Decision ID: 15b9b0a5-e51f-47fe-9f39-b175a10b3f6d
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Das Zentrale Untersuchungsgericht in Madrid führt gegen verschiedene  eine Strafuntersuchung wegen Urkundenfälschung, Bestechung, eines Deliktes gegen die Staatskasse («delito contra la hacienda pública») und Geldwäscherei. In diesem Zusammenhang sind die spanischen  mit Rechtshilfeersuchen vom 20. Mai 2019 an die Schweiz gelangt und haben um Beweiserhebung und Beschlagnahme diverser Konten ersucht, so unter anderem betreffend eines auf die D. Ltd. lautenden Kontos bei der Bank E. in Zürich und eines auf die F. SA lautenden Kontos bei der Bank G. in Lugano (Verfahrensakten, Register 1, nicht paginiert).
B. Mit Eintretensverfügung vom 5. Juli 2019 trat die Bundesanwaltschaft auf
das Rechtshilfeersuchen ein (Verfahrensakten, Register 4, nicht paginiert).
C. Im Rahmen des Vollzugs des Rechtshilfeersuchens ergab sich der Verdacht,
dass Vermögenswerte krimineller Herkunft über Konten bei der Bank G.,  auf die Eheleute A. und B. sowie die Fundación C. transferiert worden seien, weshalb die Bundesanwaltschaft am 10. und 24. September 2019 die Sperre der auf diesen Konten liegenden Vermögenswerte sowie die  der diese Konten betreffenden Unterlagen anordnete (, Register 5, nicht paginiert). Die Bank G. informierte die  mit Schreiben vom 12. September und 2. Oktober 2019, dass das Konto mit der Nr. 1, lautend auf A. und B., seit dem 19. Dezember 2018  sei, demgegenüber das Konto mit der Nr. 2, lautend auf die  C., noch aktiv sei und sich dessen Kontostand auf USD 4'148'888.70 belaufe (Verfahrensakten, Register 5, nicht paginiert).
D. Mit Schlussverfügungen vom 23. September 2020 verfügte die Bundesan-
waltschaft die Aufrechterhaltung der Kontosperre betreffend das Konto Nr. 2 sowie die Herausgabe der dieses und das Konto Nr. 1 betreffenden  (act. 1.2 und 1.3).
E. Dagegen gelangten A., B. und die Fundación C. mit einer von Rechtsanwalt
Marco Bertoli (nachfolgend «Rechtsanwalt Bertoli») unterzeichneten  vom 26. Oktober 2020 an die Beschwerdekammer des . Sie beantragen die Aufhebung der Schlussverfügungen vom 23. September 2020 sowie die Aufhebung der Sperre das Konto mit der Nr. 2
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betreffend. In prozessualer Hinsicht beantragen sie, das  sei bis zur vollständig gewähren Akteneinsicht und der durchgeführten Triage zu sistieren (act. 1 S. 9). Rechtsanwalt Bertoli wurde mit Schreiben vom 28. Oktober 2020 aufgefordert, mit aktuellen und datierten Dokumenten die Existenz der Fundación C. zum Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung sowie den Umstand, dass A. und B. berechtigt sind, die Fundación C. zu vertreten, nachzuweisen, unter Androhung des Nichteintretens auf die  der Beschwerdeführerin 3 im Säumnisfalle (act. 3). Mit Schreiben vom 9. und 23. November 2020 reichte Rechtsanwalt Bertoli diesbezüglich verschiedene Unterlagen ein (act. 5, 5.1-2 und 6, 6.1-2).
F. Die Bundesanwaltschaft beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. De-
zember 2020, auf die Beschwerde der Fundación C. sei nicht einzutreten und die Beschwerden von A. und B. seien abzuweisen (act. 10), was den Beschwerdeführern am 23. Dezember 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit
erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Im Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich die Sprache des angefochtenen Entscheids massgebend (vgl. Art. 33a Abs. 2 VwVG). Vorliegend besteht kein Grund, von dieser Regel abzuweichen, weshalb der vorliegende  in deutscher Sprache ergeht, auch wenn die Beschwerde in  verfasst ist.
