Decision ID: 8f1b4243-ac8f-4e53-9ae4-764cbe8c1664
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der im Jahr 1965 in
A._
geborene
X._
,
zuletzt
von
Juli 1997 bis
zur Geschäftsaufgabe im
Sommer 2004
Inhaber der mit der Aus
führung von Fugendichtungen be
fassten Einzelfirma
Y._
, X._
,
gewesen (Urk. 19), stürzte am
12. November 2001
bei der Arbeit
von einer Leiter
(Urk. 6/9/31-3
3
S. 1
) und
meldete sich am
23.
Mai 2003
unter Hin
weis auf zwei
seit diesem Ereignis
bestehende
Diskusherni
en
bei der Invaliden
versic
herung zum Rentenbezug an (Urk.
6/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) des Versicherten (Urk. 6/19) bei und holte
Berichte der behandelnden
Ärzte (Urk. 6/7, Urk.
6/17)
sowie
die Akten des Unfallversicherers (Urk. 6/9, Urk. 6/14-16)
ein. Überdies
nahm sie die
Buchhaltungsunterlagen (Urk. 6/11, Urk.
6/20)
zu den Akten und f
ührte eine Abklärung für
Selbständiger
werbende
(Urk. 6/
21)
durch
.
Gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 43 % verfügte die IV-Stelle a
m 11. Oktober 2005 (Urk. 6/34-56)
die
Zusprache
einer
Viertelsrente
mit Wirkung
ab 1.
November 200
2.
In teilweiser Gutheissung der
vom Versicherten
dag
egen erhobenen Einsprache (Urk.
6/77)
sprach sie
diesem
nach Durchführung einer erneuten Abklärung für
Selbs
tändigerwerbende
(Urk. 6/100)
mit
E
ntscheid vom 24. Mai 2007 (Urk.
6/103, vgl. auch Urk. 6/104-107) für die Zeit vom 1. April 2003 bis 30. September 2004 eine halbe Rente (Invaliditätsgrad 51 %) und ab 1. Oktober 2004 eine g
anze Rente (Invaliditätsgrad 88
%)
samt Zusatzrente für die in seinem Heimatland lebende
Ehefrau
und zwei Kinderrenten
zu
.
Im Rahmen eines im Mai 2009 von Amtes wegen
angehobenen
Revisionsver
fah
rens
(Urk.
6/111) zog
die IV-Stelle
wiederum einen IK-Auszug (Urk.
6/113)
bei, wogegen
sie beim
behandelnden Rheumatologen
keinen Bericht
erhältlich
machen konnte
(Urk
. 6/114, Urk. 6/116, Urk. 6/133 S.
2).
In der Folge
holte sie das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Allgemeine
Innere Medizin und
Rheumatologie
,
vom 6.
Apri
l 2011 (Urk.
6/125)
ein
. Nach
Durchführung des
Vor
bes
cheidverfahren
s
(
Vorbescheid vom 8. März 2012 [
Urk. 6/135
]
,
Einwand vom 26. April 2012 [
Urk.
6/140
]
) hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete ga
nze
R
ente mit Verfügung vom 24. April 2013 (Urk.
2) per Ende des der Zu
stellung der Verfügung folgenden Monats auf und entzog einer allfälligen da
gegen
gerichteten
Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
2.
Hiergegen
erhob der Versicherte
a
m
24.
Mai 2013
(Urk.
1)
Beschwerde
und be
antragte
die
Aufhebung
der
rentenaufhebenden
Verfügung vom 24. April 2013
sowie in
prozessualer Hinsicht
die
Zuerkennung
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
.
Die IV-Stelle schloss in
ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2013 (Urk.
5) auf Abweisung der
Beschwerde.
Nachdem sein Gesuch um Wie
derherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
mit Verfügung vom
1. Juli 2013 (Urk. 8)
abgewiesen
worden war, reichte der Beschwerdeführer
a
m
25. November und 13. Dezember 2013 (Urk. 10, Urk. 15) weitere Arztberichte
samt Übersetzungen
und
dazugehörigen
Rechnungen
(Urk.
11/1
-6, Urk. 16/1-9)
ein
und ersuchte um Erstattung
der ihm im Zusammenhang mit den in
A._
erfolgen
Untersuchungen entstandenen
Abklärungs- und Übersetzungsk
ost
en
von
insgesamt
EUR
4
8
0.--
.
Die Beschwerdegegnerin
verzichtete auf eine Stel
lungnahme
zu
diesen
Unterlagen
und lehnte
am 12. Dezember 2013 (Urk. 14) eine Kostenübernahme
ab. Dies wurde
dem Beschwerdefü
hrer am 17. Dezember 2013 (Urk.
