Decision ID: 69a60894-c9fa-5d2f-8285-34b618e08523
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, war seit dem 1
5.
April 1979
mit einem Pensum von 100
%
als Primarschullehrer bei der
Y._
angestellt
und zusätzlich mit dem
Kustodenamt
"Lehrmittel, Schul- und Verbrauchsmaterial" betraut
(
Urk.
8/1/1
,
8/6/4
und
8/17
).
Er erkrankte am
2.
März 2013
und suchte
am
6.
März 2013 seinen Hausarzt auf,
welcher
ihn
auf
grund
des
Nachweises
vergrünender
Streptok
okken
in den Blutkulturen
bis zum 1
5.
März
2013 mit Antibiotika behandelte (
Urk.
8/15/2
und 8/15/14
).
Trotzdem verschlech
terte sich der
Gesundheitszustand
des Versicherten weiter.
Am
18.
März 2013
wurde der Versicherte
notfallmässig
ins
Z._
über
wiesen, wo
die Ärzte
ein
en subakuten
anterioren
Myokardinfarkt diagnostiziert
en
(Urk.
8/15/13)
.
A
m 19.
März 2013
wurde
im
A._
ein Koronarangio
gra
phie durchgeführt
.
Anschlies
send
wurde der Versicherte
bis
zum
2
7.
März 2013
stationär i
m
Z._
weiterbehandelt, wo er eine orale Antikoagulation mit
Marcoumar
erhielt
(Urk.
8/15/13)
.
Am 10.
Juni 2013 wurde
im
A._
der proximale RIVA
rekanalisiert
und
dem Versicherten
ein Stent eingesetzt
(Urk.
8/15/6-7)
.
Die weitere ambulante
kardiologische
Nachbetre
u
ung
fand im
Z._
statt
(
Urk.
8/15/1
und 8/15/18-28
)
.
Die dortige Kardiologin überwies den
Versicherte
n
wegen
psychischer Beschwerden
an
PD
Dr.
med.
PhD
B._
, Facharzt
FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie,
welcher im Oktober 2013 eine ambulante psychiatrische Behandlung aufnahm
(
Urk.
8/20/2
)
.
1.2
N
ach erfolgter Früherfassung (
vgl.
Urk.
8/1-4)
machte der Versicherte mit
Anmeldung
zum Leistungsbezug
vom
28
.
November 2013 bei der Sozial
versiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
geltend
,
e
r
leide
an einer beeinträch
tigten Herzleistung und an psychischen Beschwerden
(
Urk.
8/
6-7
).
Die IV-Stelle tätigte darauf
erwerbliche (Urk
.
8/13
, 8/17 und 8/18
) und medizinische (
Urk.
8/15
und
8/20
)
Abklärungen
.
Am 1
6.
Mai 2014 gab
sie
bei
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag (
Urk.
8/21-22), das am 2
2.
August 2014 erstattet wurde (
Urk.
8/26).
Mit Vorbescheid vom
1
3.
Oktober 201
4
stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung seines Leistungsbegehrens
in Aussicht (
Urk.
8
/
28
). Dagegen liess er Einwand erheben (
Urk.
8/32
und 8/38
)
und
weitere medizinische Unterlagen
ein
reichen
(
Urk.
8/37
/1-14
)
.
Am
1
3.
Januar 2015 teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter des Versicherten
schriftlich
mit, sie
übernehme
die Kosten für eine polydiszipli
näre medizinische Untersuchung
, da zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizi
nische Untersuchung (Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Psychiatrie und Neuropsychologie) erforderlich sei (
Urk.
8/
44). Mit Eingabe vom 22.
Januar 2013
lehnte dieser eine
erneute psychiatrische Begutachtung ab, da es sich hierbei um die unzulässige Einholung einer „
second
opinion
“ handeln würde (
Urk.
8/45). Es folgte ein schriftlicher Austausch über die kontroversen Standpunkte (Urk.
8/46 und 8/47). Am 1
9.
März 2015 wurde der Auftrag nach dem Zufallsprinzip der
D._
zugeteilt (
Urk.
8/49). Mit Schreiben vom 2
3.
März 2015 gab die IV-Stelle
dem Versicherten
die Abklärungsstelle und die Namen der Gutachter der einzelnen Fachdisziplinen bekannt
. Überdies
wies
sie
darauf hin, triftige Einwen
dungen gegen einen oder mehrere der
genannten Gutachter
seien
bis zum 3.
April 2015
schriftlich einzureichen
(
Urk.
8/51). Am 2
5.
März 2015 wurde von Seiten des Versicherten erneut eine weitere psychiatrisc
he Begutachtung abgelehnt (Urk.
8/52). Die IV-Stelle hielt darauf mit Verfügung vom 1
0.
April 2015 an der Begutachtung und
an
den ausgewäh
lten Fachdisziplinen fest (Urk.
8/63). Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
8/68/3-16) wies das Sozialversicherungs
ge
richt mit Urteil IV.2015.00
521 vom 2
7.
August
2015 ab (Urk.
8/74).
Am 1
8.
Januar 2016 erstattete die
D._
ihr Gutachten (
Urk.
8/82).
Dieses wurde dem Rechtsvertreter des Versicherten mit Schreiben vom 1
5.
April 2016 zugestellt (
Urk.
8/88). Mit Vorbescheid vom 2
9.
April 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten ab dem
4.
Juni 2014 eine
Viertelsrente
in Aussicht (
Urk.
8/92). Dagegen liess er Einwand erheben (
Urk.
8/95 und 8/97). Mit Verfügung vom 20. Dezember 2016 sprach
d
ie IV-Stelle
dem Versicherten
wie angekündigt ab Juni 2014 eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
2 und 8/103).
2.
Gegen die Verfügung vom
20. Dezember 2016
erhob
der Versicherte
, vertreten durch Rechtsanwalt Tobias
Figi
,
mit Eingabe vom
2
4.
Januar
201
7
(
Urk.
1)
Beschwerde
. Er beantragte
, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es
sei ihm spätestens ab dem
1.
März 2014 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutrales
bidisziplinäres
Gutachten
betreffend die
Fachbe
reiche Kardiologie und Psychiatrie einzuholen (
Urk.
1 S. 2)
.
Am 2
6.
Januar 2017 wurde ein Bericht über eine kardiologische Untersu
chung im
Z._
am 5.
Dezember 2016 eingereicht (
Urk.
4 und 5).
Die IV-Stelle schloss am
2.
März 2017
auf A
bweisung der Beschwerde (
Urk.
7
). Davon
wurde dem Beschwerdefüh
rer mit Verfügung vom
6.
März 2017
Kenntnis
gegeben
(
Urk.
9
).
Mit Verfügung vom
1.
Juni 2018 wurde die Pensionskasse des Beschwerdeführers, die BVK Per
sonalvorsorge des Kantons Zürich (im Folgenden: BVK) zum Prozess beigeladen (
Urk.
10). Diese verzichtete am
6.
Juli 2018 auf eine Stellungnahme (
Urk.
11). Davon wurde den Parteien mit schriftlicher Mitteilung vom
9.
Juli 2018 Kenntnis gegeben (vgl.
Urk.
12).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
und die im Beschwerde
verfahren neu eingereichte Unterlage (
Urk.
5)
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen
guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281
E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesge
richt stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest
stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Lei
dens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2
; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3
).
Verlauf und Ausgang von Therapien stellen wichtige Schweregradindikatoren dar. Es ist Aufgabe des medizinischen Sachverständigen, nachvollziehbar aufzu
zeigen, weshalb trotz (leichter bis) mittelschwerer Depression und an sich guter Therapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle Leistungseinschränkun
gen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 143 V 409 E. 4.5.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1).
1.5
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder
auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als
chronifiziert
gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 3.1).
1.6
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikat
oren (BGE 143 V 418, 143 V 409,
141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.7
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Zur Begründung der angefochtenen Verfügung wurde ausgeführt, der Versicherte sei seit März 2013 in seiner Arbeitsfähigkeit
erheblich
eingeschränkt.
Die Anmel
dung zum Leistungsbezug sei erst am
3.
Dezember 2013 bei der IV-Stelle einge
troffen, weshalb dem Versicherten frühestens ab
dem
3.
Juni 2014 Rentenleistun
gen ausgerichtet werden könnten. Bereits seit Ablauf des Wartejahrs sei dem Ver
sicherten die
angestammte Tätigkeit wieder
mit einem Pensum von 60
%
zumut
bar. Dementsprechend führte die IV-Stelle einen Einkommens
vergleich durch, bei dem sie einen Invaliditätsgrad von 40
%
ermittelte,
welcher
einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
begründe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber
liess der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
den Standpunkt ver
treten,
er sei nach wie vor lediglich zu 30
%
arbeitsfähig.
D
as
Gutachten der
D._
sei unvollständig, widersprü
chlich und formell mangelhaft.
Es sei daher nicht verwertbar.
Selbst wenn jedoch darauf abgestellt werden könne, so
hätte er
zumindest
vom
1.
März 2014
bis Ende Februar 2015
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
Es sei zu
berücksichtigen
, dass
er sich bereits am 5.
Juni 2013 zur Früherfassung an
g
emeldet habe (
Urk.
1).
Ferner sei der Einkommens
vergleich
der Beschwerdegegnerin
nicht korrekt, da der Beschwerdeführer sein
Kustodenamt
bereits im Jahr 2013 habe niederlegen müssen (
Urk.
4).
3.
Vorab ist zu bemerken, dass die Anmeldung zum Leistungsbezug erst am
3. Dezember 2013 bei
der Beschwerdegegnerin eintraf (
vgl.
Urk.
8/6
und das Aktenverzeichnis
; vgl. auch
Urk.
8/7 und 8/10). Es wurde nie behauptet, der
Beschwerdeführer habe
seine
Anmeldung vom
2
8.
November 2013
noch
vor Dezember 2013 der Post übergeben
(vgl.
Urk.
1
, 8/32, 8/38
, 8/95
und
8/97
, ins
besondere
Urk.
1 S. 18
und 8/97/15
)
.
Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist
daher
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen,
die Anmeldung sei erst im Dezember 2013
erfolgt
,
ansonsten
die Sendung
die Beschwerdegegne
rin
eher
erreicht hätte
.
Es kann
somit
frühestens ab dem
1.
Juni 2014
ein Ren
tenanspruch entstanden sein (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG
; vgl. auch
Art.
29 ATSG
).
Daran vermag entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auffassung (
Urk.
1 S. 18)
auch nichts zu ändern, dass sich der Beschwerdeführer
bereits
am
5.
Juni 2013 zur Früherfassung angemeldet hatte (
Urk.
8/1
).
Eine
derartige Anmeldung stellt
keine offizielle Anmeldung bei der IV im Sinne von
Art.
29 ATSG dar (vgl.
das
Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_463/2014 vom 9.
September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
Die Beschwerde ist folglich ohne weitere Prüfung abzuweisen, soweit mit ihr für die Zeit vom
1.
März bis
zum 3
1.
Mai
2014
eine g
anze Invalidenrente beantragt wu
rd
e
(vgl. Urk. 1 S.
2).
4
4
.1
Im Austrittsbericht des
Z._
vom
4.
April 2013 wurden
die
folgen
de
n
Diagnosen
aufgeführt
(
Urk.
8/15/13):
1.
Subakuter Vorderwandinfarkt bei koronarer 1-Gefässerkrankung
-
ostial
verschlossene RIVA, grenzwertige
Intermediäraststenose
(
Koro
19.03.2013,
A._
)
-
mittelschwer eingeschränkte systol
ische Funktion bei
antero
-apika
ler Akinesie und apikalem Thrombus, EF 40
%
-
cvRF
: arterielle Hypertonie, pos. FA, Nikotin (20 PY)
2.
Reaktive leichte depressive Episode
-
DD: Anpassungsstörung
3.
Sigmadivertikulitis
-
Wachstum
vergrünender
Streptokokken in aerober BK vom 15.03.2013, DD: Kontamination
-
anbehandelt
mit
Ciproxin
bis 15.03.2013
4.
Dyseptische
Beschwerden
-
DD:
Refluxösophagitis
,
Antrumgastritis
5.
Arterielle Hypertonie.
4
.2
Am
8.
Mai 2013
fand
im
A._
eine kardiale m
agnetresonanz
tomogra
phi
sche
Untersuchung statt
. Diese ergab einen normal dimensionierten
linken
Ventrikel mit mittelschwer eingeschränkter systolischer Funktion
,
EF 42
%
.
Ein Thrombus war nicht mehr nachweisbar. Der rechte Ventrikel war morpholog
isch und
funktionell unauffällig. Es zeigte sich eine teilweise
viable
Vorderwand
(
Urk.
8/15/8).
4
.3
Wege
n der festgestellten
Viabilitäts
störung
wurde
am 1
0.
Juni 2013 im
A._
eine Re-Koronarangiografie durchgeführt
. Es wurde
erfolgreich der RIVA
rekanalisiert
und ein Stent eingesetzt.
Im
gleichentags erstellten
Austrittsbericht der medizinischen Überwachungsstation
wurde
n die bereits
bekannten Diagnosen
und
eine eingeschränkte Ejektionsfraktion von 35
%
vermerkt. Ein Thrombus sei auch aktuell nicht mehr nachweisbar
(
Urk.
8
/15/6
-7
und 8/15/9-10
).
4
.
4
Im Auftrag
der BVK
wurde der
Versicherte
am 1
4.
Januar 2014
durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt
FMH
für Innere Medizin, spez. Herz-, Kreislaufkrankheiten, untersucht
(
Urk.
8/68/2
3
)
. Dieser hielt in seinem Gut
achten vom
8.
April 2014 (
Urk.
8
/
68/22-34
) eine koronare 1-Gefässerkrankung (mit mittelschwer einge
schr
änkter systolischer linksventri
kulärer Funktion bei
antero
-apikaler Hypo-/Akinesie,
EF
35
%
), eine arterielle Hypertonie und
den
Verdacht auf
eine
gest
örte
Glucosetoleranz
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
fest (Urk.
8
/68/3
1-33
).
Dr.
E._
zog in Betracht, es sei dem Versicherten gelungen, nach den Sommer
ferien 2013 seine Berufstätigkeit mit einem Pensum von 30
%
wiederaufzuneh
men. Seit dem
6.
Januar 2014 bewältige er ein Arbeitspensum von 45
%
. Nun zeige sich, dass der Versicherte an seiner oberen Leistungsgrenze angelangt sei. Nach wie vor bestünden eine ausgeprägte Müdigkeit, rezidivierend auftretende Erschöpfungszustände und ein deutlich erhöhtes Schlaferholungs
bedürfnis. Die laborchemischen Param
e
ter, welche über die Herzl
e
istung sowie das allfällige Vorliegen einer Herzinsuffizienz
Auskunft
gäben
(Pro-BNP), hätten sich
i
m Ver
lauf
von
hochpathologischen Werten
aus
sukzessive zurückgebildet. Sie
seien aber aktuell immer noch im pathologischen Bereich, was die latente Linksherzin
suffizienz bei doch deutlich eingeschränkter linksventrikulärer systolischer G
l
o
balfunktion bestätige (
Urk.
8/68/31).
Bekanntlich zeige eine eingeschränkte linksventrikuläre systolische Globalfunk
tion im Ausmass von 30-35
%
eine reservierte Prognose bezüglich ka
rdio
vasku
lärem Outcome/Überleben. Mit dem aktuellen Entscheid, die berufliche Leistungs
fähigkeit nicht über 45
%
zu steigern, werde einerseits eine neuerliche Dekom
pensation vermieden, andererseits sei es dem Versicherten doch noch möglich, weiterhin beruflich tätig zu sein, was eine optimale Lösung darstelle. Der Ver
sicherte sei bleibend zu 55
%
berufsunfähig einzustufen (Urk.
8/68/32
).
4
.
5
A
ls Leitende Ärztin des
Z._
hielt
Dr.
med.
F._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Kardiologie, in einem
Bericht vom 1
0.
Februar 2014 fest,
der Versicherte sei
am 2
9.
Januar 2014
letztmals zur Konsultation erschie
nen. Nebst
der koronaren 1-
Asterkrankung mit Status nach subakutem
anterio
rem
STEMI
am 19. März 2013, mittel
schwer eingeschränkte
r
Ejektionsfraktion von 35
%
, wirke sich eine mittelschwere bis schwere Depression auf die Arbeits
fähigkeit aus (Urk. 8/15/1).
Dr.
F._
attestierte vom 1
8.
März bis zum 1
5.
Juli 2013 eine 100%ige, vom 16. Juli bis zum 3
1.
Dezember 2013 eine 70%ige, vom
1.
Januar bis zum 23. Feb
ruar 2014 eine 55%ige und vom 2
4.
Februar 2014 bis auf Weiteres
(30. Juni 2014)
eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/15/2).
Dem beigelegten Sprechstundenbericht vom 3
0.
Januar 2014 (
Urk.
8/15/18-19) lässt sich ferner entnehmen,
zwischenzeitlich
sei
keine Besserung der Beschwer
den aufgetreten. Im Gegenteil fühle sich der Versicherte noch erschöpfter und verspüre ständig einen Druck auf dem Herzen. Seit Januar arbeite er wieder mit einem Pensum von 45
%
als Lehrer, er fühle sich aber deutlich überfordert. Kli
nisch sei
der Versicherte
kompensiert. Seine Leistungsfähigkeit sei befriedigend mit Erreichen von 101
%
Soll/162 Watt. Rhythmusstörungen, eine signifikante ST-Streck
en
senkung oder
Thoraxschmerzen
träten unter Belastung nicht auf
.
Echokardiographisch
seien
eine ausgedehnte
antero
-apikale Nar
b
e mit Wandver
dünnung
,
eine mittelschwer eingeschränkte linksventrikuläre Funktion
,
EF um 33-35
%
, ein grenzwertig vergrösserter linker Ventrikel
, ein normaler PAD
und eine leichte
Mitralinsuffizienz
nachweisbar
.
Neben der kardialen Erkrankung sei die Depression mitursächlich für die Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 8/15/19).
4
.
6
Der behandelnde Psychiater
Dr.
B._
vertrat
in seinem Bericht vo
m 11.
April 2014
die Auffassung
,
a
uf die Arbeitsfähigkeit wirkten sich eine
spätes
tens
seit
etwa Ende 2012
bestehende affektive Störung, eine
rekurrente
depressive Erkrankung, letzte Episode initial
schwergradigen
Ausmasses, und eine koronare 1-Asterkra
nkung mit Status nach subakutem
anteriorem
STEMI
am 19.
März 2013
aus
(
Urk.
8/20/1)
.
Die Arbeitsunfähigkeit habe vom
2.
März bis
zum 3
1.
Juli 2013 100
%
, vom 1.
August bis Ende Dezember 2013
70
%
, vom
1.
Januar bis zum 23.
Februar 2014 55
%
und
seit
dem 2
4.
Februar 2014 70
%
betragen. Von einer Erhöhung des Pensums auf mehr als 30
%
sei aus fachärztlich-psychiatrischer Sicht drin
gend abzuraten, damit der bisher erzielte Therapieerfolg nicht gefährdet werde
(Urk. 8/20/1-2)
.
4
.
7
Am 2
8.
Juli 2014 führten
die Neuropsychologin
Prof.
Dr.
phil.
G._
und
Dr.
med.
H._
, Fachärztin FMH für Neurologie, eine verhaltens
neurologische Evaluation durch.
Im Vordergrund
stünden eine Stimmungslabili
tät, eine leichte Verlangsamung und eine verminderte kognitive Flexibilität sowie eine generell eingeschränkte somatische und
mentale
Belastbarkeit. Diese Symp
tome seien mit
der depressiven Stimmungslage hinreichend erklärt. Hinweise auf eine primär organische Ursache ergäben
sich derzeit nicht. Aus neurol
o
g
ischer Sicht sei der Versicherte in seinem Beruf als Primarlehrer eingeschränkt. Man empfehle, das aktuelle Pe
nsum von 30
%
zu belassen (Urk.
8/37/8-9).
4
.
8
Der Psychiater
Dr.
C._
untersuchte den Versicherten am 1
1.
August 2014 und erstattete am
2
2.
Augu
st 2014
sein Gutachten
(
Urk.
8
/26
/1
)
. Er
diagnostizierte
eine protra
hierte
schwere Erschöpfungsdepression,
ICD-10: F48.
0/F32.2
(Urk. 8/26/9
).
Er könne die
bisher kardi
ologisch und ab Oktober 2013 auch psy
chiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit als Primarlehrer
von 100
%
von März bis Juli 2013 und anschliessend 70
%
bestätigen. Die Gründe für die Arbeits
unfähig
keit bestünden in psychi
schen Störungen mit Krankheitswert, nämlich einem protrahierten oder bereits
chronifizierten
schweren depressiven und n
eurasthe
nischen Erschöpfungssyn
drom. Der psychopathologische Zustand wirke si
ch in einer generellen Energiel
osigkeit, Apathie und psychovegetativen Stresssympto
matik aus. Neben dem weiter aus
geübten Teilpensum von knapp 30
% als Pri
marschullehrer sei dem
Versicherten
deshalb generell keine weitere Erwerbstätig
keit zumutbar. Prognostisch sei auf längere Sicht mit keiner substantiellen B
es
serung zu rech
nen (
Urk.
8
/26/12).
4
.
9
Die Kardiologin
Dr.
F._
unterzog
den Versicherten am 2
1.
Oktober 2014
einer erneuten
Untersuchung
und diagnostizierte eine mittelschwer
e
Einschränkung der
linksventrikuläre
n
Funktion mit einer Auswurffraktion von 35
%
, wie sie bereits in früheren Untersuchungen nachgewiesen worden sei. Die Ergometrie sei subjektiv und elektrisch negativ (100
%
Soll/157 Watt). Der Versicherte sei kli
nisch kompensiert, die Leistungsfähigkeit sei befriedigend. Im Vordergrund stehe die rasche Erschöpfbarkeit, die einerseits durch die Depression, andererseits durch die erheblich eingeschränkte linksventrikuläre Funktion bedingt sei,
weshalb
die Arbeitsfähigkeit nicht gesteigert werden könne (
Urk.
8/37/13-14).
4
.10
Am 2
2.
Oktober 2014 bestätigte
Dr.
B._
,
der Versicherte habe
sich nach der letzten Verschlechterung seiner
rekurrenten
depressiven Erkrank
ung im Oktober 2014 unter int
ensiver Behandlung inzwischen
soweit erholt, dass ihm der Arbeitseinsatz von maximal 30
%
vorläufig möglich sei (
Urk.
8
/37/10).
4
.
11
Anlässlich einer kardiologischen Untersuchung am 3
1.
März 2015 erhob
Dr.
F._
einen stationären Befund mit fehlenden Zeichen einer Herzinsuffizienz bei ch
r
onisch
antero
-apikalem Myokardinfarkt. Erfreulicherweise habe sich unter der medikamentösen Behandlung das BNP normalisiert. Die Ergometrie ergebe keine Hinweise für eine Ischämie und es seien keine Rh
ythmusstörungen fest
stellbar
(
Urk.
8/82/80-81; vgl. auch
Urk.
8/82/83-86
)
.
4
.12
Dr.
B._
vertrat in einem Schreiben vom
6.
Mai 2015 die Auffassung, seit seinem letzten Bericht und insbesondere seit der Begutachtung durch
Dr.
C._
habe sich der psychische Gesundheitszustand des Versicherten nicht verändert (
Urk.
8/68/53).
4
.13
Im Rahmen einer
a
ngiologische
n
Sprechstunde
am
2
1.
Mai 2015
wurden eine periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium I und eine gut kompensierte periphere Zirkulation beidseits diagnostiziert
(
Urk.
8/82/78-79
)
.
4
.1
4
Dr.
E._
untersuchte den Versicherten am
2
3.
Juni 2015
erneut
(
Urk.
8/71/3)
und erstattete hernach ein Verlaufsgutachten vom
8.
Juli 2015 (
Urk.
8/71
/1-15
= 8/82/94-108
).
Er
wiederholte die bereits gestellten Diagnosen (
Urk.
8/71/12
und 8/71/13
) und
führte aus, der Verlauf habe gezeigt, dass der Versicherte nur vom
6.
Januar bis zum 2
4.
Februar einem Arbeitspensum von 45
%
gewachsen gewe
sen sei. Danach sei er
von seinen Behandlern als zu 70
%
arbeitsunfähig beurteilt worden. Aktuell erbringe der Versicherte eine 30%ige Berufsleistung, ent
sprechend neun Wochenstunden, welche nach Anrechnung der Altersentlastung auf acht Stunden fixiert worden seien (
Urk.
8/71/11).
Für die im zwischenzeitlichen
V
erlauf eingetretene Verschlechterung des Gesund
heitszustands
und
der beruflichen Leistungsfähigkeit zeigten sich vor allem rezidivierend auftretende Erschöpfungszustände verantwortlich. Der Versicherte leide unter gehäuftem Schwitzen, einer ausgeprägten Grundmüdigkeit und einem massiv gesteigerten Erholungsbedürfnis. Die Symptomatik sei eine klassische Kli
nik der chronischen Herzinsuffizienz, die beim Versicherten mit einer linksventri
kulären systolischen Globalfunktion von 33
%
erklärt werden könne. Eine links
ventrikuläre systolische Globalfunktion von 33 % entspreche einer schweren Ein
schränkung der Herzleistung und konsekutiv der körperlichen Belastbarkeit (
Urk.
8/71/11).
A
ufgrund der neuerlichen Entwicklung
sei der Versicherte
bei ausgeschöp
f
ten
therapeutischen Möglichkeiten als zu 70
%
arbeitsunfähig einzustufen (Urk. 8/71/12-13).
4
.15
Die letzte kardiologische Untersuchung durch
Dr.
F._
fand am
4.
August 2015 statt. Unter der aktuellen Medikation sei der Versicherte stabil und es fänden sich keine Herzinsuffizienzzeichen. Auch die Leistungsfähigkeit sei gleichbleibend zur Voruntersuchung. Echokardi
o
grafisch persistiere eine deutlich eingeschränkte linksventrikuläre Auswurffraktion, EF 33
%
(
Urk.
8/82/72-73; vgl. auch Urk. 8/82/74-77).
4
.16
Am
2.
Dezember 2015 attestierte
Dr.
B._
dem Ver
sicherten, er sei wegen der Res
idualsymptomatik seines psychischen Leidens (
r
ekurrente
depressive
Erkrankung
, aktuell MADRS-Score 18
) und
der
im Verlauf
der letzten beiden Jahre mehrfach beobachteten erheblichen mehrwöchigen mittel- bis
schwergradigen
Episoden bis hin zu einem MADRS
-
Score von 34 zusammen mit seinem kardiologischen Leiden bisher und langfristig maximal 30
%
durchgehend arbeitsfähig. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über einen Umfang
von knapp 30
%
sei mit sehr hoh
er Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten
(
Urk.
8/82/9
2
)
.
4
.17
Im Gutachten der
D._
vom 1
8.
Januar 2016 (
Urk.
8/82) wurden die fol
genden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (
Urk.
8/82/54):
1.
Koronare 1-Ast-Erkrankung (RIVA)
-
Status nach subakutem
anteriorem
STEMI
bei
ostialem
RIVA Ver
schluss am 19.03.2013 mit apikalem Thrombus (
Koronarografie
19.03.2013)
-
Status nach
PTCA
/
Stentin
g
d
es hochproximalen RIVA (DES) am 10.06.2013
-
Mittelschwer eingeschränkte linksventrikuläre Funktion bei ausge
dehnter
antero
-apikaler A
-
bis
Dyskinesie
und beginnendem apika
lem Aneurysma (Echo 1/16)
-
kompletter Rechtsschenkelblock,
linksanteriorer
Hemiblock
-
Ergometrie 1/16: Leicht eingeschränkte Belastbarkeit von 87
%
der Solleistung ohne
Ischämiezeichen
.
2.
Leichte kognitive Funktionsschwäche.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien eine arterielle Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ 2, bisher unbehandelt, extrakardiale
Thoraxschmerzen
, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium I beidseits und ein Status nach depressiver Episode (
Urk.
8/82/54).
Aus gesamtmedizinischer Sicht sei festzuhalten, dass sicherlich bis Ende Juli 2013 aufgrund der kardialen Problematik für jegliche Tätigkeiten eine 100%
ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Danach sei dem Versicherten aus somatischer Sicht eine Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit als Primarlehrer zumut
bar gewesen, primär im Rahmen von 30
%
langsam steigernd und ab dem
1.
Januar 2014 im Rahmen von 60
%
. Mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten seien dem Versicherten
(aufgrund der abnehmenden Pumpleistung; vgl.
Urk.
8/82/42)
seit März 2013 nicht mehr zumutbar (
Urk.
8/82/57).
Aufgrund der Aktenlage sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht aufgrund der psychischen Probleme nicht habe umgesetzt wer
den können, zumal bis sicherlich November 2014 aus psychiatrischer Sicht eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (
Urk.
8/82/58).
Danach scheine sich jedoch unter Therapie eine weitgehende Remission der depressiven Symptomatik bis Dezember 2015 eingestellt zu haben, so dass ab spätestens Dezember 2015 keine Reduktion der Arbeitsfähigkeit mehr aus psy
chiatrischer Sicht angenommen werden könne, so dass ab dem Zeitpunkt der Begutachtung eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne
(Urk. 8/82/58
)
.
5
.
5
.1
Es ist s
trittig und zu prüfen, ob zur Beurteilung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts auf das polydisziplinäre Gutachten der
D._
vom 1
8.
Januar 2016 (
Urk.
8/82) abgestellt werden kann.
5
.2
Das zur Diskussion stehende Gutachten basiert auf den fachärztlichen
internis
tischen, neuropsychologischen, kardiologischen und
psychiatrischen Unter
suchungen des Beschwerde
führers am
1
6.
und 1
8.
Dezember 2015 sowie am
5.
Januar 2016
(Urk.
8
/
82
/
4
). Es wurde in Kenntnis der von der IV-Stelle zur Ver
fügung gestellten medizinischen
Vorakten
und
der
zusätzlich beigebrachten Unterlagen
erstattet (Urk.
8
/
82/
5-9
). Die G
utachter führten eine
sorgfältige Anamnese- und Befun
derhebung durch (Urk.
8/82/10-14,
8/82/15-20
, 8/82/25-36
und
8/82/44-49
). Sie berücksichtigten die geklagten Beschwerden angemessen und beant
worteten die gestellten Fragen umfassend
.
Das Gutachten wurde auch korrekt mit den Unterschriften der einzelnen Gutachter versehen (
Urk.
8/82/112).
5
.3
In der Beschwerdeschrift wurde moniert,
das bestehende Vertretungsverhältnis sei missachtet worden, indem
die Gutachter mit Schreiben vom 2
3.
Oktober 2015 direkt dem Beschwerdeführer anstatt seinem Rechtsvertreter mitgeteilt worden
seien
. Es sei auch nie eine Frist angesetzt worden, um Ablehnungsgründe gegen die Gutachter zu erheben (
Urk.
1 S. 11). Dem ist entgegenzuhalten, dass
die IV-Stelle
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits mit schriftlicher Mittei
lung vom 2
3.
März 2015 die
Namen der ins Auge gefassten Gutachter
samt
jeweilige
r
Fachdisziplin bekannt gegeben
hatte
(
Urk.
8/51/1).
Mit diesem
Schrei
ben wurde
ihm
auch
ausdrücklich
eine Frist bis zum
3.
April 2015 angesetzt, um Einwendungen gegen einen oder mehrere der genannten Gutachter zu erheben (
Urk.
8/51/2).
Diese
Frist
liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
insofern
ungenutzt verstreichen,
als
er sich lediglich
gegen eine erneute psychiatrische Begutachtung aussprach (
Urk.
8/52)
. Zu deren Zulässigkeit hat sich das Sozial
versicherungsgericht mit
Urteil
IV.2015.00521
vom
2
7.
August 2015
geäussert
(
Urk.
8/74)
.
Die Einholung des
polydisziplinären
Gutachtens erfolgte somit for
mell korrekt
.
Bis
heute
wurde auch
weder etwas vorgebracht (vgl.
Urk.
1
, 8/95
und 8/97
) noch ist
sonst etwas ersichtlich
, was einen der Gutachter als befangen oder fachlich ungeeignet erscheinen liesse.
5
.4
Der Beschwerdeführer liess den Standpunkt
vertreten, das kardiologische Teilgut
achten sei nicht verwertbar
,
da
der Gutachter
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Kardiologie,
wahrheitsgemäss
erklärt
habe, das
frühere
kardiologische Gutachten von
Dr.
E._
(
aufgrund einer Begutachtung
vom 4.
Dezember 2013
)
habe ihm nicht zur Verfügung gestanden (
Urk.
1 S. 12 mit Hinweis
auf Urk. 8/82/31
).
Es
ist richtig
, dass
Dr.
E._
bereits vor seinem Gutachten vom
8.
April 2014 ein vertrauensärztliches Gutachten erstellt hat
te
; dieses datierte vom 2
3.
Juli 2013 und beruhte auf einer Untersuchung vom
1.
Juli 2013 (vgl.
Urk.
8/68/23-26
, 8/71/2
und
8/71/5-6
).
Ebenso ist es korrekt, dass sich da
s betreffende Gutachten nicht in den Akten
befand
, in welche der Gutachter
Dr.
I._
Einsicht nehmen konnte. Es ist jedoch zu bemerken, dass
Dr.
E._
de
n
wesentliche
n
Sachverhalt
seines
Gutachtens vom 2
3.
Juli 2013 in seinen
beiden
Gutachten vom
8.
April 2014 und vom
8.
Juli 2015
jeweils
in Form einer ausführlichen
Zusammenfas
sung wiedergegeben
hatte
(vgl. Urk.
8/68/23-26
und 8/71/5-6
). Insofern
konnte
Dr.
I._
die Erstbeurteilung
Dr.
E._
s zur
Kenntnis nehmen.
Sie
ist ohnehin nicht von Relevanz
, da
sie sich lediglich zu den
Verhältnissen bis Ende Juli 2013
äussert. Diese sind unstrittig,
da
auch
Dr.
I._
der
Ansicht
war
,
ab dem
2.
März 2013
habe
für
die Dauer von
etwa vier Monate
n
, insbesondere während der ambulanten Rehabilitation, aus kardiologischer Sicht eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit bestanden (
Urk.
8/82/41).
Die in der Folge
durchgeführten
regelmässige
n
Belastungstests
ergaben
bis August 2015
jeweils
eine normale Belastbarkeit
von ca. 100
% der Sollleistung
(
vgl.
Urk.
8/15/19, 8/15/28
,
8/68/41
und 8/82/73
),
w
ie
Dr.
I._
richtig
erkannte
(Urk. 8/82/38).
Dessen
Feststellung,
Ischämiezeichen
oder Rhythmus
stö
rungen
hätten nie
bestanden, kardiale Dekompensationszeichen
seien nie
aufge
treten und
d
as BNP
sei initial
zwar
leicht erhöht gewesen, habe sich im weiteren Verlauf
aber
normalisiert
, ferner sei
unter
Aspirintherapie
kein intrakardialer Thrombus mehr aufgetreten
(
Urk.
8/82/38
und 8/82/39-40
), deckt sich mit den kardiologischen
Vorakten
(
vgl.
Urk.
8/15,
8/68/22-34, 8/68/40-41
, 8/71
und 8/82/72-77
).
Des Weiteren
leuchten die
Ausführungen
Dr.
I._
s
ein
, eine
Ödemneigung
, eine
Orthopnoe
, eine
paroxasmale
nächtliche Dyspnoe, eine Gewichtszunahme oder eine Anstrengungsdyspnoe
seien
typische Herzinsuffizienzzeichen, während die von
Dr.
E._
als typisch bezeichneten Beschwerden wie Schwitzen, rasche Ermüdbarkeit und erhöhter Erholungsbedarf eher als atypisch zu betrachten seien und sehr gut auf eine Überforderung und Überlastungssituation zurückgeführt
und somit psychisch erklärt werden könnten (
Urk.
8/82/40).
Zwar wurde zu Recht eingewandt
,
Dr.
I._
habe im Widerspruch zu den Angaben des Versicherten
betreffend eine
Gewichtszunahme von 10 Kilogramm festgehalten,
bisher
habe
keines der
typischen Herzinsuffizienzzeichen
vorgelegen (
Urk.
1 S.
12 mit Hin
weis auf Urk.
8/82/34 und
8/82/40).
D
er
im Verlauf eines längeren Zeitraums
eingetretenen
Gewichtszunahme
allein
kommt indessen keine ausschlaggebende Bedeutung zu
, da sie auch auf eine andere Ursache als auf eine kardiale Proble
matik zurückzuführen sein kann
.
In diesem Zusammenhang wurde auch zutref
fend bemerkt, der Beschwerdeführer
habe
nach dem Herzinfarkt das Rauchen aufgegeben (
Urk.
8/82/49).
Im
Bericht
Dr.
F._
s
zur letzten kardiologischen Untersuchung
a
m
4.
August 2015
wurde denn auch
ebenfalls
festgehalten, es bestünden keine Herzinsuffizienzeichen
und
das Körpergewicht sei in etwa konstant
(
Urk.
8/82/72-73
). Dies
erkannte bereits
Dr.
I._
zutreffend
(
Urk.
8/82/39
und 8/82/43
).
Vor diesem Hintergrund erscheint es als nachvollziehbar und schlüssig, dass
Dr.
I._
von einer kardial kompensierten Situation ausging (
Urk.
8/82/40). Von einer solchen war bereits im Bericht von
Dr.
F._
vom 3
0.
Januar 2014 die Rede (vgl.
Urk.
8/15/19).
In Anbetracht der aktuell erhobenen echokardiogra
phischen Befunde war es insbesondere auch korrekt, dass
Dr.
I._
die
EF
mit 40
%
als leicht gebessert bezeichnete (Urk. 8/82/36, 8/82/38 und 8/82/61).
Unter Berücksichtigung
der
weiteren
Resultate
seiner
Untersuchungen
(v
gl. Urk.
8/82/35—36) gelangte er zum
nachvollziehbaren
Schluss, e
s bestehe einzig eine mittelsch
w
er eingeschränkte linksventrikuläre Pum
p
leistung, aktuell um 35-40
%
, tendenziell abnehmend. Bei guter Einstellung der Herzinsuffizienz, wie dies bei normalen BNP-Werten zu vermuten sei, rechtfertige jedoch alleine die einge
schränkte Pumpleistung nicht eine massgebliche Arbeitsunfähigkeit für leichte körperliche Arbeiten (
Urk.
8/82/41).
Mit den zum Teil anderslautenden Beurteilungen
Dr.
E._
s und
Dr.
F._
s setzte sich
Dr.
I._
detailliert auseinander und begründete seine eigene Einschät
zung schlüssig und überzeugend (
Urk.
8/82/42-43).
In diesem Zusammenhang
ist ihm insbesondere
beizupflichten, dass
eine
schlechte Prognose
beziehungsweise prognostische Überlegungen
– entgegen der offenbar von
Dr.
E._
vertretenen Auffassung
(vgl.
Urk.
8/68/31-32 und 8/71/11
-
12)
– keine 70%ige Arbeitsunfä
higkeit zu begrü
nden vermö
g
en
.
Es mag auch zutreffen
, dass
Dr.
F._
trotz
ihrer
im Wesentlichen gleichlautenden kardiologischen Beurteilung auf eine höhere Arbeitsunfähigkeit
schloss
;
sie bezog aber jeweils
auch
die geklagten psychischen Beschwerden
in ihre Beurteilung mit ein
(vgl.
Urk.
8/15/1-2, 8/15/19, 8/15/23
, 8/37/13-14 und
8/68/41
)
.
Darauf hat auch der Gutachter
Dr.
I._
korrekt hin
gewiesen (vgl.
Urk.
8/82/43
).
Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass auf das Teilgutachten
Dr.
I._
s abgestellt werden kann. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass
dies
er darauf verzichtete, die korrekt gestellten Diagnosen mit einer ICD-Klassifikation zu versehen (
vgl.
Urk.
1 S. 12).
Dies
haben
auch
weder die kardio
logischen Behandler (vgl.
Urk.
8/15, 8/37/13
und
8/68/40
) noch
Dr.
E._
(
Urk.
8/68/22-34 und 8/71)
getan
. E
in Erkenntnisgewinn
ist
davon
ebenfalls
nicht zu erwarten.
5
.5
Gegen das psychiatrische Teilgutachten wurde vorgebra
cht, es stehe im Wider
spruch zu den Ausführungen des
neuropsychologischen
G
utachte
rs
, welche
r
die festgestellte erhöhte Ermüdbarkeit im Zusammenhang mit den psychischen Beschwerden gesehen habe (
Urk.
1 S. 13
mit Hinweis auf Urk.
8/82/24
)
. Dieser Widerspruch sei auch nicht diskutiert worden (
Urk.
1 S. 13).
Tatsächlich
bemerkte
der neuropsychologische Teilgutachter
J._
,
lic
. phil. Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP,
in Übereinstimmung mit den medizinischen
Vorakten
, aus der Vorgeschichte ergäben sich keine Hinweise auf eine hirnorganische Schädigung. Die festgestellten kognitiven Schwächen könn
ten in Zusammenhang s
tehen mit psychischen Besch
werden
.
Ob somatische Gründe für die erhöhte Ermüdbarkeit (mit-)verantwortlich seie
n, sei nicht neu
ropsychologisch
zu beurteilen (Urk. 8/23/114).
Ein Widerspruch, den es zu disku
tieren gölte, lag
mit diesen Angaben
nicht vor.
Überdies wurde gerügt, der psychiatrische Gutachter,
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
, habe es versäumt, sich unter dem Titel "Stellungnahme zu früheren ärztlichen Berichten" zum
psychiatrischen Gutachten
Dr.
C._
s
vom
2
2.
August 2014
zu äussern (
Urk.
1 S. 14). Es
ist rich
tig
, dass an der erwähnten Stelle
des
psychiatrischen Teilgutachten
s
keine
Aus
führungen
zum Gutachten
Dr.
C._
s
gemacht wurden.
Dies war
insofern
kor
rekt, als es sich
beim fraglichen Gutachten um keinen
ärztlichen Bericht handelte.
Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass
Dr.
K._
das
fragliche
Gutachten
andernorts
thematisiert
e
und –
ebenso
korrekt
wie
nachvollziehbar –
bei seiner Beurteilung
mit
berücksichtigt
e
(
Urk.
8/82/50
und 8/82/51
).
Es mag
zutreffen, dass
Dr.
K._
die
prognostischen Einschätzung
Dr.
C._
s
aus dem Jahr 2014
(vgl.
Urk.
8/26/
11-12
)
nicht
weiter
diskutierte (Urk.
1 S. 14)
.
Entsprechende Aus
führungen drängten sich
in Anbetracht des
in den Akten
dokumentierten weite
ren Verlaufs und der aktuell durch
Dr.
K._
erhobenen Befunde
indessen
auch nicht auf
.
Deren Fehlen ist daher nicht zu beanstanden.
Schliesslich wurde
moniert
,
Dr.
K._
habe keine psychiatrischen Diagnosen mit ICD-Codierung genannt, was gegen das Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015 (= BGE 141 V 281) verstosse (
Urk.
1 S. 14).
Dazu ist festzuhal
ten, dass
Dr.
K._
aufgrund
des
Berichts von
Dr.
B._
vom 2. Dezember 2015,
in welchem
eine Abschwächung der depressiven Symptomatik und eine
Stabilisierung dokumentiert
worden war
en
(vgl. Urk.
8/82/50 und 8/82/92),
sowie
der anlässlich der Begutachtung vom
5.
Januar 2016 erhobenen Befunde
(vgl. Urk. 8/82/48-49)
gar
kein psychisches Leiden mehr diagnostizierte
(
Urk.
8/82/49
; vgl. auch Urk.
8/82/54
)
.
Damit erübrigte sich auch eine ICD-10-Klassifikation.
Ebenso wurde folgerichtig keine Arbeitsunfähigkeit
aus psychischen Gründen
attestiert
(
Urk.
8/82/52)
, die einer
Indikatorenprüfung
zu unterziehen wäre.
Die retrospektive Beurteilung nahm
Dr.
K._
anhand der medizinischen Vorak
ten und unter Einbezug der ICD-10-Kriterien vor (vgl. Urk. 8/82/50-51). Dabei ging er – in Übereinstimmung mit
dem psychiatrischen Behandler
Dr.
B._
(
Urk.
8/20 und
8/37/10
)
und dem psychiatrischen Gutachter
Dr.
C._
(
Urk.
8/
26
)
– von der Entwicklung einer schweren depressiven Störung aus
. Diese habe
in Anbetracht
der echtzeitlichen
medizinischen Unterlagen
bis November 2014 vor
geherrscht
und
sei
anschliessend bis Deze
mber 2015 vollständig remittier
t
(
Urk.
8/82/50
und 8/82/52
)
.
Der Umstand, dass
Dr.
K._
die einzelnen Stadien der depressiven Störung nicht mit einer ICD-10-Kodifikation versah,
vermag an seiner Beurteilung keine Zweifel zu wecken
.
Es bleibt zu prüfen, ob
die
Einschätzung
Dr.
K._
s
,
es habe
bis November 2014 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden
(
Urk.
8/82/52)
, einer
Indikatorenprüfung
standhält.
Betreffend den Komplex der „Gesundheitsschädigung” und insbesondere die Aus
prägung der diagnoserelevanten Befunde gilt es festzuhalten, dass
sowohl der psychiatrische Behandler
Dr.
B._
als auch der psychiatrische Gutachter
Dr.
C._
zu Beginn eine schwere depressive Störung
diagnostiziert
hatten
(
vgl.
Urk.
8/20 und
8/26
)
.
Zumindest der Letztgenannte untermauerte die Diagnose einer depressiven Entwicklung mit entsprechenden Befunden
(vgl. Urk.
8/20/9-11).
W
as den Behandlung
serfolg oder
die Behandlungs
resistenz beziehungs
weise den Verlauf und den Ausgang von Therapien als wichtige Schweregradindikatoren anbelangt,
hielt
Dr.
K._
in Übereinstimmung mit den medizinischen
Vorakten
fest
, der Beschwerdeführer
unterziehe sich
einer
regelmässig
en
ambulant
en
psy
chiatrisch
en
und einmal wöchentlich
eine
r
psychotherapeutische
n
Behandlung (Urk.
8/82/47; vgl.
Urk.
8/20/2
und
8/26/8
).
Diese
Therapiefrequenz
dürfte
der von der Rechtsprechung für eine konsequente Depressionstherapie geforderten Intensität der Therapiebemühungen
entsprechen
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_892/2015 vom 22. Januar 2016 E. 2 und 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1
)
.
Der
Beschwerdeführer
musste
offenbar
zuerst
diverse Antidepressiva aus
probieren
, bis er im Sommer 2015 mit der
aktuellen
Medikation begann
(Urk. 8/2/47
; vgl.
Urk.
8/20/2 und
8/37/10
).
Die
verfügbaren therapeu
ti
schen Optionen
wurden somit
zuverlässig
vom Beschwerdeführer
wahrgenommen
und führten schliesslich zur i
m Dezember 2015
festgestellten vollständigen Remission
(vgl. auch Urk.
8/82/51
und 8/82/52
).
Der psychiatrische Behandler
Dr.
B._
bescheinigte dem Beschwerdeführer denn auch eine hohe Motivation und Com
p
l
iance (
Urk.
8/20/2).
Unter dem Indikator „Komorbidität” (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3) ist eine Gesamt
betrachtung der Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge der depressiven Stö
rung zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen erforderlich, wobei Stö
rungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall res
sourcen
he
mmende Wirkung beizumessen ist
.
Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass mit dem
–
bereits damals
weitgehend kompensierten –
Herzleiden eine somatische Komorbi
di
tät zum damals bestehenden psychischen Gesundheits
scha
den vorlag.
In Bezug auf den Komplex „Persönlichkeit” und „sozialer Kontext” gilt es zu berücksichtigen, dass
der Beschwerdeführer seit 2006 mit seiner Partnerin zusam
menlebt. Er verfügt
auch
über regelmässige soziale Kontakte zu seinen beiden Kindern und dem Bruder seiner Partnerin
(
Urk.
8/82/46
; vgl. auch Urk.
8/26/7
)
.
Diese Beziehungen stellen ebenso
eine relevante Ressource dar
wie das koopera
tive und organisierte Verhalten d
es Beschwerdeführers (vgl. Urk.
8/82/48).
Zudem war der Beschwerdeführer seit August 2013 stets dazu
in der Lage,
zumindest ein Pensum von 30
%
in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer zu absolvieren
(Urk. 8/82/45; vgl.
Urk.
8/15/3, 8/15/18, 8/15/20 und 8/15/23)
. Insgesamt spre
chen die Umstände daher für das Vorliegen erheblicher persönlicher Ressourcen.
In der
Kategorie „Konsistenz“ zielt
der Indikator „
gleichmässige
Einschrän
kung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen“ auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sons
tigen Lebens
be
reichen (zum Beispiel die Freizeitgestaltung) anderseits gleich aus
geprägt ist, wobei das Akti
vitätsniveau der versicherten Person stets im Verhält
nis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). Der ver
hal
tensbezogene Ge
sichts
punkt der „Konsistenz“ ist beweisrechtlich ent
scheidend (BGE 141 V 281 E. 4.4).
Zu diesem Punkt ist dem psychiatrischen Gutachten
Dr.
C._
s vom August 2014 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer damals in seiner Freizeit
bloss
wenige Aktivitäten entfaltete. So habe er sich tagsüber hingelegt, nicht lesen mögen und
keine Musik gehört. Seine Hobbys wie
das
Motorradfahren,
das Lenken
fernge
steuerte
r
Helikopter und
das Absolvieren von
Bergtouren habe er nicht mehr gepflegt (vgl.
Urk.
8/26/6-7).
I
m Rahmen des Indikators „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus
gewiesener Leidensdruck“ weist d
ie
Inanspruchnahme von therapeutischen Optio
nen, das
heisst
das
Aus
mass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden
auf den tatsächli
chen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe
einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
D
e
r
Beschwerdeführer
unterzog
sich einer konti
nuierlichen ambulanten psychi
atrischen
und psych
otherapeutischen
Behandlung im Rahmen einer adäquaten Therapiefrequenz.
Offenbar waren anfangs
sogar
mehrere intensive und zeit
aufwändige fachärztlich-psychiatrische Kriseninterventionen erforderlich (
Urk.
8/20/2), was auf einen entsprechenden
Leidensdruck
schliessen lässt
.
Es ist zudem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen
seit August 2013
insofern nutzte, als er
ein
Teilzeitpensum von mindestens 30
%
absolvierte.
Im Lichte der dargelegten Indikatoren erscheint die Arbeitsunfähigkeits
beurtei
lung
Dr.
K._
s bis November 2014 als schlüssig.
Dem psychiatrischen Teilgut
achten
Dr.
K._
s
ist somit
ebenfalls
volle Beweiskraft beizumessen.
5.
6
Es wurde
nichts vorgetragen, was
die Beurteilung
Dr.
med.
L._
, Fach
arzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
in Zweifel zu ziehen vermöchte.
Ebenso wenig ist etwa
s Derar
tiges aus den Akten ersi
cht
lich. Vielmehr erfüllt sein Teil
g
utachten sämtli
che von der Recht
spre
chung statu
ierten Anforderungen an ein medizi
ni
sches Gut
achten (vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin darauf abgestellt hat.
5.7
In der Beschwerdeschrift wurde gerügt
, eine Konsensbesprechung unter sämt
lichen Gutachtern habe nicht stattgefunden, werde diesbezüglich doch kein Datum genannt (
Urk.
1 S. 15).
Hierzu ist festzuhalten
, dass
eine zusammenfassende Beurteilung auf der Grund
lage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes zur Zusammenführung und Darlegung der Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen ideal, aber nicht zwingend ist. Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall
danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantwor
ten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydis
ziplinäres Gutachten
Art.
43
Abs.
1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 mit Hinweisen; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts
8
C_676/2017 vom 2
8.
Februar 2018 E. 6.2.2). Einem Abstellen auf die einzelnen Teilgutachten steht somit nichts im Weg.
5.8
Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt zu bemerken, dass der im Beschwer
deverfahren neu eingereichte Bericht zur kardiologischen Untersuchung vom
5.
Dezember 2016 (
Urk.
5)
an diesem
Ergebnis
nichts
zu ändern vermag. Selbst wenn
er
nicht
bloss
Folgen einer allgemeinen
Dekonditionierung
, sondern eine gesundheitliche Verschlechterung
dokumentieren würde,
liesse sich nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers daraus
ableiten, da die fragliche Sachverhaltsän
derung
beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Dezember 2016
noch nicht von einer relevanten Dauer gewesen wäre (vgl.
Art.
88a
Abs.
2 der Verord
nung über die Invalidenversicherung; IVV).
6.
6.1
Mit
den kardiologischen und psychiatrischen Teilgutachten
der
D._
ist
erstellt, dass
der
Beschwerdeführer
von
März 2013
bis November 2014
für sämt
liche Tätigkeiten
zu
70
%
arbeitsunfähig war
.
6.2
Für den Zeitraum von Dezember 2014 bis Dezember 2015 ist aufgrund des kar
diologischen Teilgutachtens davon auszugehen,
dass
bereits
aus somatischen Gründen eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit
für die Tätigkeit als Lehrer bestand, welche als behinderungsangepasst zu werten ist
. Wie sich die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht präsentierte, lässt sich dem psychiatrischen Teilgutachten nicht entnehmen. Es
lagen und liegen bis heute
denn auch keine echtzeitlichen fachärztlichen Berichte vor, die sich detailliert zum Verlauf des psychischen Gesundheitszustands und der damit einhergehenden Arbeitsunfähigkeit
im frag
lichen Zeitraum
äussern würden. In den Akten befindet sich einzig der Bericht
Dr.
B._
s vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
8/68/53), der einen Widerspruch zu dessen letztem Bericht vom 22. Oktober 2014 (
Urk.
8/37/10) aufweist und keine Darstel
lung der damals erhobenen Befunde enthält. Der medizinische Sachverhalt erweist sich in diesem Punkt folglich als abklärungsbedürftig
, weshalb die Sache
insoweit
für eine weitere Untersuchung des Sachverhalts
an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4)
.
6.3
Schliesslich ist mit sämtlichen Teilgutachten der
D._
belegt, dass der Beschwerdeführer seit Dezember 2015 in seiner angestammten Tätigkeit als Leh
rer
lediglich noch
zu
40
%
arbeitsunfähig ist.
7.
7.1
Der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte
Einkommensvergleich
, welcher einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit Rechnung trug (vgl. Urk. 2 und 8/89),
wurde
vom
Beschwerdeführer
insofern
beanstandet,
als er geltend machte, er habe
sein
Kustodenamt
bereits im Jahr 2013 abgeben müssen (
Urk.
4).
Zu Recht wurde nicht in Frage gestellt, dass sich das
hypothetische
Validenein
kommen
im Jahr 2013 aus
Fr.
134'228.-- Bruttoeinkommen für die Lehrtätigkeit und
Fr.
1'253.-- Entschädigung für das
Kustodenamt
zusammensetzte, mithin Fr. 135'481.-- betrug (vgl
.
Urk.
1, 2, 4 und 7; vgl. Urk.
8/17/2, 8/18/2 und 8/18/10-11).
Es bestehen keine
rlei
Anhaltspunkte
dafür
, dass
es sich
bis zum Jahr 2014 verändert hätte. Ebenso blieb zu Recht unbestritten, dass der Beschwerde
führer
im Jahr 2014
mit einem Pe
nsum von 60 % als Lehrer Fr.
8
0'536.80 hätte verdienen können (
Fr.
134'228.
-- :
100 x 60; vgl. auch
Urk.
2:
Fr.
81'342.30 - Fr. 805.50 [Pauschalbesoldung]). Aus dem Einkommensvergleich resultiert
e
folg
lich
ein Invaliditätsgrad von 40,
6
%
([Fr. 135'481.-- - Fr. 80'536.80
] :
Fr.
135'481.-- x 100)
unter der Voraussetzung einer lediglich 40%igen Arbeits
unfähigkeit
.
Es ist indessen zu berücksichtigen
, dass der Beschwerdeführer
seit dem
frühest
mögl
i
chen Rentenbeginn am
1.
Juni 2014
bis November 2014 nicht 60
%
, son
d
ern bloss 30
%
arbeitsfähig war. Dementsprechend
ist
der Invaliditätsbemessung
ein
entsprechend tieferes
Invalideneinkommen von Fr.
40'268.40
(
Fr.
134'228.
-- :
100 x 30)
zu Grunde zu legen
.
Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 70,3
%
([
Fr.
135'481.-- -
Fr.
40'268.40
] :
Fr.
135'481.-- x 100), der Anspruch auf eine ganze Rente begründet.
7.2
Anschliessend war
der Beschwerdeführer
bis Dezember 2015
aus somatischen Gründen
zu 40
%
arbeitsunfähig
. Demzufolge
wies er zumindest einen Invalidi
tätsgrad von 40,6
%
([Fr. 135'481.-- - Fr. 80'536.80
] :
Fr.
135'481.-- x 100) auf, w
omit
die ihm zugesprochene
Viertelsrente
bestätigt werden kann. Ob er über einen höheren Rentenanspruch verfügt, wird nach den durch die Beschwerdegeg
nerin zu treffenden medizinischen Abklärungen zu prüfen sein.
7.3
Es steht fest, dass der Beschwerdeführer s
eit
Dezember 2015
zu
40
%
arbeits
un
fähig
ist, mithin den angestammten Beruf als Lehrer mit einem Pensum von 60
%
absolvieren kann
.
Dieser Änderung ist ab März 2016 Rechnung zu tragen (vgl. Art
.
88
Abs.
1 IVV). Da sowohl das
Validen- als auch das Invalideneinkommen der Nominallohnentwicklung
bis ins Jahr 2016
anzupassen wäre,
kann darauf verzichtet werden
.
Der
Invaliditätsgrad
ab März 2016
beträgt somit
40,6
%
([Fr. 135'481.-- - Fr. 80'536.80
] :
Fr.
135'481.-- x 100)
, was
einen
Anspruch auf eine
Viertelsrente
begründet
.
7.4
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen ist, dass die angefochtene Verfügung
aufzuheben ist
, soweit sie vom
1.
Juni 2014 bis zum 2
9.
Februar 2016 einen eine
Viertelsrente
überste
igenden Rentenan
spruch verneint
; dem Beschwerdeführer ist vom
1.
Juni 2014 bis zum 2
8.
Februar 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen und die Sache ist an die Beschwer
degegnerin, zurückweisen, damit sie nach Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den eine
Viertelsrente
übersteigenden Rentenanspruch vom
1.
März 2015 bis zum 2
9.
Februar 2016 neu befinde. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
8
.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der weitgehend unterliegenden Beschwerde
gegnerin aufzuer
le
gen.
8.2
Überdies hat der weitgehend
obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1
GSVGer
). Die Höhe der gerichtlich festzu
setzenden Ent
schädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
mes
sen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend erscheint eine Prozessent
schädigung von Fr.
2
‘
7
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemes
sen.