Decision ID: f035c6fa-0951-58a9-a104-26b84f14e7e0
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Die Eheleute X und Y wohnen in A und sind AHV-Rentner. In der Steuererklärung für
das Jahr 2017 deklarierten sie ein steuerbares Einkommen von Fr. 133'400.– und ein
steuerbares Vermögen von Fr. 4'080'000.–, wobei sie vom Einkommen Fr. 15'485.– für
Verwaltungskosten für Wertschriften zum Abzug brachten. Die Veranlagungsbehörde
liess unter anderem einen Teil dieses Abzugs, die Kosten der B AG von Fr. 4'471.65,
nicht zum Abzug zu. Sie veranlagte das Ehepaar am 19. Juni 2018 für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 140'800.– und
einem steuerbaren Vermögen von Fr. 4'080'000.– und für die direkte Bundessteuer
2017 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 138'900.–. Gegen diese
Veranlagungen erhob das Ehepaar mit Eingabe ihres Rechtsvertreters am 19. Juli 2018
Einsprache und verlangte unter anderem, dass die Vermögensverwaltungskosten der B
AG von Fr. 4'471.65 zum Abzug zuzulassen seien. Die Veranlagungsbehörde wies die
Einsprache mit Entscheiden vom
17. September 2018 ab.
B.- Mit Eingabe vom 11. Oktober 2018 erhoben X und Y durch ihren Rechtsvertreter
gegen die Einspracheentscheide vom 17. September 2018 Rekurs und Beschwerde bei
der Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, das steuerbare Einkommen für
die Kantons- und Gemeindesteuern 2017 sei auf Fr. 136'300.– und das steuerbare
Einkommen für die direkte Bundessteuer 2017 auf Fr. 134'400.– festzusetzen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Vernehmlassung vom 13. November 2018
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beantragte die Vorinstanz die Abweisung des Rekurses und der Beschwerde. Die
Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung
zur Beschwerde. Der Rechtsvertreter von X und Y nahm mit Eingabe vom 14.
Dezember 2018 zur vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung.
Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.- Betrifft das Verfahren sowohl die Kantonssteuern als auch die direkte
Bundessteuer, sind zwei Entscheide zu fällen. Diese können zwar beide im gleichen
Dokument enthalten sein; dieses muss jedoch eine getrennte Begründung und ein
getrenntes Dispositiv aufweisen, oder zumindest ein Dispositiv, das die beiden Steuern
auseinanderhält (BGE 130 II 509 E. 8.3). Nach einem neueren Urteil könne im Dispositiv
sogar auf eine Unterscheidung zwischen beiden Steuern verzichtet werden, wenn die
entschiedene Rechtsfrage im Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht
gleich geregelt sei und für beide Kategorien von Steuern gleich begründet werden
könne. Aus der Begründung müsse dann aber klar hervorgehen, dass der Entscheid
sowohl für die direkte Bundessteuer als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern
gelte (BGE 135 II 260 E. 1.3.1). Gleichwohl entscheidet das Bundesgericht auch bei
Fragen, die sowohl auf Bundes- als auch auf kantonaler Ebene übereinstimmend
geregelt sind, mit separaten Dispositiven (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts [BGer]
2C_560/2014 und 2C_561/2014 vom 30. September 2015). Im Einklang damit werden
der Rekurs und die Beschwerde vorliegend in einem einzigen Dokument behandelt,
wobei im gemeinsamen Dispositiv beide Steuern auseinandergehalten werden.
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Rekurs und Beschwerde vom 11. Oktober 2018
sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG;
Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1;
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Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.
3.- Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren ist streitig, ob die Rekurrenten und
Beschwerdeführer die Kosten der B AG von Fr. 4'471.65 als Kosten der Verwaltung
des Privatvermögens durch Dritte vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen
können.
a) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer machen geltend, dass die B AG einen Teil
ihres Vermögens (rund 2,5 Millionen Franken) verwalte. Es sei ein Vertrag
abgeschlossen und eine Pauschale von 3 ‰ des verwalteten Vermögens als Honorar
vereinbart worden. In dieser Pauschale seien sowohl passive als auch aktive
Vermögensverwaltungskosten enthalten. Die Kosten seien quartalsweise abgerechnet
worden. Die B habe die Verwaltungskosten in passive (55 %) und aktive (45 %)
Verwaltungskosten aufgeschlüsselt und diese Aufteilung weiter detailliert. Auf
Aufforderung der Veranlagungsbehörde hin sei eine detaillierte (stundenweise)
Aufstellung über die passiven Vermögensverwaltungskosten der B AG eingereicht
worden. Damit sei der Nachweis von passiven Vermögensverwaltungskosten erbracht.
Die ausgewiesenen Kosten würden allesamt der Ertragserzielung bzw. Sicherung des
Vermögens dienen. Dementsprechend seien die Kosten zum Abzug zuzulassen.
Weshalb die detaillierte Aufstellung nicht genügen soll, habe die Vorinstanz nicht
ausgeführt. Die Begründung der Vorinstanz, wonach Kosten und Auslagen für
Vermögensverwaltungsmandate nicht abzugsfähig seien, da diese über die allgemeine
Besorgung hinausgehen würden und daher nicht notwendig seien, überzeuge nicht,
denn die B AG habe die Kosten für das reine Vermögensverwaltungsmandat und die
Kosten der passiven Vermögensverwaltung detailliert auseinandergenommen. Die
Begründung der Vorinstanz würde bedeuten, dass die Gebühren für
Vermögensverwalter nie zum Abzug zugelassen würden. Dabei sei klar, dass in einem
solchen Mandat auch passive Vermögensverwaltungskosten (insbesondere
Wiederanlage fällig gewordener Titel) anfallen würden. Im Jahr 2017 hätten elf Produkte
wieder angelegt werden müssen, um die Ertragslage zu sichern. Schon aus diesem
Grund seien Verwaltungskosten angefallen. Nebst den Kosten für die Wiederanlage
von Anlageobjekten würden auch die Kosten für die Kontrolle der Auszüge, das
quartalsweise Reporting, die Darstellung der Performance etc. als passive
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Vermögensverwaltungskosten gelten. Dass diese Kosten mit einer Pauschale (welche
detailliert aufgeschlüsselt worden sei) abgerechnet worden seien, sei nachvollziehbar.
Hinzu komme, dass die Kosten für die passive Vermögensverwaltung nicht hoch seien;
sie würden gerade einmal 0,18 % des verwalteten Vermögens ausmachen.
Die Vorinstanz hält demgegenüber fest, es sei der Versuch unternommen worden, die
von vornherein vereinbarte Pauschale von 3 ‰ des verwalteten Vermögens als
Honorar mit nachträglich erstellten Belegen aufzuteilen. Beim
Vermögensverwaltungsmandat der B AG handle es sich um ein umfassendes Mandat.
Ihre Tätigkeit gehe über die reine Notwendigkeit der Vermögensverwaltung hinaus.
Würden pauschal vereinbarte Honorare sowohl notwendige als auch darüber
hinausgehende Vermögensverwaltungskosten beinhalten, so liege es am Pflichtigen,
den Nachweis der exakten abzugsfähigen Kosten zu erbringen. Ein pauschal
vereinbartes Honorar von 3 ‰, welches in einen passiven Teil von 55 % und einen
aktiven Teil von 45 % aufgeteilt werde, erfülle dies nicht. Im passiven Anteil seien auch
Kosten enthalten, welche offensichtlich über das notwendige Mass der
Vermögensverwaltung hinausgehen (insbesondere die Kontrolle der Bankgeschäfte
und Fälligkeiten, der Einkauf von Recherche-Material und die betrieblichen
Aufwendungen für die Einhaltung der Regularien). Im ersten und zweiten Quartal seien
je vier Titel, im dritten Quartal zwei und im vierten Quartal ein Titel angelegt worden. Die
Kosten seien damit nicht wie behauptet in jedem Quartal gleichermassen angefallen.
Die Aufteilung der Kosten in einen passiven und aktiven Teil sei somit nicht statthaft.
Die Such- und Beratungskosten für die Wiederanlage von Titeln würden Vorgänge
darstellen, welche über das notwendige Mass der allgemeinen Vermögensverwaltung
hinausgehen. Insgesamt sei der Nachweis konkret abzugsfähiger Kosten und deren
Höhe nicht in verlässlicher Form erbracht. Mangels vollständig transparenter Aufteilung
einzelner Titel und Arbeitsschritte sei ein Rückschluss auf allfällige steuerlich
abzugsfähige Kosten nicht möglich. Im Übrigen befinde sich das von der B AG
verwaltete Vermögen im Depot der C Bank AG. Die notwendigen Kosten für die
Verwaltung des Vermögens seien in den Gebühren der C Bank AG, welche zum Abzug
zugelassen worden seien, bereits enthalten.
b) Gemäss Art. 44 Abs. 1 StG und Art. 32 Abs. 1 DBG können bei beweglichem
Privatvermögen die Kosten der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden. Der Begriff
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der Vermögensverwaltung für das Privatvermögen im Sinne dieser Bestimmung ist
enger als der Begriff des allgemeinen Sprachgebrauchs und verschieden von jenem
des Unternehmenssteuerrechts. Abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten sind
Vergütungen, die der Steuerpflichtige Dritten für die Besorgung der allgemeinen
Verwaltung von Gegenständen des Privatvermögens entrichtet. Dazu zählen sämtliche
Aufwendungen der steuerpflichtigen Person, die mit der Erzielung der zugehörigen
Einkünfte zusammenhängen und nicht zu einer Wertvermehrung des Vermögens
führen. Umfasst werden alle tatsächlichen und rechtlichen Handlungen, die im Rahmen
der Bewirtschaftung der Vermögensobjekte erforderlich sind (Grundsatz der
Notwendigkeit). Diese Massnahmen dienen der Sicherung und Erhaltung des
ertragbringenden Vermögens und können dabei sowohl bei dessen Bewirtschaftung als
auch dessen Aufbewahrung und zudem bei der Einforderung der Erträge entstehen
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 31 N 15
ff.; StB 44 Nr. 1 Ziff. 2 in der Fassung vom 1. Juli 2017). Abzugsfähig sind somit die
durch die Fremdverwaltung anfallenden Kosten für Depotgebühren, Aufwendungen für
die Verwaltung von Wertschriften sowie die Kosten für den vertraglichen
Vermögensverwalter. Nicht abzugsfähige Aufwendungen sind demgegenüber
Vermögensverwaltungskosten, die über die "allgemeine" Verwaltung hinausgehen,
insbesondere Kosten, die aus Transaktionen von beweglichem Kapitalvermögen
stammen und Aufwendungen für Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. Diese
Aufwendungen dienen dazu, die bestehenden Vermögenslagen zu verbessern
(Zwahlen/Lissi, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht,
3. Aufl. 2017, Art. 32 DBG N 2 und 4; StB 44 Nr. 1 Ziff. 3).
Für das Steuerrecht gilt der gefestigte Grundsatz, dass die Steuerbehörde die
Beweislast für die steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen
die Beweislast für Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern
(Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 390). Im Kanton
St. Gallen wird zur leichteren Beweisführung für Verwaltungskosten eine Pauschale von
zwei Promille des durch Dritte verwalteten Wertschriftenvermögens zugelassen. Mit
dieser Pauschalierung soll dem Steuerpflichtigen der oft schwierige Nachweis der
tatsächlich angefallenen, abzugsfähigen Vermögensverwaltungskosten erspart werden
(StB 44 Nr. 1 Ziff. 4.1). Gerade in umfassenden Dienstleistungspaketen von Banken
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und Vermögensverwaltern werden neben der abzugsrelevanten Vermögensverwaltung
auch verschiedene Leistungen angeboten, die auf die Schaffung, Erweiterung oder
Verbesserung der Vermögenslagen ausgerichtet sind. Diese Kosten sind nicht
abziehbar. Will ein Steuerpflichtiger für ein umfassendes Dienstleistungspaket mehr als
die Abzugspauschale in Abzug bringen, so hat er den Nachweis für die abzugsfähigen
Auslagen mit einer detaillierten Kostenaufstellung zu erbringen. Kann er diesen
Nachweis nicht rechtsgenüglich erbringen, so wird ihm lediglich die
Verwaltungskostenpauschale auf dem von Dritten verwalteten Wertschriftenbestand
zum Abzug zugelassen (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 117; StB 44 Nr. 1 Ziff. 4.3).
c) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer schlossen mit der B AG einen Vertrag über
die Vermögensverwaltung. Die B AG verwaltet ein Vermögen der Rekurrenten und
Beschwerdeführer von rund 2,5 Millionen Franken, welches sich im Depot der C Bank
AG befindet. Der Vertrag mit der B AG liegt den Akten nicht bei. Die Vorinstanz führte
zu Recht aus, dass die B AG den Anlageprozess auf der Homepage mit Analyse,
Strategie, Taktik, Umsetzung und Controlling umschreibe und es sich deshalb um ein
umfassendes Mandat handle. Aus den Abrechnungen der B AG ergibt sich, dass mit
den Rekurrenten und Beschwerdeführern ein Verwaltungshonorar von 3 ‰ des
verwalteten Vermögens vereinbart und dieses im Jahr 2017 quartalsweise in Rechnung
gestellt wurde. Insgesamt bezahlten die Rekurrenten und Beschwerdeführer der B AG
im Jahr 2017 ein Honorar von Fr. 8'130.30. Diese Kosten unterteilte die B AG in passive
(55 %) und aktive (45 %) Verwaltungskosten. Die passiven Verwaltungskosten von Fr.
4'471.65 brachten die Rekurrenten und Beschwerdeführer in der Steuererklärung 2017
vom steuerbaren Einkommen in Abzug, wobei der Abzug von der Vorinstanz nicht
gewährt wurde. Mit der Einsprache vom 19. Juli 2018 reichten die Rekurrenten und
Beschwerdeführer ein Schreiben der B AG vom 10. Juli 2018 ein, worin die B AG die
"wichtigsten passiven Tätigkeiten der Vermögensverwaltung" aufzählte (quartalsweiser
Performancerapport mit entsprechenden Erläuterungen, quartalsweise
Vermögensübersicht mit grafischen Darstellungen der Entwicklung, Kontrolle der
Bankgeschäfte und Fälligkeiten, Einkauf von Researchmaterial und betriebliche
Aufwendungen für die Einhaltung der Regularien). Im Einspracheverfahren forderte die
Vorinstanz die Rekurrenten und Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. August 2018
auf, die Details zur Zusammensetzung und Ermittlung der
Vermögensverwaltungskosten der B AG einzureichen. Die Rekurrenten und
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Beschwerdeführer wurden darauf hingewiesen, dass der Ausweis über die Kosten für
eine steuerrechtliche Beurteilung vollständig transparent sein müsse. Jede Kostenart
der Gesamtkosten sei detailliert aufzuschlüsseln, Aufbewahrungsgebühren seien
einzeln je Titel nachzuweisen, und es sei zu belegen, welche einzelnen Kosten in den
passiven Kosten verrechnet worden seien, insbesondere wie der in Rechnung gestellte
Betrag konkret zustande gekommen sei. Daraufhin reichten die Rekurrenten und
Beschwerdeführer ein Schreiben der B AG vom 6. September 2018 mit einer
"detaillierten Aufstellung über die passiven Tätigkeiten der Vermögensverwaltung" ein.
Danach ergibt sich der Betrag von Fr. 4'471.65 für passive Verwaltungskosten
folgendermassen: 10,5 Stunden für Wiederanlagen von fälligen Anlagen (Fr. 2'650.–), 3
Stunden für die Kontrolle von Bankauszügen (Fr. 750.–), 0,5 Stunden für die Darstellung
der Performance (Fr. 200.–), 0,22 Stunden für das quartalsweise Reporting (Fr. 55.–), 2
Stunden für die Erläuterung der Performance und schriftliches Reporting (Fr. 800.–)
sowie Porto und Material (Fr. 41.65).
Es ist unbestritten, dass der Auftrag der B AG Dienstleistungen umfasst, die über die
allgemeine Verwaltung hinausgehen. Insbesondere wenn ein Honorar vereinbart wird,
das abhängig von der Höhe des verwalteten Vermögens ist, ist davon auszugehen,
dass die Tätigkeit hauptsächlich auf die Vermögensvermehrung ausgerichtet ist. Das
vereinbarte Honorar von 3 ‰ des verwalteten Vermögens wurde anfangs von der B AG
in 55 % passive und 45 % aktive Verwaltungskosten aufgeteilt. Nachdem diese
pauschale Aufteilung der Vorinstanz nicht detailliert genug war, erstellte die B AG eine
stundenweise Abrechnung. Die Vorinstanz hielt zu Recht fest, dass damit versucht
worden sei, die anfänglich pauschal ausgewiesenen passiven Verwaltungskosten
mittels nachträglich erstellter Belege konkret auszuweisen. Bei der Abrechnung vom 6.
September 2018 handelt es sich offensichtlich um eine "Rückwärtsrechnung". Diese
genügt den Anforderungen an eine detaillierte Kostenaufstellung nicht. Insbesondere
weist die Abrechnung keine einzelnen Tätigkeiten je Titel, sondern lediglich
stundenweise Tätigkeiten aus. Damit kann nicht rechtsgenüglich nachvollzogen
werden, welche einzelne Tätigkeit je Titel tatsächlich der allgemeinen Verwaltung und
nicht der Vermögensvermehrung diente. Anhand der Abrechnung ist auch nicht
nachvollziehbar, wann die Tätigkeiten ausgeführt wurden. Den quartalsweisen
Abrechnungen gemäss fielen in jedem Quartal 55 % passive Verwaltungskosten an. Mit
der Vorinstanz ist übereinzustimmen, dass dies nicht möglich ist. Die meisten Kosten
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entstanden gemäss Abrechnung vom 6. September 2018 aufgrund der Wiederanlage
fällig gewordener Titel. Es wurden aber nicht in jedem Quartal gleich viele Titel
wiederangelegt. So wurden gemäss der Aufstellung "Rückzahlungen und
Wiederanlagen im Jahr 2017" im Januar ein Titel, im März drei Titel, im Mai ein Titel, im
Juni zwei Titel und im Juli, August und Oktober je ein Titel wiederangelegt. Damit ist
weder die pauschale Aufteilung der Kosten in 55 % passive und 45 % aktive
Vermögensverwaltungskosten noch die stundenweise Abrechnung vom 6. September
2018 nachvollziehbar. Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht festgestellt, dass mangels
vollständiger transparenter Aufteilung je Titel und Arbeitsschritt ein Rückschluss auf
allfällig steuerlich abzugsfähige Kosten nicht möglich ist. Die Rekurrenten und
Beschwerdeführer kamen ihrer Beweispflicht nicht in genügendem Mass nach (vgl.
auch SGE 2004 Nr. 15 E. 4/b/bb).
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass es den Rekurrenten und Beschwerdeführern
nicht gelingt, den Nachweis für abzugsfähige Auslagen für die Vermögensverwaltung
durch die B AG in der Höhe von Fr. 4'471.65 zu erbringen. Dagegen, dass die
Vorinstanz diesen Abzug nicht zugelassen hat, ist somit nichts einzuwenden. Das von
der B AG verwaltete Vermögen von rund 2,5 Millionen Franken befindet sich im Depot
der C Bank AG. Für die allgemeine Verwaltung des Vermögens durch die C Bank AG
wurde bereits ein Abzug in der Höhe von Fr. 7'969.70, welcher über der möglichen
Abzugspauschale liegt, gewährt. Der Rekurs und die Beschwerde sind demzufolge
abzuweisen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten zulasten der
Rekurrenten und Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1 VRP, Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine
Gebühr von je Fr. 600.– ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG, Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung [sGS 941.12]). Die Kostenvorschüsse in gleicher Höhe sind
zu verrechnen.