Decision ID: 1ed61252-7cd0-4c91-8652-f2d220ffb04a
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1984, leidet
seit frühester Kindheit
an einer Mus
kel
schwäche
(
spinale Muskelatrophie;
Urk. 7/
1/3
Ziff.
5.2-3)
. Im Zusammenhang
mit dieser
Erkrankung wurden ihm von der Invalidenversicherung
seit 1986
wie
der
holt Leistungen zu
gesprochen
.
1.2
Im Juli 2004 schloss der
Versicherte
eine IV-anerkannte
Büroanlehre
ab (Urk. 7/196-197). Mit Verfügung vom
3.
November 2004 sprach ihm die damals zuständige IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Wirkung a
b
1. Juli 2004 eine ganze Invalidenrente zu (
Urk.
7/201-2,
Urk.
7/210).
Diese wurde
am 1
6.
April 2007 (
Urk.
7/233) und am 2
9.
Juni 2010 (
Urk.
7/303) bestä
tigt.
Seit
1.
Juni 2004 bezieht er zudem eine
Hilflosenentschädigung
für eine Hilflo
sig
keit schweren Grades (
Urk.
7/213
-214), welcher Anspruch
letztmals
am 3
0.
Juni
2010 bestätigt wurde (
Urk.
7/304).
1.4
Am
1
8.
Januar
2012 beantragte
der
Versicherte
bei der - in Folge
Wohnsitz
nahme
im Kanton Zürich (vgl.
Urk.
7/233,
Urk.
7/264) - nunmehr zuständigen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
einen Assistenzbeitrag (Urk. 7/
313-
314
).
In der Folge wurde mittels des standardisierten
Abklärungs
instruments
FAKT der für die
anerkannten
Hilfeleistungen benötigte Zeitbedarf ermittelt (Urk. 7/322,
Urk.
7/334).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/
321,
Urk.
7/332)
sprach die IV-Stelle de
m
Versicherten mit Verfügung vom
1
9.
Juli 2012
einen
Assistenz
beitrag
an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnitt
lich Fr. 4‘010.-- beziehungsweise jährlich maximal
Fr.
48‘120.40 zu (
Urk.
7/335) - beziehungsweise von
monatlich durchschnittlich
Fr.
4‘01
6.53
beziehungsweise
jährlich maximal
Fr.
48‘198.40 gemäss der an die EL-Stelle eröffnete
n
Verfü
gung
gleichen Datums
(
Urk.
7/335
=
Urk.
2
)
.
2.
Gegen diese Verfügungen
erhob
X._
mit Eingabe vom 14.
Sep
tem
ber 2012
Beschwerde
und beantragte die
Zusprache
eines höheren
Assi
stenz
beitrages
; in prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche
Pro
zess
füh
rung
und
Verbeiständung
(Urk. 1 S. 2). Mit
Vernehmlassung vom 16.
Oktober 2012 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Am 2
6.
No
vember 2012
gewährte
das Gericht die unentgeltliche Rechtspflege (
Urk.
12).
Mit Eingabe vom 1
4.
Januar 2013 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine eigentliche Replik und teilte mit, die IV-Stelle habe rückwirkend einen neuen
Vorbescheid erlassen und den gerügten Anteil der Mitbewohnerin aufgehoben
(
Urk.
14). Von der darauf
hin
von der Beschwerdegegnerin erstatteten Duplik vom
2
1.
Februar 2013 wurde dem Beschwerdeführer am 2
5.
Februar 2013 Kenntnis gegeben
(Urk. 8)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 42
quater
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG
) haben Versicherte, denen eine
Hilflosenentschädigung
der Invalidenversi
cherung ausgerichtet wird (
lit
. a), die zu Hause leben (
lit
. b) und die volljährig sind (
lit
. c),
Anspruch
auf einen Assistenzbeitrag.
1.2
Laut
Art.
42
quinquies
IVG wird e
in Assistenzbeitrag
gewährt
für Hilfeleistungen, die von der versicherten Person benötigt werden und
regelmässig von einer na
türlichen Person (Assistenzperson) erbracht werden, die von der versicherten Per
son
im Rahmen eines Arbeitsvertrages angestellt wird (
lit
. a),
und
weder mit der versicherten Person verheiratet ist, mit ihr in eingetragener Partnerschaft lebt oder eine faktische Lebensgemeinschaft führt noch in ger
ader Linie mit ihr ver
wandt ist (
lit
. b).
1.3
Hilfebedarf kann in den folgenden Bereichen
anerkannt
werden (
Art.
39c der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV):
a.
alltägliche Lebensverrichtungen;
b.
Haushaltsführung;
c.
gesellschaftliche Teilhabe und Freizeitgestaltung;
d.
Erziehung und Kinder
betreuung;
e.
Ausübung einer gemeinnützigen oder ehrenamtlichen Tätigkeit;
f.
beruf
liche Aus- und Weiterbildung;
g.
Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf d
em regu
lären Arbeitsmarkt;
h.
Überwachung während des Tages;
i.
Nachtdienst.
1.4
Nach Art. 39e Abs. 1 IVV bestimmt die IV-Stelle den anerkannten monatlichen Hilfebedarf in Stunden.
Dabei g
elten die folgenden monatlichen Höchstansätze (
Art.
39e
Abs.
2 IVV):
a.
für Hilfeleistungen in den Bereichen nach
Art.
39c
lit
.
a-c
IVV
pro alltägli
che Lebensverrichtung, die bei der Festsetzung der
Hilflosenentschädigung
festgehalten wurde:
1.
bei leichter Hilflosigkeit: 20 Stunden,
2.
bei mittlerer Hilflosigkeit: 30 Stunden,
3.
bei schwerer Hilflosigkeit: 40 Stunden;
b.
für Hilfeleistungen in den Bereichen nach Artikel 39c Buchstaben d-g: ins
gesamt 60 Stunden;
c.
für die Überwachung nach Artikel 39c Buchstabe h: 120 Stunden.
Die Berechnung der Höhe des Assistenzbeitrages durch die IV-Stelle er
folgt pro Monat und pro Jahr (Art. 39g Abs. 1 IVV).
1.5
Der Hilfebedarf wird mit Hilfe eines standardisierten Abklärungsinstrumentes (FAKT) sowohl für direkte als auch für indirekte Hilfeleistungen ermittelt. Als direkte Hilfe werden Hilfeleistungen zur Unterstützung oder Ausführung von Tätig
keiten anerkannt. Als indirekte Hilfe werden Anleitungen, Kontrolle sowie Üb
er
wachung bei der Ausführung von Tätigkeiten anerkannt (vgl.
Kreisschrei
ben
über den Assistenzbeitrag
,
KSAB
,
Rz
4005
).
1.6
Um die notwendige Einstufung
für die einzelnen
Hilfeleistungen zu bestimmen, müssen die IV-Stellen
Aussagen der versicherten Person, Anmerkungen der
Ab
klärungs
person
so
wie Erfahrungswerte berücksichtigen. Als Unterstützung sind im FAKT
Fallbei
spiele
hinterlegt, die eine möglichst standardisierte Erfas
sung erlauben (
KSAB
Rz
4101).
2
.
2
.1
Nach
Art.
42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
(ATSG) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör (
Art.
57a
Abs.
1 IVG).
Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der explizi
ten gesetzlichen Regelung in
Art.
42 ATSG auch in
Art.
29
Abs.
2 der Bundes
verfassung (BV) garantiert wird (vgl. BGE 124 V 181
Erw
. 1a), ist das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be
einflussen (vgl. BGE 124 V 181
Erw
. 1a mit Hinweisen;
Kieser
, ATSG-Kom
mentar,
Art.
42 N 1
1
ff.).
Ein weiterer Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist das Recht auf eine Begründung, welche die versicherte Person in die Lage versetzt, einen Entscheid sachgerecht anzufechten. Um den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu ge
nügen, muss die Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Aus der Begründung muss jedenfalls ersichtlich werden, ob und weshalb die Behörde ein Vorbringen einer Partei für unzutreffend bezie
hungsweise unerheblich hält oder ob sie es überhaupt in Betracht gezogen hat; sie darf sich nicht auf den Hinweis beschränken, die Überlegungen der versi
cherten Person seien zur Kenntnis genommen und geprüft worden (
Kieser
, a.a.O.,
N 23 zu
Art.
49 ATSG, mit Hinweis auf BGE 124 V 180). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass eine Anfechtung des Entscheids möglich ist (
Kieser
, a.a.O.,
N 107 zu
Art.
61 ATSG in Verbindung mit N 21 zu
Art.
52 ATSG).
2
.
2
Der Gesetzgeber wollte mit dem Erlass von
Art.
57a IVG, worin in der Inva
lidenversicherung das
Vorbescheidverfahren
wieder eingeführt wurde, eine Er
höhung der Akzeptanz der Entscheide der IV-Stellen herbeiführen. Daher sind an die Gewährung des rechtlichen Gehörs im
Vorbescheidverfahren
und infol
gedessen an die Begründungsdichte von Verfügungen, die nach Durchführung eines
Vorbescheidverfahrens
ergehen, erhöhte Anforderungen zu stellen.
2.3
Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtli
chen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sa
che selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkre
ten Fall für den Ausgang der materi
el
len Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Be
hörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390; 127 V 431 E. 3d/
aa
S. 437).
3
.
3
.1
Im Vorbescheid vom
5.
April 2012
legte die Beschwerdegegnerin die gesetzli
chen Grundlagen zum Assistenzbeitrag dar
. Im Weiteren verwies sie auf das Berechnungsblatt und legte den monatlichen Bedarf für Standardhilfeleist
ungen
(zu entschädigen mit
Fr.
32.50 pro Stunde;
Art.
39f
Abs.
1 IVV) auf monatlich 72.6
6
Stunden
fest (insgesamt
Fr.
2‘3
61
.45).
Für die Nacht
bestehe Hilfebedarf, der bei
monatlich
30.42 Nächten
mit
Fr.
54.20 pro
Nacht (insgesamt
Fr. 1‘648.58) zu entschädigen sei
. Daraus resultiere ein monatliche
r
Assistenz
bei
trag
von
Fr.
4‘01
0.--
(
Fr.
2‘3
6
1.45 +
Fr.
1‘648.58)
und höchstens von
Fr.
6‘024.80
(
Urk.
7/321).
3.2
Der Beschwerdeführer legte im
Einwandverfahren
ein Attest von
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH Innere Medizin und Allgemeine Medizin, vom 3
0.
Mai 2012 ins Recht (
Urk.
7/331).
Dazu
führte
er
aus, dass er seit vier Jahren in derselben eigenständigen Wohnsituation lebe. Neben der Unterstüt
zung durch die Spitex von täglich 1.5 Stunden sei er während bis zu 12 Stun
den täglich auf Unterstü
tzung angewiesen, wofür er
bis anhin - gemäss
§
11 ff. der Zusatzleistungsverordnung (vgl.
Urk.
1 S. 3
Ziff.
2 und
Urk.
7/318
) -
einen angemessenen Assistenzbeitrag erhalten habe. Es sei für ihn nicht nachvollzieh
bar,
weshalb
nurmehr
2.3 Stunden angerechnet w
ü
rden, zumal sich sein Ge
sundheitszustand laufend verschlechtere.
Er
schilderte
s
einen Tagesablauf und
bezifferte
die notwendigen Hilfestellungen
mit
10.5 Stunden täglich (
Urk.
7/332).
In der Folge erliess die Beschwerdegegnerin die
angefochtene Verfügung
,
deren Begründung
sich
im Wortlaut vollumfänglich mit dem
Vorbescheid
deckt
(Urk. 7/335). Gleichzeitig eröffnete die Beschwerdegegnerin der EL-Stelle die Verfügung,
wonach der
Assistenzbeitrag
nicht
Fr.
4‘010.--, sondern
Fr.
4’016.53 betrag
e
. Die Differenz ist auf den hier berücksichtigten
monatlichen Bedarf für Standardhilfeleist
ung
en
von 72.86 Stunden statt
72.66 Stunden
zurückzuführen (
Urk.
7/336).
3.3
In der Beschwerde brachte der Beschwerdeführer vor, seine Assistentin sei mittler
weile aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Da er jetzt allein lebe, sei der Hilfebedarf neu zu ermitteln. Weiter beanstandete er den in den einzel
nen Teilbereichen berücksichtigten Hilfebedarf, der höher sei als von der
Be
schwerdegegnerin
angenommen
.
In der Vernehmlassung
führte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf den Abklärungsbogen (
Urk.
7/322 =
Urk.
7/334) sowie die interne Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 1
9.
Juli 2012 (
Urk.
7/337) aus, der Auszug der Mitbewohnerin bzw. der im Abklärungsbogen
mit
berücksichtig
t
en erwachsenen Person
im gleichen Haushalt
sei ihr erst nach Erlass der angefochtenen Verfü
gung gemeldet worden (vgl.
Urk.
7/340), so dass diese Veränderung im vorlie
genden Verfahren nicht relevant sei
. Dies
könne erst im Rahmen einer Revision berücksichtigt werden (
Urk.
17). Zu
dem sei aus dem Bericht von Dr.
med.
Y._
vom 3
0.
Mai 2012 (Urk.
7/331)
die vom Beschwerdeführer be
hauptete
Atemtherapie
nicht
ersichtlich (
Urk.
6).
In der Stellungnahme vom 1
9.
April 2012 erläuterte der Abklärungsdienst, dass die anrechenbare Minutenzahl bereits im FAKT enthalten und der
Ermessens
spielraum
der Abklärungsperson beschränkt sei. Allenfalls könne die
Stufenbe
stimmung
gerügt werden. Auch wenn
Art.
39e
Abs.
1-4 IVV die individuelle Höchstgrenze regle, können nicht zwingend vom Höchstbedarf ausgegangen werden. Es bestehe nur Anspruch auf den tatsächlich anerkannten Hilfsbedarf (
Urk.
7/337).
4
.
4
.1
Entgegen den auch in der KSAB
Rz
6024 umschriebenen Anforderungen an eine Verfügung, enthält der angefochtene Entscheid
nichts, das als Begründung im Rechtssinn (vgl. vorstehend E.
2.1
) erkennbar wäre. Die Beschwerdegegnerin
setzte sich darin nicht mit den vom Beschwerdeführer
im
Vorbe
scheidverfahren
erhobenen
Einwänden
auseinander. Da
mit
bleibt fraglich,
ob und inwieweit
sie d
ie
Rügen
überhaupt
gewürdigt
hat.
Es wird nicht ersichtlich, mit
welchen
konkreten Vorbringen sich die Beschwerdegegnerin überhaupt be
fasst hat, geschweige denn, aus welchen Gründen sie welche als nicht stichhal
tig erachtet hat.
Dies verunmöglicht eine sorgfältige Meinungsbildung de
s
Beschwerdeführer
s
darüber, ob
er
sich mit
de
r
verfügungsweise zugesprochenen Leistungen
begnü
gen soll
. Es ist
weder für
ihn
noch für das Gericht
nachvollzieh
bar
, welche der vorgebrachten Argumente geprüft wurden und was die Beschwerdegegnerin dazu bewogen hat, das eine oder andere zu verwerfen
. Dieses Vorgehen ver
wehrt dem Beschwerdeführer eine
sachgerechte
Anfechtung des Entscheids und dem Gericht die Prüfung der Standpunkte.
Dies fällt umso mehr ins Gewicht, als
sich
zu
m
am
1.
Januar 2012 neu eingeführten Assistenz
beitrag
noch keine Praxis entwickeln konnte.
Obwohl das KSAB vorschreibt, dass umgehend nach der Anmeldung zum Bezug des Assistenzbeitrages eine Se
lbstdeklaration
einzuverlangen
ist (KSAB
Rz
6011),
hat die Beschwerdegegnerin vom Einholen der entsprechenden Er
klärung abgesehen, ohne dass
hiefür
Gründe angeführt wurden
noch solche er
sichtlich sind. Dem FAKT kann zum Vornherein nur Beweiswert zukommen, wenn die abweichenden Meinungen des Beschwerdeführers darin sichtbar ge
macht werden und der Bericht
rechtsgenüglich
begründet ist. Davon kann
vorliegend
keine Rede sein.
Ebenso wenig einleuchtend
ist
, weshalb die Beschwerdegegnerin den
Hilfebe
darf
in der Verfügung an den Beschwerdeführer anders beziffert hat als in jener an die EL-Stelle. Dies wird die Beschwerdegegnerin zu korrigieren haben.
4.2
Unter diesen
Umstände
n
muss die Gehörsverletzung als schwer bezeichnet wer
den, weshalb eine Heilung nicht in Betracht fällt und sich die Rückweisung der
Sache an die Beschwerdegegnerin rechtfertigt. Dies liegt einerseits im Interesse
des Beschwerdeführers, dessen Gehörsanspruch verletzt wurde, und fördert
andererseits
die
Akzeptanz
de
s
erlassenen Ent
scheid
s
.
Dazu kommt vorliegend, dass der Be
schwerdeführer in seiner Be
schwer
de nochmals detailliert die notwendigen Hil
feleistungen beschrieben hat
(
Urk.
1)
.
Die
Vernehmlassung vom 1
9.
Juli 2012
(
Urk.
6)
hierzu
entbehrt jeder Be
zugnahme auf die kon
krete Sach- und Rechtslage. Dies schliesst eine Heilung der
Gehörsverletzung im Gerich
tsverfahren trotz durchgeführten
doppelte
n
Schrif
ten
wechsel
s
aus
.
Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache ist an die
Be
schwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit sie über den
Leistungsanspruch des
Be
schwerdeführer
s
in einer im Sinne der Erwägungen hinreichend begründeten Verfügung neu entscheide.
Dabei wird
die
Beschwerdegegnerin auch
die Erwä
gungen im
Urteil des hiesigen Gerichts
IV.2013.00278
vom 3
0.
November 2013 in Sachen
zu beachten haben, mithin wird die Begründung der Verfügung auch den dort aufgestellten Anforderungen zu genügen haben.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen
(vgl. Urteil des Eidg
enössischen
Versicherungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar
2004 E.
6 mit Hinweis auf BGE 11
0 V 57
Erw
. 3a; SVR 1999 IV Nr.
10 S.
28 E. 3), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
5.3
Nach
§ 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) hat
die obsiegende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierig
keit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
)
.
Nach Einsicht in die Kostennote vom
1
5.
Januar 2014
(
Urk.
21
) ist die Ent
schä
di
gung auf
Fr.
1‘989.90
(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) fest
zu
setzen.