Decision ID: 888dd27d-e24b-5335-9e24-d73d18424f2b
Year: 2020
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A._ arbeitete vom 1. Juli 2000 bis am 29. Februar 2012 bei der  Bern. Per 1. März 2012 trat er eine Stelle an im Amt für  und Betreuung (seit 1.8.2016: Amt für Justizvollzug) der - und Militärdirektion des Kantons Bern (heute: Sicherheitsdirektion). Vom 1. April 2011 bis zum 31. Dezember 2013 war er zudem bei der  Fachhochschule angestellt. Im Jahr 2014 teilte das Personalamt des Kantons Bern (PA) A._ mit, dass voraussichtlich im Juni 2015 eine Treueprämie fällig werde. Im Juni 2015 wurde ihm die Prämie von Fr. 6'960.-- ausbezahlt. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2017 teilte das PA A._ mit, ihm sei der erwähnte Betrag irrtümlich ausbezahlt worden und er müsse diesen zurückerstatten; er habe die erforderlichen Dienstjahre beim Kanton Bern noch nicht geleistet. Da A._ mit der Rückforderung nicht einverstanden war, verfügte das PA am 1. März 2018, er habe die ihm im Juni 2015 ausgerichtete Treueprämie im Umfang von Fr. 6'960.-- zurückzuerstatten.
B.
Gegen diese Verfügung erhob A._ am 31. März 2018 Beschwerde bei der Finanzdirektion des Kantons Bern (FIN). Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 13. Mai 2019 ab.
C.
Hiergegen hat A._ am 13. Juni 2019  erhoben mit dem Antrag, der Entscheid der FIN vom 13. Mai 2019 sei aufzuheben und auf die Rückforderung der ihm im Juni 2015  Treueprämie sei zu verzichten. Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2019 beantragt die FIN namens des Kantons Bern, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 23. Juli 2019 hat A._ zur Beschwerdeantwort
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2020, Nr. 100.2019.203U, Seite 3
der FIN Stellung genommen. Die FIN hat sich anschliessend nicht mehr vernehmen lassen.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als  kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des  vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die  ist einzutreten.
1.2 Beschwerden, deren Streitwert Fr. 20ʹ000.-- nicht erreicht,  die Mitglieder des Verwaltungsgerichts als Einzelrichterinnen oder Einzelrichter (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die  der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Umstritten ist die Rückforderung einer Treueprämie von Fr. 6'960.-- (vgl. vorne Bst. A). Der Entscheid fällt damit in die  Zuständigkeit.
1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer ist Fürsprecher und arbeitete vom 1. Juli 2000 bis am 29. Februar 2012 bei der IV-Stelle Bern als ... (Akten PA Beilage 9). Von April 2011 bis Dezember 2013 war er zudem mit einem
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kleinen Pensum bei der Berner Fachhochschule angestellt (Akten PA Beilage 9 f.). Auf den 1. März 2012 wurde der Beschwerdeführer als ... des Amtes für Freiheitsentzug und Betreuung des Kantons Bern angestellt (...). Vor dem Stellenantritt hatte ihm das Amt mit Informationsschreiben vom 29. November 2011 mitgeteilt, er müsse lediglich das ausgefüllte Formular «Persönliches Meldeblatt Kantonspersonal» einreichen, da er bereits beim Kanton angestellt sei (Akten FIN pag. 3).
2.2 Mit undatiertem Brief teilte das PA dem Beschwerdeführer im Jahr 2014 mit, er werde im nächsten Jahr 15 Jahre für den Kanton Bern tätig sein. Sein langjähriges Engagement werde mit einer Treueprämie belohnt, die voraussichtlich im Juni 2015 fällig werde (Akten FIN pag. 4). Zusammen mit dem Lohn für Juni 2015 wurde dem Beschwerdeführer die Treueprämie in der Höhe von Fr. 6'960.-- ausbezahlt (Akten PA Beilage 4).
2.3 Mit Schreiben vom 19. Oktober 2017 erklärte das PA gegenüber dem Beschwerdeführer, ihm sei im Zusammenhang mit der Treueprämie irrtümlicherweise die bei der IV-Stelle geleistete Dienstzeit angerechnet worden. Die IV-Stellen erfüllten Aufgaben des Bundes. Obwohl in  Hinsicht im Wesentlichen die gleichen Bestimmungen gelten würden wie bei der Kantonsverwaltung, sei die IV-Stelle nicht Teil der  Verwaltung. Als Folge des Versehens habe der Beschwerdeführer im Juni 2015 fälschlicherweise eine Treueprämie erhalten, obschon er die erforderlichen Dienstjahre beim Kanton Bern noch nicht geleistet habe. Die korrekte Dienstzeit per 30. September 2017 betrage fünf Jahre und sieben Monate. Mitarbeitende des Kantons erhielten erstmals nach zehn  eine Treueprämie. Das PA sei daher verpflichtet, die zu Unrecht ausgerichtete Treueprämie für 15 Dienstjahre zurückzufordern (Akten PA Beilage 5). Am 29. Oktober 2017 teilte der Beschwerdeführer dem PA mit, er sei mit der Rückforderung der Treueprämie nicht einverstanden ( PA Beilage 6). Er äusserte sich am 30. Januar 2018 nochmals zur  (Akten PA Beilage 14). Am 1. März 2018 verfügte das PA, der  habe die ihm im Juni 2015 ausgerichtete Treueprämie im Umfang von Fr. 6'960.-- zurückzuerstatten (Akten PA Beilage 15).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2020, Nr. 100.2019.203U, Seite 5
3.
3.1 Die Treueprämie ist im Personalgesetz vom 16. September 2004 (PG; BSG 153.01) und in der Personalverordnung vom 18. Mai 2005 (PV; BSG 153.011.1) geregelt. Nach Art. 91 PG haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ausgenommen die Mitglieder des Regierungsrats – Anspruch auf Treueprämien (Abs. 1). Den Umfang der Prämie nach Massgabe der Dauer des Arbeitsverhältnisses regelt der Regierungsrat durch Verordnung (Abs. 2). Die hier interessierenden Ausführungsbestimmungen im  5.2.3 (Treueprämie) der PV lauten wie folgt:
Art. 95 Ausrichtung 1 Die Ausrichtung einer Treueprämie erfolgt erstmals nach zehn
Dienstjahren und danach nach jeweils fünf weiteren geleisteten Dienstjahren. [...].
[...]
Art. 97 Anrechenbare Dienstzeit 1 Als massgebend für die Berechnung der anrechenbaren Dienstzeit
gilt die in der Kantonsverwaltung, im bernischen Kirchendienst, an einer öffentlichen Schule im Kanton Bern, an der Universität, an der Berner Fachhochschule oder an der Pädagogischen Hochschule insgesamt geleistete Dienstzeit.
2 ... 3 Für die vor dem 1. Januar 1997 angerechneten Dienstjahre aus Tä-
tigkeiten bei der Berner Kantonalbank, der Gebäudeversicherung des Kantons Bern, der BEDAG Informatik, der Ausgleichskasse des Kantons Bern, der Bernischen Lehrerversicherungskasse, der  Pensionskasse, der Kantonalen Planungsgruppe sowie bei der IV-Stelle Bern gilt die Besitzstandsgarantie.
[...]
3.2 Die Rückforderung regelt Art. 64 PG. Danach hat die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber zu Unrecht erbrachte finanzielle Leistungen im  mit dem Arbeitsverhältnis zurückzufordern (Abs. 1). Von der Rückforderung ist abzusehen, wenn ein Fehler einer Verwaltungsstelle vorliegt, der von der betroffenen Person nicht hat erkannt werden können, oder wenn die Pflichtigen glaubhaft machen, dass die Rückerstattung eine grosse Härte nach Massgabe des betreibungsrechtlichen  bedeuten würde (Abs. 2).
3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er die Treueprämie im Juni 2015 zu Unrecht erhalten hat (angefochtener Entscheid E. 3; vgl.  Rz. 12). Die beim Kanton Bern (Amt für Freiheitsentzug und Be-
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treuung) geleistete Dienstzeit wird zwar angerechnet (Art. 97 Abs. 1 PV), betrug im erwähnten Zeitpunkt aber erst rund drei Jahre. Die Tätigkeit bei der IV-Stelle Bern wird hingegen nicht angerechnet (Besitzstandsgarantie nur für angerechnete Dienstjahre vor dem 1. Januar 1997; Art. 97 Abs. 3 PV).
4.
4.1 Die FIN hat zusammenfassend erwogen, der Fehler des PA  die Nichtanrechenbarkeit der bei der IV-Stelle geleisteten Dienstzeit sei für den Beschwerdeführer erkennbar gewesen. Mitarbeitenden der  sei es zumutbar, die Personalgesetzgebung mit den  zu kennen; insoweit dürfe ein strenger Massstab  werden. Der Beschwerdeführer sei Fürsprecher und habe die klare Regelung von Art. 97 Abs. 3 PV richtig einordnen und verstehen müssen (angefochtener Entscheid E. 5.3 und 5.4). – Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanzen hätten hinsichtlich der Erkennbarkeit des Fehlers einen zu strengen Massstab angewendet. Den Materialien lasse sich , dass mit dem PG aus dem Jahr 2004 im Vergleich zum  eine weniger strenge Rückforderungspraxis angestrebt worden sei. Weiter sei fälschlicherweise nicht berücksichtigt worden, dass es sich bei Art. 97 Abs. 3 PV um eine spezifische Sonderregelung handle und der Kanton den Berechnungsfehler selber lange nicht erkannt habe. Er habe keinen Anlass gehabt, seinen vermeintlichen Anspruch auf die  in Zweifel zu ziehen.
4.2 Einzugehen ist zunächst auf die allgemeine Kritik an der angeblich zu strengen Rückforderungspraxis des Kantons.
4.2.1 Das bis Ende Juni 2005 gültige Gesetz vom 5. November 1992 über das öffentliche Dienstrecht (altes Personalgesetz, aPG; GS 1993 S. 64 ff.) regelte die Rückforderung in Art. 25. Danach war die verantwortliche Stelle verpflichtet, den zu viel bezahlten Betrag von den betroffenen  und Mitarbeitern zurückzufordern oder mit deren Forderungen zu verrechnen, wenn im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis vermö-
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gensrechtliche Leistungen zu Unrecht erbracht worden waren (Abs. 1). Von der Rückforderung oder Verrechnung war ganz oder teilweise abzusehen, wenn die Pflichtigen glaubhaft machten, dass sie guten Glaubens waren und die Rückerstattung eine grosse Härte bedeuten würde (Abs. 2). Im Vortrag des Regierungsrats zum geltenden PG (Tagblatt des Grossen  2004, Beilage 20) wird zu Art. 63 (heute: Art. 64) Folgendes ausgeführt (S. 18):
«Die im bisherigen Personalrecht (Art. 25 PG) enthaltene Regelung  das Arbeitsverhältnis überaus stark, da in praktisch jedem Fall eine Rückforderung ausgelöst werden muss, unabhängig davon, ob die betroffenen Personen erkennen konnten, dass sie zu viel  erhalten haben oder nicht. Zudem ist stossend, dass  durch Fehler der Verwaltung ausgelöste Rückforderungen bis auf fünf Jahre zurück geltend gemacht werden können, was bei den  verständlicherweise Frustrationen auslösen kann. Der dadurch ausgelöste Schaden beispielsweise in Form von Demotivation der Betroffenen ist zweifellos grösser als die durch die Rückforderung erzielte Einsparung. Ferner ist auf Grund der Praxiserfahrung ein Massstab für die ‹ Härte› einzuführen (Abs. 3).»
4.2.2 Den Ausführungen im Vortrag kann nicht entnommen werden, dass mit dem neuen Recht generell eine weniger strenge Rückforderungspraxis angestrebt wurde. Jedoch wurde es als unbefriedigend empfunden, dass der Erkennbarkeit des Fehlers der Verwaltung in der Praxis praktisch kein Gewicht zukam. Die beiden Voraussetzungen des guten Glaubens und der grossen Härte, welche gemäss Art. 25 Abs. 2 aPG kumulativ erfüllt sein mussten («und»), wurden deshalb in Art. 64 Abs. 3 PG alternativ formuliert. Nach geltendem Recht genügt es für den Verzicht auf die Rückforderung, wenn die betroffene Person entweder den Fehler nicht hat erkennen  oder sie glaubhaft macht, dass die Rückerstattung für sie eine grosse Härte nach Massgabe des betreibungsrechtlichen Existenzminimums  würde. Zur Frage, wann ein Fehler im Sinn von Art. 64 Abs. 3 PG erkennbar ist bzw. jemand im Sinn von Art. 25 Abs. 2 aPG guten Glaubens ist, äussern sich weder der Vortrag zum PG noch jener zum aPG (vgl. dazu Tagblatt des Grossen Rates 1992, Beilage 19 S. 13).
4.3 Nach Art. 64 Abs. 3 PG ist entscheidend, ob der Fehler der  von der betroffenen Person hat erkannt werden können oder nicht. Anders als Art. 25 Abs. 2 aPG und beispielsweise Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-
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zialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) fordert das Gesetz damit nicht (mehr) ausdrücklich, dass die betroffene Person gutgläubig war. Der Fehler der Verwaltung darf für sie aber nicht erkennbar gewesen sein («nicht hat erkannt werden können»), wobei diejenige Aufmerksamkeit geboten ist, die nach den Umständen verlangt werden kann. In der Sache besteht insoweit kein wesentlicher Unterschied zwischen dem geltenden und dem früheren Recht, kann sich doch nicht auf seinen guten Glauben berufen, wer den Mangel bei Anwendung zumutbarer Aufmerksamkeit hätte erkennen  (vgl. Art. 3 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Zu würdigen sind alle Gegebenheiten im Einzelfall (vgl. für das Zivilrecht etwa BGE 139 III 305 E. 3.2.2; für die Sozialversicherung BGE 120 V 319 E. 10a).
4.4 Aus Art. 97 Abs. 1 PV ist ersichtlich, dass für die Treueprämie nur die in der Kantonsverwaltung, im bernischen Kirchendienst, an einer  Schule im Kanton Bern sowie an drei ausdrücklich genannten  öffentlich-rechtlichen Anstalten mit eigener Rechtspersönlichkeit (Universität, Berner Fachhochschule sowie Pädagogische Hochschule) geleistete Dienstzeit anrechenbar ist. Die IV-Stelle Bern, ebenfalls eine kantonale öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit (Art. 54 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die  [IVG; SR 831.20]; Art. 2 Abs. 1 des Einführungsgesetzes vom 23. Juni 1993 zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [EG IVG; BSG 841.21]), die jedoch im Wesentlichen Bundesaufgaben erfüllt (vgl. Art. 3 Abs. 1 EG IVG), wird nicht genannt. Art. 97 Abs. 3 PV macht weiter deutlich, dass die ab 1. Januar 1997 (unter anderen) bei der IV-Stelle  Dienstjahre bei der Berechnung der Treueprämie nicht (mehr) angerechnet werden. Die Formulierung «Für die vor dem 1. Januar 1997 angerechneten Dienstjahre aus Tätigkeiten [...] bei der IV-Stelle Bern gilt die Besitzstandsgarantie» bedeutet zwingend, dass Dienstjahre aus  bei der IV-Stelle nach dem 1. Januar 1997 nicht mehr angerechnet werden. Die Regelung ist damit nicht überaus kompliziert, erschliesst sie sich doch bereits aufgrund des Wortlauts (vgl. für Gegenbeispiele aus dem Lehreranstellungsrecht BVR 2004 S. 1 E. 4; VGE 22664 vom 24.10.2006 E. 5, 22034 vom 1.3.2005 E. 2.4).
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4.5 Zu berücksichtigen ist weiter, dass der Beschwerdeführer  und damit rechtskundig ist. Er war bei der IV-Stelle zwölf Jahre in  Position und arbeitet auch beim Kanton als ... (vgl. vorne E. 2.1). Von ihm darf erwartet werden, dass er mit den Rechtsgrundlagen der  und dem Personalrecht des Kantons Bern vertraut ist, auch wenn er nicht als «praktizierender Fürsprecher» tätig ist (Beschwerde Rz. 21). Hätte er die Bestimmungen des PG und der PV im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Treueprämie konsultiert, hätte er bemerkt, dass seine bei der IV-Stelle geleistete Dienstzeit in der Kantonsverwaltung nicht angerechnet wird. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers handelt es sich bei Art. 97 PV nicht um eine sehr spezifische  bzw. Ausnahmebestimmung. Bereits aus dem Geltungsbereich des PG ergibt sich, dass das Gesetz auf alle Arbeitsverhältnisse des , der Universität, der Berner Fachhochschule und der Pädagogischen Hochschule anwendbar ist, wobei abweichende Vorschriften der  Gesetzgebung vorbehalten bleiben (Art. 2 Abs. 1 und 2 PG). Dazu  Dienstverhältnisse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der  nicht, wie Art. 5 Abs. 1 EG IVG klarstellt; diese Personen sind  der IV-Stelle. Die für das Personal der kantonalen Verwaltung geltenden Bestimmungen finden nur sinngemäss Anwendung (Art. 5 Abs. 2 EG IVG), anders als im Grundsatz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität, der Berner Fachhochschule sowie der Pädagogischen  (vgl. Art. 18 Abs. 1 des Gesetzes vom 5. September 1996 über die Universität [UniG; BSG 436.11]; Art. 19 Abs. 1 des Gesetzes vom 8. September 2004 über die deutschsprachige Pädagogische Hochschule [PHG; BSG 436.91]; Art. 18 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2003 über die Berner Fachhochschule [FaG; BSG 435.411]). Es ist daher folgerichtig, dass die bei der IV-Stelle geleisteten Dienstjahre bei einem Wechsel zum Kanton nicht angerechnet werden. Der rechtskundige und über viele Jahre in leitender Position tätige Beschwerdeführer hätte den Fehler der  bei der Berechnung der Treueprämie daher erkennen können, wenn er die ihm zumutbare Aufmerksamkeit aufgewendet hätte. Insbesondere reichte es dazu aus, die massgebenden, nicht komplizierten Bestimmungen der Personalgesetzgebung und des EG IVG zu konsultieren. Hingegen war es nicht erforderlich, einschlägige Rechtsprechung oder Literatur , um den Mangel zu bemerken (vgl. zu diesem Kriterium beim Ver-
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