Decision ID: a3bf09be-f23d-429e-a8bc-7efa6e7cf715
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 24. September 2014 wegen Rückenbeschwerden nach
erfolgter und bevorstehender weiterer Operation bei der Invalidenversicherung (IV) zum
Leistungsbezug an (IV-act. 1). Der Versicherte war am 3. Mai 2013 bei seiner Arbeit als
Möbelauslieferer und -monteur auf einer Treppe gestürzt (Bagatell-Unfallmeldung vom
20. August 2013, IV-act. 2). Bei im MRI und CT sichtbarer rezessaler Diskushernie
LW5/SW1 hatte der Versicherte ein L5/S1-Syndrom entwickelt, weshalb am 27. Mai
2014 eine Mikrodiskektomie LW5/SW1 links mit Dekompression nach weit foraminal,
eine Neurolyse L5- und S1-Wurzel linksseitig, eine Mikronukleotomie sowie eine
spinale Lipomatose durchgeführt worden waren (stationärer Bericht Dr. med. B._,
Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 28. Mai 2014, IV-act. 19-8 f.; Operationsbericht
Dr. B._, IV-act. 52-16 f.). Dr. B._ hatte am 29. Juni 2014 über eine
Verschlechterung der L5-Symptomatik (IV-act. 19-10), am 13. Juli 2014 über eine
klinische Verbesserung bei nicht voll befriedigendem MRI-Befund (IV-act. 19-5 f.) und
am 15. September 2014 über Rückenschmerzen und eine weiterhin bestehende
Grosszehen- und Fussheberparese 2-3 von 5 linksseitig berichtet (IV-act. 19-4).
A.a.
Am 21. Oktober 2014 wurden eine dorsale Spondylodese und Entfernung eines
extraforaminalen Bandscheibenvorfalls LW5/SW1 links vorgenommen
A.b.
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(Operationsbericht Dr. B._ vom 21. Oktober 2014, IV-act. 21-1 f.; stationärer Bericht
Dr. B._ vom 22. Oktober 2014, IV-act. 26-5 f.). RAD-Arzt Dr. med. C._, Facharzt für
Chirurgie, hielt in seiner Stellungnahme vom 19. November 2014 fest, aufgrund dieser
Operation sei der Gesundheitszustand für voraussichtlich drei bis fünf Monate instabil
(IV-act. 22), worauf die IV-Stelle dem Versicherten mit Mitteilung vom 20. November
2014 eröffnete, aufgrund des Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen
Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-act. 23). In Berichten vom 19. Januar und
23. Februar 2015 hielt Dr. B._ im Wesentlichen fest, die Beinschmerzen hätten sich
deutlich gebessert, die Rückenschmerzen seien gering. Es persistiere eine
Fussheberschwäche Kraftgrad 3 von 5. Die bisherige Tätigkeit sei ab Februar 2015 zu
50 %, mit langsamer Steigerung (10 % pro Monat) möglich, in einer (näher
umschriebenen) adaptierten Tätigkeit bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 25-4; IV-act. 25-2 f.).
Im Assessmentprotokoll vom 7. Mai 2015 wurde unter anderem ausgeführt, der
Versicherte könne seit Februar 2015 im Lager seiner bisherigen Arbeitgeberin
mitarbeiten, habe dort Hilfsmittel zur Verfügung und müsse keine schweren Möbel
mehr heben. Aktuell verrichte er in einem Pensum von 50 % solche leichten
Tätigkeiten. Er denke nicht, dass er wieder als Möbelpacker arbeiten könne (IV-act. 33).
In einem Bericht vom 20. Mai 2015 zuhanden von Dr. med. D._, Innere Medizin FMH,
hielt Dr. B._ fest, aufgrund einer CT-Aufnahme vom 6. Mai 2015 könne er die
beklagten Schmerzen im Fuss nicht erklären. Momentan bestehe eine 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 52-3). Mit Mitteilung vom 4. August 2015 sprach die IV-Stelle
dem Versicherten Beratung und Unterstützung beim Erhalt des Arbeitsplatzes zu (IV-
act. 38). Auf den 1. Juni 2016 wurde das Arbeitsverhältnis in eine 50 %ige Tätigkeit im
Lager der bisherigen Arbeitgeberin umgewandelt (Änderungskündigung; Protokoll
Eingliederungsverantwortliche vom 8. März 2016, IV-act. 43).
A.c.
Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren (berufliche Massnahmen und Rente)
zunächst mit Mitteilung vom 10. März 2016 ab, da der Versicherte angemessen
eingegliedert sei (IV-act. 45). Dr. B._ berichtete am 22. Juni 2016 zusammengefasst,
die Beschwerden hätten sich nicht wesentlich gebessert. Der Versicherte leide an
Fuss-, Waden- und Rückenschmerzen VAS 8 und an einer Fussheberschwäche. Die
Gehfähigkeit sei eingeschränkt und er könne nicht lange sitzen und im Sitzen keine
A.d.
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Rotationsbewegungen ausführen. Auch in rückenadaptierter Tätigkeit bestehe
dauerhaft lediglich eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 49). Der Versicherte erklärte
am 29. Juni 2016, er sei mit der Mitteilung vom 10. März 2016 nicht einverstanden (IV-
act. 50-1 f.), und reichte am 4. Juli 2016 weitere medizinische Akten ein (IV-act. 51),
worauf die IV-Stelle mit Mitteilung vom 13. Juli 2016 diejenige vom 10. März 2016
widerrief (IV-act. 55).
In einem weiteren Bericht vom 22. August 2016 äusserte Dr. B._, auf Dauer sei
der Versicherte auch in einer rückenadaptierten Tätigkeit nicht arbeitsfähig (IV-act. 57).
A.e.
Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die medexperts AG
polydisziplinär begutachtet (Gutachten vom 12. Januar 2017; Dr. med. E._,
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates; Dr. med. F._,
Allgemeine Innere Medizin; Dr. med. G._, Neurologie; Dr. med. H._, Psychiatrie und
Psychotherapie; Untersuchungen 30. November und 1. Dezember 2016; IV-act. 70). Im
polydisziplinären Konsens attestierten die Gutachterpersonen aufgrund einer leichten
depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.01; IV-act. 70-26), eines
neuropathisch-neuralgischen Schmerzsyndroms, einer leichten Fussheberschwäche
links und neuropathischer Krämpfe bei Wurzelschädigung L5 (IV-act. 70-41) in einer
angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (IV-act. 70-48).
A.f.
RAD-Arzt Dr. C._ nahm am 16. Januar 2017 Stellung, auf das Gutachten könne
abgestellt werden (IV-act. 71). Die IV-Stelle wies mit Mitteilung vom 21. April 2017 das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da die Rentenprüfung gewünscht
werde (IV-act. 77). Mit Vorbescheid vom 31. Mai 2017 gewährte sie dem Versicherten
das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Rentenbegehrens (IV-act. 80).
Der Versicherte erhob am 20. Juni 2017 Einwand und legte insbesondere dar, das
orthopädische Gutachten berücksichtige bzw. würdige nicht alle wesentlichen Akten
und sei unvollständig (IV-act. 81). Nachdem die IV-Stelle den Einwand der
Gutachterstelle zur Stellungnahme vorgelegt hatte (IV-act. 83), die orthopädische
Gutachterin dem am 11. August 2017 unter Verweis auf die entsprechenden Textstellen
im Gutachten nachgekommen war (IV-act. 84), wozu RAD-Arzt Dr. C._ am 24. August
2017 Stellung nahm (IV-act. 85), wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit
A.g.
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B.
Verfügung vom 30. August 2017 ab und verwies dabei auf die Stellungnahmen der
Gutachterin und des RAD (IV-act. 86).
Mit Beschwerde vom 29. September 2017 beantragt A._, vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. L. Gmünder, St. Gallen, die Verfügung vom 30. August 2017 sei
unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei ihm eine halbe
Invalidenrente ab Februar 2015 zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medizinische
Abklärungen vorzunehmen, insbesondere ein neues medizinisches Gutachten
einzuholen. Sodann beantragt er eine öffentliche Verhandlung mit Zeugeneinvernahme
von Dr. D._ und Parteibefragung. In den ihm von der Beschwerdegegnerin
zugestellten Akten würden die medizinischen Berichte von PD Dr. med. I._,
Orthopädische Chirurgie FMH, vom 2. Juni 2014 und von Prof. Dr. med. J._, Facharzt
für Pneumologie und Schlafmedizin, vom 8. Januar 2016 (erwähnt im Gutachten, IV-
act. 70-17 und 70-31 f.) fehlen, wobei wegen der Ein- und Durchschlafstörungen vor
allem letzterer wichtig sei. Damit habe die Beschwerdegegnerin sein rechtliches Gehör
bzw. Recht auf Akteneinsicht verletzt. Die angefochtene Verfügung sei daher
aufzuheben. Den Gutachtern sei der Bericht von Dr. D._ vom 4. Mai 2015 nicht zur
Verfügung gestellt worden, welcher beweise, dass sich die Beschwerden bei
körperlicher Betätigung verschlimmerten. Auch seien beidseitige Kniebeschwerden
hinzugekommen, die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Die entsprechenden
Berichte lägen weder den IV-Akten noch den den Gutachtern zur Verfügung gestellten
Akten bei. Die Knieproblematik hätte der orthopädischen Hauptgutachterin auffallen
müssen. Im Gutachten finde sich keine separate Teilbegutachtung Orthopädie, die
orthopädischen Diagnosen würden nicht nach Wertigkeit geordnet aufgelistet und die
rein orthopädischen Einschränkungen seien nicht ersichtlich, die orthopädische
Beurteilung beschränke sich auf wenige Sätze. Eine Auseinandersetzung mit den
ausführlichen Berichten von Dr. B._ vom 22. Juni und 22. August 2016 sowie von
Dr. D._ vom 23. Juni 2016 habe nicht stattgefunden. Die Gutachterin habe
wesentliche in den Vorakten enthaltene Tatsachen nicht berücksichtigt, ihre
Befundtatsachen nicht durch eigene Untersuchungen und Abklärungen erhoben und
nicht begründet. Das Gutachten sei unvollständig. Im psychiatrischen, internistischen
und neurologischen Teilgutachten fänden sich unkorrekte biographische Angaben. Es
B.a.
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sei nicht nachvollziehbar, dass in der polydisziplinären Gesamtschau nicht eine
wesentlich höhere Arbeitsunfähigkeit resultiere, zumal die orthopädischen
Beschwerden gemäss den behandelnden Ärzten zu deutlichen Einschränkungen
führten. Zu wenig berücksichtigt worden seien die Schlafstörungen und die Apnoe. Das
Gutachten sei nicht beweistauglich, insbesondere das orthopädische Hauptgutachten
weise eklatante Mängel auf. Die polydisziplinär begründete Arbeitsfähigkeit von 80 %
sei falsch und nach den Feststellungen der behandelnden Ärzte und der einzelnen
Teilgutachter nicht nachvollziehbar. Es könne auf die übereinstimmenden
Arbeitsfähigkeitseinschätzungen von Dr. B._ und Dr. D._ abgestellt werden,
wonach eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % auch für leichte Tätigkeiten ausgewiesen sei.
Bei korrektem Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 54 %. Er habe
daher Anspruch auf eine halbe Rente. Sollten die vorliegenden Arztberichte keine
genügende Entscheidgrundlage bilden, sei ein Gerichtsgutachten einzuholen (act. G 1).
