Decision ID: 2facf54a-5166-4d80-b8b6-6f96e9b39275
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer), war seit dem 2. April
1991 bei der B._ AG, (nachfolgend Arbeitgeberin), als Bauarbeiter tätig und dadurch
bei der Suva unfallversichert, als er am 27. Mai 2013 bei Reinigungsarbeiten in einen
zwei bis drei Meter tiefen Schacht stürzte und sich insbesondere am linken Oberarm
verletzte. Die Erstbehandlung fand im Spital C._ statt. Diagnostiziert wurde
unfallbedingt eine wenig dislozierte Humerusschaftfraktur links (UV-act. 3, 4, 15, 16,
22). Nachfolgend übernahm die ärztliche Behandlung Dr. med. D._, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie FMH, Klinik E._. Im Arztbericht vom 31. Mai 2013
diagnostizierte die Fachärztin ebenfalls eine Humerusschaftfraktur links mit geringer
Dislokation (UV-act. 3).
A.b Am 31. Mai 2013 erfolgte die Unfallmeldung an die Suva (UV-act. 4). Mit Schreiben
vom 4. und 17. Juni 2013 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des
Berufsunfalls vom 27. Mai 2013 Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilbehandlung)
zu (UV-act. 6 f., 14).
A.c Bereits am 3. Juni 2013 war beim Versicherten die Humerusschaftfraktur mittels
Prevot-Nagelung Humerus von distral operativ vorsorgt worden (UV-act. 12). Am 20.
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August 2015 erklärte der Versicherte, dass er Schmerzen im operierten Bereich sowie
am linken Handgelenk habe und dieses deswegen kaum richtig bewegen könne (UV-
act. 22). Im Arztbericht vom 2. September 2013 erklärte Dr. D._, dass der
Faustschluss der linken Hand nicht möglich sei (UV-act. 23). Am 23. Oktober 2013 gab
der Versicherte gegenüber der Suva an, dass die Schmerzen nach wie vor gleich seien
und er mit der linken Hand keinen Faustschluss machen und den linken Arm nicht
strecken könne (UV-act. 32).
A.d Im Arztbericht vom 1. November 2013 diagnostizierte Dr. med. F._, Facharzt für
Anästhesiologie und Interventionelle Schmerzmedizin, Klinik G._, eine Frozen
Shoulder und ein CRPS I (= Complex Regional Pain Syndrom bzw. Morbus Sudeck) bei
erfüllten Budapest-Kriterien, ein Diabetes mellitus Typ 2b (ED 2009) sowie einen
Verdacht auf chronische Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen
Faktoren (UV-act. 38). Im Arztbericht vom 13. Januar 2014 erhob Dr. D._
insbesondere folgende Befunde: linke Schulter eine abgeschwächte
Rotorenmanschettenfunktion und ein deutlich positives Impingement-Zeichen; linker
Ellbogen Schmerzen und ein Streckdefizit; linker Unterarm diffuse Muskelschmerzen
und intermittierende Parästhesien; linkes Handgelenk eingeschränkte Beweglichkeit
[Extension/Flexion 50-0-45°, Pro-/Supination 80-0-70°]; linke Hand Schmerzen im
Bereich der Finger. Der Pinzettengriff und das Spreizen der Finger sei nicht und der
Faustschluss nicht vollständig möglich. Als Diagnosen nannte die Fachärztin bei Status
nach Prevot-Nagelung bei Humerusschaftfraktur links am 3. Juni 2013 und Fraktur
radiologisch konsolidiert, eine posttraumatische Entwicklung einer Frozen Shoulder
und eines Morbus Sudeck links sowie der Verdacht auf eine Depression. Sie empfahl
eine begleitende antidepressive Behandlung (UV-act. 50). Am 29. Januar 2014 wurde
der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. H._, Facharzt für Chirurgie, untersucht.
Gemäss Kreisarzt bestand eine Einschränkung der Schulterfunktion und der Hand,
wobei aktuell keine Hinweise mehr auf eine trophische Störung hätten erhoben werden
können (UV-act. 57).
A.e Vom 20. Februar bis 26. März 2014 fand eine stationäre Rehabilitation in der
Rehaklinik Bellikon statt. Im Austrittsbericht vom 26. März 2014 wurden folgende
Probleme genannt: bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen der linken
Schulter, eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Schmerzen in der linken
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Hand mit eingeschränkter Langfingerbeweglichkeit, schmerzbedingte Schlafstörungen
und intermittierende Drehschwindelattacken. Im Arthro-MRI der linken Hand/des linken
Handgelenks vom 3. März 2014 wurden geringe degenerative Veränderungen am
TFCC ohne Nachweis traumatischer Läsionen und eine geringe degenerativ bedingte
subchondral zystische Läsion am Os capitatum festgestellt. Im Arthro-MRI der linken
Schulter vom 5. März 2014 zeigte sich eine Tendinopathie der langen Bizepssehne mit
Pulley Läsion und konsekutiv geringer Subluxation der Sehne aus dem Sulcus
intertubercularis. Zudem wurde der Verdacht auf eine fokal transmurale Ruptur der
ventralen Supraspinatussehne angrenzend an das Rotatorenintervall gestellt. Wie
bereits im Arztbericht vom 5. März 2014 (UV-act. 70) wurde erneut erklärt, dass die
Budapest Kriterien für das Vorliegen eines CRPS nicht erfüllt seien (UV-act. 71).
A.f Am 3. Juni 2014 wurden die Prevot-Nägel entfernt sowie bei diagnostizierter
Capsulitis adhäsiva der linken Schulter eine Schulterarthroskopie links mit
Narkosemobilisation, eine Synovektomie, ein Kapselrelease und eine subakromiale
Dekompression der linken Schulter vorgenommen (UV-act. 76). Gemäss
Stellungnahme des Kreisarztes Dr. H._ vom 6. Juni 2014 zeige der Operationsbericht
vom 3. Juni 2014, dass nebst der Metallentfernung auch eine Schulterarthroskopie
nötig gewesen sei. Während des Heilverlaufs habe sich eine Frozen Shoulder
entwickelt, welche mit einer Synovektomie saniert worden sei. Es müsse weiterhin mit
einem langwierigen Heilverlauf gerechnet werden (UV-act. 75). Im Arztbericht vom 21.
August 2014 erklärte Dr. D._, dass die noch bestehenden Beschwerden nicht auf die
Humerusfraktur sondern auf die begleitende Frozen Shoulder sowie das CRPS der
linken Hand und die zusätzlich entstandene Epicondylitis zurückzuführen seien. Trotz
Narkosemobilisation und initial forcierter Physiotherapie sei es zu einem Rückschritt
der Beweglichkeit der linken Schulter gekommen (UV-act. 80). Gemäss Arztbericht vom
17. September 2014 von Dr. D._ zeigten sich die Beschwerden des Versicherten
nach anfänglicher Besserung wieder unverändert (UV-act. 87).
A.g Vom 24. September bis 10. Oktober 2014 erfolgte eine weitere stationäre
Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 13. Oktober 2014
wurden von I._, dipl. Psychologin FSP und med. pract. E. Becker, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, mit Bezug zum Unfall vom 27. Mai 2013
eine Humerusschaftfraktur links mit geringer Dislokation, eine Schultersteife links, ein
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Verdacht auf Sudeck linke Hand, CRPS I, eine Epicondylitis radialis humeri links, ein
degeneratives HWS-Syndrom sowie ein Diabetes mellitus Typ II (ED 2009)
diagnostiziert. Zum CRPS I - Verdacht wurde erklärt, dass die Budapest-Kriterien nicht
erfüllt seien. Im psychosomatischen Konsilium von lic. phil. J._ und Dr. med. K._,
Oberärztin, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, wurden eine
Anpassungsstörung sowie eine längere agitiert-depressive Reaktion und
Somatisierungstendenz bei Ärger über das Ergebnis mehrerer Operationen (ICD-10:
F43.21) diagnostiziert. Insgesamt wurden als andauernde Probleme bewegungs- und
belastungsabhängige Schmerzen in der linken Schulter, die bis in die linke Halsseite
ziehend seien, eine eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Schmerzen in
der linken Hand mit eingeschränkter Langfingerbeweglichkeit sowie schmerzbedingte
Ein- und Durchschlafstörungen genannt. Zudem liege eine erhebliche
Symptomausweitung vor, und das Ausmass der vom Versicherten demonstrierten
Einschränkungen, liesse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der
klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur
ungenügend erklären. Die Fachspezialisten folgerten, dass dem Versicherten die
bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar seien dagegen
ganztägige Tätigkeiten mit leichter bis mittelschwerer Arbeit, jedoch wegen der linken
Schulter keine Tätigkeiten über Brusthöhe und wegen der linken Hand keine
Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Feinmotorik. Bezüglich der
festgestellten psychischen Störung wurde festgehalten, dass diese keine
arbeitsrelevante Leistungsminderung (zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten
Einschränkungen) zu begründen vermöge (UV-act. 93).
A.h Am 20. Oktober 2014 informierte Dr. D._ telefonisch Kreisarzt Dr. H._, dass die
Situation des Versicherten wieder deutlich schlechter sei als direkt nach der Operation
und sie keine therapeutischen Optionen mehr anbieten könne (UV-act. 95). Die Anfrage
von Dr. med. L._, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 6. Februar 2015 betreffend die
Weiterbehandlung des Versicherten (UV-act. 105) beantwortete die Suva mit Schreiben
vom 11. Februar 2015 in dem Sinne, dass physiotherapeutische Massnahmen nicht
mehr vorgesehen seien (UV-act. 106). Am 24. Februar 2015 gelangte Dr. D._ an die
Suva betreffend Fortsetzung der Physiotherapie (UV-act. 109), welche diese mit
Verweis auf den Austrittsbericht der Klinik Bellikon ebenfalls abwies (UV-act. 110).
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A.i Anlässlich der von der Suva initiierten Besprechung über die berufliche Zukunft
des Versicherten am 9. März 2015 informierte die Arbeitgeberin, dass sie keine
leidensangepasste Tätigkeit anbieten könne und deshalb gezwungen sei das
Arbeitsverhältnis aufzulösen. Die Suva teilte dem Versicherten mit, dass sie ihre
Taggeldleistungen per 30. April 2015 einstellen und die Rentenfrage prüfen werde (UV-
act. 117).
A.j Am 19. März 2015 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. M._, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
untersucht (UV-act. 124). Als Diagnosen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 27.
Mai 2013 nannte Dr. M._ Bewegungs- und Belastungsschmerzen linkes Schulter-
und Ellenbogengelenk sowie linker Arm. Als unfallfremde Diagnosen führte er an, eine
Funktionseinschränkung der linken Hand bei Verdacht auf ein CRPS I, eine
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion und Somatisierungstendenz, ein
degeneratives HWS-Syndrom und einen insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II. Der
Kreisarzt veranlasste ergänzend eine Kernspintomographie des linken Schulter- und
Ellbogengelenks, welche am 27. März 2015 stattfand (vgl. UV-act. 131), und forderte
den Hausarzt auf, die unfallfremde Reflexdystrophie der linken Hand spezialärztlich
abklären zu lassen. Am 1. April 2015 wandte sich Dr. L._ an die Suva und äusserte
u.a. sein Unverständnis über die Einstufung des CRPS als unfallfremd (UV-act. 129).
A.k In der medizinischen Beurteilung vom 20. April 2015 schätzte Kreisarzt Dr. M._
den Integritätsschaden auf 16% ein (UV-act. 133). Die Arbeitgeberin kündigte dem
Versicherten per 31. Mai 2015 (act. G 1.2). Mit Schreiben vom 1. Mai 2015 teilte die
Suva die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Mai 2015 und die Prüfung des
Anspruchs auf weitere Versicherungsleistungen mit (UV-act. 138). In der Stellungnahme
vom 11. Mai 2015 erklärte Dr. M._, dass das Zumutbarkeitsprofil der Rehaklinik
Bellikon vom 13. Oktober 2014 weiterhin Gültigkeit habe (UV-act. 139). In der
Stellungnahme von 18. Juni 2015 bestätigte Dr. M._ seine frühere Einschätzung,
dass die Beschwerden an der linken Hand unfallfremd seien (UV-act. 143).
A.l Mit Verfügung vom 23. Juni 2015 sprach die Suva dem Versicherten für die
verbliebenen Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 27. Mai 2013 ab dem 1. Juni
2015 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 583.50 basierend auf einer
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Erwerbsunfähigkeit von 13% sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 20'160.-
basierend auf einer Integritätseinbusse von 16% zu (UV-act. 147).
B.
Die gegen die Verfügung vom 23. Juni 2015 erhobene Einsprache vom 24. August
2015 (UV-act. 151) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 8. September 2015 ab
(UV-act. 150).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. Alex R. Le Soldat, Zürich, am 12. Oktober 2015 Beschwerde mit
folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): Es sei in Aufhebung des angefochtenen
Einsprache-Entscheids der Suva (nachfolgend Beschwerdegegnerin) vom 8.
September 2015 dem Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente (Erwerbsunfähigkeit
von 100%) auszurichten und die Integritätsentschädigung auf mindestens 60% des
versicherten Jahresverdienstes zu erhöhen. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde
insbesondere ausgeführt, dass die unfallbedingten Einschränkungen höher
einzuschätzen und die Beschwerden in der linken Hand als unfallkausal anzusehen
seien. Diesbezüglich wurde der ärztliche Unter-suchungsbericht vom 30. September
2015 von PD Dr. med. N._, Chefarzt Rheumatologie, Klinik O._, ins Recht gelegt
(act. G 1.2). Im Weiteren wurde gerügt, dass die Depression und die
Schmerzsymptomatik nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt worden seien und
die Integritätsentschädigung zu tief angesetzt worden sei, da der Beschwerdeführer
seinen linken Arm und seine linke Schulter praktisch gesehen nicht mehr gebrauchen
könne.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 23. November 2015 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 12. Oktober 2015 und die
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 8. September 2015 (act. G 3). Zur
Begründung wurde insbesondere angeführt, dass die linke Hand vom Unfall gemäss
Aktenlage nicht betroffen gewesen sei. Zudem sei gemäss höchstrichterlicher
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Rechtsprechung ein CRPS I nur dann als unfallkausal zu betrachten, wenn eine kurze
Latenzzeit von maximal 6 bis 8 Wochen zwischen Unfall und Auftreten liege, was
vorliegend mit mehr als fünf Monaten Latenzzeit nicht erfüllt sei. Zudem sei bereits am
29. Januar 2014 bzw. spätestens im Zeitpunkt der Berentung am 1. Juni 2015 kein
CRPS mehr objektivierbar bzw. beweisbar gewesen. Die psychischen bzw. physisch
nicht objektivierbaren Beschwerden stünden nicht in einem adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 27. Mai 2013, denn die bundesgerichtlichen
Kriterien seien vorliegend nicht erfüllt. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass selbst bei
Berücksichtigung des CRPS I an der linken Hand sich der zumutbare erzielbare
Invalidenlohn nicht verringern würde, da die der Rentenberechnung zugrundeliegenden
fünf DAP-Arbeitsplätze trotzdem zumutbar wären.
C.c Da der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer Replik innert gesetzter Frist
verzichtete, wurde den Parteien der Abschluss des Schriftenwechsels mit Schreiben
vom 13. Januar 2016 mitgeteilt (act. G 4, 5).

Erwägungen
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 8. September 2015 (act. G 1.1). Streitig und zu prüfen ist die
Höhe des Invalidenrenten- und Integritätsentschädigungsanspruchs des
Beschwerdeführers.
1.2 Unbestritten geblieben ist, dass spätestens per 1. Juni 2015 der gesundheitliche
Endzustand erreicht und daher ein Renten- und Integritätsentschädigungsanspruch ab
bzw. in diesem Zeitpunkt zu prüfen war (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). So wurde bereits im Austrittsbericht der
Klinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 festgehalten, dass von der Fortsetzung der
Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (UV-act. 93).
Auch Dr. N._ erklärte im Bericht vom 30. September 2015, dass aus physikalisch-
medizinischer Sicht es nach den intensiven physiotherapeutischen Massnahmen
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inklusive zweimaligen stationären Aufenthalten in der Rehaklinik Bellikon keine
erfolgsversprechenden Therapieoptionen mehr gebe (act. G 1.2).
1.3 Vorliegend steht insbesondere zur Diskussion, ob die Beschwerden der linken
Hand in einem versicherungsrelevanten Zusammenhang stehen mit dem Unfall vom 27.
Mai 2013 und inwieweit insbesondere die Beweiskraft der kreisärztlichen Berichte vom
19. März, 20. April, 11. Mai und 18. Juni 2015 (UV-act. 124, 133, 139, 143), des
Austrittsberichts der Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93) und des
ärztlichen Untersuchungsberichts der Klinik O._ vom 30. September 2015 (act. G 1.2)
geht.
2.
2.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht
gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen
Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136
E. 4b). Sowohl der Beginn des zu beurteilenden Sachverhalts (Unfall vom 27. Mai 2013)
als auch der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. September 2015 (Suva-act.
150) datieren aus der Zeit vor Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen des UVG und
der UVV. Vorliegend ist entsprechend den intertemporalrechtlichen Regeln auf die bis
31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen abzustellen.
2.2 Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der
Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
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2.3 Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für
Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA
RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig
auf Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang
gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit
Hinweisen). Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber
eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten
Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82,
174).
2.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V
351 E. 3a). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann
rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311
ff.).
2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
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verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten.
3.
Vorab ist mithin zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers als unfallkausal zu betrachten und damit für die Festlegung der
strittigen Ansprüche - Invalidenrente und Integritätsentschädigung - relevant sind. Der
Beschwerdeführer beklagt eine linksseitige eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter,
des linken Armes und der linken Hand, wobei die Schmerzen unter Belastung
zunehmen würden (act. G 1).
3.1 Unbestrittenermassen als unfallbedingt einzustufen sind die eingeschränkte
Beweglichkeit und die bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen in der
linken Schulter und im linken Ellbogen (UV-act. 124, 143). Strittig hinsichtlich der
Kausalität zum Unfall vom 27. Mai 2013 sind dagegen einerseits die Beschwerden und
die Funktionseinschränkung der linken Hand und andererseits die geltend gemachten
Einschränkungen durch die psychischen Störungen.
3.2 Hinsichtlich der Einschränkungen der linken Hand begründet die
Beschwerdegegnerin die fehlende Unfallkausalität damit, dass die Hand vom Unfall gar
nicht betroffen gewesen sei. Der CRPS I Verdacht sei zudem erst fünf Monate nach
dem Unfall erhoben worden und spätestens ab dem Zeitpunkt der Berentung am 1.
Juni 2015 nicht mehr objektivierbar bzw. nachweisbar gewesen. Der Beschwerdeführer
führt als Beweis für die Unfallkausalität insbesondere den Austrittsbericht der
Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93), den Bericht von Dr. D._ vom
5. März 2015 (UV-act. 112), das E-Mail von Dr. L._ vom 1. April 2015 (UV-act. 129)
sowie den Untersuchungsbericht von PD Dr. N._ vom 30. September 2015 (act. G
1.2) an.
3.2.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Liegt kein solches vor, wird häufig davon ausgegangen, dass der
Schmerz durch eine psychische Komponente unterhalten wird. Darüber hinaus gibt es
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aber auch anerkannte unfallkausale Schmerzsyndrome, wie das CRPS bzw. der
Morbus Sudeck, die auftreten, obwohl die Verheilung einer strukturellen Läsion
grundsätzlich günstig verlaufen ist (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie,
Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 695 ff.). Die Diagnose eines CRPS
erfolgt mittlerweile anhand der Budapest-Kriterien, welche aus einer
Konsensuskonferenz im Jahr 2006 resultieren. Typischerweise treten die Beschwerden
innerhalb kurzer Zeit nach einem auslösenden Ereignis - nach der Rechtsprechung wird
für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers eine Latenzzeit von sechs bis acht
Wochen vorausgesetzt - auf (vgl. <http://rheumatologie.universimed.com/artikel/
komplexes-regionales-schmerzsyndrom-typ -1-crps-1>, abgerufen am 31. März 2017;
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 6. September 2006, U 23/06, E.
2.3 mit Hinweis).
3.2.2 Anfänglich beschränkten sich die vom Beschwerdeführer geäusserten
Beschwerden auf den linken Oberarm bei gestellter Diagnose Humerusschaftfraktur
links mit geringer Dislokation (UV-act. 3, 4, 12, 15, 16). Schmerzen im linken
Handgelenk sind erstmals dokumentiert im Suva-Bericht vom 21. August 2013 (UV-act.
22). Im Arztbericht vom 1. November 2013 wurde die Diagnose CRPS I gestellt. Dr.
F._ von der Klinik G._ erhob diese Diagnose, da er die Budapest-Kriterien aktuell
und anamnestisch als erfüllt erachtete (UV-act. 38). Im Arztbericht vom 13. Januar 2014
stellte Dr. D._ gleichfalls die Diagnose Morbus Sudeck links und führte bezüglich der
linken Hand aus, dass der Pinzettengriff und das Spreizen der Finger nicht und der
Faustschluss nicht vollständig möglich seien. Im Weiteren erwähnte die Fachärztin die
Schmerzangabe im Bereich der Finger, das Schwellungsgefühl, ohne dass objektiv
eine Schwellung auffalle, die fehlende Hautveränderung sowie die Parästhesie aller
Finger, wobei dies wahrscheinlich wechselnd stattfinde und keinem Nerv oder
Dermatom zugeordnet werden könne (UV-act. 50).
3.2.3 Im Austrittsbericht der Klinik Bellikon vom 13. Oktober 2014 (UV-act. 93)
wurde zwar der Verdacht auf "Sudeck linke Hand, CRPS I" gestellt, jedoch erklärten
die Ärzte, dass die Budapest-Kriterien bei den Untersuchungen am 26. März und 7.
Oktober 2014 nicht erfüllt gewesen seien. Festgestellt hätten sie dagegen geringe
degenerative Veränderungen am TFCC, jedoch keine traumatischen Läsionen des
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TFCC sowie geringe degenerative subchondral zystische Läsionen am Os capitatum.
Aufgrund der fachärztlichen Aussagen (insb. wegen der Nichterfüllung der Budapest-
Kriterien) muss davon ausgegangen werden, dass im Oktober 2014 kein CRPS I (mehr)
vorlag (vgl. Erwägung 3.2.1).
3.2.4 Im Arztbericht vom 5. März 2015 (UV-act. 112) diagnostizierte Dr. D._ u.a.
eine Sekundär Frozen Shoulder links sowie ein CRPS I mit chronischen Schmerzen und
Bewegungseinschränkung von Hand und linker Schulter. Der Faustschluss der linken
Hand habe nicht durchgeführt werden können und eine Schulterkraftprüfung sei
aufgrund der Schmerzen nicht möglich gewesen. Die Fachärztin empfahl denn auch
eine nochmalige Untersuchung durch den Kreisarzt. Zum Beweiswert des Arztberichts
ist festzustellen, dass dieser für den Nachweis eines unfallkausalen CRPS I wegen
fehlender nachvollziehbarer und schlüssiger Begründung unzureichend ist (vgl.
Erwägung 3.2.1).
3.2.5 Hinsichtlich der E-Mail Nachricht von Dr. L._ vom 1. April 2015 (UV-act. 129)
ist festzuhalten, dass der Hausarzt lediglich zum Ausdruck brachte, dass er die
Einstufung des CRPS als "unfallfremd" nicht nachvollziehen könne, denn seines
Erachtens gebe es einen sicheren Kausalzusammenhang. Da Dr. L._ jedoch nicht
ausführte, worauf sich seine Einschätzung stützt, kann damit der Nachweis für die
Unfallkausalität nicht erbracht werden.
3.2.6 Im Arztbericht von Dr. N._ vom 30. September 2015 (act. G 1.2) werden
folgende Diagnosen gestellt: "1. CRPS Hand links, adominant und Frozen shoulder
links (überwiegend wahrscheinlich unfallkausal), St. n. Nagelung einer Humerusfraktur
links am 3.6.2013, St. n. Schulterarthroskopie links mit Mobilisation, Synovektomie,
Kapselrelease, subacromialer Dekompression und Metallentfernung am 3.6.2014; 2.
Diabetes mellitus Typ II (ED 2009), tabletten- und insulinpflichtig." Der erhobene
Befund lautet: "57jähriger Patient in schmerzbedingt reduziertem AZ. Arm links in
Schonhaltung. Aktive Beweglichkeit Schulter links Flexion 40°, Aussenrotation 30°,
Innenrotation schmerzbedingt nicht prüfbar. Aktive Beweglichkeit des linken Ellbogens:
Flexion/Extension 90-30-0°. Die aktive Beweglichkeit des Handgelenks und der
Langfinger ist schmerzbedingt nicht möglich. Hand links ohne nennenswerte
Schwellung, aktuell keine Verfärbung, symmetrische Hauttemperatur (MCP III-Gelenk),
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keine Hyperhidrose, keine fassbaren trophischen Störungen. Hyperästhesie und
Hyperalgesie (fraglich Allodynie) am gesamten linken Arm." Die Beurteilung des
Facharztes lautete wie folgt: "Aufgrund der vorliegenden Akten und Angaben des
Patienten besteht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein CRPS in partieller
Remission, welches unfallkausal zur Fraktur vom 27.5.2013 bzw. der Operation vom
3.6.2013 aufgetreten ist. Aktuell berichtet der Patient auf Symptomebene über
persistierende CRPS-Beschwerden. Auf Befundebene sind aktuell keine fassbaren
Hinweise auf ein florides CRPS mehr zu eruieren. [...]." Zur CRPS-Diagnose ist
festzustellen, dass aus dem Arztbericht nicht ersichtlich ist, ob die geltend gemachten
Beschwerden und Einschränkungen der linken Hand durch ein CRPS begründet sind,
zumal es gemäss Dr. N._ auf Befundebene keine fassbaren Hinweise mehr auf ein
florides CRPS gibt. Im zweiseitigen Bericht fehlt zudem eine Begründung, weshalb das
diagnostizierte CRPS bzw. die geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen
der linken Hand unfallkausal sein sollen, zumal unfallnah keine Verletzungen an der
Hand dokumentiert worden sind, sich die beiden Operationen auf den Schulter-/
Oberarmbereich links beschränkten und das CRPS erst nach der üblichen Latenzzeit
von maximal 6 bis 8 Wochen nach dem Unfall diagnostiziert worden war. Hinzu kommt,
dass obwohl Anzeichen für degenerative Veränderungen im Handbereich festgestellt
worden waren, keine Auseinandersetzung mit (unfallfremden) Differentialdiagnosen
stattfand. Dies ist zwar insofern verständlich, als der Zweck der Untersuchung die
Evaluation von Therapiemöglichkeiten und nicht der Nachweis der Unfallkausalität der
Beschwerden war. Mit dem Arztbericht kann aber aus den dargelegten Gründen der
Nachweis der Unfallkausalität der Beschwerden der linken Hand bzw. eines (allfälligen)
CRPS nicht erbracht werden.
3.2.7 Der Einwand des Beschwerdeführers, dass er seinen linken Arm nicht mehr
gebrauchen könne und deshalb als Einarmiger einzustufen sei (act. G 1 S. 8), vermag
nicht zu überzeugen, war es doch den Fachärzten der Rehaklinik Bellikon möglich, ein
Anforderungsprofil für eine zumutbare leidensangepasste Tätigkeit festzulegen. Hinzu
kommt, dass im Austrittsbericht der Klinik Bellikon die festgestellte Selbstlimitierung
des Beschwerdeführers erwähnt wird. Zudem lasse sich das Ausmass der
demonstrierten Einschränkungen mit den objektivierbaren pathologischen Befunden
der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur
ungenügend erklären (UV-act. 93 S. 2 f.).
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3.2.8 In Würdigung der Aktenlage und des zuvor Dargelegten ist festzuhalten, dass
die geltend gemachten Beschwerden und Beeinträchtigungen der linken Hand -
zumindest im Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nicht unfallkausal sind.
Vorliegend erübrigen sich weitergehende Abklärungen zu den Beeinträchtigungen der
linken Hand auch aus dem Grunde, dass das Anforderungsprofil hinsichtlich
zumutbarer leidensangepasster Tätigkeiten selbst bei Berücksichtigung der
Beschwerden und Einschränkungen der linken Hand in Anbetracht der bereits
berücksichtigten Einschränkungen durch die linke Schulter, den linken Oberarm und
den linken Ellbogen nicht weiter eingeschränkt wird. Die von der Beschwerdegegnerin
bei der Invaliditätsgradbestimmung berücksichtigten fünf Arbeitsplätze (DAP-Nr.: 7144:
Hilfsarbeiter Montagearbeiten; 8484: Hilfsarbeiter Vormontage; 9976716: Hilfsarbeiter
Umformen/Stanzen Exzenter; 7148: Kontrolleur Schlusskontrolle; 6655: Hilfsarbeiter
Angestellter Montage Mittel-Stück) kann der Beschwerdeführer auch mit den
Einschränkungen der linken Hand wahrnehmen, denn die genannten Arbeitsplätze
stellen hinsichtlich der Feinmotorik keine erhöhten Anforderungen. Feinmotorisches
Hantieren mit Gegenständen ist denn auch nur selten (DAP-Nr.: 7144, 9976716) oder
manchmal (DAP-Nr.: 8484, 7148, 6655) erforderlich. Zudem ist die rechte Hand des
Beschwerdeführers feinmotorisch nicht eingeschränkt (UV-act. 144; vgl. auch UV-act.
150 S. 17).
3.3 Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, dass seine psychisch
bedingten Einschränkungen (Depression) gleichfalls zu berücksichtigen seien (vgl. act.
G 1).
3.3.1 Während des Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon vom 24. September bis
10. Oktober 2014 fand ein psychosomatisches Konsilium statt. Im Bericht vom 8.
Oktober 2014 (UV-act. 93 S. 14 ff.) diagnostizierten lic. phil. J._ und Dr. K._ beim
Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung sowie eine längere agitiert-depressive
Reaktion und Somatisierungstendenz bei Ärger über das Ergebnis mehrerer
Operationen (ICD-10: F43.21). Die Fachexpertinnen hielten hinsichtlich der
festgestellten psychischen Störungen fest, dass diese keine arbeitsrelevante
Leistungsminderung (zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten Einschränkungen)
zu begründen vermöchten. Festzustellen ist, dass vorliegend keine Anhaltspunkte
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bestehen, welche gegen die fachärztlichen Einschätzungen sprechen würden,
insbesondere liegen keine gegenteiligen psychiatrischen Einschätzungen vor.
3.3.2 Im Einspracheentscheid (act. G 1.1 S. 10 ff.) setzte sich die
Beschwerdegegnerin mit der psychischen Störungen des Beschwerdeführers
auseinander und legte im Detail dar, wieso der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Störrungen nicht gegeben sei,
weshalb ihre Leistungspflicht diesbezüglich bereits aus diesem Grunde entfalle.
Ausgehend von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich (UV-act. 150 E. c/cc)
und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 29.
Januar 2010, 8C_897/2009, E4.5) bedürfe es zur Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhanges die Erfüllung dreier Kriterien oder eines Kriteriums in
besonders ausgeprägter Weise (wie besonders dramatische Begleitumstände,
besondere Eindrücklichkeit, ärztliche Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf,
erhebliche Komplikationen, körperliche Dauerschmerzen, ungewöhnlich lange Dauer
der ärztlichen Behandlung, Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit),
Die Beschwerdegegnerin legte im Einspracheentscheid schlüssig dar, dass nicht
genügend Kriterien erfüllt sind und wies ergänzend darauf hin, dass die Ärzte der
Rehaklinik Bellikon eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt hatten.
3.3.3 In Würdigung der Aktenlage erscheint die Einschätzung der psychiatrischen
Fachspezialisten der Klinik Bellikon nachvollziehbar und schlüssig. Die Adäquanz der
festgestellten psychischen Störungen ist zu verneinen, da die Adäquanzkriterien nicht
erfüllt sind.
4.
Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen den Unfallrestfolgen
Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG hat. Hierbei ist der
Invaliditätsgrad nach Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln.
Verglichen werden das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) und das Erwerbseinkommen,
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
5.
5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist im Sinn von Art. 16 ATSG
rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls
verdienen könnte (BGE 135 V 59 E. 3.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Entscheidend ist, was die versicherte Person verdient
hätte und nicht, von welchem Lohn sie gestützt auf den guten Glauben allenfalls hätte
ausgehen können (BGE 134 V 325 f. E. 4.1, Urteil des EVG vom 20. Mai 2005, U
423/04, E. 2.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 126 f.).
5.2 Für die Festlegung des Valideneinkommens 2015 (Rentenbeginn am 1. Juni 2015)
ging die Beschwerdegegnerin von den Angaben der Arbeitgeberin vom 10. März und 1.
Mai 2015 (Suva-act. 115, 136) aus, wonach der Grundlohn des Beschwerdeführers im
Jahr 2015 gleichbleibend Fr. 28.30 pro Stunde betragen hätte und berücksichtigte
zudem den 13. Monatslohn mit Fr. 2.60 pro Stunde. Hinsichtlich der Arbeitszeit ging sie
von der branchenüblichen Jahresarbeitszeit im Bauhauptgewerbe von 2112 Stunden
aus. Gestützt auf diese Entscheidungsgrundlagen errechnete die Beschwerdegegnerin
ein Valideneinkommen von Fr. 65'260.80 ([Fr. 28.30 + Fr. 2.60] x 2'112 Std.). Diese
Berechnungsweise ist (im vorliegenden Fall) nicht zu beanstanden, da die
angenommene Stundenanzahl derjenigen vor dem Unfall entspricht wie aus den in den
Lohnabrechnungen aufgeführten Sollstunden und der geleisteten Arbeitszeit (zuzüglich
Feier- und Ferientagen) ersichtlich ist. Im Weiteren ist aufgrund der Aktenlage davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit (zumindest bis zur
Frühpensionierung in vier Jahren) fortgesetzt hätte, wenn er nicht verunfallt wäre (vgl.
UV-act. 55, 57 S. 3).
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5.3 Das durchschnittliche Jahreseinkommen gemäss LSE 2012 (Tabelle TA1, privater
Sektor, Produktion, Baugewerbe, Männer Kompetenzniveau 1) beträgt Fr. 5'430.- bzw.
jährlich Fr. 65'160.-. Aufgerechnet auf die in der Branche Baugewerbe betriebsübliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41.5 Stunden und angepasst an die
Nominallohnentwicklung des Baugewerbes der Jahre 2013 bis 2015 (+ 0.5%; + 0.5%; -
0.2%) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 68‘145.-. Dieser Wert liegt zwar 4.41%
über dem tatsächlich erzielten Verdienst jedoch noch innerhalb der bundesgerichtlich
festgesetzten tolerierbaren Bandbreite von 5%. Folglich liegt keine
unterdurchschnittliche Entlöhnung vor, welche eine Parallelisierung rechtfertigen würde
(vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.3 und 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2012,
8C_744/2011, E. 5).
5.4 Folglich ist das von der Beschwerdegegnerin festgesetzte Valideneinkommen in
der Höhe von Fr. 65'260.80 nicht zu beanstanden.
6.
6.1 Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die
Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die Umschreibung der trotz der
Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das
Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
6.2
6.2.1 Die Parteien sind sich darüber einig, dass dem Beschwerdeführer die
angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter mit wiederholtem Hantieren mit schweren
Lasten wegen der verbleibenden Unfallfolgen im Bereich der linken Schulter und des
linken Armes nicht mehr zugemutet werden kann.
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6.2.2 Im Gegensatz zum Beschwerdeführer erachtet die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Beurteilungen der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 93) und von Kreisarzt Dr.
M._ (UV-act. 139, 143) eine Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit
als zumutbar. Laut dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 13. Oktober 2014
sind dem Beschwerdeführer noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar,
wobei spezielle schulter- und armbezogene Einschränkungen zu berücksichtigen seien.
So könne der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mehr über Brusthöhe ausführen
(Suva-act. 93). Kreisarzt Dr. M._ schloss sich in seinem Bericht vom 11. Mai 2015 der
Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. dem Stellenanforderungsprofil der Rehaklinik Bellikon
hinsichtlich einer leidensadaptierten Tätigkeit an (Suva-act. 139).
6.2.3 Das vorliegende Anforderungsprofil für eine leidensadaptierten Tätigkeit
erscheint schlüssig und überzeugend, denn damit wird der Schulter- und
Ellenbogenproblematik umfassend Rechnung getragen. So wird die Einwirkung bzw.
die Belastung auf die Schulter und den Arm durch den Ausschluss von Arbeiten über
Brusthöhe weitgehend reduziert. Bezüglich der linken Hand, obwohl keine somatischen
Unfallrestfolgen objektiviert und Funktionseinschränkungen zum
Rentenprüfungszeitpunkt nicht mehr erhoben werden konnten, berücksichtigten die
Fachärzte der Rehaklinik aber dennoch, dass der Einsatz der linken Hand
eingeschränkt ist, indem sie Tätigkeiten, die erhöhte Anforderungen an die Feinmotorik
stellen, ausschlossen. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten
weitergehenden Einschränkungen ist anzumerken, dass bereits die Fachärzte der
Rehaklinik Bellikon im Bericht vom 13. Oktober 2014 darauf hinwiesen, dass auf die
klinisch erhobenen Befunde, die Schmerzangaben und Bewegungsdefizite des
Beschwerdeführers infolge des nicht objektivierbaren Ausmasses der demonstrierten
physischen Einschränkungen nur teilweise habe abgestellt werden können.
6.2.4 Festzuhalten ist soweit, dass der Beschwerdegegner die linke Hand ausser für
feinmotorische Tätigkeiten grundsätzlich immer noch einsetzen kann. Die funktionell zu
berücksichtigende Einschränkung hinsichtlich der linken Schulter und des linken Armes
beschränkt sich auf die Vermeidung von Tätigkeiten über Brusthöhe. Leidensangepasst
ist der linke Arm wie auch die linke Hand des Beschwerdeführers einsatzfähig. Die
Ärzte der Rehaklinik Bellikon und Dr. M._ sehen sodann die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers nur in qualitativer Hinsicht eingeschränkt. Unter den erwähnten,
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limitierenden Bedingungen ist denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben zu
erachten. Eine Schmerzhaftigkeit steht in einem wesentlichen Zusammenhang mit der
Belastung und Bewegung des entsprechenden Körperteils und kann demzufolge durch
eine entsprechende Verminderung der Belastung sowie durch eine Anpassung des
Bewegungs¬umfangs gemildert werden. Bezüglich der linken Schulter und des linken
Arms ist im Folgenden von dem von der Rehaklinik im Austrittsbericht beschriebenen
Zumutbarkeitsprofil auszugehen.
6.3 Im Folgenden gilt es gestützt auf die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
von 100% in einer adaptierten Tätigkeit das zumutbare Invalideneinkommen zu
ermitteln.
6.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Fall bei der Ermittlung des
Invalideneinkommens auf Lohnangaben aus der von der Suva erstellten und nur dieser
zugänglichen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) abgestellt. Diese
Vorgehensweise hat das Bundesgericht wiederholt als grundsätzlich zulässig
bezeichnet (vgl. etwa BGE 129 V 472, 139 V 592) und diesbezüglich auch die
Prämissen umschrieben (BGE 139 V 592). Darauf wird verwiesen.
6.3.2 In der Verfügung vom 23. Juni 2015 (Suva-act. 147) ging die
Beschwerdegegnerin von einem Invalideneinkommen von Fr. 56'832.- aus, welches sie
anhand der Durchschnittslöhne von fünf ausgewählten DAP-Profilen errechnete. Bei
den fünf Profilen handelt es sich um Tätigkeiten, bei welchen weder schwere Lasten
angehoben oder getragen noch Arbeiten über Brusthöhe ausgeführt werden müssen.
Feinmotorisches Hantieren mit Gegenständen ist zudem nur selten oder manchmal
erforderlich (vgl. dazu Erwägung 3.2.8; Suva-act. 144).
6.3.3 Aufgrund der ärztlich erhobenen gesundheitlichen Einschränkungen - und
selbst bei Berücksichtigung der Einschränkungen der linken Hand - ist davon
auszugehen, zumal die rechte Hand feinmotorisch nicht eingeschränkt ist, dass die fünf
ausgewählten Arbeitsplätze für den Beschwerdeführer grundsätzlich zumutbar wären.
6.3.4 Der durchschnittliche erzielbare Lohn bei den fünf gewählten Arbeitsplätzen
lag im Jahr 2015 bei Fr. 56'832.-. Der Durchschnittslohn sämtlicher 153 ausgewerteten
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DAP-Arbeitsplätze betrug Fr. 56'753.- (Minimallohn [1. Dezil] von Fr. 44'200;
Maximallohn [9. Dezil] von Fr. 75'400; vgl. UV-act. 144). Die gewählten fünf DAP-
Arbeitsplätze sind daher auch aus dieser Perspektive nicht zu beanstanden.
6.4 Zum ermittelten Invalidenlohn anhand von DAP-Arbeitsplätzen ist anzumerken,
dass die Ermittlung des noch erzielbaren Lohnes gestützt auf die Tabellenlöhne der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu keinem geringeren
Invalideneinkommen (bzw. zu einem höheren Invaliditätsgrad) führt. Ausgehend vom
Tabellenlohnabzug (LSE 2012, TA1, Kompetenzniveau 1, Männer) und angepasst an
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und die
Nominallohnentwicklung bis 2015 ergibt sich ein Bruttolohn von Fr. 66‘622.-. Der von
der Beschwerdegegnerin berücksichtigte 10%ige Leidensabzug erscheint in
Anbetracht der vorliegenden Umstände als angemessen. Der anhand der
Tabellenlöhne ermittelte Invalidenlohn würde vorliegend Fr. 59'960.- betragen und liegt
damit
rund Fr. 3'000.- höher als der von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte
Invalidenlohn.
7.
Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 65‘261.- und des
Invalideneinkommens von Fr. 56‘832.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 13%. Dies
entspricht dem von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Invaliditätsgrad. Da die
Beschwerdegegnerin ihren Ermessensspielraum nicht überschritten hat, bleibt für eine
gerichtliche Korrektur kein Raum.
8.
Letztlich bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung zu prüfen.
8.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die
rechtlichen Voraussetzungen der Bemessung der Integritätsentschädigung zutreffend
dar; darauf ist zu verweisen.
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8.2 Die im vorliegenden Fall zugesprochene Integritätsentschädigung von 16% basiert
auf der Beurteilung von Dr. M._ vom 20. April 2015 (Suva-act. 133). Die Höhe der
Integritätsentschädigung ist lediglich in Bezug auf die (insbesondere bildgebend)
objektivierbaren, natürlich und adäquat kausalen Unfallrestfolgen zu bemessen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2011, 8C_101/2011, E. 5). Dr. M._
berücksichtigte sowohl die Befunde aus der Untersuchung vom 19. März 2015 (UV-act.
124: eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, Antevision 90°, Abduktion 75°
Aussenrotationsdefizit links vergleichsweise zu rechts 45°) als auch den MRT-
Arthrographie Befundbericht vom 27. März 2015 (UV-act. 135) und legte den
diesbezüglichen Integritätsschaden gemäss Feinrastertabelle der Suva Nr. 1
(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) ebenfalls
schlüssig und ohne Hinweis darauf, dass der Schweregrad in Zweifel zu ziehen wäre,
entsprechend der Beweglichkeit der Schulter auf 16% fest. Die von der
Gesundheitsstörung betroffene linke Schulter, und damit verbunden der ebenfalls
betroffene linke Arm, können noch eingesetzt werden, wenn auch nur unter gewissen
Bedingungen. Wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für die
Integritätsschadenschätzung bei einer völligen Gebrauchsunfähigkeit ansetzt und vom
dafür festgehaltenen Wert von (mindestens) 60% ausgeht, entbehrt dies jeglicher
Rechtfertigung (vgl. dazu auch die Feststellung der Ärzte der Rehaklinik Bellikon im
Austrittsbericht vom 13. Oktober 2014 betreffend Vergleich des Ausmasses der
demonstrierten Einschränkungen und Beschwerden mit den objektivierbaren
pathologischen Befunden, der klinischen Untersuchung und den Diagnosen aus
somatischer Sicht [Suva-act. 93]). Dies insbesondere deshalb, weil der unfallkausale
Gesundheitsschaden (eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter) des
Beschwerdeführers in der Feinrastertabelle der Suva Nr. 1 für Integritätsschäden bei
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten ausdrücklich aufgelistet ist und der
konkrete Wert damit ausgehend vom dafür festgehaltenen Wert zu ermitteln ist.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Antrag des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers auf eine Erhöhung der Integritätsentschädigung abgewiesen
werden muss.
9.
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Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid im
Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).