Decision ID: a2ac2d6b-9437-42f7-b3dc-6e8399f2031c
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1958 geborene
und als Reinigungsangestellte teilzeitl
ich erwerbstätig gewe
sene
X._
meldete sich am
9. November 2012 unter Hinweis auf eine Handgelenk
s
arthrose bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Daraufhin nahm die IV-Stelle Abklä
rungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht sowie
Abklärungen
der Beeinträchtigung im Haushaltsbereich vor.
Am 12. April 2013 teilte sie der Versicherten mit, dass keine beruflichen Massnahmen möglich seien, weshalb sie die Rentenfrage prüfe (Urk. 7/25).
Nach Durchführung des
Vorbescheidver
fahrens
(Urk. 7/35 ff.) verneinte
sie
mit Verfügung vom 4. Dezember 2013 den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 13. Januar 2014 Beschwerde mit dem Rechts
be
gehren um
Z
usprechung
der gesetzlichen Leistungen, insbesondere einer halben Invalidenrente, eventualiter einer
Viertelsrente
(Urk. 1 S. 2).
Mit
Beschwer
de
antwort
vom 13. Februar 2014 schloss die Verwaltung auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 6), worüber die
Beschwerdeführerin
am 18. Februar 2014 orientiert wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E.
3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 der Verordnung über die Invali
denversicherung; IVV).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.6
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Ent
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
messungsmethode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willens
entschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsa
chen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folge
rungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die all
gemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom 8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
1.7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründet die Rentenablehnung damit, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall im Umfang von durchschnittlich 47 % einer Erwerbstätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin nachgehen würde. In diesem Pensum sei ihr eine der Behinderung angepasste Tätigkeit weiterhin zumutbar, was unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % eine Einschränkung im Erwerbsbereich von 17 % ergebe. Im Haushaltsbereich dage
gen bestehe eine Einschränkung von 40 %. Gewichtet resultiere daraus ein Invaliditätsgrad von 29 % (Urk. 2
, Urk. 6
)
.
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt
,
seit vielen Jahren an gesundheitlichen Beschwerden zu leiden, weshalb sie ihr Pen
sum bereits vor Jahren auf 50 % habe reduzieren müssen. Aufgrund ihrer Her
kunft und ihrer Schulbi
l
dung stünden
ihr nur manuelle
Tätigkeiten
offen
, wel
che sie aber aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr ausüben könne.
Gegenüber der Beschwerdegegnerin habe sie mehrmals angegeben, sie würde bei guter Gesundheit 100 % arbeiten, weshalb die gemischte Methode nicht anwendbar sei (Urk. 1 S. 5 f.).
3.
A
us medizinischer Sicht ist ausgewiesen und unbestritten
(Urk. 1 S. 4, Urk. 2 S. 1 f
f
.)
, dass die Beschwerdeführerin
infolge einer fortgeschrittenen
Poly
arth
rose
der Hände, rechts mehr als links, eines
zervikospondylogene
n
Syndrom
s
ohne
radikuläre
Symptomatik
sowie von Schulter- und Rückenbeschwerden
die bisherige Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin
seit September 2012
nicht mehr ausüben kann. In einer körperlich leichten
, wechselbelastenden
Tätigkeit ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 kg, ohne Arbeiten mit erhöh
ten Anforderungen an Kraft und Haltefunktion der Hände, ohne dauerhaft re
petitive Belastung der Hände
,
ohne Schlag- und Vibrationsbelastungen der Arme und des Schultergürtels
und
ohne Nässe-/Kälteexposition
besteht dagegen
eine Arbeitsfähigkeit
von 50 % bis 70 %
(
vgl. unter anderem das Gutachten von Dr. med.
Y._
, Facharzt für Innere Medizin, speziell Herz- und Kreislauf
krankheiten, vom 24. Oktober 2012, Urk. 7/14/2-11; sowie
B
ericht von med
.
pract
.
Z._
, Fachär
z
t
in für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie
, vom 25. März 2013
über die Untersuchung im Regionalen Ärztlichen Dienst
[RAD]
, Urk.
7/24).
4.
4.1
4.1.1
Den Akten
ist zu
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 1979 ihrem Ehemann in die Schweiz folgte. 1980 gebar sie die erste, 1982 die zweite Tochter. 1987 folgte ein Sohn (Urk. 7/2-3).
Bis 1993
arbeitete
die Beschwerdeführerin
in zwei Textil-
Fabrik
en
. Gemäss Auszug aus dem
i
ndividuellen Konto (Urk. 7/10) stieg ihr Einkommen von Jahr zu Jahr und erreichte 1992 Fr. 38‘756
.
.
Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit
(
Urk.
7/10)
trat die Beschwerdeführerin 1996 eine Stelle in einer Reinigungsfirm
a
an und erzielte dabei ein
erheblich
tieferes
Einkom
men
.
Ab 1997 war sie mit einem Pensum von 50 % als Reinigungsangestellte für die
A._
AG erwerbstätig
. Am 9. Januar 2013 kündigte die Arbeitgeberin dieses Anstellungsverhältnis nach Ablauf der Sperrfrist auf den 31. Mai 2013 (Urk. 7/17, Urk. 7/20)
.
4.1.2
Selbst wenn die Beschwerdeführerin in den 80er- und
Anfang der
90er-Jahre ein höheres Arbeitspensum
als Fabrikarbeiterin
absolviert hätte, lässt sich dar
aus nicht ableiten, dass sie im Zeitpunkt der Rentenablehnung
(2013)
im Gesundheitsfall vollzeitlich erwerbstätig gewesen wäre. So w
ar der
Betreuungs
bedarf
der zwischen 1980
und 1987
geborenen Kinder
spätestens
ab der
Jahr
tausendwende
nicht mehr beziehungsweise nur noch in geringem Ausmass vor
handen.
Dieser Umstand
schlug sich
allerdings
nicht in einer
Pensums
erhöhung
nieder
. Vielmehr beendete die Beschwerdeführerin ihre
Arbeitslosigkeit
durch Antritt einer Teilzeitstelle in einer Reinigungsfirma
(Urk.
7/10, Urk.
7/17
).
In den folgenden Jahren
sind keine Anstalten aktenkundig, die Erwerbstätigkeit
auf ein Vollpensum
auszuweiten
(vgl. auch die Angaben der Beschwerdeführe
rin im
Bericht vom 9. Juli 2013 über die Haushaltsabklärung, Urk. 7/32 S. 2
).
4.1.3
Zwar gab
die Beschwerdeführerin
mehrmals an,
ihr Arbeitspensum
aus gesund
heitlichen Gründen
auf 50 % reduziert zu haben, weshalb sie
bei guter Gesund
heit
v
ollerwerbstätig gewesen wäre
(Bericht über d
as
Standortgespräch vom 26. November 2012, Urk. 7/9 S. 2
;
RAD-Untersuchungsbericht vom 25. März 2013, Urk. 7/24 S. 1
; Bericht vom 9. Juli 2013 über die Haushaltsabklärung,
Urk. 7/32 S. 2
).
Dass
s
ie ihr Arbeitspensum aus gesundheitlichen Gründen redu
zieren
musste
beziehungsweise
nicht erhöhen konnte
, ist
allerdings aktenmässig
nicht ausgewiesen, wurde ihr
doch
erst ab September 2012
eine Arbeitsunfähig
keit attestiert
wegen der damals aufgetretenen Handbeschwerden
(vgl. E. 3
hievor
; Bericht des Hausarztes Dr. med.
B._
vom 11. Dezember 2012, Urk. 7/18; sowie die Angaben der
Beschwerdeführerin
anlässlich
der
Haushalts
abklärung
, Urk.
7
/32 S. 2
, und des Standortgesprächs vom 2
6.
November 2012,
Urk.
7/9 S. 3
). Sollte sie die Erwerbstätigkeit
allein
aus
subjektiv gebotener
Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand
präventiv
reduziert haben, ist dies nicht mit einem aus
medizinischen
Gründen erzwungenen Abbau beziehungs
weise Verzicht auf eine Aufstockung des Arbeitspensums gleichzusetzen (vgl.
Bundesgerichtsurteil 8C_822/2008
vom 24.
April 2009 E. 4).
Weiter ist
nicht nachvollziehbar
, dass
sich
die Beschwerdeführerin, welche über ein Jahrzehnt lang
Fabrikarbeit verrichtet hatte, während der Anstellung bei der
A._
AG
nicht
um eine leichtere
,
den damals offenbar schon bestehenden Nacken
/Schult
erbeschwerden besser angepasste
Fabrikarbeit um
ge
sehen
hat
,
wenn sie tatsächlich ein 100%-Pensum angestrebt hätte
.
Unter diesen Umständen kann der Darstellung der Beschwerdeführerin, sie wäre im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig (
Urk.
1 S. 6), nicht gefolgt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch im Gesundheitsfall lediglich eine Teilerwerbstätigkeit ausgeübt hätte.
Daran ändert nichts, dass nach der höchstgerichtlichen Rechtsprechung den Angaben der versicherten Person im Rahmen der Haushaltabklärung regel
mässig erhöhtes Gewicht beigemessen wird. Denn dafür ist vorausgesetzt, dass die versicherte Person in der Lage ist, die ihr gestellte Statusfrage einwandfrei zu erfassen (vgl. dazu das von der Beschwerdeführerin angerufene Urteil des Bundesgerichts 9C_286/2013 vom 2
8.
August 2013 E. 4). Die Beantwortung der entsprechenden Frage verlangt ein gewisses Mass an Abstraktionsvermögen und Vorstellungskraft. Diese
s
kann
bei Versicherten, die wie im Fall der Beschwer
deführerin über eher geringe intellektuelle Ressourcen verfügen, herabgesetzt sein. Es rechtfertigt sich daher, die konkreten Lebensumstände während der letzten Jahre höher zu gewichten als die unter anderem im Rahmen der
Haus
haltabklärung
abgegebenen Erklärungen der Beschwerdeführerin.
In Bezug auf das geleistete Pensum gab die Arbeitgeberin im entsprechenden Fragebogen an, die Beschwerdeführerin sei seit 1997 in einem Pensum von 50 % tätig gewesen (
Urk.
7/17 S. 2 Ziff. 2.8
9). Davon wich die
Beschwerdegeg
nerin
gestützt auf die Aktennotiz vom 2
4.
Juni 2013 ab (Urk. 7/31), wonach die Arbeitgeberin dargelegt habe, die Beschwerdeführerin habe in den letzten Jahren im Durchschnitt 47
%
respektive 44 % gearbeitet (
Urk.
7/32 S. 6). Dabei übersieht die Beschwerdegegnerin jedoch, dass einer
formlos eingeholte
n
und in einer Aktenn
otiz festgehaltenen mündlichen beziehungsweise
telefonische
n
Auskunft nur
ein eingeschränkter Beweiswert beigemessen werden darf (BGE
117 V 282 E. 4c). Die unterschriftlich bestätigte Angabe der Arbeitgeberin wird daher durch die Aktennotiz nicht entkräftet, weshalb der Erwerbsanteil auf 50 % und demzufolge das Pensum im Aufgabenbereich auf 50
%
festzusetzen ist.
4.2
Die am
13. Juni 2013
durchgeführte Abklärung vor Ort ergab gemäss Bericht vom
9. Juli 2013
, dass die Einschränkung im Haushaltsbereich insgesamt
40
% beträgt (Urk. 7/
32
S.
6
). Der Bericht und die aus der Abklärung gezogene
Schlussfolgerung sind überzeugend und wurden seitens der Beschwerdeführerin
nicht beanstandet,
weshalb darauf abgestellt werden kann. Unter Berücksichti
gung des auf diesen Bereich entfallenden Anteils von
5
0
% ergibt sich ein nicht erwerbsbezogener Teilinvaliditätsgrad von
20
%.
4.3
4.3.1
Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen (BGE 128 V 174). Vorliegend ist das
im September 2012
begonnene Wartejahr (Art. 29 Abs. 1
lit
. b IVG) im
September 2013
abgelaufen, weshalb dieser Zeitpunkt für die Ermittlung von Validen- und Invalideneinkommen massgebend ist (vgl. auch
(Urk. 2 S. 2
).
4.3.2
Laut den Angaben im Arbeitgeberfragebogen
der
A._
AG
vom
11. Dezember 2012
(Urk. 7/
17
) betrug der
Jahreslohn
der Beschwerdeführerin
Fr. 21‘996.
.
Im
Auszug aus dem Individuellen Konto
sind
dagegen für die Jahre 2009 und 2010 höhere Einkommenszahlen
ersichtlich
, weshalb die Beschwerdegegnerin
zu Gunsten der Beschwerdeführerin
von einem
(aufgerech
neten
)
Durchschnittlohn aus den Jahren 2009 bis 2011 ausging
und das
Vali
den
einkommen
im Jahr 2013 auf
Fr.
23‘001.-- festsetzte
(Urk. 2 S. 2, Urk. 7/10, Urk. 7/33). Dieses Vorgehen ist ang
emessen
.
Selbst
bei Ermittlung des
Valideneinkommen
s
wie von der Beschwerdeführe
rin verlangt (Urk. 1 S. 7)
anhand der statistischen Daten der
Lohnstrukturer
hebung
(LSE 2010
, Tabelle TA1 Total, Frauenlöhne, Anforderungsniveau 4
)
,
der aktuellen Wirtschaftsdaten (Die Volkswirtschaft
3/4
-2015, Tabellen B9.2 und B10.3, S.
89
f.)
und
unter Berücksichtigung eines Pensums von
50
%
(Fr. 4‘
225
.--
pro Monat
x
12 Monate
/ 2579 Nominallohnindex Frauen 2010 x 2648 Nominallohnindex Frauen 2013
/
40
einheitliche Arbeitszeit in der LSE
x 41.7 betriebsübl
iche wöchentliche Arbeitszeit
2013 x
50
% = Fr. 2
7
‘
134
.
--
), würde sich am E
rgebnis nichts ändern, wie in
E. 4.3.4 darzustellen sein wird.
4.3.3
Mangels einer aktuellen Erwerbstätigkeit ist d
as Invalideneinkommen anhand der
LSE
festzusetzen. Dabei ist auf den Zentralwert abzustellen,
weil
der Beschwerdeführerin auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine grosse Bandbreite unterschiedlichster
körperlich leichter,
wechselbelastender
einfacher und repetitiver Kontroll- oder
Überwachungsar
beiten
in Industrie oder Gewerbe offen steh
t
, welche
mit Ausnahme der übli
chen Einarbeitungszeit
keine speziellen technischen Fähigkeiten voraussetzen.
Gemäss Tabelle
T
A1 der
LSE 2010
betrug der Zentralwert für im privaten Sektor auf Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) bei einer
wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beschäftigte Frauen monatlich Fr. 4
‘225
.
brutto.
Die Beschwerdegegnerin ging
zu Gunsten der Beschwerde
führerin
vom tieferen statistischen Lohn
von
Fr.
3‘524.--
für sonstige persönli
che Dienstleistungen
aus
(Tabelle TA1 Zeile 96
;
Urk.
7/33
)
, was nicht zu bean
standen ist.
Die Frage, ob und in welchem Ausmass dieser statistische Lohn zu
reduzieren
ist, hängt von den gesamten persönlichen und beruflichen Umständen des kon
kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nati
onalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad; BGE 126 V 75).
Die Beschwerdeführerin
ist
auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit gesundheitlich nicht beeinträchtigten erwerbstätigen Bewerberinnen und Bewerbern
sicherlich
benachteiligt. D
urch d
ie von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Herab
setzung des statistischen Lohnes um 1
0
%
wird dieser Nachteil entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 7)
hinreichend
ausgeglichen. Andere Abzugsgründe, insbesondere
Alter und Nationalität
,
sind
bei einer Tätig
keit des Anforderungsniveaus 4
nicht
gegeben (Urteil des Bundesgerichts 9C_234/2011 vom 1
0.
Juni 2011 E. 3.3 und BGE 127 V 75 E. 7b). Damit resul
tiert bei einer Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit von wenigstens 50
%
(vgl. E. 3
hievor
) ein massgebendes Invalideneinkommen von
Fr.
20‘369.-- (
Fr.
3‘524.-- x
12 :
2579 x 2648 : 40 x 41.7 x 50
%
x 90
%
).
4.3.
4
Aus dem Vergleich der beiden Einkommen (
Valideneinkommen
nach LSE: Fr. 2
7
‘
134
.
--; Invalideneinkommen
: Fr.
20
‘
369
.
--
) resultiert eine
Erwerbsein
busse
von Fr.
6
‘
765
.
, beziehungsweise von
25
%. Daraus resultiert bei einem
50
%igen Anteil ein erwerbsbezogener Invaliditätsgrad von
1
2
.5
%.
4.4
Summiert man den erwerbsbezogenen Invaliditätsgrad von
1
2
.5
% mit dem nicht erwerbsbezogenen von
2
0
%, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von
(aufgerundet)
3
3
%. Damit erweist sich die mit Verfügung vom
4. Dezember 2013
im Ergebnis als korrekt, was zur Abweisung der Beschwerde führt
.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).