Decision ID: a363a336-1d58-4cc9-9e99-ecf7e4b727a0
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, war seit dem 15. April 1979 mit einem Pensum von 100 % als Primarschullehrer bei der Bildungsdirektion des Kantons Zürich angestellt (Urk. 12/1/1, 12/6/4 und 12/17 f.).
Am 1
8.
März 2013 erlitt der Versicherte einen subakuten anterioren M
yokardinfarkt, worauf er im S
pital
Y._
sowie im Stadtspital
Z._
medizinisch versorgt wurde (vgl.
Urk.
12/15).
1.2
Nach erfolgter Früherfassung (vgl.
Urk.
12/1-4) meldete
sich der Versicherte
am 2
8.
November 2013 unter Hinweis auf eine beeinträchtigte Herzleistung und psy
chische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
12/6 f.) Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte darauf
hin
erwerbliche (Urk. 12/13, 12/17 f
.) und medizinische (Urk. 12/15,
12/20) Abklärungen. Am 16. Mai 2014 gab sie bei Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag (Urk. 12/21
f.
), das am 22. August 2014 erstattet wurde (Urk. 12/26). Mit Vorbe
scheid vom 13. Oktober 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abwei
sung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 12/28), wogegen die
ser Einwand erheben (Urk. 12/32,
12/38) und weitere medizinische Unterlagen einrei
chen liess (Urk. 12/37).
Am 13. Januar 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten schriftlich mit, sie über
nehme die Kosten für eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung
(Allge
meine Innere Medizin, Kardiologie, Psychiatrie und Neuropsychologie)
, da
diese
zur Klärung der Leistungsa
nsprüche
erforderlich sei (
Urk.
12/44).
Der
Versicherte
lehnte eine erneute psychiatrische Begutachtung
wiederholt
mit der Begründung ab, dass es sich hierbei um die unzulässige Einholung einer «
second
opinion
» handle
(
Urk.
12/45, 12/47 und 12/52).
Die IV-Stelle hielt nach zwischenzeitlicher Zuteilung des Auftrags an die
B._
mit Verfügung vom 10. April 2015 an der Begutachtung und an den ausgewählten Fachdisziplinen fest (Urk. 12/63). Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 12/68/3
ff.
) wies das hiesige Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2015.00521 vom 27. August 2015 ab (Urk. 12/74).
Am 18. Januar 2016 erstattete die
B._
ihr Gutachten (
B._
-Gut
ach
ten,
Urk. 12/82). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverf
ahren
(vgl. Urk.
12/92, 12/95 und 12/97) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfü
gung vom 20. Dezember 2016 ab Juni 2014 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 12/103).
Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
12/
111/3 ff.) hiess das hiesige Sozialver
sicherungs
gericht mit Urteil IV.2017.00085 vom 2
1.
September 2018 teilweise gut, indem es die
angefochtene Verfügung aufhob, soweit sie vom
1.
Juni 2014 bis 2
9.
Februar 2016 einen die
Viertelsrente
übersteigenden Rentenanspruch ver
neinte. Dem
Versicherten
wurde vom
1.
Juni 2014 bis 2
8.
Februar 2015 eine ganze Invaliden
rente zugesprochen. Im Übrigen wurde die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit diese nach weiteren Abklärungen über den eine
Viertels
rente
überstei
genden Rentenanspruch für den Zeitraum vom
1.
März 2015 bis 29. Februar 2016 neu befinde (
Urk.
12/119/25).
1.3
Im
Zuge
der Umsetzung dieses unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteils holte die IV-Stelle zunächst Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 12/131, 12/136). Als Beilage zu seinem Schreiben vom 2
6.
August 2019 (
Urk.
12/140) reichte der Versicherte weitere Arztberichte zu den Akten (Urk. 12/139).
Mit Revisionsgesuch vom
9.
Oktober 2019 (
Urk.
12/143) liess er der IV-Stelle weitere ärztliche Unterlagen zukommen (
Urk.
12/142) und beantragte gestützt darauf per
sofort die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente. Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Stellungnahme vom 2
8.
Oktober 2019,
Urk.
12/144/5
f.) stell
t
e die IV-Stelle dem Vers
icherten mit Vorbescheid vom 8.
Januar 2020 die Zusprechung einer ganzen Rente ab
1.
Juni 2014 sowie einer
Vier
telsrente
ab
1.
März 2016 in Aussicht (
Urk.
12/145).
Dagegen opponierte jener mit Einwand vom
6.
Februar respektive 1
2.
März 2020 (
Urk.
12/151, 12/154). Am
4.
September 2020 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (
Urk.
12
/157 [Begründung], 12/163
und 12/165
[= Urk. 2]).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3
0.
September 2020 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei insofern aufzuheben, als ihm ab dem
1.
Oktober 2019 eine unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. Eventualiter sei ein neutrales,
bidisziplinäres
Gerichtsgutachten mit den Disziplinen Kardiologie und Psychiatrie erstellen zu lassen (
Urk.
1 S. 2). Mit Eingabe vom
2.
Oktober 2020 (
Urk.
6) ersuchte der Beschwerdeführer unter Beilage eines Berichtes
des behandelnden Psychiaters
vom 3
0.
September 2020 (
Urk.
7) erneut um Gutheissung der Beschwerde.
Mit Beschwerdeantwort vom 10.
Dezember 2020 (
Urk.
10) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der
Beschwerde, wobei sie
zudem
auf
eine Ste
llungnahme des RAD vom 23.
November 2020
ver
wies
(
Urk.
11).
Der Beschwerdeführer hielt in der Folge mit Replik vom 2. März 2021 an seinen Rechtsbegehren fest (
Urk.
16), worauf die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 2
1.
April 2021 mitteilte, auf das Einreichen einer Duplik zu verzichten (
Urk.
18). Darüber wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
3.
April 2021 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streit
gegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügun
gen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundes
gerichts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vorausset
zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Inva
lidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht –
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die
vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi
kationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom
4.
September 2020
zusammengefasst
fest, laut Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 21. September 2018
sei der Beschwerdeführer
zum Zeitpunkt des frühestmög
lichen Rentenbeginns per
1.
Juni 2014
als Lehrer zu
30
%
arbeitsfähig gewesen
. Bei einer Erwerbseinbusse von 70
%
bestehe somit seither Anspruch auf eine ganze Rente. Gestützt auf die
B._
-
Teilgutachten liege seit Dezember 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
fü
r die Tätigkeit als Lehrer vor; d
ie Erwerbseinbusse betrage
somit
40
%
. Ab
1.
März 2016
drei Monate nach Eintritt der Verbesse
rung
sei die ganze Rente daher auf
eine
Viertelsren
te
herabzusetzen
.
Im späteren Verlauf sei gestützt auf die Beurteilungen des RAD weder aus kardiologischer noch aus psychiatrischer Sicht eine wesentliche Verschlechterung des Gesund
heitszustandes eingetreten.
Der Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit als Primarlehrer zu 60
%
arbeitsfähig und verfüge über eine jahrelange Berufserfahrung. Zum Zeitpunkt des ersten Entscheides im Jahr 2016 sei er 58 Jahre alt gewesen. Ausserdem seien weder eine Umstellung auf eine neue Tätig
keit noch eine längere Einarbeitungszeit erforderlich. Die Verwertung der verblei
benden Arbeitsfähigkeit im ausgeglichenen Arbeitsmarkt sei daher zumutbar (
Urk.
12/157/1 f.).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 30. September 2020 im Wesentlichen die Auffassung, sein Gesundheitszustand
habe sich
seit der Begutachtung durch die
B._
im Januar 2016 sowohl in körperlicher als auch in psychischer Hinsicht massiv verschlechtert, weshalb spätestens seit dem im Oktober 2019 gestellten Revisionsgesuch wieder ein Anspruch auf eine unbefristete ganze Invalidenrente bestehe (Urk. 1 S. 23).
Selbst
wenn kein Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
vorliege, sei eine ganze Invali
denrente zuzusprechen, da er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sei (
Urk.
1 S. 24).
Sollte diesem Rechtsbegehren nicht gefolgt werden können, werde beantragt, ein
bidisziplinäres
Gerichtsgutachten einzuholen, zumal das
B._
-Gutachten bereits über viereinhalb Jahre alt sei und sich der Gesundheitszustand zwischenzeitlich aus fachärztlicher Sicht weiter verschlech
tert habe. Die Beschwerdegegnerin habe keine medizinischen Abklärungen vor
genommen und auf die RAD-Stellungnahme könne nicht abgestellt werden (
Urk.
1 S. 24 f.).
Mit Replik vom
2.
März 2021 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (
Urk.
16 S. 2). Bezugnehmend auf die als Beilage zur Beschwerdeantwort einge
reichte RAD-Stellungnahme (
Urk.
11)
führte er insbesondere aus, dass diese nicht durch eine Fachärztin für Kardiologie verfasst worden sei. Indem die Beschwer
degegnerin nach Erlass der angefochtenen Verfügung weitere medizinische Abklärungen durch den RAD
habe
durchführen
lassen
, sei auch erstellt, dass sie den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt in Verletzung der Untersu
chungspflicht ungenügend abgeklärt habe, weshalb zumindest der Eventual
antrag gutzuheissen sei (
Urk.
16 S. 4 f.).
3.
3.1
3.1.1
Massgebliche medizinische Grundlage des Urteils IV.2017.00085
(
Urk.
12/119)
bildete das polydisziplinäre
B._
-Gutachten vom 1
8.
Januar 2016 (
Urk.
12/82)
, in welchem
die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten
wurden
(Urk. 12/82/54):
-
Koronare 1-Ast-Erkrankung (RIVA)
-
Status nach subakutem anteriorem STEMI bei
ostialem
RIVA Ver
schluss am 1
9.
März 2013 mit apikalem Thrombus (
Koronarografie
1
9.
März 2013)
-
Status nach PTCA/
Stenting
des hochproximalen RIVA (DES) am 10. Juni 2013
-
mittelschwer eingeschränkte linksventrikuläre Funktion bei ausge
dehnter
antero
-apikaler A- bis Dyskinesie
und beginnendem apikalem Aneurysma (Echo 1/16)
-
kompletter Rechtsschenkelblock,
linksanteriorer
Hemiblock
-
Ergometrie 1/16: leicht eingeschränkte Belastbarkeit von 87
%
der Sollleistung ohne
Ischämiezeichen
-
leichte kognitive Funktionsschwäche.
