Decision ID: 87a55a6f-bb52-5c82-979d-fe8551ef6ebc
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals im März 2006 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen
unter Hinweis auf eine schwere Augenkrankheit zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 1). Er gab an, er habe in B._ acht Jahre lang die Grundschule besucht. Einen
Beruf habe er nicht erlernt. Seit dem Jahr 2003 sei er als Kontrolleur bei der C._ tätig.
A.b Dr. med. D._ und Dr. E._ von der Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen
(KSSG) berichteten der IV-Stelle am 24. März 2006 (IV-act. 10), dass der Versicherte an
einer schwersten, therapierefraktären Sicca-Symptomatik (trockene Augen) bei
qualitativer und quantitativer Benetzungsstörung bei chronischer Blepharitis
(Lidrandentzündung) und pulmonaler Sarkoidose (systemische
Entzündungserkrankung) leide. In der Tätigkeit als Industriearbeiter bestehe keine
medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit.
A.c Die Eingliederungsberaterin notierte am 12. Februar 2007 (IV-act. 28), die
Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte bisher ohne Absenzen gearbeitet
habe. Im Gespräch sei aufgefallen, dass der Versicherte sehr auf eine IV-Rente fixiert
sei. Offenbar habe er den Hausarzt unter Druck gesetzt, die IV-Anmeldung auszufüllen.
Es bestehe eine familiäre Problematik (beide Elternteile in Gegenschicht 100 %
erwerbstätig, Schwierigkeiten mit den drei Kindern). Mit Verfügung vom 24. Mai 2007
wies die IV-Stelle das Rentengesuch bei einem IV-Grad von 0 % ab (IV-act. 33). Eine
dagegen erhobene Beschwerde zog der Versicherte wieder zurück (IV 2007/253, IV-
act. 40).
B.
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B.a Im Mai 2010 meldete sich der Versicherte erneut wegen des Augenleidens zum
Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 43). Er gab an, seit dem 6. April 2010
arbeitsunfähig zu sein.
B.b Dr. med. F._ und Dr. D._ von der Augenklinik des KSSG berichteten der IV-
Stelle am 8. September 2010 (IV-act. 61), dass der Versicherte an einer schweren
therapierefraktären Siccasymptomatik bei Benetzungsstörung bei chronischer
Blepharitis und pulmonaler Sarkoidose mit Befall der Tränendrüsen leide. Die bisherige
Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Anlässlich eines Telefonats vom 25. Oktober
2010 erklärte Dr. F._ gegenüber der RAD-Ärztin Dr. med. G._, dass sich der
Gesundheitszustand verschlechtert habe (IV-act. 73-2). Die Therapieoptionen seien
ausgeschöpft. An einem adäquaten Arbeitsplatz spreche aus augenärztlicher Sicht
nichts gegen eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Ärztin folgerte hieraus, dass sich
der Gesundheitszustand bei gleichlautender Diagnose verschlechtert habe.
B.c Die C._berichtete der IV-Stelle am 14. Dezember 2010 (IV-act. 70), dass sie den
Versicherten seit dem 1. September 2003 zu 100 % als Maschinenbediener
beschäftige. Der letzte effektive Arbeitstag sei der 5. April 2010 gewesen. Seit dem 1.
Januar 2010 betrage der Monatslohn Fr. 3'960.-- (zzgl. 13. Monatslohn); die Prämie
und die Schichtzulage betrügen durchschnittlich Fr. 1'310.-- pro Monat. Gemäss dem
IK-Auszug hatte der Versicherte im Jahr 2009 für die Tätigkeit bei der C._ ein
Erwerbseinkommen von Fr. 69'162.-- und für die Nebentätigkeit als Hauswart ein
solches von Fr. 4'550.-- (Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--) erzielt (IV-act. 67-3).
B.d Am 16. Mai 2011 wurde der Versicherte durch die ABI Aerztliches
Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI) interdisziplinär (allgemein-internistisch,
psychiatrisch und ophthalmologisch) begutachtet (Gutachten vom 22. Juni 2011, IV-
act. 83). Die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:
• Schwere Blepharokonjunktivitis sicca bei Sarkoidose beidseits
• diffuse Skleritis (Entzündung der Lederhaut des Auges) bei Sarkoidose beidseits.
Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter u.a. eine
pulmonale Sarkoidose, Erstdiagnose 1998, aktuell und seit Jahren klinisch
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asymptomatisch, an. Weder der allgemein-internistische noch der psychiatrische
Gutachter stellten auf ihren Fachgebieten eine Arbeitsunfähigkeit fest. Dr. med. H._,
Ophthalmologie, erklärte, dass der Versicherte unter erheblichen Symptomen wie
Augenschmerzen, Augenbrennen, vermehrter Blendungsempfindlichkeit und Tränen
leide. Aufgrund der schweren Benetzungsstörung bestehe in der angestammten
Tätigkeit wie auch in anderen Tätigkeiten bei einem vollschichtigen Pensum eine 10
%ige Leistungseinbusse. Arbeitsplätze, an denen der Versicherte vermehrt Staub oder
reizenden Dämpfen ausgesetzt sei, und Arbeiten an Bildschirmen müssten vermieden
werden. Dr. H._ empfahl eine erneute systemische Steroidtherapie. In
polydisziplinärer Sicht schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit für die
angestammte Tätigkeit und jede andere geeignete Tätigkeit auf 90 %. RAD-Ärztin Dr.
G._ notierte am 8. April 2011, es sei nicht ohne weiteres nachvollziehbar, weshalb die
schwere ophthalmologische Symptomatik mit organisch erklärbaren Schmerzen nur
eine geringe Leistungseinbusse zur Folge haben solle (IV-act. 99).
B.e Dr. F._ und Dr. I._ von der Augenklinik des KSSG berichteten der IV-Stelle am
14. September 2011 (IV-act. 98), dass die Auswirkungen des Augenleidens auf die
bisherige Tätigkeit schwer einschätzbar seien. Die Wahrnehmung sei subjektiv und die
Symptomatik stark schwankend. Die Leistungsfähigkeit sei vermindert, da sich der
Versicherte alle 10 Minuten Augentropfen verabreichen müsse. Eine erneute
systemische Steroidbehandlung habe der Versicherte abgelehnt.
B.f Auf Rückfrage der IV-Stelle hin antwortete Dr. H._ am 15. September 2011 (IV-
act. 97), dass es zu keiner Funktionseinbusse der Augen gekommen sei. Bei der
Tätigkeit als Maschinenbediener handle es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit
ohne übermässige Anstrengung der Augen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der
Ärztinnen der Augenklinik des KSSG könne sie aufgrund der aktuellen
Untersuchungsbefunde nicht nachvollziehen. RAD-Ärztin Dr. G._ hielt am 14.
November 2011 fest (IV-act. 99), dass die Leistungsfähigkeit des Versicherten wegen
der zeitaufwändigen, regelmässigen Anwendung von Augentropfen und der
Notwendigkeit gelegentlicher Erholungspausen mit geschlossenen Augen in der
angestammten und in anderen geeigneten Tätigkeiten um 20 % reduziert sei.
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B.g Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle hielt im Schlussbericht vom 1.
Dezember 2011 fest (IV-act. 105), dass die angestammte Tätigkeit des Versicherten die
Prüfung von Ketten an einer Maschine und das Transportieren von Alurollen beinhalte.
Die Prüfung der Ketten erfolge maschinell; der Versicherte müsse bei Störungen
eingreifen. Bei der Arbeit trage er Handschuhe und eine Nasenmaske. Das Ausziehen
der Arbeitsutensilien zum Applizieren der Augentropfen führe zu einem enormen
Zeitverlust und Aufwand. Da die aktuelle Tätigkeit nicht als adaptiert empfunden werde,
sei dem Versicherten per Ende November 2011 gekündigt worden. Der Versicherte
selbst sehe sich aktuell nicht arbeitsfähig. Er verbringe den Tag meistens zu Hause mit
geschlossenen Augen auf dem Sofa liegend. Mit Verfügung vom 6. Februar 2012 wies
die IV-Stelle das Gesuch um berufliche Massnahmen mit der Begründung, dass sich
der Versicherte nicht in der Lage fühle, aktiv an Eingliederungsbemühungen
mitzuwirken, ab (IV-act. 114).
B.h Mit Vorbescheid vom 3. Mai 2012 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten bei
einem IV-Grad von 20 % die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 121). Zur
Begründung hielt sie fest, dass der Versicherte gemäss dem ABI-Gutachten in seiner
angestammten Tätigkeit und in jeder anderen geeigneten Tätigkeit zu 90 % arbeitsfähig
sei (IV-act. 119-2). Dagegen liess der Versicherte am 14. Juni 2012 durch seine
Rechtsvertreterin einwenden (IV-act. 124), dass die durch die Lidrandentzündungen
verursachten, massiven Schmerzen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht
berücksichtigt worden seien. Am 16. August 2012 reichte die Rechtsvertreterin neue
medizinische Berichte ein (IV-act. 126). Dr. med. J._, Facharzt Pneumologie, hatte
dem Hausarzt Dr. med. K._ am 10. Juli 2012 mitgeteilt (IV-act. 127), dass klinisch,
radiologisch und lungenfunktionell derzeit von einer erheblichen Progredienz der
Sarkoidose ausgegangen werden müsse. Ergospirometrisch finde die angegebene
Dyspnoe allerdings kein Korrelat. Der Belastungsversuch habe wegen massiver
Hyperventilation und Schwäche vorzeitig abgebrochen werden müssen. Eine
Abdomensonografie vom 11. Juni 2012 im Spital L._ hatte eine vergrösserte Leber
und Milz gezeigt (Bericht vom 21. Juni 2012, IV-act. 128). Die erhöhten Leberwerte
wurden im Rahmen eines Leberbefalles bei bekannter Sarkoidose interpretiert. Im
Oktober/November 2012 gingen bei der IV-Stelle weitere medizinische Berichte ein (IV-
act. 136, 138, 141). Dr. med. M._ von der Pneumologie des KSSG hatte am 4.
September 2012 berichtet (IV-act. 136 3-f.), dass der Versicherte im Rahmen der
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Sarkoidose aktuell schwer betroffen sei. Es sei eine Therapie mit Prednison eingeleitet
worden. Ärzte derselben Klinik hatten am 2. November 2012 berichtet, dass der
Versicherte einen schwer einstellbaren steroidinduzierten Diabetes mellitus entwickelt
habe (IV-act. 139-3 ff.). Dr. D._ von der Augenklinik des KSSG hatte in ihrem Bericht
vom 20. November 2012 angegeben (IV-act. 142), dass die Situation der Lidränder
sowie der Augenoberfläche nach wie vor desolat sei. Die permanenten
Augenschmerzen zeichneten sich in Form einer felderförmigen Aufrauhung der
Hornhaut ab. Die entzündliche Komponente der Bindehaut und der Lider habe sich
trotz aller möglicher topischer und systemischer Therapien nie wesentlich verbessert.
Die nicht behandelbare chronische Schmerzsymptomatik sei im Rahmen einer
Berufsausübung nicht tragbar.
B.i Dr. M._ von der Pneumologie des KSSG gab in ihrem Bericht vom 21. November
2012 zuhanden der IV-Stelle an (IV-act. 144), dass eine kombinierte Ventilationsstörung
mit einer mittelschweren Obstruktion und einer leichten Restriktion sowie eine schwere
Diffusionsstörung bestünden. Diese Befunde führten bei Belastung zu Atemnot,
weshalb der Versicherte seiner Arbeit als Hausmeister nicht nachgehen könne. Im
Rahmen einer Sarkoidose träten in der Regel zudem eine Leistungsminderung und eine
Müdigkeit auf. Der Schweregrad der Grunderkrankung lasse im Moment keine
Arbeitstätigkeit zu. Ob die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit möglich sei,
hänge vom Verlauf der Therapie mit systemischen Steroiden ab. RAD-Ärztin Dr. G._
empfahl am 15. Januar 2013 eine internistisch-pneumologische RAD-Untersuchung
(IV-act. 145).
B.j Im Mai, Juni und Juli 2013 gingen bei der IV-Stelle weitere medizinische Berichte
ein (IV-act. 157, 164). Dr. med. N._ von der Pneumologie des KSSG hatte am 7. Mai
2013 berichtet, dass die Therapie trotz der Nebenwirkungen insgesamt gut
angesprochen habe. Lungenfunktionell sei es zu einer leichten Verbesserung der
Befunde gekommen, wobei die Werte möglicherweise kooperationsbedingt ein
bisschen unterschätzt würden. Der Versicherte fühle sich in seiner Belastbarkeit
allerdings weiterhin eingeschränkt und verspüre kaum einen Nutzen. Eine gewisse
Leistungseinschränkung könne die Gewichtszunahme von 50 kg seit Beginn der
Therapie erklären. Dieselbe Ärztin hatte am 12. Juni 2013 mitgeteilt (IV-act. 164-25 f.),
dass sich die Situation unter Remicade deutlich verbessert habe. Der Versicherte sei
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dennnoch weiterhin schwer betroffen. Neu sei ein mittelschweres Schlaf-Apnoe-
Syndrom festgestellt worden. Unter einer CPAP-Therapie sei von einer Verbesserung
der Müdigkeit auszugehen. Dr. med. O._, Psychiatrie und Psychotherapie, hatte in
einem Bericht vom 19. Juli 2012 an Dr. Jung erklärt (IV-act. 164-51), dass der
Versicherte an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10:
F43.21) leide. Er befinde sich seit dem 16. Juli 2012 in ihrer psychiatrischen
Behandlung. Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf der Augenerkrankung
und der dazu kommenden finanziellen und familiären Probleme entwickelt.
B.k Am 19. Juni 2013 fand die erste internistische RAD-Abklärung statt (1. RAD-
Bericht vom 15. April 2015, IV-act. 198). Dr. med. P._, Facharzt für Innere Medizin,
Pneumologie, Arbeitsmedizin, Sozialmedizin (D), Psychotherapie (D, SAPPM),
zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, gab die folgenden Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an:
• 1998 Erstdiagnose einer Haut- und Lungensarkoidose im Stadium II, aktuell leichte
restriktive und diskrete obstruktive Ventilationsstörung
• 06/13 Erstdiagnose eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms
• 09/12 Erstdiagnose eines steroidinduzierten Diabetes mellitus IIb.
Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er unter anderem eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion. Dr. P._ hielt fest, dass die
Ventilationsstörung eine ganztägige Tätigkeit mit leichter körperlicher Arbeit nicht
verunmögliche. Zur Behandlung der Augen und der Zuckerkrankheit sollte aber die
Möglichkeit vermehrter Pausen bestehen. Der Diabetes mellitus befinde sich in guter
Kontrolle und sollte die Leistungsfähigkeit nicht weiter schmälern. Das obstruktive
Schlafapnoesyndrom sei therapeutisch gut behandelbar (Gewichtsabnahme, CPAP-
Therapie), sodass es keine grössere Leistungsminderung zur Folge haben sollte. Von
psychiatrischer Seite her habe ein dem psychiatrischen Befund vom Juli 2012
entsprechendes Bild mit gemischt leicht ausgeprägter, dysphorisch-gereizter und
deprimiert-hoffnungsloser Stimmungslage gesehen werden können. Der Versicherte
habe keine aktuelle medikamentös-antidepressive Behandlung erwähnt. Die in der
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Aktenlage wiederholt angegebene eingeschränkte Compliance habe auch während der
gutachterlichen Abklärung beobachtet werden können. Zudem hätten sich Hinweise für
ein aggravatorisches Verhalten ergeben. Erstaunlich sei, dass im Rahmen der
Begutachtung durch das ABI bei der bekannten pulmonalen Sarkoidose keine
pneumologische Beurteilung stattgefunden habe. Die Beurteilungen der behandelnden
Pneumologen könne nicht geteilt werden. Eine sich objektivierbar nur leicht funktionell
auswirkende Sakroidose der Lunge sei kein Grund für eine längerfristige
Arbeitsunfähigkeit. Die extrapulmonalen Krankheitsmanifestationen an Leber und
Nieren schränkten die allgemeine Leistungsfähigkeit des Versicherten nicht zusätzlich
ein. Wie es sich mit dem Augenleiden verhalte, werde durch ein gesondertes
ophthalmologisches Gutachten geklärt.
B.l Am 14. November 2013 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten weitere
medizinische Berichte ein (IV-act. 165). Die Ärzte der Rheumatologie/Rehabilitation des
KSSG hatten am 6. August 2013 über ein Autoimmunphänomen unter der Infliximab-
Therapie berichtet (IV-act. 166-6 ff.). Dr. N._ von der Pneumologie des KSSG hatte
am 15. August 2013 mitgeteilt (IV-act. 166-4 f.), dass der Versicherte das CPAP-Gerät
nicht an allen Tagen benutze; wenn es angewendet werde, sei die Schlafapnoe gut
behandelt. Dieselbe Ärztin hatte am 1. Oktober 2013 erklärt (IV-act. 166-2 f.), dass ein
Verdacht auf einen drug-induced Lupus erythematodes durch Infliximab bestehe. Die
Remicade-Therapie sei daher gestoppt worden. Am 13. März 2014 reichte die
Rechtsvertreterin des Versicherten weitere Berichte des KSSG ein (IV-act. 175). Dr.
N._ hatte am 20. Februar 2014 berichtet (IV-act. 176-1 f.), dass die Situation mit
deutlicher Dyspnoe bei kleinster Anstrengung unverändert sei. Die CPAP-Therapie
werde nun konsequent angewendet. Dr. med. Q._ von derselben Klinik hatte am 22.
Mai 2014 erklärt (IV-act. 180-1 f.), dass sich die funktionellen und radiologischen
Befunde unter Weiterführung der immunsuppressiven Therapie deutlich verbessert
hätten. Der Versicherte klage allerdings weiterhin über unveränderte Symptome, wobei
auch die soziale Problematik mit fehlenden IV-Zahlungen belastend sei.
B.m Im Mai und Oktober 2014 wurde der Versicherte an der Augenklinik des
Universitätsspitals Zürich (USZ) im Auftrag des RAD untersucht (Gutachten vom 13. Juli
2014, IV-act. 187). Dr. R._ und Dr. S._ gaben als ophthalmologische Diagnosen
eine ausgeprägte Sicca-Problematik und einen kleinen Aderhautnävus an. Sie
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erklärten, es sei nachvollziehbar, dass die ausgeprägte Sicca-Problematik für den
Versicherten zu einer grossen alltäglichen Belastung geworden sei. Allerdings weise
eine Beobachtung darauf hin, dass die vom Versicherten beschriebenen stärksten
Schmerzen nicht allein durch die Befeuchtungsproblematik erklärt werden könnten: Am
31. Oktober 2014 seien dem Versicherten anästhetisierende Augentropfen instilliert
worden, die zu einer lokalisierten Unempfindlichkeit der Augen geführt hätten. Nach der
Instillation der Tropfen wäre eine plötzliche und sehr deutliche Besserung der
Schmerzen bzw. sogar eine Beschwerdefreiheit zu erwarten gewesen. Der Versicherte
habe jedoch erst nach wiederholtem und sehr suggestivem Nachfragen erklärt, dass
die Schmerzen nun allenfalls besser geworden seien, jedoch noch immer zu ca. 10 %
bestünden. Fest stehe, dass der Versicherte auf die regelmässige Applikation von
Augentropfen (ca. alle 10 min.) ange¬wiesen sei. Die Beschwerden einer Sicca-
Problematik könnten subjektiv sehr belastend sein. Allerdings sei es schwierig, diese
bzw. den Leidensdruck zu objektivieren. Es bestehe eine grosse Variabilität zwischen
den klinischen Zeichen einer Sicca-Problematik und den interindividuellen
Beschwerden. Entscheidend sei die Frage, ob durch eine IV-Rente eine Entlastung zu
erwarten wäre. Bisher habe jedoch auch durch eine längere Arbeitsabstinenz keine
Besserung der Beschwerden bzw. keine Reduktion des subjektiven Leidensdruckes
erzielt werden können. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, bei der bei niedriger
Luftfeuchtigkeit hohe Anforderungen an die visuelle Konzentration gestellt worden
seien, bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit
bestehe eine gewisse Arbeitsfähigkeit. Der Grad der Arbeitsfähigkeit lasse sich nur
anhand eines Arbeitsversuchs ermitteln.
B.n Dr. med. T._ von der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin des KSSG teilte
Dr. K._ am 9. Februar 2015 mit (IV-act. 195), dass den subjektiv ausgeprägten
Dyspnoebeschwerden bereits bei einer sehr leichten körperlichen Anstrengung relativ
gute objektive Befunde gegenüberstünden. Zurzeit liege eine mittlere bis leichte
Einschränkung der Lungenfunktion vor. Die Werte seien im längerfristigen Verlauf
kontinuierlich besser geworden und hätten aktuell das Niveau von 2007 erreicht.
B.o Am 19. Februar 2015 fand die zweite internistische RAD-Abklärung statt (2. RAD-
Bericht vom 15. April 2015, IV-act. 200). Als zusätzliche Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit gab Dr. P._ eine ausgeprägte Sicca-Problematik beider Augen bei
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Blepharitis an. Eine psychiatrische Diagnose nannte er hingegen nicht mehr. Dr. P._
erklärte, dass es im Verlauf seit Juni 2013 zu einer leichten Zunahme der restriktiven
Ventilationsstörung auf ein etwa beginnend mittelgradiges Niveau bei persistierender
leichter obstruktiver Ventilationsstörung gekommen sei. Unter alleiniger
Berücksichtigung der pulmonalen Situation sei dem Versicherten eine vollschichtige,
körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit zumutbar. Die Arbeit sollte
in ausreichend temperierten und geschlossenen Räumlichkeiten ausgeübt werden;
regelmässige Expositionen gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft schieden aus. Zudem
müsse der Versicherte häufige, auch verlängerte und betriebsunübliche Pausen zur
Gesundheitspflege (Diabetes mit Insulin-Behandlung, Applikation von Augentropfen
unter ausreichend hygienischen Bedingungen) einlegen können. Nicht in Frage kämen
Tätigkeiten mit ausgeprägten Anforderungen an die Visusleistung und die visuelle
Konzentration. Eine vermehrte Staubexposition, grelle Beleuchtung und
Bildschirmtätigkeiten seien ebenfalls zu vermeiden. Dr. P._ schätzte die
Leistungsbeinbusse gesamthaft auf aktuell 30 % (inkl. erhöhtem Pausenbedarf). Die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kontrolleur in der metallverarbeitenden Industrie komme
aufgrund des Augenleidens nicht mehr infrage. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte ab
dem Gutachtensdatum. RAD-Ärztin Dr. G._ notierte am 13. Juli 2015 (IV-act. 201),
dass Dr. P._ seine Arbeitsfähigkeitsschätzung gut und nachvollziehbar begründet
habe.
B.p Dr. O._ berichtete der IV-Stelle am 10. August 2015 (IV-act. 207), dass der
Versicherte an einer Angst und depressiven Störung gemischt (F41.2) leide. Diese habe
sich im Verlauf der Augenerkrankung und der dazu kommenden finanziellen und
existentiellen Probleme entwickelt (Verlust der Arbeitsstelle). Die Wahrnehmung der
somatischen Beschwerden sei zweifelsohne depressiv verstärkt. Aus rein
psychiatrischer Sicht bestehe eine ca. 30-40 %ige Arbeitsunfähigkeit.
B.q Anlässlich eines Gesprächs mit dem Eingliederungsverantwortlichen vom 13.
November 2015 erklärte der Versicherte, dass er sich nicht in der Lage fühle, an
beruflichen Massnahmen teilzunehmen (IV-act. 210-3). Aus diesem Grund verneinte die
IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Februar 2016 einen Anspruch auf berufliche
Massnahmen (IV-act. 220).
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B.r Mit Vorbescheid vom 22. Februar 2016 (IV-act. 223) kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten bei einem IV-Grad von 36 % die Abweisung seines Rentengesuchs an.
Zur Begründung hielt sie fest, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung in seiner
angestammten Tätigkeit einen Jahreslohn von Fr. 71'229.-- erzielen könnte. In dieser
Tätigkeit sei er jedoch nicht mehr arbeitsfähig. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe
eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit. Mit Behinderung sei der Versicherte daher gestützt auf
die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) in der
Lage, ein Erwerbseinkommen von Fr. 45'620.-- zu erzielen (70 % von Fr. 65'172.--).
Dagegen wendete die Rechtsvertreterin des Versicherten am 14. April 2016 ein (IV-act.
224), dass die Arbeitsfähigkeit deutlich unter 70 % liege. Allein schon in psychiatrischer
Hinsicht sei die Arbeitsfähigkeit zu 30 bis 40 % eingeschränkt. Aufgrund des multiplen
Beschwerdebildes habe eine "reine RAD-Abklärung" nicht genügt, zumal der RAD-Arzt
nicht über eine pneumologische Facharztausbildung verfüge. Zudem sei ein
Leidensabzug von 20-25 % vorzunehmen.
B.s Mit Verfügung vom 25. April 2016 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie
angekündigt bei einem IV-Grad von 36 % ab (IV-act. 225). Zum Einwand hielt sie fest,
dass ein fortgeschrittenes Alter, eine niedrige berufliche Qualifikation und mangelnde
Sprachkenntnisse keinen Abzug vom Invalideneinkommen rechtfertigten.
C.
C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
30. Mai 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die
Aufhebung der Verfügung und die Zusprache der gesetzlich vorgesehenen Leistungen.
Zur Begründung machte sie ergänzend zu den Einwänden im Vorbescheidverfahren
geltend, dass ein weiteres Gutachten erstellt werden müsse, wenn nicht auf die
Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte abgestellt werde. Zwischen dem
zweiten RAD-Bericht und dem Verfügungserlass sei mehr als ein Jahr vergangen, innert
welchem sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe. Ausserdem könnten
derart multiple Beschwerden nicht nur monodisziplinär abgeklärt werden. Der
Beschwerdeführer müsse ohne jegliche Ausbildung und mit fehlenden
Sprachkenntnisse in eine ihm völlig neue Tätigkeit wechseln. Er müsse die Arbeit
dauernd unterbrechen können. Dies habe massive Auswirkungen auf die Lohnhöhe,
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sodass mindestens ein Leidensabzug von 10 % zu gewähren sei. Unter
Berücksichtigung der qualitativen Einschränkungen, der Unfähigkeit, Überstunden zu
leisten und der fehlenden Flexibilität, sei ein maximaler Leidensabzug von 25 %
angemessen. Am 30. November 2016 machte die Rechtsvertreterin ergänzend geltend
(act. G 11), dass der Beschwerdeführer wegen der ständigen Augenreizung zu 50 %
arbeitsunfähig sei. Zusammen mit den übrigen Beschwerden liege die
Arbeitsunfähigkeit bei mindestens 60 %. Dr. med. I._ vom Augenzentrum U._ hatte
der Rechtsvertreterin am 26. Oktober 2016 berichtet (act. G 11.1.1), dass der starke
Leidensdruck aus augenärztlicher Sicht nachvollziehbar sei. Die Beschwerden seien
subjektiv stetig etwas mehr geworden; eine Objektivierung sei sehr schwierig. Dr. med.
V._ von der Augenklinik des KSSG hatte der Rechtsvertreterin am 28. November
2016 mitgeteilt (act. G 11.1.2), dass sich die Situation im Vergleich zum Februar 2015
nicht deutlich verändert habe. Im Vordergrund stehe die massive Reizung. Ein
Arbeitspensum von über 50 % erscheine absolut unrealistisch. Der hohe Leidensdruck
sei durch die Augenbefunde schon seit Jahren erklärt. Dr. K._ hatte der
Rechtsvertreterin am 13. November 2016 berichtet (act. G 11.1.3), dass er die
Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau der Erkrankungen zurzeit auf höchstens 40 %
schätze. Wie hoch die Arbeitsunfähigkeit nach dem Verlust der Arbeit gewesen sei,
könne er nicht mehr sicher beurteilen, bestimmt aber 50 %. Die pulmonale Situation sei
zwischen Februar 2015 und April 2016 etwa gleich geblieben oder habe sich minim
verbessert.
C.b Auf eine Anfrage des Rechtsdienstes erklärte RAD-Ärztin Dr. G._ am 19. Januar
2017 (IV-act. 235), dass eine objektive Verschlechterung des Augenleidens nicht
bestätigt werden könne. Daraus, dass sich der Beschwerdeführer während der IV-
Abklärung in seinem subjektiven Leiden nicht adäquat wahrgenommen gefühlt habe,
resultiere keine arbeitsfähigkeitsrelevante psychische Einschränkung. An der
Arbeitsfähigkeit von 70 % für adaptierte Tätigkeit könne festgehalten werden.
C.c Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 26. Januar 2017
die Abweisung der Beschwerde (act. G 13). Zur Begründung führte sie aus, dass die
nach Verfügungserlass vorgelegten medizinischen Berichte die Beurteilung von Dr.
P._ nicht zu erschüttern vermöchten; sie verwies auf die Stellungnahme des RAD
vom 19. Januar 2017. Im Übrigen gelte die von Dr. O._ gestellte Diagnose einer
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Angst und depressiven Störung gemischt rechtsprechungsgemäss nicht als
invalidisierend. Da keine repräsentative Einkommensbasis zur Verfügung stehe, könne
das Valideneinkommen abstrakt, d.h. gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne, berechnet
werden. Als adaptierte Tätigkeiten kämen leichtere Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie
Verpackungsarbeiten, leichtere Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung,
eine Beschäftigung an einem Empfang, als Telefonist sowie als Kurier und leichtere
Lieferdienste in Frage. Weil die gesundheitlichen Einschränkungen mit der
Arbeitsfähigkeit adaptiert von 70 % bereits grosszügig berücksichtigt worden seien, sei
ein Leidensabzug nicht gerechtfertigt. Der IV-Grad betrage folglich 30 %.
C.d Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte in ihrer Replik vom 9.
Februar 2017 ergänzend geltend (act. G 16), die Gutachter des USZ seien davon
ausgegangen, dass aufgrund des Augenleidens durchaus eine Arbeitsunfähigkeit
bestehe. Der RAD habe nicht auf die Einschätzung der Gutachter des USZ, sondern
auf das ABI-Gutachten abgestellt, welches sich zwischenzeitlich als falsch
herausgestellt habe. Der einzige Augenarzt, welcher eine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit vorgenommen habe, sei Dr.
V._. Berücksichtige man zusätzlich die alle 10 Minuten einzulegenden Pausen,
betrage die Arbeitsunfähigkeit 60 %. Aufgrund der qualitativen Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit sei es allerdings eher unwahrscheinlich, dass sich überhaupt ein
angepasster Arbeitsplatz finden lasse.
C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 17 f.).

Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer hat sich erstmals im März 2006 bei der
Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Sein Rentengesuch
war am 24. Mai 2007 bei einem IV-Grad von 0 % abgewiesen worden. Bei der
Anmeldung vom Mai 2010 handelt es sich somit um eine sogenannte Neuanmeldung.
1.2 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR
831.201) wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird,
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dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert
hat. Der Beschwerdeführer hat auch bei der zweiten Anmeldung als Anmeldegrund das
Augenleiden angegeben. Während die Ärzte der Augenklinik des KSSG im März 2006,
also Rahmen des ersten Verwaltungsverfahrens, noch angegeben hatten, dass in der
angestammten Tätigkeit keine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe,
haben sie im September/Oktober 2010, d.h. nach dem Eingang der zweiten IV-
Anmeldung, erklärt, dass sich der Gesundheitszustand zwischenzeitlich verschlechtert
habe. Die angestammte Tätigkeit als Industriemitarbeiter haben sie als nicht mehr
zumutbar erachtet. Bezüglich adaptierter Tätigkeiten hat die Assistenzärztin Dr. F._
anlässlich eines Telefonats mit der RAD-Ärztin angegeben, dass aus augenärztlicher
Sicht nichts gegen eine 50 %ige Arbeitstätigkeit an einem adaptierten Arbeitsplatz
spreche. Zwar hat sich die Diagnose seit der ersten Anmeldung nicht geändert.
Allerdings sind die Fachärzte derselben Klinik zum Schluss gekommen, dass sich der
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zwischenzeitlich
verschlechtert hätten. Damit hat der Beschwerdeführer eine wesentliche
Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, namentlich der Augenproblematik,
seit der rechtskräftigen Abweisung des Rentengesuchs im Mai 2007 glaubhaft
gemacht. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf die Neuanmeldung
eingetreten.
1.3 Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2016 hat die Beschwerdegegnerin
dann allerdings das Rentengesuch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 36
% abgewiesen. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Rentenabweisung zu Recht erfolgt
ist.
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die
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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.2 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
3.
3.1 Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit bzw. die
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit feststehen.
3.2 In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere das ABI-Gutachten vom 22. Juni
2011 (IV-act. 83), das Gutachten der Augenklinik des USZ vom 13. Juli 2014 (IV-act.
187), die zwei Berichte des RAD-Arztes Dr. P._ vom 15. April 2015 (IV-act. 198, 200),
der Bericht von Dr. O._ vom 15. August 2015 (IV-act. 207), der Bericht des
Hausarztes Dr. K._ vom 13. November 2016 (act. G 11.1.3) und der Bericht von Dr.
V._ von der Augenklinik des KSSG vom 26. November 2016 (act. G 11.1.2) bei den
Akten.
3.3 In somatischer Hinsicht sind die Diagnosen grundsätzlich unbestritten. Strittig ist
demgegenüber, welchen Einfluss sie auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
haben.
3.4 Zunächst ist auf den Einwand der Rechtsvertreterin, auf die Berichte von RAD-Arzt
Dr. P._ könne bereits deshalb nicht abgestellt werden, weil sie veraltet seien,
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einzugehen. Die Rechtsvertreterin hat geltend gemacht, dass sich der
Gesundheitszustand zwischen der zweiten RAD-Untersuchung im Februar 2015 und
dem Verfügungserlass im April 2016 weiter verschlechtert habe. Diese Behauptung ist
jedoch durch nichts belegt: Im Gegenteil hat Dr. K._ in seinem Bericht vom 13.
November 2016 ausgeführt, dass die pulmonale Situation zwischen Februar 2015 und
April 2016 etwa gleich geblieben sei oder sich sogar minim verbessert habe. Der
Augenarzt Dr. I._ hat am 26. Oktober 2016 berichtet, dass die Beschwerden
subjektiv stetig etwas mehr geworden seien, eine Objektivierung der Verschlechterung
jedoch sehr schwierig sei. Und Dr. V._ von der Augenklinik des KSSG hat am 28.
November 2016 erklärt, dass sich die Situation bezüglich der Augen im Vergleich zum
Februar 2015 nicht deutlich verändert habe. Insgesamt muss also davon ausgegangen
werden, dass sich der Gesundheitszustand zwischen Februar 2015 und April 2016 aus
objektiver Sicht nicht wesentlich verschlechtert hat. Die Argumentation der
Rechtsvertreterin ist somit nicht stichhaltig.
3.5 Die pulmonale Sarkoidose ist zum Zeitpunkt der Begutachtung durch das ABI im
Mai 2011 seit Jahren klinisch asymptomatisch gewesen. Der Beschwerdeführer hat
zum damaligen Zeitpunkt auch nicht über eine Atemdyspnoe geklagt. Zwar ist einem
Bericht des Pneumologen Dr. J._ vom 26. Juni 2003 zu entnehmen (IV-act. 9-14 f.),
dass der Beschwerdeführer bereits früher über eine zunehmende
Anstrengungsdyspnoe geklagt hatte. Dr. J._ hatte damals jedoch erklärt, dass diese
Dyspnoe durch die Sarkoidoseerkrankung nicht erklärt werden könne. Als Ursache
hatte er eine Dekonditionierung, ein fehlendes Stehvermögen und "wohl auch" eine
etwas fehlende Motivation gesehen. Entgegen der Behauptung des RAD-Arztes Dr.
P._ erstaunt es daher nicht bzw. ist es im Zeitpunkt der gutachterlichen
Untersuchung im Mai 2011 nicht angezeigt gewesen, eine pneumologische Beurteilung
durchzuführen. Aus pneumologischer Sicht ist der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit
als Maschinenbediener/Kettenkontrolleur im Mai 2011 in seiner Arbeitsfähigkeit also
(noch) nicht eingeschränkt gewesen. Die pulmonale Situation hat sich im Jahr 2012
verschlechtert. Dr. J._ hat in einem Bericht vom 10. Juli 2012 (IV-act. 127)
festgehalten, dass klinisch, radiologisch und lungenfunktionell von einer erheblichen
Progredienz der Sarkoidose ausgegangen werden müsse. Ergospirometrisch hat die
vom Beschwerdeführer angegebene Dyspnoe allerdings kein Korrelat gefunden. Dr.
M._ von der Pneumologie des KSSG hat in ihrem Bericht vom 21. November 2012
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von einer kombinierten Ventilationsstörung mit einer mittelschweren Obstruktion und
einer leichten Restriktion sowie von einer schweren Diffusionsstörung gesprochen (IV-
act. 144). Die Befunde führten bei Belastung zu Atemnot. Dr. N._ von derselben
Klinik hat am 7. Mai 2013 erklärt, dass es zu einer leichten Verbesserung der
Lungenfunktion gekommen sei (IV-act. 157-1 ff.). Sie hat allerdings auch angemerkt,
dass die Werte kooperationsbedingt möglicherweise ein bisschen unterschätzt würden.
Dr. P._ hat anlässlich der ersten RAD-Untersuchung im Juni 2013 eine aktuell leichte
restriktive und diskrete obstruktive Ventilationsstörung festgestellt. Die Arbeitsfähigkeit
in einer körperlich leichten Tätigkeit hat er dadurch jedoch nicht als eingeschränkt
erachtet. Entgegen der Behauptung der Rechtsvertreterin verfügt Dr. P._ über einen
Facharzttitel in der Fachrichtung Pneumologie. Er hat also die notwendige
medizinische Ausbildung, um die Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht
einschätzen zu können. Im Februar 2015 hat Dr. T._ von der Klinik für Pneumologie
des KSSG ausgeführt, dass den subjektiv ausgeprägten Dyspnoebeschwerden bereits
bei sehr leichter körperlicher Anstrengung relativ gute objektive Befunde
gegenüberstünden. Zurzeit liege eine mittlere bis leichte Einschränkung der
Lungenfunktion vor. Die Werte seien im längerfristigen Verlauf kontinuierlich besser
geworden und hätten aktuell das Niveau von 2007 erreicht. Angesichts dieses
fachärztlichen Berichts ist nicht verständlich, dass RAD-Arzt Dr. P._ in seinem
zweiten Bericht vom 15. April 2015 betreffend die Untersuchung vom 19. Februar 2015
von einer leichten Zunahme der restriktiven Ventilationsstörung (auf ein etwa beginnend
mittelgradigesNiveau bei persistierender leichter obstruktiver Ventilationsstörung)
gesprochen hat.Allerdings ist dies nicht weiter relevant, da Dr. P._ eine körperlich
leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit weiterhin als ganztägig zumutbar
erachtet hat. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die pulmonale Situation
zwischen 2012 und 2015 vorübergehend verschlechtert hat. Dr. M._ von der
Pneumologie des KSSG ist im November 2012 sogar davon ausgegangen, dass der
Beschwerdeführer derzeit keiner Arbeitstätigkeit nachgehen könne. Aus den Akten ist
allerdings auch ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bei den Lungenfunktionstests
jeweils schlecht kooperiert (siehe z.B. IV-act. 157, 198-22) und subjektiv − trotz der
verbesserten objektiven Befunde − nie eine Verbesserung der Belastbarkeit
wahrgenommen hat. Bei der RAD-Untersuchung vom 19. Juni 2013 haben sich zudem
Hinweise für ein aggravatorisches Verhalten ergeben. So hat der Beschwerdeführer
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beispielsweise den Weg von den Abklärungsräumlichkeiten zur Bushaltestelle, um
gemeinsam zur Durchführung der Lungenfunktionsprüfung ins KSSG zu fahren, in
einem demonstrativ langsamen Gehtempo zurückgelegt und sich auf dem Weg von der
Bushaltestelle zum Spitalgebäude dreimal am Strassenrand niedergesetzt und dabei
hyperventiliert (IV-act. 198-21). Ob die pulmonale Verschlechterung zwischenzeitlich
auch einen quantitativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hat, kann jedoch
offengelassen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit vermag nämlich so lange keine
Invalidität zu begründen, als die andauernde medizinische Behandlung noch
eingliederungsrelevant ist, d.h. wenn nach Abschluss der therapeutischen
Massnahmen eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist (Art. 16 ATSG, Art.
7 Abs. 1 ATSG, Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Dies ist vorliegend offensichtlich der Fall
gewesen, da unter den therapeutischen Massnahmen tatsächlich eine Verbesserung
eingetreten ist. Demnach steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass die Lungensarkoidose bzw. die kombinierte
Ventilationsstörung die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Maschinenbediener/Kettenkontrolleur, einer
wechselbelastenden, körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit,
nicht einschränkt.
3.6 RAD-Dr. P._ hat in seinem Bericht vom 15. April 2015 betreffend die
Untersuchung vom 19. Juni 2013 angegeben, dass sich der steroidinduzierte Diabetes
mellitus in guter Kontrolle befinde und die Leistungsfähigkeit nicht weiter schmälern
sollte. Auch Dr. W._ von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie und
Stoffwechselerkrankungen des KSSG hat in seinem Bericht vom 26. September 2014
von einem stabilen Verlauf gesprochen (IV-act. 195-5 f.). Er hat zudem darauf
hingewiesen, dass für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nur die Beurteilung der
Pneumologie und der Augenklinik massgeblich seien, da ein Diabetes mellitus an sich
nie einen IV-Berentungsgrund darstelle. Trotzdem hat Dr. P._ dem steroidinduzierten
Diabetes mellitus insoweit einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen, als er in
seinem zweiten Bericht vom 15. April 2015 betreffend die Untersuchung vom 19.
Februar 2015 unter anderem auch wegen des Diabetes mit Insulinbehandlung
verlängerte und vermehrte Pausen als notwendig erachtet hat. Der Beschwerdeführer
muss den Blutzucker gemäss seinem Hausarzt Dr. K._ drei Mal (pro Tag) messen.
Die erste Blutzuckerkontrolle und Insulinapplikation erfolgt noch vor dem Frühstück.
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Die zweite Kontrolle (wohl mit anschliessender Insulinapplikation) fällt in die Mittagszeit,
d.h. die Mittagspause kann hierfür genutzt werden (IV-act. 198-6). Die dritte Messung
und Insulinapplikation müsste am Abend (nach der Arbeit) stattfinden. Es sollte also
möglich sein, alle drei Messungen und Insulinapplikationen ausserhalb der Arbeitszeit
durchzuführen. Wegen des Diabetes mellitus besteht somit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit kein erhöhter Pausenbedarf. Damit steht auch fest, dass nicht auf
die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD-Arztes Dr. P._ (30 %ige Arbeitsunfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit) abgestellt werden kann.
3.7 Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, welches zumindest teilursächlich für die
vom Beschwerdeführer geltend gemachte Müdigkeit gewesen ist, ist gemäss den
behandelnden Ärzten durch das CPAP-Gerät gut behandelt. RAD-Arzt Dr. P._ hat
ihm daher zu Recht keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen.
3.8 Das Hauptleiden des Beschwerdeführers ist die schwere Benetzungsstörung
beider Augen. Die Diagnose selbst ist unter den Fachärzten grundsätzlich unbestritten.
Bereits die ophthalmologische Gutachterin des ABI, Dr. H._, hatte eine schwere
Belpharokonjunktivitis sicca beidseits diagnostiziert und war von erheblichen
Symptomen wie Augenschmerzen, Augenbrennen, vermehrter
Blendungsempfindlichkeit und Tränen ausgegangen. Eine Funktionseinbusse des
Auges hatte sie hingegen nicht festgestellt. Sie hatte dem Beschwerdeführer eine 10
%ige Leistungseinbusse in der angestammten wie auch in adaptierten Tätigkeiten
attestiert. Die 10 %ige Leistungseinbusse ist dadurch erklärbar, dass der
Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben praktisch alle 10 Minuten
Augentropfen applizieren muss (IV-act. 83-9). Die RAD-Ärztin Dr. G._ hat kritisiert,
dass Dr. H._ die organisch erklärbaren Schmerzen in ihrer
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht berücksichtigt habe. Obwohl Dr. H._ auf Rückfrage
hin an ihrer Beurteilung festgehalten hat, hat die RAD-Ärztin die Arbeitsunfähigkeit
wegen des Augenleidens eigenmächtig auf 20 % festgelegt. Dieses Vorgehen ist nicht
nachvollziehbar, zumal die RAD-Ärztin als Praktische Ärztin FMH weder über eine
ophthalmologische Facharztausbildung verfügt noch den Beschwerdeführer selber je
untersucht hat. Selbst die behandelnden Augenärzte des KSSG haben sich bezüglich
der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und in anderen Tätigkeiten zum
damaligen Zeitpunkt nicht konkret äussern wollen (Bericht vom 14. September 2011).
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Sie haben darauf hingewiesen, dass die Arbeitsfähigkeit sehr schwer einzuschätzen
sei, da die Wahrnehmung der Beschwerden subjektiv sei. Sie haben lediglich bestätigt,
dass insoweit eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, als der Beschwerdeführer
alle 10 Minuten Augentropfen applizieren müsse. Bis zum Gutachtenszeitpunkt ist
daher − mit Bezug auf adaptierte Tätigkeiten − auf die Beurteilung der ABI-Gutachterin
abzustellen und von einer 10 %igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Im Mai und Oktober 2014 ist der Beschwerdeführer erneut ophthalmologisch
begutachtet worden. Die Gutachter der Augenklinik des USZ haben die bisherige
Tätigkeit als Maschinenbediener als nicht mehr zumutbar erachtet, da diese bei
niedriger Luftfeuchtigkeit hohe Anforderungen an die visuelle Konzentration stelle. Die
angestammte Tätigkeit ist wohl auch deshalb nicht optimal adaptiert, weil der
Beschwerdeführer für die Applikation der Augentropfen immer wieder die Handschuhe
und die Nasenmaske ausziehen müsste und wohl auch die Hygienebedingungen für die
Applikation der Augentropfen am letzten Arbeitsplatz nicht als ausreichend bezeichnet
werden können. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit haben die
Gutachter des USZ erklärt, dass sicher eine gewisse Arbeitsfähigkeit vorhanden sei.
Sie sind jedoch zum Schluss gelangt, dass der Grad der Arbeitsfähigkeit nur anhand
eines Arbeitsversuchs ermittelt werden könne. Das heisst, selbst die Gutachter des
USZ haben sich nicht in der Lage gefühlt, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
aus ophthalmologischer Sicht medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Für die
Arbeitsfähigkeit ist jedoch nicht ausschlaggebend, zu welcher Arbeitsleistung sich eine
versicherte Person subjektiv noch in der Lage fühlt, sondern einzig, welche
Arbeitsleistung ihr aus objektiver Sicht noch zumutbar ist. Gerade im vorliegenden Fall
würde ein Arbeitsversuch keine objektiven Erkenntnisse bezüglich der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liefern, da die USZ-Gutachter festgestellt
haben, dass die beschriebenen stärksten Schmerzen nicht allein durch die
Befeuchtungsproblematik erklärt werden können. Dr. V._ von der Augenklinik des
KSSG ist jedoch gerade hiervon ausgegangen (s. Bericht vom 28. November 2016),
weshalb seine Einschätzung, dass ein Arbeitspensum von über 50 % absolut
unrealistisch erscheine, nicht überzeugt. Dasselbe gilt für die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. K._ vom 13. November 2016 (Arbeitsunfähigkeit
von 60 %), da dessen Einschätzung hauptsächlich auf jener von Dr. V._ basiert und
er darüber hinaus über kein ophthalmologisches Fachwissen verfügt, welches in einem
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komplexen Fall wie dem vorliegenden zwingend notwendig ist, um die Arbeitsfähigkeit
einschätzen zu können. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer an
Augenbeschwerden leidet. Für die Arbeitsfähigkeit entscheidend ist, ob es dem
Beschwerdeführer zumutbar ist, trotz der empfundenen Augenbeschwerden einer
(ganzen oder teilweisen) Arbeitstätigkeit nachzugehen. Ob dies der Fall ist, hängt vom
tatsächlichen Leidensdruck bzw. dem tatsächlichen Ausmass der Beschwerden ab. Da
das Ausmass der Beschwerden medizinisch nicht objektivierbar ist, könnten einzig die
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zum Ausmass seiner Beschwerden
Auskunft geben. Das Problem hierbei ist, dass in den Akten klare Hinweise auf eine
Aggravation, das heisst auf eine Übertreibung der Krankheitssymptome respektive der
Schmerzen, bestehen. So hat der Beschwerdeführer anlässlich der gutachterlichen
Untersuchung durch die Augenklinik des USZ am 31. Oktober 2014 trotz der Abgabe
von anästhetisierenden Augentropfen, die zu einer lokalisierten Unempfindlichkeit der
Augen führen, keine Schmerzreduktion bzw. Beschwerdefreiheit angegeben. Erst nach
wiederholtem und sehr suggestivem Nachfragen der Gutachter habe er erklärt, dass
die Schmerzen nun allenfalls besser geworden seien. Des Weiteren hat er erst, als die
Fahreignung thematisiert worden ist, angesprochen, dass die Beschwerden nicht
immer gleich seien. Gemäss den Gutachtern wäre die Fahreignung nicht länger
gegeben, wenn die Augenbeschwerden tatsächlich derart gravierend wären (IV-act.
187-5). Während der Beschwerdeführer anlässlich der ABI-Begutachtung im Mai 2011
angegeben hat, dass er nur noch selten fernsehe, da es ihn anstrenge, und er den Tag
mehrheitlich liegend mit geschlossenen Augen zu Hause verbringe (IV-act. 83-10/15),
hat er gegenüber Dr. O._ im Juli 2012 erklärt, die Ehefrau ertrage es nicht, dass er
ständig zu Hause sitze und TV schaue (IV-act. 164-51). Letztere Aussage ist insoweit
relevant, als gemäss den Fachärzten Bildschirmarbeiten die Sicca-Symptomatik
verstärken und deshalb ungeeignet sind (IV-act. 83-14, IV-act. 187-4). Die Problematik
des verminderten Lidschlags tritt nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht nur bei
Bildschirmarbeiten, sondern auch beim Fernsehen auf. Bei den vom Beschwerdeführer
geltend gemachten, stärksten Schmerzen müsste also angenommen werden, dass der
Fernsehkonsum minimal wäre. Auffallend ist auch, dass der Beschwerdeführer sich
während der 7.5-stündigen RAD-Abklärung am 19. Juni 2013 über mehrere Stunden
mit dem RAD-Arzt hat unterhalten und diesen problemlos hat anschauen können und
zum Ende hin nicht gravierend ermüdet oder erschöpft gewirkt hat (IV-act. 198-6/21).
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Zusammengefasst bleibt unklar, wie sich die Beschwerden anfühlen, von welcher
Intensität sie sind und ob und wie sehr sie den Beschwerdeführer in der Ausübung
einer Erwerbstätigkeit einschränken. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind in
antizipierender Beweiswürdigung keine neuen objektiven Erkenntnisse zu erwarten, da
nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer das nun über Jahre hinweg
gezeigte aggravatorische Verhalten unterlassen würde. Den Nachteil der
Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b). Da aus
den Akten nicht hervorgeht, dass sich das Augenleiden zwischen der ABI-
Begutachtung im Mai 2011 und dem Verfügungserlass im April 2016 objektiv erheblich
verschlechtert hätte, kann mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten
bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses auf die ophthalmologische Beurteilung der
ABI-Gutachterin Dr. H._ abgestellt werden. In polydisziplinärer Hinsicht ist
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Maschinenbediener aus somatischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit voll
arbeitsunfähig ist. Für adaptierte, d.h. dem Augen- und Lungenleiden angepasste
Tätigkeiten ist von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 90 % auszugehen.
3.9 Der psychiatrische Gutachter des ABI, Dr. X._, hat beim Untersuch im Mai 2011
keine psychiatrische Diagnose stellen können und dem Beschwerdeführer folgerichtig
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Im Juli 2012 hat sich der
Beschwerdeführer in psychiatrische Behandlung bei Dr. O._ begeben. Diese hat dem
Beschwerdeführer am 19. Juli 2012 eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver
Reaktion diagnostiziert. Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung hat sie zum damaligen
Zeitpunkt nicht abgegeben. RAD-Arzt Dr. P._, Psychotherapie (D, SAPPM), hat
anlässlich der Untersuchung vom 19. Juni 2013 ein dem psychiatrischen Befund von
Dr. O._ entsprechendes Bild mit gemischt leicht ausgeprägter, dysphorisch-gereizter
und deprimiert-hoffnungsloser Stimmungslage gesehen. Der Beschwerdeführer hat
damals keine aktuelle medikamentös-antidepressive Behandlung angegeben. Eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hat Dr. P._ aus der Diagnose einer
Anpassungsstörung nicht abgeleitet. Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2012 lediglich
vier oder fünf Gesprächstermine bei Dr. O._ wahrgenommen. Im Jahr 2013 (Stand
19. Juni 2013) hat er offenbar noch gar keinen Termin bei ihr benötigt ("man habe
vereinbart, dass er sich bei Bedarf melde", IV-act. 198-4 f.). Vor diesem Hintergrund ist
davon auszugehen, dass der psychische Leidensdruck zum Zeitpunkt der ersten RAD-
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Untersuchung eher gering gewesen ist, weshalb die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
RAD-Arztes Dr. P._ (volle Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht) überzeugt. Bei
der zweiten RAD-Untersuchung im Februar 2015 hat der Beschwerdeführer
angegeben, dass er etwa alle ein bis zwei Monate psychotherapeutische Gespräche
mit Dr. O._ führe (IV-act. 200-4). Er hat zum damaligen Zeitpunkt angegeben, seit
zwei Jahren das Antidepressivum Cipralex einzunehmen (IV-act. 200-6). Der
Beschwerdeführer hat auf Dr. P._ affektiv leicht deprimiert und gereizt sowie leicht-
bis mittelgradig dysphorisch gewirkt. Der Antrieb ist jedoch erhalten gewesen (IV-act.
200-8). Der psychopathologische Befund ist also nicht sehr auffällig gewesen, weshalb
überzeugend ist, dass Dr. P._ keine psychiatrische Diagnose mehr gestellt hat.
Demgegenüber hat Dr. O._ in einem Bericht vom 10. August 2015 als psychiatrische
Diagnose eine Angst und depressive Störung gemischt angegeben und dem
Beschwerdeführer eine 30-40 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der von ihr
beschriebene psychopathologische Befund erklärt ihre Arbeitsunfähigkeitsschätzung
allerdings nicht: Sie hat lediglich angegeben, dass das formale Denken extrem auf die
sehr belastende Augenproblematik eingeschränkt sei, dass der Beschwerdeführer im
Affekt niedergeschlagen und ratlos sei und unter Zukunftsängsten bzw. Ängsten
bezüglich der Augenerkrankung leide. Auch die niedrige Therapiefrequenz von "etwa
alle ein bis zwei Monate" spricht gegen einen hohen psychischen Leidensdruck und
somit gegen ein die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigendes psychisches Leiden.
Demnach ist auf die in dieser Hinsicht überzeugende Einschätzung des RAD-Arztes Dr.
P._ abzustellen, wonach der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in seiner
Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist.
4.
4.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Beschwerdegegnerin hat für die Ermittlung
des Valideneinkommens richtigerweise auf das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen als
Maschinenbediener/Kettenkontrolleur (Nachtschichtarbeit) abgestellt. Gemäss dem IK-
Auszug hat das für die Tätigkeit bei der C._ erwirtschaftete Erwerbseinkommen im
Jahr 2010 Fr. 69'162.-- betragen. Aus dem IK-Auszug ist ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 2009 weitere Einkommen aus einer Hauswartstätigkeit
erzielt hat (Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--). In der Invalidenversicherung ist grundsätzlich nur
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ein 100 %-Pensum versichert (Die Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung
bei Teilerwerbstätigkeit, Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates Jans
[12.3960 "Schlechterstellung von Teilerwerbstätigen in der Invalidenversicherung"] vom
28. September 2012, 1. Juli 2015, S. 7, abrufbar unter: www.newsd.admin.ch/newsd/
message/ attachments/40281.pdf). Ob der Lohn für die Hauswartstätigkeit beim
Valideneinkommen mitzuberücksichtigen ist, kann im vorliegenden Fall jedoch offen
bleiben, da der IV-Grad auch unter Anrechnung des Nebenerwerbs, wie nachfolgend
aufgezeigt wird, unter 40 % liegt. Das Valideneinkommen hat im Jahr 2009 also Fr.
69'162.-- resp. Fr. 73'712.-- (Fr. 69'162.-- + Fr. 350.-- + Fr. 4'200.--) betragen. Der
Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt und ist seit April 2010 keiner
Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Das Invalideneinkommen ist somit anhand der
Tabellenlöhne der LSE zu berechnen. Der gesamtschweizerische Durchschnittslohn
eines Hilfsarbeiters hat im Jahr 2009, aufgerechnet auf eine betriebsübliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden, Fr. 61'240.-- betragen (s. Anhang 2 der
IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015). Ohne Berücksichtigung
eines Tabellenlohnabzugs würde das Invalideneinkommen bei einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 90 % Fr. 55'116.-- betragen. Die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass ein maximaler "Leidensabzug" von 25
% wegen der fehlenden Ausbildung und Sprachkenntnisse, der qualitativen
Einschränkungen, der Unfähigkeit, Überstunden zu leisten und der fehlenden
Flexibilität angemessen sei. Der Beschwerdeführer hat trotz fehlender
Berufsausbildung und fehlender Deutschkenntnisse vor Eintritt des
Gesundheitsschadens ein überdurchschnittliches Hilfsarbeitereinkommen erzielt.
Daraus kann geschlossen werden, dass sich die fehlende Ausbildung und die
eingeschränkten Deutschkenntnisse in einer Hilfstätigkeit nicht negativ auswirken. Die
Rechtsvertreterin hat jedoch zu Recht vorgebracht, dass der Beschwerdeführer
aufgrund des Augenleidens vom Arbeitgeber nicht mehr gleich flexibel eingesetzt
werden könne wie ein gesunder Arbeitnehmer und der Arbeitgeber wie auch die
anderen Arbeitnehmer vermehrt Rücksicht auf gesundheitlichen Einschränkungen des
Beschwerdeführers nehmen müssten. Dies rechtfertigt jedoch praxisgemäss nur einen
Tabellenlohnabzug von 10 %. Das Invalideneinkommen hat im Jahr 2009 somit Fr.
49'604.-- betragen.
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4.2 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, aufgrund der
qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sei es eher unwahrscheinlich, dass
der Beschwerdeführer überhaupt einen angepassten Arbeitsplatz finden würde. Sie hat
also die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 90 % angezweifelt. Ob eine
versicherte Person die verbliebene Resterwerbsfähigkeit noch verwerten kann, hängt
davon ab, ob auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Tätigkeiten existieren, die den von
den Ärzten aufgestellten Adaptionskriterien entsprechen. Auch wenn eine solche
Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt existiert, muss die Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit verneint werden, wenn die versicherte Person einem Arbeitgeber
aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht mehr zumutbar ist. Die Ärzte
haben insbesondere die folgenden Adaptionskriterien aufgestellt: Körperlich leichte bis
intermittierend mittelschwere Arbeit in ausreichend temperierten und geschlossenen
Räumlichkeiten, keine regelmässige Exposition gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft,
Möglichkeit vermehrter Pausen (Augentropfenapplikation unter ausreichend
hygienischen Bedingungen), keine ausgeprägten Anforderungen an die Visusleistung
und die visuelle Konzentration, keine vermehrte Staubexposition, keine grelle
Beleuchtung, keine Bildschirmtätigkeit. Der Beschwerdeführer ist in seiner
Arbeitsfähigkeit in qualitativer Hinsicht also tatsächlich erheblich eingeschränkt. Dies
bedeutet jedoch nicht, dass er seine Restarbeitsfähigkeit von 90 % nicht verwerten
könnte. Zu denken ist beispielsweise, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht angeführt
hat, an leichtere Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung. Hinweise
darauf, dass der Beschwerdeführer einem Arbeitgeber nicht zumutbar wäre, bestehen
nicht. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist somit zu bejahen.
4.3 Eine Aufwertung des Validen- und des Invalideneinkommens auf den Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns, d.h. auf das Jahr 2011, kann unterbleiben, da davon
auszugehen ist, dass sich die Nominallöhne seit 2009 etwa gleich entwickelt hätten.
Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69'162.-- würde der IV-Grad folglich 28 %
betragen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 73'712.-- (unter Berücksichtigung des
Hauswartlohns) resultiert ein IV-Grad von 33 %. Die Beschwerdegegnerin hat einen
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente im Ergebnis somit zu Recht
verneint.
4.4 Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
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5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt.
5.2 Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung.