Decision ID: 30d82203-b171-43d8-90da-210fed51af7d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1980 geborene
X._
war zuletzt als Geschäftsführerin im Verkauf bei der
Y._
in einem Vollzeitpensum tä
tig. Am
6.
Januar 2014 (Eingang
s
datum) meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1).
Diese klärte in der Folge die medizi
nischen und erwerblichen Verhältnisse ab.
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 2
8.
März 2014, Urk. 7/16) holte sie ein
bidisziplinäres
(rheu
matologisch und psychiatrisch) medizinisches Gutachten ein (Gutachten vom
2.
August 2016, Urk. 7/80).
Nach
Beizug
weiterer medizinischer Unterlagen und Stellungnahme hierzu durch die Versicherte (Urk. 7/104), wies die IV-Stelle mit
Verfügung vom 1
2.
April 2017 das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [=Urk. 7/108]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
2.
Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Juni 2017 (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten
,
Urk. 7/1-111) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 3
0.
Juni 2017 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2017 (Urk. 9) liess sich die Beschwerdeführerin erneut vernehmen, was der Beschwer
deführerin am
1.
November 2017 (Urk. 11) mitgeteilt wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.2.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichts
-
praxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (
BGE
141
V
281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die
funktionellen
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre anspruchsverweigernde Verfügung (
Urk.
2) damit, bei der Beschwerdeführerin bestünden gesundheitliche Einschrän
kungen, welche die Arbeitsfähigkeit subjektiv einschränken würden. Die Ein
schränkungen seien jedoch überwindbar, weshalb sie bei zumutbarer Willensan
strengung ihre angestammte Tätigkeit als Geschäftsführerin in einem Pensum von 100 % ausüben könne.
Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesund
heitsschaden sei damit nicht ausgewiesen, weshalb auch kein Anspruch auf Stel
lenvermittlung bestehe.
2.2
Dagegen brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen (
Urk.
1) vor, das ein
geholte Gutachten erfülle die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein medizi
nisches Gutachten nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne.
Die Unabhängigkeit des rheumatologischen Gutachters sei in mehrfacher Hinsicht
in Frage zu stellen
;
dieser habe ein
e
einseitige
,
tendenziöse Beurteilung vorgenom
men.
Die Einschätzung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in somatischer Hin
sicht sei unzutreffend, da weiterhin erhebliche somatische Einschränkungen bestünden.
Vielmehr sei davon auszugehen, dass aus somatischen Gründen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 40 % bis 50 % bestehe. Der psychiatrische Gutachter habe der depressiven Störung eine einschränkende Wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Entgegen der Ansicht der Beschwer
degegnerin handle es sich hierbei um ein therapieresistentes Leiden, da trotz sta
tionärer und ambulanter psychiatrischer Behandlung keine Besserung eingetreten sei.
Selbst bei einer möglichen Ausbaufähigkeit der medikamentösen Therapie erweise sich die depressive Störung als behandlungsresistent. Der psychiatrische Gutachter habe ausdrücklich erwähnt, dass er die IV-fremden Faktoren
bei seiner Einschätzung ausgeklammert habe. Die gegenteilige Einschätzung der Beschwer
degegnerin sei daher unzulässig. Das psychische Leiden erweise sich daher eben
falls als invalidisierend und insgesamt sei ihr daher eine Rente der Invalidenver
sicherung auszurichten.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin wurde am 1
3.
Juni 2016 rheumatologisch und am
1
1.
Juli 2016
psychiatrisch begutachtet. Die Gutachter
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, und
Dr.
med
. A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
fasst
en
die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen Berichte zusammen (Urk. 7/80/6 f.
, Urk. 7/80/21 f
f
.
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2
In der
bidisziplinären
Gesamtschau stellten die Gutachter eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradiger Ausprägung fest, welche Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitige. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit hätten
insbesondere
die ebenfalls gestellten Diagnosen einer akzentuierten Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen, eines chronischen
thorako
- und
lum
bospondylogenen
Schmerzsyndroms
, eines chronischen Schmerzsyndroms des Rückens und der Knie und einer diffusen idiopathischen
skelettalen
Hyperostose
(Urk. 7/80/7).
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich nach interdis
ziplinärer Einschätzung einzig aufgrund der psychiatrisch-psychosomatischen Einschätzung (Urk. 7/79).
3.3
Der rheumatologische Gutachter,
Dr.
Z._
(Urk. 7/80/1 ff.), erhob anlässlich der Untersuchung einen weitgehend unauffälligen Befund. Die Bewegungen der Wir
belsäule sei
en
von der Beschwerdeführerin als lumbal schmerzhaft beschrieben worden, ohne dass ein korrelierender Weichteilbefund (
Myogelosen
,
Triggerpunkte
) habe objektiviert werden können.
Mittels
Röntgenaufnahmen hätten in der Brustwirbelsäule eine diffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
, ansonsten aber keine Fehlhaltung, entzündliche Veränderungen oder Arthrose festgestellt werden können. In der Lendenwirbelsäule bestehe eine dorsale
Spondylodese
bei LWK4/5 mit Cage-
Interponat
. I
n den Kniegelenken
sei
ein normaler Befund (Urk. 7/80/4-6)
festzustellen
.
Der Gutachter
führte aus, d
ie Beschwerdeführerin sei im November 2015 aufgrund eines therapierefraktären linksseitigen
(nach Angabe der Beschwerdeführerin rechtsseitigen)
Schmerzsyndroms operiert wor
den. Im Operationsbericht (Urk. 7/58/12-13) werde kein Hinweis auf ein
radiku
läres
Reiz- oder Ausfallsyndrom erwähnt
. Die Beschwerdeführerin erfüll
e auch nicht die internationalen Kriterien
,
um auf ein solches Syndrom schliessen zu können (Urk. 7/80/9).
Die
se
habe in der Untersuchung die lumbalen Schmerzen in sämtlichen Situationen, das heisst sowohl
aufrecht
stehend
, als auch sitzend und liegend, bei
Be
- und Entlastung gleichbleibend beschrieben
, was
auf soma
tisch nicht abstützbare Beschwerden hin
deute
, da bei
somatisch bedingten Beschwerden
zu erwarten
wäre
, dass
diese
in eine Bewegungsrichtung schmerz
hafter seien
(Urk. 7/80/10).
Die dokumentierte diffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
könne phasenweise zu Beschwerden führen
, welche jedoch nicht ein
schränkend seien
. Die ge
klagten
Beschwerden würden keine anhaltende Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit begründen (Urk. 7/80/11).
Insgesamt seien Umfang und Intensität der geschilderten Beschwerden höchstens partiell auf die objektivierbaren somatisch-pathologi
schen Befunde abstützbar
.
V
ielmeh
r seien krankheitsfremde Gründe
zu diskutie
ren, wozu auf das psychiatrische Gutachten verwiesen werde (Urk. 7/80/13). Die Beschwerdeführerin sei
– auch mit Blick auf die aufliegenden ärztlichen Berichte -
aus somatischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
zu keinem Zeitpunkt
anhaltend
eingeschränkt gewesen.
S
elbiges gelte für Haus
haltsarbeiten mit leicht bis mittelgradiger körperlicher Belastung
(Urk. 7/80/15).
3.4
Der psychiatrische Gutachter,
Dr.
A._
(Urk. 7
/
80/21 ff.),
diagnostizierte anlässlich seiner Untersuchung
eine rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet, im Sinne einer atypischen monopolaren Depression
mit
gegen
wärtig mittelgradige
r
Ausprägung (ICD-10 F33.9)
, welche die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beeinflusse
(Urk. 7/80/40).
Die Beschwerdeführerin habe nach ihren eigenen Angaben in der Kindheit Gewalt durch den Vater erlebt. Später sei sie über Jahre hinweg durch ihren Ex-Ehemann bedroht und beleidigt worden. 2013 habe sie erstmals depressive Symptome ent
wickelt
,
was Ende des Jahres 2013 zu einer stationären
Hospitalisation
geführt habe.
Seither sei sie in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Sie leide zudem unter Schmerzen
im Bereich des unteren Rückens, weshalb
2015
eine Dekom
pression und
Fusion L4/5 bei Diskushernie und
Osteochondrose
durchgeführt worden
sei
en
. D
ennoch leide sie
an weiterhin persistierenden Rückenschmerzen.
Die Beschwerdeschilderung der Beschwerdeführerin und die Schilderung ihrer Alltagsaktivitäten weise Inkonsistenzen auf. So liessen sich die geschilderten Konzentrationsstörungen und massiven Gedächtnisprobleme klinisch
nicht
bestätigen. Die Schilderung ihrer Lebensgeschichte erfolge ausführlich und strin
gent. Auch sei sie trotz ihrer geschilderten massiven kognitiven Defizite, der bekundeten völligen Antriebsarmut und der ausgeprägten Schmerzen noch in der Lage Auto zu fahren, was auf enorme Ressourcen hinweise.
Die
bereits adipöse Beschwerdeführerin
habe
eine Gewichtszunahme
festgestellt, obwohl sie einen Appetitverlust beklage und angebe, kaum etwas zu essen
. Der Gutachter gewann den Eindruck, die Beschwerdeführerin neige dazu, die Beschwerden und Beein
trächtigungen zu Demonstrationszwecken zu übertreiben
, was auf eine Verdeut
lichungstendenz
, im Ausmass jedoch nicht klar auf eine Aggravation
schliessen lasse.
De
nnoch müsse die Verdeutlichungstendenz bei der Ausprägung der psy
chiatrischen Symptome und der daraus allfällig resultierenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden
.
Im Untersuchungszeitpunkt lasse sich ein depressives Zustandsbild
mit deprimierter Stimmung, leichten Konzentrationsde
fiziten, einer inneren Unruhe, einem eingeengten und leicht verlangsamten for
malen Denken, einer etwas eingeschränkten affektiven Schwingungsfähigkeit, einem sozialen Rückzug und anamnestischen Schlafstörungen und Antriebsarmut
feststellen.
Einige
Testergebnisse
würden
auf eine schwere bis schwerste Symp
tomatik hin
weisen
, was sich klinisch aber nicht bestätigen lasse und durch die überlagernde Verdeutlichungstendenz bedingt sei
. Andere Testergebnisse würden auf eine mässig
e
Ausprägung hinweisen
(Urk. 7/80/41-42).
Im Fall der Beschwerdeführerin
bestünden keine klaren Anhaltspunkte für eine somatoforme Schmerzstörung, eine Symptomausweitung oder eine Simulation. Die Schmerzsymptomatik sei
im Zusammenhang mit der Depression zu sehen
, welche zu einer dysfunktional verstärkten Schmerzwahrnehmung führen könne
. Aufgrund des labilen Selbstwertgefühls, der Unsicherheit und des Perfektionis
mus sei zudem eine Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen festzustellen. Diese beeinflusse die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht. Auch der schäd
liche Gebrauch von Tabak zeitige keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/80/42-43).
Bei der
Beschwerdeführerin
sei eine Selbstwirksamkeitserwartung in einge
schränktem Ausmass vorhanden.
Sie verfüge über e
ine rezeptive Aufmer
ksamkeit und ein Bewusstsein über momentane Vorgänge
und Erfahrungen
, womit eine Achtsamkeit gegeben sei
. Ein Hoffnungsgefühl
im Sinne einer zuversichtlichen inneren Ausrichtung
sei
ebenfalls
vorhanden und es bestehe ein Bedürfnis nach Autonomie. Die Beschwerdeführerin erfahre ein Geliebt- und
Akzeptiertwerden
und sei selbst fähig zu lieben und zu verzeihen
. In sozialer Hinsicht bestünden bei der Beschwerdeführerin positive soziale Bindungen,
da
sie insbesondere von den Kindern und dem Ehemann
Wertschätzung und
Unterstützung erfahre.
Wei
ter verfüge sie über eine langjährige berufliche Erfahrung (Urk. 7/80/44
).
Dr.
A._
fügte an, d
ie
von der Beschwerdeführerin
geschilderten Beschwerden und Einschränkungen
würden
durch die psychiatrisch objektivierbaren Befunde und
das gezeigte
Alltagsverhalten
relativier
t
.
Er
habe
den Eindruck
gewonnen
, d
ie Beschwerdeführerin setze sich mit mehr bis gar ausschliesslichem Engage
ment für eine
materielle Entschädigung (beispielsweise eine
Rente
)
ein, statt für einen beruflichen Wiedereinstieg. A
us psychiatrischer Sicht
bestehe
ein R
ehabilitations
- und Integrations
potential, welches durch die
se
Entschädigungshaltung der Beschwerdeführerin
beeinträchtigt werde.
Bei der Gesamtwürdigung der dis
kutierten Diagnosen, Defizite und Ressourcen sei der Schluss zu ziehen, dass die Beschwerdeführerin trotz des depressiven Zustandsbildes in der Lage sei, eine berufliche Tätigkeit auszuüben. Im Vordergrund stehe momentan die adäquate Behandlung der depressiven Störung mit
Weiterführung der ambulanten Behand
lung und allfälligem Ausbau der antidepressiven Medikation
.
Die Wiederauf
nahme einer Arbeitstätigkeit sei therapeutisch sinnvoll
. Die Beschwerdeführerin müsse lernen ihre dysfunktionalen Denk- und Verhaltensmuster zu überwinden.
Durch die derzeitige depressive Störung erleide die Beschwerdeführerin eine
Ein
schränkung in
ihrer
Arbeitsfähigkeit
von 40 % (Urk. 7/80/45
-4
6
).
4.
4.1
Das Gutachten basiert auf umfassenden rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gutachter verfassten ihre Expertise in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
(
Urk. 7/80/6 f., Urk. 7/80/21 ff.
). Die Beschwerdeführerin konnte ihre geklagten Beschwerden vor jedem Fachgutachter ausführlich schildern und wurde von diesen eingehend befragt (Urk. 8/
80/2 ff., Urk. 8/80/23 ff.).
Die medi
zinische Situation und Zusammenhänge werden darin einleuchtend dargelegt und begründet. Damit vermag das
Gutachten die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten
Anforderungen (E. 1.
4
)
vollumfänglich
zu erfüllen und es kommt ihm voller Beweiswert zu.
4.2
Der begutachtende Rheumatologe
,
Dr.
Z._
,
konnte
keine rheumatologischen Befunde, insbesondere keine entzündliche rheumat
ische Erkrankung
erheben
, welche die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
einschränken würden.
Auch
Hinweise auf eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallsymptomatik
konnte er nicht fest
stellen
. Ausserdem notierte er, dass die in sämtlichen Situation
en
gleichbleiben
den Schmerzen gegen das Vorliegen somatisch bedingter
Beschwerden spreche, da sich
solche
in eine Bewegungsrichtung schmerzhafter präsentieren würden
(E. 3.3)
.
Es ist daher nachvollziehbar
,
das
s er
die geklagten Beschwerden
höchstens partiell
auf somatische Ursachen zurückführ
t
e
und ihnen keine anhaltende Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zumass.
Diese Ansicht teilte auch
Dr.
med. B._
, Vertrauensarzt, Facharzt für orthopädische Chirurgie vom regionalen ärztlichen Dienst, der in seiner Stellungnahme vom
8.
April 2017 (Urk. 7/106/11 ff.) notierte,
die
vorgebrachten
Gesundheitsschäden seien im Gut
achten gewürdigt worden und auch
die weiteren radiologischen Abklärungen hätten keine nennenswerten Korrelate für die geltend gemachten Beschwerden
(
an Hüfte und Knie
)
erbracht.
Entgegen den Ausführungen der
Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 5 ff.) bestehen keine Hinweise, dass
Dr.
Z._
sein Gutachten nicht un
abhängig
verfasst
hätt
e.
D
ie Anmerkung zur
epidemiologische
n
Datenlage (Urk. 7/80/10) und die Ausführung, ein pathologischer Befund sei immer unter Berücksichtigung der Beschwerde
schilderung zu interpretieren
,
geben keinen Anlass zur Beanstandung.
Richtiger
weise gab
Dr.
Z._
seine Einschätzung unter Berücksichtigung des bildgebenden Material
s
(Urk. 7/80/11)
, der
geschilderten Schmerzen
(Urk. 7/80/2 f.)
und der
in der Untersuchung festgestellten
Befunde (Urk. 7/80/4 f.)
ab
.
Soweit das Vorhan
densein sensibler Defizite diskutiert wird, setz
t
e er sich auch hiermit
aus fach
ärztlicher Sicht
auseinander.
Unter Hinweis auf den Operationsbericht zur Dekompression L4/5 vom 1
1.
November 2015 (Urk. 7/58/12-13) führte er aus, dass bei der Operationsindikation kein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom
erwähnt werde. Zum Bericht vom 23. Oktober 2015 (Urk. 7/58/6-7) stellte er fest, dass darin keine Hinweise auf eine Parese oder sensibles Defizit enthalte
n seien
.
Nach Angaben der
Beschwerdeführerin selbst
erachtete
die
C._
eine
operative Therapie nicht als indiziert
(Urk. 7/58/6)
und auch das
D._
hielt fest, die Operationsindikation könne einzig für den Bereich L4/5 gestellt werden, da die übrigen Segmente unauffäl
l
ig seien und die Lendenwir
belsäule
sehr gut aussehe (Urk. 7/58/7
).
Dr.
Z._
traf seine
Einschätzung
aufgrund der
erhobenen Befunde und in Auseinandersetzung mit den medizinischen
Vorakten
. Dies ist nicht zu beanstanden und entspricht den Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vgl. E. 1.4)
.
Dass seine begründete Beurteilung von der Einschätzung der Beschwerdeführerin oder deren Behandler abweicht, vermag keine Zweifel an seiner Unabhängigkeit zu begründen.
Auch
die von der Beschwerdeführerin reklamierte Unvollständigkeit des
Gutach
tens
,
da eine entzündliche rheumatische Erkrankung nicht ausreichend diskutiert worden sei
(Urk. 1 S. 8)
,
erweist sich als unbegründet.
Die
C._
äusserte diesbezüglich lediglich einen Verdacht,
bezeichnete
in ihrem Bericht vom 2
7.
März 2015 (Urk. 7/41/10-11) den Befund
aber
als
zu wenig ausgeprägt, um die Diagnose einer entzündlichen
Spondylarthropathie
stellen zu können
(vgl. hierzu auch den
Radiologiebericht
vom 1
8.
März 2015, Urk. 7/80/18)
.
Zur Siche
rung der Diagnose
empfahlen sie
daher
die
Bestimmung des HLA-
B27 Wertes und die Durchführung eines Rön
t
genbildes der Brustwirbelsäule (Urk. 7/41/11).
Dieser Empfehlung kam
Dr.
Z._
anlässlich der Begutachtung
nach, indem er ein
Rönt
genbild
der Brustwirbelsäule
erstellen liess, welches jedoch
keine entzündlichen Veränderungen
visualisierte
(Urk. 7/80/6).
Darüber hinaus
setze
s
ich
Dr.
Z._
mit dem CRP-Entzündungswert
auseinander und
notierte
, dass dieser auch anlässlich der Begutachtung erhöht war
.
Er hielt jedoch ausdrücklich fest, die ergänzenden Abklärungen hätten
keine gesicherten Hinweise auf eine entzündliche Erkran
kung
geliefert
.
Dies verdeutlich
t
, dass
Dr.
Z._
sich
namentlich
mit der Frage nach einer entzündlichen Erkrankung auseinandergesetzt hat.
Im Zeitpunkt
der Begut
achtung liessen sich jedoch
keine Hinweise auf eine entzündliche Erkrankung erhärten.
Hieran vermag
d
er im Rahmen des Beschwerdeverfahrens aufgelegte Bericht von
Dr.
O._
vom 23.
Oktober 2017 (Urk. 10
) nichts zu ändern, zumal anlässlich dieser Untersuchung der HLA-B27 Wert negativ getestet wurde. Rück
schlüsse auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im relevanten Zeit
punkt des Verfügungserlasses lassen sich daraus jedenfalls nicht ziehen. Ebenso wenig kann der Bericht von
Dr.
E._
vom 1
0.
Oktober 2016 (
Urk.
7/98/1-2) das Gutachten von
Dr.
Z._
in Zweifel ziehen, werden darin doch keinerlei Befunde genannt, die der Gutachter nicht bereits berücksichtig hätte.
Sodann ist d
ie im Bericht des
D._
vom 1
0.
Oktober 2016 (Urk. 7/89/3-4) erwähnte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(
mit
Gew
ichtslimi
ten
bis 10kg in wechselbelastender Tätigkeit und der Möglichkeit
,
sich bei starken Lumbalgien hinzulegen) vor dem Hintergrund, dass
Dr.
Z._
keine Befunde erhe
ben konnte, welche auf eine relevante somatische Erkrankung hindeuten würden, nicht
schlüssig
.
So oder anders
liesse sich
die vom
D._
umschrie
bene Einschränkung mit
der angestammte
n
Tätigkeit als Geschäftsführerin
oder einer angepassten Tätigkeit mit maximal mittlerer Belastung
vereinbaren (vgl. Arbeitgeberbericht vom
7.
Februar 2014, Urk. 7/8/13).
Die Einschätzungen von
Dr.
Z._
sind damit nicht zu beanstande
n
und es
ist
darauf abzustellen, dass die Beschwerdeführerin
in ihrer angestammten Beschäf
tigung und jeder
Tätigkeit mit leichten bis mittelschweren
Belastungen
(vgl. Urk. 7/80/15
mit dem Hinweis auf die Einschränkungen bezüglich der Haushalts
arbeiten
) vollständig arbeitsfähig ist.
4.3
Das psychiatrische Teilgutachten datiert vom
2.
August 2016 und wurde damit vor der Rechtsprechungsänderung zum strukturierten Beweisverfahren bei sämt
lichen psychischen Erkrankungen erstellt.
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ent
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrund
lagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutach
ten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
Vorliegend enthält das
psychiatrische Gutachten Angaben zur Gesundheits
schädigung, der Persön
lichkeit und dem sozialen Kontext ebenso wie zur Konsis
tenz. Eine schlüssige Beurteilung der psychischen Gesundheitsschädigung anhand
der massgeblichen
Indikatoren (vgl. E. 1.2.2) ist daher
möglich
und es kann auch unter der Anwen
dung der neuen Rechtsprechung auf das Gutachten abgestellt werden.
Während der MADRS-Test eine mässige Ausprägung
der depressiven Symptoma
tik
auswies,
deuteten
andere Testresultate auf eine schwere Symptomatik hin.
Eine solche liess sich klinisch jedoch nicht bestätigen. Deswegen und aufgrund
der überlagernden Verdeutlichungstendenz
stellte
Dr.
A._
die Diagnose einer
rezidivierende
n
depressive
n
Störung mit mittelgradiger Ausprägung
(E. 3.4)
.
IV-
fremde Faktoren berücksichtigte
er
bei seiner Einschätzung und Diagnose
-
stellung korrekterweise nicht (Urk. 7/80/46-47).
Nachdem die Beschwerdeführerin 2013 stationär hospitalisiert wurde (Urk. 7/7)
,
befand sie sich seither in ambulanter psychiatrischer Behandlung (vgl. Urk. 7/11, Urk. 7/31, Urk. 7/48, 7/89).
Diese Behandlungen erfolgten nach Ansicht von
Dr.
A._
lege
artis
(Urk. 7/80/48) und sollte
n
seiner Meinung nach weitergeführt werden, wobei er die medikamen
töse Therapie als ausbaufähig
einschätzte
(Urk. 7/80/45). Bei Ausschöpfung der therapeutischen Massnahmen
erachtete
er eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit für wahrscheinlich (Urk. 7/80/46)
. Eine Therapieresistenz, wie sie die Beschwer
deführerin
mit Blick auf die durchgeführten Therapien
postuliert (Urk. 1 S. 10 ff.), ist vor diesem Hintergrund nicht ausgewiesen
.
Auch ihr diesbezüglicher Einwand, es bestehe eine Therapieresistenz, da sie mit mindestens zwei unterschiedlichen Antidepressiva behandelt worden sei (Urk. 1 S. 12)
,
vermag angesichts der Ein
schätzung von
Dr.
A._
,
die medikamentöse Therapie sei ausbaufähig
, nicht durchzudringen.
Als
belastende
Komorbiditäten
wirken sich
die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen
aus
, welche sich allerdings nur bedingt somatisch erklären lassen (vgl. E. 3.3, E. 4.2)
und im Übrigen als gesteigerte Schmerzperzeption im Rahmen der Depression zu
verstehen
sind (Urk. 7/80/42).
Dass
darüber hinaus ressourcenhemmende Wirkung der genannten Diagnosen Rechnung zu tragen wäre, ergibt sich nicht aus dem Gutach
ten.
Insgesamt ist daher auf keine besonders schwere
Ausprägung der
Gesundheitsschädigung zu schliessen.
Die Beschwerdeführerin verfügt in dem Sinne über persönliche Ressourcen
, dass
gemäss Gutachter
eine Selbstwirksamkeitserwartung und Achtsamkeit
vorhanden sind und sie zudem
über ein Hoffnungsgefühl verfügt
.
Die geklagten
Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme liessen sich klinisch nicht bestätigen und dass sie nach wie vor in der Lage ist Auto zu fahren, lässt nach Ansicht
von
Dr.
A._
auf erhebliche Ressourcen schliessen (E. 3.4).
Im sozialen Kontext wirkt sich
zwar
das Spannungsverhältnis mit der Ursprungsfamilie
sowie dem Ex-Ehemann (vgl. Urk. 7/80/32, Urk. 7/80/43) belastend aus. Von ihrem jetzigen Ehemann wie auch von den Kindern erfährt sie jedoch wertvolle praktische wie auch emotionale Unterstützung (Urk. 7/80/44), was entsprechend vorhandene Ressourcen im sozialen Kontext ausweist.
Dr.
A._
wies
zwar
darauf hin, dass das Aktivitätsniveau vor Eintritt der Gesundheitsschädigung höher gewesen sei, da
die Beschwerdeführerin
zu 100 % arbeitstätig gewesen sei, sich um die Kinder gekümmert habe und sozial aktiver gewesen sei
(Urk. 7/80/50)
. Ein
gewisser
behandlungsanamnestischer Leidens
druck zeigt sich
sodann
in der Behandlungsgeschichte mit stationärer wie auch andauernder ambulanter
Behandlung, welche sowohl lege
artis
als auch mit guter
Kooperation erfolgte
(
Urk. 7/80/48-
49). Der bei
Dr.
A._
erweckte Eindruck, die Beschwerdeführerin nehme eine Entschädigungshaltung ein und setze sich mehr bis ausschliesslich für eine materielle Entschädigung, denn eine berufliche Wiedereinglied
erung ein, steht
aber
eine
r erfolgreichen
Rehabilitation
und Ein
gliederung
entgegen.
Der Gutachter
stellte zudem fest, dass die Schilderungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer Beschwerden und ihrer Alltagsaktivitäten Inkonsistenzen aufwiesen. Hinzu kommt, dass sich die geklagten Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten klinisch
nicht
bestätigen liessen und die Beschwerdeführerin mehr Ressourcen
(z.B. Autofahren)
auswies
,
als es sich mit den geklagten Defiziten
(Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen)
vereinbaren liess
(
E. 3.4).
Ein solches
Verhalten
mit Inkonsistenzen
steh
t
einem konsistenten Gesamtbild und einer invalidisierende
n
Gesundheitsbeeinträchtigung diametral entgegen
(vgl. Urteil des Bundesgericht 9C_80/2015 vom 1
1.
Dezember
2015
E.
5.2.6, Urteil des Bundesgerichts 8C_634/2015 vom 2
2.
Januar 2016 E. 4.3.2)
.
Mit Blick auf den beweisrechtlich relevanten Indikator der Konsistenz kann vor die
sem Hintergrund nicht auf eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Beein
trächtigung der Gesundheit geschlossen werden.
Darüber hinaus verfügt die Beschwerdeführerin über erhebliches Kompensationspotential
(Ressourcen)
, wel
ches ihr erlaubt trotz
allfälligen
Belastungsfaktoren ihr Leistungspotential auszu
schöpfen.
Dass
Dr.
A._
bei diesen Gegebenheiten dennoch auf eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 40 % schloss,
lässt sich
unter Berücksichti
gung der leistungshindernden Belastungsfaktoren einerseits und der Ressourcen andererseits
nicht
aufrechterhalten.
Vielmehr
ist
entsprechend den Ausführungen
von einer vollen Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen
.
Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ist nicht ausge
wiesen.
4.4
Gemäss den vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerdeführerin sowohl in der
angestammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit
mit leichter bis mit
telschwerer Belastung
vollständig arbeitsfähig.
Bei einer vollständigen Arbeitsfä
higkeit in der angestammten Tätigkeit resultiert
selbstredend
kein Invaliditäts
grad.
Z
ur Ermittlung des Invaliditätsgrades
bei vollständiger Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
wäre
ein Einkommensvergleich durchzuführen.
Vor dem Hintergrund, dass d
ie Beschwerdeführerin über keine Berufsausbildung
ver
fügt
und
in ihrer bisherigen Erwerbsbiografie
ausschliesslich
Hilfstätigkeiten aus
übte
(Urk. 7/1/4, 7/10, 7/80/4, 7/80/23)
, welche ihr zumindest bei leichter bis mittlerer Belastung weiterhin zumutbar sind
, resultiert
e
auch
bei einer angepass
ten Tätigkeit kein Einkommensverlust.
Selbst bei Anrechnung eines maximalen
leidensbedingten Abzuges von 25 % würde somit kein rentenbegründender Inva
liditätsgrad resultieren.
5.
In Anbetracht der
Erwägungen
ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin
daher nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver
siche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens
aufwand und
unab
hän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde
führerin
aufzu
erlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)