Decision ID: 69915377-e8b8-5d75-b78a-41d78d41e6ea
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog seit dem 1. Juli 2010 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer halben IV-
Rente (EL-act. 50, 92 f., 106). Da die beiden Töchter der Versicherten, B._ und C._,
bei ihr im Haushalt lebten, sich in der Ausbildung befanden und je einen Anspruch auf
eine ordentliche Kinderrente hatten, wurden sie in die EL-Berechnung einbezogen (EL-
act. 100 S. 4 f., 106, 107, 111 S. 13). Mit den Verfügungen vom 7. März und 7. April
2011 hob die Ausgleichskasse D._ die Kinderrenten der beiden Töchter infolge der
Beendigung der Ausbildung auf. Am 20. Juli 2011 setzte die Versicherte die EL-
Durchführungsstelle über den Ausbildungsabschluss der beiden Töchter in Kenntnis
(EL-act. 91). In der Folge berechnete die EL-Durchführungsstelle den Anspruch auf
Ergänzungsleistungen am 19. August 2011 ohne Einbezug der Töchter; sie
berücksichtigte nur noch einen Drittel des Mietzinses, nämlich den Mietzinsanteil der
Versicherten von Fr. 5'400.-- (Fr. 16'200.-- ÷ 3 Bewohner). Ab dem 1. September 2011
erhielt die Versicherte somit Ergänzungsleistungen in Höhe von monatlich Fr. 314.--
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(EL-act. 83, 89 f.). Ab dem 1. Januar 2012 hatte sie einen Anspruch auf monatlich Fr.
326.-- und ab dem 1. Januar 2013 auf Fr. 332.-- (EL-act. 77 f., 80 f.).
A.b Am 9. Oktober 2013 wandte sich eine Mitarbeiterin des Psychiatrischen Zentrums
E._ an die EL-Durchführungsstelle und erklärte, die Versicherte habe angegeben,
dass ihre Tochter B._ vom 15. August 2010 bis 15. August 2013 die BMS gemacht
und gleichzeitig Teilzeit gearbeitet habe. Während dieser Zeit sei sie
Wochenaufenthalterin in F._ gewesen. Am 30. September 2013 habe sie sich bei der
Einwohnerkontrolle abgemeldet und sei nach G._ gezogen (EL-act. 73). Nachdem
sich die Tochter B._ bei der Wohnsitzgemeinde der Versicherten per 30. September
2013 abgemeldet hatte und die Gemeinde H._ bestätigt hatte, dass nun nur noch
C._ bei der Versicherten lebte, passte die EL-Durchführungsstelle mit einer
Verfügung vom 17. Oktober 2013 die Ergänzungsleistungen der neuen Situation an.
Unter Berücksichtigung eines Mietzinsanteils von Fr. 8'100.-- (Fr. 16'200.-- ÷ 2
Personen) ergab sich ab dem 1. Oktober 2013 ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen
in Höhe von monatlich Fr. 348.-- (EL-act. 69 f., 71).
A.c Am 18. Oktober 2013 liess die Versicherte durch die Sozialen Fachstellen I._
mitteilen, dass sie seit Mai 2012 arbeitslos sei und eine Arbeitslosenentschädigung
beziehe. Zudem hätten sich die Wohnverhältnisse der Familie verändert, denn die
Tochter B._ sei per Oktober 2013 ausgezogen. Offenbar hatte die Versicherte die
Verfügung vom 17. Oktober 2013 noch nicht erhalten. Dem Schreiben lagen unter
anderem Leistungsabrechnungen der Krankenkasse, Taggeldabrechnungen der
Arbeitslosenkasse von Mai 2012 bis September 2013 sowie ein Heimatausweis vom 5.
März 2012 bei, in dem das Einwohneramt J._ bescheinigt hatte, dass sich die
Tochter B._ in F._ aufhalte (EL-act. 68 S. 1 f., S. 4-20 und S. 28 f., vgl. act. G 33.2
für die Taggeldabrechnung für Oktober 2013). Mit einer Verfügung vom 13. November
2013 wurde der Versicherten die Übernahme von Krankheits- und Behinderungskosten
in Höhe von Fr. 698.80 (für das Jahr 2012) und in Höhe von Fr. 1'000.-- (für das Jahr
2013) zugesprochen (act. G 38.1/2). Mit einer Verfügung vom 2. Dezember 2013 setzte
die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen rückwirkend ab dem 1. Mai 2012
neu fest. Dabei ging sie irrtümlicherweise davon aus, dass ab dem 1. Oktober 2013
keine weiteren Personen ausser der Versicherten selbst im Haushalt lebten, weshalb
sie ab diesem Zeitpunkt den gesamten Mietzins von Fr. 16'200.-- anrechnete. Infolge
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der Berücksichtigung der Taggelder der Arbeitslosenkasse (nachfolgend ALV-
Taggelder) hatte die Versicherte ab dem 1. Mai 2012 einen EL-Anspruch in Höhe von
monatlich Fr. 478.--. Vom 1. Juni 2012 bis zum 31. August 2013 ergab sich ein
Einnahmenüberschuss. Ab dem 1. September 2013 hatte die Versicherte einen
Anspruch auf ordentliche Ergänzungsleistungen von monatlich Fr. 815.--. Ab dem 1.
Oktober 2013 hatte die Versicherte einen Anspruch auf ordentliche
Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 444.-- und aufgrund der Anrechnung des
gesamten Mietzinses ein Anspruch auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen in
Höhe von Fr. 250.--. Ab dem 1. November 2013 erhöhte sich der Anspruch auf
ordentliche Ergänzungsleistungen aufgrund des Wegfalls der ALV-Taggelder auf
monatlich Fr. 2'186.-- während der Anspruch auf ausserordentliche
Ergänzungsleistungen gleich blieb (EL-act. 61). Mit der Verfügung vom 1. Dezember
2013 forderte die EL-Durchführungsstelle aufgrund des Einnahmenüberschusses von
Juni 2012 bis August 2013 die für das Jahr 2013 vergüteten Krankheits- und
Behinderungskosten in Höhe von Fr. 1'000.-- zurück (EL-act. 60). Ab dem 1. Januar
2014 erhielt die Versicherte ordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe von monatlich
Fr. 2'198.-- und weiterhin ausserordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr.
250.-- (EL-act. 56 f.).
A.d Im Rahmen der periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen gab die
Versicherte am 10. Dezember 2013 an, mit ihrer Tochter C._ zusammenzuleben und
kein Erwerbseinkommen zu erzielen (EL-act. 49).
A.e Am 20. Januar 2014 liess die Versicherte Einsprache gegen die Verfügungen vom
1. und 2. Dezember 2013 erheben und beantragen, dass die Nachzahlung nach den
gesetzlichen Bestimmungen zu erhöhen, die Rückforderung aufzuheben und ihr eine
unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren sei. Zur Begründung liess sie
ausführen, dass es ihr unter Berücksichtigung ihres fortgeschrittenen Alters, ihrer
schlechten psychischen und physischen Verfassung sowie ihrer bisher erfolglosen
Stellensuche nicht zumutbar sei, sich weiterhin um Arbeit zu bemühen. Zudem hätten
die Mietzinsanteile der beiden Töchter in den EL-Berechnungen nicht berücksichtigt
werden dürfen. Die Tochter B._ habe vom 15. August 2010 bis 15. August 2013 die
BMS in F._ besucht und sei dort Wochenaufenthalterin gewesen. Sie habe u.a. ihren
Wochenaufenthalt aus ihrem sehr knappen Teilzeiteinkommen bezahlen müssen,
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weswegen sie für ihr Zimmer bei der Versicherten nicht zusätzlich habe aufkommen
können. Auch der Tochter C._ habe die Bezahlung eines Mietanteils in den letzten
Jahren aufgrund ihres geringen oder nicht vorhandenen Einkommens nicht zugemutet
werden können. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass die Versicherte ihre Tochter
C._ durch die Gewährung von Unterkunft und weiteren Leistungen im Sinne eines
familienrechtlichen Unterhalts unterstützt habe, weswegen der Versicherten ab dem 1.
Mai 2012 sogar zusätzliche Ausgaben angerechnet werden müssten. Betreffend die
Verfügung vom 1. Dezember 2013 könne aufgrund der bisher vorliegenden Akten nicht
nachvollzogen werden, weshalb die zu Recht zugesprochene und offensichtlich nicht
doppelt bezahlte Vergütung der Krankheitskosten in Höhe von Fr. 1'000.-- für die
Franchise und den Selbstbehalt zurückgefordert werde (EL-act. 47). In der
Einspracheergänzung vom 2. Juni 2014 machte der Rechtsvertreter geltend, aus dem
EL-Revisionsformular vom 10. Januar 2014 gehe klar hervor, dass die Versicherte nur
noch mit ihrer Tochter C._ zusammenwohne und dass die Tochter B._ seit
längerem ausgezogen sei. Zudem habe die Tochter C._ bis zu ihrem 20. Geburtstag
im Herbst 2012 gemäss Unterhaltsvertrag vom 13. September 1993 von ihrem Vater
mit einem Unterhaltsbeitrag von Fr. 540.-- unterstützt werden müssen (EL-act. 29).
A.f Nachdem die EL-Durchführungsstelle erkannt hatte, dass sie die Tochter C._
irrtümlicherweise seit Oktober 2013 nicht mehr bei der Mietzinsberechnung
berücksichtigt hatte und dass sie auch die Krankheitskosten für den Zeitraum von Juli
bis Dezember 2012 hätte zurückfordern müssen, kündigte sie der Versicherten eine
reformatio in peius an, weil eine Erhöhung der Rückforderung drohte. Sie gewährte ihr
für einen allfälligen Rückzug ihrer Einsprache eine Frist (EL-act. 20, 24). Nachdem diese
Frist mehrfach erstreckt worden und letztlich doch ungenutzt verstrichen war, erliess
die EL-Durchführungsstelle am 3. Juni 2015 einen Einspracheentscheid. In diesem hielt
sie fest, dass die vollumfängliche Berücksichtigung des Mietzinses der Versicherten
seit EL-Beginn bzw. seit Mai 2012 als Ausgabenposition von vorneherein nicht in Frage
gekommen sei, da beide Töchter seit Juni bzw. Juli 2011 keine Rentenansprüche mehr
gehabt hätten und die Versicherte diesen gegenüber nicht unterhaltspflichtig gewesen
sei. Da Mietzinsanteile von Personen, die nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen
seien, bei der jährlichen EL-Berechnung ausser Betracht gelassen würden und da die
anerkannten Ausgaben nicht dazu dienen dürften, dass familienrechtliche
Unterhaltsleistungen berücksichtigt würden, sei es korrekt gewesen, den Mietzins
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zunächst durch drei und anschliessend durch zwei zu teilen. In der vorliegend
angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 2013 sei unter der irrtümlichen Annahme,
die Versicherte lebe seit Oktober 2013 alleine, von diesem Zeitpunkt an der gesamte
Mietzins als Ausgabe anerkannt worden. Da der Rückforderungsanspruch erst mit
Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinheit von der Unrechtmässigkeit der
Leistung Kenntnis erhalten habe, erlösche, seien die daraus resultierenden
unrechtmässig bezogenen Leistungen zurückzuerstatten. Weil sich mit der
Neuberechnung der Ergänzungsleistungen im Dezember 2013 für die Zeit von Juni
2012 bis August 2013 ein Einnahmenüberschuss ergeben habe und weil die für das
Jahr 2013 bereits ausgerichteten Krankheitskosten 2013 in Höhe von Fr. 1'000.-- den
Einnahmenüberschuss von Fr. 3'318.-- von Januar bis August 2013 nicht überstiegen
hätten und somit kein Anspruch auf eine Rückvergütung bestanden habe, seien die zu
viel ausbezahlten Krankheitskosten von Fr. 1'000.-- zu Recht zurückgefordert worden.
Zusätzlich sei aus demselben Grund - jedoch im Rahmen einer separaten Verfügung -
ein Teil der Krankheitskosten des Jahres 2012 zurückzufordern. Die angefochtene
Rückforderungsverfügung vom 2. Dezember 2013 werde für den Zeitraum ab dem 1.
Oktober 2013 dahingehend abgeändert bzw. ergänzt, dass die Versicherte ab dem 1.
Oktober 2013 einen Anspruch auf EL in Höhe von Fr. 362.--, ab dem 1. November
2013 in der Höhe von Fr. 1'761.-- und ab dem 1. Januar 2014 bis zum 31. Juli 2014 auf
Fr. 1'773.-- monatlich habe. Für die Zeit vom 1. bis 31. Oktober 2013 habe die
Versicherte Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 362.--, vom 1. November bis 31.
Dezember 2013 von Fr. 1'350.-- und vom 1. Januar bis 31. Juli 2014 von Fr. 4'725.--,
also insgesamt von Fr. 6'437.-- zurückzuerstatten. Betreffend das Gesuch um eine
unentgeltliche Rechtsverbeiständung sei anzumerken, dass diese nur in
Ausnahmefällen gewährt werde. Die Versicherte hätte die Anrechnung des gesamten
Mietzinses ohne Weiteres selbst geltend machen oder dafür die Hilfe einer
Beratungsstelle in Anspruch nehmen können. Mangels der sachlichen Gebotenheit
eines Anwalts sei das Gesuch demnach abzuweisen (EL-act. 6).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid der EL-Durchführungsstelle (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) richtete sich die Beschwerde vom 6. Juli 2015. In dieser liess die
Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführerin) die Aufhebung des
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Einspracheentscheids, die Zahlung höherer monatlicher Ergänzungsleistungen nach
den gesetzlichen Bestimmungen, die Reduktion der Rückforderung nach den
gesetzlichen Bestimmungen, die Entrichtung einer Parteientschädigung durch die
Beschwerdegegnerin für die anwaltlichen Bemühungen im Einspracheverfahren sowie
die Gewährung einer unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung beantragen.
Zur Begründung wiederholte der Rechtsvertreter seine Ausführungen aus der
Einsprache. Ergänzend führte er aus, dass auf eine Mietzinsaufteilung verzichtet
werden müsse, weil die Beschwerdeführerin in äusserst knappen Verhältnissen lebe
und weil sie ihre Tochter C._ nach wie vor unterstützen müsse, da diese ihren
eigenen Unterhalt nicht bestreiten könne (act. G 1).
B.b Daraufhin wurde die Beschwerdeführerin am 15. Juli 2015 aufgefordert, das
Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" auszufüllen und zusammen mit
einer Bestätigung, dass sie nicht über eine Rechtsschutzversicherung verfüge, die für
diesen Prozess beansprucht werden könne, und dass die Bezahlung nicht durch eine
Drittorganisation erfolge, einzureichen (act. G 2).
B.c Am 5. August 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde, verwies zur Begründung auf die Erwägungen im Einspracheentscheid
und hielt ergänzend fest, dass der Beschwerdeführerin weder ein hypothetisches
Einkommen angerechnet worden sei noch dass von ihr Arbeitsbemühungen verlangt
worden seien (act. G 4).
B.d Nachdem die Frist zur Einreichung der Unterlagen betreffend die Replik und
betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mehrfach verlängert worden
war, äusserte sich der Rechtsvertreter am 5. Januar 2016 dahingehend, dass allein die
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Januar 2016 weiterhin
Ergänzungsleistungen beziehe, schon ein hinreichender Beleg für die Bedürftigkeit der
Beschwerdeführerin sei. Deshalb sei dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu
entsprechen. Ausserdem sei anzumerken, dass ein allfälliges Einkommen der Tochter
C._ bei der EL-Berechnung nicht voll angerechnet werden dürfe. Die
Beschwerdegegnerin habe es zu Unrecht unterlassen, eine Vergleichsrechnung mit und
ohne Kind vorzunehmen und sie habe ausserdem die höchstrichterliche
Rechtsprechung zur Mietzinsaufteilung verletzt (act. G 13).
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B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 15).
B.f Am 3. Oktober 2016 setzte das Gericht die Beschwerdeführerin darüber in
Kenntnis, dass die Beschwerdegegnerin im Falle einer Meldepflichtverletzung
betreffend das ALV-Taggeld für Mai 2012 möglicherweise keine entsprechende
rückwirkende Anpassung der Ergänzungsleistungen hätte vornehmen dürfen. Deshalb
dürfte sich die am 2. Dezember 2013 verfügte Nachzahlung um Fr. 152.-- reduzieren.
Das Gericht eröffnete ihr die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen oder allenfalls die
Beschwerde zurückzuziehen (act. G 17). Nachdem die Frist mehrmals erstreckt worden
war, liess die Beschwerdeführerin am 15. Juni 2017 erklären, sie wolle an der
Beschwerde festhalten. Eine Meldepflichtverletzung sei nicht ersichtlich, da am 18.
Oktober 2013 u.a. die ALV-Abrechnungen von Mai 2012 bis September 2013
eingereicht worden seien. Sollte ein anderes als das ordnungsgemäss gemeldete ALV-
Taggeld berücksichtigt worden sein, dürfe ihr dies nicht zum Nachteil gereichen (act. G
30).
B.g Am 21. August 2017 reichte die Beschwerdegegnerin das Revisionsformular vom
13. Januar 2014 mit handschriftlichen Datumsangaben zu den Notizen der
Sachbearbeiter, die Abrechnung der Arbeitslosenkasse vom 7. November 2013,
gemäss welcher die Beschwerdeführerin im Oktober 2013 ein ALV-Taggeld in Höhe
von Fr. 1'838.05 erhalten hatte und die Schreiben der IV-Stelle des Kantons D._ vom
7. März und 7. April 2011 betreffend des Wegfalls des Kinderrentenanspruchs der
Töchter der Beschwerdeführerin ein (act. G 33).

Erwägungen
1.
1.1 Mit der Verfügung vom 2. Dezember 2013 hat die Beschwerdegegnerin die von
Juni 2012 bis und mit August 2013 zu viel bezogenen ordentlichen
Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 4'938.-- zurückgefordert. Gleichzeitig hat sie für
Mai 2012 ordentliche Ergänzungsleistungen von Fr. 152.--, für September 2013
ordentliche Ergänzungsleistungen von Fr. 483.--, für Oktober 2013 ordentliche
Ergänzungsleistungen von Fr. 96.-- und für November 2013 ordentliche EL von Fr.
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1'838.-- nachgezahlt. Für Oktober und November 2013 hat sie zudem
ausserordentliche EL von je Fr. 250.-- nachgezahlt. Einer Rückforderung von Fr.
4'938.-- hat also eine Nachzahlung von Fr. 3'069.-- (inkl. ausserordentliche EL in Höhe
von Fr. 500.--) gegenübergestanden. Die Beschwerdegegnerin hat die genannte
Nachzahlung mit der Rückforderung verrechnet, sodass eine ungedeckte
Rückforderung von Fr. 1'869.-- verblieben ist.
1.2 Die vom 1. Mai 2012 bis 30. November 2013 ausgerichteten Ergänzungsleistungen
haben sich auf die formell rechtskräftigen Revisionsverfügungen vom 28. Dezember
2011, vom 27. Dezember 2012 und vom 17. Oktober 2013 gestützt. Sie haben folglich
nicht ohne Weiteres zurückgefordert werden können, da dem die verbindlichen
Leistungszusprachen in den genannten Verfügungen entgegengestanden haben. Die
von der Beschwerdegegnerin verfügte Rückforderung hat deshalb die vorgängige
Korrektur dieser Verfügungen vorausgesetzt. Allerdings hat es die Beschwerdegegnerin
in ihrer Verfügung vom 2. Dezember 2013 versäumt, sich explizit zu der Notwendigkeit
der Korrektur rechtskräftiger Verfügungen zu äussern. Diese Lücken im Verfügungstext
müssen auf dem Wege der Auslegung gefüllt werden.
1.2.1 Zunächst hat die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 2. Dezember
2013 dem Umstand Rechnung getragen, dass die Beschwerdeführerin seit Mai 2012
kein Erwerbseinkommen, sondern stattdessen ALV-Taggelder erhalten hat. Damit hat
sie die mit der Verfügung vom 28. Dezember 2011 zugesprochenen
Ergänzungsleistungen rückwirkend an eine per 1. Mai 2012 eingetretene
Sachverhaltsänderung angepasst, weshalb die Verfügung vom 2. Dezember 2013 - und
damit auch der Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015 - eine rückwirkende Revision
der Ergänzungsleistungen gemäss Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; ATSG) i.V.m. Art. 25 Abs. 2
lit. c der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (SR 831.301; ELV) enthalten haben muss. Abgesehen davon ist
die Beschwerdegegnerin (irrtümlich) davon ausgegangen, dass die
Beschwerdegegnerin seit dem 1. Oktober 2013 alleine im Haushalt gelebt habe. Sie hat
deshalb mit der Verfügung vom 2. Dezember 2013 die (vermeintlich ursprünglich
falsche) Verfügung vom 17. Oktober 2013, mit welcher ab dem 1. Oktober 2013 eine
Mietzinsaufteilung vorgenommen worden war, gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG
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wiedererwogen. Ausserdem hat die Beschwerdegegnerin den EL-Anspruch der
Beschwerdeführerin gemäss Art. 17 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV
revisionsweise rückwirkend ab dem 1. November 2013 angepasst, indem sie kein
Taggeld mehr angerechnet hat. Infolge dieser Korrekturen der Ergänzungsleistungen
hat sich ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit teils zu viel und
teils zu wenig Ergänzungsleistungen bezogen hat. Deshalb hat die Verfügung vom 2.
Dezember 2013 einen Rückforderungs- und einen Nachzahlungsteil betreffend die
aufgrund der nun berücksichtigten ALV-Taggelder und des seit Oktober 2013 komplett
angerechneten Mietzinses unrechtmässig bezogenen bzw. unrechtmässig nicht
bezogenen Ergänzungsleistungen enthalten.
1.2.2 Gegenstand der Verfügung vom 2. Dezember 2013 sind somit die
rückwirkende Revision per 1. Mai 2012 gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs.
2 lit. c ELV betreffend das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin bzw. ihre ALV-
Taggelder, die Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 17. Oktober 2013
gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG betreffend den Mietzins ab dem 1. Oktober 2013, die
rückwirkende Revision per 1. November 2013 gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art.
25 Abs. 2 lit. c ELV betreffend den Wegfall des ALV-Taggeldanspruchs sowie eine
Rückforderung und eine Nachzahlung ordentlicher und ausserordentlicher
Ergänzungsleistungen infolge dieser Korrekturen.
1.3 Mit der Verfügung vom 1. Dezember 2013 hat die Beschwerdeführerin die bereits
mit im November 2013 vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten für das Jahr
2013 (von Januar bis August 2013) in Höhe von Fr. 1'000.-- zurückgefordert. Die für
das Jahr 2013 ausbezahlten Krankheits- und Behinderungskosten haben sich auf die
Verfügung vom 13. November 2013 gestützt. Diese hat die Beschwerdegegnerin mit
der Verfügung vom 1. Dezember 2013 aufgrund der Tatsache, dass im Jahr 2013 bei
den laufenden Ergänzungsleistungen ein Einnahmenüberschuss in Höhe von Fr.
3'318.-- bestanden hatte, gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG wiedererwägungsweise
aufgehoben und durch eine Abweisung des damaligen Vergütungsgesuchs ersetzt. Da
die Leistungen in Höhe von Fr. 1'000.-- somit ohne Rechtsgrund erfolgt sind, hat die
Beschwerdegegnerin am 1. Dezember 2013 eine entsprechende Rückforderung
verfügt. Gegenstand der Verfügung vom 1. Dezember 2013 ist somit die
wiedererwägungsweise Aufhebung der die Krankheits- und Behinderungskosten
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zusprechenden Verfügung vom 13. November 2013, ihr Ersatz durch eine Abweisung
des Anspruchs auf die Vergütung der Krankheits- und Behinderungskosten für den
Zeitraum von Januar bis August 2013 und die Rückforderung der damit unrechtmässig
ausbezahlten Krankheits- und Behinderungskosten in Höhe von Fr. 1'000.--.
1.4 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015 hat die
Beschwerdegegnerin zunächst festgehalten, dass sie in der angefochtenen Verfügung
vom 2. Dezember 2013 dem Irrtum unterlegen sei, die Beschwerdeführerin lebe seit
Oktober 2013 alleine. Deshalb hat sie die mit der Verfügung vom 2. Dezember 2013
vorgenommene Revision des EL-Anspruchs per Oktober 2013 korrigiert und
rückwirkend ab dem 1. Oktober 2013 eine Mietzinsaufteilung vorgenommen. Gestützt
darauf hat die Beschwerdegegnerin die Ergänzungsleistungen bis Juli 2014 berechnet
und die aufgrund der unterlassenen Mietzinsaufteilung von Oktober 2013 bis Juli 2014
zu viel ausbezahlten Ergänzungsleistungen zurückgefordert. Die Verfügung vom 2.
Dezember 2013 hat die revisionsweise Korrektur des Erwerbseinkommens bzw. die
revisionsweise Anrechnung von ALV-Tag-geldern per Mai 2012 sowie die
revisionsweise Korrektur des Mietzinses per Oktober 2013 zum Gegenstand gehabt
und beinhaltet eine rechtliche Würdigung der Sachverhaltsentwicklung bis zum Tag
ihres Erlasses. Der Streitgegenstand des mit der Beschwerde angefochtenen
Einspracheentscheids vom 3. Juni 2015 deckt sich damit, soweit mit ihm rückwirkend
per 1. Oktober 2013 korrekturhalber eine Mietzinsaufteilung vorgenommen worden ist.
Indem im Rahmen des angefochtenen Einspracheentscheids jedoch auch der EL-
Anspruch ab dem 1. Januar 2014 festgelegt worden ist, befasst er sich mit einer
Sachverhaltsentwicklung, die nach dem Erlass der Verfügung vom 2. Dezember 2013
eingetreten ist.
1.5 Die höchstrichterliche Rechtsprechung geht davon aus, dass ein
Einspracheentscheid die angefochtene Verfügung korrigiert und somit an deren Stelle
tritt, sodass im konkreten Fall die Sachverhaltsentwicklung bis zum Erlass des
Einspracheentscheids am 3. Juni 2015 berücksichtigt werden muss. Damit hätte die
Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheentscheids vom 3. Juni 2015 ohne
Weiteres auch unter der Berücksichtigung der nach dem Erlass der Verfügung vom 2.
Dezember 2013 eingetretenen Sachverhaltsveränderungen den EL-Anspruch der
Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2014 festsetzen können. Das
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Einspracheverfahren weist als Rechtsmittelverfahren, anders als das
Verwaltungsverfahren, das mit dem Erlass einer einsprachefähigen Verfügung endet,
Züge eines kontradiktorischen Verfahrens auf. Da es sich beim Einspracheverfahren
also wesensmässig um ein "streitiges" Verfahren handelt, muss ihm - ebenso wie
einem Beschwerdeverfahren - ein zum Vornherein klar definierter Streitgegenstand
zugrunde liegen. Eindeutig bestimmt ist der Streitgegenstand des
Einspracheverfahrens nur, wenn er sich mit jenem der angefochtenen Verfügung deckt.
Würde der Streitgegenstand des Einspracheverfahrens nicht nur die
Sachverhaltsentwicklung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung, sondern auch
die weitere Sachverhaltsentwicklung bis zum Tag des Erlasses des
Einspracheentscheids umfassen, könnte er sich im Laufe des Verfahrens ständig
erweitern. Im Umfang dieser nachträglichen Erweiterung wäre der Einspracheentscheid
nun nicht mehr Rechtsmittelentscheid, sondern wesensmässig Verfügung, da diesem
Teil des Streitgegenstandes weder eine formelle Verfügung noch eine Einsprache
zugrunde läge. Damit bestünde der Einspracheentscheid aus zwei Teilen: Für die
Sachverhaltsentwicklung bis zum Erlass der einspracheweise angefochtenen
Verfügung aus einem Rechtsmittelteil und für die spätere Sachverhaltsermittlung aus
einem Verfügungsteil (gegen den es - systemwidrig - keine Einsprachemöglichkeit,
sondern nur noch das Rechtsmittel der Beschwerde an das kantonale
Versicherungsgericht gäbe). Die höchstrichterliche Rechtsprechung scheint sich dieser
Problematik durchaus bewusst gewesen zu sein, denn sie macht zur Begründung nicht
geltend, der Einspracheentscheid sei nichts anderes als eine "Korrekturverfügung", d.h.
sie qualifiziert den Einspracheentscheid durchaus als Rechtsmittelentscheid. Die
Zulässigkeit der Erweiterung des Gegenstandes des Einspracheverfahrens um die
Sachverhaltsentwicklung nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung wird vom
Bundesgericht ausschliesslich mit der dadurch erreichten Verfahrensbeschleunigung
begründet. Damit unterstellt das Bundesgericht im Ergebnis, dass das Interesse des
Verfügungsadressaten/Einsprechers an einer Beurteilung auch der späteren
Sachverhaltsentwicklung im Einspracheentscheid immer überwiege, weshalb er für
diesen Teil des Sachverhalts gerne auf das Rechtsmittel der Einsprache verzichte und
somit ohne weiteres in Kauf nehme, dass ihm gegen den "Verfügungsteil" des
Einspracheentscheids nur noch das Rechtsmittel der Beschwerde an das
Versicherungsgericht offenstehe. Diese Fiktion ist jedoch unhaltbar, weil sie das
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Rechtsmittel der Einsprache im Ergebnis als unnötige Verzögerung und damit als
praktisch überflüssig qualifiziert. Das Argument der Verfahrensbeschleunigung vermag
diese Fiktion demnach nicht zu rechtfertigen, weshalb es dabei bleiben muss, dass der
Gegenstand des Einspracheverfahrens nicht weiter sein kann als der Gegenstand der
angefochtenen Verfügung. Damit fehlt der Behörde auch die Möglichkeit, den
Gegenstand des Einspracheverfahrens dadurch zu manipulieren, dass sie den
Entscheidzeitpunkt ihrem subjektiven Interesse entsprechend wählt. Ein seiner Natur
nach streitiges Verfahren kann auch deshalb nicht über einen sich immer wieder
verändernden Gegenstand geführt werden, weil jede Veränderung im Zeitablauf neue
Sachverhalts- und Rechtsfragen stellt, die jeweils wieder zum Gegenstand der
Auseinandersetzung gemacht werden müssten, bevor der Einspracheentscheid
ergehen könnte. Zusammenfassend steht also fest, dass sich der Streitgegenstand des
mit dem angefochtenen Entscheid des abgeschlossenen Einspracheverfahrens auf die
Sachverhaltsentwicklung bis zum 2. Dezember 2013 beschränken muss (vgl. zum
Ganzen: Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. März 2015, EL
2012/37 E.2).
1.6 Gegenstand des Einspracheverfahrens und damit auch des Beschwerdeverfahrens
kann somit nur die Sachverhaltsentwicklung bis zum 2. Dezember 2013, dem Zeitpunkt
des Erlasses der rückwirkenden Revisions- und Rückforderungsverfügung, sein. Der
angefochtene Einspracheentscheid muss also aufgehoben werden, soweit er den EL-
Anspruch ab dem 1. Januar 2014 regelt. Die EL-Durchführungsstelle hätte in Bezug auf
den EL-Anspruch ab dem 1. Januar 2014 eine mit dem Rechtsmittel der Einsprache
anfechtbare Verfügung erlassen müssen.
1.7 Weiter hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015
festgehalten, aufgrund des seit Juni 2012 bestehenden Einnahmenüberschusses
müssten nicht nur die im Jahr 2013 zu Unrecht ausgerichteten Krankheits- und
Behinderungskosten in Höhe von Fr. 1'000.--, sondern auch die seit Juni 2012 zu
Unrecht ausgerichteten Krankheits- und Behinderungskosten in Höhe von Fr. 680.--
zurückgefordert werden. Weder im Dispositiv der Verfügung vom 1. Dezember 2013
noch im Dispositiv des Einspracheentscheids hat die Beschwerdegegnerin eine
Rückforderung der für das Jahr 2012 vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten
erwähnt. Ausserdem hat sich die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid explizit
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dahingehend geäussert, dass sie die für das Jahr 2012 vergüteten Krankheits- und
Behinderungskosten im Rahmen einer separaten Verfügung zurückfordern werde (EL-
act. 6). Somit kann einzig die Rückforderung der für das Jahr 2013 vergüteten
Krankheits- und Behinderungskosten Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids und damit auch Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens sein.
Der Teil des Einspracheentscheides, in dem sich die Beschwerdegegnerin zur
Rückforderung der für das Jahr 2012 vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten
geäussert hat, ist deshalb aufzuheben.
1.8 Die Beschwerdeführerin hat geltend machen lassen, dass es ihr aufgrund ihres
hohen Alters, ihrer physischen und psychischen Verfassung sowie ihrer bislang
erfolglosen Stellensuche nicht zumutbar sei, sich weiterhin um Arbeit zu bemühen (act.
G 1). Obwohl die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin in ihrer Verfügung vom
2. Dezember 2013 darauf hingewiesen hatte, dass diese sich genügend um eine
Arbeitsstelle zu bemühen habe, hat sie in der Beschwerdeantwort angemerkt, dass sie
der Beschwerdeführerin weder ein hypothetisches Einkommen angerechnet noch
Arbeitsbemühungen von ihr verlangt habe (EL-act. 61, act. G 4). Gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 21 Abs. 4 ATSG ist nicht bereits für die
Abmahnung der Schadenminderungspflicht, sondern erst im Falle einer Verletzung
dieser Schadenminderungspflicht eine anfechtbare Verfügung zu erlassen (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 12. März 2009, 9C_816/2008, E3). Dies muss auch im Bereich
der Ergänzungsleistungen gelten, weshalb die Anmerkungen der Beschwerdegegnerin
in ihrer Verfügung vom 2. Dezember 2013 keinen anfechtbaren Teil dieser Verfügung
dargestellt haben. Die Frage, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar gewesen ist,
Arbeitsbemühungen zu tätigen, hat somit nicht Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids gebildet und kann deshalb auch nicht Gegenstand des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein.
1.9 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass Gegenstand dieses
Beschwerdeverfahrens die rückwirkende Anpassung der Ergänzungsleistungen ab dem
1. Mai 2012 betreffend das Erwerbseinkommen und die ALV-Taggelder und ab dem 1.
Oktober 2013 betreffend die Mietzinsaufteilung, die mit diesen Korrekturen ausgelösten
Nachzahlungen und Rückforderungen von ordentlichen und ausserordentlichen
Ergänzungsleistungen, die Rückforderung der für das Jahr 2013 vergüteten Krankheits-
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und Behinderungskosten und die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung für das Einsprache- verfahren sind.
2.
2.1 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 und 2 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung [SR 831.30; ELG]). Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG werden zwei
Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien als Einnahmen angerechnet,
soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr. 1'000.-- übersteigen. Bei invaliden
Personen mit einem Anspruch auf ein Taggeld der IV wird das Erwerbseinkommen voll
angerechnet.
2.2 Zunächst stellt sich die Frage, ob die mit der Verfügung vom 2. Dezember 2013
vorgenommene rückwirkende Revision per 1. Mai 2012 in Bezug auf das
Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin und ihre ALV-Taggelder rechtmässig
gewesen ist. Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG kann eine formell rechtskräftig
zugesprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn sich der ihr zu Grunde liegende
Sachverhalt nachträglich erheblich verändert. Eine Änderung der jährlichen
Ergänzungsleistung kann nach Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV bei Eintritt einer voraussichtlich
längere Zeit dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten
Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens erfolgen. Die neue
Verfügung hat dabei bei einer Erhöhung des Ausgabenüberschusses auf den Beginn
des Monats, in dem die Änderung gemeldet worden ist, frühestens aber ab dem
Monat, in dem die Änderung eingetreten ist, zu erfolgen (Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV). Bei
einer Verminderung des Ausgabenüberschusses ist die jährliche Ergänzungsleistung
hingegen ab dem Beginn des Monats, der auf die Revisionsverfügung folgt,
anzupassen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung und somit rückwirkende Anpassung
der Ergänzungsleistungen bei einer Verletzung der Meldepflicht (Art. 25 Abs. 2 lit. c
ELV). Gemäss Art. 24 ELV ist der kantonalen Durchführungsstelle unverzüglich von
jeder Änderung der persönlichen Verhältnisse und von jeder ins Gewicht fallenden
Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Anspruchsberechtigten durch diesen,
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seinen gesetzlichen Vertreter oder gegebenenfalls einer Drittperson oder Behörde
Mitteilung zu machen. Die Beschwerdeführerin ist seit Mai 2012 arbeitslos gewesen
und hat seitdem ALV-Taggelder bezogen. Um diese Sachverhaltsveränderung, also
den Wegfall der Einnahmenquelle "Erwerbseinkommen" und das Hinzukommen der
Einnahmenquelle "ALV-Taggeld", hat die Beschwerdeführerin seit Mai 2012 bzw. seit
Erhalt der ersten ALV-Taggeldverfügung vom 13. Juni 2012 (EL-act. 68 S. 20) gewusst
und hätte darüber unverzüglich bei der Beschwerdegegnerin Meldung machen
müssen. Dies hat sie jedoch erst im Rahmen der periodischen Überprüfung der
Ergänzungsleistungen am 18. Oktober 2013 getan (EL-act. 68). Damit hat sie bis zu
diesem Zeitpunkt ihre Meldepflicht gemäss Art. 24 ELV verletzt. Um beurteilen zu
können, ab wann die Anpassung der Ergänzungsleistungen hat vorgenommen werden
müssen, ist deshalb mit Hinblick auf Art. 25 Abs. 2 lit. b und c ELV zu überprüfen, ob
sich der Ausgabenschuss aufgrund der per Mai 2012 eingetretenen
Sachverhaltsveränderung erhöht oder vermindert hat.
2.3 Gemäss den Taggeldabrechnungen der Arbeitslosenkasse hat die Beschwerde-
führerin von Mai 2012 bis Oktober 2013 einen Anspruch auf insgesamt Fr. 34'314.75
gehabt (EL-act. 68). Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin mit der
Verfügung vom 2. Dezember 2013 für Mai 2012 kein Erwerbseinkommen und dafür ein
jährliches ALV-Taggeld in Höhe von Fr. 12'540.-- angerechnet (EL-act. 67). Dies hat zu
einer Erhöhung des Ausgabenüberschusses geführt (vgl. EL-act. 81). Erst ab Juni 2012
hat aufgrund eines höheren Durchschnittstaggeldes ein verminderter
Ausgabenüberschuss vorgelegen. Indem die Beschwerdegegnerin die
Ergänzungsleistungen bereits rückwirkend ab Mai 2012 angepasst und eine
entsprechende Nachzahlung vorgesehen hat, hat sie, weil die Beschwerdeführerin die
zu der Erhöhung des Ausgabenüberschusses führenden Veränderungen erst im
Oktober 2013 gemeldet hat, dem Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV zuwidergehandelt. Es ist
jedoch zu berücksichtigen, dass der Lohn der Beschwerdeführerin für April 2012 erst
Ende April 2012 ausbezahlt worden ist, sodass er wirtschaftlich betrachtet nicht zur
Deckung des Bedarfs des Monats April, sondern des Monats Mai verwendet worden ist
und somit für diesen noch hat angerechnet werden müssen, obwohl die
Beschwerdeführerin bereits im Mai 2012 arbeitslos gewesen ist. Der Wegfall des
Erwerbseinkommens hätte somit erst ab Juni 2012 berücksichtigt werden dürfen.
Ausserdem ist zu beachten, dass Taggelder der Arbeitslosenkasse monatlich
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ausbezahlt werden und ausserdem gewissen Schwankungen unterliegen, weil sie sich
an der Anzahl der Arbeitstage bemessen. Die Ergänzungsleistungen eines EL-
Bezügers, dessen Einkommen starken Schwankungen unterliegt, müssen Monat für
Monat neu berechnet werden, um dem jeweils aktuellen Bedarf des EL-Bezügers
entsprechen zu können. Zudem werden Taggelder regelmässig erst im Laufe des
Folgemonats ausbezahlt. Kann das am Monatsende ausbezahlte Erwerbseinkommen
wirtschaftlich betrachtet erst zur Deckung der Ausgaben des Folgemonats verwendet
werden, so muss dies erst Recht für das erst im Folgemonat selbst ausbezahlte
Taggeld gelten (vgl. zu alldem Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 24. Mai 2016, EL 2014/51, E 3.4 f.). Da die Beschwerdeführerin erstmals ab Mai
2012 einen Anspruch auf ALV-Taggelder gehabt hat, diese also erst im Laufe des
Monats Juni 2012 erhalten hat, können ihr für den Monat Mai 2012 gar keine ALV-
Taggelder angerechnet werden. Eine Anpassung des EL-Anspruchs im Mai 2012 ist
also nicht angezeigt gewesen. Im Juni 2012 wäre der Wegfall des Erwerbseinkommens
und das auf das Jahr hochgerechnete ALV-Taggeld für Mai 2012 in Höhe von Fr.
13'312.-- (netto Fr. 1'109.30 × 12) zu berücksichtigen. Weil dies jedoch zu einer
Erhöhung des Ausgabenüberschusses führen würde und die Beschwerdeführerin über
die Sachverhaltsveränderungen hinsichtlich des Erwerbseinkommens und das ALV-
Taggeld erst im Oktober 2013 (EL-act. 73) und nicht bereits im Mai 2012 informiert hat,
ist eine rückwirkende Anpassung der Ergänzungsleistungen für Juni 2012 gemäss Art.
25 Abs. 2 lit. c ELV nicht möglich. Im Juni 2012 hat die Beschwerdeführerin kein
Erwerbseinkommen und ein ALV-Taggeld in Höhe von Fr. 2'022.-- erhalten.
Hochgerechnet auf ein Jahr sind daher in der EL-Anspruchsberechnung ALV-Taggelder
von Fr. 24'264.-- (Fr. 2'022.-- × 12) zu berücksichtigen, was im Vergleich zu dem mit
der ursprünglichen Verfügung vom 28. Dezember 2011 angerechneten und nun
weggefallenen Erwerbseinkommen in Höhe von Fr. 16'952.-- zu einer Erhöhung der
jährlichen Einnahmen und somit zu einer Verminderung des Ausgabenüberschusses
führt. Eine rückwirkende Anpassung der Ergänzungsleistungen ist demnach ab Juli
2012 vorzunehmen. Die für die darauffolgenden Monate anzurechnenden ALV-
Taggelder ergeben sich aufgrund der Taggeldansprüche des Vormonats also wie folgt
(vgl. act. G 33.2, EL-act. 68):
EL-Anspruchsmonat ALV-Taggeld des Vormonats
netto Anrechenbares (jährliches) ALV-Taggeld
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Juli 2012 Fr. 2'022.-- Fr. 24'264.--
August 2012 Fr. 2'118.30 Fr. 25'420.--
September 2012 Fr. 2'214.55 Fr.
26'575.--
Oktober 2012 Fr. 1'925.70 Fr.
23'109.--
November 2012 Fr. 2'214.55 Fr.
26'575.--
Dezember 2012 Fr. 2'118.30 Fr.
25'420.--
Januar 2013 Fr. 2'022.-- Fr. 24'264.--
Februar 2013 Fr. 2'214.65 Fr.
26'576.--
März 2013 Fr. 1'925.80 Fr. 23'110.--
April 2013 Fr. 2'022.10 Fr. 24'265.--
Mai 2013 Fr. 2'118.40 Fr. 25'421.--
Juni 2013 Fr. 2'214.65 Fr. 26'576.--
Juli 2013 Fr. 1'925.80 Fr. 23'110.--
August 2013 Fr. 2'214.65 Fr. 26'576.--
September 2013 Fr. 890.35 Fr.
10'685.--
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Oktober 2013 Fr. 699.10
Fr. 8'389.--
November 2013 Fr. 1'838.05 Fr.
22'057.--
Dezember 2013 Fr. 0.--
Fr. 0.--
Im November 2013 hat die Beschwerdeführerin keine ALV-Taggelder mehr erhalten,
weshalb ihr im Dezember 2013 kein Taggeld als Einnahme mehr angerechnet wird.
3.
3.1 Weiter hat die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 2. Dezember 2013 per
1. Oktober 2013 den ganzen Mietzins in der EL-Anspruchsberechnung berücksichtigt
bzw. mit dem Einspracheentscheid in Hinblick auf die zwei im Haushalt lebenden
Personen eine Mietzinsaufteilung per 1. Oktober 2013 vorgenommen. Gemäss Art. 10
Abs. 1 lit. b ELG wird der Mietzins einer Wohnung und die damit zusammenhängenden
Nebenkosten - bei alleinstehenden Personen in Höhe von maximal Fr. 13'200.-- - als
Ausgabe anerkannt. Indem die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung
vom 2. Dezember 2013 per 1. Oktober 2013 keine Mietzinsaufteilung mehr
vorgenommen hat, hat sie der Beschwerdeführerin den gesamten jährlichen Mietzins in
Höhe von insgesamt Fr. 16'200.-- angerechnet. Dieser hat sich über dem in Art. 10
Abs. 1 lit. b ELG festgesetzten Maximalbetrag bewegt. Zur Deckung der Differenz
zwischen dem gesetzlichen Maximalmietzins und dem höheren tatsächlichen Mietzins
hat die Beschwerdegegnerin ausserordentliche Ergänzungsleistungen ausgerichtet (vgl.
dazu EL-act. 63, 66). Die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen richten sich nach
kantonalem Recht. Die durch die Beschwerdeführerin angefochtene Verfügung, mit
welcher die Beschwerdegegnerin rückwirkend auf die Anrechnung der Mietzinsanteile
der erwachsenen Töchter verzichtet hat, ist am 2. Dezember 2013 erlassen worden. Zu
diesem Zeitpunkt hat die Fassung des St. Gallischen Ergänzungsleistungsgesetzes
(sGS 351.5; ELG/SG, gültig bis 31. Dezember 2015) des Jahres 2015 Geltung gehabt.
In der aktuellen Fassung des St. Gallischen Ergänzungsleistungsgesetzes sind
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hingegen keine ausserordentlichen Ergänzungsleistungen mehr vorgesehen. Obwohl
die Schlussbestimmungen dieser neuen Fassung keine expliziten Regelungen
betreffend das intertemporale Recht enthalten, müssen sie - insbesondere mit Blick auf
Art. 25 ELG/SG (Fassung 2016) - dahingehend interpretiert werden, dass das ausser
Kraft gesetzte Recht für die Sachverhalte, die vor Erlass der neuen Fassung
stattgefunden haben, weiterhin anwendbar ist. Gemäss Art. 5 Abs. 1. lit. b ELG/SG
(Fassung 2015) haben EL-Bezüger nur dann einen Anspruch auf ausserordentliche
Ergänzungsleistungen gehabt, wenn die um die ordentlichen Ergänzungsleistungen
erhöhten Einnahmen die Ausgaben nicht deckten und wenn ihr Reinvermögen 3⁄4 des
bundesrechtlich festgelegten Vermögenfreibetrags (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG) nicht
überstiegen. Gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. c EL SG sind für die Rückforderung und den
Erlass von ausserordentlichen Ergänzungsleistungen die Bestimmungen der
Bundesgesetzgebung über die Ergänzungsleistungen und über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts anwendbar. Weil einer Rückforderung stets eine
Korrektur der vorgängigen Leistungsverfügung vorausgehen muss, ist diese
Verordnungsnorm dahin¬gehend zu interpretieren, dass in Bezug auf die
ausserordentlichen Ergänzungsleistungen auch die im ATSG vorgesehenen
Korrekturinstrumente der Revision und Wiedererwägung anwendbar sind.
3.2 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin sowohl im Rahmen der Verfügung vom
2. Dezember 2013 für die Zeit von Mai 2012 bis September 2013 als auch im Rahmen
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 3. Juni 2015 für die Zeit ab Oktober
2013 zu Recht eine Mietzinsaufteilung vorgenommen hat.
3.2.1 Wird eine Wohnung auch von Personen bewohnt, die nicht in die EL-
Berechnung eingeschlossen sind, ist der Mietzins auf die einzelnen Personen
aufzuteilen, wobei die Mietzinsanteile der Personen, die nicht in die EL-Berechnung
eingeschlossen sind, bei der Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen ausser
Betracht gelassen werden (vgl. Art. 16 ELV). Die anerkannten Ausgaben und
anrechenbaren Einnahmen von Personen mit im selben Haushalt lebenden Kindern
werden zusammengerechnet, wenn die Kinder einen Anspruch auf eine Kinderrente der
AHV oder IV haben (Art. 9 Abs. 2 ELG, Art. 7 ELV). Anknüpfungspunkt für den Einbezug
im Haushalt lebender Kinder in die EL-Berechnung ist demnach einzig der Anspruch
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auf eine Kinderrente und nicht etwa das Alter, die Ausbildung oder die
familienrechtlichen Unterhaltsansprüche der Kinder.
3.2.2 Nachdem die beiden volljährigen Töchter der Beschwerdeführerin ab dem 1.
Juli bzw. 1. August 2011 keinen Anspruch mehr auf eine IV-Kinderrente gehabt haben
(act. G 33.3) und somit nicht mehr gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. b ELV in die EL-Berechnung
einbezogen worden sind, hat die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 26.
September 2011 ab dem 1. September 2011 eine Mietzinsaufteilung vorgenommen.
Dabei hat sie zunächst - und dies auch für die Zeit vom 1. Mai 2012 bis 31. September
2013 - den jährlichen Mietzins in Höhe von Fr. 16'200.-- durch drei geteilt und
dementsprechend nur Fr. 5'400.-- als Ausgabe der Beschwerdeführerin für Mietkosten
berücksichtigt (EL-act. 81). Vorweg ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin in
diesem Fall zu Recht auf die Vornahme einer Vergleichsrechnung verzichtet hat, da
eine solche nur möglich gewesen wäre, wenn die Töchter der Beschwerdeführerin
noch einen Anspruch auf eine Kinderrente gehabt hätten, was jedoch nicht der Fall
gewesen ist (act. G 13, vgl. RALPH JÖHL, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in:
Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Band XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2015,
Rz 50). Die Beschwerdeführerin hat geltend machen lassen, die Mietzinsaufteilung sei
zu Unrecht vorgenommen worden. Sie hat dies damit begründet, dass ihre Töchter
finanziell nicht dazu in der Lage gewesen seien, sich effektiv an den Mietkosten zu
beteiligen. Weil jedoch erstmals im Rahmen der rechtskräftigen Verfügung 26.
September 2011 eine Mietzinsaufteilung vorgenommen worden ist, hätten
diesbezüglich bereits damals allfällige Einwände einspracheweise geltend gemacht
werden müssen. Zum aktuellen Zeitpunkt kann dies nicht mehr nachgeholt werden.
Dennoch ist im Rahmen eines obiter dictum festzuhalten, dass die
Ergänzungsleistungen nicht den Zweck haben, den Lebensunterhalt von Personen
mitzufinanzieren, die nicht in die Anspruchsberechnung einbezogen sind. So soll auch
Art. 16c ELV ausschliesslich eine Ausscheidung der effektiven Wohnkosten der nicht in
die EL-Anspruchsberechnung einbezogenen Personen bewirken, die unentgeltlich in
derselben Wohnung wie der EL-Bezüger leben, damit die Ergänzungsleistungen nicht
auch für deren Mietzinsanteile aufkommen müssen (vgl. JÖHL, a.a.O., Rz 69, 110). Es
wäre deshalb festzustellen, dass eine Mietzinsaufteilung unabhängig davon, ob die
Töchter ihren Mietzinsanteil tatsächlich bezahlt haben oder effektiv haben bezahlen
können, zu Recht vorgenommen worden sei. Zudem könnte der Einwand, dass die
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Tochter B._ u.a. während der Zeit vom 1. Mai 2012 bis 30. September 2013
Wochenaufenthalterin gewesen ist (act. G 1, EL-act. 68 S. 28) und deshalb die
Gemeinschaftsräume während ihrer Abwesenheit nicht genutzt hat, für sich allein nicht
die Annahme einer unterdurchschnittlichen Nutzungsintensität und somit einer
allfälligen Abweichung von der Mietzinsaufteilung gemäss Art. 16c ELV rechtfertigen
(vgl. JÖHL, a.a.O., Rz 71). Es wäre nämlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass sich im eigenen Zimmer der Tochter B._ in der Wohnung
der Beschwerdeführerin persönliche Gegenstände befunden haben und dieses Zimmer
unter anderem deshalb während ihrer Abwesenheit unter der Woche kaum je von der
Beschwerdeführerin oder der Tochter C._ hat genutzt werden können. Auch die
Argumentation der Beschwerdeführerin dahingehend, dass sie ihre Tochter C._ im
Rahmen der Verwandtenunterstützung unentgeltlich bei sich wohnen lasse, würde
nicht zu einer Ausnahme von Art. 16c ELV führen, da eine Mietzinsaufteilung auch
vorzunehmen ist, wenn im konkreten Einzelfall auf eine Aufteilung der Kosten aus
moralischen und sittlichen Gründen verzichtet wird (vgl. JÖHL, a.a.O., Rz 69). Zudem
könnte die geltend gemachte Verwandtenunterstützung der Beschwerdeführerin
gegenüber ihrer volljährigen Tochter C._ (im konkreten Fall in natura in Form der
Finanzierung des Wohnbedarfs) für die Zeit eines EL-Anspruchs nicht als zusätzliche
Ausgabenposition im Sinne einer abzugsfähigen familienrechtlichen Unterhaltsleistung
anerkannt werden. Unterhaltsleistungen in Geld oder in Naturalien können nämlich nur
in dem Umfang angerechnet werden, in dem eine versicherte Person diese auch
unabhängig vom Bezug der Ergänzungsleistungen ausrichten könnte (JÖHL, a.a.O., Rz
110 mit Hinweisen). Weil die Beschwerdeführerin lediglich ALV-Taggelder und eine IV-
Rente bezogen hat, hat sich ihre Einnahmensituation nicht günstig gestaltet. Allerdings
ist zu bemerken, dass die für Juli 2012 bis August 2013 anzurechnenden Taggelder
relativ hoch gewesen sind. Deshalb ist der Einnahmenüberschuss der
Beschwerdeführerin während dieses Zeitraumes teilweise so hoch gewesen, dass sie
den Mietzinsanteil der Tochter C._ auch ohne den Bezug von Ergänzungsleistungen
hätte übernehmen können. Selbst wenn man jedoch in diesen Fällen den Mietzinsanteil
der Tochter C._ als abzugsfähige Unterhaltsleistung im Sinne einer
Verwandtenunterstützung akzeptieren und als zusätzliche Ausgabe in der EL-
Berechnung berücksichtigen würde, würde weiterhin ein Einnahmenüberschuss und
somit kein EL-Anspruch bestehen. In den Monaten hingegen, wo der zusätzliche
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Mietzinsanteil der Tochter C._ zu einem EL-Anspruch führen würde, könnte er
wiederum nicht als abzugsfähige Unterhaltsleistung im Sinne der
Verwandtenunterstützung betrachtet werden, weil das Vorliegen eines EL-Anspruchs
dies ausschliessen würde.
3.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die von der Beschwerdegegnerin
vorgenommene Mietzinsaufteilung vom 1. Mai 2012 bis 30. September 2013 und ab
dem 1. Oktober 2013 nicht zu beanstanden ist, weil die Beschwerdeführerin vom 1.
Mai 2012 bis 30. September 2013 mit ihren beiden Töchtern und ab dem 1. Oktober
2013 mit einer Tochter zusammengelebt hat. Der Beschwerdeführerin ist somit vom 1.
Mai 2012 bis 30. September 2013 zu Recht ein Mietzinsanteil in Höhe von Fr. 5'400.--
und ab dem 1. Oktober 2013 in Höhe von Fr. 8'100.-- als Ausgabe angerechnet
worden. Dementsprechend sind der Beschwerdeführerin mit der angefochtenen
Verfügung vom 2. Dezember 2013 aufgrund der fälschlicherweise unterlassenen
Mietzinsaufteilung ab Oktober 2013 ausserordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe
von Fr. 750.-- und ordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 1'275.-- zu viel
zugesprochen worden.
4.
4.1 Gesamthaft ist der monatliche EL-Anspruch also unter der Berücksichtigung der
genannten anzurechnenden jährlichen ALV-Taggeldansprüche und der übrigen
Einnahmen- und Ausgabenposten zu bestimmen. So ergibt sich für die Monate Juli
2012 bis August 2013 ein Einnahmenüberschuss, weshalb die Beschwerdeführerin für
diese Monate keinen EL-Anspruch hat. Im September 2013 sind den Ausgaben in
Höhe von Fr. 29'098.-- Einnahmen in Höhe von Fr. 21'357.-- gegenüberzustellen,
womit sich ein EL-Anspruch von monatlich Fr. 646.-- ([Fr. 29'098.-- - Fr. 21'357.-- = Fr.
7'742.--] ÷ 12) ergibt. Im Oktober 2013 besteht ein EL-Anspruch in Höhe von Fr.
1'062.--, da den sich u.a. aus dem angerechneten Mietzins von Fr. 8'100.--
ergebenden Ausgaben von Fr. 31'798.-- Einnahmen von Fr. 19'061.--
gegenüberstehen, für November 2013 hat die Beschwerdeführerin bei Einnahmen in
Höhe von Fr. 32'729.-- und unveränderten Ausgaben aufgrund eines
Einnahmenüberschusses erneut keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen und für
Dezember 2013 ergibt sich ein EL-Anspruch in Höhe von Fr. 1'719.-- ([Ausgaben von
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Fr. 31'294.-- - Fr. 10'672.-- = Fr. 20'622.--] ÷ 12). Auf ausserordentliche
Ergänzungsleistungen hat nie ein Anspruch bestanden.
4.2 Im Rahmen der ursprünglichen leistungszusprechenden Revisionsverfügungen
vom 28. Dezember 2011, vom 27. Dezember 2012 und vom 17. Oktober 2013 sind der
Beschwerdeführerin für das Jahr 2012 monatlich ordentliche Ergänzungsleistungen in
Höhe von Fr. 326.--, von Januar bis September 2013 monatlich ordentliche
Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 332.-- und ab Oktober 2013 monatlich
ordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 348.-- zugesprochen worden (EL-
act. 69, 78, 80). Weil die Beschwerdeführerin jedoch von Juli bis August 2013 und im
November 2013 keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen gehabt hat, im September
2013 einen Anspruch auf Fr. 646.--, im Oktober 2013 auf 1'062.-- und im Dezember
2013 auf Fr. 1'719.--, hat sie ordentliche Ergänzungsleistungen in Höhe von insgesamt
Fr. 2'561.-- (Rückforderung: Fr. 4'612.--; Nachzahlung: Fr. 2'051.--) zu viel bezogen.
Ausserdem hat sie die ihr mit der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 2013
zugesprochenen ausserordentlichen Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 750.-- zu
Unrecht bezogen, weil nie ein Anspruch auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen
bestanden hat. Ebenso hat nie ein Anspruch auf die aufgrund der in der Verfügung vom
2. Dezember 2013 vorgenommenen Anrechnung des gesamten Mietzinses zusätzlich
ausbezahlten ordentlichen Ergänzungsleistungen von Fr. 1'275.-- bestanden (vgl. E
3.3).
5. Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Verfügungen, mit denen sie
im Jahr 2013 Krankheitskosten zugesprochen hat, zu Recht aufgehoben und durch
eine Abweisungsverfügung ersetzt hat (EL-act. 60). Gemäss Art. 14 ELG ist den
Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung ein Anspruch auf die Vergütung von
Krankheits- und Behinderungskosten einzuräumen. Dieser Anspruch kann - entgegen
dem Wortlaut der Norm - nicht auf Personen beschränkt sein, denen effektiv eine
jährliche Ergänzungsleistung ausgerichtet wird, da es sich bei den Krankheits- und
Behinderungskosten um anerkannte Ausgaben handelt, die nur zur
Verfahrensvereinfachung nicht in die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen
eingebaut werden. Daraus folgt, dass eine Anspruchsberechnung, die unter Einschluss
der Krankheits- und Behinderungskosten einen Ausgabenüberschuss liefert, der tiefer
ist als die Summe der Krankheits- und Behinderungskosten, zwar keinen Anspruch auf
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eine jährliche Ergänzungsleistung, wohl aber einen Anspruch auf eine Vergütung der
Krankheits- und Behinderungskosten entstehen lässt. Dementsprechend ordnet Art. 14
Abs. 6 ELG an, dass Versicherte, die auf Grund eines Einnahmenüberschusses keinen
Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung haben, einen Anspruch auf eine
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten begründen, soweit diese den
Einnahmenüberschuss aus der Anspruchsberechnung für die jährliche
Ergänzungsleistung übersteigen (vgl. JÖHL, a.a.O., Rz 238 mit Hinweisen). Die EL-
Berechnungen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. August 2013 haben einen monatlichen
Einnahmenüberschuss in Höhe von mindestens Fr. 4'684.-- ergeben (vgl. E 2.2 und EL-
act. 62). Gemäss Rz 5230.01 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV
und IV (WEL) ist für die Vergütung der Krankheits- und Behinderungskosten der
Zeitpunkt der Entstehung der Kosten, also der Behandlungszeitpunkt bzw. der
Zeitpunkt der Rechnungsstellung durch den Behandler, massgebend. Gemäss den
vorliegenden Akten hat die Beschwerdeführerin die aufgrund der von Januar bis August
2013 erforderlichen medizinischen Behandlungen angefallenen Kosten im Umfang ihrer
Franchise von Fr. 300.-- und ihres Selbstbehalts von Fr. 700.-- selbst bezahlen müssen
(EL-act. 68 S. 76). Weil die von Januar bis August 2013 durch die Beschwerdeführerin
bezahlten Krankheitskosten in Höhe von insgesamt Fr. 1'000.-- den während dieses
Zeitraumes vorliegenden Einnahmenüberschuss von Fr. 4'684.-- nicht überstiegen
haben, sind sie nicht nach Art. 14 Abs. 6 ELG zu vergüten gewesen. Die
Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht die Verfügung vom 13. November 2013
wiedererwägungsweise aufgehoben, durch eine Abweisung der Vergütungsgesuche für
die Krankheitskosten im Jahr 2013 ersetzt und die somit für Januar bis August 2013
unrechtmässig ausbezahlten Krankheitskosten zurückgefordert.
6.
6.1 In ihrer Beschwerdeschrift hat die Beschwerdeführerin beantragt, die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, eine Parteientschädigung für die anwaltlichen
Bemühungen im Einspracheverfahren auszurichten (act. G 1). Im Rahmen des
Einspracheverfahrens werden in der Regel keine Parteientschädigungen entrichtet (vgl.
Art. 52 Abs. 3 ATSG). Eine Ausnahme der Regel greift dort, wo einer obsiegenden
Partei zuvor die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt worden ist. Während die
Vertretungskosten im Falle eines Unterliegens nämlich in einem gewissen Umfang vom
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Staat gedeckt würden, bliebe die obsiegende Partei ohne eine entsprechende
Ausnahme von Art. 52 Abs. 3 ATSG auf den Vertretungskosten sitzen. Darüber hinaus
kann eine Parteientschädigung zugesprochen werden, wenn sonstige besondere
Umstände (Aufwendungen oder Schwierigkeiten) vorliegen (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 3. Auflage 2015, Art. 52 Rz 66 ff.). Im vorliegenden Fall wird noch zu
prüfen sein, ob die Beschwerdeführerin für das Einspracheverfahren einen Anspruch
auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung gehabt hat. Dennoch kann bereits jetzt
ausgeschlossen werden, dass in ihrem Fall eine Ausnahme von Art. 52 Abs. 3 ATSG
gemacht werden müsste, weil sie im Einspracheverfahren weder obsiegt hat noch hätte
obsiegen müssen (vgl. EL-act. 6, 20). Ausserdem sind, obwohl die Einsprachefrist um
mehrere Monate erstreckt worden ist, weder der Einsprache noch der
Einspracheergänzung Hinweise darauf zu entnehmen, dass sich der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin besonders (zeit-)intensiv mit der Sache beschäftigt hätte bzw.
besondere Anstrengungen in Verbindung mit dem Verfassen oder dem Einreichen der
Einsprache hätte auf sich nehmen müssen. Die Beschwerdeführerin hat also keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung im Einspracheverfahren.
6.2 Abgesehen davon hat die Beschwerdeführerin im Einspracheverfahren selbst nicht
nur eine Parteientschädigung, sondern generell die "unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsvertretung" beantragt (EL-act. 47). Dieses Gesuch hat die Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid mit der Begründung abgewiesen, die
Beschwerdeführerin hätte ihr Anliegen selbst geltend machen und/oder die Hilfe einer
Beratungsstelle in Anspruch nehmen können (EL-act. 6). Weil die Beschwerdeführerin
diesen Einspracheentscheid angefochten hat, ist unter der Berücksichtigung der
Anträge im Rahmen der Beschwerde, mit welchen die Beschwerdeführerin neben der
Parteientschädigung im Einspracheverfahren allgemein um die Gewährung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ersucht hat, davon auszugehen, dass sie den
Einspracheentscheid auch hinsichtlich die Ablehnung ihres Gesuchs um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren beanstandet hat. Nach Art. 37 Abs. 4
ATSG wird der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt,
wo es die Verhältnisse erfordern (vgl. Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]). Der Anspruch
auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung setzt die Bedürftigkeit der gesuchstellenden
Person, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche
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Gebotenheit des Beizugs eines Anwalts voraus (KIESER, a.a.O., Art. 37 Rz 37 mit
Hinweisen). Dabei ist das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit einer
Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren nur in
Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche
Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen
oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen
(BGE 132 V 200 E. 4.1). Von Bedeutung ist auch die Fähigkeit der versicherten Person,
sich im Verfahren zurecht zu finden (BGE 125 V 32 E. 4b). Mit Blick darauf, dass das
sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz
beherrscht wird, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen
Sozialversicherungen (u.a. EL-Durchführungsstellen) also den rechtserheblichen
Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), drängt
sich eine Verbeiständung nur ausnahmsweise auf (BGE 132 V 200 E. 4.1). Im konkreten
Fall hat die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter im Einspracheverfahren
geltend machen lassen, dass die Mietzinsaufteilung zu Unrecht erfolgt und die
Rückforderung der Krankheitskosten nicht gerechtfertigt sei (EL-act. 47). Grundsätzlich
handelt es sich dabei nicht um komplizierte Anträge, deren Begründung eines
fundierten juristischen Fachwissens bedürfte. Allerdings ist den angefochtenen
Verfügungen vom 1. und 2. Dezember 2013 selbst für eine juristisch versierte Person
nicht ohne Weiteres zu entnehmen, was die Beschwerdegegnerin genau getan hat.
Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit der Verfügung
vom 2. Dezember 2013 neben ordentlichen Ergänzungsleistungen auch
ausserordentliche Ergänzungsleistungen zugesprochen. Die Zusprache
ausserordentlicher Ergänzungsleistungen ist regelmässig mit zusätzlichen
Anspruchsvoraussetzungen verknüpft. Dem Dispositiv der Verfügung vom 2. Dezember
2013, die die Verfügung betreffend den Anspruch auf ausserordentliche
Ergänzungsleistungen mit der Verfügung über die ordentlichen Ergänzungsleistungen
vermischt hat, ist nicht zu entnehmen gewesen, weshalb die Beschwerdeführerin neu
einen Anspruch auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen gehabt hat. Die
Beschwerdeführerin hat deshalb die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin anhand
der Verfügung gar nicht vollständig erfassen können. Abgesehen davon, dass es die
zeitliche Abfolge der durch die Beschwerdegegnerin im Dezember 2013 erlassenen
Verfügungen einem juristischen Laien erschwert, deren jeweiligen Inhalt zu begreifen,
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da sie keiner Logik folgt (eine Rückforderung von Krankheits- und Behinderungskosten
kann nicht verfügt werden, bevor nicht der zu dieser Rückforderung führende
Einnahmenüberschuss verfügungsweise festgestellt worden ist), geht aus dem
Verfügungsdispositiv der Verfügung vom 1. Dezember 2013 nicht eindeutig hervor,
weshalb die bereits vergüteten Fr. 1'000.-- zurückbezahlt werden müssen. Von der
Beschwerdeführerin hat deshalb nicht erwartet werden können, dass sie die
verschiedenen Verfügungsarten und die relevanten Einnahme- und Ausgabeposten
entwirren könne und sich im Einspracheverfahren zurecht finde, weshalb die
Unterstützung durch eine juristisch versierte Person im konkreten Fall notwendig
gewesen ist. Die Beschwerdegegnerin hält der Beschwerdeführerin weiter entgegen,
sie hätte sich im Rahmen des Einspracheverfahrens mit dem "Beizug" von Fach- und
Vertrauensleuten sozialer Institutionen/unentgeltlicher Rechtsberatungen behelfen
müssen. Die Beschwerdegegnerin verkennt, dass eine derartige unentgeltliche
Beratung grundsätzlich jedem Gesuch um eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung
entgegengehalten werden könnte, womit das Recht auf eine unentgeltliche
Rechtsverbeiständung seines Sinns entleert würde. Somit können der
gesuchstellenden Person nicht hypothetisch vorhandene Rechtskenntnisse eines
unbestimmten Personenkreises angerechnet werden, da keine
Schadenminderungspflicht besteht, die es jeder gesuchstellenden Person aufträgt, vor
Inanspruchnahme der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zunächst sämtliche
möglichen unentgeltlichen Rechtsberatungen auszuschöpfen. Zudem ist fraglich, ob
entsprechende rechtskundige Beratungen, geschweige denn rechtskundige
Vertretungen, die den Beizug einer anwaltlichen Vertretung entbehrlich machen
würden, überhaupt voraussetzungslos und jeder Person kostenlos zur Verfügung
stehen (vgl. zum Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.
Gallen vom 6. September 2013, IV 2013/237 E 3.3 f.). Da die Inanspruchnahme der
Hilfe einer juristisch versierten Drittperson notwendig gewesen ist und da der
Beschwerdeführerin nicht vorgehalten werden kann, dass sie sich an ihren
Rechtsvertreter und nicht an eine unentgeltliche Beratung gewandt hat (dies
insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass für die Einreichung
eines Rechtsmittels jeweils nur 30 Tage Zeit bleiben und dass die Thematik aufgrund
des Anspruchs auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen komplexer als ein
Durchschnittsfall ist), ist die Notwendigkeit einer Rechtsvertretung im vorliegenden Fall
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zu bejahen. Da die Beschwerdeführerin zudem als bedürftig gilt und praktisch kein
Vermögen besitzt (vgl. EL-Anspruch ab Dezember 2013 und Januar 2014, EL-act. 6)
und da das Einspracheverfahren nicht von Vornherein aussichtslos gewesen ist, ist der
Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das
Einspracheverfahren vollumfänglich zu gewähren. Die Beschwerdegegnerin, an welche
die Sache zurückzuweisen ist, wird die Höhe der im Rahmen der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung zuzusprechenden Parteientschädigung festsetzen.
7.
7.1 Auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren hat die Beschwerdeführerin die
Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung beantragt. Gemäss Art. 99 Abs.
1 und 2 des St. Gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1;
VRP; nachfolgend VRP/SG) werden in sachgemässer Anwendung der Vorschriften des
Zivilprozessrechts u.a. vor Versicherungsgericht die unentgeltliche Rechtspflege und
die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt. Art. 117 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (SR 272; ZPO) räumt jeder Person, die nicht über die
erforderlichen Mittel verfügt, einen Anspruch auf die unentgeltliche Rechtspflege ein,
wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Dabei umfasst die
unentgeltliche Rechtspflege die Befreiung von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen,
die Befreiung von den Gerichtskosten sowie die gerichtliche Bestellung einer
Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistandes, wenn dies zur Wahrung der Rechte
notwendig ist (Art. 118 ZPO). Abzustellen ist also darauf, ob eine finanzielle
Bedürftigkeit gegeben ist, ob das Verfahren nicht aussichtslos ist und ob die Vertretung
notwendig oder doch geboten ist. Als bedürftig ist anzusehen, wer die erforderlichen
Gerichts- und Parteikosten nur bezahlen kann, indem er die Mittel heranzieht, die er
eigentlich zur Deckung des Grundbedarfs für sich und seine Familie braucht (vgl.
FRANK EMMEL, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Kommentar, Art.
117 Rz 4). Die Grenze der Bedürftigkeit liegt höher als diejenige des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums und berücksichtigt, ob die Partei die infrage
stehenden Vertretungskosten aus ihrem realisierbaren Einkommen und Vermögen
innert angemessener Frist effektiv bezahlen kann (KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz 177 f. mit
Hinweisen; vgl. auch EMMEL, a.a.O., Art. 117 Rz 9, 12). In der Replik hat der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass die Bedürftigkeit der
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Beschwerdeführerin aus den Akten der Sozialversicherungsanstalt und insbesondere
aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin Ergänzungsleistungen beziehe,
hervorgehe (act. G 13). Der Bezug von Ergänzungsleistungen allein genügt jedoch nicht
für die Annahme einer Bedürftigkeit. Allerdings hat die Beschwerdeführerin ab dem 1.
Januar 2015 Ausgaben von jährlich Fr. 32'106.-- und Einnahmen von jährlich Fr.
10'720.-- gehabt. Aufgrund dieses beträchtlichen Ausgabenüberschusses und unter
der Berücksichtigung des vorliegenden Vermögens in Höhe von Fr. 1'722.-- (vgl. EL-
act. 14) ist tatsächlich nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin dazu in
der Lage wäre, das Anwaltshonorar in naher Zukunft zu bezahlen. Die Bedürftigkeit der
Beschwerdeführerin ist deshalb zu bejahen. Weiter darf das Verfahren nicht
aussichtslos sein. Dies wäre dann der Fall, wenn die Gewinnaussichten kaum mehr als
ernsthaft bezeichnet werden können und eine Anhebung eines Verfahrens geradezu
rechtsmissbräuchlich wäre. Aufgrund der Komplexität der Fragestellungen im
Sozialversicherungsrecht ist eine solche Aussichtslosigkeit nur zurückhaltend
anzunehmen und auch in diesem Falle nicht vorhanden (vgl. KIESER a.a.O., Art. 61 Rz
182). Bei der Frage der Notwendigkeit einer Vertretung ist im Rahmen von Art. 61
ATSG zu prüfen, ob eine nicht bedürftige Person unter sonst gleichen Umständen
vernünftigerweise ebenfalls eine Vertretung beanspruchen würde, weil sie selber zu
wenig rechtskundig ist und das Interesse am Prozessausgang den Aufwand
rechtfertigt. Dabei ist die Notwendigkeit gegeben, wenn die Partei auf dem infrage
stehenden Rechtsgebiet nicht als "bewandert" gelten kann (vgl. KIESER a.a.O., Art. 61
Rz 183). Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über keine
tiefergehenden Kenntnisse in den Ergänzungsleistungen verfügt und somit nicht als in
diesem Rechtsgebiet bewandert gelten kann. Zudem resultiert aus den Verfügungen
vom 1. und 2. Dezember 2013 sowie dem Einspracheentscheid eine
Rückforderungssumme in Höhe von insgesamt Fr. 12'375.--, weswegen der Beizug
einer rechtlichen Vertretung nachvollziehbar erscheint und wohl auch erfolgt wäre,
wenn die Beschwerdeführerin nicht bedürftig gewesen wäre. Dem Gesuch der
Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den
Gerichtskosten und unentgeltliche Rechtsverbeiständung) ist deshalb zu entsprechen.
8.
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8.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist der Einspracheentscheid vom 3. Juni
2015 aufzuheben und durch den folgenden Entscheid zu ersetzen: Die
Beschwerdeführerin hat von Juli 2012 bis August 2013 aufgrund eines
Einnahmenüberschusses keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Im September
2013 hat sie einen Anspruch auf Fr. 646.--, im Oktober 2013 auf Fr. 1'062.--, im
November 2013 hat sie erneut aufgrund eines Einnahmenüberschusses keinen
Anspruch auf Ergänzungsleistungen und im Dezember 2013 hat sie einen Anspruch auf
Fr. 1'719.--. Ein Anspruch auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen hat nie
bestanden. Die Beschwerdeführerin hat einen Anspruch auf eine unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren. Die Beschwerdegegnerin hat die Höhe
des Anspruchs zu bestimmen. Dazu ist die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
8.2 Da das vorliegende Verfahren zum Teil die kantonalrechtliche, ausserordentliche
Ergänzungsleistung und somit nicht ausschliesslich die bundesrechtliche, ordentliche
Ergänzungsleistung bzw. die Krankheits- und Behinderungskosten betrifft, steht
diesbezüglich nur der kantonalrechtliche Rechtsmittelweg offen. Eine allfällige
Beschwerde gegen den die Mietzinsaufteilung und somit gegen den die
ausserordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teil dieses Entscheides muss
deshalb nicht beim Bundesgericht, sondern beim Verwaltungsgericht des Kantons St.
Gallen erhoben werden. Zudem gilt diesbezüglich die kürzere Rechtsmittelfrist von 14
statt 30 Tagen.
8.3 Der Staat bezahlt zufolge der Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin im
Beschwerdeverfahren. Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann sie
jedoch zur Rückerstattung der Parteientschädigung verpflichtet werden (Art. 123 Abs. 1
der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272; ZPO] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
Das Honorar wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Bei einem durchschnittlichen EL-Fall
spricht das Versicherungsgericht praxisgemäss eine pauschale Parteientschädigung
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von Fr. 3'500.-- zu. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote
eingereicht. Weil zur Anfechtung dieses Entscheides zwei Rechtsmittelwege - der
bundesrechtliche und der kantonalrechtliche - offen stehen, ist die Parteientschädigung
dem jeweiligen Aufwand entsprechend aufzuteilen. Das Aktendossier war im
vorliegenden Fall nicht sehr umfangreich und der Wortlaut der Beschwerdeschrift, in
der der Rechtsvertreter beinahe ausschliesslich Argumente in Bezug auf die
Mietzinsaufteilung angebracht hat, entsprach grösstenteils dem der Einsprache. Die
Replik, in der der Rechtvertreter sich neben dem Gesuch um die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung ebenfalls ausschliesslich auf die Mietzinsaufteilung bezogen hat,
ist sehr kurz ausgefallen. Akten zum Gesuch um die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung sind trotz grosszügig erstreckter Frist nicht eingereicht worden
(vgl. act. G 13). Auf die Androhung einer reformatio in peius in Bezug auf die
ordentlichen Ergänzungsleistungen hat der Rechtsvertreter nach einer abermals
grosszügig erstreckten Frist mit einer halbseitigen Stellungnahme reagiert. Obwohl der
Rechtsbeistand zusätzlich jene die ordentlichen Ergänzungsleistungen bzw. die
Krankheits- und Behinderungskosten betreffenden Akten hat studieren müssen, die
das Gericht während des Beschwerdeverfahrens bei der Beschwerdegegnerin
eingeholt hat, ist aufgrund des Gesagten nicht davon auszugehen, dass er für das
vorliegende Beschwerdeverfahren in Bezug auf die ausserordentlichen
Ergänzungsleistungen mehr als 3 Stunden und in Bezug auf die ordentlichen
Ergänzungsleistungen und die Krankheits- und Behinderungskosten mehr als 7
Stunden aufgewendet hat. Daher erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr.
2'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) im vorliegenden Fall als angemessen.
Diese ist allerdings um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes,
sGS 963.70). Unter Berücksichtigung des jeweiligen ungefähren Aufwands hat der
Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin somit pauschal mit Fr. 2'000.--, für
den die kantonalrechtliche Fragestellung betreffenden Teil also im Umfang von Fr.
600.-- und für den die bundesrechtlichen Fragestellungen betreffenden Teil im Umfang
von Fr. 1'400.-- (jeweils inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer), zu entschädigen.
8.4 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).