Decision ID: 0ae4b359-cda8-52d1-8712-351457f56200
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.
1
X._
, geboren 1959, hat nach dem Besuch der Primarschule und des Gymnasiums keine Ausbildung absolviert und lebt s
eit 1998 in der Schweiz (Urk. 6
/5
/3-4
). Zuletzt hatte er bis Ende Juni 2005 eine Anstellung beim Pflegeheim
Y._
, wo er bis zu seiner Freistellung am 23. April 2005 als Mit
ar
beiter in der Heimküche arbeitete (Urk. 6/14
/2, Urk. 6/14/8-9
). Am 30. Mai 2005 erlitt er einen Herzinfarkt
und in der Folge Re-Infarkte
(Urk.
6/13/4
, Urk. 6/
104/37
).
Am 11. April 2007 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invali
denversicherung wegen Herzbeschwerden zum Leistungsbezug an (Berufs
be
ratung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Rente; Urk.
6
/5). In der Folge klärte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV
-
Stelle), die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse des Versicherten
ab
.
Nach Durchführung des
Vor
bescheidverfahrens
(Urk. 6/18, Urk. 6/20) wies die IV-Stelle
das Leistungsbegehren des Versicher
ten
mit Verfügung vom 7. November 2007
ab (Urk.
6/22
).
Dagegen erhob der Versicherte
am 7. Dezember 2007 Beschwerde
beim
Sozial
ver
sicherungs
gericht
des Kantons Zürich
und beantragte die
Zusprache
einer Rente mit Wirkung ab 1. Mai 2006 (
Urk.
6/35/3-8; Verfahren Nr. IV.2007.01530). Am 15. Dezember 2007 verfügte die
IV-Stelle
die
wie
dererwä
gungs
weise
Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 7. November 2007 zwecks Durchführung neuer Abklärungen (Urk. 6/34) und beantragte dem Gericht das Nichteintreten auf die Beschwerde (Urk. 6/41/2). Der
Versicherte
hielt an seinem Rechtsbegehren fest. Das Gericht trat auf die Beschwerde ein (
Urk.
6/41/3-4) und stellte mi
t Urteil vom 3
0.
April 2008
in Gutheissung der Beschwerde
fest, dass der Versicherte Anspruch auf eine ganz
e Invalidenrente ab dem 1.
Mai 2006 ha
be
(
Urk. 6/41/9)
.
1.2
Die IV-Stelle hatte während des laufenden Gerichtsverfahrens eine
medizi
nische
Abklärung beim
Z._
in Auftrag gegeben (Urk. 6/32). Das
Z._
erstellte
das Gutachten vom 16.
Sep
tember 2008, womit
eine weitere Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes festgestellt wurde und
aufgrund der Herzerkrankung
die des
behandelnden Arzt
es
Dr. med.
A._
,
Facharzt
für Innere Medizin,
spez. Kardiologie,
attestierte
70%ige
Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 6/20, Urk. 6/35/18) in einer
leidensan
gepassten
Tätigkeit
bestätigt wurde
(Urk.
6/43/19-21).
Die IV-Stelle sprach dem Versicherten daraufhin mit Verfügung
en
vom 1
8.
Juni 2009
-
wie bereits gerichtlich entschieden
-
eine
ganze Rente mit Wirkung ab dem 1. Mai 2006 zu (
Urk. 6/54,
Urk.
6/67
).
1.3
Anfang September 2013 eröffnete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren (Urk. 6/82-84) und klärte die aktuellen gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab. Dazu holte sie unter anderem bei der MEDAS
B._
das polydisziplinäre Gutachten
vom 1
4.
Juli 2015 ein (
Urk.
6/104). Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom
1.
September 2015 die Ein
stellung der Rente an (
Urk.
6/107). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 10. September 2015 Einwand (
Urk.
6/108).
Wie angekündigt
hob die IV-Stelle die bisherige ganze Rente
mit Verfügung vom 2
9.
Oktober 2015
auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (Urk. 6/114).
2.
Mit
Eingabe vom
30. November
2015 erhob der Versicherte hiergegen
Beschwerde und beantragte,
die Verfügung vom 2
9.
Oktober 2015
sei aufzu
heben und es
sei
festzustellen, dass auch weiterhin ein Anspruch auf eine (
richtig:
ganze) Rente der Invalidenversicherung mit entsprechender
Leis
tungspflicht
bestehe; eventualiter wäre vorgängig einer Rentenrevision über seinen Ge
sund
heits
zustand ein unabhängiges Obergutachten erstellen zu lassen, wobei seine Verfahrensrechte gemäss
Art.
44 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) zu wahren wären. In pro
zessualer Hinsicht
ersuchte er darum, es
sei die im angefochte
nen Entscheid entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde sofort wie
der herzustellen und es
sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli
gen
sowie
Recht
s
an
walt
Jürg Federspiel
zum
unentgeltlichen Rechtsvertreter zu
ernennen
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der
Beschwer
deantwort
vom
1
9.
Januar 2016
auf A
bweisung der Be
schwerde (Urk. 5
). Mit Verfügung vom
14. Juni 2016
wurde
das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
der Beschwerde abgewiesen und
dem Beschwerde
führer die unent
geltliche
Pro
zessführung
bewilligt
sowie
Rechtanwalt
Jürg Federspiel
als unentgelt
licher Rechtsvertreter für dieses Verfahren bestellt (Urk.
12 S. 5
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die weiteren eingereichten Unter
lagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgeset
zes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Ein
kommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum
Er
werbseinkommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad be
stimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein An
spruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent An
spruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Re
ntenbezügerin oder eines
Renten
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge
ho
ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
de
rung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invalidi
tätsgrad
und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbe
sondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb
lich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Verän
derung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
anspruchs
erheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundes
gerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Im Rah
men einer materiellen Revision (Art. 17 ATSG) ist die Ver
waltung ver
pflich
tet, das Leistungsbegehren in tatsächlicher und recht
licher Hin
sicht all
seitig, das heisst nic
ht nur mit Bezug auf jenes Sachver
halts
segment, in wel
chem eine Änderung glaubhaft gemacht worden ist, zu prü
fen. Dement
sprechend ist das Sozialversi
cherungsgericht befugt (und verpflich
tet),
bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsverhältnisses von Amtes wegen aufzu
greifen, selbst wenn diese bereits in d
er früheren rechtskräftigen Ver
fügung beurteilt wurden (Urteile des Bundes
gerichts
9C_813/2008
vom 8.
April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 8. Oktober 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
gestützt auf das Gutachten der MEDAS
B._
vom 14. Juli 2015 sei davon auszugehen, dass sich der
Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführer
s verbessert habe und ihm seit dem 2
5.
Juni 2015 eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit
in einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit zumutbar sei. Der Einkommensvergleich ergebe keine Einbusse und einen Invaliditätsgrad von 0
%
, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe
(Urk. 2 S. 2).
2.2
Der
Beschwerdeführer
macht dagegen geltend
,
es dürfe wegen formellen und inhaltlichen Mängeln nicht auf das MEDAS-Gutachten abgestellt werden, bei dem es sich um ein klassisch
es Parteigutachten handle, das unter Verletzung von
Art.
44 ATSG eingeholt worden sei und entgegen seinem tatsächlichen Befinden ab dem 1
6.
September 2008 von einer Verbesserung ausgehe. Ins
be
sondere die kardiologische Beurteilung überzeuge nicht.
Der Kardiologe habe lediglich eine neue Beurteilung vorgenommen. Es fehle daher an einem Revisionsgrund, da die Diagnosen und seine Beschwerden noch immer die
selben seien. Im Übrigen hätte, da ein chronisches
lumbo-vertebragenes
Schmerz
syndrom
diagnostiziert worden sei, rechtsprechungsgemäss ein soge
nanntes strukturiertes Beweisverfahren durchgeführt werden müssen, was nachzuholen sei
(
Urk.
1 S. 6 ff.).
2.3
Es ist strittig und zu prüfen,
ob
die Beschwerdegegnerin zu Recht die bis
herige
ganze Rente per 1. Dezember
2015 aufgehoben hat.
Es ist hierzu zu klären, ob s
ich der Invaliditätsgrad seit
der Verfügung vom 7. November 2007 (Urk. 6/22), welche
mit
Urteil
vom
30. April 2008
zugun
s
ten einer ganzen Rente ab dem 1. Mai 2006 aufgehoben wurde (Ur. 6/41/9
)
,
bis zum Erlass
der ange
fochtenen Verfügung vom
29. Oktober
2015 (Urk. 2) in leistungserheblichem
Ausmass verändert hat. Die angefoch
tene Ver
fügung bildet da
bei recht
sp
re
chungsgemäss die zeitliche Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
be
fugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
3.
