Decision ID: a7b25e01-cee8-437b-b6ef-9009aed9cd37
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1963, gelernte
Coiffeuse
, seit 1986 selbstän
dig erwerbstätig, meldete sich im März 1999 zum Bezug von Leistungen der In
va
lidenversicherung an (
Urk.
7/1).
Die
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zog zur Abklärung der erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/2)
sowie
Berichte der behandelnden Ärzte
bei
(
Urk.
7/5
-6
,
Urk.
7/17)
. Ebenso führte sie
eine Abklärung für
Selbständigerwerbende
und eine Abklärung im Haushalt
durch
(
Bericht vom 2
0.
Oktober 1999;
Urk.
7/14)
. Mit Verfügung vom 2
0.
April
2000 sprach
die
IV-Stelle
der Versicherten
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
mit Wirkung ab
1.
März 1999
eine halbe Rente zu (
Urk.
7/24
-25
). Im Februar 2002 wurde ein Revisionsverfahren eingeleitet. Nach Einholung eines Verlaufsberichts bei
Dr.
med.
Y._
,
Oberarzt an der
Z._
(
Urk.
7/34)
,
teilte
die IV-Stelle
der Versicherten
am 2
4.
Juli 2002
mit
, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige halbe Rente (
Urk.
7/36).
Ein weiteres im Februar 2003 eingeleitetes Revisionsverfahren
endete
ebenfalls mit einem unver
änderten Rentenanspruch (
Mitteilung vom 1
9.
Mai 2003,
Urk.
7/42). Im Mai 2006 wurde ein weiteres Revisionsverfahren eingeleitet
(
Urk.
7/43)
. Die IV-Stelle holte einen Arztbericht von
Dr.
Y._
ein (
Urk.
7/46) und führte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch (
Urk.
7/54). Mit Vorbescheid vom 2
6.
April 2007 stellte sie der Versicherten die Einstellung der IV-Rente in Aussicht (
Urk.
7/57).
Die Versicherte erhob am 1
8.
Mai 2007 Einwand (
Urk.
7/60).
Am
9
.
August
2007 verfügte die IV-Stelle
, die bisherige halbe Rente werde auf eine
Viertelsrente
herabgesetzt
(
Urk.
7/66-67)
.
1.2
Im Mai 2010 leitete die IV-Stelle
erneut ein
Revisionsverfahren ein.
Die Versi
cher
te teilte der IV-Stelle mit dem ausgefüllten Revisionsfragebogen am 3
0.
Mai 2010 mit, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, dies seit etwa zwei Jah
ren. Die Änderung bestehe darin, dass die Wirkung des Medikaments
Humira
nachlasse. Es sei zu wiederholten Kniegelenksergüssen gekommen (
Urk.
7/70/1-3).
Nachdem die IV-Stelle
zunächst einen Verlaufsbericht von
Dr.
Y._
einge
holt hatte, ordnete sie eine medizinische Abklärung an und gab bei
Dr.
med.
A._
,
FMH Inner
e Medizin
und Rheumaerkrankungen
, ein
Gutachten in Auftrag, welches dieser am
4.
Mai 2011 erstattete
(
Urk.
7/75
).
Am
5.
Juli 2011 fand ein Standortgespräch zwischen der IV-Stelle und der Versicherten statt, im Rahmen dessen die Versicherte erklärte, sie verzichte momentan auf berufliche Mass
nahmen (
Urk.
7/81).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
stellte die
IV-Stelle
die Invalidenrente mit Verfügung
vom
2
0.
Februar 2012
per Ende des der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats, das heisst per Ende März 2012 ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wir
kung entzogen
(
Urk.
2
[=
7/107
]
).
2.
Dag
egen liess die Versicherte mit Eingabe vom 2
1.
März 2012 (
Urk.
1) Be
schwer
de erheben. Sie beantragte, die angefochtene Verfügung
sei
aufzuheben
und es sei ihr weiterhin eine
Viertelsrente
auszurichten
. Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Vernehmlassung vom
9.
Mai 2012 Antrag auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1
0.
Mai 2012 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien
und die eingereichten Unterlagen
wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der
Aus
wir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des
auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff;
Urteil des Bundesgerichts in Sachen A. vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen
Rentenver
fügung
erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V
368 E. 2 S. 369).
Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, dass die Er
mittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Ele
mente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme zweifello
ser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen
Rentenzuspre
chung
darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts
9C_438/2009,
vom 26. März 2010, E. 2.2 und
9C_562/2008,
vom 3. November 2008, E. 2.2 mit Hinweisen; ferner BGE 129 V 433
Erw
. 3, 125 V 368 E. 2 und 3).
1.
3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG in der seit 1. Januar 2008
geltenden Fassung).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versi
cherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG; bis 31. Dezember 2007:
Art.
28
Abs.
1 IVG).
1.
5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
de
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend
, ob eine
anspruchsbeinflussende
Änderung des Inv
aliditätsgrades eingetreten ist
.
Die IV-Stelle hielt gestützt auf das Gutach
ten von
Dr.
A._
dafür,
es sei seit der letzten Rentenrevision zu einer
w
e
i
te
ren wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustands gekommen, da in der an
gestammten Tätigkeit als
Coiffeuse
nur noch eine Arbeitsunfähigkeit von
20
–
25
%
bestehe (
Urk.
7/88-89).
Demgegenüber wird von der Beschwerdefüh
rerin vorgebracht,
Dr.
A._
vermöge nicht darzutun, inwiefern sich der Gesund
heits
zustand der Beschwerdeführerin ab August 2007 gebessert haben soll. Zufolge Fehlens eines Revisionsgrundes sei die Rentenaufhebung nicht zulässig (
Urk.
1).
3.
3.1
Die
Rentenzusprache
mit Verfügung vom 2
0.
März 2000 beruhte auf folgenden ärztlichen Beurteilungen:
3.1.1
Dr.
med.
B._
,
Facharzt Allgemeine Me
dizin FMH,
führte in seinem Arztbericht
vom 1
1.
Mai 1999
aus, die Beschwerdeführerin sei in allen körperlichen Tätigkeiten eingeschränkt, welche insbesondere den Rücken belas
teten. In ihrer angestammten Tätigkeit als
Coiffeuse
sei sie zu 60
%
einge
schränkt, als Hausfrau zu 20
%
. Der Gesundheitsschaden bestehe seit mindes
tens März 1998 (
Urk.
7/5/1-3).
3.1.2
Dr.
med.
C._
,
Spezial
arzt für Innere Medizin, spez. Rheumatologie,
stellte am 2
5.
April 1998 die Diagnose dringender Verdacht auf
seronegative
Spondylar
thropathie
, bei bilateraler
Sacroileitis
und Wirbelsäulenbefall
, möglicher Arthri
tis im Schultergelenk rechts und in den
sternocostalen
bzw.
sternoclaviculären
Gelenken, anamnestisch
palmoplantarer
Pustulose
, DD: SAPHO (
Arthroos
teitis
pustulosa
)
(
Urk.
7/5/5).
3.1.
3
In seinem Arztbericht vom
2.
Juni 1999 hielt
Dr.
C._
fest,
aufgrund der bei der Beschwerdeführerin bestehenden
entzündlich-
rheumatische
n
Erkrankung kom
me eine schwere Arbeit
für sie
nicht in Frage.
Die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau betrage 80
%
, wobei die Beschwerdeführerin praktisch alle Arbeiten selber aus
übe, aber hierzu deutlich mehr Zeit benötige (theoretisch aber sei von einer 20%igen Einschränkung auszugehen). Al
s Erwerbstätige sei sie
zwischen Juni 1998 und Februar 1999 zu 50
%
eingeschränkt gewesen, seit dem
1.
März 1999 betrage die Arbeitsunfähigkeit 60
%
(
Urk.
7/6/4).
3.1.
4
Am 1
4.
Dezember 1999 berichtete
Dr.
C._
,
die Beschwerdeführerin leide an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die ähnlich wie der Morbus
Bech
te
rew
sei, zusätzlich aber noch Hautveränderungen an Händen und Füssen zur Folge habe. In diesem Sinne gebe es keine eigentliche
behinderungsange
passte
Erwerbstätigkeit. Die Beschwerdeführerin könne als
Coiffeuse
3 – 4 Stun
den pro Tag arbeiten. Ein ähnlicher Umfang wäre auch in einer anderen
be
hinde
rungs
an
gepassten
Tätigkeit vorstellbar. Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis Ende
Dezem
ber 1999 noch 60
%
, für die Zeit danach sei die Arbeitsfähigkeit noch unbestimmt (
Urk.
7/17/4).
3.1.5
Gemäss dem Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vom 2
0.
Oktober 1999
ist
die Versicherte seit 1986 in selbständiger Tätigkeit als
Coiffeuse
tätig gewesen
. Per Ende 1998 habe sie den Betrieb aufgegeben.
Der
Abklärungs
bericht
Haushalt selbigen Datums ging davon aus, dass die Versicherte
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
zu 80
%
im Erwerbsbereic
h und zu 20
%
im Haushalt tätig wäre
. Im Haushalt betrage die Einschränkung 9
%
(
Urk.
9/14).
3.1
.
6
Die Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf die
ge
nannten
Abklärungen
bei einem IV-Grad von 50
%
(Haushaltanteil von 20
%
x Einschränkung von 9
%
= Teil-IV-Grad
2
%
; Anteil Erwerbstätigkeit von 80
%
x Einschränkung von
60
%
=
48
%
Teil-IV-Grad)
mit Verfügung vom 2
0.
April 2000 eine halbe Rente zu (
Urk.
7/
24-25)
.
3.2
Dem Verlaufsbericht von
Dr.
Y._
vom
3.
Juni 2002
ist zu entnehmen, bei der Beschwerdeführerin sei bei bekanntem SAPHO-Syndrom eine Therapie mit einem TNF-Alpha-Blocker durchgeführt worden, wobei die Beschwerdeführerin bezüglich Beschwerden und Entzündungsaktivität gut angesprochen habe. Vorder
ha
nd könne aber bezüglich weiteren
Verlauf
s
keine abschliessende Beur
teilung abgegeben werden, da dieser Therapieansatz sehr neu sei und über das weitere Ansprechen beziehungsweise die Häufigkeit allenfalls weiterer
Infusi
onsbehandlungen
zum jetzigen Zeitpunkt noch wenig bekannt sei (
Urk.
7/33).
Gestützt auf diesen Bericht wurde die der Beschwerdeführerin ausgerichtete Rente im Rahmen des im Februar 2002 eröffneten Rentenrevisionsverfahrens bestätigt (
Urk.
7/36).
3.3
Dem Verlaufsbericht
von
Dr.
Y._
vom 1
3.
Mai 2003
ist zu entnehmen, anfänglich sei es unter der neuen Therapie mit einem TNF-Alpha-Blocker (
Remi
cade
) zu einer deutlichen Suppression der Entzündungsparameter im Labor und zu einer Beschwerdereduktion/-freiheit gekommen. Im Verlauf habe sich die Wirksamkeit von
Remicade
indes
verkürzt und zwischenzeitlich sei eine hoch
dosierte Einnahme von Prednison sowie
nichtsteroidalen
Antirheumatika not
wendig
geworden
. Auch heute halte die Wirkung von
Remicade
nur noch wenige Wochen an, so dass die weitere Therapie mit
diesem Medikament
vorerst beendet werde.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit habe sich angesichts der nun
mehr nicht mehr erfolgreichen Therapiemassnahmen keine Änderung ergeben (
Urk.
7/40).
Gestützt auf diesen Bericht des behandelnden Facharztes wurde der Beschwerdeführerin am 1
9.
Mai 2003 mitgeteilt, sie habe weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Rente
(
Urk.
7/42).
3.4
Dr.
Y._
berichtete am
2
0.
Juli 2006
, d
er Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin
sei stabil
. Unter der aktuellen Anti-TNF-alpha-Therapie sei es ge
samthaft zu einer Reduktion der
artikulären
und humoralen
Entzündungsakti
vität
gekommen. Trotzdem bestünden intermittierende Entzündungsaktivitäten, welche eine systemische Steroidbehandlung notwendig machen würden. Medi
zinisch dürfte eine körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit zu 50
%
zumutbar sein. Die Einschränkung
en
begründeten sich mit den entzündlichen Veränderungen und
Aktivitätsexazerbationen
(
Urk.
7/46)
.
Die
Beschwerdegeg
nerin
nahm
in der Folge
an, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ver
bessert habe, errechnete einen Invaliditätsgrad von 46
%
und setzte
die bisherige halbe Rente
mit Verfügung vom
9.
August 2007 per
1.
Oktober 2007
auf eine
Viertelsrente
herab
(
Urk.
7/66-67).
3.
5
3.
5
.1
I
m rheumatologischen Gutachten vom
4.
Mai 2011
werden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:
Seronegative
Spondylarthro
pathie
mit axialem und mit peripherem Gelenksbefall (Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke). Unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden genannt: Hypermobilität-Syndrom (Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke
)
; Adipositas mit Body-Mass-Index 35.5 kg/m
2
;
Gonarthrosen
; Nikotinkonsum von ca. 25 pack
years
(
Urk.
7/75/
7
)
.
3.
5
.2
In seiner Beurteilung führt der Gutachter aus, i
n der klinischen Unte
rsuchung würden eine Adipositas
, ein hypermobiler Gelenkscharakter,
leichtgradige
Be
wegungseinschränkungen
der Brust- und der Lendenwirbelsäule, und darüber hinaus, abgestützt auf objektive Befunde, ein weitgehend normaler Habitus
im
ponieren
.
Ende der 90er-Jahre sei bei der Beschwerdeführerin eine
seronegative
Spondyloarthropathie
diagnostiziert worden. Gemäss dem
Skelettszintigraphie
befund
vom 2
7.
April 1998 habe dannzumal eine beträchtliche entzündliche Aktivität bestanden. Nach Aufnahme der antiphlogistischen Behandlung habe sich die Entzündungsaktivität, sowohl anamnestisch als auch klinisch beurteilt, deutlich zurückgebildet. Die Beschwerdeführerin habe bestätigt, dass sie damals auch Phasen der Beschwerdefreiheit
ge
kannt
hab
e. Nach dem Eintausch des TNF-alpha-Hemmers in Enbrel
/®
sei im Arztbericht vom 2
0.
Juli 2006 die
Reduktion der
artikulären
und der humoralen Entzündungsaktivität beschrieben worden. I
n den letzten Jahren
seien gemäss Angaben der Beschwerde
führerin ca.
zweimal jährlich grössere Entzündungsschübe aufgetreten, die jeweils den vorüber
ge
henden Einsatz von Kortison notwendig gemacht hätten. Die mitgebrachten
Labor
werte
hätten
seit März 2008 eine
geringgradige
humorale Aktivität
doku
men
tiert
.
Abgesehen von d
en Entzündungsschüben beschreibe
die
Beschwerde
führerin
zumeist mechanisch abstützbare Beschwerden, die in den letzten Jah
ren vorwiegend den Rücken und die Kniegelenke betroffen hätten. Die Knie
ge
lenke hätten in den Entzündungsschüben Gelenksergüsse aufgewiesen, die in den MRI-Abklärungen des rechten Kniegelenkes vom 2
7.
Dezember 2007 und vom
8.
Juli 2010 zur Darstellung gelangt seien. Die Gelenkspunktionen des rechten Kniegelenks vom
6.
Mai 2009 und vom
4.
Januar 2011
hätten
jeweils
leichtgradig
entzündliche
Gelenkspunktate
dokumentiert
. Konkret heisse das, dass auch unter der derzeit bestehenden analgetisch-antiphlogistischen Medika
tion keine vollständige Suppression der entzündlichen Systemaffektion vorliege. Die Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule
hätten
langsam progrediente
Syndes
mophyten
gezeigt
, insbesondere im Bereich der Brustwirbelsäule, sowie
postent
zündliche
Veränderungen der
Iliosakralgelenke
. Diese entzündlich bedingten Veränderungen
hätten
zu einer
geringgradigen
Bewegungseinschränkung der Brust- und der Lendenwirbelsäule
geführt
. Eine relevante
Bewegungseinschrän
kung
der Wirbelsäule könne aktuell indes nicht bestätigt werden.
Es
liege somit eine langsam progredient verlaufende entzündliche Systemaffektion vom Typus der
seronegativen
Spondyloarthropathie
vor
(
Urk.
7/75/7-9)
.
Neben der entzündlichen Systemaffektion, die sicherlich axiale und periphere Arthralgien begründen könne, bestehe zudem eine weitere Systemproblematik mit dem Hypermobilitätssyndrom.
Sodann werde im rheumatologischen
Konsi
liumsbericht
vom 2
5.
April 1998 und im IV-Arztbericht vom
2.
Juni 1999 bezüglich der Differentialdiagnose der
seronegativen
Spondyloarthropathie
ein SAPHO-Syndrom diskutiert. Bezüglich dieser Diagnose
respektive
Differential
diagnose würden
sich keine therapeutischen Konsequenzen ergeben. Was
die
palmoplantare
Pustulose
betreffe, die Ende der 90er-Jahre bestanden habe, habe sich diese unter der damals eingeleiteten antiphlogistischen Medikation zurück
gebildet
(
Urk.
7/75/9)
.
An den oberen Extremitäten seien, abgesehen von dem hypermobilen
Gelenks
charakter
sowie von
leichtgradigen
, altersentsprechenden DIP-Arthrosen der Zeige- und der Mittelfinger kein klinisch-pathologischer Befund und kein Hinweis auf eine funktionelle Einschränkung zu objektivieren.
Insbesondere bestünden
keine Hinweise für eine
subakromiale
Sehneneinklemmungsproble
matik
, auf eine Läsion der
Rotatorenmanschette
oder auf eine periphere
Nerven
einklemmungsproblematik
.
Die Röntgenaufnahmen der Hände (21.01.2009) hätten, entsprechend des klinischen Eindruckes,
leichtgradige
DIP-Arthrosen der Zeige- und der Mittelfinger dokumentiert und keinen Hinweis auf entzündlich bedingte Veränderungen. Die im April 2011 neu erstellten Röntgenaufnahmen
hätten gemäss Angaben des Hausarztes keinen krankhaften Befund gezeigt
(
Urk.
7/75/9-10)
.
Im Bereich der Wirbelsäule schildere die Beschwerdeführerin die Bewegungen aller axialen Bewegungssegmente in allen Ebenen als schmerzlos. Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule bestünden phasenweise, wobei obere und untere Rückenschmerzen gegenüber den mittleren Rückenschmerzen im Vordergrund stünden. Phänomenologisch beurteilt bestünden
spondylogene
Beschwerden. Anlässlich der klinischen Untersuchung sei die Halswirbelsäule allseits frei be
weglich gewesen. Im Bereich der Brust- und der Lendenwirbelsäule seien allseits zu einem Drittel eingeschränkte Bewegungsamplituden zu objektivieren. Die Palpation der paravertebralen Weichteile der ganzen Wirbelsäule werde als schmerzlos beschrieben. Ein klinisch-pathologischer Weichteilbefund, wie ein Muskelhypertonus oder eine
Myogelose
,
sei nicht zu objektivieren.
Anamnes
tisch und klinisch bestünden keine Hinweise auf ein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom, einen symptomatisch engen Spinalkanal, einen
Nervendeh
nungsschmerz
oder eine Irritation/Kompression des Gefäss-Nervenbündels, zum Beispiel im Sinne einer
Thoracic
-Outlet-Komponente. Die Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule
hätten
im Bereich der Halswirbelsäule zu keinem Zeitpunkt einen pathologischen Befund
dokumentiert
. Im Bereich der Brustwirbelsäule bestünden langsam progredient verlaufende
Syndesmophyten
, welche eine
leichtgradige
Bewegungseinschränkung begründeten. Im Bereich der
Lenden
wirbelsäule
kämen seit dem 2
2.
Februar 2005 stationär ausgeprägte
postent
zündliche
Veränderungen der
Iliosakralgelenke
und eine
leichtgradige
Osteo
chon
drose
von LWK4/5, welche als altersentsprechender
Be
f
und
einzustu
fen sei, zur Darstellung. Diese
Veränderungen begründeten ebenfalls eine
leichtgradige
Bewegungseinschränkung, die sich auch klinisch feststellen lasse. Eine relevante Arthrose komme radiologisch in keinem axialen Bewegungssegment zur Dar
stellung
(
Urk.
7/75/10)
.
An den unteren Extremitäten seien die aktive und die passive Beweglichkeit der Hüftgelenke beidseits frei. Die Kniegelenke würden beidseits eine
leichtgradige
Genu
valgum
-Komponente und ansonsten altersentsprechend normale Befunde aufweisen.
Die Kniegelenksbeweglichkeit sei beidseits frei mit einer Flexion/Ex
ten
sion von je 130-0-5°. Hinweise auf eine Gelenk
s
instabilität, auf einen Gelenkserguss, auf ein Meniskuszeichen oder eine die Altersnorm über
schrei
tende
retropatelläre
Krepitation seien klinisch nicht zu objektivieren. Die ergän
zend durchgeführten Röntgenaufnahmen der Kniegelenke hätten beidseits eine
leicht
gradige
Arthrose des medialen Gelenkskompartimentes
ergeben
.
Dies
be
züglich sei auf die epidemiologische Datenlage zu verweisen. Bei einer Adipo
sitas sei das Risiko für die Entwicklung einer
Gonarthrose
respektive
für die
Progredienz einer bereits etablierten
Gonarthrose
erhöht. Auch deshalb seien gewichtsreduzierende Massnahmen dringend indiziert. In Bezug auf d
ie mitge
brachten MRI-Abklärungen des rechten Kniegelenks
sei festzuhalten, dass diese
weder im Dezember 2007 noch im Juli 2010 eine relevante
S
chädigung der Kniebinnenstrukturen gezeigt
hätten
.
Was weiter die
Senk- und
Spreizfusskom
ponente
betreffe,
würden keine typischen Beschwerden beschrieben.
Die
Spreiz
fusskomponente
komme, entsprechend des klinischen Eindrucks, auch in den mitgebrachten Röntgenaufnahmen der Füsse zur Darstellung. Die im April 2011 aktualisierten Röntgenaufnahmen der Füsse hätten indes keine weiteren patho
lo
gischen Befunde
gezeigt
(
Urk.
7/75/10-11)
.
Allgemein
internistisch seien, abgesehen von der Adipositas, keine relevanten klinisch-pathologischen Befunde zu objektivieren
(
Urk.
7/75/11)
.
In den ergänzend durchgeführten Untersuchungen seien zudem keine Hinweise auf eine metabolische Störung, auf ein
radi
k
uläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom oder auf eine paraneoplastische Komponente zu objektivieren gewesen.
Insge
samt seien die von der Versicherten geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität als weitgehend, aber nicht vollumfänglich, auf die ob
jektivierbaren somatisch-pa
thologischen Befunde abstützbar
(
Urk.
7/75/
11-12
)
.
Bezugnehmend auf frühere ärztliche Einschätzungen führte
Dr
.
A._
aus, die im
Konsiliumsbericht
vom 2
5.
April 1998 beschriebenen Befunde könne er unter
dessen nicht mehr vollumfänglich bestätigen.
So sei die Halswirbelsäule wieder allseits beweglich frei. Die
sternocostalen
und
sternoklavikulären
Gelenke sei
en
nicht mehr
druckdolent
.
Insofern habe sich seither der Gesundheitszustand ver
bessert
. I
m
rheumatologischen
Konsiliumsbericht
vom
7.
Mai 1998 seien keine Angaben zu den Befunden gemacht worden. Damals sei aufgrund der
Ske
lettszin
tigraphiebefunde
eine beträchtliche humorale Aktivität angenommen worden. Diese habe sich unterdessen zurückgebildet. Im
Arztbericht vom
2.
Juni 1999 seien ebenfalls Befunde
beschrieben
worden, die inzwischen nicht mehr vollumfänglich bestätigt werden könnten.
So bestehe heute, klinisch und radi
o
logisch beurteilt, keine Hyperky
ph
o
se mehr. Die Halswirbelsäule sei in ihrer Beweglichkeit nicht mehr eingeschränkt. Es bestehe keine
Druckdolenz
und keine leichte Schwellung im Bereich des Sternums und
Sternoklavikulargelenks
links mehr. Insofern habe sich der Gesundheitszustand seither verbessert, wobei im Anschluss an diesen IV-Arztbericht die analgetisch-antiphlogistische Medi
kation wie zuvor beschrieben, intensiviert worden sei. Im IV-Arztbericht vom 1
3.
Mai 2003 würden keine Angaben zu den Befunden gemacht. Hingegen sei erwähnt, dass es unter dem TNF-alpha-Hemmer
Remicade
zu einer deutlichen
Supression
der Entzündungsaktivität gekommen
sei. Auch im Arztbericht vom 2
0.
Juli 2006 seien keine Angaben zu den Befunden
gemacht worden. Hingegen werde
ebenfalls beschrieben, unter der Behandlung mit dem TNF-alpha Hemmer sei eine Reduktion der
artikulären
und der humoralen Entzündungsaktivität eingetreten.
Weil in keinem der IV-Arztberichte, die nach der Mitteilung des Berichts vom 1
7.
Januar 2000 datiert seien, Angaben zu den Befunden gemacht worden seien, sei der Zeitpunkt der Verbesserung des Gesundheitszustands nicht zu definieren.
Es sei anzunehmen, dass die
Verbesserung des Gesundheitszu
stands
bis zum Zeitpunkt der Erstattung des IV-Arztberichts vom 2
8.
Juni 2010, jedenfalls
spätestens
bis
zum
Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung
eingetreten sei
(
Urk.
7/75/12-14
, 16
)
.
Was die Arbeitsfähigkeit betreffe,
habe, nachdem wie zuvor beschrieben eine Verbesserung des Gesundheitszustands zu verzeichnen sei, das Ausmass der Einschränkung abgenommen. Die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, in der angestammten Tätigkeit als
Coiffeuse
bereits
seit Juni 2010 bzw. spätestens seit dem Zeitpunkt der aktuellen Begut
achtung zu max. 20 – 25
%
eingeschränkt.
Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch – mit vermindertem Arbeitstempo
-
über den Tag verteilt geleistet werden. Für eine angepasste Verweistätigkeit sei
aus so
matisch-rheumatologischer Sicht
spätestens seit dem Jahr 2002 keine
Ein
schränkung der
Arbeitsfähigkeit mehr festzustellen
.
Bezüglich Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil sei aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit zu formulieren, zumal derartige Tätigkeiten in idealer Weise mit reduzier
tem Tempo über den Tag verteilt ausgeführt werden könnten
(
Urk.
7/
75/15
).
Abschliessend weist der Gutachter darauf hin, dass von einer
Entzündungser
krankung
betroffene Personen vielfach vollumfänglich einer Arbeit nachgehen würden, dies auch wenn sie mit analgetisch und entzündungshemmend wirken
den Medikamenten behandelt würden. Entzündungsschübe hätten nicht zwin
gend eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge
(
Urk.
7/75/16
)
.
3.
5
.3
Nachdem die Beschwerdeführerin in ihrem Einwand vom 2
7.
Oktober 2011
(
Urk.
7/98)
geltend gemacht hatte, dass
Dr.
A._
in seinem Gutachten neu hinzu
gekommene
Gonarthriden
nicht berücksichtigt bzw. die von
Dr.
Y._
im
Arztbericht vom 2
8.
Juni 2010 dargelegte Verschlechterung des Gesundheitszu
stands ausser Acht gelassen habe, nahm der Gutachter mit Schreiben vom 1
5.
November 2011 dazu Stellung.
Dr.
A._
führte aus, die Auffassung der Be
schwerdeführerin sei nicht zutreffend. In dem Gutachten
w
e
rde
sowohl
auf
die Beschwerden wie auch
auf
die klinischen und radiologischen Befunde hinsicht
lich der Kniegelenke
eingegangen
. Die entzündliche Systemaffektion sei in der
Beurteilung diskutiert worden. Die passager bestehenden entzündlichen Befunde der Kniegelenke seien summarisch in der Diagnose
erwähnt (Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke in Bezug auf eine
seronegative
Spondyloarthro
pathie
mit axialem und peripherem Gelenkbefall). Im Rahmen der entzündlichen Systemaffektion gelte es nicht nur entzündliche Veränderungen an den Kniege
lenken, sondern auch an den übrigen peripheren und axialen Gelenken zu be
rücksichtigen. Diesen Aspekten sei im Gutachten Rechnung getragen worden. Der IV-Arztbericht vom 2
8.
Juni 2010 sei im Gutachten ebenfalls diskutiert worden (
Urk.
7/100).
4.
4.1
Es stellt sich die Frage, inwieweit vorliegend auf das
rheumatologische
Gutach
ten abgestellt werden kann und ob damit eine Verbesserung des Gesundheits
zustands ausgewiesen ist.
Dr.
A._
gelangte
zum Ergebnis,
ein Vergleich
der Befunde, wie sie in den Berichten vom 2
5.
April 1998,
vom
7.
Mai 1998,
vom
2.
Juni 1999 und vom 1
4.
Dezember 1999 erwähnt worden seien,
mit den heute zu erhebenden Befunden ergebe eine
Verbesserung des Gesundheitszustands
(vgl. E. 3.
5
.2)
.
4.2
Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung
,
eine Verbesserung des Gesundheits
zustands seit der letzten Revision sei nicht ausgewiesen.
Sie
lässt vortragen,
dass
ihre Erkrankung in schubförmigen Entzündungsaktivit
ät
en
verlaufe
. Diese würden insbesondere dann auftreten, wenn sie an ihre körperlichen Grenzen gehe. Ferner sei dem Arztbericht vom 1
2.
November 2011 zu entnehmen, dass sie zuletzt wieder vermehrt unter Beschwerden im
Sternumsbereich
gelitten habe. Im Übrigen habe auch
Dr.
A._
im Rahmen der Begutachtung eine
Bewe
gungseinschränkung
der Brust- und Lendenwirbelsäule festgestellt.
Der Auf
fassung der Beschwerdeführerin
k
ann
nicht gefolgt werden. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands, wie sie von
Dr.
Y._
in des
sen Berichten vom 2
8.
Juni 2010 (
Urk.
7/73) bzw.
vom
1
2.
November 2011 (
Urk.
7/101) beschrieben worden ist, erscheint nicht schlüssig.
Dr.
A._
setzte sich in seinem Gutachten mit der Krankheit der Beschwerdeführerin
sorgfältig
auseinander.
Die Entzündungsschübe, die bei der Beschwerdeführerin bereits in der Vergangenheit aufgetreten seien, werden in dem Gutachten mehrfach er
wähnt (vgl.
Urk.
7/75/8), die gutachterliche Beurteilung ist mit anderen Worten in Kenntnis derselben erfolgt.
Explizit wird gar darauf hingewiesen, dass
Ent
zündungsschübe
nicht zwingend eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten (
Urk.
7/75/16).
Sodann
ist eine Bewegungseinschränkung der Brust- und Lendenwirbelsäule in dem Gutachten zwar in der Tat erwähnt, indes
wird sie als
nicht
relevant eingestuft (
Urk.
7/75/9).
Was die Beschwerden im
Sternumsbereich
betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass im Zeitpunkt der letzten Revision gemäss dem Arztbericht von
Dr.
Y._
vom 2
0.
Juli 2007
nebst Schmerzen im Lendenbereich gerade solche Beschwerden im
Sternumsbereich
(Brustbereich) im Vordergrund standen.
Gemäss dem neusten Bericht von
Dr.
Y._
vom 1
2.
November 2011 spielen derartige Beschwerden offenbar nach wie vor eine Rolle (
Urk.
7/101)
.
Nachdem der Gutachter im
Sternums
bereich
und im Bereich des
Sternoklavikulargelenks
links
zwischenzeitlich
indes
keine
rlei
Schwellung bzw. keine
rlei
Druckdolenz
mehr objektivieren konnte, ist
hier
von einer Verbesserung
auszugehen.
4.
3
In zeitlicher Hinsicht ist
wie erwähnt zu beachten
, dass
Dr.
A._
den genauen Zeitpunkt der Verbesserung nicht genau bestimmen konnte.
Aufgrund der Akten ist jedoch erstellt, dass
sich seit der letzten Revision eine weitere Verbes
serung ergeben hat
.
Diesbezüglich sei nochmals auf die Ausführungen von
Dr.
A._
hingewiesen, wonach sich
die
in den Jahren 1998/99 beschriebene
n
Befunde (Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule, Hyperkyphose,
Druckdolenz
an Sternum und
Sternoklavikulargelenk
) unterdessen nicht mehr vollumfänglich bestätigen liessen. Der im Rahmen des letzten
Revisionsverfah
rens
eingeholte Verlaufsbericht von
Dr.
Y._
hatte nichts von solchen Ver
besserungen erwähnt.
Wesentlich erscheint sodann
ebenfalls
, dass seit der letz
ten Revision auch eine erhebliche Reduktion der Arbeitsunfähigkeit
eingetreten ist
.
W
ährend
Dr.
Y._
am 2
0.
Juli
2006 die Arbeitsfähigkeit auf 50
%
schätzte
,
ging
Dr
.
A._
von einer Arbeitsunfähigkeit von
nur noch
20 – 25
%
in der angestammten
Tätigkeit
aus.
4.
4
Gesamthaft ist festzustellen, dass das Gutachten umfassend, schlüssig und gut nachvollziehbar erscheint. Es
darf gestützt auf die
Gutachte
rergebnisse
davon
ausgegangen werden
, dass zwischen der letzten und der aktuellen Revision eine
(weitere)
massgebende Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerde
führerin eingetreten ist.
Im Erwerbsbereich ist damit von einer 20 – 25%igen Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
hinsichtlich der angestammten Tätigkeit
auszugehen. Bezüglich einer angepassten Tätigkeit ist hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen.
Bei der vorliegenden Sachlage kann im Übrigen offen bleiben, ob die rentenzusprechende Verfügung nicht als zweifellos un
richtig zu betrachten wäre, was bei Annahme eines unveränderten Gesundheits
zustandes allenfalls hätte geprüft werden müssen.
5.
Nach der medizinisch-theoretischen 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidens
adaptierten
Tätigkeit richtet sich nachstehend die Bemessung des
Invaliditäts
grads
.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er
stellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen).
5.2.
2
Die
Beschwerdegegnerin stellte zur Berechnung des
Valideneinkommens
nicht auf
das
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen ab, sondern zog die Daten der Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bundesamts für Statistik heran.
Entgegen der von ihr vertretenen Auffassung
ist
jedoch nicht erstellt, dass
der ab 1996
bei der Beschwerdeführ
erin eingetretene Gewinnrückgang auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen ist. Es ist vorliegend deshalb kein Grund ersichtlich, von den tatsächlich erzielten Einkommen
abzuweichen.
Gemäss
IK-Auszug (
Urk.
7/2) waren der Beschwerdeführerin in den letzten fünf Jahren vor der Aufgabe ihres Geschäfts folgende Einkünfte zugeflossen:
Fr.
38‘800.-- (1994);
Fr.
38‘800.-- (1995);
Fr.
47‘600.-- (1996);
Fr.
47‘600.-- (1997);
Fr.
28‘330.-- (1998; nur Monate Januar – Oktober; entspricht auf zwölf Monate hochgerechnet
Fr.
33‘996.--). Angesichts der ausgewiesenen Schwankungen erscheint es sach
gerecht, zur Bestimmung d
e
s
Validen
einkommens
auf einen Durch
schnitts
wert abzustellen. Der Durchschnitt der letzten fünf Jahre
(1994 - 1998)
dürfte ein zureichend ausgewogenes Resultat ergeben. Auf diese Weise errechnet sich ein Einkommen von
Fr.
41‘359.
--.
Zu berücksichtigen ist sodann die
Nominal
lohn
entwicklung
bis ins Jahr 201
1
(
Index Frauen 1994: 2051; Index Frauen 2011:
2604; ent
spricht einer Steigerung von 27
%
;
vgl. die auf der Website des Bun
desamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter der Rubrik "03 - Arbeit und Erwerb" und der Unterrubrik "Löhne, Erwerbseinkommen" publizierten
Lohn
entwicklungs
daten
)
. Diesbezüglich ergibt
sich ein Betrag von
Fr.
52‘510.--
.
Bei eine
r Erwerbs
tätigkeit im Umfang eines Pensums
von 80
%
resultiert so ein
V
aliden
einkommen
von
Fr.
42‘008.--.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche
Wo
chenarbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.3.2
Vorliegend ist festzustellen
, dass die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht bzw
.
sie
ihr noch vorhandenes Restarbeitsfähigkeitspotential nicht ausschöpft. Aufgrund dessen
ist
das Invalideneinkommen
anhand der
Ta
bellenlöhne
der LSE zu ermitteln.
Anwendbar ist
die LSE-Tabelle TA1, Privater Sektor, Total Anforderungsniveau
4.
Im Jahr 2010
lag der
Zentralwert der
weiblichen Arbeitskräfte
bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei
Fr.
4‘2
25
.--. Umgerechnet auf ein Jahr und unter Berücksichtigung der im Jahr 2
010
betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden pro Woche ergibt dies einen Betrag von
Fr.
52‘7
28
.--.
Wiederum
zu berücksichtigen ist die
Nominal
lohnentwicklung
im Jahr 2011
(Index Frauen 2010: 2579; Index Frauen 2011: 2604)
, so das
s
im Ergebnis ein Invalideneinkommen von
Fr.
53‘
239
.
--
resultiert
.
5.
3.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Vorliegend gewährte die
Beschwerdegegnerin einen Leidensabzug von 15
%
. Sie legte dar, es sei als lohnmindernd zu berücksichtigen, dass der Beschwerdefüh
rerin nu
r noch leicht- bis mittelgradig
körperlich belastende Arbeiten zumutbar seien, sie zudem auf einen temperierten Raum angewiesen sei und des Weiteren auch die Möglichkeit haben
müsse
, zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln.
Ebenso sei als lohnsenkender Faktor die bereits lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Vorliegend erscheint der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug in der Höhe von 15
%
angemes
sen. Im Ergebnis vermindert sich das Invalideneinkommen auf
Fr.
45‘
253
.--. Bezogen auf ein Arbeitspensum von 80
%
beläuft sich der Betrag auf
Fr.
36‘2
02
.--
.
6.
6.1
Bei
einem
Valideneinkommen
von
Fr.
42‘008.--
und einem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
36’2
02
.--
resultiert
im Erwerbsbereich eine
Einbusse
von
Fr.
5‘806
.--
, was einer Einschränkung von 13,82
%
und einem gewichteten Teilinvaliditätsgrad von 11
%
(0.8 x 13.82)
entspricht
.
6.2
Was die Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich betrifft, stellte die Beschwerdegegnerin auf die
Angaben
gemäss
dem
Haushaltabklä
rungsberic
ht
aus dem Jahr 2007 ab
, wonach sich bei der Beschwerdeführerin
in diesem Bereich
bei einem Anteil von 20
%
und ei
ner Einschränkung von 8
%
ein
Invaliditätsgrad von
2
%
ergebe
.
Diesbezüglich ist indes festzuhalten, dass die Beurteilung aus dem Jahr 2007 nicht mehr als gültig angesehen werden kann, nachdem der Gutachter
Dr.
A._
im Haushaltsbereich
für leicht- bis mit
telgradig körperlich belastende Arbeiten
keinerlei Einschränkung
mehr ausma
chen konnte
(
Urk.
7/75/15)
.
Aus diesem Grund ist im Haushaltsbereich von einer Einschränkung von 0
%
auszugehen bzw. das Vorliegen einer Invalidität zu verneinen.
6.3
Gesamthaft
resultiert aufgrund der Einschränkung im Erwerbsbereich ein
Invali
ditätsgrad
von gerundet 1
1
%
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2)
.
Die Aufhe
bung der Invalidenrente durch die Beschwerdegegnerin
ist
somit nicht zu bean
standen.
7.
7.1
Nach dem Gesagten
ist die Beschwerde unter Bestätigung der angefochtenen Verfügung abzuweisen.
7.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).