Decision ID: 323df3e3-ffa1-4c0d-a292-38ec4a0a71e4
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 28. November 2006 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 2). Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 30. Juni 2009 in der ABI
Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär (internistisch/
allgemeinmedizinisch, psychiatrisch, orthopädisch und kardiologisch) untersucht. Die
ABI-Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Ausfälle und eine koronare 2-
Asterkrankung mit Status nach antero-apikalem Myokardinfarkt unbekannten Datums.
Sie bescheinigten dem Versicherten für die angestammte Tätigkeit im Tiefbau eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit und für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit (Gutachten vom 10. Oktober 2009, IV-act. 116-2 ff.). Mit Verfügung
vom 8. Dezember 2009 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des Versicherten ab (IV-
act. 131).
A.b Am 25. September 2013 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 147). Dessen behandelnder Dr. med. B._, Facharzt FMH für
Innere Medizin, reichte der IV-Stelle am 23. Oktober 2013 verschiedene Arztberichte
ein, darunter einen Bericht des behandelnden Dr. med. C._, Facharzt FMH für
Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. April 2013. Darin
diagnostizierte dieser eine proximale N. ulnaris-Läsion im Rahmen der lageabhängigen
Druckläsion bei der Raumforderung im Bereich des linken Schultergelenks; ein leichtes
sensomotorisches gemischtes Loge-de-Guyon-Syndrom links, elektroneurographisch
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rückläufig; ein mittelschweres sensomotorisches gemischtes Sulcus ulnaris-Syndrom
links, elektroneurographisch bereits komplette Remyelinisierung; eine klinisch leicht
ausgeprägte diabetische Polyneuropathie der Beine; eine chronische Lumbalgie bei
bekannten degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule; eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig teilremittiert, und einen Status nach ausgedehntem
Vorderwandspitzen-Infarkt unbekannten Datums (IV-act. 157-10 ff.). Am 22. August
2013 unterzog sich der Versicherte einer Dekompression und Neurolyse des N. ulnaris
am linken Ellbogen (vgl. IV-act. 179-3; zur Indikation siehe den Bericht von Prof. Dr.
med. D._, Chefarzt der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie
am Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 21. Juni 2013, IV-act. 179-5 f.).
A.c Im Protokoll vom 9./22. Dezember 2013 zum FI-Gespräch mit Dr. B._ vom 9.
Dezember 2013 hielt RAD-Arzt Dr. med. E._, Facharzt FMH für Neurologie sowie
Psychiatrie und Psychotherapie, fest, dass in sechs bis zwölf Monaten eine mindestens
50%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten auf dem ersten
Arbeitsmarkt erhofft werden könne. Aus der Sicht von Dr. B._ sei eine
Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt wahrscheinlich (noch) nicht realisierbar
(IV-act. 162). Da sich der Gesundheitszustand nach der Operation vom 22. August
2013 nicht gebessert hatte, wurde der Versicherte am 14. März 2014 von Prof. Dr.
med. F._, Zentrumsleiter am Muskelzentrum G._, Interdisziplinäre medizinische
Dienste am KSSG, untersucht. Der klinisch neurologische Befund zeige bei Atrophie
des ADM und IOD sowie Hypästhesie im ulnaren Versorgungsgebiet und Parese für die
Daumen-Adduktion und Fingerspreizung eine chronische Schädigung des N. ulnaris
links. Korrelierend dazu zeige sich elektrophysiologisch eine axonale Ulnaris-
Neuropathie mit bereits fehlendem Potential nach sensibler Ableitung (IV-act. 179-21
ff.).
A.d Da sich der Versicherte nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsbemühungen
mitzuwirken, teilte ihm die IV-Stelle am 6. Mai 2014 die Abweisung des Gesuchs um
berufliche Massnahmen mit (IV-act. 172).
A.e Auf Anfrage gab der Versicherte der IV-Stelle am 6. Juni 2014 (Datum Posteingang
IV-Stelle) an, dass er sich nicht in fachpsychiatrischer Behandlung befinde. Die letzte
Behandlung habe im Jahr 2004 stattgefunden (IV-act. 175). Dr. B._ berichtete am 25.
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Juni 2014, die linke Hand sei für jegliche Arbeiten nicht mehr einsetzbar (IV-act. 179-3
f.). Im Bericht vom 11. Juli 2014 (Datum Posteingang IV-Stelle) gab Prof. D._ an, dass
dem Versicherten leidensangepasste Tätigkeiten sofort zumutbar seien (IV-act. 180).
Dr. C._ führte im Bericht vom 7. August 2014 aus, dass der Versicherte bezogen auf
die angestammte Tätigkeit seit spätestens Januar 2013 zu mindestens 50%
arbeitsunfähig sei. Eventuell könne dem Versicherten nach einem Sprachkurs eine
Bürotätigkeit zugemutet werden, was allerdings aufgrund der Depression und
Enzephalopathie kaum realisierbar sei (IV-act. 182-1 ff.).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle fand am 22. Dezember 2014, 5., 8. und 9. Januar sowie 2.
Februar 2015 eine polydisziplinäre (internistische/kardiologische, orthopädische,
neurologische, psychiatrische und neuropsychologische) Begutachtung in der SMAB
AG statt. Die SMAB-Experten diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bezogen auf die letzte Tätigkeit: eine koronare Herzkrankheit, eine kardiovaskuläre
Risikokonstellation, ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine leichte
Ulnarisparese links bei Läsion im Sulcus ulnaris am Ellbogen. Keine Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit massen die SMAB-Gutachter u.a. der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie der Dysthymie (ICD-10: F43.1) zu. Die bisherige
Tätigkeit im Tiefbau sei nicht mehr zumutbar. Für eine leidensangepasste Tätigkeit
verfüge der Versicherte, auch retrospektiv, über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (SMAB-
Gutachten vom 6. März 2015, IV-act. 192). RAD-Arzt Dr. E._ hielt die gutachterliche
Beurteilung für überzeugend (Stellungnahme vom 16. März 2015, IV-act. 193).
A.g Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
und dem von ihr ermittelten Invaliditätsgrad von 1% stellte die IV-Stelle dem
Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (Vorbescheid vom 14. April
2015, IV-act. 195). Dagegen erhob der Versicherte am 4. Juni 2015 Einwand und
reichte eine Stellungnahme von Dr. B._ zur gutachterlichen Beurteilung ein (IV-act.
199). Mit Verfügung vom 9. Juni 2015 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des
Versicherten ab (IV-act. 200).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 9. Juni 2015 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 3. Juli 2015. Der Beschwerdeführer beantragt darin deren Aufhebung und die
Zusprache einer Rente. Im Wesentlichen bringt er vor, dass die Beurteilung im SMAB-
Gutachten nicht beweiskräftig sei (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2015
die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzung der SMAB-Gutachter ausführlich und nachvollziehbar sei
(act. G 4).
B.c Mit Zwischenverfügungen vom 9. September 2015 (act. G 6) und vom 23.
September 2015 (act. G 9) ist dem Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche
Rechtsverbeiständung) entsprochen worden.
B.d In der Replik vom 2. November 2015 beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm
allerspätestens ab 1. April 2014 eine ganze Rente zuzusprechen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Eventualiter sei die Sache zu weiteren medizinischen
Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (act. G 12).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 14).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der vom
Beschwerdeführer am 25. September 2013 (wieder) angemeldete Rentenanspruch (IV-
act. 147).
1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
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arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
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berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung dermedizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a).
2.
Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu beurteilen, ob der
Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif ist. Die Beschwerdegegnerin stützte
die angefochtene Verfügung auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der SMAB-Gutachter
(IV-act. 200). Der Beschwerdeführer hält diese für nicht beweiskräftig (act. G 1).
2.1 Der Beschwerdeführer rügt, dass die SMAB-Gutachter die Beschwerden an der
linken Hand mit deutlicher Muskelatrophie zu wenig gewürdigt hätten (act. G 12, III. Rz
1b und Rz 2a f.). Weder aus den Akten noch den Ausführungen des
Beschwerdeführers geht hervor, dass die SMAB-Gutachter aktenkundige Befunde oder
andere objektiv relevante Gesichtspunkte des Leidens am nicht dominanten linken Arm
(IV-act. 192-22) ausser Acht gelassen hätten. Vielmehr richtet sich die Kritik des
Beschwerdeführers gegen die gutachterliche Würdigung bzw. Wahrnehmung des
Schweregrads der Atrophie. Der orthopädische SMAB-Gutachter gelangte gestützt auf
eine vergleichende Prüfung der Umfangmasse u.a. der Ellenbogen, der Unterarme und
der Handgelenke zur nachvollziehbaren Auffassung, es bestünde eine geringe
Minderung der Oberarm- und Unterarmmuskulatur links gegenüber rechts (IV-act.
192-34; zur Bewertung der Minderung der Muskulatur als „mässig“ siehe IV-act.
192-36 unten). An der linken Hand seien die Konturen der Interdigitalmuskulatur I und II
gegenüber rechts atrophiert. Der Hypothenar sei auch gering hypotroph (IV-act.
192-35). Der internistische SMAB-Gutachter hielt eine „aspektmässig nur geringe
Hypotrophie am Thenar links“ fest (IV-act. 192-44). In damit zu vereinbarender Weise
beschrieb die neurologische SMAB-Gutachterin, an der linken Hand bestünden eine
nur wenig auffällige Interossealatrophie und weiter kaum Auffälligkeiten (IV-act.
192-53). Ihre mit Blick auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgte Wertung, dass
keine erhebliche Atrophie vorliege, leuchtet daher ein. Sie deckt sich im Übrigen mit
der Einschätzung von Prof. D._, der eine hinsichtlich des Schweregrads nicht näher
qualifizierte Atrophie „v.a. Interosseus 1“ beschrieb (IV-act. 180-2). Im Licht dieser
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Umstände vermag die teilweise in den Akten erscheinende Wertung der Atrophie als
„deutlich“ (IV-act. 179-3 und IV-act. 179-22) bzw. „fortgeschrittenen“ (IV-act. 179-12
unten) keinen Zweifel am SMAB-Gutachten zu begründen.
2.2 Des Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer, dass im neurologischen
Teilgutachten keine Würdigung der Berichte von Dr. C._ enthalten sei (act. G 12, III.
Rz 1b und Rz 3a).
2.2.1 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass das Gesamtgutachten eine umfassende
Darstellung der Vorakten enthält. Darunter befinden sich auch die Berichte von Dr.
C._, deren wesentlicher Inhalt zusammengefasst wiedergegeben wird (IV-act. 192-4
ff.). Die neurologische SMAB-Gutachterin hat sich unter dem Titel „Epikrise und
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ u.a. mit der Aktenlage auseinandergesetzt (IV-act.
192-54 f.). Zwar wäre es hinsichtlich einer besseren Nachvollziehbarkeit
wünschenswert gewesen, wenn die neurologische SMAB-Gutachterin jeweils
durchgehend ausdrücklich angegeben hätte, auf welchen Bericht von welcher
medizinischen Fachperson sie sich bezieht. Dies stellt indessen keinen Grund dar, der
den Beweiswert der gutachterlichen Beurteilung zu erschüttern vermag. Entscheidend
ist nämlich, dass die von der neurologischen SMAB-Gutachterin beschriebene
Befundlage (siehe insbesondere die Ausführungen unter „Würdigung der Akten“, IV-
act. 192-55) mit der Voraktenlage vereinbar ist und sie sich immerhin ausdrücklich auf
den ausführlichen Bericht von Dr. C._ vom 25. Januar 2013 bezogen hat (IV-act.
192-55). Dass der wesentliche Inhalt, wie er in den Berichten von Dr. C._ vom 22.
April 2013 (IV-act. 182-10 ff.) und vom 14. Juli 2014 (IV-act. 182-7) aufgeführt ist, nicht
ausser Acht gelassen wurde, ergibt sich ferner aus den Ausführungen der
neurologischen SMAB-Gutachterin, dass „in den Akten zusätzlich noch eine Ätiologie
einer Ulnarisbeeinträchtigung von weiter proximal diskutiert [wurde], die aber nicht
belegt werden konnte. Auch eine zusätzliche Ulnarisläsion am Handgelenk direkt (Loge
de Guyon) wurde diskutiert, aber nicht sicher bestätigt“ (IV-act. 192-55 oben). „In den
Akten ist die Ulnarisparese erwähnt, ursächlich wird eine gemischte Ätiologie
angegeben, eine ganz proximale am Arm wird diskutiert, eine Hauptlokalisation der
Parese am Ellbogen, die saniert wurde, auch eine weiter distale wird in Erwägung
gezogen“ (IV-act. 192-55 Mitte; zu den entsprechenden Ausführungen von Dr. C._
siehe IV-act. 182-7 f.). Zur von Dr. C._ im Bericht vom 14. Juli 2014 vermuteten
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vaskulären Problematik (IV-act. 182-8) hat sich die neurologische SMAB-Gutachterin
ebenfalls geäussert (IV-act. 192-55).
2.2.2 Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten gelangte die
neurologische SMAB-Gutachterin zum Schluss, dass eine Krankschreibung für
adaptierte Tätigkeiten wegen der Ulnarisbeeinträchtigung links bei dominanter rechter
Hand über mehr als drei Monate über die im August 2013 durchgeführte
Ulnariskompression hinaus nicht nachvollziehbar sei (IV-act. 192-55). Diese
Einschätzung wird durch die Berichte von Dr. C._ nicht in Frage gestellt. Zunächst ist
von Bedeutung, dass einzig sein Bericht vom 7. August 2014 rudimentär begründete
Angaben zur Arbeitsfähigkeit enthält. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass der
Beschwerdeführer von ihm „nicht krankgeschrieben“ worden sei (IV-act. 182-2).
Bezüglich der Frage nach der Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit hielt er
fest: „Evtl. Bürotätigkeit nach Sprachkurs (kaum realisierbar bei Depression und
Enzephalopathie)“. Allerdings fehlt jegliche Begründung dafür, dass ein depressives
Leiden mit Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht. Andererseits wurde im
neurologischen und neuropsychologischen SMAB-Gutachten nachvollziehbar
dargelegt, dass entgegen dem Standpunkt des Beschwerdeführers (act. G 12, III Rz 3a)
keine Hinweise für eine Enzephalopathie gefunden werden konnten. Die von Dr. C._
geäusserte Verdachtsdiagnose konnte gerade nicht bestätigt werden (siehe IV-act.
192-55 und IV-act. 192-71). Zu ergänzen ist des Weiteren, dass auch der
psychiatrische SMAB-Gutachter keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte und u.a.
feststellte, es lägen keine Hinweise auf krankheitsbedingte intellektuelle Defizite vor (IV-
act. 192-60 unten; siehe auch zur von Dr. C._ diagnostizierten Depression
nachfolgende E. 2.2.3).
2.2.3 Entgegen der gutachterlichen Beurteilung macht der Beschwerdeführer gestützt
auf die Berichte von Dr. C._ das Bestehen einer Depression geltend (act. G 12, III Rz
4a). Zwar verfügt Dr. C._ auch über den Facharzttitel Psychiatrie und
Psychotherapie. Allerdings geht aus seinen Berichten nicht hervor, dass eine
psychiatrische Behandlung bzw. das psychische Leiden des Beschwerdeführers im
Fokus seiner Beurteilungen gestanden wäre. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer
am 6. Juni 2014 angab, er stehe seit dem Jahr 2004 nicht mehr in psychiatrischer
Behandlung (IV-act. 175; siehe auch die damit zu vereinbarende Angabe des
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Beschwerdeführers zur aktuellen Behandlung anlässlich der SMAB-Begutachtung in
IV-act. 192-58). Ins Gewicht fällt des Weiteren, dass sich der psychiatrische SMAB-
Gutachter mit den Angaben von Dr. C._ auseinandergesetzt und seine eigene, davon
abweichende Einschätzung plausibel begründet hat (IV-act. 192-64). Im Übrigen hielt
Dr. C._ im Bericht vom 22. April 2013 lediglich eine „leicht gedrückte
Stimmungslage“ und eine „mässige Antriebsminderung“ sowie eine „leichte
Interessenreduktion“ fest (IV-act. 182-12; im Bericht vom 14. Juli 2014 hielt er lediglich
„neuropsychologisch orientierend“ fest: „Gedrückte Stimmungslage. Affektflach.
Mässige Antriebsminderung. Interessenreduktion“; IV-act. 182-8). Den von ihm im
Bericht vom 7. August 2014 u.a. auf das depressive Leiden zurückgeführten kognitiven
Beeinträchtigungen (IV-act. 182-4) fehlt eine nähere Begründung. Zudem vermochten
weder der psychiatrische SMAB-Gutachter noch die neuropsychologische SMAB-
Gutachterin relevante krankheitsbedingte kognitive Einschränkungen festzustellen (IV-
act. 192-60 f. und IV-act. 192-71). Schliesslich gehen auch aus dem Bericht von Dr.
B._ vom 25. Juni 2014 (IV-act. 179-3 f.) und seiner Kritik an der gutachterlichen
Einschätzung vom 4. Mai 2015 (IV-act. 199-3) keine Hinweise auf ein erhebliches
depressives Leiden hervor.
2.3 Aus der Sicht des Beschwerdeführers weckt die von Dr. B._ für
leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit Zweifel an der
gutachterlichen Beurteilung (act. G 12, III Rz 2a). Bei diesem Vorbringen übersieht der
Beschwerdeführer, dass sich die Arbeitsfähigkeitsbescheinigung von Dr. B._
ausschliesslich auf die körperlich anspruchsvolle angestammte Tätigkeit bezieht.
Keiner seiner Berichte und Stellungnahmen enthält eine näher begründete
Arbeitsfähigkeitsschätzung bezogen auf eine leidensangepasste Tätigkeit ohne Einsatz
des linken Arms (vgl. etwa den Bericht vom 25. Juni 2014, IV-act. 179-3 f., oder die
Stellungnahme vom 4. Mai 2015, IV-act. 199-3), weshalb sich Weiterungen erübrigen.
2.4 Ferner bestreitet der Beschwerdeführer die von der neuropsychologischen SMAB-
Gutachterin erwähnte schwankende Anstrengungsbereitschaft (act. G 12, III Rz 3a). Die
neuropsychologische Gutachterin gelangte zum Schluss, dass die
Anstrengungsbereitschaft vermutlich nicht durchgängig hoch gewesen sei (IV-act.
192-71). Diese Vermutung stützte sie auf die Ergebnisse der Symptomvalidierung (IV-
act. 192-70). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was Zweifel an dieser
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gutachterlichen Einschätzung zu begründen vermöchte. Zu beachten ist sodann, dass
die vermutete nicht durchgängige Anstrengungsbereitschaft bei der
neuropsychologischen Beurteilung nicht entscheidend war. Im Vordergrund der
neuropsychologischen Schlussfolgerungen stand, dass der Beschwerdeführer in den
Lern- und Gedächtnisaufgaben unauffällige, teilweise auch sehr gute Leistungen
erbracht habe. Damit konnten die vom Beschwerdeführer berichteten kognitiven
Auffälligkeiten im Alltag gerade nicht bestätigt werden (IV-act. 192-71; vgl. auch die
Würdigung durch den psychiatrischen SMAB-Gutachter in IV-act. 192-63).
2.5 Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Beurteilung des
psychiatrischen SMAB-Gutachters sich nicht an den massgeblichen
Standardindikatoren orientiert habe (act. G 12, III Rz 4c und Rz 5b).
2.5.1 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der psychiatrische SMAB-Gutachter die
Auffassung vertrat, dass die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung weit
nachrangig sei (IV-act. 192-28). Diese Einschätzung deckt sich sowohl mit den
Leidensangaben des Beschwerdeführers, der die gegenwärtigen Hauptbeschwerden
an der linken Hand und am linken Arm lokalisiert (IV-act. 192-41; vgl. auch IV-act.
192-51 sowie die Angaben unter Krankheitsentwicklung in IV-act. 192-58 und unter
Selbsteinschätzung in IV-act. 192-60), als auch mit der Diagnoseliste von Dr. C._ (IV-
act. 182-7). Dieser verneinte ausserdem im Bericht vom 14. Juli 2014 das Vorliegen von
Hinweisen auf eine Somatisierung; vielmehr sah er Anzeichen einer Vernachlässigung
der linken Hand (IV-act. 182-8).
2.5.2 Das SMAB-Gutachten wurde am 6. März 2015 ausgefertigt. Der psychiatrische
SMAB-Gutachter diskutierte darin die vom Bundesgericht für die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren
Beschwerdebildern als massgeblich erachteten Foersterkriterien (IV-act. 192-63 f.; BGE
130 V 352). Seither hat sich allerdings die Praxis des Bundesgerichts zu den
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Grundlage erheblich geändert. Mit am 3. Juni 2015 gefälltem
BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die von ihm geschaffene
Überwindbarkeitsvermutung und den sich an den Foersterkriterien orientierenden
Prüfungsraster aufgegeben. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wurde durch ein
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„strukturiertes“ Beweisverfahren ersetzt. Nach der neuen Rechtsprechung hat die
Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Störungen den Aspekt der funktionellen
Auswirkungen zu berücksichtigen, was sich schon in den diagnostischen
Anforderungen niederschlagen muss. Massgebend seien in Schweregrad und
Konsistenz der funktionellen Auswirkungen eingeteilte Standardindikatoren. Die
Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrads sei nur zulässig, wenn die
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und
widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
seien (BGE 141 V 307 f. E. 6; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2015,
8C_421/2015, E. 5.2).
2.5.3 Medizinische Gutachten, die noch nach alter Praxis des Bundesgerichts
eingeholt wurden, verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Es ist im Einzelfall zu prüfen,
ob das betreffende Gutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen
Berichten, eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlaubt
oder nicht, wobei je nach Abklärungstiefe und -dichte eine punktuelle Ergänzung
genügen kann. Somit führt ein nach alter Praxis des Bundesgerichts erstattetes
Gutachten nicht zwangsläufig zu einer neuen Begutachtung oder anderen
abklärungsrechtlichen Weiterungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 2017,
8C_842/2016, E. 5.2.1 mit Hinweisen).
2.5.4 Der psychiatrische SMAB-Gutachter nimmt zwar auf die Foersterkriterien Bezug.
Er stützt sich jedoch nicht allein auf die Vermutung der Arbeitsfähigkeit bzw. der
Überwindbarkeit des Leidens. Vielmehr nimmt er im Rahmen einer - wenn sich auch an
den Foersterkriterien orientierenden - umfassenden Beurteilung Stellung zu den
Ressourcen und Defiziten des Beschwerdeführers. Gestützt darauf - und nicht auf der
Grundlage der früher vom Bundesgericht aufgestellten Überwindbarkeitsvermutung -
nimmt er eine Arbeitsfähigkeitsschätzung vor. Er führte aus, dass ein verfestigter,
therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf nicht habe festgestellt
werden können. Ein ausgewiesener sozialer Rückzug liege nicht vor. Der
Beschwerdeführer besuche regelmässig seine Heimat, sei politisch interessiert und in
der Lage sich zu pflegen sowie für sich zu sorgen (IV-act. 192-63; siehe eingehend zu
den Alltagsaktivitäten des Beschwerdeführers IV-act. 192-58). Die Schlussfolgerungen
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des psychiatrischen SMAB-Gutachters beruhen damit auf einer eingehenden
Ressourcenanalyse. Der Beschwerdeführer benennt denn auch im Rahmen seiner
Kritik (act. G 12, III Rz 4c und Rz 5b) keine objektiv relevanten Gesichtspunkte, die der
psychiatrische SMAB-Gutachter im Rahmen der Ressourcenbeurteilung ausser Acht
gelassen hätte bzw. die eine andere Sichtweise näher legen würden. Insgesamt
bestehen demnach keine Mängel an der Ressourcenprüfung durch den
psychiatrischen SMAB-Gutachter, weshalb dessen Beurteilung auch nach der neuen
Rechtsprechung verwertbar bleibt und auf deren Ergebnisse abzustellen ist.
2.6 Bei der Würdigung des SMAB-Gutachtens vom 6. März 2015 fällt ins Gewicht,
dass es auf eigenständigen, polydisziplinären Abklärungen beruht und für die streitigen
Belange umfassend ist. Es bestehen ferner keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Vor diesem Hintergrund
besteht kein Anlass, die Beweiskraft des SMAB-Gutachtens bzw. der darin enthaltenen
Arbeitsfähigkeitsschätzung (100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten) in Frage zu stellen.
3.
Der Beschwerdeführer vertritt überdies die Ansicht, dass eine allfällige
Restarbeitsfähigkeit realistischerweise nicht mehr verwertet werden könne (act. G 12,
III Rz 6). Der Beschwerdeführer war im nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
massgebenden Zeitpunkt des SMAB-Gutachtens vom 6. März 2015 57-jährig (siehe
zum Geburtsdatum des Beschwerdeführers IV-act. 2-1; zum massgebenden Zeitpunkt
des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit siehe BGE 138 V 457). Es verblieben
ihm damit bis zum ordentlichen AHV-Rentenalter immerhin noch 8 Jahre. Daher und
angesichts der gutachterlich bescheinigten 100%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten (zum zumutbaren Belastungs- und Ressourcenprofil
siehe IV-act. 192-22) kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt würde. Dies gilt
umso mehr, als der Beschwerdeführer in seiner Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit
nicht eingeschränkt ist (IV-act. 192-23 oben). Da bei zahlreichen Hilfsarbeitertätigkeiten
die verbale Kommunikation nicht im Vordergrund steht und definitionsgemäss keine
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Anforderungen an eine Ausbildung gestellt werden, drängt sich auch mit Blick auf die
fehlende Ausbildung oder die erhebliche Sprachbarriere (IV-act. 192-24) keine andere
Betrachtungsweise auf. Daran vermag auch das Scheitern der Arbeit im zweiten
Arbeitsmarkt bei der Dock Gruppe AG nichts zu ändern, geht doch aus den
entsprechenden Unterlagen nicht hervor, ob die dortige Tätigkeit aufgrund der
Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers oder krankheitsbedingt gescheitert
war (vgl. IV-act. 160, insbesondere IV-act. 160-8). Unklar ist ausserdem, ob diese
Tätigkeit insbesondere dem Leiden an der linken Hand angepasst war (zu den zu
beachtenden Anforderungen siehe IV-act. 192-55).
4.
Die konkrete Ermittlung des Invaliditätsgrads gemäss Art. 16 ATSG kann vorliegend
offen bleiben. Denn auch wenn zugunsten des Beschwerdeführers zur Bestimmung
des Valideneinkommens auf den höchsten von ihm erzielten Verdienst von Fr. 63‘120.--
des Jahres 2002 (IV-act. 155-2) abgestellt würde, resultiert selbst bei einem
höchstzulässigen 25%igen Tabellenlohnabzug kein rentenbegründender
Invaliditätsgrad: Wird der Verdienst des Jahres an die bis zum Jahr 2014 eingetretene
Nominallohnentwicklung angepasst, so beträgt das Valideneinkommen Fr. 72‘492.--
([Fr. 63‘120.-- / 1933] x 2220; siehe Bundesamt für Statistik, Tabelle T39, Entwicklung
der Nominallöhne). Der durchschnittliche Hilfsarbeiterlohn beträgt für das Jahr 2014 Fr.
66‘453.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der
Informationsstelle AHV/IV; aktuellste Fassung unter: <https://www.ahv-iv.ch>), womit
bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten und einem
allfälligen 25%igen Tabellenlohnabzug ein Invalideneinkommen von Fr. 49‘840.-- (Fr.
66‘453.-- x 0.75) und ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von höchstens
31% ([Fr. 72‘492.-- - Fr. 49‘840.--] / Fr. 72‘492.--) resultieren.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden
Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
5.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr.
12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 14. September 2017
eine Kostennote eingereicht. Darin macht er einen Aufwand von 15 Stunden und unter
Berücksichtigung des um einen Fünftel gekürzten Stundenansatzes (Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70) eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'541.80
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend (act. G 15). In vergleichbaren
Streitigkeiten spricht das Versicherungsgericht in Verfahren mit doppeltem
Schriftenwechsel bei Obsiegen ausgehend von einem mittleren Stundenhonorar von Fr.
250.-- (Art. 24 HonO) eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu (siehe anstatt vieler etwa den Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 23. Januar 2017, IV 2014/513). Da der Rechtsvertreter
lediglich Bemühungen für den zweiten Schriftenwechsel vorzunehmen hatte (die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung wurde vorliegend denn auch auf die ausstehende
Replik beschränkt; Präsidialentscheid vom 23. September 2015, act. G 9) und da
vorliegend keine Gründe bestehen, welche eine Abweichung von der
Entschädigungspraxis in vergleichbaren Fällen zugunsten des Beschwerdeführers
rechtfertigen würden, erscheint eine pauschale Parteientschädigung von höchstens Fr.
3'500.-- als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen. Somit hat der Staat den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
5.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
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Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).