Decision ID: 53947977-2e61-40c9-b252-f0d24e02154e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete ab
1.
Oktober 1993 als
Vermes
sungsassisten
t
bei der
Y._ AG
(
Urk.
6/19
).
Auf Meldung des Arbeitgebers zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung
vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
6/1
) und Anmeldung zum Leistungsbezug
wegen
Darm- und Magen
problemen
sowie
Asthma durch den Versicherte
n am 1
8.
Juni 2013 (
Urk.
6/5
) klärte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, die beruflich-erwerblichen
und medizinischen Verhältnisse ab (
Urk.
6/10
-15
, 6/17-22). Am
2
2.
November 2013
teilte sie dem Versicherten
mit, dass aufgrund seines Gesund
heitszustandes zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien (
Urk.
6/16).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/24-28) verneinte sie
mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 1
5.
Mai 2014 einen Rentenanspruch des Versicherten (
Urk.
6/29).
Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis auf den 3
1.
Mai 2015 (vgl.
Urk.
6/54/11).
1.2
Am 2
3.
Juni 2015 meldete sich der Versicherte
neuerlich zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/34) und reichte am 2
1.
Juni 2016 einen Austrittsbericht der
Klinik
Z._
zu einem stationären Aufenthalt vom 1
4.
Oktober bis 2
3.
Dezember 2015 ein (
Urk.
6/50-51).
Die IV-Stelle holte die Akten des Taggeldversicher
er
s ein (
Urk.
6/52, 6/54/1-302)
und
klärte neuerlich die beruflichen und medizinischen Verhältnisse ab (
Urk.
6/55-
61
)
. Am 1
4.
Okto
ber 2016 teilte sie dem Versicherten die Notwendigkeit einer polydisziplinäre
n
Begutachtung
mit (
Urk.
6/63). Nach Eingang des von der
A._
erstellten polydisziplinären
Gutachtens vom 1
0.
Mai 2017 (
Urk.
10/80/2-44
) nahm die RAD-Ärztin
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Prävention und Gesundheitswesen, am 2
4.
Mai 2017 Stellung (
Urk.
6/88/7 f.). Nach Durchführung einer Ressourcenprüfung durch die zustän
dige Sachbearbeiterin (
Urk.
6/88/9 ff.) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom
7.
Dezember 2017 mit, dass ein Anspruch auf eine Invaliden
rente bei einem Invaliditätsgrad von 13
%
voraussichtlich verneint werde (
Urk.
6/89).
Den Einwand
des Versicherten vom
5.
Januar 2018 (
Urk.
6/96)
wies die IV-Stelle mit Verfügung vom
6.
Juni 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess der Versicherte am 2
9.
Juni 2018 Beschwerde erheben und bean
tragen, die Beschwerdegegnerin sei zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere zur Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100
%
rückwirkend spätestens ab März 2016 zu verpflich
ten
(
Urk.
1 S. 3). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom
4.
September 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), wovon dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
1.
September 2018 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
7).
Auf die Vorbringen der Parteien und die Akten wird, soweit für die
Entscheidfin
dung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
. Sie kann Folge von Geburts
gebrech
en, Krankheit oder Unfall sein,
Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalide
nversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters
jahres folgt (Abs. 1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3).
1.4
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert,
so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117
V
198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität
zu
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung
der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente im angefochten
en Entscheid mit der Begründung, dem Beschwerdeführer sei zwar seine bisherige Tätigkeit als Vermessungshelfer nicht mehr zumutbar,
jedoch sei er in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben, Tragen und Stossen von über
zwölf
Kilogramm und ohne Überkopfarbeit vollständig arbeitsfähig. Zudem verfüge der Beschwerdeführer über zahlreiche Ressourcen, welche der im Gutachten gestellten Diagnose wide
rsprächen. Auch sei ersichtlich, dass
soziale Einflüsse
wie die Kündigung der Arbeitsstelle
massgeblichen Einfluss auf den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
gehabt
hätten; dieselben könnten aber in der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, dass er gemäss dem
selbst vom
RAD
als
beweiskräftig
erachteten
Gutachten der
A._
vom 1
0.
Mai 2017 vollumfänglich arbeits- und damit erwerbsunfähig sei. Entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin
hätten bereits im Jahr 2013 erste Anzeichen für eine psychische Erkrankung vorgelegen; die Annahme, seine psy
chische Erkrankung sei einzig auf die Stellenlosigkeit zurückzuführen, sei akten
widrig. Vielmehr erhelle die medizinische Aktenlage, dass er die Erwerbsfähigkeit auch im Falle, dass er wieder eine Stelle hätte, nicht zurückgewinnen würde. Was die Ressourcenprüfung der Beschwerdegegnerin anbelange, erweise sich dieselbe als überaus konstruiert und im Widerspruch zu den diesbezüglichen Feststellun
gen im Gutachten der
A._
stehend
(
Urk.
1 S. 8 ff.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist mit dem angefochtenen Entscheid unbestrittenermas
sen auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 2
3.
Juni 2015 (
Urk.
6/34) eingetreten. Streitig und zu prüfen ist
daher
, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen
Verfügung vom 1
5.
Mai 2014
in einer für den Rentenanspruch relevanten Weise verschlechtert hat, wobei der
Leistungsanspruch des
Beschwerdeführers
in der ursprünglichen Verfügung
mit der Begründung, es
habe
kein die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit dauerhaft oder höhergradig einschränkendes Lei
den vor
gelegen
, verneint
w
orden war
(
Urk.
6/29)
.
3.
3.1
Der Verfügung vom 1
5.
Mai 2014
lag in medizinischer Hinsicht unter anderem ein Bericht von
Dr.
C._
, Fachärztin FMH f
ür Innere Medizin, eingegan
gen bei der Verwaltung am
9.
Juli 2013 (vgl. Aktenverzeichnis, in:
Urk.
6), zugrunde.
Dr.
C._
, bei welcher der Beschwerdeführer vom 1
6.
April bis
3.
Mai 2013 initial wegen eines Infekts der oberen Atemwege in Behandlung stand, schrieb ihn aufgrund des Infektes vom 1
6.
bis 2
3.
April 2013 arbeitsunfähig. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass sie den Diagnosen eines COPD, eines nicht-erholsamen Schlafes unklarer Ätiologie (DD: obstruktives Schlafap
noesyndrom, depressive Stimmungslage) und einem Status nach chronisch
ste
nosierender
Sigmadivertikulitis bei (
Urk.
6/10/1-4). Der Beurteilung von
Dr.
C._
lag unter anderem ein von ihr veranlasster Untersuchungsbericht von
Dr.
D._
, Facharzt FMH für Pneumolog
ie und I
nnere Medizin, vom 2
1.
Juni 2013 zugrunde (
Urk.
6/10/6-10).
Am 2
5.
Oktober 2013
unterzog sich der Beschwerdeführer bei einem Verdacht auf eine relevante koronare Problematik einer Koronarangiographie mit PTCA/Stent vom proximalen R
IVA
.
Dr.
E._
, Facharzt FMH für Kardiolo
gie und Innere Medizin, Kardiologie
F._
, schrieb den Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 2
8.
Oktober 2013 für körperlich belastende Tätigkeiten vom 2
5.
Oktober bis
1.
November 2013 arbeitsunfähig (
Urk.
6/20/7-9).
Dr.
C._
empfahl
am
6.
Dezember 2013
ei
ne Reduktion des Arbeitspensums
auf 80 bis 90 %
als
überdenkenswert
(
Urk.
6/21/2).
Gestützt auf diese medizinische Aktenlage schloss
die RAD-Ärztin
Dr.
G._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, das Vorliegen eines Leidens, welches die bisherige Tätigkeit dauerhaft und höhergradig einschrä
nke, aus. Eine 10-20%ige
Pensum
reduktion
, wie von der Hausärztin empfohlen, sei medizinisch kaum begründbar
(
Urk.
6/22/3, vgl. auch: Stellungnahme von
Dr.
G._
vom
9.
April 2014,
Urk.
6/28/2).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der hier zu prüfenden Neuanmeldung vom 2
3.
Juni 2015 erwähnte der Beschwerdeführer einen Unfall und verwies auf eine am 1
1.
März 2015 auf
genommene psychiatrische Behandlung (
Urk.
6/34/5).
Einem Bericht der
Klinik H._
,
Zentrum I._
, vom 1
7.
Dezember 2014 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im November 2014 bei der Arbeit gestol
pert und auf das rechte Knie gefallen sei und seither an Schmerzen leide. Die zuständigen orthopädischen Fachärzte der
Klinik H._
führten die Beschwerden auf eine aktivierte Arthrose und eine degenerative Meniskusläsion zurück und empfahlen konservative Massnahmen (
Urk.
6/56/4-6).
3.2.2
Am 1
6.
März und
2.
Juli 2015 unterzog sich der
Beschwerdeführer zur Abklärung
einer seit knapp 20 Jahren bestehenden Durchschlafstörung
mit vermehrter Tagesmüdigkeit
einer Untersuchung in der Klinik für Pneumologie des Universi
tätsspital
J._
. Das festgestellte obstruktive Schlafapnoesyndrom verbes
serte sich gemäss Bericht vom 1
6.
März 2015 (wohl irrtümliche Datierung,
Urk.
6/54/143) durch den Einsatz einer
aCPAP
-Beatmung. Bezüglich des zusätz
lich diagnostizierten Asthma bronchial
e sei der Beschwerdeführer zurz
eit beschwerdefrei.
3.2.3
In einem Bericht zu
Handen
der Taggeldversicherung vom 1
8.
Mai 2015 stellte
die seit 1
1.
März 2015 behandelnde Fachärztin für Psychosomatik und Psycho
therapie,
K._
,
die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome gemäss ICD-10: F32.2 und
einen Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung gem
äss ICD-10: F43.
1.
Aufgrund der Schwere der Krankheit werde der Beschwerdeführer neben den wöchentlichen Einzelgesprächen mit einer einschleichenden antidepressiven
Medikamentation
therapiert. Die Prognose hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei im Moment noch schwierig, weil sich die Behand
lung mit der Einstellung auf das
Antidepressivum
noch in der Anfangsphase befinde
. Vermutlich sei aufgrund der Schwere der Symptome und der Multimorbidität eine stationäre Rehabilitationsbehandlung zur beruflichen Reintegration notwendig (
Urk.
