Decision ID: bdcf0761-054b-4f22-b915-e9cbee0258d8
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
F._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, Landstrasse 4, 9606 Bütschwil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
Die 1959 geborene F._ meldete sich am 9./19. Januar 1999 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich einer Rente, an. Sie sei Mutter zweier
Kinder (geb. 1981 und 1989) und 1994 in die Schweiz gekommen. Sie sei als Hausfrau
tätig und leide seit Jahren an Rücken- und Kreuzschmerzen, Müdigkeit,
Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Dr. med. A._, Arzt für Allgemeine Medizin FMH,
gab im Arztbericht vom 9. März 1999 (act. 6) an, es bestünden bei der Versicherten
eine arterielle Hypertonie, Adipositas, ein LWS-Syndrom, extrakardiale
Thoraxschmerzen und eine Depression. Es sei eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
50 % festzustellen, und zwar ab dem 23. August 1997. Nebst der Haushaltarbeit seien
der Versicherten noch vier bis fünf Arbeitsstunden pro Tag mit stark reduzierter
Arbeitsleistung zumutbar. Bei einer Abklärung an Ort und Stelle vom 12. Mai 1999
(act. 10) wurde im Haushalt eine Einschränkung von 30.5 % erhoben, die Versicherte
aber als voll Erwerbstätige betrachtet. Bei einer Abklärung durch das Spital Wattwil (mit
psychiatrischem Consilium) wurde gemäss dem Gutachten vom 6. Oktober 1999
(act. 18) eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten
festgestellt (im Wesentlichen wegen Adipositas und Hypertonie, spondylogenem
Syndrom, Assimilationsstörung). Die IV-Berufsberaterin stellte am 20. Dezember 1999
einen Einkommensvergleich zwischen einem Validen- und einem Invalideneinkommen
von je Fr. 17'484.-- an, das die Versicherte mit einer Erwerbsarbeit von 50 %
(gemischte Methode) erzielen könnte. Mit Verfügung vom 30. Mai 2000 (act. 31) wies
die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch um eine
Rente bei einer Einschränkung im Haushalt (spezifische Methode) von 30.5 % ab,
nachdem sie die Einwände von Dr. A._ vom 2. Mai 2000 verworfen hatte, wonach die
Versicherte auch im Haushalt zu mindestens 50 % arbeitsunfähig und die Depression
eher schlimmer geworden sei.
B.
B.a Am 11./20. Januar 2005 meldete sich die Versicherte erneut bei der
Invalidenversicherung an und beantragte Arbeitsvermittlung und eine Rente. Sie sei im
Mai 2004 an der Hand operiert worden. Seit 2003 sei sie als Raumpflegerin tätig
gewesen.
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B.b Der Arbeitgeberbescheinigung vom 28. Januar 2005 (act. 39) war zu entnehmen,
dass die Versicherte seit dem 24. Dezember 2003 für eine Arbeitszeit von zwei Stunden
pro Tag an sechs Tagen pro Woche angestellt sei und ihr letzter effektiver Arbeitstag
der 28. Februar 2004 gewesen sei. Gegenwärtig würde sie einen Stundenlohn von
Fr. 16.50 zuzüglich 8.33 % verdienen.
B.c Dr. A._ gab im Arztbericht vom 21. Februar 2005 (act. 42) bekannt, es lägen ein
Cervicobrachialsyndrom beidseits (seit Januar 2004), ein Karpaltunnel-Syndrom
beidseits, St. n. Spaltung carpi transversum links vom 08.03.2004 (seit Januar 2004),
eine Gonarthrose beidseits (seit Frühling 2003), eine Hypertonie (seit 1998), eine
Adipositas per magna (seit Jahren) und ein LWS-Syndrom (ebenfalls seit Jahren) vor.
Seit dem 5. März 2004 sei die Versicherte (in jeglicher Tätigkeit) zu 100 %
arbeitsunfähig. Mit einer Besserung sei nicht zu rechnen.
B.d In einem Verlaufsbericht vom 12. Oktober 2005 (act. 47) gab Dr. A._ an, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert. Es sei eine beginnende
Coxarthrose rechts dazugekommen. Die Schmerzen seien im Frühjahr 2005
aufgetreten. Wie schon am 21. Februar 2005 festgehalten, sei eine "100 %ige IV-
Rente" zu empfehlen, und zwar ab 1. Januar 2005. Dem beigelegten Bericht des
Spitals Wil vom 21. März 2005 war zu entnehmen gewesen, dass die Versicherte vom
3. bis 12. März 2005 dort hospitalisiert gewesen war. Dr. med. B._, Facharzt FMH
Orthopädische Chirurgie, hatte am 11. Mai 2005 von einer leichten Coxarthrose rechts
ohne Sekundärveränderungen berichtet. Die Versicherte habe auch Schmerzen im
rechten Kniegelenk angegeben.
B.e Am 8. November 2005 fand eine Abklärung an Ort und Stelle statt (act. 54). Die
Versicherte habe angegeben, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung wäre sie aus
finanziellen Gründen zu ca. 20 % erwerbstätig (wie in den knapp zwei Monaten ihrer
Erwerbstätigkeit ab 24. Dezember 2003). Sie sei auch nicht zur geringsten Verrichtung
in der Lage. Im Haushalt lebten nebst der Versicherten, ihrem Ehemann und den
beiden Söhnen auch die Schwiegertochter und der Enkel sowie die Schwiegermutter
der Versicherten. Die Schwiegertochter übernehme sämtliche Arbeiten im Haushalt. Die
Abklärungsbeauftragte hielt dafür, es sei eine Einschränkung um 9.18 % festzustellen.
Die Einschränkungen seien nicht im geltend gemachten Ausmass nachvollziehbar.
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B.f Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung befürwortete am
14. November 2005 eine MEDAS-Abklärung (act. 50), die in der Folge am
17. November 2005 veranlasst wurde.
B.g Im Gutachten vom 16. März 2007 (act. 61) gab die MEDAS Zentralschweiz als
Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit bekannt:
(erstens) chronische unspezifische Rückenschmerzen bei Adipositas, mittelschwer
fortgeschrittener Segmentdegeneration L2/3, L3/4 und L4/5, Dekonditionierung und
Fehlform und Fehlstatik der Wirbelsäule, (zweitens) Gonarthrose beidseits, vorwiegend
im medialen Kompartiment und (drittens) leichtgradige zentrale Coxarthrose beidseits.
Ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, aber von Krankheitswert seien ein
Ganzkörperschmerzsyndrom ohne adäquates somatisches Korrelat, die mangelnde
soziale Integration und eine arterielle Hypertonie. Als Raumpflegerin sei die Versicherte
lediglich zu 50 % arbeitsfähig, als Hausfrau zu 80 %. Behindert sei sie beim Heben und
Tragen von Lasten über 10 kg, bei repetitivem Bücken und Arbeiten in kauernder
Stellung sowie bei längerem Stehen und Gehen. Für körperliche Schwerarbeit sei sie
nicht geeignet. Eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei ihr theoretisch
zu 100 % zumutbar. Die Frage, ob es für die Versicherte zumutbar sei, eine
Schadenminderungspflicht zur Körpergewichtsreduktion auferlegt zu bekommen,
bejahten die Gutachter. Die Versicherte sei diesbezüglich allerdings völlig uneinsichtig
und zeige keinerlei Motivation und Verständnis. Medizin-theoretisch könne erwartet
werden, dass durch die Gewichtsreduktion die Arbeitsfähigkeit wesentlich und
nachhaltig verbessert werden könnte, doch erübrige sich bei den erwähnten
subjektiven Gegebenheiten die Beantwortung der Frage. Der RAD erachtete das
Ergebnis des Gutachtens als nachvollziehbar (act. 62).
B.h Mit Vorbescheiden vom 25. Mai 2007 stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten eine Abweisung der Ansprüche auf
berufliche Massnahmen und auf eine Rente in Aussicht. Der Rechtsvertreter der
Versicherten wandte am 25. Juni 2007 ein, der gesundheitliche Zustand der
Versicherten habe sich seit der Begutachtung erheblich verschlechtert. An der Hand
seien Nerven eingeklemmt, wegen der Kniegelenksarthrose könne sie nicht mehr gut
gehen. Ausserdem habe sie Herzprobleme und sei zuckerkrank. Sie könne den
Haushalt nicht allein bewältigen.
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B.i Am 9. Juli 2007 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle einen Anspruch auf
berufliche Massnahmen ab.
B.j Mit Verfügung vom 24. Juli 2007 wies sie auch einen Rentenanspruch ab. Anhand
der gemischten Methode bei einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 %
Haushalttätigkeit ergebe sich ein Invaliditätsgrad von insgesamt 9.35 %. Der
Einkommensvergleich zwischen einem Valideneinkommen von Fr. 9'607.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 8'687.-- zeige einen Ausfall von rund 10 % und im
Haushalt sei bei der Abklärung eine Einschränkung um 9.18 % festgestellt worden.
