Decision ID: 5dd36dce-d6b9-499d-a82b-82f968e45541
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._, geboren 195_, meldete sich am 13. März 2006 zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 1). Der in der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen
(KSSG) behandelnde Oberassistenzarzt Dr. med. B._ berichtete am 30. März 2006,
der Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an: einer
Zervikobrachialgie beidseits, aktuell rechts betont, mit Foraminalstenose C6/7 links und
mit lumbovertebrogenem Schmerzsyndrom bei mässiger Diskusdegeneration
lumbosakral. Er sehe keinen Grund für eine Berentung des Versicherten (IV-act. 6).
Dr. med. C._, Allgemeine Medizin FMH, erachtete die angestammte selbstständige
Tätigkeit (Handel mit Möbeln und Führen eines Restaurationsbetriebs, IV-act. 2-1) dem
Versicherten für 2 bis 3 Stunden zumutbar. Leichte Tätigkeiten könne der Versicherte
uneingeschränkt verrichten (Bericht vom 25. April 2006, IV-act. 10). Im Auftrag des
Krankentaggeldversicherers fand am 22. Mai 2006 eine interdisziplinäre
arbeitsspezifische Abklärung in der Klinik Valens statt. Die dortigen Experten
diagnostizierten: eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von
anderen Gefühlen (ICD-10: F43.23), ein chronisches Zervikobrachialsyndrom beidseits
und ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits, linksbetont. Für die
nächsten sechs bis acht Wochen sei aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Nach Besserung der Anpassungsstörung und der
depressiven Symptomatik sollte aus rein rheumatologischer und ergonomischer Sicht
mindestens eine 50%ige Arbeitsfähigkeit möglich sein. Allerdings seien dem
Versicherten nur leichtere Arbeiten möglich (Abklärungsbericht vom 31. Mai 2006,
Fremdakten).
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A.b Am 9. März 2007 unterzog sich der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen
(KSSG) einem operativen Eingriff (mikrotechnische Diskektomie C5/6 rechts bei grosser
CDH [Congenital Diaphragmatic Hernia], IV-act. 34-5). Die dort behandelnden
neurochirurgischen Fachpersonen diagnostizierten einen Status nach Operation einer
grossen CDH C5/6 rechts bei einer persistierenden intermittierenden Zervikobrachialgie
links und eine chronische Lumboischialgie L5-betont bei kleinem Anulusriss der
Bandscheibe L4/5 links extraforaminal und L5/S1 median. Die angestammte Tätigkeit
sei halbtags zumutbar. Für eine leidensangepasste Tätigkeit bestehe eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (Berichte vom 18. Juni 2007, IV-act. 34). Am
26. März 2008 wurde eine CDH-Operation bei Foraminalstenose C6/7 links
durchgeführt. Die behandelnden neurochirurgischen Fachpersonen des KSSG führten
im Bericht vom 19. Juni 2008 zusätzlich die Diagnose eines Status nach CDH-
Operation bei Foraminalstenose C6/7 links bei langjährigem linksseitigem
intermittierendem Schmerzsyndrom auf. Für schwere körperlich belastende Tätigkeiten
bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Für Tätigkeiten ohne körperliche Belastung und ohne
Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 60, worin zusätzlich ein Verdacht auf eine reaktive Depression bei chronischem
Schmerzsyndrom diagnostiziert wurde).
A.c Die IV-Stelle führte am 20. Februar 2009 eine Abklärung im Geschäft des Ver
sicherten durch. Dieser gab an, er könne seit April 2006 nur noch maximal 1-2 Stunden
pro Tag im Geschäft sein. Er erledige dabei Telefongespräche, organisiere Umzüge
und Wohnungsräumungen und bediene die Kunden. Möbeltransporte könne er nicht
mehr selbst ausführen (Abklärungsbericht vom 17. März 2009, IV-act. 77).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte orthopädisch (Dr. med. D._,
Spezialarzt für Orthopädie FMH) und psychiatrisch (Dr. med. E._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie) im MGSG Medizinisches Gutachtenzentrum St. Gallen
untersucht (orthopädische Untersuchung vom 5. September 2008 und psychiatrische
Untersuchung vom 11. November 2008). Im bidisziplinären Gesamtgutachten vom
25. März 2009 führten die Experten aus, der Versicherte leide mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit: an einer Schmerzpersistenz bei Status nach Spondylodese C5/6
(03/2007) und C6/7 (03/2008) sowie an einer leichten bis mittelgradigen depressiven
Episode mit somatischen Symptomen auf der Grundlage von Anpassungsstörungen
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mit Beeinträchtigung von Gefühlen bestehend seit 2006. Bezogen auf die angestammte
Tätigkeit bescheinigte Dr. D._ (ab April 2008) eine 65%ige Arbeitsfähigkeit und
Dr. E._ eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Eine leidensangepasste Tätigkeit könne dem
Versicherten aus orthopädischer Sicht voll zugemutet werden. Aus psychiatrischer
Sicht wurde hierfür eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt (IV-act. 84). Auf Nachfrage
der IV-Stelle hin (IV-act. 86) gab Dr. D._ betreffend die postoperativ bestehende
Arbeitsunfähigkeit an, Dr. C._ habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 14. April
2006 bescheinigt. Der psychiatrische Gutachter habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
ab Juli 2006 notiert. Ab dem 9. März 2007 bestehe mindestens 6 Monate lang eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit postoperativ. Die bescheinigte 70%ige Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten bestehe seit Juli 2006 (Schreiben vom 9. Juni 2009, IV-
act. 91).
A.e Dr. med. F._, Facharzt FMH für Neurochirurgie, bescheinigte dem
Versicherten im Bericht vom 27. November 2009 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für die
bisherige Tätigkeit. Der Versicherte leide vor allem an körperlichen Einschränkungen
mit vermehrten Nacken-, Schulter- und Armschmerzen rechts. Dr. F._ hielt eine Re-
Operation der HWS für indiziert (IV-act. 105). Am 12. Februar 2010 nahm Dr. F._
beim Versicherten eine Re-Operation bei Pseudoarthrose C5/C6 und C6/C7 vor. Im
Bericht vom 20. Mai 2010 führte er aus, der Versicherte sei momentan noch zu 100%
arbeitsunfähig. Es laufe noch eine physikalische Therapie bis Ende Juni 2010. Danach
sei der Versicherte für die angestammte Tätigkeit (wieder) zu 50% arbeitsfähig. Das
Gleiche gelte auch für eine adaptierte Tätigkeit (IV-act. 118; zur Re-Operation siehe den
Operationsbericht vom 12. Februar 2010, Fremdakten). Im Verlaufsbericht vom
8. August 2010 bescheinigte Dr. F._ für eine leidensangepasste Tätigkeit eine
Arbeitsfähigkeit von „~50%“ (IV-act. 124). RAD-Ärztin Dr. med. G._, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Rehabilitation, empfahl wegen der erneuten Operation eine
orthopädisch-psychiatrische Verlaufsbegutachtung (Stellungnahme vom 27. Januar
2011, IV-act. 129).
A.f Am 27. April 2011 fand eine Verlaufsbegutachtung durch die Dres. D._ und
E._ statt. Die Experten stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit: einen Status nach Spondylodese C5 bis 7 bei Pseudarthrose 12/2010
nach Discektomie C5/6 und Cage-Stabilisierung 03/2007 sowie Discektomie und
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Foraminotomie C6/7 links mit Cage-Spondylodese 03/2008 mit fraglicher
Nervenwurzelirritation bei leichter Überlänge der Schrauben C7 rechts mehr als links;
eine Discushernie L5/S1 mit Irritation der Nervenwurzel S1 links und Discushernie L4/5
links mit fraglicher intermittierender Nervenwurzelirritation L4 links bei Spondylarthrose
L4 bis S1; eine subtotale Supraspinatussehnenruptur und SLAP-Läsion Typ II sowie ein
deutliches Impingement bei Acromioclaviculargelenksarthrose und verdicktem
Ligamentum coracoacromiale rechts; eine Präadipositas; eine rezidivierende
depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode, bestehend seit etwa
02/2010 und leichten bis mittelgradigen depressiven Episoden, auf der Grundlage von
Anpassungsstörungen mit Beeinträchtigung von Gefühlen, bestehend von 2006 bis
etwa 01/2010 (ICD-10: F33.1, F33.0, F33.1, F43.23). Die Experten gingen von einem
verschlechterten Gesundheitszustand aus. Bezogen auf die angestammte Tätigkeit
bescheinigten sie seit Februar 2010 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit und von 2006 bis
Januar 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Für leidensangepasste Tätigkeiten
bescheinigten sie eine (psychisch bedingte) Arbeitsunfähigkeit von 30% von 2006 bis
Januar 2010 und von 40% seit Februar 2010. Im Rahmen der postoperativen
Rehabilitation habe sowohl für die angestammte als auch für eine leidensangepasste
Tätigkeit jeweils während 6 Monaten eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden
(Verlaufsgutachten vom 11. Mai 2011, IV-act. 135).
A.g Dr. med. H._, Innere Medizin FMH, teilte der IV-Stelle am 24. Januar 2012 mit,
der Versicherte leide derzeit unter starken lumbalen Rückenschmerzen. Diese liessen
sich auf eine Bandscheiben-Degeneration mit Protrusion zurückführen. Aufgrund dieser
Beschwerden sei der Versicherte seit dem 6. Januar 2012 zu 100% arbeitsunfähig (IV-
act. 165; zum Ergebnis einer von Dr. H._ in Auftrag gegebenen lumbalen-
vertebrospinalen Kernspintomographie vom 21. Januar 2012 siehe IV-act. 166). RAD-
Ärztin Dr. G._ vertrat in der Stellungnahme vom 22. Februar 2012 den Standpunkt,
der Gesundheitszustand des Versicherten sei stabil. Die Kernspintomographie vom
20. Januar 2012 habe geringgradige Bandscheibendegenerationen ohne
Nervenkompression gezeigt. Ansonsten hätte sich keine Veränderung im Vergleich zur
Voruntersuchung vom 8. September 2008 ergeben. Deshalb ändere sich durch die neu
vorgelegten medizinischen Unterlagen nichts an der Beurteilung durch die MGSG-
Gutachter (IV-act. 167).
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A.h In der Stellungnahme vom 2. Oktober 2012 äusserte der Rechtsdienst der IV-
Stelle die Auffassung, es resultiere aus dem psychischen Leiden keine rechtlich
relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus rechtlicher Sicht sei von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen (IV-act. 184).
A.i Am 8. August 2012 nahm die IV-Stelle eine Abklärung an Ort und Stelle vor. Die
Abklärungsperson führte im Bericht vom 12. Oktober 2012 aus, der Versicherte habe
sein Geschäft per 1. Dezember 2009 verkauft. Er habe danach für rund 8 Monate als
Assistent des (neuen) Geschäftsinhabers weitergearbeitet. Im Verlauf des Jahres 2011
sei der neue Geschäftsinhaber spurlos verschwunden. Der Versicherte, der nach wie
vor der Mieter der Geschäftslokalität gewesen sei, habe bei der Liquidation des
Inventars mitgeholfen, um aufgelaufene Rechnungen und Schulden zu bezahlen (IV-
act. 185).
A.j Mit Vorbescheid vom 6. Februar 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
ausgehend von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 188). Dagegen
erhob der Versicherte am 13. März 2013 Einwand (IV-act. 189). Am 13. Mai 2013
verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 191).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 13. Mai 2013 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 17. Juni 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin deren Aufhebung und die
Zusprache einer (mindestens) halben Rente; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, die Verneinung der rechtlichen
Bedeutung der psychiatrischerseits bescheinigten Arbeitsunfähigkeit durch den
Rechtsdienst sei unzutreffend. Die Vermutung des Rechtsdienstes sei nicht überprüft
worden, weshalb der Sachverhalt mangelhaft abgeklärt sei (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 5. August 2013 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie hält an ihrer Ansicht fest, es
liege keine unüberwindbare Einschränkung der Erwerbsfähigkeit vor, weshalb die
Rentenabweisung zu Recht erfolgt sei (act. G 4).
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B.c Der Beschwerdeführer hat auf eine Replik verzichtet (act. G 6).
B.d Mit Schreiben vom 7. Juli 2015 hat das Versicherungsgericht der
Beschwerdegegnerin Gelegenheit für eine Stellungnahme zur geänderten
Rechtsprechung des Bundesgerichts (zur amtlichen Publikation vorgesehenes Urteil
vom 3. Juni 2015, 9C_492/2014) eingeräumt. Diese liess die angesetzte Frist unbenützt
verstreichen (act. G 7).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20),
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine
übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu
legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt
gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt
verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die
angefochtene Verfügung ist am 13. Mai 2013 ergangen (IV-act. 191), wobei ein
Sachverhalt zu beurteilen ist (Anmeldung vom 13. März 2006, IV-act. 1), der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision begonnen hat. Daher ist
entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis
31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008
auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130
V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Nachfolgend
werden die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG
wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die altrechtlichen Bestimmungen
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verwiesen wird. Die IV-Revision 6a hat keine für den vorliegenden Sachverhalt
relevanten Änderungen gebracht.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das
gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und
das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
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Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt
worden ist.
2.1 Im Vordergrund der medizinischen Aktenlage liegen die beiden MGSG-
Gutachten vom 25. März 2009 (IV-act. 84; zur ergänzenden Antwort vom 9. Juni 2009
siehe IV-act. 91) und vom 11. Mai 2011 (IV-act. 135). Die Parteien bringen keine Mängel
gegen die gutachterlichen Beurteilungen vor, die deren Beweiswert erschüttern. Solche
ergeben sich auch nicht aus den Akten. Auch wenn die vom orthopädischen Experten -
abgesehen von den postoperativen Phasen - für leidensangepasste Tätigkeiten
bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 84-9 und IV-act. 135-10) einen strengen
Zumutbarkeitsmassstab anzusetzen scheint, so ist hierbei zu berücksichtigen, dass
psychiatrischerseits eine reduzierte Arbeitsfähigkeit bescheinigt und ein ganztägiges
Pensum zu deren Verwertung postuliert wurde (IV-act. 84-9 und IV-act. 135-20), womit
auch einem allenfalls aus somatischer Sicht erhöhten, vom orthopädischen Gutachter
zu wenig berücksichtigten Pausenbedarf Rechnung getragen wäre.
2.2 Eine relevante gesundheitliche Verschlechterung seit der MGSG-Verlaufsbe
gutachtung vom 27. April 2011 ist nicht ausgewiesen. An dieser Betrachtungsweise
ändert der Bericht von Dr. H._ vom 24. Januar 2012 nichts, worin er wegen lumbaler
Rückenschmerzen, die er auf eine Bandscheiben-Degeneration mit Protrusion
zurückführte, seit 6. Januar 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (IV-
act. 165). Denn Dr. med. I._, Facharzt medizinische Radiologie FMH, stellte im
Rahmen der lumbalen-vertebrospinalen Kernspintomographie vom 20. Januar 2012
lediglich eine geringgradige Bandscheibendegeneration L4-S1 mit kleiner/minimaler
Protrusion L5/S1 ohne Nervenkompression sowie eine leichtgradige Degeneration und
Dehydratation der Disci am thoracolumbalen Übergang fest. Ansonsten sei das
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Kernspintomogramm normal und stationär vergleichend zur Voruntersuchung vom
8. September 2008 gewesen (IV-act. 166). Die Schlussfolgerung von RAD-Ärztin
Dr. G._, aufgrund der neuen Unterlagen ändere sich nichts an der Beurteilung des
MGSG-Verlaufsgutachtens (Stellungnahme vom 22. Februar 2012, IV-act. 167),
leuchtet unter diesen Umständen ein.
3.
Des Weiteren ist die umstrittene invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit des
psychischen Leidens zu prüfen.
3.1 Grundsätzlich bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die
Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens einer fachärztlichen, lege artis
auf die Vorgaben eines Klassifikationssystems abgestützten Diagnose. Im Rahmen der
freien Beweiswürdigung dürfe sich dabei die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht
- weder über die den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden medizinischen
Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sich die ärztlichen Einschätzungen und
Schlussfolgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die
rechtsanwendenden Behörden hätten mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die
ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte
(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren)
mitberücksichtige, die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus
unbeachtlich seien. Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen würden, sei bei der
Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen).
3.2 Die Beschwerdegegnerin bringt gegen eine invalidisierende Wirkung des
psychischen Leidens vor, bei der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode
handle es sich um eine reaktive Begleiterscheinung zum syndromalen Leiden (act. G 4,
S. 5).
3.2.1 Vorab übersieht die Beschwerdegegnerin bei ihrem Vorbringen, dass der
Beschwerdeführer nicht bloss an einer mittelgradigen depressiven Episode leidet. Zu
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beurteilen ist eine langjährige rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig
mittelgradiger Episode (IV-act. 135-23), mithin nicht bloss ein vorübergehendes
psychisches Leiden. Die nicht näher begründete Sichtweise der Beschwerdegegnerin,
eine erhebliche Psychopathologie sei beim Beschwerdeführer nicht ersichtlich, erweist
sich damit als unzutreffend. Sie verkennt, dass das zu beurteilende Störungsbild auf
Grund klinischer psychiatrischer Untersuchungen diagnostiziert worden und damit
überprüf- bzw. objektivierbar im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ATSG ist (vgl. betreffend eine
Angststörung Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2014, 8C_371/2014,
E. 5.2.1 mit Hinweisen).
3.2.2 Die Auffassung der Beschwerdegegnerin, bei dem vom orthopädischen MGSG-
Gutachter beschriebenen Leiden handle es sich um ein mit einer somatoformen
Schmerzstörung vergleichbares syndromales Leiden (act. G 4, S. 4), erweist sich als
aktenwidrig. Dr. D._ wies bei der Beurteilung der Nackenschmerzen auf die
Discushernie C5/6 und die stattgefundenen operativen Eingriffe hin. Ferner habe der
(klinische) Befund (lediglich) bis zu einem „gewissen Grad“ mit dem MRI-Befund
kontrastiert. Die lumbalen Schmerzen und die pathologischen objektiven Befunde der
Lendenwirbelsäule konnten gemäss gutachterlicher Einschätzung sodann grösstenteils
mit der im MRI nachgewiesenen Discushernie L5/S1 mit Irritation der Nervenwurzel S1
links und der Discushernie L4/5 links mit fraglicher intermittierender
Nervenwurzelirritation L4 links bei Spondylarthrose L4 bis S1 vereinbart werden.
Lediglich die nicht im Vordergrund stehende Hyposensibilität des gesamten linken
Beins und des rechten Arms vermochte der Gutachter nicht zu plausibilisieren bzw. zu
begründen. Zudem fiel ihm eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts auf. Im
MRI wurde eine subtotale Supraspinatussehnenruptur mit SLAP-Läsion Typ II sowie
ein deutliches Impingement bei leichter Acromioclaviculargelenksarthrose und
verdicktem Ligamentum coracoacromiale nachgewiesen, wodurch die Arbeitsfähigkeit
für eine körperlich belastende Tätigkeit zusätzlich eingeschränkt sei (IV-act. 135-8 f.).
Deshalb kann die rezidivierende depressive Störung nicht als blosse
Begleiterscheinung eines psychogenen Schmerzsyndroms angesehen werden, womit
kein pathogenetisch (ätiologisch) unklarer syndromaler Zustand vorliegt, bei dem die
bei somatoformen Schmerzstörungen (bislang) geltende - inzwischen geänderte -
Rechtsprechung (BGE 141 V 281) Anwendung findet. An dieser Sichtweise ändert auch
der Umstand nichts, dass sich die depressive Störung auf der Grundlage „von
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Anpassungsstörungen“ entwickelt hat und anstelle der anfänglich diagnostizierte
Anpassungsstörung (siehe hierzu die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung vom
31. Mai 2006, Fremdakten) eine depressive Störung getreten ist (vgl. zur fehlenden
Bedeutung einer durch Zeitablauf bedingten „Umcodierung“ der vom Therapeuten
anfänglich diagnostizierten Anpassungsstörung auf die rechtliche Erheblichkeit einer
depressiven Störung Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2015, 9C_140/2014,
E. 3.4.2).
3.3 Der Hinweis der Beschwerdegegnerin, weil psychosoziale Umstände auf jeden
Fall das Bild (mit-)prägten, sei bei der Annahme einer rentenbegründenden Invalidität
Zurückhaltung geboten (act. G 4, S. 5), zielt vorliegend ins Leere.
3.3.1 Bei der Prüfung des Einflusses psychosozialer Umstände gilt es dem finalen
Charakter der Invalidenversicherung Rechnung zu tragen. Dies bedeutet, es wird bei
der Leistungsprüfung nicht nach der Art und Genese eines Gesundheitsschadens
gefragt, der die Erwerbsunfähigkeit verursacht. Der Gesundheitszustand ist folglich
immer gesamtheitlich zu betrachten. Selbst eine Erwerbsunfähigkeit, deren
psychogene krankhafte Grundlage (auch) durch eine psychosoziale oder soziokulturelle
Überforderung verursacht worden ist, fällt in den Geltungsbereich der
Invalidenversicherung, vorausgesetzt es handelt sich um ein davon verselbstständigtes
psychisches Leiden. Eine rentenbegründende Invalidität kann damit nicht allein mit
dem Hinweis auf das Vorhandensein soziokultureller oder psychosozialer
Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2014,
8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur).
3.3.2 Weder aus den Ausführungen der Beschwerdegegnerin noch aus der Aktenlage
geht hervor, das psychische Leiden gehe vollständig in psychosozialen Umständen
auf. Entscheidend ist des Weiteren, dass der psychiatrische Gutachter sich
ausdrücklich mit dem Vorliegen von psychosozialen Umständen auseinandersetzte und
mit nachvollziehbarer Begründung zur Auffassung gelangte, es bestehe ein
psychisches Leiden mit Krankheitswert und ein Überwiegen von psychosozialen
Faktoren sei nicht anzunehmen (IV-act. 135-41). In tatsächlicher Hinsicht ist somit vom
Bestehen eines von psychosozialen Faktoren selbstständigen depressiven Leidens
auszugehen, dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der psychiatrische
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Gutachter unter Ausklammerung psychosozialer Aspekte eingeschätzt hat. Schliesslich
legt die Beschwerdegegnerin weder dar noch ist aus den Akten ersichtlich, dass ein
Wegfall der psychosozialen und/oder soziokulturellen Faktoren die langjährige
depressive Störung (unmittelbar) verschwinden lassen würde (vgl. zum Ganzen Urteil
des Bundesgerichts vom 7. Januar 2015, 9C_140/2014, E. 3.4.2). Demnach kann der
depressiven Störung bzw. den daraus resultierenden Beeinträchtigungen die
invalidenversicherungsrechtliche Relevanz nicht abgesprochen werden. Der
Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin keine
Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten oder relevante Inkonsistenzen
benennt. Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten. Dass die Gutachter den
Medikamentenspiegel nicht messen liessen, vermag daran nichts zu ändern und kann
sich insbesondere nicht zuungunsten des Beschwerdeführers auswirken.
3.4 Für die rechtliche Erheblichkeit der depressiven Störung spricht sodann, dass
sich der psychiatrische Gutachter von einer Fortsetzung der therapeutischen
Massnahmen keine wesentliche Besserung des psychischen Zustandsbildes erhoffte
(IV-act. 135-40) und die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vom RAD bestätigt
wurde (IV-act. 167-2). Die Beschwerdegegnerin bringt sodann zu Recht nicht vor, die
depressive Störung sei ohne weiteres therapeutisch angehbar.
4.
Ausgehend von einer seit Februar 2006 durchgehend bestehenden, mindestens
40%igen Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit (IV-act. 10-1; vgl. auch die
Angabe von Dr. D._, der fälschlicherweise gestützt auf Dr. C._ von einem Beginn
am „14.04.2006“ [richtig: 12. Februar 2006, IV-act. 10-1] ausging, IV-act. 91) ist der
frühest mögliche Rentenbeginn nach Ablauf des Wartejahres auf den 1. Februar 2007
festzusetzen. Die Beschwerdegegnerin hat nicht berücksichtigt, dass für die Zeit der
postoperativen Rehabilitationen während 6 Monaten eine volle Arbeitsunfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten bestanden hat (IV-act. 135-10). Damit ist vom 9. März
2007 bis 9. September 2007 (IV-act. 91), vom 26. März 2008 (zur Operation vom
26. März 2008 siehe IV-act. 61-5) bis 26. September 2008 und vom 12. Februar 2010
(zum Operationsbericht vom 12. Februar 2010 siehe Fremdakten) bis 12. August 2010
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen.
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Aus psychiatrischer Sicht ist für die übrige Zeit ab 1. Februar 2007 bis zum 31. Januar
2010 von einer 30%igen und ab 1. Februar 2010 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit
für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen (IV-act. 135-20).
5.
Zu bestimmen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der vorstehend genannten
Arbeitsunfähigkeiten. Mangels repräsentativer Grundlage (zu den erheblich
schwankenden Einkommen des Beschwerdeführers siehe den IK-Auszug in IV-act. 11
und IV-act. 185-7) für die Ermittlung des Valideneinkommens ist die Bestimmung des
Invaliditätsgrads mittels eines Prozentvergleichs vorzunehmen (siehe Urteil des
Bundesgerichts vom 9. Juli 2012, 9C_406/2011, E. 6.4). Angesichts des leicht
fortgeschrittenen Alters und der für körperlich leichte Verweistätigkeiten zusätzlich zu
beachtenden qualitativen Anforderungen (IV-act. 135-10 und 135-20) erscheint ein
Abzug von 10% angemessen. Bei einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit resultieren ein
37%iger Invaliditätsgrad (30% + [70% x 10%]) und kein Anspruch auf eine Rente; bei
einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit ergeben sich ein Invaliditätsgrad von 46% (40%
+ [60% x 10%]) und ein Anspruch auf eine Viertelsrente; bei einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit resultieren ein 100%iger Invaliditätsgrad und ein Anspruch auf eine
ganze Rente. Unter Berücksichtigung der bei einer Rentenaufhebung zu beachtenden
dreimonatigen Frist (Art. 88a Abs. 1 IVV) hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom
1. März 2007 bis 31. Dezember 2007 einen befristeten Anspruch auf eine ganze Rente.
In der Zeit vom 1. Januar bis 29. Februar 2008 besteht ein nicht (mehr)
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37%. Vom 1. März 2008 bis 31. Dezember
2008 besteht aufgrund erneuter gesundheitlicher Verschlechterung ein befristeter
Anspruch auf eine ganze Rente (zum Rentenbeginn siehe Art. 29 IVV). Ab 1. Januar
2009 beläuft sich der Invaliditätsgrad wieder auf ein nicht mehr rentenbegründendes
Ausmass von 37%. Für die Zeit vom 1. Februar 2010 bis 30. November 2010 hat der
Beschwerdeführer einen befristeten Anspruch auf eine ganze und ab 1. Dezember
2010 bei einem Invaliditätsgrad von 46% einen Anspruch auf eine Viertelsrente (zum
Beginn des Anspruchs auf eine ganze Rente siehe Art. 29 IVV).
6.
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6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 13. Mai 2013
aufzuheben und dem Beschwerdeführer für die Dauer vom 1. März 2007 bis
31. Dezember 2007, vom 1. März 2008 bis 31. Dezember 2008 und vom 1. Februar
2010 bis 30. November 2010 eine ganze Rente sowie ab 1. Dezember 2010 bis auf
weiteres eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenleistungen ist die
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde
abzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der
Beschwerdeführer unterliegt lediglich in einem untergeordneten Punkt, über den im
Wesentlichen aufgrund der Beurteilung des Rentenanspruchs befunden werden
konnte, weshalb bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen auch insgesamt von
einem vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist und die
Beschwerdegegnerin die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen hat. Der
geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier
zu beurteilenden Fall erscheint angesichts des einfachen Schriftenwechsels und des
Aufwands des Rechtsvertreters eine Parteientschädigung von Fr. 2‘000.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.