Decision ID: e9936e68-ff7d-56bb-9b03-881f13dbb6a5
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl,
Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A._ (nachfolgend: der Versicherte) meldete sich am 18. Mai 2005 wegen Rücken-
und Muskelschmerzen, bestehend seit Oktober 2004, erstmals zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung (nachfolgend: IV) an (IV-act. 1). Vom 15. August
bis 3. September 2005 hielt sich der Versicherte in der Rehaklinik Walenstadtberg auf
(IV-act. 25). Gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 31. Mai 2006 von Dr. med.
B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Akupunktur TCM, wurde eine
adaptierte Tätigkeit zu 80% als zumutbar erachtet (IV-act. 40). Mit Vorbescheid vom
15. Februar 2007 und mit Verfügung vom 29. März 2007 wurde das Rentenbegehren
bei einem Invaliditätsgrad von 20% abgewiesen (IV-act. 51f.).
B.
B.a Seit Oktober 2008 war der Versicherte bei der C._ AG zu 40% angestellt (IV-
act. 78-1). Mit Gesuch vom 27. November 2009 (Eingang: 30. November 2009) liess er
durch die Unia Ostschweiz-Graubünden, Sektion St. Gallen-Appenzell, eine Revision
beantragen (IV-act. 64).
B.b Am 17. März 2009 (IV-act. 66-14/32f., 104-25/46f.), 28. Mai 2009 (IV-
act. 66-20/32f., 104-19/46f.) und am 31. August 2009 (IV-act. 66-12/32f., 104-11/46f.)
war der Versicherte an einer lumbalen Diskushernie L5/S1 operiert worden.
B.c Am 5. März 2011 wurde am Institut für forensisch-psychologische Begutachtung
in St. Gallen ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten durch Dr. med. D._,
Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. med. E._, Facharzt FMH
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erstellt.
Darin wurde der Gesundheitszustand des Versicherten aufgrund bevorstehender
medizinischer Massnahmen als instabil beurteilt (IV-act. 91).
B.d Am 11. April 2011 wurde erneut eine Bandscheibenoperation durchgeführt
(Isthmotomie L4 links; IV-act. 100, 102-6f., 102-12/18, 104-4/46).
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B.e Am 7. März 2012 wurde ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten von Dr. med.
F._, Spezialarzt Orthopädie FMH, und Dr. med. G._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie, erstellt (IV-act. 108).
B.f Mit Vorbescheid vom 3. August 2012 wurde dem Versicherten die Abweisung des
Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt (IV-act. 114).
B.g Der dagegen erhobene Einwand vom 21. August 2012 (IV-act. 115) mit
Begründung vom 20. September 2012 (IV-act. 117) wurde mit Verfügung vom
13. November 2012, worin die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 35% ermittelte,
abgewiesen (IV-act. 121; act. G 1.1/1).
C.
C.a Am 14. Dezember 2012 liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt
Gemperli, St. Gallen, beantragen, die Verfügung vom 13. November 2012 sei
aufzuheben und ihm sei eine Rente zuzusprechen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (act. G 1). Bei der Vergabe des Gutachtens an die Dres. F._
und G._ seien die formellen Grundsätze, welche das Bundesgericht in BGE 137 V
210 aufgestellt habe, nicht eingehalten worden. Das Gutachten F._/G._ sei nicht
verwertbar. Der medizinische Sachverhalt sei nicht genügend geklärt. Dem
Beschwerdeführer sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 25% zu gewähren.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2013 schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Nach altem Verfahrensstandard eingeholte
Gutachten verlören ihren Beweiswert nicht, wenn im Rahmen einer gesamthaften
Prüfung des Einzelfalls das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen
Beweisgrundlagen im angefochtenen Entscheid vor Bundesrecht standhalte. Der
Dysthymie komme keine invalidisierende Wirkung zu. Der Beschwerdeführer könne mit
einer zumutbaren Willensanstrengung die Überzeugung, krank und arbeitsunfähig zu
sein, überwinden. Die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer nicht therapieren
lasse, deute darauf hin, dass sein Leidensdruck nicht allzu gross sein könne. Dasselbe
gelte für den Umstand, dass er keine Medikamente einnehme. Es sei einzig eine
Einschränkung aus somatischer Sicht mit einer Leistungseinbusse von 10% zu
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berücksichtigen. Vorliegend könne höchstens ein leidensbedingter Abzug von 10%
zugebilligt werden, da der Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten ausführen
könne.
C.c Mit Replik vom 15. Mai 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinem bisherigen
Standpunkt fest (act. G 10).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 12).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitgegenstand ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) und kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 des IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente. Die Stufe der zu gewährenden Rente (ganze, Dreiviertels-,
halbe oder Viertelsrente) wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit
bestehenden Arbeitsunfähigkeit und nach Massgabe der nach zurückgelegter
Wartezeit verbleibenden Erwerbsunfähigkeit bestimmt. Eine ganze Rente kann nur
dann zugesprochen werden, wenn die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit für das
abgelaufene Jahr wenigsten 70% betragen hat und weiterhin eine Erwerbsunfähigkeit
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von mindestens gleichem Ausmass besteht (Kreisschreiben über Invalidität und
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], 1. Januar 2012, Rz 4001 f. mit
Hinweisen).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Nach dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswerts eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung
der gestellten Fragen umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen
Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung
mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass
die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann (vgl. BGE 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c, je mit Hinweisen).
2.
2.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die vorliegende medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Die
Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Bemessung des Invaliditätsgrads auf das
orthopädisch-psychiatrische Gutachten vom 7. März 2012 der Dres. F._/G._.
2.2
2.2.1 Der Beschwerdeführer lässt vorab formelle Mängel am Gutachten der Dres.
F._/G._ geltend machen, indem er vorbringt, die Vergabe hätte nach dem
Zufallsprinzip erfolgen müssen und die Beschwerdegegnerin sei verpflichtet gewesen,
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ihm seine Verfahrens-, Gehörs- und Partizipationsrechte gemäss geänderter
Bundesgerichtspraxis zu gewähren.
2.2.2 Gemäss dem am 28. Juni 2011 ergangenen BGE 137 V 210 erscheint eine
Auftragserteilung nach Zufallsprinzip lediglich für polydisziplinäre Begutachtungen
sinnvoll. Bei mono- und bidisziplinären Gutachten ist weiterhin die flexible direkte
Auftragserteilung an praktizierende Ärzte, Kliniken, etc. vorgesehen (E. 3.1.1; zum
Beweiswert der nach altem Verfahrensstandard eingeholten mono- bzw. bidisziplinären
Gutachten vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2014, 9C_90/2014, E. 3.3).
Allerdings wird in der aktuellen Rechtsprechung auch hier eine konsensorientierte
Vorgehensweise gefordert und der versicherten Person stehen alle zulässigen
Einwendungen – gegen eine Begutachtung an sich, aber auch gegen Art oder Umfang
der Begutachtung sowie personenbezogene Einwendungen – offen (BGE 139 V 349
E. 5.2.2.3).
2.2.3 Nach Erstellung des Gutachtens vom 5. März 2011 bei den Dres.
D._/E._ erachteten diese aufgrund des instabilen Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers eine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit erst nach einer
Rekonvaleszensdauer von sechs Monaten als möglich bzw. sinnvoll (IV-act. 98). Vom
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) war ursprünglich eine Nachbegutachtung bei den
Dres. D._/E._ vorgesehen. Da diese Gutachter offenbar nicht zur Verfügung
standen, erfolgte die Zuteilung an die nächste freie Gutachterstelle Dr. F._ (IV-
act. 105). Mit Schreiben vom 23. Februar 2012 eröffnete die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer die Möglichkeit, sich innert zehn Tagen zu den Gutachterfragen zu
äussern und allfällige Ergänzungsfragen vorzuschlagen (IV-act. 106). Dieselbe Frist
bestand für allfällige gesetzliche Ausstands- und Ablehnungsgründe gegenüber der
begutachtenden Person. Zwar wurde in diesem Schreiben lediglich Dr. F._ erwähnt,
doch machte der Beschwerdeführer innert der gesetzten Frist keine konkreten
Ausstands- und Ablehnungsgründe gegen den psychiatrischen Gutachter Dr. G._
geltend.
2.2.4 Daher sind die formellen Rügen unbegründet und eine Verletzung der
Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers ist vorliegend zu verneinen.
2.3
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2.3.1 Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, die Anamnese im psychiatrischen
Teilgutachten G._ sei im Vergleich zu derjenigen von Dr. D._ zu oberflächlich und
zu kurz ausgefallen. Es sei unverständlich, dass sich die zumutbare Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers verbessern solle, obwohl sich der Gesundheitszustand seit
März 2011 ja offensichtlich verschlechtert habe. Eine Verbesserung durch eine allfällige
Behandlung sei lediglich eine Vermutung. Mit dieser Prognose habe Dr. G._
zumindest einen stabilen Gesundheitszustand angezweifelt. Am orthopädischen
Gutachten von Dr. F._ lässt er bemängeln, dass dieser lediglich einen Bruchteil der
fallrelevanten Arztberichte aus den Vorakten aufgeführt habe, weshalb sich erheblicher
Zweifel zur hinreichenden Auswertung der Vorakten aufdränge. Dr. F._ begründe
nicht, weshalb die in den Jahren 2005 bis 2011 gestellte Diagnose eines
lumbospondylogenen oder –radikulären Syndroms nun nicht mehr vorliege. Die
Abweichung von der Beurteilung Dr. E._s werde nicht erklärt und es sei unklar,
weshalb die Narbenbildung und nicht (zusätzlich) die ursprüngliche Pathologie als
Ursache für die Schmerzen erachtet würden. Dr. F._ habe den Gesundheitszustand
damit unvollständig festgestellt.
2.3.2 Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden im
orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 7. März 2012 ein entzündlich aktiviertes
Narbengewebe L4/5 foraminal und recessal mit aktivierter Synovialis des linken
Intervertebralgelenks und mässiges Narbengewebe L5/S1 links foraminal und recessal
mit wahrscheinlicher Irritation der Nervenwurzeln L4 und L5 und eventuell auch S1 links
bei Status nach mikrotechnischer Fenestration L5/S1 links und Sequestrektomie März
2009, erweiterter interlaminärer Fenestration L5/S1 links mit Sequestrektomie,
Nukleotomie und Recessostomie Mai 2009 sowie Isthmotomie L4 links April 2011, eine
Präadipositas, eine chronische depressive Verstimmung (Dysthymie) bei Zustand nach
Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion (bestehend seit etwa 2006)
sowie eine rezidivierende mittelgradige depressive Störung auf Grundlage der
chronischen depressiven Verstimmung (Dysthymie; bestehend seit etwa Januar 2012)
festgestellt. In der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsangestellter in einer Putzfirma sei
der Beschwerdeführer seit November 2011 bei voller Stundenpräsenz zu 30%
arbeitsfähig, nachdem Tätigkeiten mit häufiger inklinierter und reklinierter
Körperhaltung sowie Heben und Tragen von Lasten über 5 kg nicht mehr
vollumfänglich möglich seien. Im Rahmen der postoperativen Rehabilitation sei der
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Beschwerdeführer von März 2009 bis Februar 2010 sowie von Dezember 2010 bis
Oktober 2011 in der angestammten, wie auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit voll
arbeitsunfähig gewesen. Von März bis November 2010 und November bis Dezember
2011 sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80% anzunehmen. Seit
Januar 2012 bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit zu 70%, primär
aufgrund der Dysthymie überlagert mit teilweise mittelgradigen depressiven
Verstimmungen. Unter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung mit
antidepressiver Medikation sei dieser Arbeitsfähigkeitsgrad innerhalb eines Jahres
steigerbar auf 80%.
2.3.3 Bei der Arbeitsfähigkeitseinschätzung für den Zeitraum vor ihrer
Begutachtung stellten die Dres. F._/G._ – insbesondere hinsichtlich der psychisch
bedingten Arbeitsunfähigkeit – auf das Gutachten der Dres. D._/E._ ab. Im
orthopädisch-psychiatrischem Gutachten vom 5. März 2011 (IV-act. 91; act. G 1.1/2)
wurde mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein lumboradikuläres Syndrom L5/S1 links
sowie eine psychogene Überlagerung bei lumbospondylogenem Schmerzsyndrom
diagnostiziert (IV-act. 91-29/32). Der psychische Gesundheitszustand habe sich im
Vergleich zur psychiatrischen Beurteilung von Dr. B._ 2006 nicht wesentlich
verändert, es liege nach wie vor ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom vor,
welches psychogen – aktuell durch eine Anpassungsstörung – überlagert werde. Aus
psychiatrischer Sicht sei weiterhin von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
20% auszugehen. Aufgrund ausstehender medizinischer Massnahmen ging Dr. E._
aus orthopädischer Sicht von einem aktuell instabilen, besserungsfähigen
Gesundheitszustand aus. Dr. E._ äusserte zudem die Auffassung, die aktuell
ausgeübte Tätigkeit zu 40% sei nicht als leidensangepasst anzusehen und der
Versicherte arbeite zurzeit eigentlich über das zumutbare Mass. In einer ideal
angepassten Tätigkeit könne grundsätzlich mit einer höheren Arbeitsfähigkeit
gerechnet werden.
2.3.4 In der von ihm erhobenen Anamnese führt Dr. G._ alle wesentlichen
Punkte auf. Er konnte sich zudem aufgrund der Vorakten, insbesondere dem
Gutachten von Dr. D._, ein detailliertes Bild über die Familiensituation sowie die
Sozial-, Berufs- und Tätigkeitsanamnese des Beschwerdeführers machen. Die
damalige Einschätzung von Dr. D._ deckt sich auch mit der Annahme von Dr. G._,
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dass sich die Arbeitsfähigkeit von derzeit 70% mit adäquater psychiatrisch-
psychotherapeutischer Behandlung auf 80% – das heisst auf eine Arbeitsfähigkeit, die
wieder dem seit 2006 bestehenden und von Dr. D._ im Jahr 2011 bestätigten
psychischen Gesundheitszustand entsprechen würde – steigern lasse. Unter diesem
Gesichtspunkt erscheint die von ihm erwartete Verbesserung realistisch und deutet
nicht auf einen instabilen Gesundheitszustand hin, sondern eher darauf, dass die
jetzige Verschlechterung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit und bei adäquater
Behandlung lediglich vorübergehenden Charakter hat. Schwerpunkt der
Nachbegutachtung war die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit seit Dezember 2008 mit Abstufungen dieser Arbeitsfähigkeit im zeitlichen
Verlauf (IV-act. 107-2, 105). Insofern war Dr. F._ zwar dazu verpflichtet, alle Vorakten
zu sichten, doch hatten bei Weitem nicht alle Vordokumente dieselbe Fallrelevanz. Bei
der Diagnosestellung erwähnte Dr. F._ nicht nur die Narbenbildung als Ursache der
geklagten Schmerzen. Er wies gestützt auf den Bericht der
Magnetresonanztomographie (MRI) der Lendenwirbelsäule vom 3. Oktober 2011 der
Radiologie im Silberturm in St. Gallen (IV-act. 102-15/18 nicht leserlich, aber dem
Gutachter offensichtlich in leserlicher Form vorliegend, vgl. dazu IV-act. 108-4/48 und
108-8/48) ebenfalls auf die bisherige Problematik, eine wahrscheinliche Irritation der
Nervenwurzeln L4 und L5 und allenfalls auch S1 links, hin. Dass aus orthopädischer
Sicht in einer ideal angepassten Tätigkeit ein höherer Arbeitsfähigkeitsgrad resultieren
könnte, hatte Dr. E._ bereits vermutet. Mangels eines stabilen Gesundheitszustands
enthielt er sich zum damaligen Zeitpunkt einer präziseren Umschreibung.
2.3.5 Weder die Vorbringen des Beschwerdeführers noch konkrete andere
Indizien sprechen gegen die volle Beweiskraft des orthopädisch-psychiatrischen
Gutachtens vom 7. März 2012 der Dres. F._/G._. Es ist umfassend, schlüssig,
beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und
wurde in Kenntnis der Anamnese verfasst. Auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens
kann
somit abgestellt werden. In einer leidensadaptierten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer
seit der im Dezember 2008 angesiedelten Verschlechterung des Gesundheitszustands
zu 80% arbeitsfähig, wobei er im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von März
2009 bis Februar 2010 sowie von Dezember 2010 bis Oktober 2011 voll arbeitsunfähig
gewesen war. Im November und Dezember 2011 bestand eine Arbeitsfähigkeit von
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80% in leidensadaptierter Tätigkeit. Seit Januar 2012 besteht eine Arbeitsfähigkeit von
70%, welche bei adäquater therapeutischer Begleitung innerhalb eines Jahres auf 80%
steigerbar ist.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin spricht der diagnostizierten Dysthymie in der
vorliegenden Konstellation eine invalidisierende Wirkung ab.
3.2 Die körperliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der
lumbalen Schmerzen deutlich eingeschränkt. Diese können im Wesentlichen auf die
sichtbare entzündliche Narbenbildung sowie die wahrscheinliche Irritation der
Nervenwurzeln L4 und L5, eventuell auch S1 links zurückgeführt werden (vgl. auch IV-
act. 91-30/32, wonach klar umschriebene Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich
vorliegen, welche mit den klinischen Befunden und den Resultaten der bildgebenden
Verfahren gut korrelieren und mit der lumboradikulären Problematik gut in Einklang
gebracht werden können). Die aus psychiatrischer Sicht bestehende chronisch
depressive Verstimmung (Dysthymie), welche teilweise von mittelgradigen depressiven
Verstimmungen mit psychogenen Verhaltensweisen überlagert ist, äussert sich in einer
Beeinträchtigung der emotionalen Belastbarkeit, geistigen Flexibilität,
Anpassungsfähigkeit und Dauerbelastbarkeit und existiert daher losgelöst von den
somatischen Einschränkungen des Beschwerdeführers (IV-act. 108-20/48f.). Da der
Beschwerdeführer somit weder an einer somatoformen Schmerzstörung noch an
anderen ähnlichen ätiologisch-pathogenetisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage leidet, liegen aus
psychiatrischer Sicht aufgrund der zu erhebenden Symptome und Diagnosen keine
Einschränkung der zumutbaren Willensanstrengung zur Fortführung einer beruflichen
Tätigkeit vor (vgl. IV-act. 108-21/48, 91-27/32, 91-30/32). Allerdings kann diese
leidensadaptierte Tätigkeit aufgrund der psychischen Beschwerden lediglich im
gutachterlich bescheinigten Rahmen von 70% (steigerbar innerhalb eines Jahres auf
80%) erfolgen. Für eine Anwendung der Überwindbarkeitsrechtsprechung besteht in
der vorliegenden Konstellation kein Raum.
4.
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4.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gutachterlich festgestellten
Restarbeitsfähigkeit von 70%.
4.2 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
durch einen Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) ermittelt. Dabei wird das Einkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
4.3 Das Rentenrevisionsgesuch des Beschwerdeführers ging bei der IV-Stelle im
November 2009 ein (IV-act. 64). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008
gültigen Fassung) entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs
Monaten nach Geltendmachung. Ein allfälliger Rentenanspruch kann damit frühestens
im Mai 2010 beginnen. Der Einkommensvergleich hat somit basierend auf den
Einkommenszahlen im Jahr 2010 zu erfolgen.
4.4 Beide Parteien gingen bei der Ermittlung des Valideneinkommens von den
Einkünften des Beschwerdeführers in den Jahren 2001 und 2002 bei der H._ AG von
durchschnittlich Fr. 59'704.-- (aufgerechnet auf das Jahr 2011: Fr. 66'912.--) aus (IV-
act. 8, 117, 122). Dieses Anstellungsverhältnis wurde jedoch am 29. August 2002 auf
Ende Oktober 2002 gekündigt (IV-act. 8-6/10). Bis zum erstmaligen Auftreten der
lumbalen Schmerzen und deren gleichzeitige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im
Oktober 2004 (vgl. IV-act. 16) war der Beschwerdeführer seit 28. April 2004 bei der
I._ AG als Bauhilfskraft arbeitstätig (IV-act. 15). Obwohl es sich hierbei um eine
Temporäranstellung handelte, erzielte der Beschwerdeführer dabei – wie nachfolgend
ersichtlich – ein praktisch identisches Einkommen wie bei seiner ehemaligen
Arbeitgeberin. Ausgangspunkt ist in der Praxis das vor dem Eintritt der zur Invalidität
führenden Arbeitsunfähigkeit erzielte Einkommen. Dieses ist zwar hypothetisch zu
ermitteln, aber so konkret wie möglich zu bestimmen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar,
2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, N 12 zu Art. 16). Massgebend ist vorliegend somit ein
Stundenlohn von Fr. 28.--. Bei einer vereinbarten Normalarbeitszeit von 45 Stunden pro
Woche ergibt dies einen Jahreslohn von Fr. 60'480.-- (Fr. 28.-- x 45 x 48). Angepasst
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an die Nominallohnentwicklung bis 2010 (2005: +0.9%, 2006: +1.1%, 2007: +1.6%,
2008: +2.2%, 2009: +2.1%, 2010: +0.7%) erzielte der Beschwerdeführer ein
Bruttojahreseinkommen von Fr. 65'865.--. Dieser Betrag ist als Valideneinkommen
beizuziehen.
4.5
4.5.1 Das Invalideneinkommen ist anhand der Tabellen der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE 2010) zu bestimmen. Der Tabellenlohn von monatlich
Fr. 4'901.-- bzw. jährlich Fr. 58'812.-- (TA1, Anforderungsniveau 4, Männer) ergibt
angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden ein
Einkommen von Fr. 61'164.--. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70% ist von einem
Invalideneinkommen von Fr. 42'815.-- auszugehen.
4.5.2 Der Beschwerdeführer lässt anbringen, ihm stehe ein Tabellenlohnabzug von
25% zu.
4.5.3 Gemäss Rechtsprechung hängt die Frage, ob ein Tabellenlohnabzug zu
gewähren ist, von allen persönlichen und beruflichen Merkmalen (leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad) der versicherten Person ab. Ein Abzug soll nicht automatisch,
sondern dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der
Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte
(Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten vermag (BGE 126 V 75
E. 5b). Im vorliegenden Fall ist die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nur noch
körperlich leichte Tätigkeiten ausüben kann, durch einen Abzug vom Tabellenlohn zu
berücksichtigen. Auch die Beschwerdegegnerin gesteht dem Beschwerdeführer in ihrer
Beschwerdeantwort aus diesem Grund einen Abzug zu (vgl. act. G 4 S. 6). Es
rechtfertigt sich damit, einen Abzug vom Tabellenlohn von 10% vorzunehmen. Dass
der Beschwerdeführer trotz ganztägiger Präsenz in adaptierten Tätigkeiten lediglich zu
70% leistungsfähig ist, wird vom Bundesgericht als Abzugsgrund nicht zugelassen (vgl.
dazu Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, Die Bereinigung der LSE-Tabellenlöhne
zur Ermittlung des Invalideneinkommens, in: Ueli Kieser und Miriam Lendfers [Hrsg.],
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Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht [JaSo] 2012, Zürich/St. Gallen 2012, S. 148 ff.
mit Hinweis; vgl. aber auch Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_20/2012,
E. 3.2 mit Hinweisen).
4.6 Bei der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich bei einem 10%-
igen Tabellenlohnabzug ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von abgerundet 41%
(Fr. 65'865.-- - [Fr. 61'164.-- x 0.7 x 0.9] x 100 / Fr. 65'865.--; zu den Rundungsregeln
vgl. BGE 130 V 121).
4.7 Gemäss orthopädisch-psychiatrischem Gutachten vom 7. März 2012 (IV-act. 108
S. 26) bestand aus psychiatrischer Sicht bereits ab Dezember 2008 eine Arbeitsun
fähigkeit von 20%. Im Rahmen der postoperativen Rehabilitation war der
Beschwerdeführer von März 2009 bis Februar 2010 und von Dezember 2010 bis
Oktober 2011 zu 100% für alle Tätigkeiten arbeitsunfähig. Der dazwischen liegende
Zeitraum kann gemäss Gutachten somatisch retrospektiv nicht beurteilt werden, da die
damaligen Beschwerden ungenügend dokumentiert und auch nicht mittels MRI
abgeklärt worden waren. Zumindest die psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von
20% hatte weiterhin bestanden. Gemäss Bericht vom 25. Januar 2011 des
Kantonsspitals St. Gallen (IV-act. 104-7/46) war es dem Beschwerdeführer nach der
letzten Operation insgesamt eigentlich recht ordentlich gegangen, er war nicht ganz
beschwerdefrei mit lumbalen Rückenschmerzen, jedoch insgesamt deutlich
schmerzgebessert. Vor ca. zwei Monaten sei es im Rahmen von vermehrtem
Schneeräumen als Gebäudereiniger mit vier Arbeitsstunden täglich wieder zu einer
Schmerzverstärkung lumbal mit Ausstrahlung in das linke Bein gekommen. Aufgrund
der langandauernden orthopädisch begründeten vollen Arbeitsunfähigkeiten ist mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers auch zwischen März und November 2010 mindestens zu einer
durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 40% in der bisherigen Tätigkeit geführt hatte.
Im Mai 2010 (frühestmöglicher Rentenbeginn, vgl. E. 4.3) war das sogenannte
Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) mit Blick auf diesen Verlauf zwar erfüllt gewesen,
aber eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit ist aufgrund der Aktenlage erst wieder ab
Dezember 2010 gutachterlich belegt. Ab diesem Zeitpunkt wird dem Beschwerdeführer
eine volle Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten attestiert. Da im davorliegenden
Wartejahr allerdings lediglich eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 55% (unter
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Berücksichtigung der vollen Arbeitsunfähigkeit Dezember 2009 bis Februar 2010)
vorgelegen hatte und dadurch die Stufe der zu gewährenden Rente gemäss KSIH auf
dieses Ausmass beschränkt ist, entsteht ab Dezember 2010 ein Anspruch auf eine
halbe Rente. Eine Verschlechterung und eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit sind
zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert
hat (Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Wenn
zum ersten Mal und gleichzeitig über den Anspruch auf eine niedrigere und
anschliessend eine höhere Rente Beschluss gefasst wird, wird die höhere Rente vom
ersten Tag des Monats an ausgerichtet, in dem die Zeitspanne von drei Monaten
abläuft (vgl. KSIH, 1. Januar 2012, Rz 4013). Daher besteht ab März 2011 auf
Grundlage einer vollen Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf eine ganze Rente. Im
November und Dezember 2011 reduzierte sich die Arbeitsunfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit auf 20%, seit Januar 2012 besteht gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 70%
in adaptierter Tätigkeit. Die neuerliche Änderung in der Erwerbsfähigkeit führt ab
Januar 2012 zu einem Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. vorstehend E.4.6). Die im
Gutachten vom 7. März 2012 prognostizierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80%
innerhalb eines Jahres ist aufgrund des Verfügungserlasses am 13. November 2012
(zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis; BGE 129 V 167 E. 1) nicht
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
5.
5.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Dem
Beschwerdeführer ist rückwirkend für die Zeit vom 1. Dezember 2010 bis 28. Februar
2011 eine halbe, vom 1. März bis 31. Dezember 2011 eine ganze, und ab 1. Januar
2012 eine Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung
der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
bis
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Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
5.3 Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint mit
Blick auf vergleichbare Fälle eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP