Decision ID: 3a276d63-3af5-5065-89e4-a68863c943a5
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1970 geborene
X._
war über seine Arbeitgeberin, d
i
e
Y._
AG, im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
bei der Schwei
zerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG versichert. Als er
am 8. Au
gust 2012
im
Krafttrainingszentrum
Z._
sein Training absol
vier
te
, verspürte er im Bereich der Halswirbelsäule plötzliche und zunehmend hef
ti
ger
werdende Schmerzen. Er konsultierte am
10. August 2012
Dr.
med.
A._
,
Fach
ärztin
FMH für Physikalische Medizin,
und war in der Folge bis am 1.
Ok
to
ber voll
ständig und danac
h bis am 2. Dezember 2012 zu 50
% arbeitsunfähig (Urk. 8/2/1-4).
Auf die Unfallmeldung vom 29. August 2012 hin (Urk. 8/2/1-3) zog die Mobi
li
a
r
die Lohnunterlagen des Versicherten bei und befragte ihn zum Unfallhergang
sowie
zu den gesundheitlichen Störungen (Urk. 8/
1/
1-7). Mit Schreiben vom
23. Ok
tober 2012 verneinte sie ihre Leistungspflicht mit der Begründung, es lie
ge
weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor (Urk. 8/
1/
8-9).
Am 18. Dezember 2012 erliess sie eine entsprechende Verfügung (Urk. 8/
1/
18-21).
Am 27. Februar 2013 wies sie die Einsprache des Versicherten ab (Urk. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 27. Februar 2013 erhob
X._
am
25. März 2013 Beschwerde, sinngemäss mit dem Rechtsbegehren, es seien ihm für die Folgen des Ereignisses vom 8. August 2012 die Leistungen gemäss UVG
zu gewähren
(Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2013 schloss die Mo
bi
li
ar auf Beschwerdeabweisung (Urk. 7). Mit der Replik vom 16. Juli 2013 und der Duplik vom 9. August 2013 hielten die Parteien an ihren Anträ
gen und Aus
führungen fest (Urk. 12, 15).
3.
Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Parteivorbringen und die ein
ge
reichten Akten ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Er
wä
gun
gen einzugehen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
sicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Be
rufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Fol
gen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2).
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den
Tod zur Folge hat.
In Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
hat der Bun
desrat folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Er
krankung oder eine Degeneration zurück
zuführen sind, auch ohne unge
wöhn
li
che äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt: Kno
chenbrüche (
lit
. a), Ver
ren
kungen von Gelenken (
lit
. b), Me
niskusrisse (
lit
.
c), Muskelrisse und
–
zer
rung
en
(
lit
. d und
e), Sehnenrisse (
lit
. f),
Band
lä
si
o
nen
(
lit
. g)
sowie
Trommel
fellver
letzungen
(
lit
. h).
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schlies
send (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
ze
risches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.3
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person
glaub
haft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie un
voll
ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines
unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine
Lei
stungspflicht
des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu be
urteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der
Un
tersuchungsmaxime
entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Be
weise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht we
nig
stens mit Wahrscheinlichkeit erstellt
-
die blosse Möglichkeit genügt nicht
-
,
so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Per
son aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV
1990 Nr. U 86 S. 50).
2.
2.1
In der Unfallmeldung vom 29. August 2012 wurde das Ereignis, dessen Cha
rak
te
risierung als Unfall strittig ist, dahingehend beschrieben, dass beim Trainieren der Nackenmuskulatur
(
an der Kraftmaschine
)
der Kopf durch die Kraft des Ge
wichts nach hinten geschleudert worden sei (Urk. 8/
2/
3).
Dem Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurologie, vom 31. August 2012 ist in anamnestischer Hinsicht zu entnehmen, dass der Versicherte wäh
rend
des Trainings der Nackenmuskulatur
seine
Stirne gegen einen Widerstand ha
be
drücken müssen. Dabei sei im Nacken ein akuter Schmerz aufgetreten, so dass
e
r
den Widerstand nicht mehr habe halten können und, gestossen durch den Wi
der
stand, den Kopf nach hinten geworfen habe. Seither bestünden in
ten
si
ve
Nacken
schmerzen
mit bei falschen Bewegungen schmerzhaften, aus
strah
len
den
Elek
tri
sierungsgefühlen
und stark ein
ge
schränk
ter, pha
sen
weise gänzlich blockierter Be
weglichkeit der Halswirbelsäule
(Urk. 8/3/4)
.
Der Beschwerdeführer beschrieb am 2.
Oktob
er 2012
das Er
eig
nis vom 8. Au
gust
2012
dahingehend, dass er b
eim Trainieren der Hals- und
Nacken
mus
ku
latur
das Gewicht nicht mehr
habe
halten
können, s
ein Kopf durch die
Ge
wichtskraft
schlagartig und heftig nach hinten geschleudert
worden sei
, wo
durch heftige Schmerzen
entstanden seien
.
Er habe d
as Training sofort been
det und
sei
nach Hause
gegangen
(Urk. 8/1/7)
.
Die erstbehandelnde Ärztin
Dr.
A._
hielt im Zeugnis vom 5. November 2012 zum Unfallhergang fest, der Versicherte habe während des Fitnesstrainings mit der Stirn gegen einen Widerstand drücken müssen, wobei der Kopf durch die Ma
schine extrem nach hinten gedrückt worden sei (Ur
k. 8/3/6).
In seinem Schreiben vom 16. November 2012 wies der Beschwerdeführer auf die
auf
einen früheren Unfall zurückgehenden vorbestehenden Schädigungen sei
ner
Hals
wirbelsäule
hin,
die
bis zum fraglichen Ereignis keinerlei Be
schwer
den
ver
ur
sacht hätten
. Er habe sehr viele sportliche Aktivitäten betrieben, vor al
lem
Sport
klettern
. Für den dafür nötigen Kraft- und Muskelaufbau unterziehe er sich
seit Jahren, ohne jegliche ernsthafte Verletzung
,
viermal pro Woche ei
nem 4er
-
Split
-
Krafttraining
mit
verschiedenen Trainingsprogrammen, bei de
nen
da
rauf ge
ach
tet werde, dass für die gleichen Muskelpartien genügend
Regenera
ti
ons
zeit
blei
be. An den bewegungsgeführten Maschinen erfolgten mit dem Ma
xi
mal
ge
wicht sechs bis zehn Wiederholungen, solange dies aus eigener Kraft mög
lich
sei. Er ab
sol
viere das Krafttraining mit im iPod selber zusammen
ge
stell
ten Musik
stüc
ken über In-
Ear
-Kopfhörer.
Beim Training a
m 8. August 2012
sei
bei
ein
em
Musikw
echsel die
Lautstärke massiv a
n
ge
stieg
en
. Dies habe ihn er
schreckt, so
dass e
r wegen
einer vorübergehenden Unaufmerksamkeit das Ge
wicht nicht mehr
habe halten können und der Kopf schlag
artig nach hinten ge
schleu
dert worden
sei. Vermutlich sei auch die Maschine nicht richtig einge
stellt ge
we
sen, denn das
Gewicht hätte früher anschlagen müssen. Den Vorfall mit der Mu
sik habe er zu
nächst nicht aufgeführt, weil ihm dieser peinlich ge
wesen sei (Urk. 8/
1/
13-17).
2.2
Das von
Dr.
B._
festgehaltene Auftreten akuter Schmerzen während des Nacken
trainings (Urk.
8/3/4
)
als solches ist kein
äusserer
(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung
(vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011
E.
8.
3
)
.
Auch die
durch das Anschwellen der Lautstärke der Musik bewirkte Un
a
uf
merk
sam
keit, die der Beschwerdeführer in seinen anfänglichen Unfallbeschreibungen
noch
nicht erwähnt hatte, stellt keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor dar
- un
abhängig davon, ob, wie in der Einsprache gel
tend
ge
macht
wurd
e
, durch das
schreck
bedingte
Zusammenzucken des Kopf-/Schulterbereichs in der unter
Ge
wichts
belastung
stehenden Muskulatur Schmerzen ausgelöst wurden (Urk. 8/1/24).
Denn wie er selber
im Schreiben
vom 16. November 2012
(Urk. 8/
1/
14) darlegte, werden die verschiedenen Musikstücke nicht alle mit dem
selben Lautstärkepegel aufgenommen. Werden sie von unter
schied
li
chen
Trä
germedien
zusammen auf
das
iPod kopiert, muss beim Wechsel der
S
tüc
ke allenfalls die Lautstärke neu reguliert werden. Dies ist ein alltäglicher Vor
gang,
der sich vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den mensch
li
chen Körper
nicht abhebt. Der Umstand, dass das plötzliche Anschwellen der Lautstärke beim
Wechsel des Musikstückes
möglicherweise
zu einer
schreck
be
ding
ten
Unaufmerk
samkeit und einer damit einhergehenden Verminderung der Kraft
anstrengung ge
führt haben kann, ändert daran nichts und vermag dessen Un
gewöhnlichkeit
nicht zu belegen
. Dass der äus
se
re Faktor allenfalls schwer
wie
gende, uner
war
tete
Folgen nach sich zog,
ist
im Hinblick auf die Unge
wöhn
lich
keit des äusseren Faktors
jedenfalls
ohne Belang (
vgl.
BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hin
weis). Aus diesem Grund kann dem Beschwerdeführer auch nicht gefolgt wer
den, wenn er
von der erlittenen Überdehnung
sinngemäss
auf einen unge
wöhn
li
chen äusse
ren
Faktor schliesst (Urk. 1 S. 3).
2.3
Im Übrigen ist n
ach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung das Merkmal der Un
gewöhnlichkeit ohne besonderes Vorkommnis bei einer Sportverletzung grund
sätzlich
zu verneinen
. Der
äussere
Faktor ist nur dann ungewöhnlich, wenn
er - nach einem objektiven
Massstab
- nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des be
treffen
den Sports fällt
. So gilt nach der Rechtsprechung etwa e
in Zweikampf beim
Fussball
ebensowenig
als
ungewöhnlich
wie ei
ne "falsche Bewegung
“ (vgl.
Ur
teil
des Bun
desgerichts
8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011
E. 5, E. 6.3, je mit Hin
weisen).
Dass der Kopf bei
m Nackenmuskel
training
- wie von
Dr.
B._
und
Dr.
A._
beschrieben (Urk. 8/3/4, 8/3/6) -
durch das plötzliche
Nachlassen der ge
gen
ein
en
Widerstand gerichteten Kraftanstrengung zurückgeworfen
oder ex
trem nach
hin
ten gedrückt
wird
und der Rückschlag umso heftiger ausfällt, je we
niger man
darauf gefasst ist
, liegt in der Natur
dieses Trainings. Ein unge
wöhn
li
cher Vor
gang kann darin nicht erblickt werden, zumal die Übungen
oh
nehin
so lan
ge
wiederholt werden, bis die Kraft nicht mehr reicht
(Urk. 8/
1
/14)
, und somit stets mit
dem Nachlassen der eigenen Widerstandskraft
gerechnet werden muss.
Anders würde es sich verhalten, wenn die Trainingsmaschine falsch eingestellt
ge
wesen und
deshalb
der Kopf zu stark
zurückgestossen
oder zu spät auf
ge
fan
gen
worden
wäre.
D
er Beschwerdeführer
äusserte
zwar im
Schreiben vom 16. No
vem
ber 2012 eine derartige Vermutung (Urk. 8/
1/
14)
. Auch führte er
im
Be
schwer
deverfahren
aus, der Kopf hätte nicht so heftig nach hinten schlagen kön
nen und es wäre nicht zu einer solc
h extremen Überdehnung gekommen, wenn
die
Maschine korrekt eingestellt oder allenfalls der Bolzen richtig einge
ra
stet ge
wesen wäre (Urk.
1 S. 2
, Urk. 1
2.
S. 1 f.).
Nachgewiesen ist
ein
e
derartige
Fehl
einstellung
jedoch nicht
, zumal
das Auftreten der Beschwerden während des Trai
nings beziehungsweise der geschilderte Vorgang als solcher nicht zwin
gend auf einen Defekt am
G
erät
oder eine mangelhafte Wartung
schliessen
lässt
. Da
von abgesehen ist
dies
auch höchst unwahrscheinlich
; denn der im
Kraft
trai
ning
äus
serst erfah
re
ne Beschwerdeführer hätte von Anfang an
an
ei
nen derartigen
Man
gel
gedacht
und unmittelbar nach dem Trainingsabbruch oder zumindest dann
, als sich die Schmerzen verstärkten,
das
auf medizinisches Krafttraining spe
zialisierte Fitnesszentrums mit auf therapeutische Massnahmen ausgerich
te
ten Kraftmaschinen (Urk. 1 S. 2)
zur Rechenschaft gezogen
.
Dies ist jedoch nicht ak
tenkundig und wird
auch
nicht geltend gemacht.
2.4
An einem ungewöhnliche
n
äussere
n
Faktor
würde
es auch dann
fehlen
, wenn
die
Halswirbelsäulenb
eschwerden
ausschliesslich
durch eine
Überanstrengung
aus
gelöst worden
wären
. Denn unter Berücksichtigung der aufgrund des lang
jäh
rigen und intensiven Krafttrainings erworbenen Konstitution des Be
schwer
de
führers sowie der mit dem regelmässigen Training einhergehenden Ge
wöh
nung kann die Kraftanstrengung, bei der nach den anamnestischen Angaben von
Dr.
B._
akute
Schmerzen auftraten
(Urk. 8/3/4)
,
recht
spre
chungs
ge
mäss
nicht
als aussergewöhnlich eingestuft werden
(
vgl.
BGE 116 V 136 E.
3b mit Hinwei
sen;
RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38
). Auch unter diesem Gesichtspunkt ist der
Un
fall
begriff
daher nicht erfüllt.
3.
3.1
Zu beurteilen ist im Weiteren, ob ein Leistungsanspruch aus unfallähnlicher
Kör
perschädigung
im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV besteht.
Dazu ist den medi
zinischen Akten
F
olgendes zu entnehmen:
Laut Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Radiologie, vom 14. August 2012
hatte die Magnetresonanz-Tomographie der Halswirbelsäule des gleichen
Tages
-
abgesehen von einer
Osteochondrose
,
Uncovertebralar
t
hrose
auf der Höhe
C5/6, einer
Uncarth
r
ose
, einer
Spondylarthrose
links auf der Höhe C
3/4 und
ossä
ren
Foramenstenosen
-
unauffällige Verhältnisse ergeben; insbesondere liessen sich
keine zervikalen Dis
k
ushernien oder richtungweisende
Kontusi
onsödeme
nach
wei
sen
;
die longitudinalen Ligamenta, einschliesslich des Liga
mentum
nuchae
,
wurden als durchgängig intakt und das
Myelon
als unauffällig beurteilt
(Urk. 8/3/1)
.
Dr.
B._
stellte im
bereits
erwähnten Bericht die Diagnose Status nach HWS-
Trau
ma.
E
r führt
e aus,
im Rahmen des Fitnesstrainings sei es bei ei
ner Übung für die Nackenmuskulatur zu einem akuten Schmerz im
Nackenbe
reich
mit an
schlies
sendem Überdehnungstrauma der HWS gekommen (Urk. 8/
3/
4).
Dr.
med.
D._
, beratende
r
Arzt der Beschwerdegegnerin, erklärte am 12. De
zem
ber 2012, es bestünden unfallunabhängige degenerative Veränderungen der mitt
le
ren und unteren Halswirbelsäule, insbesondere
Unkovertebralarthrosen
und
Spon
dylarthrosen
. Hinweise für einen ereignisbedingten Schaden be
zie
hungs
wei
se eine Aktivierung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen be
st
ü
nden nicht, es lägen keine Gelenkergüsse
oder Knochenmarksödeme
vor, die
Bänder seien stabil.
A
ufgrund des MRI
seien somit
nicht die geringsten Hin
weise
dafür
vorhanden, dass die Halswirbelsäule durch das vom Versicherten ge
schil
derte Ereignis zusätzlich geschädigt worden sei. Es sei von einer kurz
zei
ti
gen
muskulären
Dysbala
n
ce
auszugehen, wobei auch für die Weichteile im MRI keine
Hämatome nachgewiesen worden seien, so dass nun von einem
Status quo sine auszugehen sei
(Urk. 8/3/7).
3.2
Soweit
Dr.
B._
ein Überdehnungstrauma der Halswirbelsäule dia
gno
sti
zier
te,
so
ist damit - entgegen der Sachdarstellung des Beschwerdeführers (Urk.
1 S. 3
, Urk. 8/1/16, Urk. 12 S. 3
) - nicht erwiesen, dass
dieser Verletzung eine
Zer
rung
be
ziehungsweise Stauchung
oder
Verrenkung
der
Halswirbelsäule zugrunde
lieg
t
.
Umso
weniger kann aufgrund dieser Diagnose auf eine eigentliche Zer
rung der
Hals- und Nackenmuskulatur im Sinne von
Art.
9
Abs.
2
lit
.
e
UVV
oder
auf
ein
e
als unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2
lit
. b
UVV
nach
der Rechtsprechung überhaupt in Betracht fallende
, sich von
Sub
lu
xa
ti
o
nen
ode
r
Torsionen und Distorsionen unterscheidende
eigentliche
Verrenkung der Wirbel
säule im Sinne einer
Gelenksverrenkung (Luxation
)
ge
schlossen werden
(vgl. Ur
teil des Bundesgerichts 8C_909/2012 vom
4.
Februar 2013 E. 5.2).
E
ntsprech
ende
,
für den Nachweis einer unfallähnlichen
Kör
per
schä
di
gung
unabdingbare
MRI-
Befunde
oder anderweitig medizinisch nachge
wiesene Be
funde f
ehlen
denn auch
(vgl. Urteil des früheren Eidgenössischen
Versi
che
rungs
gerichts
U 351/99 vom
8.
September 2000 E. 2b)
.
Da sich im MRI
anson
sten
auch an den Bändern keine traumatischen Veränderungen gezeigt hatten (Urk. 8/
3/
1),
liegt
auch in dieser Hinsicht
k
eine unfallähnliche
Körper
schädigung
vor
.
4.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang
mit dem Vorfall vom 8. August 2012 ihre Leistungspflicht zu Recht verneint hat
. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.