Decision ID: 034af94c-52d8-42a0-b937-11d635f1ff4b
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X ist selbständig erwerbstätig. Im Jahr 2007 lebte er von seiner Ehefrau getrennt in
G. Die Invalidenversicherung und die Pensionskasse richteten ihm für sich und seine
beiden Kinder U (geb. 1989) und V (geb. 1986) Invaliden- und Kinderinvalidenrenten
aus.
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B.- X deklarierte für 2007 ein steuerbares Einkommen von Fr. 67'179.-- und kein
steuerbares Vermögen. Die Veranlagungsbehörde nahm verschiedene Korrekturen vor.
Sie liess insbesondere den Kinderabzug von Fr. 6'800.-- und den zusätzlichen Abzug
für Versicherungsprämien und Sparzinsen von Fr. 600.-- sowie Ausbildungskosten von
Fr. 13'000.-- für V nicht zum Abzug zu und veranlagte X für die Staats- und
Gemeindesteuern 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 92'500.-- und ohne
steuerbares Vermögen. Die gegen diese Veranlagung mit dem Antrag, der
Kinderabzug, der zusätzliche Abzug für Versicherungsprämien und die
Ausbildungskosten für V seien zum Abzug zuzulassen, erhobene Einsprache wies das
kantonale Steueramt mit Entscheid vom 7. Mai 2009 ab.
C.- Gegen diesen Entscheid erhob X durch seine Vertreterin mit Eingabe vom 26. Mai
2009 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Rechtsbegehren, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben, der Kinderabzug sowie der Abzug für
Versicherungsprämien und für Ausbildungskosten für V seien zuzulassen und das
steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 auf Fr. 72'100.--
festzusetzen.
Die Vorinstanz beantragte mit nicht datierter Vernehmlassung (Eingang: 23. Juni 2009)
die kostenfällige Abweisung des Rekurses.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 26. Mai 2009 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist
einzutreten.
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2.- Umstritten ist im Rekurs einzig, ob dem Rekurrenten bei der Ermittlung des
steuerbaren Einkommens für die Staats- und Gemeindesteuer 2007 für seine im Jahr
1986 geborene Tochter V Kinderabzüge und der damit verbundene zusätzliche Abzug
für Versicherungsprämien zu gewähren sind. Unbestritten ist dabei, dass die Tochter
des Rekurrenten im Jahr 2007 an der Universität Lausanne studierte, Einkünfte aus
eigener Erwerbstätigkeit von monatlich Fr. 700.-- erzielte und monatlich vom Vater mit
Fr. 960.-- (act. 8-I/8; Fr. 950.-- gemäss Rekurseingabe, act. 1) und von der Mutter mit
Fr. 550.-- (act. 1) unterstützt wurde und die Mutter soweit erforderlich für die weiteren
Auslagen aufkam. Dass der Rekurrent über seine monatlichen Zahlungen hinaus auch
die ihm für seine Tochter zugeflossenen Kinderrenten der Invalidenversicherung von
Fr. 663.-- (act. 8-I/1.2) und der Pensionskasse von Fr. 516.50 (act. 8-I/1.3 Fr. 12'396.--
für 12 Monate und 2 Kinder) – insgesamt somit Fr. 1'179.50.-- vollständig an diese
weitergab oder Lebenshaltungskosten seiner Tochter unmittelbar selbst trug, wird
weder aus den Akten ersichtlich noch im Rekurs geltend gemacht und belegt.
Insbesondere kann dies auch nicht aus der vom Rekurrenten im Veranlagungsverfahren
eingereichten Aufstellung der Ausbildungskosten (act. 8-I/1.8) geschlossen werden, die
einzig summarisch einzelne im Zusammenhang mit der Ausbildung stehende
Ausgabenpositionen wiedergibt, ohne deren Bezahlung durch den Rekurrenten
nachzuweisen oder auch bloss zu behaupten. Von einer vollständigen Weitergabe der
Kinderrente ist auch nicht auszugehen, weil auch beim volljährigen Kind der Anspruch
auf die Kinderrente dem Bezüger der Hauptrente zusteht (vgl. Art. 35 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, SR 831.20, abgekürzt: IVG; Art. 25
des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge, SR 831.40, abgekürzt: BVG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 28 zu Art. 22 DBG).
3.- Nach Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 und 3 StG (in der Fassung nGS 42-73) werden für
die Steuerberechnung vom Reineinkommen für jedes volljährige Kind, das in der
schulischen oder beruflichen Ausbildung steht, Fr. 6'800.-- und Ausbildungskosten bis
höchstens Fr. 13'000.--, soweit sie der Steuerpflichtige selbst trägt und sie Fr. 2'000.--
übersteigen, abgezogen, wenn der Steuerpflichtige für den Unterhalt des Kindes zur
Hauptsache aufkommt.
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a) Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass sich die volljährige Tochter
des Rekurrenten im Jahr 2007 in Ausbildung im Sinn von Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 und
3 befand. Umstritten ist jedoch, ob der Rekurrent zur Hauptsache für den Unterhalt des
Kindes aufkam. Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung muss dies nicht
notwendigerweise mehr als 50% sein. Wenn der Steuerpflichtige 40% des Unterhalts
übernimmt und die restlichen 60% je zur Hälfte von Alimentenzahlungen und von
eigenem Erwerbseinkommen bestritten werden, lässt sich die Annahme rechtfertigen,
der Pflichtige komme zur Hauptsache für den Unterhalt auf. Nach dieser
Rechtsprechung kann zudem davon ausgegangen werden, dass ein eigener
Arbeitserwerb bis Fr. 6'000.-- jährlich nach Abzug der Gewinnungskosten dem Kind zur
freien Verfügung zugewiesen wird (vgl. SGE 2007 Nr. 9).
b) Die Tochter, die in Lausanne wohnt und dort an der Universität ... studiert, verdiente
im Jahr 2007 als Betreuerin in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in B,
rund 15 km ausserhalb des Zentrums von Lausanne, monatlich Fr. 700.--. Nach Abzug
der Gewinnungskosten von Fr. 1'540.-- für weitere Berufskosten (Fr. 700.-- zuzüglich
10% der Nettoeinkünfte von Fr. 8'400.--; Art. 39 StG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1
der Steuerverordnung, sGS 811.11, abgekürzt: StV) und der Kosten für auswärtige
Verpflegung und die Fahrt vom Wohn- zum Arbeitsort ergeben sich für das Jahr 2007
Einkünfte aus der eigenen Erwerbstätigkeit von weniger als Fr. 6'000.--. Deshalb ist
davon auszugehen, dass die Eltern die gesamten Unterhaltskosten getragen haben.
c) Im Rekurs ist bestritten, welche Kosten Teil des Unterhalts der Tochter des
Rekurrenten sind. Geltend gemacht wird, Lausanne stelle deren Lebensmittelpunkt dar,
da sie ausbildungs- und arbeitsbedingt den Grossteil des Jahres dort verbringe. Sie
habe eine ganzjährige Wohnmöglichkeit in einer Wohngemeinschaft von Studenten. Die
Aufenthaltstage in R/SG – in der Wohnung der Mutter – seien frei gewählt und selbst
bestimmt und stünden in keinem Zusammenhang mit der Ausbildung. Die von der
Mutter in diesem Zusammenhang erbrachten Naturalleistungen seien freiwillig und
deshalb für die Ausbildungskosten nicht relevant. Die geltend gemachten 127
Aufenthaltstage in R schienen eher unrealistisch und die Kosten dafür zu hoch und –
mangels Akteneinsicht – nicht nachvollziehbar.
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Der Mündigenunterhalt im Sinn von Art. 277 Abs. 2 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt: ZBG) richtet sich nach Art. 276 ZGB (vgl. P.
Breitschmid, in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, ZGB I, 3. Aufl.
2006, N 8 zu Art. 277 ZGB). Zum Unterhalt des Kindes gehört alles, was für seine
körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig ist (vgl. C. Hegnauer, in: Berner
Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 1997, N 32 zu Art. 276 ZBG). Der
Unterhalt umfasst – entgegen der im Rekurs vertretenen Auffassung – deshalb nicht
lediglich die Kosten der Ausbildung. Teil der Grundbedürfnisse kann bei auswärtigem
Studienort auch die Rückkehr an den Wohnort der Eltern bilden. Die mit der Rückkehr
am Wochenende und in den Ferien an den früheren Wohnort verbundenen Kosten sind
deshalb beim Unterhaltsbedarf ebenfalls zu berücksichtigen.
d) Für die Gewährung des Kinderabzugs ist schliesslich erforderlich, dass der Unterhalt
des Kindes im Wesentlichen oder in erster Linie vom betreffenden Steuerpflichtigen
erbracht wird. Soweit die tatsächlichen Auslagen nicht belegt sind, ist es zur
Bestimmung des Unterhaltsbedarfs zulässig, auf Schätzungen und Pauschalen
zurückzugreifen und von diesen abzuweichen, soweit besondere Verhältnisse vorliegen
(vgl. SGE 2007 Nr. 9). Der Beitrag des Rekurrenten an den Unterhalt der Tochter
erschöpfte sich im Jahr 2007 unbestrittenermassen in monatlichen Zahlungen von
Fr. 960.--, insgesamt Fr. 11'520.--. Dass und wie häufig sich die Tochter auch beim
Rekurrenten aufgehalten hat und inwieweit er in dieser Zeit für sie aufgekommen ist,
lässt sich dem Rekurs nicht entnehmen. Der Rekurrent kommt deshalb im Sinn der
Rechtsprechung zur Hauptsache für den Unterhalt seiner Tochter auf, wenn ihr Bedarf
nicht mehr als monatlich Fr. 1'920.-- oder jährlich Fr. 23'040.-- beträgt.
Nach den statistischen Vergleichswerten des Amtes für Jugend und Berufsberatung
des Kantons Zürich per 1. Januar 2007 (vgl. Zeitschrift für Vormundschaftswesen
61/2006 S. 324) beläuft sich der durchschnittliche Unterhaltsbedarf bei einem
Einzelkind vom 13.-18. Altersjahr auf monatlich Fr. 2'050.-- bzw. jährlich Fr. 24'600.--.
Mündige Kinder werden von dieser Tabelle nicht erfasst. Aufgrund der mit dem Alter
steigenden Kosten rechtfertigt es sich, bei diesen – unabhängig davon, wieviele Kinder
im Haushalt leben – vom höheren Ansatz für ein Einzelkind auszugehen. Nach der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist es nicht gerechtfertigt, bei mündigen
Kindern den für Pflege und Erziehung eingesetzten Betrag von Fr. 320.-- zu
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berücksichtigen (vgl. SGE 2007 Nr. 9). Die Tochter wurde im Lauf der Steuerperiode
mündig. Dementsprechend ist von einem Bedarf von monatlich Fr. 1'730.--
auszugehen.
Zu prüfen ist sodann, inwieweit die statistischen Vergleichswerte angesichts der
konkreten Umstände, wie sie aus den Akten hervorgehen, zu korrigieren sind und sich
Erhöhungen um monatlich mindestens Fr. 190.-- (Fr. 1'920.-- abzüglich Fr. 1'730.--)
rechtfertigen. Bei den Wohnkosten ist zu berücksichtigen, dass der Tochter des
Rekurrenten – was nicht unüblich ist – sowohl am auswärtigen Studienort als auch am
Wohnort eine Unterkunft zur Verfügung steht. Diesem Umstand tragen die statistischen
Vergleichswerte von monatlichen Kosten für die Unterkunft von Fr. 330.--, die von der
Unterkunft an einem einzigen Ort ausgehen, nicht ausreichend Rechnung. Die
tatsächlichen Mietkosten in der studentischen Wohngemeinschaft in Lausanne sind
nicht bekannt, jedoch ist davon auszugehen, dass mit dem statistischen Vergleichswert
selbst diese Kosten nicht gedeckt sind (vgl. www.alle-immobilien.ch neues Fenster
zum Mietzinsniveau für Zimmer in Wohngemeinschaften in Lausanne). In der
Aufstellung des Rekurrenten zu den Ausbildungskosten (act. 8-I/1.8) werden
Fr. 6'000.--, d.h. monatlich Fr. 500.--, veranschlagt. Hinzu kommt ein Anteil an der
Miete der Wohnung in R von monatlich Fr. 989.--. Eine Erhöhung des monatlichen
Bedarfs um Fr. 200.-- ist deshalb ohne Weiteres gerechtfertigt. Ebenfalls abweichend
vom durchschnittlichen statistischen Vergleichswert für Kinder bis zum 18. Altersjahr ist
angesichts des auswärtigen Studienorts von höheren Transportkosten auszugehen. Bei
Kosten einer Retourfahrt 2. Klasse mit dem Halbtax-Abonnement von Fr. 87.--
(zuzüglich Kosten des Halbtax-Abos von Fr. 150.--) und Kosten eines Junior-
Generalabonnements (bis zum 25. Altersjahr) von Fr. 2'250.--, zahlt sich das
Generalabonnement bei 25 oder mehr Fahrten zwischen R und Lausanne aus (vgl.
www.sbb.ch neues Fenster, Ticket-Shop, Tarife 2010). Deshalb rechtfertigt sich ein
monatlicher Zuschlag von rund Fr. 180.--. Bei Kosten des Generalabonnements von
Fr. 850.-- gemäss Aufstellung des Rekurrenten (act. 8-I/1.8), beliefe sich der
monatliche Aufschlag auf rund Fr. 70.--. Zusätzlich zu berücksichtigen sind sodann die
Studiengebühren von Fr. 580.-- je Semester (vgl. www.berufsberatung.ch neues
Fenster unter Kosten und Finanzierung/Studienkosten/Studiengebühren). Dieser Betrag
stimmt mit den Angaben in der Aufstellung des Rekurrenten (act. 8-I/1.8) überein und
führt zu einem monatlichen Zuschlag von knapp Fr. 100.--. Auch der Umstand, dass
http://www.alle-immobilien.ch/ http://www.alle-immobilien.ch/ http://www.sbb.ch/ http://www.sbb.ch/ http://www.berufsberatung.ch/ http://www.berufsberatung.ch/ http://www.berufsberatung.ch/
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sich die Tochter des Rekurrenten nicht durchwegs in der Familie, sondern auch
auswärts verpflegte, führt zu einer Erhöhung gegenüber den statistischen
Vergleichswerten. Insgesamt ergeben sich damit Erhöhungen von monatlich deutlich
mehr als Fr. 190.--. Allein für das Wohnen (Fr. 200.--), öffentliche Verkehrsmittel
(mindesten Fr. 70.--) und die Studiengebühren (Fr. 100.--) betragen die Erhöhungen
zusammen Fr. 370.--.
e) Insgesamt ist deshalb davon auszugehen, dass die Unterhaltskosten der Tochter
des Rekurrenten im Jahr 2007 deutlich mehr als Fr. 1'920.-- pro Monat betrugen. Mit
seinen Zahlungen von Fr. 960.-- monatlich hat der Rekurrent damit nicht zur
Hauptsache an ihren Unterhalt beigetragen. Der Kinderabzug gemäss Art. 48 Abs. 1
lit. a Ziff. 2 StG kann deshalb nicht gewährt werden.
Damit sind auch die Voraussetzungen für einen weiteren Abzug gestützt auf Art. 48
Abs. 1 lit. a Ziff. 3 StG nicht erfüllt. Abgesehen davon setzt dieser Abzug den Nachweis
tatsächlicher Kosten voraus. Wie jedoch bereits festgehalten, wird nicht geltend
gemacht, dass der Rekurrent abgesehen von den monatlichen Zahlungen zusätzlich
Ausbildungskosten übernommen hat. Unter diesen Umständen kann auch offen
bleiben, ob die konkrete Ausgestaltung des Sozialabzugs in Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 3
StG von Fr. 13'000.-- für Ausbildungskosten vor den bundesrechtlichen Vorgaben, die
in Art. 9 StHG die allgemeinen Abzüge abschliessend aufzählen, standhält (zur
Abgrenzungsproblematik vgl. M. Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht, Band I/1, 2. Aufl. 2002, N 64 ff. zu Art. 9 StHG).
Ist der Kinderabzug gemäss Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG nicht zulässig, kann auch
keine Erhöhung des Abzugs für Versicherungsprämien und Sparzinsen im Sinn von
Art. 45 Abs. 1 lit. g StG gewährt werden. Schliesslich sieht das kantonale Steuerrecht
keinen Unterstützungsabzug im Sinn von Art. 213 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes
über die direkte Bundessteuer (SR 642.11) vor.
f) Dementsprechend erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist angemessen
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(vgl. Art. 13 Ziff. 522 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist zu verrechnen.