Decision ID: 0662dc0e-90d5-43a9-97c6-764433caf2bb
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Sachverhalt ergebe. Am 14. März 2017 habe Dr. med. dent. C._
einen Kostenvoranschlag für die Zahnsanierung mit Prothesenlösung
erstellt, welcher am 12. April 2017 durch den Vertrauensarzt Dr. med.
dent. D._ als sinnvoll und sozial verträglich beurteilt worden sei.
Aufgrund dieser Unterlagen habe der Regionale Sozialdienst B._ am
21. April 2017 ein Gesuch um Kostengutsprache an die
Beschwerdegegnerin gestellt, welches am 10. Mai 2017 gutgeheissen
worden sei. Inzwischen sei aber bereits am 22. April 2017 eine
Zahnbehandlung mit Implantaten in Y._ durchgeführt worden.
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Gemäss Stellungnahme des Vertrauensarztes vom 22. Mai 2017 habe
dafür keine Kostengutsprache erteilt werden können, da etwas völlig
anderes gemacht worden sei und die Zahnbehandlung auch keine
Vorbehandlung für die in der Schweiz geplante Versorgung darstelle.
Zudem habe die Tochter des Beschwerdeführers nach der Zustellung der
Verfügung vom 31. Mai 2017 den Entscheid am 2. Juni 2017 telefonisch
beanstandet und ausgeführt, dass bereits nach der Erstellung des
Kostenvoranschlags mit Prothesenlösung, mit welchem der
Beschwerdeführer nicht einverstanden gewesen sei, eine alternative
Zahnbehandlung in Y._ organisiert und der Behandlungstermin
vereinbart worden sei. Es sei somit erwiesen, dass der Beschwerdeführer
bereits vor Einreichung des Kostengutsprachegesuchs an die
Beschwerdegegnerin beabsichtigt habe, eine von ihm gewünschte
Behandlung im Ausland zu organisieren und während den Schulferien
durchführen zu lassen. Dieses Vorgehen stelle eine Umgehung des
ordentlichen Verfahrens dar und verhindere eine sinnvolle und
zweckmässige Behandlung, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei.
7. Am 21. August 2017 nahm der Instruktionsrichter zur Kenntnis, dass der
Beschwerdeführer keine Replik eingereicht hatte und schloss den
Schriftenwechsel ab.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2017 wird, soweit
erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahrens bildet die Verfügung der Beschwerdegegnerin
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vom 31. Mai 2017, in welcher diese das Gesuch des Beschwerdeführers
um Kostenübernahme für die in Y._ am 22. April 2017 durchgeführte
Zahnbehandlung im Betrag von Euro 1'861.-- ablehnte. Als Adressat ist
der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt und
weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung
auf, weshalb er zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert ist
(Art. 50 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR
370.100]). Die weiteren Prozessvoraussetzungen geben keinen Anlass zu
Bemerkungen, womit auf die Beschwerde einzutreten ist.
b) Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Der
Streitwert beläuft sich im konkreten Fall auf Euro 1'861.-- (ca. Fr. 2000.--).
Da der Streitwert damit unter Fr. 5'000.-- liegt und die vorliegende
Streitsache nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist, ist die
Zuständigkeit des Einzelrichters offensichtlich gegeben.
c) Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die
Übernahme der Kosten für die in Y._ am 22. April 2017
durchgeführte Zahnbehandlung im Betrag von Euro 1'861.-- zu Recht
abgelehnt hat.
2. a) Nach Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat, wer in Not gerät und nicht in der
Lage ist, für sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung sowie auf
die Mittel, welche für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.
Dieses Grundrecht räumt einer hilfsbedürftigen Person einen gerichtlich
durchsetzbaren Anspruch auf positive Leistungen des Staates ein. Als
Garantie eines menschenwürdigen Daseins ist das Grundrecht auf
Existenzsicherung unantastbar, womit Schutzbereich und Kerngehalt
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zusammenfallen. Eine Kürzung oder der Entzug verfassungsrechtlich
geschützter Existenzmittel ist daher unzulässig (vgl. Art. 36 Abs. 4 BV;
MÜLLER/SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 777
f.; THÜRER/AUBERT/MÜLLER, Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001,
§ 34 Rz. 31). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gewährleistet
das Grundrecht auf Sicherung minimaler Lebensbedingungen kein
Mindesteinkommen, sondern lediglich die Befriedigung elementarer
Bedürfnisse, um auf menschenwürdige Weise überleben zu können.
Dazu gehört Nahrung, Kleidung und Obdach sowie die medizinische
Grundversorgung. Art. 12 BV beschränkt sich mit anderen Worten auf das
für ein bescheidenes Dasein Notwendige, um nicht auf der Strasse der
Bettelei ausgesetzt zu sein (BGE 135 I 119 E.5.3 = Pra 2009 Nr. 107;
BGE 130 I 71 E.4.1; MÜLLER, in: EHRENZELLER/SCHINDLER/VALLENDER
[Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3.
Aufl., Zürich/St. Gallen 2014, Art. 12 Rz. 5-10, S. 329 f.; KAUFMANN, in:
BIAGGINI/GÄCHTER/KIENER [Hrsg.], Staatsrecht, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen
2015, § 41 Rz. 27; zum Ganzen Urteil des Verwaltungsgerichts des
Kantons Graubünden U 16 4 vom 14. April 2016 E.2a).
b) Der Anspruch auf öffentliche Unterstützung knüpft an die Bedürftigkeit
einer Person an. Besteht keine Bedürftigkeit (mehr), so kann keine
öffentliche Unterstützung (mehr) beansprucht werden. Gemäss Art. 1
Abs. 1 des Gesetzes über die Unterstützung Bedürftiger (UG; BR
546.250) gilt als bedürftig, wer für seinen Lebensunterhalt und den seiner
Familienangehörigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht
rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufzukommen vermag. Die
Unterstützungspflicht obliegt der politischen Gemeinde, in welcher die
bedürftige Person ihren Wohnsitz hat (Art. 5 Abs. 1 UG). Gemäss Art. 1
der Ausführungsbestimmungen zum UG (ABzUG; BR 546.270) sind für
die Bemessung der Unterstützung durch die zuständige Gemeinde im
Sinne von Art. 2 ABzUG die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz
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für Sozialhilfe (nachfolgend: SKOS-Richtlinien) einschliesslich des
Kapitels "Praxishilfen" mit gewissen Konkretisierungen und
Einschränkungen massgebend. Danach setzt sich das individuelle
Unterstützungsbudget aus der materiellen Grundsicherung (Grundbedarf
für den Lebensunterhalt, Wohnkosten und Kosten für die medizinische
Grundversorgung) sowie in vielen Fällen zusätzlich aus
situationsbedingten Leistungen, Integrationszulagen und/oder aus
Einkommensfreibeträgen zusammen (vgl. SKOS-Richtlinien, Kapitel A.6;
HÄNZI, Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe,
Diss., Basel 2011, S. 172).
3. a) Die medizinische Grundversorgung umfasst zudem die notwendigen
zahnärztlichen Behandlungen. Damit sie von der Sozialhilfe übernommen
werden können, müssen sie indessen als einfach, wirtschaftlich und
zweckmässig eingestuft werden. Zudem ist vor jeder Behandlung –
ausser in Notfällen – ein Kostenvoranschlag zu verlangen, welcher auch
über das Behandlungsziel Auskunft geben soll (vgl. SKOS-Richtlinien,
Kapitel C.I.4). Dabei muss zwischen Notfallbehandlung und Sanierung
unterschieden werden. Die Notfallbehandlung soll Patientinnen und
Patienten schmerzfrei und kaufähig machen. Diese Ziele können mit
einfachen, teilweise provisorischen zahnärztlichen Mitteln erreicht
werden. Demgegenüber besteht die einfache und zweckmässige
Sanierung in der Entfernung nicht erhaltenswürdiger Zähne und
Wurzelreste, in der Erhaltung strategisch wichtiger Zähne, im Legen von
Füllungen und in der zur Erhaltung der längerfristigen Kaufähigkeit
nötigen Lückenversorgung mit teilprothetischen Methoden (insb.
Modellguss). Nicht unter den Begriff der einfachen Sanierung fallen in der
Regel Kronen- und Brückenversorgungen, solange die Gebissfront nicht
betroffen ist (Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U
16 75 vom 26. Oktober 2016 E.3a und U 11 9 vom 6. April 2011 E.4b).
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b) Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist vorliegend unbestritten,
weshalb sie nicht weiter zu prüfen ist. Es geht in diesem Verfahren einzig
darum, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung
vom 31. Mai 2017 die Kostenübernahme für die in Y._ am 22. April
2017 durchgeführte Zahnbehandlung im Betrag von Euro 1'861.--
ablehnte. Begründend führt sie diesbezüglich aus, gemäss den
Ausführungen des Vertrauensarztes vom 22. Mai 2017 sei im Rahmen
der zahnärztlichen Behandlung in Y._ etwas völlig anderes
ausgeführt worden, als im Kostenvoranschlag vom 14. März 2017 geplant
und am 10. Mai 2017 auf Antrag des Vertrauensarztes durch die
Beschwerdegegnerin bewilligt worden sei. Die im Ausland durchgeführte
Zahnbehandlung stelle auch keine Vorbehandlung für die in der Schweiz
geplante Versorgung dar. Nach Zustellung der angefochtenen Verfügung
vom 31. Mai 2017 habe die Tochter des Beschwerdeführers zudem am 2.
Juni 2016 den Entscheid telefonisch beanstandet und ausgeführt, dass
bereits nach Erstellung des Kostenvoranschlags mit Prothesenlösung, mit
welchem der Beschwerdeführer nicht einverstanden gewesen sei, eine
alternative Zahnbehandlung in Y._ organisiert und der
Behandlungstermin vereinbart worden sei. Somit sei erwiesen, dass der
Beschwerdeführer bereits vor Einreichung des Kostengutsprachegesuchs
an die Beschwerdegegnerin beabsichtigt habe, eine von ihm gewünschte
Behandlung im Ausland zu organisieren und während den Schulferien
durchführen zu lassen. Dieses Vorgehen stelle eine Umgehung des
ordentlichen Verfahrens dar und verhindere eine sinnvolle und
zweckmässige Behandlung. Dem hält der Beschwerdeführer entgegen,
nachdem der Regionalen Sozialdienst B._ in seinem Auftrag ein
Gesuch um Kostengutsprache für eine Zahnbehandlung gemäss
Kostenvoranschlag des Dr. med. dent. C._ eingereicht habe, habe er
stets gehofft, dass bald ein Entscheid vorliegen werde. Auch wenn er
Zahnschmerzen gehabt habe, habe er sich nicht ohne vorgängige
Kostengutsprache der Beschwerdegegnerin in zahnärztliche Behandlung
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begeben wollen. Am 21. April 2017 sei er mit seiner Familie nach Y._
in die Ferien gefahren. Am darauffolgenden Tag habe er derart starke
Zahnschmerzen verspürt, dass er einen Zahnarzt aufgesucht habe.
Dieser habe eine starke Entzündung festgestellt und sofort mit der
Behandlung begonnen. Der Zahnarzt habe ihm für die durchgeführte
Behandlung eine Garantie von 10 bis 15 Jahren gegeben. Nachdem er
von der Beschwerdegegnerin noch keine Antwort für das in der Schweiz
gestellte Gesuch erhalten habe, habe er das Risiko einer kostspieligen
Behandlung in der Schweiz nicht eingehen oder später noch einmal für
eine Zahnbehandlung nach Y._ zurückkehren können. Zudem habe
die in Y._ durchgeführte zahnärztliche Behandlung etwa die Hälfte
der in der Schweiz vorgesehenen Zahnbehandlung gekostet.
c) Vorliegend sah Dr. med. dent. C._ in seinem Kostenvoranschlag
vom 14. März 2017 im Oberkiefer des Beschwerdeführers die Extraktion
aller Zähne mit anschliessender Immediatprothese und späterer
Unterfütterung und im Unterkiefer konservierende Massnahmen an den
Zähnen 31, 32, 35 und 42 vor (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-
act.] 1). Diese zahnärztlichen Massnahmen beurteilte der Vertrauensarzt
Dr. med. dent. D._ in seinem Schreiben an das Kantonale Sozialamt
Graubünden vom 12. April 2017 als sinnvoll, sozial verträglich sowie
unterstützungswürdig (vgl. Bg-act. 2), weshalb die Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom 10. Mai 2017 das Gesuch des Regionalen
Sozialdienstes B._, vom 21. April 2017 um Kostenübernahme für die
vorgenannte Zahnbehandlung im Betrag von Fr. 3'858.95 guthiess und
eine entsprechende Kostengutsprache erteilte (vgl. Bg-act. 3 und 4).
Demgegenüber kann der Rechnung für die in Y._ durchgeführte
Zahnbehandlung vom 22. April 2017 entnommen werden, dass der
behandelnde Zahnarzt dem Beschwerdeführer im Oberkiefer die Zähne
14 und 22 zog und eine endodontische Behandlung der Zähne 11, 13, 15,
21 und 25 mit anschliessender Porzellanabdeckung vornahm (vgl. Bg-act.
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6). Dies entspricht gemäss der vertrauensärztlichen Beurteilung des Dr.
med. dent. D._ vom 22. Mai 2017 einer Wurzelbehandlung der nicht
erhaltungswürdigen Zähne im Oberkiefer (vgl. Bg-act. 7). Aufgrund der
bisherigen Ausführungen ist somit davon auszugehen, dass die in
Y._ am 22. April 2017 durchgeführte Zahnbehandlung eine
zahnärztliche Sanierung und nicht eine Notfallbehandlung darstellt, zumal
der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 16. Juni 2017
selbst ausführt, gemäss Aussage des behandelnden Zahnarztes handle
es sich dabei um eine langfristige Lösung mit einer Garantie von 10 bis 15
Jahren. Wie die Beschwerdegegnerin zudem überzeugend darlegt, habe
ihr die Tochter des Beschwerdeführers als Reaktion auf die Verfügung
vom 31. Mai 2017 am 2. Juni 2017 telefonisch mitgeteilt, dass bereits
nach der Erstellung des Kostenvoranschlags mit Prothesenlösung vom
14. März 2017, mit welchem der Beschwerdeführerin nicht einverstanden
gewesen sei, eine alternative Zahnbehandlung auf die Schulferien hin in
Y._ organisiert und der Behandlungstermin vereinbart worden sei
(vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 3. Juli 2017 S. 1).
Folglich wäre vorliegend ein Kostenvoranschlag unbedingt erforderlich
gewesen, damit die Kosten für die vorgenommene zahnärztliche
Behandlung übernommen werden können (vgl. vorstehend E.3a). Für die
hier zur Diskussion stehende Zahnbehandlung ist allerdings weder ein
Kostenvoranschlag eingeholt noch eine Kostengutsprache erteilt worden.
Überdies wurden gemäss der vertrauensärztlichen Beurteilung des Dr.
med. dent. D._ vom 22. Mai 2017 durch die im Oberkiefer des
Beschwerdeführers vorgenommene Wurzelbehandlung nicht
erhaltenswerte Zähne erhalten (vgl. Bg-act. 7), was weder als einfach
noch als wirtschaftlich noch als zweckmässig beurteilt werden kann. Vor
diesem Hintergrund erweist sich schliesslich auch der Einwand des
Beschwerdeführers, wonach die in Y._ am 22. April 2017
durchgeführte zahnärztliche Behandlung etwa die Hälfte der in der
Schweiz vorgesehenen Zahnbehandlung gekostet habe, als unbehelflich.
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4. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Beschwerdegegnerin
die Kostenübernahme der in Y._ am 22. April 2017 durchgeführten
Zahnbehandlung im Betrag von Euro 1'861.-- zu Recht abgelehnt hat. Die
angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2017 erweist sich somit als
rechtens, was zu vollumfänglichen Bestätigung derselben und zur
Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5. a) Mit Eingabe vom 30. Juni 2017 hat der Beschwerdeführer ausserdem um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.
b) Die Behörde kann durch verfahrensleitende Verfügung oder mit dem
Entscheid in der Hauptsache einer Partei, die nicht über die erforderlichen
Mittel verfügt, auf Antrag die unentgeltliche Prozessführung bewilligen,
sofern ihr Rechtsstreit nicht offensichtlich mutwillig oder von vornherein
aussichtslos ist (Art. 76 Abs. 1 VRG). Obwohl vorliegend das Formular
"Gesuch um unentgeltliche Prozessführung" innert der angesetzten Frist
nicht einging, ist dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege
zu gewähren, da er offensichtlich nicht über die erforderlichen Mittel
verfügt und der Rechtsstreit nicht aussichtslos war.
c) Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG)
sind die Gerichtskosten von Fr. 200.-- von dem Beschwerdeführer zu
tragen. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird der
Beschwerdeführer von der Leistung der Gerichtskosten befreit.
Vorbehalten bleibt Art. 77 Abs. 1 VRG, wonach der Beschwerdeführer
das Erlassene zu erstatten hat, wenn sich seine Einkommens- und
Vermögensverhältnisse gebessert haben und er hierzu in der Lage ist.
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d) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine aussergerichtliche
Entschädigung zu, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte (Art.
78 Abs. 2 VRG).