Der Beschwerdeführer legt Berichte von Dr. med. K._, Leitender Arzt Orthopädie
Spital L._, vom 25. August (act. G 1.8) und 12. September 2016 (act. G 1.9) vor,
wonach er an einer medial betonten Gonarthrose bds. (links ausgeprägter als rechts),
einem Status nach wahrscheinlicher Maisonneuve-Fraktur links und an einem Diabetes
mellitus Typ II leide. Sodann reicht er einen Bericht von Dr. D._ vom 28. September
2017 ein, wonach sich die Situation bezüglich Rückenleiden nicht verändert habe,
längerfristig wegen der Kniebeschwerden mit einer prothetischen Versorgung zu
rechnen sei und für die rückenadaptierte Tätigkeit als Lagerist weiterhin eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert werde (act. G 1.10).
Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer greife das Gutachten an,
indem er im Beschwerdeverfahren erstmals bisher vorenthaltene Arztberichte vorlege.
Diese änderten nichts an der vorliegenden Arbeitsfähigkeitsschätzung, denn die
Kniebeschwerden seien im Zeitpunkt der Begutachtung bereits behoben gewesen und
daher nicht relevant. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der Begutachtung keine
Kniebeschwerden beklagt oder entsprechende klinische Befunde gezeigt. Die
orthopädische Gutachterin habe ausreichend Stellung genommen und ihr
Teilgutachten erfülle die versicherungsrechtlichen Kriterien. Auch der neurologische
Gutachter habe die unteren Extremitäten untersucht und die vom Beschwerdeführer
B.b.
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beschriebene Lähmung nicht erklären können. Daher sei er auch zu einer
abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Ausserdem habe er
darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer bei konsequenter Einnahme der
Schmerzmedikation die Belastbarkeit steigern könnte. Die von der psychiatrischen
Gutachterin angenommene Arbeitsunfähigkeit von 20 % sei nicht nachvollziehbar. Die
leichte Depression wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit nicht aus. Betreffend
Schlafstörung werde im Gutachten darauf hingewiesen, dass diese durch eine
konsequente antidepressive Behandlung verbessert werden könnte. Das
Schlafapnoesyndrom sei von der internistischen Gutachterin gewürdigt worden. Auch
der neurologische Gutachter habe keine Hinweise auf Müdigkeit, raschere
Ermüdbarkeit, Fluktuationen der Vigilanz oder Interferenzanfälligkeit beobachten
können. Überwiegend wahrscheinlich hätte der Beschwerdeführer den im Jahr 2013
erzielten Lohn zusammen mit seiner Nebentätigkeit als Hauswart weiterhin erzielt und
diese Tätigkeiten in diesem Umfang fortgesetzt. Die ab Februar 2014 geltend
gemachten Verdienstmöglichkeiten entsprächen nicht mehr der Validenkarriere
(act. G 4).
Mit Replik vom 17. Januar 2018 macht der Beschwerdeführer geltend, die
Arztberichte von Dr. K._ hätten dem Rechtsvertreter im Zeitpunkt des
Einwandverfahrens nicht vorgelegen. Den Gutachtern hätten nicht sämtliche relevanten
Vorakten vorgelegen. Die Infiltration habe die Beweglichkeit kurzfristig verbessert,
mittlerweile sei er wieder deutlich eingeschränkt. Die Schmerzen und
Beweglichkeitseinschränkungen in den Kniegelenken wirkten sich offensichtlich negativ
auf die Arbeitsfähigkeit aus. Er habe anlässlich der Begutachtung Beschwerden im
linken Bein angegeben, womit auch das Knie erfasst sei. Die orthopädische
Gutachterin habe die Hubbelastung nicht geprüft, ihre Schätzung von 15 kg - dreimal
höher als diejenige von Dr. B._ - sei unzutreffend. Auch in leichten Tätigkeiten seien
Gewichte von einigen Kilogramm zu bewegen. Er verfüge über keine Ausbildung und
keine Computerkenntnisse und habe sich während seiner 29-jährigen Tätigkeit als
Hilfskoch und Möbelmonteur keine Kenntnisse aneignen können, die er in einer
leichten Tätigkeit ausserhalb des angestammten Betriebes verwerten könnte. Die von
der psychiatrischen Gutachterin festgestellte psychische Belastung sei polydisziplinär
zwingend zu berücksichtigen. Die Schlafstörungen seien zwar von der psychiatrischen
B.c.
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Erwägungen
1.
Gutachterin explizit auch bei der Arbeitsfähigkeitseinschätzung erwähnt, im
polydisziplinären Gesamtkonsens jedoch nicht berücksichtigt worden. Sein Lohn sei
auch im Jahr 2013 erhöht worden; die gesunden Mitarbeiter der M._ AG hätten im
Jahr 2014 ebenfalls eine Lohnerhöhung erhalten (act. G 6).
Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).B.d.
Am 18. November 2019 verzichtet der Beschwerdeführer auf die beantragte
mündliche Verhandlung (act. G 8).
B.e.
Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.
Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob
eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden
kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen
könnte, wenn ein Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Stellen
bestünde (ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG).
1.2.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere FachIeute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
1.3.
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2.
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V
360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
1.4.
Der Beschwerdeführer rügt die unterlassene Berücksichtigung der medizinischen
Beurteilung von PD Dr. I._ vom 2. Juni 2014 (act. G 1.6) sowie der Berichte von
Dr. K._ vom 25. August und 12. September 2016 (act. G 1.8 f.). Dadurch seien der
Untersuchungsgrundsatz sowie sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und das
Gutachten nicht vollständig.
2.1.
Der Gehörsanspruch gemäss Art. 42 ATSG umfasst unter anderem das Recht auf
Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung, auf Stellung von Beweisanträgen und auf
Prüfung aller rechtserheblichen Anträge und Stellungnahmen. Die Rechtsprechung
2.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/19
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lässt die Heilung einer nicht besonders schwerwiegenden Gehörsverletzung zu, wenn
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu
äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann
(U. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, N 15, N 25 und 29 f. zu Art. 42
ATSG, mit Verweisen). Auf die Abnahme eines Beweismittels kann sodann verzichtet
werden, wenn die zu beweisende Tatsache nicht wesentlich ist (BGE 131 I 153 E. 3
S. 157), oder wenn das Gericht aufgrund bereits abgenommener Beweise seine
Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine Überzeugung werde
durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (sog. antizipierte Beweiswürdigung,
BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148).
Hinsichtlich der Kniebeschwerden wurde zwar bereits vor der Begutachtung durch
die medexperts eine beginnende medial betonte Gonarthrose diagnostiziert und diese
offenbar durch eine Infiltration einstweilen erfolgreich behandelt (vgl. Berichte Dr. K._
vom 25. August 2016 und vom 12. September 2016 [act. G 1.8 f.]). Dieser Sachverhalt
einschliesslich der Tatsache, durch Dr. K._ behandelt worden zu sein, wurde jedoch
der Beschwerdegegnerin erst im Beschwerdeverfahren zur Kenntnis gebracht. In den
Akten finden sich keine Hinweise, aufgrund derer sich die Beschwerdegegnerin hätte
veranlasst sehen müssen, weitere Abklärungen hinsichtlich der Knie vorzunehmen. Der
Ausschluss kniender Tätigkeiten im Anforderungsprofil von Dr. B._ wurde nicht mit
Kniebeschwerden begründet; vielmehr war in dessen Bericht vom 26. Juni 2016 von
Waden- und Fussschmerzen die Rede (vgl. IV-act. 49). Die Beschwerdegegnerin hatte
somit keinen Anlass für weitere Abklärungen und hat daher den
Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt. Es greift hier vielmehr die Mitwirkungspflicht
des Beschwerdeführers in Form der Behauptungslast und Substantiierungs- bzw.
Auskunftspflicht (Art. 28 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2012,
9C_709/2011, E. 3.5.1; H.-J. Mosimann, Mitwirkungspflicht der Parteien, in: U. Kieser/
M. Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2016, Zürich, 2016,
S. 152, 156, 163). Die mit Beschwerde eingereichte medizinische Beurteilung von PD
Dr. I._ vom 2. Juni 2014 (act. G 1.6) lag sowohl der Beschwerdegegnerin
(Fremdakten, act. 1-10 f.) wie auch den Gutachtern vor (IV-act. 70-10), ebenso die
darin aufgeführten Befunde aus CT-Aufnahmen vom 24. September und 8. November
2013 sowie vom 18. Februar und 9. April 2014 (IV-act. 70-7 ff.). Zudem fertigte die
orthopädische Gutachterin eigene Röntgenbilder an (IV-act. 70-22). Auch hier liegt
somit keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder des rechtlichen Gehörs
vor. Es bestehen somit keine formellen Gründe für eine Aufhebung der angefochtenen
Verfügung. Es ist gestützt auf Art. 61 lit. c ATSG nachfolgend materiell zu prüfen, ob
2.3.
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3.
die Berichte objektive medizinische Aspekte enthalten, welche die Beweistauglichkeit
des Gutachtens in Frage zu stellen vermögen.
Als somatische Beschwerden beklagte der Beschwerdeführer anlässlich der
gutachterlichen Anamneseerhebungen vordergründig dauerhafte Schmerzen an der
LWS in unterschiedlicher Intensität und von stechendem Charakter, die ins linke Bein
ausstrahlten (IV-act. 70-19 f., 29). An der Beinaussenseite links bis zum Fussrücken
und zur Fusssohle bestehe ein immer gleichförmiger Dauerschmerz (IV-act. 70-34). Das
Heben schwererer Gegenstände und die Einnahme einer längerdauernden
gleichförmigen Körperposition, auch stundenlanges Liegen, verstärkten den
Rückenschmerz (IV-act. 70-20, 34). Weiter habe er an der linken
Unterschenkelaussenseite und am linken Fuss kein Gefühl und könne diesen nicht
richtig heben. Er leide unter dauerhaften Sensibilitätsausfällen der gesamten
Beinaussenseite links, am linken Fussrücken und an der vorderen Hälfte der linken
Fusssohle (IV-act. 70-20, 29, 34). Sodann träten oft und belastungsabhängig muskuläre
Krämpfe im linken Bein bzw. der ischiokruralen Muskulatur auf, dies auch nach
längerem Gehen, dann humple er (IV-act. 29, 34). Schliesslich beschrieb er etwa zwei-
bis dreimal wöchentlich auftretende Kopfschmerzen und eine Sehbeeinträchtigung und
Schielen des rechten Auges nach einer Verletzung im Jugendalter (IV-act. 70-19).
3.1.
3.2.
Die orthopädische Gutachterin erhob klinisch unter anderem ein vermindertes
Anheben des linken Vorfusses beim Barfussgang (IV-act. 70-21). Der Versicherte zeige
ein vermehrtes Gehen "über den Fussaussenrand", ohne hängenden Fuss, Stolpern
oder Steppergang (IV-act. 70-46). Das OSG und die Zehen links würden aktiv nicht
bewegt, im Bereich des Unterschenkels und der Fussaussenseite links sei die
Gefühlswahrnehmung vermindert (IV-act. 70-22). Mangels "Halts" mit dem linken Fuss
habe der Beschwerdeführer extreme Schwierigkeiten gehabt, sich zu setzen (IV-
act. 70-23). Weiter beschrieb sie Schmerzen in der LWS beim Kauern und einen
deutlichen Druck- und Klopfschmerz im unteren Abschnitt der LWS. Die Beweglichkeit
sei stark schmerzhaft eingeschränkt (IV-act. 70-21, 46). Im Röntgenbild der LWS vom
30. November 2016 zeigten sich fortgeschrittene mehrsegmentale Osteochondrosen
LWK 2-4 mit ventraler Spondylose und deutlicher Reduktion der Bandscheibenhöhe,
eine endplattenassoziierte Mehrsklerose der entsprechenden Wirbelkörper, eine
fortgeschrittene Arthrose der Intervertebralgelenke und eine geringgradige
Pseudoretrolisthesis LWK 3 gegenüber LWK 4 (Grad I nach Meyerding, IV-act. 70-22).
3.2.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/19
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Beurteilend hielt sie fest, aus orthopädischer Sicht bestehe ein lumbovertebrales
Schmerzsyndrom nach zweifacher Rückenoperation mit einer Minderung der
Belastbarkeit der Wirbelsäule. Der Beschwerdeführer sei für die zuletzt ausgeübte
körperlich schwere Tätigkeit im Möbeltransport seit 3. Mai 2013 nicht mehr einsetzbar.
In rückenadaptierter, leichter Tätigkeit ohne häufige Zwangshaltungen, ohne Heben
von Lasten über 15 kg bestehe orthopädischerseits seit 1. Mai 2016 (Beginn leichte
Tätigkeit bei M._) keine wesentliche Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 70-46). Die
abweichenden Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit laut Zeugnis von Dr. D._ vom
23. Juni 2016 und laut Berichten von Dr. B._ vom 22. Juni und 22. August 2016 seien
unter Berücksichtigung der neurologischen Symptomatik (Fussheberschwäche,
Rückenschmerzen, Wadenkrämpfe) erfolgt (IV-act. 70-45). Die orthopädische
Gutachterin hat die ausstrahlenden Rückenschmerzen, die Fussheberschwäche und
die Wadenkrämpfe nicht berücksichtigt, weil sie sie als dem neurologischen Fachgebiet
zugehörig betrachtet hat, was nachvollziehbar erscheint. Ihre Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit bezieht sich somit insbesondere auf die bildgebend festgestellten
Osteochondrosen, Arthrosen, die Mehrsklerosen und die Pseudoretrolisthesis und die
dadurch reduzierte Belastbarkeit der Wirbelsäule.
Hinsichtlich der Kniebeschwerden äusserte der Beschwerdeführer anlässlich der
Begutachtung keine solche, sondern beschrieb im Wesentlichen Schmerzen und
Parästhesien im Rücken und an der Unterschenkelaussenseite links. Im
orthopädischen Befund wurden beidseits reizlose Kniegelenke ohne Erguss oder
Kapselschwellung mit freiem Bewegungsausmass und Bandstabilität vermerkt (IV-
act. 70-22). Die orthopädische Gutachterin erhob demnach keine auf Gonarthrosen
hindeutenden klinischen Befunde, weshalb nachvollziehbar erscheint, dass sie keine
eigene Bildgebung vornahm. Dr. K._ diagnostizierte denn auch erst beginnende
Gonarthrosen, und die Beschwerden hatten offenbar auf die Infiltration gut
angesprochen (Berichte Dr. K._ vom 25. August und 12. September 2016,
act. G 1.8 f.). Es ist somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass im Zeitpunkt der Begutachtung und der angefochtenen Verfügung keine die
Arbeitsfähigkeit massgeblich einschränkenden Kniebeschwerden (mehr) vorlagen und
das orthopädische Teilgutachten bezüglich der Kniebeschwerden folglich nicht
unvollständig ist. Unvollständig ist das Gutachten auch nicht, was die von PD Dr. I._
im Bericht vom 2. Juni 2014 festgehaltenen fortgeschrittenen degenerativen
Veränderungen der Lendenwirbelsäule mit unter anderem eindrücklichen
Spondylarthrosen (act. G 1.6) anbelangt. Denn die Gutachterin erhob bildgebend eine
fortgeschrittene Arthrose der Intervertebralgelenke (IV-act. 70-22) und attestierte eine
3.2.2.
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qualitativ eingeschränkte Arbeitsfähigkeit aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit
der Wirbelsäule (IV-act. 70-46).
Dr. B._ führte im Bericht vom 29. Juni 2015 aus, er befürworte eine 50 %ige
Berentung des Beschwerdeführers. Er glaube nicht, dass dieser mit der vorhandenen
Parese, seiner Leibesfülle und dem Rückenschmerz längerfristig in rückenadaptierter
Tätigkeit mehr arbeiten könne (IV-act. 52-1 f.). Am 22. Juni 2016 berichtete er, der
Beschwerdeführer beklage Fuss-, Waden- und Rückenschmerzen VAS 8. Er habe eine
Fussheberschwäche, beim Heben schwerer Gegenstände über 10 kg
Rückenschmerzen und sei auch nicht länger einsatzfähig, was die Gehfähigkeit
anbelange. Auch in rückenadaptierter Tätigkeit bestehe dauerhaft eine 50 %ige
Arbeitsfähigkeit, da er nicht lange sitzen und im Sitzen keine Rotationsbewegungen
durchführen könne (IV-act. 49). Im Bericht vom 22. August 2016 legte er dar, der
Beschwerdeführer habe eine Fussheberparese links und nach längerem Sitzen, Stehen
und Heben von schweren Gegenständen Rückenschmerzen VAS 7-8. Auf Dauer sei er
auch in einer rückenadaptierten Tätigkeit nicht arbeitsfähig. Er sei schon mehrere Male
gestolpert wegen dem schwachen linken Fuss. Wegen der Hypästhesie am Fuss könne
er im Dunkeln Unebenheiten nicht ausgleichen. Wenn er nicht genau aufpasse, reisse
er sich die Haut unten an der grossen Zehe auf. Das bedeute aber auch, dass er in
unebener Umgebung sicherlich nicht arbeiten könne (IV-act. 57). Aus diesen Zitaten
geht hervor, dass Dr. B._ in seine Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Gegensatz zur
orthopädischen Gutachterin nicht nur die dem orthopädischen Fachgebiet
zuzuordnenden Beschwerden einbezog, was die Abweichung der Einschätzungen
relativiert. Sodann ist zu berücksichtigen, dass er als behandelnder Arzt in einem
auftragsrechtlichen Verhältnis zum Beschwerdeführer steht, das heisst im Zweifelsfall
eher zu dessen Gunsten aussagen wird bzw. die subjektiv vorgetragenen Beschwerden
grundsätzlich nicht in Zweifel ziehen wird (Urteil des Bundesgerichts vom
27. September 2017, 8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren Verweisen; BGE 135 V 470,
E. 4.5). Seine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vermag das
orthopädische Teilgutachten nicht objektiv zu entkräften.
3.2.3.
Der neurologische Gutachter diagnostizierte als Gesundheitsschaden mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein neuropathisch-neuralgisches Schmerzsyndrom,
eine leichte Fussheberschwäche links und neuropathische Krämpfe bei
Wurzelschädigung L5 (IV-act. 70-41). Die vom Beschwerdeführer vorgeführte
komplette Lähmung für die Hebung und Senkung des linken Fusses und der linken
Zehen und die von Dr. B._ am 22. August 2016 erneut angegebene
Fussheberschwäche M2-3 sei diskrepant zur fehlenden Atrophie der Muskulatur im
3.3.
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Seitenvergleich und zum lediglich leicht auffälligen Gangbild mit ausreichender
Abrollbewegung ohne typischen Steppergang und mit noch kurzzeitig möglichem
Einbeinzehenstand (vgl. IV-act. 70-36, 39, 40). Der Gutachter konnte entsprechend
seiner Ausführungen mithin lediglich eine leichte Fussheberparese objektivieren. Dies
erscheint anhand seiner Ausführungen nachvollziehbar. Weiter seien - so der
neurologische Experte - die Inhaltsstoffe der angegebenen Schmerzmedikamente
labordiagnostisch nicht nachweisbar gewesen, so dass davon ausgegangen werden
müsse, dass diese nicht regelmässig eingenommen würden und kein sehr deutlich
ausgeprägtes Schmerzsyndrom vorliege (IV-act. 70-39). Dass die behandelnden Ärzte
und der neurologische Gutachter nicht von derselben Intensität der Beschwerden
ausgehen, erklärt die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-
act. 70-42). Auch die neurologische Begutachtung wird folglich durch diese nicht
objektiviert in Frage gestellt.
Der Beschwerdeführer gab als dem psychiatrischen Fachgebiet zuzuordnende
Beschwerden Schlafstörungen und Nervosität an. Er sei nie psychiatrisch -
psychotherapeutisch behandelt worden (IV-act. 70-23). Die psychiatrische Gutachterin
erhob eine leichte depressive Symptomatik, einhergehend mit ausgeprägten Einschlaf-
und Durchschlafstörungen, erhöhter Reizbarkeit, sozialem Rückzug und phasenweise
auftretenden Gedanken über die Sinnlosigkeit des Lebens (IV-act. 70-25) und
diagnostizierte eine leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10:
F32.01; IV-act. 70-26). Unter Berücksichtigung des hohen Leidensdrucks und der
chronischen, organisch bedingten Schmerzen attestierte sie eine Arbeitsfähigkeit von
80 % (IV-act. 70-26 f.). Sie verneinte erkennbare Konzentrations- oder
Gedächtnisstörungen (IV-act. 70-25). Mangels einer Vergleichsgrundlage bzw. wegen
fehlender objektiver Aussagen zur Vergangenheit liessen sich zur
Persönlichkeitsentwicklung keine detaillierteren Aussagen machen (IV-act. 70-26), was
auch für den Verlauf zutrifft und sich auch darin ausdrückt, dass die Gutachterin ihre
diagnostische Beurteilung ausdrücklich auf den aktuellen Zeitpunkt beschränkt.
Weitere Abklärungen sind hier allerdings nicht möglich und in Anbetracht der Tatsache,
dass eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung auch durch den Hausarzt
offenbar nie in Betracht gezogen wurde, auch nicht angezeigt. Fraglich ist die
Einschätzung insofern, als die psychiatrische Gutachterin von einem hohen
Leidensdruck ausgeht, welchen der neurologische Gutachter aufgrund der nicht
nachgewiesenen regelmässigen Einnahme der Schmerzmedikation gerade verneint. Da
die psychiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 % sich polydisziplinär mit
derjenigen in neurologischer Hinsicht attestierten von ebenfalls 20 % nicht addiert,
kann diese Frage allerdings offen bleiben.
3.4.
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Beim Beschwerdeführer liegt ein zumindest teilweise syndromales Leiden vor, und
auch die Diagnose der leichten Depression verlangt nach der Anwendung des
strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 309; BGE 143 V 418). Soweit
insbesondere die Schmerzen und die Fussheberparese objektiviert werden können, ist
nach dem Gesagten aufgrund der klinischen neurologischen Befunde und der nicht
konsequent durchgeführten medikamentösen Schmerztherapie (vgl. E. 2.5) von einer
eher leichten funktionellen Beeinträchtigung auszugehen. Aus orthopädischer Sicht
besteht eine Gangeinschränkung, jedoch kein hängender Fuss, kein Stolpern, kein
Steppergang. Aufgrund der LWS-Probleme ist eine schwere Tätigkeit wie die bisherige
als Möbeltransporteur und -monteur nicht mehr möglich. Zumutbar sind
rückenadaptierte, leichte Tätigkeiten ohne häufige Zwangshaltungen und ohne Heben
von Lasten über 15 kg (IV-act. 70-46). Aus neurologischer Sicht sind die muskuläre
Dauerbelastbarkeit des linken Beines und die Rumpfsicherheit sowie das Sehvermögen
des rechten Auges eingeschränkt (IV-act. 70-40, 42). Aus neurologischer Betrachtung
adaptiert seien körperlich nicht belastende Tätigkeiten ohne höhere konzentrative
Anforderungen oder besondere Verantwortung (wegen der Notwendigkeit, die
Schmerzen zu tolerieren), ohne häufiges Gehen und Stehen und ohne Überwindung
von Höhendifferenzen, mit eigenbestimmter Unterbrechbarkeit und ohne höhere
visuelle Anforderungen insbesondere an das räumliche Sehen (IV-act. 70-41). Die
leichte depressive Episode ist gemäss der psychiatrischen Gutachterin als
Komorbidität zu beachten (vgl. IV-act. 70-26). Schlafapnoe und Asthma sind laut der
internistischen Gutachterin mit CPAP-Gerät bzw. medikamentös gut eingestellt, so
dass diesbezüglich keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (IV-
act. 70-29, 31 f., 33). Von Seiten der Persönlichkeit konnte keine Beeinträchtigung
festgestellt werden. Zu den Ressourcen führte die psychiatrische Gutachterin aus, als
Hauptqualitäten liessen sich, angelehnt an die Mini-ICF-App, Anpassung an Regeln
und Routinen, Anwendung fachlicher Kompetenzen, Durchhaltefähigkeit sowie
Kontaktfähigkeit erheben. Der Beschwerdeführer sei bestrebt, trotz objektiv
vorhandener körperlicher Einschränkungen seinen Arbeitsplatz zu erhalten. Während
der Untersuchung hätten keine sozialen Belastungen, die das psychische Befinden
zusätzlich negativ beeinflussen könnten, eruiert werden können. Es sei zu bezweifeln,
ob weitere Ressourcen zu mobilisieren wären. Der Versicherte werde durch seine
Familie, vor allem durch seine Ehefrau und die zu Hause lebende Tochter, unterstützt.
Er pflege intensive Kontakte zur Schwester in der Schweiz und zur Schwester und
Mutter in N._. Die Beziehung zu den Nachbarn scheine sehr gut zu sein. Ein gutes
Verhältnis zum Juniorchef zeuge von guter Kommunikationsfähigkeit, hoher Motivation
sowie Loyalität. Auch vor der Erkrankung habe der Versicherte keine besonderen
Hobbys gepflegt, die Freizeit überwiegend mit seiner Familie verbracht und sei
3.5.
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4.
sportlich nicht aktiv gewesen. Hinsichtlich der Konsistenz fand die psychiatrische
Gutachterin keine Diskrepanzen zwischen den Schilderungen der körperlichen
Symptome und dem Verhalten in der Untersuchungssituation (IV-act. 70-26). Hingegen
stellte der neurologische Gutachter Unstimmigkeiten insbesondere hinsichtlich der
gezeigten Fusslähmung und den Gangbefunden fest (vgl. E. 3.3). Sowohl aus
neurologischer als auch aus psychiatrischer Sicht liesse sich durch eine konsequente
medikamentöse Therapie eine Verbesserung der Beschwerden erreichen, was
insbesondere die psychiatrische Gutachterin in ihrer Einschätzung berücksichtigte (IV-
act. 70-39, 27). Zusammenfassend berücksichtigt das Gutachten die
Standardindikatoren ausreichend, weshalb auf die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung abzustellen ist.
Der Beschwerdeführer beantragt die Befragung von Dr. D._ und seiner selbst als
Partei zu seinen Schlafstörungen bzw. zur dadurch bewirkten gesteigerten
Ermüdbarkeit und zum Vorliegen eines ausgeprägten Morgentiefs (act. G 1-3). Der
Beschwerdeführer beschrieb die Schlafstörungen gegenüber der psychiatrischen
Gutachterin dergestalt, dass er bereits eineinhalb Stunden nach dem Einschlafen
wieder erwache, eine bis zwei Stunden im Dunkeln sitze und sich danach gegen vier
Uhr morgens wieder ins Bett begebe (IV-act. 70-23). Es ist nicht überwiegend
wahrscheinlich, dass die beantragten Befragungen detailliertere Erkenntnisse liefern
würden, welche die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen vermöchten. Weiter
beantragt er die Befragung des Geschäftsleiters der Arbeitgeberin sowie der Dres.
B._ und D._ und seiner selbst zum zumutbaren Pensum in einer angepassten
Tätigkeit wie der aktuellen im Lager seiner Arbeitgeberin (act. G 1-5, 8). Auch hierzu
haben sich die genannten Personen in ihren Berichten zu den Wesentlichen Aspekten
geäussert und es ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass die Befragungen weitere relevante Aussagen ergeben würden. Bezüglich des
Valideneinkommens erübrigt sich eine Parteibefragung, zumal dem Beschwerdeführer
gefolgt wird (s.u., E. 4.2). In antizipierter Beweiswürdigung (s.o., E. 2.2) kann daher von
den beantragten Befragungen abgesehen werden.
3.6.
Aus polydisziplinär-gutachterlicher Sicht ist der Beschwerdeführer in seiner
bisherigen Tätigkeit als Möbelauslieferer und -monteur seit dem Unfall vom 3. Mai 2013
vollständig arbeitsunfähig (IV-act. 70-48). Die Gutachter übersehen dabei aber, dass
der Beschwerdeführer nach dem Unfall die bisherige Tätigkeit weiter ausgeübt hat und
erst ab dem 26. Mai 2014 arbeitsunfähig war (Fremdakten, act. 1-5 f.; Angaben
Arbeitgeberin vom 2. Oktober 2014, IV-act. 9-3). Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1
4.1.
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lit. b IVG war somit am 26. Mai 2015 abgelaufen. Die Anmeldung zum Leistungsbezug
erfolgte am 24. September 2014, womit ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. Mai 2015
besteht (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).
Die 80 %ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten liegt gemäss Schätzung der
Gutachter seit 1. Mai 2016 vor (IV-act. 70-48). Für den Zeitraum von Mai 2015 bis April
2016 ist daher auf die echtzeitlichen Schätzungen abzustellen. Am 6. Mai 2015
berichtete Dr. B._ von seit ungefähr zehn Tagen bestehenden Wadenschmerzen (IV-
act. 52-7) und attestierte am 20. Mai 2015 "momentan" keine (IV-act. 52-3) und ab
29. Juni 2015 eine lediglich 50 %ige Arbeitsfähigkeit (Berichte vom 29. Juni 2015, IV-
act. 52-1 f., und vom 22. Juni 2016, IV-act. 49). Somit ist davon auszugehen, dass in
angepassten Tätigkeiten von Ende April bis 28. Juni 2015 eine vollständige, ab 29. Juni
2015 eine 50 %ige und ab 1. Mai 2016 eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit vorlag.
4.2.
Für den Einkommensvergleich ist das Jahr 2015 massgebend (vgl. BGE 129 V
222). Gemäss Angaben der Arbeitgeberin hätte der Beschwerdeführer im
Gesundheitsfall als Möbelauslieferer und -monteur ein Einkommen von 13 x Fr. 4'700.--
= Fr. 61'100.-- erzielt. Ein zusätzlicher Bonus von Fr. 500.-- wurde ihm 2013 erstmals
ausbezahlt und es wurden darauf AHV-Beiträge entrichtet (Lohnabrechnung
Arbeitgeberin, IV-act. 9-6 f.; Auszug aus dem individuellen Konto [IK], IV-act. 34-1).
Zusätzlich erhielt er jeweils jährlich Fr. 4'800.-- als Abgeltung für seine Tätigkeit als
Hauswart (IK-Auszug, IV-act. 34-1). Insgesamt hätte er - unter der Annahme, der Bonus
wäre ihm weiterhin ausgerichtet worden - im Jahr 2014 ein Einkommen von
Fr. 66'400.-- erzielt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Jahr
2015 resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 66'579.--. Dies entspricht dem
Valideneinkommen, zumal davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer im
Gesundheitsfall weiterhin an derselben Arbeitsstelle tätig geblieben wäre (Urteil des
Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren
Verweisen). Im Jahr 2015 erzielte der Beschwerdeführer für seine 50 %ige Tätigkeit im
Lager der bisherigen Arbeitgeberin einen Jahreslohn von 13 x Fr. 2'350.-- =
Fr. 30'500.-- (ohne Krankentaggeldzahlungen; vgl. Lohnabrechnungen, act. G1.11). Die
Massgeblichkeit des tatsächlichen Invalideneinkommens bedingt indes, dass die
Restarbeitsfähigkeit vollumfänglich ausgeschöpft wird (Urteile des Bundesgerichts vom
11. Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2, und vom 14. April 2010, 9C_310/2009,
E. 3.2). Ist dies nicht der Fall, ist vom Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung
(LSE)/Lohnentwicklung des BFS auszugehen. Dieser beträgt für das Kompetenzniveau
1, Männer, Fr. 66'633.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV 2019, Bern 2019, Anhang 2).
4.3.
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5.
Aufgrund der von Ende April bis 28. Juni 2015 bestandenen 100 %igen
Arbeitsunfähigkeit hat der Beschwerdeführer ab 1. Mai 2015 Anspruch auf eine ganze
Rente. Die vom 29. Juni 2015 bis 30. April 2016 bestandene Arbeitsfähigkeit von 50 %
schöpfte der Beschwerdeführer aus. Es ist daher von einem Valideneinkommen von
Fr. 66'579.-- und vom tatsächlichen Invalideneinkommen von Fr. 30'500.--
auszugehen, woraus ein Invaliditätsgrad von 54,2 % resultiert. Unter Berücksichtigung
von Art. 88a Abs. 1 IVV hat der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2015 Anspruch auf
eine halbe Rente.
4.4.
Seit 1. Mai 2016 ist der Beschwerdeführer in adaptierten Tätigkeiten zu 80 %
arbeitsfähig. Die Verbesserung ist ab 1. August 2016 rentenwirksam (Art. 88a Abs. 1
IVV). Da der Beschwerdeführer diese Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpft, ist das
Invalideneinkommen ab Eintritt der 80 %igen Arbeitsfähigkeit nach dem Tabellenlohn
zu bemessen. Gemäss T18 des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist ein Teilzeitabzug
von 5 % zu gewähren (2014: Fr. 5'714.-- : Fr. 6'069.-- = 94 %; 2015: Fr. 5'875.-- :
Fr. 6'130.-- = 96 %). Insgesamt erscheint in Anbetracht der verschiedenen
Einschränkungen (psychisch, Rücken und Gang) ein Tabellenlohnabzug von 10 %
angemessen. Das Invalideneinkommen beträgt somit 80 % x 90 % x Fr. 66'633.-- =
Fr. 47'975.--. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'579.-- ergibt sich ein
Invaliditätsgrad von 27,9 %. Dieser begründet keinen Rentenanspruch mehr.
4.5.
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der
Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit befristeter Wirkung vom
1. Mai bis 30. September 2015 eine ganze Rente und vom 1. Oktober 2015 bis 31. Juli
2016 eine halbe Rente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung
der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.1.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die
Beschwerde lediglich teilweise betreffend einen rückwirkenden befristeten
Rentenanspruch gutgeheissen wird, ist von einem Obsiegen zu einem Drittel
auszugehen. Dem teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlt die Beschwerdegegnerin
die Gerichtsgebühr im Umfang von Fr. 200.-- und der Beschwerdeführer im Betrag von
Fr. 400.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im
5.2.
bis
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