Decision ID: 3a13d74c-4c7b-4892-8c64-bba69fb01f88
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, war von Juni 2008 bis Ende Januar 2017 (Urk.
8/15/114
) bei der
Y._
SA als Industriemaler in einem 100%-Pensum angestellt
(
Urk.
8/
15/14
)
. Bei einem Arbeitsunfall am 2.
Sep
tember 2016 zog sich der
Versicherte
eine Handgelenksdistorsion rechts zu (vgl. Schadenmeldung UVG vom
5.
Sep
tem
ber 2016,
Urk.
8/
15/4
).
Am 1
0.
August 2017 war er in einen Auffahrunfall verwickelt und zog sich dabei eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu (vgl. Schadenmeldung UVG für arbeitslose Per
so
nen vom 25. August 2017,
Urk.
8/14/4).
Am
1
2.
Juni 2018
(Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
Schmerzen und Belastungsintoleranz beider Handgelenke, der Halswirbelsäule sowie beider Knie
infolge de
r Unfälle
vom
2.
September 2016
und 1
0.
August 2017
zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an (Urk
. 8
/
12
).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab, zog wiederholt die Akten der Unfallv
er
sicherung (
Urk.
8/14,
Urk. 8/15, Urk. 8/20,
Urk.
8
/21, Urk. 8/43, Urk.
8/45) bei und holte die Berichte der behandeln
den Ärzte (Urk. 8/24, Urk. 8/25,
Urk.
8/30,
Urk.
8/35, U
rk.
8/39,
Urk.
8/40) sowie einen Auszug aus dem Ind
i
viduellen Konto des Ver
sicherten (IK-Auszug, Urk. 8/19) ein.
Mit Schrei
ben vom
28. Januar 2019 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass keine
beruf
lichen Eingliederungs
mass
nah
men ange
zeigt seien (Urk. 8/22).
Zu
den medi
zinischen
Akten nahm
en Dr. med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, sowie
Dr.
med.
A._
, Orthopädische Chirurgie FMH, beides Ärzte des
Regio
nale Ärzt
liche
n
Dienst
es
(RAD)
,
am
5.
März 2019
resp.
am
2
1.
April 2020
Stellung (
vgl. Feststellungsblatt, Urk. 8/47).
Mit Vorbe
scheid vom
3
0.
April 2020
stellte die IV-Stelle de
m
Ver
sicherten die Ausrichtung einer
ganzen
Invali
den
rente ab
1. Dezember 2018
be
fristet bis zum 3
1. Mai
201
9 in Aussicht (Urk. 8/49
). Da
gegen erhob
der
Ver
siche
rte mit Schreiben vom
2.
Juni 2020
sowie er
gänzend am
3
1.
August 2020
Einwand (
Urk. 8/54
,
Urk. 8
/
66
).
Mit Verfügung vom 2
0.
Oktober 2020 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vor
beschieden eine
befristete ganze In
va
li
den
rente ab
1. Dezember 2018
bis zum 3
1. Mai
201
9
zu
(Urk. 8/70, Urk. 8/79 = Urk. 2).
2.
Die Unfallversicherung ihrerseits hatte die
Taggeld
-
und die Heilkos
ten
leis
tungen
per 1. Juni 2019 einge
stellt
(
Urk.
8/43/121; vgl. auch Taggeldübersicht Urk. 8
/43/5)
und sowohl eine Invalidenrente der Unfall
ver
sicherung als auch eine Integri
täts
entschädigung verneint (
Verfügung vom
8.
Mai
2020, Urk.
8/51
). Die
nach durch
geführtem
Einspracheverfahren
da
gegen er
hobene Be
schwerde vom
25.
Sep
tem
ber 2020 wies das hiesige Gericht mit Urteil UV.2020.00222 vom
30. Sep
tember 2021
ab.
3.
Gegen die Verfügung vom 2
0.
Oktober 2020 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
3.
November 2020 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, die angefoch
tene Ver
fügung sei insofern abzuändern, als dass die Beschwerdegegnerin zu ver
pflich
ten sei, ihm auch für die Zeit nach dem 31. Mai 2019 eine ganze Rente aus
zurichten. Eventualiter sei eine unabhängige und neutrale Begutachtung durch eine geeignete Fachperson zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht bean
tragte der Beschwerdeführer, ihm sei die unentgeltliche Rechtspflege, insbeson
dere die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
zu gewähren. Die prozessuale Be
dürftigkeit substantiierte er mit Eingabe vom
1
7.
Februar 2021
(
Urk.
13,
Urk.
11-12/1-20).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
3
.
Januar
202
1
(Urk. 7
) auf Abweisung der Beschwerde
.
Mit Verfügung vom
2
1.
Januar 2021
wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zu
ge
stellt (Urk.
9
).
Mit Beschluss vom 1
1.
Oktober 2021 (
Urk.
19) räumte das hiesige Gericht dem Beschwerdeführer eine Frist von zwanzig Tagen ein, um sich zu einer möglichen Rückweisung und einer damit verbundenen möglichen
reformatio
in
peius
zu äussern oder die Beschwerde zurückzuziehen.
Gleichzeitig wurde seinem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stattgegeben und Rechtsanwalt Thomas
U
. K. Brunner zu seinem unentgeltlichen Rechtsvertreter bestellt.
Nach mehrmaliger Fristerstreckung (vgl.
Urk.
21 f.) hielt der Be
schwer
deführer daraufhin mit Eingabe vom
5.
Januar 2022 (
Urk.
23) an seiner Be
schwerde fest, was der Beschwerdegegnerin am
1
0.
Januar 2022
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
25).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über
die Invali
den
versicherung [IVV]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog an
wendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.3.2
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 1
1.
Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 3
1.
Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
genständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer ab
gestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfü
gungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesgerichts 8C_489/2009 vom 2
3.
Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
0.
Oktober 2020 (Urk. 2) hielt die Be
schwer
de
gegnerin fest,
medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass der Be
sc
hwerdeführer seit dem Unfall im August 2017
gesundheitlich einge
schränkt sei, ihm aber ab Februar 2019
wieder
eine angepasste Tätigkeit in einem 100%-Pen
sum zumutbar sei. Der Beschwer
de
führer könne seither ein rentenaus
schlies
sen
des Einkommen er
zielen. Vom 1. Dezember 2018 bis 31. Mai 2019 habe er jedoch Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom
23. No
vem
ber 2020 (Urk. 1) zusammengefasst geltend,
sein Gesundheitszustand sei dauernd und rentenberechtigt beeinträchtigt. Ihm seien nicht nur Täti
gkeiten, bei welchen die rechte
Hand Schlägen und Vibrationen ausgesetzt sei oder er
diese für
wiederholte, kraftvolle Bewegungen
einsetzen
müsse,
nicht mehr
zu
mutbar, sondern es seien sämtliche weitergehende Tätigkeiten zu vermeiden, denn
nur schon das Heben und Tragen von Lasten mit der rechten Hand bis 15 kg seien nicht möglich. Ausserdem sei die Berechnung des Invaliditätsgrades nicht korrekt. Zum einen sei ein deutlich zu hohes Invalideneinkommen berücksichtigt worden, zum anderen sei ein zu tiefes Einkommen in der angestammten Tätigkeit hinzu
gezogen worden.
3.
3.1
Bei einem Arbeitsunfall am
2.
September 2016 zog sich der Beschwerdeführer
eine Handgelenksdistorsion rechts zu (vgl. Schadenmeldung UVG vom
5.
Sep
tem
ber 2016,
Urk.
8/
15
/4
).
Die gleichentags angefertigten Röntgenbilder zeigten
keine Frakturzeichen und keine Hinweise auf eine Bandruptur, jedoch
war
eine
beginnende Radio
carpalarthrose ersichtlich (
Urk.
8/
15/76
,
Urk.
8/1
5/78
). Der erst
be
han
delnde
Arzt
Dr.
med.
B._
, Allgemeine Medizin FMH, veranlasste eine Ruhig
stel
lung mit einer Handgelenksschiene sowie eine lokale und perorale NSAR zur Schmerzreduktion resp. Abschwellung. Er konstatierte, im Rahmen
einer Ver
laufs
kon
trolle am 26. September 2016 hätten sich persistierende Schmer
zen bei Flexion und Ex
ten
sion unter Kraftentwicklung sowie in den Seiten
bän
dern des Hand
ge
lenkes und an den proximalen Ansätzen des
musculus
extenso
carpi
radia
lis
resp.
carpi
ulnaris
rechts gezeigt. Trotzdem habe sich der Be
schwerde
führer zur Weiter
arbeit in seiner angestammten Tätigkeit entschieden (vgl. Urk. 8/
15/76
). Nach einem Sturzereignis am
6.
No
vem
ber 2016 und einer Kontu
sion an beiden Händen sowie daraus resultierender starker Schmerz
zu
nahme im rech
ten Handgelenk wurde am 24. Ja
nuar 2017 ein
Arthro
-MRI
des rechten
Hand
ge
lenke
s
durchgeführt. Dieses zeig
t
e mindestens eine Partialruptur des Liga
men
tum inter
kar
pa
le dorsale und eine
höhergradige
Zerrung der
tri
que
tralen
An
satz
zone des Liga
men
tum
radio
triquetrum
dorsale. Ausserdem
war
eine mässige Arthro
se im distalen
Radioulnar
gelenk
und ein fortgeschrittener fokaler Knorpel
schaden
ulnar
seitig
an der proxi
ma
len Gelenkfläche des Os
lunatums
ersichtlich
(Urk. 8/15/96
).
Die am selben Tag durchgeführten Röntgenauf
nah
men des linken Handgelenkes ergaben keine Hinweise auf eine Fraktur. Es
zeigte
sich jedoch eine beginnende Arthrose radiokarpal sowie eine mässige Arthrose im distalen
Radio
ulnar
gelenk
(
Urk.
8/15/95).
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Handchirurgie, führte
im rechten Handgelenk
eine Steroid Infiltration durch (vgl. Arztberic
ht vom 2
7.
Januar 2017, Urk. 8/1
5
/98
) und ver
ordnet
e
Ergo
therapie (vgl. Urk.
8/
15/119
). Bei nur noch relativ geringen Rest
schmer
zen im rechten Handgelenk wurde die Behandlung im Mai 2017 ab
geschlossen. Dr.
C._
atte
stierte dem Beschwerdeführer ab dem 11. April 2017 eine 50%ige und ab dem
1.
Juni 2017 wieder eine volle Arbeits
fähig
keit (vgl. Arztbericht vom 1
3.
Juli 2017
,
Urk.
8/
1
5
/138
).
3.2
Nach einer Auffahrkollision am 1
0.
August 2017 und
einem
zervikozephalem
Schmerzsyndrom
bei Status nach Beschleuni
gu
ngs
trauma der Halswirbelsäule
sowie
unveränderten Schmerzen am rech
ten Handgelenk (vgl. Arztbericht vom 3
1.
Januar 2018,
Urk.
8/
43/43ff.
) war der Be
schwer
deführer vom 2
6.
April bis 3
0.
Mai 2018 in der Rehaklinik
D._
in stationärer Be
handlung (vgl. Austritts
bericht vom
4.
Juni 2018, Urk. 8/
15/172-184
).
Betreffend
die HWS habe eine Ver
besserung der Stabilisierungsfähigkeit beobachtet werden können.
Grundsätzlich seien alle Tätigkeiten ganztags zumut
bar, a
ufgrund degenerativer Veränderungen würden jedoch keine schweren Tätig
keiten mit Zwangshaltungen für die HWS empfohlen werden. In Bezug auf die Handgelenke sei es hingegen zu keiner Ver
besserung des Zustandes gekom
men.
Bei persistierenden Schmerzen im rechten Handgelenk wurde PD Dr. med.
E._
, Facharzt Handchirurgie, kon
si
liarisch beigezogen. Dieser beurteilte eine ungünstige anatomische Variante mit
Ulna
Plus und
Lunatum
Typ II als ursäch
lich für die verbleibenden Beschwerden und erachtete eine
Ulnaver
kür
zungs-Osteotomie
zur Entlastung des
ulnaren
Kompar
ti
ments sowie eine
arthrosko
pische
Synoviektomie
als indiziert (vgl.
Be
richt vom 28.
Mai 2018, Urk.
8/
15/158
), was von
Dr.
med.
F._
,
Facharzt Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie Fach
arzt Handchirurgie, bestätigt wurde (vgl. Arztbericht vom 2
0.
Juli 2018
,
Urk.
8/
20/222
).
Am 1
7.
August 2018 erfolgte am Universitätsspital
G._
die Arthroskopie am rechten Hand
gelenk mit
Débridement
des TFCC und
Ulna
ver
kürzungsosteotomie
(vgl. Opera
tions
be
richt vom 1
7.
August
2018, Urk.
8/
20/
225
). Der operative Eingriff sei kompli
ka
tionslos verlaufen, sodass der Beschwerde
führer am 1
9.
August 2018 in gutem Allgemeinzustand und mit reiz
losen Wund
verhältnissen nach Hause habe ent
lassen werden können (vgl. Aus
trittsbericht vom 2
4.
August 2018,
Urk.
8/
20/233ff.
). In der Folge wurde dem Beschwerdeführer Ergo- und Physiotherapie verordnet (vgl.
Urk.
8/
43/208, Urk.
8/
43/200-203
), wodurch eine Verbesserung der Schmerz
situation habe er
reicht werden können. Bild
gebende Befunde würden im Ver
gleich zu den prä
ope
rativen Bildern eine neutrale
Ulna
zeigen. Der
Osteotomie
spalt
sei jedoch noch recht gut sichtbar (vgl. Verlaufs
berichte vom 11. Ok
tober 2018 [Urk. 8/
43/205
], 29. November 2018 [Urk. 8/
43/197
]). Die sechs Monate post
operativ noch vor
handenen Restbeschwerden seien auf das zentrale TFCC zurück
zuführen und weitere Fort
schritte seien nicht mehr zu erwarten. Radiologisch zeige sich ein
Durchbau
der Osteotomie bzw. es sei ein kräftig
er Kallus nach
weisbar. Dr.
F._
erachtete es als wenig realis
tisch,
dass der Beschwerde
führer in seiner angestammten Tätigkeit als Maler oder Gipser wieder arbeiten könne
. Die
Ulna
plus-Variante
sei auf der linken Seite ebenfalls symptomatisch, wobei im Moment auf eine Verkürzungsosteotomie verzichtet werde, da die Schmerzen auf der rech
ten Seite nicht vollständig
regredient
seien
(vgl. Sprechstundenbericht vom 6. Fe
bru
ar 2019, Urk. 8/
43/171
).
Im Bericht vom
8.
Februar 2019 attestierte er eine volle Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit. Sodann wies er darauf hin, dass das beginnende
Ulnaimpactationssymptom
an der linken Hand
im weiteren Verlauf voraussichtlich zu einer Operation führen werde (
Urk.
8/24).
3.3
Kreisarzt
Dr.
H._
nahm am 1
2.
Februar 2019 Stellung (
Urk.
8/43/188) und äusserte, bereits in den konventionellen Röntgen
aufnahmen des rechten Hand
gelenkes, die am Unfalltag angefertigt worden seien, seien
ossäre
Veränderungen im proximalen
ulnaren
Anteil des Os
lunatum
er
kenn
bar gewesen. Diese seien Aus
druck eines seit langer Zeit bestehenden
Ulna-Im
pak
tions
syndroms
. Er for
mu
lierte f
olgendes Zu
mutbarkeitsprofil: Z
umutbar seien Tätig
keiten
ganztags
, bei denen die rechte Hand keinen Schlägen oder Vibrationen ausge
setzt sei und nicht für wiederholte kraftvolle Bewegungen eingesetzt werden müsse. Die Masse der einzig mit der rechten Hand zu hebenden/tragenden Lasten sei auf 15 kg zu beschränken.
3.4
RAD-Arzt
Dr.
Z
._
konstatierte in seiner Stellungnahme vom
5.
März 2019, die Tätigkeit als Gipser werde auf Dauer nicht mehr möglich se
in. Ebenso seien dem Beschwerde
führer mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten, insbesondere solche mit überwiegender Belastung der Handgelenke und mit er
höhten Anforderungen an die Kraft der Hände sowie mit Kälte-/Nässe-Exposition nicht mehr zumutbar. Aus versicherungsmedizin
ischer Sicht bestehe bei Schädi
gung der HWS ausserdem ein
e verm
inderte Belastbarkeit für regel
mässiges mittel
schweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten, mit Schlag- und Vibrationsbelastungen des Schultergürtels, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen. Körperlich leichte (angepasste) Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne erhöhte Anforderungen an die Kraft und Haltefunktion der Hände, daher auch ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Heben und Tragen von Lasten (> 10 kg) und ohne Arbeiten mit ungünstigen Hebelwirkungen am Handgelenk (Stielwerkzeuge, Arbeiten mit ausgestreckten Armen), ohne repetitive Beanspruchung d
er Hände und ohne erhöhte Anforde
rungen an das feinmotorische Geschick der H
ände, ohne Verharren in Zwangs
haltungen und ohne dauerhafte Armvorhaltebelastungen und Überkopfarbeiten seien ihm hingegen zu 100
%
zumutbar
. Gestützt auf die
echtzeitlichen Arzt
berichte sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit seit
5.
Februar 2019 bestehe
. Aufgrund des
Ulnimpactationssymptom
s
links
sei eine Operation
am
linken Handg
elenk
zu erwarten. Bei einem Eingriff sei mit einer weiteren Arbeitsunfähigkeit auch in leidensangepasster Tätigkeit von sechs bis zwölf Monaten zu rechnen
(vgl. Feststellungsblatt,
Urk.
8/47 S. 5f.).
3.
5
Bei persistierenden belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich des
ulno
-car
palen Gelenkspaltes
rechts
wurde der Beschwerdeführer im
Universitätsspital G._
vorstellig, wo Dr.
F._
nach durchgeführtem SPECT-CT (
Urk.
8/
43/55
) eine Arthrose des distalen
Radioulnargelenkes
(DRUG) rechts
sowie eine symptomatische
Ulnaplus
Variante am linken Handgelenk
diagnostizierte und
die Arbeits
fähig
keit auf ca. 50
% mit max. Gewicht
tragen von 3-5 kg schätzt
e (vgl. Arzt
be
rich
te vom 11.
April 2019 [Urk.
8/
4
3/
6
4
], 2
3.
April 2019 [Urk. 8/
43/62
]). Der radio
logische Befund zeige un
verändert regel
rechte Stellungsverhältnisse bei Status nach
Ulna
-Verkürzung rechts. Das
Osteo
synthesematerial
sei intakt, eine Disloka
tion sei nicht ersichtlich und es gäbe stationäre Zeichen der Konsolidation. Der
Osteo
tomiespalt
sei jedoch weiterhin deutlich einsehbar (vgl.
Urk.
8/
43/38
). Dr.
F._
veranlasste eine Infiltration des
rechten Handgelenks wegen der
DRUG-
Arthrose
(vgl. Arztber
icht vom 2
4.
Juni 2019 [Urk.
8/
43/39
] und Operations
bericht vom
2
4.
Juli 2019 [Urk. 8/
43/36
]). Diese habe jedoch zu keinerlei Beschwer
de
linde
rung verholfen. Angesichts dessen wur
de die Behandlung abgeschlossen und dem Beschwe
rde
führer eine Abklärung durch
einen
Rheumatolog
en
empfohlen (vgl. Arztbericht vom
7.
Oktober 2019, Urk
.
8/
43/24
).
3.
6
Bei zunehmenden Nacken- und Kopfschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die rechte Schulter wurde der Beschwerdeführer bei
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Neurologie, vorstellig. Dieser konstatierte in seinem Arztbericht vom 28. Mai 2019 (
Urk.
8/39),
die nach dem Beschleunigungstrauma der HWS im August 2017 aufgetretenen Nacken- und Kopfschmerzen hätten unter regel
mässiger Physiotherapie und einer stationären Behandlung in
D._
gebessert werden können. Neu
bestehe
wieder
eine schmerzbedingte Bewegungs
ein
schrän
kung der HWS, welche jedoch im Vergleich zur Voruntersuchung im Januar 2018 besser sei.
Palpatorisch
sei die Nacken- und Schultermuskulatur deutlich verdickt und
druckdolent
. Neurologische Ausfälle würden keine bestehen, sodass eine relevante Läsion am Nervensystem nicht anzunehmen sei. Er empfahl erneute
regelmässige Physiotherapie sowie Wärmeanwendungen und Massagen im Bereich
der Nacken- und Schultermuskulatur und schliesslich Entspannungs
übun
gen mit einer leichten körperlichen Aktivierung. Den Grad der Arbeits
unfähigkeit durch die Folgen des HWS-Traumas schätze er auf mindestens 60 %. Eine weitere Beeinträchtigung bestehe durch die Beschwerden am rechten Arm und an der rechten Hand, welche wahrscheinlich auf 30
%
eingeschätzt werden könne, sodass gesamthaft der Grad der Arbeitsunfähigkeit 90
%
betrage.
3.
7
Am
2.
Oktober 2019 wurde eine neurologische und elektrodiagnostische Unter
suchung am
Universitätsspital G._
durchgeführt. Gemäss untersuchendem Arzt
liessen
sich elektro
diagnostisch keine Hinweise für eine zusätzliche Kompressionsneuropathie als Ursache der rechtsseitigen Arm
schmerzen finden. Zusätzlich zu den posttrauma
tischen Schmerzen bei DRUG-Arthrose am Handgelenk rechts müsse davon aus
gegangen werden, dass der wesentliche Teil der Schmerzen im Arm und in den Fingern 4 und 5 durch die im Rahmen des HWS-Beschleunigungs
traumas vom 10. August 2017 hervorgerufenen
Misssensationen
verursacht wer
den würden. Elektrophysiologisch würden sich die Befunde eines leichten chro
nisch neuro
genen Umbaus in den Kennmuskeln C6 und C7 zeigen, was gut zu den im MRI der HWS dokumentierten
Foraminalstenosen
C5/6 und C6/7 passe (vgl. Bericht vom
2.
Oktober 2019,
Urk.
8/
43/28
).
3.
8
Bei einer
multilokulären
posttraumatischen Schmerzproblematik des gesamten rechte
n
Armes und intermittierend der Knie erfolgte Ende Oktober 2019 eine rheumatologische Beurteilung in der Klinik für Rheumatologie am
Universitätsspital G._
, im Rahmen derer keine Hinweise für eine entzündliche rheumatische Gelenks
erkran
kung gefunden werden
konnte
n
.
In der Beurteilung wurde ausgeführt, an der Schulter fänden sich eine symptomatische AC-Gelenksarthrose un
d eine aus
geprägte chronische
Pe
riarthropat
h
ie
der Schulter. Die vom Beschwerdeführer erwähnten Kribbelparästhesien und Schmerzen der Fingergelenke IV und V hätten durch
Triggerpunkte
im Bereich der Schultermuskulatur ausgelöst werden können.
Sonographisch
hätten sich keine
Synovit
id
en
gezeigt. In Zusammen
schau fänden sich aktuell keine Hinweise für eine entzündliche rheumatische Grunderkrankung.
Die Beschwerden seien auf die posttraumatischen degenerati
ven Veränderungen zurückzuführen (vgl. Arzt
bericht vom 3
0.
Oktober 2019,
Urk.
8/
43/14ff.
).
3.9
Auf Vorlage der SUVA-Akten erklärte RAD-Arzt
Dr.
A._
in der Stel
lungnahme vom 2
3.
Januar 2020 mit Hinweis auf die am 2
4.
Juli 2019
erfolgte Infiltration am rechten
Handgelenk, dass ein Nachweis eines knöchernen Durch
baus noch nicht vorliege. Deshalb habe die SUVA noch kein abschliessendes Zumutbarkeitsprofil attestiert
(
Urk.
8/
47 S. 7
)
.
3.
10
Im Bericht vom
3.
Februar 2020 hielten die Ärzte des
Universitätsspital
s
G._
fest, g
emäss neuer bildgebender Befunde
des rechten Vorderarms
sei der
ulnare
Osteotomiespalt
konsolidiert, jedoch noch flau abgrenzbar. Die Platten
osteo
synthese sei in situ und ohne Lockerungszeichen. Die Weichteile seien unauffällig und die Artiku
lation des mitabgebildeten Ellenbogen- und Handgelenkes unver
ändert (
Urk.
8/
45/18
).
3.11
RAD-Arzt
Dr.
A._
führte
in der Stellungnahme vom 2
1.
April 2020
aus
, der Endzustand sei
nun
erreicht, da der
Osteotomiespalt
an der
Ulna
gut knöchern
durchgebaut sei. Insofern könne die Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
Z._
nun ergänzt werden. Es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Das vom SUVA-Kreisarzt formulierte Zumutbarkeitsprofil gelte nach wie vor (
Urk.
8/47 S. 8).
3.12
Gestützt auf die
bildegebenden
Befunde des
Universitätsspital
s
G._
vom
3.
Februar 2020 ging
Kreis
arzt
Dr.
K._
in seiner aktenbasierten Beurtei
lung vom
4.
Mai 2020 (
Urk.
18 [beigezogen aus dem Prozess Nr. UV.2020.00222]
) von einem stabilen Gesund
heitszustand aus. Bei persistierenden Handgelenksbeschwerden werde der Fokus im
Universitätsspital G._
auf eine distale
Radioulnararthrose
ausgerichtet. D
ie DRUG-Arthrose werde als post
t
raumatisch bezeichnet. Dies sei jedoch nicht korrekt
, da diese Arthrose bereits im Januar 2017, vier Monate nach dem Unfallereignis, in Kontext mit dem vorbestehenden
Ulna-Impaktionssyndrom
na
chgewiesen worden sei. Im gesam
ten Verlauf habe sich die Arthrose des distal
en
Radioulnargelenkes
nicht ver
schlechtert, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, da
ss das Unfall
ereignis zu einer richtungsgebenden Veränderung dieser Arthrose im Bereich des distalen
Radioulnargelenkes
geführt habe. Ein gewisses Mass an Restbeschwerden auf der rechten Seite sei aufgrund der Befunde jedoch erklärbar und werde im Rahmen des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils berüc
ksichtigt.
Dr.
K._
wieder
holte das bereits von
Dr.
H._
im Fe
bruar 2019 formulierte Zumutbar
keits
profil, wonach dem Beschwerdeführer Tätigkeiten, bei denen die rechte Hand keinen Schlägen oder Vibrationen a
usgesetzt sei und nicht für wiederholte kraft
volle Bewegungen eingesetzt werden müsse, ganztags zumutbar seien. Die
Masse der einzig mit der rechten Hand zu hebenden/trage
nden Lasten sei auf 15
kg
zu be
schränken.
Dr.
K._
betonte
aber, dass
es sich dabei um ein unfallbe
dingtes Zumutbarkeitsprofil handle
.
4
.
4
.1
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Gipser und Industriemaler nicht mehr arbeitsfähig ist (vgl.
E. 3.2,
E. 3.
4
).
S
trittig
ist
, ob der Beschwerdeführer
seit
Februar 2019 in einer angepassten Tätigkeit medizinisch-theoretisch arbeitsfähig ist und ihm seither ein rentenaus
schliessen
des Erwerbseinkommen angerechnet werden kann
, wobei im Rahmen der richter
lichen Prüfung auch die
Rentenzusprache
ab
1.
Juni 2018 zu überprüfen ist
.
4
.2
Die Einstellung der Invalidenrente per 3
1.
Mai 2019 basiert i
n medizinischer Hinsicht auf der
Beurteilung der RAD-Ärzte
Dr
es
.
Z._
und
A._
, die sich ihrerseits
hauptsächlich
auf die Zumutbarkeitsbeurteilung des SUVA-Kreisarztes
Dr.
H._
stütz
t
en. Dessen Einschätzung wurde am
4.
Mai 2020 auch vom Kreisarzt
Dr.
K._
bestätigt. I
ndessen bezieht sich die Zumutbar
keitsbeurteilung der SUVA-Ärzte auf die Unfallfolgen am rechten Handgelenk. Im Fokus der Behandlung des
Universitätsspital
s
G._
steht
mittlerweile
die
Radioul
nar
arthrose
am rechten Handgelenk. Diese ist indessen nicht unfallkausal. Darüber hinaus be
steht, wie dem Bericht von
Dr.
F._
vom
8.
Februar 2019 zu entnehmen ist, am linken Handgelenk ein
Ulna-Impaktionssyndrom
. Da es sich somit bei der Problematik an den beiden Handgelenken nicht um rein traumatisches Geschehen handelt, erweist sich das blosse Abstellen auf die Beurteilung
von
Dr.
H._
nicht als rechtens.
Der behandelnde Arzt
Dr.
F._
attestierte im Bericht vo
m
8.
Februar 2019
noch eine vollständige Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit (Urk.
8/24). I
m Bericht vom 2
3.
April 2019
schätzte
er
die Arbeitsfähigkeit nun
mehr auf 50
%
(
Urk.
8/43/63)
.
Der Grund für die
revidierte, tiefere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
erscheint unklar, da
eine Verschlechterung nicht dargelegt wird.
Die
se
Beurteilungen können daher nicht als
Entscheid
grundlage
genommen werden.
4.3
Nach dem Gesagten ist die Sache daher zur weiteren Abklärung (durch den RAD oder durch ein Gutachten) an die IV-Stelle zurückzuweisen.
Die RAD-Ärzte
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
trugen den Schädigungen von Seiten der Halswirbelsäule im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils Rechnung
(Urk.
8/47 S. 5).
Dr.
A._
bestätigte sodann eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit in Kenntnis
des Berichts der Klinik für Rheu
matologie,
Universitätsspital G._
, vom 3
0.
Oktober 2019 (E. 3.8) und mithin in Kenntnis
der
AC-Gelenksarth
r
ose
und
Periarthopathia
humeroscapularis
tendinopathia
rechts
(vgl. dazu
Urk.
8/47 S. 7).
Gleichwohl wird die IV-Stelle im
Rahmen der weiteren Abkl
ärungen
auch
diese Beschwerden
zu berücksichtigen haben.
5
.
5
.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'00
0.
--
festgeleg
t. Vorliegend sind sie auf Fr. 8
00.
--
festzu
setzen.
Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger R
echtsprechung als vollständiges Obsiegen
(BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
5
.2
Nach § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GS
VGer
) und Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
besch
werdeführende
Person bezie
hungs
weise nach der Gewährung der unentgeltl
ichen
R
echts
verbeiständung
der
en unentgeltliche
r Rechtsvertreter
Anspruch auf die vom Gericht ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Str
eitsache und nach der Schwierig
keit des Prozesses festzusetzende Proz
ess
entschädigung. Diese ist
vor
lie
gend
in Anwendung dieser Grundsätze und nach
Einsicht in die Honorarnote vom
5. Janua
r 2022 (Urk. 24) auftragsgemäss auf Fr.
1‘123.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
)
festzusetzen.