Decision ID: ade7c526-fd4a-4413-94bb-4705d27df943
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955, war
seit Mai 2005 bei d
er
Y._
als Schlosser
tätig
(
Urk. 7/29)
,
als er sich am 16. August 2013 eine Ruptur der
Rota
torenmanschette
am rechten Arm
zuzog
(
vgl. Urk. 7/34
)
.
Unter Hinweis auf
B
eschwerden
des rechten Arm
e
s
meldete sich
der
Versicherte
am
19. September 2014
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/10
= Urk. 7/25
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab und
zog Akten der
Unfallver
siche
rung
bei (Urk.
7/22
; Urk. 7/38
)
. Am 5. Juni 2015 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversicherung zum Lei
s
tungsbezug an
(
Urk. 7/50).
Die IV
Stelle teilte dem Versicherten am 29. Juli 2015 den Abschluss der Eingliede
rungs
massnahmen mit (Urk. 7/55).
Zudem zog die IV-Stelle Akten der
Kranken
-
taggeld
versicherung
bei (Urk. 7/64) und liess den Versicherten durch den Regio
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) orthopädisch untersuchen, wobei der Untersu
chungs
bericht am 5. November 2015 erstattet wurde (Urk. 7/68).
Mit Vorbescheid vom 24. November 2015 (Urk. 7/73) stellte die IV-Stelle dem Ver
sicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwände (Urk. 7/75
/1-2
; Urk. 7/79).
Die IV-Stelle tätigte weitere Abklärungen
und
erteilte dem Versicherten Kostengutsprache für
die
Arbeits
ver
mittlung Plus
vom 10. Mai bis
am
9. Januar 2017
durch die
Z._
sowie für ein Arbei
tstraining
, Akquisition und Nachbetreuung
vom 3. Januar bis am
2. Februar 2017
bei der Firma
A._
(vgl.
Mit
teilungen vom 13. Mai, 17. Oktober
und 12. Dezember
2016, Urk. 7/84, Urk. 7/90
, Urk. 7/94).
Per 1. Jul
i 2017
erhielt der Versicherte
einen
auf sechs Monate befris
teten
Arbeitsvertrag auf Stundenbasis bei dieser Firma als Hilfs
arbeiter in der Produktion und Logistik für maximal 20 Stunden
pro Woche auf Abruf
(Urk. 7/106 = Urk. 7/114/2-6
; vgl. Urk. 7/104
)
. Auf Ende Dezember 2017 sollte die Option auf eine unbefristete Festanstellung mit einem Arbeits
pensum von 50 % geprüft werden (vgl. Urk. 7/108 S. 2). In der Folge
teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten
a
m 4. August 2017 den Abschluss der beruflichen Massnahmen mit
(Urk. 7/107). Mit Verfügung vom 27. September 2017 (Urk. 7/118 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und
wies das Leistungsbegehren ab.
2.
Der Versicherte erhob am
27. Oktober 2017
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 27. September 2017 (Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
eine Rente
zuzusprechen (Urk.
1 S.
2
Ziff. 1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1. Dezember 2017
(Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
11. Dezember 2017
zur Kenntnis gebracht (Urk.
8
).
Mit Verfügung vom 12. April 2018 (Urk. 9) wurde die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge zum Prozess beigeladen. Die Beigeladene liess sich innert Frist nicht vernehmen, was den Parteien am 24. Mai 2018 zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
un
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tio
nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbs
tätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zi
nischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs.
Die geeigneten Prüf
metho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
-
ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
waltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
ge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi
kationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
siche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen
-
zu denen die RAD-Berichte ge
hö
ren
nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
läs
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht die angestammte Tätigkeit als Schlosser nicht mehr zumutbar sei, in einer angepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähig
keit. Der Beschwerdeführer sei zwar in einem fortgeschrittenen Alter, jedoch ver
füge er über die notwendige Umstellungsfähigkeit und habe sich gut im neuen Tätigkeitsbereich als Hilfsarbeiter in der Produktion und Logistik
eingefügt (S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt,
dass, auch wenn von einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werde,
seine Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertbar sei. Auch der Beschwerdegegnerin sei es nicht gelungen, ihn wieder voll einzugliedern, alle Bemühungen hätten bis zum jetzigen Zeitpunkt nur ein befristetes Arbeitsver
hältnis im Stundenlohn von maximal 20 Stunden pro Woche ergeben (Urk. 1 S. 5 ff. Ziff. III.4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente hat
.
3.
3.1
Dem Austrittsbericht
der Ärzte
des
B._
vom 7. November 2014 (Urk. 7/34) ist zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer am 6. November 2014 infolge einer diagnostizierten
Cuff
-Arthropathie rechts bei Massenruptur der
Rotatorenmanschette
rechts eine Schultertotalprothese rechts implantiert wurde (vgl. den Operationsbericht des
B._
vom 7. November 2014, Urk. 7/31/7).
3.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 21. Dezember 2014 (Urk. 7/31/1-5) eine
Cuff
-Arthropathie
nach einer
Rotatorenmanschetten
-Massenruptur am 16. August 2014 (richtig: 2013) und einer inversen Schulter
total
prothese am 6. November 2014 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schlosser bestehe seit dem 15. September 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Eine angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer
aktuell auch
nicht zumutbar (Ziff. 1.7).
3.
3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
B._
,
Spezialsprechstunde Schulter- und Ellbogen
chirurgie,
legte in seinem Bericht vom 23. Dezember 2014 (Urk. 7/30/6-7
= Urk. 7/61/7-8
) dar, dass der Beschwerdeführer eine irreparable
Rotatoren
manschetten-Massenruptur
der rechten Schulter erlitten habe, weshalb am 6. November 2014 eine Implantation einer inversen Schulterprothese durchge
führt worden sei. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schlosser bestehe per
manent eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Leichtere Arbeiten auf normaler Arbeitshöhe seien in Zukunft möglicherweise denkbar. Für eine definitive Beur
teilung sei der aktuelle Zeitpunkt allerdings ungeeignet.
3.
4
Dr.
D._
berichtete am 2. März 2015 über die am 20. Februar 2015 erfolgte Schulter-Sprechstunde (Urk. 7/37) und führte aus, dass der Beschwerdeführer eine klar verbesserte Funktion der rechten oberen Extremität mit zunehmender
Stabi
lisierbarkeit
der Hand zeige. Der Beschwerdeführer werde als Schlosser für schwere Arbeiten permanent arbeitsunfähig bleiben. Er würde sich jedoch zutrauen,
leichtere Schweissarbeiten wieder durchzuführen. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Arbeit sei jedoch verfrüht (S. 1).
3.5
Dr.
D._
berichtete am 27. Juli 2015 über die am 24. Juli
2015
erfolge Schulter-Sprechstunde (Urk. 7/61/6) und legte dar, dass der Beschwerdeführer den Arbeits
versuch im Juni 2015 nach wenigen Tagen wieder habe abbrechen müssen. In der angestammten Tätigkeit liege eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit vor. Eine Teil
arbeitsfähigkeit für sehr leichte, al
lenfalls administrative Arbeiten wären ihm sicherlich zumutbar, sämtliche körperliche belastende Tätigkeiten seien jedoch nicht mehr möglich.
3.6
In seinem Bericht vom 10. August 2015 (Urk. 7/58) führte
Dr.
C._
aus, dass er den Beschwerdeführer seit Oktober 2014 nicht mehr gesehen habe (Ziff. 2.1, Ziff. 3.1).
3.7
I
n
seinem Bericht vom 2.
September 2015 (Urk. 7/61/5)
führte
Dr.
D._
aus,
dass er den Beschwerdeführer letztmals am 24. Juli 2015 in der S
prechstunde gesehen habe (vgl. vorstehend
E. 3.5
). Der
Beschwerdeführer
habe
einen Arbeitsversuch in seiner bisherigen Tätigkeit als Schlosser (leichte Arbeiten) wegen zunehmenden Schmerzen wieder abbrechen müssen. Aktuell sei er wieder zu 100 % arbeitsun
fähig geschrieben. In seinem angestammten Beruf als Schlosser bleibe der Beschwerdeführer permanent arbeitsunfähig. Auch sämtliche Tätigkeiten mit hohen Belastungen auf die obere Extremität sowie Tätigkeiten mit feinmotori
schen Voraussetzungen und der Notwendigkeit, den Arm im Raume stabilisieren zu können, seien ihm nicht mehr möglich. Administrative Tätigkeiten wären zumindest zu 50 % zumutbar. Für eine exakte Beurteilung müsste allerdings ein Arbeitsplatz-Assessment durchgeführt werden.
3.
8
Der Beschwerdeführer wurde am 3. November 2015 im Auftrag der Beschwerde
gegnerin durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD,
orthopädisch untersucht, wobei der orthopädische
Untersuchungsbericht am 5. November 2015
erstattet wurde
(Urk. 7/68).
Dr.
E._
nannte eine Bewegungs- und vor allem Belastungs
einschränkung des rechten Schultergelenkes sowie
Muskelver
schmächtigung
des Schultergürtels und Oberarmes mit resultierender Funktions
einschränkung des dominanten rechten Armes nach Implantation einer inversen
Schulterendo
pro
these
rechts im November 2014 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er zudem intermittierend auftretende, von der Position des rechten Schulter
gelenkes abhängige Parästhesien des rechten Armes, klinische Zeichen einer beginnenden Retropatellararthrose rechts mehr als links, eine seitengleich ausge
prägt
e
Genua
valga
sowie eine rezidivierende Lumbalgie bei klinisch bestehen
dem Verdacht auf
eine Facettenarthrose des
lumbosacralen
Übergangs und anam
nestisch bekannten Bandscheibendegenerationen (S. 7 Ziff. 7).
Beim 60-jährige
n Beschwerdeführer, der seit jeh
er als Schlosser und Schweisser tätig gewesen sei, sei anhand der vorliegenden medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung vom 3. November 2015 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In der bisherigen Tätigkeit als Schlosser und Schweisser bestehe definitiv keine Arbeits
fähigkeit
mehr
, mithin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit spätestens Novem
ber 2014, überwiegend wahrscheinlich aber bereits seit dem
15.
September 201
4.
Für eine optimal angepasste Tätigkeit habe allerding
s - entgegen der Ansicht von
Dr.
D._
-
zum Zeitpunkt der regionalärztlichen Untersuchung am 3. November 2015 keine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden, das heisst im Prinzip liege eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer geringfügigen Leistungsminderung von 10 % vor, da die Kraft des rechten Armes vermindert sei und auch bei körperlich leichten Arbeiten immer wieder kürzere Arbeitsunter
brechungen oder Pausen eingelegt werden müssten, um den Arm
auszulockern
und
um muskuläre Verspannungen zu vermeiden. Retrospektiv sei unter Berück
sichtigung der vorliegenden Ber
ichte
mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätig
keiten bereits im Juli 2015 wieder erreicht
gewesen sei (S. 7 f. Ziff. 10, vgl. S. 7 Ziff. 9).
Das Belastungsprofil einer optimal angepassten Tätigkeit sehe wie folgt aus: aus
schliesslich körperlich leichte Tätigkeiten, dabei mit dem rechten Arm nur Arbeiten unterhalb der Schulterhöhe, ohne Notwendigkeit des Hebens von Lasten über 5 kg mit dem rechten Arm vom Boden bis zur Nabelhöhe und über 1 kg von Tischhöhe bis Brusthöhe, ohne Notwendigkeit von
Abspreiz
- oder Rotationsbe
wegungen mit dem rechten Arm, ohne besondere Anforderungen an die Feinmo
torik oder Sensibilität der rechten Hand (S. 8 Ziff. 10).
4.
4.
1
Die
orthopädische
Untersuch
ung vom
3.
November 2015
und der am
5.
Novem
ber 2015
erstattete Untersuchungsbericht des RAD-Arztes
Dr.
E._
erfolgten in Kenntnis der
Vorakten
, berücksichtigten die geklagten Beschwerden de
s Beschwerdeführers
und beruhten auf einer umfassenden
orthopädischen
Unter
suchung (vorstehend
E. 3.8
, vgl. Urk.
7/68
). RAD-Arzt
Dr.
E._
ist Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
und verfügt demnach über die fachlichen Ressourcen, um den Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführers aus orthopädischer
Sicht beurteilen zu können. Die praxisge
mässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten sind somit erfüllt (vorstehend E. 1.
3-1.4
).
4.
2
I
n seinem Untersuchungsbericht
legte
RAD-Arzt
Dr.
E._
dar, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Schlosser aufgrund der
Bewe
gungs
- und vor allem Belastungseinschränkung des rechten Schulter
gelenkes sowie der
Muskelverschmächtigung
des Schultergürtels und Oberarmes mit resul
tierender Funktionseinschränkung des dominanten rechten Armes nach Implan
tation einer inversen
Schulterendoprothese
rechts
seit
dem 15. September
2014 nicht mehr zumutbar ist (vorstehend E. 3.
8
).
Dies ist vorliegend unbestritten
(vgl.
vorstehend E. 2.1; Urk. 1 S. 3 Ziff. II.1)
und stimmt auch mit den Ein
schätzungen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
überein, die dem Beschwerdeführer eben
falls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
attestier
ten (vgl. vor
stehend
E. 3.2-3.5
, E. 3.6
-3.7
).
Zudem legte RAD-Arzt
Dr.
E._
in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar, dass die von Dr.
D._
attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine optimal ange
passte Tätigkeit
(vgl. vorstehend E. 3.7)
anhand des erhobenen klinischen Befun
des nicht plausibel sei, sofern dabei das genau umschriebene Belastungs
profil strikt beachtet werde (Urk. 7/38 S. 7 Ziff. 9; vgl. S. 3 ff. Ziff. 6; vorstehend
E. 3.8
). Für eine optimal angepasste Tätigkeit habe zum Zeitpunkt der regional
ärztlichen Untersuchung im November 2015 eine ganztägige Arbeits
fähigkeit mit einer geringfügigen Leistungsminderung von 10 % vor
gelegen.
Retrospektiv liege diese Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten
unter Berücksichtigung der vorliegen
den Berichte
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit
bereits seit
Juli 2015
vor
(Urk. 7/38 S. 8 Ziff. 10; vorstehend E. 3.8).
4.3
In Bezug auf den Bericht des behandelnden Arztes
Dr.
D._
vom September 2015 (vorstehend E. 3.7), der dem Beschwerdeführer für administrative Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % attestierte, ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen,
dass Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Ausserdem vermochte
Dr.
D._
nicht näher darzulegen, weshalb der Beschwer
deführer in einer optimal angepassten Tätigkeit nur (zumindest) zu 50 % arbeits
fähig sein soll.
Dieser Bericht vermag somit an der Beurteilung durch den RAD
Arzt
Dr.
E._
nichts zu ändern.
Der behandelnde Rheumatologe
Dr.
C._
konnte
demgegenüber
keine konkreten Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit machen (vgl.
vorste
hend E. 3.2,
E. 3.6). Auch diese
Bericht
e vermögen
somit nichts an der Beurtei
lung durch den RAD-Arzt
Dr.
E._
zu ändern.
4.4
N
ach dem Gesagten liegt dem RAD-Arzt
Dr.
E._
folgend seit Juli 2015 in einer angepassten Tätigkeit
medizinisch-theoretisch
eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer geringfügigen Leistungsminderung von 10 %, mithin eine Arbeitsfähig
keit von 90 %
vor.
4.
5
Der Umstand, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2017 einen
auf sechs Monate befristeten
Arbeitsvertrag auf Stundenbasis als Hilfsarbeiter in der Pro
duktion und Logistik für maximal 20 Stunden pro Woche auf Abruf erhalten hat (Urk. 7/106 = Urk. 7/114/2-6
; vgl. Urk. 7/104
) und ab Januar 2018 die Option auf eine unbefristete Festanstellung mit einem Arbeitspensum von 50 % im Raum stand (vgl. Urk. 7/108 S. 2), vermag entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. III.1; vgl. auch Urk. 7/115) keine Restarbeitsf
ähigkeit von 50 % zu begründen und somit nichts an der medizinisch-theoretischen Arbeits
fähigkeit von 90 % zu ändern.
5.
5.1
Im Rahmen der Invaliditätsbemessung stellt sich die Frage, ob der Beschwerde
führer angesichts des schon fortgeschrittenen Alters nach allgemeiner Lebens
er
fahrung in einem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt noch als vermittel
bar gilt und die ihm verbliebene Leistungsfähigkeit erwerblich verwerten kann.
5.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich
nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werde
gang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die ver
bliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
5
.3
Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbs
tätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverläs
sige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
Der Vorbescheid vom 2
4.
November 2015 (
Urk.
7/73), mit welchem ein Rentenanspruch des Beschwer
deführers verneint wurde, erging gestützt auf den orthopädischen Untersu
chungsbericht von
Dr.
E._
vom
5.
November 2015 (E. 3.8). Im Zeitpunkt des Vorbescheids war der Beschwerdeführer bereits 60 Jahre und acht Monate alt. Im Rahmen des
Einwandverfahrens
stellte die Beschwerdegegnerin dann jedoch den Bedarf an beruflichen Massnahmen fest und erteilte dem Beschwerdeführer am 1
3.
Mai 2016 Kostengutsprache für Arbeitsvermittlung bis
9.
Oktober 2016 (
Urk.
7/84), die am 1
7.
Oktober 2016 bis
9.
Januar 2017 verlängert wurde (
Urk.
7/92). Am 1
2.
Dezember 2016 erfolgte eine Kostengutsprache für ein Arbeitstraining vom
3.
Januar bis
2.
Juli 2017 (
Urk.
7/94). Mit Mitteilung vom 4.
August 2017 (
Urk.
7/107) schloss die Beschwerdegegnerin die Eingliederungs
beratung ab, nachdem der Beschwerdeführer mit der Firma
A._
, bei welcher er im Rahmen des Arbeitstrainings eingesetzt worden war, per 1.
Juli 2017 einen Vertrag auf Abruf mit einem Wochenstundenmaximum von 20 Stunden pro Woche und einem Stundenlohn von
Fr.
21.- (inklusive Ferien
entschädigung) abschliessen konnte (
Urk.
7/106). Im Zeitpunkt des Abschlusses der Eingliederungsberatung – als der Beschwerdeführer von der Beschwer
de
gegnerin in einer angepassten Tätigkeit auf dem
1.
Arbeitsmarkt als vollschichtig einsetzbar erachtet wurde – war der
Beschwerdeführer 62 Jahre und drei
Monate alt. Die verbleibende Aktivitätsdauer
bis zum Eintritt des ordentlichen AHV
Pensions
alters betrug somit lediglich noch
zwei Jahre und neun
Monate. Diese verbleibende Zeitdauer ist vorliegend zur Beurteilung der Verwertbarkeit der Resterwerbsfähigkeit als massgebend zu betrachten.
Der aus Spanien stammende Beschwerdeführer
ist gelernter Schlosser
(vgl.
Urk. 7/10 = Urk. 7/25 Ziff. 5.3; Urk. 7/18 S. 2 Ziff. 3)
und lebt
seit 1975 in der Schweiz (vgl. Urk. 7/10 = Urk. 7/25 Ziff. 1.6
). Zunächst war er als Hilfsarbei
ter tätig, seit
1985
a
rbeitete
er
als Schlosser
(
Urk. 7/108 S. 2;
vgl. Urk. 7/46; Urk. 7/109 S. 2
). Der Beschwerdeführer
besitzt über keine anderen Berufs
kennt
nisse
.
Aufgrund der Bewegungs- und vor allem Belastungsein
schränkung des rechten Schultergelenkes sowie
der
Muskelverschmächtigung
des Schulter
gürtels und Oberarmes mit resultierender Funktionseinschränkung des dominan
ten rech
ten Armes ist dem Beschwerdeführer die angestammte schwere Tätigkeit als Schlosser nicht mehr zumutbar. Er kann nur noch körperlich leichte, nicht fein
motorische Tätigkeiten ausüben (vorstehend
E. 3.8, E. 4.2
). Die Stellenaus
wahl auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt wird dadurch erheblich eingeschränkt. Auch sind besondere Begabungen oder Fertigkeiten, die dem Beschwerdeführer einen beruflichen Wiedereinstieg in eine leichte, nicht feinmotorische Tätigkeiten
oder in eine
rein administrative Tätigkeit erleichtern könnten, nicht ersichtlich.
In diesem Zusammenhang ist auf die Antwort der SAH Zürich
vom April 2016 (Urk. 7/83 = Urk. 3)
auf eine Anfrage der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Eingliederung
hinzuweisen
, wonach dem Beschwerdeführer aufgrund der überaus starken Einschränkungen bezüglich des Hebens/Tragens von Lasten und der Ver
meidung von
Abspreiz
- und Rotationsbewegungen
keine Tätigkeit in der Produk
tion, Hauswartung, Reinigung et
c.
möglich wäre. Leichte Tätigkeiten hätten hohe bis sehr hohe Anforderungen an
die
Feinmotorik und/oder
die
Sensibilität der Hände. Auch als Mitarbeiter im Verkehrsdienst oder als Platzanweise
r
könne der Beschwerdeführer aufgrund seiner Beeinträchtigung nicht eingesetzt werden, da diese Tätigkeiten mit ständigen Bewegungen der Arme einher
gingen
. Deshalb seien sie zum Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer
mit
kein
em
ihrer Angebote, welche das Ziel der Anstellung im ersten Arbeitsmarkt verfolge, eine passende Unterstützung
angeboten werden
könne, da insbesondere die gesund
heitlichen Einschränkungen zu gravierend seien.
Nach dem Gesagten erscheint eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als stark erschwert. Angesichts der genannten Fak
toren würde der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
auf dem Weg der Selbsteingliederung
keinen Arbeitgeber mehr finden, der ihn für eine
geeignete, leichte Tätigkeit einstellte. Namentlich der Umstand, dass er
im massgeblichen Zeitpunkt nur noch
zwei
Jahre
und neun
Monate
vor seiner ordentlichen Pensionierung stand,
würde einen durchschnittlichen Arbeitgeber davon abhal
ten, die mit seiner Beschäftigung verbundenen Risiken wie krankheits
bedingte Ausfälle, berufliche Unerfahrenheit und geringe Anpassungs
fähigkeit einzuge
hen, zumal behindertengerechte Arbeitsplätze von Behinderten in jungem und mittlerem Alter ebenfalls stark nachgefragt werden (vgl. dazu das Urteil des Bun
desgerichts 9C_954/2012 vom 1
0.
Mai 2013 E. 3.2.2).
Die Beschwerde
gegnerin selber stellte ihre Eingliederungsbemühungen mit Vermittlung des Arbeitsver
trags auf Abruf im Einsatzbetrieb
A._
ein. Auch sie erach
tete offenbar das Eingliederungspotential des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeitsmarkt damit als ausgeschöpft.
5.4
Im Zeitpunkt der zu beurteilenden Verfügung vom 2
7.
September 2017 (
Urk.
2) stand der Beschwerdeführer in einem Arbeitsverhältnis auf Abruf mit der
A._
als Hilfsarbeiter in der Produktion und Logistik (
Urk.
7/114), das ihm im Zuge des Arbeitstrainings vermittelt werden konnte. Der Maximal
einsatz betrug gemäss Arbeitsvertrag 20 Stunden pro Woche (S. 5) bei einem Stundenlohn von
Fr.
21.-
-
(inklusive Ferienentschädigung). Bei maximaler Aus
schöpfung dieses Stundendachs ergäbe dies bei einem um die Ferien
ent
schädi
gung von 8.33
%
bereinigten Stundenlohn von
Fr.
19.40 einen jährlichen maximalen Bruttolohn von
Fr.
20'176.-
-
(
Fr.
19.40 x 20 x 52). Die Perspektiven des Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt erschöpfen sich im Ver
fügungs
zeit
punkt auf dieses Jahreseinkommen. Die Arbeitskraft des Beschwerdeführers wird im restlichen Umfang aus dargelegten Gründen (E. 5.3) auch auf dem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt und deren Ver
wertung kann ihm im Rahmen der Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zugemutet werden. Beim sei
tens der Beschwerdegegnerin angenommenen
Validen
ein
kommen
von
Fr.
77'891.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 20'176.-
-
ergibt sich eine Erwerbseinbusse von 74
%
(
Fr.
57'715
.--
x 100 / Fr. 77'891.-
-
) und damit der Anspruch auf eine ganze Rente der Invaliden
versicherung.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt der Beginn des Rentenanspruchs.
6.2
Ein Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG unter anderem erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40
%
(vgl. vorstehend E. 1.2
). Da der
Beschwerdeführer seine ang
estammte Tätigkeit als Schlosser seit dem
15. September 2014 nicht mehr ausüben
kann
(vorstehend
E. 3.8,
E. 4.2),
begann die einjährige Wartefrist per dann zu laufen
und endete am 14. September 2015.
S
omit hat der Bes
chwerdeführer ab dem 1. September 2015
Anspruch auf eine ganze
Rente.
6.3
Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ab dem 1. September 2015 eine ganze Rente auszurichten.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
geg
nerin aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kos
ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Der von Rechtsanwältin Lotti Sigg mit Eingabe vom 4. Juni 2018 geltend gemachte Aufwand in der Höhe von gesamthaft Fr. 1'769.35 (Urk. 12-13) erweist sich als angemessen. Die dem Beschwerdeführer zuzusprechende Parteient
schä
digung ist daher auf Fr. 1'769.35 zu bemessen.