Decision ID: 18dc1266-94cb-4c2f-8467-eaedaabb65ab
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1972, hatte sich am 12. September 2000 erst
mals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 10/5). Mit Mitteilung vom 31. Juli 2002 stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, das Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen im Einverständnis mit der Versicherten ein, da diese weiterhin in ihrem Beruf als Pflegeassistentin tätig sein wollte (Urk. 10/28).
1.2
Am 4. März 2009 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an. Mit Verfügung vom 4. Mai 2011 sprach ihr diese bei einem In
validitätsgrad von 54 % eine befristete, vom 1. März 2008 bis 31. März 2009 laufende halbe Rente zu (Urk. 10/77; Begründungsteil Urk. 10/68). Dagegen er
hob die Versicherte beim hiesigen Sozialversicherungsgericht Beschwerde (Urk. 10/79/3). Nachdem der Versicherten im Prozess IV.2011.00621 mit Ge
richtsbeschlusses vom 17. April 2012 eine mögliche Schlechterstellung in Aus
sicht gestellt worden war (Urk. 10/92), zog sie ihre Beschwerde zurück. Das Ver
fahren wurde mit Verfügung vom 25. Mai 2012 als durch Rückzug erledigt ab
geschrieben (Urk. 10/93).
1.3
Zwischenzeitlich hatte sich die Versicherte am 16. Januar 2012 wiederum bei der IV-Stelle angemeldet (Urk. 10/87). Daraufhin holte die Verwaltung unter anderem beim Y._ ein polydisziplinäres Gut
achten ein, das am 8. Dezember 2014 erstattet wurde (Urk. 10/149). Sodann er
folgte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt (Abklärungsbericht vom 31. August 2015, Urk. 10/159). Nach durchgeführ
tem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/164; Urk. 10/174, Urk. 10/181) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 24. Mai 2016 für die Zeit ab 1. Juli 2012 bis 31. Dezember 2013 eine Viertelsrente und ab 1. Januar 2014 bis 31. Januar 2015 eine halbe Rente zu (Urk. 10/197, Urk. 10/210, Begründungsteil Urk. 10/189 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 24. Juni 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab 1. Juli 2012 eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen; eventuell sei ihr vom 1. Juli 2012 bis 31. Oktober 2014 eine Dreiviertelsrente, vom 1. November 2014 bis 30. Juni 2015 eine Viertelsrente und ab 1. Juli 2015 eine halbe Rente auszu
richten. Subeventuell sei ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. In pro
zessualer Hinsicht ersuchte die Versicherte um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1. S. 2 f.).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 5. August 2016 (Urk. 9) Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 26. August 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11).
3.
Gegen den im unfall
versicherungsrechtlichen Verfahren ergangene
n Ein
spracheentscheid
vom
3
.
Februar 2017
erhob die Beschwerdeführerin am 2
7
.
Februar 2017
ebenfalls Beschwerde am hiesigen Gericht. Das Verfahren ist unter der Nummer
U
V.201
7
.00
061
angelegt. Über die Beschwerde wurde mit Urteil vom heutigen Tag entschieden.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung betreffenden rechtlichen Grundlagen (Art. 28
und Art. 29 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung, IVG; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts, ATSG) sowie die Bestimmung über die Änderung des Renten
anspruchs bei Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu bestätigen (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invali
denversicherung, IVV) sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergege
ben (Urk. 2 Begründungsteil S. 1). Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergän
zungen, verwiesen werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend er
höht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Renten
revision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134
V
131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revi
sionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin
weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in ei
nem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild al
lenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Die
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressour
cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
Aus Gründen der
Verhältnismässigkeit
(vgl. dazu Thomas Gächter/Michael E. Meier, Praxisänderung zu Depressionen und anderen psychischen Leiden, in: Jusletter 15. Januar 2018 S. 13 Rz 56, wonach es sich dabei nicht um ein Gebot der Verhältnismässigkeit, sondern eher um die Anwendung des „Effizienzgrund
satzes" der Verwaltung handle)
kann dort von einem strukturierten Beweisver
fahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich aufgrund der konkreten Fall
umstände und der jeweiligen Beweisproblematik (BGE 143 V 418 E. 7.1 und 143 V 409 E. 4.5.3).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 24. Mai 2016 davon aus (Urk. 2; Begründungsteil), die Beschwerdeführerin sei seit Feb
ruar 2011 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Bis Oktober 2014 sei ihr aus ärztlicher Sicht keine Erwerbstätigkeit zumutbar (S. 2 oben). Seit No
vember 2014 habe sich ihr Gesundheitszustand verbessert, und es sei ihr eine leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von 80 % zumutbar (S. 2 unten, S. 4 oben).
Die Abklärungen hätten ergeben, dass sie ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Pflegeassistentin in einem Pensum von 40 % nachgehen wür
de. Die restlichen 60 % entfielen auf den Aufgabenbereich. Ohne gesundheitli
che Einschränkung sei per Januar 2014 (hypothetisch) von einer Steigerung des Arbeitspensums auf 50 %, per Januar 2015 auf ein Pensum von 60 % und per Juli 2015 auf ein solches von 70 % auszugehen (S. 3 Mitte). Dies ergebe für die Zeit ab 1. Juli 2012 (Anspruchsbeginn frühestens nach Ablauf von sechs Mona
ten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs [Anmeldung vom 17. Januar 2012]; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) bis 31. Dezember 2013 Anspruch auf eine Vier
telsrente und ab 1. Januar 2014 Anspruch auf eine halbe Rente; ab 1. Februar 2015 entfalle der Rentenanspruch (S. 2 ff.).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt (Urk. 1), es könne aus verschiedenen Gründen nicht auf das Y._-Gutachten abgestellt werden (S. 5 ff. Ziff. 11 ff.). Die Beschwerdegegnerin habe weder mit dem Y._-Gutachten noch mit dem Bericht ihres Regionalen Ärztli
chen Dienstes (RAD) eine Verbesserung des Gesundheitszustandes belegen kön
nen (S. 12 Ziff. 26). Sodann beanstandete die Beschwerdeführerin die Invalidi
tätsbemessung (S. 13 ff. Ziff. 27 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen sind Ausmass der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit und Rentenhöhe.
3.
3.1
Am 4. Oktober 2011 erstattete Dr. med. Z._, Allgemeinmedizin, ein vertrauensärztliches Gutachten im Auftrag der Pensionskasse der Beschwerde
führerin (Urk. 10/103). Dr. Z._ diagnostizierte ein complex regional pain syndrome (CRPS) I Fuss links (S. 8 oben). Deswegen sei seit Februar 2011 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (S. 9 Mitte).
3.2
Im Bericht vom 7. November 2012 (Urk. 10/108/57-58) zuhanden des Unfallver
sicherers stellte der behandelnde Arzt PD Dr. med. A._, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, im Wesentlichen folgende Diagnosen (S. 1):
-
CRPS I Fuss links
-
chronischer Eisenmangel am ehestens im Rahmen von Menorrhagien
-
persistierende belastungsabhängige Beschwerden ulno-karpal Handge
lenk rechts (dominant)
-
Opiat-Unverträglichkeit
-
Lyrica-Unverträglichkeit
Die Beschwerdeführerin habe nach einem operativen Eingriff im Februar 2011 ein CRPS I am linken Fuss entwickelt (S. 1 unten). Trotz intensiver medikamen
töser, interventioneller und physiotherapeutischer Massnahmen zeige sich ins
gesamt ein protrahierter Verlauf. Bildgebend hätten sich keine strukturellen Pa
thologien am Fuss gezeigt und eine angiologische Standortbestimmung im März 2012 habe klinisch und nicht-invasiv apparativ eine normale arterielle Ruhe
durchblutung im Bereich der unteren Extremitäten ergeben. Insgesamt leide die Beschwerdeführerin nach wie vor an vor allem sensiblen und vegetativen Ver
änderungen. Im Vordergrund stünden Belastungsschmerzen am Fuss und eine Berührungsempfindlichkeit. Daneben berichte sie über rezidivierende Schwel
lungen, Verfärbungen, Hyperhidrose und Muskelkrämpfe (S. 2 oben).
PD Dr. A._ dokumentierte ein Schonhinken links sowie eine minime Schwellung über dem Rückfuss, jedoch keine Verfärbung und keine Hyper
hidrose und Hypertrichose. Die Dorsalextension und Plantarflexion des OSG seien endgradig eingeschränkt (S. 2 „Befund”).
Die geschilderten Beschwerden seien mit einem CRPS vereinbar. Die Angaben der Beschwerdeführerin seien glaubhaft. Was das Leistungsvermögen angehe, bestehe eine definitive Arbeitsunfähigkeit als Pflegeassistentin in vollem Pen
sum (S. 2 „Beurteilung und Procedere”).
3.3
PD Dr. A._ hielt in einem weiteren Bericht vom 28. Januar 2013 einen ins
gesamt unveränderten Verlauf mit jedoch zwischenzeitlich massiver Schmerz
zunahme fest. Auf Symptomebene schildere die Beschwerdeführerin nach wie vor typische CRPS-Symptome, auf Befundebene seien bis auf die Allodynie kei
ne entsprechenden Veränderungen objektivierbar. Es sei eine neurologische Standortbestimmung vorgesehen (Urk. 10/114/12 Mitte).
3.4
Im Verlaufsbericht vom 22. Februar 2013 stellte PD Dr. A._ einen stagnie
renden Verlauf im Rahmen eines CRPS fest. Objektiv bestünden keine floriden Zeichen mehr; auf Symptomebene habe die Beschwerdeführerin über anhalten
de sensible, autonome und motorische Veränderungen berichtet. Die Ergebnisse der in der Zwischenzeit durchgeführten neurologischen Standortbestimmung seien "unauffällig" gewesen (Urk. 10/114/7).
3.5
Mit Schreiben vom 7. Februar 2014 (Urk. 10/172) zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin gab PD Dr. A._ an, die Beschwerdeführerin berichte glaubhaft, dass sie auf Symptomebene an intermittierenden Schmerzspitzen, Schwellungserscheinungen und Muskelkrämpfen leide. Auf Befundebene hätten letztmals am 9. November 2011 CRPS-typische Veränderungen erhoben werden können (S. 2 oben; vgl. dazu auch schon der Bericht vom 3. Oktober 2013, Urk. 10/149/45). In einer angepassten sitzenden Tätigkeit sei die Beschwerde
führerin mindestens zu 50 % arbeitsfähig, wobei mittel- bis längerfristig eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne (S. 2 Ziff. 5).
3.6
Am 8. Dezember 2014 wurde das polydisziplinäre Y._-Gutachten erstattet (Urk. 10/149/2-43). Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter was folgt (S. 37 f. Ziff. 5.1):
-
chronische Beschwerden an Fuss und Unterschenkel links
-
Residualbeschwerden ulno-karpales Handgelenk rechts bei Status nach distaler vollständig intraartikulärer Radiusfraktur mit Abrissfraktur des Processus styloideus ulnae, konservativ therapiert
-
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
Sodann stellten die Gutachter folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Ar
beitsfähigkeit (S. 38 Ziff. 5.2):
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
chronische Hüftbeschwerden beidseits
-
chronische ventrale Knieschmerzen beidseits
-
konstitutionell vermehrte Bandlaxizität
-
Migräne ohne Aura
-
inkomplettes metabolisches Syndrom
-
Vitamin D Mangel, substituiert
-
chronischer Eisenmangel gemäss Unterlagen
-
Status nach Ringbandspaltung A1 Digitus (Dig) V rechts bei Tendovagi
nitis stenosans am 18. Mai 2010
Aus orthopädischer Sicht würden die chronischen Beschwerden an Fuss und Unterschenkel links die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beeinflussen. In der angestammten Tätigkeit sowie jeder anderen körperlich intermittierend schweren Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen unter Wechselbelastung liege dagegen aus rein orthopädischer Sicht eine zeitliche und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit vor. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 25 kg sollte dabei vermieden werden.
Die Funktion und Kraft der rechten Hand im Seitenvergleich seien nur leicht
gradig reduziert, sodass aus handchirurgischer Sicht für eine leichtgradige, adaptierte manuelle Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Der Arbeits
rhythmus sei aufgrund des schmerzbedingten Schonverhaltens leichtgradig ver
langsamt und es seien in regelmässigen Abständen Pausen einzuhalten. Die Gewichtslimite sollte für die rechte Hand maximal 5 kg betragen, und repetitive stereotype Bewegungsabläufe seien strikte zu unterlassen.
Aus neurologischer Sicht sei schmerzbedingt aufgrund der Wirbelsäulenproble
matik von einer leichten Leistungseinbusse auszugehen.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführerin könne zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um ganztags einer ihren körperli
chen Einschränkungen angepassten Tätigkeit nachzugehen.
Aus allgemeininternistischer Sicht sei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben, und die Beschwerdeführerin mache auch keine entsprechenden Be
schwerden geltend.
