Decision ID: 436c4bda-494c-5b6a-9fac-f36ce9195ff0
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
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A./ Am 12. Oktober 2009 reichte die Beschwerdegegnerin, die S.C. SA, bei der
Beschwerdeführerin I, der politischen Gemeinde X., ein Baugesuch zur Erstellung einer
Mobilfunkanlage auf dem Grundstück Nr. 111 an der H.-strasse 33 in X. (abgekürzt
Baugrundstück) ein.
Die Beschwerdeführerin I führte für das Baugesuch das ordentliche
Baubewilligungsverfahren durch. Sie versandte am 26. Oktober 2009 eine Bauanzeige
an die damalige Eigentümerin des nördlich und westlich an das Baugrundstück
angrenzenden Grundstücks Nr. 222. Das Baugesuch lag vom 28. Oktober bis 10.
November 2009 öffentlich auf.
Am 3. November 2009 teilte das um Überprüfung des mit den Baugesuchsunterlagen
eingereichten Standortdatenblatts ersuchte Amt für Umwelt und Energie (abgekürzt
AfU) mit, dass die ausgewiesenen Berechnungen korrekt und vollständig seien sowie
der Anlage- und der Immissionsgrenzwert an allen massgebenden Orten und mithin die
Bestimmungen der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (SR
814.710, abgekürzt NISV) eingehalten seien.
Innerhalb der Einsprachefrist gingen gegen das Baugesuch keine Einsprachen ein. Da
es ansonsten zu keinen baupolizeilichen Beanstandungen Anlass gab, erteilte der
Gemeinderat der Beschwerdeführerin I am 19. November 2009 die Baubewilligung
unter Bedingungen und Auflagen.
In der Folge begann die Beschwerdegegnerin mit der Erstellung der bewilligten
Mobilfunkantennenanlage, welche Anfang November 2010 kurz vor der Vollendung
stand.
B./ Am 4. November 2010 erhob die Beschwerdeführerin II, welche Eigentümerin des
rund 50 Meter vom Baugrundstück entfernten, nordwestlich davon gelegenen
Grundstücks Nr. 444 ist, nachträglich Einsprache gegen die Mobilfunkanlage der
Beschwerdegegnerin. Sie rügte im Wesentlichen, dass sie zu Unrecht nicht mit einer
Bauanzeige bedient worden sei und eine damit einhergehende Verletzung des
rechtlichen Gehörs. Der Gemeinderat der Beschwerdeführerin I verfügte am
5. November 2010 einen Baustopp, entzog einem allfälligen Rekurs die aufschiebende
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Wirkung und verlangte von der Beschwerdegegnerin den Nachweis, dass die geplante
Mobilfunkanlage zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führe. Am 16.
November 2010 schlossen sich weitere Personen nachträglich der Einsprache an. Am
8. April 2011 hiess der Gemeinderat X. sämtliche Einsprachen gut. Er widerrief die am
19. November 2009 erteilte Baubewilligung und verpflichtete die Beschwerdeführerin
unter Androhung der Ersatzvornahme, die teilweise bereits erstellte Mobilfunkanlage
bis zum 31. Mai 2011 abzubrechen und den rechtmässigen Zustand
wiederherzustellen.
C./ Gegen den Einspracheentscheid erhob die Beschwerdegegnerin mit der Eingabe
ihres Rechtsvertreters vom 20. April 2011 Rekurs beim Baudepartement. Dabei wurde
beantragt, der Entscheid vom 8. April 2011 und der am 5. November 2010 verfügte
Baustopp seien kosten- und entschädigungspflichtig aufzuheben. Im Wesentlichen
wurde der Rekurs damit begründet, dass die Baubewilligung vom 19. November 2009
zu Unrecht widerrufen worden sei, da die formellen Vorschriften des ursprünglichen
Bewilligungsverfahrens eingehalten worden seien und die Beschwerdeführerin I
deshalb nicht auf die nachträglichen Einsprachen hätte eintreten dürfen.
In der Vernehmlassung vom 20. Juni 2011 verlangte die Beschwerdeführerin II
sinngemäss die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 8. April 2011. Zudem
machte sie geltend, dass in den Berechnungen zur Einhaltung der Grenzwerte für
nichtionisierende Strahlung die bereits erstellten, umliegenden Mobilfunkanlagen -
einschliesslich jener auf österreichischem Grund - hätten einbezogen werden müssen.
Die Beschwerdeführerin I beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 6. Juli 2011 die
Abweisung des Rekurses und empfahl, ein neutrales Unternehmen mit einem
Gutachten zu beauftragen.
Auf ein von der Vorinstanz angekündigtes Einigungsgespräch zwischen den
Verfahrensbeteiligten wurde mangels Interesse seitens der Beschwerdeführerin II
verzichtet.
Mit Entscheid vom 5. September 2011 wurde der Rekurs der Beschwerdegegnerin
gutgeheissen. Der Entscheid wurde im Wesentlichen damit begründet, dass die
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Beschwerdeführerin II und die weiteren Verfahrensbeteiligten zu Recht nicht mit einer
Bauanzeige bedient worden seien, da sich ihre Grundstücke ausserhalb des
massgebenden Radius von der geplanten Mobilfunkanlage befänden. Ihre Einsprachen
seien daher verspätet gewesen, weshalb die Beschwerdeführerin I gar nicht darauf
hätte eintreten dürfen. Der Widerruf der Baubewilligung und der Erlass des Baustopps
seien ebenfalls widerrechtlich, da die Voraussetzungen dafür nicht gegeben gewesen
seien.
D./ Mit den Eingaben der Beschwerdeführerin I vom 16. September 2011 und vom 25.
Januar 2012 sowie der Beschwerde der Beschwerdeführerin II vom 19. September
2011 wurde gegen den Entscheid der Vorinstanz Beschwerde beim Verwaltungsgericht
erhoben. Dabei wurden die Begehren gestellt, der Rekursentscheid vom 5. September
2011 sei aufzuheben und die Streitsache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Zur Begründung machten die Beschwerdeführerinnen im
Wesentlichen geltend, dass in dem Standortdatenblatt, welches den Berechnungen der
massgeblichen Grenzwerte für nichtionisierende Strahlung zugrundeliege, die
umliegenden Anlagen - insbesondere im benachbarten Österreich - nicht
berücksichtigt worden seien. Die Feststellung der Beschwerdegegnerin im
Standortdatenblatt vom 8. September 2009 und des AfU vom 3. November 2009, die
Mobilfunkanlage würde die massgeblichen Grenzwerte einhalten, sei daher falsch.
Zudem habe die Vorinstanz das rechtliche Gehör verweigert und ihren Entscheid
ungenügend begründet, da sie sich nicht mit der neuen, entscheidrelevanten Tatsache
- der mit dem neutralen Gutachten der E. I. AG festgestellten Grenzwertüberschreitung
- und den daraus folgenden Gesundheitsrisiken auseinandergesetzt habe. Die
Beschwerdeführerin II rügte überdies die Unterordnung des AfU gegenüber der
Vorinstanz, welche einen unzulässigen Interessenkonflikt begründe, und die
Kostenverlegung.
Mit Schreiben des Verwaltungsgerichts vom 22. September 2011 wurden die weiteren
beiden Rekursgegner des vorinstanzlichen Verfahrens, A. und Y. L. sowie I. und P. B.,
zur Teilnahme am Beschwerdeverfahren eingeladen. Diese liessen die gesetzte Frist
ungenutzt verstreichen und verzichteten damit auf eine Beteiligung.
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Zwecks Abhaltens von aussergerichtlichen Vergleichsgesprächen sistierte der
Präsident des Verwaltungsgerichts am 31. Oktober 2011 das Verfahren gemäss Antrag
des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin I. Am 13. Dezember 2011 informierte der
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin über das Scheitern der Vergleichsgespräche
und beantragte die Aufhebung der Verfahrenssistierung. Mit Schreiben vom 14.
Dezember 2011 gewährte das Verwaltungsgericht den Beschwerdeführerinnen
Gelegenheit zur Stellungnahme zur beantragten Aufhebung der Sistierung und erklärte,
dass andernfalls die Zustimmung zur Aufhebung vermutet werde. Mit Schreiben vom 4.
Januar 2011 äusserte die Beschwerdeführerin II wiederum ihren Unmut über die
Messungen des AfU und den Umstand, dass die österreichischen Mobilfunkanlagen
nicht berücksichtigt worden seien. Da zur Aufhebung der Sistierung - auch von der
Beschwerdeführerin I - keine Bemerkungen erfolgten, hob das Verwaltungsgericht am
10. Januar 2012 die Verfahrenssistierung auf und eröffnete das
Vernehmlassungsverfahren. Mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2012 beantragte die
Vorinstanz die Abweisung der Beschwerden. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin verlangte in seiner Vernehmlassung vom 5. März 2012 die
kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Beschwerden sowie die
Bestätigung des Entscheids der Vorinstanz vom 5. September 2011 und der
Baubewilligung vom 19. November 2009. Die Beschwerdeführerinnen verzichteten auf
eine abschliessende Stellungnahme.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird - soweit erforderlich - in den
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
1.1. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin II enthält keine Anträge. An eine
Laienbeschwerde dürfen jedoch keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden
(VerwGE B 2011/264 vom 1. Mai 2012 E. 1., abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Der
Inhalt des Antrages, soweit er sich nicht von selbst versteht, ist durch Auslegung zu
ermitteln. Dazu ist neben dem Wortlaut vor allem auch die Begründung heranzuziehen.
Ohne einen triftigen Grund darf daher nicht auf einen dem Rechtsuchenden
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nachteiligen Inhalt geschlossen werden (VerwGE B 2011/256 vom 12. April 2012 E. 1.3.
mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen,
2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 916, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Die
Beschwerdeführerin II rügt im Wesentlichen, dass die dem vorinstanzlichen Entscheid
zugrundeliegenden Berechnungen falsch seien und dem Schutz der Bürger vor
nichtionisierender Strahlung zu wenig Rechnung getragen worden sei. Des Weiteren
bemängelt sie die Kostenverlegung. Diese Vorbringen sind nach Treu und Glauben
dahingehend zu interpretieren, dass die Beschwerdeführerin II keine Mobilfunkanlage
wünscht und sie mit dem Entscheid der Vorinstanz und insbesondere der
Kostenverlegung nicht einverstanden ist. Dies ist nach Treu und Glauben als Antrag auf
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und Bestätigung der Verfügung der
Beschwerdeführerin I vom 8. April 2011 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
aufzufassen (zum Ganzen VerwGE B 2011/264 vom 1. Mai 2012 E. 1., abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch).
1.2. Die Beschwerdeführerin I verweist in ihrer Beschwerdeergänzung vom 25. Januar
2012 teilweise in pauschaler Weise auf ihre Angaben in den bisherigen Verfahren, die
zum vorinstanzlichen Entscheid führten. Nach ständiger Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts sind solche pauschalen Verweise auf die Ausführungen in den
Eingaben an die Vorinstanz als Begründung ungenügend, da daraus nicht hervorgeht,
in welchen Punkten und aus welchen Gründen der Entscheid der Vorinstanz
angefochten wird. Es kann nicht die Aufgabe der Rechtsmittelinstanz sein, in den
vorinstanzlichen Eingaben nach Gründen zu suchen, weshalb der Entscheid der
Vorinstanz unrichtig sein könnte (vgl. anstatt vieler VerwGE B 2011/264, a.a.O., E. 1.2.).
Soweit also die Beschwerdeführerin I auf ihre Vorbringen vor der Vorinstanz verweist,
ist mangels begründeter Vorbringen darauf nicht einzutreten.
1.3. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts können Beschwerden, in
denen Rügen erhoben werden, die denselben Streitgegenstand betreffen und zum Teil
ähnlich bzw. gleich begründet werden, vereinigt werden (vgl. anstatt vieler VerwGE
B 2011/68 vom 1. Dezember 2011 E. 2, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). In den
vorliegenden Beschwerdeverfahren B 2011/190 und B 2011/195 werden unter
Berücksichtigung der verminderten Anforderungen an Laienbeschwerden sinngemäss
identische rechtserhebliche Rügen erhoben, und es stellen sich dieselben
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Rechtsfragen. In beiden Beschwerdeverfahren sind die Rechtswidrigkeit des Widerrufs
der Baubewilligung und die dem Entscheid der Vorinstanz zugrundeliegende
Interessenabwägung bestritten. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren B 2011/190
und B 2011/195 zu vereinigen und die Beschwerden in ein und demselben Urteil zu
behandeln.
1.4. Unter den erwähnten Vorbehalten ist folglich auf die Beschwerden vom 16.
September 2011 bzw. deren Ergänzung vom 25. Januar 2012 sowie auf die
Beschwerde vom 19. September 2011 einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin I bemängelt den vorinstanzlichen Entscheid insbesondere
insofern, als darin ihr Recht bestritten wird, die Baubewilligung vom 19. November
2009 zu widerrufen und aufgrund neuer tatsächlicher Grundlagen das Baugesuch der
Beschwerdegegnerin abzulehnen.
Art. 28 Abs. 1 VRP bestimmt, unter welchen Voraussetzungen ein formell
rechtskräftiger Verwaltungsakt geändert oder aufgehoben werden kann. Danach
können Verfügungen durch die erlassende Behörde geändert oder aufgehoben werden,
wenn der Widerruf die Betroffenen nicht belastet oder wenn er aus wichtigen
öffentlichen Interessen geboten ist. Der Widerruf kommt sowohl gegenüber
ursprünglich fehlerhaften Verwaltungsakten in Betracht als auch gegenüber solchen,
bei denen der Mangel erst später eintritt (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 998;
VerwGE B 2010/293 vom 31. Mai 2011 E. 2.2. mit weiteren Hinweisen). Mit dem
Erfordernis des öffentlichen Interesses verlangt das Gesetz eine Interessenabwägung.
Abzuwägen ist das öffentliche Interesse am Widerruf bzw. an der richtigen Anwendung
des objektiven Rechts einerseits gegen das schutzwürdige Interesse des Betroffenen
an der Aufrechterhaltung der Verfügung bzw. an der Rechtssicherheit und am
Vertrauensschutz andererseits (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,
6. Aufl., Z. 2010, Rz. 997a). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts muss das
öffentliche Interesse klar überwiegen (VerwGE B 2008/68 vom 14. Mai 2009 E. 5.1.,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
Die Ausführungen der Vorinstanz zur Rechtswidrigkeit des verfügten Baustopps und
dazu, dass die Baubewilligung vom 19. November 2009 aufgrund der verspäteten
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Einsprachen in formelle Rechtskraft erwachsen ist, sind im Beschwerdeverfahren
unbestritten. Die formell rechtskräftige Baubewilligung verschafft dem
Bewilligungsinhaber eine öffentlich-rechtliche, faktisch in der Regel vermögenswerte
Rechtsposition. Wird ihm diese durch Widerruf entzogen, erleidet er als Betroffener
eine tatsächliche Belastung. Eine solche tatsächliche Belastung ist hinreichend, um
den Widerruf nach Art. 28 Abs. 1 VRP nur dann als zulässig erscheinen zu lassen, wenn
wichtige öffentliche Interessen ihn verlangen. Dabei sind im Einzelfall die Interessen an
der richtigen Durchsetzung der Rechtsordnung, der Schutz allfälliger Drittbetroffener
und das Interesse des Bauherrn zu gewichten und gegeneinander abzuwägen (zum
Ganzen VerwGE B 2008/68, a.a.O., E. 5.1. mit weiteren Hinweisen).
Es ist unbestritten, dass die von der Beschwerdeführerin I erteilte Baubewilligung nach
Ablauf der 14-tägigen Rekursfrist unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist und die
vorliegend umstrittene Mobilfunkanlage zum Zeitpunkt des Erlasses des Baustopps im
Wesentlichen bereits fertiggestellt war. Damit steht fest, dass ein Abbruch für die
Beschwerdegegnerin erhebliche finanzielle Aufwendungen zur Folge hätte. Umstritten
ist demgegenüber, ob es sich bei der Baubewilligung vom 19. November 2009
tatsächlich um eine fehlerhafte Verfügung handelt.
2.1. Die Beschwerdeführerin I macht geltend, die Vorinstanz habe unter Verletzung des
rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht zu Unrecht festgestellt, dass die
massgeblichen Grenzwerte nichtionisierender Strahlung eingehalten seien. Dazu führt
sie aus, dass Anlass für den Widerruf der Baubewilligung die Messungen der E. I. AG
vom 9. Februar 2011 (Akten Beschwerdeführerin I, act. 7, abgekürzt neutrale
Messungen) waren. Diese hätten eine Überschreitung der massgeblichen Grenzwerte
ergeben. Wie auch im Verfahren vor der Vorinstanz bemängelt die
Beschwerdeführerin I, die auf österreichischem Grund gelegenen Mobilfunkanlagen
seien im von der Beschwerdegegnerin am 8. September 2009 erstellten
Standortdatenblatt (Akten Bauverwaltung, act. 1, abgekürzt Standortdatenblatt) wie
auch in den Berechnungen des AfU vom 3. November 2009 und 24. Januar 2011 nicht
berücksichtigt worden.
Dem Standortdatenblatt ist auf der Seite 4 zu entnehmen, dass sowohl der
massgebliche Immissionsgrenzwert wie auch der Anlagegrenzwert eingehalten sind.
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Der Immissionsgrenzwert ist an allen Orten und somit auch an jenen des kurzfristigen
Aufenthalts einzuhalten (Art. 13 Abs. 1 NISV). Der Anlagegrenzwert ist demgegenüber
nur an Orten mit empfindlicher Nutzung - sprich in Gebäuden und an Orten, wo sich
Menschen regelmässig während längerer Zeit aufhalten oder im Bereich von
Kinderspielplätzen (Art. 3 Abs. 3 NISV) - einzuhalten (Art. 4 Abs. 1 NISV i.V.m. Ziff. 65
Anhang 1 NISV). Die Beschwerdegegnerin weist zu Recht darauf hin, dass der
Anlagegrenzwert grundsätzlich nur jeweils für eine einzige Anlage gilt (Art. 3 Abs. 6
NISV). Im Zusammenhang mit dem Anlagegrenzwert sind weitere Anlagen nur dann
beachtlich, wenn sie sich innerhalb desselben Perimeters befinden (Ziff. 62 Anhang 1
NISV). Aus dem Standortdatenblatt und dem dazugehörigen Plan "Situation NIS" ergibt
sich indes, dass sich keine weiteren Sendeantennen im selben Perimeter befinden.
Im Schreiben vom 3. November 2009 (Akten Bauverwaltung, act. 5) bestätigte das AfU
unter anderem die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Standortdatenblatt
ausgewiesenen Werte. Im Schreiben vom 24. Januar 2011 (Akten Beschwerdeführerin
I, act. 6) bestätigt das AfU die Einhaltung bzw. vielmehr die deutliche Unterschreitung
des Immissionsgrenzwerts. Weiter weist es darauf hin, dass sämtliche in Betrieb
stehenden Mobilfunkanlagen auf dem Gemeindegebiet sowie die vorliegend
umstrittene Mobilfunkanlage berücksichtigt worden seien. Insbesondere bemerkt es,
dass ausserhalb des Gemeindegebietes - und somit auch auf österreichischem Grund
- liegende Anlagen vernachlässigt werden können, da sie nur bedeutungslos zur
Gesamtbelastung beitragen würden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
werden bei der Beurteilung des Immissionsgrenzwerts nach Anhang 2 NISV die
Emissionen aller Quellen hochfrequenter Strahlen zusammengerechnet, und es muss
deshalb grundsätzlich die Strahlung sämtlicher Mobilfunkanlagen in der Umgebung
berücksichtigt werden. Das Bundesgericht hat aber gleichzeitig festgestellt, dass in
Fällen, wo der Immissionsgrenzwert mit Sicherheit eingehalten wird, auf eine detaillierte
Berechnung der kumulierten Strahlung verzichtet werden darf (zum Ganzen BGer 72.A/
2004 vom 1. September 2004 E. 2.3.1). Sowohl das Standortdatenblatt wie die
Berechnungen des AfU vom 24. Januar 2011 zeigen, dass der Immissionsgrenzwert
nur gerade bis zu 12 bzw. 10 Prozent ausgenutzt und somit weit unterschritten wurde.
Das AfU hat folgedessen zu Recht auf eine detaillierte Berechnung der kumulierten
Strahlung verzichtet und rechtskonform die österreichischen Anlagen unberücksichtigt
gelassen.
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Auch die neutralen Messungen bestätigen die Einhaltung des Anlagegrenzwerts und
Immissionsgrenzwerts (vgl. "Schlussfolgerungen" der neutralen Messungen auf
Seite 2). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin I, dass sich aus den neutralen
Messungen eine Überschreitung der Grenzwerte ergebe, ist somit falsch, zumal - wie
dargelegt - in den Schlussfolgerungen der neutralen Messungen das Gegenteil
festgehalten wird. Die Behauptung der Beschwerdeführerin I wird indes verständlicher,
wenn man beachtet, dass sie im Entscheid vom 8. April 2011 erklärt hat, dass sich eine
Grenzwertüberschreitung ergibt, wenn die Werte gemäss den neutralen Messungen,
welche zwischen 0.08 V/m und 0.17 V/m liegen würden, mit jenen gemäss
Standortdatenblatt, welche Werte von 1.03 V/m bis 4.96 V/m liegen würden, addiert
werden (Akten Beschwerdeführerin I, act. 10, S. 3, unten). Möglicherweise will die
Beschwerdeführerin I damit erklären, dass eine Addition von 4.96 V/m mit 0.17 V/m
einen Wert von 5,13 V/m ergibt. Dieser würde über dem Anlagegrenzwert von 5 V/m
liegen. Auf welche rechtliche Grundlage sich die Beschwerdeführerin I für diese
Addierung der Werte stützt, ist aber weder ersichtlich noch rechtsgenüglich dargelegt.
Vielmehr ist - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkt - in dieser Addierung eine
unzulässige Verschärfung der Emissionsgrenzwerte gemäss Art. 4 NISV i.V.m. Ziff. 64
lit. c Anhang 1 NISV zu erkennen, zumal die vorsorgliche Emissionsbegrenzung in der
NISV abschliessend auf Bundesebene geregelt ist (BGer 72.A/2004, a.a.O., E. 3 mit
Hinweis auf BGE 126 II 399 E. 3c). Die NISV sieht weitere Emissionsbeschränkungen
nur für den Fall vor, dass feststeht oder zu erwarten ist, dass ein oder mehrere
Immissionsgrenzwerte durch eine einzelne Anlage alleine oder durch mehrere Anlagen
zusammen überschritten werden (Art. 5 Abs. 1 NISV). Eine Überschreitung des
Immissionsgrenzwerts ist aber - wie bereits dargelegt - vorliegend weder gegeben
noch zu erwarten.
Dementsprechend hat die Beschwerdeführerin I zu Unrecht eingewendet, dass die
österreichischen Sendeanlagen fälschlicherweise unberücksichtigt blieben und die
Berechnungen im Standortdatenblatt und jene des AfU falsch seien. Damit erweist sich
auch der Einwand bezüglich der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der
Begründungspflicht als unbegründet.
2.2. Es wurde bereits dargelegt, dass ein Widerruf nur gegenüber ursprünglich oder
nachträglich fehlerhaften Verfügungen in Betracht kommt und nur soweit der Widerruf
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den Bewilligungsadressaten nicht belastet oder durch öffentliche Interessen geboten
ist. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die umstrittene
Baubewilligung weder formelle noch materielle Mängel aufweist. Die
Beschwerdegegnerin hat überdies von der anfänglich erteilten und - wie sich im
Rekursverfahren herausgestellt hat - formell rechtskräftigen Baubewilligung in gutem
Glauben Gebrauch gemacht. Die Mobilfunkanlage war bei Erlass des Baustopps im
Wesentlichen bereits fertiggestellt. Ein Abbruch der Mobilfunkanlage würde die
Beschwerdegegnerin daher finanziell erheblich belasten. Die öffentlichen Interessen am
Gesundheitsschutz fanden mit der Erfüllung der Bestimmungen der NISV
Berücksichtigung (Art. 1 NISV). Der Widerruf ist daher zu Unrecht erfolgt.
3. Wie sich nachfolgend zeigt, vermögen an der Rechtswidrigkeit des Widerrufs der
Bewilligung auch die zusätzlichen Rügen der Beschwerdeführerin II nichts zu ändern.
3.1. Vorab ist bezüglich der Vorbringen der Beschwerdeführerin II darauf hinzuweisen,
dass diese verkennt, dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass die
Beschwerdeführerin II mit dem Verpassen der Einsprachefrist ihr Einspracherecht
längst verwirkt hat (GVP 1971 Nr. 82 E. 1a; B. Heer, St. Gallisches Bau- und
Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 928). Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin II
ihre Legitimation, sich zur Rechtmässigkeit oder Rechtswidrigkeit der Baubewilligung
vom 19. November 2009 zu äussern, verloren hat. Sie hat es im vorliegenden
Beschwerdeverfahren versäumt, Gründe dafür darzulegen, weshalb sie entgegen der
Feststellungen der Vorinstanz dennoch zur Einsprache legitimiert gewesen sein soll.
Auf die Rügen der Beschwerdeführerin II ist daher nicht einzutreten. Wie sich
nachfolgend zeigen wird, sind die im Vergleich zur Beschwerdeführerin I von der
Beschwerdeführerin II zusätzlich vorgebrachten Rügen aber ohnehin abzuweisen.
3.2. Im Zusammenhang mit den Berechnungen zum Immissionsgrenzwert und
Anlagegrenzwert hat die Beschwerdeführerin II sinngemäss eingewendet, dass die
Unterordnung des AfU unter die Vorinstanz einen unzulässigen Interessenkonflikt
begründe. Die Objektivität des Entscheides der Vorinstanz, in welchem unter anderem
Bezug auf die Tätigkeit des AfU genommen werde, sei daher zweifelhaft.
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Die Beschwerdegegnerin wendet diesbezüglich zu Recht ein, dass die organisatorische
Unterordnung des AfU gegenüber der Vorinstanz nichts an dessen fachlicher
Kompetenz und der Richtigkeit und Gesetzmässigkeit der von ihm vorgenommenen
Überprüfung des Standortdatenblattes und der Berechnungen zur Einhaltung des
Immissionsgrenzwerts ändert. Es entspricht konstanter und rechtskonformer Praxis, im
Rekursverfahren grundsätzlich auf den Sachverstand der eigenen Ämter und
Mitarbeiter abzustellen, anstatt externe Gutachten einzuholen, die nicht nur zusätzliche
Kosten verursachen, sondern in der Regel auch die Verfahrensdauer verlängern
(BGer 1C_225/2011 vom 8. September 2011 E. 2.4). Es ist weder ersichtlich noch
dargelegt, dass und inwiefern das AfU bei seinen Tätigkeiten im Zusammenhang mit
der vorliegend umstrittenen Mobilfunkanlage von gesetzlichen Bestimmungen
abgewichen oder willkürliche Massstäbe angewendet haben soll. Ebenso wenig ist
erkennbar, dass die Vorinstanz in fälschlicher bzw. willkürlicher Weise die Richtigkeit
der Überprüfung und Berechnungen des AfU bestätigt haben soll. Die Rüge bezüglich
des Interessenkonflikts erweist sich somit als unbegründet.
3.3. Die Beschwerdeführerin II bemängelt zuletzt die vorinstanzliche Kostenverlegung.
Sie wirft der Vorinstanz vor, sie habe damit in ungebührlicher Weise auf sie und die
übrigen Rekursgegner Einfluss nehmen wollen.
Das Gesetz schreibt bezüglich der Verlegung der amtlichen Kosten vor, dass jener die
Kosten zu tragen hat, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art.
95 Abs. 1 VRP). Im Rekursverfahren sind die Begehren der Beschwerdeführerin II und
der übrigen Rekursgegner vollständig abgewiesen worden. Im Weiteren hat bereits die
Vorinstanz in zutreffender Weise auf die verwaltungsgerichtliche Praxis hingewiesen,
wonach in erstinstanzlichen Verfahren, bei denen sich direkt und indirekt Betroffene mit
entgegengesetzten Interessen am Verfahrensausgang beteiligen, grundsätzlich diese
beiden für die Kostenverlegung herangezogen werden, während dem erstverfügenden
Gemeinwesen keine amtlichen Kosten auferlegt werden, selbst wenn es mit seinen
Anträgen unterliegt (vgl. zum Ganzen R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach
st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 76 f.). Die
frühere Rechtsprechung, wonach im Unterliegensfall die amtlichen Kosten dem
Gemeinwesen und den unterliegenden betroffenen Privaten je zur Hälfte auferlegt
werden, ist demgegenüber veraltet und kommt nicht mehr zur Anwendung (Hirt, a.a.O.,
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S. 77). Im Rekursverfahren haben sich die Beschwerdeführerin II zusammen mit den
übrigen Rekursgegnern und die Beschwerdegegnerin mit entgegengesetzten
Interessen am Verfahrensausgang gegenüber gestanden. Daher rechtfertigt sich die
Verlegung der amtlichen Kosten zu Lasten der Beschwerdeführerin II und der übrigen
Rekursgegner.
Bezüglich der ausseramtlichen Kosten hat die Vorinstanz zu Recht dargetan, dass im
Rekursverfahren ausseramtliche Kosten entschädigt werden, soweit sie aufgrund der
Sach- oder Rechtslage notwendig und angemessen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP).
Die Verlegung der ausseramtlichen Kosten richtet sich ebenfalls nach Obsiegen und
Unterliegen (Art. 98bis VRP). Es ist offensichtlich, dass sich im Rekursverfahren nicht
einfach zu beantwortende Rechtsfragen gestellt haben, weshalb der Beizug eines
Rechtsvertreters bei der Beschwerdegegnerin gerechtfertigt war.
Die vorinstanzliche Kostenverlegung zulasten der Beschwerdeführerin II gibt folglich
keinen Grund zur Beanstandung.
4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berechnungen zur Einhaltung des
Immissionsgrenzwerts und Anlagegrenzwerts korrekt waren. Ebenso waren sowohl die
Bestätigung der Richtig- und Vollständigkeit des Standortdatenblattes durch das AfU
sowie dessen Berechnungen des Immissionsgrenzwerts korrekt. Aufgrund der
Übereinstimmung der Ergebnisse der neutralen Messungen mit dem
Standortdatenblatt und den Berechnungen des AfU ist weiter festzustellen, dass -
entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerinnen - die neutralen Messungen
keine neuen entscheidrelevanten Tatsachen hervorgebracht haben, die einen Widerruf
rechtfertigen würden. Aufgrund der Gesetzmässigkeit der umstrittenen
Mobilfunkanlage ist sichergestellt, dass den öffentlichen Interessen am
Gesundheitsschutz genügend Rechnung getragen wird. Die Unterordnung des AfU
gegenüber der Vorinstanz alleine begründet überdies weder einen Interessenkonflikt
noch lässt sich aus diesem Umstand alleine eine Befangenheit des AfU oder der
Vorinstanz folgern. Die vorinstanzliche Kostenverlegung ist überdies in
Übereinstimmung mit dem Gesetz und der geltenden kantonalen Praxis erfolgt und
daher nicht zu beanstanden. Folglich sind die Beschwerden vollumfänglich
abzuweisen.
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5. Grundsätzlich sind die Kosten von jenem Verfahrensbeteiligten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Im
vorliegenden Verfahren unterliegen sowohl die Beschwerdeführerin I als auch die
Beschwerdeführerin II.
Gemäss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung werden in Fällen, bei denen eine
erstverfügende Behörde und als Rekursinstanz z.B. ein staatliches Departement
beteiligt sind, die Kosten der erstverfügenden Behörde und/oder den privaten
Verfahrensbeteiligten auferlegt, wenn diese mit ihren Begehren unterliegen. Sind am
Verfahren zwei Private mit entgegengesetzten Interessen am Verfahrensausgang
beteiligt, werden grundsätzlich nur die Privaten für die Kostentragung herangezogen,
auch wenn die erstverfügende Instanz falsch entschieden hat (vgl. zum Ganzen Hirt,
Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St.
Gallen 2004, S. 79).
Im vorliegenden Verfahren sind die Beschwerdeführerin I als erstverfügende Behörde
und als Rekursinstanz das Baudepartement beteiligt. Gleichzeitig stehen sich die
Beschwerdeführerin II und die Beschwerdegegnerin als zwei Private mit
entgegenstehenden Interessen gegenüber. Im Unterschied zur Konstellation der
Verfahrensbeteiligten im Regelfall - auf welchen die oben beschriebene
Verwaltungspraxis zur Kostenverlegung zugeschnitten ist - ist vorliegend die
Beschwerdeführerin I aber nicht nur blosse Verfahrensbeteiligte als rechtsanwendende
Behörde, sondern sie führt vielmehr selbst Beschwerde. Daher sind hier nicht etwa
sämtliche Kosten der Beschwerdeführerin II aufzuerlegen, sondern die Kosten sind von
beiden Beschwerdeführerinnen je zur Hälfte zu tragen. Auf die Erhebung der dem
Gemeinwesen auferlegten Kosten ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Angemessen
ist eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der von der Beschwerdeführerin II zu
bezahlende Kostenanteil ist mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von
Fr. 1'500.-- zu verrechnen.
Weil die Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren obsiegt, hat sie Anspruch auf
eine ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 i.V.m. 98bis VRP). Ihr
Rechtsvertreter hat keine Honorarnote eingereicht, weshalb das Honorar nach
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Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Eine Entschädigung von Fr. 2'500.--
(inkl. Barauslagen) ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO i.V.m. Art. 19 HonO). Die
Beschwerdegegnerin ist selbst mehrwertsteuerpflichtig, weshalb sie die in der
Honorarrechnung ihres Anwalts belastete Mehrwertsteuer von ihrer eigenen
Steuerschuld wieder abziehen kann. Die Mehrwertsteuer kann deshalb bei der
Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung unberücksichtigt bleiben (vgl. Hirt,
a.a.O., S. 194). Gleich wie bei der Verlegung der amtlichen Kosten ist auch bei der
Verlegung der ausseramtlichen Kosten entscheidend, dass sich im vorliegenden
Verfahren zwei Private mit gegensätzlichen Interessen gegenüberstehen. Das zur
Verlegung der amtlichen Kosten Dargelegte gilt auch für die Verlegung der
ausseramtlichen Kosten (Hirt, a.a.O., S. 175). Folglich sind auch die ausseramtlichen
Kosten je hälftig und unter solidarischer Haftung durch beide Beschwerdeführerinnen
gleichermassen zu tragen.
Demnach hat das Verwaltungsgericht