Decision ID: de4fa670-a921-4252-bc35-ae9733af2c77
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, arbeitete zuletzt vom 1. Oktober 1994 bis 21. Juli 2008
als Dauernachtwache
zu einem Pensum von 70
%
(
Urk.
6/15) und danach bis zum 30. Juni 2009 in einem stundenweisen Einsatz (
Urk.
6/46) als
Pflege
fachfrau
DN 2 für das Al
tersheim
Y._
.
Ab 21. Juli 2008 war sie zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
6/3/7).
Am
10. Dezember 2008
(
Urk.
6/3
/9
) meldete sich die Versicherte aufgrund von Kniebeschwerden
und einer Schilddrüsenerkrankung
bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), zum Leistungsbezug an und beantragte die Zusprechung von beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen. Nach diversen erwerblichen und medizinischen Abklärun
gen (
Urk.
6/10, 6/15,
Urk.
6/11, 6/18-19, 6/21, 6/23, 6/25, 6/29, 6/40, 6/44-45) lud die IV-Stelle die Versicherte zu einem Berufsberatungsgespräch ein (
Urk.
6/48-49), zu welchem sie, wie bereits bei früheren Gelegenheiten (vgl
.
Urk.
6/27-28, 6/30, 6/33)
nicht erschien. In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. Juli 2010 (
Urk.
6/51) einen Anspruch der Versicherten auf Kostengutsprache für berufliche Massnahmen. Im
Rahmen der Rentenabklärung
holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein (
Urk.
6/52, 6/55-57, 6/59-60,
6/62-63) und liess ein
e Haushaltserhebung vornehmen (v
gl. Abklärungsbericht vom 18. November 2010;
Urk.
6/64). N
achdem s
ie der Versicherten mit Vorbe
scheid vom 15. September 2011 (
Urk.
6/68) eine vom 1. August 2009 bis
30. Septem
ber 2010 sowie vom 1. Februar bis 30. Juni 2011 befristete ganze Rente in Aussicht gestellt hatte, erhob
die Versicherte
dagegen Einwand (
Urk.
6/77) und reichte verschiedene Arztberichte ein (
Urk.
6/74, 6/76, 6/82-83).
M
it Mitteilung vom
14. November 2012 (
Urk.
6/87)
verneinte die IV-Stelle erneut den Anspruch auf
berufliche Massnahmen
(vgl.
Urk.
6/51)
. Mit Verfügung
en
vom 29. April 2013 sprach die IV-Stelle der Versicherten
wie angekündigt
eine vom 1. August 2009 bis 30. September 2010
und vom
1. Februar bis 30. Juni 2011 befristete ganze Invalidenrente zu (
Urk.
2/1
-
2)
.
2.
A
m 27. Mai 2013 (
Urk.
1) erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser, dagegen Beschwerde und beantragte die Einholung eines gerichtlichen interdisziplinären medizinischen Gutachtens, eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Prüfung von beruflichen Massnah
men zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2013 (
Urk.
5) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 19. Februar 2014 (
Urk.
8) reichte die Beschwerdeführerin den Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Innere Medizin und Hausarzt, vom 14. Februar
2014 (
Urk.
9) ins Recht.
Die IV-Stelle verzichtete am 6. März 2014 auf eine Stellungnahme dazu (
Urk.
11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind
,
wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Method
e der Invaliditätsbemessung).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
Die IV-Stelle stellte sich
unter Berufung auf den RAD-Arzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Arbeitsmedizin,
in den angefochtenen Verfügungen im Wesentli
chen auf den Standpunkt, dass die Anspruchsvoraussetzungen für eine befris
tete ganze Invalidenrente vom 1. August 2009 bis 30. September 2010 (
Urk.
2/1 S. 1) sowie vom 1. Februar bis 30. Juni 2011 (
Urk.
2/2 S. 1) erfüllt seien. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin seit dem 17. Juli 2008 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei (
Urk.
2/1 S. 4) sowie ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Pflegefachfrau in einem Pensum von 80
%
nachgegangen wäre, die restlichen 20
%
en
tfielen in den Aufgabenbereich. Ihr
Gesundheitszustand
habe sich
im Verlauf gebessert, so
dass
ihr ab 1. Oktober 2010 eine behinderungsangepasste Tätigkeit wie z.B. eine kaufmännische Tätigkeit zu 100
%
zumutbar
sei
(
Urk.
2/1 S. 5).
Weiter
gehe aus den medizinischen Akten hervor, dass sie
erneut
behandlungsbedingt vom
14. Februar bis 30. Juni 2011 im Umfang von 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei
, wa
s
eine
erneute
befristete ganze Rente auslöse
(
Urk.
2/1 S. 6).
Dagegen wird seitens der Beschwerdeführerin zusammengefasst vorgebracht, das Verfahren sei noch nicht entscheidungsreif: Weder seien berufliche Mass
nahmen abgeklärt
worden,
noch sei eine interdisziplinäre Begutachtung erfolgt.
Kniebelastende Tätigkeiten seien ihr nicht mehr möglich, so dass eine
Berufsin
validität
als Pflegefachfrau bestehe, was verschiedene Arztberichte bestätigt hätten. Die Annahmen von
Dr.
A._
seien absolut realitätsfremd, denn aus den
vorliegenden Arztberich
ten gehe nicht hervor, dass sie
ab dem 1. Oktober 2010 wieder im Rahmen von 100
%
arbeitsfähig
gewesen
sei
. Es sei eine inter
disziplinäre Abklärung notwendig, weil sie an Rücken-, Knie-, Kreislauf- und psychischen Beschwerden leide. Letztere hätten auch dazu geführt, dass keine geeigneten beruflichen Massnahmen möglich gewesen seien
(
Urk.
1
Ziff.
18
S. 9-10).
3.
3.1
B
ei der Beschwerdeführerin
wurde aufgrund einer
starke
n
Gewichtszunahme
nach zwei Schwangerschaften
im Mai 2005 eine Schilddrüsenerkrankung
(
Hypothyreose bei Hashimoto-Thyreoiditis
;
vgl.
Urk.
6/11/2
) diagnostiziert
. Fer
ner ist dem Bericht der Vertrauensärztin der Pensionskasse der Stadt
B._
(nachfolgend: PK
B._
),
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Innere Medizin sowie speziell
Kardiologie
, vom 2
9.
September 2008 (
Urk.
6/11) zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin an beidseitigen, linksbetonten Knieschmerzen leide
t
.
E
ine MRI-Abklärung im August 2008
ergab
nebst einer linksbetonten schweren Gonarthrose auch Meniskusläsionen
.
Deshalb
fand am 1
7.
September 2008 im Spital
D._
am linken Knie eine
arthroskopische
Meniskektomie
statt, wodurch
gemäss Bericht
der Schmerz deutlich
abgenommen habe
(
Urk.
6/11/3, vgl. auch
Urk.
6/18).
Die Ärztin stellte jedoch nun auf der rechten Seite eine Schwellung des Kniegelenkes und ein Streckdefizit fest. Sie
diagnosti
zierte eine Hypothyreose bei Hashimoto-Thyreoiditis, eine Adipositas WHO Grad III
(BMI 44,9)
,
eine Gonarthrose sowie eine beidseitige Meniskusläsion bei Status nach einer linksseitigen
arthroskopischen
Meniskektomie
am 1
7.
September 2008 (
Urk.
6/11/1). Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
C._
aus, die Beschwerdeführerin sei in keiner Tätigkeit arbeitsfähig (
Urk.
6/11/3). Eventuell werde im Oktober 2008 das rechte Knie saniert, daher sei der Zeitpunkt der Wiederaufnahme einer Tätigkeit ungewiss, jedoch sei ein Arbeitsv
ersuch Ende Jahr wahrscheinlich
.
Mit der Wiederaufnahme der bisheri
gen Tätigkeit könne gerechnet werden, der Zeitpunkt sei jedoch noch ungewiss (
Urk.
6/11/4).
Am 2
0.
Mai 2009 wurde die Beschwerdeführerin wiederum von einer Vertrauensärztin der PK
B._
untersucht.
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 1
0.
Juni 2009 (
Urk.
6/21) eine medial betonte beidseitige Gonarthrose, einen Status nach einer linksseiti
gen
arthroskopischen
Teilmeniskektomie
im September 2008, eine Adipositas
permagna
(BMI 44,3) sowie eine
H
ypothyreose bei Status nach
Hashimotothy
reoiditis
unter Substitution mit
Eltroxin
(
Urk.
6/21/1). Weiter hielt sie fest, die Beschwerdeführerin habe auf den Eingriff
a
m rechten Knie verzichtet, da beim
operativ behandelten linken Knie die in Aussicht gestellte Schmerzreduktion nicht lange angehalten habe. Die Schmerzen im linken Knie
seien
immer schlimmer geworden
, deshalb
habe die Beschwerdeführerin weitere Ärzte kon
sultiert und sei der Empfehlung gefolgt, sich
in
der
F._ vorzustellen
.
Die
Ärzte
hätten
die an
Belas
tungs
- und Ruheschmerzen in den Kniegelenken leidende Beschwerdeführerin auf die Dringlichkeit einer Gewichtsreduktion hingewiesen, was Letztere durch eine Ernährungsumst
ellung und körperliche
Aktivität anzugehen
versuche
(
Urk.
6/21/2). Bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
E._
aus, künftig sei eine kniebelastende Tätigkeit nicht mehr möglich, daher müsse man von einer Berufsinvalidität für alle Tätigkeiten in der Krankenpflege aus
gehen (
Urk.
6/21/4). In Frage käme eine sitzende Tätigkeit mit
Wechselbelas
tung
, wo eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(oder mehr)
bestehe (
Urk.
6/21/6), allerdings könne über den weiteren Verlauf nur spekuliert werden (
Urk.
6/21/4).
Per 3
0.
Juni 2009 wurde das Arbeitsverhältnis mit dem Altersheim gekündigt (
Urk.
6/46).
3.2
In der Folge
wurde die Beschwerdeführerin
i
n der
F._
behandelt.
Im Bericht vom 1
7.
Juli 2009 (
Urk.
6/23) führten die zuständigen Ärzte der
F._
, Orthopädie, aus, die Beschwerdeführerin gebe klar lokali
sierte
medialseitige
Knieschmerzen an und sei aufgrund
dessen auf einen Stock angewiesen (
Urk.
6/23/1). Die Beschwerden seien eher belastungsabhängig, deswegen eigne sich eine late
rale Schuhranderhöhung und eine
Nahrungser
gänzung
in Form des Vita-Mobility-Komplexes. Sie bescheinigten ihr für eine kniebelastende Tätigkeit höchstens eine Arbeitsfähigkeit im aktuellen Rahmen, also von 20
%
. In einer sitzenden Tätigkeit wäre sie sicher mehr belastbar, wie es jedoch längerfristig aussehe, lasse sich nicht sagen (
Urk.
6/23/2). Im Bericht vom 2
2.
September 2009 (
Urk.
6/25) führten die Ärzte aus, der Vita-Mobility-Komplex sowie die laterale Schuhranderhöhung hätten keine Verbesserung
der linksbetonten medialen Knieb
eschwerden bewirkt. Die rechtsseitigen Knie
-
beschwerden seien ebenfalls im Zunehmen begriffen (
Urk.
6/25/1).
Am 2
1.
Dezember 2009 wurde die Beschwerdeführerin am linken Knie operiert, wobei eine
Valgisationsosteotomie
am linksseitigen
Tibiakopf
durchgeführt wurde. Im Bericht vom
4.
Februar 2010 (
Urk.
6/40) führten die behandelnden Ärzte der
F._
hiezu
aus, der Verlauf sei zeitgerecht, jedoch sei die Beschwerdeführerin weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
6/40/1-2). Die Verlaufskontrolle vom 2
3.
März 2010 ergab, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor die gleichen medialen Kniebeschwerden wie präoperativ verspüre, aller
dings würden
sich
zunehmend auch latera
lseitige Schmerzen einstellen (v
gl. Bericht vom 2
4.
März 2010;
Urk.
6/44/1). In der Beurteilung hielten die behan
delnden Ärzte fest, dass die
Surfix
-Platte insuffizient erscheine und auszureis
sen drohe, daher müsse sie ausgewechselt werden (
Urk.
6/44/2). Am 2
6.
März 2010 (vgl.
Urk.
6/45) fand dann die
Revisionsoperation
statt. Im Bericht vom 3
0.
Juni 2010 (
Urk.
6/52) führten die Ärzte bezüglich der Verlaufskontrolle vom Vortag aus, weiterhin habe die Beschwerdeführerin Schmerzen
i
m linken Knie, allerdings bestünden nun auch vermehrt Schmerzen
i
m rechten Knie, wo eine bekannte mediale
Varusgonarthrose
vorliege (
Urk.
6/52/1). Jedoch könne das rechte Kniegelenk nur dann angegangen werden, wenn das linke voll
belas
tungsfähig
sei. Sie beurteilten den Verlauf als zeitgerecht und attestierten der Beschwerdeführerin weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/52/2).
Anlässlich der Kontrolle
vom 1
4.
Dezember 2010 (
Urk.
6/56)
berichteten die Ärzte
,
mit dem
linken Knie gehe es nun sehr gut, lediglich beim
Trepp
- und Bergaufgehen verspüre die Beschwerdeführerin Schmerzen. Im Vordergrund stünden nun persistierende Schmerzen im rechten Knie. Weiterhin bescheinigten sie
der Versicherten
als Krankenschwester eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/56/1). Am 1
4.
Februar 2011 wurde eine Tibia-
Valgisati
ons
-Osteotomie am rechten Knie
vorgenommen. Im Bericht vom 1
4.
April 2011 (
Urk.
6/59) der
F._
, Kniesprechstunde, führten die behandelnden Ärzte zur
Ver
laufskontrolle
desselben Datums anamnestisch aus, die Beschwerdeführerin habe noch gewisse Probleme mit der Wundheilung im Beckenkamm, wobei es
mittlerweilen
eine Besserung gebe. Schmerzen
hätte
sie
medialseits
an der Tibia mit
Parästhesien
. Hingegen verspüre sie im Kniegelenk nur wenig Schmerz. Als Pflegefachfrau bestehe bis zum 2
6.
Juni 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/59/2). Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 1
6.
Juni 2011
(vgl.
Urk.
6/62) führten die
F._
-Ärzte aus, die Schmerzproblematik habe sich trotz guter Korrektur verschlechtert. Aufgrund der Adipositas
permagna
sei die Situation schwierig. Trotzdem hätten sie der Beschwerdeführerin empfohlen,
die
Stöcke langsam zu entwöhnen, allenfalls könnten die Medikamente ange
passt werden. Sie bescheinigten ihr
als Pflegefachfrau
bis
1.
August 2011 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/62/2). Im Bericht der
F._
vom 1
2.
August 2011 (
Urk.
6/63) hielten die behandelnden Ärzte anamnestisch fest, aufgrund von Ruhe- sowie Bela
stungsschmerzen wie präoperativ
gehe die Beschwerdeführerin immer
noch an Stöcken (
Urk.
6/63/1). Da weiterhin eine symptomatische
medialbetonte
Gonarthrose bestehe, werde man eine Infiltra
tion durchführen (
Urk.
6/63/2). Dem anschliessenden Bericht vom 1
1.
Oktober 2011 (
Urk.
6/74) ist zu entnehmen, dass die Infiltration keine Linderung gebracht hat. Nach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin hätte ihr die Infiltration ins rechte Knie zwar den Ruheschmerz genommen jedoch nicht die belastungsabhängigen Schmerzen
. Die Versicherte klage über fast gleiche Schmerzen in beiden Knien
(
Urk.
6/74/2).
3.3
Im Bericht vom 1
6.
April 2012 (
Urk.
6/82/6) führte
der neue Hausarzt
Dr.
med.
Z._
, Spezialarzt für Innere Medizin, aus, wegen massivem Übergewicht sei von der
F._
ein weiterer operativer Knieeingriff vorläufig abgelehnt wor
den. Daher sei nun ein bariatrischer Eingriff am
G._
geplant (
Urk.
6/82/6).
A
m 2
3.
April 2012
wurde
ein
Laparoskopischer
Magenbypass
vorgenommen (
Urk.
6/83/6).
Im Bericht vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
9)
berichtete
Dr.
Z._
, in der ursprüngli
chen Tätigkeit als Krankenschwester sei die Beschwerdeführerin seit 2008 und bis auf
Weiteres
zu 100
%
arbeitsunfähig. Die bei einer Kranken
schwester anfallenden Tätigkeiten könnten nie mehr ausgeübt werden. Eine behinderungsgerechte Tätigkeit würde z.B. eine sitzende Tätigkeit beinhalten, wenn nur das Knieproblem die Ursache wäre. Im Übrigen teile er die Beurtei
lungen aller externen Ärzte und Institutionen, nicht jedoch jene des RAD-Arztes (Regionaler Ärztlicher Dienst)
Dr.
A._
(
Urk.
9/2).
3.4
Die IV-Stelle gelangte mit den Akten mehrmals an den Regionalen Ärztlichen Dienst,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Arbeitsmedizin. Dieser kam in einer ersten
aktenbasierten
Stellungnahme vom 1
5.
Oktober 2009 zum Schluss, dass es drei relevante gesundheitliche Problemkreise gebe, die statischen Veränderungen in beiden Knien, die erhebliche Adipositas und möglicherweise ein Zustand nach einer Wirbelfraktur im Rücken. Diesbezüglich sei die Aktenlage unklar. Ent
scheidend sei die Adipositas. In der
zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als
Pflegefach
frau
bestehe
seit 1
7.
Juli 2008
eine Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
. In der Tätig
keit als Stationsleiterin jedoch, die die Versicherte auch schon ausgeübt habe, bestehe eine über 50%ige Arbeitsfähigkeit. Im übrigen Tätigkeitsspektrum des Pflegeberufs bis hin zu rein administrativen Tätigkeiten best
ünden
ab 1
0.
Juni 2009 keine berufliche Einschränkung und eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Die Situation müsse in einem Jahr neu evaluiert werden, sie sei nicht stabil
(
Urk.
6/66/5).
Dr.
A._
äusserte sich erneut zur Sachlage am 2
5.
September 2010, also nach der Operation und der Revisionsoperation des linken Knies vom 2
6.
März 201
0.
Die Versicherte befinde sich in der Behandlungsphase mit zugelassener Teilbelastung des linken Beines. Voraussichtlich ab Ende September 2010 bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für jegliche administrative Tätig
keiten. Es sei aber wegen der vorgesehenen weiteren Operation am rechten Knie mit weiteren Arbeitsausfällen zu rechnen (
Urk.
6/66/6).
Aufgrund der Operation des rechten Knies am 1
4.
Februar 2011 ging
Dr.
A._
in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juni 2011 von einer erneuten kurzzeitigen Unterbrechung der von ihm attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer an
gepassten Tätigkeit und zwar vom 1
4.
Februar bis 3
0.
Juni 2011 aus, ab
1.
Juli 2011 bestehe voraussichtlich wieder die von ihm beschriebene 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/66/8). An dieser Meinung hielt der RAD-Arzt auch in den folgenden Stellungnahmen vom 3
1.
Januar 2012 (
Urk.
6/88/2) und vom 1
6.
Mai 2012 (
Urk.
6/88/5) fest. Die neueren Arztberichte von
Dr.
Z._
und dem Spital
G._
über die Magenoperation vom 2
6.
April 2012 würden seine Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit seit
1.
Juli 2011 nicht betreffen (
Urk.
6/88/5).
Auf diese Ansicht des RAD-Arztes stützte sich die IV-Stelle in ihren angefochte
nen Verfügungen vom 2
9.
April 2013.
4.
4.1
Die
Ärzte des Regionalen Ärztlichen Dienstes (
RAD
)
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG
massgebende
funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumut
bare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beur
teilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnis
se schriftlich fest (Abs. 2
).
4.2
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht -
gewissermassen
als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben - den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun
desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Praxisgemäss
kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom
11. Juni 2013 E. 3.4).
4.3
Es ist aufgrund der Aktenlage zweifelsfrei und unbestrittenermassen erstellt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer multiplen
Gesundheitsschädi
-
gungen
, nämlich der morbiden Adipositas
permagna
und der sich zunächst haupt
sächlich auf der linken Seite manifestierten schweren Arthrose im Knie, dem Meniskusdefekt und den einhergehenden erheblichen Schmerzen ab 1
7.
Juli 2008 in ihrer angestammten Pflegerinnentätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig war. Dieser Zustand hielt an, keiner der behandelnden Ärzte – und auch nicht
Dr.
A._
– erachteten die Tätigkeit in der Krankenpflege aufgrund der körper
lichen und für die Versicherte ungünstigen Belastungs
-
situation für zumutbar. Dass diese Situation bis Herbst 2010 andauerte und deshalb von keiner Erwerbstätigkeit auszugehen war, davon geht auch die Beschwerdegegnerin aus, die der Versicherten bis Ende September 2010 auch keine andere, angepasste Tätigkeit anrechnete. Gleichwohl ging sie gestützt auf die Ansicht von
Dr.
A._
, die er am 2
5.
September 2010 geäussert hatte, ab
1.
Oktober 2010 von der Möglichkeit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepass
ten
Tätigkeit aus und reduzierte die Rente auf diesen Zeitpunkt hin. Dem kann jedoch nicht gefolgt werden. Denn die Ansicht von
Dr.
A._
wurde zum einen als Prognose formuliert. Zum andern wäre die Verbesserung - so sie denn nach
gewiesen wäre – unter Berücksichtigung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV erst nach drei Monaten anzurechnen, wenn – wie in den rechtlichen Grundlagen vorgesehen - in jenem Zeitpunkt von einer anhaltenden Besserung auszugehen wäre. In jenem Zeitpunkt stand die Versicherte allerdings in der
F._
vor der unmittelbaren
Valgisations
-Osteotomie-Operation zur Milderung der eben
falls schweren Gonarthrose im rechten Bein, bei welchem die Ärzte der
F._
von starken Schmerzen berichteten (
Urk.
6/56); die Operation fand am 1
4.
Februar 2011 statt (
Urk.
6/59) und hatte in der Folge erneut eine
Reha
bilitationsphase
mit gänzlicher Arbeitsunfähigkeit in jeder Erwerbstätigkeit zur Folge. Von einer anhaltenden verbesserten gesundheitlichen Situation im Herbst 2010, die zu einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab
1.
Oktober 2010 geführt hätte, kann somit nicht ausgegangen werden und sie wurde auch von keinem der behandelnden Ärzte damals so attestiert. Mithin ist mangels eines Nachweises einer wesentlichen Verbesserung der gesamthaften Situation im damaligen Zeitpunkt von einer durchgehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit auszugehen.
Wie lange diese andauerte, ist bei der gegenwärtigen Aktenlage allerdings unklar.
Dr.
A._
führte
in seiner RAD-Stellungnahme vom 2
9.
Juni
2011 (
Urk.
6/66/8) aus, behandlungs- und
rekonvaleszenzbedingt
sei die Arbeitsfä
higkeit bis 3
0.
Juni 2011 unterbrochen
, würde aber voraussichtlich ab
1.
Juli 2011 wieder bestehen. Die behandelnden Ärzte der
F._
hatten der Versicherten zunächst
bis am 2
6.
Juni 2011 als Pflegefachfrau eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
(
Urk.
6/59/2).
Sie berichteten am 1
9.
April 2011 von einem vorsichtigen Übergang zur Vollbelastung des operierten Beines in den nächsten zwei bis drei Wochen.
Au
f
grunddessen
ging
Dr.
A._
wohl davon aus, dass ab
1.
Juli 2011 die Arbeitsfähigkeit leidensangepasst wieder voll hergestellt sei. Dabei hatte er jedoch übersehen, dass sich aus der
Verlaufs
kontrolle
vom 1
6.
Juni 2011 (Urk. 6/62) ergeben hatte, dass sich die
Schmerz
problematik
verschlechtert hatte.
Die Ärzte berichteten, die Beschwerdeführerin habe sich die Stöcke nicht abgewöhnen können. Es bestehe immer noch ein deutliches Schonhinken rechts. Die Röntgenaufnahmen zeigten nur spärliche Konsolidationszeichen. Die Ärzte berichteten von einer schwierigen Situation aufgrund der Adipositas
permagna
. Sie verlängerten die Arbeitsunfähigkeit als Pflegefachfrau bis
1.
August 201
1.
Anschliessend müsse eine klinische und radiologische Verlaufskontrolle gemacht werden, und je nach Verlauf erfolge eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/62/2). Bei der Verlaufskontrolle vom 1
2.
August 2011 zeigte sich die Versicherte unzufrieden mit dem Resultat, da sie wegen der Schmerzen noch immer an Stöcken ging, auf der linken Seite wegknickte und deshalb unsicher ging. Es komme zu Schwellungszuständen bei Belastung und auch Ruheschmerzen, sie müsse immer noch Schmerzmittel nehmen (
Urk.
6/63).
Somit ist festzustellen, dass die echtzeitlichen Einschätzungen und Berichte der behandelnden Ärzte, die noch immer einen sehr
behandlungsbedürftigen
Gesundheitszustand mit einer gravierenden Knieproblematik und mit der mor
biden Adipositas
permagna
mit einem BMI-Index von 44 aufzeigten, keine Basis für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit darstellen, wie sie von
Dr.
A._
postuliert wurde.
W
eder
konnte
er sich
dafür
auf einen ent
sprechenden Arztbericht stützen
,
noch hat er die Beschwerde
-
führerin selber persönlich untersucht. Dass die Beschwerdeführerin weiterhin beträchtliche gesundheitliche Probleme hatte, zeigt auch der Bericht von
Dr.
Z._
vom 1
6.
April 2012 (
Urk.
6/82/6), worin er schildert
e
, dass die
F._
weitere operative Knieeingriffe ablehne
,
bis dass massive
Über
gewichtproblem
behoben werde. So fand
, wie dargestellt,
am 2
3.
April 2012 (vgl.
Urk.
6/83/6 ff.) am Spital
G._
ein bariatrischer Eingriff statt.
4.4
Zusammengefasst
können
nach dem Ausgeführten
die Ergebnisse der RAD-Berichte von
Dr.
A._
nicht
als schlüssig betrachtet werden
, da er ohne die
Stützung durch medizinische Akten
und ohne eine eigene
Untersuchung die leidensangepasste Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit 100
%
beurteilt hat, daher ist darauf nicht abzustellen.
Die gesundheitliche Gesamtsituation nach der rechten Knieoperation bedarf einer multidisziplinären Begutachtung. Für diesen entscheidenden Zeitraum gibt es nur Berichte der behandelnden Ärzte und die Aktenbeurteilung durch
Dr.
A._
. Dies ist jedoch nicht genü
gend, vor allem wurde die Frage der Zumutbarkeit der Aufnahme einer ange
passten Tätigkeit und deren Belastungsprofil nicht hinreichend ärztlich abge
klärt. Dies ist vorliegend nachzuholen. In der Folge wird sodann die Frage nach beruflichen Eingliederungsmassnahmen zu entscheiden sein.
Für die ergänzenden Abklärungen hat die
Beschwerdeführerin die Einholung eines gerichtlichen interdisziplinären medizinischen Gutachtens beantragt
(vgl.
Urk.
1 S. 3). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist der Beweis über sozial
versicherungsrechtliche Ansprüche schwergewichtig auf der Stufe des
Ad
minis
tra
tivverfahrens
zu führen und nicht im gerichtlichen Prozess. Diese Grundentscheidung hat der Gesetzgeber in Art. 43 Abs. 1 ATSG getroffen und deren Abänderung müsste in einem Gesetz im formellen Sinn vorgesehen sein (BGE 136 V 376 E. 4.2.1). Auch nach der neueren Rechtsprechung des Bundes
gerichts ist sodann eine Rückweisung an die Verwaltung vorzunehmen, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), was vorliegend der Fall ist.
4.5
Die angefochtenen Verfügungen vom 29. April 2013 (Urk. 2/1-2) sind
soweit sie zwischen
1.
Oktober 2010 und 3
1.
Januar 2011 eine Invalidenrente verneinen, mit der Feststellung aufzuheben, dass die Beschwerdeführerin durchgehend ab
1.
August 2009 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat; für den Zeitraum ab
1.
Juli 2011 ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenan
spruch neu verfüge.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5
.2
Ausgangsgemäss steht der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zu, die gemäss Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu
tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und unter Berücksichtigung dieser Grunds
ätze auf Fr. 2‘500.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.