Decision ID: 0ee2da2c-ad31-4d5d-9a86-632f1d7bd42a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1963 geborene
X._
war seit dem 1.
September 2010
ohne fixes Arbeitspensum
(Urk. 8/93
S. 4
)
beziehungsweise
im Beschäftigungsgrad von 63 %
als Verkäuferin bei der
Y._
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert (Urk. 8/1
, Urk. 8/90 S. 2
). Mit Schadenmeldung UVG vom 26. April 2011 (Urk. 8/1) liess sie dieser mittei
len, sie habe sich, als sie am 2
. April 2011 beim Abbiegen mit dem Roller in eine Tankstelleneinfa
hrt in einen grossen Blumen
topf
aus Beton gefahren sei, am rechten Unterschenkel
verletzt
(vgl. auch Urk. 8/18
/1-2
und Urk. 8/90 S. 1
)
.
Die daraufhin
von den Ärzten des Spitals
Z._
, Chirurgische Klinik,
diagnostiziert
e
dislozierte distale komplette
Un
terschenkeltrümmerfraktur
rechts wurde am 8. April 2011 operativ versorgt (Urk. 8/19
, Urk. 8/21
).
Die SUVA
anerkannte ihre Leistungspflicht im Zusam
menhang mit dem fragliche Ereignis und
erbrachte in der Folge
Taggeld-
sowie
Heilbehandlungsl
eistungen
(vgl. Urk. 8/2).
Im Herbst 2011 nahm die Versicherte ihre Arbeit als Kioskverkäuferin – in (redu
ziertem) Pensum von jeweils fünf bis sechs Stunden an drei Tagen pro Woche – wieder auf (Urk. 8/32,
Urk. 8/38 S. 2).
Nachdem die Fraktur knöchern vollständig konsolidiert war, erfolgte am 23. Mai 2012 die Entfernung des
Osteo
synthesematerials
(Urk. 8/58). Ab 2. Juli 2012 arbeitete die Versicherte wieder 80 bis 90
Stunden
pro Monat
(Urk. 8/64-66
)
.
Nachdem die SUVA die Ak
ten der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) beigezogen hatte (Urk. 8/94 S. 1-76), liess sie die Versicherte am 18. Dezember 2012 von ihrem Kreisarzt Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Re
habilitation, untersuchen (Urk. 8/102).
Am 11. April 2013 fand eine berufliche Standortbestimmung in der
B._
statt (vgl. Bericht vom 3. Mai 2013, Urk. 8/120).
Mit Schreiben vom 5. Juni 2013 (Urk. 8/131)
lehnte es die
SUVA
ab
,
Leistungen für die
von der Versicherten
anlässlich de
r kreisärztlichen Untersuchung
er
wähnten Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (HWS)
zu erbringen, da diese in keinem
natürlich
en Kausalzusammenhang
zum versicherten Unfall
stünden
.
Am 22. Juli 2013 teilte die SUVA der Versicherten mit, dass sie die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 31. Dezember 2013 einstellen werde. Allerdings werde sie weiterhin für
Novalgin
als Analgetikum
, für eine NSAR-Medikation
während allfälliger Phasen
intensiverer Beschwerden
, für die
Anfertigung eines neuen Unterschenkelkompressionsstrumpfs rechts
, für die
Z
urichtung
von
zwei
Paar Schuhen
mit Abrollhilfe
pro Jahr
sowie für zwei
Se
rien Physiothera
pie pro Jahr für die Dauer von zwei
Jahren
aufkommen
(Urk. 8/146).
Nachdem die SUVA
– ohne Anerkennung eine
r
entsprechenden Rechtspflicht
(Urk. 8/152)
-
am 30. September 2013 Kostengutsprache für EDV-Kurse (Word und Excel)
für die Zeit
vom 31. Oktober 2013 bis 16. Januar 2014 gewährt hatte (Urk. 8/156), verneinte sie mit Verfügung vom 4. November 2013 (Urk. 8/159) den Anspruch der Versicherten sowohl auf eine Invalidenrente als auch auf eine Integritätsentschädigung. Deren
hiegegen
erhobene Einsprache (Urk. 8/161, Urk. 8/164) wies die SUVA am 29. Januar 2014 ab (Urk. 2).
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, bei welcher sich
die Versicherte am 20. Januar 2012
zum Leistungs
bezug angemeldet hatte
(Urk. 8/94/3
-
10
)
, stellte dieser – unter Hinweis auf eine uneingeschränkte Leis
tungsfähigkeit im Haushaltsbereich und
eine
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit beziehungsweise
auf
einen Invaliditätsgrad von 0 % - mit Vorbescheid vom 16. April 2013 (Urk. 8/114 S. 2 ff.) die Abwei
sung des Rentengesuchs in Aussicht.
Dem von der Versicherten gestellten Ge
such um Übernahme der Kosten von EDV-Kursen beziehungsweise um Arbeits
vermittlung leistete die IV-Stelle keine Folge, weil der für derartige Leistungen massgebende Mindestinvaliditätsgrad von 20 % nicht erreicht sei (vgl. Urk.
8/133
, Urk. 8/152
).
2.
Gegen d
en
Einspracheentscheid
der SUVA vom 29. Januar 2014
(Urk. 2) liess
X._
am 21. Februar 2014 mit folgenden Anträgen Be
schwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
"1.
Es seien die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. November 2013 und der
Einspracheentscheid
vom 31. Januar 2014 aufzuheben.
2.
Es seien der Beschwerdeführerin die versicherten Leistungen nach UVG, insbesondere die Kosten für die Heilbehandlung und die Taggelder auch nach dem 31. Dezember 2013 zu erbringen.
3.
Es seien der Beschwerdeführerin nach Erlangen des medizinischen Endzu
standes eine angemessene Rente und Integritätsentschädigung zu
zusprechen.
4.
Eventualiter:
Es sei ein
bidisziplinäres
Gutachten mit den Disziplinen Or
thopädie und Psychiatrie zu erstellen.
5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl.
MWSt
) zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die SUVA schloss am 24. März 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Beschwerde
antwort
, Urk. 7).
Replicando
(Urk. 14) und
duplicando
(Urk. 17) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest; letzteres wurde der Beschwerde
führerin am
3. September
2014 zur Kenntnis gebracht
(Urk. 8)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zu
gehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1
des
Bundesge
setztes
über die Unfallversicherung
(
UVG
)
ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19
Abs.
1 UVG).
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten
Jahresverdiens
tes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des
Integritätsscha
dens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallver
sicherung (
UVV
)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, au
genfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemes
sung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen meh
rere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un
fällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Be
einträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
2.
2.1
Die SUVA begründete den Fallabschluss per 31. Dezember 2013
– unter Hinweis auf die Beurteilung ihres Kreisarztes
Dr.
A._
vom 18. Dezember 2012 (Urk. 8/
102
) -
damit, dass
über diesen Zeitpunkt hinaus mit keinem namhaften therapeutischen Erfolg mehr zu rechnen gewesen sei (Urk. 2 S. 3 f.
, Urk. 7 S. 8
).
Während die psychische Symptomatik
schon aufgrund des Fehlens eines natür
lichen und jedenfalls eines adäquaten Kausalzusammenhang
s
zum
versicherten U
nfall keinen Leistungsanspruch zu begründen vermöge (Urk. 7 S. 6 ff.), resul
tiere aus den somatischen Folgen des fraglichen Geschehnisse
s
lediglich in der angestammten Tätigkeit eine Leistungseinbusse.
Da die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ein den
Validenlohn
übersteigendes Einkommen zu erzielen in der Lage sei und
durch die Funktionseinschränkung an der
rechten unteren Extremität,
soweit diese auf d
as Ereignis
vom 2. April 2011
zurückzuführen
und nicht etwa Folge des im Jahr 1980 erlittenen (nicht SUVA-versicherten) Unfalls
sei
, keine die
Er
heblichkeitsgrenze
von 5 % erreichende Integritätseinbusse
erlitten
habe, seien sowohl ihr Renten- als auch ihr Integritätsentschädigungsanspruch zu vernei
nen (Urk. 2 S. 6 ff.
, Urk. 7 S. 3 ff.)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
beim Unfall vom 2. April 2011 sei nicht nur das obere Sprunggelenk (OSG), sondern auch das vorgeschädigte unter
e
Sprunggelenk (USG) traumatisiert worden (Urk. 1 S. 5, Urk. 14 S. 3). D
er Fallabschluss per 31. Dezember 2013 sei verfrüht erfolgt, lasse sich die aktuell 75%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten –
leichten, wechselhaft belastenden und damit optimal leidensangepassten - Tä
tigkeit als Kioskverkäuferin doch mittels therapeutischer Massnahmen prognos
tisch noch steigern (Urk. 1 S. 8 ff.
, Urk. 14 S. 4 f.
,
S. 8 f.
und S. 11
).
Da sich ihre Restarbeitsfähigkeit aufgrund der unfallbedingten Arthrose des oberen Sprung
gelenks (OSG) noch verschlechtern werde, werde ihre Erwerbsfähigkeit noch weiter abnehmen (Urk. 1 S. 10). Aufgrund der aktuell 75%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und jeder anderen behinderungsangepassten Tätigkeit
sei sie
– unter Berücksichtigung
der
Unterdurchschittlichkeit
ihres bis
anhin
erzielten
Salärs sowie
ihrer einen
10%igen
leidensbedingten Abzug
vom
Invalidenein
kommen
rechtfertigender Einschränkungen
- zu mindestens 27 % invalid und habe deshalb Anspruch auf eine Rente in entsprechender Höhe (Urk. 1 S. 12
, Urk. 14 S. 6 ff.
). Weil
die vom Kreisarzt Dr.
A._
anlässlich der Untersu
chung vom 18. Dezember 2012 prognostizierte Verschlechterung der OSG-Arthrose
in der Folge
in den gut dreizehn Monaten bis zum Erlass des ange
fochtenen
Einspracheentscheids
vom 29. Januar 2014
mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit schon
eingetreten und der
Erheblichkeitswert
von 5 %
damit
erreicht sei, habe sie auch Anspruch
auf
eine – ihr von der SUVA bereits zuge
sicherte -
Integritätsentschädigung
(Urk. 1 S. 13, Urk. 14 S. 3 und S. 11)
.
Im Übrigen sei die Terminierung der Taggelder per Ende Dezember 2013 insofern willkürlich, als die SUVA zwischen der kreisärztlichen Untersuchung Ende 2012 und dem Erlass des
Einspracheentscheids
vom 29. Januar 2014 keinerlei Ab
klärungen mehr vorgenommen habe. Da es zwischenzeitlich zu einer
unfallbe
dingten
psychischen Dekompensation sowie zu einer weiteren Verschlimmerung der Arthrose gekommen sei, sei eine
bidisziplinäre
(orthopädische und psy
chiatrische) Begutachtung indiziert (Urk. 1 S. 13 f.
)
.
3.
3.1
Unmittelbar nach dem Unfall vom 2. April 2011 liess sich die Beschwerdeführe
rin bis am 15. April 2011 stationär von den Ärzten des Spitals
Z._
, Chi
rurgische Klinik, behandeln. Im Austrittsbericht vom 10. Mai 2011 (Urk. 8/8) stellten diese folgende Diagnosen:
Dislozierte distale intraartikuläre
Unterschenkelmehrfragmentfraktur
rechts
Verdacht auf nicht dislozierte Fraktur der 11. Rippe links
USG-Arthrose rechts
Am 8. April 2011 sei
en
im Rahmen
eines operativen Eingriffs eine offene Reposi
tion und interne Fixation (ORIF) des
Malleolus
lateralis
mi
t
6-Loch-
3,5 mm-LCP sowie eine Versorgung der distalen Tibia mittels 3,5-4,5 MIPO (LCP) und Schrauben am
Tubercule
de Chaput vorgenommen worden.
Unfallbe
dingt
sei der Beschwerdeführerin vom
2.
bis 24. April 2011 eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit attestiert worden.
3.2
In ihrem Bericht vom 6. Juli 2011 gaben die Ärzte des Spitals
Z._
, Chirurgi
sche Klinik, an, es
lägen
nicht ausschliesslich Unfallfolgen vor. Viel
mehr sei eine Arthrose bei in Fehlstellung konsolidierter
Calcaneusfraktur
am rechten USG anamnestisch bekannt und computertomographisch nachgewiesen. Diese vorbestehende Schädigung könne sich allenfalls ungünstig auf den
Hei
lungsverlauf
auswirken (Urk. 8/21 S. 1). Voraussichtlich bestehe noch bis im August beziehungsweise September 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
3.3
Am 27. Juli 2011 gaben die Ärzte des Spitals
Z._
, Chirurgische Klinik, an, die vorbestehende rechtsseitige USG-Arthrose beeinflusse den Heilungsverlauf
(Urk. 8/28; vgl. auch Berichte vom 17. August 2011 [Urk. 8/29 S. 1] und vom 16. Dezember 2011 [Urk. 8/38 S. 1])
. Infolge des Unfalls vom 2. April 2011 sei ein bleibender Nachteil in Form einer erhöhten
Arthrosegefährdung
der be
troffenen
Gelenke zu erwarten (Urk. 8/28
).
3.4
Am 16. Dezember 2011 berichteten die Ärzte des Spitals
Z._
, Chirurgische Klinik, der Verlauf sei der Schwere der Verletzung absolut angemessen. Die Be
schwerdeführerin zeige ein sehr flüssiges Gangbild und eine deutlich bessere Beweglichkeit mit inzwischen praktisch möglicher Dorsalextension (Urk. 8/38 S. 1). Sie unterziehe sich noch einer Physiotherapie; weitere
Behandlungsmass
nahmen
seien nicht indiziert.
Die Behandlung werde voraussichtlich noch min
destens ein Jahr
d
auern. Die Beschwerdeführerin arbeite wieder an drei Tagen pro Woche jeweils fünf bis sechs Stunden als Kioskverkäuferin, was 50 % ihres früheren Pensums entspreche (S. 2).
3.5
Am 15. August 2012 stellten die Ärzte des Spitals
Z._
, Chirurgische Kli
nik, nachstehende Diagnosen (Urk. 8/67 S. 1):
Konsolidierte Unterschenkeltrümmerfraktur rechts mit Sta
t
us nach Osteo
synthese des
Malleolus
lateralis
, der Tibia und des
Tubercule
de Chaput am 8. April 2011 sowie
Osteosynthesematerialentfernung
(OSME) Unterschenkel rechts am 23. Mai 2012 mit/bei
USG-Arthrose rechts nach
Kalkaneusfraktur
vor Jahren
Sechs
Wochen nach der
Osteosynthesematerialentfe
rn
ung
habe die Beschwerde
führerin betreffend den
Unterschenkel
über eine deutliche Besserung berichtet;
die belastungsa
bhängigen Schmerzen im Sprunggel
enk seien
indes
unverändert
und sie empfinde daher sechs Stunden Arbeit täglich im Kiosk weiterhin als absolute Obergrenze. Die Patientin
sei
sich bereits selber darüber klar geworden, dass sie beruflich gesehen mittelfristig umsatteln und wieder in ihrem früher erlernten Beruf als Bürokauffrau einsteigen w
o
ll
e
. Aktuell
laufe noch
ein
Ar
beitsversuch
im Kiosk mit
einem Pensum
80
bis 100 Stunden pro Monat;
d
er Arbeitsfähigkeitsgrad
sei vom Hausarzt Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für
All
gemeine Innere Medizin,
ab dem
2. Juli 2012
entsprechend festgelegt
worden
.
Es sei eine Beurteilung durch einen Kreisarzt der SUVA indiziert.
Aufgrund des Verletzungsmusters mit der vorbestehenden USG-Arthrose
und des bisherigen zeitlichen Verlaufs erscheine das Erreichen einer Beschwerdearmut oder gar –
freiheit
immer unwahrscheinlicher.
Insofern sei
mittelfristig wohl doch mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit zu rechnen, wobei natürlich noch offen
sei, wie sich dies bei einem Wechsel auf eine
Bürotätigkeit auswirk
e
. Allenfalls
sei im weiteren Verlauf noch
eine
Sprunggelenksarthrodese
indiziert
. Nebenbei
sei
zu erwähnen, dass
ein
e
wegen linksseitiger Kniebeschwerden veranlasste
MRI
-Un
tersuchung
eine kleine
Bakerzyst
e
und eine Retropatellararthrose gezeigt habe
.
Diesbezüglich sei
aktuell ein konservatives Vorgehen vorgesehen
; die
unfall
ch
i
rurgische
Behandlung
sei an sich
abgeschlossen.
3.6
Dr.
C._
stellte am 24. September 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/94 S. 65):
Dislozierte distale komplette Unterschenkel-Trümmerfraktur rechts
USG-Arthrose rechts nach
Ka
l
kaneusfraktur
vor Jahren
Die Beschwerdeführerin, die ein flüssiges Gangbild aufweise, klage noch immer über Schmerzen an verschiedenen Stellen im Bereich des Unterschenkels. Es fänden eine Physiotherapie, Lymphdrainagen sowie eine Schmerzmedikation statt. In der angestammten Tätigkeit als Kioskverkäuferin, welche die Beschwer
deführerin derzeit im Pensum von 80 Stunden pro Monat ausübe, bestehe noch keine volle Arbeitsfähigkeit; nach langem Stehen träten dabei Schmerzen im Sprunggelenk auf (S. 66). Allenfalls könne das Pensum auf 120 Stunden mo
natlich erhöht werden (S. 67).
3.7
Die behandelnde Physiotherapeutin
D._
gab
i
n ihrem (undatierten, der SUVA am 20. November 2011 zugegangenen) Bericht an, mittels Weiter
führung der Behandlung könne das Gangmuster noch verbessert werden; das Treppensteigen abwärts werde schwierig bleiben. Die Therapie diene vor allem dazu, das erzielte Behandlungsresultat zu erhalten und weiteren
Folgebeschwer
den
vorzubeugen (Urk. 8/96).
3.8
Gestützt auf die Ergebnisse der Untersuchung vom 18. Dezember 2012 hielt
der Kreisarzt
Dr.
A._
in seinem gleichentags verfassten Bericht
(Urk. 8/102)
fest,
es bestünden eine verminderte Belastungstoleranz der rechten unteren Extremität nach komplexer distaler Unterschenkelfraktur rechts mit USG-Betei
ligung am 2. April 2011 und osteosynthetischer Versorgung sowie ein Status nach
Kalkan
eusfraktur
rechts im Jahr 198
0.
Es lasse sich eine verminderte
Be
lastungstoleranz
in der Sprunggelenksregion mit entsprechenden
Bewegungs
einschränkungen
feststellen, wobei insbesondere die Bewegungseinschränkung im Bereich des USG auf den 1980 erlittenen, nicht SUVA-versicherten Unfall zurückzuführen sei. Es sei damit zu rechnen, dass sich nach der Unterschenkel
fraktur, welche auch das OSG mitbetroffen habe, und aufgrund der leichten Fehlstellung des konsolidierten distalen
Tibiafragments
eine OSG-Arthrose ent
wickeln werde. Die Beschwerdeführerin sei in der angestammten Tätigkeit noch zu zirka 75 % arbeitsfähig.
Leichte bis allenfalls vereinzelt mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne Bestei
gen von Leitern und Gerüsten, ohne Tragen a
u
ch leichterer Lasten über mehre Treppen und ohne hockende Position seien ihr ganztags zumutbar, wobei die wechselbelastenden Tätigkeiten aktuell zirka 50 % - und je nach Fortschreiten der OSG-Arthrose – im Laufe der Jahre bis zirka 70 % der täglichen Arbeitszeit beanspruchen sollten (S. 5). Die Beschwerdeführerin sei bemüht, eine Stelle als Büroangestellte zu finden, rechne sich diesbezüglich aber keine grossen Chan
cen aus.
Es seien weiterhin gewisse Leistungen nach Art. 21 UVG auszurichten. Eine Integritätsentschädigung sei noch nicht zu gewähren. Zwar erreiche die gesamte Funktionseinbusse an der rechten unteren Extremität die
Erheblich
keitsgrenze
von 5 %, lasse man den Vorzustand nach
Kalkaneusfraktur
(funk
tionelle Behinderungen im USG und im Mittelfuss) indes ausser Acht, werde dieser Schwellenwert nicht erreicht. Eine entschädigungspflichtige OSG-Arth
rose sei noch nicht vorhanden (S. 6).
3.9
Die – wegen einer
Zervikobrachialgie
veranlasste - MRI-Untersuchung der
Hals
wirbelsäule
(HWS) vom 3. Januar 2013 ergab eine schwere Degeneration des Facettengelenks C3/C4 links mit schwerer
Stenosierung
des
Foramens
C3/C4 links und Reizung der C4-Wurzel links. Eine Ankylose des Facettengelenks C3/C4 links sei möglich, es finde sich indes keine sichere
ossäre
Brücke. Die Veränderungen seien in erster Linie degenerativ bedingt, wobei eine posttrau
matische Genese nicht restlos ausgeschlossen werden könne (Urk. 8/116 S. 1).
3.10
Gestützt auf ihre im Hinblick auf eine berufliche Standortbestimmung getroffe
nen Abklärungen hielten die Ärzte der
B._
, Arbeitsorientierte Rehabilitation, im Bericht vom 3. Mai 2013 fest,
die Beschwerdeführerin sei zur Einsicht
gelangt, dass sie ihre Leistung an der aktuellen Stelle bei der
Y._
nicht mehr weiter steigern könne; eine
Umplatzierung
im Betrieb sei ebenfalls nicht möglich. Sie wünsche sich, eine Anstellung als Mitarbeiterin im Empfang oder als Sachbearbeiterin im Pensum von 50 bis 80 % zu finden; leider seien ihre entsprechenden Bemühungen bis anhin erfolglos verlaufen. Der Beschwer
deführerin seie
n
verschiedene geeignete Tätigkeiten vorgeschlagen worden; al
lenfalls sei der Besuch eines EDV-Auffrischungskurses sinnvoll (Urk. 8/120 S. 2). Die – leistungswillige – Beschwerdeführerin bedürfe einer neuen, ange
passten Arbeitsstelle und bei der Suche danach der Unterstützung (S. 3).
3.1
1
D
ie Ärzte der
E._
,
Rheumatologie, stellte
n
am 15. Mai 2013 nachste
hende Diagnosen (Urk. 8/124 S. 2):
Zervikobrachiales
Schmerzsyndrom links mit/bei
degenerativen Veränderungen C3/C4 links mit
Stenosierung
des
Fora
mens
C3/C4 links
Status nach Rollerunfall im April 2011
Die Beschwerden hätten unter medikamentöser und physiotherapeutischer Be
handlung deutlich gebessert. Die Nackenbeschwerden seien zwischenzeitlich gänzlich abgeklungen, und die Beschwerdeführerin arbeite wieder zu 60 bis 80 %. Es sei ihr vorerst noch die Fortführung der Physiotherapie mit Instruktion eines Heimprogramms verordnet worden.
3.1
2
In seiner auf den Akten basierenden Beurteilung vom 27. Mai 2013 gelangte der Kreisarzt Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
zum Schluss, dass die HWS Beschwerden
-
bei degenerativen Veränderungen der HWS
- haltungsbedingt
seien. Das Unfallereignis vom 2. April 2011 sei nicht geeignet gewesen, derar
tige Veränderungen hervorzurufen (Urk. 8/128).
4.
4.1
Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin sich beim Unfall vom 2. April 2011 am – bereits vorgeschädigten – rechten Unterschenkel ver
letzte. Dass sie sich überdies eine Läsion im Bereich der HWS zuzog, wie sie dies erstmals – rund
eindreiviertel
Jahre nach dem fraglichen Ereignis – anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 18. Dezember 2012 geltend machte
(Urk. 8/102 S. 3)
, erscheint aufgrund der echtzeitlichen Arztberichte und der im MRI vom 3. Januar 2013 festgestellten degen
erativen Befunde im Bereich C3/C4 (Urk. 8/116; vgl. auch Urk. 8/124 S. 2) nicht als überwiegend wahrscheinlich.
4.2
Dass die SUVA die vorübergehenden Leistungen per 31. Dezember 2013 ein
stellte und
auf diesen Zeitpunkt hin
den Renten- und
Integritätsentschädi
gungsanspruch
prüfte, ist nicht zu beanstanden. Nachdem die
Osteosynthes
e
materialentfernung
am 23. Mai 2012 eine deutliche Beschwerdebesserung ge
bracht hatte, hielten die Ärzte des Spitals
Z._
, Chirurgische Klinik, näm
lich schon am 15. August 2012 fest, die unfallchirurgische Behandlung sei ab
geschlossen (Urk. 8/67).
Die behandelnde Physiotherapeutin gab im November 2012 an, die Therapie diene
noch
vordergründig dazu, das Behandlungsresultat zu erhalten und weiteren Folgebeschwerden vorzubeugen
. Zwar ging sie davon aus, dass sich auch das Gangmuster noch verbessern lasse
(Urk. 8/96)
; Dr.
C._
hatte das Gangbild indes bereits am 24. September 2012 als „flüssig“ beschrieben (Urk. 8/94 S. 65), weshalb der damals diesbezüglich noch zu er
wartende Therapieerfolg jedenfalls nicht als erheblich bezeichnet werden kann.
Aufgrund der zitierten medizinischen Berichte und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ihr
ab August 2012
in der angestammten Tätigkeit
erfülltes Pensum
von 80 bis 100 Stunden pro Monat bis Anfang De
zember 2013 nie hatte steigern können und auch selbst keine entsprechende Verbesserung mehr erwartete (Urk. 8/67 S. 1, Urk. 8/155, Urk. 8/120 S. 2), er
folgte der
Falla
bschluss per Ende 2013 jedenfalls nicht verfrüht (Urk. 1 S. 8 ff., Urk. 14 S. 4 f., S. 8 f. und S. 11).
4.3
4.3.1
Was die aus der Unte
rschenkelverletzung resultierende
funktionelle Einschrän
kung anbelangt, steht
aufgrund
der medizinischen Berichte, insbesondere der Beurteilung des Kreisarztes Dr.
A._
vom 18. Dezember 2012 (Urk. 8/102),
fest und ist unbestritten, dass
die Beschwerdeführerin in der angestammten Tä
tigkeit als Kioskverkäuferin lediglich noch zu
75
%
arbeitsfähig ist
.
In einer
lei
densangepassten
Tätigkeit attestierte
Dr.
A._
der Beschwerdeführerin indes eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/102 S. 5
), was angesichts der
unfallbe
dingten
funktionellen Einschränkungen ohne Weiteres nachvollziehbar ist.
Die
Arbeit
als Kioskverkäuferin, die
fast
ausschliesslich im Stehen
und Gehen
aus
geübt wird und das Heben und Tragen teilweise auch schwerer Lasten erfordert
(vgl.
Arbeitgeberfragebogen
[
Urk. 8/94 S. 44
] und
Gesprächsprotokoll SUVA vom 1. November 2012 [Urk. 8/90 S. 2]
), lässt sich mit dem von Dr.
A._
definierten Anforderungsprofil (leichte bis allenfalls vereinzelt mittelschwere
[zu mindestens 50 %]
wechselbelastende
Tätigkeiten ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Tragen a
u
ch leichterer Lasten über mehre
re
Treppen und ohne hockende Position
) nicht vereinbaren. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, bei der bisherigen handle es sich um eine optimal leidensangepasste Tätigkeit
(Urk. 1 S. 9 f., Urk. 14 S. 8
),
ist inso
fern unzutreffend und
steht
überdies im
Wiederspruch zu ihren früheren ein
schlägigen Angaben. So brachte sie wiederholt zum
Ausdruck, dass sie wegen der bei langem Stehen auftretenden Schmerzen im Sprunggelenk auf eine sit
zende Tätigkeit
, namentlich eine Stelle als Büroangestellte,
zu wechseln
beach
sichtige
(Urk. 8/56,
Urk. 8/67 S. 1, Urk.
8/67, Urk. 8/90 S. 2, Urk. 8/102 S. 6, Urk. 8/120 S. 2
, Urk. 8/122
)
, wobei eine
Umplatzierung
bei der
Y._
nicht möglich sei (Urk. 8/120 S. 2). Im Hinblick auf eine entsprechende berufliche Neuorientierung
ersuchte
sie denn auch sowohl
die IV-Stelle als auch die SUVA (welche daraufhin
gar
Kostengutsprache für EDV-Kurse leistete) – um
Umschu
lungsmassnahmen
. In ihrem E-Mail vom
2
4. September 2013 gab sie an, dass sie sich um zwei Stellen als Kassiererin in einem Supermarkt beworben habe beziehungsweise bewerben werde, und fügte an „Ist leider auch keine 100 % Ste
lle oder im Büro, aber mehr im s
itzen“ (Urk. 8/154
; vgl. auch Bewerbungs
schreiben, Urk. 8/136 S. 2 f.)
.
In der Folge teilte sie der SUVA am 20. November 2013 mit, dass sie per 9. Dezember 2013 eine – mehrheitlich sitzende – Tätigkeit als Kassiererin bei
G._
aufnehmen werde (Urk. 8/163).
Demnach ging die SUVA zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin auf
grund der physischen Unfallfolgen in einer Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfä
hig sei (Urk. 2).
4.3.2
In psychischer Hinsicht
gab die Beschwerdeführerin im Laufe der Zeit ver
schiedentlich an
, dass
sich die Krebserkrankung ihres
Ehemanns
phasenweise (je nach Krankheitsverlauf) negativ auf
ihr Wohlbefinden auswirke
(Urk. 8/66, Urk. 8/74, Urk. 8/90 S. 3, Urk. 8/120, Urk. 8/132, Urk. 8/136, Urk. 8/143). Eine eigentliche psychische Störung wurde indes aktenkundig nie diagnostiziert. Dass die Beschwerdeführerin
, die am 9. Dezember 2013 eine neue Stelle antrat (Urk. 8/163), zwischen dem 15. Mai 2013 (Datum des letzten aktenkundigen Arztberichts, Urk. 8/124 S. 2)
–
mithin
nach einer Latenzzeit von
über zwei Jahren
seit dem
fraglichen
Unfall
– und der Erhebung der Beschwerde am 21. Februar 2014 (Urk. 1) eine auf d
as Ereignis
vom 2. April 2011 zurückzu
führende erhebliche psychische Symptomatik entwickelt hat, wie sie
im Rahmen dieses Verfahrens
(
unsubstantiiert
, insbesondere ohne darzutun, dass sie deswe
gen in ärztlicher Behandlung stehe
) geltend machte (Urk. 1 S.
13 f., Urk. 14 S. 5), erscheint aufgrund der gesamten Umstände nicht als überwiegend wahr
scheinlich.
Eine entsprechende Leistungspflicht der SUVA fiele im Übrigen schon deshalb ausser Betracht, weil das versicherte Unfallereignis unter Be
rücksichtigung des konkreten Hergangs und der daraus resultierenden Folgen nicht als adäquat kausale Ursache einer allfälligen später entwickelten psychi
schen Beeinträchtigung qualifiziert werden könnte (vgl.
hiezu
BGE 115 V 133).
4.3.3
B
ei der Ermittlung des Invaliditätsgrads ging die SUVA g
estützt auf die entspre
chenden Angaben der
Y._
für das Jahr
2013 von
einem
– auf ein 100%-Pensum (wöchentliche Arbeitszeit von 43 Stunden; vgl. Urk. 8/1) hochgerech
neten -
Valideneinkommen
von Fr.
48‘208.--
aus (
Urk. 8/135,
Urk.
8/160 S. 2
).
Angesichts der Tatsache, dass die
Beschwerdeführerin dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV)
Y._
unterstand,
war ihr Salär
in ihrer Branche
nicht
unterdurch
schnittlich. Zu einer Parallelisierung des
Valideneinkommens
(vgl.
hiezu
BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen)
besteht daher kein Anlass (Urk. 1 S. 11).
Die fünf von der der SUVA ausgewählten DAP (Urk.
8/158
) sind sowohl mit de
m von Kreisarzt Dr.
A._
definierten
Belastungsprofil
(Urk. 8/102 S. 5
) als auch mit
dem
Ausbildungsstand
der Beschwerdeführerin
vereinbar, was denn – zumindest explizit – auch nicht
bestritten wurde
. Die SUVA ermittelte aufgrund der berücksich
tigten DAP
Lohnangaben betreffend das Jahr 20
13 ein hypo
thetisches Inva
lideneinkommen von Fr.
55‘440
.-- (Urk.
8/158, Urk. 8/160 S. 2
). Dabei stellte sie auf fünf zu
mutbare Arbeitsplätze (DAP-Nrn.
5486
,
9561289
,
405522
,
6113
und
338509
) ab, gab die Gesamtzahl der in Anbe
tracht der
unfallbedingten
Behinderung de
r
Beschwerdeführer
in in Frage kommenden Arbeits
p
lätze, deren Höchst- und
Tiefst
lohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an. Da
mit sind vorliegend sämtliche
bei einem
Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-Tabellen
geltenden Voraussetzungen
(vgl. BGE 129 V 472) erfüllt.
Die Ge
währung eines behinderungsbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen
(Urk. 1 S. 11 f.)
fällt bei der
Ermittlung des Invalideneinkommens
gestützt auf DAP-Profile
ausser Betracht
(BGE 129 V 472). Angesichts der
Tatsache, dass das
Invalideneinkommen
den
Validenlohn
übersteigt, er
weist sich die
Rentenver
weigerung
der SUVA als rechtens. Anzufügen bleibt, dass die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf
statistische Werte (
Tabellenlöhne
gemäss der
vom Bundesamt für Statistik periodisch
durchgeführten Lohnstrukturerhebung) -
wie die SUVA zutreffend darlegte und zuvor schon die IV-Stelle befunden hatte
-
zu keinem anderen Ergebnis führen würde (vgl. Urk. 2 S.
8, Urk. 114 S. 2
).
4.4
Was schliesslich den aus dem Unfall vom 2. April 2011 resultierenden
Integritäts
schaden
anbelangt, legte Kreisarzt Dr.
A._
– gestützt auf die Er
gebnisse seiner fundierten klinischen Untersuchung
vom 18. Dezember 2012
und die
entsprechenden
bildgebenden Befunde – überzeugend dar, dass die
(
ausschliesslich
durch den versicherten Unfall bedingte)
Schädigung am rechten Unterschenkel
(aktuell noch)
mit einer unter 5 % liegenden Integritätseinbusse gleichzusetzen sei
(Urk. 8/102 S. 6)
.
Dafür, dass sich die OSG-Arthrose in der
Folge in den rund dreizehn Monaten zwischen der kreisärztlichen Untersuchung und dem Erlass des
Einspracheentscheids
vom 29. Januar 2014 (Urk. 2) bereits erheblich verschlimmerte (Urk. 1 S. 13, Urk. 14 S. 3 und S. 11), gibt es
keinerlei Anhaltspunkte
. Die Beschwerdeführerin machte denn auch keine seit Ende 2013 eingetretene Verschlimmerung der Beschwerden im OSG geltend.
Dass schon aufgrund des Befunds im Zeitpunkt der Untersuchung vom 18. Dezember 2012 mit einer überwiegend wahrscheinlichen wesentlichen Verschlechterung innert nur rund eines Jahres zu rechnen war, ist jedenfalls nicht anzunehmen, an
sonsten Dr.
A._
dies auch so festgehalten hätte.
Sofern der Beschwerde
führerin ursprünglich
– trotz
Fehlens einer entsprechenden
Anspruchsgrundlage -
eine 5%ige Integritätsentschädigung in Aussicht gestellt worden war
(vgl.
hiezu
Urk. 8/101, Urk. 8/117)
, kann sie aus diesem Umstand jedenfalls keinen Rechtsanspruch auf eine entsprechende Leistung ableiten
(Urk. 1 S. 13)
.
Anzumerken ist, dass es der Beschwerdeführer im Falle einer nennenswerten Verschlimmerung der unfallbedingten Arthrose unbenommen bleibt, zu gegebe
ner Zeit – unter dem Titel Spätfolgen –
erneut eine
n
Anspruch auf
Integritäts
entschädigung
geltend zu machen
.
4.5
Nach dem Gesagten
besteht kein Anlass zu weiteren medizinischen Abklärun
gen (Urk. 1 S. 2; antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E. 1d mit Hin
weisen).
Da d
ie
per
31. Dezember 2012
verfügte Leistungseinstellung nicht zu beanstanden
ist, ist die
Beschwerde abzuweisen.