Decision ID: 45ff30e9-cedf-4d94-9f37-d1c68fefc690
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1961,
gelernte Büroangestellte,
arbeitete ab 1
2.
März 2007 als Verwaltungsangestellte in einem 60%-Pensum auf dem Sozialamt
Y._
.
Dr.
med
.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, schrieb
die Versicherte ab 14. respektive 20. Oktober
2009
wegen einer rezidivierenden affektiven Störung
krank (vgl.
Urk.
6/5/1-7
, 6/29
). Nachdem ein Arbeitsversuch vom 2
2.
Februar bis 8. März 2010 gescheitert war, meldete die Arbeitgeberin die Versicherte bei der Invalidenversicherung mit Formular vom 30. März 2010 zur Früherfassung (
Urk.
6/6).
Die von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, als notwen
dig erachtete Anmeldung zum Leistungsbezug
(vgl.
Urk.
6/7-8
)
datiert vom 29. April 2010 (
Urk.
6/11).
Die IV-Stelle klärte in der Folge die medizinischen und beruflichen Verhältnisse ab (
Urk.
6/13-
37). Das Arbeitsverhältnis mit der Gemeine
Y._
wurde per
30. September 2010 aufgelöst (
Urk.
6/34). Im Auftrag der IV-Stelle
unterzog
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die Versi
cherte einer Begutachtung (Gutachten vom 8. Januar 2011,
Urk.
6/67). Am
8. M
ärz 2011 erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für berufliche
Integrations
massnahmen
im Sinne eines Belastbarkeitstrainings bei der
B._
vom 7. März bis 3. Juni 2011 (
Urk.
6/76); am 6. Juni 2011 wurde die
Kostengutspra
che
auf ein anschliessendes Aufbautraining bis
2.
Dezember 2011 bei derselben Institution ausgedehnt (
Urk.
6/87, 6/89)
. Am 29. Juli 2011 wurde die Versicherte auf Veranlassung der
B._
und Überweisung von
Dr.
Z._
von Prof.
Dr.
C._
neuropsychologisch abgeklärt (
Urk.
6/106).
Nachdem die Versicherte aufgrund einer Krise die zum Ziel gesetzte Arbeitsleistung von 50
%
im Rahmen des
Aufbautrainings nicht erreicht hatte
, wurde der Eingliederungsprozess zu Gunsten einer gesundheitlichen Stabilisierung am 25. Oktober 2011 vorerst ab
geschlossen (vgl. Schlussbericht Integrationsmassnahmen vom 24. November 2011,
Urk.
6/117 und
Urk.
6/118)
. Mit Bericht vom 24. Januar 2012 erklärte
Dr.
Z._
,
dass zwischenzeitlich eine minimale Arbeitsfähigkeit von 20
%
habe erzielt werden können (
Urk.
6/121).
Am 15. Mai 2012 fand eine Haushaltsabklärung statt (Abklärungsbericht
Haus
halt
vom 1. Juni 2012,
Urk.
6/141). Nachdem die Versicherte mit Mail vom
9. Juni 2012 (
Urk.
6/129) sowie telefonisch am 14. Juni 2012 (
Urk.
6/130) dazu Stellung genommen und unter anderem die Qualifikatio
n als 60%-Erwerbstätige moniert
hatte, nahm die zuständige
Abklärungsperson
am 25. Juni 2012 dazu Stellung (
Urk.
6/143/7). Mit Vorbescheid vom 13. Juli 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten
mit, dass sie voraussichtlich ab 1. Oktober 2010 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und ab 1. Mai 2012 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung habe
(
Urk.
6/145). Den Einwand der Versicherten vom 10. September 2012 (
Urk.
6/150) hiess sie mit
Verfügung
vom 15. Februar 2013 in dem Sinne teilweise gut, als sie den Anspruch ab 1. Mai 2012 auf eine halbe Invalidenrente erhöhte (
Urk.
2/1-4).
2.
Dagegen
liess
X._
am 2
2.
März 2013 Beschwerde erheben und beantra
gen, es sei ihr ab 1. Oktober 2010 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei die Beschwerde
gegne
rin zu verpflichten, eine neue
Haushalts
abklärung
durchzuführen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Ver
nehmlassung vom 30. April 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Mit Verfügung vom
24. Oktober 2014
wurde die Pensionskasse der Gemeinde
Y._
zum Prozess beigeladen (
Urk.
8)
.
Am 4. November 2014 verzichtete diese auf eine Stellungnahme (
Urk.
9).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hat die Rechtsgrundlagen über den Rentenanspruch und dessen Beginn (Art. 28 und 29 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG), die sozialversicherungsrechtliche Qualifizierung und die soge
nannte gemischte Methode (Art. 28a IVG)
im angefochtenen Entscheid zutref
fend dargelegt. Darauf wird
ebenso verwiesen, wie auf die richtig dargelegten Rechtsgrundlagen zur Berücksichtigung einer Verbesserung der Erwerbstätigkeit oder der Fähigkeit, im Aufgabenbereich tätig zu sein (Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV).
1.2
Zu ergänzen ist, dass
die Verwaltung, u
m den Invaliditätsgrad bemessen zu können, auf Unterlagen angewiesen
ist
, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.3
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte ihren Entscheid auf die Annahme, die Beschwer
deführerin wäre im Gesundheitsfalle zu 60
%
erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt tätig. Im Erwerbsbereich ging sie ab Beginn der Wartezeit
(Oktober 2009)
bis am 24. Januar 2012 von einer vollständigen Arbeitsunfähig
keit aus, was unter Berücksichtigung des im Haushaltsbereich errechneten Teilinvaliditätsgrades von 7,88
%
zum Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
führe; ab 25. Januar 2012 sei d
ie
Beschwerdeführerin
entsprechend der Beur
teilung von
Dr.
Z._
wieder zu 20
%
arbeitsfähig, was im Erwerbsbereich einen Teilinvaliditätsgrad von 43,30
%
und insgesam
t einen solchen von 51
%
ergebe, mithin einen Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. Mai 2012
begründe
(
Urk.
2/4).
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt dagegen
im Wesentlichen
vorbringen, dass sie
schon seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen
nur
teilerwerbstätig sei. Für die Beurteilung ihrer Qualifikation dürfe nicht auf den
mehrfach
fehlerhaften Abklärungsbericht Haushalt abgestellt werden.
Die
Arbeitsfähigkeit
könne
zu
dem
nicht gestützt auf den
Bericht von
Dr.
Z._
vom 24. Januar 2012
er
hoben werden
(
Urk.
1).
2.3
Streitig ist, ob die
Beschwerdeführerin
einen höheren Rentenanspruch hat, als den
anerkannten
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
ab 1. Oktober 2010 mit
der Senkung auf e
ine halbe Rente ab 1. Mai 201
2.
Aufgrund der
Parteivorbrin
gen
und der Akten ist zunächst die Statusfrage zu prüfen
.
3.
3.1
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist - was je zur Anwendung einer andern Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was die versicherte Person - bei den im Übrigen unveränderten gegebenen Umständen - täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde.
Es ist demnach zu prüfen, ob die Versi
cherte ohne Invalidität mit Rücksicht auf die gesamten Umstände (dazu gehören die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse) vorwie
gend erwerbstätig oder im Haushalt beschäftigt wäre. Für die Beurteilung und Festlegung des von Versicherten im Gesundheitsfall
mutmasslich
ausgeübten Aufgabenbereiches sind
ausser
der finanziellen Notwendigkeit, eine Erwerbstä
tigkeit wiederaufzunehmen oder aus
zudehnen, auch allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die per
sönlichen Neigungen und Begabungen zu be
rücksichtigen. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der Versi
cherten nach
Massgabe
der allge
meinen Lebenserfahrung zu wür
digen (
BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen;
ZAK 1985 S. 468 E
. 1).
Denn Tatfragen, über die sich
gemäss
der Natur der Dinge nur Hypothesen auf
stellen lassen, beurteilen sich nach Erfahrungssätzen (
Gul
dener
,
Beweiswürdi
gung
und Beweislast nach schweizerischem Zivilprozess
recht, S. 13).
3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre
Qualifikation der Beschwerdefüh
rerin als
zu 60
%
teile
rwerbstätig
auf die Angaben der Abklärungsperson im
Abklä
rungsbericht
Haushalt
vom 1. Juni 201
2.
Unter
Ziff.
2.4 notierte Frau
D._
,
die Beschwerdeführerin habe erklärt, dass ihr Ehemann, welcher seit 2002 eine ganze Invalidenrente beziehe, unter gesundheitlichen Problemen leide, weshalb er im Haushalt nur beschränkt einsatzfähig sei. Die Haushaltsarbeit falle daher aus Sicht der Beschwerdeführerin vor allem in ihre Zuständigkeit. Um hierfür genügend Spielraum zu haben, habe sie sich entschlossen, zu 60 % zu arbeiten. Frau
D._
folgerte hieraus unter
Ziff.
2.5, dass die Beschwerdeführerin über Jahre hinweg aus persönlichen Gründen zu 60
%
gearbeitet habe und
dass sie dies
– was vor Ort bestätigt worden sei – bei guter Gesundheit weiter so
gehandhabt hätte. In der restlichen Zeit hätte sie sich ihrem Haushalt gewidmet (
Urk.
6/141/3).
Nach Zustellung des Abklärungsberichts zur Gewährung des rechtlichen
Gehörs beanstandete
die Beschwerdeführerin denselben mit
Mail
vom 9. Juni 2012 um
gehend in diversen Punkten. Unter anderem korrigierte sie die Feststellung der Abklärungsperson unter
Ziff.
2.5 dahingehend, dass die persönlichen Gründe, aus welchen sie ein 60%-Pensum ausgeübt habe
,
in der eingeschränkten Belast
barkeit gelegen hätten und sie deshalb schon sehr früh eine Teilzeittätigkeit ausgeübt habe (
Urk.
6/129/5
, 6/131
). Diese Feststellung konkretisierte sie telefo
nisch am 14. Juni 2012 dahingehend, dass
sie nicht freiwillig zu 60
%
arbeite, sondern weil ihr Gesundheitszustand nicht
mehr
zulasse. Bei voller Gesundheit würde
sie
zu 80 bi
s 100
%
arbeiten, zumal sie
keine Kinder habe (
Urk.
6/130).
Frau
D._
nahm am 25. Juni 2012 hierzu zuhanden des Protokolls Stellung und erklärte zu
Ziff.
2.5, dass die Frage der Qualifikation vor Ort klar ausdisku
tiert worden sei. Sowohl die Beschwerdeführerin wie auch ihr Ehemann seien sich einig gewesen, dass sie ihr Teilzeitpensum freiwillig gewählt habe und zwar nicht wegen der Einschränkungen, sondern wegen der Krankheit des Ehemanns (
Urk.
6/143/7).
Nachdem die zwischenzeitlich anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin im Ein
wand vom 10. September 2012 gegen den Vorbescheid vom 13. Juli 2012 (
Urk.
6/144) unter anderem hatte vorbringen lassen
, dass die Abklärungsperson 45 Minuten zu spät zum Termin erschienen sei, was zu Zeitdruck und möglich
erweise zu den diversen Missverständnissen geführt
habe
(
Urk.
6/150/4), nahm Frau
D._
am 13. Dezember 2012 neuerlich Stellung, wich dabei aber bezüg
lich Qualifikation der Beschwerdeführerin nicht von ihren
früheren
Angaben ab (
Urk.
6/154/2 f.).
3.3
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003
S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
3.4
Die
beweisrechtliche
Würdigung
des Abklärungsberichts Haushalt
für die Frage der Qualifikation bedingt angesichts der Divergenzen der Parteien und der Aktenlage zunächst eine Klär
ung des
Gesundheitszustandes der Beschwerde
führerin
,
verlangt doch die qualifizierte Erstellung eines Haushaltsberichts neben der Kenntnis der örtlic
hen und räumlichen Verhältnisse
unter anderem auch das Wissen über die medizinischen Diagnosen und sich hieraus ergeben
den Beeinträchtigungen und Behinderungen (vgl. obige E. 3.3), was gerade im Falle psychischer Krankheiten
mit
besondere
n
Schw
ierigkeiten einhergehen kann
.
Den Akten ist hierzu im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:
3.5
3.5.1
Dr.
med.
E._
,
Fachärztin für Allgemeine Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht zu
Handen
der Beschwerdegegnerin (eingegangen gemäss
Aktenver
zeichnis
am
2.
Juni 2010) eine Depression, Schlafst
örungen und multiple Aller
gien
(
Urk.
6/24/2-5).
Auf ihre Überweisung hin begab sich die Beschwerdefüh
rerin ab 20. Oktober 2009 in psychotherapeutische Behandlung zu
Dr.
Z._
.
Seine Diagnose
im Bericht vom 11. Juni 2010
lautete auf eine rezidivierende affektive Störung, derzeit mittelgradig depressiv, anamnestisch seit 1994 bestehend.
Vom 20. Oktober 2009 bis 21. Februar 2010 sei
die Beschwerdeführerin zu 100
%
, anschliessend bis 8. März 2010 - mithin während der Dauer des Arbeitsversuchs - zu 70
%
und ab 9. März 2010 bis auf Weiteres wieder zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Nach dem leider mit einem massiven Rückschlag einhergegangenen Arbeitsver
such im März 2010 habe unter Einsatz einer erhöhten Medikamentendosierung und engmaschiger psychiatrisch-psychotherapeutischer Begleitung eine leichte Besserung erreicht werden können. Ein erneuter Arbeitsversuch dürfte in weni
gen Monaten möglich sein
, jedoch könne nicht gesagt werden, ob eine
Restar
beitsfähigkeit
bestehen bleibe (
Urk.
6/29)
Dr.
A._
erstellte
sein Gutachten vom 8. Januar 2011 gestützt auf seine Untersu
chung
in
klusive Testabklärung,
die
von beiden Parteien zur Verfügung gestellte
n
Akten sowie
auf weitere,
von ihm eingeholte medizinische Berichte (
Urk.
6/67/1-4
).
Zudem legte
er seine
r Beurteilung mehrere
fremdanamnestische Auskünfte, unter anderem ein Telefongespräch mit
lic
.
phil.
F._
,
Psychothe
rapeutin SPV, vom 25. Oktober 2010
zugrunde
.
Gemäss Auskunft der Psychotherapeutin sei die Beschwerdeführerin im Jahr 1995 aufgrund
von
Problemen im Rahmen der damaligen Scheidung in ihre Behandlung gekommen. Sie habe unter Alkoholproblemen, Übergewicht und psychosomatischen Problemen gelitten. Zu Beginn der Therapie sei das Einhal
ten einer Alkoholabstinenz im Zentrum gestanden. Eine zweite
Behandlungs
phase
habe vom 11. April 1999 bis 27. November 2002 stattgefunden. Die Beschwerdeführerin habe stets Probleme gehabt, zu 100
%
einer ausserhäusli
chen Tätigkeit nachzugehen und habe ihr Pensum im Laufe der Zeit zunächst auf 80
%
, dann auf 70
%
bis letztlich auf 60
% reduziert.
Sie verfüge
nur
über
wenige Bewältigungsstrategien, sei schnell überfordert, reagiere mit Panik
-
attacken oder breche zusa
mmen.
Die Beschwerdeführerin
leide unter einer schweren narzisstischen Störung (vgl.
Urk.
6/67/19
f.).
Auch
Dr.
A._
schloss in seiner Beurteilung auf das Vorliegen einer narzissti
schen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.80). Das instabile Selbstwertgefühl der Beschwerdeführerin, die starke Beschäftigung mit ihrem persönlichen Wert,
dass sie auf Kritik oft mit intensiven Gefühlen der Wut, Scham, Demütigung, Trauer und Verzweiflung reagiere sowie ihr Streben nach Bewunderung und Anerkennung ihrer Fähigkeiten spreche für das Vorliegen dieser Störung. Bleibe die Anerkennung im Sinne einer narzisstischen Bestätigung aus, komme es bei Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung zu Verstimmungen, depres
siven Reaktionen, Aggressionen (Wut, Hassgefühle), Ängsten und Min
derwer
tigkeitsgefühlen.
Die depressiven Episoden und Panikattacken seien
in diesem Zusammenhang zu sehen, wobei aktuell eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit
telgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1)
,
und eine aktuell
geringgradig
ausgeprägte Panikstörung (ICD-10 F41.0)
vorlägen
.
Mit den Erlebnissen an der letzten Arbeitsstelle, wo sie gemäss Anamnese von ihrem Vorgesetzten kritisiert und denunziert worden sei (vgl.
Urk.
6/67/8), sei die narzisstische Persönlich
keitsstruktur
dekompensiert
(vgl. dazu
Urk.
6/67/26 und
Urk.
6/67/37 ff.)
.
A
ufgrund von
im Rahmen
der
Integrationsmassnahme in der
B._
festgestell
ten
Auffälligkeiten bezüglich Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistungen
wurde
in ärztlicher Absprache eine ne
uropsychologische Untersuchung
veran
lasst
(
Urk.
6/107). Diese führte gemäss Prof.
C._
zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin eine Leistungsminderung in der Konzentration, dem Lernen und Erinnern sowie eine kon
s
truktive
Dyspraxie
und
Dyskalkulie
zeige. Gemäss Anamnese seien diese Teilleistungsschwächen vorbestehend, zusätzlich aber
aggraviert
durch die depressive Stimmungslage
(
Urk.
6/106).
3.5.2
In Würdigung dieser Aktenlage ist gestützt auf das grundsätzlich überzeugende Gutachten von
Dr.
A._
als erstellt zu betrachten, dass die Beschwerdeführerin an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, einer rezidivierenden depressi
ven Störung, mittelgradige Episode, sowie an einer
Panikstörung leidet.
Zwar fehlten
Dr.
A._
noch die Kenntnisse über die
neuropsychologisch fest
-
ge
stellten Teilleistungsschwächen der Beschwerdeführerin.
Doch erweist sich seine Beurteilung insgesamt als nachvollziehbar begründete ärztliche Einschät
zung, der nicht nur eine eingehende Anamnese und Befunderhebung mit psychologischer Testung, sondern auch
ausführliche
Aktenkenntnis und mehrere fremdanamnestische Auskünfte zugrunde liegen.
Die Herleitung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung mit der Dekompensation im Jahr 2009 überzeugt
denn
auch im Lichte der
sorgfältig erhobenen
Anamnese
(
Urk.
6/67/6 ff.)
und korrespondiert mit der Einschätzu
ng der früheren Psychotherapeuti
n Frau
F._
.
3.6
Die Abklärungsperson Frau
D._
erstellt
e ihren Bericht in Kenntnis der
Akten
lage und dabei auch des Gutachtens von
Dr.
A._
,
auf welches sie unter Ziffer
2.4 ausdrück
lich Bezug nahm (
Urk.
6/141/3).
Weder dem
Abklärungsbe
richt
noch ihren späteren Stellungnahmen ist aber zu entnehmen, ob Frau
D._
die diversen, insbesondere arbeitsanamnestischen Angaben, wonach die Beschwerdeführerin sich
seit Jahren überfordert gefühlt
und aus diesem Grunde das Arbeitspensum laufend reduziert ha
be
(vgl. dazu
unter anderem
Urk.
6/67/7, 6/67/19), berücksichtigte.
Der Zusammenhang zwischen der Berufsbiographie und den gesundheitlichen Problemen der Beschwerdeführerin wird nicht nur im Gutachten von
Dr.
A._
thematisiert, sondern
auch
im Schlussbericht der
B._
vom 24. November 2011 (
Urk.
6/117/3 oben).
Eine explizite Auseinandersetzung mit dem Thema findet sich zudem i
m
Ver
laufsprotokoll
Berufsberatung vom 7. Dezember
2011
, in welchem bezugneh
mend auf den
B._
-
Bericht und als Schlussfolgerung aus einem Gespräch mit der Beschwerdeführerin vom 25. Oktober 2011 zur Thematik „Teilzeitpensum“ notiert wurde, dass der frühe Wechsel von Voll- auf Teilzeit aufgrund von Überforderung bereits
A
nfang der 20iger Jahre passiert sei. Die Beschwerde
führerin sei bereits früh phasenweise krankgeschrieben worden; sobald sie eine Arbeit nicht mehr habe bewältigen können, habe sie die Stelle gewechselt. Diese Strategie habe sie mehrmals erfolgreich anwenden können. Im Nachhinein sei ihr bewusst geworden, dass die kaufmännische Tätigkeit bereits damals unpas
send gewesen sei (
Urk.
6/119 insbesondere S. 3).
Die häufigen Stellenwechsel und
Pensumsreduktionen
bereits in den Jahren 1996/1997 (vgl.
Urk.
6/74/10)
finden Bestätigung in diversen Arbeitszeugnissen
und dem von der Beschwer
deführerin erstellten Lebenslauf
(
Urk.
6/74/1-19)
.
Diese wiederholten und sich deckenden Angaben zum Grund der bereits seit Jahren ausgeübten Teilzeittätigkeit
, welche in Anwendung der Beweisregel, wonach sogenannten „Aussagen der ersten Stunde“ in
beweismässiger Hinsicht grösse
res Gewicht zukommt als späteren
Darstellungen (BGE 121 V 47 E. 1a, 115 V 143 E. 8c mit Hinweisen),
entsprechend
zu
berücksichtigen
sind, hätten im Abklärungsbericht Haushalt in jedem Fall explizit Erwähnung finden und behandelt werden müssen.
Dies gilt angesichts der Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung umso mehr, zeichnet
sich
dieses Krankheitsbild doch unter anderem
durch eine Selbstwertproblematik aus, welche
mit starken
Gefühlen
der Scham
und
Stolz,
sowie
dem Wunsch nach Anerkennung und Bewunderung einhergehen kann (vgl. dazu Ausführungen von
Dr.
A._
in
Urk.
6/67/28 f.;
Barnow
,
Persönlich
keitsstörungen
: Ursachen und Behandlung, Bern 2008, S. 247
), weshalb gerade
Aussagen, welche d
ie
versicherte Person
in einem „besseren“,
zum Beispiel in einem
leistungs
- oder hilfsbereiten
Licht erscheinen lassen
, genauerer Überprü
fung bedürften.
Hinzu kommt, dass weitere, wenn auch hier nebensächliche Ungereimtheiten Zweifel an der Zuverlässigkeit der Angaben von Frau
D._
aufkommen las
sen, so der Hinweis auf das Wochenenddomizil der Eltern oder die
Rückenbe
schwerden
des Ehemannes der Beschwerdeführerin
, welche beide g
emäss Anga
ben der Beschwerdeführerin
nicht existieren
(vgl. zum Ganzen:
Urk.
6/129/5,
6/140,
6/141/2-3, 6/143/7, 6/150/4
/1-
6/154/2 f).
Selbst wenn sich
also
die Beschwerdeführerin, was von ihr bestritten wird, ent
sprechend der im Abklärungsbericht Haushalt unter
Ziff.
2.4 wiedergegeben Weise zum mutmasslichen Arbeitspensum im Gesundheitsfalle geäussert haben sollte, l
iesse
sich hieraus angesichts
der übrigen
Aktenlage nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit auf die von
der
Beschwerdegegnerin getroffene Qua
lifikation schliessen
.
Neben den wiederholten Hinweisen auf die gesund
heitlich bedingte Reduktion des Arbeitspensums
und der damit korrespondie
renden Erwerbsbiographie (vgl. dazu
auch
Urk.
1 S. 7 und dort zitierte Arbeits
zeugnisse)
sprechen auch die weiteren Umstände
dafür, dass die Beschwerde
führerin bei voller Gesundheit hochprozentig arbeiten würde.
So ist die in zweiter Ehe leben
de Beschwerdeführerin kinderlos und
b
e
wohnt mit ihrem Ehemann
eine
3,5-Zimmerwohnung auf einer Etage ohne Garten (
Urk.
6/141/4). Hinweise auf zeitlich anspruchsvolle Nebenbeschäftigungen oder
anderweitige
Verpflichtungen, welche für eine Reduktion des Arbeitspensums im Gesundheitsfalle sprechen würden, sind dem Haushaltsbericht und den übri
gen Akten nicht zu entnehmen.
Auch
die finanzielle Situation des Ehepaares
(vgl. dazu
Urk.
6/141/3
Ziff.
2.3)
spricht
für eine hochprozentig
e Erwerbstätig
keit im Gesundheitsfall. A
nlässlich des Gesprächs mit der Berufsberatung vom 2
5.
Oktober 2011
berichtete die Beschwerdeführerin
von Existenzängsten, welche sie nachts mehrfach schweissgebadet aufwachen liessen
(
Urk.
6/119/3).
In Würdigung der Aktenlage
und
der gesamten Lebensumstände
rechtfertigt es sich folglich nicht, die Beschwerdeführerin gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt als Teilerwerbstätige
zu 60
%
zu qualifizieren. Vielmehr ist mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie bei voller Gesundheit entsprechend ihrer telefonischen Angabe vom 1
4.
Juni 2012 zu 80 bis 100
%
(
Urk.
6/130), mithin durchschnittlich
zu
90
%
erwerbstätig wäre.
Zu prüfen bleibt die Auswirkung dieser Qualifikation auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
4.
4.1
Unbestritten und aufgrund der Aktenlage nicht in Frage zu stellen ist, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn des Wartejahres
ab
Oktober 2009 zunächst i
n jeglicher Erwerbst
ätigkeit arbeitsunfähig war, und dass eine vom 2
2.
Februar bis
8.
März 2010 im Zusammenhang mit dem gescheiterten Arbeitsversuch attes
tierte 30%ige Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/29/1)
bereits angesichts der kurzen Dauer derselben ohne Einfluss auf die Beurteilung bleibt (
Urk.
2/4 S. 2).
Der von
Dr.
A._
am
8.
Januar 2011
empfohlene Wiedereinstieg in Form dreier
Halbtage
pro Woche (
Urk.
6/67/29) erwies sich im Rahmen der
Integrati
onsmassnahme
bei der
B._
als nicht realisierbar; die Beschwerdeführerin
dekompensierte
vielmehr unter der Belastung
.
Die zusammenfassende Beurtei
lung
im Schlussbericht der
B._
vom 2
4.
November 2011
lautete dahinge
hend, dass zwar
die
angestrebte Präsenzzeit von vier Stunden habe aufgebaut werden können, jedoch sei eine Stabilisierung aufgrund des labilen Gesund
heitszustandes nicht möglich gewesen. Bei angepasster Tätigkeit und einer
Prä
senzzeit
von vier Stunden täglich habe die Beschwerdeführerin einen
Leistungs
g
rad
von 30
%
erreicht.
Die
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sei durch die labile Befindlichkeit stark beeinträchtigt, respektive zu diesem Zeitp
unkt nicht gege
ben (
Urk.
6/117). Dem schloss sich auch
Dr.
med.
G._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes am 2
0.
Februar
2012
an (
Urk.
6/143/6).
Bei einem Erwerbsanteil von 90
%
und vollständiger Arbeits
un
fähigkeit resul
tiert entsprechend
ein
Teilinvaliditätsgrad
im Erwerbsbereich
von 90
%
und damit
bereits ohne Berücksichtigung der Einschränkungen im Haushalt
ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab
1.
Oktober 2010
.
4.2
Strittig zwischen den Parteien ist, ob es sich rechtfertigt, auf einen Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
4.
Januar 2012, in welchem er der Beschwerdeführerin die Wiedererlangung einer minimalen Arbeitsfähigkeit von zirka 20
%
bescheinigt
e
(
Urk.
6/121), abzustellen und gestützt darauf von einer wesentlichen Verbesse
rung des Gesundheitszustandes auszugehen.
Wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwenden liess, ist dem Bericht von
Dr.
Z._
keine Begründung der angeblichen Verbesserung zu entnehmen, auch fehlen Befunde oder Angaben zum letzten Behandlungsdatum. Gemäss Aussage der Beschwerdeführerin stand sie zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts gar nicht mehr in Behandlung von
Dr.
Z._
(
Urk.
1 S. 2;
vgl. auch Verlaufsprotokoll vom
7.
Dezember 2011 betreffend Mitteilung
Therapeu
tenwechsel
,
Urk.
6/143/6).
Jedoch kann
die
Frage
nach der beweisrechtlichen Verwertbarkeit dieses Berichts
bei der gegebenen Sachlage letztlich offen bleiben
.
Ausgehend von einer 90%igen Erwerbstätigkeit resultiert unter Berücksichtigung der dem an
gefochtenen Entscheid zugrunde gelegten hypothetischen Einkommenszahlen
selbst in der
Annahme, die Beschwerdeführerin sei entsprechend den Angaben von
Dr.
Z._
ab 2
5.
Januar 2012 wieder zu 20
%
arbeitsfähig, eine über 70%ige Invalidität und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente auch ab
1.
Mai 201
2.
Das gestützt auf Arbeitgeberangaben ermittelte
, unbestritten gebliebene
hypothe
tische
Valideneinkommen
(vgl.
Urk.
1, 2/4, 6/142/1) beträgt bei einem 90%-Pensum
Fr.
71‘427.
--
(
Fr.
47‘618.-- : 6 x 9). Die Gegenüberstellung mit dem von der Beschwerdegegnerin angerechneten hypothetischen
Invalidenein
kommen
von
Fr.
13‘249.76 für ein 20%iges Pensum
(vgl.
Urk.
2/4 S. 5)
in einer angepassten Tätigkeit führt zu einer Einschränkung im Erwerbsbereich
von
8
1,5
%
und zu einem T
eilinvaliditätsgrad von über 73
%, was
ebenfalls
An
spruch auf eine ganze Rente begründet.
En
tsprechend ist die Beschwerde mit der Feststellung, dass die Beschwerde
-
führe
rin
ab
1.
Oktober 2010 Anspruch auf eine ganze Rente der Invaliden
-
versicherung hat, gutzuheissen.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
) und ermessensweise auf Fr. 700.
--
anzusetzen und nach dem Ausgang des Verfah
rens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Entsprechend hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädi
gung
. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer
Prozessentschädigung von
Fr.
2‘2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer).