Decision ID: c96196eb-7272-59ed-adfc-975d633b0576
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Sri Lanka tamili-
scher Ethnie – am 23. Mai 2016 das erste Mal um die Gewährung von Asyl
in der Schweiz nachsuchte,
dass er vom SEM am 26. Mai 2016 summarisch befragt und am 10. Juli
2018 einlässlich zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde,
dass er dabei ausführte, er stamme aus B._ und er sei von Beruf
C._, wie alle seine Angehörigen und Vorfahren,
dass er vor diesem Hintergrund zur Hauptsache geltend machte, er habe
seine Heimat am (...) 2016 verlassen, weil er ab dem (...) 2015 wegen
bloss vermeintlicher respektive tatsächlich nur unwissentlicher Unterstüt-
zung der LTTE ([...]) von der sri-lankischen Navy während dreier Monate
in einem Camp inhaftiert worden sei, wo er täglich befragt und geschlagen
worden sei,
dass ihm darüber hinaus nach seiner Entlassung am (...) 2016 auch noch
Nachstellungen von Seiten des CID gedroht hätten,
dass er diese Vorbringen durch Vorlage verschiedener Bescheinigungen
und Bestätigungen zu stützen suchte,
dass das SEM mit Verfügung vom 2. August 2019 feststellte, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und sein Asylge-
such ablehnte, verbunden mit der Anordnung der Wegweisung aus der
Schweiz und des Wegweisungsvollzuges nach Sri Lanka,
dass es dabei die Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund einer
durchwegs mangelnden Substanziierung seiner Schilderungen und auf-
grund von Widersprüchen in seinen Sachverhaltsangaben als insgesamt
unglaubhaft erkannte,
dass es gleichzeitig den vom Beschwerdeführern vorgelegten Beweismit-
teln, soweit überhaupt relevant, die Beweiskraft absprach,
dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 9. September
2019 durch seine damalige Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob,
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dass das Gericht die Beschwerde mit Urteil D-4563/2019 vom 10. Oktober
2019 als offensichtlich unbegründet abwies,
dass in diesem Urteil die vorinstanzlichen Schlüsse betreffend die klare
Mangelhaftigkeit sowohl der Angaben und Ausführungen des Beschwerde-
führers als auch der von ihm vorgelegten Beweismittel, soweit für seine
Vorbringen überhaupt relevant, bestätigt wurden,
dass der Beschwerdeführer nur neun Wochen nach Erlass dieses Urteils
– mit Eingabe vom 13. Dezember 2019, handelnd durch einen neu man-
datierten Rechtsvertreter und unter dem Titel "Qualifiziertes Wiedererwä-
gungsgesuch, eventualiter zweites Asylgesuch gemäss Art. 111c AsylG" –
ans SEM gelangte und erneut um die Gewährung von Asyl nachsuchte,
dass er im Rahmen dieser Eingabe seine bereits bekannten Gesuchsvor-
bringen unter Vorlage von neuen Bescheinigungen und Bestätigungen aus
der Heimat nochmals bekräftigte,
dass er zusätzlich geltend machte, aufgrund der politischen Entwicklungen
in Sri Lanka seit der Wahl von Gotabaya Rajapaksa zum Präsidenten, da-
runter auch die Entführung und Misshandlung einer Angestellten der
Schweizer Botschaft, habe er in seiner Heimat eine unmenschliche Be-
handlung bis hin zu Folter zu gewärtigen, weshalb ihm Asyl zu gewähren
sei, zumindest aber eine vorläufige Aufnahme,
dass diese Eingabe vom SEM als Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111c
AsylG (SR 142.31) entgegengenommen wurde,
dass das SEM das Mehrfachgesuch mit Verfügung vom 7. Februar 2020
(eröffnet am 11. Februar 2020) unter Kostenfolge ablehnte, verbunden mit
der erneuten Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz und des Weg-
weisungsvollzuges nach Sri Lanka,
dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 2. März 2020 Be-
schwerde erhoben hat; dies unter Vorlage von angeblich wiederum neuen
Beweismitteln aus der Heimat (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen),
dass er in seiner Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (1.)
sowie die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von
Asyl (2.) beantragte, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, Un-
zumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges und die An-
ordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz (3.),
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dass er in prozessualer Hinsicht um Befreiung von der Kostenvorschuss-
pflicht (4.) und um Ausrichtung einer Parteientschädigung (5.) ersuchte,
dass mit Zwischenverfügung vom 23. März 2020 das Gesuch um Befrei-
ung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) wegen
Aussichtslosigkeit der Beschwerde (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG)
abgewiesen wurde (vgl. dazu im Einzelnen die Akten),
dass der Beschwerdeführer gleichzeitig aufgefordert wurde, innert Frist ei-
nen Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.– einzuzahlen, unter Androhung des
Nichteintretens im Unterlassungsfall (Art. 63 Abs. 4 VwVG),
dass dem Gericht am 26. März 2020 über das SEM eine Eingabe zuging,
welche der Beschwerdeführer am 16. März 2020 an die Vorinstanz gesandt
und mit welcher er abermals angeblich neue Beweismittel zu den Akten
gereicht hatte (vgl. auch dazu nachfolgende Erwägungen),
dass der einverlangte Kostenvorschuss am 3. April 2020 – und damit frist-
gerecht – eingezahlt worden ist,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-
handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das
Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend –
endgültig entscheidet (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er
seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 6
AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist,
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dass die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-
lich unbegründet zu erkennen ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten
Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat- oder Her-
kunftsstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben,
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss, wobei diese glaubhaft gemacht ist, wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-
ben hält (Art. 7 Abs. 1 und 2 AsylG),
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 3 AsylG),
dass das SEM im Rahmen der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen
zum Schluss gelangt, nachdem die Vorbringen des Beschwerdeführers
schon im Vorverfahren als unglaubhaft erkannt worden seien, werde von
ihm nichts ersichtlich gemacht, was dafür sprechen würde, dass er von der
veränderten politischen Lage in Sri Lanka persönlich betroffen wäre,
dass dieser Schluss vom Gericht vollumfänglich zu bestätigen ist,
dass der Beschwerdeführer zwar geltend macht, der vorinstanzlichen Ein-
schätzung sei zu widersprechen, weil er in Sri Lanka aufgrund seiner Tä-
tigkeit für die LTTE gesucht und seine Familie bedroht werde,
dass er sich dabei wiederum auf seine bereits aus dem Vorverfahren be-
kannten Grundvorbringen beruft, welche er abermals durch Vorlage von
angeblich neuen Beweismitteln aus der Heimat zu bekräftigten sucht,
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dass dieser Ansatz allerdings nur schon deshalb als unbehelflich zu erken-
nen ist, weil seine Grundvorbringen im erst kürzlich abgeschlossenen Vor-
verfahren als klar unglaubhaft erkannt worden sind (vgl. dazu im Einzelnen
das BVGer-Urteil D-4563/2019 vom 10. Oktober 2019),
dass in diesem Zusammenhang festzustellen ist, dass das SEM den vom
Beschwerdeführer am 13. Dezember 2019 vorgelegten Beweismittel zu
Recht keine Beweiskraft beigemessen hat, da diese offenkundig alle auf
Veranlassung seiner Familie entstanden sind,
dass an dieser Einschätzung auch die mit der Beschwerde vorgelegten so-
wie die am 16. März 2020 nachgereichten, angeblich ganz neuen Beweis-
mittel aus der Heimat nichts ändern, mit welchen der Beschwerdeführer
eine angeblich nicht nur andauernde, sondern angeblich nunmehr neu ak-
zentuierte Verfolgungssituation belegen will,
dass aufgrund der insgesamt klaren Aktenlage auch diesen Beweismitteln
– darunter eine angebliche Militärvorladung vom 18. Januar 2020 – jede
Beweiskraft abzusprechen ist,
dass die angebliche Militärvorladung darüber hinaus bereits aufgrund ihres
Erscheinungsbildes als offensichtliche Fälschung zu erkennen ist, da diese
schon auf den ersten Blick schwere formelle Mängel erkennen lässt,
dass gegen dieses Beweismittel im Übrigen ebenso der angebliche Zeit-
punkt seiner Entstehung spricht – mithin nur kurz nach Erklärung der Aus-
sichtslosigkeit des zweiten Asylgesuchs durch das SEM (vgl. dazu die Ak-
ten) –, da als schlicht nicht nachvollziehbar erscheint, weshalb die heimat-
lichen Sicherheitskräfte erst vier Jahre nach seiner Ausreise unvermittelt
eine Suche nach dem Beschwerdeführer hätten aufnehmen sollen,
dass der Beschwerdeführer zwar am 16. März 2020 auch noch vier Video-
dateien nachgereicht hat, aus welchen sich zum einen ergeben soll, dass
er am (...) 2020 in D._ an einer exilpolitischen Veranstaltung teilge-
nommen hat (worauf nachfolgend zurückgekommen wird), im Weiteren
aber insbesondere auch, dass am (...) 2020 Sicherheitskräfte zum Haus
seiner Familie gekommen seien und seine Angehörigen konkret behelligt
hätten, weil sich diese an die sri-lankische Menschenrechtskommission ge-
wandt hätten,
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dass es sich bei den aus der Heimat stammenden Dateien um Aufnahmen
handelt, welche offenkundig mittels Mobiltelefonkamera ab einem Compu-
terbildschirm gemacht wurden und wiederum Aufnahmen zeigen, die von
einer festinstallierten Überwachungskamera gemacht wurden,
dass mit diesen Aufnahmen allerdings nicht im Ansatz eine Suche nach
dem Beschwerdeführer durch Sicherheitskräfte dokumentiert wird, son-
dern den Aufnahmen bloss Szenen zu entnehmen sind, in welchen sich
mehr oder weniger dunkle Gestalten spät in der Nacht (bzw. ganz früh am
Morgen) und während des folgenden Tages auf einem nahegelegenen
Strässchen bewegen,
dass daher das Vorbringen, mit diesen Aufnahmen werde eine behördliche
Verfolgung belegt, als geradezu haltlos bezeichnet werden muss,
dass dem Beschwerdeführer gerade auch mit Blick darauf entgegenzuhal-
ten ist, er ziele erkennbar darauf ab, mittels Vorlage von immer neuen Be-
weismitteln aus der Heimat – mithin Bescheinigungen und Bestätigungen
aus seinem privaten Umfeld, insbesondere aber auch zumindest einer kla-
ren Fälschung – eine nochmalige Prüfung seiner bereits bekannten und
namentlich bereits beurteilten Gesuchsgründe zu erreichen, was keinen
Rechtsschutz erheischen kann,
dass daran auch die am 16. März 2020 nachgereichte Videoaufnahme von
einer Veranstaltungsteilnahme in D._ nichts zu ändern vermag, da
der Beschwerdeführer dort offenbar vor Publikum lediglich seine als un-
glaubhaft qualifizierten Fluchtgründe vorträgt und alleine aus diesem offen-
kundig singulären Auftritt ein Interesse der heimatlichen Behörden nicht
überwiegend wahrscheinlich scheint,
dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass der Beschwerde-
führer aufgrund der klaren Unglaubhaftigkeit seiner Gesuchsvorbringen
auch im vorliegenden Verfahren unter keinem Gesichtspunkt ein Profil er-
kennen lässt, welches auf eine mögliche Gefährdung schliessen liesse,
dass es vor diesem Hintergrund auch keiner weitergehenden Auseinander-
setzung mit seinen Gesuchs- und Beschwerdevorbringen zur geltend ge-
machten Lageveränderung seit der Wahl von Gotabaya Rajapaksa zum
Präsidenten respektive zu den diplomatischen Unstimmigkeiten zwischen
der Schweiz und Sir Lanka von Ende letzten Jahres bedarf,
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dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten auch im Rahmen des
vorliegenden Verfahren nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzu-
weisen oder zumindest glaubhaft zu machen,
dass das SEM daher das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, zumal der
Beschwerdeführer – wie nachfolgend aufgezeigt – auch unter keinem an-
deren Gesichtspunkt ein relevantes Profil erkennen lässt,
dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer we-
der über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine Anspruchs-
grundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster Satz] AsylG;
BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),
dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-
weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-
ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-
lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG
i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]),
dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der
Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis
des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-
nigstens glaubhaft zu machen (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83
Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen weder Hinweise auf eine
flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG;
Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]), noch konkrete Anhaltspunkte für eine in
der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im Sinne von
Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,
dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist
(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des
Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,
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dass es sich beim Beschwerdeführer um einen erwachsenen Mann han-
delt, welcher zu seinen Angehörigen in seinem wirtschaftlich sehr gut ent-
wickelten Heimatort B._ zurückkehren kann,
dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen
ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), da der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich über
die dafür zuständige Vertretung seines Heimatstaates die für seine Rück-
kehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG;
BVGE 2008/34 E. 12),
dass in diesem Zusammenhang der Ordnung halber festzuhalten bleibt,
dass die aktuell herrschenden Beschränkungen im internationalen Reise-
verkehr nicht gegen die grundsätzliche Möglichkeit des Wegweisungsvoll-
zuges sprechen, da mit hinreichender Sicherheit davon ausgegangen wer-
den darf, dass diese Beschränkungen nicht auf Dauer angelegt sind,
dass nach dem Gesagten der vom SEM angeordnete Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,
dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-
stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet
abzuweisen ist,
dass dem Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens und
nach vorstehenden Erwägungen (darunter namentlich auch die Feststel-
lung der Vorlage eines offenkundig gefälschten Beweismittels) praxisge-
mäss Kosten von Fr. 1'500.– aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG;
Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der am 3. April 2020 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur
Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist.
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