Decision ID: b62c9e6e-5d0a-5759-a7f1-4528fe370309
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Gesuchsteller reichte am 23. März 2016 in der Schweiz ein Asylgesuch
ein. Das SEM lehnte dieses Gesuch mit Verfügung vom 14. März 2018 ab
und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungs-
vollzug an.
Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Bundesver-
waltungsgericht mit Urteil D-2274/2018 vom 18. Juni 2020 ab. Das Gericht
gelangte zum Schluss, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass der
Gesuchsteller sich in der Endphase des Bürgerkriegs in den letzten Rück-
zugsgebieten der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) aufgehalten
habe. Auch nicht auszuschliessen sei, dass er bei Kriegsende von der sri-
lankischen Armee befragt worden sei. Seine Funktion bei den LTTE als (...)
oder (...) und später (...) des Chefs der (...) und eine darauffolgende Ver-
folgung durch die sri-lankischen Behörden habe er dagegen nicht glaubhaft
machen können.
B.
Der Gesuchsteller reichte am 23. Juli 2020 beim SEM eine als «Gesuch
um Wiedererwägung bzw. neues Asylgesuch» bezeichnete Eingabe ein.
C.
Das SEM trat mit Verfügung vom 11. September 2020 auf das Wiederer-
wägungsgesuch mangels gehöriger Begründung und auf die als Revisions-
gründe erkannten Vorbringen mangels funktioneller Zuständigkeit nicht ein
und erklärte die Verfügung vom 14. März 2018 für rechtskräftig und voll-
streckbar. Ferner verzichtete es auf die Erhebung von Gebühren, lehnte
den Antrag auf Einholung eines ärztlichen Gutachtens ab und stellte fest,
dass einer allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme.
Die dagegen erhobene Beschwerde vom 21. September 2020 wies das
Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-4657/2020 vom 8. Dezember 2020
ab.
D.
Mit Eingabe vom 21. September 2020 ersuchte der Gesuchsteller um Re-
vision des Urteils D-2274/2018 vom 18. Juni 2020. Er beantragte im wie-
deraufzunehmenden Beschwerdeverfahren die Feststellung seiner Flücht-
lingseigenschaft und die Gewährung von Asyl in der Schweiz, eventualiter
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die Anordnung seiner vorläufigen Aufnahme. In verfahrensrechtlicher Hin-
sicht beantragte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu
erteilen, ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die
Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sowie die rubrizierte
Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin beizuordnen. Ferner sei
das SEM anzuweisen, ein ärztliches Gutachten gemäss Standard Istanbul
Protokoll (Handbuch für die wirksame Untersuchung und Dokumentation
von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder entwürdigender
Behandlung oder Strafe) einzuholen.
Als Beweismittel reichte er die wie folgt bezeichneten Dokumente ein:
 Haftbefehl Gericht vom (...) (warrant of arrest; in Kopie)
 «offener» Haftbefehl Gericht, undatiert (warrant of arrest; in Kopie)
 DHL-Couvert samt Sendungsverfolgung
 Gesuch um Wiedererwägung bzw. neues Asylgesuch vom 23. Juli
2020 (vgl. vorstehender Bst. B) samt Beilagen
 provisorische Honorarnote
 BVGer Urteil D-2274/2018 vom 18. Juni 2020 (in Kopie)
E.
Mit superprovisorischer Massnahme vom 22. September 2020 setzte die
Instruktionsrichterin den Vollzug der Wegweisung einstweilen aus.
F.
Am 25. September 2020 reichte der Gesuchsteller eine Unterstützungsbe-
stätigung vom (...) ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls
in der Regel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen
Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG;
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von
Urteilen, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat
(BVGE 2007/21 E. 2.1).
1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-
verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG
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findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67
Abs. 3 VwVG Anwendung.
1.3 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Besetzung mit drei
Richtern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsge-
such nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Ein-
zelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VGG).
1.4 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich
gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-
such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtskraft des angefochtenen Ur-
teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen
(vgl. BVGE 2012/7 E. 2.4.2 und MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-
ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 5.36).
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht zieht seine Urteile auf Gesuch hin aus
den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG).
Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um Revi-
sion nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte gel-
tend machen können (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG e contrario; sinngemäss
Art. 46 VGG).
An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte Anfor-
derungen gestellt. Reine Urteilskritik genügt den gesetzlichen Anforderun-
gen an die Begründung eines Revisionsgesuchs nicht. Das Gesetz um-
schreibt die Revisionsgründe, die Rechtsprechung handhabt sie restriktiv
(vgl. ELISABETH ESCHER, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz,
3. Aufl. 2018, Art. 121 BGG N 1, NICOLAS VON WERDT, in: Seiler/von
Werdt/Güngerich/Oberholzer, Stämpflis Handkommentar SHK, Bundesge-
richtsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 121 N 9).
2.2 Der Gesuchsteller macht den Revisionsgrund der nachträglich erfahre-
nen Tatsachen und des Auffindens entscheidender Beweismittel im Sinne
von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG geltend. Indem er ausführt, er habe die
Dokumente von einem Bekannten am (...) per DHL erhalten, zeigt er aus-
serdem die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von Art. 124
BGG auf. Auf das frist- und formgerecht eingereichte Revisionsgesuch ist
damit einzutreten.
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3.
3.1 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten die Revision eines Urteils verlangt werden, wenn die ersu-
chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entschei-
dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibrin-
gen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst
nach dem Entscheid entstanden sind. Auf Revisionsgesuche, die auf erst
nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens entstandenen Tatsachen oder
Beweismitteln gründen, ist nicht einzutreten (vgl. BVGE 2013/22 E. 13).
3.2 Die neuen Tatsachen oder Beweismittel müssen sodann erheblich
sein. Diese Erheblichkeit ist zu bejahen, wenn sie entweder die neu erfah-
renen erheblichen Tatsachen belegen oder geeignet sind, dem Beweis von
Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen,
aber zum Nachteil der gesuchstellenden Partei unbewiesen geblieben
sind. Das vorgebrachte Beweismittel muss für die Tatbestandsermittlung
von Belang sein; es genügt nicht, wenn es lediglich zu einer neuen Würdi-
gung der bei der Erstbeurteilung bereits bekannten Tatsachen führen soll
(vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 307
Rz. 5.48).
4.
Der Gesuchsteller macht im Revisionsgesuch geltend, es sei ihm gelun-
gen, Kopien von zwei ihn betreffenden gerichtlichen Haftbefehlen zu be-
schaffen. So sei er über mehrere Bekannte, die letztendlich jemanden hät-
ten ausfindig machen können, der beim Gericht arbeite und in unzulässiger
Weise Kopien angefertigt habe, an die hier eingereichten Beweismittel ge-
langt. Mit den beiden Haftbefehlen könne er nachweisen, dass er in seinem
Heimatland anhaltend behördlich gesucht werde und deshalb an Leib und
Leben und in seiner Freiheit gefährdet sei, zumal er bei den sri-lankischen
Sicherheitskräften bereits als ehemaliger LTTE-Unterstützer registriert sei.
Der erste gerichtliche Haftbefehl datiere vom (...). Ein solcher Haftbefehl
werde als erstes ausgestellt, wenn eine Person gesucht werde. Die ge-
suchte Person habe anschliessend Zeit, sich bei den Behörden oder beim
Gericht zu melden. Komme sie dieser Aufforderung nicht nach, werde ein
weiterer «offener» Haftbefehl ausgestellt, welcher erst datiert werde, wenn
die Person verhaftet werde (vgl. Revisionsgesuch S. 6 Mitte).
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5.
5.1 Vorweg ist festzustellen, dass der Gesuchsteller während des gut (...)
Jahre dauernden Asylverfahrens nie geltend gemacht hat, dass er in Sri
Lanka zur Verhaftung ausgeschrieben worden sei. Er brachte zwar im Be-
schwerdeverfahren D-2274/2014 vor, dass sein (Verwandter) (...) und der
jüngste (Verwandte) sowohl im (...) als auch im (...) von Beamten des Cri-
minal Investigation Department (CID) verhört und zu seinem Aufenthalt be-
fragt worden seien (was vom Gericht als nachgeschobene Vorbringen und
daher unglaubhaft erachtet worden ist). Er machte aber nicht geltend, dass
er als gesuchte Person eine Aufforderung erhalten habe, sich innert ge-
setzter Frist bei den Behörden beziehungsweise dem Gericht zu melden,
wie dies – entsprechend seinen eigenen Ausführungen zum Wesen des
gerichtlichen Haftbefehls vom (...) (vgl. E. 4. hievor) – zu erwarten gewe-
sen wäre. Angesichts dessen, dass er gemäss Aktenlage während des Be-
schwerdeverfahrens in Kontakt mit seinem (Verwandten) stand, erscheint
es sehr unwahrscheinlich, dass er von diesen Haftbefehlen während des
rund (...)jährigen Asylverfahrens keine Kenntnis hätte erlangen sollen.
Dies gilt umso mehr, als in beiden Haftbefehlen die vom Gesuchsteller bei
der BzP angegebene Heimatadresse «Nr. (...)» (vgl. SEM act. A10
Ziff. 2.02) aufgeführt ist, mithin zu erwarten ist, dass der angeblich zur Haft
ausgeschriebene Gesuchsteller an seiner Heimatadresse gesucht worden
wäre. Dies wiederum müsste der Familie des Gesuchstellers zweifellos zur
Kenntnis gelangt sein, zumal diese offenkundig an der gleichen Anschrift
wohnhaft ist. So führt nämlich das DHL Couvert, mittels dem die Haftbe-
fehle dem Gesuchsteller zugestellt worden sind, einen Absender namens
«B._», wohnhaft an der Heimatadresse des Gesuchstellers
«Nr. (...)» auf (vgl. Beilage 3 zum Revisionsverfahren). Der Gesuchsteller
wurde darüber hinaus im Beschwerdeverfahren von einer im Asylverfahren
erfahrenen Hilfsorganisation beraten und vertreten, welche die nunmehr
geltend gemachten Haftbefehle im Rahmen der Beschwerde mit Sicherheit
geltend gemacht und versucht hätte, entsprechende Beweismittel beizu-
bringen, hätte der Gesuchsteller sie davon in Kenntnis gesetzt. Dem ist
jedoch nicht so, weshalb das Gericht beträchtliche Zweifel an der Echtheit
der im vorliegenden Revisionsverfahren eingereichten Beweismittel wie
auch an der Glaubhaftigkeit der Revisionsvorbringen hat. Bezeichnender-
weise äussert sich der Gesuchsteller zu den Umständen, wie er überhaupt
Kenntnis von den Haftbefehlen erhalten habe, nicht. Auch der dargelegte
Sachverhalt, wonach ein Gerichtsmitarbeiter einem – nicht näher bezeich-
neten – Bekannten in unzulässiger Weise die Dokumente zugänglich ge-
macht habe, erscheint äusserst konstruiert.
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5.2 Dem Gesagten zufolge und vor dem Hintergrund, dass der Gesuchstel-
ler bereits im Asylverfahren die vorgetragenen Fluchtgründe nicht hat
glaubhaft machen können, sind weder die hier vorgebrachten Tatsachen
noch die eingereichten Beweismittel geeignet, eine flüchtlingsrelevante
Verfolgung des Gesuchstellers seitens der heimatlichen Behörden zu be-
legen, mithin zur Revision des angefochtenen Urteils zu führen. Die Be-
weismittel sind damit nicht als erheblich im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a
BGG zu erachten.
5.3 In Bezug auf die Ausführungen des Gesuchstellers in der Revisions-
eingabe vom 21. September 2020 zur allgemeinen Lage in Sri Lanka und
der angeblich drastischen Verschlechterung aufgrund der am 16. Novem-
ber 2019 erfolgten Präsidentschaftswahl ist festzuhalten, dass diese The-
men und Fragen im Beschwerdeurteil vom 18. Juni 2020 geprüft und be-
rücksichtigt wurden (vgl. Revisionsgesuch, Ziff. 4.2, S. 8 f.; BVGer Urteil
D-2274/2018 vom 18. Juni 2020, E. 6.1 und 8.2.3). Die diesbezüglichen
Ausführungen des Gesuchstellers auf Revisionsebene und die entspre-
chenden Verweise auf Berichte der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, res-
pektive seine Rüge, ein Risikoprofil seiner Person sei zu Unrecht verneint
worden, läuft damit auf eine appellatorische Kritik am Beschwerdeurteil
vom 18. Juni 2020 beziehungsweise auf eine Beanstandung der rechtli-
chen Würdigung des Sachverhalts hinaus. Dafür besteht im Rahmen eines
Revisionsverfahrens indes kein Raum. Eine andere Sachverhalts- oder Be-
weiswürdigung ist einem Revisionsverfahren, das an enge formelle Vor-
aussetzungen gebunden ist, nicht zugänglich, da die Revision kein ordent-
liches Rechtsmittel darstellt.
5.4 Soweit sich der Gesuchsteller auf die erst nach dem Beschwerdeurteil
vom 18. Juni 2020 erfolgten Parlamentswahlen in Sri Lanka vom 5. August
2020 beruft (vgl. Revisionsgesuch, Ziff. 4.2, S. 10), ist festzustellen, dass
dieses Ereignis gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a in fine BGG revisionsrecht-
lich unbeachtlich ist und auf das Revisionsgesuch diesbezüglich nicht ein-
zutreten ist (vgl. die vorstehenden Ausführungen unter E. 3.1).
5.5 Vor dem Hintergrund des vorstehend Ausgeführten besteht keinerlei
Veranlassung, die im Rahmen des Asylverfahrens dargelegte und als un-
glaubhaft erachtete Folter näher abzuklären und zu diesem Zweck ein ärzt-
liches Gutachten gemäss den Standards des Istanbul Protokolls einzuho-
len.
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6.
Zusammenfassend ist es dem Gesuchsteller nicht gelungen, relevante
Gründe darzulegen, die eine Revision des Beschwerdeurteils D-2274/2018
vom 18. Juni 2020 rechtfertigen würden. Das Revisionsgesuch vom
21. September 2020 ist deshalb abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.
Der am 22. September 2020 angeordnete Vollzugsstopp fällt mit dem vor-
liegenden Urteil dahin.
8.
8.1 Mit vorliegendem Urteil ist der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung
eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden.
8.2 Der Gesuchsteller beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie die Beiordnung einer amt-
lichen Rechtsbeiständin gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG. Aufgrund der vor-
stehenden Erwägungen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos
zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzun-
gen (Bedürftigkeit und Nicht-Aussichtslosigkeit) nicht gegeben, weshalb
die Gesuche abzuweisen sind.
8.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Gesuchstel-
ler aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’500.– fest-
zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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