C.
C.a Gegen die Verfügung vom 24. Juli 2007 richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur.
Adrian Koller für die Betroffene am 14. September 2007 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei nach dem Ergebnis einer weiteren
Untersuchung eine Invalidenrente auszuzahlen, eventuell sei die Angelegenheit zur
Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, und es sei eine
Untersuchung über den aktuellen gesundheitlichen Zustand der Beschwerdeführerin
anzuordnen. Seit der Untersuchung bei der MEDAS habe sich der Zustand der
Beschwerdeführerin enorm verschlechtert (Einklemmung der Nerven an einer Hand,
starke Arthrose). Mit einem noch einzureichenden Bericht von Dr. A._ werde eine so
starke Verschlechterung nachgewiesen werden können, dass ein Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % vorliege. Sollte dieser Bericht nicht hinreichend sein, den
Invaliditätsgrad zu bestimmen, werde er mindestens neue Abklärungen erforderlich
machen.
C.b Am 17. September 2007 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen
Bericht von Dr. A._ vom 12. September 2007 eingereicht. Der Arzt hatte erklärt, der
Zustand der Beschwerdeführerin habe sich seit Herbst 2006 eindeutig verschlechtert.
Die Schmerzen im rechten Hüftgelenk und im linken Kniegelenk (diese stünden im
Vordergrund) seien deutlich intensiver. Es sei ein Konsilium beim Nachfolger von
Dr. B._, Dr. C._, vorgesehen. Das Gewicht betrage 101.3 kg. Seit mindestens
Herbst 2006 sei die Beschwerdeführerin sicherlich zu 100 % arbeitsunfähig.
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C.c Mit Eingabe vom 11. Oktober 2007 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
zwei weitere ärztliche Berichte zu den Akten gegeben. Dr. med. D._, FMH
Physikalische Medizin, hatte am 25. September 2007 berichtet, es lägen ein
chronisches Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen besonders
L2/3 und L4/5 und linkskonvexer Torsionsskoliose, eine Gonarthrose links mit
Periarthrosis genu medial, eine Gonarthrose rechts lateral (zurzeit nur wenig
Beschwerden), eine OSG-Arthrose links und ein CTS beidseits bei St. n. Operation
links vor. Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, gab im Arztbericht vom 1. Oktober 2007 bekannt, bei der
Diagnose einer Gonarthrose bds, links symptomatisch, sei eine kurzfristige
arthroskopische Sanierung zu empfehlen.
D.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. November 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der RAD habe am 26. Oktober
2007 dafürgehalten, es lägen keine objektivierbaren relevanten Befunde vor. Die
Schmerzzustände würden sich nicht durch ein medizinisches Korrelat erklären lassen.
Neue Abklärungen seien nicht angezeigt. Schon bei der MEDAS sei festgestellt
worden, dass die Beschwerdeführerin Schmerzen angebe, für die sich kein Korrelat
finden lasse. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin erwähne unter anderem
Handgelenksschmerzen, Dr. A._ aber nicht. Bei Dr. C._ habe die
Beschwerdeführerin auch noch über Sprunggelenks- und Rückenschmerzen geklagt.
Die stets ändernden Angaben würden das bei der MEDAS festgestellte
Ganzkörperschmerzsyndrom bestätigen. Eine Verschlechterung seit der Begutachtung
sei nicht nachgewiesen.
E.
In seiner Replik vom 4. Dezember 2007 bringt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin vor, deren Beschwerden seien grösser und die Arbeitsfähigkeit sei
erheblich mehr eingeschränkt als es die Auffassung der MEDAS und des RAD sei. Das
zeige der Bericht von Dr. A._ vom 12. September 2007, wo eine Zunahme der
Schmerzen im rechten Hüft- und im linken Kniegelenk attestiert worden sei. Aber auch
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die Beurteilungen von Dr. C._ vom 1. Oktober 2007 und von Dr. D._ vom
25. September 2007 zeigten die Beschwerden hinlänglich auf. Die Glaubwürdigkeit
dieser drei behandelnden Ärzte sei nicht geringer als jene der von der
Beschwerdegegnerin beauftragten Stellen. Die Beschwerden der Beschwerdeführerin
würden laufend gravierender. Die Beschwerdegegnerin gehe zu Recht vom
Einkommensvergleich aus. Die Einbusse mache mit Sicherheit mehr als 40 % aus. Die
Beschwerdeführerin könne ein Invalideneinkommen von Fr. 8'687.-- nicht erzielen.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 10. Dezember 2007 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügungen am 24. Juli 2007 entwickelt hat, sind die auf den 1. Januar
2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgelehnt. Über den Anspruch auf berufliche
Massnahmen hat sie eine - unangefochten in Rechtskraft erwachsene - ebenfalls
abweisende Verfügung erlassen. Die Beschwerdeführerin lässt Rentenleistungen
beantragen. Streitgegenstand bildet daher der allfällige Rentenanspruch. Ergäbe sich
allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage
stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die
Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht
der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
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Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
für eine Tätigkeit der versicherten Person von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen ihr noch zugemutet werden
können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34).
3.2 Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ist anlässlich einer MEDAS-
Abklärung im November 2006 umfassend untersucht worden. Dabei wurden die
Vorakten zur Kenntnis genommen, die anamnestischen Angaben der
Beschwerdeführerin erfragt und die geklagten Beschwerden berücksichtigt. Ausserdem
wurden die Befunde (allgemeine, Labor- und Röntgenbefunde) erhoben und es fanden
ein rheumatologisches und ein psychiatrisches Konsilium statt. Die sorgfältige
Begutachtung ergab, dass der Beschwerdeführerin körperlich leichte,
wechselbelastende Arbeit (theoretisch) zu 100 % zumutbar sei, Haushaltarbeit zu
80 %. Dieses Ergebnis ist überzeugend begründet. Die Einschätzung von Dr. A._,
welcher die Sachlage als behandelnder Arzt in erster Linie unter dem therapeutischen
Aspekt betrachtet und der geklagten Beschwerdesituation ein anderes Gewicht gibt als
die Gutachter, vermag dagegen nicht anzukommen.
3.3 Die Beschwerdeführerin wendet nun ein, seit der Begutachtung habe sich ihr
Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert. An der Hand seien Nerven
eingeklemmt und wegen der Kniearthrose sei sie beim Gehen eingeschränkt. Dr. A._
berichtete am 12. September 2007 von einer Verschlechterung des
Gesundheitszustands bezüglich des rechten Hüftgelenks und vor allem des linken
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Knies seit Herbst 2006. Indessen lässt sich dem Gutachten entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin bereits damals (unter anderem) über Hüft- und
Kniegelenksbeschwerden (auch das CTS wurde erkannt) geklagt hatte, die
entsprechend zum Gegenstand der Begutachtung gemacht und durch aktuelle
Röntgenaufnahmen (vom November 2006) abgeklärt wurden. Bereits damals hatte die
Beschwerdeführerin die höchste Schmerzintensität angegeben.
3.4 Dr. D._ beurteilte am 25. September 2007 aktuelle Röntgenbilder der Knie, der
LWS und des linken OSG, Dr. C._ diejenigen betreffend die Knie. Die beiden Berichte
geben keine Auskunft über eine allfällige Veränderung des Zustands seit November
2006 (einzig seit April 2004).
3.5 Inwiefern sich eine allfällige Beschwerdezunahme im linken Knie oder/und im OSG
auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit
oder auf die Arbeitsfähigkeit im Haushalt auswirkt, lässt sich aufgrund der Akten nicht
beurteilen. Weder Dr. D._ noch Dr. C._ haben entsprechende Einschätzungen
abgegeben. Die Frage kann allerdings hier offen bleiben. Denn für den Zeitraum, innert
welchem der Sachverhalt mit seinen allfälligen Veränderungen im vorliegenden
Verfahren massgeblich sein kann, ist eine objektive Verschlechterung im Vergleich zu
den begutachteten Zustand nach der Aktenlage nicht mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit anzunehmen.
3.6 Unabhängig von der Wahl der Methode der Invaliditätsbemessung lässt sich
demnach festhalten, dass die Einschränkung der zumutbaren Arbeitsleistung bei der
Beschwerdeführerin nicht so ausgeprägt ist, dass ein Ausmass erreicht würde, welches
einen Rentenanspruch begründen würde, ist die Beschwerdeführerin doch gemäss
dem Gutachten für körperlich leichte, wechselbelastende Arbeit zu 100 % und für
Haushaltarbeit zu 80 % arbeitsfähig und hatte sie unterdurchschnittlich verdient.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
bis
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Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG