Decision ID: 060b6c60-6c0d-4b5a-8548-f519095c02ae
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1952, gelernter Maler, meldete sich unter Hinweis auf gesundheitliche Beeinträchtig
ungen des Rückens und der Beine
am 1
7.
Juni 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
8/1
Ziff.
5.3,
Ziff.
6.2-3)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
ni
sch
e und erwerbliche Situation ab und verneinte nach
ergangenem Vorbe
scheid (
Urk.
8/16) mit Verfügung vom
4.
März 2013 einen Anspruch des Versi
cherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
8/17 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob
gegen die Verfügung vom
4.
März
2013 (
Urk.
2)
am 1
1.
März 2013 direkt bei der IV-Stelle
Beschwerde und
beantragte sinngemäss Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
1/1
-2,
Urk.
3)
. Mit Beschwerdeant
wort vom 2
7.
Mai 2013 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6),
was dem Beschwerdeführer am 1
7.
Juni 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf
eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversi
cherung; IVG
).
1.3
Die Rente der Invalidenversicherung ist grundsätzlich eine Erwerbsausfall-Ver
sicherungsleistung. Versichert ist nicht der Gesundheitsschaden an sich, sondern
der durch den Gesundheitsschaden verursachte Verlust der Erwerbsmöglichkeit (
Art.
1a lit. b IVG;
Art.
7
Abs.
1,
Art.
8
Abs.
1 ATSG)
. Umgekehrt deckt die In
validenversicherung nur diejenigen Erwerbsverluste ab, die durch Gesundheits
beeinträchtigungen verursacht sind, nicht Einbussen, die auf andere Gründe (z.B. wirtschaftliche, persönliche usw.) zurückzuführen sind. Der Invaliditätsgrad wird deshalb bei Erwerbstätigen so bestimmt, dass das Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsbeeinträchtigung erzielen könnte, demjeni
gen Einkommen gegenübergestellt wird, das er nach Eintritt des Gesundheits
schadens erzielt bzw. bei zumutbarer Tätigkeit erzielen könnte (
Art.
16 ATSG;
Art.
28a
Abs.
1 IVG). Die Erwerbsinvalidität hängt somit nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potenzials beziehungsweise des funktionellen Leistungsver
mögens als solchem ab, sondern von der effektiven, gesundheitlich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen. Nützte der Versicherte im Gesundheitsfall sein wirtschaftliches Potenzial nicht voll aus, so ist dieser nicht verwertete Teil der Erwerbsfähigkeit nicht versichert. Denn wenn jemand vor Eintritt des Gesund
heitsschadens aus gesundheitsfremden Gründen nur ein sehr geringes, nicht existenzsicherndes Einkommen erzielt hat und nach Eintritt des Gesundheits
schadens immer noch ein Einkommen in unveränderter Höhe erzielen könnte, so ist nicht der Gesundheitsschaden ursächlich für eine allfällige tatsächliche Einkommenseinbusse; kausal sind vielmehr die (nicht bei der Invalidenversi
cherung versicherten) wirtschaftlichen oder persönlichen Umstände, die bereits beim Gesunden die Erzielung eines höheren Einkommens verhindert haben (BGE 135 V 58 E. 3.4.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihre
Verfügung (
Urk.
2) damit, dass
beim Beschwerdeführer in
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit eine Arbe
itsfähigkeit von 100
%
bestehe.
In ihrer Vernehmlassung vom 2
7.
Mai 2013
(
Urk.
6)
führte sie
aus
, dass der Beschwerdeführer mindestens seit dem Jahr 2004 durchgehend nichter
werbstätig gewesen sei.
Da der Gesundheitsschaden erst seit Juni 2010 eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit bewirke,
könne mit überwiegender Wahrscheinlic
hkeit angenommen werden, dass der Beschwerdeführer
heute auch ohne den Gesundheitsschaden nicht erwerbstätig wäre
,
oder zumindest
nicht gesundheitliche Gründe zum Erwerbsausfall führten. Der Erwerbsausfall sei folglich nicht durch die Invalidenversicherung abzudecken
(S. 1 f.)
.
Da der Beschwerdeführer
zudem
seit dem Jahr 2004 obdachlos sei, gebe es keine Anhaltspunkte
dafür
, ihn
als zu 100
%
im Haushalt Tätigen
zu qualifizie
ren (S.
2
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, er sei damit nicht einverstanden. Er könne sich nicht mehr bücken und keine Ge
wichte mehr heben. Für den Haushalt
brauche
er eine Raumpflegerin und
er
benötige Hilfe
für die Wäsche
.
3.
3.1
Die Ärzte der Klinik für Ohren-, Nase
n-, Hals- und Gesichtschirurgie des Y._
stellten in ihrem Bericht vom
7.
Juni 2011 (
Urk.
8/4/10-11) folgende Diagnosen (S. 1):
glottisches Larynxkarzinom rechts
Status nach erweiterter Chordektomie im April 2003
Status nach Kontroll-Mikrolaryngoskopie ohne Anhaltspunkte für Tumorwachstum am 2
0.
Februar 2006
Status nach oberer Panendoskopie in Narkose am 1
6.
Januar 2007 ohne Anhaltspunke für Tumorwachstum
Otitis media chronica simplex links
Status nach Tympanoplastik links am 1
6.
Dezember 2005
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer habe sich bei ihnen für eine er
neute Kontrolle bei
einem
Status nach Larynxkarzinom und eigentlich abge
schlossener Tumornachsorge gemeldet. Anamnestisch sei die Stimme unverän
dert. Das Gewicht sei schwanken
d
, wobei der Beschwerdeführer wegen eines Unfalls mehrfach hospitalisiert gewesen sei. Weiterhin lägen ein persistierender Nikotinabusus
von etwa 10 Zigaretten pro Tag
und ein regelmässiger Alkohol
kon
sum
vor
(S. 1)
.
Aktuell sei der Beschwerdeführer weiterhin klinisch lokore
gionär tumorfrei (S. 2).
3.2
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Orthopädie und für Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seinem Verlaufsbericht vom 1
1.
Juli 2011 (
Urk.
8/4/16) nach gleichentags durchgeführter Untersuchung
des Beschwerde
führers
aus, es zeige sich
nach Knie-Totalendoprothese (TP)
links vom Januar 2011 ein komplikationsloser Verlauf. Der Beschwerdeführer sei stockfrei und nur mit geringen Beschwerden mobil. Die Schmerzmedikamente würden nur noch bei Überbelastung eingenommen. Es hätten sich ein flüssiges
hink
freies Gangbild und reizlose Haut-/Weichteil- und Narbenverhältnisse im Bereich des
linken Kniegelenkes bei gerader Beinachse gezeigt. Die Beweglichkeit sei nahezu frei. Der Beschwerdeführer sei aufgefordert worden, sich in einem Jahr noch
mals zu einer radiologischen Verlaufskontrolle vorzustellen.
3.3
Die Ärzte des
A._
stellten in ihrem nach Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 2
9.
September bis
1.
Oktober 2011 verfassten Austritts
be
richt vom
1.
Oktober 2011 (
Urk.
8/4/6-7) folgende Diagnosen (S. 1):
commotio cerebri mit Rissquetschwunde hochparital lin
k
s
Hyponatriämie
Leukopenie
C2-Abusus
Statu
s nach Larynxkarzinom
rechts
Sta
t
us nach Pneumo
kokkenseps
is bei Pneumonie beidseits
,
Mai 2003
Stigmadivertikulose
Steatosis Hepatis
Cholezystolithiasis
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei am 2
9.
September 2011 mit der Sanität auf den Notfall gebracht worden. Er habe am Abend in einen leeren Zug steigen wollen und sei dann nach hinten mit dem Hinterkopf auf die Gleise ge
fallen. Er habe selber angegeben, dass ihn sechs Polizisten aus dem Zug gewor
fen hätten. Er sei bewusst
los
gewesen, wie lange sei unklar. Er habe
angegeben
,
1
.
5 Liter Wein getrunken zu haben. Er
sei vom Lo
kführer gefunden worden und sei bei Bewusstsein gewesen. Bei Eintritt sei computertomographisch eine
intra
kranielle
Blutung oder ossäre Läsion ausgeschlossen worden. Die Hospitalisation habe sich problemlos gestaltet
,
und der Beschwerdeführer habe in gebessertem Allgemeinzustand am
1.
Oktober 2011 entlassen werden können
(S. 1).
3.4
Dr.
med.
B._
,
Facharzt
FMH für Nephrologie und für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom
2.
Juli 2012 (
Urk.
8/4/1-4) fol
gende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronisches lumbovertebrales Syndrom
Knieschmerzen beidseits
Gastritis
Dr.
B._
führte
aus, der Beschwerdeführer sei seit Juni 2010 bei ihm in Behand
lung und die letzte Kontrolle habe am
2.
Juli 2012 stattgefunden (
Ziff.
1.2). Der Beschwerdeführer leide an chronischen Rücken- und Knie
schmer
zen. Er könne keine Gewichte mehr heben. Die Prognose sei bei chroni
schem Verlauf schlecht (
Ziff.
1.4). Zur Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausge
übten Tätigkeit führte
Dr.
B._
aus,
der Beschwerdeführer habe vor 10 Jahren zum letzten Mal gearbeitet (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7). Auch eine angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer seit 10 Jahren nicht mehr zumutbar (
Ziff.
3).
3.
5
Dr.
med.
C._
, Facharzt
FMH für Allgemeine Medizin,
Regionaler Ärzt
licher Dienst (RAD),
führte in seiner Stellungnahme
vom 1
2.
November 2012 (
Urk.
8/14/2-3) aus,
der Hausarzt habe als Diagnosen ein chronisches lum
bovertebrales Syndrom, beidseitige Knieschmerzen, eine Gastritis, einen C2-Abu
sus und einen Sta
tus nach Larynx-Karzinom rechts mit
Operation im Jahr 2003
und
mit tumorfreier Kontrolle im Jahr 2011 genannt. Aus den Unterlagen sei ersichtlich, dass eine
Knie-
TP
links
im
Januar 2011 eingesetzt worden sei, bei Kontrolle am 1
1.
Juli 2011 mit gutem Resultat.
Dr.
C._
führte aus, der Beschwerdeführer
sei
für ganz leichte angepasste Tätigkeiten als arbeitsfähig
anzu
sehen.
Auch im Haushalt, wo er seine Arbeiten einteilen könne, sei keine relevante Einschränkung zu erwarten.
Dagegen sei i
n der frühe
r erlernten Tätigkeit als Maler von
eine
r
hohe
n
Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
auszugehen
.
In seiner Stellungnahme
vom 2
4.
Mai 2013 (
Urk.
7/2)
führte
Dr.
C._
aus,
Dr.
B._
behandle den Beschwerdeführer erst seit Juni 2010 und gebe aber eine seit 10 Jahren bestehende Arbeitsunfähigkeit
an.
Die den Akten zu entnehmende Chordektomie bei Larynxkarzinom im April 2003 habe zu keiner länger dauernden Arbeitsunfähigkeit geführt. So seien bei der Kontrolle im Jahr 2005 keine relevanten Probleme erwähnt worden.
Im Bericht vom
6.
Juli 2011 sei noch von HIV die Rede mit Medikamenten-Mal-Compliance.
Es bleibe unklar, seit wann der Beschwerdeführer HIV-positiv sei.
Der Beginn einer relevanten Einschränkung sei schwer zu bestimmen. Da be
züg
lich des Zustandes
vor Juni 2010 keine Akten vorlä
gen, welche eine rele
vante Einschränkung zeigten, sei der Beginn der relevante
n
Arbeitsunfähigkeit auf
Juni 2010 festzusetzen.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte
sich in ihrer leistungsverneinenden Verfügung auf die Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
C._
v
om November
2012 respek
tive Mai
2013
(vorstehend E. 3.
5
)
ab. Dieser ging nach Würdigung der Akten von
einer ausgewiesenen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten
Tätigkeit ab Juni 2010 aus und erachtete eine leichte behinderungs
angepasste Tätigkeit für vollumfänglich zumutbar
.
4.2
Dieser Einschätzung kann gefolgt werden. So liegen keine medizinischen
Berichte vor, welche auf eine andere Einschätzung als
auf
diejenige von
Dr.
C._
schliessen lassen würden.
Dr.
B._
begründete
im Juli 2012 (vorstehend E. 3.
4
) in keinerlei Hinsicht, wes
halb der Beschwerdeführer rückwirkend für die letzten 10 Jahre in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht arbeitsfähig gewesen sein soll. Wie
Dr.
C._
ausführte, war der Beschwerdeführer erst seit Juni 2010 bei
Dr.
B._
in Behandlung und frühere medizinische Berichte
, welche eine längerdauernde vollumfängliche
Arbeitsunfähigkeit bestätigen würden, liegen nicht vor.
So lässt sich weder dem von
Dr.
B._
eingereichten Operations
bericht vom Dezember 2005 betreffend eine Tympanoplastik links (
Urk.
8/4/5), noch den Abklärungsberichten betreffend die Gastritis
oder betreffend das La
rynxkarzinom (
Urk.
8/4/8-
15,
Urk.
8/4/17-18
,
Urk.
8/13
) eine allfällige
länger
dauernde relevante
Arbeitsunfähigkeit entnehmen.
Nach einer im Januar 2011
erfolgten Knie-
TP berichtete
Dr.
Z._
im Juli 2011 (vorstehend E. 3.
2
)
von einem erfreulichen Verlauf bei nahezu freier Be
weglichkeit und attestierte ebenfalls keine Arbeitsunfähigkeit.
Auch
dem Aus
trittsbericht des
A._
vom Oktober 2011 (vorstehend E. 3.
3
) ist keine attestierte Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen.
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass eine
längerfristige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit vor
Behandlungsbeginn bei
Dr.
B._
nicht ausge
wiesen ist und aus den entsprechenden fachärztlichen Berichten keine Hinweise dafür zu entnehmen sind, weshalb eine behinderungsangepasste Tätigkeit ge
sundheitsbedingt nicht möglich sein sollte.
4.3
Bezüglich der
vom Beschwerdeführer geltend gemachten Einschränkungen im Haushalt (vorstehend E. 2.2) ist zu beachten, dass er g
emäss Angaben des Sozi
alamtes
vom 2
3.
Mai 2013 (
Urk.
7/1)
seit etwa dem Jahr 2004 auf der Strasse
ge
lebt
hab
e und s
eit kurzem
in einem Hotel
habe
untergebracht werden
könn
e
n
.
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte (vorstehend E. 2.1) besteht da
her kein Anlass
,
den Beschwerdeführer als im Haushalt Tätigen zu qualifizieren, oder diesbezüglich weitere Abklärungen zu
unternehmen
,
zumal den medizini
schen Akten
auch
keine relevanten Einschränkungen
betreffend die Haushalts
führung
zu entnehmen sind.
4.4
Auf Grund des Gesagten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seiner ursprünglich gelernten Tätigkeit als Maler in relevantem Masse einge
schränkt ist. In einer behinderungsangepass
ten leichten Tätigkeit ist jedoch von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
5.
5.1
Wie in Erwägung 1.3 unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts ausgeführt, ist durch die Invalidenversicherung nicht der Gesundheitsschaden an sich versichert, sondern dasjenige Einkommen, welches vor Eintritt des Ge
sundheitsschadens generiert wurde und nun aufgrund des Gesundheitsschadens nicht mehr erzielt werden kann. Da der Beschwerdeführer sein wirtschaftliches
Potenzial vor ausgewiesener Erkrankung im Juni 2010
gemäss Auszug aus dem individuellen Konto
(
Urk.
8/5) schon seit dem Jahr 2004
nicht
mehr
ausgenützt hat,
kann
der Beschwerdegegnerin folgend davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer auch heute ohne Gesundheitsschaden nicht erwerbstätig wäre.
Damit
ist seine nicht verwertete Erw
erbsfähigkeit nicht versichert
, wes
halb er keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
5.2
Mithin
erging die
leistungsverneinende
Verfügung vom
4.
März 2013
zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Be
schwerdeführer aufzuerlegen.