Decision ID: daab8aed-bbfa-45c5-8a76-b8fec69f4b73
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958 in
Y._
, besuchte dort die obligatori
schen Schulen. 1979 liess sie
sich in der Schweiz nieder (Urk. 7/2/3
Ziff.
4 und
Ziff.
6). Seit 1980 arbeitete sie als Betr
iebsmitarbeiterin für die
Z._
AG (vgl.
Urk.
7/12).
Am 25. November 2003 meldete sie sich mit dem Hinweis
auf
bestehende Fussprobleme,
auf
eine Schulterverletzung und
auf
Rückenschmerzen bei der
Eidgenössischen
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (vgl. Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte medizinische (Urk.
7/8-11,
Urk.
7/14,
Urk.
7/17
,
Urk.
7/18,
Urk.
7/21,
Urk.
7/34
) und beruflich-erwerbliche Abklärun
gen (Urk.
7/7,
Urk.
7/12
) durch.
Mit Verfügung vom 23. Februar 2006 (Urk. 7/39), bestätigt mit
Einspracheentscheid
vom 6. September 2007 (Urk. 7/54), verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente.
Die dagegen erhobene Beschwerde (vgl.
Urk.
7/56)
hiess
das hiesige Gericht mit Urteil vom 29. Mai 2009
in dem Sinne gut, dass es
die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurück
wies
(vgl. Urk. 7/69). Diese tätigte in der Folge weitere medizinische Abklärungen. Insbe
sondere holte sie das Gutachten des
A._
vom 26. März 2011 und die ergänzende Stellungnahme des
A._
vom 13.
April 2011 ein (Urk. 7/85; Urk.
7/87). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(vgl. Urk. 7/94) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vo
m 3. Mai 2012 mit Wirkung ab 1.
November 2003 eine bis 31. Juli 2005 befristete ganze Rente zu (
Urk.
2 = Urk. 7/107).
2.
Gegen die Verfügung vom 3. Mai 2012 erhob die Versicherte am
6. Juni 2012 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochten
e Verfügung sei aufzuhe
ben
,
es sei ein polydisziplinäres
Gerichtsgutachten in den Fachdisziplinen Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie und Psychiatrie einzuholen und hernach sei über den Rentenanspruch erneut zu entscheiden. Eventualiter sei die ange
fochtene Verfügung au
fzuheben und es sei über den 1.
Januar 2005 hinaus eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % auszurichten (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom
28. August 2012 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 6
. November 2013 nahm
das Gericht die Einholung eines
medizinischen Gutachtens in Aussicht (Urk. 15), wozu die Parteien am
2.
und 3. Dezember 20
13 Stellung nahmen (Urk. 18-19).
Zur Frage des Verzichts auf ein G
erichtsgutachten (vgl.
Urk.
21
) nahmen die Par
teien mit Eingaben vom 17. und 18. September 2015 Stellung (Urk. 23 und 24
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
-
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
-
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Im Urteil vom 29. Mai 2009 hatte das hiesige Gericht erkannt, das interdiszipli
näre Gutachten des
B._
vom 7. Dezember 2005 (vgl.
Urk.
7/34) sei aufgrund von neu erhobenen Befunden überholt, weswegen weitere medizinische Abklärungen unumgänglich seien (Urk. 7/69/2-3).
In der Folge holte die Beschwerdegegnerin das Gutachten
vom 26. März 2011
beim
A._
ein.
Auf dieses Gutachten stellte die
Beschwerdegeg
nerin
für ihren Entscheid ab. Die Beschwerdeführerin erachtet
das
A._
-
Gut
achten aus verschiedenen Gründen als nicht verwertbar respektive nicht beweisbildend. Sie
macht
formelle u
nd inhaltlich
e Aspekte geltend und bean
tragt
die Einholung eines gerichtlichen Obergutachtens. Von dieser zunächst in Aussicht genomm
enen Beweismassnahme (vgl. Urk. 15
) kann indessen - wie die
folgende Beweiswürdigung ze
igen wird (vgl. nachstehende E.
3-4) -
abgesehen
und der Sachentscheid gefällt
werden.
3
.
3
.1
Zunächst einzugehen ist auf die formellen
Aspekte der Begutach
t
ung
durch das
A._
. Di
e Beschwerdeführerin bemängelt
, weder bei der
neurologischen
Unter
suchung durch Prof.
C._
noch bei der
ortho
pädisch
en Untersuchung durch Dr.
D._
sei ein Dolmetscher anwesend gewesen
. Beide Ärzte seien
der
Y._
Sprache nicht mächtig und s
ie (die Beschwerdeführerin) spreche und verstehe
-
abgesehen von einigen Sätzen für den alltäglichen Gebrauch
-
kein Deutsch
. Beim Aufgebot zur Begutachtung sei der
Beizug
eines Dolmet
schers beantragt
worden
(Urk.
1
S. 5
Ziff.
3 f. und S.
9
Ziff.
24).
Über die Begutachtung durch das
A._
wurde die Beschwerdeführerin sowohl von der Beschwerdegegnerin als auch von der Begutachtungsstelle zu verschie
denen Zeitpunkten orientiert (vgl.
Urk.
7/74,
Urk.
7/76-77,
Urk.
7/80). Dass sie nach Erhalt eines dieser Schreiben ausdrücklich den
Beizug
eines Dolmetschers
beantragt
hat, ist
jedoch
nicht aktenkundig und die Beschwerdeführerin
offeriert
zu
i
hrer Behauptung keinen Beweis
(vgl.
Urk.
1 S.
5
Ziff.
4).
Soweit sich aus den Ausführungen der genannten Experten
(Prof.
C._
und Dr.
D._
)
ergibt, war bei den fraglichen Untersuchungen effektiv kein Dolmetscher zugegen. Sowohl Prof.
C._
als
auch
Dr.
D._
verständigten sic
h mit der Beschwerdeführer
in
auf Hochd
eut
sch respektive auf Mundart. Dr.
D._
hielt fest, die Beschwerdeführerin habe sich in gebrochenem Schweizerdeutsch verständigen können, wob
ei er an sie
gerichtete Fragen jeweils wiederholt
habe
(Urk. 7/85/44).
Prof.
C._
merkte an, die Beschwerde
führerin sei bei der Untersuchung freundlich und auskunftsbereit gewesen und sie habe
Fragen aufmerksam beantwortet
(Urk. 7/85/53).
Damit steht fest, dass die beiden Experten
,
entgegen dem persönlichen Eindruck der Beschwerdeführerin
,
die für die Beurteilung nötigen Auskünfte von
ihr
erhalten hatten und hierfür die Verständigungsmöglichkeiten der Beschwerde
führerin in
deutscher
Sprache
respektive in Mundart
ausreichend waren.
Dass die Gutachter
vorsätzlich
falsche Angaben gemacht haben
, das heisst wissent
lich anstelle von tatsächlich erteilten Auskünften erfundene Angaben im Gut
achten anführten
, entbehrt
konkret
jeder Annahme und wurde auch von der Beschwerdeführerin selber nicht geltend gemacht.
Von der beantragten Befragung des Ehemannes der Beschwerdeführerin als Zeuge (
Urk.
1 S. 7
Ziff.
15) ist
sodann
abzusehen. Da er nach den Angaben der Beschwerdeführerin bei den Untersuchungen persönlich nicht zugegen war (Urk. 1 S. 5
Ziff.
5 f.
und S. 10
Ziff.
27
), vermag er zur Verständigung zwischen der Beschwerdeführerin und den Gutachtern aus eigener Wahrnehmung nichts auszusagen.
3
.2
Die Besch
werdeführerin kritisiert
auch
die Dauer der neurologischen und der orthopädischen Untersuchung.
Die Untersuchung durch Prof.
C._
habe nur etwa 15 Minuten gedauert. Eine neuropsychologische Testung oder eine einge
hend
e Befragung seien nicht erfolgt.
Detaillierte Feststellungen des Gutachters seien in dieser kurzen Zeit gar nicht möglich gewesen.
Überhaupt sei eine neu
rologische Abklärung lege
artis
gar nicht möglich gewesen. Prof.
C._
habe vielmehr eine vollständige Abklärung nur suggeriert
(Urk. 1 S. 5 ff.
Ziff.
6,
9
-
14).
Auch d
ie Untersuchung durch
Dr.
D._
habe
nur
20 Minuten gedau
ert. Aufgrund der komplexen orthopädischen Fragestellungen sei
dies
eindeutig zu
wenig
gewesen (Urk. 1 S. 9
Ziff.
24).
Praxisgemäss kommt es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens nicht auf die Dauer der Untersuchung an. Zwar muss der zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden P
athologie ange
messen sein, in erster Linie aber
hängt der Aussagegehalt
der
Expertise davon ab, ob sie inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (
Urteil des Bun
desgerichts
Urteile 8C_323/2014
vom 23. Juli 2014 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Einen krankheitswertigen Befund oder das Fehlen eines solchen kann ein erfahrener Diagnostiker durchaus auch nach einem kurzen Gespräch feststellen. Im konkreten Fall waren
effektiv weder
die neurologische
noch
die orthopädi
sche Untersuchung der Beschwerdeführerin mit besonders komplexen Frage
stellungen verbunden
(
Urk.
7/85/43 ff.
Ziff.
5.1 und
Ziff.
5.2)
und
der
Vorzu
stand
war bereits detailliert dokumentiert
(Urk. 7/85/1 ff.
Ziff.
1.2-1.5)
. Aus den im Gutachten
wiedergegebenen
Angaben
der Beschwerdeführerin
geht
hervor, dass sich diese
ausreichend zu
den
Beschwerden und deren Behandlung
und zur
aktuellen Lebenssituation
geäussert hat (
Urk.
7/85/38 ff.
Ziff.
3.4). Ferner wur
de
n
eine umfassende
allgemeine sowie je eine spezialärztliche
Anamnese erho
ben
(
Urk.
7/85/34 ff.
Ziff.
3.1-3, 7/85/43 ff.
Ziff.
5.1-2).
Das Fehlen einer detaillierten neuropsychologischen Untersuchung ist nicht zu beanstanden, nachdem die getesteten neuropsychologischen Funktionen unauffällig ausgefallen waren (
Urk.
7/85/54).
Trotz der jeweils kurzen Dauer der neurologischen und der orthopädischen Untersuchung ist eine inhaltliche Unvollständigkeit nicht festzustellen.
Ferner räumte die Beschwerdeführerin selber ein, Prof.
C._
habe sie bei der Untersuchung zu verschiedenen Übungen angeleitet, teilweise habe er diese auch selber vorgemacht. Es ergeben sich somit keine Zweifel, dass die von der Beschwerdeführerin erwähnten gutachter
lichen Feststellungen (beispielsweise betreffend Aufmerksamkeit beim Gespräch, betreffend Ablenkbarkeit durch äussere Reize oder betreffend fehlende Hinweise für Störungen der Sprache, des Rechnens, des Schreibens und des räumlichen Vorstellung
svermögens;
Urk.
1 S. 6
Ziff.
11
f.) durch entsprechend erhobene Befunde abgestützt sind.
Wegen der Untersuchungsdauer ist das
A._
-
Gutach
ten
aus den genannten Gründen
nicht in Zweifel zu ziehen.
4.
4.1
Inhaltlich
kritisiert die Beschwerdeführerin, die Experten hätten widersprüch
liche Angaben gemacht
.
Dr.
D._
habe erwähnt, das An- und Auskleiden sei sehr langsam und u
nter lautem Stöhnen erfolgt,
bei der Untersuchung der Wirbelsäule habe die Beschwerdeführerin sämtliche Bewegungen sehr langsam und begleitet von Stöhnen ausgeführt und bereits leichte Berührungen der Haut beim Abtasten der
Myogelosen
habe sie ebenfalls mit einem Stöhnen quittiert. Zum anderen habe der Gutachter festgehalten, bei der Untersuchung sei die Beschwerdeführerin entspannt und ein echter Leidensdruck sei nicht ersichtlich gewesen. Die vom Gutachter behaupteten positiven
Waddellzeichen
seien somit wegen der sich widersprechenden Angaben unhaltbar. Auch zu den Feststellun
gen des weiteren Gutachters Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, der von einem insgesamt unauffälligen Bewegungsmuster berichtet habe, bestehe ein Widerspr
u
ch.
Selbst
der psychiatrische Gutachter
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, habe nichts von einem Stöhnen oder von übertriebener Gestik
oder
Mimik berichtet.
Auch zu den Angaben von Prof.
C._
bestehe ein Widerspruch. Dieser habe hervorgeho
ben, das An- und Auskleiden sei zügig und geschickt erfolgt und während der gesamten Untersuchung habe die Beschwerdeführerin nicht schmerzgequält gewirkt. Die Widersprüche zeigten
,
wie subjektiv die Eindrücke von den Gut
achtern wiedergegeben würden (Urk. 1 S. 9 f.
Ziff.
25-28).
Die von der Beschwerdeführerin erwähnten gutachterlichen
Ausführ
ungen tref
fen so zu (vgl.
Urk.
7/85/42,
Urk.
7/85/44 f.,
Urk.
7/85/51,
Urk.
7/85/57). Zu beachten ist indessen, dass die verschiedenen Gutachter die Beschwerdeführerin an unterschiedlichen Tagen untersuchten.
Dr.
E._
untersuchte die Beschwer
deführerin am 21. Januar 2011 (Urk. 7/85/40
Ziff.
4.1)
,
Dr.
D._
und
Dr.
F._
untersuchten sie am 24. Januar 2011 (Urk. 7/85/43
Ziff.
5.1,
Urk.
7/85/55
Ziff.
5.3)
und d
ie Untersuchung bei Prof.
C._
fand am
2.
Februar 2011 statt (Urk. 7/85/
51
Ziff.
5.2).
Eine unterschiedliche Befindlichkeit der Beschwerdeführerin an den verschiedenen Tagen
kann nicht ausgeschlossen werden
, was das unterschiedliche Verhalten
auch
zu erklären vermag.
Ferner kann
nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin bei den verschiedenen Untersuchungen anders reagierte. So ist es durchaus möglich, dass die orthopädischen Untersuchungen
(
Urk.
7/85/43 ff.
Ziff.
5.1)
eher geeig
net waren
,
physische Missempfindungen auszulösen als beispielsweise die neu
rologische oder die internistische (vgl.
Urk.
7/85/40 ff.
Ziff.
4.1
, Urk.
7/85/51 ff.
Ziff.
5.2
).
Im Übrigen fehlen
Anhaltspunkte
dafür
, die Gutachter hätten vom
tatsächlichen Verhalten der Beschwerdeführerin abweichende Angaben in der Expertise gemacht.
Aus den von der Beschwerdeführerin erwähnten gutachterli
chen Feststellungen lassen sich zusammengefasst keine Rückschlüsse auf quali
fizierte Mängel der Expertise ableiten.
4.2
Für die Beschwer
deführerin im Widerspruch steh
en
zudem
die Feststellu
ng von Prof.
C._
, er habe kein
Korrelat zu den geklagten Rückenschmer
zen finden können, und die Beurteilung
von
Dr.
G._
von der Klinik
H._
,
der auf erhebliche Befunde im Bereich der Wirbelsäule hingewiesen und in diesem Zusammenhang eine
Diskopathie
, das heisst eine Vorbereitung zu einer Wirbel
versteifung
,
vorgeschlagen habe (
Urk.
1 S. 7
Ziff.
16).
Aktenkundig ist ein einziger Bericht des erwähnten
Dr.
G._
. Darin führte die
ser aus, bei aufgebrauchter Bandscheibe L5/S1 sei zur weiteren Diagnose eine
Diskopathie
angezeigt. Je nach Befund der
Diskopathie
sei danach eine
Spon
dylodese
zu diskutieren. Der Beschwerdeführerin sei dieses Vorgehen vorge
schlagen worden, sie habe aber keine
Rückenoperation gewünscht (Urk. 7/50/39).
Zu beachten ist, dass der Bericht und somit die Beurteilung von
Dr.
G._
aus dem Jahr 2003 stammt und sich aus orthopädischer Sicht zur
Rückenproble
-
ma
tik
äusserte. Die Beurteilung von Prof.
C._
stammt hingegen aus dem Jahr 2011 und befasst sich mit den neurologischen
Aspekten. Ein direkter Vergleich der beiden Beurteilungen ist somit weder in zeitlicher noch in fachlicher Hin
sicht möglich. Zu den Ausführungen von Prof.
C._
im Besonderen gilt es
sodann
festzuhalten, dass sich seiner Beurteilung, die Untersuchung habe keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule sowie der paravertebralen Strukturen ergeben (Urk. 7/85/54), mit den erhobenen Befunden (
Urk.
7/85/51-54) deckt, weswegen seine Schlussfolgerung, für die von der Beschwerdeführerin vorge
tragenen Beschwerden habe sich kein klinisches Korrelat finden lassen (
Urk.
7/85/54), aus neurologischer Sicht nachvollziehbar ist und zu überzeugen vermag.
4.3
Die Beschwerdeführerin rügt ferner, die beidseitige
Sklerosierung
des
Ilio
-
sakralge
lenks
sei weder in die neurologische noch in die orthopädische Beurteilung miteinbezogen worden
und es fehl
t
e
n
bezüglich der
Wirbelsäulen
problematik
durchwegs Funktionsaufnahmen. So lasse sich die Frage nach einer degenerativen Instabilität nicht b
eurteilen (Urk. 1 S. 7 f. Ziff.
17 f.).
Anlässlich der
orthopädischen
Begutachtung durch
Dr.
D._
wurden umfassend Röntgenbilder angefertigt (
Urk.
7/85/46 f.).
Die
Sklerosierung
im
iliosakralen
Gelenk beidseits wurde dabei dokumentiert (Urk. 7/85/46) und sie fand somit bei der Beurteilung auch Berücksichtigung.
In Bezug auf die neurologische Beurteilung gilt es wiederum festzuhalten, dass Prof.
C._
keine Anhaltspunkte für behindernde Läsionen feststellen konnte, wobei sich seine Untersuchungen auf die
aus neurologischer Sicht wesentlichen Aspekte konzentrierte, das heisst auf die
Funktion der Hirnnerven (
Sinnesfunk
tionen
), auf die Motorik und
die
Koordination, auf die Sensibilität, auf
die Muskelref
l
e
xe und
Pyramidalzeichen
,
auf das Vegetativum sowie auf
v
erschie
de
ne neuropsychologisch relevante
Aspekte (
Urk.
7/85/
51-54). Röntgenbefunde waren für die neurologische
Beurteilung
von untergeordneter Bedeutung.
Der Einwand der Beschwerdeführerin erweist sich vor dies
em Hintergrund als unbegründet, zumal keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass mit
Funktion
s
aufnahmen
der Wirbelsäule
tatsächlich ein zusätzlicher Erkenntnisgewinn ver
bunden wäre
.
Worauf die Beschwerdeführerin ihre Aussage stützt,
Funktions
aufnahmen
der Wirbelsäule seien indiziert (Urk. 1 S. 8
Ziff.
18), bleibt offen. Die Beschwerdeführerin
beziehungsweise ihre Rechtsvertreterin vermögen dies als medizinische Laien nicht zu beurteilen.
Ebenso verhält es sich mit der
Äusse
rung in der Beschwerdeschrift,
auch bezüglich der Schulter, der
Wirbelsäulen
problematik
und der Fussproblematik wäre eine MRT-Abklärung angezeigt gewesen
(Urk. 1 S. 8
Ziff.
21)
. Auch hier
fehlen Anhaltspunkte
, dass diese
zusätzliche
Abklärungsmassnahme aus ärztlicher Sicht tatsächlich angezeigt und
mit einem
Erkenntnisgewinn
verbunden
gewesen wäre.
Auf
die Einwä
nd
e
braucht
massgeblich
daher nic
ht näher eingegangen zu werden.
Dies betrifft auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend Notwen
digkeit einer evidenzbasierten Medizin als Grundlage für ein schlüssiges Gut
achten
(Urk. 1 S. 8
Ziff.
22). Es handelt sich hier um
Zitat
e
aus der medizini
schen Literatur ohne
ersichtlichen
Bezug auf die hier in Frage stehende Begut
achtung.
4.4
Bemängelt wird von der Beschwerdeführerin ferner, Prof.
C._
habe ein ausrei
chendes klinisches Korrelat für die rechtsseitigen Schulterschmerzen verneint, womit er den Feststellungen von
Dr.
D._
widerspreche, der bezüglich der rechten Schulter von einem progredienten Befund mit
Bewegungseinschrän
kung
gesprochen habe (Urk. 1 S. 8
Ziff.
19).
Die Feststellung von Prof.
C._
(
Urk.
7/85/54)
bezieht sich auf ein mögliches neurologisches Korrelat für die Schulterbeschwerden, was er verneinte.
Dr.
D._
hingegen erwähnte, bei seiner Untersuchung sei die Beweglichkeit der rechten Schulter eingeschränkt gewesen, was auf eine mittelgradige
Impingement
-Symptomatik
als Folge eines
erlittenen Schadens des Muskels der
Rotatorenmanschette
hindeute
(
Urk.
7/85/49). Inwiefern zwischen diesen Beurteilungen aus unterschiedlichen Fachrichtungen ein Widerspruch besteht, ist nicht ersichtlich.
Unbegründet ist auch der Einwand, Prof.
C._
habe bezüglich der
Fussbeschwer
den
den neurologischen Befund nicht erhoben (Urk. 1 S. 8
Ziff.
20).
Prof.
C._
konnte bezüglich der Extremitäten
gerade
keine nennens
werten Befunde erheben, weder bezüglich Motorik und Koordination noch bezüglich getesteter Reflexe (
Urk.
7/85/52). Weitergehende Abklärungen waren bei dieser Ausgangslage
nachvollziehbarerweise
nicht angezeigt.
Nicht näher prüfbar ist schliesslich die
generelle
Rüge, Prof.
C._
habe sich mit den sich stellenden neurologischen Fragen
im Zusammenhang mit dem
multifa
ktoriell
begründeten
Schm
erzsystem
nicht lege
artis
auseinandergesetzt (Urk. 1 S. 9
Ziff.
23).
4.5
Die Beschwerdegegnerin vertritt
sodann
die Auffassung,
Dr.
D._
habe sich
bei seiner Beurteilung zu wenig
mit den belastungsabhängigen
Schulter
schmerzen
auseina
ndergesetzt, obschon diesbezüglich seit der Begutachtung durch
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, im Jahr 2004 (vgl.
Urk.
7/14) sowohl organisch als auch von der Funktion her von einer Verschlechterung ausgegangen werden müsse
.
Unfallversicherungs
rechtlich
hätten diese Beschwerden zu einer Erwerbsunfähigkeit von 11 % geführt
(Urk. 1 S. 12
Ziff.
31-
37).
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
ging
in ihrer Verfügung vom 13. April 2006
(vgl. Urk. 7/50/141-144)
aufgrund der unfallbedingten Schulterverletzung
ausschliesslich
in einer angepassten Tätigkeit von einer vol
len Arbeitsfähigkeit aus
und errechnete
eine
Erwerbseinbusse von
11 %.
Auch
Dr.
D._
erwähnte
im
A._
-Gutachten vom 26. März 2011
aufgrund der Schulterproblematik
eine verminderte Funktion
. Er stellte
eine mittelgradige
Impingement
-Symptomatik
fest
und
kam zum Schluss
, der Beschwerdeführerin seien deswegen Überko
pfarbeiten nicht mehr zumutbar (Urk. 7/85/49).
Dr.
I._
hatte in seinem Gutachten vom 24. Juni 2004
ebenfalls festgehalten, zu vermeiden seien stärker armbetonte Tätigkeiten
, ansonsten mit
einem Wiederaufflammen des
Impingementsyndroms
zu rechnen sei
(Urk. 7/14 S. 10).
Von einer erheblichen Verschlechterung der Situation an der Schulter
im Laufe der Zeit
ist bei der genannten Sachlage nicht auszugehen. Für
Dr.
D._
bestand
kein Anlass zu weitergehenden bildgebenden Abklärungen. Im Übrigen standen ihm die
Vorakten
zur Verfügung und er nahm in seiner Beurteilung darauf Bezug, namentlich auf die Beurteilung von
Dr.
I._
(Urk. 7/85/49).
4.6
Nach Auffassung der Beschwerdeführerin
wurden im
A._
-Gutachten
auch bezüg
lich der Fussbeschwerden nicht alle Einschränkungen
berücksichtigt
. Namentlich
sei
im Gegensatz zu anderen Ärzten keine Beeinträchtigung der Gehfähigkeit attestiert
worden
(Urk. 1 S. 13
Ziff.
38-39).
Dr.
D._
berücksichtigte bezüglich Fussproblematik die erhobenen Befunde, die geklagten Beschwerden und die
Vorakten
(Urk.
7/85/43 ff.) und
hielt fest, operationsbedingt
liege eine
Veränderung der Fussstellung
und eine damit verbunden
e
deutliche Veränderung der Statik vor (Urk. 7/85/49).
In der ergänzenden Stellungnahme des
A._
vom 13. April 2011 wurde sodann ausdrücklich vermerkt, se
it der ersten Fussoperation im H
erbs
t 2001 bestehe eine verminderte
Belastbarkeit
der Füsse mit eingeschränkter G
eh- und Steh
-
fähigkeit (
Urk.
7/87/1).
Dieser
sei
mittels Spezialschuhen
beziehungsweise Einla
gen
zu begegnen (Urk. 7/85/49).
Die vorgeschriebenen Spezialschuhe respektive Einlagen
trage
die Beschwerdeführerin indessen nicht
(Urk. 7/85/44).
Einen nachvollziehbaren
Grund
für letzteres
nannte die Beschwerdeführerin nicht
,
und
d
er Umstand, dass
die
A._
-Gutachter zu einer
von
anderen Ärzte
n abweichenden Auffassung
gelangten,
stellt
die
A._
-
Beurteilung noch nicht in Frage.
Die Schlussfolgerungen im
A._
-Gutachten sind
vielmehr
nachvollzieh
bar und objektiv begründet.
4.7
Die Beschwerdeführerin kritisierte die
A._
-Beurteilung
sodann auch
betreffend Wirbelsäule und Becken (Urk.
1 S. 13
Ziff.
40-41).
Zur Begründung verwies sie auf
zuvor gemachte Ausführungen
in der Beschwerdeschrift
, ohne jedoch diese konkret zu benennen.
Die vorangehenden Ausführungen betreffen die Bereich
e
Schulter und Füsse.
Aus welchen Gründen die Situation im Bereich der Wirbel
säule und des Beckens
aus Sicht der Beschwerdeführerin
ungenügend abgeklärt ist, lässt sich somit nicht beurteilen.
Im Übrigen wurde den degenerativen Ver
änderungen an der Wirbelsäule, ebenso wie den S
chulter
-
und den Fussbeschwerden
ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (Urk.
7/85/58
Ziff.
6.1
) und dies bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit berücksichtigt (Urk. 7/85/64 f.).
4.8
Unrichtig respektive unvollständig ist in den Augen der Beschwerdeführerin die Zumutbarkeitsbeurteilung
im
A._
-Gutachten ausgefallen, i
nsbesondere
in Bezug auf die Gewichtung der
verminderte
n
Geh- und Stehfähigkeit (Urk. 1
S. 14
Ziff.
1-2). Diesem Standpunkt ist zu widersprechen. Die
Zumutbarkeits- respektive Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im
A._
-Gutachte
n ist ausführlich begründet, indem
explizit Bezug auf die beurteilten Fachgebiete
und die auf diese entfallende
n
Leiden genommen wurde
(Urk. 7/85/63 ff.
Ziff.
7.3 ff.). Davor findet sich eine ausführliche Zusammenfassung der Anamnese und der erhobe
nen Befunde (Urk. 7/85/58 ff. 7.1-2).
Es ist somit im Sinne des
A._
-Gutachtens davon auszugehen, dass die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin bei der Verpackung von Biskuits nicht mehr zumutbar ist, hingegen weiterhin
voll
schichtig
eine körperlich leichte bis mittelschwere und wechselbelastende Tätig
keit ohne Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Überkopfarbeiten und ohne Zwangshaltungen. Diese Zumutbarkeitsbeurteilung gilt
für die Zeit seit
Mai
2005
. Die Realisierung dieses Leistungsprofils setzt voraus, dass die Beschwerdeführerin die nötigen Schuheinlagen respektive Spezialschuhe tat
sächlich einsetzt (Urk. 7/85/65 f.
Ziff.
7.4 ff. und
Urk.
7/87/1 f.
; vgl. auch
Urk.
7/92/5
), was ihr ohne Weiteres zumutbar ist.
5.
5.1
Der angefochtenen Verfügung liegt die
Invaliditätsbemessung
der Beschwerde
-
geg
nerin
(Einkommensvergleich und
leidensbedingter Abzug vom Invaliden
-
einkommen
) vom 5. Juli 2011 zu Grunde (
Urk.
7/91)
. Die Beschwer
deführerin bemängelt diese. Sie macht geltend
, die Beschwerdegegnerin hätte bei der Verweistätigkeit nicht auf den durchschnittlichen Bruttolohn von Frauen in einfachen und
repetitiven
Tätigkeiten
im privaten Sekto
r
abstellen dürfen
. Es gehe nicht an, auf den Durchschnittslohn von klassischen Hilfstätigkeiten am Fliessband abzustellen, obschon die versicherte Person diese nicht mehr ausüben könne. Diese Tabellenhilfstätigkeiten zeichne
te
n sich gerade durch manuelle Tätigkeiten mit häufigen Zwangshaltungen, längerem Stehen und dem Heben und Tragen von schweren Lasten aus. Ein leidensbedingter Abzug von 10 % vermöge diese Unmöglichkeit nicht auszugleichen (Urk. 1 S. 15
Ziff.
2 f.).
5.2
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wird für die Invaliditäts
-
bemes
sung
praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A)
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis). Im Übrigen sind die
Betätigungsmöglich
keiten
auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt
massgebend
.
Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt
handelt es sich um eine theoretische
Grösse
, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfä
higkeit sei unverwertbar
. So geht die Gerichtspraxis beispielsweise davon aus, dass gar für funktionell einarmige auf diesem Arbeitsmarkt genügend realisti
sche Betätigungsmöglichkeiten vorhanden
sind
, oder dass selbst ein auf 25 % besch
ränktes Pensum verwertbar ist (U
rteil des Bundesgerichts 8C_724/2012 vom
8.
Januar 2013 E. 4.3 mit Hinweisen und 8C_489/2007 vom 2
8.
Dezember 2007 E. 4.1).
An der
Massgeblichkeit
des theoretisch ausgeglichenen Arbeits
marktes vermag der Umstand nichts zu ändern, dass es für die versicherte Per
son im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist,
auf dem
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_237/2011 vom 1
9.
August 2011 E. 2.3).
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung ist somit nicht zu beanstanden. Mit dem behinderungsbedingte
n
Abzug vom
Tabellen
lohn
von 10
%
(vgl. dazu BGE 126 V 75) trug die Beschwerdegegnerin den Auswirkungen der vorhandenen Beeinträchtigungen auch
in einer angepassten Tätigkeit
angemessen Rechnung. Die für die Ermittlung des Invaliditätsgrades massgebenden Zahlen
(vgl.
Urk.
7/91) blieben zu R
echt unbeanstandet.
Für den
relevanten
Zeitraum
ab
August
2005
besteht demnach kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
Damit bleibt es unter Abweisung der Beschwerde bei der mit der angefochtenen Verfügung für die Zeit davor
befristet zugesprochenen ganzen Rente (
ab N
ovember 2003 bis Ende Juli 2005)
.
6.
Gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sic
h eine Kostenpauschale von
Fr.
6
00.-- als ange
messen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.