Decision ID: a3af2bd1-eca1-5d94-8095-690f7e6fe55e
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a K._ war als Temporärmitarbeiter bei der A._ angestellt und dadurch bei der
Suva unfallversichert, als er am 13. Februar 2000 als Lenker eines Personenwagens
einen Verkehrsunfall (Heckkollision mit HWS-Distorsion) erlitt. Die Suva anerkannte ihre
Leistungspflicht. Nachdem dem Versicherten ab 10. Mai 2000 wieder eine hälftige
Arbeitsfähigkeit attestiert worden war und er für die verbleibende Arbeitsfähigkeit
Arbeitslosenentschädigung bezogen hatte, war er ab 8. Januar 2001 bei der
Spezialitätenbäckerei B._, teilzeitlich als Chauffeur tätig. Nach Durchführung von
medizinischen Abklärungen sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem
Versicherten mit Verfügung vom 8. August 2003 mit Wirkung ab Februar 2001 eine
halbe Rente zu.
A.b Am 25. September 2003 erlitt der Versicherte ein weiteres Unfallereignis (Sturz
infolge Schwindelattacken), welches dem nunmehr zuständigen UVG-Versicherer
(Winterthur) gemeldet wurde. Dr. med. C._ bescheinigte im Bericht vom 3. November
2003 eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 105). Das Arbeitsverhältnis bei der Bäckerei
B._ wurde vom Arbeitgeber auf den 31. Januar 2004 aufgelöst (UV-act. 109). Mit
Verfügungen vom 25. Januar und 6. Februar 2006 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2004 eine ganze Rente bei einem IV-Grad
von 92% zu (UV-act. 227). Nach Durchführung von weiteren Abklärungen sprach die
Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 25. Juli 2008 für die verbleibenden Folgen
des Unfalls vom 13. Februar 2000 ab 1. August 2008 eine Rente für einen IV-Grad von
86% bei einem versicherten Verdienst von Fr. 38'778.-- zu. Einen Anspruch auf
Integritätsentschädigung verneinte sie (UV-act. 305). Die gegen diese Verfügung vom
Rechtsvertreter des Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. 307) wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 24. September 2008 (UV-act. 313) ab.
B.
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B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic.
rer. publ. Michael B. Graf, St. Gallen, mit Eingabe vom 20. Oktober 2008 Beschwerde
erheben mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin
sei zu verpflichten, ihm ab 1. August 2008 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
eine Komplementärrente von Fr. 1'068.-- pro Monat und eine Integritätsentschädigung
entsprechend der medizinisch festzustellenden Integritätseinbusse auszurichten.
Eventuell sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des
Integritätsschadens und zur Berechnung der Integritätsentschädigung zurückzuweisen.
Es sei ihm die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Alles unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen für das Beschwerdeverfahren und für das
Einspracheverfahren. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus,
der über die A._ vermittelte Arbeitseinsatz bei der D._ sei nicht zum Voraus
befristet gewesen. Es habe sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gehandelt.
Wenn der Beschwerdeführer nicht verunfallt wäre, hätte er über das Unfalldatum
hinaus bei der D._ weitergearbeitet. Entsprechend sei das vom Beschwerdeführer in
der Zeit von Juni 1999 bis 9. Februar 2000 erzielte Einkommen auf ein volles Jahr
umzurechnen. Im Weiteren sei bei der Festlegung der Komplementärrente nur
derjenige Teil der Rente der IV zu berücksichtigen, welcher die obligatorisch versicherte
Tätigkeit abgelte. Auszuscheiden seien demnach unfallfremde invalidisierende
Faktoren. Entsprechend dürfe die IV-Rente nur im Verhältnis der IV-Grade (86% zu
92%) berücksichtigt werden. Sodann verneine die Beschwerdegegnerin die
Dauerhaftigkeit des psychischen Gesundheitsschaden und einen diesbezüglichen
Integritätsentschädigungsanspruch. Es sei abzuklären, ob eine dauerhafte
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen und psychischen Integrität bestehe,
welche Anspruch auf eine Integritätsentschädigung gebe.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 20. November 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
Ausführungen im angefochtenen Entscheid und legte unter anderem dar, das vom 16.
Juni 1999 bis 11. Februar 2000 dauernde Arbeitsverhältnis sei zum Voraus befristet
gewesen. Lediglich für den befristeten Zeitraum seien Lohnzahlungen erfolgt. Der
Beschwerdeführer behaupte denn auch nicht, das Arbeitsverhältnis sei gekündigt
worden. Mit Blick auf die Befristung könne die verlangte Umrechnung des
Erwerbseinkommens auf ein Jahr somit nicht zur Diskussion stehen. Sodann decke die
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IV-Rente ausschliesslich die obligatorisch versicherte unselbständige Tätigkeit des
Beschwerdeführers ab, weshalb sie bei der Berechnung der Komplementärrente
uneingeschränkt zu berücksichtigen sei. Was die Integritätsentschädigung für
psychische Unfallfolgen betreffe, so sei die Dauerhaftigkeit der psychischen
Gesundheitsschädigung ohne weitere Abklärungen zum vornherein zu verneinen, da es
sich bei der Heckauffahrkollision vom 13. Februar 2000 um einen banalen/leichten
Unfall bzw. höchstens um ein mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten
Fällen gehandelt habe. Ein Anspruch auf Integritätsentschädigung fehle somit
klarerweise.
B.c Am 2. Dezember 2008 bewilligte der Gerichtspräsident die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren.
B.d Mit Replik vom 4. Dezember 2008 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer aufgrund des Unfalls
vom 13. Februar 2000 ab 1. August 2008 eine Rente auf der Basis eines IV-Grads von
86% und eines versicherten Verdienstes von Fr. 38'778.--. Einen Anspruch auf
Integritätsentschädigung verneinte sie (UV-act. 305, 313). Die erwähnte
Erwerbsunfähigkeit blieb unbestritten. Hingegen lässt der Beschwerdeführer einen
versicherten Verdienst von Fr. 56'780.-- und einen Komplementärrentenanspruch von
monatlich Fr. 1'068.-- geltend machen.
1.2 Nach Art. 15 Abs. 2 UVG gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der
Rente der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Dieser bestimmt sich
gemäss Art. 22 Abs. 2 UVV grundsätzlich nach dem massgebenden Lohn gemäss
Bundesgesetzgebung über die AHV. Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt
der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern
bezogene Lohn. Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in
dieser Zeit bezogene Lohn auf ein ganzes Jahr umgerechnet (Art. 22 Abs. 4 Satz 2
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UVV). Bei einer zum voraus befristeten Tätigkeit bleibt die Umrechnung auf die
vorgesehene Dauer beschränkt (Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV, in der ab 1. Januar 1998
gültigen Fassung). Nach der bereits vor Änderung der "Saisonniernorm" von Art. 22
Abs. 4 Satz 3 UVV ergangenen Rechtsprechung waren die Regeln über die
Saisonbeschäftigten auf alle Arbeiten analog anzuwenden, die nicht während des
ganzen Jahres, sondern nur während eines Teils davon und befristet verrichtet wurden
(RKUV 1992 U 148, Erw. 4c/bb zweiter Absatz, RKUV 1988 U 45). Der
Verordnungsgeber übernahm diese Analogie bei der Änderung von Art. 22 Abs. 4 Satz
3 UVV auf den 1. Januar 1998. Nach dieser allgemeinen Bemessungsregel hat keine
Umrechnung auf einen Jahresverdienst zu erfolgen, und der versicherte Verdienst
entspricht dem, was die versicherte Person während der Dauer des befristeten
Arbeitsverhältnisses verdient hat (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26.
Juni 2001 i/S H. [U 42/01] Erw. 2b am Schluss) bzw. ohne Unfall verdient hätte. Art. 22
Abs. 4 Satz 3 UVV spricht denn auch nicht mehr von der normalen
Beschäftigungsdauer, sondern von der vorgesehenen Dauer der Beschäftigung und gilt
für sämtliche im Voraus befristeten Beschäftigungen (Urteil des EVG vom 24. Juli 2001
i/S H. [U 16/01] Erw. 1b).
Die Befristung des Arbeitsverhältnisses im Sinn von Art. 22 Abs. 4 UVV kann durch eine
ausdrückliche Zeitangabe erfolgen, sich aus dem Zweck der Anstellung ergeben oder
vom Eintritt eines künftigen Ereignisses abhängig sein. Bei Zweckbefristungen steht
zwar der Endtermin des Arbeitsverhältnisses nicht von vornherein fest; er ist aber
aufgrund objektiver Kriterien für beide Parteien erkennbar. Eine durch
Arbeitsumschreibung erfolgte sachliche Befristung setzt einen ausreichenden Grad der
Bestimmbarkeit voraus. Fehlt es hieran, liegt mangels einer anderweitigen Befristung
ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vor, zu dessen Beendigung es der Kündigung bedarf
(Urteil des EVG vom 26. Juni 2001 i/S H. [U 42/01], Erw. 2b mit Hinweis).
1.3 Der Beschwerdeführer stand vor dem streitigen Unfall vom 13. Februar 2000 im
Rahmen eines Temporärvertrages bei der (zwischenzeitlich konkursiten) A._ in einem
unterjährigen, vom 16. Juni 1999 bis 11. Februar 2000 dauernden Arbeitsverhältnis bei
der D._ (act. G 1 Beilage 4). Nach Auskunft der A._ vom 11. Juli 2000 konnte der
nach dem Unfall zu 50% arbeitsfähige Beschwerdeführer bei der D._ nicht mehr
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weiter eingesetzt werden. Auch bestand keine anderweitige Einsatzmöglichkeit, da
immer die volle Leistung gefragt war (UV-act. 14). Eine telefonische Anfrage der
Beschwerdegegnerin vom 21. Januar 2008 beim Personaldienst der D._ ergab, dass
es sich um eine befristete Anstellung gehandelt habe. Ob es zu einer Festanstellung
gekommen wäre, könne nicht mehr gesagt werden. Temporärmitarbeiter würden ganz
selten angestellt. Festangestellte würden einen festen Monatslohn beziehen,
wohingegen Temporärangestellte über das Temporärbüro abgerechnet würden (UV-
act. 258). Auf eine Befristung des Einsatzes bei der D._ weist neben der erwähnten
Auskunft der Arbeitgeberin auch der Umstand hin, dass lediglich bis 11. Februar 2000
Lohnzahlungen durch den Einsatzbetrieb erfolgten (act. G 1 Beilagen 3f). Sodann sind
gemäss Art. 22 lit. d des Arbeitsvermittlungsgesetzes (AVG; SR 823.11) im - schriftlich
abzuschliessenden - Verleihvertrag mit dem Einsatzbetrieb entweder die Dauer des
Einsatzes oder die Kündigungsfristen anzugeben. Dem Charakter der Befristung des
streitigen Arbeitseinsatzes entspricht somit auch, dass nach Lage der Akten keine
Kündigung des Arbeitsverhältnisses bzw. des Einsatzvertrages erfolgt ist. Eine solche
wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Vielmehr bezog er nach dem Unfall
Leistungen der Arbeitslosenversicherung und fand im Januar 2001 eine 50%-
Anstellung bei einer Bäckerei (UV-act. 16f, 19, 28f).
Nun bestand allerdings der Arbeitsvertrag nicht zwischen dem Beschwerdeführer und
der D._, sondern zwischen der A._ und dem Beschwerdeführer (vgl. dazu Streiff/v.
Kaenel, Arbeitsvertrag, 6. A., Rz 20 zu Art. 319 OR). Nach Art. 19 Abs. 1 AVG muss der
Verleiher den Vertrag mit dem Arbeitnehmer in der Regel schriftlich abschliessen. Im
Vertrag sind unter anderem die Dauer des Einsatzes oder die Kündigungsfrist zu regeln
(Art. 19 Abs. 2 lit. c AVG). Während der ersten drei Monate gilt eine
Mindestkündigungsfrist von zwei, danach während weiteren drei Monaten von sieben
Tagen; anschliessend gelten die Fristen des OR (Streiff/v. Kaenel, a.a.O., Rz 21 zu Art.
319 OR mit Hinweis auf Art. 19 Abs. 4 AVG). Der Beschwerdeführer macht geltend,
dass der Arbeitsvertrag mit der zwischenzeitlich in Konkurs gegangenen A._, über
welchen er nicht mehr verfüge, keine Befristung vorgesehen habe. Die Akten befänden
sich auf dem Konkursamt (act. G 1 S. 3). Eine Befristung des Rahmenarbeitsvertrages
erscheint vorliegend insofern nicht als sehr wahrscheinlich, als die A._ wie erwähnt
nach dem Unfall vom 13. Februar 2000 die Möglichkeiten für eine weitere
Beschäftigung des Beschwerdeführers prüfte und eine solche nicht wegen einer
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Befristung des Vertrags, sondern einzig deshalb verneinte, weil dieser
gesundheitsbedingt nicht mehr voll einsetzbar war (UV-act. 14). Die telefonische
Auskunft der D._ vom 21. Januar 2008 betreffend Befristung (UV-act. 258) kann
selbstredend nur den Einsatz bei der D._, nicht jedoch den Arbeitsvertrag zwischen
dem Beschwerdeführer und der A._ betreffen.
Zu beachten ist im Weiteren, dass der Beschwerdeführer bereits ab 27. Juli 1998 -
damals vermittelt durch die Manpower AG - bei der D._ soweit ersichtlich bis
Oktober 1998 bzw. bis Ende 1998 gearbeitet hatte (act. G 1 Beilage 2; act. G 6.1).
Nach Angaben des Beschwerdeführers wurde dieser Einsatz ab 16. Juni 1999 über die
A._, mit welcher die D._ nunmehr zusammenarbeitete, wieder aufgenommen bzw.
weitergeführt (act. G 1 S. 3). Die A._ gab der Beschwerdegegnerin am 11. Juli 2000
nach Rücksprache mit der D._ telefonisch bekannt, diese habe "viel Arbeit" und sei
mit dem Beschwerdeführer grundsätzlich auch zufrieden. Man könne ihn jedoch nur
gebrauchen, wenn er voll einsatzfähig sei (UV-act. 14). Eine Befristung lässt sich diesen
Darlegungen - im Gegensatz zu der sieben Jahre später erfolgten Bestätigung (UV-act.
258) - nicht entnehmen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
ohne Unfall und bei voller Einsatzfähigkeit überwiegend wahrscheinlich auch über den
11. Februar 2000 hinaus bei der D._ tätig gewesen wäre. Eine - zum Voraus
vorgesehene (vgl. dazu Urteil des EVG vom 1. Februar 2005 i/S M. [U307/04] Erw. 3.1) -
Befristung kann somit weder hinsichtlich des Rahmenarbeitsvertrages mit der A._
noch bezüglich des Einsatzes bei der D._ als nachgewiesen gelten. Weitere
Nachforschungen beim Konkursamt des Kantons St. Gallen (Recherchen betreffend
Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers mit der A._) vermöchten bei diesem
Sachverhalt aller Voraussicht nach zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Der von der
Beschwerdegegnerin angeführte Einwand, dass nach dem 11. Februar 2000 keine
Saläre mehr ausgerichtet worden seien (act. G 3 S. 3), trifft zwar zu, ist aber für sich
allein nicht geeignet, eine Befristung zu belegen. Die sich in diesem Zusammenhang
stellende Anschlussfrage, ob die Kündigungsfristen eingehalten wurden bzw. ob ein
Lohnfortzahlungsanspruch bei Krankheit bestanden hätte und inwiefern der
Beschwerdeführer diesen gegenüber der A._ hätte geltend machen müssen, betrifft
den faktischen arbeitsrechtlichen Hintergrund, welchem für die hier streitige Frage
keine präjudizierende Wirkung zukommt.
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1.4 Art. 24 Abs. 1 UVV - als Ausnahmebestimmung bzw. "Sonderfall" (vgl. Überschrift
zu Art. 24 UVV) unter anderem zu Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV - sieht vor, dass der
versicherte Verdienst unter anderem dann abweichend von der Grundregel (nämlich
aufgrund des Lohns, welchen die versicherte Person ohne den Unfall erzielt hatte oder
hätte) bestimmt wird, wenn die versicherte Person zufolge Arbeitslosigkeit einen
verminderten Lohn bezog. Entscheidendes Kriterium für die Anwendung dieser
Bestimmung ist, dass der von der versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst im
Jahr vor dem Unfall aus einem der darin erwähnten Gründe nicht "normal" war (vgl.
BGE 122 V 101 Erw. 5b). Eine Arbeitslosigkeit im Sinn von Art. 24 Abs. 1 UVV und Art.
10 AVIG kann auch bei Nichtbestehen eines eigentlichen ALV-Leistungsanspruchs
vorliegen (vgl. Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 13. August 2007
i/S B.P. [UV 2006/88] Erw. 3f).
Der Beschwerdeführer lebt seit 1987 in der Schweiz und ist seit 1994 Schweizer
Staatsangehöriger (vgl. UV-act. 1, 79 S. 8 unten und 150 S. 4 oben). Sein beruflicher
Werdegang in der Schweiz lässt sich den Akten nur bruchstückhaft entnehmen. So ist
insbesondere aufgrund der anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers gegen
über ärztlichen Gutachtern sowie des von ihm aufgelegten Auszuges aus dem
individuellen Konto bekannt, dass er unter anderem als Maschinenführer tätig war bzw.
"verschiedenste Arbeiten" ausführte (UV-act. 79 S. 8, 150 S. 4, 207 S. 10 und 208 S.
24; act. G 6.1). Von Juli bis Dezember 1998 sowie vom 16. Juni 1999 bis 11. Februar
2000 war er bei der D._ tätig. Gemäss den Feststellungen der Beschwerdegegnerin
sind im individuellen Konto des Beschwerdeführers Einkommen von Fr. 18'563.--
(1995), Fr. 26'964.-- (1996), Fr. 36'404.-- (1997), Fr. 29'632.-- (1998) und Fr. 28'751.--
(1999; A._, E._, F._) eingetragen (UV-act. 300 und 303 S. 2 unten). Nach
Angaben seines Rechtsvertreters war der Beschwerdeführer im ersten Halbjahr 1999,
d.h. von Januar bis 16. Juni 1999, familienbedingt (Geburt eines Kindes) nicht
erwerbstätig und damit auch nicht vermittlungsfähig; seine Frau habe gearbeitet (UV-
act. 232 S. 2). Bei diesem Sachverhalt ist für den Zeitraum von Januar bis 16. Juni
1999 eine Arbeitslosigkeit im Sinn von Art. 24 Abs. 1 UVV und von Art. 10 AVIG zu
verneinen.
1.5 Damit hat aufgrund der Darlegungen in Erw. 1.3 eine Umrechnung des im
Zeitraum von Juni 1999 bis 11. Februar 2000 und damit während 8.36 Monaten bei der
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A._, E._ und F._ erzielten Einkommens von Fr. 34'367.-- (vgl. UV-act. 300) auf
ein ganzes Jahr im Sinn von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV zu erfolgen. Eine zum Voraus
vorgesehene Befristung der Beschäftigungen bei E._ und F._ wird weder
behauptet noch lässt sich eine solche den Akten entnehmen. Aus der Umrechnung auf
12 Monate resultiert ein Jahresbetreffnis von Fr. 49'331.--. Nach Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung (Index Männer 1999: 1835; Index Männer 2008: 2092) ergibt
sich als versicherter Verdienst ein Betrag von Fr. 56'240.--. Damit lässt sich der
angefochtene Entscheid nicht aufrecht erhalten.
2.
2.1 Im ABI-Gutachten vom 13. Januar 2003 wurden als Diagnosen mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit eine Auffahrkollision vom 13. Februar 2000 mit HWS-Distorsion und
persistierendem Zervikalsyndrom sowie Verdacht auf leichte Thoracic-Outlet-
Symptomatik und leichter traumatischer Hirnverletzung gestellt. Die Gutachter kamen
zum Schluss, alle Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das
Unfallereignis vom 13. Februar 2000 zurückzuführen. Es fehlten jegliche Hinweise auf
unfallfremde Faktoren (UV-act. 79 S. 33 und 35). Als Chauffeur und in jeder anderen
adaptierten leichten Tätigkeit sei eine maximal 50%ige Arbeitstätigkeit zumutbar (UV-
act. 79 S. 35). Im Nachgang zu dieser Begutachtung sprach die IV dem
Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Oktober 2001 eine halbe Rente auf der Basis
eines IV-Grads von 50% zu (IV-act. 95). Eine weitere Begutachtung im Institut für
interdisziplinäre medizinische Begutachtungen (IIMB) ergab gemäss Bericht vom 31.
Dezember 2006 die Diagnose eines chronischen zervikozephalen und
zervikospondylogenen Schmerzsyndroms, wobei unfallbedingte und unfallfremde
Aspekte angeführt wurden. Die Gutachter hielten fest, die aktuellen Beschwerden seien
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit teilweise auf den Unfall vom 13. Februar 2000
zurückzuführen. Aus neurologischer Sicht müsse die lange Tragzeit des Halskragens
als unfallfremde Ursache gewertet werden. Aus psychiatrischer Sicht bestünden
Hinweise, dass ein gewisses Wechselspiel von (unfallfremden) biologischen,
psychologischen und sozialen Aspekten die psychiatrischen Beschwerden verstärkt
bzw. unterhalten hätten. Aus psychiatrischer Sicht und insgesamt sei der
Beschwerdeführer aktuell für alle Tätigkeiten 100% arbeitsunfähig (UV-act. 208).
Bereits in den Verfügungen vom 25. Januar und 6. Februar 2006 war die IV davon
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ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer lediglich noch eine Tätigkeit im
geschützten Rahmen (mit einem jährlichen Einkommen von Fr. 4'800.--) zumutbar sei.
Sie errechnete durch Einkommensvergleich (Valideneinkommen von Fr. 59'316.-- und
Invalideneinkommen von Fr. 4'800.--) einen IV-Grad von 92% (UV-act. 227; vgl. auch
UV-act. 306). Die Beschwerdegegnerin wählte insofern einen anderen Ansatz als die IV,
als sie - rein unfallbedingt - noch eine 20%ige Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt als ausgewiesen erachtete (vgl. UV-act. 303 S. 3f). Diese
(pauschale) Annahme erscheint gerechtfertigt, nachdem die Gutachter des IIMB einen
kleineren, nicht näher quantifizierten Anteil der Einschränkungen als unfallfremd
einstuften und die Ärzte der psychiatrischen Klinik Wil im Bericht vom 24. Januar 2008
eine 20%ige Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt bestätigten
(UV-act. 269 S. 4). Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 65'232.-- (LSE-
Tabelle 2006, TA1, Sektor Produktion, Niveau 4, mit Aufrechnung auf 41.7
Wochenstunden und Berücksichtigung der Nominalentwicklung 2007 [1.6%] und 2008
[2.4%]) und einem Invalideneinkommen von Fr. 9'238.-- (LSE-Tabelle 2006,
Durchschnittslohn TA1 [Fr. 4'732.-- x 12], Niveau 4, mit Aufrechnung auf 41.7
Wochenstunden und Berücksichtigung der Nominalentwicklung 2007 [1.6%] und 2008
[2.4%] sowie einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 20% und eines Leidensabzugs von
25%) errechnete die Beschwerdegegnerin einen IV-Grad von 86% (vgl. IV-act. 303).
2.2 Entschädigt eine Rente der IV auch eine nicht nach UVG versicherte Invalidität,
wird bei der Berechnung der Komplementärrente nur jener Teil der Rente der IV
berücksichtigt, welcher die obligatorisch versicherte Tätigkeit abgilt (Art. 32 Abs. 1
UVV). Angesichts der dargelegten Umstände ist zwar davon auszugehen, dass die
Rentenbemessung der IV mit der Annahme einer vollen Arbeitsunfähigkeit zu einem
kleineren Teil auch Gegebenheiten bzw. Einschränkungen berücksichtigte, welche mit
dem Unfall vom 13. Februar 2000 nicht in Zusammenhang zu bringen sind. Mit der
Beschwerdegegnerin ist demgegenüber festzuhalten, dass die IV-Rente ausschliesslich
die hier in Frage stehende obligatorisch unfallversicherte Tätigkeit abgilt, zumal der
Beschwerdeführer neben dieser Tätigkeit im Unfallzeitpunkt weder teilweise im
Haushalt noch als Selbständigerwerbender arbeitete. Bei Art. 32 Abs. 1 UVV geht es
einzig um die Frage, inwiefern die IV-Rente eine obligatorisch versicherte Tätigkeit
abgilt. Nicht Thema dieser Bestimmung ist, ob der IV-Rente unfall- oder
krankheitsbedingte Aspekte zugrunde liegen (vgl. RKUV 1997, 49f und Urteil des EVG
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vom 2. Dezember 2005 i/S B. [U 427/04, 431/04], Erw. 4.3). Hinzu kommt, dass auch
der von der Beschwerdegegnerin festgelegte IV-Grad von 86% einen Anspruch auf
eine ganze IV-Rente zu begründen vermöchte. Eine Unterscheidung bei der
Komplementärrentenberechnung nach IV-Graden, welche frankenmässig zur gleichen
Rente der IV führen, wäre somit rein theoretischer Natur. Zu beachten ist hierbei
insbesondere auch die fehlende Bindungswirkung des IV-Entscheids für den
Unfallversicherer (BGE 131 V 362) mit der Folge, dass die Invaliditätsbemessungen für
denselben Sachverhalt allein schon wegen einer unterschiedlichen Ermessenausübung
der Versicherer auseinanderfallen können.
2.3 Ein Sachverhalt gemäss Art. 32 Abs. 2 UVV (bereits bestehende IV-Rente wird
nachträglich aufgrund einer zusätzlichen unfallbedingten Invalidität erhöht oder IV-
Rente wird revisionsweise aus unfallfremden Gründen erhöht; vgl. dazu U. Kieser,
Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 2008, S. 399 Rz 148; RKUV 2001, 547 Erw.
5; RKUV 2005, 123 Erw. 4.3) liegt konkret nicht vor, da bereits die vorerst ausgerichtete
halbe IV-Rente ihre Ursachen in den Folgen des Unfalls vom 13. Februar 2000 hatte
und zudem bereits unfallbedingte Gründe für sich allein zur Erhöhung auf eine ganze
IV-Rente führten, auch wenn darüber hinaus noch unfallfremde Aspekte dazukamen.
Die Beschwerdegegnerin profitierte somit nicht vom Umstand, dass eine versicherte
Person schon eine Rente der IV bezog, welche in keinem Zusammenhang mit dem
Unfallereignis stand (vgl. RKUV 2005, 123 Erw. 4.3). Die IV-Rente ist damit bei der
Überentschädigungsberechnung in vollem Umfang zu berücksichtigen.
3.
3.1 Streitig ist im Weiteren, ob als Folge des Unfalls vom 13. Februar 2000 ein
Anspruch auf Integritätsentschädigung für psychische Unfallfolgen besteht.
Grundsätzlich berechtigen auch Beeinträchtigungen der psychischen Integrität zu einer
Integritätsentschädigung. In medizinischer Hinsicht ist zwar davon auszugehen, dass
gemäss herrschender psychiatrischer Lehrmeinung psychogene Störungen in der
Regel nicht lebenslang dauern, sondern degressiv verlaufen und daher die für den
Anspruch auf Integritätsentschädigung vorausgesetzte Dauerhaftigkeit des
Integritätsschadens nicht erfüllen. Ein Anspruch kann jedoch dann gegeben sein, wenn
medizinisch-psychiatrisch eine eindeutige individuelle Langzeitprognose gestellt
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werden kann, die für das ganze Leben eine Änderung durch Heilung oder Besserung
des psychischen Gesundheitsschadens praktisch ausschliesst (BGE 124 V 43 Erw. 5b/
cc in fine, 124 V 213 Erw. 4b = Pra 1998 (87) Nr. 161 Erw. 4b). Gemäss Art. 36 Abs. 1
Satz 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während
des ganzen Lebens in gleichem Umfang besteht (BGE 124 V 44 Erw. 5b/cc; vgl.
Urteilsbesprechung von Mosimann, AJP 1999 S, 992 ff.). Ob bei psychogenen
Unfallfolgen das gesetzliche Kriterium der Dauerhaftigkeit (Art. 24 Abs. 1 UVG) erfüllt
ist, ist unter Anwendung der Praxis, wie sie für die Beurteilung der Adäquanz
psychischer Unfallfolgen Geltung hat (BGE 115 V 133), zu beantworten. Bei banalen
bzw. leichten Unfällen ist der Anspruch auf Integritätsentschädigung regelmässig zu
verneinen. Dasselbe gilt in der Regel bei Unfällen im mittleren Bereich. Nur
ausnahmsweise kann sich im Grenzbereich zu den schweren Unfällen eine gegenteilige
Beurteilung ergeben, wenn aufgrund der Akten erhebliche Anhaltspunkte für eine
besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität bestehen, die
einer Besserung nicht mehr zugänglich erscheinen. Bei schweren Unfällen schliesslich
ist die Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens stets zu prüfen und nötigenfalls durch
ein psychiatrisches Gutachten abzuklären, sofern sie nicht bereits aufgrund der Akten
klarerweise zu bejahen ist (BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb). Voraussehbare
Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV
angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die
Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war.
3.2 Nach Lage der Akten (UV-act. 9, 25, 32, 50, 64) handelte es sich beim
Unfallereignis (Heckkollision) vom 13. Februar 2000 mit einer kollisionsbedingten
Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) des Fahrzeugs des Beschwerdeführers von 8.5 bis
13.1 km/h mit Blick auf die einschlägige Rechtsprechung um einen mittelschweren
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen (vgl. Urteile des Bundesgerichts
vom 29. Dezember 2008 i/S S. [8C_316/2008] Erw. 3.2, vom 17. Oktober 2008 i/S B.
[8C_124/2008] Erw. 9, vom 12. Februar 2008 i/S W. [8C_46/2007] Erw. 3.1 sowie vom
16. März 2006 i/S S. [U 228/05] Erw. 2.3). Ein Anspruch auf Integritätsentschädigung
wegen psychischer Unfallfolgen entfällt daher mit Blick auf die dargelegte
Rechtsprechung bereits aus diesem Grund, ohne dass die Dauerhaftigkeit eines
allfälligen Integritätsschadens weiter zu prüfen wäre. Selbst wenn von einem
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen auszugehen wäre -
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/14
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wofür jedoch jegliche Hinweise fehlen -, wären aufgrund der Akten Anhaltspunkte für
eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität, die einer
Besserung nicht mehr zugänglich erscheint, nicht ersichtlich (vgl. UV-act. 207 S. 16
und 19, 208 S. 32, 269 S. 3).
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde insoweit teilweise
gutzuheissen, dass die die ab 1. August 2008 laufende Rente des Beschwerdeführers
auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 56'240.-- zu berechnen ist. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61
lit. a ATSG). Im Umfang dieses teilweisen Obsiegens (50%) hat der Beschwerdeführer
Anspruch auf Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g
ATSG). Ausgehend von der Pauschalentschädigung bei vollem Obsiegen von
praxisgemäss Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) hat die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. Für die
verbleibenden Fr. 2'000.-- hat der Staat aufgrund der am 2. Dezember 2008 bewilligten
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Umfang von 80% (Art. 31 Abs. 3 AnwG;
sGS 963.75), d.h. mit einem Betrag von Fr. 1'600.-- aufzukommen.
4.2 Der Beschwerdeführer lässt auch für das Einspracheverfahren eine
Parteientschädigung beantragen. Nach der Rechtsprechung hat der Einsprecher, der
im Fall des Unterliegens die unentgeltliche Verbeiständung beanspruchen könnte, bei
Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 130 V 570 Erw. 2.1 und 2.2).
Vorliegend kann über die Frage der Entschädigung im Einspracheverfahren nicht
befunden werden, da darüber das vorgängige Verwaltungsverfahren noch gar nicht
stattgefunden hat. Zur Prüfung des Anspruchs auf Parteientschädigung im
Einspracheverfahren ist die Angelegenheit daher an die Beschwerdegegnerin zu
überweisen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG