Decision ID: 2aa6cd62-ea5c-55b6-bd23-f85a8a3b2c6a
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X und Y sind verheiratet und wohnen in A. X führt zusammen mit W ein
Treuhandbüro (Z Steuerpraxis) in B. Er wies in der Steuererklärung 2019 ein
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 129'456.– aus. Die
Veranlagungsbehörde anerkannte den Aufwand von Fr. 2'600.– für Gerichtskosten
nicht als geschäftsmässig begründet und rechnete diesen Betrag den Einkünften auf.
Die Steuerpflichtigen wurden am 30. Juni 2020 für die Kantons- und Gemeindesteuern
2019 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 116'900.– und einem steuerbaren
Vermögen von Fr. 383'000.– sowie für die direkte Bundessteuer 2019 mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 115'400.– veranlagt. Die Steuerbehörde ging von
einem Gewinnanteil aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 132'056.– aus (Fr.
129'456.– + Fr. 2'600.–). Dagegen erhoben die Steuerpflichtigen am 28. Juli 2020
jeweils Einsprache mit dem Antrag, der steuerbare Reingewinn aus selbständiger
Erwerbstätigkeit von X sei auf Fr. 129'456.– festzusetzen. Das Kantonale Steueramt
wies die Einsprachen mit Entscheiden vom 18. August 2020 ab.
B.- Am 15. September 2020 reichte X bei der Verwaltungsrekurskommission des
Kantons St. Gallen (VRK) in eigenem Namen und als Vertreter seiner Ehefrau Rekurs
und Beschwerde gegen die Einspracheentscheide des Kantonalen Steueramts vom
18. August 2020 ein. Sie beantragten, sie seien mit einem steuerbaren Reingewinn aus
selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 129'456.– (statt Fr. 132'056.–) gemäss
Steuerdeklaration zu veranlagen, namentlich seien die Kostenvorschüsse der VRK von
Fr. 600.– und des Verwaltungsgerichts von Fr. 2'000.– für die rechtliche Beurteilung
von Repräsentationsspesen und Berufskleidern zum Abzug zuzulassen, unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen. Die Vorinstanz verzichtete am 4. November 2020 unter
Hinweis auf die Begründung in den Einspracheentscheiden vom 18. August 2020 auf
eine Vernehmlassung und beantragte die Abweisung des Rekurses und der
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Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine
Vernehmlassung zur Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Steuerpflichtigen zur Begründung ihres Antrags wird, soweit
erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Kantons- und
Gemeindesteuern 2019 und der direkten Bundessteuer 2019. Hierbei handelt es sich
um verschiedene Steuern, welche verschiedenen Gemeinwesen zufliessen und welche
Gegenstand getrennter Veranlagungen und Verfahren sind. Dies bedeutet, dass zwei
Entscheide zu fällen sind, die in einem einzigen Dokument enthalten sein können – der
eine für die Kantons- und Gemeindesteuern und der andere für die direkte
Bundessteuer – mit getrennten Begründungen, wobei Verweisungen zulässig sind, und
eigenen Rechtssprüchen (Dispositiven) oder zumindest einem Rechtsspruch, der die
beiden Steuern ausdrücklich auseinanderhält (BGE 130 II 509 E. 8.3 = Pra 94 [2005]
Nr. 114). Dementsprechend werden der Rekurs und die Beschwerde in einem einzigen
Dokument behandelt und die Steuern im gemeinsamen Rechtsspruch
auseinandergehalten. Spätere höchstrichterliche Differenzierungen bezüglich Form und
Inhalt von Entscheiden (BGE 135 II 260 E. 1.3.1 und 142 II 293 E. 1.2) haben an der
Zulässigkeit dieser Vorgehensweise nichts geändert.
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum
Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der
Rekurs und die Beschwerde vom 15. September 2020 sind rechtzeitig eingereicht
worden. Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt:
StG, Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11,
abgekürzt: DBG, Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1, Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die
Beschwerde ist einzutreten.
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3.- Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren ist streitig, ob die Vorinstanz den Einkünften
aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes zu Recht mangels Nachweises der
geschäftsmässigen Begründetheit Gerichtskosten in der Höhe von insgesamt
Fr. 2'600.– aufrechnete. Diese Kosten ergaben sich daraus, dass die Steuerpflichtigen
am 3. April 2019 Rekurs bei der VRK und anschliessend Beschwerde beim
Verwaltungsgericht gegen die Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuern 2017
erhoben. In jenen Verfahren beantragten sie, es seien Repräsentationsspesen
(Berufskleider) in der Höhe von Fr. 939.70 als geschäftsmässig begründeter Aufwand
zum Abzug zuzulassen. Die VRK wies den Rekurs mit Entscheid vom 4. Juli 2019 ab
und auferlegte den Rekurrenten die Verfahrenskosten von Fr. 600.– (Verfahren I/
1-2019/63). Eine dagegen erhobene Beschwerde blieb vor dem Verwaltungsgericht
erfolglos. Im Entscheid vom 15. Oktober 2019 wurden die Steuerpflichtigen zufolge
Abweisung der Beschwerde zur Bezahlung der amtlichen Kosten Fr. 2'000.–
verpflichtet (Verfahren B 2019/169).
a) Die Vorinstanz hält in den Einspracheentscheiden vom 18. August 2020 fest, dass
zwischen der Rechtsstreitigkeit und der selbständigen Erwerbstätigkeit des
Ehemannes kein qualifiziert enger Konnex bestehe. Der Nachweis, wonach die
Rechtsstreitigkeit vorwiegend aus geschäftlichen Gründen angestrebt worden sei, sei
nicht erbracht. Die Praxis zu Kleideraufwendungen im Kanton St. Gallen sei seit Jahren
klar; die gepflegte und kostspielige Kleidung, welche die steuerpflichtige Person unter
anderem aus Rücksicht auf ihre berufliche Stellung anschaffe und die auch im privaten
Bereich verwendbar sei, falle nicht unter den Begriff der abzugsfähigen Berufskleider.
Aus der Begründung in der Veranlagungsberechnung gehe klar hervor, dass nicht nur
die direkten Steuern der natürlichen Person, sondern auch die Rechtskosten im
Zusammenhang mit den privaten Steuern gemeint seien und dass diese als
Privataufwand gelten würden. Aus diesen Gründen seien die Gerichtsgebühren als
Privataufwand zu betrachten.
b) Die Steuerpflichtigen machen demgegenüber geltend, dass in der Buchhaltung des
Treuhandbüros entgegen der Begründung in der Veranlagungsberechnung keine
direkten Steuern verbucht worden seien. Aufgrund der ordnungsgemäss geführten
Buchhaltung hätte die Vorinstanz den Gegenbeweis erbringen müssen, dass die
Gerichtskosten nicht zum Abzug zugelassen werden könnten. Die Klärung der Frage
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des Abzugs von Berufskleidern sei aus rein beruflichen Interessen erfolgt und könne
nicht dem privaten Bereich zugeordnet werden. Die aus Sicht des Treuhandbüros als
notwendig betrachtete Klärung habe aufgrund des kleinen Streitwerts, verbunden mit
hohen, nicht überwälzbaren Kosten und weil die einfache Gesellschaft kein
Rechtsmittel ergreifen könne, nur in eigenem Namen erfolgen können.
4.- a) aa) Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmässig
begründeten Kosten (sog. Gewinnungskosten) abgezogen (Art. 40 Abs. 1 StG, Art. 27
Abs. 1 DBG). In Art. 40 Abs. 2 StG und Art. 27 Abs. 2 DBG werden beispielhaft einige
typische Abzugs- bzw. Kostenpositionen aufgezählt (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 27 N 3). Nicht abziehbar sind hingegen
gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. a StG und Art. 34 lit. a DBG die Aufwendungen für den
Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch die berufliche
Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand. Unter Gewinnungskosten sind
Aufwendungen zu verstehen, die unmittelbar für die Erzielung des Einkommens
gemacht werden und in einem direkten ursächlichen Zusammenhang dazu stehen
(Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2A.252/2002 vom 4. November 2002 E. 2.1). Ob der
Aufwand zweckmässig bzw. vermeidbar gewesen wäre, spielt keine Rolle. Es ist nicht
Aufgabe der Steuerbehörden, die Angemessenheit einer geschäftlichen Aufwendung zu
überprüfen. Die geschäftsmässige Begründetheit ist vielmehr solange zu bejahen, als
ein sachlicher Zusammenhang zwischen Ausgabe und Geschäftsbetrieb besteht
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 27 DBG N 3 f.). Der Aufwand ist zu belegen
oder zumindest glaubhaft zu machen. Dies entspricht dem Grundsatz der
Beweislastverteilung, wonach die Steuerbehörde die steuerbegründenden und der
Steuerpflichtige die steuermindernden Sachverhalte nachzuweisen hat (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, II. Teil N 237 und VII. Teil N 23).
bb) Auslagen für private Verfahren zählen nicht zu den Gewinnungskosten. Sie
betreffen primär die Person des Steuerpflichtigen und nicht (oder nur mittelbar) dessen
Berufstätigkeit. Anders verhält es sich bei Verfahrensaufwand, der in erster Linie mit
der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen in Zusammenhang steht. Auslagen für einen
Prozess, womit Einkommensansprüche gesichert oder durchgesetzt werden sollen,
stellen Gewinnungskosten dar. Gleiches gilt für den Aufwand, welcher dem
Steuerpflichtigen in einem Verfahren entsteht, worin er sich beispielsweise gegen eine
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Schmälerung seines Erwerbseinkommens zur Wehr setzt (BGer 2A.90/2001 vom 25.
Januar 2002 E. 6.1 und 2C_266/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 5.3; P. Locher,
Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, I. Teil, 2. Aufl. 2019, Art.
27 N 46).
b) aa) Die Vorinstanz lehnte den Abzug der Gerichtskosten in der Höhe von insgesamt
Fr. 2'600.– als Geschäftsaufwand in der Veranlagungsberechnung vom 30. Juni 2020
ab mit der Begründung, dass nur der Geschäftsaufwand abzugsfähig sei, der für die
selbständige Erwerbstätigkeit notwendig sei. Zudem müsse ein direkter sachlicher
Zusammenhang zwischen Ausgabe und Geschäftsbetrieb bestehen. Im Gegensatz zur
juristischen Person – so die Vorinstanz weiter – seien die direkten Steuern bei
natürlichen Personen nicht abzugsfähig; diese würden private Lebenshaltungskosten
darstellen. Die Gebühren für den Rekurs und die Beschwerde im Zusammenhang mit
den privaten Einkommens- und Vermögenssteuern 2017 stellten deshalb
Privataufwand dar und keine geschäftsmässig begründeten Aufwendungen mit dem
objektiven Ziel der Ertragserzielung. Die Begründung mag zwar etwas missverständlich
und die Verbindung zum Abzug von direkten Steuern unglücklich formuliert sein. Ganz
falsch sind sie aber nicht, denn letztlich führen sowohl ein Abzug von direkten Steuern
als auch ein Abzug von geschäftsmässig nicht begründetem Aufwand zu einer
Schmälerung der Steuereinnahmen. Insgesamt geht aus der Begründung jedoch
hervor, dass die Gerichtskosten aufgrund der fehlenden geschäftsmässigen
Begründetheit nicht zum Abzug zugelassen wurden (vgl. act. 9/1.16). Da abgeänderte
Deklarationen nur gegebenenfalls in einer Fussnote kurz zu begründen sind (Zigerlig/
Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Teil N 55), kann der Vorinstanz ein Begründungsmangel
nicht vorgeworfen werden. Im Übrigen legte sie ihren Standpunkt in den
Einspracheentscheiden vom 18. August 2020 ausführlich dar.
bb) Entgegen der Auffassung der Steuerpflichtigen besteht zwischen den Kosten für
die Gerichtsverfahren und der selbständigen Erwerbstätigkeit des Ehemannes kein
sachlicher Zusammenhang. Zum einen hängt der Aufwand für ein Verfahren, das
berufliche Auslagen zum Gegenstand hat, welche aber nicht geschäftsmässig
begründet sind, mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen nicht zusammen.
Solcher Aufwand ist – gleich wie der Gegenstand des Verfahrens selbst – als
Einkommensverwendung zu qualifizieren und kann steuerlich nicht berücksichtigt
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werden (BGer 2A.90/2001 vom 25. Januar 2002 E. 6.2). Zum andern besteht im Kanton
St. Gallen – darauf hat die Vorinstanz zu Recht hingewiesen – zur Frage der
Abzugsfähigkeit von Kleiderkosten eine klare und langjährige Praxis. Und zwar fällt
Kleidung, welche die steuerpflichtige Person unter anderem aufgrund ihrer beruflichen
Stellung erwirbt und die aber auch im privaten Bereich verwendbar ist, nicht unter den
Begriff der abzugsfähigen Berufskleider (z.B. Entscheid der VRK I/1-2011/54 vom
20. Oktober 2011, im Internet abrufbar unter: www.sg.ch/recht/gerichte und dort unter
Rechtsprechung; StB 30 Nr. 1 Ziff. 3.2). Dies gilt sowohl im Bereich der
unselbständigen wie auch im Bereich der selbständigen Erwerbstätigkeit und
entspricht der Praxis bei den direkten Bundessteuern (Reich/Züger/Betschart, in:
Zweifel/Beusch [Hrsg.], 3. Aufl. 2017, Art. 27 DBG N 11). Weshalb sich die Klärung der
Frage der Abzugsfähigkeit von Berufskleidern bei einer selbständigen Erwerbstätigkeit
aus Sicht der beruflichen Tätigkeit des Ehemannes unter diesen Umständen hätte
aufdrängen sollen, ist nicht ersichtlich. Gibt es im Treuhandbüro Kunden, welche diese
Frage trotz der klaren Rechtsprechung im Kanton St. Gallen erneut gerichtlich
überprüfen lassen möchten, so hätte er als Vertreter in diesen Fällen den
Rechtsmittelweg beschreiten können. Eine Notwendigkeit, im eigenem Namen ein
Pilotverfahren anzustrengen, bestand deshalb nicht. Vielmehr lässt der Umstand, dass
der Ehemann die Verfahren vor der VRK und dem Verwaltungsgericht ausdrücklich in
eigenem Namen führte, darauf schliessen, dass dies in eigenem Interesse geschah.
Dies hat zur Folge, dass die daraus entstandenen Kosten dem privaten Bereich der
Rekurrenten und Beschwerdeführer zuzuordnen sind.
c) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht an der
geschäftsmässigen Begründetheit der Gerichtsgebühren zweifelte. Die Zweifel
vermögen die Rekurrenten und Beschwerdeführer auch im Rekurs- und
Beschwerdeverfahren nicht auszuräumen. Die Gerichtsgebühren von Fr. 2'600.–
wurden damit zu Recht nicht als geschäftsmässig begründete Kosten zum Abzug
zugelassen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass diese den Steuerpflichtigen nicht im
vollen Betrag aufzurechnen sind. Der Betrag von Fr. 2'600.– ist dem Gewinn 2019 der Z
Steuerpraxis hinzuzurechnen, der sich für das Jahr 2019 auf Fr. 261'512.– beläuft. Bei
einer hälftigen Gewinnverteilung unter den beiden Gesellschaftern (vgl. act. 2/9) ergibt
dies für die Rekurrenten und Beschwerdeführer im Vergleich zur Veranlagung und zum
Einspracheentscheid um Fr. 1'300.– tiefere steuerbare Einkünfte aus der selbständigen
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Erwerbstätigkeit des Ehemannes von Fr. 130'756.–. Die Steuerpflichtigen sind somit für
die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 mit einem um Fr. 1'300.– tieferen steuerbaren
Einkommen von Fr. 115'500.– – und zwar unter Berücksichtigung des um Fr. 26.–
höheren Abzugs für Krankheits- und Unfallkosten – sowie für die direkte Bundessteuer
2019 mit einem um ebenfalls Fr. 1'300.– tieferen steuerbaren Einkommen von Fr.
114'100.– zu veranlagen. Das steuerbare Vermögen von Fr. 383'000.– bleibt
unverändert. Dies entspricht einer teilweisen Gutheissung von Rekurs und
Beschwerde.
5.- Die amtlichen Kosten sind nach Obsiegen und Unterliegen zu verlegen (Art. 95
Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die
amtlichen Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens den Steuerpflichtigen und
der Vorinstanz je zur Hälfte aufzuerlegen. Bei den fraglichen Gerichtsgebühren handelt
es sich nicht um geschäftsmässig begründeten Aufwand. Eine Aufrechnung erfolgt bei
den Rekurrenten und Beschwerdeführern jedoch nur zur Hälfte. Obsiegen und
Unterliegen halten sich damit etwa die Waage. Eine Entscheidgebühr von je Fr. 600.–
erscheint angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die beiden Kostenvorschüsse zu je Fr. 600.–
(insgesamt Fr. 1'200.–) sind mit dem Kostenanteil der Steuerpflichtigen von insgesamt
Fr. 600.– zu verrechnen und im Restbetrag von Fr. 600.– zurückzuerstatten.