Decision ID: b54ccaca-7c98-41c7-8ba2-993b01a87028
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Dem
1966
geborene
n
X._
wurden erstmals mit Verfügung des
Amts für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
Y._
(nachfolgend:
Durch
führungsstelle
) vom 2
7.
September 2012
Zusatzleistungen
von monatlich
Fr.
2‘164.--
(Ergänzungsleistungen von
Fr.
1‘639.--, Beihilfen von
Fr.
303.-- sowie Gemeindezuschüsse von
Fr.
222.--
)
zu seiner ganzen Invalidenrente
(
Urk.
6/B1)
mit Wirkung ab Januar 2012 zugesprochen.
Bei der Berechnung der Leistungen wurde ein hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau des Versi
cherten von
Fr.
30‘000.--
berücksichtigt
(
Urk.
6/24,
Urk.
6/47/1)
.
Der
Versi
cherten
erhob
dagegen
am
5.
November 2012
Einsprache
(
Urk.
6/32)
.
Mit
einer weiteren
Verfügung vom 1
2.
Dezember 2012
setzte die Durchführungsstelle die Zusatzleistungen ab Januar 2013 auf
Fr.
2‘189.-- fest (Ergänzungsleistungen
von
Fr.
1‘664.--, Beihilfen von
Fr.
303.-- sowie Gemeindezuschüsse von
Fr.
222.
-), weiterhin unter Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkom
mens
der Ehefrau von
Fr.
30‘000.-- (
Urk.
6/34 S.
3,
Urk.
6/47/3).
Auch hierge
gen reichte der Versicherte eine Einsprache ein (
Urk.
6/34).
M
it Einspracheent
scheid vom
5.
April 2013
wies die Durchführungsstelle die Einsprachen
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
7.
Mai 2013 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es seien ihm höhere
Zusatzleistungen
zuzusprechen (
Urk.
1)
. In der Beschwerdeantwort vom 2
8.
Mai 2013 schloss die
Durch
führungsstelle
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Am
8.
April 2014
reichte die Durchführungsstelle
unter anderem
die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, vom
7.
April 2014
zu den Akten,
mit der der
Anspruch der Ehefrau des Beschwerdeführers auf
Leistungen der Invalidenversicherung
verneint worden war
(
Urk.
11,
Urk.
12/1-
4
). Dies wurde
dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (
Urk.
13
).
A
uf die Ausführungen der Parteien und die Akten ist, soweit für die
Ent
scheidfin
dung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben unter anderem dann Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie Anspruch haben auf eine Rente der Invalidenversicherung (
Art.
4
Abs.
1
lit
. c des Bundes
gesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung [ELG]). Gemäss
Art.
9
Abs.
1 ELG entspricht die jährliche
Ergän
zungsleistung
dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben (
Art.
10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen (
Art.
11 ELG) übersteigen. Die anerkannten Ausga
ben sowie die anrechenbaren Einnahmen von Ehegatten werden zusammenge
rechnet (
Art.
9
Abs.
2 ELG).
1.2
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei Ehepaaren 1'500
Franken über
steigen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. a ELG). Als Einnahmen anzurechnen sind auch Ein
künfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG).
1.3
Unter dem Titel des Verzichtseinkommens ist gemäss Rechtsprechung auch ein hypothetisches Einkommen der Ehefrau eines Ergänzungsleistungs-Ansprechers anzurechnen, sofern diese auf eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder auf deren zumutbare Ausdehnung verzichtet. Bei der Ermittlung einer allfälligen zumut
baren Erwerbstätigkeit ist der konkrete Einzelfall unter Anwendung
familien
rechtlicher
Grundsätze zu berücksichtigen. Dementsprechend ist auf das Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben abzustellen (z
um Ganzen: BGE 117 V 290 ff. E.
3; AHI 2001 S. 132 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_172/2007 vom
6.
Februar 2008, E. 4.2 mit Hinweisen).
In einem ersten Schritt ist festzulegen, welcher Beschäftigungsumfang (in Prozen
ten) der Ehefrau zumutbar ist. Als Zweites wird in der Regel anhand der Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) die Höhe des zumutbaren
Erwerbs
einkommens
festgelegt (
Carigiet
/Koch,
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
2.
Auflage, Zürich 2009, S. 159 mit Hinweis)
.
Die nicht invalide Ehegattin kann die Vermutung, dass sie ihre zumutbare Arbeitsfähigkeit verwerten kann, durch den Beweis des Gegenteils umstossen, indem sie etwa nachweist, dass sie trotz ausreichender Arbeitsbemühungen keine Arbeitsstelle findet (
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 157 ff.). Gemäss Randziffer
3482.03 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die Ergänzungsleistungen zur AHV u
nd IV (WEL, Stand
1.
Januar 2013
) ist dafür erforderlich, dass die versicherte Person beim Regionalen
Arbeitsvermittlungs
zentrum
(RAV) zur Arbeitsvermittlung angemeldet ist sowie qualitativ und quantitativ ausreichende Stellenbemühungen nachweist.
Bemüht sich die Ehe
gattin trotz
zumutbarerweise
verwertbarer Arbeitsfähigkeit nicht um eine Stelle, verletzt sie dadurch die ihr obliegende Schadenminderungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2009 vom
9.
Februar 2010 E. 4.1).
1.4
Nach
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
ver
sicherungsrechts
(ATSG)
haben Personen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, unentgeltlich alle Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruches und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Kommen sie ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger, nach Durchführung eines Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
, aufgrund der Akten verfügen oder die Erhe
bungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (
Art.
43
Abs.
3 ATSG). Die Mitwirkungspflicht - als Korrelat zum Untersuchungsgrundsatz - hat allgemeine Bedeutung und gilt daher auch im Gebiet de
r Ergänzungsleistungen (Urteil des Bundesgerichts 9C_180/2009
vom
9.
September 2009 E. 4
.2
mit Hinweisen
).
Die Durchführungsstelle ist bei Verletzung der Mitwirkungspflicht in der
Beweis
würdigung
frei und kann aufgrund der Akten entscheiden. Dabei kann sie aus der Verweigerung der Mitwirkung ihre Schlüsse ziehen (
Carigiet
/Koch,
a.a.O.
, S.
57 f. mit Hinweisen).
1.5
Für die Berechnung der Beihilfen ist gemäss
§
15 ff. des kant
onalen
Zusatz
leistungsgesetzes
(ZLG)
auf die Bedarfsrechnung für die jährliche
Ergänzungs
leistung
abzustellen.
F
ür die
Berechnung der
Gemeindezuschüsse gemäss
§
20
a ZLG sowie
Art.
4 der Zusatzleistungsverordnung der Stadt Zürich
ist wiederum auf die Bedarfsberechnung für die Beihilfen abzustellen
.
2.
2.1
Strittig
und zu prüfen
ist einzig
die Höhe des anzurechnenden hypothetischen Erwerbseinkommens der Ehefrau des Beschwerdeführers.
2.2
Die Durchführungsstelle begründet die Anrechnung
d
es hypothetischen Erwerbs
einkommens von
Fr.
30‘000.-- damit,
die Ehefrau verfüge momentan weder über eine Arbeitsstelle, noch sei belegt, dass sie sich genügend um eine solche bemüht habe. Die bisher eingereichten Arztzeugnisse seien nicht genü
gend detailliert, um die geltend gemachte gesundheitlich bedingte Arbeitsunfä
higkeit zu belegen.
Ebenso dürften die in der Anmeldung der Ehefrau zum Bezug einer Invalidenrente geltend gemachten gesundheitlichen Einschränkun
gen nach
ihrer
Einschätzung nicht zur Zusprechung einer Rente führen.
Trotz Aufforderung durch die Durchführungsstelle
habe sich der Beschwerdeführer standhaft geweigert,
beweiskräftige Arztberichte
einzureichen, was
der Glaub
haftigkeit der
geltend gemachten
massiven g
esundheit
lichen Probleme
der Ehe
frau
nicht zuträglich sei
. D
urch d
ieses Verhalten
habe er seine
Mitwirkungs
pflicht
verletzt, was
zur Folge
habe
, dass die Ehefrau für die
Durchführungs
stelle
momentan weder als
in wesentlichem Masse
arbeitsunfähig noch als invalid
gelten könne, auch wenn gewisse Einschränkungen anerkannt würden
.
A
nlässlich ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2004
habe
s
ie
bereits mehrere Jahre vollzeitlich in Italien im Gastgewerbe gearbeitet. Damit verfüge sie in diesem Bereich mindestens
über
eine der
Anlehre
vergleichbare Ausbildung. Trotz zwischenzeitlicher längerer Abwesenheit vom Arbeitsmarkt
und gewisser gesundheitlich bedingter Einschränkungen
müsste es ihr gestützt auf die
Lohn
strukturerhebung
des Bundesamtes für Statistik bei gutem Willen möglich sein, im angestammten Berufsfeld oder mit einfachen
Zudiener
- und Hilfstätigkeiten
d
as angerechnete Einkommen zu erzielen
(
Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer
macht
demgegenüber
im Wesentlichen
geltend
,
seine Frau habe einen Ban
d
scheibenschaden
und leide unter
weitere
n
degenerative
n
Veränderungen
.
Deshalb habe sie sich bei der Invalidenversicherung zum
Ren
tenb
ezug
angemeldet. Solange der Entscheid der Invalidenversicherung aus
stehe, könne und dürfe
seitens der Durchführungsstelle
nicht definitiv über die ihr zumutbare Arbeitsfähigkeit befunden werden. Momentan sei das ärztliche Zeugnis massgeblich, in welchem ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde
; d
ie Durchführungsstelle sei nicht zu einer anderen Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit qualifiziert
.
Im Übrigen
habe er seit Jahren sämtli
che verlangten Zeugnisse und Unterlagen eingereicht und folglich seine
Mitwir
kungspflicht
eingehalten.
Bisher
hätten
weder das zuständige Sozialamt noch die Durchführungsstelle den Nachweis von Arbeitsbemühungen seiner Ehefrau verlangt
, weshalb der Vorwurf, sie habe sich nicht genügend um eine Arbeits
stelle bemüht, befremde
.
Ferner sei d
as angerechnete Einkommen von
Fr.
30‘000.--
utopisch; dies ergebe
sich aus dem der Durchführungsstelle einge
reichten Arbeitsvertrag mit einem Stundenlohn von
Fr.
15.
-- (
Urk.
1)
.
3.
3.1
Zwar haben sich die
EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich an
die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten
(Urteil des Bundesgerichts 9C_946/2011 vom 1
6.
April 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
E
ntge
gen der Ansicht des Beschwerdeführers sind die Durchführungsorgane aber berechtigt und verpflichtet, den Gesundheitszustand selbständig im Hinblick auf eine allfällige gesundheitlich bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abzuklären
, wenn,
wie
bei der Ehefrau des Beschwerdeführers, im Zeitpunkt des Entscheides über den Zusatzleistungsanspruch noch keine
Invaliditätsbemes
sung
d
urch die Invalidenversicherung erfolgt ist.
3.2
D
as zuständige Sozialamt, welches wirtschaftliche Hilfe leistete, hatte den Beschwerdeführer und seine Ehefrau Mitte 2011 erfolglos
mehrmals
aufgefor
dert, ein detailliertes Arztzeugnis einzureichen (
Urk.
6/19,
Urk.
6/46 S.
2).
Anlässlich einer Besprechung am 3
0.
Juli 2007
wurde
ihm
seitens der
Durch
führungsstelle
mitgeteilt, dass bei der Berechnung der Zusatzleistungen ein zumutbares Erwerbseinkommen seiner Ehefrau angerechnet werden müsse. Der Beschwerdeführer gab in diesem Rahmen das Arztzeugnis des orthopädischen Chirurgen
Dr.
med.
Z._
vom 2
7.
Juli 2012 ab.
Dr.
Z._
attes
tierte der Ehefrau unter Hinweis auf ein
nicht genauer bezeichnetes
Rückenlei
den
eine nicht quantifizierte Teilarbeitsfähigkeit in Tätigkeiten ohne Tragen von Lasten über 10 kg körpernah und über 5 kg körperfern sowie ohne Heben von Lasten über 5 kg. Zudem seien
eine vornüber geneigte stehende Körperhaltung sowie schlechte Sitzpositionen ungünstig, da in solchen Positionen Druck auf die Bandscheibe ausgeübt werde (
Urk.
6/21
; vgl. auch das im Übrigen identi
sche, auf den 2
8.
September 2007 datierte Zeugnis [
Urk.
6/28]
). Die
Durch
führungsstelle
erklärte dem Ehemann, sie
brauche
ei
n detaillierte(
re
)s
Arztzeug
nis
, um die Arbeitsfähigkeit der Ehefrau beurteilen zu können (
Urk.
6/23,
Urk.
6/43).
Bis zum 1
0.
September 2012
erläuterte die Durchführungsstelle
dem Beschwer
de
führer
im Rahmen zweier längerer Telefongespräche
nochmals
, dass für die
Prüfung, ob und inwiefern
seine
Ehefrau
zumutbarerweise
ein
Erwerbs
ein
kommen
erzielen könnte, ein detailliertes Arztzeugnis nötig sei. Ferner
wies sie ihn
darauf hin, dass s
ie anhand der vorhandenen Belege entscheiden werde, falls er das verlangte Arztzeugnis nicht einreiche (
Urk.
6/23).
Am
4.
Oktober 2012
ging
ein Arztzeugnis vom 1
4.
September 2012
bei der Durchführungsstelle ein.
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Allgemeinmedizin, attestierte der Ehefrau darin unter Hinweis auf das Zeugnis von
Dr.
Z._
, keine schweren Lasten tragen zu können, und
empfahl
, die Ehefrau maximal
mit einem Beschäftigungsgrad von
40
%
zu beschäftigen. Mindestens zwei weitere Sätze dieses Arztzeugnisses waren abgedeckt worden und dadurch unleserlich (
Urk.
6/28a).
Mit Schreiben vom 2
4.
Januar 2013 forderte die Durchführungsstelle
den Beschwerdeführer nochmals auf, mit detaillierten,
unabged
eckten
Arzt
zeug
nissen
die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit und die vorhandene
Restar
beitsfähigkeit
zu bescheinigen, und setzte ihm hierzu Frist bis 1
4.
Februar 2013 an, unter der Androhung, dass
ohne die verlangten Zeugnisse für die Ehefrau ein hypothetisches Erwerbseinkommen von
Fr.
30‘000.-- angerechnet werde (
Urk.
6/35; vgl. auch
Urk.
6/47/1
S. 3
sowie
Urk.
6/46 S. 2
).
Nach Ablauf der angesetzten Frist reichte der Beschwerdeführer
am 1
9.
Februar 2013 das
Arzt
zeugnis
von
Dr.
A._
vom
1
3.
Februar 2013 ein.
Dieses
war
mit dem früheren Zeugnis vom 1
4.
Sep
tember 2012 praktisch identisch
, ausser
dass
es noch knapper begründet war,
die
im früheren Zeugnis
abgedeckten Sätze ganz fehl
t
en und keine eigentlich
e Arbeits
un
fähigkeit attestiert wu
rd
e
, sondern nur auf eine Anmeldung der Ehefrau bei der Invalidenversicherung zum Bezug einer 60
%
-Rente hingewiesen
wurde
(
Urk.
6/37; vgl. auch
Urk.
6/36).
Die Durchführungsstelle
holte
daraufhin bei der Invalidenversicherung
eine
Kopie der Anmeldung der Ehefrau zum Leistungsbezug
ein
(
Urk.
2 S. 2
; vgl. auch
Urk.
6/46 S. 3
). Gemäss der Anmeldung vom 2
8.
September 2012 litt die Ehefrau seit vielen Jahren unter einer Bandscheiben-Verletzung, einem starken Morbus Schlatter, chronischer Asthma und Bronchitis
sowie Allergien (
Urk.
6/38).
Am
5.
März 2013
wies
die Durchführungsstelle den Beschwerdeführer
erneut
schriftlich
dar
auf
hin
,
dass nach wie vor kein detailliertes Arztzeugnis über den Gesundheitszustand der Ehefrau eingereicht worden sei und die bisher einge
reichten zweizeiligen Bestätigungen für eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht ausreichten (
Urk.
6/40). Dieses Vorgehen kritisierte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
5.
März 2013 und forderte die Durchführungsstelle auf, ihm eine genaue schriftliche Anweisung zu geben, welchen Inhalt das verlangte detaillierte Arztzeugnis haben müsse (
Urk.
6/41).
Am
4.
April sowie am 1
6.
Mai 2013 erkundigte sich die Durchführungsstelle nach dem Stand des invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahrens, wobei ihr jeweils beschieden wurde, dass der
einverlangte
Bericht der
Hausärz
tin
Dr.
A._
noch
abgewartet werden müsse, bevor weitere Schritte eingeleitet werden könnten (
Urk.
6/
46 S. 3).
3.3
Der Beschwerdeführer wurde
mehrfach schriftlich und mündlich aufgefordert, ein detailliertes Arztzeugnis über die behauptete krankheitsbedingte Arbeitsun
fähigkeit seiner Ehefrau einzureichen. Trotzdem
und
ungeachtet der unmissver
ständlichen
Androhung
von
Rechtsnachteile
n
beschränkte er sich
zunächst
darauf
,
der Durchführungsstelle
offensichtlich
nicht den gestellten Anforderun
gen genügende
zweizeilige Arztzeugnisse ohne nachvollziehbare Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeit einzureichen
;
anschliessend
stellte er sich
auf den Standpunkt, es sei
für ihn
nicht nachvollziehbar, was die
Durchführungs
stelle
unter einem detaillierten Arztzeugnis verstehe.
Aufgrund der
wiederholten Darlegungen
der Durchführungsstelle
musste
dem Beschwerdeführer klar sein, dass
der
einverlangte
, detailliertere
Arztbericht
weitere
Informationen
zur Art des Gesundheits
schadens
und
zu den daraus resultierenden funktionellen
Einschränkungen
enthalten musste
, damit die attestierte Arbeitsunfähigkeit prüfend nachvollzogen werden konnte
.
Es ver
stösst
deshalb
gegen Treu und Glauben, wenn
er
im Schreiben vom 1
5.
März 2013
an die Durchführungsstelle und mit der vorliegenden Beschwerde
sinnge
mäss
etwas anderes behauptet
.
Ungeachtet dessen, dass
er bereits früher, nach den ersten Aufforderungen zur Einreichung detaillierterer Arztberichte, genü
gend Zeit gehabt
hätte
, um allfällige Unklarheiten durch Nachfragen bei der Durchführungsstelle oder den behandelnden Ärzten zu klären
,
gibt
sein
Verhal
ten
zudem
Anl
ass, an der Glaubhaftigkeit d
er behaupteten
Verständnis
schwierigkeiten
zu zweifeln. Es fällt auf
, dass
mehr als
die Hälfte des Textes im Arztzeugnis von
Dr.
A._
vom
1
4.
September 2012
abgedeckt
wurde
(
Urk.
6/28a)
, und dass der Beschwerdeführer auf die Aufforderung hin, einen detaillierteren und
unabgedeckten
Bericht einzureichen
(
Urk.
6/35)
,
den zwei
zei
ligen Bericht der gleichen Ärzti
n vom 1
3.
Februar 2013
einreichte
, der zwar keinen abgedeckten Text mehr enthielt,
im Vergleich zum sichtbaren Text im Vorbericht aber sogar noch kna
pper begründet war (
Urk.
6/37). Ein kooperativer Versicherter hätte
in
der gleichen
Situation im Normalfall entweder denselben,
unabge
deckte
n
Bericht, oder ein anderes
, ausführlicher
begründetes Zeugnis eingereicht
.
Dass der Beschwerdeführer nicht
erwartungsgemäss handelte
, ist deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf
Verständnisschwierig
keiten
, sondern auf den fehlenden Willen zur Kooperation zurückzuführen.
Indem
der Beschwerdeführer
trotz mehrmaliger
unmissverständlicher
Aufforde
rung den
einverlangten
detaillierteren Arztbericht über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit seiner Frau ohne nachvollziehbare Begründung nicht eingereicht hat, hat er
seine
Mitwirkungspflicht
bei der Abklärung des Sachver
halts verletzt
.
3.4
Aufgrund der ungenügenden
Mitwirkung
bei der Abklärung des von der Ehe
frau
zumutbarerweise
erzielbaren Erwerbseinkommens durfte
die
Durchfüh
rungsstelle
den
Zusatzleistung
sanspruch
aufgrund der vorhandenen
durch die
zusätzl
i
c
hen Abklärungen
bei der Invalidenversicherung
(
Urk.
6/38,
Urk.
6/46 S.
3)
ergänzten
Verfahrensakten festsetzen. Ferner durfte
sie
das
unko
ope
ra
tive
Verhalten des Beschwerdeführers
in ihre
r
Beurteilung mit
berücksichtig
en
(vor
stehend E. 1.4)
.
In den Akten
befindet sich k
ein genügend detaillierter und insofern nachvollziehbar begründeter Arztbericht
, in welchem der Ehefrau eine Arbeitsunfähigkeit in wesentlichem Ausmass attestiert wird.
Die
Durch
führungsstelle
durfte deshalb
auf das Fehlen einer wesentlichen, gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit der Ehefrau schliessen.
Nicht mehr für das vor
liegende Verfahren entscheidend
, aber dennoch erwähnenswert
ist, dass die Vermutung der Durchführungsstelle, das Rentenbegehren der Ehefrau
werde
durch die Invalidenversicherung mangels
eines invalidisierenden
Gesundheits
schadens
abgewiesen
(
Urk.
2 S.
2
)
, durch den Erlass der Verfügung der IV-Stelle vom
7.
April 2014 bestätigt wurde
.
Dessen Begründung lässt sich entnehmen, dass die IV-Stelle die Ehefrau des Beschwerdeführers als in einer
leidensange
passten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig einstufte
(
Urk.
12/2).
Sodann ergeben sich weder aus den Akten
noch den Vorbringen des Beschwer
de
führers Anhaltspunkte dafür
, dass sich die Ehefrau
beim RAV zur Stellen
v
ermittlung angeme
ldet oder auf andere
Art
in genügendem Ausmass
erfolglos
um eine Arbeitsstelle mit einem Beschäftig
ungsgrad von 100
%
bemüht
hätte.
Die Vermutung, dass die gesundheitlich nicht wesentlich einge
schränkte Ehe
frau ihre Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt durch das Erzielen eines ihren beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten entsprechenden Erwerbeinkommens verwerten könnte, bleibt damit unwiderlegt (vorstehend E.
1.3).
Zwar kann
gestützt auf den Bericht des Orthopäden
Dr.
Z._
vom 2
7.
Juli 2012 (
Urk.
6/21)
von gewissen gesundheitsbedingten Einschränkungen
der Ehefrau
ausgegangen werden
, welche
vor allem körperlich
schwerere Tätig
keiten als unzumutbar erscheinen lassen, und welche
sich
deshalb
auf das
zumutbarerweise
erzielb
are Erwerbseinkommen auswirken
.
Dennoch
erscheint das angerechnete Jahreseinkommen von
Fr.
30‘000.-- für ein 100%-Pensum
jedenfalls nicht als zu hoch.
Die Durchführungsstelle hat dieses Einkommen entsprechend der üblichen Praxis
ausgehend von den
statistischen Werte
n
in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
ermittelt
(
Urk.
6/37; vgl. auch vorstehend E. 1.3
)
.
Der Verweis auf
den im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses
der Ehefrau
als Babysitterin vereinbarten Stundenlohn
s
von
Fr.
15
.--
(
Urk.
6/22)
führt zu keinem anderen Schluss; wie bereits gesagt ist nämlich nicht ausge
wiesen, dass die Ehefrau sich genügend um eine bestmögliche Ve
rwertung der ihr verbliebenen beruflichen Leistungsfähigkeit bemüht hat.
3.5
Es ergibt sich, dass
die Durchführungsstelle bei der Berechnung
des
Zusatz
leist
ungsanspruchs
des Beschwerdeführers
ein Erwerbseinkommen
der Ehefrau
von
Fr.
30‘000.
--
berücksichtigen durfte. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.