Decision ID: 601e5a8a-65ed-46a9-9a60-91bb8e18e147
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1977 geborene
X._
meldete sich unter Hinweis auf
eine
Diskus
hernie
n
operation
,
eine
posttraumati
sc
he Belastungsstörung
und ein
zervikoze
phales
Be
schleunigungstrauma
am 1
0.
Ju
ni 2013 (Eingangsdatum,
Urk.
8/5
) bei
der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich zum Leistungsbezug an. Nach
erwerb
lichen und medizinischen Abklä
rungen, insbesondere einer Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
am 1
5.
April 2014
(
Urk.
8/26), verneinte die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom 1
6.
Juni 2014,
Urk.
8/30; Einwand vom 1
4.
August 2014,
Urk.
8/37;
ergänzende
Einwandbe
gründung
vom 2
9.
September 2014,
Urk.
8/41) mit Verfügung vom
2.
Oktober 2014 (
Urk.
2) einen Rentenanspruch der Ver
sicherten.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 3
1.
Oktober 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und
beantragte, die Verfügung vom
2.
Oktober 2014 sei aufzuheben und die
Be
schwer
degegnerin
sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin ab dem 1
0.
Dezem
ber 2013 eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Es sei ein
Gerichtsgut
achten
anzu
ordnen oder die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weitere gesund
heit
liche Abklärungen durchzuführen. Mit Beschwerdeantwort vom
9.
Dezember 2014
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-44), was der Beschwerde
führerin am 1
1.
Dezem
ber 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9). Mit Schreiben vom
6.
Februar 2015 (
Urk.
10) reichte die Beschwerdeführerin den Austrittsbericht Rehabilitation vom
5.
Januar
bis
1.
Februar 2015 der Klinik
Y._
ein (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
2.
2.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal
ten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht
erwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen
Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
,
gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
ri
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner
im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozialversi
che
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
der
lich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie
allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die
beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
messungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Wil
lensent
scheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beein
trächtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind in
dessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Re
gel aus äusse
ren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer
Geschehens
ab
läufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn dari
n auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberück
sich
tigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – los
ge
löst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Le
benserfahrung ge
stützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf be
stimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bun
desgerichts
9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezem
ber
2013, je
mit Hinweisen).
2.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat,
wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
relevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S.
69)
.
Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab
zu
sehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 1
9.
April 2000 E. 3).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be
schwer
deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im
Ver
waltungs
verfahren
anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt
für gut
achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Be
weis
erhebung erfolgt alsdann vor der -
anschliessend
refor
matorisch entscheidenden
- Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine
Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten
Frage
begründet ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der
Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel
lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführung
en erforderlich ist (B
GE 137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hinweisen; Urteil des Bun
desgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgendermassen:
3.1
Dr.
med.
Z._
, leitender Arzt
der Klinik für Orthopädische Chirurgie des
A._
notierte in seinem Arztbericht vom 1
0.
Juli 2013
(
Urk.
8/17 S. 8 f.)
folgende Diagnosen:
Dorsomediale
und plantare Druckstelle Grosszehengrundgelenk rechts bei
Verdacht auf
beginnende Arthrose
Lumboradikuläre
Problematik rechts bei Status nach mikrochirurgische
r
Sequester- und Teildiskektomie Lendenwirbelkörper (LWK) 5/S1 rechts vom
9.
Februar 2012 bei Diskushernien-Problematik
Status nach Autounfall mit Halswirbelsäulen (HWS)
-
Distorsion Januar 2013
D
ie Beschwerdeführerin
sei
in weiche
n Turnschuhen
hinkfrei
mobil
, die
Gross
zehe
rechts sei ohne relevante Achsenabweichung, passiv bestehe eine un
ein
ge
schränkte
dorsoplantare
Beweglichkeit. Es liege eine
Druckdolenz
am me
dialen
Metatarsaleköpfchen
sowie ein plantarer Schmerz bei maximaler
Dor
salex
ten
sion
vor.
Das MRI des rechten Fusses
am
4.
Juli 2013
habe
diskrete, aber vor
handene degenerative Veränderungen im MP I Gelenk mit Ausdünnung des Knorpelüberzuges und minimalem Knochenödem vor allem
plantarbetont
sowie eine fragliche Läsion am medialen
Metatarsaleköpfchen
(Differentialdiag
nose: knöcherner Seitenbandausriss) gezeigt.
Auch das MRI könne die subjektiv empfundenen Schmerzen nicht eindeutig einem
pathoanatomischem
Korrelat zuweisen. Zwar zeige sich eine Ausdünnung des Gelenkknorpels, jedoch wenig reaktive entzündliche Veränderung.
Medial
seits
bestehe eine fragliche Läsion im Bereiche der Gelenkkapsel mit kleinem
freien
Ossikel
. Auf jeden Fall habe die radiologisch vermutete grössere
Kno
chen
zyste
so nicht nachgewiesen werden können. Aufgrund der jetzigen Be
funde sei ein chirurgisches Vorgehen nicht wirklich gerechtfertigt. Es erfolge eine noch
malige intraartikuläre Steroidinfiltration im Hinblick auf den geplan
ten Urlaub. Bei persistierenden Beschwerden könne in 2-3 Monaten gegebe
nenfalls ein SPECT-CT erfolgen, um lokale Pathologien genau zu lokalisieren. Konservativ könne eine Fussbettung und Sohlenversteifung mit Abrollrampe zur Entlastung des Gelenks versucht werden, wobei die Compliance doch eher fraglich wäre.
3.
2
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Neurologie, hielt in seinem
Arztbe
richt
vom 2
9.
Oktober 2013 (
Urk.
8/18
S. 2 ff.) als Diagnose ein
en
Status nach Autounfall am 1
9.
Januar 2013 mit Commotio cerebri und wahrscheinlich
Über
dehnungstrauma
der HWS fest.
Es liege eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung der HWS um 50
%
vor,
mit
palpatorisch
deutlich verdickter und
druckdolenter
Nacken- und
Schulter
mus
kulatur
auf beiden Seiten. Bei Prüfung der Oberflächensensibilität werde eine diffuse Hypästhesie an der rechten Hand angegeben, ansonsten seien die
Befunde unauffällig. Die Muskeleigenreflexe seien mittellebhaft und seiten
gleich
auslösbar, keine Pyramidenzeichen. Der Blutdruck liege bei 125/85
mmHg
, der Puls sei bei 74/min regelmässig.
Die extra- und
transkranielle
Carotis
und Vertebralis-Dopplersonographie sei normal, insbesondere lägen keine Hinweise für traumatische Gefässschäden vor.
Im Rahmen des Autounfalls vom 1
9.
Januar 2013 habe die Beschwerdeführerin eine C
ommotio cerebri
, mit 1-2 minütiger Bewusstlosigkeit sowie mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Überdehnungstrauma
der HWS
erlitten
. Für Letzteres spreche die schmerzhafte Bewegungseinschränkung der HWS und die
palpato
risch
verdickte und
druckdolente
Nacken- und Schultermuskulatur. Die angege
bene, diskrete Gefühlsstörung an der rechten Hand dürfte mit dem
Schmerzsyn
drom
im Schulter-Arm
-B
ereich in Zusammenhang stehen, Hinweise für eine um
schriebene Läsion eines peripheren Nervs oder einer zervikalen Wurzel fän
den sich keine. Ansonsten sei die neurologische Untersuchung unauffällig, so dass eine gröbere Läsion am Nervensystem nicht anzunehmen sei. Physiothera
pie scheine ihr geholfen zu haben, die letzte Sitzung sei im Juli erfolgt, so dass eine Wiederaufnahme zu befürworten sei.
3.3
Die Ärzte der Klinik für Neurochirurgie
des
A._
hielten in ihrem
provisori
schen
A
ustrittsbericht vom
4.
März 2014
(
Urk.
8/23 S. 5
f
f.) nach der
Hospita
lisation
der Beschwerdeführerin vom 2
4.
Februar bis zum
5.
März 2014 als Di
agnosen 1) S1-Nervenwurzelkompressionssyndrom rechts bei Rezidiv-Band
scheibenvorfall der Höhe L5/S1 median rechtsbetont, Status nach
mikrochirur
gischer
Seques
te
rektomie
und Teildiskektomie L5/S1
am
9.
Februar 2012
und 2) eine Depression fest
.
Als Therapie sei
am 25. Februar 2014
eine mikrochirurgische
interlaminäre
Re-Fensterung der Höhe L5/S1 rechts mit Re-
Sequesterektomie
und
Re-Nukleo
tomie
rechts
in Intubationsnarkose durchgeführt worden
.
Ein kleines
Liquorleck
sei intraoperativ verschlossen worden. Postoperativ seien die Schmerzen deut
lic
h rückläufig gewesen. Es liege ein verstärktes Gefühl der vorbestehenden Hypäs
thesie entlang dem
Dermatom
S1 rechts vor. Die Mo
bilisation unter physio
therapeutischer Anleitung sei zeitgerecht erfolgt. Unter oraler analgetischer The
rapie seien die Wundschmerzen stets gut kontrolliert gewesen. Am
1.
März 2014 habe die Beschwerdeführerin über eine nicht objek
tivierbare vorübergehende Halbseitensymptomatik rechts geklagt. In einem CCT habe sich ein
altersge
rechter
Normalbefund gezeigt. Der Austritt sei bei reizlo
sen Wundverhältnissen am achten postoperativen Tag in die Weiterbetreuung erfolgt.
Beim Austritt hätten noch rückläufige Restschmerzen rechts
gluteal
bestanden.
Es bestehe ein
e
leichte vorbestehende Fusssenkparese rechts, im Liegen KG 4+/5,
der Zehenstand sei links grösser als rechts. Es bestehe eine bekannte Hypäs
thesie entlang dem
Dermatom
S1 rechts. Weitere Paresen der oberen oder un
te
ren Extremitäten bestünden nicht. Die Wunde sei reizlos und trocken, es lä
gen keine Rötung, Verhärtung oder Schwellung vor. Es bestehe kein
Liquorkis
sen
.
Die Beschwerdeführerin sei vom 2
4.
Februar bis zum 2
3.
April 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig.
3.4
Dr.
med. C._
, Allgemeine Medizin FMH, stellte in seinem Arztbericht
zuhanden der Allianz Versicherung vom 3
0.
Mai 2014 (
Urk.
8/40 S. 5 f.) fol
gen
d
e Diagnosen:
Muskuläre
Dysbalance
im Bereich der rechten Schulter und HWS nach Frontalkollision vom 1
9.
Januar 2013 mit verzögerter Rehabilitation in
folge der gleichzeitigen, nicht unfallbedingten (?) Operation einer S1-Wurzelkompression rechts
Status nach zweifacher
Sequesterektomie
und
Nukleotomie
rechts L5/S1 (
9.
Februar 2012 und 1
2.
Februar 2014)
Status nach Re-Entry-
Tachycardie
(da diesbezüglich auch ohne Medika
mente kei
ne weiteren Ereignisse aufgetreten seien
, sei auf eine einge
hendere Abklärung im Einvernehmen mit den Kardiologen des
A._
ver
zichtet worden)
Aufgrund der erneuten Rückenoperation habe sich die Rehabilitation der Schul
ter insofern
verzögert, als die Beschwerdeführerin
kaum transportfähig gewesen sei, da sie sich nicht ohne Schmerzen auf den vom Unfall betroffenen rechten Arm habe abstützen können. Aktuell stünden die Kreuzschmerzen immer noch im Vordergrund, so dass sie
vom
A._
recht intensiv medikamentös eingestellt worden sei und darum die Schulterproblematik nur am Rande erwähnt werde. Zu
dem sei der tägliche Bewegungsumfang der Beschwerdeführerin wegen des Rückenleidens immer noch derart eingeschränkt, dass ihr Ehemann den Haus
halt fast komplett übernommen habe und darum der Gebrauch der Schulter bzw. deren Einschränkung nicht eigentlich auffalle.
Das Aufstehen aus dem Sitzen sei nur mit Abstützen einigermassen gut mög
lich.
Sie zeige eine versteifte Schonhaltung der unteren LWS (bei reizlosen OP-Nar
ben).
Bei der rechten Schulter sei die Abduktion bis 90 Grad, die Elevation bis gut 100 Grad (unter Medikamenten) schmerzfrei möglich.
3.5
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in ihrem
Arzt
bericht
vom
2.
September 2014 (
Urk.
8/40
S. 1
) die Diagnose einer mittelgradig de
pressiven Episode (ICD-10 F32.1) mit/bei Status nach zweimaliger
Diskusher
nien-Operation
und Status nach Zwangsstörung, Waschzwang, gegenwärtig re
mittiert (ICD-10 F42.1).
Die Beschwerdeführerin berichte über eine gedrückte Stimmung bis hin zu Todeswünschen, von Konzentrationsmangel, Antriebsstörungen, verstärkter
Er
schöpfbarkeit
, Ein- und Durchschlafstörungen mit Morgentief, sozialem Rück
zug sowie von vermindertem Selbstwertgefühl. Die Kriterien einer Depression seien hiermit erfüllt. Da sich in der Vorgeschichte keine Anhaltspunkte auf ma
nische Episoden ergäben, könne die Diagnose einer bipolar affektiven Störung aus
geschlossen werden.
Die Beschwerdeführerin sowie ihre Tochter hätten über Zwangssymptome im Sinn
e von Zwangshandlungen berichtet. Sie habe übertriebene Sauberkeit ge
habt bzw. wiederholt und nach bestimmten Ritualen (
jedesmal
, wenn sie etwas
angefasst habe) die Hände gewaschen. Das Händewaschen sei häufig
zeitinten
siv
und „stressig“ gewesen. In dieser Zeit sei die Stimmung etwas gedrückt ge
wesen.
Seit der medikamentösen Behandlung mit
Sertralin
hätten diese Zwangs
hand
lungen sistiert. Diagnostisch sei von einer Zwangsstörung, im en
geren Sinne von Zwangshandlungen, welche aktuell remittiert seien, auszuge
hen.
Nach dem Autounfall habe sie eine akute Belastungsreaktion mit Angst und Vermeidungsverhalten gezeigt. Diese Symptome seien jedoch remittiert, so dass keine Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung vorliege.
Dr.
D._
lägen keine somatischen Befunde vor, so dass sie nicht beurteilen könne,
ob die beschriebenen Schmerzen ein organisches Korrelat hätten. Eine
Somati
sie
rungsstörung
(ICD-10 F45.0) läge dann vor, wenn unter anderem fol
gendes
Kriterium erfüllt wäre: Mindestens zwei Jahre anhaltende körperliche Symp
tome,
für die keine ausreichende somatische Erklärung gefunden werde.
3.6
Die Ä
rzte der Rheumatologie und
musku
loskelettalen
Rehabilitation des
A._
hielten in ihrem Arztbericht vom 1
0.
Oktober 2014
(
Urk.
3/9)
folgende Diagno
sen fest:
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom rechts
aktivierte Facettengelenksarthrosen L5/S1 beidseits,
Osteochondrose
L5/S1 (MRI LWS 06/2014)
Röntgen LWS Funktionsaufnahmen vom
6.
Oktober 2014: kein patho
logisches Wirbelgleiten bei stets erhaltenem Alignement. Keine
Listhesis
, keine
Spondylolyse
Leichtgradiges
, chronisches
lumboradikuläres
Reiz- und
motorisches
Aus
fallsyndrom S1 rechts
Status nach Re-
Sequestrektomie
und Re-
Nukleotomie
rechts bei
Rezidiv
bandscheibenvorfall
der Höhe L5/S1 rechts am 2
5.
Februar 2014
Status nach mikrochirurgischer
Sequestrektomie
und Teildiskektomie L5/S1 am
9.
Februar 2012
Bei der Beschwerdeführerin bestehe aktuell vordergründig ein chronisches
lum
bovertebrales
Schmerzsyndrom rechts, ausgelöst durch die bekannte
Osteo
chon
drose
L5/S1 und aktivierte Facettengelenksarthrosen auf dem entsprechen
den
Segment. Diesbezüglich hätten sie eine Serie Physiotherapie zur aktiven
Muskel
kräftigung
und Rumpfstabilisierung verordnet. Ausserdem sei eine
Fa
cetten
ge
lenksinfiltration
unter BV-kontrolliert L5/S1 rechts geplant. Weiter be
stünden
nach wie vor
lum
b
oradikuläre
Schmerzen, entsprechend dem
Derma
tom
S1 rechts.
Im MRI LWS vom Juni 2014 habe sich lediglich
periradikuläres
Granu
la
tionsgewebe ohne relevante Kompression der Wurzel S1 rechts gezeigt. Mögli
cher
weise komme es zu einer positionsbedingten Reizung. In den
Funkti
ons
aufnahmen
hätte kein pathologisches Wirbelgleiten gefunden werden kön
nen.
Bei mittlerweile über zweijähriger Leidensgeschichte und stark beeinträch
tigter Beschwerdeführerin sowie im ambulanten Setting erschwerter Physiothe
rapie aufgrund der Schmerzen würden sie eine stationäre
muskuloskelettale
Re
hab
il
i
tation für angezeigt halten. Ziel dieser Rehabilitation solle eine
aktive
Rumpf
stabilisierung
mittels intensiver Heilgymnastik sein, ausserdem die Erar
beitung eines geeigneten Heimprogramms. Weiter solle bei nun langjähriger
Schmerz
pro
b
lematik
eine Schmerzedukation durchgeführt werden.
4.
Umstritten ist insbesondere
,
ob und in welchem Pensum die Beschwerdeführerin erwerbstätig wäre.
4.1
Aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2
5.
Juni 2013 (
Urk.
8/12) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin von April bis Dezember 2007 in einem kleinen Pensum erwerbstätig gewesen war (total Einkommen Fr. 2‘686.--). In den Jahren 2010 bis 2012 war sie nicht erwerbstätig (
Urk.
8/12).
4.2
Die Beschwerdeführerin führte anlässlich der Haushaltabklärung
(
Urk.
8/26 S. 3)
aus, dass sie im Gesundheitsfalle gerne arbeiten würde. Sie würde auch Aufla
ge
n vom Sozialamt erhalten, sich um eine Teilze
itstelle zu bemühen. B
ei guter Ge
sundheit
würde sie
wahrscheinlich im Rahmen von 70
%
einer ausserhäusli
chen
Tätigkeit nachgehen,
da
die beiden älteren Kinder genug alt
s
eien
, um sich selbst
eine Mahlzeit zuzubereiten, wenn sie zu Hause seien. Der jüngere, 10-jährige Sohn könnte an den Mittagstisch oder in den Hort, welcher auch in den Schul
ferien genügend Betreuung anbiete. Das Einkommen des Ehemannes als
Schul
bus
fahrer
in einem Pensum von 50
%
würde
seit 2010 nicht mehr ausrei
chen, um die anfallenden Lebenshaltungskosten zu decken. Die Familie beziehe seit ca. 8 Jahren ergänzend zu den Einnahmen des Ehemannes Sozialhilfe. Schulden seien keine vorhanden. Sie müsste aufgrund der engen wirtschaftli
chen Verhält
nisse bei guter Gesundhei
t zum Familienbudget beitragen (
Urk.
8/26 S.
3).
In der
Beschwerdeschrift ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Aussagen dahin
gehend, dass sie im Jahr 2007 mit drei kleinen Kindern durch die Arbeitstätigkeit über
fordert gewesen sei. Inzwischen seien die Kinder älter und sie würde gerne wieder
arbeiten gehen (
Urk.
1 S. 7).
4.3
Die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin hielt
im Abklärungsbericht (
Urk.
8/26 S. 4)
dafür, die Beschwerdeführerin zu 100
%
als Hausfrau zu qualifi
zie
ren, was die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung über
nommen hat (
Urk.
2).
Die Beschwerdeführerin habe nur im Jahr 2007 für einige Monate sehr niedrig prozentig ausserhäuslich gearbeitet. Ab 2007 habe sie sich, trotz guter Gesundheit, um keine ausserhäusliche Tätigkeit bemüht und sich auch nicht beim RAV angemeldet. Es scheine
demnach
nicht nachvollziehbar,
dass sie einer 70%igen Tätigkeit nachgehen wü
rde.
Zudem habe die Rückspra
che
mit dem Sozialdienst der Gemeinde
E._
vom 3
0.
April 2014 erge
ben, dass das Ehepaar seit 8 Jahren wirtschaftliche Sozialhilfe beziehe und ihr von Beginn an klar die Auflage gemacht worden sei,
sich um eine ausserhäusli
che Tätigkeit zu bemühen. Diesen Auflagen sei sie bis heute nicht nachgekom
men, auch habe sie sich geweigert, an einem Integrationskurs teilzunehmen.
4.4
Die finanziellen Verhältnisse der Familie sind schon seit über acht Jahren ange
spannt.
Entsprechend der Auskunft des Sozialdienstes der Gemeinde
E._
habe
bis ins Jahr 2012
kein Arbeitsunfähigkeitszeugnis vorgelegen, wobei die Beschwerdeführerin dennoch
keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nach
ging
. Im Jahr 2012 waren die Kinder bereits 16-, 14- und 8-
Jahre alt, was
ihr
zumindest eine Teilzeitstelle
ermöglicht hätte
, währenddessen die Kinder in der Schule waren
. Auch dass sie sich weigerte, an einem Integrationskurs teil
zu
nehmen sowie ihr
hoher
Anspruch an die Haushaltsführung
im
Gesundheits
fall
spricht dafür, dass sie auch
ohne gesundheitliche Einschränkung
keine ausser
häusliche
Erwerbstätigkeit aufgenommen hä
tte. Es ist somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin auch im
Gesund
heits
fall
zu 100
%
im Haushalt und der Betreuung der Kinder, insbe
sondere des jüngsten Sohnes,
tätig wäre.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerde
führerin in der Haushaltsführung eingeschränkt ist.
5.
5.1
5.1.1
Der Haushaltsabklärungsbericht vom
5.
Mai 2014 (
Urk.
8/26) liefert keine zu
verlässige Einschätzung der Einschränkungen der Beschwerdeführerin. Die
Ab
klärungsperson
hielt darin fest, dass im Haushalt gemäss der medizinischen
Stellungnahme von
Dr.
C._
eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähig
keit
von 75
%
vorliege.
Dr.
C._
notierte allerdings in seinem Arztbericht vom
4.
Februar 2014 (
Urk.
8/40 S. 12), dass die Arbeitsfähigkeit
auf
25
%
ein
ge
schränkt sei. Hinzu kommt, dass
Dr.
C._
die Untersuchungen noch vor der
zweiten Rückenoperation tätigte, so dass mit überwiegender Wahrschein
lichkeit von einer Veränderung von allfälligen Einschränkungen auszugehen ist, womit nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden kann. Entsprechend liegt dem
Haushaltsabklärungsbericht eine falsche Annahme zu Grunde, womit dieser keine
zuverlässige Beurteilung zulässt.
Zu prüfen bleibt, ob die medizinische Aktenlage eine Beurteilung der somati
schen Einschränkungen zulässt.
5.1.2
In orthopädischer Hinsicht hat das MRI des rechten Fusses am
4.
Juli 2013 dis
krete, aber vorhandene degenerative Veränderungen im MP I Gelenk mit Aus
dünnung des Knorpelüberzuges und minimalem Knochenödem vor allem
plant
arbetont
sowie eine fragliche Läsion am medialen
Metatarsaleköpfchen
(Diffe
rentialdiagnose: knöcherner Seitenbandausriss) gezeigt (vgl. E. 3.1). Der Rücken
wurde zweimal am
A._
operiert und die Ärzte der Klinik für Neurochirurgie de
s
A._
hielten nach der damit einhergehenden Hospitalisierung ein S1-Ner
ven
wurzelkompressionssyndrom rechts bei Rezidiv-Bandscheibenvorfall der Höhe L5/S1 median rechtsbetont, Status nach mikrochirurgischer
Sequesterek
tomie
und Teildiskektomie L5/S1 am
9.
Februar 2012 und eine Depression fest (vgl. E.
3.3).
Dr.
C._
hielt des Weiteren dafür, dass die Beschwerdeführe
rin auch
Schulterprobleme habe, welche wohl auf eine muskuläre
Dysbalance
zurück
zu
führen seien (vgl. E. 3.4). Die Ä
rzte der Rheumatologie und
musku
los
kelettalen
Rehabilitation des
A._
hielten aufgrund der andauernden Schmerzen eine sta
tio
näre Rehabilitation für angemessen. Die Beschwerdeführerin begab sich ent
spre
chend vom
5.
Januar bis zum
1.
Februar 2015 in eine stationäre Re
habi
li
ta
tion in der Klinik
Y._
(
Urk.
11).
Die im Recht liegenden Arztberichte verdeutlichen, dass die Beschwerdeführerin an zahlreichen Beschwerden leidet. Ob diese allerdings eine
invalidenversiche
rungsrechtlich
relevante somatische Einschränkung in der Haushaltsführung zur Folge haben, kann nicht beurteilt werden, da die Ärzte keine entsprechenden Angaben machten.
Auch der Arztbericht von
Dr.
C._
vom
4.
Februar 2014 (
Urk.
8/40 S. 10 ff.)
lässt - wie gezeigt (vgl. E. 5.1.1) - keine Beurteilung zu. Im Bericht vom 3
0.
Mai 2014 (
Urk.
8/40 S.
5 ff.) äusserte er sich nicht zur Arbeitsfähigkeit. Er hielt lediglich fest, dass das Aufstehen aus dem Sitzen nur mit Abstützen eini
ger
massen gut möglich sei, eine versteifte Schonhaltung der unteren LWS vor
liege und eine Abduktion in der rechten Schulter bis 90 Grad, eine Elevation bis gut 100 Grad schmerzfrei möglich sei. Eine umfassende Beurteilung von allfäl
ligen somatischen Einschränkungen im Haushalt ist - ohne präzisierende Anga
ben - allerdings nicht möglich.
5.1.3
Auch
Dr.
med.
F._
vom
Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD) hielt in ihrer Stellungnahme vom
2.
Juli 2013 (
Urk.
8/29 S. 2) dafür, dass bei Vorliegen
eines Status nach mikrochirurgischer BS-Operation L5/S1 im Februar 2012 überwiegend wahrscheinlich sei, dass ein Gesundheitsschaden vorliege, der zu funktio
nellen Einschränkungen führen könne. RAD-Arzt
Dr.
med.
G._
, FMH Orthopädische Chirurgie, verwies in seiner Stellungnahme vom
4.
Januar 2014 (
Urk.
8/29 S. 3) auf die zuvor ergangene RAD-Stellung
nahme und hielt fest
,
dass
überwiegend wahrscheinlich körperliche dauerhafte rele
vante Gesundheitsschäden ausgewiesen
erscheinen
.
A
m 1
7.
Mai 2014
bestätigte er
auf Rückfrage der IV-Stelle
d
i
e
s
e Auskunft.
Die Stellungnahmen der RAD-Ärzte lassen entsprechend - wie bereits die vorliegen
den Arztberichte - eine Gesundheitsschädigung wahrscheinlich erscheinen, äussern sich allerdings nicht konkret zu allfälligen somatischen Einschränkun
gen.
5.2
Ob die Schmerzen der Beschwerdeführerin jeweils auf eine nachweisbare orga
nische Grundlage zurückzuführen sind, bleibt - gestützt auf
die
vorliegende
n
Arztberichte -
ebenfalls unklar.
So notierte insbesondere
Dr.
Z._
im
Arztbe
richt
vom 1
0.
Juli 2013 (vgl. E. 3.1), dass das MRI die subjektiven Schmerzen nicht eindeutig einem
pathoanatomischen
Korrelat zuweisen könne.
Hinzu kommt
,
dass die psychiatrische Einschätzung von
Dr.
D._
ohne somatische Befunde erfolgte, so dass sie im Hinblick auf eine allfällige
Somatisierungsstö
rung
keine Beurteilung vornehmen konnte.
Somit bleibt unklar, ob die Beschwerdeführerin an einem psychischen
Gesund
heitsschaden
leidet und ob dieser allenfalls invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkungen nach sich zieht.
5.3
Zusammengefasst erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend
abgeklärt
,
so
dass allfällige funktionelle
oder psychische
Einschränkungen
nicht
beur
teilt werden können
.
Die Sache
ist daher
unter
Aufhebung der Ver
fügung vom
2. Oktober 2014
an die
Beschwerd
e
gegnerin
zurückzuweisen (E. 2.3
). Diese wird ergänzende Abklärungen durch
zuführen und danach über den Rentenan
spruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
600.-- festzusetzen.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2
), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, der vertretenen Beschwerdeführerin eine Prozessentsch
ädigung (
§
34
GSVGer
) zu bezahlen. Diese ist nach pflicht
ge
mässem Ermessen auf
Fr.
1'900.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zu
setzen.