Decision ID: 9724861e-fdfc-471f-9d9a-0674e4a809ac
Year: 2000
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_016
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: social_law

A.- Mit Verfügung vom 16. August 1996 sprach die IV-
Stelle Basel-Landschaft Z._ (geb. 1972) für die Zeit
vom 1. Mai 1995 bis 31. Mai 2000 Kontaktlinsen nach ärzt-
licher Verordnung als Hilfsmittel zu. Darauf kam die Ver-
waltung unter Hinweis auf das IV-Rundschreiben Nr. 19 vom
20. März 1996 des Bundesamtes für Sozialversicherung mit
Verfügung vom 23. Januar 1997 zurück und verneinte die
Anspruchsberechtigung ab 1. Februar 1997.
B.- Z._ erhob Beschwerde, welche der Präsident
des Versicherungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft mit
Entscheid vom 7. Dezember 1998 abwies. Mit Urteil vom
21. Oktober 1999 hiess das Eidgenössische Versicherungs-
gericht die hiegegen eingereichte Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde gut und wies die Sache zu neuer Entscheidung in
richtiger Besetzung an die Vorinstanz zurück.
Mit Entscheid vom 22. November 1999 wies das kantonale
Gericht (in Dreierbesetzung) die Beschwerde gegen die Ver-
fügung vom 23. Januar 1997 erneut ab.
C.- Z._ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit
dem sinngemässen Rechtsbegehren, es sei der kantonale
Entscheid aufzuheben und ihm weiterhin Kontaktlinsen zu
Lasten der Invalidenversicherung abzugeben.
Die IV-Stelle beantragt unter Verzicht auf eine Stel-
lungnahme Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das
Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen
lassen.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.- Im angefochtenen Entscheid werden die für die Be-
urteilung des vorliegend streitigen Anspruchs auf Abgabe
von Kontaktlinsen beidseits als Hilfsmittel der Invaliden-
versicherung für die Zeit ab 1. Februar 1997 massgeblichen
Rechtsgrundlagen (Art. 21 Abs. 1 IVG und Ziff. 7.02* HVI
Anhang in der seit 1. März 1996 geltenden Fassung sowie
BGE 124 V 9 ff. Erw. 5b) zutreffend dargelegt. Darauf wird
verwiesen.
Vor Inkrafttreten der Änderung von Ziff. 7.02 * HVI An-
hang erlassene, damit in Widerspruch stehende Verfügungen
sind nach den Regeln über die Anpassung von rechtskräftig
festgelegten Dauerrechtsverhältnissen aufzuheben (BGE 121
V 161 f. Erw. 4a mit Hinweisen; vgl. auch Kieser, Das Ver-
waltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999,
S. 301 f. Rz 618 f.). Von diesem Grundsatz abzuweichen,
besteht vorliegend nach den zutreffenden Ausführungen der
Vorinstanz, auf welche ebenfalls verwiesen wird, kein An-
lass.
2.- Nach Lage der Akten und aufgrund der insoweit un-
widersprochen gebliebenen Feststellungen des kantonalen
Gerichts sind beim Beschwerdeführer bisher (noch) keine
medizinischen Massnahmen im Sinne des Art. 12 IVG zur Kor-
rektur des Keratokonus links und/oder des Astigmatismus
myopicus rechts durchgeführt worden. Damit fehlt es aber
nach Gesetz und Rechtsprechung an einer Anspruchsvoraus-
setzung für die Abgabe der beantragten Kontaktlinsen als
Hilfsmittel. Daran vermögen weder der Hinweis auf die Not-
wendigkeit von Linsen für die berufliche Tätigkeit noch die
Überlegungen zur Wahl der Franchise bei Abgabe im Rahmen
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung etwas zu
ändern. Wenn und soweit schliesslich eine Ungleichbehand-
lung, nach Auffassung des Beschwerdeführers u.a. gegenüber
Versicherten, die Hörgeräte tragen, gegeben sein sollte,
liegt eine solche innerhalb der vom Gesetzgeber eingeräum-
ten Regelungsbefugnis (vgl. BGE a.a.O. und Art. 191 der
Bundesverfassung [BV]).
3.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensicht-
lich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren
nach Art. 36a OG erledigt wird.