Decision ID: af27ddc6-c94c-4a67-b7dd-8d4416758dc5
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, arbeitete ab dem Jahr 1995 bei der
Z._
AG als Möbelpacker (Urk. 8/12, Urk. 8/17).
Am 21. März 2012 verdrehte sich der Versicherte bei der Arbeit das rechte Knie (Urk. 8/23/57)
. Bei einer diagnos
tizierten
Meniskushinterhornläsion
sowie einer
Chondromalazie
Grad III
erfolgte
am 30. Mai 2012 eine operative Sanierung (
Teilmeniskektomie
,
Resektion einer
Plica
, Knorpelglättung
en
;
Urk. 8/
23
/
42
).
Mit Verfügung vom 6. Juli 2012 (Urk. 8/23/32 – 33) stellte d
ie Unfallversicherung
die
bis dahin
infolge dieses Unfalles übernommenen Heilbehandlungskosten und ausgerichteten Taggelder per 14. Juni 2012 mangels
Kausalzusammenhang
der noch geklagten Beschwerden mit dem Unfallereignis
ein.
Per Ende 2012
wurde
das Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin aufgrund der fortbestehenden Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
als Möbelpacker
aufgelöst (Urk. 8/17).
Die Krankentaggeldversicherung richtete bis Ende November 2013 Taggelder aus (Urk. 8/37/2).
1.2
Am 14. August 2012
hatte
sich der Versicherte unter Hinweis
auf
die am
21. März 2012
erlitte
ne Kniedistorsion rechts und die seither bestehende voll
ständige
Arbeitsunfähigkeit
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Urk. 8/1). Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, wobei sie insbesondere die Akten des Unfall- und Krankentaggeldversicherers beizog (Urk.
8/8, Urk.
8/20, Urk. 8/
23
), Berichte bei den behandelnden Ärzte
n
(Urk.
8/10, Urk.
8/16, Urk. 8
/
24
- 25
)
sowie einen Bericht bei der Arbeitgeberin (Urk. 8/17) einholte
und den Versicherten schliesslich
durch
das
Zentrum
A._
bidisziplinär
(psychiatrisch/orthopädisch) begutachten
liess
(Untersuchungen vom
5.
und 26. Juni 2013; Gutachten vom 2. August 2013, Urk.
8/36
)
.
Gestützt
auf dieses Gutachten
verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8/41-66
) – im Rahmen
dessen waren
weitere medizinische Berichte eingereicht
(Urk. 8/52, Urk. 8/53, Urk. 8/56, Urk. 8/58, Urk. 8/63, Urk. 8/65
)
und eine zusätzliche Stellungnahme beim
Zentrum A._
eingeholt
worden
(Urk. 8/59)
-
mit Verfügung vom 21. Mai 201
4 (Urk. 2) einen Rentenanspruch des Versicherten.
2.
Dagegen erhob
X._
am
10. Juni
2014 Besc
hwerde (Urk. 1) und bean
tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Zusprache
der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter seien ergänzende medizinische Abklärun
gen anzuordnen
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
15. August 2014 (Urk. 7
unter Beilage ihrer Akten, Urk.
8/1-68
) schloss die Beschwerdegegnerin auf A
bweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerdeführer mit Schreiben vom
16. September
2014 (Urk.
9
) zur Kenntnis gebracht wurde
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2),
dem Beschwerdeführer sei die angestammte Tätigkeit als Möbelpacker nicht mehr zumutbar, in einer angepassten Tätigkeit bestehe jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 80 %.
Bei
einer solchen Arbeitsfähigkeit von 80 % errechnete die Beschwerdegegnerin einen Invalidi
tätsgrad von 26 % und verneinte
info
lge
dessen einen Rentenanspruch.
1.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor,
auf
das
A._
-Gutachten
könne
mangels nachvollziehbarer Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit sowie angesichts dessen, dass sich sein Gesundheitszustand seit der Begutachtung weiter verschlechtert habe, nicht abgestellt werden (Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
Der Beschwerdeführer wurde am 5. Juni 2013 orthopädisch sowie am 26. Juni 2013 psychiatrisch untersucht (
A._
-Gutachten vom 2. August 2013, Urk. 8/36).
Die
A._
-
Gutachter stellten folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
(Urk. 8/36/16
):
Fortgeschrittene
Coxarthrose
links,
mässiggradig
rechts;
mässige Panarthrose des rechten Kniegelenkes und leichte Panarthrose des linken Kniegelenkes bei Status nach Arthroskopie des recht
en Knie
gelenkes am 30. Mai 2012 nach Innenmeniskusruptur am 21. März 2012;
Panvertebrales Schmerzsynd
rom bei fortgeschrittener
thorak
olumbaler
Spondylose, mehrsegmentaler Facettenarthrose sowie mässig fortge
schrittenen degenerativen Veränderungen der unteren Halswirbelsäule sowie bei einem rumpfmuskulären Globaldefizit und einer langjährig anhaltenden statischen Fehl- und Überbelastung durch ein übermässiges Köpergewicht von ungefähr 30-40 kg (BMI 37 kg/m
2
)
;
m
ässiggradige
OSG-Arthrose links mit assoziierter ödematöser
W
eichteil
schwellung
der
periartik
ulären
Weichteile und des distalen Unterschenkels links
;
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.9).
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter folgende Diagnosen auf (Urk. 8/36/16):
Dysthymia
(ICD-10 F34.1);
Adipositas (BMI 37 kg/m
2
)
.
Der orthopädische Gutachter hielt fest, im Vordergrund
stehe
eine fortgeschrit
tene Hüftarthrose,
welche
symptomatisch in Form eines linksseitigen Hinkens in Erscheinung
trete
. Die Beweglichkeit der linken Hüfte sei
im Vergleich zur rechten Hüfte
deutlich
reduz
iert.
G
emäss
den
Angaben des Beschwerdeführers
sei es sodann
postoperativ zu keiner nachhaltigen
B
eschwerdeminderung
im Bereich des rechten Knies
gekommen.
Der Beschwerdeführer
verspüre sowohl rechts als auch links Ruhe- und Belastungsschmerzen.
Hinsichtlich der
Schwel
lung im Bereich des linken Sprunggelenkes
hielt der Gutachter fest, d
ie
Knö
chelkonturen
und die Achillessehnengruben seien verstrichen. In der Röntgen
untersuchung hätten sich mässige degenerative Veränderungen mit
Osteophyten
gezeigt.
Im Rahmen einer orthopädischen Untersuchung im November 2012 sei
en
sodann eine HWS-Symptomatik mit einer einhergehenden C7-Symptoma
tik beschrieben worden bei einer Fehlstatik der Wirbelsäule und einer
Hal
tungsinsuffizienz
mit
verschmächtigter
Rumpfmuskulatur
.
Im Rahmen der aktu
ellen Untersuchung habe der Beschwerdeführer
ebenfalls
über
Nacken- und
Hinterkopfschmerzen
mit Ausstrahlung in den rechten Arm
berichtet
.
D
ie Beweglichkeit der
Lendenwirbelsäule
und des Rumpfes sei mässig einge
schränkt. Bei dem vorliegenden Übergewicht
von ungefähr 40 kg
falle
in Über
einstimmung mit der Untersuchung im November 2012
ein deutliches
rumpf
muskuläres
Globaldefizit auf. Neuro
-
orthopädisch seien
aktuell
keine Symptome eines
vertebragenen
Nervenwurzelkompressio
nssyndroms ausz
umachen gewe
sen.
Im Rahmen der aktuellen Röntgenuntersuchung hätten sich mässig fortge
schrittene degenerative Veränderungen der distalen
Halswirbelsäule
mit
Osteo
chondrosen
, Spondylosen und
Unkovertebralarthrosen
sowie im
thorakolumba
len
Übergang segmental überbrückende Spon
d
ylosen sowie Facettenarthrosen bei L3 bis S1 gezeigt (Urk. 8/37/
12 f.
).
Der orthopädische Gutachter kam
zum Schluss,
dass dem Beschwerdeführer
die schwere körperliche Tätigkeit als Möbelpacker nicht mehr zumutbar
sei
. Zumut
bar seien dem Beschwerdeführer hingegen leichte, wechselbelastende Tätigkei
ten, wobei
Tätigkeiten, welche die linke Hüfte, die Kniegelenke oder den lum
balen Rumpfabschnitt statisch beanspruchen würden, zu meiden seien
. Tätig
keiten in Zwangshaltung wie kniend, hockend oder kauernd sowie Arbeiten in vornüber gebeugt stehender Position sowie Tätigkeiten mit repetitiven
Bewe
gungsanforderungen
an den Rumpf seien
nicht möglich. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei auf 10 kg zu limitieren (Urk. 8/36/1
3 f.
).
Bei einer sol
ch
ermassen
leidensangepassten
Tätigkeit bestehe eine 20%ige Einschränkung, welche – auch bei optimal angepasster Tätigkeit - durch die Beschwerden bedingt sei
. Dem Beschwerdeführer sei somit eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar
.
Es sei davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer
eine
solche Arbeitstätigkeit
seit dem 1. Juli 2012
(Abschluss der Rehabilitation der Kniegelenksarthroskopie vom 30. Mai 2012)
möglich
sei
(Urk. 8/36/14
, 17
).
Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter gab der Beschwerdeführer an, er sei im Jahr 1992 während des Bosnienkriegs in drei Lagern
inhaftiert
gewesen. Er habe Träume und Bilder davon, die immer wieder auftauchen würden (Urk. 8/37/23). Der Gutachter hielt dafür, der Beschwerdeführer leide aufgrund der Traumatisierung in der Lagerhaft unter Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche er in den Jahren nach dem Trauma gut habe kom
pensieren können. Eine psychotherapeutische oder psychiatrische Intervention sei nicht notwendig gewesen. Nach der Knieverletzung im Jahr 2012 sei es zu einer Zunahme der Albträume, der Flashbacks und der Ängstlichkeit gekom
men
, wobei jedoch
nicht von
schwere
r
Intrusion oder Dissoziation berichtet worden sei
.
Die Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung würden hauptsächlich nachts im Zusammenhang mit Schmerzen auftreten.
Durch die
nun seit einem Jahr stattfindende
ambulante psychiatrische Behandlung sei es zu einer Stabilisierung der depressiven Symptome gekommen. Aktuell sei der psychopathologische Befund weitgehend unauffällig. Die Symptome einer
p
ost
traumatischen Belastungsstörung
seien leicht bis mittelgradig ausgeprägt, eine wesentliche Invalidisierung sei dadurch
jedoch
nicht gegeben.
So sei der Beschwerdeführer hinsichtlich seiner sozialen Interaktion und Sozialkompetenz ausreichend stabilisiert, eine wesentliche Rückzugstendenz oder Selbstisolation liege nicht vor, eine ambulante spezielle
Traumatherapie
werde nicht durchge
führt und nicht für notwendig erachtet. Eine Besserung der posttraumatischen Belastungsstörung sei gege
be
nenfalls durch verhaltenstherapeutische Massnah
men
im Rahmen einer
Trau
ma
therapie
erreichbar, wobei der Beschwerdeführer jedoch derzeit mit
seiner Lebenssituation ausreichend zufrieden sei.
Aufgrund der immer wiederkehrenden Albträume und Schlafstörungen mit dem Gefühl der Unsicherheit und der Angst sei die Arbeitsfähigkeit
zeitlich
um 20 % ein
geschränkt.
Die Leistungsfähigkeit sei dabei nicht vermindert. Nachtarbeit sollte vermieden werden (Urk. 8/36/27).
In der Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass sich die ortho
pädisch und psychiatrisch begründete
n
zeitliche
n
Einschränkung
en
der Arbeitsfähigkeit nicht addieren würden und somit interdisziplinär eine Arbeits
fähigkeit von 80 %
resultiere
(Urk. 8/36/17). Die Gutachter hielten schliesslich dafür, zur Erhaltung der derzeitigen Arbeitsfähigkeit, zur Verbesserung der Prognose der Operationsergebnisse am rechten Kniegelenk, zur prospektiven Verbesserung der Operationsfähigkeit resp. der Prognose einer mittel- bis lang
fristig nicht vermeidbaren TEP-Versorgung des linken Hüftgelenkes sowie auch zur Entlastung der Wirbelsäule und des Rumpfes sei eine drastische
Gewichts
minderung
von
insgesamt
30 – 40 kg indiziert
. Zur Minderung der orthopädi
schen Beschwerden sei sodann eine regelmässige mehrmonatige Physiotherapie, insbesondere mit Fokus auf die linke Hüfte und die Wirbelsäule
,
sowie eine medizinische Trainingstherapie für die Rumpfmuskulatur sinnvoll
(Urk. 8/36/20).
4.
4.1
Das
A._
-
Gutachten
vermag
die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 2.
4
). Das Gutachten beruht auf den erforderlichen und allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der releva
nten Vorakten abge
geben worden.
4.2
4.2.1
Der orthopädische Gutachter begründete sodann seine Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht zu 80 % in einer
leidensangepass
ten
Tätigkeit arbeitsfähig sei, in nachvollziehbarer Weise. So berücksichtigte er die verschieden
en
orthopädischen Beschwerden und schränkte das
Zumutbar
keitsprofil
entsprechend ein. Aufgrund der auch bei einer optimal
leidensange
passten
Tätigkeit persistierenden Beschwerden erachtete
der Gutachter
sodann lediglich ein 80%-Pensum für zumutbar.
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers besteht
auch
mit Blick auf die übrigen
in
den Akten liegen
den ärztlichen Berichte
keinerlei Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen
.
4.2.2
Dr.
med.
B._
,
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsappara
tes,
welche
den Beschwerdeführer
im
November
2012
im Auftrag des
Kranken
taggeldversicherers
untersucht
hatte
(Urk. 8/20/3 ff.),
hatte zwar dafür
gehalten, der Beschwerdeführer sei
zurzeit
weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Möbelpacker noch in anderen Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeitsfähi
g (Urk. 8/20/11).
A
us dem Bericht ergibt sich jedoch nicht, weshalb dem Beschwerdeführer auch in angepassten Tätigkeiten überhaupt keine Arbeit mehr
möglich wäre
.
Allenfalls ging
Dr.
B._
bei ihrer abweichenden Ein
schätzung
auch
von einer Einschränkung aufgrund der Fettleibigkeit aus,
zum
al
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Fehl- und Überbe
lastung des Bewegungsapparates bei Übergewicht aufgeführt wurde (Urk. 8/20/10).
Diesbezügliche Einschränkungen haben jedoch ausser Betracht zu bleiben:
Fettleibigkeit
begründet
grundsätzlich keine leistungsbegründende Invalidität, soweit sie zu keinem Gesundheitsschaden geführt hat oder selber Folge einer gesundheitlichen Störung ist
; einer
Dekonditionierung
der
Rumpf
muskulatur
, soweit sie auf die Adipositas zurückzuführen ist,
kommt somit
kein invalidisierender Charakter zu (
Urteil des Bundesgerichts 9C_385/2014 vom 23. Oktober 2014, E. 4.3)
.
Im Übrigen ist mit Blick darauf, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung bei Dr.
B._
noch mit zwei Unterarmgehstützen fortbewegte (Urk. 8/20/5), anlässlich der orthopädischen Begutachtung im
Zentrum A._
im Juni 2013
hingegen keine Hilfsmittel mehr benö
tigte (Urk. 8/36/10),
diesbezüglich
von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugehen.
4.2.3
Auch die im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten Berichte geben zu keiner anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Anl
ass
.
Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt
– nachdem im Oktober 2013 eine
MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks sowie eine R
öntgen- und MRI-Untersuchung der Hüft
gelenke
/Beckens durchgeführt worden war
en
(Urk. 8/52, Urk. 8/53)
-
mit Bericht vom 8. Dezember 2013
(Urk. 8/56)
dafür,
die Arbeitsfähigkeit als Möbelpacker sei aufgrund der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen an beiden Hüftgelenken
und
den Kniegelenken massiv beeinträchtigt. Der Beschwerdeführer leide an einer schweren fortgeschrittenen
einsteifenden
Hüft
gelenksarthrose
links sowie an einer fortgeschrittenen Hüftgelenksarthrose rechts. Die fehlende Extension im linken Hüftgelenk verursache auch ein
e
Fehl
belastung
im linken Knie
sowie im
Vorfuss
links. Bei entsprechendem
Leidens
druck
von Seiten des Beschwerdeführers bestehe aus orthopädischer Sicht nun die Indikation zur Implantation einer Hüfttotalprothese, wobei eine solche vor
erst sicher links notwendig sei (Urk. 8/56/3).
I
n der angestammten Tätigkeit als Möbelpacker
bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr
und auch eine sitzende Tätig
keit
sei
aufgrund der eingeschränkten Hüftbeweglichkeit im Rahmen der fort
geschrittenen
Coxarthrose
nicht
mehr möglich. Inwiefern nach der Sanierung der Arthrosen eine allfällige Arbeitsfähigkeit in Betracht gezogen werden könne, sei erst im weiteren Verlauf zu beurteilen (Urk. 8/56/4).
Die
A._
-Gut
achter nahm
en
zu dieser Beurteilung am 27. Februar 2014 Stellung (Urk. 8/59) und hielt
en
fest, die Hüftflexion sei von D
r.
C._
noch mit knapp 80
Grad dokumentiert worden. Auf einem allenfalls gering erhöhten Sitzmöbel könne der Beschwerdeführer somit auch mit seiner degenerativ geschädigten linken Hüfte noch ausreichend stabil sitzen (Urk. 8/59/1). Im Übrigen sei der
endopro
thet
ische
Ersatz der Hüft- und Kniegelenke –
vor allem
der
Ersatz der
stärker betroffenen linken Hüfte – bereits anlässlich der
A._
-Begutachtung
themati
siert worden
. D
amals habe jedoch keine zwingende
Indikation
für eine
TEP-Versor
gung der linken Hüfte bestanden. Nachdem
Dr.
C._
bei nur gering abweichenden Befunden und Diagnosen eine zumindest teilweise abweichende
Beurteilung der Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit formuliert habe, im Übrigen eine Normalisierung des Körpergewichtes vorrangig und die alternativen
hüft
schmerzmindernden
konservativen Behandlungsmassnahmen noch nicht aus
gereizt seien, bestehe kein Grund, von der gutachterlichen Ein
-
schätzung abzu
weichen (
Urk.
8/59/2-3). Dieser gutachterlichen Beurteilung ist zu folgen, zumal das von den Gutachtern formulierte Anforderungsprofil für angepasste Tätig
keiten wechselbelastende Tätigkeiten umfasst (E. 3), während sich Dr.
C._
ausschliesslich zur angestammten Tätigkeit als Möbelpacker und zu rein sitzenden Tätigkeiten äusserte (
Urk.
8/56/3).
4.2.4
Der Beschwerdeführer reichte
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
im Weite
ren
einen Bericht der
Klinik D._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum
Wirbelsäu
lenchirurgie
und Neurochirurgie, vom 6. Februar 2014 ein
, wo er am 29. Januar 2014 in der ambulanten Sprechstunde gewesen war
(Urk. 8/58).
Die Ärzte der
Klinik D._
hielten
– nachdem im Oktober 2013 MRI-Untersuchungen der
Hals- und Lendenwirbelsäule
durchgeführt worden waren
(Urk. 8/53)
–
dafür, der
Beschwerdeführer
leide an einem
zervikoradikulären
Schmerzsyndrom bei Diskushernie C5/6 rechtsbetont mit vermutlicher Affektion der C6-Wurzel rechts mit rezidivierenden leichten Sensibilitätsstörungen und
Parästhesien
. Weiter imponiere eine Verspannung der zervikalen Muskulatur (Urk. 8/58/2).
In Bezug auf die lumbalen Beschwerden
berichteten
sie über
eine leichte
Facettenge
lenksarthrose
bei L4/5 und L5/S1 ohne klare
radikuläre
Ausstrahlung (Urk. 8/58/4).
Die Ärzte
erklärten
,
angesichts der zervikalen Diskushernie und der ausstrahlenden Beschwerden in den rechten Arm
sei
die bisherige Tätigkeit als Möbelpacker wahrscheinlich nicht mehr möglich (Urk. 8/58/4; siehe auch Urk. 8/65).
In Übereinstimmung mit den Ärzten der
Klinik D._
hatte auch der orthopä
dische
A._
-Gutachter eine Tätigkeit als Möbelpacker als nicht mehr zumutbar erachtet (E. 3). Dass jedoch eine angepasste Tätigkeit aufgrund der
genannten
Befunde nicht mehr möglich wäre, ergibt sich nicht aus dem Bericht der
Klinik D._
,
und die
A._
-
Gutachter hielten in
ihrer
Stellungnahme vom 27. Februar 2014 an ihrer Beurteilung
, wonach eine angepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei,
fest (Urk. 8/59).
Im Bereich der Halswirbelsäule wurde denn auch lediglich von einer „vermutlichen“ Affektion der C6-Wurzel berichtet und
es wurden
einzig leichte
Sensibiliätsstörungen
und
Parästhesien
festgestellt
(Urk. 8/58/2).
4.3
Aus psychiatrischer Sicht attestierte der psychiatrische
A._
-Gutachter
auf
grund einer posttraumatischen Belastungsstörung eine
Arbeitsunfähigkeit von 20 %
(E. 3).
Ob
aus versicherungsrechtlicher Sicht auf diese Einschätzung abge
stellt werden kann, da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung e
ine post
traumatische Belastungsstörung nur anerkannt
wird
, wenn sie mit einer Latenz von wenigen Wochen bis Monaten nach einem Ereignis mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem
Ausmass auftritt
(
Urteil des Bundesge
richts 9C_671/2012
vom 15. November 2012,
E
. 4.3)
,
kann offen bleiben, da selbst bei einer um 20 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit kein
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad resultiert
(vgl. nachfolgend E. 5)
.
Dass der psychi
atrische Gutachter im Gegensatz zur behandelnden Psychiaterin, Dr. med.
E._
, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
keine
depressive Störung mit Auswirkung auf
die Leistungsfähigkeit sondern bloss eine
Dysthy
mia
ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit nannte
(E. 3; vgl. Berichte der behandelnden Psychiaterin vom 21. Februar 2013 [Urk. 8/24] und 1. Mai 2014 [Urk.
8/
63]), ist sodann nicht zu beanstanden. So war der psy
chiatrische
Befund weitgehend unauffällig (Urk. 8/36/25) und auch mit Blick auf die geschilderten Aktivitäten und den Tagesablauf (
begleitet Tochter zur Schule, hilft Tochter bei den Hausaufgaben, geht spazieren, hinreichende Sozialkontakte, geht mit Ehe
frau einkaufen, Urk. 8/36/8, 23 f.) erscheint die Beurteilung des Gutachters nachvollziehbar. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers kann somit nicht auf die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin, wonach
er
aus psychi
atrischer Sicht
lediglich
noch zu 30 % arbeitsfähig sei (Urk. 8/63/2), abgestellt werden.
4.4
Dass die
A._
-
Gutachter schliessl
ich in der
interdisziplinären Beurteilung
zum Schluss kamen,
gesamthaft bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %
(E. 3, vgl. auch Stellungnahme vom 27. Februar 2014, Urk. 8/59/4),
gibt
entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 6)
zu keinen Beanstandungen Anlass
. Sowohl bei der
attestierten
20%igen Einschränkung aus
psychiatrischer
Sicht als auch bei der
attestierten
20%igen Einschränkung aus somatischer Sicht
(vgl. E. 3)
handelt es sich um zeitliche Einschränkungen, mithin um Ein
schränkungen des zumutbaren Arbeitspensums.
Ist
somit sowohl aus psychiat
rischer als auch aus somatischer Sicht ein 80%-Pensum zumutbar, erscheint es nachvollziehbar, dass auch aus interdisziplinärer Sicht ein 80%
-Pensum als zumutbar erachtet wu
rd
e
.
4.5
Zusammenfassend ist somit gestützt auf das
A._
-Gutachten mit dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Arbeitstätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar ist.
5.
5.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen sind grundsätzlich das hypothetisch erzielbare Validen- und Invalideneinkommen zu ermitteln (Einkommensvergleich, E.
2
.3).
5.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das
Valideneinkommen
gestützt auf die Anga
ben der ehemaligen Arbeitgeberin (Urk. 8/17)
,
wonach der Beschwerde
führer im Jahr 2012 ein jährliches Einkommen von Fr. 60‘450.-- verdient hätte (Urk. 8/17/4
,
Urk.
8/39
)
,
was nicht zu beanstanden ist und
unter Berücksichti
gung der Nominallohne
n
twicklung
zu
einem
Valideneinkommen
von Fr.
60‘892.--
führt
(
2012: 2188 Punkte, 2013: 2204 Punkte; Die Volkswirtschaft 3/4-2015, Tab. B10.3, S. 89
).
5.3
Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin auf der Grundlage der Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 20
10
) und stützte sich dabei auf die Tabelle TA1, alle Branchen, Stufe 4
,
ab (Urk. 8/
39
, Urk. 2). Dies ist nicht strittig und gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Damit ergibt sich für das Jahr 20
10
ein Einkommen von Fr.
58‘812
.-- (Fr. 4‘
901
.-- x 12). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (
2010
:
2150
Punkte, 2013: 2204 Punkte; Die Volkswirtschaft 3/4-2015, Tab. B10.3, S. 89) sowie der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,
7
Stunden (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015 Tab. B9.2 S. 88) resultiert für das Jahr 2013 ein Einkommen von Fr.
62‘851.
--
, respektive bei einem 80%-Pensum ein Einkommen von Fr.
50‘281.
--
.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Vorliegend erwog die Beschwerdegegnerin, mit Blick auf die gesundheitlichen Einschränkungen rechtfertige sich ein Abzug von 10 % (Urk. 2 S. 2). Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, aufgrund seiner einge
schränkten Leistungsfähigkeit, der fehlenden Ausbildung sowie seines fortge
schrittenen Alters sei ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorzunehmen (Urk. 1 S. 8). Vorliegend kann offen bleiben, ob sich ein höherer Abzug
recht
fertigt
, da selbst bei einem Abzug von 20 % kein rentenbegründender
Invalidi
tätsgrad
resultieren würde: Bei einem
solchen Abzug
ergäbe sich ein
Invaliden
einkommen
von Fr.
40‘
22
5
.
--
, womit im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 60‘892.--
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
20‘667.
--
resultiert
, was einem
Inva
liditätsgrad
von gerundet 34 % entsprechen würde (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
Die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht einen Rentenanspruch verneint, was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss
vom
Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).