Decision ID: 45b292e7-b7f6-45a6-bb1f-4a3a924b32f1
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969, war seit 1. Dezember 2016 bei der
Y._
als Stationsärztin angestellt und damit bei der ÖKK Kranken- und Un
fallversicherungen AG (ÖKK) obligatorisch unfallversichert, als sie am 25. Febru
ar 2017 beim Anziehen ihres Tourenskischuhes stürzte und darauf Kniebe
schwer
den
links
beklagte
(vgl. Urk. 8/1).
1
.2
Am 29.
Juni 2017 verfügte
die
ÖKK, für das Unfallereignis vom 25. Februar 2017 ab dem 22. März 2017
keine weiteren Leistungen zu erbringen (Urk.
8/19
). Die von der Versicherten
dagegen
am 25. Juli 2017 erhobene und am 15. September 2017 begründete Einsprache (Urk. 8/23; Urk.
8/26
) wies
sie
am 27. Oktober 2017 ab (Urk. 8/29).
1.3
Die Hels
ana Unfall AG (Helsana)
wies die
ÖKK mit Schreiben vom 8. November 2017 (Urk.
8/
34) darauf hin, dass eine Rückfallprüfung zum Ereignis vom 22. Januar 1998 bei ihr in Abklärung begriffen sei. Es liege somit ein negativer Kompe
tenzkonflikt vor, bis zu dessen Klärung
die
ÖKK vorleistungspflichtig sei.
Die
ÖKK nahm den
Einspracheentscheid
vom 27. Oktober 2017 mit Verfügung vom 21. November 2017 (Urk.
8/36)
zurück und sistierte das
Einspracheverfahren
bis zum Entscheid des Vorversicherers über die Leistungspflicht infolge Rückfalls zum Unfallereignis von 1998 oder bis zu einem entsprechenden Antrag de
r
Versicherten
auf Wiederaufnahme des
Einspracheverfahrens
.
1.4
Die
Helsana verneinte mit Verfügung vom 22. Dezember 2017 (Urk.
8/39
/1-3
) einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen mangels Rückfall
zum
Ereignis von 199
8.
Hiergegen erhoben die Versicherte am 26. Januar 2018 (Urk. 8/40
)
und
die
ÖKK am 29. Januar 2018 (Urk.
8/41)
Einsprache. Mit Zwischenverfügung vom 14. Februar
2018 (Urk.
8/42)
sistierte
die
Helsana antragsgemäss das bei ihr hängige
Einspracheverfahren
im Hinblick auf einen Einigungsversuch zwischen den Versicherungsträgern.
Die
ÖKK und
die
Helsana einigten sich am 20. April 2018 darauf, die Unfall
kau
salität mittels Gutachten durch Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zu klären (Urk. 8/49). Am 26. April 2018 teilte
die
Helsana jedoch mit, Dr.
Z._
werde wegen Voreinge
nommenheit und Befangenheit als Gutachter abgelehnt (Urk. 8/52). Am 30. April
2018
erstattete Dr.
Z._
sein Aktengutachten (Urk. 8/53).
Die
Helsana teilte
der
ÖKK mit Schreiben vom 14. Juni 2018 (Urk. 8/58) mit, dass das Gutachten ihrer Auffassung nach einen Status quo sine mit Bezug auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 nicht hinreichend zu begründen vermöge. Gleich
zeitig schlug
die
Helsana zwei Gutachterstellen
, darunter das
A._
,
für ein zweites Aktengutachten vor.
Mit Eingabe vom 20. Juni 2018
(Urk. 8/63) gelangte
die
ÖKK an das Bundesamt für Gesundheit (BAG), um den negativen Kompetenzkonflikt mittels Verfügung zu klären. Das BAG trat auf dieses Begehren mit Verfügung vom 10. Oktober 2018 (Urk. 8/68) nicht ein.
Am 20. Dezember
2018
erstatteten die
A._
-
Gutachter
ein weiteres, von
der
ÖK
K
im Einverständnis mit
der
Helsana
veranlasstes Aktengutachten (Urk. 8/76). Auch in der Folge kam es zu keiner Einigung zwischen den beteiligten Unfallver
siche
rungen (vgl. Urk. 8/77-88).
1.
5
Am 5. September 2019 (Urk. 8/89 = Urk. 2) erliess
die
ÖKK ihren ablehnenden
Ein
spracheentscheid
und bestätigte, für das Ereignis vom 2
5.
Februar 2017 ab 2
2.
März 2017 keine Leistungen mehr zu erbringen
.
2.
Die
Helsana
erhob am
16. September 2019
Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom
5. September 2019
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und
die
ÖKK sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über den 21. März 2017 hinaus zu erbringen
(Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
22. Oktober 2019
(Urk.
6
) beantragte die
ÖKK
die Abweisung der Beschwerde.
Am 28. Oktober 2019 wurde die Replik (Urk. 11) erstatte
t
,
die Duplik erging am 18. November 2019 (Urk. 14) und
wurde
der Be
schwerdeführerin
am 29. November 2019
zur Kenntnis gebracht (Urk. 15).
Nachdem die Versicherte mit Gerichtsverfügung vom 4. März 2020 (Urk. 16) zum
Prozess beigeladen worden war, teilte sie mit Eingabe vom 15. April 2020 (Urk
. 18) ihren Verzicht auf eine Stellungnahme mit.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leis
tungs
begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
UV170510
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich
im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
auf die Schlussfolgerungen in den eingeholten Gutachten sowie auf die Auffassungen
ihrer
beratenden Ärzte
,
wonach der Status quo sine per 21. März 2017 eingetreten sei
(Ziff. 2.4). Die Gutachter seien einhellig zum Schluss gelangt, dass die Operation vom
4.
April 2017 nicht aufgrund des versicherten Unfalls
vom 25. Februar 2017 habe vorgenommen werden müssen. Wie bereits die behan
delnden Ärzte hätten sie darauf hingewiesen, dass die aktuelle Magnetre
so
nanz
tomographie (MRI) keine frischen substantiellen Läsionen ergeben habe und auch keinen nennenswerten Kniegelenkserguss gezeigt habe. Die laterale Meniskus
läsion sei bereits im MRI von 2010 festgestellt worden. Die Gutachten wiese
n
keine Widersprüche auf und die Verfasser seien zu denselben Schlüssen gelangt. Für den Zeitpunkt der Falleinstellung sei mit den Gutachtern auf das Datum der MRI-Untersuchung vom 21. März 2017 abzustellen, da zu diesem Zeitpunkt auf
grund des Untersuchungsergebnisses habe geschlossen werden können, dass keine
auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 zurückzuführende Schädigung mehr vor
liege (Ziff. 2.5).
2.2
Die
Beschwerdeführerin
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk.
1), Dr.
Z._
vermöge einen Status quo sine per 21. März 2017 nicht hinreichend zu begründen. Er schreibe selber, dass der Status quo sine mit Bezug auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 nicht beurteilt werden könne. Sein Standpunkt, dass die Operation vom 4. April 2017 unfallbedingt nicht notwendig gewesen sei und den Verlauf beeinflusst habe
, sei nicht schlüssig
(S. 4 Ziff. 4). Der Beschwerde
geg
nerin gelinge somit der Nachweis des Wegfalls der Kausalität nicht (S. 4 Ziff. 5).
Es bestehe gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung s
elbst dann
ein Leis
tungs
anspruch
, wenn eine Zuordnung zu einem von mehreren in Frage kommenden Unfallereignissen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit möglich sei, aber feststehe, dass ein Gesundheitsschaden Folge eines Unfalles im Sinne eines Rückfalles sei. Der Anspruch richte sich in solchen Fällen gegen denjenigen Ver
sicherer, bei welchem derjenige Unfall versichert gewesen sei, der dem Rückfall in zeitli
cher Hinsicht am nächsten stehe. Nichts
anderes
könne gelten, wenn wie vorliegend strittig sei, ob die Beschwerden als Rückfall zu einem früheren Un
fallereignis zu qualifizieren seien oder ob die Beschwerden auf dem späteren Unfallereignis beruhten. Auch in diesen Fällen liege eine Kausalitätsfrage in Bezug auf mehrere Unfallereignisse, für welche verschiedene Unfallversicherer zuständig seien, vor (S. 4 Ziff. 6). Daher sei die Beschwerdegegnerin auch über den 21. März 2017 hinaus leistungspflichtig (S. 4 Ziff. 7
).
2.3
In der Beschwerdeantwort (Urk. 6) führte die Beschwerdegegnerin aus, es sei unbestritten, dass derjenige Unfallversicherer die vollen Vorleistungen erbringen müsse, der für den zeitlich näheren Unfall leistungspflichtig sei. Art. 100 Abs.
3
der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
gelange jedoch nur dann zur Anwendung, wenn die Kausalität eines Rückfalls zu mehreren Unfallereignissen bestehe (S. 4 Ziff.
1
).
Es sei unverständlich, dass die Beschwerdeführerin das
A._
-Gutachten nicht erwähne (S. 4 Ziff. 3). Die Parteien hätten gemäss der Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG Nr.
3/1989 eine Begutachtung vereinbart und sich damit implizit dem Ergebnis der Begutachtung unterworfen.
An deren Ergebnis sei die Beschwerdeführerin gebunden (S. 5 Ziff. 4).
2.4
In der Replik (Urk. 11) verwies die Beschwerdeführerin auf die Einschätzung ihrer
beratenden Ärztin
, wonach die Operation vom 4. April 2017 und die Folge
ope
ration vom
15. November 2017 überwiegend wahrscheinlich durch das Ereignis vom 25. Februar 2017 bedingt sei
en
(S. 2 Ziff. 2). Dies stehe denn auch im Einklang mit der Aussage der Versicherten, dass sie beim Unfall ein Knacken im linken Knie gespürt habe (S. 3 Ziff. 3).
2.5
In der Duplik (Urk. 14) führte die Beschwerdegegnerin aus, es bestehe bei Vor
liegen von zwei vereinbarten neutralen Gutachten kein Raum, auf eine abwei
chende Beurteilung der eigenen beratenden Ärztin abzustellen (S. 2 Ziff. 2).
2.6
Strittig und zu prüfen ist
somit, ob die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistungen auch über den 21. März 2017 hinaus zu erbringen hat. Entscheidend ist hierbei, ob
die in diesem Zeitpunkt noch bestehenden Beschwerden
der Ver
sicherten in natürlichem Zusammenhang mit dem bei der Beschwerdegegnerin versicher
ten Unfall vom 25. Februar 2017 steh
en (vgl. vorstehend E. 1.3)
.
3.
3.1
Im Arztzeugnis UVG vom 29. Januar 1998 (
Urk. 8/15/6 =
Urk. 8/39/25) wurde festgehalten, die Versicherte habe am 22. Januar 1998 einen
Skisturz
erlitten (Ziff. 2).
3.2
Die Ärzte der Abteilung Radiologie der
B._
führten im Bericht vom 26. Januar 1998 (
Urk. 8/15/5 =
Urk. 8/39/24) aus, es lägen eine akute komplette vordere Kreuzbandruptur, eine ausgeprägte mediale Seitenbandläsion proximal, keine Meniskusläsion und ein mässiger Kniegelenkserguss beziehungsweise
Hämarthros
vor.
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, nannte im Bericht zur Operation vom 2. Februar 1998 (
Urk. 8/15/7-8 = Urk. 8/39/21-22
) als Diagnose eine
anteromediale
Knieinstabilität links bei akuter vorderer Kreuzbandruptur und medialer
Seitenbandruptur Grad III. Beim Sturz sei ein Flexions-/Rota
tions
trauma am linken Knie erfolgt. Die Patientin habe ein knallendes Geräusch gehört und anschliessend sofort ein geschwollenes Knie gehabt (S. 1 oben). Die Opera
tion habe eine Kniearthroskopie links und eine
arthroskopische
vordere Kreuz
bandersatzplastik
Bone-tendon-bone
in
Arthrex
Trans-Tibia-Technik umfasst (S. 1 Mitte).
3.4
Die Ärzte der
D._
führten am 31. Mai 2010 ein MR
I
des linken Knies durch, worüber sie am 1. Juni 2010 berichteten (Urk. 8/3). Es liege eine kräftige intakte Plastik des vorderen Kreuzbandes (VKB-Plastik) und ein kräftiges hinteres Kreuzband vor. Es zeige sich ein leichtgradig verschmäl
erter Knorpel am medialen
Femurk
ondylus
, welcher sich auch inhomogen darstelle. Es bestehe eine fragliche, nicht
transmural
verlaufende schmale Rissbildung im Meniskuskorpus lateralseitig. Die
Meniski
seien im Übrigen unauffällig dargestellt.
3.5
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3) führte im Bericht vom 2. Juni
2010 (Urk.
8/39/12) aus,
die Patientin sei bezüglich der VKB-Plastik sehr zufrieden. Im Winter habe sie aber bei extremem Skifahren im Tiefschnee lateral links Schmerzen gehabt, welche bei Flexion noch immer auftreten würden. Im Alltag beim Arbeiten, beim Gehen oder leichten Joggen spüre sie nichts.
Das durchgeführte M
RI zeige einen Meniskusriss im C
orpus lateral bei intaktem vorderen Kreuzband.
Der laterale Meniskus links werde
arthroskopisch
operiert, sobald der Leidensdruck für die Patientin entsprechend sei.
4.
4.1
In der Unfallmeldung vom 7. März 2017 wurde angegeben, die Versicherte sei am 25. Februar 2017 beim Anziehen ihres Tourenskischuhes gestürzt (Urk.
8/
1).
4.2
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3) führte im Bericht vom 10.
März 2017 (Urk.
8/4 = Urk.
8/39/11)
aus, die Versicherte habe sich während
ein
es Sturzes ein Hyper
fl
exionstrauma im linken Kniegelenk mit sofortigem starkem Schmerz und Erguss
bildung zugezogen. Seither habe sie blockadeartige einschiessende Schmerzen links
popliteal
und lateral. Auch habe sie ein Instabilitätsgefühl vor allem beim Bergabgehen. Die Versicherte habe einen sehr hohen Leidensdruck und wolle auf jeden Fall irgendeine Lösung haben. Aufgrund dieses Anspruchs habe er eher zur vorderen Kreuzband Re-Transplantation und Sanierung des lateralen Meniskus
schadens geraten
.
4.3
Die Ärzte des
E._
berichteten am 21. März 2017 (Urk.
8/5 = Urk.
8/39/14-15) über das gleichentags durchgeführte MRI
des linken Knies
.
Die vordere Kreuzbandplastik sei in ihrer Kontinuität erhalten, jedoch im proximalen Drittel und vor allem im Ansatzbereich sehr stark ausgedünnt. Sie erscheine durch Flüssigkeitsinterpositionen aufgefasert und sei im Ansatzbereich von wenig
ge
kammerten
ganglionähnlichen
Strukturen umgeben. Die Morphologie passe sehr gut zur beschriebenen Klinik (S. 1 oben). Dies erkläre die
Laxität
. Es bestehe zudem ein kleiner wenig
dehiszenter
Riss der Pars
intermedia
des lateralen Menis
kus. Es zeige sich eine medial betonte
Femoropatellararthrose
. Es gebe keinen nennenswerten Kniegelenkserguss (S. 2).
4.4
Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
beratender Arzt
der Beschwerdegegnerin, führte in seiner Beurteilung vom 28. März 2017 (Urk. 8/7) aus,
ein Kausalzusammenhang zwi
schen dem Ereignis vom 25. Februar 2017 und den aktuellen Kniebeschwerden links sei (
lediglich
) möglich (Ziff. 1). Es bestünden degenerative vorbestehende Veränderungen in Form eines ausgedünnten VKB-Transplantats und einer
Femoropatellararthrose
(Ziff. 2). Der Status quo sine
vel
ante liege per 21. März 2017 vor (Ziff. 3). Die von Dr.
C._
erwähnte
geplante Operation stehe nicht in direktem
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Februar 2017, sondern sei auf das Ereignis von 1998 zurückzuführen (Ziff. 4). Diese Operation sei medi
zinisch indiziert und sinnvoll (Ziff. 5).
4.5
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3)
führte
im Bericht zur Operation
vom 4. April 2017 (Urk. 8/39/16) aus, diese habe folgendes umfasst
:
Arthroskopische
Menis
kusnaht laterales
Hinterhorn
links,
arthroskopisches
Knorpeldébridement
bezieh
ungsweise –Glättung medialer und lateraler
Femurkondylus
,
arthroskopisch
assi
sitierte
VKB-Re-Transplantation mit
ipsilateraler
Quadrizepssehne
in Monobün
del
techni
k
. Das VKB-Transplantat sei extrem lax, am
femoralen
Ansatz massiv ausgedünnt, wahrscheinlich dort initial abgerissen.
4.6
Dr.
F._
(vorstehend E. 4.4) führte in seiner Beurteilung vom 18. April 2017 (Urk. 8/11) aus, das aktuelle MRI habe keine frischen substanziellen Läsionen ergeben und auch keinen nennenswerten Kniegelenkserguss gezeigt. Die festge
stellten Veränderu
ngen seien vorbestehend und
Folge des früheren Unfallereig
nisses. Die laterale Meniskusläsion sei bereits im MRI von 2010 festgestellt worden. Der Status quo sine sei am 21. März 2017 (MRI) erreicht worden.
4.7
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3) berichtete am 11. Mai 2017 (Urk. 8/39/10) über einen «eigentlich guten» Verlauf. Die Patientin sei sehr zufrieden. Sie habe wenig Schmerzen und belaste nach wie vor 15 kg. Ab sofort gebe es einen Übergang zur vollen Belastung, die Flexion sei zu forcieren
.
4.8
Dr. med.
G._
,
beratender A
rzt der Beschwerdegegnerin, führte in seiner Beurteilung vom 30. Mai 2017 (Urk. 8/17) aus, bereits im Jahr 2010 sei
anlässlich
eine
r
MRI-Untersuchung
am lateralen Meniskuskorpus links gleichgelagert –
mithin
identisch lokalisiert wie die genähte Läsion 2017 – eine Pathologie nach
gewiesen worden. Ebenso sei eine medial betonte degenerative Veränderung des Gelenkes beschrieben worden. Dies entspreche grundsätzlich dem erwarteten Ver
lauf nach VKB-Ruptur. Insbesondere vermöge eine VKB-Plastik die degenerative Veränderung des Kniegelenkes nicht zu verhindern (S. 2 unten). In der MRI-Untersuchung vom 21. März 2017 finde sich eine Pathologie, welche verlaufs
mässig zur Voruntersuchung vor 7 Jahren chronologisch und pathophysiologisch sehr gut passe. Die degenerativen Veränderungen seien im gleichen Sinne fort
geschritten. Die Meniskusläsion sei zwar etwas vergrössert, aber gleich vorhan
den. Die Problematik des vorderen Kreuzbandes werde als Ausdünnung beschrie
ben, welche keineswegs einem akuten Riss entspreche. In der Beschreibung der Klinik durch Dr.
C._
fänden sich keine Hinweise auf eine Schwellung,
Druckdolenz
(als Hinweis auf akute Schädigung von bisher intakten stabili
sie
renden Strukturen) oder ein
en
Erguss des Kniegelenkes. Grundsätzlich dokumen
tierten die intraoperativen Bilder ausgiebige degenerative Veränderungen ohne Hinweis auf etwaige frische, scharfkantige oder blutig
in
bibierte
traumatische
Läsionen (
S. 3 oben).
Zusammenfassend finde sich die klassische degenerative Ent
wicklung über Jahrzehnte nach einer VKB-Ruptur. Das Ereignis vom 25. Februar 2017 möge eine entsprechende Beschwerde ausgelöst haben, akute Strukturver
änderungen seien jedoch weder klinisch noch im MRI bestätigt worden (S. 3 Mitte). Mit Dr.
F._
könne der Status quo sine sinngemäss zum Zeitpunkt des MRI-Befundes vom 21. März 2017 als erreicht verstanden werden (S. 3 unten).
4.9
In seiner Stellungnahme vom 30. August 2017 (Urk. 8/39/13) zu den Fragen der Beschwerdegegnerin führte Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3) aus, die Operation vom 4. April 2017 stehe in direktem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Februar 201
7.
Die Versicherte sei ja eine begeisterte Tourenskifahrerin und habe dabei vorher keinerlei Probleme gehabt. Im Anschluss an das Ereignis habe sie unter einer starken subjektiven Instabilität und einschiessenden Schmerzen gelitten, so dass Skifahren nicht mehr möglich gewesen sei. Das Ereignis habe sicherlich zu einer
Verschlimmerung des Zustandes der
Abnützungser
schei
nung
en geführt. Zu degenerativen Veränderungen komme es
na
ch VKB-Ruptur fast zwangsläufig.
Der Status quo sine sei nie mehr erreicht worden. Die beschrie
benen Beschwerden seien vor dem Sturz nicht vorhanden gewesen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sei es beim Trauma im Februar 2017 zum kompletten Abriss des
Hinterhornes
des lateralen Meniskus und zu einer massiven Überdehnung und Ausdünnung des vorderen Kreuzbandtransplantates gekommen. Der Status quo sine sei etwa 12 Mo
nate nach Operation zu erwarten.
4.10
Im Bericht vom 26. September 2017 (Urk. 8/39/8) führte Dr.
C._
aus, die Versicherte habe vor 3 bis 4 Wochen in Kroatien fast einen Sturz e
rlitten. Sie sei mit ihren
Flip
Flops
ausgerutscht und habe eine Verdrehung des operierten linken Kniegelenks mit heftigem Schmerz und relativ starker Ergussbildung erlitten
(oben). Am 15. November 2017 sei ein Eingriff mit
arthroskopischem
Narbendé
bridement
und
Notch
Plastik durchzuführen (unten).
5.
5.1
Dr. med.
H._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
logie des Bewegungsapparates,
beratende Ä
rztin der Beschwerdeführerin, führte in ihrer Aktenbeurteilung vom 19. Dezember 2017 (Urk. 8/39/4-7
)
aus, zum jetzigen Zeitpunkt imponiere klinisch eine vorübergehende Verschlimmerung, welche durch
das
neue Ereignis vom 25.
Februar
2017 verursacht worden sei. Die Operation vom 4. April 2017 wäre ohne Unfallereignis vom 25. Februar 2017 nicht zu diesem Zeitpunkt notwendig geworden. Denn leichte Schmerzen seien im Winter 2009/2010 nach intensivem Skifahren im Tiefschnee angegeben wor
den, eine laterale Meniskusläsion sei aber in der Zwischenzeit bis zum Ereig
nis vom 25. Februar 2017 klinisch asymptomatisch gewesen (S. 2 Ziff. 3).
Die geplante Operation vom 15. November 2017 sei sicher eine Folge der Ope
ration vom 4. April 2017 und überwiegend wahrscheinlich eine Folge des Ereig
nisses vom 25. Februar 2017 (S. 2 Ziff. 4). Ein Rückfall zum Ereignis vom 22. Januar 1998 sei (nur) als möglich zu erachten (S. 2 Ziff. 5). Es liege kein Rückfall ohne weiteres Ereignis vor, sondern ein neues Ereignis. Dieses entspreche einem Trauma, das mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Verletzungen (Rup
tur des vorderen Kreuzbandtransplantates, Riss eines Meniskus) herbeigeführt habe. Es habe ein Hyperflexionstrauma mit voller Körpergewichtsbelastung und fixiertem Fuss
stattgefunden. Ein Trauma in Hyperflexion, Aussenrotation und
Valgusstress
könne zu einer vorderen Kreuzbandruptur führen, gleiches gelte für die reine Hyperflexion mit Anspannung des
Quadrizeps
(S. 3 oben Ziff. 5).
Es sei bekannt, dass ein VKB-Transplantat bei der erneuten Ruptur kein
Häm
arthros
generiere und nicht wie ein natives Kreuzband mit relativ glatter Ruptur erneut reisse, sondern in Elongation oder faseriger Ausdünnung reissen könne, da ja kein durchblutetes, von
Synovia
umgebenes Konstrukt vorliege. Die zusätz
liche Ruptur des vorgeschädigten lateralen Meniskus sei
ebenso mit
überwie
gender Wahrscheinlichkeit Folge des Hyperflexionstraumas. Somit sei die Opera
tion mit Haupttherapie vordere Kreuzband-Revisionsplastik mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 zurückzuführen, inklusive der Folgeoperation vom November 2017 (S. 3 Mitte Ziff. 5).
Zu den Beurteilungen
durch
Dr.
F._
(vorstehend E. 4.6) und Dr.
G._
(vor
stehend E. 4.8) führte Dr.
H._
aus, es sei unzulässig, aus dem
Fehlen von frischen substantiellen Läsionen im MRI vom 21. März 2017
darauf
zu schliessen,
dass die festgestellten Veränderungen vorbestehend und Folge des früheren Unfal
l
ereignisses seien. Das VKB-Transplantat sei 2010 (12 Jahre nach dem VKB-Ersatz) als kräftig und intakt beschrieben worden
, 2017 (7 Jahre später) hingegen proxi
mal ausgedünnt und durch Flüssigkeitsinterpositionen aufgefasert. Hinsichtlich des Fehlens eines nennenswerten Gelenkergusses im MRI vom 21. März 2017 sei zu beachten, dass dannzumal zum Ereignis vom 25. Februar 2017 bereits vier Wochen Abstand gelegen hätten. Die Versicherte selbst
als Ärztin
habe
aber von Schwellung und Erguss berichtet (S. 3 f. Ziff. 6). Die Ausdünnung des proximalen VKB-Transplantates werde in
der Beurteilung des MRI vom
März 2017 als Erklä
rung der VKB-
Laxität
erwähnt. Eine solch
e habe bis zum Ereignis vom
Februar 2017 aber zu ke
iner Zeit bestanden, trotz hohen
sportlichen Niveau
s
der Versi
cherten (S. 4 oben Ziff. 6).
5.2
Am 30.
April 2018 erstattete Dr. med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sein Aktengutachten (Urk.
8/53
).
Er führte aus, b
eim Ereignis vom 25. Februar 2017 handle es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um eine starke konzentrische Belastung ohne exzentrische Komponente und ohne Rotation.
Traumabiologisch
gesehen sei somit die Entstehung eines frischen Meniskusrisses lateral generell kaum denkbar. Ein abruptes Kauern führe in der Regel ohne relevante Vorschädigung bei stabi
lem Kreuzbandsystem nicht zu einem lateralen Meniskusriss
. Bei einer Kreuz
bandinsuffizienz hingegen wäre der Meniskus weniger geschützt und es wäre eher denkbar, dass die bekannte
Vorschädigung im Corpus des lateralen Meniskus dadurch verschlechtert werden könnte. Dann müsste man also erwarten, dass das Transplantat schon vorher an der
femoralen
Insertion abgelöst oder
elongiert
gewesen sei, was einer alten Unfallfolge gleichkommen müsste (S. 9 unten Ziff. 1).
Die klinische Meniskusdiagnostik von Dr.
C._
vom 10. März 2017 (vor
stehend E. 4.2) sei unspezifisch und rudimentär. Mit der «angedeuteten
Druck
dolenz
posterolateral
» entstehe der Eindruck, dass keine akute, heftige Trauma
tisierung mit vollständigem Abriss des
Hinterhorns
vorgelegen habe, sonst wäre
diese Schädigung klinisch ganz anders zu dokumentieren gewesen (S.
10 f.
Ziff
. 1
). Die im MRI klaren Angaben über die
ganglionartigen
Reaktionen im lateralen
Corpusgebiet
des dort extrudierten Meniskus und im Bereich des VKB-Trans
plantates sprächen ganz klar für eine über Jahre entstandene degenerative Vorschädigung. Diese Veränderungen könnten sicher nicht als frische Unfall
fol
gen gewertet werden. Es sei nicht von Bedeutung, ob diese zuvor symptomatisch gewesen seien (S. 11 Mitte
Ziff. 1
).
Der 2010 von Dr.
C._
festgehaltene Rotationsschmerz sei ein deutliches klinisches Zeichen einer relevanten Meniskusschädigung lateral. Die seit 1998 vorbestehenden erheblichen Kniebinnenschädigungen seien mutmasslich 2010 vorübergehend aktiviert worden. Der Zustand des linken Kniegelenkes sei 2010 aber wiederum fachärztlich zu wenig sorgfältig dokumentiert worden, so dass nur eine Aussage über den lateralen Meniskus gemacht werden könne (S. 12 Mitte Ziff. 2)
Man müsse davon ausgehen, dass das Ereignis vom 25. Februar 2017 den Vor
zustand nur vorübergehend verschlimmert habe. Diese Beurteilung werde erheb
lich erschwert, da die Versicherte sich bereits fünfeinhalb Wochen nach dem Ereignis erneut einem stabilisierenden Eingriff am linken Knie unterzogen habe
(S. 12 unten Ziff. 3). Es ge
be keine klaren Hinweise, dass d
ie
Operation vom 4. April
2017
wegen der Unfallfolgen von 2017 hätte gemacht werden müssen
(S. 13 Ziff. 4). Die Operation sei mindestens überwiegend wahrscheinlich auf die Folge
erscheinungen des Ereignisses von 1998 zurückzuführen (S. 15 Ziff. 5).
Der Status quo sine mit Bezug auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 könne nicht beurteilt werden, da der operative Eingriff vom 4. April 2017 den Verlauf beein
flusst habe. Da dieser aber nicht notwendig erschienen sei, könne man gut nach
vollziehen, dass der Status quo sine mit der MRI-Befundung vom 21. März 2017 abgeschlossen werden könne (S. 15 unten Ziff. 1)
.
5.3
Am 20. Dezembe
r 2018 erstattete Dr. med. I._
, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
A._
, seine Aktenbeurteilung (Urk. 8/76).
Dabei führte er aus, ein Riss des Neo-Kreuzbandes sei nach dem Ereignis vom 25. Februar 2017 weder im MRI noch im Rahmen der
arthroskopischen
Operation am 4. April 2017 dargestellt worden. Dem Operationsbericht sei zu entnehmen, das vordere Kreuzband-Transplantat sei extrem lax, am
femoralen
Ansatz massiv ausgedünnt
. Weitere heisse es «wahr
scheinlich dort initial abgerissen». Dieser Satz erschliesse sich dem Gutachter nicht vollständig, ein initiales Abreissen sei nicht definiert. Ein Riss des vorderen
Kreuzbandes stelle sich, insbesondere nach Kreuzbandersatzplastik, in der
arthros
kopischen
Operation eindeutig dar. Eine genaue Aussage über den Zustand des vorderen Kreuzbandes sei also immer möglich. Ein Riss/Ausriss könne somit nicht bestätigt werden (S. 11 f. Ziff. 2).
Mit der weitaus überwiegenden Wahrscheinlichkeit habe die Versicherte am 25. Februar 2017 eine Distorsion/Hyperflexion des linken Kniegelenkes erlitten. Der Ereignishergang sei nicht geeignet, die später festgestellten Veränderungen, nämlich die Ausdünnung des vorderen Kreuzbandes sowie die Knorpelschäden des medialen
Femurcondylus
, zu verursachen. Weder der initiale Befund noch der weitere Verlauf ohne ärztliche Therapie und ohne wesentlichen Gelenkerguss sprächen für einen entsprechenden Unfallzusammenhang (S. 12 Ziff. 3).
Die Ope
ration vom 4. April 2017 sowie die damit verbundenen weiteren medizinischen Behandlungen stünden somit nur möglicherweise im Kausalzusammenhang zum Unfall vo
n
2017 (S. 12 Ziff. 4), und seien überwiegend wah
rscheinlich auf das Ereignis von
1998 zurückzuführen.
Auch d
ie posttraumatischen Knorpelschäden des medialen
Femurkondylus
seien keinesfalls auf das Ereignis v
on
2017, son
dern sicher auf das Ereignis von
1998
zurückzuführen
(S. 12 f. Ziff. 5).
Der Status quo sine sei mit dem MRI vom 21. März 2017 erreicht. Diese Unter
suchung habe keine traumatischen Veränderungen des linken Kniegelenkes detek
tieren können, sondern stelle die später operierten Veränderungen im Sinne der Ausdünnung des vorderen Kreuzbandes sowie des Knorpelschadens des medialen
Femurkondylus
und den Riss des Aussenmeniskus dar (S. 13 Ziff. 1a).
5.4
In
ihrer
Stellungnahme vom 28. März 2019 (Urk. 8/83/2-5) führte Dr.
H._ (
vorsteh
end E. 5.1) aus, im MRI vom
Mai 2010 sei ein «randständig deutlich vermehrtes Binnensignal, hier möglicher, schmaler, nicht
transmural
verlaufender Riss» beschrieben, also einer Läsion, nicht einer Ruptur entsprechend. Diese sei in der
Zwischenzeit asymptomatisch gewesen, j
edoch nach dem Ereignis vom
Februar 2017 aku
t symptomatisch. Im MRI vom
März 2017 sei ein «kleiner wenig
dehiszenter
Riss der Pars
intermedia
» und intra
ope
rativ als «basisnaher Schrägriss» beschrieben worden. Trotz Vorschädigung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Unfallfolge durch das Ereignis vom 25. Februar 2017 auszugehen (S.
2 unten).
Die Knorpelschäden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des primären Ereignisses von 199
8.
Nur ein kleinerer Anteil der Knorpelschäden sei durch das Ereignis vom Februar 2017 verursacht (S. 3 oben).
Dr.
Z._
(vorstehend E. 5.2) bedenke, dass ein abruptes Kauern in der Regel ohne relevante Vorschädigung bei stabilem Kreuzbandsystem nicht zu einem lateralen Meniskusriss führe. Die Vorschädigung als Binnenläsion des Meniskus werde aber gar nicht in Frage gestellt. Trotzdem sei das «akute Kauern» ein Ereignis mit dem Impact des Körpergewichts, also eine plötzliche, unvorhergesehene, von aussen einwirkende Kraft (S. 4 Mitte).
Entgegen
Dr.
I._
(vorstehend E. 5.3),
stelle
sich ein Riss des vorderen Kreuzbandes
in der
arthroskopischen
Operation sodann nicht immer eindeutig dar (S. 5 oben).
Die proximale Elongation des VKB-Transplantates sei überwiegend wahr
schein
lich auf das Ereignis vom 25. Februar 2017 zurückzuführen: Es sei unlogisch, dass 12 Jahre nach der VKB-Plastik ein kräftiges Transplantat bestehe, dieses aber sieben Jahre später
elongiert
sei, da eine Kreuzbandinsuffizienz nach VKB-Ersatzplastik, die sich schleichend entwickle (chronische Insuffizienz), bereits nach 12 Jahren feststellbar sein müsste (S. 5 Mitte).
6.
6.1
Von den Parteien wurden gemeinsam zwei neutrale Aktengutachten veranlasst, eines bei Dr.
Z._
(vorstehend E. 5.2), eines bei
Dr.
I._
(vorstehend E. 5.3). B
eide sind
sie
Fachärzte für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und somit
unbestrittenermassen
kompetent zur Beantwort
ung der im Zentrum dieses Falls stehenden Fragen. Zwar
machte
die
Beschwer
de
führerin
nach erfolgter Auftragsvergabe noch Ablehnungsgründe gegen Dr.
Z._
geltend, weil dieser ein vehementer Gegner von VKB-Ersatzplastiken und somit voreingenommen sei (Urk. 8/52). Gleichzeitig räumte sie jedoch ein, dass es gar nicht um diese Frage gehe und
führte
auch in ihren Rechtschriften
eine Vorein
genommenheit von Dr.
Z._
nicht
mehr
ins Feld
(vgl. vorstehend E.
2.2 und E. 2.4). Es gibt somit keinen Grund
dafür, seiner Expertise zum Vornherein Be
weiswert abzusprechen. Auf der anderen Seite kann der Beschwerdegegnerin selbstredend nicht zugestimmt werden, soweit sie
aus der analogen Anwendung von Bestimmungen der schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) zum Schieds
gutachten eine Bindung
der Parteien und des Gerichts
an die Feststellungen des Gutachters ableiten möchte (vgl. vorstehend E. 2.3 beziehungsweise Urk. 6 S. 5 Ziff. 4 mit Verweis auf BGE 141 III 274 E. 2.4).
Solcherlei lässt sich mit dem Untersuchungsgrundsatz nicht vereinbaren, von welchem das sozialversiche
rungs
rechtliche Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren beherrscht ist. Demnach
hat das Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen (BGE 120 V 357 E. 1a).
6.2
Die
beiden Aktengutachten
erfüllen die Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Begutachtung
(vgl. vorstehend E.
1.4
). Der Umstand, dass
die Gut
achter
keine eige
ne Untersuchung durchgeführt haben
, vermag den Beweiswert
ihrer
Beurteilung
en
nicht zu schmälern, zumal es mit der Frage nach der Unfall
kausalität einen feststehenden medizinischen Sachverhalt zu erörtern galt, ohne dass zusätzliche Untersuchungen notwendig gewesen wären. Praxisgemäss kann unter diesen Voraussetzungen auch ein reines Aktengutachten voll beweiswertig sein (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_325/2009 vom 2
3.
September 2009 E. 3.4.1). Aus den Ausführungen
der Gutachter ergibt sich denn auch, dass sie über
sämtliche für die Beurteilung der Unfallkausalität erforderlichen Unterlagen
verfügten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_833/2009 vom 26. Januar
2010 E. 5.
1).
Es kann demnach grundsätzlich auf die zwei Aktengutachten
von Dr.
Z._
und Dr.
I._
abgestellt werden.
6.3
Unbestritten ist im Wesentlichen, dass die Knorpelschäden im Knie der Beschwer
deführerin eine Folge des Unfalles von 1998
und nicht von 2017
sind (vgl. etwa Urk.
8/83/3-4). Dies entspricht der klaren Aktenlage,
weshalb sich diesbezüglich eine nähere Prüfung der Kausalität erübrigt.
Eine solche ist hingegen betreffend die Ausdünnung beziehungsweise den
geltend gemachten
Riss im vorderen Kreuzband sowie den Riss im
lateralen
Meniskus angezeigt.
6.4
Beide Gutachter begründe
te
n ihre
diesbezüglichen
Schlussfolgerungen sorgfältig und nachvo
llziehbar. Die
Feststell
ung von Dr.
Z._
leuchtet ein, wonach
ein
abrupte
s
Kauern
, wie es a
m
25.
Februar 2017
geschehen sei,
ohne vorbestehende Kreuzbandinsuffizienz nicht zu einem lateralen Meniskusriss
führe
.
Eine solche sei
daher dergestalt zu erwarten, dass das Transplantat schon vorher abgelöst oder
elongiert
gewesen sei. So sei der vorgeschädigte Corpus des lateralen Menis
kus
wohl
weniger geschützt gewesen und
er
habe verschlechtert werden könne
n
. Dr.
Z._
hielt
fest
, die Ergebnisse des MRI sprächen «ganz klar» für eine über Jahre entstandene degenerative Vorschädigung.
Dr.
C._
hatte demgegenüber im Operationsbericht vom 4. April 2017 (vorstehend E. 4.5) festgeha
lten, das VKB-Transplantat sei
am
femoralen
Ansatz
wahrscheinlich initial abgerissen
. Wie Dr.
I._
jedoch
im Detail
darlegte, ist diese Aussage einer
seits unspezifisch
und stellt sich andererseits ein Riss des vor
deren Kreuzbandes insbesondere nach Kreuzbandersatzplastik in der
arthrosko
pischen
Operation eindeutig dar. Nachdem Dr.
H._
dies zwar pauschal bestritt (vorstehend E. 5.4), jedoch keine weiteren Ausführungen hierzu machte, kann ein neuerlicher Riss des vorderen Kreuzbandes 2017 nicht erstellt werden. Es ist daher nur, aber immerhin von einer Ausdünnung des Kreuzband-Trans
plantats auszugehen. Dass diese eine
über die Jahre entstandene
degenerative Veränderung
und keine Unfallfolge
darstellt, legte Dr.
Z._
wie erwähnt plausibel dar.
Auch Dr.
F._
(vorstehend E. 4.4 und E. 4.6) hatte
die Ausdünnung des Kreuz
bandtransplantats
als vorbestehend erachtet. Er begründete dies unter anderem damit, dass das aktuelle MRI keine frischen substanziellen Läsionen ergeben habe und auch keinen nennenswerten Kniegelenkserguss gezeigt habe.
Dem hatte sich Dr.
G._
(vorstehend E. 4.8) angeschlossen und seinerseits ebenfalls sehr sorg
fältig dargelegt, weshalb die in der MRI-Untersuchung
vom März
2017 fest
gestellte Pathologie zur Voruntersuchung 2010 chronologisch und pathophysio
logisch sehr gut passe; es lägen klassische degenerative Veränderungen nach einer VKB-Ruptur vor, welche im gleichen Sinne fortgeschritten seien. Zwar ist bei Dr.
F._
und Dr.
G._
zu beachten, dass sie ihre Beurteilungen als
bera
tende Ärzte
der Beschwerdegegnerin erstatteten, weshalb diese grundsätzlich mit einer gewissen Vorsicht zu würdigen sind.
Dasselbe muss jedoch auch für
die Beurteilungen
durch
Dr.
H._
(vor
stehend E. 5.2 und E. 5.4)
gelten. Die
beratende Ärztin
der
Beschwerdeführerin
ist die einzige medizinische Fachperson, welche sich im vorliegenden Fall den Beurteilungen der beiden Gutachter sowie der beiden
beratenden Ärzte
der Beschwe
rdegegnerin entgegen
stellt. Sie führte ins Feld, es sei unzulässig, aus dem Fehlen von frischen substanziellen Läsionen im MRI
vom 21. März 2017 darauf zu schliessen, dass die festgestellten Veränderungen vorbestehend seien. Ihr Argument, dass dannzumal b
ereits
vier Wochen Abstand zum Ereignis vom 25. Februar 2017 bestanden hätten
und die Versicherte
als Ärztin
selbst von Schwellung und Erguss berichtet habe, erweist sich jedoch als
schwach. Zwar berichtete die Versicherte am 10. März 2017 gegenüber Dr.
C._
tatsächlich von sofortiger Ergussbildung
(vorstehend E. 4.2). Damit ist jedoch über
dessen
genaue Qualität noch nichts ausgesagt. Jedenfalls ist schwer vorstellbar, dass die fachkompetenten Gutachter einfach ignoriert
haben sollt
en, dass zwischen dem Ereignis und dem MRI rund vier Wochen lagen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie diesen Zeitablauf bei ihren Schlussfolgerungen
berücksichtigten.
Dr.
H._
zeigte denn auch nicht auf, inwiefern durch das Ereignis vom 25. Februar 2017 genau eine Ausdünnung des VKB-Transplantates hätte von Statten gehen sollen.
Sie führte lediglich an, es sei bekannt,
dass ein VKB-Trans
plantat bei der erneuten Ruptur in Elongation oder faseriger Ausdünnung «reissen könne» (vorstehend E. 5.1), ohne dies am konkreten
Beispiel
der Versicherten näher auszuführen. Ein «Riss» des Kreuzbandes konnte zudem eben gerade nicht objektivie
rt werden
.
Dass der Hergang des Ereignisses vom Februar 2017
gerade
nicht geeignet war, eine Ausdünnung des vorderen Kreuzbandes zu verursachen, hatte der neutrale Gutachter Dr.
I._
zudem unzweideutig festgehalten (vor
stehend E. 5.3).
Insofern verliert
das
Argument
von Dr.
H._
, es habe 2010 – 12 Jahre nach der Operation – noch immer ein kräftiges, intaktes VKB-Transplantat
vorgelegen,
bereits an Überzeugungskraft. Diese wird weiter ge
schmälert dadurch, dass eben auch degenerative Veränderungen nicht zwingend linear verlaufen müssen, weshalb ein intaktes VKB-Transplantat im Jahr 2010 ein
ohne weiteres Ereignis
ausgedünntes VKB-Transplantat im Jahr 2017 keines
falls ausschliesst.
Demzufolge
spricht entgegen Dr.
H._
auch die Beschwer
defreiheit
bei hohem sportlichen Niveau
der Versicherten vor dem Ereignis
nicht
für eine Unfallkausalität.
Zudem ist
d
ie Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität
nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332
/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Hierauf hatte denn auch Dr.
Z._
hingewiesen: Es sei nicht von Bedeutung, ob die Veränderungen im Bereich des VKB-Transplantates zuvor symptomatisch gewesen sei
en oder nicht.
Dasselbe gilt mit Dr.
Z._
für den Riss des lateralen Meniskus.
Auch hier ist es entgegen Dr.
H._
(vorstehend E. 5.4) nicht entscheidend, dass von 2010 bis 2017 keine Symptome aufgetreten waren.
Mit den Gutachtern war sie sodann insoweit
einig, dass im MRI 2010 eine Vorschädigung des Meniskus festgestellt worden war. Damals
habe
jedoch nur eine Läsion vorgelegen, unter
dessen liege eine Ruptur vor, welche überwiegend wahrscheinlich eine Unfall
folge von 2017 sei.
Diese
Schlussfolgerung
wurde von ihr allerdings nicht weiter begründet.
Mit Dr.
Z._
ist
es
zwar
nicht ganz auszuschliessen
, dass sich die erwähnte Vorschädigung durch das
eher geringfügige
Ereignis
von
2017 zu einem Riss auswuchs, was
diesfalls
aber nur deshalb möglich war, weil eine vor
bestehende Kreuzbandinsuffizienz bestand
. Dies führt erneut zum Ergebnis, dass
nicht das Ereignis 2017, sondern das Ereignis von 1998
natürlich kausal war für die im April 2017 operativ behandelten Kniebeschwerden
, wie die Gutachter denn auch betonen. Der
jetzige
Zustand im Meniskus hätte sich
nach dem
schick
sals
mässig
en Verlauf aufgrund des Vorzustandes
also auch ohne Unfall früher oder später eingestellt (vgl. vorstehend E. 1.2).
6.5
Die Schlussfolgerungen der beiden Gutachter sind somit nicht nur in sich
stimmig
und nachvollziehbar, sondern sie können auch durch die Stellungnahmen der
beratenden Ärztin
der Beschwerdeführerin nicht ernsthaft erschüttert werden.
Es ist somit erstellt, dass das Ereignis vom 25. Februar 2017 den Vorzustand nur
vorübergehend verschlimmerte und der Status quo sine mit dem MRI vom 21. März
2017 erreicht wurde.
6.6
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Die Beschwerdegegnerin
regte
an, es sei zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin die Kosten für das Beschwerdeverfahren wegen mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens aufzuerlegen seien (Urk. 6 S. 5 Ziff. 6).
7.2
Das Verfahren vor dem zürcherischen Sozialversicherungsgericht ist in der Regel
kostenlos (
§
33
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt werden (
§
33
Abs.
2
GSVGer
).
Nach der Rechtsprechung kann leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung vorliegen, wenn die Partei ihre Eingabe auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist
.
Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung liegt aber solange nicht vor, als es der
Partei darum geht, einen bestimmten, nicht als willkürlich erscheinenden Standpunkt durch den Richter beurteilen zu lassen
(BGE 128 V 323; SZS 1995 S. 386 E. 3a mit Hinweisen).
7.3
D
ie Beschwerdeführerin
hat
einen Anspruch auf justizielle Überprüfung des
Einspracheentscheids
(vgl. vorstehend E. 7.2). Dabei war vorliegend die relativ komplexe Kausalitätsfrage in aufwändiger Beweiswürdigung zu beantworten (vorstehend E. 6). Das Ergebnis dieser Prüfung konnte die Beschwerdeführerin nicht im Vornherein wissen und es wird denn auch nicht dargetan, inwiefern sie sich
mut
- oder leichtsinnig verhalten haben sollte. Von einer Kostenauflage ist daher abzusehen.