Decision ID: 2abb6955-c725-54c7-8127-a593659ea689
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ zog sich bei einem Verkehrsunfall am 15. Februar 1996 mehrere schwere
Verletzungen zu (IV-act. 18). Im Zeitpunkt des Unfalls war der Versicherte als
Selbständigerwerbender tätig. Am 7. März 1997 nahm die IV-Stelle eine Abklärung der
Verhältnisse an Ort und Stelle vor. Die Durchführung eines Betätigungsvergleichs ergab
eine Arbeitsunfähigkeit von 70% (IV-act. 43). Mit Wirkung ab 1. Februar 1997 wurde
dem Versicherten eine ganze Invalidenrente zugesprochen (IV-act. 59).
A.b Anlässlich eines amtlichen Rentenrevisionsverfahrens teilte der Versicherte am
19. Juni 2009 mit, dass er bei der B._ AG eine unselbständige Teilzeittätigkeit ausübe
(IV-act. 143). Die Arbeitgeberin gab am 24. Juli 2009 gegenüber der IV-Stelle an, dass
der Versicherte seit 15. August 2005 bei ihr beschäftigt sei und 32 Stunden pro Woche
arbeite (IV-act. 146).
A.c Mit Vorbescheid vom 8. September 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, dass er bei einem Invaliditätsgrad von unter 40% keinen Anspruch mehr auf
eine Invalidenrente habe. Durch die 80%ige Tätigkeit sei es ihm möglich, ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (IV-act. 152). Gegen den Vorbescheid
erhob der Versicherte am 4. Oktober 2009 Einwand (IV-act. 153). Mit Verfügung vom
16. Oktober 2009 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der
Invalidenrente (IV-act. 154).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 14.
November 2009 (Postaufgabe: 16. November 2009) mit den sinngemässen Anträgen,
die Verfügung vom 16. Oktober 2009 sei aufzuheben und es sei weiterhin eine
Invalidenrente auszurichten. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im
Wesentlichen aus, dass er die Invalidenrente ausschliesslich zur Finanzierung der
gesundheitsbedingten Mehrkosten verwende. Im Gesundheitsfall würde er ein
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wesentlich höheres Einkommen erzielen. Die Nettolöhne seien gemäss Lohnausweis
tiefer, weshalb das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen nicht
nachvollziehbar sei (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2010 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Mangels verlässlicher Angaben
aus der selbständigen Tätigkeit sei beim Valideneinkommen auf ein hypothetisches
Einkommen abzustellen. Gemäss der Tabelle Bruttoerwerbseinkommen pro Jahr T 2.11
unter der Berufsgruppe Selbständige, akademische Berufe betrage das höchste
Einkommen Fr. 120'000.--. Beim Invalideneinkommen könne auf das tatsächlich
erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, da es der Arbeitsleistung entspreche.
Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto habe der Beschwerdeführer im Jahr 2008
ein Einkommen von Fr. 84'950.-- erzielt. Bei einem Invaliditätsgrad von 29% bestehe
demnach kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (act G 4).
B.c Mit Replik vom 12. März 2010 hält der Beschwerdeführer an den in der
Beschwerde vorgebrachten Ausführungen fest (act. G 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G
10).

Erwägungen:
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich
verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss
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unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen
keinen Revisionsgrund im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis
für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrads bilden
die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid,
welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des
Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht; EVG]
vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1 mit Hinweisen).
1.2 Für die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente wird ein neu erzieltes oder
erhöhtes Erwerbseinkommen nur soweit berücksichtigt, als die
Einkommensverbesserung jährlich mehr als 1'500 Franken beträgt. Vom Restbetrag
werden nur zwei Drittel berücksichtigt (Art. 31 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).
1.3 Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.
2.
2.1 Der bei der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 1997 ermittelte
Invaliditätsgrad basierte wegen der selbständigen Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers im Unfallzeitpunkt auf einem Betätigungsvergleich. Dem Auszug
aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers ist zu entnehmen, dass er seine
selbständige Erwerbstätigkeit im Juli 2005 aufgegeben und im August 2005 die
unselbständige Tätigkeit bei der B._ AG aufgenommen hat (IV-act. 145). Beim
revisionsweise ermittelten Invaliditätsgrad hat die Beschwerdegegnerin somit
grundsätzlich zu Recht einen Einkommensvergleich vorgenommen, was im Übrigen
vom Beschwerdeführer auch nicht gerügt wurde. Bei diesem Sachverhalt kann
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offensichtlich und grundsätzlich unbestrittenerweise von einer wesentlichen Änderung
der erwerblichen Auswirkungen ausgegangen werden, weshalb die Voraussetzungen
für eine Prüfung des Rentenanspruchs erfüllt sind. Strittig und zu prüfen sind hingegen
die von der Beschwerdegegnerin für den Einkommensvergleich ermittelten
Vergleichseinkommen (Validen- und Invalideneinkommen).
2.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad auf Grund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte
miteinander zu vergleichen (AHI 1998 S. 119).
2.3 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist in der Regel vom
letzten Lohn, welchen die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielt hat, auszugehen (Urteil des EVG vom 16. Mai 2001, I 42/01, mit Hinweisen).
Diese Praxis wird mit der empirischen Feststellung begründet, dass die bisherige
Tätigkeit im Gesundheitsfall in der Regel weitergeführt worden wäre (Urteil des EVG
vom 29. August 2002, I 97/00). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Übt er nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei
der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen
ist, dass er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft,
sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn
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erscheint, gilt grundsätzlich der von ihm tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn
(BGE 126 V 76 f. E. 3b/aa mit Hinweisen).
2.4 Die vom Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt ausgeübte selbständige
Erwerbstätigkeit bildet keine verlässliche Grundlage für die Ermittlung des
Valideneinkommens. Da sich das Unternehmen bei Eintritt des Gesundheitsschadens
noch in der Aufbauphase befand (Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit per 1.
Oktober 1994; IV-act. 43/2), kann das erzielte Einkommen noch nicht als relevante
Basis für die Festlegung des Valideneinkommens herangezogen werden. Da sich
allgemein kaum verlässlich voraussagen lässt, wie sich eine selbständige
Erwerbstätigkeit einkommensmässig entwickelt hätte, stellt auch die von der
Beschwerdegegnerin vorgenommene Einschätzung basierend auf den vom Bundesamt
für Statistik ermittelten Bruttoerwerbseinkommen für Selbständigerwerbende in
akademischen Berufen eine unsichere hypothetische Ermittlung des
Valideneinkommens dar. Da im vorliegenden Fall für die Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers auch die normalerweise beigezogenen Tabellenlöhne gemäss den
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen
(LSE) keine verlässliche Einschätzung des Valideneinkommens erlauben, erscheint der
Beizug des zuletzt vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit als die verlässlichste Methode. Dieses Vorgehen
lässt sich auch dadurch rechtfertigen, dass die Aufnahme einer selbständigen
Erwerbstätigkeit im bisherigen beruflichen Bereich in der Regel darauf abzielt,
mindestens das gleiche Einkommen wie in einer unselbständigen Erwerbstätigkeit zu
erzielen. Für das Valideneinkommen ist demnach auf das vom Beschwerdeführer im
Jahr 1994 zuletzt erzielte Einkommen als Mitarbeiter bei der C._ AG abzustellen.
Gemäss Angaben der Arbeitgeberin erzielte der Beschwerdeführer pro Monat ein
Einkommen von Fr. 9'211.65 (inkl. Erfolgsbeteiligung und Anteil Gratifikation; IV-act. 17)
und somit ein Jahreseinkommen von Fr. 110'540.-- (Fr. 9'211.65 x 12). Angepasst an
die Nominallohnentwicklung (1994: Index 1769, 2009: Index 2136; vgl. Bundesamt für
Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, Tabelle T1.39) resultiert für das Jahr 2009
somit ein Valideneinkommen von Fr. 133'473.--.
2.5
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2.5.1 Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist die Beschwerdegegnerin
grundsätzlich zu Recht vom bei der B._ AG erzielten Einkommen ausgegangen. Die
Tätigkeit erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen (vgl. E. 2.3), weshalb bei
der Bestimmung des Invalideneinkommens von der konkreten beruflich-erwerblichen
Situation ausgegangen werden kann. Gemäss Lohnausweis (act. G 1.3) erzielte der
Beschwerdeführer im Jahr 2008 ein Bruttoeinkommen von Fr. 84'950.--. Da auch beim
Valideneinkommen auf den Bruttolohn abgestellt wurde, ist - entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers - auch beim Invalideneinkommen vom Bruttoeinkommen
auszugehen. Angepasst an die Nominallohnentwicklung (2009: 2.1%) ergibt sich somit
für das Jahr 2009 ein Einkommen von Fr. 86'734.--.
2.5.2 Bei der Invaliditätsbemessung im Revisionsverfahren gilt es zu
berücksichtigen, dass wenn eine versicherte Person neu ein Erwerbseinkommen
erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen kann, nur derjenige Teil
berücksichtigt wird, welcher Fr. 1'500.-- übersteigt. Vom verbliebenen Teil sind zudem
nur zwei Drittel an die Festlegung des Invalideneinkommens anzurechnen (Art. 31 IVG).
Grundsätzlich ist unter der jährlichen Einkommensverbesserung die Erhöhung des
Jahreseinkommens im Revisionszeitpunkt gegenüber dem bei der Rentenzusprache
festgelegten Invalideneinkommens zu verstehen, d.h. der Mehrverdienst entspricht der
Differenz zwischen dem tatsächlichen Erwerbseinkommen im Revisionszeitpunkt und
dem bei der letzten Invaliditätsbemessung (erstmalig oder im Revisionsverfahren)
festgelegten (auch hypothetisch) Invalideneinkommen vor den allfälligen Abzügen nach
Art. 31 IVG (Kreisschreiben über die Invalidität und Hilflosigkeit in der
Invalidenversicherung [KSIH], Gültig ab 1. Januar 2011, Rz 5015 und 5015.1).
2.5.3 Für die Berechnung des Invaliditätsgrads gilt es somit vorab das
Invalideneinkommen anlässlich der erstmaligen Rentenzusprache zu ermitteln. Damals
wurde dem Beschwerdeführer eine 30%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
attestiert. Da - wie bereits in den obigen Erwägungen ausgeführt - das während der
selbständigen Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen für die Ermittlung des
Invaliditätsgrads nicht aussagekräftig ist, rechtfertigt es sich, auch das
Invalideneinkommen für das Jahr 1997 anhand des vom Beschwerdeführer im Jahr
1994 zuletzt bei der C._ AG erzielten Einkommens zu ermitteln. Bei einer
Arbeitsfähigkeit von 30% betrug das Einkommen im Jahr 1994 somit Fr. 33'162.-- (0.3
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x Fr. 110'540.--; vgl. E. 2.4). Unter Anpassung an die Nominallöhne (1994: Index 1769,
1997: 1818) ergibt sich demnach für das Jahr 1997 ein hypothetisches
Invalideneinkommen von Fr. 34'081.--. Im Jahr 2009 ist somit nach Abzug des
Freibetrags von Fr. 1'500.-- (Art. 31 Abs. 1 IVG) gegenüber 1997 von einer
Einkommensverbesserung von Fr. 51'153.-- (Fr. 86'734.-- ./. Fr. 1'500.-- ./. Fr.
34'081.--) auszugehen. Von dieser Einkommensverbesserung sind gemäss Art. 31 Abs.
2 IVG lediglich zwei Drittel, somit Fr. 34'102.--, anzurechnen. Das massgebende
Invalideneinkommen für das Jahr 2009 beträgt somit Fr. 68'183.-- (Fr. 34'102.-- + Fr.
34'081.--).
2.6 Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkommens ergibt
sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 65'290.-- und somit ein Invaliditätsgrad von
gerundet 49%. Der Beschwerdeführer hat somit noch einen Anspruch auf eine
Viertelsrente der Invalidenversicherung. Anzumerken bleibt, dass bei korrekter
Ermittlung des Invalideneinkommens (unter Berücksichtigung von Art. 31 Abs. 1 IVG)
selbst unter Verwendung des von der Beschwerdegegnerin ermittelten
Valideneinkommens von Fr. 120'000.-- ein Anspruch auf eine Viertelsrente besteht. Bei
einer 30%igen Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprache im Jahr
1997 wäre somit von einem damaligen hypothetischen Invalideneinkommen von Fr.
36'000.-- (Prozentvergleich zum von der Beschwerdegegnerin verwendeten
Valideneinkommen von Fr. 120'000.--) auszugehen. Die Einkommensverbesserung
nach Abzug des Freibetrags von Fr. 1'500.-- würde demnach Fr. 49'234.-- (Fr.
86'734.-- [vgl. E. 2.5.1] ./. Fr. 36'000) betragen. Da von dieser
Einkommensverbesserung lediglich zwei Drittel, somit Fr. 32'823.--, anzurechnen
wären, würde das Invalideneinkommen in diesem Fall Fr. 68'823.-- (Fr. 32'823.-- + Fr.
36'000.--) betragen. Aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr.
120'000.-- ergäbe sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 51'177.-- und somit ein
Invaliditätsgrad von gerundet 43%.
2.7 Die weiteren vom Beschwerdeführer geltend gemachten Argrumente vermögen
an der Herabsetzung des Anspruchs auf eine Viertelsrente nichts zu ändern. Es kann
zweifellos zutreffen, dass in der Gesundheit eingeschränkte Personen gegenüber
gesunden Versicherten mit zusätzlichen behinderungsbedingten Kosten belastet
werden. Allerdings hat die vom Beschwerdeführer angegebene konkrete Verwendung
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der Invalidenrente ausschliesslich zur Deckung dieser gesundheitsbedingten
Mehrkosten keinen Zusammenhang mit der Ermittlung des Invaliditätsgrades. Sodann
wäre für die Annahme eines - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - wesentlich
höheren Einkommens im Gesundheitsfall erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte
dafür bestehen würden, dass er einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend
höheres Einkommen auch tatsächlich realisiert hätte, wäre er nicht invalid geworden
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2009, 8C_638/08, E. 4.3). Solche
konkreten Anhaltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung sind vorliegend nicht
ausgewiesen und werden vom Beschwerdeführer auch nicht substantiiert geltend
gemacht.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Sinn der Erwägungen gutzuheissen,
die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2009 ist aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, die ganze Invalidenrente revisionsweise auf
eine Viertelsrente herabzusetzen.
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint angemessen. Mit Blick auf das Obsiegen des Beschwerdeführers hat die
Beschwerdegegnerin die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP