Decision ID: bc439c68-cbe2-5072-aa34-2dab08eebc03
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. (geb. im Oktober 1987) reiste am 8. Dezember 2008 aus ihrem Heimatstaat
Kroatien als Touristin in die Schweiz ein. Am 20. Februar 2009 heiratete sie in
Gossau SG den Schweizer Bürger V.Z. (geb. im Oktober 1983). Im Rahmen des
Familiennachzugs erhielt X.Y. am 2. März 2009 eine Jahresaufenthaltsbewilligung,
welche letztmals bis zum 19. Februar 2012 verlängert worden ist. Die Ehe blieb bis
heute kinderlos.
B./ Am 17. November 2011 ersuchte X.Y. beim Einwohneramt der Stadt Gossau um
Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. Auf dem dazu ausgefüllten Formular gab sie
für sich und ihren Ehemann verschiedene in Gossau gelegene Adressen an (vgl. Akten
Migrationsamt, Blatt 31). Mit Schreiben vom 23. November 2011 wurde das Ehepaar
durch das Migrationsamt aufgefordert, zu ihrer Ehesituation Stellung zu nehmen. Nach
der Darstellung von V.Z. vom 1. Dezember 2011 habe er sich im Juni 2011 zur
Trennung entschlossen und sei am 15. August 2011 nach einem Streit aus der
gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Im Zeitpunkt der Stellungnahme konnte er sich
nicht mehr vorstellen, die eheliche Gemeinschaft wieder aufzunehmen (Akten
Migrationsamt, Blatt 35). X.Y. liess durch ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur.
Jürg Grämiger, übereinstimmend mitteilen, der Ehemann sei nach den gemeinsam in
Kroatien verbrachten Ferien im August 2011 für sie völlig überraschend wieder zurück
in die Wohnung seiner Eltern gezogen. Sie beantragte, angesichts ihrer erfolgreichen
beruflichen, privaten und sprachlichen Integration sei ihre Aufenthaltsbewilligung
dessen ungeachtet zu verlängern (Akten Migrationsamt, Blatt 41 f.).
C./ Am 8. Dezember 2011 stellte das Migrationsamt X.Y. die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung in Aussicht und gewährte ihr im Hinblick darauf das rechtliche
Gehör. Der Rechtsvertreter von X.Y. reichte am 28. Dezember 2011 eine
Stellungnahme ein. Am 16. Januar 2012 verfügte das Migrationsamt, die
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Aufenthaltsbewilligung werde nicht verlängert und X.Y. habe die Schweiz bis
spätestens 26. März 2012 zu verlassen.
D./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 31. Januar 2012 liess X.Y. gegen die
Verfügung des Migrationsamtes Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement
erheben. Sie beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihre
Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern; weiter sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege
und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Mit Entscheid vom 11. Juli 2012 wies das
Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs von X.Y. ab und lud das Migrationsamt
ein, ihr eine neue Frist zur Ausreise anzusetzen. Ebenfalls abgewiesen wurde das
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.
E./ Am 27. August 2012 erhob X.Y., wiederum vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.
Jürg Grämiger, gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements vom
11. Juli 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie lässt sinngemäss beantragen,
der vorinstanzliche Entscheid sei vollumfänglich aufzuheben und es sei ihr die
Aufenthaltsbewilligung B zu erteilen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen; weiter sei ihr für das Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.
Mit Verfügung vom 12. September 2012 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung aufgrund
fehlender Bedürftigkeit ab und setzte der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines
Kostenvorschusses von Fr. 2'000.--. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft, und der
Kostenvorschuss wurde innert der bis Ende November 2012 erstreckten Frist bezahlt.
Mit Schreiben vom 5. November 2012 beantragte das Sicherheits- und
Justizdepartement, die Beschwerde sei abzuweisen. Auf eine Vernehmlassung wurde
verzichtet und stattdessen auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die
Akten verwiesen.
Auf die Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids und die Begründung der
Beschwerdeführerin wird – soweit notwendig – nachfolgend näher eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. (...).
2. Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben unter Vorbehalt von Art. 51
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20,
abgekürzt AuG) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung,
wenn sie mit ihrem Ehepartner zusammenwohnen (vgl. Art. 42 Abs. 1 AuG). Der
Bewilligungsanspruch besteht trotz Auflösens oder definitiven Scheiterns der
Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und sich die
betroffene ausländische Person hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG;
BGE 136 II 113 E. 3.3.3).
Die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG darf nicht isoliert betrachtet werden,
sondern ist stets im Zusammenhang mit der zweiten Anspruchsvoraussetzung dieser
Bestimmung, dem Erfordernis einer erfolgreichen Integration, zu sehen. Beide Kriterien
müssen kumulativ erfüllt sein, damit ein Rechtsanspruch auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung besteht. Eine erfolgreiche Integration in der Schweiz setzt
jedoch zwangsläufig voraus, dass sich die ausländische Person hier während einer
gewissen Mindestdauer aufgehalten hat. Bei einer ehebedingten Anwesenheit von
weniger als drei Jahren lässt sich die Frage der Integration regelmässig nicht schlüssig
beantworten, da in diesen Fällen kaum schon von gefestigten beruflichen und
persönlichen Bindungen zur Schweiz die Rede sein kann (vgl. BGE 136 II 113 E. 3.3.3,
mit weiteren Hinweisen).
2.1. Eine rechtlich relevante Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung
tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im
Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen
Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Mit Blick auf Art. 49 AuG, der
den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen
Gründen" getrennt zu leben - was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der
Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung über Zulassung,
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit, SR 142.201, abgekürzt VZAE) - ist aufgrund sämtlicher
Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche
Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat (vgl. BGer 2C_821/2011 vom 22. Juni
2012 E. 2).
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Die Beschwerdeführerin lebt spätestens seit Ende August 2011 von ihrem Ehemann
getrennt, ohne dass das Eheleben in der Zwischenzeit wieder aufgenommen worden
wäre. Der Ehemann hat bereits am 1. Dezember 2011 gegenüber dem Migrationsamt
klar zum Ausdruck gebracht, er wolle die Ehe nicht wieder aufnehmen (Akten
Migrationsamt, Blatt 35). Die mithin als gescheitert zu betrachtende Ehe der
Beschwerdeführerin wurde in der Schweiz vom 20. Februar 2009 bis längstens Mitte
August 2011 gelebt und hat damit rund 30 Monate gedauert.
Die gesetzliche Mindestdauer von drei Jahren gilt absolut. Selbst wenn sie nur um
wenige Wochen oder Tage verpasst worden ist, besteht nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mehr (vgl.
BGE 137 II 345, E. 3.1.3, mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdeführerin kann sich
somit nicht erfolgreich auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen.
2.2 Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Zeit
der gemeinsamen Haushaltsführung vom Zeitpunkt ihrer Einreise (8. Dezember 2008)
bis zur formellen Eheschliessung am 20. Februar 2009 in Bezug auf die Dauer der
gelebten Ehegemeinschaft in rechtlicher Hinsicht unbeachtlich sein solle. Sie verkennt
damit, dass eine allfällige voreheliche Beziehungsdauer auf die Mindestdauer von drei
Jahren nicht angerechnet werden kann (vgl. BGE 137 II 1 E. 3.1). Die Dreijahresfrist
wäre jedoch selbst dann nicht eingehalten, wenn die Zeitdauer des vorehelichen
Zusammenlebens auf die Dauer der Ehe anzurechnen wäre.
3. Die Beschwerdeführerin beruft sich weiter auf einen Härtefall im Sinne von Art. 50
Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG. Danach besteht der Bewilligungsanspruch fort, wenn
"wichtige persönliche Gründe" einen weiteren Aufenthalt der betroffenen Person in der
Schweiz "erforderlich" machen. Dies kann namentlich der Fall sein, wenn die
ausländische Person mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht Opfer ehelicher Gewalt
geworden ist oder wenn ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark
gefährdet erscheint. Zu denken ist etwa an geschiedene Frauen (vor allem mit Kindern),
welche in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zurückkehren und dort wegen
ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder Ächtungen rechnen müssen.
Mögliche weitere Anwendungsfälle bilden (gescheiterte) unter Zwang eingegangene
Ehen oder solche in Zusammenhang mit Menschenhandel (BGE 137 II 345 E. 3.2.2).
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Auch wenn der Ehegatte, von dem sich die Aufenthaltsberechtigung ableitet, verstirbt,
kann sich der weitere Verbleib in der Schweiz aus Gründen der Pietät als erforderlich
erweisen (vgl. BGE 137 II 1 E. 3 und 4). Bei der Beurteilung der wichtigen persönlichen
Gründe sind sämtliche Aspekte des Einzelfalles zu berücksichtigen (vgl. Art. 31 VZAE).
Dazu gehören auch die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft
geführt haben. Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen
Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht
begründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme
stellt (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8.
März 2002, BBl 2002 3709 ff., insbesondere 3754).
3.1. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist ihre Wiedereingliederung in ihrem
Heimatland Kroatien gefährdet. Sie bringt vor, bei einer Ausreise werde sie in
Ermangelung von Arbeitserwerb und Wohnung in ihr Elternhaus zurückkehren müssen.
Von ihrer Familie könne sie kaum Unterstützung erwarten, zumal ihre Eltern in
angespannten finanziellen Verhältnissen lebten und für zwei weitere Töchter zu sorgen
hätten, welche wirtschaftlich noch nicht selbständig seien. Ihr Vater sei kriegsinvalid
und beziehe eine bescheidene Rente, und ihre Mutter müsse sich um die
pflegebedürftige Grossmutter kümmern. Weiter werde sie von ihrer Familie, die ihr seit
jeher von der Heirat mit V.Z. abgeraten habe, mit Vorwürfen konfrontiert. Dessen
Familie wiederum, die in unmittelbarer Nachbarschaft von ihrem Elternhaus wohne,
beschimpfe und bedrohe ihre Familie. Ihr Ehemann lasse sie im Heimatdorf
diskreditieren. Aufgrund seiner rufschädigenden Aktivitäten sei zu bezweifeln, dass sie
mit ihrer Ausbildung als Fachfrau Gesundheit im sensiblen Arbeitsumfeld der Alters-
und Pflegebetreuung in der erweiterten Nähe ihres Heimatdorfes eine Anstellung finden
werde.
3.2. Art. 50 Abs. 2 AuG setzt voraus, dass die Wiedereingliederung in der Heimat "stark
gefährdet" ist. Entscheidend ist nicht, ob die ausländische Person in der Schweiz gut
integriert ist oder ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre (BGE 138 II 229 E. 3.1;
BGer 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3; zum Ganzen vgl. auch BGer
2C_174/2013). Der blosse Umstand, dass die ausländische Person in
Lebensverhältnisse zurückkehren muss, die in ihrem Herkunftsland allgemein üblich
sind, stellt keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 50 AuG dar, auch wenn diese
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Lebensumstände weniger vorteilhaft sein mögen als diejenigen in der Schweiz
(vgl. BGer 2C_1000/2012 vom 21. Februar 2013 E. 5.2.1). Die Annahme eines
persönlichen, nachehelichen Härtefalles setzt aufgrund der konkreten Umstände eine
erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben der
ausländischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der
gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden
sind. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn Hindernisse bestehen, die auch dem
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen (BGE 137 II 345 E. 3.2.3; BGer 2C_236/2011
vom 2. September 2011 E. 2.2). Die befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall
aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen und konkret dargetan werden.
Die für die Beschwerdeführerin in ihrem Heimatstaat zu erwartende Lebenssituation
erreicht die für die Annahme eines nachehelichen Härtefalles geforderte Intensität der
Konsequenzen nicht. Als beruflich eigenständige 25-jährige Frau ist sie nicht
gezwungen, in ihr Elternhaus zurückzukehren, von wo sie sich, wie sie selbst darlegt,
ohnehin keine finanzielle Unterstützung erhoffen darf. Selbst wenn sie in ihr Heimatdorf
zurückkehren will, ist die behauptete, durch die gescheiterte Ehe hervorgerufene dort
bestehende Konfliktsituation nicht dergestalt, dass eine Wohnsitznahme schlicht
unzumutbar wäre. Das blosse Vorbringen, wonach die Beschwerdeführerin
Anfeindungen und womöglich auch Gewalt seitens der Familie ihres Ehemannes
ausgesetzt sein werde, vermag eine aktuelle und relevante Gefährdungssituation nicht
glaubhaft zu machen.
3.3 Entscheidend ist jedoch, dass das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung
festhält, der sog. "nacheheliche Härtefall" müsse sich auf die Ehe und den damit
verbundenen Aufenthalt beziehen. Die Härtefallregelung von Art. 50 Abs. 1 lit. b in
Verbindung mit Abs. 2 AuG zielt auf Sachverhalte ab, in denen noch ein
Aufenthaltsanspruch nach Art. 42 oder 43 AuG gegeben war, sei es weil die Eheleute
zusammen wohnten oder weil wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AuG für das
Getrenntleben vorlagen. Das kommt im Wortlaut von Art. 50 Abs. 1 AuG zum Ausdruck,
der von einem "Weiterbestehen" des Anspruchs nach den Art. 42 und 43 AuG spricht.
Ist der Anspruch bereits untergegangen, weil es etwa am Zusammenleben fehlte, ohne
dass wichtige Gründe für das Getrenntleben gegeben gewesen wären, kann dieser
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nicht wieder aufleben (BGE 137 II 345 E. 3.2.3; BGer 2C_590/2010 vom 29. November
2010 E. 2.5.3 sowie 2C_174/2013 vom 1. März 2013 E. 2.3.1, mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann haben sich Ende August 2011 getrennt.
Wichtige Gründe für das Getrenntleben sind nach dem gemäss Aktenlage definitiven
Scheitern der Ehe nicht ersichtlich. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung ist damit bereits untergegangen und kann auch mit
Verweis auf einen nachehelichen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b in
Verbindung mit Abs. 2 AuG nicht wieder aufleben.
4. Die Beschwerdeführerin hält die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung für
unverhältnismässig. Vor dem Hintergrund der noch im Jahr 2013 zu erwartenden
Mitgliedschaft Kroatiens in der Europäischen Union sei es widersinnig, sie in ihre
Heimat zurückzuschicken, wo sie doch in absehbar kurzer Zeit gestützt auf das
Freizügigkeitsabkommen (Abkommen zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit, SR 0.142.112.681, abgekürzt FZA)
wiederum in die Schweiz werde einreisen können. Sie verkennt dabei allerdings, dass
die EU-Mitgliedschaft eines Staates nicht automatisch die Ausdehnung des
(staatsvertraglichen) FZA auf dessen Staatsbürger bedeutet und momentan selbst
noch ungewiss ist, ob kroatische Staatsangehörige ohne Übergangsfristen in den
Genuss der Personenfreizügigkeit innerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen
Union kommen werden.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann. Auf eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung besteht
kein Anspruch mehr, nachdem die Ehe der Beschwerdeführerin definitiv gescheitert ist,
das eheliche Zusammenleben in der Schweiz nicht länger als drei Jahre gedauert hat
und der Bewilligungsanspruch nicht aufgrund eines nachehelichen Härtefalls
weiterbesteht.
6. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht
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