Decision ID: ece3973d-4adb-4e4a-9fe1-9e39ed78641b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964, arbeitete ab 1
990 als Handlanger auf dem Bau.
Am 1
7.
Oktober 2000 meldete er sich
aufgrund
von
Rückenschmerzen
bei der Invalidenversicherung zum Leistung
sbezug an (
Urk.
8/2
).
Mit Verfügung vom
3.
März 2004 sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle,
- gestützt auf ein Gutachten der MEDAS
Y._
vom 1
4.
August 2003 (
Urk.
8/39) -
mit Wirkung ab April 2001 eine halbe Härtefallrente bei einem Invali
ditätsgrad von 42
%
zu (
Urk.
8/45+49). Daran hielt sie mit
Einsprache
entscheid
vom 2
4.
November 2004 fest (
Urk.
8/62).
Die
hiegegen
erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 2
5.
Juli 2005 ab (
Urk.
8/67).
1.2
Im Zuge einer im
Februar 2006 ein
geleiteten Rentenrevision liess die IV-Stelle den Versicherten unter anderem
durch
die
Z._
begutachten (Gutachten vom 2
4.
April 2007;
gezeichnet:
Dr.
med.
Dipl.-Psych.
A._
,
Dr.
med.
B._
;
Urk.
8/86). M
it Verfügung vom 2
6.
Juli 200
7 sprach sie ihm
mit Wirkung ab
1.
Juli 2007 eine
Dreiviertelsrente
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 62
%
zu (
Urk.
8/107). Anlässlich
einer weiteren Rentenrevision,
in deren Rahmen
sich die Abklärungen auf die Einholung von Verlaufsberichten bei den behandelnden Ärzten beschränkte
(
Urk.
8/
113-
114), bestätigte die IV-Stelle
den bisherigen Rentenanspruch (Mitteilung vom
3.
Februar 2009,
Urk.
8/117).
1.3
Im Juni 2012 ordnete die IV-Stelle eine
bidisziplinäre
Begutachtung durch
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatol
ogie und Innere Medizin, und
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
an (Gutachten vom 1
8.
Oktober 2012,
Urk.
8/138-139). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
stellte sie die Rentenleistungen mit Verfügung
vom 2
6.
April 2013 ein (
Urk.
2
=
Urk.
8/143,
Urk.
8/154,
Urk.
8/160,
Urk.
8/171,
Urk.
8/1
7
3).
2.
Dagegen
liess
X._
am 3
0.
Mai 2013 Beschwerde erheben und bean
tragen, ihm sei weiterhin eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen. Eventualiter sei ein psychiatrisches Obergutachten einzuholen.
Subeventualiter
sei die Sache zur Durchführung beruflicher Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
1.
Juni 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7)
wovon dem Beschwerdeführer am 2
4.
Juni 2013 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9).
Am 2
3.
Januar 2014 reichte er den Bericht des
E._
vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
11) zu den Akten (
Urk.
10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
1.
Februar 2014 auf eine Stellungnahme dazu (
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Renten
bezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustan
des, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht
(BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
Streitig ist die Aufhebung der
Dreiviertelsrente
mit Verfügung vom 2
6.
April 201
3.
Zu prüfen ist daher, ob eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche ei
ne Rentenaufhebung rechtfertigt.
Zeitlicher Referenzpunkt bildet dabei die Verfügung vom 2
6.
Juli 2007, da diese - im Gegensatz zur den Rentenanspruch bestätigenden Mittei
lung vom
3.
Februar 2009 - auf einer umfassenden Prüfung des Rentenan
spruchs beruht.
3.
3.1
Grundlage der Verfügung vom 2
6.
Juli 2007 bildete das
Gutachten des
Z._
. Darin wurde eine mittelgradige depressive Episode mit somatische
m
Syndrom (ICD-10
F32.11) diagnostiziert. Als Befunde festgehalten wurden
Konzentra
tions
-, Merk- und Gedächtnisstörungen, verlangsamtes Denken,
Antriebs
hemmung
, Müdigkeit
sowie
geringe Belastbarkeit. Die Arbeitsfähigkeit wur
de aus psychiatrischer Sicht mit
50
%
beziffert (
Urk.
8/86). Diese Einschätzung übernahm die IV-Stelle. Da im MEDAS-Gutachten vom 1
4.
August 2003 wegen eines chronischen
lumbospondylogenen
Syndroms eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter verneint
und
für eine leidensangepasste Tätigkeit eine volle Leistungsfähigkeit attestiert worden war (
Urk.
8/39/
14-15),
bezog
die IV
-Stelle die Restarbeitsfähigkeit von 50
%
auf eine leidensangepasste Tätigkeit (
Urk.
8/88,
Urk.
8/105).
3.2
Dr.
C._
und
Dr.
D._
, auf deren
bidisziplinäres
Gutachten sich die ange
foch
tene Verfü
gung vom 2
6.
April 2013 stützt, diagnostizierten - mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig
leichtgradige
Episode (ICD-10 F33.0), eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
, ein chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom und eine
Gonarthrose
links
(
Urk.
8/138 S. 6,
Urk.
8/139 S.
10).
Aus somatischer Sicht sei seit der MEDAS-Begutachtung
im 2003
gesamthaft betrachtet
eine Verbesserung eingetreten. Hinsichtlich der Wirbelsäule sei keine Skoliose mehr
erkennbar. Die Bewegungseinschränkung lumbal habe deutlich abgenommen. Eine insuffiziente Körperhaltung bestehe nicht mehr. Hingegen habe sich eine metabolische Störung vom Typus der diffusen idiopathischen
skelettalen
Hyper
ostose entwickelt
(S. 12)
. Weiter sei es
im Bereich des linken Knies zu
einer dis
kreten, degenerativen Verschlechterung
gekommen (S. 1
3
). Indessen
liessen sich die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nur partiell auf objektivier
bare somatisch-pathologische Befunde stützen. Aus somatischer
Sicht betrage die Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit
höchstens 65
%
.
Für leidensangepasste Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (S.
16
f.
,
Urk.
8/139/
1
8
ff.). Bei der psych
iatrischen Exploration hätten
keine Hin
weise auf Bewusstseins-, Orientierungs-, Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Denk- oder Antriebsstörungen
bestanden. Hingegen habe
sich eine leicht ver
armte Affektivität
manifestiert
. Der Besc
hwerdeführer sei
auf
seine Schmerzen fixiert, äusser
e hyp
o
cho
ndrische Befürchtungen und zeig
e eine
Schmerzaus
dehnung
.
Laut eigenen Angaben erhalte
er vom behandelnden Psychiater
C
i
pralex
10 mg und
Trimipramin
25 mg. Die gutachterlich angeordnete
Labor
unte
rsuchung
habe aber
einen Medikamentenspiegel von
Trimipramin
unter dem
Referenzbe
reich
ergeben
, jener von
C
ipralex
sei
im Referenzbereich
gelegen
(
Urk.
8/138
S.
5
f.).
Da e
s mehrmals zu depr
essiven Episoden gekommen
sei, könne die Diag
nose einer rezidivierenden depressiven Störung bestätigt werden. Der relativ günstige Verlauf zeige, dass sich die depressive Episode
leichtgradig
stabilisiert habe. Anlässlich der Begutachtung beim
Z._
im 2007 habe eine stärkere Psy
chopathologie bestanden, was zur Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode geführt habe. Mittlerweile sei der Versicherte relativ gut konzentriert, nicht stark deprimiert und weise keine Vergesslichkeit auf. Zudem fahre er regelmässig Auto, unter anderem nach
F._
oder heute zur Begutachtung von
G._
nach
H._
. Die Tageseinkäufe erledige der Beschwer
deführer zum Teil selber, die Tagesstruktur sei regelmässig und er pflege
freundschaftliche Kontakte. Solches
sei mit einer mittelgradigen depressiven Episode nicht
in
Übereinstimmung zu bringen.
Weiter bestehe eine psychoso
matische Überlage
rung respektive eine
somatoforme
Schmerzstörung.
Aufgrund der gestellten psychiatrischen Diagnosen
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
. Im Ver
gleich zu 2007 habe sich die psychische Störung reduziert. Damals habe die Arbe
itsfähigkeit
50
%
betragen (
Urk. 8/138
S. 6 ff.
). In der
Gesamt
beurteilung
kamen die beiden Gutachter zum Schluss, d
ass die Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit zu 70
%
und i
n einer
leid
ensangepassten Tätigkeit zu 25
%
eingeschränkt sei
(
Urk.
8/139/1-2).
4.
4.1
Das
bidisziplinäre
Gutachten
vom 1
8.
Oktober 2012
beruht auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchungen, berücksichtig
t die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten de
s
Beschwerdeführer
s
umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung der Experten ist in nachvollziehbarer Weise begründet.
Zudem äussert es sich ausreichend
dazu
, inwiefern eine effek
tive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat
.
Es erfüllt daher die Anforderungen an den Beweiswert (BGE 134 V 231 E.
5.1, 125 V 351 E. 3a
; vgl.
etwa
auch Bundesgerichtsurteil 9C_418/2010
vom 2
9.
August 2011 E. 4.2
)
.
4.2
Was der
Beschwerdeführer dagegen vorbr
ingt, ist nicht stichhaltig. Zunächst trifft es nicht zu, dass die Gutachter
Dres
.
C._
und
D._
lediglich eine andere Beurteilung eines unveränderten Sachverhalts vorgenommen haben. Im
Z._
-Gutachten wurde eine mittelgradi
ge depressive Episode diagnostiziert.
Der psychiatrische Teilgutachter
Dr.
D._
vermochte hingegen lediglich noch eine
leichtgradige
depressive Episode festzustellen. Diesen unterschiedlichen Diagnosen liegen unterschiedliche klinische Befunde zu Grunde. Die anlässlich
der
Z._
-Begutachtung festgestellten Konzentrations-, Merk-, Gedächtnis-, Denk- und Antrieb
sstörungen lagen bei der Begutachtung von
Dr.
D._
nicht mehr vor
.
Einzig eine verminderte Affektivität konnte er bestätigen.
Der Beschwerdeführer bemerkt
e
zwar zu Recht, dass eine rezidivierende depressive Störung Schwankungen im Ausprägungsgrad zeigt (
Urk.
1 S. 6).
Darauf wies auch
Dr.
D._
hin (
Urk.
8/138/13). Da jedoch
der Beschwerdeführer selber ausführte, die
Depression
habe sich seit 2011 gebessert
(
Urk.
8/138/5), ist die Annahme von
Dr.
D._
, dass
die depressive Episode seither lediglich
noch in
l
eichtgradiger
Ausprägung bestehe
(
Urk.
8/138/10+13),
plausibel
.
Sodann legt
Dr.
D._
überzeugend dar, dass der vom Beschwerdeführer geschilderte Tagesablauf
gegen das Vorliegen eines
mittelgradigen depressiven Geschehen
s sprich
t
.
4.3
4.3.1
Im Weiteren verweist der Beschwerdeführer zur Untermauerung seines Stand
punktes auf die Berichte des
E._
vom 1
1.
März 2013, 2
8.
Mai 2013 und 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
1 S. 7,
Urk.
10,
Urk.
3/1-2,
Urk.
11).
Diese Berichte wurden mit Blick auf das sozialversicherungsrechtliche Verfahren erstellt.
Dr.
D._
hatte
im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung auf den
Beizug
eines Übersetzers
verzichtet
. Aus seinem Gutachten wie auch aus dem
Bericht
des
E._
vom 1
1.
März 2013
geht hervor, dass
der ursprünglich aus
F._
stammende Beschwerdeführer
seit 22 Jah
ren in der Schweiz lebt und
sich
im Alltag problemlos ausdrücken kann (
Urk.
3/2,
Urk.
8/138/4
, vgl. auch
Urk.
3/1 S. 4
). Aus dem Gutachten ergeben sich denn auch keine Anhaltspunkte dafür, dass irgendwelche
Verständigungsprobleme bestanden hätten. Vor diesem Hintergrund ist die im
E._
-Bericht geäusserte Kritik am fehlenden
Bei
zug
eines Übersetzers nicht verständlich.
4.3.2
Die Ärzte des
E._
diagnostizierten aus psychiatrischer Sicht eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
(ICD-10 F45.5).
Dabei stütz
t
en sie sich primär auf die Angaben des Beschwerdeführers. Ihnen gegenüber machte der Beschwerdeführer offensicht
lich andere Ang
aben als gegenüber
Dr.
D._
. Anders als im Gutachte
n wird in den
E._
-Berichten
eine beinahe vollständige Lust- und Interessenlosigkeit beschrieben. Damit kontrastiert aber, was soweit unbestritten is
t, dass der Beschwerdeführer in die
Ferien geht
, Spaziergänge unternimmt
und zu Hause mithilft. Auch lassen sich die geltend gemachten Konzentrationsstörungen (TV
sehen etwa 10 Minuten, Zeitung lesen nur kurz)
nicht
mit der Tatsache verein
baren, dass der Beschwerdeführer fähig
ist
, über längere Strecken Auto zu fahren. Es liegt daher die Annahme nahe, dass die
E._
-Ärzte die Angaben des
Beschwerdeführer
s, welcher das
E._
soweit aus den Akten ersichtlich erst nach Erhalt des Vorbescheids aufsuchte,
allzu unkritisch übernahmen. Das gilt auch in Bezug auf die zu geringe Einnahme des Antidepressivums
Trim
i
p
ramin
.
Ihre Begründung, wonach die fehlende Einnahme des
Trimipramin
auf die Vergess
lichkeit des Beschwerdeführers zurückzuführen sei, mutet beschönigend an. Vielmehr spricht dieser
Umstand
für die
von
Dr.
D._
attestierte Verbesse
rung des psychische
n Gesundheitszustandes
(vgl. Bundesgerichtsurteil
9C_742/2010
vom
6.
Januar 2011 E. 4.5).
Auch die von den
E._
-Ärzten bescheinigte volle Arbeits
un
fähigkeit vermag nicht zu überzeugen.
Diese Ein
schätzung wird nicht näher begründet und
wäre
selbst bei Annahme einer mit
telgradigen depressiven Episode nicht nachvollziehbar.
4.3.3
Die Berichte
des
E._
vom 2
8.
Mai 2013 und 2
2.
Januar 2014 enthalten über
dies eine
Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes
. In beiden Berich
ten werden als Diagnosen ein
lumbospondylogenes
Syndrom sowie
Kniebe
schwerden
links angegeben.
Im Bericht
vom 1
8.
Mai 2013 wird eine
volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten
Tätigkeit attestiert (
Urk.
3/1
S. 6
), i
m
Bericht vom 2
2.
Januar 2014
aber lediglich noch
eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
bescheini
gt (
Urk.
11 S. 7
). Dabei handelt es sich um eine unterschiedliche Bewertung desselben Sachverhalts. Eine Verschlechterung wird im Bericht vom 2
2.
Januar 2014 nicht dargetan
(vgl.
Urk.
11
insbes. S. 2 und 4 f.
)
.
Selbst wenn
zwischen Mai 2013 und Januar 2014 eine Verschlechterung eingetreten wäre, käme dem
keine Relevanz zu, da
bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 2
6.
April 2013) eingetretenen Sachverhalts abzustellen ist (BGE 132 V 220 E. 3.1.1).
4.3.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem
bidisziplinäre
n
Gutachten vom
1
8.
Oktober 2012
im Grundsatz (vgl. E. 5.1 hernach)
volle Beweiskraft
zu
kommt. Auf die Berichte des
E._
kann nicht abgestellt werde
n. V
on der beantragten Einholung eines weiteren psychi
atrischen Gutachtens
sind
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb
darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung,
BGE 136 I 236 E. 5.3, 134 I 148 E. 5.3, 124 V 94 E. 4b).
5.
5.1
Die IV-Stelle schloss aus dem
bidisziplinären
Gutachten vom 1
8.
Oktober 2012, dass in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
bestehe (
Urk.
2,
Urk.
8/141/4). Damit liegt
ein
offensichtlich
es
Missverständnis vor. Denn im Gutachten wird von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
um 70
%
und nicht von
einer
Arbeitsfähigkeit von 70
%
in der bisherigen Tätigkeit gespro
chen (
Urk.
8/139/2
).
I
n der Gesamtbeurteilung
des
bidisziplinären
Gutachtens
wird
aus psychiatri
scher
Sicht eine Einschrän
kung von 25
%
postuliert. Dem kann
- auch mit Blick auf die Rechtsprechung, wonach bei der Folgeabschätzung der (gutachtlich) erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit der Arztperson keine abschliessende Beurteilungskompetenz zukommt; vgl. zum Ganzen das zur Publikation vorgesehene Bundesgerichtsurteil 9C_850/2013 vom 1
2.
Juni 2014 E. 3.1 und 3.2 -
nicht gefolgt werden.
E
ine
leichtgradige
depressive Episode ist rechtsprechungsgemäss nicht invalidisierend (
Bundesge
richtsurteil
8C_870/2011 vom 2
4.
August 2011 E. 3.2). Ebenfalls kommt der
somatoformen
Schmerzstörung keine invalidisierende Wirkung zu
;
w
eder liegt
hier
eine erhebliche
Komorbidität
vor, noch sind die übrigen in Betracht kom
menden Gesichtspunkte in einer Weise erfüllt, welche auf die - nur ausnahms
weise anzunehmende - Unzumutbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung schliessen
liessen (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3
).
Damit ist von einer vollen Leistungsfähigkeit in einer
(
körperlich
)
leidensangepassten Tätigkeit auszu
gehen.
5.2
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist ein Einkommensvergleich vorzu
nehmen
. Das
Valideneinkommen
des Beschwerdeführers hätte im Jahr 2001
Fr.
61‘750.-- betragen (
Urk.
8/7, vgl. auch
Urk.
8/67/6).
Bei einer geschlechts- (vgl. BGE 129 V 408) und (bau-)branchenspezifischen (vgl. AHI 2000 S. 30
3) Anpassung des Lohnes bis 20
13
resultiert ein massgebliches
Valideneinkomm
en
von
Fr.
70‘773
.-- (
Fr.
61‘750.
-- :
109.5 x 125.5
[Bundesamt für Statistik,
Nomi
nallohnindex
, Män
ner, 1993-2013, Baugewerbe; Tabelle T1.93
). Bei der Ermitt
lung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne heranzuziehen, wie sie der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) zu entnehmen sind (vgl. BGE 126 V 76 f. E. 3b mit Hinweis). Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2008
belief
sich der monatliche Bruttolohn
für Männer im
Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes (einfache und repetitive Tätigkeiten) auf der Basis des Totalwertes auf
Fr.
4'806.--. In Berücksichti
gung der im Jahr 2013
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41
.
7
S
tunden (Die Volkswirtschaft, 6-2014, S.
84
, Tabelle B9.2) sowie der
Nominall
ohnent
wicklung
von 2008 bis 2013
ergibt sich ein Betrag
von
Fr.
63‘455
.-- (
Fr.
4'806
.--
x 12 : 40 x 41.7
: 120.9 x 127.6
[Bundesamt für Statistik
, Nominallohnindex, Männer, 1993-2013, Total; Tabelle T1.93]
)
beziehungsweise
bei einer Arbeitsfä
higkeit von 75
%
(wie sie im
bidisziplinären
Gutachten festgestellt worden war [E. 3.2 hie
r
vor; vgl. sodann allerdings E. 5.1 hie
r
vor])
ein solcher von
Fr.
47‘
591
.--
.
Vom Invalideneinkommen ist unter Umständen ein sog.
l
eidens
-
bedingter Abzug vorzunehmen.
Dieser soll persönlichen und beruflichen Umständen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) Rechnung tragen, welche negative Auswirkungen auf die Lohnhöhe der gesundheit
lich beeinträchtigten Person haben können. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25
%
zu begrenzen ist (BGE 126 V 75; vgl. auch: BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481, 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinwei
sen).
Im vorliegenden Fall zeitigten das
lumbospondyologene
Syndrom und die
Gonarthrose
links in einer leidensangepassten Tä
tigkeit keine
nennenswerten
Auswirkungen. Den psychiatrischen Diagnosen
kommt, wie ausgeführt, keine invalidisierende Wirkung zu.
Die weiteren
rechtsprechungsgemäss
zu berück
sichtigenden Merkmale wirken sich
hier
nicht we
sentlich auf den Lohn aus beziehungsweise kompensieren sich gegenseitig. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Rentenaufhebung 49 Jahre alt und er ist Schweizer. Beides fällt hin
sichtlich der Lohnhöhe positiv ins Gewicht (
vgl.
LSE 2004 Tabellen TA9 und TA12; Bundesgerichtsurteil U 11/07 vom 27. Februar 2008 E. 8.4). Umgekehrt verhält es sich
bezüglich
der Teilzeitarbeit (vgl. LSE
2004 Tabelle T6*
) und der Dienstjahre. Letzterem Aspekt kommt aber nur untergeordnete Bedeutung zu, da im privaten Sektor die Bedeutung der Dienstjahre abnimmt,
je niedr
iger das Anforderungsprofil ist
(vgl. etwa Bundesgerichtsurteil U 11/07 vom 2
7.
Februar
2008 E. 8.4).
In Anbetr
acht dieser Umstände rechtfertigt
es nicht, ein
en
leidensbe
dingte
n
Abzug vorzunehmen
, und es bleibt bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
47‘591.--
.
Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
70‘773.--
resul
tiert b
ei einer Differenz von
Fr.
23‘311
.-- ein (rentenausschlie
ssender)
Invalidi
tätsgrad
von
(gerundet)
33
%
, dies ausgehend von der gutachterlich attestierten 75%igen Arbeitsfähigkeit
. Kein anderes Ergebnis zeitigt die zutreffendere [E. 5.1 hie
r
vor] Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit.
Damit erweist sich die Rentenaufhebung als rechtens
.
Auch
ist es
ent
sprechend dem Regelfall - dem Beschwerdeführer zuzumuten, die verbes
serte Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Lediglich bei
versicherten Personen, die das 5
5.
Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren b
ezogen haben, ist die Aufhebung einer (ganzen) Rente nur zulässig, wenn zuvor Eingliederungsmassnahmen durchgeführt wur
den (Bundesgerichtsurteil 9C_228/2010 vom 2
6.
April 2011). Diese Voraus
setzungen sind beim Beschwerdeführer nicht gegeben. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Laut
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken fest-gelegt.
Die Gerichtskosten sind auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausga
ngsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.