Decision ID: 0fdb9ebe-2b2d-46a4-a564-605af16e8562
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
E._ sowie F._ und G._ sind Miteigentümer zu gleichen Teilen des in der
Landwirtschaftszone gelegenen Grundstücks Nr. 0000_, Gebiet Y._, Grundbuch X._.
Das Grundstück ist mit einem Wohnhaus und angebauter Scheune überbaut. Es ist von
Westen her über die C._-strasse (Gemeindestrasse 1. Klasse) und den A._-weg
(Gemeindeweg 3. Klasse; Gemeindestrassenplan vom 30. August 1994) sowie von
Osten über die B._-strasse (Gemeindestrasse 3. Klasse) und den A._-weg erreichbar.
Östlich des Grundstücks Nr. 0000_ liegen die Grundstücke Nrn. 0001_ (Eigentümerin
K._), 0003_ (Eigentümer M._) und 0002_ (Eigentümerin L._). Mit
raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 18. Oktober 2018 stellte das Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) fest, dass es sich beim Wohnhaus mit
Scheune auf Grundstück Nr. 0000_ um altrechtlich rechtmässig erstellte, nicht mehr
zonenkonforme Bauten handle und es stimmte dem Baugesuch zur Umnutzung des
Wohnhauses mit Scheune zu, woraufhin die Gemeinde die Baubewilligung für eine
A.a.
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B.
Nutzungsänderung ohne bauliche Massnahmen erteilte. Der Teilverfügung des AREG
lässt sich ferner entnehmen, dass ein Begehren um Abparzellierung und Entlassung der
Bauten aus dem bäuerlichen Bodenrecht gestellt worden ist (act. G 10/9/8).
Am 19. Juli 2019 beantragten E._ sowie F._ und G._ beim Gemeinderat X._ die
Umklassierung des Teilstücks des A._-wegs im Bereich der Grundstücke Nrn. 0001_
und 0003_ bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 0000_ in eine Gemeindestrasse
3. Klasse bzw. eine Verlängerung der B._-strasse um ca. 7.5 m (act. G 10/9/6). Mit
Beschluss vom 26. August 2019 erliess der Gemeinderat X._ den Teilstrassenplan
B._-strasse mit Umklassierung des kurzen Teilstücks des A._-wegs auf den
Grundstücken Nrn. 0001_ und 0003_ in eine Gemeindestrasse 3. Klasse (B._-
strasse; act. G 10/8/8). Die hiergegen von Rechtsanwalt lic. iur. Klaus Schmuki, St.
Gallen, für K._ sowie L._ und M._ erhobenen Einsprachen wies der Gemeinderat
X._ mit Beschluss vom 3. Februar 2020 ab. Er hielt unter anderem fest, das
Grundstück Nr. 0000_ verfüge über keine rechtlich hinreichend gesicherte Zufahrt, so
dass ein hinreichendes öffentliches Interesse an der Umklassierung des Teilstücks des
A._-wegs in eine Gemeindestrasse 3. Klasse bestehe. Die von den Einsprechern
vorgeschlagene Erschliessung über die C._-strasse erweise sich als unzweckmässig
(act. G 10/8/19). Den gegen diesen Beschluss von Rechtsanwalt Schmuki für K._
sowie L._ und M._ erhobenen Rekurs vom 25. Februar 2020 (act. G 10/1) hiess das
Baudepartement des Kantons St. Gallen, nachdem das Tiefbauamt am 8. Mai 2020
einen Amtsbericht erstattet hatte (act. G 10/12), im Sinn der Erwägungen gut und hob
den Teilstrassenplan vom 26. August 2019 sowie den Einspracheentscheid vom
3. Februar 2020 auf (act. G 2.1).
A.b.
Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin lic. iur. Tanja Kamber, Altstätten, für
E._, F._ und G._ (Beschwerdeführer 1-3) mit Eingabe vom 13. Juli 2020 Beschwerde
mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer (act. G 1). In der
Beschwerdeergänzung vom 16. September 2020 bestätigte und begründete die
Rechtsvertreterin die gestellten Rechtsbegehren (act. G 5).
B.a.
In der Vernehmlassung vom 25. September 2020 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid und
B.b.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann entsprechen die
Beschwerdeeingabe vom 13. Juli 2020 und ihre Ergänzung vom 16. September 2020
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Das Vorbringen der Beschwerdegegner,
dass es den Beschwerdeführern gar nicht um die rechtliche Sicherstellung der
Erschliessung gehe, sondern um die Schaffung der Möglichkeit, nach Abparzellierung
von Grundstück Nr. 0000_ eine strassenmässige Erschliessung zur neuen
Grundstücksgrenze zu beantragen (act. G 15 S. 3), vermöchte - soweit es zuträfe - das
Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführer nicht in Frage zu stellen, zumal
vorliegend in erster Linie eine Strasseneinteilung streitig ist und die
äusserte sich ergänzend zu den Vorbringen in der Beschwerde (act. G 8). Die
Beschwerdebeteiligte beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 22. Oktober 2020
Gutheissung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf ihren
Einspracheentscheid vom 3. Februar 2020 und machte ergänzende Ausführungen (act.
G 14). Rechtsanwalt Schmuki beantragte für die Beschwerdegegner 1-3 in der Eingabe
vom 4. November 2020 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden
könne; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer. Zur
Begründung schloss sich der Rechtsvertreter der Argumentation der Vorinstanz
gemäss Eingabe vom 25. September 2020 an und nahm ergänzend noch zur
Beschwerde Stellung (act. G 15).
Mit Stellungnahme vom 1. Dezember 2020 bestätigte Rechtsanwältin Kamber den
Standpunkt der Beschwerdeführer 1-3 (act. G 21). Rechtsanwalt Schmuki hielt in der
Eingabe vom 14. Dezember 2020 an seinen bisherigen Anträgen und Ausführungen
fest (act. G 23). In der Eingabe vom 16. Dezember 2020 äusserte sich die Vorinstanz
zur Stellungnahme vom 1. Dezember 2020 (act. G 24). Rechtsanwältin Kamber gab am
28. Dezember 2020 den Verzicht auf eine weitere Stellungnahme bekannt (act. G 26).
B.c.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
B.d.
bis
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Grundstückerschliessung lediglich ein Begründungselement darstellt. Auf die
Beschwerde ist damit einzutreten. Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens im Fall
einer Gemeindestrasse ist unter anderem die Einteilung oder Umteilung von
Gemeindestrassen (vgl. Art. 45 Abs. 1 lit. c StrG). Der Rechtsschutz richtet sich im
Übrigen nach den Vorschriften des VRP (Art. 46 StrG).
2.
Streitig ist, ob die Vorinstanz die mit Beschluss der Beschwerdebeteiligten vom
26. August 2019 (Teilstrassenplan B._-strasse; act. G 10/8/8) vorgenommene
Umklassierung des ca. 7,5 m langen Teilstücks des A._-wegs auf den Grundstücken
Nrn. 0001_ und 0003_ bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 0000_ (vgl. Foto act. G
16 Nr. 1) in eine Gemeindestrasse 3. Klasse - d.h. die Weiterführung der B._-strasse
bis hin zur Grenze des Grundstücks Nr. 0000_ - im angefochtenen Entscheid zu Recht
aufhob. In diesem Zusammenhang zu diskutieren ist wie erwähnt auch die Frage der
zureichenden strassenmässigen Erschliessung von Grundstück Nr. 0000_.
Die Beschwerdegegner beantragen einen Augenschein (act. G 15 S. 6). Der
Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die
entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein
Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden
Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu
werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist (vgl.
B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege,
Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 50 zu Art. 12-13 VRP). Die tatsächlichen
(örtlichen) Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall hinreichend aus den bei den
Akten liegenden Fotos, dem Geoportal (www.geoportal.ch) und aus den übrigen
Verfahrensakten; sie sind im Wesentlichen auch nicht umstritten. Soweit die
Beschwerdeführer die Notwendigkeit eines Augenscheins mit der Parkplatzsituation
begründen (act. G 15 S. 6), ist auf die nachstehenden Ausführungen in E. 3.4.2 zu
verweisen. Für die Klärung der von den Beschwerdegegnern angeführten
Gegebenheiten bedarf es keines gerichtlichen Augenscheins, weshalb darauf zu
verzichten ist.
2.1.
Der Gemeindestrassenplan legt den Umfang des Strassen- und Wegnetzes der
Gemeinde fest. Wege werden als Strassen im Sinne des Strassengesetzes behandelt,
soweit keine besonderen Bestimmungen gelten (Art. 1 Abs. 2 StrG). Sie liegen abseits
2.2.
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von öffentlichen Strassen und dienen nicht dem Motorfahrzeugverkehr (Art. 2
Abs. 2 StrG). Sie sind von jeglichem Motorfahrzeugverkehr freizuhalten. Sie dienen
Fussgängern und je nach Zweckbestimmung dem Rad- und Reitverkehr (vgl. VerwGE
B 2012/64 vom 4. April 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Art. 9 Abs. 1 und 2 StrG
unterscheidet zwischen Wegen erster, zweiter und dritter Klasse, wobei Wege dritter
Klasse - wie vorliegend der A._-weg - keinen Unterhalt erfordern (vgl. VerwGE
B 2014/16 vom 30. Juni 2015 E. 2.1 mit Hinweisen, und VerwGE B 2012/136 vom
30. April 2013 E. 2.3). Strassen werden in drei Klassen eingeteilt (Art. 7 StrG).
Gemeindestrassen dritter Klasse dienen der übrigen Erschliessung sowie der Land-
und Forstwirtschaft. Sie stehen dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr nicht offen
(Art. 8 Abs. 3 StrG). Gemeindestrassen dritter Klasse stellen eine Auffangklasse in dem
Sinn dar, als alle öffentlichen Strassen, die nicht zwingend einer höheren Klasse
zuzuordnen sind, dieser Strassenklasse angehören (VerwGE B 2019/210 vom 25. Juni
2020 E. 2.2 m.H. auf B 2004/91 vom 10. Mai 2005 E. 4a.bb, und G. Germann,
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989,
N 16 zu Art. 8). Eine Gemeindestrasse dritter Klasse liegt demzufolge vor, wenn die
Voraussetzungen für den Erlass eines allgemeinen Motorfahrzeugverbots im Sinn von
Art. 3 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01) erfüllt sind bzw. wenn der
Motorfahrzeugverkehr nur aus Ziel-, Anlieger- und Quellverkehr besteht. Somit sind
Gemeindestrassen dritter Klasse "beschränkt öffentliche Strassen", an denen der
Gemeingebrauch auf die ihrem Zweck entsprechende Benutzungsart beschränkt ist
(GVP 2001 Nr. 98 E. 2 d mit Hinweisen). Zu den Gemeindestrassen dritter Klasse
gehören auch Meliorations- und Forststrassen einschliesslich der Alpstrassen
(Germann, a.a.O., N 19 zu Art. 9 StrG). Die Einstufung einer Gemeindestrasse beurteilt
sich im Rahmen von Art. 8 StrG, der einzelne Klassierungskriterien als unbestimmte
Rechtsbegriffe des kantonalen Rechts enthält (VerwGE B 2009/30 vom 3. Dezember
2009 E. 4.2). Die Einteilung einer Strasse richtet sich nach den tatsächlichen
Verhältnissen und der Zweckbestimmung. Es ist mithin auf die tatsächliche oder
geplante Funktion einer Strasse abzustellen (VerwGE B 2019/210 a.a.O. E. 2.2. m.H.).
Für die Zuteilung unerheblich ist hingegen der Zustand der Strasse; er vermag an ihrer
Funktion grundsätzlich nichts zu ändern (Germann, a.a.O., N 2 zu Art. 8 StrG). Für die
Abgrenzung eines Strassenzugs soll in der Regel eine Abzweigung, ein Kehrplatz, eine
Verengung, eine Kreuzung oder dergleichen massgebend sein (vgl. VerwGE
B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 6.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Der Erlass oder die Änderung des Gemeindestrassenplans obliegt der Gemeinde unter
Vorbehalt der Genehmigung des zuständigen Departements (Art. 12 Abs. 1 und Art. 13
Abs. 2 StrG). Ob eine Strasse der Öffentlichkeit zu widmen ist und damit dem
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Gemeingebrauch dient, beurteilt sich im Rahmen von Art. 1 ff. und Art. 7 ff. StrG. Die
genannten Vorschriften belassen der Gemeinde jedoch einen grossen
Entscheidungsspielraum. Dabei wendet die Gemeinde das Kriterium des öffentlichen
Interesses im Sinne von Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV) an. Beim Begriff des "öffentlichen
Interesses" handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher der
rechtsanwendenden Behörde einen Beurteilungsspielraum eröffnet. Für die
Öffentlicherklärung einer Strasse ist massgebend, ob sie der Fein- oder
Groberschliessung mehrerer Grundstücke oder einer grösseren Anzahl von
Wohnstätten dient. Bei Zufahrten und Zugängen zu einzelnen Grundstücken sowie
ausnahmsweise bei Strassen, die lediglich Einzelinteressen dienen und der
ausschliesslichen Verfügungsmacht der privaten Grundeigentümer unterliegen, ist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Öffentlicherklärung in der Regel zu verneinen (vgl.
GVP 1991 Nr. 14). Die Gemeindeautonomie ist insofern beschränkt, als es den
Gemeinden verwehrt bleibt, den in Konkretisierung des Strassengesetzes durch die
kantonale Gerichts- und Verwaltungspraxis gezogenen Rahmen zu überschreiten (vgl.
VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 6.1 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGer 1C_46/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2 und VerwGE B 2011/9 vom
7. Dezember 2011 E. 4.3.2 [GVP 2011 Nr. 21]). Der Strassenplan ist ein
Sondernutzungsplan im Sinne von Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1
lit. c Ziff. 1 und Art. 26 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG), der als
solcher den Zonenplan überlagert (vgl. VerwGE B 2012/69 f. vom 19. Dezember 2013
E. 3.2.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Nach Art. 14 Abs. 1 StrG wird die Einteilung von Strassen geändert, wenn Bedeutung
oder Zweckbestimmung es erfordert (Abs. 1). Wer ein eigenes schutzwürdiges
Interesse dartut, kann der politischen Gemeinde nach zehn Jahren seit rechtsgültiger
Einteilung eine Änderung beantragen (Abs. 3).
Land ist erschlossen, wenn unter anderem eine für die betreffende Nutzung
hinreichende Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 67 Abs. 1 Planungs- und
Baugesetz [PBG], sGS 731.1). Hinreichende Zufahrt besteht, wenn die Zugänglichkeit
sowohl für die Benützer der Bauten als auch für Fahrzeuge der öffentlichen Dienste
gewährleistet ist. Die Zufahrten sollen verkehrssicher sein und haben sich nach den
zonengerechten Baumöglichkeiten jener Flächen zu richten, die sie erschliessen sollen.
Aus bundesrechtlicher Sicht genügt es, wenn eine Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an
2.3.
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3.
Bauten und Anlagen heranführt. Die befahrbare Strasse muss nicht bis zum
Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reichen; vielmehr genügt es,
wenn Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug in hinreichende Nähe gelangen
und von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur Anlage gehen können. Für
Erschliessungsanlagen auf fremdem Grund ist deren rechtliche Sicherstellung
nachzuweisen (vgl. BGer 1C_603/2015 vom 5. April 2016 E. 2.1 und
BGer 1C_290/2011 vom 1. Februar 2012 E. 3.1 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGE 136 III 130 E. 3.3.2). Zu einer hinreichenden Zufahrt in Wohnzonen gehört auch
das Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum Baugrundstück
(Feinerschliessung, BGE 121 I 65 E. 3c mit Hinweis auf BGE 116 Ib 159 E. 6b,
E. Jeannerat, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG:
Nutzungsplanung, Zürich 2016, Art. 19 N 23, P. Hänni, Planungs-, Bau- und
besonderes Umweltrecht, 6. Aufl. 2016, S. 278, Waldmann/Hänni,
Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 19 Rz. 20, und B. Heer, St. Gallisches Bau- und
Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 513). Demgegenüber gehören Hausanschlüsse bzw.
Hauszufahrten nicht zur Feinerschliessung. Sie verbinden ein Grundstück mit der
Anlage der Feinerschliessung (vgl. A. Rey, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.],
Fachhandbuch öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 3.273, C. Häuptli, in: Baumann/
van den Bergh/Gossweiler/derselbe/Schwaller/Forestier [Hrsg.], Kommentar zum
Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 32 N 19, Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher
Planungs- und Baurecht, Band 2, 5. Aufl. 2011, S. 571, und V. Marantelli-Sonanini,
Erschliessung von Bauland, Bern 1997, S. 38 f.; anders: Zaugg/Ludwig, Baugesetz des
Kantons Bern, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 7/8 Rz. 3, und M. Berner, in: R. Walder [Hrsg.],
Luzerner Planungs- und Baurecht, Bern 2012, Rz. 801, wonach Hausanschlüsse/-
zufahrten ebenfalls Teil der Erschliessung sind). Die Festlegung des Ausmasses der
Erschliessungsanlagen und die Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist
Sache des kantonalen Rechts. Den kantonalen und kommunalen Behörden steht dabei
ein erhebliches Ermessen zu (vgl. VerwGE B 2016/215 vom 22. Februar 2018 E. 9.1 mit
Hinweisen; bestätigt mit BGer 1C_219/2018 vom 9. November 2018; VerwGE B
2018/185 vom 24. Januar 2019 E. 5.2 mit Hinweisen).
Vorgängererlass des Gemeindestrassenplans vom 30. August 1994 (vgl. act. G 6/5) war
das Strassenverzeichnis der Gemeinde vom 3. Dezember 1955 (vgl. act. G 6/1). Am
12. Dezember 1990 hatten die damaligen Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000_
Einsprache gegen die damals im Rahmen der Einführung eines
3.1.
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Gemeindestrassenplans (act. G 6/3) vorgesehene Aufklassierung des auf ihrem
Grundstück verlaufenden Flurweges von einem Weg 3. Klasse in einen Weg 2. Klasse
erhoben (act. G 6/6). Im Einspracheentscheid vom 25. Juni 1992 gab die
Beschwerdebeteiligte dem Begehren, von der erwähnten Aufklassierung abzusehen,
statt (act. G 6/7). Dementsprechend blieb der A._-weg in dem in der Folge erlassenen
Gemeindestrassenplan vom 30. August 1994 ein Gemeindeweg 3. Klasse. Vorliegend
ist allseits anerkannt, dass den Beschwerdeführern als Direktbetroffene gestützt auf
Art. 14 Abs. 3 StrG ein Rechtsanspruch auf Überprüfung des Gemeindestrassenplans
vom 30. August 1994 im Bereich ihres Grundstücks Nr. 0000_ zusteht (vgl. auch
VerwGE B 2019/75 vom 27. Februar 2020 E. 3; GVP 1993 Nr. 87). Durch die
Umklassierung des Teilstücks des A._-wegs im Bereich der Grundstücke Nrn. 0001_
und 0003_ bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 0000_ in eine Gemeindestrasse
3. Klasse sowie die dadurch veränderte Unterhalts- und Kostentragungspflicht (Art. 55
und 73 StrG) wird die Eigentumsfreiheit (Art. 26 Abs. 1 BV) der Beschwerdegegner als
Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0001_ und 0003_ eingeschränkt. Ein solcher
Eingriff ist nur zulässig, wenn er sich auf eine gesetzliche Grundlage stützt, im
öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (vgl. Art. 36 BV und VerwGE
B 2019/28 vom 28. März 2019 E. 2 mit Hinweisen). Eine Anpassung des rechtskräftigen
Strassenplans kann sich im Sinn von Art. 14 Abs. 1 StrG bei Änderung der
tatsächlichen Verhältnisse ergeben. Eine Anpassung ist sodann erforderlich, wenn die
Zweckbestimmung einer Strasse aufgrund einer Planung geändert werden soll
(Germann a.a.O. N. 1-3 zu Art. 14 StrG; vgl. auch VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai
2016 E. 6.1-6.3).
Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz unter anderem aus, bei dem auf
Grundstück Nr. 0000_ befindlichen Wohnhaus mit angebauter Scheune handle es sich
um eine altrechtliche, nicht mehr zonenkonforme, nichtlandwirtschaftliche Baute (act. G
10/9/8). Das Grundstück sei von zwei Seiten über einen öffentlich-rechtlich klassierten
Weg (A._-weg) sowohl bis zur Grundstücksgrenze als auch zum Wohnhaus
erschlossen. Darüber hinaus würden Strassen bis rund 7.5 m (B._-strasse) bzw. 60 m
(C._-strasse) an das Grundstück heranführen. Selbst wenn das Grundstück
Nr. 0000_ wie beabsichtigt abparzelliert werde, würde die direkte Wegverbindung
bestehen bleiben und die Strassen immer noch rund 30 m bzw. 75 m an das
Grundstück heranreichen. Eine solche Erschliessungssituation sei bei einem
ausserhalb der Bauzone gelegenen Grundstück ohne Weiteres als hinreichend
anzusehen. Ebenfalls sei der ungehinderte Zugang für öffentliche Dienste (Feuerwehr
u.a.) gewährleistet; diese könnten das Grundstück mit Fahrzeugen auf einer
3.2.
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öffentlichen Strasse und notfalls auf einem öffentlichen Weg zumindest bis in
unmittelbare Nähe erreichen. Darüber hinaus bestünden auch in topographischer
Hinsicht keine besonderen Schwierigkeiten. Es bestehe weder Anspruch noch
Verpflichtung auf eine strassenmässige Erschliessung bis zum einzelnen
(Bau-)Grundstück. Auch wenn nachvollziehbar sei, dass die betroffenen Eigentümer
(Beschwerdeführer) bis zur Grundstücksgrenze bzw. zum Wohnhaus fahren möchten,
müssten subjektive Wünsche nach einer optimalen Zufahrt unbeachtet bleiben. Von
einer hinreichenden Erschliessung sei auch das AREG (act. G 10/9/8) sowie die
Beschwerdebeteiligte bei der Baubewilligung für die Nutzungsänderung ohne bauliche
Massnahmen ausgegangen. Ebenfalls nicht notwendig sei eine Umklassierung zwecks
Sicherung der strassenmässigen Erschliessung im Interesse von Land- und
Forstwirtschaft. Den Beschwerdeführern gehe es hauptsächlich um die Zufahrt bis zur
Grundstücksgrenze und bis zum Wohnhaus. Bisher sei die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung des verpachteten Wieslands auch ohne Berechtigung zur Zufahrt bis
an die Grundstücksgrenze problemlos möglich gewesen. Die entsprechenden
Vorbringen der Beschwerdeführer erschienen mit Blick auf die Lage des Grundstücks
und die Zufahrtsmöglichkeiten als vorgeschoben. Ebenfalls keinen Einfluss auf die
Frage der hinreichenden Erschliessung habe die Tatsache, dass das Strassenteilstück
bereits ausgebaut sei, zumal dies einer Klassierung als Weg nicht entgegenstehe.
Zudem sei für die Frage der Erschliessung nicht entscheidend, dass ein Teil der
betroffenen Fläche von den Beschwerdegegnern auf privatrechtlicher Basis befahren
werde und zumindest teilweise deren Grundstück erschliesse. Schliesslich könne auch
aus den Beiträgen der Beschwerdeführer an die Sanierung der B._-strasse nichts zu
deren Gunsten abgeleitet werden, da sie auch von deren Bestehen profitieren und
zumindest teilweise darüber erschlossen würden. Insgesamt sei das Grundstück
tatsächlich und rechtlich zureichend erschlossen. Es lägen keine geänderten
Verhältnisse im Sinn von Art. 14 Abs. 1 StrG vor. Der Wunsch der Beschwerdeführer
nach einer bis zur Grundstücksgrenze befahrbaren Strasse stelle ein privates Interesse
dar. Es fehle an einem öffentlichen Interesse für den Erlass eines Teilstrassenplans. Die
Beschwerdeführer und ihre Besucher könnten hinreichend nahe zum Grundstück
fahren und von dort über einen Weg (zu Fuss) zum Gebäude gelangen. Bei diesem
Ergebnis stelle sich die Frage nach der zweckmässigeren Erschliessungsvariante nicht.
Ebenfalls offen bleiben könnten die Fragen der Gleichbehandlung sowie des
Unterhaltsperimeters (act. G 2 S. 8-10).
Die Beschwerdeführer halten unter anderem fest, mit dem Strassenplan vom
30. August 1994 sei keine Änderung der bestehenden Erschliessungssituation
3.3.
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beabsichtigt gewesen. Der streitige Bereich sei schon immer für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung und das Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0000_ als strassenmässige
Erschliessung genutzt worden; dies sei von den Anstössern stets akzeptiert worden.
Die damaligen Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000_ hätten deshalb keine
Veranlassung gehabt, an der Erschliessung des Grundstücks über die B._-strasse zu
zweifeln. Andernfalls sei davon auszugehen, dass sie sich dagegen zur Wehr gesetzt
hätten. Die Beschwerdeführer hätten im Jahr 2009 einen vollen Beitrag an den Ausbau
der B._-strasse geleistet, weil ihr Grundstück vollständig über diese Strasse
erschlossen werde. Davon seien auch die Beschwerdegegner ausgegangen (vgl. act. G
10/9/4 und 10/9/5). Sodann sei auf den von den Beschwerdegegnern eingereichten
Fotos (act. G 10/1/B4) klar ersichtlich, dass die Erschliessung des Grundstücks Nr.
0000_ über die B._-strasse erfolge. Die betroffene Fläche werde auch von den
Beschwerdegegnern befahren und erschliesse auch deren Grundstücke. Ohne die
rechtlich hinreichende Sicherstellung der Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000_
sei schliesslich auch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Grundstücks
gefährdet. Mit der Feststellung, dass die streitige Fläche zumindest teilweise die
Grundstücke der Beschwerdegegner erschliesse (act. G 2 S. 9 Ziffer 3.7), habe die
Vorinstanz selbst zugegeben, dass mit dem Teilstrassenplan nicht bloss
Einzelinteressen der Beschwerdeführer verfolgt würden, sondern dass die
Umklassierung auch aufgrund der tatsächlichen Nutzung durch die Beschwerdegegner
gerechtfertigt sei. Es bestehe daher ein öffentliches Interesse an der Umklassierung.
Die Beschwerdeführer könnten die hinreichende Erschliessung vor einer allfälligen
Abparzellierung mit der Einräumung eines Fuss- und Fahrwegrechts als
Grunddienstbarkeit rechtlich sicherstellen. Eine Klassierung sei damit nicht notwendig.
Weil eine entsprechende Grunddienstbarkeit nicht gegen den Willen der
Beschwerdegegner über die Grundstücke Nrn. 0001_ und 0003_ errichtet werden
könne, bilde die mit dem Teilstrassenplan festgelegte Klassierung des kurzen
Strassenstücks die einzige Möglichkeit, die Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000_
rechtlich sicherzustellen (act. G 5 S. 6-8).
Die Vorinstanz habe sodann nicht abgeklärt, ob es den Beschwerdeführern und ihren
Besuchern auch möglich sei, ihr Fahrzeug auf der Strasse legal (Art. 37 Abs. 2
Strassenverkehrsgesetz, SR 741.01, SVG; Art. 19 Abs. 2 lit. a i.V.m. 18 Abs. 2 lit. a
Verkehrsregelverordnung, SR 741.11, VRV) abzustellen und von dort zu Fuss zum
Grundstück zu gelangen. Die C._-strasse weise im Bereich der Einmündung eine
Kurve auf und steige Richtung Südwest an. Ein Parkieren auf der C._-strasse sei
aufgrund der geltenden Verkehrsregeln nicht zulässig. Die Briefkästen der
Liegenschaften Nrn. 0001_, 0003_ und 0002_ seien auf der östlich an die B._-
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strasse angrenzenden Fassade des Gebäudes Nr. 0004_ auf dem Grundstück Nr.
0001_ angebracht. Im letzten Abschnitt der B._-strasse könnten Motorfahrzeuge
ebenfalls nicht parkiert werden, ohne Grundstückszufahrten, vorbeifahrende Fahrzeuge
und Bewohner der Liegenschaften Nrn. 0001_, 0003_ und 0002_ zu behindern und
zu gefährden. Die Beschwerdeführer könnten diesen Bereich der öffentlichen Strasse
nicht zur alleinigen Benützung reservieren. Diese Sachverhaltselemente seien
wesentlich für die Beurteilung der Frage, ob die Beschwerdeführer ihr Fahrzeug in
angemessener Distanz abstellen und zu Fuss zum Grundstück Nr. 0000_ gelangen
könnten. Sie seien im angefochtenen Entscheid nicht berücksichtigt worden. Das
Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0000_ sei deshalb nicht hinreichend erschlossen. Der
Umklassierung stünden keine bundesrechtlichen Einschränkungen zum Bauen
ausserhalb der Bauzone entgegen, weil die B._-strasse bis zur neuen Klassierung
bereits vollständig ausgebaut sei (act. G 5 S. 5 f. und S. 8-10).
Die Vorinstanz habe mit ihrer Feststellung, dass eine Umklassierung zur Sicherung der
strassenmässigen Erschliessung im Interesse von Land- und Forstwirtschaft nicht
erforderlich sei, sinngemäss entschieden, dass die für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung erforderliche Erschliessung mit einer sogenannten prekaristischen
Duldung der betroffenen Grundeigentümer sichergestellt werden könne. Damit
widerspreche sie ihrer eigenen Rechtsprechung (Baudepartement, Juristische
Mitteilungen 2016/II Nr. 2). Derzeit bestünden keine rechtlich sichergestellten
Zufahrtsmöglichkeiten für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Grundstücks Nr.
0000_. Erst mit der Umklassierung durch den umstrittenen Teilstrassenplan sei die
rechtliche Sicherstellung der Erschliessung für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung
gewährleistet. Der Entscheid der Beschwerdebeteiligten stehe im Einklang mit der
kantonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis. Die Vorinstanz habe nicht aufzeigen
können, dass die Beschwerdebeteiligte mit dem Erlass des Teilstrassenplans den
durch die kantonale Verwaltungs- und Gerichtspraxis gezogenen Rahmen
überschritten habe. Dabei habe sie die Gemeindeautonomie verletzt. Mit der neuen
Klassierung werde die hinreichende rechtliche Erschliessung von Grundstück Nr.
0000_ sichergestellt, ohne dass hierfür ein Ausbau der Strasse notwendig sei. Die
tatsächlich gelebte Situation werde sichergestellt (act. G 5 S. 11 f.).
3.4.
Aus dem von den Beschwerdeführern eingereichten Strassenplan vom 16. November
1990 (act. G 6/3) ist eine mit dem aktuell gültigen Strassenplan von 1994 im
3.4.1.
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Wesentlichen übereinstimmende Strassen- und Wegführung (B._-strasse und A._-
weg) ersichtlich. Mithin führte schon der Strassenplan 1990 das hier streitige Teilstück
als Teil des A._-wegs (dunkel eingefärbt) und nicht als Teil der B._-strasse (hell
eingefärbt) auf. Eine von der Beschwerdebeteiligten vermutete fehlerhafte Übertragung
im Rahmen der Digitalisierung (act. G 14) konnte von daher keine Änderung in der
Strassenführung bewirkt haben. Das Vorbringen der Beschwerdeführer, die Klassierung
der B._-strasse zu einem Weg im fraglichen (streitigen) Bereich sei unabsichtlich und
bis vor kurzem unbemerkt geändert worden (act. G 21 Ziffer 1), kann dementsprechend
nicht als belegt gelten. Thema der damaligen Einsprache (act. G 6/6) gegen den
Strassenplan von 1990 war die geplante Aufklassierung des A._-wegs; das vorliegend
streitige Wegstück als solches stand indes damals nicht zur Diskussion. Für die
Klärung der Frage des Bestehens eines öffentlichen Interesses für eine
Strassenklassierung des streitigen Wegstücks lässt sich hieraus somit nichts ableiten.
Was im Weiteren die von den Beschwerdeführern als vorinstanzlich nicht abgeklärt
gerügte Möglichkeit des Abstellens von Fahrzeugen auf der Strasse und des
fussläufigen Erreichens des Grundstücks Nr. 0000_ (act. G 5 S. 5 Rz. 17 und S. 8-10)
betrifft, ist mit der Vorinstanz (act. G 8 S. 2 Ziffer 3) festzuhalten, dass es grundsätzlich
an den Beschwerdeführern ist, für geeignete Motorfahrzeug-Abstellflächen zu sorgen.
Für eine zureichende (Wohn)Erschliessung muss die befahrbare Strasse, wie
vorstehend in E. 2.3 dargelegt, nicht bis zum Baugrundstück oder zu jedem einzelnen
Gebäude reichen; es genügt, wenn Bewohner/Besucher mit Motorfahrzeugen in
hinreichende Nähe gelangen und von dort über einen Weg zum Gebäude gehen
können. Diesen Anforderungen wird die heute bestehende Erschliessung des
Wohnhauses auf Grundstück Nr. 0000_ - von zwei Seiten durch einen öffentlich-
rechtlich klassierten Weg - vom Grundsatz her gerecht. Auch zeigt die erteilte
Baubewilligung für eine Nutzungsänderung ohne bauliche Massnahmen (vgl. act. G
10/9/8 und 9), dass die Beschwerdebeteiligte von einer zureichenden
(Wohn-)Erschliessung von Grundstück Nr. 0000_ ausgegangen sein musste,
andernfalls sie die Bewilligung nicht hätte erteilen können. Inwiefern die von den
Beschwerdeführern geschilderten weiteren Sachverhaltselemente (act. G 5 S. 5 f.
Ziffern 18 f.) ein hiervon abweichendes Ergebnis zu begründen vermöchten, ist nicht
erkennbar.
Sodann weist die Vorinstanz auf das Bestehen von Bushaltestellen (Y._ und Dorf) bzw.
eines öffentlichen Parkplatzes (Dorf) sowie allfälliger weiterer (privater)
3.4.2.
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Parkierungsmöglichkeiten auf Grundstück Nr. 0005_ mit Zufahrt über die C._-strasse
hin (act. G 8 S. 2 Ziffer 3). Die - aus Sicht der Beschwerdeführer zu verneinende (act. G
21 S. 3) - Frage, ob auf diese Weise zureichende Parkierungsmöglichkeiten in
zumutbarer Nähe geschaffen werden können, ist im vorliegenden Verfahrens insofern
nicht weiter zu untersuchen, als einzig die Strassenklassierung eines ca. 7,5 m langen
Wegstücks im Streit steht. Auch vermöchte allein die Strassenklassierung des
streitigen Wegstücks an der bestehenden Parkierungssituation - d.h. an der von den
Beschwerdeführern bestätigten (act. G 5 S. 8 f. Rz. 30 f.) Unmöglichkeit des Parkierens
auf der hierfür zu schmalen B._-strasse oder der C._-strasse - nichts zu ändern.
Wenn im Weiteren die Vorinstanz zum einen eine Parkierung auf dem
landwirtschaftlichen Grundstück Nr. 0005_ - mit entsprechenden Bodenverbrauch
ausserhalb der Bauzone - vorschlägt, zum anderen jedoch eine rechtliche
Sicherstellung der bereits bestehenden Erschliessung des Grundstück Nr. 0000_ -
ohne zusätzlichen Bodenverbrauch - als nicht zulässig erachtet, liesse sich eine solche
Argumentationslinie mit dem Grundsatz der haushälterischen Bodennutzung nicht ohne
Weiteres in Einklang bringen. Wie sich nachstehend ergeben wird, würde die
Strassenklassierung des streitigen Teilstücks die Zufahrt und Parkierung auf
Grundstück Nr. 0000_ grundsätzlich ermöglichen, womit eine Parkierung auf
öffentlichen Strassen oder auf fremden landwirtschaftlichen Grundstücken nicht mehr
nötig wäre.
Der Grundeigentümer darf einen Weg auf seinem eigenen Grundstück ohne Weiteres
befahren. Er kann grundsätzlich auch Dritten die Wegbenützung gestatten. Die
Berechtigung für die Benützung eines Weges mit Motorfahrzeugen richtet sich nach
dem Privatrecht, wenn der Weg über Privateigentum führt (Germann, a.a.O., N. 6 zu
Art. 2 StrG). Das vorliegend streitige Wegstück liegt auf den Grundstücken Nrn. 0001_
(Beschwerdegegner 1) und 0003_ (Beschwerdegegner 3). Eine von diesen
Grundeigentümern eingeräumte privatrechtliche Berechtigung der Beschwerdeführer,
die Grundstücke Nrn. 0001_ und 0003_ im streitigen Spickel zu befahren, ist weder
aus den Akten ersichtlich, noch wird eine solche von einer Verfahrenspartei behauptet.
Nachstehend ist dementsprechend vom Fehlen einer solchen Berechtigung bzw. vom
Fehlen der Möglichkeit, ein Fahrwegrecht bei den Beschwerdegegnern erhältlich zu
machen, auszugehen.
Bei der verkehrsmässigen Erschliessung von nur zwei Wohnstätten bzw. Grundstücken
ist nach der Rechtsprechung nicht in jedem Fall ein hinreichendes öffentliches
3.4.3.
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Interesse für eine strassenrechtlich bedingte Eigentumsbeschränkungen (vgl. dazu
vorangehende E. 3.1) anzunehmen (GVP 2000 Nr. 18). Die Vorinstanz bejaht das
öffentliche Interesse an einer Strasse teilweise bereits dann, wenn sie der
Erschliessung von mehr als einem Grundstück dient (GVP 2001 Nr. 98). Das öffentliche
Interesse darf indes in solchen Konstellationen nicht allein aufgrund der Anzahl der
erschlossenen Grundstücke festgelegt werden, sondern ist stets von einer
Einzelfallbeurteilung abhängig zu machen (vgl. VerwGE B 2018/185 vom 24. Januar
2019 E. 5.1 mit Hinweisen und BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 5.2).
Vorliegend werden die Grundstücke Nrn. 0001_, 0003_ und 0002_ der
Beschwerdegegner 1-3 - gleich wie das Grundstück Nr. 0000_ der Beschwerdeführer
- über die B._-strasse erschlossen (vgl. Beschluss der Beschwerdebeteiligten vom
3. Februar 2020 Rz. 5; act. 10/1 Beilage), selbst wenn faktisch eine zusätzliche Zufahrt
auch von Süden her über den A._-weg benützt werden sollte. Unbestritten blieb in
diesem Zusammenhang die Feststellung der Beschwerdeführer (act. G 5 S. 5 Rz. 16
und 24), dass die Beschwerdegegner - sei es aufgrund einer privatrechtlichen
Regelung oder blosser (gegenseitiger) Duldung durch den jeweiligen Grundeigentümer
- das streitige Wegstück befahren (müssen), um zu ihren Grundstücken zu gelangen.
Das Befahren des streitigen Teilstücks dient aktuell mithin der Erschliessung von
mindestens zwei Grundstücken der Beschwerdegegner (Nrn. 0003_ und 0002_)
sowie desjenigen der Beschwerdeführer, welches zudem nach einer allfälligen
Abparzellierung in zwei Grundstücke aufgeteilt würde. Dieser Umstand (Erschliessung
von mindestens drei Grundstücken) spricht im Hinblick auf die dargelegte Praxis klar
für das Vorliegen eines öffentlichen Interesses und damit der Zulässigkeit einer
Strassenklassierung des streitigen Wegstücks. Die Behauptung der
Beschwerdegegner, dass es den Beschwerdeführern gar nicht um die rechtliche
Sicherstellung der Erschliessung gehe, sondern um die Schaffung der Möglichkeit,
nach Abparzellierung von Grundstück Nr. 0000_ eine strassenmässige Erschliessung
zur neuen Grundstücksgrenze zu beantragen (act. G 15), braucht unter den
geschilderten Gegebenheiten nicht weiter untersucht zu werden, zumal solche
Untersuchungen für die Klärung der hier einzig streitigen Strassenklassierung des
7,5 m langen Wegstücks keine zusätzlichen Erkenntnisse zu liefern vermöchten.
Handelt es sich bei einem Gemeindeweg faktisch um eine untergeordnete
Erschliessungsstrasse im Interesse der Land- und Forstwirtschaft und nicht um einen
Weg ohne motorisierten Verkehr, liegt die Umklassierung des Gemeindewegs in eine
Gemeindestrasse 3. Klasse nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung
3.4.4.
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grundsätzlich im öffentlichen Interesse (VerwGE B 2012/64 vom 4. April 2013 E. 4.10).
Vorliegend erachtete die Vorinstanz eine Notwendigkeit, das streitige Wegstück als
Strasse zu klassieren, insofern als nicht gegeben, als die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung (Wiesland und Obstbäume) des Grundstücks Nr. 0000_ sowie des
Nachbargrundstücks Nr. 0005_ seit längerem durch denselben Pächter erfolge (vgl.
Formular Flächenerhebung S. 5; act. G 9). Die Bewirtschaftung von Grundstück Nr.
0000_ sei mithin über die an das Grundstück Nr. 0005_ angrenzende C._-strasse
sowie über den auf Grundstück Nr. 0005_ liegenden Teil des A._-wegs möglich. Es
bestehe dementsprechend zur Zeit keine Notwendigkeit, als Zufahrt für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung von Grundstück Nr. 0000_ die B._-strasse zu
benützen, zumal diese an Schule und Kindergarten vorbeiführende Quartierstrasse
stellenweise kaum 2.5 m (= Breite durchschnittlicher Traktoren) breit sei (act. G 8 S. 3).
Die Beschwerdebeteiligte weist jedoch in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die
Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0000_ und 0005_ weder am
Landwirtschaftsbetrieb beteiligt noch mit den Pächtern verwandt seien (act. G 14 S. 1
unten). Nach einer Veräusserung, die offensichtlich ansteht, könnten sich zudem auch
die Verhältnisse bezüglich der Bewirtschaftung des Grundstücks Nr. 0000_ ändern. Es
wäre daher im Sinn der Beschwerdebeteiligten, wenn die landwirtschaftliche Zufahrt
weiterhin über das Grundstück Nr. 0005_ erfolgen könnte und nicht an der Schule
vorbei über die B._-strasse. Dies wäre jedoch in Frage gestellt, wenn künftig die
Bewirtschafter der Grundstücke Nrn. 0000_ und 0005_ nicht mehr dieselben wären
(act. G 14). Die Beschwerdeführer merken ihrerseits an, dass weder der derzeitige
Pächter noch ein anderer Käufer das Grundstück übernehmen würden, wenn die
Grundstückserschliessung für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung von der
gleichzeitigen Pacht des Grundstücks Nr. 0005_ abhänge. Die Behauptung der
Vorinstanz, die Bewirtschaftung des Grundstücks Nr. 0000_ erfolge schon heute
mehrheitlich über das Grundstück Nr. 0005_, sei aktenwidrig (act. G 21 S. 3 f. Ziffern 7
und 8).
Hierzu ist festzuhalten, dass die geschilderte Sichtweise der Vorinstanz (act. G 8 S. 3)
für die aktuelle Pächter-Konstellation zutreffen mag. Für Erschliessungsanlagen auf
fremdem Grund ist deren rechtliche Sicherstellung jedoch auf längere Sicht
nachzuweisen. Die Strassenklassierung und auch die Erschliessung darf m.a.W. nicht
von Gegebenheiten bestimmt sein, welche sich - wie vorliegend die Person des
Pächters - im Zeitverlauf verändern können. Künftig mögliche bzw. absehbare
Entwicklungen müssen berücksichtigt werden. Im Übrigen sieht Art. 24d Abs. 3 lit. c
RPG auch die Möglichkeit einer geringfügigen Erweiterung der bestehenden
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Erschliessung vor, soweit diese notwendig ist. Eine solche Notwendigkeit einer
Erschliessungs-Erweiterung in Form der Verlängerung der Strassenklassierung mit dem
streitigen Teilstück hat vorliegend insofern als dargetan zu gelten, als es für dauerhafte
Sicherstellung der Erschliessung für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des
Grundstücks Nr. 0000_ der Befahrbarkeit des streitigen Teilstücks und damit der
entsprechenden Strassenklassierung bedarf. Insgesamt sprechen somit - neben den in
E. 3.4.3 bereits dargelegten Umständen - auch die geschilderten Gegebenheiten
betreffend die aktuelle und die künftige landwirtschaftliche Bewirtschaftung von
Grundstück Nr. 0000_ für das Vorliegen eines öffentlichen Interesses an einer
Strassenklassierung des streitigen Wegstücks, um die Befahrbarkeit des Grundstücks
auch bei veränderten Eigentümer- und Pächterverhältnissen zu gewährleisten.
Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit fordert, dass Verwaltungsmassnahmen zur
Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig
sind. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den
Belastungen stehen, die den Privaten auferlegt werden (Häfelin/Müller/Uhlmann,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 514). Das streitige Teilstück der
Gemeindestrasse dritter Klasse ist geeignet, die ihm zukommenden Zwecke
(Gewährleistung der Zufahrt zu vier Grundstücken; Gewährleistung der
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung von Grundstück Nr. 0000_ unabhängig von
Pächter- und Eigentümerverhältnissen) zu erreichen; die Sicherstellung der
Befahrbarkeit zu diesen Zwecken liegt wie dargelegt im öffentlichen Interesse
(vorstehende E. 3.4.3 und 3.4.4). Die Klassierung des Teilstrassenstücks ist auch
erforderlich, um die Zufahrt zu (mindestens) drei Grundstücken zu gewährleisten. Die
Zufahrt zum Grundstück Nr. 0000_ wäre nicht mehr (rechtlich) sichergestellt, wenn die
Beschwerdegegner 1 und 3 bei fehlender Strassenklassierung des streitigen Teilstücks
Fahrten über ihre Grundstücke nicht mehr dulden würden. Die Gemeindeautonomie ist
zwar insofern beschränkt, als es den Gemeinden verwehrt bleibt, den in
Konkretisierung des Strassengesetzes durch die kantonale Gerichts- und
Verwaltungspraxis sowie durch das RPG (vgl. vorstehende E. 3.4.1) gezogenen
Rahmen zu überschreiten (vgl. VerwG B 2014/64 vom 28. Mai 2015 E. 5.2 m.H.).
Angesichts der Gegebenheiten hat die Beschwerdebeteiligte jedoch den ihr
zustehenden Rahmen mit ihrem Entscheid, das streitige Wegstück in den Strassenplan
als Strasse 3. Klasse aufzunehmen, nicht überschritten, sondern vielmehr eine
zweckmässige Regelung getroffen (vgl. auch Vernehmlassung Tiefbauamt vom 8. Mai
2020, act. G 10/12). Insgesamt lässt sich somit die Aufhebung des Beschlusses der
3.4.5.
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4.
Beschwerdebeteiligten vom 3. Februar 2020 durch den vorinstanzlichen Entscheid
bzw. die Bestätigung der Klassierung des Strassenteilstücks als Gemeindeweg dritter
Klasse durch die Vorinstanz nicht aufrechterhalten. Zwar ändert das
Verwaltungsgericht einen sachlich haltbaren und zweckmässigen
Strassenplanungsentscheid der Vorinstanz selbst dann nicht ab, wenn es eine andere
Lösung als ebenso zweckmässig erachtet (VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010
E. 3.4. mit Hinweisen). Vorliegend fehlte es indessen an einem Anlass für die
Vorinstanz, bezüglich des streitigen Teilstücks in das Ermessen der
Beschwerdebeteiligten bzw. in deren Autonomiebereich einzugreifen. Die geschilderten
Gegebenheiten lassen vielmehr eine Strassenklassierung des Teilstücks als sinnvoll
und notwendig erscheinen. Nicht Gegenstand dieser Strassenklassierung bildet ein -
von der Vorinstanz befürchteter (act. 5 Ziffer 2 am Schluss) - künftig angestrebter
Ausbau der Erschliessungsstrasse bis zum Wohnhaus; ein solcher Strassenausbau
steht derzeit nicht zur Diskussion. Im Übrigen trifft es zwar zu, dass aus dem von den
Beschwerdeführern angeführten Umstand, dass sie einen vollen Beitrag für den
Ausbau der B._-strasse geleistet hätten (act. G 5 S. 5), für sich allein noch kein
Anspruch auf Umklassierung des streitigen Wegstücks in eine Gemeindestrasse
resultiert. Jedoch ist auch kein sachlicher Grund ersichtlich, den Beschwerdeführern,
welche unbestritten den vollen Beitrag für den Ausbau der B._-strasse geleistet
hatten, eine Strassenerschliessung bis zu ihrer Grundstücksgrenze (Nr. 0000_) zu
verweigern, während den Beschwerdegegnern 1 und 3 eine solche bis zur Grenze ihrer
Grundstücke Nrn. 0001_ und 0003_ zugestanden worden war. Mithin fehlt es an
einem sachlichen Grund für eine solche Ungleichbehandlung. Für die schon zuvor
bestandene rein fussläufige Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000_ ohne
Strassenführung bis zur Grundstücksgrenze wäre im Übrigen - wie die
Beschwerdeführer zu Recht vorbringen (act. G 21 S. 2) - der damalige Strassenausbau
(für das Grundstück Nr. 0000_) gar nicht notwendig gewesen.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
Rekursentscheid vom 26. Juni 2020 aufzuheben. Dem Verfahrensausgang
entsprechend gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten der
Beschwerdegegner 1-3 (Art. 95 Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine
Entscheidgebühr von CHF 3'500 (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS
941.12) zulasten der Beschwerdegegner 1-3, unter solidarischer Haftbarkeit. Der im
Beschwerdeverfahren geleistete Kostenvorschuss von CHF 3'500 wird den
4.1.
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