Decision ID: 96454dfb-3ffd-5d82-8c44-496fb74d6335
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angabe zufolge verliess der Beschwerdeführer – ein  Staatsangehöriger kurdischer Ethnie aus B._ in der Provinz C._ – seinen Heimatstaat am 22. März 2009 und reiste mit einem Lastwagen durch ihm unbekannte Länder am 25. März 2009 illegal in die Schweiz ein, wo er am 6. April 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) (...) ein Asylgesuch stellte.
B. Zur Begründung seines Gesuches brachte der Beschwerdeführer  der Befragung vom 8. April 2009 und der Anhörung vom 20. April 2009 jeweils durch die Vorinstanz im Wesentlichen vor, dass in der Türkei ein Kurdenproblem herrsche. Er unterstütze deshalb die kurdische Partei Demokratik Toplum Partisi (Partei der demokratischen Gesellschaft, DTP). Am 2. Januar 2009 hätte der Beschwerdeführer in D._ bei E._ in den Militärdienst einrücken müssen. Etwa zwei Monate vorher habe er eine entsprechende schriftliche Aufforderung erhalten. Deshalb habe er am 20. Januar 2009 das Dorf verlassen. Weiter habe der Kandidat der Adalet ve Kalkinma Partisi (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung, AKP) im Vorfeld der Lokalwahlen vom 29. März 2009 behauptet, dass verschiedene Personen eine illegale Partei unterstützten und daher kein Recht hätten, an den Wahlen teilzunehmen. Deshalb sei von der AKP gegen 300 Personen, unter anderem auch gegen den Beschwerdeführer – betreffend dem Vorwurf der Mitgliedschaft bei der Partiya Karkerên Kurdistan (Arbeiterpartei Kurdistans, PKK) – bei der Staatsanwaltschaft F._ anfangs Februar 2009 Strafanzeige erstattet worden. Dies könne man der Internetplattform G._ entnehmen. Aus diesen Gründen habe der Beschwerdeführer am 22. März 2009 die Türkei verlassen.
C. Mit Verfügung vom 24. April 2009 (eröffnet am 29. April 2009) wies das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 6. April 2009 ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug an. Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, dass der  geltend gemacht habe, er sei von der AKP unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft bei der PKK bei den türkischen Behörden angezeigt worden. Diese Anzeige gegen ihn sei auf der Internetplatt-
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form G._ nachzulesen. Tatsache sei, dass gemäss dieser Quelle im Vorfeld der Wahlen von Ende März 2009 eine Beschwerde dagegen erhoben worden sei, weil Personen, welche nicht mehr im Ort wohnhaft waren, dort als Wähler registriert worden seien. Daraufhin seien 300 Personen von der Wählerliste gelöscht worden, unter anderem auch der Beschwerdeführer. Es sei nirgends von einer Anzeige gegen diese Personen die Rede (A1, S. 4; A6, S. 5 und 9; A10).
C.a Der Beschwerdeführer habe während der Anhörung weiter , die AKP habe die Anzeige deshalb erstattet, weil man  habe, dass die DTP die Wahlen gewinnen würde. Deshalb habe man behauptet, diese Personen würden vom Ausland aus als  die DTP unterstützen. Die diesbezügliche Anzeige sei ein Teil der Wahlpropaganda der AKP gewesen. Diese Behauptung könne nicht gehört werden. Aus der genannten Internetquelle gehe nämlich hervor, dass die Löschung nicht nur potentielle Wähler der DTP . Vielmehr seien gemäss diesem Forum auch 80 Personen von der Wählerliste gelöscht worden, welche als Anhänger der AKP gegolten hätten (A6, S. 9; A10). Zudem habe der Beschwerdeführer während der Anhörung die Frage nicht beantworten können, weshalb die Leute von der Internetplattform von dieser Anzeige gewusst hätten (A6, S. 5). Er habe weiter zu Protokoll gegeben, dass die Personen, welche  worden seien und die sich noch in der Türkei befänden, gegen die Anzeige protestiert hätten. Sie seien bei der Staatsanwaltschaft gewesen und hätten sich darum bemüht, dass die Anzeige  werde. Der Beschwerdeführer könne aber nicht sagen, welche Folgen dieser Protest gehabt habe. Er sei auch nicht in der Lage, die Frage nach dem aktuellen Stand der Dinge im Bezug auf diese  zu beantworten (A6, S. 5 und 9). Diese Wissenslücken seien nicht nachvollziehbar, liege es doch erfahrungsgemäss im Interesse einer verfolgten Person, möglichst viel über die genauen Umstände ihrer Verfolgung zu erfahren. Der Beschwerdeführer hätte dazu auch die Möglichkeit gehabt, sei er doch nach der Anzeige noch etwa  Monate in der Türkei gewesen und seien zum Zeitpunkt der  bereits etwa zweieinhalb Monate seit der Anzeige vergangen. Schliesslich habe der Beschwerdeführer bei der Anhörung zu Protokoll gegeben, er habe sich nicht bei den Behörden erkundigt, ob  eine Anzeige gegen ihn vorliege. Zudem hätten weder er noch  Familie etwas gegen die Anzeige unternommen (A6, S. 5 und 9). Dieses Verhalten entspreche – aus den bereits genannten Gründen –
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ebenfalls nicht demjenigen einer Person, gegen die möglicherweise Ermittlungen im Gange seien. In Anbetracht dieser Sachlage sei die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Anzeige nicht glaubhaft.
C.b Der Beschwerdeführer habe weiter geltend gemacht, er müsse in den Militärdienst einrücken. Man würde ihn anschliessend in die , also in eine Kampfregion, schicken, wo er als Kurde gegen  kämpfen müsse und möglicherweise sogar umgebracht würde. Während der Befragung zur Person haber der Beschwerdeführer  zuerst angegeben, er habe am 2. Januar 2009 ein Schreiben mit der Aufforderung erhalten, in den Militärdienst einzurücken. Wenig später habe er hingegen behauptet, dieses Schreiben bereits etwa zwei Monate vor diesem Datum erhalten zu haben. Am 2. Januar 2009 hätte er bereits in den Militärdienst einrücken müssen. Diese zweite Version habe der Beschwerdeführer im Verlaufe der Anhörung  (A1, S. 4 f.; A6, S. 7). Da er gemäss eigenen Angaben bis am 20. Januar 2009 im Dorf gelebt habe, sei dieses Verhalten jedoch nicht nachvollziehbar, hätte der Beschwerdeführer dort doch ab dem 2.  2009 jederzeit mit einer Festnahme wegen des ausstehenden  rechnen müssen (A1, S. 1 und 4 f.; A6, S. 7). In  dieser Sachlage bestünden erhebliche Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer Anfang Januar 2009 in den Militärdienst hätte  müssen. Abgesehen von diesen Zweifeln sei das Vorbringen  nicht asylbeachtlich. Eine im Sinne von Art. 3 Abs. 1 des  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) relevante  liege nicht vor, wenn staatliche Massnahmen der Durchsetzung staatsbürgerlicher Pflichten dienten. Die Leistung des Militärdienstes stelle eine staatsbürgerliche Pflicht dar, sei also nicht asylrelevant.  setze die Asylgewährung voraus, dass ein Beschwerdeführer staatlichen Verfolgungsmassnahmen aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG genannten Gründen ausgesetzt sei oder solche zu fürchten habe. Der Beschwerdeführer mache geltend, als ethnischer Kurde  er, während des Militärdienstes in der Osttürkei im Kampf  die verbotene PKK-KADEK/KONGRA-GEL eingesetzt zu werden. Die Dienstpflicht allein sei jedoch nicht asylrelevant, wenn die  zur Bekämpfung eines innerstaatlichen Notstands eingesetzt würden. Die Wehrpflicht diene nämlich dazu, den Staat gegen  zu schützen, wobei das Militär zur Abwehr sowohl äusserer wie innerer Angriffe eingesetzt werden dürfe. Eine Stationierung des Beschwerdeführers im Osten der Türkei würde im Rahmen einer  seiner Truppeneinheit in das Operationsgebiet erfolgen. Ein
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Zusammenhang zwischen Stationierungsort und Ethnie des  lasse sich nicht herstellen, zumal die Einteilung in eine Truppeneinheit nach dem Zufallsprinzip vorgenommen werde. Ein Einsatz des Beschwerdeführers im Osten der Türkei (wie auch ein  Vorgehen gegen ein Dienstversäumnis) stelle somit keine asylbeachtliche Massnahmen im Sinne des Asylgesetzes dar.
C.c Schliesslich habe der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben, in der Türkei herrsche ein Kurdenproblem. Zwar lebten in der Türkei  und Türken seit 1000 Jahren zusammen. Die Kurden wolle man aber immer noch nicht wahrnehmen (A6, S. 9). Es sei allgemein , dass Angehörige der kurdischen Bevölkerung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen verschiedenster Art ausgesetzt . Dabei handle es sich jedoch nicht um ernsthafte Nachteile im  des Asylgesetzes, die einen Verbleib im Heimatland  oder unzumutbar erschwerten. Aus diesem Grund führe die  Situation, in der sich die kurdische Bevölkerung befinde,  gefestigter Praxis für sich allein nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Zudem habe sich im Zuge der verschiedenen Reformen in der Türkei seit 2001 die Situation der Kurden merklich verbessert. Rein kulturelle Betätigungen würden nicht mehr verfolgt. Die kurdische Sprache werde auch im öffentlichen Raum toleriert. Seit Frühling 2004 würden Kurse in Kurdisch angeboten und seit Juni 2004 strahle das türkische Fernsehen auch Sendungen in kurdischer  aus. Die diesbezüglich im vorliegenden Fall geltend gemachten Probleme gingen in ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinaus, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei in  Weise treffen könnten. Sie seien somit im Sinne der obigen  nicht als ernsthaft zu qualifizieren und damit asylrechtlich nicht relevant.
C.d Die Asylvorbringen des Beschwerdeführers hielten daher den  an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand. Demzufolge erfülle der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb sein Asylgesuch abzulehnen sei.
D. Mit Eingabe vom 29. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer gegen  Entscheid Beschwerde erheben, die Aufhebung der  Verfügung sowie die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragen. Eventuell sei auf den Vollzug
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der Wegweisung zu verzichten und dem Beschwerdeführer die  Aufnahme zu gewähren. In prozessualer Hinsicht sei ihm die  Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 und 2 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines  sei zu verzichten. Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
E. Mit Verfügung vom 8. Juni 2009 wurde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen und der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen zur Leistung eines  im Betrag von Fr. 600.-- bis zum 23. Juni 2009 aufgefordert. Überdies habe der Beschwerdeführer die fremdsprachigen  (Beschwerdebeilagen 5 und 6) innert derselben Frist in eine  übersetzen zu lassen und einzureichen. Das Gesuch um  einer Frist zur Beschaffung weiterer Beweismittel wurde .
F. Der Beschwerdeführer leistete den einverlangten Kostenvorschuss am 19. Juni und reichte zudem die übersetzten Beschwerdebeilagen 5 und 6 (Beschwerdebeilage 6 im "Original") zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
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rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich
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auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2009 unter Angabe der jeweiligen Fundstellen im Befragungs- (A1) oder Anhörungsprotokoll (A9) ausführlich die diversen  in den Aussagen des Beschwerdeführers dargelegt und vor diesem Hintergrund festgestellt, dessen Vorbringen genügten den Anforderungen gemäss Art. 7 AsylG nicht. Für das  besteht nach Überprüfung der Akten keine Veranlassung, die Erwägungen des BFM zu beanstanden. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann daher auf die diesbezüglich zutreffenden  Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (vgl. Art. 4 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 109 Abs. 3 BGG).
5.2 Die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe vom 4. März 2009 sind nicht geeignet, eine Änderung der vorinstanzlichen Verfügung zu . Der Argumentation des BFM werden keine stichhaltigen  entgegengesetzt. Eine Auseinandersetzung mit den dem  vorgeworfenen Unglaubhaftigkeitselementen unterbleibt zwar nicht grundsätzlich, sie verlaufen jedoch in allgemeine Ausführungen, die mit keinerlei stichhaltigen Argumenten gestützt werden.
5.3 Betreffend die angebliche Refraktion beziehungsweise  des Beschwerdeführers stellt sich die Frage, ob diese bei einer Rückkehr in den Heimatstaat allenfalls auch im heutigen  zu gewärtigende strafrechtliche Sanktion – die entsprechenden Straftatbestände des türkischen Militärstrafgesetzbuches (TACK)  laut Art. 49 TACK keiner Verjährungsfrist – als asylrechtlich relevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu erachten wäre.
5.3.1 Diesbezüglich ist vorab festzustellen, dass gemäss konstanter Rechtsprechung der ARK, welche vom Bundesverwaltungsgericht  wird, eine allfällige Strafe wegen Refraktion oder Desertion grundsätzlich keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG  Art. 1 A Ziff. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30; vgl. dazu auch  des UNHCR über Verfahren und Kriterien zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, nicht-amtliche deutsche Übersetzung, 2003 [amtliche Erstausgabe: Genf 1979], Ziff. 167) darstellt. Es gehört viel-
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mehr zu den legitimen Rechten jeden Staates, seine Bürger zum  einzuberufen und zur Durchsetzung der Wehrpflicht  oder disziplinarische Sanktionen gegen Refraktäre oder  zu verhängen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 2 E. 6b.aa S. 16).
5.3.2 Desertion oder Refraktion aus dem Militärdienst wird in der  mit Gefängnis bestraft, bei einer Flucht ins Ausland erhöht sich die Dauer der Gefängnisstrafe. Neben diesen strafrechtlichen Sanktionen droht türkischen Refraktären und Deserteuren, die sich ins Ausland abgesetzt haben und der im türkischen Amtsblatt veröffentlichten  zur Rückkehr zwecks Leistung des Militärdienstes keine  leisten, gemäss Art. 25 Bst. ç und d des türkischen  sodann die Zwangsausbürgerung.
5.3.3 Diesen Sanktionen liegt nach den Erkenntnissen des  in genereller Hinsicht kein asylrechtlich relevantes Verfolgungsmotiv zugrunde; dies gilt namentlich auch für die  Zwangsausbürgerung, zumal die Möglichkeit der  unter der Voraussetzung der Leistung des Militärdienstes  (vgl. dazu EMARK 2004 Nr. 2 E. 6b.cc und dd S. 17 ff.). Die  Militärgerichte beurteilen Refraktäre und Deserteure ungeachtet ihres ethnischen Hintergrundes, kurdische Militärdienstverweigerer  mithin nicht per se einen Politmalus zu gewärtigen. Im Falle des Beschwerdeführers ergeben sich ferner aus den Akten auch keine  darauf, dass er aus einem anderen, in Art. 3 Abs. 1 AsylG  Grund eine ungerechtfertigt höhere Bestrafung befürchten müsste; insbesondere hat er in seinem Heimatstaat kein politisches Engagement entfaltet, welches ihn bei den Behörden als  erscheinen lassen könnte. Die laut den türkischen Gesetzen bei Refraktion oder Desertion drohenden Sanktionen sind sodann auch nicht in einem absoluten Sinne unverhältnismässig schwerwiegend.
5.3.4 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz geht das  davon aus, dass zwischen dem Stationierungsort und der Ethnie des Beschwerdeführers kein Zusammenhang besteht. Überdies wird er nicht zwecks Teilnahme an völkerrechtlich verpönten  in den Militärdienst einberufen, sondern vielmehr um den Staat vor Angriffen zu schützen.
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5.3.5 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass eine allfällige Bestrafung des Beschwerdeführers wegen seiner  keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen würde.
5.3.6 Überdies widerspricht es der allgemeinen Erfahrung und der  des Handelns, dass der Beschwerdeführer trotz eines angeblichen Militäraufgebotes auf den 2. Januar 2009 und des Nichtbefolgens  Aufforderung noch bis am 20. Januar 2009 in seinem Heimatdorf gelebt haben will. Er hätte bei Wahrunterstellung dieser Angabe  mit einer Festnahme wegen des ausstehenden Militärdienstes rechnen müssen. Es bestehen somit erhebliche Zweifel, dass der  Anfang Januar 2009 in den Militärdienst hätte  müssen.
5.4 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, dass er Kurde sei und diese Ethnie in der Türkei unterdrückt würde. Er kann aber weder ein exponiertes politisches Wirken für eine kurdische Partei glaubhaft vorbringen noch eine asylrechtlich erhebliche Benachteiligung als  glaubhaft machen.
5.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben des Beschwerdeführers im Einzelnen einzugehen, da sie am Ergebnis der vorgenommenen  nichts zu ändern vermögen. Nach dem Gesagten erfüllt der  die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht. Das Bundesamt hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
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7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.3 Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine  erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung . Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen
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Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die  Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
7.5 Vorliegend ist der Vollzug als zumutbar zu erachten, weil keine Hinweise dafür erkennbar sind, der Beschwerdeführer wäre bei einer Rückkehr in die Türkei aufgrund der allgemeinen Lage einer konkreten Gefährdung ausgesetzt. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet den Wegweisungsvollzug in die Türkei gestützt auf die allgemeine Lage als generell zumutbar (vgl. EMARK 2005 Nr. 21).
Der junge und gemäss Akten gesunde Beschwerdeführer hat sein ganzes bisheriges Leben in der Türkei verbracht, dort eine  Schulbildung und sowohl in einem Supermarkt als auch in der Landwirtschaft gearbeitet. Er verfügt in seiner Heimat über ein  familiäres und soziales Beziehungsnetz, leben doch dort seine Eltern und drei Geschwister. Er ist zudem mit den Lebensumständen in seinem Heimatland bestens vertraut. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
7.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
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digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 19. Juni 2009 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.
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