Decision ID: a062cb5a-099d-57d2-ac82-649eebcd56b0
Year: 2014
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der 1967 geborene A._ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) meldete sich am 13. November 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der Invalidenversicherung [AB] 1). Nach Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht (u.a. ein Gutachten von Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 16. Juni 2008; AB 22) sowie nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (betreffend einer beruflichen Abklärungsmassnahme; AB 29) stellte die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) mit Vorbescheid vom 16. Dezember 2008 (AB 33) die Ablehnung des Leistungsgesuchs zufolge Verweigerung der Mitwirkung in Aussicht. Auf Einwände des Versicherten hin liess ihn die IVB bei Dr. phil. E._, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, psychodiagnostisch abklären (AB 43 und 48). Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 49) sowie nach erneuter Durchführung eines Vorbescheidverfahrens (AB 54) wies die IVB mit Verfügung vom 17. Februar 2010 (AB 59) einen Rentenanspruch ab, ausgehend von einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 10 %. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 19. August 2010, IV/2010/369 (AB 65), gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung (Einholung eines Berichts der Klinik J._ sowie Begutachtung durch den RAD oder einen externen Gutachter) sowie zum Erlass einer neuen Verfügung an die Verwaltung zurück.
B.
In Nachachtung dieses Urteils holte die IVB hierauf nebst weiteren Arztberichten einen Bericht der Klinik J._ vom 21. Juli 2010 (AB 74 S. 14 ff.) sowie ein Gutachten der Dres. med. D._ und F._, Facharzt für Neurologie FMH, vom 20. August 2012 (AB 89) ein. Gestützt darauf stellte sie mit Vorbescheid vom 20. September 2012
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(AB 91) bei einem IV-Grad von 37 % die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Sie erwog hauptsächlich, laut medizinischen Abklärungen bestehe in einer angepassten Tätigkeit (welche allein, möglichst selbstständig, mit wenig Kundenkontakt und ohne grössere Verantwortung ausgeübt werden könne) eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 10. bzw. 24. Oktober 2012 (AB 96 und 98) fest und wies mit Verfügung vom 31. Oktober 2012 (AB 100) das Rentenbegehren ab.
C.
Hiergegen lässt der Versicherte, vertreten durch C._, am 3. Dezember 2012 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde erheben und die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab dem 1. Oktober 2007 beantragen, unter Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes. Im Weiteren lässt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen.
Nach entsprechender Aufforderung durch den Instruktionsrichter begründete die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 10. Dezember 2012 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Einreichung von Beilagen.
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.
Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Januar 2013 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut.
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Erwägungen:
1.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 31. Oktober 2012 (AB 100). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.
1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).
1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).
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2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).
2.2 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der ab dem 1. Januar 2004 bis Ende Dezember 2007 geltenden Fassung; seit dem 1. Januar 2008 Art. 28 Abs. 2 IVG) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.
2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und
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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).
3.
3.1 Es steht zu Recht ausser Frage, dass gemäss dem Gutachten der Dres. med. D._ und F._ vom 20. August 2012 (AB 89) in einer angepassten Tätigkeit aufgrund einer Persönlichkeitsstörung vom schizoid-narzisstischen Typ und der rezidivierend auftretenden depressiven Störungen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % besteht; der Beschwerdeführer sollte die Tätigkeit allein, selbstständig, mit wenig Kundenkontakt und ohne grössere Verantwortung ausüben können (AB 89 S. 18 f.). Diese Einschätzung lässt sich ohne weiteres in das von sämtlichen übrigen Ärzten gezeichnete Gesamtbild einfügen. Damit erfüllt das besagte Gutachten die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232), weshalb diesem volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Dies wird im Übrigen vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten (vgl. Beschwerde, S. 5 f.).
Streitig sind dagegen die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt und damit verbunden der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich (vgl. Beschwerde, S. 5 f.).
3.2
3.2.1 Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das
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gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nurmehr in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 24. April 2012, 8C_869/2011, E. 4.3.5).
3.2.2 Gemäss der bidisziplinären Beurteilung der Dres. med. D._ und F._ vom 20. August 2012 (AB 89 S. 18 f.) ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit (welche allein, möglichst selbstständig, mit wenig Kundenkontakt und ohne grössere Verantwortung ausgeübt werden kann) zu 70 % arbeits- und leistungsfähig; aus gutachterlicher Sicht ist dem Beschwerdeführer die Willensanstrengung zumutbar, die Restarbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft zu verwerten (AB 89 S. 19 oben).
Bei diesem Anforderungsprofil besteht - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde, S. 6) - kein Anlass zur Annahme, dass die bestehende Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist. Dem Beschwerdeführer stehen trotz seiner krankheitsbedingten Einschränkungen diverse Tätigkeitsfelder auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen, in deren Rahmen sich auch Stellen finden, die mit dem beschriebenen Zumutbarkeitsprofil vereinbar sind; zu denken ist dabei an Lager-, Montage-, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten, leichtere Sortier-, Verpackungs- und Bedienungsarbeiten an einer Maschine sowie an die bisher ausgeübten
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Tätigkeiten als Reinigungsangestellter und Produktionsmitarbeiter, welche keinen Kundenkontakt und keine grössere Verantwortung beinhalten. An dieser Stelle ist zu bemerken, dass die Gutachter - entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde, S. 6) - nicht von einer Tätigkeit in selbstständiger Stellung, sondern von einer unselbständigen Erwerbstätigkeit ausgegangen sind; so haben sie explizit Schichtarbeit als ungünstig bezeichnet (AB 89 S. 19 unten). Mit Blick auf diesen weiten Kreis an Beschäftigungen ist die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht (AB 89 S. 19 oben) und auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht ohne weiteres möglich und auch zumutbar. Im Übrigen würde der Umstand allein, dass eine versicherte Person zur Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf einen Nischenarbeitsplatz angewiesen wäre, nicht zur Verneinung des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt führen (vgl. Beschwerde, S. 6). Umfasst doch der Angebotsfächer des ausgeglichenen Arbeitsmarkts auch - ausserhalb von geschützten Werkstätten - gewisse Stellenangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. E. 3.2.1 hiervor). An der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ändert schliesslich auch der geltend gemachte, invaliditätsfremde Grund der fehlenden Berufsausbildung (vgl. Beschwerde, S. 6) nichts, da er invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlich ist. Zudem unterliegen die dem Beschwerdeführer offen stehenden (zumutbaren) Hilfsarbeiten keinen besonderen Qualifikationen. Weitere Umstände, die den Zugang des Beschwerdeführers zum als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt ausschliessen oder zumindest erheblich erschweren würden, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht, so nimmt der psychiatrische Gutachter denn auch entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5 unten) keine „erheblichen Schwankungen“ der Arbeitsfähigkeit an.
3.2.3 Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer bei Aufbietung allen guten Willens und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, seine Arbeits- und
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Leistungsfähigkeit von 70 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in einer seinen Einschränkungen angepassten Tätigkeit zu verwerten.
4.
4.1 Ausgehend von der zumutbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3 hiervor) ist der IV-Grad im Folgenden mittels Einkommensvergleichs zu bestimmen.
4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung  Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).
4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).
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Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).
4.2 Die massgebende Arbeitsunfähigkeit trat gemäss dem Bericht von Dr. med. G._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 15. Dezember 2007 im Oktober 2006 ein (AB 13 S. 1), weshalb ein allfälliger Rentenbeginn - ausgehend von der Anmeldung zum Leistungsbezug im November 2007 (AB 1) und in Berücksichtigung von aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (seit 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) - auf Oktober 2007 fällt, so dass die für den Einkommensvergleich massgebenden Werte auf dieses Jahr zu beziehen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 S. 223).
4.2.1 Da der Beschwerdeführer keinen Beruf erlernt hat und in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität Tätigkeiten ohne Berufskenntnisse ausgeübt hat (u.a. Reinigungsangestellter, Betriebsmitarbeiter Produktion; vgl. AB 1, 5, 19 und 27), ist mit Blick auf das ärztlich attestierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1 hiervor) und den Umstand, dass er keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, beim Validen- wie auch beim Invalideneinkommen vom selben Tabellenlohn bzw. vom selben durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (privater Sektor, Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren
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genaue Ermittlung; diesfalls entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des BGer vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 7 mit Hinweis).
Da die behinderungsbedingten Einschränkungen bereits mit der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % berücksichtigt wurden und keine weiteren Gründe, die zu einer Einkommenseinbusse führen könnten, ersichtlich sind (vgl. E. 4.1.2 hiervor), rechtfertigt sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn. Ein Abzug rechtfertigt sich zudem bereits deshalb nicht, weil hier sowohl Validen- als auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE festzusetzen sind und invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen zu berücksichtigen wären (Urteil des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5).
4.2.2 Demnach kann der Beschwerdeführer bei einer zumutbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % noch 70 % des LSE-Tabellenlohnes erzielen, woraus sich ein IV-Grad von 30 % (100 % - 70 %) und damit kein Anspruch auf eine Invalidenrente ergibt.
5.
Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 31. Oktober 2012 (AB 100) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist unbegründet und deshalb abzuweisen.
6.
6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Der unterliegende Beschwerdeführer
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hat damit grundsätzlich die Verfahrenskosten zu bezahlen, die auf Fr. 700.-- festgesetzt werden.
6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).
6.3
6.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).
6.3.2 Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Januar 2013 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 3. Dezember 2012 unter Beiordnung von Fürsprecherin C._ als amtliche Anwältin gut.
Der Beschwerdeführer ist damit - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald er innert zehn Jahren nach Abschluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der Lage ist - vorläufig von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien.
Fürsprecherin C._ ist in keinem Anwaltsregister eingetragen. Damit fehlt es praxisgemäss an einer Voraussetzung für die Beiordnung als amtliche Anwältin. Unter diesen Umständen ist auf die prozessleitende Verfügung vom 23. Januar 2013 insoweit zurückzukommen, als die Beiordnung von Fürsprecherin C._ als amtliche Anwältin
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wiedererwägungsweise aufgehoben wird und die unentgeltliche Rechtspflege allein bezüglich der Prozesskosten gewährt wird.