Decision ID: 54d79a68-9e47-4d22-b0d7-a25e69a713d2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960 war letzt
mals vom 26. April 2001 bis 31. Dezember 2002 (Urk. 8/10 Ziff. 1) bei der
Y._
, als
Produktionsmit
arbeiterin
erwerbstätig und seit dem Jahre 2003
im Aufgabenbereich Haushalt tätig
(vgl.
Urk
8/1 Ziff. 6.4.1), als sie sich am 4. November 2005 bei der Invali
denversi
cherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 8/1). Nach Erlass des Vorbescheids (Urk. 8/15-16) qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte mit Ver
fügung vom 4. Dezember 2006 (Urk. 8/22) als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige (Urk. 8/16 S. 2), stellte einen Invaliditätsgrad von 44 % fest und sprach der Versicherten mit Wirkung ab 1. Juni 2006 eine
Viertelsrente
zu.
1.2
Im August 2008 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein
Rentenrevisi
onsver
fahren
ein (Urk. 8/24/1). Mit
Mitteilung vom 27. Februar 2009 (Urk. 8/32)
teilte sie der Versicherten
mit, dass bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderungen festgestellt worden seien, und dass sie weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente bei einem Invaliditätsgrad von 44 % habe.
1.3
Im April 2012 leitete die IV-Stelle erneut von Amtes wegen ein
Rentenrevi
sions
verfahren
ein (vgl. Urk. 8/40). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/47-48, Urk. 8/53) stellte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 25. März 2013 (Urk. 8/56) einen Invaliditätsgrad unter 40 % fest, verneinte einen Rentenan
spruch der Versicherten
,
hob die der Versi
cherten bisher ausgerichtete
Viertels
rente
auf Ende des der Zustellung der V
er
fügung folgenden Monats auf
und entzog
einer Beschwerde gegen die Verfügung die aufschi
ebende Wirkung
.
In Gutheissung der
dagegen
erhobenen Beschwerde hob das hiesige Gericht
mit dem in Rechtskraft erwachsenen Urteil vom 2
0.
November 2013 (Prozess Nr. IV.2013.00418;
Urk.
8/79) die angefochtene Verfügung auf
und wies die Sache
zu ergänzender Abklärung des Sachverhalts an die IV-Stelle zurück.
1.4
In Nachachtung des Urteils des hiesigen Gerichts vom 2
0.
November 2013 liess die IV-Stelle die Versicherte psychiatrisch/rheumatologisch begutachten (Gut
achten vom 2
4.
November 2014;
Urk.
8/100). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
8/103,
Urk.
8/109)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
6.
März 2015 (
Urk.
8/111 =
Urk.
2) erneut einen
Rentenanspruch der Versicherten ab Mai 2013.
2.
Gegen die Verfügung vom
1
6.
März 2015
(Urk. 2) erhob die Versicherte am
2
9.
April 2015
Beschwerde
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 1
6.
März 2015
aufzuheben
und es sei ihr weiterhin eine
Viertelsrente
zuzusprechen
(
Urk.
1 S.
2)
.
Mit
Beschwer
deantwort
vom
8.
Juni 2015
(Urk. 7) be
antragte die IV
Stelle
die
Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom
2
8.
September 2015
(Urk. 12)
wurde der Beschwerdeführerin antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2) die unent
gelt
li
che Rechtsvertretung und Prozessführung be
willigt und es wurde ihr
eine Kopie
der
Beschwer
de
ant
wort
zugestellt.
Der
unentgeltli
che
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wurde sodann darauf hingewiesen
,
dass er
dem Gericht eine detaillierte Zusammen
stellung über den Zeitaufwand und die angefallenen Barauslagen
einreichen könne, und dass im
Unterlassungs
fall
das Gericht die Entschädigung nach Ermessen fest
setzen werde
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Ver
bindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinn
gemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
mes
sungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Wil
lensentscheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – losgelöst
vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE
130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.6
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit. f IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfü
gung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bun
desgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.7
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozi
al
versicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.8
Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die
Rentenver
fügung
lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen,
wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a, E. 1 mit Hinweisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gegebenenfalls mit der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüng
liche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erhebli
cher Bedeutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/
bb
; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 2
4.
Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
1
6.
März 2015
(Urk. 2) davon aus, dass
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin gemäss der medizinischen Aktenlage seit dem Jahre 2006 gebessert habe, und dass ein invalidisierender Gesundheitsschaden zu verneinen sei (
Urk.
2 S.
2).
In ihrer Beschwerdeantwort vom
8.
Juni 2015
vertrat
die
Beschwerdegeg
nerin
zudem ergänzend die Ansicht, dass eventuell
die ursprüngliche
Renten
verfügung
zweifellos unrichtig gewesen sei,
und dass
die Renteneinstellung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung zu schützen sei (
Urk.
7 S. 2
Ziff.
2c).
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt
hiegegen
vor, dass sich ihr psychischer Gesund
heitszustand
seit dem Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
nicht wesentlich geändert habe, und dass ihr Gesundheitszustand seither durch die beteiligten Ärzte lediglich unterschiedlich beurteilt worden sei. Da eine unter
schiedliche Beurteilung eines gleich gebliebenen Gesundheitszustandes die Voraussetzungen ei
ner Rentenrevision nicht erfüll
e, sei weiterhin ein unverän
derter Anspruch auf eine
Viertelsrente
ausgewiesen (
Urk.
1 S. 5).
3.
3.1
Nach Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 4. Dezember 2006 (Urk. 8/22, Urk. 8/20),
womit der
Beschwerdeführer
in
mit Wirkung ab
1. Juni
2006
eine
Viertelsrente
zu
ge
sprochen
worden war
,
klärte die
Beschwerdegegnerin den Sachverhalt anlässlich des im Dezember 2008 (vgl. Urk. 8/24) von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens in materieller Hinsicht neu ab
und stellte mit Mitteilung vom 27. Februar 2009 (Urk. 8/32)
einen
unveränder
ten
Anspruch
auf die
bisher aus
gerichtete
Viertelsrente
fest.
3.2
Mit Verfügung vom 2
5.
März 2013 (
Urk.
8/56) verneinte die
Beschwerdegeg
nerin
schliesslich einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und hob die ihr bisher ausgerichtete
Viertelsrente
auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats und mithin per 3
0.
April 2013 auf. Diese Verfügung hob das hiesige Gericht in der Folge mit Urteil vom 2
0.
November 2013 (Prozess Nr. IV.2013.00418;
Urk.
8/79) auf und wies die Sache zu ergänzender Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurück, welche infolgedessen mit Verfügung vom 1
6.
März 2015 (
Urk.
2) einen Rentenanspruch der Beschwerde
führerin für die Zeit ab
Mai 2013 erneut verneinte.
3.3
In zeitlicher Hinsicht
ist daher die Entwick
lung des
anspruchsrelevanten Sachver
halts im
Vergleichszeit
raum
seit der Mitteilung vom
27. Februar 2009
(Urk. 8/32) bis zum Erlass der
Verfügung
vom
1
6.
März 2015
(Urk. 2) streitig.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung
vom
1
6.
März 2015 (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden keine Erwerbstätigkeit ausüben
würde
, sondern ausschliesslich im Aufgabenbe
reich
Haushalt
tätig wäre. Damit übereinstimmend
hatte
sie
in der Verfügung vom
25. März 2013 (Urk.
8/56
)
erwogen
, dass die Beschwerdeführerin
als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige zu qualifizieren sei, weil sie
nach ihrer Aus
steuerung durch die Arbeitslosenversicherung im Jahre 2004 keine ausgewiese
nen Arbeitsbemühungen oder Arbeitsversuche unternommen habe, welche ihre Moti
va
tion, sich im Arbeitsmarkt einzugliedern, belegen würden
(S. 2). Das hie
sige Gericht liess die Statusfrage im
Urteil vom 2
0.
November 2013 (
Urk.
8/79) offen (E. 6.5 des Urteils).
4.2
Während die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom
7.
Mai 2013 (Urk. 8/60/3-12 S. 10) gegen die Verfügung vom 2
5.
März 2013 noch geltend
machte
, dass sie
zu Unrecht als Hausfrau qualifiziert worden sei
, und
dass sie ohne Gesundheitsschaden eine Erwerbstätigkeit ausüben würde
, beanstandet sie in der vorliegenden
Beschwerde vom 2
9.
April 2015 (
Urk.
1) ihre Qualifikation als im
Aufgabenbereich Haushalt Tätige nicht
mehr
.
4.3
Nach dem auch
bei Geltung
des Untersuchungsgrundsatzes zu beachtenden
Rüge
prin
zip
ist von der Beschwerdeinstanz
nicht zu prüfen, ob sich die ange
fochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist
(BGE 119 V 349 E. 1a); zu prüfen sind grundsätzlich nur die gerügten, im Streite stehenden Teilaspekte eines
verfü
gungsweise
festgelegten Rechtsverhältnisses beziehungs
weise - bei Invaliden
renten - nur die im Streite stehenden
Parameter der Invaliditätsbemessung (
Urteil des Bundesgerichts 9C_719/2008 vom 31. Oktober 2008 E. 4.1
).
4.4
Auf Grund der Parteivorbringen sowie
mangels Anhaltspunkten
, welche anneh
men liessen, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden eine Erwerbstätigkeit ausüben
würde, ist an der Qualifikation der Beschwerde
führe
rin
durch die Beschwerdegegnerin
als
ausschliesslich
im Haushalt Tätige daher nicht zu zweifeln.
5
.
5
.1
Bei Erlass der
Mitteilung vom
27. Februar 2009
(Urk. 8/32) stützte sich die Beschwerdegegnerin zur Hauptsache
(vgl. Urk. 8/31/2)
auf den Bericht von med.
pract
.
Z._
vom 23. Oktober 2008
(
Urk.
8/27/1-6) und
auf den Bericht von
Dr.
med.
A._
vom
2.
Dezember 2008 (
Urk.
8/29)
.
5
.2
Med.
pract
.
Z._
, Fachärztin für Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 23. Oktober 2008 (Urk. 8/27/1-6) die folgenden Diagnosen (Ziff. 1.1):
rezidivierende depressive Störung, seit 1986
somatoformes
Schmerzsyndrom, seit 1986
Sie
führt
e
aus, dass die Beschwerdeführerin unter Schmerzen im gesam
ten Körper, unter einer depressiven Verstimmung, unter Antriebsschwäche und unter einer Schlafstörung leide (Ziff. 3.4). Seit dem Jahre 2002
sei die Beschwerde
führerin im Umfang
von 100 %
arbeitsunfähig beziehungsweise
Rentenbezüge
rin
gewesen
(Ziff. 5.2). Die Beschwerdeführerin werde medi
kamen
tös antidepressiv behandelt. Inzwischen habe
sie
einen albanisch spre
chenden Therapeuten gefunden und beabsichtige, sich durch diesen psychothe
rapeutisch behandeln zu lassen (Ziff. 3.7).
5
.3
Dr. med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin speziell Rheu
matologie,
stellte in seinem Bericht vom
2.
Dezember 2008 (Urk. 8/29) die fol
genden Diagnosen (S. 1):
generalisiertes Schmerzsyndrom bei/mit
panvertebralem Syndrom
generalisierten Weichteilbeschwerden
Verdacht auf Symptomausweitung
psychosozialen Belastungsfaktoren
arterielle Hypertonie
Er erwähnte, dass er der Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Sie leide gegenwärtig unter Schmerzen im gesamten Wirbelsäulenbereich mit zervikaler und lumbaler Betonung, an einer Schmerzausstrahlung in die Beine, an Schmerzen in beiden Händen. Eigentlich leide sie am ganzen Körper unter Schmerzen. Bezüglich einer Schmerzzunahme könne sie keine Angaben machen. Vielmehr sei der Schmerz immer gleich (S. 1). Die Schmerzintensität werde auf einer Skala von 0 bis 10 bei 10 angegeben. Während der Untersu
chung der Wirbelsäule sei ein auffälliges Schmerzverhalten mit übervorsichti
gen Bewegungen, häufigem Reiben des Schmerzb
ereichs, häufiger
Schmerz
mimik
und Seufzen
zu beobachten gewesen
. Bei der Rumpfrotation sei ein
Waddel
-Zeichen festzustellen gewesen und bei der oberflächlichen und tiefen Pal
pation ein klinisch nicht plausibler
,
sehr ausgedehnter Schmerz angegeben worden (S. 2).
5
.4
Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin (RAD),
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seiner Stellungnahme vom 2
8.
Januar 2009 (
Urk.
8/31/2) aus, dass
eine aktuelle fach
ärztliche psychiatrische Beurteilung nicht vorliege, dass
die Beschwerdeführerin gemäss
ihrer
Hausärztin
,
Dr.
Z._
, indes
weiterhin in unveränderten Aus
mass an einer Depression und an einer
somatoformen
Schmerzstörung leide, weshalb von einem unverändertem invaliditätsrelevanten Gesundheitsschaden auszugehen sei.
6
.
6
.1
Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
6.
März 2015 (
Urk.
2) stellte sich der Sachverhalt folgendermassen dar:
6
.2
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom 19. Juni 2012 (Urk. 8/39) die fol
genden Diagnosen (Ziff. 5.4):
generalisiertes Schmerzsyndrom bei/mit
panvertebralem Syndrom
generalisierten Weichteilbeschwerden
Verdacht auf Symptomausweitung
psychosozialen Belastungsfaktoren
Er
erwähnte, dass die Beschwerdeführerin gegenwärtig durch ihn, durch einen Psychotherapeuten und durch Dr.
C._
, behandelt werde (Ziff. 5.3). Aus rein
rheumatologischer Sicht bestehe seit dem Jahre 2008 eine volle Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit (Ziff. 5.5).
6
.3
Die Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, erwähnten in ihrem Bericht vom 27. Februar 2013 (Urk.
8/59/1-4
), dass bei der Beschwer
defüh
rerin wahrscheinlich eine über die Jahre
chronifizierte
Schmerzproblema
tik
, mutmasslich im Rahmen einer
somatoformen
Störung vorliege. Eigentliche führende somatische Befunde hinsichtlich einer behandelbaren degenerativen Pathologie liessen sich nicht finden, weshalb eine laborchemische und
bildge
bende
Standortbestimmung angezeigt sei
. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für leichte Belastungen im Umfang von 70
%
arbeitsfähig
. Die Frage, ob eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe, sei gesondert zu prüfen
(S. 2).
6
.4
Mit Bericht vom 20. März 2013 (Urk.
8/59/7-8
) stellten die Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, die folgenden Diagnosen (S. 1):
chronisches, linksbetontes, generalisiertes Schmerzsyndrom mit/bei:
ausgeprägter
zervikozephaler
sowie bilateral
lumbospondylogener
Kom
ponente
ausgeprägter zentraler Sensibilisierung
Status nach Neuroborreliose 1999 mit
Radikulitis
L4 links
depressive Erkrankung
Sie
erwähnten, dass die laborchemischen und radiologischen Abklärun
gen keine Hinweise für ein entzündliches Geschehen gezeigt hätten.
Die konventionellen Röntgenbilder hätten leichte degenerative Veränderungen im Bereich der Schultern und der Hüften gezeigt. Die ausgeprägte, generalisierte Schmerzsymptomatik sei dadurch aber nicht zu erklären.
Es sei von einer
chro
nifizierten
Schmerzsymptomatik mit
einer
somatoformen
Sch
merzkompo
nente
auszugehen und es
sei eine psychiatrisch/
schmerz
thera
peutische
Langzeitbe
treuung
angezeigt (S. 2).
6
.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie,
erwähnten in ihrem Gutachten vom 2
4.
November 2014 (Urk. 8/100/1-29), dass
sie
die Beschwerdeführerin am 2
9.
September
2014
psy
chiatrisch und am 1
7.
November 2014 rheumatologisch untersucht
hätten
(S.
2), und stellten die folgenden Diagnosen (S. 28):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
chronifiziertes
, nicht näher spezifizierbares, generalisierendes
weichteil
rheumatisches
Schmerzsyndrom ohne strukturelles Korrelat im Sinne einer
g
eneralisierenden
Fibromyalgie
oder
Allodynie
mit/bei:
diskrepantem
Bewegungs- und Schmerzverhalten mit
Inkonsistenzen
deutliche
n
Hinweise
n
auf eine Selb
stl
imitierung im Ausmass eines
d
ys
funktionalen Krankheitsverhaltens
k
linisch
unbemerkte (
inapperzepte
),
diskret beginnende
Coxarthrose
links mit beginnenden degenerativen
Veränderungen
und
zervikal und
lumbosakral
angedeutete
r
thorakale
n
Kyphosebildung
im mittleren BWS-Abschnitt
psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei einer anderenorts klassifizierten
Kra
nkheit
(
Fibromyalgie
respektive
Allodynie
)
In rheumatologischer Hinsicht leide die Beschwerdeführerin seit Ende des Jahres 2002 unter sich diffus ausbreitenden, generalisierenden Ganzkörper-Missemp
findungen
,
initial
begrenzt auf die obere Körperhälfte, gegenwärtig im Sinne einer generalisierenden
Fibromyalgie
oder
Allodynie
ohn
e somatisches
Kor
realat
(S. 26) beziehungsweise einer
chronifizierten
Schmerz
verarbeitungsstö
rung
(S. 21).
Obwohl die Beschwerdeführerin und ihr Sohn anlässlich der Untersuchung angegeben hätten, dass die Beschwerdeführerin sämtliche
Haus
haltarbeiten
alleine erledige, habe sie anlässlich der Untersuchung eine
subto
tale
Bewegungs- und Kraftlimitierung vorgeführt, welche unbeobachtet nicht mehr bestanden habe. Es sei daher von einer Selbstlimitierung und einem
syndromalen
Beschwerdebild ohne somatisches Korrelat auszugehen. In somati
scher Hinsicht sei der Beschwerdeführerin die Ausübung einer leichten bis zeit
weise wechselbelastenden Tätigkeit und insbesondere auch die bisherige Tätig
keit bei der
Y._
im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten
(
S.
27).
In psychischer Hinsicht
führten die Gutachter aus, dass
auf
G
rund der biogra
phi
schen Anamnese keine Hinweise auf das Vorliegen einer
Persönlichkeits
störung
,
ein
er Persönlichkeitsakzentuierung oder einer
Erkrankung aus dem schizo
phrenen Formenkreis
bestehe
.
Da die
Angaben
der Beschwerdeführerin
bezüglich einer möglichen Angst- oder Zwangserkrankung
allgemein und
gene
ralisiert
sei
en
und teilweise als
unwahrscheinlich
erscheinen
würden
,
könne
eine solche Erkrankung nicht diagnostiziert
werden. Da eine
depressive Stim
mung im Explorationsgespräch nicht
zu beobachten gewesen sei, da ein
Inte
ressenverl
ust
nicht eindeutig belegt
sei
und
da
eine erhöhte Ermüdbarkeit nicht erkennbar
sei,
werde
kein
es
der
für die Dia
gnose einer Depression typischen
Kardinalsymptom
e
erfüllt
(S. 17). Da a
usserdem keine Verminderung des
Selbstwertgefühls
,
kein Gefühl von Wertlosigkeit
und
keine pessimistischen Zukunftsper
spektiven
hätten
festgestellt
werden können,
da die Schlafstörungen schmerzbedingt seien und da die zeitweise
allgemeine Verlangsamung bezie
hungsweise Antriebsminderung durch die betriebene Polymedikation zu erklä
ren sei, könne eine Depression nicht diagnostiziert werden
(S. 18)
.
Auf Grund der im rheumatologischen Teilguta
chten festgestellten, erheblichen,
bewusst
seinsnahe
n
Schmerzverdeutlichung und Selbstlimitierung sei die Diagnose von psychologischen Faktoren und Verhaltensfaktoren bei einer andernorts klassifi
zierten Krankheit (
Fibromyalgie
respektive
Allodynie
) zu stellen. Aus psychiat
rischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in ihrer Arbei
tsfähigkeit nicht einge
schränkt. Bei
der zeitweise bestehenden Verlangsamung
handle es sich
nicht um eine eigenständige psychiatrische Erkrankung
; diese sei
wahrscheinlich auf die Polymedikation zurückzuführen (S. 19).
Aus psychischen Gründen bestehe im Aufgabenbereich des Haushalts keine Beeinträchtigung. Der Beschwerdeführerin sei es zuzumuten, die im Haushalt anfallenden Arbeiten einzuteilen und es sei
ihr zuzumuten, zumutbare Mithilfe im Haushalt durch ihre
Familienangehörigen
in Anspruch zu nehmen
(S. 20).
Die von den Ärzten der
G._
in den Jahren 2005 und 2006 gestellten Diagnosen einer leichten bis mittelgradigen depressi
ven Episode beziehungsweise einer rezidivierenden depressiven Stör
ung seien nicht nachvollziehbar. Denn darin seien die Selbstlimitierung und die
Verdeutli
chungstendenz
der Beschwerdeführerin nicht berücksichtigt worden
, obwohl die damals vorhandenen Symptome grundsätzlich den heute vorhandenen Symp
tome
n
entspr
ä
chen
(S. 21).
7
.
7
.1
Es ist im Folgenden zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seit der Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009
bis zum Erlass der Verfügun
gen vom 2
5.
März 2013 (
Urk.
8/65) beziehungsweise vom
1
6.
März 2015
(Urk. 2)
in einem für eine Rentenrevision im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG erforderlichen, wesentlichen Umfange verändert hat.
7.2
Den Akten zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei Erlass der
Mittei
lung vom
27. Februar 2009
(Urk. 8/32) lässt sich entnehmen, dass
Dr.
A._
in seinem Bericht vom
2.
Dezember 2008 (
vorstehend E.
5.3
)
davon ausging, dass die Beschwerdef
ührerin an einem generalisierenden
Schmerzsyn
drom
mit einem auffälligen Schmerzverhalten
, bei
psychosozialen
Belastungs
faktoren
und
bei einem Verdacht auf Symptomausweitung leide
.
Dr.
A._
stellte sodann fest
,
dass er der Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit attestiert habe
. Damit ging
er
davon aus
, dass aus somatischen Gründen
keine Arbeitsunfähigkeit
ausgewiesen sei
.
M
ed.
pract
.
Z._
diagnostizierte
in ihrem Bericht vom 23. Oktober 2008 (vorstehende E.
5.2
) eine seit 1986 beste
hende rezidivierende depressive Störung und ein seit 1986
bestehendes
soma
toformes
Schmerzsyndrom, erwähnte, dass die Beschwerdeführerin unter Schmerzen im gesam
ten Körper, unter einer depressiven Verstimmung, unter Antriebsschwäche und unter einer Schlafstörung leide und stellte eine seit dem Jahre 2002 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % fest. Gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
Z._
ging
Dr.
B._
in seiner Stellungnahme vom 2
8.
Januar 2009 (
vorstehend E.
5.4
)
davon
aus, dass
die Beschwerdeführerin in unverändertem Umfang durch eine Depression und eine
somatoforme
Schmerz
störung
im Aufgabenbereich des Haushalts beeinträchtigt werde. Demgegenüber gingen
Dr.
E._
und
Dr.
F._
in ihrem Gutachten vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E.
6.5
) davon aus, dass die Beschwerdeführerin
an einem
chronifizierten
,
generalisierenden
weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom ohne strukturelles Korrelat im Sinne einer
generalisierenden
Fibromyalgie
oder
Allodynie
mit
diskrepantem Bewegungs- und Schmerzverhalten
,
mit Inkonsis
tenzen
, mit
deutlichen Hinweisen auf eine Selbstlimitierung im Ausmass eines dysfunktionalen Krankheitsverhaltens
leide. Sie stellten sodann fest,
dass eine Depression oder eine depressive Störung nicht zu diagnostizieren sei, und dass die Beschwerdeführerin weder aus somatischen noch aus psychischen Gründen in der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise im Haushalt beeinträchtigt werde. Die
von den Ärzten der
G._
seit dem
2005 gestellten Diagnosen einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode beziehungsweise einer rezidivierenden depressiven Störung seien nicht nach
vollziehbar, da die damals vorhandenen Symptome grundsätzlich den heute vorhandenen Symptome
n
entsprächen,
und da diese Ärzte die
Selbstlimitierung und die Verdeutlichungstendenz der Beschwerdeführerin
in ihrer Beurteilung
nicht berücksichtigt
hätten.
7
.3
In Bezug auf die Beurteilung durch m
ed.
pract
.
Z._
, vom 23. Oktober 2008
(vorstehend E. 5.2)
gilt es zu berücksichtigen
, dass
diese davon ausging,
d
ass
die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 1986 unter einer rezidivierenden depressiven Störung und unter einem
somatoformen
Schmerzsyndrom leid
e
und seit dem Jahre 2002
vollständig arbeitsunfähig sei. Damit vertrat sie die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich aus psychischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei. Denn gemäss der Rechtsprechung (BGE
130 V 352
E. 2.2.2) fallen nicht nur depressive Störungen sondern auch
somatoforme
Schmerzstörungen unter die Kategorie der psychischen Leiden, für die grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich ist, wenn es darum geht, über das Ausmass der durch sie bewirkten
Arbeitsunfähigkeit zu befinden. Da
med.
pract
.
Z._
, welche
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin
ist,
nicht über eine
fachmedizinische Spezialisierung beziehungsweise Dignität als
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt, kann auf ihre Beurtei
lung vorliegend
daher
schon aus diesem Grunde nicht abgestellt werden.
Das Gleiche
gilt für die Beurteilung durch
Dr.
B._
(vorstehend E.
5.4
), welcher Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und nicht Psychiater ist.
7
.
4
In somatischer Hinsicht ist davon auszugehen, dass
die Beurteilung durch
Dr.
A._
, welcher
über eine für die Beurteilung des somatischen Gesundheits
zustandes angezeigte Spezialisierung als Facharzt für
Allgemeine Innere Medi
zin speziell Rheumatologie verfügt, vom
2.
Dezember 2008 die erwähnten (vor
stehend E.
1.9
)
,
nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausgesetzten Kriterien erfüllt. In inhaltlicher Hin
sicht vermag zu überzeugen, dass
Dr.
A._
, welcher ein auffälliges
Schmerzver
halten
feststellte und ein
generalisiertes Schmerzsyndrom bei einem Verdacht auf Symptomausweitung
diagnostizierte, davon ausging, dass die Beschwerde
führerin aus somatischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt sei.
Im Zeitpunkt der Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009 fehlte es damit an einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischen Gründen.
7
.
5
In Bezug auf die psychische Komponente des Beschwerdebildes
bei Erlass der
Mitteilung vom
27. Februar 2009
fehlt
es in den Akten an einer
echtzeitliche
n
psychiatrische
n
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
.
Dr.
E._
und
Dr.
F._
setz
ten sich
in ihrem Gutachten vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E.
6.5
)
indes
mit den Beurteilungen des psychischen Gesundheitszustandes durch die Ärzte der
G._
im Jahre
2005 und
im Jahre
2006 auseinander
. Sie
vertraten die Ansicht, dass
die durch die Ärzte der
G._
gestellten
Diagnosen einer leichten bis mittelgradi
gen depressiven Episode beziehungsweise einer rezidivierenden depressiven Störung nicht nachvollziehbar seien, da die in
den
Jahren 2005 und 2006 akten
kundigen Symptome grundsätzlich den gegenwärtig vorhandenen Symptomen entsprächen.
Dr.
E._
und
Dr.
F._
äusserten sich in ihrem Gutachten nicht
explizit zum
psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführer
in
zum massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der
Mitteilung vom
27. Februar 2009
,
doch geht aus dem Gutachten hervor, dass von einem unveränderten psychi
schen Gesundheitszustand seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2006 auszugehen ist.
Es bleibt zu prüfen, ob die ursprüngliche
Rentenzusprache
vom
4.
Dezember 2006 (
Urk.
8/22) beziehungsweise deren Bestätigung mit Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009 (
Urk.
8/32) offensichtlich unrichtig war und die
Rentenaufhe
bung
gestützt auf die substituierte Begründung der Wiedererwägung – wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort beantragt – zu schützen sei.
7.6
Den Akten zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom 1
6.
März 2015 lässt sich entnehmen, dass
Dr.
A._
der
Beschwerdeführerin am 1
9.
Juni 2012 (vorstehend E.
6.2
) in somatischer Hinsicht eine
volle Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit
attestierte. Während
die
Ärzte des
D._
am
27. Februar 2013 (
vorstehend E.
6.3
) der Beschwerdeführer
in
für leichte Belastungen
aus rheumatologischer Sicht
eine Arbeitsfähigkeit
von 70
%
attestierten, erwähnten sie in ihrem
Bericht vom 20. März 2013 (
vorsehend E.
6.4
)
,
dass
laborchemische und radiologische
Abklärun
gen keine Hinweise für ein entzündliches Geschehen gezeigt hätten
, und dass die
ausgeprägte, generalisierte Schmerzsymptomatik
durch die bestehende
n
degenerativen Veränderungen nicht zu
erklären
seien, weshalb von
einer
chronifizierten
Schmerzsymptomatik mit eine
r
somatoformen
Schmerzkompo
nente
auszugehen
sei
.
Demgegenüber
vertraten
Dr.
E._
und
Dr.
F._
in ihrem Gutachten vom 2
4.
November 2014 (
vorstehend E.
6.5
)
die Ansicht
, dass die Beschwerdeführerin
in somatischer Hinsicht an einem
chroni
fizierten
,
generalisierenden
,
weichteilrheumatischen
Schmerzsyndrom ohne strukturelles Korrelat im Sinne einer
generalisierenden
Fibromyalgie
oder
Allo
dynie
,
mit
diskrepantem Bewegungs- und Schmerzverhalten
sowie
mit Inkon
sistenzen
leide, und dass deutliche
Hinweisen auf eine Selbstlimitierung im Ausmass eines dysfunktionalen Krankheitsverhaltens
bestünden. In somatischer Hinsicht werde die Beschwerdeführerin dadurch bei der Ausübung einer leichten bis zeitweise wechselbelastenden Tätigkeit sowie bei der Ausübung von im Aufgabenbereich Haushalt anfallenden Tätigkeiten nicht beeinträchtigt.
7.7
In psychischer Hinsicht gingen
Dr.
E._
und
Dr.
F._
in ihrem Gutach
ten vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E.
6.5
) davon aus, dass
bei der Beschwerdeführerin weder eine
Persönlichkeitsstörung,
noch
eine
Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
,
noch
eine Depression
,
noch eine
Angst- oder Zwangserkrankung
zu diagnostizieren sei
en
. Beim psychischen Leiden der Beschwerdeführerin handle es sich
vielmehr
um psychologische
Faktoren und Verhaltensfaktoren bei
einer
Fibromyalgie
respektive
Allodynie
. Dadurch werde die Beschwerdeführerin weder in ihrer Arbeitsfähigkeit noch
in ihrer Leistungs
fähigkeit
im Aufgabenbereich
Haushalt
beeinträchtigt.
7.8
Das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E.
6.5
) erfüllt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausge
setzten Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.9
). Denn die Gutachter
verfügten
als Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie beziehungsweise für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie über eine für die Beurteilung des Gesund
heitszustandes der Beschwerdeführerin angezeigte fachärztliche Spezialisierung
, hatten Kenntnis der
medizinischen
Vorakten
und setzten sich
in angemessener Weise mit den von der Beschwerdeführerin geäusserten Beschwerden auseinan
der. Die Beurteilung durch
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vermag sodann auch in inhaltlicher Hinsicht zu überzeugen. Denn die Gutachter legten in nachvoll
ziehbarer Weise dar, dass die Beschwerdeführerin an einer
chronifizierten
Schmerz
verarbeitungsstörung
im Sinne einer
Fibromyalgie
leide, dass
hingegen
weder eine Persönlichkeitsstörung, eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis noch eine Angst- oder Zwangserkrankung oder eine Depression zu diagnostizieren seien, und dass die Beschwerdeführer
in
in somatischer und psy
chischer Hinsicht bei der Ausübung einer leichten bis zeitweise
wechselbelas
tenden
Erwerbstätigkeit
und der im
Aufgabenbereich Haushalt
anfallenden Arbeiten und Verrichtungen nicht
beeinträchtigt werde. Auf die nachvollzieh
bare Beurteilung durch
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vom 2
4.
November 2014
sowie auf die in somatischer Hinsicht damit grundsätzlich übereinstimmende Beurteilung durch
Dr.
A._
vom 1
9.
Juni 2012
kann vorliegen
d
somit
abgestellt werden.
7
.
9
Insoweit die Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, in ihrem Bericht vom 2
0.
März 2013 (vorstehende E.
6.4
)
eine depressive Erkran
kung feststellten, kann auf ihre Beurteilung schon deshalb nicht abgestellt wer
den, da
es diesen als Fachärzte für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie beziehungsweise für
Allgemeine Innere Medizin
an einer für die
Beurteilung
der psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin
angezeigten psychiatrischen fachärztlichen Spezialisierung
fehlte.
Des Weiteren vermag die Beurteilung durch die Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, vom 2
7.
Februar 2013 (
vorstehend E.
6.3
)
nicht zu überzeu
gen, da es dieser Beurteilung
einerseits
an einer nachvollziehbaren Begründung der
darin
festgestellten Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen für körper
lich lei
chte Tätigkeiten im Umfang von 3
0
%
fehlt.
Andererseits
gingen die
se
Ärzte bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 2
7.
Februar 2013 offen
sichtlich davon aus, dass die Schmerzsymptomatik bei der Beschwerdeführer
in
durch somatische Gründe verursacht werde und erachteten eine laborchemische und bildgebende Standortbestimmung für angezeigt. Demgegenüber gingen sie in ihrer Beurteilung vom 2
0.
März 2013
davon aus,
dass die durchgeführten laborchemischen und radiologischen Abklärungen keine Hinweise für ein ent
zündliches Geschehen gezeigt hätten,
weshalb die
ausgeprägte, generalisierte Schmerzsymptomatik
in somatischer Hinsicht nicht zu erklären sei.
Insofern ist die
Arbeitsfähigkeits
beurteilung
durch die Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, daher nicht frei von Widersprüchen.
Au
s diesen Gründen
vermag die Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen im Umfang von
3
0
%
durch die
Ärzte des
D._
, Klinik für Rheumatologie, nicht zu überzeugen, weshalb darauf vorliegend nicht
abzustellen ist
.
7.10
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E.
6.5
) ist demnach davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum seit Erlass
der Verfügung vom 2
5.
März 2013 (
Urk.
8/65) bis zum Erlass der Verfügung vom
1
6.
März 2015
(Urk. 2)
in somatischer und psychischer Hinsicht
weder in
der
Ausübung einer leichten bis zeitweise wechselbelastenden Erwerbstätigkeit
noch in der
Ausübung der
im
Haushalt anfallenden Tätigkeiten und Verrichtungen
beein
trächtigt
war
.
Aus der Auseinandersetzung der Gutachter mit der Beurteilung durch die Ärzte der
G._
geht jedoch ebenfalls hervor, dass der psychische Zustand der Beschwerdeführerin seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2006 gleichgeblieben ist und die Gutachter die im grossen und ganzen iden
tischen Befunde diagnostisch anders beurteilen. Es kann daher nicht von einem veränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden. Eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes kann auch aus dem
Haushaltabklärungs
bericht
vom 1
1.
Februar 2013 (
Urk.
8/45) nicht abgeleitet werden, der nur noch eine Einschränkung im Haushalt von 24,25
%
feststellt, dies gegenüber dem Haushaltabklärungsbericht vom 2
1.
August 2006 (
Urk.
8/14), der noch von einer Einschränkung von 43,6
%
ausging. Die Differenz findet ihre hinrei
chende Erklärung in der Ungenauigkeit, welche der Ermittlung von Einschrän
kungen im Haushalt durch eine Abklärungsperson bei Befunden im psychischen Bereich immanent sind. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit ein Revisionsgrund kann seitens der Beschwerdegegnerin zusammenfassend weder mit dem eingeholten Gutachten noch aufgrund der neuen
Haushaltab
klärung
mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit nachgewiesen werden. Eine Rentenrevision fällt daher ausser Betracht.
8.
8.1
Die Wiedererwägung (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; vgl. vorstehend E. 1.8) dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Tatsachenfeststellung im Sinne der Sachverhaltswürdigung. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
Rechts
regeln
erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller
Anspruchs
voraus
setzungen
liegt, deren Beurteilung not
wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (
Invaliditäts
bemessung
,
Arbeitsunfähigkeits
schätzung
,
Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra
gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_148/2014 vom 2
8.
Mai 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
8.2
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung liegt im Bereich der materiellen
Anspruchs
voraus
setzungen
, deren Beurteilung Ermessenszüge aufweist. Die
Arbeitsfähig
keits
beurteilungen
durch
med.
pract
.
Z._
vom 23. Oktober 2008 (vor
stehend E. 5.2) und
Dr.
B._
vom 2
8.
Januar 2009 (vorstehend E. 5.4) beziehungsweise der Beschwerdegegnerin in ihrer
Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009
(
Urk.
8/32
) müssten daher als gänzlich unvertretbar erscheinen, damit von zweifelloser Unrichtigkeit
ausgegangnen
werden könnte. So verhält es sich vor
liegend indes nicht. Das Gutachten von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vom 2
4.
November 2014 (vorstehend E. 6.5) ist vorliegend zwar geeignet gewisse Zweifel an der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch die Ärzte der
G._
in den Jahren 2005 und 2006 und an derjenigen durch
med.
pract
.
Z._
vom 23. Oktober 2008 und
Dr.
B._
vom 2
8.
Januar 2009 zu begründen. In Anbetracht der Umstände, dass sich eine echtzeitliche psychiatrische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin zum Zeitpunkt des Erlasses der
Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009
nicht bei den Akten befindet, und dass sich
Dr.
E._
und
Dr.
F._
in ihrem Gutachten vom 2
4.
November 2014 nicht explizit zum psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und zum Bestand und Umfang einer Arbeitsfähigkeit in psychischer Hinsicht zu diesem Zeitpunkt äusserten, erscheint die gestützt auf die Beurteilungen durch med.
pract
.
Z._
und
Dr.
B._
getroffene An
nahme einer einen unveränderten Anspruch auf eine
Viertelsrente
begrün
dende unveränderte Einschränkung im Haushalt im Umfang von 44
%
(vgl.
Urk.
8/20 S. 1) durch die Beschwerdegegnerin in ihrer Mittelung vom 2
7.
Februar 2009 nicht als schlechthin unvertretbar. In Bezug auf die Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit erscheint die ursprüngliche Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009 daher nicht als zweifellos unrichtig. Die Voraussetzungen für einen Schutz der angefochtenen Verfügung vom 1
6.
März 2015 (
Urk.
2)
mit der substituierten Begründung
einer Wiedererwägung im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG der ursprünglichen Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009 sind daher nicht erfüllt.
9.
Zusammenfassend ergibt sich, dass der gesundheitliche Zustand der Beschwerde
führerin seit der
Rentenzusprache
unverändert ist und weder die mit Verfügung vom
4.
Dezember 2006 (
Urk.
8/22) erfolgte
Zusprache
der
Viertels
rente
noch deren
Bestätigung mit Mitteilung vom 2
7.
Februar 2009 (
Urk.
8/32) offensichtlich unrichtig war. Die von der Beschwerdegegnerin am 1
6.
März 2015 (
Urk.
1) verfügte Rentenaufhebung erfolgte entsprechend zu Unrecht, womit die Beschwerde gutzuheissen ist. Es ist festzustellen, dass die Beschwer
deführerin weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung hat.
1
0
.
10
.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
7
00.
--
festzusetzen
. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin au
f
zuerlegen.
10
.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat
die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kos
ten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
10
.3
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin unterliess es, dem hiesigen Gericht eine
detaillierte Zusammen
stellung über den Zeitaufwand und die angefallenen Barauslagen
einzureichen, weshalb
die Entschädigung nach Ermessen
festzusetzen ist.
Die Beschwerdegegnerin ist aufgrund ihres Unterliegens zu verpflichten, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Daniel
Christe
, eine Prozessentschädigung von
Fr.
2‘000.
-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen)
zu
bezahlen.