Decision ID: c40f9331-abed-416f-8caf-27cde43560b7
Year: 2017
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

A.1 A._ meldete sich am 22. Oktober 2009 unter Hinweis auf eine Kniearthrose bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das Begehren mit Verfügung vom 30. Mai 2011 mangels rentenbegründenden IV-Grads ab.
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A.2 Am 27. Februar 2013 ersuchte A._ die IV-Stelle erneut um Ausrichtung von . Die IV-Stelle untersuchte die gesundheitlichen und haushälterischen Verhältnisse. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte sie mit Verfügung vom 20. Juli 2016 gestützt auf einen nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs ermittelten IV-Grad von 21.25% den Rentenanspruch wiederum ab.
B. Hiergegen erhob A._, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 14.  2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (), und beantragte, es sei die Verfügung vom 20. Juli 2016 aufzuheben und es sei ihr auf den frühestmöglichen Zeitpunkt mindestens eine halbe Rente zuzusprechen; unter o/. Weiter sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche  mit ihrem Rechtsvertreter Daniel Altermatt zu bewilligen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die IV-Stelle bei der Feststellung des IV-Grads zu Unrecht auf die spezifische Bemessungsmethode abgestellt habe. Es sei erstellt, dass sie im  voll erwerbstätig wäre, da ihr Ehemann und sie seit längerer Zeit von der Sozialhilfe  seien. Im Ergebnis stehe daher fest, dass sie nicht als Hausfrau, sondern als Erwerbstätige einzustufen sei, weshalb die Ermittlung des IV-Grads nach der allgemeinen Methode des  zu erfolgen habe. Falls sie ganz oder teilweise als Hausfrau einzustufen sei, seien die Ergebnisse der Haushaltsabklärung vom 3. Februar 2016 nicht zu . Einerseits würde dem Ehemann eine zu grosse Schadenminderungspflicht auferlegt.  stünden die Einschätzungen der Abklärungsperson im Widerspruch zu den  im neurologischen Gutachten, wonach sie im Haushalt zu 50% eingeschränkt sei.
C. Mit Verfügung vom 26. September 2016 bewilligte das Kantonsgericht der  die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit  Altermatt.
D. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Auf die form- und fristgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2016 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der  Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis).
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die  (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
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nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des  (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise , im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit  und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus  Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der IV-Grad aufgrund eines  zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger  durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener  erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der  hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen  ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt . Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der IV-Grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b).
4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. ) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (; Art. 28a Abs. 2 IVG).
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4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der  bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad entsprechend der  in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung  nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961).
4.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als  einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist  nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die , familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die  sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 20. Juli 2016) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im  ausgeübten (Teil-Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen).
4.6.1 In der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2016 hat die IV-Stelle die  im Gesundheitsfall als im Haushalt tätig eingestuft und den IV-Grad anhand der  Methode des Betätigungsvergleichs bemessen. Demgegenüber äussert sich die  zur Statusfrage dahingehend, dass der IV-Grad aufgrund eines  zu ermitteln sei, da sie, wäre sie gesund, in einem 100% Pensum arbeiten würde. Die Abklärungsperson anerkannte zwar, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor der  sei, bei guter Gesundheit erwerbstätig zu sein. Damit bestätige sie die Angaben der Haushaltsabklärung vom 21. März 2014, wonach sie gerne arbeiten würde, wenn sie gesund wäre (vgl. Abklärungsbericht vom 28. Mai 2014). Auf die Zusendung des Fragebogens ( die Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall) wurde allerdings bereits im damaligen  verzichtet. Auch anlässlich der Abklärung vom 19. Januar 2016 wurde dieser Fragebogen der Versicherten nicht unterbreitet. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass ein Abklärungsbericht nicht zwingend von der Versicherten unterzeichnet sein muss ( des Bundesgerichts vom 23. Januar 2015, 9C_490/2014, E. 3.5.1). Es ist aber angezeigt, dass die an Ort und Stelle erfassten Angaben der versicherten Person zur Durchsicht und  vorgelegt werden. Dabei geht es nicht um die inhaltliche Anerkennung der Aussagen,
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sondern vielmehr darum, allfällige Missverständnisse oder Unvollständigkeiten sofort und an Ort und Stelle zu klären sowie unterschiedliche Auffassungen und Einschätzungen festzuhalten. Gleichzeitig ermöglicht dieses Vorgehen, allenfalls notwendige Ergänzungen vorzunehmen und trägt damit zu einer richtigen und vollständigen Sachverhaltsabklärung bei (vgl. Urteil des  vom 2. September 2003, I 373/02, E. 5.2).
4.6.2 Festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärungen vor Ort  angab, im Gesundheitsfall berufstätig zu sein (vgl. Abklärungsberichte vom 28. Mai 2014 und 3. Februar 2016). Es stellt sich daher die Frage, ob - entgegen der Ansicht der  - davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin zumindest teilweise erwerbstätig und deshalb bei der Ermittlung des IV-Grads die allgemeine Methode des  oder die gemischte Methode anwendbar wäre. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch in Bezug auf die Haushaltsabklärungsberichte nicht ohne Grund von den Angaben der  Person abgewichen werden darf und in der Regel auf die sogenannte spontane " der ersten Stunde" abzustellen ist (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Da die  Akten hierzu und damit auch betreffend die Methodenwahl keine abschliessende  zulassen, ist die Angelegenheit in diesem Punkt an die Beschwerdegegnerin zur  Abklärung zurückzuweisen.
5.1.1 Für die Ermittlung des IV-Grads ist massgebend und im Weiteren zu prüfen, in  Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen  bzw. im Aufgabenbereich eingeschränkt ist. Die IV-Stelle stützte sich in der  Verfügung vom 20. Juli 2016 auf die bidisziplinäre Beurteilung von Dr. med. B._, FMH Neurologie, und Dr. med. C._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Dr. B._  am 16. September 2015 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) chronische , (2) ein rechtsbetontes, leicht bis mässig ausgeprägtes Cervicalsyndrom, (3) ein mässig ausgeprägtes Lumbovertebralsyndrom, (4) eine vestibulo-cochleäre  rechts, (5) einen Status nach cerebellären Ischämien radiologisch, (6) ein  (CTS) beidseits bei einem Status nach CTS-Operation rechts am 16. April 2010 und (7) einen Verdacht auf Restless-legs-Syndrom. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit  eine arterielle Hypertonie, eine Adipositas Typ 2, eine l inks-betonte fortgeschrittene  und eine Dekonditionierung. Wegen den Rücken- und Knieproblemen seien der  nur noch körperlich sehr leichte Tätigkeiten zumutbar. Sie könne keine  Arbeiten über Kopf, im Bücken, im Knien, unter Vorhaltung des Oberkörpers, unter Stoss- und Zugbelastung sowie in Zwangsstellungen ausüben. Zudem seien ihr aufgrund der  nur noch wechselbelastende Tätigkeiten und wegen der Gleichgewichtsstörung keine Arbeiten im Gehen mehr zumutbar. Aufgrund der leichten Koordinationsstörungen seien zudem keine motorisch feinen und wegen des CTS beidseits keine mittelschweren bis schweren  Arbeiten möglich. Ihr seien daher nur noch körperlich insbesondere manuell leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung, vorwiegend im Sitzen, nicht im Gehen und ohne Ansprüche an die Feinmotorik zumutbar. Dabei seien vermehrte und verlängerte Pausen notwendig und die Arbeitseffizienz sei ebenfalls deutlich vermindert, so dass die Arbeitsfähigkeit auch für eine solche angepasste Tätigkeit nur noch 50% betragen dürfte. Abschliessend hielt Dr. B._ fest, dass sich sowohl der Gesundheitszustand als auch die Arbeitsfähigkeit seit der
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Abklärung von 2010 stark verschlechtert hätten. Es seien verschiedenste Beschwerden , namentlich die schweren chronifizierten Kopfschmerzen, die Rückenprobleme und die Gleichgewichtsstörungen. Zudem hätten sich die Probleme im Bereich der Knie deutlich verschlimmert. Weiter könne die in der Haushaltabklärung vom Jahr 2014 vorgenommene  der Arbeitsfähigkeit im Haushalt aus neurologischer Sicht nicht nachvollzogen , weil diesbezüglich von einer Einschränkung von 50% ausgegangen werden müsse. Eine nähere Einschätzung sei jedoch ohne genauere Kenntnisse der Verhältnisse vor Ort nicht .
5.1.2 Dr. C._ nannte in seinem Teilgutachten vom 25. September 2016 als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem , gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom. Ohne Einfluss auf die  bestünden akzentuierte, histrionische Persönlichkeitszüge. Aufgrund dieser Diagnosen lasse sich aus rein psychiatrischer Sicht eine Einschränkung in einer  Tätigkeit von höchstens 15% begründen. Dabei sei eine gewisse Verminderung der Leistungsfähigkeit mitenthalten. Bezüglich Erledigung der Haushaltsarbeiten könne aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden, da sich die Versicherte dabei die Zeit selber einteilen könne.
5.1.3 Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Dres. B._ und C._ zum Schluss, dass aus gemeinsamer bidisziplinärer Sicht die Ausführungen im neurologischen  uneingeschränkt zu übernehmen seien.
5.2 Das bidisziplinäre Gutachten vom 16./25. September 2015 erfüllt die  Anforderungen an ein im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten  von externen Spezialärztinnen und -ärzten. Die Gutachter untersuchten die Versicherte  und umfassend, sie gingen in ihren ausführlichen Fachgutachten einlässlich auf deren Beschwerden ein, sie setzten sich mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinander und vermittelten so ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand der  (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Diese vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts ist nicht zu beanstanden und wird auch von der Versicherten zu Recht nicht bestritten.
5.3 Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob auf den Haushaltsbericht der IV-Stelle vom 3. Februar 2016 abgestellt werden kann.
5.3.1 Die IV-Stelle qualifizierte die Beschwerdeführerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 3. Februar 2016 als eine zu 100% im Aufgabenbereich tätige Hausfrau. Gestützt auf ihre Abklärung vor Ort sei die Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich zu 21.25% eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies und wendet zusammenfassend ein, dass die  im Abklärungsbericht vom 3. Februar 2016 nicht überzeugen würden.
5.3.2 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten Person - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V
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352 E. 3a mit Hinweis) - sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden  und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle  Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im  enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt , sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem  im Gesundheitsfall betrifft (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2006, I 236/06, E. 3.2 mit Hinweisen).
5.3.3 Vorliegend wurde der Abklärungsbericht vom 3. Februar 2016 zwar von einem  Mitarbeiter verfasst, der Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen hatte und der auch Bezug nahm auf die aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden  und Behinderungen. Insoweit wurden die rechtsprechungsgemässen Vorgaben an den Beweiswert eines Abklärungsberichts grundsätzlich erfüllt. Aufgrund der Formulierungen unter Ziffer 1 des Berichts ist jedoch unklar, ob die Abklärungsergebnisse im Beisein der  erhoben wurden. So habe die Beschwerdeführerin beim Eintreffen der  im Bett gelegen und der Mitarbeiter habe mit Blick auf die kürzlich durchgeführten Abklärungen betreffend die Hilflosigkeit, die medizinischen Berichte, die sprachlichen Probleme und die Situation vor Ort keinen Informationsgewinn gesehen, wenn er die Versicherte genötigt hätte aufzustehen. Demnach ist davon auszugehen, dass die Abklärung einzig im Beisein des Ehemannes der Beschwerdeführerin durchgeführt wurde. Die IV-Stelle hat weiter auf die  des Formulars betreffend die Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall verzichtet und das  Verhalten der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall nur im Rahmen der  angesprochen. Sie ging ohne weiteres und entgegen den klaren Aussagen der Beschwerdeführerin davon aus, dass diese auch ohne Gesundheitsschaden als Hausfrau tätig wäre. Dieses Vorgehen geht in Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den  für die Beurteilung der Leistungsansprüche zukommt, nicht an. Zudem stützte sich die IV-Stelle in erster Linie auf den Bericht vom 28. Mai 2014 ab, weshalb nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Sachverhalt, wie er sich im Rahmen der Abklärung vor Ort am 19. Januar 2016 tatsächlich darstellte, wiedergegeben wurde. Damit ergeben sich erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des Haushaltsberichts vom 3. Februar 2016, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.
6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die angefochtene Verfügung vom 20. Juli 2016 aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Diese wird die Frage der anwendbaren Methode zu prüfen und gegebenenfalls eine Abklärung vor Ort im Beisein der Beschwerdeführerin durchzuführen sowie die Aktenlage entsprechend zu ergän-
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zen haben. Anschliessend wird sie über den Leistungsanspruch der Versicherten neu zu  haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.
7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist  auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm  Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der  und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in  Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen).
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die  von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die  werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in  Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als  Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine  zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der  hat in seiner Honorarnote vom 12. Dezember 2016 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 5,5 Stunden ausgewiesen, was sich als angemessen erweist. Nicht zu  sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 32.50. Der  ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'520.10 (5,5 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 32.50 und 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der  zuzusprechen.
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht  gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete  sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über  (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen  anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid  und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges  ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen  handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen , mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).
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Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen  an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende  erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.
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