Insgesamt sei aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit und jeder anderen körperlich mittelschweren oder schwer belastenden Tätigkeit festgestellt worden. Für körperlich leichte, adaptierte Tä
tigkeiten bestehe hingegen eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig umsetzbar bei vermehrtem Pausenbedarf. Die leichten Leis
tungseinbussen aus neurologischer und handchirurgischer Sicht würden sich "ergänzen", es könnten die gleichen Zeitabschnitte für Pausen und Erholung genutzt werden (S. 39 f. Ziff. 6.2).
In zeitlicher Hinsicht sei spätestens nach dem zweiten am Sprunggelenk durch
geführten Eingriff vom 14. Februar 2011 von einer andauernden Arbeitsunfä
higkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit gelte mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Untersuchungen im Oktober und November 2014. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen könne jedoch aus gutachterlicher Sicht eine lang andauernde, höhergradige Arbeitsun
fähigkeit in adaptierter Tätigkeit nach dem Oktober 2013 beziehungsweise schon vor Februar 2011 nicht nachvollzogen werden (S. 40 Ziff. 6.3).
3.7
Mit Stellungnahme vom 5. Januar 2015 hielt der RAD (Urk. 10/162/6-7) fest, es könne auf das Y._-Gutachten abgestellt werden (S. 6 oben). Von Februar 2011 bis Oktober 2014 sei für sämtliche Tätigkeiten von einer 100%igen Arbeitsunfä
higkeit auszugehen. Ab November 2014 sei gestützt auf das Gutachten von ei
ner Arbeitsunfähigkeit von 20 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (S. 7 Mitte).
3.8
PD Dr. A._ erklärte mit Schreiben vom 7. September 2015 zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, dass letztere noch immer Symptome schildere, welche mit den Restsymptomen eines CRPS vereinbar seien. Auf Be
fundebene seien entsprechende Veränderungen seit längerem nicht objektivier
bar. Im Rahmen des CRPS stelle dies keine aussergewöhnliche Situation dar, wie das im orthopädischen Gutachten (auf Seite 23) festgehalten worden sei. Es sei umstritten, wie ein solcher Zustand schlussendlich genannt werden solle. An
lässlich einer Podiumsdiskussion an einem Symposium der B._ sei man zum Schluss gekommen, dass am ehesten der Begriff eines „CRPS in partieller Remission” gelten solle (Urk. 10/173/1 Mitte).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin machte gegen die Y._-Gutachter geltend, diese seien ihr vorbefasst entgegengetreten. Insbesondere hätten sie ihr Rentenbegehrlich
keit unterstellt und ihr vorgeworfen, sie sei zu bequem, um an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten. Die offenen Unterstellungen der Gutachter fänden in den Akten keine Stütze. Daher sei das Gutachten nicht konsistent und erwe
cke den Anschein der Voreingenommenheit (Urk. 1 S. 5 ff. Ziff. 11 ff.).
4.2
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des An
scheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Miss
trauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1, 120 V 357 E. 3).
4.3
Vorliegend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die objektiv betrachtet den Anschein einer Befangenheit respektive Voreingenommenheit der
Y._
-Gutachter erwecken
könnten
.
Eine offene Unterstellung der Rentenbegehrlich
keit lässt sich weder aus der Einleitung des Gutachtens (Urk. 10/149/3 Ziff. 1.1 oben) noch aus dem psychiatrischen Teilgutachten herauslesen. Der Umstand, dass der psychiatrische Gutachter erwähnte, die Eltern der Beschwerdeführerin seien wegen körperlicher Beschwerden vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausge
schieden (Urk. 10/149/16 oben), ist weder an sich noch im Kontext, in welchem dies festgehalten wurde, als unsachlich zu werten. Insbesondere kann der Be
schwerdeführerin nicht beigepflichtet werden, es sei ihr damit offen unterstellt worden, sie wolle es „aus Faulheit/Bequemlichkeit“ ihren Eltern gleichtun (vgl. Urk. 1 S. 6 lit. a). Nichts anderes lässt sich schliesslich aus der im Gutachten un
ter „Familienanamnese/Heredität“ genannten Berufstätigkeit der Eltern der Be
schwerdeführerin ableiten (vgl. Urk. 1 S. 6 lit. a).
Weiter fasste die Beschwerdeführerin die Feststellung des psychiatrischen Gut
achters, sie habe betont, nicht mehr bereit zu sein, abends, an den Wochenen
den und an Feiertagen zu arbeiten (vgl. Urk. 10/149/16 oben), ebenfalls als Vorwurf der Bequemlichkeit auf und wertete diesen als Bestätigung der Vorein
genommenheit der Gutachter (Urk. 1 S. 6 lit. b). Sodann sei ihr von den Gutach
tern „angekreidet“ worden, dass sie sich bloss noch zu 50 % arbeitsfähig erachte (vgl. Urk. 1 S. 7 lit. c).
Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin ist dem Gutachten
in den genannten (auf Eigenangaben beruhenden) Aussagen - wie auch im Gesamten - keine
Unsachlichkeit zu entnehmen.
Es ist in der Aus
drucksweise einer Expertise angemessen und neutral und sachlich gehalten. Auch aus den Ausführungen zur Selbsteinschätzung und Selbstlimitierung lässt sich keine Voreingenommenheit ableiten (vgl. Urk. 1 S. 7 f. lit. d). Wie erwähnt kann beim Gewichten der massgebenden Umstände nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden (vorstehend E. 4.2).
5.
5.1
Sodann
entspricht das Y._-Gutachten (Urk. 10/149/2-43) den von der Recht
sprechung formulierten Kriterien (vgl. E. 1.7): Die Beschwerdeführerin wurde ih
ren geltend gemachten Beschwerden entsprechend umfassend abgeklärt; das Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen (S. 9 ff.), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (S. 9 Ziff. 3.1.1, S. 11 f. Ziff. 4.1.1.2, S. 16 ff. Ziff. 4.2.1, S. 24 f. Ziff. 4.3.1.2, S. 33 f. Ziff. 4.4.1.2) und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben (S. 3 ff. Ziff. 2). Sodann sind die Darlegungen der medi
zinischen Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die Schlussfolgerungen in der Expertise sind begründet (S. 39 ff. Ziff. 6 f.). Dem Y._-Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
5.2
Die Beschwerdeführerin kritisierte, die Y._-Gutachter hätten sich "äusserst un
klar" mit der Einschätzung von PD Dr. A._ auseinandergesetzt und würden die Diagnose eines CRPS in Abrede stellen. PD Dr. A._ sei im Unterschied zum orthopädischen Y._-Gutachter ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des CRPS, weshalb auch ab November 2014 gestützt auf die Aussagen von PD Dr. A._ von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Arbeits
tätigkeit auszugehen sei (Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 14 ff.).
Soweit die Beschwerdeführerin argumentiert, ihr behandelnder Rheumatologe sei fachlich und aufgrund seiner Tätigkeiten im Spital sowie als Lehrbeauftrag
ter besser qualifiziert zur Beurteilung der bei ihr vorliegenden Fussproblematik (Urk. 1
S. 9 f. Ziff. 17 f.),
ist ihr nicht beizupflichten. Das CRPS gilt als neurolo
gisch-orthopädisch-traumatologische Erkrankung
und
als
organischer bezie
hungsweise
körperlicher Gesundheitsschaden
(vgl. Urteil des Bundesge
richts
8C_1021/2010
vom 19. Februar 2011 E. 7). Dementsprechend ist der Y._-Gutachter Dr. med. C._ als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates in fachlicher Hinsicht durchaus be
fähigt, zur vorliegenden Fussproblematik und der diskutierten CRPS-Diagnose Stellung zu nehmen.
Angesichts der sowohl im Rahmen der Begutachtung wie auch gegenüber PD Dr. A._ geschilderten Beschwerden sowie der erhobenen Befunde ist nicht zu beanstanden, dass die Y._-Gutachter die Diagnose eines CRPS in Frage stell
ten. Der orthopädische Gutachter wies auf diese Diskrepanz im Vergleich zu den Berichten von PD Dr. A._ hin und begründete seine diagnostische Abwei
chung mit fehlenden Hinweisen auf ein CRPS bei der Befunderhebung (Urk. 10/149/22-24 Ziff. 4.2.4 und Ziff. 4.2.8). Auch PD Dr. A._ hielt in sei
nen Berichten fest, dass auf Befundebene objektivierbare CRPS-typische Verän
derungen letztmals am 9. November 2011 erhoben worden seien (vorstehend E. 3.5 sowie E. 3.8). Dass der orthopädische Y._-Gutachter PD Dr. A._ be
züglich der „dokumentierten, weitgehend blanden Befunde” (vgl. Urk. 10/149/24 oben) zustimmte, jedoch die Diagnose eines CRPS gerade vor dem Hintergrund der fehlenden CRPS-typischen Veränderungen nicht stellen konnte, stellt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keinen Widerspruch dar. PD Dr. A._ wies sodann ausdrücklich darauf hin, es sei aus medizini
scher Sicht ohnehin umstritten, wie ein derartiger Zustand, wie er bei der Be
schwerdeführerin vorliege, schlussendlich genannt werden solle (vorstehend E. 3.8).
Weiter wurden die von der Beschwerdeführerin geschilderten Fussbeschwerden und die entsprechenden klinischen Befunde nicht ignoriert, sondern im Y._-Gutachten diagnostisch als „chronische Beschwerden an Fuss und Unterschen
kel links” berücksichtigt und in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteinbezogen (vorstehend E. 3.6). Entscheidend ist sodann schlussendlich die Auswirkung der Leiden auf die Arbeitsfähigkeit, weshalb es vor diesem Hintergrund nicht aus
schlaggebend ist, ob von chronischen Fussbeschwerden oder von einem CRPS in partieller Remission (vorstehend E. 3.8) gesprochen wird.
PD Dr. A._ ging davon aus, die Beschwerdeführerin sei in einer angepass
ten, sitzenden Tätigkeit mindestens zu 50 % arbeitsfähig (vorstehend E. 3.5). Dagegen wurde im orthopädischen Teilgutachten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestiert (vorstehend E. 3.6). Die angestammte Tätigkeit im Pflegebereich erachteten sowohl der behandelnde Arzt wie auch der Gutach
ter als nicht mehr zumutbar.
Die von
PD
Dr.
A._
attestierte Arbeitsunfähig
keit ist aufgrund der Erfahrungstatsache zu relativieren, dass
be
handelnde Arzt
personen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Sodann nannte PD
Dr.
A._
keine ob
jektiv feststellbaren Gesichtspunkte, welche Zweife
l am Gutachten begründen würden.
5.3
Weiter bemängelte die Beschwerdeführerin, die vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei nicht stimmig (Urk. 1
S. 11 f. Ziff. 23).
Die Y._-Gutachter nahmen aus Sicht eines jeden Gutachters einzeln zur zumut
baren Arbeitsfähigkeit Stellung und erarbeiteten dann einen interdisziplinären Konsens. Demnach besteht aus polydisziplinärer Sicht für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 80 %, wobei diese vollschichtig umsetzbar ist bei vermehrtem Pausenbedarf (Urk. 10/149/40-41 Ziff. 6 sowie Ziff. 6.2). Entgegen der Ansicht der Beschwer
deführerin ist die polydisziplinäre Einschätzung von Arbeitsfähigkeit und Belas
tungsprofil durchaus vereinbar mit den fachspezifischen Einschätzungen und insgesamt stimmig. Die leichten Leistungseinbussen und der damit verbundene erhöhte Pausenbedarf aus neurologischer und handchirurgischer Sicht wurden berücksichtigt. Sodann wurde in der Konsensbeurteilung explizit darauf hinge
wiesen, dass sich die Leistungseinbussen ergänzten und die gleichen Zeitab
schnitte für Pausen und Erholung genutzt werden könnten (vorstehend E. 3.6).
5.4
Die Y._-Gutachter diagnostizierten eine chronische Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren, wobei dieser Diagnose ausdrücklich keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Wirkung beigemessen wurde (vorstehend E. 3.6).
Den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrem aktuellen Leiden ist zu entnehmen, dass sie an Schmerzen im Rücken und am linken Fuss leidet, weiter unter Kopfschmerzen sowie unter belastungsabhängigen Schmerzen in der rechten Hand. Bezüglich der Rücken- und Handschmerzen seien schon seit langer Zeit keine ärztlichen Behandlungen mehr durchgeführt worden. Den letz
ten Termin bezüglich Fussbeschwerden habe sie im Januar 2014 gehabt (Urk. 10/149/12 Ziff. 4.1.1.2). Aus der Schilderung der Tages- und Freizeitge
staltung geht hervor, dass sie sich um die Kinder und den Haushalt kümmert, sie kleinere Einkäufe tätigt und sehr gerne kocht. Sie sei Mitglied in einem Kir
chenchor, wobei jeweils nur vor Konzerten geprobt werde. Einmal wöchentlich besuche sie eine Pilates-Gruppe und einmal im Monat helfe sie in der Schulbib
liothek aus. An den Wochenenden hätten sie Kontakt zu Kollegen und Bekann
ten. Ihr seien die sozialen Kontakte sehr wichtig. Sie könne sich an vielen klei
nen Dingen erfreuen und sei ein kommunikativer und im Prinzip fröhlicher Mensch (Urk. 10/149/14 Mitte).
Der psychiatrische Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin habe sich noch nie in psychiatrischer oder psychologischer Behandlung befunden. Es sei einmal eine schmerzhypnotische Sitzung durchgeführt worden; eine kontinuierliche Behandlung habe wegen fehlender Bezahlung durch die Krankenkasse nicht stattgefunden. Eine psychopharmakologische Behandlung finde ebenfalls nicht statt. Bei der psychiatrischen Untersuchung sei die Stimmung ausgeglichen und heiter gewesen. Es hätten keinerlei psychopathologischen Symptome festgestellt werden können. Die Beschwerdeführerin leide gelegentlich unter leichten, schmerzbedingten Schlafstörungen. Vor diesem Hintergrund sowie dem ange
gebenen Tagesablauf schränke die Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit nicht ein (Urk. 10/149/16 Ziff. 4.1.5).
Angesichts der Darlegung des subjektiven Leidens, der Beschreibung der Tages- und Freizeitgestaltung, des offensichtlich fehlenden Leidensdrucks (praktisch keine ärztlichen, insbesondere keine psychiatrischen Behandlungen) sowie des erhobenen Befundes ist nachvollziehbar, dass der psychiatrische Gutachter kei
ne Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte. Aus den Akten ergeben sich denn auch keinerlei Hinweise, welche zu einem anderen Schluss führen würden. Da dem Y._-Gutachten voller Beweiswert zukommt (vgl. vorstehend E. 5.1), ist entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 10 f. Ziff. 21 f.)
vorliegend die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens entbehrlich (vgl. dazu vorstehend E. 1.5 letzter Absatz).
5.5
Ansonsten wurde nichts vorgetragen, was das Y._-Gutachten als nicht schlüssig erscheinen respektive in Zweifel ziehen liesse. Ebensowenig geht dergleichen aus den Akten hervor. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin – dies zugunsten der Beschwerdeführerin, zumal PD Dr. A._ be
reits im Februar 2014 eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit attestierte (vgl. vorstehend E. 3.5) - die Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit (erst) ab November 2014 als ausgewiesen erachtete. Die Rüge, die Beschwerde
gegnerin habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Urk. 1 S. 12 f. Ziff. 24 ff.), ist unbegründet.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das besagte Gut
achten abgestellt. Die bisherige Tätigkeit im Pflegebereich sowie jede andere angepasste Tätigkeit war der Beschwerdeführerin gestützt auf das Y._-Gutachten zwischen Februar 2011 und Oktober 2014 nicht mehr zumutbar. Aufgrund der erhobenen Befunde anlässlich der Untersuchungen durch die Gut
achter ist spätestens ab November 2014 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Gewichts
limite von 5 kg für die rechte Hand sowie ohne repetitive stereotype Bewe
gungsabläufe für die rechte Hand auszugehen. Diese ist vollschichtig auszuüben mit erhöhtem Pausenbedarf, wodurch sich eine Leistungseinbusse von 20 % und dadurch eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt (vorstehend E. 3.6).
6.
6.1
Zu prüfen bleiben die Auswirkungen im erwerblichen und im Haushaltsbereich.
6.2
6.2.1
Die Beschwerdegegnerin errechnete den Invaliditätsgrad mittels der (herkömm
lichen) gemischten Methode (Urk. 2 Begründungsteil S. 2 ff.). Die Beschwerde
führerin machte diesbezüglich geltend, diese Bemessungsmethode sei inzwi
schen überholt und nicht mehr anzuwenden, wobei sie auf das Urteil des Euro
päischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 in Sa
chen Di Trizio gegen Schweiz hinwies (Urk. 1 S. 13 f. Ziff. 27 f.).
6.2.2
In Nachachtung des
betreffenden EGMR-Urteils
kann die gemischte Methode nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Teilzeiterwerbstätigen keine Anwendung mehr finden, wenn allein familiäre Gründe, das heisst die Geburt eines Kindes und eine damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums, für einen Statuswechsel von "vollerwerbstätig" zu "teilerwerbstätig mit Aufgaben
bereich" sprechen und die darauf beruhende neue Invaliditätsbemessung zu ei
ner revisionsweisen Aufhebung oder Herabsetzung einer bis anhin gewährten Invalidenrente im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG führen würde (
BGE 143 I 50
und 60
;
143 V 77
E. 3.2.2 S. 80; SVR 2018 IV Nr. 1 S. 1, 9C_752/2016 vom 6. September 2017 E. 4.2, zur Publikation vorgesehen; Urteil 8C_782/2016 vom 12. Oktober 2017 E. 3). In Fällen, die – wie hier - ausserhalb dieser Kon- stellation liegen, ist die Invalidität auch weiterhin nach der gemischten Methode zu ermit
teln (
BGE 143 I 50
E.
4.4 S. 60; SVR 2017 IV Nr. 53 S. 158, 9C_615/2016 E. 5.2; Urteil 9C_232/2017 vom
3.
Oktober 2017 E. 4.3.2).
Seit dem
1.
Januar 2018 steht mit
Art.
27bis
Abs.
3 lit. a IVV in der Fassung vom
1.
Dezember 2017 ein neues Modell für die Berechnung des Invaliditäts
grades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätz
lich im Aufgabenbereich nach
Art.
7
Abs.
2 IVG betätigen, in Kraft. Im Hinblick auf eine einheitliche und rechtsgleiche Behandlung der Versicherten kann die Anwendung dieses neuen Berechnungsmodells erst ab dem Zeitpunkt des In
krafttretens dieser Bestimmung am
1.
Januar 2018 erfolgen (Urteile 9C_553/2017 vom 1
8.
Dezember 2017 E. 5 und 6.2; 8C_462/2017 vom 3
0.
Januar 2018 E. 5; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 355 des BSV vom 3
1.
Oktober 2016 [aktualisiert per 2
6.
Mai 2017]). Gemäss den allgemein gülti
gen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sind zur Beurteilung der Rechtsfolgen eines Ereignisses grundsätzlich jene Rechtssätze massgebend, welche zum Zeit
punkt der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes gültig waren, hier also zum Zeitpunkt der hypothetischen Entstehung des Rentenanspruchs
(
BGE 143 V 446
E. 3.3 S. 449;
139 V 335
E. 6.2 S. 338;
130 V 445
E. 1.2.1 S. 446 f.).
Eine Anwendung von
Art.
27bis
Abs.
3 lit. a IVV fällt deshalb im vor
liegenden Fall ausser Betracht.
Die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der gemischten Methode ist praxisgemäss nicht zu beanstanden.
6.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig
sind
, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
6.4
Die Statusfrage ist vorliegend unbestritten: Von Juli 2012 bis 31. Dezember 2013 ist von einer Erwerbstätigkeit von 40 % und einer Haushaltstätigkeit von 60 %
auszugehen
. Per 1. Januar 2014 ist eine Erwerbstätigkeit von 50 %, per 1. Januar 2015 eine solche von 60 % sowie per Juli 2015 eine Erwerbstätigkeit in einem 70 %-Pensum
anzunehmen
. Die Haushaltstätigkeit ist jeweils entspre
chend anzupassen und zu reduzieren (vgl. Urk. 1 S. 20 f. Ziff. 45 ff. sowie Urk. 2 Begründungsteil S. 3 Mitte; vgl. auch Urk. 10/176 und Urk. 10/180). Die genannte Aufteilung zwischen Erwerbs- und Haushaltstätigkeit ist mangels an
derweitiger Hinweise in den Akten nicht zu beanstanden und es ist darauf abzu
stellen.
6.5
6.5.1
In den Akten liegen zwei Haushaltsabklärungsberichte. Der erste Bericht vom 8. September 2010 hält die Ergebnisse der Erhebung vom 31. August 2010 fest (Urk. 10/58). Aufgrund der durchgeführten Abklärung resultierte eine Ein
schränkung im Haushaltsbereich von total 23.5 % (S. 4 ff. Ziff. 6.1 ff.).
Der zweite Haushaltsbericht datiert vom 31. August 2015 (Urk. 10/159). Die Erhebung erfolgte am 5. Juni 2013 (S. 1 oben). Dabei wurde ursprünglich eine Einschränkung im Haushalt von 32.8 % festgehalten. Aufgrund einer Stellung
nahme des RAD vom 5. Mai 2015, in welcher er die Überarbeitung des Haus
haltsberichts unter Berücksichtigung des Belastungsprofils gestützt auf das Y._-Gutachten empfohlen hatte, wurden die Einschränkungen am 30. Juli 2017 neu festgelegt (S. 4 oben). Es resultierte daraufhin eine Einschränkung im Haushalt von insgesamt 18.1 % (S. 4 ff. Ziff. 6.1 ff.).
6.5.2
Die dergestalt erfolgte rückwirkende Anpassung eines zwei Jahre zurückliegen
den Haushaltsberichtes gestützt auf ein medizinisches Gutachten ohne Durch
führung einer neuen Abklärung vor Ort ist fragwürdig und abzulehnen. Die von der Abklärungsperson ursprünglich erhobene Einschränkung von 32.8 % kann nicht mehr überprüft werden, da der Abklärungsbericht nur noch in der überar
beiteten Fassung vom 31. August 2015 in den Akten liegt. Die Y._-Gutachter hielten fest, es würden im Haushalt dieselben Einschränkungen (20 %) wie in einer Erwerbstätigkeit gelten (Urk. 10/149/42-43 Ziff. 4). Die Gutachter erachte
ten die Einschränkungen für den Erwerbsbereich erst ab dem Zeitpunkt der Be
gutachtung, somit ab November 2014, als ausgewiesen. Deshalb kann vorlie
gend dem Haushaltsabklärungsbericht nicht rückwirkend auf den Zeitpunkt der Erhebung vom Juni 2013 das der Beschwerdeführerin gemäss Y._-Gutachten zumutbare Belastungsprofil zugrunde gelegt werden. Es ist bis Oktober 2014 von der ursprünglich festgelegten Einschränkung im Haushaltsbereich von 32.8 % auszugehen.
Die von der Beschwerdegegnerin herangezogene Einschränkung im Haushalts
bereich von 10.86 % für die Jahre 2012 und 2013 (vgl. Urk. 2 Begründungsteil S. 2 f.) kann aufgrund der Akten nicht nachvollzogen und weder gestützt auf den Abklärungsbericht vom 8. September 2010 noch auf jenen vom 31. August 2015 begründet werden.
6.5.3
Unter Berücksichtigung des medizinisch zumutbaren Belastungsprofils ermittel
te die Abklärungsperson gemäss ihren Ausführungen vom 30. Juli 2015 neu ei
ne Einschränkung von 18.1 %. Diese ist aufgrund der Darlegungen im Abklä
rungsbericht nachvollziehbar und liegt auch im Bereich der aus Sicht der Ärzte veranschlagten Einschränkung. Nach dem Gesagten ist allerdings frühestens ab November 2014 von der tieferen Einschränkung im Haushaltsbereich auszuge
hen. Jedoch ist es für den Rentenanspruch - wie zu zeigen sein wird - unerheb
lich, ob ab November 2014 von einer Einschränkung im Haushalt von 32.8 % oder 18.1 % ausgegangen wird, da ohnehin kein rentenbegründender Invalidi
tätsgrad resultiert. Vor diesem Hintergrund erübrigen sich Weiterungen zum Abklärungsbericht, und es ist auch von einer Rückweisung zur Durchführung einer neuen Abklärung vor Ort abzusehen. Zugunsten der Beschwerdeführerin ist jedenfalls bis Oktober 2014 von einer Einschränkung im Haushalt von 32.8 % auszugehen.
6.6
6.6.1
Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im Januar 2012, weshalb der Ren
tenanspruch frühestens ab 1. Juli 2012 entstehen konnte (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Von Februar 2011 bis Oktober 2014 bestand für sämtliche Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit. Ab November 2014 ist der Beschwerdeführerin eine an
gepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar.
6.6.2
Die Beschwerdegegnerin ging unter Berücksichtigung der Nominallohnentwick
lung für das Jahr 2014 von einem Valideneinkommen von Fr. 36'101.-- bezo
gen auf ein 50 %-Pensum aus (Urk. 2 Begründungsteil S. 2 oben und S. 3 un
ten). Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. Urk. 10/187/4 Mitte mit Hinweis auf Urk. 10/161) und wurde von der Beschwerdeführerin nicht gerügt (vgl. Urk. 1 S. 14 f. Ziff. 29).
Bezogen auf ein 60 %-Pensum sowie angepasst an die Nominallohnentwicklung für im Gesundheitswesen tätige Frauen (Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen 2011-2016, lit. Q, Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen) ist im Jahr 2015 von einem Valideneinkommen von Fr. 43'451.-- (Fr. 36'101.-- : 5 x 6 x 1.003) auszugehen. Bei einer weiteren Steigerung auf ein 70 %-Pensum ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 50'693.--.
6.6.3
6.6.3.1
Bei der Festlegung des Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE
)
2012 ab. Sie zog
den Zentralwert für
Hilfsarbeiten
in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors in der Höhe von monatlich Fr. 4‘112.--
der Tabelle TA1 heran (Urk. 2 Begründungsteil S. 2 unten sowie Urk. 10/161/1 unten). Demgegenüber machte die Beschwerdeführe
rin geltend, es sei beim Invalideneinkommen bloss auf den privaten Dienstleis
tungssektor (LSE 2012, TA1, Kat. 45-96, Kompetenzniveau 1, Frauen) abzustel
len, da sich körperlich leichte Arbeiten ohne stereotype Bewegungsabläufe der rechten Hand im Sektor Produktion nicht finden würden.
Entgegen der nicht weiter begründeten Darstellung der Beschwerdeführerin ist es nicht zutreffend, dass sich nur auf dem privaten Dienstleistungssektor Tätig
keiten finden lassen, welche dem nicht allzu eingeschränkten Anforderungspro
fil der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend E. 5.5) entsprechen.
Es kann zwar – ausnahmsweise – der Lohn eines einzelnen Sektors oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfä
higkeit Rechnung zu tragen (vgl.
etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_311/2012 vom 23. August 2012 E. 4.1). Die Beschwerdeführerin vermag jedoch eine ihrem Leiden angepasste Tätigkeit in verschiedenen Bereichen auszuüben, weshalb es sich nicht rechtfertigt, einen einzelnen Sektor mit einem niedrigen Lohn heran
zuziehen.
Dementsprechend ist mit der Beschwerdegegnerin von einem Invalideneinkom
men für das Jahr 2014 von Fr. 52‘319.20 bezogen auf ein Vollzeitpensum (vgl. Urk. 10/161/1 unten) auszugehen.
6.6.3.2
Die Beschwerdegegnerin prüfte nicht, ob ein leidensbedingter Abzug zu gewäh
ren sei (vgl. Urk. 2) und nahm auch in der Beschwerdeantwort keine Stellung dazu (vgl. Urk. 9).
Demgegenüber forderte die Beschwerdeführerin den maximalen Abzug von 25 %. Sie stellte sich dabei auf den Standpunkt, die im Y._-Gutachten festge
haltenen erheblichen Einschränkungen - insbesondere aufgrund der Problema
tik an der rechten Hand, aufgrund welcher eine 20%ige Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit bestehe, und dem um 20 % verminderten Rendement aufgrund der Schmerzen im Rücken - seien zu berücksichtigen (S. 16 Ziff. 32 f.). Sodann hätten Behinderte auf dem freien und allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund der arbeits- und versicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen regelmässig einen Lohnmalus zu gewärtigen. Den - im Einzelnen genannten - anstellungsfeindli
chen Rahmenbedingungen müssten die Versicherer in jedem Fall und generell mit einem leidensbedingten Abzug begegnen - zusätzlich zu den von der Praxis bislang aufgeführten Konstellationen (S. 16 ff. Ziff. 34).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) al
lenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 E.
3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte
ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei
densbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung des
selben Gesichtspunkts führen dür
fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.1
mit Hinweisen
).
Im handchirurgischen Teilgutachten des Y._ wurde festgehalten, die Funktion und Kraft der rechten Hand sei im Seitenvergleich nur leichtgradig reduziert, sodass eine leichtgradige leidensadaptierte manuelle Tätigkeit zu einem hoch
prozentigen Teilpensum von 80 % durchaus zumutbar erscheine. Für den Haus
halt gelte die gleiche Einschätzung. Der Arbeitsrhythmus sei aufgrund des schmerzbedingten Schonverhaltens leichtgradig verlangsamt und es seien in re
gelmässigen Abständen Pausen einzuhalten. Die Gewichtslimite sollte für die rechte Hand maximal 5 kg betragen und repetitive stereotype Bewegungsabläu
fe (beispielsweise an Förderbändern) seien strikte zu unterlassen. Es sei keine Arbeit zumutbar, welche einen kräftigen Handeinsatz oder das Steigen auf Lei
tern und Gerüste erfordere (Urk. 10/149/38 Ziff. 4.4.5).
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ih
rer Beeinträchtigungen - speziell auch aus handchirurgischer Sicht - in ihrem noch möglichen Tätigkeitsspektrum eingeschränkt ist (vgl. vorstehend E. 5.5). Allerdings wurde im Gutachten explizit festgehalten, dass Funktion und Kraft der rechten Hand im Seitenvergleich lediglich leichtgradig reduziert seien. So
dann ist ihr das Heben und Tragen leichter Gewichte bis 5 kg auch immer noch möglich. Somit ist das ihr zumutbare Tätigkeitsprofil (sowohl aus handchirurgi
scher, insbesondere aber auch aus polydisziplinärer Sicht) nicht derart einge
schränkt, dass es einer faktischen Einhändigkeit oder der Beschränkung der rechten Hand als Zudienhand gleichkommen würde. Das Bundesgericht gewähr
te in Fällen mit faktischer Einhändigkeit oder dort, wo die dominante Hand praktisch nur noch als Zudienhand eingesetzt werden konnte, oftmals einen Abzug von 20 % bis 25 % (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2008 vom 17. September 2008 E. 3.3.2 f. mit Hinweisen). Es erachtete jedoch auch einen Abzug von lediglich 10 % bis 15 % als angemessen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_971/2008 vom 23. März 2009 E. 4.2.6.2 mit Hinweisen). Da der vor
liegende konkrete Fall nicht mit einer faktischen Einhändigkeit vergleichbar ist, kann jedenfalls kein maximaler Abzug zugestanden werden. Da selbst bei Ge
währung eines vorliegend verhältnismässig hohen Abzuges von 20 % ab dem 1. November 2014 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad entstünde (und er für die Zeit davor keine Auswirkung auf den Rentenanspruch hat), erübrigen sich Weiterungen dazu.
Sodann sind auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach allein schon aufgrund der anstellungsfeindlichen Rahmenbedingungen für Behinderte ein maximaler Leidensabzug zu gewähren sei, insoweit unbehelflich, als die zu berücksichtigenden Abzugskriterien (
Art und Ausmass der Behinderung, Le
bensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad
) in der Rechtsprechung klar definiert sind.
6.6.3.3
Aus medizinischer Sicht ist die Beschwerdeführerin ab November 2014 in einer angepassten Tätigkeit zumutbarerweise zu von 80 % arbeitsfähig. Wie erwähnt ist von folgenden (hypothetischen) Erwerbspensen auszugehen: Ab Juli 2012 40 %, ab Januar 2014 50 %, ab Januar 2015 60 % und ab Juli 2015 70 % (vgl. vorstehend E. 6.4).
Es ergeben sich damit - selbst wenn ein leidensbedingter Abzug von 20 % ge
währt würde (vorstehend E. 6.6.3.2) - folgende Invalideneinkommen: Bei einem 50 %-Pensum resultiert für das Jahr 2014 ein Invalideneinkommen von Fr. 20'928.-- (Fr. 52'319.20 x 0.5 x 0.8). Angepasst an die Nominallohnentwick
lung im Jahr 2015 in der Höhe von 0.5 % (Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen 2011-2016, Total) ergibt sich bei einem 60 %-Pensum ein Invalidenein
kommen von Fr. 25'239.-- (Fr. 52'319.20 x 0.6 x 1.005 x 0.8) und bei einem 70 %-Pensum ein solches von Fr. 29'445.-- (Fr. 52'319.20 x 0.7 x 1.005 x 0.8).
6.6.4
Im erwerblichen Bereich resultiert aus dem Vergleich des Valideneinkommens mit dem Invalideneinkommen Folgendes: Im Jahr 2014 ergibt sich eine Er
werbseinbusse von Fr. 15'173.-- (Fr. 36'101.-- - Fr. 20'928.--), was einer pro
zentualen Einbusse von 42.03 % entspricht. Ab Januar 2015 ergibt sich eine Einbusse von Fr. 18'212.-- (Fr. 43'451.-- - Fr. 25'239.--) respektive von 41.91 % und ab Juli 2015 resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 21'248.-- (Fr. 50'693.-- - Fr. 29'445.--) respektive von 41.92 %.
6.7
Im Erwerbs- und Haushaltsbereich ergeben sich die folgenden gewichteten Ein
schränkungen (Invaliditätsgrad Teilbereich) und daraus resultierend die folgen
den Gesamtinvaliditätsgrade (total):
Zeitraum
Bereich (Erwerbstätig
keit, ET; Haushaltstä
tigkeit HH)
Einschränkung
Invaliditäts-grad (Teil
bereich)
Invaliditäts-grad (total)
1. Juli 2012 - 31. Dezember 2013
ET 40 %
100 %
40 %
59.68 %
HH 60 %
32.8 %
19.68 %
1. Januar 2014 - 31. Oktober 2014
ET 50 %
100 %
50 %
66.4 %
HH 50 %
32.8 %
16.4 %
1. November 2014 - 31. Dezember 2014
ET 50 %
42.03 %
21.02 %
30.07 % / 37.42 %
HH 50 %
18.1 % / 32.8 %
9.05 % / 16.4 %
1. Januar 2015 - 30. Juni 2015
ET 60 %
41.91 %
25.15 %
32.39 % / 38.27 %
HH 40 %
18.1 % / 32.8 %
7.24 % / 13.12 %
ab 1. Juli 2015
ET 70 %
41.92%
29.34 %
34.77 % / 39.18 %
HH 30 %
18.1 % / 32.8 %
5.43 % / 9.84 %
Aus der tabellarischen Übersicht ergibt sich zusammenfassend, dass die Be
schwerdeführerin für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 31. Oktober 2014 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von rund 60 % respektive 66 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Ab 1. November 2014 entfällt - selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin von der höheren Einschränkung im Haushaltsbereich von 32.8 % ausgegangen würde – eine rentenbegründende Invalidität. Unter Be
rücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV ist die Dreiviertelsrente bis 31. Januar 2015 zu befristen. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
7.
7.1
Die Beschwerdeführerin ersuchte um Gewährung der unentgeltlichen Prozess
führung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt David Husmann (Urk. 1 S. 3 oben).
Die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über
das
Sozialversicherungs
gericht
(GSVGer) sind vorliegend erfüllt (vgl. Urk.
1 S. 2 und Urk. 3), weshalb der
Beschwerdeführer
in
antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung
und Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt David Husmann
zu bewilligen
sind
.
7.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
900.--
anzusetzen
.
Die Beschwerdegegnerin
sprach der Beschwerdeführerin
in der angefochtenen Ver
fügung (Urk. 2) für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 31. Dezember 2013 eine Viertelsrente und vom 1. Januar 2014 bis 31. Januar 2015 eine halbe Rente zu
. Nachdem die Beschwerdeführerin
im Hauptantrag
die Zusprache einer unbefris
teten ganzen Rente ab
1. Juli 2012
verlangt hat (Urk. 1), ihr indessen
vom 1. Juli 2012 bis 31. Januar 2015 eine befristete Dreiviertelsrente
zuzusprechen ist, unterliegt sie im hiesigen Verfahren in einem wesentlichen Umfang. Ent
sprechend sind die Gerichtskosten zu zwei Dritteln der Beschwerdeführerin und zu einem Drittel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. dazu
§
28 lit. a
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]
in Verbindung mit
Art.
106
Abs.
2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung). Die
zur Parteient
schädigung ergangene
bundesgerichtliche Rechtsprechung zum
„Überklagen“
ist nicht auf die Verteilung der Gerichtskosten im kantonalen Verfahren
übertrag
bar
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom
3.
Dezember 2010 E. 4.
1 f.
).
Infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden die der Be
schwerdeführerin auferlegten Kosten von Fr.
600
.-- einstweilen auf die Ge
richtskasse genommen. Die Beschwerdeführerin ist auf die Nachzahlungspflicht gemäss
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hinzuweisen.
7.3
Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Obwohl d
em
Haupt
b
egehren de
r Beschwerdeführerin
auf Zusprache einer ganzen unbefristeten Rente nur teilweise
entsprochen
wurde, hat
ihr
„
Überklagen
“ den Prozessauf
wand nicht wesentlich beeinflusst. Von einer Kürzung der Prozessentschädi
gung ist damit abzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt David Husmann, machte mit Honorarnote vom 24. Mai 2018 (Urk. 12/2) einen Ge
samtaufwand von 12.4 Stunden und Barauslagen von Fr. 81.85 geltend.
Dieser Aufwand ist dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache angemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter eine Entschädigung in der Höhe von
Fr. 3'034.65
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
auszurichten.