6/54/15-16). Gemäss Akten des Taggeldversicherer
s
schrieb
die behandelnde Psychiaterin den Beschwerdeführer im Nachgang zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von
Dr.
C._
ab 1
6.
März 2015 zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
6/54/2, 6/54/8).
3.2.4
Die psychiatrische Diagnose im Austrittsbericht der
Klinik
Z._
_
zum Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 1
4.
Oktober bis 2
3.
Dezember 2015 lautete auf eine mit
telgradige depressive Episode mit somatische
m
Syndrom gemäss ICD-10: F32.11
(
Urk.
6/51/1). Anamnestisch
habe
der Be
schwerdeführer unter anderem angege
ben
, dass er sich nach mehreren Unfällen seit Jahren von einem Arzt zum anderen geschickt und mit Medikamenten vollgepumpt fühle. Er habe kein Vertrauen mehr. Im Dezember 2014 habe er sich bei der Arbeit in übermüdetem Zustand am Knie
verletzt und sei seither krank
geschrieben.
Zuvor habe
er
Mitte Oktober einen Autounfall verursacht; seitdem sei er verunsichert und zunehmend depressiv. Er fühle sich gestresst, mache sich Sorgen um die Zukunft und seine
Gesundheit. Er habe Sch
merzen im Kopf, den Beinen, im Magen
, der Blase und auch in den Knien
(
Urk.
6/51/1
f.). Im Laufe des stationären Aufenthaltes sei dem Beschwerdeführer eine leichte psychische und physische Stabilisierung gelungen. Alleine
,
auf sich selbst gestellt oder auch an den Wochenenden zu Hause scheine er sich aber weitgehend in depressiver Grundstimmung begleitet von einem dauernden Stresserleben
befunden zu haben. Aufgrund des
deutlich depressiven, klagsamen Zustandes bei Austritt mit geäusserten passiven Todeswünschen und Angst vor einem Rückfall in die soziale Isolation seien mit dem Beschwerdeführer mögliche sozialpsychiatrische Angebote besprochen worden, um eine geregelte Tagesstruk
tur und soziale Kontakte weiterhin aufrecht erhalten zu können. Vom 1
4.
Oktober 2015 bis
4.
Januar
2016 wurde eine 100%ige Arbeits
unf
ähigkeit bescheinigt (
Urk.
6/51). In
einem Bericht der
Klinik
Z._
zu Hä
nden der Taggeldversicherung vom 1
6.
Dezember 2015 wurde der Beschwerdeführer als mittelfristig nicht arbeitsfä
hig
beurteilt
(
Urk.
6/54/169)
.
3.2.5
Dr.
C._
bezeichnete den Zustand
des Beschwerdeführers
in ihrem Bericht vom 1
2.
Februar 2016 als verschlechtert. Der Beschwerdeführer leide seit 2015 an einer mittelgradigen depressiven Episode, einem Status nach Unfall 2014 mit Kniever
letzung und nun chronischen Beschwerden
sowie an
einer chronischen Schlaf
störung. Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit erfolge durch die behandelnde Psychiaterin (
Urk.
6/56/1-3).
3.2.6
Letztere stellte in ihrem Bericht vom
1
2.
September 2016 folgende Diagnosen (
Urk.
6/61/1):
-
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) anamnestisch seit zirka zwei Jahren bestehend
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (I
C
D-10: F45.41)
-
bei Polyarthrose (Hüfte beidseits, Knie rechts,
Gonalgie
beidseits)
-
Lumbovertebralsyndrom
-
Chronischen Kopfschmerzen (früher Migräne, aktuell Spannungskopf
schmerzen)
-
Anamnestisch seit zwei Jahren bestehend
-
Obstruktives Schlafapnoesyndrom gem
äss ICD
-10 G47.31 anamnestisc
h sei
t
06/2015 mit
a
CPAP
behandelt
Weitere somatische Diagnosen seien bei der Hausärztin zu erfragen.
Neben den wöchentlichen Therapiesitzungen sei der Beschwerdeführer vom 1
5.
März bis 1
0.
Juni 2016 teilstationär im Sanatorium
L._
in psychiatrischer Behand
lung gestanden und suche seit
8.
August 2016 die tagesklinische Behandlung in
der psychiatrischen K
linik
M._
auf
, welche voraussichtlich noch weitere fünf Monate weitergeführt werde
.
Aus psychiatrischer Sicht lägen Kon
zentrationsstörungen, eine verminderte Merkfähigkeit und eine grosse Erschöpf
barkeit bei chronischer Müdigkeit und Stressintoleranz sowie eine verminderte Belastbarkeit bei chronischen Schmerzen vor. Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit seit 1
1.
März 2015 zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine Tätig
keit an einem ruhigen Arbeitsplatz ohne Zeitdruck sei
ihm
zu maximal 20 bis 30
%
zumutbar, wobei aufgrund der
depressiv verursachten
kognitiven Ein
schränkungen mit qualitativen Einbussen und verlangsamtem Tempo gerechnet werden müsse (
Urk.
6/61/1-7). Die psychiatrischen Diagnosen von
K._
finden im Austrittsbericht des Sanatoriums
L._
zur teilstationären Behandlung vom 1
5.
März bis 1
0.
Juni 2016 Bestätigung (
Urk.
6/61/13)
.
3.2
.7
Die im Dezember 2016 durchgeführte polydisziplinäre Abklärung
(internis
tisch/rheumatologisch/psychiatrisch)
de
s Beschwerdeführers in der
A._
führte zu folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/80/13):
-
Retropatellare Arthrose und Gonarthrose beidseits (ICD-10 M22.4, ICD-10 M 17) bei/mit
-
normal erhaltener Beweglichkeit beider Kniegelenke, keine Zeichen einer aktivierten Arthrose
-
Bilaterale
Coxarthrose
(ICD-10 M16) bei/mit
-
normal erhaltener Beweglichkeit der Hüftgelenke
-
Myotendinotisches
panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2, ICD-10 M54.6, ICD-10 M54.5)
bei/mit
-
funktioneller Fehlstatik der Wirbelsäule wegen Insuffizienz der para
vertebralen und der
ab
dominalen Muskulatur, diskrete l
inks-/rechts
konvexe
thorakolumbale
Skoliose, keine
Hinweise auf segmentale Dys
funktion der gesamten Wirbelsäule
-
leichtgradige
degenerative Veränderung der HWS
-
Myotendinotisches
Impingementsyndrom
der Schulter (ICD-10 M75.4) bei/mit
-
ausgeprägter Verspannung des
Musculus
trapezius rechtsseitig, Fehl
haltung der
Wirbelsäule
mit Rotation der Schulterachse nach vorne
-
begleitender AC-Gelenksarthrose
-
Sonographisch wenig Mikroverkalkungen im Ansatzbereich der Supra
spinatus- und
Subscapularissehne
(Sonographie vom 20.12.2016) im Sinne ei
ner minimen Tendinitis
calcarea
beidseits
(ICD-10 M75.3)
-
Persistierende depressive Störung mit persistierender Episode einer Major Depression, DSM 5
Die beteiligten Gutachter kamen gestützt auf die Ergebnisse der Teilbegutachtun
gen im Rahmen des Konsen
se
s zum Schluss, dass
die
intern
istischen Erkrankun
gen (k
oronare Herzkrankheit, obstruktives Schlafapnoesyndrom, metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus, Arterielle Hypertonie, Adipositas Grad I BMI 33, COPD, vgl.
Urk.
6/80/13) durch die durchgeführten Therapien gut stabilisiert seien und keine relevanten funktionellen Störungen nach sich zögen.
Aus rheu
matologischer Sicht fänden sich degenerative Veränderungen im Bereich der Hüft- und Kniegelenke, welche als mittelgradig einzustufen seien und den Beschwerdeführer bei körperlichen Tätigkeiten wie dem Tragen von Messgeräten oder anderen Gegenständen einschränken würden. Auch sei die Belastbarkeit der Kniegelenke bei endphasigen Bewegungen eingeschränkt. Zusätzlich führe die muskuläre
Dekonditionierung
und
die
muskuläre Dysbalance zu einer verminder
ten Leistungsfähigkeit und Belastungstoleranz des axialen Skeletts bei schweren körperlichen Tätigkeiten. Es
lägen
somit somatische Diagnosen
vor
, welche aber teilweise behandelbar und reversibel seien. Alleine deshalb wäre eine Arbeitsfä
higkeit in angepasster Tätigkeit gemäss Einschätzung der Gutachter wieder her
stellbar.
Gemäss dem rheumatologischen Gutachter
Dr.
N._
sei die ange
stammte Tätigkeit als körperlich schwer zu betrachten und heute nicht mehr mög
lich (
Urk.
6/80/36).
Dominierend sei
jedoch
das psychische Krankheitsbild, welches einen gravieren
den Schweregrad aufweise und aufgrund dessen die üblichen Anforderungen an eine Arbeitsleistung im ersten Arbeitsmark
t nicht erfüllt werden könnten (
Urk.
6/80/14 ff.). Der zuständige Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothe
rapie,
Dr.
O._
,
führte in seiner Beurteilung aus, dass sich beim Beschwerdeführer alle drei als typisch klassifizierten Symptome der depressiven Episode (gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, verminderter Antrieb/erhöhte Ermüdbarkeit) fänden. Zusätzlich zeige er sechs von sieben der anderen häufigen Symptome und es bestehe ein somatisches Syndrom mit fünf von acht geforder
ten Merkmalen. Laut Unterlagen sei die mittelschwere bis schwere depressive Epi
sode seit knapp zwei Jahren dokumentiert, jedoch bestehe der dringende Ver
dacht, dass die depressive Symptomatik schon vorher bestanden habe, so dass von einem chronischen Verlauf gesprochen werden müsse. Da dies im aktuellen ICD-10 nicht explizit aufgeführt sei,
werde die DSM-Diagnose einer persistieren
den depressiven Störung verwendet, welche explizit auch die Persistenz einer Major Depression beinhalte. N
icht bestätigt werden könne
die im Austrittsbericht des Sanatoriums
L._
gestellte Nebendiagnose einer chronifizierten Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren,
würden
doch gemäss den
aufliegenden Akten als relevante Beschwerden längst nicht nur Schmerz
en geschildert. Allenfalls könn
e eine Somatisierungsstörung diagnosti
ziert werden, jedoch stehe die persistierende depressive Symptomatik ohnehin im Vordergrund. Aufgrund der Ausprägung derselben sei eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zurzeit kaum
realisierbar
und lediglich eine Tätigkeit im geschützten Rahmen denkbar.
Konkret eingeschränkt sei der Beschwerdeführer
aufgrund
der verminderten Kon
zentration und Aufmerksamkeit, die Arbeitsleistung sei durch die depressive Stimmungslage vermindert, die Genauigkeit mittelgradig, das Arbeitstempo mit
tel- bis
schwergradig
eingeschränkt. Der Beginn der Einschränkung der Arbeits
fähigkeit
könne
aufgrund der Akten nicht schlüssig eruiert werden, seien doch stets die somatischen Beschwerden im Vordergrund gestanden. Gestützt auf die Aktenlage sei aber darauf zu schliessen, dass die Arbeitsunfähigkeit seit März 2015 vorliege (
Urk.
6/80/42). In der polydisziplinären Zusammenfassung wurde die Entwicklung dahingehend dargelegt, dass sich der Gesundheitszustand im Bereich des Bewegungsapparates schleichend verschlechtert habe und eine Wie
deraufnahme der bisherigen Tätigkeit als Vermessungsassistent seit Februar 2015 im Gegensatz zu einer angepassten Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei; der psy
chische Gesundheitszustand lasse seit Februar 2015 auch eine angepasste Tätig
keit nicht mehr zu
(
Urk.
6/80/19).
3.2.8
Dr.
B._
des RAD erachtete das Gutachten der
A._
gemäss ihrer Stel
lungnahme vom 2
4.
Mai 2017 als voll beweiskräftig (
Urk.
6/88/8).
4.
4.1
Unbestritten und aufgrund der medizinischen Aktenlage erstellt ist, dass sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
insbesondere
aufgrund der
teilweise arthrotisch bedingten Beschwerden im Bereich der Knie und der Hüfte seit Erlass der
Verfügu
ng vom 1
5.
Mai 2014 (
Urk.
6/29) relevant
ver
schlechtert hat
. Gemäss
dem für die Beurteilung des somatischen Gesundheitszu
standes von beiden Parteien zu Recht als beweiskräftig erachteten
Gutachten
der
A._
vom
1
0.
Mai 2017
ist dem Beschwerdeführer
aufgrund der
sich seit Mai 2014 allmählich verschlechterten
objektiven rheumatologischen Befunde die angestammte
Tätigkeit als Vermessungshelfer nicht mehr zumutbar (vgl.
Urk.
6/80/19
und 6/80/36
).
Was den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit aufgrund der somatischen Befunde anbelangt, schloss
Dr.
N._
in
Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage
nachvollzieh
bar
darauf, dass die Kniekontusion vom November 2014 zu keiner anhaltenden Einschränkung in der Ar
beitsfähigkeit geführt habe und dass aus rheumatologi
scher Sicht kein genauer Beginn der Arbeitsunfähigkeit abge
leitet werden könne, weshalb sich -
wie von
Dr.
N._
vertreten (
Urk.
6/80/34 f.) – die Annahme der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
erst ab dem Zeitpunkt der Begutachtung rechtfertigt.
4.2
4.2.1
Auch hinsichtlich der Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes erweist sich das Gutachten der
A._
als beweiskräftig
.
Dr.
O._
stützte seine Diagnose einer persistierenden depressiven Störung mit persistierender Episode einer Major Depression, DSM 5, begründet und nachvollziehbar
auf den von ihm erhobenen Psychostatus vom 2
0.
Dezember 2016
, welcher
in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
sowie
unter
Bezugnahme auf die Vorgaben
der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V(F), wie auch des Diag
nostischen und Statisti
s
chen Manuals Psychischer Störungen DSM-5, herausge
geben von der Am
erican
Psychiatric
Association
, erging. Überzeugend erweist sich seine Beurteilung insbesondere auch hinsichtlich des Schlusses auf die Chro
nizität des Geschehens (
Urk.
6/80/41 f.), nachdem in den fachpsychiatrischen Unterlagen seit März 2015 durchgehend eine mittelschwere bis schwere depres
sive Episode dokumentiert ist (
Urk.
6/51/1, 6/54/15-16, 6/54/169
, 6/61/1
)
.
Begründet
erscheint
zudem der Schluss von
Dr.
O._
auf das Vorliegen einer Somatisierungsstörung gemäss ICD-10: F45.0 (
Urk.
6/80/41), wobei unerheblich ist, dass er diesbezüglich von
der
Diagnosestellung der behandelnden Psychiate
rin leicht abweicht (vgl.
Urk.
6/61/1), ist doch letztlich nicht die Diagnose, son
dern allein entscheidend, ob die Beschwerden zu einer ausgewiesenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_501/2008 vom 15. Juli 2008 E. 2.2.1 und 9C_166/2013 vom 12. Juni 2013 E. 4.2.2).
4.2.2
Was seine Einschätzung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit seit März 2015 infolge des depressiven Geschehens
anbelangt, steht diese in
Ein
klang mit sämtlichen
übrigen in
den
Akten liegenden fachpsychiatrischen Beur
teilungen (
Urk.
6/54/2, 6/54/169
, 6
/
54/301
-302
).
Zudem schloss sich die RAD-Ärztin
Dr.
B._
dieser Beurteilung an (
Urk.
6/88/8). Einzig
K._
erwog
in ihre
m Bericht vom
1
2.
September 2016 die Möglichkeit einer maximal 20-30%igen Tätigkeit in
behinderungsangepasster Tätigkeit an einem ruhigen Arbeitsplatz ohne Zeitdruck. Selbst in diesem Rahmen müsse jedoch aufgrund der
kognitiven Einschränkungen aufgrund
der depressiven Symptomatik mit quali
tativen Einschränkungen und verlangsamte
m
Arbeitstempo gerechnet werden (
Urk.
6/61/3), womit auch
diese
Beurteilung nicht auf eine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit aus medizinisch-theoretischer Sicht schliessen lässt.
Zwar ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen, dass eine
r psychischen
Stö
rung kein
Krankheitswert
im Sinne der Invalidenversicherung
zukommt, wenn sich das klinische Beschwerdebild einzig in Beeinträcht
igungen, welche von belastende
n
psychosozialen oder
soziokulturellen Faktoren herrühren, erschöpft
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_7
30/2008 vom 23. März 2009 E. 2). Hierauf aber lassen die Akten nicht schliessen.
Auch wenn
die Argu
mentation der Beschwerdegegnerin
, wonach die psychischen Beschwerden
erst
nach der Kündigung der Arbeitsstelle aufgetreten seien (
Urk.
2 S. 2), insofern als nicht offensichtlich unrichtig
erscheint
, als
der Beschwerdeführer gemäss Akten
lage
erst
seit
d
er
Kündigung seines Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin vom 1
6.
Februar 2015 (
Urk.
6/54/11)
nicht mehr arbeitete (vgl.
Urk.
6/54/140
) und die im März 2015 begonnene psychiatrische Behandlung bei
K._
(vgl.
Urk.
6/54/15) auf eine durch die Kündigung ausgelöste Krise hindeutet, so erweist sich das psychische Beschwerdebild des Beschwerdeführers aufgrund der medizinischen Aktenlage doch klarerweise
als ein verselbständigtes
psychi
sches
Leiden
.
So gilt es zunächst zu berücksichtigen, dass sich bereits in den
medizinischen Akten
zur Erstanmeldung, mithin während des laufenden Arbeitsverhältnisses
Hinweise auf eine allfällige depressive Komponente finden
lassen
(
vgl.
Urk.
6/10/1 mit der Unterd
iagnose einer depressiven Stimmungslage,
Urk.
6/21/17 mit dem Hinweis auf eine Stimmungskomponente)
. Mit Blick auf die Abgren
zung psychosozialer Umstände
vom versicherten Gesundheitsschaden erweist sich aber insbesondere die
Konsensb
eurteilung
im Gutachten der
A._
, wonach die gesundheitliche Einschränkung auch bei einem Wegfall der invaliditätsfremden Faktoren (fortgeschrittenes
Alter, mangelnde Sprachkompe
t
enz, niedriges Bildungsniveau und Problematik der beruflichen Eingliederung nach 30jährig
er Tätigkeit im gleichen Unterne
hmen) im Vordergrund stehen und einer Arbeitsfähigkeit entgegenstehen würde
n
(
Urk.
6/80/15), als unmissver
ständlich.
Diese in Kenntnis der sozialen Belastungen
durch die
Arbeitslosigkeit infolge Kündigung und
die
auslaufende
n
Taggelder (vgl.
Urk.
6/80/16) erfolgte ärztliche Beurteilung
lässt den Schluss auf ein im W
esentliche
n
psychosozial bedingtes und
durch die psychosozialen Umstände
aufrecht erhaltenes Beschwer
debild nicht zu. Zudem
weist die von
Dr.
O._
festgestellte Chronifizierung der depressiven Störung (
Urk.
6/80/41 f.)
ebenfalls deutlich
auf ein
verselbstän
digtes psychisches Leiden hin
.
Letztlich lassen auch die
übrigen im Recht liegen
den fachpsychiatrischen Berichte
nicht darauf schliessen, dass beim Beschwerde
führer im
Wesentlichen nur Befunde
vorliegen
, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Vielmehr sprechen sich sämtliche psychiatrischen Fach
personen dafür aus, dass beim Beschwerdeführer ein erhebliches medizinisches Substrat im Sinne eines durchwegs zumindest mittelgradig bis zumeist
schwer
gradig
depressiv
en Zustandsbildes vorliege
, ohne dass psychosoziale oder sozio
kulturelle Faktoren
als im Vordergrund stehend oder
als
von besonderer Bedeu
tung erwähnt
werden
(vgl.
Urk.
6/54/15-16, 6/51/3-5, 6/61/15).
Damit erweist sich das
Gutachten der
A._
auch hinsichtlich der psychiatri
schen Beurteilung als grundsätzlich beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grundlage.
Im Zusammenhang mit der Bemerkung
am Ende des Gutachte
n
s der
A._
, wonach es sich um eine andere Beurteilung einer im Wesentlichen unveränderten Situation handle (
Urk.
6/80/43),
ist
festzustellen, dass es sich dabei offensichtlich nicht um einen Vergleich mit der Situation
im
Mai 2014 handelt, sprach sich der Konsens unter
Ziff.
1 der Zusatzfragen doch explizit für eine erhebliche Ver
schlechterung des psychischen G
esundheitszustandes
im
Februar/März
2015 aus (
Urk.
6/80/19).
4.3
4.3.1
Steht somit aus medizinisch-gutachterlicher Sicht eine gesundheitliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen fest, gilt es nachfolgend die Rechtsfrage zu klären, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen der Gutachter mit der Prüfung der nach BGE 141 V 281 recht
s
er
heblichen Standardindikatoren auf eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG schliessen lassen (BGE
144 V E. 4.3,
143 V 418 E. 7).
Denn d
ie Anerken
nung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren
(vgl. nachste
hende E. 4.3.2
)
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen
. Diese mit BGE 143 V 418 auf sämtliche psychischen Leiden für anwendbar erklärte Rechtsprechung kommt auch im hier zu beurteilenden Fall zum Tragen
.
Für die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit sind
somit
systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas
tungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ande
rerseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).
4.3.2
Beim
mit
dem
Leitentscheid BGE 141 V 281
festgelegten
strukturier
ten, normati
ven Prüfungsraster (präzisiert in BGE 143 V 418 E. 5.2 und E. 8.1) sind
die funk
tionellen Auswirkungen eines Gesundheitsschadens mit
den folgenden
Stan
dardindikatoren vermehrt
zu gewichten, wobei den Umstän
den des Einzelfalls Rechnung zu
tragen ist (BGE 141 V 281 E. 4):
Unter die Kategorie
«
funk
tioneller Schweregrad»
fällt der Komplex
«
Gesundheits
schädigung
»
(E. 4.3.1) mit der Frage nach der Ausprägung der diag
noserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1; präzisiert in BGE 141 V 418 E. 5.2), dem Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder der Behandlungsresistenz (E. 4.3.1.2) und den Komor
biditäten (E. 4.3.1.3; präzisiert i
n BGE 141 V 418 E. 8.1), ausserdem der Komplex «
Persön
lichkeit»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressour
cen; E. 4.3.2) und der Komplex «Sozialer Kontext»
(E. 4.3.3). Unter der Kategorie
«
Konsisten
z»
(Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4) sind die gleichmässigen Einschränkungen des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und der behandlungs- und eingliederungs
-
anam
nestisch aus
gewiesene Leidensdruck (E. 4.4.2) relevant.
4.3.3
Die Überprüfung der Standardindikatoren gestützt auf das Gutachten der
A._
, welches noch vor der massgebenden Rechtsprechung (vgl. vorstehende E. 4.3.1 und 4.3.2)
erstellt wurde
und sich folglich nicht daran orientierten konnte, wie auch die übrige Aktenlage erlauben eine schlüssige Beurteilung der psychi
schen Beschwerden im Lichte der massgeblichen Indikatoren (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_74/2018 vom 25. Juni 2018 E. 4.2) und führen zu folgendem Ergebnis:
Zum Komplex
«
Gesundheitss
chädigung»
, insbesondere zum Indikator
«
Ausprä
gung
der diagnoserelevanten Befunde»
schlossen die beteiligten Gutachterperso
nen
gestützt auf die psychiatrischen Befunde von
Dr.
O._
auf das Vorliegen einer schwerwiegenden psychischen Störung (
Urk.
6/80/1
4
).
Mit Blick auf den Indikator
«
Be
handlungserfolg oder –
resistenz
»
ist dem Gutach
ten
der
A._
wie auch d
er übrigen Aktenlage
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
neben der wöchentlichen
Gesprächstherapie bei
K._
seit März 2015 medikamentös mit Antidepressiva behandelt wird (
Urk.
6/61/2-3), sich eine
r
mehr als zwei Monate
dauernden
stationären Behand
lung in der
Klinik
Z._
sowie
anschliessend
einer teilstationären Behandlung im Sanat
orium
L._
und
danach
eine
r
tagesklinischen Behandlung in der
p
sy
chiatrischen K
linik
M._
unterzogen
hat
(
Urk.
6/51, 6/61/13
), wobei er sich
stets kooperativ zeigte
(
Urk.
6/61/2). Der Konsens im Gutachten der
A._
ging folglich zutreffend davon aus, dass die bisherige psychiatrische The
rapie lege
artis
durchgeführt worden sei und die Kooperation des Beschwerdefüh
rers vorgelegen habe (
Urk.
6/80/17)
.
Dr.
O._
erachtete den Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers denn auch als «stabil schlecht» und nur unter sehr positiven Umständen im Rahmen einer intensivierten (stationären) Therapie
bei sehr engmaschiger Begleitung
als allenfalls verbesserbar (
Urk.
6/80/43).
Hinsicht
lich des Indikators
„
Komorbiditäten" erachteten die Gutachter zwar die internis
tischen Diagnosen als gut kompensiert, w
iesen aber im Zusammenhang mit
all
fälligen Wechselwirkungen auf die rheumatologischen Diagnosen hin (
Urk.
6/80/17)
.
Mit Blick auf den Komplex
«
Persönlichkeit»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönli
che Ressourcen) und
«
Sozialer Kontext»
, lässt sich
dem
Gutachten
der
A._
ent
nehmen, dass Dr.
O._
vor allem
der schweren depressiven Störung per se
ressourcenhemmende Wirkung beimass.
Zwar ist der Beschwerdegegnerin in die
sem Zusammenhang darin zuzustimmen (
Urk.
2 S. 2), dass die stabile Partnerbe
ziehung des Beschwerdeführers
gemäss Aktenlage
eine klare Ressource darstellt
(vgl.
Urk.
6/61/16, 6/80/16)
. Jedoch besteht gemäss
Dr.
O._
ein sozialer Rückzug mit Kontaktvermeiden (
Urk.
6/80/41).
Negativ wirkten sich zudem die sozialen Belastungen der Arbeitslosigkeit und das baldige Ende der Taggeldbe
rechtigung aus (
Urk.
6/80/16).
Auf eine massgebliche Restarbeitsfähigkeit lässt denn auch die Konsistenzprü
fung
nicht
schliessen, ergibt sich doch in Bezug auf den Indikator einer gleich
mässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbe
reichen (vgl. BGE 141 V 291 E. 4.4.1) aus den Akten, dass der Beschwerdeführer
nach dem Besuch der Tagesklinik zwar
regelmässig
etwas in der Stadt
isst
und versucht
, wenigstens noch zwei Stunden in der Stadt zu verweilen. Dies
jedoch lediglich, weil er, sobald er zu Hause sei, ins Bett g
ehe
,
was nicht gut sei
.
Zu Hause wolle er nur seine R
uhe
, schaue TV, könne aber keiner Sendung folgen. Deshalb habe er angefangen, Lego-Modelle zu bauen, woran er aber auch schei
tere, was ebenfalls Stress verursache (
Urk.
6/80/39). Aus diesem therapeutisch anmutenden Beschäftigungsversuch ein inkonsistentes Aktivitätsniveau ableiten zu wollen (vgl. diesbezügliche Argumentation der Beschwerdegegnerin, in:
Urk.
2 S. 2), trägt der Art
und Schwere
der gesundheitlichen Störung des Beschwerde
führers nicht Rechnung
.
So
lässt sich
den Akten
entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S. 2) auch keine
massgebliche Beteiligung des Beschwerdeführers an der Hausarbeit
entnehmen
: Gemäss Anamnese im rheuma
tologischen Teilgutachten der
A._
sei er einzig für die Entsorgung des Kar
tons zuständig und für das Mittagessen (
Urk.
6/80/29), welches er aber ja
– wie oben ausgeführt -
regelmässig in der Stadt einnimmt.
Auch sind den Akten, aus
ser dem Versuch, Lego-Modelle zu bauen und Mandalas zu malen, keine weiteren Aktivitäten im Bereich Freizeitgestaltung zu entnehmen. Ausser Besuchen bei der Tocht
er der Partnerin (
Urk.
6/80/39), welche wohl regelmässig in Begleitung der Partnerin erfolgen,
und ei
nem geplanten Besuch der
Eltern in Spanien, welche er seit über einem Jahr nicht mehr gesehen habe (
Urk.
6/80/39), finden sich in den Akten keine Hinweise auf weitere soziale Kontakte und damit einhergehende Aktivitäten, welche auf massgebliche Ressourcen schliessen liessen.
Letztlich fanden die Gutachter
auch
keinen Anhalt für Diskrepanzen oder ein inkonsistentes Verhalten (
Urk.
6/80/18).
Zusammenfassend bestätigt
die
Indikato
renprüfung
im Lichte der massgeb
lichen Aktenlage
, dass der Beschwerdeführer abgesehen von seiner Partnerschaft über keine massgeblichen Ressourcen verfügt, welche es ihm er
möglichten, die aus seiner schweren
depressiven Störung resultierenden
erheblichen
funktionellen Einschränkungen zu überwinden. Die
medizinisch-theoretische
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die
zuständigen Gutachter der
A._
und
durch
sämt
liche übrigen beteiligten psychiatrischen Fachpersonen
findet in der Prüfung der
massgebenden normativen Rahmenbedingungen Bestätigung.
4.4
Zusammenfassend
ist damit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der psychischen gesundheitlichen Einschränkungen auszugehen, wobei der Beginn des Wartejahres nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG auf den Zeitpunkt der Aufnahme der psychiatrischen Behandlung
bei
C._
am 1
1.
März 2015
und die
seither fachärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit
(vgl.
Urk.
6/54/2, 6/54/15 f., 6/54/169, 6/54/301-302) festzusetzen ist. Gemäss
Art.
28
Abs.
1
li
t
. b
in Verbin
dung mit
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG hat der Beschwerdeführer folglich ab
März 2016
Anspruch auf
eine ganze
Invalidenrente.
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gutzuheissen.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und
ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Entsprechend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Prozess
entschädigung von
Fr.
3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).