Decision ID: bd3c6c7e-1f9a-4f26-9de4-5ad70e5b7b50
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969
,
war seit dem 2
2.
Oktober 2001
als Kauf
männischer Angestellter
bei der
Y._
tätig und damit bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (heute
:
Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG
, vgl.
Urk.
13
) für Berufs- und
Nichtberufsunfälle
versichert, als er sich am 1
0.
Februar 2013
anlässlich eines Fussballspiels bei
einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter das
rechte
Knie lädiert
e (vgl.
Unfallanzeige
vom
2
9.
Oktober 2013
,
Urk.
9/UM2
).
Die Erstbehandlung erfolgte im Oktober
2013 durch den Hausarzt (
Urk.
9/M16 S. 1
). Mit Verfügung vom 2
7.
Februar 2014 (
Urk.
9/K7
) verneinte die Schweize
rische
National-V
ersicherungs
-G
esellschaft AG eine Leistungspflicht für die Behandlungen ab dem
9.
Oktober 2013 mangels Vorliegen
s
eines natürlichen Kausalzusammenhangs.
Die dagegen
vom Versicherten
sowie
von der
Vorver
siche
rung
Zürich
Versicher
ungs-Gesellschaft AG
erhobenen Einsprachen
(
Urk.
9/K9-K10,
Urk.
9/K18)
wies die
Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG
mit
Einspracheentsch
eid
vom
4.
Dezember 2014 (
Urk.
9/K28
=
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte
sowie
die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG erhoben am
6.
respektive 1
5.
Januar 2015 Beschwerde
gegen den
Einspracheentscheid
vom
4.
Dezember 2014
(
Urk.
2) und beantragte
n
,
dieser sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen aus dem Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013 zu erbringen. Eventu
ell seien die Heilungskosten nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zu entrichten. Eventuell sei die Sache für ergänzende Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 1
;
Urk.
10/1 S. 2
).
Die
Beschwerdegegnerin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
März 2015 die Abweisung der Beschwerden und die Vereinigung der beiden Verfahren (
Urk.
8 S. 2
;
Urk.
10/12 S. 2
). Mit Verfügung vom 2
7.
April 2015 (
Urk.
11) wurde der Prozess in Sachen Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG gegen die
Beschwer
degegnerin
(
Prozess Nr.
UV.2015.00014) mit dem vorliegenden Prozess verei
nigt.
Am
2.
Juli 2015 reichte der Beschwerdeführer 1
sowie
am 2
0.
August 2015 die Beschwerdeführerin 2 die Replik ein (
Urk.
17,
Urk.
19). Die
Beschwerdegeg
nerin
erstattete die Duplik am 1
8.
September 2015 (
Urk.
23), was den Beschwer
deführenden am 2
1.
September 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
24).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfall
folgen, nämlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie im wei
teren durch den
Chiropraktor
(
lit
. a), die vom Arzt oder Zahnarzt verordneten Arzneimittel und Analysen (
lit
. b), die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (
lit
. c), die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (
lit
. d) und die der Heilung dienlichen Mittel und Gegen
stände (
lit
. e).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetr
etenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht a
ls in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
1.
5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allg
emeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Beurteilung
ihres beratenden Arz
tes
Dr.
med.
Z._
davon aus,
dass die Behandlungen des rechten Knies ab Oktober 2013 nicht überwiegend wahrscheinlich kausal
auf das Unfalle
reignis vom 1
0.
Februar 2013 zurückzuführen seien
.
Die im Januar 2014 erfolgte Ope
ration habe
vielmehr
Folgeerscheinungen des
Unfalles aus dem Jahr 1991
und somit einen
krankhaften
Vorzustand behandelt. Die aus d
er
Behandlung ent
standenen Kosten würden daher zu Lasten der Beschwerdeführerin 2 als Vor
versicherer anfallen. Der Beschwerdeführer 1 könne
sodann aufgrund der erteil
ten Kostengutsprache nicht eine Vertrauenshaftung für
eine
vollumfängliche Kostenübernahme ableiten.
Es liege zudem
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin 2 vor
, da
diese
im
vorliegenden
Rechtsmittel
verfahren
zum bisher nicht bekannten Bericht des beratenden Arztes habe Stel
lung nehmen können
.
Schliesslich vermöge d
ie Beurteilung der von der Beschwerdeführerin 2
beigezogenen
beratenden Ärzte an der
Einschätzung
durch
Dr.
Z._
keine Zweifel auf
kommen
zu lassen
(
Urk.
2 S. 11
f.
;
Urk.
8
S. 4 ff.
;
Urk.
23 S. 1 f.
).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer 1 auf den Standpunkt,
es liege
sowohl
ein Unfall
als auch
eine unfallähnliche Körperschädigung vor. D
ie mediale Meniskusläsion sei übe
rwiegend wahrscheinlich kausal auf das
Unfall
ereignis
vom 1
0.
Februar 2013
zurückzuführen
.
Er habe v
or dem Unfall keine Kniebeschwerden
gehabt
.
Für die
erfolgte
Hospitalisation
habe zudem eine schriftliche Kostengutsprache der Beschwerdegegnerin vorgelegen,
weshalb die
se die
Kosten
-
aus näher genannten Gründen
-
auch
gestützt auf den
Grundsatz von Treu und Glauben
zu
tragen
habe
(
Urk.
1 S. 2
f
f.
;
Urk.
17 S. 2 ff.
).
2.3
Die Beschwerdeführerin 2
vertrat
sodann
die Ansicht,
dass ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei, da sie sich nicht
zur
B
eurteilung des
beratenden
Arztes
Dr.
Z._
vom 2
3.
Juli 2014
habe äussern können.
Des Weiteren handle
es sich
bei diesem
auch
nicht um einen externen, neutralen Gutachter.
Entgegen der B
eurteilung durch
Dr.
Z._
seien ihre beratenden Ärzte
zum Schluss gekommen, dass die Kniebeschwerden des Beschwerdefüh
rers 1 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013 zurückzuführen seien. Es sei deshalb von einer
richtungsge
benden
Verschlimmerung durch d
as
Unfallereignis auszugehen (
Urk.
10/1
S. 3 f.
;
Urk.
19 S. 2 ff.
).
2.4
Strittig und zu prüfen ist, ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
für die Behandlungen des rechten Knies
des Beschwerdeführers 1
ab Oktober 2013, namentlich für die Operation vom 1
5.
Januar 2014,
besteht
. D
abei
ist
insbeson
dere das Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhanges
zwischen den Beschwerden und dem Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013 umstritten
.
3.
In formeller Hinsicht gilt es vorab die von der Beschwerdeführerin 2 gerügte Verletzung des rechtlichen Gehörs zu beurteilen, wonach ihr der von der Beschwerdegegnerin im
Einspracheverfahren
eingeholte Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
3.
Juli 2014 nie zugestellt worden sei
,
und sie erst im vorliegenden Beschwerdev
erfahren Kenntnis davon erlangt habe
(
Urk.
10/1 S. 3).
Dieser Umstand wird von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten (vgl.
Urk.
8 S. 9 f.). Durc
h dieses Vorgehen verletzte diese allerdings
das Recht der Beschwerdefüh
rerin 2 sich zu einem wesentlichen Beweisergebnis zu äussern
, womit sie folg
lich deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzte (
Art.
29
Abs.
2 der Bundes
verfassung,
Art.
42 ATSG; BGE 132 V 368 E. 3.1). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs kann vorliegend
allerdings
abge
sehen werden, zumal das hiesige Gericht über volle Kognition verfügt, die Beschwerdeführerin 2 eine
Rückweisung aus diesem Grund
nicht explizit bean
tragte und
eine solche
auch lediglich zu einem formalistischen Leerlauf führen würde (vgl. hierzu BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/
aa
; 124 V 180 E. 4a).
4
.
4
.1
Der Beschwerdeführer 1 prallte a
m 1
0.
Februar 2013
anlässlich eines
Fussball
spiel
s
mit dem gegnerischen Torhüter zusammen und lädierte sich dabei das
rechte Knie
. In der Unfallanzeige vom 2
9.
Oktober 2013 (
Urk.
9/UM2) zuhanden seines Arbeitgebers gab
er an, dass er
einen stechenden Schmerz im Knie ver
spürt habe, welcher allerdings rasch abgeklungen sei. Er habe das Spiel beenden und auch seine Bürotätigkeit am nächsten Tag problemlos aufnehmen können. Da sich die Schmerzen nicht vollends reduziert hätten, habe er auf weitere sportliche Aktivitäten, insbesondere auf Kontaktsporta
r
ten wie Fussballspielen, verzichtet. Die Schmerzen hätten allerdings eher zugenommen, weshalb er sei
nen Hausarzt kontaktiert habe.
Die erste ärztliche Konsultation
fand
a
m
9.
Oktober 2013 bei
m behandelnden Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, statt
(
vgl.
Urk.
9/
M
16 S. 1).
4
.2
Am 1
7.
Oktober 2013 erfolgte eine Magnetresonanztomographie (MRI) des rech
ten Knies (vgl. Bericht vom 2
1.
Oktober 2013,
Urk.
9/M2). Dabei wurde ein Status nach
einer Plastik des vorderen Kreuzbandes (VKB)
im Jahr 1991 sowie ein Verdacht auf eine horizontale Rissbildung in der Pars
intermedia
des medi
alen Meniskus, eine mediale
trochleär
betonte
Femoropatellararthrose
und eine diffuse
synoviale
Verdickung im
Recessus
suprapatellaris
, möglicherweise im Rahmen eines chronischen Reizzustandes,
festgehalten
; dies allerdings ohne Gelenkserguss
.
4
.3
Die Erstkonsultation durch PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
C._
,
fand
am 1
1.
Dezember 2013
statt
. Im gleichentags erstellten Bericht (
Urk.
9/M7) hielt dieser als Diagnosen
einen Status nach
einer
Kniekontusion rechts beim Fussballspielen im Februar 2013 sowie eine kom
plexe mediale Meniskusläsion, eine beginnende
tibiofemoral
mediale
Knorpel
degeneration
und eine mediale
trochleabetonte
Femoropatellararthrose
bei Sta
tus nach
einer
VKB-Ersatzplastik rec
hts
im Jahr
1991 fest (S. 1).
Anlässlich einer weiteren Konsultation vom 1
8.
Dezember 2013 traf PD
Dr.
B._
gemeinsam mit dem
Beschwerdeführer 1 den Entscheid für eine
arthro
skopische
Meniskusrevision
. Dabei lag insbesondere
ein
Bericht
über eine
radi
ologische Untersuchung vom 1
1.
Dezember 2013 vor, wonach
osteophytäre
Anbauten
retropatellär
, eine leichte unregelmässige Begrenzung des
osteo
chond
ralen
Überganges sowie kleine
osteophytäre
Anbauten im
femoropatellä
ren
Gleitlager ersichtlich gewesen seien. Des Weiteren sei eine
Chondrokalzi
no
se
mit Knorpelverkalkungen beziehungsweise Meniskusverkalkungen erkennbar gewesen. In der seitlichen Aufnahme seien auch Verkalkungen im Bereich des
Recessus
suprapatellaris
zu verzeichnen gewesen
(
vgl.
Urk.
9/M6;
Urk.
9/M8
S.
1
).
4
.4
Mit Operationsbericht vom 1
5.
Januar 2014 (
Urk.
9/M10) informierte PD
Dr.
B._
über
die erfolgte Kniearthroskopie
, wobei er die folgenden sechs Eingriffe durchführte (S. 1):
diagnostische Kniearthroskopie rechts
mediale
Teilmeniskektomie
rechts
Resektion der degenerierten
Plica
mediopatellaris
rechts
l
aterale Meniskustoilette, partielles
Débridement
der VKB-Ersatzplastik und den Rest vom Original-VKB
Knorpeldébridement
retropatellär
i
ntraartikuläre Infiltration von
Bupivacain
und
Kencort
Als Diagnosen führte er einen Status nach Knie
dis
torsion rechts
im
Februar 2013 mit komplexer medialer Meniskusläsion, zweit- bis
drittgradiger
osteo
chondraler
Knorpelläsion am medialen
Tibiaplateau
,
elongierter
VKB-Ersatz
plastik
rechts im Jahr 1991, fortgeschrittener
viertgradiger
Läsion der medialen
Trochlea
sowie schrägem Horizontalriss des Aussenmeniskus bei
trikomparti
menteller
Chondrokalzinose
auf (S. 1).
4
.5
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, gab mit kurzer Stellungnahme vom
4.
Februar 2014 (
Urk.
9/M12) an, dass gestützt auf den radiologischen Bericht vom 1
1.
Dezember 2013 keine frische Meniskusläsion vorliege, weshalb die Operationskosten
durch den
Kran
kenversicherer
zu tragen seien.
4
.
6
M
it Bericht vom 2
3.
Februar 2014 (
Urk.
9/M14)
nahm
Dr.
Z._
ausführlich
Stellung zum Schadenfall. Dabei gab er an
, dass anlässlich der am 1
5.
Januar 2014 erfolgten Operation die Folgeerscheinungen am rechten Knie nach vorde
rer Kreuzbandplastik vor 22 Jahren operiert worden sei
en
. Die
elongierte
vor
dere Kreuzbandplastik habe zu einer Instabilität mit in der Folge Läsion der medialen
Trochlea
,
osteochondraler
Knorpelläsion am medialen
Tibiaplateau
und Läsion des medialen und lateralen Meniskus geführt. Zusätzlich sei eine
tri
kompartimentelle
Chondrokalzinose
hinzugekommen. Die Beschwerden seien mit grosser Wahrscheinlichkeit auf die
gonarthrotische
Veränderung am rechten Knie und weniger auf die Meniskusläsion zurückzuführen. Der Beschwerde
führer 1
habe erst rund acht Monate
nach dem Unfallereignis einen Arzt auf
gesucht.
D
ie Operation vom 1
5.
Januar 2014
sei
nicht überwiegend
wahrschein
lich
kausal auf das
Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013
zurückzuführen
, sondern sei
eine Folge der Kreuzbandplastik im Jahr 1991 gewesen (S. 2 f.).
4
.7
Anlässlich
einer
am 2
7.
Februar 2014 bei PD
Dr.
B._
erfolgten
Verlaufs
kontrolle
habe der Beschwerdeführer
1
weiterhin einen regelrechten Verlauf
gezeigt, weshalb die Behandlung nach der durchgeführten Kniearthroskopie abgeschlossen werde
(
Urk.
9/M15)
.
4
.
8
Der behandelnde Hausarzt
Dr.
A._
nahm
mit Schreiben vom
6.
April 2014
(
Urk.
9/M16)
Stellung zuh
anden der Beschwerdeführerin
2.
Da
bei
hielt er unter anderem fest,
dass
die
im Jahr 1991 erlittene
Knieverletzung
richtungweisend gewesen
sei
. Diese habe wahrscheinlich auch zur
Femoropatellararthrose
und zur chronischen
synovialen
Reizung geführt, was aber wahrscheinlich nicht bewiesen werden könne. In einem solchen Zusammenhang könne es auch zu einer degenerativen Meniskusschädigung kommen.
Damit übereinstimmen
würde auch die Aussage des Beschwerdeführers 1 anlässlich der
Erstkonsulta
tion
im Oktober 2013, wonach er wegen seines Kniegelenkes seit Jahren nicht mehr Fussball gespielt habe und die Schmerzen einen Tag nach einem Fuss
ballspiel ohne erneutes Unfallereignis anfangs Sommer aufgetreten seien.
An den Unfall im Februar 2013 habe er sich erst später erinnert (S. 2).
4
.
9
Am 1
6.
Mai 2014 erfolgte im Auftrag der Beschwerdeführerin 2 eine medizini
sche Beurteilung durch Prof.
Dr.
med. D._
, Facharzt für Chirurgie, sowie Frau
E._
, Spezialist Medical Support (
Urk.
9/M17).
Danach würden
Meniskusläsionen oftmals über längere Zeit keine erheblichen Beschwerden verursachen. Mit der Zeit
nähmen die Beschwerden zu, weshalb die Patienten
oft erst verzögert einen Arzt aufsuchen würden.
Beim Beschwer
deführer 1 sei im Jahr 1992 eine VKB-Plastik erfolgt. Im Dezember 1992 sei ein stabiles Kniegelenk beschrieben worden.
Demgegenüber werde im Dezember 2013 eine leichte Instabilität beschrieben, welche mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf die im Jahr 1992 erfolgte VKB-Plastik zurückzuführen sei. Dadurch erkläre sich auch die Knorpelveränderung im Kniegelenk. Die minimale Instabilität erkläre dagegen nicht, wie es ohne Ereignis zu einer Meniskusläsion medial gekommen sei.
Zusammenfassend sei bei nur leichter Instabilität nach
der erfolgten
VKB-Plastik die Meniskusläsion medial mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das Ereignis vom 1
0.
Februar 2013 zurückzuführen (S. 2).
4
.
10
Mit erneuter Beurteilung vom 2
3.
Juli 2014
(
Urk.
9/
M
18
) hielt
Dr.
Z._
an seiner bisherigen
Einschätzung
fest, wonach die
im Januar 2014 erfolgte Ope
ration
nicht überwiegend wahrscheinlich
kausal auf das Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013 zurückzuführen sei.
Kreuzbandplastiken würden nach einer gewissen Zeit insuffizient respektive vollkommen insuffizient werden, wobei sich in dieser Zeit degenerative Meniskusrisse und Knorpel-/Knochenläsionen bilden würden. Es entspreche einem natürlichen Verlauf, dass das Kniegelenk des Beschwerdeführers 1 nach rund 22 Jahren seit der im Jahr 1992 erfolgten Kreuzbandplastik
arthrotisch
verändert sei und die Menisken entsprechend
degeneriert seien.
Anlässlich des Fussballspiels
im Februar 2013
sei es mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Kontusion des rechten Knies und zu einer Exazerbation der vorbestehenden Arthrose gekommen.
Der Beschwerdeführer 1 habe sich erst
nach
rund acht Monaten beim Arzt gemeldet. Es sei nicht doku
mentiert, dass der Beschwerdeführer 1 in den letzten Jahren seine Tätigkeit bei bestehender Arthrose sukzessive reduziert habe. Die Kausalität der im Januar 2014 durchgeführten Operation zum Unfall
ereignis
vom 1
0.
Februar 2013 sei zwar als möglich zu taxieren, allerdings sei der Kausalzusammenhang dieser Operation zum Unfall aus dem Jahr 1991 überwiegend wahrscheinlich. Die Beurteilung
durch
Dr.
D._
und Frau
E._
sei nicht überzeugend.
Eine
rich
tungsgebende
Verschlechterung liege nicht vor.
Ein Gutachten sei nicht not
wendig (S. 3 f.).
4
.
11
Am
2
7.
Januar 2015 erfolgte eine weitere
versicherungsmedizinische Beurtei
lung
zuhanden
der Beschwerdeführerin 2 durch
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie durch Frau
E._
. Diese
gaben an, dass der im Operationsbericht intraoperativ beschriebene Lappenriss am medialen Meniskus überwiegend wahrscheinlich traumatisch bedingt sei. Die Kniearthroskopie hätte ohne das
Unfalle
reignis vom 1
0.
Februar 2013 kaum
zu
diesem Zeitpunkt s
tattgefunden (
Urk.
9/M19).
4
.
12
Der die Beschwerdegegnerin beratende Arzt
Dr.
Z._
nahm am 2
1.
Februar 2015
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
erneut Stellung (
Urk.
9/M20).
Dr.
Z._
gab dabei an, dass
er eine
Zusatzbeurteilung durch
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Radiologie,
eingeholt habe
.
Dieser sei zum Schluss gekommen, dass die erhobenen Befunde eindeutig degenerativ
bedingt seien. Selbst der operierende Arzt
habe von einem instabilen Lappenriss, komplex degeneriert im medialen Kompartiment
,
sowie
im lateralen Kompartiment von einem degenerierten Meniskusanteil mit schräger Risslokalisation gesprochen.
Dr.
Z._
bestätigte daher seine bisherige Beurteilung
, wobei der Bericht auch von
Dr.
G._
unterzeichnet wurde
(S. 3).
4
.13
Ebenfalls im Rahmen des Beschwerdeverfahrens wurde eine weitere
versiche
rungsmedizinische
Beurteilung vom 1
3.
August 2015
durch
Dr.
F._
und Frau
E._
eingereicht (
Urk.
20/ZM20).
Diese kamen dabei zum Schluss, dass
das Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2013 durchaus geeignet
sei,
eine Meniskusläsion zu verursachen. Das MRI vom 1
7.
Oktober 2013 zeige neben den
Knorpelverän
derungen
zwar
einen degenerativ veränderten lateralen Meniskus, welcher aber gemäss dem Operationsbericht auch eine schräge Risskomponente aufweise. Am medialen Meniskus werde ein degenerierter Lappenriss beschrieben. Da die Operation erst elf Monate nach dem geeigneten Ereignis stattgefunden habe, sei
es nicht erstaunlich, dass dieser Riss nicht als frisch bezeichnet werde. Die Fotos der Kniegelenksarthroskopie würden die degenerativen Veränderungen bestäti
gen, wobei eine traumatische Teilkomponente jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ebenfalls vorliege.
Es müsse daher davon au
sgegangen wer
den, dass es beim Unfalle
reignis vom 1
0.
Februar 2013 zu einer Traumatisie
rung eines bis dahin stummen Vorzustandes gekommen sei. Dies habe zur Operation vom 1
5.
Januar 2014 geführt.
5
.
5
.1
Vorab gilt es darauf hinzuweisen,
dass
das Vorliegen eines Unfallereignisses
im Sinne von
Art.
4 ATSG
von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten wird
(vgl.
Urk.
2 S. 9
;
Urk.
8 S. 4
)
,
weshalb auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers
1
sowie
auf
seine
Ausführungen zur unfallähnlichen
Kör
perschädigung
(
Urk.
1
S. 2 f.
)
nicht weiter einzugehen ist. Damit allerdings eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bejaht werden kann, müssen die
auf
grund der Akten ausgewiesenen und
ebenfalls unbestrittenen Be
funde
des Beschwerdeführers 1
(
Meniskusläsion
en
sowie
g
onarthrotischen
Veränderungen
am rechten Knie
;
vgl.
Urk.
2 S. 11
;
Urk.
9/M2;
Urk.
9/M7 S. 1;
Urk.
9/M6;
Urk.
9/M8 S. 1;
Urk.
9/M19 S. 1;
Urk.
9/M16 S. 2
) natürlich und adäquat kausal auf das Unfallereignis
vom Februar 2013
zurückzuführen sein (vorstehend E.
1.1, E.
1.3-1.5).
In diesem Kontext gilt es e
benfalls vorauszuschicken,
dass
der
Beschwerdefüh
rer 1
bereits
im Jahr 1991 oder 1992
einen Unfall
am rechten Knie
erlitten hatte
.
Das genaue Unfalldatum lässt sich anhand der vorliegenden Akten nicht erkennen und wird in den Arztberichten auch unterschiedlich wiedergegeben.
Damals
war
d
er
Beschwerdeführer 1
bei der Beschwerdeführerin 2 gegen die Folgen von Be
rufs- und Nichtberufsunfälle
n
versichert, welche
die gesetzlichen Leistungen
für besagten Unfall erbrachte
, wobei im April 1992 eine
Augmen
tationsplastik
im vorderen Kreuzband des rechten Knies eingesetzt wurde
. Die Heilung sei problemlos verlaufen und die Behandlungen hätten abgeschlossen werden können
(
vgl.
Urk.
10/1 S. 2;
Urk.
9/M1;
Urk.
9/K18).
5
.
2
Zur Frage der vorliegend strittigen Unfallkausalität
liegen Beurteilungen
durch
Dr.
Z._
als
beratender
Arzt der Beschwerdegegnerin (vorstehend E. 4.5-4.6, E. 4.10, E. 4.12) sowie
durch Prof.
Dr.
D._
,
Dr.
F._
und
Frau
E._
als bera
tende Ärzte der Beschwerdeführerin 2 (vorstehend E. 4.9, E. 4.11, E. 4.13) vor.
An die Beweiswürdigung
solcher
Berichte sind strenge Anforderungen zu stel
len, sind
die beratenden
Ärzte
eines Versicherers
doch
rechtsprechungsgemäss den versicherungsinternen Ärzten gleichzustellen
(
vorstehend E. 1.6;
Urteil des
Bundesgerichts 8C_160/2012 vom 1
3.
Juni 2012 E. 3.2.1).
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der getätigten Fest
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 122 V 157; Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 2
8.
Oktober 2009 E. 4.4).
Die beratenden Ärzte
beider Versicherer
sind sich dahingehend einig, dass die vermehrte Translation
ap
im rechten Kniegelenk und die beschriebenen
Knor
pelveränderungen
überwiegend wahrscheinlich
auf die
im Jahr 1992 durch
geführte Kreuzband
plastik zurückzuführen
seien (
Urk.
9/M14 S. 3
;
Urk.
9/M17 S. 2;
Urk.
9/M18 S. 3
). Umstritten ist allerdings die Kausalität der
festgestellten
Meniskusläsion
en
.
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin
Dr.
Z._
hielt hierzu fest, dass
keine frische
n
Meniskusläsion
en
ersichtlich gewesen sei
en
.
Kreuzbandplastiken würden nach einer gewissen Zeit insuffizient respektive vollkommen insuffizient werden, wobei sich in dieser Zeit degenerative Menis
kusrisse und Knorpel-/Knochenläsionen bilden würden. Es entspreche einem natürlichen Verlauf, dass das Kniegelenk des Beschwerdeführers 1 nach rund 22 Jahren seit der im Jahr 1992 erfolgten Kreuzbandplastik
arthrotisch
verändert sei und die Menisken entsprechend degeneriert seien.
A
nlässlich des erneuten Unfallereignisses im Februar 2013
sei es zwar
zu einer Kontusion des rechten Knies und zu einer passageren Exazerbation der vorb
estehenden Arthrose gekommen
. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 erst acht Monate danach einen Arzt aufgesucht habe, weise
allerdings
darauf hin, dass anlässlich des Unfalles überwiegend wahrscheinlich
ke
ine richtungsgebende Verschlechterung eingetreten sei.
Die Operation vom Januar 2014 sei
nicht
überwiegend wahr
scheinlich
kausal auf das
Unfallereignis vom Februar 2013
zurückzuführen
, sondern eine Folge der im Jahr 1992 erfolgten Kreuzbandplastik (
Urk.
9/M12;
Urk.
9/M14 S. 2 f.;
Urk.
9/M18 S. 3 f.;
Urk.
9/M20 S. 3).
Die
se
eingehende Beurteilung durch
Dr.
Z._
begründet nachvollziehbar, weshalb auch die Meniskusläsion
en
überwiegend wahrscheinlich
als nicht kausal zum
Unfaller
eignis
vo
m Februar 2013 zu betrachten sind
.
Dabei nimmt
Dr.
Z._
eine dif
ferenzierte Auseinandersetzung mit der gesamten Aktenlage vor und setzt sich auch mit
den
Vorbringen der beratenden Ärzte der Beschwerdeführerin 2 ausei
nander und entkräftet deren Schlussfolgerungen
in
nachvollziehbar
er und schlüssiger Weise
. Sodann holte er
zusätzlich
eine externe Stellungnahme von
Dr.
G._
ein, welcher
ebenfalls bestätigte, dass die erhobenen Befunde eindeutig degenerativ bedingt seien (vgl.
Urk.
9/M20). Auch der behandelnde Hausarzt
Dr.
A._
hielt fest, dass die Knieverletzung im Jahr
1991 rich
tungsweisend gewesen sei, wobei es in diesem Zusammenhang auch zu einer Meniskusschädigung kommen könne (
Urk.
9/M16 S. 2). Schliesslich hielt
selbst
der operierende Arzt
Dr.
B._
einen instabilen Lappenriss komplex dege
neriert
im Bereich des
Hinterhorns
sowie degenerierte Anteile
am
Aussenmenis
kus
mit schräger Risslokalisation im mittleren Drittel, vor allem am Vorderhorn, fest
. Die resezierte Meniskussubstanz sei deutlich verhärtet und degeneriert gewesen
(
Urk.
9/M10 S. 2).
5.3
Die Beurteilung der beratenden Ärzte der Beschwerdeführerin 2 verm
ag
daran keine Zweifel aufkommen zu lassen. Diese hielten fest, dass Meniskusläsionen über längere Zeit keine Beschwerden verursachen würden. Die minimale Insta
bilität erkläre nicht, wie es ohne Ereignis zu einer medialen Meniskusläsion gekommen sei.
Das MRI vom 1
7.
Oktober 2013 zeige
zwar
einen degenerativ veränderten lateralen Meniskus, welcher aber gemäss Operationsbericht vom 1
5.
Januar 2014 eine schräge Risskomponente aufweise. Die Fotos der
Kniege
lenksarthroskopie
würden die degenerativen Veränderungen bestätigen, eine traumatische Teilkomponente liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aller
dings ebenfalls vor. Das Unfallereignis sei durchaus geeignet, eine
Meniskuslä
sion
zu verursachen (
Urk.
9/M17 S. 2;
Urk.
9/M19-M20;
Urk.
20/ZM20).
Bei ihrer Beurteilung
führten
Prof.
Dr.
D._
,
Dr.
F._
sowie Frau
E._
allerdings nicht näher aus, weshalb
der krankhafte Vorzustand
ohne Unfallereignis nicht z
u einer Meniskusläsion führen kö
nn
e
.
Dr.
Z._
erklärte dagegen nachvoll
ziehbar
, dass es einem natürlichen Verlauf entspr
eche
, dass sich das Kniegelenk nach einer Kreuzb
andplastik
arthrotisch
veränder
e
und die Menisken entspre
chend degenerier
t
en.
Die von den beratenden Ärzten der Beschwerdeführerin 2 geltend gemachte traumatische Teilkomponente wird ebenfalls nicht näher begründet.
Die Geeignetheit
d
es
im Februar 2013 erlebte
n
Unfallereignis
ses zur Verursachung
eine
r
Meniskusläsion
reicht
als blosse Möglichkeit
für das Beja
hen eines natürlichen Kausalzusammenh
angs nicht aus (vorstehend E. 1.3).
5.4
A
uch die von den Beschwerdeführ
enden vorgebrachten Einwände vermögen
die
Beurteilung durch
Dr.
Z._
nicht in
Zweifel
zu ziehen
. So ist der
vorgebrachte Umstand,
dass
der Beschwerdeführer 1
vor dem Unfall keine Beschwerden gehabt
habe
und der bestehende Vorzustand stumm gewesen sei
(
Urk.
17 S. 2
;
Urk.
19 S. 5
), beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis
einer
natürliche
n
Kausalität nicht zu genügen
(BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
., Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 2
5.
Juli 2013 E.
5.1).
Überdies
geht entgegen dem Einwand
der Beschwerdeführerin 2 (
vgl.
Urk.
10/1 S. 4) nicht aus den Akten hervor, dass
Dr.
Z._
von einem beschwerdefreien Intervall von acht Monaten
ausg
egangen
sei
.
Vielmehr
hielt
Dr.
Z._
fest, dass der Beschwerde
führer 1 nach dem Unfall vom Februar 2013 beim Joggen immer wieder etwas Beschwerden gehabt h
abe
, was angesichts des Zustandes des Knies verständlich sei (
vgl.
Urk.
9/M14 S. 2).
Dr.
Z._
ging somit nicht von einem beschwerde
freien Intervall
aus
, sondern hielt einzig fest, dass das
freie (nicht beschwerde
freie)
Intervall von rund acht Monaten zwischen Unfallereignis und
erstmaligem
Arztbesuch
dafür spreche, dass es anlässlich des Unfalls nicht zu einer
rich
tungsgebenden
Verschlechterung gekommen sei, sondern zu einer passageren Exazerbation einer vorbestehenden Arthrose
(
Urk.
9/M14 S. 2 f.;
Urk.
9/M18 S.
3;
Urk.
9/M20 S. 2
)
.
Dabei gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass d
ie ge
gen
über der Arbeitgeberin getätigte Aussage des
Beschwerdeführer
s
1,
wo
nach
er aufgrund der Schmerzen seither auf weitere sportliche Aktivitäten und ins
besondere auf Kontaktsportarten wie beispielsweise Fussballspielen voll
ends verzichtet habe (
vgl.
Urk.
9/UM2), nicht in Einklang zu bringen
ist mit den von ihm bei
Dr.
A._
angegebenen auftretenden Schmerzen beim Joggen
sowie
nach einem Fussballspiel ohne erneutes Unfallereignis
zu Beginn des
Sommer
s
(
Urk.
9/M3;
Urk.
9/M16 S. 1 f.).
Ein gänzlicher Verzicht des Beschwer
deführers 1 auf sportliche Aktivitäten nach dem Unfallereignis vom Februar 2013 erscheint daher eher
zweifelhaft
.
Zuletzt
dringt
auch der Einwand, wonach die von
Dr.
Z._
geäusserte Annahme einer Exazerbation der vorbestehenden Arthrose widersprüchlich sei zur Verneinung einer richtungsgebenden Ver
schlech
terung (
vgl.
Urk.
19 S. 6),
nicht durch. Die von
Dr.
Z._
erwähnte
- le
diglich
passagere
-
Exazerbation der vorbestehenden Arthrose (
Urk.
9/M18 S. 3
), ist nicht
einer richtungsweisenden
V
erschlechterung gleichzusetzen.
5.5
Zusammenfassend
ergibt sich
gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung durch
Dr.
Z._
, dass
die Beschwerden des Beschwerdeführers 1 und die daher im Januar 2014
erfolgte
Operation
nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das Unfallereignis vom F
ebruar 2013 zurückzuführen sind. D
urch
dieses
Unfall
ereignis
ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch
keine richtungsweisen
de Verschlechterung
des krankhaf
ten Vorzustandes eingetreten
.
Auf das eventu
ell beantragte Gutachten (
vgl.
Urk.
10/1 S. 2) kann im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d) verzichtet werden.
6.
6.1
Zu prüfen
bleibt
die vom Beschwerdeführer 1 sinngemäss gerügte rückwirkende Leistungseinstellung, wobei er sich auf den Vertrau
ensschutz berief (
Urk.
1 S. 3 f.
;
Urk.
17 S. 2 ff.
).
D
ie Beschwerdegegnerin
erteilte
dem Beschwerdeführer 1 im Dezember 2013 Kostengutsprache für die geplante Operation
, wobei sie auf dem
entsprechenden
Formular ankreuzte, dass sie sowohl die Kosten für die allge
meine Abteilung als auch die private Abteilung übernehmen werde
(
Urk.
9/M9)
. Die Operation wurde daraufhin im Januar 2014
durchgeführt
(vgl.
Operations
bericht
vom 1
5.
Januar 2014,
Urk.
9/M10)
.
Mit Verfügung vom 2
7.
Februar
2014 (
Urk.
9/K7) lehnte die Beschwerdegegnerin
ihre Leistungspflicht
nachträg
lich
mangels
Vorliegen
s
eines natürlichen
Kausalzusammenhang
s
rückwirkend
ab
9.
Oktober 2013
ab.
6.2
Hierzu gilt es festzuhalten, dass
aus einer erteilten Kostengutsprache
keine voll
umfängliche und vorbehaltlose Kostenübernahme für sämtliche Behandlungs
kosten a
bgeleitet werden
kann
, ist es dem Unfallversicherer
doch
unbenommen, zunächst im Rahmen einer formlosen Deckungsanerkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen (Unfalltatbestand, Kausalität) bei ent
sprechendem Untersuchungsergebnis ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision „ex
nunc
et pro
futuro
“ einzustellen.
Ausserdem können Heilbehandlung und Taggeld – da es sich nicht um Dauerleistungen handelt – auch rückwirkend angepasst werden, wobei e
inem verspäteten Verfügungserlass allenfalls unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes Bedeutung zu
kommt
, wenn es um die Frage einer Rücker
stattung zu Unrecht bezogener Leistungen geht
.
Nur wenn der Unfallversicherer bereits gewährte Versicherungsleistungen zurückfordert, muss er den hierfür erforderlichen
Rückkommenstitel
der prozessualen Revision oder der
Wiederer
wägung
ausweisen
(BG
E 133 V 57 E. 6.8
, 130 V 380
).
Nach Lage der Akten kam die Beschwerdegegnerin bisher noch nicht für die Kosten der im Januar 2014 durchgeführten Operation auf, weshalb sich die Frage der Rückerstattung nicht stellt.
D
ie Operation
erfolgte zwar gestützt auf die erteilte Kostengutsprache
.
Diese hätte
d
er
Beschwerdeführer 1
nach
eigenen Angaben
allerdings
auch ohne Kostengutsprache vorgenommen (
vgl.
Urk.
17 S.
4).
Es erwächst ihm
aus
der
rechtmässigen
Leistungsverweigerung der Beschwerdegegnerin
kein
offensichtliche
r
Nachteil,
wird
doch
nun eine andere Versicherung leistungspflichtig.
Der Beschwerdeführer 1 machte diesbezüglich
geltend,
dass die
Operation
ohne Kostengutsprache
der Beschwerdegegnerin
in einem anderen Rahmen
und nicht mit Aufenthalt in der privaten Abteilung
erfolgt wäre
, weshalb ihm zusätzliche Kosten entstanden seien, welche weder
durch
die Krankenversicherung noch
durch
die Beschwerdeführerin 2
als Vor
versicher
er
übernommen würden. Daher habe er einen finanziellen Nachteil
erlitten (
vgl.
Urk.
17 S. 4).
Der stationäre Aufenthalt des Beschwerdeführers 1 in der privaten Abteilung und die d
iesbezüglichen Zusatzk
osten betreffen
indessen
Versicherungsleistungen aus der privaten Unfallversicherung
und
sind somit nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb
auf die diesbezüg
liche Rüge des Beschwerdeführers 1
nicht weiter einzugehen ist.
6.3
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde
n
führt.
7
.
Das
vorliegende Verfahren ist kostenlos (
Art.
61
lit
. a ATSG).
Der obsiegenden Beschwerdegegnerin als Versicherungsträger steht keine
Partei
entschädigung
zu (
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich/Ba
sel/Genf
2015, N 58 zu
Art.
61).