Decision ID: 930dcc06-48e2-5396-93a0-f2d8d6849b17
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ war vom 16. April 2015 bis 31. August 2018 bei der B._ angestellt
(act. G5.1/144 i.V.m act. G5.1/127 f.). Die Arbeitgeberin teilte dem Versicherten mit
Schreiben vom 25. September 2018 mit, sie könne ihm die Löhne für den Juli und
August 2018 sowie die Überstunden und das Ferienguthaben nicht auszahlen, da sie
sich in einer sehr schlechten finanziellen Situation befinde (act. G5.1/134). Nachdem
die Arbeitgeberin ihren Sitz an die C._ in D._verlegt hatte, wurde hier am
12. Februar 2019 der Konkurs über sie eröffnet (vgl. act. G5.1/135).
A.a.
Mit Schreiben vom 19. März 2019 beantragte A._, vertreten durch TCL Treuhand
& Versicherungen AG, Zürich, bei der Kantonalen Arbeitslosenkasse St. Gallen
(nachfolgend: Kasse) Insolvenzentschädigung für die offen gebliebenen Monatslöhne
Juli und August 2018 von je Fr. 4'430-- brutto, zuzüglich Anteil 13. Monatslohn, sowie
für Forderungen betreffend Ferienentschädigung und Überstundenvergütung Mai bis
August 2018 (act. G5.1/148 f. und act. G5.1/129 f.).
A.b.
Am 22. März 2019 forderte die Kasse den Versicherten auf, weitere Unterlagen
einzureichen (act. G5.1/150). Am 1. April 2019 gab sie ihm unter Androhung der
Säumnisfolgen Gelegenheit, die ausstehenden Akten bis 15. April 2019 nachzureichen
(act. G5.1/125).
A.c.
Mit Verfügung vom 26. April 2019 lehnte die Kasse den Antrag auf
Insolvenzentschädigung vom 19. März 2019 ab, da der Versicherte trotz mehrfacher
Aufforderung Unterlagen, welche zur Überprüfung des Lohnflusses erforderlich
gewesen wären, nicht eingereicht habe (act. G5.1/74 ff.).
A.d.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 21. Mai 2019 Einsprache
(act. G5.1/69). Mit Schreiben vom 21. Juni 2019 forderte die Kasse den Versicherten
A.e.
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B.
zur abschliessenden Beurteilung seiner Einsprache noch einmal auf, die fehlenden
Belege einzureichen (act. G5.1/73).
Mit Entscheid vom 18. Juli 2019 hiess die Kasse die Einsprache teilweise gut und
leistete für Juli und August 2018 Insolvenzentschädigung von netto Fr. 1'845.-- pro
Monat inkl. Anteil 13. Monatslohn. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab, da ein
weitergehender Lohnfluss nicht belegt worden sei (act. G5.1/51 ff.).
A.f.
Gegen diesen Entscheid erhob A._ am 6. August 2019 (Postaufgabe)
Beschwerde. Er beantragt, der Einspracheentscheid vom 18. Juli 2019 sei aufzuheben.
Es sei festzustellen, dass die Kasse ihm für die Monate Juli und August 2018 einen
Bruttomonatslohn von Fr. 4'430.-- (zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 369.--), und
für die Monate Mai bis August 2018 ein Ferienguthaben von total Fr. 1'228.60 zu leisten
habe. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kasse. Gemäss den
eingereichten Bankbelegen habe ihm seine ehemalige Arbeitgeberin monatlich einen
Nettolohn von Fr. 1'845.-- entrichtet. Vom übrigen Lohn habe sie ihm monatlich die
Wohnungsmiete von Fr. 821.-- bezahlt und den Restbetrag infolge seiner
Lohnpfändung an das Betreibungsamt E._ geleistet. Des Weiteren sei ihm sein
Ferienguthaben für die Monate Mai bis August 2018 von total Fr. 1'228.60 nicht
ausbezahlt worden (act. G1).
B.a.
Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2019 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abschreibung der Beschwerde. Da die zur Berechnung der
Insolvenzentschädigung benötigten Unterlagen mit der Beschwerde an das
Versicherungsgericht eingereicht worden seien, habe sie den Anspruch gewähren und
die Insolvenzentschädigung neu berechnen können. Es werde darum ersucht, die
verspätete Einreichung der Unterlagen bei der Kostenverteilung zu berücksichtigen
(act. G5).
B.b.
Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin am 20. September
2019 eine neue Verfügung erlassen hat, mit der sie dem Beschwerdeführer eine
Insolvenzentschädigung in der Höhe von zwei Monatslöhnen à Fr. 4'430.-- brutto
(zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von je Fr. 369.--) zugesprochen hat, während sie eine
B.c.
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Erwägungen
1.
Insolvenzentschädigung für Ferienentschädigung unter Berufung auf die
Bundesgerichtspraxis gemäss BGE 137 V 96 ablehnte (act. G5.1/41 ff.). In Ergänzung
zur Beschwerdeantwort übermittelte die Beschwerdegegnerin dem Gericht am
7. Oktober 2019 die Abrechnung über die Schlusszahlung an den Beschwerdeführer
und über die Zahlung an das Betreibungsamt Zürich (act. G6).
Mit Schreiben vom 24. Oktober 2019 teilte die Verfahrensleitung dem
Beschwerdeführer mit, hinsichtlich der Insolvenzentschädigung für die Monatslöhne
Juli und August 2018 könne die Beschwerde zufolge Gegenstandslosigkeit
abgeschrieben werden, während bezüglich der abgelehnten Insolvenzentschädigung
für das geltend gemachte Ferienguthaben die Beschwerde zu beurteilen sei. Der
Beschwerdeführer erhalte Gelegenheit, sich zur streitigen Frage der
Insolvenzentschädigung für Ferienentschädigung zu äussern. Der Beschwerdeführer
liess sich in der Folge nicht vernehmen (act. G7 und G8).
B.d.
Beitragspflichtige Arbeitnehmende von Arbeitgeberinnen, die in der Schweiz der
Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmende beschäftigen,
haben Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn gegen ihre Arbeitgeberin der
Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen
(Art. 51 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]). Die
Insolvenzentschädigung deckt die Lohnforderungen für höchstens die letzten vier
Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag
nach Art. 3 Abs. 2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen (Art. 52 Abs. 1
AVIG).
1.1.
Vorliegend sind die Voraussetzungen für eine Insolvenzentschädigung
grundsätzlich gegeben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer denn
auch im Laufe des vorliegenden Beschwerdeverfahrens eine Insolvenzentschädigung
für die Monatslöhne Juli und August 2018 (zuzüglich anteilsmässiger 13. Monatslohn)
in der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Höhe zugesprochen (vgl. hierzu
act. G5 bis G7). Insoweit ist das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden und
kann abgeschrieben werden.
1.2.
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2.
Hingegen hat die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Insolvenzentschädigung für
die nicht ausbezahlte Ferienentschädigung betreffend die Monate Mai bis August 2018
abgelehnt. Es ist daher zu prüfen, ob der Beschwerdeführer für nicht bezogene Ferien
Deckung über die Insolvenzentschädigung beanspruchen kann.
1.3.
Arbeitnehmende haben Anspruch auf mindestens vier Wochen Ferien pro Jahr. Für
ein unvollständiges Dienstjahr sind Ferien entsprechend der Dauer des
Arbeitsverhältnisses im betreffenden Dienstjahr zu gewähren (Art. 329a Abs. 1 und
Abs. 3 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht; OR; SR 220]). Während dieser
arbeitsfreien Zeit haben die Arbeitnehmenden Anspruch auf den gesamten auf diese
Ferienzeit entfallenden Lohn sowie eine angemessene Entschädigung für ausfallenden
Naturallohn (Art. 329d Abs. 1 OR). Damit der Erholungszweck der Ferien erreicht
werden kann, dürfen die Ferien während der Dauer des Arbeitsverhältnisses nicht
durch Geldleistungen oder andere Vergünstigungen abgegolten werden (vgl. Art. 329d
Abs. 2 OR). Das Abgeltungsverbot gehört zu den absolut zwingenden, die
Bestimmungen über den Ferienlohn zu den relativ zwingenden Vorschriften des
Arbeitsvertragsrechts (Art. 361 und 362 OR). Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung kann der Ferienlohn bei unregelmässigem Beschäftigungsgrad oder
unregelmässiger Entlöhnung laufend mit dem Lohn ausgerichtet werden, wenn in den
jeweiligen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil
festgehalten wird (BGE 129 III 493 E. 3.3 S. 496; BGE 137 V 96 E. 6.3.1 S. 101 f.).
2.1.
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind nicht bezogene Ferien auszuzahlen.
Ein Entschädigungsanspruch für nicht bezogene Ferien kann damit erst entstehen,
wenn diese nicht mehr in natura gewährt werden können. Erst in diesem Zeitpunkt
steht fest, ob der arbeitnehmenden Person überhaupt ein Abgeltungsanspruch zusteht,
und wird die Ferienforderung aufgrund ihres Entgeltcharakters durch eine reine
Geldforderung ersetzt (BGE 131 III 451 E. 2.2 S. 454; vgl. auch Ullin Streiff/Adrian von
Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR,
7. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2012, Art. 329d N 8). Sozialversicherungsrechtlich wird
die Abgeltung des Ferienanspruchs als massgebender Lohn im Sinne der AHV-
Gesetzgebung behandelt. Damit unterliegt die Abgeltung der entsprechenden
sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht wie eine gewöhnliche Lohnzahlung (vgl.
Art. 7 lit. o der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR
831.101]).
2.2.
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3.
Das Bundesgericht hat in BGE 137 V 96 E. 6.4 S. 102 festgehalten,
Ferienentschädigungen von im Monatslohn angestellten Personen, welche keine
Ferienlohnzuschläge erhalten hätten, seien nicht von der Insolvenzentschädigung
gedeckt. Gemäss diesem Entscheid ist ein Lohnbestandteil von der
Insolvenzentschädigung nur gedeckt, wenn die versicherte Person für den von Art. 52
Abs. 1 AVIG vorgeschriebenen Zeitraum unter Annahme eines fortbestehenden
Arbeitsverhältnisses und einer zahlungsfähigen Arbeitgeberin berechtigte Aussichten
auf dessen Auszahlung hätte haben können. Im Monatslohn angestellte Personen
könnten bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis keine Abgeltung der Ferien durch
Geldleistung erwarten. Personen, welche während bestehendem Arbeitsverhältnis mit
ihrem Lohn zusätzlich eine Ferienabgeltung beziehen würden, hätten demgegenüber
mit den monatlich ausgerichteten Zuschlägen gerechnet. Nachdem das Bundesgericht
in BGE 137 V 96 darauf hinwies, die frühere Rechtsprechung sei teilweise
widersprüchlich und habe sich nicht vertieft mit der Problematik auseinandergesetzt,
bezweckte es offensichtlich eine Klärung und Vereinheitlichung der Rechtsanwendung.
Gleichzeitig hielt es fest, auf die Verwaltungsweisungen, namentlich auf die AVIG-
Praxis IE, könne nicht abgestellt werden, soweit sich daraus etwas Abweichendes
ergebe (vgl. zum Ganzen BGE 137 V 96 E. 6.2 ff. S. 100 ff.).
3.1.
In der Lehre wurde Kritik an diesem Grundsatzentscheid geäussert, welche
wiederum in der Rechtsprechung Erwähnung fand (siehe Thomas Gächter, Keine
Insolvenzentschädigung für nicht bezogene Ferien und geleistete Überstunden?;
Gedanken an einer Schnittstelle von Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, in:
Festschrift zur Emeritierung von Jean-Fritz Stöckli, Zürich 2014, S. 211 ff.; vgl.
Entscheid des Bundesgerichts 8C_749/2016 vom 22. November 2017 E. 3.2). So
wurde ausgeführt, das vom Bundesgericht in BGE 137 V 96 neu geschaffene
Eingrenzungskriterium der Lohnsumme, mit der die versicherte Person in den letzten
vier Monaten des Arbeitsverhältnisses vor Eröffnung des Konkurses habe rechnen
können, ergebe sich weder aus den Gesetzesmaterialien noch aus der bisherigen
Praxis. Eine an den Erwartungen der versicherten Person ausgerichtete
Betrachtungsweise scheine atypisch. Auch arbeitsrechtlich fänden sich keine
Anhaltspunkte für die vom Bundesgericht getroffenen Unterscheidungen: Sowohl Pro-
rata-Anteile des 13. Monatslohns wie auch Pro-rata-Ferienansprüche seien geldwert
und bereits erworben. (Gächter, a.a.O., S. 227 f.). Das Bundesgericht behandle im
Zusammenhang mit der Insolvenzentschädigung die Vergütung von nicht bezogenen
Mehrstunden, die Ferienentschädigung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und
3.2.
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4.
Trotz der vorerwähnten Punkte ist festzuhalten, dass das Bundesgericht mit BGE 137 V
96 einen Grundsatzentscheid fällen und die uneinheitliche Praxis harmonisieren wollte.
Auch das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in verschiedenen
Entscheiden auf die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 96 abgestellt (vgl. etwa AVI
2016/37 E. 2.2; AVI 2016/51 E.1.1 und AVI 2014/41 E. 4.2). Vorliegend besteht keine
hinreichende Veranlassung, von der vom Bundesgericht in BGE 137 V 96 eingeführten
Rechtsprechung abzuweichen. Der Beschwerdeführer hat sich zu seinem Antrag auf
mit dem Lohn ausbezahlte Ferienentschädigungen ungleich, obschon das Gesetz diese
drei Ansprüche im Zusammenhang mit dem anrechenbaren Arbeitsausfall gemäss
Art. 11 Abs. 4 AVIG) explizit gleich behandle. Für die Argumentation des
Bundesgerichts spreche aber immerhin die Einfachheit und Praktikabilität dieser
Lösung (Gächter, a.a.O., S. 229 ff.).
Nussbaumer und Kupfer Bucher stellen ohne weitere Kommentierung auf BGE 137
V 96 ab (vgl. Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in SBVR, Bd. XIV, 3. Aufl.
2016, S. 2452 f. Rz 620, mit Verweis auf Fn. 1389; Barbara Kupfer Bucher,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl. 2019, S. 324).
3.3.
Demgegenüber wird in der aktuellen AVIG-Praxis zur Insolvenzentschädigung (IE)
weiterhin ohne Differenzierung in Entlohnung mit Ferienzuschlag oder pauschale
Abgeltung der Arbeit mit Monatslohn von einer Entschädigung auch für nicht bezogene
Ferien ausgegangen, wobei geltend gemachte Lohnansprüche aus nicht bezogenen
Ferien grundsätzlich mit einer Zeiterfassung zu belegen seien (AVIG-Praxis IE/B15 f.
und C1).
3.4.
Hinzu kommt, dass gemäss dem vom Bundesgericht im Entscheid 8C_749/2016
vom 22. November 2017 E. 3.4 und E. 3.5.1 zitierten Übereinkommen der
internationalen Arbeitsorganisation Nr. 173 über den Schutz der Forderungen der
Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers, für die Schweiz in Kraft seit
16. Juni 1996 (SR 0.822.727.3), Forderungen hinsichtlich bezahlten Urlaubs zu den
durch eine Garantieeinrichtung (in der Schweiz die Insolvenzentschädigung)
geschützten Forderungen gehören (Art. 12 lit. b des Abkommens; vgl. dazu auch
Botschaft des Bundesrates vom 11. Mai 1994 betreffend Bundesbeschluss zum
genannten Übereinkommens, BBl 1994 III 481, 484). Wie sich die fehlende Deckung
des Anspruchs auf eine Entschädigung für nicht bezogene Ferien bei im Monatslohn
Beschäftigten zum genannten Abkommen verhält, ist vom Bundesgericht in BGE 137 V
96 nicht geprüft worden.
3.5.
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Insolvenzentschädigung für nicht bezogene Ferien im Beschwerdeverfahren – trotz
ausdrücklich eingeräumter Frist zur Stellungnahme (vgl. act. G 7) – nicht weiter
vernehmen lassen. Es ist im vorliegenden Fall keine Insolvenzentschädigung für
Ferienentschädigung zuzusprechen, und der angefochtene Einspracheentscheid ist zu
bestätigen.