Decision ID: e5d2b45f-0415-5912-a8a2-fc3f6289134e
Year: 2015
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdeführenden reichten am 26. Juni 2014 bei der Gemeinde Thun ein
Baugesuch ein für das Erstellen einer Lärmschutzwand entlang der A._Strasse
auf der Parzelle Thun Grundbuchblatt Nr. Z._. Die Parzelle liegt teilweise in der
Zone Wohnen/Arbeiten W/A3+ und teilweise in der Uferschutzzone USZ und befindet sich
als Ganzes im Ortsbildgebiet Nr. B._. Das auf der Parzelle stehende Gebäude
2
A._Strasse 16 ist im Bauinventar als schützenswert und als Objekt mit
Situationswert eingetragen. Gegen das Bauvorhaben erhob der Berner Heimatschutz
Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 18. März 2015 erteilte die Gemeinde Thun den
Bauabschlag.
2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 14. April 2015 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen
sinngemäss die Aufhebung des Gesamtentscheides vom 18. März 2015 und die Erteilung
der Baubewilligung für die Lärmschutzwand. Sie machen insbesondere geltend, der von
der Kantonsstrasse verursachte übermässige Lärm und die Schadstoffe seien für sie und
ihre Mieter inakzeptabel. Die gegenüberliegende gut 2,3 m hohe Natursteinmauer erhöhe
den Lärm über den Alarmwert.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, holte die
Vorakten und eine Stellungnahme der Gemeinde ein. Zudem fragte es den Berner
Heimatschutz an, ob er sich am Verfahren als Partei beteiligen möchte, was dieser mit
Stellungnahme vom 6. Mai 2015 bejahte. Der Berner Heimatschutz beantragt, die
Baubewilligung sei nicht zu erteilen. Die Gemeinde hält an ihrem Bauabschlag fest. Auf die
Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung
der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
3
Einsprecher im Rahmen ihrer Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde
(Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Baugesuch abgewiesen wurde,
sind durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und daher zur
Beschwerdeführung legitimiert.
b) Eine Beschwerde muss einen Antrag enthalten und begründet werden (Art. 32 Abs. 2
VRPG3). Praxisgemäss dürfen an die Begründung keine hohen Anforderungen gestellt
werden (Verbot des überspitzten Formalismus). Es genügt jedoch nicht, bloss zu
behaupten, der angefochtene Entscheid sei falsch, sondern die Begründung muss sich
wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und
sinngemäss darauf schliessen lassen, welche Rechtsnormen oder Grundsätze der
Ermessensausübung verletzt oder inwiefern Sachverhaltselemente unrichtig oder
unvollständig festgestellt worden sind. An Eingaben von Laien werden geringere
Anforderungen gestellt, es wird aber auch von ihnen erwartet, dass sie dartun, inwiefern
und aus welchen Gründen sie dem angefochtenen Entscheid nicht zustimmen können.4
Die Beschwerdeführenden bringen vor, der von der Kantonsstrasse verursachte Lärm sei
übermässig und die schädlichen Schadstoffe seien für sie und die Mieter unakzeptabel. Die
ihrem Grundstück gegenüberliegende gut 2,3 m hohe Natursteinmauer erhöhe den Lärm
bis oder über den Alarmwert. Mit dem angefochtenen Entscheid setzen sich die
Beschwerdeführenden nicht auseinander. Sie erklären nicht, inwiefern dieser falsch sein
soll. Die Beschwerde dürfte damit auch den für die Eingabe von Laien geltenden geringen
Anforderungen an die Begründungspflicht nicht genügen. Die Frage kann jedoch offen
gelassen werden, da die Beschwerde – wie die folgenden Erwägungen zeigen – ohnehin
abzuweisen ist.
c) Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde wird eingetreten.
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 4 VGE 100.2012.36 vom 15.5.2012, E. 3.3; BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 12 und 15
4
2. Voraussetzungen der Baubewilligung
a) Ein Bauvorhaben ist zu bewilligen, wenn es den bau- und planungsrechtlichen
Vorschriften und den nach anderen Gesetzen im Baubewilligungsverfahren zu prüfenden
Vorschriften entspricht, die öffentliche Ordnung nicht gefährdet und wenn ihm keine
Hindernisse der Planung im Sinne der Art. 36 und 62 BauG entgegenstehen (Art. 2 BauG).
Auf die Erteilung einer Baubewilligung besteht damit jedenfalls in der Bauzone ein
Rechtsanspruch, sofern die anwendbaren Vorschriften eingehalten sind. Umgekehrt darf
ein Bauvorhaben, das den gesetzlichen Vorschriften nicht entspricht, nicht im ordentlichen
Verfahren bewilligt werden, sondern höchstens – auf entsprechendes Gesuch hin – im
Ausnahmebewilligungsverfahren im Sinn von Art. 26 BauG, das eine umfassende
Abwägung der betroffenen öffentlichen und privaten Interessen zulässt bzw. vorschreibt.5
b) Die von den Beschwerdeführenden geplante Lärmschutzwand kann bewilligt werden,
wenn sie die bau- und planungsrechtlichen Vorschriften einhält. Keine Voraussetzung für
die Bewilligung der Lärmschutzwand ist, dass die Lärmgrenzwerte überschritten sind und
selbst wenn dies der Fall ist, folgt daraus nicht ein Anspruch auf Bewilligung der
Lärmschutzwand. Die bestehende Lärmbelastung ist aber bei der Prüfung einer
Ausnahmebewilligung im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen.
3. Ortsbild- und Denkmalschutz
a) Das Bauvorhaben befindet sich vollständig im Ortsbildgebiet Nr. B._ und in
unmittelbarer Nähe der Uferschutzzone USZ. Darüber hinaus ist das auf der Parzelle
stehende Gebäude A._Strasse 16 im Bauinventar als schützenswert und als
Objekt mit Situationswert eingetragen.
b) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften,
Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt
die „ästhetische Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar.
Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden
5 VGE 218060 v. 27.5.2004 E. 2.3
5
Überbauung schafft, der erheblich stört. Schutzobjekt des allgemeinen Ortsbildschutzes
sind Orts- und Strassenbilder. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen,
die über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 Abs. 3 BauG).
Die Gemeinde Thun hat in Art. 5 GBR6 festgelegt, welche Anforderungen an die Qualität
des Bauens gestellt werden: Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen
mit ihrer Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht; dies betrifft insbesondere die
prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes, die
Eigenheiten des Quartiers oder die bestehende und bei Vorliegen einer entsprechenden
Planung auch die beabsichtigte Gestaltung der benachbarten Bebauung. Weiter sind nach
Art. 6 Abs. 1 GBR öffentliche und private Aussenräume so zu gestalten, dass zusammen
mit den Bauten und Anlagen eine gute Gesamtwirkung entsteht. Die Bestimmungen der
Gemeinde Thun gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige
Bedeutung zu. Beim Begriff „gute Gesamtwirkung“ handelt es sich um einen unbestimmten
kommunalen Gesetzesbegriff, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen
gewissen Beurteilungsspielraum haben.
Zu berücksichtigen ist weiter, dass das Gebäude A._Strasse 16 im Bauinventar
als schützenswert und als Objekt mit Situationswert eingetragen ist. Nach Art. 10b Abs. 2
BauG dürfen schützenswerte Baudenkmäler nicht abgebrochen werden. Innere Bauteile,
Raumstrukturen und feste Ausstattungen sind ihrer Bedeutung entsprechend zu erhalten.
Zudem dürfen sie durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt werden
(Art. 10b Abs. 1 Satz 2 BauG).
c) Die Gemeinde hat für die Beurteilung des Ortsbild- und Denkmalschutzes die
Direktion Stadtentwicklung und die KDP hinzugezogen. Die Direktion Stadtentwicklung
führt in ihrem Fachbericht vom 9. Dezember 2014 aus, dass die A._Strasse
gemäss Stadtbildkonzept zu den fünf wichtigen Einfallsachsen von Thun gehöre. Die
touristische Achse sei bedeutend für die Erschliessung und die räumliche Identität im
Ortsbildgebiet Nr. B._. Der Strassenraum werde im Wesentlichen geprägt durch
Einfriedungen (Stützmauern, Zäune, Hecken), Baureihen und örtliche Zufahrten bzw.
Vorplätze von Gebäuden. Die für die Aufenthaltsqualität der Fussgänger wichtige
massstäbliche Gestaltung des öffentlichen Raumes reiche immer von Fassade zu Fassade
6 Baureglement der Stadt Thun vom 2. Juni 2002
6
und werde von Lärmschutzwänden entsprechend beeinflusst. Eine Lärmschutzwand stelle
an diesem konkreten Ort einen empfindlichen Eingriff dar. Hinter der Hecke bleibe sie
deutlich sichtbar (Höhe, Durchlässigkeit der Hecke) und beeinträchtige die
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und die Wirkung des Baudenkmals. Die
Einfallsachse sollte als einheitliche Achse gestaltet sein. Lärmschutzfragmente seien
diesem Bestreben abträglich.
Die KDP beurteilt das Bauvorhaben ebenfalls als nicht vertretbar. Sie führt in ihrem
Fachbericht vom 28. Juli 2014 aus, die geplante Lärmschutzwand weise keinen Bezug zur
räumlichen Situation und zur vorhandenen Einfriedung auf. Zudem werde das
Erscheinungsbild des qualitätvollen Gebäudes durch das Vorhaben beeinträchtigt.
d) Die Erwägungen der Fachbehörden, auf die sich auch die Gemeinde bei ihrem
Entscheid gestützt hat, überzeugen und die Beschwerdeführenden machen nicht geltend,
diese Ausführungen seien unzutreffend. Es steht damit fest, dass die geplante
Lärmschutzwand mit den Anliegen des Ortsbild- und Denkmalschutzes nicht vereinbar ist.
e) Ästhetikvorschriften haben selbständige Bedeutung und sind grundsätzlich
gleichrangig wie die übrigen Bauvorschriften. Verstösst ein Bauvorhaben gegen die
Ästhetikvorschriften, so ist es im ordentlichen Baubewilligungsverfahren unabhängig von
der Interessenlage des Baugesuchstellers nicht bewilligungsfähig.7 Eine
Interessenabwägung und damit allenfalls eine Baubewilligung wäre allenfalls auf dem
Ausnahmeweg möglich, sofern die Voraussetzungen von Art. 26 BauG erfüllt sind. In
diesem Rahmen kann eine umfassende Abwägung der betroffenen öffentlichen und
privaten Interessen stattfinden, womit gewährleistet ist, dass die verfassungsmässige
Frage nach der Verhältnismässigkeit gewahrt ist.8
Die Beschwerdeführenden haben lediglich ein Ausnahmegesuch für das Unterschreiten
des Strassenabstandes gestellt, hingegen nicht für die Abweichung von der Ästhetik. Auch
nachdem die Gemeinde in Aussicht gestellt hatte, dass gestützt auf die Begehungen mit
ihnen und der KDP sowie gestützt auf den Fachbericht der KDP vom 28. Juli 2014 keine
Bewilligung in Aussicht gestellt werden könne, reichten die Beschwerdeführenden weder
7 VGE 21724 vom 23.4.2004 E. 6 8 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 9/10 N. 7
7
eine Projektänderung noch ein Ausnahmegesuch ein. Dennoch hat die Gemeinde in ihrem
Entscheid die Interessen der Beschwerdeführenden am Lärmschutz berücksichtigt und
eine Interessenabwägung mit dem Ortsbild- und Denkmalschutz vorgenommen.
f) Die Gemeinde hat aufgrund des bei den Beschwerdeführenden eingeholten
Lärmschutzgutachtens festgehalten, dass in den relevanten Bereichen (lärmzugewandte
Nordost- und zum Teil Südostfassade) bei den entsprechenden Fenstern die Grenzwerte
nach Lärmschutzverordnung (LSV)9 überschritten seien. Diese Fenster seien bei der
erfolgten Gebäudesanierung mit Bewilligung vom 12. August 2013 lärmsaniert worden. Bei
allen anderen Fenstern seien die Grenzwerte nach Lärmgutachten nicht überschritten.
Berücksichtigt wurde im Entscheid auch, dass für das geschützte Fenster der Loggia im
Erdgeschoss auf der Südostfassade von der KDP signalisiert wurde, dass ein zusätzliches
Innenfenster geprüft werden könne, um auch dort die Situation bezüglich Lärm zu
verbessern. Weiter führte die Vorinstanz aus, dass die Lärmimmissionen im Aussenraum
nicht nach LSV beurteilt würden. Dennoch seien gemäss Lärmgutachten Messungen an
zwei Punkten ungefähr in der Mitte des Gartens durchgeführt worden.10 Die ermittelten
Werte zeigten, dass die für das Grundstück der Beschwerdeführenden geltenden
Immissionsgrenzwerte an beiden Messpunkten nicht überschritten seien.
Die Gemeinde nimmt auch Bezug auf den Vorschlag auf teilweise Ausbildung der
Lärmschutzwand mittels transparenten Elementen. Die Lärmschutzwand weise eine Höhe
von 235 bis 265 cm auf. Der Bereich ohne Glas käme bei der vorgeschlagenen Variante
mit transparenten Elementen auf eine Höhe von 155 bis 185 cm bzw. auf 185 bis 215 cm
zu stehen. Die gewünschte Sicht auf das geschützte Gebäude würde aus Sicht der
Gemeinde damit nur unwesentlich verbessert und das Ortsbild bleibe weiterhin
beeinträchtigt.
Bei der Interessenabwägung berücksichtigte die Gemeinde, dass Fenster lärmsaniert sind
und die zu schützenden Räume über Fenster an der lärmabgewandten Seite gelüftet
werden können. Für den Lärmschutz des Aussenraums bestünden in Bezug auf den
Ortsbildschutz verträglichere Varianten als die geplante Lärmschutzwand. Die Gemeinde
hat somit die Interessen der Beschwerdeführenden am Lärmschutz bei der
Interessenabwägung korrekt berücksichtigt.
9 Lärmschutz-Verordnung des Bundesrates vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) 10 Vorakten, pag. 53 und 56
8
g) Interessen, die dem Bau der Lärmschutzwand entgegen stehen, sind die Interessen
des Orts- und Denkmalschutzes: Das Bauvorhaben befindet sich in einem für den
Ortsbildschutz besonders sensiblen Bereich und das Gebäude A._Strasse 16 ist
im Bauinventar als schützenswert und mit Situationswert verzeichnet. Den Interessen des
Denkmal- und Ortsbildschutzes kommt daher besonderes Gewicht zu. Es überzeugt, dass
diese wichtige Einfallsachse von Thun einheitlich gestaltet werden soll. Die Sicht auf die
den Strassenraum prägenden Einfriedungen, Baumreihen und Vorplätze von Gebäuden
sollen an dieser Achse bewahrt werden. Mit der geplanten Lärmschutzwand würde der
Strassenraum der A._Strasse seine Einheitlichkeit verlieren. Die
Aufenthaltsqualität für die Nutzer des öffentlichen Raums würde geschmälert. Aufgrund der
Höhe der Lärmschutzwand würde auch das Erscheinungsbild des geschützten Gebäudes
A._Strasse 16 beeinträchtigt.11
Zwar würde mit der projektierten Lärmschutzwand faktisch eine erhebliche Lärmreduktion
bei der Liegenschaft A._Strasse 16 erreicht.12 Die Beschwerdeführenden haben
aber keinen Anspruch auf eine Ideallösung, die ihre privaten Interessen am Lärmschutz
bestmöglich berücksichtigt. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich andere
Lärmschutzmassnahmen verwirklichen lassen, sofern sie mit dem Ortsbild- und
Denkmalschutz zu vereinbaren sind. Vor diesem Hintergrund überzeugt die
Interessenabwägung der Vorinstanz, wonach die Interessen des Orts- und
Denkmalschutzes höher zu gewichten sind als die privaten Interessen am Errichten der
Lärmschutzwand. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
4. Kosten
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 600.-- (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1
GebV13). Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).
11 Vorakten, pag. 22 f. 12 Vorakten, pag. 52 ff. 13 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21)
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