Decision ID: be669a08-6f3f-507b-8563-fd442ced4810
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a Die Beschwerdeführenden verliessen H._ nach Angaben der Beschwerdeführerin am 20. Dezember 2004 und gelangten über Syrien, die Türkei, Bulgarien und unbekannte Staaten am 29. Dezember 2004 in die Schweiz, wo sie gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (damals Empfangsstelle) in Kreuzlingen um Asyl nachsuchten. Am 31. Dezember 2004 wurde die Beschwerdeführerin zu den Personalien, zum Reiseweg und zu den Ausreisegründen summarisch befragt.
Sie machte geltend, palästinensischer Herkunft zu sein. Sie sei  eines Palästinensers und einer Libanesin. Sie habe bis zum (...). Altersjahr mit ihren Eltern im palästinensischen Flüchtlingslager (...), und anschliessend mit ihrem libanesischen Ehemann in H._ gelebt. Ihr Ehemann, I._, sei bei der palästinensischen Fatah als bewaffneter Kämpfer aktiv gewesen. Islamisten, angeblich  der Jamaa-Islamiye, hätten ihn am (...) 2003 in (...) erschossen. Sie habe diesen Mord nicht bei der Polizei gemeldet, weil sich die Palästinenser bei den Tätern noch hätten rächen wollen. Sie habe ihren Mann auf dem Friedhof (...) bei (...) begraben. Anschliessend habe sich der Schwiegervater, der sie nicht gemocht habe, dafür eingesetzt, dass sie die libanesische Staatsbürgerschaft nicht erwerben konnte. Er habe mehrmals, letztmals am (...) 2004, Leute gesandt, um ihr die Kinder wegzunehmen. Da sie jeweils geweint und geschrien habe, sei es in der Folge zu einem Auflauf ihrer Nachbarn gekommen. Die vom Schwiegervater gesandten Leute seien daraufhin unverrichteter Dinge abgezogen. Zudem hätten Personen der Fatah versucht, ihre Kinder zur Zusammenarbeit mit der Organisation zu gewinnen. Weiter habe sie das ungeliebte Kopftuch nicht mehr getragen. Sie sei nie mit den Behörden in Konflikt geraten, nie inhaftiert worden oder vor Gericht gestanden. Sie habe sich nie politisch oder religiös betätigt. Andere Ausreisegründe gebe es nicht.
Die Beschwerdeführerin reichte ihren auf (...) lautenden, in (...) ausgestellten Flüchtlingsausweis vom (...) ein.
A.b Das BFM führte mit der Beschwerdeführerin am 4. Januar 2005 eine so genannte Lingua-Analyse durch, gemäss welcher sie eindeutig im Libanon in einem libanesischen – nicht einem palästinensischen –
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Milieu sozialisiert worden und sicher keine assimilierte Palästinenserin sei.
A.c Mit Schreiben vom 4. Januar 2005 wurde ein  angezeigt.
A.d In der Anhörung vom 12. Januar 2005 gewährte das BFM der  das rechtliche Gehör zu den Ergebnissen der -Analyse. Sie hielt daran fest, Palästinenserin zu sein und im  gelebt zu haben; das Flüchtlingslager habe sie vor (...) Jahren , um sich ihren Kindern zu widmen. Sie habe nicht in Palästina gelebt, sondern im Libanon, was ihre Sprechweise erkläre. Sie , dass der Schwiegervater ihr die Kinder wegnehme bei einer Rückkehr in den Libanon. Am (...) 2004 sei sie vom Schwager bedroht worden. Er habe sie vor die Wahl gestellt, entweder ihm die Kinder zu überlassen oder erschossen zu werden.
A.e Das BFM liess den eingereichten Ausweis für palästinensische Flüchtlinge vom Urkundenlabor der Kantonspolizei Zürich auf dessen Authentizität hin untersuchen. Mit Schreiben vom 13. Januar 2005  das Labor dem BFM mit, dass es die Echtheit des eingereichten Ausweises nicht beurteilen könne.
A.f Am 13. Januar 2005 reichte die Rechtsvertreterin Fernkopien  Ausweises der Beschwerdeführerin und einer Sterbeurkunde des Ehemannes ein.
A.g Das BFM ersuchte am 19. Januar 2005 die Schweizer Botschaft in Amman unter Übermittlung der beiden Ausweise per Telefax um  allfälliger Visumsunterlagen der Beschwerdeführenden. Diese teilte gleichentags mit, die Beschwerdeführenden nicht zu kennen und ihnen keine Visa ausgestellt zu haben. Bei den beiden Ausweisen handle es sich um eine Spezialkarte für palästinensische Flüchtlinge und eine in H._ ausgestellte libanesische Identitätskarte, beide lautend auf A._, wohnhaft im Libanon.
A.h Mit Schreiben vom 20. Januar 2005 teilte die zuständige Behörde Deutschlands auf Anfrage des BFM gestützt auf eine daktyloskopische Abklärung mit, dass die Beschwerdeführerin in Deutschland weder polizeilich noch ausländerrechtlich erfasst sei.
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A.i Am 21. Januar 2005 liess die Beschwerdeführerin ein weiteres Dokument in Kopie einreichen.
A.j Mit Schreiben vom 31. Januar 2005 gab die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) dem BFM auf Anfrage und nach Übermittlung der palästinensischen Flüchtlingskarte hin bekannt, dass eine Person namens (A_) und ihr Vater (...) als palästinensische Flüchtlinge registriert seien.
A.k Das BFM ersuchte mit Schreiben vom 2. Februar 2005 die Schweizer Botschaft im Libanon um Mitteilung, ob die  ein Visum für die Reise in die Schweiz beantragt hätten, was die Botschaft tags darauf verneinte.
A.l Das BFM hörte die Beschwerdeführerin am 8. Februar 2005 zu den Asylgründen an. Sie bekräftigte, Palästinenserin zu sein und bis zum (...) Altersjahr in einem Flüchtlingslager gelebt zu haben. Die Verwandten ihres Ehemannes hätten sie nie als Ehefrau akzeptiert. Ihr Mann habe sie gegen den Willen seiner Familie geheiratet. Ihr eigener Vater habe sie erst nach grossen Bemühungen zur Heirat freigegeben. Nun beabsichtigten die (...) Schwäger, ihr die Kinder wegzunehmen. Ihr Schwager habe ihr am (...) 2004 mit dem Tod gedroht, falls sie sich weiterhin gegen eine Übergabe der Kinder auflehne. Sie habe sich bei einem libanesischen Richter über die rechtliche Situation erkundigt und erfahren, dass das Sorgerecht dem Grossvater väterlicherseits respektive bei dessen Ableben dessen Söhnen zufalle. Im Falle eines Rechtsstreits hätte sie keine Chancen, zumal die Familie des Verstorbenen vermögend sei. Weiter wolle die Fatah Einfluss auf ihre Kinder nehmen und sie ihr allenfalls wegnehmen. Sie kenne im Libanon niemanden, der ihr in ihrer Situation helfen könne. (...).  der weiteren Einzelheiten wird auf das Protokoll verwiesen.
B.
B.a Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 10. Februar 2005 trat das BFM auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht ein,  die Wegweisung aus der Schweiz an und verfügte den Vollzug. Für das BFM stand fest, dass die Beschwerdeführerin die  über ihre Identität getäuscht habe. So sei es ihr nicht gelungen, die Abklärungsergebnisse des Lingua-Experten umzustossen. Daran hätten die eingereichten Identitätspapiere, über deren Authentizitität das Urkundenlabor nichts Relevantes sagen könne, nichts ändern kön-
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nen. Die Papiere würden aufgrund des erwähnten Gutachtens die  der Beschwerdeführerin nicht stützen. Ebensowenig würden die Abklärungsergebnisse der UNRWA eine Identifizierung der  ermöglichen. Ihre Aussagen, wonach sie eine  Frau mit Kindern sei und ein fehlendes soziales Netz im Libanon habe, seien nicht glaubhaft. Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumutbar und möglich.
B.b Mit Beschwerde vom 21. Februar 2005 beantragten die  bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK), die Verfügung vom 10. Februar 2005 sei  und die Sache ans BFM zur materiellen Neubeurteilung ; eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen,  sei die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des  festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In formeller Hinsicht wurde um Offenlegung der wesentlichen  des Lingua-Gutachtens zum Zwecke einer Gegenexpertise oder Stellungnahme und die Gewährung der unentgeltlichen , einschliesslich des Verzichts auf die Erhebung eines , beantragt.
Die Beschwerdeführenden vertraten die Ansicht, es dürfe nicht einzig die Lingua-Analyse als Beweismittel herangezogen werden. Dieses Vorgehen werde ihrem Fall nicht gerecht. Es brauche eine  aller Aspekte des Sachverhalts. Es sei im Lingua-Gutachten dem Umstand nicht Rechnung getragen worden, dass die  seit ihrem (...) Altersjahr mit einem Libanesen zusammengelebt habe und ihre eigene Mutter Libanesin gewesen sei. Ausserdem habe sie eine Identitätskarte und weitere Beweismittel vorgelegt. Sie sei bei der UNRWA registriert. Eine Rückreise sei für die alleinstehende Mutter mit den kleinen Kindern nicht zumutbar. Die Lage im Libanon sei unsicher. Auf die weitere Begründung der Beschwerde wird - soweit entscheidrelevant - in den Erwägungen eingegangen.
B.c Mit Zwischenverfügung vom 1. März 2005 wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und die Verfahrensakten wurden dem BFM zur Vernehmlassung zugestellt.
B.d Mit Schreiben vom 10. März 2005 wies die Rechtsvertreterin das BFM darauf hin, dass sich die Familie der Beschwerdeführerin seit 71 Tagen in der Empfangsstelle aufhalte. Die Empfangsstelle sei für eine
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längere Betreuung der Familie nicht eingerichtet. Es werde um eine Kantonszuweisung oder um eine schriftliche Begründung deren Verweigerung ersucht.
B.e Mit Telefonat vom 14. März 2005 teilte das BFM der  mit, dass wegen eines formellen Mangels – Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs in Sachen Werdegang des Lingua-Experten – eine neue Verfügung zu verfassen sei. Es sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll, die Beschwerdeführenden einem Kanton zuzuordnen. Die Rechtsvertreterin verzichtete auf schriftliche Beantwortung ihres  um Kantonszuweisung.
B.f Am 15. März 2005 wurde der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zum Werdegang und zur Qualifikation des Lingua-Experten im Rahmen einer Anhörung gewährt. Sie machte geltend, der  habe keine Kenntnisse über den Libanon; er habe sie über Palästina befragt, was sinnlos sei, zumal sie im Libanon geboren sei. Der Experte verdiene keinen Respekt.
C.
Mit Verfügung vom 16. März 2005, der Rechtsvertreterin eröffnet am 17. März 2005, hob das BFM seine Verfügung vom 10. Februar 2005 auf und erliess an ihrer Stelle erneut einen Nichteintretensentscheid, verfügte die Wegweisung der Beschwerdeführenden aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
D.
Mit Eingaben vom 22. (Telefax) und 23. März 2005 (Postaufgabe) reichten die Beschwerdeführenden bei der ARK auch gegen die neue Verfügung Beschwerde ein. Sie beantragten die Übernahme aller ihrer Anträge und der Begründung in der Eingabe vom 21. Februar 2005  die Verfügung vom 16. März 2005. Gleichzeitig ersuchten sie um eine Weisung an die Vorinstanz, die Kantonszuweisung der  unverzüglich vorzunehmen.
E.
Mit Beschluss der ARK vom 30. März 2005 wurde die gegen die Verfügung vom 10. Februar 2005 eingereichte Beschwerde wegen
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Wegfalls des Anfechtungsobjekts unter Ausrichtung einer  als gegenstandslos abgeschrieben.
F.
F.a Mit Zwischenverfügung der ARK vom 1. April 2005 wurde die  der Beschwerde bestätigt und festgestellt, dass für  grundsätzlich das BFM zuständig ist; letzteres wurde zur Vernehmlassung eingeladen.
F.b Am 5. April 2005 wies das BFM die Beschwerdeführenden für die Dauer des Verfahrens dem Kanton (...) zu.
F.c Mit Schreiben vom 5. April 2005 legte die bisherige  ihr Mandat nieder.
F.d Mit Vernehmlassung vom 28. April 2005 und Nachtrag vom 12. Mai 2005 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Es hielt an den Resultaten der Lingua-Analyse fest. Die Abklärungen bei der UNRWA würden die angebliche Identität der Beschwerdeführerin nicht stützen. Auch das Argument des hohen Assimilationsgrades der  an das libanesische Milieu überzeuge nicht. Die  Ausweise seien nicht von der UNRWA ausgestellt worden. Ein anderes Dokument sei durch das Innenministerium Libanons  worden, was ebenfalls aufzeige, dass die Aussagen der  mit der Faktenlage nicht übereinstimmen können. Es seien Abweichungen zum Vergleichsmaterial des BFM feststellbar, die darauf hinweisen könnten, dass die eingereichten Karten nicht  seien. Weiter sei das BFM der Auffassung, dass gemischt- Abstammung der Beschwerdeführerin ein überprüfbares  sei. Eine Offenlegung des Amtswissens über das  erachte das BFM angesichts der bekannten Hinweise in der Anhörung vom 12. Januar 2005 und der Formulierung in der  vom 28. April 2005 als nicht sachgerecht.
F.e Am 25. Juli 2005 traf bei der ARK ein anonymes  mit diversen fotokopierten Ausweisen ein.
F.f Mit zweiter Vernehmlassung vom 8. August 2005 hielt das BFM an seiner bisherigen Beurteilung fest und sprach den von unbekannter Seite eingereichten Ausweiskopien jeden Beweiswert ab.
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G. Am 2. November 2005 ersuchte die damalige Instruktionsrichterin der ARK die Schweizer Botschaft in Beirut um Abklärungen und legte  Aktenstücke in Kopie bei.
Mit Schreiben vom 31. Oktober 2005 teilte die Botschaft mit, sie habe in erwähnter Angelegenheit innerhalb der letzten Monate wiederholt von anonymer Seite Informationen erhalten. Aus den eingereichten Belegen gehe jedenfalls hervor, dass die Beschwerdeführerin und  Kinder die libanesische Staatsbürgerschaft besitzen würden.
H. Mit Schreiben vom 10. November 2005 teilte das zuständige kantonale Migrationsamt der ARK mit, es habe kürzlich eine anonyme Zuschrift erhalten, wonach die Beschwerdeführenden nicht palästinensischer, sondern libanesischer Herkunft seien. In der Beilage reichte das  Kopien von libanesischen Reisepässen ein.
I. Am 23. November 2005 ersuchte die ARK die Schweizer Botschaft in Beirut um weitere Abklärungen. Sie legte ihrem Ersuchen Belege der eingereichten anonymen Schreiben zur Verifizierung bei und  sich nach der Rechtslage in Sachen Sorgerecht für die Kinder.
J. Mit Schreiben vom 1. Dezember 2005 übermittelte das zuständige kantonale Migrationsamt der ARK ein weiteres Schreiben von  Seite, das es via die Kantonspolizei J._ erreicht habe.
K. Mit Schreiben vom 16. Februar 2006 zeigte eine neue  gegenüber der ARK die Mandatsübernahme an. Gleichzeitig wurde die Kopie der UNWRA-Registrierungskarte für die Familie der  eingereicht.
L. Die Antwort der Schweizer Botschaft datiert vom 21. März 2006. Darin wird unter anderem die palästinensische Herkunft der  bestätigt; mit der Heirat habe sie die libanesische  erworben. Weiter wurde bestätigt, dass der Ehemann  Vater der Beschwerdeführenden am (...) 2003 verstorben sei und dass nach religiösem Recht die Kinder ab einem gewissen
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Alter zur Vaterfamilie gehörten. Der angebliche Anspruch der Fatah auf die Kinder wird angesichts der Nichtexistenz dieser Organisation im Libanon verneint.
M. Mit Verfügung vom 16. Mai 2006 gewährte die ARK den  das rechtliche Gehör zu den Botschaftsanfragen und - sowie den BFM-Vernehmlassungen.
N. Am 30. Mai 2006 fand die Notiz eines (...) vom 1. Juni 2006 Eingang in die Beschwerdeakten, wonach die Beschwerdeführerin gegenüber der damaligen Zentrumsleitung K._, wo die Beschwerdeführenden vom April 2005 bis Mitte Dezember 2005 wohnten, wiederholt behauptet habe, von einem Libanesen telefonisch bedroht worden zu sein. Im Spätsommer 2005 habe dieser Mann bekanntgegeben, sie lokalisiert zu haben, und gleichzeitig in Aussicht gestellt, nächstens bei ihr aufzutauchen; er habe sie bedrängt und bedroht; er beabsichtige, ihr die Kinder wegzunehmen. Die Zentrumsleitung habe daraufhin Sicherheitsmassnahmen ergriffen.
O. Mit Schreiben vom 16. Juni 2006 legitimierte sich die aktuelle  mit einer Vollmacht und nahm die mit Verfügung der ARK vom 16. Mai 2006 eingeräumte Gelegenheit zur Stellungnahme wahr.
Im Wesentlichen bestätigte die Beschwerdeführerin die Resultate der Botschaftsanwort. Der Bericht halte fest, dass sie palästinensischer Herkunft sei. Sie habe in M._ mit ihrer Familie in einer Mietwohnung gelebt. Die Todesursache ihres Ehemannes sei eine (...) gewesen. Es treffe somit nicht zu, dass sie politisch verfolgt und ihr Ehemann infolge seiner politischen Aktivitäten bei der Fatah  worden sei; dieses Konstrukt habe sie auf Rat eines  gewählt. Es treffe zu, dass sie und ihr verstorbener Ehemann den Lebensunterhalt mit (...) in H._ verdient hätten. Für ihre Ausreise gebe es zwei Gründe:
Sie sei von N._, (...), bedrängt und bedroht worden; er habe sie unbedingt heiraten wollen. N._ habe hohen Einfluss auf die Politik, und sie fürchte sich vor ihm. Ihre Angst sei so gross gewesen, dass sie ihre Habe verkauft oder verschenkt und das Land mit ihren vier Kindern im Alter von (...) bis (...) Jahren verlassen habe. Doch
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dieser Mann sei ihr bis in die Schweiz gefolgt. Sie sei sich sicher, dass er die Person sei, die immer wieder angerufen und sie bedroht habe und von der die anonymen Schreiben stammen. Das Asylzentrum, in welchem sie gewohnt habe, habe Sicherheitsmassnahmen veranlasst. Als Beweis wurde eine Zeugin bei der kantonalen Behörde angerufen.
Der zweite Grund sei die Angst, dass die Familie ihres verstorbenen Ehemanns, namentlich der Schwager, mit dem sie zeitlebens kein  Verhältnis gehabt habe, ihr die Kinder wegnehme. Das Recht auf die Kinder stehe im Islam bei einem Todesfall des Ehemanns der  des Verstorbenen zu, wobei die Mutter bei ihren Kindern bleiben könne. Sie wolle aber weder die Kinder hergeben, noch als zweite Frau beim Schwager leben. Die Behauptung im Bericht der Botschaft, wonach der verstorbene Ehemann keinen männlichen (Rechts-) gehabt und deshalb die Familie dieses Recht nicht beansprucht habe, stimme nicht; sein Bruder (...) sei sein Nachfolger im hier gemeinten Sinn.
Somit stehe sie unter einem enormen psychischen Druck und ersuche aus frauenspezifischen Gründen, die über das Mass hinausgingen, das andere Frauen im Libanon aufgrund der dortigen Situation  müssten, um Schutz in der Schweiz. Die vielfachen anonymen Schreiben seien Hinweise für die Ernsthaftigkeit ihrer Situation.
P. Mit Schreiben vom 21. September 2006 ersuchte die Rechtsvertreterin um Berichtigung der Personaldaten, wobei es sich bei den Namen lediglich um Transkriptionsvarianten (...) handelt.
Q. Die ARK forderte im November 2006 von der Rechtsvertreterin  in Bezug auf die aktuellen Vertretungsverhältnisse der  (Mehrfachvertretung oder neues Mandat anstelle der  Vertretung). Mit Schreiben vom 30. November 2006 teilte die vorherige Rechtsvertreterin mit, sie habe das Mandat niedergelegt.
R. Mit Schreiben vom 19. April 2007 ergänzte die Beschwerdeführerin die Beschwerde. Sie beschrieb ihr Verhältnis zu N._ und dessen Umfeld; sie zeigte auf, wie (...) den eingereichten Personalausweis von N._ habe beschaffen können. N._ sei (...). Nicht nur Angehörige ihres Ehemannes, sondern namentlich auch Leute wie
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N._ und Personen der Hisbollah hätten sich nach dem Tod ihres Mannes bei ihr zu Hause eingefunden; aber man habe ihr eindringlich abgeraten, (...) mit Christen zusammen zu wohnen(...). Man habe ihr sogar Geld angeboten und es wurde gesagt, dass für ihre Kinder gesorgt werde. Sie habe aber diesen Leuten ausweichen wollen, zumal ihr klar gewesen sei, dass sie sich in grosse Abhängigkeit begeben hätte. Sie habe selber bestimmen wollen, wie ihre Kinder aufwachsen. Sie habe sich nach dem Tod ihres Mannes in einer psychisch-traumatischen Zwangslage befunden und ihr Heil und dasjenige ihrer Kinder in der Flucht gesucht.
Die Beschwerdeführenden formulierten am Ende ihrer Stellungnahme folgende Rechtsbegehren: Aufhebung der Verfügung vom 16. März 2005, Überweisung der Stellungnahme vom 16. Juni 2006 und der  vom 19. April 2007 als neues Asylgesuch an das BFM,  der Flüchtlingseigenschaft unter Berücksichtigung  Gründe, Asylgewährung, eventualiter Anordnung der  Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs.
S. In der vom Bundesverwaltungsgericht eingeholten dritten  vom 14. Februar 2008 hielt das BFM an seinem Standpunkt fest und beantragte wiederum die Abweisung der Beschwerde. Die  habe die Asylbehörden mit der Behauptung, die  Staatsangehörigkeit nicht zu besitzen, über ihre Identität  und gestehe ein, Tatsachenwidriges vorgetragen zu haben. Sie habe versucht, ihren letzten Wohnsitz zu verheimlichen, indem sie  habe, im (...) H._ gewohnt zu haben. Das  habe ergeben, dass sie in M._ (...) wohnhaft gewesen sei. Ausserdem sei sie – entgegen ihrer Darstellung – mit ihren Kindern legal (...) ausgereist. Die legale Ausreise mit ihren Kindern sei ein Indiz dafür, dass sie die elterliche Gewalt innehabe. Die generelle Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin sei damit erschüttert. Die neu vorgebrachte Verfolgungssituation sei der Versuch, durch einen konstruierten Sachverhalt ein Vollzugshindernis zu schaffen.
T. Mit Eingabe vom 3. März 2008 wies die Beschwerdeführerin erneut darauf hin, in welch schwieriger psychischer Situation sie sich im  befunden habe. N._ und ein Schwager hätten ihr nachgestellt und enormen Druck auf sie ausgeübt. Der Schwager habe
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ihr zu verstehen gegeben, dass er ein Recht auf sie und die Kinder habe. Sie habe vor ihrer Abreise mit ihrem Ehemann und den Kindern sowie nach dessen Tod erneut in H._ gewohnt. Im letzten Jahr seiner (...) sei sie zu ihren Eltern nach M._ und dort bald in eine eigene Wohnung gezogen. Sie habe in H._, wo sie im (...)bereich tätig gewesen sei, die zwei jüngeren Söhne ins Heim O._ gegeben, das sicher genug erschienen sei, um der Familie ihres Mannes den direkten Zugriff auf die Kinder zu verunmöglichen. Für die beiden älteren (...) habe sie gesorgt, indem sie deren Schulweg sicherer gemacht habe. Der Stress und die Furcht vor dem drohenden Schicksal ihrer Kinder habe sie nicht mehr ertragen. Sie habe ihre ganzen Ersparnisse für die Flucht eingesetzt.
Mit Schreiben vom 13. März 2008 wurden Korrekturen an der  Eingabe angebracht und die Bestätigung des Heims im  in Aussicht gestellt.
U. Am 15. April 2008 reichte die Beschwerdeführerin elf Bestätigungen in Bezug auf den Aufenthalt der jüngeren [Kinder] vor der Ausreise und die Schulbesuche ihrer älteren [Kinder] ein.
V. In einer weiteren, vom Bundesverwaltungsgericht eingeholten vierten Vernehmlassung vom 28. Mai 2009 hielt das BFM an seiner  Stellungnahme fest.
Es sei gewiss unsympathisch, dass Denunziationen eine wesentliche Rolle bei der Aufdeckung dieses Falles gespielt hätten. Anderseits  die Ergebnisse der Botschaftsabklärungen die Argumentation der angefochtenen Verfügung nachträglich auch objektiv bestätigt. Die  von der Beschwerdeführerin eingereichten Bestätigungen des Vereins "(...)" betreffend Schulbesuch hätten kaum Beweiswert, zumal derartige Schreiben im Libanon leicht erwerbbar seien, namentlich auch von einer Person mit den Beziehungen und finanziellen Möglichkeiten der Beschwerdeführerin. Im Übrigen habe sich die allgemeine Lage im Libanon wieder stabilisiert und es bestehe keine Situation allgemeiner Gewalt.
W. Mit Stellungnahme vom 19. Juni 2009 nahmen die  zur letzten Vernehmlassung des BFM Stellung und ersuchten na-
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mentlich darum, ihre Anträge vom 16. Juni 2006 und vom 17.  19. April 2007 gutzuheissen und ihre Aussagen vor dem 16. Juni 2006 nicht zu beachten.
Die Beschwerdeführerin begründete ihre Eingabe mit dem Umstand, dass das Ausmass des auf sie ausgeübten Druckes durch die  augenfällig sei. Sie habe mit einer Ausnahme –  eines Nachkommen von der Vaterseite ihres verstorbenen , der Anspruch auf die Kinder habe – die Ergebnisse der  bestätigt, alle Fakten nach ihrer Stellungnahme vom 16. Juni 2007 wahrheitsgemäss den Asylbehörden offengelegt und sinngemäss die entscheidwesentlichen Teile ihrer Situation . Ferner beleuchtete die Rechtsvertreterin diverse Aspekte der bisherigen und künftigen Integrationsanstrengungen der Familie in der Schweiz. Zum Nachweis der wirtschaftlichen und sozialen  reichte sie einen Anstellungsvertrag, eine Arbeitsbestätigung, ein Lohnblatt und einen Mietvertrag ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
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1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht; die  haben am Verfahren vor der Vorinstanz , sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung und sind daher zur Einreichung der Beschwerde  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu  (Art. 32 - 35 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Demnach enthält sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prüfung, hebt die angefochtene Verfügung auf und weist die Sache zu neuer  an die Vorinstanz zurück (vgl. Entscheidungen und  der ARK [EMARK] 2004 Nr. 34 E 2.1). Somit ist auf das  um Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft respektive  des Asyls nicht einzutreten.
Die Vorinstanz hat indessen die Frage der Wegweisung und des  materiell geprüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht  volle Kognition zukommt.
4. Vorab sind die formellen Anträge auf Nichtbeachtung eines Teils der Vorbringen und Überweisung der Sache als neues Asylgesuch ans BFM zu behandeln.
4.1 Der Antrag der Beschwerdeführenden, es sei auf sämtliche  der Beschwerdeführerin, die diese vor dem Datum des 16. Juni 2006 gemacht habe, im vorliegenden Verfahren nicht abzustellen, ist abzuweisen. Ein solches Vorgehen würde dem Sinn und Zweck eines ordentlichen Asylverfahrens, in umfassender Weise den  entscheidrelevanten Sachverhalt zu ermitteln, zuwiderlaufen. Auch
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im Hinblick auf die Beurteilung der Glaubwürdigkeit der  sind diese früheren Aussagen grundsätzlich von Bedeutung.
4.2 Ebenfalls abzuweisen ist das Gesuch, die Parteieneingaben ab dem 16. Juni 2006 dem BFM als neues Asylgesuch zu überweisen. Vorab steht eine ordentlich eingereichte Beschwerde zur Behandlung an. In diesem Verfahren geht es unter anderem gerade um die Frage, ob das BFM das Asylgesuch materiell zu prüfen hat. Das  zweier Verfahren in derselben Angelegenheit ist nicht möglich.
5.
5.1 Das BFM stützt seine Nichteintretensverfügung auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG. Nach dieser Bestimmung wird auf Asylgesuche nicht , wenn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität  und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der  Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht.
Als Identität im asylrechtlichen Sinn gelten gemäss Wortlaut der  Bestimmung in der Ausführungsverordnung: Namen, , Staatsangehörigkeiten, Ethnie, Geburtsdatum, Geburtsort und Geschlecht (Art. 1 Bst. a Asylverordnung 1 vom 11. Juni 1999 [AsylV 1, SR 142.311]).
5.2 In Bezug auf die Angaben und Aussagen der Beschwerdeführerin und die Stellungnahmen des BFM wird auf den Sachverhalt verwiesen.
Die Beschwerdeführerin hat seit ihrer Einreise bis zur Einreichung der Stellungnahme vom 16. Juni 2006 unbestrittenermassen diverse  gemacht. Erst als ihr Resultate aus Botschaftsabklärungen vorgelegt worden sind, hat sie sich zur Richtigstellung ihrer Angaben entschlossen. Die Angst, "mit der Angabe ihrer wahren Gründe kein Asyl zu erhalten" (vgl. Eingabe vom 16. Juni 2006, act. 26 S. 5), kann ebensowenig als Rechtfertigungsgrund für ihr Fehlverhalten dienen wie der angebliche Druck, unter welchem sie von seiten der Familie des verstorbenen Mannes und von N_ stand (vgl. Eingabe vom 3. März 2008, act. 38 S. 1). Im Rahmen der Überprüfung der  für einen Nichteintretensentscheid sind lediglich ihre Falschangaben zur Identität massgebend. Sie hat ab ihrer ersten  im Empfangszentrum Kreuzlingen angegeben, keine  zu besitzen, obwohl sie – wie sie nach Vorhalt der  zugab – durch Heirat libanesische Staatsangehöri-
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ge wurde. Ohne Nachprüfung im Libanon wären ihre Falschangaben geeignet gewesen, die Asylbehörden zu täuschen. Mithin waren die Voraussetzungen für ein Nichteintreten auf das Asylgesuch in  von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG und in Verbindung mit Art. 1 Bst. a AsylV 1 (Identitätsmerkmal der Staatsangehörigkeit) gegeben. Daran ändert nichts, dass die der Beschwerdeführerin vom BFM  palästinensische Herkunft bewiesen worden ist und sie keine weiteren Falschangaben zu ihrer Identität und derjenigen der Kinder – zu den Transkriptionen der Namen vgl. Sachverhalt sub P – gemacht hat.
Das BFM ist demnach im Ergebnis zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom
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8. März 2002, BBl 2002 3818; BVGE 2008/34 E. 11.1 mit weiteren ).
Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung das Kindeswohl einen  von gewichtiger Bedeutung. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107). Unter dem Aspekt des Kindeswohls sind demnach sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. die noch zu Art. 14a Abs. 4 ANAG erfolgte und weiterhin  Rechtsprechung der ARK in EMARK 2005 Nr. 6; zur Publikation bestimmtes Urteil vom 9. Juli 2009, D-3357/2006, E. 9.3.2). In Bezug auf das Kindeswohl können namentlich folgende Kriterien im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung von Bedeutung sein: Alter des , Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähigkeit) der Beziehungen, Eigenschaften der Bezugspersonen (insbesondere  und -fähigkeit), Stand und Prognose  Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. Letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei  Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung in der Schweiz kann eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs haben, indem eine starke Assimilierung in der Schweiz eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. dazu EMARK 1998 Nr. 31; Urteil D-3357/2006, a.a.O.).
7.2.1 Die Beschwerdeführenden sind im Dezember 2004 in die Schweiz eingereist. Die Familie hält sich demnach seit bald fünf  hier auf. Im Zeitpunkt der Einreise waren die Kinder (...)jährig. Alle vier haben haben in der Schweiz die Schulen besucht. Die beiden Älteren haben die obligatorische Schulzeit hinter sich; gemäss Darstellung der Rechtsvertreterin in ihrem Schreiben vom 19. Juni
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2009 (act. 47 S. 2) ist B._ auf der Suche nach einer Lehrstelle und C._ befindet sich in einem Werkjahr. Die beiden Jüngsten sind in der Schweiz eingeschult worden; sie sollen inzwischen die (...) Primarklasse besuchen. Sie alle sind in erheblichem Mass durch das hiesige kulturelle und soziale Umfeld geprägt worden. Es ist davon auszugehen, dass sie in den vergangenen Jahren ihr eigenes Beziehungsnetz aufgebaut haben, während dasjenige, das sie im Libanon hatten, zerrissen sein dürfte. Die beiden jüngeren Kinder werden kaum (mehr) über viel Kenntnis der arabischen Sprache und Schrift verfügen, was für eine erfolgreiche Eingliederung ins  im Libanon Voraussetzung wäre. Ihre Reintegration im Libanon wäre mit Sicherheit problembehaftet. Namentlich für die beiden  besteht somit die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen  Umfeld in der Schweiz einerseits und die sich gleichzeitig  Problematik einer Reintegration in die ihnen weitgehend immer fremder werdende Kultur zu starken Belastungen in ihrer Entwicklung führen würden, die mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls –  nach heutiger Sicht und Kenntnis der Aktenlage – kaum zu  wären. Die beiden älteren Kinder stehen am Anfang des . Ein Wechsel des ganzen Umfeldes und das Wiedereintauchen in eine fremd gewordene Kultur dürfte in diesem Alter zu  und Entwicklungsstörungen führen.
7.2.2 Von entscheidender Bedeutung ist aber über diese zu  Schwierigkeiten der Kinder hinaus die glaubhaft gemachte  Zwangssituation. Als glaubhaft ist die Darstellung der  zu erachten, wonach einerseits ihr Schwager ihr die Kinder wegnehmen wolle oder ihr die Alternative zum Einziehen in seiner  gemeinsam mit ihren Kindern angeboten habe, und anderseits (...) N._ sie unbedingt heiraten wolle und sie deswegen dauernd – (...) – unter Druck setze (vgl. Sachverhalt sub Bst. O, R und T).
Einmal zurück im Libanon würde die Beschwerdeführerin dem Druck beziehungsweise der Gewalt seitens der Familie ihres verstorbenen Ehemannes kaum standhalten können. Gegen ihren erklärten Willen bei der Familie ihres Schwagers einzuziehen oder ihre Kinder an ihn "abzutreten", ist weder für die Beschwerdeführerin noch für die vier (...) eine zumutbare Option. Die Beschwerdeführerin müsste  der von der Schweizer Botschaft bestätigten Rechtslage damit
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rechnen, dass sie – wenn die Familienangehörigen des Verstorbenen väterlicherseits ihr Recht mit Unterstützung der zuständigen  durchsetzen – die elterliche Gewalt und das Sorgerecht . Ob sich die Beschwerdeführerin in einem solchen Fall, sei es den Kindern zuliebe oder um sich vor den nachgewiesenen  durch (...) N._ zu schützen, in den Machtbereich des Schwagers und neuen Sorgerechtsinhabers begeben würde, einer Person, der sie bereits schon bedrängt und bedroht haben soll, kann offen bleiben. Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass sowohl die beiden noch schulpflichtigen Kinder, als auch die dem Erwachsenenalter entgegengehenden älteren [Kinder] in ihrer  erheblich gestört würden. Ferner ist keineswegs auszuschliessen, dass (...) N._ seine auf eine Heirat ausgerichteten Avancen und seinen Druck auf die Beschwerdeführerin mit Billigung der Verwandschaft ihres verstorbenen Ehemannes macht: Durch die Heirat der verwitweten Schwägerin würden die männlichen Rechtsnachfolger des verstorbenen Ehemannes ihrer traditionellen und rechtlichen Verantwortung für die Kinder der Beschwerdeführerin enthoben. Angesichts der Energie und Ausdauer von N._, (...) (vgl. Sachverhalt sub F.e, G, J), und des Drucks, den er auf die  mit (...) aufrecht erhält – an der Urheberschaft von N._ ist angesichts des eng (...) verbundenen Inhalts und des Umstandes, dass (...) der Schriftstücke den handschriftlichen Vermerk "(...)" tragen (sub act. 19), nicht zu zweifeln –, kann abgeschätzt werden, wie schwierig oder unmöglich es für sie sein würde, sich im Libanon seinem Druck und den geltenden gesellschaftlichen und letztlich auch ökonomischen Zwängen zu widersetzen und zu entziehen.
7.2.3 Eine Rückkehr in den Libanon hätte für alle fünf  mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass sie erneut entwurzelt und aus ihren heute geregelten Bahnen geworfen würden, dass sie in unerwünschte Beziehungen und familiäre Verhältnisse  würden und dass die Beziehung zwischen der Mutter und den  erheblich gestört, wenn nicht gar unterbunden würde. Im  ist festzustellen, dass für die ganze Familie der Vollzug der  in den Libanon als unzumutbar zu beurteilen ist.
7.2.4 Einer vorläufigen Aufnahme zufolge unzumutbaren  steht gemäss Art. 83 Abs. 7 AuG unter anderen , wenn die weggewiesenen Personen erheblich oder wiederholt ge-
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gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder diese gefährden oder die innere oder die äussere Sicherheit der Schweiz gefährden.
Betreffend B._, C._ und D._ liegen Akten von Strafuntersuchungsbehörden vor. Während es bei B._ um einen geringfügigen Diebstahl ging und das Verfahren zufolge Rückzugs des Strafantrags eingestellt wurde, und D._ wegen eines geringfügigen Verstosses gegen das Strassenverkehrsgesetz mit einem Verweis bestraft wurde, hat sich C._ im (...) 2006 der Nötigung und im (...) 2008 der unberechtigten Verwendung eines Fahrrades schuldig gemacht und ist mit einem Verweis beziehungsweise einer persönlichen Arbeitsleistung von einem Tag bestraft worden; ein weiteres Strafverfahren wurde zufolge Verzichts auf Strafantrag im (...) 2007 eingestellt. Die Beschwerdeführerin selber hat sich ein halbes Jahr nach der Einreise in der Schweiz eines geringfügigen Vermögensdelikts – Diebstahl von Kosmetikartikeln am (...) 2005 – schuldig gemacht. Alle diese Verfehlungen erreichen allerdings die Anforderungen an den Ausschlusstatbestand von Art. 83 Abs. 7 AuG deutlich nicht, da sie weder als erheblich noch als wiederholt einzustufen sind.
7.2.5 Damit steht der Regel von Art. 83 Abs. 1 AuG nichts entgegen; die Beschwerdeführenden sind zufolge Unmutbarkeit des  vorläufig aufzunehmen.
7.3 Die drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der  (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind  Natur: Ist eine von ihnen erfüllt, brauchen die beiden andern nicht mehr geprüft zu werden. Der Vollzug der Wegweisung ist diesfalls , und die weitere Anwesenheit in der Schweiz ist gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln; gegen  allfällige Aufhebung durch die Vorinstanz steht den (ab- und ) Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an das  offen (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG), wobei in jenem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach Massgabe der dannzumal herrschenden  von neuem zu prüfen wären (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 und EMARK 1997 Nr. 27).
8. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Bundesamt zu Recht auf
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das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist und die Wegweisung in den Libanon verfügt hat. Demgegenüber erweist sich der angeordnete Vollzug der Wegweisung als nicht zumutbar. Die Verfügung der Vorinstanz vom 16. März 2005 ist daher betreffend die Ziffern 3 und 4 des Dispositivs aufzuheben und das BFM anzuweisen, die Beschwerdeführerin und ihre vier unmündigen Kinder vorläufig .
9. 9.1 Die Beschwerdeführenden beantragen Gewährung der  Prozessführung. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf Antrag hin von der Bezahlung der  befreit, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin einen Bruttolohn von rund Fr. 6'000.– pro Monat erzielt. Nach Abzug des Mietzinses von Fr. 1'510.– und der Fixabzüge verbleiben ihr somit mehr als Fr. 3'100.–. Damit ist sie nicht als prozessual bedürftig zu . Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ist damit abzuweisen.
9.2 Das Unterliegen im Eintretenspunkt und bezüglich Wegweisung und das Obsiegen im Wegweisungsvollzugspunkt ist als hälftiges  zu gewichten. Entsprechend ist den Beschwerdeführenden die Hälfte der Gerichtsgebühr, mithin Fr. 300.–, aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Von den durch die Botschaftsabklärungen entstandenen  haben sie einen Anteil von Fr. 1'000.– zu tragen (vgl. Art. 6 des Reglements über die Verwaltungsgebühren des  vom 21. Februar 2008 [Gebr-BVGer, SR 173.320.3]), da es dem jahrelangen Festhalten an Falschaussagen seitens der  zuzuschreiben ist, dass das Gericht ausführliche Abklärungen im Libanon und in der Schweiz veranlasst hat. Von den durch diese Abklärungen entstandenen Kosten ist ihr ein Anteil von Fr. 1'000.–  (vgl. Art. 6 des Reglements über die Verwaltungsgebühren des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Februar 2008 (Gebr-BVGer, SR 173.320.3). Die Kosten des Beschwerdefahrens sind mithin im  von Fr. 1'300.– den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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9.3 Eine obsiegende Partei hat Anspruch auf eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten; obsiegt sie nur teilweise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG).
Die Rechtsvertreterin hat keine Kostennote eingereicht. Auf die  einer solchen kann verzichtet werden. Da die Beschwerde nur teilweise gutzuheissen ist und im Wesentlichen erst die  des BFM, der ARK und des Bundesverwaltungsgerichts im  zur Klärung des Sachverhaltes und zur Teilgutheissung geführt haben, ist die Parteientschädigung von Amtes wegen pauschal auf Fr. 500.– festzusetzen (inkl. Auslagen und Mehrwertsteueranteil). Das BFM ist anzuweisen, diesen Betrag als Parteientschädigung .
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