Decision ID: 621f2d38-8e53-5e7d-8e8f-6de5f998b750
Year: 2017
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der serbische Staatsangehörige B._ (geb. ... 1961) reiste erstmals im Jahr 1985 als Saisonnier in die Schweiz ein; 1986 folgte ihm seine ebenfalls aus Serbien stammende Ehefrau A._ (geb. ... 1962). Das Paar war hierauf bis im Jahr 1996 als Saisonniers in einem Hotel tätig und kehrte anschliessend ins Heimatland zurück. Am 17. April 1999 reisten sie zusammen mit ihrem Sohn C._ (geb. 1983) illegal in die Schweiz ein. Nachdem sie zunächst aus der Schweiz weggewiesen worden waren, die Anwesenheit dann aber aufgrund der damaligen Kriegswirren im  bis auf weiteres toleriert wurde, erhielten sie im Jahr 2000  aus humanitären Gründen, welche in der Folge jährlich verlängert wurden, zuletzt bis 30. Mai 2014. Am 10. März 2011 verwarnte die damals zuständige Fremdenpolizei B._ wegen erheblicher  und wiederholter Straffälligkeit. Mit Verfügung vom 15. Mai 2013 wurde aus den gleichen Gründen sowohl die Aufenthaltsbewilligung von B._ als auch diejenige der Ehefrau, welche inzwischen ihrerseits Schulden hatte und straffällig geworden war, nur unter Auflagen verlängert; gleichzeitig wurden beide verwarnt und ihnen fremdenpolizeiliche  angedroht für den Fall, dass sie ihre finanziellen  künftig nicht termingerecht wahrnehmen, keinen Nachweis betreffend Schuldensanierung erbringen oder erneut straffällig werden.
Aufgrund weiterer ungünstiger Entwicklungen verweigerte das Amt für  und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), mit Verfügung vom 11. Februar 2015 die Verlängerung der  von A._ und B._ und wies beide unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.
B.
Hiergegen erhoben A._ und B._ am 9./16. März 2015  bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.02.2017, Nr. 100.2016.144U, Seite 3
Diese wies das Rechtsmittel am 7. April 2016 ab und setzte den Eheleuten eine Ausreisefrist bis zum 20. Mai 2016 an. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies sie mangels Bedürftigkeit ab.
C.
Gegen den Entscheid der POM haben A._ und B._ am 9. Mai 2016 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Verlängerung ihrer , eventualiter die Rückweisung der Sache an die . Gleichzeitig haben sie um unentgeltliche Rechtspflege unter  ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht.
Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2016 die Abweisung der Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines Antrags enthalten.
Am 7. September 2016 haben A._ und B._ weitere  eingereicht. Der MIDI hat am 17. Oktober 2016 unter anderem den Anzeigerapport vom 16. September 2016 betreffend angebliche  der Eheleute zu den Akten gegeben.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am  Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.02.2017, Nr. 100.2016.144U, Seite 4
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und  eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder  Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen einschliesslich Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführenden und deren Wegweisung aus der Schweiz.
2.1 Wird in der Schweiz ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit oder ein mehr als dreimonatiger Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit beabsichtigt, so ist dafür eine Bewilligung erforderlich (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AuG). Sie ist befristet und kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 33 Abs. 3 AuG). Demnach besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, die um eine Bewilligung ersuchende Person oder ihre in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine besondere Norm des Bundesrechts (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines  berufen (BGE 133 I 185 E. 2.3). Andernfalls entscheidet die  Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die  oder -verlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). Das AuG unterscheidet demnach zwischen Bewilligungen, auf deren  ein Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und , über welche die Behörde ermessensgeprägt entscheidet (sog. Ermessensbewilligung; BVR 2013 S. 73 E. 2.2, 2010 S. 481 E. 2.1).
2.2 Den Beschwerdeführenden wurde der Aufenthalt in der Schweiz im Jahr 2000 ursprünglich aus «humanitären Gründen» gestattet (vgl. Akten
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MIDI 4B pag. 216 ff. und 280). Bei diesen altrechtlichen Bewilligungen  es sich unbestritten um Ermessensbewilligungen; es steht ausser Frage, dass die Beschwerdeführenden auch heute keinen Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz haben.
3.
3.1 Bei der Frage, ob eine Bewilligung ermessensweise zu verlängern ist, kommt der Bewilligungsbehörde ein grosser Spielraum zu, den sie pflichtgemäss, d.h. im Rahmen von Verfassung und Gesetz nach  Grundsätzen auszufüllen hat. Namentlich sind Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung und die dort angelegten öffentlichen Interessen, das Gebot der rechtsgleichen Behandlung, die Verhältnismässigkeit und das Willkürverbot zu beachten. Als gesetzliche Leitlinie sind die persönlichen Verhältnisse, der Grad der Integration und das bisherige Verhalten der ausländischen Person zu berücksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG; BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.1, 2010 S. 481 E. 6.1).
3.2 Die Bewilligungsbehörde hat die Verlängerung der  der Beschwerdeführenden ursprünglich mit Hinweis auf das Vorliegen der Widerrufsgründe nach Art. 62 Bst. c und d AuG verweigert (Gefährdung oder Verletzung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; Nichteinhaltung einer mit der Verfügung verbundenen Bedingung; heute: Art. 62 Abs. 1 Bst. c und d AuG). Wie die POM zutreffend klargestellt hat (angefochtener Entscheid E. 3a), ist in der vorliegenden Konstellation () das Vorliegen eines Widerrufsgrunds indes nicht : Aus Art. 33 Abs. 3 AuG, wonach die Aufenthaltsbewilligung  werden kann, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG , lässt sich nicht schliessen, die Verweigerung einer  Bewilligungsverlängerung setze zwingend das Vorliegen eines  voraus. Vielmehr kann die Nichtverlängerung auch dann  sein, wenn kein Widerrufsgrund ersichtlich oder diskutabel ist, ob ein solcher vorliegt. Denn die Verweigerung der Ermessensbewilligung misst sich nach weniger strengen Anforderungen als bei der  und die Behörde kann auch aus anderen Gründen von einer ermes-
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sensweisen Bewilligungsverlängerung absehen (BVR 2013 S. 73 E. 3.3). Anders als die Beschwerdeführenden möglicherweise meinen (vgl.  S. 4 und 6), müssen demnach namentlich die im Zusammenhang mit dem Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 Bst. c AuG geltenden  Anforderungen nicht erfüllt sein. Es kann deshalb mit der POM  bleiben, ob die genannten Widerrufsgründe gegeben sind.
3.3 Unabhängig davon, ob die Behörde die ermessensweise  wegen eines Widerrufsgrunds oder aus anderen  verweigert, hat sie ihr Ermessen pflichtgemäss im Sinn von Art. 96 AuG auszuüben und muss sich die Bewilligungsverweigerung  als verhältnismässig erweisen (vorne E. 3.1). Das Verwaltungsgericht beschränkt sich im Beschwerdefall nebst der Sachverhaltskontrolle auf die bei Ermessensentscheiden massgebliche Rechtskontrolle (vgl. vorne E. 1.2): Es überprüft die Ermessensausübung und die damit verbundene Interessenabwägung vorab unter methodischen Gesichtspunkten, d.h. es überprüft, ob die Vorinstanz die allgemeinen Rechtsprinzipien zur  missachtet oder gegen materielle oder formelle  verstossen hat. Dabei ist es namentlich aufgrund der grösseren  in erster Linie an der beschwerdeführenden Person, im Einzelnen darzutun, inwiefern der angefochtene Entscheid ihrem konkreten Einzelfall in rechtsfehlerhafter Weise ungenügend Rechnung trägt (BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3).
3.4 Zur Praxis der bernischen Behörden bei Ermessensbewilligungen ist schliesslich festzuhalten, dass diese in erster Linie das Vermeiden schwerwiegender persönlicher Härtefälle bezweckt (BVR 2013 S. 73 E. 3.4 mit Hinweisen). Wegleitend ist Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG, wonach von den Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden kann, um  persönlichen Härtefällen oder wichtigen öffentlichen Interessen  zu tragen. Bei der Beurteilung sind insbesondere die Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die  Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der  und die Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berücksichtigen (Art. 31 Abs. 1 Bst. a-g der Verordnung
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vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Ein Härtefall im Sinn der Rechtsprechung liegt vor, wenn sich die betreffende ausländische Person in einer persönlichen  befindet bzw. ihre Lebens- und Existenzbedingungen, gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen in einer  Situation, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind und die Verweigerung einer Ausnahme für sie schwere Nachteile zur Folge hätte. Die Ausländerbehörden dürfen diese Voraussetzungen zur Anerkennung eines Härtefalls in Anbetracht des öffentlichen Interesses an einer  Einwanderungspolitik streng handhaben. Insbesondere begründen eine langdauernde Anwesenheit und eine gute Integration sowie klagloses Verhalten für sich allein keinen persönlichen Härtefall (BVR 2016 S. 369 E. 3.3, 2013 S. 73 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 137 II 1 E. 4.1, 130 II 39 E. 3 [Pra 93/2004 Nr. 140]).
4.
4.1 Die POM begründet ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass aufgrund der hohen Verschuldung und der erheblichen Straffälligkeit der Beschwerdeführenden die öffentlichen Interessen an der  die gegenläufigen privaten Interessen überwiegen würden. Angesichts der seit vielen Jahren schlechten finanziellen Situation mit  negativer Tendenz und der Konkurseröffnung im Jahr 2012 werde deutlich, dass sie ihre finanzielle Situation bis heute nicht im Griff hätten; den Nachweis eines Konzepts zur Schuldensanierung oder allgemein des Willens zum Schuldenabbau hätten sie bislang nicht erbracht. Angesichts der wiederholten Straffälligkeit in einschlägigen Bereichen, von der sie auch die ausländerrechtlichen Verwarnungen nicht abgehalten hätten, sei zudem das Risiko erneuter Straffälligkeit klarerweise nicht von der Hand zu weisen. Trotz der langen Aufenthaltsdauer hätten sie sich hier weder  noch sozial integrieren können. Demgegenüber seien sie mit ihrem Heimatland, wo sie die gesamte Kindheit verbracht und bis ins  gelebt haben, nach wie vor eng vertraut; eine Rückkehr erscheine daher insgesamt möglich und zumutbar.
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4.2 Mit der POM (E. 5b) ist zunächst festzuhalten, dass die  erheblich verschuldet sind. Gemäss der unbestrittenen  der Vorinstanz, welche nur tatsächlich offene Betreibungen enthält (E. 4b), ist der Beschwerdeführer per Frühjahr 2015 bei zwei  Betreibungsämtern mit insgesamt 102 Betreibungen und 83 offenen Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 218'257.-- und Fr. 181'013.-- ; für die Beschwerdeführerin sind total 17 Betreibungen und 18 offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 31'821.-- und Fr. 26'966.-- aktenkundig (vgl. auch Beilagen 11 f., 16.1, 18.1 zur Beschwerde vom 16.3.2015). Die Verschuldung hat dabei in den letzten Jahren laufend zugenommen, dies auch nach der Eröffnung des Konkurses im Sommer 2012, welcher  Aktiven in der Folge wieder eingestellt wurde. Insbesondere konnten auch die am 10. März 2011 und 15. Mai 2013 ausgesprochenen  Verwarnungen, welche ausdrücklich (auch) auf die  Bezug genommen haben (vgl. Akten MIDI 4B pag. 113 und 34 ff.), die Beschwerdeführenden nicht dazu bewegen, für ihren  ohne weitere Verschuldung zu sorgen (vgl. auch insoweit die  Auflistung der POM in E. 4b; Akten MIDI 4B pag. 61 f., 100 f., 260 ff., 264, 273 f. sowie 4C pag. 128 ff., 173 ff., 185 f., 333 f., 345 f. und 348 ff.). Die Beschwerdeführenden können nichts für sich daraus ableiten, dass sie nicht schon früher verwarnt worden sind. Die Behörde verhielt sich auch nicht treuwidrig, indem sie verlangt habe, dass die finanzielle  innert «unverhältnismässig kurzem Zeitraum» (vollständig) saniert werde (vgl. Beschwerde S. 5). Eine weitere Bewilligungserteilung wurde insoweit bloss an die Bedingung geknüpft, dass sie künftig sämtliche  Verpflichtungen termingerecht wahrnehmen und sich nachweislich um einen Schuldenabbau bemühen. Es sind zudem überhaupt erst im Sinn einer milderen Massnahme Verwarnungen erfolgt. Bei dieser  durfte die POM ohne weiteres schliessen, dass die  ihre finanzielle Situation bis heute nicht im Griff haben. Angesichts der laufend angestiegenen Verschuldung kann mit der Vorinstanz zudem von einem nennenswerten Schuldenabbau nicht die Rede sein. Aktuell wurde zwar am 29. Juni 2015 gegen die Beschwerdeführerin für die Dauer eines Jahres betreibungsamtlich eine Lohnpfändung verfügt (Beilage 32 zur Beschwerde vom 16.3.2015). Wie bereits vor der Vorinstanz stehen aber darüber hinaus keine (freiwilligen) Bemühungen zum Schuldenabbau
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zur Diskussion; die zeitlich befristete Schuldenrückzahlung im Umfang von maximal gut Fr. 1'000.-- pro Monat fällt damit insgesamt nicht ins Gewicht (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 9). Eine massgebliche Schuldenreduktion ist auch für die Zukunft nicht zu erwarten, dies umso weniger, als der  seit April 2016 erneut arbeitslos ist und hinsichtlich der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit im Raum steht (vgl. hinten E. 4.4 und 4.6). Auch wenn eine Schuldenrückzahlung vom Ausland her von vornherein ausser Betracht fallen dürfte, hilft daher der Hinweis auf die Interessen der (aktuellen) Gläubigerinnen und Gläubiger ebenfalls nicht weiter. Im Übrigen wurden die Beschwerdeführenden am 11. März 2015 wegen mehrfachen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs  verurteilt (vgl. E. 4.3 hiernach); die Gläubigerinteressen waren ihnen insoweit offensichtlich gleichgültig. Den Beschwerdeführenden kann unter den gegebenen Umständen nicht positiv angerechnet werden, dass sie keine Sozialhilfe bezogen haben (vgl. Beschwerde S. 4).
4.3 Die POM führt zudem zutreffend ins Feld, dass die  auch erheblich straffällig geworden sind (E. 4c und 5b). Für den Beschwerdeführer sind für die Jahre 2002 bis 2012 insgesamt 32  insbesondere wegen Strassenverkehrsdelikten aktenkundig,  eine grobe Verkehrsregelverletzung, welche zu zahlreichen Bussen in der Höhe von Fr. 40.-- bis Fr. 840.--, zwei Geldstrafen von fünf und 30 Tagessätzen sowie drei Haft- bzw. Gefängnisstrafen von bis zu 14 Tagen geführt haben (vgl. Akten MIDI 4C pag. 112 ff. und 356 f.); die Beschwerdeführerin wurde ihrerseits in den Jahren 2009 und 2012 unter anderem wegen eines Strassenverkehrsdelikts zu Bussen von Fr. 100.-- und Fr. 200.-- sowie einer Geldstrafe von fünf Tagessätzen verurteilt (vgl. Akten MIDI 4B pag. 43, 92 und 146). Am 3. September 2013 und 6. Januar 2014 wurde der Beschwerdeführer sodann unter anderem erneut wegen Strassenverkehrsdelikten, darunter wiederum eine grobe , zu Geldstrafen von 35 und 80 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt (vgl. Akten MIDI 4C pag. 357). Schliesslich wurden am 11. März 2015 beide Eheleute zusammen des mehrfach begangenen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs schuldig gesprochen, woraus für den Beschwerdeführer, welcher zusätzlich unter anderem  Urkundenfälschung verurteilt wurde, eine Geldstrafe von 150 Tages-
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sätzen à Fr. 30.-- und für die Beschwerdeführerin eine solche von 60 Tagessätzen à Fr. 60.-- resultierte (vgl. Beilagen 8 und 10 zur  vom 16.3.2015). Während hängigem Verfahren vor dem  wurde das Ehepaar ausserdem wegen Diebstahls und Sachbeschädigung angezeigt (vgl. Anzeigerapport vom 16.9.2016 bei act. 8A). Insbesondere der Beschwerdeführer, welcher schon fast  delinquiert hat, jedoch auch die Beschwerdeführerin haben damit wiederholt gegen die Rechtsordnung verstossen; auch wenn das Strafmass für einzelne Verstösse eher geringfügig ist, ist die Delinquenz der beiden nicht mehr nur im Bagatellbereich anzusiedeln. Entgegen ihrer Auffassung (vgl. Beschwerde S. 8) sind dabei insbesondere die groben Verkehrsregelverletzungen des Beschwerdeführers sowie die von den Eheleuten gemeinsam begangenen Betrugsdelikte durchaus geeignet, Rechtsgüter Dritter zu verletzen, darunter Leib und Leben, das wertvollste Rechtsgut überhaupt. Dass der Beschwerdeführer im Jahr 2013 auf die fremdenpolizeilichen Verwarnungen hin deutlich weniger häufig und die Beschwerdeführerin gar nicht mehr wegen Strassenverkehrsdelikten  worden sein soll (vgl. Beschwerde S. 5 f. und 8), entlastet sie nicht; gegenteils fällt negativ ins Gewicht, dass jedenfalls der Beschwerdeführer auch unter dem Druck der drohenden ausländerrechtlichen  weitere Straftaten begangen hat. Dies umso mehr, als gerade die ab 2013 ergangenen Verurteilungen zu den bislang höchsten  von 35, 80 und 150 Tagessätzen geführt haben und der  insofern die Schwere seines deliktischen Verhalten zumindest seit der ersten Verwarnung im Jahr 2011 sogar noch gesteigert hat. Bei dieser Sachlage wiegt nicht nur das den Straftaten zugrunde liegende  insgesamt schwer; die POM durfte auch ohne weiteres auf ein nicht hinzunehmendes Risiko weiterer Straftaten schliessen. – Insgesamt ist es somit nicht rechtsfehlerhaft, wenn die POM aufgrund der erheblichen, stetig angestiegenen Verschuldung sowie der Mehrfachdelinquenz der  von einem gewichtigen öffentlichen Interesse an der Entfernungsmassnahme ausgegangen ist.
4.4 Bei der Würdigung der privaten Interessen hat die Vorinstanz den 1985 bzw. 1986 erstmals als Saisonniers in die Schweiz eingereisten und seit 1999 dauerhaft hier anwesenden Beschwerdeführenden zu Recht eine
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vergleichsweise lange Aufenthaltsdauer zu Gute gehalten (vgl. etwa Akten MIDI 4B pag. 231 f.). Sie musste deshalb aber entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden (vgl. Beschwerde S. 9) nicht bereits auf ein  privates Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz , sondern durfte die Aufenthaltsdauer insbesondere mit Bezug auf die Integrationswirkung würdigen (vgl. allgemein BVR 2013 S. 73 E. 5.4, 2011 S. 193 E. 6.2.2). Die Vorinstanz hat überzeugend dargelegt, dass sich die Beschwerdeführenden weder in beruflicher noch in sozialer Hinsicht  haben (E. 5c): Ursprünglich als Saisonniers eingereist, waren sie in der Schweiz regelmässig als Servicemitarbeitende, Zimmermädchen und Reinigungskraft bzw. Chef de rang in verschiedenen Hotels und  tätig, dies sowohl in unbefristeten und befristeten Arbeitsverhältnissen sowie zu Voll- und Teilzeitpensen (vgl. nebst den unbestrittenen  der POM etwa Akten MIDI 4B pag. 1-12, 15 f., 143, 154 f., 157, 159 ff., 177, 197 f., 200, 208, 235 f. und 242 f.). Sie übernahmen zudem vorübergehend unter anderem die Pacht eines Restaurants, welches  mangels Betriebsbewilligung geschlossen wurde (vgl. Akten MIDI 4B pag. 29 f. und 277 f.; Beilage 6 zur Beschwerde vom 16.3.2015).  waren die Beschwerdeführenden immer wieder auch . Seit April 2016 ist der Beschwerdeführer nach einer erst im Juni 2015 aufgenommenen Teilzeitanstellung als Kellner (50 %) erneut arbeitslos (vgl. Beschwerde S. 11; Beilage 26 zu Beschwerde vom 16.3.2015); die Beschwerdeführerin, deren letztes Arbeitsverhältnis als Reinigungskraft bzw. Allrounderin in einem Restaurant (100 %) offenbar seit 28. Dezember 2015 ebenfalls gekündigt ist, bezog ab Januar 2016 ein Krankentaggeld und hat sich im Mai 2016 für eine Rente der Invalidenversicherung (IV) angemeldet (vgl. BB 13 S. 6; hinten E. 4.6). Die Beschwerdeführenden sind zudem wie dargelegt massiv verschuldet (vgl. vorne E. 4.2). Auch wenn sie keine Sozialhilfe bezogen haben (vgl. Beschwerde S. 9), kann unter diesen Umständen von einer gelungenen beruflich-wirtschaftlichen Integration keine Rede sein. Es ist sodann weder geltend gemacht noch ersichtlich, dass die Beschwerdeführenden hier vertiefte soziale Kontakte pflegen . Schliesslich ist eine erfolgreiche Integration auch angesichts der  Strafffälligkeit der Beschwerdeführenden zu verneinen, ist doch die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein zentraler Aspekt  Integration (vgl. Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die
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Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Es sprechen damit höchstens die angeblich guten Deutschkenntnisse für eine gewisse Integration; solche dürfen angesichts des mehrjährigen  mit der Vorinstanz aber ohne weiteres erwartet werden. Insgesamt ist damit nicht zu beanstanden, wenn die POM eine erfolgreiche Integration der Beschwerdeführenden in die hiesigen Verhältnisse verneint hat, welche für einen Verbleib in der Schweiz sprechen könnte.
4.5 Mit Blick auf die Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Serbien hat die POM zutreffend erwogen, dass diese bis ins Erwachsenenalter im Heimatland gelebt haben (vgl. E. 5c); dort sind sie aufgewachsen und  sie sozialisiert. Mit der Vorinstanz ist bei dieser Sachlage ohne  davon ausgehen, dass sie mit ihrem Heimatland in kultureller und sprachlicher Hinsicht nach wie vor verbunden sind, selbst wenn sich dieses nach Beendigung des Krieges während ihrer Abwesenheit verändert haben dürfte (vgl. Beschwerde S. 9). Der Kontakt zum Heimatland ist nicht ; nach eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer im Jahr 2013 kurzfristig für ein paar Tage seine in Serbien lebende Mutter besucht, weil diese krank war (vgl. Akten MIDI 4B pag. 30). An diesen familiären Kontakt können die Beschwerdeführenden soweit ersichtlich heute nach wie vor anknüpfen (vgl. auch Beschwerde vom 16.3.2015 S. 3). In Serbien leben ausserdem der gemeinsame Sohn des Ehepaars, welcher im November 2014 aus der Schweiz ausgeschafft worden war, seine Familie sowie  weitere Verwandte (vgl. unbestrittene Ausführungen in  MIDI vom 1.4.2015 S. 3; Akten MIDI 4B pag. 220). Es  somit auch eine enge familiäre Verbundenheit mit Serbien.  ist mit der POM anzunehmen, dass die Beschwerdeführenden  in der Lage sind, in ihrer Heimat einer Erwerbstätigkeit ; ihre hier gesammelten Erfahrungen im Gastgewerbe sowie die Sprachkenntnisse dürften ihnen die berufliche Reintegration erleichtern. Hieran vermag der Hinweis auf ihr Alter (sie stehen nach schweizerischem Recht immerhin noch rund zehn Jahre vor der Pensionierung) ebenso  zu ändern wie die vor Verwaltungsgericht erstmals geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin. Wie zu zeigen ist (vgl. E. 4.6 hiernach), kann nicht von einer längerfristigen  ausgegangen werden; zudem steht jedenfalls die Arbeitsfähigkeit des
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Ehemanns ausser Frage und ist grundsätzlich auch die finanzielle  durch den in der Heimat lebenden Sohn denkbar. Wohl trifft zu, dass die Lebensbedingungen in Serbien schwieriger sind als in der Schweiz. Die POM sah darin jedoch zu Recht keine spezifischen , welche eine Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen, zumal hiervon nicht allein die Beschwerdeführenden, sondern alle dort lebenden Landsleute betroffen sind (vorne E. 3.4; ferner für Anspruchsbewilligungen statt vieler BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014 E. 2.6; VGE 2014/339 vom 23.3.2015 E. 4.4.1 [bestätigt durch BGer 2C_338/2015 und 2D_22/2015 vom 12.5.2015). Insgesamt ist somit auch nicht rechtsfehlerhaft, wenn die POM eine Reintegration in der Heimat insgesamt als möglich und zumutbar erachtet hat.
4.6 Unbehilflich ist schliesslich das Vorbringen, die Beschwerdeführerin sei auf medizinische Behandlung in der Schweiz angewiesen (vgl.  S. 10): Die Beschwerdeführerin erhielt von Januar bis April 2016 anstelle des Monatsgehalts ein Krankentaggeld; für die Zeit von 22. April bis 9. Mai und von 1. Juni bis 31. Juli 2016 liegt eine ärztliche Bestätigung ihrer Arbeitsunfähigkeit vor (BB 4, 9, 12 und 16 f.). Aktenkundig ist sodann die im Mai 2016 über die Krankentaggeldversicherung erfolgte Anmeldung der Beschwerdeführerin für eine IV-Rente, in welcher als gesundheitliche Beeinträchtigung Fibromyalgie, Rücken-, Bauch-, Fuss- und  sowie Kopfschmerzen angegeben werden (vgl. BB 13 [S. 6] und auch 20 f.). Die Beschwerdeführenden stellen sich insoweit auf den , die Beschwerdeführerin müsse in jedem Fall an einer «» Erkrankung leiden; eine definitive medizinische Diagnose habe aber bislang nicht gestellt werden können. Belege, insbesondere detaillierte Arztberichte, haben sie im Verlauf des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens nicht eingereicht. Bei dieser Ausgangslage kann die geltend gemachte schwere Erkrankung nicht als erstellt gelten. Es wäre im Rahmen der den Beschwerdeführenden obliegenden Mitwirkungspflicht an ihnen selbst, den diesbezüglich relevanten Sachverhalt konkret darzutun und sachdienlich zu belegen (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AuG und dazu etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BGer 2C_1033/2014 vom 29.4.2015 E. 2.3; BVR 2015 S. 391 E. 5.5, 2010 S. 541 E. 4.2.3). Im Übrigen bietet das  Gesundheitssystem landesweit die Möglichkeit einer Basisversor-
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gung, wobei die Krankenversicherungskosten unter Umständen vom Staat getragen werden (vgl. International Organisation for Migration [IOM], Country Fact Sheet Serbien, April 2016, und Länderinformationsblatt , August 2014, einsehbar unter <www.bamf.de>, Rubriken «/ZIRF-Datenbank/Länder-information/Serbien» S. 1 f.). Die  selber weisen denn auch lediglich darauf hin, dass das serbische Gesundheitssystem nicht mit dem schweizerischen vergleichbar sei. Auch in diesem Licht kann von einer medizinischen Notlage, welche der Wegweisung allenfalls entgegenstehen könnte, nicht die Rede sein, zumal hierfür notwendige Behandlungsmöglichkeiten gänzlich fehlen müssten, so dass die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands führen würde (vgl. BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.3.2).
4.7 Andere Gründe, welche die Entfernungsmassnahme im Sinn der bei Ermessensentscheiden massgeblichen Härtefallpraxis als  erscheinen lassen könnten, sind weder dargetan noch ersichtlich; namentlich haben die Beschwerdeführenden hier keine familiären . Insgesamt hat die POM alle massgebenden Umstände und  berücksichtigt, diese zutreffend gewichtet und bei ihrer Würdigung gegen keine Rechtsprinzipien verstossen. Ihre Interessensabwägung hält demnach der Rechtskontrolle stand. Folglich erübrigt sich auch die  verlangte Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz (vgl. vorne Bst. C). Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist . Da die von der POM angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue anzusetzen.
5.
Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden  an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz haben sie nicht (Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Sie haben aber um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche  ersucht.
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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.02.2017, Nr. 100.2016.144U, Seite 15
5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19.  2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb  können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; BGE 142 III 138 E. 5.1, je mit Hinweisen).
5.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im  Entscheid die massgebliche Praxis zutreffend wiedergegeben und ausführlich begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Massnahme rechtmässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen  im oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt werden (vgl. BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführenden rügen – ähnlich wie bereits vor der Vorinstanz – im Wesentlichen die rechtsfehlerhafte Gewichtung und Abwägung der für und gegen die  sprechenden Interessen. Sie führen dabei einzig die ab Januar 2016 aufgetretenen gesundheitlichen Beschwerden und die damit  Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin neu ins Feld, ohne aber nur ansatzweise darzutun, weshalb damit eine medizinische Notlage  soll, welche den Verbleib in der Schweiz erfordern würde. Die umfassende Würdigung der POM im Rahmen der Ermessensüberprüfung wird damit von vornherein nicht in Frage gestellt. Bei dieser Sachlage kann nicht gesagt werden, dass sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren die Gewinn- und Verlustaussichten
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.02.2017, Nr. 100.2016.144U, Seite 16
ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren als diese. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.
5.3 Da über das Gesuch erst im Rahmen des Sachentscheids befunden wird und die Beschwerdeführenden keine Gelegenheit hatten, die  nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit  zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der  Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9).