Decision ID: b87a733f-9422-4fb3-9fa4-4d24d633af9b
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, gebor
en 1968 und gelernter Maurer, meldete sich am 26. September 2019 mit Hinweis auf einen am 1. Juli 2019 erlittenen Hirnschlag bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). Am 18. Oktober 2019 teilte die IV-Stelle mit, dass aufgrund des Gesundheitszustandes keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/6).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte das polydisziplinäre Gutachten
der
Medas
Y._
AG (folgend
Medas
Y._
) vom
11. Februar 2021 ein (Urk. 7/53). Nach durchgeführtem
Vor
be
scheidverfahren
(Vorbescheid vom 17.
März
2021, Urk. 7/56; Einwand vom 23.
März
2021, Urk. 7/57; ergänzende
Einwandbegründung
vom 12. April 2021, Urk. 7/63) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. Mai 2021 einen An
spruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 21. Juni 2021 Beschwerde (Urk. 1) und be
antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm der Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen, insbesondere der Anspruch auf eine
Rente und/oder berufliche Eingliederung, zuzusprechen. Eventualiter sei die Sa
che zur ergänzenden Abklärung und Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozess
führung und Bestellung von Rechtsanwalt Sebastian Lor
enz, Zürich, als unent
gelt
lichen
Rechtsvertreter sowie einen zweiten Schriftenwechsel (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 6. September 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-66), wo
rüber der Beschwerdeführer am 13. September 2021 in Kenntnis gesetzt wurde. Gleichzeitig teilte das Gericht mit, dass es einen zweiten Schriftenwechsel nicht als erforderlich erachte (Urk. 8). Der Beschwerdeführer nahm am 27. September 2021 erneut Stellung (Urk. 9 und Urk. 10/4), worüber die Beschwerdegegnerin am 28. September 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür (Urk. 2),
dass der Beschwerdeführer gestützt auf das Gutachten der
Medas
Y._
ab dem 1. Juli 2019 vollumfänglich eingeschränkt gewesen sei in seiner Arbeits
fähig
keit. Seit dem 13. Juli 2019 sei von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne hohen Anspruch an die manuelle
Koordination auszugehen. Für das
Valideneinkommen
zögen sie statistische Werte
der Baukräfte heran und stellten dem ein 70%iges Pensum als Hilfsarbeiter ge
gen
über, woraus ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 35 % resultiere (Urk. 2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor (Urk. 1),
dass das Gutachten der
Medas
Y._
nicht beweiskräftig sei. Es seien keinerlei psychiatrische
Vorakten
eingeholt worden, was gerade auch mit Blick auf den jahrelangen Substanzkonsum wichtig gewesen wäre. Darüber hinaus fielen Ab
hängigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen grundsätzlich in Betracht als invalidenversicherungsrechtlich relevante Gesundheitsschädigung. Selbst von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgehend, hätte der Beschwerdeführer Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Urk. 1).
In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus (Urk. 6), dass weder im
Akblärungs
- noch Beschwerdeverfahren Unterlagen eingereicht worden seien, welche Informationen zu einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Be
hand
lung enthielten. Vielmehr habe der Beschwerdeführer bei der gutachterlichen Untersuchung angegeben, dass nie eine psychiatrische Behandlung stattgefunden
habe. Eingliederungsmassnahmen seien nicht Gegenstand der Verfügung ge
we
sen
.
Am 27. September 2021 nahm der Beschwerdeführer erneut Stellung und führte aus, dass seine Aussage, nie eine psychiatrische Behandlung in Anspruch genom
men zu haben, als Beleg für die erheblichen neurokognitiven Defizite gewertet werden müsse. Jede Person, die eine Substitutionsbehandlung erhalte, sei auch psychiatrisch angeschlossen. Er sei zuletzt im
Zentrum Z._
(folgend: Z._
)
gewesen. Dies hätte sowohl der Beschwerdegegnerin als auch den Gutachtern bewusst sein müssen und sie hätten die Akten einholen müssen. Darüber hinaus seien auch die Eingliederungsmassnahmen Teil der Verfügung, da im Dispositiv das «Leistungsbegehren» abgewiesen werde. Dies sei ein Ent
scheid über alle Leistungen der Invalidenversicherung
(Urk. 9
).
2.
2.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
2.2
.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2.2
Nach bisheriger und langjähriger höchstrichterlicher Rechtsprechung führten Suchterkrankungen als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Sie wurden im Rahmen der Invalidenversicherung erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt haben, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender, Gesundheitsschaden eingetreten war, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens waren, dem Krankheitswert zukam. Ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden fehlte demgegenüber, wo in der Begutachtung im Wesentlichen nur Befunde erhoben wurden, welche in der Sucht ihre hinreichende Erklärung fanden (Hinweise zur bisherigen Rechtsprechung in BGE 145 V 215 E. 4.1).
Diese bisherige Rechtsprechung änderte
das Bundesgericht mit BGE 145 V 215 dahingehend, dass - fachärztlich einwandfrei diagnostizierten
–
Abhängig
keitssyndromen beziehungsweise Substanzkonsumstörungen nicht zum vornhe
rein jede invalidenversicherungsrechtliche Relevanz abgesprochen werden kann (E. 5.3.3), sondern diese vielmehr als invalidenversicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesundheitsschäden in Betracht fallen (E. 6).
Gemäss BGE 143 V 418 E. 6 f. ist die Frage nach den Auswirkungen sämtlicher psychischer Erkrankungen auf das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beantworten. Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeits
syndrome (E. 6.2).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängig
keitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und sozio
kulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängig
keitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krank
heitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psy
chosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem struktu
rierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hin
weise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Be
richte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegen
teiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).
2.2
.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
2
.3
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom
20. Mai 2021
(Urk. 2) im Wesentlichen auf das
Gutachten der
Medas
Y._
vom 11.
Februar 2021
ab. Darin werden die bis zur Begutachtung
des Beschwerde
füh
rers
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk. 7
/53/16 f.; Urk. 7/53/32 f.; Urk. 7/53/47 f.; Urk. 7/53/86 ff.),
weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nach
fol
genden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
Die Gutachter hielten in der Konsensbeurteilung folgende Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 7/53/5):
-
Status nach Ischämie im Mediastromgebiet Gebiet rechts bei M1-Ver
schluss rechts am 1. Juli 2019
-
Leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung infolge eines ischämischen Insultes, differentialdiagnostisch zusätzlicher Einfluss bei polyvalentem Abhängigkeitssyndrom möglich
-
Chronic
Obstructive
Pulmonary
D
isease
(COPD) Gold IV
-
Fortgeführter Nikotinkonsum
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten sie (1) ein polyvalentes Abhängigkeitssyndrom mit Teilnahme an einem Ersatzdrogenprogramm (ICD-10 F19.2) sowie (2)
Präadipositas
nach WHO, BMI 29.05kg/m
2
.
Die Gutachter führten aus, dass sich i
m Rahmen der neuropsychologischen Unter
suchung eine leichte bis mittelgradige neurop
sychologische Störung bei Status nach
zerebrovaskulärem
Insult im Juli 2019 nachweisen
lasse. Differenzial
dia
gnostisch sei
auch ein Einfluss der langjährigen
Polytoxikomanie
denkbar. An
haltspunkte für ein
e Aphasie ergä
ben sich nicht.
Psychiatrischerseits
ergebe
sich die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms vom Multisubstanztyp mit der Teil
nahme an einem ärztlich überwachten Substitutionspro
gramm mit Methadon. Weiterhin wü
rden dem
Beschwerdeführer
Benzodiazepine ärztlicherseits
verord
net. Ausserhalb des Strafvollzuges konsumiere
er
ausserdem selbst beschaffte Benzodiazepine. Aus psychiatrischer Sicht resultier
t
en die neuropsychologischen Defizite mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus dem
Insultere
ignis
. Entspre
chend passe
das neuropsychologische Einschränkungsprofil auch zur Lokalisation des Insul
tes. Von neurologischer Seite we
rd
e ein Status nach einer Ischämie im Media-Stromgebiet rechts bei M1
-
Verschluss rechts am
1.
Juli 2019 diagnosti
ziert.
Die initial
brachiofazial
b
etonte
Hemisymptomatik
links sei
nur noch in sehr geringer Ausprägung in der gezielten Untersuchung n
achvollziehbar. Eine Aphasie sei
nicht feststellbar.
Von intern
istischer Seite
wirke
sich die COPD (GOLD IV) mit fortgeführtem Nikotinkonsum auf die Arb
eitsfähigkeit aus. In Ruhe zeige
sich ein
unauffälliger
pulmonaler Befund (Urk. 7
/53/4).
Die Befunde und Diagnosen wirkten sich dahingehend aus, dass der Be
schwer
deführer
nur leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ohne Staubexposition
ausführen könne
. Funktions- und Fähigkeitseinschränkungen
bestünden
insbe
son
dere durch ei
ne Verlangsamung. Zudem bestehe
eine verminderte Interferenz
festigkeit und reduzierte Dualtask-Fähigkeit sowie leichte Einschränkungen in der kommunikativen Kompetenz durch Wortfindungsstörungen und eine verlängerte Antwortlatenz im Gespräch, eine Störung des Frischgedächtnisses und Minder
leistunge
n im räumlichen Vorstellungsvermögen. Insgesamt sei
das Arbeitstempo des
Beschwerdeführers
vermindert. Höhere Anforderungen an sprachliche Fähig
ke
iten und an die Kommunikation kö
nn
e
er nicht erfüllen,
er
sollte auch keine Verantwortung
für Mitarbeitende tragen müssen (Urk. 7/53/5).
D
er Beschwerdeführer
sei
infolge der COPD
nicht mehr arbeitsfähig in der
bis
herige
n
Tätigkeit als Maurer und Sanitär. Entspreche
nd der aktenkundigen Anga
ben sei
die COPD
erstmalig am 16. Juli
2019 klassifiziert worden, sodass diese Angaben sp
ätestens seit jenem Zeitpunkt gä
lten.
Von neurologischer Seite sei er
für die bisherige Tät
igkeit seit dem Insult am 1. Juli
2019 zu 100
% arbeitsun
fähig.
Psychiatrischerseits
b
estehe
unter Einbeziehung der neurops
ychologischen Untersuchungsbefun
de eine volle Präsenzfähigkeit von 8.5 Standen mit einer Leistungseinschränkung aufgrund der Verlangsamung und der Aufmerksamkeits-
und Gedächtnisdefizite von 50 %. Somit ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(100
% Pensum, 50
% Rendement)
in der bisherigen Tätigkeit. Diese Angaben gä
lten seit dem Ende der stationär
en Neurorehabilitation am 13. Juli
2019.
Ge
samthaft ergebe
sich somit
konsensuell
für die bish
erige Tätigkeit eine Arbeits
unfä
higkeit von 100
% seit dem
Insu
ltereignis
vom 1. Juli
2019 (0% Pensum, 0% Rendement).
Eine angepasste Tätigkeit sei
eine leichte, selten mittelschwere Tätigkeit ohne hohen Anspruch an die manuelle Koordination. Diese Tätigkeit sollte keine Staubexpositionen beinhalten. Weiterhin sollte sie gut strukturiert sein mit gerin
gen Anforderungen an das Arbeitstempo, Gedächtnis und Du
al-Task-Fähigkeiten sowie mit mä
ssigen Anforderungen an die sprachlichen Fähigkeiten und Kom
munikation. Für eine derartige Tätigkeit
sei der Beschwerdeführer
zu einer vollen Präsenz von
8.5 Stunden befähigt. Es bestehe
allerdings eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30
%, sodass sich eine Gesam
tarbeitsfähigkeit von 70% ergebe
(100% Pensum, 70% Rendement). Diese
Angaben gä
lten seit dem Ab
schluss der stationä
ren Neurorehabilitation am 13. Juli
2017
(Urk. 7/53/8)
.
3.2
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der B
eschwerdeführer die Ver
laufs
einträge des
Z._
vom 20. August 2019 bis zum 25. August 2021 ein (Urk. 10/4). Med.
pract
. A._
, Assistenzärztin Psychiatrie,
hielt fest,
dass der Beschwerdeführer ab Anmeldung im
Z._
am 12. August 2019 bis heute regel
mässige Termine wahrgenommen habe. Er habe bis Ende 2019 bei ihrem Vorgän
ger sieben Termine und im Jahr 2020 ca. 5 Termine wahrgenommen. Im Jahr
2021 seien es, nicht zuletzt aufgrund der Haft, noch drei Termine im Februar 20
21 gewesen. Sie habe im März die Fallführung übernommen, ihn jedoch noch nie gesehen, da er den einzig vereinbarten Termin versäumt habe. Die Inhalte der Gespräche könn
t
e
n
den Verlaufseinträgen entnommen werden (Urk. 10/4).
4.
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfü
gung - Stel
lung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwer
deweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech
tungs
gegen
stand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Die beruflichen Massnahmen sind - entgegen den Ausführungen des Beschwerde
führers (Urk. 1 und Urk. 9)
-
klarerweise nicht Gegen
stand der angefochtenen Ver
fügung vom 20. Mai 2021 und entsprechend auch nicht Gegenstand des vor
liegenden Beschwerdeverfahrens (Urk. 2), womit auf diesen Antrag nicht einzu
treten ist.
5
.
5
.1
Beim Gutachten der
Medas
Y._
waren
Ärzte der Fachrichtungen Allge
meine Innere Medizin, Neurologie, Psy
chiatrie und Psychotherapie sowie ein neu
ropsychologischer Gutachter vertreten (Urk. 7/53), womit es sich für die vor
lie
gend
zu beantwortenden Fragen als umfassend erweist. Es beruht auf fach
ärzt
lichen Untersuchungen durch die Gutachter (Urk.
7/53/17
ff.; Urk.
7/53/33
ff.
; Urk.
7/53/48 ff.; Urk. 7/53/83 ff.
) und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(Urk. Urk. 7/53/16 f.; Urk. 7/53/32 f.; Urk. 7/53/47 f.; Urk. 7/53/86 ff
.)
abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig
,
berücksichtigt die vom Be
schwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
5
.2
5
.2.1
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass
die Gut
achter nicht versucht hätten, die psychiatrischen
Vorakten
einzuholen, obwohl dies unabdingbar sei für die Beweiskraft (Urk. 1). Dem ist entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Untersuchung angab, sich nie in spezifischer psychiatrischer
Behandlung befunden zu haben. S
eit dem 18.
Lebensjahr sei er im Methadonprogramm. Zeitweise sei er mit
Diaphin
sub
stituiert gewesen. Die Behandlung erfolge
hausärztlicherseits
. Er bekomme zu
sätzlich Benzodiazepine verordnet. Aktuell konsumiere er zusätzlich zu den sub
stituierten Substanzen vorwiegend Benzodiazepine (Urk. 7/53/59).
Auch unter Berücksich
tigung der vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerde
ver
fahrens ein
gereichten Unterlagen ist nicht von einer spezifischen psychiatrischen Behand
lung auszugehen. Die Verlaufseinträge des
Z._
dokumentieren nur teil
weise und wenig ausführlich objektive Befunde,
eine über die die Einstellung und Abgabe der notwendigen Medikation hinausgehende psychotherapeutische oder psychia
trische Behandlung
ist daraus nicht ersichtlich
(Urk. 10/4).
Aus den
Verlaufseinträgen des
Z._
(Urk. 10/4
) gehen
darüber hinaus
keine kon
kreten, objektiv fassbaren Aspekte hervor, mit denen sich der psy
chiatri
sche Gut
achter nicht befasst hat ode
r die ihm entgangen wären und sie äussern auch keine vom Gutachten abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit.
5
.2.2
Der Beschwerdeführer kritisierte, dass die Unterlagen zu stattgehabten Integra
tionsversuchen nicht eingeholt worden seien. Dies sei insbesondere relevant, da die sozialpraktische Verwertbarkeit einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig
keit aufgrund der jahrelangen Suchterkrankung fraglich sei (Urk. 1
). Dem ist entgegenzuhalten, dass überwiegend wahrscheinlich keine neuen medizinischen Erkenntnisse aus diesen Berichten zu erwarten ist, welche zu einer vom Gutachten abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit führen würde.
5
.3
5
.3.1
Der psychiatrische Teilgutachter diagnostizierte eine leichte bis mittelgradige
neuropsychologische Störung infolge eines ischämischen Insultes am 1. Juli
2019
, differentia
ldia
g
nostisch zusätzlicher Einfluss bei polyvalentem Abhängigkeits
syn
drom möglich, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Gleichzeitig beur
teilte er das polyvalente Abhängigkeitssyndrom mit Teilnahme am Ersatzdrogen
programm ohne Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit (Urk. 7/53/57).
Der Beschwerdeführer selbst gab an
, dass er sich körperlich durch die COPD eingeschränkt fühle und nur leichte Arbeiten ausführen könne. Auch fühle er sich
durch die Konzentrationsminderung und Wortfindungsstörungen, welche seit de
m Hirnschlag im 2019 vorhanden seien, eingeschränkt.
Darüber hinausgehende
psy
chische Einschränkungen seien ihm nicht bekannt (Urk.
7/53/50
i.V.m
. Urk.
7/53/49). Dass der Beschwer
deführer nicht überwiegend wahr
scheinlich durch die Sucht beeinträchtigt ist, zeigt sich auch darin, dass er während des Vollzuges von 7.15-12.00
Uhr
sowie von 13.15-16.30
Uhr
mit einer 15
-minütigen Pause gearbeitet hat
, wo
b
ei er überwiegend leichte Arbeiten im Garten übernom
men habe (Urk. 7/53/51).
Da das polyvalente Abhängigkeitssyndrom mit Teilnahme an
einem Drogener
satzprogramm
grundsätzlich ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beur
teilt wurde und keine Arztberichte vorliegen, welche Zweifel am psychiatrischen
Teilgutachten wecken würden, kö
nn
te grundsätzlich
auf weitere Ausführungen zum
strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 verzichtet werden (vgl. E. 2.3.2).
5
.
3.
2
Der Vollständigkeit halber und unter Berücksichtigung, dass die leichte bis mittel
gradige neuropsychologische Störung differentialdiagnostisch zusätzlich durch die Suchtproblematik beeinflusst sein könnte, ist festzuhalten, dass sich der
psy
chiatrische Gutachter ausreichend mit den Standardindikatoren
auseinander
setzte
(vgl. Urk.
7/53/52; Urk. 7/53/51; Urk. 7/53/59 f.
). Seine Beurteilung um
fasste das ganze Leistungsprofil mit sowohl negativen als auch positiven Anteilen und ist so verfasst, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit «gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen» (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1) abgeleitet wurde.
Er
ist bei der Beantwortung der Frage, wie er das Leistungs
ver
mögen einschätzte, den einschlägigen Indikatoren gefolgt und hat
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle berücksichtigt, welche Folge der gesund
heit
lichen Beein
träch
tigung sind. Seine versicherungsmedizinische Zumut
bar
keits
beurteilung ist auf objektivierter Grundlage erfolgt. Die von der Rechts
anwen
dung zu prüfende Frage, ob er sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbe
dingungen gehalten und das Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägigen Indikatoren eingeschätzt hat (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), ist zu bejahen. Die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund
heitlichen Anspruchsgrund
lage lassen sich anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachwei
sen, weshalb auf das psychiatri
sc
he Teilgutachten abzustellen ist.
5
.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, dass das Sozialamt eine neuropsy
chologische Abklärung in Auftrag gegeben habe, welche am 27. Januar 2022 stattfinden werde und die abzuwarten sei (Urk. 9), ist entgegenzuhalten, dass im Rahmen des Gutachtens der
Medas
Y._
ebenfalls eine ausführliche neu
ro
psychologische Abklärung stattgefunden hat. Von weiteren medizinischen Ab
klärungen sind
aufgrund einer weiteren neuropsychologischen Abklärung
für den im vorliegenden Verfahren relevanten Zeitraum bis zur angefochtenen Verfügung vom 20. Mai 2021 keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
5
.5
Zusammenfassend ist das Gutachten der
Medas
Y._
beweiskräftig und der Beschwerdeführer ist in einer angepassten
Tätigkeit
zu 70 % arbeitsfähig (bei vollem Pensum und Reduktion der Leistungsfähigkeit von 30 %, vgl. E. 3.1).
6
.
6
.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeits
fähigkeit.
Die Beschwerdegegnerin zog
zur Bestimmung des
Valideneinkommen
s
für das Jahr 2020
den Lohn für männliche Bau- und Ausbaufachkräfte, sowie verwandte Berufe, ausgenommen Elektriker/Elektrikerinnen (Zentralwert) fü
r das Jahr 2018
gemäss
Schweizerische
Lohnstrukturerhebung
des
Bundesamt
es
für Statistik
2018 [LSE], TA17 Ziff. 71, Total, Berufsgruppen nach Alter, bereinigt um die betriebs
übliche Wochenarbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung
heran (Urk. 7/54)
.
Das so ermittelte
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 73
'
863.75
scheint - mit
Blick auf den Auszug aus dem individuellen Konto - als grosszügig (vgl. Urk. 7/
7), da der Beschwerdeführer noch nie
auch nur annähernd
ein Einkommen in dieser Höhe erzielte.
Als Invalideneinkommen zog die Beschwerdegegnerin den Tabellenlohn als Hilfs
arbeiter in Höhe von monatlich Fr. 5'417.-- heran und bereinigte diesen um die
betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr
2020, woraus ein Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 68'442.20 in vollem Pen
sum resultierte (LSE 2018, TA1,
Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht
, Privater Sektor, Total, Kom
pe
tenzniveau 1
Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
, Männer). Unter Berücksichtigung der Leistungsminderung von 30 % resultierte daraus ein anrechenbares Einkommen in Höhe von Fr. 47'909.55 (vgl. Urk. 7/54).
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten,
dass in der Beurteilung der medizi
nischen Arbeitsfähigkeit be
reits sämtliche gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt wurden, so dass die Beschwerdegegnerin richtigerweise keinen Leidens
abzug
vornahm
(BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweis
en).
Stellt man das (grosszügig bemessene)
V
alideneinkommen
in Höhe von Fr.
73'863.75 dem Invalideneinkommen von Fr. 47'909.55 gegenüber, so resul
tiert daraus eine Einkommenseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 35 %, was seitens des Beschwerdeführers unbestritten blieb.
6
.2
Zusammenfassend ist es dem Beschwerdeführer möglich,
ein rentenaus
schli
ess
en
des Einkommen zu erzielen. Die Verfügung erweist sich demnach als rechtens und die Beschwerde
ist vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.
7.
7.
1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht
, ist
das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69
Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 800.-- fest
zusetzen und aus
gangsgemäss dem Be
schwer
deführer
aufzuerlegen. Da die Voraussetzungen für die unentgeltliche Pro
zessführung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
geric
ht (
GSVGer
) erfüllt sind (Urk.
3
), sind sie jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Ebenso sind die Voraussetzungen für die
unentgeltliche
Rechtsvertretung (§ 16 Abs. 2
GSVGer
) erfüllt und es ist Rechtsanwalt
Sebastian Lorentz, Zürich,
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, womit - wie mit Verfügung 13. Septem
ber 2021
(Urk.
8
) mitgeteilt - die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
erscheint
eine Entschädigung in Höhe von Fr.
1‘9
00.-- (inklusive Mehr
wert
steuer und Barauslagen) angemessen.
7
.3
Der
Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er
zur Nach
zahlung der Auslagen für die
unentgeltliche
Rechtspfl
ege verpflichtet ist, sobald er
dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
21. Juni 2021
wird dem Beschwerdeführer die unentgelt
liche
Prozessführung gewährt und Rechtsanwalt Sebastian Lorentz, Zürich, als unentgeltlicher Rechts
vertreter bestellt;
und
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Sebastian Lorentz, Zürich,
wird mit Fr.
1’900
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Sebastian Lorentz
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.