Decision ID: 4ca2e27f-e51f-4952-8db3-2a3d7869ac96
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_006
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten:
A.
Der Beschwerdeführer reiste am 3. Dezember 2018 aus dem Kosovo in die
Schweiz ein, heiratete am 14. Dezember 2018 eine in der Schweiz nieder-
lassungsberechtigte Landsfrau und erhielt am 26. Juni 2019 im Rahmen
des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung (Akten des Amtes für
Migration und Integration [MI-act.] 3, 9). Am 7. November 2019 verlängerte
das Amt für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) die Aufent-
haltsbewilligung des Beschwerdeführers bis zum 30. November 2020 (MI-
act. 13).
Gemäss Meldung der zuständigen Einwohnerdienste trennten sich die
Eheleute per 30. September 2020 freiwillig (MI-act. 17). Nachdem auch die
Ehefrau des Beschwerdeführers dem MIKA mitgeteilt hatte, dass sie sich
von diesem getrennt habe und der gemeinsame Haushalt am 30. Septem-
ber 2020 aufgelöst worden sei (MI-act. 19), gewährte das MIKA dem Be-
schwerdeführer am 30. Oktober 2020 das rechtliche Gehör und verfügte –
nach ungenutztem Ablauf der erstreckten Stellungnahmefrist – am 2. Juni
2021 die Nichtverlängerung seiner am 30. November 2020 abgelaufenen
Aufenthaltsbewilligung sowie seine Wegweisung aus der Schweiz, unter
Ansetzung einer Ausreisefrist von 60 Tagen nach Rechtskraft der Verfü-
gung (MI-act. 20 f., 34 ff.).
B.
Gegen die Verfügung des MIKA vom 2. Juni 2021 erhob der Beschwerde-
führer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 5. Juli 2021 beim Rechts-
dienst des MIKA (Vorinstanz) Einsprache (MI-act. 48 ff.).
Die Vorinstanz erliess am 19. Oktober 2021 folgenden Einspracheent-
scheid (act. 1 ff.):
1. Die Einsprache wird abgewiesen.
2. Es werden keine Gebühren erhoben.
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.
- 3 -
C.
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 19. November 2021 erhob der
Beschwerdeführer beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Verwal-
tungsgericht) Beschwerde und stellte folgende Anträge (act. 10 ff.):
1. Der Einspracheentscheid des Amtes für Migration und Integration vom 19. Oktober 2021 sei aufzuheben.
2. Die Verfügung vom 2. Juni 2021 des Amtes für Migration und Integration sei aufzuheben.
3. Die am 30. November 2020 abgelaufene Aufenthaltsbewilligung von A. sei zu verlängern.
4. Es sei eine mündliche Verhandlung anzusetzen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Die Begründung ergibt sich, soweit erforderlich, aus den nachstehenden
Erwägungen.
Nach Eingang des Kostenvorschusses (act. 26) verzichtete die Vorinstanz
auf eine Beschwerdeantwort, beantragte die Abweisung der Beschwerde
und reichte aufforderungsgemäss die Akten ein (act. 31).
Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (vgl.
§ 7 des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG;
SAR 155.200]).

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
I.
1.
Einspracheentscheide des MIKA können innert 30 Tagen seit Zustellung
mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (§ 9
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November
2008 [EGAR; SAR 122.600]). Beschwerden sind schriftlich einzureichen
und müssen einen Antrag sowie eine Begründung enthalten; der angefoch-
tene Entscheid ist anzugeben, allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen
und soweit möglich beizufügen (§ 2 Abs. 1 EGAR i.V.m. § 43 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungs-
rechtspflegegesetz, VRPG; SAR 271.200]).
- 4 -
Der Beschwerdeführer beantragt mit seiner Beschwerde unter anderem,
seine Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Das Verwaltungsgericht
kann jedoch keine Aufenthaltsbewilligungen erteilen oder verlängern. Der
Antrag ist daher so zu verstehen, dass das MIKA anzuweisen sei, die ab-
gelaufene Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern
bzw. ihm eine neue Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Weiter beantragt der
Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung des MIKA vom 2. Juni
2021. Das Verwaltungsgericht kann eine Verfügung des MIKA aber selbst
bei Gutheissung einer Beschwerde nicht aufheben. Anfechtungsobjekt ist
gemäss § 9 Abs. 1 EGAR einzig der Einspracheentscheid der Vorinstanz.
Auf den entsprechenden Antrag ist deshalb nicht einzutreten.
Nachdem sich die Beschwerde im Übrigen gegen den Einspracheentscheid
der Vorinstanz vom 19. Oktober 2021 richtet, ist die Zuständigkeit des Ver-
waltungsgerichts gegeben. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist somit, unter Beachtung der vorstehenden Präzisierungen, ein-
zutreten.
2.
Unter Vorbehalt abweichender bundesrechtlicher Vorschriften oder Best-
immungen des EGAR können mit der Beschwerde an das Verwaltungsge-
richt einzig Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Miss-
brauch des Ermessens, und unrichtige oder unvollständige Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhaltes gerügt werden. Die Ermessensüber-
prüfung steht dem Gericht jedoch grundsätzlich nicht zu (§ 9 Abs. 2 EGAR;
vgl. auch § 55 Abs. 1 VRPG). Schranke der Ermessensausübung bildet
das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: MARTINA
CARONI/THOMAS GÄCHTER/DANIELA THURNHERR [Hrsg.], Stämpflis Hand-
kommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
[AuG], Bern 2010, N. 7 zu Art. 96 mit Hinweisen). In diesem Zusammen-
hang hat das Verwaltungsgericht gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung insbesondere zu klären, ob die Vorinstanz die gemäss Art. 96
des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die
Integration vom 16. Dezember 2005 (Ausländer- und Integrationsgesetz,
AIG; SR 142.20) relevanten Kriterien (öffentliche Interessen, persönliche
Verhältnisse, Integration) berücksichtigt hat und ob diese rechtsfehlerfrei
gewichtet wurden (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, a.a.O., N. 9 zu Art. 96).
Schliesslich ist im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu entscheiden, ob
die getroffene Massnahme durch ein überwiegendes öffentliches Interesse
gerechtfertigt erscheint (sog. Verhältnismässigkeit im engeren Sinn).
II.
1.
1.1.
Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid fest, der Beschwerde-
führer und seine niederlassungsberechtigte Ehefrau lebten getrennt und
- 5 -
von einer Wiederaufnahme der Beziehung sei nicht auszugehen. Damit
seien beim Beschwerdeführer die Voraussetzungen für einen Anspruch auf
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 43 Abs. 1 AIG
nicht mehr erfüllt. Da die eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre be-
standen habe, könne er auch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG keinen Anspruch
auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ableiten. Eine Verlänge-
rung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG falle ausser Betracht und auch ein
schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b
AIG sei zu verneinen. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung
und die Wegweisung des Beschwerdeführers seien zudem mit Art. 8 der
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom
4. November 1950 (EMRK; SR 0.101) sowie Art. 13 Abs. 1 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV;
SR 101) vereinbar.
1.2.
Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde demgegenüber auf
den Standpunkt, er habe gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sowie Art. 8
EMRK und Art. 13 BV einen Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthalts-
bewilligung. Zum einen habe er ein massives Trauma erlitten, als sein Vater
und neun weitere Männer aus seiner Familie im Krieg bei einem Massaker
ums Leben gekommen seien. Mit einer Rückkehr in sein Heimatland
würden ihm Retraumatisierungen drohen. Zum anderen sei eine soziale
Wiedereingliederung nicht mehr möglich, da er mit seiner Ausreise alles
abgebrochen und sich mit seinen dort lebenden Familienangehörigen über-
worfen habe. Er sei in der Schweiz gut integriert und komme sämtlichen
Verpflichtungen in vorbildlicher Art und Weise nach. Zudem pflege und
brauche er einen sehr engen Kontakt zu seiner in der Schweiz lebenden
Schwester und ihrem Ehemann. Eine Ausreise aus der Schweiz würde den
Kontakt praktisch verunmöglichen.
2.
2.1.
Aufenthaltsbewilligungen sind befristet und erlöschen mit Ablauf ihrer Gül-
tigkeitsdauer (Art. 33 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG). Spricht jedoch
nichts gegen eine Bewilligungsverlängerung, wird diese praxisgemäss ver-
fügt. Das AIG enthält keine Bestimmungen, welche die Kriterien für die
Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung festlegen. Art. 33 Abs. 3
AIG normiert lediglich, dass eine Aufenthaltsbewilligung verlängert werden
kann, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen. Wie
mit Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2021.346 vom 28. März 2022,
Erw. II/2.1 festgehalten, setzt die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbe-
willigung einen Nichtverlängerungsgrund voraus. Dieser kann entweder in
einem Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 AIG bestehen oder sich aus
einer ständigen, rechtsgleich gehandhabten Praxis des MIKA ergeben.
- 6 -
2.2.
Wird die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung damit begründet,
dass der Aufenthaltszweck dahingefallen sei, besteht der Nichtverlänge-
rungsgrund darin, dass die betroffene Person eine mit der Bewilligungs-
erteilung verbundene Bedingung nicht mehr erfüllt, womit der Widerrufs-
bzw. Nichtverlängerungsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG erfüllt ist (Ent-
scheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.67 vom 1. Juni 2022,
Erw. II/2.2, eingehend WBE.2021.346 vom 28. März 2022, Erw. II/2.2).
2.3.
Wie jede behördliche Massnahme müssen auch die Nichtverlängerung
einer Aufenthaltsbewilligung und die gemäss Art. 64 Abs. 1 lit. c AIG damit
verbundene Wegweisung verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 BV und
Art. 96 Abs. 1 AIG; vgl. BGE 135 II 377, Erw. 4.3) und verlangen folglich
nach einer Interessenabwägung unter den Gesichtspunkten von Art. 96
Abs. 1 AIG.
Da sich die Prüfung der Verhältnismässigkeit der Nichtverlängerung und
Wegweisung erübrigt, wenn die betroffene Person einen Anspruch auf Er-
teilung einer Bewilligung hat oder ihr ermessensweise eine Bewilligung zu
erteilen ist, ist die Verhältnismässigkeitsprüfung zunächst zurückzustellen
und es ist vorab zu klären, ob der betroffenen Person gestützt auf eine An-
spruchs- oder Ermessensbestimmung eine Bewilligung zusteht (Entscheid
des Verwaltungsgerichts WBE.2022.67 vom 1. Juni 2022, Erw. II/2.3, ein-
gehend zum Ganzen WBE.2021.346 vom 28. März 2022, Erw. II/2.3 f.).
3.
In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob ein Nichtverlängerungsgrund vor-
liegt (siehe vorne Erw. 2.1).
Der Beschwerdeführer verfügte aufgrund seines Aufenthalts als Ehegatte
einer Niederlassungsberechtigten ab dem 26. Juni 2019 über eine abgelei-
tete Aufenthaltsbewilligung. Zulassungsgrund war die Eheschliessung und
das Zusammenleben in ehelicher Gemeinschaft war Aufenthaltszweck und
gleichsam Bedingung für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.
Die Eheleute sind zwar weiterhin verheiratet, haben sich jedoch am
30. September 2020 getrennt und das eheliche Zusammenleben aufge-
geben (siehe vorne lit. A). Ausweislich des Einwohnerregisters des Kan-
tons Aargau leben sie bis heute getrennt. Der Beschwerdeführer hat denn
auch nicht geltend gemacht, dass er wieder mit seiner Ehefrau zusammen-
leben würde. In seiner Beschwerde vom 19. November 2021 brachte er
vor, sie hätten sich "in den letzten Monaten wieder angenähert", und "es
sehe derzeit so aus, als würden sie wieder zueinander finden" (act. 12). Die
behauptete Wiederannäherung hat der Beschwerdeführer indes mit
- 7 -
keinem Wort substanziiert, geschweige denn belegt. Dies wäre vom Be-
schwerdeführer – der hinsichtlich einer allfälligen Wiedervereinigung so-
wohl objektiv beweisbelastet (vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetz-
buchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB; SR 210]) als auch im Rahmen seiner
Mitwirkungspflicht (§ 23 VRPG; Art. 90 AIG) subjektiv beweisführungs-
pflichtig ist – indes zu erwarten gewesen. Von seiner subjektiven Beweis-
führungspflicht, d.h. der verfahrensrechtlichen Obliegenheit, seine sachver-
haltlichen Vorbringen wenigstens ansatzweise zu substanziieren, vermag
sich der Beschwerdeführer auch nicht dadurch zu befreien, dass er eine
Partei- und Zeugenbefragung zum Beweis offeriert. Mangels jeglicher kon-
kreter Anhaltspunkte für eine allfällige Wiedervereinigung ist bei den
mittlerweile seit über zwei Jahren getrenntlebenden Eheleuten klarerweise
nicht von einer vorübergehenden Trennung im Sinne von Art. 76 der Ver-
ordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober
2007 (VZAE; SR 142.201) i.V.m. Art. 49 AIG auszugehen. Somit lebt der
Beschwerdeführer definitiv von seiner Ehefrau getrennt.
Nach dem Gesagten wird der Aufenthaltszweck bzw. die mit der Bewilli-
gungserteilung verbundene Bedingung nicht mehr eingehalten, womit der
Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG erfüllt ist. Mithin steht fest, dass
ein Nichtverlängerungsgrund vorliegt.
4.
Wie durch die Vorinstanz korrekt ausgeführt wurde, hat der Beschwerde-
führer infolge der definitiven Auflösung der ehelichen Gemeinschaft sowie
des weniger als dreijährigen Bestehens der Ehegemeinschaft weder ge-
stützt auf Art. 43 Abs. 1 AIG noch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG einen
Anspruch auf Verlängerung seiner bisherigen bzw. auf Erteilung einer
neuen Aufenthaltsbewilligung (act. 3 f.; vgl. auch Entscheid des Verwal-
tungsgerichts WBE.2021.481 vom 17. November.2022, Erw. II/5.2.1).
5.
5.1.
Auch die Ausführungen der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer aus
Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG keinen Anspruch auf Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung ableiten kann (act. 4 ff.), sind nicht zu beanstanden.
5.2.
5.2.1.
Die Anspruchsregelung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG kommt zum Tragen,
wenn die anrechenbare eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre ge-
dauert hat und/oder die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht erfüllt
sind (womit ein Anspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ausser
Betracht fällt), jedoch aufgrund der gesamten Umstände ein nachehelicher
Härtefall vorliegt. Dies ist dann der Fall, wenn es für den nachgezogenen
Ehegatten aufgrund der Umstände eine unzumutbare Härte darstellen
- 8 -
würde, müsste er die Schweiz nach Auflösung der Ehegemeinschaft wieder
verlassen. Der Härtefall muss sich aus der Lebenssituation der betroffenen
Person nach der Auflösung der Ehe und dem Dahinfallen der gestützt auf
die Ehe erteilten Anwesenheitsberechtigung ergeben. Gemäss Art. 50
Abs. 2 AIG können wichtige persönliche Gründe, die einen weiteren Auf-
enthalt in der Schweiz erforderlich machen – d.h. einen nachehelichen Här-
tefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG begründen – namentlich dann
vorliegen, wenn der nachgezogene Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt
geworden ist oder dieser die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat
oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet er-
scheint. Rechtsprechungsgemäss kann darüber hinaus insbesondere auch
der Tod des nachziehenden Ehegatten oder die Beziehung zu einem
anwesenheitsberechtigten gemeinsamen Kind dazu führen, dass dem
nachgezogenen Ehegatten ein nachehelicher Härtefall zu attestieren ist
(eingehend zum Ganzen Entscheid des Verwaltungsgerichts
WBE.2020.401 vom 27. Juni 2022, Erw. II/5.3.2.1 unter Verweis auf das
Urteil des Bundesgerichts 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011, Erw. 3.1).
5.2.2.
Bei der Beurteilung, ob wichtige Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b
AIG vorliegen, sind insbesondere die Konkretisierungen in Art. 31 VZAE zu
beachten. Diese Bestimmung umschreibt in allgemeiner Form, dass bei
Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls eine Aufent-
haltsbewilligung erteilt werden kann. Sie bezieht sich gemäss Klammer-
verweis im Titel sowohl auf Art. 14 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998
(AsylG; SR 142.31) als auch auf den Anwendungsbereich des AIG (Art. 30
Abs. 1 lit. b, Art. 50 Abs. 1 lit. b und Art. 84 Abs. 5 AIG). In Art. 31 Abs. 1
VZAE werden folgende zu berücksichtigende Kriterien aufgelistet:
- die Integration anhand der Kriterien von Art. 58a Abs. 1 AIG (Beach-
tung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Respektierung der Werte
der Bundesverfassung, Sprachkompetenzen und Teilnahme am Wirt-
schaftsleben oder am Erwerb von Bildung; Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE),
- die familiären Verhältnisse unter besonderer Beachtung des Zeitpunkts
der Einschulung und der Dauer des Schulbesuchs der Kinder (lit. c),
- die finanziellen Verhältnisse (lit. d),
- die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz (lit. e),
- der Gesundheitszustand (lit. f) und
- die Möglichkeiten der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (lit. g).
Die Kriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 VZAE beziehen sich einerseits auf
härtefallbegründende Umstände und andererseits auf Aspekte des öffent-
lichen Interesses, die der Erteilung einer Härtefallbewilligung entgegen-
stehen können. Mit Blick auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sind nur die härtefall-
begründenden bzw. privaten Interessen massgebend, da es lediglich um
- 9 -
die Frage geht, ob wichtige persönliche Gründe vorliegen, die einen wei-
teren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen und somit einen An-
spruch auf Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung und deren Ver-
längerung begründen. Besteht ein Anspruch im Sinne von Art. 50 Abs. 1
lit. b AIG und liegen keine Erlöschensgründe im Sinne von Art. 51 Abs. 2
AIG vor, ist die Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich zu erteilen bzw. zu
verlängern (Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2016.545 vom 8. Mai
2018, Erw. II/3.1.2).
5.2.3.
Nach dem Gesagten ist zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der
gesamten Umstände des Einzelfalls ein Anspruch auf Erteilung einer neuen
Aufenthaltsbewilligung und deren Verlängerung zukommt, weil wichtige
persönliche Gründe im Sinne der vorgenannten Bestimmungen vorliegen,
die seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, bzw. ob
ihm durch seine Ausreiseverpflichtung eine besondere Härte widerfährt.
Die zu berücksichtigenden wichtigen Gründe müssen einen Bezug zur ge-
scheiterten Ehe aufweisen.
5.3.
5.3.1.
Vorab ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte dafür
vorliegen, dass der Beschwerdeführer die Ehe nicht aus freiem Willen ge-
schlossen hätte oder Opfer ehelicher Gewalt geworden wäre, und er sol-
ches auch nicht geltend macht (act. 5), weshalb sich weitere Ausführungen
hierzu erübrigen.
5.3.2.
Wie die Vorinstanz ebenfalls richtig ausgeführt hat, ist sodann auch ein
nachehelicher Härtefall aufgrund einer fortgeschrittenen Integration des
Beschwerdeführers in der Schweiz oder aufgrund einer starken Gefähr-
dung der sozialen Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Kosovo
zu verneinen (act. 5 f.).
Dass der Beschwerdeführer während seines rund vierjährigen Aufenthalts
in der Schweiz schnell eine Arbeitsstelle gefunden und sich für seine Ar-
beitgeberin zu einem wichtigen Mitarbeiter entwickelt hat sowie finanziell
selbstständig ist, womit er sich gemessen an seiner Aufenthaltsdauer in
beruflicher wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht im zu erwartenden Mass
integriert hat, wurde bereits durch die Vorinstanz korrekt festgestellt
(act. 6). Seine sprachliche Integration lässt sich aufgrund der Akten nicht
verlässlich beurteilen. Eine derart ausgeprägte Integration und mithin
starke Verwurzelung in der Schweiz, dass infolgedessen sein weiterer Ver-
bleib angezeigt wäre, ist dem Beschwerdeführer indes – wie die Vorinstanz
richtig dargelegt hat (act. 6) – ohnehin nicht zu attestieren. Er macht in
- 10 -
seiner Beschwerde denn auch keine substanziierten Vorbringen, welche in
entscheidrelevanter Weise gegen diese Beurteilung sprechen würden.
Ebenso wenig ist davon auszugehen, dass die soziale Wiedereingliede-
rung des Beschwerdeführers – der im Kosovo aufgewachsen und soziali-
siert worden ist und die heimatliche Sprache beherrscht – bei einer Rück-
kehr in sein Herkunftsland ernsthaft gefährdet wäre. Daran ändert auch
nichts, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, seine noch lebenden Fami-
lienmitglieder im Kosovo hätten ihn aus der Familiengemeinschaft ausge-
schlossen, weil er gegen ihren Willen in die Schweiz ausgereist sei und
geheiratet habe (act. 13 f.). Die zu Gunsten des Beschwerdeführers mit
dessen Vorbringen angenommene fehlende Unterstützung durch seine Fa-
milie im Fall einer Rückkehr in den Kosovo dürfte seine dortige soziale Wie-
dereingliederung erschweren, lässt diese indes nicht als stark gefährdet er-
scheinen. Dies umso weniger, als mit der Vorinstanz davon auszugehen
ist, dass der heute 32-jährige Beschwerdeführer auf ein nach wie vor be-
stehendes soziales Netzwerk aus Freunden und Bekannten zurückgreifen
kann. Wobei ihm die Rückkehr angesichts seines Alters, seiner dortigen
Sozialisierung und seiner Sprachkenntnisse selbst dann zumutbar wäre,
wenn er sich sein soziales Netz neu aufbauen müsste.
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, er habe als Kind miterleben
müssen, wie zehn Männer aus seiner Familie, einschliesslich seines
Vaters, bei einem Massaker im Krieg ermordet worden seien, was ihn
massiv traumatisiert habe. Es sei ihm nicht zumutbar, an den Ort des
Massakers zurückkehren, da ihm dort "Retraumatisierungen" drohen
würden (act. 12 f.). Inwiefern die geltend gemachten Kindheitserlebnisse
des Beschwerdeführers und deren psychische Folgen einen Zusammen-
hang zur Ehe bzw. zum ehebedingten Aufenthalt des Beschwerdeführers
in der Schweiz aufweisen, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerde-
führer auch nicht dargetan. Sie vermögen deshalb von vornherein keinen
nachehelichen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begrün-
den. Hierzu müssten sich die behaupteten Wiedereingliederungsprobleme
im Herkunftsland zu einem gewissen Grad aus der Ehe bzw. dem Eheleben
in der Schweiz ergeben (vgl. vorne Erw. 5.2.1; BGE 139 II 393, Erw. 6, und
137 II 345, Erw. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_668/2019 vom
19. November 2019, Erw. 2.1). Dies wäre vorliegend selbst dann nicht der
Fall, wenn mit dem Beschwerdeführer angenommen würde, sein Trauma
sei der Grund gewesen, weshalb die Ehe keinen Bestand gehabt habe
(act. 13).
5.4.
Auch sonst sind keine Anhaltspunkte aus den Akten ersichtlich oder wer-
den substanziiert geltend gemacht, welche rechtsgenügend für die An-
nahme wichtiger persönlicher Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und
Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 VZAE sprechen würden.
- 11 -
6.
Unter den dargelegten Umständen ist sodann nicht zu beanstanden, wenn
die Vorinstanz die Erteilung einer Härtefallbewilligung im Sinne von Art. 30
Abs. 1 lit. b AIG verneint (act. 7). Liegen keine wichtigen persönlichen
Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor und werden bei der Prüfung dieser
Frage die Kriterien gemäss Art. 31 VZAE berücksichtigt, liegt regelmässig
auch kein schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30
Abs. 1 lit. b AIG vor. Auch das vorgebrachte Trauma und die behauptete
Retraumatisierung des Beschwerdeführers bei einer Rückkehr in den
Kosovo (siehe vorne Erw. 5.3.2) vermögen daran nichts zu ändern. Dazu
ist Folgendes festzuhalten: Nachdem bereits die Vorinstanz festgestellt hat,
dass der Beschwerdeführer bis zur Übersiedlung in die Schweiz mit 28 Jah-
ren trotz seiner Erlebnisse offenbar problemlos im Kosovo hatte leben kön-
nen (act. 6), unterlässt es der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer dar-
zulegen, dass und inwiefern ihn die Erlebnisse im Kosovo traumatisiert
hätten, dass und inwiefern sich seine Situation nach der Übersiedlung in
die Schweiz massgeblich verbessert hätte und aufgrund welcher konkreter
Umstände eine Rückkehr in den Kosovo für ihn unzumutbar wäre. Insbe-
sondere sind der Beschwerde keine Angaben zu psychischen Beschwer-
den, allfälligen Diagnosen oder ärztlichen Behandlungen im Kosovo zu ent-
nehmen, womit die Behauptungen des Beschwerdeführers unsubstanziiert
und unbelegt bleiben (vgl. oben Erw. 3). Nach dem Gesagten macht der
Beschwerdeführer nicht ansatzweise glaubhaft oder plausibilisiert, dass es
ihm wegen seiner Erlebnisse heute – nach rund vier Jahren Aufenthalt in
der Schweiz – nicht mehr zumutbar wäre, in den Kosovo zurückzukehren.
Zwar ist gerichtsnotorisch, dass das Miterleben des gewaltsamen Todes
eines nahen Familienmitgliedes meist traumatisierend ist. Dennoch be-
deutet dies nicht, dass daraus in jedem Fall abzuleiten wäre, es liege ein
schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b
AIG vor, welchem einzig durch Einräumung einer Aufenthaltsbewilligung in
der Schweiz entgegnet werden kann. Vielmehr bedarf es dazu konkreter
Angaben, inwiefern die Belastung für die betroffene Person gravierender
ist, als für Landsleute, die das gleiche erlebt haben, jedoch weiterhin im
Kosovo leben.
7.
Erweist sich unter Berücksichtigung der Kriterien von Art. 31 VZAE, dass
bei einer ausländischen Person nach Wegfall ihres abgeleiteten Bewilli-
gungsanspruchs zwecks Verbleibs beim (früheren) Ehegatten weder ein
nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG noch ein
schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b
AIG vorliegt, ist damit gleichsam erstellt, dass das private Interesse der be-
troffenen Person an einem weiteren Verbleib in der Schweiz das öffentliche
Interesse an der Beendigung ihres Aufenthalts nach Auflösung der anwe-
senheitsberechtigenden Ehegemeinschaft nicht aufzuwiegen vermag. Dies
- 12 -
gilt auch in jenen Fällen, in denen sich das öffentliche Interesse in migra-
tionsregulatorischen Überlegungen erschöpft (vgl. zum Ganzen Art. 31
Abs. 1 VZAE mit Art. 96 Abs. 1 AIG; Entscheid des Verwaltungsgerichts
WBE.2021.84 vom 12. August 2021, Erw. II/5).
Im Rahmen der vorstehenden Erwägungen wurde unter Berücksichtigung
der Kriterien von Art. 31 VZAE festgestellt, dass beim Beschwerdeführer,
der seinen abgeleiteten Bewilligungsanspruch zwecks Verbleibs bei seiner
Ehefrau verloren hat, weder ein nachehelicher Härtefall noch ein schwer-
wiegender persönlicher Härtefall vorliegt. Damit steht fest, dass die Nicht-
verlängerung der bisherigen sowie die Verweigerung einer neuen Aufent-
haltsbewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der
Schweiz auch vor dem Gebot der Verhältnismässigkeit standhalten. Dies –
entgegen der offenbaren Auffassung des Beschwerdeführers (act. 17) –
unabhängig davon, ob dem Beschwerdeführer ein Verschulden anzulasten
wäre oder nicht (vgl. SILVIA HUNZIKER, in: CARONI/GÄCHTER/THURNHERR,
a.a.O., N. 45 zu Art. 62 AuG). Auf eine erneute Darlegung und detaillierte
Bemessung der zu berücksichtigenden Interessen kann unter diesen Um-
ständen verzichtet werden.
8.
Hinsichtlich der Prüfung, ob die Verweigerung des weiteren Aufenthalts
dem Beschwerdeführer in der Schweiz und die damit verbundene Wegwei-
sung vor Art. 8 EMRK standhalten, kann vollumfänglich auf die zutreffen-
den Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. 7). Ein beson-
deres Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und
seiner in der Schweiz lebenden Schwester, welches über normale, gefühls-
mässige Verbindungen hinausginge, wird nicht substanziiert behauptet und
ist nicht ersichtlich. Eine Verletzung von Art. 8 EMRK fällt somit von vorn-
herein ausser Betracht.
9.
Schliesslich ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass keine Hinweise er-
sichtlich sind, wonach der Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 83
AIG unzulässig, unmöglich oder unzumutbar sein könnte. Der Beschwer-
deführer macht in seiner Beschwerde denn auch keine Vollzugshindernisse
geltend.
10.
Zusammenfassend steht fest, dass die Nichtverlängerung der bisherigen
sowie die Verweigerung einer neuen Aufenthaltsbewilligung und die Weg-
weisung des Beschwerdeführers gemäss nationalem Recht nicht zu bean-
standen sind und vor Art. 8 EMRK standhalten. Nachdem auch dem Voll-
zug der Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen, ist der Entscheid
der Vorinstanz nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.
- 13 -
11.
Der Beschwerdeführer offeriert in seiner Beschwerde mehrfach eine Partei-
und Zeugenbefragung als Beweis und macht sinngemäss geltend, er habe
einen Anspruch, persönlich angehört zu werden (act. 18). Diesbezüglich ist
festzuhalten, dass es dem Verwaltungsgericht freisteht, im Rahmen einer
antizipierten Beweiswürdigung auf eine Partei- und/oder Zeugenbefragung
zu verzichten, wenn dies zur Abklärung des Sachverhalts nicht notwendig
erscheint (BGE 136 I 229, Erw. 5.3; BGE 134 I 140, Erw. 5.3; Aargauische
Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2008, S. 312, Erw. 3.1,
und 2004, S. 154, Erw. 1a, je mit Hinweisen). Vorliegend ergibt sich die In-
teressenlage des Beschwerdeführers vollumfänglich aus den Akten und es
bestehen keine Unklarheiten hinsichtlich des rechtserheblichen Sachver-
halts, welche die Durchführung einer Partei- und/oder Zeugenbefragung
erforderlich erscheinen lassen würden. Dass sich die Sachlage aufgrund
einer Partei- und/oder Zeugenbefragung anders präsentieren würde, als sie
aus den Akten hervorgeht und den vorliegenden Erwägungen zu Grunde
liegt, und demzufolge zu einem anderen Entscheid führen würde, ist nicht
ersichtlich. Überdies besteht kein auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK gestützter An-
spruch auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung und auch der An-
spruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV räumt grundsätz-
lich keinen Anspruch auf eine mündliche Verhandlung bzw. Anhörung ein
(Urteil des Bundesgerichts 2C_578/2009 vom 23. Februar 2010, Erw. 2.3
mit Hinweis). Auf die Durchführung einer Partei- und Zeugenbefragung wird
daher verzichtet.
III.
Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrenskosten nach Massgabe
des Obsiegens und Unterliegens auf die Parteien verlegt (§ 31 Abs. 2
VRPG). Nachdem der Beschwerdeführer unterliegt, gehen die Kosten des
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu seinen Lasten. Ein Parteikostener-
satz fällt ausser Betracht (§ 32 Abs. 2 VRPG).