Decision ID: ac9cd031-a6cb-4982-bda1-1a0b6b13848d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1966, war seit dem 1. Februar 2008 als Verkaufsleiter und
Kundenberater bei der
A._
AG angestellt (Urk. 7/33/1-2 Ziff. 1, 2.1
und 2.7). Seit dem 1. August 2009 war er zu 100 % krankge
schrieben (Urk. 7/28 Ziff. 6.4).
Am 4. März 2010 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Amputa
tion des kleinen Zehs rechts infolge einer Blutvergiftung bei der Invalidenversi
cherung zum Rentenbezug an (Urk. 7/28 Ziff. 6.2). Die IV-Stelle klärte die medi
zinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 1. März 2011 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 7/44). Mit Ver
fügung vom 28. März 2011 sprach sie dem Versicherten ab dem 1. Februar 2011 eine ganze Rente zu (Urk. 7/48, Urk. 7/46).
1.2
Im Dezember 2011 wurde eine Revision eingeleitet (Urk. 7/54). Am 2. September 2013 trat der Versicherte eine Stelle bei der B._ AG an (Urk. 7/97). Die IV-Stelle holte sodann ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 9. April 2014 (Urk. 7/108) erstattet wurde. Am 6. Januar 2015 erliess sie den Vorbescheid (Urk. 7/120) und mit Verfügung vom 16. September 2015 setzte sie die bisherige ganze auf eine halbe Rente herab (Urk. 7/162, Urk. 7/161 = Urk. 2).
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 14. Oktober 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 16. September 2015 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien seine effektive Leistungsfähigkeit klären zu lassen und ihm die gesetzli
chen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 24. November 2015 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 1. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8).
2.2
Der Beschwerdeführer verstarb am 3. Januar 2016 (Urk. 11/1). Mit Gerichts
verfü
gung vom 5. April 2016 wurde das Verfahren bis zum Entscheid über den Antritt der Erbschaft sistiert (Urk. 14 Dispositiv Ziff. 1).
Am 23. Juni 2016 reichte die Rechtsvertreterin dem Gericht den Erbschein (Urk. 17) der Ehefrau des verstorbenen Beschwerdeführers ein und informierte das Gericht, dass die Ehefrau den Prozess als Erbin weiterführen werde (Urk. 16).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin verfügte am 16. September 2015 die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente. Ein Anspruch auf eine höhere als eine halbe Rente ist daher einzig für den Zeitraum vom 1. November 2015 bis zum 2. Januar 2016 zu prüfen. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurtei
lung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die
bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.3
Nach Art. 30 IVG erlischt der Rentenanspruch mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung oder mit dem Tod des Berechtigten.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) darauf ab, der Beschwerdeführer sei aus ärztlicher Sicht in seiner angestammten Tätigkeit weiterhin vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Gemäss dem polydisziplinä
ren Gutachten der
Medas
C._ vom 9. April 2014 habe sich sein Gesundheits
zustand hinsichtlich der neurologischen Defizite aber verbessert, so dass ihm eine angepasste Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % zumutbar gewesen sei (S. 4 oben). Sie bestimmte das Invalideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % wie auch das
Valideneinkommen
gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) Tabelle 17 Ziffer 33 (LSE 2012). Sie wies daher einen Invaliditätsgrad von neu 50 % aus (S. 4 f.).
3.2
Der Beschwerdeführer brachte in der Beschwerde vor, er habe am 22. August 2013 einen Arbeitsvertrag als Mitarbeiter bei der B._ unterzeichnen können. Die Stelle sei aus sozialen Überlegungen extra für ihn geschaffen worden (Urk. 1 S. 4 Ziff. 5).
3.3
Der Beschwerdeführer ist am 3. Januar 2016 verstorben. Strittig und zu prüfen ist demzufolge, ob nach der Herabsetzung der Rente per 1. November 2015 für die Zeit vom 1. November 2015 bis 2. Januar 2016 Anspruch auf eine höhere als eine halbe Rente besteht.
4.
4.1
Die medizinischen Akten ergeben folgendes Bild:
Dr. med. D._, Assistenzarzt, und Dr. med. E._, Teamleiter technische Orthopädie, Universitätsklinik F._, stellten im Bericht vom 15. April 2010 (Urk. 7/19/5-6) folgende Diagnosen (Ziff. 1):
-
Fussfehlstellung (
Equinus
adductus
bei Charcot-Fuss Typ II nach Sanders
-
Wundheilungsstörung Fuss rechts mit/bei:
-
Status nach
transmetatarsaler
Amputation
Metatarsale
V rechts
-
chronischer Osteomyelitis
-
Nachweis von Pseudomonas
-
diabetisches Fusssyndrom nach
Harkless
und Wagner, Grad 2A mit/bei:
-
Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose 2002
-
arterielle Hypertonie
Dr. D._ und Dr. E._ führten aus, im Stadtspital G._ sei eine Amputation des
Metatarsale
V rechts durchgeführt worden bei nachgewiesener Osteomyelitis mit Pseudomonas bei bekanntem diabetischem Fusssyndrom und zusätzlich bestehender Charcot-
Arthopathie
Dig
. II nach Sanders. Es zeige sich eine pro
grediente gute Wundheilung bei initial grösserer Wundheilungsstörung (Ziff. 2.2). Aufgrund des bisherigen Verlaufes sei binnen der nächsten Wochen mit einer Abheilung der Wunde zu rechnen (Ziff. 2.4).
4.2
Dr. med. H._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Regional
ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte in einer Stellungnahme vom 6. Januar 2011 (Urk. 7/37 S. 3 f.) aus, es lägen folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor:
-
Diabetes mellitus II, Erstdiagnose 2002, Polyneuropathie mit Stand-, Gang- und
Extremitätenataxie
-
am 15. November 2010 erneut Fussinfektion mit Nekrose und
Spitaleinweisung
-
Status nach Osteomyelitis mit 3.5-monatiger intravenöser-Antibiose bei
Infektion (Pseudomonas) am rechten Fuss nach Verletzung (Juli 2009)
-
Wundheilungsstörung bei Status nach
transmetatarsaler
Amputation
Os
metatarsale
V rechts, Oktober 2009
-
diabetisches Fusssyndrom nach
Harkless
und Wagner Grad 2A
-
Charcot-Fuss Typ II rechts
-
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion auf Belastungssituation
Dr. med. I._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (vgl. Urk. 7/36/1-4), attestiere für die bisherige Tätigkeit seit dem 3. August 2009 bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Ziff. 1.6). Eine sitzende Tätig
keit sei zu 20 % möglich. Das Konzentrationsvermögen und die Belastbarkeit seien eingeschränkt. Der
Beschwerdeführer benötige Gehstöcke als Hilfsmittel. In den beigelegten Operationsberichten seien mehrere Eingriffe, wie beispiels
weise
Wunddebridements
, belegt. Anhand der vorliegenden Berichte sei ein instabiler Gesundheitszustand seit dem 3. August 2009 mit mehrfachen Spital
aufenthalten, zuletzt im November 2010, und mehrmonatiger
i.v.
-Antibiose ausgewiesen. Analog Dr. I._ betrage die Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Verkaufsleiter und Kundenberater mit überwiegend sitzender Bürotätigkeit seit dem 3. August 2009 100 %. Für eine angepasste ausschliess
lich sitzende Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 20 %. Hierauf könne vorläufig abgestellt werden.
Grundsätzlich bestehe für den bestehenden Gesundheitsschaden bei konsequen
ter Therapie eine gute Prognose, so dass in der bisherigen überwiegend sitzen
den Büro-Tätigkeit innerhalb eines Jahres wieder eine volle Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei. Für Dezember 2011 werde eine medizinische Neubeurteilung empfohlen.
4.3
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer daraufhin mit Verfü
gung vom 28. März 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % ab Februar 2011 eine ganze Rente zu (Urk. 7/48, Urk. 7/46)
5.
5.1
Prof. Dr. med. J._, Facharzt für Ophthalmologie, stellte in einem Bericht vom 23. Februar 2012 (Urk. 7/60) die Diagnose einer proliferativen diabetischen Retinopathie beidseits (Ziff. 1.1). Prof. J._ attestierte für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkaufsleiter seit dem 1. August 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Als Einschränkungen nannte Prof. J._ ein reduziertes Sehvermögen und eine eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund einer Polyneuropathie (Ziff. 1.6-1.7).
5.2
Dr. I._ antwortete mit einer handschriftlichen Notiz vom 24. April 2012 (Urk. 7/71) auf die Fragen der Beschwerdegegnerin. Dr. I._ erklärte, die Blutzuckerwerte hätten sich normalisiert. Die Arbeitsunfähigkeit sei bedingt durch eine bestehende Neuropathie und eine Retinopathie mit Netzhautablö
sung. Dadurch bestehe eine verminderte Sehkraft und eine hohe Ermüdbarkeit. Die Arbeitsunfähigkeit betrage nach wie vor 80 - 85 %.
5.3
Der Beschwerdeführer wurde vom 5. November bis 11. Dezember 2013 durch die Ärzte der
Medas
C._ polydisziplinär abgeklärt. Die Abklärung beinhaltete Untersuchungen in den Fachbereichen Chirurgie/Unfallchirurgie, Orthopädie, Neurologie, Ophthalmologie, Psychiatrie und Allgemeine Innere Medizin (Urk. 7/108 S. 1). Das Gutachten datiert vom 9. April 2014 (Urk. 7/108) und ist von Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. L._,
Facharzt für Chirurgie, Dr. med. M._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. N._, Facharzt für Neurologie, und Dr. med. O._, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, unterzeichnet (S. 2).
Die Gutachter führten aus, am 3. August 2009 sei eine Hospitalisation wegen eines Infektes am rechten Fuss erfolgt, welcher akut bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus aufgetreten sei. Schlussendlich sei nach einem
Débridement
eine Amputation des fünften Strahls rechts erfolgt. Es seien mehrere Korrektu
ren nötig gewesen und dem Beschwerdeführer seien Spezialschuhe angepasst worden. Seit 2009 gehe er an zwei Stöcken, ohne Stöcke gehe er kaum. Er arbeite seit drei Wochen mit einem Pensum von 50 % bei der B._ AG. Diese Arbeit sei aktuell zu 50 % möglich. Es handle sich praktisch nur um eine sitzende Arbeit mit limitierter Arbeit am PC (S. 10
lit
. A Mitte). Die Arbeitsfähigkeit von 50 % sei bislang toleriert. Seit 2002 sei ein Diabetes mel
litus bekannt. 2009 sei es zur Entgleisung des Diabetes mellitus gekommen. Die Einstellung des Diabetes sei schliesslich gelungen. Es seien Spezialschuhe angefertigt worden und man habe den Infekt kontrollieren können. Im Septem
ber 2013 sei es zu einem Wiederaufflackern des Infektes gekommen mit einem erneuten
Débridement
im Stadtspital G._ (S. 11 unten). Der Beschwerde
führer sei vor allem wegen der Sturzgefahr, einer Gangunsicherheit, dem schlechten
Visus
und einer allgemeinen Müdigkeit eingeschränkt (S. 12 oben).
Aus chirurgisch-unfallchirurgischer Sicht sei für die angestammte Tätigkeit als Verkaufsleiter und Aussendienstmitarbeiter mit reger Reisetätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Für eine wechselbelastende Verweistätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 %. Dabei handle es sich um eine Tätigkeit ohne lange Gehstrecken, ohne Verletzungsgefahr und Arbeiten auf Gerüsten oder unserem Gelände. Die Sitzdauer betrage maximal eine Stunde. Der Beschwerdeführer könne sich am PC eine Stunde konzentrieren (S. 16 unten).
Die Gutachter stellten interdisziplinär folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (S. 20
lit
. E):
-
hochgradige, makrozytäre, normochrome, hyporegenerative Anämie, HB 8.0g % (Verdacht auf diabetische Nephropathie, neu festgestellt Folsäure und Vitamin B12-Mangel)
-
Stand- und Gangataxie, zentral-toxischer Genese nach langer Anti
biotika
therapie mit sekundär wahrscheinlich ängstlich-reaktiver Über
lagerung
-
diabetisches Fusssyndrom nach
Harkless
und Wagner 4B bei seit 2002 bekanntem Diabetes mellitus, Status nach Exazerbation, Infekt am Fuss rechts, lateral, Status nach schlussendlich
trasmetatarsaler
Amputation
Metatarsale
V rechts am 3. September 2009, Status nach
Infektexazer
bation
September 2013 mit
Débridement
, aktuell in Abheilung
-
Charcot-Fuss Typ II rechts
-
proliferative diabetische Retinopathie, links mehr als rechts
-
Status nach Pan-ALK beidseits
-
Amaurose bei
Amotio
retinae
, Amblyopie links (funktionelle Einäugig
keit rechts)
Die Gutachter stellten sodann folgende Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeits
fähigkeit (S. 21 oben):
-
Diabetes mellitus Typ II, insulinpflichtig (Erstdiagnose 2002), zurzeit gut eingestellt (diabetische Retinopathie mit erheblicher Sehstörung)
-
residuale, klinisch nur noch sehr geringe,
akrodistale
Polyneuropathie bei Diabetes mellitus
-
periphere arterielle Verschlusskrankheit
-
Status nach Stenose der A. fibularis rechts mit Zustand nach Dilatation am 21. Januar 2014
-
arterielle Hypertonie (anamnestisch)
-
Status nach kurzfristiger Niereninsuffizienz (August/September 2013, Stadtspital G._)
-
Verdacht auf Mitralinsuffizienz (November 2010)
-
Pseudophakie
beidseits
-
beginnende Presbyopie
Im Bereich des Fusses rechts habe der Beschwerdeführer keine Schmerzen mehr, abgesehen von einem Phantomschmerz bei Wetterwechsel (S. 17 unten). Aus neurologischer Sicht erscheine die Stand- und Gangataxie unklar und vermut
lich multifaktoriell. Es bestehe eine Beeinträchtigung der Tätigkeiten im Stehen und Gehen, jedoch nicht für eine Tätigkeit im Sitzen, was der früheren Tätigkeit im Büro entspreche (S. 18 unten). Aus ophthalmologischer Sicht sei der Beschwerdeführer
Einäuger
. Demnach könnten nur Tätigkeiten verrichtet wer
den, die keine genaue optische Kontrolle und kein räumliches Sehen erforderten (S. 19 oben).
Bezüglich der angegebenen allgemeinen Leistungsminderung und Ermüdbarkeit sei diese zumindest teilweise erklärbar durch eine festgestellte, hochgradige, makrozytäre, normochrome, hyporegenerative Anämie, deren Ursache zumin
dest teilweise in einem Vitamin B12- und Folsäuremangel liegen könne. Ein Zusammenhang mit der diabetischen
Nephorpathie
sei zu diskutieren, ätiolo
gisch kämen aber auch nutritiv, toxische Ursachen in Betracht (S. 20 oben).
Interdisziplinär bestehe für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Die gegenwärtig vom Beschwerdeführer angenommene reduzierte Arbeitsfähigkeit von gesamthaft 50 % lasse sich gegenwärtig vorrangig aus dem internistischen Fachgebiet erklären im Sinne einer festgestellten schwergradigen Anämie. Unter Ausnutzung der therapeutischen Optionen, speziell der weiteren Diagnostik und der Behandlung der Anämie sei eine deutliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 21 oben). Der Beschwerdeführer sollte vor allem eine sitzende Tätigkeit durchführen können. Eine Gehstrecke sei bis maximal einen Kilometer, langsam innerhalb einer Viertelstunde, Sitzen sei dem Beschwerdeführer eine Stunde möglich, danach müsse er sich die Beine vertre
ten. Konzentrierte Arbeiten am PC seien etwa eine Stunde möglich (S. 21 unten).
5.4
Dr. K._,
Medas
C._, nahm am 23. Februar 2015 zur Anfrage der Beschwer
de
gegnerin vom 6. Januar 2015 (Urk. 7/118 S. 1) Stellung (Urk. 7/132). Dr. K._ erklärte, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers lasse sich von der derzeitigen Arbeitsfähigkeit von 50 % bei einer Anämie medizinisch-theo
retisch binnen eines Jahres bei entsprechenden diagnostischen und therapeuti
schen Massnahmen auf 80 % steigern.
6.
6.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
6.2
Das Gutachten der
Medas
C._ vom 9. April 2014 erfüllt die bundesgerichtli
chen Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). Es kann daher darauf abgestellt werden, dass in der angestammten Tätigkeit als Verkaufsleiter und Aussendienstmitar
beiter keine Arbeitsfähigkeit mehr bestand. Dagegen bestand in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Im Vergleich mit dem Zeitpunkt der
Rentenzusprache
vom 28. März 2011 verbesserte sich der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers zwischenzeitlich dahingehend, dass ihm eine Verweistätigkeit jedenfalls zu 50 % zugemutet werden konnte.
7.
7.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausgegli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. Septem
ber 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
7.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die
Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann
ausnahmsweise
der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „Dienst
leistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli
chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3).
Es besteht kein Grundsatz, wonach stets auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. So kann es sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls rechtfertigen, anstatt auf die Tabelle TA1 auf die Tabelle TA7 („Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzu
stellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und dem Versicherten der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E. 5.1). Ferner kann bei qualifizierten Berufsleuten mit Fach- und Hochschulabschluss das Heranziehen der Tabelle TA11 („Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und
Quartilbereich
] nach Ausbil
dung, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") angezeigt erscheinen (SVR 2011 IV Nr. 55 S. 163, 8C_671/2010 vom 25. Februar 2011 E. 6.4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 9C_841/2013 vom 7. März 2014 E. 4.2; vgl. auch Urteil des Bundesge
richts 8C_660/2014 vom 5. November 2014 E. 4).
7.4
Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin hielt in einer Stellungnahme vom 1./10. September 2015 (Urk. 7/160 S. 2 f.) fest, der Einkommensvergleich sei gestützt auf die LSE 2012 zu erstellen. Gemäss Tabelle 17, Ziff. 33 (nicht aka
demische betriebswirtschaftliche und kaufmännische Fachkräfte) ergebe sich ein
Valideneinkommen
von Fr. 99‘855.50. Dies entspreche dem Kompetenzniveau 3 „komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezial
gebiet
voraussetzen“. Auf das Kompetenzniveau 4 könne nicht abgestellt wer
den, da der Beschwerdeführer weder über eine Hochschulausbildung noch über eine langjährige Weiterbildung verfüge (S. 2 Ziff. 2a).
Das Invalideneinkommen sei ebenfalls nach den LSE-Tabellen zu berechnen. Der Beschwerdeführer schöpfe seine Arbeitsfähigkeit bei der B._ AG nicht vollständig aus. Weder die geforderte Tätigkeit noch der verein
barte Lohne stimmten auch nur annähernd mit seinen früheren Beschäftigungen überein. Es bestünden keine gesundheitlichen Gründe, weshalb der Beschwer
deführer nicht eine anspruchsvolle administrative Tätigkeit wie früher ausüben könne. Lediglich im Bereich von Aussendiensttätigkeiten beziehungsweise beim Stehen und Gehen sei er weitergehenden Einschränkungen unterworfen.
Der Einwand, wonach der Arbeitsplatz bei der B._ AG aus sozia
len Gründen geschaffen worden sei und seine Arbeitsleitung nicht dem ausbezahlten Lohn entspreche, erscheine nicht stichhaltig. Das Gutachten begründe die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schlüssig und nachvoll
ziehbar. Weitergehende Abklärungen bezüglich der effektiven Leistungsfähig
keit seien nicht angezeigt (S. 2 Ziff. 2b und c).
7.5
Der Beschwerdeführer war vor seiner Erkrankung als Verkaufsleiter und Kunden
betreuer bei der A._ AG angestellt (Urk. 7/33 S. 1 f. Ziff. 1 und 2.7). Nach dem Bericht der Arbeitgeberin vom 27. August 2010 hat er die Anstellung aus wirtschaftlichen Gründen verloren (Urk. 7/33 S. 1 Ziff. 2.2). Das
Valideneinkommen
kann daher nicht anhand des bei der A._ AG erzielten Einkommens bestimmt werden. Es sind daher Tabellenlöhne heranzuziehen.
Der Beschwerdeführer ist gelernter Elektrozeichner (Urk. 7/28 Ziff. 5.2) und ver
fügt über Führungserfahrung. Es kann daher auf Tabelle T17 (LSE 2012 S. 45) und dabei auf Ziff. 33 (nicht akademische betriebswirtschaftliche und kaufmän
nische Fachkräfte) abgestellt werden. Der Beschwerdeführer war im Jahr 2015 jünger als 50 Jahre. Es ist daher von einem
Monatlsohn
von Fr. 8‘145.-- auszu
gehen. Bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2015 und einer Nominallohnentwicklung von 0.7 % im Jahr 2013, 0.8 % im Jahr 2014 und 0.4 % im Jahr 2015 (T1.10 Nominallohnindex, 2011-2015) resultiert ein Einkommen von rund Fr. 103‘842.-- (8‘145.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.008 x 1.007 x 1.004). Als
Valideneinkommen
sind daher Fr. 103‘842.-- zu veranschlagen.
7.6
Gemäss Arbeitsvertrag vom 19./22. August 2015 konnte der Beschwerdeführer am 2. September 2013 eine Stelle bei der B._ AG an. Dabei verrichtete er ein Pensum von 50 %. Der vertraglich vereinbarte Lohn belief sich auf Fr. 3‘000.-- (Urk. 7/97).
P._, Leiter Marketing und Kommunikation, Mitglied der Geschäfts
leitung, B._ AG, führte in einer Stellungnahme vom 18. Februar 2015 zuhanden der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers aus, er kenne diesen seit frühester Kindheit. Er habe die Geschäftsleitung überzeugen können, im Rahmen eine sozialen Engagements eine Stelle von 50 % für den Beschwerdeführer zu schaffen. Dieser arbeite im Bereich Travel und verrichte einfachste Arbeiten am PC und den Postversand. Die Fehlerquelle und der per
sönliche Betreuungsaufwand durch seine Vorgesetzten seien enorm. Die Stelle sei ausschliesslich für ihn geschaffen worden. Falls er aus den Unternehmen ausscheiden sollte, werde sie wieder gestrichen, da kein Bedarf oder Nutzen dafür bestehe. Ein Ausbau des Pensums sei unmöglich. Der Beschwerdeführer benötige zudem auch öfters Pausen (Urk. 7/133 S. 1).
Q._, Geschäftsführer Logistik und Koordinierung, und R._, Leiter Personalabteilung, B._ AG, hielten in einem Schreiben vom 19. Juni 2015 (Urk. 7/155) an die Beschwerdegegnerin zum Arbeitgeberbe
richt vom 27. April 2015 (Urk. 7/146) fest, die Angaben zu Ziff. 2.10 des Arbeitgeberberichtes würden sich nur auf die Absenzen des Beschwerdeführers am Arbeitsplatz beziehen und nicht auf die effektive Leistung während seiner Arbeitszeit. Die 50 %-Stelle sei im Rahmen eines sozialen Engagements eigens für ihn geschaffen worden. Nach einem allfälligen Ausscheiden aus dem Unter
nehmen werde diese Position voraussichtlich wieder gestrichen, da unsererseits kein Bedarf dafür bestehe. Der vereinbarte Monatslohn entspreche nicht der üblichen Arbeitsleistung eines Mitarbeitenden.
7.7
Nach den Stellungnahmen der Verantwortlichen der B._ AG vom 18. Februar und vom 19. Juni 2015 kann nicht auf den bei der B._ AG erzielten Lohn von Fr. 3‘000.-- abgestellt werden. Ergänzende Abklärungen zur effektiven Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sind sodann nicht mehr möglich. Es ist daher von der im Gutachten der
Medas
C._ vom 9. April 2014 attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer Verweistätig
keit auszugehen, wobei auch das Invalideneinkommen anhand von Tabellen
löhnen zu bestimmen ist. Dabei kann ebenfalls auf Ziff. 33 von Tabelle T17 (LSE 2012 S. 45) abgestellt werden. Eine Beschränkung auf einfache admi
nistrative Arbeiten wie sie die Tätigkeit bei der B._ AG offenbar beinhaltete, sah das Gutachten der
Medas
C._ nicht vor. In Anbetracht des attestierten Belastungsprofils rechtfertigt sich jedoch zusätzlich ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 %. Als Invalideneinkommen resultieren daher Fr. 46‘729.-- (Fr. 8‘145.-- x 12 x 0.5 : 40 x 41.7 x. 1.008 x 1.007 x 1.004 x. 0.9).
Vergleicht man das
Valideneinkommen
von Fr. 103‘842.-- mit dem Invalidenein
kommen von Fr. 46‘729.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 57‘113.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 55 % entspricht.
7.8
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für den Zeitraum vom 1. November 2015 bis 2. Januar 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 55 % Anspruch auf eine halbe Rente bestand. Die Beschwerdegegnerin hat die zuvor ausgerichtete ganze Rente revisionsweise daher zu Recht auf eine halbe Rente herabgesetzt.
Nach dem Gesagtem erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzen und der Erbin des Beschwerdeführers aufzuerlegen.