Decision ID: cdcb7abb-038f-5afd-9b16-05a540c7a22b
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X Z ist Betriebsökonom FH und bei der V Bank, Vaduz/FL, mit Arbeitsplatz in T/FL
angestellt; Y Z ist Dentalhygienikerin HF und nicht erwerbstätig. Sie wohnen zusammen
mit ihren beiden Kindern im eigenen Einfamilienhaus in R. In der Steuererklärung 2009
brachten sie unter anderem AHV-Beiträge von Fr. 7'906.-- für Y Z zum Abzug. Der
Betrag setzte sich zusammen aus einem Beitrag für Nichterwerbstätige gemäss
Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2009
für das Jahr 2009 von Fr. 1'456.60 (act. 7-II/9) und einer mutmasslichen Nachzahlung
von Fr. 6'450.--; der Höhe lag die entsprechende Verfügung vom 2. Dezember 2008 für
das Jahr 2007 zugrunde (act. 7-II/2). Die Veranlagungsbehörde liess lediglich den
Beitrag von Fr. 1'456.60 zum Abzug zu und setzte das steuerbare Einkommen für die
direkte Bundessteuer 2009 auf Fr. 238'400.-- fest. X und Y Z erhoben gegen die
Veranlagung Einsprache. Sie reichten eine Nachtragsverfügung der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom 28. September 2010 nach, mit
welcher die AHV-Beiträge für Y Z für das Jahr 2008 auf Fr. 8'530.40 festgesetzt worden
waren, und ersuchten um Anpassung des Abzugs an diesen Betrag. Das kantonale
Steueramt wies die Einsprache am 15. Oktober 2010 ab mit der Begründung, die
eingereichte Nachtragsverfügung betreffe das Jahr 2008 und für das Jahr 2009 seien
lediglich bezahlte Beiträge von Fr. 1'456.60 nachgewiesen.
B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 15. Oktober 2010 erhoben X und Y Z mit
Eingabe vom 5. November 2010 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission
mit dem Antrag, es seien aufgrund der im Jahr 2009 geleisteten Zahlung AHV-Beiträge
für Y Z von Fr. 8'530.-- zu berücksichtigen.
Das kantonale Steueramt beantragte mit Vernehmlassung vom 26. Januar 2011, die
Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung
verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführer ergänzten
ihren Antrag am 13. März 2011 dahingehend, dass in jedem Fall ohne Kostenfolge für
die Steuerpflichtigen zu entscheiden sei. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführer
und der Vorinstanz zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 5. November 2010 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- In der Beschwerde ist einzig die Höhe der im Steuerjahr 2009 abziehbaren AHV-
Beiträge der Beschwerdeführerin umstritten.
a) Nach Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG werden die gemäss Gesetz, Statut oder Reglement
geleisteten Einlagen, Prämien und Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung und an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge von den
Einkünften abgezogen. Aufwendungen fliessen grundsätzlich in dem Zeitpunkt ab, in
welchem der Steuerpflichtige zur Zahlung verpflichtet ist (sog. Soll-Methode; wobei
ausnahmsweise auf die Fälligkeit abgestellt wird). Dies steht unter dem Vorbehalt, dass
mit der Zahlung gerechnet werden kann. Ist dagegen die Erfüllung der Forderung
besonders unsicher, wird auf den Zeitpunkt der Erfüllung des Anspruchs abgestellt
(sog. Ist-Methode). Für Abzüge im privaten Bereich ist auf den Zeitpunkt der Fälligkeit
der Schuld, frühestens auf den Tag der Rechnungsstellung abzustellen (vgl. Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 97 und 109 zu
Art. 210 DBG).
b) Nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
(SR 831.10, abgekürzt: AHVG) sind die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der
Schweiz versichert (Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG). Nicht versichert sind Personen, die einer
ausländischen staatlichen Alters- und Hinterlassenenversicherung angehören, sofern
der Einbezug in die Versicherung für sie eine nicht zumutbare Doppelbelastung
bedeuten würde (Art. 1a Abs. 2 lit. b AHVG). Für Nichterwerbstätige beginnt die
Beitragspflicht nach Art. 3 Abs. 1 Satz 2 AHVG am 1. Januar nach Vollendung des
20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und
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Männer das 65. Altersjahr vollendet haben. Bei nichterwerbstätigen Ehegatten von
erwerbstätigen Versicherten gelten gemäss Art. 3 Abs. 3 AHVG die eigenen Beiträge
als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des
Mindestbeitrages bezahlt hat. Andernfalls – wie unter anderem in den Fällen, in denen
aufgrund des im Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und
dem Fürstentum Liechtenstein über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.514.1) statuierten
Erwerbsortprinzips der erwerbstätige Ehegatte trotz schweizerischen Wohnsitzes der
liechtensteinischen Sozialversicherungsgesetzgebung untersteht und auf den
nichterwerbstätigen Ehegatten aufgrund seines Wohnsitzes allein die Bestimmungen
des schweizerischen AHVG Anwendung finden (vgl. BGE 125 V 230 E. 2) – bemessen
sich die Beiträge des nichterwerbstätigen Ehegatten nach den Regeln von Art. 10
AHVG und dem dazu ergangenen Verordnungsrecht. Gemäss Art. 28 Abs. 4 der
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101, abgekürzt:
AHVV) bestimmen sich die Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und
Renteneinkommens. Zum Renteneinkommen des Nichterwerbstätigen gehört auch das
Erwerbseinkommen des Ehegatten, mit dem dieser nicht der Beitragspflicht in der
schweizerischen Versicherung unterliegt (vgl. BGE 125 V 230 E. 3).
Die Beiträge werden gemäss Art. 29 AHVV für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das
Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt (Abs. 1). Sie bemessen sich aufgrund des im
Beitragsjahr erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember
(Abs. 2) des Beitragsjahrs; das Kalenderjahr ist somit zugleich auch Beitragsjahr und
Bemessungsperiode ("Gegenwartsbemessung"; vgl. Bundesamt für
Sozialversicherungen, Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und
Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO, Stand 1. Januar 2007, publiziert auf:
www.bsv.admin.ch/vollzug/ storage/documents/2920/2920_1_de.pdf, Rz. 2103 und
2121; nachfolgend: Wegleitung). Die kantonalen Steuerbehörden ermitteln das für die
Beitragsbemessung massgebende Vermögen aufgrund der entsprechenden
rechtskräftigen kantonalen Veranlagung (Abs. 3). Die Ausgleichskassen ermitteln das
Renteneinkommen, wobei sie mit den kantonalen Steuerbehörden zusammenarbeiten
(Abs. 4). Im Übrigen gelten die Regeln für die Bemessung der Beiträge vom
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit sinngemäss (Abs. 7). Das
Renteneinkommen wird gemäss Art. 28 Abs. 2 AHVV mit 20 multipliziert.
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Die Beiträge sind mittels Verfügung festzusetzen. Sie sind grundsätzlich gemäss Art. 34
Abs. 1 lit. b AHVV vierteljährlich zu bezahlen. Die Beiträge können unter anderem dann
jährlich bezahlt werden, wenn erst am Ende des Kalenderjahres festgestellt werden
kann, ob die Versicherten als Nichterwerbstätige Beiträge zu entrichten haben (vgl.
Wegleitung Rz. 2136). Im laufenden Beitragsjahr haben die Beitragspflichtigen
periodisch (in der Regel quartalsweise) A-Konto-Beiträge, d.h. von der Ausgleichskasse
provisorisch festgesetzte Beiträge, zu leisten (vgl. Art. 24 und 25 in Verbindung mit
Art. 29 Abs. 6 AHVV; Wegleitung Rz. 2139). Nach der definitiven Festsetzung der
Beiträge, d.h. gestützt auf die Beitragsverfügung, nimmt die Ausgleichskasse den
Ausgleich mit den geleisteten A-Konto-Beiträgen vor (vgl. Wegleitung Rz. 2140 und
2147).
c) aa) Aus dem Wortlaut von Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG, wonach die "geleisteten"
Beiträge abgezogen werden, dem Grundsatz der Berücksichtigung privater Abzüge im
Zeitpunkt der Rechnungstellung und den dargelegten Regeln beim Bezug der AHV-
Beiträge von Nichterwerbstätigen – provisorisch festgesetzter Beitrag im Bemessungs-
und Beitragsjahr, definitive Festsetzung nach Bekanntwerden der
Bemessungsgrundlagen aufgrund der Steuerfaktoren des Beitragsjahres, d.h. also
nach der Steuerperiode – erscheint es sachgerecht, AHV-Beiträge der
Nichterwerbstätigen grundsätzlich im Zeitpunkt der Rechnungstellung steuerlich zum
Abzug zuzulassen.
Die Veranlagungsbehörde hat nach der Darstellung der Beschwerdeführer, die anhand
der von ihnen eingereichten Akten plausibel erscheint, in früheren Steuerperioden die
AHV-Beiträge der Beschwerdeführerin teilweise nicht dem Periodizitätsprinzip
entsprechend im Jahr, in welchem die Beiträge in Rechnung gestellt worden sind, zum
Abzug zugelassen, sondern auf die Deklaration abgestellt. Neben dem provisorischen
Beitrag von Fr. 1'456.60 wurden im Steuerjahr 2005 eine Beitragsdifferenz von
Fr. 4'732.90 (Nachtragsverfügung vom 7. Februar 2006 zum Beitragsjahr 2004), im
Steuerjahr 2006 eine Beitragsdifferenz von Fr. 5'513.20 (Nachtragsverfügung vom
28. November 2006 zum Beitragsjahr 2005), im Steuerjahr 2007 eine Beitragsdifferenz
von Fr. 7'230.10 (Nachtragsverfügung vom 29. Januar 2008 zum Beitragsjahr 2006)
und im Steuerjahr 2008 eine Beitragsdifferenz von Fr. 6'449.80 (Nachtragsverfügung
vom 2. Dezember 2008 zum Beitragsjahr 2007) berücksichtigt. Es wurden
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dementsprechend – wenn in den Steuerjahren 2005 und 2007 auch nicht
periodengerecht – lediglich Beiträge zum Abzug zugelassen, die bezahlt worden sind.
Nicht berücksichtigt wurden jedoch – zu Recht – mutmassliche Beiträge.
bb) Im Steuerjahr 2009 konnte neben dem provisorischen Beitrag in der Höhe von
Fr. 1'456.60 keine Beitragsdifferenz berücksichtigt werden, da die Nachtragsverfügung
für das Beitragsjahr 2008 weder innerhalb der Steuerperiode 2009 noch vor der
Deklaration erging. Ursache dafür war eine verzögerte Weiterleitung der Steuerfaktoren
der Beschwerdeführer für das Jahr 2008 – die Veranlagungen ergingen am 24. März
2009 – durch die Steuerbehörden an die AHV-Ausgleichskasse. Sie wurde am
15. August 2010 nachgeholt und führte am 28. September 2010 zu einer
Nachtragsverfügung für das Beitragsjahr 2008 mit einer Beitragsdifferenz von
Fr. 7'073.--. Die Beschwerdeführer beglichen den Differenzbetrag per 18. Oktober
2010. Die Vorinstanz hat diese Beitragsdifferenz – entgegen ihrer Veranlagungspraxis in
den Steuerjahren 2005 und 2007, in denen sie auch in den Folgejahren erhobene
Beiträge zum Abzug zuliess – im Einsprache-Entscheid vom 15. Oktober 2010 nicht
berücksichtigt.
Der Grundsatz von Treu und Glauben findet nicht nur im Privatrecht, sondern ebenfalls
im öffentlichen Recht und insbesondere auch im Steuerrecht Anwendung (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 2C_702/2008 vom 15. Mai 2009 E. 6; statt vieler BGE 94 I 513).
Allerdings ist seine Tragweite im Steuerrecht, das vom Grundsatz der
Gesetzmässigkeit der Besteuerung beherrscht ist, geringer als in anderen
Rechtsgebieten (vgl. Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrechts,
6. Aufl. 2002, S. 28 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Im Grundsatz von Treu und
Glauben ist das Verbot des widersprüchlichen Verhaltens enthalten. Sowohl die
Steuerbehörde als auch der Steuerpflichtige dürfen sich zu ihrem früheren Verhalten
nicht in Widerspruch setzen. Kein widersprüchliches Verhalten der Steuerbehörde ist
darin zu sehen, dass sie Sachverhalte in späteren Veranlagungsperioden anders
beurteilt als in früheren. Die in einer früheren Steuerperiode getroffenen Taxationen
entfalten grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen. Vielmehr kann die
Steuerbehörde im Rahmen jeder Neuveranlagung eines Steuerpflichtigen sowohl die
tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich überprüfen und,
soweit erforderlich, abweichend würdigen. In Rechtskraft erwächst jeweils nur die
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einzelne Veranlagung, die als befristeter Verwaltungsakt ausschliesslich für die
betreffende Steuerperiode Rechtswirkungen entfaltet. Die späteren Veranlagungen sind
daher jederzeit einer erneuten umfassenden Überprüfung zugänglich (StE 1997 B 93.4
Nr. 4 mit Hinweisen auf die Lehre; BGE vom 29. November 2002, in: StE 2003
B 72.14.2 Nr. 31, E. 4).
Die Berücksichtigung von AHV-Beiträgen Nichterwerbstätiger im Zeitpunkt der
Rechnungstellung oder der Zahlung entspricht der üblichen Veranlagungspraxis, wie
sie auch bei den AHV-Beiträgen Selbständigerwerbender angewendet wird (vgl. StB 45
Nr. 6 Ziff. 1.2 und 1.3). Den Beschwerdeführern entsteht mit der Nichtberücksichtigung
der Beitragsdifferenz gemäss Nachtragsverfügung vom 28. September 2010 im
Steuerjahr 2009 kein nennenswerter Nachteil, da die Zahlung in der Veranlagung des
Jahres 2010 zu berücksichtigen sein wird. Dementsprechend können die
Beschwerdeführer aus dem teilweise abweichenden Vorgehen der
Veranlagungsbehörde in früheren Jahren keinen Anspruch aus Treu und Glauben auf
den Abzug der im Jahr 2010 in Rechnung gestellten und bezahlten AHV-Beiträge im
Steuerjahr 2009 ableiten. Deshalb ist die Beschwerde abzuweisen.
3.- Die Kosten des Verfahrens werden gemäss Art. 144 DBG der unterliegenden Partei
auferlegt; wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen, so werden sie anteilmässig
aufgeteilt (Abs. 1). Entsprechend dem Verursacherprinzip können die Kosten
ausnahmsweise ganz oder teilweise dem obsiegenden Beschwerdeführer auferlegt
werden (vgl. Abs. 2). Wenn besondere Verhältnisse – wie beispielsweise Bedürftigkeit,
Praxisänderung, Entscheid von präjudizieller Bedeutung – es rechtfertigen, kann von
einer Kostenauflage abgesehen werden (vgl. Abs. 3: Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 11 zu Art. 144 DBG).
Wie die Beschwerdeführer zutreffend darlegen und die Vorinstanz nicht bestreitet,
konnte die AHV-Ausgleichskasse die Nachtragsverfügung für die Beitragsdifferenz des
Beitragsjahres 2008 nicht im Jahr 2009 erlassen, weil die zur Ermittlung der
Bemessungsgrundlage bedeutsamen Angaben zum steuerbaren Einkommen und
Vermögen der Beschwerdeführer im Steuerjahr 2008 der Beschwerdeführer, die mit der
unangefochten rechtskräftig gewordenen Veranlagung für das Steuerjahr 2008 vom
24. April 2009 feststanden, nicht weitergeleitet wurden (vgl. dazu Wegleitung Rz. 2122).
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Deshalb konnten die Beschwerdeführer nicht wie in den vorangegangenen
Steuerperioden neben dem provisorischen die Steuerperiode betreffenden Beitrag
auch die sich auf die Vorperiode beziehende Beitragsdifferenz zahlen und von den
steuerbaren Einkünften abziehen. Indessen führen das Vorgehen der
Veranlagungsbehörde und die Abweisung der Beschwerde nicht dazu, dass von den
Beschwerdeführern geleistete Nachzahlungen von AHV-Beiträgen steuerlich
unberücksichtigt bleiben würden. Deshalb liegen keine besonderen Verhältnisse im
Sinn von Art. 144 Abs. 3 DBG vor, welche es rechtfertigten, von einer Kostenauflage
nach dem Verfahrensausgang entsprechend Art. 144 Abs. 1 DBG abzuweichen.
Dementsprechend sind die Kosten des Verfahrens den Beschwerdeführern
aufzuerlegen. Eine Entscheidgebühr von Fr. 500.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 4
DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist zu verrechnen.