Decision ID: efb15b93-3761-4a76-9ec1-e84484477894
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die Schützengesellschaft A._, (nachfolgend: Schützengesellschaft A._), ein im
Handelsregister eingetragener Verein nach Art. 60 ff. des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB), ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 0000_,
Grundbuchkreis P._. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Q._ liegt dieses
Grundstück am westlichen Rand des Quartiers Z._ und ist hauptsächlich der
Landwirtschaftszone und ansonsten den Wohnzonen W2 sowie W3, der Zone für
öffentliche Bauten und Anlagen und der Grünzone Erholung resp. Freihaltung
zugewiesen, soweit es nicht Wald ist. Die Schützengesellschaft A._ betreibt darauf
seit 1904 die Schiessanlage X._ (auch: X._). Offenbar am 16. März 1937 gewährte der
damalige Grosse Gemeinderat der Stadt Q._ der Schützengesellschaft A._ einen
Beitrag von CHF 55'000 an die Erneuerung resp. den Umbau der Schiessanlage X._.
Am 19. September 2000 beschloss der Grosse Gemeinderat bzw. am 21. Januar 2003
der Stadtrat Q._, dem Verein B._ resp. dem Verein R._ an den im Eigentum der
Politischen Gemeinde Q._ stehenden Parzellen Nrn. 0001_ und 0002_,
Grundbuchkreis P._, bzw. 0003_, Grundbuchkreis T._, ein selbständiges und
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dauerndes Baurecht (0004_ und 0005_ resp. 0006_) einzuräumen. Gemäss
Angaben der Vorinstanz leistete die Politische Gemeinde Q._ der
Schützengesellschaft A._ jährlich Vergütungen für die Durchführung der
Bundesübungen für Schiesspflichtige aus ihrer Gemeinde (act. 5, S. 3 Ziff. III 1,
act. 8/1/7/7, act. 8/1/16/9 f., act. 8/14.1-14.5, VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014,
Sachverhalt lit. A/a, www.geoportal.ch, www.zefix.ch, www. ... .ch).
B.
Am 2. Februar 2017 fragte das damalige Amt für Umwelt und Energie (neu: Amt für
Umwelt) den Stadtrat Q._ an, ob die 300-m-Schiessanlagen Y._ und X._ sowie die
25- resp. 50-m-Schiessanlage X._ in Hinblick auf die Auszahlung von Abgeltungen
des Bundes im Sinne von Art. 32e Abs. 3 lit. c Ziff. 2 des Bundesgesetzes über den
Umweltschutz (Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG, in der damals geltenden
Fassung vom 20. März 2009, AS 2009 4739) bis 31. Dezember 2020 mit künstlichen
Kugelfangsystemen ausgestattet oder stillgelegt würden (vgl. dazu VASA-Abgeltungen
bei Schiessanlagen, Mitteilung des Bundesamtes für Umwelt [BAFU], Bern 2018,
S. 22 ff.). Am 15. Februar 2017 leitete die Direktion Bau und Planung (heute: Direktion
Planung und Bau) der Stadt Q._ dieses Schreiben an die Schützengesellschaft A._
zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme weiter (act. 8/1/7/3 und 8/1/10/7 f.).
Mit Eingabe vom 24. März 2017 hielt die Schützengesellschaft A._ fest, dass sie bei
den je acht Kugelfängen der 300- und 50-m-Scheibenstände sowie den zwei
Kugelfängen des 25-m-Scheibenstands der Schiessanlage X._ künstliche
Kugelfangsysteme (vgl. dazu Reglement 51.065d der Schweizer Armee, Technische
Belange der Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser Dienst, Fassung vom
1. September 2019, S. 42 ff., 65 ff.) einbauen wolle. Gleichzeitig verlangte sie unter
anderem, die Stadt Q._ habe einen Betrag von CHF 77'760 an die Kosten von
insgesamt rund CHF 100'000 für die Beschaffung dieser Kugelfangsysteme (Antrag 1)
und einen solchen von CHF 113'356 an die Kosten von insgesamt rund CHF 140'000
für den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige G300m der Schiessanlage X._
(Antrag 2) zu entrichten (act. 8/1/10/6, siehe auch act. 8/11 Ziff. 3). Mit Beschluss vom
7. November 2017 wies der Stadtrat Q._ die Anträge 1 und 2 der
Schützengesellschaft A._ vom 24. März 2017 kostenfällig ab (act. 8/1/2 und 8/1/10/1).
C.
Dagegen rekurrierte die Schützengesellschaft A._ am 20. November 2017 (act. 8/1/1)
an die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend: VRK). Am 29. Januar 2018
ergänzte sie ihren Rekurs mit einer Begründung und einem Rechtsbegehren,
insbesondere mit folgenden zusätzlichen Eventualanträgen: Es sei eine angemessene
Kostenbeteiligung der Stadt Q._ an die Schiessanlage X._ festzulegen; die Stadt Q._
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sei zu verpflichten, sich in die Schiessanlage X._ anteilsmässig einzukaufen
(act. 8/1/6). Mit Entscheid vom 5. April 2018 trat die VRK auf den Rekurs nicht ein und
übermittelte ihn zur Bestimmung der zuständigen Rekursbehörde an die Regierung
(act. 8/1/20). Mit Beschluss vom 19. Juni 2018 wies die Regierung den Rekurs dem
Sicherheits- und Justizdepartement zu (act. 8/2). Am 15. Juli 2019 reichte die Direktion
Planung und Bau der Stadt Q._ Unterlagen zu den Schiessanlagen Y._ und R._
nach (act. 8/14-14.5). Mit Entscheid vom 16. September 2019 wies das Sicherheits-
und Justizdepartement den Rekurs ab (act. 2).
D.
Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) vom
16. September 2019 erhob die Schützengesellschaft A._ (Beschwerdeführerin) durch
ihren Rechtsvertreter am 2. Oktober 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht
(act. 1). Am 5. November 2019 (act. 5) ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer
Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei die Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge gutzuheissen und die Verfügung des Rates der Politischen
Gemeinde Q._ (Beschwerdegegnerin) vom 7. November 2017 aufzuheben (Ziff. I/1 und
6). Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr einen Betrag von CHF 77'760 für
die Installation von Kugelfangkästen (Ziff. I/2) und einen solchen von CHF 113'356 an
den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige G300m (Ziff. I/3) zu leisten. Eventualiter
sei eine angemessene Kostenbeteiligung der Beschwerdegegnerin an die
Schiessanlage X._ festzulegen, insbesondere hinsichtlich Kugelfangkästen und
elektronischer Trefferanzeigen, aber auch hinsichtlich anderer notwendiger
Infrastruktur, wie z.B. Toiletten, etc. (Ziff. I/4). Subeventualiter sei die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, sich in die Schiessanlage X._ anteilsmässig
einzukaufen (Ziff. I/5). Mit Vernehmlassung vom 25. November 2019 (act. 7) schloss die
Vorinstanz und mit Stellungnahme vom 17. Dezember 2019 (act. 10) die
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 16. Januar 2020
bestätigte die Beschwerdeführerin ihre Anträge und Ausführungen (act. 12).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP, siehe demgegenüber
bis
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Art. 125 Abs. 4 Satz 1 des Militärgesetzes; SR 510.10, MG, in Bezug auf kantonale
Verfügungen im Bereich des Schiesswesens ausser Dienst). Die Beschwerde vom
2. Oktober 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung
vom 5. November 2019 (act. 5) die formellen und inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführerin
ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten
ist auf die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung des Beschlusses des Rates der
Beschwerdegegnerin vom 7. November 2017 (act. 8/1/10/1) beantragt wird
(Devolutiveffekt, vgl. dazu BGer 1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit
Hinweis auf BGE 134 II 142 E. 1.4). Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens kann
nur sein, was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete (vgl. VerwGE
B 2019/82 vom 2. Juli 2019 E. 1 und BGE 133 II 35 E. 2 je mit Hinweis). Im
vorinstanzlichen Verfahren war die Beantwortung der Fragen Verfahrensgegenstand,
ob die Beschwerdegegnerin die von der Beschwerdeführerin beantragten Beiträge an
die Kosten für die Installation von Kugelfangkästen (je acht Kugelfänge der 300- und
50-m-Scheibenstände sowie zwei Kugelfänge des 25-m-Scheibenstandes) und für den
Ersatz der elektronischen Trefferanzeigeanlage G300m der Schiessanlagen X._ zu
Recht verweigert hatte; eventualiter ob die Vorinstanz dafür sowie für andere
notwendige Infrastruktur der Schiessanlage X._ hätte angemessene Beiträge der
Beschwerdegegnerin festsetzen müssen; subeventualiter ob die Beschwerdegegnerin
von der Vorinstanz zu verpflichten gewesen wäre, sich anteilsmässig in die
Schiessanlage X._ einzukaufen, und subsubeventualiter wer im Falle der Verzögerung
bedingt durch das vorliegenden Rechtsmittelverfahren allfällige Folgekosten wegen
Verlusts von Bundessubventionen bei einer späteren Sanierung des Kugelfanges zu
tragen habe (vgl. act. 8/1/6, S. 2 Ziff. I/1-5). Soweit die Vorbringen der
Beschwerdeführer über den dargelegten Rahmen hinausgehen und sich auf
angemessen Beiträge für die Durchführung der Bundesübungen in der Schiessanlage
X._ sowie die Kostentragung für notwendige Massnahmen zur Sanierung der
belasteten Standorte auf Parzelle Nr. 0000_ (Register-Nrn. 0007_ und 0008_,
www.geoportal.ch) beziehen (act. 5, S. 15 f., 18 Ziff. IV/B/3.1, 3.3), ist auf die
Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten.
2.
Die Beschwerdeführerin stellt die Beweisanträge (act. 5, S. 3, 14-18 Ziff. III/1, IV/B/2,
3.1-3.3, act. 12 Ziff. III/A/4), es sei eine Amtsauskunft des Amtes für Militär und
Zivilschutz einzuholen; es seien die jährlichen Beiträge der Beschwerdegegnerin an die
Betreiber der Schiessanlagen Y._ (2000-2014) und R._ (2002-2014), aufsummiert mit
den jeweiligen Beiträgen von 2014 bis 2018, bekannt zu geben; es seien die jeweils
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nicht eingeforderten Baurechtszinsen für diese Schiessanlagen resp. deren Gegenwert
(2000 resp. 2002 bis 2019) sowie allfällige Beitragsgesuche der Betreiber dieser
Schiessanlagen für den Unterhalt resp. die Erneuerung der jeweiligen Schiessanlage
und deren Beantwortung durch die Beschwerdegegnerin (2000 bzw. 2002 bis 2019) zu
edieren; es seien ein allfälliger Beitrag an die Betreiberin für den Ausbau/
Modernisierung der Schiessanlage R._ sowie die Pflege- und
Bewirtschaftungsaufwendungen dieser Anlage (2002-2019) zu beziffern. Zudem sei der
Kostenaufwand für die Altlastensanierungen der Schiessanlagen R._ und Y._ offen zu
legen. Auf die beantragten prozessualen Vorkehren kann verzichtet werden, da sich die
entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten ergeben und
von den beantragten Beweisvorkehren mit Blick auf die im Streit stehenden
(Rechts-)Fragen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGer 1C_582/2018
vom 23. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 144 II 427
E. 3.1 f.). Aus denselben Gründen kann nicht gesagt werden (vgl. act. 5, S. 14, 16
Ziff. IV/B/2, 3.1), die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig abgeklärt (vgl.
hierzu Art. 12 VRP, VerwGE B 2017/68 vom 21. Mai 2019 E. 3.2.1, VerwGE
B 2014/197; B 2015/307 vom 24. August 2017 E. 7.1.1 je mit Hinweisen und B. Märkli,
in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege,
Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N. 4 ff. zu Art. 12-13, sowie E. 3.2 hiernach)
oder den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt (vgl. dazu
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101,
BV, und BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen).
3.
Die Beschwerdeführerin bringt vor (act. 5, S. 8-13, 17 f. Ziff. IV/A/1-3, B/1 und 3.2 f.,
act. 12 Ziff. III/A/1 und 3), die Beschwerdegegnerin könne ohne die Schiessanlage X._
kein ausreichendes Angebot an Möglichkeiten zur Erfüllung der ausserdienstlichen
Schiesspflicht gewährleisten, weil sie nicht Eigentümerin einer Schiessanlage sei. Die
Vorinstanz habe selbst eingestanden, dass nur "nahezu" alle Pflichtigen auf dem
Hoheitsgebiet der Beschwerdegegnerin ihre Schiesspflicht auf den Schiessanlagen
R._ und Y._ erfüllen könnten. Das Nutzungsrecht, welches die Beschwerdegegnerin
an der Schiessanlage X._ geniesse, müsse sie ihr abgelten, zumal darauf
unbestrittenermassen ausserdienstliches Schiessen stattfinde. Die Schiessanlage X._
sei eine mitbenutzte Schiessanlage im Sinne von Art. 8 der Verordnung über die
Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser Dienst (Schiessanlagen-Verordnung;
SR 510.512, SchAV). Die Beschwerdegegnerin müsse sich in die Anlage einkaufen
sowie angemessene Beiträge an deren Unterhalt und Erneuerung entrichten. Alle in
Art. 7 Abs. 1 lit. b SchAV genannten Einrichtungen sowie deren Unterhalt gingen nach
Art. 9 Abs. 1 SchAV e contrario zu Lasten der Gemeinde. Die Höhe dieser Beiträge
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habe sich mindestens an dem zu orientieren, was den Betreibern der Schiessanlagen
R._ und Y._ direkt und indirekt an finanziellen Leistungen in den letzten Jahren von
der Beschwerdegegnerin zugekommen sei. Alle anerkannten Schiessvereine, welche
vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
(VBS) mit der Durchführung der Schiessübungen ausser Dienst betraut worden seien,
hätten jeweils einen eigenen und unter sich einen proportional gleichen
Entschädigungsanspruch. Soweit die Beschwerdegegnerin den Betreibern der
Schiessanlagen R._ und Y._ finanzielle Leistungen zukommen lasse, ihr diese aber
verweigere, greife sie verzerrend in den Wettbewerb zwischen den drei
Schiessvereinen ein und verletze damit den Grundsatz der Wettbewerbsneutralität
sowie das Rechtsgleichheitsgebot (act. 5, S. 19 f. Ziff. IV/B/4.1). Im Weiteren habe die
Beschwerdegegnerin durch ihr Verhalten (jährliche Entschädigung für Bundesübungen,
finanzielle Beteiligung an der Erneuerung im Jahr 1937) sowie im Beschluss ihres Rates
vom 21. Januar 2003 zum Ausdruck gebracht, dass die Schiessanlage X._ bewusst
zur Erfüllung des ausserdienstlichen Schiessens mitbenutzt werde. Deswegen müsse
sie sich auch aus Vertrauensschutzgründen an den Kosten für die Erneuerungen der
Schiessanlagen X._ beteiligen (act. 5, S. 10 f., 20 f. Ziff. IV/A/2, Ziff. IV/B/4.2, act. 12
Ziff. III/A/2).
Art. 12 lit. e in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. c und Art. 63 Abs. 1 MG sowie Art. 9
Abs. 3 der Verordnung über das Schiesswesen ausser Dienst (Schiessverordnung;
SR 512.31, SchV) bestimmt, dass höhere Unteroffiziere, Unteroffiziere, Gefreite und
Soldaten, die mit dem Sturmgewehr ausgerüstet sind, sowie Subalternoffiziere, die
einer Truppengattung oder einem Dienstzweig angehören, welche mit dem
Sturmgewehr ausgerüstet sind, während der Dauer der Militärdienstpflicht bis zum
Ende des Jahres vor der Entlassung aus der Militärdienstpflicht, längstens jedoch bis
zum Ende des Jahres, in dem sie das 34. Altersjahr vollenden, jährliche
ausserdienstliche Schiessübungen, d.h. Obligatorische Programme im Sinne von Art. 4
Abs. 1 lit. a Ziff. 1 SchV sowie Art. 32 der Verordnung des VBS über das Schiesswesen
ausser Dienst (Schiessverordnung des VBS; SR 512.311, SchV VBS) zu bestehen
haben. Schiesspflichtige Subalternoffiziere können das Obligatorische Programm mit
der Pistole auf der Distanz von 25 m statt mit dem Sturmgewehr auf der Distanz von
300 m erfüllen (Art. 63 Abs. 3 MG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 SchV). Die
Schiesspflicht muss in einem anerkannten Schiessverein auf einer anerkannten
Schiessanlage oder auf einem bewilligten Schiessgelände erfüllt werden (Art. 3 Abs. 2
und Art. 9 Abs. 1 SchV). Danach können die Pflichtigen wählen, bei welchem
anerkannten Schiessverein sie ihrer Schiesspflicht nachkommen wollen. Die
3.1.
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Schiessübungen werden von Schiessvereinen organisiert und sind für die Schützen
kostenlos (Art. 63 Abs. 2 MG sowie Art. 3 Abs. 1, Art. 9 Abs. 4 und Art. 27 Abs. 2
Satz 1 SchV). Der Bund unterstützt die anerkannten Schiessvereine für die mit
Ordonnanzwaffen und mit Ordonnanzmunition durchgeführten Schiessübungen (Art. 62
Abs. 2 MG) und entschädigt sie für die Organisation und die Durchführung der
Bundesübungen (Art. 63 Abs. 6 MG, siehe dazu auch Art. 38, Art. 40 Abs. 1 lit. a und
Abs. 2 f., Art. 41 f. SchV; Art. 2, Art. 65 f. und Anhang 4 Ziff. 44 sowie Anhang 6
Ziff. 2 SchV VBS). Die Kantone anerkennen die Schiessvereine (vgl. Art. 125 Abs. 1 MG,
Art. 19 und Art. 34 Abs. 1 lit. b SchV und BVerwGer A-3671/2014 vom 4. März 2015
E. 5), entscheiden über den Betrieb von Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser
Dienst und weisen die Schiessvereine den Anlagen zu (Art. 125 Abs. 2 Satz 1 MG,
Art. 29 Abs. 2 und Art. 34 Abs. 1 lit. e SchV). Auch entscheiden sie über die Zuweisung
zu einer fremden Gemeindeschiessanlage, den Zusammenschluss mehrerer
Gemeinden zu einem Zweckverband für die Errichtung einer
Gemeinschaftsschiessanlage und die Errichtung einer Gemeindeschiessanlage auf
dem Gebiet einer anderen Gemeinde (vgl. Art. 29 Abs. 1 SchV, BGer 1A.187/2004 vom
21. April 2005 E. 3.4 mit Hinweisen, Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich VB.
2003.00421 vom 18. März 2004 E. 9.2, Entscheid des VBS vom 22. Dezember 2003
Ziff. III/1, act. 8/1/7/8, Entscheid des Bundesrates vom 11. August 1971, in: ZBl
73/1972, S. 37 ff.).
Die Gemeinden sorgen nach Art. 133 Abs. 1 Satz 1 MG dafür, dass die
Schiessanlagen, die für die ausserdienstlichen militärischen Schiessübungen sowie die
entsprechende Tätigkeit der Schiessvereine benötigt werden, unentgeltlich zur
Verfügung stehen. Dies setzt nicht voraus, dass jede Gemeinde eine eigene
Schiessanlage besitzt (vgl. BGer 1A.183/2001 vom 18. September 2002 E. 6.7.5 mit
Hinweisen). Die Gemeinden müssen entweder entsprechende Anlagen selbst erstellen
oder ihren Schiesspflichtigen den Zugang zu einer fremden Schiessanlage ermöglichen
(vgl. dazu auch Botschaft betreffend das Bundesgesetz über die Armee und die
Militärverwaltung sowie den Bundesbeschluss über die Organisation der Armee vom
8. September 1993, BBl 1993 IV 1, 109). Das VBS erlässt Vorschriften über Lage, Bau
und Betrieb von Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser Dienst sowie über die
zulasten der Schiessvereine gehenden Einrichtungen (Art. 133 Abs. 3 Satz 1 MG). Die
Zuweisung und Einrichtung von 300-m-Schiessanlagen für die Bundesübungen und
freiwilligen Übungen der Schiessvereine mit Ordonnanzmunition ist nach Art. 133
Abs. 1 MG Sache der Gemeinden (Art. 2 Abs. 1 SchAV). Im Umkehrschluss fällt damit
der Bau, Betrieb und Unterhalt von 25- und 50-m-Schiessanlagen nicht in den den
Gemeinden vom VBS übertragenen amtlichen Wirkungskreis. Im Hinblick auf die
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Errichtung und den Betrieb einer 300-m-Schiessanlage fallen gemäss Art. 7 Abs. 1
Ingress und lit. c SchAV insbesondere die Kosten für Unterhalt und Erneuerung
folgender Einrichtungen nach lit. b zu Lasten der Gemeinden: Schützenhaus, inkl.
Schiessraum, Waffenreinigungsmöglichkeit, Büro, sanitäre Einrichtungen,
Munitionsmagazin (Ziff. 1), Scheibenzüge und –rahmen oder elektronische Scheiben
(Ziff. 5) sowie Kugelfang und Vorkugelfang mit den vorgeschriebenen Prellplatten
(Ziff. 6). Wenn das Grundstück für die Schiessanlage einschliesslich der Gefahrenzonen
nicht im Eigentum der Gemeinde oder des Schiessvereins steht, schliesst die
Gemeinde die erforderlichen Dienstbarkeitsverträge (etwa ein überschiessrecht im
Sinne von Art. 781 ZGB, vgl. dazu BGer 5C.270/2000 vom 12. April 2001 E. 2 mit
Hinweisen) ab und lässt diese im Grundbuch eintragen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 SchAV).
Gemeinden, die nicht Eigentümer einer 300-m-Schiessanlage sind und ihren
schiessrechtlichen Pflichten nach Art. 133 Abs. 1 MG nicht innerhalb ihres
Gemeindegebiets nachkommen, haben sich in die ihren Einwohnern zugewiesenen
oder in die von diesen mitbenutzten Schiessanlagen anteilsmässig einzukaufen. Sie
entrichten an den Unterhalt sowie die Erneuerung angemessene Beiträge (Art. 8 Satz 1
und 2 SchAV). Die Erstellung von nicht in Art. 7 Abs. 1 lit. b SchAV genannten
Einrichtungen sowie deren Unterhalt gehen zu Lasten der Schiessvereine (Art. 9
Abs. 1 SchAV).
Vorweg tut nichts zur Sache, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Eingabe
vom 15. Juli 2019 (act. 8/14-14.5) keine Angaben zu 25- und 50-m-Scheibenständen
auf ihrem Gemeindegebiet gemacht hat. Wie bereits ausgeführt, wurde sie vom VBS
lediglich verpflichtet, 300-m-Schiessanlagen für die Bundesübungen und freiwilligen
Übungen (Art. 4 Abs. 1 lit. a und b SchV) unentgeltlich zur Verfügung zu stellen (vgl.
Art. 133 Abs. 1 Satz 1 MG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 SchAV). Jedenfalls lässt sich
der Begriff "Einrichtung" in Art. 2 Abs. 1 SchAV nicht anders verstehen. Damit steht der
Beschwerdeführerin von vornherein kein Anspruch (vgl. act. 5 Anträge Ziff. I/2, 4 f.) auf
(angemessene) Beiträge oder auf einen Einkauf der Beschwerdegegnerin an bzw. in die
25- und 50-m-Scheibenstände der Schiessanlage X._ zu. Im Übrigen lässt sich der
Landeskarte 1:10'000 des Bundesamtes für Landestopografie, Datenstand
1. April 2019 (https://map.geo.admin.ch), und dem Geoportal (www.geoportal.ch)
entnehmen, dass die Schiessanlage R._ auf dem Stammgrundstück Nr. 0003_ im
Eigentum der Beschwerdegegnerin auch 25- und 50-m-Scheibenstände umfasst, für
welche die Beschwerdegegnerin mutmasslich dem Verein Schützen K._ das Baurecht
Nr. 0009_ eingeräumt hat (www. ... .ch).
3.2.
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Wie sich den von der Beschwerdegegnerin am 15. Juli 2019 nachgereichten
Unterlagen (act. 14.1-14.4) sodann entnehmen lässt, hat die Beschwerdegegnerin dem
Verein B._ an den in ihrem Eigentum stehenden Grundstücken Nrn. 0001_ und
0002_ selbständige und dauernde Baurechte (vgl. dazu Art. 779 ff. ZGB) auf 100 Jahre
eingeräumt, welche als eigene Grundstücke in das Grundbuch aufgenommen wurden
(Nrn. 0004_ und 0005_, vgl. dazu Art. 655 Abs. 3 und Art. 675 Abs. 1 ZGB). Ebenso
hat sie dem Verein R._ ein solches Baurecht (Nr. 0006_) an ihrem Grundstück 0003_
auf 100 Jahre eingeräumt. Diese Baurechte beinhalten gemäss dem Vertrag vom
18. August 2000 resp. 16. Dezember 2002 das Recht und die Pflicht der
Baurechtsberechtigten, die 300-m-Schiessanlagen Y._ bzw. R._ zu erneuern, zu
unterhalten, beizubehalten und zu betreiben (je Ziff. 2 und 11p resp. 11q). Überdies
verzichtete die Beschwerdegegnerin darin jeweils auf die Erhebung eines
Baurechtzinses (je Ziff. 6) und überliess den Schiessvereinen die Schützenstände
kostenlos (je Ziff. 7). Zudem verpflichtete sie sich, die Entsorgung der bisherigen
Altlasten zu übernehmen (Ziff. 17 bzw. 16) und an die Sanierung und Erweiterung der
300-m-Schiessanlage Y._ einen Beitrag von CHF 200'000 zu leisten (Ziff. 16). Auch
leistete sie eigenen Angaben zufolge zusätzlich jährliche Beiträge an den Unterhalt der
Anlagen (act. 14).
3.3.
Wie die Vorinstanz in Erwägung 3c des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 11)
nachvollziehbar ausgeführt hat, ermöglicht die Beschwerdegegnerin mittels der
erwähnten Baurechtsverträge (vgl. E. 3.3 hiervor) ihren Schiesspflichtigen den Zugang
zu den zwei 300-m-Schiessanlagen Y._ und R._ und kommt damit ihren
schiessrechtlichen Pflichten gemäss Art. 133 Abs. 1 Satz 1 MG in Verbindung mit Art. 2
Abs. 1 SchAV innerhalb ihres Gemeindegebiets nach. Daran ändert nichts, dass sie
"nur" Eigentümerin der Stammgrundstücke Nrn. 0001_, 0002_ und 0003_ ist,
welche mit den Baurechten Nrn. 0004_, 0005_ und 0006_ im Eigentum der
jeweiligen Schiessvereine für die Erneuerung, den Unter- und Beibehalt sowie den
Betrieb der Schiessanlagen Y._ und R._ belastet sind. Wie bereits ausgeführt, lässt
Art. 133 Abs. 1 Satz 1 MG der Beschwerdegegnerin nach dem Willen des
Gesetzgebers – trotz gegenteiliger Auffassung der Beschwerdeführerin (act. 5, S. 9 f.
Ziff. IV/A/2) – die Wahl, entweder eine Schiessanlage selbst zu erstellen oder ihren
Schiesspflichtigen den Zugang zu einer Schiessanlage zu ermöglichen (vgl. dazu auch
Art. 2 Abs. 1 SchAV). Mit dem Abschluss der erwähnten Baurechtsverträge hat sie
überdies auch die Pflicht nach Art. 7 Abs. 2 SchAV, die erforderlichen
Dienstbarkeitsverträge abzuschliessen, erfüllt, soweit sie als Eigentümerin der
3.4.
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Stammgrundstücke Nrn. 0001_, 0002_ und 0003_ der Baurechtsgrundstücke
Nrn. 0004_, 0005_ und 0006_ überhaupt ein solche Pflicht treffen sollte. Ferner ist
die Beschwerdegegnerin nach dem klaren Wortlaut von Art. 133 Abs. 1 Satz 1 MG in
Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 SchAV nur insoweit verpflichtet, dafür zu sorgen, dass
300-m-Schiessanlagen unentgeltlich zur Verfügung stehen, als diese für die
ausserdienstlichen militärischen Schiessübungen sowie die entsprechende Tätigkeit
der Schiessvereine benötigt werden. Die Beschwerdeführerin ist zwar ein vom Kanton
anerkannter Schiessverein. Zudem hat deren 300-m-Schiessanlage X._ in
lärmschutzrechtlicher Hinsicht als öffentlich zu gelten, da diese in der Zone für
öffentliche Bauten und Anlage sowie der Landwirtschaftszone gelegene Anlage – trotz
deren Lage unmittelbar angrenzend zu den Wohnzonen W2 und W3 auf Parzelle
Nr. 0000_ – eigenen Angaben der Beschwerdeführerin zufolge für die Durchführung
der Obligatorischen Programme verwendet wird (vgl. Anhang 7 Ziff. 1 Abs. 3 der
Lärmschutz-Verordnung; SR 814.41, LSV). Aus diesen Gründen allein kann indessen
nicht darauf geschlossen werden, dass die 300-m-Schiessanlage X._ von der
Beschwerdegegnerin für die ausserdienstlichen militärischen Schiessübungen sowie
die entsprechende Tätigkeit der Schiessvereine benötigt wird (vgl. dazu auch act. 10
Ziff. II/4), selbst wenn diese Anlage auch von Schiesspflichtigen aus dem
Gemeindegebiet der Beschwerdegegnerin für die Bundesübungen 300 m sowie für
freiwillige Schiessübungen auf der Distanz von 300 m (vgl. dazu Art. 4 Abs. 1 lit. a und
b SchV) benutzt wird. Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass
sämtliche Pflichtigen mit Sturmgewehr auf der Distanz 300 m auf dem Hoheitsgebiet
der Beschwerdegegnerin (1392 im Jahr 2018, act. 14.5) ihre Schiessübungen auf den
nicht vollständig ausgelasteten Schiessanlagen Y._ und R._ durchführen könnten.
Dies umso mehr, als von der Beschwerdeführerin nicht behauptet wird, dass die
Ansetzung allfälliger – bei einem entsprechenden Bedarf – zusätzlicher
Schiesshalbtage an diesen Standorten ausserhalb des Baugebietes
(www.geoportal.ch) wegen der dadurch verursachten zusätzlichen Lärmbelastung
unzulässig wäre. Folglich kann die 300-m-Schiessanlage X._ nicht als eine von der
Beschwerdegegnerin mitbenutzte Anlage im Sinne von Art. 8 SchAV qualifiziert
werden. Damit besteht weder gestützt auf Art. 8 noch auf Art. 9 Abs. 1 SchAV
e contrario eine militärrechtliche Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, sich in die
300-m-Schiessanlage X._ einzukaufen und angemessene Beiträge an deren Unterhalt
sowie an deren Erneuerung zu entrichten. Soweit die Beschwerdeführerin ihre
Argumentation im Übrigen auf dem Beschwerdeentscheid des VBS vom
22. Dezember 2003 (act. 8/1/7/8) sowie dem Vertrag zwischen der Politischen
Gemeinde S._ und dem Verein B._ vom 21. Oktober 2019/1. November 2019
(act. 13) aufbaut, stossen ihre Vorbringen ins Leere. Sowohl dem angerufenen
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4.
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
7. November 2017 (act. 8/1/2) gestützt auf Art. 94 Abs. 1 VRP amtliche Kosten in der
Entscheid als auch dem Vertrag lag, anders als im vorliegenden Fall, der Sachverhalt
zugrunde, dass der jeweiligen Gemeinde (W._ resp. S._) für die Durchführung der
ausserdienstlichen Schiesspflicht keine – eigene oder fremde – 300-m-Schiessanlage
mehr zur Verfügung stand.
Des Weiteren hat die Vorinstanz in Erwägung 3a (act. 2, S. 12) zutreffend ausgeführt,
ein sachlicher Grund für die Ungleichbehandlung der Beschwerdeführerin gegenüber
den Vereinen B._ und R._ liege darin, dass die Beschwerdegegnerin Eigentümerin
der Stammgrundstücke Nrn. 0001_, 0002_ und 0003_ der 300-m-Schiessanlagen
Y._ und R._ sei, währenddessen die 300-m-Schiessanlage X._ im Eigentum der
Beschwerdeführerin stehe (vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 BV und BGE 131 I 105 E. 3.1 mit
Hinweis). Aus dem von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang ins Feld
geführten Art. 7 Abs. 2 SchAV ergibt sich nichts Abweichendes. Darüber hinaus steht
die Ausübung gesetzlich dem Staat zur Erfüllung zugewiesener Aufgaben durch
privatrechtlich organisierte Träger – wie die vom VBS an die anerkannten
Schiessvereine übertragene Durchführung der Schiessübungen ausser Dienst – nicht
unter dem Schutz der Wirtschaftsfreiheit (vgl. dazu Art. 27 Abs. 1 BV, Art. 94 Abs. 1
und 4 BV sowie BGE 130 I 26 E. 4.1 und BGer 2C_1007/2015 vom 10. Mai 2016 E. 4.1
je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin kann deshalb aus dem Grundsatz der
Gleichbehandlung der Gewerbegenossen und der staatlichen Wettbewerbsneutralität
nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. dazu BGE 142 I 162 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Ebensowenig hilft der Beschwerdeführerin die Berufung auf den Vertrauensschutz (vgl.
Art. 9 BV und BGer 2C_801/2019 vom 29. Januar 2020 E. 5.1 mit Hinweisen) weiter.
Aus dem Beschluss des Rates der Beschwerdegegnerin vom 21. Januar 2003
(act. 14.4, S. 2, "Die private Anlage X._ soll saniert werden."), dem, allerdings nicht
aktenkundigen, Beschluss des damaligen Grossen Gemeinderates der
Beschwerdegegnerin vom 16. März 1937 (Gewährung eines Beitrags von CHF 55'000
an die Erneuerung resp. den Umbau der Schiessanlage X._, act. 8/1/16/10 und
8/1/7/7) sowie den von der Vorinstanz in Erwägung 3b (act. 2, S. 12 f.) erwähnten, nicht
weiter belegten jährlichen Vergütungen an die Beschwerdeführerin (vgl. dazu
act. 8/1/7/7, act. 8/1/16/9) mag zwar eine gewisse Grundhaltung der
Beschwerdegegnerin zum Ausdruck kommen. Damit wird jedoch (noch) nicht
verbindlich ein Einkauf in die 300-m-Schiessanlage X._ oder die Entrichtung
angemessener Beiträge an deren Unterhalt und Erneuerung zugesichert. Aus all dem
folgt, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
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Höhe von CHF 600 auferlegt. Gegen die Erhebung dieser Gebühr wehrt sich die
Beschwerdeführerin unter Berufung auf Art. 43 SchV (act. 5, S. 22 Ziff. IV/B/4.3, act. 12
Ziff. III/A/).
Nach Art. 43 SchV dürfen für Verfügungen, die das Schiesswesen ausser Dienst
betreffen, keine Gebühren erhoben werden. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass nicht
eine Verfügung betreffend das Schiesswesen ausser Dienst Verfahrensgegenstand ist.
Damit ist Art. 43 SchV diesbezüglich nicht anwendbar, weshalb die
Beschwerdeführerin für den Erlass der Verfügung vom 7. November 2017 gestützt auf
Art. 94 Abs. 1 VRP amtliche Kosten erheben durfte. Die Bemessung der amtlichen
Kosten wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Damit erweist sich die
Beschwerde auch in dieser Hinsicht als unbegründet.
5.
Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Diese ist mit dem
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Ausseramtliche Kosten
sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und
Art. 98 VRP).