18) zur Kenntnis gebracht
.
3.
Die Schweizerische Unfall
versicherung (SUVA)
als für das Ereignis vom 12. No
vember 2001 zuständiger Unfallversicherer
gewährte
X._
mit Verfügung vom 2. September 2003 (Urk. 6/16/2-
5
)
e
ine
E
ntschädi
gung
wegen
einer
Integritätse
inbusse von 5 %
und
eine
Invali
denrente
nach Mass
gabe einer
aus der Gegenüberstellung eines
Validenlohns
von Fr. 70'000.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 25'000.-- ermittelten
Erwerbsunfähigkeit von 65 %
ab 1. November 2003
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung sowie die die Rentenrevision betreffenden
rechtlichen Bestimmungen (Art.
28
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die In
validenversicherung [IVG], Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialv
ersicherungsrechts [ATSG], Art. 88a Abs. 1 und Art. 88
bis
Abs. 2
lit
.
a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV])
sind
in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2 S.
1)
zutreffend wiedergegeben. Darauf kann
,
mit
den nachfolgenden Ergänzungen,
verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des
Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003
E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich in der rentenaufhebenden Verfügung vom 24.
April
2013 (Urk. 2) auf den Standpunkt,
laut
dem
Gutachten von Dr.
Z._
habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verbessert.
Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung (April 2011) sei nicht mehr von einem dauerhaften Gesundheitsschaden
auszugehen,
welcher die Arbeitsfähigkeit we
sentlich beeinträchtige.
Insofern sei d
em Beschwerdeführer
die angestammte Tätigkeit
wieder
zu 100 %
zumutbar.
Daran
hielt
die Beschwerdegegnerin
im vorliegenden Verfahren
unter Verweis auf ihre Akten
fest (Urk. 5, Urk. 14).
2.2
Dagegen brachte der Beschwerdeführer
insbesondere
vor,
auf
die Expertise
von Dr.
Z._
könne nicht abgestellt werden, da
dieser
trotz entsprechendem Auftrag der Beschwerdegegnerin keine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) vorgenommen und ihn gar nicht richtig untersucht, sondern ihm ein
Zur
schau
s
tellen
der Beschwerden unterstellt und die früheren ärztlichen Erkennt
nisse diskreditiert habe (Urk. 1 S. 2 ff.).
A
nhand der von ihm
beigebrachten
Arztberichte
sei
ein organisches Korrelat für die geschilderten Beschwerden aus
gewiesen, zumal die Indikation für einen chirurgischen Eingriff bejaht worden sei (Urk. 10, Urk. 15).
3
.
3.1
Im Rahmen
der
erstmaligen Rentenprüfung
erachtete
der Regionale Ärztliche Dienst
(RAD)
der Beschwerdegegnerin
den Untersuchungsbericht
von
Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
vom 5. Mai 2003 (Urk. 6/9/9-11) als massgebend
(RAD-Stellungnahme vom 3. Dezember 2003 [Urk. 6/28 S. 2]). Darin
schloss
der SUVA
-Kreisarzt
diagnostisch auf ein
lumbovertebrale
s
und
lumboradikuläre
s
Syndrom linksbetont mit Belastungsintoleranz und Bewegungseinschränkung, welches sich
nach
dem
Leitersturz
vom 12. November 2001
mit Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) bei vorbestehenden Diskushernien L4/L5 und L5/S1 (vgl. Bericht des Stadtspitals
C._
betreffend
Computertomographie [
CT
]
der LWS auf Höhe L1 bis S1 vom 28. Mai 2002 [Urk. 6/9/23-24])
ausgebildet habe
.
Im angestammten Beruf sei – so
Dr.
B._
– eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
gerechtfertigt
.
F
ür
angepasste Tätigkeiten
entsprechend
dem von ihm
formulier
ten
Zumutbarkeitsprofil (leichte, wechselbelastende Tätigkeiten für den Rücken
,
stehend, gehend, sitzend in gleicher Aufteilung, ohne Zwangshaltung für den Oberkörper, wobei freie Gestaltung der Arbeit möglich sein sollte sowie ver
mehrte Pausen während der Arbeitszeit
,
Zusatzbelastung maximal 5 kg bis auf tischhoher Arbeitsfläche, Gehstrecken vereinzelt 50-100 m)
bestehe
eine
Ar
beitsfähigkeit von
min
destens 50 %
.
Kniende und kauernde Arbeiten seien dem Beschwerdeführer ebenso wenig zu
mutbar wie repetitives Bücken sowie Arbei
ten auf Leitern und Gerüsten, Überkopfarbeiten, schwere Arbeiten wie Pickeln,
Schaufeln, Bohren, Vibrationen (S. 2 f.).
Sodann führte die Beschwerdegegnerin z
ur Bemessung des Invaliditätsgrades am 6. Mai 2004
und 30. Mai 2006
je eine Abklärung für
Selbständigerwerbende
durch
(Berichte vom 28. Mai 2004 und 31. Mai 2006 [Urk. 6/21, Urk. 6/100])
, wobei sie anlässlich der zweiten Erhebung
anhand der Buchhaltungsunterlagen einen Invaliditätsgrad von 35 % (2002), 51% (2003) und 80 % (2004)
respektive
mittels
eines Betätigungsvergleichs
am Arbeitsplatz
eine behinderungsbedingte Einschränkung in
der
Tätigkeit als
Geschäftsinhaber
von insgesamt 88 %
er
mittelte
,
letztere
beruhend auf der Annahme, dass der Beschwerdeführer
im
an
teilsmässig mit 88 % veranschlagten Bereich "Betriebsleiterfunktion, Bauarbei
ten" einen vollständigen Ausfall verzeichne und
nurmehr
die
anteilsmässig mit 12 % gewichteten
administrativen Arbeiten
(Büro, Telefon, etc.) wahrnehmen könne.
Gestützt
darauf
sprach
sie dem Beschwerdeführer mit
Einspracheentscheid
vom 24.
Mai 2007 (Urk. 6/103-107) für die Zeit vom 1. April 2003 bis 30. September 2004 eine halbe Rente (Invaliditätsgrad 51 %) und ab
dem
1. Oktober 2004 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 88 %) zu.
Den Umstand, dass
dieser
eigenen An
gaben
zufolge
(Urk. 6/100 S. 2 f.
Ziff.
3.3) seine selbständige Erwerbstätigkeit bereits per Ende Juni 2004 aufgegeben hatte und damit die Voraussetzungen für die Ermittlung des Invaliditätsgrades anhand eines Betätigungsvergleichs
–
mit erwerblicher Gewichtung (ausserordentliche Methode; vgl. dazu BGE
128 V 29
)
–
dahingefallen waren (vgl. etwa
Bundesgerichts
urteil
9C_116/2012 vom 1
5.
März 2012 E. 3.2
), liess sie
dabei
ausser Acht
.
3.2
3.2.1
Der
r
entenaufhebende
n
Verfügung vom 24. April 2014 (
Urk. 2)
liegt
die
Exper
tise
von Dr.
Z._
vom 6. April 2011 (Urk.
6/125)
zugrunde
. Gestützt auf die ihm zur Verfügung gestellten Akten, die ambulante Untersuchung des Beschwerde
führers vom 4. April 20
11
sowie die Labor- und die Röntgenuntersuchungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (je stehend
ap
und lateral vom 4. April 2011) stellte
d
er
Rheumatologe
die folgenden Diagnosen
(S.
6):
mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
keine
ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfäh
igkeit:
12.
November 2001 Kontusion der Lendenwirbelsäule
c
hronisches Schmerzsyndrom des Rückens und der Beine, nicht aus
rei
chend somatisch abstützbar, diffuse Druckschmerzangabe, phasen
weise nicht
Myotom
-bezogene Kraftabschwächung der Beine, Schlaf
störungen, Müdigkeit
Übergewic
ht mit Body-Mass-Index von 28,6
kg/m2
a
namnestisch Reizmagen-Syndrom
I
n seiner Beurteilung (S. 6 ff.)
führte Dr.
Z._
unter anderem aus, insgesamt seien die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität aktuell höchstens partiell auf die objektivierbaren somatisch-pa
thologischen Befunde abstützbar. Hinweise auf eine psychosomatische oder psychiatrische Affektion seien nicht vordergründig und auch in der ihm vorlie
genden Dokumentation nicht erwähnt worden (S. 13 oben).
Spätestens ab dem Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung sei die Arbeitsfähigkeit – aus rein soma
tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt – für die vom Beschwerdeführer bisher ausgeübte berufliche Tätigkeit nicht mehr eingeschränkt. Für (Haushalts-)Ar
beiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne er keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr formulieren (S. 14 un
ten). Befragt zum Vorliegen einer Veränderung des Gesundheitszustandes seit der
Rentenzusprache
konstatierte Dr.
Z._
, er könne die in den früheren
Arztbe
richten
beschriebenen somatisch pathologischen Befunde wie den vom SUVA-Kreisarzt Dr.
B._
festgestellten Finger-Boden-Abstand sowie die von diesem genannten Bewegungseinschränkungen an Wirbelsäule und Hüfte unterdessen nicht mehr vollumfänglich bestätigen, womit eine Veränderung ausgewiesen sei (S. 16).
3.2.2
Im
Beschwerdev
erfahren
ergingen diverse
Arztberichte
samt Übersetzungen ins Deutsche
,
namentlich de
r
Bericht
von
Dr. med.
D._
vom 28. Mai 2013 betreffend
eine
M
agnetresonanz (M
R
)
-Untersuchung der LWS (Urk. 16/6)
, de
r
Bericht von Dr. med.
E._
vom 3. Juni 2013 (Urk. 16/2)
, de
r
Bericht von Dr. med.
F._
vom 12. Juni 2013 betreffend
eine
Elektroneuro
myographie
(
ENMG
)
der unteren Gliedmassen (Urk. 16/4)
und de
r
Bericht von Dr. med.
G._
vom 31. Juli 2013 (
Urk.
11/6)
. L
etzterer
erachtete
aufgrund der get
roffenen
Abklärungen
die Indikation für
eine chirurgische Be
handlung mittels
Laminektomie
in den Segmenten L3 bis S1 und
Arthrodese
als gegeben
.
4
.
4
.1
Der
von der Beschwerdegegnerin bestellte
Gutachter
Dr.
Z._
begründete seine Einschätzung vom 6. April 2011 (E.
3.
2
.1
)
zur Hauptsache
mit den
für eine kli
nisch-rheumatologische Untersuchung der Wirbelsäule typischen
Befundanga
ben
und
mit der
Feststellung,
die geklagten Beschwerden seien soma
tisch
pa
thologisch
nicht hinreichend
objektivierbar.
J
e
doch
initiierte er nebst den von ihm selber
angefertigten
konventionellen Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule
(vgl. Gutachten S. 4 f.)
keine weiteren bildgebenden/appar
ativen Abklärungen
,
ohne di
e Gründe
dafür
hinreichend klar namhaft zu machen.
Aufgrund der Ausführungen von Dr.
Z._
ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar, weshalb
er
auf ein Verlaufs-CT zur Bildgebung des Stadtspitals
C._
vom 28. Mai 2002 mit Dokumentation zweier Diskushernien L4/L5 und L5/S1 (Urk. 6/9/23-24)
und/oder eine Magnetresonanz (MR)-Untersuchung verzichtete.
Alsdann
sah sich
bei Erlass der angefochtenen Verfügung
a
uch die Beschwerdegegnerin nicht
dazu
veranlasst,
diesen im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
vom Be
schwerdeführer
am 26. April 2012 (Urk. 6/140 S. 2 oben)
gerügten
Umstand
nä
her
zu
beleuchten
.
I
n Nachachtung der RAD-Stellungnahme vom 24. Mai 2012 (Urk. 6/148 S. 1)
konstatierte sie diesbezüglich lediglich
, es seien keine neuen medizinischen Tatsachen geltend gemacht worden respektive es gebe keinen Grund, weshalb nicht auf das Gutachten von Dr.
Z._
abgestellt werden sollte.
Mit dieser pauschalen Formulierung
ist
jedoch
der sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör
(Art. 42 ATSG; Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [
BV
]
)
er
gebenden Begründungspflicht
(BGE 124 V 180 E.
1a, vgl. auch BGE
134 I 83 E.
4.1 mit Hinweisen)
nicht Genüge getan
.
Namentlich
wird daraus nicht er
sichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin die Forderung des Beschwerde
füh
rers nach einem Verlaufs-CT
für unzutreffend beziehungsweise unerheblich hält
.
4.2
Weitere
– auch bildgebende –
medizinische
Untersuchungen w
urden
schliesslich
auf Veranlassung des Beschwerdeführers im Zeitraum
von Mai bis Juli 2013
, mithin
zeitnah zur angefochtenen Verfügung
durchgeführt
(E. 3.2.2), wobei sich die
Beschwerdegegnerin
(Urk. 14)
nicht
näher
zu den
Ergebnissen
dieser
–
aus ihrer Sicht für die Beurteilung des Rentenanspruchs nicht
im Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG unerlässlichen –
Abklärungen
vernehmen
liess
.
Zwar beinhalten d
ie
vom Beschwerdeführer aufgelegten
Arzt
b
erichte
(E.
3.2.2
)
weder eine Auseinandersetzung mit der Expertise von Dr.
Z._
noch Angabe
n
zum beruflichen Leistungsvermögen des Beschwerdeführers.
Allerdings
werden
darin
objektive Befunde
benannt,
aufgrund derer sich nicht
rechtsgenüglich
ausschliessen lässt, dass
– wie
im von der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten Gutachten von Dr.
Z._
postuliert –
kein hinreichendes organisches Substrat für die
vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden vorliegt. Inso
fern bestehen
gewichtige Zweifel an der E
inschätzung von Dr.
Z._
in dem Sinne, als
ungewiss
erscheint
, ob
er
sämtliche objektiv wesentlichen Tatsachen berücksichtigte.
Folglich
kann
die Frage der
zumutbaren
Arbeitsfähigkeit
nicht
ohne Weiterungen im Sinne des Gutachtens von Dr.
Z._
entschieden
werden.
Hinzu kommt, dass die Begutachtung durch Dr.
Z._
bereits am 4. April 2011 und damit
gut zwei Jahre vor
Erlass der angefochtenen Verfügung
(24. April 2013)
stattfand, sodass
seine Einschätzung
nicht als zeitgerechte
medizinische Entscheidungsg
rundlage für
die Rentenaufhebung
gelten kann.
Dies gilt
hier
umso mehr, als
keine
weiteren
ärztlichen B
erichte
bei den IV-Akten
liegen,
die
den
der
Exploration
nachfolgenden
Zeitabschnitt bis
zum Verfügungserlass
do
kumentieren
.
Soweit die Beschwerdegegnerin im Revisionsverfahren trotz Mah
nungen keinen
aktuellen
Bericht
von
Dr.
H._
erhältlich machen konnte (
vgl.
Urk. 6/114, Urk. 6/133 S. 2), ist
darauf hinzuweisen
, dass
der behandelnde Rheumatologe
zur Auskunft
serteilung
verpflichtet ist und die ihm abgegebenen Formulare vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und der
Beschwerde
gegnerin
zuzustellen hat (Art. 28 Abs. 3 und Art. 29 Abs. 2 ATSG, Art. 6a Abs. 1 IVG),
ansonsten er
mit Busse bestraft werden kann (Art. 70 IVG in Ver
bindung mit Art. 88 des Bundesgesetzes ü
ber die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
[
AHVG
]
).
4.3
Zusammenfassend
erlaubt
die vorliegende Aktenlage
in medizinischer Hinsicht keine
abschliessende
Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers und ist ergänzungsbedürftig.
Demzufolge
ist die angefochtene Verfügung vom 24. April 2013 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese
die erforderlichen
medizinischen
Abklärungen
– allenfalls im Rahmen einer bi- oder polydisziplinären Begutachtung – vornehme
und hernach
über den Leistungsanspruch
des Beschwerdeführers
neu verfüge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5
.
5.1
Der Beschwerdeführer
beantragte
in seinen Eingaben vom 25. November und 13. Dezember 2013 (Urk. 10, Urk. 15)
die
Vergütung
der Kosten
für die
von ihm veranlassten medizinischen Abklärungen
samt Übersetzungen
im Gesamtbetrag von
EUR 480.--
gemäss den
von ihm vorgelegten Rechnungen vom 30. Mai,
12.
und
17. Juni 2013
(
Urk. 11/2, Urk. 11/5, Urk. 16/9)
durch die
Beschwerde
gegnerin
.
5.2
Nach dem Gesagten kommt den
fraglichen
Arztb
erichten
massgebende Bedeu
tung
für die Rückweisung der Sache an die
Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung zu.
Die entsprechenden,
masslich
unbestritten
geblieb
en
en
Kosten von
insgesamt
EUR 480.-- gehören somit zu den notwendi
gen
Expertenkosten
des
Beschwerdeführers
, welche die
Beschwerdegegnerin zu übernehmen hat (BGE
115 V 62;
Urteil des Bundesgerichts
9C_178/2010
vom 14. April 2010 E.
2
, publiziert in:
SVR 2011 IV Nr. 13 S.
35).
6.
6
.1
Die Ver
fahrenskosten im Sinne von Art. 69 Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
6
00.-- festzusetzen und
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens
–
die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu neuem Entscheid mit noch offenem Ausgang gilt als volles Obsiegen des Beschwerdeführers (BGE 137 V 57 mit Hinweisen) -
de
r Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
6
.2
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit §
34 Abs.
1 und
3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
(
GSVGer
) zu verpflichten, de
m
anwaltlic
h vertretenen Beschwerdeführer
eine Prozessentschädigung zu entri
chten, wobei ein Betrag von Fr.
2‘
1
00.-- als angemessen erscheint.