Decision ID: 51aa457f-6b59-474e-88ff-6cc7f9924514
Year: 2012
Language: de
Court: BL_SG
Chamber: BL_SG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
Rechtsprechung Steuergericht Basel-Landschaft
> Steuergericht
510 11 49 Interkantonale Doppelbesteuerung
Während sich der Kanton Basel-Landschaft für die Anwendung des Kreisschreibens Nr. 14
der Schweizerischen Steuerkonferenz ausspricht, welches die Zuständigkeit für die Veranla-
gung der ganzen Steuerperiode dem Zuzugskanton zugesteht, wendet der Kanton Basel-
Stadt dieses nicht an und beruft sich stattdessen auf die in Art. 4 der Verordnung über die
Anwendung des StHG festgeschriebene Wegzugs- resp. Zuzugsbesteuerung und der damit
verbundenen eigenständigen Veranlagungsbefugnis.
Wird eine Einmalzahlung vom Wegzugskanton vollumfänglich und vom Zuzugskanton an-
teilsmässig besteuert, handelt es sich um eine aktuelle Doppelbesteuerung.
Die in Art. 4 der Verordnung über die Anwendung des StHG geltende gesetzliche Regelung
(Wegzugs- resp. Zuzugsbesteuerung) wirft Divergenzen auf, welche das Ziel der Steuerhar-
monisierung verfehlen und sich unter dem Gesichtspunkt der Verfahrensökonomie nicht
rechtfertigen lassen.
Die Kreisschreiben der Schweizerischen Steuerkonferenz entfalten zwar keine rechtlich bin-
dende Wirkung, jedoch ist nicht von ihnen abzuweichen, solange sie eine sachgerechte und
von allen beteiligten Kantonen befürwortete und auch umgesetzte Konkretisierung und Aus-
legung inne haben.
(Dieser Entscheid wurde beim Kantonsgericht angefochten)
S a c h v e r h a l t :
1. Die Pflichtigen zogen per 1. März 2008 vom Kanton Basel-Stadt in den Kanton Basel-
Landschaft. Mit Veranlagungsverfügung vom 26. August 2010 wurden sie zu einem steuer-
baren Einkommen in Höhe von Fr. 108'722.-- sowie einem satzbestimmenden Einkommen
von Fr. 64'454.-- veranlagt.
530 11 34 Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit
Abziehbar sind nicht sämtliche Ausgaben, die mit der Erzielung der Einkünfte in irgendeinem
Zusammenhang stehen oder die anlässlich der Einkunftserzielung verausgabt worden sind,
sondern nur die zu deren Erzielung notwendigen Aufwendungen. Diese Aufwendungen
stellen steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen dar und sind grundsätzlich vom
Steuerpflichtigen durch substanziierte Sachdarstellung zu belegen. Die Abziehbarkeit von
Aufwendungen setzt zudem voraus, dass ein qualifiziert enger Konnex zwischen den
getätigten Ausgaben und den erzielten Einkünften vorliegt. Nicht abziehbar sind die
Lebenshaltungskosten.
(Dieser Entscheid wurde beim Kantonsgericht angefochten)
S a c h v e r h a l t :
1. In der Steuererklärung 2008 deklarierten die Pflichtigen unter anderem einen Verlust
aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes in der Höhe von Fr. 53'161.-- und
pauschale Liegenschaftsunterhaltskosten BL privat für die Liegenschaft X. in A. in der Höhe
von Fr. 75'610.--.
2. Gestützt auf den Revisionsbericht Nr. (...) vom 6. Mai 2010 erliess die
Steuerverwaltung die Veranlagungsverfügung direkte Bundessteuer 2008 vom 24. Juni 2010
und setzte den Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes auf Fr. 56'357.--
fest. Die pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten BL privat für die Liegenschaft X. in A. in
der Höhe von Fr. 75'610.-- wurden vollumfänglich zum Abzug akzeptiert.
3. Die von den Pflichtigen mit Schreiben vom 20. Juli 2010 dagegen erhobene
Einsprache wies die Steuerverwaltung mit Einsprache-Entscheid vom 28. September 2011
betreffend Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit ab und reduzierte ihn auf Fr. 36'589.-- .
Auch die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten für die Liegenschaft X. in A. in
Höhe von Fr. 113'414.-- wies die Steuerverwaltung aufgrund einer Umqualifizierung vom
Privatvermögen in das Geschäftsvermögen ab. Hingegen wurden die auf dem
530 11 34 Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit
Abziehbar sind nicht sämtliche Ausgaben, die mit der Erzielung der Einkünfte in irgendeinem
Zusammenhang stehen oder die anlässlich der Einkunftserzielung verausgabt worden sind,
sondern nur die zu deren Erzielung notwendigen Aufwendungen. Diese Aufwendungen
stellen steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen dar und sind grundsätzlich vom
Steuerpflichtigen durch substanziierte Sachdarstellung zu belegen. Die Abziehbarkeit von
Aufwendungen setzt zudem voraus, dass ein qualifiziert enger Konnex zwischen den
getätigten Ausgaben und den erzielten Einkünften vorliegt. Nicht abziehbar sind die
Lebenshaltungskosten.
(Dieser Entscheid wurde beim Kantonsgericht angefochten)
S a c h v e r h a l t :
1. In der Steuererklärung 2008 deklarierten die Pflichtigen unter anderem einen Verlust
aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes in der Höhe von Fr. 53'161.-- und
pauschale Liegenschaftsunterhaltskosten BL privat für die Liegenschaft X. in A. in der Höhe
von Fr. 75'610.--.
2. Gestützt auf den Revisionsbericht Nr. (...) vom 6. Mai 2010 erliess die
Steuerverwaltung die Veranlagungsverfügung direkte Bundessteuer 2008 vom 24. Juni 2010
und setzte den Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes auf Fr. 56'357.--
fest. Die pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten BL privat für die Liegenschaft X. in A. in
der Höhe von Fr. 75'610.-- wurden vollumfänglich zum Abzug akzeptiert.
3. Die von den Pflichtigen mit Schreiben vom 20. Juli 2010 dagegen erhobene
Einsprache wies die Steuerverwaltung mit Einsprache-Entscheid vom 28. September 2011
betreffend Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit ab und reduzierte ihn auf Fr. 36'589.-- .
Auch die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten für die Liegenschaft X. in A. in
Höhe von Fr. 113'414.-- wies die Steuerverwaltung aufgrund einer Umqualifizierung vom
Privatvermögen in das Geschäftsvermögen ab. Hingegen wurden die auf dem
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
Nettoliegenschaftsertrag zu entrichtenden AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 36'293.-- zum
Abzug zugelassen.

Auf die Begründung wird - soweit erforderlich - in den Erwägungen eingegangen.
4. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2011 erhoben die Pflichtigen gegen den Einsprache-
Entscheid Beschwerde mit den Begehren. 1. Es seien bei den Restaurantbesuchen die
Wochenendspesen - unter Berücksichtigung eines Privatanteils - angemessen als
geschäftsmässig begründeter Aufwand zum Abzug zuzulassen. 2. Es sei bei den
Fahrtkosten von der Aufrechnung eines Privatanteils in der Höhe von Fr. 6'273.80
abzusehen. 3. Es sei der Anteil an den Nebenkosten für Strom und Heizung in der Höhe von
Fr. 2'670.-- zum Abzug zuzulassen. 4. Es seien die Kosten für Beratung durch das
Vermögenszentrum in der Höhe von Fr. 3'669.15 vollumfänglich zum Abzug zuzulassen. 5.
Es seien die Kosten für SBB-Billette in der Höhe von Fr. 684.-- zum Abzug zuzulassen. 6. Es
sei vom aufgerechneten Privatanteil von Fr. 290.-- bei den Swisscom-Rechnungen
abzusehen. 7. Es seien die anteiligen Spesen der Albergo Losone in der Höhe von Fr.
3'011.40 als geschäftsmässig begründeter Aufwand zum Abzug zuzulassen. 8. Es sei von
einer Umqualifizierung der Liegenschaft X., A. vom Privatvermögen in das
Geschäftsvermögen abzusehen und 9. Es sei der Verlust aus gewerbsmässigem
Liegenschaftshandel in der Höhe von Fr. 16'043.-- zum Abzug zuzulassen.
Auf die Begründung wird - soweit erforderlich - in den Erwägungen eingegangen.
5. Mit Vernehmlassung vom 26. Januar 2012 beantragte die Steuerverwaltung die
Abweisung der Beschwerde, wobei sie grundsätzlich auf die Begründung im Einsprache-
Entscheid verwies.
6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Aus den Erwägungen:
1. (...)
2. Vorerst unterliegt der Beurteilung, ob die Steuerverwaltung zu Recht dem Pflichtigen
den Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit auf Fr. 36'589.-- gekürzt hat.
a) Gemäss Art. 18 Abs. 1 DBG sind alle Einkünfte aus einem Handel-, Industrie-,
Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder
anderen selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar.
Nach Art. 27 Abs. 1 und 2 DBG werden bei selbständiger Erwerbstätigkeit die
geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten abgezogen. Dazu gehören insbesondere
a) die Abschreibungen und Rückstellungen nach den Artikeln 28 und 29; b) die
eingetretenen und verbuchten Verluste auf Geschäftsvermögen; c) die Zuwendungen an
Vorsorgeeinrichtungen zugunsten des eigenen Personals, sofern jede zweckwidrige
Verwendung ausgeschlossen ist; d) Zinsen auf Geschäftsschulden sowie Zinsen, die auf
Beteiligungen nach Artikel 18 Absatz 2 entfallen. Gemäss Abs. 3 sind Zahlungen von
Bestechungsgeldern im Sinne des schweizerischen Strafrechts an schweizerische oder
fremde Amtsträger nicht abziehbar.
Aufwendungen sind jene speziellen Auslagen, die unmittelbar aufgewendet
werden, um die steuerbaren Einkünfte zu erzielen, also eine unmittelbare Voraussetzung
oder unvermeidliche Folge der Einkommensrealisierung darstellen und welche deshalb im
Unterschied zu den Lebenshaltungskosten vom Erwerbseinkommen in Abzug gebracht
werden können (Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band I, 9. Auflage, Bern 2001, § 14 N 110
und 113). Abziehbar sind aber nicht sämtliche Ausgaben, die mit der Erzielung der Einkünfte
in irgendeinem Zusammenhang stehen oder die anlässlich der Einkunftserzielung
verausgabt worden sind, sondern nur die zu deren Erzielung notwendigen Aufwendungen.
Das Element der Notwendigkeit oder Erforderlichkeit ist insofern in einem weiten Sinn zu
verstehen, als das Bundesgericht nicht verlangt, dass der Steuerpflichtige das betreffende
Einkommen ohne die streitige Auslage überhaupt nicht hätte erzielen können. Es wird auch
nicht verlangt, dass eine Rechtspflicht zur Bezahlung der entsprechenden Aufwendungen
besteht. Es genügt, dass diese nach wirtschaftlichem Ermessen als der Gewinnung des
Einkommens förderlich erachtet werden können und dass ihre Vermeidung dem
Steuerpflichtigen nicht zumutbar war. Die Abziehbarkeit von Aufwendungen setzt aber
voraus, dass ein qualifiziert enger Konnex zwischen den getätigten Ausgaben und den
erzielten Einkünften vorliegt. Nicht abziehbar sind die Lebenshaltungskosten.
Gewinnungskosten bilden alle Aufwendungen, die unmittelbar zur Erzielung des steuerbaren
Einkommens getätigt werden oder die direkte Folge der einkommensbildenden Tätigkeit
darstellen. Ein lediglich auf die Kausalität abstellender Gewinnungskostenbegriff greift zu
kurz. Jede Ausgabe ist auf ein Verhalten des Steuerpflichtigen zurückzuführen und lässt sich
nicht ohne Einbezug des Beweggrunds umfassend qualifizieren. Auch Fehlinvestitionen,
denen der Ursache-Wirkung-Konnex zur Einkommenserzielung abgeht, sind vom
Einkommen abziehbar (vgl. Reich, Steuerrecht, 2. Auflage, § 10 N 40 ff.; Reich in:
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Auflage Basel 2008, Art. 27 DBG N 5
ff.).
b) Der Nachweis für steuerbegründende Tatsachen obliegt der Steuerbehörde,
der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen grundsätzlich dem
Steuerpflichtigen; dieser hat steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern
auch zu belegen (vgl. Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts [BGE] 2A.500/2002 vom
24. März 2003, E. 3.5, www.bger.ch; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des
Steuerrechts, 6. Auflage, Zürich 2002, S. 416 und 453).
3. Im vorliegenden Fall setzt sich der Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit des
Pflichtigen wie folgt zusammen:
a) Restaurantspesen
Die Steuerverwaltung ging im Einsprache-Entscheid von einem
Restaurantaufwand in der Höhe von Fr. 6'251.05 aus. Davon rechnete sie die
Restaurantbesuche am Wochenende in Höhe von Fr. 2'340.70 sowie einen Privatanteil von
30 % in Höhe von Fr. 1'173.10 (insgesamt Fr. 3'513.80) auf mit der Begründung, dass für
Geschäftsessen an Wochenenden höhere Anforderungen bezüglich der Nachweispflicht
gestellt würden und in casu weder Namen noch Daten der am Wochenende stattgefundenen
Treffen hätten genannt werden können.
Die Pflichtigen machen diesbezüglich geltend, es seien bei den
Restaurantbesuchen die Wochenendspesen, unter Berücksichtigung eines Privatanteils, als
geschäftsmässig begründeter Aufwand zum Abzug zuzulassen, da Selbständigerwerbende
oft auch am Wochenende arbeiten müssten. Als Beweis reichten die Pflichtigen eine
Aufstellung für die angefallenen Restaurantspesen inkl. Datum, Namen und Ort der Treffen
sowie die Originalbelege ein.
Tatsachen, welche sich im Sinne von § 29 Abs. 1 lit. b StG steuermindernd
auswirken können, sind vom Steuerpflichtigen darzutun und nachzuweisen. Dieser Nachweis
muss spätestens im Verfahren vor Steuergericht durch substantiierte Sachdarstellung in der
Beschwerdeschrift und im Verfahren geleistet werden (vgl. Entscheid des Steuergerichts
[StGE] Nr. 48/2007 vom 29. Juni 2007, www.bl.ch/steuergericht). Die Steuerpflichtigen
hatten somit die Möglichkeit, fehlende Belege in ihrer Beschwerde und darüber hinaus bis
www.bger.ch www.bl.ch/steuergericht
zur Verhandlung vor dem Steuergericht nachzureichen. Die von den Pflichtigen als Beweis
für die entstandenen Restaurantspesen am Wochenende eingereichte Aufstellung sowie
Originalbelege vermögen nicht den Nachweis zu erbringen, dass diese geschäftlich
begründet waren. Die Pflichtigen hätten diesbezüglich eine substantiierte Sachdarstellung
erbringen müssen. Sie hätten einen Nachweis der geschäftlich begründeten
Restaurantspesen unter anderem durch Protokolle, Notizen oder Maklerverträge erbringen
können. Dieser Nachweis wurde vorliegend jedoch nicht erbracht. Die Steuerverwaltung hat
demnach zu Recht die Restaurantbesuche am Wochenende aufgerechnet.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet und daher abzuweisen.
b) Fahrtkosten
Die Steuerverwaltung liess in ihrem Einsprache-Entscheid bei den
Fahrtkosten lediglich 6'700 Kilometer für Fahrzeug Z. gemäss Servicebuch zu und rechnete
Fr. 8'551.40 von den geltend gemachten Fahrtkosten in Höhe von Fr. 12'906.40 den
Pflichtigen auf mit der wesentlichen Begründung, dass lediglich nur ein Fahrzeug
betriebsnotwendig sei und als geschäftlich begründet akzeptiert werde.
Die Pflichtigen hingegen begehren, es sei bei den Fahrtkosten von der
Aufrechnung eines Privatanteils in der Höhe von Fr. 6'273.80 abzusehen, da es sich bei den
geltend gemachten 15'184 km vollumfänglich und ausschliesslich um Fahrleistungen handle,
die für die geschäftliche Tätigkeit erbracht worden seien.
Nach konstanter Praxis der Steuerverwaltung und des Steuergerichts wird bei
selbständiger Erwerbstätigkeit grundsätzlich nur ein Fahrzeug zugelassen, ausser der
Pflichtige kann die Notwendigkeit eines zweiten Fahrzeuges beweisen. Tatsachen, welche
sich im Sinne von § 29 Abs. 1 lit. b StG steuermindernd auswirken können, sind wie bereits
erwähnt vom Steuerpflichtigen darzutun und nachzuweisen, wobei dieser Nachweis
spätestens im Beschwerdeverfahren vor Steuergericht durch substantiierte Sachdarstellung
in der Beschwerdeschrift und im Verfahren geleistet werden muss. Die Begründung, dass
der Pflichtige für seine geschäftlichen Fahrten dasjenige Auto genommen habe, welches
gerade zur Verfügung gestanden sei, reicht für den Nachweis der behaupteten geschäftlich
gefahrenen Kilometer von 15'184 nicht aus. Dadurch, dass das Fahrzeug Y. dem Sohn der
Pflichtigen gehört, und auch von seiner Familie gefahren wird, und das Fahrzeug Y. von der
Pflichtigen für die Zurücklegung geringer Distanzen genutzt wird, kann keine genaue
Ausscheidung der effektiven vom Pflichtigen geschäftlich gefahrenen Kilometer
vorgenommen werden, weshalb der Nachweis der steuermindernden Tatsache nicht
erbracht wurde. Der Pflichtige hätte diesbezüglich eine substantiierte Sachdarstellung
erbringen müssen. Aus diesem Grunde hat die Steuerverwaltung zu Recht lediglich für ein
Geschäftsfahrzeug, d.h. für das Fahrzeug Z. die Fahrtkosten zugelassen.
Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet und daher
abzuweisen.
c) Kosten für Strom und Heizung
Von den geltend gemachten anteiligen Kosten für Strom und Heizung in Höhe
von Fr. 2'670.-- liess die Steuerverwaltung aufgrund nachgereichter Plänen der
selbstbewohnten Liegenschaft in B. Fr. 971.-- (Fr. 12'139.-- x 8 %) zum Abzug zu und
rechnete Fr. 1'699.-- auf, da von der gesamte Fläche des Hauses (330 m2) ca. 27 m2 oder 8
% rein geschäftlich genutzt (Arbeitszimmer und Archiv je 13,5 m2) werde.
Die Pflichtigen hielten in ihrer Beschwerdeschrift diesbezüglich fest, dass
diese Berechnung zu einseitig und zu theoretisch sei, da man auch noch die Garagen und
die allgemeinen Räume dazu zählen müsse. Die Nebenkosten 2008 von insgesamt Fr.
12'139.-- seien mit Belegen ausgewiesen und die anteilig geltend gemachten Kosten in Höhe
von Fr. 2'670.-- für Büro, Archiv und Halle entsprächen den tatsächlichen Verhältnissen,
weshalb von einer Aufrechnung von Fr. 1'699.-- abzusehen sei.
Auch hier gilt die Pflicht zur substanziierten Sachdarstellung, da sich die
aufgeführten Kosten steuermindernd auswirken. Entgegen der Meinung der Pflichtigen
wurden die Nebenkosten 2008 von insgesamt Fr. 12'139.-- keineswegs belegt. Der
Steuererklärung liegt lediglich eine Aufstellung über die angefallenen Kosten bei, jedoch
ohne Belege. Auch die im Einspracheverfahren nachgereichten Pläne vermögen die Kosten
nicht zu belegen. Die Steuerverwaltung hat grosszügigerweise Fr. 971.-- zum Abzug
zugelassen, obwohl die Pflichtigen die geltend gemachten Kosten nicht nachweisen konnten.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt ebenso unbegründet und daher
abzuweisen.
d) SBB-Billette
Die Steuerverwaltung hielt im Einsprache-Entscheid an der im
Revisionsbericht vollzogenen Aufrechnung von Fr. 683.60 fest mit der Begründung, dass
zwar Belege aus Abrechnungen "SBB-Verkauf via VISA" bestünden, jedoch nicht ersichtlich
sei, welches Produkt oder welche Dienstleistung erworben worden sei, da der Urbeleg fehle.
Die Pflichtigen machen geltend, dass diese Kosten im Zusammenhang mit
Besprechungen bei der E., dem F.-Pflegeheim, dem Hotel G. in C. und H. entstanden seien.
Wenn auch der Urbeleg fehle, dürfe doch angenommen werden, dass es sich um Fahrkarten
der SBB handle. Die Billette seien die Produkte, die Dienstleistung sei die Beratung im
Immobiliensektor. Es habe sich hier um geschäftliche Meetings gehandelt, weswegen die
Kosten von Fr. 683.60 zum Abzug zuzulassen seien.
Aus den von den Pflichtigen eingereichten Visa-Belegen vom 18.08.2008,
26.08.2008 und 25.10.2008 sowie dem Kontoauszug der X. AG vom 12.05.2008 ist lediglich
ersichtlich, dass bei der SBB in N. für insgesamt Fr. 683.60 Käufe getätigt wurden. Jedoch
ist nicht erkennbar, ob es sich dabei um geschäftliche oder private Belange handelte. Auch
ist den eingereichten Unterlagen nicht zu entnehmen, für welche Strecke die geltend
gemachten Billete gekauft wurden und für wieviele Personen, da die eigentlichen
Bahnbillette fehlen. Da die Pflichtigen die steuermindernden Tatsachen gemäss § 29 Abs. 1
lit. b StG zu beweisen haben und ihnen dies in casu nicht gelungen ist, hat die
Steuerverwaltung zu Recht die geltend gemachten SBB-Billette nicht zum Abzug
zugelassen.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet und daher abzuweisen.
e) Kosten für Vermögenszentrum (VZ)
Die Steuerverwaltung rechnete den Pflichtigen einen Privatanteil von 50 %,
d.h. Fr. 1'835.-- auf, da bei der Analyse des VZ auch Fragen der privaten
Vermögensverwaltung und Steueroptimierung betrachtet worden seien.
Die Pflichtigen hingegen begehren, es sei von der Aufrechnung von Fr. 1'835.-
- abzusehen, da die Tätigkeit des Vermögenszentrums darin bestanden habe, eine Analyse
zu erstellen, ob ein bestimmtes Objekt über die Z. AG oder über die selbständige
Erwerbstätigkeit des Pflichtigen abgewickelt werden solle.
Wie bereits die Steuerverwaltung im Revisionsbericht sowie im Einsprache-
Entscheid zu Recht festgestellt hat, ging es bei der Analyse der VZ gemäss Schreiben vom
16. Juli 2008 nicht nur um ein bestimmtes Objekt respektive um das Gewerbehaus, sondern
auch ganz Allgemein um Fragen zur Vermögens- und Steueroptimierungsmöglichkeiten der
Pflichtigen. Bei der Beratung der VZ handelte es sich somit nicht nur um geschäftliche
Belange, sondern auch um private, weshalb die Steuerverwaltung zu Recht 50 % von Fr.
3'166.15, d.h. Fr. 1'835.-- aufgerechnet hat.
Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet und daher
abzuweisen.
f) Swisscom-Rechnungen
Die Steuerverwaltung rechnete den Pflichtigen bei den geltend gemachten
Swisscom-Rechnungen in der Höhe von Fr. 1'766.-- beim Telefon und beim Handy einen
Privatanteil von 20 % sprich Fr. 290.-- auf mit der Begründung, dass gemäss Praxis der
Steuerverwaltung bei Telefon- Handy- und Faxnummern, welche sowohl privat wie auch
geschäftlich genutzt würden, mindestens ein Privatanteil von 20 % aufgerechnet werde. Die
geltend gemachten Kosten betreffend Fax liess die Steuerverwaltung in vollem Umfange zu.
Die Pflichtigen machen geltend, dass für private Zwecke ein Prepaid Natel
Swisscom bestehe. Auch seien in der Besprechung vom 27. Mai 2011 Argumente ins Feld
geführt worden, die eine geschäftliche Nutzung des geltend gemachten Handys plausibel
machten. Es sei dargelegt worden, dass der Pflichtige immer mehrere Objekte bearbeite und
dies über eine längere Zeit. Er müsse immer am Ball bleiben, weshalb es notwendig sei,
auch im Ausland erreichbar zu sein und von dort aus Geschäfte zu tätigen, weshalb von
einer Aufrechnung der Fr. 290.-- abzusehen sei.
Gemäss konstanter Praxis der Steuerverwaltung, welche vom Steuergericht
auch mehrmals geschützt wurde, werden bei Telefon- Handy- und Faxnummern, mindestens
ein Privatanteil von 20 % aufgerechnet, da die Erfahrung gezeigt hat, dass geschäftliche
Telefone, Handys und Fax oft auch für private Zwecke verwendet werden. Die Aufrechnung
der Steuerverwaltung in Höhe von Fr. 290.-- ist demzufolge nicht zu beanstanden. Es bleibt
ausserdem zu erwähnen, dass die Steuerverwaltung die geltend gemachten Faxkosten in
vollem Umfang gewährt hat, obwohl auch hier nach konstanter Praxis einen Privatanteil von
20 % hätte aufgerechnet werden können.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt ebenso unbegründet und daher
abzuweisen.
g) Rechnung betreffend Albergo Losone
Die Steuerverwaltung hielt fest, dass die Rechnung über Fr. 8'604.50 den
Zeitraum vom 30. September bis 8. Oktober 2008 betreffe. Davon würden Fr. 6'675.80 das
Ticino Package und Fr. 1'928.70 zusätzliche Konsumationen betreffen. Diese Woche habe
der Pflichtige zusammen mit seiner Frau sowie der Familie des Sohnes (3 Personen)
verbracht. Für die zweite Rechnung von Fr. 6'452.40 liege keine detaillierte Rechnung vor,
sondern lediglich ein Zahlungsnachweis. Daraus könne geschlossen werden, dass die
Aufenthalte im Tessin privaten Charakter hätten. Der sich allfällig ergebende Austausch mit
Nebenerwerbsimmobilienhändlern und das Studium von öffentlichen Verkaufsofferten
rechtfertige die Anrechnung eines Geschäftsanteils dieser Reise nicht, weshalb die Auslagen
bezüglich des Albergo Losone nicht zum Abzug zugelassen werden könnten.
Die Pflichtigen begehren, es seien die Spesen der Albergo Losone in der
Höhe von Fr. 3'011.40 als geschäftsmässig begründeter Aufwand zum Abzug zuzulassen.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, bei den zwei Geschäftsreisen sei
jeweils die Familie des Pflichtigen dabei gewesen, weshalb nur 1/5 der Rechnungen, d.h. Fr.
3'011.40 als geschäftsmässig begründeten Aufwand beantragt werde. Der Pflichtige habe
sich mit seinen Geschäftspartnern getroffen. Es seien verschiedene Objekte besichtigt
worden. Unterlagen zu diesen seien auf Verlangen der Steuerverwaltung anlässlich der
mündlichen Besprechung vom 27. Mai 2011 vorgelegt worden. Im Einsprache-Entscheid
werde moniert, dass viele dieser Angebote 2011 immer noch im Internet aufgerufen werden
könnten. Es gehe jedoch oft mehrere Jahre, bis ein Objekt vermittelt werden könne. Bei
vielen Objekten komme es gar nie zu einem Abschluss. Es gäbe Jahre da falle nichts an
Ertrag an, aber die Unkosten fielen trotzdem an. Es seien alle nötigen Angaben und Belege
vorgebracht worden, die den hohen Anforderungen bezüglich der Nachweispflicht
entsprechen sollten.
Auch hier gilt die Pflicht zur substanziierten Sachdarstellung, da sich die
aufgeführten Kosten steuermindernd auswirken. Dass ein Verkauf einer Liegenschaft
mehrere Jahre dauern kann, ist bekannt und wird dem Pflichtigen auch nicht zur Last gelegt.
Die von den Pflichtigen eingereichte Dokumentation über mögliche Verkaufsobjekte jedoch
reicht für die geschäftlich begründeten Reisen ins Tessin als Nachweis nicht aus. Der
Pflichtige hätte den Nachweis zum Beispiel mit Protokollen, Notizen oder die mit seinen
Geschäftspartnern geführte Korrespondenz erbringen können. Dieser Nachweis wurde
vorliegend jedoch nicht erbracht. Die Steuerverwaltung hat demnach zu Recht die Kosten für
das Albergo Losone nicht zum Abzug zugelassen.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt somit unbegründet und daher
abzuweisen.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Steuerverwaltung zu Recht den Verlust
aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Pflichtigen auf Fr. 36'589.-- festgesetzt hat.
4. Des Weiteren unterliegt der Beurteilung, ob die Steuerverwaltung den Verlust aus
Liegenschaftshandel in Höhe von Fr. 16'043.05 zu Recht nicht zum Abzug zugelassen hat,
dafür einen Ertrag aus gewerbsmässigem Liegenschaftshandel in Höhe von Fr. 127'996.--
angenommen hat.
a) Dass Verluste aus einzelnen Geschäften oder aus der gesamten
Geschäftstätigkeit abgezogen werden können, ergibt sich aus Art. 27 lit. b DBG sowie aus
den allgemeinen Grundsätzen über die Ermittlung des Reineinkommens
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage Zürich 2009, Art. 27
N 25). Was den Begriff des Verlustes (auf Geschäftsvermögen) anbetrifft, so kann darunter
der laufende Geschäftsverlust als negatives Ergebnis eines einzelnen Geschäftsvorfalles
einerseits oder der Jahresendverlust als negativer Saldo der Erfolgsrechnung andererseits
verstanden werden. Grundstückverluste eines gewerbsmässigen Liegenschaftshändlers
können abgezogen werden, liegt doch in einem solchen Fall Geschäftsvermögen vor (vgl.
Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 27 DBG N 49 und 52;
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 27 N 26).
b) Die Steuerverwaltung erhöhte in ihrem Einsprache-Entscheid den Ertrag aus
gewerbsmässigem Liegenschaftshandel von Fr. -16'403.-- auf Fr. 127'996.-- mit der
wesentlichen Begründung, dass die mehrmals einverlangten detaillierten Rechnungen der Z.
AG über Fr. 47'458.40 und Fr. 110'173.80 sowie die Kontenauszüge aus der Buchhaltung
der Z. AG bezüglich der Verbuchungen dieser Einkommen sowie der in diesem
Zusammenhang in der Z. AG entstandenen Kosten, welche in diesem Zusammenhang an
Dritte vergütet werden mussten, nicht eingereicht worden seien, weshalb diese nicht zum
Abzug gebracht werden könnten.
Die Pflichtigen machen geltend, dass sie am 25. Juni 2008 die Parzellen-Nr.
(...) verkauft hätten. Gemäss Veranlagungsverfügung Nr. (...) vom 3. November 2008
resultiere daraus ein Verlust von Fr. 16'043.05, welcher bei der direkten Bundessteuer
abgezogen werden könne. Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist würden
Veranlagungsverfügungen formell rechtskräftig werden. Nur bei Ausnahmen werde der
Grundsatz der Rechtskraft durchbrochen, was bei Revisionen, Nachsteuern sowie Schreib-
und Rechenfehler der Fall sei. Solch ein Fall liege hier jedoch nicht vor, weshalb die
Veranlagungsverfügung vom 3. November 2008 nicht mehr geöffnet werden könne, da
insbesondere keine neue, der Veranlagungsbehörde bisher noch nicht bekannte Tatsache
vorliege. Der Beschwerde wurden folgende Unterlagen eingereicht: Erklärung für die
Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer; Aufstellung diverse Kosten (Fr. 24'410.85); Kopie
Rechnung Z. AG vom 28. November 2007 (Fr. 47'458.40); Kopie Rechnung Z. AG vom 22.
Juli 2008 (Fr. 110'173.80); Erfolgsrechnung Z. AG Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2007 (Konto
3400) und Erfolgsrechnung Z. AG Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2008 (Konto 3000).
Entgegen der Meinung der Pflichtigen, wird im vorliegenden Fall die
rechtskräftige Grundstückgewinnsteuer vom 3. November 2008 nicht geöffnet, sondern es
handelt sich um eine Überprüfung des Ertrages aus gewerbsmässigem Liegenschaftshandel
im Rahmen der direkten Bundessteuer, weshalb die vorgebrachten Argumente diesbezüglich
nicht gehört werden können.
Auch hier gilt die Pflicht zur substanziierten Sachdarstellung, da sich die
aufgeführten Kosten steuermindernd auswirken. Zwar reichten die Pflichtigen anlässlich des
Beschwerdeverfahrens diverse Unterlagen bezüglich der Z. AG ein, jedoch vermögen diese
die geltend gemachten Leistungen als Aufwand nicht zu belegen. Aus den eingereichten
Rechnungen vom 2. Januar 2008 und 22. Juli 2008 zum Beispiel ist nicht ersichtlich, wie sich
die einzelnen Beträge zusammensetzen. Weder sind die Anzahl Stunden für die geltend
gemachten Leistungen angegeben noch sind weitere Unterlagen wie zum Beispiel Pläne
bezüglich der Beschaffung von Planunterlagen vom Staatsarchiv etc. vorhanden. Der
Nachweis für den entstandenen Aufwand ist somit nicht genügend belegt worden, weshalb
die Steuerverwaltung zu Recht den Ertrag aus gewerbsmässigem Liegenschaftshandel auf
Fr. 127'996.-- erhöhte.
Die Beschwerde erweist sich demnach in diesem Punkt als unbegründet und
ist abzuweisen.
5. a) Zuletzt unterliegt der Beurteilung, ob die Umqualifizierung der Liegenschaft X.
in A. vom Privatvermögen ins Geschäftsvermögen zu Recht von der Steuerverwaltung
vorgenommen und die geltend gemachten pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten in
Höhe von Fr. 75'610.-- aufgerechnet wurden.
b) Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Pflichtige ein gewerbsmässiger
Liegenschaftenhändler ist (vgl. Entscheid der Steuerrekurskommission vom 22. Oktober
1999 und Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 27. August 2004).
Bereits mit Entscheid des Steuergerichts vom 27. August 2004 betreffend das
Steuerjahr 2002 - welcher unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist - wurde unter Ziffer 3c
festgehalten, dass sämtliche Liegenschaften, ausser die vom Beschwerdeführer
selbstbewohnte Liegenschaft in B., zum Geschäftsvermögen gehören. Die Liegenschaft X. in
A., von der Pflichtigen am 22. November 2001 erworben, wird von den Pflichtigen nicht als
privat bewohnte Liegenschaft genutzt, weshalb sie dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist.
Aufgrund der Kenntnis des Steuergerichtsurteils vom 27. August 2004 wäre es
den Pflichtigen zumutbar gewesen, Belege zu sammeln, weshalb das Argument des
Beweisnotstandes bezüglich der effektiven Liegenschaftsunterhaltskosten nicht gehört
werden kann.
Entgegen der Meinung der Pflichtigen kann somit im vorliegenden Fall nicht
von einer Praxisänderung oder einem Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben
die Rede sein, wenn die Liegenschaft X. in A. dem Geschäftsvermögen zugeordnet wird.
Dementsprechend ist die Liegenschaft X. in A. dem Geschäftsvermögen zuzuordnen
und die pauschalen Liegenschaftsunterhaltskosten in Höhe von Fr. 75'610.-- aufzurechnen.
Hingegen sind die auf dem Nettoliegenschaftsertrag von Fr. 378'084.-- zu entrichtenden
AHV-Beiträge von 9,6 %, d.h. Fr. 36'293.-- zum Abzug zuzulassen.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet und daher abzuweisen.
6. (...)
Entscheid des Steuergerichts vom 11.05.2012 (530 11 34)