Decision ID: a452d1d6-3ecd-4914-99f3-879ebc47d5d0
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960,
war
zuletzt seit dem 1. Januar 1996 als
Kun
denmaurer
bei der
Y._
AG tätig (vgl. Urk. 11/15), als er sich am 2. November 2012 bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung (Urk. 11/1) und schliesslich am 23. November 2012 unter Hinweis auf
seit 22. August 2012 bestehende
Beschwerden im rechten Knie zum
Leistungs
be
zug
anmeldete (Urk. 11/5
Ziff. 6.2, Ziff. 11
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situa
tion
ab und teilte am 28. Mai 2013 mit, dass keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien
und
ein allfälliger Rentenanspruch geprüft werde
(Urk. 11/19).
Mit Vorbescheid vom
16. Januar 2014 stellte sie
die Zusprechung
eine
r
ganze
n
Rente ab 1. August 2013 in Aussicht (Urk. 11/29).
Auf Nachfrage der
Krankentaggeldversicherung des Versicherten
hin
(
U
rk. 11/33-34) veranlasste die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen und sprach nach durchgeführtem neuerlichen Vorbescheidverfahren (Urk. 11/85
, Urk. 11/88, Urk. 11/90) dem Versicherten
mit Verfügung vom 28. April
2016
eine befristete ganze Invalidenrente für die Zeit vom 1. Dezem
ber 2013 bis 31. Mai 2014 zu (Urk. 11/94 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 30. Mai 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 28. April 2016 (Urk. 2) und beantragte, in Abänderung der Verfügung sei ihm für die Zeit vom 1. August 2013 bis Ende November 2013 eine ganze und ab 1. Juni 2014 mindestens eine halbe Rente auszurichten. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung des Rentenanspruchs an die
Beschwerde
gegne
rin
zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
29. Juni 2016 (Urk. 10) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 15. November 2016 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess
lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch a
uf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere
setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vor
liegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Mass
gabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88
a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erheb
liche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungs
weise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hin
wei
sen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den
gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zuspre
chung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesge
richts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) ge
stützt
auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass der Beschwerde
führer seit August 2012 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt und der Beginn der einjährigen Wartezeit auf diesen Zeitpunkt festzulegen sei.
Nach Ablauf des Wartejahres bestehe ein rentenausschliessender
Invalidi
tätsgrad
von 12 %.
Seit
Dezember 2013 sei
en
ihm aufgrund einer gesund
heit
lichen Verschlechterung sodann die angestammte Tätigkeit sowie auch eine angepasste Tätigkeit infolge
einer Impressionsfraktur des rechten Knie
gelenkes nicht mehr zumutbar, weshalb ein Anspruch auf eine ganze Rente ab diesem Zeitpunkt bestehe.
Hingegen sei ab März 2014 ein verbesserter Gesundheitszustand ausgewiesen und dem Beschwerdeführer eine
behinde
rungs
angepasste
Tätigkeit im Umfang von 80 % zumutbar, was nach durch
ge
führtem Einkommensvergleich ein
en
rentenausschliessende
n
Invaliditäts
grad
von 30 % ergebe
(Urk. 2, Verfügungsteil 2 S. 2 f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1),
aufgrund des Umstandes, dass keine psychiatrische Teilbegutachtung stattge
funden habe, liege eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor
(S. 4 f.)
. Ferner könne auf
das eingeholte
polydisziplinäre
Gutachten nicht abgestellt werden, soweit deren Gutachter
ab März 2014 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten attestierten. Insbesondere hätten
sie sich nicht mit den anders lautenden Berichten der Uni
versitäts
klinik
Z._
auseinandergesetzt.
Das genaue Ausmass der heutigen Arbeits
fähig
keit könne bei seinen multiplen Beschwerden (Knie, Sprunggelenk, Rücken)
nur mit einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) abgeklärt werden
(S. 6 f.)
. Nicht nachvollziehbar sei sodann die Annahme einer Inva
lidität von 12 % vor Dezember 2013. Unerklärlich sei, weshalb vor dem Dezember 2013 eine höhere Arbeitsfähigkeit als nach März 2014 vorgel
egen
haben solle. Hätten doch die Rückenbeschwerden, aufgrund derer die
Be
schwe
r
degegnerin
eine Reduktion der Leistungsfähigkeit von 20 % ange
nommen habe, schon vor Dezember 2013 bestanden
(S. 7)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Rentenanspruch bereits ab dem 1. August 2013 bestanden hat sowie
,
ob
auch ab dem 1. Juni 2014 noch ein
renten
be
gründender
Invaliditätsgrad besteht.
