Decision ID: ee87c7c5-6e7d-47db-aa66-0af8ab1e8d44
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1965
geborene
X._
, Mutter
eines Kindes (geboren 2008)
,
war
zuletzt
als Perso
nalleiterin bei der
Y._
AG
im Teilzeitpensum
angestellt
.
Per 3
1.
August 2002 wurde das Arbeitsverhältnis seitens de
r Arbeitgeberin aus
gesundheitlichen Gründen aufgelöst (
Urk.
7/6/23).
Im Jahre 1995
hatte
die Ver
sicherte einen Autounfall
erlitten
,
woraufhin sie chronische Schmerzen am gan
zen Körper beklagte (
Urk.
7/72/6)
.
Mit Datum vom 1
2.
April 2003 meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung unter Hinweis auf eine
seit 1995 stetig zunehmende
Fibromyalgie sowie Schädigung
en
im
Nacken
und
der
Knie
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2).
Die Sozialversicherun
g
s
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK
Auszug vom 2
5.
April 2003,
Urk.
7/7) sowie die Akten der
Schweizerischen Unfallversicherung
sanstalt
(SUVA) bei
(
Urk.
7/13,
Urk.
7/14
/1-166
) und tätigte berufliche (
Urk.
7/6)
und medizinische Abklärungen (
Urk.
7/
10)
. Mit Verfügung vom 1
1.
November 2003
sprach die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
70
%
mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2003
eine
ganze R
ente
zu (
Urk.
7/21
).
1.2
Nach Durchführung
zweier
amtlicher
R
evisionsverfahren
in den Jahren
2006/
200
7 (
Urk.
7/28
ff.
)
und
2008 (
Urk.
7/45
ff.)
bestätigte
die IV-Stelle
mit Mitteilung
en
vom 2
6.
Februar 2007 (
Urk.
7/34)
und
2
8.
Januar 2009 (
Urk.
7/53)
den Anspruch der Versicherten auf die bisherige Rente
mangels
renten
wirksa
mer
Veränderung der gesundheitlichen Ausgangslage
.
M
it
Ver
fügung vom
2
6.
Sep
tember 2007
verneinte sie alsdann einen Anspruch auf
Hilf
losen
ent
schä
digung
(
Urk.
7/41)
.
1.3
Am 1
7.
Februar 2011 leitete die IV-Stelle
abermals
ein amtliches
Revisionsver
fahren
ein
(
Urk.
7/56
ff.
).
Die IV-Stelle
zog einen aktuellen Auszug aus dem Individuellen Konto
(IK-Auszug vom 2
1.
Februar 2011,
Urk.
9/57)
bei
und tätigte medizinische Abklärungen
(
Urk.
7/62
ff.)
. Insbesondere veranlasste sie ein polydisziplinäres Gutachten beim
Z._
,
A._
,
welches am 26.
November 2012 erstattet wurde (
Urk.
7/72
/1-31
).
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Vorbescheid vom 1
7.
Dezember 2012
[
Urk.
7/77]; Einwand vom 3
1.
Januar 2013, mit ergänzender Begründung vom 1
1.
März 2013 [
Urk.
7/82,
Urk.
7/85]) sowie zusätzlichen medizinischen
Abklä
rungen (
Urk.
7/97)
verfügte
die IV-Stelle
am
3.
Oktober 2013
die
Rentenaufhe
bung
per Ende November 2013
zufolge einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 15
%
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch den Rechtsdienst Integra
tion Handicap, mit Datum vom
7.
November 2013 Beschwerde
und
beantragte, es sei die Verfügung vom
3.
Oktober 2013 aufzuheben
und
es seien
weitere medizinische Untersuchungen zur Feststellung der tatsächlichen Arbeits
unfähigkeit anzuordnen. Eventualiter sei ihr eine
Viertelsrente
auszu
richten (
Urk.
1 S. 2)
. Am 2
3.
Dezember 2013 schloss die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was der Beschwerdeführerin am 1
0.
Januar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Am
1
4.
Januar
2014
ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
9)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Eine fach
ärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im
Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3
ff.
).
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
destens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1
.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung)
1.6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerde
gegnerin
erwog in der angefochtenen Verfügung, aufgrund der medizinischen Abklärungen habe sich eine wesentliche Besserung des Gesund
heitszustandes gezeigt.
Seit September 2012 bestehe sowohl in der angestamm
ten als auch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
.
Die Abklärungen im Haushaltsbereich hätten sodann ergeben, dass die Beschwer
deführerin ohne Gesundheitsschaden einer 80%igen
Erwerbstätigkeit nachginge
. Die restlichen 20
%
entfielen auf den Haushaltsbereich
, wobei sich dort eine Einschränkung von 28.05
%
ergebe. Aufgrund der gemischten Methode resul
tiere ein Invaliditätsgrad von 15
%
,
wo
mit kein Ren
tenanspruch mehr bestehe (
Urk.
2
S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
monierte zunächst,
das Guta
chten des
Z._
vom 26.
November 2012 stütz
e
sich hinsichtlich der
Chon
d
ropathien
am Knie links auf ein
Magnetic
Resonance
Imaging
[MRI]
aus dem Jahr 2008 und basiere somit nicht auf einer aktuellen Befunderhebung.
Sodann sei ihr
gemäss Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
das Tragen von Gewichten über 5-10 kg
weitestgehend
unmöglich. Ebenso unmöglich seien Gehstrecken über wenige 100 m. Sitzen sei nur während 15-20 min. möglich. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Beeinträchtigungen im Nacken sei die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des rheumatologischen Gutachte
rs nicht nach
vollziehbar. Ferner
sei die neurologische Beurteilung
mangels
neuromyogra
phischer
Untersuchung
nicht vollständig
(
Urk.
7/1 S. 6ff.)
. Mit Bezug auf die
somatoforme
Schmerzstörung
hielt die Beschwerdeführerin dafür, es seien die
Foersterkriterien
erfüllt (
Urk.
7/1 S. 7-9). Schliesslich
beanstandete
sie
das von der IV-Stelle festgesetzte
I
nvalideneinkommen (
Urk.
1 S.
10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe
rin im massgeblichen Zeitraum zwischen der rechtskräftigen Verfügung vom 1
1.
November 2003,
mit
welcher der Beschwerdeführerin eine
ganze R
ente zugesprochen
wurde
, und der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2013, welche die zeitliche Grenze für den zu beurteilenden Sachverhalt bildet,
derge
stalt
verbessert
hat, dass nunmehr kein Rentenanspruch besteht.
3.
Massgeblich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Rentenverf
ügung vom
1
1.
November 2003
war
gemäss Feststellungsblatt zum B
eschluss (
Urk.
7/15
)
im Wesentlichen
d
er Bericht des
C._
vom 1
0.
Januar 2003
(
Urk.
7/1/1
21)
.
Am 28./2
9.
November 2002 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der
SWICA-Krankentaggeldversicherung
im
C._
untersucht.
Ausserdem
wurde die Beschwerdeführerin am 2
7.
November 2002 im Auftrag des
C._
von
Dr.
med.
lic
. phil.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
, psychiatrisch beurteilt (Bericht von
Dr.
D._
ans
C._
vom 2
7.
November 2002 [
Urk.
7/17-21]).
Die Ärzte des
C._
stellten in ihrem Bericht vom
10.
Januar 2003
folgende Diag
no
sen
(
Urk.
7/1/2)
:
Generalisiertes Schmerzsyndrom/Fibromyalgie mit
syndromal
klinisch schwerer gemischter Anpassungsstörung mit Störung der Gefühle und des Sozialverhaltens
Multiple Beschwerden am Bewegungsapparat, neurasthenische und vegetative Symptome, neurokognitive Funktionsstörungen
Somatisch-klinisch Retropa
tellararthrose beidseits
arthroskopisch
aus
ge
prägte Kniescheibenveränderungen (Arthroskopie 1998;
MRI
1999 Aufrauhung
retropatellär
)
Status nach
arthroskopischen
Meniskusrevisionen linksseitig 1998, rechtsseitig 1999
Status nach Autounfall mit Kontusion am Kopf sowie beider Knie am
0
6.01.1995
Flächenhafte linksparamediane bis knapp
präforaminal
reichende
Dis
kushernie
C6/7 bis knapper
Impression des
Myelons
und möglich minimer Beeinträchtigung der Nervenwurzel C7 links (MRI 15.3.2000), aktuell keine
radikuläre
Symptomatik
Bezüglich der beruflichen Tätigkeit bestehe von Seiten der Beschwerdeführerin eine pessimistisch-resignative bis aussichtslose Vorstellung.
Die klinisch-soma
ti
sche Untersuchung habe im Wesen
t
l
ichen den Befund einer diffusen und im
Wesentlichen sich über den ganzen Körper erstreckenden
Allodynie
ergeben. Von Seiten der Wirbelsäule könne eine Abflachung der Brustwirbelsäule (BWS) – Kyphose und der oberen Lendenwirbelsäule (LWS) – Lordose mit kompensa
torisch leicht verstärkter Lordose im
lumbosacralen
Bereich festgehalten wer
den. Die Globalbeweglichkeit der einzelnen
Wirbelsäulenabsc
hnitte sei durch schmerzbedingte
Bewegungseinschränkungen mit Gegenspannen nicht konklu
siv beurteilbar. Auch die Armabduktion und Elevation nach vorne w
ü
rde
n
durch die Schmerzen gehemmt, ohne dass von struktureller Seite her entspre
chende Befunde feststellbar gewesen wären. Bezüglich
der
Funktionsstörungen der Knie habe infolge der Gesamtsituation mit weitgehend nichtdurchführbaren Belastungstests keine abschliessend
e Beurteilung erfolgen können.
Die Beschwer
deführerin habe ein ausgeprägtes Schon- und Schmerzverhalten gezeigt. Es seien am ersten Tag nur w
enige Tests durchgeführt worden. D
ie funktionellen körperlichen
Limiten
seien nicht erreicht worden. Aufgrund der Beobachtungen und der sichtlichen Erschöpfung der Beschwerdeführerin sei die Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähi
gkeit (EFL) abge
brochen worden.
Das gezeigte
chronifizierte
Beschwerdebild mit der deutlichen Schmerzpräsentation könne mit dem Schweregrad der psychiatrischen Erkran
kung erklärt werden.
Verschiedene psychische beziehungsweise neuro-psychi
atrische Funktionsstörungen müssten
unter Hinweis auf den Bericht von
Dr.
D._
als beträchtlich beurteilt werden und erklärten nicht nur das Gesamtbild der Symptomatik, sondern auch deren arbeitsrelevante Bedeutung (
Urk.
7/1/3).
Im
Bericht
vom 2
7.
November 2002
zuhanden de
s
C._
hielt
Dr.
D._
im Wesentlichen
fest,
es könne
syndro
m
al
von eine
r klinisch schweren gemischten A
np
assungs
s
törung
mit Störung der Gefühle und des S
ozialverhaltens ausge
gangen werden (objektivierbare schwere depressive Psychopathologie mit Angst, subakuter Suizidalität, affektiv-emotionaler Desintegration, kognitiv-
konzentrativen
Defiziten). Der Schweregrad der Störung
werde
normativ-kate
gorial im Rahmen der Beurteilung der sozial-interaktionellen Defizite und des psychischen Energieniveaus insgesamt in Anleh
n
ung an den „strukturell-sozia
len Krankheitsbegriff“
mit der typisierenden Umgestaltung der Persönlichkeit als „erheblich“ bezeichnet. Arbeitsrelevant
würden
psychomotorische Verlang
samung, affektiv-emotionale Starrheit und ausgeprägte kognitiv-intellektuelle Defizite unter Arbeitsbelastung auf
fallen
. Aufgrund der Art de
r
Störung (OPD) sei auf eine zusätzliche faktorenanalytisch gesicherte testpsychologische Abklärung hinsichtlich der Beurteilung der prämorbiden Persönlichkeitsstörung verzichtet worden. Sodann
seien die
Handlungsenergie und –
planung
sowie Übersichtsfähigkeit berufslimitierend und im Vergleich zum prämorbiden funk
tionellen Persönlichkeitspotential sicher relevant eingeschränkt. Das psychische Energieniveau sei insgesamt sicher ausgeprägt defizitär. Die Art der
neuro
kognitiven
Befunde sei valide vereinbar mit einer sicher mittelschweren depressiven Beeinträchtigung. Vornehmlich die objektivierbare depressive Psy
chopathologie schweren Ausprägungsgrades auf dem Boden einer chronischen Schmerzsymptomatik müsse als berufs- und arbeitslimitierend beurteilt werden
. Es kämen für die normativ-kategoriale Veranschlagung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit von 100
%
vornehmlich die
psychische Wesensveränderung (F
62.1) und die anhaltende Schmerzsymptomatik mit den sekundären, negativen psychosozialen Faktoren zum Tragen (
Urk.
7
/1/18ff.
).
D
ie Ärzte
des
C._
kam
en
zum Schluss, interdisziplinär (rheumatologisch-psychi
atrisch) bestehe langfristig eine 100%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit (
Urk.
7/1/5).
4.
Im Rahmen
des
im Februar 2011 eingeleiteten
amtlichen Revisionsverfahrens
(Urk. 7/56ff.)
finden sich im Wesentlichen die nachfolgend zitierten Berichte bei den Akten:
4.1
Die behandelnde Hausärztin
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin,
stellte
im undatierten Bericht zuhanden der IV
Stelle
als Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Fibromyalgie, (2) eine beidseitige Gonarthrose
sowie (3) eine Diskushernie C
6/
7 und als Diagnosen o
hne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(1)
Retinopathia
centralis
serosa
und
(2) Rhinitis
allergica
(
Urk.
7/62/2). Aufgrund des bisherigen Krankheitsverlaufs müsse weder mit einer starken Verschlechterung noch Ver
besserung gerechnet werden. Es sei in den letzten Jahren immer wieder zu
Exa
cerbationen
der Schmerzen gekommen, die jedoch mit entsprechenden Ruhe
pausen wieder hätten
beherrscht werden können (Urk.
7/62/3).
Die bisherige Tätigkeit sei für die Beschwerdeführerin zufolge wechselnder bis immobili
sierender Muskel- und Gelenkschmerzen sowie verminderter psychischer Belast
barkeit, Konzentrationsstörungen und schneller Erschöpfung nicht mehr zumut
bar. Da die Beschwerdeführerin seit 9 Jahren nicht mehr gearbeitet habe, sei jedoch aus ärztlicher Sicht eine Beurteilung sehr schwierig. E
s müsse eine
ergänzende Abklärung
durchgeführt werden (Urk.
9/62/4).
4.2
Die beurteilenden Fachärzte
des
Z._
stellten
im
polydisziplinären (Rheumatolo
gie/Innere Medizin/Neurologie/Psychiatrie)
Gutachten
vom 26.
November 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/72/25):
Chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndr
o
m (ICD-10 M53.1)
Status nach Au
t
ounfall am 6.01.1995
Dysbalancen
der Schultergürtelmuskulatur
k
linisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
Diskushernie C6/7 ohne Neurokompression (MRI 03/2000)
r
adiologisch
Osteochondrose
C6/7
Belastungsabhängige
Gonalgien
beidseits
(ICD-10 M 25.56)
Status nach
arthroskopischer
medialer
Teilmeniskektomie
,
Patellas
having
und
Plica
Resektion links 05/1998, rechts
07/1999
k
linisch retropatellarer Verschiebe- und Anpressschmerz
r
etropatelläre
Chondropathie
Grad III links (MRI 08/08)
r
adiologisch bis auf
diskrete retropatellare Veränderungen beidseits unauffälliger Befund
Chronische Kopfschmerzen, wahrsch
ei
nlich
zervikogen
mitbedingt, zum Teil überlagert mit
migräniformen
Anteilen (ICD-10 M54.2 und G43.2)
vgl.
Chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndr
o
m (ICD-10 M53.1)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind dem Gutachten folgende Diagnosen zu entnehmen
(
Urk.
7/72/25)
:
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
generalisiertes
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
-
Ganzkörperschmerzen mit vegetativer Begleitsymptomatik
-
k
linisch, labortechnisch, radiologisch und
skelettszintigraphisch
keine Hinweise für entzündlich rheumatisches Geschehen
Adipositas,
Body Mass Index (
BMI
)
32 kg/m
2
Im Rahmen
der psychiatrischen Untersuchung
habe
die Beschwerdeführerin
eine ausgeglichene
- zuweilen heitere
-
Stimmung und keinerlei Antriebsstörungen zum Ausdruck gebracht. Sie habe guten affektiven Kontakt aufgenommen und sich differenziert ausdrücken könne
n
. Es hätten sich keine Zeichen von Kon
zentrationsschwäche
, Gedankenabreissen, Neu
l
ogismen oder Gedankenleere gezeigt. Die Merkfähigkeit und die Gedächtnisleistungen seien intakt. Wahn
haftes Denken oder Wahnvorstellungen seien ebenso wenig vorhanden wie Anhaltspunkte für illusionäre Verkennungen und akustische, optische, olfakto
rische oder taktile Halluzinationen. Sodann habe die Beschwerdeführerin
weder
Zwangsgedanken geäussert
noch
über Ängste und/oder Phobien berichtet.
Vielmehr habe die
Beschwerdeführerin explizit erwähnt, nicht unter einem
Le
bensverleider
, Suizidgedanken oder Suizidphantasien zu leiden (
Urk.
7/72/11).
Ausser der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung könne keine psy
chi
atri
sche Diagnose gestellt werden
(
Urk.
7/72/12)
.
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe nicht
. Weder sei eine
psyc
hi
atrische Komorbidität noch eine chronische körperliche Begleiterscheinung vor
handen
.
Auch handle es sich nicht um einen m
ehrjährigen,
chronifizierten
Kr
a
n
kheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne län
gerdauernde Rückbildung. Ein ausge
p
rägter sozialer Rückzug lasse sich nicht feststellen. Dass alle therapeutischen Bemühungen scheiterten, hänge wesentlich damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der ausgeprägten sub
jektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation zeige, sich trotz allfälliger Restbeschwerden aktiv um ihre Genesung zu bemühen und sich den Belastun
gen der Arbeitswelt wieder auszusetzen. Schwere lebensgeschichtliche Belastun
gen fänden sich nicht.
Aus psychiatrischer Sicht könne der Beschwerdeführerin
daher
zugemutet werden, die nötige
Willensanstrengung aufzubringen
, um
ganztags einer beruflichen Tätigkeit nach
gehen
zu können (
Urk.
7/
72/12f.
)
.
Im Rahmen der
rheumatolog
ische
n
Untersuchung
hätten sich beidseits
reizlos
e
und frei beweglich
e
Kniegelenke
gezeigt
. Hinweiszeichen für eine
n
Meniskus
schaden oder Bandinstabilitäten
gebe es nicht
. Auffällig sei
e
n
ein retropatellarer Verschiebe- und Anpressschmerz sowie ein re
tropatella
res Reiben als Hinweise für die sowohl kernspintomogra
p
hisch wie auch
a
r
throskopisch
nachgewiesene
retropatelläre
Chondro
pathie
.
Die durchgeführten Röntgenaufnahmen der Knie
gelenke seien bis auf diskrete
retropatell
ä
re
Veränd
erungen beidseits unauffäl
lig
.
Mit einer zeitlichen Verzögerung zum Unfallereignis 1995 von einigen Wochen habe sich ein chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom mit
Zervikozephalgien
und
Zervikobra
chialgien
beidseits entwickelt
(
Urk.
7/72/19)
.
Klinische Hinweiszeichen für eine
radikuläre
oder
Wurzelkompressionssympto
matik
wie Reflexausfälle oder Abschwächung von Kennmuskeln hätten sich nicht finden lassen. Dies korreliere gut mit dem Befund der Kernspintomogra
phie der HWS vom März 2000, bei der eine kleine Diskushernie C6/7 ohne Hin
weis auf Neurokompression gesehen worden sei. Auf den
hier durchgeführten
Röntgenaufnahmen hätten sich erstmalig degenerative Veränderungen im Sinne einer
Osteochondrose
C6/7
gezeigt
, die im März 2000 noch nicht nachweisbar gewesen seien. Darüber hinaus bestehe seit etlichen Jah
ren ein chronisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom mit Ganzkörperschmerzen und vegetativer Begleitsymptomatik. Anlässlich der klinischen Unters
u
chung seien sämtliche
fibromyalgietypischen
Tenderpoints druckschmerzhaft gewesen. Da sich jedoch auch Druckschmer
zen an den sogenannten Kontrollp
unkten fänden, liege gemäss ACR-Kriterien kein
e Fi
bromyalgie, sondern ein generalisiertes
multi
lokuläres
Schmerzsyndrom vor. Hinweise für ein entzündlich rheumatisches Geschehen fänden sich weder klinisch, labortechnisch, radiologisch noch
ske
lettszintigraphisch
.
Zusammenfassend f
i
nde sich für die seitens der Beschwer
deführerin angegebenen Schmerzen
und Funktionseinschränkungen des Bewe
gungsappar
a
tes nur zum Teil ein entsprechendes morphologische
s
Korrelat. Die Zeichen nach
Waddel
, welche für eine psychische Überlagerung spr
ä
chen, seien
positiv.
Zusätzlich habe sich eine
deutliche Diskrepanz zwischen den demonstrierten Funktionseinschränkungen im Rahmen der
Untersuchungssitua
tion
und der deutlich besseren Beweglichkeit bei unbe
wussten Bewegungen
im Zervikal-
als auch
im Lumbalbereich
gezeigt
.
Hier habe die Beschwerdeführerin massive Einschränkungen der Beweglichkeit in sämtlichen Bereich demonstriert, welche sich b
ei unbeobachteten Bewegungen
nicht
hätten
feststellen l
a
ssen. Unbeobachtet
habe
d
ie Beschwerdeführerin die Wirbelsäule insgesamt weitest
gehend frei bewegt, welcher Umstand
denn auch
mit den Röntgenaufnahmen
der LWS
korreliere
, welche bis auf eine leichte Fehlsta
t
ik unauffällig seien
(
Urk.
7/72/20
).
Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin
hin
sichtlich
eine
r
– näher umschriebene
n
- leidensangepasste
n
Tätigkeit
zu 100
%
arbeitsfähig
. Die angestammte Tätigkeit entspreche aus rheumatologischer Sicht dem zumutbaren Leistungsprofil und wäre der Beschwerdeführerin vollschichtig zumutbar. Aufgrund des chronischen
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms und der belastungsabhängigen
Gonalgien
beidseits bestehe hingegen eine Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten mit darüber hinausgehendem
Belastungspro
fil
(
Urk.
7/72/20)
.
Neurologisch stehe eine ausgedehnte Schmerzsymptomatik im Bereich des gan
zen Körpers im Vordergrund, wobei die Beschwerdeführerin zusätzlich über chronische Kopfschmerzen berichtet habe, welche einerseits vom Nacken nach
parietotemporal
bis frontal ausstrahl
t
e
n
und
zervikogen
mit
bedingt
sein dürf
ten, überlagert von zusätzlichen links- oder
rechtshemis
phärischen
Kopfschmer
zen. Persistierend seien sodann sowohl Lärm- als auch Lichtempfindlichkeit, so dass ein
mirgränoider
Kopfschmerz
anteil
nicht ausge
schlossen werden könne. Die Beschwerdeführerin habe denn auch angegeben, früher unter Migräne gelitten zu haben
.
Aus neurologischer Sicht bestehe aufgrund der chronischen Kopfschmerzen eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Es sei mit einem erhöhten Pausenbedarf zu rechnen. Weiter sollten keine schweren körperlichen Arbeiten sowie Arbeiten über Kopf durchgeführt werden. Bei
einer entsprechend adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
- vollschichtig umsetzbar bei vermehrtem
Pausen
bedarf
(
Urk.
7/72/23f.)
.
Aus
allgemeininter
nistischer
Sicht
bestehe keine Ein
schränkung der
Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/72/7).
Insgesamt könne aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeits- respektive Leistungsfä
higkeit von 90
%
in der angestammten Tätigkeit und in jeder ande
ren körperlich leichten, adaptierten Tätigkeit festgestellt werden, vollschichtig umsetzbar bei vermehrtem Pausenbedarf. Für körperlich mittelschwere oder schwer belastende Tätigkeiten oder andere Tätigkeiten mit darüber hinausge
hendem Belastungsprofil bestehe eine Arbeitsunfähigkeit
(Urk.
7/72/26). Diese
Einschätzung gelte mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Untersuchung im Sep
tember 2012
(
Urk.
7/72/27)
.
5.
5.1
Das polydisziplinäre Gutachten
des
Z._
vom 26. November 2012
erging in Kennt
nis der medizinischen
Vorakten
und stützte sich auf
die Angaben de
r
Beschwerdeführer
in
sowie
die
klinischen
Untersuchungen vom 1
7.
und 19.
Sep
tember 2012.
Insbesondere
haben die Gutachter die medizinischen Zusammen
hänge schlüssig dargelegt und ihre Diagnosen im Einklang mit den detailliert erhobenen Befunden
gestellt
.
Sodann
legten
sie differenziert und nachvoll
ziehbar
dar, worin sie einen verbesserten Gesundheitszustand vorge
funden haben und worin sie zu früheren ärztlichen Einschätzungen abweichen würden
. So erläuterten die Gutachter
etwa
,
die Diagnose einer
Anpassungsstö
rung
gemäss
Dr.
D._
(E. 3.1)
könne
definitionsgemäss längstens sechs Monate nach dem auslösenden Ereignis gestellt werden.
Ferner
habe sich die
von demselben
diagnostizierte depressive Verstimmung zwischenzeit
lich voll
ständig zurückgebildet. So sei die Beschwerdeführerin denn auch einzig anfangs der 2000er Jahre in ambulanter psychologischer Behandlung und im Jahre 2010/2011 vorübergehend in lockerer ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen. Darüber hinaus sei sie nie mit Antidepressiva behandelt worden
(Urk.
7/72/13,
Urk.
7/72/27)
.
Aus
ihren Schilderungen
anlässlich der psy
chiatrische
n
Untersuchung hätten sich
keinerlei Hinweise auf Veränderungen der Stimmung oder des Antriebes im Laufe des Tages ergeben (
Urk.
7/72/11).
Aufgrund fehlender Hinweise für eine langdauernde,
schwere psychiatrische Störung
könne auch die Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung nicht gestellt werden. Ebenso wenig sei
die Beschwerdeführerin
im
Alltag zufolge psychopathologischer Symptome eingeschränkt. Im Gegenteil
unterhalte
sie eine sehr gute Beziehung zu ihrem Sohn, pflege soziale Kontakte und kümmere sich mit Hilfe um ihren Haushalt
(
Urk.
7/72/13).
Im Übrigen
ver
wiesen die G
utachter des
Z._
zu Recht
auf den Umstand, dass die
Evaluation der
arbeitsbezogene
n
funktionelle
n
Leistungsfähigkeit
im Rahmen der Abklärungen des
C._
vom 28./2
9.
November 2002
wegen der raschen und sichtbaren Erschöpfung der Beschwerdeführerin
gar
nicht
habe
durchgeführt werden
kön
nen
(
Urk.
7/72/21).
Betreffend die Diskrepanz
zwischen
der
Selbsteinschätzung
de
r
Beschwerdeführer
in
und
ihrer
Beurteilung
führten
die Gutachter
des
Z._
schliesslich
in
einleuchtender
Weise
aus
, die psychi
atri
sche Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung gehe naturgemäss mit einer
Selbst
limitierung
einher
.
Ursächlich für die Diskrepanz seien darüber hi
n
a
us
psycho
soziale Belastungsfaktoren (schwieriger Arbeitsmarkt, Lebenssituation als allein
erziehende Mutter eines Kleinkindes) sowie ein potentiell vorhande
ne
r s
ekun
därer Krankheitsgewinn (Ur.
7/72/27).
Der Beweiswert des Gutachtens
vermag
denn auch
durch die
pauschale
Ein
schätzung
durch
Dr.
B._
vom 1
4.
Juni 2013 nicht in Zweifel gezogen zu werden. Dieser gab auf entsprechenden Fragekatalog
der Beschwerdeführerin
an,
aus seiner Sicht
bestehe
keine leidensangepasste Tätigkeit, welche
die Beschwerdeführerin regelmässig ausüben könnte. E
r
sehe
eher eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit statt Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/88/1).
Zudem darf und soll d
as
Gericht
in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten berichten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
So hat sich
Dr.
B._
im Rahmen seiner Beurteilung
denn auch
hauptsächlich auf die sub
jektiven
Angaben
der Beschwerdeführerin abgestützt
und seinem B
ericht kaum objektive Befunde beigefügt,
weshalb
seine Einschätzung
nicht nachvollzogen werden kann
.
Insbesondere ist nicht einsichtig, weshalb
die Beschwerdeführerin nur während
1
5-20 Minuten sitzen können soll. Hat sie doch a
nlässlich der 70
Minuten dauernden psychiatrischen Untersuchung vom 1
7.
September 2012 ruhig auf ihrem Stuhl gesessen und nie akute Zeichen von
Schmerzwahr
nehmung
ge
zeigt
(
Urk.
7/72/11).
5.2
Betreffend den
Einwand,
die Gut
achter des
Z._
hätten
gestützt auf ein MRI aus dem Jahr 2008 bloss eine
retropatelläre
Chondropat
h
ie
Grad III links
festgestellt, wohingegen
anhand eines im Zentrum für Radiologie,
F._
, angefertigten MRI vom 2
8.
Februar 2013 (
Urk.
7/88/5 =
Urk.
7/96/3)
Knorpel
schäden
vom Grad III bis IV
retropatellär
, insbesondere über der lateralen
Fazette
vorliegen würde
n
, ist gestützt auf die
Stellung
nahme der
Ärzte
des
Z._
zunächst festzuhalten, dass es sich
bei d
ieser
Diskrepanz
um eine diskrete Zunahme der degenerativen Veränderung
hand
elt
und sich
das Kniegelenk im Übrigen im Einklang
mit
der kernspintomographischen Unt
ersuchung vom August 2008
völlig
unauffällig
präsentier
t
e
(
Urk.
7/97).
Sodann
ist nicht ein
sichtig, inwiefern sich aufgrund des MRI des Zentrums für Radiologie vom 28. Februa
r 2013 neue Erkenntnisse erg
e
ben
sollten
, welche die Arbeitsfähigkeit über das im Gutachten festgelegte Mass weiter einschränkten. So wurden
doch
bereits
im Gutachten des
Z._
körperlich schwere und mittelschwere
und
knie
gelenksbelastende
Tätigkeit
en
als nicht zumutbar ausgeschlossen (
Urk.
7/72/20,
Urk.
7/72/26).
5.3
Soweit sich die Beschwerdeführerin hinsichtlich der
somatoformen
Schmerzstö
rung
schliesslich
auf den Standpunkt stellt, es seien mit Ausnahme des totalen sozialen Rückzugs sämtliche
Foersterkriterien
erfüllt (
Urk.
1 S. 10)
, so ist dem
mit den Ärzten des
Z._
(E. 4.2)
zunächst
entgegenzuhalten, dass keine psychi
sche Komorbidität vorliegt.
Sodann ist der Beschwerdeführerin gemäss
den
gut
achterlichen Feststellungen
in rheumatologisch-allgemeininternistischer Hin
sicht eine 100%ige und in neurologischer Hins
i
cht eine 90%ige Arb
eitsfähigkeit zuzumuten, womit k
eine erhebliche körper
liche Begleiterscheinung bestehen kann
.
Z
war mögen
psychosoziale Be
lastungs
faktoren
vorliegen, doch fehlen konkrete Anhaltspunkte
für das
Bestehen
eines primären Krankheitsgewinns
.
Die Beschwerdeführerin
unterzog sich
anf
angs der 2000er Jahre
einer
ambu
lante
n
psychologische
n
Behandlung und
2010/2011
vorübergehend
einer
lockere
n
psychiatrische
n
Gesprächstherapie zu
r
Bearbeitung der traumatischen Erfahrungen mit ihrem Lebenspartner
. Darüber hin
aus nahm sie nie psychiatri
sche
Behand
lungsmassnahmen in Anspruch
(Urk.7/72/13
,
Urk.
7/27/27
)
.
Weiter hielten die Gutachter des
Z._
fest, die Beschwerdeführerin zeige aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation, sich aktiv um ihre Genesung zu bemühen (
Urk.
7/72/12, E. 4.2)
.
Von einer invalidisieren
den Leidensresistenz kann
vor diesem Hintergrund
nicht die Rede sein.
V
ielmehr
ist
davon
auszugehen
, dass es der Beschwerdeführerin bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der
Schadenminde
rungspflicht
zuzumuten ist, ihre Leiden zu überwinden
und
einer Erwerbstätig
keit nachzugehen.
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – auch kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Zusammenfassend
ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt
,
dass sich seit der Verfügung vom 1
1.
November 2003 der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in erheblicher Weise verbessert hat und ihr nunmehr - auch in Anbetracht der allenfalls seither fortgeschrittenen degenerativen Verände
rungen -
jedenfalls seit September 2012
in der angestammten
sowie
in jeder körperlich leichten Tätigkeit
(ohne häufige Tätigkeiten über Kopf, ohne Ein
nahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen, ohne Tätig
k
eiten
mit
kniender oder hockender Haltung, nicht auf unebenem Grund, ohne aus
schliessliche Geh- und Stehbelastung sowie ohne die Notwen
d
igkeit des häufi
gen Treppensteigens,
Urk.
7/72/20)
mit vermehrtem Pausenbedarf eine Arbeits
fähigkeit von 90
%
besteht.
6.
6.1
Die IV-Stelle hat die Beschwerdeführerin als teilerwerbstätige Hausfrau einge
stuft, wobei sie den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 80
%
und den Anteil der Haushalt
s
tätigkeit auf 20
%
festgesetzt hat. Sie stützte sich dabei auf die Fest
stellungen im Abklärungsbericht vom 5. November 20
08
(
Urk.
7/51), insbeson
dere
auf
die Angabe der Beschwerdeführerin, wonach sie angesichts der unsi
cheren Erwerbsmöglichkeiten des Kindsvaters im Gesundheitsfalle sicher ein Arbeitspensum von 80
%
leisten müsste
(
Urk.
7/51/3)
. Weiter kam die
Abklä
rungsstelle
zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt zu
28.05
%
invalid ist (
Urk.
7
/
51
/
7
).
Beides blieb seitens der Beschwerdeführerin unbestrit
ten.
Der
Abklärungsbericht
ist
von einer qualifizierten Person
in
Kenntnis
der
örtlichen und räumlichen Verhältnisse
unter Berücksichtigung der Angaben der Beschwerdeführerin verfasst worden sowie
begr
ündet,
plausibel
und
angemes
sen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen
,
womit er
sowohl für
Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt
als
auch hinsichtlich des
mutmasslichen
Umfang
s
der erwerblichen Tätigkeit im
Gesundheitsfall
als
voll beweiskräftig
qualifiziert
(AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I
73
3/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2).
Insbesondere greift der
Richter in das Ermessen der
Ab
klärungs
person
nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein
schätzungen oder An
haltspunkte für die Unrichtigkeit der
Abklärungsresultate (beispielsweise infolge von Wider
sprüchlichkeiten) vorlie
gen.
Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente
Abklä
rungs
person
näher am konkreten Sachver
halt ist als das im Beschwerdefall zu
ständige Gericht (BGE 128 V 94 E. 4).
6.
2
Da die Beschwerdeführerin demnach als teilerwerbstätige Person mit einem aus
serhäuslichen Erwerbspensum von 80
%
zu qualifizieren ist, kommt die gemischte Methode bei der Invalidität
sbemessung zur Anwendung (E. 1.5
). Die Invalidität bestimmt sich demnach dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Ein
kommens- und im Haushaltsbereich ein Betätigungsver
gleich vorgenommen wird
, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Berei
chen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 396 E.
3.3). Für den Einkommensvergleich
sind
das Validen- und
Invaliden
einkommen
auf zeitidentischer Grundlage zu erheben.
6.3
Da die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit, das heisst auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Personalleiterin der
Y._
AG zu 90
%
arbeitsfähig ist, wäre auch ein sogenannter Prozentvergleich (Urteil des Bundes
gerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a) zulässig. Angesichts des Umstandes, dass diese Tätigkeit indes schon über 10 Jahre zurückliegt und sie diese Stelle aus gesundheitlichen Gründen verlor, ist es angebracht, einen ordentlichen Einkommensvergleich (E. 1.4) vor
zunehmen.
6.
4
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die ver
sicherte Person unter Berücksichtigung der ges
amten Umstände überwiegend wahr
scheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Gestützt auf
die Angaben im
Arbeitgeberbericht vom 24.
April 2002 (
Urk.
7/6/2
)
erwirtschaftete die Beschwerdeführerin als Personalleiterin der
Y._
AG
zu einem Pensum von 70
%
im Jahre 2002 einen Monatslohn von Fr. 5‘900.--.
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen bis ins massgebliche
Jahr 201
2
(
Nominallohnindex
111.7 [2002] auf 127.6
[2012
],
Schweizerischer Nominallohnindex T1.93,
Sektor 3 Dienstleistungen,
Bundesamt für Statistik –
Lohnentwicklung
, einzusehen unter:
http://www.bfs.admin.ch/bfs/por
tal/de/index/themen/03/04/blank/data/02.html
)
ergibt sich damit
– in ziffernmässiger Abweichung der Berechnungen der IV
Stelle -
ein Jahreseinkommen von
rund
Fr. 100‘
135.
--
für ein
Pensum von
80
%
.
6.
5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Die Beschwerdeführerin hat nach eigenen Angaben eine Lehre als
Betriebs
assistentin
bei der
G._
mit Fähigkeitsausweis
sowie berufsbegleitend
eine Han
delsschule
absolviert
. Sodann
verfügt
sie
über
Berufserfahrungen
namentlich
im Controlling einer Grossbank
sowie
als Leiterin
der
Administration einer
Her
stellungs
- und Handelsfirma
(
H._
AG)
.
Z
uletzt
war
sie
als
Personalleite
rin
bei
der Firma
I._
AG mit 320 Angestellten
sowie
bei der
Y._
AG
tätig
(
Urk.
7/72/6,
Urk.
7/72/9
,
Urk.
7/72/17,
Urk.
7/72/25
)
.
Mit Schreiben
an die
IV-Stelle vom 2. Oktober 2008 bericht
et
e
die Beschwerdeführerin denn auch davon
, dass sie auf ihre Karriere jahrelang
hingearbeitet und ein „super Ein
kommen“ mit Prokura in einer Kaderposition inne gehabt habe (Urk. 8/50).
Selbst wenn es zutrifft, dass die Beschwerdeführerin seit mehreren Jahre
n
vom Arbeitsmarkt abwesend
war
, so steht ihr aufgrund ihrer Ausbildung
und
jahre
langen,
vielse
itigen Berufspraxis
mit
Leitungs
erfahrung
sowie gestützt auf das medizinische Belastungsprofil
(E.
4.2
)
auch in Zukunft
ein
breites
Berufs
spektrum
zur Verfügung.
Es
kann
daher
von einem
monatlichen Einkommen von
Fr.
7
‘
417
.-- für
selbstständige und qualifizierte Arbeiten
im Bereich des Rechnungs- und Personalwesens
(LSE 2010, S.
31
, Tabelle T
7S
,
21
,
Anforde
rungsniveau
1+2
)
aus
gegangen werden
, welches unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,
6
Stunden
im
Jahr 2010 (Die Volks
wirtschaft, 3/4-2015, S. 88, Tabelle B 9.2) sowie der Nominallohnentwicklung für Frauen bis in
s
Jahr 201
2
(
Nominallohnindex 125.2 [2010] auf 127.6 [2012]
) auf ein massgebliches Jahreseinkommen von
rund Fr. 94‘
33
9
.-- respektive rund
Fr.
7
5‘
471
.
20
für ein
8
0
%
Pensum hochzurechnen ist. Bei einem Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr. 100‘135.--
mit dem Invaliden
einkommen von
Fr.
7
5‘
471
.
20
ist eine Erwerbseinbusse von
rund
Fr.
2
4‘
663
.
80
aus
zumachen, was einer Einschränkung im Erwerbsbereich von
25
%
entspricht. Im
Haushalt
bereich
beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung
28.05
%
. Bei einer Auf
teilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von 8
0
%
und
20
%
ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
20
%
(
25
%
x
0.80
) und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von
5.61
%
(
28.05
%
x
0.20
). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund
26
%
besteht kein Rentenanspruch.
6.6
Der angefochtene Ent
scheid erweist sich
auch hinsichtlich des Zeitpunkts der Rentenaufhebung (vgl.
Art.
88a
Abs.
1 und
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a der Verord
nung über die Invalidenversicherung)
als richtig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen
Versiche
rungsgericht
in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen.
Ausgangsgemäss
ist diese der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
8.
8
.1
Mit Datum vom 1
4.
Januar 2014 ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
9). Mit Eingabe vom 25. Februar 2014 substantiierte sie ihr Gesuch bezüglich Bed
ürftigkeit und reichte nebst dem
Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit diverse Unterlagen ein (
Urk.
14,
Urk.
15/1-16).
8.2
Nach Art. 29 Abs. 3
der Bundesverfassung
hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf un
entgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht als aussichtslos er
scheint. Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) wird einer Partei auf Gesuch hin in kostenpflichtigen Verfahren die Bezahlung der
Ver
fahrenskosten
erlassen, wenn ihr die dazu nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint. Als bedürftig gilt, wer nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten aufzukommen, ohne dass er Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für ihn und seine Familie notwendig sind (BGE 127 I 205).
Die gesuchstellende Person hat den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen. Dazu hat sie ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzule
gen und soweit möglich zu belegen (
Randacher
, in: Gesetz über das
Sozialversi
cherungsgericht
des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 5 zu § 16
GSVGer
).
8.3
Unter
lit
. C/I des Formulars
zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit
gab die Beschwerdeführer
in
als Vermögen
ein
J._
Mie
terkautionssparkonto mit Guthaben
von
Fr.
2‘905.45.-- an (Urk. 14 S. 2). Aus den eingereichten Belegen geht
indes
hervor, dass
sie
über ein
weiteres
Konto bei der Bank
K._
verfügt (
Urk.
15/
4-
12
)
.
Dieses hat sie im Formular weder beim Vermögen noch
– im Falle eines Negativsaldos -
bei den Schulden deklariert. Da die
Beschwer
de
führer
in
darüber hinaus
trot
z entsprechender Auflage (Urk. 14
lit
. C Hinweis) keine
Kontoauszüge aufgelegt hat, aus wel
ch
en hervorgehen würde, dass
kein
Guthaben gegenüber Finanzinstituten be
steht
, sind die massgebenden finan
ziellen Verhältnisse nicht belegt worden. Es kommt hinzu, dass auch die im Formular angegebenen Ausgaben nur lücken
haft belegt wor
den sind, nament
lich fehlen Belege für die geltend ge
machten
Ausgaben für den Zahnarzt
(Urk. 14 S. 6
,
Urk.
15/14
). Bei dieser Sachlag
e ist - wie mit Verfügung vom 16
. Januar 2014
angedroht
(
Urk.
10)
- davon auszugehen, dass keine prozessu
ale Bedürf
tigkeit besteht. Entsprechend ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessfüh
rung
ab
zuweisen.