Decision ID: 2921e53e-47dd-43fe-bab0-2fbd6253e10e
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Mit Verfügung vom 1
1.
April 2011 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
X._
(geboren 1956) ab
1.
März 2008 eine Viertels- und ab
1.
Juni 2008 eine halbe Rente zu (
Urk.
7/116+121). Dabei stützte sie sich in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten des
Zent
r
ums
Z._
vom 1
9.
Mai 2008 (
Urk.
7/82) sowie auf das Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 2
6.
Juli 2009 (
Urk.
7/94/6-36; vgl. auch
Urk.
7/106).
1.2
Im Rahmen einer im August 2013 (
Urk.
7/133) eingeleiteten Rentenrevision holte die IV-Stelle je einen Verlaufsbericht der behandelnden Ärzte
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Rheumatologie, vom 2
9.
September 2013 (
Urk.
7/137) und med.
pract
.
C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
9.
November 2013 (
Urk.
7/138) ein. Mit Mitteilung vom
3.
Januar 2014 bestätigte sie den unver
änderten Anspruch von
X._
auf eine halbe Rente (
Urk.
7/141).
1.3
Am
1.
April 2019 (Eingangsdatum
2.
April 2019) stellte
X._
(sinn
gemäss) ein Gesuch um revisionsweise Erhöhung der Rente (
Urk.
7/148). Mit glei
chen
tags verfasstem Bericht gelangte med.
pract
.
C._
an die IV-Stelle und wies darauf hin, dass sich der Gesundheitszustand von
X._
ver
schlechtert habe (
Urk.
7/147). Die IV-Ste
lle tätigte in der Folge
bei
Dr.
B._
und bei med.
pract
.
C._
weitere Abklärungen (Berichte vom
4.
Juni 2019 bzw. vom
8.
Juli 2019;
Urk.
7/154,
Urk.
7/158) und liess
Dr.
med.
D._
, Fach
arzt für Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Sache Stellung nehmen (Stellungnahme vom 2
6.
August 2019,
Urk.
7/159/3). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/160) wies sie mit Verfügung vom
2.
Dezember 2019 das Rentenerhöhungsgesuch ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
0.
Januar 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente (
Urk.
1 S. 1). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
1.
Februar 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.1.2
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Die Heranziehung eines Verwaltungsaktes als Vergleichsbasis setzt voraus, dass er auf denjenigen Abklärungen beruht, die in Anbetracht von möglicherweise ver
änderten Tatsachen notwendig erscheinen. Unter einer Sachverhaltsabklärung im Sinne von BGE 133 V 108 muss eine Abklärung verstanden werden, die - wenn sie inhaltlich zu einem anderen Ergebnis führt - geeignet ist, eine Rentenerhö
hung, -herabsetzung oder -aufhebung zu begründen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_527/2018 vom
1.
April 2019 E. 5.1.1).
1.2
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf
BGE
125 V 351 E. 3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E.
4.7).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist eine revisi
onsweise Erhöhung der seit Juni 2008 ausge
richteten halben Invalidenrente
, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verschlechtert hat respek
tive sich die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verän
dert hat
.
Für die Beurteilung der Frage, ob eine anspruchserheblich
e Änderung eingetreten ist, ist
der Sachverhalt zur Zeit der
strittigen Verfügung (
2.
Dezember 2019)
mit dem Sachverhalt
zum Zeitpunkt der rentenzusprechenden
Verfügung vom 1
1.
April 2011 zu vergleichen.
Die
Mit
teilung vom
3.
Januar 2014 basierte
einzig
auf den
Verlaufsberichte
n
der b
ehandelnden Ärzte
.
Ihr lag somit keine umfassende Sachverhaltsabklärung zu Grunde, weshalb sie nicht Vergleichsbasis bildet.
Die Frage nach der Vergleichsbasis spielt indessen vorliegend
nur eine untergeordnete Rolle, weil
in der Mitteilung vom
3.
Januar 2014 von
einem unver
änderten Zustand
ausgegangen wurde.
2.2
Die IV-Stelle erwog in der angefochtenen Verfügung vom
2.
Dezember 2019, dass keine Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Der Beschwerde
führer
sei nach wie vor in e
ine
r
leidensangepasste
n
Tätigkeit zu 65
%
arbeits
fähig. Damit bleibe es bei einem
Invaliditätsgrad von 54 % und so
mit bei einem Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (
Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer macht beschwerdeweise im Wesentlichen geltend, med.
pract
.
C._
habe im Bericht vom
1.
April 2019 ausgeführt, dass er seit ca. drei Jahren in verstärkten Mass an depressiven Episoden leide. Im Bericht vom
8.
Juli 2019 habe sie ihm eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit bescheinigt.
Dr.
B._
habe im Bericht vom
4.
Juni 2019 festgehalten, dass sich sein Gesundheitszustand nochmals verschlechtert habe. Neu sei eine Sattelgelenksarthrose links dazuge
kommen. Attestiert habe er eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten
Tätigkeit von 50
%
. Vor allem
aber
habe die IV
-Stelle
dem Umstand nicht Rech
nung getragen, dass er seit 15 Jahren keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachge
gangen und er nun 63 Jahre alt sei. Aufgrund seines Alters
könne er das ihm verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten (
Urk.
1).
3
.
3
.1
In der
rentenzusprechenden
Verfügung vom 1
1.
April 2011 wurde in somatischer Hinsicht auf das Gutachten des
Z._
vom 1
9.
Mai 2008 und in psychiatrischer Hinsicht auf das Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
6.
Juli 2009 abge
stellt. Die
Z._
-Gutachter hielten ein
lumbovertebrales
und
lumbospondylo
genes
Schmerzsyndrom mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Deswegen erachteten sie den Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Maurer als nicht mehr arbeitsfähig. Hingegen attestierten sie für eine leidensangepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/82/14-16).
Dr.
A._
diag
nostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somato
forme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.9), eine Persönlichkeit mit akzentuiert passiv-aggressiven Zügen (ICD-10 Z73.1) sowie ferner ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom und eine leichtgradige
diskogene
und
osteoartikuläre
Veränderung der Lendenwirbel
säule. Aufgrund der psychiatrischen Diagnosen bescheinigte er eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit von 35
%
(
Urk.
7/94/26-27+31). Aus diesen Gutachten schloss die IV-Stelle insgesamt auf eine Arbeitsfähigkeit von 65
%
in einer leidens
angepassten Tätigkeit (
Urk.
7/106/3,
Urk.
7/116/1).
3
.2
3.2.1
Im - im Rahmen der im August 2013 eingeleiteten Rentenrevision veranlassten - Bericht vom 2
9.
September 2013 hielt
Dr.
B._
ein chronisches
Panvertebral
syndrom
bei degenerativen Veränderungen
,
eine MTP-Arthrose links
sowie
ein depressives Zustandsbild mit
Somatisierungstendenz
fest. Die früher geschilder
ten Beschwerden seien gleichbleibend. Neu bestünden belastungsabhängige Schmer
zen im linken Grossgrundgelenk aufgr
und der MTP-
Arthrose. In einer
leichtere
n Tätigkeit sei
eine
Teilarbeitsfähigkeit
durchaus gegeben
(
Urk.
7/137).
3.2.2
Med.
pract
.
C._
diagnostizierte im Bericht vom
9.
November 2013 eine rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis schwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F331), sowie eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) und erklärte, der Gesundheitszustand sei seit April 2011 gleichbleibend. Vermehrt würden aber Panikattacken auftreten
,
begleitet von den schon seit langem
bekannten psychovegetativen Symptomen wie Herzrasen, Druck auf der Brust und Schweissausbrüche.
Sie attestierte
eine Arbeitsunfähigkeit für die bis
herige Tätigkeit als Maurer. Die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit hielt sie für ausgeschlossen (
Urk.
7/138).
3
.3
3.3.1
Im
im
Zusammenhang mit dem Rentenerhöhungsgesuch vom
1.
April 2019 ein
ge
reichten Bericht führte med.
pract
.
C._
aus, der Beschwerdeführer leide seit ca. drei Jahren in verstärktem Mass an depressiven Episoden mit quälender inne
rer Unruhe, Nachtschweiss, Schlafstörungen sowie starken Ängsten, welche ihn seit Jahren und vor allem aktuell sehr einschränken würden. Daneben bestünden körperliche Beschwerden verschiedenster
Art.
Im Juni werde der Beschwerde
führer 63 Jahre alt. Seine Restarbeitsfähigkeit sei in diesem Alter nicht mehr ver
wertbar. Es sei der Fall zu überprüfen und dem Beschwerdeführer für die rest
lichen Jahre bis zu
r
Pensionierung eine ganze Rente auszurichten (
Urk.
7/147).
3.3.2
Dr.
B._
stellte im Bericht vom
4.
Juni 2019 die gleichen Diagnosen wie im Bericht vom 2
9.
September 2013
und zusätzlich eine seit 2016 bestehende chro
nische
Periarthritis
humeroscapularis
(PHS) rechts
. Im Vordergrund stünden die pro
gre
dienten panvertebralen Rückenschmerzen sowie die schmerzhafte Funkti
ons
einschränkung der rechten Schulter.
Von Seiten des depressiven Zustands sei der Gesundheitszustand in etwa gleichbleibend.
Eine leichte, behinderungsan
gepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu 50
%
zumutbar (
Urk.
7/154).
3.3.3
Med.
pract
.
C._
diagnostizierte im Bericht vom
8.
Juli 2019 eine rezidivie
rende depressive Störung (ICD-10 F33;
chronifiziertes
Zustandsbild mehrheitlich auf Niveau einer schweren depressiven Störung) sowie eine Panikstörung (ICD-10 F41.0). Dazu führte sie aus, im Vergleich zu den Vorberichten bestehe ein unverändertes Zustandsbild. Die nächtlichen Panikbeschwerden hätten eher zuge
nommen. Der Beschwerdeführer sei unverändert zu 100
%
arbeitsunfähig. Bis zur Pensionierung sei keine Besserung zu erwarten (
Urk.
7/158).
3.3.4
Der RAD-Arzt
Dr.
D._
führte
in der Stellu
ngnahme vom 2
6.
August 2019 aus
, med.
pract
.
C._
weise im Bericht vom
1.
April 2019 auf die mangelnde Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund des Alters hin. Im Bericht vom
8.
Juli 2019 halte sie ein unverändertes Zustandsbild im Vergleich zu den Vorbe
richten fest. Aus psychiatrischer Sicht könne somit von einem unveränderten Gesund
heitszustand ausgegangen werden. Aus dem Bericht von
Dr.
B._
könne geschlossen werden, dass aus somatischer Sicht leichte bis mittelschwere Arbeiten nach wie vor möglich seien. Damit sei davon auszugehen, dass dem
Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 65
%
unverändert möglich sei (
Urk.
7/159/3).
4.
4.1
4.1.1
Die B
eurteilung des RAD-Arztes
Dr.
D._
, wonach im Wesentlichen von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ist, überzeugt und findet in den Akten ihre Stütze. Aus psychiatrischer Sicht hielt med.
pract
.
C._
in den Berichten vom
1.
April und
8.
Juli 2019 zwar fest, dass die depressiven Episoden respektive die nächtlichen Panikattacken eher zugenommen hätten. Gleichzeitig beurteilte sie das
psychische
Zustandsbild als unverändert. Da
raus ist
zu schliessen, dass die festgestellten Verschlechterungen nicht massgeblich ins Gewicht fallen und daher rentenrevisionsrech
tlich unbeachtlich sind. Der
Um
-
stand
, d
ass med.
pract
.
C._
in den
beiden
erwähnten
Berichten eine
vollum
fängliche
Arbeitsunfähigkeit attestierte, vermag jedenfalls keine Verschlechte
rung des Gesundheitszustands zu begründen,
bescheinigte sie doch eine solche bereits
im Bericht vom
9.
November
201
3.
Sie begründete denn auch den
ihrer Ansicht nach bestehende
n
Anspruch des Beschwerdeführer
s
auf eine ganze Rente
primär
damit, dass der Beschw
erdeführer nun 63 Jahre alt sei
und deshalb seine Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsm
arkt nicht mehr verwerten könne
. Darauf ist unter E. 4.2 einzugehen.
4.1.2
Aus somatischer Sicht hielten die
Z._
-Gutachter
im Mai 2008
die bisherige Tätigkeit als Maurer aufgrund des Rückenprobleme nicht mehr für zumutbar. Indessen erachteten sie den Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätig
keit für voll arbeitsfähig. Inzwischen ist neu
ein Schulterleiden aufgetreten. Bereits vo
r
Auftreten dieses Leidens war
beim Zumutbarkeitsprofil den beste
henden Einschränkungen von Seiten des Ob
erkörpers Rechnung zu tragen.
Dr.
B._
hält denn auch die Ausübung einer leichten, behinderungsan
gepassten Tätigkeit nach wie vor
für möglich
. H
ingegen
ist seiner Ansicht nach bloss ein
50%-Pensum
zumutbar
.
Inwiefern nun aber in zeitlicher Hinsicht eine Einschränkung bestehen soll, ist nicht ersichtlich und wird auch von
Dr.
B._
nicht dargetan.
Seine Attestierung einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht ist wohl vor dem Hintergrund zu sehen, dass er Entsprechendes bereit
s im 2013 bescheinigte, was jedoch
unter dem Gesichtspunkt der Renten
revision unerheblich ist.
Dr.
D._
ist
somit
beizupflichten, dass
dem Beschwer
deführer
eine leichte, behinderungsangepasste Tätigkeiten nach wie
vor
im
gleichen Ausmass
möglich ist. Insgesamt ist folglich
unverändert von einer Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 65
%
auszugehen.
4.2
Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend macht, dass ihm die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit altersbedingt nicht m
ehr möglich sei (
Urk.
1), ist
darauf hinzuweisen, dass für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Tei
l-)
Erwerbstätigkeit abzustellen ist (BGE 138 V 457 E. 3.3). Im vorliegenden Fall stand die Rest
arbeitsfähigkeit
, also die 65%ige Arbeitsfä
higkeit in ei
n
e
r leidensangepassten Tätigkeit,
mit der Erstattung des psychiatrischen Gutachtens von
Dr.
A._
vom 2
6.
Juli 2009 fest. Es ist zwar
mittlerweil
e
eine gewisse Ver
schlech
terung des Gesundheitszus
tandes eingetreten, die Arbeits
fähigkeit ist
aber, wie ausgeführt,
im Wesentlichen unverändert
geblieben. Es liegt mithin
keine Kons
tellation vor, in
welcher der Beschwerdeführer
bis ins fortgeschrittene Alter keine oder nur eine unwesentliche Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aufgewiesen hätte und nun gezwungen wäre, seine
bisherige Tätigkeit gesundheitsbedingt auf
zuge
ben und eine neue, behinderungs
angepasste Tätigkeit aufzunehmen. Die Einsch
ränkung der Arbeitsfähigkeit war
vielmehr bereits eingetreten
,
als der Beschwer
deführer
erst rund 53 Jahre alt war und es wäre ihm
zumutbar gewesen, eine behinderungsangep
asste Arbeit zu suchen. Dass der
Beschwer
deführer auf
grund seiner subjektiv empfundenen voll
stän
digen Arbeitsunfähigkeit die ihm
attestierte Restarbeitsfähigkeit während
Jahren nicht ver
wertet und sich nie um d
ie Wiederaufnahme einer Erwerbs
tätigkeit bemüht hat, kann nicht dazu führen, dass nunmehr aufgrund des fortgeschrittenen Alters von der Unverwertbar
keit der Arbeitsfähigkeit auszu
gehen ist. Vor diesem Hintergrund
bleibt auch unbe
achtlich
, dass die Chancen auf eine Arbeitsstelle durch die jahrelange Absenz vom Arbeitsmarkt und die damit verbundene Arbeitsentwöhnung
zusätzlich
gemin
dert
werden.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang d
es Ver
fahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.