Decision ID: a67a1c76-a5e4-5f40-a664-7e5306a4e8bc
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 22.06.2015 Art. 6 Abs. 1, Art. 10, Art. 16, Art. 18, Art. 19 und Art. 24 UVG. Auslegung von Beschwerdeanträgen. Bestimmung Anfechtungsgegenstand. Anspruch auf Heilbehandlung, Taggelder, Rente und Integritätsentschädigung aus Unfallereignis im Sinn von Art. 6 Abs. 1 UVG. Fallabschluss korrekt vorgenommen, nachdem von weiteren Heilbehandlungen der Folgen des Unfallereignis keine namhafte Besserung mehr zu erwarten war und Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen waren. Mangels unfallbedingter Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit kein Anspruch auf Rente. Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung nicht erfüllt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2015, UV 2014/11).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer Hug und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenEntscheid vom 22. Juni 2015in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, C._er Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a A._ stürzte am 29. Juni 2010 beim Inlineskaten und erlitt dabei eine distale
extraartikuläre Radiusfraktur links (Arztzeugnis UVG von Dr. med. B._, Klinik für
Chirurgie, Spital C._, vom 17. Juli 2010, UV-act. 5). Im Zeitpunkt des
Sturzereignisses war der Versicherte beim Spezial-Maurergeschäft D._, als
Hilfsarbeiter angestellt (vgl. UV-act. 5 f. und 31) und dadurch bei der Suva obligatorisch
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten
versichert. Am 1. Juli 2010 wurde der Versicherte in der Klinik für Orthopädie des
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Spitals C._ operiert (ORIF und palmare Plattenosteosynthese distaler Radius links;
Operationsbericht vom 1. Juli 2010; vgl. auch den Arztbericht vom 5. Juli 2010
betreffend die Hospitalisation vom 29. Juni bis 5. Juli 2010, UV-act. 14). Die Suva
erbrachte Versicherungsleistungen (Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen, siehe
UV-act. "111" [Akte befindet sich vor UV-act. 15]; vgl. zu den ausgerichteten
Taggeldleistungen auch UV-act. 280).
A.b Dr. med. E._, Oberarzt Hand- & Plastische Chirurgie am Spital C._, berichtete
am 20. April 2011, der Versicherte leide an einem CRPS an der linken Hand bei Status
nach palmarer Plattenosteosynthese Radius links am 1. Juli 2010 bei Status nach
distaler Radiusfraktur links vom 29. Juni 2010, bei Status nach sekundärer
Beugesehnennaht der FPL-Sehne Zone I links am 25. Januar 2008 bei Durchtrennung
FPL-Sehne am 10. Januar 2008 (UV-act. 24). Im Rahmen einer neurologischen und
elektrodiagnostischen Untersuchung konnte eine periphere Neuropathie
ausgeschlossen werden. Es hätten sich elektrodiagnostisch keine Anhaltspunkte für
eine Läsion des Nervus medianus oder eine distale Ulnarisneuropathie links ergeben
(Bericht von Dr. med. F._, Fachärztin FMH für Neurologie, vom 30. Mai 2011, UV-
act. 34). Am 20. Juni 2011 unterzog sich der Versicherte einer weiteren Operation
(Metallentfernung distaler Radius links, Rezidiv-Karpaldachspaltung links, Neurolyse
des Nervus medianus mit Ramus palmaris, Operationsbericht von Dr. E._ vom
20. Juni 2011, UV-act. 44; zur Indikation siehe Bericht von Dr. E._ vom 8. Juni 2011,
UV-act. 32). Dr. E._ bescheinigte dem Versicherten rückwirkend bis zum Unfalltag
vom 29. Juni 2010 bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Schreiben vom
6. Juli 2011, UV-act. 52; vgl. ferner den Bericht von Dr. E._ vom 5. Juli 2011, UV-
act. 55).
A.c Aufgrund einer akuten Schmerzexazerbation mit Hyperalgesie und Allodynie des
ganzen linken Unterarms war der Versicherte vom 19. bis 26. Oktober 2011 im
Palliativzentrum G._ hospitalisiert. Dort erfolgte eine Einstellung auf Morphium i.v.,
die im Verlauf auf Fentanyl 25ug/h umgestellt wurde (Kurzaustrittsbericht von Dr. med.
H._, Assistenzärztin am Palliativzentrum G._, vom 26. Oktober 2011, UV-act. 105;
siehe auch deren Bericht vom 28. Oktober 2011, UV-act. 131). Dr. med. I._,
Oberassistenzärztin Hand- & Plastische Chirurgie am Spital C._, berichtete am
8. November 2011, es zeige sich in etwa eine stationäre Situation bezüglich der
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Schmerzen. Für handwerkliche Tätigkeiten bestehe nach wie vor eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 129). Die Suva richtete dem Versicherten rückwirkend die
vollen Taggeldleistungen aus (Schreiben vom 21. Dezember 2011, UV-act. 144).
