Decision ID: 582e61f3-ff3c-5c02-99f1-4a2770d7b7d5
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im März 1995 erstmals bei der Invalidenversicherung zum
Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Er gab an, wegen eines operativ behandelten
Bandscheibenleidens voll arbeitsunfähig zu sein. Er habe im Kosovo die Realschule
besucht. In der Schweiz sei er von März 1988 bis Dezember 1993 als Hilfsgärtner tätig
gewesen. Die Sachverständigen der Medizinischen Abklärungsstelle der
Invalidenversicherung am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) hielten in ihrem Gutachten
vom 21. Oktober 1996 (IV-act. 28) fest, dass der Versicherte an einem chronischen
Lumbovertebralsyndrom ohne radikuläre Ausfälle bei einem Status nach einer
Hemilaminektomie L4/L5 links im November 1994 und geringgradigen degenerativen
LWS-Veränderungen sowie an einer psychogenen Überlagerung (verschiedentlich
festgehaltene Diskrepanz zwischen subjektivem Schmerzempfinden und
objektivierbaren Befunden) leide. Für körperliche Schwerarbeiten wie die Tätigkeit als
Hilfsgärtner sei der Versicherte − "in dubio pro reo bzw. aegroto" − nicht mehr
geeignet. Jede andere, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei ihm angesichts
der doch deutlichen somatischen Zeichen von regelmässiger körperlicher Belastung
voll zumutbar. Am 28. November 1996 verfügte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die
Abweisung des Rentengesuchs (vgl. IV-act. 38-2, Verfügung nicht bei den Akten). Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies den gegen diese Verfügung
A.a.
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B.
erhobenen Rekurs am 27. Mai 1998 ab (IV-act. 47). Die dagegen erhobene Beschwerde
wurde vom Eidgenössischen Versicherungsgericht am 30. August 1999 ebenfalls
abgewiesen (IV-act. 50).
Im Oktober 1999 meldete sich der Versicherte mit Verweis auf den "Rücken +
linkes Bein" erneut bei der IV-Stelle des Kantons St Gallen zum Rentenbezug an (IV-
act. 52). Am 12. Oktober 2000 widerrief die IV-Stelle eine Nichteintretensverfügung
vom 31. August 2000 und veranlasste eine Begutachtung (IV-act. 76). Die
Sachverständigen des Inselspitals Bern diagnostizierten beim Versicherten ein
lumbospondylogenes Syndrom links und ein chronisches Cerviko-Brachialsyndrom
rechts (Gutachten vom 24. Juni 2002, IV-act. 101). Sie hielten fest, dass in der
aktuellen, leichten bis mittelschweren Tätigkeit als Maschinenputzer momentan eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben sei und auch umgesetzt werde. Körperlich schwere
Arbeiten seien dem Versicherten hingegen nicht mehr zumutbar. Unter den
vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen sollte die Arbeitsfähigkeit innerhalb
eines Jahres um 10-20 % gesteigert werden können. Subjektiv sei der Verlauf seit der
Begutachtung im Oktober 1996 stationär. Auch die objektiven Befunde seien, bis auf
einen neu fehlenden Achillessehnenreflex links, unverändert.
A.b.
Nachdem die IV-Stelle dem Versicherten zunächst die Abweisung des
Rentengesuchs angekündigt hatte (IV-act. 115), verfügte sie am 17. Juli 2003 gestützt
auf das Gutachten des Inselspitals Bern bei einem IV-Grad von 52 % ab dem 1. Januar
2001 die Zusprache einer halben IV-Rente (IV-act. 127, 129).
A.c.
Die in den folgenden Jahren durchgeführten Rentenrevisionen endeten jeweils in
der Feststellung, dass der Versicherte weiterhin Anspruch auf die bisherige
Invalidenrente habe (IV-act. 144, 152, 161).
A.d.
Am 3. Dezember 2015 liess der Versicherte von seinem Hausarzt Dr. med. B._
ein Rentenerhöhungsgesuch stellen (IV-act. 163, 170). Der Hausarzt gab dabei an, der
Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit dem Jahr 2013 verschlechtert.
Der Verlauf sei durch chronische lumbale Rückenschmerzen wechselnden Ausmasses
sowie Schulter-/Armschmerzen rechts mehr als links gezeichnet gewesen. Am 22. April
B.a.
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Schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit beider Schultern
cervikospondylogenes Schmerzsyndrom ohne neurologisch-radikuläre Symptomatik
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom.
Die Gutachter hielten in der interdisziplinären Beurteilung fest, dass aus allgemein-
internistischer Sicht keine Befunde bzw. Diagnosen mit Relevanz für die
Arbeitsfähigkeit vorlägen. In orthopädischer Hinsicht sei der klinische Status bis auf
eine eingeschränkte Beweglichkeit der LWS und beider Schultern unauffällig gewesen.
Radiologisch hätten sich eine Impingement-Konstellation subacromial bds., eine SLAP
II-Konstellation und leichte degenerative Partialläsionen der Rotatorenmanschette
gezeigt. Im Bereich der HWS bestünden ein Status nach Dekompression und Fusion
2015 sei eine Dekompression und Fusion im Bereich des HWK6/7 bei zervikaler
Diskushernie erfolgt. Am 2. September 2015 sei eine transpedikuläre Spondylodese
L4/5 mit einer Crescent Cage-Implantation von links durchgeführt worden. Trotz einer
intensiven Rehabilitationsbehandlung sei die Schmerzsymptomatik noch nicht
abgeklungen. Bis vor zwei Jahren habe der Versicherte noch zu 45 % als
Maschinenmonteur gearbeitet; aktuell sei er arbeitssuchend. Auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt sei der Versicherte nur bedingt einsetzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt sei er
zu 100 % arbeitsunfähig. Die Ärzte der Klinik für Neurochirurgie des KSSG hatten am
28. September 2015 angegeben (IV-act. 164), dass sich der Versicherte von der
transpedikulären Spondylodese sehr gut erholt habe. Die zuvor beklagte und lang
andauernde Schmerzsymptomatik sei deutlich regredient. Aufgrund der zunehmenden
Zervikobrachialgie linksseitig werde die Bildgebung der HWS aktualisiert. Am 3.
November 2015 hatten die Ärzte derselben Klinik erklärt (IV-act. 166), dass sich in der
Bildgebung eine regelrechte Lage des Cages gezeigt habe. Die lokale HWS-
Problematik sei nicht die Ursache der Unterarmschmerzen und des Taubheitsgefühls.
Zwischen September und November 2016 wurde der Versicherte polydisziplinär
(allgemein-internistisch, orthopädisch, neurologisch und psychiatrisch) durch die
Medizinische Abklärungsstelle Bern (ZVMB GmbH, Medas Bern) abgeklärt (Gutachten
vom 30. Januar 2017, IV-act. 202). Die Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
(Hilfsgärtner/Allrounder) lauteten (vollständige Diagnoseliste: IV-act. 202-26):
B.b.
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HWK6/7 bei zervikaler Diskushernie HWK6/7 am 22. April 2015 und weiterhin
degenerative Veränderungen, jedoch ohne Kompression von neuralen Strukturen. Im
Bereich der LWS bestehe ein Status nach zweimaliger Rückenoperation (15.11.1994
und 2.9.2015). Radiologisch bestünden Spondylarthrosen und hypertrophe Ligamenta
flava der restlichen Abschnitte der LWS, insbesondere im kranialen Anschlusssegment
LWK3/4 mit leichter Spinalkanaleinengung und möglicher Tangierung L4 recessal
beidseits ohne sicher abgrenzbare Neurokompression. Entsprechend könne eine leicht
bis mässiggradig verminderte Belastbarkeit beider Schultern, der HWS und der LWS
attestiert werden, ohne dass aktuell radikuläre Beschwerdeanteile bestünden. Aus
orthopädischer Sicht seien dem Versicherten das Heben und Tragen von schweren
Lasten über 10 kg bds., das Arbeiten mit ständigem Gehen, Stehen oder Sitzen, das
Besteigen von Leitern und Gerüsten, ständige Überkopfarbeiten, das Hantieren mit
schlagenden oder vibrierenden Maschinen und Arbeiten mit monotonen Kopf- und
Rumpfhaltungen nicht mehr zumutbar. Aus neurologischer Sicht hätten keine Hinweise
auf eine zervikoradikuläre oder lumboradikuläre Schmerzkomponente für die beklagten
chronischen Beschwerden festgestellt werden können. Aus neurologischer Sicht
ergäben sich somit keine Einschränkungen, die über die Beurteilung aus
orthopädischer Sicht hinausgehen würden. Dies gelte auch weitgehend retrospektiv.
Bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung hätten sich beim Versicherten keine
Hinweise auf eine depressive Störung ergeben. Auch eine Psychose, eine kognitive
Störung oder eine Persönlichkeitsstörung hätten nicht vorgelegen. Auch wenn eine
leichte funktionelle Verstärkung der Beschwerden möglich erscheine, lasse sich kein
somatoformes Schmerzbild nachweisen. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe in der
angestammten Tätigkeit wie auch in ideal angepassten Verweistätigkeiten eine volle
Arbeitsfähigkeit. Dies gelte uneingeschränkt auch retrospektiv. In der Vergangenheit
wie auch gegenwärtig seien teilweise inkonsistente Verhaltensweisen aufgefallen. Auch
der angegebene hohe Grad der Einschränkungen bezüglich der beruflichen
Partizipation sei nicht nachvollziehbar. Erschwerend wirkten sich versicherungsfremde
Faktoren aus (IV-act. 202-28). Interdisziplinär betrachtet ergebe sich auf der Grundlage
einer anzuerkennenden verminderten lumbalen Rücken- und Schulterbelastbarkeit eine
volle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Hilfsgärtner/
Allrounder. In einer ideal dem Leiden angepassten Arbeit und unter konsequenter
Einhaltung eines rückenergonomischen Verhaltens sei der Versicherte voll arbeitsfähig.
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Diese Bewertung gelte spätestens ab April 2016, d.h. sechs Monate nach der letzten
Rückenoperation. Rückblickend betrachtet überzeugten die medizinischen Gründe,
welche im Jahr 2000 zur Rentenzusprache geführt hätten, nicht mehr. Damals hätten
nur sehr geringe objektivierbare Wirbelsäulenveränderungen bestanden. Zwar sei
nachvollziehbar, dass die angestammte Tätigkeit als Gartenbauhelfer und Allrounder
als körperlich zu schwere Tätigkeit ungünstig gewesen sei und die Rückenbelastbarkeit
überfordert habe. Eine leidensadaptierte Tätigkeit wäre jedoch weit überwiegend
wahrscheinlich zumutbar gewesen. Eine Arbeitsunfähigkeit für Verweistätigkeiten sei
erst ab März 2015 mit der MRI-Diagnostik, der HWS-OP im April 2015 und der LWS-
Spondylodese im September 2015 begründbar geworden. Spätestens aber nach den
erfolgten Operationen an der HWS und der LWS müsse nach der Rekonvaleszenzzeit
(maximal 1⁄2 Jahr) von einem nun gebesserten Status gegenüber dem Vorzustand
ausgegangen werden und es könne mindestens in einer leidensadaptierten Tätigkeit
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr plausibel begründet werden.
B.c. RAD-Arzt Dr. med. C._ notierte am 2. Februar 2017 (IV-act. 203), dass das
Gutachten die versicherungsmedizinischen Anforderungen erfülle, weshalb auf es
abgestellt werden könne. Er interpretiere das Gutachten so, dass es aus medizinischer
Sicht nicht nachvollziehbar sei, dass dem Versicherten überhaupt eine Rente
zugesprochen worden sei. Schon damals wäre eine adaptierte Tätigkeit wohl
vollschichtig möglich gewesen.
B.d. Der zuständige IV-Sachbearbeiter notierte am 9. Februar 2017 im
Feststellungsblatt Renten/Rentenrevisionen (IV-act. 204), dass die erstmalige
Leistungszusprache umfangreich abgeklärt worden sei und retrospektiv als
gerechtfertigt erscheine. Eine zweifellos unrichtige Beurteilung scheine nicht
vorzuliegen.
B.e. Mit Vorbescheid vom 9. Februar 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei
einem IV-Grad von 0 % die Aufhebung der Rente für die Zukunft in Aussicht (IV-act.
206). Zur Begründung hielt sie fest, dass in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bestehe. Bei gleich hohem Validen- und
Invalideneinkommen erleide der Versicherte keine Erwerbseinbusse. Dagegen liess der
Versicherte am 15. Februar 2017 vorsorglich Einsprache (gemeint: Einwand) erheben
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(IV-act. 207). Zur Begründung machte sein Rechtsvertreter am 23. März 2017 geltend
(IV-act. 211), dass die Gutachter eine blosse Neubeurteilung vorgenommen hätten.
Objektiv betrachtet habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem
Medas-Gutachten vom 24. Juni 2002 nicht verbessert. Auch der Hausarzt sei der
Ansicht, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten durch die Operationen
vom 22. April 2015 und vom 2. September 2015 nicht verbessert habe. Der Hausarzt
hatte der Rechtsschutzversicherung des Versicherten am 15. März 2017 berichtet (IV-
act. 211-7 f.), dass der Versicherte in einer rückenadaptierten Tätigkeit maximal zu
30 % arbeitsfähig sei. Zum Ausschluss eines peripher-neuralen Geschehens sei eine
elektrophysiologische Abklärung vorgesehen.
B.f. RAD-Ärztin Dr. med. D._ notierte am 12. April 2017 (IV-act. 213), die Gutachter
der Medas Bern hätten ausführlich und medizinisch nachvollziehbar festgehalten, dass
sich der Gesundheitszustand des Versicherten durch die erfolgten Operationen im Jahr
2015 gebessert habe. Im eingereichten hausärztlichen Schreiben vom 15. März 2017
sei kein neuer medizinischer Sachverhalt geltend gemacht worden. Es handle sich um
eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts. Eine EMG-
Untersuchung sei anlässlich der Begutachtung durchgeführt worden und unauffällig
gewesen. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht erforderlich.
B.g. Mit Verfügung vom 28. April 2017 hob die IV-Stelle wie angekündigt die bisherige
halbe Rente auf das Ende des nach der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
auf (IV-act. 215). Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung entzog sie die
aufschiebende Wirkung. Bezüglich der Einwände des Versicherten verwies sie auf die
RAD-Stellungnahme vom 12. April 2017.
C.
C.a. Dagegen liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 1. Juni 2017
Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der
Verfügung; dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine halbe IV-Rente basierend auf
einem IV-Grad von 54 % zu entrichten. Der Rechtsvertreter beantragte ausserdem die
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Zur Begründung der
Beschwerde machte er geltend, die Gutachter der Medas Bern seien primär davon
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ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer gar nie eine halbe Rente hätte
zugesprochen werden dürfen. Durch die Operationen im Jahr 2015 sei der
Gesundheitszustand wiederhergestellt worden, wie er im Referenzzeitpunkt vorgelegen
habe. Die operativen Massnahmen im Jahr 2015 hätten also zu einer Verbesserung des
Gesundheitszustandes gegenüber dem Zustand gemäss dem MRI vom 6. März 2015,
nicht aber gegenüber dem Vorzustand im relevanten Referenzzeitpunkt, dem 8. Mai
2003, geführt. Dieser Referenzzeitpunkt gehe weder aus dem Fragenkatalog der IV
zuhanden der Gutachterstelle noch aus dem Gutachten selbst hervor. Ohne genaue
Kenntnis des Referenzzeitpunktes könne nicht darüber befunden werden, ob sich der
Gesundheitszustand verändert habe. Zudem hänge der Beweiswert eines zwecks
Rentenrevision erstellten Gutachtens davon ab, ob es sich ausreichend auf das
Beweisthema − eine erhebliche Änderung des Sachverhaltes − beziehe. Dies sei hier
klar nicht der Fall. Und schliesslich vertrete auch der Hausarzt die Ansicht, dass sich
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers durch die Operationen im Jahr 2015
nicht verbessert habe.
C.b. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 27. Juli 2017 die
Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung hielt sie fest, dass entgegen
der Ansicht des Beschwerdeführers bereits zum Zeitpunkt der Verfügung vom 17. Juli
2003 ausgeprägte degenerative Veränderungen im lumbalen Bereich vorhanden
gewesen seien. Die Gutachter hätten nachvollziehbar festgehalten, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach den durchgeführten Operationen im
Vergleich zum Vorzustand verbessert hätte. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers schade es nicht, dass die Gutachter keinen genauen
Referenzzeitpunkt genannt hätten. Es sei nämlich nicht ersichtlich, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zwischen der Verfügung vom 17. Juli
2003 bis zum Operationstermin verbessert hätte. Dies werde vom Beschwerdeführer
auch nicht behauptet. Vielmehr sei im Gutachten sinngemäss ausgeführt worden, dass
sich die degenerativen Veränderungen am Rücken seit dem Jahr 2000 allmählich
verschlechtert hätten. Die angefochtene Verfügung sei rechtmässig.
C.c. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte in seiner Replik vom
14. September 2017 ergänzend geltend (act. G 6), dem Verlaufsbericht des früheren
Hausarztes Dr. med. E._ vom 18. Februar 2009 könne entnommen werden, dass sich
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der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach der Rentenzusprache
verschlechtert habe. Neben den bisherigen Kreuzschmerzen seien neu deutlich
vermehrt Schulter-Arm-Schmerzen rechts hinzugekommen. Die Operationen im Jahr
2015 seien erfolgt, weil sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
zunehmend verschlechtert habe. Durch die Operationen sei nicht der Vorzustand im
Zeitpunkt der Rentenzusprache, sondern der Zustand, wie er sich im März 2015
dargestellt habe, verbessert worden. Die Voraussetzungen für eine Einstellung der
Invalidenrente seien nicht erfüllt, da es sich bloss um eine unterschiedliche Beurteilung
des im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts bzw.
Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Rentenzusprache handle.
C.d. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 7 f.).
C.e. Am 24. November 2017 (IV 2017/2012 Z) wies das Gericht das Gesuch um die
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab (act. G 9).

Erwägungen
1.
Der Beschwerdeführer hat ab dem 1. Januar 2001 eine halbe IV-Rente bezogen.
Mit der angefochtenen Verfügung vom 28. April 2017 hat die Beschwerdegegnerin die
Rente auf Ende Juni 2017 aufgehoben. Der Verfügung ist nicht zu entnehmen, gestützt
auf welche gesetzliche Bestimmung die Rentenaufhebung erfolgt ist. Der zuständige
IV-Sachbearbeiter hat im Feststellungsblatt vom 9. Februar 2017 jedoch festgehalten,
dass die erstmalige Leistungszusprache als gerechtfertigt erscheine und umfangreich
abgeklärt worden sei; eine zweifellos unrichtige Beurteilung respektive Entscheidung
scheine nicht vorzuliegen. Der Sachbearbeiter ist also davon ausgegangen, dass eine
Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR
830.1) ausgeschlossen sei. Die hier streitige Rentenaufhebung muss somit gestützt auf
Art. 17 Abs. 1 ATSG erfolgt sein. Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin hat die
angefochtene Verfügung in der Beschwerdeantwort denn auch als Revisionsverfügung
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG interpretiert. Bei der angefochtenen Verfügung
handelt es sich in der Tat um eine Revisionsverfügung im Sinne von Art. 17 Abs. 1
ATSG.
1.1.
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2.
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente
von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der Zusprechung
der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu
beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung
des Gesundheitszustandes, sondern etwa auch dann revidierbar, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes
erheblich verändert haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur
Anwendung gelangt. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im
Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext
unbeachtlich. Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des
Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht. Ist eine anspruchserhebliche Änderung des
Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem
Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. BGE 141 V
9 E. 2.3 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011,
9C_418/2010 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2.
Als Revisionsgrund kommt im vorliegenden Fall eine Veränderung des
Gesundheitszustandes in Betracht. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob sich der
Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der
ursprünglichen Rentenzusprache (17. Juli 2003) verändert haben.
2.1.
Umstritten ist namentlich, ob sich die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten
Tätigkeit zwischenzeitlich verbessert hat. Während die Gutachter des Inselspitals Bern,
auf deren Beurteilung bei der ursprünglichen Rentenzusprache abgestellt worden war,
dem Beschwerdeführer für eine angepasste Tätigkeit noch eine Arbeitsfähigkeit von
50 % attestiert hatten (Gutachten vom 24. Juni 2002), sind die Gutachter der Medas
Bern in ihrem Gutachten vom 30. Januar 2017 für leidensangepasste Tätigkeiten von
einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Die jeweils gestellten
Diagnosen unterscheiden sich nicht wesentlich: Die Gutachter des Inselspitals Bern
hatten im Jahr 2002 als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumbospondylogenes Syndrom links und ein chronisches Cerviko-Brachialsyndrom
2.2.
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rechts angegeben. Die Diagnosen der Gutachter der Medas Bern mit Relevanz für die
Arbeitsfähigkeit haben auf eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit beider
Schultern, ein cervikospondylogenes Schmerzsyndrom ohne neurologisch-radikuläre
Symptomatik und ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom gelautet. Die Gutachter
der Medas Bern haben in ihrer interdisziplinären Beurteilung festgehalten, dass die
medizinischen Gründe, welche im Jahr 2000 (richtig: 2003; 2000: Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit) zur Rentenzusprache geführt hätten, rückblickend betrachtet
zumindest für leidensadaptierte Tätigkeiten nicht mehr überzeugten. Damals hätten nur
sehr geringe objektivierbare Wirbelsäulenveränderungen bestanden. Zwar sei
nachvollziehbar, dass die angestammte Tätigkeit als Gartenbauhelfer und Allrounder
als körperlich zu schwere Arbeitstätigkeit ungünstig gewesen sei und die
Rückenbelastbarkeit überfordert habe. Eine leidensadaptierte Arbeitstätigkeit wäre
jedoch weit überwiegend wahrscheinlich zumutbar gewesen (IV-act. 202-31). Die
Gutachter der Medas Bern sind also davon ausgegangen, dass sich die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprache nicht
bzw. höchstens unwesentlich verändert hat. RAD-Arzt Dr. C._ hat die Ausführungen
der Gutachter auch so verstanden: Gemäss den Gutachtern der Medas Bern sei nicht
nachvollziehbar, dass dem Beschwerdeführer überhaupt eine Rente zugesprochen
worden sei. Schon damals wäre eine adaptierte Tätigkeit wohl vollschichtig möglich
gewesen (IV-act. 203-4). Die Beschwerdegegnerin hat mit Verweis auf die
Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. D._ vom 14. April 2017 argumentiert, dass die
Dekompression und Fusion HWK6/7 im April 2015 und die transpedikuläre
Spondylodese L4/5 im September 2015 zu einer Verbesserung des
Gesundheitszustandes geführt hätten und somit ein Revisionsgrund gegeben sei.
Tatsächlich hat Dr. D._ die Meinung vertreten, dass keine blosse Neubeurteilung
(desselben medizinischen Sachverhalts) vorliege (IV-act. 213). Zwar haben die
Gutachter der Medas Bern festgehalten, dass im Rahmen der operativen Massnahmen
im Jahr 2015 von einer klaren Verbesserung gegenüber dem Vorzustand ausgegangen
werden könne (IV-act. 202-24/32). Mit "Vorzustand" haben die Gutachter jedoch nicht
den Zustand im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2003, sondern
den Gesundheitszustand Anfang 2015, d.h. in der Zeit kurz vor der Operation, gemeint
(siehe IV-act. 202-32 3. Absatz). Laut den Gutachtern ist eine Phase der
Arbeitsunfähigkeit auch für Verweistätigkeiten erst ab März 2015 mit der MRI-
Diagnostik, mit der HWS-OP im April 2015 und der LWS-Spondylodese im September
2015 begründbar geworden (IV-act. 202-30; siehe auch IV-act. 202-32 3. Absatz).
Gemäss den Gutachtern der Medas Bern haben die im Jahr 2015 erfolgten
Operationen also nur zu einer Wiederherstellung der ihres Erachtens bereits im Jahr
2000 bestandenen vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit geführt.
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Die Ausführungen der Gutachter der Medas Bern bezüglich der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers im Jahr 2000 respektive im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache (2003) sind kritisch zu hinterfragen: Erstens haben die Gutachter der
Medas Bern angegeben, dass damals nur sehr geringe objektivierbare
Wirbelsäulenveränderungen bestanden hätten (IV-act. 202-31). Diese Aussage steht in
Widerspruch zu den Angaben der Gutachter des Inselspitals Bern, wonach bereits
damals im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule ausgeprägte degenerative
Veränderungen vorhanden gewesen seien (IV-act. 101-8). Zweitens sind zwischen der
Begutachtung durch das Inselspital Bern und der Begutachtung durch die Medas Bern
fast 15 Jahre vergangen, in denen sich der Beschwerdeführer zudem im Jahr 2015
zwei Rückenoperationen unterzogen hat. Einerseits wird eine retrospektive Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit schwieriger und damit ungenauer, je länger der medizinische
Sachverhalt resp. die medizinische Untersuchung zurückliegt. Andererseits haben die
beiden Rückenoperationen im Jahr 2015 den Gutachtern der Medas Bern einen
direkten Blick in die Vergangenheit verunmöglicht. Drittens hat die
Halswirbelsäulenoperation vom April 2015 gemäss den Angaben des
Beschwerdeführers ziemlich geholfen, auch wenn sie keine komplette Remission der
Beschwerden gebracht habe (IV-act. 202-9). Durch die Spondylodesen-Operation vom
September 2015 habe sich der Schmerz gewandelt: Die dumpf ziehende Ausstrahlung
auf der Oberschenkelrückseite links habe sich deutlich zurückentwickelt. Die
Missempfindung im Grosszehenbereich am linken Fuss sei auch besser, es persistiere
aber weiterhin eine Missempfindung im Fussaussenrandbereich links. Ausserdem sei
der Schmerz aktuell nicht mehr so sehr im lumbosakralen Bereich als vielmehr proximal
der Spondylodese im oberen LWS-Bereich lokalisiert und jetzt eher brennend (IV-act.
202-10). Auffallend ist, dass der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2002 gegenüber
den Gutachtern des Inselspitals Bern Schmerzen im ganzen linken Bein, vor allem an
der lateralen Aussenseite, an allen Zehen sowie am ganzen Fuss und eine allgemeine
Kraftlosigkeit der ganzen linken unteren Extremität angegeben hatte (IV-act. 101-5). In
diesem Bereich dürfte durch die Operation vom September 2015 also eine
Verbesserung bewirkt worden sein. Auch der Operateur hat am 28. September 2015
festgehalten, dass die zuvor beklagte und lang andauernde Schmerzsymptomatik nach
der transpedikulären Spondylodese deutlich regredient sei (IV-act. 164). In Anbetracht
all dieser Umstände bestehen erhebliche Zweifel an der Aussage der Gutachter der
Medas Bern, wonach der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2000 in einer
leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei, d.h. dass sich der
somatische Gesundheitszustand − insbesondere trotz der beiden Rückenoperationen
im Jahr 2015 − zwischenzeitlich nicht wesentlich verändert habe. Demnach ist nicht mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der
2.3.
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Beschwerdeführer bereits im Jahr 2000 in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 %
arbeitsfähig gewesen ist. Aus diesem Grund muss an der Arbeitsfähigkeitsschätzung
der Gutachter des Inselspitals Bern, wonach der Beschwerdeführer damals in einer
adaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig gewesen sei, festgehalten werden.
Hingegen überzeugt das Gutachten der Medas Bern hinsichtlich der Beurteilung
der aktuellen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten von 100 %. Die Gutachter sind
von einer leicht bis mässiggradig verminderten Belastbarkeit beider Schultern, der
HWS und der LWS ausgegangen, wobei aktuell keine radikulären Beschwerdeanteile
bestünden. Für die Beschwerden im Bereich beider Knie fehle sowohl ein klinisches
wie auch ein radiologisches Korrelat (IV-act. 202-27). Als nicht zumutbar haben die
Gutachter das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 10 kg beidseits,
Arbeiten mit ständigem Gehen, Stehen oder Sitzen, das Besteigen von Leitern und
Gerüsten, ständige Überkopfarbeiten, das Hantieren mit schlagenden oder
vibrierenden Maschinen und Arbeiten mit monotonen Kopf- und Rumpfhaltungen
bezeichnet. Die Gutachter haben darauf hingewiesen, dass die festgestellten
degenerativen Veränderungen zwar ein gewisses Mass an Beschwerden, nicht jedoch
das (präsentierte) ausgeprägte anhaltende Beschwerdebild erklärten. Die Anamnese
und das Verhalten des Beschwerdeführers seien auffällig gewesen. Sowohl der
Beschwerderapport als auch das Verhalten in der Untersuchung hätten teils
überzeichnet gewirkt und seien teilweise von Befundinkonsistenzen geprägt gewesen.
Die Inanspruchnahme schmerztherapeutischer Massnahmen sei auffallend gering und
diskrepant zur subjektiv so hochgradig vermindert bewerteten Arbeitsfähigkeit
gewesen. Die subjektiv pessimistische Bewertung sei auch angesichts des doch recht
aktiv geschilderten Tagesprofils und dem aktuell beobachtbaren freundlich-
entspannten und humorvollen Ausdrucksverhalten nicht nachvollziehbar gewesen (IV-
act. 202-30). Der Hausarzt hat die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers am 15. März
2017 für rückenadaptierte Tätigkeiten auf 0 % respektive auf maximal 30 % geschätzt
(IV-act. 211). Die Gutachter der Medas Bern haben die Ansicht vertreten, dass der
Hausarzt in seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung wahrscheinlich unkritisch subjektive,
versicherungsfremde Faktoren habe einfliessen lassen (IV-act. 202-30). Auch diese
Einschätzung überzeugt. Hinzu kommt, dass gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte
wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer
Patienten auszusagen pflegen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
vom 5. April 2004, I 814/03 E. 2.4.2). Demnach steht gestützt auf das Gutachten der
Medas Bern mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der
Beschwerdeführer spätestens seit dem Gutachtenszeitpunkt (30. Januar 2017) in einer
2.4.
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3.
Somit bleibt noch der Einkommensvergleich vorzunehmen. Ausser der Arbeitsfähigkeit
für adaptierte Tätigkeiten hat sich seit der ursprünglichen Rentenzusprache keine
Veränderung ergeben. Die Bemessungsgrundlagen für das Validen- und
Invalideneinkommen haben sich somit nicht geändert. Das Valideneinkommen (aus der
Tätigkeit als Landschaftsgärtner, IV-act. 114-2) ist ursprünglich auf Fr. 59'213.--
festgesetzt worden (IV-act. 127), das Invalideneinkommen (aus einer adaptierten
Tätigkeit) − bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % − auf Fr. 28'600.--. Eine Aufwertung des
Validen- und des Invalideneinkommens kann im vorliegenden Fall angesichts der mit
Sicherheit nur gering ausfallenden Erwerbseinbusse unterbleiben, zumal nicht von einer
hohen Abweichung der Nominallohnentwicklung der beiden (fiktiven) Einkommen
auszugehen ist. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 59'213.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 57'200.-- resultiert ein IV-Grad von abgerundet 3 %. Der
Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
3.1. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin hat die
bisherige halbe Rente zu Recht auf Ende Juni 2017 aufgehoben.
4.
optimal adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Somit ist ein
Revisionsgrund gegeben.
Laut den Gutachtern der Medas Bern ist der Beschwerdeführer ab März 2015 bis
November 2015, d.h. während der postoperativen Rekonvaleszenzzeit, auch für
adaptierte Tätigkeiten voll arbeitsunfähig gewesen. Ab Dezember 2015 hat die
Arbeitsfähigkeit ca. 50 % und ab März 2016 wieder 100 % betragen (IV-act. 202-32 f.).
Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin
andauern wird (vgl. Art. 88a IVV). Die Erhöhung der Renten erfolgt frühestens, sofern
der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das
Revisionsbegehren gestellt wurde (Art. 88 Abs. 1 lit. a IVV). Der Beschwerdeführer
hat die vorübergehende Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit erst im Dezember 2015
der Beschwerdegegnerin gemeldet (IV-act. 163, 170). Ab diesem Zeitpunkt hat die
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten gemäss den Gutachtern der Medas Bern
bereits wieder ca. 50 % betragen. Eine vorübergehende Erhöhung der bisherigen
halben Rente wegen der zwei Rückenoperationen fällt deshalb ausser Betracht.
2.5.
bis
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Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss
von Fr. 600.-- gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.