Decision ID: f7c47540-53d8-424a-9df8-3184f81915c6
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene X._ meldete sich am 7. Febru
ar 2013 (Eingangsdatum) wegen Schwerhörigkeit bei der Sozialversiche
rungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug eines Hörgerätes als Hilfsmittel an (Urk. 6/2). Gestützt auf die ärztliche Erstexpertise von Dr. med. Y._, FMH ORL, speziell Hals- und Gesichtschirurgie, vom 13. Februar 2013 (Urk. 6/4) sprach die IV-Stelle dem Versicherten die Pauschale für eine beidseitige Hörge
räteversorgung zu (Urk. 6/8).
1.2
X._
(verheiratet und Vater von Zwillingssöhnen, gebo
ren 2005) arbeitete nach längerer Arbeitslosigkeit zuletzt (temporär) als Project Management Officer in der Informatik-Branche, jeweils bei einem 100%-Pensum. Vom 1. Januar 2012 bis 31. Juli 2013 war er bei der Z._, vom 9. Dezem
ber 2013 bis 31. Januar 2014 bei der A._ und vom 12. Januar bis 17. März 2015 bei der B._ angestellt mit Arbeitseinsatz bei Grossbanken (Urk. 6/11 und Urk. 6/22). Nachdem sich der Versicherte am 10. Februar 2015 bei einem Schlittelunfall die Schulter verletzt hatte, trat die Schweizerische Unfall
ver
sicherungsanstalt (Suva) auf den Schaden ein und gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld (Urk. 6/23). Am 2. Novem
ber 2015 (Eingangsdatum) meldete er sich bei der IV
Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 6/12). Diese traf medizinische und erwerb
liche Abklärungen und zog die Akten der Unfallversicherung bei. Mit Schreiben vom 3. Juni 2016 teilte sie X._ mit, dass gesundheits
bedingt zurzeit keine beruflichen Einglie
derungsmassnahmen mög
lich seien (Urk. 6/27).
Nach Prüfung von Ein
gliederungsmassnahmen (vgl. Urk. 6/45 S. 6 f.) wurde der Versicherte mit Schrei
ben vom 5. Dezem
ber 2016 auf seine Mitwir
kungs
pflicht hingewiesen (Urk. 6/40) und holte die IV
Stelle weitere Arztberichte ein
(Urk. 6/42-43). Mit Schreiben vom 16. Janu
ar 2017 gewährte die IV-Stelle X._ Arbeitsvermittlung in Form von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 6/44). Diese Mass
nahme wurde am 27. März 2017 beendet (Urk. 6/53), da sich der Versicherte laut Assessmentbericht vom 6. März 2017 (Urk. 6/49) nicht in der Lage sah, eine voll
zeit
liche Arbeits
tätig
keit aufzunehmen und die Prüfung des Rentenanspruchs be
an
tragte. Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 teilte X._ mit, dass er aus psychischen Gründen dem Leistungs
druck in der angestammten Tätigkeit im IT-Bereich nicht gewachsen sei. Diese Einschränkung sei nicht abgeklärt worden. Hingegen sei er bereit, in einer ange
passten Tätigkeit ohne hohen Leistungsdruck eine Anstellung anzunehmen, wes
halb die Arbeitsver
mittlung zu Unrecht einge
stellt
worden sei; er strebe eine Um
schulung (Erwachsenen
bildner/Sprach
lehrer/Kursleiter IT) an und schlug konkret zwei Ausbildungsgänge vor (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Juni 2017 teilte die IV
Stelle dem Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen
Eingliederungsmass
nahmen möglich seien
, da er sich aus persönlichen Gründen nicht dazu in der Lage sehe (Urk. 6/60
).
Mit E-Mail vom 29. Juni 2017 liess der Versicherte die IV
Stelle wissen, dass er bereit sei, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Urk. 6/61). Nach Einholung des Arzt
berichtes von Dr. med. C._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
, vom 1. Oktober 2017 (Urk. 6/67), wies die IV-Stelle - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/69-70) - mit Verfügung vom 8. Januar 2018 einen Anspruch auf Invalidenversicherungsleis
tungen ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob X._ am 8. Februar 2018 Beschwerde und beantragte, es seien ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 8. Januar 2018 berufliche Massnahmen zu gewähren, eventuell sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen; un
ter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-80). Mit Verfügung vom 23. März 2018 ordnete das hiesige Gericht einen zweiten Schrif
tenwechsel an und stellte dem
Beschwerdeführer die Be
schwer
de
antwort vom 22. März 2018 zu (Urk. 7). Die Replik vom 6. April 2018 (Urk. 8) wurde der Be
schwer
degegnerin am 11. April 2018 zugestellt, woraufhin diese am 19. April 2018 auf Duplik verzichtete (Urk. 10). Mit Eingabe vom 17. Juli
2018 reichte der Beschwerdeführer einen
Bericht von Dr. med. O._, FMH Fachärztin für Kar
diologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 12. Juli 2018 ein ( Urk. 12-13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und sozio
kulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas
sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs
zuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokul
turel
len Be
lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
ständigte psy
chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklä
rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychi
scher Ge
sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundes
gerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben ge
mäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von Art
.
16 Abs
.
2
lit.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (lit. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Ein
gliederung (lit.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be
rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (lit.
d).
1.6
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Umschu
lung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva
lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.7
Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben (E. 1.6) muss die Eingliederungsmassnahme berufsbildender Art wegen der Invalidität notwendig sein. Dies setzt vorab einen Gesundheitsschaden (Art. 4 IVG) sowie eine daraus resultierende Erwerbsun
fä
higkeit voraus (Art. 8 ATSG). Konjunkturell bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche fallen grundsätzlich in den Bereich der Arbeitslosenversicherung (vgl. auch Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 10 ff. zu Art. 17). Ferner muss die in Anspruch genommene Massnahme verhältnismässig sein. Darunter fällt insbesondere die Notwendigkeit und Geeignetheit der Massnahme, aber auch die subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit. Der Anspruch setzt voraus, dass die in Aus
sicht genommene Umschulungsmassnahme eingliederungswirksam ist, was be
deu
tet, dass sie zu einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beiträgt bzw. vor wei
terer Beeinträchtigung eines noch vorhandenen Teils der Erwerbsfähigkeit schützt (Meyer/Reichmuth, a.a.O., Rz. 49 zu Art. 17).
1.8
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom
8. Januar 2018
(Urk. 2) damit,
dass gemäss den vorliegenden medi
zinischen Unterlagen beim Beschwerdeführer kein invalidisierender Gesundheits
schaden vorliege. Die aus psychiatrischer Sicht gegebenen Schwierig
keiten in Bezug auf die Lebensumstände könnten bei der Beurteilung nicht berücksichtigt werden. Da ihm die bisherige und jede angepasste Tätigkeit zumut
bar sei,
bestehe weder ein Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente
. In der Beschwerdeantwort (Urk. 5) verwies die Beschwerde
gegne
rin insbesondere auf die Stellungnahme von Dr. med. D._, Facharzt für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 13. Okto
ber 2017 (Urk. 6/74 S. 4 ff.) und begründete, dass sich ein Einkommensvergleich mangels Vorliegen einer in
validisierenden Erkrankung erübrige.
2.2
Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, dass er mindestens zu 20 % arbeitsunfähig sei, weshalb er einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Um
schu
lung zum Erwachsenenbildner) habe. Dabei spiele es keine Rolle, ob psycho
soziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer eigen
ständigen und somit invalidisierenden Gesundheitsschädigung mitgewirkt hätten (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin habe im Rahmen der Beschwerdeantwort einen Invali
ditätsgrad von 22 % respektive 25 % anerkannt, womit ein Anspruch auf beruf
liche Massnahmen bestehe. Für den vorzunehmenden Einkommensvergleich sei das letzte ohne Gesundheitsschaden erzielte Einkommen als Validenein
kom
men zu verwenden. Das Invalideneinkommen sei erst nach Durchführung der berufli
chen Massnahmen zu bestimmen (Urk. 8).
3.
3.1
Dr. med. E._, Allgemeine Medizin FMH, welcher den Beschwerdeführer seit dem 9. März 2015 hausärztlich betreut, stellte in seinem Bericht vom 25. November 2015 (Urk. 6/9 S. 1-8) zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine komplette Supraspina
tu
sruptur Schulter links, Akromion Typ II, sowie einen Status nach Rotatoren
manschetten-Rekonstruktion Schulter links am 14. Juli 2015.
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
Hypertensive Herzkrankheit bei Erstdiagnose einer arteriellen Hypertonie
am 17. April 2015
-
konzentrisch hypertropher linker Ventrikel mit normaler
Auswurffraktion
-
Repolarisationsstörungen anterolateral im EKG
-
Cardiovaskuläre Risikofaktoren: Arterielle Hypertonie
-
Ektasia der Aorta Ascendens (4.4 Zentimeter)
Der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Informatiker seit dem 1. April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Er habe schmerzhafte Bewe
gungs
einschränkungen der linken Schulter und seine geistige, intellektuelle und psychische Belastbarkeit sei vermindert. Er schule sich momentan zum Privat- oder Taxi-Chauffeur um. Der Beschwerdeführer könne etwa ab Januar 2016 zu 50 % als Chauffeur einsteigen und hernach seine Einsatzfähigkeit ab März 2016 steigern.
3.2
Dr. med. F._, Fachärztin FMH für Kardiologie und Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 9. August 2016 (Urk. 6/32 S. 1-5) zuhanden der Beschwerdegegnerin eine hypertensive Herzkrankheit (Erstdiagnose im April 2015), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Aus kardialer Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit als IT-Fachmann keine Arbeitsunfähigkeit. Bei stressi
gen Situationen oder beim Heben schwerer Lasten (mehr als 12
15 Kilo
gramm) könne es zum Blutdruckanstieg kommen, weshalb solches nach Möglich
keit zu vermeiden sei.
3.3
Dr. E._ hielt in seinem Bericht vom 31. August 2016 (Urk. 6/34) zuhanden der Beschwerdegegnerin fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers gebessert habe, so sei die Belastbarkeit und Beweglichkeit der linken Schulter besser und der Blutdruck hätte sich unter der
Medikamenteneinnahme (Amplodipin und Aprovel) normalisiert. Nach Abschluss seiner selbstgewählten Ausbildung zum Taxichauffeur habe er diese Tätigkeit ab dem 3. Februar 2016 zu 30 % aufgenommen. Diese Tätigkeit habe er am 30. Juni 2016 einstellen
müssen, da aufgrund der eingenommenen Medikamente eine Fahruntüchtigkeit für Pub
likums- und Warentransporte bestehe. Folglich sei das Belastungsprofil für ange
passte Tätigkeiten folgendermassen anzupassen: leichte Tätigkeiten ohne Lasten
heben, ohne Taxi- oder Chauffeurfahrten, ohne repetitive Belastung des linken Armes. Eine solche Tätigkeit sei dem
Beschwerdeführer bis 4.5 Stunden täglich möglich.
3.4
In seinem Bericht vom 12. Dezember 2016 ergänzte
Dr. E._
(Urk. 6/42 S. 1
7) seine bisher gestellten Diagnosen (vgl. E. 3.1) insoweit, als er eine reaktive Depression bei hypertensiver Herzkrankheit nannte, welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. So sei es in den letzten Monaten zu einer zunehmen
den Beeinträchtigung der Stimmung mit gesundheitlicher (unfallbe
dingter und herzbedingter) Ursache gekommen und
der Beschwerde
führer
leide
an
Konzent
ra
tionsstörungen.
Von einer
weitere
n
Verbesserung der gesundheitlichen Situa
tion sei
auszugehen
. Die bisherige Tätigkeit als IT-Manager sei dem Beschwerde
führer ab 1. Juli 2017 4 Stunden täglich zumutbar.
3.5
Dr. F._
attestierte dem Beschwerdeführer in ihrem Bericht vom 9. Dezem
ber
2016 (Urk. 6/43 S. 1-4) eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit
als IT-Fachmann. So seien die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die Ausdauer vermindert und es läge eine rasche Ermüdbarkeit vor. In Stresssitu
ationen oder beim Heben schwerer Lasten komme es zum Blutdruck
anstieg.
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei ihm ab sofort während 6 Stunden am Tag zumutbar. Bei optimaler Blutdruck-Einstellung sei die Progno
se gut, doch handle es
sich um ein chronisches Leiden.
3.6
Dr. med. G._,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, berichtete am 26. Januar 2017 (Urk. 6/48) zuhanden Dr. E._, seitens der Schulter sei der Beschwerdeführer in Adduk
tion und bis Brusthöhe uneingeschränkt. Ab Brusthöhe und überkopf beständen bei der linken voroperierten Schulter und der bereits ebenfalls an einem leichten Impingement leidenden rechten Schulter Einschränkungen. Diese seien vor allem bezüglich Schmerzen signifikant. Die Kraftentwicklung ab Brusthöhe und über
kopf dürfe wahrscheinlich die Belastung von gelegentlich 5 Kilogramm nicht übersteigen. Repetitive Überkopfarbeiten beziehungsweise grössere Belastungen über 10 Kilogramm seien mit der operierten linken Schulter auch aus prognosti
scher Sicht nicht ratsam. Der Beschwerdeführer sei ansonsten im IT-Bereich tätig, könne aber aufgrund der jetzigen Situation in diesem Berufsumfeld nicht Fuss fassen. Er sei in Abklärung wegen einer allfälligen Umschulung oder Neuorien
tierung. Dabei sei daran zu denken, dass eine manuelle Tätigkeit mit Überkopf
arbeiten sehr eingeschränkt möglich sei. Zudem dürfte aus kardialer Sicht die Belastungsfähigkeit ebenfalls reduziert sein. In der Gesamtschau sei die Arbeits
unfähigkeit gesamthaft mit bleibend circa 50-60 % zu beurteilen.
3.7
Dr. C._, welcher den Beschwerdeführer seit dem 23. März 2017 psychiatrisch behandelt, nannte in seinem Bericht vom 1. Oktober 2017 (Urk. 6/67) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit:
-
nicht näher bezeichnete depressive Episode (ICD-10 [GM]: F32.9)
-
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im
Sinne eines Erschöpfungssyndroms (ICD-10: Z73.0)
-
Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung im Sinne von
Anpassungsproblemen bei Veränderungen der Lebensumstände (ICD-10:
Z60.0)
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10:
Z56)
-
Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung der Gefühle wie Angst,
Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger (ICD-10: F43.23)
Im ärztlichen Befund hält Dr. C._ folgendes fest: Bewusstseinsklar, wach, allseits orientiert; im Kontakt freundlich, auskunftsbereit, zugewandt; im Distanzver
hal
ten korrekt und allen Normen des Anstands und der Höflichkeit folgend; äussere Erscheinung ohne Auffälligkeit. Die Grundstimmung wirke eher gedrückt, etwas nachdenklich oder unsicher, dabei bemüht und sachlich. Es erscheine daneben eine gewisse Umständlichkeit beim Umgang mit belastenden Themen, ohne Be
einträchtigung der inhaltlichen Aussagen und des inhaltlichen Verständ
nisses. Der Affekt sei teils leicht verstimmt, teils aber auch ängstlich und depres
siv. Die Affektlabilität sei nicht auffallend erhöht oder vermindert, der Antrieb und Gedankengang weder vermehrt oder herabgesetzt. Psychomotorisch sei der Be
schwerdeführer ruhig, ausgeglichen, auf sein Gegenüber eingehend. Der Formale Gedankengang sei geordnet, logisch nachvollziehbar, inhaltlich kein Anhalt auf produktiv-psychotisches Erleben, Beeinträchtigungsgedanken, Wahn
vor
stellun
gen, optische oder akustische Halluzinationen, kein Depersonisations
erleben, keine Ich-Störungen; kein Anhalt auf kognitive Beeinträchtigungen oder auf Fremd- oder Selbstgefährdung. Der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen
Tätig
keit als IT-Verantwortlicher seit dem 23. März 2017 bis weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig. So lägen Einschränkungen der Belastbarkeit, der Ausdauer, der Konzentration, der Umstellungsfähigkeit, der Stresstoleranz, der Eigenständig
keit, der Planungsfähigkeit und der Handlungseffizienz vor. Die bisherige Tätig
keit sei ihm bei einem 75%igen Pensum zumutbar, wobei die verbliebene Leis
tungsfähigkeit zu zwei Dritteln bestehe, woraus die 50%ige Arbeitsfähigkeit resultiere. In einer geeigneten angepassten Umgebung, die den Einschränkungen gerecht werde, bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei seien
Stress, erhöhte Anforderungen an die Umstellungsfähigkeit, Konzentration zugunsten von Rou
tinetätigkeiten, erhöhte Anforderungen an die Auffassungsgabe im Sinne von Entscheidungsproblemen oder den damit zu erwartenden Belastungen zu vermei
den. Es sei keine zuverlässige Einschätzung der Prognose möglich, da diese Aus
sage wesentlich von äusseren Faktoren abhänge, welche ungewiss seien und auch nicht ausschliesslich im Rahmen der Therapie beeinflussbar seien. Zum Schluss hält Dr. C._ fest, die aktuelle Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt liege bei 50 %. Es sei von der gleichen Einschränkung im ange
stamm
ten Beruf wie in anderen Berufen auszugehen.
3.8
RAD-Arzt Dr. D._ fasste in seiner Stellungnahme vom 13. Oktober 2017 (Urk. 6/74 S. 4 ff.) die medizinische Aktenlage zusammen und hielt folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest:
-
Innenohrschwerhörigkeit, Gesamthörverlust 54.7 %
-
Zustand nach Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion Schulter links
(14. Juli 2015) bei
-
kompletter Supraspinatussehnen-Ruptur links
-
residuellem Impingement Überkopf Schulter beidseits
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
nicht näher bezeichnet
e depressive Episode (ICD-10: F
32.9)
-
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im
Sinne eines
Erschöpfungssyndroms (ICD-10: Z
73.0)
-
Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung im Sinne von
Anpas
sungsproblemen bei Veränderungen
der Lebensumstände (ICD-10:
Z
60.0)
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit u
nd Arbeitslosigkeit (ICD-10:
Z
56)
-
Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung der Gefühle wie Angst,
Depression, Sorgen,
Anspannung und Ärger (ICD-10: F
43.23)
In bisheriger Tätigkeit als IT-Verantwortlicher sei der Beschwerdeführer vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2016 zu 100 %, und seit dem 1. Januar 2017 bis auf Weiteres zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. Als funktionelle Einschrän
kun
gen würden genannt: Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibra
tionen auf die linke Schulter sowie Überkopfarbeiten, Arbeiten in ständiger Armvorhalte, ins
besondere repetitive Tätigkeiten sowie das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5-8 kg ausschliessen. Für angepasste Tätigkeiten gemäss Belastungs
profil (leichte Tätigkeiten ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 kg, ohne [beidseitiges] Arbeiten in Armvorhalte und Überkopf
arbeiten; zeitliche flexible Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforde
run
gen an das Umstel
lungs- und Anpassungsvermögen, in wohlwollender und konfliktarmer Arbeits
atmosphäre) habe seit jeher keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Auf die vorlie
genden Arztberichte könne nur bedingt abgestellt werden. Der Hausarzt habe auf Wunsch des Beschwerdeführers attestiert. Aus kardialer Sicht bestehe laut Arzt
bericht von Dr. F._ keine begründete Arbeitsunfähigkeit. Die psy
chiatrisch angeführte Diagnose einer «nicht näher bezeichneten depressiven Episode» basie
re auf nicht IV-relevanten, psychosozialen Faktoren. Die erlernte und bisherige Tätigkeit als IT-Fachmann sei schulterschonend und als angepasste Tätigkeit an
zusehen. Daher habe im Grund nie eine IV-relevante Arbeitsunfähigkeit bestan
den.
4.
4.1
Mit Blick auf diese schlüssige Würdigung von RAD-Arzt Dr. D._ (E. 3.8) steht aufgrund der vorliegenden Akten fest, dass aus somatischen Gründen keine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im IT-Bereich bzw. als Projekt
manager und Informatiker besteht. Weder die behandelnde Kardiologin Dr. F._ (E. 3.2) noch der Orthopäde Dr. G._ berichteten in ihrem Fach
gebiet über wesentliche Einschränkungen, die dem Belastungsprofil einer solchen Tätigkeiten entgegenstünden. Nach Auskunft des Beschwerdeführers hat die Unfall
versicherung den Fall abgeschlossen und ist er in Bezug auf die Unfallfolgen auch wieder voll arbeitsfähig (Urk. 6/74/6). Dass Dr. E._ und Dr. F._ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch in einer angepassten Tätigkeit zu
letzt auf 50 % respektive 75 % (vgl. E. 3.4 und 3.5) festlegten, ist medizinisch nicht nachvollziehbar und lässt sich mit der Erfahrungstatsache erklären, dass behandelnde Hausärzte wie auch behandelnde Fachärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa
tientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, BGE 125 V 251 E. 3b/cc), weshalb deren Aussagen mit Vorbehalt zu würdigen sind. So fällt denn insbesondere bei der Beurteilung von Dr. F._ auf, dass sie noch im August 2016 aus kardialer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit attestierte, nach einer weiteren Konsultation am 18. Oktober 2016 in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2016 (Urk. 6.43) ohne veränderter Befundlage aber eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit so
wohl in der angestammten als auch in einer behinde
rungs
angepassten Tätigkeit festschrieb (vgl. E. 3.2 und E. 3.5).
Hierbei ist zu vermuten, dass Dr. F._ bei ihrer Einschätzung fachfremde, geklagte Beschwerden mit
ein
bezog.
4.2
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4) wurde der von Dr. C._ diagnostizierten nicht näher bezeichneten depressiven Episode (ICD-10: F 32.9) zu Recht kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Aus dem Arztbericht des behandelnden Psychiaters ergibt sich klar, dass die depressive Symptomatik durch multiple psychosoziale Belastungsfaktoren, welche nach in
validenversicherungsrechtlich relevanten Kriterien nicht in die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen werden dürfen (vgl
. E. 1.3),
ausgelöst wurde. Ent
sprechend wurden diese Probleme (vgl. Diagnosen in E. 3.7) als Z-Codierungen diagnostiziert. Diesen kommt in der Regel kein Krankheitswert zu. Entsprechend hielt auch Dr. C._ fest, dass die weitere Prognose im Wesentlichen von äusseren - nicht iv-relevanten - Faktoren abhänge. Hinweise darauf, dass sich diese
psy
chosoziale
n
und soziokulturelle
n
Faktoren
zu einem eigenständigen invalidisie
renden Gesundheitsschaden entwickelt hätten, bestehen nicht.
Darauf lässt nur schon die Prognose von Dr. C._ schliessen, wonach der Verlauf von äusseren, nicht durch die Therapie beeinflussbare Faktoren abhänge.
Wohl ist nach neuster Rechtsprechung i
m Rahmen des strukturierten Beweisver
fahrens
(BGE 141 V 281)
davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlender
invalidenversicherungs
rechtlicher
Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unver
ändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom
5.
März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann
daher
von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fach
ärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressiven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiz
i
ert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 3.1).
Im vor
liegenden Verfahren diagnostizierte der Facharzt Dr. C._ in nachvollziehbarer Weise eine Anpassungsstörung. Eine solche ist definitionsgemäss leichter und vor
über
gehender Natur. Auch ergibt sich aus seiner weitgehend unauffälligen Befunderhebung, dass die nicht näher bezeichnete depressive Episode (ICD-10 F32.9) leichter Natur ist. Insoweit ist seine Einschätzung, dass der Beschwerde
führer in sämtlichen beruflichen Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt ist, in keiner Weise nachvollziehbar.
Hierbei ist auch auf die widersprechende Einschätzung von Dr. C._ zu verweisen, der gleichzeitig in Tätigkeiten ohne Stress, ohne er
höhte Anforderungen an die Umstellungsfähigkeit, Konzentration und Auffas
sungsgabe für sämtliche Berufe eine volle Arbeitsfähigkeit attestierte.
Aus diesen Gründen kann auf weitere Abklärungen, insbesondere eine psychiat
rische Begutachtung verzichtet werden.
5.
Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf vollzeitlich arbeitsfähig ist. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die von Dr. C._ umschriebenen Anforderungen an einen Arbeits
platz auf einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden zurückzuführen wären und sich in wirtschaftlicher Hinsicht auswirken würden, ist nicht von einer rentenbegründenden Lohnminderung auszugehen. Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer zuletzt arbeitslos war und temporäre Anstellungen hatte, müsste sowohl hinsichtlich des Validen- wie auch des Inva
lideneinkommens auf Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge
gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt werden und betrüge der Lohnunterschied zwischen Kompetenzniveau 4 und dem infolge ver
minderter Stressbelastung für das Invalideneinkommen zu wählendem Kompe
tenzniveau 3 im Ergebnis keine mindestens 40 % (vgl. LSE 2014, Tabelle TA1, Ziffer 62-63).
Ferner wäre – sollten das Konzentrationsvermögen, die Reaktionsfähigkeit und die Ausdauer vermindert sein und eine rasche Ermüdbarkeit vorliegen - eine Wei
terausbildung zum Erwachsenenbildner weder notwendig noch zweckmässig, denn es ist nicht einzusehen, weshalb diese Einschränkungen – wären sie andau
ernd und in wesentlichem Masse vorhanden – sich in einer solchen Tätigkeit, insbesondere auch in erwerblicher Hinsicht, weniger auswirken würden, als im angestammten Berufsfeld. Eine gesundheitlich notwendige Umstellung zum Er
wachsenenbildner ist damit nicht gegeben.
6.
Nach dem Gesagten besteht die angefochtene Verfügung zu Recht und ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
7.
Da es vorliegend um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1'000.-- (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) festzusetzen. Nach dem Verfah
rensaufwand sind die Gerichtskosten vorliegend auf Fr. 600.—anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.