Decision ID: bda0480e-98de-45d6-a1cd-ef25973f4b23
Year: 2018
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_001
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

vermöge die WEKO keine kartellrechtlich problematischen Sachverhalte zu
erkennen, und es würden deshalb keine weiteren Schritte unternommen.
2. Vor diesem Hintergrund erliess die Gemeinde O.1._ im Oktober 2012
eine "Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch der Parzelle
Nr. Z.1._ für die Nutzung als Skiwiese". Darin wurde festgehalten,
dass die B._ AG das Recht erhalte, das Grundstück jeweils im
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Zeitraum vom 1. November bis 30. April (Wintersaison) zu nutzen. Die
Weitergabe der Nutzung für den Skischulbetrieb wurde ausdrücklich
erlaubt, sofern gewisse Bedingungen beachtet würden. Die B._ AG
wurde zudem verpflichtet, allen Schneesportschulen, welche die
grundsätzlichen Bedingungen erfüllten, einen angemessenen
Sammelplatz zur Verfügung zu stellen. Die Aufteilung der
Parzelle Z.1._ als Sammelplatz der verschiedenen berechtigten
Schneesportschulen wurde zur Sache der B._ AG erklärt, wobei die
B._ AG den Zusatzaufwand den einzelnen Schneesportschulen in
Rechnung stellen könne. Die Gemeinde behielt sich ferner das Recht vor,
jederzeit Anlässe, welche für sie von Bedeutung seien, auf dem Grundstück
durchzuführen. Des Weiteren wurde festgehalten, dass der allgemeine
Skibetrieb stets gewährleistet und gleichzeitig die Skiwiese für die
Allgemeinheit zugänglich sein müsse und die B._ AG der Gemeinde
jeweils vor Beginn der Wintersaison ein Nutzungskonzept einzureichen
haben. Die Bewilligung wurde bis zum 30. April 2014 erteilt. Sie basierte im
Wesentlichen auf einer entsprechenden Bewilligung welche im November
2011 für die Wintersaison 2011/2012 der Rechtsvorgängerin der B._
AG bis zum 30. April 2012 erteilt worden war. Für die Wintersaison
2014/2015 wurde die Bewilligung ohne weiteres fortgeführt.
Nachdem es im Winter 2014/2015 zu weiteren Unstimmigkeiten zwischen
der Skischule H._ von A._ und der B._ AG auf der Skiwiese
F._ betreffend der Nutzung und dem Verhalten auf der Parzelle
Z.1._ kam, wurde Mitte des Jahres 2015 seitens des
Beschwerdeführers die Gemeinde O.1._ (erneut) involviert, wobei es
am 31. August 2015 auch zu einem Besprechungstermin kam. In der
neuerlichen Bewilligung an die B._ AG bezüglich des gesteigerten
Gemeingebrauchs der Parzelle Z.1._ vom 9. September 2015 für den
Winter 2015/2016 wurden neben den ursprünglichen Formulierungen aus
dem Jahre 2012, noch neue Passagen aufgenommen bzw. gewisse
abgeändert. Neu hinzu kam die Feststellung, dass auf der Skiwiese im
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Winter diverse Schneesportaktivitäten stattfänden und dabei das Interesse
des Gastes in den Mittelpunkt zu stellen sei (Ziffer 3). Die Zuteilung eines
angemessenen Sammelplatzes habe den Prinzipien der Rechtsgleichheit,
der Wirtschaftsfreiheit und der Verhältnismässigkeit zu genügen. Nebst
dem, dass der allgemeine Skibetrieb stets zu gewährleisten sei, müsse die
"Skiwiese (Parzelle Z.1._)" auch dauernd für die Allgemeinheit
zugänglich sein. Auf der Skiwiese betriebene Anlagen müssten so
betrieben werden, dass sie von allen Interessierten genutzt werden
könnten (Ziffer 8). Die für die Sicherheit aller Benutzer erforderlichen
Abschrankungen seien so anzubringen, dass der Zugang zur gesamten
Skiwiese nicht unnötig erschwert werde (Ziffer 9) und das Durchgangsrecht
aus dem Gebiet G._ müsse jederzeit gewährleistet sein (Ziffer 10).
Entfernt wurde die Verpflichtung der B._ AG, vorgängig jeweils ein
Nutzungskonzept einzureichen.
Gestützt auf diese Bewilligung erstellte die B._ AG am 11. Dezember
2015 dennoch wiederum ein Nutzungskonzept. Sie betitelte dieses mit
"Winter 2015/16 ff.". Dieses sah eine Nutzungspriorisierung von
verschiedenen Bereichen der Parzelle Z.1._ vor. Im nordwestlichen
Bereich fand sich ein gesicherter Bereich für allgemeines (öffentliches)
Schneevergnügen wie z.B. Schlitteln. Daran anschliessend war ein von der
C._ AG betriebenes Unterrichtsförderband vorgesehen, welches von
der Steigung der nordwestlichen Nachbarparzelle bis in den flacheren
Bereich der Parzelle Z.1._ hineinreicht. Ein zentraler, flacher Bereich
war als gesicherter Sammel- und Unterrichtsplatz für die C._ AG mit
öffentlichem Zugang – exklusive andere Skischulen – vorgesehen. Ein
weiterer, ebenfalls flacher Bereich im Süden der Parzelle Z.1._ war
als gesicherter Sammel- und Unterrichtsplatz für die weiteren interessierten
Skischulen ausgewiesen, wobei auch dort der (publikums-)öffentliche
Zugang gewährleistet war. Die Sicherheitsverantwortung inkl.
Absperrungen, die Schneeproduktion sowie Pistenpräparation und auch
die Schneeräumung entlang der südlich an die Parzelle Z.1._
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angrenzenden Strasse oblag dabei der B._ AG. Es wurde eine
Weiterverrechnung der entstehenden Kosten vorbehalten.
In der nachfolgenden Zeit ergab sich weitere Korrespondenz zwischen
A._ bzw. seinem Rechtsvertreter mit der B._ AG und der
Gemeinde. A._ bezeichnete darin das Nutzungskonzept als nicht
vereinbar mit der Nutzungsbewilligung, und zwar hinsichtlich der
Flächenaufteilung, der Nichteinsehbarkeit der Piste und des
Übungshanges aber auch hinsichtlich der ausschliesslichen
Nutzungsmöglichkeit von Beförderungsanlagen durch die C._ AG.
Des Weiteren wurde die Tatsache kritisiert, dass die C._ AG die von
ihr und der Öffentlichkeit genutzte Fläche mit einer Absperrung abgrenze,
während seine eigene Skischule den anderen Teil ohne Abschrankungen
mit der Öffentlichkeit und zwei weiteren Skischulen teilen müsse. Es kam
zu keiner Einigung zwischen den involvierten Beteiligten.
3. Mit Beschwerde vom 11. Januar 2016 stellte A._ (nachfolgend
Beschwerdeführer) als Inhaber der Skischule H._ unter dem Titel
"Rechtsverweigerungsbeschwerde" verschiedene Feststellungsbegehren
sowie Rechtsbegehren, welche die Erteilung von Anweisungen an die
Gemeinde O.1._ zum Gegenstand hatten. Sie lauteten:
"1. Es sei festzustellen,
a) dass die aktuelle Nutzung des Grundstücks Nr. Z.1._ im Grundbuch der Gemeinde O.1._ auf der Grundlage der Aufteilung desselben gemäss am 11. Dezember 2015 zugestellten Plan, widerrechtlich ist, namentlich, indem einem anderen Gewerbegenossen (hier: der Skischule O.2._-O.1._)
i) eine Ausbildungsstätte und dem Beschwerdeführer und seiner Skischule ausschliesslich eine Sammelplatzstätte auf dem genannten Grundstück zur Verfügung gestellt wird;
ii) erlaubt wird, unter Ausschluss der anderen Berechtigten, namentlich des Beschwerdeführers und seiner Skischule, ein  ausschliesslich auf dem genannten Grundstück zu betreiben;
iii) ein übergrosser Teil ausschliesslich als Sammelplatz auf dem genannten Grundstück zugewiesen wird, und der Beschwerdeführer mit seiner Skischule zusammen mit den übrigen berechtigten
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Skischulen sich ein unverhältnismässig kleines Grundstück als Sammelstätte zu teilen haben.
b) dass die Gemeinde O.1._ gegenüber dem Beschwerdeführer eine Rechtsverweigerung gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 49 Abs. 3 VRG begangen hat, indem sie die in Ziff. 1 lit. a angerügten Rechtsverletzungen nicht beheben will.
2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, innert 20 Tagen seit Rechtskraft der gerichtlichen Anweisung mittels Ansetzung einer Frist von nicht mehr als 20 Tagen gegenüber der Inhaberin oder dem Inhaber der Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch des Grundstücks Nr. Z.1._ im Grundbuch der Gemeinde O.1._ die Implementierung eines rechtskonformen Gebrauchs des genannten Grundstücks sicher zu stellen, indem in korrekter Umsetzung der Grundsätze der Rechtsgleichheit, der Wirtschaftsfreiheit sowie der Verhältnismässigkeit
- das bestehende rechtswidrige Nutzungskonzept mit sofortiger Wirkung aufzuheben ist;
- keiner Skischule eine Vorzugsbehandlung zuteil kommen darf, insbesondere dass
o keiner Skischule ausschliessliche Sammelplätze auf dem Grundstück Nr. Z.1._ zugewiesen werden dürfen, solange anderen Skischulen nur gemeinsame Sammelplätze zugewiesen werden;
o keiner Skischule – falls dies gleichzeitig anderen Skischulen gegenüber untersagt oder erheblich eingeschränkt wird – auf dem genannten Grundstück eine Ausbildungsstätte zugewiesen werden darf;
o keine Skischule – falls andere Skischulen dies nicht ebenfalls in gleicher Weise dürfen oder (durch die Bewilligungsinhaberin durchgesetzt) mitbenutzen dürfen – ausschliesslich ein Förderband auf dem genannten Grundstück benützen darf;
o keiner Skischule – falls anderen Skischulen dies nicht ebenfalls in gleicher Weise gestattet wird – die Aufstellung von Zelten zur ausschliesslichen Benutzung oder Mitbenutzung mit Dritten gestattet wird;
- untersagt wird, in Zukunft direkte oder indirekte Restriktionen für Bekannte von SchülerInnen der Skischule des Beschwerdeführers aufzustellen, das genannte Grundstück zu betreten, falls sich diese hinter den Sicherheitsnetzen aufhalten.
- sofern dies einer anderen Schule gestattet wird, dem Beschwerdeführer und seiner Skischule auf einem genügend grossen Streifen auf dem Abhang des genannten Grundstücks gleichermassen gestattet wird, in derselben Kadenz ein Skirennen für die SchülerInnen des Beschwerdeführers und seiner Skischule durchführen zu dürfen resp. zu können.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich MwSt) zulasten der Beschwerdegegnerin."
Der Beschwerdeführer hält es insbesondere für unvereinbar mit dem auch
bei gesteigertem Gemeingebrauch von öffentlichen Sachen zu
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beachtenden Gebot der Gleichbehandlung von Gewerbegenossen, wenn
der C._ AG rund 70 % der zentral platzierten Fläche der Skiwiese
ungeteilt für ihre Skischulaktivitäten zur Verfügung steht, während ein
unförmiger, schmaler, L-förmiger Streifen entlang der Parzellengrenze mit
einer Fläche von rund 30% der Nutzfläche an alle anderen Fremdschulen,
darunter auch diejenige des Beschwerdeführers, zur gemeinschaftlichen
Nutzung zugeteilt ist. Zumindest der ebene Platz oder ein klar definierter
Teil des Grundstückes müsse für alle berechtigten Skischulen
gleichermassen und ohne Absperrnetze zugänglich gemacht werden. Die
Beschwerde werde in eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gekleidet,
weil die Gemeinde O.1._ die Begehren des Beschwerdeführers
betreffend die Nutzung der Skiwiese nicht an die Hand nehme, obschon sie
dazu verpflichtet sei.
Am 26. Januar 2016 beantragt die Gemeinde O.1._ (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde unter gesetzlicher
Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Sie
argumentierte im Wesentlichen, dass die von der B._ AG
vorgenommene Platzzuteilung aufgrund von objektiven und
nachvollziehbaren Kriterien erfolgt sei. Damit sei weder gegen die
Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch noch generell gegen die
Wirtschaftsfreiheit oder gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung von
Konkurrenten verstossen worden und damit habe sich für die Gemeinde zu
Recht keinen Anlass zum Eingreifen ergeben.
Die beigeladene B._ AG und die C._ AG teilten mit Schreiben
vom 24. bzw. 25. Januar 2016 mit, sich am Verfahren und insbesondere
am Augenschein zu beteiligen. Inhaltlich schlossen sich beide den
Ausführungen der Gemeinde an.
Am 28. Januar 2016 reichte der Beschwerdeführer noch zwei Fotos vom
selbigen Tag als Beleg für den Umstand ein, dass es der C._ AG de
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facto erlaubt werde, einen weiteren, abgeschotteten Teil der
Parzelle Z.1._ ausschliesslich für eigene Zwecke (Renn[übungs-
]piste) zu nutzen. Diese ausschliessliche Nutzung finde wöchentlich statt.
Gleichzeitig habe die B._ AG als Nutzungsinhaberin des Grundstücks,
das Gesuch des Beschwerdeführers abgelehnt, an drei Tagen im Februar
2016 jeweils für eine Stunde ein kleines Skirennen auf dem Grundstück
veranstalten zu dürfen. Die Beschwerdegegnerin nahm am 8. Februar
2016 dazu Stellung und stellte die Ausführungen des Beschwerdeführers
in Abrede bzw. stellte hinsichtlich der Thematik Skirennen einige Punkte
klar.
4. Am 10. Februar 2016 fand ab 09:00 Uhr ein Augenschein auf der Skiwiese
F._ und in Bezug auf das Gelände der Skischule des
Beschwerdeführers statt. Die an den Augenschein anschliessenden
Einigungsgespräche führten zu keinem Ergebnis.
Im Nachgang zum Augenschein reichte die Beschwerdegegnerin am
23. Februar 2016 auch ihr Schreiben vom 3. Dezember 2015 an die
B._ AG ein, welches gemäss Verteiler in Kopie auch an den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ging. Aus diesem Schreiben ergibt
sich, dass die Ziff. 8 ("Sämtliche Anlagen, die auf der Skiwiese betrieben
werden, sind so zu betreiben, dass diese von allen Interessierten genutzt
werden können.") der Bewilligung für gesteigerten Gemeingebrauch der
Parzelle Nr. Z.1._ vom 9. September 2015 für den Winter 2015/2016
ersatzlos gestrichen werde, aber die Beschwerdegegnerin eine
Nutzungsoption durch alle Interessierten begrüssen würde. Der
Beschwerdeführer bestritt davon bereits vorgängig Kenntnis erhalten zu
haben.
5. In seiner Replik vom 30. Juni 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Rechtsbegehren fest mit der Ausnahme, dass in Ziff. 2, 2. Spiegelstrich,
2. Punkt (recte 3. Punkt), zu ergänzen sei, dass die Mitbenützung nicht nur
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in "gleicher Weise", sondern auch "zu einem angemessenen
Benützungspreis" zu erfolgen habe. Der Beschwerdeführer widersprach
grossmehrheitlich den Vorbringen der Beschwerdegegnerin, vertiefte seine
Argumentation und reichte u.a. diverse Webcamaufnahmen bezüglich der
Nutzungsmodalitäten auf der fraglichen Parzelle ein.
Die Gemeinde hielt in ihrer Duplik vom 9. September 2016 an ihren
Anträgen fest, ergänzt diese jedoch mit dem prozessualen Antrag, auf die
Rechtsverweigerungsbeschwerde sei mangels Rechtsschutzinteresse
nicht einzutreten und das Verfahren abzuschreiben. Das Nichteintreten
wurde mit dem Umstand begründet, dass die strittige Verfügung am
30. April 2016 verfallen sei, weshalb die beanstandete Nutzungsordnung
keinen Bestand mehr habe. Inhaltlich wurde die Argumentation vertieft und
unter anderem vorgebracht, es liege im Interesse des Gastes, sich auf
einem ausreichend grossen Platz besammeln zu können, wobei beide
Skischulen im Verhältnis zu ihrem Gästeaufkommen über ausreichend
Platz zur Besammlung verfügten. Die C._ AG biete im Gegensatz zum
Beschwerdeführer ein weitaus breiteres, über die ganze Saison
verfügbares Dienstleistungsspektrum an, was dem Gästewohl weit mehr
diene als die hauptsächlich auf die Spitzenzeiten ausgerichteten Angebote
des Beschwerdeführers. Weiter wurde insbesondere in Frage gestellt, dass
der Beschwerdeführer überhaupt auf den ihm auf der Skiwiese
zugewiesenen Sammelplatz angewiesen sei, zumal er über einen weiteren,
privaten Sammelplatz in unmittelbarer Nähe zum den
Beförderungsanlagen verfüge. Mit der Eingabe wurden umfangreiche
Editionen betreffend statistischer Daten bezüglich der Anzahl Ski- und
Snowboardschüler/-innen bzw. Ski- und Snowboardlehrer/-innen aus den
Händen des Beschwerdeführers und der C._ AG verlangt.
6. Auf den Abend des 31. Oktober 2016 kündigte die Gemeinde O.1._
eine Gemeindeversammlung an, an welcher unter Traktandum 4
hinsichtlich verschiedener Nachträge zu Baurechten zu Gunsten der
B._ AG Beschluss gefasst werden sollte. In Bezug auf
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Parzelle Z.1._ sollte zu Lasten des Grundstücks und zu Gunsten der
B._ AG ein Benützungsrecht während der Wintersaison eingeräumt
werden. Damit würde der Nutzungsberechtigten das Recht eingeräumt,
diese Wiese für die "Ausübung des Schneesports zu nutzen und damit
zusammenhängende Bauten zu erstellen, insbesondere Betrieb von
Skischul-Sammelplätzen sowie Unterrichtsplätzen mit notwendigen
Infrastrukturen, Anlagen für Skischule, Erstellung und Betrieb eines
Förderbandes, Kleinkinderlift bzw. sämtliche für den Betrieb von Skisport
und Skischulen notwendigen Infrastrukturen zu erstellen. Im Sommer
würde die Wiese wie bisher der Gemeinde zur Nutzung freistehen." Das
neu eingeräumte Benutzungsrecht sollte bis zum 31. Dezember 2065
eingeräumt werden. Der Baurechtszins sollte unverändert bleiben. Der
Gemeindevorstand beantragte der Gemeindeversammlung die
Genehmigung des Nachtrags zum Baurecht mit der B._ AG.
Nachdem der Beschwerdeführer von diesem Vorhaben Kenntnis erlangt
hatte, ersuchte er den Gemeindevorstand mit Schreiben vom 28. Oktober
2016 um Absetzung des erwähnten Traktandums, um damit drohende
Rechtsverletzungen, gegen welche wiederum gerichtlich vorgegangen
werden müsste, sowie die Präjudizierung des pendenten Verfahrens U 16
5 zu verhindern. Der Presse konnte man am 31. Oktober 2016 entnehmen,
dass der Gemeindevorstand an den unter Traktandum 4 aufgeführten
Geschäften vollumfänglich festhalte. Vor dem Hintergrund der
anstehenden Beschlussfassung durch die Gemeindeversammlung liess
A._ am Nachmittag des 31. Oktobers 2016 den Entwurf einer Eingabe
einreichen, mit welcher er im Hauptantrag – für den Fall, dass die
Gemeindeversammlung dem Antrag des Gemeindevorstandes zu
Traktandum 4 (betreffend Parzelle Z.1._) folgen sollte – die
Aufhebung des Beschlusses der Gemeindeversammlung verlangte.
Begleitet wurde die Eingabe von einem prozessualen Antrag, der
Gemeinde O.1._ superprovisorisch zu untersagen, auf der Grundlage
des angefochtenen Beschlusses vom 31. Oktober 2016 und betreffend die
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Parzelle Z.1._ mit der B._ AG (Baurechts- oder Nutzungs-)
Verträge abzuschliessen bzw. gestützt darauf neue dingliche und/oder
obligatorische Rechte zu errichten und/oder bestehende Rechte in ihrer
Ausgestaltung zu ändern, welche die zukünftige Nutzung des besagten
Grundstückes präjudizierten. Hingegen sei es der Gemeinde O.1._
weiterhin zu gestatten, der B._ AG eine Bewilligung für den
gesteigerten Gemeingebrauch für die Wintersaison 2016/2017 zu erteilen.
Der superprovisorische Entscheid sei der Gemeinde O.1._, der
B._ AG und dem Grundbuchamt zuzustellen.
Der zuständige Instruktionsrichter untersagte in seiner superprovisorischen
Verfügung vom 31. Oktober 2016 der Gemeinde O.1._, auf der
Grundlage des allenfalls gefassten Beschlusses vom 31. Oktober 2016
betreffend Grundstück Nr. Z.1._ im Grundbuch O.1._ mit
B._ AG (Baurechts- oder Nutzungs-) Verträge abzuschliessen bzw.
gestützt darauf neue dingliche und/oder obligatorische Rechte zu errichten
und/oder bestehende Rechte in ihrer Ausgestaltung zu ändern, die die
zukünftige Nutzung des besagten Grundstückes präjudizierten.
Gleichzeitig wies der Instruktionsrichter das Grundbuchamt an, bis auf
weiteres keine, die Parzelle Z.1._ betreffenden, auf Basis allfälliger
von der Gemeinde O.1._ mit der B._ AG abgeschlossene
(Baurechts- oder Nutzungs-) Verträge bzw. gestützt darauf neu errichtete
dingliche und/oder obligatorische Rechte einzutragen und/oder
bestehende Rechte in ihrer Ausgestaltung abzuändern, sodass sie die
zukünftige Nutzung des besagten Grundstückes präjudizierten.
Gestützt auf diese Verfügung entschied der Gemeindevorstand, das
Traktandum 4 zwar zur Abstimmung zu bringen, jedoch hiervon das
Benützungsrecht am Grundstück F._ auszunehmen.
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Mit Verfügung vom 22. November 2016 schrieb der Instruktionsrichter das
Verfahren V 16 7 infolge Gegenstandlosigkeit ab und entschied über die
amtlichen und ausseramtlichen Kosten.
7. Parallel zu diesen Vorgängen, passte der Beschwerdeführer seine
Rechtsbegehren in der Stellungnahme zur Duplik (recte: Triplik) vom
10. November 2016 an, wobei es sich gemäss beschwerdeführerischer
Darstellung um eine Präzisierung in formeller Hinsicht handle und fügte vor
dem Antrag zur Kostenfolge in materieller Hinsicht eine zusätzliche Ziffer
ein, und zwar wie folgt:
"3. Der Gemeinde O.1._ sei zu untersagen, in Zukunft der B._ AG oder einer im S._ tätigen Skischule das Recht einzuräumen, den gesteigerten Gemeingebrauch am Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ zu organisieren. Für die B._ AG soll die Untersagung solange gelten, als (alternativ)
- sie Aktionärin der C._ AG oder einer anderen Skischule, welche das Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ in der Wintersaison gesteigert nutzt, ist,
- Mitglieder des Organs oder Angestellte der B._ AG bei einer Skischule, die das Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ gesteigert in der Wintersaison nutzt, ebenfalls Mitglieder des Organs oder Angestellte derselben sind."
Zudem beantragt er die Abweisung der beschwerdegegnerischen Anträge.
Der Beschwerdeführer macht Ausführungen zu seinem virtuellen
Rechtsschutzinteresse und zu wirtschaftlichen und personellen
Verflechtungen zwischen der B._ AG und der C._ AG. Weiter legt
er zahlreiche Dokumente und Bildaufnahmen ein und bot zwecks
Nachweises seines umfassenden Schneesport-Ausbildungsangebotes
bzw. der entsprechenden Qualifikation der Ausbildner Zeugen an.
In ihrer Triplik (recte: Quadruplik) vom 16. Dezember 2016 hält die Gemeinde an ihren früheren Rechtsbegehren fest und beantragt die
Abweisung der Rechtsbegehren 2 und 3 des Beschwerdeführers, sofern
auf diese einzutreten sei. Sie beanstandet eine unzulässige Ausweitung
der Rechtsbegehren durch den Beschwerdeführer im Laufe des Verfahrens
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und vertieft ihre bisherige Argumentation. Sie betont, dass es vorliegend
um eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gehe, sodass nur bezüglich
einer allfälligen Rechtsverweigerung/-verzögerung ein Urteil ergehen
könne, nicht aber über alle anderen Rechtsbegehren, insbesondere Ziff. 2
u. 3, in welchen die Gemeinde zu einem Tun oder Unterlassen angehalten
werden soll. Die reine Feststellung einer
Rechtsverweigerung/-verzögerung bringe dem Beschwerdeführer aber
keinen praktischen Nutzen. Bezüglich des Förderbandes erklärt die
Gemeinde, dass dieses zu mehr als der Hälfte auf einem anderen, privaten
Grundstück stehe, sodass sich die Frage der Gleichbehandlung nicht
stelle. Gleiches gelte bezüglich des Zeltes, welches ebenfalls nicht
vollumfänglich auf einer gemeindeeigenen Parzelle stehe und somit den
vom Beschwerdeführer geltend gemachten Grundrechtswirkungen
entzogen sei. Zum Geschäftsmodell des Beschwerdeführers führt die
Gemeinde aus, dass dieser jeweils (weit) vor der Wintersaison seine
Dienstleistungen bzw. Dienstleistungspakete verkaufe und gestützt darauf
die Skisaison mit den entsprechenden Skilehrern plane und in ihrem
Bestand nicht mehr ändere. Demgegenüber verkaufe die C._ AG ihre
Dienstleistungen täglich über das in O.1._ betriebene Skischulbüro.
Der Beschwerdeführer biete den Schneesportunterricht primär zu den
Ferienzeiten in Italien bzw. in der italienisch-sprachigen Schweiz an.
Unterschiede bestünden auch bezüglich der Aus- und
Weiterbildungsqualifikationen.
8. Parallel dazu schloss die Gemeinde O.1._ mit der B._ AG eine
Nutzungsvereinbarung über die Skiwiese F._ (Parzelle Z.1._)
während der Wintersaison 2016/2017 ab. Darin räumt die Gemeinde der
B._ AG unter anderem das Recht ein, die Skiwiese F._ während
des vereinbarten Zeitraumes für die Ausübung von Schneesport zu nutzen
und damit auf dieser Liegenschaft sämtliche für den Betrieb von Skisport
und Skischulen notwendigen Infrastrukturen zu erstellen und zu betreiben.
Dazu zählten insbesondere Sammel- und Unterrichtsplätze mit
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notwendigen Infrastrukturanlagen für die Skischulen wie Förderbänder,
Kleinkinderlifte etc. Dabei seien die Bestimmungen des kommunalen
Baugesetzes sowie des übergeordneten Rechts einzuhalten.
Die Gemeinde erklärt, dass sie im Nachgang zur superprovisorischen
Massnahme des Verwaltungsgerichts vom 31. Oktober 2016 (Verfahren
V 16 7a) mit der B._ AG im Einklang mit dieser Verfügung eine
Nutzungsvereinbarung für die Wintersaison 2016/2017 abgeschlossen
habe, weil für die anstehende Wintersaison trotz hängigem
Rechtsverfahren die Nutzung in den Grundzügen habe geregelt werden
müssen.
Gestützt auf diese Vereinbarung lud die B._ AG Ende November
2016, wie bereits im Hinblick auf die Saison 2015/2016, die interessierten
Skischulen dazu ein, sich zu melden, wenn sie an der Nutzung der
Skiwiese F._ als Sammelplatz interessiert seien. Teilnutzungsrechte
würden weitergegeben, wenn die Skischulen die geforderten
Qualitätsanforderungen erfüllten. Auf Nachfrage hin wurde dem
Beschwerdeführer bestätigt, dass er vorderhand die
Qualitätsanforderungen erfülle und die B._ AG nahm zur Kenntnis,
dass der von der H._ gleichzeitig benötigte Platz auf der Skiwiese
F._ im Mittel 40 Schneesportschüler/-innen infolge einer zeitlichen
Staffelung der Besammlung nicht überschreite. Hinsichtlich der
Nutzungszuteilung änderte sich gegenüber der Vorsaison nichts
Grundlegendes.
9. Am 20. Januar 2017 liess der Beschwerdeführer eine weitere
Rechtsverweigerungsbeschwerde (Verfahren U 17 8) einreichen, worin er
auch seine Stellungnahme zur Triplik (recte: zur Quadruplik) der Gemeinde
integrierte. Die sich über fünf Seiten erstreckenden Rechtsbegehren in
dieser Eingabe entsprechen in den Hauptpunkten mehr oder weniger
denjenigen im früheren Beschwerdeverfahren; allerdings weichen einige
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Formulierungen davon ab und die neue Beschwerde enthält auch neue
(Teil-) Rechtsbegehren. Sie lauten wie folgend:
"1. Es sei festzustellen,
a) dass die Nutzungsordnung bezüglich des Grundstücks Nr. Z.1._ im Grundbuch der Gemeinde O.1._ in der Wintersaison 2015/2016 und 2016/2017 auf der Grundlage der Aufteilung desselben gemäss am 11. Dezember 2015 (für 2015/2016) sowie 23. November 2016 (für 2016/2017) durch die B._ AG zugestellten Plänen, wiederrechtlich ist, namentlich, indem einem anderen Gewerbegenossen bzw. Interessenten, der das Grundstück während den genannten Saison ebenfalls nutzt (hier: der Skischule O.1._)
I) ein ausschliesslicher, übergrosser Sammel- und Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt wurde, dem Beschwerdeführer und seiner Skischule ein im Verhältnis zu kleiner, blosser Sammelplatz auf dem genannten Grundstück zu Verfügung gestellt wurde und wird;
II) erlaubt wurde und wird, unter Ausschluss der Nutzung durch den Beschwerdeführer und die Lehrer- und Schülerschaft seiner Skischule ein Ski-Förderband (inkl. Abfahrtspiste rechts hiervon, wenn man von oben ins Tal schaut) ausschliesslich auf den Genannten Grundstück (zur Ausbildung) zu betreiben;
III) erlaubt wurde und wird, unter Ausschluss der Nutzung durch den Beschwerdeführer und die Lehrer- und Schülerschaft seiner Skischule ein eigenes Zelt und für die Schüler und Lehrer der Skischule O.1._ ausschliesslich abgeschirmter Vorplatz auf F._ zu betreiben;
IV) erlaubt wurde und wird, einmal wöchentlich an einem Morgen ein Skirennen im Zielhang und -gebiet auf dem genannten Grundstück durch zu führen, ohne dass die anderen Gewerbegenossen bzw. Interessenten, namentlich dem Beschwerdeführer und der Lehrer- und Schülerschaft seiner Skischule, ebenfalls die Erlaubnis erteilt wurde, mit Zieleinfahrt in F._ Rennen durch zu führen;
V) erlaubt wurde und wird, übermässig für sich allein Werbemittel einzusetzen, ohne dass den anderen Gewerbegenossen bzw. Interessenten, namentlich dem Beschwerdeführer und seiner Skischule dies im gleichen Umfang gestattet würde.
b) dass die Gemeinde O.1._ gegenüber dem Beschwerdeführer Rechtsverweigerung gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 49 Abs. 3 VRG begangen hat, indem sie die in Ziff. 1 lit. a hiervor angerügten Rechtsverletzungen nicht beheben wollte und will.
c) dass die Gemeinde. O.1._ gegenüber dem Beschwerdeführer Rechtsverweigerung gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 49 Abs. 3 VRG begangen habe, indem
- sie die B._ AG nicht angewiesen hat und will, dem Beschwerdeführer ausreichende Auskunft über die für die Nutzung des genannten Grundstücks bei ihm erhobenen Gebühren (Zusammensetzung und Aufteilung) für Saisons 2015/2016 und 2016/2017 zu erteilen, die es ihm erlaubt hätten, diese auf die Grundsätze der Äquivalenz und der Kostendeckung hin zu überprüfen, und
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- sie gegenüber der B._ AG nicht eingeschritten ist, um die widerrechtliche (anteilsmässige) Erhöhung der Nutzungsgebühren für die Benutzung von F._ von (total) CHF 20'000 (pro Wintersaison 2015/2016) auf (total) CHF 25'000 (pro Wintersaison 2016/2017) zu unterbinden.
d) dass die Ziff. 3, 4, 6 und 7 der auf den verwaltungsrechtlichen Vertrag vom 22. November 2016 zwischen der Beschwerdegegnerin und der B._ AG, O.2._, betr. Nutzung des Grundstücks Nr. Z.1._ während der Wintersaison 2016/2017 fussenden "Qualitätsanforderungen an Schneesportschulen, welche Interesse haben, die Skiwiese F._ in O.1._ als Sammelplatz zu benutzen", vom 22. November 2016 für Besammlung des Grundstücks F._ widerrechtlich/nichtig sind.
2. Die Gemeinde sei anzuweisen – für die Dauer solange sie die Organisation der Nutzung des Grundstücks Nr. Z.1._ im GB O.1._ gestützt auf einen Real- oder Rechtsakt oder einen schriftlichen Vertrag einem Dritten (derzeit B._ AG) übergibt – innert 20 Tagen seit Rechtskraft des Urteils gegenüber der Primär-Inhaberin oder dem Primär-Inhaber der Bewilligung für den gesteigerten Gemeingebrauch des besagten Grundstücks (derzeit: B._ AG) mit geeigneten, verbindlichen Massnahmen sicher zu stellen, dass der rechtskonforme Gebrauch des genannten Grundstücks während der laufenden und aller zukünftigen Wintersaisons implementiert, überprüft und durchgesetzt wird. Dies, indem in konkreter Umsetzung der Grundsätze der Rechtsgleichheit, der Wirtschaftsfreiheit sowie dem Prinzip der Verhältnismässigkeit namentlich
- Nutzungskonzepte, die die gleichen bzw. gleichartige Wirkungen entfalten wie jene der Wintersaisons 2015/2016 und 2016/2017 mit sofortiger Wirkung aufzuheben und für die Zukunft zu untersagen sind;
- in Zukunft keiner das Grundstück gesteigert nutzenden Skischule eine sachlich ungerechtfertigte und unverhältnismässige Vorzugsbehandlung zuteil kommen darf, insbesondere, dass keiner Skischule auf dem genannten Grundstück
o ausschliessliche (umzäunte) Sammelplätze zugewiesen werden dürfen, solange anderen das Grundstück in selben Masse gesteigert nutzenden Skischulen (namentlich jener des Beschwerdeführers) nur gemeinsame Sammelplätze zugewiesen werden;
o ein gegenüber anderen gleichartigen Skischulen, namentlich gegenüber dem Beschwerdeführer, verhältnismässig zum Nutzungsbedarf zu grosse (Besammlungs-)Plätze zugwiesen werden;
o ein ausschliesslicher Ausbildungsplatz zugewiesen werden darf, es sei denn, dies werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen (namentlich jener des Beschwerdeführers) im für deren Bedürfnisse angemessenen Umfange ebenfalls gestattet;
o ausschliesslich ein Förderband auf dem genannten Grundstück benützen darf, es sei denn, dies werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen im für deren Bedürfnisse angemessenen Umfange ebenfalls (gegen angemessene Entschädigung dem Betreibenden gegenüber), namentlich jener des Beschwerdeführers, gestattet/angeboten;
o ein Platz zur Aufstellung eines Zeltes auf dem genannten Grundstück gestattet, es sei denn,
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 dies werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen, namentlich jener des Beschwerdeführers, ebenfalls erlaubt;
 eine nicht diskriminierende (allenfalls entgeltliche) Mitbenutzung werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen, namentlich jener des Beschwerdeführers ebenfalls erlaubt.
o erlaubt werden darf, einmal pro Woche ein Skirennen (mit Zielhang und –einfahrt auf dem genannten Grundstück) durchzuführen, es sei denn, dies werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen, insbesondere jener des BF, ebenfalls einmal pro Woche gestattet.
o erlaubt werden darf, Werbemittel (wie Plakate, Banner, Fahnen etc.) einzusetzen, es sei denn, dies werde den anderen, das Grundstück gesteigert nutzenden Skischulen, namentlich jener des Bf, ebenfalls gestattet.
- untersagt wird, in Zukunft direkte oder indirekte Restriktionen für Bekannte von SchülerInnen der Skischule des Bf aufzustellen, das genannte Grundstück zu betreten, falls sich dies hinter den Sicherheitsnetzen am Ende der Abfahrtspiste aufhalten, es sei denn, es würden (rechtmässige) Rennen durchgeführt.
- untersagt wird, in Zukunft ungerechtfertigte, als "Qualitätsanforderungen" getarnte Ausschlusskriterien im Sinne von Ziff. 3, 4, 6 und 7 der "Qualitätsanforderungen an Schneesportschulen, welche Interesse haben, die Skiwiese F._ in O.1._ als Sammelplatz zu benutzen" vom 22. November 2016 für Besammlung des Grundstückes F._ aufzustellen oder beizubehalten, die nicht den Zweck von sachlichen Qualitätsanforderungen erfüllen, sondern die Aufrechterhaltung eines ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteils für eine bevorzugte einheimische Skischule bezwecken.
3. Die Gemeinde O.1._ sei anzuweisen, (für die Wintersaison 2016/2017 innert 20 Tagen) dafür zu sorgen, dass die Wintersaison 2016/2017 und in Zukunft gegenüber dem Beschwerdeführer Kostentransparenz derart gewährleistet wird, dass die in Rechnung gestellten Nutzungsgebühren für seinen gesteigerten Gebrauch von F._ auf die Grundsätze der Äquivalenz und Kostendeckung und bezüglich Aufteilung überprüft werden können. Die Gemeinde O.1._ oder die B._ AG sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die widerrechtlich in Rechnung gestellten Gebühren für die Wintersaisons 2015/2016 und 2016/2017 total CHF 6'915.82 zu bezahlen.
4. Der Gemeinde O.1._ sei zu untersagen, ab nächster Wintersaison der B._ AG, einer im S._ tätigen Skischule oder einer Person, die gegenüber Wintersportnutzenden des Grundstücks Nr. Z.1._ im GB O.1._ den Anschein von Befangenheit erzeugen, das Recht einzuräumen, den gesteigerten Gemeingebrauch am Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ zu organisieren. Für die B._ AG soll die Untersagung solange gelten, als (alternativ)
- sie Aktionärin der C._ AG oder einer anderen Skischule, welche das Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ in der Wintersaison gesteigert nutzt, ist.
- Mitglieder des Organs oder Angestellte der B._ AG bei einer Skischule, die das Grundstück Nr. Z.1._ im GB O.1._ gesteigert
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in der Wintersaison nutzt, ebenfalls Mitglieder des Organs oder Angestellte derselben ist.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (letztere zuzüglich MwSt.) zulasten der Beschwerdegegnerin."
Hinsichtlich der beschwerdegegnerischen Anträge beantragt der
Beschwerdeführer weiter die Abweisung. Sämtliche bereits aufgeworfenen
Themen werden vertieft, neu kommen unter anderem die Themen hinzu,
dass für den gesteigerten Gemeingebrauch der Skiwiese künftig als
Qualitätskriterium auch eine Mitgliedschaft bei einem Schneesportlehrer-
und Schneesportschulendachverband vorgesehen sei, was nicht zulässig
sei. Des Weiteren habe sich die Gemeinde geweigert, dem
Beschwerdeführer die notwendigen Informationen zukommen zu lassen,
welche es ihm erlaubt hätte, die (gestiegenen) Kosten für die Nutzung der
Wiese auf die Prinzipien der Äquivalenz und der Kostendeckung hin zu
überprüfen.
Die Gemeinde beantragte in ihrer Stellungnahme hinsichtlich der Verfahren
U 16 5 und U 17 8 vom 17. März 2017 kostenfällig die Abweisung der
Beschwerde und bestätigte für das Verfahren U 16 5 ihre bereits gestellten
Rechtsbegehren. Sie rügte insbesondere eine unzulässige Ausdehnung
der Rechtsbegehren durch den Beschwerdeführer. Ferner wurde auf eine
bloss partielle/sporadische Anwesenheit der beschwerdeführerischen
Skischule auf F._ in der Wintersaison 2016/2017 sowie auf eine
weitaus geringere Nachfrage nach den Dienstleistungen des
Beschwerdeführers hingewiesen. Zudem wurde bekräftigt, dass die
behauptete Verletzung der Wettbewerbsfreiheit, des
Gleichbehandlungsprinzips sowie der Verhältnismässigkeit nicht vorliege.
Aus seinen Vorbringen könne der Beschwerdeführer weder einen
Anspruch auf einen grösseren Sammelplatz noch auf andere
Nutzungsmöglichkeiten auf F._ ableiten. Schliesslich seien auch die
abgaberechtlichen Beanstandungen nicht zutreffend. Neben den
eingereichten Webcamaufnahmen, wurde insbesondere die Edition von
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statistischen Daten bezüglich Gästebuchungen und Einsätze der Skilehrer
während bestimmten Zeiträumen aus den Händen der C._ AG und
des Beschwerdeführers verlangt. Zudem wurde auch die Edition der durch
die B._ AG elektronisch erfassten Skiticketeintritte der Skilehrer des
Beschwerdeführers und der C._ AG in denselben Zeiträumen
beantragt.
10. Mit Schreiben vom 24. März 2017 vereinigte der Instruktionsrichter auf
Antrag des Beschwerdeführers, welchem die Beschwerdegegnerin nicht
opponierte, die Verfahren U 16 5 und U 17 8. Gleichzeitig ordnete er an,
dass kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt werde, dafür eine
mündliche Hauptverhandlung. Gleichzeitig gab er dem Beschwerdeführer
Gelegenheit, sich zu den von der Gemeinde beantragten
Beweismassnahmen zu äussern. Diese Stellungnahme ging am 17. Mai
2017 ein, worin der Beschwerdeführer die Abnahme dieser Beweise
überwiegend als nicht notwendig erachtete.
11. Am 30. August 2017 erliess der Instruktionsrichter eine Editionsverfügung
mit folgendem Inhalt:
"1. Die B._ AG wird ersucht, dem Gericht bis spätestens am 15. September 2017 folgendes statistisches Material zukommen zu lassen:
- Übersicht über die an den Drehkreuzeingängen in F._ zu den Saisonbetriebszeiten
• in der Wintersaison 2015/2016
• in der Wintersaison 2016/2017
elektronisch erfassten Verwertungsnachweise der Chipkarten, welche den Skilehrerinnen und Skilehrern der H._ ausgegebenen wurden. Die Verwertungsnachweise sind jeweils tage- oder zumindest wochenweise und falls möglich mit namentlicher Nennung der Personen (Skilehrerinnen und Skilehrer), auf welche die Chipkarten registriert sind, darzustellen.
- Übersicht über die an den Drehkreuzeingängen in F._ zu den Saisonbetriebszeiten
• in der Wintersaison 2015/2016
• in der Wintersaison 2016/2017
elektronisch erfassten Verwertungsnachweise der Chipkarten, welche den Skilehrerinnen und Skilehrern der C._ AG (Zweigniederlassung
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O.1._) ausgegebenen wurden. Die Verwertungsnachweise sind jeweils tage- oder zumindest wochenweise und falls möglich mit namentlicher Nennung der Personen (Skilehrerinnen und Skilehrer), auf welche die Chipkarten registriert sind, darzustellen.
Die B._ AG wird ersucht, das Rohmaterial der Daten tabellarisch aufzuarbeiten und die Funktionsweise des Ticketverwertungssystems zu erklären, damit die Daten interpretierbar werden. Die Tabellen und das Datenmaterial sind dem Gericht in geeigneter Weise (Datenträger, Papier) in vier Exemplaren zukommen zu lassen.
2. Die H._ wird ersucht, dem Gericht bis spätestens am 15. September 2017 die statistischen Daten zukommen zu lassen bezüglich Gästebuchungen und Einsätze von Skilehrerinnen und Skilehrer (mit Namensnennung) zu den Saisonbetriebszeiten in F._
• in der Wintersaison 2015/2016
• in der Wintersaison 2016/2017
jeweils tageweise oder zumindest wochenweise. Das Datenmaterial ist dem Gericht in geeigneter Weise (Datenträger, Papier) in vier Exemplaren zukommen zu lassen.
3. Die C._ AG (Zweigniederlassung O.1._) wird ersucht, dem Gericht bis spätestens am 15. September 2017 die statistischen Daten zukommen zu lassen bezüglich Gästebuchungen und Einsätze von Skilehrerinnen und Skilehrer (mit Namensnennung) zu den Saisonbetriebszeiten in F._
• in der Wintersaison 2015/2016
• in der Wintersaison 2016/2017
jeweils tageweise oder zumindest wochenweise. Das Datenmaterial ist dem Gericht in geeigneter Weise (Datenträger, Papier) in vier Exemplaren zukommen zu lassen.
12. Nach einer Terminumfrage wurde das Datum für die mündliche
Hauptverhandlung auf den 28. September 2017 festgelegt. Die
einverlangten Unterlagen wurden im Vorfeld termingerecht eingelegt und
umgehend an die Parteien weitergeleitet. Anlässlich dieses
Verhandlungstermins wurden die edierten Daten durch die
Verfahrensbeteiligten dem Gericht erörtert. Aufgrund des umfangreichen
Parteivortrages des Beschwerdeführers sowie der dementsprechend
fortgeschrittenen Zeit, wurde es erforderlich die Hauptverhandlung am 30.
November 2017 fortzusetzen. Die B._ AG wurde im Hinblick auf die
Fortsetzung der Hauptverhandlung zusätzlich beauftragt, eine weitere
Detailauswertung bzw. tageweise Aufschlüsselung ihrer Daten für die
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Wintersaison 2016/17 auch hinsichtlich der C._ AG vorzunehmen und
dem Gericht einzusenden. Von der Hauptverhandlung wurde schliesslich
ein Protokoll erstellt, welches zusammen mit den eingereichten
Parteivorträgen zu den Akten genommen wurde.
13. Die Parteien legten am 28. September 2017 bzw. 9. Januar 2018 sowie am
6. Dezember 2017 ihre Honorarnoten ein. Die weiteren
Verfahrensbeteiligten reichten am 3. und 8. Januar 2018 ebenfalls noch
jeweils eine Kostenaufstellung bzw. noch zusätzlich eine
Anwaltskostennote ein. Nach Kenntnisnahme der eingegangenen
Kostennoten, äusserte sich der Beschwerdeführer am 9. sowie 17. Januar
2018 noch dazu.
Auf die Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den
Vorbringen anlässlich der Hauptverhandlung sowie die Akten, wird soweit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die als Rechtsverweigerungsbeschwerden betitelten Eingaben vom
11. Januar 2016 und 20. Januar 2017 beinhalten umfangreiche
Feststellungsbegehren, Begehren um Erteilung von Anweisungen an die
Beschwerdegegnerin sowie solche um die Aussprache von Verboten an
die Beschwerdegegnerin bzw. dass diese dem Inhaber oder der Inhaberin
der Nutzungsberechtigung für die Parzelle Z.1._ bestimmte Verbote
auferlegen müsse. Die Feststellungsbegehren beziehen sich hauptsächlich
auf die Feststellung einer widerrechtlich gehandhabten Nutzungsordnung
auf der Parzelle Z.1._ sowie dass durch das Nichteinschreiten seitens
der Beschwerdegegnerin dagegen, eine Rechtsverweigerung begangen
werde. Im Laufe des Verfahrens, wandelten sich Rechtsbegehren
mehrmals. Im Kern blieb aber die ursprüngliche Konzeption erhalten,
- 23 -
wonach sich der Beschwerdeführer mit den
Rechtsverweigerungsbeschwerden insbesondere gegen das
Nichteinschreiten der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des vom
Beschwerdeführer als rechtswidrig empfunden Nutzungskonzeptes auf der
Parzelle Z.1._ im Winter wendet, welches auf einer Bewilligung für
einen gesteigerten Gemeingebrauch durch die B._ AG bzw. aufgrund
einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der Beschwerdegegnerin
und der B._ AG basierte. In der Rechtsverweigerungsbeschwerde
vom 11. Januar 2016 (U 16 5), nahm der Beschwerdeführer bezüglich der
rechtsverweigernden Haltung der Beschwerdegegnerin im Hinblick auf die
Behebung der als rechtverletzend gerügten Umstände Bezug auf ihr
Schreiben vom 24. Dezember 2015 (beschwerdeführerische Akten [Bf-
act.] 2). Ferner äusserte er sich in der Replik vom 30. Juni 2016
dahingehend, dass sich die Rechtsverweigerungsbeschwerde
ausschliesslich gegen die Beschwerdegegnerin richte, weil nur diese als
Bewilligungsbehörde dafür zu sorgen habe, dass die massgebenden
Rechtsgrundsätze der Rechtsgleichheit, Wirtschaftsfreiheit und der
Verhältnismässigkeit im Rahmen der Gestattung des gesteigerten
Gemeingebrauchs auf der Parzelle Z.1._ durch die
Bewilligungsinhaberin eingehalten würden. Nicht aber gegen die B._
AG oder die C._ AG.
In der Rechtsverweigerungsbeschwerde vom 20. Januar 2017 (U 17 8)
wurde dann unter anderem ausgeführt, dass sich die
Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen den verwaltungsrechtlichen
Vertrag vom 22. November 2016 richte, welcher ihm mit Schreiben vom
2. Dezember 2016 zugegangen sei. Des Weiteren wurde ausgeführt, dass
infolge des bisher eingenommenen Standpunktes keine weitere
Unterlassungsaufforderung zu Händen der Gemeinde erforderlich
gewesen sei, um das rechtsverweigernde Verhalten der
Beschwerdegegnerin zu begründen. Weiter sah der Beschwerdeführer
jeweils in den Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 24. Dezember
- 24 -
2015 (Bf-act. 2) sowie 2. Dezember 2016 (Bf-act. 75) die Manifestierung
seitens der Beschwerdegegnerin, nicht gegen das als rechtswidrig
empfundene Nutzungskonzept auf der Parzelle Z.1._ einzuschreiten
und wogegen sich die Rechtsverweigerungsbeschwerden richteten.
1.1. Beim Verwaltungsgericht können Entscheide von Gemeinden angefochten
werden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden
können oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind
(Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100]). Zur Führung einer solchen Beschwerde ist berechtigt, wer
durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein (aktuelles)
schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder
wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist (Art. 50 VRG). Im
Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können
Rechtsverletzungen, einschliesslich der Überschreitung oder des
Missbrauchs des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden
(Art. 51 Abs. 1 VRG). Die Beschwerde ist schriftlich innert 30 Tagen seit
Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht
einzureichen (Art. 52 Abs. 1 VRG).
Von dieser allgemeinen Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterscheidet
sich die gegen eine Gemeinde gerichtete Rechtsverzögerungs- und
Rechtsverweigerungsbeschwerde insofern, als in diesem Fall kein
eigentlicher, anfechtbarer Entscheid vorliegt, weil eine Gemeinde untätig
bleibt oder das gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, obgleich sie
zum Tätigwerden verpflichtet wäre. Solche behördlichen Unterlassungen
setzt Art. 49 Abs. 3 VRG den beim Verwaltungsgericht anfechtbaren
Entscheiden gleich. Dasselbe gilt auch für Realakte, die in Rechte und
Pflichten von Personen eingreifen. (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts
des Kantons Graubünden [VGU] U 16 36 vom 16. August 2016 E.1b und
V 13 6 vom 4. November 2014 E.1b). Durch diese gesetzliche Fiktion wird
- 25 -
für formelle Rechtsverweigerungen sowie Rechtsverzögerungen im Sinne
von Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) ein taugliches Anfechtungsobjekt
geschaffen, jedoch nur für den Fall, dass der verweigerte bzw. verzögerte
Entscheid beim Verwaltungsgericht anfechtbar wäre (vgl. VGU A 09 60 und
61 vom 12. Januar 2010 E.3a; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1308). Wird Art. 49 Abs. 3 VRG in diesem
Sinne als reine Verfahrensregel zum Anfechtungsobjekt verstanden, ergibt
sich daraus, dass die Rechtsverzögerungs- bzw.
Rechtsverweigerungsbeschwerde ansonsten grundsätzlich den gleichen
Anforderungen wie alle anderen Verwaltungs(gerichts-)beschwerden zu
genügen hat (vgl. UHLMANN/WÄLLE-BÄR, in: WALDMANN/WEISSENBERGER
[Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 46a Rz. 5 sowie UHLMANN, in:
NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER (Hrsg.), Basler Kommentar,
Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 94 Rz. 5 hinsichtlich
Art. 94 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]).
Sie ist allerdings im Regelfall nicht an eine Rechtsmittelfrist gebunden. Nur
wenn die angegangene Behörde den Erlass eines anfechtbaren
Entscheids ausdrücklich ablehnt, ist der Beschwerdeführer gehalten, seine
Beschwerde innerhalb einer nach Treu und Glauben zu bestimmenden
Frist einzureichen, die regelmässig der gesetzlichen Frist, allenfalls unter
Mitberücksichtigung des Umstandes einer unterbliebenen