Decision ID: 75d44bad-d317-58a5-b096-f2bc018799ac
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Helsana Versicherungen AG, Postfach, 8081 Zürich,
Beschwerdeführerin 1,
und
N._
vertreten durch A._
Beschwerdeführerin 2,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Postfach, 8085 Zürich,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsdeckung
Sachverhalt:
A.
A.a N._ war seit Mai 1983 als Kassiererin bei der B._ (Arbeitsort: C._), angestellt
und dadurch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) gegen
die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. Dezember 2007 rutschte sie während eines
Besuchs bei ihren Enkelkindern auf einer Treppenstufe aus, verlor das Gleichgewicht,
stürzte rückwärts die Treppe hinunter und zog sich dabei eine Rippenquetschung zu
(act. G 7.1/Z1). Der Krankenversicherer von N._ ist die Helsana Versicherung AG
(nachfolgend: Helsana).
A.b Laut Unfallmeldung vom 24. Januar 2008 belief sich die wöchentliche Arbeitszeit
von N._ auf zwölf Stunden. Der Lohn betrug Fr. 18.-- pro Stunde, zuzüglich
Ferienentschädigung von 8.33 %. Das Anstellungsverhältnis wurde vom Arbeitgeber
als unbefristet angegeben. Das C._ sei sodann ein Saisonbetrieb bzw. habe jeweils
vom 1. November bis 31. März geschlossen (act. G 7.1/Z1).
A.c Mit Verfügung vom 5. Februar 2008 lehnte die Zürich die Ausrichtung von
Versicherungsleistungen für den Nichtberufsunfall vom 20. Dezember 2007 ab.
Gemäss Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) ende die Versicherung mit dem 30. Tag nach dem Tage, an dem der Anspruch
auf mindestens den halben Lohn aufhöre. Das C._ sei vom 1. November 2007 bis 1.
April 2008 geschlossen, weshalb während dieser Zeit keine Löhne ausbezahlt worden
seien (act. G 7.1/Z5).
B.
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B.a Am 12. Februar 2008 reichte die Helsana gegen die Verfügung vom 5. Februar
2008 Einsprache ein (act. G 7.1/Z7). In der am 18. März 2008 nachgereichten
Einsprachebegründung führte sie im Wesentlichen an, der vorliegende Fall einer
Saisonbeschäftigung sei nicht vergleichbar mit den Anwendungsfällen von Art. 3 Abs. 2
UVG, wo es um die Nachdeckung bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gehe.
N._ werde ihre Arbeitsstelle geplanterweise wieder antreten. Das Arbeitsverhältnis
werde somit jeweils weitergeführt und durch die Winterpause bloss unterbrochen. Eine
eigentliche Kündigung der saisonal Beschäftigten finde jedoch nicht statt. Sofern N._
im Saisondurchschnitt mehr als acht Wochenstunden gearbeitet habe, sei daher der
Versicherungsschutz gegeben (act. G 7.1/10).
B.b Mit Entscheid vom 14. Oktober 2008 wies die Zürich die Einsprache der Helsana
ab (act. G 7.1/14).
B.c Mit Schreiben vom 24. Oktober 2008 teilte der A._ der Helsana mit Kopie an die
Zürich mit, es sei bisher unbeachtet geblieben, dass Trudi Nagy als operativer Leiterin
des Betriebs zusätzlich eine monatliche Entschädigung ausbezahlt werde. Auch über
den Winter seien natürlich Aufgaben zu erledigen, weshalb der diesbezügliche Lohn
explizit auch in den Monaten November bis März jeden Jahres geleistet werde. N._
habe also auch am Unfalltag in einem Arbeitsverhältnis mit dem C._ gestanden (act.
G 7.1/15).
B.d Mit Schreiben vom 31. Oktober 2008 erklärte sich die Zürich bereit, die
Angelegenheit nochmals anzuschauen. Zur Prüfung würden jedoch die
Lohnabrechnungen der vergangenen Jahre benötigt, die aufzeigen würden, dass N._
in den Wintermonaten tatsächlich jeweils eine Entschädigung erhalten habe, die als
Lohn betrachtet werden könne. Gebraucht werde zudem der Arbeitsvertrag, der eine
Arbeitspflicht und deren Umfang in den Wintermonaten aufzeige (act. G 7.1/16).
C.
C.a Am 12. November 2008 erhob die Helsana (Beschwerdeführerin 1) gegen den
Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2008 Beschwerde mit dem Antrag auf deren
Gutheissung und Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und der
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Verfügung vom 5. Februar 2008. Die Beschwerdegegnerin habe die gesetzlichen UVG-
Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei der Fall an die Vorinstanz zur Vornahme
weiterer Abklärungen zurückzuweisen.
C.b Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2008 richtet sich auch die vom
A._ für N._ (Beschwerdeführerin 2) am 13. November 2008 eingereichte
Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei zu korrigieren und die Zürich
habe den entsprechenden Versicherungsschutz zu leisten (act. G 7.1/19) Am 20.
November 2008 reichte der A._ die Beschwerdebegründung, zusammen mit
Aufstellungen betreffend Lohn- bzw. Ferienentschädigungen der Jahre 2003 bis 2007,
nach.
C.c Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 5. März 2009
Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin 1 hielt in ihrer Replik vom
23. März 2009 an ihrem Antrag gemäss Beschwerdeschrift fest. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin 2 verzichtete auf die Einreichung einer Replik. In ihrer Duplik
vom 28. April 2009 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihrerseits den Antrag auf
Abweisung der Beschwerde.
C.d Mit Schreiben vom 3. November 2009 forderte das Versicherungsgericht den A._
auf, zusätzliche Unterlagen (insbesondere Lohnabrechnungen) einzureichen, welche
Rückschlüsse auf das tatsächliche Bestehen eines Arbeitsverhältnisses als operative
Leiterin zulassen und belegen würden, was konkret mit der jährlichen Pauschale von
Fr. 3'000.-- abgedeckt werde (Arbeitsstunden während des ganzen Jahres bzw.
welche?). Im Weiteren sei darzutun, welche Tätigkeiten die Versicherte während der
Wintermonate konkret ausführe. Der A._ liess die vom Versicherungsgericht
eingeräumte Frist zur Einreichung weiterer Unterlagen bzw. Angaben unbenützt
verstreichen.
C.e Auf die Ausführungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
eingereichten Aufstellungen wird, soweit entscheidnotwendig, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
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1.
Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin. Beiden Verfahren liegt derselbe Sachverhalt zu Grunde, es
stellen sich dieselben Rechtsfragen und die Vorbringen der beiden
Beschwerdeführerinnen sind in beiden Fällen im Wesentlichen gleich. Es rechtfertigt
sich daher, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl.
BGE 128 V 124 E. 1 S. 126 und 128 V 192 E. 1, je mit Hinweisen).
2.
2.1 Unbestritten ist, dass das Ereignis vom 20. Dezember 2007, bei welchem die
Beschwerdeführerin 2 anlässlich eines Besuchs bei ihren Enkelkindern rückwärts die
Treppe hinunterstürzte und sich die Rippen quetschte, als Nichtbetriebsunfall zu
betrachten ist. Streitig ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin 2 im Zeitpunkt des
Unfalls bei der Beschwerdegegnerin versichert war oder nicht. Nach Art. 3 Abs. 2 UVG
endet die Unfallversicherung, also der Versicherungsschutz, dreissig Tage (sogenannte
Nachdeckungsfrist für das Weiterdauern der Nichtberufsunfallversicherung), nachdem
der Anspruch auf mindestens die Hälfte des bisherigen Lohns weggefallen ist (Alfred
Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 141).
2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht haben von
sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts
zu sorgen. Dabei sind rechtserheblich alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt,
ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. Der
Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in
den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen). Die Mitwirkungspflicht bildet eine gewisse Ergänzung und Einschränkung
des Untersuchungsgrundsatzes, darf aber nicht zu dessen Aufhebung führen. Die
Mitwirkungspflicht bedeutet: Die Person, die aus einem Begehren gegenüber dem
Sozialversicherungsträger Rechte ableitet oder zur Auskunft verpflichtet ist, hat bei der
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Besondere Bedeutung hat die
Mitwirkungspflicht dann, wenn der Sachverhalt ohne Mitwirkung der betroffenen
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Person gar nicht (weiter) abgeklärt werden kann (Th. Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 443 ff.). Der Untersuchungsgrundsatz
schliesst eine Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus.
Wenn es sich jedoch als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, greift die Beweisregel
Platz, dass die Parteien eine Beweislast insofern tragen, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b, 115 V 142 E. 8a).
Angewendet auf den konkreten Fall heisst dies, dass die Beweislast hinsichtlich des
Vorliegens eines Versicherungsschutzes im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 20.
Dezember 2007 auf Seiten der Beschwerdeführerin 1 und 2 liegt. Das Gericht darf eine
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt
ist. Es hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht
(BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen). Dem Gericht ist nicht vorgeschrieben, auf
welchem Weg sowie mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären und wie das
Ergebnis zu würdigen ist. Ausgeschlossen sind weder vorweggenommene
Beweiswürdigung noch Indizienbeweise. Oft führt erst ein Heranziehen von
Erfahrungssätzen und Indizien zum Beweis. Beim Indizienbeweis verzichtet das Gericht
auf den direkten Beweis einer Tatsache, indem es ihr Vorhandensein gestützt auf den
gewöhnlichen Lauf der Dinge aus anderen Tatsachen (Indizien) ableitet. Das Gericht
vermutet, dass die Tatsache gegeben ist, weil sich ihm dieser Schluss angesichts der
erstellten übrigen Umstände aufgrund der Lebenserfahrung aufdrängt (BGE 114 II 289
E. 2a; Pra 1985 Nr. 239).
3.
3.1 Beim C._ handelt es sich offensichtlich um einen Saisonbetrieb, der jeweils vom
1. April bis 31. Oktober geöffnet und vom 1. November bis 31. März geschlossen ist.
Während das C._ geöffnet ist, arbeitet die Beschwerdeführerin 2 zwölf Stunden pro
Woche als Kassiererin im Stundenlohn (Fr. 18.-- pro Stunde) zuzüglich 8.33 %
Ferienentschädigung. Allein aus dieser Tätigkeit bezieht die Beschwerdeführerin 2
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damit ein monatliches Gehalt von Fr. 936.--. Von Seiten der Beschwerdeführerinnen
wird nun geltend gemacht, die Beschwerdeführerin 2 sei vom C._ zusätzlich als
operative Leiterin angestellt. Diese Tätigkeit werde von ihr auch während der Zeit, in
der das C._ geschlossen habe, ausgeübt und sie beziehe dafür - also auch in den
Monaten November bis März - eine monatliche Pauschalentschädigung von Fr. 250.--
(laut Aufstellungen der Jahre 2003 bis 2007 je Fr. 3'000.-- pro Jahr [vgl. act. G 3.1 -
3.5]).
3.2 Nach dem Wortlaut von Art. 3 Abs. 2 UVG bildet die Dauer bzw. Höhe des
Lohnanspruchs den Anknüpfungspunkt für das Ende der Versicherungsdeckung. Die
Beschwerdegegnerin geht jedoch fehl in der Annahme, daraus sei abzuleiten, das
Bestehen oder Nichtbestehen des Arbeitsverhältnisses habe damit keinerlei rechtliche
Bedeutung. Die Anknüpfung an den Lohn bedeutet, dass nicht der Grund, weshalb
eine Arbeit beendet wurde (mit oder ohne Einverständnis des Arbeitnehmers) oder der
Umstand, wann eine versicherte Person die Arbeit für ihren Arbeitgeber effektiv
eingestellt hat, für die Beendigung der Versicherung massgeblich ist. Dies bestimmt
sich vielmehr nach dem Zeitpunkt, bis zu welchem das Arbeitsverhältnis und der
entsprechende Lohnanspruch aufgrund der gesetzlichen und vertraglichen
Bestimmungen tatsächlich gedauert haben (Ende des Lohnanspruchs; vgl. dazu A.
Maurer, a.a.O., S. 141 f.; A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich/
Basel/Genf 2003, S. 12 f.). Deswegen erscheint es durchaus logisch, dass die
Beendigung des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich auch für die Beendigung der
Versicherung massgebend ist. Wenn ein Arbeitsverhältnis weiterbesteht, stellt sich also
die Frage nach dem Ende des Versicherungsschutzes auch dann nicht, wenn sich der
Lohnanspruch um mindestens die Hälfte reduziert hat. Ein früher vollzeitlich
Angestellter soll auch dann weiterhin Versicherungsschutz geniessen, wenn er sein
Pensum beispielsweise auf 40% reduziert und eine entsprechende Lohnreduktion
erfährt. Bei Teilzeitbeschäftigten ist nun aber die Regelung von Art. 8 Abs. 2 UVG in
Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 UVG und Art. 13 Abs. 1 der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) zu beachten, wonach Teilzeitbeschäftigte, deren
wöchentliche Arbeitsdauer bei einem Arbeitgeber nicht mindestens acht Stunden
beträgt, nicht gegen Nichtberufsunfälle versichert sind.
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3.3 Nachfolgend gilt es mithin zu prüfen, ob das Arbeitsverhältnis zwischen der
Beschwerdeführerin 2 und dem C._ während der Wintermonate weiter gedauert hat.
Den Aufstellungen betreffend Lohn- bzw. Ferienentschädigungen der Jahre 2003 bis
2007 ist zwar zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin 2 jährlich eine
Pauschalentschädigung von Fr. 3'000.-- für "Betriebsleitung" - im Schreiben des A._
vom 24. Oktober 2008 wird die Beschwerdeführerin 2 als operative Leiterin bezeichnet
(act. G 7.1/15) - ausbezahlt wurde. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag, der das tatsächliche
Bestehen eines solchen Arbeitsverhältnisses bzw. eine entsprechende Arbeitspflicht
belegen und die konkret während der Wintermonate damit verbundenen Tätigkeiten
benennen würde, liegt jedoch nicht vor. Nicht festgestellt werden kann ausserdem aus
den vorliegenden Akten - beispielsweise mittels Lohnabrechnungen -, was mit der
jährlichen Pauschale von Fr. 3'000.-- abgedeckt wird (Arbeitsstunden während des
ganzen Jahres bzw. welche?) bzw. welcher Lohn in den Jahren 2003 bis 2007 in den
Wintermonaten für welche Arbeitsstunden ausbezahlt wurde. Aus den Aufstellungen
betreffend Lohn- bzw. Ferienentschädigungen der Jahre 2003 bis 2007 geht einzig
hervor, dass die Beschwerdeführerin 2 zusätzlich zu ihrer Sommer-tätigkeit als
Kassiererin im November 2003 drei Stunden als Reinigungshilfe bei einem Stundenlohn
von Fr. 20.-- gearbeitet hat. Ausgehend von den jährlich ausbezahlten
Ferienentschädigungen errechnet sich sodann ein monatlicher Gesamtlohn (als
Kassierin und operative Leiterin; z.B. 2003: Fr. 522.90 : 8.33% x 100 = Fr. 6'277.30 : 12
= Fr. 523.--), der unter dem Monatslohn als Kassiererin von Fr. 936.-- (12
[Wochenstunden] x Fr. 18.-- [Stundenlohn] x 52 [Wochen pro Jahr] = Fr. 11'232.--
[Jahreseinkommen] : 12 [Anzahl Monate pro Jahr]) liegt. Letztlich schafft auch diese
Lohndifferenz keine Klarheit darüber, wie viele Arbeitsstunden die Beschwerdeführerin
2 in welchen Tätigkeiten verteilt auf das ganze Jahr gearbeitet hat. Abgesehen von den
Aufstellungen betreffend Lohn- bzw. Ferienentschädigungen der Jahre 2003 bis 2007
wurden vom Vertreter der Beschwerdeführerin 2 trotz Aufforderung des Gerichts keine
weiteren Beweisunterlagen beigebracht. Angesichts der obgenannten Umstände
vermag lediglich die Aussage des Vertreters, die Pauschale werde "explizit" auch für
die Monate November bis März ausgerichtet, da auch über den Winter Aufgaben zu
erledigen seien, den Beweis der überwiegenden Wahrscheinlichkeit für das Andauern
des Arbeitsverhältnisses während der Wintermonate nicht herbeizuführen. Sind - wie
vorliegend - beide Sachverhalte gleichermassen denkbar, kann nicht einfach auf den
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für die Beschwerdeführerin 2 vorteilhafteren Sachverhalt abgestellt werden und ein
während der Wintermonate andauerndes Arbeitsverhältnis bejaht werden. Da nach
dem Gesagten ein solches nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
ist, muss auf Beweislosigkeit erkannt werden. Eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin ist unter diesen Umständen zu verneinen.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 14. Oktober 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG