Decision ID: 110a1741-bc79-4168-96ef-097ac0ab5f70
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1951,
ist Geschäftsführer
der
Y._
und
in dieser Eigenschaft bei der Helsana Unfall AG (folgend: Helsa
na) gegen die Folgen von Berufs- und Ni
chtberufsunfällen versichert. Mit Bagatellunfallmeldung vom
1
2.
Oktober 2015 zeigte
der Versicherte der Helsana
an, dass
er
am 1
9.
September 2015 auf dem Weg zur Arbeit über eine Stufe
gestolpert
und auf die Handflächen beider Hände
gefallen sei
(
Urk.
8/1; vgl. Schadeninspektoren-Bericht vom 1
8.
November 2015,
Urk.
8/8).
Der erstbehandelnde Arzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Handchirurgie und orthopädische Chirurgie,
diagnostizierte
eine Distor
sion Daumen beidseits bei Sturz am 1
9.
September 2015 (
Urk.
9/1). Die Hel
sana erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (
Urk.
8/12 und
Urk.
8/20). Mit Verfügung vom
7.
Dezember 2015 stellte
sie
die Leistungen per 1
4.
Oktober 2015 ein, da
zu diesem Zeitpunkt
derjenige Zustand einge
treten sei, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaf
ten Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine) und ein Rückfall zu den Ereignissen vom März und Juni 2013 ver
neint werden müsse (
Urk.
8/15). Die vom Versicherten am 1
7.
Dezember 2015 erhobene Einsprache (
Urk.
8/19)
wies die Helsana mit
Einspracheent
scheid
vom 2
8.
Januar 2016 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
0.
Februar 2016 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, die Behandlungskosten seien bis mindestens Ende 2015 weiter auszurichten. Mit Beschwerdeantwort vom
9.
März 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-24 und
Urk.
9/1-7), was dem Beschwerdeführer am 1
0.
März 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt
dafür
(
Urk.
2 und
Urk.
7)
, dass das
Unfallereig
nis
nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt sei, womit sie von vornherein nicht leistungspflichtig gewesen wäre. Eventualiter sei gestützt auf die Stel
lungnahme
ihres beratenden Arztes
Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, vom
3.
Dezember 2015 davon auszugehen, dass der Status quo sine am 1
4.
Oktober 2015 erreicht worden sei.
Die Leistungseinstellung per 1
4.
Oktober 2015 s
ei demnach nicht zu beanstanden
.
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber
vor, dass sich der Unfall wie geschildert zugetragen habe. Es handle sich unbestritten um eine Traumati
sierung von bereits
arthrotisch
veränderten Gelenken. Die Heilung nach Ver
stauchung eines normalen Fingergelenks dauere in der Regel mindestens
6-12 Wochen, diejenige eines degenerativ veränderten Gelenks logische
r-
weise länger. Somit sei der Status quo sine frühestens Ende 2015 erreicht worden, praktisch sei dies allerdings nach wie vor nicht der Fall (
Urk.
1).
2.
2.1
2.1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119
V
335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich wie folgt:
3.1
Dr.
Z._
notierte in seinem
Beri
cht vom 1
3.
Oktober 2015 (
Urk.
9
/1), dass der Beschwerdeführer am 1
9.
September 2015 über den hohen Bordstein einer Traminsel gestolpert und auf beide Hände gestürzt sei. In der Folge
verspürte
er erhebliche Schmerzen an beiden Daumen. Er arbeite als Coiffeur, habe aber wegen der Beschwerden den Kunden teils absagen müssen. Er lasse aufgrund der Schmerzen und der damit verbundenen Ungeschicklichkeit immer wieder Kamm und Schere fallen. Seit dem Unfall betrage das
Arbeits
pensum
nur etwa 40
%
.
Es bestünden unauffällige trophische Verhältnisse und keine augenfällige Schwellung, aber doch erhebliche Konturveränderungen an beiden Daumen
grundgelenken mit Flexion/Extension rechts 60-25-0°, links 55-20-0°. Vor allem
bestehe
jeweils bei Überstreckung
eine erhebliche Schmerzauslösung.
Es lägen augenfällige, vorbestehende
arthrotische
Veränderungen in beiden Daumengrundgelenken, deutlich linksbetont, vor.
Er habe Handtherapie mit physikalischen Massnahmen verordnet, gegebenen
falls werde eine Neopren-Daumenstütze abgegeben. Eine starre Schiene sei eher behindernd und deshalb nicht vorgesehen. Die Arbeitsunfä
higkeit betrage 60
%
seit dem 1
9.
September 2015.
3.2
Im Bericht vom 1
6.
Oktober 2015 hielt
Dr.
Z._
fest, dass der Beschwer
deführer am 1
4.
Oktober 2015 zur radiologischen Untersuchung erschienen sei. Der Daumen rechts sei eher stärker symptomatisch, der Befund sei unverändert zur Voruntersuchung. Beim Röntgen würden mar
kante degenerative Veränderungen am Daumengrundgelenk beidseits deut
lich linksbetont, in geringem Umfang auch in beiden Sattelgelenken ersicht
lich. Anhaltspunkte für eine frische
ossäre
Läsion fänden sich keine.
Vorderhand erfolge eine konservative Behandlung mit physikalischen Mass
nahmen im Rahmen der Handtherapie sowie selbständige Behandlung gemäss Instruktion.
Bei Beschwerdepersistenz wäre in Anbetracht der fort
geschrittenen
arthrotischen
Veränderungen die
Daumengrundgelenks
arthro
desierung
in Betracht zu ziehen, was allerdings aufgrund der damit verbun
denen Behinderung im
Coiffeurberuf
so lange wie mög
lich hinauszuzögern sei
(
Urk.
9
/2).
3.3
Dr.
Z._
konstatierte im Bericht vom 1
8.
November 2015, dass die kon
servativen Massnahmen im Rahmen der Handtherapie jeweils zu einer deutlichen, aber leider nur 1-2 Tage anhaltenden Beschwerdelinderung füh
ren würden. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit s
ei deshalb nicht möglich (
Urk.
9
/3).
3.4
Prof.
A._
hielt dafür, dass d
ie erhobenen D
iagnosen - Arthrosen der Daumengrundgelenke beidseits
- nur möglicherweise in einem kausalen
Zusammenhang mit
dem Ereignis vom
1
9.
September
2015
stünden
.
Auf die Frage, ob es sich um
einen Rück
fall zum Ereignis vom
7.
Juni
2013
handle, führte Prof.
A._
aus, dass d
ie Kausalität der
Daumenproble
m
atik
vo
m BERA in der Vorlage vom 2
9.
September
2013 nicht ganz ein
deutig
beantwortet worden sei. So we
rd
e einerseits davon gespro
chen, dass keine
unfallfremden Leiden vorlägen, andererseits we
rd
e
aber eine
richtungs
gebende
Verschlimmer
ung post
uliert,
was nur im Falle eines Vorschadens behauptet werden kö
nn
e
.
In Anbetracht der im MRI vom
1
0.
Juni 2013
- also vergleichsweise kurze Zeit nach den Ereignissen vom
März 2013
und
7.
Juni 2013
-
sich darstellenden fort
geschrittenen Arthrosen
in den
Daumengrund
gelenken
kö
nn
e
nur vo
n einer allenfalls kurzfristigen Verschlimmerung
eines krankhaften Vorzustandes gesprochen werde
n.
Bis
sich Arthrose
n
mit Zysten in einem Gelenk bilde
te
n,
vergingen
Monate und Jahre
. Diese fortgeschritte
nen degenerativen
Veränderungen beim versicherten
Coiffeur im Alter von
64 Jahren könn
t
en nicht in dem kurzen Zeitraum
nach den Ereignissen ent
standen sein. Fingerarthrosen träten
gehäuft
bei
Coiffeuren
auf
.
Grundsätz
lich seien
Arthrosen der Fingergelenke im fortgeschrittenen Lebensalter au
s
serordentlich häufig, man könn
e sagen, sie s
eien an diesen L
okalisationen physiologisch.
Es s
eien
nur noch ausschliesslich unfallfremde Faktoren zu berücksichtigen. Der Status quo sine
sei am 1
4.
Oktober
2015 erreicht
worden: Zu diesem Zeitpunkt seien
bei der Röntgenuntersuchung keine
Traum
afolgen
an beiden Händen/Daumen
strahlen identifiziert worden
(
Urk.
9
/4/3).
3.5
Dr.
Z._
hielt
in seinem Bericht vom 1
6.
Dezember 2015
fest, dass in
s
gesamt ein zögerlicher Heilverlauf bestehe, was in Anbetracht der markanten vorbestehenden degenerativen Veränderungen insbesondere auf Niveau der aktuell traumatisierten Daumengrundgelenke nicht erstaune. Dennoch sei durch das Unfallereignis zumindest eine vorübergehende Verschlimmerung der Beschwerden eingetreten, welche kaum innert weniger als eines Monats den Vorzustand (Status quo sine/Status quo ante) erreicht haben dürfte. Adä
quat wäre medizinisch-theoretisch wahrscheinlich ein Heilverlauf über etwa 8-12 Wochen,
sofern durch das Unfallereignis nicht eine richtungsgebende Verschlimmerung eingetreten sei. Die Arbeitsunfähigkeit werde per 1
5.
Dezember 2015 von 60 % auf 50
%
reduziert
(
Urk.
9
/6).
3.6
Im Bericht vom 1
8.
Januar 2016 erklärte
Dr.
Z._
, dass die
handthera
peutischen
Massnahmen in wöchentlichen Abständen fortgeführt würden bis Mitte Februar; sollte sich bis dann nicht eine markante Beschwerdelinderung eingestellt haben, wäre der Beschwerdeführer mit der Steroidinfiltration ein
verstanden. Die Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestehe weiter (
Urk.
9
/7).
4.
4.1
Die versicherungsmedizinische Beurteilung
von Prof.
A._
ist für die streitigen Belange umfassend, wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben und
berücksichtigt
auch
die Berichte
von
Dr.
Z._
. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und deren Beurteilung sind schlüssig, nach
vollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der Beurteilung sprechen, bestehen keine (vgl. E. 2.2).
4.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, dass die Verstauchung eines Fin
gergelenks in der Regel mindestens 6 bis 12 Wochen, bei einem degenerativ veränderten Fingergelenk in der Regel länger dauere.
Damit sei der Status quo sine zumindest medizinisch-theoretisch frühestens Ende 2015 erreicht worden, praktisch sei dies allerdings nach wie vor nicht der Fall (
Urk.
1)
. Des
Weiteren führte
Dr.
Z._
im Bericht vom 1
6.
Dezember 2015 aus, dass durch das Unfallereignis zumindest eine vorübergehende Verschlimmerung eingetreten sei, wobei ein Heilverlauf von 6-8 Wochen medizinisch-theore
tisch wahrscheinlich adäquat wäre, sofern durch das Unfallereignis nicht eine richtungsgebende Verschlimmeru
n
g eingetreten sei (E. 3.5).
Allerdings vermögen weder die Ausführungen des Beschwerdeführers als auch die von
Dr.
Z._
die gutachterliche Einschätzung
zu entkräften, da weder in der Beschwerde noch im Bericht von
Dr.
Z._
die
Ein
schätzung begründet
oder
anhand objektiver
Befunde
belegt
wird
.
Hinzu kommt, dass
Dr.
Z._
dem Schadeninspektor am 1
8.
November 2015 telefonisch mitteilte, dass er Bedenken habe, ob die Beschwerden aufgrund des Unfalles aufgetreten seien. Er denke, es habe mit einer degenerativen Veränderung und einer Deformierung zu tun (
Urk.
8/8/3).
Entsprechend ist auf die Einschätzung von
Prof.
A._
, dass am 1
4.
Oktober 2015 der Status quo sine erreicht worden sei, da zu diesem Zeit
punkt
im Röntgen
keine
Traumafolgen
an beiden Händen/Dau
menstrahlen hätten identi
fiziert werden können (E. 3.4), abzustellen.
4.3
Festzuhalten ist d
es Weiteren
, dass
Prof.
A._
auch
schlüssig
begrün
dete
, dass kein Rückfall zu den Ereignissen vom März und Juni 2013 vorliege
(E. 3.4)
- was auch seitens des Beschwerdeführers unbestritten blieb.
4.4
Zusammenfassend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Status quo sine am 1
4.
Oktober 2015 erreicht war und ein Rückfall zu den Ereignissen vom März und Juni 2013 auszuschliessen ist. Damit kann offen bleiben, ob
sich am 1
9.
September 2015
überhaupt ein Unfall
ereignet hatte
.
Von zusätzlichen medizinischen Untersuchungen beziehungsweise Abklärun
gen sind keine weiteren Aufschlüsse zu erwarten. Der
Einspracheentscheid
erweist sich damit als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.
5.
Das Verfahren ist kostenlos.