Decision ID: 9969656a-f25c-42de-a9e6-7130a3364690
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1959 geborene
X._
ist seit
1993
(dannzu
mal: Y._
, vgl.
Urk.
7/9/2)
b
ei der Z._
angestellt und dort
seit
1.
April 2012
als Springerin
im Stundenlohn
für
Assis
tentinnen der Geschäftsleitung tätig, wobei ihr letzter Arbeitstag am
4.
August 2020 war (
Urk.
7/13
)
. Unter Hinweis auf einen Hirninfarkt und eine rezidivierende depressive
Störung meldete sie sich am 6.
Januar 2021 (
Urk.
7/3) bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab und
zog
die
Akten der
Krankentaggeldversicherung bei (
Urk.
7/12).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/35; 7/38) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 1
1.
April 2022 bei einem Invaliditäts
grad von 63 % eine Dreiviertels-Invalidenrente vo
m
1.
August 2021 bis 3
1.
März 2022 sowie mit Verfügung vom 1
6.
März 2022
eine solche
ab
1.
April 2022 zu
(
Urk.
2/1-2).
2.
Die Versicherte erhob am
2.
Mai 2022
Beschwerde gegen die Verfügung
en vom 1
6.
März und 1
1.
April 2022
(
Urk.
2
/1-2
) und beantragte, diese sei
en aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente ab
1.
August 2021 zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Juni 2022 die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6). Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Gerichts
verfügung vom 1
7.
Juni 2022 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung
haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invaliden
renten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).
Die angefochtene
n
Verfügung
en
erging
en
nach dem 1. Januar 202
2.
Da der frühestmögliche Rentenanspruch vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden ist, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtenen Verfügungen (
Urk.
2/1
und
Urk.
2/2
) damit, dass die Beschwerdeführerin vor ihrer Erkrankung in einem durchschnittlichen Pensum von 63 %
gearbeitet habe
. Die 37 % im Freizeit
bereich könnten für die Festlegung der Rente nicht berücksichtigt werden, da sie nicht versichert seien. Ab
5.
August 2020 sei die Beschwerdeführerin zu 100
% arbeitsunfähig gewesen. Damit beginne das gesetzliche Wartejahr, weshalb der Rentenanspruch ab August 2021 geprüft worden sei. Gemäss Abklärungen sei es der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich, die Tätigkeit als Springerin wieder
aufzunehmen. Auch eine angepasste Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar. Der IV-Grad im Erwerbsbereich betrage somit 100 %. Folglich entstehe ein Gesamtinvaliditätsgrad von 63 %, womit ab August 2021 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestehe (
Urk.
2/1/
3).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend (
Urk.
1), dass sie als Springerin – auf jederzeitigem Abruf und jederzeitiger Einsatzbereitschaft basierend – als vollzeiterwerbstätige Versicherte zu betrachten sei, womit ein 100%iger Invaliditätsgrad resultiere und sie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Die jederzeitige Abrufbarkeit bedinge ein hohes Mass an Flexibilität betreffend Verfügbarkeit. Die Einsätze seien
zum
Grossteil nicht planbar und sie sei sozusagen «allzeit bereit» und werde häufig sehr kurzfristig abgerufen/einberufen. Die Einsätze verliefen in unterschiedlicher Dauer – zwischen einem Tag und mehreren Monaten
. Zudem seien keinerlei Hinweise in den Akten zu finden, wonach sie ihr Pensum freiwillig reduziert
habe
, um einer Freizeittätigkeit oder dergleichen nachzugehen. Sie habe de
r
Arbeitgeber
in
nachweislich jedes Jahr eine Verfügbarkeit/Vermittelbarkeit von 80 % an
gegeben
und habe in diesem Umgang erwerbstätig sein wollen. Einzig im Jahr 2019
habe
sie einmalig eine Ausbildung von Mitte August bis Mitte Oktober
absolviert und entsprechend
weniger Stunden
gearbeitet
(S. 6)
.
Weiter
lasse sich nicht einfach annehmen, dass kein Aufgabenbereich bestehe. Die Beschwerdeführerin lebe in einer Partnerschaft und habe einen Haushalt zu führen. Es sei zudem zu berück
sichtigen, dass sie im Jahr 2020, bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens anfangs August, bereits 820.75 Stunden erwerbstätig
gewesen sei
, de
mnach also im Umfang eines 67 %-
Pensum
s
Arbeit geleistet habe, womit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit
angenommen werden könne, dass sie
im Gesundheitsfall bis Ende 2020 ein Pensum von 80 % erreicht hätte (S. 7).
3.
3.1
Vorliegend sind sich die Parteien einig, dass bei der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit August 2020 sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als Springerin
für die
Assistentin
nen
der Geschäftsleitung als auch in einer angepassten Tätigkeit besteht. Diese Auffassung ist nicht zu beanstanden und ergibt sich ebenfalls aus den medizinischen Akten:
3.2
Im Arztbericht von
Dr.
med. A._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie
,
und
der
psychologische
n
Psychotherapeutin B._
,
von
der Klinik
C._
, vom
8.
Dezember 2020 (
Urk.
7/12/17-19) betreffend
den Aufenthalt
vom 1
6.
September bis 1
0.
November 2020 wird als Diagnose aufgeführt (S.
1):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (F33.2) im Rahmen einer anhaltenden psychosozialen Belastungssituation mit Ausbildung eines Erschöpfungssyndroms (Z73)
Die stationäre Aufnahme sei bei vordiagnostizierter schwerer depressiver Sympto
matik, mit Schlafstörungen aufgrund von intensivem Gedankenkreisen mit resu
ltierenden Existenzängsten
,
erfolgt
. Zu T
herapiebeginn
habe
sich die Beschwerdeführerin
hoch angespannt
präsentiert
, mit deutlich reduzierter Konzentrationsfähigkeit und ausgeprägter Antriebsminderung (S. 18).
Die zustän
digen Fachpersonen
attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 19).
3.3
Dr.
med.
D._
,
Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, stellte in ihrem Arztbericht vom 2
0.
März 2021 (
Urk.
7/17) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 4
-5
):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1)
,
im Rahmen einer anhaltenden psychosozialen Belastungssituation mit Ausbildung eines Erschöpfungssyndroms (Z73)
-
Ischämischer Hirninfarkt im
Posteriorstromgebiet
rechts bei Verschluss der A. cerebri
posterior
im P3-Segment am
11.07.2020
-
Panikstörung (F41.0)
-
Hypervig
ilanz
nach PTBS in der Vergangenheit
-
V.a. ADS, teilremittiert über Kompensationsmechanismen (F90.0)
-
Histrionische
Persönli
chkeitszüge, DD
histrionische
Pe
rsönlichkei
t
s
störung (F60.4)
Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
6.
Februar 2020 in wöchentlicher Behandlung
(S. 2)
. Die depressive Störung äusser
e sich vorrangig durch Nieder
geschlagenheit, wiederholte «Blockaden» hinsichtlich Antrieb und Motivation, erhöhte Anspannung,
Dünnhäutigkeit
sowie erschwerte bis fehlende Möglichkeit
der Regeneration nach der Arbeit im Sinne eines Burnouts. Es sei zu Stellen
kürzungen seitens de
r
Arbeitgeber
in
gekommen, was zu
E
xistenzängsten bis hin zu wiederholten Panikattacken der Be
schwerdeführerin
geführt habe
. Am 11.
Juli 2020 sei es zu einem Hirninfarkt gekommen. Die Beschwerdeführerin leide
weiterhin unter Sehbeeinträchtigungen. Vor diesem Hintergrund sei eine stationäre psychosomatische Rehabilitation in der Klinik
C._
vom 16.
September bis 1
0.
November 2020 erfolgt. Insgesamt habe die Beschwerde
führerin dabei von
einer
leichte
n
Besserung der Depressivität sowie
einem
güns
tigere
n
Umgang mit den belastenden Aussenbedingungen profitieren können. Es habe sich aber auch hier eine
Hypervigilanz
mit vermehrter Schreckhaftigkeit bis hin zu Bedrohungserleben, Ängsten und Panikattacken durch an
und
für sich unbedenkliche Situationen
ergeben
. Diese seien vor dem Hintergrund einer in der Vergangenheit – gemäss Beschwerdeführerin – erfolgreich behandelten PTBS als Residualsymptome sowie als eigenständige Panikstörung zu interpretieren (S. 3).
Die Beschwerdeführerin sei zu 100
%
arbeitsunfähig. Sie erledige den Haushalt sowie Administratives in eigener Angelegenheit und nehme Arzttermine wahr. Insgesamt werde eine mittel- bis langfristige Besserung, bestenfalls Remission der depressiven Symptomatik
,
angestrebt (S.
5
).
3.4
Im Verlaufsbericht vom 1
7.
September 2021 (
Urk.
7/29) führte
Dr.
D._
aus, dass neu die
residuelle
PTBS-Symptomatik als mit behand
l
ungsbedürftig zur Genesung und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingestuft werde. Die Beschwerdeführerin nehme vor diesem Hintergrund eine Traumatherapie bei
Dr.
E._
wahr.
Ausserdem habe ein
Tinnitus diagnostiziert werden können. Weiter seien
lumbosakrale
Rückenschmerzen unklarer Ätiologie, welche bereits seit drei Jahren bestünden, vorhanden. Längeres Arbeiten im Sitzen sei daher nicht möglich. Die Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeits
unfähig, auch hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit (S. 3). Kurz- bis mittel
fristig sei nicht mit einer Besserung der Symptomatik und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 4)
.
3.5
Gemäss
Stellungnahme des Regional
en
Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerde
gegnerin vom 2
7.
Oktober 2021 (
Urk.
7/33/4-6)
bestehe
in der bisherigen Tätigkeit als Springerin
/
als
Direktions-Assistentin eine länger
dauernde Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit sei initial von der behandelnden Psychiaterin eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis maximal vier Stunden pro Tag erwartet worden. Bei intermittierender Verschlech
terung, welche aktuell eine zusätzliche Therapie erfordere, habe die Arbeits
unfähigkeit jedoch wieder auf 100 % angepasst werden müssen. Bezüglich der psychiatrischen Behandlung erfolge eine engmaschige psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung, eine medikamentöse Therapie wünsche
die Beschwerdeführerin nicht. E
ine weitere Verbesserung sei auf psychischem Gebiet durch die eingeleitete Traumatherapie und durch die intensive Psychotherapie zu erwarten. Bezüglich neurologischer Ausfälle (Hemianopsie) seien keine Massnahmen möglich (S. 5).
Es liege ein Gesundheitsschaden vor, welcher sich längerfristig auf die Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirke. Derzeit sei jedoch von einem
instabilen Gesundheitszustand auszugehen, welcher sich auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auswirke. Für eine angepasste Tätigkeit sei durch die kürzlich eingeleitete Traumatherapie eine Wiedererlangung
einer Rest-Arbeitsfähigkeit (
ca.
vier Stunden pro Tag) möglich, weshalb eine Wiedervorlage des Dossiers in sechs Monate
n
vorgeschlagen werde (S. 6)
3.6
D
ie Kundenberaterin der Beschwerdegegnerin führte am 2
7.
Oktober 2021 aus (
Urk.
7/33/6), dass die weiteren vom RAD vorgeschlagenen Abklärunge
n
aus Sicht der Kundenberatung nicht zielführend
seien
. Bis dahin gehe die Beschwerde
füh
r
erin auf ihren 6
3.
Geburtstag zu. Ein Gesundheitsschaden sei ausge
wiesen, der die Beschwerdeführerin seit
5.
August 2020 in der angestammten Tätigkeit einschränke. Eine angepasste Tätigkeit müsse nicht mehr berücksichtigt werden, da diese aufgrund des Alters und der langjährigen Betriebszugehörigkeit nicht mehr verwertbar sei, weswegen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege.
4.
4.1
Streitig und zu prüfen
ist
, ob die Beschwerdeführerin als voll- oder teilzeit
erwerbstätig zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin
ging
gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich des Standortgesprächs
vom 2
9.
Januar 2021
(vgl.
Urk.
7/8/3)
, welche sich mit den Angaben in der Anmeldung zum Leistungsbezug decken (
Urk.
7/3/6),
vo
n
variierenden
P
e
nsen
zwischen 50 % und 75
%
aus
und berechnete
so
ein
durchschnittliches
Erwerbspensum von 63 %. Die restlichen
37 % seien Freizeit
und nicht versichert (
Urk.
7/33/6)
.
Entsprechend
qualifizierte sie die Beschwerdeführerin als
T
eilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich.
Gemäss Stellungnahme des Abklärungs
dienstes der Beschwerdegegnerin vom
9.
Februar 2022 verlange
die Tätigkeit als Springerin
zwar
eine hohe Flexibilität, Spontan
e
ität, Erreichbarkeit etc
. D
ies begründe aber nicht eine effektiv geleistete Arbeitstätigkeit von 100 %. Zudem w
ü
rden in den medizinischen Unterlagen und von der Beschwerdeführerin selber keine Einschränkungen im Aufgabenbereich (Haushalt) geltend gemacht.
Es erg
ä
ben sich keine Hinweise, dass nennenswerte und erhebliche Einschrän
ku
n
gen im Aufgabenbereich beständen. Eine
Haushaltsa
bklärung sei nicht
notwendig
(
Urk.
7/40 S. 2).
4.2
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Renten
revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts
bemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_178/2021 vom 11.
Mai
2021 E. 3.2 mit Hinweisen).
4.3
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Invalidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozent
vergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das
Validen
einkommen
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte
Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbs
tätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzu
legende
–
Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; wiedergegeben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
4.4
D
ie Beschwerdeführerin
macht geltend
, sie sei als Vollzeiterwerbstätige zu quali
fizieren, weil sie als Springerin «auf Abruf» angestellt gewesen sei. Diese Argumentation verfängt nicht.
B
ei der Arbeit auf Abruf handelt es sich um eine klassische Teilzeitbeschäftigung.
Die Beschwerdeführerin war im Stunde
n
lohn angestellt (
Urk.
7/13 S. 5). Sie wurde lediglich für die geleisteten Einsätze bezahlt
, nicht hingegen für
einen
geleisteten Bereitschaftsdienst,
womit es sich bei der Anstellung
arbeitsrechtlich
um
unechte Arbeit auf Abruf
handelt
. Dabei trifft die Beschwerdeführerin – anders als bei der echten Arbeit auf Abruf –
keine Einsatz
pflicht;
ein Einsatz kommt vielmehr aufgrund gegenseitiger Vereinbarung zustande (Urteil des Bundesgerichts 4A_334/2017 vom
4.
Oktober 2017 E. 2.2 mit Hinweisen).
Dieses Arbeitsverhältnis spiegelt sich denn auch darin, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben im Jahr 2016 aufgrund des Todes ihrer Mutter einige Zeit mit der Abwicklung der Familienangelegenheiten beschäftigt gewesen sei und während dieser Zeit Einsätze habe absagen respektive nicht habe annehmen können (
Urk.
7/38)
, mithin die jeweiligen Einsätze anneh
men konnte oder nicht
.
Die Aussage der Beschwerdeführerin, wonach sie «allzeit bereit» sein m
u
sste, trifft
insoweit
in rechtlicher Hinsicht
nicht zu
, als dass es sich bei ihrer
«
Bereitschaft
»
nicht um effektiv geleistete Arbeitszeit handelt
e
,
die arbeitsrechtlich
relevant und
zu entschädigen
gewesen
wäre
.
4.5
Auch mit dem
Argument, wonach sie immer zu 80 %
habe
erwerbstätig sein
wollen
und ihre entsprechende Arbeit de
r
Arbeitgeber
in
angeboten habe
(
Urk.
1 S. 6),
kann
d
ie
Beschwerdeführerin
nichts zu ihren Gunsten ableiten
. Wie die
Arbeitgeberin bestätigte,
äusserte
die Beschwerdeführerin jeweils jährlich (maximal seit 2001) den Wunsch, 80 % zu arbeiten (
Urk.
3/4). Dieser Wunsch alleine genügt jedoch nicht, um von einer 80%igen
Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin auszugehen. Für die Statusfrage entscheidend ist nur, in wel
chem Pensum die Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall
hypothetisch erwerbstätig wäre und nicht,
welches Ausmass der Erwerbstätigkeit
ihr im Gesundheitsfall
zugemutet werden könnte
(vgl. obenstehende E.
4.2
)
respektive welches ihr Wunschpensum gewesen wäre
. Vorliegend ist zu ber
ücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin offenbar seit 2001 zu 80 % arbeiten wollte, sie das aber
in der
jüngsten
Vergangenheit ni
cht oder höchstens während eines Jahres
gemacht
hat
(vgl. IK-Auszug
[
Urk.
7/36
]
sowie nachfolgende E. 4.6 ff. zum Arbeitspensum seit 201
5
)
.
Auch in
den Akten
sind
keine Hinweise ersichtlich, wonach sich die Beschwerdeführerin effektiv um eine
andere
80 %-Stelle bemüht hätte
, was
von
ihr
denn
auch nicht vorgebracht
wurde
.
Vielmehr ist es so, dass die Beschwerdeführerin
über
viele Jahre
hinweg
mit den variierenden
Pensen
auf Abruf einverstanden war, ansonsten wäre sie nicht über so viele J
ahre in diese
r
Form
bei
ihrer Arbeitgeberin
angestellt geblieben.
Aufgrund der langen Betriebs
zugehörigkeit und des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin ist
denn auch
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall weiterhin bei ihrer jetzigen Arbeitgeberin angestellt und dort in
ihrem bisherigen, variierenden Pensum
auf Abruf e
rwerbstätig wäre.
4.6
Die Beschwerdegegnerin stützte sich auf die Angaben der Beschwerdeführerin, wonach
ihr
Pensum zwischen
50
und 75 %
variiert habe
(
Urk.
7/3
S. 6,
7/8/3)
,
und berechnete gestützt auf diese Angaben ein durchschnittliches Pensum von
63
% (
Urk.
7/33/6).
Vorliegen
d
ergibt sich aus den Akten,
dass die Beschwerde
führerin seit
1.
April 2012
bei der Z._
in der Funktion
als Springerin angestellt ist
(
Urk.
7/13/2)
. Dem Fragebogen für
Arbeitgebende
(
Urk.
7/13) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Stundenlohn angestellt
war
(S. 5)
. Die allgemeine Arbeitszeit im Betrieb betrage 40 Stunden pro Woche
(S. 2). Dem Fragebogen sind die geleisteten Arbeitsstunden der Beschwerdeführerin
ab 1.
Januar 2019 beigelegt (S. 10). Demnach
arbeitete sie im Jahr 2019 insgesamt 1'0
75
Stunden
, was bei einer Jahres
soll
arbeitszeit
netto
von 1800
Stunden im Jahr 2019
im Kanton Zürich
(bei einem Ferienanspruch von fünf Wochen) zu einem Pensum von knapp 60
%
führt (vgl. zur Berechnung der Jahresarbeitszeit,
z. B.
unter:
www.ha
k
una.ch
)
.
Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich geltend, sie habe im Jahr 2019
einmalig eine Weiterbildung
absol
viert
, weshalb das Pensum
2019
red
uziert
gewesen
sei im Vergleich zu den
anderen Jahren.
Die
Weiterbildung dauerte
gemäss Aktenlage
rund einen Monat
(
Urk.
3/3)
.
Selbst
wenn während
der Weiterbildungszeit
ein
Vollzeitpensum
angenommen würde, resultier
t
e für das Jahr 2019
kein Arbeitspensum von mindestens 70 %.
Mit Blick auf
die
Jahre
2017 und 2018
ergibt sich weiter
, dass die Beschwerdeführerin
auch
im Durchschnitt
dieser Jahre
überwiegend wahr
scheinlich
ni
cht
zu mindestens 70 % erwerbstätig war.
Gemäss Lohnausweis
(
Urk.
7/12/7)
betrug der
Bruttolohn
im Jahr 2018
(ohne Prämie) Fr.
71
'474.--
. Das entspricht
verglichen mit dem erzielten Lohn im
Jahr
2019 von Fr.
65'657
.--
(
Urk.
7/12/6 ohne Prämie
,
Pensum
60
%)
einem Pensum von
gut 65
% (
Lohn ohne Prämie
:
Fr.
71'474
.
--
:
Fr.
1’094.28
[
Fr.
65'657.-- : 60
]
). F
ür das Jahr 20
17
resultiert
ein Pensum von
rund
68
%
(
Lohn ohne Prämie
Fr.
74
'
01
6
.--
[
Urk.
7/12]
:
Fr.
1'094.28
)
.
Dem IK-Auszug vom 2
2.
November 2021 sind
sodann
B
ru
tt
o
einkomme
n
für das Beitragsjahr 2016 von
Fr.
53'419.-- und von Fr. 90'221.-- für das J
ahr 2015
zu entnehmen (
Urk.
7/36/3), welche aber mangels Kenntnis der jeweils ausbezahlten Prämien
keine Rückschlüsse
auf die
jeweilig geleisteten Jahres
arbeitsstunden zulassen. Dennoch lässt der abgerechnete Lohn für das Jahr 2015 zwanglos darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin in demselben ein deutlich höheres Pensum als 70
%
geleistet hat, im Jahr 2016 dagegen ein
mindestens ebenso
deutlich darunter
liegendes. Letzteres erklärte die Beschwerdeführerin in
ihrem Einwand
vom 1
4.
Januar 2022 damit, dass sie aufgrund des Todes ihrer Mutter
in
diesem Jahr
während einiger Zeit
mit der Abwicklung der Familienangelegenheiten beschäftigt gewesen sei und
daher
Einsätze habe absagen respektive nicht habe annehmen können (
Urk.
7/38). Dass die Beschwerdeführerin als Springerin auf Abruf
im Stundenlohn in Zeiten, in welchen sie aus (privaten) Gründen keine Arbeit annehmen kann oder will, keinen Lohn erzielt, ist nachgerade Ausfluss ihres Arbeitsverhältnisses. Diese Zeiten bei der Berechnung ihres durchschnittlich geleisteten Arbeitspensums zu ihren Gunsten auszublenden, trüge dem von ihr auch im Gesundheitsfalle überwiegend wahrscheinlich unverändert weitergeführten Arbeitsverhältnis nicht R
echnung.
Weiter
geht aus der Stundenauflistung 2020 hervor, dass die Beschwerde
führerin
im Jahr 2020
bis zu ihr
em letzten Arbeitstag am
4.
August 2020 insgesamt 8
20
.75 Arbeitsstunden geleistet hat
(
Urk.
7/13,
Urk.
3/4)
.
E
in
e
Hoch
rechnung
dieser Arbeitsstunden
auf das ganze Jahr 2020 rechtfertigt
sich schon
angesichts der Unregelmässigkeit des Arbeitsanfalls
nicht, weshalb die im Jahr 2020 geleisteten Arbeitsstunden zur Ermittlung des Erwerbsanteil
s
nicht
beizu
ziehen
sind.
4.7
Nach dem
G
esagten
betrug
das Pensum der Beschwerdeführerin im Jahr
2019
6
0
%, im Jahr 201
8
65
%
und
im Jahr 201
7
6
8
%
(E. 4.6
).
Das ergibt ein durch
sch
nittliches Pensum von
6
4
%
, welches angesichts der abgerechneten Brutto
einkommen der Jahr
e
2016 und 2015 von durchschnittlich F
r. 71'820.--
(
inklusive nicht zu berücksichtigender Prämien,
Urk.
7/36/3) selbst unter Einbezug der in den letzten fünf Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens geleisteten
Pensen
(2015-2019)
überwiegend wahrscheinlich nicht höher ausfiele
.
Bei der ausgewiesenen vollständigen Arbeitsunfähigkeit
führt dies zu einem
Teilinvaliditätsgrad von 6
4
%
, welcher sich nahezu mit dem von der Beschwerde
gegnerin ermittelten Teilinvaliditätsgrad von 63
%
deckt
.
4.8
Es bleibt zu prüfen, ob die Qualifikation
der Beschwerdeführerin als
Teilerwerbs
tätige
ohne Aufgabenbereich korrekt erfolgte. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie lebe in einer Partnerschaft und habe einen Haushalt zu führen
, weswegen sie als Teilerwerbstätige mit A
uf
g
a
benbereich zu qualifizieren sei (
Urk.
1 S. 7)
. Eine Abklärung an Ort und Stelle
erfolgte nicht.
Die Beschwerdeführerin machte weder im Rahmen des Einwandes
(
Urk.
7/38)
noch in der Beschwerdeschrift
(
Urk.
1)
geltend, dass Einschränkungen im Haushalt bestünden.
Dies
ist sodann auch nicht aus den Akten ersichtlich. Im Gegenteil, geht doch aus dem Arztb
ericht von
Dr.
D._
hervor, dass die Beschwerdeführerin den H
aushalt selbständig erledig
t
(
Urk.
7/17/5).
Ein zusätzlicher Teilinvaliditätsgrad im Aufgabenbereich steht damit nicht zur Diskussion und es kann auf weiterführende Abklärungen hierzu
in
antizipierter Beweiswürdigung
verzichtet werden.
4.9
Zusammengefasst ergibt sich somit, dass bei der Beschwerdeführerin im Erwerb gestützt auf
einen Beschäftigungsgrad von 6
4
%
bei
einer vollständigen Arbeits
unfähigkeit ein Teilinvaliditätsgrad von 6
4
% resultiert.
Offenbleiben
kann, ob die Beschwerdeführerin als
Teilerwerbstätige
mit oder ohne Aufgabenbereich zu qualifizieren ist, da bei ihr ohnehin keine E
inschränkung im Haushalt besteht
. Somit
resultiert
ein IV-Grad von 6
4
%
und damit ein
Anspruch auf eine
Dreiviertels
rente
ab August 202
1.
Die angefochtenen
Entscheid
e sind
damit
im Ergebnis
nicht zu beanstanden.
Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen
.
5.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).
Die Gerichtskosten werden auf
Fr.
700.-- festgesetzt und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei auferlegt.