Decision ID: abb5f794-bff1-4c8e-bdcf-7efd7d1ade84
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
Avanex Versicherungen AG, Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch avanex Versicherungen AG, Debitorenmanagement, Postfach,
8081 Zürich Helsana,
betreffend
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Forderung
Sachverhalt:
A.
A.a A._ zog am 4. Dezember 2008 aus dem Ausland in die Schweiz zu und meldete
sich in B._ an (KV-act. B20). Am 18. Februar 2009 unterzeichnete sie bei der avanex
Versicherungen AG (nachfolgend: avanex) eine Beitrittserklärung für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung. Der Versicherungsbeginn wurde rückwirkend auf den 1.
Dezember 2008 festgesetzt (KV-act. B1-B4).
A.b Mit Schreiben vom 25. März 2009 teilte die Versicherte der avanex mit, dass sie
vorübergehend ins Ausland müsse und bat um einen Mahnstopp (KV-act. B6). Die
Versicherte ist in der Folge trotz Mahnung (KV-act. B7) ihrer Pflicht zur Bezahlung der
fälligen Prämien (Dezember 2008 bis Juli 2009) nicht nachgekommen, weshalb die
avanex im August 2009 beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren für eine
Forderung von Fr. 885.80 stellte (KV-act. B8). Da die Versicherte nicht erreicht werden
konnte, tätigte die avanex am 5. November 2009 beim Einwohneramt B._
entsprechende Abklärungen (KV-act. B10). Gemäss Wohnsitzausweis des
Einwohneramts B._ ist die Versicherte am 18. Juni 2009 weggezogen, wobei die
Abmeldung von Amtes wegen rückwirkend auf den 31. Januar 2009 vorgenommen
wurde. Seit 1. Januar 2010 ist A._ wieder in B._ angemeldet und wohnhaft (KV-act.
B20). Am 5. Februar, 26. April und 29. April 2010 mahnte die avanex die Versicherte
erneut für die ausstehenden Prämien Dezember 2008 bis Juli 2009 respektive
November 2009 bis April 2010 (KV-act. B17, B18, B28 und B29).
A.c Im Mai 2010 stellte die avanex für die ausstehenden Prämien November 2009 bis
April 2010 beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über eine Forderung
von Fr. 553.20, nebst Zins zu 5% seit 20. Januar 2010, sowie Bearbeitungsgebühren
von Fr. 140.-- (KV-act. B31). Mit einem weiteren Betreibungsbegehren im Juni 2010
machte sie gegen die Versicherte aufgrund ausstehender Prämien für die Monate
Dezember 2008 bis Juli 2009 eine Forderung von Fr. 354.50, nebst Zins zu 5% seit 24.
April 2009, sowie Bearbeitungsgebühren von Fr. 100.-- und bisherige
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Betreibungskosten von Fr. 18.-- geltend (KV-act. B32). Gegen die im Juni 2010 in der
Betreibung Nr. 1XXXXX0 und in der Betreibung Nr. 1XXXXX5 zugestellten
Zahlungsbefehle erhob die Versicherte am 19. Juli 2010 Rechtsvorschlag (KV-act. B33
und B34).
A.d Mit Verfügungen vom 2. August 2010 beseitigte die avanex in den Betreibungen
Nr. 1XXXXX0 und Nr. 1XXXXX5 die erhobenen Rechtsvorschläge und erteilte sich
definitive Rechtsöffnung (KV-act. B35 und B36). Gegen diese Verfügungen liess die
Versicherte am 5. August 2010 Einsprache (Einspracheergänzungen vom 12. und 25.
August 2010; KV-act. B40 und B43) erheben (KV-act. B38). Mit Einspracheentscheid
vom 10. Februar 2011 wies die avanex die Einsprache vom 5. August 2010 ab (KV-act.
B48).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 13. Februar
2011 mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des Einspracheentscheids vom
10. Februar 2011; unter Entschädigungsfolge (inkl. Schadenersatz). Die
Beschwerdegegnerin habe den Vertrag nicht gemäss Gesetz aufgehoben, sondern
lediglich sistiert. Sistierungen seien aber ausschliesslich in der Militärversicherung
zulässig. Gemäss KVG erlösche die Versicherung mit der Abmeldung bei der
Gemeinde. Die Beschwerdegegnerin habe ihr angedroht, den Vertrag weiterlaufen zu
lassen, wenn sie den jetzigen Versicherer nicht bekanntgebe. Sie sei auch nicht mehr
bereit, Zahlungen für die geschuldete Zeit zu erbringen (act. G 1).
B.b Mit Schreiben vom 14. Februar 2011 bestätigte die SWICA
Gesundheitsorganisation eine lückenlose Versicherung nach KVG der Versicherten seit
1. Februar 2010 (KV-act. B51 S. 2).
B.c In der Beschwerdeantwort vom 15. April 2011 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Betreffend des Versicherungsbeginns per 1.
Dezember 2008 bestehe zwischen Beschwerdegegnerin und Beschwerdeführerin
Einigkeit, weshalb diese auch verpflichtet sei, ab diesem Datum die geschuldeten
Monatsprämien zu entrichten. Die Beschwerdeführerin sei dann ausgereist, ohne sich
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beim Einwohneramt B._ abzumelden oder die obligatorische
Krankenpflegeversicherung zu kündigen. Die rückwirkende Abmeldung von Amtes
wegen sei ihr (der Beschwerdegegnerin) erst im Februar 2010 mitgeteilt worden,
zusammen mit der Information, dass die Beschwerdeführerin seit 1. Januar 2010
wieder in der Schweiz wohne. Den Versicherungsschutz rückwirkend für die Zeit der
Landesabwesenheit auszusetzen und die Fortdauer des Versicherungsvertrags
anzunehmen, sei vorliegend sachgerecht und entspreche Sinn und Zweck des KVG.
Der Brief vom 25. März 2009 mit Ortsangabe B._ weise daraufhin, dass die
Beschwerdeführerin mindestens bis Ende März 2009, möglicherweise auch länger, in
der Schweiz Aufenthalt gehabt habe und demnach länger als bis Ende Februar 2009
der obligatorischen Versicherungspflicht unterstanden sei. Die Versicherungsdeckung
bei der SWICA beginne erst am 1. Februar 2010, weshalb es Pflicht der
Beschwerdegegnerin sei, die Beschwerdeführerin mindestens bis Ende Januar 2010 zu
versichern. Zudem habe die Beschwerdeführerin eine Versicherungsbestätigung per 1.
Januar 2010 verlangt, was zeige, dass sie auch vom Fortbestand der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung bei der Beschwerdegegnerin ausgegangen sei (act. G 6).
B.d Mit Replik vom 30. Mai 2011 beantragte die Beschwerdeführerin, die
Beschwerdegegnerin habe alle Zahlungsbefehle zurückzuziehen und sie aus dem
Betreibungsregister zu löschen (act. G 9).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet (act. G
11).
B.f Mit Schreiben vom 10. Juli 2011 legte die Beschwerdeführerin weitere Akten ins
Recht (act. G 13).
B.g Auf weitere Begründungen und Ausführungen der Parteien wird - soweit

entscheidnotwendig - in den folgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
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1.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG;
SR 832.10) muss jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz sich innert drei Monaten
nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern
oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin
versichern lassen. Bei rechtzeitigem Beitritt (Art. 3 Abs. 1) beginnt die Versicherung im
Zeitpunkt der Geburt oder der Wohnsitznahme in der Schweiz (Art. 5 Abs. 1 Satz 1
KVG). Die Versicherung endet gemäss Art. 5 Abs. 3 KVG, wenn die versicherte Person
der Versicherungspflicht nicht mehr untersteht.
1.2 Die weiteren massgebenden gesetzlichen Grundlagen wurden im angefochtenen
Einspracheentscheid von der Beschwerdegegnerin zutreffend dargelegt; darauf kann
verwiesen werden.
2.
2.1 Umstritten ist vorliegend die Beseitigung der Rechtsvorschläge in den
Betreibungen Nr. 1XXXXX0 und Nr. 1XXXXX5 des Betreibungsamts B._.
2.2 Zu Recht blieb zwischen den Parteien unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
ab 1. Dezember 2008 bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch
krankenpflegeversichert war. Sodann ist aktenkundig, dass das Einwohneramt die
Beschwerdeführerin am 18. Juni 2009 rückwirkend auf den 31. Januar 2009
abgemeldet hat. Aus diesem Sachverhalt ergibt sich eine Versicherungsdeckung und
somit eine Pflicht zur Bezahlung der Prämien für die Monate Dezember 2008 und
Januar 2009. Entgegen dem im Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 1XXXXX5
genannten Forderungsgrund (Prämien Dezember 2008 bis Juli 2009) ist auch die
Beschwerdegegnerin in der entsprechenden Betreibung lediglich von ausstehenden
Prämien für die Periode Dezember 2008 bis Januar 2009 ausgegangen. Die gemäss
Einspracheentscheid direkt nach der Vertragsmutation mit der Prämiengutschrift
verrechnete Prämie für den Monat Mai 2010 von Fr. 138.30 gehört hingegen nicht zur
Forderung (vgl. Aufstellung in Ziff. 1 des Einspracheentscheids). Die korrekte Forderung
für die ausstehenden Prämien der Monate Dezember 2008 (Fr. 104.60; KV-act. B4) und
Januar 2009 (Fr. 111.60; KV-act. B5) beläuft sich demnach auf Fr. 216.20.
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2.3 Auf fälligen Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattungsansprüchen sind
5% Verzugs- und Vergütungszinsen zu leisten (Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. Art. 105a
der Verordnung über die Krankenversicherung [KVV; SR 832.102]). Aus dem Wortlaut
dieser Bestimmungen geht klar hervor, dass der Verzugszins ab Fälligkeit zu leisten ist.
Eine vom Krankenversicher in der Prämienrechnung bzw. Mahnung gewährte
Zahlungsfrist ist daher nicht massgeblich. Die Prämienrechnungen für die Monate
Dezember 2008 und Januar 2009 befinden sich nicht in den vorliegenden Akten. Da
allerdings für die Prämien ab 1. Januar 2010 eine monatliche Prämienzahlung
vereinbart wurde (vgl. KV-act. B11), kann davon ausgegangen werden, dass diese
Zahlungsart bereits für die Prämien ab Vertragsbeginn Anwendung fand. Die Prämien
sind jeweils am ersten Tag des Monats fällig, für welchen die Prämien zu entrichten
sind (vgl. KV-act. B11). Aufgrund der periodisch anfallenden Forderungen rechtfertigt
es sich bei der Bestimmung des Zeitpunkts des Beginns der Verzugszinsen von einem
mittleren Verfall auszugehen (vgl. BGE 131 III 12 E. 9.5), weshalb vorliegend ab 1.
Januar 2009 ein Verzugszins geschuldet ist.
2.4 Im Gegensatz zu den Bearbeitungsgebühren können die Betreibungskosten nicht
zur Forderung geschlagen werden. Die Betreibungskosten für das laufende
Betreibungsverfahren (worunter nur die durch das Betreibungsamt belasteten Kosten
zu verstehen sind, nicht jedoch die vertraglich abgemachten Umtriebsentschädigungen
(vgl. Kurt Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs-und
Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, § 13 RZ 1 ff.), können nicht in die Rechtsöffnung mit
einbezogen werden, da diese von der Gläubigerin vorzuschiessen sind (Art. 68 Abs. 1
zweiter Satz des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR
281.1]) und die endgültige Belastung des Schuldners mit Betreibungskosten vom
Ausgang des Betreibungsverfahrens abhängt. Ausserdem wirkt der Rechtsvorschlag
ohnehin nicht gegen die (amtlichen) Betreibungskosten, da diese von Gesetzes wegen
vom Schuldner zu tragen sind (Art. 68 Abs. 1 erster Satz SchKG; vgl. auch Amonn/
Walther, a.a.O., § 18 Ziff. 25; RKUV 2003 Nr. KV 251 S. 226).
2.5 Zusammenfassend ist der in der Betreibung Nr. 1XXXXX5 des Betreibungsamts
B._ erhobene Rechtsvorschlag im Umfang von Fr. 216.20, nebst Zins zu 5% seit 1.
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Januar 2009, sowie Bearbeitungsgebühren von Fr. 100.-- aufzuheben und definitive
Rechtsöffnung für die genannte Forderung zu erteilen.
3.
3.1 Die Versicherung endet aus den Gründen, welche die Versicherungspflicht
erlöschen lässt (Art. 5 Abs. 3 KVG), also u.a. mit dem Zeitpunkt der Verlegung des
Wohnsitzes ins Ausland oder des Wegzugs von Personen mit Aufenthaltsbewilligung
(Art. 1 Abs. 2 KVV), wenn in der Schweiz kein Wohnsitz gegeben bleibt. Mit dem Eintritt
des Ereignisses, das die Versicherungspflicht beendet, erlischt die Versicherung ohne
Kündigungsformalitäten automatisch bzw. ohne dass eine Gestaltungserklärung der
Parteien notwendig wäre (Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, Rz 105).
3.2 Gemäss Wohnsitzausweis des Einwohneramts B._ vom 19. Februar 2010
wurde die Beschwerdeführerin rückwirkend auf den 31. Januar 2009 abgemeldet. Laut
eigenen Angaben ist sie damals ins Ausland zurückgekehrt. Gemäss den Ausführungen
in E. 3.1 wurde das Versicherungsverhältnis somit auf diesen Zeitpunkt beendet.
Entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin war die Beschwerdeführerin somit
bei der erneuten Einreise in die Schweiz (1. Januar 2010) nicht (mehr) bei ihr
obligatorisch krankenpflegeversichert. Die telefonische Anfrage der
Beschwerdeführerin vom 30. April 2010 (KV-act. B15), ob per 1. Januar 2010 eine
Versicherungsdeckung bestehe, vermag ein neues Versicherungsverhältnis noch nicht
zu begründen. Für die Entstehung eines Versicherungsverhältnisses ist vielmehr bei
einem zugelassenen Krankenversicherer eine Anmeldung einzureichen. Die
Begründung des Versicherungsverhältnisses setzt demzufolge eine entsprechende
Willenserklärung durch die versicherungspflichtige Person selber voraus. Die
Anmeldung ist eine empfangsbedürftige Gestaltungserklärung, an welche die
antragsstellende Person grundsätzlich gebunden ist und die bei erfüllten gesetzlichen
Aufnahmebedingungen ihre Rechtswirkung - die Begründung des
Versicherungsverhältnisses - ohne Erfordernis der Zustimmung durch den Versicherer
automatisch entfaltet (Eugster, a.a.O., Rz 18 und 20). Eine solche Willenserklärung der
Beschwerdeführerin zum Abschluss einer obligatorischen Krankenversicherung ist den
vorliegenden Akten nicht zu entnehmen. Vielmehr zeigt die Bestätigung der SWICA
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vom 14. Februar 2011, wonach die Beschwerdeführerin seit 1. Februar 2010 bei ihr
obligatorisch krankenpflegeversichert sei, dass diese offenbar gewillt war, mit der
SWICA eine entsprechende Versicherung abzuschliessen. Weshalb dieser Vertrag nicht
per 1. Januar 2010 abgeschlossen wurde, ist für das vorliegende Verfahren nicht
massgebend, umso mehr als auch trotz eines Obligatoriums Versicherungslücken
möglich sind (vgl. Eugster, a.a.O., Rz 18). Aus dem Umstand, dass sie erst im Februar
2010 von der Landesabwesenheit und der Wiedereinreise per 1. Januar 2010 erfahren
hat, kann die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall nichts zu ihren Gunsten
ableiten. Insbesondere musste ihr aufgrund der von der Beschwerdeführerin
eingereichten Kurzaufenthaltsbewilligung (gültig bis 3. Juni 2009) bereits bei
Vertragsabschluss im Februar 2009 bekannt sein (KV-act. B2), dass die
Beschwerdeführerin spätestens in diesem Zeitpunkt die Schweiz hätte verlassen
müssen, was ebenfalls zur Auflösung des Versicherungsverhältnisses geführt hätte.
3.3 Da das Versicherungsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der
Beschwerdegegnerin per 31. Januar 2009 beendet wurde und in der Folge kein neues
entstanden ist, sind die Prämienforderungen für die Monate November 2009 bis April
2010 unbegründet. Der in der Betreibung Nr. 1XXXXX0 des Betreibungsamts B._
erhobene Rechtsvorschlag ist entsprechend zu schützen und die Erteilung der
Rechtsöffnung für die geltend gemachte Forderung zu verweigern.
4.
4.1 Im Sinn der Erwägungen ist die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid
vom 10. Februar 2011 insoweit abzuweisen, als der in der Betreibung Nr. 1XXXXX5 des
Betreibungsamts B._ erhobene Rechtsvorschlag im Umfang von Fr. 216.20, nebst
Zins zu 5% seit 1. Januar 2009, sowie Bearbeitungsgebühren von Fr. 100.--
aufgehoben und für die genannte Forderung definitive Rechtsöffnung erteilt wird. Mit
Bezug auf den in der Betreibung Nr. 1XXXXX0 des Betreibungsamts B._ erhobenen
Rechtsvorschlag ist die Beschwerde zu schützen und für die geltend gemachte
Forderung keine Rechtsöffnung zu erteilen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Darunter werden in der bisherigen
Rechtsprechung insbesondere die Vertretungskosten verstanden. Sonstige Kosten der
nicht vertretenen Partei werden nach der Rechtsprechung nur ausnahmsweise
übernommen. Es muss sich um eine komplizierte Sache mit einem hohen Streitwert
handeln, wobei der - in einem vernünftigen Rahmen betriebene - Aufwand denjenigen
Rahmen überschreitet, der von der Partei auf sich zu nehmen ist (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl., Art. 61 Rz 113). Da die Beschwerdeführerin im vorliegenden
Verfahren keinen Rechtsvertreter beigezogen hat und die Voraussetzungen für die
Übernahme der sonstigen Kosten nicht gegeben sind, ist keine Parteientschädigung
geschuldet.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP