Decision ID: 1e82fc5f-37eb-5a41-b13b-620e2991698b
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer – ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamili-
scher Ethnie und hinduistischen Glaubens aus B._ (Distrikt Jaffna,
Nordprovinz) – liess am 19. Juni 2007 ein Gesuch um Bewilligung der Ein-
reise in die Schweiz zwecks Teilnahme an der Hochzeit eines Verwandten
einreichen, welches vom damals zuständigen Bundesamt für Migration
(BFM) am 1. August 2007 abgelehnt wurde.
A.b Das Bundesverwaltungsgericht schrieb das mit Eingabe vom 25. Au-
gust 2007 angehobene Beschwerdeverfahren zufolge des am 3. Dezem-
ber 2007 erklärten Rückzugs am 10. Dezember 2007 als gegenstandslos
geworden ab.
B.
B.a Der Beschwerdeführer ersuchte am 25. August 2010 erstmals in der
Schweiz um Asyl.
B.b Mit Verfügung vom 3. März 2011 trat das SEM auf sein Asylgesuch
nicht ein und wies ihn nach Italien weg. Diese Verfügung erwuchs unange-
fochten in Rechtskraft.
C.
C.a Am 14. Oktober 2013 stellte der Beschwerdeführer ein zweites Asyl-
gesuch in der Schweiz.
C.b Das SEM lehnte dieses mit Verfügung vom 13. Mai 2015 ab und ord-
nete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.
C.c Eine gegen diese Verfügung am 15. Juni 2015 erhobene Beschwerde
wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-3777/2015 vom
7. Juli 2015 ab.
D.
D.a Mit Schreiben vom 10. August 2015 suchte der Beschwerdeführer
beim SEM erneut um Asyl nach.
D.b Das SEM überwies diese Eingabe am 14. August 2015 an das Bun-
desverwaltungsgericht zwecks Prüfung als Revisionsgesuch.
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Das Bundesverwaltungsgericht hielt mit Schreiben an das SEM vom
20. August 2015 indessen fest, es gebe keinen Anlass, die Eingabe vom
10. August 2015 als Revisionsgesuch zu behandeln, und schickte diese
dem SEM zur gutscheinenden Behandlung zurück.
D.c Das SEM stellte mit Verfügung vom 10. September 2015 fest, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Mehr-
fachgesuch vom 10. August 2015 ab und ordnete die Wegweisung aus der
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Im Weiteren erhob es eine
Gebühr von Fr. 600.–.
D.d Das Bundesverwaltungsgericht wies die vom Beschwerdeführer durch
seinen Rechtsvertreter am 19. Oktober 2015 gegen die vorinstanzliche
Verfügung vom 10. September 2015 erhobene Beschwerde mit Urteil
D-6757/2015 vom 8. Januar 2019 ab, soweit es darauf eintrat. Die Verfah-
renskosten von Fr. 1'500.– wurden dem Beschwerdeführer auferlegt.
E.
E.a Mit Eingabe vom 27. Februar 2019 reichte der Beschwerdeführer
durch seinen Rechtsvertreter bei der Vorinstanz ein viertes Asylgesuch ein.
Darin machte er im Wesentlichen geltend, die politische Lage in Sri Lanka
habe sich massgeblich verändert. Insbesondere seien die bisher durch das
SEM angewandten Risikoprüfungen seit Beginn der politischen Krise in Sri
Lanka Ende Oktober 2018 nicht mehr aktuell. Überdies sei sein exilpoliti-
sches Engagement in der Schweiz wesentlich stärker als bisher vorge-
bracht. Die nunmehr eingereichten Fotos, auf denen er in der Uniform der
"Tamil Guard" zu sehen sei, zeigten, dass er sich stark und öffentlich für
die tamilische Sache einsetze. Als Ordnungsdienst für vom "Tamil Coordi-
nating Committee" (TCC) organisierte Anlässe stehe die "Tamil Guard" –
wie die TCC – unter Terrorverdacht, was aus dem eingereichten Artikel der
Zeitung "The Gazette oft the Democratic Socialist Republic of Sri Lanka"
ersichtlich sei. Es lägen somit klare Hinweise vor, dass der Beschwerde-
führer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka einer asylrelevanten Verfolgung
ausgesetzt wäre.
Im Weiteren reichte der Beschwerdeführer eine CD-ROM mit verschiede-
nen Berichten zur Situation in Sri Lanka zu den Akten und beantragte, es
sei ihm Frist zur Einreichung von neuem audiovisuellem Material zu seiner
exilpolitischen Tätigkeit anzusetzen. Ferner sei er in einer ausführlichen
Anhörung zu den vorgebrachten Gründen zu befragen, vorzugsweise in
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Anwesenheit seines Rechtsvertreters. Schliesslich sei das Migrationsamt
des Kantons Luzern anzuweisen, auf Vollzugshandlungen zu verzichten.
E.b Mit Verfügung vom 18. März 2019 – eröffnet am 26. März 2019 – stellte
das SEM fest, eine Anhörung sei vorliegend nicht angezeigt. Sodann wies
die Vorinstanz das Gesuch um Ansetzung einer Frist zur Nachreichung von
audiovisuellem Material ab, stellte fest, der Beschwerdeführer erfülle die
Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Mehrfachgesuch ab, soweit sie da-
rauf eintrat, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den
Wegweisungsvollzug an. Im Weiteren wurde verfügt, der Beschwerdefüh-
rer habe die Schweiz sieben Tage nach der Eröffnung dieser Verfügung zu
verlassen, ansonsten er in Haft genommen und unter Zwang in seinen Hei-
matstaat zurückgeführt werden könne. Schliesslich wurde dem Beschwer-
deführer erneut eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600. – auferlegt und einer
allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung die aufschiebende Wirkung
entzogen.
E.c Das Bundesverwaltungsgericht wies die vom Beschwerdeführer durch
seinen Rechtsvertreter am 26. März 2019 gegen diese Verfügung erho-
bene Beschwerde mit Urteil D-1475/2019 vom 29. Mai 2019 ab, soweit es
darauf eintrat. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'300.– wurden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. Seinem Rechtsvertreter wurden Verfahrenskos-
ten in der Höhe von Fr. 100.– persönlich auferlegt und die Vorinstanz wurde
angewiesen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr.
250.– für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht auszurichten.
F.
Am 3. Juli 2019 reichte der Beschwerdeführer ein fünftes Asylgesuch ein.
Dieses wurde mit Beschluss des SEM vom 9. Juli 2019 formlos abgeschrie-
ben.
G.
Mit einer als neues Asylgesuch bezeichneten Eingabe, welche vom SEM
als Mehrfachgesuch entgegengenommen wurde, gelangte der Beschwer-
deführer am 7. Oktober 2019 abermals ans SEM.
Darin machte er im Wesentlichen geltend, der amtierende Präsident Siri-
sena habe innert kürzester Zeit eine gravierende Veränderung der Gefähr-
dungslage für Minderheiten, insbesondere Tamilen in Sri Lanka geschaf-
fen. Am 19. August 2019 habe er den berüchtigten Kriegsverbrecher
Shavendra Silva zum neuen Armeechef ernannt. Bei diesem handle es
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sich um einen international geächteten und von den Tamilen gefürchteten
Kriegsherrn, der vor gravierenden Menschenrechtsverletzungen erwiese-
nermassen nicht zurückschrecke. Ferner zeige das Wachstum der Zahlen
auf der internationalen Blacklist als terroristisch definierten tamilischen In-
dividuen mit LTTE-Verbindung, dass die Verfolgungsgefahr für Personen
mit Verbindungen zum tamilischen Separatismus stark zunehme. Im Zu-
sammenhang mit den Terroranschlägen seien bisher 2289 Menschen fest-
genommen worden. Es sei jedoch nicht bekannt, wie diese in Haft behan-
delt würden, was ihnen vorgeworfen werde und auch nicht, wo sie inhaftiert
seien. Insgesamt ergebe sich, dass das real risk aufgrund der neuen ver-
änderten Ausgangslage von Übergriffen auf zurückgeschaffte Asylgesuch-
steller, insbesondere Tamilen und Muslime, noch einmal markant angestie-
gen sei.
Mit dem Gesuch wurden zahlreiche Beweismittel betreffend die Ländersi-
tuation in Sri Lanka eingereicht.
H.
Mit Verfügung vom 15. Oktober 2019 trat das SEM auf das Mehrfachge-
such nicht ein, ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-
zug an und erhob eine Gebühr von Fr. 600.–. Gleichzeitig wies es die An-
träge auf Sistierung des Verfahrens sowie auf eine mündliche Anhörung
ab.
I.
Diese Verfügung focht der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechts-
vertreters vom 31. Oktober 2019 beim Bundesverwaltungsgericht an. Er
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanz zur Behandlung als neues Asylgesuch.
Eventualiter sei die Verfügung wegen einer Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs, der Begründungspflichtverletzung oder der unvollständigen und un-
richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes aufzuheben und
zur erneuten Entscheidung ans SEM zurückzuweisen. Subeventualiter sei
die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzu-
stellen.
Zur Stützung seiner Beschwerde reichte er eine Kopie des Urteils des
EGMR, Case X vs. Switzerland vom 26. Januar 2017 zu den Akten.
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J.
Mit Zwischenverfügung vom 5. November 2019 erhob der Instruktionsrich-
ter einen Kostenvorschuss. Dieser wurde fristgerecht geleistet.
K.
Mit Eingabe vom 20. November 2019 führte der Beschwerdeführer einer-
seits an, die Höhe des einverlangten Kostenvorschusses sei unverhältnis-
mässig und schikanös. Andererseits wies er auf die neuesten Entwicklun-
gen in Sri Lanka, insbesondere die Wahl von Gotabaya Rajapaksa, hin und
reichte zahlreiche Berichte zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-
lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-
gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Die Be-
schwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Beschwerde-
führer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die
angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur
Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3
AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist
– vorbehältlich der Erwägung 4 – einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Gemäss Art. 111c Abs. 1 AsylG hat die Eingabe von Asylgesuchen, die in-
nert fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft des Asyl- und Wegweisungs-
entscheides eingereicht werden, schriftlich und begründet zu erfolgen. Der
Beschwerdeführer hat – wie oben aufgeführt – bereits am 25. August 2010
das erste Mal in der Schweiz um Asyl nachgesucht. Weitere Asylgesuche
wurden am 14. Oktober 2013, am 10. August 2015, am 27. Februar 2019
und am 3. Juli 2019 gestellt. Mit Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts
D--3777/2015 vom 7. Juli 2015, D-6757/2015 vom 8. Januar 2019 und
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D-1475/2019 vom 29. Mai 2019 wurde jeweils rechtskräftig über diese Asyl-
gesuche entschieden. Die erneute Asylgesuchstellung vom 7. Oktober
2019 wurde vom SEM deshalb korrekterweise als Mehrfachgesuch entge-
gengenommen.
4.
Prüfungsgegenstand ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz gemäss
Art. 111c Abs. 1 Satz 1 AsylG zu Recht auf das neue Asylgesuch des Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist. Die Beschwerdeinstanz enthält sich
– sofern sie den Nichteintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – ei-
ner selbständigen materiellen Prüfung; sie hebt die angefochtene Verfü-
gung auf und weist die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz
zurück (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 m.w.H.). Die Frage der Wegweisung und
des Vollzugs wird jedoch materiell geprüft, weshalb dem Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt.
5.
5.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben. Diese sind vorab
zu beurteilen, da sie gegebenenfalls geeignet sind, eine Kassation der vo-
rinstanzlichen Verfügung zu bewirken.
5.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf sein
Mehrfachgesuch nicht eingetreten. Die Vorinstanz habe mit dem Nichtein-
tretensentscheid das Willkürverbot sowie den Anspruch auf das rechtliche
Gehör, insbesondere die Begründungspflicht verletzt und den rechtserheb-
lichen Sachverhalt weder vollständig noch richtig abgeklärt.
5.3 Soweit in der Beschwerde im Zusammenhang mit der Entscheidart so-
wie bei der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts eine Verletzung
des Willkürverbots gerügt wird, ist Folgendes festzustellen: Gemäss Lehre
und Rechtsprechung liegt Willkür nicht schon dann vor, wenn eine andere
Lösung in Betracht zu ziehen oder sogar vorzuziehen wäre, sondern nur
dann, wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstritte-
nen Rechtsgrundsatz klar verletzt oder in stossender Weise dem Gerech-
tigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER,
Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S.11; ULRICH HÄFELI/WALTER
HALLER/HELEN KELLER/DANIELA THURNHERR, Allgemeines Verwaltungs-
recht, 9. Auflage 2016, N 811 f.; BGE 133 I 149 E. 3.1, mit weiteren Hin-
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weisen). Dabei muss die angeblich willkürliche Begründung rechtsgenüg-
lich ausgeführt werden (vgl. BGE 116 Ia 426 S. 428, mit weiteren Hinwei-
sen).
Gemäss dem Gebot der Rechtsgleichheit soll Gleiches gleich und Unglei-
ches ungleich behandelt werden (vgl. BGE 134 I 23 E. 9.1; ULRICH HÄFE-
LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht,
7. Aufl. 2016, Rz. 572). Das Rechtsgleichheitsgebot ist verletzt, wenn hin-
sichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidun-
gen getroffen werden, für die kein vernünftiger Grund in den zu regelnden
Verhältnissen besteht, oder wenn Unterscheidungen unterlassen werden,
die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen werden müssen (vgl. JÖRG
PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl.
2008, S.11; BGE 136 V 231 E. 6.1). Ein Anspruch auf Gleichbehandlung
im Unrecht wird nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indes nur
ausnahmsweise anerkannt (vgl. BGE 132 II 485 E. 8.6, m.w.H.). Hierzu be-
darf es, dass eine rechtsanwendende Behörde eine eigentliche gesetzes-
widrige Praxis pflegt und überdies zu erkennen gibt, auch in Zukunft nicht
davon abweichen zu wollen.
5.4 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung substanziiert dargelegt, weshalb
der angefochtene Entscheid als Nichteintretensentscheid erging. Sie ver-
trat im angefochtenen Entscheid die Auffassung, Voraussetzung für die An-
nahme einer Verfolgungsgefahr aufgrund der veränderten Situation in Sri
Lanka sei ein persönlicher Bezug der asylsuchenden Person zu eben die-
sen Ereignissen respektive dessen Folgen. Aus der Eingabe des Be-
schwerdeführers gehe nicht hervor, aus welchen Gründen gerade er in-
folge der veränderten Lage in Sri Lanka bei einer Rückkehr verfolgt würde.
Damit fehle es an einer gehörigen Begründung im Sinne von Art. 111c Abs.
1 AsylG. Ihre Einschätzung hat die Vorinstanz sodann auch nachvollzieh-
bar begründet; ihr Vorgehen ist nicht zu beanstanden. In der Praxis ist ein
Nichteintreten auf ein unbegründetes Mehrfachgesuch ausdrücklich vorge-
sehen und wird durch die Rechtsprechung geschützt: Sofern eine asylsu-
chende Person ihrer Begründungspflicht nicht nachkommt, hat die Be-
hörde gemäss Art. 111c Abs. 1 AsylG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2
VwVG neben der formlosen Abschreibung die Option, auf das Gesuch
nicht einzutreten (vgl. BVGE 2014/39 E. 7). Eine Verletzung des Willkür-
verbots ist nicht ersichtlich.
5.5 Nach diesen Erwägungen ist auch die Rüge abzuweisen, dass die Vor-
instanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt und den
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rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt
habe. Vorliegend ist weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bezie-
hungsweise der Begründungspflicht (vgl. BVGE 2016/9 E. 5.1) noch eine
unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung (vgl. BVGE 2016/2
E. 4.3) ersichtlich. Die Vorinstanz legte in ihrem Entscheid nachvollziehbar
dar, warum sie das Gesuch als ungenügend begründet erachtete. Die Ver-
fügung des SEM enthält auch – im angemessenen Rahmen der Begrün-
dung eines Nichteintretensentscheides, in welchem gerade keine materi-
elle Prüfung stattfinden soll – eine Darstellung des Sachverhalts, die genü-
gend ist, um nachvollziehen zu können, weshalb das SEM die als "neu"
bezeichneten Vorbringen des Beschwerdeführers als nicht genügend auf
seinen Einzelfall individualisiert erachtete, als dass es auf das Gesuch
hätte eintreten müssen. Ferner entspricht die vom SEM vorgenommene
Prüfung und Begründung der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs auch
den gesetzlichen Anforderungen; das SEM beurteilte diese Frage unter Be-
rücksichtigung der einschlägigen völkerrechtlichen und landesrechtlichen
Normen, verwies auf die fehlende Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde-
führers und erwog, es ergäben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte
dafür, dass ihm im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher
Wahrscheinlichkeit eine menschenrechtswidrige Behandlung drohe. Über-
dies war es dem Beschwerdeführer offensichtlich möglich, den vorinstanz-
lichen Entscheid in sachgerechter Weise anzufechten.
5.6 Nach dem Gesagten erweisen sich die formellen Rügen als unbegrün-
det. Dem Rückweisungsantrag ist nicht stattzugeben.
6.
6.1 Die Vorinstanz qualifizierte die Eingabe vom 7. Oktober 2021 als Mehr-
fachgesuch und trat darauf in Ermangelung einer gehörigen Begründung
im Sinne von Art. 111c AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG nicht ein.
Zur Begründung führte das SEM aus, die Ernennung von Shavendra Silva
und die vom Beschwerdeführer behauptete erweiterte Machtkompetenz
des Militärs und der Sicherheitsbehörden würden in keinem Zusammen-
hang zu seiner Person stehen. Es gehe aus seinen Schilderungen nicht
hervor, aus welchen Gründen er deshalb bei einer Rückkehr nach Sri
Lanka asylbeachtlich gefährdet würde. Auch die von ihm vorgebrachte er-
höhte Gefährdungslage aufgrund des angeblichen Informations-Blackout
und der Blacklist blieben dahingehend unbegründet, als dass kein persön-
licher Bezug zu seiner Person festzustellen sei. Hinsichtlich seines Profils
http://links.weblaw.ch/BVGE-2016/9 http://links.weblaw.ch/BVGE-2016/2
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Seite 10
sei auf die zahlreichen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts zu verwei-
sen. Es entstehe vorliegend angesichts der Prozessgeschichte der Ein-
druck, dass er seine Eingabe alleine aufgrund eines erhofften Verzöge-
rungserfolgs und damit einer Verhinderung des Vollzugs der Wegweisung
eingereicht habe.
Im Übrigen sei es nicht erforderlich, ihn zu einer Anhörung zu den Asyl-
gründen vorzuladen. Verfahren nach Art. 111b und Art. 111c AsylG würden
grundsätzlich schriftlich geführt. Eine Anhörung erweise sich vorliegend
auch gestützt auf Art. 12 VwVG nicht als angezeigt. Zudem sei nicht er-
sichtlich, weshalb das vorliegende Verfahren aufgrund der aktuellen Situa-
tion in Sri Lanka sistiert werden sollte. Die entsprechenden Anträge seien
abzulehnen.
6.2 In der Beschwerdeschrift wird im Wesentlichen ausgeführt, das SEM
habe die individuelle Fluchtgeschichte des Beschwerdeführers vor dem
Hintergrund der aktuellen politischen und menschenrechtlichen Situation
in Sri Lanka zu beurteilen. Es wäre gehalten gewesen, sämtliche Risiko-
faktoren, welche der Beschwerdeführer aufweise, vor dem Hintergrund ei-
ner neuen Lageanalyse zu betrachten. Das neue Asylgesuch sei mit der
neuen Lage in Sri Lanka und damit einem objektiven Nachfluchtgrund be-
gründet worden. Dabei sei sowohl die erheblich veränderte Lage infolge
der Kompetenzerweiterung der Streitkräfte unter der neuen Führung durch
Silva als auch die aktuelle heisse Phase des Wahlkampfes vor den Neu-
wahlen Mitte November 2019 erläutert worden. Im neuen Asylgesuch habe
er somit klar dargelegt und begründet, inwiefern die veränderte Menschen-
rechts- und Sicherheitslage in Sri Lanka für Angehörige der tamilischen
Minderheit, insbesondere abgewiesene Asylgesuchsteller, - und somit
auch für ihn – eine asylrelevante Gefahr bedeuten könne. Die veränderte
Lage in Sri Lanka präsentiere sich im Zeitpunkt der Einreichung des Mehr-
fachgesuches so, dass eine erheblich verschärfte Gefährdungssituation
vorliege, die zur Folge habe, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines
Profils als in asylrelevanter Weise verfolgt zu beurteilen sei. Damit seien
die Argumente des SEM zum Nichteintreten entkräftet. Ferner sei im Asyl-
gesuch darauf hingewiesen worden, dass er als Mitglied der «Tamil Gu-
ard», einer in Sri Lanka wegen Terrorismus verbotenen Organisation, ein
besonders aktives und ausgeprägtes exilpolitisches Engagement zeige.
6.3 In seiner Eingabe vom 20. November 2019 führt der Beschwerdeführer
ergänzend aus, mit der Wahl von Gotabaya Rajapaksa liege ein neuer
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Seite 11
rechtserheblicher Sachverhalt vor. Damit bestehe eine neue, massive Ge-
fährdungslage für den Beschwerdeführer, da gerade die tamilische Minder-
heit verstärkt unter Generalverdacht einer Gefahr für den sri-lankischen
Einheitsstaat nach buddhistischer-singhalesischer Nationalideologie ste-
hen würden. Insbesondere für zurückkehrende Asylgesuchsteller bestehe-
eine gravierend erhöhte Gefährdungslage.
7.
7.1 Das Gericht stellt zunächst fest, dass das vom Beschwerdeführer ein-
gereichte Gesuch vom 7. Oktober 2019 die formellen Anforderungen er-
füllt. Es wurde in schriftlicher Form eingereicht und war soweit begründet,
dass es das SEM in die Lage versetzte, darüber zu entscheiden, ohne den
Beschwerdeführer vorab anzuhören, weshalb keine Verbesserungsbedürf-
tigkeit der Eingabe im Sinne von Art. 52 VwVG bestand. Das SEM verzich-
tete daher zu Recht auf die Durchführung entsprechender Instruktions-
massnahmen.
7.2 Das zentrale Beschwerdevorbringen, wonach im Mehrfachgesuch ein
persönlicher Fallbezug zur aktuellen Lage in Sri Lanka dargelegt worden
sei, weshalb das Gesuch nicht als unbegründet gelten dürfe, ist als nicht
stichhaltig zu erachten. So wiederholt der Beschwerdeführer lediglich in
geraffter Form bekannte Sachverhaltselemente, die bereits in den vergan-
genen Asylverfahren als nicht glaubhaft respektive nicht asylrelevant er-
achtet worden sind. Daraus zieht er am Ende kurzerhand und ohne weitere
Subsumption den Schluss, er sei aufgrund seines Profils gefährdet, obwohl
mit Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts D-763/2017 vom 4. Septem-
ber 207 und D-3213/2019 vom 23. September 2019 rechtskräftig festge-
stellt wurde, dass er keiner asylrelevanten Gefährdung ausgesetzt sei. Die
blosse wiederholte Darlegung seines Risikoprofils durch Auflisten von be-
reits vorgebrachten und in den vorangegangenen Verfahren entsprechend
beurteilten Risikofaktoren vermag zu keiner anderen Einschätzung zu füh-
ren. Demnach hat das SEM auf zutreffende Weise das Erfordernis einer
ausreichenden Begründung im Sinne von Art. 111c Abs. 1 AsylG als nicht
erfüllt erachtet und ist zu Recht in Anwendung von Art. 13 Abs. 2 VwVG auf
das Gesuch nicht eingetreten (vgl. zum Nichteintretensgrund der mangel-
haften Begründung BVGE 2014/39 E. 7).
8.
8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
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Seite 12
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht
angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
9.
9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3
AIG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund
nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-
reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl.
ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember
1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-
gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3
EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender
Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
9.3 Angesichts der Tatsache, dass auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers in Anwendung von Art. 111c Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2
VwVG nicht eingetreten wurde, ist nicht von einer asylrechtlich erheblichen
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Seite 13
Gefährdung auszugehen und sind den Akten keine Hinweise auf eine Ver-
letzung des in Art. 5 AsylG verankerten Prinzips des flüchtlingsrechtlichen
Non-Refoulement zu entnehmen.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-
schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer
nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-
gesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-
schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste
der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder
glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-
menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge-
gen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127
m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt
den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-
scheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im
Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
9.4.1 Die Vorinstanz hat die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs mit
Verweis auf die letzten ergangenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts
D-6757/2015 vom 8. Januar 2019 und D-1475/2019 vom 29. Mai 2019, in
welchem sich das Gericht wiederholt mit der Frage der Zumutbarkeit des
Wegweisungsvollzugs auseinandersetzte, mit zutreffender Begründung
bejaht. Ausserdem hat die Vorinstanz zu Recht darauf verwiesen, dass
trotz der jüngsten politischen Geschehnisse keine gänzlich unsichere, von
bewaffneten Konflikten oder anderen unberechenbaren Unruhen domi-
nierte Lage herrscht, aufgrund derer Rückkehrer unabhängig von ihrem in-
dividuellen Hintergrund konkret gefährdet wären. An dieser Einschätzung
vermögen auch die Präsidentschaftswahlen vom 16. November 2019 und
der damit einhergehende Machtwechsel nichts zu ändern. Andere Gründe,
welche gegen die Zumutbarkeit sprechen würden, wurden weder substan-
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ziiert geltend gemacht noch sind sie aus den Akten ersichtlich. Den Aussa-
gen der Vorinstanz kann sich das Gericht vollumfänglich anschliessen. Der
Vollzug der Wegweisung ist somit zumutbar.
9.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Sri Lanka
ist schliesslich möglich, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83
Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch
BVGE 2008/34 E. 12).
9.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
10.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’500.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]). Der am 20. November 2019 einbezahlte Kostenvorschuss
in gleicher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.
(Dispositiv nächste Seite)
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