Decision ID: 9a3174f2-fe0d-5de4-bba1-5dbf52072ab1
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Igbo, eigenen Angaben  seinen Heimatstaat am 24. Oktober 2008 mit dem Flugzeug  und am 25. Oktober 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am  Tag um Asyl nachsuchte,
dass das BFM angesichts der Angabe des Beschwerdeführers, er sei am (...) geboren, aufgrund seiner äusseren Erscheinung und da er keine Identitätspapiere einreichte, eine Knochenanalyse vornehmen liess,
dass die radiologische Untersuchung des Handskeletts des  vom 27. Oktober 2008 das chronologische Alter 18 oder mehr ergab,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im - und Verfahrenszentrum (EVZ) B._ vom 31. Oktober 2008 sowie der direkten Anhörung vom 17. Juni 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er habe bis zur Ausreise zusammen mit seinen Eltern und seinem Zwillingsbruder in C._ gewohnt,
dass er am 1. August 2007 an einer MASSOB[Movement for the Actualization of the Sovereign State of Biafra]-Sitzung teilgenommen habe, als die Polizei interveniert, die Sitzungsteilnehmer  und sie in ein Gefängnis nach D._ gebracht habe,
dass sie im Gefängnis misshandelt worden seien, ihm ein Zahn  worden sei und sein Zwillingsbruder an den Folgen der Folter sogar gestorben sei,
dass er mitgenommen worden beziehungsweise im Gefängnis  sei, als die Polizei den Markt, der als Umschlagplatz der -Bewegung gegolten habe, sowie die Häuser der MASSOB- in Brand gesteckt habe,
dass ihm im Oktober 2008, als er mit den anderen Häftlingen draussen beim Arbeiten gewesen sei, die Flucht gelungen sei,
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dass er in der Folge mit Hilfe eines Freundes des Führers der -Bewegung aus Nigeria habe flüchten können,
dass er zwei Fotos, einen MASSOB-Ausweis und ein Mitgliedsformular der MASSOB als Beweismittel zu den Akten gab,
dass betreffend die weiteren Aussagen beziehungsweise Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhaltes auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird,
dass das BFM mit Verfügung vom 6. Juli 2009 - eröffnet am 7. Juli 2009 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2009 () gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  erhob und in englischer Sprache die Aufhebung der  Verfügung, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung des Asyls sowie die Feststellung der Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung und die vorläufige Aufnahme beantragte,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und den Erlass eines Kostenvorschusses, die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sowie die Anweisung der zuständigen Behörde, die Kontaktaufnahme mit den Behörden  Heimatstaates und jegliche Datenweitergabe an diesen zu , beantragte und darum ersuchte, im Fall bereits erfolgter  hierüber informiert zu werden,
dass auf die Beschwerdebegründung in deutscher Sprache, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen einzugehen ist,
dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Juli 2009 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
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und zieht in Erwägung,
dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten und diese in Anwendung des AsylG, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über  (AsylV 1, SR 142.311), des VwVG, des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu  ist,
dass in Bezug auf die in englischer Sprache abgefassten  angesichts der kurzen Behandlungsfrist (Art. 109 Abs. 2 AsylG) sowie aus prozessökonomischen Gründen und zufolge ihrer Verständlichkeit auf die Ansetzung einer Frist zur  verzichtet wird,
dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer  Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG),
dass daher auf das Rechtsbegehren, die aufschiebende Wirkung sei wiederherzustellen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist,
dass aus den Akten nicht hervorgeht, es seien Daten an den  weitergegeben worden, weshalb auf den Antrag auf  Information des Beschwerdeführers mangels  im Rahmen dieses Verfahrens ebenfalls nicht einzutreten ist,
dass die Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des vorliegenden  bildet und somit auf das entsprechende Begehren ebenso nicht einzutreten ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des
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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass der Beschwerdeführer bis heute keine gültigen  zu den Akten gereicht hat,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der  durch das Gericht - überzeugend dargelegt hat, weshalb die  für einen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind, zumal dem , der Englisch spricht, nicht geglaubt werden kann, dass er nicht weiss, an welchem Ort er mit dem Flugzeug gelandet ist,
dass insbesondere auch nicht glaubhaft ist, dass er von Nigeria bis in die Schweiz gereist ist, ohne jemals kontrolliert worden zu sein, zumal es notorisch ist, dass auch aus Afrika kommende Passagiere bei der Einreise am Flughafen persönlich ihren Pass vorweisen müssen,
dass das BFM zu Recht die angebliche Minderjährigkeit des  als nicht glaubhaft gemacht gewürdigt hat (vgl. EMARK 2004 Nr. 30),
dass im Übrigen der MASSOB-Ausweis kein Reise- beziehungsweise Identitätsdokument im Sinne der geltenden Praxis darstellt (BVGE 2007/7),
dass das Bundesamt zutreffend auf verschiedene Widersprüche in den Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Asylgründen hinweist und feststellt, seine Antworten seien insgesamt sehr unsubstanziiert ,
dass der Einwand in der Beschwerde, seine Aussagen in Chiasso  nicht richtig festgehalten worden, weshalb sich entsprechend Wi-
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dersprüche ergeben hätten, nicht zu überzeugen vermag, zumal er das Protokoll mit seiner Unterschrift genehmigt hat,
dass sich die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe im  darin erschöpfen, die Wahrheit gesagt zu haben und auf die  Lage in Nigeria hinzuweisen, ohne indessen in substanziierter und überzeugender Weise zu den Erwägungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen,
dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die  Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen ist, dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, ohne zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  zu treffen,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein  auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht  wurde,
dass sich aus den Akten und den Ausführungen in der Beschwerde keine Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls zu schliessen wäre, das Bundesamt habe den Vollzug der Wegweisung in Verletzung der landes- und völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz als  bezeichnet (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch - aufgrund der  Vorbringen des Beschwerdeführers - individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen , weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
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dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe beantragt, die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jeglichen Datentransfer zu ,
dass mit vorliegendem Urteil die Beschwerde abgewiesen wird und  das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist, weshalb sich der  auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen - solche sind ohnehin nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam - ebenso wie das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos erweist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG),
dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Aussichtslosigkeit abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.
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