Decision ID: 89338c41-a0f2-4347-8a7d-3ed3e047452a
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war vom 12. Mai 2014 bis 30. April 2015 bei der
B._ AG als Kommissionierer angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert. Am 16. Juli 2015 meldete die B._ AG folgendes Ereignis vom 15. April
2015: "Gartenarbeiten, Forst- und Landwirtschaft: Während der Tätigung von
Gartenarbeiten hat sich A._ um die eigene Körperachse abdrehen wollen; hierbei
spürte er einen starken Schmerz im unteren Drittel des Rückens." (Suva-act. 1).
A.b Am 16. April 2015 hatte der Versicherte seinen Hausarzt Dr. med. D._,
Allgemeine Medizin FMH, konsultiert (Suva-act. 11). Vom 18. bis 21. April 2015 war er
sodann im Spital E._ (Suva-act. 25) und ab 21. April 2015 in der Klinik für
Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) hospitalisiert
gewesen (Suva-act. 12), wo nach einer am Eintrittstag in der Klinik für Radiologie und
Nuklearmedizin des KSSG durchgeführten MRI-Untersuchung der Wirbelsäule (Suva-
act. 33) am 22. April 2015 eine Hemilaminektomie L1 linksseitig sowie eine
Sequesterektomie durchgeführt worden war. Am 27. April 2015 war der Versicherte ins
Rehabilitationszentrum Valens entlassen worden, wo er sich bis 27. Mai 2015 zur
stationären Behandlung aufgehalten hatte (Suva-act. 12, 14).
A.c Am 5. August 2015 nahm der Versicherte in einem Fragebogen der Suva zu
verschiedenen Fragen Stellung und beschrieb das Ereignis vom 15. April 2015 (Suva-
act. 9). Am 28. August 2015 folgte eine Besprechung der Suva mit dem Versicherten,
wobei dieser das Ereignis vom 15. April 2015 erneut schilderte und erklärte, sich im
Jahr 2010 einer ersten Rückenoperation im KSSG unterzogen zu haben (Suva-act. 16).
Mit Schreiben vom 3. September 2015 ersuchte die Suva das KSSG um Zustellung
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sämtlicher Berichte den Rücken betreffend aus dem Jahr 2010 inklusive
Operationsbericht (Suva-act. 17 ff.).
A.d Nach Prüfung sämtlicher Unterlagen sowie nach Einholung einer kreisärztlichen
Beurteilung von med. pract. F._, Fachärztin Chirurgie FMH (Suva-act. 26), eröffnete
die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 5. Oktober 2015, dass kein sicherer
oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden und
dem Ereignis vom 15. April 2015 bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht
leistungspflichtig (Suva-act. 27).
B.
B.a Gegen die Verfügung erhob der Versicherte am 16. Oktober 2015 persönlich bei
der Suva Einsprache (Suva-act. 28) und reichte am 8. November 2015 eine schriftliche
Einsprachebegründung nach (Suva-act. 30).
B.b Am 12. November 2015 legte die Suva den Schadenfall nochmals med. pract.
F._ zur Stellungnahme vor (Suva-act. 31). Deren ärztliche Beurteilung datiert vom
16./20. November 2015 (Suva-act. 34).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 37).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 14. März 2016 Beschwerde mit dem
sinngemässen Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen
Versicherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 15. April 2015 betreffend
Schädigung des Rückens, insbesondere für die Operation vom 22. April 2015 im
KSSG, zuzusprechen (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 20. April 2016 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des
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Einspracheentscheids vom 15. Februar 2016, dies insbesondere mit der Begründung,
es liege kein Unfall im Rechtssinne vor (act. G 3).
C.c Der Beschwerdeführer hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet (act. G 4 f.).
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher
die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen gegenüber der Beschwerdegegnerin
aus der obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 15. April
2015.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts
anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
gewährt.
2.2
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2.2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors,
sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist
somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach
sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im
jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft,
beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht
fallen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38
E. 1a, je mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des
ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer
unkoordinierten Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in Bewegung
kommen, indem er - z. B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt und
Schaden nimmt. Der äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne weiteres
gegeben. Dies trifft auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren
eines Sturzes, bloss einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit einem in der
Aussenwelt liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen. Freilich tritt
schon bei einer normalen Bewegung des Körpers, wie beispielsweise beim normalen
Aufstehen aus der tiefen Hocke, eine sinnfällige Veränderung der Aussenwelt ein.
Dieser äussere Faktor ist aber nicht zugleich ein ungewöhnlicher Faktor; denn die
Bewegung des Körpers ist, äusserlich betrachtet, normal verlaufen, also nicht durch
eine in der Aussenwelt begründet Ursache - z.B. Ausrutschen wegen einer glitschigen
Unterlage - in ihrem Ablauf gestört worden. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt. Unter
unkoordinierten Bewegungen versteht man also nur körperliche Bewegungen, die in
ihrem Ablauf durch etwas Programmwidriges, durch etwas Sinnfälliges, d.h. durch
einen ungewöhnlichen Faktor, gestört werden, so dass einzelne Muskeln oder
Muskelgruppen übermässig beansprucht werden; daraus können Muskel- und
Sehnenschäden, ja selbst Knochenbrüche resultieren (ALFRED MAURER,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.; ALEXANDRA
RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
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Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 40 f.; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422
E. 2b). Weiter bejaht die Rechtsprechung das Vorliegen eines ungewöhnlichen
äusseren Faktors dann, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz
ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer, gelegentlich als Verhebetrauma
bezeichneten, Schädigung führt. Es muss jedoch von Fall zu Fall geprüft werden, ob
die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche
Gewöhnung der betreffend Person ausserordentlich war (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b;
RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2).
2.2.2 Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken und die
erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von
vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines
durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten können (z.B. Diskushernien),
unterliegt der Nachweis eines Unfalls insofern strengen Anforderungen, als die
unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Umständen
gesetzt worden sein muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in
einer äusseren wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (Urteil des
Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungs¬gericht, EVG]
vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.3 mit Hinweisen).
2.2.3 Folgende, in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend aufgeführte
Körperschädigungen sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine
Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung
Unfällen gleichgestellt: Knochenbrüche; Verrenkungen der Gelenke; Meniskusrisse;
Muskelrisse; Muskelzerrungen; Sehnenrisse; Bandläsionen und
Trommelfellverletzungen. Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeanwort vom
20. April 2016 (act. G 3) zutreffend ausgeführt hat, gehört eine Diskushernie nicht zum
Kreis der unfallähnlichen Schädigungen, womit eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin unter diesem Titel ausser Betracht fällt.
2.2.4 Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des
Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen
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Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis
zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue
und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses
ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt
sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann
aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; THOMAS
LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern
2014, § 70 N. 2 ff., N. 20; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 29; RKUV 1990 Nr. U 86
S. 50). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu LOCHER/
GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im
Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht). Bei sich widersprechenden Angaben der
versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime
abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen „Aussagen der ersten Stunde“
in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher
oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung
im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht
hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer
Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen; RUMO-
JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29 f.). Diese Beweismaxime kann allerdings nicht auf
Aussagen Dritter, wie beispielsweise Angaben des behandelnden Arztes, angewandt
werden (Urteil des EVG vom 5. April 2004, I 814/03, E. 2.4.2).
2.3 Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer sodann bei Vorliegen
eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als
dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten
Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER,
a.a.O., S. 55; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 5.2). Für die
Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht im Regelfall auf Angaben ärztlicher Experten oder
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Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei
physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der
aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb, 117 V 365 mit
Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).
3.
Zu prüfen ist mithin zunächst, ob der Beschwerdeführer am 15. April 2015 ein
Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Damit dies beurteilt werden kann,
ist festzulegen, was am 15. April 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
geschehen ist.
3.1 Hinsichtlich des Hergangs des Ereignisses vom 15. April 2015 enthalten die Akten
verschiedene Angaben. Eine erste Ereignisschilderung enthält die Schadenmeldung
UVG vom 16. Juli 2015 (Suva-act. 1; vgl. Sachverhalt Bstb. A.a), welche das
Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. Art. 4 ATSG) ohne
Zweifel nicht erfüllt. Beschrieben wird darin ein vollkommen normaler
Bewegungsablauf des Körpers im Rahmen der Gartenarbeit, gänzlich ohne sinnfälliges,
programmwidriges Element. Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer
(schädigender) Faktor im Sinn der Rechtsprechung. Mit anderen Worten kann von
einem äusseren (schädigenden) Faktor dort nicht gesprochen werden, wo die
versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht
anzugeben vermag (vgl. BGE 129 V 470 E. 4.2.1). Liegt aber grundsätzlich ein äusserer
Faktor vor, handelt es sich, wie bereits erwähnt, bei den dabei aufgetretenen
Schmerzen um die Wirkung des Vorgangs, auf den es bei der Beurteilung der
Aussergewöhnlichkeit eines äusseren Faktors nicht ankommt (vgl. Erwägung 2.2.1).
Weil aber die Schilderung des Ereignisses von der Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers stammt, ist ihr allein kein massgebender Beweiswert beizumessen.
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3.2 Eine erste Gelegenheit zur persönlichen Schilderung des Ereignisses vom 15. April
2015 bekam der Beschwerdeführer mit dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin.
Dieser dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der tatsächlichen
Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund stehen
entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers
massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer
die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner
Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz;
vgl. Erwägung 2.2.4) und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die
versicherte Person einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als
Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung bzw.
bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt (Urteile des EVG vom 26. Februar 2004,
U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). Mit der Frage 1 des
Fragebogens wurde der Beschwerdeführer um eine "ausführliche" Schilderung des
Vorfalls ersucht. Er gab am 5. August 2015 an, dass sich das Ereignis während der
Gartenarbeit ereignet habe. Nachdem er die Erdfräse in eine andere Richtung habe
drehen wollen, habe er einen Schmerz gefühlt (Suva-act. 9). Auch damit wird lediglich
eine normale, bewusst bzw. offensichtlich kontrolliert ausgeführte Drehbewegung bei
der Richtungsänderung der geführten Erdfräse geschildert. Etwas Ungewöhnliches
lässt sich auch im neuen Sachverhaltselement der Erdfräse - im Sinne eines damit
allenfalls verbundenen Kraftaufwands - nicht erkennen. Rechtsprechungsgemäss wird
eine den Unfallbegriff erfüllende Überanstrengung erst dann bejaht, wenn Lasten von
erheblichem Gewicht zu heben - im konkreten Fall eher zu verschieben - sind (mehr als
100 kg; Urteile des EVG vom 23. Mai 2006, U 144/06. E. 2.2, und 9. Oktober 2003, U
360/02, E. 3.3.3 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009,
8C_319/2009, E. 3.3), was auf den vorliegenden Fall offensichtlich nicht zutrifft (vgl.
Suva-act. 16 und nachfolgende Erwägungen). Mit der Formulierung der Frage 3 wird
sodann klar und verständlich geprüft, ob sich etwas Besonderes, Unvorhergesehenes
wie namentlich "Ausgleiten, Sturz, Anschlagen usw." ereignet hat. Die Aufzählung ist
erkennbar beispielhaft formuliert, womit der Beschwerdeführer bei dieser Frage
aufgefordert gewesen wäre, "etwas Besonderes", vergleichbar mit den im Fragebogen
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angeführten Beispielen, zu erwähnen. Entsprechend seiner Sachverhaltsschilderung im
Fragebogen verneinte der Beschwerdeführer die Frage 3 jedoch nachvollziehbar.
3.3 Im Rahmen einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 28. August 2015
hatte der Beschwerdeführer eine weitere Gelegenheit, das Ereignis vom 15. April 2015
zu beschreiben. Er habe zu Hause im Garten gearbeitet, wobei er die Hackenfräse mit
beiden Händen auf einer Höhe von ca. 70 bis 80 cm gehalten habe. Um die Fräse zu
verschieben, habe er diese leicht aus dem Dreck heraus gezogen. In diesem Moment
sei ihm die Fräse auf die linke Seite weggerutscht, wodurch es einen Ruck gegeben
habe. Sofort habe er einen Schmerz im Rücken verspürt. Die Fräse wiege ca. 10 bis 15
kg. Ein Sturz auf den Rücken sei nicht erfolgt (Suva-act. 16). Dass einem ein
Gegenstand wegrutscht, kommt im Alltag häufig vor; darin ist nichts Ungewöhnliches
zu erkennen und mit dem Begriff "Ruck" wird im Allgemeinen lediglich eine kurze
Erschütterung des Körpers beschrieben, welche nicht zu einer unphysiologischen,
programmwidrigen Beanspruchung des Rückens im Sinne eines ungewöhnlichen
äusseren Faktors führt. Inwiefern vorliegend eine stärkere Einwirkung stattgefunden
haben sollte, ist nicht erkennbar bzw. wurde vom Beschwerdeführer nicht angeführt.
Angesichts des für die Hackenfräse angegebenen Gewichts erscheint dies auch wenig
wahrscheinlich. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf
bzw. bei alltäglichen Aktivitäten, wie beispielsweise Gartenarbeiten, Drehungen mit
dem Körper nichts Aussergewöhnliches darstellen. Für eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG kann
nicht jedes Geschehen bzw. jede Bewegung des Körpers genügen, sondern es muss
eben ein Unfallereignis im Rechtssinne vorliegen. Dass die Muskulatur, die
Knochenstruktur oder die Gelenke des Rückens des Beschwerdeführers am 15. April
2014 bei einer unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzten unkoordinierten
Bewegung oder angesichts des leichten Gewichts der Fräse durch eine
Überanstrengung übermässig beansprucht worden wären, kann - wie gesagt -
ausgeschlossen.
3.4 Der vom Beschwerdeführer in der Einsprachebegründung vom 8. November 2015
(Suva-act. 30) genannte "Knacks" stellt - gleich wie ein Schmerz - kein äusserer
(schädigender) Faktor im Sinn der Rechtsprechung, sondern lediglich die Wirkung
eines äusseren Faktors dar. Bei der Beurteilung der Aussergewöhnlichkeit des
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äusseren Faktors kommt ihm keine Bedeutung zu (vgl. Erwägung 3.1). In der
Beschwerde sprach der Beschwerdeführer schliesslich nur noch von einem "Unfall
während der Gartenarbeit", was lediglich einer Eigenbewertung gleichkommt. Ob ein
Unfallsachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben
ist, gilt es rechtlich zu beurteilen.
3.5 "Angaben des Patienten" bzw. eine Schilderung des Ereignisses vom 15. April
2015 waren sodann im Arztzeugnis UVG von Dr. D._ vom 6. August 2015
festgehalten. Danach sei der Beschwerdeführer bei der Arbeit im Garten von einer
elektrischen Gartenhacke herumgeschleudert worden, nachdem diese unerwartet im
Erdreich an einem Gegenstand hängen geblieben sei (Suva-act. 11). Das
Hängenbleiben der Gartenhacke an einem Gegenstand im Erdreich, wodurch es zu
einem "Herumschleudern" des Beschwerdeführers gekommen sein soll, liesse eine
unkoordinierte bzw. unnatürliche Bewegung, vergleichbar einem Sturz, Stolpern oder
Ausgleiten, begründet durch einen programmwidrigen, sinnfälligen äusseren Umstand,
und damit einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG annehmen. Das Herumschleudern des
Körpers beschreibt eine intensive Drehbewegung, welche über den normalen
Bewegungsablauf hinausgeht. Das im Arztzeugnis UVG Geschriebene muss sich aber
auch verwirklicht haben. Weil aber die Formulierung des Ereignisses - wenn auch
basierend auf Angaben des Beschwerdeführers - von Dr. D._ stammt, kann ihr nicht
derselbe Beweiswert zukommen wie den Schilderungen des Beschwerdeführers im
Fragebogen (Erwägung 3.2) sowie anlässlich der Besprechung mit der
Beschwerdegegnerin (Erwägung 3.3). Im Übrigen erstaunt es, dass die ärztliche
Ereignisschilderung neue, bedeutsame Sachverhaltselemente enthält, welche der
Beschwerdeführer - obwohl explizit darauf angesprochen - selbst nicht erwähnte, was
diese damit wenig glaubhaft erscheinen lässt. Unter diesen Umständen kann auch dem
Vermerk von Dr. D._ im einfachen Arztzeugnis vom 3. Juli 2015 (Suva-act. 2) und
Arztzeugnis UVG vom 6. August 2015 (Suva-act. 11), es handle sich um einen Unfall,
kein genügender Beweiswert zukommen.
3.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Ereignisschilderungen in den
Erwägungen 3.1 ff. grundsätzlich alle voneinander unterscheiden, sei es bereits
hinsichtlich der Benennung des Gartengeräts, aber insbesondere in Bezug auf
wesentliche, den Unfallbegriff betreffende Elemente. Es besteht keine Veranlassung,
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ausgerechnet auf die für den Beschwerdeführer sprechende Vermutung eines
Ereignisses gemäss der Schilderung von Dr. D._ im Arztzeugnis UVG vom 6. August
2015 abzustellen. Wahrscheinlicher erscheint ein Ereignis im Bereich der persönlichen
Schilderung des Beschwerdeführers vom 5. August 2015 im Fragebogen der
Beschwerdegegnerin, wonach von einer normalen Drehbewegung des Körpers bei der
Gartenarbeit verbunden mit einer beabsichtigten bzw. geplanten Richtungsänderung
einer geführten Erdfräse auszugehen ist, wobei es offenbar - abgesehen von einem
nachfolgend aufgetretenen Schmerz - keine besonderen Vorkommnisse gab. Die
dargelegte Beweislage lässt es mithin nicht als überwiegend wahrscheinlich erachten,
dass der Beschwerdeführer am 15. April 2015 tatsächlich einen Unfall im Rechtssinne
erlitten hat.
4.
4.1 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass selbst wenn zugunsten des
Beschwerdeführers von einem Unfall am 15. April 2015 auszugehen wäre, nur dann
eine Leistungspflicht bestünde (vgl. E. 2.3), wenn die geltend gemachten Beschwerden
in einem natürlichen (und adäquaten) Kausalzusammenhang zum geltend gemachten
Ereignis vom 15. April 2015 stünden. Auch bei einem Unfall ist entscheidend, welche
Verletzungen die betroffene Person im konkreten Fall tatsächlich erlitten hat. Im
vorliegenden Fall bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich am 15. April 2015 ein
Unfall ereignet hätte, welcher die am 21. April 2015 in der Klinik für Radiologie und
Nuklearmedizin des KSSG mittels MRI-Untersuchung erhobene Diskushernie auf Höhe
LWK1 (vgl. Suva-act. 33, vgl. auch Suva-act. 25) hätte verursachen können.
4.2
4.2.1 Eine Diskushernie ist im Regelfall eine degenerative Erkrankung der
Wirbelsäule und nur im Ausnahmefall die Folge eines Traumas (vgl. dazu ALFRED M.
DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 878 ff.;
PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 232; ROCHE
LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 182; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE,
Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und
dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 5). Nach
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der Rechtsprechung kann eine Diskushernie nur dann als weitgehend unfallbedingt
betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet
war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen (RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190,
Nr. U 379 S. 192; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, teilweise publiziert in
AJP 2006 S. 877 ff.). Eine gesunde Bandscheibe ist derart widerstandsfähig, dass unter
Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt
würde. Im medizinischen Versuch konnte die isolierte Verletzung einer Bandscheibe
durch einen Unfall lediglich bei rein axialer Belastung der Wirbelsäule, nicht aber bei
Rotations-, Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen herbeigeführt werden
(Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit Hinweis auf GÜNTER G.
MOLLOWITZ [Hrsg.], Der Unfallmann, Berlin/Heidelberg 1993, S. 164 ff.). Med. pract.
F._ ergänzt diesbezüglich übereinstimmend und eingängig, dass durch
Grundlagenforschung, vor allem auf dem Gebiet der Biochemie und Biomechanik,
bekannt sei, dass äussere Faktoren bei Ätiologie und Pathogenese degenerativer
Bandscheibenerkrankungen nur von untergeordneter Bedeutung seien. Die degenerativ
regressiven Veränderungen in den Bandscheiben liefen autonom, unbeeinflusst von
äusseren Einflüssen nach eigenen Gesetzmässigkeiten ab (Suva-act. 34).
4.2.2 Med. pract. F._ folgert aus der vorliegenden Aktenlage überzeugend, dass
das Trauma des Beschwerdeführers in keiner Weise geeignet gewesen sei, die
Wirbelsäule am Ort der Diskushernie zu schädigen bzw. die Diskushernie
hervorzurufen. So würden weder Hinweise für ein Trauma mit einer hohen
Gewalteinwirkung noch mit einer axialen Stauchung - von welcher sie beispielhaft bei
einem Sturz aus grösserer Höhe ausgeht - vorliegen. Die Ereignisschilderungen des
Beschwerdeführers weisen höchstens auf eine seitliche Bewegung bzw.
Drehbewegung mit dem Rücken hin (vgl. Suva-act. 9, 16). Med. pract. F._ nimmt
mithin in ihrer Beurteilung auf die in Rechtsprechung und medizinischer Literatur
massgebenden Kriterien Unfallmechanismus und Schwere des erlittenen Ereignisses
(vgl. Erwägung 4.2.1) Bezug und zieht daraus den überzeugenden Schluss eines nur
möglichen Kausalzusammenhangs zwischen Ereignis und Diskushernie, was den
Beweisanforderungen im Sozialversicherungsrecht bzw. dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht genügt (vgl. dazu LOCHER/GÄCHTER, a.a.O.,
§ 70 N. 58 f.).
4.3
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4.3.1 Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer
Folgeschäden bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet sodann der
gesundheitliche Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Im konkreten Fall
besteht auch diesbezüglich eine Situation, welche das Bild einer degenerativ und nicht
traumatisch bedingten Diskushernie LWK1 aufzeigt.
4.3.2 Med. pract. F._ erklärt einleuchtend, es komme trotz der unter den
Medizinern unbestrittenen Erläuterungen in Erwägung 4.2.1 immer wieder vor, dass
Patienten ihrem Kausalitätsbedürfnis entsprechend ein bestimmtes Ereignis oder einen
umschriebenen, genau definierten Zeitabschnitt anschuldigten, welcher die
Symptomatik überhaupt erst in Gang gesetzt hätten (Suva-act. 34). Ein Ereignis kann
auf einen derart labilen, prekären Vorzustand treffen, dass jederzeit mit einem Eintritt
der (organischen) Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik
der pathogenen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen
anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltäglicher Belastungsfaktor zu annähernd gleicher
Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht
als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher
keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011, 8C_380/2011, E. 4.2.2; RUMO-JUNGO/
HOLZER, a.a.O., S. 54).
4.3.3 Der in Erwägung 4.3.2 beschriebenen Konstellation entsprechend, entnimmt
med. pract. F._ den medizinischen Akten überzeugend, dass beim Beschwerdeführer
von einer umfassenden degenerativen Problematik im Bereich der Wirbelsäule
auszugehen sei, die zusammen mit der Diskushernie im Segment LWK1 ohne
Unfallbeteiligung ein in sich geschlossenes Bild ergebe (Suva-act. 34; vgl. dazu Suva-
act. 32-1 f.). Der Beschwerdeführer hatte sodann am 28. August 2015 gegenüber der
Beschwerdegegnerin angegeben, drei Monate nach der Rückenoperation die Arbeit als
Plattenleger wieder aufgenommen zu haben. Dies habe nicht gut funktioniert und es
seien weiterhin Beschwerden vorhanden gewesen. Die Schmerzen seien bis heute
geblieben. Auch vor dem Ereignis vom 15. April 2015 seien Beschwerden vorhanden
gewesen (Suva-act. 16). Wenn der Beschwerdeführer nachfolgend in der
Einsprachebegründung vom 8. November 2015 angab, er sei nach seiner ersten
Rückenoperation beschwerdefrei gewesen, habe sich gut gefühlt und habe wieder
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ganz normal arbeiten können (Suva-act. 30), erscheint dies wenig glaubhaft.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Annahme einer nun ausgerechnet im
Segment LWK1 entstandenen traumatischen Diskushernie angesichts der dargelegten
Sachlage in keiner Weise aufdrängt; vielmehr würde eine solche als sehr ungewöhnlich
erscheinen.
4.3.4 Med. pract. F._ legte sodann in ihrer ärztlichen Beurteilung (Suva-act. 34-4)
überzeugend und eingängig den medizinisch-theoretischen Hintergrund bezüglich der
langwierigen Degeneration von Bandscheiben - früh beginnend und irgendwann später
endend mit einer Diskushernie - dar. Sie bezeichnete bandscheibenbedingte
Erkrankungen, hauptsächlich im lumbalen Wirbelsäulenabschnitt, in Übereinstimmung
mit der medizinischen Literatur (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 848 ff.; PSCHYREMBEL,
a.a.O., S. 2294) als Volkskrankheit bzw. als im Alter überaus häufig vorkommende
Pathologie. Neben dem normalen Alterungsvorgang an der Wirbelsäule spielt
regelmässig auch die arbeitsbedingte Belastung eine massgebende Rolle. Der
Beschwerdeführer hat laut eigenen Angaben während 25 Jahren als Plattenleger
gearbeitet (Suva-act. 16), in einem Beruf also, in dem Rückenbelastungen und damit
Rückenbeschwerden erfahrungsgemäss häufig vorkommen.
4.4 Insgesamt steht damit mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass beim Beschwerdeführer
- selbst wenn bezüglich des Ereignisses vom 15. April 2015 von einem Unfall im
Rechtssinn ausgegangen würde - eine dadurch verursachte neue, bleibende
Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung auszuschliessen ist.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der angefochtene Einspracheentscheid
(Suva-act. 40), mit welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die
mittels MRI erhobene Diskushernie LWK1/2 dorsolateral links (Suva-act. 33) und
insbesondere für deren operative Behandlung (Suva-act. 25) abgelehnt hat, nicht zu
beanstanden ist.
6.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 15. Februar 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).