3.1
Die
gerichtliche
Zusprechung der
ganzen
Rente bei einem Invaliditätsgrad von
7
0
%
erfolgte
gemäss dem Urteil des hiesigen Gerichts IV.2007.01530 vom 30. April 2008 (
Urk.
6/41/5-8)
gestützt
auf die Berichte
von
Dr.
A._
und
der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie und Augenklinik des
Stadt
spitals
C._
(Urk. 6/11/8-21, Urk. 6/13/4)
. Das Gericht hielt fest, es sei erstellt, dass der Beschwerde
führer an einer koronaren
Eingefässerkran
kung
leide, die zu mehreren Herzinfarkten geführt und mindestens zwei operative Inter
ventionen (Stent-Implantationen) notwendig gemacht habe. Ausserdem leide er an Diabetes mellitus vom Typ 2 mit
Dyslipidämie
, an einem HIV-Infekt Stadium CDC A1 und am 5. März 2007 habe er ein akutes Winkelblock-Glaukom links erlitten. Insbesondere die Herzerkrankung habe die Arbeits
fähigkeit des Beschwerde
führers in seiner bisherigen Tätigkeit als Küchenmitarbeiter seit dem Herzinfarkt vom 30. Mai 2005 vollum
fänglich einge
schränkt (E. 4.2
; Urk. 6/41/5
).
Bezüglich
einer leidensangepassten
Tätigkeit
schloss das Gericht darauf, dass
dem
Be
schwerdeführer
gestützt auf die Berichte von
Dr.
A._
(
Urk. 6
/11
/
19
,
Urk. 6/19/
1-
2, Urk. 6/20
,
Urk.
6/35/18
)
lediglich noch
eine stundenweise körperlich leichte und stressfreie Tätigkeit von maximal 30 %
zumutbar
sei
.
Gemäss dem Bericht von
Dr.
A._
vom 1
9.
April 2007
habe
sich beim Beschwerdeführer seit der Voruntersuchung im November 2006 ein Spitzen-aneurysma mit teilweiser
Thrombosierung
ausgebildet. Die
myo
kar
diale
Reserve sei dadurch nicht beeinträchtigt, so dass ergonomisch weiterhin 140 Watt (wenn nunmehr auch etwas knapp) geleistet werden könnten (
Urk.
6
/11
/
19). Dem ebenfalls anlässlich einer Verlaufskontrolle erstellten Bericht von
Dr.
A._
vom 1
7.
Juli 2007
sei
sodann zu ent
nehmen, dass der apikale Thrombus auf zirka die Hälfte zurückgegangen
sei
. Die
linksventri
kuläre
Dimension habe etwas zuge
nommen, die
m
yokardiale
Reserve sei aber im W
esentlichen unverändert und weiterhin gegenüber der Altersnorm deut
lich reduzier
t. Er habe daher die ACE-
Hemmer
dosis
(ACE =
Angiotensin
Converting
Enzyme; blutdruck
regulierende Medika
mente) erhöht. Die Prog
nose sei weiterhin reserviert. Als
Nebenbefund fände sich ein chronischer Rücken
schmerz
iliosakral
. Zwisc
henzeitlich habe der Beschwerde
führer eine leichtere Teil
zeitarbeit als Pizzakurier aufgenommen. Aus kardiologischer Sicht bleibe die Arbeits
f
ähigkeit weiterhin auf zirka 30
% eingeschränkt (
Urk.
6
/19
/1-2
). Im Schreiben vom 2
5.
Juli 2007
habe
Dr.
A._
nochmals fest
gehalten
, d
ass der Beschwerdeführer an ei
ner schweren Herzinsuffizienz leide, die in letzter Zeit w
egen
Thrombusbildung
im Infarkt
bereich zu zusätzlicher Leistungs
schwäche geführt habe. Die Therapie habe ab Mitte Juli 2007 verstärkt werden müssen. Es sei verschiedentlich zu
Rückfällen mit
Hospitalisation
im Spital
C._
gekommen, letztmals im März 2007 wegen erneuten Infarktes
(
Urk.
6
/20).
Laut dem
Bericht
von
Dr.
A._
vom
4.
Dezember 2007
bestehe
seit dem Frühling 2007, objektiviert am 1
9.
A
pril 2007, eine zunehmende Herz
insuffizienz mit entsprechender in
konstanter, stark verminderter Leistungs
fä
higkeit, so dass dem Be
schwerde
führer
nur noch eine
stundenweise, weitgehend
termin
unab
hängige
, körperlich leichte und stressfreie Beschäftigung zumutbar sei (
Urk.
6/35/18
; E. 4.3, Urk. 6/41/5-7).
In Bezug auf die weiteren Diagnosen einer
Diabetes mellitus,
des
HIV-Infekt
s
,
des
Verdacht
s
auf lavierte D
epression mit Angstsymptomatik und eines akuten
Glaukom
s
kam das Gericht zum Schluss, dass
offen bleiben könne, ob diese die Arbeits
fähigkeit zusätzlich einschränken würden, da bereits die durch die Herzbeschwerden verursachte Einschrän
kung der Arbeits
fähigkeit eine ganze Rente begründe (
E. 4.3, Urk. 6/41/7).
Von
dieser
Sachlage
ist als Vergleichsbasis auszugehen.
3.2
3.2.1
Dem
nach der Revisionseröffnung (Urk. 6/84) vom behandeln
den Arzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Kardiologie,
eingeholten Bericht vom 12.
Dezem
ber 2013 ist zu entnehmen
, der Beschwerdeführer sei überzeugt, nicht arbeiten zu können. Aus kardiologischer Sicht sei er jedoch
„mit
redu
zierte
r
Tätigkeit
“ arbeitsfähig. Die Situation sei von einem externen Ver
trau
ens
arzt neu zu evaluieren (Urk. 6/88/5).
3.2.2
Gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 14. Juli 2015 wurde der Beschwerde
führer zwischen Ende April bis Anfang Juni 2015 internistisch, kardio
lo
gisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht (Urk. 6/104/1-2). Die Gutachter stellten die folgenden Diagnosen mit
wesentlicher Einschränkung der A
rbeits
fähigkeit:
Koron
are Herzkrankheit mit/bei
Status nach
transmu
larem
Vorderwandinfarkt am 3
0.
Mai 2005 und nach kleinem
NSTEMI am 3. März 2007 je mit PCI (
Percutaneous
Coronary
Intervention)
Stenting
, aktuell Angina
pectoris
frei, Ischämie bei fehlender Leistungsfähigkeit nicht beurteilbar, leicht eingeschränkte globale linksventrikuläre Funktion mit typischer
anteroapik
aler
Infarktnarbe; chronisches
l
umbovertebragenes
Schmerz
syndrom
bei Fehlstatik, Hohlrundrücken, muskulärer
Dysbalance
,
Dekonditionierung
und leichten Segmentdegenerationen L1 bis S1 im Sinne von
Osteochondrosen
sowie
Spondylarthrosen
;
Impingementsymptomatik
beider Schultern rechtsbetont bei AC-Gelenksarthrose rechts
; Status nach
mehr
fragmentärer
Femurschaftfraktur
rechts am 2
6.
Juli 2008 mit Status nach Marknagelosteosynthese am
5.
August 2008 und nach
Osteosynthese
materialentfernung
(OSME) im Jahr 2009 (
Urk.
6/104/9). Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert, nannten die Gutachter die folgenden: Kardiovaskuläre Risikofaktoren, näm
lich Diabetes mellitus Typ 2 (gut eingestellt), Hypertonie, Hypercho
lesterin
ä
mie, Adipositas (BMI 39), Bewegungsmangel
und Status nach
Nikotinabusus
bis 2005; HIV-Infekt Stadium CDC A1 - aktuell inaktiv; initiale
Coxarthrose
links, chronisches
tendomyotisches
Zervikalsyndrom
bei Fehlstatik mit mus
kulärer
Dysbalance
, Plattfüsse mit
Hallux
valgus
beidseits (Urk. 6/104/10).
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus,
insgesamt werde der Be
schwer
deführer nur
durch somatische Befunde eingeschränkt.
Psychopatho
logische Befunde mit Krankheitswert seien keine festgestellt worden.
D
ie Beur
teilung
der Arbeitsfähigkeit
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sei in Ermangelung eines
Arbeits
platzbeschriebes
nicht möglich. Der Beschwerdeführer sei aus soma
tischer Sicht
ab dem 25.
Juni 2015
jedenfalls
zu 100
% in einer körper
lich leichten Tätigkeit arbeits
fähig, wäh
rend ihm körperlich mittel
schwere bis schwere Tätig
keiten nicht
mehr
zu
mutbar seien
(Urk. 6/104/9
-10
)
.
3.3
3.3.1
Mit dem MEDAS-Gutachten vom 1
4.
Juli 2015, auf das sich die
Beschwerde
gegnerin
in ihrem Entscheid stützte (Urk. 2), wurde eine umfassende
Neube
urteilung
des aktuellen Gesundheits
zustandes vorgenommen. Es wurden da
rin sämtliche Beschwerden und die Anamnese mit den
Vorakten
berück
sich
tigt sowie die Schlussfol
gerungen nachvollziehbar begründet dargelegt. Das Gutachten erfüllt
alle recht
spre
chungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
Dies gilt auch
in formeller Hinsicht bezüglich der
vom Beschwerdeführer bean
standet
en Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin beim Einholen des MEDAS-Gutachtens
(
Urk.
1 S. 4)
.
Insbesondere liegt keine Verletzung von
Art.
44 ATSG vor, wonach dem Versicherten die Name
n
der beauftragten Sachverständigen bekannt zu geben sind, er die Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen kann.
Denn die
Be
schwer
degegnerin
hat dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
5.
Januar 2015 unter Fristansetzung zur Stellungnahme den Umstand der geplanten
polydis
ziplinären
Abklärung, das Vorgehen bei der Wahl der Gutachterstelle nach
Art.
72
bis
der Verord
nung über die Invaliden
versicherung (IVV)
,
die zu berücksichtigenden Fach
gebiete und die vorgesehenen Fragen mit der
Auf
forderung, allfällige Ergän
zungsfragen einzureichen
, mitgeteilt
(Urk. 6/
90-
91).
Auch im Übrigen wurde das
von der bundesgerichtlichen Recht
sprechung
mit
BGE 137 V 210
, weiter präzisiert in BGE
141 V 330 und
139 V 349, bestimmte Verfahren einge
halten.
So
erfolgte
die Vergabe des
Be
gut
achtungsauftrages
nach dem Zufallsprinzip über die
Plattform
SuisseMED@P
(
Urk.
6/95). Mit Schreiben vom 26. März 2015 teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer sodann die Gutachterstelle samt den namentlich genannten Gutachtern und deren Fachgebiet unter dem Hin
weis, dass Ein
wendungen dagegen bis am
7.
April 2015 vorzubringen seien, mit (Urk. 6/97).
3.3.2
Auch was
der
Beschwerdeführer
in materieller Hinsicht vorbringt, vermag den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht in Frage zu stellen.
Insbesondere
ist in Bezug auf die
kardiologische
Beurte
ilung nachvollziehbar, dass zur Z
eit der Begutachtung Anfang Juni 2015 im Vergleich zum Ge
sund
heits
zustand im Jahr 2007 eine Stabilisierung und hinsichtlich der Leis
tungsfähigkeit eine Verbesserung der Herzbe
schwerden eingetreten ist. So führte der Gutachter
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Kardiologie, im MEDAS-Teilgutachten
überzeugend aus, dass sich der Zustand des Be
schwer
deführers Ende 2007 stabilisiert habe und im September 2008 sei er kardiopulmonal kompensiert gewesen. Zwischen 2008 und 2013 habe es weder subjektive Ereignisse gegeben noch liessen sich objektive kardiale Unter
suchungen dokumentieren, so dass angenommen werden müsse, dass der Verlauf stabil gewesen sei.
Auch anlässlich der aktuellen kardiologischen Beurteilung könne ein weiterhin stabiler Verlauf konstatiert werden (Urk. 6/104/38).
Die von
Dr.
A._
attestierte 70%ige Arbeitsunfähigkeit lasse sich mit der damaligen Problematik der
apicalen
Ventrikelthrombo
sie
rung
durchaus vereinbaren. Nachdem aber trotz Sistierung der oralen Antikoagulation kein erneuter
Ventrikelthrombus
mehr aufgetreten sei, könne diese Arbeitsunfähigkeit nicht mehr länger aufrechterhalten werden. Die Entwicklung müsse über die ganze Zeit verfolgt werden. Den Erstinfarkt habe der Beschwerdeführer vor 10 Jahren erlitte
n, den kleinen Re-Infarkt vor 8
Jahren. Seither sei es zu keiner
Rehospitalisation
gekommen. Dies spreche gegen eine wesentliche Herzinsuffizienz und die recht positive Entwicklung spiegle sich in der Tatsache, dass für leichte körperliche Tätigkeiten
eine
voll
e
Arbeitsfähigkeit gegeben
sei (
Urk.
6/104/39)
.
Von dieser fundiert begründeten Einschätzung
ist mit der
Beschwerde
gegne
rin
auszugehen, zumal auch der be
han
delnde Kardiologe Dr.
D._
grundsätzlich
eine Arbeitsfähigkeit bejahte (Urk. 6/88/5).
Eine erhebliche Verbesserung des Herzleidens ist damit ausgewiesen.
3.3.3
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers gibt
sodann
die vom rheumato
logischen Experten gestellte Diagnose
eines chronischen
l
umbovertebragene
n
Schmerz
syndrom
s
, das beim
peradipösen
, deutlich
dekonditionierten
Beschwerdeführer
bei Fehlstatik, Hohlrundrücken, muskulärer
Dysbalance
,
Dekon
ditionierung
und leichten Segmentdegenerationen L1 bis S1 im Sinne von
Osteochondrosen
sowie
Spondylarthrosen
infolge erheblicher Adiposi
t
as
besteht (Urk. 6/104/22
-23
),
nicht bereits Anlass für eine Beur
teilung nach den
Standard
indikatoren
gemäss
BGE 141 V 28
1.
Denn dab
ei handelt es sich nicht um ein
pathogenetisch
-
ätio
logisch unklares
syndromales
Beschwerde
bild
ohne nachweisbare orga
ni
sche Grundlage
im Sinne der Rechtsprechung (
vgl.
die Aufzählung in BGE
140 V 8 E. 2.2.1.3
).
3.4
3.4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte
somit
zu Recht auf das MEDAS-Gutachten ab.
Was der Beschwerdeführer des Weiteren dagegen vorbringt, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Von weiteren Beweismassnahmen, nament
lich weiteren medizinischen Abklärungen, sind keine anderen
ent
scheid
relevanten
Erkenntnisse zu er
warten, weshalb davon abzu
sehen ist (antizipierte
Beweis
würdigung
; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_
320/2014 vom 14. August 2014 E.
11).
Entsprechend der Einschätzung der MEDAS-Gutachter ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit
ab Juni 2015
auszugehen. Dabei ist das Belastungsprofil gemäss der rheumatologischen Beurteilung zu berücksichtigen, wonach dem Beschwerdeführer keine häufi
gen
Arbeits
posi
tionen
über Kopf mit
elevierten
Armen insbesondere rechts und ohne Arbeiten auf Dächern, Gerüsten und in ausschliesslich sitzender oder stehen
der Zwangshaltung an Ort zumutbar sind
(Urk.
6/104/24)
.
Gemäss dem kardiologischen Gutachter sind ihm beispiels
weise Warenkontrollen,
Auf
sichtstätigkeiten
und Materialprüfung zu 100
%
zumutbar
(
Urk.
6/104/39)
.
3.4.2
Es ist
vor diesem Hintergrund
von einer Veränderung des
Gesundheits
zu
stand
auszugehen
, welche geeignet
ist
, den Invaliditätsgrad
massgeblich
zu be
einflussen. Ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG ist
entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers
daher
zu bejahen und der Rentenanspruch hinsicht
lich aller Aspekte zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist der
Invaliditätsgrad
dabei
auf der Grund
lage eines richtig und vollständig festgestellten Sachver
halts neu und ohne
Bindung an frühere Invaliditäts
schätzungen zu ermitteln (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen), wobei auch e
ine zum bestehenden Beschwerdebild hinzu
ge
tretene Gesundheitsproblematik im Rahmen der vor
zunehmenden
Neuein
schätzung
von Gesundheitszustand und Arbeitsfähig
keit einer
allfälli
gen
Renten
herab
setzung oder -
aufhebung
grundsätzlich nicht entgegensteht (BGE 141 V 9 E.
5 und 6).
4
.
4
.1
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage - hier im Jahr der verfügten Rentenaufhebung (2015) - zu erheben (vgl. BGE 129 V 223 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174).
4
.2
4
.2.1
Das hiesige Gericht ermittelte das Valideneinkommen anhand der Tätigkeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens beim Pflegeheim
Y._
als Küchenhilfe und schloss auf den Betrag von
Fr. 50'153.--
im Jahr 2006 (E. 5.2, Urk. 6/41/7-8). Unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung bis im Jahr 2015
(
Bundesamtes für Statistik [BFS]
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schaftszweigen, Nominallohnindex Männer [2005 = 100, Tabelle T1.1.05], Gastgewerbe, 2006: 100.7; 2010: 107.1 und Nominallohnindex Männer
[
2010 = 100, Tabelle T1.1.10
], Gastgewerbe, 2010: 100, 2015: 103.7)
resultiert
ein Valideneinkommen im Jahr 2015
von Fr.
55‘314.10 (
Fr. 50'153.-- : 100.7 x 107.1 = Fr. 53‘340.50 (2010); Fr. 53‘340.50 : 100 x 103.7).
Die
Beschwerdegegnerin
schloss
ausgehend von der
Schweizerischen Lohn
struk
turerhebung (LSE) 2012 des
BFS
auf ein Validenein
kommen in etwa derselben Höhe, nämlich auf Fr. 54‘998.-- (Urk. 2 S. 2).
4.2.2
Das Invalideneinkommen ist
anhand des statistischen Monatseinkommens von Fr.
5‘210
.-- bei
Männern
gemäss der (seit 2012 in revidierter Form durch
ge
führten) LSE 2012
,
TA1
(
Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Total
Männer,
zu ermitteln (vgl. zur Revision und Anwendbarkeit der LSE ab 2012: IV-Rundschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen Nr. 328 vom 22. Oktober 2014 und Nr. 349 vom 2
0.
Juni 2016; BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1).
Unter Berücksichtigung einer durch
schnittlichen (vom BSF erhobenen) wöchent
lichen Ar
beitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 201
2
(
Betriebsübliche Arbeitszei
t nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Tabelle T
03.02.03.01.04.01
, Abschnitt A-S, To
tal)
und der Nominallohnentwicklung bis im Jahr 2015 (
BFS
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schaftszweigen, Nominallohnindex Männer [2010 = 100, Tabelle T1.1.10], Total, 2012: 101.7, 2015: 103.5
)
be
trug das massgebliche Durch
schnittseinkommen im Jahr 201
5
Fr.
66‘330.70
(Fr.
5‘210
.-- x 12; : 40, x 41,7
; : 101.7 x 103.5
).
Davon ist
rechtsprechungsge
mäss ein sogenannter leidensbedingter Abzug zu machen, wenn persönliche und beruf
liche Merkmale (Art und Ausmass der Behinderung, Lebens
alter, Dienst
jahre, Nationalität oder
Aufenthalts
kate
gorie
, Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Da dieser Abzug indes 25
%
nicht übersteigen darf (BGE 134 V 322 E. 5.2; zum Gan
zen: Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit Hinweisen), resultiert in jedem Fall ein
Invaliditäts
grad
von unter 40 %
(
Fr. 55‘314.10
- [Fr. 66‘330.70 x 0,75
%
] = Fr. 5‘566.10 [Einbusse] = 10
%
)
, wes
halb die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus
ging, dass kein An
spruch auf eine Rente mehr begründet ist (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Sämtliche weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.
4.3
Es ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die bis
herige
ganze
Rente mit Verfügung vom
29. Oktober 2015
zu Recht ohne Wei
te
rungen per 1.
Dezember
2015 aufge
hoben hat (Urk. 2).
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5
.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
siche
rungs
leistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen, ermessensweise
auf Fr. 6
00.-- an
zu
setzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
erlegen, jedoch zufolge der ge
währten unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen.
Der
unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers,
Rechtsanwalt
Jürg Federspiel
, ist
für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialver
sicherungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streit
sache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den
Bar
auslagen
sowie
unter Berück
sich
ti
gung des gerichtsüblichen
Stundenan
satzes
von Fr. 220.--
mit Fr.
2‘000
.-- (inkl. Mehrwertsteuer von 8 % und
Baraus
lagen
)
aus der Ge
richts
kasse zu ent
schädigen.