Decision ID: 28076563-f1c7-4bf0-ae87-eccba6aa2c11
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, Vadianstrasse 44,
Postfach 262, 9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1960 geborene S._ war als Mitarbeiter in der Blechbearbeitung bei der
A._ tätig und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als am 15. Mai 2002 ein Metallgestell umkippte und auf den Versicherten fiel
(Suva-act. 1). Nach einer am Unfalltag durchgeführten ambulanten Behandlung in der
Zentralen Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen wurde eine Rückenkontusion
diagnostiziert (Suva-act. 3). Als Befunde wurden ein muskulärer Hartspann ab HWS
nach distal und eine exquisite Druckdolenz des thorakolumbalen Übergangs mit
Ausstrahlung nach kranial erhoben. Die röntgenologische Untersuchung von BWS und
LWS ergab keine Hinweise auf Frakturen. Im ärztlichen Zwischenbericht vom 22.
Januar 2003 (Suva-act. 11) erklärte Dr. med. B._, Facharzt FMH für
Allgemeinmedizin, die Behandlung für abgeschlossen. Dr. med. C._,
Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie am Rosenberg, diagnostizierte nach einer
Untersuchung vom 31. März 2003 (Suva-act. 19) eine Zervikobrachialgie rechts bei
Stabilitätsstörung C4/5. Die geklagten Beschwerden (Nacken- und Armschmerzen
rechts) dürften auf die Dysstabilität C4/5 zurückzuführen sein. Vom 15. Januar bis 5.
Februar 2004 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Rheinburg-Klinik in
Walzenhausen. Im Austrittsbericht vom 5. Februar 2004 (Suva-act. 18) wurden die
Diagnosen eines zervikospondylogenen Schmerzsyndroms rechts bei/mit Status nach
Kontusion der rechten Körperseite, Schädel-Hirntrauma I. Grades (Bewusstlosigkeit
von 30 Minuten) und neuropsychologischen Funktionsstörungen, chronischer
vertebrogenen Schmerzen sowie einer leichten depressiven Verstimmung gestellt. Die
Behandlungen der ab März 2003 als Rückfall zum Unfall vom 15. Mai 2002 gemeldeten
Nacken- und Armbeschwerden wurden durch die Suva übernommen (Suva-act. 24).
Die Taggeldleistungen der Suva wurden per 31. August 2004 eingestellt, nachdem ab
1. September 2004 für leichte bis mittelschwere Arbeiten eine volle Arbeitsfähigkeit
attestiert wurde (Suva-act. 21 und 24). Die Kosten für die notwendigen Behandlungen
wurden weiterhin durch die Suva übernommen (Suva-act. 24). Mit Schreiben vom 15.
November 2005 wurde der Schadenfall durch die Suva abgeschlossen (Suva-act. 44).
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Am 30. Mai 2006 teilte der Versicherte der Suva mit, dass sich sein Zustand
verschlimmert habe und er wieder bei Dr. B._ in Behandlung sei (Suva-act. 45). Dr.
C._ diagnostizierte am 14. August 2006 (Suva-act. 50) eine Zervikobrachialgie, eine
Zervikozephalgie mit Dysstabilität C4/5 posttraumatisch und ein massives
Dekonditionierungssyndrom. Kreisarzt Dr. med. D._ führte am 1. September 2006
aus, dass die muskuläre Dekonditionierung beim Versicherten eine Exazerbation eines
degenerativen krankhaften Wirbelsäulenleidens mit wahrscheinlichen Beschwerden
verursacht habe, bei Überlagerung einer nicht organischen Komponente. Ein
Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. Mai 2002 bestehe nur in einem möglichen
Rahmen.
A.b Mit Verfügung vom 11. September 2006 eröffnete die Suva dem Versicherten,
dass gemäss Beurteilung des Kreisarztes kein sicherer oder wahrscheinlicher
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. Mai 2002 und den am 30. Mai
2006 gemeldeten Beschwerden bestehe. In den Untersuchungen im Anschluss an den
genannten Unfall seien in den bildgebenden Verfahren keine strukturellen Läsionen
eruiert worden. Die aktuellen Beschwerden seien ursächlich auf krankhafte
Veränderungen zurückzuführen. Sie sei demzufolge nicht leistungspflichtig und es
könnten keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Die gegen diese Verfügung
erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2007 (Suva-
act. 76) ab.
B.
B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Michael B. Graf, St.
Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 14. September 2007
mit den Anträgen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien dem
Beschwerdeführer alle gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten; unter
Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung
wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 15.
November 2005 den Schadenfall nach dem "ersten Rückfall" fälschlicherweise
abgeschlossen habe, da zu keinem Zeitpunkt seit dem Unfall eine vermeintliche
Heilung bestanden habe und die ärztliche Behandlung nie eingestellt worden sei. Vor
dem Unfall sei der Beschwerdeführer bezüglich Nacken, Kopf und Schulter
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vollkommen beschwerdefrei gewesen. Die Diagnose eines zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms sei gleichbedeutend mit den Beschwerden nach einem
Schleudertrauma bzw. einer ähnlichen Verletzung. Ein Schädel-Hirntrauma und ein
Abknicken der Halswirbelsäule mit Mikroverletzungen wie bei einer HWS-Distorsion
seien gemäss Sachverhaltsdarstellung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben.
Bei der Adäquanzbeurteilung des mittelschweren Unfalls seien die Zusatzkriterien
gemäss BGE 117 V 359 in gehäufter Weise erfüllt, weshalb die Adäquanz des
natürlichen Kausalzusammenhangs zu bejahen sei.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 13. Juli 2007. Es sei nicht hinlänglich erstellt, dass beim
Unfall vom 15. Mai 2002 der Nacken- und Kopfbereich des Beschwerdeführers tangiert
worden sei. Im Fokus der medizinischen Abklärungen unmittelbar nach dem Unfall
hätten denn auch Beschwerden im BWS/LWS- und nicht im HWS-Bereich gestanden.
Aus medizinischer Sicht stehe fest, dass die geklagten Nacken- und Kopfbeschwerden
nicht auf ein objektivierbares strukturelles Substrat im Sinn organischer Unfallfolgen
zurückgeführt werden könnten. Ein Schleudertrauma oder ein äquivalenter
Verletzungsmechanismus seien hier auszuschliessen. Die adäquate Unfallkausalität
psychischer Beschwerden sei klar zu verneinen. Beim Gutachten des
Wirbelsäulenzentrums am Rosenberg vom 19. März 2007 sei von einem falschen
Unfallhergang ausgegangen worden. Sodann werde im Gutachten die
"zugegebenermassen diskrete Stabilitätsstörung" der HWS als "eher" traumatisch
bezeichnet, wodurch eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität bei weitem
nicht erstellt sei. Zudem habe dieselbe Klinik in einem früheren Bericht ausgeführt, für
die geklagten Schmerzen fehle es an einem morphologischen Substrat. Der
Unfallversicherer könne nicht auf der Anerkennung des natürlichen
Kausalzusammenhangs im Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden.
B.c Mit Replik vom 19. Oktober 2007 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
an seinen Anträgen fest und führte zusätzlich aus, dass eine Beteiligung des Kopf- und
Nackenbereichs am Unfall überaus wahrscheinlich sei. Die fehlenden klar
manifestierten strukturellen Veränderungen würden die Kausalität nicht ausschliessen.
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.
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Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend, ob die vom Beschwerdeführer am 30. Mai 2006 als Rückfall
gemeldeten Beschwerden eine natürliche und adäquate Folge des Unfalls vom 15. Mai
2002 bilden und demnach eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründen.
2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht
des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
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Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es
dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG
1984 Nr. 82, 174).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die
eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten
(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte
kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311).
Die Rechtsprechung erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und
diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund,
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damit der Experte im Stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein
lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b).
2.3 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei
Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände im Sinn von
Art. 22 UVG darstellen (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326).
Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer
vermeintlich geheilten Krankheit (bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen), so dass es
zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt,
während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden
im Laufe längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem
andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen
folglich begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an.
Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damals haftbaren
Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten
Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang
besteht (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c).
3.
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde vom 14.
September 2007 geltend, die Beschwerdegegnerin habe mit Schreiben vom 15.
November 2005 den Schadenfall fälschlicherweise abgeschlossen. Der
Beschwerdeführer sei seit dem Unfall nie mehr beschwerdefrei gewesen und hätte
nicht als gesund oder geheilt bezeichnet werden können. Die Beschwerdegegnerin
führt in der Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2007 sinngemäss aus, dass der
Schadenfall zu Recht abgeschlossen worden und nun zu prüfen sei, ob die am 30. Mai
2006 gemeldeten Beschwerden einen Rückfall zum Unfall vom 15. Mai 2002 darstellen
würden. Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ist jedoch nicht
ausschlaggebend, ob die ab 30. Mai 2006 geklagten Beschwerden als Rückfall oder als
Teil des Grundfalls betrachtet werden. Bei beiden Konstellationen muss die nach dem
Unfallereignis festgestellte Gesundheitsstörung in einem natürlichen und einem
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adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Die unterschiedliche
Beweislastverteilung beim Nachweis der natürlichen Kausalität wirkt sich im
vorliegenden Fall letztlich nicht entscheidwesentlich aus.
4.
4.1 Noch am Unfalltag wurde im Kantonsspital St. Gallen die Diagnose einer
Rückenkontusion erhoben (Suva-act. 3). Dr. B._ teilte im ärztlichen Zwischenbericht
vom 2. September 2002 (Suva-act. 6) mit, dass er aufgrund der lumbalen
Rückenschmerzen eine Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Im Arztzeugnis vom 22. Juni
2006 (Suva-act. 48) hielt Dr. B._ fest, dass der Beschwerdeführer weiterhin u.a. über
lumbale Rückenschmerzen klage. Dr. D._ teilte mit Schreiben vom 1. September
2006 (Suva-act. 54) mit, dass der Beschwerdeführer - unter Berücksichtigung der
Diagnosen in den Echtzeitdokumenten - eine Traumatisierung eines lumbalen
pathologischen Vorzustandes erlitten habe. Strukturelle Läsionen seien damals in den
bildgebenden Verfahren keine eruiert worden. Dr. D._ geht somit bei seiner
Beurteilung offensichtlich von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines
Vorzustandes aus. Zu welchem Zeitpunkt die vorübergehende Verschlimmerung wieder
ausgeheilt, und somit der Status quo sine wieder erreicht war, ist den Ausführungen
von Dr. D._ nicht zu entnehmen. Das konkrete Unfallereignis und die fehlenden
strukturellen Läsionen geben keine Hinweise auf eine schwere Rückenkontusion. In
den medizinischen Akten ist jeweils höchstens von ganz leichten Beschwerden im
Kreuzbereich und sehr punktuellen Beschwerden die Rede (Suva-act. 22). Mehrheitlich
sind LWS-Beschwerden in den ärztlichen Berichten sogar überhaupt nicht erwähnt.
Eine spezifische LWS-Diagnose wurde in den Akten ab Rückfallmeldung nur einmal
gestellt (Suva-act. 48). Die medizinische Aktenlage lässt gesamthaft ganz klar
erkennen, dass beim Beschwerdeführer das zervikale Schmerzsyndrom im
Vordergrund stand. Wenn von einer vorübergehenden Verschlimmerung von
Rückenbeschwerden ausgegangen wird, wäre gemäss der einschlägigen Literatur
(BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische
Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45 ff) davon auszugehen, dass nach einem Unfall mit
fehlenden strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende
Verschlimmerung von Rückenbeschwerden nach spätestens einem Jahr als
abgeschlossen zu betrachten sind. Im übrigen gilt es festzuhalten, dass der
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Beschwerdeführer keinen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den
lumbalen Rückenbeschwerden geltend macht. Aufgrund der Aktenlage kann somit mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es beim Unfall im
lumbalen Bereich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen
Vorzustandes - Lumboischialgie im Jahr 1998 und bereits damals gelegentliche
lumbale Rückenbeschwerden - gekommen ist und dass die unfallbedingten lumbalen
Rückenbeschwerden bis spätestens am 30. Mai 2006 wieder vollständig verheilt waren
und der Status quo sine erreicht war. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen
nach dem 30. Mai 2006 geklagten lumbalen Rückenbeschwerden und dem
Unfallereignis ist dementsprechend zu verneinen. Zu prüfen bleibt, ob die am 30. Mai
2006 geltend gemachten Nacken-, Kopf- und Schulterschmerzen in einem natürlichen
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 15. Mai 2002 stehen.
4.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde geltend,
ein Schädel-Hirntrauma und ein Abknicken der Halswirbelsäule mit Mikroverletzungen
wie bei einer HWS-Distorsion seien gemäss Sachverhaltsdarstellung mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Vorerst gilt es somit zu prüfen, ob bei dem
Unfallereignis auch der Schädel- und/oder Kopfbereich mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit tangiert wurde. Dem Arztzeugnis vom 28. Juni 2002 (Suva-act. 2) ist
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer von einem umfallenden Baugerüst am
Rücken getroffen wurde. Am 5. September 2002 teilte der Beschwerdeführer
gegenüber der Beschwerdegegnerin zum ersten Mal mit (Suva-act. 10), dass am 15.
Mai 2002 ein Gestell auf ihn gefallen sei und ihn am Hinterkopf, am Nacken und an der
Schulter getroffen habe. Für einige Sekunden habe er das Bewusstsein verloren.
Aufgrund der Schilderungen des Beschwerdeführers anlässlich der Hospitalisation in
der Rheinburg-Klinik in Walzenhausen wurde ein Schädel-Hirntrauma I. Grades nach
einer Bewusstlosigkeit von 30 Minuten diagnostiziert (Suva-act. 18). Der beim
Unfallereignis anwesende Arbeitskollege des Beschwerdeführers teilte am 9. November
2005 telefonisch mit, dass das Gestell auf das Becken und den Rücken des
Beschwerdeführers, aber nicht auf den Kopf gefallen sei (Suva-act. 43). Der
Beschwerdeführer sei immer bei vollem Bewusstsein gewesen. Dr. med. E._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Suva Versicherungsmedizin, hielt mit
Schreiben vom 3. Juli 2007 (Suva-act. 75) fest, dass an der Halswirbelsäule keine
Veränderung festgestellt worden sei, welche die Beschwerden eindeutig erklären
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könnte und es sei auch keine Veränderung ersichtlich, welche durch eine Verletzung
der Halswirbelsäule verursacht worden sein könnte. Die Analyse des Unfalls und die
anschliessend daraus gewonnenen diagnostischen Erkenntnisse ergäben keinen
Hinweis darauf, dass die Halswirbelsäule durch das Ereignis geschädigt worden sei.
Die Halswirbelsäule sei nicht einmal in den breiten Fächer der radiologischen
Untersuchungen einbezogen worden. Selbst wenn das Unfallereignis eine versteckte
oder unerkannte Verletzung gesetzt hätte, wäre es hochgradig schwierig zu begründen,
in welcher Form diese Verletzung zum jetzigen Zeitpunkt funktionell stark
einschränkende Beschwerden verursachen oder unterhalten könnte. Es bestehe somit
kein plausibler Grund, eine Verschlimmerung einer ursprünglich minimalen oder nicht
fassbaren und keine Symptome verursachenden Verletzung anzunehmen. Den
echtzeitlichen ärztlichen Berichten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom
umfallenden Gestell an Becken und Rücken getroffen wurde. Dementsprechend wurde
bereits bei der am Unfalltag im Kantonsspital St. Gallen erfolgten Untersuchung die
Diagnose einer Rückenkontusion erhoben. Die Tatsache, dass lediglich eine
röntgenologische Untersuchung der BWS und LWS durchgeführt wurde, lässt darauf
schliessen, dass der Beschwerdeführer vom Gestell nicht am Kopf und im HWS-
Bereich getroffen wurde. Im Weiteren gilt es festzuhalten, dass in keinem der ärztlichen
Berichte die Diagnose einer HWS-Distorsion oder eine dem Schleudertrauma
äquivalente Verletzung diagnostiziert wurde. Sodann ist den Berichten unmittelbar
nach dem Unfallereignis nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach dem
Unfall sein Bewusstsein verloren habe. Erstmals erwähnte er knapp vier Monate nach
dem Unfallereignis gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass er vom umstürzenden
Gestell am Hinterkopf, am Nacken und an der Schulter getroffen worden sei und für
einige Sekunden das Bewusstsein verloren habe. Diese Schilderung des Sachverhalts
ist nicht nachvollziehbar. Sollte sich der Unfall tatsächlich so ereignet haben, wäre
unmittelbar nach dem Ereignis mit Sicherheit eine röntgenologische Untersuchung der
HWS und des Schädels erfolgt. Des Weiteren wäre eine Bewusstlosigkeit zweifellos in
den echtzeitlichen Arztberichten erwähnt worden. Diese Berichte stimmen im Übrigen
mit der Aussage des Arbeitskollegen des Beschwerdeführers überein, wonach dieser
vom Gestell am Rücken getroffen worden und die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein
gewesen sei. Die in der Rheinburg-Klinik erhobene Diagnose eines Schädel-
Hirntraumas basiert auf rein anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers und auf
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der Annahme einer 30-minütigen Bewusstlosigkeit. Die Diagnose wurde im
Austrittsbericht vom 5. Februar 2004 nicht weiter begründet und steht in
offensichtlichem Widerspruch mit den echtzeitlichen Dokumenten. Auf den nicht
hinreichend begründeten Bericht der Rheinburg-Klinik vom 5. Februar 2004 ist damit
nicht abzustellen. Im Weiteren sind aufgrund der medizinischen Akten die geklagten
Beschwerden nicht auf eine objektivierbare organische Schädigung bzw. eine
strukturelle Veränderung an der HWS zurückzuführen, die mit dem Unfall vom 15. Mai
2002 in Zusammenhang zu bringen wäre. Die von Dr. C._ im Bericht vom 19. März
2007 festgehaltenen Befunde der Röntgenaufnahmen der HWS (leichte
Höhenminderung C4/5 mit deutlicher Retrolisthese und leichte Spondylophytenbildung
C5/6) sind auf degenerative Ursachen zurückzuführen. Sodann stellen die geklagten
Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen praxisgemäss grundsätzlich
kein klar fassbares, organisches Substrat dar (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005
[U 9/05] i/S M., Erw. 4 und vom 23. November 2004 [U 109/04] i/S B., Erw. 2.2).
Insbesondere unter Berücksichtigung der hinreichend begründeten und
nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. E._, der glaubwürdigen Zeugenaussage vom
9. November 2005 sowie der echtzeitlichen ärztlichen Dokumente ist mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
beim Unfall weder ein Schädel-Hirntrauma noch eine HWS-Distorsion oder eine
äquivalente Verletzung erlitten hat. Im Übrigen ist aufgrund der vorliegenden Akten
hinreichend nachgewiesen, dass das für ein Schädel-Hirntrauma, eine HWS-Distorison
oder eine äquivalente Verletzung typische Beschwerdebild nur teilweise vorlag und sich
nicht innerhalb einer Latenzzeit manifestierte, die es erlauben würden, vom
Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen (Urteile vom 30.
Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) Somit besteht
auch diesbezüglich kein Hinweis auf ein erlittenes Schädel-Hirntrauma, eine HWS-
Distorison oder eine äquivalente Verletzung.
4.3 Zusammenfassend kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer beim Unfall am 15. Mai 2002 kein
Schädel-Hirntrauma und keine HWS-Distorsion oder eine äquivalente Verletzung
erlitten hat. Die geklagten Beschwerden sind auf degenerative Veränderungen an der
HWS oder auf eine psychische Komponente zurückzuführen und stehen in keinem
natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 15. Mai 2002.
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5.
5.1 Zu prüfen bleibt, ob die beim Beschwerdeführer diagnostizierten psychischen
Beschwerden in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 15. Mai
2002 stehen. Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und
einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6,
bestätigt im Urteil vom 19. Februar 2008 [U 394/06] Erw. 10.1) vom Unfallereignis
auszugehen. Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den
Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die
Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die
Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend
vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen
einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in
der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen
verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem
mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es
sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in
Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl.
BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit
Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder
auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt
sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die Adäquanzbeurteilung
einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (Urteil vom 19. Februar 2008 [U
394/06] Erw. 10.3) abschliessend: besonders dramatische Begleitumstände oder
besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche
Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
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5.2 Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs sowie mit Blick auf die
entsprechende Kasuistik (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 55 ff.) ist
vorliegend von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Die Frage der genauen
Zuteilung innerhalb dieser Kategorie von Unfällen braucht vorliegend nicht beantwortet
zu werden, weil die nachfolgende Beurteilung zeigt, dass die in die Prüfung mit
einzubeziehenden Kriterien weder in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind noch
eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist.
5.3 Der Unfall vom 15. Mai 2002 hat sich nicht unter besonders dramatischen
Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer
Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen besonderer Art zur Folge.
Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden
ärztlichen Behandlung. Obwohl sich die Massnahmen über mehrere Jahre erstrecken,
kann vorliegend unter Berücksichtigung, dass die ärztliche Behandlung wiederholt
durch behandlungsfreie Intervalle unterbrochen wurde und sich die Behandlung im
Wesentlichen auf physiotherapeutische Massnahmen beschränkte, nicht von einer
fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung ausgegangen werden.
Hinzu kommt, dass ärztliche Abklärungen und Begutachtungen nicht zur eigentlichen
Behandlung gehören. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem
schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Bereits einen Monat
nach dem Unfall war der Beschwerdeführer wieder 100% arbeitsfähig. In der Folge
variierte die Arbeitsfähigkeit zwischen 0 und 100%. Ab 1. September 2004 bestand für
leichte bis mittelschwere Arbeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Damit das Kriterium einer
erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen erfüllt ist, muss bis
zum Fallabschluss eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sein. Indem ab 1.
September 2004 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, kann das Kriterium nicht
als erfüllt gelten. Der Beschwerdeführer klagt seit dem Unfall über ununterbrochen
persistierende Schmerzen. Aufgrund der medizinischen Befunde und der längeren
Perioden ohne Arbeitsunfähigkeit ist indessen nur schwer nachvollziehbar, dass ohne
wesentlichen Unterbruch erhebliche Beschwerden vorlagen. Allerdings sind die
beschwerdebedingten Beeinträchtigungen im Lebensalltag sowieso nicht ausreichend
gravierend, weshalb das Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht bejaht werden
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
kann. Da somit kein Kriterium erfüllt ist, stehen die psychischen Beschwerden nicht in
einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 15. Mai 2002.
5.4 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die am 30. Mai 2006
gemeldeten Beschwerden nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall
vom 15. Mai 2002 stehen und die Adäquanz bezüglich der psychischen Beschwerden
zu verneinen ist. Die Beschwerdegegner hat somit für die am 30. Mai 2006 gemeldeten
Beschwerden zu Recht keine Versicherungsleistungen erbracht.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG