Decision ID: 97514c62-f381-5ef5-b18a-0261d185eb53
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer), war bei der B._ AG als
Bauarbeiter (Eisenleger) tätig und dadurch bei der Suva unfallversichert, als am 4. Juli
2014 ein Personenwagen auf das stehende Firmentransportfahrzeug auffuhr, in
welchem er als Beifahrer sass (UV-act. II 1, 10, 12 S. 3). Die Erstbehandlung des
Versicherten fand im Spital C._ statt. Im Dokumentationsbogen für
Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 4. Juli 2014
dokumentierte der Spitalarzt Dr. med. D._ erhobene Druckschmerzen am Hals auf
der linken Seite mit Ausstrahlung in den linken Arm. Diagnostiziert wurde ein
Schleudertrauma ohne ossäre Läsion (UV-act. II 1, 8, 10 S. 2).
A.b Am 8. Juli 2014 erfolgte die Unfallmeldung an die Suva (UV-act. II 1). Mit
Schreiben vom 24. Juli 2014 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des
Berufsunfalls vom 4. Juli 2014 Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilbehandlung) zu
(UV-act. II 13).
A.c Die weitere Behandlung des Versicherten fand im E._ AG statt (UV-act. II 15, 16,
17). Anlässlich einer ersten telefonischen Befragung durch die Suva am 2. September
2014 erklärte der Versicherte, dass es ihm nach wie vor nicht gut gehe. Er könne den
Kopf kaum drehen und habe Kopf- sowie immer noch Handbeschwerden links (UV-act.
II 20).
A.d Am 11. September 2014 wurde der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen
(nachfolgend: KSSG) untersucht. Im Arztbericht vom 12. September 2014 stellten Dr.
med. F._ und Dr. med. G._ die Diagnosen Verdacht auf atlanto-axiale Instabilität
bei Os odontoideum und Status nach cranio-cervikalem Beschleunigungstrauma vom
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4. Juli 2014. Als Befunde wurden angeführt Druckdolenzen im Bereich der HWS
linkseitig paravertebral und entlang des M. trapezius bis an den Übergang zur lateralen
Clavicula resp. des Schultergelenkes. Die HWS-Beweglichkeit sei in allen Ebenen
schmerzbedingt eingeschränkt. Im MRI vom 9. Juli 2014 habe sich kein Anhalt für eine
frische Densfraktur, am ehesten ein Os odontoideum, eine fragliche C1/C2 Instabilität
und keine eindeutige Myelopathie gezeigt (UV-act. II 30).
A.e Am 16. September 2014 wurde der Versicherte von einer Suva-Mitarbeiterin
befragt. Da die Verständigung mit dem Versicherten und seiner Ehefrau auf Deutsch
nicht im erforderlichen Umfang möglich war, fand die Befragung teilweise auf Englisch
statt, wobei die Ehefrau jeweils für den Ehemann übersetzte. Gemäss
Gesprächsprotokoll erklärte der Versicherte, dass er auf der ganzen linken Seite
Gefühlsstörungen, ein Kribbeln und Blockaden habe. Seine Kopfbeweglichkeit sei
eingeschränkt und er schlafe nicht gut. Im Weiteren erwähnte er den früheren
Arbeitsunfall vom 17. April 2014. Er sei damals beim Tragen von Eisen auf dem
Baugerüst weggerutscht und mit dem Kinn aufgeschlagen. Er sei mehrere Tage
arbeitsunfähig gewesen. Trotz weiterbestehenden Beschwerden sei die damalige
Behandlung abgeschlossen worden (UV-act. II 28, 31; vgl. auch UV-act. II 60 S. 1).
A.f Im Arztbericht vom 26. September 2014 stellte Dr. med. H._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, E._ AG, die Verdachtsdiagnose atlanto-axiale Instabilität bei
cranio-cervikalem Beschleunigungstrauma. Da trotz intensiver Schmerzbehandlung
und Physiotherapie keine Besserung eingetreten sei, finde eine Mitbehandlung im
KSSG statt (UV-act. II 33 S. 1).
A.g Im Arztbericht der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom 2. Oktober 2014
diagnostizierten Dr. med. I._ und Dr. med. J._ basierend auf der Untersuchung
vom 30. September 2014 den Verdacht auf atlanto-axiale Instabilität bei Os
odontoideum und Status nach cranio-cervicalem Beschleunigungstrauma vom 4. Juli
2014. Die Ärzte gingen davon aus, dass es sich um eine Schmerzausbreitung des
cervicalen Beschleunigungstraumas handle. Einen cervicalen Nervenwurzel- oder
Bandscheibenvorfall schlossen sie aus (UV-act. II 39). Am 14. Oktober 2014 fand eine
ambulante Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates des KSSG statt. Im Arztbericht vom 15. Oktober 2014
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gingen Dr. med. K._ und L._ von einer Schmerzausbreitung des cervikalen
Beschleunigungstraumas aus und schlossen einen cervicalen Nervenwurzel- oder
Bandscheibenvorfall aus. Aufgrund der festgestellten atlanto-axialen Instabilität bei Os
odontoideum hätten sie den Versicherten über die Möglichkeit einer Spondylodese C1/
C2 aufgeklärt (UV-act. II 42). Im Arztbericht vom 20. Oktober 2014 erklärten Dr. med.
M._ und Dr. med. N._, dass sie radiologisch am Schultergelenk links keine
Auffälligkeiten festgestellt hätten. Hinsichtlich der diffusen Schmerzsymptomatik hätten
sie weder klinisch noch radiologisch eine eindeutige Ursache dem Schultergelenk und
den angrenzenden Gelenken zuordnen können (UV-act. II 47). Im Arztbericht der Klinik
für Neurologie des KSSG vom 27. Oktober 2014 erklärten Dr. med. O._ und Dr. med.
P._, dass es keine Hinweise für eine Plexusschädigung oder eine periphere
Nervenläsion im linken Arm gebe (UV-act. II 50).
A.h In der biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) der Q._ vom 27. Oktober 2014
erfolgte eine Abschätzung, in welchem Umfang sich die Beschwerden des Versicherten
als Folge von mechanischen Ereignissen erklären liessen. Gemäss Expertise dürfte die
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) in Vorwärtsrichtung unterhalb
oder knapp innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h gelegen haben. Aus
biomechanischer Sicht ergebe sich, dass die beim Versicherten festgestellten, von der
HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung
im Normallfall, wie im hier vorliegenden Fall, eher nicht erklärbar seien. Nicht
berücksichtigt worden seien bei der Würdigung die abgedrehte Kopfhaltung und der
Kopfanprall an der Frontscheibe des VW-Transporters (UV-act. II 43).
A.i Mit Arztbericht vom 7. November 2014 informierte der leitende Arzt der
Wirbelsäulenchirurgie des KSSG, Dr. K._, u.a. Dr. H._ und die Suva über die aus
orthopädischer Sicht gegebene Indikation zur operativen Versorgung des Versicherten
im Sinne einer C1/C2 Verschraubung, da durch die C1/C2 Instabilität mit einem
erhöhten atlanto-axialen Intervall eine Myelopathie entstehen könnte, die nicht mehr
rückgängig gemacht werden könnte. Bevor weitere Schritte eingeleitet würden, werde
noch der Befund des geplanten Suva-Untersuchs in Bellikon abgewartet (UV-act. II 54).
A.j Am 13. November 2014 teilte die Suva den Ärzten des E._s mit, dass sie ohne
gegenteiligen Bericht mit einer raschen Arbeitsaufnahme und bis Ende Jahr wieder mit
einer vollen Arbeitsfähigkeit des Versicherten rechnen würden (UV-act. II 52).
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A.k Am 3. Dezember 2014 fand ein ambulantes Assessment in der Rehaklinik Bellikon
statt. Im Arztbericht vom 29. Dezember 2014 diagnostizierten die Ärzte Dr. med. R._
und Dr. med. S._: A. eine HWS-Distorsion QTF I und ein zervikales Syndrom, B. eine
anlagebedingte, atlantoaxiale Instabilität und C. einen Status nach Arbeitsunfall vom
17. April 2014. Sie erklärten, dass aufgrund der bevorstehenden, operativen
Versorgung momentan eine Intensivierung der aktiven, therapeutischen Massnahmen
nicht sinnvoll sei. Abgewartet werden müsse die nächste Konsultation am 13. Januar
2015 in der Wirbelsäulenchirurgie des KSSG. Das Reha-Potential sei frühestens nach
entsprechender Rekonvaleszenzzeit postoperativ neu festzustellen. Empfohlen wurde
jedoch eine Bewegungstherapie u.a. zur Steigerung der Belastbarkeit und zur
allgemeinen präoperativen Re-Konditionierung. Vorläufig sei von einer weiteren
100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die Prognose hänge vom Verlauf des
operativen Eingriffs und der darauffolgenden Rekonvaleszenzzeit ab (UV-act. II 60).
A.l Mit Schreiben vom 18. November und 16. Dezember 2014 forderte die Suva Dr.
K._ zur Stellungnahme auf, ob es möglich, wahrscheinlich oder sogar überwiegend
wahrscheinlich sei, dass sich der Versicherte bei diesem Unfallmechanismus (wohl den
Arbeitsunfall vom 17. April 2014 betreffend) eine Fraktur im Bereich des Dens axis
zugezogen habe und wenn ja, ob der "neue - wenn auch eher harmlose - Auffahrunfall"
diesen Vorzustand traumatisiert habe; wenn nein, dann könne die Suva den
vorgeschlagenen operativen Eingriff an der oberen Wirbelsäule nicht übernehmen (UV-
act. II 55, 57). Gemäss der Aktennotiz des Suva-Mitarbeiters vom 5. Januar 2015 über
das mit Dr. K._ am Montag, den 22. Dezember 2014, geführte Telefongespräch sei
durch den Unfall vom 4. Juli 2014 das Os odontoideum höchstens vorübergehend
traumatisiert worden. Eine frische Fraktur im April 2014 könne ausgeschlossen werden.
Dr. K._ habe seine Ansicht geteilt, dass die Operation des Os odontoideum selbst
nichts mit dem Unfall zu tun habe. "Mit der geplanten Operation können die
Unfallfolgen abgeschlossen werden. Dann wird der Vorzustand operativ saniert. Eine
richtungsweisende Verschlimmerung ist durch den harmlosen Auffahrunfall nicht
verursacht worden." (UV-act. II 59).
A.m Am 7./12. Januar 2015 nahm Kreisarzt Dr. med. T._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, zur Frage der Suva:
"Können wir - betreffend der Folgen des harmlosen Auffahrunfalls - heute nicht von
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einem Endzustand ausgehen?" wie folgt Stellung: "Zusammengefasst ist bei fehlenden
strukturellen, auf das Unfallereignis vom 04.07.2014 zurückführenden Läsionen sowie
vorbestehendem Os odontoideum bezüglich des Verdachts auf eine atlanto-axiale
Instabilität eine Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben.
Durch das Unfallereignis vom 04.07.2014 ist eine zeitlich limitierte Verschlimmerung
der HWS-Beschwerden bewirkt worden, welche spätestens mit der am 29.12.2014 im
ambulanten Assessment durchgeführten Untersuchung als abgeheilt anzusehen ist.
Insofern ist ab diesem Datum ein Status quo sine vel ante anzunehmen." (UV-act. II 62
f.).
A.n Im Arztbericht vom 15. Januar 2015 informierte Dr. K._ Dr. H._ und die Suva
über die für den 4. Februar 2015 geplante Operation mit der C1/C2 Verschraubung.
Auszugehen sei von einem Spitalaufenthalt von gut zehn Tagen und einer
Arbeitsunfähigkeit von sicherlich drei Monaten (UV-act. II 66). Mit Schreiben vom 17.
Januar 2015 beantragte das KSSG bei der Suva eine Kostengutsprache für die
Operation (UV-act. II 68).
A.o Mit Verfügung vom 21. Januar 2015 eröffnete die Suva dem Versicherten die
Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Januar 2015. Begründet wurde die
Einstellung damit, dass aufgrund der Beurteilung des Kreisarztes die aktuellen
Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur
seien. Bei der bevorstehenden Operation vom 4. Februar 2015 werde die
vorbestehende Instabilität der Wirbelsäule behoben. Der Zustand, wie er sich auch
ohne den Unfall vom 4. Juli 2014 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss
medizinischer Beurteilung spätestens am 31. Januar 2015 erreicht (UV-act. II 67).
A.p Mit Schreiben vom 22. Januar 2015 lehnte die Suva das Kostengutsprachegesuch
des KSSG vom 17. Januar 2015 ab und berief sich dabei auf das geführte
Telefongespräch mit Dr. K._ vom 5. Januar 2015 (UV-act. II 69, 59: gemäss
Aktennotiz fand das Telefongespräch bereits am 22. Dezember 2014 statt, wurde vom
Suva-Mitarbeiter jedoch erst am 5. Januar 2015 festgehalten).
A.q Der Versicherte war vom 3. bis 10. Februar 2015 im KSSG hospitalisiert, wobei die
HWS-Operation am 4. Februar 2015 stattfand (UV-act. II 86).
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B.
B.a Die gegen die Verfügung vom 21. Januar 2015 erhobene Einsprache vom 29.
Januar 2015 und Einspracheergänzung vom 17. Februar 2015 wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 26. Februar 2015 ab (UV-act. II 70, 75, 76). Zur Begründung
wurde im Einspracheentscheid insbesondere angeführt, es gehe aus den in den Akten
liegenden Berichten - insbesondere aus den Beurteilungen von Dr. T._ und Dr. K._
- hervor, dass das festgestellte Os odontoideum, welches die Operation notwendig
gemacht habe, durch den Unfall höchstens vorübergehend verschlimmert worden sei,
und dass diesbezüglich der Status quo sine, also der Zustand, wie er sich auch ohne
Unfall vom 4. Juli 2014 eingestellt hätte, eingetreten sei. Im Weiteren wurde angeführt,
dass es sich bei den noch vorliegenden Unfallfolgen um sogenannte organisch nicht
hinreichend erklärbare Beschwerden handle, weshalb der natürliche
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 4. Juli 2014 nicht gegeben sei. Zudem fehle es
auch an der Adäquanz, denn es liege weder ein typisches Beschwerdebild für ein
Schleudertrauma vor noch seien die erlittenen Verletzungen erfahrungsgemäss
geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Da weitere
Beweismassnahmen am feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern könnten, sei auf
die Abnahme weiterer Beweise bzw. auf die Einholung eines Gutachtens zu verzichten.
B.b Mit Arztbericht vom 24. März 2015 informierte Dr. K._ die Suva über die am 17.
März 2015 erfolgte Nachkontrolle des Versicherten (UV-act. II 79).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte am 13. April 2015
Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): 1. Der Einspracheentscheid vom
26. Februar 2015 sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, die gesetzlichen
Leistungen (insbesondere Taggelder und Heilungskosten, allenfalls
Integritätsentschädigung und Rente) über den 31. Januar 2015 hinaus und
insbesondere für die Operation vom 4. Februar 2015 und deren Folgen zu erbringen; 2.
Die Suva sei zudem zu verpflichten, ein externes Gutachten über die offene
Kausalitätsfrage einzuholen und danach neu über ihre Leistungspflicht zu entscheiden.
Zur Begründung führte der Beschwerdeführer u.a. aus, dass die Beschwerdegegnerin
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ihre Leistungspflicht anerkannt habe, weshalb sie den Wegfall der Kausalität als
leistungsaufhebende Tatsache zu beweisen habe. Den Beweis habe sie jedoch nicht
erbracht. So habe Kreisarzt Dr. T._ in seiner Stellungnahme vom 7./12. Januar 2015,
obwohl er von einer HWS-Distorsion ausgegangen sei, keine schlüssige medizinische
Begründung angeführt, weshalb spätestens am 29. Dezember 2014 der Status quo
sine oder ante erreicht worden sein soll. Da die Wirbelsäule vorgeschädigt sei, hätte
von einer mindestens einjährigen Leistungsdauer ausgegangen werden müssen. Auch
hätte ein externes Gutachten eingeholt werden müssen, da Zweifel an der
kreisärztlichen Beurteilung bestünden. So habe Dr. med. U._, beratender Arzt der
Krankentaggeldversicherung AXA Winterthur, die Einschätzung des Kreisarztes
insbesondere in zeitlicher Hinsicht (Erreichung des Status quo) in Frage gestellt (vgl.
act. G 1.2). Ferner sei nicht geprüft worden, ob der Arbeitsunfall vom 17. April 2014
zusammen mit dem Auffahrunfall vom 4. Juli 2014 zu einer Verletzung der
Bandstrukturen und damit zur Instabilität der HWS im Sinne einer richtungsgebenden
Verschlimmerung des Vorzustandes geführt habe, zumal gemäss der medizinischen
Literatur eine anlagebedingte Störung der Wirbelsäule nicht zu einer spontanen
Instabilität derselben führe (vgl. act. G 1.3). Gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung könne ein Unfall auch dann haftungsbegründender Kausalfaktor für
eine Gesundheitsschädigung sein, wenn er für den Eintritt bloss zeitlich bestimmend
gewesen sei. Dies sei erfüllt, wenn eine zuvor latente Operationsindikation durch die
unfallbedingte Aktivierung des Vorzustandes zur einer akuten geworden sei. Im
vorliegenden Fall müsse mit zumindest überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
ausgegangen werden, dass ohne den Auffahrunfall in naher und mittlerer Zukunft keine
Operationsindikation aufgetreten wäre. Die Prüfung des Status quo bzw. des
Vorliegens eines Endzustandes hätte erst nach der Operation und nach Abschluss der
Heilungsphase vorgenommen werden dürfen.
C.b Mit Arztbericht vom 28. April 2015 informierten Dr. K._ und Dr. G._, KSSG,
über den postoperativen Verlauf. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
wurde auf 25% geschätzt (UV-act. II 84). Gemäss Arztbericht von Dr. K._ vom 15.
Juli 2015 habe der Beschwerdeführer anlässlich der Halbjahreskontrolle erklärt, dass
es ihm sehr gut gehe. Nur gelegentlich habe er links ausstrahlende Schmerzen im
Bereich der HWS und ein- bis zweimal pro Woche komme es zu leichten
Armschmerzen und zu gelegentlichem Schwindelgefühl nach schnellem Aufrichten. Der
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Facharzt stufte das Ergebnis aus klinischer und radiologischer Sicht als sehr erfreulich
ein (UV-act. II 90).
C.c In der Beschwerdeantwort vom 30. Juli 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 26.
Februar 2015 (act. G 7). Zur Begründung wurde insbesondere verwiesen auf die
versicherungsinterne orthopädische Beurteilung vom 28. Juli 2015 von Dr. med. V._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FHM, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva
(vgl. UV-act. II 95). Da der HWS-Bereich durch den ersten Unfall vom 17. April 2014
nicht betroffen gewesen sei, könne dieser Unfall für die Operation vom 4. Februar 2015
nicht ins Feld geführt werden. Eine richtunggebende unfallkausale Verschlimmerung
des HWS-Vorzustandes durch den zweiten Unfall vom 4. Juli 2014 könne
ausgeschlossen werden, da es zu keinen objektivierbaren unfallkausalen organischen/
strukturellen Schäden bzw. Verletzungen gekommen sei. Die vom Beschwerdeführer
am Unfalltag geklagten subjektiven Beschwerden entsprächen typischerweise
denjenigen, welche auch bei einer altersentsprechenden gesunden Halswirbelsäule
auftreten und schnell bessern würden. Im Weiteren wurde vorgebracht, dass bereits
am 11. September 2014 (d.h. 2 Monate nach dem Auffahrunfall) mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit keine Unfallfolgen mehr vorgelegen hätten. Zudem entspreche es
einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass nach banalen Auffahrunfällen mit blosser
Distorsion der HWS innert kurzer Zeit bzw. spätestens nach 6 Monaten der Status quo
sine vel ante erreicht sei, dies selbst bei einer HWS-Vorschädigung.
C.d In der Replik vom 12. Oktober 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Rechtsbegehren unverändert fest (act. G 11). In der Begründung wurde insbesondere
vorgebracht, dass auch ein halbes Jahr später immer noch im Wesentlichen die
gleichen Beschwerden vorhanden seien. Deshalb könne nicht gesagt werden, der
natürliche Kausalzusammenhang sei nicht mehr gegeben, zumal es keine gegenteiligen
medizinischen Akten (inklusive des neuen Suva-Berichts) gebe. Auch fehlten Berichte,
welche dafür sprechen würden, dass die Beschwerden nach einem halben Jahr nur
noch auf das vorbestehende Os odontoideum zurückzuführen seien. Nicht
nachvollziehbar sei, dass der Versicherungsmediziner der Suva davon ausgehe, dass
der Status quo sine bereits am 11. September 2014, also nur zwei Monate nach dem
zweiten Unfall, erreicht worden sein soll. Selbst für den Fall, dass die Operation nicht
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als unfall(teil-)kausal zu betrachten wäre, falle diese in die Heilungsphase der HWS-
Verletzung und müsse deshalb gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung von der
Unfallversicherung übernommen werden.
C.e In der Duplik vom 12. November 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem
Antrag fest (act. G 13). Zur Begründung wurde insbesondere angeführt, dass der
Beschwerdeführer nach dem Unfall kein typisches Beschwerdebild eines
Schleudertraumas gezeigt habe. Behandelt worden sei er ausschliesslich wegen der
unfallfremden atlanto-axialen Instabilität bei vorbestehendem Os odontoideum. Einen
kausalen Zusammenhang zwischen dem Unfall und der atlanto-axialen Instabilität gebe
es nicht. Der Unfall habe nur eine vorübergehende Verschlimmerung im HWS-Bereich
bewirkt. Der Status quo sine sei spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
erreicht worden.

Erwägungen
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 26. Februar 2015 (act. G 1.1). Streitig ist, ob die
Beschwerdegegnerin die Leistungen in Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. Juli
2014 auf den 31. Januar 2015 einstellen durfte. Zur Diskussion steht insbesondere, ob
die wegen der HWS-Instabilität (C1/C2) durchgeführte Operation vom 4. Februar 2015
in einem versicherungsrelevanten Zusammenhang steht mit dem Unfall vom 4. Juli
2014 und wie weit insbesondere die Beweiskraft der kreisärztlichen Stellungnahme
vom 7./12. Januar 2015 (UV-act. II 63) und des versicherungsinternen medizinischen
Berichtes von Dr. V._ vom 28. Juli 2015 geht (UV-act. II 95).
1.2 Der frühere Unfall vom 17. April 2014 ist, da in der Verfügung bzw. im
angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. Februar 2015 nicht genannt, vorliegend
nicht Streitgegenstand. Gleichwohl ist dieser Unfall insofern von Relevanz, als beim
Beschwerdeführer nebst der besonderen anatomischen Situation der HWS (Os
odontoideum/Ossiculum terminale) auch ein relevanter unfallbedingter Vorzustand
vorliegen könnte (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen 3.1).
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2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung
bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht
demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem
versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2003, S. 42 ff.).
2.2 Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82 174 E. 2b). Ob ein
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit;
die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt
erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat
(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. zum Ganzen RKUV 1994
Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007,
U 290/06, E. 3.3). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher
Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast nicht bei
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46
E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 261 E. 3b).
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2.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit
Hinweis).
2.5 Eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten ist nicht an sich
beweisuntauglich. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu begutachtenden
Person rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur um die
Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich neue
Untersuchungen erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines Aktengutachten
voll beweiswertig sein (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E.
4.1 mit Hinweisen). Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist aber, dass genügend
Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 E.
5b).
2.6 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden
werden, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt etwa in Urteil des
Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).
2.7 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten.
3.
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3.1 Am 17. April 2014 erlitt der Beschwerdeführer einen ersten Arbeitsunfall auf einer
Baustelle (UV-act. I 1). Er rutschte beim Tragen von schweren Eisen auf der linken
Schulter auf dem Baugerüst mit dem Fuss weg. Dadurch hängte sich das Eisen vorne
und hinten ein und sein Unterkiefer bzw. sein Kopf wurde zwischen Baugerüst und
Eisen eingeklemmt, so dass er kurzzeitig mit den Füssen frei in der Luft hing.
Infolgedessen erlitt der Beschwerdeführer u.a. Beschwerden im Gesichts- und
Schulternackenbereich (UV-act. II 60 S. 1 und 4 f.). Wegen dieses Arbeitsunfalls wurde
der Beschwerdeführer medizinisch behandelt und die Beschwerdegegnerin erbrachte
Versicherungsleistungen (UV-act. I S. 3-5). Im Arztbericht über die erfolgte Konsultation
im Spital W._ vom 20. April 2014 wurden nebst den Diagnosen Kontusion Knie
beidseitig und Kontusion linker Ellenboden auch die Diagnose Kontusion des
Unterkiefers linksseitig gestellt. Bereits damals wurde anhand der erstellten
Röntgenbilder beim Beschwerdeführer ein nichtfusioniertes Os odontoideum
(Ossiculum terminale) festgestellt und dies in den Akten dokumentiert (UV-act. I 8).
Dass diese anatomische Besonderheit bereits im Zusammenhang mit dem ersten
Unfall vom 17. April 2014 festgestellt worden war, wird auch vom Suva-Arzt Dr. V._
im Bericht vom 28. Juli 2015 bestätigt (UV-act. II 95 S. 1). Folglich muss sich die
Beschwerdegegnerin anrechnen lassen, dass sie bei der Leistungsbeurteilung des
zweiten Unfalls (Auffahrunfall vom 4. Juli 2014) über die besondere anatomische
Situation der HWS des Beschwerdeführers Bescheid wusste.
3.2 Über den Unfall vom 4. Juli 2014 wurde die Beschwerdegegnerin am 8. Juli 2014
orientiert (UV-act. II 1). Im Schreiben vom 10. Juli 2014 teilte die Beschwerdegegnerin
mit, dass sie zu den Versicherungsleistungen noch nicht endgültig Stellung nehmen
könne. Sobald sie die Abklärungen durchgeführt habe, werde sie über ihre
Leistungspflicht orientieren (UV-act. II 2). In der Folge holte die Beschwerdegegnerin
mehrere Berichte ein (UV-act. II 4 - 12).
3.3 Mit Schreiben vom 24. Juli 2014 anerkannte die Beschwerdegegnerin in Kenntnis
des Vorzustandes der HWS des Beschwerdeführers und ohne Vorbehalte anzubringen
ihre Leistungspflicht und sprach dem Beschwerdeführer Versicherungsleistungen
(Taggelder, Heilbehandlung) zu (UV-act. II 13 f.). Damit anerkannte die
Beschwerdegegnerin zugleich die Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den
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nach dem Unfall aufgetretenen gesundheitlichen Beschwerden bzw.
Beeinträchtigungen.
4.
Die Entwicklung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers stellt sich gemäss
Aktenlage wie folgt dar:
4.1 Das beim Beschwerdeführer festgestellte nichtfusionierte Os odontoideum
(Ossiculum terminale) als anatomische Besonderheit der HWS hatte gemäss den
vorliegenden Akten bis zu den Unfällen im Jahr 2014 beim damals (erst) _-jährigen
Beschwerdeführer weder zu Beschwerden geführt noch eine ärztliche Behandlung
erforderlich gemacht. Beschwerden im Schulternackenbereich traten gemäss Angaben
des Beschwerdeführers erstmals nach dem Unfall vom 17. April 2014 auf (wenn auch
im geringeren Umfang als beim zweiten Unfall vom 4. Juli 2014; UV-act. II 60 S. 5).
4.2 Hinsichtlich der gesundheitlichen Beeinträchtigungen seit dem Unfall vom 4. Juli
2014 ist festzustellen, dass von Beginn an die Schmerzen an der HWS (insbesondere
links) mit Ausstrahlung in den linken Arm im Zentrum standen (UV-act. II 9, 10). In den
folgenden Wochen und Monaten stellte sich gemäss Aktenlage (entgegen den
Erwartungen der Suva) keine wesentliche Besserung der gesundheitlichen Situation
des Beschwerdeführers ein (UV-act. II 20, 30, 31, 39, 52). Zur Verwertbarkeit bzw. zum
Beweiswert der in Berichten wiedergegebenen Aussagen des Beschwerdeführers
bspw. hinsichtlich seines Gesundheitszustandes ist anzumerken, dass der
Beschwerdeführer der deutschen Sprache nicht mächtig ist und seine Aussagen -
sofern nicht ein Dolmetscher beigezogen worden war wie beim Ambulanten
Assessment in der Rehaklinik Bellikon vom 3. Dezember 2014 - deshalb nur mit
Vorbehalt verwertbar bzw. beweiskräftig sind (vgl. UV-act. II 8 S. 3, 31 S. 2, 70).
4.3 Während die Anomalie der HWS mit dem Os odontoideum jeweils bereits im
Rahmen der Erstbehandlungen vom 17. April und 4. Juli 2014 erkannt wurde, wurde
der Verdacht auf eine atlanto-axiale Instabilität der HWS (C1/C2) gestützt auf das
Röntgen am 9. Juli 2014 erstmals am 11. September 2014 von Ärzten des KSSG
erhoben (vgl. UV-act. II 30). Diese Instabilität der HWS wurde bei weiteren
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Untersuchungen im Oktober 2014 von den Fachärzten der Klinik für Neurochirurgie und
von der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates des KSSG bestätigt (UV-act. II 39, 42). Dass diese vertieften
Untersuchungen durch die Fachärzte des KSSG erst zu diesem Zeitpunkt durchgeführt
worden waren, dürfte damit zusammenhängen, dass die seit dem Unfall bestehenden
Beschwerden und Einschränkungen eben nicht wie erhofft in kurzer Zeit wesentlich
geringer wurden (vgl. UV-act. 31 S. 1, 33 S. 1).
4.4 Seit dem Unfall am 4. Juli 2014 war der Beschwerdeführer zu 100%
arbeitsunfähig. Von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit gingen auch die Fachärzte der
Rehaklinik Bellikon in ihrem Bericht vom 29. Dezember 2014 aus. Das Rehapotential
könne frühestens nach entsprechender Rekonvaleszenzzeit postoperativ neu
festgestellt werden (UV-act. II 60).
4.5 Die am 4. Februar 2015 im KSSG durchgeführte Operation mit Verschraubung von
C1/C2 in Kombination mit postoperativen physiotherapeutischen Massnahmen war
gemäss Aktenlage offensichtlich zielführend, verbesserten sich doch der
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in den folgenden
Monaten wie erwartet sukzessive. So stellte Facharzt Dr. K._ im Arztbericht vom 15.
Juli 2015 und damit rund ein Jahr nach dem Unfall fest, dass die vor der Operation
vorhandenen Schmerzen nicht mehr vorhanden seien und nur noch leichte
Restbeschwerden bestehen würden (UV-act. II 90).
4.6 Zusammenfassend ist soweit festzuhalten, dass nicht ausgeschlossen werden
kann, dass beim vorliegenden HWS-Vorzustand (Os odontoideum und Schädigungen
durch den Unfall vom 17. April 2014) der Unfall vom 4. Juli 2014 zur Instabilität der
HWS geführt hat, bzw. die C1/C2 Instabilität ohne den Unfall vom 4. Juli 2014 nicht zu
diesem Zeitpunkt oder in naher Zukunft beim _-jährigen Beschwerdeführer
aufgetreten wäre und eine operative Verschraubung von C1/C2 Anfang Februar 2015
erforderlich gemacht hätte.
5.
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Wie in Erwägung 2.3 dargelegt, hat bei der vorliegenden Sachlage die
Beschwerdegegnerin das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten
Ursachen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Nachfolgend sind
daher insbesondere die von der Beschwerdegegnerin zum Beweis des Dahinfallens
ihrer Leistungspflicht vorgebrachten Beweise zu würdigen.
5.1 Zur biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) der AGU vom 27. Oktober 2014
(UV-act. II 43) ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer den VW T5 Transporter
nicht wie in der Kurzbeurteilung auf Seiten 1, 2 und 3 erwähnt lenkte, sondern auf dem
Beifahrersitz sass (UV-act. II 12). Die Beweiskraft des Berichts wird ausserdem dadurch
relativiert, dass das Bewertungsergebnis den "Normalfall" wiedergibt. So wird
vorausgesetzt, dass "keine mehr als unerheblichen krankhaften oder traumatisch
bedingten Veränderungen im Halswirbelsäulenbereich vorliegen, und dass unmittelbar
vor der Kollision keine Körperposition relativ zum Fahrzeuginnenraum vorlag, welche
das Risiko für eine Gefügestörung der HWS hätte erhöhen können." (UV-act. II 43 S. 3).
Vorliegend berücksichtigten die Fachspezialisten jedoch weder die abgedrehte
Kopfposition ("Ein in den Akten erwähnter Hinweis, der Kopf sei zur Zeit der Kollision
abgedreht gewesen, muss hinsichtlich seiner biomechanischen Relevanz immer vorab
eingegrenzt werden. Da hier keine genügenden Angaben vorliegen, können wir diesen
Umstand nicht in unsere Überlegungen einbeziehen.") noch den Kopfanprall an der
Frontscheibe (obwohl die Gutachter einen Kopfanprall in ihren Hinweisen als
biomechanisch möglicherweise relevante Besonderheit einstufen, es sich beim
Fahrzeug um einen VW-Transporter mit steiler und naheliegender Frontscheibe handelt
und die Vorwärtsbewegung des Körpers "in der Regel" durch den Sicherheitsgurt
begrenzt wird) und auch nicht die Vorschädigung bzw. Besonderheit der HWS (Os
odontoideum) des Beschwerdeführers. Das Fazit der Gutachter, dass die beim
Beschwerdeführer festgestellten, von der HWS ausgehenden Beschwerden und
Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung eher nicht erklärbar seien, vermag aus
dem Gesagten nicht zu überzeugen, denn bei Berücksichtigung der zuvor genannten,
vom "Normalfall" abweichenden Einflussfaktoren könnte eine andere
Beurteilungskategorie (Klassifikation) zutreffender bzw. wahrscheinlicher sein (vgl. UV-
act. II 43 S. 5).
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5.2 Zum Beweis der fehlenden Kausalität führten die Beschwerdegegnerin wie auch
deren Ärzte die eingeholte telefonische Auskunft vom 22. Dezember 2014 von Facharzt
Dr. K._ an. Diesbezüglich ist festzustellen, dass der Suva-Mitarbeiter die Aktennotiz
über das Telefonat erst 14 Tage später am 5. Januar 2015 erstellte (UV-act. II 59). Dies
mindert deren Beweiskraft, da der Inhalt eines Gesprächs nach dieser langen Zeit
meist nur noch in groben Zügen bzw. sinngemäss wiedergegeben werden kann und
infolgedessen in vermehrtem Masse subjektiv geprägt sein dürfte, bspw. indem
unbedeutend erscheinende Aussagen weggelassen oder "modifiziert" werden. Aus der
Aktennotiz ist auch nicht ersichtlich, welches die konkreten Fragestellungen des Suva-
Mitarbeiters an den Facharzt waren und wie seine Antworten lauteten. Vorliegend gibt
es Anhaltspunkte, dass die Aktennotiz den Inhalt des Telefongesprächs nicht
vollständig und objektiv wiedergibt. So überzeugt nicht, dass Dr. K._ gesagt haben
soll: "Eine richtungsweisende Verschlimmerung ist durch den harmlosen Auffahrunfall
nicht verursacht worden.", denn aus der Aktennotiz ist weder ersichtlich noch ist es
nachvollziehbar, was den Facharzt dazu bewogen haben sollte, den Auffahrunfall als
harmlos zu qualifizieren. Ausserdem besteht eine Diskrepanz zwischen dem Verhalten
von Dr. K._ bzw. des KSSG, nämlich dass eine Kostengutsprache für die HWS-
Operation von der Beschwerdegegnerin eingeholt wurde (UV-act. II 68), und der in der
Aktennotiz vom 5. Januar 2015 enthaltenen Aussage von Dr. K._, dass die Operation
des Os odontoideum nichts mit dem Unfall zu tun habe (vgl. UV-act. 59, 76 S. 5), was
in der Konsequenz eine Leistungspflicht der Unfallversicherung für diese Operation
ausschliessen und das Kostengutsprachegesuch erübrigen würde. Hinzu kommt, dass
die Aktennotiz insgesamt den Eindruck einer gewissen Voreingenommenheit des Suva-
Mitarbeiters vermittelt bzw. eine suggestive Fragestellung vermuten lässt: "Herr Dr.
K._ teilt meine Ansicht, dass die Operation des Os odontoideum selbst nichts mit
dem Unfall zu tun hat." Im Verwaltungsverfahren wäre es jedoch die Aufgabe der
Beschwerdegegnerin gewesen, den Sachverhalt aufgrund des
Untersuchungsgrundsatzes unvoreingenommen und in objektiver Weise abzuklären.
Dass dies nicht ein Einzelfall war, ist auch aus den an Dr. K._ gerichteten Schreiben
vom 18. November und 16. Dezember 2014 ersichtlich: "Am 04.07.2014 hat A._ eine
harmlose Auffahrkollision erlitten." [...] "Wenn ja, hat der neue - wenn auch eher
harmlose - Auffahrunfall diesen Vorzustand traumatisiert?" (UV-act. II 55, 57). Im
Zusammenhang mit diesem Schreiben stellt sich auch die Frage, wieso den Schreiben
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nur einzelne Unfallfotos (aus den Akten ist nicht ersichtlich, um welche Fotos es sich
handelte) und nicht die ganze biomechanische Kurzbeurteilung (inkl.
Fotodokumentation) vom 27. Oktober 2014 (UV-act. II 43) beigelegt worden war. Die
Häufung der Mängel (vgl. auch nachfolgende Erwägung 5.3) führt dazu, dass die von
der Beschwerdegegnerin erstellte Aktennotiz vom 5. Januar 2015 als Beweis für die
fehlende Kausalität bzw. das Dahinfallen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
untauglich ist.
5.3 Zur Begründung des Dahinfallens ihrer Leistungspflicht beruft sich die
Beschwerdegegnerin auch auf die Stellungnahme des Kreisarztes Dr. T._ vom 7./12.
Januar 2015 (UV-act. II 63). Es fällt auf, dass in der Anfrage an den Kreisarzt vom 7.
Januar 2015 (UV-act. II 62) eine als Zitat (" ") markierte Aussage inhaltlich nicht mit der
zitierten Aktennotiz vom 5. Januar 2015 (UV-act. II 59) übereinstimmt. So wurde aus
dem Satz "Herr Dr. K._ teilt meine Ansicht, dass [...]" der Satz: "Herr Dr. K._ teilt
mir mit, dass [...]." Aus dem Wortlaut: "Mit der geplanten Operation können die
Unfallfolgen abgeschlossen werden. Dann wird der Vorzustand operativ saniert. Eine
richtungsweisende Verschlimmerung ist durch den harmlosen Auffahrunfall nicht
verursacht worden." wurde: "Mit der geplanten Operation, welche für den Patienten
extrem wichtig sei, könnten seines Erachtens die Unfallfolgen abgeschlossen werden.
Damit werde der für den Patienten gefährliche Vorzustand operativ saniert. Schon der
nächste heftigere Auffahrunfall oder ein stärkerer Schlag gegen die HWS könnte für
den Patienten tödlich enden. Eine richtungsweisende Verschlimmerung sei durch den
harmlosen Auffahrunfall nicht verursacht worden." Inhaltlich beruht die Stellungnahme
des Kreisarztes Dr. T._ vom 7./12. Januar 2015 (UV-act. II 63) insbesondere auf den
in der (mängelbehafteten) Aktennotiz vom 5. Januar 2015 enthaltenen Aussagen (vgl.
dazu Erwägung 5.2). Der Kreisarzt geht davon aus, dass die zeitlich limitierte
Verschlimmerung der HWS-Beschwerden spätestens am 29. Dezember 2014 abgeheilt
sei, und stützt sich dabei auf den Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 29. Dezember
2014 (UV-act. II 60) über das (bereits) am 3. Dezember 2014 durchgeführte
Assessment, ohne jedoch seine Folgerung zu begründen, zumal eine entsprechende
Aussage im Assessmentbericht fehlt. Im Weiteren ist festzustellen, dass dem Kreisarzt
nicht sämtliche relevanten Akten zur Verfügung standen. So fehlen im aktenmässigen
Verlauf mehrere Arztberichte des KSSG (UV-act. II 39, 42 und 47) sowie die
biomechanische Kurzbeurteilung der AGU vom 27. Oktober 2014 (UV-act. II 43). Da es
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sich bei der Stellungnahme des Kreisarztes um eine reine Aktenbeurteilung handelt, ist
die Kenntnis sämtlicher bedeutsamer medizinischer Akten jedoch unabdingbar (vgl.
Erwägung 2.4-2.6). Infolgedessen sind bezüglich des Beweiswertes der kreisärztlichen
Stellungnahme erhebliche Vorbehalte anzubringen.
