Decision ID: e0a15eb5-6833-4e97-ac8e-ee0d0219af08
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974,
Mutter zweier Kinder
(geboren 1998 und 2004
), reiste im März 2003 von Portugal in die Schweiz ein
. Ab März 2004
war sie in einem Tei
lzeitpensum als Reinigungsangestellte
tätig
(
Urk.
5/14
)
.
Am 1
0.
November 2016 (Eingangsdatum) meldete sich die Versi
cherte
wegen Rücken-, Knie- und Händebeschwerden bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/1).
Am
1.
Dezem
ber 2016 fand bei der IV-Stelle ein
persönliches
Gespräch mit
der Versicherten statt (
Urk.
5/7
). Gleichentags
teilte die IV-Stelle mit,
dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien
(
Urk.
5/8). In der Folge nahm
sie
medizinische und berufl
ich-erwerbliche Abklärungen vor.
Vom 2
3.
Februar bis zum 2
2.
März 2018 wurde die Versicherte im
Rehazentrum
Y._
behan
delt (
Urk.
5/34).
Am 1. Oktober 2018 führte
die IV-Stelle
zwecks Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit im Haushalt
der Versicherten
eine
n Hausbesuch durch (Urk. 5/48
).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom
4.
Dezember 2018,
Urk.
5/51, und Einwand vom
1
2.
Februar
und 2
1.
März 2019,
Urk.
5/54 und
Urk.
5/62) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
3.
Juli 201
9 (
Urk.
2) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 8
%
einen
Leistungsanspruch der Versicherten.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
1.
September 2019 Beschwerde mit folgen
dem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2):
Hauptantrag:
1.
Die Verfügung vom 23.07.2019 sei aufzuheben und der Versicherten eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100
%
zuzusprechen.
Eventualiter:
2.
Die Verfügung vom 23.07.2019 sei aufzuheben und das Verfahren an die Vorinstanz zur
Neuanhandnahme
zurückzuweisen, um geeignete
Umschulungsmassnahmen
zu prüfen.
Zudem versehen mit folgenden
Verfahrensanträgen:
3.
Es sei ein Gutachten bei einer unabhängigen Fachperson der Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie zu veranlassen, um die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin abzuklären; jedenfalls sei Frau
Dr.
med.
Z._
, FMH Allgemeine Medizin,
als Zeugin über die Arbei
tsunfähigkeit und deren Ursachen
einzuvernehmen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin zzgl.
MWSt.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Oktober 2019
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4), was der Beschwerdeführerin am
2
2.
Okto
be
r 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
che
rung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
run
gs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. all
gemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.3
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–
4
der
Verordnung über die Invalidenversi
che
rung (
IVV
)
per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teil
erwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die pro
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versi
cherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Be
tätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschrän
kung
en bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird an
hand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.4
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts
bemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhält
nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die per
sönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge
übten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (lit.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be
ruf
liche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
1.7
Gemäss
Art. 6 Abs. 1 IVG haben schweizerische und ausländische Staatsan
ge
hörige sowie Staatenlose Anspruch auf Leistungen
gemäss
den nachstehenden Bestimmungen. Art. 6 Abs. 2 IVG bestimmt, dass ausländische Staatsangehörige - vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG sowie abweichender staatsvertraglicher Rege
lungen - nur anspruchsberechtigt sind, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhn
lichen Aufenthalt in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununter
brochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben. Anspruch auf
eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität (Versi
cherungsfall) während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG).
Fall
s die Mindestbeitragsdauer mit
schweizerischen Versicherungszeiten nicht erfüllt ist, müssen bei Schweizern und Angehörigen von EU/EFTA-Staaten Bei
tragszeiten mitberücksichtigt werden, die in einem EU/EFTA-Staat zurü
ckgelegt worden sind. Ist die Mindestbeitragsdauer zwar unter A
n
rechnung von Ver
siche
rungszeiten in der EU/EFTA erfüllt, beträgt aber die Beitragszeit in der Schweiz weniger als ein Jahr, so besteht kein Anspruch auf eine ordentliche Invaliden
rente (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage
, Zürich/Basel/Genf 2014, N 4 zu
Art.
36).
Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An
spruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente gilt die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem die Voraussetzung
en
nach Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sind.
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis)
.
Berichten des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (
RAD
)
nach Art. 49 Abs. 2 IVV kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie den von der Rechtsprechung um
schriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (BGE 137 V
210 E. 1.2.1). Selbst eine Aktenbeurteilung ohne eigene Untersuchung kann be
weiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Be
richte und Stellungnahmen der RAD (Urteile des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswür
digung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest
stellungen ergänzende Abklärungen
vorzunehmen sind (BGE 135 V 465 E. 4.4;
122 V 157 E. 1d; Urteile des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015
E. 3.2 und 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.3).
1.9
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verf
ügung damit, dass die Knieprobleme und Unfallfolgen der linken Hand der Beschwerdeführerin
bereits
vor
d
er Einreise in die Schweiz am 1
5.
März 2003 bestanden hätten und deshalb
für den Leistungsanspruch nicht entscheidend seien
.
Aufgrund der
Hüft- und
Rückenbeschwerden
sei die Beschwerdeführerin
in ihrer Arbeitsfähigkeit als Reini
gu
ngsangestellte eingeschränkt.
Aus versicherungsmedizinischer Sicht
sei
ihr
jedoch eine ü
berwiegend sitzende Tätigkeit in einem
Vollzeitpensum
zumutbar
.
Aufgrund des Hausbesuchs vom
1.
Oktober 2018
sei davon auszugehen
, dass sie
be
i voller Gesundheit in einem 50
%-Pensum erwerbstätig wäre und die restliche
Zeit für den Haushalt aufwenden
würde.
In
einer sitzenden Hilfstätigkeit
kö
nnte die Beschwerdeführerin
dabei
ein mindestens ebenso hohes Einkommen erzielen
wie bisher als Rein
igungsangestellte. Das bedeute,
dass keine gesundheits
be
dingte
Lohneinbusse entstehe. Im
Haushaltsbereich
sei die Beschwerdeführerin
zu 15
%
eingeschrä
nkt
. Es resultiere daher ein
Gesamtinv
aliditätsgrad von 8
%
. Bei einem Invaliditätsgrad von unter 40
%
sei ein Rentenanspruch zu verneinen
. Eine Ein
schränkung bei der Stellensuche
liege
nicht vor
. Die
lediglich rudimen
tären
Deutschkenntnisse
stünden nicht im Zusammenhang mit der gesundheit
lichen Situation und seien deshalb durch die Invalidenversicherung nicht ver
sichert. Für die Unterstütz
ung bei der Stellensuche sei das
Reg
ionale Arbeitsver
mittlungs
zentrum
zuständig
(
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass
die Beschwerde
geg
nerin nicht abgeklärt habe
, ob in ihrem Heimatstaat
Portugal
ein Rentenanspruch bestehe.
Wäre dies der Fall, müsste ein solcher
im Sinne d
es Freizügigkeitsab
kommens
mit hiesigen Rentenansprüchen harmonisiert werden.
Der Umstand, dass sie in der Lage gewesen sei, in der Schweiz in einem 50%-Pensum erwerbs
tätig zu sein, zwei Kinder grosszuziehen und sich mehrheitlich alleine um den Haushalt zu kümmern, spreche klar dafür, dass sie bei Einreise in die Schweiz und in den Jahren danach zu 100
%
erwerbsfähig gewesen sei.
Die Handver
let
zung
links und
allfällige Knieprobleme seien für die
aktuelle
Arbeitsun
fähig
keit
nicht ursächlich.
Im Weiteren sei davon auszugehen, das
s sie im Gesund
heits
fall
zu 100
%
erwerbstätig wäre. Die Abklärungsperson der Beschwerde
gegnerin habe
nicht dargelegt, weshalb angesichts der
nunmehr
beschriebenen massiven
gesu
nd
heitlichen Beeinträchtigungen
im Bereich Ernährung lediglich
eine Einschrän
kung von
15
%
, im Bere
ich Wohnungspflege von 2
0
%
, im Bereich Einkauf von 0
%
und im Bereich Wäsche von
15
%
gegeben sein soll.
Bestritten werde auch die
Rechtmässigkeit der
dem Ehemann und den
Töchtern
auferlegte
n Schaden
minderungspflicht im Haushalt.
Schliesslich habe
es
die Beschwerdegegnerin unterlassen,
Umschulungsmassnahmen und andere geeignete berufliche Mas
s
nahmen zu prüfen (
Urk.
1 S. 5 ff.
).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
aus Portugal
gab im Zeugnis vom 5.
Januar 2009 an, dass der Grad der Behinderung der Beschwerdeführerin
62
%
betrage (
Urk.
5/37/1).
3.2
Dr.
Z._
stellte im Bericht vom
6.
März 2017 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
5/16/1):
(1)
Struma
nodosa
-
Status nach
Thyreoidektomie
2015
-
Hypocal
zämie
bei primärem
Hypoparathyreoidis
mus
(2)
schweres
Carpaltunnelsyndrom (
CTS
)
rechts
-
Status nach Operation im Dezember 2016
(3)
Status nach schwerer traumatischer Handverletzung links 1999
-
deutlich eingeschränkte Funktion der linken Hand
(4)
Adipositas BMI 41 (163 cm, 109 kg)
(5)
beginnende Gonarthrose beidseits möglich
(6)
lumbales Schmerzsyndrom
-
radiologisch
erosive
Osteochondrose L5/S1, ventrale Spondylose
(7)
Verdacht auf
Thoracic
outlet Syndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf
die Arbeitsfäh
igkeit nannte
Dr.
Z._
(1) eine
Varikosis
und (2) eine ar
terielle Hypertonie. Sie
erklärte,
dass der Beschwerdeführerin
die bisherige Tätigkeit als Ha
ushaltshilfe/
Reini
gungsfrau
in
einem 50%-Pensum zumutbar sei
(
Urk.
5/16/1-3
).
3.3
Dr.
med.
B._
, FMH Rheumatologie, führte im Verlaufsbericht vom 1
9.
Februar 2018
(Eingangsdatum)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (
Urk.
5/25/1):
(1)
Inguin
alsch
merz
links
-
MRI Becken vom
6.
September
2017: Zeichen eines
ischiofemoralen
Impingement
s
links mit
Pseudobursa
-
Ausbildung, leichte
Ansatztendinose
der Abduktoren links mehr als rechts
-
Infiltratio
n
ischiofemoral
links vom 2
1.
September
2017:
kein Ansprechen
(2)
Schulterimpingement
rechts
-
Sonographie
Schultergelenk rechts vom
6.
September
2017
: mögliche chronische
Bursarei
zung
subdeltoidea
/
subacromialis
, Reizung AC-Gelenk
-
Infi
ltrati
on
subacromial
rechts vom 2
1.
September
2017: gutes
Ansprechen
(3)
m
yofasciales
Sc
hmerzbild Schultergürtel links
-
s
ymptomatische Triggerpunkte Pars
descendens
Musculus
trapezius
links
-
f
reie Schultergelenksbeweglichkeit,
Rotatorenmanschette
schmerzfrei
(4)
c
hronisches lumbovertebral
es
, teils lumbospondylogenes Schme
rzsyndrom bei MRI
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
vom 1
2.
Januar
2017: Diskushernie L5/S1 links mit
recessaler
Tangierung de
r Nervenwurzel S1 links
-
klinisch
: keine
Hinweise für eine
lumboradikulä
re
Problematik
-
CT-gesteuertem
Epiduralblock
lumbal vom
7.
Jul
i 2017: kein Anhalten
des An
spre
chen
s
-
Fehlstatik mit
Beckenkippung
, Hyperlordose, muskuläre
r
Insuffizienz
(5)
m
ediale Gonarthrose beidseits
mit beginnender
Femoropatellararthrose
links
-
Hyperextension bei Hypermobilität, muskuläre Insuffizienz
-
Beinschmerzen beid
seits
im Rahmen einer
myofascialen
Schmerzproblematik
(6)
te
ndenzielle Hypermobilität (
Beig
ht
on
Score 5/9)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
B._
nicht.
Bezüglich Arbeitsfähigkeit könne sie keine Stellung nehmen
. Über den Verlauf und den aktuellen Gesundheitszustand sei sie nicht orientiert
(Urk.
5/25/2
-3
).
3.4
Dr.
Z._
erklärte
im Verlaufsbe
richt vom
7.
Mai
2018
,
dass bei der Beschwerdeführerin
multiple muskuloskelettale Beschwerden mit klaren mor
phologischen Korrelaten
gegeben seien
.
Die bisherige Tätigkeit als Raumpflegerin könne sie nicht mehr ausführen. Eine sehr leichte wechselbelastende Tätigkeit mit regelmässigen Pausen sei in steigendem zeitlichem Umfang für ein bis zwei Stunden pro Tag möglich
(
Urk.
5/35/1
-2
).
3.5
Im Bericht vom
8.
Juni 2018 gab
Dr.
Z._
an, dass die Be
schwerdeführerin au
fgrund der unfallbedingten Einschränkung bei
der
Einreise in die Schweiz im Januar 2004
als Raumpflegerin
lediglich zu knapp 50
% arbeitsfähig
gewesen sei.
Gemäss
ihren
Angaben
sei sie nach der Struma-Ope
ration am 2
2.
Oktober
2015
während
zwei Wochen zu
100
%
arbeitsunfähig
ge
wesen. Danach habe sie
ihre Arbeitstätigkeit von 16 S
tunden pro Woche
wieder aufgenommen
. Ab ca. März 2016 habe
die Beschwerdeführerin
das
Arbeits
pen
s
um
wegen
Beschwerden um vier
Stun
den und im Verlauf nochmals um zwei Stunden auf zehn Stunden pro Woche reduziert. Am 2
1.
Dezember 2018 (richtig: 2016) sei
sie
wegen eines
CTS
rechts operiert
worden
und
in der Folge für sechs
Wochen
zu
100
%
arbeitsunfähig
gewesen. Ab d
em
6.
Februar 2017 habe sie die
zehnstündige Arbeitstätigkeit e
rneut aufgenommen. Seit dem 25.
August 2017 sei
die
Beschwerdeführerin
zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
5/38
).
3.6
RAD-Arzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, erklärte in der Stel
lungnahme vom 2
7.
August 2018, dass die Beschwerdeführerin in der Tätigkeit als Putzfrau vom 2
2.
Oktober bi
s zum
8.
November 2015, vom 21.
Dezember 2016 bis zum
5.
Februar 2017 und ab dem 2
5.
August 2017 bis auf Weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Tätigkeiten mit Heben, Tragen und Transportieren von
Lasten, mit Ersteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten, mit Gehen auf unebe
ne
m Grund, in
knieender
oder kniebeugender Körperhaltung
und
eine
überwie
gende Geh
belastung sollte sie vermeiden. Überwiegend sitzend ausgeübte Tätig
keiten mi
t leichter Wechselbelastung seien
der Beschwerdeführerin medizinisch-theo
retisch zu 10
0
%
zumutbar
. Da die invalidisierende
linksseitige
Handver
letzung von 199
9 in Portugal passiert
und die Beschwerdeführerin
damit
ein
gereist sei, sei diese nicht iv-relevant
. Zudem
seien auch
die
Kniebeschwerden (mediale Gonarthrose mit
Femoropatellararthrose
rechtsbetont) auszuklammern, weil diese ebenfalls
schon
bei Einreise vorgelegen
hätten
(
Urk.
5/50/8).
4.
4.1
Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin hin erklärte die
Beschwerdeführerin
mit
Eingabe
vom
4.
Juli 2018 (Eingangsdatum), dass sie in Portugal keine Rente be
ziehe (
Urk.
5/41). Mit
E-Mail vom 1
5.
Juli 2018
ergänzte sie
, dass sie
infolge des Unfalls von 1999 einzig eine einmalige Entschädigung der Autoversicherung erhalten
habe
(
Urk.
5/44).
Mit Deklaration vom
3.
September 2018 wurde von
seiten der portugiesischen Behörden bestätigt, dass die Beschwerdeführerin keine Rente erhalte (
Urk.
5/47
/2
).
Anhaltspunkte dafür, dass die
se
Angaben falsch sein könnten, liegen nicht vor. Unter diesen Umständen erübrigen
sich
hier
weitere Abklärungen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in Portugal
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
4.2
In medizinischer Hinsicht stützte sich
die Beschwerdegegnerin in der
ange
foch
tenen Verfügung im Wesentlichen auf die St
ellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
C._
vom 2
7.
August 2018
(Urk. 5/50/8
).
Diese Stellungnahme
vermag allerdings nicht zu überzeugen.
RAD-Arzt
Dr.
C._
wich
mit seiner Beurtei
lung
,
wonach die Beschwerdeführerin
– unter
«
Ausklammerung
»
der Handbe
schwerden links und der
Kniebeschwerden
, welche bereits vor de
r Einreise aus Portugal in die Schweiz
im Jahr 2003
bestanden hätten
–
in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei, erheblich von der Ein
schätzung von
Dr.
Z._
, wonach in einer
angepassten Tätigkeit
(zumindest an
fänglich)
lediglich
eine Arbeitsfähigkeit von ein bis zwei Stunden pro Tag bestehe
(vgl. E. 3.4)
, ab.
Da
RAD-Arzt
Dr.
C._
die Beschwerdeführerin nicht selbe
r untersucht hat, kann auf eine derart
diskrepante Beurteilung
nicht abgestellt werden. Im Weiter
en ist vorliegend
relevant
, ob
bereits
vor der Einreise
der Be
schwerdeführerin
in die Schweiz im März 2003
eine rentenspezifische Invalidität eingetreten war, mithin ob
während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit und eine über diesen Zeitpunkt hinaus anhaltende mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit
vorlagen
(vgl. E. 1.
5 und Art. 4 Abs. 2 IVG
)
.
RAD-Arzt
Dr.
C._
hätte sich deshalb
– gestützt auf die medizinischen Akten –
auch
dazu
äussern
müssen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin
nach dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit
bei ihrer Einreise in die Schweiz in der
Tätigkeit als Reinigungsangestellte
und in
einer angepassten Tätigkeit arbeits
un
fähig war. Hierzu hat er jedoch keine Angaben gemacht.
Demgemäss
kann
nicht beurteilt werden, ob eine für den Rentenanspruch
massgebliche
40%ige Invalidität
bzw. der rentenspezifische Versicherungsfall
bereits vor der Einreise in die Schweiz eingetreten ist. Wäre dies nicht der Fall, wären im Rahmen der
aktuellen
medi
zinischen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auch die Handbeschwerden links
und die Kniebeschwerden, sofern diese bei
der
Einreise
überhaupt schon erheblich waren,
zu berücksichtigen.
4.3
Hinsichtlich der
Statusfrage ist dem Haushaltabklärungsbericht vom
3
1.
Oktober 2018 zu entnehmen, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin in einem 100%-
Pensum als Bauarbeiter tätig sei
. Die ältere Tochter
arbeite
als medizinische Praxisassi
stentin (und entlaste das Familienbudget).
Die jüngere Tochter sei
in der Oberstufe. Die Beschwerdeführerin gab an, dass sie bei guter Gesundheit seit der Einreise in die Schweiz in einem 100%-Pensum erwerbstätig gewesen wäre. Dies schon aufgrund der knappen finanzie
llen Verhältnisse der Familie.
Die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin e
rklärte, dass diese Aussage nicht nachvollziehbar sei, da die Beschwerdeführerin
immer in einem 50%-Pensum gearbeitet habe, keine Stellenbemühungen nachweisen könne und sich um die beiden Töchter gekümmert habe
(
Urk.
5/48/
2-
3)
.
Vor dem Hintergrund, dass die
jüngere Tochter
bei der
Haushaltabklärung
vom
1.
Oktober 2018
bereits 14
-jährig war und somit deutlich weniger Betreuung be
nötigt
e
als früher
und die Beschwerdeführerin in der
Arbeitsfähigkeit
als
Reinigungsangestell
te
mutmasslich
bereits
bei
der Einreise
in der Schweiz im Jahr
2003
teilweise
eingeschränkt
war
–
der Umfang der Einschränkung wird noch näher abzuklären sein
–
und kurz nach der Geburt des zweiten Kindes
im Jahr 2004
wieder eine Erwerbstätigkeit aufnahm
, erscheint es indes
durchaus
plausi
bel
, dass sie im Gesundheitsfall zumindest
seit dem Zeitpunkt
der Haushaltab
klärung vom 1.
Oktober 2018 in einem höheren Pensum als 50
%
erwerbstätig wäre.
4.4
Im Weiteren ist darauf hinzuweisen,
dass die Abklärungsperson
im
Bericht
vom
3
1.
Oktober 2018
nachvollziehbar begründet hat, in welchen Bereichen
des Haus
halts
(Ernährung, Wohnungs- und Hauspflege, Einkauf und weitere Besorgungen, Wäsche und Kleiderpflege, Betreuung von Kindern)
die Beschwerdeführerin in welchem Umfang eingeschränkt ist. Nicht zu beanstanden ist insbesond
ere auch, dass die Abklärungsperson
berücksichtigte, dass der Ehemann und die beiden Töchter, die im selben Haushalt leb
en,
zur Mithilfe
verpflichtet sind.
Bei der Be
messung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schaden
minderungspflicht von erheblicher Relevanz. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Inva
liditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Fami
lienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicher
we
ise zu erwartende Unterstützung
(BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).
4.5
Es ist somit festzuhalten, dass auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr.
C._
vom
2
7.
August 2018 (Urk. 5/50/7
) nicht abgestellt werden kann.
Sodann
lässt
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
und dessen Auswirkunge
n auf die Arbeitsfähigkeit aber
auch nicht allein gestützt auf die
Berichte der behandelnden
Dr.
Z._
zuverlässig beurteilen. Der medizinisch
e Sachverhalt erweist sich
daher
als
unvollständig und ungenügend abgeklärt, worin eine
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG
) zu erblicken
ist
.
Dem Antrag der Beschwerdeführerin
, das Gericht habe selbst ein Gutachten anzuordnen
und
Dr.
Z._
als Zeugin einzuvernehmen
(
Urk.
1 S. 2), kann
angesichts der aufgezeigten Lücken im rechtserheblichen Sa
ch
verhalt nicht gefolgt werden
, würde damit doch das Abklärungsverfahren von der Verwaltungs- auf die Gerichtsebene verlagert
.
5.
Die Sache ist deshalb in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt
selber abklärt oder
gutachterlich
abklären lässt u
nd über die Statusfrage sowie
her
nach
über einen möglichen Leistungsanspruch
(Rente, berufliche
Massnah
men
) der Beschwerdeführerin
neu entscheidet.
In diesem Sinne ist die Beschwerde
gutzuheissen
.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie der Be
sch
werdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Ver
bindung mit § 34 Abs. 1 und 3 GSVGer unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘700.-- (inkl. Bar
auslagen und MWSt) festzusetzen.