Decision ID: b7f87757-ef30-4f46-b02b-c6b903e65984
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
83
,
war seit dem
2
2.
April 20
13
als
Allrounder
bei der
Y._
,
Zürich
, angestellt, als die Arbeitgeberin das Arbeits
verhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist am
1
7.
Oktober 2014
auf den
3
1.
Januar
2015 kündigte (
Urk.
5
/1
7
Ziff.
2-3,
Ziff.
10-11). In der Folge meldete sich d
er
Versicherte am
1
3.
November
201
4
beim Regionalen
Arbeitsvermitt
lungszentrum
(RAV)
Zürich
Badenerstrasse
zum Leistungsbezug an und stellte sich der Arbeitsv
ermittlung zur Verfügung (
Urk.
5
/
15
).
Daraufhin stellte
das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
den
Versicherte
n
mit Verfügung vom
2
4.
Februar
2015 (
Urk.
5
/
7
) wegen ungenügender persönli
cher Arbeitsbemühungen ab
1.
Februar
2015 für die Dauer von
10
Tagen in der Anspruchsberechtigung ein.
Dagegen erhob
der
Versicherte am
7.
März
2015 Einsprache (
Urk.
5
/
8
), welche das AWA mit
Einspracheentscheid
vom
1
5.
April
2015 abwies (
Urk.
5
/
9
=
Urk.
2).
2.
Der
Versicherte erhob am
2
4.
April
2015 gegen den
Einspracheentscheid
vom
1
5.
April
2015
(
Urk.
2) Beschwerde und beantragte sinngemäss, von einer Ein
stellung in der Anspruchsberechtigung sei abzusehen
, eventuell sei die Dauer der Einstellung angemessen zu reduzieren
(S. 1 f.).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Mai 2015 (
Urk.
4
) beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde, was
dem
Beschwerdeführer am
1
5.
Mai
2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
6
).
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach
Art.
17 Abs.1
des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosen
ver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
muss die versicherte Per
son, die
Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zu
stän
digen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu ver
mei
den oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu su
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Be
müh
ungen nachweisen können. Gemäss
Art.
30
Abs.
1
lit
.
c AVIG ist die versi
cherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persön
lich
nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Dieser Einstellungsgrund ist schon
dann gegeben, wenn die versicherte Person vor Eintritt der Arbeitslosig
keit ihren Obliegenheiten nicht nachgekommen ist. Sie hat sich daher bereits wäh
rend der Kündigungsfrist oder bei einem im vornherein befristeten Arbeits
ver
hältnis vor dessen Beendigung von sich aus, das heisst ohne besondere Auffor
derung durch eine Amtsstelle oder Abgabe
eines Merkblattes um einen neuen Arbeitsplatz zu bewerben (BGE 139 V 524 E.
4.2; Urteile des Bundesge
richts
8C_21/2015 vom
3.
März
2015, E.
3.5, und 8C_917/2013 vom
4.
März
2014, E.
2.1
, je mit Hinweisen, sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_271/2011 vom 1
4.
Juni 2011 E.
2.2). Die Pflicht zur Stellensuche dauert auch bei einer
vor
übergehenden Ort- oder Lande
sabwesenheit fort (Urteil des Bundesgerichts 8C_21/2015 vom
3.
März 2015 E. 3.4 mit Hinweis).
1.3
Bei der Beurteilung de
r Frage, ob sich eine versicher
te Person genügend um zu
mut
bare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sonder
n auch die Quali
tät ihrer Bewer
bungen von Bedeutung (BGE
139 V 524 E. 2.1.4, und
124 V 225 E. 4a
je
mit Hinweis
en
).
Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel
mehr auf
die Tatsache und Intensität der
selben (
BGE 124 V 225 E. 6; Urteil des Bundesgerichts C 16/07 vom 2
2.
Februar 2007 E. 3.1
). Die Ar
beitsbemühungen müssen zudem um
so intensiver sein, je weniger Aussicht eine versicherte Per
son hat, eine Stelle zu finden (
vgl.
Barbara Kupfer Bucher, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung,
4.
Auf
lage, Zürich 2013, S. 104).
Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen können zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müssen aber mindes
tens zehn bis zwölf geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachge
wiesen werden (
BGE 139 V 524 E. 2.1.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_917/2013 vom
4.
März 2014 E. 2.2
).
Eine in qualitativer Hinsicht genügende Suchbemühung setzt voraus, dass mit dem möglichen Arbeitgeber tatsächlich ein Kontakt zustande kommt. Ist eine telefonische Kontaktnahme nicht möglich, hat zwingend eine schriftliche Be
werbung zu erfolgen oder die versicherte Person hat selber im Betrieb vorzu
sprechen (Urteil des Bundesgerichts C 275/05 vom
6.
November 2006 E. 3.2). Qualitativ nicht genügend ist die blosse Anmeldung bei einem
Stellenvermitt
lungsbüro
(
vgl.
Barbara Kupfer Bucher
, a.a.O., S.
174 mit Hinweis). Qualifizierte Berufsleuten dürfen zudem ihre Suchbemühungen nur zu Beginn der Arbeitslo
sigkeit auf den bisherigen Berufszweig beschränken (BGE 139 V 524 E. 2.1.3).
1.4
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (
Art.
30
Abs.
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittel
schwerem und 31
bis 60 Tag
e bei schwerem Verschulden (
Art.
45
Abs.
3 AVIV).
2.
2.1
Der Beschwerdegegner begründete seinen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit, dass
der Beschwerdeführer
in der Zeit
ab Erhalt der Kündigung
am 1
7.
Oktober 2014
bis zur Anmeldung zur Arbeitsvermittlung
per
1.
Februar 2015
lediglich
20 persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe, was in quantitativer Hin
sicht den Anforderungen, alles Zumutbare zu unternehmen, um die Ar
beits
losig
keit zu verkürzen, klar nicht genüge.
15 der 20 relevanten
Arbeitsbe
müh
ungen
seien telefonisch oder persönlich erfolgt,
was erfahrungsgemäss ei
nen - im Vergleich zu schriftlichen Bewerbungen - geringeren Aufwand be
deute, wes
halb auch unter diesem Blickwinkel mehr Bewerbu
ngen zu erwarten gewesen wären (S. 3 oben). Weiter hielt der Beschwerdegegner fest, die haupt
sächlich in quantitativer Hinsicht ungenügende Stellensuche lasse sich auch nicht mit dem
Hinweis auf den Ferienbezug oder die erschwerten persönlichen Umstände rech
t
fertigen. Wenn eine versicherte Person während der Kündi
gungsfrist be
zieh
ungsweise Zeit vor Anmeldung zur Arbeitsvermittlung infolge einer priva
ten Disposition oder Obliegenheit zeitlich derart eingeschränkt sei, dass ihr keine oder nicht mehr genügend Zeit für die Stellensuche bleibe oder die für die Stellensuche nötige Infrastruktur nicht zur Verfügung stehe, habe sie den Um
stand der fehlenden oder ungenügenden Arbeitsbemühungen selber zu verant
worten,
mithin
liege
aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht kein ent
schuld
barer Grund vor (S. 3 Mitte). Weder der Ferienbezug noch die Aufenthalte in
Z._
h
ätt
e
n
den
Versicherten von der Pflicht zur
rechts
genüglichen
Stellensuche entbunden. Die vorübergehende Einstellung in der
Anspruchs
be
rech
tigung
für 10 Tage erfolge im Bereich des leichten Verschul
dens und trage somit den konkreten Umständen angemessen Rechnung (S. 3 unten).
2.2
Dagegen machte
der
Beschwerdeführer in
seiner
Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
wie er schon gegenüber dem Beschwerdegegner ausgeführt habe, habe er die
Kündigung am 1
7.
Oktober 2014, am letzten Arbeitstag vor seinen dreiwöchi
gen
Ferien erhalten. Diese Ferien
h
ab
e
er
schon lange geplant. Am
4.
November 201
4
sei
s
ein Sohn geboren
worden
. Aufgrund von Komplikationen
habe
er aber zu
sammen mit
s
einer Freundin für zwei Wochen im Spital
Z._
blei
ben
müssen
.
Er
h
ab
e
am 1
0.
November 2014 wieder zu arbeiten
angefangen
und
sei
jeden Abend nach der Arbeit in Erfüllung
s
einer elterlichen Fürsorge
pflicht nach
Z._
zu
s
einem Sohn und
s
einer Freundin ins Spital gefahren, um
s
eine Freundin etwas zu entlasten. In Anbetracht dieser Umstände erachte
er
die Anzahl
s
einer Stellenbemühungen als durchaus vertretbar.
Zudem
sei
die Beur
teilung der Qualität
s
einer Suchbemühungen nicht zutreffend, da diese stets nur unter Berücksichtigung der Regeln auf dem jeweiligen Arbeitsmarktsegment vor
genommen werden
könne
.
Er
sei
auf Hilfsarbeitertätigkeiten angewiesen und diese
seien
am Effizientesten über Bewerbungen aufs Geratewohl, oder wenn ausgeschrieben, über telefonische Anfragen hin erhältlich
(S. 1 unten)
.
In quan
titativer Hinsicht
könne
nicht der gleiche Massstab angewendet werden, wie bei Personen, die bereits stellenlos
seien
; dies wäre unverhältnismässig und würde eine rechtsungleiche Behandlung beinhalten. Daran vermögen auch die Aus
führungen des Beschwerdegegners nichts zu ändern. Nicht zutreffend
sei
ferner das Vorbringen, dass private Dispositionen oder Obliegenheiten nicht zu be
rücksichtigen
seien
; gerade im Hinblick auf die Feststellung eines
rechtsgenü
genden
Verschuldens und auch hinsichtlich des Grads des Verschuldens
seien
die in der Person liegenden Umstände durchaus zu berücksichtigen. Das Vor
gehen des Beschwerdegegners
sei
nicht einzelfallgerecht und damit willkürlich.
Zusammenfassend liegen mit den 20 getätigten Arbeitsbemühungen genügende Arbeitsbemühungen
vor, sowohl in qualitativer wie auch quantitativer Hinsicht. Damit
liegt kein rechtsgenügendes Verschulden für eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung
vor
(S. 2)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
der
Beschwerdeführer zu Recht für die Dauer von
10
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.
3.
3.1
Wie dargelegt (vorstehend E.
1.2) muss sich die versicherte Person schon wäh
rend der Zeit vor der Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung um Arbeit bemühen. Diese Pflicht ist unter anderem insbesondere während der Kündi
gungsfrist und bei einem befristeten Arbeitsverhältnis mindestens in den drei letzten Monaten zu erfüllen (vgl. Kreisschreiben des Staatssekretariats für Wirt
schaft über die Arbeitslosenentschädigung, AVIG-Praxis ALE, gültig ab
1.
Janu
a
r 2015,
R
z
B314).
Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis am
1
7.
Oktober 2014
auf den
3
1.
Januar
2015 unter Einhaltung der
drei
monatigen Kündigungsfrist (
Urk.
5
/1
7
Ziff.
10-11
)
.
Unbestritten ist, dass
der
Beschwerdeführer in der Zeit von
Ende Oktober 2014
bis Ende
Januar
2015, lediglich insgesamt
20
Arbeitsbemühungen (vgl.
Urk.
6/6) und damit in Anbetracht der gemäss der konstanten Recht
sprechung des Bundesgerichts durchschnittlich geforderten 10 bis 12
Arbeits
bemü
hungen
pro Monat (vgl. vorstehend E.
1.3)
- was bezogen auf den hier mass
gebenden Zeitraum zwischen 32 und 39 Bemühungen entspricht -
in quan
ti
ta
tiver Hinsicht ungenü
gende Arbeitsbemühungen nachgewiesen hat.
Selbst wenn die massgebende Zeit um die vom Beschwerdeführer angeführten drei Ferien
wochen plus, damit überlappend, die Zeit der Spitalpflege seines Sohnes ver
kürzt,
beträgt der Richtwert mit 25-30 Bewerbungen noch immer deutlich mehr, als was der Beschwerdeführer vorweisen kann.
3.2
Hieran
vermögen weder die Ferien des Beschwerdeführers noch
die Geburt seines Sohnes und der damit zusammenhängende zweiwöchige Spitalaufenthalt seiner Freundin (vgl.
Urk.
1 S.
1) nichts zu ändern.
Der Beschwerdeführer muss sich entgegen halten lassen, dass die Rechtsprechung davon ausgeht, dass selbst bei einer Landesabwesenheit nicht von der Pflicht entbindet,
sich um Arbeit zu bemühen, zumal es mit den heutigen Kommunikationsmitteln (Internet, E-Mail etc.) und Personalvermittlungsagenturen grundsätzlich möglich und zumutbar ist, sich auch vom Ausland aus für eine neue Arbeitsstelle zu bewerben (ARV 2005 S. 58, C 208/03, E.
3.2,
vgl. auch
vorstehend E.
1.2).
Selbst unter Berück
sichtigung der privaten Dispositionen und Obliegenheiten des Beschwerde
führers verblieben
noch knapp drei Monate zur Vornahme von
Arbeitsbe
müh
un
gen
.
In dieser Zeit tätigte der Beschwerdeführer dennoch lediglich insgesamt 20 Stellenbemühungen
.
Selbst
der Umstand, dass der Beschwerdeführer bis zum
Eintritt der Arbeitslosigkeit noch seiner
Arbeitstätigkeit bei der
Y._
nachging, vermag nichts daran zu ändern, dass er grundsätzlich
mindestens zehn Arbeitsbemühungen pro Monat hätte nachweisen müssen. Denn
von einer versicherten Person kann – im Rahmen der ihr obliegenden
Schaden
minde
rungspflicht
(
Art.
17
Abs.
1 AVIG) – erwartet werden, dass sie jeweils auch abends
oder an den Wochenenden Arbeitsbemühungen unter
nimmt
be
ziehungs
weise Bewerbungen verfasst und versendet.
Zu berücksichti
gen ist auch
, dass von einer Hilfskraft indes im Vergleich zu einer spezialisier
ten Arbeitskraft wesens
gemäss mehr Bewerbungen vorgenommen werden (vgl
. dazu
BGE
139 V 524 E.
4.2)
.
Schliesslich ist
nicht unbeachtlich
, dass gesamthaft 15 von den insgesamt 20
Arbeitsbemühungen telefonisch erfolgt sind. Gemäss Rechtsprechung können
s
olche Blindbewerbungen durchaus sinnvoll sein. Sie dienen der Abklärung, ob eine Stelle frei ist. Indessen haben sich die Versicherten in erster Linie um ausgeschriebene und damit offene Arbeitsge
legenheiten zu bemühen (Urteil des Bundesgerichts
C 199/05
vom 2
9.
September
2005 E. 4.2.3
mit Hinweisen), bei welchen die Erfolgsaussichten auf einen Vertragsabschluss erheblich grösser sind.
Im Übrigen
ist darauf hinzuweisen
, dass a
llfällige Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt umso intensivere Bemühungen der versicherten Person
erfordern, wobei es nicht auf die Erfolgsaussichten, sondern auf die Intensität der
Stel
len
suche
ankommt (BGE 124 V 234 E. 6). Wenn nötig, ist auch ausserhalb des bisherigen Berufs Arbeit zu suchen (BGE 120 V 76 E. 2).
3.3
Indem
der Beschwerdeführer
in der
über
dreimonatigen
Periode zwischen der Kündigung und dem Beginn der Arbeitslosigkeit lediglich
20
- anstelle der von der Rechtsprechung üblicherweise geforderten zehn bis zwölf Bewerbungen je Kontrollperiode (BGE 139 V 524 E. 2.1.4) - Stellenbemühungen tätigte, nahm
er
das Risiko, später Arbeitslosenentschädigung in Anspruch nehmen zu müssen, in Kauf.
Folglich ist nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen vor Ein
tritt der Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.
4.
Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 10
Tagen
liegt im
mittleren bis
oberen
Bereich des leichten Verschu
ldens (vgl. vor
stehend E.
1.4)
.
In Anbetracht dessen, dass der in den
Verwaltungswei
s
ung
en
des SECO als Richtlinie enthaltene Einstellraster (Einstellraster fü
r KAST/RAV,
AVIG-Praxis ALE,
Rz
D72 [vom Oktober 2011])
für
ungenügende
Arbeitsbe
mühungen
bei über dreimonatiger Kündigungsfrist
neun
bis
zwölf
Einstelltage
vorsieht
(1.
A
/3)
, den Bestrebungen der Verwaltung bez
iehungsweise der Ver
sicherer beziehungsweise der Versicherer,
die darauf abzielen, durch interne Weis
ungen, Richtlinien, Tabellen, Skalen
usw.
eine rechtsgleiche Behandlung der Versicherten zu gewährleisten
, Rechnung zu tragen ist (Urteil des Bundes
gerichts
C 351/01
vom 2
1.
Mai
2002 E.
2b/
aa
)
und
der
Sozialversicherungs
richter
schliesslich
sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Verwaltung setzen darf (BGE 114 V 315 E. 5a mit Hinweisen),
ist
die
vom Beschwerdegegner
verfügte
Einstellung in der
Anspruchsberechtigung im Um
fang von
10
Tagen
nicht zu beanstanden
und erscheint als angemessen
.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.