Decision ID: dd65623a-f16c-4044-846e-2831e35737ae
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, war seit 1998 bei der
Y._
als Mitarbeiter im Innendienst tätig. Nach
mehrmaligen
Ermahnungen
und Verwarnungen
wegen Mängel
n
im Verhalten wurde dem Versicherten am 25. Oktober 2012 die Auflösung des Arbeitsverhältnisses angekündigt. Nach Ablauf der Sperrfrist
(
infolge
krankheitsbedingter Ausfälle ab dem 5. November 2012) erfolgte die Kündigung
schliesslich
am 13. Mai
2013
per
Ende
November 2013 (Urk. 6/9
/7 ff.
).
1.2
Am 22. Mai 2013 meldete sich der Versicherte bei der
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/3). Nachdem der Hausarzt des Versicherten trotz
wiederholter
Aufforderung kein
en
Bericht eingereicht hatte (vgl. Urk. 6/10 f.), verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 17. Januar 2014 mangels Vorliegen
von medizinischen
Unterlagen einen
Leis
tungsanspruch
(Urk. 6/20).
Dagegen
erhob
der Versicherte am 17. Februar 2014 beim hiesigen Gericht Beschwerde
(Urk. 6/26/3
ff.
). Mit Urteil vom 25. April 2014 wurde die Sache bei Vorliegen übereinstimmender Parteianträge zu
wei
teren Abklärungen
an die IV-Stelle zurückgewiesen (Urk. 6/30).
1.3
Die
IV-Stelle
zog in der Folge die
Akten des Krankentaggeldversicherers
bei
(Urk. 6/40),
holte Berichte bei den behandelnden Ärzten ein (Urk. 6/43, 6/44) und
veranlasste eine psychiatrische sowie eine orthopädische Untersuchung des Versicherten beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD).
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie
,
und med.
pract
.
A._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
untersuchten den Versicherten am 2. Dezember 2014 und
erstattete
n ihre Be
r
ichte am 16. Dezember 2014 (Urk. 6/49 f.).
Mit Vorbescheid vom 5. März 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
mangels eines renten
be
gründenden Invaliditätsgrades
erneut die
Verneinung
des
Rentenanspruches in Aussicht (Urk. 6/53). Dagegen
liess
der Versicherte
am 22. April 2015
Einwand
erheben
(Urk. 6/59)
,
welchen er nach mehrmaliger Fristerstreckung am 24. Juli 2015 begründete
(Urk. 6/68).
I
n der Eingabe vom 24. Juli 2015
wurde
nebst
Zusprache
einer Rente
um
Durchführung be
ruflicher
Massnahmen ersucht (Urk. 6/68/1
). A
m 14. Dezember 2015
fand deshalb
ein Gespräch
bei der
Ein
gliederungsberatung
der IV-Stelle
zwecks Wiedereingliederung
statt
.
Da d
er Versicherte anlässlich dieses Gespräches
jedoch mitteilte
,
er könne
aufgrund seiner Schmerzen keiner
Arbeitst
ätigkeit
nachgehen
(Urk. 6/71, 6/75),
wurde von
Eingliederungsmassnahmen
abgesehen
(
Urk. 6/72
). Mit Verfügung vom 6. Januar 2016 verneinte die IV-Stelle wie angekündigt einen Rentenanspruch (Urk. 2 [= 6/74]
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 8. Februar 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei ihm eine halbe Rente zuzusprechen.
Mit Beschwerdeantwort vom
14
.
März 2016
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit
Verfügung vom 1
7
.
März 2016
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
7
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts
9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135
V
465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die IV-Stelle erwog im angefochtenen Entscheid, die Abklärungen hätten erge
ben, dass dem Beschwerdeführer d
ie bisherige Tätigkeit als Y._-A
ngestellter nicht mehr zumutbar sei, in leidensangepassten Tätigkeiten jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Nach Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 13 %, weshalb ein Rentenanspruch zu verneinen sei (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber
wird beschwerdeweise
vorgebracht
, auf die Beurteilung von
RAD
-Arzt Dr.
Z._
, wonach
keine psychischen Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bestünden
, könne nicht abgestellt werden. Gestützt auf die Einschätzung
der
behandelnden Ärzte sei aus psychiatrischer Sicht von einer 50%igen Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
auszugehen
, weshalb Anspruch auf eine halbe Rente
bestehe
(Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
RAD-Arzt
Dr.
Z._
konnte
keine
psychische Störung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostizieren
. Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostizierte
er
einen Status nach Anpassungsstörung mit vorherrschender Stör
ung von anderen Gefühlen (ICD-
10 F43.23) sowie eine Abhäng
igkeit von Tabak (ICD-10 F17.2
;
Urk. 6/49/6).
Der Beschwerdeführer teilte anlässlich der Untersuchung mit, psychisch habe er keine Probleme. Er sei meistens gut gelaunt. Nur beim Thema „
Y._
“ rege er
sich auf. Er sei 15 Jahre bei der
Y._
gewesen und habe immer seine Arbeit gemacht. Jetzt habe man ihm den Schuh gegeben. Seit das Arbeitsverhältnis endgültig aufgelöst sei, rege er sich aber weniger auf (Urk. 6/49/2). Er habe im Jahr 2010 einen neuen Chef erhalten. Er habe mit ihm Qualifikationsgespräche führen müssen. Der Chef sei nicht zufrieden gewesen, er habe ihn unter Druck gesetzt, schneller zu arbeiten. Einmal habe ihn sein Chef fotografiert, wie er sein Moped mit
Y._-K
isten beladen hätte. Er habe sich regelrecht von ihm gemobbt gefühlt (Urk. 6/49/2).
Dr.
Z._
führte aus
, die psychische Problematik lasse sich auf einen
Arbeits
platzkonflikt
zurückführen und habe zumindest zu Beginn der Krankschreibung
anfangs
2013 einen reaktiven Charakter gehabt. Unter dem Druck des noch bestehenden, aber stark belasteten Arbeitsverhältnisses habe sich der Explorand Ende 2012 in psychiatrische Behandlung begeben.
Die Kündigung der Arbeits
stelle habe ihn zwar gekränkt, letztlich aber auch entlastet. Es sei davon auszu
gehen, dass die zunächst begonnene psychiatrische Behandlung aus diesem Grund auch wieder beendet worden sei. Aktuell lasse sich beim Explorand noch eine deutliche Verärgerung und Verbitterung über den letzten Arbeitgeber fest
stellen
(Urk. 6/49/6)
. In der Kindheit und Jugend würden sich
eine
Sprachent
wicklungsstörung
sowie schulische Schwierigkeiten feststellen lassen. Intellek
tuelle Einschränkungen, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit führen würden, liessen sich jedoch nicht zurückverfolgen. Der Explorand sei bislang im Alltag und bis Ende 2012 auch beruflich selbständig zurechtgekommen, er fahre Auto und habe die Staplerprüfung bestanden. Wesentliche krankheitsbedingte funkti
onelle Einschränkungen würden nicht vorliegen (Urk. 6/49/6). Der Explorand sei mit dem Chefwechsel und den neuen Anforderungen an seinem Arbeitsplatz nicht
zurechtgekommen
. Eine psychische Erkrankung habe infolge der
Arbeits
platzproblematik
reaktiv in Form einer Anpassungsstörung bestanden. Der Arbeitsplatzkonflikt habe innerbetrieblich nicht gelöst werden können und es sei zum Arbeitsplatzverlust gekommen. Hieraus habe der Explorand nun eine gewisse Verbitterung entwickelt (Urk. 6/49/6).
I
m Bericht vom 11. Februar 2013 habe Dr.
B._
eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung (Angst und Depression gemischt) gemäss ICD-10 F43.22 diagnostiziert. Diese Diagnose könne retrospektiv nachvollzogen werden. Dass, wie ebenfalls postuliert, eine Pers
önlichkeitsstörung
bestehe
, könne nicht bestätigt werden. Dagegen spreche in erster Linie die lange Zeitdauer, in welcher der Explorand ohne Beeinträchtigungen habe arbeiten können, wie auch das bislang unauffällige soziale Funktionsniveau (Urk. 6/49/7).
Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr.
Z._
aus, als
Y._-A
ngestellter hätten sich zuletzt Einschränkungen der Flexibilität und der Umstellungsfähigkeit gezeigt.
Die Anpassung an neue Regeln und Routinen sei dem Exploranden bezüglich der an ihn gestellten Erwartungen
nicht
gelungen. Diese Einschränkungen seien ressourcen-, nicht aber krankheitsbedingt. Eine gewisse Gefährdung der Arbeitsfähigkeit liege dann vor, wenn an den Beschwerdeführer zu hohe kör
perliche und geistige Anforderungen gestellt würden. Eine erneute psychische Krise und Verstärkung der Verbitterung wären die möglichen Folgen. In einer den persönlichen Ressourcen angemessenen, strukturierten und überwiegend praktisch-manuellen Tätigkeit s
ei
aus psychiatrischer Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen
(Urk. 6/49/7). Gemäss dem Bericht von Dr.
B._
sei der Beschwerdeführer ab dem 9. Januar 2013 wieder zur Arbeit gegangen, dann aber wegen Rückensch
m
erzen vom Hausarzt zu 100 % krank
geschrieben worden. Dr.
B._
habe die Arbeitsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt aus rein psychiatrischer Sicht mit 50 % beurteilt (Urk. 6/49/2)
.
R
etrospektiv
habe
vom 5. November 2012 bis 9. Januar 2013 eine volle Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestanden
und a
b dem 10. Januar 2013
eine solche von
50 %
.
A
b
wann genau sich die Arbeitsfähigkeit seit Februar 2013 bis heute genau verbessert habe, sei retrospektiv nicht mehr zu konstruieren. Allerdings habe ab Februar 2013 kein psychiatrischer Behandlungsbedarf mehr bestanden, so dass die 50%ige Arbeitsunfähigkeit längstens noch drei Monate angedauert
habe
. Ab spätestens Mai 2013 sei daher keine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen mehr anzunehmen (Urk. 6/49/7).
3.
1.
2
Anlässlich der orthopädischen Untersuchung bei RAD-Ärztin med.
pract
.
A._
berichtete
der Beschwerdeführer über Schmerzen in der Wirbelsäule, besonders von den Schu
ltern bis zur Lendenwirbelsäule
. Sitzen sei
während
45 Minuten möglich, bei längerem Sitzen komme es zu Schmerzen
.
Stehen sei zirka eine bis ein
einhalb Stunden möglich. B
eim Laufen sei er leicht eingeschränkt, dies sei aber trotz Schmerzen möglich. Er
könne nur kleine Sachen heben
. Bücken könne er sich nicht dauerhaft
, Schuhe binden
könne er
. Liegen sei in Rückenlage nur kurzfristig möglich, meist schlafe er in Bauchlage.
Er erwache jede Nacht zwei bis dreimal. Er nehme dann eine Tablette Paracetamol ein, warte zwei bis drei Stunden und könne danac
h weiterschlafen
(Urk. 6/50/1).
Med.
pract
.
A._
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
Dorsolumbalgie
mit Belastungsschmerzen bei flacher Skoliose. Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostizierte
sie Senkspreizfüsse (Urk. 6/50/7). Sie hielt dafür, bei der körperlichen Untersuchung habe sich keine wesentliche Funktionsminderung der Wirbelsäule gefunden. Die seit der Kind
heit bekannte
Skoliose habe flach und ohne wesentliche Auswirkung auf die Wirbelsäulenfunktion imponiert. Dr.
C._
habe am 30. Juli 2014 berichtet, dass 1995 eine Bandscheibenoperation durchgeführt worden sei. Der Beschwer
deführer habe jedoch keine Operation an der Wirbelsäule erwähnt. Eine typische Operationsnarbe über der Wirbelsäule sei nicht gefunden worden. Der Bericht des MRI der LWS vom 30. Oktober 2013 dokumentiere keine Narbenbildung im Bereich der LWS. Eine Nervenwurzelkompression habe sich in der MRI-Untersu
chung ebenfalls nicht gezeigt. Die klinische Untersuchung habe keinerlei Hin
weise auf neurologische Defizite ergeben. Zusammenfassend bestehe aus medi
zinischer Sicht eine Fehlstatik der Wirbelsäule bei Skoliose. Daraus resultiere eine Einschränkung der Belastbarkeit für besonders wirbelsäule
n
belastende Tätigkeiten. Der Arbeitgeberfragebogen vom 21. Juni 2013 enthalte eine sehr detaillierte Darstellung der Belastungen am bisherigen Arbeitsplatz. Zum Profil gehöre das regelmässige Tragen von Lasten bis 25 kg, das Bewegen von Lasten unter Zeitdruck, über der
Schulterhöhe
und in gebückter Haltung. Es handle sich um repetitive Tätigkeiten mit häufigen Drehbewegungen der Wirbelsäule.
D
ie bisherige Tätigkeit
sei daher
nicht mehr zumutbar (Urk. 6/50/7).
In ange
passten Tätigkeiten (körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit, ohne regel
mässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäule
n
belastende Tätigkeiten) bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/50/8).
3.2
3.2
.1
Die RAD-Untersuchungsberichte vom 16. Dezember 2015 vermögen die an
beweiskräftige ärztliche
Berichte
gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1.
3
).
Die Beurteilung
en von Dr.
Z._
und med.
pract
.
A._
beruhen
auf ausführlichen Exploration
en
, erfolgte
n
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und wurde
n
in nachvollziehbarer Weise sowie in Ausei
nandersetzung mit de
n relevanten
Vorakten
begründet.
3.2.2
Soweit die Hausärztin Dr. med.
D._
(Arztpraxis Dr. med.
C._
,
Facharzt
Innere Medizin und Nierenkrankheiten
, vgl. Urk. 6/43/3
)
in Abweichung zur Beurteilung von med.
pract
.
A._
aufgrund von Rückenschmerzen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auch in angepassten Tätigkeiten attestierte (vgl. Urk. 6/43), vermag
diese Einschätzung jene
von med.
pract
.
A._
bereits deshalb nicht zu erschüttern, da es sich dabei nicht um eine einschlägige fachärztliche Beurteilung handelt
.
Weshalb
aus somatischer Sicht
auch in angepassten Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehen sollte, wurde
von
Dr.
D._
im Übrigen
auch nicht begründet
und erscheint mit Blick auf den Bericht von med.
pract
.
A._
nicht einsichtig
.
3.2.3
Was den psychischen Gesundheitszustand betrifft,
so
führte Dr.
Z._
nachvoll
ziehbar aus, dass aufgrund einer Anpassungsstörung lediglich vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit
vorgelegen habe
und nunmehr aus
psychi
atris
cher
Sicht
keine
relevanten
Einschränkung
en
mehr best
ünden
(E. 3.1.1)
.
Er set
zte sich
auch
mit der von Dr. med.
B._
,
Fachärz
tin für Psychiatrie und Psychotherapie – welche den Beschwerdeführer vom 6. November 2012 bis 9. Januar 2013 behandelt hatte (Urk. 6/44/1) – ge
nannten
Diagnose einer Persönlichkeitsstörung auseinander und legte schlüssig dar,
weshalb diese Diagnose vorliegend nicht gestellt werden könne
. Diesbezüglich ist
im Übrigen
darauf hinzuweisen, dass Dr.
B._
zwar eine unreife Persönlichkeitsstörung diagnostizierte, diese jedoch selber als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete (Urk. 6/44/1).
Wenn
Dr. med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welchen der Beschwerdeführer nach Erlass des Vorbesche
ids am 13. Mai 2015 konsultiert hatte
(Urk. 6/67/3),
in Abweichung dazu dafürhält, entgegen der Beurteilung
von Dr.
Z._
bestehe eine deutlich
e Persönlichkeitsakzentuierung,
d
ifferentialdiagnostisch
eine Persönlichkeitsstörung
und
infolgedessen
eine 40-50%ige Einschränkung auch für rückenschonende Tätigkeiten, vermag
dies
nicht zu überzeugen
.
Inwiefern die
diagnostischen
Kriterien gemäss ICD-10 F
60 für eine Persönlichkeitsstörung
erfüllt
wären, führte Dr.
E._
nicht aus
, sondern hielt einzig dafür, das Stottern und die Ausbildungsschwierigkeiten während früherer Lebensjahre sowie das aktuelle Verhalten weise auf eine auf
fällig
e
Biographie und eine deutliche Persönlichkeitsauffälligkeit hin, welche, wie in ICD-10 F60 im Kriterium 5 beschrieben, durchaus „zu einem deutlichen subjektiven Leiden, manchmal jedoch erst im späteren Verlauf“ führen könne (Urk. 6/67/2)
.
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer über Jahre
hinweg
ohne Beeinträchtigungen
arbeiten konnte und es lediglich infolge eines
Chef
wechsels
im Jahr 2010 zu Problemen
am Arbeitsplatz
kam,
erscheint die
attes
tierte 40-50%ige
Arbeitsunfähigkeit infolge einer Persönlichkeitsstörung nicht nachvollziehbar
.
Inwiefern schliesslich
die weiteren im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
einge
reichten Akten des
F._
aus den Jahren 1969 bis 1975 (Urk. 6/67/5-25)
- welche Dr.
Z._
zur Kenntnis gebracht wurden (vgl. Urk. 6/73/2) - zu einer anderen Beurteilung Anlass geben würden, ist nicht ersichtlich.
3.2.4
Gestützt auf die Beurteilungen von Dr.
Z._
und med.
pract
.
A._
ist somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer
spätestens ab Mai 2013 in einer angepassten Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig war.
4.
4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tät
igkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
4.2
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf
die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 20. Juni 2013, wonach der Versicherte ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2013 Fr. 68‘257.-
- verdient hätte (Urk. 6/9/2 f.
).
Dies gibt zu keinen Bean
standungen Anlass.
4.3
Dass die Beschwerdegegnerin zur Bemessung des Invalideneinkommens das standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5‘210.-- für männliche Hilfs
kräfte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2012, Total in der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer) heranzog
und aufgrund des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil einen leidensbedingten Abzug von 10 % vom Tabellenlohn gewährte
(Urk. 2 S. 2)
, ist
ebenfalls
nicht zu beanstanden.
Unter Berücksichtigung der durch
schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2013 von 41,7 Stunden pro Woche
(vgl. Bun
desamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Tabelle T03.02.03.01.04.01)
sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013
(Indexstand 2188 [2012] auf 22
04
[201
3
], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsum
entenpreise
und der Reallöhne, 1976-2014, Männer)
ergibt sich ein
Invaliden
einkommen
von
Fr.
59
‘
088
.
--
(Fr. 5‘210.-- x 12 : 40 x 41,7: 2188 x 22
04 x 0,9).
4.4
Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 68‘257.-- resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr.
59
‘
088
.
--
eine Erwerbseinbusse von Fr.
9
‘
169
.--, was einem anspruchsausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet
13
% ent
spricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
5.
Die IV-Stelle hat einen Rentenanspruch somit zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
7
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).