Decision ID: 757c0208-c6cb-4889-ad74-ac88117069c6
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Die Oberste Kassationsstaatsanwaltschaft Sofia führt gegen B. und A. ein
Strafverfahren wegen Veruntreuung, Geldwäscherei und ungetreuer Ge-
schäftsbesorgung.
In diesem Zusammenhang sind die bulgarischen Behörden mit Rechtshil-
feersuchen vom 15. Dezember 2014 und 3. Dezember 2015 an die Schweiz
gelangt und haben unter anderem um Bankermittlungen bei der Bank C. AG
als Rechtsnachfolgerin der Bank D. AG ersucht, hinsichtlich der Hypothekar-
verträge in Bezug auf den Kauf der Immobilie sowie hinsichtlich sämtlicher
Konten, die auf B. und/oder A. lauten bzw. lauteten (Verfahrensakten B-
1/2015/10000813, Urk. 2; Verfahrensakten REC B-5/2015/42450, Urk. 2).
B. Mit Verfügung vom 19. Januar 2016 trat die Staatsanwaltschaft I des Kan-
tons Zürich auf die Rechtshilfeersuchen ein und ordnete eine Aktenedition
bei der Bank C. AG an (Verfahrensakten REC B-5/2015/42450, Urk. 10). Die
Bankakten wurden der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich am 21. Ja-
nuar 2016 übermittelt (Verfahrensakten REC B-5/2015/42450, Urk. 12/1-13).
C. Mit Schlussverfügung vom 24. November 2017 wurde die Herausgabe diver-
ser Bankunterlagen betreffenden Konten bei der Bank C. AG, lautend auf A.
und/oder B. angeordnet (Verfahrensakten REC B-5/2015/42450, Urk. 16).
D. Dagegen gelangen A. und B. mit Beschwerde vom 8. Januar 2018 an die
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und beantragen die Aufhe-
bung der Schlussverfügung vom 24. November 2017 und die Nichtgewäh-
rung der Rechtshilfe, soweit keine Zustimmung dazu vorliege. Eventualiter
sei das Verfahren zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen (act. 1).
E. Sowohl das Bundesamt für Justiz wie auch die Staatsanwaltschaft I des Kan-
tons Zürich verzichteten mit Eingaben vom 30. und 31. Januar 2018 auf eine
begründete Beschwerdeantwort und beantragten je die Abweisung der Be-
schwerde unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführer (act. 7 und 8),
was den Beschwerdeführern am 2. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht
wurde (act. 9).
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Die Beschwerdeführer reichten der Beschwerdekammer mit Datum vom
9. Februar 2018 eine „Noveneingabe“ ein (act. 10), die dem BJ und der
Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich am 12. Februar 2018 zur Kenntnis
gebracht wurde (act. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1.
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Bulgarien und der Schweiz sind in erster Linie
das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in
Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) sowie das II. Zusatzprotokoll vom 8. No-
vember 2001 zum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in
Strafsachen (SR 0.351.12; Zweites Zusatzprotokoll) massgebend. Überdies
gelangen die Bestimmungen des Übereinkommens vom 8. November 1990
über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von
Erträgen aus Straftaten (Geldwäschereiübereinkommen, GwUe; SR
0.311.53) zur Anwendung.
1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch
stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere An-
forderungen an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV
250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN,
La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 4. Aufl. 2014,
N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale
Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Verord-
nung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1
Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; BGE 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1;
vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte
(BGE 139 II 65 E. 5.4 letzter Absatz; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c;
ZIMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 680 ff.).
Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren sind zudem die Bestimmungen
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; Art. 39 Abs. 2 lit. b
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG; BGE 139 II 404 E. 6/8.2; ZIMMERMANN,
a.a.O., N. 273) anwendbar.
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2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen Behörde unterliegt der