A.d Kreisarzt Dr. med. J._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates FMH, führte im Untersuchungsbericht vom 16. Januar 2012
aus, objektiv hätten sich keine wesentlichen klinischen Hinweise für ein Vorliegen des
CRPS Typ I finden lassen. Er empfahl die Vornahme ergänzender Untersuchungen (UV-
act. 152). Die in der Klinik für Nuklearmedizin des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) am
6. Februar 2012 durchgeführten Untersuchungen ergaben keinen Hinweis für ein
CRPS I (UV-act. 159). Dr. I._ berichtete am 20. Februar 2012, die Beschwerden seien
unverändert. Das CRPS sei weitgehend in Abheilung befindlich (UV-act. 172; vgl. auch
den Zwischenbericht vom 11. Mai 2012, UV-act. 193, und vom 7. Juni 2012, UV-
act. 215). Die in der Abteilung Psychosomatik des Departements Innere Medizin des
KSSG behandelnde Psychologin Mag. K._ teilte der Suva am 26. Juni 2012 mit, der
Versicherte leide an einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden depressiven
Anpassungsstörung (ICD-10: F43.21; UV-act. 219).
A.e Im Auftrag der Suva wurde der Versicherte am 26. Juli 2012 rheumatologisch von
Dr. med. L._, Rheumatologie FMH, Medas Zentralschweiz, begutachtet. Der
Gutachter diagnostizierte einen schmerzhaften Residualzustand der linken Hand mit/
bei u.a. CRPS Typ I leichten Grades (Diagnose auf der klinischen Ebene, ohne Befunde
in den bildgebenden Verfahren). Ein "organisches Substrat" gemäss Sprachregelung
des Bundesgerichts sei nicht vorhanden. Aus seiner Sicht bestehe keine klare
Indikation für eine Behandlung mit Opiaten, zumal eine Langzeittherapie mit Opiaten
mit nicht zu vernachlässigenden Nachteilen verbunden sei. Die Opiattherapie solle nun
ausgeschlichen (nicht abrupt abgesetzt!) werden. Für leidensangepasste Tätigkeiten
lasse sich auf der Ebene objektiver Befunde keine Einschränkung begründen
(Gutachten vom 18. September 2012, UV-act. 233).
A.f Auf Anfrage der Suva (UV-act. 236) berichtete der behandelnde Dr. med. M._,
Facharzt für Allgemeinmedizin, am 31. Oktober 2012, die seit längerem eingeführte
transdermale Fentanyl- und bedarfsweise zusätzliche Morphintropfentherapie sei
zwischenzeitlich etwas ausgebaut worden (von Fentanyl 25 μg auf 50 μg/h Dosis), da
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der Versicherte sehr oft die Morphin-Zusatzmedikation habe nehmen müssen. Der
sekundäre Krankheitsgewinn des Versicherten scheine enorm zu sein, zumal ja kein
erlernter Beruf bestehe. Allerdings könne er sicher auf längere Zeit hin die bisherige
Akkord-Tätigkeit als Eisenbinder/Eisenleger auf dem Bau nicht mehr ausführen. Das
Ausschleichen der Opiattherapie sei zweckmässigerweise unter stationären
Bedingungen durchzuführen (UV-act. 239). Kreisarzt Dr. J._ vertrat in der
Stellungnahme vom 13. November 2012 die Auffassung, das Ausschleichen der
Opiattherapie und die sukzessive Reduktion der Novalginbehandlung dauere "ca.
3 Monate" und könne ambulant erfolgen (UV-act. 240). Dr. med. N._, Facharzt für
Allgemeine Medizin, der die Betreuung des Versicherten von Dr. M._ übernommen
hatte, hielt einen ambulanten Opiatentzug für aussichtslos. Er empfahl einen
stationären Opiatentzug (Schreiben vom 23. November 2012, UV-act. 245). Auf Anfrage
der Suva (UV-act. 253, vgl. auch UV-act. 252) gab Mag. K._ im Schreiben vom
6. Februar 2013 an, beim Versicherten sei eine Gesprächstherapie durchgeführt
worden, bei der die Schmerzbewältigung im Mittelpunkt gestanden habe. Er leide an
einer rezidivierenden depressiven Störung, mittelgradig (ICD-10: F32.10), sowie einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung (dependent, narzisstisch) mit Leitsymptom
Schmerz (ICD-10: F61.0; UV-act. 254). Am 8. März 2013 ergänzte Mag. K._, beim
Versicherten habe sich im Verlauf der Therapie kein Hinweis auf eine Suchterkrankung
oder Entzugssymptome gezeigt (UV-act. 262).
A.g Dr. N._ berichtete am 25. März 2013, der ambulante Opiatentzug gehe sehr gut
voran und sei auf gutem Weg (UV-act. 266). Er bescheinigte weiterhin eine 100%ge
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 274 und 281). Am 12. Juni 2013 teilte er der Suva mit, nach
erfolgreicher kontinuierlicher Reduktion bis zu einer Dosis von 12,5 mcg/h beim
kleinsten Opiatpflaster, sei jetzt ein toter Punkt erreicht worden. Er habe die Hoffnung,
dass der Versicherte durch eine weitere Abhärtung in der medizinischen
Trainingstherapie und eine gute Tagesstruktur doch noch von dem - klar unnötigen -
Opiat ganz weg komme (UV-act. 285; vgl. auch die telefonische Auskunft von Dr. N._
vom 28. Juni 2013, UV-act. 288).
A.h Mit Verfügung vom 3. Oktober 2013 wies die Suva das Gesuch um Leistungen für
den vom Versicherten geltend gemachten Zahnschaden mit der Begründung ab, dass
ein Zusammenhang zwischen der Kariesbildung und der Einnahme der Medikamente
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höchstens möglich, nicht aber mindestens wahrscheinlich sei (UV-act. 317). Dagegen
erhob der Versicherte am 22. Oktober 2013 Einsprache (UV-act. 321).
A.i Dr. L._ führte im Verlaufsgutachten vom 7. November 2013, gestützt auf eine
persönliche Untersuchung des Versicherten vom 30. September 2013, aus, der Ver
sicherte klage im Wesentlichen über das gleiche Beschwerdebild mit etwas
wechselndem Verlauf. Die Opiatmedikation habe er reduzieren können. Am objektiven
klinischen Befund habe sich nichts verändert. Die Diagnose eines CRPS Typ I lasse
sich klinisch knapp stellen. Nicht zu übersehen sei die massive psychosoziale
Belastungssituation und der sekundäre Krankheitsgewinn. Auf der Ebene objektiver
Befunde liesse sich keine Einschränkung begründen (UV-act. 327). Kreisarzt Dr. J._
gelangte in der Beurteilung vom 18. November 2013 zur Auffassung, der derzeitige
Zustand könne durch keine weiteren medizinischen Behandlungsmassnahmen
verbessert werden. Sollte der Fall abgeschlossen werden, seien allfällige ärztliche
Verordnungen von Schmerzmedikamenten zu übernehmen. Bei fehlenden
Funktionsstörungen der linken Hand sei die Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer
Integritätsentschädigung nicht erreicht (UV-act. 334).
A.j Am 21. November 2013 teilte die Suva dem Versicherten mit, die Heilkosten- und
Taggeldleistungen würden per 1. Dezember 2013 eingestellt. Für die Kosten allfällig
weiterhin ärztlich verordneter Schmerzmedikamente für die linke Hand werde die Suva
aufkommen. Es werde nun der Fallabschluss geprüft (UV-act. 337). Mit Verfügung vom
25. November 2013 wies die Suva die Gesuche des Versicherten um Rentenleistungen
und eine Integritätsentschädigung ab (UV-act. 338). Dagegen erhob der Versicherte am
7. Januar 2014 Einsprache und beantragte, es seien weiterhin Taggelder und
Heilungskosten auszurichten. Ein Anspruch auf Rentenleistungen sei nach Abschluss
der Behandlungen erneut zu prüfen. Es sei eine aktuelle neurologische und
elektroneurographische Untersuchung mit anschliessender spezifischer Handtherapie
durchzuführen, da nach wie vor mit diesen Massnahmen ein Potenzial für eine
Verbesserung vorliege (UV-act. 350; zur mit der Einsprache eingereichten
Kurzstellungnahme von Dr. med. O._, Spezialarzt FMH für Chirurgie, Speziell
Handchirurgie, vom 6. Januar 2014 siehe UV-act. 351). Am 8. Januar 2014 (UV-
act. 352) reichte der Versicherte einen Bericht von P._, Mitarbeiterin einer Praxis für
Ergotherapie, vom 17. Dezember 2013 ein. Diese teilte darin ihre Auffassung mit, die
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Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei stark eingeschränkt (UV-act. 353; vgl. auch UV-
act. 358). Im Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014 hiess die Suva die Einsprache
gegen die Verfügung vom 3. Oktober 2013 betreffend Zahnschaden gut. Die
Einsprache gegen die Verfügung vom 25. November 2013 wies sie ab. Die psychische
Problematik stehe nicht im adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis.
Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung von Dr. L._ und des Kreisarztes Dr. J._
sei mit Blick auf die somatischen Unfallfolgen davon auszugehen, dass der Versicherte
für eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfüge. Eine
rentenbegründende Invalidität liege nicht vor. Ein verbleibender Integritätsschaden
bestehe nicht (UV-act. 361; zur Kostengutsprache vom 29. Januar 2014 für die
Zahnbehandlung vgl. UV-act. 362).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 27. Februar 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin, die
Verfügung vom 25. November 2013 sei aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei zu
verpflichten, weiterhin Heilkosten- und Taggeldleistungen auszurichten. Der Anspruch
auf Integritätsentschädigung und Rente sei nach dem Medikamentenentzug erneut zu
prüfen. Eventualiter sei ein bidisziplinäres Gutachten zu erstellen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Im Wesentlichen bringt der Beschwerdeführer vor, die
Beschwerdegegnerin habe dem Aspekt des Opiatentzugs und dessen Folgen nicht
Rechnung getragen. Er leide an typischen Symptomen einer Abhängigkeit und es
zeigten sich typische Entzugssymptome. Ein Entzug sei die einzige Möglichkeit
festzustellen, inwieweit die linke Hand durch den Unfall eingeschränkt sei. Die
Suchtproblematik stehe in direktem Zusammenhang mit dem Unfall. Nach dem Entzug
müsse eine Neuevaluation erfolgen (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 10. April 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin,
auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Die
Verfügung vom 25. November 2013, die gemäss beschwerdeführerischem Antrag
aufgehoben werden solle, sei durch den Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014
ersetzt worden. Auf die Beschwerde könne somit nicht eingetreten werden. Die
Aufhebung des Einspracheentscheids sei nicht beantragt worden, weshalb er in
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Rechtskraft erwachsen sei. Die Verneinung eines Anspruchs auf Rente und
Integritätsentschädigung sei zu Recht erfolgt. In Bezug auf die Schmerzmedikamente,
die inskünftig für das linke Handgelenk ärztlich verordnet würden, habe die
Beschwerdegegnerin die Kostenübernahme zugesichert. Ob inskünftig eine weitere
Reduktion der opiatgestützten Schmerztherapie medizinisch möglich und indiziert sei,
werde sich im Rahmen der ärztlichen Beobachtungen zeigen und sei nicht
vorhersehbar. Der Fallabschluss werde davon nicht tangiert (act. G 4).
B.c Mit Präsidialverfügung vom 17. April 2014 ist dem Gesuch des Beschwerdeführers
um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) entsprochen worden (act. G 5).
B.d In der Replik vom 24. April 2014 hält der Beschwerdeführer an der Beschwerde
fest. Ergänzend führt er aus, es sei wohl korrekt, dass im Rechtsbegehren der
Einspracheentscheid nicht genannt sei. Es sei aber aufgrund der Eingabe
offensichtlich, dass sich die Beschwerde auch gegen den die Verfügung vom
25. November 2013 schützenden Einspracheentscheid richte. Erschwerend komme
zwischenzeitlich hinzu, dass er am 4. März 2014 einen unverschuldeten Autounfall
erlitten habe und die Hand dabei wiederum in Mitleidenschaft gezogen worden sei (act.
G 7).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat die Frist für eine Duplik unbenützt verstreichen
lassen (act. G 9).
B.f In der Eingabe vom 7. November 2014 berichtet der Beschwerdeführer, durch eine
korrekte medizinische Behandlung bei Dr. O._ und durch den bei einem albanischen
Heiler durchgeführten Schmerzmittelentzug sei es ihm gelungen, seine Arbeitsfähigkeit
per August 2014 auf 100% in behinderungsangepasster Tätigkeit zu steigern. Insofern
sei der Fallabschluss verfrüht gewesen. Er ändert die bisherigen gestellten Anträge
dahingehend ab, dass Taggeldleistungen noch bis Ende August 2014 auszurichten
seien. Die Heilkosten seien noch während eines weiteren halben Jahres, also bis Ende
Februar 2015 zu übernehmen. Da der Heilungsprozess noch nicht ausgereizt sei, sei
die weitere Therapie während eines halben Jahres ab Einstellung der Leistungen Ende
August 2014 noch zu bezahlen (act. G 10; zum eingereichten Bericht von Dr. O._
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vom 5. November 2014 bzw. dem darin beschriebenen Verlauf und erfolgreichen
Medikamentenentzug siehe act. G 10.1).
B.g Hierzu hat die Beschwerdegegnerin am 21. November 2014 Stellung genommen.
Sie macht geltend, in Bezug auf die psychischen bzw. physisch nicht objektivierbaren
Beschwerden entfalle eine Leistungspflicht über den 30. November 2013 hinaus
mangels adäquater Unfallkausalität. Daran vermöge der Bericht von Dr. O._ nichts zu
ändern, da der darin beschriebene Heilungserfolg ausschliesslich psychische bzw.
physisch nicht objektivierbare Beschwerden betreffe (act. G 12).
B.h Am 1. Dezember 2014 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine
Kostennote für seine Bemühungen eingereicht (act. G 14).

Erwägungen:
1.
In formeller Hinsicht ist von Amtes wegen die Frage zu prüfen, ob auf die Beschwerde
vom 27. Februar 2014 eingetreten werden kann. Die Beschwerdegegnerin verneint
diese Frage mit der Begründung, dass sich das Rechtsbegehren Ziff. 1 (Aufhebung)
nicht gegen den Einspracheentscheid vom 29. Januar 2014, sondern allein gegen die
Verfügung vom 25. November 2013 richtet (act. G 4, Rz 3).
1.1 Der Einspracheentscheid tritt an die Stelle der anfänglichen Verfügung; nur er
kann Anfechtungsobjekt der Beschwerde sein (und nicht die diesem zugrunde liegende
Verfügung). Das gilt auch dann, wenn dessen Dispositiv lautet: "Die Einsprache wird
abgewiesen". Das Dispositiv der ursprünglichen Verfügung gilt dann als
Einspracheentscheid. Dies gilt allerdings nur im Umfang des durch die Einsprache
bestimmten Streitgegenstands; soweit die Verfügung nicht angefochten war und
deshalb in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist, bleibt sie bestehen (Hansjörg Seiler,
Rechtsfragen des Einspracheverfahrens in der Sozialversicherung [Art. 52 ATSG], in:
René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007,
St. Gallen 2007, S. 100 mit Hinweisen).
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1.2 Die Beschwerdegegnerin übersieht bei dem von ihr vertretenen Standpunkt, dass
- wie alle Prozesshandlungen - auch Rechtsbegehren nach Treu und Glauben aus
zulegen sind, insbesondere im Licht der dazu gegebenen Begründung (Urteil des
Bundesgerichts vom 16. Mai 2011, 9C_1049/2010, E. 1.2 mit Hinweisen). Aus der vom
rechtskundigen Vertreter des Beschwerdeführers eingereichten Beschwerde ergibt sich
unzweifelhaft, dass sie sich (auch) gegen den Einspracheentscheid vom 29. Januar
2014 richtet. So wird auf der ersten Seite der Beschwerde als Betreff
"Einspracheentscheid vom 29.1.2014 Verfügung vom 25. November 2013" genannt
(act. G 1, S. 1). Die Ausführungen zur Beschwerdefrist beziehen sich allein auf den
beigelegten Einspracheentscheid (act. G 1.2) und es ergibt sich daraus deutlich ein
Anfechtungswille ("Der angefochtene Einspracheentscheid, datiert vom 29.1.2014,
wurde [...]", act. G 1, Rz 2 und 4). Die Beschwerdebegründung richtet sich sodann
gegen die vom Einspracheentscheid erfassten Leistungen (act. G 1, Rz 14 ff.) und es ist
ein Wille, die darin enthaltenen Entscheidungen anzufechten bzw. im Rahmen einer
gerichtlichen Prüfung abändern zu lassen, ohne weiteres erkennbar. Das unzutreffend
formulierte Rechtsbegehren Ziff. 1 ist damit dahingehend auszulegen, dass die
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 29. Januar 2014 anbegehrt wird. Da weder
ersichtlich ist noch vorgebracht wird, die weiteren Eintretensvoraussetzungen seien
nicht erfüllt, ist auf die Beschwerde vom 27. Februar 2014 einzutreten.
2.
Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bilden Leistungen aus zwei
Schadenfällen: einerseits die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus dem
Unfallereignis vom 29. Juni 2010 gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und andererseits die wegen Schädigung bei
der Heilbehandlung (Opiatbehandlung) erforderlich gewordene Zahnbehandlung
gestützt auf Art. 6 Abs. 3 UVG (UV-act. 361).
2.1 Demgegenüber bilden allfällige sich darüber hinaus aus der Opiatbehandlung
ergebende Leistungsansprüche im Sinn von Art. 6 Abs. 3 UVG weder Gegenstand des
angefochtenen Einspracheentscheids noch der diesen zugrunde liegenden
Verfügungen vom 3. Oktober 2013 (UV-act. 317) und vom 25. November 2013 (UV-
act. 338). Soweit der Beschwerdeführer aus der Opiatbehandlung über die (im
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Beschwerdeverfahren unangefochten gebliebene) Zahnbehandlung hinaus gestützt auf
Art. 6 Abs. 3 UVG Leistungsansprüche geltend macht (act. G 1, Rz 18 ff.), ist auf die
Beschwerde mangels Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten.
2.2 An dieser Betrachtungsweise ändert nichts, dass die Beschwerdegegnerin (erst
und auf Rüge des Beschwerdeführers, dieser Aspekt sei übersehen worden, act. G 1,
Rz 19) in der Beschwerdeantwort vom 10. April 2014, über die Zahnbehandlung hinaus
weitergehende Ansprüche nach Art. 6 Abs. 3 UVG verneint. Es besteht keine
Rechtfertigung für eine Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens über den
Anfechtungsgegenstand hinaus, zumal es hinsichtlich des Einflusses der
Opiatbehandlung bzw. von dessen Entzug auf die somatische und psychische
Gesundheit an einem spruchreif abgeklärten Sachverhalt fehlt (siehe etwa zu den
häufigen psychischen Nebenwirkungen von Fentanyl wie Depression und
Angstzustände <https://compendium.ch/mpro/mnr/24048/html/de>, abgerufen am
29. April 2015; zur mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten depressiven
Anpassungsstörung [ICD-10: F43.21] mit Hinweis auf ein starkes Angst-
Vermeidungsverhalten siehe UV-act. 219, sowie zur rezidivierenden depressiven
Störung, derzeit mittelgradig [ICD-10: F32.10] siehe UV-act. 254). Der Vollständigkeit
halber ist in diesem Zusammenhang mit dem Beschwerdeführer (act. G 1, Rz 17) zu
bemerken, dass sich der Kreisarzt in der von der Beschwerdegegnerin genannten
Beurteilung vom 18. November 2013 nicht hinsichtlich der Möglichkeit der
Verbesserung des Gesundheitszustands bei Fortsetzung der Entzugsbehandlung
geäussert hat und sich seine Ausführungen allein auf die an der linken Hand durch das
Unfallereignis vom 29. Juni 2010 verursachten Schäden beziehen ("Nach einem
allfälligen Fallabschluss wären allfällige ärztliche Verordnungen von
Schmerzmedikamenten zu übernehmen. Eine quantitative Grössenordung kann nicht
vorhergesagt werden. Dies ist von den behandelnden Ärzten befundabhängig zu
entscheiden", UV-act. 334, S. 2; zum Hinweis in der Beschwerdeantwort siehe act.
G 4, Rz 7.2). Selbst wenn der Lesart der Beschwerdegegnerin gefolgt würde, so steht
diese - ohne weitere Abklärungen - in Widerspruch zur nicht vom Kreisarzt diskutierten
Voraktenlage. So wies Dr. L._ bereits im Gutachten vom 18. September 2012 auf die
Bedeutung eines vollständigen Opiatentzugs und die Nachteile einer Langzeittherapie
mit Opiaten hin. Einen gleichen Standpunkt vertrat er hinsichtlich der Medikation mit
Novalgin (UV-act. 233, S. 28). Auch im Verlaufsgutachten vom 7. November 2013 wies
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er auf den auffälligen, recht hohen Analgetikakonsum und die lediglich teilweise
erfolgte Reduktion der Opiattherapie hin (UV-act. 327, S. 7, vgl. auch bezüglich
Medikation S. 4 f.). Von Bedeutung ist weiter, dass Dr. N._ nach bereits erfolgter
Reduktion der Opiatdosis seine "Hoffnung" zum Ausdruck brachte, dass der
Beschwerdeführer durch weitere Abhärtung in der medizinischen Trainingstherapie und
eine gute Tagesstruktur doch noch von dem Opiat ganz wegkommen könne (UV-
act. 285; zum bislang erfreulichen Entzugsverlauf siehe auch UV-act. 288).
3.
In materieller Hinsicht sind verschiedene Ansprüche (Heilbehandlung, Taggeldleistung,
Rente und Integritätsentschädigung) aus dem Nichtberufsunfall vom 29. Juni 2010
umstritten und nachfolgend zu prüfen. Nicht mit der Beschwerde angefochten und
damit nicht Streitgegenstand bildet die im Einspracheentscheid gewährte, in
Rechtskraft erwachsene Leistungszusprache der Beschwerdegegnerin betreffend die
wegen Schädigung bei der Heilbehandlung (Opiatbehandlung) erforderlich gewordene
Zahnbehandlung (UV-act. 361).
4.
Ob der Beschwerdeführer über den 30. November 2013 hinaus für die Folgen des
Unfallereignisses vom 29. Juni 2010 Anspruch auf die vorübergehenden Leistungen
(Heilbehandlung, Taggeld) hat, hängt davon ab, ob im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden konnte und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen waren (vgl.
Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Frage, ob ersteres zutrifft, beurteilt sich namentlich nach
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit,
soweit sie unfallbedingt beeinträchtigt war. Dabei verdeutlicht die Verwendung des
Begriffs "namhaft" des Gesetzgebers, dass die durch weitere Heilbehandlung zu
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3).
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4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
30. November 2013 keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung mehr
durchgeführt wurden, die geeignet gewesen wären, den der Rente der
Unfallversicherung zu Grunde liegenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (zum
Abschluss der beruflichen Massnahmen siehe Mitteilung der IV-Stelle des Kantons
St. Gallen vom 21. Dezember 2012, UV-act. 248). Der Beschwerdeführer bringt auch
nichts Gegenteiliges vor.
4.2 Bereits im Gutachten vom 18. September 2012 verneinte Dr. L._ mit Bezug auf
die Folgen des Unfallereignisses vom 29. Juni 2010 die Frage, ob von weiteren
Behandlungen eine namhafte Besserung erwartet werden könne. Er empfahl ein
Ausschleichen der Opiattherapie und eine Reduktion der medikamentösen Behandlung
mit Novalgin. Der Beschwerdeführer sei eher zu viel als zu wenig medizinisch
behandelt worden. Es bestehe auch keine Indikation mehr für weitere physikalische
und ergotherapeutische Massnahmen (UV-act. 233, S. 28). Auch aus dem
Verlaufsgutachten vom 7. November 2013 ergeben sich keine davon abweichenden
Gesichtspunkte. Dr. L._ gab ferner an, auf der Ebene objektiver Befunde liessen sich
keine Einschränkungen begründen (UV-act. 327, S. 7). Die beiden gutachterlichen
Beurteilungen erfüllen die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an die
Beweiskraft (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen) und der Beschwerdeführer benennt
daran keine Mängel (act. G 1). Deshalb ist auf die darin enthaltenen Einschätzungen zu
den Folgen des Unfallereignisses vom 29. Juni 2010 abzustellen. Entgegen der nicht
näher begründeten Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 21) ergeben sich
aus den Akten keine Hinweise darauf, dass eine verlässliche Beurteilung des
unfallbedingten Gesundheitsschadens an der linken Hand einen Medikamentenentzug
voraussetzt. Zudem gelangte auch Kreisarzt Dr. J._ in Würdigung der Aktenlage
betreffend die Unfallfolgen zum Schluss, der derzeitige Gesundheitszustand könne
durch keine weiteren medizinischen Behandlungsmassnahmen verbessert werden
(Beurteilung vom 18. November 2013, UV-act. 334, S. 2). Ergänzend ist zu bemerken,
dass der Bericht von Dr. O._ vom 5. November 2014 und die darin für
leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 10.1) den
Einstellungszeitpunkt bzw. die diesem zugrunde liegenden medizinischen
Einschätzungen nicht als nachträglich mangelhaft erscheinen lassen. Einerseits hat
bereits Dr. L._ zuvor überzeugend begründet (UV-act. 233, S. 28, und 327, S. 7),
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dass sich aus dem Unfallereignis vom 29. Juni 2010 keine Einschränkungen für eine
leidensangepasste Tätigkeit mehr ergeben, und andererseits hat Dr. O._ nicht bloss
zu den Folgen aus dem Unfallereignis Stellung genommen, sondern auch die Folgen
der Opiat(entzugs)behandlung einbezogen. Vor diesem Hintergrund erweist sich die
Einstellung der aus dem Unfallereignis vom 29. Juni 2010 im Sinn von Art. 6 Abs. 1
UVG resultierenden vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) als
rechtmässig.
5.
Zu prüfen bleibt damit, ob der Beschwerdeführer für Folgen des Unfallereignisses vom
29. Juni 2010 einen Anspruch auf Rentenleistung oder eine Integritätsentschädigung
hat.
5.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Die
Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei
Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung
des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG).
5.1.1 Aus den beweiskräftigen Einschätzungen von Dr. L._ ergibt sich, dass
keine somatischen Folgen aus dem Unfallereignis vom 29. Juni 2010 (mehr) bestehen,
die den Beschwerdeführer zumindest in einer leidensangepassten Tätigkeit
einschränken (UV-act. 233, S. 28, und 327, S. 7). Der Beschwerdeführer, dessen
Ausführungen sich auf die nicht Gegenstand der gutachterlichen Beurteilung bildenden
Schädigungen aus Heilbehandlung konzentrieren (act. G 1, Rz 17 ff., G 7 und G 10),
benennt denn auch keine Mängel an den beiden Gutachten. Wie bereits erwähnt,
ergeben sich sodann aus den Akten keine Hinweise darauf, dass eine verlässliche
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Beurteilung der aus dem Unfallereignis vom 29. Juni 2010 resultierenden Folgen an der
linken Hand einen Medikamentenentzug voraussetzt (vgl. vorstehende E. 4.2).
5.1.2 Des Weiteren hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid
zutreffend ausgeführt, dass die vom Beschwerdeführer über die somatischen Leiden
hinaus beklagten Folgen nicht im adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis
vom 29. Juni 2010 stehen (UV-act. 361, S. 9 ff.). Seitens des Gerichts ist diesen vom
Beschwerdeführer nicht (substanziiert) bestrittenen Erwägungen nichts anzufügen,
weshalb darauf verwiesen werden kann.
5.1.3 Demnach ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass aus dem
Unfallereignis vom 29. Juni 2010 keine Folgen mehr bestehen, welche die
Arbeitsfähigkeit (zumindest) für leidensangepasste Tätigkeiten beeinträchtigen.
Angesichts dessen und da der Beschwerdeführer als Gesunder im Vergleich zu den
statistischen Hilfsarbeiterlöhnen unbestrittenermassen kein überdurchschnittliches
Einkommen erzielt hat (vgl. UV-act. 331, 339 und 361, S. 13 f.), ist die
Beschwerdegegnerin zutreffend zur Auffassung gelangt, dass keine (natürlich und
adäquat kausalen) Folgen mehr aus dem Unfallereignis vom 29. Januar 2010 bestehen,
welche die Erwerbsfähigkeit in rentenbegründendem Ausmass beeinträchtigen (UV-
act. 361, S. 13 ff.). Insbesondere ist nicht zu beanstanden und der Beschwerdeführer
macht auch nichts Gegenteiliges geltend, dass die Beschwerdegegnerin bei der
Bestimmung des Invalideneinkommens einen Tabellenlohnabzug von höchstens 5% für
gerechtfertigt hielt (UV-act. 361, S. 16). Damit geht einher, dass der Beschwerdeführer
den Antrag auf Ausrichtung von Rentenleistungen in seiner letzten Eingabe vom
7. November 2014 (act. G 10) nicht mehr gestellt hat.
5.2 Zu beurteilen bleibt damit noch die Frage, ob aus dem Unfallereignis vom 29. Juni
2010 Beeinträchtigungen bestehen, die einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung begründen.
5.2.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet.
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach
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der Schwere des Integritätsschadens. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV; SR 832.202) bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt,
wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang
besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität,
unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (vgl.
auch BGE 124 V 209).
5.2.2 Im Einklang mit der Beurteilung von Dr. L._ gelangte Kreisarzt Dr. J._
zum Schluss, dass bei fehlenden Funktionsstörungen der linken Hand die
Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer Integritätsentschädigung nicht erreicht
werde (Stellungnahme vom 18. November 2013, UV-act. 334). Diese Einschätzung wird
von Dr. O._ im Bericht vom 5. November 2014 insoweit bestätigt, als daraus
hervorgeht, dass an der linken Hand keine dauernde erhebliche Schädigung im Sinn
von Art. 24 Abs. 1 UVG besteht ("Die Unfall bedingte und als Folgezustand gesamthaft
veränderte und geschwächte linke Körperseite, hat sich wesentlich normalisiert." und
"Gesamthaft gesehen kann der Patient die linke Hand funktionell fast vollständig
einsetzen und dank der gesteigerten Kraft auch wieder beidhändige Arbeiten
erledigen.", act. G 10.1). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese
Beurteilung als mangelhaft erscheinen lässt.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist
(vgl. hierzu vorstehende E. 2.1).
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Dem Beschwerdeführer ist die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 17. April
2014 bewilligt worden (act. G 5). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege
gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 99
Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 123
Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272]). Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
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Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Dieses ist im Fall der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung um einen
Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Das mittlere Honorar bei einer
Zeitaufwandbemessung beträgt Fr. 250.-- je Stunde (Art. 24 Abs. 1 HonO). Der
Rechtsvertreter hat am 1. Dezember 2014 eine Honorarnote eingereicht (act. G 14.1).
Der darin geltend gemachte Aufwand (11.30 Stunden) kann als angemessen betrachtet
werden. Allerdings beruht die geltend gemachte Entschädigung auf einem Stundensatz
von Fr. 220.-- und berücksichtigt damit nicht (vollumfänglich) die Fünftelskürzung auf
dem mittleren Honorar von Fr. 250.--. Zu entschädigen ist daher ein Honorar von
Fr. 2'260.-- (Fr. 200.-- x 11.30 Stunden) zuzüglich Barauslagen von Fr. 90.40
(Fr. 2'260.-- x 0.04) und Mehrwertsteuer von 8% von Fr. 188.-- ([Fr. 2'260.--
+ Fr. 90.40] x 0.08), womit eine Entschädigung von insgesamt Fr. 2'538.40 resultiert
(Fr. 2'260.-- + Fr. 90.40 + Fr. 188.--).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP