Decision ID: a3fb535f-f150-437f-b05c-5862a95c81ff
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kaspar Gehring, Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
A.a B._, geboren 1946, arbeitete seit dem Jahr 2000 bei der A._ als CNC-Operator.
Seit seinem 50. Lebensjahr litt er unter Rückenbeschwerden. Am 22. Dezember 2004
rutschte er beim Einsteigen ins Auto aus und stürzte auf Gesäss und Rücken. Dr. med.
C._ diagnostizierte eine Becken/LWS-Prellung. Nach einer vorübergehenden
Rückkehr an die Arbeitsstelle legte der Versicherte wegen Schmerzen im Kreuzbereich
Mitte Januar 2005 die Arbeit nieder. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2005 schloss die
SUVA den Fall ab und stellte die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per
1. November 2005 ein. Die hiergegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit
Einspracheentscheid vom 27. April 2006 ab; dieser ist in Rechtskraft erwachsen (act. G
4.3).
A.b Der Versicherte meldete sich am 10. Oktober 2005 zum Bezug von IV-Leistungen
an, da er seit dem Unfall vom 22. Dezember 2004 unter starken Rückenschmerzen
leide (act. G 4.1.1). In der Folge holte die IV-Stelle verschiedene Arztberichte ein.
A.c Im Arztbericht vom 25. Oktober 2005 führte Dr. med. D._, Spezialarzt für
Chirurgie FMH, aus, der Versicherte sei seit dem 18. Januar 2005 100% arbeitsunfähig.
Ihm seien nur noch sitzende Tätigkeiten in einem reduzierten zeitlichen Rahmen
zumutbar (act. G 4.1.14-4). Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 29. August
2005, wo sich der Versicherte vom 20. Juli bis am 24. August 2005 aufgehalten hatte,
führten Dr. med. E._, Oberärztin, und Dr. med. F._, Fachärztin für Physikalische
Medizin und Rehabilitation, aus, die Arbeitsstelle als CNC-Operator entspreche laut
Tätigkeitsbeschrieb des SUVA-Aussendienstes einer der unfallbedingten Behinderung
angepassten Tätigkeit. Unfallbedingt seien wechselbelastende, leichte bis selten
mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar (act. G 4.1.14-7). Im Arztbericht vom 23.
September 2005 korrigierte Dr. E._ den Austrittsbericht vom 29. August 2005
dahingehend, dass die dokumentierten Veränderungen vorbestehend seien; strukturell
seien keine Unfallfolgen mehr nachweisbar. Die beschriebenen Einschränkungen
resultierten aus der vorbestehenden Wirbelsäulenpathologie. Somit wäre dem
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Versicherten auch die angestammte Tätigkeit als CNC-Operator unfallkausal zumutbar
(act. G 4.3).
A.d Am 3. März 2006 wurde der Versicherte im Auftrag der Winterthur Versicherungen
(Krankentaggeldversicherung des Versicherten) im Stadtspital Triemli Zürich
(nachfolgend: Triemli) untersucht und begutachtet. Im Triemli-Gutachten vom 15. März
2006 führten die Ärzte aus, aus rheumatologischer Sicht sei dem Versicherten eine
50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit theoretisch zumutbar (act. G
4.3, Gutachten S. 19).
A.e Am 8. und 9. Juni 2006 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle im Zentrum
für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene (nachfolgend: AEH) untersucht. Zudem
wurde eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt. Im AEH-
Gutachten vom 16. August 2006 führten die Ärzte aus, unter Berücksichtigung der
Komorbiditäten betrage die Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis
mittelschweren Tätigkeit 50% (act. G 4.1.47-10).
A.f Mit Vorbescheiden je vom 16. März 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass er keinen Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe (act. G 4.1.64) bzw. die
Voraussetzungen für die Zusprache einer halben Invalidenrente erfüllt seien (act. G
4.1.66). Hiergegen erhob Rechtsanwalt lic. iur. Kaspar Gehring als Vertreter des
Versicherten am 30. April 2007 Einwand (act. G 4.1.69 und 4.1.70).
B.
Mit Verfügung vom 5. November 2007 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe
Invalidenrente zu (act. G 4.1.76).
C.
C.aMit Eingabe vom 5. Dezember 2007 erhebt der Vertreter des Versicherten
Beschwerde und beantragt, die Verfügung vom 5. November 2007 sei insoweit
aufzuheben, als dem Beschwerdeführer keine eine halbe Invalidenrente übersteigende
Rente zugesprochen worden sei. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen
Leistungen zu gewähren, insbesondere sei ihm eine ganze Invalidenrente
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zuzusprechen. Eventualiter seien zusätzliche medizinische Abklärungen vorzunehmen.
Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, das AEH-Gutachten genüge den von
der Rechtsprechung entwickelten Kriterien in mehrfacher Hinsicht nicht. Die
angestammte Tätigkeit als CNC-Operator sei dem Beschwerdeführer nicht mehr
zumutbar. Es sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten
auszugehen. Selbst wenn auf das AEH-Gutachten abgestellt werde, habe der
Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, müsse doch zur Ermittlung
des Invalideneinkommens auf den Tabellenlohn Zentralwert Niveau 4 abgestellt
werden. Von diesem Tabellenlohn sei zusätzlich der maximale Abzug von 25%
vorzunehmen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, das
AEH-Gutachten sei mit dem Triemli-Gutachten kompatibel. Medizinisch lägen keine
Gründe vor, die eine Verwertung der 50%igen Restarbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf
verbieten würden. Demnach bestehe kein Anlass, bei der Festlegung des
Invalideneinkommens auf die Hilfsarbeiterlöhne abzustellen (act. G 4).
C.c Mit Replik vom 29. Mai 2008 hält der Vertreter des Beschwerdeführers an seinen
Anträgen fest und reicht einen Bericht von Dr. G._, FMH Dermatologie und
Allergologie, vom 6. Dezember 2007 ein (act. G 10 und 10.1).
C.d Mit Duplik vom 18. Juni 2008 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest
und führt aus, das neu eingereichte Zeugnis von Dr. G._ beziehe sich nur auf den
bisherigen Arbeitsplatz und habe daher keine generelle Aussagekraft (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
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der streitigen Verfügung vom 5. November 2007 eingetretenen Sachverhalt abzustellen
ist (BGE 121 V 366 E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden
materiellen Bestimmungen anzuwenden.
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der
für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16
ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die
versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein
Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente
und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
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Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies
bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den Umstand allein, dass sie von einer
Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wurden, ohne weiteres minder
beweiskräftig sind. Denn auch sie können nützliche Äusserungen zum medizinischen
Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein
vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht
eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die
Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in
rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen
wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten angeht, muss die
Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter aufgrund ihrer
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher dazu neigen, zu Gunsten
ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des
Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen
allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht
vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden
Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich
einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung
durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen
Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten
fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4) nicht zu, ein Administrativ-
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen
zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher
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Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai
2007 I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen).
3.
3.1 Hinsichtlich der Diagnosen sind sich die verschiedenen Ärztinnen und Ärzte im
Grossen und Ganzen einig. So bestehen beim Beschwerdeführer ein chronisches
lumbales Schmerzsyndrom, (Verdacht auf) eine Gonarthrose rechts, eine
eingeschränkte Schulterbeweglichkeit, eine Adipositas per magna, ein metabolisches
Syndrom sowie eine aktinische Dermatose (vgl. act G 4.1.14-1, 4.1.14-5, 4.1.47-9, 4.3
[Gutachten S. 16] und 10.1). Unterschiede bestehen jedoch bezüglich der Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
3.1.1 Gemäss Arztbericht von Dr. E._ vom 23. September 2005 besteht beim
Beschwerdeführer keine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit mehr (act. G 4.3).
3.1.2 Im Bericht vom 25. Oktober 2005 führte Dr. D._ aus, die bisherige Tätigkeit als
CNC-Operator sei dem Beschwerdeführer seiner Ansicht nach nicht möglich und
werde auch nicht mehr möglich werden. Es sei nur noch eine Tätigkeit möglich, die alle
Belastungen der HWS vermeide. Der Beschwerdeführer sei seit dem 18. Januar 2005
zu 100% arbeitsunfähig. Alle Versuche, wenigstens während kurzer Zeit die bisherige
Tätigkeit wieder aufzunehmen, seien wegen der massiven Schmerzen und der
massiven Analgetika, die er brauche, gescheitert. Ihm seien nur noch sitzende
Tätigkeiten in einem reduzierten Umfang zumutbar (act. G 4.1.14-2 und 4.1.14-4). Auf
Anfrage des Vertreters des Beschwerdeführers führte Dr. D._ am 30. April 2007 aus,
wegen der Schmerzen im Bereich der LWS und auch des rechten Kniegelenks sowie
der dadurch notwendigen massiven Schmerzmittel sei der Beschwerdeführer seiner
Ansicht nach zu 100% arbeitsunfähig. Die Beschwerden durch die degenerativen
Prozesse im Bereich der LWS und des rechten Kniegelenks, verschlimmert noch durch
die massive Adipositas per magna mit einem BMI von 45 kg/m , hätten zugenommen.
Die lange Dauer der Schmerzen und die Erfolglosigkeit der therapeutischen
Bemühungen hätten zu einer depressiven Grundstimmung geführt, die den Einsatz
auch von Antidepressiva verlangt habe (act. G 4.1.71).
3
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3.1.3 Im Triemli-Gutachten vom 15. März 2006 führten die Ärzte aus, aus ganzheitlicher
Sicht (Alter, Körpergewicht, gekündigte Stellung, Arbeitsmarktsituation, usw.) sei eine
Arbeitstätigkeit nicht mehr realistisch. Aus streng rheumatologischer Sicht bestünden
allerdings keine genügenden Gründe, um eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
theoretisch festzulegen. Für leichte Arbeit in vorwiegend sitzender Stellung, wie dies
dem Tätigkeitsbeschrieb vom 25. Mai 2005 entspreche, wäre aus streng
rheumatologischer Sicht ein teilzeitiger Einsatz möglich, welchen sie (rein theoretisch)
auf etwa 50%, das heisse zweimal gute zwei Stunden täglich, festlegen würden (act. G
4.3, Gutachten S. 18).
3.1.4 Im AEH-Gutachten vom 16. August 2006 führten die Ärzte aus, die angestammte
Tätigkeit als CNC-Mechaniker sei als körperlich leicht bis mittelschwer zu klassifizieren.
In der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) seien
aufgrund der Selbstlimitierung in vielen Bereichen keine funktionellen Leistungslimiten
fassbar. Die demonstrierte Belastbarkeit liege im Bereich einer leichten Arbeit;
medizinisch-theoretisch sei jedoch davon auszugehen, dass bei besserem Effort mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ein mittelschweres Belastbarkeitsniveau erreicht
werden könnte. Einschränkungen bestünden in Bezug auf vorgeneigtes Stehen
(maximal manchmal), wiederholtes Kniebeugen (maximal manchmal) sowie längeres
Sitzen, Stehen und Gehen (maximal oft). Tätigkeiten in hockender Position seien nicht
mehr zumutbar. Aus rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht sähen sie keine
Gründe, welche gegen die angestammte Tätigkeit unter Einhaltung der oben erwähnten
Belastbarkeitslimiten sprächen, weswegen sie diese als ganztags zumutbar erachteten.
Aufgrund der chronischen Schmerzentwicklung mit konsistenten Schmerzreaktionen
sollte dem Beschwerdeführer jedoch die Möglichkeit von vermehrten Pausen (zwei
Stunden pro Tag) gegeben werden. Unter Berücksichtigung der Komorbiditäten
(Adipositas, metabolisches Syndrom, Hauterkrankung) beurteilten sie die
Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 50% als
gegeben, halbtags zu verwerten. Bezüglich einer angepassten Tätigkeit sei dem
Beschwerdeführer aus rein rheumatologischer Sicht eine mittelschwere Tätigkeit mit
Wechselbelastung ganztags mit zusätzlichen zwei Stunden Pause zumutbar. Unter
Berücksichtigung der Komorbiditäten bestünden zusätzliche Leistungsverminderungen,
so dass gesamthaft gesehen eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 4.1.47-10).
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3.2 Der Vertreter des Beschwerdeführers macht geltend, ein grober Mangel des AEH-
Gutachtens liege darin, dass dem Beschwerdeführer bei der EFL selbstlimitierendes
Verhalten vorgeworfen werde. Wie aus dem Bericht ersichtlich werde, seien bei der
EFL zwei Testserien an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt worden.
Aufgrund stärkster Schmerzen nach dem ersten Testtag habe sich der
Beschwerdeführer am Morgen des zweiten Testtags zu seinem Hausarzt Dr. D._
begeben müssen und habe eine Cortisonspritze erhalten. Die Durchführung des Tests
am zweiten Tag wäre ohne die Verabreichung von Schmerzmitteln nicht möglich
gewesen. Vor diesem Hintergrund könne sicher nicht auf das Ergebnis der EFL
abgestellt werden (act. G 1, Ziff. 7.1).
3.2.1 Dem AEH-Gutachten ist in diesem Zusammenhang zu entnehmen, dass die
Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers fraglich sei. Bei den Hebetests lasse er
sich schmerzbedingt nicht bis zur ergonomischen Limite heranführen und breche diese
frühzeitig ab. Die Konsistenz sei schlecht. Im klinischen Untersuch sei es dem
Beschwerdeführer nicht möglich, den linken Arm über 90° zu heben. Während dem
Untersuch in Rückenlage nehme er beide Arme über Kopf und verweile in dieser
Position. Bei den Tests "Heben Taillen- zu Kopfhöhe" und "Arbeit über Kopf" könne er
schmerzbedingt die linke Armposition wieder nicht einnehmen. Beim Test "Kriechen"
erreiche er mit der linken Schulter über 100°. Die Selbsteinschätzung der eigenen
körperlichen Fähigkeiten (PACT) korreliere nicht mit der effektiv gezeigten Leistung.
Beim Handkraftwert fehle die Glockenform. Der Beschwerdeführer schone das rechte
Bein beim Treppeaufwärtsgehen, benutze es aber als Kraftbein beim Abwärtsgehen.
Beim horizontalen Heben (10 kg) hebe er nicht mehr Gewicht als beim Heben von
Boden zu Taillenhöhe (10 kg). In 11 von 26 Tests habe er sich selbst limitiert (act. G
4.1.47-13 f.).
3.2.2 Im Rahmen der EFL wurde ausdrücklich vermerkt, dass der Beschwerdeführer
(nach dem ersten Testtag) in der Nacht schmerzbedingt mehrmals aufgestanden sei
und sich am Morgen beim Hausarzt eine Cortisonspritze habe geben lassen (act. G
4.1.47-14). Es ist daher davon auszugehen, dass dieser Umstand bei der Beurteilung
der Leistungsfähigkeit entsprechend berücksichtigt wurde. Wie die
Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (vgl. act. G 4, Ziff. III 2), können die oben
genannten Inkonsistenzen zudem nicht mit der Begründung abgetan werden, sie
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erklärten sich durch die verabreichte Cortisonspritze, hat diese doch keinerlei Einfluss
auf die deutlich variierende Schulterbeweglichkeit in den verschiedenen Tests oder
darauf, welches Bein als Kraftbein eingesetzt wird. Es ist daher davon auszugehen,
dass auch ohne Cortisonspritze eine schlechte Konsistenz festgestellt worden wäre.
Die Selbstlimitierung des Beschwerdeführers ist damit belegt, weshalb auf die
Ergebnisse der EFL abgestellt werden kann. In diesem Zusammenhang sei angemerkt,
dass bereits im Triemli-Gutachten ausgeführt wurde, es sei schwierig, zwischen einer
schmerzbedingten Einschränkung, einer strukturellen Veränderung oder einer
Einschränkung seitens des Habitus und des Verhaltens des Beschwerdeführers zu
differenzieren (act. G 4.3, Gutachten S. 15).
3.3 Ausserdem bringt der Vertreter des Beschwerdeführers vor, ein weiterer Mangel
des AEH-Gutachtens liege darin, dass keine genügende Auseinandersetzung mit den
anderslautenden Einschätzungen des Stadtspitals Triemli sowie des behandelnden
Arztes Dr. D._ stattgefunden habe (act. G 1, Ziff. III 7.3). Dieser Einwand ist insoweit
berechtigt, als das AEH-Gutachten nicht ausdrücklich zu diesen Einschätzungen
Stellung nimmt und allfällige abweichende Auffassungen begründet. Dennoch wurden
die genannten sowie weitere Arztberichte im Rahmen des AEH-Gutachtens
offensichtlich berücksichtigt, wird doch unter dem Titel Anamnese die
Krankheitsentwicklung unter Verweis auf die beigezogenen Akten geschildert. Zu
diesen Akten gehören unter anderem das Triemli-Gutachten sowie diverse Berichte
und ein Zeugnis von Dr. D._ (vgl. act. G 4.1.47-2 ff.). Abgesehen davon gab es
bezüglich der Diagnosen keine wesentlichen Differenzen zwischen den verschiedenen
Ärztinnen und Ärzten (vgl. E 3.1). Auch beurteilt das AEH-Gutachten die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Grossen und Ganzen gleich wie das
Triemli-Gutachten; insbesondere erachten beide die angestammte Tätigkeit im Umfang
von 50% mit vermehrten Pausen als zumutbar. Zwar führen die Triemli-Gutachter aus,
aufgrund der Gesamtsituation müssten sie sich der Ansicht von Dr. D._ anschliessen
und festhalten, dass die Wiederaufnahme irgendeiner Arbeit nicht realistisch sei, doch
liegen dieser Einschätzung IV-fremde Faktoren zugrunde, die vorliegend nicht
berücksichtigt werden dürfen (vgl. BGE 107 V 21 E. 2b). So führen die Triemli-
Gutachter in diesem Zusammenhang das Alter, das Körpergewicht, die gekündigte
Stellung sowie die Arbeitsmarktsituation als Gründe an. Gleichzeitig führen sie jedoch
aus, aus rein rheumatologischer Sicht lägen nicht genügend strukturelle
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Veränderungen vor, um eine Tätigkeit gänzlich auszuschliessen, so dass eine Tätigkeit
im Rahmen einer 50%igen Belastung möglich sei (act. G 4.3, Gutachten S. 21 f.). Auch
Dr. D._ attestierte dem Beschwerdeführer im Bericht vom 25. Oktober 2005 keine
vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit, sondern führte aus, ihm seien sitzende Tätigkeiten
in einem reduzierten Umfang zumutbar (act. G 4.1.14-4). Am 30. April 2007 attestierte
er ihm eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.1.71). Diese Einschätzung vermag
jedoch nicht zu überzeugen, wird sie doch einzig in einem Schreiben an den Vertreter
des Beschwerdeführers (auf dessen Anfrage) abgegeben, ohne dass auf neuerliche
Untersuchungen Bezug genommen oder eine (veränderte) Diagnose gestellt würde. Es
ergeben sich daraus keine Anhaltspunkte, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers wesentlich verändert hätte. Somit ist das AEH-Gutachten auch in
diesem Zusammenhang nicht zu beanstanden.
3.4 Weiter macht der Vertreter des Beschwerdeführers geltend, die Auswirkungen der
Hautkrebsproblematik auf die Erwerbsfähigkeit seien nicht genügend berücksichtigt
worden. Die angestammte Tätigkeit, bei welcher der Beschwerdeführer bei jedem
Arbeitsgang mit Kühlmitteln (welche Mineralölanteile enthielten) in Kontakt komme, sei
ihm nicht mehr zumutbar (act. G 1, Ziff. III 7.2).
3.4.1 Diesbezüglich führte Dr. G._ im Bericht vom 12. April 2006 aus, der
Beschwerdeführer stehe bereits seit mehreren Jahren in seiner Behandlung wegen
Hautcarcinomen, von denen ihm bereits Dutzende hätten entfernt werden müssen,
besonders am Kopf und an den Handrücken. Infolge eines schweren Lichtschadens
seit der Jugendzeit träten immer wieder Lichtkrebse bei dem hellhäutigen
Beschwerdeführer auf. Ausserdem bestehe eine atopische Konstitution mit starker
allergischer Rhinokonjunktivitis, und zeitweise hätten Handekzeme im Zusammenhang
mit hautreizenden Kontaktstoffen bestanden. Zurzeit bestünden viele kleine
Praecancerosen (Vorkrebse) auf den Handrücken, welche nicht-chirurgisch therapiert
würden, und erneut Carcinome im Gesicht. Betreffend die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit führte Dr. G._ aus, eine Beschäftigung mit manuellem Kontakt mit
hautirritierenden Stoffen wie Waschmittel und besonders organischen Lösungsmitteln,
Mineralölen u.a.m. sei strikte zu vermeiden. Ebenso sei die Haut vor Sonnen- oder
ultravioletten Strahlen generell zu schützen (act. G 4.1.69-8). Am 6. Dezember 2007
führte er auf Anfrage des Vertreters des Beschwerdeführers in Bezug auf die
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Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz aus, es liege eine Unverträglichkeit der
Hände auf hautreizende Substanzen und speziell auf "Motorex" Schleiföl am
Arbeitsplatz vor. Veranlagungsbedingt und altersmässig sei die Haut auch an den
Händen gegen die Arbeitssubstanzen empfindlicher geworden. Schutzmassnahmen
wie das Auftragen von Schutzcreme seien nicht wirksam. Das Tragen von schützenden
undurchlässigen Handschuhen habe sich nach Versuchen als nicht durchführbar
erwiesen. Der Beschwerdeführer müsse millimetergrosse Teile bearbeiten, wobei der
notwendige Griff mit Handschuhen nicht zuverlässig möglich sei. Ausserdem weichten
die Arbeitssubstanzen die Handschuhe auf. Sofern für ihn keine andere, trockene
Arbeit ohne Schleiföle, organische Lösungsmittel etc. zur Verfügung stehe, müsse er im
jetzigen oder einem ähnlichen Betrieb als 100% arbeitsunfähig bezeichnet werden (act.
G 10.1).
3.4.2 Zwar wird der erste Bericht von Dr. G._ vom 12. April 2006 (sowie ein
Arztzeugnis vom 25. April 2006) im AEH-Gutachten im Rahmen der Krankengeschichte
erwähnt (vgl. act. G 4.1.47-4), doch bleiben die entsprechenden Beschwerden bei der
weiteren Begutachtung ausser Acht. Insbesondere wird die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in erster Linie aus rheumatologischer Sicht beurteilt. Zwar werden
in diesem Zusammenhang auch die Komorbiditäten (Adipositas, metabolisches
Syndrom, Hauterkrankung) erwähnt, doch ist nicht ersichtlich, welche Einschränkungen
hier in welchem Ausmass berücksichtigt wurden. Auch bei der Beurteilung der
Zumutbarkeit der angestammten Tätigkeit bzw. anderer Tätigkeiten finden sich
keinerlei Einschränkungen, welche auf die Hauterkrankung des Beschwerdeführers
zurückzuführen wären. In dieser Hinsicht ist das AEH-Gutachten nicht aussagekräftig
bzw. unvollständig, lässt es doch keine Rückschlüsse auf die dem Beschwerdeführer
effektiv noch zumutbaren Tätigkeiten zu.
Zudem hat es die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang unterlassen,
abzuklären, ob mit der Tätigkeit als CNC-Operator generell auch der manuelle Kontakt
mit hautirritierenden Stoffen verbunden ist oder ob es in diesem Beruf auch "trockene"
Arbeitsplätze gibt, an denen der Beschwerdeführer ohne weiteres tätig sein könnte.
Soweit ein Kontakt mit hautirritierenden Stoffen unumgänglich sein sollte, stellt sich
zudem die Frage, ob die für den Beschwerdeführer daraus resultierenden
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Beeinträchtigungen durch geeignete Schutzmassnahmen behoben werden könnten, so
dass ihm die Ausübung dieser Tätigkeit weiterhin zumutbar wäre.
Die Beschwerdegegnerin wird diese Fragen zu klären haben, beispielsweise durch
Einholung einer arbeitsdermatologischen Begutachtung.
4.
Schliesslich bemängelt der Vertreter des Beschwerdeführers die Bemessung des
Invalideneinkommens und macht geltend, es sei ein Leidensabzug von 25%
vorzunehmen. In diesem Zusammenhang ist vorab anzumerken, dass die
Beschwerdegegnerin für die Berechnung des Invalideneinkommens fälschlicherweise
auf das bisherige Einkommen des Beschwerdeführers an seiner letzten Arbeitsstelle
abgestellt hat. Nachdem der Beschwerdeführer diese Arbeitsstelle definitiv verloren
hat, ist das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln (vgl. BGE 124
V 322 E. 3b/aa, mit Hinweisen).
Die Frage nach dem Invalideneinkommen kann vorliegend nicht geklärt werden, hängt
diese doch mit der Frage zusammen, ob bzw. wie sich die Hauterkrankung des
Beschwerdeführers auf seine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirkt
bzw. ob ihm nach wie vor eine Arbeit als CNC-Operator zugemutet werden kann. Die
Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen daher je nach Ergebnis der zu
tätigenden Abklärungen anhand von Tabellenlöhnen der LSE bezüglich einer Arbeit als
CNC-Operator (zutreffender Wirtschaftszweig, Anforderungsniveau 3) oder einer
Hilfsarbeitertätigkeit (Total aller Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4) zu ermitteln.
Zudem wird sie im Rahmen der neuen Verfügung im Hinblick auf die vom Vertreter des
Beschwerdeführers angerufenen Gründe (Einschränkungen, Pausen, hautirritierende
Stoffe, Schutz vor Sonne und ultravioletten Strahlen, Teilzeitpensum, Alter) auch über
einen allfälligen Leidensabzug zu befinden haben.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen,
die angefochtene Verfügung vom 5. November 2007 aufzuheben und die Sache zur
weiteren Abklärung und neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 600.--
erscheint vorliegend als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt
praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6.2). Die Beschwerdegegnerin hat
deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Dementsprechend ist
der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.--
zurückzuerstatten.
5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung
der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG