Decision ID: 5e7cb826-bb2a-4f98-b212-93351792f940
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Mit zwei Verfügungen vom 3. September 2003 eröffnete die  gegen B. und gegen C. ein gerichtspolizeiliches  wegen des Verdachts der Geldwäscherei im Sinne des Art. 305bis StGB im Zusammenhang mit einem eventuellen Betrug zum Nachteil der A.  und der D. Corporation. In der Folge wurde dieses Verfahren in persönlicher Hinsicht auf E., F., G., H. und I. ausgedehnt. In sachlicher  erfolgte am 25. Februar 2004 die Ausdehnung des Verfahrens auf den Tatbestand der qualifizierten Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB). Mit Verfügung vom 20. Dezember 2004 wurde die Strafverfolgung betreffend B., C., E., F. und gegen H. ausgedehnt auf den Tatbestand des  Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB (vgl. hierzu Akten BA, Band 1, Rubrik 1).
B. Mit Eingabe vom 24. März 2004 gelangte die A. Corporation erstmals an die Bundesanwaltschaft und stellte verschiedene das Ermittlungsverfahren betreffende Anträge, so u. a. auf Zusprechung von , auf Aushändigung beschlagnahmter Vermögenswerte zur  des rechtmässigen Zustandes (gemäss Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in seiner bis 31. Dezember 2006 gültigen Fassung) bzw. unter  auf ein Urteil des United States District Court for the Southern District of New York vom 31. Juli 2003 auf Zusprechung dieser Vermögenswerte zu ihren Gunsten (gestützt auf Art. 60 Abs. 1 StGB in seiner bis 31.  2006 gültigen Fassung; vgl. Akten BA, Band 18, Rubrik 15). Am 1. April 2004 bestätigte die Bundesanwaltschaft den Empfang dieser  und führte aus, „von der Konstituierung (von A. Corporation) als  in diesem Verfahren“ Kenntnis genommen zu haben ( [nachfolgend „BAB“] 2). Mit Eingabe vom 4.  2004 erhob die A. Corporation bei der Bundesanwaltschaft schliesslich eine Strafanzeige, in deren Rahmen sie in materieller Hinsicht beantragte, es seien die (...) festgestellten Vermögenswerte der Beschuldigten gestützt auf Art. 59 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 StGB einzuziehen und ihr bis zur Deckung ihrer zivilgerichtlich bestätigten  in der Höhe von USD 707'285’058.63 zuzüglich  und Verzugszinsen sowie Verfahrenskosten und  auszuhändigen (BAB 6). Im Rahmen der entsprechenden  wies die Bundesanwaltschaft darauf hin, dass sich die A.  im in Frage stehenden Verfahren bereits „als Privatkläger“  habe (BAB 7). Erstmals mit Schreiben vom 29. August 2005 machte
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die Bundesanwaltschaft die A. Corporation sinngemäss darauf , dass diese bisher keine privatrechtlichen Ansprüche gemäss Art. 34 BStP gestellt habe, weshalb ihr auch keine entsprechende Parteistellung als Geschädigte eingeräumt werden könne (BAB 14). Die A. Corporation nahm hierzu mit Eingabe vom 31. Oktober 2005 Stellung und führte dabei aus, dass die adhäsionsweise Geltendmachung ihrer privatrechtlichen  im vorliegenden Strafverfahren nicht notwendig sei, weil diese Ansprüche bereits durch Zivilurteile ausgewiesen seien (BAB 18, Rz 4). In ihrem Schreiben vom 16. Dezember 2005 hielt die Bundesanwaltschaft  der A. Corporation dann ausdrücklich fest, dass dieser im  Ermittlungsverfahren keine Parteistellung im Sinne der BStP  (BAB 19, S. 5). In der Folge wurde die A. Corporation von der  ins Verfahren miteinbezogen bzw. liess die A. Corporation der Bundesanwaltschaft verschiedene Eingaben zugehen. U. a.  die A. Corporation nach erfolgter Zuweisung von  Geldern an verschiedene Geschädigte am 21. April 2009 eine , in welcher sie bestätigte, kein weiteres Interesse an der Fortführung des Ermittlungsverfahrens mehr zu haben (act. 21.3).
C. Mit Verfügung vom 9. September 2010 (act. 1.1) stellte die Bundesanwalt-
schaft das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren ein (Ziff. 1 des ) und ordnete an, dass die noch beschlagnahmten  und Vermögenswerte mittels separaten Verfügungen  würden (Ziff. 2 des Verfügungsdispositivs).
D. Hiergegen gelangte die A. Corporation mit Beschwerde vom 24. Septem-
ber 2010 an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und  in materieller Hinsicht was folgt (act. 1):
„Die Verfügung der Bundesanwaltschaft vom 9. September 2010 betreffend Einstellung des
Ermittlungsverfahrens (...) sei vollumfänglich aufzuheben.
Eventualiter: Ziff. 2 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung (...) sei aufzuheben und
die Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, ein selbständiges Einziehungsverfahren im Sinne
von Art. 73 BStP resp. Art. 376 StPO zu eröffnen.“
In prozessualer Hinsicht beantragte die A. Corporation, ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Zudem ersuchte sie um , die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen zu ergänzen und ihr  dieser Zeit weiterhin Akteneinsicht zu gewähren.
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Mit Verfügung vom 6. Oktober 2010 hiess der Präsident der I.  das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung insofern gut als er die Bundesanwaltschaft anwies, die Beschlagnahme bezüglich der noch vorhandenen Beweismittel und Vermögenswerte bis zur  Erledigung der Beschwerde aufrecht zu erhalten (act. 6).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. November 2010 schliesst die  auf Abweisung der Beschwerde. Weiter beantragt sie, den zweiten prozessualen Antrag der A. Corporation abzuweisen bzw. infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben; beides unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin (act. 11).
Im Rahmen ihrer Replik hält die A. Corporation an ihren materiellen  fest (act. 18). Bezüglich einer weiteren Eingabe der Bundesanwaltschaft vom 16. März 2011 (act. 21) nahm die A. Corporation ihrerseits am 18. März 2011 Stellung (act. 22).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird,  erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug .

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Rechtsmittel gegen vor dem am 1. Januar 2011 erfolgten Inkrafttreten der
Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (, StPO; SR 312.0) gefällte Entscheide sind gemäss Art. 453 Abs. 1 StPO nach bisherigem Recht und von den bisher zuständigen Behörden zu beurteilen (vgl. hierzu u. a. den Entscheid des Bundesstrafgerichts BA.2010.8 vom 4. Januar 2011, E. 1.1). Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde erfolgt daher nach altem Recht.
1.2 Die I. Beschwerdekammer prüft die Eintretensvoraussetzungen frei, ohne
hierbei an die Vorbringen der Parteien gebunden zu sein (vgl. hierzu , Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung,  Diss., Zürich/St. Gallen 2011, N. 546 f. m.w.H.).
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1.3 1.3.1 Der Geschädigte und die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 1 des
Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) können die Einstellung der Ermittlungen innert zehn Tagen mit Beschwerde bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts anfechten (Art. 106 Abs. 1bis BStP i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. a SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht; AS 2006 4459, 2008 2115).
1.3.2 Partei im Bundesstrafverfahren ist u. a. der Geschädigte, wenn er privat-
rechtliche Ansprüche aus der strafbaren Handlung geltend macht (Art. 34 BStP). Als Geschädigter gilt diejenige Person, welche durch eine strafbare Handlung einen unmittelbaren Nachteil in ihren rechtlich geschützten  erlitten hat bzw. welcher – im Falle einer versuchten strafbaren Handlung – ein entsprechender Nachteil drohte und welche die  des Beschuldigten auf Ersatz des ihr hieraus entstandenen Schadens verlangt (Entscheide des Bundesstrafgerichts BB.2007.62 vom 19.  2007, E. 2.1; BB.2007.31 vom 6. August 2007, E. 2; BB.2006.128 vom 31. Januar 2007, E. 3.1; BB.2005.51 vom 12. Dezember 2005, E. 3.1; , Traité de procédure pénale suisse, 2. Aufl., Genf/Zürich/Basel 2006, N. 508). Um zur Erhebung einer Beschwerde im Rahmen eines  berechtigt zu sein, muss sich der Geschädigte als  konstituieren, bevor die Einstellung des Strafverfahrens verfügt wird (TPF 2007 42 E. 1.3; vgl. in diesem Sinne auch Entscheid des  SK 011/04 vom 13. Dezember 2004, lit. B, wonach der  auf Geltendmachung privatrechtlicher Ansprüche ohne weiteres den Verlust der Parteistellung im Bundesstrafverfahren nach sich zieht; vgl. zum Ganzen TPF 2009 173 E. 2.1 – 2.3).
1.3.3 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin entgegen ihren Ausführungen letzt-
endlich im oben beschriebenen Sinne adhäsionsweise keine  Ansprüche geltend gemacht. Vielmehr hat sie im Laufe des  bzw. mit Eingabe vom 31. Oktober 2005 der Beschwerdegegnerin  selbst ausgeführt, dass ein solches Vorgehen vorliegend gar nicht notwendig sei, nachdem ihre Ansprüche bereits durch Zivilurteile  seien (BAB 18, Rz 4). Im Rahmen ihrer Beschwerdeschrift stützt sie ihre angebliche Parteistellung hauptsächlich auf Art. 73 StGB, welcher u. a. die Zuweisung von eingezogenen Gegenständen und Vermögenswerten an die Geschädigte bis zur Höhe des gerichtlich festgesetzten  vorsieht (act. 1, Rz. 5 ff.). Auf eine solche Verwendung von  zu Gunsten der Geschädigten beschränkte sich die Beschwer-
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deführerin zudem bereits in ihrer Strafanzeige vom 4. November 2004 (BAB 6). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin handelt es sich bei der von ihr angestrebten Verwendung beschlagnahmter bzw. aus ihrer Sicht einzuziehender Vermögenswerte zu ihren Gunsten gestützt auf Art. 73 StGB gerade nicht um privatrechtliche Ansprüche im Sinne von Art. 34 BStP, hat doch das Bundesgericht mehrfach bestätigt, dass solche Ansprüche nicht zivilrechtlicher Natur sind, sondern dem öffentlichen Recht entspringen (BGE 122 IV 365 E. III.1.b.bb; 118 Ib 263 E. 3 S. 266; 104 IV 68 E. 3d; alle jeweils zu Art. 60 StGB in der bis zum 31. Dezember 2006 geltenden Fassung; vgl. auch SCHMID, Kommentar Einziehung –  Verbrechen – Geldwäscherei, Band I, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2007, Art. 73 StGB N. 9; HIRSIG-VOUILLOZ, Commentaire romand, Bâle 2009, n°5 ad art. 73 CP).
1.3.4 Die Beschwerdeführerin hat somit im Rahmen des nunmehr eingestellten
Ermittlungsverfahrens keine privatrechtlichen Ansprüche geltend gemacht. Nach dem Gesagten kommt ihr daher keine Parteistellung als Geschädigte im Sinne von Art. 34 BStP und somit auch keine Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 106 Abs. 1bis BStP zu. Die diesbezüglich im Verlaufe des Ermittlungsverfahrens gemachten widersprüchlichen, bisweilen konfusen Ausführungen der Beschwerdegegnerin bzw. die im Rahmen der  Verfügung verwendete Bezeichnung der Beschwerdeführerin als  vermögen keine Beschwerdelegitimation zu begründen (der  Hinweis in act. 1, Rz 5 ist unbehelflich), sondern sind im  der Verlegung der Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bzw. bei der Zusprechung von diesbezüglichen Entschädigungen zu  (vgl. hierzu nachfolgend E. 2.1 und 2.2). Selbst wenn man der Beschwerdeführerin – trotz dem oben Ausgeführten – die Parteistellung als Geschädigte im Sinne von Art. 34 BStP zuerkennen wollte, so hätte die Abgabe der erwähnten Desinteresse-Erklärung (act. 21.3) zum Verlust der Parteistellung und somit zum Verlust der Legitimation, gegen die  eine Beschwerde erheben zu können, geführt (vgl. hierzu SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, /St. Gallen 2009, N. 1463; LIEBER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 382 StPO N. 15).
1.4 1.4.1 Angesichts des oben Ausgeführten stellt sich die Frage, ob das von der
Beschwerdeführerin geltend gemachte Ersuchen um Zusprechung  Vermögenswerte als Streitigkeit in Bezug auf zivilrechtliche Ansprüche im Sinne des Art. 6 Ziff. 1 EMRK anzusehen ist, was im vorlie-
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genden Fall zwingend eine gerichtliche Beurteilung und somit ein Eintreten auf die Beschwerde nach sich ziehen müsste.
1.4.2 Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person ein Recht darauf, dass über Strei-
tigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen eine gerichtliche Beurteilung möglich ist. Der Begriff der zivilrechtlichen  und Verpflichtungen ist dabei nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts entsprechend der Praxis der Strassburger Organe und  vom Landesrecht auszulegen (BGE 131 I 467 E. 2.4; 130 I 388 E. 5.1 S. 394; 129 I 207 E. 3 S. 210). Soweit die Anwendbarkeit des Art. 6 EMRK auf Verfahren beschränkt ist, in denen über zivilrechtliche  und Verpflichtungen entschieden wird, setzt dies nach der  des EGMR voraus, dass ein aus dem innerstaatlichen Recht  Anspruch bzw. ein Recht in Frage steht, ein echter Streit  Natur vorliegt, dessen Ausgang für diesen Anspruch bzw. dieses Recht direkt entscheidend ist, und der Anspruch bzw. das Recht „zivilrechtlicher“ Natur sind (vgl. FROWEIN/PEUKERT, EMRK-Kommentar, 3. Aufl., Kehl am Rhein 2009, Art. 6 EMRK N. 6; siehe auch MEYER-LADEWIG, , 3. Aufl., Baden-Baden 2011, Art. 6 EMRK N. 6).
1.4.3 Vorliegend nicht im Streit liegt das privatrechtliche Verhältnis zwischen der
Beschwerdeführerin und den vormals Beschuldigten. Die  hat diesbezüglich bereits ein rechtskräftiges und vollstreckbares  erwirkt, welches einige der vormals Beschuldigten ihr gegenüber zur Leistung einer betragsmässig bezifferten Schadenersatzzahlung . Weitere Schadenersatzforderungen sind von der Beschwerdeführerin wie oben bereits erwähnt keine geltend gemacht worden (vgl. hierzu E. 1.3.3). Über Bestand und Umfang ihrer zivilrechtlichen  ist daher abschliessend entschieden worden, weshalb es  an einer zivilrechtlichen „Streitigkeit“ im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und somit an einer Voraussetzung des Erfordernisses einer  Beurteilung fehlt. Beim vorliegenden Ersuchen der  handelt es sich um einen Anspruch gegenüber dem Staat, ihr gestützt auf das erwähnte Zivilurteil im Rahmen eines Strafverfahrens  Vermögenswerte zur Deckung der gerichtlich festgestellten  zuzuweisen. Wie bereits oben ausgeführt handelt es sich hierbei nach schweizerischem Rechtsverständnis offensichtlich nicht um einen , sondern um einen öffentlichrechtlichen Anspruch gegenüber dem Staat (E. 1.3.3 in fine). Ob es sich hierbei um einen zivilrechtlichen Anspruch im Sinne des Art. 6 Ziff. 1 EMRK handelt, erscheint sehr fraglich, führt doch der Ausgang des von der Beschwerdeführerin angestrebten  nicht mehr zur Begründung, Änderung oder Aufhebung von zivil-
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rechtlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen (vgl. hierzu MEYER-LADEWIG, a.a.O., Art. 6 EMRK N. 14 m.w.H.). Die Frage kann aber letztlich offen  werden, denn selbst für den Fall einer Nichtbeurteilung von  im Strafverfahren geltend gemachten vermögensrechtlichen  (im Sinne des Art. 6 Ziff. 1 EMRK) durch das Strafgericht und der Verweisung des Klägers auf den Zivilrechtsweg gilt der durch Art. 6 Ziff. 1 EMRK garantierte Rechtsweg nicht als verletzt (vgl. GOLLWITZER,  im Strafverfahren – MRK und IPBPR Kommentar, Berlin 2005, Art. 6 MRK N. 24 m.w.H.). In analoger Anwendung dieses Grundsatzes auf den vorliegenden Fall ergibt sich, dass angesichts der Möglichkeit,  Ansprüche auf dem ordentlichen Zwangsvollstreckungsweg  zu können, die Beschwerdeführerin hierfür nicht zwingend auf die Weiterführung des nunmehr eingestellten Strafverfahrens angewiesen ist. Von einer Verletzung des in Art. 6 Ziff. 1 EMRK festgelegten Anspruchs auf Zugang zu einem Gericht (sofern er vorliegend überhaupt bestehen sollte, was zweifelhaft erscheint) kann demnach keine Rede sein. Somit spielt es dann auch keine Rolle mehr, dass die überwiegende Mehrheit der noch immer gesperrten Vermögenswerte dem vormals Beschuldigten F.  sind (vgl. hierzu act. 11, Rz 70), gegen den im  keine privatrechtlichen Ansprüche geltend gemacht wurden bzw.  im Zivilverfahren vor dem US-Gericht nicht einmal als Beklagter in  trat. Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin verlangten Zuweisung von F. zuzuschreibenden Vermögenswerten würde es somit von vorneherein an einem Vollstreckungstitel im Sinne des Art. 73 Abs. 1 StGB fehlen.
1.5 Nach dem Gesagten war die Beschwerdeführerin im Rahmen des nunmehr
eingestellten Ermittlungsverfahrens nie Partei im Sinne von Art. 34 BStP, weshalb sie nicht zur Beschwerde gegen die Einstellung des  legitimiert ist. Überdies wäre die Beschwerdeführerin auch durch die Abgabe der angeführten Desinteresse-Erklärung (act. 21.3) einer allfälligen Parteistellung verlustig gegangen. Ebenso wenig ergibt sich eine allfällige Beschwerdelegitimation aus dem in Art. 6 Ziff. 1 EMRK statuierten  auf gerichtliche Beurteilung. Auf die Beschwerde ist nach dem  nicht einzutreten.
2. 2.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hätte grundsätzlich die Beschwerde-
führerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG). Nachdem aber die Beschwerdegegnerin der  im Verlaufe des Ermittlungsverfahrens erst fälschlicherweise die Par-
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teistellung der Geschädigten einräumte (vgl. hierzu u. a. BAB 2, 7 und 8), um dies nachträglich in Zweifel zu ziehen bzw. sinngemäss zu widerrufen (vgl. hierzu u. a. BAB 14 und 19) und um ihr am Ende des Verfahrens  die Einstellungsverfügung „als Geschädigte gemäss Art. 34 BStP“  (act. 1.1, S. 3 und 26), ist vorliegend von der Erhebung von  abzusehen (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1, 3 und 4 BGG). Die Bundesstrafgerichtskasse hat der Beschwerdeführerin den  Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- zurückzuerstatten.
2.2 Angesichts der wohl auch auf diese irreführenden Angaben im Verlaufe des
Verfahrens und in der angefochtenen Verfügung zurückzuführenden,  aber unzulässigen Beschwerdeerhebung hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen, exkl. MwSt.) auszurichten (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 68 Abs. 3 und Art. 66 Abs. 3 BGG sowie Art. 12 Abs. 2 und Art. 22 Abs. 3 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR, SR 173.713.162]).
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