Decision ID: a6c439f8-cdf7-5ffa-9fae-ece35c123299
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X._ ist Eigentümer der Parzelle Nr. 1_, Grundbuch Y._, welche an einem von
Nordwesten nach Südosten abfallenden Hang liegt und mit einem Einfamilienhaus
überbaut ist. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Y._ ist dieses
Grundstück der Wohnzone W2 zugewiesen. Entlang der nordwestlichen
Grundstücksgrenze verläuft die A._strasse, Parzelle Nr. 2_, Gemeindestrasse erster
Klasse, welche auf der Nordwestseite von der Einmündung in die B._strasse (Parzelle
Nr. 3_) bis zur Verzweigung C._-/D._strasse (Parzellen Nrn. 4_ bzw. 5_) mit einem
ca. 1.80 m breiten Trottoir versehen ist. Im Nordosten grenzt das Grundstück Nr. 1_
an die E._(strasse), Parzelle Nr. 6_, Gemeindestrasse zweiter Klasse, welche beim
nördlichen Grenzpunkt der Parzelle Nr. 1_ längs der A._strasse als Trottoirüberfahrt
ausgebildet ist und nach der Kreuzung der A._strasse als F._strasse, Parzelle
Nr. 7_, Gemeindestrasse zweiter Klasse, weiter nach Norden führt. Beim Knoten E._/
A._strasse befindet sich ein rund zwei Meter breites und maximal vier Meter langes
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Trottoir auf Parzelle Nr. 1_, welches als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingeteilt ist
(act. 9.2/6/3, act. 9.2/10/2 und 3/6/5, www.geoportal.ch).
B. Im Jahr 2010 ordnete der Gemeinderat Y._ provisorisch bauliche Massnahmen zur
Verkehrsberuhigung auf der A._strasse an: Mit seitlichen Einengungen an der Grenze
zur Parzelle Nr. 8_ gegenüber dem Schulhaus D._ auf Parzelle Nr. 9_ resp. beim
nördlichen Grenzpunkt der Parzelle Nr. 1_ sollte eine Geschwindigkeitsreduktion
erreicht bzw. den Fussgängern die Querung der Fahrbahn erleichtert (Betreten der
mittels zwei Betonelementen gesicherten Wartefläche auf der A._strasse beim
Einlenker E._, Verbesserung der Sichtweiten) werden (act. 9.1/1/4-6, act. 9.2/10/3/6,
Sachverhalt lit. A, act. 6/17, 19 und 22, www._.ch). Im Dezember 2013 wurde die
Station "U_" der _bahnen _ (_) aufgehoben und die regionale Buslinie Nr. 0_
zwischen Y._ und Z._ in Betrieb genommen. Die Busse verkehren stündlich in beide
Fahrtrichtungen und bedienen über die A._strasse die Haltestelle Q._ D._
(Fahrbahnhalt; in Fahrtrichtung Y._ gegenüber der Einmündung in die G._strasse,
Parzelle Nr. 10_, mit Wartehaus auf Parzelle Nr. 11_ und in der Gegenrichtung vor
der Transformatorenstation, Assek.-Nr. 0_, auf Parzelle Nr. 9_, act. 6/19, www._.ch,
map.geo.admin.ch, www.fahrplanfelder.ch).
C. Mit Beschluss vom 24. September 2013 zog der Gemeinderat Y._ ein vom
14. Februar 2011 bis 15. März 2011 öffentlich aufgelegtes Strassenprojekt auf der
A._strasse zurück und schrieb drei dagegen erhobene Einsprachen ab. Gleichzeitig
genehmigte er das Strassenprojekt "_ A._strasse _" und erliess den Teilstrassenplan
"Trottoirverlängerung A._str./E._ in Q._". Für die geplante Trottoirverlängerung
sollen von Grundstück Nr. 1_ 21 m erworben und 18 m vorübergehend beansprucht
werden. Während der öffentliche Auflage vom 8. Oktober 2013 bis 6. November 2013
erhob X._ durch Rechtsanwältin lic. iur. et lic. rer. publ. Iris Zindel Einsprache, welche
sich gegen das Projekt, den Teilstrassenplan und die Zulässigkeit der Enteignung
richtete. Nach Durchführung eines Augenscheins am 23. April 2014 wies der
Gemeinderat Y._ die Einsprache mit Entscheid vom 12. August 2014 ab (Beilage zu
act. 9.2/1, act. 9.2/10/3/1 f. und 4-6).
D. Dagegen rekurrierte X._ durch seine damalige Rechtsvertreterin am
4. September 2014 an das Baudepartement (Verfahrensnummer 0_, act. 9.2/1). Mit
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Verfügung vom 22. Dezember 2014 untersagte der Präsident der Baukommission Y._
X._ die Pflanzung einer Hecke im Sichtfeld des Knotens E._/A._strasse auf Parzelle
Nr. 1_. Gleichzeitig ordnete er an, die gepflanzte Hecke innerhalb des
Knotensichtfeldes sofort zu entfernen oder in der Höhe auf 0.6 m zurückzuschneiden.
Einem allfälligen Rekurs entzog er die aufschiebende Wirkung (act. 9.1/1/1). Dagegen
rekurrierte X._ am 29. Dezember 2014 an das Baudepartement und beantragte unter
anderem, es sei dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zu erteilen (Verfahrensnummer
1_, act. 9.1/1). Am 26. Januar 2015 verfasste die Kantonspolizei einen Amtsbericht
(act. 9.1/5). Mit Entscheid vom 10. Februar 2015 wies die Vorinstanz das Begehren von
X._ um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Eine dagegen am 17. Februar 2015
erhobene Beschwerde hiess der Präsident des Verwaltungsgerichts mit Entscheid vom
13. Mai 2015 gut, hob den Entscheid vom 10. Februar 2015 auf und erteilte dem
Rekurs vom 29. Dezember 2014 die aufschiebende Wirkung (act. 9.1/9 und 11,
B 2015/26 act. 1). Am 22. April 2015 führte das Baudepartement einen Augenschein
durch (act. 9.1 f./12). Am 25. August 2015 nahm die Kantonspolizei Stellung. Am
16. November 2015 reichte sie einen weiteren Amtsbericht ein (act. 9.1/16 und 19). Mit
Entscheid vom 10. November 2017 wies das Baudepartement beide Rekurse ab
(act. 2).
E. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 10. November 2017
erhob X._ (Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt Dr. iur. Matthias Raschle am
24. November 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren,
es sei der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben
(act. 1). Am 5. Januar 2018 ergänzte er seine Beschwerde mit einer Begründung
(act. 5). Mit Vernehmlassung vom 29. Januar 2018 schloss die Vorinstanz auf
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde (act. 8). Mit Stellungnahme vom
22. Februar 2018 beantragte die Politische Gemeinde Y._ (Beschwerdegegnerin), es
sei die Beschwerde unter Kostenfolge abzuweisen (act. 13). Am 12. März 2018 liess
sich der Beschwerdeführer abschliessend vernehmen (act. 15). Am 10. Oktober 2018
reichte er eine Honorarnote ein (act. 18 f.). Eine Genehmigung des Teilstrassenplans
"Trottoirverlängerung A._str./E._ in Q._" des Baudepartements liegt nicht vor.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer ist zur
Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 24. November 2017 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 5. Januar 2018 (act. 5) formal und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
Soweit sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 22. Februar 2018
(act. 13) auf das Novenverbot (Art. 61 Abs. 3 VRP) beruft, ist festzuhalten, dass das
Verwaltungsgericht echte Noven zu berücksichtigen hat, falls die Vorinstanz des
Verwaltungsgerichts, wie hier, keine richterliche Behörde ist. Unechte Noven dürfen im
Verfahren vor Verwaltungsgericht berücksichtigt werden, wenn dadurch das im
Rekursverfahren abgehandelte Tatsachenfundament, wie vorliegend, nicht abgeändert
wird (vgl. VerwGE B 2016/105 vom 22. März 2018 E. 1 in fine mit Hinweisen und zum
Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK, in Bezug auf das Bau- und
Planungsrecht, VerwGE B 2016/161; 2016/162 vom 15. August 2017 E. 4.2 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
2. Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 5, S. 7 Ziff. III/8, S. 10-25
Ziff. IV/A/2.2 f., 3.1, 3.4, 4.5, 4.8 f., 4.11 f., 5.2-5.4, 5.7, 6.1 f., S. 28 und 31-33 Ziff. IV/A/
7.8 und B/10.7 sowie 10.10, act. 6 und 16, S. 2 f. Ziff. 2 f. und 5 f.), es sei ein
Augenschein durchzuführen; er sei als Partei und V._ als Zeuge zu befragen und es sei
eine Amtsauskunft beim Grundbuchamt Y._ einzuholen. Auf die beantragten
prozessualen Vorkehren kann verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen
Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. zur antizipierten
Beweiswürdigung BGer 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen).
3. Art. 32 StrG bestimmt abschliessend (vgl. P. Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.],
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz, St. Gallen 1989, Art. 32 Rz. 2), dass
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Strassen gebaut werden dürfen, wenn es eine der folgenden Voraussetzungen
erfordert: Zweckbestimmung (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); Verkehrsaufkommen (lit.
c); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Fussgängern,
Radfahrern und Behinderten (lit. d); Interessen des öffentlichen Verkehrs (lit. e);
Umweltschutz (lit. f). Art. 33 StrG verlangt sodann, dass beim Strassenbau folgende
Aspekte besonders zu beachten sind: Schutz des Menschen und seiner natürlichen
Umwelt (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer,
insbesondere von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. c); Ortsbild- und
Heimatschutz (lit. d); Natur- und Landschaftsschutz (lit. e); die anerkannten Grundsätze
eines umwelt- und siedlungsgerechten Strassenbaus (lit. f); sparsamer Verbrauch des
Bodens (lit. g). Diese Grundsätze sind bei der Planung, Projektierung und Ausführung
einer Strasse (Art. 31 Abs. 2 StrG) zwingend zu beachten. Im Weiteren beurteilt sich die
Zweckbestimmung im Sinn von Art. 32 lit. a StrG nach den Zielen und Grundsätzen von
Art. 1 und Art. 3 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz;
SR 700, RPG; vgl. VerwGE B 2012/193; 2012/194 vom 11. Juni 2014 E. 3 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Projekts
kommt der zuständigen Verwaltungsbehörde mit Blick auf die raumplanungs- und
strassenrechtlichen Grundsätze, die untereinander kein widerspruchsfreies Zielsystem
bilden, ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Kognition des Verwaltungsgerichts
ist beschränkt, indem es lediglich zur Rechtskontrolle befugt ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 und
2 VRP sowie VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010 E. 3.4 mit Hinweis auf VerwGE
B 2007/120; B 2007/124 vom 13. März 2008 E. 4.2 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
Art. 48 Abs. 1 StrG legt fest, dass private Rechte enteignet werden, wenn diese sonst
nicht erworben werden können. Soweit das Strassengesetz nichts anderes bestimmt,
gelangt das Enteignungsgesetz (sGS 735.1, EntG) zur Anwendung. Ein
Enteignungsgrund nach Art. 5 lit. a EntG liegt hier zweifellos vor. Bei Vorliegen eines
Enteignungsgrundes ist die Enteignung nach Art. 6 Abs. 1 EntG zulässig, wenn der
Zweck des Werks auf andere Weise nicht befriedigend oder nur mit
unverhältnismässigem Mehraufwand verwirklicht werden kann. Die Enteignung darf
nicht zu einem Nachteil führen, der in einem Missverhältnis zum verfolgten Zweck steht
(Abs. 2). Durch diese Bestimmung wird der Grundsatz der Verhältnismässigkeit eines
Eingriffs in die Eigentumsgarantie (Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen
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Eidgenossenschaft; SR 101, BV) konkretisiert. Die Prüfung der Verhältnismässigkeit
von Eingriffen in das Eigentumsrecht setzt eine umfassende Abwägung aller
öffentlichen und privaten Interessen voraus (vgl. Art. 5 Abs. 2, Art. 36 Abs. 3 BV).
Insbesondere ist zu prüfen, ob adäquate Alternativen zur vorgesehenen Enteignung
bestehen (vgl. VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 4 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
4. Das vorliegend strittige Strassenprojekt, welches neben zwei Bushaltestellen je ein
Portal und je drei seitliche Einengungen (horizontale Fahrbahnversätze) pro
Fahrtrichtung auf der A._strasse zwischen dem Dorfeingang (Parzellen Nrn. 12_ und
13_) und der H._strasse, Parzelle Nr. 14_, umfasst (vgl. hierzu R. M. Meier,
Verkehrsberuhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bundes und des Kantons
Zürich, Zürich 1989, S. 101 ff.), soll neben der Gewährleistung der Sicherheit der
Bushaltestellen der Einhaltung der signalisierten Verkehrsgeschwindigkeit von 50 km/h
sowie der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Schule D._ und des
Einlenkers E._, insbesondere für Fussgänger und Velofahrer, dienen (vgl. Kurzbericht
der O._AG vom 19. November 2012 [fortan: Kurzbericht], act. 9.2/10/3/6/1, S. 4,
Situationsplan vom 17./18. Januar 2013/22. März 2013 act. 9.2/10/3/6/2, und
Einspracheentscheid vom 12. August 2014, Sachverhalt A, act. 9.2/1/1). Insoweit kann
sich das Projekt auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage stützen (vgl. Art. 32 lit. b,
d und e StrG). Wie die Vorinstanz sodann – entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers (act. 5, S. 10 f. Ziff. IV/A/2.2-2.6, act. 15, S. 5 Ziff. IV/5) –
nachvollziehbar ausgeführt hat (vgl. E. 5.3 und E. 6.2.2 des angefochtenen Entscheids,
act. 2, S. 11 und 13), besteht nach der Aufhebung der _-Station "U_" ein öffentliches
Interesse an den geplanten Bushaltestellen auf der A._strasse in Q._ (vgl. Art. 3 Abs.
3 lit. a RPG und Art. 2 des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr; sGS 710.5, GöV,
hierzu Botschaft zum _. öV-Programm [_ bis _] vom _, S. _, www.ratsinfo.sg.ch).
Überdies ist die Verlegung der Haltestelle von Parzelle Nr. 11_ ausserhalb des
Siedlungsgebietes in die Nähe des Schulhauses D._ auf Parzelle Nr. 9_ geeignet, die
Erschliessung des Wohngebietes um das Schulhaus (www.geoportal.ch) mit
öffentlichen Verkehrsmitteln in Richtung Y._ zu verbessern (vgl. zutreffende E. 3.3.2
Abs. 1 und E. 3.3.3a des Einspracheentscheids vom 12. August 2014, act. 9.2/1/1),
zumal die Buslinie gemäss dem Beschwerdeführer bisher kaum benutzt wurde. Im
Rahmen der in der Beschwerde vorgetragenen Kritik zu untersuchen bleibt, ob der mit
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dem Bau der projektierten Bushaltestelle beim Knoten E._/A._strasse einhergehende
Eingriff ins Eigentum des Beschwerdeführers (Parzelle Nr. 1_) verhältnismässig ist.
4.1. Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor (act. 5, S. 15-20 Ziff. IV/A/4), die
geplante Haltestelle bei seinem Grundstück sei nicht geeignet, die Verkehrssicherheit
zu erhöhen. Das Hindernis auf der seinem Grundstück Nr. 1_ gegenüberliegenden
Fahrbahn zwinge die Autofahrer in Fahrrichtung U._ in der unübersichtlichen Kurve auf
die Gegenfahrbahn resp. die Kurveninnenseite, wodurch die Sichtweite zusätzlich
eingeschränkt werde. Insbesondere müssten Fahrzeuge, welche von der E._ in die
A._strasse Richtung U._ einbiegen, die ersten Meter auf der linken Fahrspur
zurücklegen. Hinzu komme, dass ein nordseitig angebrachtes Verkehrshindernis im
Gegensatz zum bestehenden Provisorium den von der E._ kommenden Fussgängern
keine besseren Sichtweiten biete und die geplante Bushaltestelle zwischen einem
Knoten und seiner Grundstückszufahrt erstellt werden solle, wobei sich die
Grundstückszufahrt und der haltende Bus teilweise überlappen würden.
Zunächst ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass sich die Verkehrssicherheit
durch die geplante Bushaltestelle unmittelbar angrenzend an seine Grundstückszufahrt
und den Knoten A._strasse/E._ nicht verbessert (vgl. SN 640 050 der Vereingung
Schweizerischer Strassenfachleute [VSS] vom Mai 1993, S. 2 lit B/5 in fine,
auszugsweise in act. 6/18), wenngleich Bushaltestellen im Bereich von Knoten nicht
von vornherein unzulässig sind (vgl. Empfehlung Verkehrstechnik, Bushaltestellen, BM.
020-2017, der Stiftung Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, S. 2,
www.bfu.ch). Die in den Planunterlagen dargestellte Bushaltestelle bei der Verzweigung
A._strasse/E._ beeinträchtigt gemäss den Voten des ehemaligen Leiters
Verkehrstechnik der Kantonspolizei am Augenschein vom 22. April 2015 sowie der
Stellungnahme und dem Amtsbericht der Kantonspolizei vom 25. August 2015 resp.
16. November 2015 (act. 9.1/12, S. 2-5, act. 9.1/16 und 19) die Sichtweite und
verschlechtert die Gesamtsituation. Nur wenn der Bus am vorgesehenen Standort
anhalte, beständen keine Probleme. Trotz dieser Bedenken kam der Leiter
Verkehrstechnik am Augenschein vom 22. April 2015 indessen zum Schluss, dass die
Situation der geplanten Haltestelle keine ideale, aber eine akzeptable Lösung sei. Diese
Aussage kann nur so verstanden werden, dass die geplante Bushaltestelle resp. die ihr
gegenüberliegende Einengung zwar für sich alleine nicht, aber zusammen mit den
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weiteren projektierten Massnahmen (Portale, seitliche Einengungen, weitere Haltestelle)
knapp geeignet ist, der Einhaltung der signalisierten Verkehrsgeschwindigkeit von
50 km/h sowie der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Schule D._ und
des Einlenkers E._ zu dienen. Anhaltspunkte, welche die so verstandene Einschätzung
des Vertreters der fachkundigen Kantonspolizei ernsthaft erschüttern könnten,
bestehen nicht und werden vom Beschwerdeführer auch nicht weiter aufgezeigt (vgl.
hierzu VerwGE B 2016/215 vom 22. Februar 2018 E. 9.2 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
4.2. Weiter stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (act. 5, S. S. 11-15
Ziff. IV/A/3, S. 20-25 Ziff. IV/A/5 f.), sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die
Vorinstanz hätten es unterlassen, tatsächliche Alternativen zu prüfen, mit welchen eine
Enteignung seines Grundstücks Nr. 1_ hätte vermieden werden können. Zum einen
wäre es aus Gründen der Übersichtlichkeit sinnvoll, die zwischen dem Schulhaus D._
und der Parzelle Nr. 8_ für die Fahrtrichtung U._ und Z._ vorgesehene Haltestelle
ebenfalls als Haltestelle in Fahrtrichtung Y._ zu nutzen. Zum anderen könne die
Haltestelle bei Parzelle Nr. 1_ auf der Fahrbahn Richtung U._ mit einem Wartebereich
auf der heutigen Strassenfläche anstatt in seinem Garten erstellt werden.
Entgegenkommende Fahrzeuge würden den Bus bei dieser Haltestelle von Weitem
sehen und für den Spurwechsel des Busses einen genügenden Abstand belassen,
zumal ein Halt auf der Kreuzung A._strasse/E._/F._strasse strassenverkehrsrechtlich
nicht zulässig sei. Allenfalls könnte eine Haltelinie und ein entsprechendes Signal vor
der Kreuzung angebracht werden. Ferner könne eine Temporeduktion ohne weiteres
dadurch erreicht werden, als der fragliche Teil der A._strasse mit einem Tempolimit
von 30 km/h versehen werde.
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen ihrer Variantenprüfung (act. 6/9) und in
Erwägung 3.3.3 des Einspracheentscheids vom 12. August 2014 (act. 9.2/1/1) und die
Vorinstanz in Erwägung 6.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 13-15) auf
verschiedene alternative Standorte für die Bushaltestelle Richtung Y._ ein. Dabei hat
die Vorinstanz in Erwägung 6.2.1 und 6.2.4 unter Berufung auf die Argumentation der
Beschwerdegegnerin überzeugend dargelegt, dass eine (teilweise) Verlegung des
ganzen Strassenkörpers auf die Parzelle Nr. 9_ – namentlich auf den vor dem
Grundstück Nr. 15_ bisher nicht genutzten Streifen – massiv höhere Kosten zur Folge
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hätte und mit umständlichen Fahrmanövern für den Bus verbunden wäre. Dies wird
vom Beschwerdeführer denn auch im Beschwerdeverfahren nicht mehr in Frage
gestellt. Zudem ist ein Standort der Bushaltestelle beim Schulhaus D._ für eine
bessere Erschliessung des umliegenden Wohngebietes mit öffentlichen Verkehrsmitteln
erforderlich (vgl. E. 6.2.2 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 13). Überdies weist
die A._strasse beim Grundstück Nr. 16_ im Gegensatz zum projektierten Standort
(Längsgefälle von ca. 1 %) ein Längsgefälle von ca. 10 % auf (vgl. Kurzbericht,
Beilagen 1-4 und 8 f.). Auch würde dort ebenfalls Privateigentum beansprucht (vgl.
E. 6.2.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 13), selbst wenn der betroffene
Grundeigentümer dadurch weniger belastet würde als der Beschwerdeführer.
Hinsichtlich dieser Varianten ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.
Damit kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, sie hätte es gänzlich
unterlassen, tatsächliche Alternativen zu prüfen.
Was die Positionierung der Fahrbahnverengung bei Parzelle Nr. 1_ auf der südlichen
Fahrbahn anbelangt, erwog die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (vgl. E. 6.2.5,
act. 2, S. 14), dass eine solche der Verkehrssicherheit abträglich sei, da der
Spurwechsel des Busses durch vortrittsberechtigte entgegenkommende Fahrzeuge
behindert werde und aussteigende Fahrgäste auf der südlichen oder nördlichen
Strassenseite mittels Trottoir auf das öffentliche Strassennetz geführt werden müssten.
Wie sich den Ausführungen der Kantonspolizei entnehmen lässt (act. 9.1/12, S. 2-5,
act. 9.1/16 und 19, siehe auch Amtsbericht vom 26. Januar 2015, act. 9.1/5), stützte
sich die Vorinstanz dabei indes nicht auf Einschätzungen der kantonalen Fachstelle für
Verkehrssicherheit, sondern gab die Ausführungen in Erwägung 3.3.3e des
Einspracheentscheids vom 12. August 2014 wieder. Die Kantonspolizei äusserte sich
bisher nicht zu dieser Variante (act. 6/9 Variante 4). Sie hielt aber zur vergleichbaren
bestehenden provisorischen Fahrbahnverengung fest, dass diese die Sicht für den aus
der Bachwes ausfahrenden Fahrzeuglenker auf wartende Fussgänger verbessere,
wenngleich der notwendige Sichtwinkel auf den von links kommenden Verkehr nach
wie vor ungenügend sei, selbst wenn sich der Beobachtungspunkt wegen der
provisorisch angebrachten Verengung Richtung Norden verschiebe. Überdies
beständen für Fussgänger, welche die A._strasse beim provisorischen Element
querten, keine Sichtprobleme. Insoweit war der Sachverhalt im Zeitpunkt des Erlasses
des angefochtenen Entscheids in Widerspruch zum Untersuchungsgrundsatz
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(Art. 12 VRP, vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen,
2. Aufl. 2003, Rz. 589 ff.) in entscheidwesentlichen Punkten noch nicht abgeklärt. Es
kann daher nicht abschliessend gesagt werden, ob die Variante Fahrbahnverengung
auf der südlichen Fahrbahn bei Parzelle Nr. 1_ eine adäquate Alternative darstellt,
wodurch es der strittigen Enteignung an der Erforderlichkeit fehlte. Bereits aus diesem
Grund ist die Beschwerde gutzuheissen, der angefochtene Entscheid (und damit auch
der Einspracheentscheid vom 12. August 2014, Devolutiveffekt) aufzuheben und die
Angelegenheit zur ergänzenden Sachverhaltsermittlung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin hat einen Amtsbericht der Kantonspolizei
zur Positionierung der Fahrbahnverengung bei Parzelle Nr. 1_ auf der südlichen
Fahrbahn und zum Standort der Fahrbahnhaltestelle Richtung Y._ auf der nördlichen
Fahrbahn einzuholen, wobei sich dieser Bericht auch zu der vom Beschwerdeführer ins
Feld geführten Markierung und Signalisation nordöstlich des Knotens E._/A._strasse
(act. 5, S. 22 f. Ziff. IV/A/5.7) sowie zum Vorschlag des Beschwerdeführers (vgl. E. 6.2.9
des angefochtenen Entscheids), den Einlenker E._ in Richtung Norden in die
A._strasse zu verschieben, zu äussern hat. Ebenfalls hat sich dieser Bericht mit der
vom Beschwerdeführer favorisierten Bushaltestelle zwischen dem Schulhaus D._ und
der Parzelle Nr. 8_ in Fahrtrichtung Y._ zu befassen (act. 5, S. 20-22 Ziff. IV/A/
5.2-5.4). Sodann hat die Kantonspolizei gestützt auf ihr Fachwissen darin die
Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h (Tempo-30-Zone)
im Bereich des Knotens A._strasse/E._ zu beurteilen, soweit die vorliegenden
Unterlagen eine solche Beurteilung erlauben (vgl. hierzu BGer 1C_117/2017;
1C_118/2017 vom 20. März 2018 E. 3.2 f. mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 139 II
145 E. 5 und BGE 136 II 539 E. 3.2, sowie Kurzbericht, S. 6 f. und Beilage 8). Falls von
der Anordnung einer Tempo-30-Zone abzusehen ist, stellt sich ferner die Frage, ob ein
Fussgängerstreifen im Bereich des fraglichen Knotens zu markieren ist (vgl. hierzu Art.
4 Abs. 2 der Verordnung über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen;
SR 741.213.3). Alsdann hat die Beschwerdegegnerin die Erkenntnisse der
Kantonspolizei neben dem Beschwerdeführer auch der S._ AG, der Betreiberin der
Buslinie Nr. 0_ (www.zefix.ch, _.ch), zur Stellungnahme zu unterbreiten, neu zu
entscheiden und, falls am vorliegenden Projekt festgehalten werden sollte, beim
Baudepartement um Genehmigung des Teilstrassenplans "Trottoirverlängerung
A._str./E._ in Q._" zu ersuchen. Dahingestellt bleiben kann bei diesem Ergebnis, wie
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es sich hinsichtlich der Zumutbarkeit des Eingriffs ins Eigentum des
Beschwerdeführers (Verhältnismässigkeit im engeren Sinn) verhält (siehe hierzu E. 6.3
des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 15 f., sowie act. 5, S. 25-28 Ziff. IV/A/7).
5. Der Beschwerdeführer wehrt sich des Weiteren gegen das ihm mit Verfügung des
Präsidenten der Baukommission der Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2014
(act. 9.1/1/1) auferlegte und mit dem angefochtenen Entscheid bestätigte Verbot, eine
Hecke im Sichtfeld des Knotens E._/A._strasse auf Parzelle Nr. 1_ zu pflanzen,
sowie gegen die Pflicht, die gepflanzte Hecke innerhalb des Knotensichtfeldes sofort
zu entfernen oder in der Höhe auf 0.6 m zurückzuschneiden (act. 5, S. 28-33 Ziff. IV/B/
8-10.11).
5.1. Vorweg muss nicht weiter erörtert werden, ob die strittige Hecke auf Parzelle
Nr. 1_ Anlagen im Sinn von Art. 22 Abs. 1 RPG resp. Art. 78 Abs. 1 des bis
30. September 2017 gültigen Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, vgl. zum übergangsrecht Art. 159 Abs. 3 in
Verbindung mit Art. 173 des Planungs- und Baugesetzes; sGS 731.1, PBG, in Vollzug
seit 1. Oktober 2017, nGS 2017-049, sowie VerwGE B 2016/38 vom 12. März 2018 E.
7.3, www.gerichte.sg.ch) gleichzustellen wäre (vgl. hierzu den vom Beschwerdeführer
angerufenen Entscheid BGer 1C_424/2016 vom 27. März 2017 E. 2 sowie BGer
1C_325/2016 vom 25. November 2016 E. 2 und BGer 1C_658/2013 vom 24. Januar
2014 E. 4.1-4.4 je mit Hinweisen). Die Verfügung vom 22. Dezember 2014 wurde
offensichtlich fälschlicherweise als "Baueinstellung" gemäss Art. 130 Abs. 1 BauG
bezeichnet, obgleich sie ausdrücklich gestützt auf die strassenpolizeilichen
Bestimmungen von Art. 100 ff. StrG erging. Diese unrichtige Bezeichnung hat auf die
Rechtsgültigkeit der Verfügung keinen Einfluss und ist unbeachtlich.
Weiter tut nichts zur Sache, ob der Beschwerdeführer mit der Pflanzung der Hecke auf
Parzelle Nr. 1_ die Enteignung – ohne Zustimmung der Beschwerdegegnerin –
tatsächlich erschwert und damit den Enteignungsbann (Art. 25 Abs. 1 EntG) gebrochen
hat. Die Sanktion besteht diesfalls in der Nichtberücksichtigung der Hecke bei der
Bemessung der zu zahlenden Entschädigung. Dem Zweck des Enteignungsbannes,
den Enteigner vor ungerechtfertigten Entschädigungsansprüchen zu bewahren, ist
damit vollumfänglich Genüge getan. Darüber hinaus wäre dem Enteigner das Recht
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zugestanden, dadurch verursachte oder ernsthaft zu befürchtende bedeutende
Nachteile durch ein Begehren um vorzeitige Besitzeinweisung (Art. 36 EntG) von sich
abzuwenden (vgl. dazu Hess/Weibel, Das Enteignungsrecht des Bundes, Band I, Bern
1986, Art. 42 Rz. 14 ff., J. Keller, Das Enteignungsverfahren bei formeller Enteignung,
in: Das neue st. gallische Enteignungsgesetz, St. Gallen 1985, S. 47 ff., S. 55 f., G.
Hollenweger, Das Enteignungsverfahren nach aargauischem Recht, Zürich 1976, S.
87 f., und H. P. Gallusser, Das Enteignungsrecht des Kantons St. Gallen,
Oberuzwil 1952, S. 103 ff.). Bei Anständen entscheidet der Präsident der
Schätzungskommission (vgl. Art. 25 Abs. 2 EntG). Damit ist dieser – nicht der Präsident
der Baukommission der Beschwerdegegnerin – auch zuständig, mittels vorsorglicher
Massnahmen (Art. 18 VRP) für die Aufrechterhaltung eines tatsächlichen Zustands oder
die Sicherung gefährdeter Rechte zu sorgen. Demgemäss hat die Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid (vgl. E. 8.3 f., act. 2, S. 17) den Enteignungsbann zur
Begründung der strittigen strassenpolizeilichen Massnahme zu Unrecht herangezogen.
Ferner gibt der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig
angewendet worden ist, den Bürgern grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls
abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Ein Ausnahmefall liegt hier nicht vor:
Falls die Beschwerdegegnerin gemäss der nicht weiter belegten Darstellung des
Beschwerdeführers hinsichtlich der Pflanzung von Hecken in Sichtzonen auf den
Parzellen Nrn. 15_ und 16_ bisher in ständiger Praxis vom Gesetz abgewichen sein
sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass sie zu erkennen gegeben hätte, auch
künftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu wollen (vgl. BGer 1C_382/2015 vom
22. April 2016 E. 6.4 mit Hinweisen).
5.2. Im Weiteren begründeten die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz die
Verpflichtung des Beschwerdeführers, auf seinem Grundstück Nr. 1_ entlang der
A._strasse keine Hecke zu pflanzen oder stehen zu lassen, nicht mit der
Nichteinhaltung des Strassenabstandes (vgl. Art. 104 lit. c StrG sowie Art. 15 Abs. 2 lit.
b des Baureglements der Politischen Gemeinde Y._, BauR, www._.ch), sondern allein
mit der Wahrung der Sichtzone bei der Einmündung der E._ in die A._strasse.
Laut Art. 11 Abs. 1 und Art. 16 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 100 Abs. 1 und Abs. 2
Ingress und lit. b sowie Art. 101 Abs. 2 und Art. 102 Abs. 1 lit. b, d und e und Abs. 2
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StrG kann die Gemeinde Sichtzonen durch Reglement, Sondernutzungs- und
Strassenprojektpläne sowie durch Verfügung festlegen. Werden Sichtzonen durch
Verfügung festgelegt, ist dieser ein entsprechender Plan beizugeben, der über die
genaue Lage und Ausdehnung Auskunft gibt (vgl. D. Gmür, Strassenpolizeiliche
Bestimmungen, in: G. Germann [Hrsg.], a.a.O., Art. 102 Rz. 6).
Nicht umstritten ist, dass mittels der ohnehin strittigen Strassenprojektpläne mitsamt
dem Teilstrassenplan (act. 9.2/10/3/6/2 ff.) keine Sichtzone erlassen wurde. Wie sich
der Verfügung des Präsidenten des Verwaltungsgerichtes B 2015/26 vom 13. Mai 2015
sodann bereits ersehen lässt (vgl. E. 3.2, S. 5 f.), stellt die von der Beschwerdegegnerin
am 15. Januar 2015 nachgereichte planerische Darstellung der Sichtweite vom
15. November 2012 (Beilage zu act. 9.1/3) keinen Plan dar, der über die genaue Lage
und Ausdehnung einer Sichtzone im fraglichen Bereich Auskunft gibt: Zum einen ist
dieser Plan nicht vermasst. Zum anderen geht er nicht von der bestehenden Situation,
sondern der Verkehrsregelung gemäss dem vorliegend gerade umstrittenen Projekt
aus. Mangels verfügter Sichtzone erweist sich das angeordnete Pflanzungsverbot für
Hecken entlang der A._strasse auf Parzelle Nr. 1_ sowie die Pflicht, die Hecke sofort
zu entfernen oder auf eine Höhe von 0.60 m zurückzuschneiden, als unzulässig, selbst
wenn sich die Anordnung einer solcher Sichtzone aufgrund der Amtsberichte der
Kantonspolizei vom 26. Januar 2015 und 16. November 2015 (act. 9.1/5 und 19) als
begründet und verhältnismässig erweisen würde. Die Beschwerde ist somit auch in
dieser Hinsicht gutzuheissen und der angefochtene Entscheid (und damit auch die
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2014, Devolutiveffekt)
aufzuheben. Offen gelassen werden kann bei diesem Ergebnis, ob die
Beschwerdegegnerin die Koordinationspflicht (Art. 25a RPG) sowie den Anspruch des
Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4
lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV, sowie Art. 24
Abs. 1 lit. a VRP) verletzt hat (act. 5, S. 29 f. Ziff. IV/B/10.3 f.).
6. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP, vgl.
VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Angemessen ist eine Entscheidgebühr von CHF 3‘500 (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95
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Abs. 3 VRP). Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von CHF 6‘500
zurückzuerstatten.
Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer für das Beschwerde- und Rekursverfahren ausseramtlich zu
entschädigen (Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP). Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat am 10. Oktober 2018 eine Kostennote (act. 18 f.) eingereicht,
gemäss welcher die Entschädigungsforderung, berechnet nach dem Zeitaufwand
(gesamthaft 68.84 Stunden), insgesamt CHF 17'210 (zuzüglich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) beträgt. Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der
Verwaltungsrechtspflege auf der Grundlage einer Honorarpauschale festgesetzt. Nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS
963.75, HonO) beträgt das Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'000 bis
CHF 12'000. Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das
Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der
Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der
Beteiligten bemessen (vgl. Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG). Richtschnur ist dabei das gemäss kantonalem
Tarif gerechtfertigte Anwaltshonorar, welches durch die bei objektiver Würdigung
notwendig erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts entstanden ist. Bei der
Festsetzung der Honorarpauschale ist die eingereichte Kostennote zu berücksichtigen.
Nach der Praxis müssen Gerichte und Verwaltungsbehörden eingehend begründen,
wenn sie die Honorarpauschalen nach Art. 22 Abs. 1 HonO unterschreiten oder wenn
sie sich über die Vorbringen, mit denen ein ausserordentlicher Aufwand geltend
gemacht wird, hinwegsetzen. Ansonsten müssen die Gründe für Kürzungen der
Kostennote nur summarisch dargelegt werden, und der Vertreter braucht nicht
vorgängig angehört zu werden. Dies ist namentlich deshalb gerechtfertigt, weil sich die
Pauschalentschädigung nicht nur nach dem Umfang der Bemühungen richtet (vgl.
VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1 mit Hinweisen, in: GVP 2015
Nr. 68, sowie BGE 143 IV 453 E. 2.5.2, VerwGE B 2017/221 vom 25. Juni 2018 E. 3.2
und VerwGE B 2015/36; B 2016/117 vom 28. März 2017 E. 18 je mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
bis
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Mit Blick auf die Bemessungskriterien, insbesondere die in vergleichbaren Fällen
zugesprochenen Entschädigungen, erscheint eine ausseramtliche Entschädigung in der
Höhe von insgesamt CHF 4‘000 zuzüglich vier Prozent pauschale Barauslagen
(Art. 28 Abs. 1 HonO) angemessen. Die vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin
erbrachten anwaltlichen Leistungen unterliegen sowohl den bisherigen als auch den
neu ab 1. Januar 2018 geltenden Mehrwertsteuersätzen. Da die Leistungen im
Hauptverfahren teils vor, teils nach dem 1. Januar 2018 erbracht wurden, ist ein Anteil
der ausseramtlichen Entschädigung von CHF 2'000 zuzüglich 4 % Barauslagen mit
dem bisherigen Mehrwertsteuersatz von 8 % und ein solcher von CHF 2'000 zuzüglich
4 % Barauslagen mit dem neuen Steuersatz von 7.7 % abzurechnen (vgl. Ziff. 2.1 der
MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, www.estv.admin.ch).
Nachdem die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin mit ihren Anträgen nicht
durchgedrungen sind, haben sie weder im Beschwerde- noch im Rekursverfahren
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung. Ungeachtet dessen, steht ihnen
grundsätzlich kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 7 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).