Decision ID: b0f53de3-2870-5dc4-861d-d26331927101
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A._ (Jahrgang 1950) wohnt in N._, wo er eine Metzgerei betreibt. In O._ führt er
ausserdem einen Hof, auf welchem er Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner hält.
Anlässlich einer Kontrolle vom 14. August 2013 stellte das Amt für Verbraucherschutz
und Veterinärwesen (AVSV) fest, dass für sämtliche der auf dem Hof in O._ gehaltenen
rund zwanzig Schweine keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten wie Stroh, Raufutter
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oder dergleichen vorhanden waren. Ausserdem hinkte ein junges Schwein an den
Vordergliedmassen und ein weiteres Tier wies einen Abszess auf, wobei keine
Separierung der beiden Tiere erfolgt war. Mit Strafbefehl des kantonalen
Untersuchungsamts St. Gallen vom 17. Dezember 2013 wurde A._ wegen der
Feststellungen vom 14. August 2013 der mehrfachen Widerhandlung gegen das
Tierschutzgesetz (Missachtung der Vorschriften über die Tierhaltung) schuldig
gesprochen und mit einer Busse von CHF 300 bestraft.
Bei einer Kontrolle vom 28. August 2014 stellte das AVSV erneut fehlende
Beschäftigungsmöglichkeiten für einen Teil der Schweine fest. So standen insgesamt
14 der 21 Tiere gar kein Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Darüber hinaus waren
die Lichtverhältnisse im unteren Schweinestall mit vier bis zehn Lux völlig ungenügend.
Bei einer ersten Nachkontrolle vom 7. Oktober 2014 stand den Schweinen erneut kein
Beschäftigungsmaterial zur Verfügung, zudem war das vorhandene Langstroh stark
verdreckt. Dazu kam ein stark verschmutzter oberer Schweinestall, in welchem die
Schweine bis zum Kronsaum der Klauen im eigenen Mist einsanken. Die Lichtmessung
im unteren Schweinestall ergab ferner einen Wert von 1.8 Lux auf Augenhöhe der Tiere.
Des Weiteren war der Hühnerstall stark verkotet und den 25 Hühnern standen nur drei
Nester zur Verfügung. In der Folge sprach das kantonale Untersuchungsamt St. Gallen
A._ mit Strafbefehl vom 10. Februar 2015 wegen mehrfacher Übertretung des
Tierschutzgesetzes schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von CHF 700.
Am 17. Juni 2015 fand wiederum eine Nachkontrolle statt. Das AVSV bemängelte unter
anderem erneut die Tierhaltung von A._: Ein Lamm war sehr schlecht gehfähig,
mehrere Schafe wiesen einen knappen Nährzustand infolge eines möglichen
Parasitenbefalls auf und die Klauenpflege eines Ziegenbocks war unzureichend. Bei
vier Vormastschweinen fehlte es an ausreichend vorhandenem Trinkwasser. Zudem
war das Beschäftigungsmaterial dreier Schweine stark verschmutzt und die
Liegeflächen im unteren Stall waren stark mit Exkrementen verunreinigt. Die
Lichtverhältnisse wurden – bei schönem Wetter – als ausreichend bezeichnet.
Anlässlich der Nachkontrolle vom 5. August 2015 stellte das AVSV fest, dass zwei
Ziegen sehr mager waren; eine davon litt an Durchfall, die andere wies einen verdickten
Hals auf, trug eine einschneidende Schnur und hatte Schwellungen am Unterkiefer.
Drei Schafe waren ebenfalls an Durchfall erkrankt und zwei Lämmer konnten der Herde
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nur mit Mühe folgen, da sie eine stark ausgeprägte Lahmheit an den Hinterbeinen
zeigten. Die Schweine hatten nach wie vor nicht alle Zugang zu Beschäftigungsmaterial
und das wenige verfügbare Stroh war stark mit Kot durchmischt. Drei Tiere hatten
zudem gar kein Beschäftigungsmaterial. Schliesslich waren bei den Hühnern zu wenige
Sitzstangen vorhanden und die Luft im Gehege war schlecht. In der Folge erliess das
AVSV mit Verfügung vom 15. September 2015 gegenüber A._ ein Tierhalteverbot.
B. Gegen diese Verfügung erhob A._ mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom
25. September 2015 Rekurs beim Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen.
Nachdem am 1. März 2017 ein unangekündigter Augenschein auf dem Hof von A._
durchgeführt worden war, wies das Departement den Rekurs mit Entscheid vom
17. Oktober 2017 ab. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, dass über einen
längeren Zeitraum wiederholt und gehäuft Verletzungen von Tierschutzbestimmungen
festgestellt worden seien. Bei jeder der im Zeitraum 2013 bis 2017 durchgeführten
Tierschutzkontrollen – fünf Kontrollen sowie ein Augenschein – seien jeweils
entsprechende Verletzungen festgestellt worden, welche alle gehaltenen Tierarten
betroffen hätten. Dabei handle es sich nicht um Bagatellverletzungen. Das Tierwohl
werde in dieser Art und Weise nachhaltig gestört. Eine Verbesserung der Tierhaltung
habe im Zeitraum von 2013 bis 2017 nie festgestellt werden können. Ein
Tierhalteverbot erweise sich daher als erforderlich und zumutbar.
C. A._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 18. Oktober 2017 zugestellten
Entscheid des Gesundheitsdepartements (Vorinstanz) mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 31. Oktober 2017 und Ergänzung vom 10. Januar 2018
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Begehren, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben. Von einem
Tierhalteverbot sei abzusehen; allenfalls sei die Tierhaltung unter Auflagen zu
bewilligen, oder dem Beschwerdeführer ein Tierhalteverbot anzudrohen.
Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Mit Vernehmlassung vom 23. Januar 2018 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
der Beschwerde und verwies zur Begründung hauptsächlich auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid. Das AVSV verzichtete am 20. Februar 2018 auf eine
Vernehmlassung.
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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die
Akten ist – soweit notwendig – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. [...]
2. In prozessualer Hinsicht verlangt der Beschwerdeführer die Durchführung eines
Augenscheins.
2.1. Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen
durch die entscheidende Instanz. Er dient der unmittelbaren Wahrnehmung von (in der
Regel streitigen) Tatsachen oder dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Der
Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im Ermessen der
anordnenden Behörde. Es besteht nur dann eine Pflicht zur Durchführung eines
Augenscheins, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt
werden können. Ergibt sich eine Tatsache zweifelsfrei aus den Akten, so braucht sie
nicht durch einen Augenschein überprüft werden (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 966; BGer 1C_192/2010 vom 8. November
2010 E. 3.3; 1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3).
2.2. Im vorliegenden Fall liegen verschiedene (Kontroll-)Berichte und zahlreiche vom
Beschwerdeführer veranlasste wie auch anlässlich der Kontrollen aufgenommene
Fotografien bei den Akten. Sodann führte die Vorinstanz am 1. März 2017 einen
Augenschein auf dem Hof des Beschwerdeführers durch, für welchen ein ausführliches
Augenscheinprotokoll erstellt worden ist. Der massgebliche Sachverhalt ergibt sich
damit in hinreichender Deutlichkeit aus den angeführten, sachdienlichen Unterlagen.
Weiter zeigt die lange Zeitspanne, in der es in der Tierhaltung des Beschwerdeführers
immer wieder zu erheblichen Beanstandungen und strafbefehlsweisen Verurteilungen
kam, dass er sich davon nicht beeindrucken liess. Auf die Durchführung eines
Augenscheins kann folglich ohne weiteres verzichtet werden. Aus den nämlichen
Gründen kann auf die beantragen Zeugeneinvernahmen verzichtet werden.
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3.
3.1. Zweck des Tierschutzgesetzes (SR 455, TSchG) ist der Schutz der Würde und das
Wohlergehen der Tiere (Art. 1 TSchG). Wer mit Tieren umgeht, hat ihren Bedürfnissen
in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungszweck
zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen (Art. 4 Abs. 1 TSchG). Niemand darf
ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst
versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln,
Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2
TSchG). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, ihnen die
für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit
nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). Die Tierschutzverordnung (SR 455.1,
TSchV) präzisiert diese Vorgaben. Die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zu den
allgemeinen Bestimmungen, insbesondere betreffend Pflege (Art. 5 TSchV) und zum
Raumklima (Art. 11 TSchV), zu den allgemeinen Anforderungen an die Beleuchtung bei
Haustieren (Art. 33 TSchV) und die Böden (Art. 34 TSchV), zur Beschäftigung (Art. 44
TSchV) und Fütterung (Art. 45 TSchV) von Schweinen sowie zu den erforderlichen
Einrichtungen bei Hausgeflügel (Art. 66 TSchV) sind korrekt, weshalb – anstelle von
Wiederholungen – darauf (vgl. E. 3.1-3.5 des angefochtenen Entscheids) verwiesen
werden kann.
3.2. Gemäss Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde das Halten oder die
Zucht von Tieren, den Handel oder die berufsmässige Beschäftigung mit Tieren auf
bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter
oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften dieses Gesetzes und seiner
Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a), oder die aus
anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Die zuständigen
Behörden sind verpflichtet, unverzüglich einzuschreiten, wenn festgestellt wird, dass
Tiere vernachlässigt oder unter ungeeigneten Bedingungen gehalten werden (Art. 24
Abs. 1 Satz 1 TSchG).
3.3. Bei der Anordnung dieser Massnahmen steht der Vollzugsbehörde Ermessen zu.
Sie ist jedoch nicht völlig frei, sondern hat ihr Ermessen pflichtgemäss auszuüben.
Ferner hat sie sich an den allgemeinen Rechtsgrundsätzen und den
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verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien, namentlich dem Rechtsgleichheitsgebot, dem
Gebot von Treu und Glauben und dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu
orientieren (vgl. z.B. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740 mit Hinweisen; M. Donatsch, in:
A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich,
3. Aufl. 2014, § 50 N 26 mit Hinweisen). Verhältnismässiges staatliches Handeln, das
allgemein Ausdruck in Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV) findet und für die Einschränkung von Grundrechten
nach Art. 36 Abs. 3 BV zu beachten ist, setzt voraus, dass die
Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung eines im öffentlichen Interesse liegenden
Ziels geeignet und erforderlich sind. Im Übrigen muss der angestrebte Zweck in einem
vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Betroffenen auferlegt
werden. Unverhältnismässig ist eine Massnahme, wenn das Ziel mit einem weniger
schweren Grundrechtseingriff erreicht werden kann (BGE 137 I 31 E. 7.5.2; 136 I 87
E. 3.2; 130 II 425 E. 5.2; 126 I 112 E. 5.b).
4. Die streitige verwaltungsrechtliche Zwangsmassnahme stützte die Vorinstanz in
tatsächlicher Hinsicht auf die Erkenntnisse an dem von ihr durchgeführten
Augenschein, auf die Ergebnisse und Beanstandungen anlässlich fünf
Tierschutzkontrollen, auf Fotodokumentationen des AVSV sowie auf strafrechtliche
Erkenntnisse.
4.1. Tierschutzrechtliche Anstrengungen des AVSV gegen den Beschwerdeführer sind
seit dem Jahr 2013 dokumentiert.
4.1.1. Den Schweinen stand nachweislich und mehrmals kein oder nur in geringem
Ausmass Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Bei allen fünf von der Vorinstanz
erfolgten Kontrollen kamen immer wieder dieselben Mängel vor, wenn auch die
Schweine nicht immer im gleichen Mass betroffen waren. Beschäftigungsmaterialien
waren entweder gar nicht, nicht jederzeit und überall oder in schlechtem, insbesondere
verkotetem und daher ungenügendem Zustand vorhanden (vgl. act. 10/8.15:
Aufnahmen P1010808, P101809, P1010812 ff. [14. August 2013], IMG_0688 ff.
[28. August 2014], P1170862 ff., P1170918 ff. [7. Oktober 2014], IMG_0143 ff. [17. Juni
2015], IMG_4218 ff. [5. August 2015]). Bei der Kontrolle vom 7. Oktober 2014 waren
sowohl der Boden des oberen Schweinestalls von zehn dort gehaltenen Schweinen, als
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auch der Boden des unteren Stalls mit einer dicken Schicht Morast bedeckt (vgl.
act. 10/8.15: insbesondere Aufnahmen P1170864 f., P1170869, P1170921 f.). Dasselbe
Bild zeigte sich auch anlässlich der Kontrolle vom 17. Juni 2015 für den unteren
Schweinestall (vgl. act. 10/8.15: Aufnahmen IMG_0143 ff.). Wie die Vorinstanz zu Recht
erkannte, zeigen die Aufnahmen eine teils starke und übermässige Verschmutzung des
Schweinestalls, welche aufgrund der vorgefundenen Menge darauf schliessen lässt,
dass der Boden schon längere Zeit erheblich mit Kot und Harn verunreinigt war. Weiter
stellte das AVSV sowohl anlässlich der Kontrollen vom 28. August 2014 als auch vom
7. Oktober 2014 in beiden Schweineställen eine mangelhafte Beleuchtungsstärke fest
(act. 10/8.15: Aufnahmen IMG_0695, P1170930 f). Schliesslich waren zwei Schweine
anlässlich der Kontrolle vom 14. August 2013 trotz Verletzungen bzw. Erkrankungen
nicht von den übrigen Tieren separiert. Daneben war ein Teil der Tiere bei der Kontrolle
vom 17. Juni 2015 nicht mit (sauberem) Wasser versorgt (vgl. act. 10/8.15: Aufnahme
IMG_0146).
4.1.2. Auch bei den Schafen und Ziegen stellte das AVSV anlässlich der Kontrollen vom
17. Juni und 5. August 2015 mehrere kranke Tiere fest. So wiesen mehrere Schafe
einen knappen Nährzustand auf und die Klauenpflege eines Ziegenbocks war
ungenügend (vgl. act. 10/8.15: Aufnahme IMG_0141). Bei insgesamt fünf Tieren zeigten
sich sodann deutliche Durchfallspuren, so waren die Felle an den Hinterläufen stark
verkotet; bei den beiden betroffenen Ziegen war ein schlechter Nährzustand zu
erkennen (act. 10.8.15: Aufnahmen IMG_4201 ff., IMG_4213 ff.). Eine der beiden von
Durchfall betroffenen Ziegen wies ferner einen verdickten Hals und einen
geschwollenen Unterkiefer auf; um den Hals befand sich zudem eine einengende
Schnur (vgl. act. 10/8.15: Aufnahmen IMG_4197 ff.). Aufgrund einer ausgeprägten
Lahmheit der Hinterläufe konnten ferner zwei Lämmer den restlichen Tieren nur schwer
folgen (act. 10/8.15: Aufnahme MVI_4211). Zwar behandelte der Beschwerdeführer die
an Durchfall erkrankten Tiere zunächst selbst mit einem Entwurmungsmittel. Die
tierärztliche Behandlung der Ziegen und Schafe erfolgte jedoch erst im Nachgang an
die Kontrollen, so am 20. August 2015. Es ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass nicht
nachvollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer so lange zuwartete, bis er den
Tierarzt beizog, nachdem mindestens eine Ziege (vgl. IMG_4213, act. 10/8.15) stark
abgemagert war und die Lämmer eine massive Lahmheit an den Hinterläufen
aufwiesen.
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4.1.3. Schliesslich befand sich bei der Kontrolle des Hühnerstalls vom 7. Oktober 2014
keine Einstreu im Gehege, der Boden war von einer dicken Schicht Kot bedeckt und
den rund 25 Hühnern standen lediglich drei Nester zur Verfügung (vgl. Aufnahmen
P1170933 – P1170943, act. 10/8.15). Anlässlich der Kontrolle vom 5. August 2015
stand den Hühnern ausserdem keine Sitzstange zur Verfügung. Weiter stellte das AVSV
eine ungenügende Frischluftzufuhr fest (vgl. act. 10/8.6.1).
4.2. Die Vorinstanz führte zusammen mit einer Sachverständigen des Veterinäramts
Zürich am 1. März 2017 im Rahmen des Rekursverfahrens einen unangemeldeten
Augenschein auf dem Hof des Beschwerdeführers durch. Im Bericht vom 24. März
2017 stellte die Sachverständige fest, dass drei der neun adulten Ziegen mager und in
einem schlechten Nährzustand seien. Bei zwei von 15 Ziegen seien die Klauen zu lang.
Die restlichen (Jung-)Tiere seien in ausreichendem Allgemeinzustand, wobei ein totes
Zicklein neben dem einen Tiergehege festgestellt worden sei. Das Tier sei ein bis zwei
Tage schon dort gelegen, wobei der Beschwerdeführer während der Geburt nicht
anwesend gewesen sei. Die Stallungen seien überdies nicht ausbruchsicher; die
Jungtiere könnten sich frei zwischen den Stallungen bewegen. Bei den Schafen stellte
die Sachverständige bei mindestens sechs der insgesamt 89 Schafe eine mittel- bis
hochgradige Lahmheit fest. Mehrere Schafe hätten zeitweise auf den Carpalgelenken
verharrt, was ein typisches Zeichen für Klauenerkrankungen seien. Mit Ausnahme einer
mageren, geschwächten Aue, welche zudem kleinflächige haarlose Stellen diffus am
Körper verteilt aufgewiesen habe, seien die Schafe in ordentlichem Nähr- und
Pflegezustand. 38 Jungschafen stünden nicht genügend Fressplatzbreite zur
Verfügung. Schliesslich befänden sich exponierte, kaputte Selbsttränken im grossen
Schafstall, welche durch Spitzen und Kanten eine Verletzungsgefahr darstellen würden.
Zur Haltung der Schweine hielt die Sachverständige fest, dass allen zwanzig
Schweinen Heu als Beschäftigungsmaterial zur Verfügung stehe, welches jedoch nicht
in einer Raufe, sondern am Boden liege. Zum Zeitpunkt des Augenscheins sei aber ein
ausreichender Teil des Heus trocken gewesen und könne somit als
Beschäftigungsmaterial benutzt werden. In der Bucht mit zehn Schweinen rage eine
abgebrochene scharfkantige Metallplatte in die Liegefläche, was eine erhebliche
Verletzungsgefahr für die Tiere darstelle. Weiter hätten drei Jager nicht permanent
Zugang zu Wasser; das Wasserbecken sei zudem leer bzw. habe eine nur sehr kleine
und übermässig verschmutze Restmenge enthalten. Schliesslich stellte die
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Sachverständige Mängel fest, welche mit Blick auf die Tierschutzgesetzgebung zwar
toleriert werden könnten, im Sinn einer guten Tierhaltepraxis jedoch zu beheben bzw.
zu verbessern seien. So stehe im Gang die Gülle teilweise Kronsaum hoch; ein
einigermassen trockener Liegebereich sei jedoch vorhanden. Ausserdem befinde sich
ein Gitter mit abstehenden Drähten in der Bucht. Ein Schwein weise einen Nabelbruch
auf; aufgrund der Grösse und der intakten Haut könne dies zwar toleriert werden,
jedoch sei dies zu beobachten. Bei der Kontrolle der gehaltenen Hühner wurde
festgestellt, dass dem Geflügel in beiden Herden nicht ausreichend Sitzgelegenheiten
zur Verfügung stehen würden; die vorhandenen Sitzgelegenheiten seien überdies auch
noch zu kurz. Zwei Hühner seien am hinteren Rücken gerupft bzw. mit federlosen
Stellen aufgefallen, wobei die betroffenen Stellen entzündet und teilweise blutend
gewesen seien. Ein weiteres Huhn sei aufgeplustert gewesen, habe überlange Krallen
gehabt und sich in schlechtem Allgemeinzustand befunden. Sieben Hühnern hätte kein
Nest zur Verfügung gestanden; das vorhandene Trinkwasser sei übermässig verkotet
und verschmutzt. Schliesslich sei die Einstreu an der oberen Grenze des Tolerierbaren.
Zusammenfassend kam die Sachverständige daher zum Schluss, dass zum Zeitpunkt
des Augenscheins in der Tierhaltung des Beschwerdeführers in allen von ihm
gehaltenen Tierarten diverse Tierschutz-Mängel festzustellen sei. Gewisse frühere
Mängel seien nicht mehr vorhanden gewesen, während andere Mängel nach wie vor
bestünden. Schliesslich seien neue Mängel hinzugekommen. Die festgestellten Mängel
seien von wesentlicher, im Einzelfall schwerwiegender Natur. Eine nachhaltig
tierschutzkonforme Tierhaltung könne unter den aktuellen Umständen nicht
gewährleistet werden (vgl. act. 10/28).
4.3. Der Schluss der Vorinstanz, wonach während eines längeren Zeitraums wiederholt
und gehäuft Verstösse gegenüber Tierschutzbestimmungen festgestellt worden seien,
lässt sich aufgrund des Dargelegten nicht beanstanden. Fest steht, dass bei jeder der
im Zeitraum von 2013 bis 2017 durchgeführten Tierschutzkontrollen – insgesamt fünf
Kontrollen und ein Augenschein – Verletzungen festgestellt werden mussten, welche
wiederum alle vom Beschwerdeführer auf seinem Hof gehaltenen Tierarten betreffen.
Die Vorinstanz hat zu Recht erkannt, dass es sich dabei nicht um Bagatellverstösse
handelte, sondern dass damit das Tierwohl in eklatanter Art und Weise nachhaltig
gestört wird. Eine markante Verbesserung der Missstände in der Tierhaltung war von
2013 bis 2017 nicht feststellbar. Die obigen Ausführungen führen vielmehr vor Augen,
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dass dem Beschwerdeführer zahlreiche und wiederholte Verstösse gegen
grundlegende Verhaltensgebote und -verbote der Tierschutzgesetzgebung anzulasten
sind. Die schwerwiegenden Missstände in der beschwerdeführerischen Nutztierhaltung
wurden zudem über einen sehr langen Zeitraum immer wieder festgestellt und sind
aktenmässig hinreichend dokumentiert. Zweimal wurde er daher denn auch per
Strafbefehl wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz schuldig
gesprochen und dabei jeweils zu einer Busse verurteilt (act. 10/8.3, 8.5). Angesichts
der bereits zweimaligen Verurteilung ist erstellt, dass der Beschwerdeführer wiederholt
wegen Zuwiderhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung bestraft worden ist
(VerwGE B 2011/128 vom 7. Dezember 2011 E. 2.2, www.gerichte.sg.ch). Durch die
Verurteilungen erhärtet sich letztlich die dem Beschwerdeführer entgegen gehaltene
Unfähigkeit, Tiere gesetzeskonform zu halten bzw. mit ihnen umzugehen (vgl. Botschaft
zur Revision des Tierschutzgesetzes, BBl 2003 657, 680). Offenbleiben kann unter
diesen Umständen, ob die im Dezember 2008 durchgeführte Kontrolle rechtmässig
war. Dies auch daher, weil sich die Vorinstanz bei der Beurteilung der zum streitigen
Tierhalteverbot führenden Sachlage nicht auf die damals festgestellten Mängel
abstützte, obwohl bereits damals festgestellt wurde, dass die Schweine grösstenteils
verschmiert seien, die Hühner im Stall zwischen den Schafen und Rindern frei
herumlaufen würden, die Belichtung im Schweinestall zu gering sei, sich in den
Schweinebuchten kein Einstreu befinde, die Tränkemöglichkeiten bei den Schafen zu
knapp bemessen und die Beleuchtung im Schaf- und Rinderstall ebenfalls zu gering sei
(vgl. act. 10/8.1). Als Ergebnis der von der Vorinstanz korrekt (ohne Beizug der
Erkenntnisse der Kontrolle aus dem Jahr 2008) vorgenommenen Beweiswürdigung
steht daher fest, dass im Zeitpunkt der für das Tierhalteverbot massgebenden
Kontrollen durch das AVSV sowie anlässlich des vorinstanzlichen Augenscheins die
Tierhaltung auf dem Hof des Beschwerdeführers den Anforderungen des TSchG und
der TSchV nicht genügte. Der Beschwerdeführer war während Jahren offensichtlich
weder Willens noch in der Lage, die grundsätzlichen Verhaltensgebote und -verbote
der Tierschutzgesetzgebung zu befolgen; entsprechend wurde er deshalb auch
zweimal rechtskräftig verurteilt. Damit erfüllte er sowohl den Tatbestand der
wiederholten Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften des TSchG als auch der
Unfähigkeit im Sinn von Art. 23 Abs. 1 lit. a und b TSchG.
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An diesem Ergebnis vermag der vom Beschwerdeführer im Nachgang zum Bericht des
Veterinäramts Zürich in Auftrag gegebene Bericht durch das Landwirtschaftliche
Zentrum St. Gallen vom 10. Mai 2017 (act. 10/36) nichts zu ändern. Der besagte
Bericht entstand aufgrund eines angekündigten Augenscheins, weshalb die darin
festgestellte Sachlage wenig aussagekräftig ist bzw. aufgrund der dem
Beschwerdeführer ansonsten drohenden Nachteile zu erwarten war. Immerhin stellte
selbst jener Berichterstatter fest, dass die Hühner- und Schweinehaltung an jenem
Standort nicht geeignet sei. Zu den Lichtverhältnissen und zur Sauberkeit im
Schweinestall äussert sich der Bericht weder in Worten noch bildlich. Auch zu den
Bedingungen im Hühnerstall ist dem Bericht nichts zu entnehmen. Offensichtlich hat
sich der Beschwerdeführer von einigen Tieren bereits getrennt. Soweit er nun vorbringt,
ein allfälliger schlechter Zustand der Tiere könne nicht einfach im Hinblick auf einen
angekündigten Augenscheintermin verbessert werden, kann ihm nicht gefolgt werden.
Ebenso wenig kann ihm gefolgt werden, wenn er einwendet, die Bildqualität der
anlässlich des Augenscheins vom 1. März 2017 gemachten Fotografien sei sehr
schlecht.
5. Zu prüfen bleibt damit noch die vom Beschwerdeführer angeführte Rüge, das gegen
ihn verfügte Tierhalteverbot sei unverhältnismässig.
5.1. Gemäss Art. 5 Abs. 2 BV muss staatliches Handeln unter anderem das Gebot der
Verhältnismässigkeit beachten. Dieses Prinzip verlangt, dass eine staatliche
Massnahme in Rechtsetzung oder Rechtsanwendung geeignet, erforderlich und
zumutbar sein muss (statt vieler BGE 136 I 17 E. 4.4; vgl. zum Ganzen auch Häfelin/
Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 514 ff. mit
Hinweisen).
5.1.1. Die Verwaltungsmassnahme muss zunächst dazu geeignet sein, das im
öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen. Ungeeignet ist sie, wenn sie keinerlei
Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung
dieses Zwecks sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist also die
Zwecktauglichkeit einer Massnahme (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 522). Dem im
öffentlichen Interesse liegenden Schutz der Würde und des Wohlergehens der Tiere
wird unter anderem durch die Tierschutzgesetzgebung Rechnung getragen. Gegen
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diese hat der Beschwerdeführer – wie dargelegt - wiederholt verstossen. Ein generelles
Tierhalteverbot ist in Fällen wie dem vorliegenden zweifelsohne geeignet, in Zukunft
weitere, rechtlich relevante Verstösse zu verhindern (vgl. auch VerwGE B 2011/128
vom 7. Dezember 2011 E. 2.3.1).
5.1.2. Ferner muss die Massnahme im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse
liegende Ziel erforderlich sein und hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete,
aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (Häfelin/Müller/
Uhlmann, a.a.O., Rz. 527). Das TSchG sieht einerseits repressiv Strafbestimmungen
vor, um in der Vergangenheit erfolgte Vorschriftsverletzungen zu sanktionieren;
andererseits enthält es präventiv Tierhalteverbote und andere Massnahmen, um
künftige Verletzungen zu vermeiden (BGer 2C_737/2010 vom 18. Juni 2011 E. 4.1).
Weder die beiden Strafbefehle noch die zahlreichen Tierschutzkontrollen des AVSV
konnten den Beschwerdeführer dazu bewegen, seinen Tieren eine den Anforderungen
der Tierschutzgesetzgebung entsprechende Tierhaltung zu gewährleisten. Trotz
mehrfacher Androhung repressiver Massnahmen kam es immer wieder zu neuen
Verstössen. Erhebliche Bedenken erweckt vor allem die Tatsache, dass der
Beschwerdeführer trotz wiederkehrenden Kontrollen nicht in der Lage war, auf seinem
Hof auf Dauer eine einwandfreie und vor allem artgerechte und tierschutzkonforme
Tierhaltung zu gewährleisten. Offensichtlich fehlt es ihm auch an einem
entsprechenden Willen. Es muss daher als erwiesen gelten, dass repressive
Massnahmen im Fall des Beschwerdeführers alleine nicht geeignet waren und es auch
künftig nicht sind, Würde und Wohlergehen seiner Tiere sicherzustellen oder
wenigstens wesentlich zu verbessern. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern eine
mildere Massnahme zu einer dauerhaften Besserung führen könnte. Soweit der
Beschwerdeführer dem AVSV vorwirft, dieser habe keine gemeinsame
Betriebsbesichtigung im Sinn eines Lehrgesprächs durchgeführt, kann er daraus nichts
zu seinen Gunsten ableiten. Die dem Tierhalteverbot zugrundeliegenden eklatanten
Mängel wurden ihm anlässlich der Kontrollen wiederholt aufgezeigt; ausserdem wurde
er deswegen zweimal strafbefehlsweise verurteilt. Sollte er dennoch nicht gewusst
haben, wie eine korrekte Tierhaltung aussieht und was er verbessern könnte, wäre es
wohl an ihm gewesen, sich an geeigneter Stelle Hilfe zu holen resp. fachliche
Unterstützung einzufordern. Im Übrigen ist zu betonen, dass das Tierschutzgesetz im
Gegensatz zu anderen Bundesgesetzen vorgängig des Erlasses eines Tierhalteverbotes
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nicht ausdrücklich eine Verwarnung, Mahnung oder Androhung einer künftigen
Massnahme vorsieht (vgl. BGer 2C_635/2011 vom 11. März 2012 E. 3.2).
5.1.3. Die Verhältnismässigkeit einer Massnahme im engeren Sinn wird gewahrt, wenn
zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den Privaten bewirkt, ein
vernünftiges Verhältnis besteht. Es sind deshalb das öffentliche Interesse an einer
Massnahme und die beeinträchtigten privaten Interessen im konkreten Fall wertend
miteinander zu vergleichen (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 555 ff.). Es ist
erwiesen, dass sich der Beschwerdeführer in der Vergangenheit bei der Tierhaltung auf
seinem Hof wiederholte und massive Verfehlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung
zuschulden kommen liess. Selbst das Einschreiten der Strafbehörden und die
Ausfällung von zwei Strafbefehlen hat ihn wenig bis gar nicht beeindruckt.
Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des
Tierhalteverbots. Auch wenn die Massnahme den Beschwerdeführer persönlich hart
treffen mag, hat er dies hinzunehmen, denn er hätte jahrelang Gelegenheit gehabt zu
zeigen, dass er zu einer tierschutzgerechten Tierhaltung befähigt ist, indem er die ihm
verschiedentlich aufgezeigten Mängel umgehend und nachhaltig behoben hätte. Wenn
er diese Chancen nicht genutzt hat, so hat er die sich daraus ergebenden Folgen sich
selbst zuzuschreiben. Die vom Beschwerdeführer aktenkundig während längerer Zeit
an den Tag gelegte respektlose Tierhaltung erstaunt zudem umso mehr, als er selbst
angibt, von Kindesbeinen an mit Tieren zu tun gehabt zu haben (vgl. BGer
2C_635/2011 vom 11. März 2012 E. 3.2), und dass ein Tierhalteverbot angeblich seinen
beruflichen Ruin bedeute. Im Übrigen befindet sich der Beschwerdeführer mit seinen
68 Jahren im Rentenalter, und es ist auch daher nicht ersichtlich, inwiefern das
Tierhalteverbot eine Rufschädigung bedeuten sollte, welche massgeblichen Einfluss
auf den Geschäftsbetrieb seiner Metzgerei haben könnte. Nicht zu helfen vermag ihm
auch sein Einwand, dass es in jedem Betrieb etwas zu finden gebe, das nicht oder
teilweise den Vorschriften entspreche.
5.1.4. Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter, anstelle eines Tierhalteverbotes
seien ihm Auflagen zu erteilen. Wie diese konkret auszugestalten wären, legt er jedoch
nicht substantiiert dar. Letztlich braucht darauf auch nicht mehr näher eingegangen zu
werden. Wie oben bereits ausführlich begründet, ist vielmehr davon auszugehen, dass
nur mit einem generellen Tierhalteverbot das Wohlergehen sämtlicher gehaltener Tiere
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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sichergestellt werden kann. Die lange Zeitspanne, in der es in der Tierhaltung des
Beschwerdeführers immer wieder zu erheblichen Beanstandungen und
strafbefehlsweisen Verurteilungen kam, ohne dass er sich davon beeindrucken liess,
zeigt unschwer auf, dass die Erteilung von Auflagen – welcher Art auch immer –
vorliegend zur Durchsetzung der tierschutzrechtlichen Vorgaben im Allgemeinen und
des öffentlichen Interesses am Schutz der Würde und des Wohlergehens der Tiere im
Speziellen untauglich wären.
5.2. Zusammenfassend steht somit fest, dass die Anordnung eines unbefristeten
Tierhalteverbots gemäss Art. 23 Abs. 1 TSchG gesetzmässig und unter Wahrung der
Verhältnismässigkeit erfolgt ist. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet
und ist abzuweisen.
6. [...]