Decision ID: b68d3fca-e742-5cea-bdb1-5aab00322a18
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1951 geborene
X._
war seit dem
1.
August 2004
als
Taxi
chauffeuse
bei der
Firma Y._
beschäftigt und damit bei der Schwei
ze
rischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) im Rahmen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert
,
als sie
am 10. Januar 2013
eine
n in den Ferien in Jamaik
a erlittenen Unfall melden liess (
Urk.
9/1)
.
Sie be
richtete, sie sei
am
7.
Januar 2013
-
als sie einen
Kehrrichtssack
habe entsor
gen wollen
-
auf
einer
Treppe
gestü
r
zt
und
mit dem Rücken auf eine Treppenkante
gefallen
(
Urk.
9/17
und
Urk.
9/47)
.
Zunächst
war sie bei
Dr.
Z._
im
Spital A._ in B._
, Jamaika,
in Behandlung, der ihr infolge einer „
severe
lower
back
injury
“ eine Flug- und Arbeitsunfähigkeit attestierte
(
Urk.
9/5
S. 2
,
Urk.
9/9
S. 2
und
Urk.
9/11
)
.
Am 1
4.
März kehrte sie i
n die Schweiz zurück
, worauf sie sich
am 1
8.
März 2013
in der
Klinik C._
in Behandlung
be
gab (
Urk.
9/12
).
Assistenzarzt
Dr.
med.
D._
bescheinigte ihr eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit vom 1
8.
März bis
2.
Mai 2013 (
Urk.
9/16) und
diagnostizierte
im Bericht vom
2
1.
März 2013 ein akutes
Lumbovertebralsyndrom
mit links
sei
tiger
radikulärer
Reiz
symptomatik S1 sowie einen
Status nach akutem
Lumbo
vertebralsyndrom
L5 links
im Jahr 2003 (Urk.
9/18).
Die SUVA trat auf den Schaden ein und gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld.
A
m
2.
Mai 2013
wurde
eine MRI-Untersuchung
der Lendenwirbelsäule
(
Urk.
9/34)
durchgeführt
.
Dr.
D._
verordnete
Schmerzmedikamente
und
Physiotherapie (
Urk.
9/18 und
Urk.
9/23).
Er attestierte der Beschwerdeführer
in
zudem
bis zum 2.
Juni 2013 eine 100%i
ge und ab dem
3.
Juni 2013 eine 50%ige
beziehungsweise vom 1
8.
Juni bis 1
4.
Juli 2013 wieder
um eine
100%ige
Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
9/22
und
Urk.
9/48
).
Am 2
5.
Juni 2013 fand bei der SUVA eine Besprechung statt (
Urk.
9/47).
Die SUVA traf
sodann
beim Hausarzt
Abklä
rungen zu rückenbedingten Behandlungen
in der Ver
gangenheit (
Urk.
9/56 und
Urk.
9/59
). Nach Eingang weiterer
Berichte
und Arztzeugnisse
(
Urk.
9/48,
Urk.
9/51
,
Urk.
9/55 S. 3,
Urk.
9/6
0
und
Urk.
9/63
)
legte die SUVA den Fall
am 2
6.
August 2013
dem
Kreisarzt
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Chirurgie FMH,
zur
Beurteilung vor (
Urk.
9/65)
.
Dieser ersah weder eine traumatisch bedingte Läsion
noch sensomotorische Ausfälle.
Mit Verfügung vom 2
7.
August 2013 schloss die SUVA den Fall, was die Un
fall
folgen anbelange, per 3
1.
August 2013 ab und stellte die bisherigen Versi
che
rungsleistungen (Taggeld
und Heilkosten) auf denselben Zeitpunkt ein (
Urk.
9/67).
Die Beschwerdeführerin verlangte im
Einspracheverfahren
eine ge
nauere medizinische Begründung (
Urk.
9/70
, Urk. 9/72
), worauf d
ie SUVA wei
tere Unter
lagen
zu vor dem Unfall statt gefundenen
rückenbedingten ärztlichen
Konsul
tationen
ein
holte
(Urk.
9/74 f.
) und den Fall
am 1
7.
September 2013
er
neut
Dr.
I._
vor
legte
(Urk.
9/76)
, welcher an seiner Einschätzung festhielt
. Am 24.
September 2013 erhob die Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 2
7.
August 2013 (
Urk.
9/80), welche die SUVA mit Entscheid vom
4.
Novem
ber 2013 abwies (
Urk.
2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
4.
November 2013
(
Urk.
2)
erhob die Ver
sicherte am
4.
Dezember 2013 Beschwerde (
Urk.
1) mit den sinngemässen Be
gehren, dieser sei aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, ihr auch nach dem
31. August 2013 weiterhin
die gesetzlichen
Versicherungsleistungen aus
zu
richten
. Zudem seien die Abklärungen durch ein neutrales Gutachten zu er
gän
zen.
Die SUVA schloss am 31. März 2014 (Urk. 8) auf Abweisung der Be
schwer
de, was der Versicherten am 2. April
2014 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Un
fallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fort
setz
ung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heil
behandlung und die Taggeldleistun
gen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.
2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
UVG
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür
lichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfal
l mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Ra
hmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu b
efinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
1.
3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheits
zustand,
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hin
weisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesund
heitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363
S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich feh
lender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E.
3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick
auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
in ihrem Einsprach
eentscheid vom
4.
November
2013
, aufgrund der ärztlichen Beurteilung von
Dr.
I._
vom 17.
September 2013
sei anzunehmen, dass sechs Monate nach dem Unfall vom
7.
Januar 2013 der
status
quo sine
vel
ante erreicht gewesen sei. Der Fallabschluss per 31.
August 2013 sei dementsprechend nicht zu beanstanden (
Urk.
2
E. 2 S. 7
).
In der Beschwerdeantwort
vom 3
1.
März 2014
wies die Beschwerdegegnerin auf die Rechtsprechung zur Beweiswertigkeit von Berichten der Versicherungsärzte hin (
Urk.
8 E.
5.1). Sie
führte im Weiteren aus
, es sei zu betonen, dass keine
un
fallbedingten
organischen Befunde an der Lendenwirbelsäule vorliegen wür
den.
Die Beschwerdeführerin habe eine mindestens zwanzigjährige Vorge
schich
te von
wiederkehrenden Beschwerden an der Lendenwirbelsäule. Auf
grund me
di
zini
scher Erfahrungen und ständiger Rechtsprechung des Bundesge
richts sei die Ein
stellung der Leistungen knapp acht Monate nach dem Unfall nicht zu be
an
stan
den
(E. 5.5)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt
in ihrer Beschwerde vom
4.
Dezember 2013
da
ge
gen
, vor dem Sturz habe sie in den vergangenen neun Jahren nie einen Arbeits
ausfall wegen des Rückens
gehabt
. Sie sei stets be
schwerdefrei gewesen (
Urk.
1 und
Urk.
3/2)
. Ferner
legte sie dar, dass
die Ent
scheidung der SUVA auf den
Aussagen des
S
uva-eigenen Vertrauensarztes
be
ruhe
und also einseitig und folg
lich nicht neutral
sei
. Es sei
en
deshalb auch di
e Beurteilung
en
aller behan
delnden
Ärzte der
Klinik C._
sowie der Klinik
L._
einzuholen oder eine unabhängige medizinische Fachstelle mit der Er
stellung eines Gutachtens zu beauftragen (
Urk.
1).
Der Beschwerde legte sie ein aktuelles
Arbeitsun
fähig
keitszeugnis
von
Dr.
med.
J._
, FMH für Chirurgie, speziell Unfallchirurgie, Zentrum für Unfallchirurgie, sowie die Anmeldung für eine
n
Operation
stermin
am 1
8.
Dezember 2013
in der Klinik
L._
und eine Aufstellung über die
Be
handlungstermine
(namentlich Physio- und
Wasserthe
rapie
) in der
Klinik C._
vom
2.
Mai 2013 bis 2
8.
Januar 2014 bei (
Urk.
3/4-
6
).
3.
3.1
Am
7.
Januar 2013 teilte
Dr.
Z._
vom
Spital A._ in B._
, Jamaika
,
mit
kurzem
Attest mit
, dass die
Beschwerdeführerin
infolge einer „
severe
lower
back
injury
“ für 21 Tage nicht in der Lage sei zu fliegen (
Urk.
9/5
S. 2
). Am 2
8.
Januar 2013 bescheinigte er die Flugunfähigkeit für weitere 21 Tage (
Urk.
9/9
S.
2
). Am
6
.
März 2013 attestiert
e
Dr.
Z._
der Beschwerde
füh
rer
in
in
folge der Rückenverletzung für 21 Tage eine Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/11).
3.2
Dr.
D._
von der
Klinik C._
in Zürich diagnostiziert
e
im Bericht
an den Hausarzt
Dr.
med.
F._
, Allgemeine Medizin FMH,
vom 2
1.
März 2013
(
Urk.
9/18) ein akutes
Lumbovertebralsyndrom
mit linksseitiger
radikulärer
Reiz
symptomatik
S1 sowie einen Status nach akutem
Lumbovertebralsyndrom
L5 links im Jahr 200
3.
Er gab an, die Beschwerdeführerin sei
bei
ihm zur
Ver
laufsbeurteilung
in de
r
Sprechstunde
erschienen. Sie habe berichtet
, dass
sie
im Januar 2013 in Jama
ika ausgerutscht sei
,
und beklag
e seither tieflumbale Schmerzen mit
radikulärer
Aus
s
trahlung in das
linke Bein, entlang des dorsal
e
n
linken Ober- und Unterschenkels bis in die Fusssohle ziehend. Intermittierend komme es hierbei zur Parästhesie und
Hypästhesien
. Motorische Defizite seien keine beschrieben worden. Die
Beschwerdeführerin
befinde sich seither
unter
konservativer Ther
apie mit oraler Schmerzmedika
tion. Eine physiotherapeuti
sche Behandlung sei noch nicht begonnen worden. Infiltrationen seien ebenfalls nicht durchgeführt worden. Im Untersuchungszeitpunkt
hätten
keine Hinweise für Sensibilitätsdefizite
bestanden
.
Dr.
D._
gab an, bei der Beschwerde
füh
rerin zeige sich ein akutes
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom S1 links nach
Verhebetrauma
in Jamaika im Januar 201
3. Dr.
D._
empfahl
zunächst vor Festlegung des weiteren
Prozederes
die Durchführung einer Bildgebung mittels MRI der Lendenwirbelsäule sowie das Anfertigen konventioneller Röntgenbilder der Lendenwirbelsäule
. Zudem händigte er der Beschwerdeführerin ein Rezept
zur Optimie
rung der Schmerzmedik
ation aus.
Er attestierte der Beschwerdefüh
rerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis
2.
Mai 2013 (Urk.
9/16).
3.3
Im
Bericht zum
MRI der Lendenwirbelsäule vom
2.
Mai 2013 (
Urk.
9/34) hielt
Dr.
med.
E._
, FMH Radiologie, vom MR Institut der
Klinik C._
folgenden Befund
fest: „Keine intraspinale Raumforderung. Betonte
Lordosierung
der unteren Wirbel
säule. Die Bandscheibe L4-L5 ist ausgetrocknet, degeneriert. Sie zeigt eine
breitbasige
, dorsale
Protrusion
. Im Querschnittbild sieht man eine mittelgradige
Spinalkanalstenose auf dieser Höhe. Der Wirbelkörper L4 ist um 2 bis 3 mm nach
ventral verschoben. Deutliche
Spondylarthrosen
L4-L5 beidseits.
Lumbosakrale
Übergangsanomalie mit partieller
Sakralisation
von L5.“ In seiner Beurteilung
gab
Dr.
E._
eine
leichtgradige
degenerative
Spondylolist
h
esis
sowie eine mittel
schwere Spinalkanalstenose
und eine
dorsale
Bandscheiben
protrusion
L5 an. Er wies zudem auf eine
lumbosakrale
Übergangsanomalie hin.
3.
4
Am
2.
Mai attestierte
Dr.
D._
der Beschwerdeführerin vom
2.
Mai bis
2.
Juni 2013 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem
3.
Juni 2013 reduzierte er die Arbeitsunfähigkeit auf 50
%
(
Urk.
9/22
/2
).
Zudem verordnete er unter Hinweis auf eine Segmentdegeneration L4/5 mit Spinalkanalstenose so
wie unter dem Eintrittsgrund „Unfall“ Physiotherapie (
Urk.
9/23).
3.5
Bei der Besprechung vom 2
5.
Juni 2013
mit dem
SUVA-Aussendienstmitarbei
te
r
gab die Beschwerdeführerin an, beim Sturz sei ein Wirbel im Rücken ver
scho
ben
worden (
Urk.
9/47). Betreffend das Ereignis aus dem Jahr 2003 könne sie sich nicht mehr genau erinnern, aber sie glaube
,
sie habe damals einen Ha
rass an
ge
hoben und es habe sich irgend etwas am Rücken verschoben.
Sie sei aber nach diesem Vorfall nur kurze Zeit arbeitsunfähig gewesen und habe auch nie
wieder
Rückenbeschwerden gehabt.
Die Beschwerdeführerin wies zudem darauf hin, dass
Dr.
D._
fälschlicherweise von einem
Verhebetrauma
be
richtet habe
. Sie sei auf der Treppe ausgerutscht und auf den Rücken gefallen.
3.6
Am 2
0.
Juni 2013 berichtete
Dr.
D._
(
Urk.
9/51)
dem Hausarzt
Dr.
F._
von denselben Diagnosen wie im Vorbericht vom 2
1.
März
2013
(vgl. E.
3.2
).
Dr.
D._
gab an,
die Beschwerdeführerin habe von einem zunächst positi
ven Verlauf unter der konservativen Therapie mit Physiotherapie und oraler Schmer
z
medikation berichtet. Die
lumboradikulären
Beschwerden im linken Bein hätten sich so verbessert, dass sie ihre Fahrtätigkeit am Flughafen wieder
zu 50
%
habe
aufnehmen
können. Innerhalb der letzten Woche hätten sich die Beschwerden aber wieder verstärkt und erstmals hätten sich auch paravertebrale Beschwerden rechts mit intermittierender Ausstrahlung in den rechten Ober
schenkel eingestellt. Aktuell befinde sich die Beschwerdeführerin
weiterhin
in physiotherapeutischer Behandlung.
Dr.
D._
berichtete weiter, nach einer
zuerst ablehnenden Haltung sei die Beschwerdeführerin nun mit der Durchfüh
rung eines Sakralblocks einverstanden. Gegenüber einem operativen Vorgehen sei
sie
weiterhin sehr zurückhaltend eingestellt. Sie würden versuchen, mittels
Infiltration und Intensivierung der Physiotherapie die Beschwerden zu verbes
sern.
Hierfür würden sie die Beschwerdeführerin vorübergehend wieder zu 100
%
arbeitsunfähig schreiben. Zudem sei bereits besprochen worden, dass im Fall eines Nichtansprechens auf die Intensivierung der konservativen Massnah
men auch über ein operatives Vorgehen nachgedacht werden müsse.
Dr.
D._
attestierte der Beschwerdeführerin zunächst vom 1
8.
Juni bis 1
4.
Juli 2013 und in
der Folge bis zum
4.
August 2013 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
9/48 und
Urk.
9/55
S. 2
).
3.7
Am 2
7.
Juli 2013 berichtete der Hausarzt
Dr.
F._
, die Unterlagen
betreffend
die
Behandlungsmassnahmen wegen Rückenbeschwerden
seien älter als zehn Jahre und teilweise entsorgt worden. Die Behandlungsdaten seien aber noch
im Computer (Rechnung) vermerkt und es bestünden Röntgenbilder der
Lendenwir
belsäule
(
Urk.
9/56).
Am
1.
August 2013
gab
Dr.
F._
an
(
Urk.
9/59
S. 1
), die Beschwerdeführerin sei
in den Jahren
1993 und 2003 bei ihnen wegen
Rücken
beschwerden
in Behandlung gewesen. Eine Röntgenaufnahme sei
einzig
im Jahr 1993 erfolgt. Es sei jeweils ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt worden. Die Dauer sei leider nicht mehr
eruierbar
. Im Jahr 2003 habe durch Training mit dem
Gigamed
Apparat ein guter Therapieerfolg erzielt werden können.
Im Bericht von
Dr.
med.
G._
, Spezialarzt für Radiologie FMH
,
vom 1
5.
Novem
ber 1993
(
Urk.
9/59
S. 2-3
)
über eine radiologische Untersuchung
der
Lenden
wirbelsäule
in zwei Ebenen wurde von einem
lumbo
sacralen
Über
gangswirbel
bei gelenkiger Verbindung der Querfortsätze von L5 zu beiden
Sacrumflügel
n
berichtet. Zudem bestehe eine betonte
Lumbosacrallordose
bei Hohlkreuz. Es geb
e keinen Nachweis einer lumbalen
Diskopathie
und keine
Spondylolisthesis
. Wei
ter liege eine diskrete Spondylo
se am
thoracolumb
alen
Übergang vor. Die
Inter
vertebral
- und
Ilio
sacralgelenke
seien unauffällig, die
Forts
ätze und Weichteile seien ohne B
efund. In seiner Beurteilung berichtete
Dr.
G._
von einem
lum
bosacralen
Übergangswirbel bei
Sacralisation
von L5 beidseits mit gelenkiger Verbindung der Querfortsätze zum
Sacrumflügel
. Er wies zudem auf das Hohl
kreuz und eine mässige
Spondylodese
am
thoracolum
balen
Übergang hin.
3.8
Dr.
med.
H._
von der
Klinik C._
attestierte der Beschwerdeführerin ab dem
6.
August 2013 eine 50%ige
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
bis 2
0.
August 2013 (
Urk.
9/60
/2
). Am
5.
August 2013
berichtete er (
Urk.
9/63), die Beschwerden hät
ten sich im Verlauf seit der letzten Kontrolle vom 1
8.
Juli 2013 im Wesentli
chen nicht verändert.
Es
bestünden im Moment keine sensomotorischen Defizite
und keine
Cauda
-Symptomatik. Die bis dato durchgeführte Physiotherapie habe die Beschwerden etwas bessern können. Als Schmerzmedikation werde
Tramal
3
x
20 Tropfen eingenommen. Im Weiteren sei bei der letzten Kontrolle die Durch
führung einer Infiltration des Sakralblocks empfohlen worden. Die Be
schwer
deführerin sei mit
dieser
Empfehlung einverstanden gewesen, habe im Ver
lauf die Infiltration jedoch abgesagt. Aktuell wünsche sie keinen
Sakral
block
,
sondern eine
epidurale
Infiltration oberhalb der Stenose.
Den Termin für die
epidurale
Infiltration sagte die Beschwerdeführerin gemäss Telefonnotiz vom
2
6.
August 2013 wi
e
der ab
.
Laut Auskunft des Sekretariats waren auch keine weiteren Konsultationen in
der
Klinik C._
geplant. D
ie
Beschwerdefüh
rerin habe angegeben, sie werde
möglicherweise einen anderen Arzt
aufsuchen (
Urk.
9/64).
3.9
Am 2
6.
August 2013 legte die SUVA den Fall ihrem
Kreisarzt
Dr.
I._
vor.
Dr.
I._
beantwortete die
gestellten
Frage
n
so, dass
von einer vorübergeh
en
den Verschlimmerung eines (stummen) Vorzustandes
auszugehen sei
, wobei heute mit
überwiegender
Wahrscheinlichkeit
keine Unfallfolgen mehr nachweis
bar seien
(
status
quo sine erreicht). Er fügte hinzu, es sei keine trau
matisch be
dingte Läsion dokumentiert und es bestünden keine sensomotori
schen Ausfälle. Die SUVA sei für ein halbes Jahr ab Unfallereignis zuständig
(
Urk.
9/65)
.
3.
10
Dr.
med.
J._
, FMH für Chirurgie, speziell Unfallchirurgie, attestierte der Be
schwerdeführerin eine 50%ige
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
vom 1
5.
August bis
5.
Septem
ber 2013 (
Urk.
9/68).
3.11
Aktenkundig sind sodann
summarische
handschriftlich
e
Notizen über
Notfall
kon
sultationen
in der Rheumaklinik des
Spitals K._
in den Jahren 2000, 2001 und 2004 (
Urk.
9/75).
3.12
Kreisarzt
Dr.
I._
erstattete am 1
7.
September 2013 eine ärztliche Beurteilung (
Urk.
9/76).
Nach Zusammenfassung der medizini
schen Unterlagen gab er
an, aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten und Röntgenbilder aus dem Jahr 1993 sei die prätraumatische Anamnese bezüglich der Rückenproblematik nicht
bland
.
Am
7.
Januar 2013 sei die Beschwerdefüh
rerin in den Ferien in J
amaik
a auf einer Treppe ausgerutscht und mit dem Rü
cken auf eine Treppenstufe ge
fallen.
Eine traumatisch bedingte Läsion habe
mit dem MRI
vom
2.
Mai 2013
aus
geschlossen werden können.
Die
Spondylo
listhese
sei schon auf den konven
tionellen Röntgenbildern vom
15.
November
1993 sichtbar. Aufgrund
ein
er feh
lenden, bildgebenden trauma
t
isch
bedingten Läsion
sei zu schliessen, dass
die Be
schwerdeführerin ein banales Trauma des Rückens erlitten
habe
. Bei den im MRI vom
2.
Mai 2013 dokumentierten Pathologien handle es sich ausschliesslich um
degenerative/krankhafte Veränderungen.
Im Verlaufsbericht vom
2.
August 2013
werde berichtet, dass im Moment keine sensomotorischen Defizite und keine
Cau
d
asymptomatik
bestünden.
Dr.
I._
gab unter Hinweis auf Literaturstellen an, „banale“ Unfälle des Rückens würden im angelsächsi
schen Raum „
minor
accidents
“ genannt, ganz im Gegensatz zu den „
major
ac
cidents
“, die beispiels
weise Wirbelfrakturen oder Wirbelluxationen im Gef
olge hätten. Er zitierte eine Studie, wonach die Dauer der zeitlich vorübergehenden Verschlimmerung von Rückenschmerzen durch ein banales Ereignis längstens sechs Monate betragen habe
,
und zwar unabhängig davon, ob die Wirbelsäule degenerativ
vorgeschä
digt
gewesen sei oder nicht. Der kausale Zusammenhang der immer noch
behandlungsbedürftigen
Beschwerden zum Unfallereignis vom
7.
Januar 2013 sei somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr ge
geben. Der Unfall habe höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes geführt, es sei nun von einem
s
tatus
quo ante beziehungsweise quo sine auszugehen.
3.13
In ihrer Einsprache
vom 2
4.
September 2013
berichtete die Beschwerdeführerin, dass in der Klinik
L._
am
1
9.
August 2013 eine Infiltration durchgeführt
worden und ein zweiter Termin am 2
6.
September 2013 geplant sei. Zudem habe
sie am
7.
Oktober 2013 einen Kontrolltermin bei
Dr.
J._
(
Urk.
9/80). Zusam
me
n mit der Beschwerde reichte
sie
ein Arbeitsunfähigkei
tszeugnis von
Dr.
J._
ein, das
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
vom
3.
bis 1
8.
Dezember 2013 bescheinigte (
Urk.
3/4)
, sowie eine Anmeldung für einen Operationstermin am 1
8.
Dezember 2013 (
Urk.
3/5)
.
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin nach einem Sturz auf
einer
Treppe am
7.
Januar 2013
in Jamaika
unter einem akuten
Lumbovertebralsyndrom
mit linksseitiger
radikulärer
Reizsymptomatik S1 litt, wobei vorbestehend ein Status nach akutem
Lumbovertebralsyndrom
L5 links im Jahr 2003
bestand
.
Sie wurde zunächst mit Schmerzmedikation und Physi
otherapie behandelt und es wurde ihr eine 100%ige und anschliessend eine
50
%
ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
.
Die Beschwerdeführerin stand bereits vor dem Unfall
in den Jahren 1993, 2000, 2001
, 2003
und 2004
wegen
Rückenbe
schwerden
in Behandlung
. Es gelang der Beschwerdegegnerin allerdings nicht,
detaillierte Unterlagen bei den damals behandelnden Ärzten erhältlich zu ma
chen
. Zum einen waren die über zehn Jahre alten Unterlagen teilweise bereits vernichtet worden. Zum anderen bestehen
zu den
Notfallkonsultationen
in der
Rheumaklinik des
Spitals K._
nur
summarische
Handnotizen. Ein
zig
aus dem Jahr 1993 gibt es ein Röntgenbild.
Erstellt ist
immerhin
, dass die
Be
schwerdeführerin auch vor dem Unfall wegen Rück
enbeschwerden in Be
hand
lung war.
Die
letzte Behandlung
, bei der
ebenfalls die Diagnose eines akuten
Lumbovertebralsyndroms
allerdings ohne
radikuläre
Reizsymptomatik
gestellt wurde,
lag im Unfallzeitpunkt zehn Jahre zurück
.
4.2
Im von der
Klinik C._
vier Monate nach dem Unfall
angefertigten MRI waren nach Beurteilung des Radiologen
in
s
besondere
degenerative Befunde so
wie
krankhafte
Vorzustände
ersichtlich, was
Dr.
I._
zutreffend
festhielt
.
Es fehlen namentlich Hinweise für eine unfallbedingte
Bandscheibenprotrusion
, wenn der Radiologe in diesem Zusammenhang beschreibt: „Die Bandscheibe L4-L5 ist ausgetrocknet, degeneriert. Sie zeigt eine
breitbasige
, dorsale
Protrusion
.“
Auch in den Berichten der Rheumaklinik der
Klinik C._
fehlen
Hinweis
e
auf unfallbedingte
Verletzungen
.
Was die
Bandscheibenprotrusion
betrifft ist zudem
darauf hinzuweisen, dass
dies
bezüglich
auch das Unfallgeschehen nicht auf ei
ne traumatische Natur hin
weist. Denn es entspricht
einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des
Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen dege
ne
rativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur aus
nahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Be
tracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann ein Bandscheibenvorfall be
trach
tet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war,
eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der
Dis
kus
hernie
(vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit so
fortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind (vgl.
beispielhaft
für
zahlreiche Entscheide
etwa
das
Urteil des Bundesgerichts 8C_843/2014 vom 18. März 2015 E. 8.1). Ein Unfall ist somit nur in Ausnahmefällen geeignet, eine
Bandschei
benverletzung
hervorzurufen, zumal eine gesunde Bandscheibe derart wider
standsfähig ist, das
s
unter Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Band
schei
be verletzt würde. Bezüglich der Verschlimmerung eines vorbestehenden
Gesund
heitsschadens
gelten dieselben Kriterien, was dazu führt, dass eine
Unfall
kau
salität
nur ausnahmsweise und insbesondere nur dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe zu verletzen (Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versicherungs
gerichts
U 441/04 vom 13. Juni 2005 E. 3.1).
Vorliegend ist keine eigentliche Diskushernie, sondern (lediglich) eine
Band
scheibenprotrusion
vorhanden.
Dies ändert jedoch an den oben dargelegten Grund
sätzen betreffend die bloss ausnahmsweise unfallbedingte Genese derarti
ge
r Gesundheitsbeeinträchtigungen nichts. In
der Rechtsprechung werden als Bei
spiele für ein Unfallereignis von besonderer Schwere etwa ein freier Sturz
aus erheblicher Höhe, ein Sprung aus zehn Meter Höhe, ein Sturz beim Tragen von Lasten oder ein Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit genannt. Es sind massivste Gewalteinwirkungen auf den Körper notwendig (Urteil des Bun
desgerichts 8C_811/2012 vom 4. März 2013 E. 6.2). Damit nicht vergleichbar ist der
von
Beschwerdeführer
in
erlittene Unfall, bei dem
sie
auf einer Treppe stürzte und mit dem Rücken auf der Kante einer Treppenstufe aufschlug
und sich anschliessend mit dem Taxi ins
Spital
begab (
Urk.
9/89), wo sie ambulant
mit
oraler Schmerzmedikation
behandelt
wurde.
Nur schon aus diesem Grund kann das Anschlagen der Lendenwirbel
säule nicht als Ursache der bei der
Be
schwerdeführer
in
vorhandenen
Bandscheibenprotrusion
gelten
.
4.3
Präzisierend ist
anzufügen, dass der Radiologe
in seiner Beurteilung zum MRI
zwar darauf hinwies, der Wirbelkörper L4 sei um 2 bis 3 mm nach ventral ver
schoben (vgl. auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Gespräch vom
2
5.
Juni 2013, E.
3.5
), dies allerdings in seiner Beurteilung als
leichtgradige
de
ge
nerative
Spondylolisthesis
(
bewegungsunabhängig fixierte Vers
chiebung oder
Verkippung
eines – meist lumbalen –
Wirbelkörpers nach ventral, selten auch
late
ral, siehe Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, Berlin 2014, 26
6.
Auflage, S.
473
)
würdigte
, so dass klar wird, dass
auch
dieser Zustand
degenerativ be
dingt
war
.
In diesem Zusammenhang
kann deshalb offen
g
elassen werden, ob die
Spondylolisthese
bereits auf den Röntgenbildern vom 1
5.
November 1993 sicht
bar war, was
Dr.
I._
abweichend vom damals berichtenden Radiologen ohne weitere Begründung
bejahte
(vgl. E.
3.7
und E.
3.11
)
.
4.
4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest,
fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. E. 1.
3
)
.
E
ine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustande
s an der Wirbelsäule ist in der
Regel
nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts 8C_326/2013 vom
4.
Juni 2014 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen)
.
4.5
Auf
entsprechende medizinisch fundierte
Erfahrungstatsache
n hat
der SUVA-Arzt
Dr.
I._
zu Recht
abgestellt
und darauf hingewiesen, dass der Unfall der Beschwerdeführerin, der keine bildgebende traumatisch bedingte Läsion zur Folge hatte, ein banales Trauma des Rückens darstellte
.
Dabei gilt es zu berück
sichtigen, dass es sich beim Rechtsbegriff des
s
tatus
quo sine
– also des Zustan
des,
wie er
sich bei einem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften
Vorzu
standes
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte
(vgl. E. 1.
3
)
–
um eine
n hypothetischen Zustand handelt
,
der
sich häufig nur mit Er
fahrungswer
ten bestimmen lässt
(Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
U 60/02
vom 1
8.
September 2002
E.
2.2, E.
3.2 mit Hinweisen
auf die medizinische Lite
ra
tur)
.
4.6
Es liegen
keine Anhaltspunkte dafür vor, dass vorliegend – entgegen der all
ge
meinen medizinischen Erfahrungstatsache – der Sturz auf die Treppenkante eine über knapp acht Monate hinaus andauernde Schädigung verursacht hätte. An
der Wirbelsäule bestanden erhebliche degenerative Veränderungen
, die Be
schwer
deführerin litt auch schon in den Jahren zuvor an Rückenbeschwerden
und m
it
dem vorhandenen MRI
wurden
weder eine Fra
ktur noch andere
unfall
bedingte
Verletzungen ausgewiesen.
Bildgebende
traumatische Läsionen fehlten
.
Der dies
bezüglich in Kenntnis des Dossiers ergangene Bericht des SUVA-F
ach
arztes
Dr.
I._
verma
g
in allen Teilen zu überzeugen
und erfüllt
die Anfor
derungen an eine
rechtsgenügliche
medizinische Beurteilungsgrundlage
.
Dass sich der Bericht in der Würdigung der Aktenlage und
in
medizinischen Erläu
terungen er
schöpft, schmälert den Beweiswert seiner aussagekräftigen und
an
schaulichen
Aus
führungen nicht. Denn nach der bundesgerichtlichen Recht
sprechung ist ein
e
reine Aktenbeurteilung beziehungsweise ein reines Akten
gutachten nicht an sich
als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen
Aktengut
achten
kann voller
Beweis
wert
zukommen, sofern ein lückenloser Befund vor
liegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach
verhalts geht (
Urteil
des Bundesgerichts 8C_
908/2012
vom 2
9.
M
ai 2013 E.
4.2.1 mit Hinweis).
Dies ist vorliegend der Fall.
Indizien,
welche die
Zuverlässigkeit des Berichts des SUVA-Arztes
in Frage stellten
, liegen keine vor. Die aktenkundigen Arztberichte sprechen sich nicht zur Unfallkausalität aus. Es wird aber deutlich, dass der
behandelnde Arzt der
Klinik C._
dem Unfall
, der auch nicht besonders schwer war (vgl. E.
4.2
),
keine
gravierende
Bedeutung zumass. Er führte diesen
zwar in der Anamnese
auf
, in der Diagnose
liess er ihn
aber gänzlich unerwähnt und auch an anderer Stelle
nahm er nie konkret
auf den
Unfall und dessen Folgen Bezug
. Bei der Zuweisung zur Physiotherapie
erwähnt
e
er die Diagnose einer
Segmentdegene
ration
L4/5 mit Spinalkanalstenose und somit die degenerative
Rückenproble
matik
. Auf einen Unfall
wies
einzig das Kreuz beim Eintrittsgrund hin (vgl. E.
3.
4).
Im August 2013
berichtete der
C._
-Arzt
, es bestünden im Moment
keine sensomotorischen Defizite und keine
Cauda
-Symptomatik.
4.
7
Abschliessend ist zum Argument
der
Beschwerdeführer
in
, wonach
sie
vor dem Unfallereignis
im Januar 2013 seit neu
n Jahren nie wegen des Rückens bei der
Arbeit ausgefallen sei
,
weshalb der Vorzustand nachweisbar nicht erreicht wor
den
sei,
festzuhalten, dass es das
Bundesgericht
in konstanter Rechtsprechung
ab
gelehnt hat, eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verur
sacht zu erachten, weil sie nach diesem aufge
treten ist (BGE 119 V 335 E
. 2b/
bb
)
.
4.
8
Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern die Einholung weiterer
Be
richte bei den aktuell behandelnden Ärzten
oder eine
s
medizinischen Gutach
tens neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkennt
nisse liefern könnte (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E.
1d mit Hinweisen), zumal es für die Beendigung der Leistungspflicht genügt, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der
s
tatus
quo ante
vel
sine
eingetreten ist und
der Gesundheitszustand im Unfallzeitpunkt und die nachfolgende Ent
wick
lung bis Ende Augusts 2013 zu beurteilen wäre, was nur anhand von Akten geschehen könnte und vom SUVA-Arzt
Dr.
I._
bereits
zuverlässig
vorge
nommen wurde.
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin – wie sie mit di
ver
sen Unterlagen dokumentierte (vgl.
Urk.
9/80 und
Urk.
3/4-6) –
auch nach dem 3
1.
August 2013
wegen der lumbalen Rückenbeschwerden immer noch in Be
hand
lung
stand und der behandelnde Arzt ihr weiterhin eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit attestierte
,
vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern
.
4.9
Es erweist sich nach dem Gesagten als überwiegend wahrscheinlich
,
dass
ange
sichts
des erlittenen banalen Traumas und des zwar
im Unfallzeitpunkt
klinisch stummen aber mit degenerativen Veränderungen belasteten Vorzustand
es
zwi
schen den auch knapp acht Monate nach dem Unfall noch geklagten
Rücken
be
schwerden
und dem Unfall vom
7.
Januar 2013 kein natürlicher Kausalzu
sammenhang mehr bestand. Die Beschwerdegegnerin hat die Versicherungs
leistungen somit zu Recht per Ende August 2013 eingestellt. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.