Decision ID: f063bb9b-ebe0-43db-9550-bba653fc60f8
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, war von Mai bi
s
Oktober 2017 bei der
Y._
AG angestellt
(
Urk.
9/2/4-6)
und damit bei der Suva versichert, als er sich am 2
2.
Juni 2017
eine Quetschverletzung des linken Beines zuzog (
Urk.
9/1,
Urk.
9/76 S. 1 unten
).
Nach getäti
gten Abklärungen
teilte die Suva dem Versicherten am 1
5.
Mai 2019 (
Urk.
9/171) mit, dass die Taggeldleistungen und Heilkosten per 3
0.
Juni 2019 eingestellt würden
,
und
verneinte
sodann
mit Verfügung vom
1
2.
Juli 2019
einen Rentenanspruch und
sprach dem Versicherten eine Integritäts
entschädigung von Fr. 4'410.-- basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % zu (
Urk.
9/182).
Die vom Versicherten am
9.
Oktober 2019
erhobene Einsprache (Urk.
9/195/1
) wies die S
uva am 1
9.
November 2019
ab (Urk.
9/203
= Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am
2.
Januar 2020
Beschwerde (Urk. 1) gegen den Ein
spracheentscheid vom
1
9.
November 2019
(Urk. 2) und beantragte, es sei ihm vom
1.
Juli bis 3
1.
Oktober 2019 weiterhin ein Taggeld auszubezahlen und der Invaliditätsgrad sei
nicht mit
5
%
zu begrenzen (S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
April 2020
(Urk.
8
) beantragte die S
uva
die Ab
weisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
2
2.
April 2020
zur Kenntnis gebracht (Urk.
10
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes ü
ber die Unfallversicherung; UVG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (
vgl.
Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_8
88/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1,
auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109,
auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
so
ndere auf BGE 134 V 109 E. 4.3;
auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid
(Urk. 2) gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung davon aus, dass spätestens im April 2019 medi
zinische Behandlungen weder durchgeführt worden noch geplant gewesen seien.
Der Abschluss des Falles setze lediglich voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet
werden könne, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erfor
der
lich sei. Dem Bericht von
Dr.
Z._
sei nicht zu entnehmen, dass von der Therapie mit
Neurontin
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne der Rechtsprechung zu erwarten wäre. Zudem habe Kreisarzt
Dr.
A._
nach einge
hender Untersuchung des Beschwerdeführers festgestellt, dass der medizinische Endzustand erreicht sei. Im Zeitpunkt der Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 3
0.
Juni 2019 sei der Endzustand demnach erreicht gewesen.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), die kreisärztliche Untersuchung habe nur 10 Minuten gedauert
und von der kreis
ärztlichen Beurteilung von November 2019 habe er
zudem
keine Kenntnis, er sei seit dem 1
6.
April 2019 nicht mehr untersucht worden.
Weiter bemängelte er, dass der Kreisarzt in seiner Beurteilung vom 1
7.
Januar 2019 einen Kausal
zu
sammenhang zwischen den
Exostosen
und dem Unfall bejahe und somit auch die operative Entfernung derselben als unfallkausal eingestuft habe, in seiner vorhe
rigen Stellungnahme
vom 2
8.
November 2018
die Kostenübernahme aber abge
lehnt habe.
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Einstellung der Taggelder sowie der Heilungskosten per 3
0.
Juni 2019 und ein allfälliger Rentenanspruch.
3.
3.1
Laut Bericht vom 22. August 2018 über die gleichentags angefertigten Röntgen
bilder (
Urk.
9/78) wurde beim Beschwerdeführer bei Status nach Quetschver
letzung des linken Beines vom 2
2.
Juni 2017 auf Höhe des Kniegelenks eine beginnende
Femoropatellargelenksarthrose
bei schmalen
Randosteophyten
fest
gestellt. E
s
zeigten sich unauffällige
femorotibiale
Kompartimente
. Die
Fabella
sei an typischer Position
posterolateral
. Es zeige sich ein unauffälliges Drittel von Tibia und Fibula. Im mittleren Unterschenkeldrittel bestehe eine schmale kleinste
gestielte
Exostose
ausgehend von der Fibula nach
postero
-medial gerichtet. Angrenzend bestünden einzelne flaue Weichteilverkalkungen in
kraniokaudaler
Ausrichtung. Als Differentialdiagnose w
u
rden Sehnen-/Muskelverkalkungen sowie
ein ossifiziertes Hämatom ge
nannt
. Im distalen Drittel der Tibia bestehe eine breitbasige nach proximal gerichtete
Exostose
anterolateral
, welche differential
diagnostisch als posttraumatisch bedingte
kartilaginäre
Exostose
beurteilt werde. Auf gleicher Höhe zeige sich am
posterioren
Rand der Tibia eine scharf begrenzte
Auftreibung
der Tibia
vereinbar mit posttraumatischen vollständig konsolidierten Veränderungen/
Periostreaktion
. Zudem bestünden eine leichte Arthrose im oberen Sprunggelenk (
OSG
) zwischen medialem
Malleolus
und
Talusrolle
sowie einzelne
Randosteophyten
im Bereich
der
Talusrolle
posterior
sowie eine kleine
osteophytäre
Ausziehung im Bereich des
talonavikularen
Ligamentes angrenzend an die
Talusnase
.
3.2
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 2
6.
September 2018 über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2
5.
September 201
8.
Er
nannte folgende Diagnosen (S. 3):
-
Quetschverletzung im Bereich des distalen Unterschenkels linksseitig mit Verletzung der
Tibialis
anterior-Sehne
-
2
2.
Juni 2017 operative Versorgung mit
Débridement
im Bereich des linken Unterschenkels, Rekonstruktion der
Tibialis
anterior-Sehne
-
unfallfremd:
Exostosen
im Bereich der Tibia und Fibula linker Unter
schenkel
Er führte aus,
objektiv zeige der Beschwerdeführer insgesamt reizlos abgeheilte Narbenverhältnisse im Bereich des linken Unterschenkels. Objektiv seien Einzie
hungen der Narbe bei Bewegung der
Tibialis
anterior-Sehne feststellbar. Sub
jektiv beklage der Beschwerdeführer ausstrahlende Beschwerden mit elektrisie
renden Gefühlen bis in den linken Fuss.
Der Beschwerdeführer zeige einen Status nach Quetschverletzung im Bereich des linken Unterschenkels. Die klinische Problematik bestehe in erster Linie in einer Einziehung der narbigen Verhältnisse der Haut, welche über der
Tibialis
anterior-Sehne liege.
Der Kreisarzt werde sich zwecks Festlegung des weiteren medizinischen Prozederes
an die behandelnde Ärztin (nachstehend E. 3.3)
wenden. Nach erfolgter Vorstellung werde um erneute Vorlage des Falles zwecks Beurteilung eines medizinischen Endzustandes und Frage nach Zumutbarkeit und Integritätsentschädigung
gebeten
.
Die derzeitige Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sehe eine ganztägige Tätigkeit, leicht bis mittelschwer, wechselbelastend vor, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Vibrationsbelastungen mit der linken unteren Extremität und keine absturzgefährdeten Positionen. Bezüglich der angestammten Tätigkeit im Bereich Flughafen mit Gepäcktransport werde eine Wiedereinglied
erungsproble
matik als wahrscheinlich angesehen.
Die aktuell geltend gemachten Beschwerden am linken Unterschenkel seien überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 2
2.
Juni 2017 zurückzuführen. Eine erlittene Verletzung der
Tibialis
anterior-Sehne im Bereich des linken Unterschenkels mit Quetschung der
darüberlie
gen
den
Haut sei als strukturell objektivierbare Läsion infolge Ereignis vom 2
2.
Juni
2017 zu werten. Unfallfremd fielen beim Beschwerdeführer im Röntgenbild d
iverse
Exostosen
im Bereich der Tibia und Fibula auf (S. 4).
3.3
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Universitätsspital
C._
, berichtete am 1
7.
Oktober 2018
(
Urk.
9/92) über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom
8.
Oktober 2018 und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Quetschverletzung Unterschenkel links vom 2
2.
Juni 2017 mit
-
aktenanamnestisch vollständiger Durchtrennung der
Tibialis
anterior-Sehne, Weichteilverletzung sowie
-
retrospektiv radiologisch bezüglich Achse
undislozierte
, jedoch mit ein
zelnen Knochenfragmenten in Fehlstellung verheilte
Tibiafraktur
-
aktuell Verdacht auf
tendinopathische
und neurogene Schmerzen distaler Unterschenkel und
Fussrist
links
Sie führte aus,
der Beschwerdeführer berichte, dass es über Monate leichtere Besserungspotentiale gegeben habe, nun sei die Situation allerdings seit mehreren Monaten gleichgeblieben. Es bestünden elektrisierende Schmerzen im
Fussrist
bei Berührung des distalen Unterschenkels sowie lokale Druckschmerzen und teil
weise auch eine
Asensibilität
im Narbenbereich (S. 1 f.).
Beim Beschwerdeführer bestehe ein Status nach Quetschverletzung mit Versorgung in
D._
. Eine
ossäre
Läsion sei nicht dokumentiert worden, sei jedoch in den Röntgenbildern klar ersichtlich.
Aktuell störe eine ausgedehnte
Osteophytenbildung
ventral, welche unter der Haut im vernarbten Bereich deutlich palpabel und sehr pro
mi
nent sei.
Darüber hinaus bestehe eine Naht nach
Tibialis
anterior-Sehnenver
letzung. Die
Tibialis
anterior-Sehne sei funktionell aktuell intakt, jedoch sei die forcierte Aktivierung schmerzhaft und führe zu Verwerfungen der ausgedehnten Vernarbungen.
Darüber hinaus bestünden neuropathische Schmerzen, vermutlich bei unfallbedingter Läsion des Nervus
peroneus
superficialis
. Zunächst würden weitere Abklärungen mittels eines MRI zur Beurteilung der Integrität der
Tibialis
anterior-Sehne sowie des Narbenpaketes inklusive
Osteophyt
ventrale Tibia durchgeführt, dann folge die Besprechung des weiteren Vorgehens (S. 2).
3.4
Dr.
B._
berichtete am 2
9.
November 2018 (
Urk.
9/122) über die operative
Exostosenentfernung
Tibia links. Es bestehe ein komplikationsloser peri- sowie postoperativer Verlauf. Die Mobilisation sei postoperativ ohne Probleme erfolgt. Der Austritt in die ambulante Nachbehandlung erfolge in gutem Allgemein
zu
stand und mit reizlosen Wundverhältnissen
(S. 1)
.
Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für zwei Wochen (S. 2).
3.5
Dr.
B._
berichtete am 1
4.
Januar 2019 (
Urk.
9/133) über die gleichentags durchgeführte postoperative Nachkontrolle des Beschwerdeführers und führte aus, d
ies
er
berichte
über eine Verbesserung der Beschwerden im Bereich der be
kannten und abgetragenen
Exostose
an der Tibia links, jedoch bestünden immer noch die elektrisierenden Schmerzen im Bereich des Nervus
peroneus
super
fi
cialis
, vom distalen Unterschenkel bis in den distalen Fuss. Er nehme keine regel
mässige analgetische Medikation. Die empfohlene neurologische Beurteilung sei
für den 3
1.
Januar 2019 vorgesehen
(S. 1)
. Es bestehe eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
bis zum 1
7.
Februar 2019 (S. 2)
.
3.6
Kreisarzt
Dr.
A._
nahm am 1
7.
Januar 2019 Stellung (
Urk.
9/135) und führte aus, es lägen nun neu Bilder des linken Unterschenkels vom 2
2.
Juni 2017 und Röntgenbilder des linken Unterschenkels vom 2
5.
Juli 2017 aus Frankreich vor. Aufgrund dieser Röntgendiagnostik sei es im Bereich der ventralen Tibia zu einer Infraktion gekommen. Genau an dieser Stelle der Infraktion habe sich offen
sicht
lich ein
Osteophyt
gebildet. Insofern ändere sich die Beurteilung vom 2
5.
Septem
ber 201
8.
Der ventrale Tibia-
Osteophyt
im Sinne einer
Exostose
sei als unfall
kausal zum Ereignis vom 2
2.
Juni 2017 anzuerkennen. Insofern sei die operative Abtragung vom 2
9.
November 2018 der Tibia-
Exostose
ventral ebenfalls als unfallkausal einzustufen.
3.7
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Neurologie,
Spital E._
, be
richtete am 3
1.
Januar 2019 (
Urk.
9/143)
über die ambulante Konsultation des Beschwerdeführers und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
-
Zustand nach Quetschverletzung im Bereich des Unterschenkels links
seitig am 2
2.
Juni 2017 und operative Versorgung 2017 in
D._
bei
Tibiafraktur
, Zustand nach
Osteophytenentfernung
im Bereich der ventra
len Tibia linksseitig am 2
9.
November 2018
-
s
eit der ersten Operation eingeschränkte Fuss- und
Zehenhebung, In
sta
bilität im Sprunggelenk und rezidivierende elektrisierende Schmer
zen im Bereich des Ristes auf der linken Seite
-
elektrophysiologischer Untersuchungsbefund vom 3
1.
Januar 2019 sei vereinbar mit einer proximalen oder kombinierten proximalen und distalen Schädigung des Nervus
peroneus
superficialis
auf der linken Seite und mit einer distalen Schädigung des Nervus
profundus
links
seitig
Er führte aus,
es bestehe entweder eine partielle isolierte Schädigung des Nervus
superficialis
im Bereich des lateralen Kniegelenks
oder (was wahrscheinlicher sei) eine kombinierte Schädigung des Nervus
peroneus
superficialis
proximal und distal im Bereich des Ristes auf der linken Seite. Die Schädigung des Nervus
peroneus
bedinge die Sensibilitätsstörung im Bereich des Ristes sowie die moto
rische Einschränkung des
Musculus
peroneus
longus
. Basierend auf dem elektro
myographischen Untersuchungsbefund im
Musculus
peroneus
longus
handle es sich um eine residuale nicht
floride
Schädigung. Die Sensibilitätsstörung
im Bereich des proximalen lateralen Unterschenkels gehe auf eine partielle Schädi
gung des Nervus
cutaneus
surae
lateralis
, der aus dem Nervus
peroneus
communis
entspringe
,
zurück, die Sensibilitätsstörung im Bereich des lateralen distalen Unterschenkels auf eine Schädigung des Nervus
peroneus
superficialis
.
Die deutliche Atrophie der
Muscul
i
extensores
digitorum
brevis
gehe auf eine distale
Schädigung des Nervus
peroneus
profundus
zurück. Der ebenfalls vom
Musculus
peroneus
profundus
innervierte
Musculus
tibialis
anterior zeige in der elektro
myographischen Untersuchung keine neurogenen Veränderungen, so dass hier von einer isolierten distalen Schädigung des Nervus
peroneus
profundus
auszu
gehen sei. Aus neurologischer Sicht werde zur Therapie der elektrisierenden Schmerzkomponente im Bereich des Ristes ein Therapieversuch mit
Neurontin
empfohlen.
3.8
Dr.
B._
berichtete am 1
8.
Februar 2019 (
Urk.
9/148)
über die klinische Verlaufskontrolle des Beschwerdeführers und führte aus, die elektrisierenden Schmerzen am Fuss dorsal sowie die Sensibilitätsstörung am distalen Unter
schen
kel lateralseitig und die Kraftminderung der
Eversion
vom
OSG
seien unverän
dert. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zirka drei Monate nach Entfer
nung der
Exostose
an der Tibia links zeige sich lokal ein erfreulicher Verlauf. In der neurologischen elektromyographischen Untersuchung vom 31.
Januar 2019 sei allerdings eine Schädigung des Nervus
peroneus
superficialis
sowie Nervus
peroneus
profundus
im Rahmen des Unfalls
/
der
Erstversorgung bestätigt worden,
nicht
floride
, welche die Sensibilitätsstörung am lateralen Unterschenkel sowie am dorsalen Fuss und die motorische Einschränkung des
Musculus
pero
neus
longus
erklärten sowie die Atrophie des
Musculus
extensor
digitorum
brevis
erkläre. Von chirurgischer Sicht sei keine operative Versorgung des Problems möglich, aus neurologischer Sicht sei eine Therapie mit
Neurontin
empfohlen worden, obwohl von
Dr.
Z._
noch nicht rezeptiert. Nachkontrollen seien nicht geplant. Der Beschwerdeführer werde noch bis zum 1
7.
März 2019 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben. Der Hausarzt werde um Beurteilung der Arbeits
un
fähigkeit im Verlauf gebeten.
Aus rein orthopädischer Sicht bestehe darüber hinaus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
,
soweit auf eine passende Schuhversorgung Rücksicht genommen werden könne.
3.9
Kreisarzt
Dr.
A._
beurteilte am 1
6.
April 2019 den Integritätsschaden (
Urk
.
9/161) und führte aus,
es resultiere eine
Fussheberparese
Kraftgrad 3 von 5 linksseitig. Die Beschwerden seien unfallbedingt, dauern
d
und erheblich. Aufgrund der unfallbedingten Verletzungen mit
Fussheberparese
dürfe insgesamt der Wert von 5
%
eingesetzt werden.
3.10
Am 1
6.
April 2019 berichtete Kreisarzt
Dr.
A._
über die gleichentags durch
geführte Untersuchung des Beschwerdeführers (
Urk.
9/162) und führte aus,
objektiv bestünden reizlose Narbenverhältnisse und keine Schwellungsproble
matik am distalen Unterschenkel links. Subjektiv würden vor allem Beschwerden bei längeren Gehstrecken angegeben. Der Beschwerdeführer zeige einen Status nach Quetschverletzung im Bereich des linken Unterschenkels.
Kausal zum
Ereignis vom 2
2.
Juni 2017 seien e
ine narbige Verklebung im Bereich der
Tibialis
-anterior-Sehne links, ein Status nach
Exostosenabtragung
im Bereich der Tibia links und Schädigungen im Bereich des Nervus
peroneus
superficialis
und Nervus
peroneus
communis
. Es resultiere nun eine mittelgradige
Fusshe
ber
schwäche
linksseitig aufgrund der Affektion des Nervus
peroneus
links (S. 5). Der Beschwerdeführer sei in den letzten Jahren ausführlich therapiert worden. Unter anderem habe er zwei operative Eingriffe gehabt. Der medizinische Endzustand sei nun als erreicht anzusehen. Eine Integritätsentschädigung bezüglich des linken Unterschenkels und des linken OSG sei geschuldet. Die Zumutbarkeits
beurteilung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
in der kreisärztlichen Untersu
chung vom 2
5.
September 2018 bleibe unverändert weiterhin bestehen. Aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen im Bereich des linken distalen Unters
chenkels könne der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit im Bereich des Flughafens mit Gepäcktransport nicht mehr ausüben (S. 6).
3.11
Docteur
F._
,
médecine
générale
,
führte am 1
9.
September 2019 aus, wegen
einer durch das
Neurontin
verursachten Müdigkeit
sei der Beschwer
deführer nicht arbeitsfähig gewesen
.
Die Medikation
werde nun allmählich ver
ringert, so dass der Beschwerdeführer ab dem 3
1.
Oktober 2019 wieder
arbeits
fähig sein sollte
(
Urk.
9/192).
3.12
Kreisarzt
Dr.
A._
nahm am 2
7.
September 2019 Stellung (
Urk.
9/193/2) zum
Bericht von
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.11) und führte aus, es werde erwähnt, d
ass noch eine Behandlung mit
Neurontin
laufe und dieses Medikament zu Müdigkeit führen würde. Bereits in der kreisärztlichen Untersuchung vom 16.
April 2019 sei die Behandlung mit
Neurontin
bekannt gewesen. Eine Änderung der Beurteilung vom 1
6.
April 2019 erfolge nicht. Der Beschwerdeführer selbst habe keine neuen medizinischen Aspekte erwähnt.
3.13
Kreisarzt
Dr.
A._
berichtete
am 1
3.
November 2019 (
Urk.
9/202)
über seine
ärztliche Beurteilung
und führte aus,
der Beschwerdeführer sei am 2
5.
September 2018 und am 1
6.
April 2019 kreisärztlich untersucht worden. Im Rahmen der Untersuchung von September 2018 habe die Zumutbarkeit auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt festgelegt werden können. Im April 2019 sei diese Zumutbarkeit bestätigt worden. Anlässlich der Untersuchung vom 1
6.
April 2019 habe der Beschwerdeführer berichtet, dass er derzeit
Neurontin
einnehme. Gemäss Stel
lungnahme von
Dr.
F._
aus Frankreich vom September 2019 leide der Be
schwerdeführer aufgrund seiner Behandlung mit
Neurontin
an einer gewissen Somnolenz.
Grundsätzlich sei
Dr.
F._
gerade dabei, die Medikation bis zum 3
1.
Oktober 2019 auszuschleichen.
Der Beschwerdeführer habe am 1
6.
April 2019
im Rahmen der Untersuchung ein flüssiges Gangbild mit regelrechter Abroll
funktion im Bereich beider Füsse gezeigt. Selbst ein Zehenspitzenstand sei links gelungen. Der Beschwerdeführer habe sich mit den Händen am Stuhl abstützen können. Im Rahmen der Untersuchung vom 1
6.
April 2019 sei eine
Fussheber
schwäche
Kraftgrad 3 von 5 links festgestellt worden, sonst keine weiteren moto
rischen Einschränkungen. Über massive Nebenwirkungen aufgrund der Einnahme von
Neurontin
sei am 1
6.
April 2019 durch den Beschwerdeführer nicht berichtet worden
(S. 1)
.
Es könne keine Einschränkung aufgrund der Einnahme von
Neu
ron
tin
festgestellt werden bezüglich der Zumutbarkeit auf dem
a
llgemeinen Arbeitsmarkt.
Wie bereits am 2
5.
September 2018 formuliert, sei eine ganztägige Tätigkeit, leicht bis mittelschwer, wechselbelastend auch mit der Einnahme von
Neurontin
zumutbar.
Dr.
F._
gehe in seinem Schreiben nicht auf das Zu
mut
barkeitsprofil des Kreisarztes ein. Er spreche lediglich die Tatsache an, dass auf
grund einer Somnolenz gewisse Schwierigkeiten bestehen würden. Grundsät
zlich bestehe für den Beschwerdeführer auch die Möglichkeit mit den öffentlichen Ver
kehrsmitteln den Arbeits
platz
zu erreichen. Bezüglich öffentlicher Verkehrsmittel bestünden keine Einschränkungen bei der Einnahme von
Neurontin
. Einschrän
kungen unter Einnahme von
Neurontin
würden lediglich beim selbständigen Führen von Maschinen und Führen von Fahrzeugen bestehen. Diese Voraus
setzungen müssten jedoch nicht zwangsläufig erfüllt sein, um das formulierte Zumutbarkeitsprofil zu erfüllen.
Auch aufgrund des Berichts von
Dr.
F._
ändere sich die Tatsache nicht, dass im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
6.
April 2019 der medizinische Endzustand postuliert worden sei
(S. 2)
.
4.
4.1
Durch die medizinischen Akten ausgewiesen und unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des Ereignisses vom 2
2.
Juni 2017 eine Quetschver
letzung des linken Unterschenkels zuzog und in der Folge
e
ine narbige Verkle
bung im Bereich der
Tibialis
-anterior-Sehne links, ein Status nach
Exostosenab
tragung
im Bereich der Tibia links
sowie
Schädigungen im Bereich des Nervus
peroneus
superficialis
und Nervus
peroneus
communis
als
unfallkausa
l beurteilt wurden (vorstehend E. 3.10).
Es resultier
t
e eine mittelgradige
Fussheberschwäche
linksseitig aufgrund der Affe
ktion des Nervus
peroneus
links.
4.2
In seiner Beurteilung vom 2
6.
September 2018 (vorstehend E. 3.2) führte Kreisarzt
Dr.
A._
in ausführlicher und nachvollziehbarer Weise aus, dass objektiv insge
samt reizlos abgeheilte Narbenverhältnisse im Bereich des linken Unterschenkels vorlägen und Einziehungen der Narbe bei Bewegung der
Tibialis
anterior-Sehne
feststellbar seien. Subjektiv würden ausstrahlende Beschwerden mit elektrisie
renden Gefühlen bis in den linken Fuss bestehen.
Die klinische Problematik bestehe in erster Linie in der Einziehung der narbigen Verhältnisse der Haut, welche über der
Tibialis
anterior-Sehne liege. Er verwies den Beschwerdeführer an
Dr.
B._
zwecks Festlegung des weiteren medizinischen Prozederes.
Diese veranlasste eine MRI-Untersuchung des Beschwerdeführers und empfahl in der Folge einen operativen Eingriff zur Entfernung der störenden
anterioren
Exostose
an der Tibia, welcher am 29.
November 2018 durchgeführt wurde (vorstehend E. 3.
3-3.4
).
Anlässlich der postoperativen Nachkontrolle überwies
Dr.
B._
den Beschwerdeführer aufgrund der geklagten elektrisierenden Beschwerden mit Ausstrahlung in den Fussrücken an den Neurologen
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.5).
Die neurologische Untersuchung durch
Dr.
Z._
ergab eine Vereinbarkeit des
elektrophysiologischen Untersuchungsbefundes mit einer proximalen oder kombi
nierten proximalen und distalen Schädigung des Nervus
peroneus
superficialis
auf der linken Seite und mit einer distalen Schädigung des Nervus
profundus
linksseitig
.
Dr.
Z._
empfahl
aus neurologischer Sicht zur Therapie der elektri
sierenden Schmerzkomponente im Bereich des Fussrückens einen Therapiever
such mit
Neurontin
(vorstehend E.
3.7).
In der Folge nahm
Dr.
B._
Stel
lung zum neurologischen Untersuchungsergebnis und führte aus, dass aus chi
rurgischer Sicht keine weitere operative Versorgung des Problems möglich sei und keine weiteren Nachkontrollen geplant seien. Der Beschwerdeführer werde noch bis zum 1
7.
März 2019 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben. Aus rein orthopädischer Sicht bestehe darüber hinaus keine
Einschränkung der Arbeits
fähigkeit soweit auf eine passende Schuhversorgung Rücksicht genommen werde
(vorstehend E.
3.8).
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
6.
April 2019 gab der Beschwerdeführer an, die Physiotherapie sei beendet worden und er müsse derzeit
Neurontin
einnehmen, was eine gewisse Müdigkeit verursache
. Der Kreisarzt führte in seiner Beurteilung vom 1
6.
April 2019 schliesslich aus, der Beschwerdeführer sei in den letzten Jahren ausführlich therapiert worden, unter anderem mit zwei operativen Eingriffen, der medizinische Endzustand sei nun erreicht
(vorstehend E. 3.10).
4.3
Aus den vorliegenden Akten, insbesondere der schlüssigen und nachvollziehbar begründeten Beurteilung des Kreisarztes, geht somit hervor, dass spätestens im April 2019 weitere medizinische Behandlungen weder durchgeführt noch geplant waren. Der Beschwerdeführer nahm zu diesem Zeitpunkt lediglich noch
Neuron
tin
zur Behandlung der elektrisierenden Schmerzkomponente ein. Der Abschluss des Falles durch die Unfallversicherung setzt lediglich voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, nicht jedoch, dass eine ärztliche Behandlung nicht
länger erforderlich ist (vorstehend E. 1.
2). Folglich ist der medizinische End
zu
stand nicht erst dann gegeben, wenn jegliche ärztliche Behandlung abgeschlossen beziehungsweise nicht mehr notwendig ist.
Schliesslich ist dem Bericht von
Dr.
Z._
(vorstehend E.
3.7) nicht zu entnehmen, dass von der Therapie mit
Neurontin
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. So erachtete er dies ausdrücklich als Therapieversuch.
Auch dem Bericht des Haus
arztes
Dr.
F._
(vorstehend E.
3.11)
ist nichts zu entnehmen, was die kreis
ärztliche Beurteilung umzustossen vermöchte. So begründete dieser die Arbeits
unfähigkeit des Beschwerdeführers mit einer durch das
Neurontin
verursachten Müdigkeit. Von einer gewissen Müdigkeit bedingt durch die Einnahme von
Neurontin
berichtete der Beschwerdeführer bereits anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom April 201
9.
Kreisarzt
Dr.
A._
nahm diesbezüglich nochmals ausführlich Stellung (vorstehend E. 3.13) und führte aus, dass vom Beschwerde
führer nicht über massive Nebenwirkungen aufgrund der Einnahme von
Neu
rontin
berichtet worden sei. Er legte nachvollziehbar dar, weshalb die Einnahme von
Neurontin
der Ausübung einer dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit nicht entgegenstehe. Nach dem Gesagten steht fest, dass gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen im Zeitpunkt der Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 3
0.
Juni 2019 der E
ndzustand erreicht gewesen ist und d
ie Ein
nahme von
Neurontin
weder dem Endzustand noch der Ausübung einer Tätigkeit gemäss zumutbarem Profil entgegen
steht
. Daran vermögen die Einwände des Beschwerdeführers nichts zu ändern.
4.4
Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, auf die kreisärztlichen Beurteilungen könne nicht abgestellt werden, da die Untersuchung vom 1
6.
April 2019 lediglich zehn Minuten gedauert habe, vermag dies nicht zu überzeugen.
So geht aus den Ausführungen im Bericht vom 1
6.
April 2019 (vorstehend E. 3.10) hervor, dass sämtliche Aspekte der Untersuchung transparent und offen mit dem Beschwerde
führer besprochen worden seien (
Urk.
9/162 S.
6). Dass die Untersuchung ledig
lich zehn Minuten gedauert haben soll, erscheint nicht glaubwürdig. Zudem kommt es gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung für den Aussagegehalt eines Arztberichtes nicht auf die Dauer der Untersuchung an, sondern ist vielmehr massgeblich, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_170/2009 vom
6.
Mai 2009 E. 2.2). Der Kreisarzt hat in seiner Beurteilung vom 1
6.
April 2019 anhand der umfassenden Vorakten die Vorgeschichte des Beschwerdeführers seit dem Unfall vom 2
2.
Juni 2017 zu
sammengefasst, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, einen umfassenden Untersuchungsbefund aufgenommen, die Diagnosen erhoben und eine schlüssige Beurteilung abgegeben, in welcher er darlegt, welche Befunde auf den Unfall zurückzuführen sind, welche Einschränkungen daraus resultieren und dass der
Endzustand erreicht ist. Zudem gab er ein Zumutbarkeitsprofil ab und äusserte sich zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sowohl in der angestammten wie auch einer angepassten Tätigkeit.
Soweit der Beschwerdeführer beschwerdeweise
vorbringt, er kenne die Beurteilung
durch
Dr.
A._
vom 1
3.
November 2019 nicht
, bleibt anzufügen, dass
Dr.
A._
in dieser Beurteilung in erster Linie Stellung zum Bericht von
Dr.
F._
nahm und seine bisherige Einschätzung bestätigte. Im Bericht vom November 2019 werden keine neuen medizinischen Aspekte ange
fügt. Die Einwände des Beschwerdeführers vermögen keine Zweifel an den fach
lichen medizinischen Beurteilungen zu begründen.
Auf die
nachvollziehbaren und widerspruchsfreien
Beurteilungen des Kreisarztes
Dr.
A._
kann demnach
vollumfänglich
abgestellt werden
. Sie erfüllen die von der Rechtsprechung an den Beweiswert medizinischer Berichte gestellten Anforderungen
(vorstehend E. 1.3).
4.5
Gegen die Berechnung des Invaliditätsgrades wurden vom Beschwerdeführer keine
konkreten Einwände vorgebracht. Die Ermittlung des Validen- und Invaliden
einkommens gibt aufgrund der Akten zu keinen Beanstandungen Anlass und es kann darauf abgestellt werden (
Urk.
9/176-177). Der Einkommensvergleich ergab keine Erwerbseinbusse, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente zu Recht verneinte.
Sollte der Beschwerdeführer beschwerdeweise die Beurteilung des Integritäts
schadens in Frage gestellt haben, bleibt vollständigkeitshalber anzumerken, dass der Kreisarzt
Dr.
A._
zum Integritätsschaden ausführlich und schlüssig Stellung nahm (vorstehend E. 3.9). Er erläuterte den Befund in ausführlicher Weise und führte aus, dass eine
Fussheberschwäche
Kraftgrad 3 von 5 resultiere, welche unfallbedingt, dauernd und erheblich sei. Gestützt darauf bezifferte
Dr.
A._
die Integritätseinbusse anhand der massgeblichen Tabelle auf 5
%
und legte seine Beurteilung nachvollziehbar dar.
Zudem liegen keine anderslautenden medizi
ni
schen Beurteilungen vor. Die
Einschätzung
des Kreisarztes
unter Berücksichti
gung der Tabelle sowie der Untersuchungsbefunde erscheint plausibel und gibt ebenfalls zu keinen Beanstandungen Anlass.
Somit erweist sich der angefochtene Entscheid insgesamt als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.