3.
3.1
Das von
Dr. med
.
A._
, Praktischer Arzt, ausgestellte ärztliche Zeugnis bescheinigte dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab
dem
22. August 2012 (Urk. 11/14/19).
3.2
Die Ärzte der
B._
Klinik,
Abteilung
Rheumatologie, diagnostizierten am 2. November 2012 (Bericht vom 9. November 2012, Urk. 11/12/6-7) eine Periarthropathia genu rechts, eine arterielle Hypertonie und eine Hypercho
les
terinämie
. Sie berichteten, der Beschwerdeführer
habe
seit vier bis fünf Monaten
Knieschmerzen ohne Unfallereignis und ohne Operation (S. 1).
Am 7. Januar 2013 (Urk. 11/11/5-6) berichteten sie, dass der Beschwerde
führer mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einem komplexen regio
nalen Schmerzsyndrom (CRPS) Stadium I leide mit szintigraphisch deutlichen Zeichen einer Dystrophie, fleckförmigen Bone bruise-Arealen in Korrelation mit fleckförmiger Osteopenie und einer möglichen Fissur in der
dorso
-late
ra
le
n
Femurkon
d
yle
(Ziff. 1.1). Aufgrund der starken Knieschmerzen könne der Beschwerdeführer vorderhand und bis auf Weiteres (verlaufsabhängig) nicht mehr als Mauerer tätig sein. Ob eine Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit stattfinden könne, komme auf den weiteren Verlauf und das An
sprechen auf die Therapie an (Ziff. 1.6).
3.3
Die Ärzte
der Uni
versitäts
klinik
Z._
nannten in ihrem Bericht vom 5. November 2013
(Urk. 11/22) als Diagnosen ein
belastungsabhängiges Schmerzsyndrom im rechten Sprunggelenk (Erstdiagnose 20. August 2012), ein persistierendes Schmerzsyndrom im rechten Knie (Erstmanifestation 20. August 2012), eine arterielle Hypertonie sowie eine Hypercholesterinämie (S. 1
f.). Unter Verneinung von geistigen, psychischen oder körperlichen Ein
schränkungen bestehe seit dem 20. August 2012 und bis auf weiteres in der angestammten Tätigkeit
des Beschwerdeführers
sowie auch für schwere Tätig
keiten
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Mit einer Verbesserung
bezieh
ungsweise Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
(in einer
leichten wechselbelastenden und somit angepassten
Tätigkeit)
könne
mittelfristig
gerechnet werden (S.
1 und S.
3).
3.4
Dr. med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie und
für Allgemeine
Innere Medizin, berichtete am 12. November 2013 (Urk. 11/35) über die am 4. November 2013 erfolge Untersuchung. Er nannte die folgenden (verkürzt wiedergegebenen) Diagnosen (S. 5):
-
u
nklare belastungsabhängige Knieschmerzen rechts
(Erstdiagnose August 2012)
-
belastungsabhängige Sprunggelenkschmerzen rechts (Erstdiagnose zirka Januar 2013)
-
chronisches lumbovertebrales Syndrom seit August 2013
Dr.
C._
führte aus, beim Beschwerdeführer sei im Sommer 2012 ein unkla
rer Knieschmerz aufgetreten, der zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab dem 22. August 2012 geführt habe. Weitere bildgebende Abklärungen
hätten den Verdacht auf eine Algodystrophie (CRPS, Morbus Sudeck) erge
ben
. Eine Computertomographie-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 30. Janu
ar 2013 habe keine Hinweise auf eine frische traumatische Läsion oder auf fokale ossäre Läsionen bei leichter
medialbetonter
Gonarthrose erge
ben. Im Januar
2013 seien zunehmend die rechtsseitigen
Sprunggelenks
schmerzen
i
m
Vordergrund gestanden. Dank Gipsstiefel und Stockentlastung hätten sich die Knieschmerzen nach Angaben des Beschwerdeführers um zirka 60 % verbessert, die Fussschmerzen seien aber unverändert geblieben, weshalb die Arbeitsfähigkeit nicht habe gesteigert werden können. Zusätzlich seien im August 2013 auch
leichtgradige
,
linksseitige Knieschmerzen und linksseitige Mittelfussschmerzen sowie lumbale Schmerzen hinzugetreten.
Die im September 2013 von der Uniklinik
Z._
gestellte Diagnose könne über
nommen werden. Auf Grund des Verlaufs mit Ausbreitung der
Schmerz
symp
tomatik
müsse der Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung ge
äussert werden. Es bestehe aber kein Zweifel, dass die Beschwerden zumin
dest teilweise durch eine passagere strukturelle Veränderung (CRPS) im Knie rechts und im Sprunggel
enk rechts bedingt seien (S. 5 f.).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei der Beschwerdeführer weiterhin bis voraussichtlich Februar 2014 vollständig arbeitsunfähig. Danach sollte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit realisiert werden können (allenfalls 50 %
Leistung bei 100 % Präsenzzeit). Die Arbeitsfähigkeit sollte anschliessend schrittweise auf 100 % gesteigert werden (z.B. in 10 % Schritten alle zwei Wochen). In einer angepassten Tätigkeit gelte ab Februar 2014 eine vollständige Arbeits
fähigkeit, wobei als angepasste Tätigkeit eine leichte, wechselbelastende Tätig
keit ohne Treppensteigen, ohne längeres Gehen und ohne Kniebeugen,
Hocke
stellung
und Knien gelte (S. 6 f.). Prognostisch sei von einer deutlichen Besse
rung in drei Monaten auszugehen (S. 7).
3.5
Dr. med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
,
stellte
gestützt auf den Bericht der Uni
versitäts
klinik
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.3)
in seiner Stellung
nahme vom 14. Januar 2014 (Urk. 11/24/4) hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers fest,
dass
bei noch
instabilem Gesundheitszustand
so
wohl für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als auch für eine angepasste Tätig
keit derzeit keine Arbeitsfähigkeit
bestehe
.
In Berücksichtigung des Berichts von Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 3.4) führte er mit Stellungnahme vom 22. Mai 2014 (Urk. 11/82/2) aus, dass eine Besse
rung des Gesundheitszustandes zu erwarten sei. Darüber hinaus bringe Dr.
C._
eine psychische Komponente ins Spiel, die sich je nach weiterem Verlauf der Arbeitsfähigkeit noch als abklärungsbedürftig erweisen könnte. Es liege derzeit noch ein instabiler Gesundheitszustand vor, der eine ab
schliess
ende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zulasse.
3.6
Die Ärzte der Universitätsklinik
Z._
beantworteten am 3.
Juli
2014 (Urk. 11/54) die vo
n
der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen. Sie nannten die
folgenden
(verkürzt wiedergegebenen) Diagnosen (S. 1 f.):
-
Status nach Valgus-Trauma Knie rechts mit lateraler
Impressions
fraktur
1. Dezember 2013
-
rezidivierendes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (
Erstmani
festa
tion
Oktober 2013)
-
belastungsabhängiges Schmerzsyndrom Sprunggelenk rechts (
Erst
diag
nose
20. August 2012)
-
persistierendes Schmerzsyndrom Knie rechts (Erstmanifestation 20. August 2012)
-
arterielle Hypertonie
-
Hypercholesterinämie
-
b
eginnende
leichtgradige
demyelinisierende
Polyneuropathie
Am 1. Dezember 2013 habe sich der Beschwerdeführer bei einem
Valgus
trau
ma
Knie rechts eine laterale Impressionsfraktur zugezogen. Diese sei mittels Stockentlastung sowie Kniegelenksschiene für mehrere Wochen therapiert worden. Unter intensiven physiotherapeutischen Massnahmen mit
Muskel
auf
bau
mit im weiteren Verlauf Übergang in eine medizinische
Trainings
therapie
habe bis Mitte 2014 eine Stockentwöhnung durchgeführt werden können. Man empfehle das Abwarten des weiteren Muskelaufbaus mittels
medizinischer Trainingstherapie (
MTT
)
für weitere drei Monate, bevor eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht abgegeben werden könne (S. 1).
3.7
Am 25. November 2014 (Urk. 11/67/5-7) berichteten die Ärzte der Universi
tätsklinik
Z._
erneut der Beschwerdegegnerin.
Bei bekannten Diagnosen (vgl. vorstehend E. 3.6) führten sie hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers aus, für die bisherige Tätigkeit als Maurer bestehe voraus
sichtlich längerfristig eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für die genaue Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
sei eine EFL durchzuführen
.
Aus rein rheu
matologischer Sicht bestehe für eine leichte
,
wechselbelastende (angepasste) Tätigkeit ohne Heben von Lasten über 10 kg sowie ohne Zwang
s
haltungen in vornübergebeugter Haltung sowie ohne längeres Stehen zumindest eine
Teil
arbeitsfähigkeit
. Empfohlen w
ü
rde
n
die langsame Wiedereingliederung in den
beruflichen Alltag und gegebenenfalls Umschulungsmassnahmen (S. 2 Ziff. 2).
3.8
Der Beschwerdeführer wurde an der Begutachtungsstelle
„
E._
"
,
Universi
täts
spital
F._
, am 13. Juli 2015 neurologisch durch Dr. med.
G._
, Fachärztin für Neurologie, sowie am 15. Juli
2015 internistisch durch Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
und
rheu
matologisch durch Dr. med.
I._
, Facharzt für Rheu
ma
tologie und für Physikalische Medizin und Rehabilitation, untersucht. In ihrem Gutachten vom 25. September 2015 (Urk. 11/80) nannten sie die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24 Ziff. 6.1):
-
c
hronische, initial rechtsbetonte Knieschmerzen beidseits
-
k
linisch aktuell kein sicherer Hinweis auf CRPS I, Budapest-Kriterien nicht erfüllt
-
Skelettszintigraphie Januar 2012: Arthrose im lateralen femoro-patellären Gelenkskompartiment rechts sowie posterolateralen Femurcondylus
-
Magnetresonanztomographie (MRI) rechts vom 31. Oktober 2012: Verdacht auf dorsolaterale Femur
condylen-Fissur
-
Status nach Valgustrauma des rechten Knies mit lateraler Impressionsfraktur am 1. Dezember 2013
-
intermittierendes chronisch
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit
pseu
doradikulärer
Schmerzausstrahlung
-
MRI der L
endenwirbelsäule vom
4. Februar 2014:
breitbasi
g
e
rechts betonte
Diskus
protrusion
Lendenwirbelkörper 5/
1.
Kreuz
bei
n
wirbelkörper
mit
präforaminalem
Kontakt zur Wurzel S1 rechts
-
k
linisch kein Anhalt für S1-Radikulopathie
-
b
elastungsabhängiges Schmerzsyndrom des rechten Sprunggelenks August 2012
Weiter nannten sie als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung mit variablen Beweg
ung
sausmassen an der Wirbelsäule und an peripheren Gelenken, einen Status nach
Rota
torenmanschettenrekon
s
truktion
rechts zirka 2007, eine leichtgradige, vor
wie
gend sensible Polyneuropathie, einen Ellbogenschmerz und Schmerzen der kleinen Fingergelenke, eine Eisenüberladung, ein
en
Prädiabetes, eine arterielle Hypertonie, eine
Dyslipidämie
sowie ein
en
persistierenden
Nikotin
konsum
(S. 25 Ziff. 6.2).
Die Gutachter führten aus, im Rahmen der aktuellen rheumatologisch/neu
ro
logischen Abklärung seien die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwer
den im Bereich der unteren Extremität teilweise im Rahmen degenerativer Veränderungen und mechanischer Überlastung erklärbar. Hinweise für ein persistierendes CRPS lägen aus neurologischer Sicht aktuell nicht vor.
Bezüglich der nachweisbaren degenerativen Veränderungen im Bereich des rechten Kniegelenkes bestünden nach aktueller rheumatologischer Einschätz
ung beginnende femoropatelläre Veränderungen, bezüglich der
beklagten
Beschwerden an den Fingern beginnende Bouchard-Arthrosen. Ebenso hätten beginnende degenerative Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule
nachgewiesen werden könne
n
, aus neurologischer Hinsicht jedoch ohne Hin
weis für eine
Radikulopathie
. Insgesamt sei das Ausmass der vom Beschwer
deführer beklagten
Beschwerden
nicht vollumfänglich durch die nachweis
baren und objektivierbaren radiologischen und klinischen Befunde zu objek
tivieren, sodass von einer zusätzlichen Schmerzfehlverarbeitung auszugehen sei. Der rheumatologisch/neurologische Zustand könne seit dem Jahr 2012 als weitestgehend stabil beurteilt werden
. Wesentliche Befundänderungen –
ausgenommen die inzwischen verheilte Impressionsfraktur vom Dezember 20
13 – hätten sich nicht ergeben (S. 27). Eine Interaktion zwischen den inter
nistischen Erkrankungen und den vom Beschwerdeführer beklagten, im Vor
dergrund stehenden Schmerzen am Bewegungsapparat, läge nicht vor. Die übrigen festgestellten internistischen Diagnosen seien unter medikamentöser Therapie als stabil zu beurteilen und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 28 oben).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, die zuletzt vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als angelernter Maurer, die als körper
lich teilweise sehr schwer zu bewerten sei, könne
seit August 2012
aufgrund der nachweisbaren degenerativen Veränderungen am Bewegungsapparat
bleibend
nicht mehr ausgeübt werden. Bezüglich einer Arbeitsfähigkeit
für körperlich angepasste Tätigkeiten sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit seit
der Abheilung der Impressionsfraktur im März 2014 aus
zugehen
. Eine
20%
ige Leistungsminderung könne aus heutiger Sicht aufgrund des schmerzbedingt
erhöhten Pausenbedarfs bei nachweisbaren degenerativen Veränderungen des
Bewegungsapparates attestiert werden (S. 28).
3.9
RAD-Arzt Dr.
D._
erachtete in seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2015 (Urk. 11/82/3-5) das eingeholte Gutachten als beweistauglich und legte die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers wie folgt fest: Vollständige Arbeitsunfähigkeit als Maurer seit August 2012, vollständige Arbeitsunfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte, wechselbelastende, rückenadaptierte Tätigkeit) für die Zeit vom Dezember 2013 bis Februar 2014. Seit März 2014 bestehe eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit (reduziertes Arbeitstempo) auf Dauer. Bis zur Impressionsfraktur des rechten Kniege
lenkes im Dezember 2013 habe keine Reduktion der Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestanden (Urk. 11/82/5).
3.10
Dem Sprechstundenbericht der Universitätsklinik
Z._
vom 4. November 2015 (Bericht erstellt am 6. November 2015, Urk. 11/87/1-3; mit Beilage von früheren Berichten, vgl. Urk. 11/87/4-12) lassen sich die Diagnosen einer regredienten Periarthropathia humeroscapularis vom Supraspinatustyp rechts
(Erstmanifestation Mai 2015), ein rezidivierendes
lumbospondylogenes
Schmerz
syndrom
(Erstmanifestation Oktober 2013), ein bel
a
stungsabhängiges Schmerzsyndrom Sprunggelenk rechts (Erstdiagnose August 2012), ein persi
stierendes Schmerzsyndrom Knie rechts (Erstmanifestation 20. August 2012, u
nklare Zuordnung), ein
Status nach
Valgus
-Trauma Knie rechts
mit
lateraler Impressionsfraktur vom 1. Dezember 2013, eine arterielle Hypertonie, eine Hypercholesterinämie sowie eine beginnende
leichtgradige
demyelinisierende
Polyneuropathie entnehmen (S. 1 f.).
Die behandelnden Ärzte führten aus, sie würden das Beschwerdebild als mechanisch bedingtes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits mit degenerativen Veränderungen sowie die Knie
schmerzen im Rahmen der beginnenden Gonarthrose beidseits beurteilen (S. 3).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer leidet nachweislich seit dem 22. August
2012 an Knie
schmerzen (vgl. vorstehend E. 3.1, E. 3.2).
Zusätzlich kam es a
m 1. Dezember 2013 nach einem Valgus-Trauma zu einer rechtsseitigen Impressionsfraktur (vgl. vorstehend E. 3.6)
.
4.2
Im
polydisziplinäre
n
Gutachten der
E._
vom
25.
September 2015
(vgl. vor
stehend E. 3.8)
werden die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwe
r
deführers
eingehend
dargelegt.
Es
beruht auf den notwendigen Unter
such
ungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Es vermag sodann auch in der Beurteilung der medizinischen Situation und in den Schlussfolgerungen zu überzeugen.
D
as Gutachten
erfüllt demnach die Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an den
Beweis
wert
einer
medizinischen
Expertise
(
vgl. vorstehend E. 1.5
),
weshalb darauf
abgestellt werden
kann
.
4.3
In Bezug auf Diagnostik und Befundlage kamen
die
Gutachterpersonen de
r
„
E._
"
zum selben Schluss wie die Ärzte der Universitätsklinik
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.6)
,
nämlich
dass der Beschwerdeführer an
chro
nischen Knieschmerzen beidseits und ein
em
intermittierende
n
chronisch
lum
bovertebrale
n
Schmerzsyndrom mit
pseudoradikulärer
Schmerzausstrah
lung
leidet
.
A
uch der rheumatologische Facharzt Dr.
C._
stellte
in seinem Bericht vom 12. November 2013 (vgl. vorstehend E. 3.4) die gleichen Diag
no
sen.
Was die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anbelangt, sp
rachen
sich
die Gutachterpersonen der
„
E._
"
im September 2015 übereinstimmend mit den Einschätzungen
der Fachärzte sowie des RAD
dafür aus, dass
die
vom Beschwerdeführer
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Maurer wie auch generell schwere Tätigkeiten bleibend nicht mehr ausgeübt werden könn
t
e
n
, wovon
somit
auszugehen ist. In ein
er angepassten Tätigkeit besteht
laut
„
E._
"
-Gut
achten
seit der Abheilung der Impressionsfraktur
nach drei Monaten
eine
80%ige
A
rbeits
fähigkeit
ab März 2014 (vgl. vorstehend E. 3.8).
Retrospektiv
machten die
„
E._
"
-Gutachter jedoch keine weiteren Angaben zur Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit
(vgl. Urk. 11/80
S. 28 Ziff. 7.4 und S. 29 Ziff. 7.7).
Dass ab März 2014 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, findet auch in den
übrigen
medizinischen Berichten ihre Stütze.
Bezüglich der
Knieschmerz-Problematik und des
Schmerz
syndrom
s
ging schon Facharzt Dr.
C._
im November 2013 davon aus, dass ab Februar 2014 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit gelte, die in der Folge schrittweise gesteigert werden könne (vgl. vorstehend E. 3.4)
,
und auch die Ärzte der Uniklinik
Z._
attestierten in ihrem Bericht vom 25. November 2014 (vgl. vorstehend E. 3.7) aus rheumatologischer Sicht für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit eine Teilarbeitsfähigkeit. Nachvollziehbar ist sodann auch die
Ausführung
im
„
E._
"
-Gutachten, wonach die am 1. Dezember 2013 erlittene
Impressions
frakt
ur
nach konservativer drei
monatiger Behandlung abgeheilt
sei
, mithin bis Ende Februar 2014.
Demgegenüber vermögen h
insichtlich der Arbeits
fähig
keit die Berichte der Ärzte der Universitätsklinik
Z._
(vgl. vor
stehend E. 3.3, E. 3.6)
nicht zu überzeugen, da sie
einerseits entgegen den übrigen medizinischen Einschätzungen
keine aussagekräftigen Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angestammten Tätigkeit ent
halten
und
für die genaue Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die Durch
führung einer EFL
empfahlen
(vgl. vorstehend E. 3.7).
Andererseits ist in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von be
handelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfah
rungs
tatsache
hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre
auf
trags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien
tinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V
465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc), weshalb die Berichte ohnehin mit Zurückhaltung zu würdigen sind.
Unter Berücksichtigung dieser Darlegungen ist ab März 2014 auf einen verbesserten Gesundheitszustand respekt
ive eine
verbesserte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer ange
passten Tätigkeit zu schl
iessen, welche die Gutachter der
„
E._
"
überzeugend auf 80 % bezifferte
n,
was
vom RAD-Arzt der Beschwerdegegnerin auch bestätigt wurde (vgl. vorstehend E. 3.9)
.
Ideal angepasst erscheint aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden ärzt
lichen Beurteilungen eine leichte, wechselbelastende und
rückenadap
tierte
Tätigkeit (vgl. dazu vorstehend E. 3.4, E. 3.7-3.9).
4.4
Strittig
und zu prüfen
ist vorab der Beginn des Rentenanspruchs und damit die Frage
, ob es sich rechtfertigt,
mit der Beschwerdegegnerin
auf eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer seinem Leiden ange
passten Tätigkeit bereits ab August 2012 zu schliessen.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich auf die Einschätzung ihres RAD-Arztes
Dr.
D._
, welcher in seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2015
in einer angepassten Tätigkeit
lediglich eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom Dezember 2013 bis Februar 2014 zuerkannte (vgl. vorstehend E. 3.9).
Gestützt auf die Akten attestierte – abgesehen vom
genannten
erst nachträglich Stellungnehmenden
RAD-Arzt Dr.
D._
– kein Arzt während dieser Zeitperiode eine vollständige respektive zumindest eine
rentenan
spruchs
ausschliessende
Arbeitsfähigkeit in
ein
er
angepasste
n
Tätigkeit. Aus dem
„
E._
"
-Gutachten kann nur geschlossen werden, dass vor Dezember 2013 zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bestand. In Berück
sichtigung der zeitnahen Arztberich
te lässt sich jedoch die
beschwer
degegnerische
Annahme einer vollständigen Arbeitsfähigkeit nicht stützen. Die Ärzte der Universitätsklinik
Z._
gingen in ihrem Bericht vom 5. Novem
ber
2013
d
avon aus, dass mit einer Verbesserung respektive Wiederaufnahme einer leichten
,
wechselbelastenden Tätigkeit erst mittel
fristig gerechnet werden könne (vgl. vorstehend E. 3.3), woraus geschlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer für die Zeit davor als
auch in einer Verweistätigkeit
nicht arbeitsfähig
anzusehen war. Diese Einschätzung steht auch in Einklang mit den Erhebungen von Dr.
C._
, welcher den Beschwer
deführer am 4. November 2013 untersucht hatte und von einer Wiederher
stellung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit erst ab Februar 2014 ausging (vgl. vorstehend E. 3.4).
Angesichts dieser Schilderungen erscheint die Annahme einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
auch in einer angepassten Tätigkeit
für die Zeit von August 2012 bis Dezember 2013 respektive aufgrund der Impressionsfraktur bis Ende Februar 2014
als überwiegend wahrscheinlich
,
weshalb davon aus
zu
gehen ist
.
4.5
4.5.1
Soweit der Beschwerdeführer die Annahme einer verbesserten Arbeitsfähig
keit ab Februar 2014 in Zweifel zog und die
Zu
sprache
einer (mindestens) halben Rente auch über Ende Mai 2014 hinaus beantragt, vermögen seine
Vor
bringen
an dieser Einschätzung nichts zu
ändern:
Als aktenwidrig erweist sich
der Einwand, dass
sich die
„
E._
"
-Gutachter nicht mit den Berichten der Ärzte der Universitätsklinik
Z._
auseinande
r
gesetzt hätten (Urk. 1 S. 5). Diese Berichte (vgl. vorstehend E. 3.3, E. 3.6
-3.7
) fanden Eingang im polydisziplinären Gutachten (vgl. Urk. 11/80 S. 8 ff.) und wurden in
der
Gesamtbeurteilung
(vgl. Urk. 11/80 S. 21 f.)
wie auch
im rheumatologischen
Teilgutachten
(Urk. 11/80/38-47)
gewürdigt.
4.5
.2
Unbegründet ist sodann die Rüge, es wäre zwingend eine psychiatrische (Teil-)Begutachtung erforderlich gewesen
(Urk. 1). Der RAD
-Arzt
ging in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 2014 lediglich davon aus, dass eine psy
chische Komponente je nach Verlauf noch abklärungsbedürftig sein könnte. Die
„
E._
"
-Gutachter wiesen
ihrerseits
auf eine gewisse Diskrepanz in den
klinischen Untersuchungsbefunden hin, welche sie aber mit einer
Selbs
t
limitierung
und einer Schmerzfehlverarbeitung erklärten (Urk. 11/80 S. 21 und S. 27).
G
estützt auf die Akten, wonach keine eindeutigen Hinweise für ein relevantes psychisches Leiden vorhanden sind
sowie
aufgrund des Um
standes, dass der Beschwerdeführer nie in psychiatrischer Behandlung war,
war
eine psychiatrische Begutachtung
nicht notwendig
.
A
bgesehen davon
hätte es den Gutachtern freigestanden, eine psychiatrische Begutachtung anzuberaumen, falls sie dies
e
für nötig erachtet hätten
(vgl. BGE 139 V 349 E. 3.3)
.
Dies war offensichtlich nicht der Fall.
4.6
Somit steht nach dem Gesagten fest, dass der Beschwerdeführer seit August 2012 bis März 2014 in einer leidensangepassten Tätigkeit vollständig arbeits
unfähig war. In der angestammten Tätigkeit besteht seit August 2012 keine Arbeitsfähigkeit mehr.
Ab März 2014 ist hingegen von einer gesundheit
li
chen Verbesserung
und von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit auszugehen
.
5.
5.1
Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 201
3
respektive 2014
, abzustellen (BGE 128 V 174
, BGE 129 V 222). Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b und c
IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf
des Wartejahres
. Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbe
zahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG).
5.
2
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung de
r medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzie
len könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invali
di
tätsgrad
bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des
Einkommens
vergleichs
; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und all
fällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum
Ver
fü
gungserlass
zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Ein
kommensvergleichs
gemäss Art. 28a Ab
s. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so ge
wonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätz
ung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu be
wer
ten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad
ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli
2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
5.3
Der Beschwerdeführer war vor Eintritt des Gesundheitsschadens am 22. Au
gust 2012 seit Januar 1996 im Umfang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensums
bei der
Y._
AG als Kundenmaurer tätig gewesen (Urk.
11/15
). Es ist davon auszugehen, dass er ohne
Gesundheits
schaden
weiterhin im vollzeitlichen Umfang an seinem bisherigen Arbeits
platz tätig gewesen wäre. Da dem Beschwerdeführer die Ausübung dieser Tätigkeit und die Ausübung anderer Tätigkeit
en
bis Ende Februar 2014 nicht mehr zuzumuten war, genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades für diese Zeitspanne die Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen. Dabei resul
tiert ein Invaliditätsgrad von 100 %.
Es steht daher fest, dass
gestützt auf den erstellten medizinischen Sachverhalt (vgl.
vorstehend E. 4.6
)
ein für den An
spruch auf eine ganze Rente vorausgesetzter Invaliditätsgrad
ab August 2013 (Ablauf des Wartejahres)
erreicht wird.
5.4
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des
Rente
n
beginns
respektive hier ab der invalidenversicherungsrechtlich relevanten gesundheitlichen Verbesserung
(Revisionsgrund,
1. März 2014
) massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben
.
Der
im Zeitpunkt der invali
d
enversicherungsrechtlich relevanten gesund
heit
lichen Verbesserung (Revisionsgrund, hier 1. März 2014) durchgeführte
Ein
kommensvergleich
der Beschwerdegegnerin
gestützt
einerseits
auf die
Be
mes
sungsgrundlagen
des
ehemaligen Arbeitgeber
s
, wonach im Jahr 2011
von einem
(Validen-)
Einkommen von Fr. 74‘327.50 auszugehen
ist
(
Urk. 11/15/8,
Urk
.
11/81
)
,
und andererseits unter Heranziehung der vom Bundesamt für Statistik erhobenen Lohnstrukturerhebung LSE 2012
für die Bemessung des Invalideneinkommens (Urk. 11/81)
,
ergab
ab März 2014
einen
rentenaus
schliess
en
den
Invaliditätsgrad von 30 %
(vgl. Urk. 2, Urk. 11/81)
. Dieser
wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten und gibt
gestützt auf die Akten
auch z
u keinen Weiterungen Anlass.
Nach Ablauf des Wartejahres (August 2013) hat der Beschwerdeführer ab 1. August 2013 bis 31. Mai 2014
befristet
Anspruch auf eine ganze Inva
lidenrente
(Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG in Verbindung mit Art. 88
a Abs. 1
IVV)
.
Dies
es Ergebnis
deckt sich
ausserdem
auch mit dem ursprünglichen Vorbe
scheid vom 16. Januar 2014 (Urk. 11/29), mit welchem die
Beschwerde
geg
nerin
dem Beschwerdeführer ebenfalls eine ganze Rente ab 1. August 2013 in Aussicht
gestellt hat
.
6.
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung (Urk. 2)
daher
in dem Sinne abzuändern, dass vom 1. August 2013 bis zum 31. Mai 2014 ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung besteht.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen
.
7.
7.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invaliden
versicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Vorliegend erweisen sich Gerichtskosten von Fr. 800.-- als angemessen.
Gemäss der angefocht
enen Verfügung (Urk. 2) wurde die Ausrichtung der befristeten ganzen Rente erst ab 1. Dezember 2013 festgesetzt und bis 31. Mai 2014 befristet.
Nachdem der Beschwerdeführer die Zusprache eine
r unbefristeten Rente ab 1. August 2013 und über den 31
. Mai 2014 verlangt (Urk. 1
S. 2
), die Befristung der Rente indessen
vom 1. August 2013
bis zum
31. Mai
2014 zu dauern hat, unterliegt er im hiesigen Verfahren in einem wesentlichen Umfang. Entsprechend sind die Gerichtskosten zu drei Vierteln dem Beschwerdeführer und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin aufzu
er
legen.
7.2
Unter Berücksichtigung seines Unterliegens steht dem Beschwerdeführer eine reduzierte Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierig
keit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
Der mit Verfügung vom
15. November 2016 (Urk. 13) bestellte unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Markus Bischoff, machte mit seiner Honorarnote vom 27. Oktober 2016 einen Aufwand von 655 Minuten
(10.9 Stunden)
und Barauslagen von Fr. 150.-- exkl. Mehrwert
steuer geltend
, wobei er
darauf hinweist
, dass die Rechtsschutzversicherung
des Beschwerdeführers davon Fr. 1
‘
000.
--
respektive 3.31 Stunden à Fr. 280.--
zuzüglich Mehrwertsteuer übernehme
(Urk. 12
; vgl. Urk. 9/1
).
Der
in der Honorarnote
geltend gemachte Aufwand erscheint noch als angemessen.
Zu entschädigen ist somit ein Gesamtaufwand von
10.9
Stunden, was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.
-- und
Baraus
lagen
von Fr. 150.--
ein Honorar von
rund Fr. 2‘760.--
(inklusive Mehrwert
steuer)
ergibt. Aufgrund des nur teilweise
n
Obsiegens ist diese
s
auf Fr.
700
.--
zu reduzieren.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter ist
überdies
im Umfang von Fr. 1‘060.-- (Fr. 2‘060.-- minus Fr. 1‘000.--) aus der Gerichtskasse zu ent
schädigen.