Decision ID: f07bc099-bd9e-4356-a04f-d500e939a464
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1953 in
Y._
geborene
X._
ist der
Sozialversiche
rungs
an
stalt
des Kantons Zürich
seit 1992
übe
r
wiegend
als Nichterwerbstätige ange
schlossen
und wird seit
längerem durch
das Sozialamt unterstützt. I
n den Jahren
2004/05 war sie im Rahmen einer befristeten Anstellung tätig, welche ihr durch
das Sozialamt vermittelt w
o
rde
n war
;
zeitweise bezog sie auch
Arbeitslo
sen
ent
schädigung
(vgl. Urk. 7/35).
Mit Gesuch vom 10.
Oktober 2008
meldete sich
X._
erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
zum Bezug einer Invalidenrente an (Urk.
7/5
), wel
ches Gesuch die IV
-
Stelle nach getätigten Abklärungen in mediz
i
nischer Hin
sicht
(
hausärzt
licher
Bericht von
Dr.
med.
Z._
,
Urk. 7/11)
sowie
durchgeführ
ter
Abklärung der
beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Ab
klärungsbericht
vom
3. Februar 2009; Urk. 7/13)
mit Verfügung vom 17.
April 2009
gestützt auf einen
festgestellten Invaliditätsgrad von 0 %
abwies
(Urk.
7/21). Eine dagegen erho
bene
Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 3
0.
März 2010 ab (
Urk.
7/26).
2.
Mit Gesuch vom 18.
Februar 2013 meldete sich
X._
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk
.
7/30).
Die IV-Stelle
klärte die medi
zini
schen Verhältnisse ab (Urk.
7/3
6
ff.) und
nahm
– nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7/42 ff.)
-
eine
neue
Abklärung der beeinträch
tig
ten
Arbeitsfähigkeit in Beruf und Ha
ushalt
vor
(Urk.
7/51). Gestü
tzt auf die so getä
tig
ten Abklärungen
verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 8. Januar 2014
ge
stützt auf einen neu errechn
eten Invaliditätsgrad von 13.25
% abermals den An
spruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2).
3.
Dagegen erhebt
X._
hierorts mit Eingabe vom 7. Februar 2014 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag
auf
Zusprache
einer Invali
denrente
(
Urk.
1). Die Verwaltung bean
tragt mit Vernehmlassung vom 7.
März 2014 Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk.
6), was der Versicherten am 11.
März 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Hinsichtlich der für die Beurteilung des Leistungsanspruchs
vorliegend
mass
geb
lichen Bestimmungen und Grundsätze, namentlich
betreffend den
Invali
di
täts
begriff
, die massgeblichen Rentenabstufungen
,
die Festlegung der massge
ben
den
Methode der Invaliditätsbemessung
,
die Mass
geblichkeit ärztlicher Be
richte sowie
den Beweiswert von Haushaltsabklärungsberichten
kann
auf das Urteil vom 3
0.
März 2010 (E.
1.1 – 1.6) verwiesen werden, welches sich in Hän
den der Be
schwer
deführerin befindet.
1.2
Zu ergänzen ist, dass gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte Anspruch auf eine Rente haben, wenn
sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
lit
. c).
2.
2.1
Die Verwaltung hatte die angefochtene Verfügung im Wesentlichen damit be
gründet, dass eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht aus
gewiesen sei und die Abklärung vor Ort ergeben habe,
dass
im
Haushaltsbe
reich
mit einer Einschränkung von
13
.
25% keine rentenauslösende Invalidität bestehe (
Urk.
2).
2.2
Dagegen macht die Beschwerdeführerin zur Hauptsache geltend, dass sie seit längerer Zeit unter extremer Kurzatmigkeit leide und sowohl für die bisherige wie auch eine künftige Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe.
Es sei nicht möglich, mit einem Sauerstoffbehälter zu arbeiten und alle vier Stunden nach Hause zu fahren
,
um diese
n
aufzuladen, geschweige denn viermal
pro Tag
Bluttests und Insulinspritzen
vorzunehmen
. Alsdann erscheine die geschätzte Invalidität von 13.25% abwegig
(Urk. 1).
3.
3.1
Die Verwaltung hat die Versicherte - wie schon
im Rahmen
der ersten Beurtei
lung
des Leistungsanspruchs
– als im Haushalt Tätige qualifiziert, was von der Beschwerdeführerin nicht
konkret
in Frage gestellt
wird
und aufgrund der Ak
ten nicht zu beanstanden ist. So fehlen Anhaltspunkte
dafür
, dass seit der ersten
leistungs
verneinenden
Verfügung vom 1
7.
April 2009
eine Veränderung in den
massgebenden (beruflichen, finanziellen oder sozialen) Verhältnissen eingetre
ten
ist
, welche im Gesundheitsfall eine seitherige Erwerbsaufnahme als über
wieg
end
wahrscheinlich erscheinen lie
ss
e
.
Namentlich hat
die
Versicherte
an
lässlich
beider
Haushaltabklärungen als Grund für ihre fehlende Erwerbstätig
keit an
gegeben
,
es sei ihr
-
mangels
ungenügender Deutschkenntnisse bzw.
notwendiger Qualifi
ka
t
ionen
sowie
zufolge ihres Alters
(
Urk.
7/51 S. 2 f.
)
-
seit 1992
nicht mehr ge
lungen, eine Festanstellung zu finden
(vgl. Urk. 7/13 S. 3)
,
mit Blick auf
welche
Angaben
sowie
angesichts der Tatsache
, dass die nunmehr 61jährige Beschwer
deführerin
seit über
20 Jahren nicht mehr auf dem allgemei
nen Arbeitsmarkt erwerbstätig war
,
jedenfalls
nicht überwiegend wahrscheinlich
erscheint
, dass sie
nach
2009
bei guter Gesundheit wieder eine Erwerbstätigkeit
aufgenommen
hätte
.
Wenn die Verwaltung daher dafür hielt, die Beschwerde
führerin sei weiter
hin als im Haushalt Tätige zu qualif
izieren,
so ist
dies zu
treffend
.
3.2
Ist aber die Versicherte als im Haushalt Tätige zu qualifizieren,
richtet sich
– wie
die Verwaltung in der Vernehmlassung zu Recht festhielt
(Urk. 6)
und be
reits im Urteil vom 3
0.
März 2010 erläutert worden ist (Urk. 7/26 E. 4.2) –
ein allfälliger Ren
tenanspruch
nicht nach der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auf dem allge
mei
nen Arbeitsmarkt
,
sondern
ein solcher
wird
allein aufgrund
der
Arbeits
fähig
keit bzw
.
den
Einschränkungen im bisherigen Aufgabengebiet (Haushalt) be
messen.
Aus den Angaben des Hausarztes, wonach er
sich bei der
Beschwerde
führerin
keine Erwerbsfähigkeit mehr vorstellen könne (vgl. nachstehend
E.
4
.3
,
vgl. auch Schreiben vom 2
2.
Januar 2014 zuhanden des hiesigen Gerichts,
Urk.
3/3
)
, kann
die Versicherte
daher ebenso wenig zu ihren Gunsten ableiten wie
aus
den eigenen
Ausführungen in der Beschwerde (wonach es nicht möglich sei, mit einem Sauerstoffbehälter zu arbeiten und alle vier Stunden nach Hause zu fahren, um diesen aufzufüllen, sowie die Bluttests und Insulinspritzen vorzu
nehmen), zielen diese
doch nach dem Gesagten
an der Sache vorbei.
4
.
4
.1
In dem zuhanden des Hausarztes erstatteten
Bericht des
A._
, Klinik für Pneumologie,
vom 11.
Oktober 2012
,
diagnostizierte
die ver
antwortliche Oberärztin eine
combined
pulm
o
n
ary
fibrosis
and
emphysema
mit
/bei mittelschwerer obstruktiver Ventilationsstörung, schwerer
Diffusions
stö
rung
, keinem direkten Hinweis für pulmonal-arterielle Hypertonie,
Nikotina
busus
(kumuliert ca
.
80
py
, sistiert 04/12)
, sowie aktuell: Beginn einer
Lang
zeitsauer
stofftherapie
, einen Diabetes mellitus Typ 2, ED vor Jahren mit/bei
HbA1
c 02/2012: 7.8
%, dia
betischer
Nep
h
ropat
h
ie
(Mikro
al
buminurie
08/2011
)
, eine
p
ri
märe Varikose rechtsbetont mit/bei Besenreiser und retikulären
Varizen und i
n
kompletter Stamminsuffizienz der V.
saphena
magna rechts
sowie eine
Dyslipi
dämie
.
Die Ärztin
führte im Wesentlichen aus, die Patientin
berichte
über sta
bile respiratorische Verhältnisse. Sie habe weiterhin täglic
h produktiven Husten
sowie eine
Dyspnoe mMRC
4.
Haushalt und Kö
r
perpflege könne sie selb
ständig bei langsamem Tempo durchführen. Ebenfalls sei Treppensteigen über ein Stock
werk ohne Pause möglich.
Ein regelmässiges Training zur Verbesse
rung der pul
monalen Leistungsfähigkeit finde nicht statt.
Die Hauptbeschäfti
gung seien die
drei Enkelkinder und der Haushalt. Zusammenfassend fänden sich klinisch und
lungenfunktionell stabile Verhältnisse. Es sei eine
Erstverord
nung
für eine
Heim
sauerstoff-Therapie
ausgestellt worden; eine klinische und lungenfunktionelle Verlaufskontrolle
unter Sauerstofftherapie
sei
geplant (Urk. 7/27).
4
.2
Im Bericht vom 22.
März 2013 zuhanden des Hausarztes stellte der verantwort
lich zeichnende
Obera
rzt des
A._
, Klinik für Pneumo
logie, die
selben
Diag
nosen
wie
die
im Bericht vom 1
1.
Oktober 2012
und führte im Wese
ntlichen aus, seit der
letzten Kontrolle vor 5 Monaten zeige sich anam
nestisch, klinisch und
lung
en
funktionell
ein stabiler Verlauf, zu eigentlichen Exazerbationen sei es nicht
gekommen. Bei den aktuellen Werten sei die Indi
kation
für eine
Sauerstoff
the
r
api
e
nicht zwingend gegeben;
die Patientin
, die
den Sauerstoff nicht konse
quent und auch nicht über eine genügend lange Zeitspanne getragen
habe,
werde deshalb
auf die Dauersauerstofftherapie bis zu
r nächsten Kontrolle ver
zichten
(Urk.
7/38).
4
.3
Hausarzt
Dr.
med.
Z._
erhob in seinem Bericht vom 2
3.
April 2013 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Combined
pulmonary
fib
ro
sis
and
emphysema
Syndrom 22.3.13, mit ob
struktiver Ventilationsstörung, Dia
betes mellitus Typ II Insulinpflichtig,
Dyslipidämie
,
d
epressive Entwicklung; als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine diabetische
Neuropathie, eine
varikosis
cruris rechtsbetont
sowie
einen Verdacht auf einen
Mit
tel
ohrtumor
bei chronischer Entzündung (OP im Juni 2013 geplant
)
.
Dr.
Z._
gab im Wesentlichen an, die Versicherte könne seit mehreren Jahren nicht mehr arbeiten, mit der ständigen Progression erachte er sie als
zu
100
% arbeitsunfä
hig. Eine Erwerbsfähigkeit könne er sich nicht mehr vorstellen
(
Urk.
7/37)
.
Dem Bericht lag ein Bericht des
A._
, Klinik für Endokrinologie,
Diabetologie
& kli
nische Ernährung
, vom 1
6.
April 2013
bei, in welchem zusätzlich ein
e
Penicilli
n
allergie
, eine Hyperkeratose
an den Fusssohlen beidseits
(DD
im Rahmen My
kose,
Ekzem, Psoriasis
palmoplantaris
)
, ein Verdacht au
f ein
Dishydrotisches
Hand
ek
zem
(
DD
Verrucae
planae
)
, sowie
Onychomykose
Nägel Daumen beidseits und Zehennägel diagnostiziert worden waren (
Urk.
7/38).
4
.
4
Der für den Bericht vom 2
3.
August 2013 verantwortlich zeichnende Oberarzt des
A._
, Klinik
für Pneumologie, stellte
gestützt auf die Verlaufskontrolle vom
18.
Juni 2013
sowie den entsprechenden Bericht vom 1
9.
Juni 2013
zuhanden der
IV-Stelle
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Combined
pulmonary
fibrosis
and
emphysema
(CPFE) mit
/
bei leichter obstrukti
ver Ventilationsstörung, schwer eingeschränkter Diffusionskapazität, keine pul
mo
nale Drucksteigerung
sowie
sistiertem Nikotinkonsum (kumulativ ca
.
80
py
), als ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er einen Dia
betes mellitus Typ 2 mit/bei HbA1c
02/2012
: 7.8
%
, diabetischer
Nephropathie
, pri
mä
rer Varikose rechtsbetont Besenreiser und retikuläre Varizen, inkomplette
r
Stamminsuffizienz der V.
saphena
magna rechts sowie eine
Dyslipidämie
, ED 07/201
1.
Er führte im Wesentlichen aus,
aufgrund der stabilen klinischen und lungenfunktionellen Situat
i
on sei im Moment keine Dynamik der Erkrankung festzustellen. Am wichtigsten sei der anhaltende Nikotinstopp. Es sei unklar, in welchem Beruf die Patientin zuletzt gearbeitet habe. W
ie im
Bericht
vom 1
9.
Juni 2013
festgehalten,
sei diese
in täglichen Ak
tivitäten jedoch kaum ein
geschränkt
.
Für eine angepasste Tätigkeit mit geringer bis mittlerer körperlicher Belastung bestünden wenig Bedenken bezüglich Zumutbarkeit
.
Eine vermin
derte Leistungsfähigkeit bestehe bei
körperlich
schwer
belastenden Tätigkeiten (Urk.
7/40).
4
.5
Im Bericht vom 9.
Dezember 2013
zuhanden des Hausarztes
stellte der
verant
wortlich zeichnende
Oberarzt
des
A._
, Klinik für Pneumologie,
aufgrund der
Ver
laufsk
ontrolle
vom 3.
Dezember 2013
im Wesentlichen
dieselben Diagnosen
wie
im Bericht vom 2
3.
August 2013
, zusätzlich diagnostizierte er eine
m
ittel
gradige obstruktive Ventilationsstörung, eine schwer eingeschränkte
Diffusions
kapazität
, eine
pulmonale Drucksteigerung
RV/RA-Druck 36
mmHg
sowie eine Hypoxämie mit Indikation zur Langzeitsauerstofftherapie. Er führte
in der Be
urteilung zur Hauptsache
aus, er habe die Versicherte im Rahmen einer regulä
ren ambulanten Verlaufskontrolle nach sechs Monaten gesehen.
Aktuel
l sei sie wegen eines dermatologischen Leidens hospitalisiert.
Die Versicherte
berichte
über einen stabilen Verlauf mit stabiler Dyspnoe bei leichter Anstrengung,
mMRC
3.
Im Alltag sei sie selbständig und schaffe auch mit Einkaufstasche drei Stockwerke bis zur Wohnungstür. Zusammenfassend zeige sich leider ein Fort
schreiten der Erkrankung mit pulmonaler Hypertonie, Abnahme der
Diffusions
kapazität
und
nun deutlicher Ruhehypoxämie. Bezüglich Ruhehypoxämie und pulmonaler Hypertonie sei eine möglichst ganztägige Sauerstofftherapie drin
gend anzuraten (
Urk.
3/6).
4
.
6
Der
aufgrund der Erhebung vom 9.
Dezember 2013 erstellte
Haushalta
b
klä
rungs
bericht
vom 8.
Januar 2014 ermittelte in diesem Bereich eine Einschränkung von 13.25
%
(
Urk.
7/51).
4
.
7
Im Schreiben vom
3.
Februar 2014 st
ellte die unterzeichnende Assis
tenzärztin
des
A._
, Klinik für Pneumologie,
wiederum dieselben Diagnos
en wie im Bericht vom
9.
Dezember 201
3.
Sie g
ab an, die Versicherte
sei
aufgrund der progre
dienten Lungenerkrankung und der hierdurch erforderlichen 24h
-
Heim
sauer
stoffthe
rapie
in den täglichen Haushaltsakt
ivitäten stark eingeschränkt (Urk.
3/1).
5
.
5
.1
In medizinischer Hinsicht ist aus den Akten ersichtlich und zwischen den Par
teien nicht streitig, dass
bei der
Versicherte
n
verschiedene Gesundheitsschäden bestehen, sie jedoch vor
allem durch die
progrediente
Lungen
krankheit
in
ihre
m
L
eistungsvermögen eingeschränkt
ist.
Strittig ist
jedoch
,
ob aufgrund
dieser
ge
sundheitlichen Einschränkungen Anspruch auf eine Invalidenrente besteht
. Da
bei
ist
-
wie erwähnt
(E.
3.1 und
3.2)
–
einzig
das Leistungsvermögen der Beschwer
deführerin im Haushalt massgeben
d
.
Diesbezüglich hat die Beschwerdeführerin
mit ihrer Beschwerde
ein Schreiben
des
A._
, Klinik für Pneumologie,
vom
3.
Feb
ruar 2014 zu den Akten gelegt,
worin
ihr
eine starke Einschränkung
in den
täglichen Haushaltsaktivitäten
bescheinigt
wird
(E.
3.
7
)
. Ob sich das
ge
nannte
Schreiben, welches nach Ergehen der angefochtenen Verfügung verfasst
worden ist,
auch
auf den hier massgeblichen Beurteilungszeitraum
(bi
s zum Er
lass
der an
gefochtenen
Verwaltungsverfügung
am 8.
Januar 2014
; vgl. statt vieler:
BGE 131 V 407
E.
2.1.2.1 S.
412)
bezieht
, braucht vorliegend
jedoch
aus
den
nach
folgend
en
Gründen
nicht abschliessend
geklärt zu werden.
5
.2
Wie vorstehend ausgeführt
,
setzt
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG
für den Anspruch
auf eine Rente
zunächst voraus, dass die
versicherte Person
während eines Jahres
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens
zu
40 Prozent ar
beits
unfähig gewesen
ist
; dabei ist d
ie
Arbeitsfähigkeit gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (
während des
sog
.
Warte
jahres
)
bei Nichterwerbstätigen/
im Haushalt Tä
ti
gen
-
analog zur Arbeitsunfähigkeit bei Erwerbstätigen –
auf der Basis me
di
zinischer Stellungnahmen zu beurteilen
(vgl. zum Ganzen BGE 130 V 97)
.
Wie sich aus den
vorerwähnten
Akten ergibt, konnte die Versicherte gemäss Bericht vom 1
1.
Oktober 2012
(E. 4.1)
ihren Haushalt
noch
selbständig führen
. Im
Be
richt vom
22. März 2013
(E.
4.2)
wird ein
s
tabile
r
Verlauf
bescheinigt
,
wobei die Sauerstofftherapie
aufgrund der aktuellen Werte
bis zur nächsten Kontrolle
ausgesetzt werden konnte
.
Auch i
m Bericht des
A._
, Klinik für Pneumologie,
vom
23.
Augus
t 2013 hielt der verantwortlich
zeichnende Oberarzt gestützt auf
die
Untersuchung vom 18.
Juni 2013 fest,
es bestehe eine stabile klinische und lungenfunktionelle Situation, wobei
die Versicherte
in ihren alltäglichen Akti
vi
täten kaum eingeschränkt sei
;
bezüglich einer
Tätigkeit mit ge
ringer bis mitt
le
rer körperliche
r Belastung
bestünden
wenig
Bedenken bezüglich Zumutbar
keit
;
(l
ediglich) bei körperlich schwer
belastenden Tätigkeiten
attestierte er
eine
ver
minderte Leistungsfähigkeit
(E. 4.4)
.
Damit
und nachdem auch die
Haushalttätig
keit
erfahrungs- und
praxisgemäss zu den Tätigkeiten mit geringer bis mittlerer körperlicher Belastung zählt,
kann
aufgrund der medizini
schen Unterlagen
da
von ausgegangen werden
, dass
im
bisherigen
Tätigkeitsge
biet
(Haushalt)
jeden
falls bis Juni 2013
eine
weitestgehende
Arbeitsfähigkeit (funktionelles Leistungs
v
ermögen im Haushalt)
vorlag
und in dieser Zeit
mithin
jedenfalls
keine Ein
schränkung
im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG bestand.
Da d
as
Sozial
ver
sicherungsgericht
bei der Beurteilung eines Rechtsstreites grund
sätzlich auf
den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids einge
tretenen Sach
ver
halt abstellt (BGE 129 V 4 E. 1.2, 121 V 366 E. 1b)
, konnte
so
mit aber
im Zeit
punkt des
E
rlasses
der
vorliegend
angefochtenen Verfügung
vom
8.
Januar 2014
auf jeden Fall noch kein
Rentenanspruch e
n
t
standen sein.
Daran
würde sich
auch ni
c
hts
ändern
,
wenn
sich der Gesundheitszustand
in der Folge (
nach Juni
2013
)
verschlechtert
e
. U
nter diesen Umständen
braucht
weiter
nicht
abschliessend
geprüft zu werden, wie es sich mit der im Rahmen der Haushaltabklärung
vom 9.
Dezember 2013
festgestellten Einschränkung verhält und ob diese durch das Schreiben
des
A._
vom
3.
Februar 2014
in Frage ge
stellt wird.
Anzumerken ist immerhin
,
dass die Versicherte nicht konkret geltend macht, inwieweit die von der Abklärungsperson
anlässlich der Haushaltabklärung
vom 9. Dezember 2013
getroffenen Feststellungen mit Blick auf die
im massgeblichen Beurteilungs
zeitraum gegebene
gesundheitliche Situ
ation –
die Versicherte hatte
anlässlich der H
aushaltabklärung und mithin
noch
kurz vor Verfügungserlass angegeben
,
zu Hause sei momentan noch kein Sau
erstoff nötig -
unzutreffend oder un
an
ge
messen wären.
5.3
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass
die angefochtene Verfügung im Er
gebnis nicht zu beanstanden ist, was
zur Abweisung der Beschwerde
führt
.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und
vorliegend
auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfah
rens
sind sie der Beschwerde
führerin
aufzuerlegen.