Decision ID: 1009b76c-df78-5645-a98a-953f76717c8a
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961,
ohne erlernten Beruf, arbeitete als Raum
pflege
rin und Zimmermädchen
bei verschiedenen Arbeitgebern
(
Urk.
8/4,
Urk.
8/7-8 und
Urk.
8/
39)
. I
hr
letztes Arbeitsverhältnis
bei der
Y._
,
wurde per 3
0.
April 2005 aufgelöst
(
Urk.
8/
36/9
und
Urk.
8/30
).
Am
1
7.
Februar 2005
hatte
sie sich unter Hinweis auf Beschwerden im Rückenbereich beziehungsweise
a
n der Wirbelsäule zum
Leis
tungsbezug
(Rente)
an
gemeldet
(
Urk.
8/1). Nach durchgeführten Abklärungen in erwerblicher wie medizinischer Hinsicht verneinte die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 1
4.
Juli 2006 den Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung
(
Urk.
8/25). Diese Verfü
gung blieb unangefochten.
Am
1
1.
Februar 2008 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle unter Hin
weis auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes erneut zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
8/26).
Nach ab
ermal
igen
Abklärungen in erwerblicher
und medizinischer Hinsicht
verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom
8.
Dezember 2009 den Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung
(
Urk.
8/60). Auch diese Verfügung blieb unangefochten.
1.2
Am 1
5.
November 2010 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle
wiederum zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/61).
Auf
entsprechende
Aufforderung der
IV
Stelle
vom 1
8.
November 2010 (
Urk.
8/64) hin
reichte
die Versicherte
Berichte des
Z._
ein (
Urk.
8/65-66)
.
Mit Vorbescheid vom 1
4.
Dezember 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
sie werde
auf das Leistungsbegehren nicht eintreten (
Urk.
8/69).
Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 1
2.
Januar 2011 unter Beilage von zwei
neuen medizinischen Berichten
Einwand
(
Urk.
8/70
-71).
Nach Erhalt eines Berichts
selbige
n
Datum
s
(
Urk.
8/73)
von
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie,
veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Untersuchung beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD
;
Psychiatrischer Unter
suchungsbericht vom 2
4.
Mai 2011;
Urk.
8/7
5
).
Nach
getätigtem
Einkommens
vergleich
(
Urk.
8/77)
teilte
sie
der Versicherten mit neuem Vorbescheid
vom
3.
Oktober 2012
die Abweisung des Leistungsbegehrens mit (
Urk.
8/84).
Dage
gen erhob die Versicherte mit Schreiben vom
9.
Oktober 2012 (
Urk.
8/89)
beziehungsweise 1
9.
November 2012 (
Urk.
8/92-93)
unter Beilage von weiteren Unterlagen
Einwand
.
Daraufhin veranlasste d
ie IV-Stelle
eine polydisziplinäre medizi
nische Untersuchung (Allgemeine
Innere Mediz
in, Rheumatologie, Psy
chiatrie)
bei der
B._
, Universitätsspital
C._
.
Das Gutachten wurde
am 3
1.
Dezember 2013 erstattet (
Urk.
8/105).
Die Versicherte nahm dazu
am
2
5.
Juni 2014
unter Beilage einer Stellungnahme des behandelnden
Psychiaters
Stellung (
Urk.
8/110-111)
.
Am 1
9.
Januar 2015 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des
Leistungsbe
gehrens
(
Urk.
2
)
.
2.
Gegen die abweisende Verfügung vom 1
9.
Januar 2015 erhob die Versicherte am 1
8.
Februar 2015 Beschwerde mit den Anträgen,
die
angefochtene Verfü
gung sei aufzuheben und
es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
ihr
mindestens eine halbe Invalidenrente zu gewähren. Eventualiter sei eine
poly
disziplinäre
Abklärung durchführen zu lassen, worauf neu zu entscheiden sei.
Weiter sei d
ie Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
ihr
geeignete berufliche Massnahmen - insbesondere Hilfe zur Wiedereingliederung - zu gewähren.
In prozessualer Hinsicht ersuchte
sie
um
Gewährung der unentgeltlichen
Rechts
pflege
und Bestellung von
Rechtsanwältin
Sandra
Glavas
S
o
ller
als u
nentgeltli
che Rechtsvertreterin. Zudem beantrag
te sie in formeller Hinsicht,
eine neutrale und
umfassende Abklärung bei objektiven und neutralen Gutachtern in Auftrag zu geben
beziehungsweise
zumindest eine psychiatrische Begutacht
ung mit einer nicht-serbischen Ü
bersetzerin durchfü
hren zu lassen
(Urk. 1 S. 2).
Die IV
Stelle schloss in ihrer
Beschwerdeantwort vom
9.
April
2015 (Urk.
7
) auf Abweisung der Beschwerde, wovon de
r
Beschwerdeführer
in
am 1
0.
März 201
5 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG
). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1
.2
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer Depression und selbst mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
sion
im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet
.
Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidi
vierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bun
desgerichts
9C_892/2015 vom 22. Januar 2016 E. 2;
vgl. auch
Urteile des Bun
desgerichts
8C_104/2014 vom 2
6.
Juni 2014 E. 3.3.4 mit Hinweisen
sowie
9C_856/2013 vom 8. Oktober 2014 E. 5.1.2).
E
ine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung
ist
nicht schlechthin auszuschliessen, indes bedingt deren Annahme, dass eine kon
se
quente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
1
.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1
.
4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
), so ist im
Beschwerdever
fahren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1
.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
2
.1
Die IV-Stelle begründete den angefochtenen
rentenabweisenden
Entscheid zur Hauptsache damit, dass gestützt
auf die vorliegenden Unterlagen davon auszu
gehen sei,
dass es seit der zweiten Begutachtung vom 1
7.
Juni 2009 zu keiner Verschlechterung des
psychischen
Gesundheitszustandes gekommen sei.
Obschon aufgrund
körperliche
r
Beschwerden
die
angestammte Tätigkeit nicht mehr
zumutbar
sei, sei
der Beschwerdeführerin
eine angepasste Tätigkeit
im Umfang von 80 % zuzumuten.
Der Einkommensvergleich ergebe einen
Invali
ditätsgrad
von
9
%, woraus kein Anspruch auf eine Rente resultiere (Urk. 2).
2
.2
Dagegen lässt die
Beschwerdeführerin
zur Hauptsache anführen,
alle
Fach
medizi
ner
seien sich einig, dass e
s zu einer
Verschlimmerung der Beschwerden
gekommen
sei und sie in ihrer bisherige
n
Tätigkeit zu 100 % und in einer leiden
s
adaptierten Tätigkeit zu
mindestens
65 % arbeitsunfähig sei.
Dabei müsse das
B._
-Gutachten aufgrund
eines
offensichtlichen
Beurteilungs
fehlers
unbe
rück
sichtigt
bleiben
.
Es sei ihr
folglich
eine
R
ente zuzusprechen
(
Urk.
1).
3
.
3
.1
Strit
tig und zu prüfen ist, ob im Rahmen der
Neuanmeldung
eine
revi
sionsrecht
lich
relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse einge
treten ist, welche nunmehr einen anspruchserheblichen Invaliditätsgrad von min
destens 40 % zur Folge hat. Zeitliche Vergleichsbasis bildet dabei die
ren
tenablehnende
Verfügung vom
8.
Dezember
2009
(vgl.
Sachverhalt
E.
1.1
hievor
)
.
3
.2
Die unangefochten gebliebene
rentenabweisende
Verfügung vom
8.
Dezember 2009
stützte sich in medizinischer Hinsicht (vgl. dazu Feststellungsblatt für den Beschl
uss, Urk. 8
/5
0
S.
4
) im Wesentlichen auf
das Gutachten des
E._
vom
2
. Juni 2009
(
Urk.
8/49
/2-21
)
. Darin hatten die verantwortlichen Ärzte die folgenden Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt
(S. 1
6
)
:
Leichte posttraumatische Belastungsstörung
(ICD-10 F43.1)
Leichte depressive Episode
(ICD-10 F32.0)
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
myostatische
Insuffizienz mit entsprechenden
muskuloligamentären
Überlas
t
ungsreaktionen
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
radiologisch
Osteochondrose
L4/5 und L5/S1
kleine Diskushernie L3/4 und L4/5 ohne Zeichen einer
Wurzel
kompression
(
Z._
03/04)
Belastungsdefizit beider Kniegelen
ke bei medialer Gonarthrose beidseits
Die Ärzte hielten fest,
bei der psychiatrischen Untersuchung seien eine leichte posttraumatische Belastungsstörung und eine leichte depressive Episode festge
stellt worden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
deshalb
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit von 20 %. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig für leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Tätigkeiten in wirbelsäulenbelastenden
Zwangshal
tungen
, ohne Tätigkeiten in kniender oder hockender Haltung, nicht auf unebe
nem Grund, ohne die Notwendigkeit des häufigen Treppensteigens und ohne Tätigkeiten unter Kälte-, Nässe- und Zuglufteinfluss. Die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten als Zimmermädchen/Raumpflegerin seien ihr nicht mehr zumutbar. Aus internistischer und anderweitiger somatischer Sicht bestünden keine Ein
schränkungen der Arbeitsfähigkeit (
S. 17
).
Abschliessend und zusammengefasst gaben die Ärzte an,
nach multidisziplinä
rem Konsens werde die Beschwerdeführerin für eine körperlich leichte, adap
tierte Tätigkeit
als
zu 80
% arbeits- und leistungsfähig, vollschichtig realisier
bar
,
erachtet. Körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten wie die früher
e Tätigkeit als Zimmer
-
mädchen/
Raumpflegerin seien
hingegen
nicht mehr zumutbar (S.
19
).
3
.3
Im Rahmen der Neuanmeldung wurden im Wesentlichen die folgenden medi
zini
schen Unterlagen zu den Akten genommen:
3
.3.1
Dr.
med.
D._
,
FMH Innere Medizin und Rheumatologie,
bestätigte
in seinem Zeugnis v
om
5.
Januar 2011 (
Urk.
8/93/3)
, dass neben der Zunahme der degen
erativen Veränderungen
der Lendenwirbelsäule (LWS)
neu
eine Reizung der Wurzel L5 rechts
und
eine beidseitige hochgradige rechts lateral, links medial betonte Gonarthrose vorliege, welche zum Zeitpunkt des
E._
-Gutachtens in dem Ausmass nicht bestanden habe. Er riet zu einer erneuten Begutachtung der Beschwerdeführerin, da eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege.
3
.3.2
Der die Beschwerdeführerin seit 2005 behandelnde
Psychiater
Dr.
A._
hielt in seinem Bericht vom 1
2.
Januar 2011 (
Urk.
8/93/1-2) fest,
die
Beschwerdeführe
rin
weise eine
andauernde Persönlichkei
tsänderung nach Extrembelastung im Bosnienkrieg
auf
. S
eit Juni 2007 sei es zu einer weiteren Verschlechterung des Zustandes gekommen. Die depressiven
Symptome
und Angstsymptome sowie die Schmerzen seien intensiver geworden. Die Beschwerdeführerin habe auch unter Flashbacks und Albträumen gelitten, habe sich von der Umgebung bedroht gefühlt und sich deswegen sehr stark zurückgezogen. Sie sei noch misstrauischer geworden
und
habe
praktisch
zu niemandem Kontakte
. Die bestehende
psychische
Störung wirke sich sehr intensiv auf ihre Arbeitsfähigkeit aus. Seit September 2010
sei sie sowohl in ihrer bisherigen als auch in einer anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig.
3
.3.
3
Im
B._
-
Gutachten vom 3
1.
Dezember 2013 (
Urk.
8/105) nannten die Ärzte fol
gende
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 25):
Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
unter spezifischer, psychiatrischer Behandlung und Psychopharmako
therapie
bestehend seit mindestens 1993
Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
(ICD-10 F
62.0)
auf dem Boden verschiedener traumatischer Erlebnisse während des jugoslawischen
Bürgerkrieges 1993
A
nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.41)
bestehend seit mindestens
2006
Chronisches
Panvertebralsyndrom
Fehlhaltung und muskuläre
Dysbalance
degenerative
LWS-Veränderungen auf Höhe LW3 bis SW1 im Sinne von (
Osteo
-)
Chondrosen
und
Spondylarthrosen
sowie
rezessaler
Enge auf Höhe LW4/5 rechts
>
links
(MR 11/2010)
mögliche
radikuläre
Reizung L5 links ohne sichere sensomotorische Ausfälle
symptomatische, fortgeschrittene, mediale Gonarthrose beidseits
Dr.
med.
F._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 2
0.
September 2013 aus, w
ährend des Bos
nienkrieges
sei die Beschwerdeführerin
in einem Zug gefangen gehalten und dann in ein Internierungslager gebracht
worden
, wo sie von einer Gruppe von Männern vergewaltigt
worden sei
. Über das Rote Kreuz
sei
ihr und ihrer Familie die Ausreise über
G._
nach
H._
gelungen
, wo sie wegen den psychi
schen Folgen der Ereignisse behandelt
worden sei
. Danach
sei sie in die
Schweiz
migriert
(S.
19).
Mit der
Auflösung
ihrer
Arbeitsste
llen als Betriebsmitarbeiterin
resp
ektive
Jahre nach dem Unfall des Ehemannes
ungefähr im Jahre
2001, wodurch dieser erheblich verletzt und konsekutiv berentet
worden sei, sei e
s zu einer Entwicklung von psychischen Symptomen und ch
ronischen,
stammbe
tonten
Schmer
zen
gekommen
, weswegen sie
die
letzte Arbeit selber
abgebro
chen habe.
Seit 1993 könne
sie
wegen
-
nicht immer bestehender
- depressiver Verstimmungen
mit Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Brustschmerzen und Atemproblemen sowie diversen Schmerzen in Beinen, Rücken, Nacken, Schul
tern und Kop
f sowie diversen kognitiven Ein
schränkungen
-
ihrer eigenen Ein
schätz
ung zufolge -
kein normales Leben führen u
nd nicht mehr arbeiten. Sie lebe
mit ihrer Familie in eine
r
Eigentumswohnung und geh
e keiner Erwerbstä
tigkeit nach. Sie
habe
einen durch regelmäss
ige Schlafzeit
und regelmässige
Mahlzeiten geregelten Tagesrhythmus. Die übrige Zeit verbring
e
sie über
wiegend zu Hause und
fülle
diese vor
nehmlich mit Fernsehen. Sie gehe
keinen Hobbys nach, die a
dministrativen Aufgaben erledige
der Sohn und de
n
Haus
halt sie selber mit ihrer Schwiegertochter. Soziale Kontakte
bestünden
ausser zu Verwandten keine, sie mach
e
keine Ausflüge, reis
e
aber
einmal pro Jahr nach
G._
zur Kur oder ans Meer.
Besor
gungen erledig
e
sie zu
Fuss
, mit dem Auto und mi
t öffentlichen Verkehrsmitteln.
Dr.
F._
gab weiter an, b
ei der
Beschwerdeführerin bestehe
stimmungs
mässig
eine deprimierte, Schwa
nkungen unterliegende Grundstim
mung mit spontaner und kontextbezogener Aufhellbarkeit, mit unterbrechbaren Phasen der Freud- und Lustlosigkeit.
W
ährend
der Exploration
habe sie
fast durchge
hend sehr
dysphorisch
gewirkt. We
nige Male
habe
eine Weinerlichkeit
bestan
den, einmal ein Weinkrampf. E
in mehrfaches, kurzes Lächeln und Lachen
sei
vorgekommen
.
I
n den fast drei Stunden der Exploration
sei
kein Abfall der Aufmerksamkeit beobachtbar
gewesen. Es bestehe
trotz der psychischen und der Schmerz- und der Depressionssymptomatik noch ein geregelter Tagesablauf und angemessene körperliche Pflege, eine Suizidalität
bestehe
nicht
.
Gemäss
Interview des Hamilton-
Depressionscale
s
erreich
e
sie
mit 25 Punkten den Bereich einer
schwergradigen
depressiven Episode
. E
s
sei
dabei zu erwähnen, dass die Punktzahl gerade an der Grenze zur mittelgradigen Episode lieg
e
. Beim
Montgomery-
Asberg
Depression
Scale
(MADRS)
erreiche
sie mit 24
Punkten den Bereich der mittelgradigen Episode. Aufgrund der Symptome erfüll
e
sie nach ICD-10 die Kriterien für eine depressive Episode. Nach Gesamt
schau des aktuellen Zustandsbildes und aufgrund der Vielzahl der Symptome
könne
der aktuelle Schweregrad als
mittelgradig festgelegt werden.
Die Kriterien für die Zusatzdiagnose des somatischen Syndroms
seien
erfüllt, jene der psy
chotis
c
hen Symptome
seien
nicht erfüllt. Eine somatoforme Schmerzstörung lieg
e
vor
. V
erschiedene Anhaltspunkte spr
ä
chen dafür, insbesondere auch die psychosozialen Belastungen und die Schmerzsymptome
seien
nicht vollständig mit den objektiven, pathologisch-anatomischen Be
funden erklärbar
(S. 20).
Diese Störung
müsse
im Kontext mit den beiden anderen Diagnosen
(r
ezidi
vierende
depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode mit som
ati
schem Syndrom [ICD-10 F33.11] sowie a
ndauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
[
ICD-10 F62.0
]
)
betrachtet werden, durch welche die
Beschwerdeführerin
wohl sehr schlechte Coping-Strategien
habe.
T
rotz langer psychiatri
scher und psychopharmakolo
gischer Behandlung
sei
es nicht zu einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und auch nicht der Arbeitsfähigkeit
gekommen.
Die Diagnosen
respektive
der Schweregrad der
depressiven Störung
seien
als immer gleichbleibend beschrieben
worden
, auch in der Befunderhebung
habe
keine
relevante
Veränderung ausgemacht werden
können
, erst mit dem letzten Bericht
seien
Symptome einer
p
osttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)
beschrieben
worden
. Insgesamt
müsse
man von einer sich bis heute schleichend entwickelnden Verschlechterung ausgehen und einer Verfestigung der Symptomatik
. E
ntsprechend
habe
sich auch die Arbeitsfähig
keit verschlechtert. Obschon
i
n der Exploration diese PTBS
-
spezifischen Symp
tome nicht
hätten
repliziert werden
können
,
habe
dennoch ein erheblicher Widerstand
bestanden
, über damalige Geschehnisse zu sprechen und immer
sei
es zu einer Beruhigung
gekommen
, sobald man sich vom Thema
entfernt habe
. Die Symptome der andauernden Persönlichkeitsänderung könn
t
en a
ls plausibel eingestuft werden. D
iese
sei
allerdings nicht sehr schwer, jedoch von relevantem Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit
(S. 21).
Dr.
F._
hielt weiter fest, d
ie heutige Exploration
habe
ergeben, dass die
Beschwerdeführerin zwar deutliche Symp
tome bei der Erwähnung
der Trauma
tisierungen zeige
, dass sie davon aber auch sehr rasch ablenkbar
sei
. Aus diesem Grunde
müsse
man wohl zur Erkenntnis gelangen, dass heute keine volle Arbeitsunfähigkeit besteh
e
. Insgesamt besteh
e
aber gegenüber den Berichten des
E._
ein relevant
schlechterer Zustand
(S. 22)
.
Dr.
med.
I._
, Allgemeine Innere Medizin FMH, Physikalische Medizin und Reh
abi
litation FMH, Rheumatologie FMH, attestierte aus rheumatologischer Sicht eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit für leichte, leidensangepasste Tätigkeiten (S. 24).
Die
Fachgutachter
hielten
abschliessend
fest, f
ür angepasste Tätigkeiten, körper
lich leicht
mit der
Möglichkeit zu vermehrten Pausen und
Wechselbelastung
, unter Vermeidung von wiede
rholten oder dauerhaften Zwangs
haltungen, ins
besondere kniender oder hockender Positi
onen mit Rumpfbeugungen, Drehun
gen oder Überkopfarbeiten, unter Vermeidung von gehäuftem Treppensteigen oder Steigen auf Leitern und Vermeidung von daue
rhaften Erschütterungen, bestehe
gesamthaft gesehen eine Arbeitsfähigkeit von 60
%. Die Einschränkung gegenüber einem Vollpensum
könne
dabei mit der psychiatrischen Erkrankung begründet werden
(
S. 29).
Aus psychiatrischer Sicht
seien
sodann
Tätigkeiten als ungünstig zu bewerten, die intensive Teamarbeit und Kundenkontakte beinhal
te
te
n, sowie Tätigkeiten mit erhöhtem Anspruch an kognitive Fähig
keiten
(S.
30).
3
.3.4
In seiner Stellungnahme vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
8/111) erachtete
Dr.
A._
das
B._
-Gutachten
zusammengefasst
als ungenügend,
da
der gesundheitliche Zustand und die Arbeitsunfähigkeit anders beurteilt worden sei
en
.
Obwohl die Beschwerdeführerin
im Hamilton-Depressions-Rating 25 Punkte gezeigt habe
was
für eine schwere Depression spreche
und im MADRS einen Score von 24
erreicht habe
-
was im oberen Bereich der
mittelgradigen Depression stehe
-
sei die Diagnose einer mittelgradigen Depression gestellt worden. Dieses Ergebnis spreche seines Erachtens für eine mittel- bis
schwergradige
Depression. Deswe
gen scheine ihm, dass dieses Resultat vom Gutachter willkürlich interpretiert worden sei. Die Beschwerdeführerin zeige klare Symptome einer tiefen Depres
sion.
4
.
4
.1
Den medizinischen Berichten
ist
zu entnehmen, dass die rezidivierende depres
sive Störung
,
gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom
,
Hauptursache für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ist. An zweiter Stelle steht
die
andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
. Lediglich an dritter Stelle wurde die
anhalte
nde somatoforme Schmerzstörung
genannt
und zwar nur im
Kontext mit den beiden anderen Diagnosen
, womit diese
r
eine untergeordnete Rolle zukommt
.
Ebenso ist die
Einschränkung aus rheu
matologischer Sicht vernachlässigbar,
beträgt diese doch nur 20
%
und
wurde
die
gesamthafte
Einschränkung von 40 % mit der psychischen Erkrankung begründet (vgl. E. 3.3.3
hievor
).
4.
2
Mit Schreiben vom 2
5.
Juni 2014 (
Urk.
8/110) brachte die Beschwerdeführerin
vor, trotz ausdrücklicher und im Gutachten festgehaltener Bitte, eine kroatische Dolmetscherin einzuladen, sei eine serbische eingeladen worden.
Es falle ihr per se schwer, über das im serbischen Konzentrationslager Erlebte zu sprechen, weshalb ihr nicht zugemutet werden könne, in Anwesenheit serbischer Staats
angehöriger darüber zu berichten.
Aufgrund ihrer negativen Erfahrungen m
it
diesen
Staatsangehörigen
müsse das Gutachten unter Beizug von kroatischen Dolm
etscherinnen wiederholt werden.
Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden
.
Vorweg ist festzuhalten, dass
vom
B._
mit Schreiben vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
8/115) unter anderem mitgeteilt wurde, dass
die
bei der psychiatrischen Übersetzung
teilnehmende
Dolmetscherin serbischer und kroatischer Herkunft mit Schweizer Staatsbür
gerschaft
sei,
wobei deren
Herkunft
z
u Beginn der Begutachtung offe
ngelegt und explizit diskutiert
wurde
. Zudem konnte sie im Laufe der Exploration ihre Erlebnisse schildern, was
als klares Indiz dafür zu werten ist
und auch als solches gewertet wurde
, dass sie sich in einer den Umständen entsprechenden Vertrauenssituation befand und sich während der Exploration für die Befragung öffnen konnte. Schliesslich sind
weder entsprechend negative
Auswirkungen auf die Beurteilung vermerkt worden
noch wurde die Untersuchung abgebro
chen, weshalb
grundsätzlich
auf eine
entsprechende Verwertbarkeit des
psychi
atrischen Teilgutachtens geschlossen werden kann.
Die Beschwerdeführerin brachte denn auch im Prozess nicht vor, welche Angaben während der Untersu
chung anders hätten ausfallen sollen.
4.3
4
.
3
.1
Das
weitere
Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Beurteilung des psychiatri
schen Teilgutachters
Dr.
F._
sei
nicht nachvollziehbar und
offensichtlich fehlerhaft, da er im Rahmen der Zusatzuntersuchung einen MADRS-Score von 27 ermittelt habe, in der Beurteilung jedoch von eine
m Score von 24 ausgegan
gen sei
(vgl.
Urk.
1 S. 8 ff.
und
Urk.
3/4
)
,
vermag die Expertise nicht in Frage zu stellen.
Vorwegzuschicken ist, dass die Rechtsprechung solchen Testverfahren höchstens ergänzende Funktion zuerkennt und die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als ent
scheidend erachtet (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_266/2012 vom
2.
Juli 2012 E. 4.1 mit Hinweisen). Sodann wird in der Literatur eine schwere Depression - von welcher die Beschwerdeführerin ausgeht - erst ab einem Wert von 35 angenommen, weshalb sich der Irrtum des Gutachters (score von 24 statt 27; beides im Bereich einer milden bis mittelschweren Depression) als irre
levant erweist.
Weiter
setzte sich
Dr.
F._
in seinem Gutachten
mit den Beschwerden der Beschwerdeführerin
ei
ngehend auseinander. Es
beruht auf einer umfassenden Untersuchung
und berücksichtigt die von der Beschwerde
führerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(vgl.
Urk.
8/105/5 ff. und 21)
erstattet und trägt der konkreten me
dizinischen Situation Rechnung.
Der Hinweis der Beschwerdeführerin, im
B._
-Gutachten hätte korrekterweise eine schwere Depression – anstelle einer rezidivierenden depressiven Störung gegenwärtig mittelgradigen Episode – festgestellt werden müssen (vgl.
Urk.
1 S.
6 f.), verfängt vor dem
Hintergrund
, dass
für die Belange der
Invalidität
s
schätzung
nicht allein die (exakte) Diagnose, sondern vor allem auch der von den Fachärzten festgelegte, einleuchtend und nachvollziehbar begründete Grad der Arbeitsunfähigkeit massgebend ist (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_422/2010 vom 23. Juni 2010),
nicht. Es
besteht
somit
keine Veranlassung für weitere Abklärungen, zumal – auch nicht seitens des
behandelnden Psychi
aters
–
wichtige und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin
gende Aspekte angeführt werden, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler etwa Urteil des Bundes
gerichts 8C_326/2015 vom 3. Juli 2015 E. 3.3). Aber auch dass der behandelnde
Psychiater
zu einer
100%igen
Arbeits
un
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gelangte, vermag die Beweiskraft des Gutachtens nicht in Frage zu stellen, was schon
daraus
erhellt
,
dass
er die Ressourcen
der Beschwerdeführerin
nicht erkannt hat beziehungsweise diesbezügliche Ausführungen fehlen und
sein Bericht
insgesamt als undifferenziert erscheint. Zudem ist darauf hinzu
weisen, dass er unter anderem bereits im Jahre 2008 die Diagnose einer mittel- bis
schwergradigen
depressiven Störung nannte und erwähnte, dass es zu keiner Besserung des Zustandes gekommen sei und die Symptome stärker geworden seien. Seit Juni 2007 attestierte er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
. Dieser Bericht wurde
sodann
im
E._
-Gutachten vom 1
5.
Juni 2009
miteinbezogen
(vgl.
Urk.
8/49/5).
Zu berücksichtigen ist ausserdem
, dass der behandelnde
Dr.
A._
zwar Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, seine Aussagen jedoch – angesichts seiner
auftrags
rechtlichen
Vertrauensstellung –
mit Zurück
haltung zu würdigen
sind (vgl. auch BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Vor dem Hintergrund der grund
sätzlich auch vom Hausarzt nicht beanstandeten Befunderhebung ist überdies zu bemerken, dass die medizinische
Folgenab
schätzung
von erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen notwendiger
weise eine hohe Vari
abi
lität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt (vgl.
BGE 140 V
193
E. 3.1).
Das
psychiatrische Teilg
utachten
– und somit
das
polydisziplinäre Gutachten
insgesamt –
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die gezogenen
Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand
sowie
Arbeitsfä
higkeit werden ausführlich begründet
und sind nachvollziehbar
. Es ist daher für die
Beantwortung der Fragen umfassend und erfüllt die praxisgemässen Krite
rien
vollumfänglich
(vgl. E.
1
.5
hievor
)
, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
4.
3.
2
Es
gilt
jedoch
zu beachten, dass ein Gutachten zwar zur Arbeitsfähigkeit Stel
lung zu nehmen hat und diese Ausführungen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bilden, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Gericht - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahen
denfalls eine solche rentenbegründender Art eingetreten ist.
Weil die Arbeitsfä
higkeit somit keine rein medizinische, sondern letztlich auch eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der in einem medizini
schen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.
1-2
mit Hinweisen;
Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E.
5.1 mit Hin
weisen).
4
.
3.
3
Das
Bundesgericht hat eine mögliche invalidisierende Wirkung einer lege
artis
diagnostizierten leichten (ICD-10 F32.0) bzw. leichten bis mittelgradigen de
pressiven Störung (ICD-10 F32.1) auch schon anerkannt (vgl. etwa Urteil
des Bundesgerichts
9C_369/2014 vom 1
9. November
2014
)
. Dennoch gelten leichte bis höchstens
mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis recht
sprechungsgemäss in der Regel als therapierbar (vgl. E.
1
.2
hievor
). Es trifft zwar
zu, dass die Behandelbarkeit einer psychischen Störung, für sich allein be
trach
tet, nichts über deren invalidisierenden Charakter aussagt (BGE 127 V 294 E. 4c).
Fehlt es aber an einer konsequenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweisen würde (Urteile
des Bundesgerichts
9C_667/2013 vom 2
9. April 2014 E. 4.3.2 und 9C_902/2012 vom 17. Juli
2013 E. 4.1), kann daraus gefolgert werden, dass die psychische Beeinträchtigung keinen invalidi
sierenden Charakter
aufweist
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_303/2015 vom
8.
Okto
ber 2015 E. 4.4 mit Hinweisen).
4.
3.
4
D
er Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
hat sich
zwar
insofern
ver
schlechtert,
als dass
bei
ihr
neu eine rezidivierende depressive Störung
,
gegen
wärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom
,
diagnostiziert worden ist
.
Obschon sie sich
in langjähriger
psychiatri
scher und
psychopharmakologi
scher
Behandlung
befindet
(
Urk.
8/61/8,
Urk.
8/105/14,
Urk.
8/105/17),
ist es nicht zu
einer relevanten Verbesserung der Symptomatik
gekommen.
So sind auch
die
Diagnosen
beziehungsweise
der Schweregrad der depressiven Störung
als
immer gleichbleibend beschrieben
worden. A
uch in der Befunderhebung
konnten
keine relevante
Veränderungen
ausgemacht werden
(vgl.
Urk.
8/105/21-22).
Trotzdem geht d
ie Beschwerdeführerin
– wen
n
überhaupt –
bloss alle zwei bis vier Wochen in die ambulante Behandlung bei Dr.
A._
(
Urk.
8/105/14,
vgl
.
auch
Urk.
3/4
)
.
Hinweise auf ei
ne höhere Therapiefrequenz erge
ben sich nic
ht aus den Akten.
Nach der Rechtsprechung ist bei einem derartigen
Therapieinter
vall
nicht von einem Ausschöpfen der Therapieoptionen auszu
gehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_454/2013 vom 2
9.
Oktober 2013 E. 4.1).
Zudem hat sie sich
trotz
ihrer depressiven Störung noch nie in stationäre Behandlung begeben
,
was nicht auf ein ernsthaftes Leiden schliessen lässt.
In diesem Zusammenhang wiesen auch die Gutachter darauf hin, dass sowohl bezüglich Frequenz als auch Psychopharmakotherapie die psychiatrische Behandlung insuffizient
er
schein
e
. Zudem führten sie aus, dass eine stationäre Therapie zur Behandlung des aktuellen Störungskomplexes – allerdings nur in einer spezialisierten Station – dringend evaluiert werden sollte.
Ebenso sollte d
ie Psychopharmakotherapie neu überdacht und auch im Hinblick auf eine psychiatrische
Schmerz
distanzierungsstrategie
ausgerichtet
werden (
Urk.
8/105/22). Schliesslich erach
teten sie den Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht als besserungsfähig (
Urk.
8/105/23).
Folglich
hat
die Beschwerdeführerin noch
nicht
alle
Therapie
möglichkei
ten
aus
geschöpft, womit
nicht ausgewiesen
ist
, dass
ihre Störung thera
pie
resistent wäre
. Die psychische Beeinträchtigung weist somit keinen inva
lidi
sierenden Charakter auf.
4.
3.
5
Auch das dokumentierte Aktivitätsverhalten spricht jedenfalls nicht für ein ausge
prägtes psychisches Leiden.
So gab
die Beschwerdeführerin zu
ihrem Tagesablauf befragt
an
(vgl.
E. 3.3.3
hievor
)
, dass sie
mit ihrer Familie in eine
r
Eigentumswohnung
lebe und
einen durch regelmässige Schlafzeit und
ebensol
che
Mahlzeiten geregelten Tagesrhythmus
habe
. Die übrige Zeit verbring
e
sie überwiegend zu Hause
und schaue TV
.
Sie erledige
den Haushalt
zusammen
mit ihrer Schwiegertochter. Soziale Kontakte
bestünden
nur
zu Verwandten
und sie
reis
e
einmal pro Jahr nach
G._
zur Kur oder ans Meer.
Besor
gungen erle
dig
e
sie zu
Fuss
, mit dem Auto und mi
t öffentlichen Verkehrsmitteln
.
Aufgrund der von der Beschwerdeführerin dargelegten Gestaltung des Alltags liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die diagnostizierte Depression eine erheb
liche Beeinträchtigung
des Aktivitätsniveaus
nach sich ziehen würde. Vielmehr ist eine Diskrepanz zwischen der gemäss Gutachten eingeschränkten Leistungs
fähi
gkeit im Beruf und dem
Freizeitverhalten der Beschwerdeführerin
auszu
machen.
Damit ist der rezidivierenden depressiven Störung praxis
gemäss keine invalidisierende Wirkung zuzuerkennen
, womit
revisionsrechtlich
keine wesent
liche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen gegeben ist.
4.
4
Aufgrund der Tatsache, dass sich aus der leichten posttraumatischen
Belastungs
störung
(ICD-10 F43.1) nun eine andauernde
Persönlichkeits
ände
rung
nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) entwickelt hat,
eine erhebliche Zunahme dieser Symptome anhand des
B._
-Gutachtens jedoch nicht ersicht
lich ist – die Fachgutachter
stufen
die Symptome nicht als sehr schwer ein –
,
kann nicht von einer massgeblichen Verschlechterung des Gesundheitszustan
des ausgegangen werden, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
4.5
Betreffend somatoforme Schmerzstörung ist festzuhalten, dass diese lediglich im Rahmen der beiden Hauptdiagnosen (depressive Störung und andauernde
Per
sönlichkeitsänderung
) thematisiert wurde, weshalb fraglich ist, ob ihr eine eigenständige Bedeutung zukommt. Wollte man davon ausgehen, scheitert eine invalidenversicherungsrechtliche Relevanz an der Prüfung der praxisgemässen Indikatoren (BGE 141 V 281). Zum funktionellen Schweregrad ist festzuhalten, dass keine relevante Gesundheitsschädigung vorliegt beziehungsweise - nebst der untergeordneten organischen Erkrankung - in psychiatrischer Hinsicht lediglich eine versicherungsrechtlich nicht massgebende. In diesem Sinne sind die
diagnosenrelevanten
Befunde auch nicht von besonderer Ausprägung. Bei fehlender Schmerztherapie kann auch nicht von einer Behandlungsresistenz gesprochen werden. Ausgewiesen sind dagegen verschiedene persönliche Ressourcen, bewältigt sie doch ihren Alltag unauffällig (
Urk.
10/105/20) und verfügt über - wenn auch
innerfamiliäre - Sozialkontakte. Das Aktivitätsniveau ist bezüglich Tagesablaufs und Freizeit denn auch nicht in relevantem Ausmass eingeschränkt, erledigt sie doch sämtliche anfallenden Tätigkeiten und ist sie auch ohne weiteres in der Lage, in die Ferien zu reisen. Bei
niedrigfrequenter
und während Jahren erfolgloser Therapie bei
Dr.
A._
(ohne Wechsel des Psy
chiaters) kann nicht von einem
behandlungsanamnestisch ausgewiesene
n
Leidensdruck
gesprochen werden. Damit entfällt die versicherungsrechtliche Relevanz einer allfälligen somatoformen Schmerzstörung.
5.
Die Beschwerdeführerin ging von einer wirtschaftlichen Unverwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit aus und begründete dies mit ihrem einge
schränkten Leistungsprofil (
Urk.
1 S. 10 f.). Hierzu ist vorwegzuschicken, dass
das Bundesgericht wiederholt darauf hingewiesen hat, dass körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten auf dem allein
massgebenden
, als
ausgegli
chen
unterstellten
Arbeitsmarkt (zum Begriff BGE 134 V 64 E. 4.2.1) vorhanden sind (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_606/2012 vom 3. Dezember 2012 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen).
Auch die weiteren Einschränkungen sind nicht derart gravierend, als dass die Beschwerdeführerin nicht mehr mit einer Anstellung rechnen könnte.
Der von der Beschwerdegegnerin getätigte Einkommensvergleich wurde sodann nicht weiter bestritten, abgesehen vom geforderten Abzug vom Tabellenlohn von 25
%
(
Urk.
1 S. 11). Ein solcher wäre denn auch nötig, um - bei ausge
wiesener 20%iger Arbeitsunfähigkeit (aus organischen Gründen) und tiefem
Valideneinkommen
aufgrund eines tiefen letzten Einkommens - überhaupt einen Invaliditätsgrad von 40
%
zu erreichen. Zudem müsste die Basis des Vali
den- und des Invalideneinkommens identisch sein (einfache Tätigkeiten körper
licher oder handwerklicher Art gemäss Tabelle TA1 der Lohnstrukturerhebung [LSE] 2012 des Bundesamtes für Statistik), was sich indes nicht ohne weiteres aufdrängt, war doch die Beschwerdeführerin bislang einzig im von der Beschwerdegegnerin angenommenen Bereich sonstiger persönlicher Dienst
leistungen tätig, welche etwas tiefer entschädigt werden.
Vorwegzuschicken ist
, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen
bezüg
lich Abzug vom Tabellenlohn
nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf und
diesfalls
Gegebenheiten darlegen muss, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen). Ein Abweichen ist grundsätzlich nur bei
Unangemessenheit
möglich (BGE 137 V 71 E. 5.1).
Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten
Gründe (
Urk.
1 S. 11) rechtfer
tigten einen entsprechenden Abzug allesamt nicht: Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit wurde bereits durch die lediglich teilzeitliche Arbeitsfähigkeit berücksichtigt und ist etwa der
Umstand, dass
eine
versicherte Person gemäss den medizinischen Angaben auf eine
in Wechselhaltung ausführbare Tätigkeit
angewiesen ist, ihre Einsatzmöglichkeiten daher begrenzt sind, im Hinblick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht abzugsrelevant (Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8).
Dass die Beschwerdeführerin sodann einzig aufgrund ihrer Herkunft ein unterdurch
schnittliches Einkommen erzielen soll, ist nicht ausgewiesen, wäre ohnehin invaliditätsfremd und müsste zudem auch bei der Ermittlung des
Validenein
kommens
berücksichtigt werden. Weitere Gründe für einen Abzug vom Tabellenlohn sind nicht ersichtlich, weshalb es sich nicht aufdrängt, ins Ermes
sen der Beschwerdegegnerin einzugreifen. Ein Abzug von Tabellenlohn ist demnach nicht vorzunehmen und die Gewährung eines maximalen schlechthin ausgeschlossen.
Damit resultiert kein Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
, selbst wenn sämtli
che Berechnungsparameter zu Gunsten der Beschwerdeführerin gewertet wer
den.
6
.
Zusammenfassend hat die
Beschwerdegegnerin
einen Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin
zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde
diesbezüglich
abzuweisen ist
.
Da die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) ausschliesslich über den Rentenanspruch befunden hat, ist betreffend die von der Beschwer
deführe
rin eventualiter beantragte
Zusprache
beruflicher Massnahmen
insbesondere Hilfe zur Wiedereingliederung
(Urk. 1 S. 2) mangels Anfechtungsobjekts nicht auf die Beschwerde einzutreten (BGE 131 V 164 E.
2.1; 125 V 413 E. 1a). Es bleibt der Beschwerdeführerin indes un
benommen, die Beschwerdegegnerin um
Gewährung
berufli
che
r
Massnahmen zu ersuchen.
7
.
7.
1
Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerdeschrift unter Beilage von Bele
gen ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung eines unent
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von
Rechtsanwältin
Sandra
Glavas
Soller
gestellt (Urk. 1 S
. 2, Urk.
3/
8
-
17
). Die Voraussetzungen
zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt.
7
.2
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher
Prozess
führung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.3
Mit Honorarnote vom 22. April 2016 (Urk. 10/2) machte Rechtsanwältin Sandra
Glavas
Soller einen Aufwand von 9.19 Stunden sowie 4 % Barauslagen geltend. Die Durchsicht ihrer Leistungen ergibt, dass darin verschiedene Aufwandposten enthalten sind, welche in keinem Zusammenhang zum vorliegenden Verfahren stehen beziehungsweise ein solcher nicht dargelegt wurde. Dazu zählen ver
schiedene Kontakte mit der Beschwerdegegnerin (Aufwendungen vom 17. März und 17. April 2015) sowie mit der Pensionskasse beziehungsweise der
Hotela
(Aufwendungen vom 12. November, 15., 18. und 23. Dezember 2015). Weiter ist nicht ersichtlich, inwieweit ein „
Telversuch
“ mit dem behandelnden Psychiater vom 16. Februar 2015, welcher sich bereits hinreichend geäussert hatte, mit einer Stunde Dauer (zum Anwaltstarif) als notwendig für die Führung des vor
liegenden Mandats gelten könnte. Sodann erweist sich eine Pauschale für
Bar
auslagen
in der Höhe von 4 % vorliegend als nicht gerechtfertigt, wurden doch namentlich die Akten der Beschwerdegegnerin unentgeltlich zugestellt. Selbst 3 % dürften die effektiven Kosten überschreiten.
Damit ist die Entschädigung von Rechtsanwältin
Glavas
Soller auf Fr. 1‘632.35 (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.