Decision ID: 217c5073-cc9d-4577-9c05-595bab4be4b0
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
D
ie 1971 geborene
X._
meldete sich
am 11. Januar 2013
erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Leistungs
bezug an (Urk. 6/2). Die IV-Stelle führte ein Standort
gespräch durch (Urk. 6/7), tätigte erwerbliche (Urk. 6/9) sowie medizinische (Urk. 6/10, 6/12-13)
Abklärun
gen
und stellte mit Vorbescheid vom 5. Juni 2013 die Abweisung des Leistungs
begehrens (berufliche Massnahmen und Invalidenrente) in Aussicht (Urk. 6/17). Dagegen erhob die Versicherte am 17. Juni 2013 Einwand und ersuchte um berufliche Massnahmen (Urk. 6/18). Am 6. November 2013 verfügte die IV-Stelle wie vorbeschieden die Abweisung des Leistungsbegehrens (Urk. 6/21).
1.2
Von Oktober 2013 bis Juli 2017 war die Versicherte als Reinigungsmitarbeiterin beim Hauswartpersonal der
Y._
in einem Teilzeitpensum tätig (Urk. 6/33/2, 43).
Am 7. Januar 2015 rutschte die Versicherte nach
der Arbeit
auf einer vereisten Treppe
aus und stürzte
(Urk. 6/33/2-3)
. Dabei erlitt sie eine Hand
gelenk
sdistorsion rechts. MRI-
arthographisch
zeigte
sich eine partielle Läsion mit Zerrung des TFCC ohne komplette Ruptur und ohne Nachweis einer Fraktur (Urk. 6/32/
7
)
. Die Unfallversicherung der Stadt Zürich erbrachte
die
gesetzlichen Leistungen
(Urk. 6/52)
.
Am 25. Februar 2016 wurde bei der Versicherten in der
Z._
eine
Ulnaverk
ürzungsosteotomie
und eine TFCC-
Reinsertion
rechts durchgeführt (Urk.
6/3
3
/2
3
).
Am
2
3. Januar 2017
(Eingang)
meldete sich die Versicherte
mit Verweis auf das Unfallereignis vom 7. Januar 2015
bei
der
IV-Stelle zum Leistungs
bezug an (Urk. 6/26). Die IV
Stelle tätigte medizinische Abklärungen (Urk. 6/32
) und zog die Akten des Unfallversicherers bei (Urk. 6/33). Am 19. Mai 2017 führte die IV-Stelle ein Standortgespräch mit der Versicherten durch (Urk. 6/41).
Mit Mitteilung vom 13. Dezember 2017
hielt
die IV-Stelle fest, es seien aufgrund des Gesundheitszustandes der Versicherten keine Eingliederungsmassnahmen möglich, weshalb ein Anspruch auf
Renten
lei
s
tungen geprüft werde (Urk. 6/49).
D
ie IV-Stelle
aktualisierte
in der Folge
die Aktenlage (Urk. 6/54) und zog unter anderem das im
Auftrag der Unfallversiche
rung
erstellte polydisziplinäre Gutachten (psychia
trisch/ortho
pädisch/neuro
logisch) der
A._
bei (Expertise vom 17. April 2018,
Urk. 6/54/39-69).
Mit Vorbescheid vom 29. Juni 2018 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht (Urk. 6/56). Dagegen liess die Versicherte am 22. August 2018 Einwand erheben (Urk. 6/60
;
ergänzt am 28. September [Urk. 6/63]
und 7. November 2018 [Urk. 6/65]
). Mit Verfügung vom 1. Juli 2019 wies die IV-Stelle das Leistungsbe
gehren ab (Urk. 6/76 [=
Urk. 2]).
2.
Gegen die Verfügung vom 1. Juli 2019 (Urk. 2) liess die Versicherte am 2. Sep
tember 2019 Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten (handchirurgisch, neurologisch, psychiatrisch) in Auftrag zu geben und gestützt darauf eine Haushaltsabklärung durchzuführen. Danach sei über den Anspruch auf eine Invalidenrente neu zu verfügen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegner
in auf Abweisung der Beschwerde,
wovon
die Beschwerde
führerin mit Verfügung vom 9. Oktober 2020 Kenntnis
nehmen konnte
(Urk. 13 im Verfahren UV.2019.00170).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass die Unfallversicherung der Stadt Zürich ihr
e
Heilbehand
lungs
- und Taggeldleistungen mit
Verfügung
vom
28. Juni 2018 per 7. März 2018
einstellte und einen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritäts
entschädigung verneinte
(Urk. 6/59)
.
Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom
28. Mai 2019
fest
(Urk. 6/74)
. Die von der Beschwerdeführerin dagegen beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Verfahrens UV.2019.00170 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen
Invaliditätsgrades
verweigert
, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und her
nach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs
pflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit,
die
Beschwerde
führerin sei
zwar aufgrund des Unfallereignisses und der erlittenen Verletzung mit Kontusion des Handgelenks rechts
in ihrer
bisherige
n
Tätigkeit als Reinigungsmit
arbeiterin vollständig arbeitsunfähig. E
ine angepasste
,
körperlich leichte Tätigkeit ohne übermässige Ansprüche an die Belastungsfähigkeit des Handgelenks rechts
sei ihr
bei voller Erwerbsfähigkeit
hingegen
zumutbar.
Die Beschwerdeführerin sei ohne Ausbildung und habe verschiedene Hilfstätigkeiten in unregelmässige
m
Pensum ausgeübt. Da sie in einer angepassten Tätigkeit voll
ständig erwerbsfähig sei, sei es ihr möglich, in einer entsprechenden Verweis
tätigkeit mindestens ein gleich hohes Einkommen zu erzielen
wie bisher
. Auch sei aufgrund der Handbefunde eine wesentliche Einschränkung im Haushalts
bereich im
rentenbegründenen
Ausmass nicht ausgewiesen, weshalb weitere Abklärungen nicht angezeigt seien (Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend,
auf das
A._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden, da die Anästhesie über dem Handrücken mit ein
hergehenden chronischen neuropathischen Schmerzen Folge eines Nerven
schadens
sei
und zu einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit der rechten Hand führe. Damit sei die Beurteilung, aus neurologischer Sicht könne keine Diagnose gestellt werden, falsch. Des Weiteren sei die orthopädische Begut
achtung mangelhaft, da sie nicht durch einen Handspezialisten durchgeführt
worden sei. Anlässlich der Operation sei es zu einer Läsion des dorsal aufsteigen
den
Ulnarisastes
gekommen, wobei diese Schädigung zu den geklagten neuro
pathischen Schmerzen mit entsprechenden Anästhesien und
Hypästhesien
geführt habe. Die unfallbedingten Beschwerden hätten daher zu Funktionsein
schränkungen geführt, welche die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin massgeblich einschränken würden. Es sei daher eine polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen (Urk. 1 S. 8-10).
2.3
Vorab ist festzuhalten, dass es sich vorliegend um eine Neuanmeldung handelt. Unbestritten und durch die Akten ausgewiesen ist, dass
sich
aufgrund des Unfalls vom 7. Januar 2015 der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlech
tert hat
, was
eine
operativ
e
Ulnaverk
ürzungsosteotomie
und eine TFCC-
Reinsertion
zur Folge hatte
. Aufgrund dieser Sachlage trat die Beschwerde
gegnerin zu Recht auf das neue Leistungsbegehren ein. Fraglich und zu prüfen ist, ob eine
Veränderung des Invaliditätsgrades
eingetreten ist (E. 1.
3
).
3.
3.1
Mit Bericht vom 29. März 2017
diagnostizierte
Dr. med.
B._
, Fach
arzt Chirurgie und Handchirurgie
,
C._
, persistierende
ulnocarpale
Handgelenksschmerzen rechts bei Verdacht auf Neurom im
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts bei Status nach
Ulnaverkürzungsosteotomie
und Insertion des TFCC rechts am 25. Februar 2016. Er notierte, der radiologische Befund zeige an der rechten Hand eine in
s
itu liegende Platte mit sechs Schrauben, wobei die
Ulna
knapp in einer Nullvarianz-Stellung sei. Auf der linken Seite bestehe eine moderate
Ulnaplusvariante
. Im Übrigen
seien
keine grobpathologischen Befunde erhoben worden. Die beklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin seien weiterhin unklar, weshalb eine neurologische Untersuchung durchgeführt werde. Die Arbeitsunfähigkeit werde daher bei 100 % belassen (Urk. 6/42/6-7).
Am 29. Mai 2017 fand die neurologische Untersuchung statt. Die elektrophysiologi
sche Untersuchung zeigte beidseits eine normale Neurographie des
Nervus
medianus
und des
Nervus
ulnaris
.
Der
ramus
cutaneus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts
war
nicht ableitbar. Die behandelnden Ärzte
erklärten
, k
linisch zeige sich eine Hypästhesie über das Versorgungsgebiet des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts hinausgehend. Die Beschwerdeführerin
klage
über intermittierend auftretende krampfartige Schmerzen und
ein Zittern der rechten Hand. E
lektro
physiologisch seien die Neurographien des
Nervus
ulnaris
und des
Nervus
medianus
beidseits unauffällig ausgefallen. Die Neurographie des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts sei nicht ableitbar gewesen, dies könne aber auch
methodisch bedingt gewesen sein. Die bestehende Symptomatik mit ein
schiessenden starken krampfartigen Beschwerden der ganzen Hand könne auch bei neuropathischem Schmerz im Bereich des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
nicht erklärt werden (Urk. 6/54/
5-7).
Das zum Ausschluss einer zentralen Ursache durchgeführte MRI des Schädels vom 12. Juni 2017 lieferte keinen Hinweis auf eine pathologische Veränderung, welche die Beschwerdesymptomatik begründen könnte (Urk. 6/54/8), weshalb die Ärzte der
C._
die Verdachts
diagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms im Bereich des
Ramus
dorsalis
des N.
ulnaris
nannten (Urk. 6/54/9 f.).
3.2
Die Gutachter
des
A._
,
Dr. med.
D._
, Facharzt Psychiatrie und Psycho
therapie, Dr. med. E._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie
sowie Dr. med. F._
, Facharzt Neurologie nannten im interdisziplinären Gutachten vom 17. April 2018 (Urk. 6/54/39-69) als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit chronische
ulnar
betonte Handgelenksschmerzen rechts (ICD-10 M79.64). D
aneben bestehe eine
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
, wel
cher aber kein Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
zukomme
(Urk. 6/54/62).
Der psychiatrische Gutachter notierte,
anlässlich
der psychiatrischen Untersu
chung habe die Beschwerdeführerin über Schmerzen geklagt, währenddessen er in der Untersuchung jedoch kaum ein
en
Leidensdruck habe feststellen können
(Urk. 6/54/48). Sie habe ihre Hand ohne sichtbare Einschränkungen bewegt, ihren Kopf auf die Hand gestützt und die rechte mit der linken Hand berührt, ohne dass irgendwelche Schmerzwahrnehmungen erkennbar gewesen wären (Urk. 6/54/51).
Die Stimmung
sei ausgeglichen gewesen, die Psychomotorik lebhaft und die Beschwerdeführerin habe einen wachen Eindruck hinterlassen. Psychopathologi
sche Befunde hätten sich nicht erheben lassen.
Hinweise auf psychosoziale Belastungen würden keine vorliegen. Es sei aus psychiatrischer Sicht nicht erklärbar, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden,
die kaum objektiviert werden kö
nnten, derart eingeschränkt fühle.
Nachdem eine psychiatrische Störung, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würde, nicht vorliege, bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin sowie als Hausfrau aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/54/48
49).
Der orthopädische Gutachter berichtete von reizlosen Narben über dem
Ulnaschaft
. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks und aller Fingergelenke sei leicht verlangsamt, vom Umfang her zuletzt jedoch frei. Der Händedruck sei im Vergleich zur Gegenseite abgeschwächt. Die Zirkulation sei bis in die Periphe
rie erhalten, eine Schwellung der Handfläche sei nicht fassbar und der maximale
Unterarmumfang sei symmetrisch (Urk. 6/54/54). Der Gutachter erachtete auf
grund des erhöhten Anspruchs
an
die Krafteinsetzung sowie
an
eine gute Mobi
lität des Handgelenks eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als nicht gegeben. Körperlich leichte Aktivitäten, wo mit dem rechten Arm eine Hebe- und
Traglimite
von fünf Kilogramm nicht überschritten werde und darüber hinaus keine übermässigen Ansprüche an die Belastungsfähigkeit des rechten Handgelenks gestellt w
ü
rden, könnten hingegen zeitlich und leistungsmässig
uneingeschränkt
ausgeübt werden. Für eine entsprechende Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin 100 % arbeits- und leistungsfähig (Urk. 6/54/57).
Die neurologische Untersuchung ergab des Weiteren, dass die Beschwerde
führerin angab, es bestehe ein stark ausgeprägtes Defizit für B
e
rührungen, Schmerzen und Temperatur im Bereich des Handrückens sowie dorsal am distalen Unterarm rechts. Es bestehe auch eine leichtgradige Sensibilitätsverminderung im Bereich der Handinnenfläche. Ansonsten erwies sich der neurologische Befund
als
unauf
fällig (Urk. 6/54/59-60). Der neurologische Gutachter erklärte diesbezüglich, die angegebenen hochgradigen sensiblen Defizite würden weder dem Versorgungs
gebiet eines peripheren Nervs entsprechen, noch seien diese auf eine
Plexusläsion
beziehungsweise eine
Radikulopathie
zurückzuführen. Der bestehende
muskulo
skelettale
Schmerz im Bereich des rechten Handgelenkes habe daher keinen neu
ropathischen Charakter.
Unter Berücksichtigung des aktuell vorliegenden Beschwerdeb
ildes und der erhobenen Befunde
sei die Feststellung von Dr.
G._
, wonach keine relevante neurologische Diagnose vorliege, zu bestätigen. Mithin bestehe aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/54/61
).
In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, es bestehe nach wie vor eine symmetrische Muskulatur an beiden Armen, weshalb eine wesentliche Schonung der rechten Seite im Alltag nicht plausibel sei. Zudem bestehe ein deutlicher Kontrast zwischen den anamnestischen Beschwerde
schilderungen und den effektiv objektivierbaren Befunden. Neurologisch lasse sich kein pathologischer Befund zuordnen. Insgesamt könne jedoch aus orthopä
discher und neurologischer Sicht eine verminderte Belastbarkeit des rechten Handgelenkes bestätigt werden, weshalb eine Reinigungsarbeit ungeeignet sei. In einer leichten, adaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht sei hingegen kein wesentlicher Befund erhoben worden. Die somatisch nicht ausreichend erklärbaren Befunde für die subjektiv angegebenen Beschwerden und
Limitierungen
, seien einer Schmerzver
arbeitungsstörung zuzuordnen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiat
rischer Sicht könne
nicht abgeleitet werden. Die Beschwerdeführerin sei
seit Januar 2015 in ihrer angestammten Tätigkeit vollständig und bleibend arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei sie hingegen arbeitsfähig, wobei die Arbeitsfähigkeit von Januar bis April 2015 und von Februar bis Ju
ni 2016 aufgehoben gewesen sei
(Urk. 6/54/62-63
).
3.3
Im Privatgutachten vom 19. November 2018 (Urk
. 6/70) hielt Dr. med.
H._
, Facharzt Chirurgie mit Spezialisierung Handchirurgie, fest, die Beschwer
deführerin
klage
über Schmerzen im Bereich des
ulnocarpalen
und
radioulnaren
distalen Handgelenks rechts. In der Ergotherapie habe sie aufgrund der starken Schmerzen
vasovagale
Zustände erlitten. Er gehe davon aus, die Beschwerden hätten sich verstärkt, da die objektivierbaren Schmerzen und Sensibilitätsstö
rungen von den Ärzten bagatellisiert worden seien (Urk. 6/70/3). Objektivierbar seien massive Schmerzen im Bereich der
radioulnaren
und
ulnocarpalen
Gelenke, welche nicht simuliert seien. Nach seiner Auffassung handle es sich um ein Mischbild von Schmerzen, mässig eingeschränkter Beweglichkeit, schmerzbe
dingter Einschränkung der Beweglichkeit sowie eines Sensibilitätsschadens, was als Integritätsschaden nicht in ei
ne bestimmte Tabelle falle (Urk. 6/70/4
). Über dem Handrücken im metacarpalen Bereich von Metacarpale V-III bestehe eine Anästhesie, über dem Metacarpale III-II gehe es über in eine Hypästhesie. Ansonsten bestehe eine normale Sensibilität.
D
ie medizinisch theoretische Inva
lidität
betrage
48 bis 51 % und der Integritätsschaden rund 15 %. Der Zustand entspreche funktionell am ehesten einer mässigen bis schweren Handgelenks
arthrose oder einer proximalen Handwurzelresektion mit mässigem Erfolg (
Urk. 6/70/5
).
3.4
Mit Stellungnahme vom 18. Februar 2019 erklärte Dr. med.
I._
, Facharzt orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), gestützt auf das
A._
-Gutachten sei ein somatischer Gesundheits
schaden ausgewiesen ebenso wie eine sich daraus ableitende Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit. Der Gesundheitsschaden sei seit längerem stabil.
Bezüglich des Privatgutachtens von Dr.
H._
hielt Dr.
I._
fest, die Teil
gutachten des
A._
seien kritisiert worden, wobei Dr.
H._
in Bezug auf die Fach
gebiete der Neurologie und Psychiatrie fachfremd sei. Sodann würden konkrete und differenzierte Angaben zur Arbeitsfähigkeit fehlen,
Dr.
H._
habe
lediglich eine medizintheoretische Invalidität von 48 bis 51 % festgelegt. Dr.
I._
erach
tet
e
den
im Gutachten
aufgeführte
n
Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
in der bishe
rigen sowie jeder anderen, vergleichbaren Tätigkeit als plausibel, weshalb von einer
100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit
seit dem Unfalltag auszugehen sei. In einer der Behinderung angepassten Tätigkeit sei spätestens ab dem Datum der letzten Unters
uchung durch die
A._
-Gutachter am 7. März 2018 auch in
Kenntnis des Privatgutachtens von Dr.
H._
von einer quantitativ und leistungsmässig nicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen
(Urk. 6/75/5)
.
4.
4.1
Aus medizinischer Sicht ist aktenkundig und unbestritten, dass die Beschwerde
führerin aufgrund
der chronisch
ulnar
betonten Handgelenks
schmerzen in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin
seit dem Unfallereignis vom 7. Januar 2015
nicht mehr arbeitsfähig ist
(E. 3.2 und E. 3.4).
Strittig und zu prüfen ist jedoch die Frage der Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid
in Bezug auf die Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
auf die Beurteilung der
A._
Gut
achter (Urk.
6/54/39-69
). Diese erging unter Berücksichtigung der Vor
akten (
Urk. 6/54/42-45
), der Anamnese sowie den von der Beschwerde
führerin geklag
ten Beschwerden (
Urk. 6/54/45-47,
6/54/
51-53,
6/54/
58-59)
. Die Gutachter erhoben sowohl den psychiatrischen Befund nach AMDP (
Urk. 6/54/47
) wie auch den orthopädischen Körperstatus (
Urk. 6/54/53-54
) und den neurologischen Sta
tus (
Urk. 6/54/59-60
). Dabei würdigten
sie
bei ihrer Beurteilung auch die Akten
lage (
Urk. 6/54/57-58,
6/54/
61
) und begründeten ihre Einschätzung nachvoll
ziehbar.
Im Vordergrund steht, dass die Gutachter die von der Beschwerdeführerin
geklag
ten Einschränkungen aufgrund des sorgfältig erhoben Befundes nicht im geltend gemachten Ausmass nachvollziehen konnten (
Urk. 6/54/62-63; v
gl. auch
Urk. 6/54/56-57
und
Urk. 6/54/61
). Im Bereich des rechten Unterarmes und Handgelenk
s
konnte in orthopädischer Hinsicht eine leicht verlangsamte, vom Umfang her letztlich aber freie Beweglichkeit des Handgelenks und aller Finger
gelenke festgestellt werden. Zwar war im Vergleich zur Gegenseite ein abge
schwächter Händedruck gegeben und die Beschwerdeführerin gab vor allem
ulnar
betont einen Bewegungsschmerz am Handgelenk an. Der maximale Unterarm
umfang zeigte sich jedoch symmetrisch. Sodann wurde die rechte Hand beim An
und Auskleiden, beim Hantieren an den mitgebrachten Unterlagen und vor allem beim Abstützen im Rahmen von Transfers auf dem Untersuchungstisch spontan eingesetzt (
Urk. 6/54/54
). Des Weiteren ergab die neurologische Unter
suchung, dass die Beschwerdeführerin bei im Wesentlichen normalem neuro
logischen Befund (
Urk. 6/54/59-60
) und fehlender muskulärer Atrophie über eine hochgra
dige Funktionseinschränkung klagte. Während dem Gespräch fiel jedoch ein leb
haftes Gestikulieren mit der rechten Hand auf und es zeigte sich bei
unauffälliger Beobachtung eine flüssige Bewegung der Finger, ein Schon
verhalten war hinge
gen nicht sichtbar (
Urk. 6/54/59
).
Angesichts dessen, dass die Gutachter ihre Beurteilung u
nter Berücksichtigung der
bildgebenden und
klinischen Befunde
sowie
dem deutlichen Kontrast zwischen den anamnestischen Beschwerde
schilderungen und den effektiv objektivierbaren Befunden
abgaben, überzeugt ihre
Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin in einer ange
passten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig
ist
.
Damit genügt das Gutachten den an eine beweiskräftigte Beurteilungsgrundlage gestellten Anforderungen (E. 1.4) vollumfänglich.
4
.
3
Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbrachte, vermag
das Gutachten
nicht
in Frage zu stellen. Ihr
Einwand, wonach der neurologische Gutachter keine eigenen neurologischen Abklärungen getätigt
und fälschlicherweise eine Diagnose aus neurologischer Sicht verneint habe
(Urk. 1 S. 7), läuft ins Leere. Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhe
bung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanam
nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Dr.
F._
untersuchte die Beschwerdeführerin eingehend
,
erhob
die neuro
logische Anamnese und
den neurologischen
Status
(Urk. 6/54/59 f.)
und
begrün
dete
gestützt
hierauf seine Einschätzung. Dabei fanden die von den behandelnden Ärzten bereits zuvor aus der Neurographie gewonnenen Erkenntnisse, wonach die Parameter im Bereich des
Nervus
medianus
und
ulnaris
normal ausfielen, demgegenüber der
Ramus
dorsalis
Nervus
ulnaris
rechts nicht abgeleitet werden konnte, Eingang ins neurologische Gutachten. Hierzu erläuterte Dr.
F._
im Ein
klang mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte der
C._
, dass es sich um einen technisch schwierig untersuchbaren Nervenast handle, weshalb das Untersuchungsresultat mit Vorsicht zu interpretieren sei (
Urk. 6/54/60 f
.). Die Beschwerdeführerin vertritt zwar
unter Hinweis auf Dr.
H._
die Ansicht, dass aufgrund der fehlenden Ableitbarkeit des
Ramus
cutaneus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts eine Schädigung dieses
Nerves
bestehe
, dieser objektive Befund für einen neuropathischen Schmerz
spreche und auch die
geklagte
Sensibilitätsstö
rung auf die Schädigung des
Ramus
dorsalis
nervi
ulnaris
rechts zurückzuführen sei
(E. 2.2)
. Dieser Ansicht kann jedoch nicht gefolgt werden. Zum einen ist
Dr.
H._
in Bezug auf die neurologischen Befunderhebungen fachfremd. Zum ande
ren führten selbst die behandelnden Ärzte der
C._
aus, dass die fehlende Ableitung der Neurographie des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
au
ch methodisch bedingt sein könn
e. Die Ärzte erachteten
dennoch
die bestehende Symptomatik
–
auch
unter der Annahme
neuropathische
r
Schmerz
en
im Bereich des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
–
als nicht erklärbar (E. 3.1). Die
von ihnen
gestellte Verdachtsdiagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms
wurde fer
ner durch Dr.
G._
nicht bestätigt (
Urk. 6/54/25; vgl. auch
Urk. 6/54/23
)
. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass
die Sensibilität
an der rechten Hand
nach der Operation vollumfänglich normal erhalten
war
(
Urk. 6/33/28
)
, was ebenfalls gegen eine Nervenschädigung spricht
. Eine
– wie von
der Beschwerde
führerin
geklagte –
höhergradige
Funktionseinschränkung liess sich damit nicht objektivieren. Auf das
schlüssige
neurologische Teilgutachten
ist abzustellen
.
In Bezug auf die orthopädische Begutachtung machte die Beschwerdeführerin sodann gelten
d
, diese sei nicht durch einen Handspezialisten durchgeführt und der Handstatus sei ungenügend
erhoben
worden.
Die Behauptung,
Dr.
E._
habe
im Wesentlichen nur die Narbenlänge gemessen habe (Urk. 1 S.
8
),
ist indes unbegründet:
Die orthopädische Untersuchung beruhte auf der Befunderhebung der Beweglichkeit und Kraft der Hand und Finger sowie der geklagten Beschwer
den während der Untersuchung. Des Weiteren
erhob
Dr.
E._
den gesamten Körperstatus (
Urk. 6/54/53
f.). Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind insbesondere unter Berücksichtigung
der genannten Inkonsistenzen (E. 4.
2
) nach
vollziehbar. Im Übrigen
ist darauf hinzuweisen
, dass Dr.
G._
mittels Medika
mentenspiegelkontrolle eine regelmässige dreimal tägliche Einnahme des Anal
getikum
s
Dafalgan
(Paracetamol) nicht
hatte bestätigen können
, was gegen einen authentischen Leidensdruck
spreche
(
Urk. 6/54/26
). Am Tag der gutachterlichen Untersuchung verzichtete die Beschwerdeführerin
ihren Angaben zufolge
eben
falls auf die Einnahme
des Schmerzmittels
(
Urk. 6/54/56
)
.
Bezüglich der Qualifi
kation von Dr.
E._
ist festzuhalten, dass er über einen Facharzttitel im Bereich orthopädische Chirurgie verfügt.
Weshalb der Gutachter, welcher mithin umfassende Kenntnisse des Bewegungsapparates besitzt, nicht in der Lage sein sollte, die Handgelenksproblematik der Beschwerdeführerin zu beurteilen, ist nicht
einsichtig
, zumal er die
Einschätzung der behandelnden Fachärzte der
Z._
, der Handchirurgie des
J._
sowie der
C._
berücksichtigte
und deren Einschätzungen bestätigte (vgl.
Urk. 6/54/55 und 6/54/57
). Dr.
E._
setzte sich folglich auch hinreichend mit den
Vorakten
auseinander
und zeigte sodann nachvollziehbar auf, dass auf die Beurteilung von Dr.
K._
nicht abgestellt werden könne, da dieser keine konkreten Angaben gemacht habe, weshalb das
postoperative Resultat «erschreckend» sei. Die von Dr.
K._
festgehaltenen klinischen Befunde würden sich bloss auf eine marginale Bewegungsprüfung des Unterarms und des Hand
gelenkes stützen; so habe er denn auch angegeben, diese seien hinreichend bekannt. Abschliessend hielt Dr.
E._
hierzu
fest, dass die Beurteilung eher eine Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin darstelle und daher keine plausiblen Schlüsse gezogen werden könnten (
Urk. 6/54/58
).
Des Weiteren
kommt auch Dr.
E._
in Bezug auf die Wahl der Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Welche handspezifischen Tests
zusätzlich
durchzuführen wären (Urk. 1 S. 8 f.
),
die
nicht den
Vorakten
entnommen werden könnten, geht aus dem Einwand der Beschwerdeführerin hingegen nicht hervor.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind mithin keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche das orthopädische Gutachten in Frage stellen könnten.
Abschliessend
ist in Bezug auf die psychiatrische Untersuchung festzuhalten,
dass keinerlei Hinweise auf psychopathologische Erkrankungen ersichtlich
waren
(Urk. 6/54/49), die auf eine Arbeitsunfähigkeit hindeuten würden. Sodann befin
det sich
die
Beschwerdeführer
in
nicht in spezialärztlicher psychiatrischer Behandlung. Der psychiatrische Gutachter erachtete aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung, die keinen Krankheitswert
habe
, eine psychiatrische Behandlung auch nicht als angezeigt (Urk. 6/54/50).
Die Beschwerdegegnerin war damit nicht verpflichtet, weitere Abklärungen diesbe
züglich zu tätigen.
Zusammenfassend ist die Einschätzung der
A._
-Gutachter, wonach eine vermin
derte Belastbarkeit des rechten Handgelenks zwar bestätigt wurde, in einer ange
passten Tätigkeit quantitativ jedoch eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit besteh
t
(Urk. 6/54/62), nicht zu beanstanden.
4.
4
Nach dem G
esagten erweisen sich die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen das
A._
-Gutachten als unbegründet.
Der medizinische Sachverhalt erweist sich als hinreichend abgeklärt und von einer weiteren polydisziplinären Begut
achtung – wie von der Beschwerdeführerin beantragt
(Urk. 1 S. 10)
– sind keine massgeblich neuen Erkenntnisse zu erwarten
.
Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten erschliesst sich, dass der Beschwerdeführerin
mit dem im Sozialversi
cherungsrecht geltenden Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
eine leichte, adaptierte Tätigkeit vollumfänglich zumutbar
ist
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
Da vorliegend
gestützt auf die Beurteilung durch die
A._
-Gutachter vom 17. April 2018 (E. 3.2) von einem Beginn der massgebenden Arbeitsunfähigkeit zum Unfallzeitpunkt am 7. Januar 2015 auszugehen ist, und da die Beschwerde
führerin ihren Leistungsanspruch erstmals am 23. Januar 2017 (Urk. 6/26) geltend machte (Art. 29 Abs.1 ATSG), konnte ein Rentenanspruch der Beschwerde
führerin daher frühestens im
Juli
2017 entstehen (Art. 28 Abs. 1
lit
. b in Verbin
dung mit Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb bei der Invaliditätsbemessung die Verhältnisse zu diesem Zeitpunkt massgebend sind.
5.2
5.2.1
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre.
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen.
Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil
)Erwerbstätigkeit
der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
5.2.2
Die Beschwerdeführerin war bis zum Unfallereignis vom 7. Januar 2015 in einem Teilzeitpensum erwerbstätigt.
Die 1971 geborene Beschwerdeführerin ist ohne Ausbildung (Urk. 6/41/2), verheiratet und hat vier Kinder (Jahrgang 1989, 1991, 1994, 1998; Urk. 6/26/3), wobei im Zeitpunkt der Anmeldung im Jahr 2017 lediglich die älteste Tochter nicht
mehr
im gemeinsamen Haushalt lebte (Urk. 6/54/46). Zuletzt arbeitete
die Beschwerdeführerin
im
L._
als Reinigungsmitarbeiterin mit einem Pensum von 38.1 % im Jahr 2015 (Urk. 6/68). Anlässlich des Standortgespräches
erklärte
sie
, das Teilzeitpensum sei bewusst
so
gewählt worden (Urk. 6/41/2). Die Beschwerdeführerin ist daher mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als zu 38.1 % als erwerbstätig und als zu 61.9 % im Haushalt tätig zu qualifizieren.
Der Invaliditätsgrad ist demnach in Anwendung der gemischten Methode im Sinne von Art. 28a Abs. 3 IVG zu bemessen.
5.3
5.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.3.2
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der
IVV
vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invali
ditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die ang
efochtene Verfügung ist am 1. Juli 2019
und somit nach Inkrafttreten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauer
leistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist
grund
sätzlich
entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl.
BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
5.3.3
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstä
tigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich
weiterhin
summiert (Art. 27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätig
keit richtet sich nach Art. 16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
5.4
5.4.1
Den Angaben der früheren Arbeitgeberin vom 23. Mai 2018 (Urk. 6/68) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2017 mit einem Pensum von 38.1 % ein Jahreseinkommen inklusive 13. Monatslohn von Fr. 20'547.15 erwirt
schaftet hätte. Die Beschwerdeführerin war seit Oktober 2013 bei der
Y._
als Reinigungsmitarbeiterin im
L._
angestellt (Urk. 6/33/2). Mit Verfügung vom 12. Juni 2017 wurde das Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen per 31. Juli 2017 aufgelöst (Urk. 6/54/75). Da der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Gesundheitszustandes gekündigt wurde, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie ohne den Gesundheitsschaden
weiterhin im
L._
als Reinigungsmitarbeiterin in einem Teilzeit
pensum gearbeitet hätte. Dem
Valideneinkommen
ist daher das Einkommen von Fr. 20'547.15
bei einem Pensum von 38.1 %
zugrunde zu legen
, womit Ersteres bei einem Pensum von 100 % Fr. 53'929.50 beträgt
.
5.4.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.
BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl.
auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Die Beschwerdeführerin war seit dem Unfallereignis vom 7. Januar 2015 nicht mehr erwerbstätig, weshalb auf die Tabellenlöhne der LSE abzustellen ist. Gestützt auf das standardisierte Monatseinkommen im Kompetenzniveau 1 der LSE 2016 im Total für Frauen ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 4'363
.
auszugehen. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche im Jahr 2017 (vgl. Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und unter Berück
sichtigung der Entwicklung der Normallöhne für weibliche Arbeitskräfte von 2'709 Punkten im Jahr 2016 auf 2'719 Punkte im Jahr 2017 (vgl. Sta
tistik T
39, Entwicklung der No
m
in
allöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2018) ergibt dies bei einem Beschäftigungsgrad von
100
% ein
Brutto
einkommen von rund Fr.
54
'
782
.
60
(Fr. 4'363
.--
:
40 x 41,7 : 2'709 x 2'719 x
12
).
5.4.3
Die
A._
-Gutachter erachteten die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht als im Haushalt zu 15 % eingeschränkt
(Urk
. 6/54/63
). Eine Haushaltsabklärung wurde nicht durchgeführt. Zu berücksichtigen ist vorliegend, dass bei Versicher
ten, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung gewisse Haushaltsarbeiten nur mehr mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen können, in erster Linie ihre Arbeit entsprechend gliedern müssen, wobei sie in üblichem Umfang
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht
die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_440/2011 vom 11. Juli 2011 E. 4.2).
Es kommt hinzu, dass die Gutachter Arbeitsanteile einer
Reinigungsmitarbeiterin als durchaus noch machbar, die Tätigkeit als solches gesamthaft aber - da das formulierte Belastungsprofil nicht immer eingehalten werden könne - als nicht mehr geeignet erachteten (Urk. 6/54/65). Mithin
beste
hen keine Anhaltspunkte
dafür
, dass eine Haushaltsabklärung zu einem anderen Ergebnis führen würde.
Damit kann vorliegend
in antizipierter Beweiswürdigung
(
BGE 134 I 140 E. 5.3
)
auf
eine
Haushaltabklärung verzichtet werden und es ist
auf die medizinische Beurteilung betreffend die Einschränkung der Beschwerde
führerin im Haushalt
im Umfang von 15 % abzustellen
.
5.4.4
Der Einkommensvergleich im Erwerb ergibt bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
53
'
929
.
50
und einem Invalideneinkommen von Fr.
54
'
782
.
60
keine Ein
kommenseinbusse. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente entsteht erst bei einem Invaliditätsgrad von 40 %
(E. 1.2)
.
Es bestünde
auch unter Berücksichtigung
einer
Einschränkung im Haushalt
(Teilinvalidität von 9.285 % [15 % x 0.619]) sowie
mit Einbezug eines leidensbedingten Abzuges
von maximal 25 % (ergibt Fr.
13
'
695
.
70
[
54
'
782
.
60
x 0.25])
– wofür vorliegend
hingegen
keine Anhalts
punkte gegeben wären und auch nicht geltend gemacht wurden –, mithin
bei
einem Invalideneinkommen von Fr.
41
'
086
.
90
,
ein maximale
r
Invaliditätsgrad
von
9 %
(
23.80 %
x 0.381)
im Erwerbsberei
ch und 9.3 % im Haushaltbereich,
und damit
eine
Gesamtinvalidität von
bloss 18.3
%
, was ebenso wenig zu einem
Anspruch auf eine Invalidenrente
führte
.
Da
möglicher
Renten
beginn
der Beschwerdeführerin im
Juli
2017
wäre
(E. 5.1), wäre grundsätzlich
entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnungsbe
stimmungen abzustellen
(E. 5.3.2)
.
Da vorliegend
die Berechnung anhand des neuen Modells, welche für die Beschwerdeführerin die günstigere Berechnung
s
methode
darstellt,
zu einem rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von
höchstens 18.3
%
führt
, kann auf die Berechnung nach dem alten Modell ver
zichtet werden.
5.5
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente
besteht, weshalb
die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Da es
vorliegend
um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorl
iegend sind die Kosten auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.