Decision ID: 36ff6237-1613-5b1a-820c-02e8ac927e95
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1970 geborene
X._
war
zuletzt
selbständig
erwerbs
tätig
gewesen
,
bevor
er sich am
3. März 2006 unter Hinweis auf
einen gebrochenen Wirbel sowie einen Splitterbruch am rechten Ellbogengelenk bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum
Leistungsbezug
an
meldete
(Urk. 6/7
, Urk. 6/20
, Urk. 6/179/1-2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm
medizinische sowie berufliche Abklärungen
vor
und
verneinte
mit Verfü
gung vom 31. Mai 2007
den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 6/31). Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das
Sozialversicherungs
gericht
des Kantons Zürich mit Urteil IV.2007.00958 vom 27. Oktober 2008 in dem Sinne gut,
als es von einem Invaliditätsgrad von etwa 20
%
ausging und die Sache daher an die IV-Stelle zurückwies, damit diese den
Eingliederungs
anspruch
des Versicherten abkläre und hernach über das Leistungsbegehren neu befinde (Urk. 6/37).
1.2
In Nachachtung dieses Urteils tätigte die IV-Stelle weitere berufliche Abklärun
gen und
erteilte dem Versicherten mit Verfügung vom 1
2.
August 2009 Kosten
gutsprache für die Vorbereitungskurs
e
im Bereich CAD, 3-D und virtuelle Welten
an der
Schule
Y._
in
Z._
(
Schule Y._
; vgl.
Urk.
6/46)
ab dem 13. Juli 2009 bis zum 9. Oktober 2009 (Urk. 6/49).
Wei
ter verfügte sie am 15. Oktober 2009 eine Kostengutsprache für den Lehrgang 3D-Visualisierung und -Animation an der
Schule Y._
mit begleitendem Prakti
kum vom 1. August 2009 bis zum 30. April 2011 (Urk. 6/56).
Am 6. Januar 2011 teilte sie dem Versicherten zudem mit, sie übernehme die Kosten der Ver
längerung des Lehrgangs in 3D-Animation mit begleitendem Praktikum, insge
samt vom 1. August 2009 bis circa 4. Oktober 2011 (Urk. 6/66).
Für diesen Zeitraum sprach
sie
dem Versicherten mit Verfügungen vom 15. März 2011 Taggelder zu (Urk. 6/69-79).
Am 19. Dezember 2011 teilte sie ihm mit, die beruflichen Massnahmen seien abgeschlossen (Urk. 6/90).
1.3
Mit
E-Mail
vom 26. März 2012 meldete
sich
der Versicherte wieder bei der IV-Stelle und gab an, er habe den Kurs an der
Schule Y._
abbrechen müssen (Urk. 6/94).
Daraufhin nahm die IV-Stelle
weitere
berufliche Abklärungen vor und forderte den Versicherten am 15. August 2012 unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht sowie unter der Androhung, dass sie im Unterlassungsfall die Berufsberatung vorläufig abschliessen werde, zum Einreichen weiterer Unterlagen auf (Urk. 6/103).
Nachdem der Versicherte
sich nicht mehr gemeldet
hatte, schloss sie die Berufsberatung mit Mitteilung vom 4. September 2012 ab (Urk. 6/105).
Zudem stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom
5. September 2012
die Verneinung des Anspruchs auf Leistungen der Invaliden
versicherung in Aussicht (Urk. 6/108).
Nach hiergegen erhobenem Einwand (Urk. 6/109) und weiteren Abklärungen
erteilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Mitteilung vom 27. Februar 2013 Kostengutsprache für
eine
Umschulung im Bereich Fotografie/Bildbearbeitung ab 18. Februar 201
3 bis 29.
Juni 2014 (Urk. 6/121).
Mi
t Verfügungen vom 15. März 2013,
vom 21. Juni 2013,
vom
20. September 2013
sowie vom 24. Januar 2014
sprach sie ihm zudem Taggel
der zu (Urk. 6/129-13
2
, Urk. 6/158-159
, Urk. 6/161
, Urk. 6/169
).
Nach einem Wechsel des Praktikumsbetriebs wurde am
19./
23.
Juni 2013 eine neue
Zielver
einbarung
abgeschlossen (Urk. 6/160).
Bezüglich der vom Versicherten geltend gemachten Vergütung von Reisekosten und Zehrgeld forderte die IV-Stelle den Versicher
ten am 6. August 2014 auf, seiner Mitwirkungs- und Auskunftspflicht nachzu
kommen (Urk. 6/1
90), woraufhin dieser weitere Unterlagen einreichte (Urk. 6/200-201).
Mit
Vorbescheid vom 26.
September 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Begehrens um Kostengutsprache für Reisekosten und Zehrgeld in Aussicht (Urk. 6/203).
Daraufhin reichte dieser erneut Unterlagen ein (Urk. 6/205-206). Im weiteren Verlauf erstellte die
Fotoschule A._
die Schlussabrechnung über den Materialbezug und erstattete dem Versicherten
Fr.
325.75 (Urk. 6/207-210).
Mit Vorbescheid vom
17. November 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Vergütung von Reise
kosten u
nd Zehrgeld in der Höhe von Fr.
9‘797.85 in Aussicht (Urk. 6/214).
1.4
Am 2
2.
April 2014
meldete
sich der Versicherte erneut zum Rentenbezug an (Urk. 6/176).
Hernach
liess die IV-Stelle einen Auszug aus seinem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug, Urk. 6/179) und tätigte weitere erwerbliche Abklä
rungen.
Mit Vorbescheid vom 6. August 2014 stellte sie dem Versicherten in Aussicht, dass sie die beruflichen Massnahmen per 30. Juni 2014 definitiv beenden und
den Anspruch auf eine Invalidenrente
verneinen werde (Urk. 6/193).
Der Versicherte erhob hiergegen Einwand
(Urk. 6/
195
)
und ver
langte Taggelder auch für die Zeit ab Juli 2014 (Urk. 6/199).
Mit Verfügung vom 30. September 2014 schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen wie angekündigt per 30. Juni 2014 definitiv ab und verneinte das Bestehen eines Rentenanspruchs, da der Versicherte nach Abschluss der Umschulung ein
ren
tenausschliessendes
Einkommen erzielen könne (Urk. 6/204 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 30. September 2014 erhob der Versicherte mit Ein
gabe vom 26. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte die Abrechnung der Materialkosten direkt von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, die Weiterführung der beruflichen Massnahme vom 15. Oktober 2009, die Abklärung seines Rentenanspruchs sowie die Ersetzung seiner persönlichen Berufsberaterin bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (Urk. 1 S. 1).
Die
Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Der Beschwerdefüh
rer hielt in seiner Replik vom 1
2.
Januar 2015 sinngemäss an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (Urk. 9). Die Beschwerdegegnerin verzich
tete am 4. Februar 2015 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer am 9. Februar 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
die Umschulung gelte als abgeschlossen, da der Beschwerdeführer die
Fotoschule A._
erfolgreich mit Diplom bestanden habe. Zum Einwand des Beschwerdeführers betreffend Reisekosten und Zehrgelder merkte sie an, die diesbezügliche Einsprache werde durch ihre Verfügung nicht tangiert. Wegen der Materialkosten habe sie ihm per E-Mail Bescheid gegeben, dass die Abrech
nung über die
Fotoschule A._
erfolge (Urk. 2).
In der Beschwerdeantwort wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass
die Umschulung erfolgreich absolviert sei und gemäss den abgeschlossenen
Zielver
einbarung
en
kein Anspruch auf weitere Eingliederungsmassnahmen bestehe
. Der Anspruch auf Vergütung von Reisekosten, Zehrgeld und Materialkosten gehöre nicht zum Anfechtungsgegenstand. Im Übrigen seien die Materialkosten bereits erstattet worden, soweit sie im üblichen Rahmen der Ausbildung gelegen hätten. Bezüglich des Rentenanspruchs merkte sie an, der Beschwerdeführer sei in der Tätigkeit, auf welche er umgeschult worden sei, voll arbeitsfähig und könne damit ein Einkommen erzielen, bei welchem keine Erwerbseinbusse
resultiere
(Urk. 5).
1
.2
Der Beschwerdeführer machte geltend,
laut der Kostengutsprache vom 27. Februar 2013 sei ihm ein Materialgeld von
Fr.
1‘500.-- für das
A._
-Portfolio zugesprochen worden. Er habe aber nur
Fr.
325.75 erhalten, da die
Fotoschule A._
den Rest mit Gebühren der Forum-Schul-Kurse verrechnet habe (Urk. 1 S.
1
). Weiter
habe er die ihm am 15. Oktober 2009 gutgesprochene Umschulung aus finanziellen Gründen abbrechen müssen, da er nicht über seine finanziellen Ansprüche informiert worden sei (Urk. 1 S.
1
).
Diese sei weiterzuführen, da sie eine Eingliederung in die Berufswelt verspreche (Urk. 9 S. 1).
Die
Zielvereinba
rung
vom
19./
23
. Juni 2013
habe er nur unterzeichnet, da
er unter Druck gesetzt worden sei
. Er frage sich, ob dieses Vorgehen rechtens sei
(Urk. 1 S. 2
f.
).
Weiter bat er um Prüfung seines Rentenanspruchs, wobei er einen
Invaliditäts
grad
von 70 %
geltend machte
. Dabei bemängelte er, dass er nicht auf die Mög
lichkeit der Leistungsanmeldung hingewiesen worden sei und machte eine Ver
letzung der Aufklärungs- und Beratungspflicht nach
Art.
27 ATSG geltend (Urk. 1 S. 3).
Aus diesen Gründen und weil ihm eine persönliche Beratung seit Januar 2014 verweigert werde, beantrag
t
e er eine neue persönliche Beraterin bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (Urk. 1 S. 3 f.).
In seiner Replik fügte er an,
er könne kein rentenausschliessendes Einkommen erzielen, da ihm der Führerschein bis auf
Weiteres
entzogen worden sei
. Die Eingliederung sei nicht geglückt, weshalb die zuvor begonnene berufliche Massnahme weiterzuführen sei
.
Im Übrigen sei er nur zu 30
%
arbeitsfähig und selbst dies nur im Falle einer
komplizierten
Rückenoperation, für deren Gelin
gen keine Garantie bestehe. Da er trotz intensiver
Arbeits
suche keine Stelle gefunden habe, liege eine Erwerbseinbusse von 100
%
vor (Urk. 9).
2
.
2
.1
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich - in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
- Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
urteilsvoraussetzung
, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2
.2
Mit der angefochtenen Verfügung vom
30. September
2014
nahm die
Beschwer
de
geg
nerin
Bezug auf ihre Kostengutsp
rache für die Umschulung des Beschwer
deführers
im Bereich Fotografie/Bildbearbeitung
vom
27. Februar 2013
(Urk.
6/121
) und führt
e
aus, das
s die Umschulung erfolgreich abge
schlossen worden sei, und der Beschwerdeführer rentenausschliessend einge
g
l
iedert sei.
Ein Anspruch auf IV-Taggelder bestehe nur bis zum letzten Eingliederungstag (Urk. 2).
Gegenstand der ange
fochtenen Verfügung ist mithin
der Abschluss der am 27. Februa
r 2013
zu
gesprochenen Umschulung, der Rentenanspruch des Beschwerdeführers sowie der Anspruch auf Taggelder nach Abschluss der beruflichen Massnahmen. Letzterer wurde indes in der Beschwerde nicht mehr geltend gemacht
. Demgegenüber
sind
der allfällige
Anspruch
des Beschwerde
führers
auf Wiederaufnahme der am
19. Dezember 2011
abgeschlosse
nen beruflichen Mass
nahme
(vgl. Urk. 6/90)
sowie das Begehren um ein Erset
zen seiner
Eingliederungsberaterin
nicht geprüft worden.
Dies zu Recht,
zumal diese Anträge
im Einwand
vom 12.
August 2014
(Urk. 6/195)
gegen den Vor
bescheid vom
6. August 2014 (Urk. 6/193) noch nicht
gestellt
worden waren
.
Nach dem Gesagten ist
bezüglich d
ies
er
Anträge
auf die Beschwerde
nicht einzu
treten.
3
.
3
.1
Am 27. Juni 2014 wurde dem Beschwerdeführer von der
Fotoschule A._
das Diplom ausgestellt, gemäss welchem er den professional Lehrgang
für Fotografie
cp
125
der
Fotoschule A._
von August 2013 bis Juni 2014 mit Erfolg bestand
en habe
(Urk. 6/187). Damit wurde das Ziel der
mit Verfügung vom 27. Februar 2013 (Urk. 6/121) zugesprochene
n
Umschulung
(vgl.
Art.
17 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG)
erreicht, weshalb diese
zu Recht abgeschlossen
wurde
.
Ein Anspruch auf Taggelder besteht nach abgeschlossener Umschulung nicht mehr
(
Art.
22
Abs.
1 IVG
e
contrario
)
.
3
.2
Die laut dem Beschwerdeführer noch abzurechnenden
Materialkosten
hängen insofern mit dem in der angefochtenen Verfügung enthaltenen Abschluss der Umschulung zusammen, als sie zusammen mit dieser Umschulung im Umfang von
Fr.
1‘500.-- zugesprochen wurden (vgl. die Mitteilung vom 27. Februar 2013, Urk. 6/121/2 Ziffer 4).
Aus der Schlussabrechnung betreffend den
Materi
albezug
ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im ersten Trimester Material im Wert von Fr.
474.25
(
Fr.
24.25 plus
Fr.
200.-- plus
Fr.
200.-- plus
Fr.
50.--), im zweiten Trimester
im Betrag von
Fr.
450.--
(
Fr.
200.-- plus Fr.
200.--
plus
Fr.
50.--)
und im dritten
Trimester von
Fr. 250.--
(
Fr.
200.-- plus
Fr.
50.--) bezogen hat (Urk. 6/207).
Dabei handelte es sich nicht wie der Beschwerdeführer geltend machte (Urk. 1
S. 1
, Urk. 9 S. 1
) um
Schul-
beziehungsweise
Kursgelder.
Denn b
ereits
im vom Beschwerdeführer am 24.
April 2013 unterzeichneten Ausbil
dungsvertrag
war
erläutert
worden
, dass die Materialkosten von rund
Fr.
1‘500.-- für
Digilaborkosten
, Software und ein
zelne Workshops anfallen und
tri
mes
terweise
nach effektivem
individuellem Aufwand abgerechnet würden (Urk. 6/139
, Urk. 6/152/7
).
Von den
zuge
-
sprochenen
Fr. 1‘500.-- ver
b
lieben somit
nach der
trimesterweisen
Abrechnung
noch Fr.
325.75 (Fr.
1‘500.-- minus Fr. 474.25 minus Fr. 450.-- minus
Fr. 250.--), welche dem Beschwerdeführer als Beitrag an die für die Abschluss
-
arbeit auf
gewendeten Materialkosten überwie
sen wurden (Urk. 6/210). Somit sind keine zugesprochenen Materialkosten mehr offen,
die die Beschwerde
-
gegnerin im Rahmen der Eingliederungsmassnahme zu tragen hätte (vgl.
Art.
78 f. der
Ver
ordnung über die Invalidenversicherung; IVV)
.
4
.
4
.1
Mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2007.00958 vom 27. Oktober 2008
wurde festgehalten, dass der Inv
aliditätsgrad etwa 20
%
betrage
. Bezüglich der Verneinung des Rentenanspruchs wurde die Verfügung der IV-Stelle vom 31. Mai 2007 somit bestätigt (Urk. 6/37/3).
Dabei wurde von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit ausgegangen. Hingegen war
dem Beschwerdeführer bei einer Anlageschwäche der Wirbelsäule eine schwere körperliche Arbeit mit einseitig stehender Belastung der Wirbel
säule nicht mehr zumutbar (Urk. 6/31).
4
.2
Unterdessen hat der Beschwerdeführer eine Umschulung im Bereich Fotogra
fie/Bildbearbeitung absolviert, weshalb die IV-Stelle in ihrem aktuellen
Ein
kommensvergleich
von einem
über dem an die Nominallohnentwicklung ange
passten
Valideneinkommen
liegenden Invalideneinkommen von Fr.
82‘880.54 im Jahr 2014 ausging (Urk. 6/189).
Der Beschwerdeführer brachte hiergegen vor, dass er nur zu 30
%
arbeitsfähig sei und dass
er keine Anstellung als Berufsfotograf finden könne, da ihm der Führerschein auf unbestimmte Zeit entzogen worden sei
. Selbst intensive
S
u
ch
bemühungen
seien ohne Erfolg geblieben
(Urk. 1 S. 3 und Urk. 9)
.
4
.
3
Gemäss
Arztzeugnis von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 9. Dezember 2013
war
d
er
Beschwerdeführer
inf
olge Krankheit
Zusammen mit der Beschwerde reichte
d
er
Beschwerdeführer
den Bericht von PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
,
Klinik D._
,
vom 14. April 2014
ein.
PD
Dr.
C._
hielt fest, inwieweit sich die Einschränkung
lumbosacral
auf die Erwerbsfähigkeit im Alltag auswirke, hänge ganz wesent
lich vom Belastungsmuster ab. Bei Wechselbelastungen dürfte die Belastbarkeit nach seiner Beurteilung höher sein als bei statisch stehender Belastung oder beim Tragen von Lasten (Urk. 3/16
a-
b).
Bei der von
Dr.
B._
attestierten Arbeitsunfähigkeit handelte es sich nur um eine kurzzeitige von wenigen Tagen, welche keinen Rentenanspruch zu begrün
den vermag. Im Bericht von PD
Dr.
C._
wurde keine Arbeitsunfähigkeit in einer an das Rückenleiden angepassten Tätigkeit attestiert.
Zudem hält PD
Dr.
C._
- anders als vom Beschwerdeführer vorgebracht (vgl. Urk. 9 S. 1 Ziff. 5) - eine Rückenoperation nicht erforderlich zum Erlangen einer Arbeitsfähigkeit, son
dern er führte aus, die Option einer operativen Behandlung sei eröffnet worden, nachdem der Patient sich von einer Infiltrationsterminierung distanziert habe (Urk. 3/16a), und zog die Schlussfolgerung, die Frage einer operativen Behand
lung stelle sich mittelfristig (Urk. 3/16b).
Nach dem Gesagten bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers derart verschlechtert haben könnte, dass er
in einer angepassten Tätigkeit
nicht
mehr
voll arbeitsfähig wäre.
Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin beim Festsetzen des Invalideneinkommens
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausging.
4
.
4
Der Fahrausweisentzug
, aufgrund dessen der Beschwerdeführer
nach eigenem Bekunden
nicht als Berufsfotograf arbeiten kann (Urk. 9 S. 1),
erfolgte nicht aus gesundheitlichen Gründen. Für diese invaliditätsfremde Erschwernis auf dem Arbeitsmarkt hat nicht die Invalidenversicherung einzustehen.
5.
5.1
Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorga
ben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte.
Beim
ausge
-
gliche
nen
Arbeitsmarkt handelt es sich um eine theoretische
Grösse
, so dass
nicht leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfähig
keit sei unverwertbar
.
An der
Massgeblichkeit
des theoretisch ausgeglichenen Arbeits
markt
s
vermag der Umstand nichts zu ändern, dass es für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (vgl. Urteil 8C_237/2011 vom 19. August 2011
,
E. 2.3).
Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist in denje
nigen Fällen anzunehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in so ein
geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entspre
chenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts
9C
485/2014 vom 28
. November
2014
,
E. 3.3.1
mit Hinweisen).
5.2
Der Beschwerdeführer ist einzig bei körperlich schweren
sowie wirbelsäulenbe
lastenden
Arbeiten eingeschränkt, womit
ihm
im Bereich der Fotografie,
Bildbe
arbeitung
und anderer Gestaltung
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausrei
chend Anstellungsmöglichkeiten offen stehen.
Im Übrigen hatte die
Beschwer
degegnerin
ihn vor Beginn der Umschulung darauf hingewiesen, dass die von ihm gewünschte Umschulung auf dem ersten Arbeitsmarkt schwer zu verwerten sei (Urk. 6/160/2).
Dass der Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen ein wie von der Beschwerdegegnerin angenommenes Ei
nkommen (Fr. 80‘922.82 im Jahr 2011, Urk. 6/189) tatsächlich erzielen
könnte
, ist auch daran ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bereits vor der nun erfolgreich absolvierten Umschulung im Jahr 2011 eine Anstellung mit einem Jahreseinkommen von Fr. 81‘900.--
(13 x
Fr.
6‘300.--) gefunden hatte (Urk. 6/137/1).
Die Auflösung dieses Arbeits
-
ver
hältnisses
erfolgte nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern aufgrund einer Strategieänderung bezüglich der Sammlung des Arbeitgebers (Urk. 6/96/5).
5.3
Nach dem Gesagten vermag der Beschwerdeführer
aus
invalidenversicherungs
rechtlicher
Sicht
seit dem erfolgreichen Absolvieren der Umschulung im Juni 2014
in zumutbarer Weise
ein Erwerbseinkommen zu
erzielen
, bei welchem er im Vergleich zum Gesundheitsfall keine Erwerbseinbusse erleidet
, womit sein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung zu verneinen ist. Im Übri
gen hat er bei einem Invaliditätsgrad von 0
%
auch keinen Anspruch auf eine weitere Umschulung oder auf die Wiederaufnahme der früher bereits einmal begonnenen Umschulung.
Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
6.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
7
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.