Decision ID: be3b99b9-ea72-563b-9be9-85bef5bf8744
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, Rorschacher Strasse 107,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 14. Oktober 2010 zum Bezug einer IV-Rente an (IV-act. 1).
Er gab an, seit ca. Januar 2010 an "psychischen und allgemeinen gesundheitlichen
Problemen" zu leiden. Beigelegt war ein Arztzeugnis der Hausärztin, Dr. med. B._,
Fachärztin für Allgemeine Medizin FMH, welches den Versicherten vom 1. -
31. Oktober 2010 zu 100% arbeitsunfähig schrieb (IV-act. 2-3). Am 29. Oktober 2010
nahm eine Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes Ostschweiz (RAD) telefonisch
Kontakt mit der Hausärztin des Versicherten auf. Die Hausärztin gab an, der
Versicherte leide an einer depressiven Episode, einer Burn-out Symptomatik und einer
arteriellen Hypertonie. Er sei vom 6. September bis 2. Oktober 2010 in der Klinik Gais
stationär behandelt worden. Die reduzierte psychische und körperliche Belastbarkeit
schränke den Versicherten in seiner Arbeitsfähigkeit ein. Medizinisch-theoretisch seien
einfache Hilfsarbeiten in einem wohlwollenden Arbeitsumfeld, ohne Nacht- und
Schichtarbeiten, zu 100% zumutbar. Der Versicherte wolle arbeiten und suche eine
Stelle (IV-act. 23).
A.b Im Eintrittsbericht der Klinik Gais vom 28. September 2010 war die Diagnose einer
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) festgehalten worden. Die
Auffassungsgabe und Gedächtnisleistung seien leicht, die Konzentrations- und
Merkfähigkeit mittelgradig gestört. Die Denkprozesse seien leicht gehemmt,
verlangsamt und etwas umständlich (IV-act. 23-4). Im provisorischen Austrittsbericht
hatten die Ärzte eine neurologische Leistungsabklärung empfohlen (IV-act-23-6).
A.c Dem Fragebogen für Arbeitgebende (IV-act. 27) ist zu entnehmen, dass der
Versicherte am 26. Mai 2010 seinen letzen effektiven Arbeitstag bei der C._ AG
gehabt hatte. Das Arbeitsverhältnis endete per 31. Dezember 2010.
A.d Am 29. November 2010 wurde der Versicherte in der Klinik für Neurologie am
Kantonsspital St. Gallen untersucht. Die Ärzte berichteten, beim Versicherten hätten
sich aus neuropsychologischer Sicht insgesamt mittelschwere bis schwere kognitive
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Funktionsstörungen mit Beeinträchtigungen in sämtlichen geprüften Bereichen gezeigt.
Im Vordergrund stünden Defizite im Arbeitstempo und in der Aufmerksamkeit sowie im
Bereich Lernen und Gedächtnis. Art und Ausmass der kognitiven Beeinträchtigungen
seien nicht allein durch eine Depression erklärbar, weshalb eine dementielle
Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden könne. Im
emotionalen Bereich hätten sich Hinweise für schwere depressive Symptome ergeben.
Möglicherweise seien aktuell die Kriterien einer Major Depression erfüllt. Ein
Behandlungsversuch im stationären Setting scheine auch aufgrund der bejahten
Suizidabsicht sinnvoll. Aus neurologischer Sicht sei keine Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-
act. 31).
A.e Am 7. Januar 2011 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass aufgrund seines
Gesundheitszustandes derzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien (IV-
act. 40).
A.f Die Taggeldversicherung, die bis dahin Leistungen an den Versicherten
ausgerichtet hatte, veranlasste eine vertrauensärztliche Abklärung. Der Versicherte
wurde am 2. Februar 2011 durch Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, untersucht (IV-act. 47-21). Dabei wurden diverse Tests
durchgeführt. Dr. D._ hielt fest, der Versicherte sei bewusstseinsklar und abgesehen
von Datenproblemen allseits orientiert gewesen. Im formalen Denken sei er leicht
sprunghaft, mit Verdacht auf Konfabulationstendenzen, gewesen. Es hätten sich keine
Hinweise auf eine Selbstgefährdung ergeben, obwohl Selbstmordgedanken während
der Arbeit in der letzten Firma und unmittelbar nach der Krankschreibung bejaht
worden seien. Im Aufmerksamkeits-Belastungs-Test habe die erhobene
Sorgfaltsleistung im Durchschnittsbereich gelegen, die Konzentrationsleistung sei
deutlich unterdurchschnittlich gewesen. Im Intelligenztest habe der Versicherte einen
IQ-Wert von 75 Punkten erreicht. Die Tatsache, dass der Versicherte über Jahre
hinweg zu 100% gearbeitet habe und harmonische Familienverhältnisse pflege, zeige,
dass er in wohlwollender Umgebung und ohne geistige und emotionale Überforderung
nicht nur funktionieren, sondern eine konstante Arbeitsleistung erbringen könne. Die
gesamte Situation an seinem letzten Arbeitsplatz habe eine intellektuelle und
emotionale Belastung bedeutet, so dass es im Rahmen einer Anpassungsproblematik
zu einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion gekommen sei. Bei der
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Behandlung in der Klinik Gais sei es zu einer deutlichen Rückbildung der depressiven
Symptome gekommen, so dass der Versicherte anlässlich der aktuellen Untersuchung
keine depressiven Symptome mehr aufgewiesen habe. Die Arbeitsunfähigkeit von
100% könne bestätigt werden. Sobald der Versicherte professionelle Hilfe für die
Stellensuche erhalte, könne von einer 100%igen Vermittelbarkeit ausgegangen werden.
Tätigkeiten mit hohen intellektuellen Anforderungen und hohen Anforderungen an die
geistige Flexibilität sowie Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die psychische
Belastbarkeit seien für den Versicherten nicht geeignet. Bei einer konsequenten
Weiterführung der antidepressiven Psychopharmakotherapie sowie stützenden
hausärztlichen Gesprächen sei mit dem Erhalt der vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen
(IV-act. 47-26). Eine demenzielle Entwicklung könne nicht bestätigt werden, deshalb sei
eine weiterführende Abklärung nicht notwendig.
A.g Am 2. Mai 2011 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass er Anspruch auf
Arbeitsvermittlung habe. Dazu sei am 23. April 2011 eine gemeinsame Zielvereinbarung
getroffen worden (act. 57). Am 2. Mai 2011 startete der Versicherte einen
Arbeitsversuch in der E._ GmbH mit einem Pensum von 50% für sechs Monate, der
dann bis Dezember 2011 verlängert wurde (vgl. act. 75, 76-5). Im Schlussbericht über
die Integrationsmassnahme war vermerkt, die geschätzte Leistungsfähigkeit liege im
geschützten Rahmen bei 80%. Wenn es um Stückzahlen gehe, mache sich der
Versicherte Druck und er wirke nervös. In der Produktion im 1. Arbeitsmarkt komme
der Versicherte wohl eher an seine Grenzen (IV-act. 86).
A.h Am 9. August 2011 wurde der Versicherte erneut in der Klinik für Neurologie am
Kantonsspital St. Gallen untersucht (IV-act. 74). Im Bericht wurde festgehalten, die
durchgeführten Tests hätten ein sehr unausgeglichenes Leistungsvermögen mit
durchschnittlichen, leicht, mittelschwer bis schwerst gestörten Befunden gezeigt. Aus
neuropsychologischer Sicht stehe für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die
verminderte psychophysische Belastbarkeit im Vordergrund. Eine Leistungsfähigkeit
von mehr als 50% dürfte nicht gegeben sein.
A.i Am 30. Januar 2012 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass er nicht weiter durch
die IV, sondern nur noch durch das RAV bei der Stellensuche unterstützt werde (IV-
act. 96).
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A.j Zwecks Rentenprüfung wurde im April 2012 eine medizinische Abklärung in die
Wege geleitet (IV-act. 114). Der Versicherte wurde am 6. Juni 2012 von Dr. med. F._,
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, untersucht (IV-act. 122). Der Gutachter
diagnostizierte:
"- Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastung und psychoemotionale Störung im
Rahmen einer misslungenen Anpassung (ICD-10: F43.2)
- Neurasthenische Leistungsminderung (ICD-10: F48.0)
- Selbstlimitierung (ICD-10: F48.9)" (IV-act. 122-11).
Nach der Hamilton-Depressions-Skala liege aktuell kein depressives Syndrom vor. Der
Mehrfachwahl-Wortschatz-Intelligenztest habe eine sprachgebundene Intelligenz von
70 ergeben. Dieser Befund kontrastiere deutlich mit der vergleichsweise guten
Sprachkompetenz in der ausführlichen Befunderhebung, was ein möglicher Hinweis für
eine negative Antwortverzerrung sei (IV-act. 122-9). Im Kurztest zur Messung des
Arbeitsgedächtnisses habe der Versicherte beim Testteil Arbeitsgeschwindigkeit Werte
im Bereich sehr niedrig und im Testteil Gedächtnisspanne Werte im Bereich niedrig
gezeigt. Insgesamt hätten sich mehrfach Zweifel an den vorgetragenen und
demonstrierten Beschwerden ergeben. Ein erheblicher Teil der Beschwerden müsse
daher dem Bereich der funktionellen Störungen zugerechnet werden. Es könne von
einem stabilen Gesundheitsschaden ausgegangen werden. Näherungsweise sei der
Beginn des stabilen Gesundheitsschadens auf März 2012 festzulegen. Die
medizinischen Behandlungsmöglichkeiten müssten als ausgeschöpft bezeichnet
werden, da keine weitere Behandlungsmöglichkeit benannt werden könne, welche mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer fähigkeitsrelevanten Besserung der
Gesundheitsstörung führen könnte. In einer angepassten Tätigkeit – einfache
Anlerntätigkeit, geregelte Arbeitszeiten, Gelegenheit zu Pausen – sei der Versicherte zu
65% arbeitsfähig (IV-act. 122-13).
A.k Mit Vorbescheid vom 26. Juli 2012 kündigte die IV-Stelle an, sie werde das
Rentengesuch des Versicherten bei einem IV-Grad von 32% ablehnen. In einer
leidensadaptierten Tätigkeit sei der Versicherte zu 65% arbeitsfähig (IV-act. 131).
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A.l Am 20. September 2012 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter
einwenden, die Hausärztin halte ihn in Kenntnis des Gutachtens nach wie vor in
jeglichen Tätigkeiten nur als zu 50% arbeitsfähig. Die Hausärztin sei besser geeignet,
eine Beurteilung über die Arbeitsfähigkeit abzugeben, da sie den Versicherten
regelmässig sehe. Der Gutachter habe den Eindruck gehabt, dass der Versicherte sich
und dem Gutachter etwas vormache. Dies könne von der Hausärztin nicht bestätigt
werden. Neu sei dem Versicherten die Verdachtsdiagnose eines Plasmazell-Myeloms
gestellt worden. Bis zum Ablauf der Einwendefrist hätten dazu noch nicht alle
Laborwerte vorgelegen. Dieses neue Krankheitsbild sei in die
Leistungsfähigkeitsschätzung einzubeziehen. Die Bemessung des Invaliditätsgrades sei
neu vorzunehmen. Der Gutachter habe darauf hingewiesen, dass der Beginn des
stabilen Gesundheitszustandes sich nährungsweise auf März 2012 festlegen lasse. Bis
Ende Februar 2012 sei daher von einer höheren Erwerbsunfähigkeit, ab März 2012
dann von einer Einschränkung von 50%, auszugehen. Für die Berechnung sei ein
Abzug vom Tabellenlohn von 15%, leidensbedingt und aufgrund des Alters,
vorzunehmen. Es sei aber ohnehin nicht auf Tabellenlöhne abzustellen, da auf die
beruflich-erwerbliche Situation abzustellen sei, in welcher der Versicherte konkret
stehe. Der Versicherte könne nach Durchführung zahlreicher Bemühungen wieder als in
den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert gelten. Er übe innerhalb seines gesundheitlichen
Leistungsvermögens eine erwerbliche Tätigkeit aus, die als adaptiert bezeichnet
werden könne. Er werde allerdings kaum altersgerecht entlöhnt und müsse von seinem
Lohnniveau vor Eintritt des Gesundheitsschadens einen Lohnabstrich hinnehmen. Die
Taggeldversicherung sei von einem versicherten Lohn von Fr. 61'318.40 ausgegangen.
Für den Validenlohn sei auf den vom Versicherten effektiv erzielten Lohn bei der letzten
Stelle abzustellen. Daraus ergebe sich ein IV-Grad von 57.6%. Bei einem – als
unrealistisch angesehenen – Pensum von 65% ergebe sich ein IV-Grad von 44.9%.
Damit erreiche der Versicherte in jedem Fall einen IV-Grad, der über 40% liege, womit
ein Anspruch auf eine Teilrente bestehe (IV-act. 137).
A.m Auf Nachfrage der IV-Stelle berichtete Dr. med. G._, Kantonsspital St. Gallen,
am 24. Oktober 2012, ein symptomatisches Myelom habe ausgeschlossen werden
können. Es liege eine monoklonale Gammopathie unklarer Bedeutung, allenfalls im
Übergang in ein asymptomatisches Myelom, vor. Daraus lasse sich aber keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ableiten (IV-act. 142).
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A.n Am 6. Dezember 2012 nahm der Rechtsvertreter des Versicherten nochmals
Stellung (IV-act. 149). Er bat darum, die Auswirkung der obstruktiven Schlafapnoe auf
die Arbeitsfähigkeit durch einen Pneumologen abzuklären, da der Versicherte über eine
ausgeprägte Tagesmüdigkeit mit ausgeprägtem Schlafbedürfnis klage. Es bleibe
überdies weiterhin die Frage im Raum, ob die gutachterlich festgelegte Arbeitsfähigkeit
von 65% haltbar sei. Der Gutachter habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem
Versicherten bei einem Pensum von 65% die Gelegenheit zu Pausen einzuräumen sei,
womit man der realistischen Einschätzung der Hausärztin einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit sehr nahe komme. Sicher sei aber die Pausenbedürftigkeit beim
Leidensabzug angemessen in Anschlag zu bringen.
A.o Mit Verfügung vom 14. Dezember 2012 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab
(IV-act. 150). Die Invaliditätsgradbemessung wurde anhand eines
Einkommensvergleichs gestützt auf Tabellenlöhne vorgenommen. Bei einer
Arbeitsfähigkeit von 65% erreiche der Versicherte einen IV-Grad von 35%. Da die
Restarbeitsfähigkeit ganztägig umgesetzt werden könne, sei kein Teilzeitabzug
geschuldet. Ein Leidensabzug könne nur gewährt werden, wenn die Arbeitsleistung aus
gesundheitlichen Gründen auch bei Ausübung einer adaptierten Arbeitstätigkeit
eingeschränkt sei und daher ein unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten sei.
Die Einschränkungen müssten medizinisch begründet sein und dürften nicht bereits in
der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Mediziners berücksichtigt worden sein.
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2012 richtete sich die Beschwerde vom
1. Februar 2013 (act. G 1). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragte, es
sei dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Zusätzlich zu
den bereits im Einwand geltend gemachten Bemerkungen führte er an, es sei sehr
erklärungsbedürftig und zu hinterfragen, wieso das Gutachten von Dr. F._ bereits am
5. Juni 2012 erstellt worden sei, wenn die klinische Untersuchung erst am 6. Juni 2012
stattgefunden habe. Es sei keine pneumologische Abklärung vorgenommen worden
und es werde hiermit beantragt, den Beschwerdeführer einem pneumologischen
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Facharzt vorzustellen. Das rein psychiatrische Gutachten erscheine daher als
unvollständig. Es sei gerichtlich zu prüfen, ob ein rein psychiatrisches Gutachten dem
Beschwerdeführer gerecht werde. Die psychische Situation habe sich seit Sommer
2012, seit der Kündigung der Anstellung bei der H._ AG, nach Einschätzung der
Hausärztin wieder verschlechtert. Somatisch fielen Knie-und Rückenschmerzen und
mehrmalige Gehörgangentzündungen auf. Die Einschätzung einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit trage sämtlichen Beschwerden angemessener Rechnung als die rein
psychiatrische Einschätzung von Dr. F._, welche die obstruktive Schlafapnoe, die
strukturellen Unregelmässigkeiten und die orthopädische Problematik nicht
berücksichtige. Allenfalls sei dazu ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Es sei
unrealistisch, dass der Beschwerdeführer je ein Einkommen in der Höhe des
berücksichtigten Tabellenlohnes werde erzielen können. Dies zeigten das zuletzt und
das aktuell erzielte Einkommen. Daher sei auf dieses effektiv erzielte Einkommen
abzustellen. Sollte dennoch auf Tabellenlöhne abgestützt werden, sei ein Abzug von
25% vorzunehmen.
B.b Im Bericht vom 26. Januar 2013 (act. G 1.1/4) legte die Hausärztin dar, dass der
bald 61-jährige Beschwerdeführer bei der Firma I._ auf Abruf arbeite und bei der
schweren körperlichen Arbeit zunehmend Rückenschmerzen verspüre. Aus ihrer Sicht
habe sich auch die psychische Situation seit der Kündigung bei der H._ AG wieder
verschlechtert. Insgesamt sei für sie als Hausärztin die Situation des
Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar. Sie habe ihn stets als sehr pflichtbewussten,
zuverlässigen, arbeitsamen Menschen erlebt. Die diagnostizierten neurokognitiven
Defizite seien aus ihrer Sicht der Grund, warum der Beschwerdeführer im heutigen
Arbeitsmarkt nicht mehr mithalten könne, auch wenn er sich noch so darum bemühe.
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin,
die Beschwerde sei abzuweisen (act. G 10). Zur Begründung führte sie an, die
Hausärztin des Beschwerdeführers habe in ihrem Bericht vom 28. Mai 2013
angegeben, dass sich sein Gesundheitszustand nicht wesentlich geändert habe; es
könne von einem stationären Gesundheitszustand ausgegangen werden (act. G 10.1).
Damit könne weiterhin auf das Gutachten von Dr. F._ und seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung von 65% abgestellt werden. Es sei indes fraglich, ob die
gestellten Diagnosen überhaupt invalidisierend seien. Eine Anpassungsstörung
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(ICD-10: F43.2) dauere gemäss internationaler Klassifikation der psychischen
Störungen meist nicht länger als sechs Monate. Es könne daher vorliegend überhaupt
nicht von einer längerdauernden und bleibenden Leistungseinschränkung ausgegangen
werden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Neurasthenie den
somatoformen Schmerzstörungen zuzurechnen. Es seien die dazu entwickelten
Grundsätze anzuwenden und die Foerster-Kriterien zu prüfen. Diese seien nicht erfüllt.
Der Gutachter habe an den vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden
gezweifelt. Insgesamt sei daher das Vorliegen eines invalidisierenden
Gesundheitsschadens zu verneinen. Weiter könne gemäss Kreisschreiben über
Invalidität und Hilflosigkeit (KSIH, Rz. 3053) das Invalideneinkommen dem noch
erzielten Einkommen gleichgesetzt werden, wenn Versicherte eine Tätigkeit ausüben,
bei der angenommen werden könne, sie nützten ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit im
Sinne der zumutbaren Erwerbstätigkeit voll aus. Dies sei vorliegend nicht der Fall, da
die Tätigkeit nicht adaptiert sei und die verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht
ausgenutzt werde. Da dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem ganztägigen
Pensum zumutbar sei, sei kein Teilzeitabzug vorzunehmen.
B.d Mit Replik vom 2. September 2013 führte der Rechtsvertreter an, selbst der RAD
habe anerkannt, dass das Gutachten noch Fragen offen lasse. Der Gutachter habe
vermerkt, es könne keineswegs ausgeschlossen werden, dass parallel zu den psy
chiatrisch und funktionell eingestuften Beschwerden eine primär-organische Beein
trächtigung der Hirnleistung im Entstehen begriffen sei, dass diese differentialdiag
nostische Überlegung im Moment aber von untergeordneter Bedeutung sei. Das MRI,
auf welchem diese Interpretation basiere, sei aber zum damaligen Zeitpunkt bereits
zwei Jahre alt gewesen. Da sich ein Hirnabbau schleichend entwickle, hätte der
Gutachter ein neues MRI veranlassen müssen. Es sei daher eine aktuelle
Befunderhebung durch ein MRI des Neurocraniums nachzuholen. Die beim
Beschwerdeführer beschriebenen neurokognitiven Beeinträchtigungen zögen sich wie
ein roter Faden durch alle Berichte. Kognitive Beeinträchtigungen stünden sicher fest,
uneinig seien sich die Fachleute über deren Objektivierung. Die Untersucher im
Kantonsspital St. Gallen hätten die Testergebnisse als am ehesten psychogen, also
vom Beschwerdeführer unbewusst und krankhaft provoziert, gedeutet. Der Gutachter
hingegen habe die Inkonsistenzen als bewusst vom Beschwerdeführer gesteuert
gewertet. Der jüngste Bericht betreffend die schwere obstruktive Schlafapnoe liege
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inzwischen 21⁄2 Jahre zurück und sei nicht mehr aktuell. Gleichwohl gehe der RAD von
einer erfolgreichen Behandlung des Schlafapnoesyndroms ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit aus. Zu einer solchen Schlussfolgerung gehöre ein aktueller
pneumologischer Bericht. Die Hausärztin habe über eine Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszustandes berichtet und darauf hingewiesen, dass der
Beschwerdeführer nun auch über Knie- und Rückenschmerzen klage. Im Bericht vom
28. Mai 2013 habe die Hausärztin zwar einen stationären Gesundheitszustand
bestätigt, habe sich damit aber auf den letzten Bericht vom 26. Januar 2013 bezogen.
Der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers sei damit nicht ausreichend
abgeklärt (act. G 15).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 17).

Erwägungen:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweiseVerlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens
zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine
Viertelsrente.
1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Ein Anspruch auf eine
versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135
V 465).
2.
2.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eingewendet, das Gutachten von
Dr. F._ sei zu hinterfragen, da es vom 5. Juni 2012 datiere, die Begutachtung aber
erst am 6. Juni 2012 stattgefunden habe. Diesbezüglich ist davon auszugehen, dass es
sich beim Datum (5.6.2012) auf Seite 13 (vgl. IV-act. 122-13) um einen Verschrieb
handelt. Auf dem Deckblatt des Gutachtens findet sich nämlich das Datum 8. Juni
2012 und der Hinweis, dass die Untersuchung am 6. Juni 2012 stattgefunden habe
(vgl. IV-act. 122-1).
2.2 Dr. F._, der den Beschwerdeführer neuropsychologisch und psychiatrisch
begutachtete, hat festgehalten, der Sprachfluss des Beschwerdeführers habe sich
unbeeinträchtigt gezeigt. Der Wortschatz und der sprachliche Ausdruck seien
mindestens durchschnittlich gewesen. Das aus dem Mehrfach-Wortschatz-
Intelligenztest resultierende Testergebnis habe deutlich zur vergleichsweise guten
Sprachkompetenz bei der Befunderhebung kontrastiert. Im Kurztest zur Messung des
Arbeitsgedächtnisses habe der Beschwerdeführer Werte im Bereich sehr niedrig und
niedrig erreicht. Dabei hätten sich Hinweise auf Verdeutlichungsbemühungen ergeben.
Der Fragebogen zur geistigen Leistungsfähigkeit habe Hinweise für eine
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selbstlimitierende Selbsteinschätzung gegeben. Es hätten sich mehrfach Zweifel an der
Plausibilität der vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden ergeben. Auf der
Ebene von Schädigung und Syndrom ergebe sich ein Schädigungsbild aus der
Demonstration einer beeinträchtigten Neurokognition, einer beeinträchtigten Stimmung
und einer veränderten Selbstwahrnehmung. Affektive Resonanz und affektiver
Ausdruck schienen verändert. Inzwischen könne von einem stabilen
Gesundheitsschaden ausgegangen werden. Von den rein medizinischen Überlegungen
her könne nicht ausgeschlossen werden, dass parallel zu den als psychiatrisch
eingestuften Beschwerden eine organische Beeinträchtigung der Hirnleistung im
Entstehen begriffen sei. Der als funktionell und bewusstseinsnah einzustufende Anteil
der Beschwerden sei aber so ausgeprägt, dass diese differenzialdiagnostische
Überlegung für den Moment von nachgeordneter Bedeutung bleibe. In einer
adaptierten Tätigkeit schätze er den Beschwerdeführer als zu 65% arbeitsfähig ein.
Diese Einschätzung ist nachvollziehbar begründet worden und erscheint plausibel. Es
ist davon auszugehen, dass ein erfahrener Gutachter in der Lage ist, bewusste,
bewusstseinsnahe und unbewusste Demonstrationen von Beschwerden
auseinanderzuhalten und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen.
Das Gutachten basiert zudem auf einer sorgfältigen Würdigung der Krankengeschichte
sowie eigenen Befunderhebungen und zusätzlichen Tests.
2.3 Der Rechtsvertreter hat eingewendet, der Gutachter habe lediglich eine
Beurteilung zu seinen zwei Fachgebieten (Psychiatrie und Neurologie) abgegeben. Das
Gutachten lasse Fragen offen. Für eine "gerechte" Beurteilung der Hirn-
Beeinträchtigungen hätte Dr. F._ ein neues MRI veranlassen müssen. Dem ist
entgegen zu halten, dass die Hausärztin ein weiteres MRI angeordnet hätte, wenn der
Verdacht bestanden hätte, dass eine fortschreitende Demenz vorliege. Da die
Hausärztin in ihren Berichten aber keinerlei Hinweise in diese Richtung gegeben hat, ist
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus hirnorganischer Sicht nicht
zunehmend beeinträchtigt ist. Es ist daher für die Beurteilung des vorliegenden Falles
nicht angezeigt, ein weiteres MRI einzuholen, da daraus keine wesentlichen neuen
Erkenntnisse zu erwarten sind.
2.4 Der Rechtsvertreter hat weiter eingewendet, es sei keine pneumologische Unter
suchung vorgenommen worden. Insbesondere aufgrund der ausgeprägten Tages
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müdigkeit wäre die weitere Abklärung des obstruktiven Schlafapnoesyndroms
angezeigt gewesen. Dr. F._ habe diese Problematik nicht in sein Gutachten mit
einbezogen und ein aktueller Bericht dazu fehle. Es liegt ein Bericht vom 10. Februar
2011 bei den Akten, worin angeführt wurde, dass sich bei der Behandlung des
schweren obstruktiven Schlafapnoesyndroms ein schöner Therapieerfolg finde. In den
nachfolgenden Unterlagen wurde das Schlafapnoesyndrom nicht mehr erwähnt.
Dr. F._ führte die Diagnose in seiner Anamneseschilderung auf, im Gutachten blieb
es aber sonst unerwähnt. Daher und auch weil die Hausärztin das Thema in keinem
ihrer Berichte aufgegriffen hat, ist davon auszugehen, dass das Schlafapnoesyndrom
angemessen behandelt und der Beschwerdeführer dadurch in seiner Leistungsfähigkeit
nicht beeinträchtigt ist. Eine pneumologische Abklärung ist daher nicht notwendig.
2.5 Der Rechtsvertreter hat weiter geltend gemacht, dass den Beschwerdeführer neu
zunehmend auch Knie-und Rückenbeschwerden belasteten. Es ist davon auszugehen,
dass diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ein Ausmass erreichen, dass
sie den Beschwerdeführer in einer entsprechend adaptierten Tätigkeit in seiner
Leistungsfähigkeit einschränken würden.
2.6 Gesamthaft betrachtet erscheint die Einschätzung einer 65%igen Arbeitsfähigkeit,
insbesondere auch wenn man sie mit den früher gemachten Einschätzungen vergleicht,
als überzeugend. So hielt Dr. D._, der den Beschwerdeführer im Februar 2011
untersucht hatte, gar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit unter der Bedingung, dass der
Beschwerdeführer geeignete Unterstützung bei der Arbeitssuche erhalte, für gegeben.
Der Beschwerdeführer hat zudem auch jahrelang, trotz allfälliger kognitiver und
intellektueller Defizite, an verschiedenen Arbeitsstellen immer in einem 100%-Pensum
gearbeitet. Die verantwortliche Ärztin und die untersuchenden Psychologen der Klinik
für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen hatten im August 2011 festgehalten, aus
neuropsychologischer Sicht habe sich ein sehr unausgeglichenes kognitives
Leistungsvermögen gezeigt. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stehe die
verminderte psychophysische Belastbarkeit im Vordergrund, wodurch eine
Leistungsfähigkeit von mehr als 50% nicht gegeben sein dürfte. Ein Betreuer des
Arbeitseinsatzprogrammes schätzte den Beschwerdeführer nach einem Arbeitsversuch
(bei einem Pensum von 50%) in seinem Bericht vom 15. November 2011 als zu ca.
80% arbeitsfähig ein, allerdings in geschütztem Rahmen. Die Hausärztin beurteilte den
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Beschwerdeführer zuletzt als zu 50% arbeitsfähig. Unter Würdigung aller Berichte
erscheint die von Dr. F._ geschätzte Arbeitsfähigkeit von 65% überzeugend und es
ist darauf abzustellen.
3.
3.1 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119).
Wird eine Schätzung vorgenommen, muss diese nicht unbedingt in einer
ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch
eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (sog. Prozentvergleich; BGE
114 V 310 E. 3a).
3.2 Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers ist anhand eines
Einkommensvergleichs zu ermitteln. In der Regel wird für die Bestimmung des
Valideneinkommens auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, da davon
auszugehen ist, dass das Einkommen grundsätzlich der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit entspricht. Im vorliegenden Fall allerdings hat der Beschwerdeführer
zuletzt einen unterdurchschnittlichen Verdienst erzielt. Es ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Grund dafür arbeitsmarktliche Zwänge
oder andere äussere Einflüsse darstellten und dieser Lohn damit nicht der
tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers entsprach. Auf diesen Lohn
darf daher nicht abgestellt werden. Es müssen die statistischen Durchschnittslöhne der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden.
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3.3 Der Rechtsvertreter machte geltend, für die Bestimmung des Invalidenlohnes sei
auf die beruflich erwerbliche Situation abzustellen, in der sich der Beschwerdeführer
konkret befinde. Er übe innerhalb seines gesundheitlichen Leistungsvermögens eine
erwerbliche Tätigkeit aus, die als adaptiert gelten könne. Es sei auf den dabei erzielten
Verdienst abzustellen, da diese 50%-Stelle der Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers entspreche. Dies trifft indessen nicht zu. Gemäss den Angaben
seiner Hausärztin war die Arbeit in der Firma I._ körperlich zu schwer. Diese zuletzt
ausgeübte Tätigkeit war demnach nicht leidensadaptiert und der Beschwerdeführer
konnte dabei auch seine Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig ausschöpfen. Daher
kann nicht auf den dort erzielten Lohn abgestellt werden. Das bedeutet, dass auch für
das Invalideneinkommen die Tabellenlöhne heranzuziehen sind. Da somit sowohl für
den Validenlohn als auch für den Invalidenlohn auf die Tabellenlöhne zurückzugreifen
ist, sind die beiden Vergleichseinkommen identisch und ein eigentlicher
Einkommensvergleich erübrigt sich. Im Ergebnis ist ein Prozentvergleich vorzunehmen.
Der Invaliditätsgrad entspricht in solchen Fällen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter
Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Urteile des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 552/04 E. 3.4 vom 8. Juni 2005 und I 479/03
E. 3.1 vom 19. November 2003).
3.4 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte geltend, der
Beschwerdeführer sei aufgrund seiner kognitiven Einschränkungen nicht mehr in der
Lage, einen durchschnittlichen Tabellenlohn, auch für niedrigste Anforderungen, zu
erzielen. Dies habe sich beim Arbeitseinsatz in der H._ AG erwiesen. Zu
berücksichtigen sei auch die vom Gutachter anerkannte Pausenbedürftigkeit des
Beschwerdeführers. Hinzu komme, dass nurmehr teilzeitlich einsetzbare Männer bei
einem Arbeitspensum zwischen 50% und 74% aufgerechnet auf ein Vollzeitpensum ein
um 9.07% tieferes Einkommen als Vollzeitbeschäftige erzielen würden. Insgesamt
rechtfertige es sich daher, einen Abzug von 25% vorzunehmen. Nach der
höchstrichterlichen Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25%
gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit
einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau
nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg
zu verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in
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welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen
und beruflichen Umständen – auch von sogenannt invaliditätsfremden Faktoren – des
konkreten Einzelfalles ab, die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische
Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI
2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Tabellenlöhne basieren auf
Einkommen gesunder Arbeitnehmer. Als in seiner Gesundheit beeinträchtigter
Arbeitnehmer hat der Beschwerdeführer mit indirekten Wettbewerbsnachteilen zu
rechnen. So ist der Beschwerdeführer angesichts seiner Einschränkungen z.B. auf
vermehrtes Verständnis und Rücksicht seitens seines Arbeitgebers und seiner
Mitarbeiter angewiesen. Zudem ist bei ihm, gegenüber gesunden Arbeitnehmern, mit
überdurchschnittlich vielen Krankheitsabsenzen zu rechnen. Diesen Tatsachen ist mit
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen. Im vorliegenden Fall erscheint ein
Abzug von 10% als gerechtfertigt. Ein höherer Abzug, wie vom Rechtsvertreter geltend
gemacht, lässt sich indes nicht rechtfertigen. Bei einer Einschränkung von 35% und
einem Abzug von 10% resultiert ein Invaliditätsgrad von 41.50%. Damit hat der
Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Viertelsrente.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer hat sich am 14. Oktober 2010 zum Leistungsbezug
angemeldet. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG konnte sein Rentenanspruch damit frühestens
im April 2011 entstehen. Aus der Taggeldkarte für die Taggeldversicherung ergibt sich,
dass der Beschwerdeführer erstmals am 31. Mai 2010 zu 100% arbeitsunfähig
geschrieben wurde. Der Rechtsvertreter hat angegeben, der Beschwerdeführer habe
ab dem 1. Juli 2010 erneut zu arbeiten versucht, was nicht funktioniert habe, woraufhin
der Beschwerdeführer ab 8. Juli 2010 wieder zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei.
Gestützt auf diese Angaben ist davon auszugehen, dass der Beginn des Wartejahres
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf den 31. Mai 2010 festzulegen ist.
4.2 Dementsprechend und nach dem oben Gesagten, hat der Beschwerdeführer
damit ab dem 1. Juni 2011 Anspruch auf eine Rente. Der Beschwerdeführer ist am
2. Februar 2011 durch Dr. D._ begutachtet worden. Zu diesem Zeitpunkt lag gemäss
Dr. D._ bereits keine depressive Symptomatik mehr vor. Dr. D._ gab dennoch an,
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der Beschwerdeführer sei aktuell als zu 100% arbeitsunfähig zu betrachten. Sobald er
aber fachliche Unterstützung bei der Arbeitssuche erhalte, sei der Beschwerdeführer
als 100% arbeitsvermittlungsfähig zu betrachten. Seine Hausärztin hielt den
Beschwerdeführer im März 2011 für zu ungefähr 30% in seiner Leistungsfähigkeit
eingeschränkt. Ab dem 2. Mai 2011 – mithin noch während des Wartejahres – hat der
Beschwerdeführer mit einem Arbeitsversuch in einem 50%-Pensum begonnen.
Gleichzeitig hat ihm seine Hausärztin für die restlichen 50% eine Arbeitsunfähigkeit
bescheinigt. Auch im weiteren Verlauf attestierte die Hausärztin dem Beschwerdeführer
jeweils eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzungen behandelnder Ärzte durch die Nähe als Behandler oft zu
Gunsten ihrer Patienten ausfallen, ist vorliegend auf die überzeugende und im Übrigen
nicht weit davon abweichende Einschätzung von Dr. F._, 65%ige Leistungsfähigkeit,
abzustellen, zumal die Hausärztin den Beschwerdeführer zwischenzeitlich (im März
2011) als zu 70% leistungsfähig eingeschätzt hatte. Es ist nicht einleuchtend, wieso die
gutachterliche Einschätzung erst ab dem Zeitpunkt des damals jüngsten Arztberichtes
Gültigkeit beanspruchen soll, vor allem da der Gutachter den Zeitpunkt
"näherungsweise auf" festgelegt hatte. Da, wie Dr. D._ festgehalten hatte, bereits im
Februar 2011 keine depressive Symptomatik mehr vorlag – die allenfalls die
Leistungsfähigkeit noch hätte beeinträchtigen können – und die Einschätzung von
Dr. F._ ansonsten als vollständig überzeugend zu beurteilen ist, ist davon
auszugehen, dass mit Ablauf des Wartejahres von einer 65%igen Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers auszugehen ist. Der Beschwerdeführer hat damit ab dem
1. Juni 2011 Anspruch auf eine Viertelsrente.
5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint in der vorliegend beurteilten Angelegenheit als angemessen.
5.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und
bis
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nach der Schwierigkeit des Prozesses festgesetzt. Die Honorarpauschale beträgt in der
Verwaltungsrechtspflege vor Versicherungsgericht Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75).
In einem Fall mit mittlerem Aufwand und Schwierigkeitsgrad wird praxisgemäss eine
Pauschalentschädigung von Fr. 3'500.-- ausgerichtet. Nach dem oben Gesagten hat
der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Entschädigung in dieser Höhe.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP