Decision ID: 572ea892-66a1-4b1e-af5a-9f8b42433805
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1981, absolvierte eine Lehre als Servicefach
angestellte
(Urk. 11/12/2-3)
und ging
zuletzt von September bis Dezember 2006
der erlernten Tätigkeit nach (Urk.
11
/14,
Urk. 11/45,
Urk. 1
1
/48). Unter Hinweis auf verschiedene psychische Leiden
meldete
sie sich am 31. Januar 2006 bei der Invalidenversicherung an (Urk. 1
1
/14)
, zog ihr Gesuch indes am
24. Mai 2006 wieder zurück (Urk. 1
1
/31).
Am 26. November 2007
stellte
die Versicherte
unter Hinweis auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (
Borderline
),
eine
Agoraphobie,
eine
Sozio
phobie,
eine
Legasthenie und ein
ADHS
erneut
ein Leistungsgesuch
bei der Inva
lidenversicherung (Urk. 1
1
/42). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach
ihr mit Verfügung vom 16. September 2009 mit Wirkung ab 1. Mai 2008 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 1
1
/90).
Die
hiergegen
betreffend den Rentenbeginn erhobene
Beschwerde der Versicher
ten hiess das hiesige Gericht mit Urteil
IV.2009.00998
vom 16. Februar 2010
in dem Sinne
gut, als die Angelegenheit zwecks Durchführung weiterer Abklä
rungen
an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 1
1
/104).
Nach durchge
führten Abklärungen sprach die IV-Stelle der
Versicherten
m
it Verfügung vom 7. Dezember 2012
nunmehr
mit Wirkung ab 1. November 2006
bei einem Inva
liditätsgrad von 100 %
eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 1
1
/166).
1.2
Nachdem die Versicherte am 8. November 2013 geheiratet (Urk. 1
1
/174/1) und am 5. Dezember 2013 ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatte (vgl. Urk. 1
1
/175/1),
tätigte
die IV-Stelle im Rahmen eines
im Dezember 2014 angehobenen
Renten
revisionsverfahrens
(Urk. 11/181)
medizinische und berufliche Abklärungen
(Urk. 1
1
/18
2-184
)
. Am 31. März 2015 gebar die Versicherte ihr zweites Kind (Urk. 11/187).
Nach Erstattung
des
Haushaltsabklärungsbericht
s vom 10. Juni 2015
(Urk. 1
1
/192)
hob die IV-Stelle die Rente nach durchgeführte
m
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 1
1
/191
,
Urk. 1
1
/197
,
Urk. 1
1
/204)
unter Hinweis auf einen mittels gemischter Methode ermittelten Invaliditätsgrad von 31 %
mit Verfügung vom
13. Oktober 2015
auf und entzog
einer
allfälligen
Beschwerde die aufschie
bende Wirkung (Urk. 1
1
/206).
Die dagegen
am 11. November 2015
erhobene
Beschwerde
(Urk. 11/207/4-15)
hiess das Gericht m
it Urteil IV.2015.01170
vom 31. Mai 2017 in dem Sinne gut, als die Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde
; d
es Weiteren
seien
der Versicherten die bisherige ganze
Rente sowie die Kinderrenten während der Dauer des Verwaltungsverfahrens weiterhin auszurichten (Urk. 11/214).
Das Bundesgericht
hiess
mit Urteil 9C_667/2017 vom 21. November 2017 die
von der IV-Stelle
dagegen geführte Beschwerde gut und hob den Entscheid des hiesigen Gerichts insoweit auf, als damit die Weiterausrichtung der bisherigen Leistungen während der Dauer des Verwaltungsverfahrens angeordnet worden war (Urk. 11/220).
1.3
Die
IV-Stelle
holte
daraufhin
medizinische Berichte (Urk. 11/230, Urk. 11/232, Urk. 11/237) und namentlich das Gutachten von
Dr. med.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom
10. September 2018 (Urk. 11/246)
sowie
den Haushalt
s
abklärungsbericht vom 15. November 2018
ein
(Urk. 11/248)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 11/252, Urk. 11/253-254, Urk. 11/257-260, Urk. 11/265, Urk. 11/267
)
stellte die
IV-Stelle
die Rente
rück
wirkend
per Januar 2016
ein
bei einem
wiederum
mittels gemischter Methode ermittelten Invaliditätsgrad von 19 % (Urk. 11/275
). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.4
Mit Zusatzgesuch vom 26. März 2020
und Ergänzung vom 21.
August
2020
ersuchte
die Versicherte
die IV-Stel
l
e um
Gewährung
von
berufliche
n
Mass
nahmen und
im B
esondere
n
eine
r
Umschulung zur Fachfrau Gesundheit, even
tuell Fachhochschule (Urk. 11/279
, Urk. 11/286
). Am 10. und am 22. Juli 2020 äusserten sich die Ärzte
des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) der IV
Stelle
zur
anbegehrten
Eingliederungsmassnahme
(Urk.
11/281-282). Im Weiteren wurden der
Berufsfeldertest
22 für Erwachsene
(Urk.
11/283)
,
ein aktueller Auszug aus dem Individuellen
Konto (IK-Auszug, Urk.
11/284)
sowie der Bericht des Hausarztes Dr. med.
Z._
, Facharzt
für
Physikalische Medizin und Rehabili
tation sowie Allgemeine Medizin, vom 9. November 2020
zu den Akten gekom
men (Urk. 11/2
90
).
Mit Vorbescheid vom 18. November 2020 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
(Urk. 11/291
). Die Versicherte erhob dagegen am 18. Dezember 2020 Einwand (
Urk. 11/293)
, woraufhin die IV-Stelle
mit Verfü
gung vom 27.
/28.
Januar 2021 den Anspruch auf eine Umschulung
wegen fehlender
Notwendigkeit
verneinte
(Urk. 11/298 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
26. Februar 2021
Beschwerde und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und
die Sache sei
mit Feststellung des Umschulungsanspruches zur Abklärung und neuem Entscheid über die konkrete Umschulung beziehungsweise eventualiter eine Weiterbildung an die IV-Stelle zurückzuweisen
; in prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Urk. 1 S. 2)
, welches
Gesuch
sie am 25. März 2021 substantiierte (Urk. 6-8).
Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom
1.
April 2021
unter Einreichung der vollständigen
Verfügung
(Urk. 11/298)
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
10
).
Davon wurde d
ie Beschwerdeführerin
mit Gerichtsverfügung vom 21. April 2021 in Kenntnis gesetzt; gleichzeitig wurde ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Bedürftigkeit abgewiesen (Urk. 12).
Unaufgefordert reichte die Beschwerdeführerin am
22. April 2021
(weitere)
Unterlagen zu ihrer finanziellen Situation
zu den Akten
(Urk. 1
3-14)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss
Art. 8
Abs. 3
IVG
unter ande
rem
in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe.
1.
2
Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Abs. 1). Als Umschulung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (IVV)
Ausbildungsmassnahmen, die Ver
sicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.
3
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbs
möglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglich
keit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliede
rungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2).
Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausge
übten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen
blossen Richt
wert handelt (BGE
130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).
2.
2.1
Vorwegzuschicken ist m
it Blick auf
die Vorbringen
der Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung, wonach die Beschwerdeführerin beschwerdeweise die unvollständige Verfügung eingereicht habe (Urk. 10, vgl. auch Urk. 9),
dass dieses Versehen
keine Weiterungen nach sich zieht, da die
Beschwerdegegnerin
mit ihren Akten wie üblich den vollständigen angefochtenen Entscheid (Urk. 11/29
8
) aufgelegt hat. Damit hat es sein Bewenden.
2.2
Die Beschwerdegegnerin verneinte
im angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
den Anspruch auf Umschulung mit der Begründung,
es bestehe
hiefür
keine Notwen
digkeit, da
die Beschwerdeführerin
das Zertifikat Pflegehelferin SRK erworben habe. Das Lohnniveau als Pflegehelferin
im Kompetenzniveau 1
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE
; LS
E 201
8
, Tabelle TA1, Ziff.
86-88 Gesundheits- und Sozialwesen)
sei ähnlich hoch wie als Servicefachangestellte
im Kompetenzniveau 2 (LSE 2018, Tabelle TA, Ziff.
55
56, Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie
)
. Die Tätig
keit als Pflegehelferin sei somit als gleichwertig zu betrachten und
auch
zumut
bar.
Sie, die Beschwerdegegnerin, gewähre
die invaliditätsbedingten Mehrkosten
eine
r
Weiter
aus
bildung
(im Sinne von Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG; vgl. auch das zitierte
Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art
[
KSBE
],
Rz
3018)
,
auch wenn diese nicht invaliditätsbedingt notwendig sei. Sie würde
ein Job Coaching z
um Aufgleisen der Weiter
aus
bildung
und eine Begleitung der Beschwerdeführerin
während der Weiter
aus
bildung unterstützen.
2.
3
Demgegenüber
vertrat
die
Beschwerdeführer
in
den Standpunkt
, die Notwendig
keit der Umschulung sei
gegeben.
S
ie könne ihrer erlernte
n
Tätigkeit im Service behinderungsbedingt nicht mehr nachgehen.
Die
Erheblichkeitsschwelle
sei mit einer Invalidität von 22
% im Erwerbsbereich erreicht (Urk. 1 S. 4). Eingliede
rungsmassnahmen seien zur Vermeidung einer erneuten Invalidisierung in Zukunft notwendig.
Von einer Tätigkeit im Pflegebereich werde ärztlicherseits abgeraten, eine Hilfstätigkeit mit dem SRK-Ausweis sei ungeeignet (Urk. 1 S. 5). Die Umschulung auf einen neuen Beruf sei verhältnismässig,
weil sie noch 25
Erwerbsjahre vor sich habe. Die Beschwerdegegnerin verkenne den Grundsatz der Gleichwertigkeit, der nicht absolut gelte. Man spreche nur von «annähernder Gleichwertigkeit» (Urk. 1 S. 6). Behinderungsbedingt sei sie nicht in der Lage, eine mehrjährige Lehre mit vollem Pensum zu absolvieren. Eine Ausbildung an einer höheren Fachschule (HF)
könne in einem 60%igen Pensum absolviert werden und
wäre möglich, denn
ihre
ursprüngliche
Ausbildung
mit
eidgenössischem Fähig
keitszeugnis
(EFZ
)
würde die Anzahl der zu belegenden Module reduzieren
.
Bei der
SRK-Pflegehelferin
handle es sich um eine Hilfstätigkeit
; der Hinweis, dass
diese
zumutbar
sei, verletze das Diskriminierungsverbot. Im Gesundheitsfall hätte sie als Servicekraft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine höhere Berufs
position inne, weshalb beim Einkommen vom Kompetenzniveau 3 in der Gastro
nomie auszugehen sei
(Urk. 1
S. 7
-8
).
2.4
Strittig und zu prüfen ist, ob eine Umschulung notwendig ist oder ob die Beschwerdeführerin ohne Eingliederungsmassnahmen in der Lage ist, einen annähernd gleichwertigen Verdienst zu realisieren.
3.
3.1
Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen Beruf (angestammte Tätigkeit vor der Umschulung) und im angestrebten neuen Beruf (neue Tätigkeit nach der Umschulung)
oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit
abzustellen. Dabei ist – wie im Zusammenhang
mit der Mindesterwerbseinbusse
– nebst dem Gesichtspunkt der aktuellen Verdienstmöglichkeit der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe zu berücksichtigen; denn die annähernde Gleich
wertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbil
dungen einen einigermassen
vergleichbaren Wert aufweisen.
Das Kriterium der annähernden Gleichwertigkeit der durch eine Umschulung vermittelten neuen Betätigungsmöglichkeiten (annähernde Gleichwertigkeit der ursprünglichen und der angestrebten Erwerbstätigkeit) bezieht sich nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit, wobei aber auch die mit der angestrebten Ausbildung verbundene voraussichtliche künftige Entwicklung der Erwerbs
möglichkeiten zu berücksichtigen ist
(
BGE 124 V 108 E. 3b; Urteile des Bundes
gerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen
; Silvia
Bucher
,
Eingliederungsrecht der Invaliden
versicherung, Bern 2011, S.
359 f.)
.
3.2
3.2.1
Der
begutachtende Psychiater
Dr.
Y._
schrieb in seiner medizinischen Zumut
barkeitsbeurteilung vom 10. September 2018 der erhobenen Angst- und Panik
symptomatik eine wesentliche
e
inschränk
ende Wirkung
zu. Er bescheinigte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der letzten Tätigkeit als Serviceangestellte. In einer optimal angepassten Tätigkeit, welche die Fähigkeit der Beschwerdeführerin zur genauen Planung, ihre soziale Kompetenz, Einsatz
freude
und
Selbständigkeit in der Arbeit, aber auch ihre Defizite aufgrund der Lese-/Rechtschreibestörung
,
der Gefährdung durch Alkohol
und
bei
der Benutzung von Verkehrsmitteln berücksichtigt und eine rein sitzende Schreib
tischtätigkeit ausschliesst, hielt er im Zeitpunkt der Untersuchung eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für zumutbar.
Ob
die Beschwerdeführerin
auf die Dauer die während de
s
Praktikum
s
als Pflegehelferin gezeigte volle Arbeitsfähigkeit beibe
halten könne, lasse sich aufgrund der kurzen Praktikumsdauer (zwei Wochen) nicht sagen
(Urk.
11/246/27-29)
.
3.2.2
Der seit September 2020 behandelnde Hausarzt Dr.
Z._
attestierte im Formu
larbericht vom 9. November 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit während seiner Behandlungsdauer.
Im
Frühling 2020
seien
nach einem schweren Husten Schmerzen im
Sternumbereich
mit Ausstrahlungen in die Ar
m
e und den Kiefer
aufgetreten mit
Einschränkung beim Liegen, Schlafen und
Ein- und Ausatmen
(Urk. 11/290/7).
Die Tätigkeit im Service, welche die Beschwerdeführerin im Mai 2019
wieder aufgenommen
hatte (Urk.
11/259, Urk.
11/285) hielt er nicht für zumutbar (Urk. 11/290/8).
3.2.3
Die RAD-Ärzte Dr. med.
A._
, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, und Dr. med.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie
,
bestätigten in ihren
Aktenb
eurteilungen vom 22./23. Juli 2020 eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.
Dr.
A._
erachtete Tätigkeiten mit wenig Umstellungs- und Anpassungsbedarf, mit geringem Termindruck und zeitlicher Flexibilität und wohlwollendem Umfeld für möglich. Eine optimal angepasste Tätigkeit müsse die Fähigkeiten der Beschwerdeführerin zur genauen Planung, ihre soziale Kompetenz, Einsatzfreude sowie ihre Selbständigkeit berücksichtigen (Urk. 11/281).
Die Psychiaterin des RAD bekräftige im Wesentlichen das von Dr.
Y._
formu
lierte Zumutbarkeitsprofil. Aufgrund der festgestellten Diagnosen einer Agora
phobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) und einer leichten Lese- und Rechtschreibschwäche (ICD-10 F81.0) bestehe aus psychiatrischer Sicht kein Einwand gegen die Tätigkeit als Pf
l
egefachfrau HF (Urk. 11/282).
3.2.4
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, die Tätigkeit als Hilfspflegerin mit dem Zertifikat des SRK (
vgl.
Urk. 11/276/1) sei ihr aus medizinischer Sicht nicht zumutbar (Urk. 1 S. 5), kann ihr
aufgrund dieser
medizinischen Unterlagen
nicht gefolgt werden. Zwar vermochte der Gutachter Dr.
Y._
angesichts de
s
lediglich zweiwöchigen Praktikums nicht abschliessend zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsfähigkeit
in dieser Tätigkeit
auf Dauer beib
ehalten könne (Urk.
11/246/29). Doch hielt er dafür, dass die beabsichtigte Ausbildung im Pflegebereich die vorhandenen Ressourcen nutzen und der Beschwerdeführerin bessere berufliche Chancen in einem anerkannten Beruf verschaffen
könne, was
die positiven Veränderungen in psychischer Hinsicht stützen würde (Urk. 11/246/30).
Aus dieser Aussage
kann nicht auf eine Unzu
mutbarkeit der Tätigkeit als Hilfspflegerin geschlossen werden. Überdies
hat er
selbst in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 80 %
attestiert
, so dass
auch
eine nicht ganz vollständige Leistungsfähigkeit als Hilfs
pflegerin
diese Tätigkeit
im Rahmen der Gleichwertigkeit
nicht
als unzumutbar erscheinen lässt
.
Die
se
Beurteilung
wird
fern
er
untermauert durch ein
e
Einschät
zung
der
P
sychiaterin des RAD
, welche die Hilfspflegerinnentätigkeit ausdrück
lich für zumutbar erachtete.
Andere von der
gutachterliche
n
Schlussfolgerung
abweichende
ärztliche
Einschätzungen sind den
Akten
nicht zu entnehmen, weshalb
der Bezugnahme auf die
Hilfspflegertätigkeit
nichts
entgegen
steht
.
3.3
Gestützt auf die Haushalt
s
abklärung vom 14.
November 2018 (Bericht vom 15.
November 2018, Urk. 11/248/4) qualifizierte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit
unbeanstandet gebliebener
Verfügung
vom 10. Februar 2020
betreffend
den
Rente
nanspruch
(Urk. 11/275) als zu 80
% Erwerbstätige und als zu 20 % im Haushalt Tätige.
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
zog sie die LSE
, und zwar das Kompetenzniveau 1 für Tätigkeiten im Gastgewerbe
heran
(vgl. auch Urk. 11/250),
und
ging
von
Fr.
49'180.--
für ein 100%-Pensum
aus (Urk. 11/275)
.
Auch für
das Invalideneinkommen
stützte sich
die Beschwerde
gegnerin
auf
die LSE
,
Total aller Einkommen im
Kompetenzniveau 1,
und errech
nete
bei einer Arbeitsfähigkei
t von (abweichend zum Gutachten
lediglich
)
70 %
ein Invalideneinkommen von
Fr. 38'513.--
(
Urk. 11/275
; vgl. auch Urk. 2/250
).
Daraus resultiert
e
im hier allein massgebenden Erwerbsbereich (vgl. dazu
Bucher,
a.a.O.,
S. 354)
ein Invaliditätsgrad von 22 % (Urk. 11/275 S. 2-3)
, was in Bezug auf den Rentenanspruch rechtskräftig verfügt wurde
.
Allerdings ist grundsätzlich nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides anfechtbar (Urteil des Bundesgerichts
8C_1005/2010 vom
1. Februar 2011
E. 4.2
), weshalb diese
und mithin die Ermittlung der Vergleichseinkommen
hinsichtlich des hier stritti
gen Umschulungsanspruches nicht ohne Weiteres verbindlich ist.
Zu bemerken bleibt
in diesem Zusammenhang, dass d
ie Beschwerdeführerin
unbestrittenermassen über
ein
Fähigkeitszeugnis
als Servicefachangestellte
verfügt
(Urk. 11/12/2-3)
. A
ngesichts der damit angeeigneten
besondere
n
Fertig
keiten und Kenntnisse
r
echtfertigt sich
für die Ermittlung des
Validene
in
kommens
die Anwendung von LSE-Kompetenzniveau 2
(praktische Tätigkeiten
wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung, Administration, Bedienen von Maschi
nen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst, Fahrdienst)
statt
von Kompe
tenzniveau 1 (
e
infache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
;
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_732/2018,
8C_742/2018 vom 26. März 2019 E.
8.2.1).
Davon ging im hier angefochtenen Entscheid betreffend Umschulung auch die Beschwerdegegnerin aus (Urk. 2 S. 2).
Laut
LSE 2016, Tabelle TA1
Ziff
55-56 (Gastgewerbe/Beherb
erg
ung und Gastronomie)
beträgt der entsprechende
, an die betriebsübliche Arbeitszeit angepasste
Monatslohn von Frauen
Fr. 4’197.
beziehungsweise
Fr.
52'504.-- (Fr.
4'197.-- x
12 :
40 x 41.7) im Jahr. Bei der aus gutachterlicher Sicht zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80 %
(statt wie verfügungsweise angenommen
von
70 %; Urk. 11/275/2-3)
in einer
Verweis
tätigkeit
resultiert dergestalt eine Erwerbseinbusse von Fr. 8'489.-- (Fr. 52'504.
.
/. Fr.
38'513.
--
:
7 x 8), mithin ein Invaliditätsgrad von 16 %
(100
% : Fr. 52'504.-- x Fr. 8'489.
)
im hier massgeblichen Erwerbsbereich.
Damit ist die für eine Umschulung erforderliche
Erheblichkeitsschwelle
von etwa 20 %
deutlich
unterschritten, auch wenn es sich dabei wie gesagt
um
einen blossen Richtwert
handelt
(vorstehend E. 1.3)
.
Allerdings ist anhand der
LSE 2016
erstellt
, dass die Löhne im Gastgewerbe
(LSE
2016 TA1 Ziff.
55
56)
insgesamt
wesentlich
tiefer liegen als die ausgewiesenen Totallöhne und namentlich die Hilfsarbeitersaläre.
Letztere
betragen
für Frauen monatlich Fr.
4'363.-- (Kompe
tenzniveau 1) beziehungsweise Fr. 4'832.-- (Kompetenzniveau 2), wohingegen im Gastgewerbe die Löhne bei Fr. 3'900.-- (Kompetenzniveau 1) und Fr. 4'197.-- (Kompetenzniveau 2)
liegen
.
Wenn der ursprüngliche Beruf im Gastronomie
bereich war,
erweist sich
der Zugang zu einer Umschulung
somit
von vornherein
als
erschwert. Es rechtfertigt sich daher
,
im Folgenden
die weiteren Kriterien zur Beurteilung der
annähernden Gleichwertigkeit der beiden Tätigkeiten
näher zu beleuchten.
3.4
Die Beschwerdeführerin mit Jahrgang 1981 hat noch eine längere
verbleibende Berufs
a
ktivität
zu erwarten, weshalb
betreffend der
Erheblichkeitsschwelle
der Aspekt der voraussichtlichen künftigen Entwicklung der Erwerbsmöglichkeiten von Bedeutung ist (Bucher, a.a.O., S. 357
Rz
727). Dabei ist der Beschwerde
führerin beizupflichten, dass
ihre erwerblichen Aussichten mit der
Ausbildung im Gastronomiebereich
auf längere Sicht insgesamt besser
sein
dürften
als jene
als
Hilfsarbeiterin
. Allerdings bestehen
entgegen ihrer Ansicht
keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass
ihr
im Gesundheitsfall im weiteren
Verlauf Tätigkeiten im
Kompetenzniveau 3
offen gestanden hätten
. Dabei
handelt es sich um
k
omplexe praktische Aufgaben
,
die
ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen
,
welche Kenntnisse
die Beschwerdeführerin mit ihrer zweijährigen Berufslehre
(Urk. 11/12/2)
auch nach längerer Berufserfahrung nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
vorweisen kann.
Die Beschwerdegegnerin stellte in der Verfügung betreffend Umschulung
hinsichtlich des Invalideneinkommens
nicht mehr auf das Total der Frauenlöhne ab, sondern auf die im Gesundheits- und Sozialwesen (TA1, Ziff. 86-88) erziel
baren Tabellenlöhne von Fr. 4'
636
.-- (Kompete
nzniveau 1) beziehungsweise Fr.
5'156.-- (Kompetenzniveau 2) gemäs
s
LSE 2016,
und erkannte, diese seien
ähn
lich hoch
(beziehungsweise
sogar
höher)
,
als
im Gastronomiebereich (Urk. 2 S. 1)
, was nicht von der Hand zu weisen ist
.
Fraglich bleibt, ob die Bezugnahme auf diesen Tätigkeitsbereich statthaft ist.
3.5
Dem von der Beschwerdeführerin absolvierten Zertifikat Pflegehelferin SRK Urk. 11/276/1-2) liegen zwei Module mit je 60 Lektionen und 15 Praktikumstagen zu Grunde (Urk. 11/276/3-4). Dem Praktikumsbericht vom 1. August (wohl) 2018 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin das Praktikumsziel erreicht und sämtliche Kompetenzen hat.
Die Vorgesetzten empfahlen sie
sogar
für eine Stelle (Urk. 11/277/1-4). Bereits nach der Schnupperlehre im Jahr
2018
fiel die Beur
teilung - soweit leserlich - positiv aus (Urk. 11/278). Da diese Tätigkeit wie gesagt (vorstehend E.
3.2)
auch aus medizinischer Sicht
im Umfang von 80 %
zumutbar
ist und sie die Beschwerdeführerin im Hinblick auf die Pflege eines kranken Freundes selbst gewählt hat (Urk. 11/248/4), kann
entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin
nicht gesagt werden, die Arbeit als Pflegehelferin sei
unge
eignet
, so dass auf die entsprechenden Einkommen abzustellen ist
.
Obschon die Beschwerdeführerin noch eine relativ lange Erwerbsdauer vor sich hat und allenfalls die Ausbildung als Pflegehelferin keinen
erwerblichen
Aufstieg mehr ermöglich
t
, beträgt der Erwerbsausfall
bei der Gegenüberstellung des Lohns von Fr. 4'197.-- in der angestammten Tätigkeit und
des
Lohn
s
von Fr. 3'709.-- bei einer
80%igen Arbeitsfähigkeit als Pflegehelferin
(Fr. 4'636.-- x 0.8)
weit weniger als 20 %, was die
annähernde
Gleichwertigkeit belegt. Eine weiter
führende Ausbildung im Pflegebereich ist unter diesem Blickwinkel
auch unter Berücksichtigung der künftigen beruflichen Entwicklung
nicht erforderlich
(Bucher, a.a.O., S. 359
Rz
729 f.).
Die annähernde Gleichwertigkeit
ist hier
auf weite Sicht
ve
rwirklich
t
, obgleich
die beiden Ausbildungen
nicht eigentlich einen
vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 111 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts I 794/02 vom 19. November 2003 E. 4.2 und E. 5).
Eine Verletzung des Diskriminierungsverbotes ist nicht
darin
ersichtlich,
dass
die Beschwerdeführerin
seitens der Beschwerdegegnerin
von ihrer Tätigkeit als gelernte Servicefachangestellte in eine Hilfsarbeit verwiesen
wird
.
Denn aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht ist es unerheblich, dass die neue Tätigkeit
eine unqualifizierte Hilfsarbeit
ist
, die im Vergleich zur Tätigkeit als Fachfrau im Gastronomiebereich qualitativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden kann.
Der Begriff der annähernden Gleichwertigkeit bezieht sich nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit
.
Der Gesichtspunkt der Beschränkung auf das vor dem Invaliditätseintritt beruflich-erwerblich Erreichte steht
jenen Tätigkeiten nicht
entgegen,
welche die
Versicherten zu einem beschei
deneren beruflichen Ziel führen, was in vielen Fällen – invaliditätsbedingt – zutreffen dürfte. Erforderlich ist einzig, dass sich der erwartete Teilerfolg noch als genügend eingliederungswirksam bezeichnen lässt
. D
enn es ist nicht Aufgabe der I
nvalidenversicherung
, eine behinderte Versicherte in eine bessere beruflich-erwerbliche Stellung zu führen, als sie vorher innehatte
(
Meyer Ulrich/
Reichmuth
Marco, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung [IVG], 3. Aufl., Art. 17 N
15).
3.
6
Nach dem Gesagten
ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
die
annähernde Gleichwertigkeit beziehungsweise die
Erforderlichkeit der Umschu
lung
verneint
hat
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
4.
4.1
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um
unentgeltliche
Rechtspflege wurde mit Verfügung vom 21. April 2021
mangels finanzieller Bedürftigkeit
abgewiesen (Urk. 12). Der Versand dieses Entscheids am 23. April 2021
(vgl. auch Urk. 15)
kreuzte
sich mit dem gleichentags eingegangenen Schreiben der Rechtsvertreterin vom 22. April 2021, mit welchem neue Unterlagen betreffend die Bedürftigkeit nachgereicht wurden (Urk. 13, Urk. 14/1-5)
, welche nicht mehr berücksichtigt wurden
.
Die Verfügung vom 21. April 2021 blieb unangefochten und die Beschwerdeführerin hat den Entscheid auch beim hiesigen Gericht nicht bean
standet.
Der prozessleitende Entscheid
betreffend unentgeltliche Rechtspflege
, der nur formell, jedoch nicht materiell rechtskräftig wird, kann wegen veränderter Verhältnisse jederzeit abgeändert oder aufgehoben werden
(BGE 144 V 97 E.
3.1.2)
.
Die Beschwerdeführerin hat nicht geltend gemacht, dass am 22. April 2021 veränderte Verhältnisse eingetreten wären. Vielmehr hat sie - ohne Voran
kündigung (vgl. Urk. 8) - die früheren Verhältnisse weiter substantiiert (Urk. 13). Da auch nicht ersichtlich ist, inwiefern die finanzielle Situation am 22. April 2021 anders gewesen wären als bei Erlass der Verfügung vom Vortag,
besteht keine Veranlassung, auf diesen Zwischenentscheid zurückzukommen.
4.2
D
a es im vorliegenden Verfahren um die Bewil
ligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde
führerin
aufzuerlegen.