Decision ID: a1bc8f36-749c-5a1c-9ac7-4aa33cba39ca
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter bzw. Kläger) war seit dem 15. März 1989 bei der
C._ AG, (nachfolgend Arbeitgeberin), als Maurer angestellt und in der Folge bei der
B._ vorsorgeversichert (act. G 1.5, G 5.2).
A.b Der Versicherte litt erstmals im Jahr 1999 an einem lumbospondylogenen
Syndrom links, welches nach stationären und ambulanten Therapien weitestgehend
remittierte. Im September 2003 traten ohne auslösendes Ereignis langsam zunehmend
wieder tieflumbale Kreuzschmerzen und seitliche Gesässschmerzen beidseitig auf, so
dass der Versicherte seine Arbeit am 17. September 2003 niederlegen musste (act. G
1.5, G 1.8, G 1.12 S. 5 und 11, G 5.8 S. 3). Vom 24. November bis 13. Dezember 2003
erfolgte eine Hospitalisation in der Rheumaklinik, Kantonsspital Winterthur (act. G 1.12
S. 6). Im Arztbericht vom 15. Februar 2004 diagnostizierte Dr. med. D._, Facharzt für
Rheumatologie und Innere Medizin FMH, ein chronifiziertes therapieresistentes
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beidseitiges lumbospondylogenes Syndrom, eine leichte degenerative LWS-
Veränderung und eine muskuläre Dysbalance sowie (vermutungsweise) eine
Schmerzverarbeitungsstörung (act. G 1.8). Im Bericht vom 4. Mai 2004 von
Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, Universitätsspital Zürich, wurden
diagnostiziert ein chronifiziertes lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom
beidseits, eine degenerative LWS-Veränderung mit Osteochondrose L5/S1 mit kleiner
medialer Diskushernie L5/S1 ohne Kompromittierung neuraler Strukturen, eine
muskuläre Dysbalance und zunehmende generelle Dekonditionierung sowie ein
Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung. Die angestammte Tätigkeit als Maurer
sei nicht mehr möglich. Für leichte bis mittelschwere Arbeiten sei der Versicherte nach
geeigneten physiotherapeutischen Massnahmen mittel- bis langfristig zu 100%
arbeitsfähig (act. G 5.8). Im Arztzeugnis vom 11. Juli 2004 bestätigte Dr. D._ seine
bisherige Diagnosestellung und schätzte die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
auf 100% (act. G 5.6).
A.c Per 31. Oktober 2004 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis, da sie dem
Versicherten keine leidensangepasste Tätigkeit anbieten konnte (act. G 1.3, G 5.2).
A.d Gemäss Arztzeugnis vom 1. November 2004 von Dr. med. E._, Allgemeine
Medizin FMH, war der Versicherte vom 1. Januar bis 2. September 2004 zu 100%
arbeitsunfähig. Vom 3. September bis 31. Oktober und vom 1. November bis 31.
Dezember 2004 schätzte der Arzt die Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten auf einmal
bzw. zweimal 21⁄2 Stunden pro Tag (act. G 5.5 S. 2).
A.e Mit Verfügung vom 21. Dezember 2004 lehnte die Arbeitslosenversicherung das
Begehren um Arbeitslosenentschädigung wegen fehlender Vermittlungsfähigkeit ab,
weil sich der Versicherte subjektiv als nicht arbeitsfähig bezeichnet hatte (act. G 5.5).
A.f Im Januar 2005 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum
Bezug von Leistungen an (act. G 1.12 S. 2). Im Arztbericht vom 27. Januar 2005
erklärte Dr. D._, dass der Versicherte als Maurer bleibend nicht mehr arbeitsfähig sei,
eine körperlich angepasste Tätigkeit sei ihm jedoch uneingeschränkt zumutbar (act. G
5.7). Vom 15. August bis 9. September 2005 hielt sich der Versicherte in der
Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Appisberg in F._ auf. Im Schlussbericht vom 3.
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Oktober 2005 wurde erklärt, dass der Versicherte in der freien Wirtschaft
eingliederungsfähig sei und in einer rückenadaptierten, leicht bis gelegentlich maximal
mittelschwer belastenden Tätigkeit eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestehe
(act. G 5.9). Im Arztbericht vom 9. Juli 2007 nahm Dr. G._, Orthopädische Chirurgie
FMH, Stellung zum Gesundheitszustand des Versicherten im Zeitraum vom 9. Mai bis
21. Dezember 2005. Er habe den Versicherten anlässlich mehrerer ambulanten
Konsultationen gesehen. Dabei sei es praktisch immer um Beschwerden im
lumbosakralen Bereich, namentlich am linken Iliosakralgelenk, gegangen (act. G 1.12 S.
7 f.).
A.g Mit Verfügungen vom 23. November und 29. Dezember 2005 wurde dem
Versicherten ein Arbeitstraining im Appisberg vom 9. Januar bis 8. Juli 2006
zugesprochen. Das Arbeitstraining musste wegen eines Unfalls (Treppensturz mit
Bruch der linken Schulter) am 5. Juni 2006 abgebrochen werden (act. G 5.10). Vom 12.
bis 16. Juni 2006 erfolgte eine Hospitalisation in der Chirurgischen Klinik des
Kantonsspitals Winterthur (act. G 1.12 S. 5).
A.h Im Arztbericht des Ambulatoriums des Psychiatriezentrums H._ vom 29.
September 2006 erklärten Dr. med. I._ und Dipl. Psychologe J._, dass der
Versicherte seit dem 7. Juli 2006 bei ihnen in Behandlung sei. Diagnostiziert wurde eine
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.1) und eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Aus psychiatrischer Sicht
bestehe eine 50 bis 70% Arbeitsunfähigkeit seit etwa Ende 2004 (act. G 1.9). Im
Arztzeugnis vom 19. Januar 2007 bescheinigte Dr. E._ eine unfallbedingte 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom 13. Juni 2006 bis zumindest 31. Januar 2007 (act. G 5.19). Im
Arztbericht vom 11. Mai 2007 berichtete das Ambulatorium H._ über die in
monatlichen Abständen durchgeführte Behandlung bei gleichbleibenden Diagnosen,
wobei sich seit dem Unfall vom 5. Juni 2006 die depressive Entwicklung verstärkt habe
(act. G 1.11). Im Arztbericht des Schmerz/Gutachtenzentrums, Klinik K._, vom 3. Juli
2007 wurde erklärt, dass die Fraktur vom Unfall vom 5. Juni 2006 in leichter
Fehlstellung verheilt sei, was zu einem subakromialen Impingement geführt habe (act.
G 1.12 S. 2 f. und 8). Im Arztbericht des Ambulatoriums H._ vom 19. September
2007 wurde aus psychiatrischer Sicht eine mittelgradige depressive Episode mit
somatischem Syndrom (ICD-10: F32.1) bestehend seit mindestens 7. Juli 2006 erhoben
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(act. G 5.18). In der Suva-kreisärztlichen Abschlussbeurteilung vom 17. Dezember 2007
erklärte Dr. L._, Chirurgie FMH, Suva Wetzikon, dass dem Versicherten eine
Rückkehr in die angestammte Tätigkeit unfallbedingt nicht mehr möglich sei. Für
körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten gebe es jedoch keine
Arbeitsfähigkeitseinschränkungen (act. G 1.12 S. 7).
A.i Am 26. August 2008 wurde der Versicherte im ABI Ärztlichen
Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (nachfolgend: ABI), begutachtet von Dr. med.
M._, Orthopädische Chirurgie FHM, Dr. med. N._, Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, und Dr.
med. O._, Innere Medizin FMH. Das Gutachten stammt vom 23. September 2008
(act. G 1.12). Diagnostiziert wurden u.a. eine leichte bis mittelgradige depressive
Episode, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, chronische
Schulterschmerzen links, ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre Symptomatik und eine Schmerzverarbeitungsproblematik mit
Symptomausweitung und Selbstlimitation. Die Konsensbeurteilung der beteiligten
Gutachter ergab für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten eine zumutbare Arbeits-
und Leistungsfähigkeit von 80% bei ganztägig möglicher Präsenz mit etwas
reduziertem Rendement (act. G 1.12 S. 16, 21, 24, 26 und 28).
A.j Mit Verfügung vom 6. November 2008 sprach die Suva dem Versicherten eine
Integritätsentschädigung zu. Eine Erheblichkeit von unfallbedingten psychischen
Leiden wurde mit Verweis auf das Unfallereignis, welches höchstens als mittelschwer
und nicht besonders eindrücklich einzustufen sei, verneint. Die Suva informierte zudem
über die Einstellung der Taggeldleistungen per 30. November 2008 (act. G 5.15).
A.k Vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2010 war der Versicherte über die Stiftung
P._ als Werkstattmitarbeiter (Kabelkonfektion) in einem 50%-Pensum angestellt.
Gemäss Bericht der Stiftung vom 27. Mai 2010 musste der Versicherte wegen
Schmerzen die Arbeit immer wieder unterbrechen. Wegen
Konzentrationsschwierigkeiten sei es immer wieder zu Fehlern in der Kabelkonfektion
gekommen. Festgestellt wurde, dass der Versicherte mit 4 Stunden Arbeit pro Tag an
seine Leistungsgrenze komme bzw. mit dem 50%-Pensum bereits ständig in einer
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leichten Überforderung sei. Die Einschätzung des RAD, dass der Versicherte in
angepasster Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig sei, habe sich in der Praxis nicht bestätigt
(act. G 1.4 Verfügungsteil 2, G 5.12, G 5.13).
A.l Mit Verfügung vom 18. August 2011 sprach die IV-Stelle Zürich dem Versicherten
auf der Basis des ermittelten Invaliditätsgrades von 55% eine halbe Invalidenrente ab
dem 1. Juli 2010 (Abschluss der beruflichen Massnahmen) zu (act. G 1.4).
A.m Mit Schreiben vom 4. Mai 2012 teilte die Pensionskasse dem Rechtsvertreter des
Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Zogg, Kieser Senn Partner, Zürich, mit, dass
sie den Leistungsfall per 31. Oktober 2004 abgeschlossen habe, denn es habe für eine
angepasste Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden. Im Weiteren
wurde angeführt, dass der IV-Verfügung vom 18. August 2011 nicht das damalige
Rückenleiden des Versicherten, sondern eine psychische Erkrankung, deren Beginn auf
den Juni 2006 festgesetzt worden sei, zugrunde liege. Da der Beginn der
massgebenden Arbeitsunfähigkeit nach der Versicherungszeit bei ihr liege, bestehe
ihrerseits keine Leistungspflicht für diese Arbeitsunfähigkeit (act. G 1.5).
B.
B.a Mit Klage vom 23. Januar 2015 stellte Rechtsanwalt Zogg als Vertreter für den
Ansprecher die folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): 1. Es seien dem Kläger zulasten
der Beklagten die gesetzlichen und reglementarisch geschuldeten Leistungen aufgrund
der ab 1. September 2003 aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit zuzusprechen inkl. Zins zu
5% ab heute; 2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, ihre vollständigen Dossiers mit den
Berechnungsgrundlagen zu edieren und detailliert zu begründen; 3. Es sei dem Kläger
Gelegenheit zu geben, sich nach Edition der gesamten Akten, Berechnungen und
Begründung zur Höhe der geschuldeten Leistung Stellung zu nehmen; 4. Unter Kosten-
und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten. Die Klage wird insbesondere damit
begründet, dass die Beklagte an die IV-Verfügung vom 18. August 2011 gebunden sei,
da ihr eine Verfügungskopie zugestellt worden sei und sie keine Beschwerde erhoben
habe. Im IV-Entscheid sei verbindlich festgestellt worden, dass der Kläger seit dem 1.
September 2003 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei. Im Weiteren
wird geltend gemacht, dass der Kläger bereits vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses
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an einem psychischen, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Leiden gelitten habe
und deshalb behandelt worden sei und ein sachlicher oder zeitlicher Unterbruch des
Zusammenhangs nicht vorliege.
