Decision ID: ffea085d-1ff0-432e-a092-618ea3398bd0
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B._ AG als Tennislehrer angestellt
und dadurch bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (nachfolgend: ÖKK)
gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 22. Juni 2017 liess er durch seine
Arbeitgeberin melden, es habe ihm am 1. Januar 2017 beim Skifahren auf einer
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hügeligen Piste einen Schlag auf den Fuss gegeben. Er habe im Anschluss mit der
Bahn ins Dorf hinunterfahren müssen (act. G 3.3-1).
A.b Die Erstbehandlung war durch Dr. med. C._, Allgemeine Medizin FMH, erfolgt
(act. G 3.3-1; eine entsprechende Dokumentation fehlt in den Akten). Am 2. Mai 2017
hatte ausserdem eine spezialärztliche Untersuchung durch Dr. med. D._, Facharzt
FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
stattgefunden. Dieser hatte im Untersuchungsbericht vom 5. Mai 2017 folgende
Diagnosen gestellt: Fuss links: Beginnende Arthrose MTP I mit/bei vermehrter
Belastung bei funktionellem Hallux rigidus und Status nach Achillessehnennaht am 29.
August 2016; OSG links: Verdacht auf anterolaterales Impingement. Beurteilend hatte
Dr. D._ festgehalten, dass die Beschwerden im OSG am ehesten einer
Impingementproblematik im anterolateralen Gelenkrezessus entsprechen würden (act.
G 3.3-4). Am 9. Mai 2017 war beim Versicherten eine MRI-Untersuchung des Mittel-
und Rückfusses links durch Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für medizinische
Radiologie/Radiodiagnostik, Radiologie F._ in G._, vorgenommen worden (act. G
3.3-3). Anlässlich einer nochmaligen Untersuchung vom 16. Mai 2017 hatte Dr. D._
als Befunde eine Druckdolenz im Bereich des ventralen Gelenksrezessus lateral und
deutlicher nun anteromedial erhoben. Im Untersuchungsbericht vom 23. Mai 2017
hatte er beurteilend festgehalten, dass die MRI-Untersuchung die
Impingementkonstellation einerseits lateral mit einer abgelaufenen Bandläsion sowie
medial im Sinne eines ossären Impingement bestätigt habe. Nachdem keine frische
Bandverletzung vorliege, dürfte es anlässlich des axialen Traumas im Januar zu einer
Traumatisierung insbesondere medial gekommen sein. Entsprechend hatte Dr. D._
die Diagnose "OSG links: Anteromediales und anterolaterales Impingement" gestellt
(act. G 3.3-5).
A.c Nach Vorlage des Schadenfalls bei ihrem Vertrauensarzt Dr. med. H._ (act. G
3.3-6) teilte die ÖKK dem Versicherten mit Schreiben vom 14. Juli 2017 mit, dass den
gemeldeten Beschwerden am linken Fussgelenk weder ein Unfall noch eine
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unfallähnliche Körperschädigung zugrunde liege. Selbst bei Annahme eines
Unfallereignisses würde mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
kein Kausalzusammenhang zwischen den Fussgelenksbeschwerden und dem Ereignis
vom 1. Januar 2017 bestehen. Ein Leistungsanspruch aus der Unfallversicherung
müsse demzufolge abgelehnt werden (act. 3.3-7). Mit E-Mail vom 25. Juli 2017
ersuchte der Versicherte die ÖKK um eine einsprachefähige Verfügung (act. 3.3-8). Am
2. August 2017 nahm Dr. H._ nochmals eine versicherungsmedizinische Beurteilung
vor (act. G 3.3-11), worauf die ÖKK am 9. August 2017 verfügungsweise an ihrer
Leistungsablehnung vom 14. Juli 2017 festhielt (act. G 3.3-12).
B.
Die vom Versicherten gegen diese Verfügung am 7. September 2017 erhobene
Einsprache (act. G 3.3-14) wies die ÖKK mit Entscheid vom 18. Oktober 2017 ab (act.
G 3.3-16).
C.
C.a Mit Eingabe vom 17. November 2017 erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) gegen den Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2017
Beschwerde mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben und das Ereignis vom 1. Januar
2017 als Unfall zu taxieren und zu behandeln (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2017 beantragte die ÖKK
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. M. Schmid,
Chur, Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 5).
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Erwägungen
1.
1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrecht (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Damit ein Ereignis als Unfall angesehen
werden kann, müssen notwendigerweise alle Begriffsmerkmale der Definition dieses
Unfallbegriffs vorliegen.
1.2 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab -
nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich
und üblich ist. Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der
Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen
selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist insoweit, dass der
äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 134
V 76 ff. E. 4.1 und 4.3.1).
1.3 Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren
Faktors in einer unkoordinierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen
körperlichen Anstrengung bestehen (BGE 130 V 118 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b mit
Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 13. Dezember
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2002, U 65/02, E. 1.2; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2; ALFRED MAURER,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.). Bei
unkoordinierten Bewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren
Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand
den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" unterbricht
oder stört. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere
Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und
Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein
ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 118 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Von einer
programmwidrigen Störung der körperlichen Bewegung ist beispielsweise dann
auszugehen, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder sich an einem
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige
Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht (MAURER, a.a.O., S. 176 f.;
ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, 40). Wo sich die Schädigung auf
das Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von
Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb
eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, muss die unkoordinierte
Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung indessen unter besonders
sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b).
1.4 Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der
Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118
E. 2.2 mit Hinweis). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn
dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV
1992 Nr. U 156 S. 258). Wenn sich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko
einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist
auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der
Ausführung sich aber noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U
502 S. 185 E. 4.4).
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1.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien
tragen eine Beweislast aber insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte
ableiten wollte. Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht
(BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).
1.6 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall
gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über
das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht
werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die
Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen
(vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteile des EVG vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2,
und 15. September 2004, U 234/04). Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche
Angaben zum Geschehensablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der
Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streitfall darf zudem berücksichtigt werden,
dass die "Aussagen der ersten Stunde" der versicherten Person erfahrungsgemäss
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder
unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art
beeinflusst sein können (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1 mit
Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008,
8C_827/2007, E. 5.2). Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob
die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des
äusseren Faktors, gegeben sind. Spricht der rechtserhebliche Sachverhalt nicht
wenigstens mit Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen der einzelnen Begriffsmerkmale -
die blosse Möglichkeit genügt, wie bereits erwähnt, nicht -, ist ein Unfall im
Rechtssinne zu verneinen (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1
mit zahlreichen Hinweisen).
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2.
Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob es sich beim Ereignis vom 1. Januar 2017 um
einen Unfall im Rechtssinne gehandelt hat. Während der Beschwerdeführer von einem
solchen ausgeht, vertritt die Beschwerdegegnerin die Ansicht, es liege kein
Unfallereignis vor.
3.
3.1 Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG der Arbeitgeberin vom 22. Juni 2017 hat es
dem Beschwerdeführer am 1. Januar 2017 beim Skifahren auf einer hügeligen Piste
einen Schlag auf den Fuss gegeben, worauf er diesen einige Zeit kaum mehr habe
schmerzfrei bewegen können. Er habe im Anschluss mit der Bahn ins Dorf
hinunterfahren müssen (act. G 3.3-1). Am 8. Mai 2017 hatte der Beschwerdeführer in
einer E-Mail an die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 1. Januar 2017 gleich
geschildert und angefügt, dass er seither Probleme mit dem OSG habe (act. G 3.3-2).
In den Untersuchungsberichten von Dr. D._ ist sodann in Übereinstimmung mit der
vorgenannten Ereignisschilderung ein axiales Trauma im Skischuh vermerkt (act. G
3.3-4 f.). In der Einsprache vom 7. September 2017 fügte der Beschwerdeführer an, er
habe dank seiner Geschicktheit einen Sturz auf einem Ski auffangen und mehr oder
weniger sicher abbremsen können (act. G 3.3-14). Die Beschwerdegegnerin erhebt
gegen den Ereignishergang an sich keine Einwendungen. Das geschilderte Geschehen
erscheint glaubwürdig und es kann darauf abgestellt werden. Insofern ist auch keine
Zeugenbefragung angezeigt.
3.2 Umstritten ist indessen, ob der beschriebene Vorfall das Kriterium der
Ungewöhnlichkeit erfüllt. Wie in Erwägung 1.3 ausgeführt, kann der ungewöhnliche
äussere Faktor in einer unkoordinierten Bewegung, d.h. in einer programmwidrigen
Störung der körperlichen Bewegung bestehen.
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3.2.1 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors wurde bei einem
Skifahrer im Sinne eines Grenzfalls bejaht, der im buckligen Gelände auf einer vereisten
Stelle ausglitt und danach - ohne zu stürzen - unkontrolliert auf den Boden aufschlug
(RKUV 1999 Nr. U 345 S. 420 ff.). Als Programmwidrigkeit wurde in jenem Urteil das
Ausgleiten auf der vereisten Stelle, das sich daraus ergebende unkontrollierte Anfahren
eines Buckels, das Abgehoben werden bei verdrehter Oberkörperhaltung und das harte
Aufschlagen gesehen (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 424 f. E. 4). Dieses Urteil ist für den hier
zu beurteilenden Fall nicht richtungsweisend, weil ihm ein wesentlich anderer
Sachverhalt zu Grunde liegt. Die beiden Sachverhalte unterscheiden sich insofern
wesentlich voneinander, als das hier zu beurteilende Geschehen keinen solchen in
RKUV 1999 Nr. U 345 S. 424 f. E. 4 beschriebenen, aus verschiedenen Teilphasen
bestehenden speziellen Verlauf genommen hat, welcher als ungewöhnlich qualifiziert
wurde. Im vorliegenden Fall sind lediglich ein Hinunterfahren auf einer zwar hügeligen,
ansonsten jedoch offenbar nicht schlecht präparierten Piste und ein Schlag auf den
Fuss beschrieben. Es wird nichts ausgeführt, was darauf hinweisen würde, dass der
Bewegungsablauf zusätzlich durch eine unwillkürliche oder unkoordinierte Bewegung
gestört und wodurch die Muskulatur, der Knochenbau und die Gelenke des
Beschwerdeführers übermässig beansprucht worden wären. Das blosse Auffangen
eines Sturzes beim Skifahren kann noch nicht als reflexartige und unkoordinierte
Abwehrbewegung gesehen werden, welche im Sinn der Rechtsprechung eine
Programmwidrigkeit darzustellen vermag. Es ist als ein beim Skisport übliches
Vorkommnis zu betrachten. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer laut eigenen
Angaben ein geübter Skifahrer mit koordinativen Fähigkeiten ist (vgl. act. G 3.3-8, G
3.3-14.2). Das Mass an Unüblichkeit, das beim Skifahren erreicht sein muss, um von
einer Programmwidrigkeit auszugehen, verwirklicht sich erst, wenn nicht mehr
alltägliche Verhältnisse auftreten. Selbst auf präparierten Pisten gehören Unebenheiten,
kleinere Mulden und Hügel sowie Schneeansammlungen zum skifahrerischen Alltag
und demzufolge müssen solche Widrigkeiten einkalkuliert werden. Das unbeabsichtigte
Einfahren in eine Pistenunebenheit bzw. in hügeliges Gelände ohne dass es zu einer
unkoordinierten Bewegung oder zum Sturz kommt, vermag noch keinen
ungewöhnlichen äusseren Faktor darzustellen. Dass sich im konkreten Fall auf der
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Skipiste ein aussergewöhnliches Hindernis befunden hätte, womit beim Befahren nicht
gerechnet werden musste, wird vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht.
3.2.2 Auch Schläge auf den menschlichen Körper, insbesondere auf den Fuss,
übersteigen das im Rahmen des Skifahrens Übliche nicht. Wenn es beim Skifahren zu
einer physikalischen Kraft bzw. einer kompressiven Einwirkung auf den Körper kommt,
ist darin nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Gerade beim Skifahren sind zufolge der
Topographie und der Geschwindigkeit insbesondere bei geübten Skifahrern auf den
Körper wirkende Kräfte im Sinn von Schlägen, Stössen und Kompressionen ein
bekanntes Phänomen, die das im Rahmen dieser Sportart Übliche nicht sprengen. Das
höchste Gericht hat in einem vergleichbaren Fall mangels Ungewöhnlichkeit des
äusseren Faktors den Unfallbegriff nicht als erfüllt betrachtet, bei welchem es beim
Skifahren auf einer steilen, buckeligen Piste und Kompression in einer Wellenmulde
zum Auftreten einer Diskushernie gekommen war (nicht veröffentlichtes Urteil des EVG
vom 16. Mai 1991, U 16/91, zitiert in RKUV 1999 Nr. U 345 S. 426 E. 5).
3.3 Nach dem Ausgeführten ist festzustellen, dass das Begriffsmerkmal der
Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors unter Würdigung sämtlicher Umstände und mit
Blick auf die Rechtsprechung im vorliegenden Fall nicht gegeben ist.
4.
4.1 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfüllenden Ereignisses
lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im
Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen
Geschehens in der Regel lediglich die Bedeutung von Indizien zu (vgl. RKUV 1990 Nr.
U 86 S. 51 E. 2).
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4.2
4.2.1 Die medizinischen Akten enthalten keine Hinweise für ein Unfallereignis am 1.
Januar 2017. Dr. D._ diagnostizierte am 23. Mai 2017 gestützt auf das MRI-
Untersuchungsergebnis vom 9. Mai 2017 (vgl. act. G 3.3-3) sowie seine klinische
Untersuchung ein anteromediales und anterolaterales Impingement des OSG links (act.
G 3.3-5). Ein unfallbedingtes Impingement-Syndrom ist zwar nicht ausgeschlossen,
doch kommt es nur als sekundäre Folge einer primären traumatischen Verletzung vor
bzw. bedingt es eine vorausgehende strukturelle Verletzung (vgl. dazu ALFRED M.
DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 725 ff., 975,
1183; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 862; ROCHE
LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 915). Gestützt auf das MRI-
Untersuchungsergebnis stellte Dr. D._ im obgenannten Untersuchungsbericht
nachvollziehbar und überzeugend fest, dass keine frische Bandverletzung vorliege. Im
MRI hatte sich ein ausgedünntes und binnensignalalteriertes sowie vernarbtes
Ligamentum fibulo-talare anterius gezeigt, dieses jedoch resultierend aus einer
früheren bzw. abgelaufenen Bandläsion. Medial erhob Dr. D._ ein ossäres
Impingement. Wie von Dr. H._ in der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 2.
August 2017 (act. G 3.3-11) richtig festgestellt, war beim Beschwerdeführer bereits
anlässlich einer am 24. Mai 2012 durchgeführten MRI-Untersuchung des linken Mittel-
und Rückfusses eine feine subchondrale Fraktur der tibiaseitigen Gelenksfläche im
OSG-Bereich Richtung Malleolus medialis reichend erkennbar gewesen. Diese Läsion
sei damals als subchondrale Stressfraktur gedeutet worden (vgl. act. G 3.3-3). Vor
diesem Hintergrund kam Dr. H._ folgerichtig und überzeugend zum Schluss, dass
weder die beschriebene fibulotalare Bandläsion noch die osteo-artikulären Probleme
mit dem Ereignis vom 1. Januar 2017 etwas zu tun hätten oder die Beschwerden
dadurch richtungsweisend verändert worden seien.
4.2.2 Die Äusserung von Dr. D._ im Untersuchungsbericht vom 23. Mai 2017 (act.
G 3.3-5), es dürfte anlässlich des axialen Traumas im Januar zu einer Traumatisierung
insbesondere medial gekommen sein, lässt ebenfalls nicht den überwiegend
wahrscheinlichen Schluss zu, dass die geklagten OSG-Beschwerden nur durch einen
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Unfall entstanden sein könnten. Der medizinische Begriff des Traumas deckt sich nicht
mit dem (rechtlichen) Unfallbegriff. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine
pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im
Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit und/oder der
Plötzlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar 2000, U 236/98, E. 2d; MAURER,
a.a.O., S. 175 f.; ALFRED BÜHLER, Der Unfallbegriff, in: Alfred Koller [Hrsg.],
Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, St. Gallen 1995, S. 267).
Entsprechend sind auch Schläge nicht in jedem Fall einem Unfall bzw. einer
ungewöhnlichen äusseren Einwirkung gleichzusetzen. Wie in Erwägung 3.2.2 dargelegt,
können beim Skifahren Kräfte im Sinn von Schlägen, Stössen und Kompressionen auf
den Körper wirken, die das im Rahmen dieser Sportart übliche Mass nicht sprengen.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Ereignis vom 1. Januar 2017, welches
beim Beschwerdeführer Beschwerden im Bereich des linken OSG ausgelöst hat, nicht
als Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG gelten kann.
6.
Zu prüfen bleibt, ob eine sogenannte unfallähnliche Körperschädigung vorliegt.
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Unfallversicherung ihre Leistungen auch bei
folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder
Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken
(lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit.
f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Dr. D._ diagnostizierte im
Untersuchungsbericht vom 23. Mai 2017 (act. G 3.3-5) basierend auf dem MRI-
Untersuchungsergebnis von Dr. E._ vom 9. Mai 2017 (act. G 3.3-3) ein
anteromediales und anterolaterales Impingement des OSG links. Eine frische
Bandläsion wurde von Dr. D._ verneint. Eine in Art. 6 Abs. 2 UVG erwähnte
Körperschädigung hat sich der Beschwerdeführer beim Ereignis vom 1. Januar 2017
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demnach nicht zugezogen. In der Rechtsprechung zur Auflistung der unfallähnlichen
Körperschädigungen nach altem Recht (Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die
Unfallversicherung [aUVV; SR 832.202]) wurde wiederholt bestätigt, dass der Auflistung
abschliessender Charakter zukomme (BGE 114 V 302 E. 3d; RKUV 1990 Nr. U 112 S.
374 E. 2b). Dem Gesetzeswortlaut von Art. 6 Abs. 2 UVG und den entsprechenden
Gesetzesmaterialien sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, die darauf schliessen
lassen, dass der Gesetzgeber weitere Gesundheitsschäden darunter subsumiert haben
wollte, sodass auch nach neuem Recht von einer positivrechtlich normierten, aber
abschliessend formulierten Liste ausgegangen werden muss (vgl. SZS 2018, S. 340 f.).
7.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 17. November 2017
unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 18. Oktober 2017 abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).