Decision ID: d5c391e8-668d-55c9-ac2c-e23166220d29
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin, eine kongolesische Staatsangehörige, der Ethnie der D._ angehörend, katholischen Glaubens aus E._ stammend, verliess ihr Heimatland eigenen Angaben zufolge am 10. März 2002 und gelangte am 14. April 2002 in die Schweiz. Am 17. April 2002 suchte sie in der Schweiz um Asyl nach und wurde am 19. April 2002 im Empfangszentrum (vormals Empfangsstelle) des damaligen Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF, seit dem 1. Januar 2005 Bundesamt für Migration [BFM]) in F._ summarisch zu ihren Asyl- und Ausreisegründen befragt. Am 10. Juli 2002 führte die zuständige kantonale Behörde des Kantons G._, welchem die Beschwerdeführerin für die Dauer des Asylverfahrens zugewiesen wurde, eine einlässliche Anhörung durch. Eine ergänzende Bundesanhörung fand am 22. Januar 2004 statt.
Anlässlich der Befragungen machte die Beschwerdeführerin im  geltend, sie sei Studentin an der medizinischen Fakultät der Universität von Kinshasa und Mitglied der UDPS, der wichtigsten  im Lande, gewesen. Anlässlich der Stundentenunruhen vom 11. bis 13. Dezember 2001 seien Studenten verletzt und nach  Angaben drei Polizisten getötet worden. Die Studenten seien auf die Strasse gegangen, um eine Reduktion der Studiengebühren zu erreichen. Sie selber habe der Gruppe der � sensibilisateurs� () angehört. Am 12. Dezember 2001 hätten die Studenten , einen Protestmarsch in Richtung Kinshasa zu unternehmen,  sie von der Polizei daran gehindert worden seien und es zu  gekommen sei. Die darauf folgenden Gespräche  den Studenden und der Universitätsleitung seien  verlaufen. Am Morgen des 13. Dezember 2001 sei die Universität von Polizisten umstellt und die Beschwerdeführerin zusammen mit  Studenten verhaftet worden. Sie sei in ein Gefängnis gebracht und mit anderen in einer Zelle festgehalten worden. Am 15. Dezember 2001 habe sie Polizisten darum gebeten, auf die Toilette gehen zu . Man habe sie darauf hin aus der Zelle gelassen, wo sie von  Polizisten festgehalten und vergewaltigt worden sei. Danach  sie sie wieder zurück in die Zelle gebracht. In der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2001 sei sie von anderen Soldaten erneut aus der Zelle geholt worden und habe befürchtet, wieder vergewaltigt zu werden. Diesmal sei sie jedoch von einem ihr unbekannten Solda-
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ten unter dem Vorwand einer Gefängnisverlegung abgeholt worden. Unterwegs habe sich dann herausgestellt, dass ihre Eltern dies  hätten, um sie zu befreien. Der Soldat habe sie zu ihren Eltern gefahren. Von dort sei sie noch in der gleichen Nacht mit einem  auf dem Landweg in Richtung H._ geflüchtet. In I._ habe sie aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes einen mehrwöchigen Aufenthalt einlegen müssen. Auch in J._ habe sie behandelt werden und längere Zeit auf einen Lastwagen warten müssen.
Für den Inhalt der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen.
Die Beschwerdeführerin reichte ihren kongolesischen Reisepass (Nr. ...) zu den Akten.
B. Am 3. November 2003 brachte die Beschwerdeführerin ihre Tochter K._ zur Welt.
C. Mit Verfügung vom 30. Januar 2004 - eröffnet am 2. Februar 2004 - stellte das BFM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die  nicht und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung und den Wegweisungsvollzug der  und ihrer Tochter an.
D. Mit Beschwerde der Rechtsvertreterin vom 3. März 2004 an die  zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)  die Beschwerdeführerin, es sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr Asyl zu gewähren. Eventualiter sei wegen Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit vom Vollzug der Wegweisung abzusehen und von Amtes wegen die vorläufige Aufnahme zu gewähren. In prozessualer Hinsicht wurden die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG sowie der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt.
E. Mit Eingabe vom 8. März 2004 reichte die Rechtsvertreterin eine  ins Recht.
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F. Mit Eingabe vom 23. März 2004 wurden diverse medizinische  beigebracht.
G. Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2004 an  Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
H. Mit Zwischenverfügung vom 7. Mai 2004 wurde das Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. Gleichzeitig wurde das Gesuch um unentgeltliche  gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG abgewiesen. Zudem  der Beschwerdeführerin zur vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 20. April 2004 das rechtliche Gehör gewährt.
I. Mit Eingabe vom 19. Mai 2004 reichte die Rechtsvertreterin eine  zur Vernehmlassung zu den Akten. Gleichzeitig machte sie eine zwischenzeitlich eingetretene Veränderung des Sachverhalts  der gesundheitlichen Situation der Tochter der  geltend. Sie reichte einen ärztlichen Bericht von Dr. med. R. A. von der Medizinischen Universitäts-Kinderklinik L._ vom 12. Mai 2004 zu den Akten, gemäss welchem die Tochter an einer homozygoten Sichelzellanämie leide. Ausserdem wurde ein Auszug aus einem Medizin Lexikon und ein weiteres Dokument mit dem Titel � WHO Estimates of Health Personnel� zu den Akten gereicht. Betreffend den psychischen Gesundheitszustand der  wurde die Einholung eines Berichts beim behandelnden Psychiater von Amtes wegen und zulasten der ARK beantragt.
J. Die Vorinstanz hielt in ihrer erneuten Vernehmlassung vom 15.  2004 an ihren Erwägungen vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
K. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2004 wurden betreffend die Tochter K._ ein Entscheid der schweizerischen Invalidenversicherung vom 21. September 2004 und zwei Hospitalisationsbestätigungen vom 12. Mai 2004 und 20. August 2004 eingereicht.
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L. Mit Zwischenverfügung der ARK vom 8. April 2005 wurde der Antrag betreffend die Beschwerdeführerin auf Einholung eines ärztlichen  abgelehnt und die Beschwerdeführerin aufgefordert, innert Frist einen detaillierten ärztlichen Bericht des M._ sowie eine Entbindungserklärung von der Schweigepflicht einzureichen.
M. Nach einmalig erstreckter Frist reichte die Beschwerdeführerin am 17. Mai 2005 einen ärztlichen Bericht des M._ vom 10. Mai 2005 sowie eine Entbindungserklärung zu den Akten.
N. Am 29. September 2005 wurde der Sohn N._ geboren.
O. Mit Telefax vom 9. Mai 2006 wurde von der Berner  eine aktualisierte Honorarnote eingereicht.
P. Mit Eingabe vom 12. Juni 2007 reichten die Beschwerdeführer ein  Zeugnis von Dr. J. G., Assistenzarzt der Medizinischen Universitäts-Kinderklinik L._, vom 26. Mai 2007 zu den Akten, gemäss welchem auch der Sohn an einer homozygoten  leide.
Q. Gemäss sich in den Akten befindlicher Mitteilung einer  hat O._ mit Datum vom 13. Juli 2007 die Kinder K._ und N._ anerkannt. Der Kindsvater verzeichnet keinen Wohnsitz in der Schweiz, seine Wohnadresse sowie sein Aufenthalt sind unbekannt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG,
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SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine , was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach  Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat bei gegebener Zuständigkeit am 1. Januar 2007 die bei der vormaligen ARK hängigen Rechtsmittel übernommen.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling wird ein Ausländer anerkannt, wenn er in seinem Heimatstaat oder im Land, wo er zuletzt wohnte, wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer  sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat,  Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie , die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss nachweisen oder zumindest  machen, dass er ein Flüchtling ist. Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit  Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind  Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begrün-
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det oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel  werden (Art. 7 AsylG).
3. 3.1 Die Vorinstanz machte zur Begründung ihres ablehnenden  im Wesentlichen geltend, die Vorbringen der  würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht . Insbesondere die Ausführungen betreffend die Umstände der , die geltend gemachte Flucht aus dem Gefängnis und schliesslich die Reise ausser Landes seien unrealistisch und somit  ausgefallen. Auch ihre angebliche Ausreise über den  von H._ mit dem Reisepass der behinderten Tochter ihrer Begleiterin hielt die Vorinstanz für nicht wahrscheinlich.
3.2 In der Beschwerde machte die Beschwerdeführerin  geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz seien ihre  in den wesentlichen Punkten sehr wohl glaubhaft ausgefallen.
Vorab wurde auf die angeschlagene physische und psychische  der Beschwerdeführerin während der ergänzenden  vom 22. Januar 2004 hingewiesen. Betreffend der mangelnden Kenntnisse über das Gefängnis Ex-Kinmazière wurde eingewendet, sie habe vor den erwähnten Ereignissen nie Schwierigkeiten mit der Polizei gehabt und demnach auch die verschiedenen Gefängnisse von Kinshasa nicht gekannt. Während dem Transport ins Gefängnis sei es ihr nicht möglich gewesen zu erkennen, wohin sie gebracht werde und mit den Mitgefangenen habe sie sich nicht über den Ort der  unterhalten. Erst von ihrem Befreier habe sie erfahren, dass sie in diesem Gefängnis festgehalten worden sei. Bezüglich der in der vorinstanzlichen Verfügung enthaltenen Feststellung, wonach es in Kongo (Kinshasa) keine gemischten Zellen gebe, wird in der  ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe wegen der  der im Keller gelegenen Zelle nichts sehen können und habe aufgrund der wahrgenommenen Stimmen lediglich vermutet, dass auch männliche Gefangene in der Zelle gewesen seien. Sodann wird in genereller Weise auf die schlechten Haftbedingungen hingewiesen. Zum Ablauf der Flucht aus dem Gefängnis wird festgehalten, dass die Rückkehr ins Elternhaus der Beschwerdeführerin in der Nacht der Flucht nicht so riskant gewesen sei, da davon habe ausgegangen  können, dass ihr Verschwinden frühestens am nächsten Morgen
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entdeckt würde. Die Beschwerdeführerin habe ausserdem wegen ihren Erlebnissen während der Inhaftierung auch vor dem ihr unbekannten Befreier Angst gehabt. Schliesslich wurde zum Umstand der Ausreise über den Flughafen von H._ vorgebracht, die  sei anlässlich der kantonalen Anhörung nicht zu den genauen Umständen der Ausreise aus P._ befragt worden. Das Vorgehen, sich als stumme Tochter der Schlepperin auszugeben, mache sehr wohl Sinn und habe schliesslich auch funktioniert. Das Flughafenpersonal habe vor der Schlepperin, der Ehefrau eines ranghohen Militärs, Respekt gehabt.
Zudem wird auf Beschwerdeebene geltend gemacht, den  Fluchtgründen sei Rechnung zu tragen. Es wird moniert, dass die Vorinstanz weder auf die Festnahme der Beschwerdeführerin als Studentin noch auf die während der Inhaftierung erlittenen  und die geltend gemachte Vergewaltigung eingegangen sei. So sei die Beschwerdeführerin einerseits als protestierende Studentin und andererseits als Frau verfolgt worden; folglich läge eine politische und eine frauenspezifische Verfolgung vor. Die Beschwerdeführerin habe als Vorverfolgung eine Festnahme ohne Haftbefehl, Inhaftierung ohne Anklage, tägliche Schläge, mehrfache Vergewaltigung, unterlassene medizinische Versorgung im Gefängnis und erneute Drohung durch  der Vergewaltiger erlitten. Diese Übergriffe stellten Eingriffe in Leib, Leben und Freiheit der Beschwerdeführerin in flüchtlingsrechtlich relevanter Intensität dar und hätten einen bis heute anhaltenden  psychischen Druck erzeugt. Zum psychischen  der Beschwerdeführerin wird geltend gemacht, diese leide aufgrund der erlittenen Misshandlungen im Gefängnis an einer  Belastungsstörung (PTBS), einer erheblichen,  psychiatrischen Störung, Schwindelattacken mit Stürzen  Angst- und Stresssituationen sowie chronischen Kopfschmerzen. Weiter leide sie aufgrund der erlittenen Schläge an einem  mit Taubheit rechts. Diesbezüglich wird auf die zu den Akten gereichten ärztlichen Berichte verwiesen.
3.3 Nach Prüfung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Ergebnis, dass die  der Beschwerdeführerin den Anforderungen an die  im Sinne von Art. 7 AsylG nicht standzuhalten vermögen. Zwar fällt auf, dass die Beschwerdeführerin relativ ausführliche Angaben zu den Studentenunruhen, welche vom 11. bis 13. Dezember 2001 statt-
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gefunden haben, machen kann und eine aktive Beteiligung der  an diesen Unruhen nicht auszuschliessen ist. Was jedoch die in diesem Kontext angeblich erfolgte Verhaftung,  und Vergewaltigung im Gefängnis anbelangt, erachtet das  in Übereinstimmung mit der Einschätzung der Vorinstanz ihre Ausführungen als überwiegend unglaubhaft. So fehlen den Vorbringen der Beschwerdeführerin sogenannte , ihre Ausführungen sind teilweise realitätsfremd und vermögen insgesamt nicht den Eindruck von tatsächlich Erlebtem oder  zu erwecken. Beispielsweise gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, die Zelle in der sie angeblich vom 13. bis zum 18. Dezember 2001 festgehalten worden sei und die Haftbedingen - namentlich  Grösse des Raums, Lichtverhältnisse, Anzahl und  der übrigen Häftlinge - realistisch zu beschreiben. Von einer Person, welche tatsächlich während fünf Tagen inhaftiert und dabei vergewaltigt worden ist, wäre indessen zu erwarten, dass sie sich an bestimmte Einzelheiten genauer erinnern und diese in ihren  entsprechend zum Ausdruck bringen kann. Die  Ausführungen in der Beschwerde, wonach es in der Zelle stets absolut dunkel gewesen sei und die Beschwerdeführerein deshalb nicht sicher sei, ob sich nebst Frauen auch Männer darin befunden hätten, vermögen nicht zu überzeugen. Wenn sich die Beschwerdeführerin tatsächlich während fünf Tagen bei absoluter Dunkelheit in einer Zelle befunden hätte, und alles um sich akustisch hätte wahrnehmen müssen, sollte es ihr realistischerweise erst recht möglich sein, sich zu erinnern, ob sie nebst Frauen- auch Männerstimmen vernommen habe. Weiter hat die Vorinstanz nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts zu Recht auf die unrealistischen Umstände der Flucht der Beschwerdeführerin aus dem Gefängnis hingewiesen. Es erscheint in der Tat nicht nachvollziehbar, dass eine Person, welche nach Misshandlungen aus der Haft entflieht, zuerst nach Hause zu ihren Eltern fährt, bevor sie sich versteckt. Auch hier vermag die Begründung in der Beschwerde, gemäss welcher damit zu rechnen gewesen sei, dass der Befreiungsakt frühestens am nächsten Morgen festgestellt werde, nicht zu überzeugen. Bei einer tatsächlich verfolgten Person ist vielmehr davon auszugehen, dass sie alle Vorsichtsmassnahmen trifft, um auch das kleinste Risiko, erwischt und wieder inhaftiert zu werden, auszuschliessen. Was die Umstände der Ausreise aus dem Heimatland betrifft, kann ebenfalls auf die zutreffenden und hier zu bestätigenden Ausführungen in der vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden. Diese Vorbringen
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erweisen sich nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts ebenfalls als unglaubhaft. Abschliessend ist festzuhalten, dass die schlechte psychische Verfassung der Beschwerdeführerin darauf , dass sie in ihrer Heimat tatsächlich etwas Schlimmes erlebt  muss. Der Kontext, in dem sie indessen die Vergewaltigung  macht, kann aufrund der vorausgehenden Ausführungen nicht  werden.
Bei festgestellter Unglaubhaftigkeit der Vorbringen kann auf die  der Frage des Vorliegens der Flüchtlingseigenschaft verzichtet werden.
4. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass es der  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich relevante Verfolgung glaubhaft zu machen. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf  weitere Unglaubhaftigkeitselemente in den Asylvorbringen der  einzugehen, da sie am Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern vermöchten. Die Vorinstanz hat somit das Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
5. 5.1 Lehnt das BFM ein Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu  (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so regelt das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG).
Der Vollzug ist nicht möglich, wenn die ausländische Person weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat  werden kann. Er ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für die ausländische Person eine  Gefährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2, 3 und 4 ANAG).
Die erwähnten Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind  Natur: sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere  in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige
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Aufnahme zu regeln (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission / EMARK 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2). Gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme steht dem (ab- und weggewiesenen) Asylsuchenden wiederum die  an das Bundesverwaltungsgericht offen (vgl. Art. 105 Abs. 1 AsylG), wobei in dem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes wegen und nach Massgabe der zu diesem Zeitpunkt  Verhältnisse (EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f.; 1997 Nr. 27 S. 205 ff.) von neuem zu prüfen sind.
5.2 In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2004 nimmt die Vorinstanz im Wesentlichen Bezug auf den gesundheitlichen Zustand der . Diese sei nicht mehr in medizinischer Behandlung und benötige auch keine Medikamente mehr. Falls nötig wäre es der Beschwerdeführerin möglich, sich in ihrer Heimat medizinisch  zu lassen. Ausserdem verfüge sie in ihrer Heimat über eine  Familie, von der sie bei einer Rückkehr unterstützt werden könne.
5.3 In der Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 19. Mai 2004 macht die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin , die Vorinstanz habe übersehen, dass sich die  auch aktuell in psychiatrischer Behandlung befinde und die  lediglich abgesetzt habe, weil sie ihr Kind noch stille. Sie  die Situation ohne Medikamente nur schlecht. Ausserdem wird eine Sachverhaltsveränderung geltend gemacht. Gemäss beigelegtem  von Dr. med. R. A. der Medizinischen Universitäts Kinderklinik L._ vom 12. Mai 2004 leide die Tochter K._ an einer schweren und unheilbaren Blutkrankheit, einer homozygoten Sichelzellanämie, welche regelmässige Verlaufskontrollen in vorerst kurzen Abständen erfordere. Das Kind könne jederzeit akute lebensbedrohliche Komplikationen erleiden, die eine  in einem spezialisierten Zentrum erforderlich machen würden. Die humanitäre und medizinische Versorgungslage in Kongo (Kinshasa) sei prekär. Das Gesundheitssystem sei in einem sehr schlechten  und vermöge keinen ausreichenden Schutz zu bieten. Eine  medizinische Versorgung des grössten Teils der Bevölkerung fehle. Selbst in der Hauptstadt Kinshasa seien die medizinische  und die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Im Grossteil der Gesundheitszentren beschränke sich die Pflege auf Konsultationen und die Verschreibung von Rezepten. Viele Leute könnten sich die  Versorgung gar nicht leisten. Die Familie der Beschwerde-
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führerin sei nicht imstande, diese und das Kind, welches medizinische Kontrollen und Dauermedikation benötige, finanziell zu tragen. Eine Wegweisung der Beschwerdeführerin und ihrem chronisch kranken Kleinkind mit einem hohen Gesundheitsrisiko erweise sich deshalb als unzumutbar.
5.4 In ihrer zweiten Vernehmlassung vom 15. September 2004 nimmt die Vorinstanz Bezug auf die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme der Tochter K._ und hält fest, die Sichelzellanämie sei die häufigste Hämoglobinopathie der Welt, 50 Millionen Menschen seien davon betroffen; in Kongo (Kinshasa) sei 40% der Bevölkerung krank. Eine Behandlung sei nötig und möglich, es stelle sich lediglich die Frage der Kosten, die aus einer solchen Behandlung für die  entstehen würden. Wie bereits im Entscheid vom 30. Januar 2004 festgestellt worden sei, stamme die Beschwerdeführerin aus einer  Familie, habe Medizin studiert, sei nie einer bezahlten  nachgegeangen und bis zu ihrem dreissigsten Altersjahr stets von der Familie unterstützt worden.
5.5 Gemäss Arztbericht des M._ vom 10. Mai 2005 leidet die Beschwerdeführerin an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), Alpträumen und Panikattacken. Seit ihrer Ankunft in der Schweiz werde sie psychiatrisch betreut, was eine Stabilisierung ihres fragilen psychischen Gleichgewichts erlaubt habe. Ihr aktueller Zustand erfordere noch immer regelmässige Betreuung. Wichtig sei eine Behandlung ausserhalb des Landes, in dem die  Ereignisse stattgefunden hätten, weil es wichtig sei, dass sich die Beschwerdeführerin in Sicherheit fühle.
5.6 Die Beschwerdeführerin stammt aus der Hauptstadt Kinshasa, wo sie gemäss eigenen Angaben seit ihrer Geburt bis zur Ausreise gelebt hat. Zwar hat sie in ihrer Heimat während zwei Jahren Medizin studiert und somit eine überdurchschnittliche Ausbildung begonnen, diese aber nicht abgeschlossen. Auch sonst ist sie in ihrer Heimat nie einer bezahlten Arbeit nachgegangen und verfügt somit weder über eine  Berufsausbildung noch über Berufserfahrung. Im Falle einer Rückkehr wäre es für die Beschwerdeführerin schon allein  der verbreiteten Arbeitslosigkeit nur sehr schwer möglich, eine Arbeit zu finden und eine Existenzgrundlage zu schaffen. Erschwerend kommt im vorliegenden Fall dazu, dass es sich bei der  um eine alleinstehende Frau handelt, welche sich in einem
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schlechten psychischen Gesundheitszustand befindet und  psychologischer Betreuung bedarf und zudem zwei an  Sichelzellanämie erkrankte Kleinkinder hat. Ein  erweist sich unter den gegebenen Umständen als nicht zumutbar. Allein die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Heimat über ein familiäres Netz verfügt, welches sie offenbar bis zu ihrer Ausreise finanziell unterstützt hat, vermag vorliegend nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen.
5.7 Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass eine Rückkehr der Beschwerdeführer in den Kongo als unzumutbar zu qualifizieren ist.
5.8 Nachdem sich aus den Akten keine konkreten Hinweise auf das Vorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von Art. 14a Abs. 6 ANAG ergeben, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der vorläufigen Aufnahme erfüllt.
5.9 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung, soweit sie die Frage der Flüchtlingseigenschaft, des Asyls und der  der Wegweisung als solche betrifft, Bundesrecht nicht , den rechtserheblichen Sachverhalt im Ergebnis richtig und  feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist daher insoweit abzuweisen. In Bezug auf den  ist sie gutzuheissen.
6. 6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären den  die hälftigen Kosten in der Höhe von Fr. 300.-- aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem die Beschwerde als nicht zum  aussichtslos qualifiziert und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 7. Mai 2004 gutgeheissen wurde, sind gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG keine Kosten aufzuerlegen.
6.2 Den teilweise obsiegenden und vertretenen Beschwerdeführern ist in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine Entschädigung für die  notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Die Entschädigung, bezogen auf eine solche im Falle eines vollständigen Obsiegens, ist praxisgemäss auf die Hälfte herabzusetzen. Gestützt auf die bereits mit Faxeingabe vom 9. Mai 2006 eingereichte,  erscheinende Kostennote, in welcher ein Stundenansatz von Fr. 150.-- veranschlagt wird, ergibt sich eine Gesamtsumme in der
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Höhe von Fr. 2'050.--. Die vom BFM auszurichtende hälftige  beträgt demnach insgesamt Fr. 1'025.-- (inkl. Auslagen).
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