B.b Mit Klageantwort vom 16. April 2015 beantragte Rechtsanwältin lic. iur. Marta
Mozar, Hubatka Müller Vetter Rechtsanwälte, Zürich, für die Beklagte die
vollumfängliche Abweisung der Klage unter Entschädigungsfolgen zu Lasten des
Klägers (act. G 5). Die Beklagte macht insbesondere geltend, dass der Kläger in einer
angepassten Tätigkeit sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht
zumindest bis Juni 2006 vollständig arbeitsfähig gewesen sei. Der Kläger hätte -
zumindest bis zum Unfall im Juni 2006 - ein rentenausschliessendes Einkommen
erzielen können, da die Einkommenseinbusse lediglich 15% betragen habe. Geändert
habe sich die Situation erst im Juni 2006 durch den Unfall, infolgedessen der Kläger
etwa ein Jahr arbeitsunfähig gewesen sei. Etwa zur gleichen Zeit habe sich der
psychische Zustand des Klägers verschlechtert, und die somatoforme Schmerzstörung
und die depressive Episode hätten erstmals zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt. Der
Kläger sei denn auch erst ab Juli 2006 in psychiatrischer Behandlung gewesen. Die
wohl bereits zuvor bestandene somatoforme Schmerzstörung sei längst nicht derart
schwerwiegend gewesen, dass sie ausnahmsweise als nicht überwindbar zu
betrachten gewesen wäre. Den Akten liessen sich eine damals vorhandene starke
Selbstlimitation und Rentenbegehrlichkeit entnehmen. Zudem habe die lange Dauer
der vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von September
2003 bis Juni 2006 den erforderlichen engen zeitlichen Zusammenhang unterbrochen.
Im Weiteren wird geltend gemacht, dass die IV-Verfügung für sie nicht verbindlich sei,
denn die IV-Stelle Zürich habe - da vorliegend nicht erforderlich - nicht im Detail
geprüft, wann die Arbeitsunfähigkeit und mithin die Wartefrist genau begonnen habe.
B.c In der Replik vom 20. August 2015 hält der Rechtsvertreter des Klägers an den
bisherigen Rechtsbegehren gemäss Klage vom 23. Januar 2015 fest (act. G 12). Zur
Begründung wird insbesondere angeführt, dass es überwiegend wahrscheinlich sei,
dass die psychische Erkrankung des Klägers nicht erst im Jahr 2006, sondern seit
längerem behandlungsbedürftig gewesen sei. So bestehe gemäss dem Bericht des
Ambulatoriums Bülach aus psychiatrischer Sicht eine 50 bis 70%ige Arbeitsunfähigkeit
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seit etwa Ende 2004. Auch sei der Kläger bereits im Jahr 2004 mit einem
Antidepressivum behandelt worden. Bestritten wird, dass der Kläger bis Juni 2006 ein
rentenausschliessendes Einkommen hätte erzielen können.
B.d In der Duplik vom 2. November 2015 hält die Rechtsvertreterin der Beklagten am
bisherigen Rechtsbegehren gemäss Klageantwort fest (act. G 18). Zur Begründung
wird insbesondere angeführt, dass es keine Beweise gebe, dass die beim Kläger
vorliegende Schmerzverarbeitungsstörung und die depressive Episode bereits vor
2006 eine Arbeitsunfähigkeit bewirkt hätten. Gemäss der Verfügung der
Arbeitslosenversicherung sowie den Berichten von Dr. D._, des Universitätsspitals
Zürich und des ABI sei der Kläger bis zum Unfall im Juni 2006 in einer angepassten
Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig gewesen. Das Ambulatorium H._ habe im Bericht vom
19. September 2007 denn auch seine Erklärung hinsichtlich des Beginns der psychisch
bedingten Arbeitsunfähigkeit korrigiert und gehe nun vom 7. Juli 2006 aus.

Erwägungen
1.
Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Versicherungsgerichts geht aus Art. 73
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) in Verbindung mit Art. 65 Abs. 1 lit. ebis des
Gesetzes über die Verwaltungspflege (VRP; sGS 951.1) hervor, die örtliche
Zuständigkeit folgt aus Art. 73 Abs. 3 BVG (Sitz der Beklagten im Kanton St. Gallen).
Auf die Klage ist einzutreten.
2.
2.1 Der Kläger lässt mit Verweis auf die IV-Verfügung vom 18. August 2011 (act. G 1.4)
im Wesentlichen geltend machen, dass der der Invalidität zugrunde liegende
Gesundheitsschaden seinen Ursprung im September 2003 habe, folglich zu einem
Zeitpunkt, als er noch bei der Beklagten vorsorgeversichert gewesen sei, weshalb die
Beklagte leistungspflichtig sei (act. G 1, G 12).
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2.2 Die Beklagte stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, der ursächliche und
der zeitliche Zusammenhang zwischen der während der Anstellung bei der C._ AG
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der hernach eingetretenen Invalidität gemäss IV-
Verfügung vom 18. August 2011 seien nicht gegeben bzw. durch die volle
Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit während rund 21⁄2 Jahren unterbrochen
worden, weshalb ihrerseits keine Leistungspflicht bestehe (act. G 5, G 18).
2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die als Berufsvorsorgeeinrichtung ins Recht gefasste
Beklagte für die vom Kläger in seiner Eigenschaft als Versicherter geltend gemachten
Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge aufzukommen hat.
3.
3.1 Der Kläger war unbestrittenermassen als Arbeitnehmer bis am 31. Oktober 2004
der C._ AG angestellt und deshalb bei der Beklagten vorsorgeversichert (act. G 1.3,
G 5.2). Gemäss Art. 35 des "Kassenreglement und Bestimmungen für die zusätzliche
Vorsorge" (act. G 5.4; nachfolgend: Kassenreglement) bleibt ein Arbeitnehmer während
eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses, längstens bis zur
Begründung eines neuen Vorsorgeverhältnisses weiterhin versichert. Diese Regelung
entspricht hinsichtlich des Risikos Invalidität der gesetzlichen Regelung nach Art. 10
Abs. 3 BVG. Folglich war der Kläger, der kein neues Vorsorgeverhältnis begründete, bis
30. November 2004 bei der Beklagten vorsorgeversichert.
3.2 Im Kontext von Art. 23 BVG ist der Zeitpunkt des Eintritts der (später zur Invalidität
führenden) Arbeitsunfähigkeit relevant, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in
welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die
Versicherteneigenschaft muss daher nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben
sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der
Verschlimmerung der Invalidität. Für eine einmal aus - während der Versicherungsdauer
aufgetretene - Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die
Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des
Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE
123 V 262 E. 1a, 118 V 45 E. 5).
3.3
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3.3.1 Nach der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung von Art. 23 BVG
haben Personen Anspruch auf Invalidenleistungen, die im Sinne der IV zu mindestens
50 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität
geführt hat, versichert waren. Am 1. Januar 2005 ist Art. 23 BVG in der Fassung
gemäss 1. BVG-Revision in Kraft getreten. Danach haben u.a. Personen Anspruch auf
Invalidenleistungen, die im Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt
der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren (lit.
a).
3.3.2 Nach Art. 26 Abs. 1 Kassenreglement haben Versicherte einen Anspruch auf
eine Invalidenrente bei Vorliegen von Invalidität, sofern sie bei Beginn der
massgebenden Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der
Beklagten versichert waren. Invalidität liegt vor, wenn eine versicherte Person im Sinne
der IV invalid ist (Abs. 2). Versicherten Personen, die zumindest zu 25% invalid sind,
werden die für die Vollinvalidität festgesetzten Leistungen in der Höhe gewährt, die
dem Invaliditätsgrad entspricht. Beträgt der Invaliditätsgrad 60% oder mehr, besteht
ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ein Invaliditätsgrad von 70% oder mehr gibt
Anspruch auf die volle Leistung (Abs. 3).
3.3.3 Wenn wie vorliegend der für den Leistungserhalt erforderliche minimale
Invaliditätsgrad gemäss Kassenreglement gegenüber der gesetzlichen Regelung für
den Versicherten günstiger ist, ist auf das Kassenreglement abzustellen. Folglich
besteht ein Anspruch auf berufliche Vorsorgeleistungen von der Beklagten, wenn bis
Ende der Nachdeckungsfrist am 30. November 2004 eine Arbeitsunfähigkeit
eingetreten war, die zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 25% führte.
3.4
3.4.1 Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz
vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die IV ausgehen, sind im Bereich der gesetzlichen
Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die (grundsätzliche, massliche und zeitliche)
Invaliditätsbemessung der IV-Stelle gebunden, sofern die Vorsorgeeinrichtung
spätestens im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einbezogen worden
war und sich die Invaliditätsbemessung der IV aufgrund einer gesamthaften Prüfung
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der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erweist (Art. 73bis ff. der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; BGE 132 V 1, 130 V 270 E. 3.1, 129 V 73
und 126 V 308 E. 1).
3.4.2 Für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten gemäss Art. 26
Abs. 1 BVG sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). Der Eintritt des Versicherungsfalles fällt
somit in der Regel mit der Eröffnung der einjährigen Wartezeit nach aArt. 29 Abs. 1 lit. b
IVG bzw. seit 1. Januar 2008 nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zusammen (BGE 134 V 20 E.
3.1.2, 118 V 239 E. 3c).
3.4.3 Die Verbindlichkeitswirkung für die berufliche Vorsorge erstreckt sich jedoch
nur auf diejenigen Feststellungen und Beurteilungen im IV-Verfahren, welche dort für
die Rentenausrichtung entscheidend waren und über die demnach effektiv zu befinden
war; andernfalls haben die Organe der beruflichen Vorsorge - und im Klagefall das
zuständige Vorsorgegericht - die Anspruchsvoraussetzungen ihrerseits frei zu prüfen
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 14. August 2000, B 50/99,
E. 2).
3.5 Hinsichtlich des Einbezugs der Beklagten in das IV-Verfahren ist festzustellen,
dass die IV-Verfügung vom 18. August 2011 (act. G 1.4) gemäss Verteiler der
Beklagten zugestellt wurde, was von ihr auch nicht bestritten wird. Ob auch der
Vorbescheid vom 14. Juli 2010 (act. G 5.14) der Beklagten zugestellt worden war,
erschliesst sich nicht aus den vorliegenden Akten. Da wie nachfolgend dargelegt, eine
allfällige Nichtzustellung des Vorbescheids vorliegend keine Folgen zeitigt, kann diese
Frage unbeantwortet bleiben.
3.6 Gemäss Kassenreglement stellt die Beklagte zwar grundsätzlich auf den
Invaliditätsbegriff der Invalidenversicherung ab (vgl. Art. 26 Abs. 2 Kassenreglement),
sie hat sich jedoch in Art. 36 Abs. 5 Kassenreglement die Überprüfung der
Anspruchsberechtigung und des Invaliditätsgrades vorbehalten. Die Beklagte macht
denn auch geltend, dass die dem Invaliditätsgrad von 55% zugrundeliegenden
Ursachen ihren Ursprung weder am 1. September 2003 (Eröffnung der Wartezeit
gemäss IV-Verfügung vom 18. August 2011) noch während der Versicherungszeit (bis
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30. November 2004) sondern erst danach haben (vgl. act. G 5, G 18). Nachfolgend ist
deshalb eine Würdigung der Verbindlichkeit der IV-Verfügung vom 18. August 2011 für
die berufliche Vorsorge vorzunehmen.
4.
4.1 Die IV-Stelle Zürich sprach dem Kläger nach Abschluss der beruflichen
Massnahmen mit Verfügung vom 18. August 2011 eine halbe Rente ab dem 1. Juli
2010 zu (act. G 1.4). Dem Rentenentscheid zugrunde liegt der nach Abschluss der
beruflichen Massnahmen ermittelte Invaliditätsgrad von 55%. Als Beginn der
einjährigen Wartezeit bzw. Beginn der erheblichen Arbeitsunfähigkeit (in der
angestammten Tätigkeit) wird in der Verfügung der 1. September 2003 genannt.
4.2 Festzustellen ist, dass die IV-Rentenverfügung vom 18. August 2011 gestützt auf
die IV-Anmeldung im Jahr 2005 (und der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit ab September 2003) erlassen worden ist. Ausgegangen wurde
von den gestellten Diagnosen im ABI-Gutachten vom 23. September 2008 (act. G
1.12). Eine Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Gesundheitszustandes bzw.
den zugrundeliegenden Ursachen über den gesamten Zeitraum von 2003 bis 2011 fand
jedoch nicht statt. Dem Rentenentscheid kann denn auch nicht entnommen werden,
inwiefern die Ursachen, welche zur Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
als Maurer im September 2003 geführt haben, bei Verfügungserlass am 18. August
2011 noch relevant waren, bzw. ob nicht andere bzw. weitere Ursachen für den
ermittelten Invaliditätsgrad von 55% bestimmend waren. Zudem ging die IV-Stelle
Zürich beim Validenlohn nicht vom letzten erzielten Verdienst des Klägers vor der
Arbeitsunfähigkeit im September 2003 aus, sondern übernahm das in der Suva-
Verfügung vom 6. November 2008 festgesetzte Einkommen von Fr. 55'213.-
(nominallohnbereinigt: Fr. 57'556.30), welches der Kläger in einer leidensadaptierten
Tätigkeit vor dem Treppensturz-Unfall im Juni 2006 hätte erzielen können. Beim
Invalidenlohn ging die IV-Stelle Zürich nicht von den Tabellenlöhnen gemäss
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik und der
Arbeitsfähigkeitsschätzung der ABI-Gutachter aus, sondern stützte sich auf den Bericht
der Stiftung P._ über den Temporäreinsatz des Klägers vom 1. November 2009 bis
31. Oktober 2010 ab und ging in der Folge von dem im Temporäreinsatz erzielten
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Einkommen (50%-Pensum) von Fr. 26'117.- pro Jahr aus (vgl. act. G 1.4, G 5.12, G
5.15).
4.3 Bezüglich des in der Rentenverfügung der IV-Stelle genannten Beginns der
einjährigen Wartezeit am 1. September 2003 ist festzustellen, dass der genaue Eintritt
der Invalidität wegen den durchgeführten Eingliederungsmassnahmen für die
Festsetzung des Rentenanspruchs vorliegend nicht entscheidend war. Eine
Beschwerde der Beklagten gegen die Rentenverfügung der IV-Stelle zwecks späterer
Festsetzung des Invaliditätseinritts (nach Beendigung des beruflichen
Vorsorgeschutzes am 30. November 2004) wäre vorliegend am fehlenden
Rechtsschutzinteresse gescheitert, da sich ein hierüber gestelltes Rechtsbegehren nur
gegen die Begründung der angefochtenen Rentenverfügung und nicht gegen das
Dispositiv gerichtet hätte. Deshalb vermag der in der Rentenverfügung genannte
Zeitpunkt für den Beginn der einjährigen Wartezeit keine Bindungswirkung für das
vorliegende Verfahren zu begründen (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 13. Januar
2009, 8C_539/2008, und 30. Mai 2014, 9C_12/2014, E. 3.2).
4.4 In Anbetracht des Dargelegten und der Indizien, dass die die Erwerbsfähigkeit und
den Invaliditätsgrad beeinflussenden Leiden überwiegend erst nach Ende des
Versicherungsverhältnisses (30. November 2004) auftraten, kann bezüglich einer
Leistungspflicht der Beklagten nicht unbesehen auf den Invaliditätsgrad von 55%
abgestellt werden. Es bedarf daher einer Würdigung der gesundheitlichen Situation des
Klägers bzw. der arbeitsrelevanten Einschränkungen in ursächlicher und zeitlicher
Hinsicht. Dabei ist die Frage, ob die ursächlich zur Invalidität führende
Arbeitsunfähigkeit schon während des bestehenden Vorsorgeverhältnisses mit der
Beklagten eingetreten ist, frei zu prüfen.
5.
Zuerst zu würdigen ist die gesundheitliche Situation und die Arbeits-/Erwerbsfähigkeit
des Klägers bis zum Ende des beruflichen Vorsorgeverhältnisses am 30. November
2004.
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5.1 Gemäss Aktenlage traten ab September 2003 körperliche Leiden (tieflumbale
Kreuzschmerzen und seitliche Gesässschmerzen beidseitig) auf. Trotz Physiotherapie
musste der Kläger deswegen am 17. September 2003 seine angestammte Tätigkeit als
Maurer niederlegen. Vom 24. November bis 13. Dezember 2003 war der Kläger in der
Rheumaklinik Winterthur hospitalisiert (act. G 1.8, G 1.12 S. 6 und 11, G 5.2).
5.2 Im Arztbericht vom 15. Februar 2004 diagnostizierte Rheumatologe Dr. D._ ein
chronifiziertes therapieresistentes beidseitiges lumbospondylogenes Syndrom, eine
leichte degenerative LWS-Veränderung, eine muskuläre Dysbalance sowie
(vermutungsweise) eine Schmerzverarbeitungsstörung. Er erklärte, dass es sich
deskriptiv um ein lumbo¬spondylogenes Syndrom handle, das aber weder in seinem
Ausmass noch von seiner Therapieresistenz aus organischer bzw. rheumatologischer
Sicht erklärt werden könne. Kernspintomographisch zeige sich lediglich eine
Degeneration der untersten Bandscheibe. Damit liessen sich die chronifizierten
Beschwerden jedoch nicht erklären. Es gebe keine Hinweise für eine lumboradikuläre
Symptomatik oder eine coxogene Problematik. Der Facharzt vermutete, dass es sich
um eine Schmerzverarbeitungsstörung oder auch um eine somatoforme
Schmerzstörung handle (act. G 1.8).
5.3 Im Bericht vom 4. Mai 2004 über das Arbeits-Assessment vom 3., 24. und 25.
März 2004 durch die Rheumaklinik und das Institut für Physikalische Medizin des
Universitätsspitals Zürich wurden als Diagnosen u.a. erhoben ein chronifiziertes
lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom beidseits, eine degenerative
LWS-Veränderung mit Osteochondrose L5/S1 mit kleiner medialer Diskushernie L5/S1
ohne Kompromittierung neuraler Strukturen, eine muskuläre Dysbalance und
zunehmende generelle Dekonditionierung sowie ein Verdacht auf eine
Schmerzverarbeitungsstörung. Die Ärzte stellten bei den Tests eine mässige
Leistungsbereitschaft des Klägers und in mehreren Tests eine deutliche
Selbstlimitierung fest. Sie erklärten, dass die angestammte Tätigkeit als Mauer nicht
mehr möglich sei, dagegen bestehe für leichte bis mittelschwere Arbeiten nach
geeigneten physiotherapeutischen Massnahmen mit Aufbau der rückenstabilisierenden
Muskulatur und Erlernen ergonomischer Arbeitstechniken mittel- bis langfristig eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.8).
