Decision ID: 28da7420-2fda-5151-98aa-f1a80361e298
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler, Zürcherstrasse 191,
Postfach 1011, 8501 Frauenfeld,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1961 geborene B._ arbeitete seit Oktober 1993 bei der A._ als
Betriebsmitarbeiter und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Am Abend des 27. Mai
2007 erlitt er im Ausland einen Verkehrsunfall. Nach eigenen Angaben verlor er bei
nasser Fahrbahn mit einer Geschwindigkeit von rund 70 km/h die Kontrolle über sein
Fahrzeug, prallte zuerst in die rechte Leitplanke, geriet anschliessend auf die
Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden
Lieferwagen (Suva-act. 12).
A.b Nach der medizinischen Erstversorgung im Ausland wurde der Versicherte nach
der Rückreise in die Schweiz vom 29. bis 31. Mai 2007 im Spital Wil hospitalisiert. Die
behandelnden Ärzte diagnostizierten ein Schleudertrauma mit multiplen Kontusionen
sowie einen Abriss der palmaren Platte des linken Ringfingers (Suva-act. 4).
A.c Am 3. September 2007 führte Dr. med. C._, Facharzt für Radiologie, im Zentrum
für bildgebende Diagnostic, eine triplanare vertebro-spinale Magnet
resonanztomographie (MRI) durch. Dabei stellte er eine leichte linksbetonte Protrusion
der Bandscheibe C6/C7 ohne Hernierungsnachweis und eine kleinste Ruptur des
Anulus fibrosus C7/Th1 fest. Im Übrigen sei das MRI unauffällig, insbesondere könnten
weder posttraumatische ossäre Läsionen noch eine radikuläre Kompression festgestellt
werden (Suva-act. 25). Auf Anfrage von Dr. med. D._, Facharzt für Chirurgie,
Kreisarzt Suva St. Gallen, vom 13. Dezember 2007 bestätigte Dr. C._, dass er im
Rahmen der Untersuchung keinerlei Veränderungen habe feststellen können, die durch
ein traumatologisches Ereignis bedingt seien. Vielmehr seien alle festgestellten
Veränderungen degenerativer Natur (Suva-act. 48).
A.d Am 26. Oktober 2007 fand eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten
durch Dr. D._ statt. Dieser diagnostizierte eine Beschwerdesymptomatik mit
Schmerzen im Bereich der HWS, Kopfschmerzen, Schmerzen bei Belastung der
oberen Extremität, Schwindelanfällen und angegebenen Gedächtnisstörungen bei
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Zustand nach Autounfall am 27. Mai 2007 ohne Besserungstendenz sowie einen
konsolidierten knöchernen Abriss der Fibrocartilago volaris des linken Ringfingers mit
Spaltbildung intraartikulär im distalen Gelenksanteil volar. Im Rahmen mehrfacher
Überprüfungen habe der Versicherte eine praktisch normale HWS-Beweglichkeit bei
fehlenden kursorisch-neurologischen Ausfallerscheinungen, fehlendem Nystagmus und
negativem Romberg-Test gezeigt (Suva-act. 24).
A.e Am 19. November 2007 nahm der Versicherte seine ehemalige Tätigkeit bei der
A._ mit einem Arbeitspensum von 50% versuchsweise wieder auf (Suva-act. 42),
musste den Arbeitsversuch aber nach einer Woche aufgrund von Kopf- und
Nackenbeschwerden wieder abbrechen (Suva-act. 45).
A.f Eine neurologische Untersuchung des Versicherten fand am 7. Dezember 2007
durch Dr. med. E._, Facharzt für Neurologie, statt. Dabei konnten keine fokal
neurologischen Defizite, insbesondere keine Hinweise für radikuläre Symptome, ein
peripheres Kompressionssyndrom oder spinale Auffälligkeiten festgestellt werden. Es
bestehe kein Hinweis für eine strukturelle Läsion. Unter diesen Umständen sei der
Versicherte aus neurologischer Sicht in einer leichten körperlichen Tätigkeit zu
mindestens 50% arbeitsfähig, wobei eine schrittweise Erhöhung der Arbeitsfähigkeit
möglich sein sollte (Suva-act. 46).
A.g Mit Schreiben vom 20. Dezember 2007 forderte die Suva den Versicherten auf,
seine Tätigkeit bei der A._ per 7. Januar 2008 vorerst halbtags, und ab dem
21. Januar 2008 vollzeitlich wieder aufzunehmen, da die noch geklagten Beschwerden
nicht mehr adäquat kausal zum Unfallereignis vom 27. Mai 2007 seien (Suva-act. 53).
Dieser Aufforderung kam der Versicherte nicht nach, woraufhin die Suva am 11. Januar
2008 die Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Januar 2008 verfügte (Suva-
act. 55, 57).
B.
B.a Nachdem ein am 15. Januar 2008 angetretener, erneuter Arbeitsversuch bereits
am 17. Januar 2008 wieder abgebrochen wurde (Suva-act. 61, 68), erhob
Rechtsanwältin Barbara Wyler, Frauenfeld, für den Versicherten am 24. Januar 2008,
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ergänzt durch Eingabe vom 17. April 2008 (Suva-act. 87), Einsprache gegen die
Verfügung vom 11. Januar 2008 (Suva-act. 71). Sie beantragte die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die (Weiter-)Ausrichtung von Taggeldern auf der Basis
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. Februar 2008. Es seien die gesetzlichen
Leistungen zu erbringen, namentlich seien die Heilungskosten zu übernehmen und
allenfalls eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung auszurichten. Zusätzlich
seien tatsächliche und medizinische Abklärungen zu tätigen, insbesondere sei ein inter-
und polydisziplinäres Gutachten durch eine unabhängige Gutachterstelle anfertigen zu
lassen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Schliesslich sei dem Versicherten
die unentgeltliche Verfahrensführung und Verbeiständung zu gewährleisten.
B.b Mit Arztbericht vom 27. März 2008 diagnostizierte der Hausarzt, Dr. med. F._,
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, beim Versicherten eine HWS-Kontusion,
multiple Prellungen sowie eine posttraumatische Verarbeitungsstörung und eine
reaktive Depression nach schwerem Autounfall am 27. Mai 2007. Zudem stellte er sich
auf den Standpunkt, die Schilderung der Beschwerden sei jeweils einfühlsam und
glaubwürdig gewesen. Den Antrag, den Versicherten in Bellikon zu rehabilitieren, habe
die Suva ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Anfangs Februar 2008 habe er den
Versicherten deshalb über die Krankenkasse für einen Rehabilitationsaufenthalt nach
Valens geschickt. Er sei sicher, dass beim Versicherten der Arbeitswille bestehe. Aus
medizinischer Sicht handle es sich bei den Beschwerden des Versicherten um klare
Unfallfolgen (Suva-act. 86).
B.c Die Zeit vom 5. bis 26. März 2008 verbrachte der Versicherte im
Rehabilitationszentrum Klinik Valens. Im Austrittsbericht vom 26. März 2008 stellten die
behandelnden Ärzte beim Versicherten ein chronisch zervikozephales Syndrom, eine
diskrete Bandscheibenprotrusion C6/7 ohne spinale oder radikuläre Kompression, eine
muskuläre Dysbalance bzw. Fehlhaltung sowie eine posttraumatische
Belastungsstörung mit depressiver Symptomatik fest. Es bestehe eine
schonungsbedingte Dekonditionierung, aber auch mangelnde Bereitschaft, ein
gewisses Mass an unvermeidbaren Beschwerden bei Belastung zu tolerieren und an
effektiven funktionellen Leistungslimiten zu arbeiten. Der Versicherte zeige ein
selbstlimitierendes Verhalten, ohne dass aber körperliche oder funktionelle Limiten
beobachtet werden könnten. Seine Leistungsbereitschaft sei "im Wesentlichen als
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fraglich" zu qualifizieren. Auffällig seien die ständige Schmerzmimik und der leidende
Eindruck. Schliesslich habe der Versicherte bei den arbeitsbezogenen Tests mehrfach
Inkonsistenzen gezeigt. Unter Berücksichtigung der ergonomischen Leistungsfähigkeit
sei er für eine wechselbelastende mittelschwere Arbeit ganztags arbeitsfähig (Suva-
act. 97).
B.d Mit Schreiben vom 26. März 2008 kündigte die A._ das Arbeitsverhältnis mit
dem Versicherten per 30. Juni 2008 (Suva-act. 107).
B.e Im Auftrag des Kollektiv-Krankentaggeldversicherers der A._ wurde der
Versicherte am 23. April 2008 psychiatrisch begutachtet. Dabei kam Dr. med. G._,
Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie, zum Schluss, dass der Versicherte aus
psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt sei. Die von den Ärzten
der Klinik Valens gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung sei
unhaltbar, zeigten sich beim Versicherten doch die typischen Symptome einer solchen
Störung (insbesondere Flash-backs, intrusiv sich aufdrängende Gedanken, Albträume,
Vermeiden von Autofahrten etc.) nicht. Im Vordergrund stünden aggravatorische
Verhaltensweisen, eine Selbstlimitierung und die mangelnde Bereitschaft, Leistung zu
erbringen. Es liege keine klinisch relevante Depression vor, sondern eine dysthym-
dysphorisch gefärbte Verbitterung. Um dem Versicherten Gelegenheit zu geben, sich
an die neue Situation anzupassen und mit der Stellensuche zu beginnen, sei seine
Arbeitsfähigkeit ab 1. Juni 2008 auf 50% und ab 1. Juli 2008 auf 100% festzulegen
(Suva-act. 108).
B.f Mit Eingabe vom 10. Juli 2008 äusserte sich die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers zu den zwischenzeitlich angefallenen Akten, insbesondere zum
psychiatrischen Gutachten von Dr. G._. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass die
Resultate durch Verständigungsprobleme verfälscht worden seien. Zudem habe sich
der Gutachter zu fachfremden Fragen geäussert und dadurch seinen
Zuständigkeitsbereich überschritten. Der Versicherte sei früher unauffällig gewesen und
nicht - wie vom Gutachter geschildert - häufig leidend. Am Antrag auf interdisziplinäre
Begutachtung hielt die Rechtsvertreterin fest. Zudem verlangte sie eine
Verfahrenssistierung bis zum Abschluss der in Auftrag gegebenen neurologischen
Abklärung durch Dr. med. H._, Facharzt für Neurologie, (Suva-act. 117).
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B.g Am 16./17. September 2008 wurden im upright mri zentrum zürich
Magnetresonanztomogramme der HWS und des craniocervicalen Übergangs erstellt.
