Decision ID: 2e79248d-05cb-4e4d-95c1-3fe76bb02c07
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1983
geborene
X._
arbeitete seit dem
1.
Mai 2013
als
Paketbote
bei der
Y._
und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am
29
. März 201
4 erlitt er als Motor
radlenker einen Verkehrsunfall
(Unfallmeldung vom
31
. März 201
4
, Urk.
12
/1
; Polizeirapport,
Urk.
12/
25
).
Die
se
lbent
ags
notfallmässig erstbehandelnden Ärzte des
Z._
diagnostizierten eine Ellbogengelenksluxa
tion links sowie mehrfache Kontusionen im Bereich der linken Körperseite. Die
Ellbogenverletzung
wurde operativ
repositioniert
(geschlossene Reposition)
und
konservativ nachbehandelt. Zudem wurde
der Versicherte
ab dem 2
9.
März 2014
zu 100
%
arbeitsunfähig
geschrieben (
Urk.
12/16 f.
,
Urk.
12/50 f.,
Urk.
12/62 f.
).
Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk.
12/27).
Persistierende Beschwerden im
linken Ellbogen (
Urk.
12/66
)
hatten
die
Operation
vo
m Mai 2015 zur Folge (Rekonstruktion des medialen Bandappa
rates links,
Urk.
12/130)
.
Anfangs 2015
erfolgte
zudem
eine vier
wöchige
beruf
liche
Abklärung in der
A._ (
vgl. berufliche
Grundabklärung vo
m 2
5.
Februar
2015,
Urk.
12/111,
resp. die berufliche Standortbestimmung vom
4.
Dezember
2015
,
Urk.
12/165
). Am 2
7.
Oktober 2015 führte
Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, eine kreisärztliche Untersuchung durch (
Urk.
12/154)
;
a
m 21
.
Januar 2016
gab er
eine
kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbe
urteilung ab (
Urk.
12/169)
.
Mit Schreiben vom 2
2.
Januar 2016 schloss die Suva den Fall per
1.
März 2016 ab (
Urk.
12/171) und
verneinte mit Verfügung vom
8.
März 2016 einen Anspruch des Versicherten auf eine
Invalidenrente und In
tegritäts
entschädigung (
Urk.
12/181).
G
egen
letzteres
erhob der Versicherte
am
1
5.
März 2016 (Eingangsdatum)
Einsprache (Urk.
12/182
, mit ergänzender
Ein
sprachebegründung
vom 2
4.
Mai 2016,
Urk.
12/205
).
Anfangs
2016
machte der Versicherte einen Rückfall aktenkundig
; beim Anheben einer schweren Last habe er sehr starke Schmerzen im linken Ellbogen verspürt. Bildgebend ergaben sich keine Veränderungen, insbesondere
keine frische
n
ossären
Läsionen.
Ärztlicher
seits wurde auf eine Überlastungsreaktion geschlossen
und der Versicherte ab dem
7.
April 2016 zu 100
%
r
esp. ab dem 28.
April 2016 zu 50
%
krankgeschrie
ben
(
Urk.
12/191
,
Urk.
12/187, Urk.
12/200
; vgl. auch die Unfallmeldung vom 1
1.
Mai 2016,
Urk.
12/197
).
Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht
(vgl. kreis
ärztliche Stellungnahme von
Dr.
B._
vom
2.
Mai 2016,
Urk.
12/195
) und er
brachte
die gesetzlichen
Leistungen
(
Heilbehandlung und Taggelder,
vgl. Schrei
ben vom 1
7.
Ma
i 2016,
Urk.
12/201). Am 2
3.
August 2016 nahm
Dr.
B._
eine kreisärztliche Untersuchung sowie medizinische Beurteilung des Integritätsscha
dens vor (
Urk.
12/222 f.)
. Mit
neuer
Verfügung vom
3.
April 2017
, welche die Verfügung vom
8.
März 2016 ersetzte,
sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 10
%
zu. Dem
gegenüber verneinte sie gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 5.6
%
einen Anspruch des Versicherten
auf eine Invalidenrente (
Urk.
12/251
).
Die dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
12/257) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 2. August 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 14. September 201
8
Beschwerde und bean
tragte, es sei
en ihm in Aufhebung des
Einspracheentscheid
s
vom
2. August
2018
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
eine Rente auf der Basis ein
er 26%igen
Invalidität
auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und um Bestel
lung von
Rechts
anwältin Noëlle
Cerletti
zur unentgeltlichen
Rechtsbeistä
nd
in
(Urk. 1 S. 2 und S.
8
). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
15. Novem
ber 2018
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 1
0
), was dem Beschwer
deführer am 2
2
. Novem
ber 201
8
zur Kenntnis
gebracht wurde. Zeitgleich teilte ihm das Gericht mit, ein zweiter Schriftenwechsel werde nicht als erforderlich erachtet
(Urk. 1
3
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
geset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
29.
März 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsgesetzes,
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsun
fähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbe
dingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnah
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er
zielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, nach kreisärztlicher Einschätzung
vom 2
7.
Oktober 2015 und 2
3.
August 2016
sei der Beschwerde
führer – in einer näher umschriebenen – Verweistätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig.
Gestützt auf die Angaben der
Y._
sowie die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) resultiere a
us dem Einkom
mensvergleich ein rentenausschlies
sender Invaliditätsgrad vom 5.6
% (
Urk.
2
, vgl. auch
Urk.
10
).
2.2
Der Beschwerdeführer erhob Einwände gegen das von der Beschwerdegegnerin
ermittelte
Valideneinkommen
.
Insbesondere sei dabei nicht auf den bei der
Y._
erzielten Lohn abzustellen.
Das Invalideneinkommen sei ent
spre
chend der Verfügung vom
8.
März 2016 auf der Grundlage der
Suva-Doku
me
ntationen von Arbeitsplätzen (
DAP)
zu ermitteln.
Daraus resultiere ein
renten
begründender
Invaliditätsgrad von 26
%
.
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der
Unfallversicherung hat.
Da
bei
gehen die Parteien übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer
in seiner angestammten Tätigkeit seit dem 2
9.
März 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig
war und hinsichtlich eine optimal angepasste
n
Verweis
tätigkeit
– die vorübergehende
rückfallsbedingte
Verminderung der Ar
beits
fähig
keit im April 2016 ausgeschlossen -
seit Oktober 2015
zu 100
%
ar
beitsfähig ist (vgl.
Urk.
1,
Urk.
2,
Urk.
12/154/5
,
Urk.
12/222/6
).
3.2
Vorab festzuhalten ist ausserdem
, dass d
ie
mit
Verfügung vom
3.
April 2017
zu
ge
sprochene
Integritätsentschädigung (
Urk.
12/251)
einspracheweis
e
unange
foch
ten verblieb
(
Urk.
12/257)
und damit
in Rechtskraft erwuchs bzw. nicht Bestandteil des Anfe
chtungsgegenstandes ist (
Urk.
2)
.
Soweit der Beschwerde
führer im vorliegenden Beschwerdefahren
schliesslich
in pauschaler Weise die Ausrich
tung der «gesetzlichen Leistungen» beantragt, liegt sein Rechtsbegehren aus
serhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf di
e Beschwer
de nicht einzutreten
.
4.
4.1
Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte.
Das
Arbeitsverhältnis zwischen der
Y._
und dem Beschwer
deführer
wurde mit
Aufhebungsvereinbarung vom 2
0.
Februar 2014 per 3
0.
April 2014 aufgelöst (
Urk.
12/206). Mithin hätte der Beschwerdeführer
– entgegen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2) -
auch im Gesundheitsfall nicht länger bei der
Y._
gearbeitet und sind
zur Ermittlung des
Valideneinkom
mens
die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129
V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b).
Soweit der Beschwer
deführer in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
gel
tend macht (vgl.
Urk.
1
Ziff.
9), kann ihm nicht gefolgt werden. Insbesondere vermochte er
den Entscheid sachgerecht anzufechten und
sein
Anliegen vor einer Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sachverhalt
als auch
die Rechtslage frei über
prüft
,
vor
zu
tragen (vgl. BGE
127 V 431 E. 3d/
aa
S. 437).
Der Beschwer
deführer verfügt über eine in De
utschland (Halle) erworbene
und in der Schweiz nicht der An
erkennungspflicht unterstehende
Berufsausbildung als
Fachlagerist sowie
Fachkraft für Lagerlogistik
(
Urk.
12/206/3 ff.
,
Urk.
12/247/1
;
vgl.
auch die
Auflistu
ng des
Staatssekretariat
s
für Bildung, Forschung und Inno
vation
[
SBFI
]
betreffend in der Schweiz reglementierte Berufe/Tätigkeiten e contrario,
einzusehen
unter:
https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/diploma/anerkennungsverfahren-bei-niederlas
sung/reglementierte-berufe.html
)
.
Da
mit
kann
d
er
Beschwerdeführer
ohne Wei
teres auf dem schweizerischen Arbeits
markt
im
gelernten Bereich
erwerbs
tätig werden
.
Sodann
arbeitete
er
n
ach
Ab
schluss seiner Ausbildung von 2009-2013 in Deutschland
in verschiedenen Bran
chen
als Stapelfahrer, Warenbereitsteller (Transportorganisation, Logistik
arbei
ten, Organisation von Warenlieferungen) und
Logistiker
;
auch die
Tätigkeit bei der
Y._
entsprach inhaltlich der
Kerntätigkeit eines Logisti
kers
(Warenauslieferung, Organisation und Planung
d
er
Auslieferungstou
ren,
Urk.
12/111/9)
.
Mit anderen Worten ste
hen dem Beschwerdeführer mit dem erlernten Beruf branchenunspezifische Ein
satzmöglichkeiten in Industrie und Lagerbetrieben offen
und
ist
Folge dessen
zur
Ermittlung des
Valideneinkomme
s
der
branchenunspezifische
Tabellenwert
im
Kom
petenzniveau 2
heranzuziehen
.
4.2
4.2.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so kön
nen nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange
zo
gen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
N
ach Eintritt des Ge
sundheitsschadens war der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben jedenfalls seit August 2016 zu 50
%
und ab Oktober 2016
zumindest zeitweise
zu 100
%
als Sachbearbeiter und im Aussendienst
erwerbs
tätig. Dabei
war
er offenbar bei zwei verschiedenen Firmen à je 50
%
angestellt; akten
kundig
ist indes lediglich der Arbeitsvertrag mit der
C._
vom
3.
Oktober
2016 (vgl.
Urk.
12/222/4,
Urk.
12/229/1,
Urk.
12/232,
Urk.
12/250/17,
Urk.
12/252/2 f.,
Urk.
12/250/18 ff
,
Urk.
8/2
).
Im Rahmen der
Anlern-
und Ein
arbeitungszeit als Sachbearbeiter
wurde
der Beschwerdeführer
seitens der IV
m
it einem Einarbeitungszuschuss
unterstützt (
vgl. Mitteilung vom 2
4.
Oktober 2016
Urk.
12/243/2 f.)
.
Da
der Beschwerdeführer sein Pensum bei der
C._
nach
eigenen
Angaben nicht erhöhen konnte (vgl.
Urk.
12/252/2, vgl. demgegenüber
Urk.
8/2) und nähere Angaben zu weiteren Anstellungen in den vorhandenen Akten fehlen
,
lässt sich
das fragliche Invalideneinkommen
ziffern
mässig nich
t genau ermitteln
und
sind
Folge dessen
hierfür
die
LSE
Lohntabellen
heranzuziehen
.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das Invalideneinkommen sei entsprechend der Verfügung vom
8.
März 2016 auf der Grundlage der
DAP
zu ermitteln, zumal letzteres unangefochten blieb, kann ihm nicht gefolgt wer
den
; in materiell
e Rechtskraft erwächst
lediglich das Dispositiv einer Verfügung, nicht aber die Begründung.
Zudem
wurde die Verfügung vom
8.
März
2016
am
3.
April 2017
aufgehoben und ersetzt (
Urk.
12/251).
Unter Hinweis
auf das medi
zinische Belas
tungsprofil sowie mit Blick auf
die Berufsausbildung und
Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Aussendienstmitarbeiter und Sachbearbeiter nach Ein
tritt des Gesundheitsschadens
rechtfertigt es sich
zur Ermittlung des Invaliden
einkommens
vom
branchenunspezifischen
Tabellenlohn
im
Kom
petenzniveau 2
auszugehen.
Da
zur Bestimmung des Invaliden- und des
Valideneinkommens
somit vom glei
chen Tabellenl
ohn
auszugehen ist
, erübrigt sich
deren genaue Ermittlung.
Dies
falls
entspricht der Invaliditätsgrad nämlich dem Grad der Arbeitsunfähigkeit un
ter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, der höchstens 25
%
betragen darf (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 1
9.
Juni 2017 E. 4 mit Hinweisen)
.
4.2.2
Da
der
Beschwerdeführer
in seinen feinmotorischen Fähigkeiten
und selbst bei Montagearbeiten (etwa Kolbenmontage)
beidseits
unbeeinträchtigt ist
(vgl.
Urk.
12/111
/4,
Urk.
12/154/5,
Urk.
12/222/6
),
er
nach wie
vor ein Fahrzeug len
ken
(vgl.
Urk.
12/111/2)
und
d
en linken Arm zumindest leicht (bis 5 kg) belasten kann, vollzeitlich arbeitsfähig und
ausgewiesenermassen
nicht auf Hilfsarbeiten angewiesen ist, mithin de facto keine Lohneinbusse
erleidet
(vgl.
diesbezüglich auch
Urk.
8/2,
Urk.
11)
, rechtfertigt sich
vorliegend kein zusätzlicher
Malus-Ab
zug
(vgl.
Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG
,
3.
Auf
lage, 2014,
Art.
28a N 106
zur Kasuistik mit entsprechenden Hinweisen
)
.
Aus
der
Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen
resultiert
ein
renten
ausschliessender
Invaliditätsgrad von 0
%
.
Der angefochtene Entscheid
vom
2.
August 2018
erweist
sich
im Ergebnis als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt
, soweit darauf einzutreten ist
.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer ersuchte
um Gewährung de
r unentgeltlichen Rechtsvertre
tung
(Urk.
1 S.
2
). Mit Eingabe vom
1
9.
Oktober 2018
substantiierte
er
sein
Ge
such bezüglich Bedürftigkeit und reichte nebst dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit diverse Unterlagen ein (Urk.
6
,
Urk.
7,
Urk.
8/2-9
).
5.2
Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung hat jede Person, die nicht über die erforderlichen
Mittel verfügt, Anspruch auf un
entgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbeg
ehren nicht als aussichtslos er
scheint. Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) wird einer Partei auf Gesuch hin in kostenpflichtigen
Verfahren die Bezahlung der Ver
fahrenskosten erlassen, wenn ihr die dazu nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint. Als bedürftig gilt, wer nicht in der Lage ist, für die Prozess
kosten aufzukommen, ohne dass er Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für ihn und seine Familie notwendig sind (BGE
127
I
205).
Die gesuchstellende Person hat den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen. Dazu hat sie ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzule
gen und soweit möglich zu belegen (
Randacher
, in: Gesetz über das Sozialversi
cherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 5 zu § 16
GSVGer
).
5
.3
Betreffend die unter
Ziff.
9
des Formulars zur Abklärung
der prozessualen Bedürftigkeit geltend gemachten Auslagen
für Unterhaltsbeiträge an seine 2008 und 2016 geborenen
Kinder
hat der Beschwerdeführer keine Belege zur regelmäs
sigen Bezahlung eingereicht. Ebenfalls fehlen Belege zu den angegebenen Ver
mögenspositionen und geltend gemachten
Fahrspesen
betreffend Besuche der
in Deutschland lebenden Tochter
. Bei dieser Sachlage ist - wie mit Verfügung
vom 2
0.
September 2018
angedroht (Urk.
3, vgl. auch
Ziff.
13 des Formulars zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit,
Urk.
7
) - davon auszugehen, dass keine prozessu
ale Bedürf
tigkeit besteht.
Im Übrigen ergäbe sich selbst unter Berück
sichtigung der
unzureichend substantiierten
Auslagen
keine prozessuale Be
dürftig
keit,
resultiert doch unter Beachtung eines 1
3.
Monatslohnes
(vgl.
Urk
.
12/250//19,
§
6 des Arbeitsvertrages) auch dann noch ein monatlicher Über
schuss
über
dem betreibungsrechtlichen
Existenzminimums
von mehr als
Fr.
400.--, der praxisgemäss die Vergütung der anwaltlichen Vertretung (wenigs
tens in Raten) erlaubt.
Entsprechend ist das Gesuch um unent
geltliche
Rechts
vertretung
ab
zu
weisen.