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5.4 Im Arztzeugnis vom 11. Juli 2004 bestätigte Dr. D._ seine Diagnosestellung und
schätzte die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf 100% (act. G 5.6). Im
Arztbericht vom 27. Januar 2005 diagnostizierte er mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom
beidseitig bei degenerativen LWS-Veränderungen mit kleiner Diskushernie L5/S1, eine
muskuläre Dysbalance und zunehmende generelle Subdekonditionierung sowie einen
Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung. Er erklärte, dass der Kläger als
Maurer bleibend nicht mehr arbeitsfähig sei, eine körperlich angepasste Tätigkeit sei
ihm jedoch uneingeschränkt zumutbar (act. G 5.7).
5.5 Festzuhalten ist, dass der Kläger bis zum Ende des beruflichen Vorsorgeschutzes
insbesondere an einem chronifizierten lumbovertebralen bis lumbospondylogenen
Syndrom beidseitig bei degenerativen LWS-Veränderungen mit kleiner Diskushernie
L5/S1 litt. Zudem bestand der Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung. Nicht
gestellt wurden psychische Diagnosen noch wurde eine psychisch bedingte
Arbeitsunfähigkeit erhoben. Unbestritten ist, dass von einer gesundheitsbedingen
gänzlichen und andauernden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Maurer ab dem 17. September 2003 auszugehen ist. Gestützt auf die Arztberichte ist
zudem mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass der Kläger am Ende des Vorsorgeschutzes bei der Beklagten am 30.
November 2004 in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig war und
die Arbeits/Erwerbsfähigkeitseinschränkung ausschliesslich durch die körperlichen
Leiden und dabei insbesondere durch die verminderte körperliche Belastbarkeit
begründet waren.
6.
Im Weiteren ist die Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Arbeits-/
Erwerbsfähigkeit nach Beendigung des beruflichen Vorsorgeverhältnisses zu würdigen,
denn damit eine berufliche Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein
Arbeitnehmer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach
Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzukommen
hat, ist erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger
sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270 E. 4.1).
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6.1 Der sachliche Konnex ist zu bejahen, wenn der Gesundheitsschaden, der zur
Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen derselbe ist, welcher
der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 134 V 20 E. 3.2). Der zeitliche
Zusammenhang setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig geworden ist (BGE
134 V 20 E. 3.2.1). Massgebend ist die Arbeitsfähigkeit in einer der gesundheitlichen
Beeinträchtigung angepassten zumutbaren Tätigkeit; diese muss bezogen auf die
angestammte Tätigkeit die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens
erlauben (BGE 134 V 20 E. 5.3). Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten
Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des
Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Mit Bezug auf die Dauer der den
zeitlichen Konnex unterbrechenden Arbeitsfähigkeit kann die Regel von Art. 88a Abs. 1
IVV als Richtschnur gelten. Nach dieser Bestimmung ist eine anspruchsbeeinflussende
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen, wenn sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin
andauern wird. Bestand während mindestens drei Monaten wieder eine volle
Arbeitsfähigkeit und erschien gestützt darauf eine dauerhafte Wiedererlangung der
Erwerbsfähigkeit als objektiv wahrscheinlich, stellt dies ein gewichtiges Indiz für eine
Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs dar (BGE 123 V 262 E. 1c, 120 V 112 E.
2c/aa und bb; HÜRZELER MARC, in: JACQUES-ANDRÉ SCHNEIDER/THOMAS
GEISER/THOMAS GÄCHTER [Hrsg.], Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010,
Art. 23 BVG N 27 ff.).
6.2
6.2.1 Im Schlussbericht der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Appisberg vom 3.
Oktober 2005 wurde der Kläger in der freien Wirtschaft als eingliederungsfähig
eingestuft. Es bestehe in einer rückenadaptierten, leicht bis gelegentlich maximal
mittelschwer belastenden Tätigkeit eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit (act. G
5.9). Zum Gesundheitszustand des Klägers im Zeitraum vom 9. Mai bis 21. Dezember
2005 erklärte Dr. G._, dass er den Kläger anlässlich mehrerer ambulanter
Konsultationen gesehen habe. Es sei dabei praktisch immer um Beschwerden im
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lumbosakralen Bereich, namentlich am linken Iliosakralgelenk, gegangen (act. G 1.12 S.
7 f.). Ab 9. Januar 2006 bis zum Unfallereignis am 5. Juni 2006 absolvierte der Kläger
im Appisberg ein Arbeitstraining. Gemäss dem Bericht dieser Institution vom 10. Juli
2006 bestand während der ersten drei Monate eine gute Leistungsbereitschaft des
Klägers. Diese habe sich jedoch ab April 2006 kontinuierlich vermindert. So habe die
Absenzenquote im April 30% und im Mai gar 40% betragen. Ab April 2006 sei der
Kläger zudem psychisch instabil gewesen (act. G 5.10).
6.2.2 Der Treppensturz am 5. Juni 2006 führte zu einem Bruch der linken Schulter
des Klägers (act. G 5.10). Vom 12. bis 16. Juni 2006 wurde er deswegen in der
Chirurgischen Klinik des Kantonsspitals Winterthur behandelt (act. G 1.12 S. 5).
6.2.3 Ab dem 7. Juli 2006 war der Kläger in psychiatrischer Behandlung im
Ambulatorium H._. Im Arztbericht vom 29. September 2006 diagnostizierten der
Psychiater Dr. I._ und der Psychologe J._ u.a. eine mittelgradige depressive
Episode mit somatischen Syndrom (ICD-10: F32.1) und eine somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4; act. G 1.9). Im Arztbericht vom 11. Mai 2007 wurde
über die in monatlichen Abständen durchgeführte Behandlung informiert. Bei
gleichbleibenden Diagnosen habe sich seit dem Unfall vom 5. Juni 2006 die depressive
Entwicklung verstärkt (act. G 1.11). Im Arztbericht vom 19. September 2007 wurde
nebst den somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode mit
somatischem Syndrom (ICD-10: F32.1), bestehend seit mindestens 7. Juli 2006,
erhoben. Der Kläger leide unter einer Schmerzstörung, und es habe sich zunehmend
eine depressive Verstimmung
entwickelt (act. G 5.18).
6.2.4 Im Arztzeugnis vom 19. Januar 2007 bescheinigte Dr. E._ eine
unfallbedingte 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 13. Juni 2006 bis 31. Januar 2007 evtl.
weiterhin (act. G 5.19). Im Arztbericht des Schmerz-/Gutachtenzentrums, Klinik K._,
vom 3. Juli 2007 wurde festgehalten, die Fraktur vom Unfall vom 5. Juni 2006 sei in
leichter Fehlstellung verheilt, was zu einem subakromialen Impingement geführt habe
(act. G 1.12 S. 2 f. und 8).
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6.2.5 In der Abschlussbeurteilung vom 17. Dezember 2007 erklärte Suva-Kreisarzt
Dr. L._, dass dem Kläger eine Rückkehr in die angestammte Tätigkeit unfallbedingt
nicht mehr möglich sei, für körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten
bestünden jedoch keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Das Gewicht von zu
hebenden Lasten bis Taillenhöhe sei bis 10 kg, bis Brusthöhe auf 5 kg beschränkt.
Überkopfarbeiten seien nicht mehr möglich. Repetitiv weit ausreichende Tätigkeiten mit
der linken oberen Extremität seien zu vermeiden. Ungeeignet seien Tätigkeiten mit
Impulswirkung wie Arbeiten an stossenden oder vibrierenden Geräten (act. G 1.12 S. 3
und 7).
6.2.6 Gemäss dem ABI-Gutachten vom 23. September 2008 (act. G 1.12) wurden
vom Kläger Schmerzen im Rücken, in den Schultern, in den Hüftgelenken, in den
Armen und in den Beinen sowie Schlafstörungen, Gereiztheit und Nervosität geltend
gemacht. Er erklärte, er absolviere einmal wöchentlich vorwiegend passive
therapeutische Massnahmen für Rücken und Schulter mit Massage und Spiraldynamik,
zwei- bis dreimal wöchentlich ein Heimprogramm zur Verbesserung von Kraft und
Beweglichkeit, einmal wöchentlich selbständige Übungen im Warmwasserbad sowie
alle sechs bis acht Wochen eine psychotherapeutische Sitzung. Gemäss Dr. N._
bestand aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20%
aufgrund einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.0/F32.1)
und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Die 20%ige
Reduktion ergebe sich durch eine gewisse Verlangsamung des Arbeitstempos und
einen etwas erhöhten Pausenbedarf. Im Weiteren erklärte der Psychiater, der Kläger
fühle sich durch die Beschwerden mehr beeinträchtig, als dies den objektiven
Tatsachen entspreche. So fühle er sich kaum mehr in der Lage zu arbeiten und könne
sich nicht vorstellen, auch mit Schmerzen zu arbeiten. Die psychosozialen Belastungen
mit Verlust des Ansehens in der Familie und ungewisser finanzieller Situation hätten zu
verstärkten depressiven Verstimmungen geführt. Aufgrund des Alltagsverhaltens bzw.
der sozialen Aktivitäten zweifelte der Gutachter jedoch an, dass überhaupt je eine
mittelgradige Depression gegeben gewesen war (act. G 1.12 S. 16 f., 24 und 26). Der
orthopädische Gutachter Dr. M._ diagnostizierte mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit chronische Schulterschmerzen links (ICD-10: M79.6) und ein
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (ICD-10:
M54.5) sowie ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit u.a. ein leichtgradiges Sulcus
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ulinaris-Syndrom links (ICD-10: G56.2) und eine Schmerzverarbeitungsproblematik mit
Symptomausweitung und Selbstlimitation. Dr. M._ erklärte, die vom Kläger
angegebenen Beschwerden an der linken Schulter seien durch die objektivierbaren
Befunde grösstenteils zwar erklärbar, jedoch dürfte auch eine gewisse nichtorganische
Komponente vorliegen. Aufgrund der radiologisch feststellbaren beginnenden
degenerativen Veränderungen sei von einer etwas verminderten Belastbarkeit im
lumbosakralen Übergangsbereich auszugehen. Dies könne jedoch nicht plausibel einen
chronischen und fast vollständig therapieresistenten Dauerschmerz erklären. Aufgrund
der Pathologie an der linken Schulter und an der lumbalen Wirbelsäule bestehe für die
angestammte Tätigkeit eine bleibende volle Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte
Tätigkeiten, wo eine Hebe- und Traglimite von 10 kg nur ausnahmsweise überschritten
werde und keine Bewegungen des linken Arms oberhalb der Horizontalen vorkämen,
bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, denn
nach allgemeiner Erfahrung führe dies bei den vorliegenden Befunden nicht zu einer auf
somatischer Ebene begründbaren Schmerzprovokation. Als geeignete Tätigkeiten
nannte der Gutachter manuelle Tätigkeit auf Tischhöhe, administrative Arbeiten sowie
Kontroll- und Überwachungsaufgaben (act. G 1.12 S. 21 ff.). Nach durchgeführter
Konsensbeurteilung erklärten die beteiligten Gutachter, dass eine volle
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und für körperlich leichte, adaptierte
Tätigkeiten eine zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% bei ganztägig
möglicher Präsenz mit etwas reduziertem Rendement bestehe. Hinsichtlich der
diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung führten die Gutachter aus, dass weder
eine schwerwiegende psychische Störung noch eine schwere chronische körperliche
Begleiterkrankung vorliege. Aufgrund der regelmässigen Kontakte mit Kollegen sei
auch kein sozialer Rückzug gegeben. Ausserdem gebe es keine Hinweise auf
unbewusste Konflikte und ein primärer Krankheitsgewinn liege auch nicht vor. Zudem
seien die therapeutischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. So habe der Kläger trotz
subjektiv starker Beeinträchtigung ein Antidepressivum am Untersuchungstag - und
aufgrund des erhobenen Medikamentenspiegels nicht nur an diesem Tag - nicht
eingenommen (act. G 1.12 S. 28 f.).
6.3 Festzustellen ist, dass aus ärztlicher Sicht am Ende des beruflichen
Vorsorgeverhältnisses am 30. November 2004 bis zum Unfall am 5. Juni 2006,
zumindest aber bis April 2006 eine aus psychischen Gründen reduzierte
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Arbeitsfähigkeit nicht bewiesen ist. Somit ist von einer Unterbrechung des zeitlichen
Zusammenhangs auszugehen. Das Auftreten von psychischen Instabilitäten bzw. von
einem längerfristig andauernden psychischen Leiden ist denn auch erst ab April 2006
dokumentiert (vgl. act. G 5.10). Eine allfällige kurzzeitige Behandlung mit
Psychopharmaka im Jahr 2004 durch den Hausarzt Dr. E._ vermag den Beweis eines
relevanten psychischen Gesundheitsschadens nicht zu erbringen, da in den
Arztberichten der weiteren involvierten Ärzten ein psychisches Leiden nie thematisiert
worden war, woraus gefolgert werden muss, dass der Kläger gegenüber diesen Ärzten
nie ein psychisches Leiden bzw. entsprechende Symptome erwähnt hatte (act. G 1.10).
Gemäss Aussage des Klägers war eine psychiatrische/psychotherapeutische
Konsultation denn auch erstmals am 15. Juni 2006 im Ambulatorium H._ vorgesehen.
Dieser Termin musste wegen des Treppensturz-Unfalls auf den 7. Juli 2006 verschoben
werden (vgl. act. G 5.10). Von einer psychiatrischen/psychotherapeutischen
Behandlungsbedürftigkeit und einem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden
psychischen Leiden ist deshalb frühestens ab Juni 2006 auszugehen. So
diagnostizierten die Fachspezialisten des Ambulatorium H._ im Arztbericht vom 19.
September 2007 eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Syndrom und
eine somatoforme Schmerzstörung nicht mehr wie anfänglich (und damals
unbegründet) seit Ende 2004, sondern erst seit mindestens 7. Juli 2006 (act. G 1.9, G
5.18). Im Jahr 2008 gingen die ABI-Gutachter aus psychiatrischer Sicht von einer
20%igen Leistungsreduktion aus und stellten fest, dass sich die körperliche
Belastbarkeit des Klägers unfallbedingt (nochmals) vermindert hatte (act. G 1.12).
6.4 Aus dem zuvor Gesagten resultiert, dass der von der IV-Stelle Zürich ermittelte
Invaliditätsgrad von 55% (act. G 1.4) sich aus drei Komponenten zusammensetzt: den
physisch/somatisch bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestehend seit
September 2003, den physisch/somatisch bedingten zusätzlichen Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit durch den Treppensturz im Juni 2006 sowie den psychischen
bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ab frühestens Juni 2006, wobei
letztere insbesondere durch die erneute Arbeitsunfähigkeit bzw. die weiteren
Einschränkungen als Folge des Treppensturzes und die zunehmend belastende
psychosoziale Situation des Klägers (abzeichnende finanzielle Probleme, familiäre
Situation, fehlende Anerkennung, etc.) bedingt sein dürften. Die psychisch bedingten
Leiden und die daraus resultierenden Einschränkungen der Arbeits-/Erwerbsfähigkeit
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dürften in den Jahren bis zur IV-Rentenverfügung im Jahr 2011 zugenommen haben.
Während die erstgenannte Arbeitsfähigkeitseinschränkung für das vorliegende
Verfahren beachtlich ist, da deren Ursachen noch während des beruflichen
Versicherungsschutzes auftraten, sind die beiden weiteren Einschränkungsgründe, da
deren Ursachen erst nach Ende des Versicherungsschutzes am 30. November 2004
entstanden sind, vorliegend unbeachtlich. Dies hat zur Konsequenz, dass im
vorliegenden Verfahren nicht auf den Invaliditätsgrad von 55% gemäss der IV-
Verfügung vom 18. August 2011 abgestellt werden kann.
7.
7.1 Nachfolgend ist deshalb zu bestimmen, ob beim Kläger aufgrund der am Ende des
beruflichen Vorsorgeschutzes am 30. November 2004 vorhandenen Ursachen ein
Invaliditätsgrad resultiert, der einen Anspruch auf eine BVG-Invalidenrente von der
Beklagten begründet.
7.2 Am Ende des beruflichen Vorsorgeschutzes hätte der Kläger ohne gesundheitliche
Beeinträchtigungen ein Jahresgehalt von Fr. 63'677.- (2'112 Std./Jahr x 30.15 Fr./Std.;
Validenlohn) erzielen können (vgl. act. G 5.2). In einer leidensangepassten Tätigkeit liegt
das erzielbare Monatseinkommen nach dem Tabellenlohn gemäss
Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik bei Fr. 4'588.- (Tabelle TA1,
Niveau 4, Männer, Total). Angepasst auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.6 Std./
Woche resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 57'258.- (Invalidenlohn). Selbst bei
Berücksichtigung eines Leidensabzuges in der Höhe von 15% resultiert mit 24% ein
Invaliditätsgrad, welcher unter dem gemäss Pensionskassenreglement erforderlichen
minimalen Invaliditätsgrad von 25% liegt (vgl. Erwägung 3.3).
8.
8.1 Der Kläger hat dementsprechend keinen Anspruch auf eine BVG-Invalidenrente
von der Beklagten. Die Klage ist deshalb abzuweisen.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Ausgangsgemäss hat
der Kläger keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die obsiegende Beklagte
beantragt ebenfalls die Ausrichtung einer Parteientschädigung (act. G 5). Als
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Vorsorgeeinrichtung hat sie praxisgemäss keinen diesbezüglichen Anspruch, soweit -
wie vorliegend - die Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder
leichtsinnig zu bezeichnen ist (BGE 112 V 356, 126 V 143 und 128 V 323). Ihr Antrag
auf Ausrichtung einer Parteientschädigung ist deshalb abzuweisen.