Decision ID: 3cbe99ee-f0e8-4309-8146-c7ba1a084326
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957,
war
im Jahr 2009 zuletzt über längere Zeit
als Kassiererin
bei der
Y._
angestellt
(
Urk.
9/17
S. 2,
Urk.
9/40 S.
2
Ziff.
1
). Unter Hin
weis auf rheumatische und psychische Beschwerden
meldete sich
die Versi
cherte
am 2
3.
August 2014 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/10
Ziff.
6.2-6.3).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und
holte ein psychiatris
ches Gutachten ein, das am 1
7.
Mai 2015 erstattet wurde (
Urk.
9/40).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidve
rfahren
(
Urk.
9/42-48) verneinte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 3
0.
Juli 2015 (
Urk.
9/49 =
Urk.
2) einen Anspruch auf IV-Leistungen.
2.
2.1
Die Versicherte erhob am 1
4.
September 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3
0.
Juli 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze
Rente zuzusprechen. Zusätzlich
seien berufliche Eingliederungs
massnahmen zu prüfen
und
ihr
zuzusprechen
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 oben).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
November 2015 (
Urk.
7) beantragte die IV-Stelle
die Abweisung der Beschwerde.
2.2
Mit Gerichtsverfügung vom 1
1.
Dezember 2015 wurde ein zweiter
Schriften
wechsel
angeordnet (
Urk.
12 Dispositiv
Ziff.
1). Mit Replik vom 2
2.
März 2016 hielt die Beschwerdeführerin an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (
Urk.
16 S. 4). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
2.
April 2016 auf eine Duplik (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von Art
.
16 Abs
.
2
lit
.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung
, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte einen Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf Leist
u
ngen der Invalidenversicherung mit der Begründung,
dass
nach den
medi
zinischen Abklärungen
in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit keine dauerhafte Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
bestehe
(
Urk.
2 S. 1 unten).
Bezüglich des rheumatologischen Leidens
der Beschwerdeführerin
werde auf die
Stellungnahme
ihres
Regionalärztlichen Dienstes (RAD)
vom 1
7.
November 2015 verwiesen
.
Demzufolge
bestünden keine Hinweise auf ein Leiden mit einer dauerhaften Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7
Ziff.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte vor, im psychiatrischen Gutachten vom 1
7.
Mai 2015 sei dem Umstand, dass sie den Weg von ihrem Wohnort
zum urs
prünglich vorgesehenen Gutachter
in Basel nicht alleine habe bewältigen können, keine Beachtung geschenkt worden. Die Unfähigkeit, dass sie nicht alleine reisen könne, schränke eine Arbeitsfähigkeit massiv ein. Dies sei genau abzuklären.
Zudem seien
r
ezidivierende
rheumat
oide
Arthritiden unklarer Ätiologie
diag
nostiziert worden
. Die rheumatischen Beschwerden seien mit dem rein psychi
atrischen Gutachten nicht berücksichtigt worden (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
1-2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdeführerin Anspruch auf Eingliede
rungsmassnahmen
hat
und
ob ein Rentenanspruch besteht.
3.
3.1
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in einem Bericht vom
8.
Januar 2014 (
Urk.
9/7/1) die Diagnose Verdacht auf schizoide Persönlichkeitsstörung mit Soziophobie
, depressiven und Angst-K
omponenten.
Aufgrund der Familiengeschichte und des bisherigen Verlaufs müsse von einer
anhaltenden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Die Arbeitsunfähigkeit habe
am 1
3.
August 2013 begonnen. Damals sei es zu einer Zunahme der Be
schwerden mit einem „Durcheinander im Kopf“ gekommen.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
nannte
im Bericht vom 2
2.
Oktober 2014 (
Urk.
17/6)
als psychiatrische
Diagnosen
(S. 1)
:
-
schwere depressive Episode mit psychotischen und paranoiden Sympto
men
-
generalisierte Angststörung mit
-
sozialen P
hobien und Agoraphobie gemischt
Dr.
A._
führte aus, die
Beschwerdeführerin leide
an einer schweren de
pressi
ven
Störung
mit psychotischen Symptomen und paranoiden
Gedanken
zügen
. Die allgemeinen Kriterien für eine schwere depressive Episode seien er
füllt.
Zudem
lägen Symptome vor, die für die Diagnose einer generalisierten Angst
störung sprechen würden
.
D
ie Beschwerdeführerin sei die meiste Zeit des Tages depressiv und traurig, schon seit über einem Jahr.
Des Weiteren
bestehe
ein Verlust an Interessen
,
und sie habe die Freude
an Aktivitäten
verloren
,
die
sie früher gerne gemacht habe. Weiter
bestünden ein verminderter Antrieb so
wie eine gesteigerte Ermüdbarkeit (S. 1 unten).
Zusätzlich bestehe
ein Verlust des Selbstvertra
uens und des Selbstwertgefühls u
nd
Schuldgefühle gegenüber ihrem Sohn, da
die Beschwerdeführerin
mit ihm nicht spreche
,
und sie die Hochzeit ihres Sohnes mit ihren wahnhaften Gedan
ken und ihrer paranoiden Reaktion vermasselt habe.
An Suizid habe sie mehr
mals gedacht, aber ihr Lebenswille sei stärker.
Ihre Konzentration sei reduziert. Sie verliere Sachen und könne sie nicht mehr finden. Sie beschreibe und zeige sowohl eine Agitiertheit als auch eine Hemmung beim Hinterfragen von Situa
tionen. Des Weiteren habe sie seit mindestens einem Jahr Schlafstörungen. Es handle sich um Ein- und Durchschlafstörungen, welche nicht immer gleich stark vorhanden seien. Zeitweise habe sie keinen Appetit.
Die Beschwerdeführe
rin habe zudem angegeben, dass die Leute sie
beobachten
würden und a
n ihrem Wohnort
alle über ihre Situation Bescheid
wüssten
(S. 2 oben).
Für die Diagnose einer
schizoaffektiven
Störung fehlten die Kriterien einer ge
mischten bipolaren affektiven Störung gemäss ICD-1
0.
Bei einer
Beobachtungs
zeit
von weniger als zwölf Monaten könne er die Frage aber nicht schlüssig be
urteilen. An eine
hypomane
oder eine manische Phase könne sich die Be
schwerdeführerin nicht erinnern
. Sie
versuche die beschriebenen Symptome ih
rer Familie und vor allem ihrem Exmann zuzuschreiben.
Dies zeige, dass
sie
keinen primären und sekundären Krankheitsgewinn erwarte.
Es sollte eine län
gerfristige ambulante Psychotherapie durchgeführt werden.
Zudem sollte mit einer angstlösenden medikamentösen Therapie begonnen werden.
Die Beschwerdeführerin sei aus
psychiatrischer Sicht zurzeit zu 100
%
erwerbs
unfähig (S. 2 unten).
Im Sinne einer Schadenminderungspflicht könne
ihr
eine psychiatrisch-psycho
therapeutische Behandlung auferlegt werden, da die medizinischen Massnah
men noch nicht vollkommen ausgeschöpft seien (S. 3).
3.3
Dr.
Z._
stellte in einem Bericht vom 1
4.
November 2014 (
Urk.
9/19/6-7) fol
gende Diagnosen (
Ziff.
1):
-
schwere depressive Episode mit psychotischen und paranoiden Sympto
men
-
generalisierte Angststörung
mit
-
sozialen Phobien und Agoraphobie gemischt
-
r
ezidivierende rheumatoide Arthritiden unklarer Ätiologie
Der Hausarzt
gab
zur Krankengeschichte
an
,
die Beschwerdeführerin
habe sich
bei ihm
im März 2013 wegen psychischer Störungen gemeldet.
In
den Jahren zuvor
habe sie
zunehmen
d
Probleme gehabt, andere Menschen zu sehen.
Eine Partnerschaft sei wegen Wahnvorstellungen mit Halluzinationen
beendet
wor
den.
Dr.
Z._
habe eine psychotherapeutische Betreuung eingeleitet. Aufgrund des chronischen Verlaufes erscheine es unwahrscheinlich, dass wieder eine Ar
beitsfähigkeit erreicht werden könne.
Aktuell versuche man die Medikation m
it
Quetiapin
abends auszubauen, um eine gewisse Stabilität und Lebensqualität zu erreichen.
Die rezidivierenden Gelenkbeschwerden mit Schwellungen der Gelenke
bestün
den seit 201
2.
Die Beschwerden seien
damals rheumatologisch abgeklärt wor
den
. Seither komme es immer wieder zu Schüben, was eine weitere körperliche Einschränkung nach sich ziehe
. Eine Dauertherapie
sei
in diesem Rahmen aber nicht notwendig
(
Ziff.
1.4).
Seit dem
1.
August 2013 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6). Es bestünden psychische Einschränkungen im Rahmen
einer
Agoraphobie
und Soziophobie
und
von Wahnvorstellungen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Menschen sei
der Beschwerdeführerin
daher nicht möglich. Ausserdem bestün
den rezidivierende Gelenkschmerzen, was
sie
körperlich einschränke. Die bishe
rige Tätigkeit als Verkäuferin sei nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.4
3.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin beauftragte
am 2
9.
Januar 2015
zunächst
Dr.
med.
B._
in Basel
mit der psychiatrischen Begutachtung der Beschwerde
führerin
(
Urk.
9/32).
Dr.
Z._
informierte die
Be
schwerdegegnerin
nach Be
kanntgabe des Gutachters mit E-Mail vom
5.
Februar 2015
,
dass die Beschwer
deführerin
,
um nach Basel reisen zu können
,
darauf angewiesen sei, dass ihre Psychotherapeutin sie begleite
(
Urk.
9/33).
D
ie Beschwerdegegnerin
beauftragte daraufhin
neu
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie,
in Zürich
mit der Begutachtung
(
Urk.
9/36).
3.
4
.2
Das Gutachten von
Dr.
C._
vom 1
7.
Mai 2015 (
Urk.
9/40) beruht auf der Untersuchung vom 2
2.
April 2015 und den dem Gutachter zur Verfügung ge
stellten Akten (S. 1).
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei
nach ihren Angaben
bis vor sechs Jahren
in psychischer Hinsicht
gesund gewesen. Nach der in dieser Zeit vollzogenen Trennung
der zweiten Ehe sei sie an der
damaligen
Arbeits
stelle von Kolleginnen des Exmannes so lange belästigt und beleidigt worden, dass
die Beschwerdeführerin
ihnen gegenüber letztlich
verbal ausfällig gewor
den sei und sie in der Folge ihre Arbeitsstelle verloren habe
.
Sie
habe seither Angst
, öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. Überhaupt möge sie Menschen gar nicht mehr ertragen, weil si
e hinterhältig und brutal seien. Aus diesem Grund meide sie jegliche Menschenansammlungen (S.
3
f.
Ziff.
3.1). Ein seit
Jahren bekanntes Rheuma äussere sich in Schmerzen
und Gelenkst
eifigkeit
; vo
r
letztes Jahr habe sie einen Schub erlitten. Die verordnete Physiotherapie habe sie seither sistieren müssen, weil die Krankenkasse die Kosten nicht mehr über
nehme
. Anamnestisch hätten sich
in der Biographie der Beschwerdeführerin
keine
traumatischen Erlebnisse eruieren lassen (S. 4
Ziff.
3.1).
E
ine in Slowenien begonnene Ausbildung zur Verkäuferin
habe sie
auf Grund des Entscheides, in die Schweiz zu emigrieren, vor Erreichen des Abschlusses abgebrochen.
Zuletzt sei
die Beschwerdeführerin
vor fünf oder sechs Jahren während ungefähr eines Jahres als Kassiererin
in Form eines
Abrufvertrag
es
an
gestellt gewesen. Zuvor habe sie während ungefähr drei bis vier Jahren eine
Stelle als Kassiererin innegeha
bt, wobei sie ein Pensum von 40
% ausgeübt habe
(S. 6
Ziff.
3.4).
Die Beschwerdeführerin wohne derzeit alleine mit ihrem Hund in einer
Zweiein
halbzimmer-Mietwohnung
, wo sie sich sehr wohl fühle.
A
ktuell
bestünden
Hin
weise auf psychosoziale Belastungsfaktoren wie Isolation mit
Migrationszu
sammenhang
,
eine
angespannte finanzielle Situation und langdauernde körper
liche Beschwerden. Zudem lägen deutliche Hinweise auf soziale
Rückzugs
tendenzen
vor (S.
7
Ziff.
3.5
).
Die Beschwerdeführerin leide seit fünf oder sechs Jahren unter
der
Angst, sich in Gegenwart von Menschen zu begeben
,
sowie unter rheumabedingten Schmerzen (S. 8
Ziff.
3.7).
Die Grundstimmung sei verbittert und vorwurfsvoll und erwecke den Eindruck eines generalisierten
Gekränktseins
(S. 8
Ziff.
4 unten).
Bei der Untersuchung seien keine
häufigen Positionswechsel und keine
non- oder paravertebralen Schmerzäusserungen (
zum Beispiel
schmerzverzerrtes Gesicht, Ächzen) aufge
fallen. Während der
Erhebung der Anamnese
sei
die Beschwer
deführerin wäh
rend zweimal eine
r
Stunde ohne schmerzbedingte Positionswechsel
gesessen
. Es fänden sich Hinweise au
f
histrionische
Persönlichkeitszüge
. Die Aufmerksam
keit, Konzentration und die Intelligenz seien klinisch intakt
(S.
9 Mitte).
Hin
weise auf Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen oder
ein
Fremdbeeinflus
sungserleben
hätten sich nicht ergeben
. Es bestehe ein mittelgradiger sozialer Rückzug (S. 9 unten).
Dr.
C._
stellte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
eine
Anpassungs
störung
, eine Agoraphobie ohne Panikstörung und akzentuierte
histrionische
Persönlichkeitszüge (S. 10
Ziff.
5.1-5.2).
Die aktuell zur Diskussion stehende psychiatrische Problematik lasse sich in Form einer scharfen Zäsur auf das im Jahr 2009 erfolgte Konfliktgeschehen in der Ehe der Beschwerdeführerin zurückverfolgen.
Als
aktuell
im Vordergrund stehende Beschwerden
gebe sie
ein Unvermögen an, sich in Gesellschaft von anderen Personen zu begeben. Eine fachärztliche Beurteilung auf psychiatri
schem Gebiet sei bis dato nicht erfolgt (S. 10
Ziff.
6.1).
Als
salientes
Merkmal des Beginns des präsentierten Leidens
sehe man eine auch objektiv feststellbare direkte ursächliche Verknüpfung mit konkreten belastenden Lebensereignissen. Es fänden sich keine Anhaltspunkte dafür, dass irgendwann zuvor und schon gar nicht über das gesamte Erwachsenenalter
hin
krankheitswertige
Leidenszu
stände
aufgetreten seien. Auch gebe es keine Hinweise darauf, dass die Be
schwerdeführerin die zur Diskussion stehenden Ereignisse jemals in einer Form interpretiert hätte, die der Definition eines Wahns entspreche (S.
11 oben). Diagnostisch sei eine Persönlichkeitspathologie sowie ein Affektpsychose auszu
schliessen (S.
11 Mitte). Betreffend die Vordiagnose einer Angststörung müsse festgehalten werden, dass auf der Basis der Beschwerdeschilderung und des psy
chopathologischen Befundes nicht eindeutig ersichtlich sei, ob im Zusam
men
hang mit den zur Diskussion stehenden Einschränkungen im Affektleben Ge
scheh
nisse mit ängstlicher Qualität überhaupt vorgekommen seien oder vor
kommen würden
(S.
11 unten).
Auf der Basis der vorliegenden Untersuchung lasse sich aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründen, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer
angepassten
Verweistätigkeit (S. 12
Ziff.
6.2).
Prognostisch wäre
unter Nutzung psychopharmakologischer Behandlungsoptionen in sechs bis zwölf
Monaten eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und der damit real um
setz
baren Arbeitsfähigkeit zu erwarten (S. 13
Ziff.
6.5).
3.
5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bezeichnete das psychiatrische Gutachten von
Dr.
C._
in einer Stellungnahme vom
2
6.
Mai 2015 als vollständig und schlüssig.
Nach dem Gutachten
bestehe für jede
Erwerbstätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
. Im Haushalt bestehe keine Einschränkung
(
Urk.
9/41 S. 4).
3.
6
Dr.
Z._
stellte
in einem Schreiben v
om 1
8.
Juni 2015 (
Urk.
9/43) fest
,
trotz Medikation und psychotherapeutischer Betreuung habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin
eher verschlechtert als verbessert. Dies betreffe insbeson
dere die soziale Phobie und die Agoraphobie im Rahmen einer generalisierten Angststörung. In diesem Sinne sei es der Beschwerdeführerin nicht möglich, längerfristig unter Leute zu gehen beziehungsweise in einem Arbeitsumfeld tätig zu sein.
3.7
Dr.
A._
führte in einem weiteren Bericht vom
7.
März 2016 (
Urk.
17/5)
betreffend die gleichentags erfolgte Untersuchung
aus, die Beschwerdeführerin sei verspätet und schwitzend und zittern
d
in die Sprechstunde gekommen.
Eine Freundin, die sie hätte bringen sollen, habe kurzfristig abgesagt. So
sei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
angereist
, was sie in Angst und Panik versetzt
habe
. Sozialphobische und agoraphobische Ängste seien zunehmend vorhanden. Diesbezüglich sei seit dem letzten Bericht
keine
Besserung
eingetreten
(S.
1 unten).
Ihr Hund sei neben einer 80 Jahre alten Nachbarin und einer gleichaltrigen Freun
din der einzig soziale Kontakt, den
die Beschwerdeführerin
noch pflege, da sie nichts mehr ertrage und sie sich nach einem Termin bis zu 30 Minuten hinlegen müsse, um wieder zu Kräften zu kommen.
Die Beschwerdeführerin leide nach wie vor an einer schweren depressiven Störung mit nur noch leich
tem psychotischem und
paranoidem
Gedankengut unter
Quetiapin
und an einer generalisierten Angststörung, vor allem mit sozialer Phobie und Agoraphobie (S.
2
Mitte
).
Dr.
A._
sei wie der Hausarzt der Beschwerdeführerin der Mei
nung, dass mit einer voraussichtlich bleibenden oder längeren Erwerbsunfähig
keit der Patientin zu rechnen sei. Aus medizinisch-psychischen Gründen sollte Druck auf jeden Fal
l vermieden werden, um der aktuellen Krankheit nicht un
nötigen Vorschub zu leisten (
S.
2 f.
).
Bei dem Bericht handle es sich nicht um ein Gutachten (S. 3).
3.8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Anästhesiologie, RAD, führte in einer Stellung
nahme vom 1
7.
November 2015 (
Urk.
8 S. 2) aus,
Dr.
Z._
gebe im Schreiben vom 1
8.
Juni 2015 an, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe
rin eher verschlechtert habe. Auf eine Verschlechterung könne nicht abgestellt werden, da insbesondere ein Psychostatus fehle, welcher eine Verschlechterung plausibilisieren könne.
Entgegenkommenderweise würden bei Einzelgutachten Änderungswünsche bezüg
lich der Begutachtung bei einem anderen Arzt oder an einem anderen Ort grosszügig behandelt, um möglichst den Ablauf der Begutachtung nicht zu ge
fährden. Ob der Änderungswunsch berechtigt gewesen sei, zeige in der Regel erst die anschliessend durchgeführte
Begutachtung. Im psychiatrischen Gutach
ten sei unter anderem eine Agoraphobie ohne Panikstörung festgestellt worden. Dies begründe aus medizinischer Sicht keine Reiseunfähigkeit.
Die Beschwerdeführerin habe
sich
anlässlich der psychiatrischen Begutachtung zum rheumatologischen Leiden dahingehend geäussert, dass sie vorletztes Jahr einen Schub mit Schmerzen und Gehsteifigkeit erlitten habe. Diese Beschwe
rden und zusätzlich vorliegende
Magenprobleme seien mittels der vom Hausarzt verordneten Medikamente beherrschbar.
Während der Begutachtung seien keine häufigen Positionswechsel oder non- oder paravertebrale
n
Schmerzäusserungen aufgefallen.
Dr.
Z._
habe am 1
4.
November 2014 mitgeteilt, dass es immer wieder zu Schüben komme. Eine Dauermedikation sei aber nicht nötig. Aus so
matischer Sicht seien aus diesen Angaben keine Hinweise auf eine dauerhafte Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit als Kassiererin in einem Modege
schäft abzuleiten. Auf eine weitergehende rheumatologische Abklärung könne
des
halb verzichtet werden. An der Beurteilung des RAD vom 3
0.
Juli
2015 werde
festgehalten.
4.
4.1
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
C._
kam zusammenfassend zum Ergeb
nis
, dass weder
in der
zuletzt
ausgeübten Tätigkeit
als Kassiererin
noch in einer Verweistätigkeit eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit besteht
und
in sechs bis zwölf Monaten eine Verbesserung im Sinne einer real umsetzbaren Arbeits
fähigkeit zu erwarten
ist
(E. 3.4.2).
Nach Einschätzung
durch
Dr.
A._
und
Dr.
Z._
ist die Beschwerdeführerin dagegen nicht mehr arbeitsfähig
(E.
3.2, 3.3,
3.6 und 3.7 hiervor).
4.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
4.3
Die Beschwerdeführerin teilte dem psychiatrischen Gutachter mit,
dass
sie
sich ihrer Einschätzung
nach
nicht unter M
enschen begeben und
sie
keine öffentli
chen Verkehrsmittel benützen könne (E. 3.4.2). Auf den Umstand
,
dass
die
Be
schwerdegegnerin
zunächst einen Psychiater in Basel
und
anschliessend
, um der
Beschwerdeführerin entgegen
zukommen,
Dr.
C._
im näher gelegenen Zürich
mit der Begutachtung beauftragt hat,
musste im Gutachten nicht erneut eingegangen werden.
Dem Gutachter waren die
diesbezüglichen
Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin bekannt.
Das Gutachten ist sodann dahingehend zu verstehen, dass
spätestens in sechs bis zwölf Monaten
mit der
effektiven
Umset
zung der attestierten vollen Arbeitsf
ähigkeit gerechnet werden kann.
Die An
gabe im Gutachten einer möglichen Verbesserung bei Nutzung der
psycho
pharmakologischen
Behandlungsoptionen
(
Urk.
9/40 S.
13
Ziff.
6.5)
mag
miss
verständlich
erscheinen
.
Das
Gutachten
erweist sich
deswegen
aber
nicht als widersprüchlich
, wie die Beschwerdeführerin
geltend macht
(vgl.
Urk.
1 S. 5 f.
Ziff.
4).
Auch ist nicht zu beanstanden, dass
sie
nur einmal, am 2
2.
April 2015, von
Dr.
C._
untersucht worden ist (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
3).
Im Gutachten werden die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerde
führerin dargelegt. Weiter beruht es auf den notwendigen Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Es vermag sodann in der Beurteilung der medizinischen Situation und in den Schlussfol
gerungen zu überzeugen. Das psychiatrische Gutachten von
Dr.
C._
erfüllt daher die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines me
dizinischen Gutachtens.
4.4
Dr.
A._
diagnostizierte in den Berichten vom 2
2.
Oktober 2014 und vom
7.
März
2016 eine schwere depressive Episode mit psychotischen und paranoi
den Symptomen und ei
ne generalisierte Angststörung (E. 3.2 und 3.7 hiervor).
Dr.
C._
konnte eine depressive Störung dagegen nicht bestätigen.
Dr.
A._
führte im Bericht vom 2
2.
Oktober 2014 Symptome auf, die für die Diagnosen einer schweren depressiven Störung und einer genera
lisierten Angst
störung sprechen
sollen
.
Im Bericht fehlt jedoch eine Abgrenzung
zu einer mittelgradigen oder
einer leichten
depressiven Episode.
Die
etwa
im Bericht
er
wähnten Kriterien einer
depressive
n Stimmung, eines
Verlust
es
von Interesse oder Freude
,
eines
verminderte
n
Antrieb
s
,
und einer
gesteigerte
n
Ermüdbarkeit (E. 3.2)
sind
auch bei einer leichten depressiven Episode
gegeben
(H.
Dilling
/W.
Mombour
/M. H. Schmidt (Hrsg.),
Internationale Klassifikation ps
ychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F)
, Klinisch-diagnostische Leitlinien
,
9.
Aufl., S.
172 unten).
Für den
Rechtsan
wender
lässt sich die Diagnose einer schweren depressi
ven Episode daher nicht
plausibel überprüfen
.
Der Psychiater
räumte
sodann
selber
ein, dass
seinen
Be
richt
en
nicht
der Charakter eines Gutachtens
beigemessen werden
könne
(E. 3.7 hiervor
; vgl. auch die im Gutachten von Dr.
C._
erwähnte Stellungnahme von Dr.
A._
vom 24. November 2014, wonach sich bei einem Probegespräch keine Diagnosen erstellen liessen, Urk.
9/40 S.
3 oben
).
Das psychiatrische Gutachten
von
Dr.
C._
ist daher
gegenüber
den Beurteilungen
durch
Dr.
A._
und
Dr.
Z._
vorzuziehen
.
4.5
Hinsichtlich der rheumatologischen Beschwerden
liegt die Stellungnahme von
Dr.
E._
vom
1
7.
November
2015 vor. Der RAD-Arzt
hielt fest, dass
keine Hin
weise für eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tä
tigkeit als Kassiererin bestünden
(E. 3.8)
. Demgegenüber stellte
Dr.
Z._
im Bericht vom 1
4.
November 2014 fest, dass die Beschwerdeführerin
seit 2012
an rezidivierenden Gelenksbeschwerden mit Schwellungen in den Gelenken
lei
de, weswegen sie auch rheumatologisch abgeklärt worden sei
. Es komme immer wieder
zu Schüben, was auch eine körperliche Einschrän
kung nach sich ziehe (E. 3.3).
Die Beschwerdegegnerin unterliess es, rheumatologische Berichte beizu
ziehen.
In somatischer Hinsicht bleibt
aufgrund der vorliegenden Akten
unklar, ob die Beschwerdeführerin
infolge dieser Beschwerden
in der angestammten und gegebenenfalls auch in einer angepassten Tätigkeit in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
In Anbetracht
der von
Dr.
Z._
gestellten Diagnose
und
der
beschriebenen rheumatologischen Beschwerden
vermag nicht zu überzeugen, wenn der RAD der Beschwerdegegnerin
insbesondere
aus dem
Fehlen von Schmerzäusserungen
anlässlich der psychiatrischen Begutachtung
auf die Arbeitsfähigkeit
der Be
schwer
defüh
rerin
in somatischer
Sicht schliessen will.
Der medizinische Sach
ver
halt erweist
insofern
als ungenügend abgeklärt.
5.
5.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
relevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Be
schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein
, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der
–
anschliessend
reformatorisch entscheidenden
–
Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E
ine Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen mög
lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten
Frage begründet
ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE
137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
5.2
Die Beschwerdegegnerin hat es vorliegend unterlassen, die rheumatologischen Beschwerden
und deren Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin
abzuklären
. In psychi
atrischer Hinsicht erweist sich der Sachverhalt
mit
dem Gutachten von
Dr.
C._
vom 1
7.
Mai 2015
als ausreichend abge
klärt
.
Die
Sache
ist daher
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zur fachärzt
lichen Abklärung der rheumatologischen Beschwerden. Anschliessend hat
sie
über
einen Anspruch der Beschwerdeführerin
auf IV-Leistungen
neu zu ver
fügen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Rechtsvertreterin reichte am 2
5.
April 2016 die Honorarnote (
Urk.
22) in Höhe
von
Fr.
2‘810.7
0.
Nachdem im vorliegenden Verfahren ein zweiter
Schrif
ten
wechsel
durchgeführt worden ist,
erweist sich die Höhe der Honorarnote als angemessen. Die Beschwerdeführerin ist daher mit
Fr.
2‘810.70 (inklusive Aus
lagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
6.3
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweist sich das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechts
vertretung
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3 oben) als gegenstandslos.