Decision ID: 2bb18a58-da2e-5fd8-b898-56ccbfcf505e
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1988, meldete sich am 2
1.
November 2006 (Ein
gangsdatum) erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf eine Hüftgelenksdysplasie
zum Leistungsbezug an (
Urk.
16/2).
Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 1
4.
Mai 2008 ab, da die Versicherte die geforderten Unterlagen nicht einge
bracht habe (
Urk.
16/24).
Am
2
2.
Januar 2010 (Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte
erneut bei der IV-Stelle mit Hinweis auf Hüftschmerzen zum Leistungsbezug an (Urk.
16
/30).
Nach einer
Abklärung in der
Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS)
Z._
während vier Wochen (
Urk.
16/49
) absolvierte die Versicherte
im Anschluss daran ein Aufbautrainin
g bei
der
A._
vom 2
8.
Juni 2010 bis 2
9.
Oktober 2010
(
Urk.
16/63,
Urk.
16/84
,
Urk.
16/90
).
Mit
Vorbescheid vom 2
5.
Februar 2011
stellte
die IV-Stelle
die Ver
neinung
eines
Renten
anspr
uch
s
bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
in Aussicht
(Urk.
16/
100). Am 1
6.
Mai 2011 erhob
die Versicherte Einwand
unter
Hinweis auf die Geburt ihres Sohnes im April 2011 (
Urk.
16/104).
Nach Einholung aktueller medizinischer Unterlagen sowie einer Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt verfügte die IV-Stelle nach
erneutem
Vorbescheidsverfahren
(
Vorbescheid
vom 2
3.
August 2012,
Urk.
16/127; Einwand vom 2
0.
September 2012,
Urk.
16/130) am
1
0.
Dezember 2013 eine vom
1.
Dezember 2010 bis 3
0.
April 2011
befristete halbe Rente
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
2.
Januar 2014 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 1
0.
Dezember 2013 aufzuh
eben und es sei ihr
im Anschluss an die Leistungen im Zusammenhang mit den abgebrochenen beruf
lichen Massnahmen spätestens ab Dezember 2010 eine
eine
halbe
Rente über
steigende Rente und zudem nach April 2011 weiterhin eine Rente der Invali
denversicherung zuzusprechen.
In prozessualer Hinsicht
beantragte sie, es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen oder die Möglichkeit zur
Beschwerde
ergänzung
nach Einsicht in d
ie Akten zu gewährleisten und es
sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren (
Urk.
1).
M
it Schreiben vom 3
0.
Januar 2014
(
Urk.
6) beantragte sie zu
sä
tzlich die Beiladung der
SwissLife
AG zum Verfahren
. Die Beschwerdegegnerin sc
hloss mit Vernehmlassung vom 4.
März 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
15).
Mit Verfügung vom 1
1.
März 2014 wurde die Vernehmlassung der Beschwerde
führerin zugestellt und die Personalvorsorgestiftung der
Y._
beigeladen (
Urk.
17). Die Beigeladene
verzichtete auf eine Stellungnahme, was den Parteien am 1
4.
Mai 2014 angezeigt wurde
(
Urk.
21)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingere
ichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig
und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdefü
hrerin au
f eine höhere Invalidenrente vom
1.
Dezember
2010
bis
3
0.
April 2011 sowie der A
nspruch auf eine Rente ab dem
1.
Mai
201
1.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente
haben
gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte
, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG (
Art.
29
Abs.
1 IVG).
3.
3.1
Der angefochtenen Verfügung liegt in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen
die
von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
medizinische Abklärung von
Dr.
med.
B._
, Spezialärztin FMH für Innere Medizin, speziell Rheumatologie,
vom 1
0.
Oktober 2011
zugrunde (
Urk.
16/106).
Dr.
B._
hielt als Diagnose eine kongenitale Hüftluxation beidseits mit ausgeprägter sekun
d
ärer
Coxarthrose
links fest. Der
Beschwerdeführerin sei zuletzt in der Klinik
C._
im Februar 2010 als Therapie-Option die Implan
t
ation einer
Hüftpro
these
vorgeschlagen worden. Die vorhergehenden Oper
ationen hätten bei der Beschwerdeführerin
auf der linken Seite nicht wirklich zu einer Besserung geführt. Sie benutze
Spedifen
400 mg nicht regelmässig und habe bei Schmerzschüben auch
Tramal
genommen. Ihre Gehstrecke sei mit 30 Minuten eingeschränkt. Mit diesem Beschwerdebild komme sicher nur eine Arbeit in sitzender Stellung in Frage, wobei auch eine Arbeit mit der Möglichkeit
,
aufzu
stehen und sich zu bewegen, denkbar wäre
. Therapeutisch sei längerfristig nur eine Hüft-TP erfolgreich bezüglich Schmerzen. Ohne diese Operation
werde
es kaum möglich
sein
,
die
Arbeitsfähigkeit auf mehr als 50
%
zu heben.
Bei der Frage, seit wann die Arbeitsfähigkeit in diesem Masse reduziert sei, müsse auf die Akten abgestellt werden
(
Urk.
16/106 S. 8 f.).
Die
Einschätzung von
Dr.
B._
, die s
ie in Kenntnis und Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgab,
steht mit diesen im Einklang,
ist unumstr
itten und angesichts der genann
ten Befunde und der Erlä
uterungen dazu nachvollziehbar.
3.2
Gestützt auf den Arztbericht von
Dr.
med.
D._
, FMH Allgemeinmedi
zin/
Phlebologie
vom
1.
Februar 2010 (
Urk.
16/37) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1
7.
Dezember 2009 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Schuhverkäuferin zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Fest
stellungsblatt
für den Beschluss vom 2
5.
Februar 2011,
Urk.
16/98 S. 4), was von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt worden und auch nicht zu beanstanden ist. Da sich die Beschwerdeführerin am 2
2.
Januar 2010 zum
Leis
tungsbezug
anmeldete, entstand der Rentenanspruch am
1.
Dezember
2010 (
vgl. E. 2.2
).
4.
4.1
In welchem Ausmass eine versicherte Person als zeitweilig erwerbstätig ein
zustu
fen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unverän
derten Umständen tun würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypo
thetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstä
tigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 137 V 334 E. 3.2, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen). Bei im Haushalt
tätigen Versicherten im Besonde
ren (vgl.
Art.
27 der
Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV)
sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildun
g sowie die persönli
chen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013, mit Hinweisen). Bei der Beantwortung der sogenannten Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksich
tigen muss. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013 E.
3.1, mit Hinweisen).
Im Rahmen der Prüfung der Statusfrage sind die persönlichen, familiären, so
zialen und erwerblichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin zwischen dem
1.
Dezember 2010 und dem 1
0.
Dezember 2013 (Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung) massgebend.
4.2
4.2
.1
Die Einschätzung sowohl der Beschwerdeführerin als auch der
Beschwerde
gegne
rin
, dass die
Beschwerdeführerin
bei guter Gesundheit bis zur Geburt ihres Sohnes im April 2011 einer 100%igen Tätigkeit nachgegangen wäre, ist unum
stritten und aufgrund der Aktenlage nachvollziehbar.
4.2.2
Umstritten ist die Statusfrage nach Geburt des Sohnes im April 201
1.
Die Beschwerdegegnerin geht in ihrer Verfügung vom 1
0.
Dezember 2013 (
Urk.
2) von einer Arbeitstätigkeit nach der Geburt des Sohnes im April 2011 in Höhe von 40
%
aus. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, dass sie als Gesunde mit dem Baby ca. 50
%
arbeiten würde.
Sobald
der Sohn zwei Jahre alt
gewor
den wäre
(April 2013)
,
hätte sie ihr Pensum auf 80
%
und ab Eintritt in den Kindergarten (August 2015) auf 100
%
aufgestockt.
Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin nach ihrem Sek C
-
Abschluss ein Praktikum zur Kleinkindererzieherin von August 2005 bis August 2006 absol
vierte (
Urk.
16/29). Danach arbeitete sie als Telefonagentin für
E._
in
F._
während zwei Monaten (
Urk.
16/2,
Urk.
16/27). Ab Dezember 2007 war die
Beschwerdeführerin
bei
G._
in
H._
(
Urk.
16/27) als Verkäuferin in einem 100%-Pensum tätig (
Urk.
16/30 S. 5).
Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 3
0.
März 2012 führte die Beschwerde
führerin aus, ihr Mann sei am
1.
Mai 2008 in die Schweiz eingereist, arbeite zu 100
%
als Gipser und erwirtschafte ein monatliches Einkommen von ca.
Fr.
4‘600.-- bis
Fr.
4‘800.--. Die finanziellen Mittel seien knapp und entspre
chend sei sie gezwungen, einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Mutter der Beschwerdeführerin würde sich in dieser Zeit um die Betreuung des Sohnes kümmern, da diese lediglich abends ab ca. 18.00 Uhr in der Reini
gung arbeite, tagsüber allerdings zu Hause sei und sie unentgeltlich entlasten würde. Sie würde bei guter Gesundheit einer Erwerbstätigkeit von ca.
40 – 50
%
nachgehen, um das Familienbudget aufzubessern. Weiter hielt die
Abklärungs
person
der IV-Stelle fest, dass die Beschwerdeführerin seit dem Abbruch der beruflichen Massnahmen und der Niederkunft des Kindes keine Bemühungen unternommen habe, die Restarbeitsfähigkeit zu verwerten, obwohl sie angege
ben habe, dringend auf ein Zusatzeinkommen angewiesen zu sein
. Unter Berücksichtigung der aktuellen Familiensituation und der
Erwerbs
biografie
könne deshalb angenommen werden, dass die
Beschwerdeführerin
seit dem 2
7.
April 2011 (Niederkunft) im Rahmen von maximal 40
%
einer ausser
häusli
chen Erwerbstätigkeit nachgehen würde
(
Urk.
16/110 S. 4 ff.).
I
n ihrer Beschwerdeschrift
führte die Beschwerdeführerin
aus, dass sie ange
sichts der innerfamiliären Unterstützung durch ihre Mutter sowie aufgrund der angespannten finanziellen Situation ihr Pensum im April 2013 auf 80
%
und ab Kindergarten-Eintritt des Sohnes auf 100
%
erhöhen würde (
Urk.
1).
P
raxisgemäss
sind
die „Aussagen der ersten Stunde“ der Beschwerdeführerin in beweismässiger Hinsicht stärker zu gewichten, als die späteren Darstellungen im Ei
nwand- und Beschwerdeverfahren, die bewusst oder unbewusst von nach
träglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 3
0.
März 2012, als ihr Kind bereits fast jährig war, hatte die Beschwerdeführerin angegeben, dass sie ohne gesundheitliche Ein
schränkungen im Umfang von 40
%
bis 50
%
einer ausserhäuslichen Erwerbs
tätigkeit nachgehen würde. Hätte sie nun effektiv geplant, im Gesundheitsfall bereits zum - schon damals absehbaren, weil nahen - Zeitpunkt, als ihr Sohn
zweijährig geworden wäre, ihr Pensum auf 80 % aufzustocken, hätte sie dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Abklärungsperson auch so mitgeteilt. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern sich die (Dritt-)Betreuung eines einjährigen von derjenigen eines zweijährigen Kindes grundsätzlich, aber auch im konkreten Fall, unterscheidet. Entsprechend erschliesst sich nicht, weshalb gerade - bzw. erst - bei
Z
weijährigkeit
des Kindes eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 80 % hätte erfolgen sollen. Insgesamt ist daher
mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch nach Erreichen des zweiten Altersjahres des Sohnes ihr Pensum nicht erhöht hätte. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände und nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung ist deshalb festzuhalte
n, dass die Beschwerdeführerin -
wie sie anlässlich der Haushaltsabklärung ange
geben hatt
e -
im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 40
%
erwerbstätig und zu 60
%
im Haushaltbereich tätig wäre.
4.3
Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass eine Änderung der Qualifikation erst drei Monate nach der anspruchsändernden Situation zu berücksichtigen sei. Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Änderung in dem Zeitpunkt zu berücksich
tigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird.
Mit der Geburt des Sohnes
im
April 2011 (vgl.
Urk.
16/104) hat sich die Situation der Beschwerdeführerin nachhaltig verändert. Auch ist die durch die neuen Betreuungs- und Erziehungsaufgaben stattgefundene Verän
derung - nicht wie beispielsweise das Antreten einer neuen Arbeitsstelle - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von Dauer.
Die Statusänderung ist folglich ab
1.
Mai 2011
zu berücksichtigen.
5.
5.1
5.1
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.1.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 des
Bundesgetzes
über die Invalidenversicherung (IVG)
festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbe
reich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behin
derung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein
Betätigungs
vergleich
vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinva
li
ditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
5.1.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo
theti
schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und all
fällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum
Verfü
gungs
erlass
respektive bis zum
Einspracheentscheid
zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Verände
rung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzu
führen (BGE
129 V 222 E. 4.2 in
fine
, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003).
5.1.
4
Konnte die versicherte Person wegen Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerb
seinkommen, das sie als
Nichtin
valide
erzielen könnte, nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktua
lisierten
Medianwertes gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Sta
tistik (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV).
Konnte der Versicherte wegen
der
Invalidität eine begonnene berufliche Ausbil
dung nicht abschliessen, so entspricht das Erwerbsei
nkommen, das er als
Nicht
invali
der
erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen eines Erwerbs
tätigen im Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde (Art. 26 Abs. 2 IVV).
5.1.
5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE
129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann
aus
nahms
weise
der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder
„Dienst
leistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli
chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, na
mentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts
9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3
).
5.1.
6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und beruf
liche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.2
5.2.1
Strittig ist das
Valideneinkommen
.
Die Beschwerdeführerin führt
e
aus, es sei ihr
aufgrund ihres Ge
sundheitszustandes nicht möglich
gewesen, die
mit dem Praktikum bereits bego
nnene Ausbildung zur Kleinkinderzieherin abzuschlies
sen. Es sei entsprechend von einem
Valideneinkommen
einer Frühbehinderten auszugehen, da die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Invalidität keine Ausbil
dung habe
absolvieren
können (
Urk.
1).
Aktenkundig ist, dass d
ie Beschwerdeführerin nach der Sek C ein Praktikum in der
I._
begann
(
Urk.
16/29)
, was zeigt, dass die Beschwer
deführerin sich
um eine Ausbildung
bemühte
. Auch während des
Standortge
spräches
vom 1
5.
Februar 2010
betonte sie,
sie hätte gerne ein
e
Berufsausbil
dung absolviert, vorzugsweise
als Fachfrau Betreuung
(
Urk.
16/42
S. 3
).
I
m
Schlussb
ericht
der
BEFAS
Z._
vom 2
1.
Juni 2010
hielten die Verant
wortlichen fest
, dass das intellektuelle
Potential
der Beschwerdeführerin
im unterdurchschnittlichen Bereich liege (
Urk.
16/60 S. 5).
Im Rahmen der Be
rufs
beratung notierte die Berufsberaterin der
Beschwerdegegnerin
, dass die Beschwerdeführerin Mühe im Umgang mit realen Anforderungen und der Ein
schätzung der eigenen Leistungsfähigkeit habe
(
Urk.
16/62 S.
3 ff.
).
Vor diesem Hintergrund
ist
nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit davon auszugehen, d
ass die Beschwerdeführerin
ohne ihre gesundheitlichen Probleme
in der Hüfte
nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bzw. dem Praktikum als Kindererzieherin
k
eine Hi
lfstätigkeit aufge
nommen
sondern eine Berufsausbildung absolviert
hätte. Ihre schulischen Leistungen sind mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ihr unterdurch
schnittliches intellektuelles Potential
- das jedoch kein invalidisierendes Aus
mass erreicht -
und nicht auf allfällige Absenzen infolge ihrer
Gesundheits
probleme
zurückzuführen.
E
ntsprechend
ist
nicht auf das Einkommen
als Früh
invalide
gemäss
Art.
26 IVV abzustellen
, da
die
gesundheitliche
Einschränkung
keinen Einfluss auf
die
schulische Ausbildung
der Beschwerdeführerin
hatte
und sie nicht daran gehindert hätte, berufliche Kenntnisse zu erwerben
.
5.2.2
Da die Beschwerdeführerin bisher wechselnde Hilfsarbeitertätigkeiten ausgeübt hat
,
ist d
as
V
alideneinkommen
gestützt
auf die
LSE
2010
, Tabelle TA1,
auf den
für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkei
ten) im privaten Sektor (Total
Ziff.
02-96) angegebenen Bruttomonatslohn für Fr
auen von
Fr.
4‘225
.-- festzusetzen
(Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50
%
aller Lohnangaben befinden [sogenannter Zentralwert], unter anteilsmässiger Berücksichtigung des 1
3.
Monatslohnes und standardisiert auf 40 Wochenstunden). Unter B
erücksichtigung der im Jahr 2010
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden (Die Volkswirt
schaft 3/4-2015, T
abelle B 9.2) resultiert ein
V
alideneinkommen
2010 von
Fr.
52‘728.--
(Pensum 100
%
).
5.3
Die Beschwerdegegnerin bemisst das Invalideneinkommen ebenfalls nach LSE. Dies ist aufgrund der Aktenlage nachvollziehbar und blieb auch unbestritten.
Das Invalideneinkommen
ist
entsprechend
gestützt auf die LSE
2010 auf den für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus 4 im privaten Sektor angegebenen Bruttolohn für Frauen
mit
Fr.
52‘728.--
zu beziffern (vgl. E. 5.2.2
).
Dieser Bruttolohn wird von der
Beschwerdegegnerin
um den
Leidensabzug von 15
%
gekürzt
, da die Beschwerdeführerin auf eine wechselbelastende Tätigkeit mit einem überwiegend sitzenden Anteil angewiesen sei (
Urk.
2). Dies
ist
unbe
stritten und
gestützt auf die vorliegenden Arztberichte ausgewiesen (
Urk.
16/37
,
Urk.
16/106 S. 8)
,
da
die Beschwerdeführerin
aufgrund dieser Einschränkungen
ihre gesundheitlich
eingeschränkte
Restarbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen
wird
verwer
ten können. Der Leidensabzug von 15
%
führt zu einem Invalideneinkommen von
Fr.
44‘818.80
bei einem Pensum von 100
%
. Die Beschwerdeführerin ist nur zu 50
%
arbeitsfähig, so das
s das Invalideneinkommen
Fr.
22‘409.40
beträgt (E.
3.1)
.
5.4
Bis zur Geburt des Sohnes hätte die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem 100%-Pensum gearbeitet
(vgl.
E. 4.2.1
).
Beim
Ein
kommensver
gleich
(
Valideneinkommen
:
Fr.
52‘728.--, Invalideneinkommen:
Fr.
22‘409
.
40
) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr.
30‘318.60
,
beziehungs
weise ein Invaliditätsgrad von
gerundet
58
%
für die Zeit zwischen Dezember 20
10
und der Geburt ihres Sohnes im April 201
1.
Die Beschwerdeführerin hat
daher
gestützt auf einen Invali
ditätsgrad von 58
%
vom 1.
Dezember 2010 bis 3
0.
April 2011 einen Anspruch auf eine
halbe
Rente der Invalidenversicherung.
5.5
Bei der
Erstell
ung des Haushaltberichtes vom 3
0.
März 2013 (
Urk.
16/110) hatte die Abklärungsperson
durch ihren Besuch bei der Beschwerdeführerin
Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen
. Sie wusste um die
sich
aus
den medizinischen Diagnosen
ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderun
gen
(
Urk.
16/110 S. 1)
und
berücksichtigte die Aussagen der Beschwerdeführe
rin angemessen (
Urk.
16/110 S. 3 f.).
Der Berichtstext
ist
plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen und
stimmt
mit den an Ort und
Stelle erhobenen Angaben überein. Entsprechend
ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts I
73
3/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2
).
Nach
Einwandergänzung
vom 2
6.
November 2012 (
Urk.
16/137) wurden die Gewichtungen
der einzelnen Bereiche
korrigiert (
Urk.
16/148 S
. 2 f.), so dass
eine Einschränkung im Haushalt in Höhe von 24.15
%
resultierte
. Dies ist angesichts der ausführlichen Erläuterungen dazu schlüssig und bleibt auch von der Beschwerdeführerin unbestritten.
5.6
Bei einer Erwerbstätigkeit von 40
%
beträgt
das
Valideneinkommen
Fr.
21
‘
091.20
(
Fr.
52‘728.--
x
0.4) und
d
as Invalideneinkommen
Fr.
17‘927.50
(
Fr.
52‘728.--
x
0.4
x 0.85
,
E. 5.3
). Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von
15
%
im Erwerbsbereich
.
Der
Erwerbsbereich
gewichtet
mit 40
%
ergibt
ein
en
Teilinvaliditätsgrad von 6
%
(15
%
x
0.4),
der
Haushaltsbereich
gewichtet mit 60
%
ergibt
ein
en
Teilinvali
ditätsgrad
von 14.5
%
(24.15
%
x 0.6)
. Der
Gesamti
nvaliditätsgrad
beträgt daher
nach Geburt des Sohnes gerundet 21
%
, womit der Beschwerdeführerin ab
1.
Mai 2011 keine Rente mehr zusteht.
6
.
Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin ab dem
1.
Dezember 2010 bis zum 3
0.
April 2011 Anspruch auf eine befristete halbe Rente hat. Ab dem
1.
Mai 2011
besteht kein
Anspruch auf eine Rente der Inva
lidenversicherung mehr.
Demnach
ist die Beschwerde abzuweisen.
7
.
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich - in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
- Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand (BGE 131 V 164 E.
2.1; 125 V 413 E. 1a).
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es sei die Sache zu Fortsetzung der beruflichen Massnahmen an die Beschwerdegegnerin zu überweisen, ist nicht darauf einzutreten.
Die beruflichen Massnahmen sind
nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
Dezember 2013 und entsprechend nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdev
erfahrens (
Urk.
2).
8
.
8
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind sie der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.
8
.2
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Des Weiteren ist die Beschwerd
eführerin bedürftig (
Urk.
13,
Urk.
14). Antrags
gemäss (
Urk.
1) ist ihr deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die der Beschwerdeführerin auferlegten Geric
htskosten sind dem
nach einstwei
len auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Da zudem die anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführerin ge
boten war, ist ihr Rechtsanwältin Stephanie Schwarz als unentgeltliche
Rechtsvertreter
in zu be
stellen.
Rechtsanwältin
Stephanie Schwarz machte mit ihrer Honorarnote vom 2
1.
Mai 2015 (
Urk.
23) einen Aufwand von 8 Stunden und 25 Minuten
und Barauslagen von
Fr.
51.20 geltend
, was angemessen erscheint
. Daraus resultiert eine Entschädigung von insgesamt
Fr.
1‘898.50 (inklusive Mehrwertsteu
er von 8
%
) weshalb
Rechtsanwältin Schwarz
in diesem Umfang
aus der Gerichtskasse
zu entschädigen ist.
Kommt die Beschwerdeführerin künftig in günstige wirtschaftliche Verhältnisse, so kann sie das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichten (
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das
Sozialversiche-rungsgericht
,
GSVGer
).