Decision ID: 2e80ce06-9a69-51f0-aaa4-6b3084180ac5
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Am 21. November 2013 meldeten sich A._ (nachfolgend: Versicherter) und seine
Tochter B._ (nachfolgend: Versicherte) per 1. Januar 2014 für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung bei der Avenir Krankenversicherung AG (nachfolgend:
Avenir) an. Der Versicherte wurde dabei für beide als Korrespondenzempfänger und
Empfänger der Prämien- und Kostenbeteiligungsrechnungen angegeben (act. G 3.2).
Am 11. Dezember 2013 erstellte die Avenir für den Versicherten einen
Versicherungsausweis in deutscher Sprache und für die Versicherte in französischer
Sprache (act. G 3.3). Der Versicherungsausweis der Versicherten wurde am 27. Januar
2014 auch noch in deutscher Sprache ausgestellt (act. G 3.5). Auf den
Versicherungsausweisen waren neben der obligatorischen Grundversicherung auch
noch Zusatzversicherungen aufgeführt (vgl. act. G 3.3 und 3.5).
A.b Mit Schreiben vom 26. Juni 2014 kündigte der Versicherte die Grundversicherung
nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) sowie die
Zusatzversicherungen nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG;
SR 221.229.1) von ihm, der Versicherten und weiteren bei der Avenir versicherten
Familienmitgliedern per 31. Dezember 2014 (act. G 3.7). Am 3. Juli 2014 wurde dem
Versicherten von der Avenir mitgeteilt, dass die Kündigung der Versicherungsdeckung
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung per 31. Dezember 2014 erfasst worden
sei. Weiter wurde unter Hinweis auf die massgebliche gesetzliche Bestimmung darauf
aufmerksam gemacht, dass die Schliessung dieser Versicherung erst dann definitiv
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erfolgen könne, wenn die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinsen
und Betreibungskosten vollständig bezahlt seien. Ferner wurde in dem Schreiben über
die möglichen Kündigungstermine der Zusatzversicherungen informiert (act. G 3.8).
A.c Mit Schreiben vom 12. Juli 2014 teilte die Ehefrau des Versicherten der Avenir
sinngemäss mit, dass der Vermittler bei Vertragsabschluss nicht auf unterschiedliche
Laufzeiten der einzelnen Verträge hingewiesen habe, sondern immer nur von einem
Jahr die Rede gewesen sei. Ausserdem würden sie die Prämien für die
Zusatzversicherungen seit einem halben Jahr doppelt bezahlen. Es sei mit dem
Versicherungsvermittler abgesprochen gewesen, dass die Zusatzversicherungen erst
im Jahr 2015 zu laufen beginnen würden, falls der vorherige Krankenversicherer sie
nicht aus der Versicherung entlasse (act. G 3.9). Daraufhin informierte die Avenir den
Versicherten mit Schreiben vom 23. Juli 2014 darüber, dass mit Rücksicht auf die
geschilderten Umstände eine Zusatzversicherung ausnahmsweise per Beginn aufgelöst
werde. Die Kündigung der weiteren Zusatzversicherungen sowie der
Grundversicherung werde zudem per 31. Dezember 2014 akzeptiert. Demnach seien
der Beschwerdeführer und seine Familie ab dem 1. Januar 2015 nicht mehr bei der
Avenir versichert (act. G 3.10). In weiteren Schreiben machte die Ehefrau des
Versicherten sinngemäss geltend, dass nicht sämtliche Familienmitglieder
Versicherungspolicen in Deutsch erhalten hätten, weshalb der Familie
Prämienverbilligungen entgangen seien, die sie von der Avenir zurückfordere. Ferner
wurde erneut beanstandet, dass die Prämien für Zusatzversicherungen bereits an eine
andere Krankenkasse bezahlt worden seien und die Avenir diese Prämien doppelt
einkassiert habe (vgl. act. G 3.14 und 3.16). Am 24. November 2014 hielt die Avenir
fest, dass alle Verträge gemäss Krankenversicherungs- und
Versicherungsvertragsgesetz ausser derjenige des Sohnes C._ per 31. Dezember
2014 gekündigt worden seien und für das Jahr 2015 somit keine
Versicherungsdeckungen mehr bestünden. Zudem wurde die Ehefrau des Versicherten
aufgefordert, zur Überprüfung einer allfälligen Doppeldeckung bei den
Zusatzversicherungen die entsprechenden Policen einzureichen (act. G 3.15). Am 21.
Januar 2015 informierte die Avenir die Ehefrau des Versicherten in einem Schreiben
darüber, welche Zusatzversicherungen laut Auskunft der entsprechenden
Krankenkasse für welche Familienmitglieder im Jahr 2014 Bestand hatten, und löste
diejenigen Zusatzversicherungen der Avenir, bei welchen eine Doppeldeckung
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vorhanden gewesen war, per Beginn auf. Hinsichtlich der beiden eingangs erwähnten
Versicherten wurde festgehalten, dass demnach im Jahr 2014 bei beiden lediglich noch
die Zusatzversicherung ProVista (ID) bei der Avenir in Kraft gewesen sei und die
Kündigung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung per 31. Dezember 2014
akzeptiert worden sei (act. G 3.17).
A.d Mit Schreiben vom 22. Januar 2015 teilte die Avenir dem Versicherten mit, dass
die Krankenkasse Swica seine Mitgliedschaft bestätigt habe. Aufgrund noch
unbeglichener Ausstände könne jedoch die Kündigung der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung nicht akzeptiert werden (act. G 3.18). Sodann erstellte die
Avenir für die beiden Versicherten am 26. Januar 2015 je eine korrigierte
Prämienrechnung (Nr. 235754334 für den Versicherten und Nr. 235754387 für die
Versicherte) über die aus ihrer Sicht noch offenen Prämien aus Grund- und
Zusatzversicherungen, wobei darauf jeweils vermerkt war, dass der entsprechende
Betrag dem Bankkonto des Versicherten belastet worden sei (vgl. act. G 3.53 und
3.57).
A.e Zwischen dem 27. Januar 2015 und dem 18. März 2015 folgten mehrere E-Mails
seitens des Versicherten bzw. von dessen Familienangehörigen, in welchen der Service
der Avenir bemängelt und geltend gemacht wurde, dass keine Prämien mehr
geschuldet seien. Die Avenir habe mittels Lastschriftverfahrens mehrere Prämien
abgebucht. Es sei daher nicht verständlich, warum sie nicht sämtliche Prämien
bezogen habe. Sinngemäss wurde der Avenir unterstellt, dass sie absichtlich nicht
sämtliche Prämien abgebucht habe, um einen Krankenkassenwechsel zu verhindern.
Ferner wurde erneut geltend gemacht, dass die Avenir entgangene
Prämienverbilligungen aufgrund nicht zugestellter Policen schulde und zu Unrecht
Prämien für Zusatzversicherungen bezogen habe, da diese bereits bei einer anderen
Kasse bezahlt worden seien. Sodann wurde darauf hingewiesen, dass die Avenir die
Kündigungen bestätigt und akzeptiert habe, weshalb es unverständlich sei, dass sie
nun zwei Familienmitglieder (die beiden eingangs erwähnten Versicherten) nicht aus der
Versicherung entlassen wolle (act. G 3.19 ff.).
A.f In einer E-Mail vom 14. April 2015 erklärte die Avenir dem Versicherten, dass für ihn
und die Versicherte für das Jahr 2014 trotz der Bezüge im Lastschriftverfahren noch
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Ausstände bestünden. Das Lastschriftverfahren sei bei allen Familienmitgliedern bis
heute eingetragen. Avenir könne sich leider nicht erklären, warum manche
Prämienrechnungen nicht abgebucht worden seien. Es wurde darauf hingewiesen,
dass für ihn und die Versicherte am 26. Januar 2015 neue korrigierte
Prämienrechnungen für das Jahr 2014 ausgestellt worden seien (act. G 3.25). Noch am
gleichen Tag wiederholte die Ehefrau des Versicherten in einer Mail die bereits früher
gegen die Avenir erhobenen Vorwürfe und brachte sinngemäss zum Ausdruck, dass
das Lastschriftenverfahren erst per 31. Dezember 2014 geschlossen worden sei,
weshalb die Avenir bis zu diesem Zeitpunkt die Prämien hätte beziehen können. Ferner
forderte sie die Avenir erneut auf, die beiden Versicherten aus der Versicherung
austreten zu lassen (act. G 3.26). Am 20. April 2015 erfolgte die erste Mahnung zur
Rechnung der Versicherten (Nr. 235754387) vom 26. Januar 2015 (act. G 3.53 S. 2). In
ihrer Antwort an den Versicherten vom 28. April 2015 erklärte die Avenir, dass sie das
Lastschriftverfahren am 20. Januar 2014 bei allen Versicherungsverträgen der Familie
registriert habe. Aus unerklärlichen Gründen seien die Prämien der beiden Versicherten
teilweise nicht abgezogen worden. Allerdings seien bezüglich der Rechnungen der
beiden noch Versicherten jeweils eine erste und zweite Mahnung verschickt worden.
Folglich sei der Versicherte über die nicht beglichenen Prämien schriftlich informiert
worden. Aus diesem Grund sei die Kündigung der Grundversicherung der Versicherten
nicht akzeptiert worden, worüber bereits mit Schreiben vom 22. Januar 2015 informiert
worden sei. Aufgrund der kürzlich erfolgten Mitteilung, dass das Lastschriftverfahren
per 31. Dezember 2014 geschlossen worden sei, habe man die Prämienrechnungen
vom 26. Januar 2015 nun ebenfalls annulliert und das Lastschriftverfahren
geschlossen. Diese Prämienrechnungen würden dem Versicherten demnächst per Post
zugestellt. Sodann wurden für die beiden Versicherten am 28. April 2015 erneut
Versicherungsausweise ausgestellt (act. G 3.27). Noch am gleichen Tag gelangte die
Krankenversicherung Swica an die Avenir mit der Bitte um erneute Prüfung, ob dem
Wunsch der Versicherten, rückwirkend per 31. Dezember 2014 aus der Kasse
austreten zu können, nicht stattgegeben werden könne. Es sei ja nicht der Fehler der
Versicherten, dass nicht sämtliche Prämien abgebucht worden seien (act. G 3.28). Mit
Mail vom 8. Mai 2015 hielt die Avenir an ihren Ausführungen in den Nachrichten vom
14. April und 28. April 2015 fest (act. G 3.29).
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A.g Am 30. April 2015 liess man dem Versicherten für sich eine neue Rechnung (Nr.
303187036) zukommen, die betragsmässig mit derjenigen vom 26. Januar 2015
übereinstimmte. Allerdings enthielt die neue Rechnung nun nicht mehr den Vermerk,
dass der Betrag dem Bankkonto belastet worden sei, sondern die Aufforderung den
Gesamtbetrag von Fr. 1'058.70 bis spätestens 31. Mai 2015 zu bezahlen. Ferner ist auf
der Rechnung angemerkt, dass die Rechnung mit der Nr. 235754334 vom 26. Januar
2015 annulliert worden sei (act. G 3.58). Für die Prämien der Versicherten ist keine
neue Rechnung aktenkundig.
A.h Am 22. Juni 2015 erfolgte die erste Mahnung für die Rechnung des Versicherten
vom 30. April 2015. Sodann folgten am 20. Juli 2015 die zweiten und letzten
Mahnungen für die korrigierte Rechnung der Versicherten vom 26. Januar 2015 und
diejenige des Versicherten vom 30. April 2015 unter Hinweis auf die Folgen bei nicht
rechtzeitiger Bezahlung. Der Rechnung ist zu entnehmen, dass eine letzte Zahlungsfrist
eingeräumt werde und der Betrag bis spätestens 19. August 2015 zu überweisen sei
(act. G 3.53 und 3.58). Nach verstrichener Zahlungsfrist reichte die Avenir im November
2015 für ausstehende Prämien von Januar 2014 bis September 2015 die Betreibung
(Nr. 201511976) ein (act. G 3.59).
A.i Am 17. Dezember 2015, 12. April 2016 und 14. April 2016 gelangte der Versicherte
erneut mit diversen Mails an die Avenir, in welchen die bereits früher erhobenen
Vorwürfe wiederholt wurden und zum Ausdruck gebracht wurde, dass der Sachverhalt
an die Medien weitergeleitet worden sei. Sowohl in den Mails als auch in einem
Schreiben vom 11. April 2016 wurden zudem Auflistungen über die nach Auffassung
des Versicherten von der Avenir abgebuchten Beträge eingereicht (act. G 3.32 ff.).
A.j Am 25. April 2016 gelangte die Avenir mit der Frage an die Krankenversicherung
Swica, ob der Versicherte per 1. Januar 2015 bei ihr grundversichert sei. Es habe sich
herausgestellt, dass der Versicherte per 31. Dezember 2014 keine Ausstände mehr
gehabt habe, weshalb die Avenir bereit wäre, ihn per 31. Dezember 2014 austreten zu
lassen. Dies sei aber erst möglich nach einer entsprechenden
Versicherungsbestätigung seitens der Swica (act. G 3.36). Die Swica bestätigte
daraufhin die Reaktivierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der beiden
Versicherten per 1. Januar 2015 (act. G 3.38).
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A.k Am 26. April 2016 gelangte Y._ von der Z._ GmbH im Auftrag des Versicherten
(vgl. act. G 3.42) an die Avenir. Er listete die seitens der Avenir einkassierten Beträge
auf und stellte fest, dass entsprechend seiner Auflistung für den Versicherten im
Zeitraum 1. April bis 30. September 2014 und für die Versicherte vom 1. Januar bis 30.
Juni 2014 sowie vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2014 keine Prämien bezahlt bzw.
abgezogen worden seien. Er machte geltend, dass die Einkassierung und
Rechnungsstellung sehr unübersichtlich erfolgt seien und ungeklärt sei, warum die
Avenir, trotz entsprechender Deckung auf dem Konto des Versicherten, an mehreren
Terminen keine Prämien bezogen habe. Er erklärte ferner, dass die Betreibung Nr.
2015119676 sowohl Prämien des Versicherungsjahrs 2014 als auch solche des
Versicherungsjahrs 2015 betreffe. Die Prämien des Versicherungsjahrs 2014 hätten
anhand der ausstehenden Rechnungen nachvollzogen werden können, während
hinsichtlich der Prämien 2015 Fragen offen seien, weshalb darum gebeten werde, auf
weitere Inkassomassnahmen hinsichtlich dieser Betreibung zu verzichten (act. G 3.37).
A.l Nachdem die Avenir in der Betreibung Nr. 201511976 nach selber beseitigtem
Rechtsvorschlag (vgl. act. G 3.59) bereits das Fortsetzungsbegehren gestellt hatte (vgl.
act. G 3.61), zeigte sie mit Schreiben vom 29. April 2016 dem Betreibungsamt an, dass
in der laufenden Betreibung gegen den Beschwerdeführer am 28. April 2016 ein
Guthaben in der Höhe von Fr. 2'268.45 verbucht worden sei, mit der Bitte, dieses im
Betreibungsverfahren zu berücksichtigen (act. G 3.63).
A.m Mit Schreiben vom 11. Mai 2016 wurde dem Versicherten von der Avenir
mitgeteilt, dass
der mit ihr bestehende Versicherungsvertrag rückwirkend per 31. Dezember 2014
geschlossen worden sei und er sowie die Versicherte nun per 1. Januar 2015 bei der
Krankenversicherung Swica grundversichert seien. Eine ausstehende Betreibung (wohl
das Jahr 2015 betreffend) sei daher zurückgezogen worden und damit erledigt. Die
Betreibung Nr. 201511976 betreffe Ausstände aus den Jahren 2014 und 2015. Bei
dieser Betreibung seien nur noch die Ausstände aus dem Jahr 2014 geschuldet. Die
Korrekturen seien auf der Betreibung vorgenommen worden. Ferner wurde dem
Versicherten die Zusammensetzung des Restbetrags der Betreibung erklärt (act. G
3.40). Am 19. November 2016 zeigte die Avenir dem Betreibungsamt dann allerdings
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den Rückzug der Betreibung Nr. 201511976 an (act. G 3.64) und leitete am 5.
Dezember 2016 eine neue Bertreibung (Nr. 201612056) ein über Fr. 2'391.55 zuzüglich
Zins von 5 % seit dem 5. Dezember 2016 sowie für die Forderung über Fr. 49.55 ohne
Zinsen. Ferner wurden administrative Kosten in der Höhe von Fr. 390.00 und Kosten für
die erste Zustellung im Umfang von Fr. 73.30 betrieben. Die Ehefrau des Versicherten
erhob noch am 7. Dezember 2016 Rechtsvorschlag (act. G 3.65).
A.n Am 15. Dezember 2016 bat die Krankenversicherung Swica die Avenir um eine
schriftliche Bestätigung der Aufhebung der obligatorischen Grundversicherung der
Familie des Versicherten per 31. Dezember 2014. Nach weiterer Mailkorrespondenz
erklärte die Avenir der Swica am 12. April 2017, dass die Versicherten ausschliesslich
im Jahr 2014 bei ihr versichert gewesen seien, weshalb für das Jahr 2015 keine
Prämien geltend gemacht würden. Aus unerklärlichen Gründen seien im Jahr 2014
nicht sämtliche Prämien einkassiert worden, obwohl ein Lastschriftverfahren bestanden
habe. Damit den Versicherten daraus keinen Nachteil erwachse, seien die Verträge
trotz bestehender Ausstände per 31. Dezember 2014 geschlossen worden (act. G
3.48).
A.o Mit Verfügung vom 22. Dezember 2016 beseitigte die Avenir den Rechtsvorschlag
in der Betreibung Nr. 201612056 (act. G 3.66).
B. Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 6. Januar
2017 (bei der Avenir eingegangen am 26. Januar 2017) wies diese mit
Einspracheentscheid vom 14. Februar 2017 ab (act. G 3.67 und 3.68).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid der Avenir (nachfolgend: Beschwerdegegnerin)
vom 14. Februar 2017 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13.
März 2017 Beschwerde. Darin beantragt er sinngemäss die Aufhebung des
Einspracheentscheides unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegnerin (act. G 1).
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C.b Am 19. April 2017 liess die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen
Kontoauszug für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 19. April 2017 zukommen (act. G
3.69).
C.c Am 26. April 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die Vorakten sowie ihre
Beschwerdeantwort ein mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen und der
Einspracheentscheid vom 14. Februar 2017 zu bestätigen. Ferner wird darin beantragt,
dass ihr in der Betreibung Nr. 201612056 Rechtsöffnung zu erteilen sei und jegliche
anderweitigen Begehren abzuweisen seien. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers (act. G 3)
C.d Am 29. Mai 2017 erstattete der Beschwerdeführer Replik, in welcher er an den in
der Beschwerde gestellten Anträgen festhielt. Zusätzlich beantragte er, dass die von
der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort gestellten Anträge abzuweisen
seien (act. G 5). Zudem reichte er diverse Mails und Schreiben als Beilagen ein (vgl.
act. G 5.1 ff.).
C.e Mit Schreiben vom 6. Juni 2017 teilte die Beschwerdegegnerin dem
Versicherungsgericht mit, dass die vom Beschwerdeführer in seiner Replik gemachten
Ausführungen nichts an ihrem Standpunkt zu ändern vermöchten, weshalb sie auf
weitere Ausführungen in der vorliegenden Sache verzichte. Sie verweise auf den in der
Beschwerdeantwort dargelegten Sachverhalt und halte an den gestellten Anträgen
vollumfänglich fest (act. G 7).

Erwägungen
1.
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sind Prämienforderungen aus der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung für das Jahr 2014.
2.
Die Beschwerdegegnerin fordert vom Beschwerdeführer die Bezahlung von Fr.
2'441.10 (davon Fr. 49.55 als Forderung ohne Zinsen) für Versicherungsprämien des
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Jahres 2014 (vgl. act. G 3.65). Auch wenn in der Betreibung vom 5. Dezember 2016
(Nr. 201612056) als Forderungsgrund fälschlicherweise Prämien für den Zeitraum von
Januar 2014 bis Mai 2015 angegeben sind und auch in der Verfügung vom 22.
Dezember 2016 fälschlicherweise dieser Zeitraum aufgeführt ist (vgl. act. G 3.66 S. 2),
so ist doch unbestritten, dass einzig Prämien aus dem Jahr 2014 zur Diskussion stehen
(vgl. act. G 3 S. 8; G 3.68 S. 2 und 3.69).
2.1 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass keine Prämien für das
Jahr 2014 mehr offen sein könnten, da nach geltendem Recht ein
Krankenkassenwechsel per 1. Januar 2015 nicht hätte stattfinden können, sofern noch
Ausstände für das Jahr 2014 vorhanden gewesen wären (vgl. act. G 5 S. 3 f.). Die
Krankenversicherung Swica habe mit Mail vom 27. April 2016 bestätigt, dass er und
seine Tochter ab dem 1. Januar 2015 bei ihr grundversichert seien (act. G 5 S. 2 und G
1 S. 2). Ausserdem habe die Beschwerdegegnerin in einem Mail vom 25. April 2016 an
die Krankenkasse Swica sogar ausdrücklich festgehalten, dass per 31. Dezember 2014
keine Ausstände mehr vorhanden gewesen seien (act. G 1 S. 2). Zwar sei in einem
Schreiben von seinem angeblichen Rechtsvertreter erwähnt, dass für bestimmte
Zeiträume keine Prämien beglichen bzw. einkassiert worden seien, jedoch wäre die
Beschwerdegegnerin ermächtigt gewesen, die Prämien direkt mittels
Lastschriftverfahrens bei der Bank einzufordern (act. G 5 S. 3). Das Konto habe die
nötige Deckung aufgewiesen (act. G 1 S. 3). Demnach müsse davon ausgegangen
werden, dass die nicht per Lastschriftverfahren einkassierten Prämien durch
Verrechnung bezahlt worden seien. Immerhin habe seine Familie für das Jahr 2014
keine Prämienverbilligung erhalten, wodurch ihr ein grosser Nachteil entstanden sei
(act. G 5 S. 3).
2.2 Demgegenüber wendet die Beschwerdegegnerin ein, dass der Versicherte und
seine Tochter im Jahr 2014 unbestrittenermassen bei ihr versichert gewesen seien. Zur
Begleichung der Prämien sei ein Lastschriftverfahren eingerichtet worden. Aus noch
unerklärlichen Gründen hätten die ausgestellten Rechnungen teilweise nicht abgebucht
werden können. Deswegen seien für den Versicherten nach wie vor Ausstände für den
Prämienzeitraum April bis Dezember 2014 und für die Versicherte für Januar bis Juni
2014 sowie Oktober bis Dezember 2014 vorhanden. Aufgrund der geführten
Korrespondenzen bezüglich der Zusatzversicherungen seien die Prämienrechnungen
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mehrmals annulliert und abgeändert worden. Zuletzt seien die Prämien der
Versicherten mit der Rechnung vom 26. Januar 2015 und diejenigen des Versicherten
mit der Rechnung vom 30. April 2015 eingefordert worden. Aufgrund der Unkenntnis,
dass das Lastschriftverfahren schon geschlossen worden sei, seien die Rechnungen
wiederum per Lastschriftverfahren fakturiert worden, hätten jedoch nicht eingezogen
werden können. Der Beschwerdeführer bestätige teils selber, dass noch gewisse
Ausstände bestünden. Zudem ergebe sich auch aus dem Kontoauszug, dass noch
Prämien in der Höhe von Fr. 2'441.10 offen seien. Die Entlassung des Versicherten aus
dem Vertrag per 31. Dezember 2014 sei nur daher erfolgt, weil den Versicherten kein
Nachteil daraus erwachsen sollte, dass die Prämien aus bisher unerklärlichen Gründen
nicht vollständig einkassiert worden seien. Der Beschwerdeführer sei mehrmals über
die offenen Prämienrechnungen unterrichtet worden. Die Auflösung des
Versicherungsvertrages sowie die Falschaussage, dass keine Prämien mehr geschuldet
seien, in der Mail an den Nachversicherer würden daran nichts ändern (act. G 3 S. 9 f.).
2.3 Der von der Beschwerdegegnerin geforderte Betrag stützt sich auf eine
Schlussrechnung vom 26. Januar 2015 für die Prämien der Tochter des
Beschwerdeführers für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 und auf
eine Schlussrechnung vom 30. Januar 2015 für die Prämien des Beschwerdeführers für
den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 (act. G 3.53 und 3.58). Aus den
Unterlagen geht hervor, dass es sich bei diesen Schlussrechnungen um
Berichtigungsrechnungen für den gesamten Versicherungszeitraum handelt, wodurch
die zuvor erstellten Rechnungen abgelöst worden sind (vgl. act. G 3.49 ff.). Die
zahlreich vorgenommenen Änderungen bei den Zusatzversicherungen haben nämlich
dazu geführt, dass immer wieder neue Rechnungen ausgestellt und alte Rechnungen
annulliert worden sind (vgl. act. G 3.10, 3.15, 3.17 und 3.49 ff.). Zudem hat die
Beschwerdegegnerin aus bisher unbekannten Gründen im Jahr 2014 nicht sämtliche
Prämien mittels Lastschriftverfahrens, welches unstreitig bestanden hat, abgebucht
(vgl. act. G 3.69; act. G 3 S. 9 f.). Wohl aufgrund dieser unübersichtlichen Lage sind am
26. Januar 2015 bzw. 30. April 2015 von der Beschwerdegegnerin nochmals
berichtigte Rechnungen ausgestellt worden über sämtliche aus ihrer Sicht noch
offenen Prämien der Grund- und Zusatzversicherungen des Beschwerdeführers und
seiner Tochter für das Jahr 2014 (vgl. act. G 3.53 und 3.58). Die in diesen
Schlussrechnungen geforderten Beträge abzüglich der in den Rechnungen noch
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offenen Prämien für Zusatzversicherungen und der noch eingegangenen Zahlungen
sind von der Beschwerdegegnerin in Betreibung gesetzt worden, wobei sich die
vorliegend zu beurteilende Betreibung mit der Nr. 201612056 gegen den
Beschwerdeführer richtet (vgl. act. G 3.65, G 3.53, G 3.57, G 3.40 und G 3.69). Auf dem
Zahlungsbefehl ist als Schuldner einzig der Beschwerdeführer genannt (vgl. act. G
3.59). Bei der Prämienzahlungspflicht handelt es sich allerdings um eine Pflicht, welche
die versicherte Person persönlich trifft. So hält denn auch Art. 3 Abs. 1 der
ergänzenden Ausführungsbestimmungen zur obligatorischen
Krankenpflegeversicherung gemäss KVG der Beschwerdegegnerin fest, dass der
Versicherte seine Prämien im Voraus zu bezahlen habe und er selber Schuldner sei
(vgl. act. G 3.1). Während bei minderjährigen Kindern die Eltern solidarisch für die
Versicherungsprämien ihrer Kinder haften können, besteht für volljährige Kinder
grundsätzlich keine Schuldmitübernahme der Eltern. Die Rechnungsstellung an ein
Familienhaupt ändert ebenfalls nichts an den gesetzlichen Schuldverhältnissen.
Namentlich ist im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
grundsätzlich keine wie auch immer geartete Familienversicherung vorgesehen, auch
wenn einige Versicherer Familienmitglieder zur administrativen Entlastung teilweise
zusammenfassen und dabei gelegentlich Begriffe wie Familienpolice, Familienvertrag
oder Familienversicherung verwenden. Vielmehr werden auf Grund des Prinzips der
Individualversicherung grundsätzlich stets einzelne Versicherungsverhältnisse mit den
jeweiligen Familienmitgliedern abgeschlossen. Ein allfälliges Familienhaupt im Rahmen
eines Familienkonstrukts von Versicherungen wird somit nicht automatisch zum
Schuldner von Prämien und Kostenbeteiligungen von Familienmitgliedern, sofern nicht
von Gesetzes wegen eine solidarische Haftung besteht oder eine entsprechende
Vereinbarung getroffen worden ist. Die Zahlungspflicht kann im Einverständnis mit dem
Versicherer von einer Drittperson übernommen werden, jedoch ändert dies am
Rechtsverhältnis zwischen dem Versicherer und der versicherten Person nichts,
weshalb die Prämienzahlungspflicht der versicherten Person weiterhin bestehen bleibt,
sobald die Vereinbarung mit der Drittperson bezüglich Übernahme der Prämienzahlung
dahinfällt (zum Ganzen vgl. GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: ULRICH
MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl.
Basel 2016, S. 798 ff. mit weiteren Hinweisen [nachfolgend zitiert als GEBHARD
EUGSTER, Krankenversicherung]; Urteil des EVG vom 4. Juli 2003, K 137/02, E. 4.1 mit
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weiteren Hinweisen). Gemäss Angaben in der Beitrittserklärung zur obligatorischen
Krankenpflegeversicherung der Beschwerdegegnerin ist die Tochter des
Beschwerdeführers bereits im Zeitpunkt des Versicherungsvertragsabschlusses
volljährig gewesen (vgl. act. G 3.2). Sie hat denn ihre Beitrittserklärung auch
selbständig unterzeichnet (act. G 3.2 S. 3). Ferner ist für sie ein eigener
Versicherungsausweis ausgestellt worden (vgl. act. G 3.3 S. 4 ff. und G 3.5) und sie hat
auch eigene Prämienrechnungen erhalten (vgl. act. 3.49 ff.). Demnach ist die Tochter
des Beschwerdeführers als Schuldnerin ihrer eigenen Prämien anzusehen, da die Akten
keine Hinweise auf das Bestehen einer Vereinbarung geben, wonach sich der
Beschwerdeführer explizit dazu verpflichtet hat, die Prämien seiner volljährigen Tochter
zu bezahlen. Namentlich geht eine eindeutige Bereitschaft des Beschwerdeführers, für
die Prämien seiner volljährigen Tochter einzustehen, nicht aus den Beitrittserklärungen
zur Versicherung hervor, wie dies die Beschwerdegegnerin geltend macht (act. G 3 S.
9). Auch wenn die Tochter des Beschwerdeführers auf ihrer Beitrittserklärung als Konto
für Überweisungen dasjenige ihrer Eltern angegebenen hat, kann daraus nicht ohne
weiteres auf die Schuldnereigenschaft des Beschwerdeführers für Prämien seiner
Tochter geschlossen werden, da diese Beitrittserklärung lediglich von der Tochter,
nicht jedoch vom Beschwerdeführer unterzeichnet worden ist (vgl. act. G 3.2). Zwar
setzt ein Lastschriftverfahren nach der allgemeinen Lebenserfahrung eine
entsprechende Vollmacht voraus und kann somit als konkludente
Einverständniserklärung zur Übernahme der Prämien der Tochter auf diesem Wege
verstanden werden, solange die entsprechende Vollmacht besteht. Doch hat dieses
Lastschriftverfahren teilweise eben gerade nicht funktioniert und mittlerweile ist es nun
eingestellt worden, womit der Beschwerdeführer sein Einverständnis für den Zugriff auf
sein Konto jedenfalls zurückgezogen und damit signalisiert hat, dass er für keine
weiteren Prämien der Tochter auf diesem Wege mehr aufkommen will. Aus einer einmal
vorhandenen Vollmacht für den Bezug von Prämien per Lastschriftverfahren kann ohne
ausdrückliche anderweitige Vereinbarung nicht ohne weiteres gefolgert werden, dass
der Beschwerdeführer für sämtliche Prämien der Tochter einzustehen hat. Vielmehr
kann der Rückzug der Vollmacht als Dahinfallen einer konkludenten Abmachung zur
Prämienübernahme gewertet werden. Bei Dahinfallen einer solchen allfälligen
Vereinbarung bleibt letztlich die versicherte Person, sprich die Tochter des
Beschwerdeführers, Schuldnerin für ihre eigenen Prämien, weshalb der
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Beschwerdeführer nicht auch für ihre Prämien betrieben werden kann. Soweit
Ausstände der volljährigen Tochter in Frage stehen, ist im vorliegenden Verfahren
gegen den Beschwerdeführer demnach keine Rechtsöffnung zu erteilen. Offenbleiben
kann an dieser Stelle, ob die Schlussrechnung vom 26. Januar 2015 für die Prämien
der Tochter des Beschwerdeführers überhaupt noch rechtsgültigen Bestand hat,
nachdem dem Beschwerdeführer mit Mail vom 28. April 2015 mitgeteilt worden ist,
dass unter anderem diese Rechnung annulliert worden sei und die Prämienrechnungen
demnächst mit separater Post zugestellt würden, was für die Prämien der Tochter
jedoch nicht geschehen zu sein scheint (vgl. act. G 3.27 S. 2 und G 3.53). Der
Beschwerdeführer hat für seine Prämien in der Folge eine neue Rechnung mit Datum
30. April 2015 erhalten, auf welcher ausdrücklich vermerkt ist, dass die ihn betreffende
Rechnung vom 26. Januar 2015 annulliert worden ist und in welcher er zur Zahlung von
Fr. 1'058.70 für offene Prämien des Jahres 2014 aufgefordert wird (vgl. act. G 3.58).
Auf diese Schlussrechnung stützt sich die in Betreibung gesetzte Forderung, soweit sie
nicht die Prämien der Tochter oder Verwaltungs- bzw. Betreibungskosten betrifft (vgl.
act. G 3.65 und G 1.2 S. 2). Zu prüfen bleibt nun, ob die Beschwerdegegnerin den
Bestand dieser Forderung rechtsgenüglich nachzuweisen vermag und für diesen
Betrag somit Rechtsöffnung zu erteilen ist.
2.4 Für den Beschwerdeführer werden in der Schlussrechnung vom 30. April 2015
noch Prämien für den Zeitraum April bis September 2014 geltend gemacht (act. G
3.58). Für die übrigen Zeiträume des Jahres 2014 werden in der Schlussrechnung
hingegen keine Prämien mehr gefordert, da diese per Lastschriftverfahren abgezogen
worden sind, wie sich dem von der Beschwerdegegnerin eingereichten Kontoauszug
vom 19. April 2017 entnehmen lässt (vgl. act. G 3.69). Gemäss diesem Kontoauszug
sind für die Periode Januar bis März 2014 Fr. 679.05 und für den Zeitraum Oktober bis
Dezember 2014 Fr. 599.25 per Lastschriftverfahren einkassiert worden (vgl. act. G 1.69
S. 1). Diese Darstellung der abgebuchten Beträge und der noch nicht beglichenen
Prämienzeiträume stimmt denn auch mit der vom Beschwerdeführer bzw. seinem
Rechtsvertreter in einem Schreiben vom 26. April 2016 vorgenommenen Auflistung
überein (vgl. act. G 3.37). Ebenso enthält ein Mail des Beschwerdeführers bzw. seiner
Ehefrau vom 18. März 2015 diese Zeiträume bzw. Beträge (vgl. act. G 3.24). Aus dem
Schreiben vom 26. April 2016 geht auch hervor, dass die beiden auf dem Kontoauszug
der Beschwerdegegnerin ebenfalls ersichtlichen Bezüge in der Höhe von Fr. 3'135.15
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und Fr. 1'045.05 nicht die Prämien des Beschwerdeführers und seiner Tochter,
sondern diejenigen anderer Familienmitglieder für das Jahr 2014 betreffen. Ferner wird
deutlich, dass der aufgeführte Bezug von Fr. 597.15 für den Zeitraum Juli bis
September 2014 für die Prämien der Tochter des Beschwerdeführers getätigt worden
ist (vgl. act. G 3.37 S. 1 und 3.69 S. 2). Aufgrund der übereinstimmenden Darstellung
der Schlussrechnung, des Kontoauszugs der Beschwerdegegnerin vom 19. April 2017
und der beiden erwähnten Schreiben des Beschwerdeführers ist davon auszugehen,
dass die Schlussrechnung vom 30. April 2015 für den Beschwerdeführer zu Recht noch
offene Prämienforderungen für den Zeitraum April bis September 2014 aufgelistet hat
(vgl. act. G 3.58). Die in der Schlussrechnung ermittelten Beträge für die Prämien der
Grundversicherung können anhand des Versicherungsausweises des
Beschwerdeführers vom 11. Dezember 2013 (vgl. act. G 3.3) nachvollzogen werden.
Weiter kann der Schlussrechnung entnommen werden, dass bereits im
Lastschriftverfahren gezahlte Prämien für Zusatzversicherungen des
Beschwerdeführers, die rückwirkend per Beginn aufgelöst wurden (vgl. act. G 3.17), in
der Schlussrechnung gutgeschrieben worden sind (vgl. act. G 3.58). Die
gutgeschriebenen Beträge können anhand der Zugeständnisse der
Beschwerdegegnerin bezüglich Auflösung von Versicherungen (vgl. act. G 3.17) und
der im Versicherungsausweis des Beschwerdeführers vom 11. Dezember 2013
aufgeführten Prämien für die Zusatzversicherungen (vgl. act. G 3.3) nachvollzogen
werden. Die Schlussrechnung, auf welche sich die in Betreibung gesetzte Forderung
hinsichtlich der Prämien des Beschwerdeführers stützt, ist nach dem Gesagten
insgesamt nachvollziehbar. Die entsprechende Rechnung enthält lediglich noch
Prämienforderungen für die Grundversicherung und Prämienforderungen für eine
Zusatzversicherung namens ProVista. Auf die in den Schlussrechnungen des
Beschwerdeführers und seiner Tochter noch offenen Prämien für die
Zusatzversicherung ProVista in der Höhe von insgesamt Fr. 102.00 (vgl. act. G 3.53
und 3.58) hat die Beschwerdegegnerin schliesslich verzichtet, weshalb diese in der
aktuell laufenden Betreibung nicht mehr geltend gemacht werden (vgl. act. G 3.40 S. 2
und G 3.69 S. 3). Für die Prämien des Beschwerdeführers ist somit noch von einem
offenen Forderungsbetrag von Fr. 1'058.70 (Rechnungsbetrag der Schlussrechnung
vom 30. April 2015 für den Prämienzeitraum April bis September 2014 unter
Berücksichtigung der zu viel geleisteten Prämien für Zusatzversicherungen auch
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anderer Zeiträume) abzüglich Fr. 40.80 (in der Rechnung vom 30. April 2015
aufgeführte Prämien für die Zusatzversicherung ProVista, auf welche nachträglich von
der Beschwerdegegnerin verzichtet worden ist) auszugehen, sprich von Fr. 1'017.90.
Weitere Zahlungseingänge hinsichtlich der vom Beschwerdeführer für das Jahr 2014
geschuldeten Prämien gehen aus dem von der Beschwerdegegnerin eingereichten
Kontoauszug vom 19. April 2017 nicht hervor (vgl. act. G 3.69). Die auf dem
Kontoauszug verzeichnete Gutschrift vom 26. Januar 2015 in der Höhe von Fr. 48.00
und die am 12. März 2015 eingegangene Zahlung in der Höhe von Fr. 199.05 betreffen
die Prämien der Tochter des Beschwerdeführers, wie aus der Schlussrechnung vom
26. Januar 2015 und der ersten Mahnung zu dieser Rechnung vom 20. April 2015
hervorgeht (vgl. act. G 3.53). Bei den auf dem Kontoauszug der Beschwerdegegnerin
aufgeführten Gutschreibungen hinsichtlich Prämien für das Jahr 2015 wird es sich um
rein elektronische Buchungsvorgänge handeln, mit welchen die zuvor zu Gunsten der
Beschwerdegegnerin aufgeführten Beträge später dem Beschwerdeführer
gutgeschrieben worden sind, da die Beschwerdegegnerin den Versicherungsvertrag
rückwirkend per 31. Dezember 2014 aufgelöst hat, womit für das Jahr 2015 keine
Prämien mehr geschuldet sind (vgl. act. G 3.69). Weitere Zahlungen werden vom
Beschwerdeführer denn auch nicht substantiiert behauptet bzw. durch entsprechende
Quittungen oder Kontoauszüge belegt. Aus der Auflistung von irgendwelchen
behaupteten Abbuchungen, wie sie sich teilweise in den Akten finden (vgl. z.B. act. G
3.33), vermag er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Ferner steht dem
Beschwerdeführer vorliegend insbesondere auch nicht die Möglichkeit einer
Verrechnung offen für angeblich entgangene Prämienverbilligungen. Zum einen
enthalten die Akten mehrere an den Beschwerdeführer adressierte
Versicherungsausweise und auch Korrespondenzen mit Hinweisen darauf, dass
Versicherungsausweise zugestellt worden sind (vgl. z.B. act. G 3.3, 3.5, 3.6, 3.11, 3.13,
3.23 und 3.27). Es erscheint daher naheliegend, dass der Beschwerdeführer zumindest
für sich und seine Tochter Versicherungsausweise für das Jahr 2014 erhalten hat. Zum
anderen hat er keinerlei weitere Beweise wie beispielsweise ausgefüllte
Prämienverbilligungsanträge oder ablehnende Bescheide hinsichtlich
Prämienverbilligungen beigebracht, die darauf hindeuten könnten, dass ihm tatsächlich
aufgrund fehlender Policen Prämienverbilligungen entgangen sind. Ob eine
Verrechnung entgangener Prämienverbilligungen mit offenen Prämien überhaupt
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möglich wäre, muss daher nicht weiter erläutert werden. Dass die Beschwerdegegnerin
trotz des unstreitig bestehenden Lastschriftverfahrens nicht sämtliche Abbuchungen
getätigt hat, lässt offene Prämienforderungen ebenfalls nicht (ohne weiteres)
untergehen. Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die
Rechnungsstellungen sehr unübersichtlich erfolgt sind und es unglücklich ist, dass er
Anzeigen von Abbuchungen erhalten hat, die anscheinend gar nicht erfolgt sind (vgl.
act. G 49 ff.). Aufgrund der nachfolgenden Zahlungserinnerungen bzw. Mahnungen und
der zahlreichen Korrespondenz mit der Beschwerdegegnerin, in welchen von offenen
Prämienforderungen die Rede gewesen ist, kann er aber nicht behaupten, nichts von
fehlenden Abbuchungen gewusst zu haben. Ferner ist anzumerken, dass noch nicht
geklärt ist, warum die Abbuchungen nicht getätigt worden sind. Es könnte durchaus
sein, dass diesbezüglich nicht nur Fehler seitens der Beschwerdegegnerin gemacht
worden sind. Denkbar sind auch technische Probleme seitens der Bank oder bei
gewissen Abbuchungen eine zeitweise fehlende Kontodeckung. Jedenfalls entfallen die
Prämienforderungen aufgrund der fehlerhaften Abwicklung des Lastschriftverfahrens
nicht (ohne weiteres). Dem Beschwerdeführer ist insofern zuzustimmen, dass gemäss
Art. 64a Abs. 6 KVG ein Versicherungswechsel grundsätzlich nur dann vorgenommen
werden kann, wenn sämtliche Ausstände beglichen worden sind. Vorliegend scheint
ein solcher Wechsel nun trotz bestehender Ausstände zugelassen worden zu sein. Dies
ändert jedoch an der bestehenden Forderung der Beschwerdegegnerin nichts,
bezweckt doch die Bestimmung von Art. 64a Abs. 6 KVG grundsätzlich gerade die
Sicherstellung der Prämienbezahlung (GEBHARD EUGSTER, Bundesgesetz über die
Krankenversicherung (KVG), in: ERWIN MURER/HANS-ULRICH STAUFFER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich/Basel/Genf
2010, N 3 zu Art. 64a Abs. 4 KVG). Würden offene Prämienforderungen bei einem
allfällig rechtswidrigen Wechsel ohne weiteres dahinfallen, würde dies dem Zweck der
Norm somit gerade nicht entsprechen. Auch ist an dieser Stelle anzumerken, dass der
Beschwerdeführer ständig auf einen Versicherungswechsel gedrängt hat, obwohl die
Beschwerdegegnerin sich anfänglich klar dagegen positioniert und unmissverständlich
zum Ausdruck gebracht hat, dass noch offene Prämienforderungen bestehen (vgl. act.
G 3.18 ff.). Es könnte somit an ein rechtsmissbräuchliches Verhalten grenzen, wenn der
Beschwerdeführer nun aus dem Versicherungswechsel für sich ableiten will, dass keine
Prämien mehr geschuldet seien. Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus der
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Mail, in welcher von einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin gegenüber der
Krankenversicherung Swica fälschlicherweise erwähnt wird, dass keine Ausstände
mehr für das Jahr 2014 bestehen würden, nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. act.
G 3.36). Er kann keine Ansprüche aus Vertrauensschutz geltend machen, ist die Mail
doch weder an ihn direkt adressiert gewesen noch hat er gestützt auf die Auskunft für
ihn nachteilige Dispositionen getroffen (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. Zürich/St. Gallen 2016, S. 143 ff.).
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin Bestand und
Umfang der in Betreibung gesetzten Grundforderung bezüglich Prämien des
Beschwerdeführers mit den eingereichten Unterlagen rechtsgenüglich dargelegt hat.
Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen daran nichts zu ändern.
2.5 Weiter gilt es noch zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin verfahrensrechtlich
korrekt vorgegangen ist.
2.5.1 Nach Art. 90 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102)
sind die Prämien im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen. Der Versicherer
muss für unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im Rahmen der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung, nachdem er diese Ausstände mindestens
einmal schriftlich gemahnt hat, getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen
spätestens drei Monate ab Fälligkeit eine schriftliche Zahlungsaufforderung zustellen.
Mit dieser muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen
Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (art. 64a Abs.
1 KVG; Art. 105b Abs. 1 KVV). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der
angesetzten Frist nicht, so muss der Versicherer die Betreibung anheben (Art. 64a Abs.
2 KVG). Bei der Frist von Art. 105b Abs. 1 KVV handelt es sich allerdings um eine
Ordnungsvorschrift, deren Nichteinhaltung weder den Anspruch auf die Ausstände
noch den der betreibungsrechtlichen Durchsetzung verwirken lässt (vgl. GEBHARD
EUGSTER, Krankenversicherung, S. 801 mit weiteren Hinweisen).
2.5.2 Wie bereits erwähnt, hat die Beschwerdegegnerin für den Beschwerdeführer
am 30. April 2015 eine nachvollziehbare Schlussrechnung erstellt, in welcher er zur
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Zahlung der offenen Prämienforderungen bis zum 7. Juli 2015 angehalten worden ist
(vgl. act. G 3.58 S. 1). Am 22. Juni 2015 ist sodann die erste schriftliche Mahnung bzw.
Zahlungserinnerung erfolgt (vgl. act. G 3.58 S. 3). Am 20. Juli 2015 hat die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer sodann unter Ansetzung einer
dreissigtägigen Frist und unter Hinweis auf die Folgen bei nicht rechtzeitiger Zahlung
gemahnt (vgl. act. G 3.58 S. 4). Am 13. November 2015 ist die erste Betreibung
eingeleitet worden (vgl. act. G 3.59), welche später aber wieder zurückgezogen worden
ist (vgl. act. G 1.64), um am 5. Dezember 2016 eine erneute, abgeänderte Betreibung
einzuleiten (vgl. act. G 3.65). Schliesslich sind lediglich Prämien (keine anderen
Ausstände) gemahnt und betrieben worden. Nach dem Gesagten bestehen keine
Anhaltspunkte dafür, dass die verfahrensrechtlichen Mahn- und
Betreibungsvorschriften von Art. 64a Abs. 1 KVG oder Art. 105b KVV hinsichtlich der
Prämien des Beschwerdeführers nicht eingehalten worden sind.
2.6 Für fällige Beitragsforderungen sind gemäss Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)
Verzugszinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien beträgt 5
Prozent im Jahr (Art. 105a KVV). Die geforderten Verzugszinsen von 5 % für die im
Rahmen dieses Urteils festgestellten Forderungen sind ausgewiesen.
2.7
2.7.1 Für von der versicherten Person verschuldete Aufwendungen, die bei
rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden wären, kann der Versicherer gemäss Art. 105b
Abs. 2 KVV angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen
allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine
entsprechende Regelung vorsieht.
2.7.2 Eine Regelung zur Erhebung von Verwaltungskosten, insbesondere Mahn- und
Betreibungskosten, nach Ablauf der angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 3 der
AVB zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss KVG der
Beschwerdegegnerin, ohne dass dort jedoch deren Höhe festgelegt wäre (vgl. act. G
3.1). Für die Beurteilung der Angemessenheit ist in solchen Fällen das
Kostendeckungs- oder Äquivalenzprinzip anzuwenden (GEBHARD EUGSTER,
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Krankenversicherung, S. 807). Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer
trotz Zahlungserinnerung und Mahnung die Bezahlung der geschuldeten
Prämienbeträge unterlassen und damit in schuldhafter Weise Aufwendungen
verursacht hat, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht eingetreten wären, sind die in der
ersten Zahlungsaufforderung vom 22. Juni 2015 geforderten Mahngebühren in der
Höhe von Fr. 10.00 und diejenigen in der zweiten Mahnung vom 20. Juli 2015 in der
Höhe von neu Fr. 30.00 (entsprechend dem Rechnungsbetrag sind die Mahnspesen
der ersten Mahnung im Betrag von Fr. 30.00 enthalten) nicht zu beanstanden (vgl. act.
G 3.58). Allerdings scheint es nicht gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer
Aufforderungskosten in der Höhe von Fr. 150.00, wie sie auf dem Einspracheentscheid
aufgeführt sind (vgl. act. G 1.2 S. 2), aufzuerlegen. Zum einen enthalten die von der
Beschwerdegegnerin betriebenen Aufforderungskosten wohl auch Gebühren für
Mahnungen hinsichtlich Prämien der Tochter des Beschwerdeführers, weshalb ohnehin
nur etwa die Hälfte der Kosten dem Beschwerdeführer in Rechnung gestellt werden
könnte. Zum anderen ist aber auch nicht ersichtlich, worauf sich die weiteren
Aufforderungskosten stützen. Es wäre vorliegend nicht billig, dem Beschwerdeführer
die Mahngebühren von sämtlichen sich in den Akten befindlichen
Zahlungsaufforderungen von Rechnungen, die später wieder annulliert worden sind,
anzulasten. Denn die Beschwerdegegnerin hat aufgrund des Umstandes, dass sie nicht
sämtliche Prämien per Lastschriftverfahren abgebucht hat sowie zunächst Prämien für
das Jahr 2015 in Rechnung gestellt hat, die sie dann doch wieder hat annullieren
müssen, ebenfalls zu unnötigen Kosten beigetragen. Schliesslich haben die
Rechnungen auch aufgrund der zahlreichen Änderungen bei den Zusatzversicherungen
immer wieder angepasst werden müssen, sodass dem Beschwerdeführer letztlich
lediglich die Mahngebühren hinsichtlich der Schlussrechnung vom 30. Januar 2015
angelastet werden können. Weiter rechtfertigt es sich, die Hälfte der geltend
gemachten Dossiereröffnungskosten in der Höhe von Fr. 120.00 (die andere Hälfte
betrifft wohl die Tochter des Beschwerdeführers; vgl. act. G 1.2 S. 2) dem
Beschwerdeführer in Rechnung zu stellen, da er durch die verspätete Zahlung Anlass
zu Zahlungsaufforderungen und der Einleitung der Betreibung gegeben hat. Was die
von der Beschwerdegegnerin aufgelisteten "Kosten für die Zustellung" in der Höhe von
Fr. 73.30 (vgl. act. G 1.2 S. 2; act. G 3.65) betrifft, kann hingegen wiederum keine
Rechtsöffnung erteilt werden. Es ist anzunehmen, dass sie mit diesen
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Zustellungskosten die Einleitung der Betreibung Nr. 201511976 vom 13. November
2015 gemeint hat (vgl. act. G 3.59), die sie später wieder zurückgezogen hat (vgl. act. G
3.64). Zum einen ist fraglich, ob über die Kosten einer anderen Betreibung in diesem
Verfahren entschieden werden kann, zumal für Betreibungskosten grundsätzlich keine
Rechtsöffnung zu erteilen ist (vgl. E. 2.8). Zudem hat die Beschwerdegegnerin es selber
zu verantworten, dass sie zunächst eine Betreibung eingeleitet, diese wieder
zurückgezogen und sodann wieder eine neue Betreibung eingeleitet hat, weil sie
gemerkt hat, dass der Beschwerdeführer für das Jahr 2015 keine Prämien mehr
schuldet (vgl. act. G 3.59, G 3.64 und G 3.65). Als Aufwendungen kann die
Beschwerdegegnerin somit lediglich Kosten in der Höhe von Fr. 150.00 geltend
machen. Die anderen Kosten erscheinen nicht angemessen.
2.8 Die Betreibungskosten von Fr. 73.30 sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68
SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der
dem Gläubiger zugesprochen wird, zu bezahlen (RKUV 2003 Nr. KV 251 S. 226).
Entsprechend sind sie nicht in die Rechtsöffnung einzubeziehen.
3.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
Der Beschwerdeführer ist zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr.
1'017.90 nebst Verzugszins von 5 % ab 5. Dezember 2016 zu bezahlen. Weiter ist der
Beschwerdeführer zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin insgesamt Fr. 150.00 für
Bearbeitungs- und Mahngebühren zu bezahlen. In diesem Umfang ist in der Betreibung
Nr. 201612056 des Betreibungsamtes D._ definitiv Rechtsöffnung zu erteilen. Für
darüberhinausgehende Forderungen ist keine Rechtsöffnung zu erteilen und über deren
Bestand ist mit diesem Urteil nicht entschieden worden. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (vgl. Art. 61 lit. a ATSG). Der teilweise obsiegenden Beschwerdegegnerin steht
als mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauter Institution keine Parteientschädigung
zu (vgl. BGE 128 V 133 f. E. 5b). Dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer
sind ebenfalls keine Parteikosten zuzusprechen (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar,
3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 196 ff. zu Art. 61 lit. g ATSG).