Decision ID: bbb38404-03e0-439e-8331-36ba8903586b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
71
,
w
ar
als
Sachbearbeiterin am
Ab
holschalter
bei
Y._
obli
gatorisch bei der
Basler Ver
siche
rung AG
(nachfol
gend:
Basler
) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als
sie
sich am
15. März 2010
bei einem Sturz
auf einer Treppe eine Fraktur des rech
ten Fussknöchels
zuzog
(Urk. 11/2)
. Bei der ambulanten E
rst
ver
sorgung glei
chentags im
J._
wurde
die Diagnose einer
latenten
Mal
leol
ar
fraktur
Typ Weber B rechts (kaum disloziert)
gestellt und
die Ver
sicherte mit einem
achtwöchigen
Unterschalengips
versorgt.
Die Arbeitsfähigkeit wurde bis zum 5. Mai 2010 als vollständig eingeschränkt beurteilt
(Urk. 11/3/1
, Urk. 11/3/25 S. 1
)
.
Die Heilung nahm einen protrahierten Verlauf mit
bewe
gungs
- und belastungsabhängigen Schmer
zen bei
fortfolgend
attestierter 75
%iger Arbeitsunfähigkeit
ab dem 24.
Juni 2010
(
Bericht von Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, vom 4.
Juli 2010;
Urk.
11/3/4
).
Die Basler
erbrachte
die gesetzlichen Leistungen (
Heilbehandlungs
kosten
, Taggeldleistungen)
für die Folgen des Unfalls vom 15. März 2010
.
1.2
A
nlässlich der Konsultation vom 15. Juli 2010
stellten die Ärzte der Chirur
gi
schen Klinik des Spitals
A._
die Diagnose eines Morbus
Sudeck
bei Status nach konservativ therapierter
Malle
olarfraktur
Typ Weber
B rechts (Bericht vom 16. Juli 2010
;
Urk. 11/3/11/1). Am
11.
August 2010 wurde die Versicherte vom
Vertrauensarzt der Basler, Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
,
unter
sucht, der
im Bericht gleichen Datums festhielt, die laterale
Malleolarfraktur
sei vollständig konsolidiert (Urk. 11/3/16)
.
Die Versicherte klagte weiterhin über
intermittierend verstärkte
Beschwerden am rechten Fussgelenk (Urk. 11/3/20-21).
A
m 4. November 2011
wurde
in der Neurologie der
C._
Klinik
eine neurolo
gische Ab
klärung zur Evaluation einer allfälligen Neuropathie (Urk. 11/3/25)
durchgeführt (Urk. 11/3/28-29).
Per Ende April 2011 wurde das Arbeitsverhält
nis der Ver
sicherten bei der
Y._
aufgelöst (Urk. 11/4/10
-11
).
D
r.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
kam im Bericht vom
5. Juli 2011
aufgrund der Akten zum Schluss, dass ein Gutachten nicht angezeigt sei und
bis nach Abschluss der Therapien an der
C._
Klinik e
ine anhaltende
vollständige
Arbeitsun
fähigkeit
bestehe
(Urk.
11/3/39).
Vom
12.
bis 13.
Januar 2012 wurde die Ver
sicherte im
E._
im Auf
trag der Basler mittels
Funktionsorien
tierter
Medizinischer Abklärung (FOMA) a
bgeklärt
(
E._
-Bericht
Urk. 11/3/51 S. 3
f.
).
1.3
M
it Verfügung vom 13. Februar 2012
stellte die Basler die Taggeldleistungen
per
31. Januar 2012
ein
(
U
rk. 11/5/5
).
Dagegen erhob die Versicherte mit Schrei
ben vom 12. März 2012 und unt
er Beilage des Berichts von Dr.
m
ed.
F._
, Leitender Arzt der
Manuelle
n
Medizin und
interventionelle
n
Rheuma
tologie
der
C._
Klinik
,
vom 12. März 2012 (Urk. 11/5/7)
Ein
spra
che (Urk. 11/5/6). Die Basler
kündigte mit Schreiben vom 11. Juni 2012
die Abweisung der Einsprache und
eine Schlechterstellung im Entscheid
(
refor
matio
in
peius
)
mit rück
wirkender Einstellung der Leistungen per 13. Januar 2011
bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Rück
for
derung der über den 13. Januar 2011 hinaus erbrachten Taggeldleistungen
an
(Urk. 11/5/9).
Da
gegen erhob die Kran
kenversicherung der Versicherten
, die
assura
,
mit Schrei
ben vom 13. Juni 2012 vorsorglich Einsprache (
Urk.
11/5/12
), welche sie mit Schreiben vom 29. Juni 2012 wieder zurückzog (Urk. 11/5/13).
Die Versiche
rte hielt mit Schreiben vom 19.
August 2012 an ihrer Einsprache fest (Urk. 11/5/17
), welche die Basler
mit
Einspracheentscheid
vom
28. August 2012 abwies
, und sie stellte die Leistungen per 13. Januar 2011 ein, unter gleichzeitigem Verzicht auf eine Rückforderung
(Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 23. September 2012
Be
schwerde und beantragte, es seien ihr die unfallver
sicherungsrechtlichen Leis
tungen rückwirkend
ab 13.
Januar 2011
, namentlich die laufenden
Thera
pie
kosten
bis zur vollständigen Genesung des rechten Fusses zuzusprechen (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerde
antwort vom 11
. Ja
nuar 201
3
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
9
S. 2).
Die Beschwerdeführerin
hielt in der
undatierten
Replik
(Eingang a
m 5.
Februar 2013) an ihren Anträgen fest und beantragte ausserdem, der
E._
-Bericht
sei als ungültig einzustufen,
es seien von der Beschwerdegegnerin
die Kosten
für die Therapie an
der
C._
Klinik
für maximal drei weitere Therapiepakete
und die Kosten der
G._
in der Höhe von
Fr.
1‘775.--
zu über
nehmen
,
sowie
es sei ihr eine angemessene Integritätsentschädigung auszu
richten
(
Urk.
14 S. 2).
Mit der Replik reichte die Beschwe
rdeführerin den Bericht von Dr.
F._
vom 25. Oktober 2012
ein
(Urk. 15/1). Die
Beschwerdegeg
nerin
nahm dazu mit
D
uplik vom 14.
Mai 2013 Stellung und hielt
an ihrem Antrag
auf Abweisung der Beschwerde
unter Ver
weis auf
den beigelegten Bericht von Dr.
B._
vom 13. März 2013
(
Urk.
21/1)
f
est
(Urk. 20 S. 2).
Die Beschwerdeführerin liess sich dazu m
it Eingabe vom 20.
September 2013 ver
lauten (
Urk.
27/2).
Mit Eingabe vom 24. September 2013
(Urk. 30) reichte die Be
schwerdeführerin den Bericht von
Dr.
F._
vom 23. September 2013
ein (Urk. 31), zu welchem die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 15. November 2013
Stellung nahm (Urk. 36).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei Berufs
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall
ver
sicherung, UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tre
tenen Schaden ein natür
licher und ein adäqua
ter Kausal
zusammenhang be
steht.
1.2
Als natürlich
kausale
Ursachen für einen gesundheitlichen Schaden
gelten alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Dabei genügt es, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige In
tegrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hin
weisen).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Für die psychischen Leiden hat die Recht
sprechung verschiedene
Prüfungssche
men
entwickelt. Sofern nicht eine psychisch
e Schädigung nach einem
Schreck
ereignis
(BGE 129 V 177; SVR 2008 UV Nr. 7 S. 22 [= U 548/06]), ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4 mit Verweis auf die Kriterien gemäss BGE 117 V 359), ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule ohne organisch nachweis
bare Funktionsausfälle oder ein äqui
valenter Verletzungs
mechanismus (BGE 117 V 359, präzisiert in BGE 134 V 109) vor
liegt, hat die Prüfung der Adäquanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Fehlentwicklungen gemäss BGE 115 V 133 zu erfolgen. Denn die Recht
sprechung hat es wiederholt abge
lehnt, bei
psy
chischen Beschwerden auf das Erfordernis der Adäquanz zu ver
zichten (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweis; zum Ganzen: Urteil des Bundes
gerichts 8C_506/2007 vom 18. April 2008 E. 3.1).
1.3.2
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allge
meinen Lebenserfahrung g
eeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädi
gung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Recht
sprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzu
stellen. Dazu gehö
ren auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Stö
run
gen anfäl
liger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Ge
sunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versi
cherungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzu
knüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352
E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so hat er ausserdem An
spruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauer
nde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Be
stimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der In
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie
hung gesetzt zum
Erwerbs
einkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fort
set
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheits
zu
standes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungs
massnahmen der Invaliden
versicherung (IV) abge
schlossen sind. M
it dem Rentenbeginn fallen Heil
beh
andlungs- und die Tag
geldleistungen dahin.
1.5
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 UVG)
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendi
gung der ärztlichen Behandlung ist
eine angemessene Integritätsent
schädigung festzulegen, sofern die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Integrität erlitten hat
(Art. 24 UVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
es
hätten
gemäss Dr.
B._
bereits am 11.
August 2010 keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen mehr festgestellt werden können. Auch die neurologische Abklärung habe keine objektivierba
ren Befunde ergeben. Nach dem Bericht der
Neurologie der
C._
Klinik
vom 13.
Januar 2011
habe
keine weitere Therapieoption mehr
bestanden
.
Es habe demzufolge ab die
sem Zeitpunkt keine namhafte Verbesserung des somatischen
Gesundheitszu
standes
mehr erwartet werden können.
Die Adäquanz des Kausalzusammen
hangs
zwischen allfälligen psychisch bedingten Restbeschwerden und dem
Un
fallereignis
vom 15. März 2010
sei angesichts des als banal zu qualifizierenden Unfallereignisses in Anwendung der
Recht
sprechung
von
BGE 115 V 133
ohne
Weiteres
zu verneinen (Urk. 2).
2.2
Die
Beschwerde
führerin
wendet dagegen im Wesentlichen ein,
sie stehe noch immer unter ärztlicher Aufsicht und nehme regelmässig Therapie in der
C._
Klinik in Anspruch (Urk. 1). Nach diversen Untersuchungen in der
C._
Klinik sei klar gewesen, dass nicht ein orthopädisches
,
sondern ein neuro
logisches Problem für die Beschwerden am rechten Fuss verantwortlich sei
.
Mit der
nun
richtigen Therapie schreite die Genesung endlich voran, was ge
nügend Beweis dafür sein sollte, dass die Ärzte der
C._
Klinik sich nicht irren würden. Sie sei
nur noch zu 25
% arbeitsunfähig, wobei die Ge
ne
sungs
zeit bei Nervenschädigungen nur schwer einzuschätzen sei.
Die
E._
-Beurteilung dage
gen sei respektlos und die behauptete Simulation unzutreffend.
Auch der Um
stand, dass sie Fr. 1‘775.-- für Akupunktur ausgegeben habe, was sehr geholfen habe, zeige, dass sie nicht simuliere
. Zudem beanspruche der Weg zur
C._
Klinik für sie jeweils mindestens eine Stunde, was niemand über ei
nen so langen Zeitraum hinweg freiwillig a
uf sich nehme
(
Urk.
14).
Auf den MRT-Bildern sei durchaus etwas erkennbar. Zudem
habe sie
Fotos
des rechten Fusses
vom 26. Sep
tember
2010 und vom 16.
September 2011
einge
reicht. Kein Arzt würde bescheinigen, dass bei einem Knochenbruch
garan
tiert nur der Knochen zu S
chaden komme, dazu sei der menschliche Körper zu komplex. Vor dem Unfall vom 1
5.
März 2010 habe sie keinerlei Probleme oder Beschwerde
n
am rechten Fuss gehabt (Urk. 27/2).
2.3
Unstrittig ausgewiesen ist, dass
die
Beschwerdeführer
in
durch den Unfall vom
15. März 2010
eine
laterale
Malleolarfraktur
Typ
Weber
B
rechts erlitt
en hat
. Die
Be
schwe
rde
gegnerin
anerkannte ihre Leistungspflicht für diese somatische
Un
fallfolge
bis zum
13
.
Januar 2011
(Urk.
2 S.
5
).
Z
u prüfen ist die
Unfallkau
salität
der geklagten
Restb
eschwerden
am rechten Fuss
(starke Schmerzen im Ristbereich des rechten Fusses, am äusseren und inneren Knöchel, seitlich der Achillessehne rechts und bei Belastung elektrische Schmerzeinschüsse mit Aus
strahlung bis zum Knie; Assessment-Bericht vom 1. März 2011, Urk. 11/4/12 S. 2)
und
die Frage,
ob die Beschwerdegegnerin
ihre Leis
tungen
zu Recht per
13
. Januar 2011
einstellte
.
3.
3.1
Die Magnetresonanztomographie (MRT)
des rechten oberen Sprun
g
gelenkes (OSG)
vom
1
3.
Juli 2010
hatte
gemäss dem Bericht des
H._
vom 1
4.
Juli 2010 nebst der bekannten Frakturlinie im Bereich der distalen Fibula im Sinne einer Weber B-Fraktur
mit Ausnahme einer Schwellung der Weichteile
plantarseits
und über den
Calcaneus
ohne
konflu
ie
rende Hämatome sowie um den lateralen
Malleolus
keine
Befunde, namentlich
keine
freie
n
Gelenkskörper und keine
Verletzung der Bänder
ergeben
(Urk. 11/3/31).
Die
Ärzte der Chirur
gischen Klinik des Spitals
A._
hielten im Bericht vom 1
6.
Juli 2010 fest, d
ie Beschwerde
füh
rerin
klage
über persistierende chronische diffuse Be
schwerden mit Maxi
mum über dem
Malleolus
lateralis
und
medialis
. Es würden sich keine An
zeichen für eine
Pseudarthrose
, keine freien
Gelenks
körper
, keine Bandläsionen und für die entsprechende Zeit eine normale
Konso
lidisation
zeigen. Insgesamt bestehe kein Anhalt für Pathologien im Bereich des OSG
. Sie würden von der
Diagnose eines Morbus
Sudeck
bei Status nach
kon
servativ therapierter
Malleolarfraktur
Typ Weber B rechts
ausgehen
(Urk. 11/3/11/1).
D
r.
B._
hielt vor diesem Hintergrund
im Bericht vom 11.
August 2010 nach
vollziehbar fest, dass
die laterale
Malleolarfraktur
voll
ständig konsolidiert
sei und kein Hinweis auf eine Gelenkspathologie vorliege
(Urk. 11/3/16 S. 2). Darüber hinaus schloss er
mangels Schwellungen oder trophischer
Hautverän
derungen
auch das Vorliegen einer Sudeck-Dystrophie aus, was er
anlässlich der Sprech
stunde vom 14. Ok
tober 2010 (Urk. 11/3/21) und vom 18.
November 2010
(Urk. 11/3/22)
bestätigte
.
3.2
Auch
dem Bericht des
Zentrum
s
für Fusschirurgie der
C._
Klinik
vom
9. Dezember 2010 ist zu entnehmen, dass bildgebend unauffällige Verhältnisse m
it kongruent abgebildetem oberem
Sprunggelenksspalt
und unterem Sprung
gelenk ohne degenerative Veränderungen
mit intakter Darstellung der Mittel- und Rückfussgelenke vorherrschten. Aus fussorthopädischer Sicht könnten zur
zeit keine substantiellen Behandlungsmassnahmen vorgeschlagen werden. Es bestehe der Verdacht auf eine hauptsächlich neuropathische
Schmerzkom
po
nente
(Urk. 11/3/25 S. 2).
Die
in der Folge durchgeführte
neurologische
Abklärung in der Neurologie der
C._
Klinik
ergab
indes
gemäss dem Bericht vom 13.
Januar 2011 klinisch keine Hinweise
für fokal-neurologische Defizite
.
Auch e
l
ektrophysiologisch
habe sich
beidseits
eine
normale motorisch sowie sensible
Peroneus-Neuro
gra
phie
und
ein
unauffällige
r
Nervus
suralis
rechts
gezeigt
und
nach diagno
stischer Infiltration des
Nervus
peroneus
superficialis
habe sich keine Besserung
einge
stellt. Aus neurologischer Sicht seien keine weitere Diagnostik und
Therapie
op
tionen
mehr möglich (Urk. 11/3/28-29).
Die Ärzte der Rheumatologie der
C._
Klinik kamen gemäss dem Bericht vom 14. März 2011
ebenfalls zum Schluss, die Fraktur am rechten Fuss sei gut
konsilidiert
und im klinischen Untersuch hätten keine Hinweise objektiviert werden können, die für das Vorliegen einer
algodystrophen
Entwicklung typisch wären. Die OSG-Beweglichkeit se
i soweit passiv uneingeschränkt und
d
ie neurologische Untersuchung der unteren Extremitäten sei unauf
fällig gewesen
. Es
hätten sich
auch
keine entzündlichen Gelenks-Manifesta
tionen gezeigt. Auffallend sei eine muskuläre Insuffizienz mit auch diversesten
myo
faszialen
Druckpunkten in der
Gastrocnemiusmuskulatur
rechts. Wichtig er
scheine eine physiotherapeutische Begleitung zur Weichteilbehandlung der Unterschenkelmuskulatur, Dehnung und Erlernung von
muscle
balance
Übun
gen für die Fussmuskulatur. Weitere Kontrollen in der Rheumatologie seien nicht geplant (Urk. 11/7/33).
Die
Abklärung im
E._
-Zentrum
unter Mitwirkung von
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
ergab gemäss dem Bericht vom 2
6.
Januar 2012
ebenfalls keine die geklagten Beschwerden am rechten Fuss eindeutig objektivierbaren Befunde.
Inspektorisch
hätten sich keine Auffälligkeiten
gezeigt. Die auf den beigebrachten Fotos ersich
t
liche laterale Schwellung unter
halb des
Malleolus
lateralis
sei derzeit nicht sichtbar. Auch eine Schwellung der
Peronäussehne
habe ausgeschlossen werden können. Der wiederholt ange
gebene Schmerz im vorderen OSG-Bereich könne physio
lo
gisch/biomechanisch nicht erklärt werden. Eine
Druckdolenz
finde sich diffus unterhalb des
Malleolus
lateralis
. Bei der Durchsicht der zuletzt ausgeführten konventionellen Aufnahme und des MR
T
vom 1
3.
Juli 2010
würden
sich keine pathologischen, die Beschwerden erklärenden Befunde
zeigen
. Bei der Evalua
tion der funktionellen Leistungsfähigkeit habe sich eine mässige
Leistungs
be
reitschaft
gezeigt. Bei den Hebetests
habe sich
die Beschwerdeführerin
selber limitiert und die Belastung unter Angabe von Schmerzen im Fuss abgebrochen. Bei bewusst beobachtete
n Situationen habe ein deutlich
stärkeres
Hinken mit dem rechten Fuss wahr
genommen werden können, als beim Gehen zwischen Tests oder bei Tests, bei denen nicht bewusst ein Fusshinken
habe
demonstriert werden
können
, etwa beim Leiternsteigen
. Dies müsse
als deutliche Inkonsisten
z gewertet werden
.
Ins
gesamt
habe
sich bei der Beschwerdeführerin basierend auf der EFL
wahr
scheinlich infolge der
Dekonditionierung
eine leichte bis mittel
schwere Belast
barkeit gezeigt, ohne dass irgendwelche objektiv nachvoll
zieh
baren Funktionseinschränkungen verifizier
bar gewesen wären (Urk
. 11/3/50
).
3.3
Dr.
F._
von der Manuellen Medizin der
C._
Klinik nahm dazu im Schreiben vom 1
2.
März 2012 Stellung und erklärte, die Ausführungen im
E._
-Bericht würden zeigen, dass sich die Gutachter nicht einig seien, ob die Be
schwerden überlagert psychosomatischer Herkunft oder neuropathischer Natur seien. Dies bedeute, dass eine druckbedingte neuropathische Fussproblematik doch nicht ausgeschlossen werden könne. Nach seiner Ansicht stelle die neuro
pathische Schmerzproblematik möglicherweise eine Neuropathie des
Nervus
peroneus
superficialis
oder sogar des
Nervus
suralis
dar (Urk. 3).
Im Bericht vom 25. Oktober 2012 führte
Dr.
F._
dagegen aus, aufgrund der radiologischen Veränderungen, welche
sich
nach nochmaliger Durchsicht der konventionellen Röntgenbilder und des MRT vom 13. Juli 2010 mit
fleckför
migen
Veränderungen vor allem im Bereich der Tibia
zeigen würden, und
auf
grund der von der Beschwerdeführerin beschriebenen Symptome
rezidi
vierender Schwellzustände, kontinuierlicher stechender, zum Teil bren
nender Schmerzen, einer druck- sowie temperaturbedingten Hyperalgesie, einer
Hypo
hidrosis
mit Hornhautbildung vor allem im Bereich der Ferse, rot-blaue Verfär
bungen und eines kalten Fusses,
sei gemäss den modernen Richtlinien der IAIS
(
International
Association
of
Insurance Supervisors)
die Diagnose eines komple
xen regionalen Schmerzsyndroms
(
complex
regional
pain
syndrome
[CRPS])
zu stellen.
Eine negative Elek
trophysiologie und an sich auch eine normale Radio
logie schliesse eine CRPS-Erkrankung im Übrigen nicht aus (U
rk.
15/1).
Im Bericht vom 23. September 2013 erklärte
Dr.
F._
zudem, zum Zeit
punkt der Untersuchung durch ihn am 14. Juni 2011 habe sich eine
Be
rüh
rungs
empfindlichkeit
prä- und
inframalleolär
sowie eine Hypästhesie über dem Fussrücken abnehmend gegen den lateralen
Fussrand
gezeigt. Eine Schwel
lung sei zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar gewesen. Ein ortho
pädisches Pro
blem sei mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht für die Beschwerden verant
wortlich.
Immer wieder auftauchend und durch alle Spezialisten objektivierbar seien neurologische Symptome wie
Hypästhesien
,
Dysästhesien
, leichte Schwäche der Fussheber und
Tinel
-Zeichen über dem
Nervus
peroneus
super
ficialis
rechts.
Alle diese objektivierbaren Befunde könnten Restbeschwerden im Rahmen eines durchgemachten CRPS I gewesen sein. Die erstmalige Unter
suchung in der
C._
Klinik habe neun Monate nach dem Unfallereignis stattgefunden, weshalb die ausgeprägten Symptome und Befunde eines möglichen im An
schluss oder schon während der Gipsbehandlung auftretenden CRPS-Syndroms sich schon deutlich zurückgebildet hätten.
Es lägen zusammen mit den in sei
nem Bericht vom 25. Oktober 2012 beschriebenen radiologischen Verän
derun
gen Tatsachen vor, die eine Diagnose eines CRPS im Nachhinein erlauben wür
den. Auch die von Dr.
B._
im November 2010 erhobene Diskrepanz zwischen objektiven Befunden und subjektiven Beschwerden seien bei einer CRPS-Erkrankung typisch (Urk. 31).
3.4
3.4.1
Aufgrund dieser Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegne
rin
die
per
13.
Januar 2011
geklagten
Restbeschwerden am rechten Fuss nicht mehr einer unfallbedingten orga
nischen Ursache
zuordnete
, nachdem
bei voll
ständig konsolidierter Fraktur
weder die orthopädische noch die rheuma
tologi
sche und auch nicht die neurologische Abklärung ein
zu den
Rest
be
schwerden
passendes, objektivierbares
organisches Korrelat ergaben.
Denn
für die hier relevante beweisrechtliche Betrachtung
ist
massgeblich
, dass
v
on organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen
recht
sprechungsgemäss
erst dann gespro
chen werden
kann
, wenn die erhobenen Befunde mit appara
tiven/bildgebenden Abklärungen bestätigt wer
den
(
vgl.
BGE 134 V 109
E. 9 Ingress).
Wenn
Dr.
F._
von objektivierbaren Befunden spricht
(Urk. 31)
,
so kann daraus
nichts zugunsten der Beschwerdeführerin
abgeleitet werden
.
Eine manu
elle Untersuchung fördert
klinische, nicht aber objektivierbare Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar
im Sinne der Recht
sprechung
sind Ergebnisse, die reprodu
zierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angabe
n des Patienten unabhängig sind
. Würde auf Ergebnisse klinischer Unter
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, das eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen
liesse
(vgl.
BGE 127 V 102
E.
5b/
bb
mit Hin
weisen).
Ebenfalls
kein
e
organisch hinrei
chend nachweisbare
n
Unfallfolgen
stellen
m
yofasziale
,
tendinotische
bezie
hungsweise
myotendinotische
Befunde
dar, wie sie etwa bei der rheuma
tologi
schen Untersuchung in der
C._
Klinik festgestellt wurden (
Urk. 11/7/33
).
Auch Verhärtungen und Verspannungen der Mus
kulatur,
Druckdolenzen
sowie
Einschränkungen der Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar ausge
wiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden
(
zum Ganzen:
Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2007 vom
7.
August 2008
E. 8.2-3
mit Hinweisen
).
Dies gilt
namentlich auch für die von Dr.
F._
aufge
führ
ten
neurologischen Symptome wie
Hypästhesien
,
Dysästhesien
, leichte Schwäche der Fussheber und
Tinel
-Zeichen über dem
Nervus
peroneus
super
fi
cialis
rechts,
da
mittels der
neurologisch-apparative
n
Untersuchung
keine Neu
ropathie erhoben
worden war
(Urk. 11/3/28-29).
Dass der Unfall vom
1
5.
März 2010
zu
anhaltenden, auch noch nach dem 13.
Januar 2011, mithin nach der neurologischen Untersuchung in der
C._
Klinik (Urk. 11/3/28-29) - b
estehenden strukturellen Schädi
gungen des rechten OSG
beziehungsweise des rechten
Fusses der Be
schwerdeführerin geführt hätte, ist durch die im bildgebenden Verfahren durchgeführten Untersu
chungen somit nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt.
3.4.2
Zu der von
Dr.
F._
hauptsächlich nachträglich aufgrund der Akten und
von der Beschwerdegegnerin geschilderten
Symptomen
gestellte Diagnose einer CRPS I
ist
Folgende
s zu beach
ten:
Das
CRPS
Typ I wird auch als sympathische
Algodystrophie
oder Sudeck-Syndrom be
zeichnet. Früher wurde auch der Begriff sympathische
Reflex
dystrophie
ver
wendet (Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch, 263. Auflage
,
2011).
E
in unfallbedingtes CRPS
ist nach der höchstrichterlichen Recht
sprechung
nur dann anzunehmen, wenn unter ande
rem die dafür typischen Symptome ausweislich der echtzeitlichen medizinischen Akten innerhalb von sechs bis acht Wochen nach einem Unfall oder nach einer wegen einer Unfallverletzung durchgeführten Operation aufgetreten sind (vgl. dazu SVR 2010 UV N
r. 18 S. 69 [8C_384/2009 vom 5.
Januar 2010 E. 4.2.1 mit Hinweisen auch auf die medizinische Literatur]; Urteil
e
des Bundes
gerichts
8C_233/2013 vom
9.
Oktober 2013 E. 6.2
und
8C_393/2013 vom 1
8.
Juli 2013
E. 4
). Solches ist vorliegend nicht ausgewiesen
.
Das Auftreten einer
Algodystro
phie
wurde erstmals
von den Ärzten der Chirur
gischen Klinik des Spitals
A._
im Bericht vom 1
6.
Juli 2010 unter der Diagnose eines Morbus
Sudeck
fest
gehalten
, ohne diese indes näher zu begründen und obschon abge
sehen von einer leichten Weichteilschwellung im Bereich des
Malleolus
lateralis
und
medialis
sowie einer diffusen
Klopfdolenz
bei peripherer Durchblutung und intakter Motorik sowie Sensibilität keine weiteren Befunde festgestellt wurden
(Urk. 11/3/11/1)
. Zuvor wurde erstmals aufgrund der Konsultation vom
8.
Juli 2010 der Verdacht zu dieser Diagnose im Bericht
der Chirur
gischen Klinik des Spitals
A._
vom 1
3.
Juli 2010 festgehalten
. Auch hier waren keine weiterführenden Befunde erhoben worden
(Urk. 11/3/11/2).
Frühere ärztlich dokumentierte Hinweise auf ein CRPS fehlen. Sofern überhaupt von einer CRPS I auszugehen ist, wie die
s
Dr.
F._
rückblickend annimmt, von Dr.
B._
jedoch ausgeschlossen wurde (Urk. 11/3/16 S. 2,
Urk. 11/3/21
-22), wäre jeden
falls die
U
nfallka
usalität eines CRPS I aufgrund der grösseren Latenz
zeit
seit dem Unfall bis zur ersten Feststellung in den echtzeitlichen medizinischen Akten
von über acht Wochen
zu verneinen.
3.5
Nach dem Gesagten ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass ab dem 1
3.
Januar 2011 der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1
5.
März 2010 und den somatischen Restbeschwerden überwiegend wahr
scheinlich nicht mehr ausgewiesen respektive weggefallen war.
4.
4.1
Die Frage, ob und inwiefern eine
für die Restbeschwerden am rechten
Fuss
ur
sächliche
psych
ische
Überlagerung auftrat,
was von der Beschwerdeführerin bestritten wird,
wurde fach
ärztlich nicht abgeklärt. Eine psychiatrische oder psychologische Behand
lung fand - soweit aktenkundig - nicht statt.
Sofern und soweit die Restbeschwerden ab dem 1
3.
Januar 2011
tatsächlich
ganz oder teil
weise
psycho
somatisch waren,
was
Dr.
B._
mit der Empfehlung zur Betreu
ung in psychischer Hinsicht aufgrund der Divergenz von objektivierbaren und subjektiv angegebenen Beschwerden bestenfalls andeutete
(Urk.
11/3/22, Urk. 21/1
),
wäre die Adäquanz mit der
Beschwerdegegenerin
jedenfalls zu ver
neinen
. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden Ausführungen im ange
fochte
nen
Einspracheentscheid
verwiesen werden (Urk. 2 S. 4 f.).
Auf eine ergänzende Abklärung
ist
daher jedenfalls
zu ver
zichten.
Die Leistungspflicht der
Beschwer
degegnerin
für die Folgen des Unfallereignisses vom 1
5.
März 2010 war damit spätestens a
b dem
1
3.
Januar 2011
aufgehoben
.
4.2
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
8.
August 2012 ist somit rechtens und die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die geltend gemachten Auslagen für Anwalts- und Beratungskosten respektive eine Parteientschädigung (
Urk.
14 S. 2) nicht zuzu
sprechen.