Decision ID: 1d459493-b96d-46c5-9f49-d0d7a7cf83db
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Die Vizepräsidentin entnimmt den Akten:
1.
1.1.
Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 22. Juli 2021
wurde A. (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen unbefugten Nichttra-
gens einer Gesichtsmaske in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs, in öf-
fentlich zugänglichen Innenräumen und Aussenbereichen von Einrichtun-
gen und Betrieben, einschliesslich Märkten, in Wartebereichen von Bahn,
Bus, Tram und Seilbahnen oder in Bahnhöfen, Flughäfen oder anderen Zu-
gangsbereichen des öffentlichen Verkehrs (Art. 13 lit. f. i.V.m. Art. 3a
Abs. 1 und 3b Abs. 1 und 2 der Verordnung über Massnahmen in der be-
sonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie [SR 818.101.26,
Stand: 15. März 2021]) zu einer Busse von Fr. 100.00, unter Androhung
einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag, und der Bezahlung der Strafbe-
fehlsgebühr im Umfang von Fr. 200.00 verurteilt. Der Strafbefehl wurde
dem Beschwerdeführer am 23. Juli 2021 zugestellt. Mit Eingabe vom
29. Juli 2021 (Postaufgabe: 30. Juli 2021) erhob der Beschwerdeführer
Einsprache gegen den Strafbefehl.
1.2.
Anlässlich seiner Einvernahme vom 1. April 2022 wurde dem Beschwerde-
führer durch den verfahrensleitenden Staatsanwalt mitgeteilt, dass die
Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten den Strafbefehl zur Beurteilung an
das zuständige Bezirksgericht überweisen werde. Mit Schreiben an den
Beschwerdeführer vom 7. April 2022 führte der verfahrensleitende Staats-
anwalt aus, dass er aufgrund der Aktenlage davon ausgehe, dass dem Be-
schwerdeführer versehentlich ein nicht unterzeichneter Strafbefehl zuge-
stellt worden sei. Um die gerichtliche Rückweisung des Strafbefehls infolge
Ungültigkeit zu vermeiden, werde dem Beschwerdeführer ein neuer, den
gesetzlichen Anforderungen entsprechender Strafbefehl zugestellt, der den
ungültigen Strafbefehl vom 22. Juli 2021 ersetze. Da der angefochtene
Strafbefehl somit wegfalle, sei es seines Erachtens notwendig, dass der
Beschwerdeführer gegen den neu ausgestellten Strafbefehl wiederum Ein-
sprache erhebe. Der zweite Strafbefehl vom 7. April 2022 wurde dem Be-
schwerdeführer am 13. April 2022 zugestellt.
1.3.
Mit Eingabe vom 25. April 2022 (Postaufgabe: 27. April 2022) stellte der
Beschwerdeführer dem Bezirksgericht Bremgarten verschiedene Unterla-
gen des gegen ihn geführten Strafverfahrens zu und bat um Kenntnis-
nahme "seiner fristgerechten Einsprache vom 29.07.2021, zum Strafbefehl
vom 22.07.2021". Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten überwies den
Strafbefehl mit Verfügung vom 27. Juni 2022 infolge Einsprache vom
29. Juli 2021/25. April 2022 dem Bezirksgericht Bremgarten zur Beurtei-
lung.
- 3 -
1.4.
Mit Verfügung vom 5. Juli 2022 forderte der Präsident des Bezirksgerichts
Bremgarten (nachfolgend: Vorinstanz) den Beschwerdeführer auf, sich in-
nert Frist von 10 Tagen zur Rechtzeitigkeit seiner Einsprache gegen den
Strafbefehl zu äussern, ansonsten das Verfahren ohne Stellungnahme wei-
tergeführt werde. Der Beschwerdeführer liess sich nicht vernehmen.
2.
Mit Verfügung vom 25. Juli 2022 trat die Vorinstanz auf die Einsprache ge-
gen den Strafbefehl vom 7. April 2022 infolge Ungültigkeit nicht ein.
3.
3.1.
Gegen diese ihm am 17. August 2022 zugestellte Verfügung erhob der Be-
schwerdeführer am 26. August 2022 bei der Beschwerdekammer in Straf-
sachen des Obergerichts des Kantons Aargau Beschwerde mit den folgen-
den Anträgen:
" 1. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Bremgarten vom 25. Juli 2022, ST.2022.63/ad/dr StA-Nr. ST.2021.2929 sei aufzuheben und es sei die  anzuweisen, auf die Einsprache des Beschwerdeführers gegen den Strafbefehl Nr. ST.2021/2929 einzutreten;
2. Es sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine kostendeckende Entschädigung zuzusprechen;
3. dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates."
3.2.
Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 13. September 2022 unter
Hinweis auf die Begründung der angefochtenen Verfügung auf eine Ver-
nehmlassung.
3.3.
Mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2022 beantragte die Staatsan-
waltschaft Muri-Bremgarten:
" 1. Die Beschwerde sei abzuweisen.
2. Unter Kostenfolgen."
3.4.
Mit Eingabe vom 12. Oktober 2022 reichte der Beschwerdeführer eine Stel-
lungnahme ein.
- 4 -

Die Vizepräsidentin zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Ist die Beschwerdeinstanz ein Kollegialgericht, was im Kanton Aargau ge-
mäss § 65 Abs. 2 GOG i.V.m. § 10 und Anhang 1 Ziff. 2 Abs. 5 der Ge-
schäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau vom 21. November
2012 der Fall ist, beurteilt die Verfahrensleitung die Beschwerde gemäss
Art. 395 StPO allein, wenn diese ausschliesslich Übertretungen zum Ge-
genstand hat (lit. a) oder wenn diese ausschliesslich die wirtschaftlichen
Nebenfolgen eines Entscheids bei einem strittigen Betrag von nicht mehr
als Fr. 5'000.00 zum Gegenstand hat (lit. b).
Dem vorliegenden Verfahren liegt einzig eine Übertretung zugrunde, wes-
halb die Vizepräsidentin als Verfahrensleiterin allein zuständig ist, über die
Beschwerde zu entscheiden.
1.2.
Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO sind die Verfügungen und Beschlüsse
sowie die Verfahrenshandlungen der erstinstanzlichen Gerichte mit Be-
schwerde anfechtbar; ausgenommen sind verfahrensleitende Entscheide.
Vorliegend angefochten ist eine das erstinstanzliche Verfahren abschlies-
sende Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten. Nach-
dem keine Beschwerdeausschlussgründe i.S.v. Art. 394 StPO bestehen,
ist die Beschwerde zulässig. Auf die frist- und formgerecht (Art. 396 Abs. 1
i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) erhobene und von einem hinreichenden
Rechtsschutzinteresse (Art. 382 Abs. 1 StPO) getragene Beschwerde ist
einzutreten.
2.
2.1.
Gemäss Art. 356 Abs. 2 StPO entscheidet das erstinstanzliche Gericht über
die Gültigkeit des Strafbefehls und der Einsprache.
2.2.
2.2.1.
Die Vorinstanz setzte sich in der Begründung der angefochtenen Verfü-
gung vom 25. Juli 2022 lediglich mit der Gültigkeit der Einsprache vom
25. April 2022 (Postaufgabe: 27. April 2022) auseinander und verneinte
diese mit dem Argument, dass die Einsprache nicht fristgerecht erfolgt sei
(vgl. Art. 91 Abs. 2 i.V.m. Art. 90 StPO). Keine Erwähnung fand die Frage,
ob der Beschwerdeführer verpflichtet war, nach Einsprache gegen den ers-
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ten Strafbefehl vom 22. Juli 2021 gegen den zweiten Strafbefehl vom 7. Ap-
ril 2022 erneut Einsprache zu erheben. Diesbezüglich gilt es Folgendes
festzuhalten:
Wird gegen den Strafbefehl Einsprache erhoben, so nimmt die Staatsan-
waltschaft die weiteren Beweise ab, die zur Beurteilung der Einsprache er-
forderlich sind (Art. 355 Abs. 1 StPO). Nach Abnahme der Beweise ent-
scheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie am Strafbefehl festhält, das Verfah-
ren einstellt, einen "neuen" Strafbefehl erlässt oder Anklage beim erstin-
stanzlichen Gericht erhebt (Art. 355 Abs. 3 StPO). In der Strafprozessord-
nung nicht vorgesehen und daher nicht zulässig ist der Erlass eines inhalt-
lich gleichlautenden Strafbefehls. Für die Frage, ob ein zweiter Strafbefehl
mit dem ersten identisch ist, ist auf den Schuldspruch sowie die Sanktion
der Strafbefehle abzustellen. Mit anderen Worten darf gemäss Lehre und
Praxis nach einer Einsprache ein zweiter Strafbefehl nur dann ergehen,
wenn der ursprüngliche Strafbefehl betreffend Schuldspruch und/oder
Sanktion geändert wird. Voraussetzung für die Änderung des ursprüngli-
chen Strafbefehls im Schuld- und/oder Strafpunkt wiederum ist eine verän-
derte Beweis- und/oder Rechtslage. Gegen den "neuen" Strafbefehl i.S.v.
Art. 355 Abs. 3 lit. c StPO muss die beschuldigte Person grundsätzlich er-
neut Einsprache erheben. Vom Erlass eines "neuen" Strafbefehls mit
neuem Schuldspruch und/oder neuer Sanktion zu unterscheiden ist die ge-
setzlich nicht ausdrücklich vorgesehene Möglichkeit, den ursprünglichen
Strafbefehl z.B. in Bezug auf die Sachverhaltsschilderung zu berichtigen
oder ergänzen. Ein solches Vorgehen kann sich zwecks Vermeidung un-
nötiger Prozessleerläufe sowie im Interesse des Beschleunigungsgebots
aufdrängen, da das Gericht verpflichtet ist, die Angelegenheit an die Staats-
anwaltschaft zurückzuweisen, wenn der Strafbefehl den inhaltlichen Anfor-
derungen nach Art. 353 StPO nicht genügt. Gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung erstreckt sich bei einer inhaltlichen Berichtigung oder Er-
gänzung des Strafbefehls ohne Änderung bezüglich Schuldpunkt und/oder
Sanktion die gegen den ersten Strafbefehl erhobene Einsprache auch auf
den zweiten, weshalb der Beschuldigte nicht verpflichtet ist, gegen den in-
haltlich berichtigten oder ergänzten Strafbefehl erneut Einsprache zu erhe-
ben (zum Ganzen vgl. BGE 145 IV 438 E. 1.3 f. mit Hinweisen).
2.2.2.
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer gegen den ersten
Strafbefehl vom 22. Juli 2021 fristgerecht Einsprache erhoben hat. Weiter
ist unbestritten, dass sich der zweite Strafbefehl vom 7. April 2022 vom ers-
ten nur insoweit unterscheidet, als dass der zweite Strafbefehl vom verfah-
rensleitenden Staatsanwalt unterzeichnet wurde, während auf dem ersten
Strafbefehl vom 22. Juli 2021 eine Unterschrift fehlt. Da die beiden Straf-
befehle bezüglich Schuldpunkt und Sanktion identisch sind, ist der zweite
Strafbefehl vom 7. April 2022 nicht als "neuer Strafbefehl" i.S.v. Art. 355
Abs. 3 lit. c StPO zu qualifizieren. Die durch den leitenden Staatsanwalt
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vorliegend getätigte Nachbesserung des ersten Strafbefehls ist sodann ver-
gleichbar mit den Verbesserungen, welche im obstehend zitierten Ent-
scheid des Bundesgerichts durch die Staatsanwaltschaft vorgenommen
wurden (vgl. BGE 145 IV 438). In beiden Fällen wurde der zweite Strafbe-
fehl aufgrund der Befürchtung der Staatsanwaltschaft erlassen, der erste
Strafbefehl könnte den Anforderungen aus Art. 353 Abs. 1 StPO nicht ge-
nügen und vom Gericht zur Verbesserung zurückgewiesen werden, was zu
einem formellen Leerlauf führen würde. Der leitende Staatsanwalt hat mit
Erlass des zweiten Strafbefehls vom 7. April 2022 somit eine gesetzlich
zwar nicht ausdrücklich vorgesehene, aber gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung zur Vermeidung unnötiger Prozessleerläufe und im Inte-
resse des Beschleunigungsgebots zulässige Berichtigung bzw. Ergänzung
des Strafbefehls vom 22. Juli 2021 vorgenommen. Folglich ist davon aus-
zugehen, dass die Einsprache des Beschwerdeführers gegen den Strafbe-
fehl vom 22. Juli 2021 sich auch auf den berichtigten bzw. ergänzten Straf-
befehl vom 7. April 2022 erstreckt, weshalb der Beschwerdeführer gegen
den zweiten Strafbefehl nicht erneut Einsprache erheben musste. Der Hin-
weis des leitenden Staatsanwalts im Schreiben vom 7. April 2022 es sei
seines Erachtens nötig, gegen den zweiten Strafbefehl wiederum Einspra-
che zu erheben, entsprach daher nicht der geltenden Rechtsprechung
(vgl. E. 2.2.1), weshalb dem Beschwerdeführer aufgrund des Nichtbefol-
gens des Hinweises kein Nachteil entstehen kann. Da die Gerichte das
Recht gemäss dem Grundsatz iura novit curia von Amtes wegen anzuwen-
den haben, bleibt zudem unbeachtlich, dass der Beschwerdeführer sich
nicht zur Rechtzeitigkeit der Einsprache hat vernehmen lassen.
Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Einsprache
gegen den Strafbefehl entgegen der angefochtenen Verfügung fristgerecht
erhoben wurde.
2.2.3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass
die Verfügung der Vorinstanz vom 25. Juli 2022 aufzuheben und die Sache
zur Durchführung des Einspracheverfahrens an sie zurückzuweisen ist.
3.
3.1.
Ausgangsgemäss sind die obergerichtlichen Verfahrenskosten auf die
Staatskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 und 4 StPO).
3.2.
Die Entschädigungsfrage ist nach der Kostenfrage zu beantworten
(BGE 137 IV 352 E. 2.4.2), weshalb dem Beschwerdeführer ein Entschädi-
gungsanspruch zusteht. Dieser richtet sich vorliegend gegen den Staat.
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Der Beschwerdeführer macht mit den Eingaben vom 26. August 2022 bzw.
12. Oktober 2022 eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3'134.05 geltend.
Diese setzt sich zusammen aus einem Honorar von Fr. 2'800.00, einer Aus-
lagenpauschale von 3 %, Barauslagen für Kopien von Fr. 26.00 sowie der
Mehrwertsteuer (MwSt.) von 7.7 %.
In Strafsachen bemisst sich die Entschädigung nach dem angemessenen
Zeitaufwand des Anwaltes (§ 9 Abs. 1 AnwT). Der Stundenansatz beträgt
in der Regel Fr. 220.00 und kann in einfachen Fällen bis auf Fr. 180.00 re-
duziert und in schwierigen Fällen bis auf Fr. 250.00 erhöht werden. Ausla-
gen und Mehrwertsteuer werden separat entschädigt (§ 9 Abs. 2bis AnwT).
Gemäss Detailaufstellung zur eingereichten Kostennote und E-Mail der
Verteidigerin vom 24. November 2022 wird für die Beschwerde ein Auf-
wand von 3.4 Stunden mit einem Stundenansatz von Fr. 100.00 für die Ar-
beit von juristischen Mitarbeiterinnen und von 5.6 Stunden mit einem Stun-
denansatz von Fr. 300.00 geltend gemacht. Für die Stellungnahme vom
12. Oktober 2022 wird ein Aufwand von 2.6 Stunden bei einem Stunden-
ansatz von Fr. 300.00 gefordert. Bei der vorliegenden Sachlage erscheint
der geltend gemachte Aufwand grundsätzlich als angemessen, auch wenn
einzelne Positionen in der eingereichten Kostennote nicht nachvollziehbar
sind. Der zu einem Honorar von Fr. 100.00 pro Stunde geforderte Aufwand
von 3.4 Stunden kann wie geltend gemacht entschädigt werden, da es sich
hierbei um eine angemessene Reduktion der grundsätzlich geltenden Stun-
denansätze beim Einsatz von Rechtspraktikanten handelt (vgl. § 9 Abs. 2bis
AnwT). Die geforderte Entschädigung von Fr. 300.00 pro Stunde hingegen
kann nicht gewährt werden. Wie obstehend beschrieben beträgt der Stun-
denansatz in der Regel Fr. 220.00. Gründe für einen höheren Ansatz sind
nicht ersichtlich, zumal es sich vorliegend nicht um einen komplexen Fall
handelt und, in Anbetracht der Tatsache, dass ein einschlägiger, amtlich
publizierter Entscheid des Bundesgerichts vorliegt, die Angelegenheit mit
geringem Aufwand erledigt werden konnte. Eine Abweichung vom Regel-
stundenansatz ist somit nicht angezeigt. Entsprechend ergibt sich ein Ho-
norar von Fr. 2’144.00. Zusätzlich sind für pauschale Auslagen in der Höhe
von 3 % der Grundentschädigung (§ 13 Abs. 1 Satz 2 AnwT), ausmachend
Fr. 64.30, und 7.7 % MwSt. zu berücksichtigen. Die Auslagenpauschale
deckt auch die Kosten für Kopien, weshalb die zusätzlich zur pauschalen
Entschädigung von 3 % geltend gemachten Barauslagen von Fr. 26.00
(vgl. Kostennote vom 12. Oktober 2022) nicht berücksichtigt werden kön-
nen. Im Ergebnis ergibt sich somit eine Entschädigung von gerundet
Fr. 2'378.35 (inkl. Auslagenpauschale und MwSt.).
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