Decision ID: c855bce1-7a06-5959-a337-7962cffcf38d
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der aus Gambia stammende A._, geb. ... 1991, reiste eigenen Angaben zufolge am 1. Oktober 2013 in die Schweiz ein, wo er  ein Asylgesuch stellte. Das damalige Bundesamt für Migration (BFM; heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) trat am 22. November 2013 auf das Gesuch nicht ein und wies ihn aus der Schweiz weg. Dieser  erwuchs am 6. Dezember 2013 unangefochten in Rechtskraft. Seit dem 24. Juni 2014 galt A._ als verschwunden.
In den Jahren 2014 und 2015 wurde A._ wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrmals wegen illegalen  zu einer Busse bzw. zu (Ersatz-)Freiheitsstrafen verurteilt. An einer Personenkontrolle am 7. Juli 2016 im Zug von Biel nach Delle konnte er angehalten und aufgrund einer Fahndungsausschreibung dem Strafvollzug zugeführt werden. Mit Entscheid vom 14. September 2016 ordnete der «Juge d’application des peines» des Kantons Waadt die bedingte  von A._ auf den ehestmöglichen Tag hin an, an welchem die Wegweisung vollzogen werden kann, frühestens jedoch per 11. Oktober 2016.
Auf ein von A._ am 4. Oktober 2016 gestelltes  betreffend den negativen Asylentscheid trat das SEM am 24. Oktober 2016 nicht ein. Das hiergegen angerufene  verweigerte am 28. November 2016 die aufschiebende  der Beschwerde und verfügte, dass A._ die Schweiz  zu verlassen und den Ausgang des Beschwerdeverfahrens im  abzuwarten habe.
Nachdem A._ einen für den 9. November 2016 gebuchten  verweigert hatte, wurde er in den Strafvollzug zurückversetzt. Per Haftende vom 29. November 2016 nahm ihn das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI) in , ordnete diese gleichentags an und beantragte beim kanto-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 3
nalen Zwangsmassnahmengericht (ZMG) die Überprüfung der für drei  angeordneten Haft.
B.
Mit Entscheid vom 1. Dezember 2016 hiess das ZMG nach mündlicher Verhandlung den Antrag des MIP teilweise gut, indem es die  für zwei statt der beantragten drei Monate, mithin bis zum 28. Januar 2017, bestätigte.
C.
Dagegen hat A._ am 5. bzw. mit verbesserter Eingabe am 9. Dezember 2016 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er stellt  den Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu entlassen. Falls er nicht in der Schweiz bleiben dürfe, sei er nach Italien ausreisen zu lassen. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 hat der Instruktionsrichter die Beschwerde den übrigen  zugestellt.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 12 Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 20. Januar 2009 zum Ausländer- und zum Asylgesetz [EG AuG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen  teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 4
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Seine (verbesserte) Beschwerde in  mit dem sinngemäss gestellten Antrag auf Entlassung aus der  genügt (knapp) den herabgesetzten  an Laieneingaben, wie sie insbesondere auf dem Gebiet der  Zwangsmassnahmen gelten (Art. 32 Abs. 2 VRPG; BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15; BGE 122 I 275 E. 3b). Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).
1.3 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die  der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).
2.
Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger) Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige Behörde zur Sicherstellung des Vollzugs die ausländische Person in  nehmen, wenn die Voraussetzungen von Art. 76 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) erfüllt sind. Dabei muss einer der in Art. 76 Abs. 1 AuG genannten Haftgründe bestehen und der Vollzug der Wegweisung mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AuG). Die Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem  ergebenden Erfordernissen zu genügen (Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), es dürfen keine Haftbeendigungsgründe vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AuG) und es ist die maximal zulässige Haftdauer zu beachten (Art. 79 AuG). Die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der Haft sind gemäss Art. 80 Abs. 2 AuG spätestens nach 96 Stunden
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 5
durch eine richterliche Behörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu überprüfen.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer befand sich ab dem 7. Juli 2016 zwecks  mehrerer (Ersatz-)Freiheitsstrafen im Strafvollzug (vgl. «Avis de détention» vom 13.7.2016 S. 1 f., unpag. Haftakten ZMG). Per Haftende versetzte ihn das MIP am 29. November 2016 in Ausschaffungshaft (vorne Bst. A; Anordnung Ausschaffungshaft vom 29.11.2016 S. 1, unpag. Haftakten ZMG). Das ZMG hat die Ausschaffungshaft nach mündlicher Verhandlung am 1. Dezember 2016 bestätigt (vgl. Protokoll ZMG vom 1.12.2016 S. 5, unpag. Haftakten ZMG). Die gesetzliche Frist von 96 Stunden gemäss Art. 80 Abs. 2 AuG ist damit eingehalten.
3.2 Das BFM ist am 22. November 2013 auf das Asylgesuch des  nicht eingetreten und hat ihn aus der Schweiz ; er habe die Schweiz nach Rechtskraft des Wegweisungsentscheids zu verlassen. Dieser Wegweisungsentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. vorne Bst. A; Verfügung des BFM vom 22.11.2013, unpag. Haftakten ZMG).
3.3 Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, in der (verbesserten) Verwaltungsgerichtsbeschwerde die für ihn unsichere Lage in seinem  zu beschreiben. Er macht namentlich geltend, bei einer Rückkehr werde er getötet oder (erneut) für lange Zeit verhaftet. Er habe als  für seinen Bruder gearbeitet, welcher selber seit mehreren Jahren im Gefängnis sitze. Der Beschwerdeführer verkennt, dass Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens regelmässig bloss die Rechtmässigkeit der  und nicht auch der Wegweisung bildet. Diesbezügliche  sind im Asyl-, Bewilligungs- oder Wegweisungsverfahren durch die jeweils zuständigen Behörden zu prüfen, nicht (erstinstanzlich) durch das Haftgericht. Nur wenn ein Wegweisungsentscheid geradezu willkürlich bzw. nichtig erscheint, kann die Haftgenehmigung wegen dessen  verweigert werden, da der Vollzug einer in diesem Sinn rechtswidri-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 6
gen Anordnung nicht mit einer ausländerrechtlichen Zwangsmassnahme sichergestellt werden darf (vgl. etwa BGE 130 II 377 E. 1, 128 II 193 E. 2.2; BVR 2016 S. 529 E. 4.2). Derartige Mängel sind weder ersichtlich noch geltend gemacht. Das BFM bzw. das SEM hat sich im Asyl- und  mit den hier vorgebrachten Argumenten  (vgl. Nichteintretensentscheide vom 22.11.2013 S. 2 und vom 24.10.2016 S. 2 f., unpag. Haftakten ZMG). Anders als der  verlangt, besteht im Haftprüfungsverfahren kein Raum, diesen Fragen nochmals nachzugehen. Nach dem Gesagten liegt ein (rechtskräftiger) Wegweisungsentscheid im Sinn von Art. 76 Abs. 1 AuG vor, dessen  bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen mit der  sichergestellt werden kann.
3.4 Daran vermag nichts zu ändern, dass sich der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Italien aufgehalten haben soll (vgl. Bericht zur Anhaltung vom 7.7.2016 S. 2, unpag. Haftakten ZMG), ist doch der  Wegweisungsentscheid solange nicht vollzogen, als für die Schweiz eine Rückübernahmepflicht besteht (vgl. BGer 2C_689/2014 vom 25.8.2014 E. 2.2; VGE 2016/268 vom 26.9.2016 E. 3.3, 2014/98 vom 11.4.2014 E. 3.2, 2012/79 vom 21.3.2012 E. 2.2.1; ferner Thomas Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 10.86). Ohnehin ist weder behauptet noch anzunehmen, der Beschwerdeführer habe das Land aus Beweggründen verlassen, die einen eigentlichen Bruch mit seiner Anwesenheit in der Schweiz bewirkt hätten (vgl. etwa VGE 2011/390 vom 18.10.2011 E. 3.2; Martin Businger, Ausländerrechtliche Haft, Die Haft nach Art. 75 ff. AuG, Diss. Zürich 2014, S. 100 f.).
4.
Das ZMG hat den Haftgrund gemäss Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und Ziff. 4 AuG der (tatsächlichen) Untertauchensgefahr als gegeben erachtet.
4.1 Eine Untertauchensgefahr liegt nach dem Gesetzestext vor, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass die betroffene Person sich der
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 7
Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sie der Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AuG und Art. 8 Abs. 1 Bst. a oder Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) nicht nachkommt (Ziff. 3) oder wenn ihr bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Ziff. 4). Ob eine derartige Untertauchensgefahr vorliegt, muss aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt werden. Neben den ausdrücklich genannten Fällen der  ist sie auch dann zu bejahen, wenn die betroffene Person  einmal untergetaucht ist, durch unglaubwürdige und widersprüchliche Angaben die Vollzugsbemühungen zu erschweren versucht oder sonst klar zu erkennen gibt, dass sie nicht bereit ist, in ihre Heimat zurückzukehren bzw. auszureisen. Für eine Untertauchensgefahr spricht sodann, wenn die betroffene Person straffällig geworden ist, keinen festen Aufenthaltsort hat oder mittellos ist (BGE 140 II 1 E. 5.3 [Pra 103/2014 Nr. 34], 130 II 56 E. 3.1; BVR 2016 S. 529 E. 5.2).
4.2 Der Beschwerdeführer hat sich im Asylverfahren im Jahr 2013 ohne entschuldbaren Grund geweigert, Identitätspapiere vorzuweisen ( des BFM vom 22.11.2013, unpag. Haftakten ZMG). Sodann hat er die Anordnung des BFM vom 22. November 2013 nicht befolgt, die Schweiz nach Eintritt der Rechtskraft der Wegweisungsverfügung zu verlassen. Ab dem 24. Juni 2014 war der Beschwerdeführer untergetaucht (vorne Bst. A). Weiter zeigte er sich seit der (strafrechtlichen) Inhaftierung im Juli 2016 nicht bereit, in sein Heimatland zurückzukehren (vgl. Entscheid des «Juge d’application des peines» vom 14.9.2016 betreffend bedingte Entlassung S. 3 und Protokoll ZMG vom 1.12.2016 S. 3, unpag. Haftakten ZMG). Er lehnte es dementsprechend ab, den Sonderflug vom 9. November 2016 anzutreten; die Weigerung zur Rückkehr nach Gambia hat er überdies in seinen Rechtsschriften an das Verwaltungsgericht bekräftigt. Für die  spricht weiter, dass der Beschwerdeführer mehrmals straffällig geworden ist und über keinen festen Aufenthaltsort verfügt. Bei dieser Sachlage bestehen hinreichend konkrete Anhaltspunkte, dass er sich gegen die Ausreise in sein Heimatland (erneut) zur Wehr setzen und auch versuchen könnte unterzutauchen. Das ZMG hat deshalb die  nach Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 bzw. Ziff. 4 AuG zu Recht bejaht.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 8
5.
5.1 Die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft setzt ferner deren  voraus, wobei namentlich den familiären Verhältnissen der inhaftierten Person und den Umständen des Haftvollzugs Rechnung zu tragen ist (Art. 80 Abs. 4 AuG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz nicht über . Weiter macht er weder gesundheitliche Probleme noch andere Gründe geltend, welche einer Haftanordnung entgegenstehen könnten (vgl. Protokoll ZMG vom 1.12.2016 S. 3, unpag. Haftakten ZMG). Solche sind denn auch nicht ersichtlich. Daher ist dem ZMG beizupflichten, dass sich die Haft für den Beschwerdeführer nicht als unzumutbar erweist ( Entscheid S. 3). Es fallen angesichts der festgestellten  insbesondere auch keine milderen (Zwangs-)Massnahmen wie beispielsweise eine Eingrenzung nach Art. 74 Abs. 1 Bst. a AuG oder eine regelmässige Meldepflicht bei den Migrationsbehörden nach Art. 64e Bst. a AuG in Betracht (vgl. dazu BGer 2C_722/2015 vom 29.10.2015 E. 3.2; ferner BGer 2C_787/2014 vom 29.9.2014 E. 2.2; VGE 2016/321 vom 4.11.2016 E. 5.2, je mit Hinweis auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16. Dezember 2008 über  Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger [sog. «Rückführungsrichtlinie»; ABl. L 348 vom 24.12.2008 S. 98 ff.]). Unbehelflich ist in diesem  der Wunsch des Beschwerdeführers, nach Italien verbracht zu werden, wenn er nicht hier bleiben dürfe (verbesserte Beschwerde S. 2). Da die Schweiz zwischenstaatlich nicht bewusst zu einer illegalen Einreise in einen Drittstaat Hand bieten darf und völkerrechtlich einzig der  verpflichtet ist, seine Staatsbürgerinnen und Staatsbürger  (BGE 133 II 97 E. 4.2.2; BVR 2010 S. 541 E. 4.4.4), muss, wer in ein anderes Land ausreisen möchte, nachweisen, die Voraussetzungen für eine rechtmässige Einreise in den Drittstaat zu erfüllen (vgl. Andreas Zünd, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, Art. 69 AuG N. 6). Der Beschwerdeführer wurde als gambischer Staatsangehöriger anerkannt, weshalb eine feste Ausreisemöglichkeit gegeben ist («Ergebnisse der Zen-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 9
tralen Befragung» vom 5.6.2014, unpag. Haftakten ZMG). Inwiefern er rechtmässig nach Italien ausreisen könnte, belegt er hingegen nicht.
5.3 Des Weiteren überschreitet die Ausschaffungshaft die Dauer von sechs Monaten nicht (vgl. Art. 79 Abs. 1 AuG). Haftbeendigungsgründe sind weder geltend gemacht noch erkennbar (Art. 80 Abs. 6 AuG). Es gibt sodann keine Anhaltspunkte dafür, dass die Überstellung des  nach Gambia nicht in absehbarer Zeit möglich sein wird. Davon geht auch das ZMG aus, weswegen es die Haft für lediglich zwei Monate bestätigt hat (vgl. angefochtener Entscheid S. 3). Schliesslich bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Behörden den Wegweisungsvollzug nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgen würden (Beschleunigungsgebot, Art. 76 Abs. 4 AuG). Zwar liegt zum jetzigen Zeitpunkt kein gültiges -Passer vor; das in den Akten vorhandene Dokument wurde  nur für den (Sonder-)Flug vom 9. November 2016 ausgestellt. Indes hat eine gambische Expertendelegation den Beschwerdeführer als  von Gambia anerkannt, was die rasche Ausstellung eines neuen Laissez-Passer erleichtert (vgl. Laissez-Passer vom 2.11.2016 und « der Zentralen Befragung» vom 5.6.2014, unpag. Haftakten ZMG).
6.
Der Entscheid des ZMG vom 1. Dezember 2016 hält somit der  stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist . Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer  (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).
Mit Blick auf diesen Verfahrensausgang konnte auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet werden.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.12.2016, Nr. 100.2016.352U, Seite 10