Decision ID: 37ac9477-b3af-4fdc-ab79-d6f15ccc148a
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Ehescheidung (Art. 114)
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. März 2017; Proz. FE130215
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Rechtsbegehren:
Schlussanträge der Beklagten (act. 83 i.V.m. act. 147): "1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden;
2. es sei die elterliche Sorge über den Sohn C._, geb. tt.mm.2000, bei den Parteien gemeinsam zu belassen;
3. es sei der Beklagten die alleinige Obhut über C._ zuzuteilen;
4. auf eine Betreuungsregelung sei aufgrund des fortgeschrittenen Alters von C._ zu verzichten;
5. es sei der Kläger zu verpflichten, für den Sohn C._ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1'830,--, zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden  bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung, zu bezahlen;
6. es sei der Kläger zu verpflichten, sich an den  Kosten im Zusammenhang mit Ausbildung, Sport und Ferien betreffend den Sohn C._ zu 2/3 zu beteiligen;
7. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten für die  Behandlung von C._ CHF 1'283.70 nebst 5% Zins seit Fälligkeit zu bezahlen;
8. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten einen  Ehegattenunterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters der  i.H.v. monatlich CHF 16'544,-- zu bezahlen; zahlbar zum  auf den 1. eines jeden Monats;
9. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten einen  nachehelichen Vorsorgeunterhalt i.H.v. monatlich CHF 3'291,-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum  des ordentlichen Pensionierungsalters der Beklagten zu ; zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats;
10. es seien die Kindes- und nachehelichen  gerichtsüblich zu indexieren;
11. es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz ;
12. es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Beklagte Ziff. 6.1 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 7. März 2017 (act. 145 S. 5) ausdrücklich als richtig anerkannt hat.
13.1 es sei der Kläger eventualiter die Kantonspolizei Zürich und/oder die D._ Versicherungen, die E._ [Versicherung] und die F._ Versicherung zu verpflichten, sämtliche  betreffend die Schmuckdiebstähle vom 20.01.2001
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resp. vom 07.11.2002, sowie die Bankunterlagen betreffend  der Versicherung, sowie den Polizeirapport vom 20.01.2001 zu edieren;
13.2 es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten die von den  betreffend die Schmuckdiebstähle vom 20.01.2001 resp. vom 07.11.2002 erhältlich gemachten und erhaltenen  in (noch) genau zu quantifizierbarer Höhe, wohl ca. 137'650,--, nebst 5 % Zins seit Gutschrift zu bezahlen;
14. es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche Unterlagen inkl.  betreffend alle seine Beteiligungen und seine , Entschädigungen, Honorare bei der G._ AG, .../SZ sowie allen weiteren Gesellschaften, an denen er wirtschaftlich beteiligt ist und/oder Organfunktion innehat, zu edieren;
15. es sei der Kläger i.S.v. Art. 170 ZGB zu verpflichten, über sein Einkommen und sein Vermögen sowie sein effektives  vollständig Auskunft zu erteilen;
16. es seien die während der Ehe der Parteien geäufneten  gerichtsüblich je hälftig zu teilen;
17. es sei H._ (I._ Schweiz, vormals J._ ) als Zeuge einzuvernehmen;
18. es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche massgeblichen  betreffend Freizügigkeitsleistung der K._ Sammelstiftung zu edieren;
19. es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche detaillierten  der Freizügigkeitskonti der L._ [Bank] , Nrn. ... und ..., der M._ AG [Bank] , Nr. ... sowie eventuell weitere zu edieren und zwar ab Einrichtung bis heute;
20. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten den entstandenen Zinsverlust betreffend die von ihm aus seinen Freizügigkeitskonti bezogenen Beträge zur Amortisation der laufenden Hypotheken (WEF) der ehelichen Liegenschaft hälftig zu ersetzen, namentlich im Betrag von mindestens 1.75 % p.a. seit 01.01.2007 auf CHF 750'000,--;
21. es sei der Kläger weiter zu verpflichten, der Beklagten die auf die fehlenden Vorsorgeguthaben angefallenen Zinsen hälftig zu , namentlich im Betrag von mindestens CHF 1.75 % p.a. seit Fehlen der jeweiligen entsprechenden Vorsorgegelder;
22. alle anderslautenden Anträge des Klägers seien abzuweisen; 23. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MwSt. zu
Lasten des Klägers."
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Schlussanträge des Klägers (act. 76 i.V.m. act. 145):
"1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Ziffer 1 Teilvereinbarung vom 4. Oktober 2016 zu scheiden.
2. Es sei die elterliche Sorge über den Sohn C._, geb. tt.mm.2000, sowie die Obhut über ihn und der persönliche  gemäss Teilvereinbarung der Parteien vom 4. Oktober 2016 (Ziffer 2a) bis c) zu regeln.
3.1. Es sei der Kläger zu verpflichten, alle ordentlichen Kosten für den Unterhalt von C._ (Krankenkasse, Schulkosten (exkl. ), Freizeitkosten, Kleider/Schuhe, Sportausrüstungen, Taschengeld, öV-Kosten) zu bezahlen.
Es sei der Kläger zudem zu verpflichten, zusätzlich zu allen  Unterhaltskosten für C._ gemäss Ziff. 3.1 der  monatlich CHF 500.00 für die Kosten der Verpflegung und teilweise Betreuung (insb. Fahrdienste zu Hobbies) zu bezahlen, solange C._ sich unter der Woche bei der Beklagten aufhält.
Es sei vorzumerken, dass die Parteien sich über die Finanzierung von ausserordentlichen Kosten für C._ (wie insb. aber nicht ausschliesslich Nachhilfestunden, schulische Auslandaufenthalte etc.) vorgängig absprechen und diese Kosten im Verhältnis 2/3 (Kläger) zu 1/3 (Beklagte) tragen, wenn beide Parteien damit  sind.
3.2 Eventualiter, falls der Antrag Ziff. 3.1 nicht gutgeheissen und ein an die Beklagte zu zahlender monatlicher Kinderunterhaltsbeitrag für C._ festgelegt wird, sei dieser auf maximal CHF 1'500.00 zzgl. Ausbildungszulagen zu beschränken, zahlbar ab Rechtskraft der Scheidung bis zum Abschluss einer angemessenen  von C._, auch über dessen Mündigkeit hinaus.
4.1 Es sei der Vorsorgeausgleich gestützt auf dem seit 1. Januar 2017 in Kraft stehenden Art. 122 ZGB per Datum der Einreichung der Ehescheidung, d.h. per 26. November 2013 (bzw. der  halber per 31.12.2013) durchzuführen, und es seien nach Eintritt der Scheidung folgende Anweisungen durch das Gericht vorzunehmen:
- Die N._ Pensionskasse sei anzuweisen, vom  des Klägers, Mitglied-Nr. ... O._ AG ( P._ AG, AHV-Nr. ..., die Hälfte der per 26. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 vorhandenen Freizügigkeitsleistung von CHF 134'286.85, d.h. den Betrag von CHF 67'143.40, auf ein von der Beklagten zu  Freizügigkeitskonto zu übertragen.
- Evtl. sei die Nachfolgeeinrichtung der N._  (mutmasslich die Q._ [Bank] ...) , vom neu eröffneten Freizügigkeitskonto des
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Klägers die Hälfte des Kontosaldos per Stand 26. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 von CHF 134'286.85, d.h. den Betrag von CHF 67'143.40 auf ein von der Beklagten zu bezeichnendes  zu übertragen.
- Die Freizügigkeitsstiftung der M._ AG, ... [Adresse], sei anzuweisen, von dem auf dem Freizügigkeitskonto Nr. ..., lautend auf den Kläger, per 26. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 vorhandenen Totalbetrag den Teilbetrag von CHF 460'000.00 (per 31.12.2013 Stand CHF 460'500.45) sowie 288 Stück Anlagefonds M._ (CHF) ... (im Wert von CHF 64'967.00) auf ein von der  zu bezeichnendes Freizügigkeitskonto / Depot zu übertragen.
- Die Freizügigkeitsstiftung der L._ sei anzuweisen, den Betrag von 21'000 (Stand 31.12.2013 CHF 21'513.35) vom L._ Freizügigkeitskonto Nr. ..., lautend auf den Kläger, auf ein von der Beklagten zu bezeichnendes  zu überweisen.
4.2 Der Kläger sei zusätzlich zu verpflichten, der Beklagten im  des Vorsorgeausgleichs einen Betrag von mindestens CHF 200'000.00, maximal aber CHF 371'492.90 bar (Nettobetrag abzüglich latenter Steuerbelastung) zu bezahlen.
4.3 Eventualiter sei gestützt auf Art. 281 ZPO das im  zur Anwendung gelangende Teilungsverhältnis  und die Angelegenheit an das zur Durchführung des  zuständige Sozialversicherungsgericht zu .
5. Es sei im Scheidungsurteil festzustellen, dass die im Falle einer zukünftigen (Teil-)Rückzahlung der WEF-Bezüge des Klägers in der Höhe von insgesamt CHF 1.5 Mio. an seine Pensionskasse fällig werdenden Steuerrückerstattungen (Staats- und  und Direkte Bundessteuer) allein dem Kläger zustehen.
6. In güterrechtlicher Hinsicht sei Folgendes anzuordnen bzw. :
6.1 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien die  vom 4. Oktober 2016, Ziff. 3 a und 3 b einvernehmlich  haben wie folgt:
Ziff. 3a):
- Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten auf erste  das Bild „...“ und den Stoff-Rollkoffer Fendi schwarz (im derzeitigen Zustand) herauszugeben.
- Der Kläger behält das ganze Silberbesteck der Parteien und bezahlt der Beklagten für ihren hälftigen Anteil, den sie ihm zu
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Eigentum überlässt, mit Rechtskraft der Scheidung eine  von CHF 5'000.00.
- Die Beklagte überlässt dem Kläger 1 Messingbett Toskana mit 2 dazugehörenden Nachttischen, 1 Lattenrost, 1  90 x 200 cm den sechs- bis achtarmigen  gegen Erlass der Forderung des Beklagten  der Klägerin von CHF 2'435.25 im Zusammenhang mit der Chinareise des Sohnes R._ (Ziff. 3 b).
- Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger auf erste  das grosse rötliche Bild ... („Untitled 2013“ 110 x 130 cm) herauszugeben.
Über die weiteren finanziellen Ansprüche (Schmuckversicherung, Entschädigung Gegenstände, Prozesskostenvorschuss) sei im Urteil zu entscheiden.
6.2 Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger als  für den von ihr mitgenommenen Hausrat die pauschale Summe von CHF 8'400.00 zu bezahlen.
6.3 Im Übrigen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich auseinandergesetzt sind.
7. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten persönlich  auf Art. 125 ZGB folgende monatliche nacheheliche  zu bezahlen: - CHF 4'500.00 ab Rechtskraft der Scheidung bis 31.12.2017; eventualiter CHF 4'500.00 ab Rechtskraft der Scheidung bis 31.12.2017 und ab 1. Januar 2017 [recte 2018] bis 31.07.2022 maximal CHF 2'500.00 pro Monat.
8. Es seien die Gerichtskosten der Beklagten aufzuerlegen und sie sei zu verpflichten, den Kläger eine angemessene  zzgl. MWST zu bezahlen sowie den ihr vom Kläger  Prozesskostenvorschuss von insgesamt CHF 30'000.00 zzgl. MWST zurück zu erstatten. Bei der Bemessung der Summe sei dem trölerischem Verhalten der Beklagten (mindestens 2  Eingaben, insb. zu den vorsorglichen Massnahmen)  Rechnung zu tragen)
Zu den von der Beklagten im ersten Parteivortrag an den in der Duplik (act. 83) bestätigten Anträgen beantragt der Kläger was folgt:
- Der Antrag der Beklagten Ziff. 5 (act. 83) auf Festlegung eines monatlichen Kinderunterhaltsbeitrages für C._ von CHF 1'800.00 zzgl. gesetzlicher und/oder vertraglicher  sei abzuweisen.
- Der Antrag der Beklagten Ziff. 6 (act. 83), den Kläger zu , sich an „aussergewöhnlichen“ Kosten betreffend Sohn C._ zu 2/3 zu beteiligen, sei abzuweisen.
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Eventualiter sei vorzumerken, dass der Kläger sich verpflichtet, an ausserordentliche Kosten von C._ im schulischen Bereich (Nachhilfestunden, Sprachcamps) oder sportlichen Bereich (z.B. Sportcamps etc.) 2/3 der Kosten zu übernehmen, sofern er der entsprechenden Ausgabe vorgängig schriftlich zugestimmt hat.
- Der Antrag Ziff. 7 (act. 83) der Beklagten auf Verpflichtung des Klägers zur Bezahlung von CHF 1'283.70 nebst 5% Zins seit  für die kieferorthopädische Behandlung von C._ sei abzuweisen.
- Der Antrag der Beklagten Ziff. 8 (act. 83), den Kläger zu  ihr einen nachehelichen Ehegattenunterhaltsbeitrag von CHF 16'544.00 pro Monat, zahlbar bis zum Erreichen des  Pensionsalters der Beklagten zu bezahlen, sei .
- Der Antrag Ziff. 9 (act. 83) auf Zusprechung eines monatlichen nachehelichen Vorsorgeunterhalts i.H.v. CHF 3'921.00 ab Rechtskraft der Scheidung bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters der Beklagten, sei abzuweisen.
- Der Antrag Ziff. 12 (act. 83) auf Herausgabe von Gegenständen sei infolge Vereinbarung der Parteien als gegenstandslos .
- Der Antrag Ziff. 13.1 (act. 83) (Herausgabe von /Bankunterlagen betreffend Schmuckdiebstahl) und sei infolge Gegenstandslosigkeit aufgrund der Eingabe vom 26. Oktober 2015 abzuschreiben.
- Der Antrag Ziff. 13.2 (act. 83) auf Verpflichtung des Klägers zur Zahlung einer Summe von ca. CHF 137'650.00 nebst Zins zu 5% seit Gutschrift sei abzuweisen.
- Die Anträge Ziff. 14 und 15 (act. 83) seien infolge  abzuschreiben.
- Der Beweisantrag Ziff. 17 (act. 83) auf Einvernahme der Zeugen S._ und H._ sei abzuweisen
- Es seien die Anträge Ziff. 18 und 19 als gegenstandslos .
- Es seien die Anträge Ziff. 20 und 21 (act. 83) auf Ausgleich des „Zinsverlustes“ im Zusammenhang mit WEF-Bezügen des  für die eheliche Liegenschaft abzuweisen."
Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren, vom 8. März 2017: (act. 158 S. 92 ff.)
1. Die Ehe der Parteien wird geschieden.
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2. Das gemeinsame Kind C._, geboren am tt.mm.2000, wird unter der
gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen.
3. Die Obhut für C._ wird der Beklagten zugeteilt.
4. Die Teilvereinbarung der Parteien über die Scheidungsfolgen vom
4. Oktober 2016 wird mit Ergänzung vom 7. März 2017 genehmigt. Sie lautet
wie folgt:
" 1. Scheidung
[...]
2. Elterliche Sorge, Obhut und persönlicher Verkehr
a) Elterliche Sorge
[...]
Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den  ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.
b) Obhut
[...]
c) persönlicher Verkehr
Auf die ausdrückliche Regelung der Betreuungsanteile wird mit Rücksicht auf das Alter des Sohnes verzichtet.
3. Güterrecht Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien die Vereinbarung vom 4. Oktober 2016, Ziff. 3 a und 3 b einvernehmlich geändert haben wie folgt:
- Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten auf erste Aufforderung das Bild „...“ und den Stoff-Rollkoffer Fendi schwarz (im derzeitigen Zustand) .
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- Der Kläger behält das ganze Silberbesteck der Parteien und bezahlt der Beklagten für ihren hälftigen Anteil, den sie ihm zu Eigentum überlässt, mit Rechtskraft der Scheidung eine Entschädigung von CHF 5'000.00.
- Die Beklagte überlässt dem Kläger 1 Messingbett Toscana mit 2  Nachttischen, 1 Lattenrost, 1 Federkernmatratze 90 x 200 cm den sechs- bis achtarmigen Kerzenständer gegen Erlass der Forderung des Beklagten gegenüber der Klägerin von CHF 2'435.25 im  mit der Chinareise des Sohnes R._ (Ziff. 3 b).
- Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger auf erste Aufforderung das grosse rötliche Bild ... („Untitled 2013“ 110 x 130 cm) herauszugeben.
Über die weiteren finanziellen Ansprüche (Schmuckversicherung,  Gegenstände, Prozesskostenvorschuss) sei im Urteil zu entscheiden."
5. Der Kläger wird verpflichtet, für den Sohn C._, geboren am tt.mm.2000,
die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familienzulagen, zu be-
zahlen:
 CHF 2'950.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum ordentli-
chen Abschluss einer angemessenen Ausbildung von C._ (davon
CHF 0.– als Betreuungsunterhalt).
Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-
schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit
hinaus, solange das Kind im Haushalt der Beklagten lebt und keine eigenen
Ansprüche gegenüber dem Kläger stellt bzw. keinen anderen Zahlungsemp-
fänger bezeichnet.
6. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten wie folgt nachehelichen Unterhalt
zu bezahlen:
a) Phase 1
 CHF 6'500.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Eintritt des
Klägers in das ordentliche Pensionsalter am 31. Juli 2022.
Erzielt der Kläger in vorgenanntem Zeitraum ein im Durchschnitt eines Ka-
lenderjahres CHF 12'000.– übersteigendes monatliches Nettoerwerbsein-
kommen (inkl. Gratifikation und/oder 13. Monatsgehalt), so erhöht sich der
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monatliche Unterhaltsbeitrag um 40 % des CHF 12'000.– übersteigenden
Einkommens bis zu einem Betrag von CHF 15'260.–.
b) Phase 2
 CHF 6'500.– ab dem 1. August 2022 bis zum Eintritt der Beklagten in
das ordentliche Pensionsalter am 31. Oktober 2024.
Erzielt der Kläger in vorgenanntem Zeitraum ein monatliches Nettoerwerbs-
einkommen, so ist er verpflichtet, 40 % des erzielten Erwerbseinkommens
(inkl. Gratifikation und/oder 13. Monatsgehalt) bis zu einem Betrag von
CHF 14'460.– zu leisten.
c) Gemeinsame Bestimmungen für die Phasen 1 und 2
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten jeweils bis Ende März eines je-
den Jahres unaufgefordert einen Lohnausweis bzw. entsprechende Belege
über das im Vorjahr erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu lassen.
7. Der Beklagten fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts die folgen-
den Beträge:
 Für die Zeit ab Rechtskraft des Scheidungsurteil bis zum 31. Juli 2022
fehlt monatlich ein Betrag von CHF 8'760.–.
 Für die Zeit ab dem 1. August 2022 bis und mit 31. Oktober 2024 fehlt
monatlich ein Betrag von CHF 7'960.–.
Erzielt der Kläger einen Mehrverdienst und leistet er zusätzliche Unterhalts-
beiträge, so reduziert sich der fehlende Betrag um diese Summe.
8. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 vorstehend
basiert auf folgenden Grundlagen:
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(Hypothetisches) Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:  Kläger: CHF 12'000.– bis und mit 31. Juli 2022 (100 % Pensum)  Beklagte: CHF 0.– bis und mit 31. Oktober 2024  C._: CHF 250.– Familienzulagen
Vermögen:  Kläger:
CHF 3.5 Millionen  Beklagte:
CHF 0.–
(gebührender) Bedarf  Kläger CHF 12'000.–  Beklagte CHF 15'260.–  C._: CHF 3'200.–
(familienrechtlicher) Notbedarf  Kläger CHF 6'300.–  Beklagte CHF 6'500.–
9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 basieren auf dem Landesindex
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezem-
ber 2016 von 100 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind
jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar
2018, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupas-
sen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
alter Index
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-
haltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 nur proportional zur tatsächlichen Ein-
kommenssteigerung angepasst.
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Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2015 (= Ausgangsbasis
für UHB), berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträ-
ge.
10. Das beklagtische Begehren betreffend die kieferorthopädische Behandlung
von C._ wird abgewiesen.
11. Es wird vorgemerkt, dass die Parteien mit öffentlich beurkundetem Ehever-
trag vom 31. Januar 1992 die Gütertrennung vereinbart haben.
12. Die Beklagte wird verpflichtet, für die Hausratsgegenstände, dem Kläger ge-
samthaft eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von
CHF 1'515.– zu bezahlen; zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des
Scheidungsurteils.
13. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten für die anlässlich des Einbruch-
diebstahls abhanden gekommenen Schmuckstücke und den gestohlenen
Ring der Beklagten eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von
CHF 78'935.– zu bezahlen; zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des
Scheidungsurteils.
14. Die Beklagte wird verpflichtet, die vom Kläger geleisteten Prozesskostenvor-
schüsse von gesamthaft CHF 30'000.– dem Kläger zurückzuzahlen; zahlbar
innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils.
15. Es wird vorgemerkt, dass der Kläger der Beklagten im Rahmen des Vorsor-
geausgleichs einen Betrag von CHF 1'141'270.50 schuldet. Dieser Betrag ist
wie folgt zu begleichen:
a) Die Freizügigkeitsstiftung der M._ AG, ... [Adresse], wird angewie-
sen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Freizügigkeitskonto des
Klägers (Konto-Nr. ..., AHV-Nr. ...) CHF 615'663.80, zuzüglich Zins ab
1. Januar 2017, auf ein noch von der Beklagten zu bezeichnendes Freizü-
gigkeitskonto zu überweisen.
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b) Die Freizügigkeitsstiftung der L._, ... [Adresse], wird angewiesen, mit
Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Freizügigkeitskonto des Klägers
(Konto-Nr. ..., AHV-Nr. ...) CHF 21'602.20, zuzüglich Zins ab 1. Januar
2017, auf ein noch von der Beklagten zu bezeichnendes Freizügigkeitskonto
zu überweisen.
c) Der Kläger wird weiter verpflichtet, der Beklagten einen Betrag von
CHF 504'004.50 auf ein noch von der Beklagten zu bezeichnendes Freizü-
gigkeitskonto zu überweisen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des
Scheidungsurteils.
16. Die übrigen Rechtsbegehren der Parteien werden abgewiesen, sofern da-
rauf eingetreten werden kann.
17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 15'000.–.
Wird keine Begründung verlangt, so ermässigt sich die Entscheidgebühr auf
zwei Drittel.
18. Die Kosten des unbegründeten Entscheids werden dem Kläger zu 2/5 und
der Beklagten zu 3/5 auferlegt.
Der Kostenanteil des Klägers wird mit dem von ihm geleisteten Vorschuss in
der Höhe von CHF 6'000.– verrechnet.
19. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteientschädigung von
CHF 4'500.– zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% (CHF 360.–), insgesamt
CHF 4'860.–, zu bezahlen.
20. (Schriftliche Mitteilung)
21. (Rechtsmittel)
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Berufungsanträge:
der Beklagten und Berufungsklägerin (act. 155 S. 2 f.):
"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 08.03.2017, Prozess-
Nr. FE 130215, bezüglich der Ziffern 6 lit. c), 18 und 19 aufzuheben;
2 es seien die nachfolgenden Ziffern des Urteils des Bezirksgerichts Meilen
vom 08.03.2017, Prozess-Nr. FE 130215, wie folgt zu ergänzen respektive
anzupassen:
2.1. "6.c)
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten jeweils bis Ende März eines je-
den Jahres unaufgefordert sämtliche Lohnausweise und Salärabrech-
nungen, sowie alle Belege über weitere erhaltene Vergütungen wie Verwal-
tungsrats- und Beraterhonorare, Pauschalentschädigungen, Boni, Bezüge
aus Firmenbeteiligungen etc. und bezgl. der selbständigen Tätigkeit(en) die
Jahresrechnung inkl. Bilanz und Erfolgsrechnung zukommen zu lassen.
Weiter wird der Kläger verpflichtet, der Beklagten jeweils bis spätestens
15. Dezember eine Kopie der unterzeichneten und effektiv eingereichten
Steuererklärung (inkl. aller Beiblätter und Beilagen) des Vorjahres zukom-
men zu lassen."
2.2. "18.
Die Kosten des unbegründeten Entscheids werden dem Kläger zu 95 % und
der Beklagten zu 5 % auferlegt."
2.3. "19.
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von
CHF 32'000.-- zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % (CHF 2'560.--), insgesamt
CHF 34'560.-- zu bezahlen."
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3. Es sei Ziffer VII. 11.5. des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom
08.03.2017, Prozess-Nr. FE130215, wie folgt zu berichtigen:
"Der Anteil an tatsächlich vorhandenem Vermögen dürfte aufgrund des tie-
fen Liegenschaftensteuerwertes um einiges höher sein."
4. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % Mwst. zu Lasten des
Berufungsbeklagten."

Erwägungen:
1. Streitgegenstand und Prozessgeschichte
1.1. Die Parteien heirateten am tt. April 1992 in .... Der Ehe sind die beiden
Söhne R._, geb. tt.mm.1992, und C._, geb. tt.mm.2000, entsprungen.
Mit Eheschutzurteil vom 27. Juni 2011 wurde das Getrenntleben bewilligt; zudem
wurden die Folgen des Getrenntlebens geregelt. Im Herbst 2013 reichte B._
(fortan Kläger genannt) die Scheidungsklage ein. Mit Datum vom 8. März 2017 er-
liess das Bezirksgericht Meilen, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren, (fortan
Vorinstanz genannt) das Scheidungsurteil. A._ (fortan Beklagte genannt)
wendet sich im Rechtsmittelverfahren wie eingangs angeführt gegen die Ausge-
staltung einer Bedingung zum nachehelichen Unterhalt, gegen die Verlegung der
Prozesskosten und beantragt die Berichtigung eines Satzes der vorinstanzlichen
Erwägungen.
1.2. Für den ausführlichen vorinstanzlichen Prozessverlauf sei zur Vermeidung
von Wiederholungen auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen (act. 158
S. 10 ff.). Am 8. März 2016 erliess die Vorinstanz offenbar ihr unbegründetes Ur-
teil; den Akten sind indes weder das Dispositiv noch ein Zustellnachweis an die
Parteien, sondern einzig die beiden Gesuche um Begründung zu entnehmen
(act. 150 f.). Die Vorinstanz sei in diesem Zusammenhang an §§ 2 ff. der Akturie-
rungsverordnung erinnert. Mit Eingabe vom 27. März 2017 ersuchte die Beklagte
um Begründung des Urteils (act. 151). Am 25. April 2017 (act. 153/2) wurde in der
Folge der Beklagten das nunmehr begründete Urteil zugestellt (act. 152 =
act. 157 = act. 158).
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1.3. Fristgerecht erhob die Beklagte mit Schreiben vom 23. Mai 2017 Berufung
gegen das begründete vorinstanzliche Urteil mit den eingangs angeführten Beru-
fungsanträgen (act. 155). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-
153). Die Beklagte leistete den mit Verfügung vom 23. September 2016 angeord-
neten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 5'500.– rechtzeitig (act. 159-161). Das
Verfahren ist unabhängig des vom Kläger erhobenen Zweitberufungsverfahrens
(LC170019) spruchreif.
2. Berufungsvoraussetzungen
2.1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes we-
gen das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen. Diese sind vorliegend –
Rechtsmittelantrag Ziffer 3 ausgenommen – gegeben. Die Berufung ging rechtzei-
tig, schriftlich begründet und mit konkreten Anträgen versehen bei der Rechtsmit-
telinstanz ein. Die Klägerin ist durch das vorinstanzliche Urteil beschwert und zur
Rechtsmittelerhebung legitimiert; für die Berufung gegen den Entscheid ist das
angerufene Obergericht zuständig. Der Kostenvorschuss wurde geleistet. Mit
Blick auf die Beschwer besteht folgende Ausnahme:
2.2. Anfechtbar ist das Dispositiv des erstinstanzlichen Entscheides. Es fehlt an
der Beschwer, wenn einzig gegen die Begründung ein Rechtsmittel ergriffen wird
(vgl. BGE 106 II 117 E. 1; OGer ZH RB130001 E.4.2 vom 14. Mai 2013). Bei der
vorliegend beantragten Berichtigung, für die grundsätzlich das erkennende Ge-
richt zuständig ist, ergibt sich das unmittelbar aus dem Gesetzeswortlaut (vgl.
Art. 334 Abs. ZPO).
2.2.1. Die Beklagte beantragt die Berichtigung eines einzelnen Satzes der vor-
instanzlichen Erwägungen. Für das bessere Verständnis sei auch der vorange-
stellte Satz angeführt:
VI-Urteil (act. 158 S. 78) Antrag der Beklagten (act. 155 S. 3)
"Vorliegend machen die für die gesamte Dauer
der Unterhaltspflicht aus Vermögensverzehr zu
leistenden Beiträge etwa 12.5% des in der klä-
"Vorliegend machen die für die gesamte Dauer
der Unterhaltspflicht aus Vermögensverzehr zu
leistenden Beiträge etwa 12.5% des in der klä-
- 17 -
gerischen Steuererklärung deklarierten Vermö-
gens aus. Der Anteil am tatsächlich vorhande-
nen Vermögen dürfte aufgrund des tiefen Lie-
genschaftensteuerwertes um einiges geringer
sein."
gerischen Steuererklärung deklarierten Vermö-
gens aus. Der Anteil an tatsächlich vorhande-
nen Vermögen dürfte aufgrund des tiefen Lie-
genschaftensteuerwertes um einiges höher
sein."
2.2.2. Die Beklagte hält dafür, ihr Antrag sei selbsterklärend und bedürfe keiner
weiteren Begründung (act. 155 S. 10). Mithin tut sie nicht dar, inwiefern sich die
von ihr beantragte Änderung auf das Dispositiv auswirkt. Eine solche Auswirkung
ist denn auch nicht erkennbar. Mangels Beschwer ist auf den Berufungsantrag
Ziffer 3 nicht einzutreten.
2.2.3. Der Vollständigkeit halber sei die Beklagte auf die Relevanz der von der
Vorinstanz verwendeten Präposition am hingewiesen. Dürfte der Anteil – bezieht
sich auf die für die gesamte Dauer der Unterhaltspflicht aus Vermögensverzehr zu
leistenden Unterhaltsbeiträge (vgl. act. 158 S. 78) – von 12.5 % am tatsächlich
vorhandenen Vermögen um einiges geringer sein, ist damit einhergehend mit der
Auffassung der Beklagten ohne weiteres ein höheres tatsächliches Vermögen des
Klägers ausgeführt.
2.3. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die unrichti-
ge Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die
Berufung führende Partei hat sich mit der Begründung des erstinstanzlichen Ent-
scheides auseinanderzusetzen und in der Berufung aufzuzeigen, inwiefern der
angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Soweit Rügen konkret vor-
gebracht worden sind, wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen
an (Art. 57 ZPO). Die Berufungsinstanz überprüft den angefochtenen Entscheid
sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht frei. Sie verfügt über volle
Kognition (Art. 310 ZPO) und ist weder an die Argumente der Parteien noch an
die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden (vgl. BGE 133 II 249
E. 1.4.1. und 130 III 136 E. 1.4.). Sie kann sich aber darauf beschränken die Be-
anstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begrün-
dungen gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGer 5A_635/2015, Urteil vom
21. Juni 2016 E. 5; REETZ/THEILER, ZK ZPO, 3.A., Art. 310 N 5 und 6). Die Kritik
- 18 -
der Berufung führenden Partei ist dabei aus sich selbst heraus zu würdigen; ins-
besondere hat das Obergericht nicht in den Akten nach weiteren Anhaltspunkten
und Argumenten zu forschen, welche den Standpunkt der Berufungsklägerin zu-
sätzlich stützen könnten (vgl. BGE 138 III 374, E. 4.3.1).
3. Ausbau der Dokumentationspflicht des Klägers
3.1. Für den nachehelichen Unterhalt gilt der Dispositions- und Verhandlungs-
grundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO; Art. 277 Abs. 1 ZPO). Die Unterhaltspflicht kann
aufgrund dessen nur dann an Bedingungen geknüpft werden, wenn eine Partei
dies beantragt (vgl. SUTTER/FREIBURGHAUS, Kommentar zum neuen Scheidungs-
recht, Zürich 1999, Art. 126 N 34). Eine Klageänderung im Berufungsverfahren ist
schliesslich einzig unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 2 ZPO zulässig.
3.2. Die Beklagte stellte vor Vorinstanz den Antrag, es sei der Kläger zu ver-
pflichten, ihr einen nachehelichen Ehegattenunterhalt ab Rechtskraft des Schei-
dungsurteils bis zum Erreichen ihres ordentlichen Pensionierungsalters in Höhe
von monatlich Fr. 16'544.– zuzüglich Vorsorgeunterhalt über Fr. 3'291.– zu be-
zahlen (act. 83 S. 3 i.V.m. act. 147 S. 2). Der Kläger stellte sich zuletzt auf den
Standpunkt, er sei zu verpflichten, der Beklagten bis Ende Dezember 2017 mo-
natliche nacheheliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 4'500.– zu bezahlen;
eventualiter sei ab 1. Januar 2018 bis 31. Juli 2022 zudem maximal Fr. 2'500.–
pro Monat geschuldet (act. 145 S. 6). Die Vorinstanz erkannte auf eine monatliche
persönliche Unterhaltsleistung von Fr. 6'500.– bis Ende Oktober 2024 unter Ver-
anschlagung einer zweiphasigen Mehrverdienstklausel, die den Unterhaltsbeitrag
auf maximal Fr. 15'260.– bzw. ab 1. August 2022 auf Fr. 14'460.– erhöht, abhän-
gig vom erzielten Nettoerwerbseinkommen des Klägers und unter Festlegung fol-
gender Dokumentationspflicht: der Beklagten jeweils bis Ende eines jeden Jahres
unaufgefordert einen Lohnausweis bzw. entsprechende Belege über das im Vor-
jahr erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu lassen (act. 158 S. 94 f.).
3.3. Die Beklagte hält zur vorinstanzlich verankerten Mehrverdienstklausel und
der damit zusammenhängenden Auskunftspflicht des Klägers fest, dass sich aus
dem bisherigen Prozess eine minutiöse Art des Klägers hin zur Steueroptimierung
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ergebe. Die Formulierung, der Kläger habe ihr einen Lohnausweis bzw. entspre-
chend Belege über das im Vorjahr erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu las-
sen, sei ungenügend. Der Kläger sei vielmehr zu verpflichten, der Beklagten je-
weils bis Ende März eines jeden Jahres unaufgefordert sämtliche Lohnausweise
und Salärabrechnungen, sowie alle Belege über weitere erhaltene Vergütungen
wie Verwaltungsrats- und Beraterhonorare, Pauschalentschädigungen, Boni, Be-
züge aus Firmenbeteiligungen etc. und bzgl. der selbständigen Tätigkeit(en) die
Jahresrechnung inkl. Bilanz und Erfolgsrechnung zukommen zu lassen. Weiter
sei der Kläger zu verpflichten, ihr jeweils bis spätestens 15. Dezember eine Kopie
der unterzeichneten und effektiv eingereichten Steuererklärung (inkl. aller Beiblät-
ter und Beilagen) des Vorjahres zukommen zu lassen. Anders werde ihr der
Nachweis nicht möglich sein, über welche Einkünfte der Kläger dereinst tatsäch-
lich verfügen werde (act. 155 S. 6).
3.4. Zunächst ist zu prüfen, ob der Antrag auf Unterhaltsbeiträge in einer be-
stimmten Höhe a maiore minus auch einen Antrag auf geringere – den gebühren-
den Bedarf nicht deckende – Unterhaltsbeiträge, verbunden mit einer Mehrver-
dienstklausel zu Lasten des Pflichtigen, umfasst. In der ersten Konstellation geht
es darum, beruhend auf den tatsächlichen oder hypothetischen Gegebenheiten
einen Unterhaltsbeitrag zuzusprechen, bei der zweiten Ausgangslage wird die in
der Zukunft liegende, ungewisse Einkommenssteigerung des Pflichtigen einer
Regelung unterworfen. Es kommt hinzu, dass von Gesetzes wegen im Rahmen
einer Abänderung eine Erhöhung der Unterhaltsbeiträge verlangt werden kann,
wenn wie vorliegend keine zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichen-
de Rente festgesetzt werden konnte (vgl. Art. 129 Abs. 3 ZGB). Die Mehrver-
dienstklausel des erstinstanzlichen Erkenntnises beschlägt demnach einen ande-
ren Lebenssachverhalt und ist von den Anträgen der Beklagten vor Vorinstanz
nicht erfasst. Damit macht die Beklagte im Rechtsmittelverfahren eine Klageände-
rung geltend.
3.5. Eine Klageänderung ist in der Berufung nur noch zulässig, wenn die Vo-
raussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO (gleiche Verfahrensart und sachlicher
Zusammenhang oder Zustimmung der Gegenpartei) gegeben sind und sie auf
- 20 -
neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht (Art. 317 Abs. 2 ZPO). Das heisst,
dass die Klageänderung durch die neuen Tatsachen und/oder Beweismittel ver-
anlasst sein muss (OGer ZH NP120022 vom 30. Januar 2013 E.II.2.1). Die Vo-
raussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO sind ohne weiteres gegeben. Hingegen
tut die Beklagte weder dar noch ist ersichtlich, inwiefern der neue Antrag auf
Ausweitung der Dokumentationspflicht auf zulässigen neuen Tatsachen oder Be-
weismitteln beruht. Die Klageänderung beruht ebenso offenkundig nicht auf Be-
hauptungen bzw. Beweismitteln, welche die Klägerin nicht bereits im vorinstanzli-
chen Verfahren hätte vorlegen bzw. thematisieren können. Infolgedessen ist die
Klageänderung unzulässig und es ist darauf nicht einzutreten.
4. Kostenverteilung
4.1. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt; hat keine
Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des
Verfahrens verteilt (Art. 106 ZPO).
4.2. Die Vorinstanz auferlegte die Kosten des Entscheids (Fr. 15'000.–) zu
60 % der Beklagten und verpflichtete sie, dem Kläger eine reduzierte Parteient-
schädigung von Fr. 4'500.– zzgl. MwSt zu bezahlen (act. 158 S. 97 f.). Sie erwog,
dass in etwa die Hälfte der Prozessthemen umstritten gewesen sei. Die Parteien
hätten sich mit Bezug auf die Kinderbelange geeinigt und einen Vergleich in Tei-
len des Güterrechts erzielt. Betreffend Pensionskasse und Kinderunterhaltsbei-
träge würden sich Siegen und Unterliegen der Parteien etwa die Waagschale hal-
ten. Die Beklagte habe im Güterrecht betreffend Schmuckversicherung und Haus-
ratsgegenstände grösstenteils obsiegt, hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts
sei sie hingegen zu grossen Teilen unterlegen. Insgesamt obsiege der Kläger zu
rund drei Fünfteln und die Beklagte zu zwei Fünfteln (act. 158 S. 90 f.).
4.3. Die Beklagte stösst sich an der Kostenverteilung und beantragt, der Kläger
habe 95 %, sie selber 5 %, zu tragen. Entsprechend sei ihr vom Kläger eine Par-
teientschädigung in Höhe von Fr. 32'000.– zzgl. MwSt zuzusprechen (act. 155
S. 3). Zur Begründung führt sie an, dass sie bei den Pensionskassenbelangen gar
nicht in der Lage gewesen sei, genaue Anträge zu beziffern, da die Situation sei-
- 21 -
tens des Klägers derartig verworren und undurchsichtig gewesen sei; ihr könne
kein Unterliegen angelastet werden (act. 155 S. 7). Entgegen der Vorinstanz sei
es auch so, dass sie bei den persönlichen Unterhaltsbeiträgen nicht unterliege.
Ob der Kläger in der Lage sei, Unterhaltsbeiträge zu bezahlen oder nicht, habe
nichts mit einem Unterliegen ihrerseits zu tun. Abzustellen sei darauf, dass die
Vorinstanz den Kläger dazu verpflichtet habe, monatliche Unterhaltsbeiträge in
der Höhe von Fr. 15'260.– bis Ende Juli 2022 und danach Fr. 14'460.– bis Ende
Oktober 2024 zu bezahlen. Kapitalisiert weiche ihr eigener Schlussantrag
Fr. 142'296.– vom vorinstanzlichen Urteil ab, der Antrag des Klägers hingegen
Fr. 1'358'840.–; es sei schleierhaft, wie die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage
zur Kostenverteilung gelangt sei; angesichts der zentralen und dominierenden
Bedeutung des persönlichen Unterhalts seien die Kosten dem Kläger zu mindes-
tens 95 % und der Beklagten zu maximal 5 % aufzuerlegen (act. 155 S. 7-10).
4.4. Wie bereits erwogen, ist die vorinstanzliche Mehrverdienstklausel nicht von
den Anträgen der Beklagten erfasst; es kommt hinzu, dass der Bedingungseintritt
eines allfälligen Mehrverdienstes des Klägers zum heutigen Zeitpunkt weder dar-
getan ist noch von Amtes wegen approximativ für die Zeit bis Ende Oktober 2024
bestimmt werden darf oder kann. Mithin ist die Mehrverdienstklausel für das Ob-
siegen und Unterliegen im Bereiche des nachehelichen Unterhalts auszuklam-
mern. Darauf hinzuweisen ist schliesslich, dass die vorinstanzliche Bedarfsbe-
rechnung den Vorsorgeunterhalt einschloss, wohingegen die Beklagte dafür sepa-
rat Fr. 3'291.– pro Monat veranschlagte und entsprechend beantragte (vgl.
act. 155 S. 7 und 58 ff.). Nach Massgabe der Rechnungsweise der Beklagten
(zinslose Kapitalisierung; Stichtag 31. Dezember 2016) ergibt sich folgende Auf-
stellung:
in SFr. Schlussanträge Vorinstanz Differenz
Kläger 12 x 4'500 = 54'000 94 x 6'500 = 611'000 557'000
Beklagte 94 x (16'544 + 3'291) = 1'864'490 94 x 6'500 = 611'000 1'253'490
Angesichts einer Gesamtdifferenz von Fr. 1'810'490.– liegt ein Unterliegen der
Beklagten zu 70 % vor, mithin zu grossen Teilen, wie die Vorinstanz erwog. Stell-
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te man, wie es die Beklagte in ihrer Berufungsschrift sinngemäss geltend zu ma-
chen scheint (act. 155 S. 10), für die Kostenverteilung weitestgehend auf die
nachehelichen Unterhaltsbeiträge ab, so ist ihre Berufung ohne weiteres abzu-
weisen.
4.5. Der Rüge zu den Pensionskassenbelangen kommt damit keine eigenstän-
dige Bedeutung zu. Im Übrigen ist das Rechtsmittel diesbezüglich derart unsub-
stantiiert, dass eine inhaltliche Überprüfung durch die Kammer nicht anhand ge-
nommen werden kann. Auf was die Beklagte mit ihrer Formulierung "Bezüglich
der Pensionskassenbelange war die Situation seitens des Klägers derartig ver-
worren und undurchsichtig (Scheinidentität !), so dass die Beklagte gar nicht in
der Lage war, genaue Anträge zu beziffern" Bezug nimmt, erschliesst sich dem
nicht Eingeweihten nicht (vgl. E.2.3). Selbst wenn es dabei um die umstrittene
Höhe des klägerischen Vorsorgeguthabens ginge, so hat die Beklagte sehr wohl
Anträge gestellt: Dem angefochtenen Urteil ist zu entnehmen, dass sie geltend
machte, der Kläger habe rund Fr. 400'000.– an Vorsorgeguthaben nicht der Tei-
lung zugeführt, was die Vorinstanz in der Folge ausschloss (vgl. act. 158 S. 83).
4.6. Die Berufung der Beklagten ist damit abzuweisen. Von einer Bestätigung
des vorinstanzlichen Entscheids ist angesichts der hängigen Zweitberufung des
Klägers abzusehen.
5. Kosten- und Entschädigungsfolge
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte für das Berufungsverfah-
ren kostenpflichtig. Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 3'500.– festzusetzen, der Be-
klagten aufzuerlegen und mit dem geleisteten Prozesskostenvorschuss zu ver-
rechnen. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen, weil dem Kläger durch
das Berufungsverfahren keine entschädigungspflichtigen Aufwendungen entstan-
den sind.