Decision ID: ead488ff-c081-53cd-884b-f0b51061045c
Year: 2021
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. B._ arbeitete seit dem 31. August 2017 als Geschäftsführer für die A._ SA.
Am 22. August 2018 und 10. September 2018 wurde das Arbeitsverhältnis gekündigt.  waren die beiden Kündigungsschreiben von D._, CEO E._ AG.
B. Nach einer erfolglosen Schlichtungsverhandlung reichte B._ am 11. März 2020 Klage beim Arbeitsgericht des Saanebezirks ein und beantragte, es sei die Ungültigkeit der  vom 10. September 2018 festzustellen, die A._ SA sei zu verpflichten, sämtliche Stundenblätter vom 31. August 2017 bis zum 30. November 2018 ins Recht zu legen und unter Vorbehalt der Präzisierung der Rechtsbegehren zu verurteilen, B._ mindestens einen Betrag von CHF 813.50 zu bezahlen. Weiter sei die A._ SA zu verpflichten, B._ seinen Anzug und seine Schuhe herauszugeben, ihm ein Arbeitszeugnis auszustellen, welches demjenigen vom 30. November 2018 entspricht mit der Korrektur, dass das Arbeitszeugnis auf den letzten Tag des effektiven Arbeitsverhältnisses zu datieren und die Dauer des Arbeitsverhältnisses entsprechend auf dieses Datum festzulegen und der Satz «Aus gesundheitlichen Gründen ist B._ seit dem 14. Juni 2018 nicht mehr arbeitsfähig» aus dem Arbeitszeugnis zu entfernen sei. Schliesslich sei die A._ SA zu verpflichten, B._ die vom Gericht  Parteientschädigung zu leisten.
Die A._ SA beantragte in ihrer Klageantwort vom 25. Juni 2020 vorfrageweise, die Klage sei unzulässig und abzuweisen, eventualiter sei das ordentliche Verfahren anzuwenden mit Kostenauflage und Parteientschädigung. In der Hauptsache beantragte sie, die Klage sei  abzuweisen und die Kosten und Parteientschädigung B._ aufzuerlegen.
Mit Stellungnahme vom 13. August 2020 ergänzte B._ sein erstes Rechtsbegehren , dass die Ungültigkeit der Kündigung vom 10. September 2018 festzustellen und die A._ SA zu verpflichten sei, ihm für die Zeitspanne vom 5. März 2020 bis zum 30. April 2020 einen Betrag von CHF 13'096.77 brutto zu bezahlen. Er behielt sich das Nachklagerecht ausdrücklich vor.
Am 29. September 2020 setzte die Präsidentin des Arbeitsgerichts des Saanebezirks den  auf CHF 21'410.27 fest, weshalb das vereinfachte Verfahren zur Anwendung kam.
Anlässlich der Verhandlung vom 17. November 2020 ergänzte B._ das erste . Der Betrag von CHF 13'096.77 brutto sei nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020 zu bezahlen. Die Parteien einigten sich darüber, dass die A._ SA B._ den Anzug und die Schuhe bis am 30. November 2020 per Post schickt, das Arbeitszeugnis identisch ohne den letzten Satz «aus gesundheitlichen Gründen ist B._ seit dem 14. Juni 2018 nicht mehr arbeitsfähig» auf den 30. November 2018 von Herrn F._ unterschrieben und B._ bis zum 30. November 2020 zugestellt wird. Die A._ SA verpflichtete sich zudem, B._ bis zum 30. November 2020 einen Betrag von CHF 813.50 auf das ihr bekannte Lohnkonto zu überweisen. B._ verzichtete seinerseits auf weitere Forderungen im Zusammenhang mit den Stunden und Ferienabrechnungen.
Mit Urteil vom 20. Januar 2021 wurde festgestellt, dass die Parteien anlässlich der  vom 17. November 2020 eine Teileinigung gefunden haben und diese wörtlich festgehalten. Weiter hiess das Arbeitsgericht des Saanebezirks die Teilklage, soweit sie nicht durch Teileinigung
Kantonsgericht KG Seite 3 von 10
erledigt wurde, gut. Es stellte die Ungültigkeit der Kündigung vom 10. September 2018 fest und verpflichtete die A._ SA, B._ für die Zeitspanne vom 5. März 2020 bis zum 30. April 2020 einen Betrag von CHF 13'096.77 brutto nebst Zins zu 5% seit 13. August 2020 zu bezahlen. Schliesslich wurde die A._ SA verpflichtet, B._ eine  von total CHF 5'686.55 zu bezahlen. Gerichtskosten wurden keine erhoben.
C. Die A._ SA (nachfolgend: die Berufungsklägerin) reichte am 22. Februar 2021 gegen diesen Entscheid Berufung ein. Sie beantragt, in Gutheissung der Berufung sei der Antrag von B._ abzuweisen und die Gültigkeit der Kündigung vom 10. September 2018 . Zudem sei B._ zu verpflichten, der A._ SA eine Parteientschädigung von mindestens CHF 5'918.15 zu bezahlen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von B._.
Mit Berufungsantwort vom 19. März 2021 beantragt B._ (nachfolgend: der ) die Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen
1.
1.1. End- und Zwischenentscheide des Arbeitsgerichts unterliegen der Berufung an das Kantonsgericht, sofern der Streitwert mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 ff. ZPO und Art. 52 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1]). Zur Berechnung des erforderlichen Streitwertes wird auf die zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren abgestellt. Massgebend sind damit die bis zur Eröffnung des erstinstanzlichen Entscheides vorgebrachten Erklärungen der Parteien und nicht der erstinstanzliche Entscheid selbst, die Rechtsmittelanträge oder die  im Rechtsmittelverfahren (REETZ/THEILER, in Kommentar zur Schweizerischen , 3. Aufl. 2016, Art. 308 N. 39 f.).
Aus den erstinstanzlichen Rechtsbegehren ergibt sich vorliegend ein Streitwert von CHF 13'096.77. Auf die Berufung ist somit einzutreten.
Der Streitwert für die Beschwerde in Zivilsachen ans Bundesgericht ist nicht erreicht (Art. 51 Abs. 1 lit. a und 74 Abs. 1 lit. a BGG), weshalb die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung steht.