Decision ID: 6ccea43b-43f3-4ed6-8ee7-dddaa27f975f
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom 10. März 2011 (DG100580)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 17. November
2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 9).
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte ist schuldig
− der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten im Sinne von Art. 217
Abs. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Monaten Freiheitsstrafe.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2
Jahre festgesetzt.
4. Die Privatklägerin A._ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den
Weg des Zivilprozesses verwiesen.
5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 17. Dezember
2009 bei der D._, ... [Adresse], angeordnete Beschlagnahmung der
folgenden Guthaben
- Conto base Nr. ... EUR lautend auf B._ und C._;
- Conto risparmio Nr. ... CHF lautend auf B._ und C._
wird nach rechtskräftiger Erledigung des Verfahrens aufgehoben.
6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 17. Dezember
2009 in Bezug auf das Grundstück (Parzelle ...) in der Gemeinde
W._/Z._ lautend auf C._ angeordnete Sperre wird nach
rechtskräftiger Erledigung des Verfahrens aufgehoben.
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7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 2. März 2010
beschlagnahmten und bei der Kasse der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
unter der Sachkaution Nr. ... aufbewahrten Unterlagen (div. Ordner der
E._ ag in Liq.) werden an Frau C._, ... W._ nach rechtskräfti-
ger Erledigung des Verfahrens herausgegeben.
8. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 2'000.-- ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. Kosten Kantonspolizei
Fr. Gebühr Anklagebehörde
Fr. Kanzleikosten
Fr. 30.-- Auslagen Untersuchung
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
9. Die Kosten, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung werden dem
Beschuldigten auferlegt.
10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._ für das ge-
samte Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 1'200.– zu
bezahlen.
Berufungsanträge:
der Privatklägerschaft:
(Urk. 39 S. 2 f.)
- Bezüglich vorinstanzliche Dispositiv Ziff. 4 wird Gutheissung des  der Privatklägerin im Betrage von Fr. 67'512.– zuzüglich 5% Zins seit dem 1.8.2005 beantragt (vgl. Antrag vor erster Instanz gemäss Prot. Seite 8, festgehalten im erstinstanzlichen Urteil Seite 4).
- Hinsichtlich vorinstanzliche Dispositiv Ziff. 5 wird die Einziehung der  Guthaben bei der D._ und deren Vorabverwendung zur Deckung der Zivilansprüche der Privatklägerin durch Anweisung an die Bank beantragt (siehe vorinstanzliches Protokoll Seite 8, vorinstanzliches Urteil Seite 4).
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- Bezüglich vorinstanzliche Dispositiv Ziff. 6 wird Einziehung, Verwertung und Verwendung des Erlöses vorab zur Deckung der Forderungen der  (aus der Verwertung des Grundstückes Parzelle ... in der Gemeinde W._ / Z._) beantragt (siehe vorinstanzliches Protokoll Seite 8,  Urteil Seite 4).
- Betreffend Dispositiv Ziff. 4 wird beantragt, dass die Unterlagen erst nach rechtskräftiger Erledigung der Dispositiv Ziffern 4, 5 und 6 herausgegeben werden sollen.
- Hinsichtlich Dispositiv Ziff. 10 wird beantragt, dass für das gesamte  eine Prozessentschädigung von Fr. 6'000.–, zuzüglich MwST, dem  auferlegt werden soll.
des Beschuldigten:
(Urk. 59 S. 2)
1. Das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich zu bestätigen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Privatklägers.
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Erwägungen:
I.
1. Mit Urteil der Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirksgerichts Zürich,
7. Abteilung, vom 10. März 2011 wurde der Berufungsbeklagte und Beschuldigte
(fortan der Beschuldigte) B._ der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten
im Sinne von Art. 217 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Freiheits-
strafe von 9 Monaten bestraft. Der Vollzug wurde aufgeschoben und die Probezeit
auf 2 Jahre festgesetzt. Die Privatklägerin A._ wurde mit ihrem Schadener-
satzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. Es wurde sodann die
Aufhebung der mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft angeordneten Beschlag-
nahmungen von Guthaben und der angeordneten Grundbuchsperre sowie die
Herausgabe der beschlagnahmten Unterlagen entschieden (Urk. 31). Das Urteil
wurde dem Beschuldigten mündlich und der Staatsanwaltschaft am 11. März
2011 und der Privatklägerschaft am 14. März 2011 schriftlich eröffnet (Urk. 23a/1-
2).
2. Mit Eingabe vom 14. März 2011 erhob die Staatsanwaltschaft Berufung
(Urk. 24), welche sie am 11. Juli 2011 jedoch zurückzog (Urk. 35), wovon Vor-
merk zu nehmen ist. Die Privatklägerin meldete mit Schreiben vom 21. März 2011
innert der 10-tägigen Frist und damit rechtzeitig Berufung an (Urk. 25) und liess
dem Obergericht mit Eingabe vom 13. Juli 2011 die Berufungserklärung zukom-
men (Urk. 36). Mit Präsidialverfügung vom 19. Juli 2011 wurde der Privatklägerin
Frist zur Verdeutlichung der Berufungserklärung angesetzt (Urk. 37), welche mit
Schreiben vom 28. Juli 2011 erfolgte (Urk. 39). Mit Präsidialverfügung vom
29. Juli 2011 wurde der Staatsanwaltschaft und dem Beschuldigten sodann Frist
angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären oder begründet ein Nichteintreten
zu beantragen (Urk. 40). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom
8. August 2011 auf Anschlussberufung (Urk. 41). Beweisanträge wurden von kei-
ner Partei gestellt.
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3. Mit Beschluss vom 9. September 2011 wurde gestützt auf Art. 406
Abs. 1 lit. b, d und e StPO das schriftliche Verfahren angeordnet und der Privat-
klägerin Frist zur Einreichung der Berufungsbegründung angesetzt (Urk. 46). Die-
se ging am 7. November 2011 innert erstreckter Frist beim Obergericht ein
(Urk. 51). Mit Präsidialverfügung vom 8. November 2011 wurde der Staatsanwalt-
schaft und dem Beschuldigten Frist zur Berufungsantwort angesetzt und der Vo-
rinstanz Gelegenheit zur freigestellten Vernehmlassung eingeräumt (Urk. 53). Die
Vorinstanz verzichtete am 10. November 2011 auf eine Vernehmlassung
(Urk. 55). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 18. November
2011 auf eine Berufungsantwort (Urk. 56). Eine solche ging jedoch vom Beschul-
digten am 11. Januar 2012 innert erstreckter Frist beim Obergericht ein. Er liess
die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantragen (Urk. 59). Mit Präsidial-
verfügung vom 12. Januar 2012 wurde der Privatklägerin die Berufungsantwort
zugestellt und ihr Frist zur freigestellten Vernehmlassung zu allfälligen Noven an-
gesetzt (Urk. 60). Die Vernehmlassung der Privatklägerin ging mit Eingabe vom
26. Januar 2012 am Obergericht ein (Urk. 63/1) und wurde dem Beschuldigten
am 31. Januar 2012 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 64).
4. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung
(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in
Rechtskraft (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 402 N 1; Art. 437 StPO). Es ist
festzustellen, dass das Urteil der Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirksge-
richts Zürich, 7. Abteilung, vom 10. März 2011, bezüglich Dispositivziffern 1
(Schuldpunkt), 2 (Strafe), 3 (Strafvollzug) sowie 8 - 9 (Kostendispositiv) in Recht-
kraft erwachsen ist.
II.
1. Die Privatklägerin beantragt Schadenersatz in der Höhe von
Fr. 67'512.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 1. August 2005 (Urk. 39 S. 2, Urk. 51
S. 2).
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2. Die geschädigte Person kann zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat
als Privatklägerschaft adhäsionsweise im Strafverfahren geltend machen (Art. 122
Abs. 1 StPO). Die in der Zivilklage geltend gemachte Forderung ist nach Möglich-
keit in der Erklärung nach Artikel 119 StPO zu beziffern und, unter Angabe der
angerufenen Beweismittel, kurz zu begründen (Art. 123 Abs. 1 StPO). Das mit der
Strafsache befasste Gericht beurteilt den Zivilanspruch ungeachtet des Streit-
werts (Art. 124 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO wird die Zivilkla-
ge auf den Zivilweg verwiesen, wenn die Privatklägerschaft ihre Klage nicht hin-
reichend begründet oder beziffert hat.
Das im Zusammenhang mit dem Strafprozess betriebene Adhäsionsverfah-
ren ist im Prinzip ein Zivilprozess, folgt jedoch eigenen Regeln (Schmid, Hand-
buch StPO, N 706). Seiner Natur nach ist der Adhäsionsprozess ein Zivilprozess
im Strafprozess (Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht,
6. Auflage, S. 146 N 12). Der Zivilrichter tritt auf eine Klage nicht ein, wenn die
Sache schon rechtkräftig entschieden ist (vgl. Art. 59 Abs. 1 und Abs. 2 lit. e
ZPO). Liegt ein Zivilurteil vor, so ist auch der Strafrichter daran gebunden. Dies
gilt bei der Beurteilung der Vernachlässigung von Unterstützungspflichten gemäss
Scheidungsurteilen für die darin festgelegten Unterhaltsbeiträge (Schmid, Straf-
prozessrecht, N 592). Lautet ein Entscheid auf eine Geldzahlung, so wird er nach
den Bestimmungen des SchKG vollstreckt (Art. 335 Abs. 2 ZPO).
3. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, entsprechen die geltend ge-
machten Fr. 67'512.– den gesamten (zivilrechtlich) geschuldeten Unterhaltsbei-
trägen für die Zeit von November 2006 bis und mit November 2010 zuzüglich den
zu wenig bezahlten Unterhaltsbeiträgen von Februar 2004 bis November 2006
(Urk. 1/2/5, Urk. 9 S. 2, Urk. 31 S. 19). Über die Forderung der Privatklägerin auf
Unterhaltsbeiträge wurde folglich bereits durch den Scheidungsrichter rechtskräf-
tig entschieden. Der Anspruch der Privatklägerin auf Unterhaltsbeiträge bestand
bereits aufgrund des Scheidungsurteils und entstand nicht erst durch das Nicht-
bezahlen der Unterhaltsbeiträge durch den Beschuldigten. Es handelt sich folglich
nicht um einen zivilrechtlichen Anspruch aus der Straftat. Für die Vollstreckung
dieses Anspruchs auf Geldzahlung sehen die Gesetze das Betreibungsverfahren
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gemäss SchKG vor. Mit dem Scheidungsurteil hat die Privatklägerin sodann einen
definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG. Hingegen fällt es we-
der in die Kompetenz des Zivil- noch des Strafrichters, unter Umgehung der Re-
geln des Schuldbetreibungs- und Konkursverfahrens die Vollstreckung einer
Geldforderung anzuordnen oder gar ein Urteil über eine Forderung zu fällen, über
welche bereits rechtskräftig entschieden wurde. Auch kann es nicht sein, dass der
Strafrichter zu prüfen hat, ob allenfalls noch andere Gläubiger der selben Klasse
wie derjenigen, in welcher sich eine unterhaltsberechtigte Person befindet, vor-
handen sind. Die Privatklägerin würde sonst gegenüber anderen Gläubigern, wel-
che ihre Forderungen nicht über ein Strafverfahren geltend machen können, privi-
legiert werden. Der Sinn dieses Straftatbestandes kann nicht die Umgehung der
Regeln des Schuldbetreibungs- und Konkursverfahrens sein, sondern dient viel-
mehr dazu, mit einer (drohenden) Bestrafung des Unterhaltspflichtigen diesem
gegenüber Druck aufzusetzen, sich an seine Verpflichtung zu halten.
Weil über die Forderung der Klägerin im Scheidungsurteil bereits rechtskräf-
tig entschieden wurde und diese nicht durch die Straftat entstand, und da der
Strafrichter nicht die Kompetenz hat, als Vollstreckungsrichter zu amten, hätte die
Vorinstanz auf die Schadenersatzforderung von Fr. 67'512.– an sich gar nicht ein-
treten dürfen. Da vom Beschuldigten jedoch kein Rechtsmittel erhoben wurde und
die Rechtsmittelinstanz Entscheide im Zivilpunkt nicht zum Nachteil der Privatklä-
gerin abändern darf, wenn nur von dieser ein Rechtsmittel ergriffen wurde (Art.
391 Abs. 3 StPO), ist der Entscheid der Vorinstanz, wonach die Privatklägerin mit
ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg zu verweisen ist, zu bestätigen.
Die Vorinstanz führte aus, das Begehren der Privatklägerin sei nicht genü-
gend substantiiert (Urk. 31 S. 19). Der Beschuldigte schliesst sich dem in seiner
Berufungsantwort an und macht geltend, der Privatklägerin sei es verwehrt, die
fehlende oder ungenügende Begründung im Berufungsverfahren nachzureichen
(Urk. 59 S. 4 ff.). Unter den gegebenen Umständen ist es jedoch irrelevant, ob der
Antrag der Privatklägerin genügend substantiiert war oder nicht. Es kann sodann
offen gelassen werden, ob die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, die konkrete
Leistungsfähigkeit des Beschuldigten zu berechnen und den in strafbarer Weise
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vorenthaltenen Unterhaltsbeitrag in einem genauen Betrag festzuhalten, wie die
Privatklägerin geltend machen lässt (Urk. 51 S. 4 f. und S. 7 f.). Entgegen der Auf-
fassung des Vertreters der Privatklägerin (Urk. 51 S. 5) scheitert eine Beurteilung
des geltend gemachten Zivilanspruchs nicht daran, dass die Vorinstanz darauf
verzichtete, einen genauen Delikts-Betrag festzulegen, sondern bereits aus den
vorstehend erwähnten Erwägungen.
III.
1. Die Privatklägerin beantragt weiter, die mit Verfügung der Staatsan-
waltschaft vom 17. Dezember 2009 bei der D._ beschlagnahmten Guthaben
auf den beiden auf den Beschuldigten und Frau C._ lautenden Konti einzu-
ziehen und die Guthaben zur Deckung der Ansprüche der Privatklägerin durch
Anweisung an die Bank zu verwenden. Sodann beantragt sie, das mit Verfügung
der Staatsanwaltschaft vom 17. Dezember 2009 gesperrte Grundstück, lautend
auf Frau C._, einzuziehen, zu verwerten und den Erlös vorab zur Deckung
der Forderungen der Privatklägerin zu verwenden (Urk. 39 S. 2, Urk. 51 S. 3).
2. Gemäss Art. 70 StGB verfügt das Gericht die Einziehung von Vermö-
genswerten, die durch eine Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt wa-
ren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletz-
ten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ausgehändigt werden. Er-
leidet jemand durch ein Verbrechen oder Vergehen einen Schaden, der nicht
durch eine Versicherung gedeckt ist, und ist anzunehmen, dass der Täter den
Schaden nicht ersetzen oder eine Genugtuung nicht leisten wird, so spricht das
Gericht dem Geschädigten auf dessen Verlangen bis zur Höhe des Schadener-
satzes beziehungsweise der Genugtuung, die gerichtlich oder durch Vergleich
festgesetzt worden sind, die eingezogenen Gegenstände und Vermögenswerte
oder deren Verwertungserlös unter Abzug der Verwertungskosten zu (Art. 73 Abs.
1 lit. b StGB). Andere Ansprüche mit Schadensausgleichcharakter wie solche auf
Verfahrensentschädigung des Geschädigten gegen den Beschuldigten für seine
Umtriebe im Strafverfahren u.Ä. werden von Art. 73 StGB nicht erfasst (Schmid,
Kommentar Einziehung, organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, 2. Aufl., Bd. I,
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Art. 73 N 21). Es können nur solche Gegenstände und Vermögenswerte dem Ge-
schädigten zugesprochen werden, welche effektiv im Sinne von Art. 69-72 ein-
ziehbar sind und eingezogen wurden. Die direkte Verwendung von anderen Ver-
mögenswerten, welche zwar strafrechtlich beschlagnahmt wurden (z.B. zur Siche-
rung der Verfahrenskosten gemäss StPO), jedoch mangels Gefährdung bzw. De-
liktskonnex nicht im Sinne von Art. 69-72 eingezogen werden können, ist unzu-
lässig (BSK Strafrecht I-Baumann, Art. 73 N 15). Ausserdem ist eine Beschlag-
nahme zur Kostendeckung im Sinne von Art. 268 Abs. 1 lit. a und b StPO nur zur
Deckung der Verfahrenskosten, Entschädigungen, Geldstrafen und Bussen mög-
lich, nicht aber zugunsten Geschädigter, also zur Sicherung der Zivilansprüche
i.S. eines sog. Gläubigerarrests (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 268 N 2).
Ebenso wenig kann über die Verwendung von Vermögenswerten zugunsten der
Geschädigten entschieden werden, wenn eine Beurteilung der Zivilforderungen im
Strafverfahren nicht möglich ist (BGE 6B_405/2008 E. 1.3.4).
3. Wie bereits unter Ziffer II.3 vorstehend ausgeführt, kann im vorliegen-
den Verfahren die Zivilforderung der Privatklägerin nicht beurteilt werden. Bereits
deswegen kann über die Verwendung der eingezogenen Guthaben auf den bei-
den Konti des Beschuldigten und seiner Ehefrau zugunsten der Privatklägerin vor-
liegend nicht entschieden werden.
Kommt hinzu, dass die Guthaben auf den Konti nicht durch die Straftat des
Beschuldigten, d.h. durch die Vernachlässigung von Unterhaltspflichten erlangt
wurden. Die Herkunft der Gelder auf den Konti des Beschuldigten und seiner Ehe-
frau stammen nicht aus einer illegalen Tätigkeit. Die Gelder wurden legal, insbe-
sondere durch ihre Erwerbstätigkeit, erworben. Die Einziehung ist nicht zulässig,
soweit Einnahmen aus einem objektiv legalen Rechtsgeschäft stammen (vgl. BGE
125 IV 4 E. 2b/bb S. 8; BGE 6B_1000/2010 E. 3.1). Gemäss BGE 6B_1000/2010
und BGE 6B_188/2011 darf nicht einmal Einkommen aus Schwarzarbeit eingezo-
gen werden.
Als Vermögenswerte im Sinne von Art. 70 StGB gelten zwar auch Erspar-
nisvorteile (BSK Strafrecht I-Baumann, Art. 70/71 N 27), d.h. allgemein wird an-
genommen, dass aufgrund einer Straftat erzielte Einsparungen einen der Einzie-
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hung unterliegenden Vermögenswert darstellen. Dies gilt auch für Kosteneinspa-
rungen (BGE 119 IV 10 E. 4c/bb). Vorliegend hat der Beschuldigte jedoch keine
Einsparungen gemacht, indem er die Unterhaltsbeiträge nicht bezahlt hat, denn
die Schuld, die Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, besteht nach wie vor. Durch das
Nichtbezahlen der Unterhaltsbeiträge hat er seine buchhalterische Passivseite
nicht etwa verringert.
Zusammenfassend fehlt es am Konnex zwischen den beschlagnahmten
Vermögenswerten und der Straftat, welcher Voraussetzung für eine Einziehung
im Sinne von Art. 70 StGB ist. Wie bereits ausgeführt, können dem Geschädigten
nur Vermögenswerte zugesprochen werden, welche effektiv im Sinne von Art. 69-
72 StGB einziehbar sind, weshalb auch aus diesem Grund dem Begehren der
Privatklägerin nicht entsprochen werden kann und stattdessen die Beschlagnah-
me der Konti aufzuheben ist. Wie oben erwähnt, ist selbst gestützt auf Art. 263
Abs. 1 lit. b bzw. Art. 268 Abs. 1 lit. a StPO die Verwendung der beschlagnahmten
Vermögenswerte zugunsten der Geschädigten nicht möglich, da diese Beschlag-
nahme nicht der Sicherung der Zivilansprüche dient. Die Einziehung und die Zu-
weisung an die Privatklägerschaft wird somit - entgegen der Auffassung des Ver-
treters der Privatklägerin (Urk. 51 S. 10) - nicht aufgrund der geltend gemachten
mangelhaften Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz verunmöglicht.
4. Die vorstehenden Ausführungen treffen ohne weiteres auch auf das
Begehren der Privatklägerin um Einziehung und Verwertung des gesperrten
Grundstücks und zur Verwendung des Erlöses zur Deckung der Forderungen der
Privatklägerin zu. Auch hier fehlt es an der Voraussetzung eines gerichtlich fest-
gesetzten Schadenersatzanspruchs sowie an der Einziehbarkeit des Grundstücks
mangels erwiesenen Konnexes zur Straftat, zumal das Grundstück auf die Ehe-
frau des Beschuldigten lautet. Somit ist auch die Sperre in Bezug auf das genann-
te Grundstück aufzuheben.
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IV.
1. Sodann beantragt die Privatklägerin, dass die mit Verfügung der
Staatsanwaltschaft vom 2. März 2010 beschlagnahmten Unterlagen (div. Ordner
der E._ AG in Liq.) erst nach rechtskräftiger Erledigung der Dispositivziffern
4, 5 und 6 an Frau C._ herauszugeben seien. Sie begründet dies damit, dass
für den Fall, dass das Gericht zum Schluss komme, die Beurteilung der Zivilan-
sprüche im Strafverfahren sowie die beantragte Einziehung von Vermögenswer-
ten seien nicht möglich, nur zivilrechtliche Behelfe resp. Zivilverfahren bleiben
würden und die Privatklägerin auch für diese Behelfe/Zivilverfahren auf die Unter-
lagen angewiesen sei (Urk. 39 S. 2, Urk. 51 S. 3 und S. 10 f.).
2. Die Unterlagen der E._ AG in Liq. wurden gestützt auf §§ 96 ff.
ZH-StPO beschlagnahmt (Urk. 5/3). Gemäss § 96 ZH-StPO kann der Untersu-
chungsbeamte Gegenstände und Vermögenswerte, die als Beweismittel oder zur
Einziehung in Frage kommen, in Beschlag nehmen (eine entsprechende Rege-
lung findet sich in Art. 263 Abs. 1 StPO). Wird das Verfahren, in welchem eine
Beschlagnahme gemäss § 96 ZH-StPO erfolgte, durch Urteil oder Beschluss ei-
nes Gerichts abgeschlossen, so befindet die betreffende Behörde darüber, ob die
sichergestellten Gegenstände und Vermögenswerte freizugeben oder einzuzie-
hen sind. In diesem Fall entscheidet die Behörde auch darüber, ob das beschlag-
nahmte Gut zu vernichten, unbrauchbar zu machen, an Dritte herauszugeben o-
der zu Gunsten Geschädigter zu verwenden ist (§ 106 Abs. 1 ZH-StPO). Eine
entsprechende Regelung ergibt sich auch aus Art. 267 Abs. 3 StPO, wonach über
die Rückgabe eines beschlagnahmten Gegenstandes an die berechtigte Person,
seine Verwendung zur Kostendeckung oder über seine Einziehung im Endent-
scheid zu befinden ist.
Zweck der Beschlagnahme der Unterlagen der E._ AG in Liq. war de-
ren Nutzung als Beweismittel im Strafverfahren und nicht etwa in einem allfälligen
späteren Zivilverfahren. Ein Strafverfahren dient nicht dazu, Beweismittel für ein
Zivilverfahren zu sichern. Ausserdem hat die Privatklägerin als Verfahrensbeteilig-
te das Recht, Kopien der Unterlagen zu erstellen, womit sie auch nach einem ab-
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geschlossenen Strafverfahren über diese verfügen könnte. Da eine Verurteilung
des Beschuldigten erfolgt ist, fällt der Grund der Beschlagnahme dahin. Deshalb
sind die Unterlagen nach rechtskräftiger Erledigung des Verfahrens an C._
herauszugeben. Dispositivziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils ist dementspre-
chend zu bestätigen.
V.
1. Die Staatsanwaltschaft hatte vor Vorinstanz nebst der Einziehung und
Verwertung des gesperrten Grundstückes und Verwendung des Erlöses zur De-
ckung der Schadenersatzforderung der Geschädigten für den Falle eines Über-
schusses die Verwendung des Erlöses zur Deckung der Busse und Verfahrens-
kosten beantragt. Diesem Begehren ist die Vorinstanz nicht gefolgt (vgl. Urk. 31
S. 21 f.). Dieser Entscheid wurde von der Staatsanwaltschaft nicht angefochten.
2. Von der Privatklägerin wurde zwar nicht beantragt, dass nebst der Ein-
ziehung und Verwertung des gesperrten Grundstücks und Verwendung des Erlö-
ses zur Deckung der Schadenersatzforderung der Geschädigten, was - wie be-
reits unter Ziff. III vorstehend ausgeführt - abzulehnen ist, ein Erlös zur Deckung
der Prozessentschädigung zu verwenden sei. Der Vollständigkeit halber ist jedoch
Folgendes anzumerken:
Gemäss Art. 263 Abs. 1 StPO können Gegenstände und Vermögenswerte
einer beschuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn
die Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich als Beweismittel ge-
braucht werden, zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen
und Entschädigungen gebraucht werden, dem Geschädigten zurückzugeben oder
einzuziehen sind. Im Endentscheid ist über die Rückgabe eines beschlagnahmten
Gegenstandes oder Vermögenswertes an die berechtigte Person, seine Verwen-
dung zur Kostendeckung oder über seine Einziehung zu entscheiden (Art. 267
Abs. 3 StPO). Die Beschlagnahme gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO (Beschlag-
nahme zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Ent-
schädigungen) ist näher in Art. 268 StPO geregelt (Schmid, StPO Praxiskommen-
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tar, Art. 263 N 2). Demnach kann vom Vermögen der beschuldigten Person so
viel beschlagnahmt werden, als voraussichtlich nötig ist zur Deckung der Verfah-
renskosten und Entschädigungen (Art. 268 Abs. 1 lit. a StPO). Eine Beschlag-
nahme ist nur für die dem Staat geschuldeten Verfahrenskosten und Entschädi-
gungen (so nach Art. 417 oder 426 Abs. 1 StPO), aber nicht für Entschädigungen,
die eine Partei der anderen schuldet, so nach Art. 432 oder 433 StPO, möglich
(Schmid, a.a.O., Art. 268 N 4). Folglich kann das beschlagnahmte Vermögen
nicht zur Deckung der Prozessentschädigung der Privatklägerin verwendet wer-
den. Es bleibt beim Resultat, dass die Sperre des Grundstücks aufzuheben ist.
VI.
1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Mas-
sgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Privatkläge-
rin unterliegt mit allen ihren Anträgen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Be-
rufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, deshalb der
Privatklägerin aufzuerlegen.
2. Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person An-
spruch auf angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Ver-
fahren, wenn sie obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Das Obsiegen besteht im
Regelfall in der Verurteilung der beschuldigten Person (bei der Konstituierung als
Strafkläger) und/oder Obsiegen der Privatklägerschaft als Zivilkläger im Zivilpunkt
(Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 433 N 6). Gemäss Basler Kommentar
rechtfertigt es sich - in Analogie zu Art. 432 StPO - nicht, der Privatklägerschaft
eine Entschädigung für ihre Aufwendungen im Strafverfahren zuzusprechen,
wenn die Zivilansprüche auf den Zivilweg verwiesen werden, da ihr die Zivilgerich-
te bei ihrem Obsiegen im Zivilprozess eine Entschädigung aus Zivilprozessrecht
zusprechen werden (BSK StPO-Wehrenberg/Bernhard, Art. 433 N 7).
2.1. Die Privatklägerin beantragt für das gesamte erstinstanzliche Verfahren
eine Prozessentschädigung von Fr. 6'000.– zuzüglich MwSt, welche dem Be-
schuldigten aufzuerlegen seien (Urk. 39 S. 3, Urk. 51 S. 3).
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Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten, der Privatklägerin eine Pro-
zessentschädigung von Fr. 1'200.– für das erstinstanzliche Verfahren zu bezahlen
(Urk. 31 S. 22). Der Vertreter der Privatklägerschaft macht geltend, dass diese
Entschädigung zu tief bemessen sei, da in einem Strafprozess die Grundgebühr
vor den Einzelgerichten in der Regel Fr. 600.– bis Fr. 8'000.– betrage und der ge-
leistete Aufwand und die Schwierigkeit des Falls vorliegend eine Entschädigung
von Fr. 6'000.– zuzüglich MwSt rechtfertige (Urk. 51 S. 11). Er reichte dazu die
der Privatklägerin in Rechnung gestellten Honorarnoten ein (Urk. 52/1-2).
Vorab ist festzuhalten, dass gemäss Art. 433 Abs. 2 StPO die Privatkläger-
schaft ihre Entschädigungsforderung bei der Strafbehörde zu beantragen, zu be-
ziffern und zu belegen hat. Kommt sie dieser Pflicht nicht nach, so tritt die Straf-
behörde auf den Antrag nicht ein. Der Untersuchungsgrundsatz gilt hier nicht, d.h.
die Privatklägerschaft hat selbst aktiv zu werden und die Zusprechung ihrer For-
derung zu beantragen, diese zu beziffern und zu belegen. Werden die Ansprüche
nicht gemeldet, so wird darauf nicht eingetreten (Schmid, a.a.O., Art. 434 N 9).
Die Privatklägerin liess ihre Entschädigungsforderung vor Vorinstanz nicht bezif-
fern und belegte diese auch nicht, sondern beantragte eine "angemessene Ent-
schädigung" (Prot. I S. 8) bzw. überliess die Bemessung der Entschädigung dem
Gericht (Prot. I S. 11). Die Vorinstanz hätte mangels Bezifferung der Entschädi-
gungsforderung nicht einmal auf den Antrag auf Entschädigung eintreten müssen.
Da vom Beschuldigten jedoch kein Rechtsmittel erhoben wurde und die Rechts-
mittelinstanz Entscheide im Zivilpunkt nicht zum Nachteil der Privatklägerin abän-
dern darf, wenn nur von dieser ein Rechtsmittel ergriffen wurde (Art. 391 Abs. 3
StPO), kann nachträglich kein diesbezüglicher Nichteintretensentscheid gefällt
werden.
Was die Höhe der Entschädigungsforderung betrifft, so bleibt es aber dabei,
dass es der Vertreter der Privatklägerin der Vorinstanz überliess, die Höhe der
Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. Es kann nicht angehen, dass ein
Privatkläger einen Ermessenentscheid beantragt und die Aufwendungen nicht be-
ziffert und erst im Rechtsmittelverfahren geltend macht, welche Entschädigung er
an sich zugesprochen haben möchte. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass die
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Privatklägerin im erstinstanzlichen Verfahren nur bezüglich des Strafpunkts (durch
die Verurteilung des Beschuldigten), nicht jedoch betreffend den Zivilpunkt ob-
siegt hat, da ihre Zivilansprüche auf den Zivilweg verwiesen, die beschlagnahm-
ten Vermögenswerte herausgegeben und die Grundstücksperre aufgehoben wur-
den. Folglich hat sie ohnehin nur Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädi-
gung. Unter diesen Umständen erscheint die von der Vorinstanz ausgesprochene
Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 1'200.– als durchaus angemessen,
weshalb diese zu bestätigen ist.
2.2. Auch für das Berufungsverfahren beantragt die Privatklägerin eine Pro-
zessentschädigung und beziffert diese mit Fr. 9'270.60 (Urk. 51 S. 3 und S. 11 f.,
Urk. 52/3).
Da die Privatklägerschaft im Berufungsverfahren unterliegt, ist ihr für das
vorliegende Verfahren keine Entschädigung zuzusprechen.
3. Die obsiegende beschuldigte Person hat gegenüber der Privatkläger-
schaft Anspruch auf angemessene Entschädigung für die durch die Anträge zum
Zivilpunkt verursachten Aufwendungen (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 432 Abs. 1
StPO). Im vorliegenden Verfahren bestehen diese in den Kosten für die amtliche
Verteidigung. Da diese unter die Verfahrenskosten fallen, welche der Privatkläge-
rin ohnehin aufzuerlegen sind, ist dem Beschuldigten keine Entschädigung zuzu-
sprechen.