Decision ID: 3e758a62-1f38-488e-962b-1cacda73bde0
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 16.05.2012 Art. 43 Abs. 3 ATSG. Bewertung von Grundeigentum im Ausland. Die Verletzung von Mitwirkungs- bzw. Auskunftspflichten durch den Versicherten rechtfertigt es noch nicht, dass die Verwaltung ohne eigene Abklärungen eine (willkürliche) Schätzung vornimmt. Bleiben die Abklärungen erfolglos, kann die Einstellung der Leistung wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht in Betracht fallen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Mai 2012, EL 2011/25).Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug undMarie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Tobias BoltEntscheid vom 16. Mai 2012in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,Postfach, 9001 St. Gallen,gegenSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,Beschwerdegegnerin,betreffendWiedererwägung/ Rückerstattung Ergänzungsleistung zur AHVSachverhalt:
A.
A.a A._ ist seit Dezember 1998 Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL-act. 99–40 ff.;
vgl. auch EL-act. 99–21 ff., 99–37 ff., 99–18 ff., 100, 102, 92, 91, 89, 87, 86, 82, 79, 76,
75, 74, 61, 53, 47, 42, 39, 38), erst zu einer Rente der Invalidenversicherung (vgl. EL-
act. 97–13) und anschliessend zu einer Rente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung (vgl. EL-act. 42).
A.b Im Rahmen periodischer Überprüfungen des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen
in den Jahren 2002, 2005 und 2008 gab der Versicherte unter anderem jeweils an, kein
Grundeigentum im Ausland zu besitzen (EL-act. 94, 84 und 70).
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B.
B.a Am 3. September 2010 bemängelte der Versicherte telefonisch die lediglich
teilweise Vergütung der Kostenbeteiligungen für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung. Im Rahmen des Telefonats erwähnte er, dass er ein Haus
in seinem Heimatland besitze, das seinem verstorbenen Vater gehört habe und das er
reparieren müsse (EL-act. 32).
B.b Gleichentags forderte die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen als EL-
Durchführungsstelle den Versicherten auf, Angaben zur erwähnten Liegenschaft zu
tätigen und entsprechende Belege, namentlich Grundstücksschätzung, Kaufvertrag,
Aufzeichnung des Grundrisses und Fotos (sofern vorhanden), einzureichen (EL-act. 30).
B.c Am 17. September 2010 teilte der Versicherte mit, dass er die Liegenschaft nicht
gekauft, sondern von seinen Eltern erhalten habe, dass sie keinen Wert habe und nicht
vermietet werden könne, dass er diverse Investitionen („Wasser, Strom, Kanäle,
Wände“) getätigt habe, dass das Haus vier Zimmer habe, die nicht beheizt seien und
nur für die Sommerferien benutzt werden könnten, dass sich die Liegenschaft
ausserhalb des Dorfs befände und dass die Grundfläche etwa 250–300 m betrage (EL-
act. 28).
B.d Mit Schreiben vom 4. Oktober 2010 forderte die EL-Durchführungsstelle den
Versicherten auf, weitere Angaben zu den getätigten Investitionen und zur Liegenschaft
im Allgemeinen zu machen und entsprechende Unterlagen einzureichen (EL-act. 25).
B.e Daraufhin ergänzte der Versicherte seine Angaben vom 17. September 2010
dahingehend, als er ausführte, die getätigten Investitionen beliefen sich für Strom auf
Fr. 2’500.--, für Kanäle auf ca. Fr. 500.--, für Wände auf ca. Fr. 1’500.-- und für die
Hausisolation auf ca. Fr. 5’000.-- (EL-act. 23).
B.f Mit Schreiben vom 2. November 2010 forderte die EL-Durchführungsstelle den
Versicherten auf, den Grundriss aufzuzeichnen und zusammen mit Fotos, Bildern und
Belegen einzureichen (EL-act. 20).
2
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B.g Am 9. November 2010 teilte der Versicherte mit, das Haus sei nie bewertet worden,
sei von Generation zu Generation übertragen worden, habe keine Infrastruktur (keine
Abwasserleitungen, keine Wasserleitungen, nur eine Heizung im Wohnzimmer), könne
nicht vermietet werden, da jeder dort sein eigenes Haus habe, habe vier Zimmer,
verteilt auf zwei Geschosse, wobei das obere Geschoss dem Sohn des Versicherten
gehöre. Die Grundfläche des Hauses betrage 6 × 9 m. Das Schreiben enthielt eine
grobe Skizze des Grundrisses und ein Foto, auf dem im Hintergrund ein Teil des
Hauses zu sehen ist (EL-act. 17).
B.h Mit Verfügung vom 18. März 2011 wurde der EL-Anspruch ab 1. April 2006 neu
festgelegt, wobei bei der Berechnung neu aus Grundeigentum ein Vermögenswert von
Fr. 80’000.--, ein Ertragswert von 5 % dieses Wertes und eine Unterhaltspauschale von
20 % des Ertragswertes berücksichtigt wurden; dementsprechend stellte die EL-
Durchführungsstelle eine Rückforderung von Fr. 39’886.-- und setzte sie den EL-
Anspruch ab April 2011 auf Fr. 1’836.-- fest (EL-act. 15; vgl. auch EL-act. 5–14).
C.
C.a Mit Einsprache vom 15. April 2011 liess der Versicherte beantragen, von einer
Rückforderung abzusehen. Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausführen, dass
der Wert der Liegenschaft viel zu hoch angesetzt worden sei (EL-act. 1).
C.b Die Einsprache wurde mit Entscheid vom 19. August 2011 abgewiesen. Da der
Versicherte seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei und keine zuverlässigen
Angaben getätigt bzw. Unterlagen eingereicht habe, sei der Wert der Liegenschaft in
Anwendung amtlichen Ermessens geschätzt worden. Der Schätzwert scheine
angemessen (act. G 1.1).
D.
D.a Dagegen richtet sich die am 21. September 2011 erhobene Beschwerde, mit der
die Berechnung des EL-Anspruchs ausgehend von einem Liegenschaftswert von
Fr. 15’000.-- beantragt und zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wird, das
Haus verfüge weder über eine Kanalisation noch sei es an die Wasserversorgung
angeschlossen; lediglich im Wohnzimmer befände sich eine Heizung; das
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Obergeschoss stehe dem Sohn des Beschwerdeführers zu; das Haus sei im Jahr 2003
zerstört und in der Folge vom Beschwerdeführer und dessen Familie wieder aufgebaut
worden; indem die Beschwerdegegnerin diesen Tatsachen nicht genügend Rechnung
getragen und insofern auf einen unrichtigen Sachverhalt abgestellt habe, habe sie
willkürlich gehandelt (act. G 1).
D.b Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer
Beschwerdeantwort vom 28. September 2011 verwies sie zur Begründung auf den an
gefochtenen Einspracheentscheid und führte ergänzend aus, der Sachverhalt habe
nicht besser abgeklärt werden können; eine Mitarbeiterin der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen habe in Südserbien Abklärungen
getätigt, die aber keine neuen Erkenntnisse ergeben hätten; die Steuern würden
scheinbar pro Quadratmeter Land erhoben; ein kosovarischer Bekannter des
Unterzeichnenden habe erzählt, dass er vor fünf Jahren ein Grundstück für € 50’000.--
erworben habe und dieses nun ohne Weiteres für € 150’000.-- verkaufen könnte; die
Festsetzung des Liegenschaftswertes erscheine vor diesem Hintergrund keinesfalls
willkürlich; der Beschwerdeführer habe die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen; dass
sein Sohn einen Teil des Hauses nutze, tue nichts zur Sache (act. G 3).
D.c Replicando liess der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2011 ausführen, dass auch
der anhaltende Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo sich negativ auf den Wert
des Grundstücks auswirke, das zwar in Serbien liege, allerdings in einer Ortschaft, die
praktisch ausschliesslich von albanisch-stämmigen Personen bewohnt werde
(act. G 5).
D.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete sinngemäss auf eine Duplik (act. G 7).

Erwägungen:
1.
Anfechtungsgegenstand der vorliegend zu behandelnden Beschwerde ist die
Verfügung vom 18. März 2011 bzw. der diese bestätigende Einspracheentscheid vom
19. August 2011, mit welcher der EL-Anspruch ab 1. April 2006 neu berechnet, ein
Betrag von Fr. 39’886.-- zurückgefordert und der Anspruch ab April 2011 auf
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Fr. 1’836.-- pro Monat festgesetzt wurde. Eine Rückforderung setzt einen
entsprechenden Titel bzw. eine vorgängige Korrektur einer formell rechtskräftigen,
leistungszusprechenden Verfügung voraus, also eine rückwirkende Anpassung, eine
Revision oder eine Wiedererwägung. Eine entsprechende Korrekturverfügung fehlt
vorliegend, denn die Beschwerdegegnerin hat direkt die Rückforderung verfügt.
Sinngemäss kann ihrer Rückforderung aber nichts anderes als eine Wiedererwägung
ihrer früheren Verfügungen betreffend den Zeitraum ab April 2006 zugrunde liegen.
Diese war denn auch zulässig, erweisen sich die entsprechenden Verfügungen doch
mangels Berücksichtigung des ausländischen Grundeigentums als zweifellos unrichtig,
und ist deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung.
2.
Im Bereich des Sozialversicherungsrechts gilt gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)
der Grundsatz der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, was bedeutet, dass die
Sozialversicherungsträger von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des
Sachverhalts zu sorgen bzw. sämtliche Abklärungen vorzunehmen oder zu veranlassen
haben, wenn und soweit hierzu aufgrund von Parteivorbringen oder anderer sich aus
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V
282 E. 4a S. 282 f.). Diese Abklärungspflicht wird ergänzt durch Mitwirkungspflichten,
insbesondere der Versicherten: Diese haben beim Vollzug unentgeltlich mitzuwirken
(Art. 28 Abs. 1 ATSG) und alle Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs
und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2
ATSG). Kommen die Versicherten ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unent
schuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten
verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss die
Betroffenen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist
eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).
3.
Die Beschwerdegegnerin sah sich vorliegend mit dem Problem konfrontiert, dass der
Beschwerdeführer zunächst über Jahre hinweg ein in seinem Eigentum stehendes
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Grundstück in Serbien verschwiegen und anschliessend nur zögerlich und teilweise
widersprüchlich Angaben dazu getätigt hatte. Hinzu kam, dass die
Beschwerdegegnerin den Grundstückswert auch anderweitig nicht so einfach in
Erfahrung bringen oder wenigstens zuverlässig abschätzen konnte, wie wenn sich das
Grundstück in der Schweiz befunden hätte, ist doch aufgrund der Akten nicht einmal
klar, ob überhaupt eine zuverlässige Schätzung durch die serbischen Behörden, etwa
für die Festlegung allfälliger Grundstücks- oder Vermögenssteuern, erfolgt ist. Ebenso
ist unklar, ob der Beschwerdeführer überhaupt eine Gebäudeversicherung
abgeschlossen hat und hierfür eine entsprechende Schätzung des Grundstückswerts
vorgenommen wurde. Die Beschwerdegegnerin hat vor diesem Hintergrund keine
weitergehenden Abklärungen getätigt und den Wert des Grundstücks ermessensweise
geschätzt bzw. auf Fr. 80’000.-- festgelegt, dies in Analogie zur so genannten
Ermessenstaxation der Steuerbehörden. Dieses Vorgehen ist aus folgenden Gründen
zu beanstanden.
4.
Die so genannte Ermessenstaxation im Bereich des Steuerrechts dient nicht nur dazu,
Steuern auch dann erheben zu können, wenn die massgebenden Werte nicht (genau)
bekannt oder bezifferbar sind, sondern auch dazu, die Steuerpflichtigen zur Einhaltung
ihrer Mitwirkungspflichten anzuhalten bzw. eine Verletzung der Mitwirkungspflichten zu
sanktionieren. Den Steuerbehörden steht kein anderes Druckmittel zur Verfügung, denn
sie richten bekanntlich nicht Leistungen aus, sondern erheben vielmehr Abgaben,
weshalb einziges zur Verfügung stehendes Druckmittel die Erhebung tendenziell zu
hoher Abgaben ist. Im Gegensatz dazu steht den Sozialversicherungsträgern als
ausführenden Organen eines Bereichs der so genannten Leistungsverwaltung ein
alternatives Druckmittel zur Verfügung, nämlich die Nichtausrichtung von Leistungen
bzw. die Einstellung derselben in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG. Die
Sozialversicherungsträger sind bei Verletzung von Mitwirkungs- bzw.
Auskunftspflichten der Versicherten mithin nicht darauf angewiesen, die
Bemessungsgrundlagen für Leistungen schätzungsweise festzulegen und
anschliessend „ungefähre“ Leistungen auszurichten. Sie können vielmehr von der
(weiteren) Ausrichtung von Leistungen absehen, bis die relevanten Angaben getätigt
wurden. Anstatt einen beliebigen – und damit ohne Weiteres willkürlichen – Wert für
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das Grundstück, über das praktisch nichts bekannt ist, anzunehmen und gestützt
darauf die Leistungen neu festzulegen, hätte die Beschwerdegegnerin daher an sich
die Einstellung der Leistungen in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG prüfen müssen,
und zwar rückwirkend (vgl. den Entscheid EL 2009/3 des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 1. Juli 2009).
5.
Indessen ist zu bemängeln, dass die Beschwerdegegnerin kaum ernsthafte
Abklärungsversuche unternommen hat. Insbesondere die formlose Einholung einer
Auskunft eines „kosovarischen Bekannten“ des zuständigen Mitarbeiters des
Rechtsdienstes der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen ist als
untaugliche Massnahme zu qualifizieren, ist die Auskunft doch erstens für das
vorliegende Verfahren völlig irrelevant und hätte die Einholung einer solchen Auskunft –
wenn schon – förmlich erfolgen müssen. Naheliegender wäre es gewesen, Auskünfte
zu Besteuerung und Versicherung von Gebäuden in Serbien einzuholen, etwa via
Konsulat oder via international tätige Versicherungsgesellschaften oder
Immobilienmakler. Die Beschwerdegegnerin hat in Nachachtung des
Untersuchungsgrundsatzes entsprechende Abklärungen nachzuholen. Sollte eine
zuverlässige Schätzung auch nach Durchführung dieser Abklärungen nicht möglich
sein, hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu verpflichten, eine
Aufstellung über die Anlagekosten für den Wiederaufbau des Hauses ab 2003
einzureichen und die Kosten zu belegen. Der Wert des Grundstückes wäre
anschliessend anhand der Anlagekosten festzulegen. Falls sich der Beschwerdeführer
weigern würde, die Kosten aufzustellen und zu belegen, wäre nach Mahnung und
Gewährung einer angemessenen Bedenkfrist eine Einstellung der jährlichen
Ergänzungsleistung wegen Verletzung der Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 3
ATSG zu prüfen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
20. November 2007, EL 2006/13) .
6.
Vor diesem Hintergrund ist der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer
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Abklärungen und anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben. Da
die Rückweisung zu weiteren Abklärungen praxisgemäss hinsichtlich Kosten- und
Entschädigungsfolgen als vollständiges Obsiegen der Beschwerde führenden Partei
gilt, hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 61
lit. g ATSG eine Parteientschädigung auszurichten, die angesichts des als
unterdurchschnittlich zu qualifizierenden Aufwands des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers auf Fr. 2’500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festgesetzt wird.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP