Decision ID: 89613561-77e4-52e2-8cb6-64ab067fc917
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ L., geboren am 20. Mai 1974 in P., Sri Lanka, srilankischer Staatsangehöriger, und
die Schweizerin, M., geboren am 1. März 1956 in W., Polen, heirateten am 22. April
2003 in C., Sri Lanka. Am 25. April 2003 stellte M. ein Einreisegesuch für ihren
Ehemann. Mit Schreiben vom 10. November 2003 teilte "S. " der Schweizer Botschaft
in Colombo mit, dass L. bereits mit einer Frau namens J. verheiratet sei. Die
Schweizerin habe er nur geheiratet, damit er die Schweizer Staatsbürgerschaft erhalte.
Für die Heirat habe er Fr. 30'000.-- bezahlt. Das Ausländeramt des Kantons St. Gallen
erteilte am 16. Dezember 2003 die Ermächtigung zur Visumserteilung, worauf L. am
27. Dezember 2003 in die Schweiz einreiste. Die Aufenthaltsbewilligung vom 7. Januar
2004 wurde am 22. November 2006 letztmals für ein Jahr verlängert.
In den Jahren 2006 und 2007 gingen beim Ausländeramt und bei der Kantonspolizei
St. Gallen einige anonyme Anzeigen ein, wonach es sich bei der Ehe N. um eine
Scheinehe handle. Am 26. November 2006 bzw. 21. Januar 2007 informierte N., G.,
ehemaliger Vermieter von M. das Ausländeramt, dass seine Mieterin für Fr. 30'000.--
eine Scheinehe eingegangen sei. Ihr Ehemann sei lediglich pro forma im Kanton
St. Gallen angemeldet, tatsächlich lebe und arbeite er im Kanton Zürich. M. vermittle
auch anderen Frauen ausländische Ehemänner zum Schein. Am 10. Januar 2007 sagte
K., S., gegenüber der Kantonspolizei aus, dass die Eheleute N. eine Scheinehe führten.
M. habe in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis zahlreiche Frauen angefragt, ob sie
ebenfalls gegen Bezahlung eine Ausländerrechtsehe eingehen würden. Auch sie sei
darauf angesprochen worden. Gleichentags bestätigte M., S., der Polizei gegenüber,
dass die Ehe N. nur zum Schein abgeschlossen worden sei. M. habe auch sie
wiederholt gefragt, ob sie für Fr. 30'000.-- bis Fr. 50'000.-- einen Ausländer heiraten
würde. Am 1. Februar 2007 sagte M., K., der Polizei gegenüber aus, dass M. mit ihrem
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srilankischen Ehemann nicht zusammenlebe und auch sie gefragt habe, ob sie für
Fr. 35'000.-- einen jungen Ausländer heiraten wolle.
Die Kantonspolizei befragte am 3. Dezember 2007 M. zu ihrer Ehe, am 5. Dezember
2007 wurde L. befragt. Am 3. November 2008 stellte das Ausländeramt den Widerruf
der Aufenthaltsbewilligung von L. in Aussicht. Dieser nahm am 12. Dezember 2008
durch seinen damaligen Rechtsvertreter Stellung. Mit Verfügung vom 27. Januar 2009
widerrief das Ausländeramt die Aufenthaltsbewilligung bzw. verlängerte diese nicht
mehr und forderte L. auf, die Schweiz bis spätestens 7. April 2009 zu verlassen.
B./ Am 11. Februar 2009 erhoben L. und M. mit Eingabe ihres heutigen
Rechtsvertreters beim Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen mit
dem Antrag Rekurs, die Verfügung des Ausländeramtes sei unter Kostenfolge
aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung von L. sei abzusehen bzw.
die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Nach Erhalt sämtlicher Akten und nach
Durchsicht einer allfälligen Einvernahme der Informanten des Ausländeramtes in ihrer
Gegenwart sei ihnen eine angemessene Frist zur ergänzenden Rekursbegründung
anzusetzen. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs am 14. August
2009 in der Hauptsache ab und lud das Ausländeramt ein, eine neue Frist zur Ausreise
anzusetzen. Die Kosten auferlegte es mit Hinweis auf die begangene Gehörsverletzung
der Vorinstanz. Zur Begründung erwog es im wesentlichen, die Rekurrenten hätten die
Aufenthaltsbewilligung für L. bzw. deren Verlängerungen durch Täuschung der
Behörden erschlichen. Die Verfügung des Ausländeramtes sei daher recht- und
verhältnismässig.
C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 31. August und 7. Oktober 2009 erhoben
L. und M. beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit folgendem Antrag
Beschwerde:
"1. Der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes vom 14. August 2009
sowie die Verfügung des Ausländeramtes vom 27. Januar 2009 seien aufzuheben.
2. Es sei die Aufenthaltsbewilligung von L. zu verlängern.
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3. Eventualiter sei der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes des
Kantons St. Gallen vom 14. August 2009 aufzuheben und die Angelegenheit zur
Abklärung und Neubeurteilung an das Ausländeramt zurückzuweisen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die Beschwerdeführer bestreiten im wesentlichen, dass die erlittene Gehörsverletzung
im Rekursverfahren geheilt werde könne. Zudem sei es unerlässlich, dass die von ihnen
angebotenen Zeugen befragt würden. Die Vorinstanz habe sich einzig auf die
widersprüchlichen Angaben gestützt, ihre vielen übereinstimmenden Aussagen
dagegen würden mit keinem Wort erwähnt. Dass eine Hochzeit stattgefunden habe, sei
auf Grund der Fotos bewiesen. Sie lebten aus beruflichen Gründen getrennt. Der
Beschwerdeführer wohne in Z., Kanton Aargau, damit er rechtzeitig an seinen
Arbeitsort in Z., ebenfalls Kanton Aargau, gelangen könne. Die Beschwerdeführerin
arbeite – mit einem kurzen Unterbruch – seit über 20 Jahren im gleichen Restaurant in
S. Ein Wechsel in den Grossraum Zürich sei in ihrem Alter nicht ratsam. Zudem habe
sie ein wenig Abstand vom Ehemann gewünscht, weil sie an einer Lähmung der
Speiseröhre leide. Aus diesem Grund müsse sie nachts oft erbrechen, was ihr peinlich
sei. Sie würden aber trotzdem eine intakte Ehe führen. Der Beschwerdeführer komme
regelmässig nach St. Gallen, wo sie die Wochenenden zusammen verbringen würden.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2009 unter
Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid die kostenpflichtige
Abweisung der Beschwerde.
D./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,
soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
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Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 31. August bzw.
7. Oktober 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und
Abs. 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist das Recht der Privaten, in einem vor einer
Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu
werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen
Punkten Stellung nehmen zu können. Es umfasst überdies das Recht auf Vertretung
und Verbeiständung und auf Begründung von Verfügungen. Es dient einerseits der
Sachaufklärung und stellt andererseits zugleich ein persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrecht der Parteien dar (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 1672). Die Rechtsgrundlage findet sich
in Art. 15 VRP und subsidiär in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101).
2.1. Nach Art. 16 Abs. 1 VRP haben die Beteiligten Anspruch auf Einsicht in die Akten,
soweit keine wichtigen öffentlichen oder schutzwürdigen privaten Interessen
entgegenstehen. Die sich gegenüberliegenden Interessen sind im Einzelfall sorgfältig
abzuwägen. Schutzwürdige private Interessen sind etwa die Wahrung der privaten oder
allenfalls wirtschaftlichen Geheimsphäre, die Interessen von Familienangehörigen oder
Auskunftspersonen sowie die Abwendung möglicher Gefahren von
Verfahrensbeteiligten. Der Schutz vor einer möglichen Ehrverletzungsklage rechtfertigt
es nicht in jedem Fall, dem Betroffenen die Einsicht in die Akten zu verweigern. Als
nicht gerechtfertigt gilt namentlich ein generelles Abdecken von Auskunftspersonen
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz.
1129). Im Rahmen des Rekursverfahrens hat das Ausländeramt auf Grund einer
nochmals durchgeführten Interessenabwägung entschieden, die Aussagen sämtlicher
Auskunftspersonen ins Recht zu legen. Die Rekursinstanz erblickte in dieser
verspäteten Offenlegung eine Gehörsverletzung, die sie im Rechtsmittelverfahren
heilte.
2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Wird eine Verletzung des
Anspruchs festgestellt, muss der angefochtene Hoheitsakt ohne Rücksicht darauf, ob
die Anhörung für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, das heisst die Behörde zu
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einer Änderung des Entscheids veranlassen wird oder nicht, aufgehoben werden
(Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1709). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht
besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn
die betroffene Person nachträglich die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage
frei überprüfen kann. Die Heilung soll aber die Ausnahme bleiben, weil dem Betroffenen
damit eine Instanz verloren geht. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im
Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des
Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der
betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren
wären (BGE 133 I 201 neues Fenster E. 2.2, BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).
2.3. Die Beschwerdeführer konnten sich im Rekursverfahren zu den nachträglich
vervollständigten Unterlagen des Ausländeramtes, namentlich den polizeilichen
Befragungen der Auskunftspersonen, umfassend äussern. Die Vorinstanz verfügt über
volle Kognition und ist gehalten, auch die Ermessensbetätigung zu überprüfen. Ob im
Verfahren vor dem Ausländeramt Beweise erhoben worden wären, die die Vorinstanz
nicht abgenommen hat, ist in Bezug auf die Heilung des rechtlichen Gehörs nicht
ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, dass die Vorinstanz den Sachverhalt
umfassend feststellen kann und wie das Ausländeramt über volle
Überprüfungsbefugnis verfügt. In der nachträglichen Heilung der Gehörsverletzung ist
somit keine Rechtswidrigkeit zu erblicken. Dazu kommt, dass das Ausländeramt seinen
Entscheid ausschliesslich auf die Aussagen der Beschwerdeführer und nicht auf die
Befragungen der Auskunftspersonen abgestützt hat. Diese führten lediglich dazu, dass
das Amt die Rechtmässigkeit des Familiennachzugs in Zweifel gezogen und die
Parteien zu ihrer Ehe befragt hat. Entscheidend für den Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung waren jedoch einzig die polizeilichen Befragungen der Eheleute
mit den Widersprüchen und dem fehlenden Wissen über den anderen Ehepartner. Die
Rückweisung würde deshalb lediglich zu einem formalistischen Leerlauf und einer
unnötigen Verzögerung des Verfahrens führen. Nachdem die Vorinstanz mit Blick auf
die erlittene Gehörsverletzung die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Gunsten der
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Beschwerdeführer abgeändert hat, erwächst ihnen mit der Heilung im Rekursverfahren
auch sonst kein Nachteil. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführer rügen, dass die Vorinstanz ihren Entscheid einzig auf die
polizeilichen Befragungen der Beschwerdeführer abgestützt und darauf verzichtet hat,
die Kinder der Beschwerdeführerin, ihren Nachbarn, ihren Arbeitgeber und den
Mitbewohner des Beschwerdeführers als Zeugen zu befragen.
3.1. Wird das Ergebnis weiterer Beweiserhebung vorweggenommen, indem festgestellt
wird, dass wegen des bereits vorliegenden Beweisergebnisses auszuschliessen sei,
dass weitere Beweiserhebungen daran etwas ändern könnten, spricht man von einer
antizipierten Beweiswürdigung. Das Bundesgericht betrachtet eine solche Würdigung
als zulässig, wenn auf Grund der bereits abgenommenen Beweise der rechtlich
erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt erachtet wird und ohne Willkür vorweg die
Annahme getroffen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere
Beweiserhebungen nicht geändert (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 622).
3.2. Die Befragungen der Beschwerdeführer durch den erfahrenen Polizeibeamten hat
ein klares Bild ihrer Ehe ergeben. Es war deshalb unnötig, auch noch Dritte über ihre
eheliche Gemeinschaft zu befragen, zumal bei der massgebenden Frage, ob ein echter
Ehewille vorliege, nebst äusseren, hauptsächlich innere, gefühlsmässige Vorgänge bei
den Ehegatten massgebend sind. Der Nachbar der Beschwerdeführerin und der
Mitbewohner des Beschwerdeführers sollen bezeugen, dass der Beschwerdeführer am
Wochenende regelmässig in S. weile. Auf Grund der festgehaltenen Aussagen der
Beschwerdeführer ist eine entsprechende Feststellung aber nicht mehr nötig. Zudem
ist es nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf das laufende
Verfahrens tatsächlich häufiger in der Wohnung der Beschwerdeführerin anzutreffen ist.
Die Vorinstanz hat damit zu Recht auf die Befragung der angebotenen Zeugen
verzichtet. Aus dem gleichen Grund kann auf die Befragung der im
Beschwerdeverfahren wiederum angebotenen Zeugen verzichtet werden.
4. Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und
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Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn
sie mit diesen zusammenwohnen.
4.1. Der Anspruch auf Familiennachzug erlischt namentlich dann, wenn er
rechtsmissbräuchlich geltend gemacht wird, insbesondere um Vorschriften dieses
Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den
Aufenthalt zu umgehen (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). Davon erfasst wird die
sogenannte Scheinehe oder Ausländerrechtsehe, bei der die Ehe nur zum Zweck der
Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften eingegangen worden ist oder an ihr mit
diesem Ziel festgehalten wird. Für die Anwendbarkeit von Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG
genügt es nicht, dass die Ehe (auch) eingegangen wurde, um dem ausländischen
Ehegatten den Aufenthalt in der Schweiz zu ermöglichen; erforderlich ist, dass die
eheliche Gemeinschaft nicht wirklich beabsichtigt war. Auf die Motive der
Eheschliessung kommt es nicht an (BGE 2C.742/2007 vom 7. Januar 2008 E.2.2; BGE
130 II 117 E. 4.2; BGE 128 II 115 E. 2.1 f. mit Hinweisen).
4.2. Der Nachweis, dass die Ehe zur Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer geschlossen wurde und nicht der Begründung einer
Lebensgemeinschaft dient, kann in der Regel nur indirekt und lediglich durch Indizien
geführt werden. Feststellungen über das Bestehen solcher Verdachtsgründe können
äussere Gegebenheiten, aber auch innere, psychische Vorgänge betreffen (BGE
2C_152/2009 vom 20. Juli 2009 E. 2.2). Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe sind
etwa die drohende Wegweisung, weil ohne Heirat eine Aufenthaltsbewilligung nicht
erteilt bzw. verlängert wird, ferner die Dauer und die Umstände der Bekanntschaft vor
der Eheschliessung, ein grosser, eher unüblicher Altersunterschied, die fehlende
Wohngemeinschaft oder die Bezahlung einer Geldsumme für die Heirat. Umgekehrt
kann aus dem blossen Umstand, dass die Ehegatten während einer gewissen Zeit
zusammenleben und intime Beziehungen unterhalten, noch nicht ohne weiteres
abgeleitet werden, die Begründung einer wirklichen Lebensgemeinschaft sei gewollt
gewesen (BGE 2C_703/2007 vom 19. März 2008 E. 2.2). Ein solches Verhalten kann
vorgespielt sein, um die Behörden zu täuschen (BGE 122 II 295 E. 2b mit Hinweisen).
Wenn aber nicht genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe hindeuten,
darf nicht einzig auf Grund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine
bestehende Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (BGE 123 II 52 E. 5c).
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Abzustellen ist stets auf eine gesamthafte Würdigung des konkreten Sachverhalts.
Dabei kann eine Vielzahl einzelner Umstände, die für sich allein den Bestand einer Ehe
nicht in Frage zu stellen vermöchten, die Schlussfolgerung rechtfertigen, eine Ehe sei
geschlossen worden, ohne dass der Wille zu einer echten Lebensgemeinschaft
bestanden hat.
4.3. Die Eheleute N. leben nicht zusammen. Das Kriterium der gemeinsamen Wohnung
steht bei der Missbrauchsbekämpfung aber im Vordergrund, weil die fehlende
Hausgemeinschaft ohne sachliche Gründe regelmässig ein gewichtiges Indiz für eine
Scheinehe darstellt (M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht, Zürich
2008, Rz. 2 zu Art. 42 AuG). Auf das Erfordernis des Zusammenwohnens kann deshalb
nur verzichtet werden, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe vorliegen
und die Familiengemeinschaft trotzdem weiterbesteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe
entstehen insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine
vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme (Art. 76 der
Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit, SR 142.201).
4.3.1. Die Beschwerdeführer üben beide keine besonders qualifizierten Tätigkeiten aus,
weshalb sie auf keinen bestimmten Arbeitgeber angewiesen sind. Die
Beschwerdeführerin kocht seit ungefähr 20 Jahren aushilfsweise in einem Restaurant in
S., der Beschwerdeführer arbeitete die erste Zeit in der Schweiz in der Küche eines
Gastrounternehmens im Flughafen Zürich, wo er hauptsächlich Geschirr spülte und
putzte. Seit Juli 2006 ist er für einen Fischhandelsbetrieb im Kanton Aargau tätig. Zu
seinem Aufgabenbereich gehören das Bereitstellen und die Ausgabe von
Kundenbestellungen sowie Lagerorganisation. Dabei verdient er einen Bruttolohn von
gut Fr. 4'000.-- plus eine Flexibilitätszulage von Fr. 600.--. Mit Blick darauf ist es
unglaubwürdig, dass weder der Beschwerdeführer noch die Beschwerdeführerin im
Raum St. Gallen oder Zürich eine vergleichbare bezahlte Hilfstätigkeit finden könnten,
wenn sie tatsächlich zusammenleben wollten, was aber Voraussetzung von Art. 42
Abs. 1 AuG ist. Insbesondere der mittlerweile 36-jährige Beschwerdeführer hätte in den
letzten sechs Jahren ohne weiteres eine Stelle in der Ostschweiz finden können, wenn
er wirklich mit seiner Schweizer Ehefrau zusammenleben wollte. Der Arbeitsmarkt für
tamilische Hilfskräfte im Gastrobereich oder in der Lebensmittelverarbeitung ist im
Raum St. Gallen durchwegs vergleichbar mit jenem im Grossraum Zürich. Die
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Beschwerdeführer haben denn auch weder behauptet noch belegt, dass sie sich seit
der Einreise des Beschwerdeführers ernsthaft um eine Anstellung in der Nähe des
Arbeitsorts des anderen Ehepartners bemüht bzw. beworben hätten.
4.3.2. Auch die erstmals in der Beschwerdeschrift geltend gemachten
Gesundheitsbeschwerden der Beschwerdeführerin rechtfertigen das Getrenntleben
nicht. Die Beschwerdeführerin bewohnt allein eine Vierzimmerwohnung mit einem
Schlaf-, Wohn-, Ess- und Gästezimmer. Es wäre folglich genügend Platz für zwei
separate Schlafzimmer vorhanden, wenn sie wegen ihrer angeblichen nächtlichen
Beschwerden allein schlafen wollte. Kommt dazu, dass sie ohnehin am liebsten am
Boden schläft (Ausländeramt act. 94).
4.3.3. Für einen getrennten Wohnsitz wäre auch ein alternatives Lebensmodell als
wichtiger und nachvollziehbarer Grund denkbar, solange der Ehewille trotzdem
vorhanden ist (Spescha, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 49 AuG) Ein glaubhaft begründetes "living
apart together" setzt allerdings voraus, dass die getrennt lebenden Ehepartner die
wenige Zeit, die sie miteinander verbringen, bewusst gestalten und erleben und für
gemeinsame Erlebnisse sorgen. Die Beschwerdeführer jedoch konnten anlässlich ihrer
Befragungen weder konkrete bestimmte Interessen noch konkrete gemeinsame
Aktivitäten aufzeigen. Der PC ist das einzige, wofür sich beide interessieren. Damit
beschäftigt man sich aber gerade regelmässig allein. Einen gemeinsamen
Freundeskreis pflegen sie nicht und Ferien verbringen sie ebenfalls nicht zusammen.
So reiste der Beschwerdeführer auch im Jahr der Befragung allein in sein Heimatland.
Die Beschwerdeführerin begleitete ihn nicht, weil es sie nicht interessierte
(Ausländeramt act. 80). Auch die Beschwerdeführerin fährt jeweils ohne ihren Ehemann
nach Polen. Demzufolge kennen sie praktisch keine Verwandten des anderen
Ehepartners. Davon ausgenommen sind der Vater des Beschwerdeführers, der bei der
Hochzeit in C. anwesend war und die Kinder der Beschwerdeführerin. Ihre älteste
Tochter war Trauzeugin in Colombo. Gleichwohl hat der Beschwerdeführer keine
Ahnung, wie alt die Tochter ist und wo sie in Bern wohnt. Die beiden anderen Kinder
wohnen wie die Beschwerdeführerin in St. Gallen, der Sohn sogar im gleichen Haus.
Die Schwiegersöhne kennt der Beschwerdeführer nicht einmal dem Namen nach
(Ausländeramt act. 78).
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4.3.4. Aber auch sonst zeigen die Beschwerdeführer kein Interesse am anderen
Ehepartner, und zwar weder an dessen vergangenem noch an dessen aktuellem
Leben. So hat die Beschwerdeführerin keine Ahnung, was ihr Mann nach der Schule in
seinem Heimatland gearbeitet oder wie er sein Leben bis zur Verheiratung verbracht
hat. Der Beschwerdeführer seinerseits hatte selbst nach mehrjähriger Ehe keine
Ahnung, dass seine Ehefrau schon zweimal verheiratet war, dass ihre drei Kinder nicht
vom selben Mann stammen und woran die Ehen gescheitert sind (Ausländeramt
act. 79). Dies erstaunt umso mehr, als die Beschwerdeführerin anlässlich der
Befragung offen erzählte, dass ihr erster Mann ihre Tochter missbraucht habe und ein
"Schwein" gewesen sei. Der zweite Ehemann war ihren Angaben zufolge Musiker und
ein Lebemann, weshalb sie für den ganzen Lebensunterhalt aufkommen musste.
Weiter kennt der Beschwerdeführer weder die heutige Nationalität noch den ledigen
Namen seiner Ehefrau. Auch zu ihrem Werdegang konnte er nichts sagen. So konnte er
nicht einmal den langjährigen Arbeitsort seiner Frau in der Nähe des B. richtig
lokalisieren bzw. verwechselte diesen mit dem Restaurant beim S. (Ausländeramt
act. 77), wo Milena Jung, eine der Auskunftspersonen, arbeitet. Auch keine Ahnung hat
er, wie viel seine Frau verdient. Die Beschwerdeführerin ihrerseits gab an, ihr Ehemann
arbeite bloss und habe sonst keine Hobbies. Davon, dass er in seiner Freizeit Fuss-
und Volleyball spielt, hatte sie keine Ahnung. All dies sind weitere Indizien für eine
Scheinehe.
Stutzig macht sodann, dass die Beschwerdeführerin bei der polizeilichen Befragung
selbst nach mehrjähriger Ehedauer der Auffassung war, ihr Ehemann habe sich bei
ihrem ersten Treffen wie sie selbst lediglich ferienhalber in London aufgehalten.
Tatsache ist aber, dass sich dieser damals bis zur Abweisung seines Antrags über ein
Jahr lang als Asylbewerber in England aufgehalten hatte. Obwohl er dahin über
Russland, Deutschland und Frankreich eingereist war, was sehr unüblich ist, und dafür
15'000.-- Dollar bezahlen musste, wusste seine Ehefrau nichts davon.
4.3.5. Auch sonst machten die Beschwerdeführer zum Kennenlernen und zur Hochzeit
widersprüchliche Angaben, die sich nicht allein mit dem schlechten Gedächtnis der
Beschwerdeführerin erklären lassen. Die Unvereinbarkeiten ihrer Aussagen sind
vielmehr grundsätzlicher Natur, was ebenfalls erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit
ihrer Ehe aufkommen lässt. So setzt die Beschwerdeführerin das erste
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Zusammentreffen um etliche Jahre früher an als ihr Ehemann und behauptete zudem,
sie hätten sich dabei ausschliesslich auf Deutsch unterhalten. Nach Angaben des
Beschwerdeführers sprachen sie aber nur Englisch miteinander. Dass sie zwischen den
beiden Sprachen hin- und hergewechselt hätten, lassen sie im Rechtsmittelverfahren
erstmals vorbringen. Der nachgeschobenen Behauptung steht allerdings entgegen,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in London nicht gewusst hatte,
dass seine Ehefrau nebst Englisch auch noch andere Sprachen spricht. Weiter will die
Beschwerdeführerin ihrem Ehemann den Heiratsantrag per Telefon und schriftlich
gemacht haben. Gemäss Aussage des Beschwerdeführers ist dieser aber mündlich
erfolgt, und zwar vor Ort in Colombo. Weiter behauptet die Beschwerdeführerin, bei
der Hochzeit sei die ganze Familie ihres Mannes anwesend gewesen. Tatsächlich
nahm nur sein Vater daran teil. Seine Mutter lehnt die Schwiegertochter bis heute ab.
Ihrer Aussage zufolge trug sie bei der Hochzeit einen traditionellen Sari, wofür sie eine
Fotographie von sich selbst und einer anderen Frau einreicht. Das undatierte Bild
belegt aber nur, dass sie irgendeinmal einen Sari getragen hat. Den Ausführungen ihres
Mannes zufolge hat sie an der Hochzeit Jeans und Bluse getragen. Nicht glaubwürdig
ist auch, dass bis zur Hochzeit zwei Treffen in der Schweiz, zwei in Deutschland und
drei in Sri Lanka stattgefunden haben. Diese häufigen Treffen sind allein mit Blick auf
die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführer unwahrscheinlich. Nach dem
Beschwerdeführer haben sie in dieser Zeit nur telefoniert und sich gegenseitig
geschrieben.
4.3.6. Die aufgezeigten Widersprüche und das mangelnde Wissen über den Ehepartner
machen es offensichtlich, dass die Beschwerdeführer ihre Ehe einzig zum Zweck
eingegangen sind, um die Vorschriften des Ausländerrechts zu umgehen. Daran
vermag nichts zu ändern, dass ihnen die Geburtstage und Rauchergewohnheiten des
anderen bekannt waren, dass sie übereinstimmende Aussagen zum Ehering und zum
Organisator der Hochzeit machen und dass die Beschwerdeführerin den Lohn des
Beschwerdeführers in der richtigen Grössenordnung einschätzen konnte.
4.3.7. Für eine Scheinehe spricht überdies, dass die Beschwerdeführerin sehr hohe
Schulden hat. Gemäss einer Auskunft des Betreibungsamtes St. Gallen lagen Ende des
Jahres 2006 Verlustscheine im Wert von knapp Fr. 140'000.-- vor. Bei der Befragung
im Dezember 2007 gab sie Schulden im Betrag von Fr. 150'000.-- an. Der
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Beschwerdeführer seinerseits hätte als Staatsangehöriger von Sri Lanka und ohne
Berufsausbildung keine Möglichkeit gehabt, eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz
zu erlangen, wenn er die Beschwerdeführerin nicht geheiratet hätte. Daran ändert
nichts, dass er auch in England eine Scheinehe hätte eingehen oder in der Schweiz
einen Asylantrag stellen können, wie er vorbringen lässt. Der Altersunterschied von
achtzehn Jahren, der völlig unterschiedliche kulturelle Hintergrund und vor allem der
Umstand, dass sie ohne Grund nicht zusammenleben und kaum etwas von einander
wissen, sprechen insgesamt gegen das Vorliegen einer Familiengemeinschaft. Auf
Grund dieser klaren Hinweise gelangt das Verwaltungsgericht zur Überzeugung, dass
der formell-rechtlichen Ehe der Beschwerdeführer von Anfang an kein Ehewillen
zugrunde gelegen ist und dass keine tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Die
Vorinstanz hat die Ehe der Beschwerdeführer daher zu Recht als Scheinehe bzw. den
Familiennachzug als rechtsmissbräuchlich beurteilt.
4.4. Ein Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt
sich nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung die
entsprechende Massnahme als verhältnismässig erscheinen lässt. Die zuständigen
Behörden berücksichtigen bei der Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und
die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration des Ausländers (Art. 96
Abs. 1 AuG).
Der Beschwerdeführer reiste im Dezember 2003 als 29-Jähriger in die Schweiz ein und
verfügt seit Januar 2004 über eine Aufenthaltsbewilligung. Diese hat er auf Grund einer
Ausländerrechtsehe mit einer Schweizerin erschlichen. Dieses Verhalten ist – wie im
übrigen jenes seiner schweizerischen Ehefrau - nach Art. 118 AuG strafbar. Der
Beschwerdeführer verbrachte somit den überwiegenden Teil seines Lebens in Sri
Lanka, wo seine Eltern und ein Teil seiner Verwandten noch immer leben. Den Kontakt
zu seinem Heimatland hat er nie abgebrochen, sondern dort seine Ferien verbracht.
Auch wenn die Lebens- und Arbeitsbedingungen in seiner Heimat gegenüber der
Schweiz teilweise ungünstiger sein mögen, ist weder ersichtlich noch geltend gemacht
worden, dass er bei einer Rückkehr überdurchschnittliche Schwierigkeiten zu
gewärtigen hätte. Einer Rückkehr des heute knapp 36 Jahre alten und kinderlosen
Beschwerdeführers steht somit nichts im Wege und stellt insbesondere auch keine
grosse Härte dar. Zudem übt er keine besonders qualifizierte Tätigkeit aus, die aus
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/16
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wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung gebieten würde. Auch der Integrationsgrad des
Beschwerdeführers spricht nicht grundsätzlich gegen eine Wegweisung. Der deutschen
Sprache ist er kaum mächtig. Bei der polizeilichen Einvernahme brauchte er einen
Dolmetscher. Nennenswerte Integrationsschritte haben keine stattgefunden.
Aus dem Gesagten folgt, dass mit Blick auf das Vorliegen einer Scheinehe das
öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers seine privaten
Interessen an einem Verbleib in der Schweiz überwiegt. Die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung erweist sich damit als verhältnismässig.
5. Insgesamt ergibt sich auf Grund der Indizien, dass die Eheleute Nithiyananthan-
Carlino ihre Ehe zur Umgehung der Bestimmungen des Ausländergesetzes
abgeschlossen haben, weshalb die Vorinstanz zu Recht eine Scheinehe angenommen
und die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert hat. Die Rückkehr des
Beschwerdeführers liegt unter den gegebenen Umständen im öffentlichen Interesse
und ist verhältnismässig sowie zumutbar, so dass die Beschwerde abzuweisen ist.
6. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von den
Beschwerdeführern zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Sie ist
mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht