Decision ID: cb04df9f-d4b4-5b33-8310-fa64c2a4c62b
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess sein Heimatland gemäss eigenen  am 31. März 2005 und reiste am 2. Mai 2005 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz ein, wo er am gleichen Tag im E._ um Asyl ersuchte.
Am 6. Mai 2005 wurde er im E._ gemäss Art. 26 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] befragt. Er brachte vor, er sei nigerianischer Staatsangehöriger.
Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er geltend, er habe der F._ angehört und als deren lokaler Vizepräsident die Jugend über die Ziele der Organisation aufgeklärt. Am 21. Februar 2005, eine Woche nach der Entführung des lokalen (...) Vorsitzenden, sei er während einer von ihm geleiteten Versammlung von einem unbekannten Scharfschützen angeschossen worden. Seine Mutter habe ihn in ein Spital gebracht. Da er mehrfach mit dem Tod bedroht worden sei, habe man ihn in ein anderes Spital verlegt. Mit der Hilfe eines Pfarrers, welcher Dokumente für ihn beschafft habe, habe er Nigeria von G._ aus mit dem Schiff verlassen. Er sei in ein ihm unbekanntes Land gelangt, von wo aus er mit dem Zug bis nach E._ gefahren sei.
Der Beschwerdeführer reichte trotz entsprechender Aufforderung  Identitätspapiere zu den Akten. Er gab an, C._ geboren worden zu sein und L._ alt zu sein. Er könne sein  jedoch nicht nachweisen. Er erklärte sich mit der Durchführung einer Altersbestimmungsanalyse einverstanden.
B. Im Auftrag des BFM wurde der Beschwerdeführer am 20. Mai 2005 am Institut R._ zwecks Altersbestimmung untersucht. Es wurde ein Röntgenbild der linken Hand des Beschwerdeführers erstellt, eine „körperliche Inspektion“ und eine „Befragung“ sowie eine zahnärztliche Untersuchung durchgeführt. Die Analyse ergab, dass der Beschwerdeführer nicht jünger als (...) sei. Aufgrund des Resultats der Analyse wurde das Geburtsdatum des Beschwerdeführers auf B._ festgelegt.
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C. Am 27. Mai 2005 gewährte das BFM dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zum Ergebnis der Analyse. Der Beschwerdeführer brachte vor, er habe sein Alter von seinen Eltern erfahren und könne nicht mehr dazu sagen.
D. Mit Verfügung vom 26. Mai 2005 trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die  des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Zur Begründung führte das BFM an, der Beschwerdeführer habe keine Identitätspapiere eingereicht und aufgrund seines Erscheinungsbildes seien Zweifel an seiner Altersangabe aufgetaucht. Nach einer  Inspektion sowie einer radiologischen und zahnärztlichen  habe die Altersanalyse ergeben, dass es keine Hinweise  gebe, der Beschwerdeführer sei jünger als (...). Demnach liege grundsätzlich eine Täuschung der Identität vor, weil der  nicht sein tatsächliches Geburtsdatum beziehungsweise sein Alter angegeben habe. Daran vermöge auch das Festhalten des  an der Behauptung, er sei (...) alt, nichts zu ändern. Es erübrige sich demnach, näher auf die geltend gemachten Fluchtgründe einzugehen. Im Übrigen sei festzuhalten, dass sich die Ausführungen des Beschwerdeführers als wenig substanziiert erweisen würden und insbesondere die Angaben zu den  auffallend stereotyp und unsubstanziiert seien, zumal er neben dem geschilderten Reiseweg keine Grenzkontrollen bemerkt haben wolle und der ihn begleitende Pastor stets die Identitätspapiere auf sich getragen habe.
E. Am 1. Juni 2005 (Poststempel) reichte der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde ein.
F. Mit Urteil vom 26. Juli 2005 hiess die ARK die Beschwerde gut. Es hob die Verfügung des BFM vom 26. Mai 2005 auf und wies das Verfahren zu neuer Entscheidung an das BFM zurück. Zur Begründung führte die ARK an, dass zwar aufgrund der Altersschätzung und der weiteren vom BFM angeführten Indizien, beispielsweise des  des Beschwerdeführers, die Vermutung einer tatsachenwidrigen
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Altersangabe nicht von der Hand zu weisen sein dürfte, dass jedoch mit diesen Voraussetzungen eine Täuschung der schweizerischen Asylbehörden durch den Beschwerdeführer entgegen der Ansicht des BFM nicht nachgewiesen sei. Aus diesem Grund habe das BFM zu Unrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG einen  gefällt und damit Bundesrecht verletzt. Der mangelhafte Nichteintretensentscheid könne auch nicht auf ein anderes  im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG gestützt werden, weil kein solches vorliege. Aufgrund der Aktenlage könne auch nicht  werden, der Beschwerdeführer erfülle einen anderen der  Nichteintretenstatbestände.
G. Am 24. August 2006 fand die direkte Bundesanhörung gemäss Art. 29 AsylG statt. Der Beschwerdeführer bestätigte, dass er mit der Hilfe  Pastors ohne irgendwelche Ausweise von Nigeria in die Schweiz gereist sei. Dieser sei im Besitz der Dokumente gewesen, habe bei den Passkontrollen die Papiere gezeigt und für den Beschwerdeführer gesprochen. Er selber wisse nichts darüber. Da dies seine erste  Reise gewesen sei, könne er sich nicht erinnern, wieviele  er habe passieren müssen. Er wisse nicht, welche Häfen sie  seien und welches die Route gewesen sei. Er habe sich  der Reise gesundheitlich schlecht gefühlt und habe deswegen keine Fragen gestellt. Gesundheitlich gehe es ihm nun gut.
Er brachte weiter vor, sein Land wegen seiner politischen Probleme verlassen zu haben. Nachdem er die Sekundarschule abgeschlossen habe, habe er immer Versammlungen des H._ besucht und U._ unterstützt, denn er habe die Auffassung vertreten, dass die Igbo marginalisiert würden. X._ habe eine Organisation  F._ gegründet und junge Leute aufgefordert, die Organisation im ganzen Bundesstaat zu verbreiten. Es habe aber Probleme gegeben mit der Regierung, welche nicht wolle, dass U._ verwirklicht werde und welche die Organisation (...) als Opposition auffassen würde. Sie seien gewarnt worden, keine weiteren Versammlungen durchzuführen. Sie hätten aber weitergemacht. Am 14. Februar 2005 sei der Präsident seiner Gruppe entführt worden. Als Vizepräsident habe der Beschwerdeführer ihn vertreten müssen und habe am 21. Februar 2005 eine Versammlung geleitet. Während der Versammlung sei er von einem Mann mit einem Gewehr am Rücken angeschossen worden. Er sei zu Boden gefallen und die meisten Men-
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schen seien weggerannt. Darauf hin sei er ins Spital gebracht worden und auf Veranlassung von seiner Mutter, welche Angst um sein Leben gehabt habe, in ein Spital in G._ gebracht worden. Dort sei er drei Wochen lang behandelt worden. Am 20. März 2005 sei er  worden. Während dieser Zeit habe seine Mutter eine Lösung , wie sie ihn aus dem Land bringen könnte, denn sie habe viele Drohanrufe von unbekannten Personen erhalten. Mit der Hilfe eines weissen Pastors, einem Angehörigen der Pfingstgemeinde, habe er das Land verlassen können.
H. Mit Verfügung vom 30. August 2006 hielt das BFM fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das  ab und ordnete die Wegweisung sowie den Vollzug an. Auf die Begründung wird in den Erwägungen eingegangen.
I. Mit Eingabe vom 30. September 2006 erhob der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde und beantragte, die  des BFM vom 30. August 2006 sei vollumfänglich aufzuheben und das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 2. Mai 2005 sei , eventualiter sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht  er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig
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(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
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4.
4.1 Das BFM hielt zur Begründung seines ablehnenden  fest, es bestünden grundsätzliche Zweifel an der persönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers und an der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen. Dieser könne nicht nur keine plausiblen und und  entschuldbaren Gründe anführen, warum er keine Identitätspapiere eingereicht habe, sondern er sei offenkundig auch nicht gewillt, solche zu beschaffen. Die Angaben zu den Umständen seiner Reise seien  äusserst vage und unsubstanziiert. Es sei realitätsfremd, dass der Beschwerdeführer die Grenzkontrollen mit der Hilfe eines weissen Pastors passieren konnte, welcher sämtliche Formalitäten für ihn habe erledigen können.
Die Vorbringen des Beschwerdeführers seien sodann nicht . So habe er vorgebracht, von Anfang an bei der F._  zu haben und Vizepräsident einer „local governemt area“  zu sein. Sein geltend gemachtes politisches Engagement sei  nicht glaubwürdig, da er nicht gewusst habe, wofür die  H._ stehe. Er habe nichts darüber aussagen können, wann diese Bewegung gegründet worden sei, er habe falsche  über deren Flagge gemacht und sei nicht in der Lage gewesen, über die spezifischen Aktivitäten dieser Bewegung, welche die  der Öffentlichkeit auf sich gezogen hätten, Auskunft zu geben. Des Weiteren habe er keine substanziierten Aussagen über den W._ machen können und seine Aufzählung der (...), sei nicht korrekt gewesen. Auch habe er den Namen „seiner“ Organisation und deren Abkürzung nicht richtig wiedergeben können und habe weitere unkorrekte Aussagen über die H._ gemacht. Insgesamt sei es nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer seit der Gründung der F._ mitgemacht, sich sogar intensiv für sie eingesetzt habe und das Amt des Vizepräsidenten ausgeübt habe. Aus diesem Grund würden die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse.
4.2 Der Beschwerdeführer beschränkte sich in seiner Beschwerde im Wesentlichen auf eine Wiederholung des Sachverhalts sowie auf den pauschalen Hinweis, dass viele Menschen aus U._ den Begriff H._ benutzen würden, ohne dass die genaue Bedeutung der Buchstaben bekannt sei. Es sei zudem verständlich, dass er nicht über
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den W._ berichten könne, da er erst 1988 und somit nach dem Krieg geboren worden sei und nicht erwartet werden könne, dass er darüber informiert worden sei. Zurzeit drohe dieser Krieg wieder , weshalb er bedroht sei. Es gebe für ihn keine Rückkehr in  und Würde, vielmehr bestehe begründete Furcht, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland Behandlungen ausgesetzt werde, die gegen Art. 3 EMRK verstossen.
4.3 Zu Recht hat das BFM die Vorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft beurteilt. In seinen Aussagen zu den Asylgründen, die als unsubstanziiert zu qualifizieren sind, finden sich zahlreiche  und Ungereimtheiten. Das Nichteinreichen von Identitätspapieren im Zusammenhang mit der unsubstanziierten Reisebeschreibung  der realitätsfremden Behauptung des Beschwerdeführers, die  von Nigeria in die Schweiz ohne solche Papiere zurückgelegt zu haben, sind weitere Indizien für die Unglaubhaftigkeit seiner . Da das BFM die zahlreichen Widersprüche und Ungereimtheiten in der angefochtenen Verfügung ausreichend darlegte, kann vorliegend darauf verzichtet werden, diese im Einzelnen wiederzugeben. Der  hält der vorinstanzlichen Würdigung in der  bezeichnenderweise auch keine substanziellen Einwände . Seine Behauptung, viele Menschen aus U._ würden den Begriff H._ benutzen, ohne dass die genaue Bedeutung der Buchstaben bekannt sei, vermag nicht zu überzeugen, da er anlässlich der Befragung und Anhörung vorbrachte, in der (...) eine wichtige Funktion eingenommen zu haben und Vizepräsident einer  Jugend-Organisation gewesen zu sein. Es kann deshalb  werden, dass er sich mit der Organisation und deren Anliegen auseinandergesetzt hat und deren gebräuchliche Abkürzung kennt. Auch der Einwand des Beschwerdeführers, es könne von ihm nicht  werden, dass er über den W._ informiert sei, ist  des angeblichen politischen Engagements für U._ nicht überzeugend. Insgesamt sind die Vorbringen in der Beschwerde nicht geeignet, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen. Die geltend gemachten Vorbringen  die Voraussetzungen von Art. 7 AsylG nicht, sie stellen vielmehr den Versuch des Beschwerdeführers dar, seine Asylgründe in  bekannte Umstände in Nigeria einzubetten, ohne jedoch im  Umfang davon betroffen gewesen zu sein. Es gelingt dem Beschwerdeführer somit nicht, die Flüchtlingseigenschaft nachzuwei-
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sen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6.
6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe
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(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach  dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die  Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum
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Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.5 Weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des  noch individuelle Gründe lassen im vorliegenden Fall auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen. Der junge, auch gemäss eigenen Angaben mittlerweilen volljährige und – soweit aktenkundig – gesunde Beschwerdeführer kann auf bestehende familiäre Kontakte zurückgreifen. Seine Mutter und seine Schwester leben nach wie vor in seinem Heimatdorf und sein Onkel wohnt in G._. Es ist zu erwarten, dass ihm dieses Beziehungsnetz die soziale Reintegration erleichtern wird. Er besuchte zudem die Primar- und Sekundarschule und verfügt über einige Berufserfahrung. Es kann unter diesen Umständen davon ausgegangen werden, dass es ihm gelingen wird, sich eine wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen. Demnach erweist sich Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
6.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9.
9.1 Der Beschwerdeführer ersuchte um Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Danach wird eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern ihr Begeh-
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ren nicht aussichtslos erscheint. Aufgrund der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen war die eingereichte Beschwerde zum Zeitpunkt ihrer  als aussichtslos zu beurteilen, weshalb die  für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht  sind und das diesbezügliche Gesuch abzuweisen ist.
9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf  Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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