Decision ID: c5f76a02-5f67-4da2-b0b6-12a24ec536e9
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog aufgrund einer angeborenen neurogen bedingten Myopathie mit einer
Atrophie insbesondere der beiden Oberschenkel (vgl. IV-act. 8) verschiedene
Leistungen der Invalidenversicherung. Mit einer Verfügung vom 23. Juli 2013 sprach
die IV-Stelle dem Versicherten einen Badezimmerumbau und ein Dusch-WC als
Hilfsmittel zu (IV-act. 263).
A.b Im Juni 2017 teilte der Versicherte der IV-Stelle telefonisch mit (IV-act. 313), dass
er einen Antrag auf ein zweites Dusch-WC stellen wolle. Das im Sommer 2013
eingebaute Dusch-WC sei durchschnittlich ein-, zweimal pro Jahr defekt. Die letzten
Reparaturen seien im Juni 2016 und im Dezember 2016 durchgeführt worden. Er sei
auch schon mal bei einem Defekt allein zuhause gewesen und habe sich nicht
weiterhelfen können. Deshalb wäre es für ihn sehr wünschenswert, wenn ihm für
Notfälle ein zweites Dusch-WC zur Verfügung stünde. Dieses würde er sich im
Eingangsbereich einbauen lassen, sodass er nicht immer den Treppenlift für den Gang
zur Toilette benutzen müsse. Am 20. Juni 2017 liess der Versicherte der IV-Stelle eine
Offerte für ein (zweites) Dusch-WC zugehen (IV-act. 316 f.). Die IV-Stelle beauftragte
am 24. Juli 2017 die SAHB mit einer Prüfung des Kostenvoranschlags (IV-act. 318). Am
15. August 2017 berichtete die SAHB (IV-act. 326), der Hilfsmittelbedarf des
Versicherten habe sich im Vergleich zur letzten Abklärung nicht verändert: Der
Versicherte könne keine Absätze überwinden und er benötige eine Liftfunktion oder
eine stabile Tischplatte, an der er sich hochziehen könne, um aus der Sitzposition
aufzustehen. Die Nasszelle im Erdgeschoss sei eher klein, weshalb der im Sommer
2013 bewilligte Umbau im ersten Obergeschoss durchgeführt worden sei. Der
Versicherte arbeite in einem Vollpensum, allerdings teilweise von zuhause aus. Beim
Arbeitgeber stehe ihm kein behinderungsgerechtes WC zur Verfügung. Der Versicherte
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befürchte Restriktionen der Arbeitgeberin, wenn er bauliche Anpassungen im Betrieb
beantrage. Er esse und trinke gezielt, um bei der Arbeit ohne Toilettengang
auszukommen. Die Argumentation des Versicherten, dass er für den Fall eines Defekts
der bereits eingebauten Anlage auf eine zweite Anlage müsse zurückgreifen können,
sei nachvollziehbar. Der Hersteller der Anlagen biete nämlich keinen Pikettdienst an,
der rund um die Uhr in Anspruch genommen werden könnte. Der Einbau einer zweiten
Anlage hätte zudem den Vorteil, dass der Versicherte nicht jedes Mal den Treppenlift
benutzen müsste, um die Notdurft zu verrichten. Grundsätzlich könne aber jeweils nur
ein Gerät pro Hilfsmittelziffer und Verwendungsbereich zur Verfügung gestellt werden.
Der Einbau einer zweiten Anlage könne vor diesem Hintergrund nicht als einfach und
zweckmässig qualifiziert werden. Der Einsatz eines (günstigeren) Aufsatzgerätes
komme nicht in Frage, weil der Versicherte mit einem solchen Behelf nicht zurecht
kommen würde. Letztlich könne nur die IV-Stelle unter Berücksichtigung aller Fakten
die Frage beantworten, ob „in einem Spezialfall ohne Präjudiz“ eine zweite Anlage
bewilligt werden könne. Jedenfalls seien die vom Versicherten eingeholten Offerten –
abgesehen vom Aufwand für das Streichen der Decke – als angemessen zu
qualifizieren, weshalb eine entsprechende Kostengutsprache erteilt werden könnte.
A.c Mit einem Vorbescheid vom 5. September 2017 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit (IV-act. 328), dass sie die Abweisung seines Gesuchs um eine
Kostenvergütung für den Badezimmerumbau im Erdgeschoss vorsehe. Zur
Begründung führte sie an, die Finanzierung eines zweiten Badezimmerumbaus sei nicht
einfach und zweckmässig. Dass Hilfsmittel einmal defekt und für eine kurze Zeit nicht
benutzbar seien, müsse leider in Kauf genommen werden. Am 10. Oktober 2017
machte der Versicherte geltend (IV-act. 336), das umgebaute WC befinde sich nicht im
ersten, sondern im zweiten Obergeschoss. Das eingebaute „VarioClo“ sei im Schnitt
viermal (gemeint wohl: pro Jahr) defekt. Die Reparatur dauere im Schnitt drei
Arbeitstage, über die Feiertage entsprechend länger. Der Sanitär im Dorf könne das
„VarioClo“ nicht reparieren. Der Hersteller beschäftige nur einen Techniker für die
ganze Schweiz. Der Versicherte vermeide Toilettengänge während der Arbeit. Er nehme
seine einzige Mahlzeit abends zuhause ein, damit er dann dort zur Toilette gehen
könne. Deshalb müsse diese dann auch zu 100 Prozent funktionieren. Der Treppenlift
sei im Schnitt einmal pro Jahr defekt. Am 3. November 2017 forderte die IV-Stelle den
Versicherten auf (IV-act. 338), allfällige Belege für Reparaturkosten einzureichen und
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anzugeben, ob er allenfalls die Kosten teilweise selbst bezahlt habe, wie er den
Toilettengang bei einem Defekt durchführe, ob die Defekte jeweils die
Höhenverstellung oder das Dusch-WC selbst beträfen, ob bei einem Defekt die
Reinigung oder der Transfer nicht gewährleistet sei und ob ein Familienangehöriger
helfen könne, wenn das Dusch-WC defekt sei. Der Versicherte gab am 9. November
2017 an (IV-act. 339), die Reparaturkosten würden nicht jedes Mal in Rechnung
gestellt. Selbst die beiden Rechnungen aus den Jahren 2016 entsprächen nicht dem
tatsächlichen Aufwand. Im Juni 2016 sei beispielsweise die gesamte elektronische
Steuerung ersetzt worden, ohne dass dies verrechnet worden wäre. Zudem seien
kostenlos zwei Handteile abgegeben worden, die benötigt würden, um die
Höhenstellung zu bedienen. Das habe zwei Gründe: Zum einen sei das Handteil nicht
zum ersten Mal ausgefallen (ein solcher Ausfall verunmögliche die Benutzung des WC),
zum anderen könne der Hersteller eine zeitnahe Reparatur bei einem weiteren Ausfall
nicht sicherstellen. In der Regel fielen die Höhenverstellung und das Dusch-WC nicht
gleichzeitig aus. Die Höhenverstellung falle häufiger aus. Jeder Ausfall der
Höhenverstellung oder des Dusch-WC verunmögliche die Benutzung des WC. Eine
Mithilfe der Familienangehörigen falle nicht in Betracht, denn teilweise (z.B. dieses
Wochenende, ab Freitagmittag) sei er allein zuhause. Die _ Jahre alte Tochter sei nur
1,57m gross und habe nicht die Kraft, ihn auf das WC zu setzen oder vom WC
aufzustellen. Die Ehefrau habe das früher (vor Jahren) noch bewerkstelligen können.
Nun leide sie aber an behandlungsbedürftigen Rückenbeschwerden. Hinzu komme,
dass seine Ehefrau ihm zwar „s’Füdli putze“, aber nicht gleichzeitig auch seinen
Oberkörper fixieren könne, was aber notwendig wäre, damit er nicht von der WC-
Schüssel auf den Boden falle. Einmal habe der Hersteller des Dusch-WC sehr schnell
reagiert: Innerhalb von Stunden sei ein Servicetechniker vor Ort gewesen. An einem
Wochenende oder über die Feiertage hätte das natürlich nicht so schnell funktioniert.
Am 17. November 2017 gab der Hersteller des Treppenlifts auf eine telefonische
Anfrage der IV-Stelle an (IV-act. 347), normalerweise dauere eine Reparatur zwei bis
drei Arbeitstage, da für die ganze Schweiz nur ein Techniker zur Verfügung stehe. Bei
einem Defekt müsse die Feuerwehr aufgeboten werden. In den Jahren 2014–2017 sei
der Treppenlift des Versicherten jedes Jahr einmal defekt gewesen. Zudem sei jährlich
ein grosser Service durchgeführt worden. Mit einer Verfügung vom 5. Dezember 2017
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-act. 350). Zur Begründung führte sie
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an, sie könne keinen zweiten Badezimmerumbau finanzieren, nur um jede Eventualität
abzudecken. Das vorhandene Dusch-WC funktioniere die meiste Zeit. Der Versicherte
beziehe eine Hilflosenentschädigung, mit der er die nur wenige Tage pro Jahr
notwendige Dritthilfe finanzieren könne.
B.
B.a Am 26. Januar 2018 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer)
eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 5. Dezember 2017 erheben (act. G 1). Sein
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und eine
Kostengutsprache für den beantragten Umbau der Dusch-WC-Anlage. Zur Begründung
führte er an, der Beschwerdeführer habe nachweislich belegen können, dass die
Dusch-WC-Anlage und der Treppenlift immer wieder einmal defekt seien. Eine
Reparatur sei jeweils nicht sofort, sondern nur innerhalb von zwei, drei Arbeitstagen
möglich. In dieser Zeit müsse der Beschwerdeführer selbstverständlich trotzdem seine
Notdurft verrichten. Eine Dritthilfe zu organisieren sei schwierig, da der Toilettengang
nicht „detailliert geplant“ werden könne. Die Tochter sei aufgrund ihrer körperlichen
Konstitution nicht in der Lage, die notwendige Hilfe zu leisten. Auch die Ehefrau sei
dazu nicht mehr fähig, da sie unter Rückenbeschwerden leide. Die örtliche Spitex sei
wohl kaum in der Lage, jeweils kurzfristig jemanden für die Hilfe bei der Verrichtung der
Notdurft zu entsenden. Praktisch könne der Beschwerdeführer also nicht rechtzeitig
eine Dritthilfe organisieren, weshalb er auf eine Ersatz-Dusch-WC-Anlage angewiesen
sei.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 2. März 2018
die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, angesichts
der „raren Einzelfälle“ eines Defekts der vorhandenen Dusch-WC-Anlage rechtfertige
sich der Einbau einer zweiten Anlage zum Vorneherein nicht. Der Beschwerdeführer
könne seinen Urin mittels einer Urinflasche abführen, wie er das gemäss seinen
eigenen Angaben in der Nacht ohnehin tue. Für den selteneren Stuhlgang könne er in
erster Linie die Hilfe seiner Ehefrau und seiner beiden Kinder in Anspruch nehmen. Es
sei nicht plausibel, dass die Ehefrau dafür wegen der geltend gemachten
Rückenprobleme ungeeignet sei, da eine solche Hilfestellung ja nur eine seltene
Ausnahme bilde. Die Ehefrau beziehe keine IV-Rente und sie habe sich zudem für das
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Jahr 2016 eine Betreuungsgutschrift für ihren Ehegatten anrechnen lassen und sich
auch für das Jahr 2017 für eine Betreuungsgutschrift angemeldet. Die Tochter sei
immerhin 1,57m gross. Es sei nicht ersichtlich, weshalb sie nicht in der Lage sein sollte,
ihrem Vater zu helfen. Der Sohn sei wohl am besten für die Hilfestellung geeignet. Der
Stuhlgang sei bis zu einem gewissen Ausmass planbar. Das zeige ja bereits der
Umstand, dass der Beschwerdeführer während der Arbeit Toilettengänge vermeiden
könne. Die Abgabe eines zweiten Dusch-WC wäre offensichtlich nicht einfach und
zweckmässig.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 22. Mai 2018 an seinen Anträgen festhalten (act. G
8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 9 f.).

Erwägungen
1.
Laut dem Art. 21 Abs. 2 IVG hat eine versicherte Person, die infolge ihrer Invalidität für
die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die
Selbstsorge kostspielige Geräte benötigt, im Rahmen der Hilfsmittelliste im Anhang zur
HVI einen Anspruch auf eine Vergütung der Kosten durch die Invalidenversicherung.
Jene Hilfsmittelliste umfasst WC-Dusch- und WC-Trockenanlagen, allerdings nur unter
der Voraussetzung, dass die versicherte Person ohne einen solchen Behelf nicht zur
„Durchführung der betreffenden Körperhygiene“ fähig ist (Ziff. 14.01 Anh. HVI). Gemäss
der formell rechtskräftigen und damit für die Parteien und für das Gericht verbindlichen
Verfügung vom 23. Juli 2013 erfüllt der Beschwerdeführer sämtliche Voraussetzungen
für die Abgabe einer Dusch-WC-Anlage durch die Invalidenversicherung. Den
Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet vor diesem Hintergrund allein die
Frage, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf die Abgabe einer zweiten Dusch-
WC-Anlage hat.
2.
2.1 Gemäss dem Art. 2 Abs. 4 HVI besteht nur ein Anspruch auf Hilfsmittel in einer
einfachen, zweckmässigen und wirtschaftlichen Ausführung. Das bedeutet, dass nur
die Kosten jener Hilfsmittel zu vergüten sind, die bloss jene Funktionsanforderungen
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abdecken, die zur Erfüllung des invalidenversicherungsrechtlichen Zwecks notwendig
sind. Eine – unzulässige – Luxusversorgung liegt also dann vor, wenn ein Hilfsmittel im
Hinblick auf die Kompensation einer ausgefallenen Körperfunktion nicht mehr leistet als
ein anderes, billigeres Hilfsmittel, seine Funktion aber viel angenehmer, bequemer oder
sonstwie „luxuriöser“ erfüllt. Die Abgabe von zwei identischen Hilfsmitteln (z.B. je eines
Rollstuhls für zuhause und für die Schule oder den Arbeitsplatz) kann nicht ohne
Weiteres als eine Luxusversorgung qualifiziert werden, denn unter bestimmten
Umständen kann auch eine einfache und zweckmässige Hilfsmittelversorgung die
doppelte Abgabe eines bestimmten Hilfsmittels erfordern. Entscheidend ist, ob die
Abgabe des fraglichen Hilfsmittels in einer doppelten Ausführung notwendig ist, um die
leistungsspezifische Invalidität zu kompensieren (vgl. dazu auch den Entscheid IV
2016/196 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 24. Januar 2018, E. 1.2). Das
Bundesgericht hat es zwar in seinem Entscheid BGE 134 I 105 als zulässig erachtet, für
einen minderjährigen Versicherten insgesamt drei Hausumbauten als Hilfsmittel zu
finanzieren, nämlich am Haus der Mutter, an der Schule und am Haus des von der
Mutter getrennt lebenden Vaters, den der Versicherte alle zwei Wochen und zum Teil
während den Ferien besucht hat. Ein derart weitgehender Anspruch auf
(verhältnismässig teure) Hilfsmittel lässt sich aber mit dem Sinn und Zweck des IV-
Hilfsmittelrechts nicht rechtfertigen. Das Urteil des Bundesgerichtes muss vor diesem
Hintergrund als ein Fehlentscheid qualifiziert werden, dem keine praxisbildende
Bedeutung zukommen kann. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen prüft
Gesuche um die Abgabe von Hilfsmitteln in mehrfacher Ausführung strikt anhand der
massgebenden (selbstverständlich verfassungskonform interpretierten)
Gesetzesbestimmungen (vgl. dazu etwa den Entscheid IV 2016/196 vom 24. Januar
2018, E. 3).
2.2 Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, bei seinem Arbeitgeber stehe ihm
kein Dusch-WC zur Verfügung. Er befürchte Repressalien, wenn er den Einbau eines
Dusch-WC beim Arbeitgeber beantrage. Um den Gang zur Toilette beim Arbeitgeber
vermeiden zu können, müsse er seine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme gezielt
steuern. Das funktioniere aber nur, wenn er zuhause über ein jederzeit
funktionstüchtiges und gut erreichbares Dusch-WC verfüge. Diese Argumentation
überzeugt nicht. Ein Dusch-WC für den Arbeitsplatz (beim Arbeitgeber) würde von der
Invalidenversicherung abgegeben und finanziert. Für den Arbeitgeber würden keine
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Kosten anfallen, weshalb auch keine Repressalien zu befürchten sind, die ohnehin
gegen die gesetzliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers (Art. 328 OR) verstossen
würden. Mit einem Dusch-WC am Arbeitsplatz (beim Arbeitgeber) könnte der
Beschwerdeführer nicht nur seine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme freier
gestalten. Für den (eher seltenen) Fall eines Ausfalls des Dusch-WC oder des
Treppenlifts zuhause stünde ihm damit sogar noch eine Ausweichmöglichkeit offen,
denn er könnte seine Notdurft am Arbeitsplatz verrichten. Zudem dürften die
Erwartungen des Beschwerdeführers betreffend die nötige Zeitspanne bis zur
Reparatur eines allfälligen Defekts des Treppenlifts oder des Dusch-WC zu
pessimistisch sein. Zwar verfügen offenbar beide Hersteller nur über je einen Service-
Techniker für die ganze Schweiz, aber das bedeutet nicht, dass bis zur Reparatur
immer mindestens zwei bis drei Arbeitstage vergehen würden. Der Beschwerdeführer
hat ja selbst bewiesen, dass der Hersteller mit einer entsprechenden Intervention dazu
gebracht werden kann, den Service-Techniker noch am selben Arbeitstag zu
entsenden. Zusammenfassend besteht also entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers keine unbedingte Notwendigkeit, zuhause jederzeit auf ein
funktionierendes Dusch-WC zugreifen zu können. Die Zusprache eines zweiten Dusch-
WC als „Backup“ für den Notfall kommt vor diesem Hintergrund nicht in Frage. Die
angefochtene Verfügung erweist sich damit im Ergebnis als rechtmässig.
3.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind dem
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen; sie sind durch den von ihm geleisteten
Kostenvorschuss gedeckt. Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung.