Decision ID: 4ed68b64-a1d1-4ea1-ad6b-bba6818c4582
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 7. Februar 2005 wegen Rückenschmerzen zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-
act. 1). Die Versicherte gab an, dass sie bisher Hausfrau gewesen und keiner
Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Da die Kinder inzwischen nicht mehr ihre volle
Unterstützung brauchen würden, würde sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wenn ihr
dies gesundheitlich möglich wäre (IV-act. 6-2, 9 f.).
A.b Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Arztbericht
vom 28. Februar 2005 eine Diskushernie L5/S1 mit Einengung der Foramina, eine
Bogenschlussanomalie, eine Lumboischialgie rechts bei Spondylolisthesis L5/S1, eine
Endometriose, einen Status nach laparoskopischer Hysterektomie ohne Adnexektomie
bei Verdacht auf Adenomyose uteri am 16. Juni 2004 (IV-act. 8). Die Versicherte sei für
leichte, jedoch nicht rückenbelastende Arbeiten zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 14).
A.c Am 24. Januar 2006 wurde eine Haushaltsabklärung bei der Versicherten
durchgeführt. Die Abklärungsperson kam im Bericht vom 27. Februar 2006 zum
Schluss, dass bei der Versicherten, die ausschliesslich als Hausfrau zu qualifizieren sei,
im Haushalt eine Einschränkung von 11% bestehe (IV-act. 22).
A.d Mit Verfügung vom 8. März 2006 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der
Versicherten ab, da der Invaliditätsgrad unter 40% liege und somit kein
Rentenanspruch bestehe (IV-act. 24).
B.
B.a Am 5. März 2012 meldete sich die Versicherte aufgrund von
Bandscheibenbeschwerden erneut zum Bezug von Leistungen der
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Invalidenversicherung an (IV-act. 32). Im Schreiben vom 29. Februar 2012 gab Dr.
B._ an, dass die Versicherte an einer cervicalen Diskushernie leide und diesbezüglich
am 11. August 2011 operiert worden sei. Sie habe aber weiterhin Schmerzen und
Einschränkungen und sei für jegliche Arbeit zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 34). Im
Schreiben vom 11. April 2012 führte die Versicherte sinngemäss aus, dass sich ihr
Gesundheitszustand seit der Operation vom 11. August 2011 stark verschlechtert
habe. Sie sei zu 100% arbeitsunfähig, könne sich nicht mehr richtig bewegen, laufen,
schlafen und sogar im Haushalt könne sie nichts mehr erledigen (IV-act. 39).
B.b Dr. med. C._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im
Bericht vom 12. Oktober 2012 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine
Dysthymia. Aus psychiatrischen Gründen sei die Versicherte zu 50% arbeitsunfähig
bzw. bestehe bei ihr eine Einschränkung von 50% im Haushalt (IV-act. 52).
B.c In den Stellungnahmen vom 20. November 2012 und vom 4. Januar 2013 hielt der
RAD fest, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten gegenüber dem
Referenzzeitpunkt vom 8. März 2006 nicht wesentlich verändert habe. Die vorliegende
Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung gehöre zu den ätiologisch-
pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern. Die beschriebene Dysthymia
erreiche nach Schweregrad und Dauer der einzelnen Episoden nicht die Kriterien für
eine leichte oder mittelgradige rezidivierende depressive Störung. Es liege somit keine
psychiatrische Komorbidität von erheblicher Schwere oder sonstige schwere
Funktionseinschränkungen vor. Die Voraussetzungen für eine willentliche
Überwindbarkeit der Beschwerden seien überwiegend gegeben (IV-act. 54 und 58).
B.d Mit Vorbescheid vom 25. Januar 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aus somatischer Sicht bestünde keine
Veränderung des Gesundheitsschadens. Bei den gestellten psychiatrischen Diagnosen
handle es sich um nicht invalidisierende Beschwerden. Somit seien keine
Veränderungen zum Entscheid vom 8. März 2006 eingetreten (IV-act. 61).
B.e Mit Einwand vom 4. März 2013 machte die Versicherte geltend, dass sich die
tatsächlichen Verhältnisse um einiges verändert hätten. Ihre Kinder hätten in der
Zwischenzeit geheiratet und seien aus der elterlichen Wohnung ausgezogen. Ihnen sei
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es nicht mehr zumutbar, auch noch den Haushalt ihrer Mutter zu besorgen oder sie im
bisherigen Mass zu unterstützen. Es bestehe keine Schadenminderungspflicht der
erwachsenen und selbständigen Kinder mehr. Zudem habe sich der
Gesundheitszustand entgegen der Beurteilung des RAD deutlich verschlechtert. Es sei
ein interdisziplinäres Gutachten erforderlich. Zudem dränge sich eine Revision
aufgrund des Wandels des Aufgabenbereiches auf. Die Versicherte würde im
Gesundheitsfall allein schon aus finanziellen Überlegungen einer Arbeitstätigkeit
nachgehen, da sie keine Betreuungspflichten mehr zu erfüllen habe. Sie würde einer
Erwerbstätigkeit von zumindest 50% nachgehen (IV-act. 65).
B.f Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 21. März 2013 an das Medizinische
Gutachtenzentrum Region St. Gallen (MGSG; IV-act. 70) wurde die Versicherte am 22.
und 29. Mai 2013 orthopädisch und psychiatrisch begutachtet. Im Gutachten vom 7.
Juni 2013 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach dynamischer
minimal invasiver Distraktionsspondylodese L5/S1 beidseits 08/2011 mit mässiger
Einengung des Neuroforamens L5/S1 rechts und möglicher leichter Kompression der
Nervenwurzel L5 rechts foraminal sowie eine chronische depressive Verstimmung
(Dysthymie; ICD-10: F34.1) bei Zustand nach Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) bestehend seit etwa August 2011 diagnostiziert.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine mässige Ansatzreizung im
Bereich des Processus spinosus C7/Th1, Präadipositas, sowie eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) bestehend seit mindestens August 2011
diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau betrage seit dem Zeitpunkt der
Begutachtung bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums 80%. Der
vorangehende Zeitraum könne retrospektiv nicht beurteilt werden, da die aktuellen
Diagnosen von den früheren differierten und nicht klar sei, seit wann sie effektiv
bestünden. Körperlich leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise sitzend und stehend
ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig inklinierte und reklinierte sowie
rotierte Körperhaltungen eingenommen werden müssten, könnten seit dem Zeitpunkt
der Begutachtung bei voller Stundenpräsenz zu 100% zugemutet werden (IV-act. 86).
B.g Gemäss Stellungnahme des RAD vom 8. Juli 2013 kann auf das MGSG-Gutachten
abgestellt werden (IV-act. 88).
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B.h Mit Schreiben vom 16. Juli 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass am
bisherigen Entscheid festgehalten werde, der Versicherten stehe keine Rente zu. Auch
eine allfällige Änderung der Qualifikation hätte keinen Einfluss und es bestünde
weiterhin kein Anspruch auf eine Rentenleistung (IV-act. 89).
B.i Mit Schreiben vom 27. August 2013 erhob die Versicherte dagegen erneut Einwand.
Das MGSG-Gutachten sei nicht nachvollziehbar, und die Untersuchungen seien nicht
korrekt durchgeführt worden. Obwohl sich der Gesundheitszustand nachweislich
verschlechtert habe, würden die Gutachter eine geringere Arbeitsunfähigkeit von bloss
20% im Haushaltsbereich festhalten, dies sei nicht nachvollziehbar. Die Versicherte
habe so gut, wie es ihr gesundheitlicher Zustand zugelassen habe, bei den
Untersuchungen mitgemacht. Die Schmerzen seien jedoch beinahe unerträglich
gewesen (IV-act. 91).
Im Bericht vom 24. Mai 2013 hält Dr. D._, Facharzt für Neurochirurgie, fest, dass die
Versicherte zwei Tage nach der Begutachtung mit Schmerzen im unteren
Lendenwirbelsäulenbereich, welche durch die gutachterliche Untersuchung aufgetreten
seien, bei ihm vorstellig geworden sei (IV-act. 92).
B.j Gemäss Stellungnahme des RAD vom 2. Dezember 2013 kann aus den Berichten
keine unsorgfältige oder gar rücksichtslose Untersuchung abgeleitet werden (IV-act.
95).
B.k Mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der
Versicherten ab (IV-act. 96).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 15. Januar 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 3. Dezember 2013 und die
Zusprache einer ganzen, mindestens jedoch einer Viertelsrente. Der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert, indem zu ihrem
Rückenleiden und den damit einhergehenden Schmerzen nun auch psychische
Probleme hinzugekommen seien, andererseits habe sich ihre familiäre Situation
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verändert. Dem MGSG-Gutachten könne nicht gefolgt werden. Der
Gesundheitszustand habe sich seit 2006 verschlechtert, zumindest aber nicht
verbessert. Es sei fraglich, ob ein Arbeitsplatz, welcher alle Adaptationskriterien erfülle,
überhaupt bestehe. Die Beschwerdeführerin sei einem Arbeitsumfeld nicht zumutbar.
Die im Gutachten festgelegte Einschränkung von 20% im Haushaltsbereich sei nicht
zutreffend und es bedürfe einer eingehenderen Haushaltsabklärung. Auf die 2006
durchgeführte Abklärung könne nicht mehr abgestellt werden, da sich die familiäre
Situation seither erheblich geändert habe. Die Beschwerdeführerin müsse heute ihren
Haushalt alleine besorgen. Ihren Angehörigen könne nicht mehr zugemutet werden,
dass diese weiterhin für die Beschwerdeführerin den Haushalt besorgen würden (act. G
1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass es keinen Anlass
gebe, von den Ergebnissen der Begutachtung abzuweichen. Das Schmerzleiden sowie
die depressive Verstimmung der Beschwerdeführerin erwiesen sich als nicht
invalidisierend. Den somatisch bedingten Einschränkungen könne mit einer leichten
Arbeit Rechnung getragen werden. Ob eine gesundheitliche Verschlechterung
eingetreten sei, sei obsolet, da auf die Wiederanmeldung eingetreten und der
Sachverhalt vollumfänglich abgeklärt und beurteilt worden sei (act. G 7).
C.c Am 7. März 2014 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege (Befreiung von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 9).
C.d Mit Replik vom 12. Mai 2014 hält die Beschwerdeführerin vollumfänglich an der
Beschwerde fest. Insbesondere sei eine zumutbare Willensanstrengung zur
Überwindung der Schmerzen zu verneinen (act. G 12). Die Beschwerdegegnerin
verzichtete mit Schreiben vom 20. Mai 2014 auf eine Duplik (act. G 14).
C.e Am 30. Mai 2014 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine
Honorarnote über Fr. 4‘681.60 ein (act. G 16).

Erwägungen
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1.
1.1 Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG). Volljährige, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit
nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich
im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Artikel 7 Absatz 2 ist sinngemäss
anwendbar (Art. 8 Abs. 3 ATSG). Die Methode zur Bemessung der konkreten
Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht geregelt.
Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 IVG. Danach ist darauf abzustellen, in welchem Mass
die betreffende Person unfähig ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische
Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte gemischte Methode der
Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im
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Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen „gemischten“ Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
Ist bei einer Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich
erwerbstätig wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den
Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis IVV).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
1.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassen ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).
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1.5 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu
schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft,
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
125 V 351 E. 3b/bb).
2.
2.1 Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt.
2.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf das
MGSG-Gutachten. Die Beschwerdeführerin hält dieses aus verschiedenen Gründen für
nicht beweiskräftig.
2.2.1 Bei der Untersuchung seien bei der Beschwerdeführerin im unteren
Lendenwirbelsäulenbereich zusätzliche Schmerzen aufgetreten. Es sei zu bezweifeln,
dass die Untersuchung mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Respekt
durchgeführt worden sei. Die Äusserungen des Gutachters, die Beschwerdeführerin
zeige wenig Mitarbeit, sei in Anbetracht des Berichts von Dr. D._ unglaubwürdig. Es
sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin so gut, wie dies aufgrund ihrer
Schmerzen möglich gewesen sei mitgemacht habe (IV-act. 92-1). Es sei unzutreffend,
dass sich die Beschwerdeführerin demonstrativ schmerzgeplagt gezeigt habe. Weiter
werde bestritten, dass ihre Schmerzen vor allem in Verbindung mit emotionalen
Konflikten oder psychosozialen Problemen auftreten würden (act. G 1, S. 8).
2.2.2 Die Gutachter halten im MGSG-Gutachten fest, dass die Beschwerdeführerin
eine tiefe Schmerzschwelle aufweise und dadurch kaum zu untersuchen sei. So sei die
Funktionsprüfung der Brustwirbelsäule nicht möglich, da massive
Lendenwirbelsäulenschmerzen angegeben würden. Weiter könne die Stabilität der
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Schultern bei ungenügender Mitarbeit der Probandin nicht beurteilt werden. Auch die
rohe Kraft der Arme und Beine könne bei ungenügender Compliance nicht beurteilt
werden (IV-act. 86-5 f.). In der Beurteilung halten die Gutachter fest, das Ausmass der
Nackenschmerzen und der subjektiven Einschränkung der körperlichen
Leistungsfähigkeit sowie der demonstrierten abnormen Untersuchungsbefunde der
Halswirbelsäule kontrastiere mit dem MRI-Befund der Halswirbelsäule, wo lediglich
eine Ansatzreizung im Bereich des Processus spinosus C7/Th1 sichtbar sei. Das
Ausmass der lumbalen Schmerzen und der pathologischen objektiven Befunde der
Lendenwirbelsäule könne mit der im MRI dokumentierten mässigen Einengung des
Neuroforamens L5/S1 rechts mit möglicher leichter Kompression der Nervenwurzel L5
rechts foraminal nach dynamischer minimal invasiver Distraktionsspondylodese L5/S1
beidseits 08/2011 nur unvollständig plausibilisiert werden (IV-act. 86-8). Dr. D._ hält
im Bericht vom 24. Mai 2013 fest, dass die Beschwerdeführerin zwei Tage zuvor
begutachtet worden sei. Der Gutachter und ein Kollege hätten etwas stärker im Bereich
der unauffälligen postoperativen Narbe gedrückt und wahrscheinlich die Beweglichkeit
der Lendenwirbelsäule geprüft. Prompt seien Schmerzen im unteren
Lendenwirbelsäulenbereich aufgetreten, die ursprünglich auch in die anderen
Rückenpartien ausgestrahlt hätten und sich jetzt zum unteren
Lendenwirbelsäulenbereich, mit Ausstrahlung in beide Beckenkämme, zurückgezogen
hätten (IV-act. 92-2). Aus dem Bericht von Dr. D._ lässt sich nicht ableiten, dass die
gutachterliche Untersuchung nicht mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen
Respekt durchgeführt wurde. Ebenso geht aus dem Bericht von Dr. D._ nichts
hervor, was die Aussagen der Gutachter bezüglich der ungenügenden Mitarbeit in
Frage stellen würde.
2.2.3 Im MGSG-Gutachten wird weiter festgehalten, aufgrund der anhaltenden
Schmerzsymptomatik mit Symptomausweitung könne eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung angenommen werden, bei der die Schmerzen durch eine organische
Störung nicht ausreichend erklärt werden könnten. Der Schmerz trete in Verbindung
mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Bei der
Beschwerdeführerin liessen sich vor allem psychosoziale Faktoren mit mangelnder
Sprachbeherrschung und Verdacht auf mangelnde Integration erheben. Ausserdem sei
ihr Ehemann erkrankt und beziehe eine IV-Rente (IV-act. 86-12). Weder aus dem
Bericht von Dr. D._ noch aus der Beschwerde gehen Anhaltspunkte hervor, die
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gegen die gutachterliche Beurteilung sprechen. Dabei ist insbesondere festzuhalten,
dass entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (vgl. act. G 1, S. 8) die
Schmerzsymptomatik von den Gutachtern nicht allein bzw. überwiegend auf
emotionale Konflikte und psychosoziale Faktoren zurückgeführt werden, sondern dass
die Schmerzen lediglich mit emotionalen Konflikten und psychosozialen Problemen in
Verbindung gebracht wurden. Vor diesem Hintergrund ist es auch unbeachtlich, ob die
genannten Faktoren bereits im Jahr 2006 bestanden hatten.
2.2.4 Weiter ist es gemäss der Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar, dass der
Gutachter das Ausmass der lumbalen Schmerzen und der pathologischen Befunde
nicht für vollständig mit der im MRI dokumentierten mässigen Einengung erklärbar hält
und insbesondere die von der Beschwerdeführerin angegebene Taubheit des rechten
Beins mit den gestellten Diagnosen nicht objektivierbar sein soll. Organisch würden
sich – wie die Befunde im Gutachten zeigten – nur die Beschwerden bezüglich der
Halswirbelsäule nicht erklären lassen. Die Beschwerden im Lendenbereich bestünden
dagegen anerkanntermassen seit 2006 und hätten trotz Operation nicht beseitigt
werden können (act. G 1, S. 8).
2.2.5 Im Gutachten kommt klar zum Ausdruck, dass Beschwerden im Lendenbereich
als vorhanden anerkannt werden. Es wird ein Status nach dynamischer minimal
invasiver Distraktionsspondylodese L5/S1 beidseits 08/2011 mit mässiger Einengung
des Neuroforamens L5/S1 rechts und möglicher leichter Kompression der
Nervenwurzel L5 rechts foraminal diagnostiziert. Dabei stützte sich Dr. med. E._,
Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates im Wesentlichen auf das MRI der Lendenwirbelsäule vom 29.
Mai 2013. Weiter hält der Gutachter fest, das Ausmass der lumbalen Schmerzen und
der pathologischen objektiven Befunde der Lendenwirbelsäule könne mit der im MRI
dokumentierten mässigen Einengung des Neuroforamens L5/S1 rechts mit möglicher
leichter Kompression der Nervenwurzel L5 rechts foraminal nur unvollständig
plausibilisiert werden. Nachdem lediglich die Nervenwurzel L5 rechts fraglich betroffen
sei, könne die von der Beschwerdeführerin beschriebene Taubheit des gesamten
rechten Beins nicht objektiviert werden. Weiter führt der orthopädische Gutachter aus,
dass die ausgeprägten subjektiven Nacken- und lumbalen Beschwerden und
demonstrierten abnormen Untersuchungsbefunde der Hals- und Lendenwirbelsäule mit
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dem fast unauffälligen MRI-Befund der Halswirbelsäule und dem nur geringen
pathologischen Befund des MRI im Bereich der Lendenwirbelsäule nur ungenügend
erklärt werden könnten (IV-act. 86-7 ff.). Dass die Beschwerden im Lendenbereich
nicht bereits seit 2006 bestehen würden, wird im Gutachten nicht bestritten, einzig das
Ausmass der Schmerzen könne mit dem Befund des MRI nur unvollständig
plausibilisiert werden. Zudem berücksichtigen die Gutachter die diagnostizierten
Beeinträchtigungen, indem sie festhalten, dass Tätigkeiten mit häufiger inklinierter und
rotierter Körperhaltung nicht mehr vollumfänglich zugemutet werden können. Als
leidensadaptierte Tätigkeit werden körperlich leichte Tätigkeiten, die
abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden können, ohne dass dabei
häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen werden
müssten, beschrieben (IV-act. 86-9 f.). Der Bericht von Dr. D._ vermag an der
gutachterlichen Beurteilung keine Zweifel zu begründen.
2.2.6 Für die Beschwerdeführerin ist es nicht nachvollziehbar, weshalb die Gutachter
im Haushaltsbereich auf eine Arbeitsunfähigkeit von bloss 20% kommen, obwohl sich
der Gesundheitszustand der Versicherten nachweislich verschlechtert habe. Bezüglich
der Rückenschmerzen hätten sich keine Besserungen gezeigt, auch nicht nach der
durchgeführten Operation. Zudem seien zu den seit 2006 bestehenden Beschwerden
noch Beschwerden im Nackenbereich und psychische Verstimmungen
hinzugekommen. Bereits im Abklärungsbericht vom 27. Februar 2006 seien der
Beschwerdeführerin Einschränkungen von rund 20% beim Rüsten/Kochen/Anrichten
etc., von rund 40% bei der Wohnungspflege und von 10% beim Sortieren der Wäsche
etc. attestiert worden (IV-act. 91-1). Für das Kochen, Rüsten, Anrichten sowie die
Reinigungsarbeiten in der Küche sei von einer Einschränkung von 50% auszugehen,
bei der Wohnungspflege von 60% und bei der Besorgung der Wäsche von 50%.
Insgesamt ergebe dies eine Einschränkung von 44.2% welche seit 2006 bestehe (act.
G 1, S. 7).
2.2.7 Zunächst ist festzuhalten, dass gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 27.
Februar 2006 auch ohne Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht von
Angehörigen insgesamt eine Einschränkung von lediglich 19.32% resultieren würde
(Ernährung: Gewichtung 56.97%, Einschränkung 20%, Behinderung 11.39%;
Wohnungspflege: Gewichtung 16.99%, Einschränkung 40%, Behinderung 6.8%;
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Wäsche und Kleiderpflege: Gewichtung 11.28%, Einschränkung 10%, Behinderung
1.13%; vgl. IV-act. 22-5 f.). Die von der Beschwerdeführerin in der Beschwerde
vorgebrachten Einschränkungen entbehren einer hinreichenden medizinischen
Grundlage und lassen sich nicht nachvollziehen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass
vorliegend mit der Dysthymie und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
auch psychiatrische Diagnosen vorliegen. Der Abklärungsbericht an Ort und Stelle ist
seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter
Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter
Umständen eingeschränkt sein kann, wenn die versicherte Person an psychischen
Beschwerden leidet (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E.
5.1.4 mit Hinweisen). Einerseits ist im Gutachten keine wesentliche Verschlechterung
des physischen Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bzw.
auf die angenommene Einsatzfähigkeit im Haushalt festgehalten. Aus psychiatrischer
Sicht wird zudem keine zusätzliche Einschränkung im Haushalt geltend gemacht.
Somit ist die gutachterlich festgehaltene Einschränkung im Haushalt von 20%
nachvollziehbar und stellt auch keinen Wiederspruch zum Abklärungsbericht vom 27.
Februar 2006 dar.
2.3 Zusammenfassend vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin keine
Zweifel am nachvollziehbaren MGSG-Gutachten zu begründen. Es besteht kein Bedarf
für die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen.
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die psychischen Probleme
ausnahmsweise als invalidisierend zu betrachten seien, ihr könne die nötige
Willensanstrengung zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit nicht zugemutet
werden (act. G 1, S. 9). Dabei stützt sie sich insbesondere auf das Schreiben von Dr.
C._ vom 17. Dezember 2012 (IV-act. 57-2 f.).
3.2 Ob die psychiatrisch festgehaltenen Einschränkungen als invalidisierend zu
berücksichtigen sind, ist nach der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichts gemäss
BGE 141 V 281 zu beurteilen. Mit diesem Entscheid hat das Bundesgericht das
bisherige Regel-/Ausnahmemodell durch ein strukturiertes, normatives Prüfungsraster
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ersetzt. Anhand eines Katalogs von Indikatoren erfolgt nunmehr eine ergebnisoffene
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen)
andererseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Die geänderte
Rechtsprechung bedeutet indes nicht, dass während der Geltungsdauer der
Rechtsprechung von BGE 130 V 352 (sog. Überwindbarkeitspraxis) eingeholte
Gutachten ihren Beweiswert per se verlieren würden. Vielmehr ist im Rahmen einer
gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den
erhobenen Rügen entscheidend, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen
Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (Entscheid des Bundesgerichts vom 30,
November 2015, 9C_739/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6).
3.3 Die gutachterlichen Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
(ICD-10: F45.4) und einer Dysthymie (ICD-10: F34.1) wurden sorgfältig und
nachvollziehbar erhoben. Zudem decken sie sich mit der Einschätzung der
behandelnden Psychiaterin (vgl. IV-act.52-1).
3.4 Der psychiatrische Gutachter Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, hält bei seiner Beurteilung zwar fest, dass der Schmerz in Verbindung
mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auftrete. Bei der
Beschwerdeführerin liessen sich vor allem psychosoziale Faktoren mit mangelnder
Sprachbeherrschung und Verdacht auf mangelnde Integration erheben. Ausserdem sei
ihr Ehemann erkrankt und beziehe eine IV-Rente (IV-act. 87-15). Trotzdem kommt der
psychiatrische Gutachter zum Schluss, dass ein Überwiegen von psychosozialen
Faktoren nicht anzunehmen sei (IV-act. 87-22). Entgegen den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 1, S. 9) ging der Gutachter somit nicht davon aus,
dass die Ursache für die Schmerzstörung die emotionalen und psychosozialen
Faktoren seien.
3.5 Der psychiatrische Gutachter hält unter anderem fest, dass bei der
Beschwerdeführerin durchaus Ressourcen anzunehmen seien. Bei ihr bestünden nur
leichte depressive Verstimmungen, keine wesentlichen Affektstörungen oder
Unruhezustände und es liessen sich keine kognitiven und keine formalen oder
inhaltlichen Denkstörungen erheben. Auch wirke die Beschwerdeführerin gut
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kontaktfähig. Trotzdem verrichte sie keine Aktivitäten im Haushalt, mache jedoch fünf
Mal täglich Gymnastikübungen, laufe täglich etwa eine Stunde und habe normale
Kontakte mit Kolleginnen und Bekannten. Aus psychiatrischer Sicht seien ihr durchaus
vermehrte Aktivitäten zumutbar (IV-act. 87-17). Die Beschwerdeführerin verfüge über
die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen (IV-act. 87-16).
3.6 Zusammenfassend besteht kein Anlass, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
von der beweiskräftigen medizinischen Einschätzung des MGSG-Gutachtens
abzuweichen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei
ihr zumutbarem Aufbringen der nötigen Kräfte uneingeschränkt einer geeigneten
Tätigkeit nachgehen könnte. Damit ist in psychischer Hinsicht sowohl in der
angestammten Tätigkeit als Hausfrau als auch in einer adaptierten Tätigkeit (Tätigkeit
ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck [Stressbelastung], ohne
erforderliche geistige Flexibilität und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung) von
einer Arbeitsfähigkeit von 100% auszugehen (IV-act. 87-18 f.). Insgesamt ist somit von
einer Arbeitsfähigkeit als Hausfrau von 80% und in einer adaptierten Tätigkeit von
100% auszugehen (IV-act. 86-13).
4.
Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, wie von der Beschwerdeführerin
behauptet (vgl. act. G 1, S. 9), ist aufgrund der vorliegenden Einschränkungen auf
körperlich leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt
werden können, ohne dass dabei häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte
Körperhaltungen eingenommen werden müssen, sowie Arbeiten ohne erhöhte
emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität
und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung (IV-act. 86-13) nicht gegeben. Ob die
Beschwerdeführerin für die Invaliditätsbemessung als Vollerwerbstätige,
Teilerwerbstätige oder Hausfrau einzustufen ist, kann vorliegend offen bleiben, da bei
keiner Bemessungsmethode ein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 15. Januar 2014 abzuweisen.
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5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden
Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu befreien.
5.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr.
12‘000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat eine Kostennote über Fr.
4‘681.60 eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint dieser
Betrag mit Blick auf vergleichbare Fälle überhöht. Angemessen ist eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3‘500.--. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs.
3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
5.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).