Ein Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit
wurde demgegenüber in Bezug auf
eine arterielle Hypertonie, ein
en
bisher unbehandelten
Diabetes mellitus Typ 2, extra
kardiale Thoraxschmerzen, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium I beidseits sowie ein
en
Status nach depressiver Episode
verneint (Urk.
12/82/54).
Aus gesamtmedizinischer Sicht
hielten die Gutachter fest
, sicherlich bis Ende Juli
2013
habe
aufgrund der kardialen Problematik für jegliche Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Danach sei dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht eine Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit als Primar
lehrer zumutbar gewesen, primär im Rahmen von 30
%
langsam steigernd und ab dem
1.
Januar 2014 im Rahmen von 60
%
. Mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten seien ihm (aufgrund der abnehmenden Pumpleistung; vgl.
Urk.
12/82/42) seit März 2013 nicht mehr zumutbar.
Aufgrund der Aktenlage sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht aufgrund der psychischen Probleme nicht habe umgesetzt werden können, zumal sicherlich bis November 2014 aus psychiatrischer Sicht eine vollschichtige Arbeitsunfähig
keit bestanden habe (
Urk.
12/82/58). Danach scheine sich jedoch unter Therapie eine weitgehende Remission der depressiven Symptomatik bis Dezember 2015 einge
stellt zu haben, so dass ab spätestens Dezember 2015 keine Reduktion der Arbeitsfähigkeit mehr aus psychiatrischer Sicht angenommen und ab dem Zeit
punkt der Begutachtung eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne (
Urk.
12/82/58).
3.1.2
Seitens des Sozialversicherungsgerichtes
wurde dem
B._
-Gutachten volle Beweiskraft zuerkannt (vgl.
Urk.
12/119/14-22 [E. 5]).
Gestützt auf das kardiolo
gische und psychiatrische Teilgutachten wurde von März 2013 bis November 2014 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit für erstellt erachtet. Für den Zeitraum von Dezember 2014 bis Dezember 2015 erwies sich der medizinische Sachverhalt als abklärungsbedürftig, weshalb die Sache insoweit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wurde. Ab Dezember 2015 ging das Gericht von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Lehrer aus (
Urk.
12/119/22-23 [E. 6]).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der Umsetzung des Urteils des Sozialversicherungsgerichtes holte die Beschwerdegegnerin zunächst Berichte
der behandelnden Ärzte ein.
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie, hielt in ihrem Bericht vom
2
4.
April
2019
(Eingangsdatum)
fest, dass die Beschwerden zwischenzeitlich konstant geblieben seien. Herzinsuffizienzzeichen seien bei unver
ändert mittelschwer eingeschränkter linksventrikulärer Funktion mit einer
Ejektionsfraktion (EF) von etwa 30-33
%
nicht vorhanden gewesen.
Die Leis
tungsfähigkeit sei leicht vermindert gewesen, wobei 93
%
Soll erreicht worden seien (
Urk.
12/131/1; vgl. auch
Urk.
12/1
31/7
).
Der Beschwerdeführer sei nicht mehr als Lehrer aktiv; zumutbar wäre
diese Tätigkeit aufgrund der kardialen Erkrankung in einem Pensum von ungefähr 33
%
. Infolge der Depression belaufe sich die Arbeitsfähigkeit jedoch auf 0
%
. Eine angepasste Tätigkeit sei eben
falls
je nach Ausprägung der Depression
zu etwa 33
%
zumutbar
. Infolge der Herzerkrankung bestehe eine vermehrte körperliche Ermüdbarkeit. Aufgrund der Depression sei der Beschwerdeführer psychisch nicht belastbar und zeige ein passives Verhalten (
Urk.
12/131/3).
3.2.2
Dem Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, vom
7.
August 2019 ist als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Erkrankung mit aktuell mittel
gradiger Episode (ICD-10 F33.1) zu entnehmen
(
Urk.
12/136/1)
.
Dies
e
habe seit dem 17. Oktober 2013 durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 70
%
zur Folge (
Urk.
12/136/1, 12/136/3). Seit 2013 sei der Beschwerdeführer regelmässig in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Wegen immer wieder auftretender Rückfälle sei mit einer weiteren langfristigen Behandlung zu rechnen. Eine berufliche Wiedereingliederung erscheine völlig unrealistisch (
Urk.
12/136/3).
3.2.3
In ihrem Bericht vom 2
0.
August 2019 äusserte sich
Dr.
C._
dahingehend, dass die Leistungsfähigkeit in der Ergometrie mit Erreichen von 86
%
Soll etwas schlechter ausgefallen sei als in der Voruntersuchung. Echokardiographisch habe sich die gemessene Auswurffraktion mit 33
%
in etwa gleichbleibend präsentiert. Die Beurteilung sei allerdings bei verminderter Echoqualität erschwert. Herzin
suffizienzzeichen seien nicht vorhanden gewesen (
Urk.
12/139/2).
3.2.4
Am
4.
September 2019 unterzog sich der Beschwerdeführer im Stadtspital
Z._
einem nativen und kontrastmittelverstärkten MRI des Herzens mit Stressunter
suchung. Dabei
habe
gemäss Bericht gleichen Datums ein deutlich dilatierter linker Ventrikel mit schwer eingeschränkter systolischer Funktion (EF volu
metrisch 27
%
) bei grossem transmuralen Vorderwandinfarkt festgestellt werden
können
.
Unter
Regadenosonbelastung
sei keine induzierbare Ischämie aufge
treten. Ein
Ventrikelthrombus
habe ebenfalls nicht nachgewiesen werden können (
Urk.
12/142/3).
In Kenntnis dieser Untersuchungsergebnisse
hielt
Dr.
C._
in ihrem Bericht
vom 2
7.
September 2019
fest, dass sich die linksventrikuläre Funktion gegenüber früher durch ein ungünstiges
Remodelling
deutlich verschlechtert habe.
Es sollte eine optimale medikamentöse Herzinsuffizienz-Therapie eingeleitet werden gemäss den
Richtlinien. Wegen den multiplen Medikamentenunverträglichkeiten und der Angst des Beschwerdeführers vor Nebenwirkungen sei bisher keine weitere medikamentöse Umstellung erfolgt. Formal bestehe aus primär prophy
laktischen Gründen die Indikation für die Implantation eines ICD-
(
CRT)-Schritt
machers
(Schutz vor plötzlichem Herztod). Eine ICD-Implantation lehne der Beschwer
deführer zurzeit jedoch ab (
Urk.
12/142/2).
3.2.5
Mit RAD-Stellungnahme vom 2
8.
Oktober 2019 äusserte sich
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Absprache mit Dr. med.
F._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
vorab
zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vom
1.
März 2015 bis Februar 201
6.
Bis November 2014 habe in Anbetracht der echtzeitlichen medi
zinischen Unterlagen eine schwere depressive Episode im Rahmen der rezidi
vierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.2)
vorgeherrscht.
Der Beschwerde
führer habe zunächst diverse Antidepressiva ausprobiert; im Sommer 2015 habe er mit der damaligen Medikation (
Escitalopram
20mg) begonnen. Anschliessend sei es zur im Dezember 2015 festgestellten vollständigen Remission gekommen.
Im
B._
-Gutachten werde weder eine depressive Symptomatik erwähnt noch eine affektive Störung diagnostiziert. Es sei davon auszugehen, dass die im Januar 2016 festgestellte Verbesserung ab circa vier bis sechs Wochen nach Ein
führung des Antidepressivums (übliche Wirkeintrittszeit) im Sommer 2015 bestanden habe. Im Weiteren sei anzunehmen, dass die im Januar 2016 fest
gestellte Verbesserung bei unveränderter Situation im Februar 2016 weiterhin bestanden habe. Aus psychiatrischer Sicht habe
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit vom
1.
März bis 3
0.
September 2015 eine 30%ige Arbeitsfähigkeit vor
gelegen. Danach habe vom
1.
Oktober 2015 bis 28. Februar 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden (
Urk.
12/144/5 f.).
Des Weiteren äusserte sich der RAD zur Frage, ob ab dem 2
0.
November 2016 eine allfällige Veränderung der Arbeitsfähigkeit eingetreten sei.
Aus kardiolo
gischer Sicht sei eine leichte Verschlechterung der EF von 33
%
(20. August 2019) auf 27 % (
4.
September 2019) festgestellt worden. In der Ergometrie sei die Leis
tungsfähigkeit jedoch mit 93
%
/150 Watt im September 2019 sogar besser aus
gefallen als in den Voruntersuchungen. Somit bestehe keine wesentliche Ver
schlechterung des kardiologischen Gesundheitszustandes.
Aus psychiatrischer Sicht werde aktuell eine mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer depressiven Störung (ICD-10 F33.1) diagnostiziert.
Escitalopram
mit einer Dosie
rung von
20mg
, welches in der Vergangenheit zu einer deutlichen Verbesserung geführt habe, sei aus
nicht erwähnten Gründen durch
Agomelatin
mit unklarer Dosierung ersetzt worden.
Den Arztberichten der Kardiologie sei zu entnehmen, dass Citalopram mit einer Dosierung von 10mg eingeführt worden sei. Die übliche Dosis betrage 20 bis
40mg. Die Unterdosierung könne eventuell die vorüber
gehende Verschlechterung erklären.
Dr.
C._
habe in ihrem Bericht von April 2019 erwähnt, dass der Beschwerdeführer Citalopram abgesetzt habe und Johan
niskraut einnehme; eine psychotherapeutische Behandlung wolle er nicht. Johan
niskraut sei als Monotherapie für die Behandlung einer rezidivierenden depres
siven Störung nicht geeignet. Eine langfristige Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der aktuellen mittelgradigen depressiven Episode sei unter psychiatrisch-medikamen
töser und psychotherapeutischer Behandlung nicht nachvollziehbar, zumal es schon zur oben erwähnten Verbesserung gekommen sei.
Somit könne gegen
wärtig nicht von einer dauerhaften Verschlechterung ausgegangen werden. Zusammenfassend sei weder aus kardiologischer noch aus psychiatrischer Sicht von einer wesentlichen Verschlechterung seit dem 2
0.
November 2016 auszu
gehen (
Urk.
12/144/6).
3.2.6
Mit im Beschwerdeverfahren eingereichte
m
Bericht vom
2
8.
September 2020
führte
Dr.
C._
aus, dass der Beschwerdeführer seinen bisherigen Beruf aufgrund der in den letzten Jahren zunehmenden Verschlechterung der Herzfunktion mit aktuell schwer verminderter linksventrikulärer Auswurffraktion, dem Auftreten eines Diabetes mellitus Typ II und der reaktiven Depression nicht mehr ausüben könne. Die berufliche Belastung als Lehrer m
it 100%iger Präsenz vor der Klass
e benötige eine psychische und physische Belastbarkeit, die der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erkrankungen nicht erbringen könne. Es bestehe deshalb die Not
wendigkeit einer Neubeurteilung des Rentenanspruchs mit Berücksichtigung der neueren kardialen Befunde (
Urk.
3/5).
3.2.7
Dr.
D._
wies in seinem Bericht vom 3
0.
September 2020 darauf hin, dass sich der psychische Zustand des Beschwerdeführers seit dem letzten Bericht von August 2019 deutlich verschlechtert habe. Aktuell bestehe insbesondere eine schwergradige Ausprägung der rezidivierenden depressiven Störung ohne psy
chotische Symptome (ICD-10 F33.2).
Aufgrund der Verschlechterung der Symp
tome
liege derzeit
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
vor
(
Urk.
7).
3.2.8
Bezugnehmend auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 2
8.
September 2020
gelangte die RAD-Ärztin
Dr.
F._
in ihrer Stellungnahme vom 2
3.
November 2020 zum Schluss, dass sich die aktuelle Herzfunktion (EF 30
%
) bis auf die untersucher
abhängigen Schwankungen nicht wesentlich verändert habe (August 2019: EF 33
%
; September 2019 MRI: EF 27
%
). Definitionsmässig sei sie noch mittelgradig eingeschränkt. Damit habe der Beschwerdeführer im März 2020 im Rahmen eines Belastungs-EKGs bei subjektiver Beschwerdefreiheit 141 Watt erreichen können, was 90
%
der Sollleistung entspreche. Insgesamt sei keine glaubhafte Verschlech
terung des
kardialen Gesundheitszustandes ausgewiesen. Eine höhergradige Arbeits
unfähigkeit als bisher sei
daher
in diesem Zusammenhang nicht begründet (
Urk.
11).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin hat
über den Rentenanspruch des
Beschwerdeführer
s ab Juni 2014
mit zwei separaten Verfügungen vom
4.
September 2020 befunden (
Urk.
12/163, 12/165). Die gerichtliche Prüfung umfasst den gesamten verfü
gungsweise geregelten Zeitraum
(vgl. vorstehende E. 1.3)
, selb
st wenn der Beschwerdeführer
sein Rechtsbegehren darauf beschränkt, dass ihm ab dem 1.
Oktober 2019 statt einer
Viertelsrente
eine ganze Invalidenrente auszurichten sei
(
vgl.
Urk.
1 S. 3
Ziff.
2).
4.2
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer vom
1.
Juni 2014 bis 29. Februar 2016 eine ganze Invalidenrente zu (
Urk.
12/157, 12/163
). In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass dem Beschwerdeführer bereits mit Urteil IV.2017.00085 vom 2
1.
September 2018 für den sich teilweise überschneidenden Zeitraum vom
1.
Juni 2014 bis 2
8.
Februar 2015 rechtskräftig eine ganze Invali
denrente zugesprochen wurde (
Urk.
12/119/25).
Insoweit erübrigen sich
Weite
rungen zur Rechtmässigkeit der Rentenzusprechung.
Diese ist jedoch auch im Übrigen nicht zu beanstanden. So ging die Beschwerdegegnerin
unter Berück
sichtigung der Ausführungen der
B._
-Gutachter (vgl.
Urk.
12/82/58)
zu Recht davon aus, dass
spätestens
ab Dezember 2015 wieder eine Arbeitsfähigkeit von 60 % für die angestammte Tätigkeit als
Primarl
ehrer vorlag und sich die Erwerbs
einbusse
beziehungsweise der Invaliditätsgrad
nur noch auf 40
%
belief. Die Herabsetzung der ganzen Rente auf eine
Viertelsrente
per
1.
März 2016 erweist sich mit Blick auf
Art.
88a
Abs.
1 IVV, wonach eine Verbesserung der Erwerbs
fähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, sobald sie drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, als zutreffend.
4.3
4.3.1
Fraglich und zu prüfen
bleibt
allerdings, ob
die Beschwerdegegnerin dem Gesuch des Beschwerdeführers um erneute Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab Oktober 2019 (vgl.
Urk.
12/143) zu Recht nicht entsprochen hat.
Dabei gelangte sie gestützt auf die Aktenbeurteilungen des RAD vom 28. Oktober 2019
(Urk.
12/144/5 f.) und 2
3.
November 2020 (
Urk.
11) zum Schluss, dass
weder eine dauerhafte Verschlechterung des psychischen noch des kardiologischen Gesund
heitszustandes eingetreten sei.
4.3.2
Bezugnehmend
auf seinen psychischen Gesundheitszustand macht
e
der Beschwer
deführer
demgegenüber
geltend, dass es seit der Begutachtung durch die
B._
im Januar 2016 nachweislich zu einer massiven Verschlechterung gekommen sei.
Während damals eine Remission der depressiven Störung festge
stellt worden sei, habe
Dr.
D._
in seinem Bericht vom
7.
August 2019 die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittel
gradiger Episode (ICD-10 F33.1) gestellt (
Urk.
1 S. 23
Ziff.
6.4).
Mit Eingabe vom
2.
Oktober 2020 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht von
Dr.
D._
vom 30. September 2020
zu den Akten (
Urk.
7) und wies darauf hin, dass die depressive Erkrankung nun gar schwergradig ausgeprägt sei (
Urk.
6 S. 2
; vgl. auch
Urk.
16 S. 4 f.
Ziff.
2.4
).
4.3.3
Dr.
D._
stellte in seinem Bericht vom
7.
August 2019 (
Urk.
12/136)
keiner
lei Bezug zum Gutachten
her
, sondern
attestiert
e
aufgrund der depressiven Störung
vielmehr
unverändert zu seinen früheren Einschätzungen (vgl.
Urk.
12/20, 12/37/10 und 12/82/92)
eine
seit Oktober 2013 d
urchgehend beste
hende
,
durchschnittlich 70%ige
Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübt
e Tätigkeit als Primarlehrer
.
Dr.
D._
hielt
mit anderen Worten
an seiner frühe
ren,
zuletzt nur wenige Wochen vor der psychiatrischen Begutachtung
bekräftigten
Beurteilung fest
(vgl.
Urk.
12/82/92,
Urk.
12/82/44)
, ohne
auch nur ansatzweise darzulegen, inwiefern
zwischenzeitlich eine
effektive
Veränderung eingetreten sein soll
. Dies ist jedoch für die Belange
einer
Rentenrevision von ent
scheidender Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_518/2020 vom 17. November 2020 E. 2.2 mit Hinweisen)
.
Ferner ist anzumerken, dass sich der im Bericht aufgeführte psychopathologische Befund (
Urk.
12/136/2) haupt
säch
lich auf die Wiedergabe subjektiver Beschwerden beschränkt, ohne
dass
diese einer kritischen fachärztlichen Würdigung
unterzogen worden wären
.
Es mangelt überdies
an einer nachvollziehbar hergeleiteten Begründung der 70%igen Arbeitsunfähigkeit, da insbesondere nicht ausgeführt wird, inwiefern das funk
tionelle Leistungsvermögen des Beschwerdeführers
in der angestammten Tätig
keit
aufgrund der psychischen Leiden
im Einzelnen
eingeschränkt sein soll.
4.3.4
Vor diesem Hintergrund vermag die Beurteilung des RAD-Arztes Dr.
E._
vom 2
8.
Oktober 2019, wonach
aus psychiatrischer Sicht nicht von einer dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne (
Urk.
12/144/6), ohne Zweifel zu überzeugen.
Dass es sich dabei um eine r
eine Aktenbeurteilung
handelt, vermag daran nichts zu ändern,
ist eine solche doch
beweiskräftig, sofern
- wie hier -
ein
grundsätzlich
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des
Bundesgerichts 8C_750/2020 vom 2
3.
April 2021 E. 4 mit Hinweisen).
D
i
e Ausführungen
des RAD-Arztes
sind
zudem
insofern schlüssig,
als er die vom behandelnden Psychiater postulierte Verschlechterung der depressiven Sympto
matik
mit der Änderung beziehungsweise zwischenzeitlichen Absetzung der antidepressiven Medikation in Verbindung brachte
und diesen Aspekt als mög
liche Erklärung für eine vorübergehende, jedoch nicht dauerhafte Verschlech
terung heranzog.
Soweit
sich
der Beschwerdeführer im Übrigen
auf den Bericht von
Dr.
D._
vom 3
0.
September 2020
(
Urk.
7)
stützt, vermag er auch daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zunächst ist festzuhalten, dass dieser Arztbericht nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom
4.
September 2020 datiert. Für die richterliche Beurteilung eines Falls sind indes grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsver
fahrens massgebend (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
Unabhängig davon
findet sich im Bericht weder eine nachvollziehbare Herleitung der
teilweise neu
gestellten Diagnosen noch der attestier
t
en 100%igen Arbeitsunfähigkeit.
Hinzu kommt, dass es
wiederum an einer objektiven Befunderhebung
mangelt
. A
uf d
ie
nicht aussagekräftige
Einschätzung
des behandelnden Psychiaters kann
folglich
nicht abgestellt werden
; sie
ist nicht geeignet, Zweifel an der RAD-Beurteilung zu wecken.
4.3.
5
Der Beschwerdeführer brachte im Weiteren vor, dass sich sein Gesundheits
zustand auch in kardiologischer Hinsicht in erheblicher Weise verschlechtert habe, wobei er in diesem Kontext auf die Berichte seiner behandelnden Kardio
login
Dr.
C._
verw
ies (
Urk.
1 S. 23
Ziff.
6.5).
Auf die Berichte der RAD-Ärztin
Dr.
F._
könne demgegenüber
aus mehreren Gründen
nicht abgestellt werden (
Urk.
16 S. 3 f.).
Gegen die RAD-Stellungnahmen von
Dr.
F._
wendet
e
der Beschwerdeführer einerseits ein,
dass
diese nicht über die notwendige fachärztliche Qualifikation verfüge, um die kardiologischen Leiden zu beurteilen. Dem ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Praxis angesichts des Umstands, dass
Dr.
F._
über einen Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin verfügt, zu widersprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2020 vom 1
5.
April 2020 E. 2.3
und
ferner
Urteil
8C_406/2017 vom
6.
September 2017 E. 4.1
).
Andererseits äussert
e
der Beschwer
deführer Bedenken
in Bezug auf die Stellung
nahme von Dr.
F._
vom 2
3.
November 2020, da diese erst im Gerichtsverfahren eingereicht worden und die
Beschwerdegegnerin als Partei
zu diesem Zeitpunkt
nicht
mehr
zur Objekti
vität verpflichtet gewesen sei.
Entgegen seiner Argumentation ist der vorliegende Sachverhalt jedoch nicht mit demjenigen vergleichbar, welcher dem
von ihm
herangezogenen Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_575/2009 vom 6.
November 2009 zu Grunde lag.
Vorliegend verhält es sich so, dass mit der Beschwerdeschrift weitere Berichte der behandelnden Kardiologin eingereicht
wurden
(
Urk.
3/3-5), welche
Dr.
F._
im Rahmen der
Ausarbeitung der
ersten RAD-Stellungnahme vom 2
8.
Oktober 2019 (
Urk.
12/144/5 f.) noch nicht vo
rgelegen hatten
.
Dabei
beurteilte
Dr.
C._
die Arbei
tsfähigkeit mit Bericht vom 28.
September 2020 (
Urk.
3/5) abweichend von ihrer im
Verwaltungsverfahren
geäusserten Einschät
zung
(vgl. Urk.
12/131/3).
Dementsprechend
vermag der Beschwerdegegnerin nicht zum Nachteil gereichen
, dass
sie
erneut an
Dr.
F._
gelangte
(
Urk.
11)
;
Versäumnisse im Abklärungsverfahren beziehungsweise eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG) können ihr
nicht
vorgeworfen
werden.
Im Übrigen
ist festzuhalten, dass
Dr.
F._
im Ergebnis ihre frühere Beurteilung vom 2
8.
Oktober 2019 bestätigt
e. Zweifel an ihrer Unparteilichkeit
erweisen sich
in Anbetracht
aller
Umstände
somit als unbegründet
.
4.3.6
Inhaltlich
äusserte sich
Dr.
F._
dahingehend
, dass keine wesentliche Verschlech
terung des kardiologischen Gesundheitsschadens
ausgewiesen sei
(Urk.
11,
Urk.
12/144/6)
.
Dem widersprach der Beschwerdeführer unter Hinweis darauf, dass im Rahmen der
B._
-Begutachtung im Januar 2016 eine mittelschwer eingeschränkte linksventrikuläre Ejektionsfraktion (EF) von etwa
40
% festge
stellt worden sei. Diese betrage nunmehr noch 27
%
, was einer schweren Ein
schränkung entspreche (
Urk.
1 S. 23
Ziff.
6.5,
Urk.
16 S. 4
Ziff.
2.3).
Die
se Werte lassen sich zwar den Akten entnehmen (vgl.
Urk.
12/82/36, 12/142/3); der Beschwerdeführer lässt mit seiner Argumentation jedoch entscheidende Gesichts
punkte
ausser Acht.
Anzumerken ist zunächst
, dass die EF ein Mass für die Herzfunktion darstellt, allerdings nicht für die
Schwere einer Herzinsuffizienz (
https://de.wikipedia.org/wiki/Ejektionsfraktion
, zuletzt
abgerufen
am 2
7.
Mai 2021).
Zu berücksichtigen ist des Weiteren, dass die EF untersucherabhängigen Schwankungen unterliegt (
Urk.
11 S. 1).
Dr.
C._
stellte bereits vor der
B._
-Begutachtung eine mittelschwer eingeschränkte linksventrikuläre EF zwischen 33 und 35
%
fest (
Urk.
12/15/1, 12/82/73 und 12/82/81).
Ihren Berichten vom 16. Januar und 2
0.
August 2019 ist eine EF von 30 bis 33
%
zu entnehmen (Urk. 12/127/5 f., 12/139/2).
Nach der MRI-Untersuchung des Herzens
im Stadt
spital
Z._
vom 4. September 2019, welc
he eine EF von 27
%
ergeben hatte (Urk.
12/142/3),
schloss
Dr.
C._
mit Berichten vom
6.
März und
2
4.
Juni 2020 nach jeweils durchgeführter Echokardiographie
auf eine EF um 30
%
(Urk. 3/3
f.).
4.3.7
Es überzeugt, dass
Dr.
F._
in Kenntnis all dieser Untersuchungsergebnisse
die linksventrikuläre Herzfunktion mit Blick auf die Referenzwerte der Europäischen und
Amerikanischen
Gesellschaft für Echokardiographie nach wie vor als mittel
gradig eingeschränkt einstufte
(
Urk.
11 S. 1)
und
somit
nicht dem
einmalig erzielten Wert von unter 30
%
, sondern dem klinischen Gesamtverlauf
entschei
dende
Bedeutung zukommen liess
.
Sie trug im Weiteren dem Umstand Rechnung, dass
sich
die
mittels Ergometrie
gemessene
Leistungsfähigkeit des Beschwerde
führers
von zuletzt 90
%
des Solls
namentlich
im Vergleich zu Voruntersu
chungen
im Jahr 2016
gar verbessert hat
te
(
Urk.
11 S. 1, Urk.
12/144/6).
Aus dem aktuellsten Bericht von
Dr.
C._
geht ausserdem hervor, dass der Beschwerde
führer unter der gegenwärtigen medikamentösen Behandlung kompensiert sei und eine Dyspnoe NYHA II vorliege (
Urk.
3/5 S. 2).
Diese definiert sich als Herz
erkrankung mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, welche in Ruhe und bei geringer Anstrengung keine Beschwerden verursacht (vgl.
https://www.leitlinien.de/nvl/html/nvl-chronische-herzinsuffizienz/3-auf
la
ge/ka
pi
tel-1/#
, zuletzt abgerufen am 2
7.
Mai
2021).
Weshalb dem Beschwer
deführer die angestammte Tätigkeit als
Primarl
ehrer
bei diesen medizinischen Gegebenheiten nun vollständig unzumutbar sein soll (
Urk.
3/5 S. 2), erschliesst sich nicht
(vgl. zur Verdeutlichung auch die früheren Ausführungen des kardio
l
ogischen
B._
-Gutachters, Urk.
12/82/56 f.)
.
Dies muss im Übrigen in Anbe
tracht dessen umso mehr gelten,
als
Dr.
C._
mit dem Einbezug
der depressiven Störung
auch
(für sie)
fachfremde
Leiden
in ihre
r
Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigte
.
Gesamthaft erweist sich die vom Beschwerdeführer erhobene Kritik an den RAD-Stellungnahmen
von Dr.
F._
damit
als nicht stichhaltig.
4.3.
8
Nach dem Gesagten besteht kein Anlass, die RAD-Aktenbeurteilungen
der
Dres
.
E._
und
F._
in Frage zu stellen.
Auf dieser
medizinischen
Grund
lage ist die Beschwerdegegnerin folglich zu Recht zur Schlussfolgerung gelangt, dass ab Oktober 2019 keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf den Invaliditätsgrad respektive den Rentenanspruch einge
treten ist.
Dementsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach wie vor von der im beweiskräftigen
B._
-Gutachten auf Dauer attestierten Arbeits
unfähigkeit
von 40
%
aus somatischen Gründen auszugehen (Urk. 12/82/
57 f.,
vgl. auch
Urk.
12/119/23 E. 6.3).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit der ihm verbleibenden Rest
arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, weshalb ihm auch bei Nicht
erreichen eines Invaliditätsgrades von mindestens 70 % eine ganze Invali
denrente zustehe (
Urk.
1 S. 24).
5.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwend
barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Er
werbs
tä
tig
keit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbar
keit einer (Teil
)Er
werbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbe
züglich eine zuver
lässige Sachver
haltsfeststellung erlauben (BGE
143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE
138
V 457 E. 3.4).
5.3
Die medizinische Zumutbarkeit einer Teilerwerbstätigkeit
in einem 60%-Pensum
im angestammten Bereich als
Primarl
ehrer steht seit der
B._
-Begutachtung im Januar 2016 fest.
Wie zuvor im
Einzelnen
dargelegt (E. 4.3), ist es seither mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keiner
invalidenversicherungsrechtlich
relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gekommen. Zum genannten Zeitpunkt war der im April 1958 geborene Beschwerdeführer rund 58 Jahre alt.
Bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters verblieb ihm somit noch eine Aktivitätsdauer von sieben Jahren, was die Verwertbarkeit der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit nicht aus
schliesst
.
Zu berücksichtigen ist ferner, dass die angestammte Tätigkeit seitens der Gutachter als leidensadaptiert eingestuft wurde (vgl.
Urk.
12/82/57 f.) und folglich
aufgrund der Ausprägung des Gesundheitsschadens
kein Berufswechsel erforderlich war. Damit geht einher, dass der Beschwerdeführer auf
seine
über Jahrzehnte
erworbenen Berufserfahrungen und Fachkompetenzen zurückgreifen konnte.
Gesamthaft ist im Lichte der rechtsprechungsgemäss hohen Hürden für die Annahme einer unverwertbaren Restarbeitsfähigkeit
(vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_426/2020 vom 2
9.
April 2021 E. 5.2 mit Hinweisen)
festzuhalten, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers nicht derart beschaffen ist,
dass sich der Schluss rechtfertigt, die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigk
eit sei nicht mehr realistisch.
Ein invalidenversicherungsrechtlich erheblich erschwerter Zugang zum
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist
zu verneinen.
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung vom
4.
September 2020 zu Recht für den Zeitraum vom
1.
Juni 2014 bis 2
9.
Februar 2016 eine ganze Invalidenrente zugesprochen.
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Zusprechung einer
unbefristeten
Viertels
rente
ab
dem
1.
März 2016
bei einem Invaliditätsgrad von 40
%
. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kostenpflichtig. Innerhalb des Kostenrahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- sind die Kosten ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.