Decision ID: a2b635c2-1de3-45ec-8b8c-e0144f096ecf
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
J._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Haus zur alten Dorfbank,
9313 Muolen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente (Zusatzrente)
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Sachverhalt:
A.
A.a J._ (Jahrgang 1955) erlitt am 2. September 2001 einen Autounfall mit einem
HWS-Schleudertrauma. Dafür war er bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) versichert (Suva-act. 1). Der Versicherte befand sich
vom 10. bis 31. Dezember 2001 in der Rheinburg Klinik in Walzenhausen. Die Ärzte
gaben in ihrem Bericht vom 10. Januar 2002 an, der Versicherte habe bis zum Unfall an
einer Zinkdruckgussmaschine gearbeitet. Seit dem Unfall habe er die Arbeit nicht
wiederaufgenommen. Der Versicherte leide unter anderem an einem HWS-
Distorsionstrauma nach Autounfall am 2. September 2001 mit einer Zerviko-Brachio-
Zephalgie, einem generalisiertem Schmerzsyndrom und einer beginnenden
Dekonditionierung. Der Klinikaufenthalt habe zu einer Verbesserung der körperlichen
Leistungsfähigkeit geführt, weshalb ab dem 7. Januar 2002 eine Wiederaufnahme der
ursprünglichen Arbeit zu 50% möglich sei (IV-act. 12 - 9/25). Dieser Arbeitsversuch
scheiterte. Der Hausarzt Dr. med. A._, FMH Allgemeine Medizin, erklärte den
Versicherten ab dem 2. Februar 2002 wieder zu 100% arbeitsunfähig. Der Kreisarzt der
Suva Dr. B._ fragte 8. Februar 2002 den Hausarzt nach einer objektiven
Befundänderung und gab in der Telefonnotiz an, Dr. A._ habe eine solche verneint.
Es handle sich um eine Symptomausweitung. Der Versicherte habe sich bereits gegen
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gewehrt. Er sei froh, wenn die Suva eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit bestätige (Suva act. 34). Die Suva teilte dem Versicherten am 13.
Februar 2002 mit, dass sie vernommen hätten, dass er sein Arbeitspensum reduziert
habe, obwohl keine objektivierbare Verschlechterung des Gesundheitszustandes
vorliege. Er sei wegen seiner Schadenminderungspflicht zur Ausübung seiner
verbleibenden Erwerbsfähigkeit verpflichtet. Auf Grund der ärztlichen Beurteilung
würden sie von folgender Arbeitsfähigkeit ausgehen: 25% vom 7. Januar bis 17.
Februar 2002, 50% vom 18. Februar bis 17. März 2002, 75% vom 18. März 2002 bis
17. April 2002 sowie 100% vom 18. April 2002 an (Suva act. 35). Die Arbeitgeberin des
Versicherten, die C._ AG, kündigte dem Versicherten am 27. Februar 2002 das
Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen auf den 31. März 2002 (Suva-act. 50).
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A.b Der Versicherte hielt sich vom 4. März 2002 bis am 11. März 2002 in der
Psychiatrischen Klinik Wil auf. Die behandelnden Ärzte führten in ihrem Bericht vom 11.
März 2002 aus, man habe ein generalisiertes Schmerzsyndrom des Achsenskeletts und
diverse Symptome aus dem cardiopulmonalen Bereich aus psychischen Gründen, im
Sinn einer Rentenneurose (ICD-10: F68.0) festgestellt. Die Ärzte gaben zur
Arbeitsunfähigkeit an, sie würden sich der Beurteilung der Suva anschliessen. Aus
psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 12 - 6/25). Ein weiterer
Klinikaufenthalt folgte vom 20. März 2002 bis am 17. April 2002 in der Rehaklinik
Bellikon. Im Austrittsbericht vom 14. Mai 2002 hielten die Ärzte die Diagnosen eines
generalisierten Schmerzsyndroms des Achsenskeletts, eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1), eine Zervikozephalgie, eine
Lärmempfindlichkeit sowie einen ungerichteten Drehschwindel fest. Die Ärzte führten
aus, die angegeben Beschwerden und die Funktionseinbussen liessen sich am ehesten
psychoreaktiv erklären. Neben narzisstischen Charakterzügen bestünden beim
Versicherten neben einer undifferenzierten Somatisierungsstörung auch Komponenten
einer Angststörung. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100% (IV-act. 12 - 16/25).
A.c Der Versicherte meldete sich am 24. August 2002 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er gab an, acht Jahre lang die Grundschule besucht zu
haben (IV-act. 2). Dr. A._ berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 29.
September 2002, der Versicherte leide an einem St. n. Autounfall mit HWS-
Distorsionstrauma und einem generalisierten Schmerzsyndrom sowie einer
undifferenzierten Somatisierungsstörung seit September 2001. Ohne Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit bestehe seit Frühjahr 2001 eine arterielle Hypertonie, ein St. n.
Meniskusoperation am rechten Knie im Jahr 2005, ein St. n. Aussenbandnaht am linken
Oberschenkel im Jahr 1995 sowie ein St. n. Reoperation des linken Oberschenkels bei
Verdacht auf Osteochondrose dissecans im Jahr 1996. Dr. A._ führte aus, der
Versicherte sei vom 3. September 2001 bis am 6. Januar 2002 zu 100% arbeitsunfähig,
vom 7. Januar 2002 bis am 1. Februar 2002 zu 75% arbeitsunfähig und seit dem 2.
Februar 2002 bis auf Weiteres vollumfänglich arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit sei
nicht mehr zumutbar, eine leichte körperlich nicht belastende Tätigkeit sei eventuell zu
einem späteren Zeitpunkt einige Stunden pro Tag zumutbar. Dazu müsse erst der
Erfolg der weiteren Rehabilitation abgewartet werden (IV-act. 12).
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A.d Der Versicherte liess am 26. Juni 2003 durch seinen Rechtsvertreter das
bidisziplinäre Gutachten der Schulthess Klinik vom 10. Juni 2003 einreichen, das im
Auftrag der Suva erstellt worden war. Darin gaben die Ärzte an, sie hätten den
Versicherten am 4. und 26. November 2002 untersucht. Sie führten aus, man habe eine
traumatische Verschlechterung der somatischen Beschwerden am Achsenorgan
einschliesslich HWS, sowie eine Zervikobrachialgie und einen zerviko-zephalen
Symptomkomplex bei vorgeschädigter HWS bei St. n. Frontalkollision am 2.
September 2001 feststellen können. Sodann bestehe ein Verdacht auf eine
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), eine chronische
Anpassungsstörung mit gemischten Emotionen sowie gemäss diversen Aktenstücken
eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur (ICD-10: F60.8). Das gesamte
Beschwerdebild führe bei der komplexen Konstellation des Versicherten zu einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit müsse gezielt abgeklärt werden (IV-act. 14).
A.e Dr. med. D._, Psychiatrie/Psychotherapie, berichtete der Suva am 10. Juli 2003,
der Versicherte stehe seit dem 24. Januar 2002 bei ihm in Behandlung. Dr. D._ führte
aus, gegenwärtig leide der Versicherte aus psychiatrischer Sicht an einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung, einhergehend mit einer Anpassungsstörung mit
längerer depressiver Reaktion bei prämorbid vorbestehender infantiler, narzisstischer
Persönlichkeitsstruktur. Die regelmässige ambulante Behandlung habe zu einer
Besserung der psychiatrischen Beschwerden geführt. Er empfahl einen weiteren
Rehabilitationsaufenthalt (Suva-act. 101).
A.f Der Versicherte befand sich deshalb vom 27. Oktober bis am 12. November 2003
erneut in der Rehaklinik Bellikon. Die Ärzte gaben in ihrem Austrittsbericht vom 5.
Januar 2004 an, man habe ein zervikal-thorakalbetontes Panvertebralsyndrom mit
rechtsbetonter zervikospondylogener Symptomatik, eine undifferenzierte somatoforme
Störung, eine leichtgradige depressive Störung sowie eine Anpassungsstörung
festgestellt. Sodann bestünden Kopfschmerzen vom Spannungskopfwehtyp und
Konzentrations- und Kurzzeitgedächtnisprobleme. Die Zumutbarkeit für die letzte
berufliche Tätigkeit als Metallarbeiter in einer Giesserie könne nicht abschliessend
beurteilt werden, weil die demonstrierte Leistung sehr weit von den Anforderungen an
einen Metallarbeiter entfernt seien. Aus rein funktionell-somatischer Sicht wäre bei
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guter Leistungsbereitschaft und Motivation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine
Belastbarkeit für mindestens eine leichte Arbeit ganztags erreichbar. Unter zusätzlicher
Berücksichtigung der psychiatrischen Problematik sei eine mindestens leichte Tätigkeit
vorläufig halbtags zumutbar. Wegen langer Arbeitsuntätigkeit und der psychiatrischen
Problematik sei im Fall einer konkreten Eingliederung ein anfänglich reduziertes
Arbeitspensum mit schrittweiser Erhöhung der Arbeitsleistung bis zum vollen
Arbeitspensum innerhalb von etwa drei bis vier Monaten zu empfehlen (IV-act. 16).
A.g Mit Verfügung vom 20. April 2004 teilte die Suva dem Versicherten mit, seine
aktuell geklagten Beschwerden seien organisch nicht mehr als Folge des Unfalles
erklärbar. Die Ausrichtung der Taggeldleistungen werde auf den 3. Mai 2004 eingestellt
(Suva-act. 115). Mit Entscheid vom 7. Oktober 2004 wies die Suva die dagegen
erhobene Beschwerde ab (Suva-act. 128). Dieser Entscheid ist in Rechtskraft
erwachsen.
A.h Die IV-Stelle führte in der Folge ein Beratungsgespräch zur Abklärung von
beruflichen Massnahmen durch. Anlässlich dieses Gesprächs vom 16. März 2005
erklärte der Versicherte, er habe sich bei der regionalen Arbeitsvermittlungsstelle (RAV)
zur Stellensuche in einem Pensum von 50% angemeldet. Er habe kein Interesse an
beruflichen Massnahmen, weil er sich vollumfänglich arbeitsunfähig fühle (IV-act. 36).
Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz empfahl der IV-Stelle am 20. Oktober
2005 eine weitere Begutachtung des Versicherten, weil das letzte Gutachten über zwei
Jahre alt sei (IV-act. 39).
A.i Dr. med. E._, Facharzt FMH für Neurochirurgie, attestierte in seinem Bericht vom
8. November 2005, dem Versicherten sei bei einem Panvertebralsyndrom und einer
undifferenzierten somatoformen Schmerzstörung eine leichte, rückengerechte Tätigkeit
mindestens zu 40-50% zumutbar (IV-act. 47). Vom 13. Dezember 2005 bis am 7.
Januar 2006 hielt sich der Versicherte in der Klinik Valens auf. Die behandelnden Ärzte
der Klinik Valens berichteten der IV-Stelle am 27. Dezember 2005, der Versicherte leide
unter anderem an einem chronischen Panvertebralsyndrom, an einer Stenose HWK 5/6
beidseits sowie an einer depressiven Störung und Anpassungsstörung. Die Ärzte
führten aus, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit dem 2. September 2005
eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit sei wahrscheinlich
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realisierbar. Beim aktuellen Gesundheitszustand sei sicher mit einer reduzierten
Leistung selbst in einer Teilzeitarbeit zu rechnen. Da keine ergonomischen Tests
durchgeführt worden seien, könnten keine exakteren Angaben gemacht werden (IV-act.
50).
A.j Am 15. Dezember 2006 erstattete die MEDAS Luzern das von der IV-Stelle in
Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten. Der Versicherte war am 13. September
2006 internistisch, rheumatologisch, psychiatrisch sowie neurologisch untersucht
worden. Die Ärzte gaben als Hauptdiagnosen (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) an:
1. anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mit
- rezidivierender Depression, aktuell noch leichte Episode ohne somatisches Syndrom,
bei
- Ehe- und Familienproblemen
- Verdacht auf narzisstische Persönlichkeitsstörung
- St. n. Frontalkollision mit möglicher HWS-Distorsion
- starke Verdeutlichungstendenz
2. chronifiziertes zerviko-lumbal-betontes panvertebrales Schmerzsyndrom bei
- zervikaler Streckhaltung
- Hyperlordose und leichter rechtskonvexer Skoliose lumbal
- Osteochondrose C4-6, mit
- Diskusprotrusion C4/5 mit osteodiskaler Foraminalstenosierung links
- medio-links-lateraler Diskushernie C5/6 mit hochgradiger Foraminalstenosierung
beidseits
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- leichten Osteochondrosen C3/4 und C6/7 mit nicht-neurokompressiven
Diskusprotrusionen
3. schmerzhafter Residualzustand am linken Sprunggelenk
- St. n. Aussenbandnaht und Reoperation.
Als Nebendiagnosen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) führten sie folgende
Diagnosen auf:
1. Diabetes mellitus Typ 2
2. Arterielle Hypertonie
3. hoher Verdacht auf erythrozytäre Abnormität.
Der Psychiater schätzte die Arbeitsunfähigkeit sowohl für die bisherige wie auch für
eine angepasste Tätigkeit auf 30%. Der Rheumatologe gab an, er könne auf Grund der
fehlenden Kenntnis der Arbeitsbedingungen als Giesserei-Mitarbeiter die
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit nicht beurteilen. Eine körperlich leichte und
gelegentlich mittelschwere Tätigkeit mit Einschränkung von gehäuften Arbeiten über
Kopf sowie Tätigkeiten in ausschliesslicher Zwangshaltung sei um 20% eingeschränkt.
Die Neurologin konnte keine Defizite fassbar machen. Zusammenfassend gaben die
Ärzte an, die Arbeitsfähigkeit betrage für die angestammte Tätigkeit 70%, sofern es
sich dabei um eine körperlich leichte, gelegentlich mittelschwere Tätigkeit gehandelt
habe, ohne gehäufte Überkopfarbeiten und ohne ausschliessliche Kopf-
Zwangshaltung. Die psychiatrischen Befunde wirkten dabei etwas mehr als die
rheumatologischen Befunde. Dieselbe Einschätzung gelte auch für alle vergleichbaren
Tätigkeiten (IV-act. 57).
A.k Dr. D._ teilte der IV-Stelle am 20. März 2007 mit, beim Versicherten stehe eine
rezidivierende depressive Störung eindeutig im Vordergrund, die sich schleichend seit
Anfang 2002 entwickelt habe. Diese Diagnose sei vom Psychiater der MEDAS bestätigt
worden. Zur Zeit der psychiatrischen MEDAS-Untersuchung vom 12. September 2006
(richtig 13. September 2006) sei die depressive Störung im leichten Ausmass
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gestanden und die Arbeitsunfähigkeit auf 30% festgelegt worden. Ein phasenförmiger
Verlauf dieser depressiven Störung sei typisch. Bereits anfangs Oktober 2006 sei es zu
einer erneuten Verschlechterung der depressiven Störung des Versicherten gekommen
und zwar nach einer banalen Verletzung des Enkelkindes in seiner Wohnung.
Gegenwärtig leide der Versicherte an mittelschweren bis schweren
Konzentrationsstörungen, formalen Denkstörungen im Sinn von Grübeln über die
eigenen Schuldgefühle, verlangsamten Denken, Apathie, Ängsten, mitteschwerer bis
schwerer Antriebsstörung sowie sozialem Rückzug. Auf Grund dieser Symptome liege
wieder eine schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen vor. Die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei dadurch mindestens um 50% reduziert (IV-act.
65). Der RAD-Arzt Dr. F._erachtete die Stellungnahme von Dr. D._ als
nachvollziehbar, weshalb man aus medizinischer Sicht davon ausgehen könne, dass
seit Oktober 2006 eine 50% Arbeitsunfähigkeit für körperlich leichte bis gelegentlich
mittelschwere Tätigkeit bestehe (IV-act. 66).
A.l In einer weiteren Stellungnahme vom 25. April 2007 führte Dr. F._ aus, nach den
umfangreichen Akten könne davon ausgegangen werden, dass man die
psychiatrischen Einschränkungen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzungen insgesamt
berücksichtigt habe. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Suva vom 2. September
2001 bis am 2. Mai 2004 könnten deshalb übernommen werden. Danach hätten die
psychischen Einschränkungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit zunehmend limitierend
gewirkt. Eine Besserung der psychiatrischen Beschwerden werde von Dr. D._ in
seinem Bericht vom Juli 2003 geltend gemacht. Dr. F._ gab an, aus medizinischer
Sicht könne davon ausgegangen werden, dass seit dem 2. Mai 2004 ein chronifizierter
Verlauf vorliege. Im MEDAS-Gutachten werde nachvollziehbar eine 30%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert. Gemäss dem
Psychiater vermöge eine mittelgradige Depression (wie in Valens im Dezember 2005
festgestellt) höchstens bei einer hochqualifzierten Arbeit (z.B. bei Führungsfunktionen)
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu bewirken. Dies sei beim Berufsprofil des Versicherten
nicht der Fall. Demnach könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
ausgegangen werden, dass seit dem Entscheid und Abschluss der Suva im Mai 2004
eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege (IV-act. 68). Mit
Verlaufsbericht vom 9. Mai 2007 bestätigte Dr. D._ die 50%ige Arbeitsfähigkeit seit
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Herbst 2006 auf Grund einer mittelgradig bis schweren Episode der rezidivierenden
depressiven Episode mit somatischen Symptomen (IV-act. 69).
A.mDie IV-Stelle teilte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 11. Juni 2007 mit, seit
dem 2. September 2001 (Beginn der einjährigen Wartezeit) sei er in seiner
Arbeitsfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch erheblich eingeschränkt. Die
Arbeitsunfähigkeit habe bei Ablauf des Wartejahres weiterhin 100% betragen, weshalb
er ab 1. September 2002 Anspruch auf eine ganze Rente habe. Ab 1. Januar 2004 bis
2. Mai 2004 habe nur noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb er ab
diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine halbe Rente habe. Ab 1. Juni 2004 werde die
Rente eingestellt, weil keine anspruchserhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
mehr bestanden habe. Infolge psychischer Leiden sei vom 2. Mai 2004 bis
30. September 2006 eine 30%ige und ab 1. Oktober 2006 eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert worden. Weil er
innerhalb eines neuen Wartejahrs im Durchschnitt 40% arbeitsunfähig gewesen sei,
stehe ihm deshalb ab 1. März 2007 eine Viertelsrente zu. Die Viertelsrente werde nach
der dreimonatigen Übergangszeit mit Wirkung ab 1. Juni 2007 auf eine halbe Rente
erhöht, weil im Zeitpunkt des erneuten Rentenbeginns eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden habe (IV-act. 76). Mit Verfügung vom 20. September 2007 sprach die IV-
Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2007 eine halbe Rente zu (IV-act.
81). Mit einer weiteren Verfügung vom 25. Oktober 2007 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten eine ganze Rente und eine Zusatzrente für den Ehegatten vom 1.
September 2002 bis 31. Dezember 2003 zu. Sodann sprach sie vom 1. März 2007 bis
31. Mai 2007 eine Viertelsrente und vom 1. Juni 2007 bis 30. September 2007 eine
halbe Rente zu (IV-act. 85). Mit Verfügung vom 15. November 2007 schliesslich
verfügte die IV-Stelle eine halbe Rente vom 1. Januar 2004 bis 31. Mai 2004 (IV-act.
90).
B.
B.a Gegen diese Verfügungen richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas
eingereichte Beschwerde vom 27. November 2007 mit den Anträgen:
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1. "Die angefochtenen Verfügungen der Beschwerdegegnerin seien aufzuheben und
dem Versicherten sei bis Ende des Jahres 2007 eine durchgehende Zusatzrente für die
Ehefrau zu gewähren."
2. "Dem Beschwerdeführer seien die unentgeltliche Verbeiständung in der Person des
Unterzeichneten sowie die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren."
Der Beschwerdeführer liess in seiner Begründung anführen, er leide unter anderem seit
dem Unfall im Jahr 2001 an Rückenbeschwerden und psychischen Beschwerden. Die
komorbiditären Beschwerden, die gemäss Auffassung der G._ Versicherung bereits
vor dem Unfall und parallel zur Unfallproblematik bestanden hätten, seien weiter
geblieben. Offensichtlich trachte die Beschwerdegegnerin danach, die BVG-Ansprüche
des Beschwerdeführers zu gefährden. Eine "Novation" der psychischen Beschwerden
habe niemals stattgefunden. Aus diesem Grunde sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, die Zusatzrente auf der Basis der gleichen medizinischen Problematik
weiterhin zu gewähren (G act. 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2007 beantragte die
Beschwerdegegnerin, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab Januar bis
Ende März 2004 Anspruch auf eine ganze und ab April 2004 bis Ende August 2004
Anspruch auf eine halbe IV-Rente samt Zusatzrente habe; zudem sei bereits ab Januar
2007 der Anspruch auf eine halbe IV-Rente ohne Zusatzrente festzusetzen. Im Übrigen
sei die Beschwerde abzuweisen. In der Begründung führte die Beschwerdegegnerin
aus, betreffend die Arbeitsfähigkeitsschätzung könne auf die Suva abgestellt werden.
Diese habe auch die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers
berücksichtigt. Nach der Leistungseinstellung der Suva auf den 3. Mai 2004 könne auf
die Arbeitsfähigkeitsschätzung des MEDAS-Gutachtens abgestellt werden. Danach
betrage die Arbeitsunfähigkeit 30%. Gemäss dem Bericht von Dr. D._ vom 20. März
2007 habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert, weshalb ab Oktober 2006 von
einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Die Suva habe dem
Beschwerdeführer ab 5. September 2001 bis Ende 2003 ein Taggeld auf der Basis
eines Invaliditätsgrades von 100% und danach bis 2. Mai 2004 ein solches bei einem
Invaliditätsgrad von 50% gewährt. Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) hätte somit die ganze Rente erst ab April 2004
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auf eine halbe Rente herabgesetzt werden dürfen. Infolge der weiteren Verbesserung
des Gesundheitszustandes auf den 3. Mai 2004 sei die Rente erst auf Ende August
2004 einzustellen. Insoweit sei die Verfügung vom 15. November 2007 zu korrigieren.
Weil die erneute gesundheitliche Verschlechterung sodann bereits ab Oktober 2006
bestehe, habe der Beschwerdeführer nach Art. 29 i.V.m. Art. 88a Abs. 2 IVV bereits
ab Januar 2007 Anspruch auf eine halbe Rente. Demnach sei auch die Verfügung vom
25. Oktober 2007 anzupassen. Mit der 4. Revision des Invalidenversicherungsgesetztes
(anwendbar ab Januar 2004) sei die unter früherem Recht (vgl. Art. 34 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]) gewährte
Zusatzrente für den Ehegatten aufgehoben worden. Gemäss lit. e der
Übergangsbestimmungen zur 4. IVG-Revision werde nach dem bisherigen Recht
zugesprochene Zusatzrente auch unter dem neuen Recht weiterhin ausgerichtet.
Demnach stehe dem Beschwerdeführer bis Ende August 2004 auch eine Zusatzrente
für seine Ehegattin zu. Weil der Beschwerdeführer danach bis Ende Dezember 2006
keinen Anspruch auf eine Rente habe, falle demzufolge der Anspruch auf eine
Zusatzrente ab Januar 2007 dahin. Die bereits erwähnte Besitzstandregelung greife in
diesem Fall auf Grund des Unterbruchs des Rentenanspruchs nicht mehr (G act. 7).
B.c In der Replik vom 10. April 2008 liess der Beschwerdeführer beantragen:
"Dem Versicherten sei auch für die Zeit ab 1. Juni 2004 bis 1. März 2007 ebenfalls eine
halbe Rente sowie die Zusatzrente für die Ehefrau zu entrichten".
Der Beschwerdeführer liess ausführen, die Beschwerdegegnerin gehe von falschen
Annahmen aus, weil er bereits vor Eintritt seiner Arbeitsstelle bei der C._ AG in
psychischer Hinsicht erkrankt sei. Dies belege der beigelegte Arztbericht von Dr. med.
H._, Allgemeine Medizin FMH, vom 7. Mai 2007 zu Handen der G._ Versicherung.
In seinem Bericht habe Dr. H._ angegeben, er habe den Beschwerdeführer von 1993
bis 1999 behandelt. Bei der Untersuchung im November 1998 habe der
Beschwerdeführer diverse Schmerzen im Bereich des Rückens und der Schulter
beklagt. Sodann bestehe ein Verdacht auf eine depressive Entwicklung. Eine
Arbeitsunfähigkeit habe vom 14. November bis am 27. November 1998 bestanden.
Zum Datum vom Januar 1999 habe sich Dr. H._ eine Schlafstörung und eine
Depression sowie die Abgabe von Saroten ret. notiert. Dr. H._ habe weitere
bis
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Arbeitsunfähigkeiten aufgeführt, welche sich auf die Operationen bezögen (G act. 11.1).
Der Beschwerdeführer beantragte den Beizug der Akten von Dr. H._. Sodann sei aus
den Akten ersichtlich, dass sowohl in der psychiatrischen Klinik Wil als auch in der
Klinik Gais unter anderem eine mittelgradige Depression festgestellt worden sei. Nur
gerade die singuläre Beurteilung der MEDAS in Luzern habe eine mittelgradige
Depression nicht bestätigt. Schwankungen im Depressionsverlauf seien jedoch nicht
gegeben. Selbst wenn die MEDAS für den Beurteilungszeitpunkt Recht gehabt haben
sollte, hätte diese kurzfristig attestierte Arbeitsfähigkeit im erwähnten Mass und in der
kurzen Zeit gar nicht realisiert werden können. Hinzu komme, dass bei der Anwendung
der entsprechenden Kürzung der Beschwerdeführer ohnehin in den Genuss einer
halben Rente gekommen wäre (G act. 11).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 18. April 2008 auf eine Duplik (G act. 13).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der angefochtenen Verfügungen vom 20. September 2007 und vom 25. Oktober 2007
sowie vom 15. November 2007 eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V
366 E. 1b), sind die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen
anzuwenden.
1.2 Trotz den verwirrenden Anträgen und Begründungen der Beschwerde vom
27. November 2007 kann man dieser entnehmen, dass aus tatsächlichen und
rechtlichen Gründen der (Haupt-) Rentenanspruch des Beschwerdeführers für die Zeit
vom 1. Juni 2004 bis 28. Februar 2007 insgesamt strittig ist. Ausserdem verlangt der
Beschwerdeführer sinngemäss die durchgehende Ausrichtung der Zusatzrente für die
Ehefrau bis Ende 2007. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit
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mehreren Verfügungen erstmalig Rentenleistungen der Invalidenversicherung
zugesprochen. Das durch mehrere Verfügungen geregelte Rechtsverhältnis ist gemäss
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als Gesamtrechtsverhältnis zu betrachten
(vgl. BGE 131 V 164 mit weiteren Hinweisen), weshalb auf die Beschwerde hinsichtlich
aller Verfügungen eingetreten wird. Der Beginn der ganzen Rente vom 1. September
2002 sowie der Hauptrentenanspruch (halbe Rente) ab 1. Juni 2007 sind dabei nicht
strittig.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) besteht
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens
zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist.
Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente. Der Grad der
für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 8
i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch einen Einkommensvergleich
ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren
Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in
Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre. Ist eine versicherte Person während eines
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu durchschnittlich 40% arbeitsunfähig
gewesen, so entsteht ein Rentenanspruch (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Unter
Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist die durch den
Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu
verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein
wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person
an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29
IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit sind zu
ter
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berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; BGE 117 V 26 E. 3b; BGE 121 V 264; Urteil des
Bundesgerichts i/S C. vom 2. März 2000 [I 307/99]).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer ist als Hilfsarbeiter zu qualifizieren. Für die
Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen für eine
Tätigkeit der versicherten Person von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin
ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung ihr noch zugemutet werden
können (BGE 125 V 256. E. 4; ZAK 1982 S. 34). Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei
den Arbeitsfähigkeitsschätzungen für den Zeitraum vom 2. September 2001 bis 2. Mai
2004 auf diejenigen der Suva ab. Für den nachfolgenden Zeitraum stützte sie sich auf
das MEDAS-Gutachten beziehungsweise die Einschätzung des RAD ab. Der
Beschwerdeführer ist dagegen der Ansicht, er habe bereits vor dem Unfall an
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relevanten psychischen Beschwerden gelitten. Sodann sei der Verlauf seiner
Depression nicht schwankend gewesen, sondern habe durchgehend eine
rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit bewirkt, weshalb er ab 1. Juni 2004 weiterhin
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente sowie Anspruch auf eine Zusatzrente für den
Ehegatten habe.
3.2 Aus dem beigelegten Arztbericht von Dr. H._ vom 7. Mai 2007 ist ersichtlich,
dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall an Rücken- und Schulterschmerzen
gelitten hat. Dies steht in Übereinstimmung mit der Begutachtung der Schulthess
Klinik, die von einer Verschlimmerung eines Vorzustandes durch das Unfalltrauma
ausgeht. Sodann hat Dr. H._e im Jahr 1999 einen Verdacht auf eine depressive
Entwicklung notiert sowie ein Jahr später Schlafstörungen und eine Depression. Eine
psychiatrische Behandlung hat nicht stattgefunden. Eine massgebende
Arbeitsunfähigkeit, die über ein Jahr lang mehr als 40% angedauert hätte und das
Wartejahr erfüllt hätten, hat Dr. H._ nicht bestätigt. Lediglich eine Arbeitsunfähigkeit
vom 14. bis 27. November 1998 könnte psychische Beschwerden zur Ursache gehabt
haben. Die Übrigen sind zur Rekonvaleszenz von Operationen attestiert worden. Es
liegen somit keine psychischen Befunde vor, die in massgebender Art und Weise die
Arbeitsfähigkeit vor dem Unfall vom 2. September 2001 beeinträchtigt hätten. Der
Beizug der Krankengeschichte vor dem Unfall des Beschwerdeführers kann unter
diesen Umständen unterbleiben (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 124 V 94 E. 4b;
RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 E. 3.4).
3.3 Der Unfall vom 2. September 2001 hat zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt. Die
Suva hat deshalb bis zum 2. Mai 2004 Taggeldleistungen ausgerichtet. Sie stützte sich
dabei auf die Arbeitsfähigkeitsschätzungen verschiedener behandelnder Ärzte sowie
einem Gutachten. Zwar ist die Beschwerdegegnerin nicht an die Einschätzungen der
Suva gebunden (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.4; Urteil des Bundesgerichts vom 27. März
2008 i/S. A. [8C_206/2007]). Objektive Gründe, die für ein Abweichen der
unfallärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen sprechen würden, sind jedoch keine
ersichtlich. Die medizinischen Diagnosen sind sich sehr ähnlich. Die Beschwerden
hatten sich chronifiziert. Unterschiedlich beurteilt wurde für kurze Zeit lediglich die
objektive Zumutbarkeit einer Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit. Ein Wiedereinstieg
scheiterte, weshalb die Suva weiterhin Taggelder ausrichtete. Erst nach dem
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Klinikaufenthalt in Bellikon vom 27. Oktober 2003 bis am 12. November 2003 wurde die
Zumutbarkeit einer leichten Tätigkeit bei erfolgreicher Eingliederung ganztags wieder
attestiert. Die psychische Situation, welche massgeblich auf die Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers einwirkte, hatte sich gemäss dem behandelnden Psychiater Dr.
D._ und dem Psychiater der Klinik Bellikon verbessert. Die Suva stellte das Taggeld
ein, weil die psychischen Beschwerden nicht adäquat kausal zum Unfallereignis seien.
Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzungen bis Mai 2004 kann abgestellt werden, wie bereits
RAD-Arzt Dr. F._l in seiner Stellungnahme vom 25. April 2007 ausgeführt hat. Die
verfügte ganze Rente ab 1. September 2002, bei einer durchschnittlichen
Arbeitsunfähigkeit von über 40% während dem Wartejahr sowie einer
weiterbestehenden vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit, ist somit nicht zu
beanstanden.
3.4 Der weitere Verlauf ist bezogen auf ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzungen
lückenhaft. Ende 2003 haben die Ärzte der Rehaklinik Bellikon den Beschwerdeführer
aus psychischen Gründen vorläufig als 50% arbeitsunfähig erklärt. Bei einer konkreten
Eingliederung sei eine schrittweise Erhöhung des Arbeitspensums auf 100% zu
empfehlen. Ein solcher Arbeitsversuch ist gemäss den Akten nicht geglückt. Weil die
Ärzte die vollumfängliche Arbeitsfähigkeit an eine Eingliederung geknüpft haben, kann
nicht von einer erhöhten Arbeitsfähigkeit seit Januar 2004 ausgegangen werden,
sondern es ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer weiterhin 50% arbeitsunfähig
war. Der Beschwerdeführer hat sich nämlich gemäss seinen Aussagen im
Eingliederungsgespräch am 16. März 2005 lediglich für eine 50%-Stelle beim RAV
angemeldet. Auch die Suva hat noch bis Anfang Mai 2004 Taggeldleistungen erbracht.
Weitere Arztberichte, die diese Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50% bestätigen
würden, finden sich für das Jahr 2004 in den Akten nicht. Erst für das Ende des Jahres
2005 ist eine Arbeitsfähigkeitsbestätigung von mindestens 40-50% für eine leichte,
rückengerechte Tätigkeit dokumentiert (Bericht von Dr. E._ vom 8. November 2005).
Sodann folgte ein weiterer Klinikaufenthalt in Valens vom 13. Dezember 2005 bis am 7.
Januar 2006. Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung für eine adaptierte Tätigkeit wurde dabei
von den Ärzten nicht abgegeben. Dr. F._ vom RAD hat in seiner Stellungnahme vom
25. April 2007 festgehalten, gemäss den umfangreichen Akten könne davon
ausgegangen werden, dass sich der gesundheitliche Verlauf chronifiziert habe.
Zunehmend hätten die psychischen Einschränkungen limitierend gewirkt. Dr. D._
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habe in seinem Bericht vom Juli 2003 eine Besserung der psychischen Beschwerden
bestätigt. Im MEDAS-Gutachten werde nachvollziehbar eine 30%ige Einschränkung
aus psychiatrischer Sicht attestiert. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könne davon
ausgegangen werden, dass diese bereits seit der Einstellung der Taggelder der Suva
vorhanden gewesen sei. Die Verschlechterung gemäss dem Bericht der Ärzte der Klinik
Valens habe auf eine Hilfsarbeitertätigkeit keine Auswirkung von 50%. Erst im Oktober
2006 sei es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus psychischer
Sicht gekommen. Gegen diese Auffassung spricht, dass Dr. E._ noch im November
2005 auf Grund der Befunde der Wirbelsäule und der somatoformen Schmerzstörung
nur eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 40-50% attestiert hatte. Die MEDAS hat zum
Begutachtungszeitpunkt im September 2006 eine 30%ige Einschränkung als
ausgewiesen betrachtet. Sodann ist der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2002 bei Dr.
D._ auf Grund der psychischen Beschwerden in Behandlung. Er leidet gemäss den
übereinstimmenden Diagnosen der Ärzte unter anderem an einer rezidivierenden
Depression, welche wohl hauptsächlich für den Grad der Arbeitsunfähigkeit
massgebend ist. Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wiederholte
depressive Episoden charakterisiert ist (Internationale Klassifikation psychischer
Störungen: ICD-10, Kapitel V (F); klinisch-diagnostische Leitlinien/
Weltgesundheitsbehörde, Ausgabe 2000, S. 145). Diese Störung kann leichte,
mittelschwere oder schwere Episoden umfassen. Je nach Ausmass der depressiven
Episode kann dies durchaus zu einer rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit führen.
Dr. D._ bestätigt beispielsweise eine erneute schwere depressive Episode ab
Oktober 2006. Die Annahme zu treffen, die Arbeitsunfähigkeit aus psychischen
Gründen sei auch rückwirkend konstant lediglich 30% gewesen und nicht zum Beispiel
50%, wie anlässlich der Einschätzung der Klinik Bellikon im Jahr 2004 attestiert worden
war, erscheint dem Gericht nicht als überzeugend. Auf die rückwirkende Annahme
einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit des RAD kann deshalb nicht abgestellt werden.
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für die Beurteilung des Rentenanspruchs
für die Zeit vom 1. Juni 2004 bis 28. Februar 2007 die Aktenlage zu wenig schlüssig
und der Gesundheitszustand mangelhaft dokumentiert ist. Es sind deshalb weitere
geeignete Untersuchungsmassnahmen zu ergreifen, um diesen Zeitraum besser
abzuklären, indem von den behandelnden Ärzten die Krankengeschichte eingefordert
oder gar weitere Untersuchungen der psychischen Beschwerden vorgenommen
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werden. Danach ist erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers im
genannten Zeitraum zu verfügen. Solange die materielle Rentenberechtigung strittig ist,
ist sodann die Frage der Zusatzrente erst im Anschluss zu klären.
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Ausführungen sind die angefochtenen Verfügungen in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, soweit sie einen Anspruch auf
eine Invalidenrente zwischen Juni 2004 und Februar 2007 verneinen. Die Sache ist zur
weiteren Abklärung des Sachverhalts hinsichtlich der psychischen Beschwerden sowie
ihren Auswirkungen und zur neuen Entscheidung über das Rentengesuch des
Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3
Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist praxisgemäss von einem vollen Obsiegen
auszugehen (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), weshalb der Beschwerdeführer einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Die Parteientschädigung bemisst sich
gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang wird das Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung gegenstandslos.
bis
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG