Decision ID: 44e6fe19-a490-47a0-87a9-b02bfa9cd2c4
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1978, verheiratet, Mutter einer Tochter (gebo
ren 2003; Urk. 7/1) meldete sich am 12. Juni 2007 (Eingangsdatum) unter Hin
weis auf eine seit Sommer 2005 bestehende Borderline-Persönlichkeitsstö
rung, eine posttraumatische Belastungsstörung sowie Bulimie bei der Sozial
versicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Nach
dem die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen getätigt hatte, ver
neinte sie mit Verfügung vom 1. Juli 2008 (Urk. 7/29) einen Anspruch auf Hilf
losenentschädigung und sprach der Versicherten mit Verfügung vom 24. Juli 2008 (Urk. 7/31, Urk. 7/28 [Verfügungsteil 2]) mit Wirkung ab 1. Januar 2007 bis am 30. September 2007 eine ganze Rente und ab 1. Oktober 2007 eine unbe
fristete Dreiviertelsrente der Invali
denversicherung zu.
Mit Verfügung vom 9. Juli 2009 setzte die IV-Stelle die bisherige Dreiviertels
rente revisionsweise zufolge einer Verbesserung des Gesundheits
zustands der Versi
cher
ten und eines neu berechneten Invaliditätsgrads von gerundet 58 % per 1. September 2009 auf eine halbe Rente herab (Urk. 7/41, Urk. 7/40 [Verfü-gungs
teil 2]). Zwischen Dezember 2010 bis Ende Dezember 2013 war die Ver
sicherte bei der SWICA Gesundheitszentren AG als Gesundheitsberaterin tätig (Urk. 7/67 und Urk. 7/87). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfah
rens bestätigte die IV-Stelle am 22. Juni 2012 einen unveränderten Anspruch auf eine halbe Rente (Urk. 7/82).
Am 16. Januar 2014 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie per 1. Januar 2014 eine neue Stelle am Institut O._ angetreten habe (Urk. 7/87). Nachdem die IV-Stelle weitere erwerbliche Abklärungen getätigt hatte, setzte sie die bisherige halbe Rente mit Verfü
gung vom 12. Juni 2014 – gestützt auf einen errechneten Invaliditätsgrad von gerundet 46 % – per 1. August 2014 auf eine Viertelsrente herab (Urk. 7/102, Urk. 7/101 [Verfügungs
teil 2]).
Nachdem die Versicherte mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 6. Oktober 2015 geschieden worden war (Urk. 7/140), berechnete die IV-Stelle die Renten
höhe neu (Verfügung vom 29. Februar 2016, Urk. 7/116). Mit Verfügungen vom 3. März 2016 (Urk. 7/118, Zeitraum vom 19. Januar bis 18. Juli 2016) und 30. August 2016 (Urk. 7/128, Zeitraum 25. August 2016 bis 25. August 2017) wurde der Versicherten sodann Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche und der Erhaltung der Anstellung in Form eines Job Coachings durch die Y._ gewährt.
Am 1. Mai 2016 trat die Versicherte eine Anstellung beim Z._ an (Urk. 7/126). Nach erneuter revisionsweiser Überprüfung des Rentenanspruchs hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Dezember 2016 – nach durchgeführtem Vorbescheidver
fahren (Vorbescheid vom 19. September 2016 [Urk. 7/134], vorsorglicher Einwand vom 13. Oktober 2016 [Urk. 7/136], begründeter Einwand vom 5. Dezember 2016 [Urk. 7/139]) – die bisherige Viertelsrente der Versicherten unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 35 % auf das Ende des darauffolgenden Monats auf und entzog einer allfälligen, dage
gen erhobenen Beschwerde die auf
schiebende Wirkung (Urk. 2 [= Urk. 7/143]).
2.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 26. Januar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung. Sie sei seit der Tren
nung von ihrem Ehemann im Jahr 2013 als zu 100 % erwerbstätig zu quali
fizieren, demzufolge sei der Renten
anspruch auf eine Dreiviertelsrente, eventuell auf eine halbe Rente, zu erhöhen, subeventuell sei auf die Einstel
lung der Viertelsrente zu verzichten. Subsubeventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese anzu
weisen, die Beschwerdeführerin nochmals zu Hause zu besuchen und ihre aktuelle Lebenssituation neu zu prüfen (Urk. 1 S. 2-3). Mit Beschwerde
antwort vom 7. März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Be
schwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 7/1-145]), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. März 2017 zur Kenntnis gebracht wurde. Mit derselben Verfügung wurde das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen (Urk. 8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge
gli
che
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung
allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein
kommen
zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131
E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesent
lichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypo
thetischen) Sachverhalts bestehen
(
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3.2
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Inva
lidi
täts
grades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Renten
-
revision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit. f
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (
Art.
51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für
gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesund
heit
lichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011
vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fach
person, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahme
fällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträch
tigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in
BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733
/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilf
losigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungs
bericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Ver
sicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
weisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine
grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren ka
nn, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beur
teilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedi
zini
schen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Auf
gaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psy
chischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
1.6
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
gelt
lichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146; vgl.
Art.
27 und 27
bis
IVV in der seit dem
1.
Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom
1.
Dezember 2017, in Kraft seit
1.
Januar 2018) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (vgl. Art. 27 IVV) ermittelt. Die Inva
lidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Ein
kommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird,
wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Ge
samt
invalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten (BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde
führerin habe im Mai 2016 eine neue angepasste Stelle beim Z._ mit einem Pensum von 40 % angetreten. Diese Stelle sei ihrer Gesundheit angemessen. Hieraus ergebe sich ein veränderter Einkommens
vergleich. Der Vergleich des Einkommens in der ursprünglichen Tätigkeit mit dem
jenigen in ihrer neuen Anstellung ergebe eine Einschränkung von 37,01 %. Die Qualifikation der Beschwerdeführerin bleibe unverändert. Eine erneute Haus
haltsabklärung sei aufgrund des unveränderten Gesundheitszustands nicht ange
zeigt. Ohne Gesundheitsschaden wäre die Beschwerdeführerin laut ihren eigenen Aussagen demnach zu 60 % erwerbstätig und 40 % im Aufgabenbereich tätig. Die Einschränkung im Haushalt betrage 30,85 %. Dies ergebe einen Gesamt
inva
liditätsgrad von 35 % (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde auf den Standpunkt, aufgrund ihrer komplett veränderten Lebenssituation seit der letztmaligen Haus
haltsabklärung im Jahr 2012 könne die damalige Qualifikation nicht unbesehen auf die heutige Situation übertragen werden. Die Beschwerdeführerin sei im Unterschied zur letztmaligen Abklärung nun geschieden, die Tochter sei fast 14 Jahre alt und besuche während fünf Tagen pro Woche eine private Tagesschule. Kinderbetreuungsaufgaben seien heute nicht mehr notwendig. Aufgrund des bisherigen Lebensstandards sowie der hohen Schulkosten wäre die Beschwerde
führerin heute gezwungen, in einem 100%-Pensum zu arbeiten. Die Aktennotiz der Beschwerdegegnerin zum Telefonat mit der Eingliederungsberaterin A._, woraus die Beschwerdegegnerin eine unveränderte Qualifikation ableite, gebe die Aussage von A._ falsch wieder. Die Beschwerdeführerin habe im Rahmen des Coachings vielmehr ausgesagt, sie wäre aufgrund ihrer eigenen gesundheitlichen Probleme und nicht wegen denjenigen ihrer Tochter nicht im Vollzeitpensum tätig. Angesichts des Di Trizio-Urteils des EGMR dürfe vorliegend die gemischte Methode nicht mehr zur Anwendung gelangen, was eine Qualifi
kation als 100 % Erwerbstätige nach sich ziehe. Hinzu komme, dass sich der psy
chische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wieder deutlich verschlech
tert habe, sie sei seit 2. Januar 2017 zu 100 % arbeitsunfähig und habe sich zwischenzeitlich in stationäre psychiatrische Behandlung begeben (Urk. 1).
3.
3.1
Als Vergleichszeitpunkt
für die Frage, ob eine anspruchserhebliche Änderung des
Invaliditätsgrades eingetreten ist, ist die Verfügung vom 12. Juni 2014 (Urk. 7/
102,
Urk.
7/101 [Verfügungsteil 2]) massgebend
,
womit die halbe Rente auf eine Vier-tels
rente herabgesetzt wurde
. Im Rahmen dieses Revisionsverfahrens wurde eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab
klärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung vorgenommen wurde (vor
stehend E.
1.3.2
). In medizinsicher Hinsicht lag dieser
Verfügung im Wesentlichen folgender Bericht zugrunde:
3.2
Dem von
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
C._,
zu Händen der Beschwerdegegnerin verfassten Bericht vom
3.
November 2011 kann entnommen werden, die Beschwerdeführerin leide an einer schweren komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-1
0 F62.0; Differentialdiagnose: e
motional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline
-T
yp) sowie an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.1) (
Urk.
7/69/1-2).
Der behandelnde Psychiater führte aus, in ihrer Tätigkeit als Pflegefachfrau schätze er die Beschwerdeführerin nach wie vor als zu 100 % arbeitsunfähig ein, weil der intensive zwischenmenschliche Kontakt sowie vor allem auch der körperliche Kontakt destabilisierend und der freie Zugang zu Medikamenten vor allem in Krisenzeiten sehr ungünstig wären. Insgesamt sei es seit circa Sommer/Herbst 2010 zu einer leichten Stabilisierung des Zustandes gekommen, so dass er die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit, in der oben genannte Faktoren wegfielen und bei der sie sich ihre Arbeit weitgehend selber einteilen könne, seit anfangs Dezember 2010 zu 20 % arbeits
fähig einschätze. Eine weitere Steigerung der Arbeit würde die neu gewonnene Stabilität gefährden (Urk. 7/69/1).
3.3
3.3.1
I
m Bericht vom 3
0.
September 2015 zu Händen der Beschwerdegegnerin
führte Dr. B._
aus, die Beschwerdeführerin leide an einer komplexen posttrauma
tischen Belastungsstörung (ICD-10 F62.0) sowie einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig stabil (ICD-10 F33.4). Der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin habe sich leicht verbessert, unterliege jedoch nach wie vor starken Schwankungen. Teilweise träten auch Krisen auf, diese seien jedoch nicht mehr so ausgeprägt wie früher. In der bisherigen Tätigkeit könne die Beschwerde
führerin, was jedoch schwierig zu beurteilen sei, vier bis fünf Stunden pro Tag arbeiten, je nach Belastungssituation auch mehr oder weniger. Aktuell arbeite sie als Impfassistentin. In einer angepassten Tätigkeit vermöge die Beschwerde
füh
rerin mehr als in der bisherigen Tätigkeit zu arbeiten, vor allem, wenn keine
Trigger-Situationen bezüglich der posttraumatischen Belastungsstörung bestün
den
(Urk. 7/109/5-6).
3.3.2
Die Ärzte des D._ hielten zu Händen von Dr. B._ mit be
schwerdeweise eingereichtem Bericht vom 30. November 2016 fest, die Beschwer
deführerin sei vom 21. bis 22. November 2016 zum achten Mal im D._ stationär behandelt worden. Sie sei per fürsorgerischer Unterbringung bei nicht ausschliessbarer Suizidalität eingetreten. Die Beschwerdeführerin habe sich in der Eintrittssituation jedoch klar und deutlich von akuter Suizidalität distanziert. Es bestehe kein Anhalt für Fremdgefährdung (Urk. 3/10).
4.
4.1
Anhand der vorhandenen Akten ist ausgewiesen und grundsätzlich unbestritten, dass sich
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
bis zum Erlasse der angefochtenen Verfügung
zumindest
nicht verschlechtert hat. Laut den Fest
stel
lungen von
Dr. B._
hat sich
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
viel
mehr
ein
e leichte Verbesserung ergeben.
4.2
Die Beschwerdeführerin lässt zwar vorbringen, ihr Gesundheitszustand habe sich wieder deutlich verschlechtert. Sie habe vom
2.
bis 1
3.
Januar 2017 in einer psychiatrischen Klinik hospitalisiert werden müssen. Da
zu
ist zu bemerken
, dass der Erlass des angefochtenen Entscheids rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis darstellt (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen). Daher sind nur diejenigen tatsäch
lichen Umstände zu berücksichtigen, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet haben. Die mit den eingere
ichten Berichten (3/11-12, Urk.
3/14) dokumentierten Klinikaufenthalte können dementsprechend nicht mehr
in die Entscheidfindung mit
einbezogen werden. Selbst wenn diese Berichte jedoch in die Entscheidfin
dung einflössen, ergäbe sich daraus keine invalidenversicherungsrechtlich mass
g
e
bende Verschlechterung des Gesundheitszustands, weil darin von einer seit zwe
i bis drei Jahren stabilen Situation die Rede ist (
Urk.
3/10 S. 1) und
keine wesent
liche Verschlechterung des Gesundheitszustands beschrieben wird.
Vielmehr
ist den Berichten zu entnehmen, dass die zur stationären Behandlung Anlass geben
den Gründ
e
in soziokulturellen Faktoren zu sehen sind, welche invalidenver
sicherungsrechtlich nicht massgebend sind (
Urk.
3/11-12
;
BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2
).
4.3
Somit kann festgehalten werden, dass aus psychiatrischer Sicht bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung zumindest keine Verschlechterung des Gesund-heits
zustands eingetreten ist. Ob von einer massgeblichen Verbesserung des Ge
sundheitszustands auszugehen wäre, kann vorliegend offengelassen werden, da – wie nachfolgend zu zeigen ist - jedenfalls ein erwerblicher Revisionsgrund gegeben ist, der zur Aufhebung der Rente führt.
5.
5.1
Am 16. Januar 2014 teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin mit, dass sie per 1. Januar 2014 eine neue Stelle am Institut O._ angetreten habe (Urk. 7/87). Den Lohnabrechnungen für die Monate Februar und März 2014 – welche nachschüssig abgerechnet würden – und dem Stundenrapport für den Monat März 2014 ist zu entnehmen, dass die Beschwer
de
führerin in diesen drei Monaten durchschnittlich 49,35 Stunden gearbeitet hatte. Bei einem Stundenlohn von Fr. 33.-- errechnete die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Herabsetzung der bisherigen halben Rente auf eine Viertelsrente mit Verfü
gung vom 12. Juni 2014 ein Invalideneinkommen von Fr. 21'622.-- und einen Invaliditätsgrad von gerundet 46 % (vgl. Einkommensvergleich vom 7. April 2014 [Urk. 7/96).
5.2
Am 1. Mai 2016 trat die Beschwerdeführerin eine Anstellung beim Z._ an. Laut Anstellungsverfügung vom 5. April 2016 (Urk. 7/126) sowie den ergänzenden Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 31. August 2016 (Urk. 7/131) erzielte die Beschwerdeführerin in ihrer neuen Anstellung im 40%-Pensum ein monat
liches Einkommen von Fr. 2'430.75, zuzüglich 13. Monatslohn. Der Ein
kommens
vergleich der Beschwerdegegnerin vom 19. September 2016 (Urk. 7/133) wurde nicht bestritten und ist auch nicht zu beanstanden, weshalb von einem Validen
einkommen von Fr. 50’168.95 und einem Invalideneinkommen von Fr. 31'599.75 auszugehen ist.
5.3
Im Vergleich zum Invalideneinkommen und dem absolvierten Pensum beim Erlass der Verfügung vom 7. April 2014 vermag die Besc
hwerdeführerin zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 1
6.
Dezember 2016 bei vollständiger und zumutbarer Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ein 40%iges Pensum und ein um rund
Fr.
10'000.-- höheres Invalideneinkommen zu erzielen. Mit dieser wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse liegt ein erwerblicher Revisionsgrund vor
(vgl. auch Art. 31 IVG,
B
GE 141 V 9 E. 2.3).
6.
6.1
Unbestritten und keinen Anlass zu Weiterungen gibt die mit Abklärungsbericht vom 2. April 2012 festgestellte Einschränkung im Aufgabenbereich von 30,85 % (vgl. Urk. 7/75/7).
Strittig und zu prüfen bleibt
jedoch
die Statusfrage
.
6.2
6.2.1
Am 5. März 2008 erfolgte die erstmalige Abklärung der beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit in Beruf und Haushalt. Dem Bericht vom 20. März 2008 (Urk. 7/18) kann entnommen werden, die Beschwerdeführerin habe angegeben, wenn sie bei guter Gesundheit wäre, so würde sie bis heute (März 2008) zu 40 % erwerbstätig sein. Daneben würde sie sich um die Kinderbetreuung kümmern und den Haushalt führen (Urk. 7/18/2). Den Angaben der Beschwerdeführerin entsprechend qualifi
zierte die Abklärungsperson die Beschwerdeführerin als zu 40 % im Erwerbs- und zu 60 % im Aufgabenbereich tätig (Urk. 7/18/5). Am 11. Mai 2009 erging ein weiterer Haushaltsabklärungsbericht (Erhebung vom 8. Mai 2009). Die Abklä
rungsperson hielt darin fest, die Beschwerdeführerin habe ihr mitgeteilt, dass sich bei der Frage nach dem hypothetischen Umfang der Erwerbstätigkeit ohne Behin
derung keine Änderungen ergeben hätten und die Beschwerdeführerin ihr mit-geteilt habe, dass sie weiterhin 40 % gearbeitet hätte und dies auch gerne wieder tun würde (Urk. 7/35/3).
6.2.2
Im aktuellsten Bericht zur Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 2. April 2012 (Erhebung vom 22. März 2012) gab die Beschwerdeführerin laut den Angaben der Abklärungsperson an, die Tochter sei nun 9 Jahre alt und habe eine Tagesmutter, zu der sie sehr gerne gehe. Ihr Ehe
mann könne sich seine Arbeitszeiten selber einteilen und könnte zu Zeiten, in denen die Beschwerdeführerin arbeite, zuhause bleiben. Sie selber habe immer sehr gerne gearbeitet und könnte in ihrem angestammten Beruf Schichten arbeiten, die ihrem Familienleben entgegenkämen. Deshalb würde sie heute bei guter Gesundheit zu 60 % arbeiten wollen. Die Abklärungsperson hielt die Anga
ben der Beschwerdeführerin für plausibel. Diese seien aufgrund der sozialen Um
stände sehr gut nachvollziehbar. Die Tochter wäre auch in der Ferienzeit entweder bei der Tagesmutter oder aber bei den Kindseltern gut betreut durch deren flexible Arbeitszeiten (Urk. 7/75/3).
6.3
6.3.1
Im Rahmen der vorliegenden Revision nahm die Beschwerdegegnerin keine erneute Abklärung der Einschränkung im Aufgabenbereich vor, was nicht zu bean
standen ist, zumal eine massgebliche Änderung der Verhältnisse – wie vor
stehend ausgeführt – einzig in den erwerblichen Verhältnissen eingetreten ist. Insbesondere besteht kein Anlass dazu, die Statusfrage neu zu beurteilen.
6.3.2
Zwar machte die Beschwerdeführerin geltend, die heutige Situation sei nicht ver
gleichbar mit derjenigen im Jahr 2012: sie sei nun geschieden und die Tochter 14 und nicht mehr neun Jahre alt, sie besuche eine private Tagesschule, weshalb Kinderbetreuungsaufgaben heute nicht mehr notwendig seien und ausserdem zwinge der bisherige Lebensstandard die Beschwerdeführerin dazu, im 100%-Pensum zu arbeiten (Urk. 1 S. 6-9). Dem ist entgegenzuhalten, dass die Tochter der Beschwerdeführerin bereits bei der letzten Abklärung im Haushalt im Jahr 2012 von einer Tagesmutter betreut wurde. Die Tatsache, dass sie zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung eine private Tagesschule (vgl. Urk. 3/5-7) besuchte, ist somit nicht als eine in dem Sinne unterschiedliche Situation zu würdigen, dass davon auszugehen wäre, Betreuungsaufgaben würden keine mehr anfallen. Gleiches gilt für das Alter der Tochter, da unabhängig davon ob diese neun oder 14 Jahre alt ist, ein Betreuungsaufwand anfällt, insbesondere angesichts dessen, dass die Tochter gesundheitliche Probleme hat (vgl. Urk. 3/4 zum Gesundheits
zustand der Tochter), weshalb ohnehin von einem überdurchschnittlichen Auf
wand auszugehen ist. Auch aus der Scheidung von ihrem Ehemann oder aufgrund der hohen Kosten der privaten Tagesschule lässt sich nicht ohne weiteres ableiten, dass die Beschwerdeführerin heute ein 100%-Pensum absolvieren würde, zumal in den Akten von einer neuen Partnerin die Rede ist, mit welcher die Beschwer
deführerin gemeinsam lebt (Urk. 3/10 S. 2) und die Beschwerdeführerin nachehe
lichen Unterhalt für sich in Höhe von Fr. 3’100.-- monatlich und für ihre Tochter in Höhe von mindestens Fr. 500.-- monatlich zuzüglich der Hälfte der ausseror
dent
lichen Kinderkosten wie grössere Zahnarztbehandlungen, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc. erhält (Urk. 3/3).
Gegen eine andere Beurteilung der Statusfrage spricht sodann, dass die Beschwer-deführerin im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen selbst mehrfach zum Ausdruck gegeben hat, dass sie auch ohne Gesundheitsschaden ein 60%-Pensum absolvieren würde (Urk. 7/130/4, Urk. 7/125/3-4). Dabei ist insbesondere auf den Coachingbericht der Y._ vom 27. Juli 2016 zu verweisen (Urk. 7/125), worin die Eingliederungsberaterin A._ festhielt, die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie könne aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten als sie dies momentan tue. Sie benötige viel Zeit, um sich zu entspannen und für ihre Therapien. Zusätzlich sei sie durch die Betreuung ihrer Tochter, die ebenfalls gesundheitliche Probleme habe, stark belastet (Urk. 7/125/4). Dieselbe Feststel-lung machte die Eingliederungsberaterin bereits anlässlich des Telefonats mit der Beschwerdeführerin vom 13. April 2016. Die Eingliederungsberaterin verfasste als Aktennotiz, die Beschwerdeführerin würde gerne zu 100 % arbeiten, sie müsse sich jedoch noch den Aufgaben als Mutter eines Kindes mit gesundheitlichen Problemen widmen (Urk. 7/130/4).
Inwiefern Hinweise dahingehend bestehen sollen, dass es sich bei der Aktennotiz der Eingliederungsberaterin vom 13. April 2016 um ein Missverständnis bezieh
ungs
weise Falschzitat handeln sollte, ist nicht ersichtlich (Urk. 1 S. 9-12). Das beschwerdeweise aufgelegte E-Mail der Eingliederungsberaterin vom 23. Januar 2017 vermag die Angaben der Beschwerdeführerin nicht in Zweifel zu ziehen (vgl. Urk. 3/9). Selbst wenn jedoch von einem Missverständnis im Rahmen des Telefonats vom 13. April 2016 ausgegangen würde, änderte dies nichts daran, dass die Eingliederungsberaterin im Coaching-Bericht vom 27. Juli 2016 erneut angab, die Beschwerdeführerin habe ausgesagt, durch die Betreuungsaufgaben stark belastet zu sein; dies obwohl die Tochter der Beschwerdeführerin die private Tagesschule besucht (Urk. 7/125/4). Überdies sind den im Rahmen des Verwal
tungs
verfahrens gemachten Aussagen der Beschwerdeführerin beweismässig ein höheres Gewicht als denjenigen in der Beschwerde beizumessen, da diese als von versicherungsrechtlichen Überlegungen noch nicht geprägte Aussagen der ersten Stunde zu werten sind (BGE 121 V 45 E. 2a, 1
15 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerde
-
füh
rerin ohne Gesundheitsschaden heute nicht einem vollzeitlichen Pensum nach
gehen würde. Die unveränderte Qualifikation der Beschwerdeführerin als Teilzeit
er
werbstätige (60
%
)
mit Betätigung im Aufgabenbereich (40 %) erfolgte dem
nach zu Recht.
7.
7.1
Zur Berechnung des Invaliditätsgrads ist anzumerken, dass die gemischte Inva
liditätsbemessungsmethode nicht per se konventionswidrig ist, sondern nur dann, wenn die revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente infolge Statuswechsel allein aus familiären Gründen (wie die Geburt von Kindern und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums) in Frage steht. Namentlich ist diese Methode der Invaliditätsbemessung in
–
infolge einer
Verän
derung des Gesundheitszustands oder der Einkommensverhältnisse der versicher
-
ten Person
durchgeführten – Revisionsverfahren
weiterhin anwendbar
, wenn die zugesprochene Rente bereits mit der gemischten Methode bemessen wurde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_462/2017 vom 3
0.
Januar 2018 E. 5.2, mit weiteren Hinweisen).
7.2
Die Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin
mittels gemischter Methode
ergab einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 35
%
, was im Ergebnis nicht Anlass zur Korrektur gibt. Demzufolge wurde
die
Invalidenrente zu Recht
aufgehoben
.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.