Decision ID: fff53d4d-043e-5591-91df-5bba8b57e2bd
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._, Erbin des G._ sel.,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl,
Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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IV-Leistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1945 geborene G._ sel. arbeitete als Architekt in der ihm gehörenden G._
AG. Diese beschäftigte ausser ihm zuletzt noch ein bis zwei Mitarbeiter (IV-act. 48-4/9).
Am 17. Juli 2006 meldete er sich zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
(Hilfsmittel und Rente) an. Dabei führte er aus, seit Jahren an Diabetes zu leiden und
nur noch 50% arbeitsfähig zu sein (IV-act. 1). Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med.
A._, diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 7. August 2006 (mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit) ein "minimales" psychoorganisches Hirnsyndrom, einen Diabetes
mellitus Typ 1 sowie eine koronare Herzerkrankung bei Status nach AC-Bypass-
Operation 1996 und Carotis-TEA links 2005. Der Versicherte sei seit dem 1. Januar
2006 50% arbeitsunfähig (IV-act. 11-5/35). Mit Mitteilung vom 12. Dezember 2006
leistete die IV-Stelle Kostengutsprache für orthopädische Änderungen an
Konfektionsschuhen oder orthopädische Spezialschuhe (IV-act. 20). Im Bericht der
Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen vom 16. Januar 2007 wurde
zusätzlich die Diagnose von leichten bis mittelschweren kognitiven Funktionsstörungen
und Störungen der Emotionalität/Persönlichkeit im Rahmen einer leichten kognitiven
Störung, bestehend seit März 2006, diagnostiziert. Die Leistungsfähigkeit sei je nach
den Anforderungen zwischen 30 und 50 % vermindert (IV-act. 23-4/8). Die IV-Stelle zog
die Buchhaltungsunterlagen der G._ AG bei und ordnete eine Abklärung der
Verhältnisse im Betrieb an, welche am 28. Juni 2007 stattfand.
A.b Gestützt auf die Angaben im Abklärungsbericht vom 25. Juli 2007 (IV-act. 48)
sowie der Geschäftsergebnisse in den vergangenen Jahren setzte sie den
Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleich fest. Mangels einer
anspruchsbegründenden Invalidität (IV-Grad 0%) teilte sie dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 2. August 2007 mit, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde
(IV-act. 52). Es bestehe keine invaliditätsbedingte Verminderung des
Betriebseinkommens. Mit Verfügung vom 27. September 2007 wies die IV-Stelle den
Rentenanspruch wie im Vorbescheid angekündigt ab (IV-act. 58).
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B.
B.a Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 29. Oktober und Ergänzung
vom 29. November 2007 mit dem Antrag, die Verfügung vom 27. September 2007 sei
aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen,
insbesondere eine Invalidenrente, zuzusprechen (act. G 1.1 und G 3). Der
Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, die starken Schwankungen der
Betriebsergebnisse in seinem Architekturbüro resultierten auch aus der wechselnden
Auftragslage, welche wiederum nicht allein von der Konjunktur abhängig sei. Es sei
nicht möglich, die konjunkturelle Entwicklung des Baumarktes aus den vorhandenen
Zahlen zu extrapolieren. Zudem müssten immer wieder Pauschalvergütungen
vereinbart werden, was ebenfalls zu Schwankungen führe. Er sei vor allem in den nicht
an Mitarbeiter delegierbaren Aufgaben als Geschäftsführer gesundheitlich
eingeschränkt. Dem Beschwerdeführer bleibe nichts anderes, als das Geschäft trotz
der gesundheitlichen Limiten weiterzuführen. Es könne keinem Zweifel unterliegen,
dass sich diese Limiten im Ergebnis niederschlagen würden, auch wenn die nicht
aussagekräftigen Zahlen aus den Erfolgsrechnungen 1999 bis 2006 es nicht
auszuweisen scheinen. Noch weniger aussagekräftig sei der IK-Auszug; aber man
gewinne doch den Eindruck, dass längerfristig ein deutlicher Einkommensrückgang
stattgefunden habe. Es stehe somit fest, dass eine zuverlässige Ermittlung der beiden
Vergleichseinkommen im Rahmen einer ordentlichen Invaliditätsbemessung vorliegend
nicht möglich sei. Deshalb habe die Bemessung nach der ausserordentlichen Methode
zu erfolgen.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Februar
2008 die Abweisung der Beschwerde. Unbestritten sei, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers einzig aufgrund seiner kognitiven Funktionsstörungen
eingeschränkt sei. Aufgrund der vorliegenden Zahlen für die Geschäftsjahre 1999 bis
2006 ergebe sich für das massgebliche Jahr 2006 kein Einkommensverlust. Das
Betriebseinkommen sei im Gegenteil seit 2004 von rund Fr. 38'000.- auf fast Fr.
106'000.- im Jahr 2006 gestiegen. Für das Jahr 2005 betrage der entsprechende Wert
Fr. 87'082.-. Gemäss Abklärungsbericht setze der Beschwerdeführer seine
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vorhandenen Ressourcen optimal ein und habe die ihn invaliditätsbedingt belastenden
Tätigkeiten an seine Mitarbeiter delegiert. Er habe diesbezüglich im Abklärungsbericht
selbst ausgeführt, dass er die ihn konzentrationsmässig zunehmend belastende Arbeit
mit PC-Programmen einem Mitarbeiter abgetreten habe. Ein invaliditätsbedingter
Einkommensausfall sei aufgrund der vorliegenden Zahlen nicht zu belegen. Die
kognitiven Einschränkungen hätten somit bis zum massgeblichen Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung (noch) nicht zu einem Erwerbsausfall geführt. Ein
Betätigungsvergleich sei vorliegend nicht vorzunehmen, da ein solcher – gleich wie
eine Haushaltsabklärung – schwergewichtig zur Beurteilung der Invalidität infolge
körperlicher Gebrechen ausgerichtet sei. Die Auswirkungen der kognitiven
Einschränkungen auf den Betrieb des Beschwerdeführers könnten mittels einer
Abklärung in seinem Architekturbüro nicht zuverlässig erfasst werden. Der
Invaliditätsgrad sei somit zu Recht gestützt auf den Einkommensvergleich bestimmt
worden, zumal die entsprechenden Zahlen eindeutig seien (act. G 6).
B.c In der Replik vom 6. Mai 2008 hält der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest. Er
bezweifelt insbesondere den Beweiswert des Abklärungsberichts. Es treffe nicht zu,
dass sich der Beschwerdeführer optimal habe organisieren können. Wenn man eine
Aufgabe, die man früher selbst erledigt habe, einem Angestellten delegiere, sei dies
eine einschneidende Veränderung der Einkommensstruktur. Zudem sei der
Beschwerdeführer nicht nur beim Zeichnen am Computer, sondern in allen
wesentlichen Bereichen der Geschäftsführung eingeschränkt. In der Zeit zwischen
2004 und 2006 habe das Architekturbüro einen grossen Auftrag für die erste
Bauetappe der B._ erhalten, den es in Zusammenarbeit mit einem weiteren
Architekten bearbeitet habe. Deshalb habe damals trotz gesundheitlicher
Beeinträchtigungen ein erheblicher Umsatz und Ertrag erwirtschaftet werden können.
Wenn sich der Beschwerdeführer richtig erinnere, sei der grosse Zahlungseingang im
Jahr 2006 erfolgt. Die zweite Bauetappe sei nicht mehr dem Beschwerdeführer
zugesprochen worden und das Team sei auseinandergebrochen. Heute arbeite der
Beschwerdeführer lediglich noch mit einem Bauleiter objektbezogen vor Ort
zusammen. Die Behauptung, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hätten sich
erwerblich nicht ausgewirkt, sei nicht haltbar (act. G 12).
B.d Auf die Einreichung einer Duplik wurde verzichtet (act. G 14).
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B.e Mit Schreiben vom 8. September 2008 teilte der Rechtsvertreter mit, dass der
Beschwerdeführer am 10. Juli 2008 verstorben sei (act. G 16). Das Verfahren wird von
der Ehefrau als Alleinerbin und Beschwerdeführerin weitergeführt.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen
Bestimmungen anzuwenden.
2.
Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen
Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für
die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden
wäre. Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt
und einander gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119). Es kann ferner
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auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl.
BGE 114 V 312 E. 3a). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische
Methode für Nichterwerbstätige (aArt. 28 Abs. 2 IVG; Art. 27 IVV) ein
Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der
erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten
erwerblichen Situation zu bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1; AHI 1998 S. 119).
3.
3.1 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist unbestritten, dass der Versicherte
infolge seiner kognitiven Funktionsstörungen in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war.
Streitig ist hingegen die konkrete Auswirkung auf das Erwerbseinkommen des als
selbständiger Architekt tätig gewesenen Versicherten und somit ein allfälliger IV-Grad.
3.2 Gemäss dem neuropsychologischen Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom
16. Januar 2007 führten die Beschwerden erstmals ab März 2006 zu einer
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (IV-act. 23-1/8). Der Hausarzt Dr. A._
hielt in seinem Bericht vom 7. August 2006 fest, der Patient stelle in der letzten Zeit
eine gewisse Unduldsamkeit und Unkonzentriertheit fest, schon kleine Stressoren
könnten ihn überfordern. Die Beschwerden seien schleichend aufgetreten, ein genauer
Beginn sei nicht klar (IV-act. 11-6/35). Schliesslich setzte Dr. A._ den Beginn der
Arbeitsunfähigkeit auf den 1. Januar 2006 fest (IV-act. 11-5/35). Dr. C._ vom
regionalen ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung legte in seiner Stellungnahme
vom 15. März 2007 den Beginn der Arbeitsunfähigkeit gestützt auf den Bericht der
Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen auf März 2006 fest (IV-act. 26-2/3).
Anlässlich der Abklärung beim Versicherten vom 28. Juni 2007 führte dieser aus, seine
Leistungsfähigkeit habe in den letzten Jahren schleichend abgenommen. Heute sei er
bei komplexen Aufgaben schnell überfordert. Die EDV-Entwicklung bereite ihm heute
grosse Mühe. Er verspüre heute auch eine schnelle Ermüdung (IV-act. 48-1/9). Unter
diesen Umständen ist der Beginn der relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf
anfangs 2006 festzulegen. Ein früherer Zeitpunkt lässt sich nicht mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eruieren. Daran vermag auch die subjektive
Einschätzung des Versicherten im Abklärungsbericht, wonach er selber schon seit
bis
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spätestens dem Jahr 2000 zunehmende Einschränkungen gespürt habe (IV-act.
48-7/9), nichts zu ändern.
4.
4.1 Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28 Abs. 2
IVG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte
(BGE 131 V 51 neues Fenster E. 5.1.2 S. 53; Urteil 9C_560/2008 vom 12. Dezember
2008 E. 3.1 mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu
erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im
Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung
des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 neues Fenster E. 4.1
S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV
vorgeschriebenen Gleichsetzung der IV-rechtlich massgebenden hypothetischen
Vergleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Einkommen kann das
Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden grundsätzlich auf Grund der IK-
Einträge bestimmt werden (Urteil 8C_515/2008 vom 23. März 2009 E. 4.1 mit
Hinweisen). Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und
verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf
den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen
(ZAK 1985 S. 464 E. 2c, I 370/84; vgl. auch AHI 1999 S. 237 E. 3b, I 377/98, mit
Hinweisen; Urteil 8C_515/2008 vom 23. März 2009 E. 4.1).
4.2 Der Versicherte erzielte aufgrund der IK-Einträge in den letzten vier Jahren vor
Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung ein durchschnittliches Einkommen von
rund Fr. 72'800.- (2002: Fr. 72'908.-; 2003: Fr. 72'807.-; 2004: Fr. 74'318.-; 2005: Fr.
71'161.-; IV-act. 7-1/7). Für das Jahr 2006 und mithin für den Zeitraum nach Beginn der
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit wird für den Versicherten in der Erfolgsrechnung ein
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Lohn von Fr. 79'279.50 ausgewiesen (IV-act. 45-1/2, Kto-Nr. 4000). Aus dem Vergleich
dieses Invalideneinkommens mit dem durchschnittlich in den Vorjahren ausgewiesenen
Valideneinkommen resultiert kein IV-Grad. Nichts anderes ergibt sich, wenn
vergleichsweise auf den in den Jahresrechnungen ausgewiesenen Reinerfolg (ohne
Liegenschaftsrechnung) zuzüglich Eigenlohn des Versicherten abgestellt wird (vgl. IV-
act. 48-5/9 und act. G 3.1, jeweils letzte Spalte). Auch dieser Vergleich zeigt, dass im
Jahr 2006 jedenfalls kein geringeres Einkommen erzielt worden ist als im Durchschnitt
der letzten Jahre. Die Behauptung, dass dieses positive Ergebnis im Jahr 2006 nur
deshalb zustande gekommen sei, weil damals ein aussergewöhnlich hoher
Zahlungseingang aus einem Grossauftrag verbucht werden konnte, wurde durch nichts
belegt. Ein Vergleich der in den Erfolgsrechnungen ausgewiesenen Honorarerträge der
letzten Jahre zeigt lediglich die üblichen konjunkturellen und auftragsbedingten
Schwankungen. Ein gesundheitsbedingter Umsatz- und damit Gewinnrückgang lässt
sich jedenfalls daraus nicht ableiten. Was das Invalideneinkommen betrifft, kann zudem
bei Selbstständigerwerbenden, die weiterhin im Betrieb tätig sind und bei denen sich
keine erhebliche invaliditätsbedingte Verminderung des Betriebseinkommens
feststellen lässt, eine Invalidität nur insoweit angenommen werden, als für die Erfüllung
bestimmter Aufgaben nach Eintritt des Gesundheitsschadens eine oder mehrere
Personen zusätzlich oder vermehrt in massgeblicher Weise im Betrieb tätig sind
(erhöhter Personalaufwand). Aus der vorliegenden Aktenlage lässt sich schliessen,
dass das mit der selbstständigerwerbenden Tätigkeit erwirtschaftete Einkommen des
Versicherten nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung anfangs 2006
zumindest das frühere durchschnittliche Niveau erreichte. Ein (gesundheitsbedingter)
Rückgang ist nicht erfolgt. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die
Personalkosten im Jahr 2006 sogar in geringem Umfang (IV-act. 45-1/2, Kto-Nr. 4010).
4.3 Zusammenfassend ist aufgrund der Betriebsergebnisse der G._ AG und der
ausgewiesenen Einkommen des Versicherten in Übereinstimmung mit der
Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Versicherte trotz der
gesundheitlichen Beeinträchtigung ab 2006 seine vorhandenen Ressourcen optimal
einsetzen und die für ihn ungeeigneten Arbeiten auf seine Mitarbeiter übertragen
konnte und damit keine (invaliditätsbedingte) Erwerbseinbusse erzielte. Dass die
Beschwerdegegnerin die ausserordentliche Bemessungsmethode nicht angewandt hat,
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ist unter den vorliegenden Umständen ebenfalls nicht zu beanstanden, da die beiden
Vergleichseinkommen genügend zuverlässig ermittelt werden konnten.
5.
5.1 Demzufolge ist die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente gemäss
Verfügung der IV-Stelle vom 27. September 2007 im Ergebnis nicht zu beanstanden
und die Beschwerde ist abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint
als angemessen. Sie ist der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von
ihr geleistete Kostenvorschuss in derselben Höhe ist anzurechnen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG