Decision ID: 39550c79-cf40-4cdc-8c5a-85f14b306a1d
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Den aus Portugal stammenden, seit 2007 in der Schweiz lebenden Eheleuten X._ und Y._, geboren 1952 respektive 1944 (Urk. 10/1/8),
wurde
n
mit Verfügung
vom 1
3.
April 2010 der Gemeinde
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV
(nachfolgend: Durchführungsstelle)
,
ab 1. Februar 2010 monatliche Ergänzungsleistungen zur AHV-Rente der Ehe
frau in Höhe von Fr. 2‘811.-- zugesprochen (Urk. 10/5/1; vgl. auch Urk. 2
S. 1, Urk. 10/2/24 S. 1 f.). Erstmals mit Verfügung vom 22. Februar 2011 sprach die Durchführungsstelle den Eheleuten zusätzlich ab 1. Januar 2011 Gemein
dezuschüsse in Höhe von Fr. 61.-- zu (Urk. 10/2/2). Nach mehreren revisi
onsweisen Anpassungen (Urk. 10/2/1-8, Urk. 10/2/24 S. 2 f.) wurden ihnen letztmals mit Verfügung vom 11. Februar 2014 ab 1. Januar 2014 Zusatz
leistungen in Höhe von Fr. 3‘780.-- pro Monat (Ergänzungsleistungen von Fr. 3‘719.-- und Gemeindezuschüsse in Höhe von Fr. 61.--) zugesprochen (Urk. 10/2/8).
1.2
Mit Schreiben vom 13. Februar 2014 forderte die Durchführungsstelle die Versicherten auf, diverse Unterlagen für eine periodische Überprüfung der Zusatzleistungen einzureichen (Urk. 10/2/22 S. 41). Da aufgrund der einge
gangenen Unterlagen Zweifel über die korrekte Berechnung der Zusatzleis
tungen aufkamen, stoppte die Durchführungsstelle die Auszahlung der Leis
tungen mit Verfügung vom 22. Dezember 2014 vorübergehend ab 1. Februar 2015 (Urk. 10/2/9 S. 1) und stellte den Versicherten mit einem Schreiben gleichen Datums in Aussicht, ihren Anspruch rückwirkend neu zu berechnen, sobald eine Reihe von Unterlagen bei ihr eingegangen sei (Urk. 10/2/9 S. 4). Da die Versicherten per 30. April 2015 ihren Wegzug nach Portugal gemeldet hatten (Urk. 10/2/26 S. 2 ff.), stellte die Durchführungsstelle die Zusatzleis
tungen mit Verfügung vom 28. April 2015 mit Wirkung ab 1. Mai 2015 ein (Urk. 10/2/26 S. 1).
Die getroffenen Abklärungen führten die Durchführungsstelle zur Schlussfol
gerung, dass der Anspruch wegen des Datums der Gesuchseinreichung erst im März 2010 habe entstehen können (Urk. 10/2/24 S. 2 und 7). Die defini
tive rückwirkende Neuberechnung des Zusatzleistungsanspruchs für die Zeitspanne vom 1.
März 2010 bis 3
1.
Januar 2015 (
Urk.
10/2/10-24) ergab, dass die Versicherten in der Periode vom
1.
Februar 2010 bis 3
0.
April 2015 Ergänzungsleistungen von
Fr.
125‘918.-- und Gemeindezuschüsse
im Betrag von Fr. 3‘050.--, also gesamthaft Fr. 128‘968.-- (Urk. 10/2/25 S. 3) zu viel bezogen hatten. Diese Leistungen forderte die Durchführungsstelle mit einer zweiten Verfügung vom 28. April 2015 zurück, wobei sie auf einen Teil der Forderung in Höhe von Fr. 30‘803.-- verzichtete und lediglich den Restbetrag von Fr. 98‘165.-- in Rechnung stellte (Urk. 10/2/25 S. 1 f., Urk. 10/2/31; vgl. auch Urk. 10/2/24 S. 11 f.). In ihrer Rückerstattungsverfügung legte die Durchführungsstelle dar, aufgrund der aktuellen Wohnadresse der Ver
sicherten in Portugal und weiteren Hinweisen sei sie davon ausgegangen, dass sich eine in Portugal befindende Liegenschaft bereits seit längerer Zeit im Eigentum der Versicherten befinde. Sie habe ihren Berechnungen einen Verkehrswert der Liegenschaft von Fr. 100‘000.-- und einen jährlichen Lie
genschaftsertrag von Fr. 5‘000.-- zugrunde gelegt. Da es sich hierbei nur um eine Schätzung handle, sei sie bereit, ihre Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen, wenn die Versicherten innert der Einsprachefrist unter anderem mit
tels der Einschätzung des „Ministerio das Financas“ mit dem „Valor Patrimo
nial actual“ den Nachweis erbrächten, dass die Einschätzung fehlerhaft sei (Urk. 10/2/31 S. 2 und 4). Am 22. Mai 2015 erhoben die Versicherten gegen die Rückerstattungsverfügung Einsprache (Urk. 10/2/32). Diese wurde von der Durchführungsstelle mit Einspracheentscheid vom 2. September 2015 abgewiesen (Urk. 2).
2.
Dagegen erhoben die Versicherten, vertreten durch
Rechtsanwalt Dominique Chopard, mit Eingabe vom
5.
Oktober 2015 Beschwerde
mit dem Antrag, es sei die Rückforderung aufzuheben, eventuell herabzusetzen (Urk. 1 S. 2). Mit der Beschwerde reichten sie Bestätigungen über den Steuerwert ihrer Lie
genschaft in Portugal und das Bestehen einer Hypothekarschuld ein (Urk. 3/3-4). In der Beschwerdeantwort wies die Durchführungsstelle darauf hin, sie sei bereit, ihre Berechnung der Rückforderung unter Berücksichti
gung der ihr bisher nicht bekannten, erstmals mit der Beschwerde aufgeleg
ten Unterlagen zu überprüfen, und gehe davon aus, dass das Gericht die Sache hierzu an sie zurückweise. Da für eine genaue Berechnung ihrer Ansicht nach noch weitere Unterlagen der Beschwerdeführenden benötigt würden, wäre sie auch damit einverstanden, wenn ihr vom Gericht eine dreimonatige Frist eingeräumt würde, um die Unterlagen zu beschaffen und allfällige Korrekturen vorzunehmen (Urk. 8).
Mit Replik vom 17. Februar 2016 änderten die Beschwerdeführenden ihr Rechtsbegehren dahingehend, es sei die Sache an die Durchführungsstelle zurückzuweisen, damit sie den Wert der Liegenschaft und den Liegenschafts
ertrag korrekt ermittle und die Rückforderung neu berechne (Urk. 15 S. 5).
In der Duplik vom 16. März 2016 hielt die Durchführungsstelle im Wesent
lichen an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest (Urk. 18).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) entspricht die jähr
liche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen.
Als Einnahmen werden unter anderem Einkünfte aus beweglichem und unbe
weglichem
Vermögen
sowie ein Fünfzehntel beziehungsweise bei Altersrent
nerinnen und –rentnern ein Zehntel
des Reinvermögens angerechnet, soweit es bei Ehepaaren
Fr.
60‘000.-- übersteigt (
Art.
11
Abs.
1 lit. b und c ELG).
Gemäss Art. 9 Abs. 5
lit.
d ELG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1 der Verord
nung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung (ELV) sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleis
tung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erziel
ten anrechenbaren Einnahmen zeitlich massgebend sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.
1.2
Gestützt auf Art. 9 Abs. 5 lit. b ELG hat der Bundesrat in Art. 17 ELV nähere Bestimmungen zur Vermögensbewertung erlassen.
Gemäss Art. 17 Abs. 4
ELV
sind Grundstücke, die dem Bezüger oder einer Person, die in die EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken dienen, zum Verkehrswert
einzusetzen.
Der Abweichung vom Grundsatz, dass Vermögen nach den Grundsätzen des kantonalen Steuerrechts zu bewerten ist, liegt bei der Bewertung von Liegenschaften die Überlegung zu Grunde, dass der Steu
erwert eines Grundstücks in der Regel nicht dem effektiven Wert entspricht, welchen das Grundstück auf dem freien Markt bei einem Verkauf erzielen könnte. Durch die Anrechnung des Verkehrswertes soll zum einen verhindert werden, dass ein deutlich unter dem Marktwert liegender Steuerwert heran
gezogen wird, zum anderen aber auch, dass ein fiktives
,
auf dem Liegen
schaftsmarkt kaum realisierbares Vermögen angerechnet werden muss, was sich mit Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung nicht vereinbaren liesse (vgl. das Urteil des Bundesgerichts P 23/02 vom 20. September 2002, E. 3.2; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage, Zürich 2009,
S. 167 f.; Jöhl/Ursinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schwei
ze
risches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 1851 f. Rz 170).
Schwierigkeiten wirft dabei insbesondere die Bewertung ausländischer
Liegen
schaft
en auf. In einem eine
Liegenschaft
in
Tunesien
betreffenden
Entscheid erkannte das Bundesgericht,
der - von der Durchführungsstelle zu ermittelnde - relevante Verkehrswert
der
Liegenschaft
könne durch Vergleich mit ähnlichen Objekten hinreichend genau geschätzt werden. Massgebende Kriterien seien neben der Grösse des Grundstücks und der Anzahl Zimmer die Lage (verkehrsmässige Erschliessung, Distanz zum Meer) und die Wohnqua
lität (ruhiges oder lärmiges, vornehmes oder ärmliches Quartier). Von Bedeutung sei auch, ob es ein Objekt für Touristen sei oder aber von Einhei
mischen bewohnt werde und einen entsprechend tieferen Ausbaustandard aufweise (Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 17. September 2009, E. 5.3).
Als fraglich erachtete das Bundesgericht, ob Verkaufsangebote im Internet eine zuverlässige Grundlage bildeten und erklärte eine im Ausland erstellte
Verkehrswertschä
tzung
, die auf Geheiss
eines lokalen Architekten gemacht worden war,
für den Fall, dass eine andere Schätzung durch die Verwaltung nicht mit vernünftigem Aufwand einholbar sei, als massgeblich (Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 1
7.
September 2009 E. 5.3).
1.3
Bei nicht selbst bewohnten
Liegenschaft
en gelten die
Miet
zinsen als
Liegen
schaft
sertrag, und zwar grundsätzlich in der vertraglich vereinbarten Höhe (
vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 172 sowie Rz 3433.03 der Wegleitung des Bun
desamtes für Sozialversicherung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, Stand
1.
Januar 2015 [WEL]).
Bei nicht vermieteten
Liegenschaft
en ist derjenige Ertrag massgeblich, der bei Vermietung der Liegenschaft tatsäch
lich erzielt werden könnte, also ein
m
arktkonformer Mietzins. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten, mit welchen EL-Durchführungsstellen bei der Beur
teilung ausländischer Wohnungsmarktverhältnisse konfrontiert sind, hat das Bundesgericht zwei Bemessungsmethoden als im Einzelfall geeignet bezeich
net, um einen hinreichenden Erfahrungs- und Annährungswert zu liefern, der dem tatsächlich erzielbaren Marktwert im Ausland nahe kommt (Urteil des Bundesgerichts P 33/05 vom
8.
November 2005, E. 3-4): Nach der einen Methode ist als fiktiver Mietzins ein durchschnittlicher Ertrag anzurechnen, welcher während der ganzen Lebensdauer der auf dem Grundstück stehen
den Bauten einer angemessenen Rendite entspricht. Als durchschnittlicher Ertrag für die ganze Lebensdauer einer
Liegenschaft
kann von einem Mittel
wert von 5 % des Verkehrswerts ausgegangen werden. Diesem hypothe
tischen Ertrag sind eine Pauschale für die Gebäudeunterhaltskosten (gemäss Art. 16 ELV gilt der für die direkte kantonale Steuer im Wohnsitzkanton anwendbare Pauschalabzug) und der Hypothekarzins abzuziehen (vgl. auch Carigiet/Koch, a.a.O., S. 172). Nach der anderen Vorgehensweise sind diesel
ben Grundsätze wie im Falle eines Vermögensverzichts anzuwenden und
deshalb
zur Bestimmung des hyp
o
thetischen Liegenschaftsertrages vom durchschnittlichen Zinssatz für Spareinlagen im Vorjahr des Bezugsjahres auszugehen (vgl. auch Rz
3482.10-11 der WEL). Laut dem Bundesgericht kann nicht zum Vornherein gesagt werden, welche Methode jeweils im kon
kreten Fall zu einem realistischeren Ergebnis
führt. Vielmehr hat die EL-Durchfü
hrungsstelle und im Streitfall d
as Sozialversicherungsgericht denje
nigen fiktiven Mietzins zu eruieren, welcher am ehesten die relevanten Marktverhältnisse widerspiegelt (Urteil des Bundesgerichts P 33/05 vom
8.
November 2005, E. 4).
1.4
Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 ELG sind unrechtmässig bezogene Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG).
Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je
mit
Hinweisen).
Mit
der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG).
Mit
tels prozessualer Revision, welche von der Wiedererwä
gung unterschieden werden muss, wird auf rechtskräftige Verfügungen zurückgekommen, wenn diese aufgrund neu entdeckter, seinerzeit ohne Verschulden unbekannt gebliebener vorbestandener Tatsachen oder Beweis
mit
tel unrichtig sind (BGE 127 V 469 E. 2c, 119 V 184 E. 3a, 477 E. 1a, Urteil des Bundesgerichts P 63/02 vom 8. Mai 2003 E. 5, je
mit
Hinweisen).
Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Er
mit
tlung des Rücker
stattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im
Rücker
stattungszeitraum tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle anspruchsrelevanten Tatsache
nänderungen zu berücksichtigen
(BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, BGE 122 V 19 E. 5 und E. 5c; Urteil des Bundesgerichts P 63/02 vom 8. Mai 2003 E. 3.3).
2.
2.1
Die Neuberechnung der Zusatzleistungen und der Rückerstattungsforderung wurde gemäss der Begründung im Einspracheentscheid notwendig, weil die Beschwerdeführenden den Bezug einer portugiesischen Rente der Ehefrau, den Bezug einer Invalidenrente des Ehemannes, Arbeitsverhältnisse und Vermögen in Portugal und zwar darunter eine Liegenschaft im Laufe der Zeit nicht gemeldet hatten (Urk. 2 S. 1). Strittig ist zum einen und in der Haupt
sache die Bewertung der Liegenschaft der Beschwerdeführenden in Portugal und die Bemessung des Liegenschaftsertrags.
2.2
Die Durchführungsstelle stellt sich auf den Standpunkt, die Liegenschaft der Beschwerdeführenden in Portugal sei von Januar 2010 bis April 2015 mit dem Verkehrswert in die Berechnung der Zusatzleistungen aufzunehmen, da die Beschwerdeführenden das Haus in diesem Zeitraum nicht selbst bewohnt hätten. Das Einfamilienhaus befinde sich in A._, einem klei
neren Dorf mitten in Portugal, rund 40 km oder knapp 40 Autominuten von der nächst grösseren Stadt B._ entfernt. Es sei dreigeschossig mit Unter
kellerung und befinde sich auf einem Grundstück von etwa 2000 Quadrat
meter. Die Geschossfläche betrage 56 Quadratmeter, und es seien zwei Bade
zimmer, eine Garage, ein Garten sowie ein Hinterhof vorhanden. Es könne nicht auf den im Beschwerdeverfahren eingereichten Steuerwert der Liegen
schaft gemäss der eingereichten Einschätzung für das Jahr 2012 von EUR 34‘010.-- abgestellt werden, da dieser Wert vermutlich deutlich tiefer als der massgebliche Verkehrswert sei. Entsprechend der langjährigen Praxis bei italienischen und spanischen Liegenschaften rechtfertige es sich, den landes
üblichen Steuer- beziehungsweise Katasterwert mit dem Faktor zwei zu mul
tiplizieren. Werde das Ergebnis von EUR 64‘020.-- mit dem ab 1. Januar 2010 gültigen Eurokurs von 1.34524 auf Schweizer Franken umgerechnet, resultiere ein Verkehrswert von Fr. 91‘503.--. Zur Ermittlung des Liegen
schaftsertrags sei von einem Bruttoertrag von 5 % vom Verkehrswert auszu
gehen. Hiervon seien die Schuldzinsen und eine Pauschale für den Gebäude
unterhalt von 20 % des Bruttoertrags abzuziehen (Urk. 8 S. 2 f., Urk. 9/1, Urk. 18-19).
2.3
Die Beschwerdeführe
nden machen
dagegen geltend, aus der eingereichten Einschätzung des Steuerwerts sei ersichtlich, dass es sich bei der Liegenschaft um ein Wohnhaus mit Keller, Erdgeschoss und einem Obergeschoss handle. Im Kellergeschoss befänden sich Abstellräume und eine Garage, im Erdge
schoss Abstellräume, Küche, Speisekammer und Flur. Im Obergeschoss seien das Wohnzimmer, drei Schlafzimmer und zwei Nasszellen untergebracht. Die mit drei angegebene Anzahl Stockwerke verstehe sich folglich inklusive das Kellergeschoss. Es handle sich effektiv um ein einfaches zweigeschossiges Einfamilienhaus mit bescheidenem Ausbaustandard. Angesichts dessen sei der von der Durchführungsstelle angenommene Verkehrswert zu hoch. Die Durchführungsstelle habe sie lediglich zur Einreichung der amtlichen Steu
erwertschätzung aufgefordert und alsdann den doppelten Steuerwert als Ver
kehrswert eingesetzt. Diese Vorgehensweise entspreche nicht den Vorgaben gemäss dem
Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 17. September 2009 und sei unzulässig. Auch der von der Durchführungsstelle angerechnete Lie
genschaftsertrag sei zu reduzieren. Ein Bruttoertrag von 5 % sei im aktuellen Zinsumfeld völlig unrealistisch. Massgeblich sei der Eigenmietwert, welcher im Kanton Zürich 3,5 % des Land- und Zeitbauwerts betrage. Der Mietwert belaufe sich daher maximal auf Fr. 1‘200.-- pro Jahr. Das Vermögen sei um die mit der eingereichten Bankbestätigung belegte Hypothek zu reduzierten (Urk. 1 S. 4 f.).
3.
3.1
Fest steht, dass der Verkehrswert der Liegenschaft in Portugal nicht ohne Weiteres gestützt auf die eingereichte Einschätzung des „Valor patrimonial actual“ im Jahr 2012 durch das Finanzamt (Urk. 3/3), bei welcher es sich nach den Abklärungen der Durchführungsstelle offenbar um einen Steuer
wert handelt (Urk. 19 S. 2), ermittelt werden kann. Unklar ist nämlich, ob und inwieweit dieser Wert vom Marktwert im relevanten Zeitraum 2010 bis 2015 abweicht. Die Vorgehensweise der Durchführungsstelle, nur diese Ein
schätzung einzuholen und ohne weitere Abklärungen einfach den dort ange
gebenen Liegenschaftswert zu verdoppeln (vgl. Urk. 19 S. 2), steht nicht im Einklang mit der in Erwägung 1.2 dargestellten höchstrichterlichen Recht
sprechung zur Bewertung ausländischer Liegenschaften. Die Durchführungs
stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird deshalb weitere Abklä
rungen zu treffen haben.
Abzuklären sind im Besonderen die genaue Beschaffenheit der Liegenschaft, die namentlich mit Hilfe von Fotografien des Hauses, allfälliger Nebenge
bäude und des Grundstücks, allfälliger Bau- und Grundstückpläne, Ver
sicherungs- und Steuerunterlagen, des Kaufvertrags, Belegen über allfällige Investitionen in die Liegenschaft etc. abgeklärt werden kann. Weitere Erkun
digungen sind sodann darüber einzuholen, in welcher Beziehung der „Valor Patrimonial“ zum Verkehrswert steht beziehungsweise wie dieser ermittelt wird. Falls dann noch nötig, wird der Verkehrswert vergleichbarer Objekte hinsichtlich Grundstückgrösse, Anzahl Zimmer, Lage und Wohnqualität zu eruieren sein, wobei hierfür Informationen über Kaufpreise vergleichbarer Liegenschaften bei den lokalen Behörden eingeholt werden können.
Sollte sich auf diese Weise unter Mitwirkung der Beschwerdeführenden (Art. 43 Abs. 3 ATSG) der Verkehrswert nicht genügend präzise schätzen lassen, wird die Durchführungsstelle eine Expertise über den Verkehrswert bei einer sachverständigen Person in Auftrag zu geben haben (vgl. auch die im Internet abrufbaren Urteile des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich ZL.2014.00075 vom 27. Januar 2016, E. 5, sowie ZL.2011.00013 vom 30. November 2012, E. 3.2.2).
3.2
Auch hinsichtlich des Liegenschaftsertrags wird die Durchführungsstelle wei
tere Abklärungen vorzunehmen haben. Zwar hat sie zu Recht einen Markt
mietzins ermittelt, da bei nicht selbst bewohnten Liegenschaften dieser Wert - und nicht wie von den Beschwerdeführenden behauptet der steuerliche Eigenmietwert - massgeblich ist. Hingegen hätte die Marktmiete präziser bestimmt werden müssen. Die Durchführungsstelle wird bei den Beschwer
deführenden - erneut unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten nach Art. 43 Abs. 3 ATSG - Angaben über einen allfälligen, im massgeblichen Zeitraum erzielten Mietzins beziehungsweise ortsübliche Mietzinse und die von ihnen geleisteten Hypothekarzinsen einzuholen haben. Allenfalls hilft auch eine Recherche zu ausgeschriebenen, ähnlichen Mietobjekten in der Region weiter. Gestützt auf diese Informationen wird die Durchführungs
stelle, falls dann noch nötig, den bei der Zusatzleistungsberechnung einzu
setzenden Liegenschaftsertrag aufgrund der geeignetsten Methode im Sinne der vorstehenden Erwägung 1.3 zu bestimmen haben.
4.
4.1
Die Beschwerdeführenden machen zusätzlich geltend, ihnen stünden für die gesamte Rückforderungsperiode noch Beihilfen und (Gemeinde-)Zuschüsse zu, welche die Durchführungsstelle ihnen bisher nicht zugesprochen habe. Die Berücksichtigung dieser Ansprüche führe zu einer massiven Reduktion der Rückforderungssumme. Sollte sich die Durchführungsstelle diesbezüglich auf Karenzfristen berufen, wäre dies im Anwendungsbereich des FZA rechts
widrig (Urk. 1 S. 6, Urk. 15 S. 5).
Die Durchführungsstelle stellt sich in ihren Eingaben an das Gericht auf den Standpunkt, den Anspruch auf Beihilfen und Zuschüsse korrekt ermittelt zu haben. Nicht gefolgt werden könne der Rechtsprechung in den Urteilen des Sozialversicherungsgerichts ZL.2008.00105 vom 31. Mai 2010 und ZL.2009.00015 vom 30. September 2010, wonach einer in Portugal wohnhaft gewesenen Person, welche in den Kanton Zürich gezogen sei, für die Berech
nung der Karenzfrist für den Bezug von Beihilfen gemäss § 13 ZLG die in Portugal zurückgelegten Wohnsitzzeiten anzurechnen seien, wie wenn diese im Kanton Zürich zurückgelegt worden seien. Ausländische Wohnsitzzeiten könnten auch im Anwendungsbereich des Freizügigkeitsabkommens nur mit denen in der Schweiz, nicht gleichzeitig aber mit jenen im Kanton Zürich gleichgesetzt werden. Die Gegenteilige Argumentation unterlaufe das Gleichstellungs- und Gleichbehandlungsprinzip von Schweizer/innen und EU-Ausländer/innen und führe zu einer Benachteiligung der Schwei
zer/innen, welche aus anderen Kantonen zuzögen, da diese ohne die geleis
tete Wohnsitzzeit im Kanton Zürich keinen Anspruch auf Beihilfen hätten (Urk. 8 S. 4, Urk. 18 S. 2).
4
.2
Mit den ersten zwei Verfügungen vom 1
3.
April (
Urk.
10/5/1) sowie vom 1
6.
August 2010 (
Urk.
10/2/1) hatte die Durchführungsstelle den Beschwer
deführenden
ab Februar 2010
Ergänzungsleistungen
, nicht aber
kantonale Beihilfen gemäss §
§
13 ff. des kantonalen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG)
und
Gemeindezuschüsse gemäss §
§
20 f. ZLG zugesprochen.
Es handelt sich dabei um eigene, separate Rechtsverhältnisse, die in Rechtskraft erwachsen sind (vgl. BGE 125 V 413).
Mit den ebenfalls in Rechtskraft erwachsenen darauf
folgenden, vom 2
2.
Februar 2011 bis 1
1.
Februar 2014 erlassenen Revisions
verfügungen sprach ihnen die Durchführungsstelle
weiterhin
keine Beihilfen zu, hingegen ab
1.
Januar 2011 Gemeindezuschüsse in
der Höhe von m
onat
lich
Fr.
61.-- (
Urk.
10/2/1-8).
Die
Neuberechnung des Zusatzleistungsan
spruchs für die Zeitspanne vom
1.
März 2010 bis 3
1.
Januar 2015
, welche der
Rückforderungsverfügung vom 2
8.
April 2015 zugrunde
liegt,
führte die Durchführungsstelle zum Ergebnis
, dass kein Anspruch auf Gemeindezu
schüsse
ab 1. Januar 2011 besteht
, weil die Karenzfrist im relevanten Zeit
raum noch nicht bestanden
worden ist. Hinsichtlich des nicht bestehenden Anspruchs auf kantonale Beihilfen im gesamten durch die rechtskräftigen Verfügungen abgedeckten Zeitraum und des fehlenden Anspruchs auf Gemeindezuschüsse in der Zeit bis 1. Januar 2011 ergab sich keine Änderung
(
Urk.
10/2/25 S. 3,
Urk.
10/2/24 S. 1).
Die rechtskräftigen Verfügungen, welche zwischen dem 1
3.
April 2010
und
1
1.
Februar 2014 erlassen worden waren, mussten von der Durchführungsstelle zur Durchsetzung ihrer Rück
forderung folglich nicht in Wiedererwägung gezogen werden, soweit damit
ohnehin
keine Beihilfen und Gemeindezuschüsse zugesprochen worden waren (vorstehend E. 1.4).
Hinsichtlich dieser Rechtsverhältnisse
sind diese Verfügungen nach wie vor rechtsbeständig. Da eine Wiedererwägung im Ermessen der Verwaltung liegt und kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch besteht (BGE 133 V 50)
, kann der r
echtskräftig
abschlägig
beurteilte Anspruch auf Beihilfen in der Zeit vom
1.
Februar 2010 bis 3
1.
Dezember 2014 sowie auf Gemeindezuschüsse im Zeitraum vom
1.
Februar bis 3
1.
Dezember 2010 im vorliegenden Verfahren nicht überprüft werden.
Geprüft werden kann folglich nur, ob die mit den Verfügungen vom 2
2.
Februar 2011 bis 1
1.
Februar 2014 zugesprochenen und mit Verfügung vom 2
8.
April 2015 wieder zurückgeforderten Gemeindezuschüsse (
Urk.
10/2/25) korrekt ermittelt wurden, und ob die mit der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
April 2015 erfolgte Verneinung eines Anspruchs auf Bei
hilfen in der Zeit ab
1.
Januar 2015 (
Urk.
10/2/25) rechtens ist.
Für die wei
teren Zeiträume kann kein Anspruch auf Beihilfen und auf Gemeindezu
schüsse berücksichtigt werden, und die Beschwerde ist insofern abzuweisen.
4
.3
Strittig ist bezüglich des Anspruchs auf Beihilfen und Gemeindezuschüsse in erster Linie, ob die Beschwerdeführenden die für die Entstehung des Anspruchs vorausgesetzten Karenzfristen erfüllt haben.
Hinsichtlich der kantonalen Beihilfen bestimmt
§
13
Abs.
1 des kantonalen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG; in Kraft seit
1.
Januar 2008), dass die Aus
richtung von Beihilfen voraussetzt, dass die Person die Voraussetzungen
für Ergänzungsleistungen gemäss Art. 4-6 ELG erfüllt und in den letzten 25 Jahren vor der Gesuchstellung während einer Mindestdauer im Kanton gewohnt hat. Diese beträgt für Personen mit Schweizer Bürgerrecht 10 Jahre, für andere 15 Jahre.
Gemäss Art. 5 der ab 1. Januar 1975 in Kraft stehenden Verordnung der Gemeinde Z._ über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatz
leistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver
sicherung und die Gewährung von Gemeindezulagen zu den Zusatzleistun
gen werden Gemeindezulagen ausgerichtet, wenn alle Voraussetzungen zum Bezug der gesetzlichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenbeihilfe gemäss § 13 ZLG erfüllt sind und der Gesuchsteller zivilrechtlichen Wohnsitz in der Gemeinde Z._ hat sowie seit mindestens drei Jahren in der Gemeinde wohnt (Urk. 23 S. 3 f.).
Das Sozialversicherungsgericht hat im Urteil ZL.2008.000105 vom 31. Mai 2010, E. 3, festgehalten, dass die Karenzfrist im Anwendungsbereich des FZA (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos
sen
schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied
staaten, unter anderem Portugal, anderseits über die Freizügigkeit, in Kraft seit 1. Juni 2002) und damit der Verordnung (EWG) 1408/71 für EU-Bürger 10 Jahre beträgt, da sie gemäss Art. 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 gleich zu behandeln sind wie Personen mit Schweizer Bürgerrecht. Sodann sind für die Frage, ob die EU-Bürger das Er
fordernis der zehnjährigen Min
destwohnzeit im Kanton erfüllt haben, die im EU-Heimatland zurückgelegten Wohnzeiten zu berücksichtigen, wie wenn sie im Kanton zurückgelegt wor
den wären. Gemäss Art. 10a Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 berücksichtigt der Träger eines Mitgliedstaates, nach dessen Rechtsvorschrif
ten der Anspruch auf die „Beitragsunabhängigen Sonderleistungen“ gemäss Art. 10a Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (worunter gemäss Anhang IIa der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 die bundesrechtlich geregel
ten Ergänzungsleistungen sowie gleichartige in den kantonalen Rechtsvor
schriften vorgesehene Leistungen fallen) von der Zurücklegung von Wohn
zeiten abhängig ist, nämlich die in einem anderen Mitgliedstaat zurück
gelegten Wohnzeiten, als wenn es sich um im ersten Staat zurückgelegte Zeiten handelte (vgl. auch das Urteil des Sozialversicherungsgerichts ZL.2009.00015 vom 30. September 2010, E. 1.3).
Es besteht kein Grund, auf diese Praxis zurückzukommen. Die Durch
führungs
stelle übersieht, dass die Kantone im Bereich der über den Rahmen des ELG hinausgehenden kantonalen Zusatzleistungen im Sinne von
Art.
2
Abs.
2 ELG in ihrer Gesetzgebung ebenfalls an die vom Bund abge
schlossenen Staatsverträge gebunden sind (
vgl.
Jöhl/
Ursinger
-Egger, Ergän
zungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, 3. Auflage, Basel 2016, S. 1734 Rz 36 Fn 174).
Aus die
sem Grund gilt das Gesagte analog für die für den Bezug von Gemeindezu
schüssen vorausgesetzten Karenzfristen.
Durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 3
1.
März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkommens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (AS 2012 2345; vgl.
das
Urteil des Bun
desgeric
hts
8C_455/2011 vom
4.
Mai 2012 E. 2.1)
ist unter anderem die Verordnung (EWG) 1408/71
durch die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2
9.
April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 1
6.
September 2009) mit Wirkung per
1.
April 2012 abgelöst worden.
Da die Regelung in den Art. 2 Abs. 1, 4, 6, 70, 87 Abs. 2 sowie im Anhang X der Verordnung (EG)
Nr. 883/2004
(in der Fassung
von Anhang II zum Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied
staaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit
) inhaltlich derjenigen in der bis 31. März 2012 anwendbaren Verordnung (EWG) 1408/71 entspricht, hat die hier massgebli
che Rechtslage keine Änderung erfahren.
Die Durchführungsstelle, welche den Anspruch auf kantonale Beihilfen und Gemeindezuschüsse in den gemäss der vorstehenden Erwägung massge
blichen Zeiträumen wegen nicht erfüllter Karenzfrist verneint hat, ohne
von den Beschwerdeführenden vor ihrem Zuzug in die Schweiz
in Portugal zurückgelegte Wohnzeiten
(Urk. 10/2/24 S. 1)
zu berücksichtigen, wird den Anspruch auf diese Leistungen unter Berücksichtigung der dargelegten Rechtslage neu zu prüfen haben.
4.4
Mit ihrer Argumentation verlangen die Beschwerdeführenden sinngemäss, ihr rückwirkend neu berechneter Anspruch auf kantonale Beihilfen und Gemeindezuschüsse sei mit der Rückforderung wegen zu viel ausbezahlter Ergänzungsleistungen zu verrechnen. Die Durchführungsstelle wird daher in einem nächsten Schritt zu prüfen haben, ob die Voraussetzungen für eine Verrechnung eines allfällig neu ermittelten Anspruchs auf kantonale Beihil
fen und Gemeindezuschüsse in den Massgeblichen Zeiträumen mit den zurückzuerstattenden Ergänzungsleistungen gegeben sind (vgl. dazu
Art.
27
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenversicherung [ELV]
sowie die Urteile des
Sozialversicherungsge
richts ZL.2013.00077 vom 1
9.
Februar 2015, E. 6.2, und ZL.2003.00013 vom 1
3.
Juli 2004, E. 3).
5.
Nach erfolgten Abklärungen wird die Durchführungsstelle die im massgeb
lichen Zeitraum auszurichtenden Leistungen neu zu berechnen haben und unter Berücksichtigung allfälliger
verrechenbarer
Beihilfen und Zuschüsse über die von den Versicherten zu leistenden Rückerstattungen neu zu ent
scheiden haben. Im dargelegten Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen, und der angefochtene Einspracheentscheid ist aufzuheben.
6.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb dievertretenen Beschwerdeführen
den Anspruch auf eine Prozessentschädigung haben.
Nach § 34 Abs. 1 des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
werden die Partei
kosten ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes
sen (§ 34 Abs. 3 GSVGer),
wobei allerdings bei einem Überklagen die Prozess
entschädigung nur unter der Voraussetzung reduziert werden kann, dass das ziffernmässig bestimmte Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst hat (vgl. Zünd/Pfiffner, Kommentar zum Gesetz über das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich 2009, N 8 zu § 34).
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist den Beschwerdeführenden eine ungekürzte Prozessentschädigung von Fr. 2‘300.-- zuzusprechen, zumal der zusätzliche Vertretungsaufwand für die Positionen, in welchen die Beschwer
deführenden unterliegen (vorstehend E. 4.2), nicht massgeblich ins Gewicht fällt.