2. 2.1 Für die Rechtshilfe zwischen Spanien und der Schweiz sind in erster Linie
das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1) sowie das Zweite Zusatzprotokoll vom 8. November 2001 zum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen (SR 0.351.12; Zweites Zusatzprotokoll) anwendbar. Zur  kommen vorliegend auch das Übereinkommen vom 8.  1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und  von Erträgen aus Straftaten (Geldwäschereiübereinkommen, GwUe; SR 0.311.53) sowie die Art. 43 ff. des Übereinkommens der Vereinten Nati-
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onen vom 31. Oktober 2003 gegen Korruption (UNCAC; SR 0.311.56).  gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19-62) zur Anwendung, wobei die zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilateraler Abkommen unberührt bleiben (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en  pénale, 5. Aufl. 2019, N. 18-21, 28-40, 77, 109). Soweit diese  bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1; vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 139 II 65 E. 5.4 letzter Absatz; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 681 ff.).
2.2 Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren sind zudem anwendbar die Be-
stimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a des Bundegesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [, StBOG; SR 173.1]).
3. 3.1 Die Verfügung der ausführenden Bundesbehörde, mit der das Rechtshilfe-
verfahren abgeschlossen wird, unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des  (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt betroffen im Sinne des Art. 80h lit. b IRSG gelten namentlich der Kontoinhaber bei der Erhebung von  (Art. 9a lit. a IRSV). Der wirtschaftlich Berechtigte und andere bloss indirekt Betroffene sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht zur Be-
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schwerde legitimiert (BGE 130 II 162 E. 1.1; 123 II 153 E. 2b, m.w.H.).  kann der bloss wirtschaftlich an einem Konto oder an einer  betroffenen Gesellschaft Berechtigte selbständig beschwerdelegitimiert sein, etwa dann, wenn eine juristische Person, über deren Konto Auskunft verlangt wird, nicht mehr besteht und die Auflösung der Gesellschaft nicht nur vorgeschoben oder rechtsmissbräuchlich erscheint (BGE 137 IV 134 E. 5.2.1 m.w.H.; 123 II 153 E. 2c-d). Die Beweislast für die wirtschaftliche Berechtigung und die Liquidation der Gesellschaft obliegt dem . Darüber hinaus muss der wirtschaftlich Berechtigte im Auflösungsakt eindeutig als Begünstigter des Liquidationsgewinns bezeichnet sein (Urteile des Bundesgerichts 1C_183/2012 vom 12. April 2012 E. 1.5; 1C_161/2011 vom 11. April 2011 E. 1.3; 1A.284/2003 vom 11. Februar 2004 E. 1; 1A.212/2001 vom 21. März 2002 E. 1.3.2; 1A.84/1999 vom 31. Mai 1999 E. 2c; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2009.151 vom 11.  2009 E. 1.3.2).
3.2 Die mit der Beschwerde eingereichte Vollmacht zugunsten von Rechtsan-
walt Bertoli wurde von den Beschwerdeführern 1 und 2 unterzeichnet. Die Beschwerdeführer 1 und 2 sind Inhaber des Kontos Nr. 1 und diesbezüglich gegen die rechthilfeweise Herausgabe der betreffenden Kontounterlagen . Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte  der Beschwerdeführer 1 und 2 ist daher einzutreten.
Soweit sich die Beschwerde gegen die Herausgabe der Kontounterlagen
und die Sperre des auf die Beschwerdeführerin 3 lautenden Kontos bezieht, weist Rechtsanwalt Bertoli zunächst die Existenz der Beschwerdeführerin 3 durch einen vom 30. Oktober 2020 datierten Auszug aus dem Registro Público de Panamá nach (act. 5.1). Wie bereits erwähnt, wurde die  zugunsten Rechtsanwalt Bertoli nur von den Beschwerdeführern 1 und 2 unterzeichnet. Rechtsanwalt Bertoli ist der Ansicht, die  1 und 2 seien berechtigt, für die Beschwerdeführerin 3 Beschwerde zu erheben. Dies ergebe sich aus dem Umstand, dass das Konto der  3 von Vermögenswerten der Beschwerdeführer 1 und 2 alimentiert worden sei. Die Beschwerdeführer 1 und 2 hätten erst im Rahmen des vorliegenden Rechtshilfeverfahrens erfahren, dass die Organe der  3 allesamt demissioniert hätten (act. 5 und 6). Wie oben dargelegt, ist grundsätzlich nur der Kontoinhaber berechtigt, gegen die  von Bankunterlagen und die Kontosperre Beschwerde zu erheben, nicht jedoch der bloss wirtschaftlich Berechtigte. Der Nachweis der  der Beschwerdeführer 1 und 2, die Beschwerdeführerin 3 zu  – wie von der Beschwerdekammer mit Schreiben vom 28. Oktober 2020
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gefordert –, wurde nicht erbracht. Auf die Beschwerde der  3 ist somit nicht einzutreten, inbegriffen die Frage der Aufrechterhaltung der Kontosperre.
4. 4.1 Die Beschwerdeführer 1 und 2 machen eine Verletzung ihres Anspruchs auf
rechtliches Gehör geltend. Sie hätten erst nach Erlass der Schlussverfügung vom 23. Oktober 2020 Kenntnis vom Rechtshilfeverfahren erhalten. Damit sei es ihnen verunmöglicht worden, an der Triage der herauszugebenden Kontounterlagen teilzunehmen.
4.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör wird im
Bereich der internationalen Rechtshilfe in Art. 12 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 29 ff. VwVG konkretisiert, welche sowohl in Verfahren vor den  als auch vor kantonalen Behörden zur Anwendung gelangen (, a.a.O., N. 472). Bezieht sich das Rechtshilfeersuchen auf die  von Bankunterlagen oder anderen Beweismitteln, muss die  Behörde dem gemäss Art. 80h lit. b IRSG und Art. 9a IRSV  vorgängig zum Erlass der Schlussverfügung insbesondere die  geben, sich zum Rechtshilfeersuchen zu äussern und unter Angabe der Gründe geltend zu machen, welche Unterlagen etwa in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips nicht herauszugeben sind (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG; BGE 130 II 14 E. 4.3; 126 II 258 E. 9b/aa). Das geschieht in aller Regel durch die Zustellung einer Eintretens- oder Zwischenverfügung, die den Berechtigten Gelegenheit gibt, von sich aus ihre Einwände gegen die Gewährung oder den Umfang der Rechtshilfe vorzubringen. Eine  zur Zustellung von Verfügungen an die Berechtigten besteht allerdings nur, wenn diese einen Wohnsitz oder zumindest ein Zustellungsdomizil im Inland haben (Art. 80m Abs. 1 IRSG). Art. 9 IRSV präzisiert, dass eine Partei oder ihr Rechtsbeistand, die im Ausland wohnen, ein Zustellungsdomizil in der Schweiz bezeichnen müssen; unterlassen sie dies, kann die Zustellung unterbleiben. In diesem Fall wird die Verfügung – zumindest in Verfahren, in denen es um die Übermittlung von Bankunterlagen geht – der Bank zur Kenntnis gebracht. Diese ist nach Art. 80n Abs. 1 IRSG berechtigt und  des Vertrags mit ihrem Kunden verpflichtet, diesen über das Vorliegen des Rechtshilfeersuchens und alle damit zusammenhängenden Tatsachen zu informieren, sofern die zuständige Behörde dies nicht ausnahmsweise unter Hinweis auf Art. 292 StGB und dessen Strafandrohung ausdrücklich untersagt hat (vgl. BGE 124 II 124 E. 2d). Wenn die Bank den Kontoinhaber nicht rechtzeitig über die Eintretens- und Zwischenverfügung informiert hat oder dies allenfalls mangels gültiger Adresse nicht tun konnte, ist dies vom
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Kontoinhaber zu vertreten (vgl. hierzu auch Urteil des Bundesgerichts 1A.54/2000 vom 3. Mai 2000 E. 2a; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2010.85 vom 14. Februar 2011 E. 4.2 m.w.H.). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt in einem solchen Fall nicht vor. Auch bei beendeter Bankbeziehung hat die ausführende Behörde ihre Entscheide an das  Bankinstitut, das zur Herausgabe der Unterlagen aufgefordert wird, zuzustellen (BGE 136 IV 16 E. 2.2). Es ist dabei letzterem überlassen, ob es seinen ehemaligen Kunden über den Empfang der Verfügung unterrichtet oder nicht (vgl. Art. 80n IRSG).
Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die ausführende
Behörde führt nicht automatisch zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Nach der Rechtsprechung kann eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die, wie die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts, über die gleiche Überprüfungsbefugnis wie die ausführende Behörde verfügt (vgl. BGE 124 II 132 E. 2d m.w.H.; TPF 2007 57 E. 3.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.112 vom 19. Dezember 2007 E. 2.6).
4.3 Mangels schweizerischen Wohnsitzes der Beschwerdeführer 1 und 2 und
mangels Zustellungsdomizil in der Schweiz war die Beschwerdegegnerin , die Editions- und Beschlagnahmeverfügung vom 10.  2020 und schliesslich die Schlussverfügung vom 23. September 2020 der Bank zuzustellen (Art. 80m Abs. 1 IRSG). Soweit die Bank die  1 und 2 erst nach Erlass der Schlussverfügung informiert haben soll, ist dies nach der vorstehend zitierten Rechtsprechung von den  1 und 2 als (ehemalige) Kontoinhaber zu vertreten, zumal die Beschwerdegegnerin kein Mitteilungsverbot ausgesprochen hat (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2020.256 vom 26. März 2021 E. 5.2; RR.2017.322 vom 23. Februar 2018 E. 5.3; RR.2017.233 vom 28. November 2017 E. 2.5.3; RR.2016.165-167 vom 5. Mai 2017 E. 2.5 mit Verweisen und RR.2010.255 + RR.2010.256 vom 8. Juni 2011 E. 4.3).
Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin ist vorliegend folglich nicht auszumachen. Im Übrigen hat die  den Beschwerdeführern 1 und 2 im Rahmen des vorliegenden  am 4. November 2020 sämtliche relevanten Akten . Diesen wäre es freigestanden, sich im Beschwerdeverfahren  zur Rechtshilfemassnahme zu äussern, sodass eine allfällige  nunmehr ohnehin geheilt wäre.
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4.4 Der in diesem Zusammenhang gestellte prozessuale Antrag auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zur vollständig gewährten Akteneinsicht ist somit ohne Weiteres abzuweisen.
5. 5.1 Soweit die Beschwerdeführer 1 und 2 sinngemäss eine Verletzung des Ver-
hältnismässigkeitsprinzips geltend machen, indem sie einen mangelnden Zusammenhang zwischen den herauszugebenden Bankunterlagen und der spanischen Strafuntersuchung rügen, ist Folgendes auszuführen:
5.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-
keit zu genügen (siehe statt vieler den Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2016.252 vom 27. Januar 2017 E. 6.2). Die internationale  kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der  Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich  sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand für eine unzulässige Beweisausforschung („fishing expedition“)  (BGE 139 II 404 E. 7.2.2; 136 IV 82 E. 4.1; 134 II 318 E. 6.4). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem  der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte Staat hat die Würdigung der mit der Untersuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im  dargelegten Sachverhalt beziehen können (sog. potentielle ); nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweismittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfalls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.). Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im  gestelltes Begehren grundsätzlich nicht hinausgehen (; BGE 136 IV 82 E. 4.1). Die Rechtsprechung hat diesen  derweil insofern präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann,  alle Voraussetzungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls notwendige Ergänzung des  vermieden werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung
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ab, auf welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft  worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates  über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3; TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.).
5.3 Gemäss Sachverhalt des Rechtshilfeersuchens vom 20. Mai 2019 besteht
der Verdacht, dass der ehemalige spanische Botschafter in Venezuela von 2004 bis 2007, H., sowie sein Umfeld, darunter I., in der Zeit von  2012 bis Februar 2015 von der venezolanischen Gesellschaft J. S.A. Bestechungsgelder im Umfang von EUR 4'527'270.-- erhalten hätten. Die spanischen Behörden konnten im Laufe der Untersuchung feststellen, dass die Beschuldigten eine Struktur aus einem komplexen Geflecht von  benutzt hätten, um die ungerechtfertigten Transaktionen durchzuführen. Unter anderem hätten sie sich dazu zweier Gesellschaften bedient, nämlich der K. S.L. und der L. S.L., an denen der verstorbene Sohn der Beschwerdeführer 1 und 2, M., beteiligt gewesen sei. Die K. S.L. habe am 29. Mai 2013 einen Betrag in der Höhe von EUR 1'999'994.63 von der D. Ltd. und am 6. Juni 2013 einen Betrag von EUR 599'999.63 von der F. SA ab deren Konten in der Schweiz erhalten.
5.4 Die Beschwerdegegnerin hat aufgrund der Bankunterlagen zum Konto Nr. 1
feststellen können, dass über diese Bankverbindung Transaktionen  worden sind, die im Zusammenhang mit dem im Rechtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt stehen könnten. So handle es sich bei der Einlage bei Eröffnung der Kundenbeziehung Nr. 1 im Jahre 2016 um einen Übertrag ab dem Konto der D. Ltd. bei der Bank E., um dessen Edition und Sperre die spanischen Behörden ausdrücklich ersucht hätten. Bei der Schliessung des Kontos Nr. 1 sei sodann sämtliches Guthaben auf das Konto Nr. 2, lautend auf die Beschwerdeführerin 3 bei der Bank G. transferiert worden (act. 1.2 Ziff. II 6). Ziel des Rechtshilfeersuchens ist die Ermittlung der Geldflüsse und der wirtschaftlich Berechtigten an den fraglichen Vermögenswerten. Vor  Hintergrund sind die Kontounterlagen betreffend das Konto Nr. 1  geeignet, mögliche Geldflüsse im Zusammenhang mit dem im  geschilderten Sachverhalt aufzudecken. Dabei ist die  Erheblichkeit mit Bezug auf sämtliche das Konto der Beschwerdeführer 1 und 2 betreffenden Unterlagen zu bejahen. Es entspricht der , dass die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich alle  Aktenstücke zu übermitteln haben, welche sich auf den im  dargelegten Verdacht beziehen können. Dies gilt gerade dann, wenn das Rechtshilfeersuchen wie vorliegend, auf die Ermittlung abzielt, auf  Weg Geldmittel mutmasslich strafbarer Herkunft verschoben wurden.
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Ob es sich bei den genannten Transaktionen auf das fragliche Konto um solche legaler Herkunft handelt, wie dies die Beschwerdeführer 1 und 2  ausführen, ist nicht vom Rechtshilferichter zu prüfen. Diese Frage wird Gegenstand im spanischen Strafverfahren sein. Im Übrigen handelt es sich hierbei um eine im Rechtshilfeverfahren ohnehin unzulässige  über die ausländischen Tatsachenfeststellungen (vgl. 132 II 81 E. 2.1 S. 85). Eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips ist nicht auszumachen.
6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als unbe-
gründet. Sie ist daher vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Beschwer-
deführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 7'000.-- festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR), unter Anrechnung des geleisteten  in derselben Höhe.
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