Decision ID: 34d4bf72-249f-56f6-afee-8a5d8b20e755
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
UNIA Arbeitslosenkasse Kompetenzzentrum D-CH Ost, Strassburgstrasse 11,
Postfach, 8021 Zürich 1,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rückerstattung von Taggeldleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich per 1. Februar 2011 (erneut) zum Bezug von Leistungen der
Arbeitslosenversicherung an (AVI 2014/21, act. G 3.1/21 und 26). Das vorherige
Arbeitsverhältnis bei der B._ dauerte vom 1. Februar 2010 bis zum 31. Januar 2011
und sei infolge Firmenschliessung aufgelöst worden (Arbeitgeberbescheinigung vom
10. Januar 2011). Der Arbeitgeberbescheinigung beigelegt waren die
Lohnabrechnungen für die Dauer des genannten Arbeitsverhältnisses, die jeweils einen
Bruttolohn von Fr. 8'500.-- aufführten (AVI 2014/21, act. G 3.1/22). Gestützt darauf ging
die Unia Arbeitslosenkasse von einem entsprechenden versicherten Verdienst aus und
richtete in der Folge bis Ende Januar 2012 ein Taggeld in Höhe von Fr. 274.20 aus (260
Taggelder [AVI 2014/21, act. G 3.1/19 und 39]).
A.b Per 1. Februar 2013 meldete sich A._ erneut beim RAV C._ zum Bezug von
Arbeitslosentaggeldern an (AVI 2014/13, act. G 3.1/109f.). Wiederum bestätigte die
B._ ein Arbeitsverhältnis für die Dauer vom 1. Februar 2012 bis zum 31. Januar 2013.
Dieses Mal werde das Arbeitsverhältnis infolge Auftragsmangels aufgelöst. Der
Bestätigung lagen die Lohnabrechnungen für die genannte Dauer bei, woraus ein
Bruttolohn in Höhe von nunmehr Fr. 8'900.-- hervorging (AVI 2014/13, act. G 3.1/111).
Wiederum bestätigte die Unia Arbeitslosenkasse ohne Weiteres einen entsprechenden
versicherten Verdienst und richtete ab 1. Februar 2013 ein Taggeld in Höhe von
Fr. 287.10 aus (AVI 2014/13, act. G 3.1/108).
A.c Mit Schreiben vom 15. Juli 2013 und 23. August 2013 machte die Unia Arbeits
losenkasse den Versicherten darauf aufmerksam, dass sein Anspruch auf
Arbeitslosentaggelder auf Grund einer internen Revision zu überprüfen sei und vorläufig
keine Zahlungen mehr vorgenommen werden könnten. Er müsse weitere Unterlagen
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einreichen, die belegen könnten, dass er tatsächlich bei der B._ gearbeitet und den
deklarierten Lohn bezogen habe (AVI 2014/13, act. G 3.1/94 und 102). Ausserdem holte
sie bei der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen und der AHV Ausgleichskasse IK-
Auszüge sowie weitere Auskünfte bei der Arbeitgeberin ein. Nachdem diverse
Unterlagen eingegangen waren, teilte die Unia Arbeitslosenkasse dem Versicherten in
zwei Schreiben vom 15. Oktober 2013 mit, auf Grund der Abklärungen sei davon
auszugehen, dass er sowohl in der Zeit vom 1. Februar 2010 bis zum 31. Januar 2011
als auch in der Zeit vom 1. Februar 2012 bis zum Januar 2013 nur ein Nettoeinkommen
von Fr. 5'000.-- und nicht ein Bruttoeinkommen von Fr. 8'500.-- bzw. Fr. 8'900.--
bezogen habe. Ausserdem sei davon auszugehen, dass das zweite Arbeitsverhältnis
nicht per 31. Januar 2013 sondern bereits am 11. Januar 2013 geendet habe (AVI
2014/13, act. G 3.1/30 und AVI 2014/21, act. G 3.1/8). In seiner Stellungnahme vom 21.
Oktober 2013 führte der Versicherte sinngemäss aus, er könne nichts dafür, wenn der
Inhaber der Arbeitgeberin bei der AHV nicht die effektiven Löhne abrechne und auch
nur den zu niedrigen Lohn an die Buchhaltungsfirma weiterleite. Die Buchhaltung
mache keine Überweisungen sondern nur die Arbeitgeberin. Den handgeschriebenen
Arbeitsvertrag von 2010 (Gehalt: Fr. 8'500.-- [AVI 2014/21, act. G 3.1/24]) habe Herr
E._ (Inhaber) unterzeichnet. Zur Frage des konkreten Zeitpunkts der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses machte er keine Angaben (AVI 2014/13, act. G 3.1/24). Auf
entsprechende Nachfrage der Arbeitslosenkasse führte die D._ am 23. Oktober 2013
aus, eine erste Kündigung sei am 31. Dezember 2012 auf den 31. Januar 2013 korrekt
ausgestellt worden. Eine zweite Kündigung sei auf ausdrücklichen Wunsch des
Versicherten (einvernehmlich) bereits auf den 11. Januar 2013 ausgestellt worden (AVI
2014/13, act. G 3.1/22). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2013 führte die D._ zudem
aus, bei den im Oktober 2010 aufgeführten Prämien von Fr. 1'900.-- handle es sich um
Prämien für gute Leistungen im Februar und März 2010, bei den im Dezember 2010
ausbezahlten Pauschalbeträgen von Fr. 6'142.50 handle es sich um Zahlungen für
Sondereinsätze und aussertourliche Dienste während des ganzen Jahres (AVI 2014/21,
act. G 3.1/7). Am 13. November 2013 nahm schliesslich noch der Inhaber der B._
Stellung und führte aus, er habe die Arbeitgeberbescheinigung für die Anmeldungen im
Februar 2011 und Februar 2013 nicht unterzeichnet. Er habe auch die Arbeitsverträge
mit Beginn 1. Februar 2010 und 1. Februar 2012 (wohl jene mit dem höheren Verdienst)
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nicht unterzeichnet. Der Lohn sei jeweils mit Fr. 5'000.-- netto vereinbart gewesen (AVI
2014/13, act. G 3.1/12).
B.
B.a Mit Verfügung vom 22. November 2013 forderte die Unia Arbeitslosenkasse
betreffend die Rahmenfrist vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2015 Fr. 23'874.30
zurück. Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Versicherten und der B._ habe nicht wie
bisher angenommen bis am 31. Januar 2013, sondern nur bis zum 11. Januar 2013
gedauert. Der Versicherte verfüge damit nur über eine Beitragszeit von 11,42 Monaten,
weshalb für diese Rahmenfrist kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehe
(AVI 2014/13, act. G 3.1/3).
B.b Die dagegen gerichtete Einsprache vom 20. Dezember 2013 - das
Arbeitsverhältnis habe bis 31. Januar 2013 gedauert, wofür es genügend Zeugen gäbe
- wurde von der Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 11. Februar 2014 abgewiesen.
Den Akten sei zu entnehmen, dass das Arbeitsverhältnis per 11. Januar 2013 geendet
habe. Zudem liege eine vom Einsprecher unterzeichnete Kündigung per 11. Januar
2013 vor. Im Weiteren seien nur bis zu diesem Datum Sozialleistungen abgerechnet
worden. Gegenüber der Pensionskasse sei der Austritt ebenfalls per 11. Januar 2013
bescheinigt worden (AVI 2014/13, act. G 3.1/1 und 2).
B.c Mit einer weiteren Verfügung vom 27. Dezember 2013 forderte die Unia Arbeits
losenkasse sodann Fr. 15'977.05 für in der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom
1. Februar 2011 bis zum 31. Januar 2013 zu viel bezogene Taggeldleistungen zurück.
Auf Grund der durchgeführten Abklärungen sei nunmehr von einem versicherten
Verdienst von Fr. 6'368.-- anstatt Fr. 8'500.-- auszugehen (AVI 2014/21, act. G 3.1/5).
B.d Mit Einsprache vom 24. Januar 2014 machte der Versicherte im Wesentlichen
geltend, es seien nebst den von der Buchhaltungsfirma ausgewiesenen
Lohnabrechnungen auch Barzahlungen erfolgt (AVI 2014/21, act. G 3.1/4). Mit
Entscheid vom 27. März 2014 wies die Arbeitslosenkasse die Einsprache ab. Die von
der D._ eingereichten Lohnabrechnungen stimmten mit dem Individuellen Konto der
AHV Z._ und den Postkontoauszügen überein, wonach der Versicherte effektiv
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weniger als Fr. 8'500.-- verdient habe. Aus den von ihm eingereichten Quittungen
könne sodann nicht rechtsgenüglich erstellt werden, dass er neben den von der D._
deklarierten Lohnzahlungen noch weitere Zahlungen in bar erhalten habe (AVI 2014/21,
act. G 3.1/3).
C.
C.a Gegen die genannten Einspracheentscheide richten sich die vorliegenden
Beschwerden vom 9. März 2014 und vom 24. April 2014. Darin beantragt der
Beschwerdeführer sinngemäss, die Rückforderungsverfügungen seien aufzuheben. Die
Lohnzettel, die (von der D._) bei der Unia eingereicht worden seien, würden nicht den
Tatsachen entsprechen. Auch seien die Unterschriften teilweise nicht von ihm geleistet
worden. Er habe zudem Strafantrag gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber eingereicht,
weshalb vor Beurteilung der Sache die Untersuchung der Staatsanwaltschaft
abzuwarten sei (AVI 2014/13, act. G 1). Betreffend Lohnhöhe macht er geltend,
entscheidend sei, was abgemacht bzw. ausbezahlt worden sei. Die Lohnzahlungen
seien teilweise als Überweisung und teilweise in bar erfolgt (AVI 2014/21, act. G 1).
C.b Mit Stellungnahme vom 31. März 2014 erklärt sich die Beschwerdegegnerin mit
der Sistierung des Verfahrens einverstanden für den Fall, dass der Beschwerdeführer
effektiv eine Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet habe (AVI 2014/13,
act. G 3).
C.c Am 25. April 2014 kündigt der Beschwerdeführer das Einreichen weiterer Bank
belege an und reicht mit Fax vom 29. April 2014 eine Abtretungsverfügung des Unter
suchungsamtes F._ ein, wonach das Strafverfahren gegen den Inhaber der B._
betreffend Drohung und Nötigung an die Staatsanwaltschaft G._ abgetreten werde
(AVI 2014/13, act. G 6). Mit telefonischer Mitteilung vom 29. April 2014 und Schreiben
vom 1. Mai 2014 teilt der Beschwerdeführer mit, das Strafverfahren werde sich auf
Grund seiner Komplexität wohl noch über Jahre hinziehen (AVI 2014/13, act. G 5 und
7). Mit verfahrensleitender Verfügung vom 6. Mai 2014 wird den Parteien mitgeteilt, das
Verfahren werde nicht sistiert (AVI 2014/13, act. G 8 und 9).
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C.d Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2014 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde vom 9. März 2014. Der Beschwerdeführer habe nicht beweisen
können, dass das Arbeitsverhältnis erst am 31. Januar 2013 geendet habe. Schliesslich
sei auch unklar, wer die Formulare für die Antragstellung per 1. Februar 2013 ausgefüllt
und die Lohnabrechnungen dazu erstellt habe. Durch die vorzeitige Vertragsauflösung
sei die Beitragszeit nicht erfüllt, womit der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung habe (AVI 2014/13, act. G 10). Mit einer weiteren
Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin auch die
Abweisung der zweiten Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe weder
rechtsgenüglich noch lückenlos nachweisen können, dass er effektiv Fr. 8'500.-- erzielt
habe. Der versicherte Verdienst habe deshalb auf Fr. 6'368.-- korrigiert und
dementsprechend die zu viel ausbezahlten Taggeldleistungen zurückgefordert werden
müssen (AVI 2014/21, act. G 3).
C.e Am 13. Juni 2014 wurde den Parteien mitgeteilt, dass die beiden Verfahren ver
einigt werden können (AVI 2014/13, act. G 11 und AVI 2014/21, act. G 4).
C.f Mit Replik vom 18. Juni 2014 führt der Beschwerdeführer aus, dass er zwei Mal
von der B._ nicht wegen seiner Arbeitsleistungen gekündigt worden sei, sondern weil
die Bonität der Firma in beiden Fällen nicht ausgereicht habe, um seinen Lohn zu
bezahlen. Er habe alle Bestätigungen, die den Zahlungsfluss belegen würden, ein
gereicht. So die Bestätigung der Hausbank, welche die Höhe des Eingangs bzw. des
Verdienstes von brutto Fr. 8'500.-- bestätigt habe. Zudem habe er die Original-
Kassabarbelege der B._ für beide Perioden der Arbeitslosigkeit übermittelt, welche
die Höhe seines Einkommens im vollen Umfang bestätigen würden. Er betone noch
einmal, dass die D._ die Unterlagen nur so bearbeite, wie sie Herr E._ in Auftrag
gebe. Da die Treuhandfirma aber keine Auszahlungen mache, habe sie natürlich keinen
Einblick in die vom Arbeitgeber effektiv geleisteten Zahlungen. Die vom Arbeitgeber der
Beschwerdegegnerin eingereichten Lohnabrechnungen seien manipuliert worden,
würden doch dort etwa Quellensteuern abgezogen, obwohl er nicht
quellensteuerpflichtig sei. Nach lichtensteinischem Recht könne sodann eine Auflösung
des Arbeitsvertrags nicht einvernehmlich erfolgen, sondern nur durch Kündigung einer
Partei. Zudem sei eine Kündigung nur per Ende eines Monats möglich, womit sein
Arbeitsverhältnis nicht per 13. Januar 2013 aufgelöst worden sein könne (AVI 2014/13,
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act. G 13 und AVI 2014/21, act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine
Duplik (AVI 2014/13, act. G 15 und AVI 2014/21, act. G 8).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) in Verbindung mit Art. 25
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Den
formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren
ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei
formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser,
ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf, Art. 53 N 28). Taggeldabrechnungen
der Arbeitslosenversicherung, die nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet
werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Ver
sicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] C 7/02 vom 14. Juli 2003 E. 3, BGE 125 V 476 E. 1; BGE 122 V 368 E.
2 mit Hinweisen). Nach der neueren Rechtsprechung kann der Versicherungsträger, der
einen formlosen Entscheid erlassen hat, diesen nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen
voraussetzungslos abändern. Die Frist von 30 Tagen läuft ab Erlass der zu
berichtigenden Verfügung oder ab Leistungsausrichtung (vgl. Kreisschreiben über
Rückforderung, Verrechnung, Erlass und Inkasso [KS-RVEI], Januar 2014, Rz A3). Zu
einem späteren Zeitpunkt bedarf demnach das Zurückkommen auf eine faktische
Verfügung, z.B. auf eine Taggeldabrechnung, eines Rückkommenstitels in Form einer
Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3).
1.2 Die Taggeldabrechnungen liegen nicht bei den Akten. Es ist aber davon auszu
gehen, dass diese im Zeitpunkt der Rückforderungsverfügungen vom November und
Dezember 2013 bereits rechtskräftig waren (vgl. Abrechnungsdaten gemäss
Rückforderungsverfügung vom 22. November 2013 [AVI 2014/13, act. G 10.1/4]). Um
auf die Taggeldabrechnungen zurückzukommen, muss die Beschwerdegegnerin somit
je über einen Rückkommenstitel verfügen. Die Versicherungsträgerin ist gemäss Art. 53
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Abs. 1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen,
wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu
einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 469, E. 2c mit Hinweisen).
Der Umstand, dass ein Teil des Lohnes - nicht rechtsgenüglich nachweisbar (vgl.
nachstehende Erwägung 3) - in bar entrichtet wurde und erheblich von der
Arbeitgeberbescheinigung, auf die sich die Beschwerdegegnerin ursprünglich stützte,
abweicht, stellt eine erhebliche neue Tatsache mit Auswirkungen auf die Höhe der
Arbeitslosenentschädigung dar. Ebenso stellt eine erhebliche neue Tatsache dar, dass
das am 1. Februar 2012 begonnene Arbeitsverhältnis nur bis 11. Januar 2013 - und
nicht bis 31. Januar 2013, wie ursprünglich angenommen - gedauert hat (vgl.
nachstehende E. 5). Die Beschwerdegegnerin verfügt damit für beide Verfahren über
einen Rückkommenstitel in Form einer prozessualen Revision.
2.
2.1 Zunächst ist über den versicherten Verdienst in der Rahmenfrist vom 1. Februar
2011 bis zum 31. Januar 2013 zu befinden.
2.2 Als versicherter Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR
837.0) gilt der im Sinn der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines
Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise
erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen,
soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen. Aus
dieser gesetzlichen Umschreibung ergibt sich, dass der versicherte Verdienst an den
massgebenden Lohn im Sinn von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters-
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) anknüpft. Bei der Ermittlung des
versicherten Verdiensts gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG ist der tatsächlich bezogene Lohn
massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgebenden und
Arbeitnehmenden hat grundsätzlich unbeachtlich zu bleiben (BGE 131 V 450 f. E. 3.2.1
mit Hinweisen). Für den Nachweis der Lohnbezüge trägt die versicherte Person die
Beweislast. Sie hat darzutun, welchen Lohn sie erhalten hat. Als Beweis für den
tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein Post-
oder Bankkonto der versicherten Person. Bei behaupteter Barzahlung fallen
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Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitenden in Betracht.
Arbeitgeberbescheinigungen, unterzeichnete Lohnabrechnungen und
Steuererklärungen sowie Eintragungen im individuellen Konto bilden blosse Indizien für
tatsächliche Lohnzahlungen (BGE 131 V 447 E. 1.2 mit Hinweisen).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht einen versicherten Verdienst von Fr. 8'500.--
geltend. Nebst den von der D._ aufgeführten Lohnzahlungen von rund Fr. 5'700.--
(brutto) bzw. Fr. 5'000.-- (netto) habe er jeweils noch Barzahlungen in Euro erhalten.
Dazu reichte er Quittungen für den Zeitraum vom Februar bis Dezember 2010 ein (ohne
August 2010). Darin sind Zahlungen von jeweils 1'780 bis 5'690 Euro aufgeführt, die als
"Teilzahlung" oder "Gehalt" bezeichnet werden [AVI 2014/21, act. G 3.1/18]). Im
Weiteren reichte er einen Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2010 ein, wonach er ab
1. Februar 2010 zu einem Gehalt von Fr. 8'500.-- im "Verkauf" angestellt werde (AVI
2014/21, act. G 3.1/24). In der Arbeitgeberbescheinigung vom 10. Januar 2011 wird der
letzte Monatslohn ebenfalls mit Fr. 8'500.-- angegeben. Der Arbeitgeberbescheinigung
liegen zudem undatierte Lohnabrechnungen für den Zeitraum von Februar 2010 bis
Januar 2011 bei, in denen wiederum ein Bruttolohn von Fr. 8'500.-- aufgeführt ist (AVI
2014/21, act. G 3.1/22). Demgegenüber macht die Beschwerdegegnerin geltend, aus
der Lohnbuchhaltung der D._ gehe für 2010 lediglich ein Monatslohn von Fr. 5'727.--
hervor (brutto, zuzgl. Arbeitgeberanteil Krankenkasse), wobei der Beschwerdeführer im
Zeitraum von April bis September 2010 Krankentaggelder bezogen habe. Die gleichen
Beträge ergeben sich aus den Lohnabrechnungen der D._ für den massgebenden
Zeitraum von Februar 2010 bis Januar 2011 (AVI 2014/21, act. G 3.1/12 und 14). Aus
dem Lohnausweis für 2010 geht ein Nettolohn von Fr. 63'292.65 bzw. ein Bruttolohn
von Fr. 69'078.55 hervor (AVI 2014/21, act. G 3.1/13). Aus dem Postkontoauszug ist
ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer jeweils die Beträge gemäss Lohnabrechnung
überwiesen wurden, wobei etliche Monate fehlen (AVI 2014/21, act. G 3.1/17).
Schliesslich liegt den von der D._ am 2. Oktober 2013 eingereichten Unterlagen ein
Arbeitsvertrag bei mit Arbeitsbeginn am 16. Februar 2009, der einen Bruttolohn von
Fr. 5'000.-- ausweist (AVI 2014/21, act. G 3.1/10). Gleichzeitig reichte die D._ einen
Arbeitsvertrag mit Arbeitsbeginn am 1. Februar 2012 ein, der einen Nettolohn von
Fr. 5'000.-- ausweist (AVI 2014/13, act. G 3.1/34). Ein allfälliger Vertrag für die Zeit ab
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1. Februar 2010 (mit diesem Nettolohn) liegt nicht bei den Akten. Dafür liegt auch für
die Zeit ab 1. Februar 2012 wiederum ein zweiter Arbeitsvertrag vor, der einen
Bruttolohn von Fr. 8'900.-- bescheinigt (AVI 2014/13, act. G 3.1/113). Auf
entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2013 bestreitet
der ehemalige Arbeitgeber des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme vom
13. November 2013, die Arbeitgeberbescheinigungen für die beiden fraglichen
Rahmenfristen unterzeichnet zu haben. Ebenfalls bestreitet er, die Arbeitsverträge,
gültig ab Februar 2010 bzw. Februar 2012 unterzeichnet zu haben. Zudem gibt er an,
es sei jeweils ein Nettolohn von Fr. 5'000.-- vereinbart gewesen. Es sei nichts über
Österreich abgerechnet worden (AVI 2014/13, act. G 3.1/12 und 15). Dies steht
wiederum in Widerspruch zu einer Erklärung der B._ vom 8. Januar 2013, wonach
der Beschwerdeführer jeweils ein Gehalt von Fr. 7'618.-- (netto [bzw. Fr. 8'900.--
brutto]) in bar erhalten habe (AVI 2014/13, act. G 3.1/97).
3.2 Mithin ist festzustellen, dass offenbar für beide fraglichen Perioden je zwei
unterschiedliche Arbeitsverträge mit unterschiedlichen Funktionsbezeichnungen
(Verkauf, Personalmanager) und jeweils unterschiedliche Lohnabrechnungen existieren.
Die Arbeitgeberbescheinigung vom 10. Januar 2011 nennt zwar den höheren Lohn von
Fr. 8'500.--, wird jedoch vom Arbeitgeber bestritten. Im Weiteren fällt auf, dass sowohl
der Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 4. Januar 2011 als auch die
Arbeitgeberbescheinigung vom 10. Januar 2011 offenkundig - auch ohne
graphologisches Gutachten erkennbar - von derselben Person ausgefüllt wurden [AVI
2013/21, act. G 3.1/21 und 22). Zudem fällt auf, dass der Beschwerdeführer die vier
Arbeitsverträge und die beiden Anmeldungen bei der Arbeitslosenversicherung mit
immer neuen, jeweils stark voneinander abweichenden Signaturen versehen hat (AVI
2014/21, act. G 3.1/10, 21 und 24; AVI 2014/13, act. G 3.1/34 und 110 und 113), wobei
der Arbeitgeber seine Mitwirkung bei den höher dotierten Verträgen bestreitet. Unter
diesen Umständen kann nicht ohne Weiteres von einem versicherten Verdienst von
Fr. 8'500.-- ausgegangen werden.
3.3 Mit Blick auf die vorgenannte Rechtsprechung (Erwägung 2.2) kann der von der
Lohnbuchhaltung bestätigte Lohn (inkl. die Leistungsprämie für den Februar und März
2010 von Fr. 1'900.--, abgerechnet im Oktober 2010, sowie der Pauschalbetrag von
Fr. 6'142.50 im Dezember 2010 [AVI 2014/21, act. G 3.1/7 und 14]) akzeptiert werden,
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stimmt er doch mit den Zahlungseingängen auf dem Postkonto und den
Lohnabrechnungen von der D._ überein (AVI 2014/21, act. G 3.1/14 und 17).
Ebenfalls stimmt er mit der Steuerdeklaration und -veranlagung 2010 überein, wo der
Beschwerdeführer gemäss den Angaben im Lohnausweis besteuert wurde
(Fr. 63'292.--, zum Satz von Fr. 69'045.-- [AVI 2014/13, act. G 3.1/64 und AVI 2014/21,
act. G 3.1/13]). Die Differenz zum geltend gemachten Lohn von Fr. 8'500.-- pro Monat
erklärt der Beschwerdeführer damit, dass er einen Teil des Lohns in bar (in Euro)
erhalten habe. Dazu reichte er im Verwaltungsverfahren Quittungen für die Zeit von
Februar 2010 bis Januar 2011 ein (ohne August 2010). Diesen Quittungen ist zwar zu
entnehmen, dass insgesamt € 34'866.-- an den Beschwerdeführer ausbezahlt worden
sein sollen. Indessen erscheint als Empfangsbestätigung des Beschwerdeführers
abermals eine andere Unterschrift (unleserlicher Kringel); Stempel und Unterschrift des
Arbeitgebers fehlen ganz (AVI 2014/21, act. G 3.1/18). Dieser bestreitet denn auch,
mehr als Fr. 5'000.-- (netto) bezahlt zu haben (AVI 2014/13, act. G 3.1/12). Gemäss IK-
Auszug betrug der Lohn im Jahr 2010 (Februar bis Dezember) gar nur Fr. 46'550.-- (AVI
2014/13, act. G 3.1/51). Die Quittungen sind demnach nicht geeignet, einen
eindeutigen Beweis der behaupteten Barzahlung zu erbringen. Ein höherer als der von
der D._ bestätigte Lohn erscheint unter diesen Umständen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Jedenfalls ist unter diesen Umständen ein
Rechtsmissbrauch nicht praktisch ausgeschlossen, wie dies die bundesgerichtliche
Rechtsprechung verlangt (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2011
[8C_840/2010] E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 128 V 189 E. 3a/aa und weiteren Hinweisen).
3.4 Nach dem Gesagten erscheint die Neuberechnung des versicherten Verdienstes
grundsätzlich korrekt. Zu korrigieren ist einzig die Aufteilung des Betrages von
Fr. 6'142.50. Die D._ hat zwar bestätigt, dass diese Zahlung unter anderem für
Sondereinsätze und aussertourliche Leistungen über das ganze Jahr erfolgt sind (AVI
2014/21, act. G 3.1/7). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist dieser Betrag
aber nicht durch 12, sondern nur durch 11 zu teilen, nachdem das Arbeitsverhältnis
erst im Februar 2010 begonnen hat. Es ist somit in den Monaten Februar bis Dezember
2010 jeweils ein Betrag von Fr. 558.40 (statt Fr. 511.88) aufzurechnen (Fr. 6'142.50 : 11
[vgl. Berechnung versicherter Verdienst AVI 2014/21, act. G 3.1/6]). Dementsprechend
ergibt sich ein versicherter Verdienst von Fr. 6'412.--, bzw. ein Taggeld von Fr. 206.85
(Fr. 6'412.-- x 70 % : 21,7). Nachdem die Beschwerdegegnerin die relative
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Verwirkungsfrist von Art. 25 Abs. 2 ATSG eingehalten hat (vgl. die zutreffenden
Ausführungen im Einspracheentscheid vom 27. März 2014, Ziff. 16f. [AVI 2014/21, act.
G 3.1/3]), ist die Rückforderung dementsprechend anzupassen.
3.5 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde AVI 2014/21 teilweise gutzuheissen und
das Taggeld in der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ab 1. Februar 2011 auf
Fr. 206.85 festzusetzen. Die Sache ist sodann zwecks Berechnung der Rückforderung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
4.1 Im Weiteren ist über die Anspruchsberechtigung in der Rahmenfrist für den
Leistungsbezug vom 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2015 zu befinden.
4.2 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) hat
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wer unter anderem die Beitragszeit erfüllt hat
oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist. Die Beitragszeit hat laut Art. 13
Abs. 1 AVIG erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3
AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung
ausgeübt hat. Diese Beschäftigung muss nach konstanter höchstrichterlicher
Rechtsprechung genügend überprüfbar sein. Eine Überprüfung kann anhand der
effektiven Lohnzahlungen vorgenommen werden. Allerdings bildet der Nachweis des
Lohnflusses keine eigene Anspruchsvoraussetzung im Sinn von Art. 8 AVIG, sondern
ist einzig ein Indiz dafür, dass die versicherte Person eine beitragspflichtige
Beschäftigung tatsächlich ausgeübt hat (vgl. BGE 131 V 444, insb. E. 3.2.2 mit
Hinweisen).
5.
5.1 Vorliegend ist streitig, ob das am 1. Februar 2012 bei der B._ begonnene
Arbeitsverhältnis bis am 31. Januar 2013 oder aber bloss bis am 11. Januar 2013
gedauert hat. Auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin führte die D._
am 23. Oktober 2013 aus, zuerst sei die Kündigung vom 31. Dezember 2012 per 31.
Januar 2013 erfolgt. Die zweite Kündigung vom 12. Dezember 2012 per 11. Januar
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2013 sei auf ausdrücklichen Wunsch des Beschwerdeführers und somit einvernehmlich
erfolgt (AVI 2014/13, act. G 3.1/22 und 29). Gleichzeitig reichte die D._ noch eine
dritte Version der Kündigung ein, wonach das Arbeitsverhältnis ebenfalls per 11.
Januar 2013 gekündigt wurde, jedoch noch mit der Begründung versehen war, dass
dies "zwecks privater Probleme" auf ausdrücklichen Wunsch des Beschwerdeführers
erfolge (AVI 2014/13, act. G 3.1/21). Am 14. November 2013 reichte die D._ weitere
Unterlagen ein, so die Austrittsbestätigung des Sozialfonds (Pensionskasse) vom
7. März 2013 sowie die Austrittsmeldungen an die AHV-IV-FAK-Ausgleichskasse und
an das Amt für Volkswirtschaft (Statistik "Arbeitsmarktüberwachung"), woraus jeweils
der 11. Januar 2013 als Austrittstag angegeben wird. Ebenfalls bei den Akten befinden
sich die Lohnabrechnung für den Januar 2013 sowie der Lohnausweis für das Jahr
2013. Daraus geht hervor, dass der Beschwerdeführer bis am 11. Januar 2013 Lohn
bezogen hat (AVI 2014/13, act. G 3.1/5 - 10). Im Weiteren fällt auf, dass der - vom
Beschwerdeführer bestrittene - Arbeitsvertrag vom 1. Februar 2012 ursprünglich bis
31. Juli 2012 befristet war, dann handschriftlich auf "3 Mt. max. sonst offen"
abgeändert wurde (AVI 2014/13, act. G 3.1/34). Am 9. Januar 2012 bestätigte sodann
die Firma J._, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2012 bis zum 31. Dezember
2012 ein unentgeltliches Praktikum absolviere (AVI 2014/13, act. G 3.1/68). Der
Beschwerdeführer selber gab gegenüber der Steuerbehörde an, er sei 2012 nicht
erwerbstätig gewesen (Steuererklärung 2012 vom 5. Juni 2013 [AVI 2014/13, act.
G 3.1/65). Weder im Verwaltungsverfahren noch im vorliegenden Verfahren konnte
bzw. kann er überzeugend darlegen, weshalb mehrere Kündigungsschreiben
existieren. Unter diesen Umständen ist ein Lohnfluss über den 11. Januar 2013 hinaus
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Dies stellt ein starkes Indiz dar,
dass das Arbeitsverhältnis tatsächlich nicht über diesen Zeitpunkt hinaus bestanden
hatte. Daran ändert auch eine Bestätigung der Bank L._ (weitergeleitet am
26. August 2013) nichts, wonach im Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 15. Februar
2013 Kontogutschriften in Höhe von € 78'096.-- erfolgt seien, sagt diese Bestätigung
doch nichts aus über die Herkunft und den Grund der Einzahlungen (AVI 2014/13, act.
G 3.1/90). Nachdem zumindest die Pensionskasse eine Abmeldung per 11. Januar
2013 bestätigte, ist dieses Datum als wahrscheinlicher Beendigungszeitpunkt des
Arbeitsverhältnisses anzusehen. Daraus resultiert jedenfalls eine Beitragszeit von
weniger als zwölf Monaten. Mit der Beschwerdegegnerin ist deshalb festzustellen, dass
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somit für die Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Februar 2013 bis zum
31. Januar 2015 kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht. Die für die
Kontrollperioden Februar bis Juni 2013 bereits ausbezahlten Leistungen in Höhe von
Fr. 23'874.30 sind demzufolge zurückzuerstatten, wie die Beschwerdegegnerin
rechtzeitig verfügt hat. In masslicher Hinsicht werden keine Einwände gegen die
Rückforderungsberechnung vorgebracht und sind bei summarischer Durchsicht der
Akten auch nicht ersichtlich (vgl. AVI 2014/13, act. G 10.1/4).
5.2 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde AVI 2014/13 abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP