Decision ID: bec00d6d-9033-5b56-b997-f4292062453d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1963 geborene
X._
wurde am 16. März 2011 zur
Früherfas
sung
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) angemeldet (Urk. 8/2). Am 20. April 2011 stellte sie
unter Hinweis auf Rücken- und Schulterprobleme
ein Gesuch um Leistungen (berufliche Integration, Rente) der IV (Urk. 8/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin beruf
liche, erwerblic
he und medizinische Abklärungen und zog – wiederholt - die Ak
ten
des
Kranken- und Unfallt
aggeldversicherers (Urk. 8/13, Urk. 8/18, Urk. 8/24
, Urk. 8/43
, Urk. 8/61
) bei.
Am 23. August 2011 teilte sie der Versicherten mit, dass aufgrund des aktuellen Gesundheitszustan
des keine beruflichen Einglie
derungsmassnahmen möglich seien (Urk. 8/16). Daraufhin lehnte sie es – in Bestätigung ihres Vorbescheids vom 21. Februar 2013 (Urk. 8/34) – mit Verfü
gung vom 17. April 2013 (Urk. 8/40)
ab, für die Kosten einer Umschulung auf
zukommen, weil das Erfordernis eines dauernden invaliditätsbedingten
Minder
verdienstes
von mindestens 20 % nicht erfüllt sei.
Nach einer Abklärung der beeinträchtigen Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt am 26. September 2013 (vgl. Bericht vom 21. März 2014, Urk. 8/54) liess
sie die Versicherte am 5. Februar 2014 von med.
pract
.
Y._
,
Fachärz
tin
FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Ärztin des
Regional
ärztlichen
Dienstes (RAD) der IV, untersuchen (vgl. Bericht vom 18. Februar 2014,
Urk. 8/53). In der Folge
verfügte sie – nach Durchführung des
Vorbe
scheid
verfahrens
(Urk. 8/58, Urk. 8/64
, Urk. 8/71
)
-
am 13. August 2014 für die Zeit vom 1. Mai bis 30. November 2012 eine (auf einem Invaliditätsgrad von 62 % beruhende)
Dreiviertelsrente
(Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess
X._
am 16. September 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
"1.
Es seien der Vorbescheid der Beschwerdegegnerin vom 21. März 2014 und die Verfügung vom 13. August 2014 aufzuheben.
2.
Es sei der Beschwerdeführerin spätestens ab dem 1. Dezember 2011 der Anspruch auf eine ganze IV-Rente zuzusprechen.
3.
Eventualiter: Es sei ein neutrales, polydisziplinäres Gutachten zu erstel
len.
4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl.
MWSt
) zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die IV-Stelle schloss am 23. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Be
schwerdeantwort, Urk. 7).
Replicando
(Urk. 12) hielt die Beschwerdeführerin am 28. November 2014 an ihren Anträgen fest. Die IV-Stelle teilte am 10. Dezem
ber 2014 ihren Verzicht auf Duplik mit (Urk. 15), was der Beschwerdeführerin
am 11. Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16). Am 26. Januar 2015
reichte die Beschwerdegegnerin dem Ge
richt
ihre
Mitteilung
an die
Be
schwerdefüheririn
vom 26. Januar 2015 (Urk. 19) betreffend Abschluss der
Ein
gliederungsberatung
ein (Urk. 18).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Al
l
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gege
n
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die
Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der un
ent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre
chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht
auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die In
validität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtin
va
lidität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teil
invaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
ri
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei
sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine
möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504
E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ne
r im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
che
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
der
lich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen
).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen
und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom
1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht
ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist
jedoch
anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grundsät
zen für Erwerbs
tätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3
e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne
Ge
sundheitsschaden
voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
denein
kommen
ist nach
Massgabe
der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten
Teilerwerbstätig
keit
festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tat
sächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert
sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu
haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeits
marktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das
Invaliden
einkommen
bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung all
fälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine
ihr zu
mutbare
Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - vom Arzt fest
zu
legende - Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditäts
bemess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willens
entschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für
die Frage, in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
ein
trächtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsa
chen
sind indessen einer
direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusse
ren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch
Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberücksich
tigt wer
den. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom
konkreten Sachverhalt - auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechts
folgen geschlossen worden ist (
vgl.
Ur
teil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom
8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
säch
lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit
Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes
auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne
von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hin
weisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die
Zusprache
der vom 1. Mai bis 30. November 2012 befristeten
Dreiviertelsrente
damit, dass die – als zu 55 % erwerbs- und zu 45 %
im Haushaltsbereich tätig zu qualifizierende
(Urk. 7 S. 1 f.)
– Beschwerdeführe
rin
seit
1. Mai 2011 in der angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig und im Aufgabenbereich zu 15 % eingeschränkt, mithin zu 62 % invalid ge
we
sen
sei (Urk. 2 S. 6 f.)
. Infolge einer Verbesserung ihres Gesundheitszu
standes
sei sie – bei unveränderter Leistungseinbusse im
Haus
haltsbereich
- seit Septem
ber 2012 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit wieder uneingeschränkt arbeitsfähig und weise demnach lediglich noch einen (rentenausschliessenden)
Invaliditäts
grad
von 21 % auf
, so dass ab Dezember 2012 kein Rentenanspruch mehr be
stehe
(Urk. 2 S. 8
, Urk. 7 S. 2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
sie habe bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens zu 100 % gearbeitet und würde dies,
wäre sie gesund, auch weiterhin tun; die IV-Stelle habe den Invaliditätsgrad dem
nach zu Unrecht in Anwendung der gemischten Methode ermittelt
(Urk. 1 S. 7 ff.
und S. 13 f
.
, Urk. 12 S. 4 f.
)
.
Zu beachten sei sodann, dass sie bereits ab dem 16. Dezember 2010 und nicht erst ab Mai 2011 zu 100 % arbeitsunfähig gewe
sen
sei
.
Angesichts der Tatsache, dass sie
sich
am 30. September 2013 noch ein
em
operativen Eing
riff habe unterziehen müssen,
in der Folge bis am 2. Okto
ber 2013 hospitalisiert gewesen sei
,
noch heute in regelmässiger medizi
nischer Behandlung
stehe
und voraussichtlich noch längere Zeit erwerbsunfähig sein werde
,
sei
die Beschwerdegegnerin
fälschlicherweise
von einer ab 18. September 2012 bestehenden 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensan
gepassten
Tätig
keit ausgegangen (Urk. 1 S. 9 f
f
.
, Urk. 12 S. 3
und S. 5
).
Mangels einer Verbesse
rung ihres
Gesundheitszustand
s
habe sie ab Dezember 2011
und noch über Ende November 2012 hinaus
Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 12 ff.
,
Urk. 12 S. 3
).
Daran ändere auch die – nach Absolvierung einer Aus
bildung zur Lymphdrainagen-Therapeutin – zwischenzeitlich aufgenommene se
lbständige Tätigkeit nichts, befinde sich
ihr Einzelunternehmen doch
noch
im Aufbau (Urk. 12 S. 6).
3.
3.1
Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Innere Medizin
, speziell Rheu
ma
tologie,
stellte
am 23. Mai 2011 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (Urk. 8/11 S. 2):
Osteosynthese distaler Radius links am 10. Mai 2011
interartikuläre
distale
Mehrfragmentfraktur
Radius links am 1. Mai 2011
Persistierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Spondylolisthesis
L5/S1
Haltungsinsuffizienz
Funktionsstörung Schulter beidseits
degenerative Veränderungen der
Supraspinatussehnen
beidseits mit Partialruptur
begleitende Bursitis
subacromialis
beidseits
leichte AC-Gelenksarthrosen beidseits
Dr.
Z._
führte aus, d
ie Beschwerdeführerin leide seit Dezember 2010 an persistierenden lumbalen Schmerzen und weise zudem eine Funktionsstörung beider Schultern auf. Seit 16. Dezember 2010 und noch für zwei bis drei Monate sei sie in der zuletzt aus
geübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig
(S. 2 ff.).
3.2
Am 12. August 2011 gab Dr.
Z._
an, es sei eine Schulteroperation rechts vor
gesehen, weshalb die Beschwerdeführerin
noch immer
zu 100 % arbeitsun
fähig sei (Urk. 8/15 S. 5).
3.3
Am 13. Dezember 2011 hielt Dr.
Z._
fest, am 16. November 2011 sei - bei Status nach Osteosynthese distaler Radius links und Versorgung - eine
Osteo
synthesematerialentfernung
erfolgt. Es bestehe nach wie vor eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit (Urk. 8/17 S. 3).
3.4
Die Ärzte der
Klinik A._
, Orthopädie, stellten am 22. Februar 2012 nachstehende Diagnosen (Urk. 8/20 S. 1):
Status nach Schulterarthroskopie,
Rota
torenmanschetten
-Rekonstruktion (
Subscapularis
Oberrand
1 Storz Anker),
subacromiales
Débridement
, la
terale und
anteriore
Acromioplastik
rechts am 6. Januar 2012 bei
Partialruptur der
Rotatorenmanschett
e
(
Supraspinatus
,
Subscapularis
) Schulter beidseits, rechts symptomatischer als links
Es liege eine postoperative Schultersteife vor. Die Beschwerdeführerin sei über den langen Heilungsverlauf informiert worden (S.
1 f.).
3.5
Am 7. August 2012 stellten die Ärzte der
Klinik A._
, Orthopädie, folgende Diagnosen (Urk. 8/25 S. 5):
Postoperative Schultersteife/
Frozen
shoulder
bei
Status nach Schulterarthroskopie,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruk
tion (
Subscapularis
Oberrand
1 Storz Anker),
subacromialem
Débri
dement
, lateraler und
anteriorer
Acromioplastik
rechts am 6. Januar 2012 bei
Partialruptur der
Rotatorenmanschette
(
Supraspinatus
,
Subscapularis
) Schulter beidseits, rechts symptomatischer als links
Die Beschwerdeführerin habe den Termin für die geplante
glenohumerale
Infil
tration krankheitsbedingt absagen müssen; wegen einer im Verlauf eingetrete
nen subjektiven Beschwerdebesserung habe sie dann keinen neuen Termin mehr vereinbart. Sie unterziehe sich einer regelmässigen Physiotherapie; dabei müsse zunehmen
d
– wegen Verspannungen und Haltungsproblemen – auch die Wir
belsäule behandelt werden. Aufgrund der Fehlhaltung habe sie nun gar Be
schwerden im rechten Bein. Sie habe einmal versucht, ihre Arbeit als Wirtin wieder aufzunehmen; wegen Schulterschmerzen sei dies indes nicht gegangen (S. 5). Es sei ihr weiterhin eine Physiotherapie und zudem eine Haushaltshilfe der Spitex verordnet worden, da insbesondere Staubsaugen zu vermehrten und dann persistierenden Schulterschmerzen führe (S. 6).
3.6
Dr.
Z._
stellte am 11. September 2012 nachstehende Diagnosen (Urk. 8/31 S. 2
):
Postoperative Schultersteife/
Frozen
shoulder
bei
Status nach Schulterarthroskopie,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruk
tion, Partialruptur der
Rotatorenmanschette
Funktionsstörung Knie rechts
Mittelgradig lateralbetonte Gonarthrose,
mässiggradig
lateralbetonte
femoropatelläre
Arthrose
Persistierendes leichtes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Spondylolisthesis
L5/S1
Haltungsinsuffizienz
Es sei nach wie vor davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nach Ab
heilen der
Frozen
shoulder
und nach Beruhigung der aktivierten Gonarthrose im rechten Knie wieder in der Lage sein werde, einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit nachzugehen.
3.7
In seinem Bericht zuhanden des Taggeldversicherers vom 15. Oktober 2012 (Urk. 8/61 S. 27) attestierte Dr.
Z._
der Beschwerdeführerin – aufgrund der
Schulterprobleme und der Kniefunktionsstörungen rechts – eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit.
3.
8
Die Ärzte der
Klinik A._
, Orthopädie, hielten i
n ihrem Bericht
vom 15. J
anuar 2013 (Urk. 8/33)
fest, die Beschwerdeführerin habe anlässlich der
Jahreskontrolluntersuchung vom 14. Januar 2013 angegeben, weiterhin zu 50 %
arbeitsunfähig geschrieben zu sein. Die Symptomatik in der rechten Schulter nehme zwar langsam ab, sei jedoch noch immer deutlich vorhanden. Insgesamt
habe sie vom operativen Eingriff profitieren können (S. 1). Die Un
tersuchung hab
e erneut klare Fortschritte gezeigt; die Beweglichkeit habe deut
lich zuge
nom
men, wobei die Innenrotation noch etwas defizitär sei. Die Be
handlung könne
nun abgeschlossen werden. Es sei davon auszugehen, dass sich schritt
weise noch eine wesentliche Verbesserung einstellen werde (S. 2).
3.
9
Dr.
Z._
gab am 14. Mai 2013 an, derzeit stünden die Funktionsstörungen im rechten Knie und auch die belastungsabhängigen Schulterbeschwerden beid
seits, vor allem rechts, bei Status nach Schultereingriff im Vordergrund.
Allen
falls werde sich der Gesundheitszustand noch leicht bessern. Es sei indes davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch in Zukunft nur noch leichte wechselseitige Tätigkeiten ohne Arbeiten über 90°-
Schulterhöhe, ohne
H
eben von Lasten über 5 kg, ohne Kälte- und Nässeexposition, ohne längeres Stehen und ohne kniebelastende Arbeiten ausüben könne (Urk. 8/42).
3.
10
Am 14. Mai 2013 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag ihres
Taggeldversi
cherers
von Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheu
matologie, untersucht. Dieser stellte im Konsiliarbericht vom 17. Mai 2013 fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
8/61 S. 19):
Deutlicher Knorpelschaden im lateralen Kompartiment rechts Kniegelenk mit zusätzlich
Meniskusalterationen
wahrscheinlich
intraossäre
n
Ganglien am
Tibiaplateau
lateralseits
Die Beschwerdeführerin, die vage Angaben sowohl zu ihren Beschwerden als auch zu ihrer bisherigen Tätigkeit gemacht habe, sei als Allrounderin in einer Pizzeria noch zu 50 %
beziehungsweise im aktenkundig früher erfüllten Pensum von 25,2 Stunden
arbeitsfähig.
Eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit, die ab
wechselnd im Sitzen und Stehen durchgeführt werden könne, sei ihr zu 100 % zumutbar. Schulterbeschwerden habe sie weder während der Befragung noch im R
ahmen der Untersuchung erwähnt; Anhaltspunkte für eine entspre
chende Symp
tomatik hätten sich keine gefunden. Im Hinblick auf die – sinnvoll erschei
nende - Aufnahme einer die Knie weniger belastende Tätigkeit habe sie bereits ein Diplom für Lymphdrainage erworben; in ein
er entsprechenden Tätig
keit sei
sie uneingeschränkt arbeitsfähig. Sie habe den Wunsch geäussert, noch weitere
Module (aktuell
Reflexologie
) abzuschliessen; dies begründe indes keine Arbeits
unfähigkeit (S. 20). In Anbetracht der Ganglienbildung sei allenfalls noch eine Knieoperation indiziert (S. 20 f.)
.
3.11
Prof. Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
logie des Bewegungsapparats,
führte am 17. Oktober 2013 – aufgrund einer
Valgusgonarthrose
rechts mit Lappen-Läsion des lateralen
Meniskus-Vor
der
horn
s
am rechten Knie – eine Knie-Arthroskopie rechts mit
anterolateraler
Teilmenis
kektomie
durch (vgl. Operationsbericht, Urk. 8/51).
3.1
2
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer am 5. Februar 2014 durchgeführten Untersu
chung stellte die RAD-Ärztin med.
pract
.
Y._
am 18. Februar 2014 fol
gende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/53 S. 7):
Lateral betonte Gonarthrose rechts
Bewegungseinschränkung beider Schultern, Status nach
Rotatorenman
schetten-Rekonstruktion
rechts
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe der überdies bestehende Status nach distaler Radiusfraktur links (S. 7).
In Anbetracht der Ganglienbildung sei allenfalls
noch
eine Knieoperation indiziert (S. 20 f.).
Seit September 2012 sei die Beschwerdeführerin als Servicekraft beziehungsweise Geschäftsführerin wie
der zu 50 % und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeits
fähig (S. 8).
3.13
Die Ärzte der
Klinik D._
diagnostizierten am 24. April 2014 eine fortgeschrittene
Valgus
-Gonarthrose rechts betont, VAS2-8/10, ICD-10 M17 (Urk. 8/70 S. 1). Gegenüber dem Taggeldversicherer gaben sie an, die Beschwer
deführerin habe sich insgesamt neunmal einer – nun abgeschlossenen -
Spi
ral
dynamik-Einzelbehandlung
unterzogen.
Seit
dem 30. Juni 2012 und
noch bis 30. April 2014 sei sie zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2). Angesichts der ausge
präg
ten Symptomatik sei die Wiederaufnahme der Arbeit im vorherigen Umfang schwer
vorstellbar. Zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sei eine weitere Behandlung beziehungsweise eine chirurgische Intervention indiziert (S. 3).
4.
4.1
4.1.1
Dass die IV-Stelle
von der
lediglich
teilzeitliche
n
Erwerbstätigkeit
der Beschwer
deführerin
im Gesundheitsfall ausging
(Urk. 2), ist nach Lage der Akten nicht zu beanstanden. So
gab ihr Taggeldversicherer
auf der Anmeldung zur
Früherfas
sung
am 16. März 2011 an,
sie
sei seit 1. Januar 2000 im Pensum von 60 % als stellvertretende Geschä
ftsführerin des Gastronomiebetriebes E._
tätig
(Urk. 8/2 S. 1). In Übereinstimmung damit hielt die Beschwerdeführerin
darauf
hin
auf der
Anmeldung zum Leistungsbezug vom 20. April 2011 fest, sie arbeite zu 60 % als Geschäftsführerin (Urk. 8/5 S. 5). Dem Arbeitgeberfragebogen vom 8. Juni 2011 ist sodann zu entnehmen, dass sie vor Eintritt des
Gesundheits
schadens
– bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 45 Stunden – 25 Stunden pro Woche arbeitete (Urk. 8/12 S. 2).
Auf entsprechende Nach
frage der IV-Stelle (Urk. 8/21) gab die Beschwerdeführerin am 19. Juni 2012
an, s
i
e
arbeite – wie ihr Mann
(
der damals Geschäftsführer
des
Gastronomiebetriebes
E._
war
)
schon am Telefon erwähnt habe - seit 1999 im Pensum von 60 % im Restaurant
E._
, da sie auch noch Mutter von zwei Kindern sei (Urk. 8/22).
Gemäss
Schreiben des Taggeldversicherers vom 22. Mai 2013 be
treffend Leistungseinstellung
per
31. Juli 2013
erfüllte die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit ein Pensum von 25,2 Stunden
pro Woche
(Urk. 8/43 S. 2).
An
lässlich des Standortgesprächs vom 6. September 2012 bezifferte sie ihr Pensum
der
zuständigen Mitarbeiterin der IV-Stelle
gegenüber
mit 25 S
tunden pro Wo
che (Urk. 8/28 S. 2
), und au
ch im
Rahmen
der
Haus
halts
abklärung
vom
26. September 2013
gab sie
an,
sie würde
bei guter Gesundheit weiterhin
im Pensum von 55 % arbeiten (Urk. 8/54 S. 3)
.
Die
diesen
-
im Wesentlichen im Einklang ste
henden
-
Aussagen
widersprechenden Angaben
a
nlässlich der
vom
Taggeldversi
cherer
beziehungsweise von der IV
im Hinblick auf eine Überprüfung des (wei
teren) Leistungsanspruchs
veranlassten
Unter
suchun
g
en
durch Dr.
B._
am 14. Mai 2013 (Urk. 8/61 S. 2
0
)
respektive
durch med.
pract
.
Y._
am 5. Februar 2014
(Urk. 8/53 S. 3), gemäss welchen sie stets
vollzeitlich
erwerbs
tätig gewesen
war, erscheinen nicht als glaubhaft
, zu
mal den Aussagen der ersten Stunde praxisgemäss grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen (BGE 121 V 45 E. 2a)
. Daran ändert auch der
vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte und für eine Stelle im Service ei
nes Restaurants im Wochenpensum von
25
Stunden
hohe
Monatslohn
von Fr.
4‘030.--
nichts (Urk.
1 S. 7, Urk. 8/85 S. 1
), wurde dies
es Salär
doch von der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann
selbst festgesetzt.
E
inen abweichenden Schluss
lässt e
benso wenig allein
der
Vermerk „Vollz
eit“ auf den Lohnblättern (Urk.
8/12/9-11) zu, da er durch die dargelegten, unterschriftlich bestätigten An
gaben
ohne
Weiteres
als widerlegt zu betrachten ist.
4.1.2
Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads ist der Erwerbsbereich d
emnach
mit
run
d 56
%
(Pensum von 25 Stunden pro Woche bei
einer
betriebsübliche
n
wö
chent
liche
n
Arbeitszeit von 45 Stunden)
und der
Aufgabenbereich folglich mit 44 % zu werten
(BGE 141 V
15 E. 4.5)
.
4.2
4.2.1
Betreffend die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf das Leistungsvermögen im Erwerbsbereich geht a
us den medizinischen Akten her
vor, dass die Beschwerdeführerin
in der angestammten Tätigkeit
aufgrund von Schulter
- und Rücken
beschwerden schon ab
dem
16. Dezember 2010 und nicht erst ab
dem
1. Mai 2011, al
s sie bei einem Unfall
eine Radiusfraktur links erlitt
,
zu 100 % arbeitsunfähig war
(vgl. insbesondere Urk. 8/11 S. 2
,
Urk. 8
/13 S.
8,
Urk. 8/17 S. 3
, Urk. 8/18 S. 8
und S. 36
).
Nach Eintritt des Gesundheitsschadens
beziehungsweise der Gesundheitsschäden war zunächst
nicht auszuschliessen, das
s
sich
mittels geeigneter
(invasiver)
Behandlungsmassnahmen wieder eine volle Arbeitsfähig
keit in der – körperlich belastenden – angestammten Tätigkeit im
Gastronomie
bereich
erreichen
lasse
.
Nach operativen Eingriffen am 10. Mai
(Osteosynthese distaler Radius links [Urk. 8/11 S. 2]
)
und am 16. November 2011
(
Osteosyn
thesematerialentfernung
[Urk. 8/17 S. 3]) sowie am 6. Januar 2012
(
Schulter
arthroskopie
[Urk. 8/20 S. 1])
erfolgte betreffend die
Beeinträch
ti
gung
en
im Be
reich der oberen Extremitäten
lediglich noch eine konservative Therapie. Am 7. August 2012 berichteten die Ärzte der
Klinik A._
über eine erhebliche Beschwerdebesserung. Während die Radiusverletzung nach Lage der Akten keine Beeinträchtigung mehr zeitigte, bestanden im Bereich der
Schul
tern lediglich noch belastungsabhängige Beschwerden
bei
nur noch
ge
ri
ng
gradig
eingeschränkter
Beweglichkeit
.
Angesichts dieses Heilverlaufs
und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin damals im Hinblick auf eine berufliche Neuorientierung
bereits eine
(zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossene)
Ausbildung zur
Lymph
drainage
-Therapeutin
begonnen hatte (Urk. 8/28 S. 3 f.), ist ohne Weite
res nach
vollziehbar, dass die RAD-Ärztin
med.
pract
.
Y._
– gestützt auf die Er
geb
nisse ihrer fundierten Untersuchung, in Kenntnis der Akten und unter Berück
sichtigung der geklagten Beschwerden –
ab September 2012
von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausging.
Daran ändert die im September 2012 neu aufgetretene rechtsseitige Kniesymptomatik
(Urk. 8/31 S. 2)
nichts. Diese wirkt
e
sich nämlich in einer dem von med.
pract
.
Y._
definierten Anforderungsprofil entsprechenden Verweistätigkeit nicht einschrän
kend auf die Arbeitsfähigkeit aus und erforderte
mit der
arthroskopi
schen
Teil
meniskektomie
am 17. Oktober 2013
(Urk. 8/51)
auch
keine
therape
utischen Massnahmen, welche während längerem zu einem Arbeitsausfall geführt hätten.
Von einer
vollen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
war im Üb
rigen – mit ebenfalls überzeugender Begründung – zuvor schon
Dr.
B._
aus
gegangen
(Urk
.
8/61 S. 20).
Was die
von den
behandelnden
Ärzten
,
auch von Prof. Dr.
C._
,
ver
schiedentlich
– zumeist zuhanden des
Taggeld
versicherers
- noch über Septem
ber 2012 hinaus attestierte 50- beziehungsweise
100%ige Arbeitsunfähigkeit
anbelangt
(Urk. 8/61/1-16, Urk. 8/70)
,
betraf
diese
die angestammte Tätigkeit im Service
in
der von der Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten geführten Pizzeria; diesbezüglich
nahm
indes
auch med.
pract
.
Y._
beziehungsweise die IV-Stelle eine dau
erhafte Leistungseinbusse a
n
.
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf
, dass die Beschwerdeführerin
am 10. September 2014 selbst anerkannte, in einer ihren gesundheitlichen Beein
trächtigungen angemessen Rechnung tragenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig zu sein (Urk. 8/85 S. 1).
Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
davon aus
ging,
dass die Beschwerdeführerin, die zwischenzeitlich das Diplom für
Lymph
drai
nage-Therapie
erlangt und im Hinblick auf die Ausübung dieser Tätigkeit ein
Einzelunternehmen gegründet hat (
Urk. 8/28 S. 3 f.,
Urk. 8/43, Urk. 9), seit Septem
ber 2012 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig
ist
(Urk. 2).
Dass weitere medizinische Abklärungen (Urk. 1 S. 2) zu einem anderen Ergebnis führten, ist nicht anzunehmen, weshalb davon abgese
hen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d mit Hin
weisen).
4.2.2
In Bezug auf
die Leistungsfähigkeit im
Aufgabenbereich legte die zuständige Mitarbeiterin der IV-Stelle
gestützt auf ihre einschlägigen Abklärungen
vor Ort
einleuchtend dar, dass – unter Berücksichtigung der zumutbaren Mitwirkung der
im gleichen Haushalt lebenden Familienangehörigen –
eine
insgesamt 15%
ige E
inschränk
ung bestehe
(Urk. 8/54).
Dies wurde von der Beschwerde
führerin zu Recht nicht in Frage gestellt (Urk. 1, Urk. 12).
4.3
Angesichts der 100%igen Arbeitsunfähigkeit
in jeglicher Tätigkeit
vom 16. Dezem
ber 2010 bis Ende August 2012 hat die Beschwerdeführerin für die
Zeit vom (bereits) 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012
(vgl. Art. 88a Abs. 1
IVV)
Anspruch auf eine – auf einem Invaliditätsgrad von
rund 63 %
(
0,56 x 100 % + 0,44 x 15 %
) beruhende –
Dreiviertelsrente
.
In zeitlicher Hinsicht ist die Beschwerde daher gutzuheissen.
Hinsichtlich des
Invaliditätsgrads in der
Zeit ab 1.
September
2012 beziehungs
weise 1.
Deze
m
ber 2012
berechnete die IV-Stelle
-
ausgehend vom
vor Eintritt des Gesundheitsschadens
im Jahr 2010 erzielten Lohn und unter Berücksichti
gung der bis 2012 eingetretenen Nominallohnentwicklung
–
ein (von der Be
schwerdeführerin zu Recht nicht bestrittenes [Urk. 1])
Valideneinkommen
von Fr.
48‘747.--
(
Urk. 8/75 S. 2,
Urk.
2 S. 7
). Bei der Ermittlung
des
Invalidenein
kommens
ging sie
vom
standardisierten monatlichen Bruttolohn (Zentralwert)
für Frauen im privaten Sektor bei Ausübung
von Beruf- und Fachkenntnisse vor
aussetzenden
Tätigkei
ten (Anforderungsniveau 3
)
im Jahr 2010 aus und ge
langte
so -
unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits
zeit
und der bis 2012 eingetretenen
Nominallohnentwicklung
-
zu einem
Invali
denein
kommen
von Fr.
66‘226.
-- für ein Vollzeitpensum
(Urk. 8/55 S. 2).
An
gesichts des
Beschäftigungsgrads
von 56 % ergibt sich ein Invalidenlohn von
rund
Fr.
37‘087.--.
In Anbetracht des aus dem Vergleich der beiden Einkommen resul
tierenden Invaliditätsgrads von rund
24
% und unter Berücksichtigung ei
ner
seits der Qualifikation der Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall
(wei
terhin)
zu 5
6
% erwerbstätig und andererseits der Einschränkung im
Haushalts
bereich
von
15
% ergibt sich ein -
rentenausschliessender
- Invaliditätsgrad von rund
20
%.
4.4
Demnach
ist die Beschwerde
insoweit
teilweise gutzuhei
ssen, dass
der Be
schwer
deführerin die von der IV-Stelle zu Recht per Ende November 2012 be
fristete
Dreiviertelsrente
bereits ab 1. Dezember 2011 und nicht erst ab 1. Mai 2012 zu
zu
sprechen ist
.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Angesichts des weit
gehenden Unterliegens der Beschwerdeführerin in diesem Verfahren sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 800.-- zu drei Vierteln der Beschwerdeführerin und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.
In Anbetracht ihres teilweisen Obsiegens in diesem Verfahren ist der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
eine re
duzierte Prozessentschädigung zuzusprechen, wobei ein Betrag von Fr.
500
.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) als angemessen erscheint.