5.4 Auch beim Arztbericht von Dr. V._ vom 28. Juli 2015 (UV-act. II 95) handelt es
sich um einen Bericht eines versicherungsinternen Arztes der Beschwerdegegnerin,
welcher erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erstellt wurde. Die vom Suva-Arzt
vorgebrachten Argumente vermögen - bei in Kenntnis des HWS-Vorzustandes
anerkannter Unfallkausalität, - das Dahinfallen der Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin nicht im erforderlichen Grad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu beweisen. So fehlt hinsichtlich des Auffahrunfalls vom 4. Juli
2014 im Bericht eine nachvollziehbare und überzeugende Würdigung des HWS-
Vorzustandes, der unfallbedingten Einwirkungen und Folgen auf die HWS bei
gegebenem Vorzustand sowie der festgestellten bzw. geltend gemachten
Beschwerden und Beeinträchtigungen, denn die Argumentation des Suva-Arztes, dass
die subjektiven Beschwerden des Beschwerdeführers denjenigen entsprächen, welche
auch bei einer altersentsprechenden gesunden Halswirbelsäule auftreten (und auch
schnell bessern) würden, vermag weder eine richtungsgebende unfallkausale
Verschlimmerung des HWS-Vorzustandes zu widerlegen noch eine fehlende Kausalität
zwischen den beiden Unfällen und der C1/C2 Instabilität der HWS zu belegen. Die
Berufung auf "allgemeine medizinische Erfahrungswerte" bei HWS-Distorsionen ist
beim vorliegenden Vorzustand der HWS unbehelflich, denn damit lässt sich nicht
beweisen, dass bei Personen mit diesem HWS-Vorzustand und ohne den Einfluss
eines besonderen Ereignisses (bspw. ein Unfall) bereits im Alter von rund 23 Jahren
gehäuft Instabilitäten der HWS auftreten, welche eine operative Verschraubung der
HWS (Spondylodese C1/C2) bedingen. Dieser Nachweis wäre vorliegend jedoch
erforderlich, um basierend auf Erfahrungswerten von einem Status quo sine und damit
von einem Dahinfallen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ausgehen zu
können. Die Aussage des Versicherungsmediziners, dass bereits am 11. September
2014 (d.h. zwei Monate nach dem Auffahrunfall) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
keine Unfallfolgen mehr vorgelegen hätten, ist unbehelflich, denn diese Einschätzung
ergibt sich weder aus den vorliegenden Akten noch wurde sie vom Suva-Arzt
nachvollziehbar und schlüssig - bspw. anhand verschiedener fachärztlicher Quellen
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bzw. von Forschungserkenntnissen - belegt. Je kürzer im Übrigen die Zeit für die
Erreichung des Status quo und in der Folge das Dahinfallen der Leistungspflicht des
Unfallversicherers festgesetzt wird, umso weniger kann unbesehen auf "allgemeine
medizinische Erfahrungswerte" hinsichtlich der Erreichung des Status quo abgestellt
werden. Insbesondere wenn eine andauernde Behandlungsbedürftigkeit besteht und
zudem vom Normalfall abweichende Umstände vorliegen, sind erhöhte Anforderungen
an den Nachweis des Dahinfallens der Leistungspflicht zu stellen, welche in der Regel
nur durch ein externes medizinisches Fachgutachten erbracht werden können, denn
ein grundsätzliches Abstellen auf "Erfahrungswerte" käme einer (im Gesetz nicht
vorgesehenen) planmässigen zeitlichen Leistungsbeschränkung des Unfallversicherers
gleich.
5.5 Hinsichtlich des Leistungseinstellungszeitpunktes ist aus den Akten und den
Rechtsschriften nicht ersichtlich, wieso die Beschwerdegegnerin die
Leistungseinstellung per 31. Januar 2015 und damit vier Tage vor der HWS-Operation
vom 4. Februar 2015 vornahm, findet sich doch in den Akten keine ärztliche Aussage,
die diesen Zeitpunkt nahelegen würde. So ging der Kreisarzt Dr. T._ vom Erreichen
des Status quo sine spätestens am 29. Dezember 2014 (vgl. UV-act. II 63) und der
Suva-Arzt Dr. V._ schon am 11. September 2014 (UV-act. II 95) aus. In dieser
Konstellation erweist sich eine Berufung auf nicht referenzierte medizinische
Erfahrungswerte, dass per 31. Januar 2015 und damit sieben Monate nach dem Unfall
trotz fortgesetzter Behandlungsbedürftigkeit und Vorliegens besonderer Umstände (vgl.
Erwägung 5.1) keine unfallbedingten Folgen mehr existierten, und ohne dies konkret
mit Fakten zu begründen, als willkürlich.
5.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit den von der Beschwerdegegnerin
angeführten Beweisen in Anbetracht der dargelegten Mängel der Nachweis des
Dahinfallens der Kausalität zwischen dem Unfall vom 4. Juli 2014 und der durch
Instabilität der HWS erforderlich gewordenen Operation (Spondylodese C1/C2) nicht im
erforderlichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht wurde.
6.
6.1 Die Leistungseinstellungsverfügung per 31. Januar 2015 beruht folglich auf einem
unzureichend abgeklärten Sachverhalt.
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6.2 Nachdem - wie gesagt - bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit ärztlicher
Feststellungen ergänzende Abklärungen erforderlich machen, wird die
Beschwerdegegnerin solche nachzuholen haben (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S.
408 E. 3b; BGE 117 V 359 E. 4b und E. 5d/aa, 117 V 369 E. 3).
6.3 Die Angelegenheit ist mithin zur Einholung eines externen medizinischen
Gutachtens zur Klärung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall
vom 4. Juli 2014 und den über den 31. Januar 2015 hinaus behandlungsbedürftigen
Gesundheitsschäden an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei wird zu
klären sein, zu welchem Zeitpunkt bzw. ob vor der Operation vom 4. Februar 2015 der
Status quo sine vel ante mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erreicht war. Die medizinische Begutachtung sollte
zweckmässigerweise durch Fachärzte (einer Klinik) erfolgen, welche sich regelmässig
mit Instabilitäten der HWS und deren Behandlung bzw. operativen Behebung
beschäftigen (vgl. dazu UV-act. II 54 S. 2).
7.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 13. April 2015 unter
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 26. Februar 2015 teilweise
gutzuheissen und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der
Erwägungen und zu anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Gerichtkosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine
Parteientschädigung fällt ausser Betracht, nachdem der Beschwerdeführer nicht
anwaltlich vertreten ist.