Decision ID: 96be06fa-66e2-5ffb-a30b-4a773ed19701
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A._ (seit 16. Januar 1995) und B._ (seit 10. März 1998) sind (Mit-)Eigentümer der
Parzelle Nr. 00_, Grundbuch X._. Gemäss dem Zonenplan der Politischen Gemeinde
X._ liegt dieses Grundstück seit 1997 unverändert in der Wohnzone W2. Am 17. Juli
1997 (teilweise handschriftlich revidiert am 11. August 1997 sowie 10. und 25.
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September 1997) reichte A._ für sich und seine Ehefrau ein Baugesuch für den
Neubau eines Einfamilienhauses auf Parzelle Nr. 00_ ein. Mit Beschluss vom 2.
Oktober 1997 bewilligte der Gemeinderat X._ dieses Baugesuch mit den dafür
erforderlichen Ausnahmebewilligungen hinsichtlich Gebäudehöhe und
Terrainauffüllungen. Bewilligt wurde insbesondere eine rund vier Meter lange
Stützmauer vom Grenzpunkt in der südwestlichen Grundstücksecke aus entlang der
Grenze zur Parzelle Nr. 01_ (ehemals: Parzellen Nrn. 01_ und 02_, seit 26. März
1999 im Eigentum von Dr. C._) sowie eine Böschung, welche teilweise auf Parzelle
Nr. 01_ zu liegen kommen sollte. Am 23. März 1998 / 6. April 1998 ergänzte A._ den
am 2. Oktober 1997 bewilligten Umgebungsplan mit einer Unterschrift von D._, dem
damaligen Eigentümer der Parzelle Nr. 02_ (siehe B 2016/21 act. 5, S. 24 f. Ziff. III/10,
act. 8/14/BA/1 f., 2a-2c, 3, 6-9, 12 f., 15, 19b, 20 f. und 48, act. 8/14/VAG/67,
www.geoportal.ch).
B. Anlässlich einer Baukontrolle am 1. September 1998 stellte das Bauamt X._ fest,
dass A._ anstelle der am 2. Oktober 1997 bewilligten Böschung entlang der Grenze
zur Parzelle Nr. 01_ eine Stützmauer erstellte. Am 22. September 1998 reichte A._
unter anderem einen geänderten Umgebungsplan vom 22. September 1998 (4.
Revision) nach. Am 24. September 1998 führte eine Delegation des Gemeinderates
X._ eine weitere Baukontrolle durch. Dabei hielt sie fest, dass ein Satz Steine (0.70 bis
0.80 m hoch) der Mauer entlang der Grenze zur Parzelle Nr. 01_ auf der ganzen Länge
um 0.60 m zurückzuversetzen sei. Am 28. September 1998 besichtigten Dr. C._ und
seine Architekten zusammen mit A._ die in Bau befindliche Stützmauer auf Parzelle
Nr. 00_, welche nach Darstellung der Architekten von Dr. C._ eine Höhe von 1.80 m
ab gewachsenem Terrain aufweisen und ab Oberkant Stützmauer eine Böschung im
Verhältnis 2:3 mitumfassen sollte. Am 6. Oktober 1998 reichte A._ einen revidierten
Umgebungsplan (5. Revision) sowie einen Plan mit Querprofilen (Terrainschnitte A-D) je
vom 2. Oktober 1998, beide von D._ offenbar nachträglich am 23. Oktober 1998
unterzeichnet, nach. Am 12. November 1998 bewilligte der Gemeinderat X._ die
Projektänderung vom 6. Oktober 1998 nachträglich unter Auflagen, die Bewilligung der
Terrainauffüllung im Ausnahmerecht. Insbesondere verfügte der Gemeinderat
auflageweise, einen Satz Steine der Stützmauer (0.70 – 0.80 m hoch) entlang der
südlichen Grenze gemäss den Vorgaben des Gemeinderates am Augenschein vom
24. September 1998 um 0.60 m zurückzuversetzen. Gemäss Schnitt 6 des
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Umgebungsplans vom 6. Oktober 1998 sollte die Mauer (Blocksteinmauer mit
Hinterfüllung und Maschendrahtzaun, Steintreppe) beim Grenzpunkt in der
südwestlichen Grundstücksecke eine Höhe von 2.20 m, unter Einbezug der 0.60 m
zurückversetzten Steinreihe und der Böschung im Verhältnis 2:3 (maximal 1.18 m hoch)
eine solche von insgesamt 3.38 m aufweisen. Im Grundriss ist darin eine maximale
Höhe (Mauer mit Böschung) von 3.785 m angegeben. Gemäss den Querprofilen vom
2. Oktober 1998 wurde die Mauer bei Schnitt A bis C mit einer Höhe von 1.80 m
(zusätzlich mit 0.80 m, 1.00 m resp. 0.40 m hoher Böschung im Verhältnis 2:3) und bei
Schnitt D mit einer solchen von 2.05 m (Steintreppe ohne Böschung) bewilligt. Beim
Grenzpunkt in der südöstlichen Grundstücksecke ist im Grundriss des
Umgebungsplans eine maximale Höhe von 2.74 m eingetragen (B 2016/21 act. 8/14/
BA/22-33, 52).
C. Am 22. August 2000 wies A._ Dr. C._ darauf hin, dass jener entlang der
Stützmauer einen Graben habe öffnen lassen, wodurch die natürliche Fundation
(gewachsener Boden) freiliege, und bat ihn, das Erdmaterial baldmöglichst wieder
aufzuschütten. Im November 2000 stellte der damalige Gemeindepräsident E._ (bis
31. Januar 2007) fest, Dr. C._ habe den Fuss der Stützmauer auf Parzelle Nr. 00_
freigelegt. Einige Steine dieser Mauer ragten unterirdisch über die Grenze zur Parzelle
Nr. 01_. Am 30. Januar 2001 verlangte Dr. C._ im Rahmen des Baugesuchs für sein
eigenes Einfamilienhaus die Rückversetzung der Stützmauer durch A._ (siehe
B 2016/21 act. 8/14/BA/35, 37, act. 8/14/VAG/17, B 2016/22 act. 7/9, www.zefix.ch).
D. Mit Eingabe an den Gemeinderat X._ vom 10. Januar 2007 machte Dr. C._
geltend, Teile der Stützmauer auf Parzelle Nr. 00_ würden bis zu 0.40 m auf sein
Grundstück ragen und die oberste Steinreihe sei nicht zurückversetzt, wie dies die
Baubewilligung vom 12. November 1998 verlange. Auch weise die Mauer eine Höhe
von bis zu 3.25 m anstelle der bewilligten 2.20 m auf. Am 30. Januar 2007 forderte der
Gemeinderat X._ A._ und B._ auf, diese Mängel zu beheben. In der Folge entfernten
die Eheleute A._ und B._ die untersten beiden Elemente der Steintreppe. Mit
Schreiben vom 12. und 23. März sowie 10. Dezember 2009 forderte Dr. C._ das
Bauamt bzw. den Gemeinderat X._ auf, die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands auf Parzelle Nr. 00_ gemäss der Aufforderung vom 30. Januar 2007
anzuordnen. Am 24. Februar 2010 schrieb das Baudepartement eine von ihm am
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23. Dezember 2009 erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Durchführung
einer Einigungsverhandlung am 19. Februar 2010 zufolge Rückzugs ab. Gleichentags
führte die Q._ AG im Auftrag der Politischen Gemeinde X._ Höhenmessungen auf
den Parzellen Nrn. 01_ und 00_ aus. Danach ist die Stützmauer zwischen 3.90 m
(gemessen am Grenzpunkt in der südwestlichen Grundstücksecke) und 2.74 m
(gemessen am Grenzpunkt in der südöstlichen Grundstücksecke) hoch (siehe dazu
B 2016/21 act. 8/7/20, act. 8/14/BA/37 f., 41 f., 45, 52-54, act. 8/14/VAG/70d,
www.zefix.ch).
E. Am 22. März 2010 forderte Dr. C._ die Politische Gemeinde X._ auf, A._ zu
verpflichten, die Stützmauer entlang der Grenze zur Parzelle Nr. 01_ in den
rechtmässigen Zustand zu versetzen. Im April 2010 legte er den Fuss der Stützmauer
auf Parzelle Nr. 00_ frei. Mit Verfügung vom 8. Juli 2010 stellte der Gemeinderat X._
fest, dass die Stützmauer auf Parzelle Nr. 00_ in etwa gemäss der Baubewilligung
vom 12. November 1998 erstellt worden sei und die Höhenabweichungen bei den
Schnitten A, B, C, 6 und 8 im Toleranzbereich beim Bau einer Mauer mit grossen
Findlingen lägen, und sah von der Anordnung von Wiederherstellungsmassnahmen ab.
Daraufhin schrieb das Baudepartement am 22. Juli 2010 eine von Dr. C._ am
5. Juli 2010 erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde zufolge Rückzugs ab. Mit
Entscheid vom 7. Januar 2011 wies es einen von diesem gegen die Verfügung vom
8. Juli 2010 am 23. Juli 2010 erhobenen Rekurs ab. Diesen Rekursentscheid hob das
Verwaltungsgericht in teilweiser Gutheissung der am 21. Januar 2011 von Dr. C._
dagegen erhobenen Beschwerde mit Entscheid B 2011/17 vom 12. April 2012 auf.
Hiergegen gelangte A._ am 21. Mai 2012 erfolglos ans Bundesgericht (Urteil BGer
1C_272/2012 vom 22. Januar 2013, B 2016/21 act. 8/14/BA/58, 67, 69-70a, 75 und 85,
act. 8/14/VAG/40j, 40l, 40n und 12a/8c f., B 2015/69 act. 2/3).
F. Am 11. Februar 2014 und 11. Juni 2014 forderte Dr. C._ den damaligen
Gemeindepräsidenten auf, die Eheleute A._ und B._ unter Androhung der
Ersatzvornahme mit Fristansetzung anzuweisen, ihre ungesetzliche Mauer gemäss der
Aufforderung des Gemeinderates vom 30. Januar 2007 zu korrigieren. Am 14. Januar
2015 gab der Gemeinderat X._ Dr. C._ und den Eheleuten A._ und B._ Gelegenheit,
sich zum Entwurf einer Wiederherstellungsverfügung vom 8. Januar 2015 vernehmen
zu lassen. Am 21. Januar 2015 zog Dr. C._ eine offenbar am 8. Oktober 2014 beim
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Departement des Innern erhobene Aufsichts- und Rechtsverweigerungsbeschwerde
zurück. Seiner aufsichtsrechtlichen Anzeige vom 12. April 2015 gab das Departement
des Innern mit Stellungnahme vom 21. April 2015 keine Folge. Ein Revisionsbegehren
von A._ vom 27. März 2015 wies das Bundesgericht mit Urteil BGer 1F_10/2015 vom
7. Mai 2015 ab. Dessen Gesuch vom 4. Mai 2015 betreffend Wiederaufnahme des
Beschwerdeverfahrens B 2011/17 schrieb das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom
11. Juni 2015 zufolge Rückzugs ab. Mit Verfügung vom 11. Juni 2015 verzichtete der
Gemeinderat X._ auf die Anordnung von Wiederherstellungsmassnahmen. Er erwog,
die oberste Steinreihe der Stützmauer auf Parzelle Nr. 00_ müsse nicht auf der ganzen
Länge entlang der Parzelle Nr. 01_ zurückversetzt sein, die Höhenabweichungen der
Mauer lägen im Toleranzbereich und lediglich einzelne Steine würden, wenn überhaupt,
das Grundeigentum unterirdisch überragen. Einen dagegen von Dr. C._ am 1. Juli
2015 erhobenen Rekurs hiess das Baudepartement mit Entscheid vom 13. Januar 2016
im Sinn der Erwägungen gut, soweit es darauf eintrat (Ziff. 1a), hob die Verfügung vom
11. Juni 2015 auf (Ziff. 1b) und wies die Sache zur Ermittlung des rechtserheblichen
Sachverhalts und zu neuer Entscheidung im Sinn der Erwägungen – innert fünf
Monaten nach Rechtskraft des Entscheids (Ziff. 1d) – an den Gemeinderat X._ zurück
(Ziff. 1c, B 2016/21 act. 2/1, act. 8/1, act. 8/7/38, act. 8/14/BA/99 und 113, act. 8/14/
VAG/1-2b, 5 [S. 13 lit. B], 12a/1-6 und 12, 35 f., 54 f., 59-60, www.zefix.ch).
G. Gegen den Entscheid des Baudepartments (Vorinstanz) vom 13. Januar 2016
erhoben A._ und B._ (Beschwerdeführer 1 und 2) durch ihren Rechtsvertreter am
26. Januar 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Verfahren B 2016/21) mit dem
Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter Kostenfolge aufzuheben.
Eventualiter sei der Entscheid über die Zusprache einer Parteientschädigung dem
Endentscheid vorzubehalten (act. 1 Ziff. I/1 und 4). In Bezug auf ihre Stützmauer sei auf
bauliche Anordnungen/Wiederherstellungsmassnahmen zu verzichten. Eventualiter sei
die Streitsache im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz, hilfsweise an die Politische
Gemeinde X._ (Beschwerdebeteiligte) zurückzuweisen (Ziff. I/2). Die Verfahrenskosten
vor der Erst- und Rekursinstanz sowie vor dem Verwaltungsgericht seien Dr. C._
(Beschwerdegegner 3) aufzuerlegen. Hilfsweise seien die Kosten des Rekurs- sowie
des Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Staats zu nehmen. Subeventualiter sei die
Verlegung der Verfahrenskosten vor der Erst- und Rekursinstanz dem Endentscheid
vorzubehalten (Ziff. I/3). Am 19. Februar 2016 ergänzten sie ihre Beschwerde mit einer
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Begründung (act. 5). Mit Vernehmlassung vom 10. März 2016 schloss die Vorinstanz
und mit Stellungnahme vom 24. März 2016 die Beschwerdebeteiligte auf Abweisung
der Beschwerde (act. 7 und 11). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2016 beantragte
der Beschwerdegegner 3 durch seinen Rechtsvertreter die kostenpflichtige Abweisung
der Beschwerde (act. 18). Mit Replik vom 24. Juni 2016 bestätigten die
Beschwerdeführer 1 und 2 ihre Anträge und Ausführungen (act. 24). Am 13. Juli 2016
duplizierte der Beschwerdegegner 3 (act. 26 f.).
H. Am 27. Januar 2016 erhob Dr. C._ (Beschwerdeführer 3) durch seinen
Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Verfahren B 2016/22) mit dem
Rechtsbegehren (act. 1 Ziff. I), der Entscheid der Vorinstanz vom 13. Januar 2016 sei
unter Kosten- und Entschädigungsfolge insofern aufzuheben, als dass bezüglich des
Zauns auf der Stützmauer keine Korrektur zu treffen sei (Ziff. 1a zweiter Halbsatz), als
dass die Nichteinhaltung des Grenzabstandes sowie die Überschreitung der Grenze
nicht zu korrigieren seien (Ziff. 1b „im Sinn der Erwägungen“) und als dass die
Beschwerdebeteiligte den rechtserheblichen Sachverhalt erneut festzustellen habe
(Ziff. 1c). Die Verfügung der Beschwerdebeteiligten vom 11. Juni 2015 sei
vollumfänglich aufzuheben. Am 22. Februar 2016 ergänzte er die Beschwerde mit einer
Begründung (act. 6). Mit Vernehmlassung vom 10. März 2016 schloss die Vorinstanz
und mit Stellungnahme vom 24. März 2016 die Beschwerdebeteiligte auf Abweisung
der Beschwerde (act. 9 und 12). Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2016 beantragten
A._ und B._ (Beschwerdegegner 1 und 2) durch ihren Rechtsvertreter, die
Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf
einzutreten sei (act. 15). Mit Replik vom 1. Juni 2016 bestätigte der Beschwerdeführer
3 seine Anträge und Ausführungen (act. 18). Am 14. Juli 2016 nahm er nochmals
Stellung (act. 20).
I. In der Folge liessen sich die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 am 31. August 2016
und 15. Januar 2018 und der Beschwerdegegner/-führer 3 am 16. September 2016,
16. Oktober 2017, 19. Oktober 2017, 7. November 2017, 13./14. November 2017, 5.
Dezember 2017 sowie 24. Januar 2018 abschliessend vernehmen (B 2016/21 act. 31,
33, 35 f., 42-44, 47, 51, 54, B 2016/22 act. 25, 27, 29 f., 36, 38 f., 42, 46, 49). Überdies
reichte der Beschwerdegegner/-führer 3 am 4. November 2017 ein Ausstandsbegehren
gegen den Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts ein (act. 39 resp. 33).
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Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge
und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da sich die vor dem Verwaltungsgericht anhängig gemachten Beschwerden
B 2016/21 und B 2016/22 auf denselben Streitgegenstand beziehen, können sie
verfahrensrechtlich vereinigt und durch einen einzigen Entscheid erledigt werden (vgl.
GVP 1972 Nr. 30). Welchen Rechtsnachteil der Beschwerdegegner/-führer 3 durch
dieses Vorgehen erleidet, ist weder ersichtlich noch wird dies von ihm rechtsgenüglich
dargetan (B 2016/21 act. 26, S. 2 f. Ziff. II und III/2, B 2016/22 act. 18, S. 3 Ziff. III/2).
Die Vereinigung dient der Prozessökonomie, was nur in seinem Interesse sein kann
(vgl. Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 2014, Vorbemerkungen zu
§§ 4-31 N 50 ff., siehe auch Art. 125 lit. c der Schweizerischen Zivilprozessordnung,
Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, und N. J. Frei, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bern 2012, Art. 125 N 15 ff.). Die
Vereinigung erfolgt von Amtes wegen, weshalb offenbleiben kann, ob die
entsprechenden Anträge der Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 (B 2016/21 act. 24, S.
2 Ziff. II/2, B 2016/22, act. 15, S. 2 Ziff. I/1) verspätet erfolgt sind (B 2016/21 act. 26, S.
3 Ziff. III/2, B 2016/22 act. 18, S. 17 Ziff. IV/8).
2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer 1
und 2 (B 2016/21 act. 5, S. 23, Ziff. III/8c) kann dem Beschwerdeführer 3 nicht
vorgehalten werden, die Beschwerde rechtsmissbräuchlich einzig wegen geldwerter
Interessen oder für das Aushandeln eines Näherbaurechtes erhoben zu haben (vgl.
VerwGE B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 2.1, www.gerichte.sg.ch, und B 2016/21 act.
18, S. 39 Ziff. III/20e). Die Beschwerdeeingaben vom 26. und 27. Januar 2016 (je act. 1)
erfolgten rechtzeitig und erfüllen zusammen mit den Ergänzungen vom 19. und 22.
Februar 2016 (act. 5 resp. 6) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (vgl.
Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Von der
bis
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Rückweisung der Beschwerdeergänzungen und der weiteren Eingaben wegen
Weitschweifigkeit wird abgesehen (Art. 36 VRP; BGer 2C_676/2017 vom 20. März 2018
E. 3.2 mit Hinweisen und VerwGE B 2014/106 vom 23. Januar 2015 E. 3,
www.gerichte.sg.ch). Auf die Beschwerden ist somit grundsätzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf das Begehren des Beschwerdeführers 3, die Verfügung der
Beschwerdebeteiligten vom 11. Juni 2015 sei vollumfänglich aufzuheben (B 2016/22
act. 1 Ziff. I/2). Diese ist durch den angefochtenen Rekursentscheid ersetzt worden
(Devolutiveffekt) und gilt als inhaltlich mitangefochten (vgl. BGer 1C_475/2016 vom
7. April 2017 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 134 II 142 E. 1.4). Offenbleiben kann, ob die
Ausführungen des Beschwerdeführers/-gegners 3 im Oktober und Dezember 2017
zuzulassen sind (Antrag der Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 vom 15. Januar 2018,
B 2016/21 act. 51, S. 3 Ziff. 3), soweit sie über das eigentliche Ausstandsbegehren und
den (abgesagten) Verständigungsversuch (B 2016/21 act. 41) hinausgehen. Ungeachtet
dessen, dass das Verwaltungsgericht in Abweichung des in Art. 61 Abs. 3 VRP
statuierten Novenverbots echte Noven zu berücksichtigen hat, falls die Vorinstanz des
Verwaltungsgerichts, wie hier, keine richterliche Behörde ist (vgl. Art. 6 Ziff. 1 der
Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR
0.101, EMRK, Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
SR 101, BV, und Art. 110 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht,
Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG, sowie VerwGE B 2015/6 vom 23. August
2016 E. 4.2 mit Hinweis auf VerwGE B 2013/254 vom 28. Juli 2015 E. 4.2 mit
Hinweisen, bestätigt mit BGer 2C_980/2016 vom 7. März 2017, www.gerichte.sg.ch),
enthalten diese Ausführungen, soweit sie ausserhalb von prozessualen oder
richterlichen Fristen eingereicht wurden, keine zusätzlichen für den Entscheid
wesentlichen (tatsächlichen) Vorbringen (VerwGE B 2015/292 vom 23. Februar 2017
E. 1 Abs. 3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die Verweise der Beschwerdeführer 1
und 2 im Verfahren B 2016/21 auf ihre Eingaben im Verfahren B 2016/22 sind aufgrund
der Verfahrensvereinigung ohne Weiteres zulässig (B 2016/21 act. 26, S. 4 Ziff. IV/1,
vgl. hierzu VerwGE B 2016/105 vom 22. März 2018 E. 1 mit Hinweisen in FN 6).
Nachdem der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts in den Ausstand getreten ist (act.
41 resp. 35), ist das Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers/-gegners 3 (act. 39
bzw. 33) gegenstandslos (Art. 64 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 VRP, siehe hierzu
auch BGer 2C_674/2017 vom 14. August 2017 E. 2.1-2.3 mit Hinweisen).
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3. Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 11. Juni 2015
(siehe act. 8/14/VAG/60) und damit vor Inkrafttreten des neuen Planungs- und
Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das
vorliegend strittige Wiederherstellungsverfahren bleibt somit das bis 30. September
2017 gültige Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz;
nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015) anwendbar, soweit das PBG für
die für den unrechtmässigen Zustand verantwortliche Person nicht günstiger ist (Art.
159 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 173 PBG, vgl. VerwGE B 2016/38 vom 12. März 2018
E. 7.3, www.gerichte.sg.ch).
4. Die Beschwerdeführer 1 und 2 vertreten zunächst die Ansicht (B 2016/21 act. 5, S.
24 f. Ziff. III/10), die Beschwerdeführerin 2 müsse sich die Feststellungen der Gerichte
im vorangegangenen Verfahren nicht entgegenhalten lassen.
4.1. Nicht umstritten ist, dass die Feststellungen des Verwaltungsgerichts im Entscheid
VerwGE B 2011/17 vom 12. April 2012 und des Bundesgerichts im Urteil BGer
1C_272/2012 vom 22. Januar 2013 für den Beschwerdeführer 1 verbindlich sind und
die Beschwerdeführerin 2 nebst ihrem Ehemann zu Recht in das vorliegenden
Verfahren miteinbezogen wurde. Überdies ist aktenkundig, dass die
Beschwerdeführerin 2, welche seit 10. März 1998 Miteigentümerin der Parzelle Nr. 00_
ist, am 17. Juli 1997 als Baugesuchstellerin in Erscheinung trat (act. 8/14/BA/2),
dementsprechend von der Beschwerdebeteiligten am 30. Januar 2007 zur
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands aufgefordert (act. 8/14/BA/38) und von
dieser dafür mit Verfügung vom 8. Juli 2010 (act. 8/14/BA/69) ins Recht gefasst wurde.
Auch wurde sie von der Vorinstanz mit Anordnung vom 10. August 2010 am
Rekursverfahren betreffend die Verfügung vom 8. Juli 2010 beteiligt (act. 8/14/BA/72).
Bei dieser Sachlage entbehrt die Behauptung der Beschwerdeführer 1 und 2, sie habe
„zwar Kenntnis vom anhängigen Verfahren gegenüber ihrem Gatten“ gehabt, „sich
mangels Parteistellung aber nicht als betroffen“ erachtet und „dem Verfahren für sie
entsprechend keine weitere Bedeutung“ zugemessen, jeglicher Grundlage.
4.2. Zu prüfen bleibt, wie es sich mit dem Umstand verhält, dass die Vorinstanz den
Rekursentscheid vom 7. Januar 2011 (act. 8/14/VAG/40j) entgegen ihrer Anordnung
vom 10. August 2010 lediglich dem Beschwerdeführer 1 eröffnete, wobei sie offenbar
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nicht davon ausging, dass der Beschwerdeführer 1 die Beschwerdeführerin 2
(stillschweigend) vertreten würde (vgl. hierzu auch Art. 166 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches, SR 210, ZGB), wie er dies im Baubewilligungsverfahren im Jahr
1997 getan hatte.
Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar,
und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgültig (vgl. BGE 137 I 273 E. 3.1 mit
Hinweisen). Eine Verfügung, die überhaupt nicht eröffnet worden ist, vermag keinerlei
Rechtswirkungen zu entfalten (vgl. BGer 2C_139/2016 vom 14. Juni 2016 E. 3.5 mit
zahlreichen Hinweisen). Nach dem verfassungsmässigen Grundsatz von Treu und
Glauben gemäss Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV wird von den Privaten eine angemessene
Sorgfalt und Umsicht erwartet. Die Beteiligten haben das Zumutbare zur Abwendung
eines Nachteils vorzukehren. Die Berufung auf Formmängel findet ihre Grenzen am
Grundsatz von Treu und Glauben, der Behörden und Privaten gleichermassen
rechtsmissbräuchliches und widersprüchliches Verhalten verbietet. Demgemäss ist im
Rahmen zumutbarer prozessualer Sorgfaltspflicht ein festgestellter Verfahrensmangel
unverzüglich anzuzeigen (vgl. VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 4.3 Abs. 2 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Zunächst ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern 1 und 2 auch nicht
gerügt, dass der Rekursentscheid vom 7. Januar 2011 wegen der fehlerhaften
Eröffnung nichtig wäre (vgl. hierzu BGer 5A_44/2016 vom 25. April 2016 E. 2.3 mit
Hinweisen). Sodann behaupten die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht, dass die
Beschwerdeführerin 2 von der Verfügung vom 8. Juli 2010, der verfahrensleitenden
Anordnung der Vorinstanz vom 10. August 2010 und dem, allerdings nur ihrem
Ehemann eröffneten, Rekursentscheid vom 7. Januar 2011 keine Kenntnis hatte, zumal
sie bereits damals im gleichen Haushalt lebten. Dies hätte die Beschwerdeführerin 2
nach der Beschwerdeerhebung durch den Beschwerdeführer 3 am 21. Januar 2011,
über welche ihr Ehemann vom Verwaltungsgericht am 25. Januar 2011 unterrichtet
wurde, nach Treu und Glauben veranlassen müssen, von sich aus unverzüglich die
nötigen näheren Aufschlüsse zur fehlerhaften Eröffnung des Rekursentscheides vom
7. Januar 2011 bei der Vorinstanz einzuholen und das Verwaltungsgericht – spätestens
nach Ansetzung der Vernehmlassungsfrist an ihren Ehemann am 24. Februar 2011 –
auf diesen Formmangel hinzuweisen (B 2011/17 act. 1, 5 und 13). Sie blieb jedoch
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untätig. Damit nahm sie bewusst in Kauf, dass sie das Verwaltungs- und später das
Bundesgericht aufgrund der mangelhaften Eröffnung des Rekursentscheides vom
7. Januar 2011 nicht am Verfahren beteiligten. Wie die Vorinstanz in Erwägung 5.3 des
angefochtenen Entscheids (B 2016/22 act. 3, S. 15 f.) im Ergebnis überzeugend
dargetan hat, muss sie sich unter diesen Umständen die Feststellungen des
Verwaltungs- und des Bundesgerichts in den Entscheiden vom 12. April 2012 und
22. Januar 2013 anrechnen lassen. Diese sind auch für sie bindend (vgl. dazu auch die
zutreffenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2016, B 2016/21
act. 18, S. 39-41 Ziff. III/B/22, und der Duplik vom 13. Juli 2016, B 2016/21 act. 26, S.
17 f. Ziff. IV/).
5. Die Beschwerdeführer 1 und 2 rügen weiter (B 2016/21 act. 1, S. 2 f. Ziff. II/4a, act.
5, S. 3 f. Ziff. III/5, act. 24, S. 10 f. Ziff. IV/15), die Vorinstanz habe ihnen keine
Gelegenheit gegeben, eine Duplik einzureichen.
5.1. Aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV,
siehe auch Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV, und Art.
53 und Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 15 VRP) ergibt sich im verwaltungsinternen
Rekursverfahren das Recht der Verfahrensbeteiligten, zu jeder Eingabe von Vorinstanz
oder Gegenpartei Stellung zu nehmen, und zwar unabhängig davon, ob diese neue und
erhebliche Gesichtspunkte enthalten (vgl. VerwGE B 2015/74 vom 28. März 2017 E. 4.2
mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Zur Gewährleistung dieses Rechts kann ein
zweiter Schriftenwechsel angeordnet werden, welcher allerdings nicht zwingend
vollständig durchgeführt werden muss (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit
im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 953), oder den Parteien Frist für eine allfällige
Stellungnahme angesetzt werden. Die Behörde oder das Gericht können Eingaben
aber auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn von den Parteien erwartet
werden kann, dass sie umgehend unaufgefordert Stellung nehmen oder eine
Stellungnahme beantragen, was namentlich bei anwaltlich Vertretenen oder
Rechtskundigen regelmässig der Fall ist. Eine Partei, die eine Eingabe ohne
Fristansetzung erhält und dazu Stellung nehmen will, hat dies umgehend zu tun oder
zumindest zu beantragen. Andernfalls wird angenommen, sie habe auf eine weitere
Eingabe verzichtet. Die Behörde und das Gericht haben demnach bei dieser
Vorgehensweise mit der Entscheidfällung so lange zuzuwarten, bis man annehmen
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darf, der Adressat habe auf eine weitere Eingabe verzichtet. Insoweit bejaht die
Rechtsprechung in aller Regel eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör,
wenn nur innert weniger Tage nach Mitteilung der Eingabe entschieden wird (vgl.
VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.2, 2.4 und 2.4.2 f. und VerwGE B 2016/2
vom 20. Januar 2017 E. 1.2.3 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
5.2. Am 22. Dezember 2015 stellte die Vorinstanz den Beschwerdeführern 1 und 2 die
Vernehmlassung des Beschwerdeführers 3 vom 15. Dezember 2015 zur
Kenntnisnahme zu und kündigte den Erlass des Rekursentscheids an (B 2016/21
act. 8/13, 23 f.). Diese verfahrensleitende Anordnung ging dem Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer 1 und 2 eigenen Angaben zufolge am 23. Dezember 2015 zu (act.
24, S. 11). Er unterliess es indessen, umgehend um Ansetzung einer Frist zur
Einreichung einer Stellungnahme zu ersuchen, obgleich ihm bekannt sein musste, dass
die Gerichtsferien (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VRP und Art. 145 Abs. 1
lit. a ZPO) im Rekursverfahren vor Departementen nicht gelten (vgl. VerwGE
B 2013/124 vom 8. November 2013 E. 3.6 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Unter
diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Gehörsverletzung vorgeworfen werden,
indem sie den Rekursentscheid am 13. Januar 2016 und damit über 20 Tage nach der
Ankündigung eröffnete (vgl. hierzu auch B 2016/21 act. 7 Ziff. II, act. 18, S. 3 f. Ziff. III/
B/1, S. 21 Ziff. III/B/7, act. 26, S. 16 f. Ziff. IV/11). Nicht die Verfahrensleitung ist dafür
verantwortlich, dass erforderliche Stellungnahmen erfolgen, sondern die (anwaltlich
vertretenen) Parteien (vgl. M. Lanter, Formeller Charakter des Replikrechts – Herkunft
und Folgen, in: ZBl 113/2012, S. 167 ff., S. 174).
6. Ob die Beschwerdebeteiligte den Anspruch des Beschwerdeführers 3 auf ein faires
Verfahren (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 7 VRP sowie BGer
2C_807/2015 vom E. 2.1.1 und VerwGE B 2013/166 vom 4. Dezember 2014 E. 2.2 ff. je
mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 140 I 326, www.gerichte.sg.ch) und auf
rechtliches Gehör (vgl. dazu Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4 lit. c KV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK,
insbesondere Art. 16 VRP und BGer 2C_444/2017 vom 19. Februar 2018 E. 4.3 mit
Hinweisen [verfahrensrechtlicher Anspruch auf Akteneinsicht], Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP
sowie BGer 2C_961/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.1, BGer 1C_353/2017 vom
10. Januar 2018 E. 3.2, BGer 8C_606/2017 vom 7. November 2017 E. 3.2 und VerwGE
B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 2.1 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch
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[Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör], BGer
1C_154/2017 vom 1. November 2017 E. 2.1 mit Hinweisen, siehe auch B 2016/22
act. 15, S. 8 f. Ziff. III/B/12 f. [Anspruch auf vorgängige Anhörung zur vorgesehenen
rechtlichen Begründung], und BGer 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 2.5 und
VerwGE B 2016/229 vom 26. April 2018 E. 2.3 je mit Hinweisen [allfällige Heilung einer
Gehörsverletzung]) seiner Darstellung gemäss (B 2016/22, act. 6, S. 57-61, Ziff. III/B/5,
act. 18, S. 19-21 Ziff. IV/11 f.) im erstinstanzlichen Verfahren mehrfach verletzt hat,
braucht nicht abschliessend erörtert zu werden, da seine Beschwerde bereits aus
anderen Gründen gutzuheissen ist, wie zu sehen sein wird.
7. Die Beschwerdeführer 1 bis 3 halten sodann übereinstimmend dafür (B 2016/21 act.
1, S. 3 Ziff. II/4c, act. 5, S. 19 Ziff. III/7a, act. 18, S. 19 Ziff. III/B/3, B 2016/22 act. 6,
S. 50 Ziff. III/B/4.1, act. 15, S. 6 Ziff. III/B/10a, act. 18, S. 16 f. Ziff. IV/7), die Vorinstanz
habe zu zwei entscheidrelevanten Punkten, nämlich zum angeblich in das Grundstück
des Beschwerdegegners 3 hineinragenden Mauerfuss und zum Abstand der Mauer von
der Grundstücksgrenze, keine Stellung bezogen.
7.1. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV folgt die
Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann sie sich auf die
für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so
abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz
weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid
stützt. Es genügt dabei, wenn die Begründung implizit erfolgt (vgl. BGer 8C_606/2017
vom 7. November 2017 E. 3.2 mit Hinweisen).
7.2. In Sachverhalt lit. C-E/a des angefochtenen Entscheids (B 2016/22 act. 3, S. 8-10)
berücksichtigte die Vorinstanz die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten hinsichtlich der
Frage, ob die vorliegend strittige Stützmauer auf das Grundstück Nr. 01_ rage. In
Erwägung 6 (S. 16-20) ging sie jedoch nicht mehr darauf ein. Damit brachte sie implizit
zum Ausdruck, dass eine allfällige Grenz(abstands)verletzung ihrer Meinung nach für
die Frage der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nicht weiter von Belang
ist. Die Beschwerdeführer vermochten diesen Entscheid durchaus sachgerecht
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anzufechten (vgl. B 2016/21 act. 5, S. 19-21 Ziff. III/7b f., act. 18, S. 34-38 Ziff. III/B/19,
und B 2016/22 act. 1, S. 2 Ziff. I/1 – „als dass die Nichteinhaltung des Grenzabstandes
sowie die Überschreitung der Grenze nicht zu korrigieren seien“ –, act. 6, S. 50-56
Ziff. III/B/4, act. 15, S. 6-8 Ziff. III/B/10b f.). Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid
insoweit hinreichend.
8. Die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 stellen die Beweisanträge (B 2016/21 act. 5,
S. 2 Ziff. I/5, S. 8 Ziff. III/6f/bb, S. 15-18 Ziff. III/6h, 6i/aa, 6i/cc, S. 20 f. Ziff. III/7b f., S.
23-26 Ziff. III/8b und 10 f., act. 24, S. 3 Ziff. II/5, S. 5-10 Ziff. III/8 f. und 11-14, act. 51,
S. 2 f. Ziff. 2 f., B 2016/22 act. 15, S. 4 Ziff. III/A/7a), es sei ein Augenschein mit
Verständigungsversuch durchzuführen. Es seien K._ und Dr. L._ als Sachverständige/
sachverständige Zeugen sowie D._, M._ und O._ als Zeugen zu befragen. Es seien
Expertisen zur effektiven Ausführung des Mauerverlaufs, zur Richtigkeit der von der
Q._ AG vorgenommenen Prüfungen, zur in den Projektplänen angegebenen Null-
Ebene, zur geologischen Stellungnahme von Dr. L._ vom 12. Februar 2015, zur
Lagerung von Bauaushub auf Parzelle Nr. 01_ sowie zur Frosttiefe und eine
Amtsauskunft des Bauamtes X._ einzuholen. Es sei das Baureglement der Politischen
Gemeinde X._ vom 23. Januar 2004 mit Nachträgen und die Baubewilligung
Nr. 32/2009 mitsamt der zugehörigen Akten inklusive der Baugesuchsakten aus dem
Jahr 1999 beizuziehen. Der Beschwerdegegner/-führer 3 beantragt eine
Parteibefragung (B 2016/21 act. 39, S. 18 und 20 Ziff. III/B/28 f.). Auf die beantragten
prozessualen Vorkehren kann verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen
Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. dazu BGer 8C_649/2017 vom
4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen). Ein geeigneter Fall für eine gütliche
Verständigung liegt nicht vor (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 54 VRP, VerwGE
B 2016/217 vom 13. Februar 2018 E. 3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, sowie die
Absage des Verständigungsversuchs vom 7. November 2017, B 2016/21 act. 41).
Offenbleiben kann bei diesem Ergebnis, ob die Beweisanträge der Beschwerdeführer 1
und 2 verspätet erfolgt sind (vgl. B 2016/21 act. 18, S. 20 Ziff. III/B/5, S. 41 Ziff. III/B/
23, act. 26, S. 14 Ziff. IV/8, act. 35 resp. 29, act. 36 resp. 30 Ziff. 2, act. 54 resp. 49).
9. Die zuständige Gemeindebehörde kann die Entfernung oder die Abänderung
rechtswidrig ausgeführter Bauten und Anlagen sowie die Wiederherstellung des
früheren Zustands verfügen, wenn die Ausführung den gesetzlichen Vorschriften oder
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den genehmigten Plänen nicht entspricht oder sonst ein unrechtmässiger Zustand
geschaffen wird (Art. 130 Abs. 2 BauG). Voraussetzung der Zulässigkeit einer
Abbruchverfügung ist in jedem Fall die formelle und materielle Rechtswidrigkeit der
Baute. Ist eine Baute formell illegal und somit ohne Vorliegen einer rechtskräftigen
Baubewilligung erstellt worden, vermag dies allein eine Abbruchverfügung noch nicht
zu rechtfertigen. Vielmehr ist in der Regel zu prüfen, ob aufgrund des geltenden
materiellen Baupolizeirechts eine ordentliche Baubewilligung (Art. 87 Abs. 1 BauG)
oder eine Ausnahmebewilligung (Art. 77 BauG) erteilt werden kann (siehe auch Art. 159
Abs. 1 lit. c PBG). Können Bauten und Anlagen aufgrund materieller Rechtswidrigkeit
auch nachträglich nicht bewilligt werden, sind für einen allfälligen Abbruch die
allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Prinzipien des Bundesrechts zu
berücksichtigen, wozu insbesondere der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5
Abs. 2 BV) zu zählen ist (vgl. VerwGE B 2013/97 vom 23. Januar 2015 E. 2 mit Hinweis
auf GVP 2009 Nr. 26, www.gerichte.sg.ch).
9.1. Laut Erwägung 2.2 des Urteils des Bundesgerichts BGer 1C_272/2012 vom
22. Januar 2013 stand am Anfang des vorangegangenen Verfahrens der Antrag des
Beschwerdeführers/-gegners 3, die behaupteten Mängel der Stützmauer auf Parzelle
Nr. 00_ seien zu beseitigen. Das Verwaltungsgericht habe es bei einem
Feststellungsentscheid belassen, mit dem es im Sinne des Beschwerdeführers/-
gegners 3 die Differenzen zwischen Bauausführung und -bewilligung bestätigt habe.
Das weitere Vorgehen habe es offengelassen, ohne die Sache förmlich an die
Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen. Das Feststellungsverfahren sei damit
abgeschlossen, womit ein Endentscheid unabhängig davon vorliege, ob die Streitsache
als Ganzes erledigt sei oder nicht. Die verwaltungsgerichtlichen Feststellungen blieben
nämlich für die unteren Instanzen verbindlich, falls sie rechtskräftig würden, und
könnten vom Beschwerdeführer/-gegner 1 später nicht mehr angefochten werden.
Das Verwaltungsgericht stellte in Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 des Entscheids VerwGE
B 2011/17 vom 12. April 2012 (fortan: Entscheid) fest, die Baubewilligung vom
12. November 1998 sei unter dem Vorbehalt erteilt worden, dass die Stützmauer auf
dem Grundstück Nr. 00_ die Parzelle Nr. 01_ nicht tangiere. Auch habe der
Gemeinderat X._ die Mauer mit einer Höhe von insgesamt 2.20 m ab dem auf dem
Plan mit den Querprofilen vom 2. Oktober 1998 abgebildeten Terrainverlauf unter der
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Voraussetzung bewilligt, dass ein Satz Steine mit einer Höhe von 0.70 m bis 0.80 m um
0.60 m zurückversetzt werde. In Erwägung 4.1 bis 5 (S. 16-22) führte es dazu aus, die
Blocksteinmauer samt Hinterfüllung und Maschendrahtzaun sei zum Zeitpunkt, als das
nachträgliche Baubewilligungsverfahren im Jahr 1998 eingeleitet worden sei, bereits
erstellt gewesen (E. 4.1). Die Mauerhöhen gemäss Umgebungsplan vom
2. Oktober 1998 wichen von denjenigen gemäss dem Plan mit den Querprofilen vom
2. Oktober 1998 ab (E. 4.3 bis 4.5). Die Rückversetzung habe auf der gesamten Länge
der Mauer zu erfolgen (E. 4.5). Die Mauer sei zwischen 3.90 m (gemessen am
Grenzpunkt in der südwestlichen Grundstücksecke) und 2.74 m (gemessen am
Grenzpunkt in der südöstlichen Grundstücksecke) hoch (E. 4.6). Die Mauer entspreche
der Baubewilligung vom 12. November 1998 nicht (E. 5). Es werde Sache des
Gemeinderates der Beschwerdebeteiligten sein, unter Berücksichtigung des
Grundsatzes der Verhältnismässigkeit und von Treu und Glauben über die Herstellung
des rechtmässigen Zustands zu befinden (E. 5). Vorweg stellt sich die Frage, ob diese
Erwägungen an der Rechtskraft des Dispositivs des Entscheids teilhaben.
9.2. Grundsätzlich erwächst der Entscheid nur in jener Form in Rechtskraft, wie er im
Dispositiv zum Ausdruck kommt (vgl. BGer 8C_824/2017 vom 27. März 2018 E. 2.2 mit
Hinweisen). Bei einem Widerspruch zwischen Dispositiv und Erwägungen oder
unklarem Wortlaut ist der Entscheid nach seinem tatsächlichen Bedeutungsgehalt zu
verstehen (vgl. Weissenberger/Hirzel, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.],
Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 61 Rz. 44, BVR
2016, S. 237 ff., S. 241 E. 4.1 mit Hinweisen, anders: Moser/Beusch/Kneubühler,
Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.185). Das
Dispositiv ist nach Treu und Glauben auszulegen (vgl. BGer 8C_652/2016 vom
21. Februar 2017 E. 4.3 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf
Verwaltungsverfügungen). Die Erwägungen haben auch bei fehlendem ausdrücklichem
Hinweis im Dispositiv an dessen Rechtskraft teil, soweit dies für die Ermittlung des
Sinns des Dispositivs und des ganzen Entscheids erforderlich ist (vgl. M. Donatsch, in.
A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 65 Rz. 16).
Gemäss dem Wortlaut von Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 des Entscheids bleibt unklar,
inwiefern die strittige Mauer von der Baubewilligung vom 12. November 1998 abweicht.
Für die Ermittlung des Sinns des Dispositivs und des ganzen Entscheids ist die
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Beantwortung dieser Frage indessen erforderlich. Nach Treu und Glauben können die
Feststellungen in Ziff. 1 Abs. 2 des Dispositivs demnach nicht losgelöst von den
Überlegungen in Erwägung 4.1 bis 5 betrachtet werden. Demzufolge sind die
Erwägungen 4.1 bis 5 des Entscheids für die Behörden, das Verwaltungsgericht und
die Verfahrensbeteiligten verbindlich. Die Beschwerdebeteiligte, die sich erneut mit der
Sache auseinanderzusetzen hatte, hätte deshalb ihrer Verfügung vom 11. Juni 2015 die
Feststellungen in Ziff. 1 Abs. 2 des Dispositivs des Entscheids unter Berücksichtigung
der Erwägungen 4.1 bis 5 zugrunde legen müssen, selbst wenn im Dispositiv nicht
ausdrücklich auf die Erwägungen verwiesen wird (vgl. VerwGE B 2016/40 vom 22.
November 2017 E. 6.1, BGer 1C_70/2016 vom 4. August 2016 E. 2.2 und BGer
1C_57/2015 vom 22. Januar 2016 in BGE 142 II 20 nicht publizierte E. 2.2 je mit
Hinweisen, allerdings in Bezug auf einen formellen Rückweisungsentscheid nach
Art. 56 Abs. 2 VRP, siehe demgegenüber die Argumentation der Beschwerdeführer 1
und 2, B 2016/21 act. 5, S. 8-18 Ziff. III/6f-6j).
9.3. Unter Berücksichtigung der Erwägungen 4.1 bis 5 lässt sich aus dem besagten
Entscheid (vgl. E. 5) vorab ableiten, dass das Verwaltungsgericht davon absah, die
Sache zur nochmaligen Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens
an die Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen. Damit ist nurmehr über die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, d.h. darüber, ob die Mauer auf
Parzelle Nr. 00_ gestützt auf Art. 130 Abs. 2 BauG teilweise zurückgebaut werden
muss, zu befinden (vgl. hierzu auch Schreiben der Vorinstanz vom 29. Oktober 2014,
B 2016/22 act. 7/5). Dieses Vorgehen drängte sich insofern auf, als auf die
Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens ausnahmsweise
verzichtet werden konnte (vgl. zum Verzicht auf ein nachträgliches
Baubewilligungsverfahren VerwGE B 2001/75 vom 18. April 2002 E. 2b, B. Waldmann,
in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 6.7,
mit Hinweis auf BGer 1C_427/2014 vom 25. März 2015 E. 5.2, und B. Heer,
St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1208). Zum einen darf eine
Baubewilligung nur mit Nebenbestimmungen verbunden werden (Art. 87 Abs. 2 BauG),
mittels welcher Hindernisse von untergeordneter Bedeutung beseitigt werden (vgl.
VerwGE B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 13.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Die Einhaltung der vorgeschriebene Höhe und des Grenzabstands für (hinterfüllte)
Stützmauern stellt kein solch untergeordnetes Bauhindernis, sondern eine
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Grundvoraussetzung für die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens dar.
Diesbezügliche Auflagen sind unzulässig. Zum anderen ist nicht erkennbar, inwiefern
vorliegend ein Ausnahmetatbestand von Art. 77 BauG erfüllt sein sollte (vgl. VerwGE
B 2006/42-44 vom 14. September 2006 E. 2a mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch,
anders: Baubewilligungen vom 2. Oktober 1997 und 12. November 1998, B 2016/21
act. 8/14/BA/15 und 33). Eine nachträgliche Bewilligung der über 1.80 m hohen (vgl.
hierzu E. 9.6 hiernach) und damit baureglementswidrigen hinterfüllten Stützmauer (vgl.
Art. 28 Abs. 3 des Baureglements der Politischen Gemeinde X._ vom 29. März 1988
resp. Art. 18 Abs. 3 f. des Baureglements vom 23. Januar 2004, aBauR, act. 8/7/59 f.,
bzw. Art. 21 Abs. 4 f. BauR) konnte somit offensichtlich nicht erteilt werden (vgl. zum
kommunalen übergangsrecht Art. 44 Abs. 1 aBauR und Art. 48 Abs. 1 BauR). Damit
konnte auch dahingestellt bleiben, ob die Baubewilligung vom 12. November 1998
ursprünglich fehlerhaft war. Dasselbe gilt auch für den unbewilligten
Maschendrahtzaun auf der strittigen Mauer (vgl. zutreffende Ausführungen des
Beschwerdeführers 3 B 2016/22 act. 6, S. 47-49 Ziff. III/B/3, act. 18, S. 18 f. Ziff. IV/10).
Dieser bereits vor Erlass der nachträglichen Baubewilligung vom 12. November 1998
erstellte Zaun auf Parzelle Nr. 00_ ist als funktionaler Teil der strittigen Stützmauer
baubewilligungspflichtig (vgl. Art. 45 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 des Baureglements der
Politischen Gemeinde X._ vom 30. April 2014, BauR, www. ... .ch, in Verbindung mit
Art. 22 Abs. 1 RPG und Art. 78 Abs. 1 und Abs. 2 lit. f BauG, siehe auch Art. 136 Abs. 1
und Abs. 2 lit. c PBG, vgl. hierzu auch Juristische Mitteilungen des Baudepartements
2000/IV/46, S. 20 f., und VerwGE B 2015/160 vom 30. Mai 2017 E. 4.2.1,
www.gerichte.sg.ch). Die Feststellung der Vorinstanz in Erwägung 2.3 des
angefochtenen Entscheids (B 2016/22 act. 3, S. 11), wonach der Zaun nicht
Gegenstand des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens im Jahr 1998 war, ist zwar
zutreffend. Entgegen der Einschätzung der Vorinstanz kann dieser Zaun als
funktionaler Teil der strittigen Mauer nach dem Gesagten nachträglich jedoch
offensichtlich nicht bewilligt werden. Damit trat die Vorinstanz zu Unrecht auf die Frage,
ob der Zaun im Rahmen der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu
beseitigen oder zu versetzen ist, nicht ein (vgl. hierzu auch B 2016/22 act. 15, S. 8
Ziff. III/B/11).
9.4. Die Beschwerdeführer 1 und 2 stellen sich auf den Standpunkt (B 2016/21 act. 1,
S. 3 Ziff. II/4b, act. 5, S. 4-23 Ziff. III/6, 7b, 7c und 8, act. 24, S. 4-11 Ziff. III/6-11, 13 f.
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und Ziff. VI/17, B 2016/22 act. 15, S. 3-8 Ziff. III/4-9, 10b f.), Anordnungen zur
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands seien unverhältnismässig. Die strittige
Stützmauer sei mit Ausnahme des äussersten südwestlichen Bereichs, wo sie 2.20 m
hoch sei, auf der ganzen Länge nirgends höher als 1.80 m. Sie rage nirgends, weder
oberhalb noch unterhalb des gewachsenen Terrains, in das Grundstück des
Beschwerdegegners 3 hinein. Auch halte sie einen Grenzabstand von mindestens
0.09 m ein. Wegen der Verweigerungshaltung des Beschwerdegegners 3 rechtfertigte
es sich, direkt und allein auf die Sachverhaltselemente und Beweise abzustellen, wie
sie im Recht lägen. Der Beschwerdeführer/-gegner 3 hält im Wesentlich dafür, dass
keine weiteren Abklärungen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
getroffen werden müssten. Ein Rückbau der Mauer sei verhältnismässig (B 2016/21
act. 18, S. 5-19 Ziff. III/B/2, S. 21-39 Ziff. III/B/8-20, act. 26, S. 4-16 Ziff. IV/2-7, 9 f., S.
18 Ziff. IV/13, act. 35 bzw. 29 Ziff. 1, 6, 9 f., act. 36 bzw. 30 Ziff. 3 und 5, act. 39 bzw.
33, S. 30-32 Ziff. III/C/41, act. 42 bzw. 36 Ziff. 2 f., act. 47 bzw. 42, Ziff. III, act. 54 bzw.
49, B 2016/22 act. 6, S. 22-46 Ziff. III/B/1 f., S. 50-56 Ziff. III/B/4, S. 61-64 Ziff. III/B/6 f.,
act. 18, S. 4-18 Ziff. IV/1-6, 9, S. 22-25 Ziff. IV/15, act. 20).
9.5. Vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit hält ein Grundrechtseingriff stand,
wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das
verfolgte Ziel in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln, d.h. den zu
seiner Verwirklichung notwendigen Freiheitsbeschränkungen, steht. Ein
Wiederherstellungsbefehl erweist sich dann als unverhältnismässig, wenn die
Abweichung vom Gesetz gering ist und die berührten allgemeinen Interessen den
Schaden, der dem Eigentümer durch die Wiederherstellung entstünde, nicht zu
rechtfertigen vermögen. Grundsätzlich kann sich auch der Bauherr, der nicht
gutgläubig gehandelt hat, gegenüber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl
auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit berufen. Er muss indessen in Kauf
nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der
Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der
Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die
dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass
berücksichtigen (vgl. BGer 1C_406/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.3 mit zahlreichen
Hinweisen, insbesondere auf BGer 1P.708/2006; 1P.710/2006 vom 13. April 2007 E.
5.1, in: ZBl 109/2008, S. 100 f., und M. R. Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen,
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Zürich 1999, S. 153 ff., siehe zur Verwirkungsfrist auch BGer 1C_533/2015 vom 6.
Januar 2016 E. 3 mit Hinweisen).
9.6. Zunächst ergibt sich aus dem Entscheid (vgl. E. 5) zum einen, dass den
Beschwerdeführer 1 und 2 nicht gefolgt werden kann, soweit sie die Auffassung
vertreten (B 2016/21 act. 5, S. 5-18, Ziff. III/6e-6j), die Stützmauer weiche von der
Baubewilligung vom 12. November 1998 (B 2016/21 act. 8/14/BA/30 und 33) nicht ab.
Zum anderen stösst das Ansinnen des Beschwerdeführers/-gegners 3 (B 2016/21 act.
18, S. 36-38 Ziff. III/B/19.2, act. 42, S. 3 Ziff. 2d, act. 47 Ziff. 4.2, B 2016/22 act. 6,
S. 52 f. Ziff. III/B/4.4 f.), die Mauer müsse gegenüber der Parzelle Nr. 01_ einen
Grenzabstand von 0.50 m einhalten, von vornherein ins Leere. Nach Dispositiv-Ziff. 1
Abs. 2 Satz 1 des Entscheids darf die Mauer das Grundstück Nr. 01_ nicht tangieren.
Die Stützmauer darf aber gemäss den am 12. November 1998 bewilligten Plänen (vgl.
insbesondere Querprofile A-D), mit welchen sich der Rechtsvorgänger des
Beschwerdeführers/-gegners 3 am 23. Oktober 1998 einverstanden erklärte (B 2016/21
act. 8/14/BA/30), bis an die Grenze zur Parzelle Nr. 01_ gebaut werden (vgl. hierzu
auch E. 4.4 des Urteils BGer 1C_272/2012 vom 22. Januar 2013). Weiter resultiert aus
Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 und Erwägung 4.3 bis 4.6 des Entscheids gestützt auf die
Höhenmessungen der Q._ AG vom 24. Februar 2010 eine Differenz zwischen der
bewilligten und der tatsächlich bestehenden Mauerhöhe von 0.94 m (südöstliche
Grundstücksecke) bis 1.70 m (südwestliche Grundstücksecke). Anlass, auf diese
Feststellungen im vorangegangenen Verfahren zurückzukommen, besteht nicht (vgl.
hierzu BGer 1F_10/2015 vom 7. Mai 2015 E. 3 sowie VerwGE B 2015/69 vom
11. Juni 2015). Insbesondere ist vorliegend nicht mehr zu prüfen, ob das
Verwaltungsgericht neben dem Umstand, dass der Beschwerdeführer/-gegner 3 vor
dem 22. August 2000 (B 2016/22 act. 7/9) das Terrain entlang der Mauer abtragen liess
(Sachverhalt lit. B und Erwägung 4.5), auch die zweite Abgrabung im April 2010 (B
2016/21 act. 8/14/VAG/12a/8c f.) berücksichtigte, zumal diese Abgrabungen im
Zeitpunkt des Entscheids bereits erfolgt waren. Entgegen der Auffassung der
Vorinstanz (vgl. E. 6.4.2 bis 6.5 des angefochtenen Rekursentscheids B 2016/22 act. 3,
S. 18-20) rechtfertigt es sich damit nicht, die Sache zur weiteren Ermittlung des
früheren gewachsenen Terrains im Bereich des Mauerfusses an die
Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen. Auch braucht nicht untersucht zu werden, ob
gemäss den Beschwerdeführern/-gegnern 1 und 2 die Differenzen zwischen der Null-
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Ebene und der Oberkante der Mauer die planmässigen Vorgaben einhalten (B 2016/21
act. 24, S. 11 Ziff. IV/17), und ob die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 mit dem
Rechtsvorgänger des Beschwerdeführers/-gegners 3 eine Aufschüttung an der
Südwestecke der Mauer um 0.60 m vereinbart haben (B 2016/21 act. 5, S. 14 Ziff. III/
6h). Im Weiteren hat die Vorinstanz in Erwägung 6.4.1 des angefochtenen
Rekursentscheids (B 2016/22 act. 3, S. 18) zutreffend ausgeführt, dass die strittige
Stützmauer entlang der Grenze zur Parzelle Nr. 01_ nicht auf der gesamten Länge
rückversetzt ist. Lediglich im südwestlichen Bereich im Bereich des Grenzpunktes in
der südwestlichen Grundstücksecke weist sie eine Rückversetzung auf, wobei unklar
ist, ob diese wenigstens 0.60 m beträgt (vgl. B 2016/21 act. 8/14/VAG/12a/7). Ferner
geht aus Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 2 und Erwägung 4.5 des Entscheids gestützt auf die
Aufforderung der Beschwerdebeteiligten vom 30. Januar 2007 (B 2016/21 act. 8/14/
BA/38) hervor, dass die Mauer teilweise auf dem Grundstück Nr. 01_ erbaut wurde
(vgl. hierzu Fotos des Beschwerdeführers/-gegners 3 aus dem Jahr 2000, B 2016/21
act. 8/14/BA/37 und 41). Auch darauf ist im vorliegenden Verfahren nicht mehr
zurückzukommen (vgl. demgegenüber die von den Beschwerdeführern/-gegner 1 und
2 eingereichten Querprofile vom 25. März 2015, B 2016/21 act. 8/14/VAG/33a/13).
Die Höhenabweichung um 0.94 m bis 1.70 m und die fehlende Rückversetzung des
obersten Satzes Steine mit einer Höhe von 0.70 m bis 0.80 m um 0.60 m kann
angesichts der bewilligten Höhe von höchstens 2.20 m und der Lage der Mauer direkt
an der Grundstücksgrenze nicht als geringfügig bzw. unbedeutend qualifiziert werden
(vgl. hierzu VerwGE B 2006/42-44 vom 14. September 2006 E. 3b/aa, a.a.O., siehe zur
von der Beschwerdebeteiligten in der Verfügung vom 11. Juni 2015 aufgeworfenen
Frage der Messtoleranz VerwGE B 2011/106 vom 20. März 2012 E. 5.6 mit Hinweis auf
BGer 1C_407/2010 vom 21. Februar 2011 E. 3.3, www.gerichte.sg.ch, BGer 1P.
52/2002 vom 4. April 2002 E. 3.3 sowie Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher Planungs- und
Baurecht, Band 2, Bau- und Umweltrecht, 5. Aufl. 2011, S. 738 f.). Dasselbe gilt auch
für die Grenzverletzungen durch einzelne Steine der Mauer, welche gemäss der
Aufforderung der Beschwerdebeteiligten vom 30. Januar 2007 bis zu 0.40 m und damit
für einen durchschnittlichen Betrachter wahrnehmbar (vgl. hierzu BGer 1C_126/2013
vom 29. November 2013 E. 5.2.1 und 5.5) auf das Grundstück Nr. 01_ ragen (vgl.
hierzu auch C. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren, Zürich 1991, Rz. 619 FN 13,
allerdings in Bezug auf Grenzabstandsunterschreitungen).
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Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 nicht gutgläubig waren,
sondern bei der Bauausführung eigenmächtig von den am 2. Oktober 1997 bewilligten
Plänen abwichen, obschon der Beschwerdeführer/-gegner 1 als Verwaltungsrat der
N._ AG, der S._ AG sowie der S._, alle G._ (www.zefix.ch), über Fachwissen
verfügte, welche sich die durch ihn im Baubewilligungsverfahren vertretene
Beschwerdeführerin/-gegnerin 2 anrechnen lassen muss (vgl. BGer 1C_205/2015 vom
29. Oktober 2015 E. 5.5 mit Hinweis auf BGE 111 Ib 213 E. 6a). Daran ändert nichts,
dass die Beschwerdebeteiligte die von den Beschwerdeführern/-gegner 1 und 2 am
6. Oktober 1998 nachträglich eingereichten Pläne, welche in Bezug auf die
Höhenangaben in sich widersprüchlich sind und offensichtlich nicht mit dem
tatsächlichen Zustand der Mauer übereinstimmen (vgl. Sachverhalt lit. B und E. 9.1
hiervor), am 12. November 1998 bewilligte. Wie sich dem Bundesgerichtsurteils BGer
1C_272/2012 vom 22. Januar 2013 sowie dem Entscheid entnehmen lässt (vgl. E. 9.1
hiervor), erfolgte diese Bewilligung unter der Bedingung, dass die Stützmauer die
Parzelle Nr. 01_ nicht tangiert und eine Mauerhöhe von maximal 2.20 m eingehalten
wird, sowie unter der Auflage, dass ein Satz Steine mit einer Höhe von 0.70 m bis 0.80
m auf der gesamten Länge der Mauer um 0.60 m zurückversetzt wird. Ob es sich dabei
um zulässige Nebenbestimmungen handelte resp. die Baubewilligung vom
12. November 1998 ursprünglich fehlerhaft war, kann offenbleiben (vgl. bereits E. 9.3
hiervor). Vor diesem Hintergrund durften die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 nicht
annehmen, die Mauer sei rechtmässig bzw. stehe mit der Baubewilligung vom
12. November 1998 in Einklang.
An der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands besteht insbesondere aus
präjudiziellen Gründen ein erhebliches öffentliches Interesse. Grundeigentümer, die
sich über geltende Vorschriften und Bewilligungen hinwegsetzen, sollen nicht besser
gestellt werden als diejenigen, die den vorgeschriebenen Verfahrensweg einschlagen
und sich an die entsprechenden Vorschriften halten. Die Einhaltung der Rechtsordnung
und die Durchsetzung der Baubewilligungen wären nicht mehr gewährleistet, wenn
Abweichungen, selbst wenn sie die nachbarlichen Interessen nicht untragbar
beeinträchtigen, toleriert würden. Würde im Streitfall auf eine Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands verzichtet, so wäre inskünftig bei ähnlich gelagerten
Verstössen eine Durchsetzung der Bauordnung nicht mehr sichergestellt. Auch im
Lichte der rechtsgleichen Behandlung der Grundeigentümer und Baugesuchsteller ist
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ein strenger Massstab anzulegen, insbesondere in Fällen, in denen nicht gutgläubig
gehandelt wurde. Es geht nicht an, wissentlich Bauvorschriften zu missachten und sich
anschliessend der Wiederherstellung unter Berufung auf die Kosten zu widersetzen
(vgl. VerwGE B 2006/42-44 vom 14. September 2006 E. 3c mit Hinweis, a.a.O.). Diese
Kosten sind im vorliegenden Fall aufgrund des fehlenden guten Glaubens nur in
geringfügigem Mass zu berücksichtigen. Es rechtfertigt sich deshalb nicht, die
finanziellen Interessen der Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 am Bestand der illegalen
Stützmauer bzw. am Verzicht auf die Wiederherstellung höher zu gewichten als das
öffentliche Interesse an der Durchsetzung der Bauvorschriften und der
Rechtsgleichheit. Damit braucht auch nicht weiter abgeklärt zu werden, welchen
prozentualen Anteil an den im Jahr 1997 veranschlagten Baukosten des
Gesamtprojekts (Neubau Einfamilienhaus) von CHF 600‘000 (vgl. B 2016/21 act. 8/14/
BA/2) die Wiederherstellungskosten ausmachen. Auch tut nichts zur Sache, dass die
Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 dem Beschwerdegegner 3 angeblich erlaubt haben
wollen, ein sowohl formell als auch materiell rechtswidriges Vollgeschoss zu einem
Attikageschoss umzunutzen, ohne einen nennenswerten Teil seiner bisherigen Nutzung
zu verlieren (vgl. hierzu C. Mäder, a.a.O., Rz. 664). Die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands erweist sich daher als verhältnismässig.
10. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde der Beschwerdeführer 1
und 2 abzuweisen. Die Beschwerde des Beschwerdeführers 3 ist gutzuheissen, soweit
darauf einzutreten ist. Dispositiv-Ziff. 1c und 1d sowie der Passus „im Sinn der
Erwägungen“ und der Halbsatz „soweit darauf einzutreten ist“ in Dispositiv-Ziff. 1a des
angefochtenen Entscheids sind aufzuheben. Die Beschwerdebeteiligte ist anzuweisen,
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes unter Androhung der
Ersatzvornahme im Sinn der Erwägungen dieses Entscheids (vgl. E. 9.6 hiervor)
anzuordnen (vgl. hierzu Art. 159 Abs. 2 PBG). Bei diesem Ergebnis ist die
Kostenverlegung der Vorinstanz (Dispositiv-Ziff. 2 f. des angefochtenen Entscheids,
B 2016/22 act. 3) nach dem Erfolgsprinzip trotz gegenteiliger Auffassung der
Beschwerdeführer 1 und 2 (B 2016/21 act. 1, S. 3 f. Ziff. II/4d, act. 5, S. 23 f. Ziff. III/9)
zu bestätigen (vgl. Art. 95 Abs. 1, Art. 98 Abs. 2 und Art. 98 VRP sowie das
Rechtsbegehren in der Rekursantwort vom 30. Oktober 2015, B 2016/21 act. 8/13,
siehe auch die Argumentation des Beschwerdeführers/-gegners 3, B 2016/21 act. 18,
S. 19 f. Ziff. III/B/4, S. 39 Ziff. III/B/21, B 2016/22, act. 18, S. 15 f. Ziff. IV/6), zumal den
bis
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Behörden bei der Kostenverlegung ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt und
dem Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren die Ermessenskontrolle verwehrt ist
(vgl. Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP und VerwGE B 2016/161; 2016/162 vom 15. August
2017 E. 7.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die konkrete Bemessung der Kosten
im vorinstanzlichen Verfahren wird von den Beschwerdeführern 1 und 2 anerkannt.
11. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend gehen die amtlichen Kosten der
Beschwerdeverfahren vollständig zulasten der Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2
(Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von insgesamt CHF 4‘000 ist angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). Der von der
Beschwerdeführern/-gegner 1 und 2 geleistete Kostenvorschuss von CHF 2‘000 wird
angerechnet. Dem Beschwerdeführer/-gegner 3 wird der geleistete Kostenvorschuss
von CHF 2‘000 zurückerstattet.
Der Beschwerdeführer/-gegner 3 hat in den Beschwerdeverfahren obsiegt, weshalb ihn
die Beschwerdeführer/-gegner 1 und 2 ausseramtlich zu entschädigen haben (Art. 98
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP). Sein Rechtsvertreter hat keine Kostennote
eingereicht, weshalb die Entschädigung nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30
lit. b Ziff. 1 und Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG, sowie
Art. 6 und 19 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75,
HonO). Eine Entschädigung von CHF 3‘500 zuzüglich vier Prozent Barauslagen und 8%
Mehrwertsteuer – der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers/-gegners 3 hat die
anwaltlichen Leistungen im Wesentlichen vor dem 1. Januar 2018 erbracht – ist
angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 und Art. 29 HonO, Ziff. 2.1 der MWST-Info
19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, www.estv.admin.ch).