Decision ID: e09c03ba-0c43-5b05-b4a2-b6b9ff326fa9
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin stammt aus der Provinz Afar in Äthiopien und ist Angehörige der tigrinischen Volksgruppe. Gemäss eigenen  verliess sie Äthiopien am 23. Juli 2000 zu Arbeitszwecken in  Jemen. Nach jeweils längeren Aufenthalten in Jemen und  gelangte sie am 23. August 2008 in die Schweiz, wo sie am 26. August 2008 ein Asylgesuch stellte. Im Rahmen ihres Asylgesuchs machte sie im Wesentlichen geltend, ihre Eltern seien eritreischer . Ihr Vater sei bereits vor längerer Zeit verstorben; ihre  sei aufgrund ihrer eritreischen Herkunft im Jahr 2000 von den äthiopischen Behörden nach Eritrea ausgewiesen worden. Sie selbst habe sich mit ihrem äthiopischen Pass nach Jemen begeben und dort bis ins Jahr 2004 gelebt. Aufgrund der schlechten Bezahlung in Jemen sei sie anschliessend nach Saudi-Arabien gegangen. Dort habe sie  keine Aufenthaltsbewilligung erhalten und sei deshalb im August 2008 in die Schweiz gereist. Eine Rückkehr nach Äthiopien sei  ihrer eritreischen Abstammung und der deswegen drohenden Ausweisung nach Eritrea nicht möglich gewesen.
B. Mit Verfügung vom 10. November 2008 lehnte das Bundesamt für  (BFM) das Asylgesuch der Beschwerdeführerin ab und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Zur  der Ablehnung des Asylgesuchs führte das Bundesamt im Wesentlichen aus, es sei weder glaubhaft, dass der  die äthiopische Staatsangehörigkeit aberkannt worden sei, noch dass sie in ethnischer Hinsicht eritreischer Abstammung sei.
C. Mit Eingabe vom 10. Dezember 2008 focht die Beschwerdeführerin die genannte Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht an. Dabei  sie, die angefochtene Verfügung sei im Vollzugspunkt teilweise aufzuheben und das BFM sei anzuweisen, infolge Unmöglichkeit  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die  Aufnahme in der Schweiz anzuordnen.
D. Diese Beschwerde wurde durch das Bundesverwaltungsgericht mit  vom 30. März 2009 abgewiesen. Dabei führte das Gericht im We-
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sentlichen aus, es sei davon auszugehen, dass die  Staatsangehörige von Äthiopien sei. Ausserdem bestünden keine Hinweise darauf, dass der Vollzug der Wegweisung nach Äthiopien  sein könnte.
E. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 2. Juni 2009 richtete die  an das BFM das Gesuch, die Verfügung vom 10.  2008 sei in Wiedererwägung zu ziehen. Dabei beantragte sie, das Asylverfahren sei wieder aufzunehmen und es sei materiell über die Flüchtlingseigenschaft sowie die Asylgewährung zu befinden.  machte sie im Wesentlichen geltend, seit Erlass der  vom 10. November 2008 lägen neue erhebliche Beweismittel vor, aufgrund derer ihre Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen sei.  seien die Unzulässigkeit beziehungsweise die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Als Beweismittel übermittelte die Beschwerdeführerin dem BFM eine Photographie, welche ihre Mutter in Eritrea zeige, sowie eine Auskunft der Schweizerischen  (SFH) in Bezug auf die Lage von Personen eritreischer Herkunft in Äthiopien.
F. Mit Eingaben ihrer Rechtsvertreterin vom 13. und vom 29. Juli 2009 übermittelte die Beschwerdeführerin dem BFM insgesamt vier weitere Photographien als Beweismittel.
G. Mit Verfügung vom 31. Juli 2009 wies das BFM das  der Beschwerdeführerin ab. Dies begründete das Bundesamt im Wesentlichen damit, es sei angesichts der gesamten Umstände nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführerin die äthiopische  aberkannt worden sei. Die mit dem  eingereichten Beweismittel seien nicht geeignet, an dieser Feststellung etwas zu ändern.
H. Diese Verfügung focht die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 23. August 2009 (Datum des Poststempels: 27. August 2009) beim Bundesverwaltungsgericht an. Dabei  sie die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache zur materiellen Beurteilung an das BFM, eventualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an
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das BFM, subeventualiter ihre Anerkennung als staatenlose Person sowie die vorläufige Aufnahme in der Schweiz wegen Unmöglichkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Mit der Beschwerdeschrift reichte sie als Beweismittel zwei Textauszüge in Bezug auf die Praxis der Korruption in Jemen ein. Auf die Begründung der Beschwerde wie auch den Inhalt der eingereichten Beweismittel wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen .
I. Mit Zwischenverfügung vom 3. September 2009 wies der zuständige Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ab und forderte die Beschwerdeführerin unter Androhung des  im Unterlassungsfall auf, bis zum 18. September 2009 einen  von Fr. 600.-- zu leisten. Zugleich wurde festgestellt, es bestehe kein Anlass, den Vollzug der Wegweisung auszusetzen.
J. Mit Zahlung vom 18. September 2009 überwies die  den verlangten Kostenvorschuss.
K. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 18. September 2009 führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, die mit dem  beim BFM eingereichten Beweismittel seien als  zu qualifizieren. Zugleich beantragte sie die Ansetzung einer Nachfrist zur Einreichung eines zusätzlichen Beweismittels. Auf den weiteren Inhalt der Eingabe wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Über Beschwerden gegen Verfügungen, die gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM erlassen worden sind,  das Bundesverwaltungsgericht endgültig (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und  des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist legitimiert; auf ihre frist- und  eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG).
2. 2.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder  zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie  aufgezeigt wird, handelt es sich im vorliegenden Fall um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu  ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wird auf einen  verzichtet.
3. 3.1 Die Beschwerdeführerin stellte mit ihrer Eingabe vom 2. Juni 2009 gegenüber dem BFM in erster Linie den Antrag, es sei ihr – insofern in Wiedererwägung der Verfügung des Bundesamts vom 10. November 2008 – in der Schweiz Asyl zu gewähren beziehungsweise es sei eventualiter ihre vorläufige Aufnahme anzuordnen. Dabei reichte sie als Beweismittel eine Photographie und eine Auskunft der SFH in  auf die Lage von Personen eritreischer Herkunft in Äthiopien ein. Mit ergänzenden Eingaben vom 13. und vom 29. Juli 2009 übermittelte
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sie dem BFM ausserdem insgesamt vier weitere Photographien als Beweismittel. Nachdem die Verfügung des BFM vom 10. November 2008 – aufgrund der Abweisung der diesbezüglichen Beschwerde durch das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 30. März 2009 – in materielle Rechtskraft erwachsen war, brachte die Beschwerdeführerin damit sinngemäss den Revisionsgrund von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG (neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel) vor. Da jene Verfügung in den Punkten der Asylgewährung und der Flüchtlingseigenschaft nicht angefochten worden war und insofern kein materielles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vorliegt, war für die Behandlung des , welches auf die Zuerkennung der  und die Gewährung des Asyls gerichtet war, das BFM . Die Eingabe der Beschwerdeführerin an das BFM vom 2. Juni 2009 ist daher als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch aufzufassen, für dessen Behandlung die Regeln eines Revisionsverfahrens in  Weise Anwendung finden (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f., mit weiteren Hinweisen).
3.2 Revisionsgründe können einen Anspruch auf Wiedererwägung , sofern sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung beziehen, die entweder unangefochten geblieben oder  Beschwerdeverfahren mit einem formellen Prozessurteil  worden ist. Zugleich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht  festzuhalten, dass die Begehren der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Eingabe an das BFM vom 2. Juni 2009, es sei ihr  Asyl zu gewähren beziehungsweise sie sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, durch das Bundesamt lediglich unter dem eingeschränkten Aspekt zu prüfen war, ob die dabei geltend  Tatsachen und Beweismittel in revisionsrechtlicher Hinsicht erheblich seien. Aus dem gleichen Grund ist im vorliegenden  auch die Prüfung durch das Gericht auf die Frage beschränkt, ob das Bundesamt mit der angefochtenen Verfügung zu Recht zur Einschätzung gelangt ist, der geltend gemachte  sei nicht gegeben.
3.3 Diese Frage ist aus folgenden Gründen zu bejahen.
3.3.1 Inhaltlich machte die Beschwerdeführerin gegenüber dem  wiedererwägungsweise im Wesentlichen geltend, sie sei in Äthiopien geboren und aufgewachsen und sei zu einem früheren Zeit-
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punkt im Besitz eines äthiopischen Passes gewesen. Ihre Eltern seien indessen beide eritreischer Herkunft, wobei ihr Vater schon vor  Zeit verstorben sei. Ihre Mutter sei im Jahr 2000 im Zuge des -eritreischen Konflikts aus Äthiopien ausgewiesen worden und lebe seither in Eritrea. Die Beschwerdeführerin selbst sei der  lediglich deshalb entgangen, weil sie zu jenem Zeitpunkt im  gewesen sei, zu Arbeitszwecken nach Jemen auszureisen. Es sei ihr einerseits die äthiopische Staatsbürgerschaft entzogen worden,  sei sie indessen auch nicht im Besitz der eritreischen Staatsangehörigkeit. Im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien drohe ihr die Deportation nach Eritrea; in Eritrea drohten ihr als Äthiopierin  Herkunft willkürliche Haft und Misshandlung. Somit erfülle sie die Flüchtlingseigenschaft. Ferner ergebe sich aus den geschilderten Umständen eventualiter, dass der Vollzug der Wegweisung nicht durchführbar sei.
3.3.2 In der im vorliegenden Beschwerdeverfahren angefochtenen  vom 31. Juli 2009 führte das BFM im Wesentlichen aus, es sei bereits im Entscheid vom 10. November 2008 festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin ihren äthiopischen Reisepass während ihres Aufenthalts in Jemen habe verlängern lassen. Dies aber wäre nicht möglich gewesen, falls ihr zuvor die äthiopische  aberkannt worden wäre. Die eingereichten Beweismittel seien nicht geeignet, an dieser Einschätzung etwas zu ändern.
3.3.3 Die Beschwerdeführerin hält dem im Rahmen ihrer Beschwerde entgegen, das BFM gehe fälschlicherweise von der Annahme aus, sie habe anlässlich der durchgeführten Befragungen ausgesagt, sie habe in Jemen ihren äthiopischen Reisepass verlängern lassen. Vielmehr habe sie in Jemen ihr dortiges Visum beziehungsweise ihre  verlängern lassen. Diesbezüglich ist zunächst festzustellen, dass die Frage, ob die Beschwerdeführerin im Verlauf ihres Aufenthalts in Jemen ihren äthiopischen Reisepass oder ihr jemenitisches Visum verlängerte, letztlich nicht von entscheidender Bedeutung ist.  ist vielmehr im vorliegenden verfahrensmässigen Zusammenhang – und somit unter dem eingeschränkten revisionsrechtlichen  – einzig die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin  gegenüber dem BFM geltend gemachten Beweismittel tauglich sind, die betreffenden Vorbringen hinreichend zu belegen.
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3.3.4 Die Eignung, die geltend gemachte Tatsache – nämlich die  der äthiopischen Staatsbürgerschaft der  und eine damit zusammenhängende asylrelevante Gefährdung in Äthiopien und/oder Eritrea beziehungsweise eine entsprechende  des Wegweisungsvollzugs – zu belegen, ist den von der Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Wiedererwägungsgesuchs beim BFM eingereichten Beweismitteln jedoch offensichtlich . Wie bereits mit der Zwischenverfügung vom 3. September 2009 ausgeführt wurde, vermögen die eingereichten Photographien lediglich zu belegen, dass sich die Mutter der Beschwerdeführerin zu einem  Zeitpunkt in der eritreischen Hauptstadt Asmara aufhielt  heute in Eritrea lebt und zudem mit gewisser  im Besitz eines eritreischen Identitätsausweises ist. Hingegen lassen diese Photographien keinerlei Rückschlüsse bezüglich der  der Frage zu, ob der Beschwerdeführerin selbst, wie geltend gemacht, die äthiopische Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Ferner ergeben sich auch aus der beim BFM als Beweismittel eingereichten Auskunft der SFH in Bezug auf die Situation von Personen eritreischer Herkunft in Äthiopien – auch wenn der Fall der Beschwerdeführerin den Anlass für diese Auskunft bot – keine konkreten Anhaltspunkte, welche die erwähnte, die Beschwerdeführerin betreffende  zu klären geeignet wären. Aus der Tatsache an sich, dass die Mutter der Beschwerdeführerin heute in Eritrea lebt – und  im Jahr 2000 im Laufe des äthiopisch-eritreischen Konflikts von Äthiopien nach Eritrea ausgewiesen wurde – lassen sich keine  Rückschlüsse zur Beantwortung der Frage ziehen, ob die  selbst im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien zum heutigen Zeitpunkt mit einer Ausweisung nach Eritrea zu rechnen . Gleiches gilt ferner offensichtlich auch in Bezug auf die mit der  im vorliegenden Verfahren eingereichten Beweismittel, zwei Textauszüge in Bezug auf die Praxis der Korruption in Jemen.
3.3.5 Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass sich aus den  der im ordentlichen Asylverfahren durchgeführten Befragungen , die Beschwerdeführerin sei im Jahr 2000 aus wirtschaftlichen Gründen nach Jemen ausgereist. Zu diesem Zweck habe sie in Addis Abeba einen äthiopischen Reisepass beantragt und auch erhalten. Zwar machte die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer Beschwerde  den ursprünglichen Entscheid des BFM vom 10. November 2008 als auch im vorliegenden Verfahren geltend, sie habe den äthiopischen Reisepass bereits vor der Ausweisung ihrer Mutter aus Äthiopien be-
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antragt. Indessen geht aus ihren Aussagen anlässlich der Anhörungen hervor, dass sie ihre Ausreise nach Jemen im gleichen Monat des  2000 organisiert habe, in dem ihre Mutter ausgewiesen worden sei (Protokoll der Anhörung durch das BFM vom 16. Oktober 2008, S. 5). Ungeachtet der Frage, ob der Reisepass der Beschwerdeführerin  Tage vor der behaupteten Ausweisung der Mutter beantragt  ausgestellt wurde, ist somit festzustellen, dass nach den Aussagen der Beschwerdeführerin beide Ereignisse mehr oder  im gleichen Zeitraum erfolgten. Es erscheint als unglaubhaft, dass der Beschwerdeführerin durch die äthiopischen Behörden im  Zeitraum ein äthiopischer Reisepass ausgestellt worden wäre, sollte sie damals gleichzeitig – wie ihre Mutter – vom Entzug der  Staatsbürgerschaft und der Ausweisung nach Eritrea bedroht gewesen sein, wobei ihr Name auf einer entsprechenden behördlichen Liste vermerkt gewesen sei (ebd. S. 10). Zu erwähnen ist weiter, dass die Beschwerdeführerin zu Protokoll gab, in Äthiopien lebe nach wie vor ihre Halbschwester mütterlicherseits. Aus den Aussagen der  ergibt sich nicht, dass die Halbschwester – die  mütterlicherseits ebenfalls eritreischer Abstammung ist – mit den äthiopischen Behörden Probleme gehabt hätte. Auch dieser  spricht dagegen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer  Abstammung seitens ihrer Eltern gewissermassen  durch einen Entzug der Staatsangehörigkeit und Ausweisung nach Eritrea bedroht gewesen wäre beziehungsweise heute ist. Soweit mit Eingabe vom 18. September 2009 im vorliegenden  des Weiteren geltend gemacht wird, die Beschwerdeführerin sei auf einer Deportationsliste aufgeführt gewesen, so ist ausserdem festzustellen, dass hierfür kein Beleg vorhanden ist. Zwar gab die  im ordentlichen Asylverfahren ein  der Kebele (lokale Verwaltungseinheit) ihres ehemaligen Wohnorts in Äthiopien zu den Akten. Aus diesem Dokument geht  lediglich hervor, die Mutter der Beschwerdeführerin sei nach Eritrea ausgewiesen worden, während die Beschwerdeführerin selbst das Land verlassen habe.
3.3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die im Rahmen des Wiedererwägungsgesuchs und im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Beweismittel nicht geeignet sind, den geltend  Sachverhalt zu belegen.
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3.4 Mit der Eingabe vom 18. September 2009 beantragte die  durch ihre Rechtsvertreterin, es sei ihr eine Frist zur Einreichung eines zusätzlichen Beweismittels zu gewähren. Bei  Beweismittel handle es sich um eine Bestätigung des Wohnsitzes der Mutter der Beschwerdeführerin in Eritrea. Aus dem zuvor  ergibt sich jedoch, dass ein solches Dokument ebenfalls  nicht geeignet ist, den geltend gemachten Sachverhalt einer asylrelevanten Gefährdung der Beschwerdeführerin in Äthiopien und/oder Eritrea beziehungsweise das Vorliegen eines  glaubhaft zu machen. Der Antrag ist folglich abzuweisen.
4. Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass das BFM mit der angefochtenen Verfügung zutreffenderweise zur Einschätzung gelangt ist, der im Rahmen des Wiedererwägungsgesuchs geltend gemachte Revisionsgrund sei nicht gegeben. Das Bundesamt hat somit das  der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt, und die vorliegende Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten der  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Die  werden auf Fr. 600.-- festgesetzt (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG). Des Weiteren sind die Verfahrenskosten mit dem in  Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen, womit sie  gedeckt sind.
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