Darauf waren nach Ansicht von Dr. med. I._, Facharzt für Medizinische Radiologie,
keine strukturellen Veränderungen der Kopfgelenkbänder bzw. eine craniocervicale
Instabilität zu erkennen. Auffällig seien lediglich die deutlich eingeschränkte Rotation
nach links und rechts. Zudem seien eine deutliche Diskusdegeneration C6/7 und eine
flache dorsale in Extension zunehmende Protrusion im selben Segment ersichtlich.
Eine Wurzelkompression sowie eine spinale oder foraminale Stenose seien nicht
erkennbar (Suva-act. 125).
B.h Die Ärzte des Universitätsspitals Zürich, in dem am 1. September 2008 ein MRI
des Schädels, KM-verstärkt mit Spektroskopie erstellt wurde, fanden bei doppelt so
hohen Werten für den Cholinpeak im Bereich Amygdala links im Übrigen regelrechte,
altersentsprechende Strukturen ohne Hinweise für sonstige postkontusionelle Läsionen
(Beilage zu Suva-act. 137).
B.i Mit Schreiben vom 30. September 2008 und Verfügung vom 3. November 2008
lehnte die Invalidenversicherung, bei der sich der Versicherte in der Zwischenzeit zum
Leistungsbezug angemeldet hatte, sowohl einen Anspruch auf berufliche Massnahmen
wie auf eine Invalidenrente ab. Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte in
einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Der Invaliditätsgrad betrage
8% (Suva-act. 127, 128).
B.j Am 4. November 2008 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten einen
Zwischenbericht von Dr. H._ vom 31. Oktober 2008 und einen audio-
neurootologischen Bericht von Dr. med. J._, Facharzt für Otorhinolaryngologie, vom
28. Oktober 2008 ins Recht. In seinem Bericht äusserte Dr. H._ die Ansicht, dass
erhöhte Cholinwerte über dem linken Hippokampus "eine chronische - im Falle des
Patienten traumatisch bedingte - axonale Veränderung [bezeugten], die die derzeitige
depressive Grundstimmung als organisch bedingte Unfallfolgen erklärt". Eine
Schlafanalyse vom 7. auf den 8. Juli 2008 habe zudem gezeigt, dass der Versicherte an
einem deutlichen PLM-Syndrom leide, wobei eine recht deutliche
Schlafzeitunterschätzung aufgefallen und die geklagte Insomnie bestätigt worden
seien. Ein Arbeitsversuch mit einem Pensum von 30% könne diskutiert werden (Suva-
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act. 131). Dr. J._ kam zum Schluss, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer
milden traumatischen Hirnverletzung und einer multisegmentalen Funktionsstörung der
cervicalen Bewegungssegmente ausgegangen werden müsse. Es liege objektiv eine
mittelgradige vestibuläre Funktionsstörung linksbetont vor. Dies könne zu einer
Atrophie des Hippokampus, einer Störung des räumlichen Gedächtnisses und zu
weiteren kognitiv-mnestischen Defiziten führen (Suva-act. 130).
B.k Am 23. Januar 2009 wurde im Universitätsspital Zürich erneut ein MRI des
Schädels mit MR-Spektroskopie und Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI) gemacht. Im
Vergleich zum Vor-MRI vom 1. September 2008 ergebe sich keine Veränderung.
Insbesondere finde sich kein Hinweis auf Blutabbauprodukte oder andere strukturelle
Veränderungen, jedoch seien die Cholin-Werte im Hippokampus/Amygdala-Bereich auf
der linken Seite um ca. 30% erhöht. Ein korrelierendes DTI-Resultat liege nicht vor
(Suva-act. 154).
B.l Mit Entscheid vom 5. Mai 2009 wies die Suva die Einsprache des Versicherten
zufolge fehlender Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und dem
Unfallereignis vom 27. Mai 2007 ab (Suva-act. 157).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von B._ am 8. Juni 2009 durch seine
Rechtsvertreterin beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen angehobene
Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien
Taggelder auf der Basis einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. Februar 2008
auszurichten sowie die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Zusätzlich seien
tatsächliche und medizinische Abklärungen zu tätigen, insbesondere sei ein inter- und
polydisziplinäres Gutachten durch eine unabhängige Gutachterstelle anfertigen zu
lassen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zudem sei ihm die unentgeltliche
Prozessführung zu gewähren. Schliesslich sei das Verfahren zu sistieren, bis die
Ergebnisse des Distorsionstrauma-MRIs der Neuroradiologie des Universitätsspitals
Zürich bzw. ein weiterer Bericht von Dr. J._ nachgereicht werden könnten. Entgegen
der Ansicht der Beschwerdegegnerin seien die Unfallfolgen mit Blick auf die
Ergebnisse der medizinischen Abklärungen von Dr. H._ und Dr. J._ organisch
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ausgewiesen. Auch fänden noch weitere ärztliche Behandlungen und Untersuchungen
statt, weshalb der Fallabschluss durch die Suva verfrüht erfolgt sei. Entgegen der
Einschätzung der Beschwerdegegnerin sei das Unfallereignis vom 27. Mai 2007 als
schwer zu qualifizieren, weshalb die Adäquanz von Vornherein zu bejahen sei. Selbst
wenn das Ereignis aber als mittelschwer eingestuft werde, lägen medizinisch
nachweisbare strukturelle Veränderungen vor. Schliesslich seien die Kriterien der
Arbeitsanstrengungen und der Fehlbehandlung im vorliegenden Fall erfüllt. Allenfalls
seien zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen zu tätigen (act G 1).
C.b Am 15. Juni 2009 ergänzte die Rechtsvertreterin die Beschwerde mit einer
Stellungnahme von Dr. J._ vom 11. Juni 2009 zum Einspracheentscheid vom 5. Mai
2009 (act. G 7).
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie bekräftigte ihren
Standpunkt, wonach im HWS- und Kopfbereich keine unfallkausalen strukturellen
Schäden objektiviert werden konnten, woran auch der audio-neurootologische Bericht
von Dr. J._ nichts zu ändern vermöge, zumal sich die Ätiologie und die
Unfallkausalität der von ihm postulierten Gleichgewichtsstörungen mit seinen
Untersuchungsmethoden gar nicht beweisen liessen. Aus neurootologisch-
wissenschaftlicher Sicht sei es sogar generell unmöglich, aufgrund pathologischer
neurootologischer Befunde eine exakte Kausalitätsbegründung zu erstellen. Der Bericht
sei aufgrund der verwendeten Fachtermini für medizinische Laien nur schwer
verständlich und berücksichtige die massgebenden Akten nicht. Für die erhöhten
Cholinwerte gebe es mannigfaltige Ursachen, was auch Dr. H._ anerkenne. Die von
Dr. H._ gezogenen Schlüsse seien wissenschaftlich nicht fundiert. Insgesamt sei mit
den Ausführungen von Dr. H._ weder die Organizität noch die Unfallkausalität der
geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen. In diesem
Zusammenhang verweist die Beschwerdegegnerin auf eine medizinische Beurteilung
von Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suva
Versicherungsmedizin, vom 7. August 2009 (Suva-act. 159), wonach ein erhöhter
Cholinwert gerade gegen das Vorliegen einer Depression spreche, hätten
Untersuchungen doch gezeigt, dass depressive Patienten deutlich niedrigere
Cholinspiegel im Hippokampus und zudem teilweise ein kleineres Volumen des
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Hippokampus aufweisen würden. Vorliegend sei der Cholinwert aber nicht vermindert,
sondern im Gegenteil erhöht. Die von Dr. H._ angeführten neuroradiologischen
Untersuchungen stünden noch im Anfangsstadium der klinischen Erprobung und seien
keineswegs allgemein anerkannt. Die Resultate der von ihm durchgeführten
Schlafanalyse seien summarisch und unvollständig, und vermöchten eine erworbene
Schlafstörung, insbesondere deren Unfallkausalität, keineswegs zu belegen. Sie
erachte deshalb den Fallabschluss für nicht verfrüht, zumal eine namhafte Besserung
der Beschwerden mittels weiterer Behandlungen nicht habe erreicht werden können,
was aus dem Bericht von Dr. E._ und demjenigen der Klinik Valens ersichtlich sei. Mit
Erreichen des Status quo sine im Zeitpunkt des Fallabschlusses entfalle die
Notwendigkeit einer Adäquanzprüfung. Selbst wenn aber eine Adäquanzprüfung
vorzunehmen wäre, sei keines der erforderlichen Kriterien erfüllt (act. G 11).
C.d Mit Verfügung vom 13. Oktober 2009 bewilligte der Präsident des
Versicherungsgerichts dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung durch seine bisherige Rechtsvertreterin (act. G 17).
C.e Mit Replik vom 16. November 2009 kritisierte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin die Person und
Methoden von Dr. J._ völlig ungerechtfertigt als untauglich darstelle. Die
neurootologischen Untersuchungen, die im Hearing Balance Mobility Centre in St.
Gallen seit Jahren durchgeführt würden, seien vielmehr Tarmed-anerkannt und würden
von allen Krankenkassen und Versicherungen bezahlt. Der Fallabschluss sei eindeutig
zu früh erfolgt, zumal der Beschwerdeführer erst im abschliessenden neurologischen
Bericht von Dr. H._ vom 22. April 2009 erstmals wieder zu 30% arbeitsfähig
geschrieben worden sei. Von einem selbstlimitierenden, unkooperativen Verhalten des
Beschwerdeführers könne keine Rede sein, habe er doch seine Erwerbsfähigkeit
aufgrund eigener, tatkräftiger Bemühungen steigern können. Die Adäquanz zwischen
Beschwerden und Unfallereignis sei schliesslich gegeben (act. G 20). Zur Ergänzung
der Replik reichte die Rechtsvertreterin zudem am 17. November 2009 ein Schreiben
des RAV Oberuzwil vom 15. September 2009 ins Recht, worin der Beschwerdeführer
zur Teilnahme an einem Einsatzprogramm angewiesen wurde (act. G 22).
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C.f In ihrer Duplik vom 1. Dezember 2009 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren
Antrag auf Abweisung der Beschwerde und stellte sich auf den Standpunkt, dass die
von Dr. J._ angewandten Methoden nach geltender höchstrichterlicher
Rechtsprechung nicht geeignet seien, Ätiologie und Unfallkausalität der Beschwerden
zu beweisen. Die Behauptung, man habe die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
dank der Behandlungen der Dres. H._ und J._ von 0% auf 30% erhöhen können,
sei absurd, zumal bei objektiver Betrachtung bereits seit anfangs 2008 eine volle
Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 24).

Erwägungen:
1.
Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des
Unfalls vom 27. Mai 2007 bis zum 31. Januar 2008 und erbrachte entsprechende
Versicherungsleistungen. Streitig und zu prüfen ist, ob sie die Ausrichtung von weiteren
Leistungen ab 1. Februar 2008 wegen fehlender Adäquanz der Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers mit dem Unfallereignis zu Recht verweigerte.
2.
2.1 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ist der Ansicht, die
Beschwerdegegnerin habe den Fall zu früh abgeschlossen. Ausgehend von Art. 19 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) hat der Versicherer
nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung - sofern allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind -
Heilbehandlung und Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands
erwartet werden kann. Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands vorliegt,
bestimmt sich dabei nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Ist
durch eine Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Steigerung der
unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten, ist der Fall unter
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs
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auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134
V 109 E. 4.1 und 4.3 mit Hinweisen).
2.2 In seinem Bericht vom 7. November 2007 äusserte sich Dr. D._ wie folgt:
"Dr. F._ und ich stimmen darin überein, dass, abgestützt auf das Ergebnis der
neurologischen Untersuchung, wie auch unter Berücksichtigung des Verlaufes und des
Ergebnisses der nun eingeleiteten Physiotherapie, mit grosser Wahrscheinlichkeit ein
positives Ergebnis von einer stationären Rehabilitation in Bellikon erwartet werden
könne" (Suva-act. 34). Fünf Wochen später stellte er sich im Memo vom 18. Dezember
2007 auf den Standpunkt, angesichts der Gesamtsituation sei vom Eintritt des Status
quo sine auszugehen und der Fall abzuschliessen. Anderseits frage er sich, "ob bei
Bewertung der gesamten Angelegenheit, nicht doch eine entsprechende Rehabilitation
in Bellikon der Sache als Ganzes dienen und zur Reintegration des Patienten beitragen
könnte". Er schlage deshalb die wohlwollende Prüfung einer Rehabilitation vor (Suva-
act. 50). Diese widersprüchlichen Aussagen zeigen, dass auch Dr. D._ von der
Richtigkeit eines Fallabschlusses im Dezember 2006 noch keineswegs überzeugt war.
Dies umso mehr, als er letztlich die Durchführung einer Rehabilitation beantragte, was
darauf schliessen lässt, dass er zumindest von der Möglichkeit einer Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit ausging. Erachteten aber sowohl der Kreisarzt wie auch der Hausarzt
eine Besserung des Gesundheitszustands durch eine stationäre Rehabilitation noch für
wahrscheinlich, erweist sich der von der Beschwerdegegnerin per 31. Januar 2008
vorgenommene Fallabschluss in der Tat als verfrüht.
2.3 Demgegenüber geht aus dem Austrittsbericht der Reha-Klinik Valens vom
26. März 2008 hervor, dass im Rahmen der dreiwöchigen Rehabilitation nur eine
minimale Verbesserung der Beweglichkeit erreicht werden konnte. In Bezug auf die
Schmerzen hätten keine wesentlichen Änderungen beobachtet werden können. Beim
Beschwerdeführer bestehe eine schonungsbedingte Dekonditionierung und mangelnde
Bereitschaft, Beschwerden bei Belastung zu tolerieren und an Leistungslimiten zu
arbeiten. Auf eine physiotherapeutische Behandlung hätte verzichtet werden müssen,
da er auf eine solche mit Schmerzausweitung reagiert habe. Er beurteile seine
Beschwerden bei Austritt als unverändert und sehe sich kaum arbeitsfähig. Ungeachtet
dieser Einschätzung sei er für eine wechselbelastete mittelschwere Arbeit ganztags
arbeitsfähig. In Bezug auf das weitere therapeutische Vorgehen sei ein Heimprogramm
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instruiert worden. Zudem sei ein weiterführendes aktives Training 3-mal pro Woche im
Rahmen einer physiotherapeutisch geleiteten Medizinischen Trainingstherapie (MMT)
zu empfehlen. Im Licht dieser Äusserungen stand bei Austritt aus der Rehaklinik Valens
am 26. März 2008 fest, dass mit keiner namhaften Steigerung der unfallbedingt
beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen mehr zu rechnen
war, nicht zuletzt, weil davon auszugehen war, dass solche bereits an der im gezeigten
mangelhaften Kooperation des Beschwerdeführers scheitern würden.
2.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Fallabschluss per 31. Januar 2008
verfrüht erfolgte. Ein solcher hätte vielmehr erst nach durchgeführter Rehabilitation per
26. März 2008 vorgenommen werden sollen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der
Beschwerdeführer demnach noch Anspruch auf vorübergehende Leistungen,
namentlich ein Taggeld und die Übernahme der Heilungskosten. Nachfolgend zu
prüfen ist demnach noch, ob der Beschwerdeführer ab 27. März 2008 Anspruch auf
weitere Versicherungsleistungen hat, was die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom
11. Januar 2008 und Einspracheentscheid vom 5. Mai 2009 mangels adäquater
Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 27. Mai
2007 implizit verneint hat.
3.
3.1 Die gemäss Rechtsprechung geltenden Voraussetzungen für die Leistungspflicht
des Unfallversicherers, insbesondere jene des natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom
5. Mai 2009 zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Anzufügen bleibt,
dass im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von
nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild
gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG]
nachgewiesen werden) die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
praktisch keine Rolle spielt. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne
weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V
365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht
(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht
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automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, können doch gerade
klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. In diesen
Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt
zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall
ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung
gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen,
dass eine versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft
werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden
Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik
aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung
ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen
aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die
Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit
BGE 134 V 109 modifizierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum
adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass
die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den
organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind,
ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren
bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte
Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V
335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie
Schädel-Hirntraumata anwendbar ist, wenn und soweit sich dessen Folgen mit jenen
eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 17. August 2004 [U 243/03] i/S O.G.; RKUV 2000 Nr. U 395
S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).
3.2
3.2.1 Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der
höchstrichterlichen Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die
erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl.
BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit
Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem
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wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). So können
beispielsweise Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im
Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als klar
ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches
gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit Hinweisen, sowie vom 7.
Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3). Im vorliegenden Fall zeigte eine erste
Untersuchung der HWS im Spital Wil anhand von im Ausland gemachten
Röntgenbildern keine Hinweise auf Frakturen (Suva-act. 4). Ein am 3. September 2007
erstelltes triplanares vertebro-spinales MRI zeigte nach Ansicht von Dr. C._ keine
Anzeichen für posttraumatische ossäre Läsionen bzw. einer allfälligen radikulären
Kompression (Suva-act. 25). Auf Nachfrage von Dr. D._ bestätigte Dr. C._, dass
sämtliche am 3. September 2007 festgestellten Veränderungen und damit auch die
leichte linksbetonte Protrusion der Bandscheibe C6/C7 und die kleinste Ruptur des
Anulus fibrosus C7/Th1 degenerativer Natur seien (Suva-act. 48). Am
16./17. September 2008 erstellte Dr. I._ ein MRI der HWS und des craniocervicalen
Übergangs. Auch daraus konnten weder strukturelle Veränderungen der
Kopfgelenkbänder bzw. eine craniocervicale Instabilität noch eine Wurzelkompression
oder eine spinale oder foraminale Stenose festgestellt werden (Suva-act. 125).
3.2.2 Zu den von Dr. J._ festgestellten Befunden ist festzuhalten, dass es sich
nach der Rechtsprechung bei der Posturographie um eine in Fachkreisen zwar nicht
unbestrittene, jedoch weit verbreitete und auch in Universitätskliniken schon seit
längerer Zeit verwendete Untersuchungsmethode handelt, deren Wissenschaftlichkeit
nach dem heutigen Stand der Medizin kaum zu bestreiten ist. Die damit zu
gewinnenden Erkenntnisse sind indessen beschränkt. Die Posturographie liefert zwar
zusätzliche Informationen und es lassen sich damit sonst nicht fassbare
Gleichgewichtsstörungen objektivieren. Sie vermag jedoch keine direkten Aussagen zur
Ätiologie des Leidens und zu dessen allfälliger Unfallkausalität zu machen. Auch lässt
sich daraus nicht unmittelbar auf eine bestimmte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit
schliessen. Sie bildet deshalb lediglich ein zusätzliches Element bei der Beurteilung
vestibulärer Störungen. Daraus folgt, dass sich aus der Beurteilung des medizinischen
Sachverhalts durch Dr. J._ direkt verwertbare Aussagen zur Unfallkausalität nicht
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ableiten lassen (vgl. die Urteile des EVG vom 29. März 2006, U 254/04 und U 197/04,
bestätigt durch Urteil vom 1. September 2009, 8C_964/2008, E. 3.2.3).
3.2.3 Auch die von Dr. H._ geäusserte Ansicht, wonach die erhöhten
Cholinwerte eine chronische - im Fall des Patienten traumatisch bedingte - axonale
Veränderung bezeugten, die die derzeitige depressive Grundstimmung als organisch
bedingte Unfallfolge erklärten, überzeugt nicht. Einerseits ist es nicht nachvollziehbar,
wieso die erhöhten Cholinwerte, die nach dieser Aussage offenbar gewöhnlich auf eine
chronische axonale Veränderung hinweisen, im vorliegenden Fall gerade auf eine
traumatisch bedingte axonale Veränderung schliessen lassen sollen. Ebenfalls nicht
verständlich ist, wie eine depressive Grundstimmung organisch bedingt sein soll, zumal
es sich dabei um eine psychiatrische und nicht um eine somatische Diagnose handelt.
In dieser Hinsicht ist anzumerken, dass Dr. G._ beim Beschwerdeführer keine
psychiatrische Erkrankung feststellen konnte. Schliesslich wird ebenfalls nicht dargetan
und ist auch nicht ersichtlich, wie die erhöhten Cholinwerte resp. eine traumatisch
bedingte axonale Veränderung eine Unfallkausalität der von Dr. H._ attestierten
depressiven Grundstimmung darzulegen imstande wären.
3.2.4 Damit sind vorliegend keine strukturellen Veränderungen objektivierbar.
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Verletzungen auch ohne
nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall
funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für
ein Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein
Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert
und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von
Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit,
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Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch
BGE 117 V 369 Erw. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts
(Urteile vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S
G.) muss bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung
von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis
höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in
diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die
andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion typischerweise
auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum
manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen
Kausalzusammenhangs auszugehen.
4.2 Vorliegend klagte der Beschwerdeführer offenbar bereits anlässlich seiner
Hospitalisierung im Ausland unmittelbar nach dem Unfall über Beschwerden in der
Halsregion resp. an der HWS ("con cervicalgia", "contrazione antalgica del collo"; vgl.
Suva-act. 143). Auch die Ärzte des Spitals Wil diagnostizierten am 31. Mai 2007 ein
Schleudertrauma und bezeichneten die HWS als druckdolent. In der Erstbefragung
durch die Beschwerdegegnerin am 13. September 2007 klagte der Beschwerdeführer
ebenfalls über Nackenschmerzen. Zudem leide er an Kopfschmerzen, Schwindel,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und Schlafschwierigkeiten. Am
21. September 2007 füllte der Beschwerdeführer zusammen mit seinem Case Manager
das "Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen" aus. Darin gab er an,
unmittelbar nach dem Unfall an Nackenbeschwerden sowie Schmerzen im linken
Finger gelitten zu haben. Innert Stunden hätten sich Kopfschmerzen, Schwindel und
Konzentrationsschwierigkeiten resp. Gedächtnisstörungen eingestellt (Suva-act. 15).
Unter diesen Umständen ist ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfallereignis vom 27. Mai 2007 und den geklagten Beschwerden als Folgen einer
schleudertraumaähnlichen Verletzung mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Nachdem in den Akten
keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses eine
psychische Problematik als Ursache der Beschwerden in den Vordergrund gerückt ist,
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hat die Adäquanzbeurteilung anhand der in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit
BGE 134 V 109 modifizierten Kriterien zu erfolgen.
5.
5.1 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der
Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende
Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies
trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten
ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen
banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und
schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während
der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens
allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die
unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo
im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des
adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen
werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Für einen adäquaten Kausalzusammenhang sprechen
nach dieser Rechtsprechung besonders dramatische Begleitumstände resp. eine
besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen; eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche
Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie
eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 130
E. 10.3).
5.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, das Unfallereignis vom
25. Mai 2007 sei als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren (act. G 3.1). Vergleicht man
die im Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010 (8C_786/2009, E. 4.6.2)
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überblicksweise dargestellte höchstrichterliche Rechtsprechung zur Abgrenzung
mittelschwerer Unfälle im engeren Sinn von mittelschweren Unfällen an der Grenze zu
schweren Unfällen bei Verkehrsunfällen und den vorliegend zu beurteilenden, eingangs
geschilderten Unfallhergang, ist diese Qualifikation nicht zu beanstanden.
5.3 Ausgehend von einem mittelschweren Unfall ist für die Bejahung der Adäquanz
erforderlich, dass ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist
oder mindestens drei unfallbezogene Kriterien gegeben sind (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).
5.3.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles ist objektiv zu beurteilen und nicht auf Grund
des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999
Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008.
U 56/07, E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine
gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des
Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008,
8C_39/2008, E. 5.2). Im vorliegenden Fall verlor der Beschwerdeführer mit einer
Geschwindigkeit von 70 km/h offenbar zufolge Aquaplanings die Kontrolle über sein
Fahrzeug, prallte zuerst in die rechte Leitplanke, schleuderte auf die linke Fahrbahn.
Gemäss Polizeibericht vom 27. Mai 2007 versuchte der entgegenkommende
Lieferwagen noch, nach links auszuweichen. Nichtsdestotrotz kam es zur Kollision.
Obwohl diesem Unfallhergang eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen
werden kann, ist das Kriterium besonders dramatischer Begleitumstände oder einer
besonderen Eindrücklichkeit unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen
Rechtsprechung zu verneinen. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang ein Urteil
des EVG vom 28. Juni 2005 (U 282/05), in dem die besondere Eindrücklichkeit eines
Verkehrsunfalls selbst in einem Fall verneint wurde, in dem ein Fahrzeug auf der
Autobahn bei regennasser Fahrbahn und einer Geschwindigkeit von 100-110 km/h ins
Schleudern geriet, sich drehte, in einen Graben am Strassenrand geriet und sich
zweimal überschlug, bis es auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Mit Blick auf das
Unfallereignis können auch die vom Beschwerdeführer zusätzlich zum
Schleudertrauma erlittenen Verletzungen, hauptsächlich Kontusionen im Brustbereich
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sowie einen Abriss der palmaren Platte des linken Ringfingers, nicht als schwer oder
von besonderer Art eingestuft werden.
5.3.2 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen
Behandlung ist offensichtlich nicht erfüllt. Nebst ungefähr wöchentlichen
Konsultationen beim Hausarzt (vgl. Suva-act. 47) absolvierte der Beschwerdeführer
zwischen Ende Mai und Ende Oktober 2007 lediglich eine Physiotherapiesequenz
(Suva-act. 24/4). Anschliessend ging er zweimal wöchentlich in das Spital Wil zur
Physiotherapie (vgl. Suva-act. 108/11). Vom 5. bis 26. März 2007 befand sich der
Beschwerdeführer in der Klinik Valens (Suva-act. 97). Diese Behandlungen liegen im
unteren Bereich dessen, was nach einem erlittenen Schleudertrauma der HWS bzw.
einer äquivalenten Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. Die zeitliche
Inanspruchnahme der genannten Behandlungen ist insgesamt nicht als derart intensiv
zu werten, als dass deswegen von einer erheblichen - im Sinn einer sich allein daraus
ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher Natur gesprochen
werden könnte. Gesamthaft ist eine spezifische, den Beschwerdeführer speziell
belastende ärztliche Behandlung im Sinn dieses Kriteriums nicht belegt (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 8. August 2008, 8C_144/2008, E. 7.3).
5.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann auch das Kriterium
erheblicher Beschwerden nicht bejaht werden. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den
glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person
durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Der
Beschwerdeführer klagt vor allem über Kopf- und Nackenschmerzen sowie über
Schwindel und Gedächtnisverlust. Auch wenn an sich nicht anzuzweifeln ist, dass der
Beschwerdeführer tatsächlich an den geklagten Beschwerden leidet, ist mit der
Beschwerdegegnerin insbesondere im Hinblick auf die vom ihm in der Klinik Valens
und der psychiatrischen Begutachtung gezeigten Aggravationstendenz zumindest
deren geklagte Intensität zweifelhaft. Dies umso mehr, als es dem Beschwerdeführer
trotz geklagter Beschwerden weiterhin möglich ist, ohne jegliche Einschränkung,
insbesondere ohne Konzentrationsprobleme und Angstgefühle, Auto zu fahren (vgl.
Suva-act. 157/11). Insgesamt ist deshalb das Kriterium der erheblichen Beschwerden
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
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5.3.4 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind
aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht
substantiiert geltend gemacht. Der blosse Hinweis, der Beschwerdeführer hätte sich im
Spital im Ausland nicht fachgerecht behandelt gefühlt, genügt nicht. Aus der ärztlichen
Behandlung und den (erheblichen) Beschwerden darf zudem nicht bereits auf einen
schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 4.3).
5.3.5 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so ist nicht
die Dauer der Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte
Anstrengungen unternimmt. Gelingt es der versicherten Person trotz solcher
Anstrengungen nicht, ihre Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr
dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar
sein, sich durch aktive Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den
Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können
sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher
Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der
gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht
fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in
erheblichem Mass arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag,
kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 129 f. E. 10.2.7). Vorliegend attestierten vorerst
die Ärzte des Spitals Wil, anschliessend der Hausarzt dem Beschwerdeführer eine volle
Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 4 f., 49). Aus neurologischer Sicht erachtete Dr. E._ den
Beschwerdeführer ab 7. Dezember 2007 in einer leichten Tätigkeit mindestens 50%
arbeitsfähig, wobei eine schrittweise Erhöhung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (Suva-
act. 46). Nach der Durchführung diverser Tests der ergonomischen Leistungsfähigkeit
erachteten auch die Ärzte der Rehaklinik Valens den Beschwerdeführer ab 26. März
2008 in einer wechselbelastenden mittelschweren Arbeit ganztags arbeitsfähig (Suva-
act. 97/4). Schliesslich qualifizierte auch Dr. G._ am 23. Mai 2008 eine fortdauernde
Krankschreibung unter Hinweis auf eine drohende Chronifizierung bzw. Zementierung
des Zustandsbildes aus psychiatrischer Sicht für kontraproduktiv (Suva-act. 108/21).
Was die Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so
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unternahm der Beschwerdeführer am 18. November 2007 den Versuch, die vor dem
Unfall ausgeübte Tätigkeit mit einem halben Arbeitspensum auszuüben. Diesen
Arbeitsversuch brach er nach einer Woche schmerzbedingt ab (Suva-act. 38, 45). Auf
Druck der Beschwerdegegnerin nahm der Beschwerdeführer am 15. Januar 2008 seine
angestammte Tätigkeit erneut halbtags auf, legte diese aber wegen Schmerzen bereits
am 17. Januar 2008 wieder nieder. Eigene ernsthafte Bemühungen um die Aufnahme
einer anderen, den geklagten Beschwerden angepassten Tätigkeit unternahm der
Beschwerdeführer offenbar nicht. Vielmehr äusserte er sich gegenüber seinem Case
Manager und im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung jeweils dahingehend, dass
aufgrund seiner Schmerzen eine berufliche Rückkehr vorerst ausgeschlossen sei. Vor
diesem Hintergrund ist das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht
erfüllt. Die kurzen Arbeitsversuche reichen zudem nicht aus, um von ernsthaften
Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit auszugehen, zumal der zweite
Arbeitsversuch - wie bereits erwähnt - lediglich unter Androhung einer
Leistungseinstellung von Seiten der Beschwerdegegnerin angetreten wurde.
5.3.6 Zusammenfassend ist bei einem als mittelschwer zu qualifizierenden
Unfallereignis kein Adäquanzkriterium erfüllt. Das Vorliegen eines adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 25. Mai 2007 und den nach dem
26. März 2008 fortbestehenden Beschwerden muss deshalb verneint werden, weshalb
die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen
verneinte. Daran vermöchten auch weitere tatsächliche und medizinische Abklärungen
- wie vom Beschwerdeführer unsubstantiiert beantragt - nichts zu ändern, zumal davon
kein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist. Während das Unfallgeschehen in tatsächlicher
Hinsicht durch den Polizeibericht und die Aussagen des Beschwerdeführers
hinreichend erstellt ist, steht aufgrund der bereits durchgeführten medizinischen
Abklärungen, insbesondere der beiden von der HWS erstellten MRI und der
neurologischen Abklärung durch Dr. E._ fest, dass beim Beschwerdeführer keine
strukturellen Veränderungen der HWS objektivierbar sind. Davon abweichende
Befunde sind unwahrscheinlich (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 I 153 E. 3;
Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2010, 8C_956/2009, E. 4.2 je mit Hinweisen).
Die demnach durchzuführende Adäquanzprüfung würde unweigerlich zum selben
Resultat führen, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann.
6.
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6.1 Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 5. Mai 2009 in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde soweit aufzuheben, als darin der Anspruch auf
vorübergehende Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung) bereits per 31. Januar 2008
anstatt per 26. März 2008 verneint wurde. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Nachdem der
Beschwerdeführer fast vollumfänglich unterliegt, hat er keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung von Seiten der Beschwerdegegnerin.
6.2 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung verpflichtet, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick
auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.--
angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit hat der
Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal (BGE 125 V 201) mit
Fr. 3'200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG