Decision ID: 115e9597-e629-463a-8f63-453c1d50e93b
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1962 geborene
X._
arbeitete zuletzt seit 1997 in der Abteilung Radiologie des
Y._
als Verwaltungssekretäri
n; ursprünglich bei einem 100%-Pensum, welches sie 1998 auf 90 % und 2001 auf 80 % reduzierte (Urk. 9/2, Urk. 9/15 und 9/88). Am 26.
September 2012 meldete sich die Versicherte wegen einer angeborenen Herzkrankheit bei der Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/2). In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog die Akten der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
(BVK
,
Urk. 9/18, Urk. 9/21, Urk. 9/25) sowie der Krankentaggeldversicherung Helsana Versiche
rungen AG (Urk. 9/31) bei. Mit Schreiben vom 26. Februar 2013 teilte sie
X._
mit, dass zurzeit aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/17). Nach Abschluss der ver
trauensärztlichen Untersuchung
löste das
Y._
das Arbeitsverhältnis invaliditäts
halber per 31. Januar 2014 auf (Urk. 9/40).
Gestützt auf die Empfehlung von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom Regionalen Ärztliche Dienst (RAD), wonach eine abschliessende kardiologische Begutachtung notwen
d
ig sei (Urk. 9/47 S. 7), wurde Prof.
Dr.
A._
, FACP und Facharzt FMH für innere Medizin, vom
Y._
mit der kardiologischen Abklärung beauftragt (Urk. 9/45). Das
Y._
lehnte die Abklärung
von
X._
als ehemaliger Angestellter ab (Urk. 9/48-49). Der daraufhin von der IV-Stelle beauftragte
Dr.
med.
B._
, FMH Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, erstatte
te
sein Gutachten am 7. August 2015 (Urk. 9/54).
Mit Vorbescheid vom 17. August 2015 (Urk. 9/57) kündigte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung ihres
Leistungs
beg
ehrens
an
, wogegen sie und die BVK Einwand erhoben (Urk. 9/58-61). Die IV-Stelle aktualisierte in der Folge die medizinische Aktenlage und liess
X._
durch
Dr.
med.
C._
, Spezialarzt FMH Kardiologie und Innere Medizin, kardiologisch begutachten (kardiologisches Gutachten vom 2
4.
März 2016, Urk. 9/81). Am 30. Mai 2016 erfolgte eine Abklärung der beein
trächtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Abklärungsbericht vom 16. Juni 2016, Urk. 9/93).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 9/97, Urk. 9/99-100, Urk. 9/107-109, Urk. 9/115) sprach die IV-Stelle mit Verfügungen vom 13. respektive 21. Dezember 2016 der Versicherten mit Wir
kung ab 1. Januar 2014 eine
Dreiviertelsrente
und mit Wirkung ab 1. April 2015 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 2
und
Urk.
9/124 bis
Urk.
9/139 sowie
Urk.
9/141 bis
Urk.
9/147
).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 30. Januar 2017 Beschwerde und beantragte, es sei ihr unter A
ufhebung der Verfügung vom 1
3.
r
espektive 21. Dezember 2016 ab
spätestens 1. Januar 2014 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen
, eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und hernach zu prüfen, ob die ermittelte Restarbeitsfähigkeit noch verwertbar sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer
degegnerin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. März 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 9/1-148), was der Beschwerdeführerin am 15. März 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 10).
Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichte des
D._
(Urk. 11
und
Urk.
12/1-4) wurden der Beschwer
degegnerin am 17. August 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt
(Urk. 13)
.
Mit Ein
gabe vom 7. Dezember 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die
bei ihr
seit dem 10. März 2017 eingegangenen Berichte nach (Urk. 14
und
Urk.
15/1-8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf das kardiologische Gutachten von
Dr.
C._
vom 24. März 2016 davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit Januar 2013 gesundheitliche Einschränkun
gen beständen und ihr die bisherige
Tätigkeit als Verwaltungssekretärin bis zum 31. März 2015 zu 30 % zumutbar gewesen sei. Nachdem sich ihr Gesundheitszu
stand ab dem 1. Januar 2015 gebessert habe, sei ihr ab dem 1. April 2015 die bisherige Tätigkeit bei einem 50%-Pensum möglich.
Dabei qualifizierte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin als mutmasslich zu 90 % im Erwerbsbereich und zu 10 % im Haushalt tätig und ermittelte unter Anwendung der gemischten Methode einen Gesamtinvaliditätsgrad von 63 % respektive 45 % (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, auf das kardiologische Gutachten von
Dr.
C._
könne nicht abgestellt werden, da es nicht alle relevan
ten Tatsachen umfassend berücksichtige und insbesondere durch
die Beurteilun
gen von
Dr.
med.
E._
, Allgemeine Medizin FMH, vom widerlegt worden sei. Sie sei
in den Jahren 2013 und 2014 nicht arbeitsfähig gewesen und seit 2015 sei maximal eine 30%ige Arbeitsfähigkeit realisierbar. Zudem beständen Hin
weise auf ein psychisches Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, welches zu Unrecht unberücksichtigt geblieben sei. Aufgrund der dargelegten Einschrän
kungen habe sie überdies Anspruch auf einen leidensbedingten Abzug. Entgegen den Feststellungen der Beschwerdegegnerin würde sie im Gesundheitsfalle wei
terhin in einem 100%-Pensum in ihrem Beruf tätig sein, weshalb auch die allge
meine Methode des Einkommensvergleichs zur Anwendung gelangen müsse. Auch im Haushalt sei sie zu mindestens 50 % eingeschränkt (Urk. 1).
3.
3.1
Dr.
med.
F._
, Innere Medizin FMH, stellte in seinen vertrauensärztli
chen Unte
r
suchungsbericht vom 29. Oktober 2012 (Urk. 9/18) zuhanden der BVK
folgende Diagnosen:
-
Totaler AV-Kanaldefekt
-
Status nach Korrektur, 1973
-
Status nach Verschluss eines
residuellen
ASD, 1996
-
Stat
us nach mechanischem
Mitralklap
penersatz
wegen schwerer
progredienter
Mitralinsuffizienz
, 2000
-
Sick-
Sinus-Syndrom
-
Status nach Schrittmacherimpl
a
n
tation Medtronic
Kappa, 2000
-
Aggregatswechsel z
u Medtronic (AAI-DDDDR) und
Elek
trodenwechsel, 2009
-
Re-Pr
ogrammierung von DDD auf AAI-DDD (April 2010)
-
Par
ox
ysmales Vorhof
flimmern, teilweise auch -Flattern mit 2:1- oder 1:1-
Überleitung
-
Status nach
mehrmaliger Konversion mittels
over
drive
pacing
und
Amiodarone
, Juli und August 2012
-
Status nach EKV im Januar und April 2010 bei mehrstündigen
Episoden
-
Status nach
cerebrovaskulärem
Insult mit
Hemihypästhesie
und
Hemi
ataxie
lin
k
s, 2008
-
Arterielle Hypertonie
-
Gonarthrose rechts
-
Meni
n
geom
hochparietal links (Zufallsbefund)
Die Beschwerdeführerin sei in letzter Zeit stark symptomatisch bei gehäuften Epi
soden von paroxysmalem
tachykardem
Vorhofflimmern und -flattern. Zuletzt sei eine partielle Radiofrequenz-Ablation des AV-Knotens vorgenommen und damit bisher eine Rhythmusstabilisierung erreicht worden. Die linksventrikuläre Funk
tion sei erhalten. Sofern der letzten Intervention vom 29. September 2012 Erfolg beschieden sei und die
Rythmusstörungen
in Zukunft nicht rezidivierten, sei die Berufsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Sekretärin ohne Heben und Tragen schwerer Lasten nicht in Frage gestellt.
Das Pensum von 80% könne in einer Präsenzzeit von 80 % bewältigt werden.
3.2
Dr.
E._
, welcher die Beschwerdeführerin seit 2004 als Hausarzt behandelt, stellte in seinem Bericht vom 19. Februar 2013 (Urk. 9/16) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit:
-
Rezidivierende stark symptomatische Episod
en von Vorhofflattern mit
2:1-Überl
eitung und zum Teil
aberranter
Leitung
-
Aktuell:
Normokardes-
tach
y
kardes
Vorhofflimmern
-
Mit
Hospitalisation
im
G._
vom
7.
bis 23. Juli
2012
-
Konversion nach
Cordarone
intravenös am 7. Juli 2012, jedoch
Cordarone
-
Unverträglichkeit
-
Weitere selbstlimitierende Episoden (ohne
elektrokardiographische
Diagnose) am 1
4.
und 15. Juli
2012
-
Konversion durch
Va
lsalva
-Manöver am 31.
Juli
2012
-
Paroxysmales Vorhofflimmern, teilweise
wohl auch Flattern mit 1:1-
Ü
berleitung
-
Status nach EKV
im Januar und April
2010 bei mehrstündigen
Episoden
-
Nicht komplette Effektivität von
Tambocor
-
7-Tage-EKG
im Juli
2010: Durchgehende Stimulation, keine
Episoden von Vorhofflimmern, wenige jedoch symptomatische
atriale
Extrasystolen, teilweise auch Symptome (Herzrasen mit
Luftnot) ohne
rhythmologisches
Substrat
-
Elektrophysiologische Untersuchung
am 23. Juli 2010 (a
uch bei
aggressiver Stimulation keine Induktion von Vorhofflattern,
Vorhofflimmern oder anderen
atrialen
Tachykardien)
-
Totaler AV-Kanald
efekt
-
Status nach Korrektur 1973
-
Status nach Verschluss eines
residuellen
ASD 1996
-
Status nach mechanischem
Mitralklappenersatz
(
mech
. SJM-
Prothese Nr. 27) wegen schwerer progredienter
Mitralinsuffizienz
(
10.
Mai
2000
)
-
unter OAK
-
Sick-Sinus-Syndrom
-
Status nach Schrittmac
herimplantation Medtronic Kappa
(7. August 2000)
-
Aggregatwechsel zu Medtronic (AAI-DDDR) und Elektrodenwechsel
20. Juli 2009
-
Schrittmacherkontrolle
am 14. Juli 2010: kl
eine Episod
en von
Flimmern oder Flattern
-
Seit
April 2010:
Re-Programmierung von DDD auf
AAI-DDD
-
Vorbestehende Dislokation der alten SM-Vorhofelektrode in den
rechten Vent
rikel (bislang jedoch keine
Vent
rikelarrhythmien
)
-
Elektrophysiologische Untersuchung und Radiofrequenz am 28. September
2012
-
AV-Knotenmodifikation bei hochsymptomatischen paroxysmalen
Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit
tachykarder
Überleitung
und diversen Medikamenten-Unverträglichkeiten
-
auch danach wiederholte Vorhoftachykardien
-
zuletzt
Hospitalisation
am 2. Januar 2013 wegen einer Vorhoftachykardie
mit rascher AV-Überleitung mit einer Frequenz von 160 Schlägen pro
Minute
Die Beschwerdeführerin sei wegen diesen Tachykardien diverse Male notfallmäs
sig hospitalisiert gewesen, zuletzt im
Januar
2013 im
G._
.
A
ktuell sei ein Ende dieser Tachykardie-Episoden nicht abzusehen, da alle Bemühungen und Interventionen die zunehmenden
Tachyarrhythmien
nicht
hätten beherrschen
können. Glücklicherweise sei die Beschwerdeführerin psychisch stabil und sie gehe erstaunlich gut und ruhig damit um. Die Prognose sei höchst ungewiss und zudem bestehe auch die Gefahr von ventrikulären
Rhytmusstörungen
, Tachykar
dien. Die Beschwerdeführerin sei für ihre zuletzt ausgeübte administrative Tätig
keit vom
7.
Juli bis 7.Oktober 2012 zu 100 %, vom 8. Oktober bis 31. Dezember 2012 zu 80
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1. Januar 2013 sei sie für einen Arbeitsversuch zu 50 % arbeitsfähig. Es beständen keine psychischen Einschrän
kungen, sondern vor allem die
kardialbedingten
Einschränkungen der Leistungs
fähigkeit mittleren bis schweren Grades und die immer wiederkehrenden anfalls
artigen nicht selbstlimitierten Tachykardien, die meist stationär behandelt werden müssten. Diese Tachykardien verunmöglichten die Arbeit. Die kardialen Probleme führten zu rascher Ermüdung, sodass kein Vollzeitpensum möglich sei und sich auch bei einem Teilzeitpensum bereits Ermüdungserscheinungen auswirkten.
Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin maximal zu 50 % zumutbar, wobei aber eine zusätzliche Leistungseinbusse von durchschnittlich 30 % bestehe.
3.3
Im Bericht vom 6. September 2013 (Urk. 9/24) führte
Dr.
E._
aus, dass der Verlauf wenig erfreulich sei
. Bei der Beschwerdeführerin sei am 27. Mai 2013 wegen rezidivierenden symptomatische
n
supraventikuläre
n
Tachykardien ver
schiedenen Ursprungs die AV-Knoten-Ablation erfolgt, die zwar gelungen sei, doch sei nur eine AV-Knotenmo
difikation
durchgeführt worden, weshalb weitere AV-Überleitungen bestehen blieben. Aufgrund der schwierigen Gesamtsituation mit atypischer Anatomie hätte nach langer interoperativer Beobachtung auf wei
tere Ablationen verzichtet werden müssen. Seither seien keine
Hospitalisationen
mehr erfolgt, doch sei die Beschwerdeführerin noch immer stark symptomatisch. Geblieben seien wiederholte kürzere Tachykardien mit Schwindel, Müdigkeit, Durchfall und distalen Unterschenkelödemen. Problematisch seien vor allem die Schwindelerscheinungen, die mehr oder weniger den ganzen Tag anhielten und ihr schon zuhause jegliche Tätigkeit erschwerten. An eine geregelte Tätigkeit sei nicht zu denken, weshalb die Beschwerdeführerin seit
Mai
2013 zu 100 % arbeitsunfähig sei.
3.4
Dr.
med.
H._
, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Herz-, Kreislauferkrankungen, klärte die Beschwerdeführerin im Auftrag der BVK ver
trauensärztlich ab und erstattete am 2. Dezember 2013 sein vertrauensärztliches Verlaufs-Gutachten (Urk. 9/25)
. Darin stellte er folgende Diagnosen:
-
Rezidivierende stark symptomatis
che Episoden von
Vorhofflat
tern/Vorhofflimmern
-
Totaler AV-Kanaldefekt
-
Sick-Sinus-Syndrom
Er führte aus, sollte
es der Beschwerdeführerin nach
Konsiliar
-U
ntersuchung in der
Rhy
th
mologischen
Klin
i
k
des
Y._
und Status nach durchgeführten
therapeutischen
Massnahmen
nicht möglich sein,
innerhalb
eines halben
Jahres
die Arbeitstätigkeit
wieder aufzunehmen
, wäre zur definitive
n
Klä
rung
der beruflichen Leistungsfähigkeit - allenfalls Festlegung eine
r Berufsunfä
higkeit - ein N
achuntersuch durchzuführen. Aktuell sei die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt als 100 % arbeitsunfähig einzustufen. Berufliche Massnahmen
erübrigten
sich. Die medizinischen
Massnahmen
seien optimiert.
Es beständen keine
medizininalfremden
(iv-fremden) Gründe, die eine Umsetzung einer allen
falls medizinisch-theoretischen Teil-/Arbeitsfähigkeit erschweren könnten.
3.5
Dr.
E._
hielt
in seinem undatierten Verlaufsbericht (eingegangen am 26.Sep
tember 2014, Urk. 9/33)
fest, d
ie Beschwerdeführerin
sei regelmässig, das heisst circa einmal monatlich, im
G._
notfallmässig hospitalisiert und komme aus diesem Teufelskreis mit den Notfällen nicht heraus. Das Ressourcen
profil für berufliche Tätigkeiten könne nicht
detailliert
beantwortet werden, da die Beschwerdeführerin wegen der rezidivierenden Tachyk
ardien für keinerlei
Tätigkeit einsatzfähig sei. Ob diese Tachykardien je zu
therapieren seien, sei offen doch unwahrscheinlich. Entsprechend sei die Beschwerdeführerin für alle Tätig
keiten zu 100% arbeitsunfähig.
Selbst leichte körperliche Arbeiten könnten nicht verrichtet werden. Es gebe keine psychiatrischen Aspekte. Die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel und die Fahrtauglichkeit seien nicht gegeben, dies aus somatischen Gründen bedingt durch die Tachykardien mit Schwindel und Stürzen.
Die Prognose sei sehr schwierig zu stellen, doch aufgrund des Verlaufs sei sie ungünstig. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen werde schon seit Jahren versucht, doch scheine
sie
unmöglich.
Für Wiedereingliederungsmassnahmen im Umfang von 2 Stunden pro Tag bestehe trotz aller Bemühungen und trotz Willen der Beschwerdeführerin keine Belast
barkeit. Es beständen keine Drittfakten, welche die Krankheit aufrechterhalten. Es liege lediglich an den somatischen Faktoren, nämlich den Tachykardien.
3.6
Im Bericht des
G._
vom 3. Februar 2015 (Urk. 9/36) zuhanden der Beschwerdegegner
in wurde ausgeführt, d
ie Beschwerdeführerin sei seit 2013 bereits mehrmals im
G._
stationär hospitalisiert gewesen, letztmals vom 2
9.
bis 30. Dezember 201
4.
Aufgrund der aktuellen Symptomatik sei ein Abschätzen der langfristigen Prognose nicht möglich.
Aufgrund der Anstren
gungsdyspnoe sowie eine
s
Mangel
s
an Konzentrationsfähigkeit beständen kör
perliche Einschränkungen, weshalb ihr die bisherige Tätigkeit als Sekretärin nicht mehr zumutbar
sei
. Aktuell seien sämtliche medizinischen Schritte in die Wege geleitet. Der weitere klinische Verlauf werde zeigen, ob sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wieder verbessere. Aktuell sei schwer abschätzbar, inwie
fern
ihr eine behinderungsangepasste Tätigkeit wieder möglich sein werde.
Seit 2013
sei ihr eine wechselbelastende Tätigkeit bei einem Pensum von circa 30 %, das heisst 3 Stunden täglich, zumutbar.
Eine Arbeitsunfähigkeit sei aber nicht attestiert worden.
3.7
Dr.
B._
st
ellte in seinem rheumatologischen Gutachten vom 7. August 2015 (Urk. 9/
54) keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne lang
dauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt lägen folgende Diagnosen vor:
-
Chronische Beschwerden mit Müdigkeit, Leistungsschwäche, Atemnot,
ungerichtete
Steh- und Gehunsicherheit
-
Rhythmogene
,
valvuläre
und arterielle Kardiopathie mit seit Jahren im
Vordergrund stehenden Herzrhythmusstörungen
-
2008
zerebrovaskuläres
Ereignis mit passagerer
Hemihypästhesie
und
Hemiataxie
links und anamnestisch Gesichtsfeldausfall linksseitig
-
Übergewicht mit BMI von 29.11kg/m
2
Insgesamt seien die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität als partiell auf die objektivierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar. In einer derartigen Situation seien grund
sätzlich krankheitsfremde Gründe, ein Aggravationsverhalten im Rahmen eines Rentenbegehrens und eine psychosomatisch-psychiatrische Affektion zu disku
tieren
(S. 11)
.
Ungünstig auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess könnten sich dabei beispielsweise die länger anhaltende berufliche Arbeitsabstinenz, die durch die BVK erfolgte Berentung,
das
Alter der Beschwer
deführerin, eine ungünstige Arbeitsmarktsituation und möglicherweise eine limi
tierte Motivation auswirken (S. 12). Die Arbeitsfähigkeit sei aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht für die von der Beschwerdeführerin zuletzt langjährig im administrativen Bereich ausgeübten beruflichen Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt anhaltend eingeschränkt gewesen. Ein kardiologisches Gutachten sei empfohlen. In diesem sollte Stellung genommen werden, ob die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden mit Müdigkeit, Leistungsschwäche, Atemnot und
ungerichteten
Steh- und Gehunsicherheiten mit einem kardiologisch-patho
logischen Befund
begründet werden könnten. Für H
aushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden, zumal diese Tätigkeiten ide
alerweise mit reduziertem Tempo über den Tag verteilt ab
g
eleistet werden könn
ten. Für eine angepasste Verweistätigkeit
könne aus rein
somatisch-rheumatolo
gischer Sicht zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit begründet werden. Die angepasste Verweistätigkeit für die Beschwerde
führerin liege in einem temperierten
Raum (Raumluft), beschränke sich auf leicht
gradig körperlich belastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit, zwischen sitzen
der, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln
,
zu. Zur Beeinflussung der Beschwerden respektive zu deren Linderung
im Zusammenhang mit dem Übergewicht
böten sich
gewichtsreduzierende Massnahmen
an. Die Prognose sei gut. Die Wahrscheinlichkeit sei klein, dass die B
eschwerdeführerin aufgrund der k
rankheitsfremden Faktoren nach langanhaltender beruflicher Arbeitsabstinenz wieder längerdauernd beruflich tätig werde. Ohne Zweifel sei bei der Beschwer
deführerin eine gemischtätiologische Kardiopathie ausgewiesen, bei der langjäh
rig Herzrhythmusstörungen im Vordergrund ständen.
3.8
Dr.
C._
stellte in seinem ka
rdiologischen Gutachten vom 2
4.
März 2016 (Urk. 9/81) folgende Diagnosen:
-
kongenitale
und
rhythmogene
Herzkrankheit
-
Status nach
Korrektur eines totalen AV-Kanaldefekt
s
1973
-
Status nach
Verschluss eines
r
esiduellen
Vorhofseptumdefektes
,
1996
-
Status nach
Mitralk
l
appener
satz
(mechanisch SJM-Prothese Nr.
27)
am 10.
Mai 2000 wegen schwerer pro
gredienter
Mitralinsuffizienz
,
seither unter oraler
Antik
oagulation
-
Status nach
Pacemaker (PM)-Implantation Medtro
nic Kappa (DDD)
am
7.
August
2000 bei Diagnose von Sick Sinus Syndrom
-
Status nach PM-
WechseI
zu Medtr
onic (AAI-DDDR) und
Elektrodenwechsel am 20.
Juli
2009
-
ab
Januar
2010 rezidivierendes
Vorhofflimmem
und Vorhofflattern
mit diversen
Elektrokonversionen
-
Status nach
Re-Programmierung von DDD auf AAI-DDD
(April
2010
)
-
Status nach
elektrophysiologischer Abklärung (EPS) am 23.
August
2010, dabei
unter anderem
Diagnose von dislozierter alter
Vo
rhofelektrode in den rechen Ven
trikel
n
-
Status nach
elektrophysiologischer Abklärung (EPS) am
28
September 2012
: AV-K
noten-
Modifikation bei
hochsymptomati
schem paroxysmalen Vorhofflimmern
und
-
flattern mit
tachykarder
Überl
eitung
und diverser
Medikamentenunverträglichkeit
-
Status nach
elektrophysiologischer Abklärung (EPS) am 27.
Mai
2013
: AV-Knotenablation
beziehungsweise
AV-
Knotenmodifikation
-
Status nach
Extraktion der stillgelegten Elektrode am 24
.
Januar
2014
-
Status nach
AV-Knotenablation
beziehungsweise
AV-
Knotenmodifikation am 19.
Mai
2014 (wegen zunehmender Leitung
über dem AV-Knoten und mehreren Phasen mit
Vorhofflatte
rn/Vorhof
flimmern und anderen Rhyth
m
usstörungen)
-
aktuell:
bifaszikulärer
Block (Rechtsschenke
lblock und
linksanteriorer
Hemi
block
)
-
aktuell: no
rm
ale Funktion der mechanischen K
lappenprothese in
mitraler
Posi
tion, normale linksventrikuläre Funktion (EF 60%,
Norm > 55%)
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren: Adipositas, arterielle Hypertonie
-
diverse atypische Beschwerden wie Müdigkeit
,
Abgeschlagenheit
,
unklare
Schwindelzustände,
zum Teil sicher funktioneller/psycho
somatischer
Genese
-
Verdacht auf psychische Auffälligkeit
-
Status nach
cerebrovasculärem
Insult mit
Hemihypästhesie
und
Hemiataxie
links
(
2008
)
, dabei auch Entdeckung eines hochparietal
gelegenen
Meningeoms
-
residuelle
Hypästhesie im Bereiche der Finger III und IV links
möglich
-
Status nach
Hysterektomie
(
2008
)
-
Sta
t
us nach
operativen Eingriffen am rechten Knie 1980 und 1984
Aus kardiologischer und internistischer Sicht bestehe für körperlich schwer belas
tende und körperlich mittelschwer belastende Ar
beiten eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit. Fü
r körperlich nicht oder für körp
erlich nu
r leicht belastende Arbeiten bestehe
andererseits eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Für die frühere berufliche Tätig
keit als Büroangestellte bestehe
demnach eine 50%ige Arbeitsfä
higkeit. Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
gelte
für heute, und sie d
ürfte auch für die nahe und mittlere Zu
kunft gelten. Wie die Arbeitsfähi
gkeit rückwirkend einzustufen sei, sei
nicht einfach auszusagen. Für das Jahr 2015 dürfte die gleiche Arb
eitsfähigkeit wie jetzt vorgele
gen haben,
sei
die
Beschwerdeführerin
doch in jenem Jahr nur einmal hospitalisiert gewesen. In den Jahren 2013 und 2014
habe
die
Beschwerdeführerin
dive
rseste
Hospitalisationen
gehabt, da
mals
habe
wahr
scheinlich eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 30
% für die bisherige Tä
ti
gkeit als Büroangestellte vorgelegen. Wie sich die Arbeitsfähigkeit aus p
sychiatrischer Sicht präsentiere
,
k
önne nicht beurteilt werden.
Die
Beschwerdeführerin
könnte ihre aktuell stark eingeschrän
kte, körperliche Leistungsfähigkeit sicher verbes
sern,
wenn sie das Gewicht reduzieren und ein regelmässiges Kreislauftraining aufnehmen würde. Eine weitere Verbesserung der Arbeitsfähigkeit wäre wahr
scheinlich durch eine Veränderung der
psychosozialen Situation zu erwarten
. Von kardiologischer Seite her
sei
die
Beschwerdeführerin optimal betr
eut, hier
müsse
nichts verändert w
erden. Da die
rhythmogene
Situat
ation
zurzeit
besser
sei
als vor zwei und drei Jahren, sollte man von
ärztlicher
Seite her die
Beschwer
deführerin
zu ermuntern suchen, doch wieder eine Arbeitsstelle aufzunehmen. Man
müsse
ihr mitteilen, dass sonst die Herzsituation
gar nicht so schlecht aus
sehe,
und dass „das Herz die Aufnahme einer Büroarbe
it durchaus zulassen würde". Offenbar habe auch
Dr.
I._
bisher erfolglos
versucht, die
Beschwerdeführerin
dahingehend zu ermuntern
.
Die
Beschwerdeführerin weise
ein bedeutendes kardiales Leiden auf, welches man in zwei Bereiche aufteilen
könne: Kongenitales Herzviti
um und Rhythmusstörun
gen. Die
Beschwerdeführerin
sei
mit ei
nem totalen AV-Kanalde
fekt geboren
wor
den
. Im Alter von elf Jahren
sei
die o
perative Korrektur dieses Defek
tes
erfolgt
. Und 1996
habe
ein weiterer operativer Eingriff vorgenommen werden
müssen, nämlich ein Versc
hluss eines
residuellen
Vorhofseptumdefektes
. Am 10.
Mai
2000
sei
eine
erneute Herzoperation notw
endig
gewesen
,
weshalb
wegen schwe
rer
Mitralinsuffizienz
ein
Mitralklappenersatz
(mechanisch SJM-Prothese
N.
27) durchgeführt
worden sei
. Aktuell
könne
von einem sehr guten post
operativen Resultat gesprochen werden, dies insofern, als dass eine einwandfreie Funktion der mechanischen Klap
penprothese in
mitraler
Poition
und eine normale links
ventrikuläre Funktion vorl
ägen
. Es
bestehe auch keine pul
monal-arterielle Hypertonie. Wenn eine Einbusse der körperlichen
Leistungsfähigkeit
vorlieg
e
, dann
sei
diese höchstens zu einem kleinen Teil auf dieses kongenitale Vitium zurückzuführen, wobei die Rhythmusstörungen mit dieser Bemerkung
ausge
klammert seien
. Es
seien aber gerade Rhythmusstörungen,
welche seit ein paar Jahren die kardiale
Funktion
intermittierend
beeinträchtigten
. Diese Rhythmus
störungen (inter
mittierendes
tachykardes
Vorhofflimmern und Vorhof
flattern)
bildeten
eben den zweiten Bereich des kardialen Leidens. Aus den Angaben in „Persönliche
Anamnese
/Jetziges Leiden"
beziehungsweise
aus der
Diagnosenliste
sei
ersichtlich
, wie bedeutend die Rhythmusstöru
ngen in den letzten Jahren gewesen
seien
.
Vor allem
in den Jahren 2013 und 2014
hätten
wegen solchen Rhythmusstörungen
beziehungsweise
Eingriffen
mehrere
Hospitalisationen
statt
gefunden
. Dies
sei
der Grund, warum die Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer
Sicht
in jenen zwei Jahren wahrscheinlich
deutl
ich eingeschränkt gewesen
sei
. Andererseits
müsse
fest
ge
halten
werden
, dass die
Beschwerdeführerin
im Jahre 2015 nur einmal hospitalisiert gewesen
sei
, und dass sie in objektiver Hinsicht nicht mehr so häufig wahre Rhythmusstörungen gehabt
habe
. Es
sei
sogar so, dass die
Beschwerdeführerin
glaub
e
, das
s sie immer wieder
Rhythmussstöru
ngen
habe
, wobei dies entweder nicht
stimme
oder irrelevant
sei,
da dann die Herzfre
quenz um 85-95/min betragen würde. Auch in diesem Jahr
sei
es ausser einer anfangs März erfolgten
Hospitalisation
zu keiner weiteren
Hospitalisati
on
gekommen. Auch die zwei in die
sem Jahr erfolgten PM-Kontrollen zeigten ordentliche Ergebnisse: Episo
den mit
tachykarden
Rhythmusstörungen
seien
im
Vergleich zu früher weniger häu
fig aufgezeichnet worden. Daraus
könne
geschlussfolgert werden, da
ss die
rhythmogene
Situation
zurzeit
besser
respektive
stabiler
sei
als noch vor zwei und drei Jahren, auch wenn sie nicht
zu
100
% unter Kontrolle
sei
. Damit
sei
aus kar
diologischer Sicht auch seit an
fangs 2015 wieder eine verbesserte Arbeitsfähigkeit
von 50 % zu attestieren.
Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
lasse
sich aus kardiolo
gischer Sicht insofern nicht attestieren,
als die Rhythmusstörungen zeitweise eben doch
aufträten
. Auch wenn
sie nicht mehr immer zu
Hospitali
sationen
führ
t
en, so
sei die Ausübung einer berufli
ch
en Tätig
keit zu den Zeitpunkten, wenn die Rhythmusstörung vorliege, nicht mög
lich.
In den Akten der letzten paar Jahre bilde
te
n allfällige Beschwerden im
Zusam
menhang mit dem
cerebrovasculären
Ereignis
im Jahr
20
08 kaum ein Thema. So seien b
ei der Konsultation weder während des Gesprächs noch während der kli
nischen Untersuchung Symptome
bezi
e
hungsweise
Befunde aufgefallen, welche mit Residuen jenes Ereignisses vereinbar wären.
Dies alles kontr
astiert mit den Angaben der
Beschwerdeführerin, welche glaube
, dass sie noch diverse Beschwer
den von jenem Ereignis
habe, obwohl sie selber sage,
dass die von ihr angegebe
nen Augensymptome vom Augenarzt nicht objektiviert werden könn
ten. Dies alles bedeute
, dass der Status nach
cerebrovasculärem
Ereignis 2008 bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keinen Einfluss
habe
,
das heisse, dass er kei
nen für die Arbeitsfähigkei
t vermindernden Faktor darstelle
. Ferner
seien die Anga
ben der
Beschwerdeführerin
auffällig, sie müss
t
en wahrscheinlich im Rah
men einer speziellen psychischen Kon
stellation interpretiert werden
.
Die
Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit,
Schwind
elzustände
seien
zum grossen Teil nicht durch die Herzsituation erklärbar. Es
sei
klar, dass ei
ne wahre
tachykarde
Rhythmusstörung Schwindel und weitere Symp
tome verursa
chen
könne
. Die
Beschwerdeführerin schildere aber Schwindelzustände,
die schwierig somatisch zu erklären
seien
. So müsse
sie beim Busfahren die Augen zu
kneifen, wenn es Kurven habe
, oder wenn der Bu
s im Kreisel
fahre
,
denn
es würde ihr
sonst komisch. Solche und ähnliche Angaben tön
t
en seltsam. Wenn sie einen relevanten peripher-vestibulären Schwindel hätte, dann hätte sie längstens eine entsprechende ORL-Abklärung gehabt. Auch
sei
nicht klar, ob die Angabe, dass sie immer müde
sei
(auch wenn sie zehn Stunden geschlafen
habe), wirklich stimme. Falls ja, dann sei die
ses Symptom nicht kardial bedingt. Es wäre als ein psychosomatisches Symptom zu interpretieren, da andere somatische Ursachen, welche zu einer Müdigkeit führen könn
t
en, wie tiefer Blutdruck, Anämie oder Hypothyreose bei der
Beschwerdeführerin nicht vorlä
gen. Die genannten
Beschwerden „Müdigkeit
, Abgeschlagenheit, Schwindelzu
stände" bilde
te
n dem
nach aus internistischer und kardiologischer Sicht keine Faktoren, welche die Arbeitsfähigkeit weiter reduzieren würden, als diese durch das Herzleiden schon reduziert
sei
.
Hinsichtlich der psychosozialen Situation seien m
ehrere Angaben der
Beschwer
deführerin
auffällig
gewesen, sodass
sich die Frage stelle,
wie stark die
Beschwer
deführerin
von psychischer Seite her beeinträchtigt
sei
. Ihre aktuelle Lebenss
itu
ation
sei auch sehr speziell. Sie lebe
a
lleine,
sei
nicht mehr aktiv im berufl
ichen Leben und ihre sozialen Kontakte
schienen
spärlich zu sein. Das Herzleiden und die
zahlreichen
Interventionen
seien
s
icher nicht spurlos an der Beschwerdefüh
rerin
vorbeigegangen und
hätten
möglicherweise auch psychische Spuren h
inter
las
sen. Es
sei schwierig zu sagen,
ob allenfalls ei
ne Aggravationstendenz vorliege,
dies
eventuell
im Rahmen eines Rentenbegehrens.
Dies könne nicht schlüssig beurteilt werden
.
In
diesem Zusammenhang
sei
auf den Bericht
des
G._
vom 8.
November 2013 hinzuweisen, wonach ein psychiatrisches
Konsil
eine relevante psychosoziale Belastungssituation gezeigt habe.
Wie stark allfäl
lige psychische Störungen die Arbeitsfähigkeit tangier
t
en,
sei unklar
. Es
sei
sicher so, dass die Wiedereingliederung der
Beschwerdeführerin
in die berufliche Arbeitswelt für sie nur von Vorteil sein
könne. Es wäre sicher ein wichtiger Bei
tr
ag für eine Verbesserung der psychosozialen Situation.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass
es nicht einfach
sei
, retrospektiv auf
mehrere
Jahre zurück die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Sicher
sei
die Arbeitsfä
higkeit in den Jahren 2013
und 2014 beeinträchtigt gewesen, sie habe aus inter
ni
stischer und kardiologischer Sicht wahrscheinlich lediglich 30
% für die bishe
rige Tätigkeit als Büroangestellte betragen. Seit dem
1. Januar 2015
betrage
sie 50
%. Die Arbeitsfähigkeit beziehe
sich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Büroangestellte. Eine Umschulung
sei
nicht notwendig, da Büroarbeiten ideale Arbeiten für die
Beschwerdeführerin darstellten,
da sie körperlich nicht beanspru
chend
seien
.
3.9
Dr.
E._
äusserte sich im Nachgang zum ergangenen Vorbescheid vom 23. Juni 2016 (Urk. 9/97) zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und hielt in seinem Schreiben vom 5. September 2016 (Urk. 9/107) fest, dass er das kardiolo
gische Gutachten von
Dr.
C._
als vollständig und insgesamt widerspruchsfrei beurteile.
Dr.
C._
liege mit seiner Beurteilung, dass aus kardi
o
logischer Sicht seit anfangs
2015 wieder eine verbesserte Arbeitsfähigkeit von 50 % vorliege, vermutlich richtig, da die Belastbarkeit seither deutlich besser sei, was sich auch durch die verminderte Frequenz von Notfall-
Hospitalisationen
ergebe. Dennoch führten die
tachykarden
Rhythmusstörungen rasch dazu, dass die Herzleistung
ungenügende werde und dies bereits bei tiefem Leistungsniveau. E
ntgegen der Auffassung von
Dr.
C._
erachte er die Beschwerdeführerin in den
Jahren
2013 und 2014 als zu 10
0 % arbeitsunfähig. Seit 2015 sei
die Arbeitsfähigkeit zwar wieder gesteigert,
doch müsste die Arbeitsstelle in der Nähe ihrer Wohnung sein oder gar am Wohnsitz respektive in der Wohnung selbst sein. Denn es sei zwei
felhaft, ob die Beschwerdeführerin mit ihrer schwer eingeschränkten Leistungs
fähigkeit fähig wäre, den Arbeitsweg regelmässig zu bewältigen. Ein 3-Stunden
pensum soll
t
e möglich sein, wobei ihre bisherige Tätigkeit auch leidensangepasst gewesen sei. Die Angabe «Schwindel» bei der Beschwerdeführerin sei genügend berücksichtigt, wobei die Beschwerdeführerin darunter das allgemeine Unwohl
sein bei geringster körperlicher Anstrengung, beim Einsetzen von Tachykardien, Müdigkeit, retrosternalem Druckgefühl, Unwohlsein verstehe
; im Sinne eines Präkollaps-Gefühls. Als weitere medizinische Abklärung sei ein Langzeit-EKG indiziert. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin werde sich voraus
sichtlich nicht weiter verbessern. Die aktuelle Leistungsfähigkeit sei durch das Herzvitium und nicht durch die
rhythmogene
Herzkrankheit bedingt.
Es wäre sinnvoll, einen Arbeitsversuch zu starten.
Bei der Beurteilung der Situation im Haushal
t
sbereich berücksichtige die IV-Stelle die kr
ei
slaufbedingten Probleme deutlich zu wenig. Dass die Beschwerdeführerin nun offenbar eine verschmutzte Wohnung akzeptiere, lasse darauf schliessen, dass sie eine psychische Entwick
lung durchgemacht habe, die sie resignieren lasse. Entsprechend weise sie nebst den körperlichen Einschränkungen auch eine psychiatrisch bedingte Leistungs
minderung auf. Die Beschwerdeführerin sei im Haushaltsbereich glaubhaft zu minimal 50 % eingeschränkt.
3.10
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin unter anderem eine Stellungnahme des
D._
vom 10. August 2017
(Urk. 12/1) ein. Darin wurde festgehalten, dass im kardiologi
schen Gutachten von
Dr.
C._
die Problematik in zwei separate Bereiche aufge
teilt worden sei, nämlich kongenitales Herzvitium und Rhythmusstörungen. Es seien jedoch beide Bereiche derart kausal verknüpft, dass sie nicht isoliert betrachtet werden sollten.
Die Beschwerdeführerin sei mit einem kompletten
AV-
Septumdefekt
geboren worden. Dabei handle es sich um einen komplexeren angeborenen Herzfehler, der relativ spät im Alter von 11 Jahren repariert worden sei. Das Resultat einer solchen reparierenden Operation sei nicht ein normales Herz, sondern ein Herz mit zum Teil Residuen und insbesondere potentiellen Langzeitkomplikationen.
Häufig seien dies Rhythmusstörungen. Typischerweise handle es sich dabei um supravent
r
ikuläre Rhythmusstörungen im Sinne
intra
a
trialer
Reentry
-Tachykardien. Vorliegend bestehe als
arrythmogenes
Substrat eine deutlich
biatriale
Dilatation (als Konsequenz des angeborenen Herzfehlers),
zudem
bestünden
aufgrund der dreimaligen Herzoperationen mehrere Narben am rechten und linken Vorhof sowie am
interatrialen
Septum, die als elektrisch instabil zu sehen seien und somit die Entstehung von kreisenden Erregungen um die Narbenareale triggerten.
Die linksventrikuläre Funktion
sei
als normal beschrieben
worden. In der Tat finde
sich eine normale linksventrikuläre Ejekti
onsfraktion (LVEF 56%),
doch liege
sicherlich eine
höhergradige
diastolische Dys
funktion vor, die in dieser speziellen Situation allerdings nur indirekt beurteilt werden
könne
(schwer dilatierter linker Vorhof, Verlagerung des
interatrialen
Septums nach rechts, eher kleiner linker Ventrikel mit konzentrischem
Remode
ling
). Somit
sei
die systolische Funktion normal, die diastolische Funktion aller
dings nicht. Dies
sei
insofern wichtig, als es die ausgeprägte Symptomatik anlässlich der supraventrikulären Rhythmusstörungen mit
fehlender ventrikulä
rer Ü
berleitung z
u erklären vermöge
. Beim Vorliegen einer diastolischen Dys
funktion mit konsekutiv
erhöhteren
Füllungsdrücken
sei
die ventrikuläre Füllung viel stärker von der aktiven
atrialen
Kontraktion abhängig. Genau diese Patienten profitier
t
en nicht oder unzureichend v
on einer '
pace
and
ablate
'-
Strategie. Somit
sei
die Schlussfolgerung, dass Herzrhythmusstörunge
n mit einer Herzfrequenz von 85-95
/min als irrelevant zu betrachten
seien
, falsch. In der kongenitalen Kar
diologie
gäbe es
sehr häufig Tachykardien, die keine besonders schnellen Herz
frequenzen
aufweis
t
en
und dennoch sehr symptomatisch sein könn
t
en. Die rele
vante Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit
sei
sicherlich als multi
faktoriell zu betrachten. Die Spiroergometrie
habe dies demonstriert
. Diese Untersuchung
sei
ausreichend aussagekräftig
gewesen und zeig
e eine schwere Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Aus kardialer Sicht
falle
dabei insbesondere eine ausgeprägte
chronotrope
Inkompetenz (bei ausgeschal
teter Sensor-Funktion des Schrittmachers) auf, ein fehlender Blutdruckanstieg und e
in ungenügender Anstieg der 02-
Pulskurve als
Surrogatparameter
für das Schlagvolumen. Somit
sei
ein nicht unerheblicher Teil der körperlichen Ein
schränkung auf die kardiale Grundproblematik zurückzuführen. Selbstverständ
lich
sei
die
Beschwerdeführerin
ausserorde
ntlich
dekonditioniert
und weise
in geringerem Masse auch eine gewisse respiratorische Limitation aufgrund relativ typischer postoperativer Veränderungen insbesondere im Sinne einer restriktiven Ventilationsstörung auf.
Sicherlich
sei
die
von der Beschwerdeführerin geschil
derte
Schwindelsymptomatik nicht ausschliesslich kardial bedingt, da sie auch ausserhalb oder unabhängig von den geschilderten Rhythmusstörungen
auftrete
. Bezüglich der psychosozialen Situation
könne
keine abschliessende Beurteilung
formuliert werden.
Allgemein
könne
aber bestätigt werden, dass bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern und komplexeren Verläufen, wie dies in diesem Fall
sicherlich auch der Fall
sei
, häufiger psychosoziale Belastungssituationen, Anpassungsstörungen oder auch Angststörungen beobachtet werden könn
t
en.
Im Jahr 2013 und 2014
seien
deutlich gehäufte
Arrhythmieep
isoden
mit wieder
holten Elektro
konversionen, Umstellungen der antiarrhythmischen Therapie und letztlich elektrophysiologischen Untersuchungen mit nur partiellem Erfolg
auf
getreten
.
R
etrospektiv
sei es
gut denkbar, dass
die Beschwerdeführerin
in dieser Zeitspanne keiner Arbeit
habe
nachgehen
können
(Arbeitsunfähigkeit zu 100
%). Im Jahr 2015 und 2016
habe
sich die
rhythmologische
Situation
beruhigt
, aller
dings
sei
die Umstellung der Schritt
macher
programmierung mit Ausschalten der Sensorfunktion
erfolgt
, worauf zwar
die
Arrhythmiehäufigkeit
abgenommen habe
, jedoch die
chronotrope
Inkompetenz mit dadurch bedingt eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit
entstanden
sei
. Das Ausmass der Einschränkung der körper
lichen Leistungs
fähigkeit zum damaligen Zeitpunkt
könne
nicht ver
lässlich retrospektiv rekonstruiert werden, allerdings
sei nicht zu vermuten
, dass sich die damalige Situation wesentlich von der derzeitigen Lage unterschied
en habe. Im aktuellen Kontext bestehe
für Tätigkeiten ohne körperliche Anstren
gung, wie dies in einem Sekretariat möglich sein sollte, aus rein kardiologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von max. 20-40
%. Die Frage nach der Arbeitstätigkeit
lasse
sich aber nicht nur durch Berücksichtigung der kardialen Limitation beant
worten, sondern
müsse
auch die möglichen neurologischen Aspekte (
Fatigue
-Symptomatik, Konzentrationsfähigkei
t, etc.) integrieren.
Aus kardiologischer Sicht besteh
e
sicherlich ein Verbesserungspotenzial. Die Lebensqualität bei
der Beschwerdeführerin hänge
somit stark davon ab, wie gut langfristig die Arrhyth
mien kontrolliert werden könn
t
en. Als
weiteres Langzeitrisiko bestehe
auch das Risiko einer Dysfunktion der mechanischen linksseitigen AV-Klappen-Prothese oder eine
Endocarditis
. Trotz aller genannten Massnahmen
könne
jedoch nicht damit gerechnet werden, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit radikal ver
bessern
werde
, um anschliessend wieder einer Arbeit mit einem Pensum von
mehr als
50
% nachzugehen.
4.
4.1
Das Gutachten von
Dr.
C._
vom 24. März 2016 (Urk. 9/81) basiert auf einer umfassenden kardiologischen
und internistischen
Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Der Gutachter hat detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem wurden die medizinischen Zusammenhänge und die
medizinische Situation einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nach
vollziehbar begründet. Dem Gutachten kommt daher grundsätzlich volle Beweis
kraft zu (vgl. E. 1.3).
4.2
Der Gutachter
Dr.
C._
stellte fest, dass der Gesundheitsschaden, welcher sich auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt, mit den dargelegten Diagnosen ausgewiesen ist.
So stellte er schlüssig fest, dass für körperlich schwer belastende und körperlich mittelschwer belastende Arbeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht. Für körperlich nicht oder für körperlich leicht belas
tende Arbeiten - wie die zuletzt Ausgeübte als Verwaltungssekretärin - attestierte er der Beschwerdeführerin seit anfangs 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit.
Für die Jahre 2013 und 2014 hielt
Dr.
C._
fest, dass wegen den zahlreichen
Hospi
talisationen
im Zusammenhang mit
den
Rhythmusstörungen die Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht 30 % betragen habe. Diesbezüglich führte er aber auch aus, dass es nicht einfach sei, retrospektiv auf Jahre zurück die wahrscheinliche Arbeitsfähigkeit zu beurteilen (Urk. 9/81 S. 16). Da die Beschwerdeführerin in den
Jahren
2013 und 2014 wegen Rhythmusstörungen und in der Folge notwendigen Eingriffen mehrmals
- fast monatlich - hospitalisiert war und ihr kardialer Zustand damals unbestrittenermassen schlecht war, rechtfertigt es sich in diesem Punkt vom grundsätzlich überzeugenden kardiologischen Gutachten insoweit abzuweichen, dass anzunehmen ist, dass die Beschwerdeführerin im damaligen Zeitraum vollständig arbeitsunfähig war. Dies stimmt nicht nur mit der Einschät
zung von
Dr.
E._
, sondern auch mit der vertrauensärztlichen Feststellung von
Dr.
H._
vom 2. Dezember 2013 (vgl. E. 3.4) überein, welche
r
der Beschwerde
führerin bereits damals - und entsprechend
echtzeitlich
- eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestiert hatten. Auch das
D._
ging aufgrund der deutlich gehäuften
Arrhythmieepisoden
in den Jahren 2013 und 2014 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus
(vgl. E. 3.10)
.
Die Einschätzung von
Dr.
C._
bezüglich des wieder gebesserten kardialen Gesundheitszustandes ab Januar 2015
, wonach die Beschwerdeführerin wieder zu 50% arbeitsfähig sei,
deckt sich auch mit derjenigen
von Dr.
E._
, welcher
sich
dabei
auf die Berichte des
G._
über die zahlreichen
Hospitalisationen
stützte
(vgl. E. 3.9). Auch das
D._
ging
in seinem Bericht vom 10. August 2017 (vgl. E. 3010) davon aus, dass sich in den Jahren 2015 und 2016 die
rhythmologische
Situation beruhigt habe. Dass
Dr.
E._
und das
D._
die ab Januar 2015 gesteigerte Arbeitsfähigkeit auf 30 %
bzw. 20
%
bis 40
%
festleg
t
en - im Gegensatz zum begutachtenden Kardiologen, welcher eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert
e
- lässt sich mit der Erfahrungs
tatsache erklären, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih
rer Patientinnen und Patienten a
ussagen
(BGE
135V 465 E. 4.5, BGE 125 V 251 E. 3b/cc), weshalb deren Aussagen mit Vorbehalt zu würdigen sind.
Daran ändert auch nichts, dass das
D._
anders als
Dr.
C._
das kongenitale Herz
vitium und die Rhythmusstörungen als kausal verknüpft betrachtete und Herz
rhythmusstörungen mit einer Herzfrequenz von 85-95/min nicht als irrelevant betrachtete und dies mit einlässlicher Begründung darlegte (E. 3.10), da diese andere Sichtweise der Ursache-Wirkung-Zusammenhänge der kardialen Beschwerden eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht zu begründen vermag. Damit ist mit
Dr.
C._
davon auszugehen, dass sich die kardiale Situa
tion seit anfangs 2015 insoweit gebessert hat, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit wieder zu 50
% zumutbar ist.
Wenn
gleich
Dr.
C._
- fachfremd - in psychiatrischer Hinsicht festhielt, dass unter Umständen auch psychosoziale Faktoren die Arbeitsfähigkeit tangierten, so lässt sich anhand der vorliegenden medizinischen Aktenlage kein Hinweis auf eine relevante psychische Störung finden. So führte zwar auch
Dr.
E._
als behandelnder Hausarzt in seinem Bericht vom 23. Juni 2016 aus, dass eventuell
auch eine psychisch bedingte Leistungsminderung vorliege, was
aber
allein nicht genügt, um eine zusätzliche Einschränkung aus psychischen Gründen darzutun. Die Beschwerdeführerin befindet sich denn auch in keiner psychiatrischen Behandlung, was gegen einen relevanten Leidensdruck spricht.
Soweit die Beschwerdeführerin weitere medizinische Abklärungen verlangt (Urk. 1 S. 7), ist darauf zu verzichten, da der Gesundheitszustand und die medi
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten hinreichend gek
lä
rt sind.
4.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 2013 und 2014 in jeglicher
Tätigkeit
zu 100 % arbeitsunfähig war und ihr seit anfangs 2015 ihre bisherige Tätigkeit als Verwaltungssekretärin, welche zugleich eine angepasste (körperlich nicht oder körperlich leicht belastende) Tätigkeit dar
stellt, wieder zu 50 % zumutbar ist.
5.
5.1
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode
der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträch
tigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV
;
BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und
die Vorbringen
der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversiche
rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforder
lich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
)
. Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versi
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbemessungs
methode und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentschei
dungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beein
trächtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusser
en Indizien erschlossen werden
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
E. 3.1
, je
mit Hinweisen).
5.2
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbe
wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
5.3
Die Beschwerdeführerin arbeitete seit 1997 in der Abteilung für Radiologie des
Y._
als Verwaltungssekretärin; ursprünglich bei einem 100%-Pensum, welches sie 1998 auf 90 % und 2001 auf 80 % reduzierte.
Sie ist ledig, kinderlos und le
bte alleine in einer 4.5-Zimmer-Ei
gentumswohnun
g.
Anlässlich der Haushaltsabklärung am 30. Mai 2016 gab sie auf konkrete Nach
frage unter Erläuterung der Wichtigkeit der Bedeutung der Qualifikation gegen
über der Abklärungsper
so
n an, dass sie bei guter Gesundheit sicher ein 90%-Pensum absolvieren würde. Ein volles Pensum würde sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr arbeiten. Sie sei schon 54-jährig und wäre bestimmt auch bei guter Gesundheit auf vermehrte Erholung angewiesen. Auch ihre Kolleginnen arbeiteten mehrheitlich nur noch ein 90%-Pensum (Urk. 9/93 S. 3).
Aufgrund dieser persönlichen, familiären und sozialen Verhältnisse wurde die Beschwerdeführerin mit 90
% im Erwerbsbereich und mit 10 %
im Haushaltsbe
reich qualifiziert (Urk. 9/93).
5.4
Im Rahmen der Beschwer
d
e (Urk. 1 S. 6 f.) gab die Beschwerdeführerin nun an,
dass sie anlässlich der Haushaltsabklärung zwar mitgeteilt habe, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkungen wohl ein 90%-Pensum absolvieren würde, dass sie dies aber bezogen auf die bereits erfolgte krankheitsbedingte Reduktion auf 90 % gemeint habe. Denn
ihr anfängliches 100%-Pensum
habe sie
nur aus gesundheitlichen Gründen reduziert und sie
würde
im Gesundheitsfalle weiterhin
zu
100% arbeiten.
Dies sei denn auch beim Standortgespräch vom 18. Oktober 2012 entsprechend festgehalten worden.
Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass sie sich anlässlich der Haushaltsabklä
rung entsprechend geäussert hat und macht denn auch nicht geltend, dass der Abklärungsbericht ihre Aussage falsch wiedergegeben hätte.
Da die Beschwerde
führerin bei dieser Gelegenheit auf die Wichtigkeit der Fragestellung betreffend Qualifikation hingewiesen wurde, kann ihre Äusserung beim Standortgespräch am 18. Oktober 2012 (4 Jahre früher) nicht als vorliegend massgebliche Aussage berücksichtigt werden. Mit Blick auf die unter E. 5.2 zitierte Rechtsprechung bezüglich der Aussage der ersten Stunde - nämlich diejenige
Aussage
der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2016 (Urk. 9/93) - hat es daher bei der von der
Beschwerdegegnerin getroffenen Annahme, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall bei einem 90%-Pensum gearbeitet hätte, sein Bewenden.
5.5
A
ufgrund
der gelebte
n
W
ohnsituation
(1-P
ersonenhaushalt ohne
Kinder) erg
ibt sich kein zu berücksichtigender Aufgabenbereich, weshalb entgegen der
Invali
ditätsmessung
in der angefochtenen Verfügung die
Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige und somit
nach
Art. 16 ATSG zu bemes
sen ist (Art. 28a Abs. 3 e
contrario
IVG).
Folglich ist die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige bei einem Pensum von 90 % zu qualifizieren.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6
.2
Beim Einkommensvergleich ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungs
fähigkeit in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt. Für die Vornahme des Einkom
mensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des (hypo
thetischen) Rentenbeginns abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 128 V 222).
6.3
Wie bereits festgestellt (vgl. E. 4.3), war die
Beschwerdeführerin
von Januar 2013 bis Dezember 2014 aus kardiologischer Sicht
in jeglicher Tätigkeit
zu 100 % arbeitsunfähig
. Demnach hat die Beschwerdeführerin vom 1. Januar 2014 bis 31. März 2015 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
Für die
weitere
Zeit ab 1. April 2015, nachdem sich ihr Gesundheitszustand gebessert hatte und ihr wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit als Büroangestellte zumutbar war, ist nachfolgend eine Invaliditätsbe
messung vorzunehmen:
Dabei resultiert bei einem 90%-Pensum ein
Validenein
kommen
für das Jahr 2014 von Fr. 70'
586
.-- (Fr. 61'734.--
: 8 x 9 [
vgl. Urk. 9/15]
: 2630 x 2673 [vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, Tabelle T 39]) und ein Invalideneinkommen für Allgemeine Büro- und Sekretari
atskräfte (Zentralwert, gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Sta
tistik für das Jahr 2014, Tabelle T 17, Ziff. 41)
bei einer betriebsüblichen Arbeits
zeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total, herausgegeben durch das Bun
desamt für Statistik)
in der Höhe von Fr. 36'
998
.-- (Fr. 5'915.
—x 12
: 40 x 41.
7
x 0.5).
6.4
6.4.1
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bestimmung des Invaliditäts
grades ist von der Beschwerdeführerin nur insofern gerügt worden, dass
sie einen Leidensabzug verlangt.
So sei
sie aufgrund ihrer
Schwindelproblematik,
Müdig
keit,
Anstrengungsdysponie
und K
onzentrationsschwierigkeiten deutlich einge
schränkt. Zudem komme lediglich eine Arbeitstätigkeit zuhause oder sehr woh
nungsnah in Frage, was nebst ihrem Alter und dem geringen Arbeitspensum zu berücksichtigen sei (Urk. 1 S. 6).
6.4.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 E.
3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein
geschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dür
fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.1
mit Hinweisen
).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges
gemäss
BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V
71 E.
5.2 und 126 V 75 E.
6).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E.
3.2 und
8C_808/2013 vom 14.
Februar 2014 E.
7.1.1 mit Hinweisen).
6.4.3
Die Beschwerdegegnerin hält zu Recht fest, dass ein leidensbedingter Abzug in Bezug auf die Bewältigung des Arbeitsweges nicht gerechtfertigt sei (Urk. 2). Da bei der herzkranken Beschwerdeführerin aber trotz gebessertem kardialem Gesundheitszustand weiterhin mit dem zeitweisen Auftreten von Rhythmusstö
rungen zu rechnen ist (vgl. kardiologisches Gutachten, Urk. 9/81 S.
17
), welche zu
nicht vorhersehbaren, plötzlichen
krankheitsbedingten Ausfällen mit anschliessenden Erholungsphasen führen
können
, rechtfertigt es sich vorliegend, eine
n le
idensbedingten Abzug von 10 % zu gewähren.
Wie das Bundesgericht wiederholt ausführte, können nicht vorhersehbare und schwer kalkulierbare Absenzen, welche aufgrund der invalidisierenden Erkrankung zu erwarten sind, einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen (Urteil 8C_179/2018 vom 2
2.
Mai 2018 E. 4.2, 9C_414/2017 vom 2
1.
September 2017 E. 4.3 und 9C_728/2009 vom 2
1.
Sep
tember 2010 E. 4.3.1). Dieser Umstand hat die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht beachtet. Andere Abzugskriterien sind indes nicht gegebenen, weshalb kein höherer Abzug als 10
%
zu gewähren ist.
6.5
Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt - unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % (vgl. E. 6.4.3) - eine Erwerbseinbusse von Fr. 37'
288
.-- (Fr. 70'
586
.-- - Fr. 33'
298.--
[Fr. 36'
998
.-- x 0.9]) und führt somit zu einem Invaliditätsgrad von 53 % und berechtigt zu einer halben Invalidenrente (vgl. E. 1.2).
7.
Zusammenfassend ist die Beschwerde dahingehend teilweise gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung insoweit
ab
geändert wird, dass die Beschwerdefüh
rerin vom 1. Januar 2014 bis 31. März 2015 Anspruch auf eine ganze Inval
i
den
rente hat
und ab dem 1. April 2015 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.
8.
8.1
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Da die Beschwerdeführerin zu einem
wesentlichen
Teil obsiegt,
sind die Kosten voll
umfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
Entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführe
rin eine volle Prozessentschädigung zu bezahlen, die gemäss Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) - ohne Rücksicht auf den Streitwert - nach der Bedeutung der Streitsa
che, nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen ist, wobei ein Betrag von Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) angemessen erscheint.