Decision ID: f0a1a4c1-b70b-595d-8a13-3b07ef416976
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden,  der Roma, ihr Heimatland am 11. September 2006, gelangten über ihnen unbekannte Länder am 14. September 2006 in die Schweiz und stellten gleichentags Asylgesuche. Im Wesentlichen machten sie geltend, sie hätten vor ihrer Ausreise ihr ganzes Leben in Mitrovica (Kosovo) gewohnt, bevor sie mit dem Ausbruch der Kriegswirren nach Leposavic gezogen seien. Aus Angst vor Übergriffen durch Serben und Albaner hätten ihre Kinder das Haus praktisch nie verlassen, weshalb sie sich zu deren Schutz entschlossen hätten, den Kosovo zu . Bezüglich der Vorbringen im Einzelnen wird auf die Akten .
B. Mit Schreiben vom 18. April 2007 gab das BFM den  das rechtliche Gehör zu Abklärungen, wonach sie sich mit  Kindern in den Jahren 1992 bis 2005 unter Angabe anderer  in Deutschland als Asylsuchende aufgehalten und dies den schweizerischen Behörden verschwiegen hätten. Aufgrund der  Aktenlage kam das BFM überdies zum Schluss, dass sie  von Montenegro seien und bei Ablehnung des Asylgesuches ein Wegweisungsvollzug nach Montenegro angeordnet würde. Zu den Ausführungen im Einzelnen wird auf das Schreiben des BFM vom 18. April 2007 verwiesen (A39/3).
C. Mit Schreiben vom 26. April 2007 nahmen die Beschwerdeführenden Stellung und brachten im Wesentlichen vor, die Familie stamme aus dem Kosovo (Region Mitrovica), habe lediglich vor ihrer Ausreise nach Deutschland in Montenegro gelebt und seien keine Staatsangehörigen von Montenegro. Ohne eine Absicherung, dass sie von den  Behörden als Staatsangehörige dieses Landes betrachtet würden, sei eine eventuelle Rückführung dorthin nicht zumutbar, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort in den Kosovo zurückgeschickt würden.
D. Mit Verfügungen vom 24. Oktober 2008 lehnte das BFM die Asylgesu-
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che der Beschwerdeführenden ab und ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz an. Auf die Begründung wird, soweit für das vorliegende Urteil wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
E. Mit Rechtsmitteleingaben vom 22. November 2008 beantragten die  die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen und die Feststellung der Unzulässigkeit, der Unzumutbarkeit und der Unmöglichkeit des Vollzuges der Wegweisung sowie die Anordnung der vorläufigen Aufnahme.
F. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28.  2008 wurden die drei Beschwerdeverfahren aufgrund des  sachlichen und persönlichen Zusammenhangs vereinigt, der  über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt angesetzt und die Akten dem BFM zur  überwiesen. In der Zwischenverfügung wurde zudem , nach einer summarischen Prüfung der Sache scheine vorliegend die Frage im Mittelpunkt zu stehen, ob den Beschwerdeführenden eine reale Möglichkeit offensteht, den Anspruch auf Aufenthalt in Montenegro geltend zu machen und dass andernfalls die Zumutbarkeit eines Vollzuges der Wegweisung in den Kosovo in einer  zu eruieren wäre.
G. Mit Vernehmlassungen des BFM vom 23. April 2009 wurde die  der Beschwerden beantragt und ausgeführt, es seien  durch die Schweizer Botschaft in Pristina veranlasst und interne Abklärungen zu den Rückkehrmöglichkeiten der  nach Montenegro durchgeführt worden. Die Abklärungen der Schweizer Vertretung in Pristina hätten ergeben, dass die  Rom seien, der Familienvater aus Montenegro und dessen Ehefrau aus dem Kosovo stammten, sie offenbar seit etwa zwanzig Jahren nicht mehr im Kosovo gewesen seien und vor dem Hintergrund der weiteren Abklärungen eine Rückkehr der  in den Kosovo unzumutbar erscheine. Aufgrund der  sei davon auszugehen, dass der Familienvater in Montenegro  wurde, dort aufgewachsen sei, sich höchstwahrscheinlich von 1965 bis 1992 dort aufgehalten habe und montenegrinischer Staatsan-
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gehöriger sei, nach Montenegro zurückkehren und dort Wohnsitz  könne und diese Möglichkeit nach üblichem Recht auch für seine Ehefrau und die Kinder bestehe. Es sei allerdings nicht , dass die Beschwerdeführenden sich für die Erlangung der Staatsangehörigkeit der seit dem 3. Juni 2006 bestehenden Republik Montenegro und für ein Aufenthaltsrecht aktiv bemühen müssten. Im Weiteren hätten die Beschwerdeführenden mit einer in Montenegro  verheirateten Schwester der Beschwerdeführerin und ihrer  ein Beziehungsnetz, das die dortige Integration erleichtern . Unter diesen Umständen erscheine eine Rückkehr der  nach Montenegro möglich und zumutbar.
H. Mit Schreiben vom 11. Mai 2009 nahmen die Beschwerdeführenden zu den Vernehmlassungen des BFM Stellung und brachten im  vor, obwohl der Beschwerdeführer 1. in Titograd geboren sei, sei es nicht sicher, ob er Anrecht auf die montenegrinische  habe. Da es in der Schweiz keine montenegrinische Vertretung gebe, sei es schwierig, die eventuelle Staatsbürgerschaft zu klären. Zudem sei es nicht zulässig, die Beschwerdeführenden ohne  der Staatsbürgerschaft Montenegros dorthin zurückzuführen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerden und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Die Beschwerden sind form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtenen Verfügungen  berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung. Die Beschwerdeführenden sind  zur Einreichung der Beschwerden legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerden wurde - unter Vorbehalt der Erwägung 5.7 - zu Recht eingetreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Mit ihren Begehren beantragen die Beschwerdeführenden lediglich die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen im Umfang der Ziffern 4 und 5 des Dispositivs und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. Infolgedessen ist festzustellen, dass die Verfügungen des Bundesamtes vom 24. Oktober 2008 insoweit unangefochten  sind, als sie die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft, die  der Asylgesuche und die Wegweisung als solche betreffen (Dispositivziffern 1 - 3). Gegenstand des vorliegenden  bildet somit die Frage des Vollzuges der Wegweisung.
4. Eine Prüfung der Frage, ob die Voraussetzungen des  hinsichtlich des Kosovo erfüllt sind und auch eine  mit der von den Beschwerdeführenden thematisierten Situation der Roma im Kosovo kann unterbleiben. Gemäss Aktenlage ist der Beschwerdeführer 1. in Montenegro geboren und die  haben vor der Ausreise während Jahren in Montenegro gelebt. Auch nach der erfolgten Abspaltung Montenegros von Serbien ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden einen engeren Bezug zu Montenegro haben als von ihnen geltend gemacht.
Immerhin hat der Beschwerdeführer 2. mit Schreiben vom 30. April 2009 an das BFM im Rahmen einer Mitteilung seines richtigen  (12. Juli 1987) eingeräumt, er habe wie sein Vater die  von Montenegro. Zudem ersuchte er das BFM um Änderung seiner Daten und reichte mit Schreiben vom 2. Juli 2009 an das BFM eine Geburtsurkunde im Original, ausgestellt am 22. Oktober 2008 in Podgorica, zu den Akten.
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5.
5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der  oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
5.3 Die Vorinstanz wies in den angefochtenen Verfügungen zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche  nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden in den Herkunftsstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
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Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Montenegro dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt  nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der  Bestimmungen zulässig. Entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführenden in der Stellungnahme vom 11. Mai 2009 ist ein Vollzug der Wegweisung mit dem blossen Hinweis, die Klärung der Staatsbürgerschaft sei schwierig, nicht unzulässig, zumal sie selbst ausführen, sie müssten Geburtsurkunden erhalten, um einen  Antrag stellen zu können. Es liegt in der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführenden, sich aktiv um den Erhalt der notwendigen Papiere und einen diesbezüglichen Antrag zu kümmern (Art. 8 Abs. 4 AsylG).
Der Beschwerdeführer 2. kann aufgrund der vorliegenden Akten aus Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Familienlebens) für sich keine Rechte ableiten. Im Rahmen eines Geburtseintragungsverfahrens nannte das Zivilstandsamt Wolhusen mit Schreiben vom 17. Juni 2009 an das BFM den Beschwerdeführer 2. als Vater eines gemeinsamen Kindes mit einer in der Schweiz vorläufig aufgenommenen Mutter mit serbischer Staatsangehörigkeit. Alleine aus diesem Umstand kann der Beschwerdeführer 2. klarerweise keine Ansprüche aus Art. 8 EMRK gegenüber der Schweiz und daraus keine Gründe ableiten, die gegen die Wegweisung aus der Schweiz sprächen, zumal aufgrund der Aktenlage schon die Vaterschaft des Beschwerdeführers 2. nicht erstellt ist. Der Vollzug der Wegweisung ist demnach auch für ihn vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Einheit der Familie als zulässig zu beurteilen.
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5.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
5.5 Die Beschwerdeführenden gehören der Ethnie der Roma an und haben vor der Ausreise während längerer Zeit im heutigen Podgorica gelebt. Der Beschwerdeführer 1. ist dort geboren und aufgewachsen. Aufgrund der generellen Situation der Roma in Montenegro kann nicht von einer Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer 1., welcher im Übrigen gut serbisch spricht und auf verschiedenen Berufen gearbeitet hat, dürfte  in der Lage sein, zumindest mittelfristig wieder ein gewisses  zu erzielen. Die beiden beschwerdeführenden  sind volljährig und es ist von ihnen zu erwarten, sich um eine wenn auch bescheidene Erwerbstätigkeit zu bemühen. Die 17jährige Tochter hat das übliche Schulalter hinter sich. Im Weiteren haben die  mit der in Montenegro lebenden verheirateten Schwester der Beschwerdeführerin und ihrer Familie ein , das die dortige Integration erleichtern würde. Vor diesem  ist die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs des  nach Montenegro und eine erneute Wohnsitznahme am  im Herkunftsland vorliegend zu bejahen.
5.6 Wie oben ausgeführt, obliegt es den Beschwerdeführenden, sich die für eine Rückkehr notwendigen Dokumente zu beschaffen,  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). Gemäss gefestigter Praxis bezüglich der Frage der Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges bleibt diese Prüfung . Nur wenn zur Zeit des Urteils klar erkennbar ist, dass der Vollzug aus technischen oder rechtlichen Gründen auf unabsehbare Zeit nicht möglich ist, ist anstelle des Vollzuges die vorläufige  anzuordnen. Die objektive Möglichkeit einer freiwilligen Heimreise steht sodann der Feststellung, ein Wegweisungsvollzug erweise sich als unmöglich, von vornherein entgegen (EMARK 2002 Nr. 23 E. 4f.).
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5.7 Auf den Antrag der Beschwerdeführenden, ihr Aufenthalt sei  auf Art. 31 AuG zu regeln, kann nicht eingetreten werden, da sie weder als Staatenlose anerkannt sind und die Frage der  vorliegend nicht Gegenstand des Verfahrens ist.
6. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtenen  Bundesrecht nicht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellen und angemessen sind (Art. 106 AsylG). Die Beschwerden sind nach dem Gesagten abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf  Fr. 1000- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]). Da die Aussichten auf ein  der Beschwerdebegehren insgesamt als aussichtslos  mussten, sind die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt, weshalb das entsprechende Gesuch  ist.
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