Decision ID: 5e34e199-bdc0-4e60-8085-c01c72ec1fe0
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, arbeitete seit dem
1.
Juni 1993 als
Baum
aschinist bei der
Y._
in
Z._
und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versiche
rt, als er am 2
1.
Oktober 2009
mit seinem Bagger
bei einem Manöver
mit einer Ladung am
Schwenkarm
auf die Seite kippte
(
Urk.
10/2
/1 und Urk.
10/3
/1).
Nach durchgeführter Erstbehandlung
vor Ort
wurde
der Versi
cherte
von der Schweizerischen Rettungsflugwacht
ins
A._
transportiert
(
Urk.
10/4/3), wo
er
vom 2
1.
Oktober
bis zum 10.
November 2009 hospitalisiert war. Die
behandelnden
Ärzte des
A._
diagnostizierten
am 1
7.
November 2009
ein stumpfes
Thoraxtrauma
mit (1) Rippenserienfrakturen 5-8 links, (2) eine
r
Rippenfraktur 12 dorsal rechts, (3)
einem kleinen ventralen
Mantelpneumothorax
rechts und (4) einem
Hämatothorax
beidseits links grösser als rechts, nicht Drainage bedürftig, sowie eine Rissquetschwunde frontal mit offener Nasenbeinfraktur (
Urk.
10/4/1). Die SUVA erbrachte
Heilbehandlungs- und Taggeld
leistungen.
Vom 4.
bis zum 3
1.
März 2010
wurde
X._
in der
B._
behandelt (
Austrittsbericht vom 1
4.
April 2010,
Urk.
10/41/1).
Am 2
7.
Juli 2011 wurde der Versicherte von Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Chi
rurgie, untersucht (Bericht vom 2
7.
Juli 2011,
Urk.
10/106).
In der Folge gab Dr.
C._
ein abschliessendes Verlaufs-CT des Thorax in Auftrag
und verfasste
am 2
9.
Februar 2012 einen Nachtrag zur kreisärztlichen Unter
suchung vom 27.
Juli 2011 (Urk.
10/152).
Mit Verfügung vom
8.
März 2012
stellte die
SUVA
ihre Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
(rückwirkend)
per
1
7.
Mai 2010 ein (
Urk.
10/155). Die dagegen von der
Sanitas
Grundver
sicherungen AG am 20.
April 2012
(
Urk.
10/163) und vom Versicherten am 2
7.
A
pril 2012 (Urk.
10/164) erhobenen Einsprachen
hiess
die
SUVA mit
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Mai 2012 in dem Sinne teilweise
gut
, dass sie
X._
noch bis zum 1
3.
Juni 2010 Taggelder zusprach
(
Urk.
2/1
)
.
2.
Hiergegen erhob
X._
,
nunmehr
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Wyss,
am 1
1.
Juni 2012 Beschwerde und beantragte,
der
Einspracheentscheid
vom 10.
Mai 2012 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Heilbehandlung, Taggelder, Rente und Integritätsentschädigung
,
zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unent
geltlichen
Rechtsvertretung
(
Urk.
1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 13.
August 2012 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10/9).
Mit Replik vom 2
6.
Oktober 2012
(
Urk.
15)
und Duplik vom
3
0.
November 2012
(
Urk.
19)
hiel
ten die Parteien je an ihren Anträgen fest. Die Duplik wurde dem Beschwerdeführer am
5.
Dezember 2012 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
20).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfaller
eignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetre
tene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereig
nis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetre
tenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Recht
sprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist,
einen Erfolg von der Art des eingetrete
nen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allge
mein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adä
quate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausali
tät; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Gemäss
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen.
Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts
), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versi
cherten mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen
der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fal
len die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin
(
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Nach dem Unfall vom 2
1.
Oktober 2009,
bei dem der Beschwerdeführer
mit sei
nem Bagger bei
ein
em
Manöver
mit einer Ladung am
Schwenkarm
auf die Seite kippte, diagnostizierten d
ie behandelnden Ärzte des
A._
im
Austrittsbericht vom 1
7.
November 2009 ein stumpfes
Thoraxtrauma
mit (1) Rippenserienfrakturen 5-8 links, (2) einer Rippenfraktur 12 dorsal rechts, (3) einem kleinen ventralen
Mantelpneumothorax
rechts und (4) einem
Häma
tothorax
beidseits links grösser als rechts, nicht Drainage bedürftig, sowie eine Rissquetschwunde front
al mit offener
Nasenbeinfraktur. Die Ärzte des
A._
erklärten
, dass aufgrund eines
Hypo
s
phagmas
am 2
9.
Oktober 2009 ein
ophtalm
ologisches
Konsilium (
fecit
Dr.
D._
) erfolgt sei,
das
keine
Pathologien gezeigt habe.
Die konventionellen radiologischen Verla
ufskontrollen des Thorax vom 9.
November 2009 hätten einen deutlichen Rückgang des Ergusses gezeigt.
Am 1
0.
November 2009 sei der Beschwerde
führer in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden
. Der Hausarzt werde um die Festlegung der weiteren Analgetika-Therapie und der Arbeitsun
fähigkeit gebeten
(
Urk.
10/4
).
2.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH f
ür Allgemeinmedizin, gab
in sei
nem
ärztlichen Zwischenbericht
vom 2
2.
Dezember 2009
zuhanden der Beschwerdegegnerin
an
,
dass der Beschwerdeführer vor allem im Bereich der Frakturstelle und des Rippenthorax sowie neu auch im Bereich des Trochanter
major
links
über Schmerzen klage
. Unter
konsequenter Analgesie mit
Fentanyl
25 – 50 μg Pflaster
sei er
in Ruh
e beinahe schmerzfrei
.
Weiter
sei
er
insbeson
dere wegen
der muskulären
Dysbalance
im Nacken- und Brustbereich
in phy
siotherapeutischer Behandlung
.
Bei persistierenden Beschwerden im
Trochan
terbereich
links sei eine radiologische Übersichtsaufnahme des Beckens indi
ziert
. Grundsätzlich sollte die Behandlung bei ihm Ende Januar oder Februar 2010 abgeschlossen sein. Ende Januar 2010 könne eventuell auch über einen Arbeitsversuch diskutiert werden
(
Urk.
10/8
)
.
2.3
Dr.
med.
F._
vom
G._
führte in seinem an Dr.
E._
gerichteten Bericht vom 1
6.
Februar 2010 aus, dass
die durch
geführte
Sonographie
eine normale
Oberschenkelmuskulatur links
ohne Nach
weis einer posttraumatischen Läsion
zeige.
In d
er
biplanaren
MRT der
Ober
schenkelmuskulatur
sei eine normale und seitengleiche Darstellung der Ober
schenkel beidseits ersichtlich. Eine morphologisch fassbare Ursache für das kli
nische Beschwerdebild
lasse sich nicht nachweisen
(
Urk.
10/38).
2.4
Am 2
9.
März 2010 berichteten die behandelnden Ärzte des
H._
, dass der Beschwerdeführer von der
B._
mit unklaren rechtsseitigen Oberbauchschmerzen zugewiesen worden sei. Aufgrund der kli
nischen und radiologischen Befunde würden sie eine ausgeprägte
Koprostase
als hierfür
ursächlich erachten. Nach Einleitung abführender Massnahmen habe der Beschwerdeführer
viel Stuhl absetzen können.
Daraufhin habe er
in
deutlich beschwerdegebessertem Zustand in die
B._
zurückverle
gt wer
den können (
Urk.
10/57).
2.5
Dr.
med.
I._
, Spezialarzt FMH für Neuroradiologie,
von der
J._
stellte
in seinem Bericht vom
9.
April 2010 zuhanden der
B._
fest, dass
eine native und Kontrastmittel
-
verstärkte MR-Untersuchung des Schädels keinen pathologischen Befund ergeben habe. Das Gehirn sei strukturell unauffällig.
Es lägen i
nsbesondere auch keine Hinweise auf
Hämosiderin
-Reste nach
cerebralen
Kontusionen vor (
Urk.
10/43).
2.6
Im Austrittsbericht der
B._
vom 1
4.
April 2010 führten die behan
delnden Ärzte aus, dass die Situation zuletzt am 1
3.
Januar 2010 im Rahmen einer Kontrolluntersuchung im
A._
mittels eines CT-Thorax be
urteilt worden sei. Dabei habe
im Vergleich zur
Kontrolluntersu
chung
vom 2
5.
Oktober 2009 eine vollständige
Reg
redienz
des
Pleuraergusses
und
des Pneumothorax festgestellt werden können. Die Rippenserienfrakturen 5 bis 8 links sowie der 1
2.
Rippe rechts seien in Konsolidation begriffen gewesen. Zudem seien eine deutliche
Regredienz
der Belüftungsstörungen und eine deut
liche
Grössenregredienz
des
tracheobronchialen
Lymphknotens rechts festge
halten.
Aufgrund des vom Beschwerdeführer angegebenen Schwindels sei bei
Dr.
med.
K._
, Spezial
arzt FMH für Neurologie,
noch eine neurolo
gische
Konsiliaruntersuchung
veranlasst
worden. Die Beurteilung
von
Dr.
K._
stehe noch aus und
werde nachgereicht.
Gesamthaft betrachtet finde sich eine
deutliche
Diskrepanz zwischen den objektiv klinisch und bildgebend erhobenen Befunden und dem subjektiv ausgeprägten Beschwerdebild.
Mal
adaptive
Überzeugungen würden in diesem Zusammenhang eine wahrschein
lich wichtige Rolle spielen. Nichtsdestotrotz müsse man festhalten, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf seine Belastbarkeit gewisse Fortschritte gemacht habe. Das aktuell erreichte Belastungsniveau könne noch
gesteigert
wer
den. Aus diesem Grund
sei
eine weiterführende medizinische Trainingstherapie für vorerst sechs Wochen
zu
empfehlen. Die angestammte Tätigkeit als Baggerfüh
rer auf dem Bau sollte
dem Beschwerdeführer
innert ein bis zwei Monaten wie
der möglich sein.
Als
Wiedereinsti
eg sei ein Teilzeitpensum
zu empfehlen (
Urk.
10/41
/2-4
).
2.7
Im an die
B._
gerichteten Beric
ht vom 1
6.
April 2010 legte Dr
.
K._
dar, er habe keine Läsion des ersten Trigeminusastes oder des
Nervus
facialis
beidseits feststellen können. Die Angaben des Beschwerdeführers zur Berührungsempfindlichkeit im Gesicht seien widersprüchlich und würden sich nicht objektivieren lassen. Die Beschwerden im Nacken-/Schulterbereich sowie
die frontalen und
perietotemporalen
Kopfschmerzen rechts würden nicht mit einer strukturellen Veränderung im Gehirn oder im Rückenmark im Z
usam
menhang stehen (Urk.
10/40
).
2.8
Die
behandelnde Ärztin und der behandelnde Psychologe
des
L._
diagnostizierten
in ihrem
an med.
pract
.
M._
, prak
tischer Arzt FMH, gerichteten
Bericht vom
1.
Juli 2010
in psychiatrischer Hin
sicht eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4
,
Urk.
10/60/2
).
Am 8.
November 2010 berichteten der behandelnde Arzt und die behandelnden Psychologen
des
L._
, dass sich der
Beschwerdeführer vom 1
6.
August bis zum
8.
Oktober 2010 für acht Wochen in ihrer tagesklinischen Rehabilitationsbehandlung befunden
habe
. Er
sei weiterhin zu 100
%
arbeits
unfähig
(
Urk.
10
/84/1
-5
)
.
2.9
Dr.
med.
N._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte
in seinem versicherungsmedizinischen psychiatrischen Konsilium
vom 3
1.
Dezember 2010
zuhanden der Allianz Suisse
die Diagnose
eine
r anhalten
den
somatoforme
n
Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
. In der bisher ausgeübten Tätigkeit als Baumaschinist sei der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht noch bis Ende 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig. Im Januar und Februar 2011 sei ihm ein 50%-Pensum zumutbar. Ab März 2011 sei er
wieder
in vollem Umfang arbeitsfähig. Eine psychiatrische Behandlung durch das Team des
L._
sei zu empfehlen, vor allem mit Blick auf den Umgang mit
den
chronischen Schmerzen im Alltag
(
Urk.
10/83/3-4
).
2.10
Dr.
med.
O._
, Assistenzarzt
Orthopädie
an
der
P._
,
diagnostizierte
in seinem Bericht
vom
9.
Juni 2011
zuhanden der
Beschwerde
gegnerin
(1)
eine medial betonte
Gonarthrose
mit diskreter
Retr
opatel
laarthrose
links, (2) ein
Genu
v
arum
und (3) ein chronisch rezidivierendes
lumbospondy
logenes
Schm
erzsyndrom links, anamnestisch
Verdacht auf ein beginnendes
lumboradikuläres
Syndrom L5 und/oder S1 links
(
Urk.
10/97
/1
)
.
2.11
Am 2
7.
Juli 2011 wurde der Beschwerdeführer von Kreisarzt
Dr.
C._
unter
sucht.
Dr.
C._
gab an, dass der Thorax äusserlich unauffällig sei.
Palpato
risch
bestehe noch eine
Druckdolenz
im Bereich des Rippenbogens rechts dorsal sowie ventral. Der Rippenthorax links sei in
dolent. Auskultatorisch seien die Lungenf
elde
r symmetrisch belüftet bei troc
kenen R
asselgeräuschen rechts basal. Er werde n
un am Institut für Radiologie des
A._
ein abschliessendes Verlaufs-CT des Thorax in Auftrag geben. Die Administration werde sich bei
med.
pract
.
M._
erkundigen, welche ergänzenden Abklärungen vorgenommen worden seien. Zudem werde abgeklärt, ob das von
Dr.
K._
erwähnte augenärztliche Konsilium tatsächlich durchgeführt worden sei
. Danach werde er
in einem ersten Nachtrag dazu Stellung nehmen, ob noch Unfallfolgen vorlägen
(
Urk.
10/106
/5-6
)
.
2.12
Am 2
9.
Juni 2011 führte
Dr.
med.
Q._
, Facharzt FMH für Radiologie, vom Institut für Radiologie der
J._
,
wegen des Verdachts auf ein
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 und/oder S1 (vgl. E. 2.
10) ein MR der L
endenwirbelsäule und des
Sakrum
durch
.
In seinem
gleichentags erstellten Bericht zuhanden der
P._
erklärte er
,
dass
er
keine
Neurokom
pression
ha
be feststellen können. Es
lägen
eine leichte Degeneration der
Band
scheiben L2-L5 ohne Hernie sowie anlagemässig ein etwas enger Spinalkanal, aber keine Spinalstenose vor. Die Weite der
Neuroforamina
sei regelrecht. Eine ISG-Pathologie sei nicht gegeben (
Urk.
10/151).
2.13
Im A
nschluss an die Durchführung des
CT Thorax vom
4.
August 2011
führten
die Ärzte des
A._
aus
, dass
verglichen mit der CT-Vor
untersuchung vom 1
3.
Januar 2010 nunmehr vollständi
g konsolidierte Fraktu
ren der
5.
bis
8.
Rippe links sowie der 1
2.
Rippe dorsal rechts vorliegen würden.
Residuelle
Belüftung
sstörungen der Lunge seien nicht
festgestellt worden.
Es seien Zeichen einer chronischen Bronchitis vorhanden, ebenso
Duodenaldiver
tikel
sowie eine milde degenerative Veränderung des
Achsenskeletts (
Urk.
10/118
).
2.1
4
Med.
pract
.
M._
legte
in seinem
an die Beschwerdegegnerin gerichteten
Bericht vom 1
9.
Dezember 2011 dar
, dass der Beschwerdeführer an persistie
renden und therapieresistenten Schmerz
en
im Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenbere
ich leide. Zusätzlich seien auch
Übelkeit, Schwindel und
Gangunsi
cherheit
noch vorhanden.
Er sei in
der
freien Bewegung deutlich
eingeschränkt. Dazu komme
die reaktive depressive Verstimmung. Der Beschwerdeführer
sei
regelmässig
bei ihm in der
Sprechstunde. Die Art und das Ausmass des zuneh
menden Krankheitsbildes indi
ziere langfristig
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
10/139).
2.1
5
In seinem
Nachtrag
vom 2
9.
Februar 2012
kam
Kreisarzt
Dr.
C._
zum Schluss,
dass die Frakturen am Thorax konsolidiert seien und keine Unfallfol
gen mehr vorliegen würden.
An
der Lende
nwirbelsäule und am
Sakrum
gebe es
kein
e traumatisch bedingte Läsion
. Der Kausalzusammenhang zwischen den Kniebeschwerden links
und dem
U
nfallereignis vom 2
1.
Oktober 2
009 sei höchstens mö
glich, jedoch unwahrscheinlich.
So würden i
n den echtzeitlichen Dokumenten
Hinweise auf
eine Knieverletzung links fehlen.
Die
Diagnose
einer
Kontusion links lateral mit Rissquetschwunde Knie rechts medial
erscheine
auf
grund der Aktenlage erstmals im Austrittsbericht der
B._
vom 1
4.
April 201
0.
Die erste fachärztliche Beurteilung sei am
9.
Juni 2011 in der
P._
erfolgt. Bei einer
Varusmorphologie
sei die medial betonte
Gonarthrose
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ bedingt. Die konventionellen Röntgenbilder würden keine Hinweise
auf
eine traumatisch bedingte Läsion ergeben. Zusammengefasst könne festgehalten werden, dass der Unfall vom 2
1.
Oktober 2009 keine Folgen hinterlassen habe (
Urk.
10/152).
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist
zunächst
, ob
nach Leistungseinstellung
der
Beschwerde
gegnerin
per 1
4.
Juni 2010
(
Urk.
2/1)
noch organische
Unfallfolgen aus
gewiesen sind.
3.2
Was das vom Beschwerdeführer beim Unfall vom 2
1.
Oktober 2009 erlittene stump
fe
Thoraxtrauma
betrifft, führten
die
behandelnden Ärzte der
B._
am
1
4.
April 2010
– in Übereinstimmung mit den Ärzten des
A._
(
Urk.
10/94) -
aus
, dass
bereits das am 1
3.
Januar 2010
durchgeführte CT
Thorax
eine
vollständige
Regredien
z
des
Pleuraergusses
und
des Pneumothorax
gezeigt habe
.
Auch sämtliche Rippenfrakturen s
eien
damals
in Konsolidation begriffen
gewesen
. W
eiter sei
eine
deutliche
Regredienz
der Belüftung
sstörungen sowie
eine deutliche
Grössenregredienz
des
tracheobron
chialen
Lymphknotens
rechts
festgehalten worden (
Urk.
10/41). Das von Kreis
arzt
Dr.
C._
am 2
8.
Juli
2011
beim
A._
noch
in Auf
trag gegebene
abschliessende
Verlaufs-CT
bestätigte den erfreulichen
Heilungs
verlauf
. Es
zeigte
nämlich im Wesentlichen
vollständi
g konsolidierte
Rippen
frakturen
und keine
rlei
residuelle
Belüftungsstörungen der Lunge (
Urk.
10/118
).
Des Weiteren verheilte auch die am 2
1.
Oktober 2009 erlittene Nasenbeinfraktur offenbar komplikationslos, zumal sie bereits im Dezember 2009 nicht mehr Gegenstand ärztlicher Behandlung du
rch
Dr.
E._
bildete (
Urk.
10/4/1 und
Urk.
10/8).
3.3
Was den
vom
Beschwerdeführer
angegebenen Schwindel
und die
Berührungs
empfindlichkeit
im Gesicht
anbelangt,
konnte
Dr.
K._
anlässlich
der
neurolo
gischen Untersuchung vom 1
4.
April 2010
weder eine Läsion des ersten
Trige
minusastes
noch
eine Läsion
des
Nervus
facialis
beidseits feststellen.
Ferner
schloss er aus
, dass die Beschwerden im Nacken-/Schulterbereich sowie die Kopfschmerzen rechts mit einer strukturellen Veränderu
ng im Gehirn oder Rückenmark im
Zusammenhang stehen
könnten
(
Urk.
10/40/2).
Anhaltspunkte dafür, dass
Dr.
K._
den Beschwerdeführer
am
1
4.
April 2010 nicht sorgfältig und pflichtgemäss untersucht hätte
(vgl.
Urk.
15
Rz
. 60)
, sind keine ersichtlich.
Die Beurteilung von
Dr.
K._
deckt sich
im Übrigen
mit derjenigen von Dr.
I._
, der am
9.
April 2010 eine MR-Untersuchung des Schädels durchge
führt hatte, die
ebenfalls
keine pathologischen Befunde ergeben hatte (
Urk.
10/43).
3.4
Hinsichtlich
der vom Beschwerdeführer geklagten Oberbauchschmerzen rechts legten die Ärzte des
H._
im Anschluss an die
k
linische und radiologische
Untersuchung
vom
2
9.
März 2010
ohne Weiteres nachvollziehbar dar, dass
diese Oberbauchschmerzen auf eine ausgeprägte
(unfallfremde)
Koprostase
zurückzuführen seien. Nachdem der Beschwerdeführer viel Stuhl absetzen konnte, ging es ihm gemäss den Ärzten des
H._
deutlich besser (
Urk.
10/57).
3.5
Im Zusammenhang mit den Beschwerden am linken Knie
diagnostizierte Dr.
O._
von der
P._
in seinem Bericht vom
9.
Juni 2011 eine medial betonte
Gonarthrose
mit diskreter
Retropatellaarthrose
links und ein
Genu
varum
(
Urk.
10/97
). Im Bericht der
P._
vom 1
7.
August 2011 war dann die Rede von einer beginne
nden medialen
Gonarthrose
(Urk.
10/124
). Kreisarzt
Dr.
C._
bemerkte dazu, dass der Kausalzusammen
hang zwischen diesen Kniebeschwerden und dem Unf
allereignis vom 2
1.
Oktober 2009
höchstens möglich, jedoch unwahrscheinlich sei. Er begrün
dete dies damit, dass in den echtzeitlichen Dokumenten Hinweise für eine
Knie
verletzung
links fehlen würden. Die Diagnose Kontusion links lateral mit
Riss
quetschwu
nde
Knie rechts medial erscheine
erstmals im Austrittsbericht der
B._
vom 1
4.
April 201
0.
Die erste fachärztliche Beu
r
teilung sei am
9.
Juni 2011 in der
P._
erfolgt. Bei einer
Varusmorphologie
sei die medial betonte
Gonarthrose
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit
degenerativ
bedingt.
Schliesslich würden
auch
d
ie konventionellen Röntgenbil
der
keine Hinweise für
eine
traumatisch bedingte Läsion ergeben (
Urk.
10/152/2). Diese
Beurteilung
von Kreisarzt Dr.
C._
ist
einleuchtend
und findet in den vorliegenden medizinischen Akten ihre Stütze.
3.6
Was die vom Beschwerdeführer geklagten
lumbalen
Rückenbeschwerden betrifft,
erhob
Dr.
Q._
im Rahmen d
er
radiologischen
Untersuchung der
L
endenwirbelsäule
und
des Kreuzbeins (
Sakrum
)
vom 2
9.
Juni 2011
weitgehend unauffällige Befun
de.
Er erklärte
insbesondere
, dass er
keine Neurokompression,
keine Spinalstenose
und auch keine
ISG-Pathologie
festgestellt habe
(Urk.
10/151).
Im Bericht vom 1
7.
August 2011 gaben die Ärzte der
P._
überdies an, dass die Rückenpr
oblematik des Beschwerdeführers
auf eine diskrete muskuläre Haltungsinsuffizienz bei Bewegungsarmut sowie
die
Adipo
sitas zurückzuführen sei (
Urk.
10/124/2).
3.7
In
ophtalmologischer
Hinsicht wurde der Beschwerdeführer wegen eines
Hypos
phagmas
am 2
9.
Oktober 2009 im
A._
von Dr.
D._
untersucht
. Dieser konnte damals
keine Pathologien feststellen
(Urk.
10/4/3
).
Des Weiteren stellte
Dr.
K._
in der neurologischen Untersuchung vom
1
4.
April 2010
keine Ausfälle bei der Sehfunktion fest
(
Urk.
10/40/2). Aus den
umfangreichen
medizinischen
Akten
geht zudem nicht hervor,
dass
einer
der
vorliegend
involvierten Ärzte
e
ine neuerliche
opthalmologische
Untersuchun
g als indiziert erachtet hätte
(e
inzig der Beschwerdeführer gab an, dass noch eine augenärztliche Untersuchung vorgesehen
sei,
Urk.
10/40/2).
Dasselbe gilt
für eine
oto-rhino-laryngologische
Untersuchung
(vgl.
Urk.
15
Rz
. 41)
. Schliesslich liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass beim Beschwerdeführer eine Hirnverletzung vorliegen würde, die nicht erkannt
worden wäre
(vgl.
Urk.
15
Rz
. 38)
. Dr.
I._
, der am
9.
April 2010 eine native und K
ontrastmittel
-
ver
stärke MR-Untersuchung des Schädels vorgenommen hatte,
wies
in diesem Zusammenhang
ausdrücklich
darauf hin
, dass keine Hinweise auf
Hämosiderin
-Reste nach
cerebralen
Kontusionen
vorliegen würden
(
Urk.
10/43).
3.8
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend
umfassende medizini
sche Abklärungen vorgenommen
wurden. Angesichts der medizinischen Aktenlage sind die
Einschätzung der Ärzte der
B._
vom 1
4.
April 2010, dass der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit
in ein bis zwei
Monaten wieder aufnehmen könne (
Urk.
10/41/4) und die
in Kenntnis sämtlicher
Vorakten
abgegebene
Schlussfolgerung von
Kreisarzt
Dr.
C._
vom 2
9.
Februar 2012, wonach
der Unfall vom 2
1.
Oktober 2009 keine Folgen hin
terlassen habe (
Urk.
10/152/2)
,
plausibel und
ohne Weiteres nachvollziehbar
.
Die Berichte von med.
pract
.
M._
vom
7.
Oktober 2010 (
Urk.
10/70/1),
1
9.
Dezember
2011 (
Urk.
10/139) und
5.
April 2012 (
Urk.
10/164/3)
vermögen die
Beurteilung
en
der
B._
und
von
Kreisarzt
Dr.
C._
nicht in Zweifel zu ziehen.
M
ed.
pract
.
M._
legte
nämlich
nicht begründet dar, inwie
fern
die von ihm genannten Beschwerden auf den Unfall vom 2
1.
Oktober 2009 zurückzuführen s
ein sollen
.
Weiter
f
ührte
er auch
nicht aus, von welchen all
fälligen Behandlungen eine namhafte Verbesserung des von ihm beschriebenen
Gesundheitszustands zu erwarten wäre.
Schliesslich
setzte er sich in keiner Weise
mit den
zahlreichen
anderslautenden fachärztli
chen Einschätzungen aus
einander.
Nach
Leistungseinstellung per
1
4.
Juni 2010
sind demzufolge
keine organi
schen Unfallfolgen mehr ausgewiese
n
.
4.
4.1
Weiter stellt sich die Frage, ob die psychischen Beschwerden
(am
1.
Juli 2010
stellten die behandelnde Ärztin und der behandelnde Psychologe des
L._
erstmals die Diagnosen einer mittelgradigen depres
siven Episode und einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung gestellt,
Urk.
10/60/2)
in adäquatem Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis vom
2
1.
Oktober 2009
stehen.
4.2
Die Beschwerdegegnerin hat die
massgeblichen
rechtlichen
Grundlagen
betref
fend
den für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten adä
quaten Kausalzusammenhang
bei Vorliegen einer psychischen
Gesundheitsbe
einträchtigung
im
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Mai 2012
zutreffend wiederge
geben
(
Urk.
2/1
S. 7;
vgl.
BGE 115 V 133)
. Darauf kann verwiesen werden.
4.3
Die Beschwerdegegnerin hat den
U
nfall des Beschwerdeführers
vom 2
1.
Oktober 2009
als mittelschwer (im engeren Sinn) eingestuft.
Wie ein Blick auf
die höchstrichterliche Rechtsprechung zu
vergleichbare
n
Fälle
n
zeigt (vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungs
recht
, Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
4.
Auflage, Zürich 2012, S. 65 ff.), ist diese Qualifikation
korrekt
und im Übrigen unbe
stritten. Dem
Unfaller
eignis
vom
2
1.
Oktober 2009
kann somit nur dann im Sinne
eines adäquaten Kausalzusammenhangs
erhebliche
Bedeut
ung für die verbleibenden psychischen Beschwerden
zukommen, wenn ein einzelnes der
rechtsprechungsgemäss
für die Adäquanzbeurteilung
massgebenden
Krite
rien
in besonders ausgepr
ägter Weise erfüllt ist
oder aber drei dieser Kriterien
zu bejahen sind
(Urteil
e
des Bundesge
richts
8
C_
897/2009 vom 2
9.
Januar 2010 E.
4.5 und
8C_9/2010 vom 1
1.
Juni 2010 E. 3.6
).
Vorliegend sind
indes
sämtliche
Adäquanzkriterien zu verneinen.
So
kann weder von besonders dramatischen Begleitumständen oder einer besondere
n
Eindrücklichkeit des Unfalls die Rede sein noch sin
d die erlittenen Verletzungen derart schwer oder von besonderer Art, dass sie geeignet wären,
eine psychische Fehlentwicklung
auszulösen. Des Weiteren liegen keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, keine körperlichen Dauerschmerzen, keine
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlechte
rt hätte, sowie
auch kein schwieriger Heilungsverlauf und Komplikationen vor.
Schliesslich
ist auch das Kriterium des Grad
e
s und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
(BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
) nicht erfüllt.
Der adäquate Kausal
zusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem
Unfallereig
nis
vom 2
1.
Oktober 2009
ist daher zu verneinen.
5.
Der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 1
0.
Mai 2012, mit dem ein Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Versicherungsleistunge
n ab dem 1
4.
Juni 2010 ve
rneint wurde, ist deshalb rechtens
. Dies führt zur Abwei
sung der Beschwerde.
6
.
Da der
vorliegende Prozess nicht als von vornherein au
ssichtslos bezeichnet werden kann, der
Beschwerdeführer bedürftig
ist (
Urk.
8
)
und
dessen
anwaltli
che Vertretung geboten war, ist i
hm
antragsgemäss
Rechtsanwalt Thomas Wyss
als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestell
en. Rechtsanwalt Wyss
mac
hte mit seiner Honorarnote vom 1
2.
Dezember 2013
(
Urk.
22
)
einen Aufwand von 21,45
Stunden und Barauslagen von
Fr.
160.
--
geltend.
Der von ihm geltend gemachte Aufwand für das Verfassen des Briefes an die IV vom 2
3.
Mai 2012 steht
allerdings
nicht im Zusammenhan
g mit dem vorliegenden
Beschwerde
verfahren
. Ebenso wenig zu berücksichtigen ist der Aufwand für die Rech
nungsstellung vom 1
2.
Dezember 201
3.
Schliesslich
erscheint für das Studium des Urteil
s
sowie die Besprechung mit dem Beschwerdeführer
maximal
eine Stunde als angemessen. Der für das Beschwerdeverfahren notwendige Aufwand ist daher auf 20,5 Stunden zu kürzen
.
Bei einem gerichtsüblichen
Stundenan
s
atz
von
Fr.
200.
--
resultiert
demzufolge
ein
e Entschädigung von
Fr.
4‘600.80
(inkl. Barauslagen und
MWSt
).
Kommt der Beschwerdeführer künftig in günstige
wirtschaftliche Verhältnisse,
kann ihn das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts
vertretung
verpflichten (
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das
So
zialversi
cherungsgericht
,
GSVGer
).
Das Gericht
beschliesst
:
I
n Bewilligung
des Gesuchs vom 1
1.
Juni 2012
wird dem Beschwerdefüh
rer Rechtsanwalt Thomas Wyss
, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das
vorliegende Verfahren bestellt,
und
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführe
rs, Rechtsanwalt Tho
mas Wyss, Zürich, wird mit
Fr.
4‘600.80
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Thomas Wyss
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.