Decision ID: e913969a-45fd-4fc7-9614-48f9fa4ccabc
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1963, ungelernter Hilfsarbeiter, verheiratet, Vater von fünf Kindern, war vom 1. Februar 2004 bis am 30. September 2006 in einem Pensum von 100 % als angelernter Gerüstbauer bei der
Y._
GmbH,
Z._
, tätig (vgl. Arbeitgeberbericht vom 28. November 2008, Urk. 10/8; Urk. 10/9/4). Vom 1. Oktober 2006 bis am 30. April 2008 war
X._
arbeitslos (vgl. Urk. 10/10/1; Urk. 10/16/13; Urk. 10/53/1). Ab dem 1. Mai 2008 war er in einem Pensum von 100 % als Hilfsschaler bei der
A._
GmbH,
B._
, tätig (vgl. Arbeitgeberbericht vom 4. Dezember 2008, Urk. 10/14).
Am 27. Juni 2008 erlitt er infolge eines Unfalls – er schnitt sich mit der Tischfräse in die rechte Mittelhand – eine
Fräsenverlet
zung
dorsalseits
über dem
Metakarpophalangealgelenk
Digitus
II und III mit vollständiger Durchtrennung der Strecksehne mit Eröffnung des Gelenkes
Digi
tus
II Hand rechts (vgl. Urk. 10/7/23; Urk. 10/11/11). Die Schweizerische Unfall
versicherungsanstalt (SUVA) als zuständige Unfallversicherung trat auf den Schaden ein und erbrachte Heilkostenleistungen sowie Taggelder (vgl. Urk. 10/26). Am 17. November 2008 meldete sich der Versicherte bei der Invali
denversicherung wegen den Folgen einer
Tischfräsenverletzung
der rechten Hand, lumbalen Rückenbeschwerden, einem Diabetes Typ II sowie Bluthoch
druck zum Leistungsbezug (berufliche
Massnahmen
, Rente) an (Urk. 10/1).
1.2
1.2.1
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte daraufhin Arbeitgeberberichte (Urk. 10/8-9; Urk. 10/14), einen Auszug aus dem individu
ellen Konto (Urk. 10/10), medizinische Berichte (Urk. 10/11; Urk. 10/16-18) und einen Bericht der Arbeitslosenversicherungskasse (Urk. 10/12) ein und zog die Akten der SUVA bei (Urk. 10/7; Urk. 10/21; Urk. 10/25; Urk. 10/28; Urk. 10/48; Urk. 10/51). Mit Mitteilung vom 22. April 2009 gab die IV-Stelle dem Versi
cherten bekannt, dass keine beruflichen
Eingliederungsmassnahmen
möglich seien (Urk. 10/19). Die SUVA gewährte
mit Verfügung vom 19. März 2010
X._
ab dem 1. April 2010 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 40 % und sprach ihm gleichzeitig eine
Integritätsent
schädigung
bei einer Integritätseinbusse von 40 % zu (Urk. 10/51).
Am 9. Juni 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten infolge seines Einverständnisses mit einer Beendigung der Stellensuche den Abschluss der Arbeitsvermittlung mit (Urk. 10/37). Die gegen die Verfügung der SUVA vom 19. März 2010 erhobene Einsprache wies die SUVA mit in Rechtskraft erwachsenem (vgl. Urk. 10/58) Entscheid vom 9. August 2010 ab (Urk. 10/48). Mit Vorbescheid vom 4. Oktober
2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, rückwirkend ab dem 1. Juni 2009 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab dem 1. April 2010 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu haben (Urk. 10/55). Mit Schreiben vom 4. November 2010 (Urk. 10/64) erhob der Ver
sicherte gegen den Vorbescheid Einwand, worin er insbesondere um umfassende Abklärungen bezüglich des Rentenanspruchs ab dem 1. April 2010 und
Zuspra
che
einer angemessenen Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt
bat (
vgl
.
Urk
. 10/64/1).
Die IV-Stelle verfügte am 15. März 2011 wie im Vorbescheid angekündigt (vgl. Urk. 10/78/
24-34
).
1.2.2
Die von
X._
am
11. April 2011
dagegen erhobene Beschwerde mit de
m Rechtsbegehren
um Zusprechung einer
Dreiviertelsr
ente
ab 1. April 2010, eventualiter Rückweisung der Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz
Urk. 1
0/78/3-23
)
,
hiess
das
Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 26. Juni 2012
in dem Sinne gut, dass
es
die angefochtene Verfügung vom 1
5.
März 2011 bezüglich des Renten
anspruchs ab
1.
April 2010 auf
hob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab
1.
April 2010 neu verfüge
(Urk. 10/81)
.
Zum
damals dokumentierten medizinischen Sachverhalt und dem noch bestande
nen Abk
l

ärungsbedarf hielt das Gericht in Erwägung 3.2 Folgendes fest:
„
Die aufliegenden Berichte lassen keine abschliessende Beurteilung der
gesund
heitsbedingten
Einschränkungen des Beschwerdeführers seit Februar 2010 zu. Zwar erhellt, dass der Beschwerdeführer nach wie vor an gesundheitlichen Problemen infolge des Unfalles vom 27. Juni 2008 leidet. Wie weit er seit Feb
ruar 2010 in seiner verbleibenden Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, lässt sich den verfügbaren Akten indes nicht mit der erforderlichen Klarheit und Begründetheit entnehmen. Unklar sind dabei nicht nur die Auswirkungen des Handgelenksleidens, sondern auch jene des Arm-/Ellbogen- und Schulterleidens sowie der psychischen Befindlichkeit auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers.
Dr.
C._
und Dr.
D._
legten weder die zumutbare Arbeitsfähigkeit bezüglich einer leidensangepassten Tätigkeit fest noch
äusserten
sie sich zum zumut
-
baren zeitlichen Beginn einer solchen Arbeitsfähigkeit. Sie gaben lediglich an, dass theoretisch rein einhändig links ausführbare, sehr leichte Tätigkeiten denk
bar wären, wobei aber auch die kognitive Leistungsfähigkeit durch die starken Schmerzen beeinträchtigt sei (vgl. E. 2.2). Dr.
C._
und Dr.
D._
wie auch der SUVA-Kreisarzt Dr.
E._
erachteten den Beschwerdeführer als funktionellen
Einhänder
(vgl. E. 2.2 und E. 2.5). RAD-Arzt Dr.
F._
schloss aus dieser Aktenlage – er nahm keine eigene Untersuchung vor, sondern stützte seine Einschätzung allein auf die ihm vorliegenden Akten –, dass dem Beschwerde
führer ab Februar 2010 – der Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr.
E._
war vom
1. Februar 2010 (vgl. E. 2.5) – alle Arbeiten zumutbar seien, welche kein beid
händiges Arbeiten erforderten und bei der die dominante rechte Hand nur selten als Haltehand eingesetzt zu werden brauche sowie zwei Stunden Pause über den Tag verteilt möglich seien. In solchen leidensangepassten Tätigkeiten bestehe entsprechend nur eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % (vgl. E. 2.6). Ein medizini
scher Bericht, der die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit auf 25 % einschätzt, liegt nicht vor. RAD-Arzt Dr.
F._
führt die 25%ige Einschränkung wohl einfach auf die täglich not
wendigen zweistündigen Pausen zurück, die angesichts der durchschnittlich betriebsüblichen Arbeitszeit von 8.32 Stunden pro Tag einer Einschränkung von zirka 25 % entsprechen. Der Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr.
E._
zeigt freilich nicht schlüssig auf, wieso wegen der Schmerzen an der Hand täglich zweistün
dige Pausen erforderlich sind. Entsprechend fehlt es an einer
rechtsgenüglichen
medizinischen Grundlage für seine Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfä
higkeit.
Zwar wiesen Dr.
C._
und Dr.
D._
darauf hin, dass eine Arbeitsaufnahme in einer leidensangepassten Tätigkeit deshalb nicht möglich sei, weil der Beschwerdeführer als funktioneller
Einhänder
schon in den alltäglichen Grund
belangen nicht selbständig sei (vgl. E. 2.2). Entsprechend wurde er von ihnen bis auf Weiteres auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeits
unfähig betrachtet (vgl. E. 2.2-4). Eine Verbesserung der Selbständigkeit in den alltäglichen Belangen zu erreichen, scheitert indessen offenbar an der diesbe
züglich mangelnden Bereitschaft des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2). Er erachte sich als vollständig arbeitsunfähig (vgl. E. 3.1). Bereits Dr.
G._
hatte darauf hingewiesen, dass die Handverletzung dem Beschwerdeführer sehr gele
gen gekommen und ihm in den letzten Jahren die Arbeitslust vergangen sei. Eine totale Entfernung vom Arbeitsprozess wäre kontraproduktiv, und in einer leidensadaptierten Tätigkeit sei wieder eine Arbei
tsfähigkeit erreichbar (vgl. E.
2.1). Mithin ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer
lei
densangepassten
Tätigkeit eine Leistungs- und damit Arbeitsfähigkeit erlangt hat. Diese Restarbeitsfähigkeit bedarf von ihrem
Ausmass
her jedoch einer näheren fachärztlichen Abklärung
. Abzuklären sind dabei nicht nur die Auswir
kungen des Handgelenksleidens, sondern auch des Arm-/Ellbogen- und
Schul
terleidens
sowie einer allfälligen psychischen Erkrankung auf die Arbeitsfähig
keit. Bereits Dr. med.
H._
, Oberarzt und Leiter Schmerztherapie am Institut für Anästhesiologie des
I._
, schlug eine interdis
ziplinäre Beurteilung zusammen mit Rheumatologen, Neurologen und Psychia
tern vor, wobei die Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit dazu aus
gebildeten Ärzten zu überlassen sei (Bericht vom 15. Dezember 2009, Urk. 12/25/42). Demgemäss ist der Beschwerdeführer insbesondere auch in rheumatologischer, neurologischer und psychiatrischer Hinsicht mithin
polydis
ziplinär
abzuklären.“ (Urk. 10/81/9-11).
1.2.3
Am 13. August 2013 verfügte die IV-Stelle, dass
X._
sich einer
poly
disziplinären
Begutachtung durch das (von
SuisseMed@P
zugeteilte, vgl. Urk. 10/93)
J._
in den Disziplinen All
gemeine Innere Medizin (
Dr.
med.
K._
), Neurologie (
Dr.
med.
L._
),
Psychiatrie (
Dr.
med.
M._
) und Rheumatologie (
Dr.
N._
) zu unterziehen habe (Urk. 10/101).
Am 1
0.
und 11. Dezember 2013 führten die Gutachter ihre Untersuchungen für das
Gutachten vom 6. Februar 2014 durch (Urk. 10/113). Darin kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit des Exploranden aus rheumatologischer und neurologischer Sicht insofern eingeschränkt sei, als ihm die angestammte und andere körper
lich mittelschwer bis schwer belastende Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Für
körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeiten
, bei denen die rechte Hand nur als Stützhand eingesetzt werden müsse, ohne die Notwendigkeit Wirbel
säulen belastender Zwangshaltungen sowie ohne Arbeiten über Kopf sei die Arbeits- und Leistungsfähigkeit quantitativ nicht eingeschränkt. Aus psychiat
rischer und internistischer Sicht bestünden keine Einschränkungen (Urk. 10/113/23-25).
Gestützt auf das
J._
-Gutachten
führte die IV-Stelle einen Einkommensvergleich für das Jahr 2013 durch, bei welchem sie sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen vom Zentralwert für Hilfstätigkeiten von Männern gemäss der Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamts für Statistik (LSE, unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2013) ausging und beim Invalideneinkommen wegen der gutachterlich festgestellten Einschränkung der noch zumutbaren Tätigkeiten einen Leidensabzug von 10 % vor
nahm
. Im Vor
bescheid vom 24. Februar 2014 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie sein Leistungsbegehren abzuweisen gedenke (Urk. 10/117
). Dagegen brachte der Versicherte
einspracheweise
vor,
weil
das
J._
-Gutachten so mangelhaft sei, dass es nicht als Beweismittel tauge
, müsse
weiterhin auf das
Zumutbarkeits
pr
ofil
des SUVA-Kreisarztes abgestellt werden
und
sei
demzufolge von einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 % auszugehen, eventualiter seien seine konkreten Erwerbsmöglichkeiten in einer BEFAS abzuklären.
In der Verfügung vom 19. Juni 2014 verwarf die IV-Stelle die vorgebrachten Einwände und wies das Leistungsbegehren ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 21. August 2014 Beschwerde mit dem
Rechts
begehren
, es sei die angefochtene Verfügung unter Kosten- und
Entschä
digungsfolge
zulasten der Beschwerdegegnerin aufzuheben und dem Beschwer
deführer ab dem 1. April 2010 eine gesetzmässige Rente zuzusprechen, eventu
aliter sei ein Obergutachten zu den Widersprüche
n
zwischen der Einschätzung des SUVA-Kreisarztes und den
J._
-Gutachtern erstellen zu lassen und die Sache mit dem Auftrag, konkrete Eingliederungsmassnahmen durchzuführen, an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht verlangte der Beschwerdeführer, es seien ihm die vollständigen Akten zur Verfügung zu stel
len und
es sei
eine öffentliche Verhandlung durchzuführen
(Urk. 1 S. 2).
Am 27. Oktober 2014 liess sich die Beschwerdegegnerin mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde vernehmen (Urk. 9).
Diese
wurde dem Beschwerde
führer
am 28. Oktober 2014
zur Kenntnisnahme zugestellt
(vgl. Urk. 11)
. Am 27. Mai 2015
erhielt der Beschwerdeführer
die vollständigen Verfa
hrensakten
zur Einsichtnahme (vgl. Urk. 14).
Er sandte diese a
m 26. Juni 20
15
unter
Bei
lage einer nochmaligen Stellungnahme zur Sache sowie de
s
Rückzug
s
des Begehrens um Durchführung einer öffentliche
n
Verhandlung zurück (Urk. 16).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Hinsichtlich der Rechtsgrundlagen für den vorliegenden Entscheid ist
- um unnö
tige Wiederholungen von bereits Bekanntem zu vermeiden -
zunächst auf die Erwägungen 1.1 bis 1.5 des Urteils IV.2012.00415
vom 26. Juni 2012 in Sachen der Parteien zu verweisen.
1.2
Zu ergänzen ist Folgendes:
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
2.
2.1
Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die unter
schiedliche Beurteilung der quantitativen Arbeitsfähigkeit in qualitativ angepasster Tätigkeit durch die
J._
-Gutachter und den SUVA-
Kreisarzt weitere medizinische
Abklärungen verlangt (Urk. 1
S. 20 und Urk. 16 S. 2 f.), verkennt er, dass das hiesige Gericht die vom
J._
durchgeführte polydisziplinäre Begutachtung unter anderem des
halb für erforderlich
hielt, weil der SUVA-Kreisarzt nicht schlüssig aufzeigen konnte, weshalb wegen der bei Einsatz der rechten Hand
auftretenden
Schmer
zen täglich zweistündige Pausen erforderlich sein sollten (vgl. Urteil vom 26. Juni 2012 E. 3.2 S. 10). Wenn die
J._
-Gutachter
statt eine schlüssige Begründung für den vom SUVA-Kreisarzt postulierten zusätzlichen
Pausenbe
darf
zu liefern,
zum Schluss kamen, dass diese zusätzlichen Pausen bei einer die rechte Hand weitgehend schonenden Tätigkeit nicht nötig seien
,
ist dies - im Gegensatz zur bereits im ersten Rechtsgang
als
nicht nachvollziehbar
bezeich
neten
Beurteilung des SUVA-Kreisarztes -
durchaus
plausibel.
In dem Sinne nämlich, dass im
Umfang,
in welchem
die Hand bei der Arbeit
geschont werden kann,
der belastungsabhängige Schmerz weniger auf
tritt
und
d
aher auf zusätz
liche Arbeitspausen verzichtet werden
kann
. Oder anders ausgedrückt: Je mehr die lädierte Hand bei der Arbeit eingesetzt werden muss, desto stärker sind die
belastungsabhängigen Schmerzen und desto häufiger sind Pausen (im Einsatz der rechten Hand) nötig.
Der Beschwerdeführer kann nicht, nachdem die vom hiesigen Gericht verlangte gutachterliche Überprüfung des
SUVA-kreisärztli
chen
Zumutbarkeitsprofils ergeben hat, dass keine zusätzlichen Arbeitspausen nötig sind, wegen de
s
sich daraus ergebenden Widerspruch
s
zwischen der bereits als nicht beweiskräftig erkannten Beurteilung des SUVA-Kreisarztes und derjenigen der überprüfenden Gutachter eine weitere Begutachtung verlangen.
Im Übrigen
stellt der Beschwerde
führer
bei all seiner
Kritik am
J._
-Gutachten (Urk. 1 S. 14 bis S. 23) nicht in Abrede, dass er seine lädierte rechte Hand bei
gewissen alltäglichen Verrichtungen wie
Ent
- und Bekleiden sowie beim Lenken eines Motorfahrzeugs noch als Hilfshand einsetzen kann. Er bringt auch nichts Substantielles gegen die Feststellung der
J._
-Gutachter vor, dass neben der nicht mehr voll funktionellen rechten Hand (und den übrigen im gutachterli
chen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigten Bewegungseinschränkungen) keine weiteren körperlichen oder psychischen Funktionen in einem für die Verrich
tung von leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten relevanten Ausmass einge
schränkt seien.
2.2
Das
medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsprofil
des
J._
-Gutachtens genügt
für die berufliche Neuorientierung des Beschwerdeführers
;
entgegen dessen Ansicht (Urk.
1 S. 23) ist
im Hinblick auf die Eingliederung in eine beliebige
Hilfstätigkeit, welche dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil entspricht,
keine
berufliche A
bklärung erforderlich. Weder leidet
der Beschwerdeführer
an mul
tiplen
funktionellen
Einschränkungen
, deren
Gesamtwirkung im Kontext kon
kreter Arbeitsabläufe geprüft werden müsste
, noch verfügt er
über spezifische berufliche Qualifikationen
, welche bei der Eingliederung zu berücksichtigen wären
.
2.3
U
nter dem Titel „Diskriminierung durch Statistik“
macht der Beschwerdeführer
sodann
geltend, auf dem A
rbeitsmarkt seien
keine spezifischen Arbeitsplätze für Personen mit seinem Zumutbarkeitsprofil vorhanden (Urk. 1 S. 11-14).
Diesbezüglich
muss
auf die höchstrichterliche Rechtsprechung verwiesen wer
den, gemäss der das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarer
weise
erzielbare Einkommen bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln ist. Ein solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; Urteil 9C_121/2008 vom 4. August 2008 E. 5.1). Dementsprechend ist die
Gerichtspra
xis
bei Versicherten, welche ihre dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr eingeschränkt als unbelastete
Zudienhand
einsetzen konnten, bisher von einem hinreichend grossen Arbeitsmarkt mit realistischen
Betätigungsmöglich
keiten
ausgegangen (vgl. Urteil 9C_442/2008 des Bundesgerichts vom 28. November 2008 E. 4.2 unter Hinweis auf Urteil 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 und Urteile des
Eidg
. Versicherungsgerichts U 521/06 vom 10. Dezember 2007, U 303/06 vom 22. November 2006, I 797/05 vom 29. August 2006 und
I 685/05 vom 16. Mai 2006), wobei bei der Ermittlung des
Invalidenein
-
kommens mittels Tabellenlöhnen der Erschwernis, eine leidensangepasste Stelle
zu finden, regelmässig mit einem Abzug von 20 % oder sogar 25 % Rechnung getragen wurde (vgl. Urteil 9C_418/2008 des Bundesgerichts vom 17. September 2008
E.
3.2.2 unter Hinweis auf Urteil U 521/06 vom 10. Dezember 2007 sowie Urteile des
Eidg
. Versicherungsgerichts I 685/05 vom 16. Mai 2006, I 479/03 vom 19. November 2003, U 247/00 vom 28. Oktober 2002 und U 40/02 vom 18. Juli 2002).
Auch in dem vom Beschwerdeführer zitierten (Urk. 16 S. 3) Urteil U 240/1999 vom 7. August 2001 wurde den Einschränkungen des Versicherten mit einem Leidensabzug von 25 % auf dem Zentralwert für Hilfstätigkeiten Rechnung getragen;
ein Invaliditätsgrad von 40 % ergab sich erst aus dem Vergleich mit dem weit über dem Zentralwert gelegenen
Valideneinkommen
(vgl. E. 3.d des zitierten Urteils).
2.4
Im Lichte dieser Rechtsprechung kann der Beschwerdegegnerin nicht vorgewor
fen werden, sie habe die Auswirkungen der ärztlich festgestellten
Leistungsein
schränkungen
auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers falsch beurteilt und damit das zumutbare Invalideneinkommen nicht richtig ermittelt
, indem sie die qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss dem Zumutbarkeitsprofil des
J._
-Gutachtens beim
Einkommensver
gleich
nur
durch einen Leidensabzug beim Invalideneinkommen berücksichtigte.
Fraglich erscheint lediglich, ob der - im Lichte der vorstehenden Ausführungen eher geringe - Leidensabzug in Höhe von 10 % den tatsächlichen funktionellen Einschränkungen in hinreichendem Ausmass Rechnung trägt. Im Hinblick auf den hier zu fällenden Entscheid über den Rentenanspruch des Beschwerdefüh
rers
ab 1. April 2010 kann die Frage jedoch offen gelassen werden.
Denn der Beschwerdeführer macht nicht geltend, er habe - entgegen der
beschwerdegeg
nerischen
Annahme in der angefochtenen Verfügung - vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
ein über dem Zentralwert für Hilfsarbeiten liegendes
Validenein
kommen
erzielt. Deshalb ergäbe a
uch
der
nach der Rechtsprechung
höchstzu
lässige
Leidensabzug von 25 % beim
Invalideneinkommen
noch keinen den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung begründenden
Invali
ditäts
grad
von mindestens 40 %.
Aus diesem Grund ist die Beschwerde abzuweisen
.
3.
Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen
Versiche
rungsgericht
in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200
.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt
. Vorliegend erweist sich eine Kos
tenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen, welche gemäss
dem Ausgang des Verfahrens dem
Beschwerde
führer
aufzuerlegen ist.