Decision ID: 32af91a7-2481-42c6-bcbe-a2fda7e42f43
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1971 geborene
X._
bezog seit
1.
November 2010 Taggelder der
Arbeitslosenversicherung und war dadurch bei der Schweizerischen
Unfall
ver
si
cherungsanstalt
(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versi
chert. Am 2
2.
April 2011 fuhr er mit seinem
Auto
auf einer
Autobahn
ein
fahr
spur
, als
das vor ihm befindliche Fahrzeug abrupt
abbremste, worauf er eben
falls ab
brems
te
. Der ihm nachfolgende Lenker war nicht in der Lage, sein Auto
eben
falls
rechtzeitig zum Stillstand zu bringen bzw. auszuweichen, weshalb es zu einer
Heckkollision mit dem Fahrzeug von
X._
kam
(
Unfall
meldung
vom
5.
Mai 2011,
Urk.
8/1).
X._
klagte danach über Schmerzen im Bereich
der
Halswirbelsäule (HWS) mit Ausstrahlung in den Rü
cken und über Schwindel.
Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital
Y._
, wo ein
HWS-
Akzele
ra
tions
-
/
Dezelerationstrauma
diagnostiziert
wurde
(Bericht vom 2
4.
April 2011,
Urk.
3/4)
. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht und kam für die notwen
di
gen Behandlungsmassnahmen auf
(vgl. u.a. Schreiben der
SUVA vom
9.
Mai 2011,
Urk.
8/2+3
)
. Eine Arbeitsunfähigkeit bestand
zunächst
nicht
.
X._
berichtete jedoch
über persistierende Beschwerden (vgl. Schreiben von
X._
an die SUVA vom 1
7.
Februar 2012,
Urk.
8/24),
weshalb am 23.
Oktober 2012
in der
Z._
ein ambulantes As
sessment durch
g
e
führt wurde (Bericht vom 2
5.
Oktober 2012,
Urk.
8/55). Nach
dem
die SUVA Berichte von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, (Bericht vom 2
9.
Januar 2013,
Urk.
8/65) von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, (Bericht vom
2
7.
Februar 2013,
Urk.
8/67)
von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für In
nere Medizin, (Be
richt
e vom 1
9.
Mai 2013,
Urk.
8/71, und vom 2
7.
September 2013,
Urk.
8/76) und von
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt FMH für Neurologie (Bericht vom
8.
August 2013,
Urk.
8/74) eingeholt hatte und
X._
am 7.
Novem
ber 2013 von Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Fach
arzt FMH für Chirurgie,
untersucht
worden war (vgl. Bericht vom 7.
November 2013,
Urk.
8/81), stellte die SUVA mit
Verfügung vom 11.
Dezember 2013 ihre Leistungen per 2
6.
Dezem
b
er 2013 ein (
Urk.
8/88). Die von
X._
er
hobene Ein
sprache (Einsprache vom 1
7.
Dezember 2013,
Urk.
8/89
,
und Be
gründung vom 1
5.
Januar 2014,
Urk.
8/91) wies die SUVA mit
Einspracheent
scheid
vom 3
1.
Janu
ar 2014 ab (
Urk.
8/93 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am
5.
März 2014 Beschwerde und bean
trag
te
, es seien ihm für die Folgen des Unfalles vom 2
2.
April 2011 auch für die Zeit
nach dem 2
6.
Dezember 2013 weiterhin die gesetzlichen Versicherungs
leistung
en
auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit
Be
schwerde
ant
wort
vom 1
1.
April 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwer
deführer am
1
5.
Ap
ril 2014 mitgeteilt wurde (Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin erklärt zur Begründung der Einstellung ihrer Leistun
gen per 2
6.
Dezember 2013 im Wesentlichen, die vom Beschwerdeführer ge
kla
g
ten Beschwerden beruhten nicht auf einem objektivierbaren organischen Sub
strat.
Von weiteren medizinischen Massnahmen sei
im Zeitpunkt der
Leis
tungs
einstellung
keine namhafte Besserung mehr zu erwarten
gewesen
.
Es sei daher
der medizinische Endzustand erreicht, weshalb
der adäquate Kausalzu
sammen
hang
zwischen dem
Unfallereignis vom 2
2.
April 2011 und den vom Beschwer
de
führer nach dem 2
6.
Dezember 2013 noch geklagten Beschwerden zu prüfen sei.
Der Unfall vom 2
2.
April 2011 sei höchstens als mittelschwer, an der Grenze zu den leichten Unfällen zu qualifizieren.
Von den massgebenden
Adäquanzkrite
rien
sei höc
hstens das Kriterium erhebliche
Beschwerden erfüllt, dies jedoch
keinesfalls in besonders ausgeprägter Weise. Der
adäquate Kausalzusammen
han
g
sei daher
zu verneinen (
Urk.
2
und
Urk.
7
).
1.2
Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentli
chen vor,
aufgrund der Berichte und Zeugnisse der
Dres
.
B._
,
C._
und
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie,
sei belegt, dass seine gesund
heit
lichen Beschwerden als Folge
n
des Unfalls vom 2
2.
April 2011 objektivier
bar und fassbar seien. Die
ärztlichen Berichte
beruhten nicht nur auf seinen
subjek
tiven
Angaben.
Da er an objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen leide, müsse die Adäquanz nicht speziell geprüft werden, decke sich der adäquate Kausalzusammenhang doch
weitgehend mit dem natürlichen. Eine Adäquanzprüfung sei zudem sowieso nicht
angebracht, da der medizinische Endzustand noch nicht erreicht sei. An
zufügen
sei jedoch, dass der Unfall vom 2
2.
April 2011 sehr wohl von beson
derer Ein
drücklichkeit gewesen sei. Er sei wegen der Unfallfolgen seit bald drei Jahren in ärztlicher
,
über Kontrolluntersuchungen hinausgehender Behandlung.
Er leide zu
dem an erheblichen Beschwerden.
Er sei im Zeitpunkt des Unfallereignisses für kurze Zeit arbeitslos gewesen. Ab
1.
Mai 2011 sei er als Kadermitarbeiter bei der
G._
angestellt gewesen. Da er aufgrund der unfallbedingten Beschwerden keine Langstreckenflüge in der
Economy-Klasse
habe absolvieren können
,
habe er die Arbeitsstelle
wieder
verloren. Es
sei ihm
auf seinen Wunsch nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert
wor
den
, da er nicht habe riskieren wollen, seine neu angetretene Arbeitsstelle zu
verlieren.
Er habe unter Schmerzen und der Einnahme von Schmerzmitteln ge
arbeitet.
Eine rei
n
sitzende Tätigkeit könne er unmöglich ausüben (
Urk.
1).
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
hat die ver
sicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfol
gen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zialver
siche
rungsrechts
,
ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invaliden
rente (
Art.
18
Abs.
1 UVG).
2.2
Die massgebliche Rechtsprechung zum Leistungsanspruch und zum dafür erfor
derlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
Gesundheitsschaden werden im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) grund
sätzlich zutreffend wiedergegeben. Gleiches gilt für die zur Beurteilung des na
türlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges bei Schleudertraumata der
HWS
und äquivalenten Verletzungen ergangene Rechtsprechung. Darauf kann grund
sätz
lich verwiesen werden.
2.3
Zu ergänzen ist, dass nach
Gesetz und Rechtsprechung der Fall unter Einstel
lung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine In
vali
den
rente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen
ist
, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheits
zustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch be
fugt, die Adäquanzfrage zu
prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Be
griffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch
weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit
eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender ge
ring
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen,
insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber
2014 E.
3).
2.4
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die SUVA im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Anstalt, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Prozesspartei ist, als Ver
waltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der SUVA beauf
tragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das Ge
richt in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gutachten folgen, solange nicht
kon
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104
V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
3.
3.1
Die nach dem Unfall vom 2
2.
April 2011 erstbehandelnden Ärzte des Spitals
Y._
nannten mit Bericht vom 2
4.
April 2011 als Diagnose ein HWS-
Akze
lerati
ons
-/
Dezelerationstrauma
.
Gemäss dem von den Ärzten des Spitals
Y._
ausge
füllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-ze
rvikalem
Be
schleuni
gungstrauma
klagte der Beschwerdeführer über Kopf- und
Nacken
schmerzen
sowie Schwindel.
Die aktive und passive Beweglichkeit der HWS wurde für un
ein
geschränkt befunden. Es fand sich ein Druckschmerz zwischen den Schul
ter
blättern.
Der Beschwer
deführer wurde noch am Unfalltag wied
er entlassen (
Urk.
3/4
und Urk.
8/18)
3.2
Am 1
2.
August 2011 erstellte
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Radi
o
logie, ein MRI der HWS mit STIR-Sequenz.
Er hielt hierzu fest
, am links latera
len Rand von HWK 3 finde sich sowohl in T
1
wie auch in T2 eine
hyperintense
S
ignalalteration des Knochenmark
s, die dementsprechend in der STIR-Sequenz einen leichten Signalabfall aufweise. Die Veränderung sei in der axialen T2-FSE-Sequenz ebenfalls erkennbar. Eine hier lokalisierte posttraumatische, aber nicht mehr aktive Veränderung (fehlendes Knochenmarködem) sei durchaus möglich. Die HWS weise im Segment C3/C4 eine leichte
Kyphosierung
sowie eine geringe beidseitige
Unkovertebralarthrose
auf
. Ansonsten sei die MR-to
mo
graphische Bildgebung
der HWS normal, insbesondere liege keine
Diskopa
thie
vor. In der STIR-Sequenz finde sich ausgenommen von der erwähnten Lo
ka
li
sation kein Knochenmark-
oder Weichteilödem.
Als Fazit hielt
Dr.
H._
fest, die Signalalteration des Knochenmarks links
anterolateral
in HWK
3 sei theo
re
tisch mit einer früheren kleinen
ossären
Verletzung vereinbar
, jetzt aber
area
k
tiv
. Ansonsten
läge ein weitgehend normaler Befund vor (
Urk.
8/4).
3.
3
Dr.
B._
hielt mit ärztlichem Zeugnis vom
8.
September 2011
zu Händen
der Strafuntersuchungsbehörden
fest,
beim Beschwerdeführer sei
die Bewe
gung
s
freiheit respektive das Ausdrehen des Kop
fes aus neutraler Position nach links und rechts stark erschwert, da
er
beim ra
schen Ausdrehen nach beiden Seiten immer wieder „hängen“ bleibe und dann für etwa ein bis zwei Sekunden block
iert sei. Dann gebe es einen stechenden
, brennenden
Schmerz in den Nacken und ein lautes Knacken, bevor er den Kopf weiter drehen könne. Schnelle Be
wegungen des Kopfes nach links und rechts seien fast unmöglich und führten sofort zu einer schmerzhaften Block
ade. Das He
ben und Senken des Kopfes sei eingeschränkt und mit Schmerzen verbund
en, wenn die Bewegung über die H
älfte des normalen Bewegungsablaufes hinaus
gehe. Der Beschwerdeführer sei öfters müde und stelle auch vermehrt Kopf
schmerzen fest. Während der Arbeit am Computer sehe
er
mehrmals täglich plötzlich für ein paar Sekunden das Bild nicht mehr scharf.
Das längere Sitzen am Arbeitsplatz oder im Flugzeug oder in einer Sitzung, wo man ständig den Kopf drehen müsse, sei sehr unangenehm. Es ents
t
ünden immer wieder Blocka
den im HWS-Bereich (
Urk.
3/5).
3.4
Am 1
4.
November 2011 erstellte
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Radio
logie, eine HWS-Funktionsaufnahme. Als Befund hielt er fest: „Diskret einge
schränkte
Reklination
. Keine Gleitwirbelverschiebung. Normale Wirbelkörper. Un
auffällige Bandscheiben. Zwischenwirbelgelenke normal.
Periartikuläre
Weich
teile ohne Pathologie.“ Als Beurteilung nannte er eine diskret einge
schränkte Be
weglichkeit in der
Reklination
(
Urk.
8/9).
3.5
Die Ärzte der
Z._
, welche den Beschwerdeführer am 2
3.
Oktober 2012 im Rahmen eines ambulanten Assessments untersuchten, diagnostizierten mit Bericht vom 2
5.
Oktober 2012:
HWS-Distorsion
Quebec-Task-Force
(QTF) Stadium
I nach Unfall mit PW-Heckaufprall am 2
2.
April 2011 mit
Röntgen
der HWS am 2
2.
April und 1
4.
November 2011:
Frakturaus
schluss
MRI der HWS am 1
2.
August 2011: Signalalteration des Knochen
marks links,
anterolateral
in HWK 3, theoretisch mit einer früheren, kleinen,
ossären
Veränderung vereinbar, jetzt aber reaktiv. Weitge
hend normale Symmetri
e
der HWS
l
eichtes Übergewicht
Als aktuelle Probleme führten die Ärzte der
Z._
an: Nackenschmerzen, eingeschränkte Kopfbewegung, Kopfschmerzen, Sehstörungen
sowie
Herzrasen und tiefer Blutdruck. Das Schmerzverhalten des Beschwerdeführers sei adäquat und er zeige eine gute Leistungsbereitschaft. Anhand i
hrer Abkläru
n
g
sresultate
würden sie
zu einer i
ntensivierte
n
, ambulante
n
Therapie
raten
, zunächst zwei
ma
l wöchentlich
medizinische Trainingstherapie
. Als Versuch zur Beeinflussung der Schmerzen würden s
ie
eine
probatorische
Behandlung mit
Wärmeanwen
dung
empfehlen
. Dem Beschwerdeführer sei ein Heimprogramm für
Nackenbe
we
gungs
übungen
erläutert und mitgegeben worden. Unter dieser
Therapieemp
fehlung
und im Hinblick auf den bisherigen Ver
lauf und die heutigen Resultate
sollte der
Beibehal
tung der bereits erreichten 100
%igen Arbeitsfähigkeit nichts im Wege stehen
(
Urk.
8/55)
3.6
Dr.
A._
diagnostizierte mit Bericht vom 2
9.
Januar 2013 zuhanden
der
Beschwerdegegnerin
:
p
osttraumatisches
zerviko
-
spondylogenes
Syndrom
p
osttraumatische migräneartige Kopfschmerzen und
Zervikozephalsyn
drom
/Spannungskopfschmerz
Subjektiv sei es zu einem langsamen Schmerzrückgang (HWS/Kopfschmerz)
ge
kommen
. Objektiv sei die Rotation der HWS deutlich gebessert, sie sei be
i
d
seits noch etwa 15° eingeschränkt. Die Hauptbeschwerden bestünden bei Inkli
nation und
Reklination
sowie Flexion und Extension der HWS. Die Behandlung werde voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. Ob dauernde Nachteil
e
zu erwar
ten seien
,
sei noch nicht abschätzbar, da sich der Zustand langsam
,
aber konti
nu
ierlich bessere. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht (
Urk.
8/65).
3.
7
Dr.
C._
hielt mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
9.
Mai 2013
als Diagnosen fest:
z
unehmend
chronifiziertes
zervikales Schmerzsyndrom nach Auffahrun
fall mit nach links gedrehtem Kopf am 2
4.
(richtig: 22.)
April 2011
massive
myofasziale
Befunde der gesamten lateralen Halsmuskulatur rechts, des
Sternocleidomastoideus
, des
Spl
enius
capitis
und des
Tra
pezius
descendens
rechts
myofasziale
Befunde in der tiefen paravertebralen Muskulatur
zer
viko-thorakal
segmentale
Dysfunktion C2/3 rechts
leichte Haltungsinsuffizienz mit leichter thorakale
r
Hyperkyphose und
Kopfprotraktion
Der Beschwerdeführer sei seit Oktober 2012 rezidivierend in seiner
manualmedi
zinischen
Behandlung. Zwischenzeitlich sei es immer wieder zu grösseren Lü
cken
in der Behandlung gekommen, da
der Beschwerdeführer
aus beruflichen Grün
den oft für mehrere Wochen habe ins Ausland verreisen müssen. Unter seiner
manualmedizinisch
en
Behandlung der
Triggerpunkte
sowie auch Lösen der Blockie
rungen hauptsächlich im oberen HWS-Bereich sei es zu einer deutli
chen Besserung des Beschwerdebildes sowie praktisch einer Normalisierung der
Rota
tionseinschränkung
geko
mmen. Weiter
bestünden aber deutliche Be
schwerden bei Flexions- und Extensionsbewegungen. Die Prognose
sei
noch unsicher. Ins
ge
samt habe jedoch eine gewisse Besserung erreicht werden kön
nen. Der Be
schwer
deführer habe immer gearbeitet (Ur
k.
8/71)
.
3.
8
Dr.
D._
nannte
mit Bericht an
Dr.
B._
vom
8.
August 2013
als Diagno
sen
:
m
yofasziales
Schmerzsyndrom im
zerviko-occipi
talen
, zervikalen
para
vertebralen
und Schultergürtelbereich beidseits rechtsbetont
z
erviko-zepha
le
s
Schmerzsyndrom, rechtsbetont, zum Teil mit akuten,
kurz
dauernden
Exazerbationen
b
ei Status nach
k
ranio
-zervikal
em Beschleunigungstrauma am 22.
April
2011
In der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich eine deutliche schmerz
hafte Verspannung der ganzen
zerviko-occipitalen
, paravertebralen und
Schul
tergürtelmuskulatur
beidseits, rechtsbetont gezeigt. Mechanische Einwirkungen in diesem Bereich reproduzierten die geschilderten Schmerzen, allerdings ohne klare Ausstrahlun
g
. Die HWS-Beweglichkeit sei
leichtgradig
vor allem in
Rekli
na
tion
und Lateralflexion (um maximal 10 °) eingeschränkt
,
mit
Endstellen
schmerz
vor allem in Lateralflexion nach links. Bewegungsblock
a
den seien al
lerdings nicht objektivierbar, die
radikulären
Provokationsmanöve
r
und das
Lher
mitte-Zeichen
seien negativ. Ansonsten zeig
t
en sich neurokognitiv-
k
u
rso
risch keine Auffälligkeiten
(
Urk.
8/74).
3.9
Dr.
B._
hielt mit ärztlichem Zeugnis vom 2
5.
September 2013 fest, der Be
schwerdeführer sei seit Kindheit von seinem Vorgänger betreut worden, ab 2003 durch ihn. In dieser ganzen Zeit habe
der Beschwerdeführer
nur
Bagatel
lunfälle
im Rahmen sportlicher Betätigungen und einige grippale Infekte ge
habt. Am Kopf und
an der
Wirbelsäule habe er nie einen Unfall erlitten oder anderweitige Beschwerden gehabt. Sämtliche aktuellen Beschwerden seien ein
zig und allein auf den Unfall vom 2
2.
April 2011 zurückzuführen (
Urk.
8/82).
3.
10
Am 2
7.
September 2013 berichtete
Dr.
C._
der Beschwerdegegnerin, verglichen mit dem Zustand
,
als
er
die Behandlung des Beschwerdeführers übernommen habe, gehe es dem Beschwerdeführer nun deutlich besser. Die Beweglichkeit sei nun praktisch normal. Weiterhin aber bestünden rezidivierend
Schmerzexazer
bationen
hauptsächlich im Bereich der tiefen paravertebralen Na
ckenmuskulatur auf Höhe etwa C4/
5 rechts sowie im Bereich des
Trapezius
descendens
, so dass immer wieder Behandlungen mittels Dry
Needling
bzw. Injektionsbehandlungen notwendig seien. Er könne keine eindeutige Prognose stellen. Wahrscheinlich werde der Beschwerdeführer auch in Zukunft rezidivierend Probleme und
Schmerzexazerbationen
von seiner HWS her haben. Vorderhand seien sicherlich weitere Behandlungen notwendig. Der Beschwerdeführer sei zu 100
%
arbeits
fähig (
Urk.
8/76).
3.1
1
Dr.
F._
nannte mit Bericht vom
8.
Oktober 2013 als Diagnosen:
z
erviko
-
spondylogenes
Syndrom bei Status nach
kranio
-
zervikalem
Be
schleunigungstrauma
am 2
2.
April 2011 (QTF Stadium II)
f
unktionell Stabilitätsdysfunktion mit Insuffizienz der tiefen stabili
sierenden Nackenmuskulatur
segmental Hauptschmerz und Dysfunktion vor allem C4/5 und C5/6 rechtsbetont
Der Beschwerdefüh
r
er melde sich wegen persistierenden Beschwerden. Dank Behandlungen von
Dr.
C._
könne sich der Beschwerdeführer bedeutend besser be
wegen. Es liege eine
fast normale Beweglichkei
t der HWS
vor
.
Der Beschwer
de
führer
könne auch wieder im Wald joggen gehen, sei dabei aber im Nacken wie blockiert und spüre zeitweise stich
ar
tige Schmerzen. Er habe immer noch
Schmerzen, vor allem in der HWS-Extension, zum
T
eil bei g
ehaltener
Inklinati
ons
stellung
.
Nach wie vor bestünden glaubhafte Beschwerden mit objektivierbaren Befun
den, welche typisch seien für die Folgeerscheinungen des
Beschleunigungs
trau
mas
vo
n
April 201
1.
Ein aktueller Behandlungsabschluss wäre nicht sinn
voll und
mit einer Verschlechterung wäre zu rechnen. Der vor dem Unfall be
schwer
de
freie
,
sportlich aktive Beschwerdeführer habe sicherlich noch nicht sei
nen
Aus
gangsstatus
erreicht, weder subjektiv vom Beschwerdebild her, noch von den
objektivierbar
en Befunden. Ein Status quo sine
sei (noch) nicht aufge
treten, ent
sprechend sei ein Versicherungsabschluss mit Sistieren der Leistungen nicht sinn
voll (
Urk.
8/82).
3.12
Kreisarzt
Dr.
E._
, welcher den Beschwerdeführer am
7.
November 2013 unter
suchte, erklärte mit Bericht vom gleichen Tag, die jetzt noch vorhandenen Be
schwerden im Bereich der HWS seien nicht mehr unfallkausal. Weder im MRI noch in den HWS-Funktionsaufnahmen noch bei der neurologischen Untersu
chung hätten unfallbedingte Schäden
festgestellt
werden können. Das Delta-v,
also die auf den Körper einwirkende tatsächliche Beschleunigung, habe zwi
schen
10-15 km/h betragen und sei somit niedrig gewesen. Es sei der Endzu
stand er
reicht. Von weiteren Behandlungsmassnahmen könne unfallbedingt keine wes
ent
liche Verbesserung mehr erwartet werden. Weitere Abklärungen seien nicht mehr erforderlich. Nach der kreisärztlichen Untersuchung habe er mit dem Hausarzt
Dr.
C._
telefoniert. Dieser halte die Beschwerden für
unfall
kausal
, es
sei ihm jedoch klar, dass eine Beweiskette hierfür nicht aufgestellt werden könne
(
Urk.
8/81).
3
.1
3
Dr.
C._
hielt mit ärztlichem Zeugnis vom 2
9.
Dezember 2013 fest,
d
ie klini
schen Untersuchungsbefunde seien weiterhin eindeutig: der
palpatorisch
geübte Untersucher finde deutliche
myofasziale
Veränderungen, wobei besonders deut
lich
Verquellungen
, Verhärtungen und Hartspannstränge im
Musculus
trapezius
descendens
rechts
hätten getastet werden können. Entsprechend den heut
e
auch
in der Schulmedizin anerkannten Ausstrahlungsmustern könnten die vom Be
schwer
deführer immer wieder beschriebenen Kopf- und Stirnschmerzen im
Mus
culus
trapezius
descendens
,
im
Musculus
splenius
capitis
und
im
Musculus
sternocleidomastoideus
ausgelöst und bei entsprechender Behandlung der Mus
kulatur auch immer wieder gebessert werden. Die Einschränkungen des Be
schwerdeführers im Alltag seien immer noch beträchtlich. Seines Erachtens sei die Beweiskette – völlige Beschwerdefreiheit vor dem Unfall –
Unfallereig
nis
–
an
fänglich massivste Beschwerden – sukzessive Besserung unter Therapie
–
wei
ter
hin Beschwerden mit rezidivierenden Schmerz-Exazerbationen – zusam
men
mit den deutlichen klinischen/
palpatorischen
,
grösstenteils muskulären Befun
den
eindeutig gegeben.
Es sei ihm klar, dass im MRI oder konventionell-radiologisch wenig nachgewiesen werden könne.
Für ihn sei nicht nachvoll
ziehbar, dass nun die weiteren Behandlungen
von der Beschwerdegegnerin
ab
gelehnt würden
(Urk.
3/6)
.
3.1
4
Dr.
B._
erklärte mit Bericht vom
1.
März 2014
bezugnehmend auf den
Einspracheentscheid
, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall zu jeder Zeit be
treffend des Bewegungsapparates, insbesondere auch in Bezug auf die HWS,
beschwerdefrei gewesen.
Dass im MRI vom 1
2.
August 2011, das heisst rund vier
Monate nach dem Unfallereignis
,
eine Veränderung bei vorgängig sport
li
chem und bisher asymptomatischem Patienten festgestellt
worden sei
, sei zu
min
dest
bemerkens
wert, insbesondere, da ja auch in MRI-Untersuchungen bei
HWS-Akze
lerati
onstraumata
oft keine Veränderun
gen festgestellt würden. Entgegen den Aus
führungen der Beschwerdegegnerin sei nicht korrekt, dass im Zusammen
hang mit dieser Befundaufnahme keine relevanten Beschwerden mehr vorlägen. Der Endzustand sei noch nicht erreicht. Bei
Dr.
C._
würden medizinische The
ra
pien durchgeführt, die auch in letzter Zeit noch zu namhaften Verbesserungen geführt h
ätten, so zum Beispiel kürzlich
wirksame Infiltrationen an der HWS mit einem Lokalanästhetikum mit kurzzeitiger vollständiger Beschwerdefreiheit
.
Der Beschwerdeführer sei tatsächlich immer arbeitsfähig gewesen, er habe je
doch
wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden die Arbeitsstelle verloren.
Der B
e
schwerdeführer sei einer der optimalsten Patienten zur Bewälti
gung
eines HWS-Akzelerationstraumas
. Hier eine kausale Ursache des Unfalles vom
2
2.
April 2011 für die aktuellen Beschwerden abzustreiten
,
mute schon ziemlich
realitäts
fremd
an (
Urk.
3/8).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochte
nen
Einspracheentscheid
vom 31.
Januar 2014
gestützt auf die Beurteilung von Dr.
E._
davon aus, dass die
vom Beschwerdeführer noch geklagten Beschwerden nicht auf einem objek
ti
vier
baren organischen Substrat beruhten (
Urk.
2; vgl. E.
1
.1
,
E. 3.1
2
). Der Beschwer
deführer macht hingegen unter Berufung auf die Berichte und Zeugnisse der
Dres
.
B._
,
F._
und
C._
geltend, dass seine gesund
heitlichen Probleme objektivie
rbar und fassbar seien (vgl. E.
1
.2)
4.2
Die behandelnden Ärzte beschreiben in der klinischen Untersuchung erhobene
Bewegungseinschränkungen (zumindest teilweise; vgl. aber Bericht von Dr.
C._
v
om 27.
September
2013 [E.
3.1], worin nunmehr von praktisch normaler Be
weg
lichkeit die Rede ist) und
palpatorisch
feststellbare
myofasziale
Befunde in Hals-, Schulter- und oberer Rückenmuskulatur (initial Druckschmerz zwischen den Schulterblättern [E. 3.1], Bewegungseinschränkungen [E. 3.3.-3.5],
myofas
ziale
Befunde (E. 3.7], schmerzhafte Verspannungen und
leichtgradige
Ein
schränkung der HWS-Beweglichkeit [E. 3.8],
Schmerzexazerbationen
im Bereich
der tiefen paravertebralen Nackenmuskulatur [E.
3.10], funktionell
Stabilitäts
dys
funktion
mit Insuffizienz der tiefen stabilisierenden Nackenmuskulatur [E. 3.11],
myofasziale
Veränderungen in Form von
Verquellungen
, Verhärtungen und
Hart
spannstränge
[E.
3.13]). Damit beschreiben sie zwar objektivierbare, jedoch keine
auf organische, strukturelle Veränderungen zurückzuführende Befunde.
Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind.
Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann ge
sprochen
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklä
rung
en
bestätigt wurden und die hierbei angewendeten
Untersuchungs
methoden
wissen
schaftlich anerkannt sind
(Urteil des Bundesgerichts
8C_16/2014
vom
3.
Novem
ber 2014
E.
4.1
).
Verspannungen der Muskulatur
und
Bewegungseinschrän
kung
en
können für sich alleine – wie auch
Muskelver
härtungen
,
Druckdolenzen
und
Triggerpunkte
-
nicht als ausgewiesenes orga
nisches
Substrat qualifiziert werden
(
beispielsweise
Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_736/2009 vom 2
0.
Januar 2010,
E. 3.2
; U 328/06 vom 2
5.
Juli 2007 E. 5.2
;
8C_806/2007 vom
7.
August 2008 E.
8.3
und
8C_23/2014 vom 2
6.
März 2014
).
Die von
Dr.
B._
angeführten
Verspannungen und
Bewegungseinschrän
kungen
(E.
3.13)
können daher nicht als
organisch ausgewiesenes Substrat qualifiziert werden.
Dies gilt umso mehr, als
Dr.
D._
ausdrücklich festhielt, dass die Einschränkung der HWS-Beweglich
keit nicht objektivierbar sei (E. 3.8)
. Daran ändert auch nichts, dass die Ärzte die
Beschwerden als glaubhaft und durch klinische Befunde objektivierbar erklärte
n.
Auch aus dem von
Dr.
H._
am 1
2.
August 2011 erstellten MRI der HWS
(E.
3.2
)
geht kein objektivierbares organisches Substrat hervor, welches mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom
2
2.
April 2011 verur
sacht wurde.
Dr.
H._
erklärte
lediglich, dass die Signalalteration des Kno
chen
mar
kes links
anterolateral
theoretisch mit einer früheren kleinen
ossären
Verletzung vereinbar sei.
Aus dieser Aussage ergibt sich
nur
die Vermutung,
dass
irgend
wann
eine
ossäre
Läsion vorgelegen
haben könnte.
F
alls eine solche vorgelegen hätte
, steht
n
icht fe
st
, durch welches Ereignis sie verursacht wurde.
Massgebend ist ferner, dass diese Verletzung als
areaktiv
beschrieben und in keinem der Berichte als ursächlich für das
zerviko-spondylogene
Syndrom oder das
Zervikozephalsyndrom
bzw. den Spannungskopfschmerz erachtet wird. Der
Neurologe Dr.
D._
stellte klinisch zwar einen Zusammenhang zwischen mecha
nischer Einwirkung und den geschilderten Schmerzen fest, konnte die
Be
we
gungsblockaden
jedoch nicht objektivieren und hielt ein posttraumatisches Beschwerdebild im weiteren Sinne fest, charakterisiert einerseits durch ein
chronifiziertes
myofasziales
Schmerzsyndrom (in
cerviko-occipitalen
.
P
ara
verte
bralen
zervikalen und Schultergürtelbereich beidseits), andererseits durch ein
zerviko-zephales
Syndrom, welche beide er als primär
myofaszialen
/
musku
los
kelettalen
Ursprungs einstufte. Hinweise für ein
zerviko-radikuläres
oder
mye
läres
Syndrom konnte er klinisch nicht nachweisen (E.
3.8; Urk. 7/74 S. 2 unten und S. 3 oben). Auch der Rheumatologe Dr.
F._
(vgl. E.
3.13) stellte keinen Zusammenhang zwischen den im MRI bzw. in konventionellen Röntgenauf
nahmen festgestellten Befunden und den Beschwerden fest (Urk. 8/82 S.
4: „
bild
gebende
Abklärungen erfolgt mit MRI und
Rx
[ohne relevante Befunde]“).
Im Bericht vom
8.
September 2011
erklärte
Dr.
B._
schliesslich selbst
, dass der MR-Befund keine spezifische Konsequenz für die weitere Behandlung habe (
Urk.
3/5).
In Anbetracht, dass auch aus den übrigen ärztlichen Berichte
n
für den Zeit
punkt der Leistungseinstellung, das heisst 2
6.
Dezember 2013
, keine objek
ti
vier
baren
organischen
, für das Beschwerdebild ursächlichen
Befunde hervo
rgehen
,
erweist es sich als rechtens, dass die
Beschwerde
gegnerin
davon ausgegangen ist, dass
die vom Beschwerdeführer
im Dezember 2013
geklagten Beschwerden nicht
(mehr)
durch ein objektivierbares organi
sches Substrat ausgewiesen
sind
.
5.
5.1
D
ie Beschwerdegegnerin
erachtete
den
medi
zinische
n
Endzustand
per 26. Dezem
ber 2013
als
erreicht
. Der Beschwerdeführer bestreitet demge
genüber insbesondere
unter Berufung auf den Bericht von
Dr.
B._
vom 25. September 2013 (E.
3.9;
vgl.
Urk.
1 S.
9) und von
Dr.
F._
vom 8.
Oktober 2013 (E.
3.11;
vgl.
Urk.
1 S. 7-8)
,
dass der Fallabschluss zulässig sei.
5.2
Hierbei gilt es zu beachten, dass
der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integ
ritätsentschädigung
abzuschliessen
ist
, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nah
me
n
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; vgl. E.
2.3). Nicht massgebend für den Zeitpunkt des
Fall
abschluss
es
ist hingegen
,
ob der
status
quo sine bzw. ante erreicht wurde, wie dies vom Beschwerdeführer sin
n
gemäss geltend gemacht wird (vgl.
Urk.
1 S. 9 und S. 14).
Dementsprechend
enthält auch der
Bericht
von
Dr.
B._
vom 25
.
Septem
ber
2013 (E.
3.9
)
keine Gründe
gegen
einen
Fallab
schluss
, erklärte er doch ledig
l
i
c
h, dass es grotesk sei, wenn unterstellt werde, das
s nun ein Zustand wie vor dem U
n
f
all erreicht sei.
Auch dem Bericht
von
Dr.
F._
vom
8.
Oktober 2013
(E. 3.11)
sind keine An
gaben zu entnehmen, welche auf einen verfrühten Fallabschluss schliessen liess
en
.
Er erklärt
e
zwar, dass bei einem Behandlungsabschluss mit einer Ver
schlechte
rung zu rechnen wäre, er macht
e
jedoch nicht geltend, dass durch wei
tere
Be
handlungsmassnahmen
eine weitere Verbesserung möglich wäre.
Behand
lungs
massnahmen
,
welche lediglich eine
r
Aufrechterhaltung eines bestimmten Gesundheitszustandes dienen, stehen dem Fallabschluss nicht entgegen, ist doch – wie dargelegt – massgebend, ob durch weitere Behandlungen voraussichtlich eine namhafte Verbesserung erreicht werden kann. F
ür
Massnahmen
, welche le
diglich der Aufrechterhaltung eines Gesundheitszustandes dienen
,
besteht
im
Übrigen, soweit keine Rente der Unfallversicherung zugesprochen wurde,
auch
kein
Vergütungsa
nspruch (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_81/2013 v
om 1
6.
April
2013 E. 3).
5.3
Nachdem auch aus den üb
rig
en
ärztlichen
Berichten keine Angaben hervorge
hen, welche darauf schliessen
liessen
, dass nach dem 2
6.
Dezember 2013 noch
mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdefüh
rer
s gerechnet werden konnte, ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
geg
ne
rin
den Fall
per 2
6.
Dezember 2013
abschloss
.
5.4
Angesichts dessen, dass dem Beschwerdeführer auch im Zeitpunkt des
Fallab
schlusses
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, lässt sich zum vornherein keine unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit begründen und müsste eigentlich eine Adäquanzprüfung entfallen. Indes lässt der Beschwerdeführer sinngemäss vor
bringen (Urk. 1 S. 13), dass er weiterhin unter Einschränkungen leide, die sich
auch während seiner Arbeitstätigkeit auswirkten, und er insbesondere seine Stell
e bei der
G._
aus gesundheitlichen Gründen habe kündigen müssen. Das Vor
bringen, wegen unfallbedingter Einschränkungen auf eine angepasste Tätig
keit angewiesen zu sein, lässt eine Erwerbsunfähigkeit nicht gänzlich aus
schliessen, auch wenn formell kein medizinisches Attest vorliegt. Aus diesem Grund
ist die Adäquanz zu prüfen.
6.
6.1
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der
HWS
auch nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchti
gun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzufüh
ren
sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bun
des
gerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psy
chi
sche
Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E.
3b, 122 V 415 E.
2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine mass
gebende Bedeu
tung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Er
werbs
unfähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere
aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu
nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausal
zusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Be
reichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Be
ur
tei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung
des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit
Schleuder
trau
ma
der
HWS
und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Dif
fe
ren
zierung zwischen physischen und psychischen Komponenten ver
zichtet, da es
bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur be
zeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
6.2
Beim Unfall vom 2
2.
April 2011 fuhr der Beschwerdeführer mit seinem Renault
Megane
Scénic
2.0
auf einer Auto
bahn
einfahrspur, als das vor ihm befindliche
Fahrzeug abrupt stoppte. Der Beschwerdeführer bremste ebenfalls. Der ihm nach
folgende Lenker
eines Opel Corsa B 16
war hingegen nicht in der Lage, sein
Fahr
zeug
rechtzeitig zum Stillstand zu bringen bzw. auszuweichen, weshalb es zu
einer Heckkollision mit dem Fahrzeug des Beschwerdeführers kam (
Polizei
rapport
vom 1
0.
Juni 2011,
Urk.
8/36 und
Urk.
8/1). Laut einer biomechani
schen
Kurz
beurteilung
der
J._
erfuhr das Auto des Beschwerdeführers eine
Ge
schwindigkeitsänderung
in Vorwärtsrichtung, die knapp innerhalb oder ober
halb
eines Bereiches von 10 bis 15 km/h gelegen haben dürfte (
Urk.
8/41).
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte das Unfallereignis vom 2
2.
April 2011 als mittelschwer, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegend
(
Urk.
2 S.
11)
. Dies ist nicht zu beanstanden und wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Frage gestellt (vgl.
Urk.
1 S.
14).
Demzufolge müssen mindestens vier der mass
geblichen Kriterien (oder eines der Kriterien ausgeprägt) erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom 7.
Dezember 2009 E. 5).
6.3
6.3.1
Ob
besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklich
keit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des sub
jektiven Empfindens
beziehungsweise
Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein
drücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteri
ums ausreichen kann. Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird bei diesem Kriterium nicht einbezogen (Urteil des Bundesgerichts 8C_372/2013 vom 2
8.
Oktober 2013 E. 7 m
it Hinweisen auf nicht
publ
. E.
3.5.1 des Urteils
BGE 137 V 199
; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 6.1 sowie Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 7.1)
.
Der Unfall vom 2
2.
April 2011 war weder von dramatischen Begleitumständen begleitet noch von einer besonderen Eindrücklichkeit, welche über die einem
als
mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizierenden Er
eignis
inhärent sind,
hinausginge
n
. Das Kriterium besonders dramatische Be
gleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls ist daher zu vernei
nen.
6.3.2
Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich
zu behandelnden Verletzung) genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Zur Bejahung dieses Kriteriums bedarf es einer besonderen Schwere der für das
Schleu
dertrauma
beziehungsweise für die adäquanzrechtlich äquivalente Verlet
zung typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beeinflussen können. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine beim Unfall ein
genommene spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen handeln. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem
Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (
BGE 134 V 109
E.
10.2.2).
Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschädigte Wirbelsäule trif
ft, ist speziell geeignet, die „
typischen" Symptome hervorzurufen, weshalb
sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren. Dabei ist allerdings in der Regel
vorausgesetzt, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmittelbar vor dem Unfall mindestens teilweise arbeitsunfähig war
(Urteil des
Bundesgerichts 8C_757/2013 vom
4.
März 2014 E. 4.3 mit Hinweisen, insbes. auf
SVR 2007 UV Nr. 1 S.
1)
.
Gemäss dem
von den Ärzte
n
d
es Spitals
Y._
nach dem Unfall vom 2
2.
April
2011 ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervi
kalem Beschleunigun
gstrauma
hielt der Beschwerdeführe
r
den Kopf
im Zeit
punkt der Kollision
gerade
(
Urk.
8/18).
Am
2.
März 2012
erklärte der Beschwer
deführer gegenüber der Beschwerdegegnerin
hingegen
, dass er im Zeitpunkt der Kollision nach links geschaut habe (
Urk.
8/25)
.
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in
der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hin
sicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder ande
rer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Nachdem
der Beschwerdeführer
nie geltend gemacht hat,
dass die Ärzte des Spitals
Y._
seine Angaben zum Unfall falsch wiedergegeben hätten
,
und die Aussage, er habe seinen Kopf geradeaus gehalten,
gestützt auf die vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau gegenüber der Polizei gemachten Anga
ben (
Urk.
8/36)
glaubhaft
erschein
t
, ist davon auszugehen, dass er im Zeitpunkt der Kollision geradeaus geschaut hat.
Es liegen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass die Wirbelsäule des Beschwer
deführers vorbeschädigt war. Vielmehr wird
von
Dr.
B._
,
dem Hausarzt des Beschwerdeführers,
ausdrücklich festgehalten, dass
er
vor dem Unfall be
treffend Bewegungsapparat, speziell HWS,
beschwerdefrei gewesen sei (E
. 3.9 und E.
3
.14
).
Nach dem Gesagten ist das Kriterium Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen zu verneinen.
6.3.3
Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung bis zum Fallabschluss (
BGE 134 V 109
E. 10.2.3) bedingt, gesamthaft betrachtet,
eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit
auf die Verbesserung des
Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer
Dauer.
Blosse
ärztliche Verlaufskontrollen und
Abklärungsmassnahmen
sowie
manualtherapeutische
und medikamentöse Behandlungen vermögen das Kriteri
um
nicht zu erfüllen (
Urteil des Bu
ndesgerichts 8C_62/2013 vom 11.
September 2013 E. 8.3
).
Dies gilt auch für ärztlich/physiotherapeutische Be
handlungen
so
wie
medizinische Trainingstherapie, soweit sich die Behandlun
gen in einem nach
HWS-Distorsionen üblichen Umfang bewegen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom 9. April 2014 E.
4.4.3
mit Hinweis auf Urteil 8C_910/2009 vom 13. Januar 2010 E. 4.4
).
Daran ändert auch nichts, wenn Schmerzmittel
verabreicht wurden und letztere allenfalls Nebenwirkungen auf
wiesen (vgl. Urteile
des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E.
7.3.2 und
8C_29/2010
vom 27.
Mai 2010 E. 5.3).
Die vom Beschwerdeführer in Anspruch genommenen Behandlungen bewegten sich
– wenn überhaupt (vgl.
Urk.
8/71) -
im üblichen
Rahmen
,
weshalb das Kri
terium
fortg
esetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung zu verneinen ist.
6.3.4
Für das Kriterium erhebliche Beschwerden
können nur in der Zeit zwischen dem
Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erheb
li
c
he Beschwerden
relevant
sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaub
haften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (
Urteil des Bundesge
richts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E.
11.2
mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E.
10.2.4).
Die initialen und sich über mehrere Monate hinziehenden Beschwerden werden von Dr.
B._
im Zeugnis vom 8. September 2011 ausführlich geschildert (E.
3.3). Ein permanenter, intensiver Schmerz geht hieraus nicht hervor. An
lässlich der Besprechung vom 2. März 2012 berichtete der Beschwerdeführer über ein extremes Ziehen im Nacken mit Ausstrahlungen in den Rücken beim nach unten und nach oben Blicken, ab und zu stechende, brennende Ver
spannungsschmerzen zwischen den Schulterblätter, immer wieder Kopfweh und teilweise Schwindel (Urk. 8/25).
Dr.
C._
berichtete a
m 1
9.
Mai 2013 (E. 3.7)
über
eine deutliche Besserung des Beschwerdebildes sowie praktisch eine Normalisierung der
Rotationsein
schrän
kung
.
Am 2
7.
September 2013, erklärte
Dr.
C._
, dass sich der Zustand des Be
schwerdeführers deutlich gebessert habe (E.
3.10
). Mit
Bericht vom 2
9.
Dezem
ber
2013 (E. 3.13)
bestätigte er eine Besse
rung des Gesundheitszustandes
.
Gemäss
Dr.
D._
erklärte der Beschwerdeführer am
7.
August 2013
(
Urk.
8/74,
E.
3.8)
, der Beginn der
chiropraktischen
Betreuung durch
Dr.
C._
(Oktober 2012)
habe die Wendung und zum ersten Mal eine graduelle, aber deutlich spürbare Besserung
gebracht
, welche ihm auch erlaubt habe,
körperliche/sportliche Tätig
keiten an
gepasst zu dem Beschwerdebild erneut aufzunehmen. Aktuell nehme er alterna
tiv-medizinische analgetische Präparate und Magnesium
zu sich.
Der Kon
sum von Schmerzmitteln sei nur sporadisch.
Dr.
F._
hielt am
8.
Oktober 2013 fest, dass
s
ich der Beschwerdeführer deutlich besser bewegen könne, es liege eine fast normale Beweglichkeit der HWS vor. Er könne wieder joggen gehen, sei dabei aber i
m Nacken wie blockiert und
spür
e zeitweise stichartige Schmerzen. Er habe immer noch Schmerzen, vor al
lem
in der HWS-Exten
s
ion, zum Teil bei gehaltener Inklinati
o
nsstellung (E.
3.11)
Dem Kreisarzt
Dr.
E._
sagte der Beschwerdeführer am
7.
November 2013, der Nachtschlaf sei kaum gestört. Die Beschwerden seien im Liegen deutlich
schwä
cher
(
Urk.
8/81
, E. 3.12
).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der
Beschwerdeführer nicht seit dem Unfall vom 2
2.
April 2011
ohne wesentlichen Unterbruch
an
erhebliche
n
Beschwerden
leidet. Das Kriterium erhebliche Beschwerden ist
daher nicht erfüllt.
6.3.5
Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert
hätte,
liegen nicht vor.
6.3.6
Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6) darf nicht schon aus der
blossen
Dauer der ärztlichen Be
handlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf viel
mehr besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beein
trächtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte und der Heilungsverlauf nicht linear verlief, genügt
hiefür
nicht (vgl. Urteile
des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014
E. 11.3 und 8C_29/2010 vom 2
7.
Mai 2010 E. 5.3).
B
esondere
Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss
beeinträchtigt oder verzögert hätten
,
liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Das Kriterium
schwieriger Heilungsverlauf
oder
erhebli
che Komplikationen ist daher ebenfalls nicht erfüllt.
6.3.7
Nachdem
dem Beschwerdeführer nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, ist auch das Kriterium erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstren
gungen zu verneinen.
6.4
Da somit
keines der
massgebenden Adäquanzkriterien erfüllt
ist, ist nicht zu be
anstanden
, dass die Beschwerdegegnerin einen adäquaten Kausalzusammen
han
g zwischen dem Unfallereignis vom 2
2.
April 2011 und den vom Beschwer
de
füh
rer noch geklagten Beschwerden verneint
.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich d
ie Leistungseinstellung der
Beschwerdegegne
rin
per 2
6.
Dezember 2013
unter allen Titeln
als rechtens.
Da
kein Renten
an
spruch
entstanden ist, besteht
auch kein Anspruch auf wei
tere
Heilbehand
lungs
kosten
zur Aufrechterhaltung der verbliebenen Erwerbsfähigkeit
(
Art. 21
Abs. 1
lit
. c UVG;
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_81/2013 vom 1
6.
April 2013
E. 3)
.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen.