Decision ID: 3c03a86e-62bb-4525-b5b6-19d647e6bd8e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 7. April 2020 (FE190103-E)
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Rechtsbegehren:
(Urk. 12 S. 2)
"1. Ziffer 3 des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 des  Hinwil sei wie folgt zu ändern:
Es sei für die Kinder C._, geb. tt. mm. 2009, D._, geb. tt. mm. 2011, und E._, geb. tt. mm. 2015, eine Besuchs- und Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errichten mit der Aufgabe, Massnahmen in Bezug auf die Gewährung des Kindeswohls, insbesondere eine  der Kinder, zu prüfen. Es sei die KESB Bezirk Hinwil , eine geeignete Person als Beistand zu bestellen.
[...]"
(Urk. 54 und Prot. S. 32 f., sinngemäss)
1. Die mit Ziffer 4 des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 des  Hinwil genehmigte Vereinbarung der Parteien sei wie folgt zu ändern:
5. Kindesunterunterhalt Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchgegnerin mo-
natlich im Voraus die folgenden Unterhaltsbeiträge für seine  zu leisten:
• für C._: Fr. 821.–
• für D._: Fr. 832.–
• für E._: Fr. 818.–
Es sei der Gesuchsteller darüber hinaus zu verpflichten, die  Kinderzulagen sowie aktuell 3⁄4 der vertraglichen  der F._ [Bank] an die Gesuchgegnerin .
Für den Fall, dass der Gesuchsteller zukünftig alleine wohnen sollte, sei er zu verpflichten, der Gesuchgegnerin monatlich im Voraus die folgenden Unterhaltsbeiträge für seine Kinder zu :
• für C._: Fr. 293.–
• für D._: Fr. 304.–
• für E._: Fr. 290.–
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Ab Geburt des neuen Kindes sei der Gesuchsteller zu , der Gesuchgegnerin monatlich die folgenden  für seine Kinder zu leisten:
• für C._: Fr. 652.–
• für D._: Fr. 663.–
• für E._: Fr. 649.–
Es sei der Gesuchsteller darüber hinaus zu verpflichten, die  Kinderzulagen sowie 3/5 der aktuellen vertraglichen Familienzulagen an die Gesuchgegnerin weiterzuleiten.
Für den Fall, dass der Gesuchsteller zukünftig alleine wohnen sollte, sei er zu verpflichten, der Gesuchgegnerin die folgenden Unterhaltsbeiträge für seine Kinder zu leisten:
• für C._: Fr. 500.–
• für D._: Fr. 511.–
• für E._: Fr. 497.–
6. Ehegattenunterhalt
Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchgegnerin für die Dauer des Getrenntlebens folgende, monatlich im Voraus zahlbare persönliche Ehegattenunterhaltsbeiträge zu bezahlen:
• Fr. 760.–
Ab der Geburt des Kindes und mit Wirkung ab Juni 2020 sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchgegnerin monatliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 370.– zu bezahlen.
Sollte der Gesuchsteller zukünftig alleine wohnen, sei , dass für die Dauer des Getrenntlebens keine  zu bezahlen seien.
7. Grundlagen der Unterhaltsberechnung
Die finanziellen Verhältnisse der Parteien seien wie folgt :
Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil Bonus, exkl. Kinder- und Familienzulagen):
• Gesuchgegnerin: Fr. 3'500.00
• Gesuchsteller: Fr. 11'458.10
• Kinder: je Fr. 262.50
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(Kinderzulagen und aktuell 1⁄4 der Familienzulagen) [Erweitertes Existenzminimum der Gesuchgegnerin]
Für die vorliegende Unterhaltsberechnung gehen die Parteien von einem Nettobonus des Ehemannes von Fr. 39'084.– (= monatlich Fr. 3'257.–) aus.
Fällt der Bonus höher als Fr. 39'084.– aus, so habe sich der  der Gesuchgegnerin und der Kinder rückwirkend ab 1. Januar 2019 um 52.5% des Differenzbetrags zu Fr. 39'084.– zu erhöhen, umgerechnet auf 12 Monate. Fällt der Bonus aber tiefer aus, so habe sich der Nettobonusanteil der Gesuchgegnerin und der Kinder rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 um 52.5% des Differenzbetrags zu reduzieren, umgerechnet auf 12 Monate.
(Rechnungsbeispiel 1: Nettobonus Fr. 42'084.– abzüglich Fr. 39'084.– = Fr. 3'000.–, davon Anteil der Gesuchgegnerin und der Kinder 52.5% = Fr. 1'575.– / 12 = Fr. 131.25; Rechnungsbeispiel 2: Nettobonus Fr. 37'084.– abzüglich Fr. 39'084.– = Fr. -2'000.–, davon Anteil der Gesuchgegnerin und der Kinder 52.5% = Fr. 1'050.– / 12 = Fr. 100.–).
Eine positive Anpassung des Anteils der Gesuchgegnerin sowie der Kinder soll bis zu einem Nettobonus von maximal Fr. 53'500.– gehen. Diese Bonusregelung soll ab der Bonuszahlung 2019 ( Geschäftsjahr 2018) für die weitere Dauer des  gelten.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzl. MwSt.) zu Lasten der Gesuchgegnerin.
Urk. 79 S. 2:
"1. Es sei für die Kinder eine Erziehungsbeistandschaft zu errichten mit folgenden Aufgaben:
- Begleitung und Beratung der Eltern in der Erziehung ( bei Entscheidungen betreffend die Religion,  und Schule der Kinder) mit der Ermächtigung, den Eltern im Bedarfsfall konkrete Weisungen zu erteilen
- Organisation und Sicherstellung der Durchsetzung des  angeordneten Besuchsrechts, insbesondere mit  Aufgaben: o Verbindliche Festlegung der konkreten Modalitäten be-
züglich Übergabeort, -zeit und -art der Kinder zwecks Ausübung des Besuchsrechts;
o Unterstützung bei der Aufgleisung des Besuchsrechts gemäss Vereinbarung vom 14.05.2018; Organisation der erstmaligen Einführung des Besuchsrechts mit fachmännischer Begleitung;
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o Unterstützung und Überwachung der Parteien bei der Umsetzung des Besuchsrechts.
- Funktion der Ansprechperson bei Fragen der Eltern, , Institutionen
2. Es sei der Gesuchgegnerin im Falle der Verweigerung des , insbesondere im Falle der Verweigerung der  von Anweisungen der Beiständin, eine Strafe gemäss Art. 292 StGB anzudrohen."
Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 7. April 2020:
1. Das Gesuch des Beklagten vom 4. Juli 2019 um Abänderung von Dispositiv-
Ziffer 4.5. bis 4.7. des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 des Bezirksge-
richts Hinwil (EE170096-E) wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben,
soweit damit die Abänderung mit Wirkung ab 21. Mai 2019 beantragt wurde.
2. Auf den Antrag des Beklagten, es sei Frau G._ als Beiständin abzu-
setzen und eine neue Beiständin einzusetzen, wird nicht eingetreten.
3. Das Gesuch des Beklagten vom 1. Oktober 2019 um Abänderung von Dis-
positiv-Ziffer 4.5. bis 4.7. des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 des Be-
zirksgerichts Hinwil (EE170096-E) wird abgewiesen.
4. Das Gesuch des Beklagten um Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft
wird abgewiesen.
5. Der Beiständin der Kinder werden in Ergänzung zur Aufgabe gemäss Ehe-
schutzurteil vom 14. Mai 2018 des Bezirksgericht Hinwil (EE170096-E) die
folgenden Aufgaben übertragen:
− Unverzügliche Organisation eines ersten Treffens zwischen den  und dem Beklagten in Begleitung einer Vertrauensperson der Kinder (evtl. einer Fachperson);
− Unterstützung bei der weiteren Aufgleisung des Besuchsrechts gemäss Vereinbarung vom 14. Mai 2018;
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− Verbindliche Festlegung der konkreten Modalitäten bezüglich  und -art der Kinder zwecks Ausübung des Besuchsrechts  Vereinbarung vom 14. Mai 2018;
− Unterstützung und Überwachung der Parteien bei der Umsetzung des Besuchsrechts.
6. Der Antrag, es sei der Klägerin im Falle der Verweigerung des Besuchs-
rechts, insbesondere im Falle der Verweigerung der Befolgung von Anwei-
sungen der Beiständin, eine Strafe gemäss Art. 292 StGB anzudrohen, wird
abgewiesen.
7. Die Regelung der Kosten -und Entschädigungsfolgen bleibt dem Endent-
scheid vorbehalten.
8. (Schriftliche Mitteilung).
9. (Berufung).
Berufungsanträge:
des Beklagten, Gesuchstellers und Berufungsklägers (Urk. 1):
"1. Die Verfügung vom 7. April 2020 des Einzelgerichts des Bezirksgerichts
Hinwil sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz .
2. Eventualiter sei die Verfügung vom 7. April 2020 des Einzelgerichts des Be-
zirksgerichts Hinwil wie folgt neu zu fassen:
2. (Ersatzlos streichen)
3. In Gutheissung des Gesuchs des Beklagten/Berufungsklägers wird  4.5 bis 4.7 des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 des  Hinwil (EE170096-E) wie folgt neu gefasst:
5. Kindesunterhalt
Der Ehemann wird verpflichtet, seiner Ehefrau monatlich im Voraus die folgenden Unterhaltbeiträge für seine Kinder zu leisten:
Von 01.10.2019 - 07.05.2020 ● für C._: CHF 960.00 ● für D._: CHF 771.00 ● für E._: CHF 757.00
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Der Ehemann wird darüber hinaus verpflichtet, die gesetzlichen  sowie 3⁄4 der vertraglichen Familienzulage der F._ an die Ehefrau weiterzuleiten.
Ab 08.05.2020
● für C._: CHF 828.00 ● für D._: CHF 639.00 ● für E._: CHF 625.00
Der Ehemann wird darüber hinaus verpflichtet, die gesetzlichen  sowie 3/5 der vertraglichen Familienzulage der F._ an die Ehefrau weiterzuleiten.
Für den Fall, dass der Ehemann zukünftig alleine wohnen sollte, wird er verpflichtet, seiner Ehefrau monatlich im Voraus die folgenden  für seine Kinder zu leisten:
● für C._: CHF 660.00 ● für D._: CHF 471.00 ● für E._: CHF 457.00
6. Ehegattenunterhalt
Der Ehemann verpflichtet sich, der Ehefrau während der Dauer des Getrenntlebens folgende monatlich im Voraus zahlbare persönliche Ehegattenunterhaltsbeiträge zu bezahlen:
Von 01.10.2019 - 07.05.2020 ● CHF 635.00
Ab 08.05.2020
● CHF 367.00
Für den Fall, dass der Ehemann zukünftig alleine wohnen sollte, sei festzustellen, dass er der Ehefrau während der Dauer des  keine persönlichen Ehegattenunterhaltsbeiträge zu bezahlen hat.
7. Grundlagen der Unterhaltsberechnung Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil Bonus, exkl. Kinder- und ): ● Ehefrau Fr. 3'500.00 ● Ehemann Fr. 11'458.10 ● Kinder: je Fr. 250.00 (Kinderzulagen und akutell 1/5 der Familienzulagen)
[Erweitertes Existenzminimum der Ehefrau]
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Für die vorliegende Unterhaltsberechnung gehen die Parteien von  Nettobonus des Ehemannes von Fr. 39'084.-- (= monatlich Fr. 3'257.--) aus.
Fällt der Bonus höher als Fr. 39'084.-- aus, so erhöht sich der  der Ehefrau und der Kinder rückwirkend ab 1. Januar 2019 um 52.5% des Differenzbetrags zu Fr. 39'084.-- umgerechnet auf 12 Monate. Fällt der Bonus aber tiefer aus, so reduziert sich der Nettobonusanteil der Ehefrau und der Kinder rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 um 52.5% des  umgerechnet auf 12 Monate. (Rechnungsbeispiel 1:  Fr. 42'084.-- abzüglich Fr. 39'084.-- = Fr. 3'000.-- davon Anteil der Ehefrau und der Kinder 52.5% = Fr. 1'575.-- / 12 = Fr. 131.25; Rechnungsbeispiel 2: Nettobonus Fr. 37'084.--  Fr. 39'084.-- = - Fr. 2'000.--, davon Anteil der Ehefrau und der Kinder 52.5% = - Fr. 1'050.-- / 12 = - Fr. 100.--).
Fällt der Bonus höher als Fr. 39'084.-- aus, so erhöht sich der Un-
terhaltsbeitrag der Ehefrau und der Kinder rückwirkend ab 1. Januar 2020 um 48% des Differenzbetrags zu Fr. 39'084.–  auf 12 Monate. Fällt der Bonus aber tiefer aus, so  sich der Nettobonusanteil der Ehefrau und der Kinder rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 um 48% des  umgerechnet auf 12 Monate. (Rechnungsbeispiel 1:  Fr. 42'084.-- abzüglich Fr. 39'084.– = Fr. 3'000.-- davon Anteil der Ehefrau und der Kinder 48% = Fr. 1'440.-- / 12 = Fr. 120.00; Rechnungsbeispiel 2: Nettobonus Fr. 37'084.--  Fr. 39'084.– = - Fr. 2'000.--, davon Anteil der Ehefrau und der Kinder 48% = - Fr. 960.-- / 12 = - Fr. 80.--).
Eine positive Anpassung des Anteils der Ehefrau sowie der Kin-
der geht bis zu einem Nettobonus von maximal Fr. 53'500--.  Bonusregelung gilt ab der Bonuszahlung 2019 (betreffend  2018) für die weitere Dauer des Getrenntlebens.
4. In Gutheissung des Gesuchs des Beklagten/Berufungsklägers
wird für die Kinder C._, geb. tt. mm. 2009, D._, geb. tt. mm. 2011 und E._, geb. tt. mm. 2015 eine Besuchs- und  im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet mit folgenden Aufgaben:
- Begleitung und Beratung der Eltern in der Erziehung ( bei Entscheiden betreffend die Religion,  und Schule der Kinder) mit der Ermächtigung, den  im Bedarfsfall konkrete Weisungen zu erteilen.
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- Organisation und Sicherstellung der Durchsetzung des  angeordneten Besuchsrechts, insbesondere mit  Aufgaben:
○ Verbindliche Festlegung der konkreten Modalitäten  Übergabeort, -zeit und -art der Kinder zwecks Ausübung des Besuchsrechts;
○ Unterstützung bei der Aufgleisung des Besuchsrechts gemäss Vereinbarung vom 14.05.2018; Organisation der erstmaligen Einführung des Besuchsrechts mit fachmännischer Begleitung;
○ Unterstützung und Überwachung der Parteien bei der Umsetzung des Besuchsrechts.
- Funktion der Ansprechperson bei Fragen der Eltern, Schulen und Institutionen
- Prüfung der Notwendigkeit weiterer , insbesondere Fremdplatzierung
Die KESB Bezirk Hinwil wird angewiesen, eine geeignete Person
als Beistand oder Beiständin zu bestellen, wobei davon Vormerk zu nehmen ist, dass Frau G._ nicht zur Wahl steht.
5. (Ersatzlos streichen)
6. In Gutheissung des Gesuchs des Beklagten wird der Klägerin für den Fall der Verweigerung des Besuchsrechts, insbesondere im Falle der Verweigerung der Befolgung von Anweisungen der  bzw. des Beistandes, eine Strafe gemäss Art. 292 StGB angedroht.
3. Subeventualiter sei das Berufungsverfahren nach Einholen der  bis zum Vorliegen der Anerkennung der Vaterschaft für Tochter H._ durch den Berufungskläger zu sistieren.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzl. MwSt.) zu  der Berufungsbeklagten.
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Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind seit dem tt. August 2007 verheiratet und Eltern von
C._, geboren tt. mm. 2009, D._, geboren tt. mm. 2011 und von E._,
geboren tt. mm. 2015 (Urk. 7/2). Mit Urteil vom 14. Mai 2018 erliess das Einzelge-
richt im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil Eheschutzmassnah-
men (Urk. 7/6). Am 10. Januar 2019 reichte der Beklagte, Gesuchsteller und Be-
rufungskläger (fortan Beklagter) beim Bezirksgericht I._ ein Gesuch um Ab-
änderung der Eheschutzmassnahmen ein; das Verfahren wurde mit Verfügung
vom 21. Mai 2019 als durch Rückzug erledigt abgeschrieben (Urk. 7/28). Seit dem
1. Juli 2019 stehen die Parteien nun vor Vorinstanz im Scheidungsprozess. Ein
am 4. Juli 2019 gestelltes Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen im
Sinne der Abänderung des Eheschutzurteils vom 14. Mai 2018 zog der Beklagte
mit Schreiben vom 30. September 2019 wiederum zurück, ausgenommen seinen
Antrag um Errichtung einer Besuchs- und Erziehungsbeistandschaft (Urk. 2 S. 5
f.). Mit Eingabe vom 1. Oktober 2019 stellte der Beklagte erneut ein Abände-
rungsgesuch. Für den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens ist auf
den angefochtenen Entscheid zu verweisen (Urk. 2 S. 6 f.). Am 7. April 2020 er-
liess die Vorinstanz die eingangs erwähnte Verfügung (Urk. 2).
2. Am 12. Mai 2020 erhob der Beklagte Berufung mit den eingangs zitierten
Anträgen (Urk. 1 S. 2 ff.). Der Kostenvorschuss gemäss Verfügung vom 10. Juni
2020 ging innert Frist ein (Urk. 8 und 9).
3. Da sich die Berufung als unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer
Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
II.
1. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-
fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges
Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1 m.w.Hinw. auf die Botschaft zur
Schweizerischen ZPO, BBl 2006, S. 7374). Mit der Berufung kann eine unrichtige
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Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend
gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränk-
te Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger
Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. Ap-
ril 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hin-
reichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den an-
gefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genann-
ten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Ein-
tretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Er-
wägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinander-
setzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die
massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erho-
ben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Beru-
fungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder
deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer
5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai
2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanfor-
derungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel-
instanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtli-
chen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu be-
schränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-
stanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw.;
BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; BGer 4A_258/2015 vom
21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1
und E. 5). Insofern erfährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Beru-
fungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.;
Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). In diesem Rahmen ist insoweit auf die
Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist
(BGE 134 I 83 E. 4.1 m.w.Hinw.).
2. Neue Tatsachen und Beweismittel können bei Verfahren betreffend Kinder-
belange im Berufungsverfahren auch dann vorgebracht werden, wenn die Vor-
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aussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349
E. 4.2.1).
3. Auf die Parteivorbringen ist insoweit einzugehen, als dies für die Entscheid-
findung erforderlich ist.
4. Der Beklagte stellt als Hauptantrag ausschliesslich einen Rückweisungsan-
trag, ohne einen Antrag in der Sache zu stellen, wie im Falle einer "Neubeurtei-
lung" zu entscheiden wäre. Dies ist unzulässig bzw. ungenügend. Die Berufung
ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 318 Abs. 1 lit. b ZPO) und die Beru-
fungsinstanz besitzt volle Kognition in Sach- und Rechtsfragen, weshalb Rechts-
mittelanträge entsprechend zu formulieren sind. Auf den Hauptantrag kann bereits
aus diesem Grund nicht eingetreten werden.
5. Eventualiter verlangt der Beklagte, Dispositiv-Ziffer 2 der angefochtenen
Verfügung sei ersatzlos zu streichen (Urk. 1 S. 2). In der betreffenden Dispositiv-
Ziffer ist die Vorinstanz auf das Gesuch um Absetzung der Beiständin bzw. deren
Auswechslung mangels sachlicher Zuständigkeit nicht eingetreten. Aus der Be-
gründung in der Berufung ist zu schliessen, dass der Beklagte die Auffassung ver-
tritt, dass die Vorinstanz zuständig gewesen wäre und sie auf das Gesuch hätte
eintreten müssen (Urk. 1 S. 11). Dem kann nicht gefolgt werden. Nach Art. 315a
Abs. 1 ZGB trifft das Gericht, das für ein familienrechtliches Verfahren zuständig
ist und die Beziehungen der Eltern zu den Kindern zu gestalten hat, auch die nö-
tigen Kindesschutzmassnahmen und betraut die Kindesschutzbehörde mit dem
Vollzug. Das Gericht kann somit beispielsweise eine Beistandschaft anordnen, die
Person des Beistandes oder der Beiständin bestimmt demgegenüber die für den
Vollzug zuständige Kindesschutzbehörde. Die gleiche Zuständigkeitsordnung gilt
bei einem allfälligen Wechsel der Beistandsperson, welcher sich aufgrund des
Verweises in Art. 314 Abs. 1 ZGB nach Art. 423 ZGB richtet. Für einen allfälligen
Wechsel der Beistandsperson ist demnach die Kindesschutzbehörde, vorliegend
die KESB Hinwil, und nicht das Massnahmengericht zuständig. Die Vorinstanz hat
ihre Zuständigkeit zu Recht verneint. Die angefochtene Dispositiv-Ziffer 2 ist zu
bestätigen.
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6. Eventualiter verlangt der Beklagte zudem die Aufhebung von Dispositiv-
Ziffer 3, mit welcher die Vorinstanz das Abänderungsbegehren betreffend den
Kindes- und Ehegattenunterhalt abwies (Urk. 1 S. 2, S. 14 ff.).
6.1 Im Wesentlichen macht er geltend, er habe anlässlich der Verhandlung vom
19. Dezember 2019 ausgeführt, dass er voraussichtlich im Mai 2020 erneut Vater
werde, was zu einer Veränderung des Bedarfs führen werde. Er opponiere gegen
die Feststellung der Vorinstanz, wonach die bevorstehende Geburt des Kindes
(bzw. die Anerkennung durch den Beklagten) abgewartet werden müsse, bis sie
im Abänderungsverfahren Berücksichtigung finden könne. Da die Vaterschaft
rückwirkend auf den Zeitpunkt der Geburt erfolge und der Beklagte auch rückwir-
kend auf diesen Zeitpunkt unterhaltspflichtig werde, eine Abänderung seiner Un-
terhaltspflicht aber erst ab dem Zeitpunkt der Einreichung eines Abänderungsge-
suchs möglich sei, entstünde für den Beklagten ein Dilemma, wenn er das Abän-
derungsverfahren nicht bereits vorzeitig anhängig machen könnte. Namentlich
hätte er für einen nicht unbeachtlichen Zeitraum hinzunehmen, dass er zwar für
ein zusätzliches Kind unterhaltspflichtig wäre, dies jedoch bei seiner Leistungsfä-
higkeit in Bezug auf den ehelichen Unterhalt unberücksichtigt bliebe. Am tt. mm.
2020 habe J._ eine gesunde Tochter namens H._ zur Welt gebracht.
Der Ehemann von J._ werde die "Vaterschaftsaberkennung" so bald wie
möglich einreichen müssen, hernach werde der Beklagte H._ als seine eige-
ne Tochter anerkennen und damit ihr gegenüber ab Geburt unterhaltspflichtig sein
(Urk. 1 S. 14).
6.2 Ändern sich die Verhältnisse, so passt das Gericht auf Begehren eines Ehe-
gatten die Massnahmen an oder hebt sie auf, wenn ihr Grund weggefallen ist (Art.
179 Abs. 1 ZGB). Vorausgesetzt wird eine wesentliche und dauerhafte Verände-
rung der Verhältnisse. Im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheids war das
Kind noch nicht geboren, weshalb die Vorinstanz den Beklagten zu Recht auf ein
(neues) Abänderungsverfahren verwies (Urk. 2 S. 25 f.).
6.3 In der Zwischenzeit ist H._ auf der Welt und es fragt sich, ob die Beru-
fungsinstanz dieses Novum zu berücksichtigen hat. Zu beachten ist allerdings,
dass der Beklagte rechtlich (noch) nicht der Vater ist. Er führt selbst aus, dass der
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Ehemann der Mutter von H._ die Anfechtung der Vermutung der Vaterschaft
so bald wie möglich einreichen müsse. Einstweilen gilt aufgrund der Ehelichkeits-
vermutung der Ehemann von J._ als Vater (Art. 255 Abs. 1 ZGB). Dies
spricht gegen die Berücksichtigung. Selbst wenn H._ in Bezug auf die Unter-
haltspflicht zu berücksichtigen wäre, da im Falle der Vaterschaftsanerkennung
auch die Unterhaltspflicht des Beklagten rückwirkend ab Geburt entstehen würde
(Art. 261 Abs. 1 ZGB), könnte das Abänderungsbegehren aus nachfolgenden Er-
wägungen nicht gutgeheissen werden. Der Beklagte zeigt in der Berufungsschrift
nicht ansatzweise auf, wie sich die von ihm beantragten Unterhaltsbeiträge be-
rechnen. Damit genügt er den Anforderungen an die Begründungspflicht, wie sie
eingangs dargelegt wurden (Erw. II.1), nicht. Weder erhellt aus der Berufungs-
schrift, wie sich die Kinderunterhaltsbeiträge zusammensetzen, noch wie sich der
Ehegattenunterhalt errechnet. Zusätzlich differieren die Anträge zu den vor Vo-
rinstanz gestellten Begehren (vgl. Urk. 2 S. 2 f., Urk. 1 S. 2 f.), ohne dass dies be-
gründet wird. Der Beklagte rügt, die Vorinstanz habe es unterlassen, sich mit den
Berechnungsparametern (insbesondere Lohnreduktion und Bedarfserhöhung so-
wie Anrechnung eines hypothetischen Einkommens bei der Klägerin) auseinan-
derzusetzen (Urk. 1 S. 19). Allerdings unterlässt er es, substantiiert aufzuzeigen,
wo er die betreffenden Behauptungen vor Vorinstanz aufgestellt hat bzw. von
welchen Parametern betragsmässig denn auszugehen wäre. Die pauschale Ver-
weisung auf die Ausführungen vor Vorinstanz (Urk. 1 S. 19) genügt nicht.
6.4 Bei dieser Sachlage ist auch der subeventualiter gestellte Antrag, das Beru-
fungsverfahren sei bis zum Vorliegen der Vaterschaftsanerkennung zu sistieren
(Berufungsantrag Ziffer 3), abzuweisen.
6.5 Der Beklagte machte vor Vorinstanz als weiteren Abänderungsgrund gel-
tend, dass die Klägerin mit K._ zusammengezogen sei, weshalb sich ihr Be-
darf reduziert habe. Die Vorinstanz prüfte den Abänderungsgrund mit Wirkung per
1. Oktober 2019, da K._ am 27. September 2020 bei der Klägerin eingezo-
gen ist, verneinte ihn indessen, da es sich nicht um eine wesentliche Änderung
der Verhältnisse handle (Urk. 2 S. 26 ff.). Sie stellte den Bedarf der Klägerin von
Fr. 2'840.–, welcher der Trennungsvereinbarung vom 14. Mai 2018 zugrunde ge-
legen hat, dem neu errechneten Bedarf von Fr. 2'648.– gegenüber und schloss
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auf eine Veränderung von 6.76 % bzw. von durch die Klägerin anerkannten 6.9 %
(Urk. 2 S. 33).
6.6 Der Beklagte hält dem entgegen, es sei der Klägerin lediglich ein Bedarf von
Fr. 2'248.– anzurechnen, da nur ein halber Grundbetrag zuzubilligen sei. Dies be-
deute eine Veränderung von 20 %, was eine wesentliche Veränderung sei. Weiter
seien auch die Wohnnebenkosten falsch berechnet worden, weshalb sich der Be-
darf um weitere Fr. 22.– reduziere und neu bei Fr. 2'226.– liege, was einer Verän-
derung von 21.6 % entspreche (Urk. 1 S. 17 f.). Der Klägerin seien als Grundbe-
trag nur Fr. 850.– anzurechnen, da sie die Liebesbeziehung zu K._ bereits
seit rund drei Jahren unterhalten würde. Die Beziehung sei keineswegs nur auf
ein einfaches Zusammenleben beschränkt. Dies zeige sich bereits daran, dass
K._ schon vor ihrem "offiziellen" Einzug Ende September 2019 von Oktober
2017 bis Februar 2018 Unterschlupf bei der Klägerin gefunden habe. Diese habe
K._ intensiv bei der Wohnungssuche unterstützt und K._ unterstütze die
Klägerin in alltäglichen administrativen Belangen. Die Beziehung der beiden
Frauen beschränke sich keineswegs auf ein einfaches Zusammenleben, sondern
sei im Sinne einer sogenannten Wohn-, Tisch- und Bettgemeinschaft ausgestal-
tet, mithin eine eheähnliche Beziehung, welche auf Dauer angelegt sei und mit
Kosteneinsparungen eines Ehepaars vergleichbar sei. Was die Wohnnebenkos-
ten angehe, so rechne die Vorinstanz neu mit Fr. 380.– Betriebskosten und Fr.
100.– Reparaturkosten. Es sei jedoch weiterhin von Fr. 400.– statt Fr. 480.– aus-
zugehen. Der Betrag von Fr. 400.– sei ein Schätzwert gewesen, während der Be-
trag von Fr. 480.– sich aus den aktuellen Belegen ergäbe. Für eine solche Neube-
rechnung biete das Abänderungsverfahren jedoch keinen Raum (Urk. 1 S. 17 f.).
6.7 Ob die Klägerin im Konkubinat mit K._ lebt und daher ein Grundbetrag
von nur Fr. 850.– anzurechnen wäre, kann aus den unter Erw. II.6.3 aufgeführten
Gründen offen bleiben. Wie aufgezeigt, genügt es nicht, im Berufungsverfahren
auf die vorinstanzlichen Ausführungen zu verweisen; vielmehr ist mittels genü-
gend präziser Verweisungen auf die Akten aufzuzeigen, wo die massgebenden
Behauptungen erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend
gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Es ist im Berufungsverfahren als refor-
matorischem Verfahren auch genau darzulegen, von welchen Parametern auszu-
- 16 -
gehen wäre. Der Beklagte macht lediglich geltend, dass die Berechnungsparame-
ter "selbstverständlich zu aktualisieren" seien (Urk. 1 S. 18). Allein mit den Eck-
werten Einkommen Klägerin Fr. 3'500.– / Einkommen Beklagter Fr. 11'458.10 /
Kinderzulagen Fr. 250.– sowie Bedarf Klägerin Fr. 2'226.– (Urk. 1 S. 3, S. 18),
lassen sich die beantragten Unterhaltsbeiträge nicht nachvollziehen. Auch im Gel-
tungsbereich der Untersuchungsmaxime liegt es hauptsächlich an den Parteien,
die wesentlichen Tatsachen zu schildern und die allenfalls zu erhebenden Bewei-
se zu bezeichnen (Sutter-Somm/Schrank, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm.,
Art. 55 N 64). Das Sammeln des Prozessstoffes verbleibt damit auch bezüglich
der Kinderbelange in erster Linie Sache der Parteien, welche nach dem Grund-
satz von Treu und Glauben zur Mitwirkung verpflichtet sind, da sie den Prozess-
stoff am besten kennen (vgl. Art. 160 Abs. 1 ZPO; Schweighauser, in: Sutter-
Somm et al., ZPO Komm., Art. 296 N 10; BGE 133 III 639 E. 2.1). Damit genügen
die Vorbringen zur Abänderung des Unterhaltsbeitrages der Begründungspflicht
nicht, und es ist nicht weiter darauf einzugehen (vgl. Erwägung II. 1.).
6.8 Der Beklagte bezieht sich weiter auf die von ihm vor Vorinstanz dargelegten
Abänderungsgründe wie "Sohn L._", "Reduktion Einkommen des Berufungs-
klägers" und "Erwerbseinkommen Berufungsbeklagte" (Urk. 1 S. 15). Wiederum
genügen die Vorbringen in formaler Hinsicht den Anforderungen an die Beru-
fungsbegründung nicht, weshalb es dabei sein Bewenden hat.
6.9 Zusammenfassend vermögen die Vorbringen, soweit darauf einzugehen ist,
den Entscheid der Vorinstanz, das Abänderungsbegehren betreffend die Unter-
haltspflicht abzuweisen, nicht umzustossen. Die angefochtene Dispositiv-Ziffer 3
ist deshalb zu bestätigen.
7. Weiter hält der Beklagte am Gesuch um Errichtung einer Erziehungsbei-
standschaft fest (Dispositiv-Ziffer 4).
7.1 Die Vorinstanz wies das Begehren, es sei für die gemeinsamen Kinder eine
Besuchs- und Erziehungsbeistandschaft zu errichten, im Wesentlichen mit fol-
gender Begründung ab: Die vom Beklagten beantragte Erziehungsbeistandschaft
im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB habe die Aufgabe, die Eltern in ihrer Sorge um
das Kind mit Rat und Tat zu unterstützen und ihnen in Erziehungsfragen beratend
- 17 -
zur Seite zu stehen. Die Erziehungsbeistandschaft solle durch ambulante, aber
kontinuierliche Behandlung erzieherische Missstände abbauen. Die Anordnung
einer Erziehungsbeistandschaft setze zwingend eine Erziehungsproblematik vo-
raus. Der Beklagte sehe in erster Linie in der Mitgliedschaft der Klägerin in der
Freikirche M._ eine Beeinträchtigung der Erziehungsfähigkeit der Klägerin
und damit einhergehend eine Gefährdung der Kinder. Die religiöse Erziehung um-
fasse die Bestimmung der Religion und Konfession des Kindes sowie die Ge-
samtheit des erzieherischen Einflusses auf die Bildung des religiösen Gefühls und
Glaubens des heranwachsenden Kindes. Das Kindeswohl dürfe durch die religiö-
se Erziehung nicht gefährdet werden. Das elterliche Bestimmungsrecht sei über-
schritten, wenn die Eltern einer Sekte angehören würden, die Kinder einer Ge-
hirnwäsche unterziehen, sie zur Prostitution anhalten, die Bildung des Kindes
über ein Grundniveau hinaus ablehnen, einen autoritären Erziehungsstil pflegen
oder jeden Kontakt mit Nichtmitgliedern verbieten würden. In solchen Fällen seien
Kindesschutzmassnahmen angezeigt. Weder die Ausführungen der Parteien in ih-
ren bisherigen Stellungnahmen sowie anlässlich der Verhandlung betreffend vor-
sorgliche Massnahmen noch die Anhörung der Kinder vom 6. Februar 2020 habe
eine spezifische Kindswohlgefährdung durch die religiöse Erziehung der Klägerin
offenkundig erscheinen lassen. Die Vermittlung des Glaubens an die Kinder durch
die Freikirche geschehe offensichtlich auf eine sehr spielerische Art und Weise
und die Kinder seien in der Lage, ganz offen darüber zu reden. Und auch die von
der Klägerin praktizierte Ausübung ihres Glaubens mit den Kindern zu Hause er-
scheine nicht übermässig. Eine akute Kindswohlgefährdung sei zum heutigen
Zeitpunkt nicht ersichtlich. Es sei offenkundig, dass die Parteien ganz unter-
schiedliche Auffassungen über die religiöse Erziehung der Kinder vertreten wür-
den und nicht in der Lage seien, durch Kommunikation diesbezüglich einen ge-
meinsamen Nenner zu finden. Diese Uneinigkeit beeinträchtige das Kindeswohl
bis zum heutigen Zeitpunkt aber nicht derart, als dass weitere Kindesschutz-
massnahmen unverzüglich angezeigt erscheinen würden (Urk. 2 S. 15 ff.).
7.2 Der Beklagte macht geltend, entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen
habe er sich nicht nur auf die Uneinigkeit der Parteien in Bezug auf die religiöse
Erziehung bezogen. Vielmehr habe er auch andere Aspekte der gemeinsamen el-
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terlichen Sorge erwähnt, welche von der Klägerin kontinuierlich missachtet wür-
den, wie die fehlende Information und Mitberücksichtigung seines Willens in Be-
zug auf medizinische und schulische Betreuung oder die Wohnsituation der Kin-
der. Auch habe er aufgezeigt, dass ihm die Klägerin den Kontakt zu seinen Kin-
dern seit dem 2. Januar 2018 verweigere und auch die Anweisungen des Ehe-
schutzgerichts und der Beiständin missachte. Indem sich die Vorinstanz lediglich
mit dem Argument betreffend die religiöse Erziehung auseinandergesetzt habe,
habe sie das rechtliche Gehör des Beklagten verletzt, was entweder im vorliegen-
den Verfahren oder durch Rückweisung an die Vorinstanz zu heilen sei (Urk. 1
S. 7).
7.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör geht nicht so weit, dass sich die Behör-
de mit jeder tatsächlichen Behauptung und mit jedem rechtlichen Einwand ausei-
nandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Gesichtspunkte beschränken. Insgesamt muss die Begründung eines Ent-
scheides so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht
anfechten kann, was der Fall ist, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz
sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 III
433 E. 4.3.2; BGE 136 I 184 E. 2.2.1). Diese Vorgaben hält der angefochtene
Entscheid ein. Abgesehen davon, hat sich die Vorinstanz auch zum Kontaktab-
bruch geäussert (Urk. 2 S. 18). Im Übrigen kann aufgrund der umfassenden
Überprüfungsbefugnis der Berufungsinstanz eine Verletzung des Gehörsan-
spruchs im Rechtsmittelverfahren geheilt werden.
7.4 Der Beklagte moniert, die Vorinstanz habe ihre Pflichten im Rahmen der Of-
fizialmaxime verletzt. Sie mache theoretische Ausführungen zum Kindswohl bei
einer Sekte, gehe jedoch hernach nicht näher auf die Frage ein, inwiefern solches
Gedankengut auch bei der Kirche im M'._ vorliege. Unstreitig sei, dass den
Kindern der Aufenthalt in der Freikirche grundsätzlich gefalle, bemühe sich die
Freikirche doch offensichtlich intensiv um ihren Nachwuchs. Nach Ansicht des
Beklagten werde das Wohl sehr wohl gefährdet, indem den Kindern ein funda-
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mentaler Glaube vermittelt werde, welcher sie in ihrer freien Denkweise und damit
auch in ihrer Beziehung zu anderen Kindern sowie dem Schulunterricht ein-
schränken könne und welchem sie sich aufgrund ihres Alters und ihrer Unerfah-
renheit nicht entziehen könnten. Weiter wiederholt der Beklagte, dass die Klägerin
das gemeinsame Sorgerecht spätestens seit der Trennung konsequent missach-
te, dies erstrecke sich auch auf die schulische und gesundheitliche Erziehung und
Betreuung der Kinder. Es sei diesbezüglich auf die Ausführungen vor Vorinstanz
zu verweisen (Urk. 1 S. 8).
7.5 Dass die Kinder in der Kindergruppe (Kids-Treff) der Kirche im M'._ ei-
ner eigentlichen Gehirnwäsche unterzogen würden oder ihnen jeder Kontakt mit
Nichtmitgliedern verboten würde, behauptet selbst der Beklagte nicht. Wie bereits
ausgeführt (Erw. II.1), genügt es zudem nicht, auf die Ausführungen vor Vo-
rinstanz zu verweisen. Wie gesagt, sind die Parteien auch bei Geltung des Unter-
suchungsgrundsatzes und insbesondere im Rahmen des summarischen Verfah-
rens nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidrelevanten Sachver-
haltes im Sinne einer prozessualen Obliegenheit aktiv mitzuwirken und die allen-
falls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen (vgl. Art. 160 Abs. 1 ZPO; oben Erw.
II.6.7). Aus dem Umstand, dass die Klägerin die Kinder in eine Figurenspielthera-
pie geschickt hat (Urk. 1 S. 8), lässt sich auch keine Kindswohlgefährdung erbli-
cken, zumal diese Therapie mit der früheren Beiständin abgesprochen war (Prot. I
S. 49, Urk. 7/92 S. 10). Im Übrigen hat die Vorinstanz nicht nur die Kinder ange-
hört (Urk. 7/72), sondern auch bei der Beistandsperson Erkundigungen eingeholt,
welche nichts Auffälliges feststellen konnte (Prot. I S. 60).
7.6 Die allgemeine Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB verfolgt
den Zweck, durch kontinuierliche Begleitung der Eltern bzw. bei einer Trennung
oder Scheidung des betreuenden Elternteils erzieherische Missstände abzubauen
(BSK ZGB-Breitschmid, Art. 308 N 4). Anzeichen dafür, dass bei der Klägerin Er-
ziehungsdefizite vorliegen, die durch die Erziehungsbeistandschaft zu kompensie-
ren wären, sind nicht ersichtlich. Eine Gefahr der Überforderung im Alltag durch
die Klägerin bzw. eine Entwicklungsverzögerung der Kinder ist nicht erkennbar.
Es gibt auch keine Hinweise, dass C._ oder D._ Probleme in der Schule
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hätten (Urk. 7/72 S. 1). Bei der Vorinstanz hinterliessen die drei Kinder einen auf-
geweckten Eindruck (Urk. 7/72 S. 6). Die Erziehungsbeiständin ist sachlich auch
nicht befugt, den Eltern mit Bezug auf Entscheide betreffend Religion, Gesundheit
und schulische Belange konkrete Weisungen zu erteilen, wie das der Beklagte
beantragt. Darauf hat bereits die Vorinstanz hingewiesen (vgl. Urk. 2
S. 17). Dagegen hat der Beklagte als sorgeberechtigter Elternteil ein direktes In-
formationsrecht gegenüber Schulen, Ärzten und Behörden etc., worüber ihn die
Vorinstanz anlässlich der Verhandlung im Dezember 2019 bereits orientiert hat
(Prot. I S. 46).
7.7 Augenfällig und unbestritten ist der grosse Konflikt zwischen den Eltern und
damit einhergehend die Tatsache, dass die Kinder ihren Vater seit mehr als zwei
Jahren nicht mehr gesehen haben. Die Parteien beschuldigen sich gegenseitig,
dass die Besuche nicht stattgefunden haben (vgl. etwa Urk. 1 S. 9, Urk. 2 S. 11,
Urk. 7/92 S. 9). Die Vorinstanz erwog, dass das Gericht im Rahmen des Haupt-
verfahrens nicht um die Erstellung eines Gutachtens kommen werde, um allfällige
längerfristigen Kindswohlgefährdungen abzuklären. Es werde zudem nicht ausge-
schlossen, auf die Frage der Einsetzung eines Erziehungsbeistandes im Rahmen
des Hauptverfahrens zurückzukommen, sollte sich dies als mögliche Schutz-
massnahme für das Kindeswohl herauskristallisieren (Urk. 2 S. 17). Mit dieser
entscheidrelevanten Erwägung setzt sich der Beklagte wiederum nicht substanti-
iert auseinander. Weiter hat die Vorinstanz dem Kontaktabbruch mit der bereits
bestehenden Besuchsrechtsbeistandschaft Rechnung getragen und der Bei-
standsperson weitere Befugnisse eingeräumt, damit das Besuchsrecht wieder
aufgebaut werden kann (Urk. 2 S. 25, Dispositiv-Ziffer 5). Konkrete Einwände ge-
gen die angeordneten Befugnisse erhebt der Beklagte nicht. Er erachtet allerdings
die Besuchsbeistandschaft als nicht ausreichend, die ernannte Besuchsbeiständin
habe zwischenzeitlich in ihrer Funktion gar resigniert (Urk. 1 S. 9). Wie die Vo-
rinstanz bereits ausführte, ist die von ihm geforderte Erziehungsbeistandschaft
rechtlich nicht die geeignete Massnahme, um den Kontakt zu den Kindern wieder
aufzubauen (Urk. 2 S. 18). Ohnehin wäre auch bei einer Erziehungsbeistand-
schaft erforderlich, dass die Parteien mit der Beistandsperson konstruktiv zu-
sammenarbeiten.
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7.8 Nach dem Gesagten ist der Entscheid der Vorinstanz, keine Erziehungsbei-
standschaft zu errichten, nicht zu beanstanden. Demzufolge sind sowohl Disposi-
tiv-Ziffer 4 als auch Dispositiv-Ziffer 5 (Besuchsbeistandschaft) der angefochtenen
Verfügung zu bestätigen.
8. Der Beklagte verlangt schliesslich die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 6, mit
welcher die Vorinstanz den Antrag, es sei der Klägerin im Falle der Verweigerung
des Besuchsrechts eine Strafe gemäss Art. 292 StGB anzudrohen, abwies.
8.1 In der Begründung erwog die Vorinstanz, eine Strafandrohung gemäss
Art. 343 Abs. 1 ZPO sei nur dann zulässig, wenn der Entscheid auf ein Tun, Dul-
den oder Unterlassen laute. Entsprechend fehle es vorliegend an der gesetzlichen
Voraussetzung für die Strafandrohung im Sinne von Art. 292 StGB, weshalb auf
diesen Antrag nicht einzutreten sei (Urk. 2 S. 18). Folgt man der Auffassung der
Vorinstanz, wäre im Dispositiv auf den entsprechenden Antrag nicht einzutreten
gewesen.
8.2 Der Beklagte macht geltend, die Vorinstanz hätte auf den Antrag eintreten
müssen, da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei Besuchsrechten ei-
ne indirekte Zwangsvollstreckung durch Strafandrohung nach Art. 292 StGB zu-
lässig sei. Er habe im vorinstanzlichen Verfahren ausführlich dargelegt, dass die
Klägerin ihm den Kontakt zu seinen Kindern seit anfangs 2018 konsequent ver-
weigere. An den entsprechenden Ausführungen werde festgehalten. Demnach sei
die Sache mit der verbindlichen Auflage der Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen (Urk. 1 S. 13).
8.3 Betreuungsregelungen sind einer Zwangsvollstreckung grundsätzlich zu-
gänglich. Vorliegend geht es nicht um die Anordnung einer direkten Realvollstre-
ckung, sondern um diejenige der indirekten Zwangsvollstreckung durch Strafan-
drohung gemäss Art. 292 StGB, wie sie in Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO als Vollstre-
ckungsmassnahme bei einer Verpflichtung zu einem Tun ausdrücklich vorgese-
hen ist. Die Strafandrohung als Vollstreckungsmassnahme steht dann zur Diskus-
sion, wenn der andere Elternteil sich der Ausübung des Betreuungsrechts in
grundsätzlicher Weise widersetzt (BGer 5A_167/2017 vom 11. September 2017,
E. 6.1). Der Beklagte rügt daher zu Recht, dass die Vorinstanz auf den Antrag
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/564c189e-a29d-4671-9de2-ba95ae975807/cd566b08-0ba3-4952-a8a0-5ad135df10f8?source=document-link&SP=7|bgdv02 https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/d14b19c8-5e79-4de6-89de-e2501acd79f5/612fed34-b6a0-4e23-b4be-5b573f6222b3?source=document-link&SP=7|bgdv02
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hätte eintreten müssen. Von einer Rückweisung zur materiellen Beurteilung ist in-
dessen abzusehen. In der hochkonflikthaften Paarbeziehung ist es nicht alleine
die Klägerin, welche den Kontaktabbruch zu verantworten hat. Der Beklagte führt
denn im Berufungsverfahren auch nicht näher aus, inwiefern die Klägerin die
Ausübung des Besuchsrechts verhindert. Und wie bereits erwogen, hat die Kläge-
rin die betreffenden Vorwürfe im erstinstanzlichen Verfahren vehement bestritten
(Urk. 7/92 S. 9 f.). Auch hat die Klägerin Belege eingereicht, die glaubhaft ma-
chen, dass sie mit der Beistandsperson zusammenarbeiten will. So hat sie bei-
spielsweise ihre Zusage zu einem von der Beiständin im Frühling 2020 initiierten
Elterngespräch belegt, während die Zusage des Beklagten ausblieb (Urk.
7/94//51, 7/94/52). Mit dem vorliegenden Entscheid werden beide Parteien (er-
neut) verpflichtet, mit der Beistandsperson zusammenzuarbeiten, eine Vertrau-
ensperson zu bestimmen, um ein erstes Treffen unverzüglich organisieren zu
können. Sie sind daher mit Nachdruck daran zu erinnern, zum Wohle der Kinder
konstruktiv mit der Beistandsperson zusammenzuarbeiten, damit ein erstes Tref-
fen zeitnah erfolgen kann. Auf die Anordnung einer Strafandrohung gemäss Art.
292 StGB ist bei den vorliegenden Umständen zu verzichten. Im Ergebnis ist das
Begehren daher abzuweisen und die angefochtene Dispositiv-Ziffer 6 zu bestäti-
gen.
9. Nach dem Gesagten kann der Vorinstanz weder eine unrichtige Rechtsan-
wendung noch eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts vorgeworfen wer-
den. Die Berufung ist deshalb abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und die
angefochtene Verfügung ist zu bestätigen.
III.
1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 6
Abs. 1 i.V.m. § 5, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 3'000.– fest-
zulegen und ausgangsgemäss dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1
ZPO).
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2. Es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, dem Beklagten zufolge seines Unterliegens, der Klägerin mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3,
Art. 106 Abs. 1 ZPO).