Decision ID: 8356e5cf-4120-42ab-8b35-1dea0240b69b
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 28. März 2022 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass er am 4. April 2022 der im Bundesasylzentrum (BAZ) B._ täti-
gen Rechtsvertretungsorganisation Vollmacht erteilte,
dass dem Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 11. Ap-
ril 2022 das rechtliche Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit Polens und
zu seinem Gesundheitszustand gewährt wurde,
dass gemäss Visa-Informationssystem (CS-VIS) dem Beschwerdeführer
am (...) von Polen ein von (...) bis (...) gültiges Visum ausgestellt wurde,
dass das SEM gestützt hierauf am 12. April 2022 die polnischen Behörden
um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte, die das Ersuchen am
31. Mai 2022 guthiessen,
dass das SEM mit Verfügung vom 23. August 2022 (eröffnet am 25. August
2022) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen
Wegweisung aus der Schweiz nach Polen anordnete, eine Ausreisefrist an-
setzte, den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung beauf-
tragte, die editionspflichtigen Akten aushändigte und feststellte, der Be-
schwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. September 2022 unter Bei-
lage eines bereits aktenkundigen Arztberichts der Psychiatrischen Dienste
der (...) vom 22. August 2022 beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde einreichte,
dass er beantragte, die Verfügung des SEM vom 23. August 2022 sei auf-
zuheben und dieses sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten so-
wie das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen,
dass eventualiter die angefochtene Verfügung des SEM zur rechtsgenüg-
lichen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an das SEM zurückzu-
weisen sei,
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dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien anzuwei-
sen, von einer Überstellung nach Polen abzusehen, bis das Bundesver-
waltungsgericht über die aufschiebende Wirkung entschieden habe,
dass die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung
eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen des SEM entscheidet (vgl. dazu Art. 105 des Asylgesetzes [AsylG,
SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass sich die Kognition des Gerichts beziehungsweise die zulässigen Rü-
gen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist
(Art. 48 Abs. 1 VwVG), seine Eingabe den formellen Anforderungen an
eine Beschwerde genügt (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und er seine Beschwerde
fristgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 3 AsylG), womit auf diese einzu-
treten ist,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die
Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE
2017 VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2),
dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich
unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-
keit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines zweiten Richters
zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
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dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht eine Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an das SEM be-
antragt, weil der Sachverhalt – im Hinblick auf die Anwendung der Souve-
ränitätsklausel – unvollständig festgestellt worden sei,
dass er zudem rügt, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt,
indem sie sich weder mit der aktuellen Situation von Asylsuchenden in Po-
len noch mit seinem individuellen Gesundheitszustand auseinandergesetzt
habe,
dass jedoch weder eine Gehörsverletzung noch eine unvollständige oder
fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung aus den Akten hervorgeht,
dass die Vorinstanz vor Redaktion der angefochtenen Verfügung sowohl
die jeweiligen Antworten des Pflegefachpersonals als auch den Arztbericht
abwartete,
dass weder der Arztbericht noch die Antworten des Pflegefachpersonals
auf ein Krankheitsbild schliessen lassen, das im vorliegenden Verfahren
weitere medizinische Abklärungen notwendig gemacht hätte,
dass der mit Eingabe der Rechtsvertretung vom 20. April 2022 erneut ge-
stellte Antrag auf eine psychologisch-psychiatrische Untersuchung hieran
nichts zu ändern vermag,
dass die medizinischen Vorbringen und Unterlagen in der angefochtenen
Verfügung ferner ausreichend gewürdigt wurden, indem sich die
Vorinstanz mit den medizinischen Gegebenheiten (wesentliche Gesund-
heitsprobleme des Beschwerdeführers sowie völkerrechtliche Verpflichtun-
gen Polens) ausreichend auseinandergesetzt hat (vgl. angefochtene Ver-
fügung S. 2 [Sachverhalt] und 4 f. [Erwägungen]),
dass deren Würdigung in Bezug auf die Anwendung der Souveränitäts-
klausel (Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999
[AsylV 1, SR 142.311] i.V.m. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO) im Übrigen ma-
terieller Natur ist,
dass die Begründung in der angefochtenen Verfügung auch sonst nicht zu
beanstanden ist,
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dass die formellen Rügen vor diesem Hintergrund unbegründet sind, wes-
halb eine Rückweisung an die Vorinstanz ausser Betracht fällt und das
Eventualbegehren abzuweisen ist,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass das SEM zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates
die Zuständigkeitskriterien nach der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-
gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der
für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen
in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-
ständig ist (Dublin-III-VO) prüft,
dass, wenn diese Prüfung zur Feststellung führt, dass ein anderer Mitglied-
staat für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, das SEM, nachdem
der betreffende Mitgliedstaat einer Überstellung oder Rücküberstellung ex-
plizit oder implizit zugestimmt hat, auf das Asylgesuch grundsätzlich nicht
eintritt (vgl. BVGE 2015/41 E. 3.1),
dass die Vorinstanz anhand des CS-VIS zu Recht die Zuständigkeit Polens
erkannte und die polnischen Behörden – gestützt auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-
III-VO – um Übernahme ersuchte,
dass die polnischen Behörden diesem Gesuch am 31. Mai 2022 zustimm-
ten,
dass damit die Zuständigkeit Polens grundsätzlich gegeben ist,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a
Abs. 3 AsylV 1konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss die-
ser Bestimmung aus humanitären Gründen auch dann behandeln kann,
wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
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dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des rechtlichen Gehörs vom
11. April 2022 mit der Begründung gegen eine Überstellung nach Polen
aussprach, im Nachbarland herrsche Krieg,
dass er weiter ausführte, es gehe ihm gesundheitlich gut, er sei jedoch
wegen eines Juckreizes einmal bei der Pflege gewesen und könne nachts
nicht schlafen; er leide aufgrund des Erlebten in der Heimat immer noch an
einem Schock,
dass er diesbezüglich auf Beschwerdeebene ergänzt, er leide an einer
posttraumatischen Belastungsstörung und befinde sich in medikamentöser
Behandlung, es sei dokumentiert, dass er an einer ausgeprägten Schlaf-
störung sowie Flashbacks leide und eine weiterführende ambulante Be-
handlung indiziert sei,
dass er in der Beschwerde weiter ausführt, es gebe in Polen Berichten zu-
folge massive Probleme beim Zugang zu Terminen und zu medizinischen
Behandlungen, hinzu komme die mangelnde interkulturelle Kompetenz
und Fremdsprachenkenntnis des Gesundheitspersonals; gemäss einer
weiteren Quelle sei übrigens das gesamte polnische Gesundheitssystem
in einer schlechten Verfassung,
dass aufgrund der Aktenlage indessen keine Sachverhaltsumstände er-
sichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen eine Wegweisung in
den zuständigen Dublin-Vertragsstaat sprechen würden,
dass Polen Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden kann, Polen anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
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dass die Beschwerdeausführungen hieran nichts zu ändern vermögen und
– auch unter Berücksichtigung der Flüchtlingsströme aufgrund des aktuel-
len Ukraine-Konflikts – ebenfalls keinen Anlass zur Annahme geben, der
Beschwerdeführer wäre in Polen ernsthaft gefährdet,
dass auch die belegten gesundheitlichen Probleme kein Hindernis für seine
Überstellung nach Polen darstellen, zumal Polen über eine ausreichende
medizinische Infrastruktur verfügt und keine Hinweise vorliegen, wonach
Polen dem Beschwerdeführer in der Vergangenheit eine medizinische Be-
handlung verweigert hätte oder zukünftig verweigern würde,
dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen
Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK
darstellen kann,
dass dies insbesondere der Fall ist, wenn die betroffene Person sich in
einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in
Todesnähe befindet, nach einer Überstellung mit dem sicheren Tod rech-
nen müsste und dabei keinerlei soziale Unterstützung erwarten könnte (vgl.
BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis des Europäi-
schen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]),
dass ein Verstoss gegen Art. 3 EMRK gemäss Praxis des EGMR aber
auch vorliegen kann, wenn eine schwer kranke Person durch die Abschie-
bung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Zielstaat –
mit einem realen Risiko konfrontiert würde, einer ernsten, raschen und un-
wiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ausge-
setzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkür-
zung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili
gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–
193 m.w.H.),
dass dies im vorliegenden Fall für die Situation des Beschwerdeführers,
der an einer posttraumatischen Belastungsstörung und ausgeprägten
Schlafstörungen mit Flashbacks leidet – auch im Lichte der von ihm zitier-
ten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (vgl. Beschwerde
S. 7) – nicht zutrifft,
dass auch der mit der Beschwerde eingereichte, bereits aktenkundige und
von der Vorinstanz zutreffend berücksichtigte ärztliche Bericht der Psychi-
atrischen Dienste der (...) vom 22. August 2022, in welchem die posttrau-
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matische Belastungsstörung mit ausgeprägten Schlafstörungen und Flash-
backs bestätigt und festgehalten wird, dass zweimal wöchentlich eine am-
bulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erfolgt sei und
Medikamente verordnet worden seien, wobei eine weitere ambulante Be-
handlung indiziert sei, nicht zu einer anderen Einschätzung zu führen ver-
mag,
dass der Beschwerdeführer ausserdem aus den in der Beschwerde zitier-
ten Berichten (vgl. z. B. AIDA Asylum Information Database, Bericht 2021,
Update Mai 2022), die gewisse Mängel beim Zugang zur Gesundheitsver-
sorgung in Polen beschreiben, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten ver-
mag, sondern vielmehr selber darlegt, dass die medizinische Versorgung
von Asylsuchenden in Polen die Behandlung psychischer Leiden mitum-
fasst (vgl. Beschwerde S. 6),
dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten
Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-
mung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerdeführen-
den Rechnung tragen und die polnischen Behörden vorgängig in geeigne-
ter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren wer-
den (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO; vgl. auch entsprechende Aufforderung in
der Übernahmeerklärung der polnischen Behörden [SEM-eAkten 28/1]),
dass das SEM in der angefochtenen Verfügung denn auch festhielt, dass
die mit der Überstellung beauftragten Behörden den besonderen Bedürf-
nissen des Beschwerdeführers – einschliesslich die der notwendigen me-
dizinischen Versorgung, auch in Bezug auf die Corona-Problematik – be-
rücksichtigen werden, falls dies erforderlich sein sollte (vgl. angefochtene
Verfügung S. 5),
dass mithin der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einer Über-
stellung nach Polen nicht entgegensteht,
dass sich der Beschwerdeführer – nach Einreichung eines Asylgesuchs –
bei Bedarf im Übrigen an die polnischen Behörden wenden und die ihm
zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern kann
(vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie),
dass sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private
Hilfsorganisationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen
annehmen, bei denen er bei Bedarf ebenfalls um Unterstützung nachsu-
chen kann,
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dass demgemäss keine Gründe vorliegen, die einen – nach Ermessen zu
beurteilenden – Selbsteintritt aus humanitären Gründen im Rahmen der
Souveränitätsklausel nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO in Verbindung mit
Art. 29a Abs. 3 AsylV1 rechtfertigen würden
dass nach dem Gesagten der Nichteintretensentscheid in Anwendung von
Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG in keinem Punkt zu bemängeln ist,
dass gleichzeitig die Anordnung der Wegweisung nach Polen der Syste-
matik des Dublin-Verfahrens entspricht und im Einklang mit der Bestim-
mung von Art. 44 (erster Satz) AsylG steht,
dass schliesslich der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen ist, dass
allfällige Verzögerungen aufgrund der herrschenden Situation im Zusam-
menhang mit der COVID-19-Pandemie gemäss aktuellem Kenntnisstand
lediglich temporäre Vollzugshindernisse darstellen und daher am Ausgang
des vorliegenden Verfahrens nichts zu ändern vermögen (vgl. Urteil des
BVGer F-1829/2020 vom 9. April 2020 E. 5.2),
dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-
stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet
abzuweisen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb die Begehren auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit ent-
sprechender Anweisung an die zuständigen Behörden und auf Erlass des
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten von
Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG).
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