Decision ID: 2bb7872a-fa64-405d-8e34-00121a4934cb
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y. besitzt den Führerausweis für die Fahrzeugkategorien A1, B und BE seit 1980,
für die Kategorie C seit 1982, für die Kategorie CE seit 1983 und für die Kategorien D
und DE seit 1996. Wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf
einer richtungsgetrennten Autostrasse um 38 km/h wurde ihm der Führerausweis mit
Verfügung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons St. Gallen vom
5. November 2013 für drei Monate entzogen. Am 2. Dezember 2014 lenkte X.Y. eine
Sattelzugmaschine mit Auflieger von Roggwil/TG herkommend auf die Autobahn A1 in
Richtung St. Gallen. Bei der kantonalen Notrufzentrale gingen Meldungen ein, wonach
auf der Höhe des Sitterviadukts (Stadtautobahn) ein Sattelschlepper mit geöffneter
Hebebühne unterwegs sei. Eine Polizeipatrouille sichtete das Fahrzeug kurze Zeit
später auf der Höhe des Anschlusswerks Gossau. Als das Fahrzeug in Oberbüren zur
Kontrolle angehalten wurde, war die Hebebühne geschlossen. Die Polizei stellte zudem
eine ungenügend gesicherte Ladung fest. Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes
Gossau vom 14. Januar 2015 wurde X.Y. wegen Verletzung der Verkehrsregeln
(offenstehende Hebebühne/ungenügende Ladungssicherung) zu einer Busse von
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Fr. 250.-- verurteilt (act. G 9/9/12 f.). Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in
Rechtskraft.
b. Aufgrund dieses Vorfalls eröffnete das Strassenverkehrsamt ein
Administrativmassnahmeverfahren und entzog X.Y. nach Einräumung des rechtlichen
Gehörs den Führerausweis mit Verfügung vom 4. August 2015 wegen mittelschwerer
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften für vier Monate (act. G
9/9/26-29). Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs (act. G 9/1) wies die
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 7. Januar
2016 ab (act. G 9/12).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gierer
Zelezen, Jona, am 28. Januar 2016 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid
sowie die Verfügung vom 4. August 2015 seien aufzuheben und es sei von einer
Massnahme abzusehen. Eventualiter sei der Führerausweis für die Dauer von maximal
einem Monat zu entziehen, wobei der Entzugstermin in Absprache mit dem
Beschwerdeführer zu erfolgen habe. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 9. März 2016 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen
Entscheid (act. G 8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Vernehmlassung
(act. G 11).
c. Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des
vorliegenden Verfahrens sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
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2.
2.1. Nach Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, SVG) wird nach
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren
nach dem Ordnungsbussengesetz (SR 741.03, OBG) ausgeschlossen ist, der Lernfahr-
oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz
unterscheidet in Art. 16a bis 16c SVG zwischen leichten, mittelschweren und schweren
Widerhandlungen. Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von
Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei
nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere
Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die
Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG).
2.2. Die Behörde oder das von ihr beauftragte Verwaltungsorgan ermittelt den
Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen, insbesondere durch Beizug
von Urkunden (Art. 12 Abs. 1 VRP). Sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine
besonderen Erhebungen nötig, so sind nur die von den Beteiligten angebotenen und
die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen aufzunehmen (Art. 12 Abs.
2 VRP). Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kann sich der
Beschwerdeführer darauf berufen, die angefochtene Verfügung oder der angefochtene
Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art.
61 Abs. 2 VRP). Unrichtig ist ein Sachverhalt festgestellt, wenn aus den vorhandenen
Beweismaterialien unrichtige Schlüsse gezogen werden, insbesondere indem der
Sachverhalt falsch oder aktenwidrig festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig
gewürdigt werden (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2.
A. 2003, Rz. 587). Im Übrigen ist die Administrativbehörde (Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt) nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich an die
tatsächlichen Feststellungen der Strafbehörde gebunden (vgl. BGer 1C_446/2011 vom
15. März 2012, E. 5.1 mit Hinweisen unter anderem auf BGE 137 I 363 E. 2.3.2 und 136
II 447 E. 3.1).
3.
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3.1. Aufgrund des in Rechtskraft erwachsenen Strafbefehls vom 14. Januar 2015 (act.
G 9/9/12) und des diesem zugrunde liegenden Sachverhalts ist unbestritten davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 2. Dezember 2014 mit seinem Sattelzug
mit geöffneter Hebebühne unterwegs war. Die darin überdies als Sachverhalt
unterstellte ungenügende Sicherung der Ladung wird vom Beschwerdeführer
bestritten. Er bestätigt sein Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren, wonach er den
Auflieger formschlüssig und einwandfrei beladen habe. Die Spiegelschränke hätten
aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit nicht mit Spanngurten befestigt werden können. Er
habe die Ladung dicht aneinander gereiht und den Paletthubwagen mit gezogener
Bremse am Ende der Ladefläche platziert. Unmittelbar nach Feststellung der
offenstehenden Hebebühne habe er diese mit der Fernsteuerung geschlossen; bei der
nächsten Ausfahrt habe er angehalten und überprüft, ob die Hebebühne geschlossen
sei. Die Höhe der geringfügigen Busse lasse auf sein geringes Verschulden schliessen.
Er sei sich im Zeitpunkt der Bezahlung der Busse nicht bewusst gewesen, dass der
Strafbefehl solch schwerwiegende Konsequenzen im Administrativverfahren haben
würde. Hätte er dies erahnt, wäre er gegen den ihm gemachten Vorwurf vorgegangen.
Selbst wenn von einer ungenügenden Sicherung der Ladung ausgegangen werde, so
sei ein Herunterfallen der Gegenstände physikalisch eher unwahrscheinlich. Fahre ein
Fahrzeug mit konstanter Geschwindigkeit, falle die Ladung nicht einfach von der
Ladefläche. Auch bei sehr raschem Beschleunigen aus dem Stand hätten der arretierte
Hubstapler und die angewinkelte Hebebühne das Herabfallen der Gegenstände
verhindert. Beim auf der Autobahn viel wahrscheinlicheren Bremsen würde die Ladung
nach vorne gedrückt, was ein Herunterfallen von Gegenständen praktisch
ausschliesse. Das Verschulden sei daher als gering anzusehen, zumal die Hebebühne
aufgrund eines technischen Defekts und nicht aufgrund eines Fehlverhalten oder
Säumnisses halboffen gestanden habe. Eine konkrete Gefährdung von
Verkehrsteilnehmern liege nicht vor. Die Vorinstanz stütze sich auf eine vorliegend nicht
anwendbare Rechtsnorm (Art. 16b SVG). Zudem liege eine Ermessensunterschreitung
vor, da die Vorinstanz den Rahmen ihres Ermessens nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht
berücksichtigt habe. Der Entzug für vier Monate hätte einschneidende Konsequenzen
für den Beschwerdeführer (Erwerbsausfall; weiter laufende Fixkosten für den geleasten
Lastwagen; act. G 1).
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3.2. Im Strafbefehl vom 14. Januar 2015 wurde in tatsächlicher Hinsicht festgehalten,
anlässlich der Kontrolle durch die Polizei sei festgestellt worden, dass die Ladung,
bestehend aus diversen Verpackungen mit Spiegelschränken, ungesichert sowie nicht
formschlüssig geladen gewesen sei (act. 9/9/12). Der Polizeibericht vom 14. Dezember
2014 vermerkte überdies, die Spiegelschränke seien jeweils mit einer Schrumpffolie als
Gebinde lose auf die Paletten gestellt worden. Lediglich die Paletten seien
formschlüssig geladen gewesen, wohingegen die sich darauf befindlichen Sachen nicht
formschlüssig und gänzlich ungesichert gewesen seien (act. G 9/9/7). Die Vorinstanz
kam gestützt hierauf im angefochtenen Entscheid zum Schluss, an der Tatsache der
ungenügenden Sicherung der Ladung und dem Fahren mit offener Hebebühne
vermöge nichts zu ändern, dass im Strafbefehl - offensichtlich versehentlich - eine
andere Person als Fahrzeuglenker aufgeführt worden sei. Welche Strecke der
Beschwerdeführer mit geöffneter Hebebühne gefahren sei, ergebe sich nicht aus dem
Strafbefehl. Dass es sich nur um 30 Sekunden gehandelt habe, wie der
Beschwerdeführer geltend mache, könne aufgrund der Akten ausgeschlossen werden.
Ausgehend vom Umstand, dass die Hebebühne im Stephanshorntunnel offen gewesen
sei, sei festzuhalten, dass die Distanz von dort bis zum Sitterviadukt ungefähr 7 km und
bis zum Anschlusswerk Gossau rund 15 km betrage. Diese Strecken würden (mit 100
km/h) in rund vier bzw. neun Minuten zurückgelegt. Von einer kurzen Dauer könne nicht
die Rede sein (act. G 2/2 S. 6).
3.3. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer nicht das
Verwaltungsverfahren hätte abwarten dürfen, um allfällige Rügen vorzubringen und
Beweisanträge zu stellen (act. G 2 S. 4 f.). Vielmehr hätte er dies bereits im
Strafverfahren tun und allenfalls das zur Verfügung stehende Rechtsmittel ergreifen
müssen. Es fehlt an konkreten Anhaltspunkten dafür, dass dem Strafrichter nicht
sämtliche relevanten Tatsachen bekannt waren und seine Beweiswürdigung (eindeutig)
im Widerspruch zur Tatsachenlage stand (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c/aa und BGer
1C_446/2011 a.a.O., E. 5.1). Dies gilt insbesondere auch für den Einwand, dass ein
technischer Defekt das ungewollte Öffnen der Hebebühne bewirkt habe. Dessen
ungeachtet bleibt festzuhalten, dass gemäss Werkstattbericht vom 16. Mai 2015 nach
mehrmaliger Kontrolle der Elektronik nichts dergleichen habe festgestellt werden
können. Erst am 10. Dezember 2014 - acht Tage nach der fraglichen Polizeikontrolle -
wurde ein innerer Kurzschluss der Steuerpatine festgestellt, wodurch sich die Plattform
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selber öffnete (act. G 9/9/24). Wie sich nachstehend ergeben wird, würde sich selbst
bei Zugrundelegung eines Elektronikfehlers als Ursache der Hebebühnenöffnung und
Einbezug dieses Umstands im vorliegenden Verfahren am Ergebnis nichts ändern.
4.
4.1. Der Strafbefehl - dieser wurde gemäss Art. 354 Abs. 3 der Schweizerischen
Strafprozessordnung (SR 312.0; StPO) zum rechtskräftigen Urteil - qualifiziert das
Verhalten des Beschwerdeführers als einfache Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90
Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 30 Abs. 2 SVG und Art. 57 Abs. 1 Satz 1 der
Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11; VRV; act. G 9/9/12). Nach der Rechtsprechung
(BGE 135 II 138 E. 2.4) erfasst Art. 90 Abs. 1 SVG administrativrechtlich leichte und
mittelschwere Widerhandlungen, weshalb der Beschwerdeführer aus der Qualifizierung
seines Verhaltens im Strafbefehl bzw. aus der Höhe der Busse nichts zu seinen
Gunsten ableiten kann (vgl. BGE 1C_259/2011 vom 27. September 2011, E. 3.4). Dabei
fällt in Betracht, dass die Strafnorm von Art. 90 SVG das Schwergewicht auf das
Verschulden des Fahrzeuglenkers legt und eine Würdigung des Sachverhalts unter
einem subjektiven Gesichtspunkt verlangt, während die verwaltungsrechtlichen
Bestimmungen von Art. 16 ff. SVG mehr auf die objektive Gefährdung des Verkehrs
abstellen. Der Entscheid über die Schwere einer Verkehrsgefährdung ist eine Frage der
rechtlichen Würdigung des Sachverhalts (BGE 6A.64/2006 vom 20. März 2007 E. 2.1).
Nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG sind für die Annahme eines leichten Falles kumulativ
ein leichtes Verschulden und eine leichte Gefährdung erforderlich (BGE 135 II 138 E.
2.2.3). Eine Verkehrsgefährdung liegt vor, wenn die körperliche Integrität von Personen
entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Je näher die Möglichkeit
einer konkreten Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte
abstrakte Gefahr (BGE 118 IV 285 E. 3a).
Die Vorinstanz stufte die Gefährdung als nicht leicht ein. Sie begründete dies damit,
dass der Beschwerdeführer die ungesicherte Ladung während mehrerer Minuten
transportiert habe. Die Stadtautobahn sei im fraglichen Zeitpunkt erfahrungsgemäss
stark frequentiert gewesen (einsetzender Feierabendverkehr) und werde mit hoher
Geschwindigkeit befahren. Allein schon durch das Mitführen einer ungenügend
gesicherten Ladung werde eine erhebliche Gefährdung für Dritte geschaffen. Wäre die
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Ladung (Spiegelschränke) während der Fahrt auf die Fahrbahn gefallen, hätte dies ein
gefährliches Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer dargestellt. Besonders kritisch sei
auch gewesen, dass der Beschwerdeführer mit offener Hebebühne durch zwei längere
Tunnels gefahren sei. Unter diesen Umständen könne die erhöhte abstrakte
Gefährdung nicht mehr als leicht eingestuft werden. Entsprechend liege kein leichter
Fall gemäss Art. 16a SVG vor (act. G 2/2 S. 8).
4.2. Was das Vorbringen des Beschwerdeführers betrifft, wonach er als Reaktion auf
das Aufleuchten des Hebebühnenlichts (in der Führerkabine) und die Lichthupensignale
eines anderen Autos augenblicklich die Hebebühne während der Fahrt verschlossen
habe (act. G 1 S. 3 unten), ist festzuhalten, dass es sich dabei um eine
Schutzbehauptung handelt. Aus den Akten ergibt sich, dass die Hebebühne im
Stephanshorntunnel offen war (vgl. Foto; act. G 9/9/8). Sodann beträgt die gefahrene
Distanz von dort bis zum Sitterviadukt (Sichtung der offenen Hebebühne durch andere
Verkehrsteilnehmer; act. G 9/9/6) rund 5 km und bis zum Anschlusswerk Gossau
(Sichtung der offenen Hebebühne durch Polizeipatrouille; act. G 9/9/6) nochmals
mindestens 5 km. Das behauptete sofortige Schliessen der Hebebühne kann von daher
nicht als belegt gelten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
während mehrerer Minuten nicht auf die unbestritten in seinem Fahrzeug vorhandene
Warnlampe für eine geöffnete Hebebühne achtete (vgl. act. G 9/9/27), mit geöffneter
Hebebühne rund 10 km unterwegs war und dabei unter anderem die Tunnels der
Stadtautobahn passierte, in welchen für andere Fahrzeuge nur eine sehr
eingeschränkte Möglichkeit bestanden hätte, allfälligen Hindernissen auf der Fahrbahn
auszuweichen. Selbst wenn von einem selbständigen Öffnen der Hebebühne
auszugehen und dieser Umstand im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen wäre,
hätte der Beschwerdeführer sofort auf die erwähnte Warnlampe reagieren müssen, was
er aber nach Lage der dargelegten Akten nicht getan hat.
Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die Ladung aufgrund der
Gegebenheiten gar nicht in Richtung der offenen Hebebühne habe verrutschen können
(act. G 1 S. 5 f.), ist festzuhalten, dass bereits die geöffnete Hebebühne für sich allein
eine Gefährdung für nachfolgende Fahrzeuge darstellte, da sie (unbeleuchtet) nicht gut
sichtbar bzw. nicht abschätzbar war und zudem in Kurven und Spurwechseln
ausschwenkte. Eine nicht leichte Gefährdung bzw. eine Inkaufnahme einer solchen
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durch den Beschwerdeführer (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG) wurde vor diesem Hintergrund
zu Recht angenommen. Nachdem somit die Gefährdung als nicht leicht einzustufen ist,
fällt die Annahme eines leichten Falles im Sinn von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG bereits aus
diesem Grund ausser Betracht, so dass sich die Frage, ob ein leichtes Verschulden
vorliegt oder nicht, gar nicht stellt.
5. Bei der Festlegung der Dauer des Führerausweisentzugs sind nach Art. 16 Abs. 3
SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der
Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die
berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf
dabei nicht unterschritten werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung beträgt
die Entzugsdauer nach Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG mindestens vier Monate, wenn in den
vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder
mittelschweren Widerhandlung entzogen war. Dem Beschwerdeführer war der
Führerausweis bereits in der Zeit vom 5. Mai bis 4. August 2014 wegen einer schweren
Widerhandlung entzogen (act. G 9/2/2 S. 2). Die Vorinstanz bestätigte im
angefochtenen Entscheid die Dauer des vom Beschwerdegegner auf vier Monate
festgesetzten Entzuges. Nachdem dies der gesetzlichen Mindestentzugsdauer
entspricht, bestand für sie kein Ermessenspielraum für eine hiervon abweichende
Festlegung und damit auch für eine Berücksichtigung einer allfälligen beruflichen
Angewiesenheit des Beschwerdeführers auf den Führerausweis. Auch für das
Verwaltungsgericht liegt unter den geschilderten Umständen weder ein konkreter
sachlicher Anlass noch eine rechtliche Möglichkeit vor, den vorinstanzlichen Entscheid
im Sinn des Antrags des Beschwerdeführers zu korrigieren.
6. (...).