Decision ID: a1cf6496-9490-5819-877b-da505061a3ce
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Waisenhausstrasse 17, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 19_, meldete sich am 18. Mai 2010 wegen einer depressiven
Entwicklung und einer Diskushernie der Halswirbelsäule (C5/C6, C6/C7) zum Bezug
von IV-Leistungen an (act. G 5.1; zum psychischen Leiden vgl. den Bericht des
behandelnden Dr. med. B._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 24. Februar
2010, act. G 5.2). Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 10. Juni 2010 mit, aufgrund
ihres Gesundheitszustands seien zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich
(act. G 5.13).
A.b Der behandelnde Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
bescheinigte im Bericht vom 15. September 2010 (Datum Posteingang IV-Stelle) eine
20 bis 30%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.17). Dr. B._ diagnostizierte in der
Stellungnahme vom 22. September 2010 eine lang andauernde depressive Entwicklung
(ICD-10: F43.21), eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2), eine Diskushernie der
Halswirbelsäule (C5/C6, C6/C7) und eine HWS-Operation vom 12. Mai 2009 wegen
chronischem schwerem Zervikalsyndrom mit Zervikobrachialgie links, begleitet von
Schwindel und Migräne. Er hielt die Versicherte für 20 bis 30% arbeitsfähig (act.
G 5.18).
A.c Die IV-Stelle führte am 15. Februar 2011 eine Abklärung im Haushalt der
Versicherten durch. Im Abklärungsbericht vom 14. März 2011 kam die
Abklärungsperson zum Schluss, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall voll
erwerbstätig (act. G 5.27). Dr. B._ berichtete am 4. April 2011 von einem stationären
Verlauf. Beruflich scheine die Versicherte mit der selbstständigen buchhalterischen
Tätigkeit während 2 bis 3 Stunden pro Tag momentan an der Grenze ihrer Belastbarkeit
zu sein. Er hoffe, dass sich der Zustand verbessere, wenn die
Scheidungsangelegenheit einmal geregelt sei und die Versicherte eine Perspektive
sehe. Zudem sei zu hoffen, dass die Versicherte auf die antidepressive Therapie mit der
Zeit noch besser anspreche (act. G 5.31).
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A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte vom 30. Mai bis 1. Juni 2011 in der
MEDAS Ostschweiz polydisziplinär untersucht (internistisch, rheumatologisch und
psychiatrisch). Im Gutachten vom 19. August 2011 stellten die Experten folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: mittelgradige depressive Störung
ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10) sowie ein rezidivierendes
cervicocephales und -brachiales Schmerzsyndrom links mit/bei vorderer Discektomie
und Einsetzen einer Bandscheibenprothese C5/6 und C6/7 im Mai 2009. Die
Arbeitsfähigkeit der Versicherten sei primär eingeschränkt durch psychische Faktoren
einer mittelgradigen depressiven Störung. Die aktuell geschätzte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50% beziehe sich auf eine ganztägige Beschäftigung mit
reduzierter Leistung. Somatischerseits bestünden eher qualitative Einschränkungen
bezüglich der Belastungen von Nacken und Schultergürtel. Aufgrund der Vorgeschichte
werde davon ausgegangen, dass eine anfänglich wahrscheinlich volle
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Seit Beginn der psychiatrischen Behandlung bei
Dr. B._ bzw. seit August 2009 werde die Versicherte zu 50% arbeitsfähig erachtet
(act. G 5.36). Der RAD-Arzt Dr. med. D._, Facharzt für Prävention und
Gesundheitswesen, kam zum Schluss, dass der gutachterlichen Beurteilung
uneingeschränkt gefolgt werden könne (Stellungnahme vom 2. September 2011, act.
G 5.38).
A.e In der internen Stellungnahme vom 8. November 2011 führte der
Rechtsdienstmitarbeitende der IV-Stelle aus, die diagnostischen Kriterien für die
Diagnose einer mittelgradigen Depression seien nur geringgradig erfüllt. Die
gutachterliche Einschätzung basiere einzig auf den Angaben der Versicherten.
Entgegen der Ansicht des Gutachters bestünden keine Schlafstörungen (normaler
Weise könne sie durchschlafen). Er könnte sich durchaus vorstellen, dass ein anderer
Psychiater lediglich eine leichte oder leicht bis mittelgradige depressive Episode
diagnostizieren würde. Die Depression rühre einzig aus der Scheidung her, was einen
"IV-fremden Faktor" darstelle. Dies hätten die Ärzte nicht berücksichtigt. Die Trennung
als einziger Faktor könne nicht als "IV-relevant taxiert werden". Im Übrigen überzeuge
das Gutachten nicht. Sofern man das Leistungsbegehren nicht direkt abweisen
möchte, schlage er eine neue psychiatrische (RAD-)Begutachtung vor. Zumindest
müsse ein RAD-Psychiater das Gutachten einmal studieren und seine Stellungnahme
dazu abgeben (act. G 5.39). Daraufhin begründete der RAD-Arzt Dr. med. E._,
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Facharzt u.a. für Psychiatrie und Psychotherapie, ausführlich, weshalb das Gutachten
den Qualitätsanforderungen genüge und auf die darin enthaltene Beurteilung abgestellt
werden könne (Stellungnahme vom 9. November 2011; act. G 5.40).
A.f Mit Vorbescheid vom 18. November 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten in
Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen, da überwiegend invaliditätsfremde
Faktoren vorliegen würden, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Mit der
nötigen Willensanstrengung sei es der Versicherten zumutbar, sich wieder voll in den
Arbeitsprozess zu integrieren und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen
(act. G 5.43). Dagegen erhob die Versicherte am 10. Januar 2012 Einwand. Sie brachte
im Wesentlichen vor, gestützt auf das vom RAD bestätigte MEDAS-Gutachten sei eine
Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% zuzusprechen (act.
G 5.48). Am 25. Januar 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentenbegehrens (act. G 5.49).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 25. Januar 2012 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 29. Februar 2012. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter
Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung sowie die Zusprache einer
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%. Zur
Begründung führte sie aus, ihre Ehe sei am 5. November 2010 geschieden worden.
Zwischenzeitlich seien die Ehescheidung und die Regelung bezüglich der Nebenfolgen
rechtskräftig geworden. Gestützt auf die gutachterliche Einschätzung sei davon
auszugehen, dass ihre Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit um 50%
eingeschränkt sei. Der RAD habe sich dieser Sichtweise angeschlossen. Dass das
Rentenbegehren trotzdem einzig gestützt auf die anderslautende, unzutreffende
Einschätzung des Rechtsdienstmitarbeitenden abgewiesen worden sei, sei willkürlich
(act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 20. April 2012
die Abweisung der Beschwerde. Eine Trennungserfahrung würden rund 50% aller
verheirateten Paare machen. Relativ häufig würden bei den Beteiligten auch depressive
Symptome auftreten. Falls die Beschwerdeführerin heute noch bzw. wieder mit ihrem
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Ex-Mann leben würde, wäre sie höchst wahrscheinlich psychisch gesund und dadurch
100% arbeitsfähig. Die Trennung stelle einen "IV-fremden" Faktor dar und müsse vom
sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich bleiben (act. G 5).
B.c Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 15. Mai 2012 unverändert an den
Beschwerdeanträgen fest (act. G 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 10).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin umstritten.
1.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsun
fähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für
einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG
durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die
versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
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1.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet
sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
In einem ersten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt
rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. Der RAD (Stellungnahmen vom 2. September
2011, act. G 5.38, und vom 9. November 2011, act. G 5.40) sowie die
Beschwerdeführerin halten das von der MEDAS Ostschweiz am 19. August 2011
erstellte Administrativgutachten für beweiskräftig (act. G 1, S. 9). Demgegenüber erhob
der Rechtsdienstmitarbeitende der Beschwerdegegnerin in der internen Stellungnahme
vom 8. November 2011 verschiedene Einwände gegen die Aussagekraft des MEDAS-
Gutachtens (act. G 5.39).
2.1 Zunächst wendet der Rechtsdienstmitarbeitende ein, "seines Erachtens" seien die
diagnostischen Kriterien für eine mittelschwere Depression nur geringgradig erfüllt. Die
Einschätzung basiere einzig auf den Angaben der Beschwerdeführerin (act. G 5.39-1).
Der RAD-Arzt Dr. med. E._, Facharzt u.a. für Psychiatrie und Psychotherapie, hat
sich in der Stellungnahme vom 9. November 2011 ausführlich mit diesem Vorbringen
auseinandergesetzt und schlüssig dargelegt, weshalb die Kritik des
Rechtsdienstmitarbeitenden nicht zutrifft (act. G 5.40). Darauf kann vollumfänglich
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verwiesen werden und es ergibt sich kein Anlass, an der gutachterlichen Diagnose
einer mittelgradigen depressiven Störung zu zweifeln.
2.2 Der Rechtsdienstmitarbeitende macht ferner geltend, entgegen der
gutachterlichen Ansicht bestünden keine Schlafstörungen (normaler Weise könne sie
durchschlafen). Die Problematik der Schlafstörungen sei falsch eingeschätzt worden
(act. G 5.39). Dieser Standpunkt beruht auf einer ungenauen Lektüre des MEDAS-
Gutachtens. Denn die Beschwerdeführerin klagte - entgegen der scheinbaren
Annahme des Rechtsdienstmitarbeitenden - nicht über Durchschlaf-, sondern über
Einschlafstörungen (act. G 5.36-17). Der Vorhalt, die Beschwerdeführerin könne
normaler Weise durchschlafen, zielt daher ins Leere. Ein Mangel an der gutachterlichen
Einschätzung, die das Vorliegen von (Ein-)Schlafstörungen einbezog (act. G 5.36-17),
ist daher zu verneinen, zumal auch der RAD in der Stellungnahme vom 9. November
2011 ausdrücklich von "Einschlafstörungen" sprach (act. G 5.40).
2.3 Des Weiteren macht der Rechtsdienstmitarbeitende geltend, die Depression rühre
einzig aus der Scheidung her, was einen "IV-fremden" Faktor darstelle und die Ärzte
nicht berücksichtigt hätten (act. G 5.39-1). Hierzu ist zu bemerken, dass dieser
Einwand nicht die medizinische Aussagekraft des Gutachtens beschlägt und deshalb
nur im Rahmen der (invalidenversicherungsrechtlichen) Erheblichkeit des depressiven
Leidens zu prüfen ist (vgl. hierzu nachstehende E. 3 ff.).
2.4 Der Rechtsdienstmitarbeitende wirft den Gutachtern eine widersprüchliche
Diagnosestellung vor. So erwähne der psychiatrische Gutachter mal eine Depression
mit somatischem Syndrom, an anderer Stelle sei die Diagnose ohne somatisches
Syndrom aufgeführt (act. G 5.39-2). In der Tat spricht der psychiatrische Gutachter
unter dem Titel "Beurteilung" von einer mittelgradigen depressiven Störung "mit
somatischem Syndrom mit gedrückter Stimmung [...]" (act. G 5.36-19). Entscheidend
ist allerdings, dass er in der Diagnoseliste des Teilgutachtens (act. G 5.36-20) sowie
des Gesamtgutachtens (act. G 5.36-9) eine mittelgradige depressive Störung ohne
somatisches Syndrom aufführte, im Teilgutachten den entsprechenden ICD-Code
("F32.10 ohne somatisches Syndrom" und nicht etwa "F32.11 mit somatischem
Syndrom"; vgl. hierzu H. Dilling und H.J. Freiberger [Hrsg.], Taschenführer zur ICD-10-
Klassifikation psychischer Störungen, 5., überarbeitete Auflage, 2011, S. 136)
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verwendet hat (act. G 5.36-20), und im Rahmen der gesamtgutachterlichen Beurteilung
von einer depressiven Störung "ohne somatisches Syndrom" (act. G 5.36-10) die Rede
war. Damit geht einher, dass auch Dr. B._ die von ihm diagnostizierten psychischen
Leiden nicht mit einem somatischen Syndrom verband (Bericht vom 22. September
2010, act. G 5.18) und der RAD von der Diagnose "mittelgradige depressive Störung
ohne somatisches Syndrom (F32.10)" ausging (Stellungnahme vom 2. September
2011, act. G 5.38). Im Licht dieser Umstände ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass es sich bei den Ausführungen im Rahmen der Beurteilung
("mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom mit gedrückter
Stimmung [...]") um einen nicht relevanten Verschrieb handelte, weshalb ein weiterer
Abklärungsbedarf zu verneinen ist. Der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass
weder ersichtlich noch geltend gemacht wurde, eine Diagnose "mit somatischem
Syndrom" hätte das depressive Leiden in den Hintergrund gedrängt oder eine andere
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zur Folge gehabt, bleiben doch die festgestellten Befunde
und deren beeinträchtigenden Auswirkungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
entscheidend.
2.5 Schliesslich kritisiert der Rechtsdienstmitarbeitende, die Beschwerdeführerin soll
in ihrer Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt sein, könne indessen gleichzeitig Sudoku
spielen, jedoch nur die schweren. Zur (gesundheitlichen) Problematik passe auch ihr
Hobby "Börse" nicht ins Bild. Die Untersuchung basiere soweit ersichtlich wenig auf
eigenen Untersuchungen, sondern auf den Angaben der Beschwerdeführerin in ihrem
Persönlichkeitstest, was bekanntlich weitgehend manipuliert werden könne. Allgemein
scheine die Beschwerdeführerin in ihrem Tagesablauf nicht derart eingeschränkt zu
sein, dass eine 50%ige Einschränkung gerechtfertigt erscheine (act. G 5.39).
2.5.1 Der Rechtsdienstmitarbeitende übersieht bei den von ihm gemachten
Hinweisen auf Sudoku und das Hobby "Börse", dass die Gutachter keine vollständige,
sondern eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte (Buchhalterin) sowie eine
leidensangepasste Tätigkeit bescheinigten und nicht zum Schluss gelangten, die
Beschwerdeführerin könne überhaupt keine Konzentrationsleistungen mehr erbringen.
Der psychiatrische Gutachter hat keine wesentlichen Aufmerksamkeits- und
Gedächtnisstörungen festgestellt (act. G 5.36-17), geschweige diesen tragenden
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Einfluss bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung zugemessen (act. G 5.36-19 f.). Ein Mangel
an der gutachterlichen Beurteilung ist daher auch unter diesem Aspekt zu verneinen.
2.5.2 Bei der Kritik des Rechtsdienstmitarbeitenden hinsichtlich der
vorgenommenen Untersuchungen kann ihm der Vorwurf, sich widersprüchlich zu
verhalten, nicht erspart bleiben. So bemängelt dieser einerseits, die Gutachter hätten
keine hinreichenden Untersuchungen und Abklärungen vorgenommen (act. G 5.39-2),
andererseits sieht er sich - ohne über medizinisches Fachwissen zu verfügen und ohne
die Beschwerdeführerin je selbst gesehen zu haben - offenbar in der Lage, die
gutachterlich bescheinigte, medizinisch vom RAD bestätigte (act. G 5.38) 50%ige
Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.36) einzig mit Blick auf den von ihm selbst gewürdigten
"Tagesablauf" als "nicht gerechtfertigt" zu bezeichnen, "die diagnostischen Kriterien"
lediglich als "nur geringgradig" zu bewerten und der Beschwerdeführerin eine volle
Arbeitsfähigkeit zuzumuten ("Mit der nötigen Willensanstrengung dürfte es der
Versicherten durchaus zumutbar sein, sich wieder voll in den Arbeitsprozess zu
integrieren", act. G 5.39). Dass sein Einwand gegenüber der Begutachtung überdies
unzutreffend ist, hat der RAD in der ausführlichen Stellungnahme vom 9. November
2011 schlüssig dargelegt (act. G 5.40), worauf verwiesen wird.
2.6 Bei der Würdigung des MEDAS-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf
eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange um
fassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die von der
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die
Attestierung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für die angestammte sowie
leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Ein
medizinischer Abklärungsbedarf ist daher zu verneinen, zumal sich auch der RAD der
gutachterlichen Einschätzung anschloss (act. G 5.38 und 5.40).
3.
Zwischen den Parteien ist ferner umstritten, ob Anhaltspunkte bestehen, die ein
Abweichen von der gutachterlichen Bescheinigung einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit
rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin vertritt in der angefochtenen Verfügung den
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Standpunkt, es lägen überwiegend invaliditätsfremde Faktoren vor, welche die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Mit der nötigen Willensanstrengung sei es der
Beschwerdeführerin zumutbar, sich wieder voll in den Arbeitsprozess zu integrieren
und ihr früheres Einkommen zu erzielen (act. G 5.49).
3.1 Grundsätzlich bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die
Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens einer fachärztlichen, lege artis
auf die Vorgaben eines Klassifikationssystems abgestützten Diagnose. Im Rahmen der
freien Beweiswürdigung dürfe sich dabei die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht
- weder über die den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden medizinischen
Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sich die ärztlichen Einschätzungen und
Schlussfolgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die
rechtsanwendenden Behörden hätten mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die
ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte
(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren)
mitberücksichtige, die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus
unbeachtlich seien. Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen würden, sei bei der
Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen).
3.2 Der Gesetzgeber hat im Rahmen der 6. IV-Revision deutlich hervorgehoben, dass
depressive Leiden invalidenversicherungsrechtlich relevant sind und nicht als
pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder gelten (vgl. Votum
Kleiner Marianne ["Nicht dazu gehören diagnostizierte Depressionen, ..."], sowie
diverse Voten Burkhalter Didier ["ne sont pas et ne seront jamais concernées par cette
disposition les maladies telle que la dépression, ..."], Amtliches Bulletin Nationalrat,
16. Dezember 2010, AB 2010 N 2117 ff.; vgl. auch Amtliches Bulletin Ständerat,
1. März 2011, AB 2011 S. 39 f.). Gemäss gesetzgeberischem Willen ist nicht die
Ursache des depressiven Leidens für die Frage nach Rentenleistungen entscheidend -
was mit einer finalen Sozialversicherung wie der IV auch nicht vereinbar wäre -,
sondern einzig, ob ein klinisch festgestellter psychischer Gesundheitsschaden - wie
etwa eine Depression - vorliegt (vgl. Votum Burkhalter Didier, Amtliches Bulletin
Nationalrat, a.a.O. AB 2010 N 2122: "Toutes celles qui peuvent être clairement établies
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au moyen d'examens cliniques, c'est-à-dire psychiatriques, en seront pas concernées,
soit - je cite à nouveau pour que ce soit vraiment clair - la dépression, ..." sowie Votum
Kleiner Marianne, Amtliches Bulletin Nationalrat, a.a.O., AB 2010 N 2118 f.: "Es handelt
sich nicht um Beschwerdebilder, bei denen gestützt auf klinische oder auch
psychiatrische Untersuchungen eine klare Diagnose gestellt werden kann ... z. B.
Depressionen, ..."). Was Auslöser der depressiven Erkrankung war - sei es nun eine
Hirnschädigung, ein psychosozialer Umstand, ein Unfall oder Schmerzen -, ist deshalb
für die Bestimmung der dadurch verursachten Arbeitsfähigkeitsbeeinträchtigung
invalidenversicherungsrechtlich irrelevant. Mit anderen Worten sind
Kausalitätsüberlegungen in der Invalidenversicherung (weiterhin) fehl am Platz.
3.3 Die quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit wurden einzig mit dem
psychischen Leiden (depressive Störung ohne somatisches Syndrom; vgl. vorstehende
E. 2.4) begründet (act. G 5.36-10). Die somatischerseits gestellte Diagnose des
rezidivierenden cervicocephalen und -brachialen Schmerzsyndroms links mit/bei
vorderer Discektomie und Einsetzen einer Bandscheibenprothese C5/6 und C6/7
beruht auf nachweisbaren organischen Grundlagen (vgl. zu den Röntgenbefunden act.
G 5.36-7 sowie zum organischen Substrat die Berichte von Dr. med. I. Taner vom
4. Mai und 18. Mai 2009, act. G 5.21-1 ff.) und hat lediglich "eher qualitative
Einschränkungen" der Arbeitsfähigkeit zur Folge. Die quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wird mit anderen Worten im Wesentlichen
einzig mit dem depressiven Leiden begründet. Ein pathogenetisch ätiologisch unklares
syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage liegt nicht vor.
Die vorliegende Streitigkeit fällt damit nicht in den Anwendungsbereich der
Überwindbarkeitspraxis gemäss BGE 130 V 352.
4.
Zu prüfen ist damit die Erheblichkeit der mittelgradigen depressiven Störung ohne
somatisches Syndrom.
4.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
50% aller verheirateten Paare eine Trennungserfahrung machen würden. Aufgrund der
"allgemeinen Lebenserfahrung" könne erwartet werden, dass mit der nötigen
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Willensanstrengung die mit der Trennung einhergehenden Probleme überwunden
werden könnten. Die Trennung sei ein nicht zu berücksichtigender invaliditätsfremder
Faktor (act. G 5.49).
4.2 Was den statistischen Hinweis der Beschwerdegegnerin anbelangt, so ist zu
bemerken, dass sich Ehetrennungen und -scheidungen nach verschiedenen Mustern
und Lebensumständen abspielen und unterschiedliche seelische Belastungen zur
Folge haben können. Zudem ist auch die Prädisposition der Beteiligten vielfältig.
Entscheidend ist, dass vorliegend der konkrete Einzelfall zu beurteilen ist und nicht ein
Durchschnittsmensch, den bloss die Statistik kennt. Die Beschwerdegegnerin kann
daher aus dem genannten statistischen Ergebnis für den konkreten Fall nichts zu ihren
Gunsten ableiten, zumal sich
daraus keine medizinischen Aussagen entnehmen lassen.
4.3 Soweit die Beschwerdegegnerin die Abweisung des Rentenbegehrens mit dem
Vorliegen eines invaliditätsfremden Faktors begründet, gilt es Folgendes zu beachten:
4.3.1 Vorliegend ist ein medizinisches Substrat für eine psychisch bedingte
Invalidität ärztlicherseits schlüssig und einhellig festgestellt (mittelgradige depressive
Störung; vgl. vorstehende E. 2.4, E. 2.6 und E. 3.3). Sämtliche nicht behandelnden
medizinischen Fachpersonen bestätigten hinsichtlich leidensangepasster Tätigkeiten
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. G 5.36 und G 5.38; Dres. C._ und B._ gingen
gar von einer Restarbeitsfähigkeit von höchstens 2 bis 3 Stunden täglich aus, act.
G 5.17 und G 5.31; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. September 2013,
9C_415/2013, E. 4).
4.3.2 Ferner ist wesentlich, dass die Arbeitsfähigkeit nicht mit einer Art
Trennungsschmerz begründet wurde, sondern mit dem Bestehen eines
selbstständigen mittelgradigen depressiven Leidens (act. G 5.36-10). Die für die
Beschwerdeführerin unerwartete Ehetrennung bzw. -scheidung (vgl. zum
Trennungsvorgang act. G 5.36-16) kann lediglich als Auslöser der depressiven
Erkrankung betrachtet werden. So stürzte die Versicherte "im Rahmen der Trennung
vom Ehemann, [...], [...] in eine schwere Krise". "Aufgrund der Krise" begab sie sich in
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ärztliche Behandlung. Am 24. Februar 2010 berichtete Dr. B._ erstmals von einer
depressiven Entwicklung, die in der Folge stationär verlief (act. G 5.36-19), und
schliesslich in die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Störung mündete (act.
G 5.36-20). Diese Sichtweise wird durch die gutachterlichen Ausführungen bestätigt,
wonach eine mittelgradige depressive Störung besteht und "daneben" verschiedene
psychosoziale Belastungen wie etwa "Scheidung" vorhanden sind (act. G 5.36-19 f.).
Aus dem Gutachten ergibt sich eine klare Trennung von eigenständigem psychischem
Leiden und der Scheidungsproblematik. Da somit ein verselbstständigter
Gesundheitsschaden im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung besteht, ist für
dessen Anspruchserheblichkeit nicht bedeutsam, ob soziale Umstände (wie die
Scheidung) bei seiner Entstehung eine massgebende Rolle spielten (Urteil des
Bundesgerichts vom 25. September 2013, 9C_415/2013, E. 4). Gemäss Aktenlage
blieb schliesslich zu Recht unbestritten, dass das depressive Leiden nicht durch
soziokulturelle Umstände beeinflusst wird. Hinzu kommt, dass der psychiatrische
Gutachter sich eingehend mit dem Bestehen psychosozialer bzw. invaliditätsfremder
Faktoren auseinandersetzte (act. G 5.36-19 f.) und die bescheinigte 50%ige
Arbeitsfähigkeit einzig mit dem depressiven Leiden begründete (act. G 5.36-10 und
G 5.36-20). Es kann deshalb durchaus davon ausgegangen werden, dass er solche
Aspekte im Rahmen seiner Arbeitsunfähigkeitsschätzung ausgeklammert hat (Urteil des
Bundesgerichts vom 8. April 2013, 8C_651/2012, E. 5.3). Zumindest ergibt sich weder
aus dem Gutachten (act. G 5.36) noch aus den Stellungnahmen des RAD (G 5.38 und
G 5.40), die psychosozialen Faktoren seien ausgeprägt bzw. das psychische Leiden
gehe darin auf (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 25. September 2013,
9C_415/2013, E. 5.4, und vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.2).
4.3.3 Für die Annahme eines leistungsrelevanten Depressionsleidens spricht
weiter, dass die Beschwerdeführerin seit 25. Oktober 2009 eine konsequente - nach
gutachterlicher Empfehlung fortzuführende (act. G 5.36-20) - Depressionstherapie
(Gespräche und Medikamente) bei Dr. B._ befolgt (act. G 5.18 und 5.31) und
trotzdem ein chronifiziertes depressives Bild eingetreten ist (act. G 5.31-1). Zu
berücksichtigen ist auch, dass es keine Hinweise auf ein suboptimales
Leistungsverhalten bzw. auf relevante Inkonsistenzen gibt (RAD-Stellungnahmen vom
2. September 2011, act. G 5.38-2, und vom 9. November 2011, act. G 5.40-2).
Schliesslich hat der RAD-Arzt Dr. E._ zutreffend darauf hingewiesen, dass der vom
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psychiatrischen Gutachter bei Fortsetzung der psychiatrisch-psychotherapeutischen
Behandlung nicht ausgeschlossenen Möglichkeit einer gesundheitlichen Verbesserung
(act. G 5.36-20) durch die kurzfristige Ansetzung eines Revisionstermins ("Mitte 2013")
Rechnung getragen werden kann (act. G 5.40). Auf jeden Fall kann es nicht angehen, in
Antizipation einer "möglichen" zukünftigen Verbesserung des psychischen
Gesundheitszustands einen Rentenanspruch zu verneinen, zumal vorliegend keine
Aussagen zur Prognose getroffen werden konnten (act. G 5.36-20).
5.
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das vom RAD bestätigte Gutachten vom
19. August 2011 davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin für die
angestammte buchhalterische sowie leidensangepasste Tätigkeiten ab Oktober 2009
über eine 50%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (act. G 5.36-10). Da die angestammte
Tätigkeit als leidensangepasst zu betrachten ist, kann auf eine konkrete Ermittlung der
Vergleichseinkommen verzichtet und stattdessen ein Prozentvergleich vorgenommen
werden. Anlass für die Vornahme eines Tabellenlohnabzugs besteht aufgrund dessen,
dass die Beschwerdeführerin bei der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf keinen
Tätigkeitswechsel angewiesen ist bzw. die angestammte Tätigkeit einer
leidensangepassten entspricht, nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. August
2011, 8C_10/2011, E. 7). Der Invaliditätsgrad beträgt damit 50%. Die
Beschwerdeführerin meldete sich am 18. Mai 2010 zum Bezug von IV-Leistungen an
(act. G 5.1), weshalb sie in Nachachtung von Art. 29 Abs. 1 IVG ab November 2010
einen Anspruch auf eine halbe Rente hat.
6.
6.1 In Gutheissung der Beschwerde vom 29. Februar 2012 ist die angefochtene Ver
fügung vom 25. Januar 2012 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab
1. November 2010 eine halbe Rente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der
Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss der
Beschwerdeführerin von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.
6.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der
Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP