Decision ID: 913d2a07-e29e-4fde-ac4d-36988b7bd90e
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978, war als Bauarbeiter bei der Bauunternehmung
Y._
AG angestellt und über die Arbeitgeberin bei der Schweize
rische
n
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am 2
3.
April 2014 bei der Arbeit in einem Graben bis zum
Thoraxbereich
von rutschendem Lehm eingeklemmt wurde. Die Erstbehandlung
am
Unfalltag fand im Kantonsspital
Z._
statt, wo ein Verschüttungstrauma mit Schmer
zen im Bereich des linken Un
terschenkels und des basalen ven
tralen
Rippenbe
reichs
diagnostiziert wurden (
Urk.
6/1, 6/17). Die Suva erbrachte die gesetzli
chen Leistungen (
Urk.
6/2)
.
Am 1
6.
Mai 2014 unterzog sich der Versicherte einer
axillären
Narben- und Schweissdrüsenexzision
beidseits bei rezidivierender
Hi
dradenitis
purulenta
(vgl.
Urk.
6/39 S. 1).
Vom 3
0.
Mai bis
1.
Juni 2014 war
er
wegen einer
hä
mmorrha
gischen
Clostridienkolitis
neuerlich hospi
talisiert (
Urk.
6/18). Bei anhaltender Schmerzproblematik
folgte vom
9.
Juli bis 1
3.
August ein Aufenthalt in der Rehaklinik
A._
(vgl. Austrittsbericht vom 1
5.
August 2014,
Urk.
6/47).
Mit Schreiben vom
3.
September 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die aktuell bestehenden Beschwerden ausschliesslich krankhafter Natur seien, wes
halb die Leistungen per
8.
September 2014 eingestellt würden (
Urk.
6/49). Nach Einholung
einer Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chi
rurgie FMH, vom
1
0.
September
2014 (
Urk.
6/53) hielt
die Suva mit Verfügung vom 2
2.
September 2014 an der Leistungseinstellung per
8.
September 2014 fest (
Urk.
6/55).
Die Helsana Versicherungen AG,
Krankenversichererin
des Versicherten, zog ihre vorsorgliche Einsprache vom 2
9.
September 2014 (
Urk.
6/61) am 1
7.
Oktober 2014 zurück (
Urk.
6/67). Die Einsprache des Versicherten, einge
gangen am 2
3.
Oktober 2014 (
Urk.
6/68)
,
wies die Suva mit Entscheid vom 1
4.
November 2014 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt
Xhemajl
Aliu,
Pristhina
, Kosovo, am 2
2.
Dezember 2014 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die vollen Versicherungsleistungen zuzusprechen, so auch eine
Integritätsentschä
digung
und – sinngemäss – eine Invalidenrente (
Urk.
1). Mit Verf
ügung vom 1
2.
Januar 2015 wurde dem Beschwerdeführer Frist zur Mitteilung eines
Zu
stel
lempfängers
in der Schweiz und
der Beschwerdegegnerin Frist zur
Be
schwerdeantwort
angesetzt (
Urk.
3). Letztere schloss in der Vernehmlassung
vom 2
2.
Januar 2015 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5). Am 2
8.
Januar 2015 liess der Beschwerdeführer als Zustelldomizil seine Wohnadresse in der Schweiz mitteilen (
Urk.
8).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
6
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wer
den die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsun
fällen
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes be
stimmt. Als Unfall gilt laut
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.3
1.3
.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1
.3
.2
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausa
lität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegen
über dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Be
deutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische
Ge
sundheitsschädigung
herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versiche
rungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits,
bei denen der
adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen
Gesundheitsstörungen in der Regel ohne Weiteres verneint werden kann,
schwere
Unfälle anderseits
, bei denen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall
und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen
ist,
und
schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.3.4
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352
E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237
, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.3.5
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine
Ge
samt
würdigung
einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Be
urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall
zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428
, 1999 Nr. U 335 S.
207 ff.; 1999 Nr. U 330 S.
122 ff.; SVR 1996 UV Nr.
58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf
fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwieri
gen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite
rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren
zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein
, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zu
sammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der
Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu for
schen
, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit
mitbe
günstigt
haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per
8.
September 2014 im angefochtenen Entscheid dahingehend, dass der Unfall vom 2
3.
April 2014 keine gravierenden somatischen Verletzungen, so auch keine strukturellen Läsionen zur Folge gehabt habe. Der Spitalauf
enthalt vom 3
0.
Mai 2014 sei aus
unfallfremden Gründen erfolgt. Die über den
8.
September 2014 hinaus beste
henden Beschwerden stünden entsprechend der überzeugenden kreisärztlichen Begründung in keinem mindestens wahrscheinlichen Zusammenhang mit dem versicher
ten Unfall. Den psychischen Störungen sprach sie die Adäquanz des Kausalzusammenhanges ab (
Urk.
6/70; S. 6 fehlt in
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer liess dagegen im Wesentlichen vorbringen, er habe über Jahre ohne Krankheitsabsenzen bei der
Y._
AG gearbeitet. Beim versicherten Unfall habe er ziemlich schwere Verletzungen im Bereich der Brust, des Magens und der unteren Extremitäten erlitten. Die anschliessend aufgetre
tenen starken Schmerzen im Bereich der Schulter, der Nieren, der Hüfte und des Thorax sowie die Angstsymptome und die
Anhedonie
seien unfallkausal. Der Fall sei übereilt und oberflächlich abgeklärt abgeschlossen worden (
Urk.
1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist nach dem Dargelegten die Leistungseinstellung per
8.
September 2014.
3.
3.1
Die
medizinischen
Akten zeigen folgendes Bild
:
Dem Bericht des Spitals
Z._
vom 2
4.
April 2014 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am Unfalltag durch den Rettungsdienst zugewiesen wurde. Er habe sich bei Kanalarbeiten in 1,5 m Tiefe befunden, als Lehm in die Grube eingetreten sei und ihn bis zum unteren Thorax eingeschlossen habe.
Seine Mitarbeiter hätten ihn
nach
zirka 4 Minuten aus dieser Situation gerettet. Initial hätten Schmerzen im linken Thorax bei tiefer Inspiration und im linken Unterschenkel bei Belastung vorgelegen. Radiologisch schloss das Spital
Z._
sowohl einen Pneumothorax als auch dislozierte Rippenfrakturen und Frakturen der Extremitäten beziehungsweise der Wirbelsäule aus. Im EKG habe sich ein
normocarder
Sinusrhythmus und ein Normallagetyp ohne
Er
re
gungs
rückbildungsstörungen
gezeigt
.
Abdomensonographisch
habe sich kein Hinweis auf einen
Pleur
o
-/
Pericarderguss
ergeben; auch sei
en
keine frei
e
Flüssig
keit und keine Organläsion vorgelegen. Ebenso unauffällig sei der Urinstatus ausgefallen.
Der Beschwerdeführer sei zur Überwachung stationär aufgenommen worden. Die
Kompart
e
mentsyndrom
-Überwachung des linken Beines sei stets unauffällig gewesen. Im Labor hätten sich bei Eintritt leicht erhöhte Kr
e
atinin-
und
CK-Werte gezeigt; unter Flüssigkeitsgabe hätten sich die Elektrolyt- und
Kreatinin
werte
verbessert. Die CK sei am Folgetag des Traumas zunächst noch etwas an
gestiegen. Jedoch habe der Beschwerdeführer am Unfallfolgetag in gutem
All
gemeinzustand
und schmerzfrei unter Analgesie nach Hause entlassen werden können.
Die Diagnosen lauteten wie folgt (
Urk.
6/17 S. 1):
Verschüttungstrauma
Schmerzen
Unterschenkel links/basaler ven
traler Rippenbereich
beidseits CK-284U/l, Krea-87mcmol/l
Hypokaliämie
3,5 mmol/l
Hyponatriämie
136mmol/l
.
Die zuständigen ärztlichen Fachpersonen schrieben den Beschwerdeführer bis
2.
Mai 2014 arbeitsunfähig (
Urk.
6/17).
3.2
Am 3
0.
Mai 2014 wies s
ich der Beschwerdeführer bei
ko
li
kartigen
Bauch
schmerzen und
blutigen Durchfall selbst ins Spital
Z._
e
in. Diagnosti
ziert wurde eine
hä
mmorrhagische
Clostridienkolitis
mit/bei antibiotischer Th
e
rapie seit sieben
Tagen nach
Axillaabszess
exzision
beidseits
und eine
Raumfor
derung
der
Niere links unklarer Dignität,
welche zur Empfehlung eines CT
bei
so
nographischem
Zufallsbefund führte (
Urk.
6/18).
Der Kreisarzt
Dr.
B._
beurteilte den Spitalaufenthalt vom 3
0.
Mai bis
1.
Juni 2014 am 1
8.
Juni 2014 als nicht unfallbedingt. Die Beschwerden, die im Bericht über die
Hospitalisation
erwähnt worden seien (gemeint wohl: im Beri
cht vom 2
4.
April
2014,
Urk.
6/1
7), seien nach 4-6 Wochen abgeheilt
gewesen
. Die
Schul
terschmerzen
, welche der Beschwerdeführer anlässlich eines Telefonats am 1
7.
Juni 2014 erwähnt hatte (vgl.
Urk.
6/15), können gemäss Einschätzung von
Dr.
B._
nicht unfallbedingt sein, seien doch die Schultern nicht verschüttet worden (
Urk.
6/19)
.
3.3
Die Diagnosen im Austrittsbericht der Rehaklinik
A._
vom 1
5.
August 2014 lauteten wie folgt (
Urk.
6/47 S. 1):
Unfall vom 2
3.
April 2014: In einer Baugrube von Lehm verschüttet wor
den bis auf Höhe Thorax
Verschüttungstrauma mit Schmerzen am Unterschenkel links und im basalen ventralen Rippenbereich beidseits
1
6.
Juni 2014 CT Abdomen (Radiologie KS
Z._
):
Normales Abdomen-CT, kein pathologischer Befund an der
linken
Niere.
Nebenbefundlich
isthmische
Spondylolyse
L5 mit leichter
Pseudospondylolisthesis
von L5 bis S1
2
3.
Juni 2014 Bericht Hausarzt: Persistierende starke
Myalgien
vom Nacken bis lumbal und im Bereich des Thorax
Aktuell:
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom links
Zervikozephales
Schmerzsyndrom
Schmerzen untere Rippen ventral links, ausstrahlend bis zur BWS
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
Status nach
axillärer
Narben- und Schweissdrüsenexzision beidseits 1
6.
Mai 2014 bei rezidivierender
H
i
dradenitis
purulenta
Aktuell:
Intermittierend sezernierende Stellen in den Operationsnarben
axillär
beidseits
Weichteilverhärtung
axillär
beidseits, ziehende Schmerzen in den
medialen Oberarm rechts bei Hochheben des Armes
Status nach hämorrhagischer
Clostridien
-Kolitis 3
0.
Mai
2014 bei antibio
tischer Therapie in den vo
rangehenden 7 Tagen nach
Schweiss
d
rüsenexzision
axillär
beidseits.
Die diagnostische Beurteilung lautete dahingehend, dass der Beschwerdeführer dreieinhalb Monate nach dem Verschüttungstrauma noch Schmerzen
lum
bo
sakral
mit Ausstrahlung ins linke Bein
dors
olateral
bis zum Knie,
nuch
al
bis okzipital links und im Bereich der unteren Rippen links mit Ausstrahlung nach dorsal bis zur BWS verspüre. Es fänden sich vor allem schmerzhafte Muskel
verspannungen zervikal links, an den Ansätzen der
Abdominalmuskulatur
und des Diaphragmas an den unteren Rippen links. Die Schmerzen seien insgesamt vor allem muskulär mit der typischen Akzentuierung beim morgendlichen Erwachen und Besserung nach Anlaufen. Die unfallfremde
Pseudospondylolis
the
sie
L5/S1 könne zusätzlich zu den Beschwerden beitragen. Im Befund sei die Wirbelsäule im Bereich der unteren HWS,
der
unteren BWS und der untersten LWS schmerzhaft; die Wirbelsäulenbeweglichkeit sei weitgehend frei. Wegen der Schmerzen sei der Gang mit dem linken Bein hinkend.
Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung erging gestützt auf das im Rahmen des Rehabilitationsaufenthalts durchgeführte psychosomatische Konsilium
(vgl. dazu
Urk.
6/46)
. Der Beschwerdeführer habe über Antriebslosig
keit, Müdigkeit, innere Unruhe und eine Angst, es könnte jederzeit etwas pas
sieren, berichtet. Weiter habe er Alp
träume (wache mit Herzklopfen und
Lehm
gesc
hmack
im Mund auf) geschildert und über
Nachhallerinnerungen,
Durch
schlafstörungen
, eine leichte R
eizbarkeit, erhöhte Schreckhafti
gkeit, erhöhte Wach
heit und über die Vermeidung von engen Räumen
berichtet
. Aufgrund von Schamgefühlen und Angst vermeide er das Gespräch über den Unfall; auch habe er sich inzwischen sozial zurückgezogen. Seine grösste Angst sei eine Exa
zerbation der Symptomatik sowie die Angst, seine Arbeitsstelle zu verlieren und nicht mehr in der Lage zu sein, für seine mehrköpfige Familie zu sorgen.
Im Zusammenhang mit der am 1
6.
Mai 2014 durchgeführten
Schweissdrüsen
exzision
seien intermittierend offene Stellen mit Sekretion vorhanden, welche vom Beschwerdeführer mit
Fucidin
-Salbe behandelt würden. Zusätzlich bestehe das Problem, dass der Beschwerdeführer beim Hochheben des rechten Armes einen ziehenden Schmerz von der
Axilla
durch den ventralen Oberarm bis gegen den Unterarm verspüre. Es stelle sich die Frage, ob es durch die Vernar
bungen zu einem Zug am Plexus
brachialis
bei Armbewegungen komme
.
Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde dahingehend beurteilt, dass er aktuell in der Geh- und Stehfähigkeit und der allgemeinen Belastbarkeit ein
geschränkt sei; zudem bestehe eine psychische Einschränkung. Eine beruf
liche Eingliederung als Baumaschinenführer wurde aktuell als noch nicht mög
lich beurteilt, da beim reinen Führen der Baumaschinen die Erschütterungen und das lange Sitzen ein Problem seien. Zudem fielen immer wieder zu schwere
Arbeiten an. Da der Beschwerdeführer keine gravierenden somatischen Verlet
zungen gehabt habe, wurde die spätere Wiedereingliederung als möglich erach
tet (
Urk.
6/47 insbesondere S. 3 f.).
3.4
Der Kreisarzt
Dr.
B._
erläuterte in seiner Aktenbeurteilung vom 1
0.
Septem
ber 2014, dass alle Röntgenuntersuchungen, CT-Untersuch
ungen so
wie das EKG und die durchgeführte
Abdomensonographie
keinen Anhalt für eine
unfallbe
dingte
Verletzung ergeben hätten. Die Schulterschmerzen und die
nuchalen
Schmer
zen seien nicht auf den Unfall zurückzuführen, sei der Be
schwerdeführer doch in dieser Region nicht verschüttet worden. Ausserdem seien anfänglich in diesem Bereich keine Beschwerden angegeben worden. Die
lumbospondylo
ge
nen
Schmerzen würden sich durch die vorbestehende isthmi
sche
Spondy
lol
yse
L5 mit leichter
Pseudospondylolisthesis
von L5 über S1 er
klären. Zusammen
fassend seien als Unfallfolgen eine
Thoraxprellung
und eine Prellung des linken Unterschenkels vorgelegen. Diese könn
t
en 6 Wochen nach dem Unfallereignis als abgeheilt angesehen werden. Es handle sich um eine vorübergehende Ver
schlimmerung; eine richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustandes könn
e wegen fehlender Verletzungen ausgeschlossen werden. Die über die 6 Wochen hinaus dauernden Beschwerden könnten nicht mit überwie
gender Wahrschein
lichkeit auf den Unfall zurückgeführt werden (
Urk.
6/53).
4.
4.1
Die Würdigung der medizinischen Unterlagen führt zunächst zur Feststellung, dass der Beschwerdeführer beim versicherten Unfall vom 2
3.
April 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine strukturell nachweisbaren Läsionen er
litten hat. Wie der Krei
s
arzt
Dr.
B._
zutreffend darlegte,
liessen weder die durchgeführten bildgebenden Verfahren noch das EKG auf eine organisch nach
weisbare Verletzung schliessen.
Die initialen Schmerzen erschöpften sich gemäss Bericht des Kantonsspitals
Z._
vom 2
4.
April 2014 in Schmerzen im linken Thorax im
basalen ventralen Rippenbereich
bei tiefer Inspiration und im linken Un
terschenkel bei Belastung. Bei Spitalaustritt am Folgetag war der Beschwerde
führer – wenn auch unter Analgesie
–
schmerzfrei
(vgl.
Urk.
6/17)
. In den
un
fallnahen
medi
zinischen Unterlagen finden sich
keine Hinweise auf die sich so
dann vom Beschwerdeführer am 1
7.
Juni 2014 telefonisch geklagten, angeblich seit dem Unfall bestehenden Schmerzen in der Schulter, ausstrahlend bis in den Kopf
,
und in der Hüfte (
Urk.
6/15). Auch fe
hlt es im Bericht
des Spitals
Z._
vom
1.
Juni 2014
bezeichnenderweise
an jeglichem Hin
weis auf eine
Schmerz
problematik
ausserhalb der dannzumal aktuellen
kolikar
tigen
Bauchschmerzen
aufgrund der zweifelsfrei nicht unfallkausalen
Clostridi
enkolitis
(vgl.
Urk.
6/18)
. Die
erste Verordnung zur Physiotherapie, ausgestellt vom Hausarzt
Dr.
med.
Wiedmer
, Facharzt FMH für Innere Medizin, datiert
erst
vom 2
8.
Mai 2014 (
Urk.
6/27).
Dass den Akten erst ab
Ende Mai
2014,
mithin
erst
nach
der am 1
6.
Mai 2014 durchgeführten
Axillaabszessexzision
beidseits, mit welcher die
Komplikation der
hämmorrhagische
n
Clostidienkolitis
Ende Mai 2014
einherging,
relevante Hinweise auf eine prolongierte Schmerzproblematik zu entnehmen sind,
wirft die Frage auf, ob es sich überhaupt rechtfertigt, mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit als erstellt zu betrachten, der versicherte Unfall vom 2
3.
April 2014 habe Schmerzen nach sich gezogen, welc
he sich über mehrere Wochen erstreckten
.
Jedenfalls
ist einhergehend
mit der Beurteilung des K
reisarztes
Dr.
B._
davon auszugehen, dass
die Unfallfolgen
spätestens sechs Wochen nach dem Unfall
mit überwieg
ender Wahrscheinlichkeit abgeheilt waren.
Hierfür spricht, dass der Beschwerdeführer d
ie Schmerzen
im linken Bein
an
lässlich des Telefonats
vom 1
7.
Juni 2014
selber
als
nicht mehr vorhanden
bezeichnete
(
Urk.
6
/15). Die
später
in
A._
geklagten Schmerzen lumbal mit Ausstrahlung ins linke Gesäss und die Dorsalseite des Oberschenkels bis zum Knie (vgl.
Urk.
6/47 S. 6), welche von der Rehaklinik diagnostisch einem
lum
bospondylogenen
Schmerzsyndrom links zugeordnet wurden (
Urk.
6/47 S.
1)
, lassen sich
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einen Zusammen
hang mit dem versicherten Unfall bringen. Abgesehen davon, dass
im
Austritts
bericht
des Spitals
Z._
vom 2
4.
April 2014 kein Hinweis auf eine
lumbospondylogene
Problematik zu finden ist (
Urk.
6/17), erwähnte
der Be
schwerdeführer diese Beschwerden am 1
7.
Juni 2014 nicht (
Urk.
6/15)
. Weiter
wurde die von
Dr.
B._
als hierfür ursächlich beurteilte vorbestehende ist
hmi
sche
Spondylolyse
L5 mit leichter
Pseudospondylolisthesis
von L5 über S1 (
Urk.
6/53 S. 2)
von der Rehaklinik
A._
ebenfalls
als mögliche Ursache er
wähnt (
Urk.
6/47 S. 3).
Auch die geklagten Schulterschmerzen und die
nuchalen
Schmerzen lassen sich nicht
rechtsgenüglich
auf den Unfall zurückführen.
Initial war von
Schulter
schmerzen
nicht die Rede
(
Urk.
6/17)
. Zudem
ist gestützt auf die vom
Be
schwer
deführer
gegenüber der Schaffhauser
Polizei ge
macht
e Angabe
, wonach er bis zur Hüfte zugeschüttet worden sei (
Urk.
6/41 S.
2), was mit dem vom Spital
Z._
dokumentierten Unfallhergang korrespondiert (
Urk.
6/17 S. 1), als erstellt zu betrachten, dass er nicht bis zur Schulterhöhe oder
gar bis Höhe Hals -
wie am 3
0.
Juli
2014 behauptet (
Urk.
6/33)
-
mit Lehm bedeckt war
. E
nt
spre
chend
war
der Schulter-/Nackenbereich beim Unfall
nicht unmittel
bar betroffen
. Hinzu
kommt, dass die am 1
6.
Mai 2014 durchgeführte
Schweiss
drüsenexzision
beidseits
gemäss
den von der Rehaklinik
A._
erhobenen Befunden
zu
Verhärtungen im Bereich der Operationsnarben und der Weichteile in der wei
teren Umgeb
ung der Narben geführt hat. Zudem
wurden rechtsseitige Schmer
zen von der
Axilla
in den medialen Oberarm, besonders bei gleichzeiti
ger
Ellbogenstreckung festgestellt (
Urk.
6/47), welche offensichtlich in keinem
unfall
kausalen
Zusammenhang stehe
n.
Was die von der Rehaklinik
A._
diagnostizierten Schmerzen im Bereich der unteren Rippen ventral links, ausstrahlend bis zur BWS
(
Urk.
6/47)
,
anbelangt, ist festzustellen, dass diese Beschwerden gemäss Austrittsbefund von
A._
lediglich noch bei einer Kompression des Thorax zum Tragen kamen (
Urk.
6/47 S. 9). Angesichts dessen sowie der Tatsache, dass es auch hierfür an einem organis
ch nachweisbaren Substrat fehlt
, welches als hinreichende Unfallfolge be
trachtet werden könnte (Verhärtungen/
Triggerpunkte
reichen hierfür nicht;
vgl. Urteil des Bundesgerichts U 339/06 vom
6.
März
2007 E.
4.1)
, ist zusammen
fassend festzustellen, dass keine der noch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
8.
September 2014 vorhandenen körperlichen Beschwerden mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall
zurückgeführt werden kann
.
4.2
Was die von der Rehaklinik
A._
gestützt auf das psychosomatische Konsi
lium diagnostizierte posttraumatische Belastungsstö
rung anbelangt (
Urk.
6/47 S.
1), kann offen bleib
en, ob die Diagnose richtigerweise
gestellt wurde und welche Auswirkungen das Leiden hat, wenn es ohnehin an dem für eine
Leis
tungspflicht
des Unfallversicherers kumulativ erforderlichen adäquaten Kausal
zusammenhang fehlt (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 13/07 vom
7.
Februar 2008 E. 4.2.
2.
mit diversen Hinweisen).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin beurteilte die adäquate Kausalität nach den für psychi
sche Unfallfolgen geltenden Gru
ndsätzen (BGE 115 V 133 ff.) und nicht nach denjenigen, welche für
die
Beurteilung der Adäquanz zwischen einem
Schreck
er
eignis
und den nachfolgenden aufgetretenen psychischen Störungen gelten
(vgl. zu letzterem
BGE 129 V 177 E.
4.2). Dieses Vorgehen wurde vom Beschwer
de
führer zu Recht nicht beanstandet, wurden im Bericht des Kantonsspitals
Z._
vom 2
4.
April
2014
(
Urk.
6/17) doch weder ein psychischer Schock
noch andere psychische Auffälligkeiten oder typische Angst- oder
Schreck
wir
kungen
erwähnt. Zudem ist dem Anhang zum Bericht des psychoso
matischen Konsiliums der Rehaklinik
A._
vom 1
1.
August 2014 zu ent
nehmen, dass sich gemäss Angaben des Beschwerdeführers sein psychischer Zustand nach dem
MRI, aufgrund welchem ihm fälschlicherweise Nierenkrebs diagnostiziert worden sei, verschlechtert habe (
Urk.
6/46 S.
3). Die vom Be
schwerdeführer an
gesprochene zunächst unklare Raumforderung im Bereich
der
linke
n
Niere wurde
aber erst anlässlich der Hospitalisierung vom 3
0.
Mai bis
1.
Juni
2014 und damit unabhängig vom Unfallgeschehen festgestellt (vgl.
Urk.
6/18).
Entsprechend ist dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin zu folgen und die
Adäquanz
nach den Grundsätzen gemäss BGE 115 V 133 ff. zu prüfen.
5.2
5.2.1
Über den Unfallhergang vom 2
3.
April 2014 ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in einen Graben gestiegen war, um nach einer Wasser
leitung zu suchen. Die Grabentiefe gab er gegenüber der Polizei (
Urk.
6/41 S. 2) mit zirka 1,50 m an. Gegenüber der
Casemanagerin
der Rehaklinik
A._
erklärte er, der Graben sei 1,95 m tief gewesen (
Urk.
6/38).
Unbestritten ist
jedenfalls, dass kurz nachdem der Beschwerdeführer in den Graben gestiegen war
,
die hangseitige Grabenwand einbrach und den Beschwerdeführer ver
schütte
te, wobei
,
wie unter Erwägung 4.1 gefolgert, von einer
Verschüttungs
höhe
bis
zur
Hüfte,
maximal bis zum unteren
Thorax aus
zu
gehen ist. Die Arbeits
kollegen des Beschwerdeführers begannen gemäss Aktenlage sofort mit dem Bagger, das Erdreich rund um den Beschwerdeführer abzutragen
, wobei letzterer
gemäss Schilderung des Unfallhergangs im Bericht des Spitals
Z._
vom 2
4.
April 2014 nach zirka 4 Minuten aus der Situation befreit und mit der sofort alarmierten Ambulanz ins Spital gebracht worden sei (
Urk.
6/17, 6/41).
5.2.2
Die Beschwerdegegnerin hat den Unfall vom 2
3.
April
2014
in Übereinstim
mung
mit
d
er Kasuistik (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 169/02 vom
3.
Dezember 2002 E. 2.1;
nicht publiziertes Urteil vom 1
3.
November 1989, zi
tiert in RKUV 1999 Nr. U 330 E. 4b/
bb
)
und
angesichts
des augenfälligen
Ge
schehensablaufs
richtigerweise als mittelschwer, nicht aber im Grenzbereich zu den schweren Unfällen eingereiht (
Urk.
2 S. 7).
Zwar ist dem Unfallgeschehen eine gewisse Eindr
ücklichkeit nicht abzuspre
chen, jedoch
kann nicht von einer eigentlichen Verschüttung ausgegangen
werden, war der Beschwerdeführer doch lediglich bis Hüft-/Bauchhöhe mit Lehm
bedeckt
. Auch
hatte
er
jederzeit
Verbi
ndung zu Luft und Aussenwelt. Des
wei
tern
erlitt
er
weder schwere körperliche Verletzungen noch
kann unfallbedingt von langanhaltenden Schmerzen oder einem schleppenden Heilungsverlauf aus
gegangen werden. Letztlich war auch die Arbeitsfähigkeit nach Lage der Akten spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht mehr durch das
unfall
be
dingte
physische Beschwerdebild beeinträchtigt, weshalb auch dieses Krite
ri
um
das rechtsprechungsgemäss erforderliche Ausmass für die Bejahung der Adä
quanz nicht erreicht (vgl. BGE 123 V 141 E. 3d, RKUV 1998 Nr. U 307 E. 3b).
Zusammenfassend ergibt sich, dass lediglich eines der massgebenden Kriterien als, wenn auch nur knapp, erfüllt gelten kann. Die Adäquanz des Kausalzu
sammenhanges zwischen dem Unfall vom 2
3.
April 2014 und dem psychischen Beschwerdebild ist deshalb zu verneinen.
5
.3
Der angefochtene Entscheid erweist sich nach dem Gesagten als richtig. Die Be
schwerde ist abzuweisen.