Decision ID: 4ec5ce98-5316-41e6-bafe-5c78d3c97f8a
Year: 2017
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug gegen A. wegen Misswirtschaft etc.
eine Strafuntersuchung eröffnete (act. 1.2);
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz mit Verfügung vom 26. Juli 2016
das durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug geführte Strafverfahren
gegen A. übernahm (act. 1.2);
- A. gegen die Übernahmeverfügung vom 26. Juli 2016 (versendet am
22. Februar 2017; empfangen am 2. März 2017) mit Beschwerde vom
10. März 2017 fristgerecht an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts gelangte und ausführte, dass er sämtliche Vorwürfe von sich weise
und zudem um die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die B. AG
und C. ersuchte (act. 1);
- A. mit Schreiben vom 13. März 2017 darauf aufmerksam gemacht wurde,
dass mit einer Beschwerde, die sich gegen eine Übernahmeverfügung
richte, nur Rügen gegen die Verfahrensübernahme und nicht gegen die Tat-
vorwürfe vorgebracht werden könnten, und A. aufgefordert wurde, dem Ge-
richt bis zum 24. März 2017 mitzuteilen, ob sich seine Beschwerde gegen
die Verfahrensübernahme richte und bejahendenfalls eine begründete Be-
schwerde einzureichen (act. 2);
- A. innerhalb der ihm angesetzten Frist keine Begründung einreichte.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- eine nicht gehörig begründete Beschwerde von der Rechtsmittelinstanz zur
Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist zurückgewiesen wird
(Art. 385 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 StPO);
- die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht eintritt, wenn die Eingabe
nach Ablauf der Nachfrist den Anforderungen nicht genügt (Art. 385 Abs. 2
Satz 2 StPO);
- mit Schreiben des Gerichts vom 13. März 2017 dem Beschwerdeführer eine
Nachfrist bis zum 24. März 2017 angesetzt wurde, um eine Begründung zu
seiner Beschwerde nachzureichen;
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- der Beschwerdeführer diese Frist ungenutzt hat verstreichen lassen und auf
die Beschwerde daher gestützt auf Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO nicht einzu-
treten ist;
- der Beschwerdeführer, sollte er die Zuständigkeit der mit dem Strafverfahren
befassten Behörde (vorliegend die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz)
anfechten wollen, vorerst bei dieser nach Art. 41 Abs. 1 StPO unverzüglich
die Überweisung der Strafuntersuchung an die seiner Meinung nach zustän-
dige Strafbehörde beantragen muss;
- das angerufene Gericht für die vom Beschwerdeführer beantragte Einleitung
eines Strafverfahrens gegen die vorgenannten Gesellschaften nicht zustän-
dig ist und allfällige Strafanzeigen schriftlich oder mündlich bei der Polizei,
Staatsanwaltschaft oder Übertretungsstrafbehörde zu stellen sind (Art. 301
Abs. 1 i.V.m. Art. 12 StPO);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-
ten zu tragen hat (Art. 428 Abs.1 StPO), wobei die Gerichtsgebühr vorlie-
gend auf Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und Art. 8
Abs. 1 sowie Art. 22 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-
gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-
verfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
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