Decision ID: 6484d218-b441-4be8-a4b3-10d1d75a92d4
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt doch sehr kompliziert sei und sie wolle die Angelegenheit von
einer Gerichtsbehörde überprüfen lassen.
8. Am 25. Februar 2014 wies der Gemeindevorstand X._ B._s
Gesuch um Rückgängigmachung des Widerrufs vom 30. Januar 2014 ab.
Das Gesuch der STWEG Chesa A._ um Feststellung der Gültigkeit
der Baubewilligung wurde im Sinne der Erwägungen abgewiesen und es
wurde festgestellt, dass die Baubewilligung noch gültig sei. B._
wurde eine Frist bis Ende März 2014 gesetzt, den aktuellen
Energienachweis beizubringen.
Zur Beantwortung der Eingabe vom 4. Dezember 2013 habe es,
entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin, eines formellen Entscheids
bedurft. Es handle sich um ein begründetes Gesuch mit entsprechenden
Anträgen. Es bestehe ein rechtserhebliches Interesse der Beteiligten, die
Frage der Gültigkeit der Baubewilligung verbindlich zu klären.
Im Verfahren vor Verwaltungsgericht sei, entgegen der Angabe der
Gesuchstellerin, aufschiebende Wirkung erteilt worden. Vom
Bundesgericht dagegen sei keine aufschiebende Wirkung zuerkannt
worden, was damit zusammengehangen habe, dass die STWEG Chesa
A._ kein entsprechendes Begehren gestellt gehabt habe. Das KRG
sage nicht, ob mit der Zustellung des verwaltungsgerichtlichen Urteils am
19. September 2012 die Voraussetzungen der Zulässigkeit im Sinne von
Art. 91 Abs. 2 KRG eingetreten seien oder ob bei einem Weiterzug ans
Bundesgericht auch dessen Urteil hätte abgewartet werden müssen. Für
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Letzteres spräche immerhin der Umstand, dass der kantonale
Gesetzgeber mit Art. 91 Abs. 1 KRG die Bauherrschaft habe begünstigen
wollen und dies nicht dazu führen könne, dass diese bei einem Weiterzug
bezüglich Fristenlauf sogar noch schlechter gestellt werde als ohne die
erwähnte Privilegierung. Somit könne es sein, dass der erlaubte
Baubeginn nicht ohne Weiteres mit dem zulässigen Baubeginn
gleichzusetzen sei, insbesondere nicht, wenn es um den Fristenlauf gehe.
Ansonsten hätte die STWEG bereits im Verfahren vor Bundesgericht den
Verfall der Baubewilligung geltend machen und das Bundesgericht das
Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit abschreiben müssen.
Es könne aber offen bleiben, wie Art. 91 zu verstehen sei. Die
Baubewilligung sei nur unter Bedingungen erteilt worden, von denen der
Eintritt der Zulässigkeit des Baubeginns abhängig sei (Ziff. 4 und 5 der
Bedingungen und Auflagen). Die feuerpolizeiliche Bewilligung sei erst
kürzlich erteilt worden. Der Energienachweis liege noch nicht vor. Dem
Bauherrn werde entsprechend Frist angesetzt. Es hätte keinen Sinn
gemacht, die diesbezüglichen Verfahren betreffend Feuerpolizei und
Energienachweis voranzutreiben, sei doch bis zur Eröffnung des
bundesgerichtlichen Urteils am 5. November 2013 noch offen gewesen,
ob das Bauvorhaben realisiert werden könne. Der Baubeginn sei erst
zulässig, wenn die feuerpolizeiliche Bewilligung vorliege und der
Energienachweis erbracht sei. B._ werde angehalten, bei der
erwähnten Amtsstelle unverzüglich darauf hinzuwirken, dass die
erwähnten Hindernisse für den zulässigen Baubeginn aus dem Weg
geräumt würden. Ihm werde dafür Frist bis Ende März 2014 gesetzt.
Die STWEG Chesa A._ wurde dazu verpflichtet, B._ für das
Verfahren mit Fr. 700.-- ausseramtlich zu entschädigen.
9. Dagegen erhob die STWEG Chesa A._ (Beschwerdeführerin) am 2.
April 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Ziff. 2
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(Abweisung des Gesuchs der STWEG um Feststellung des Verfalls der
Baubewilligung und Feststellung, dass die Baubewilligung noch gültig sei)
sowie Ziff. 4 und 5 (Kostenspruch) der angefochtenen Verfügung. Es sei
festzustellen, dass die Baubewilligung wegen Ablaufs der Jahresfrist im
Sinne von Art. 91 Abs. 2 KRG verfallen sei.
Am 19. September 2012 sei das verwaltungsgerichtliche Urteil zugestellt
worden. Somit hätte die Bauherrschaft am 21. September 2012 gemäss
KRG mit dem Bau beginnen können. Die Beschwerde ans Bundesgericht
habe ex lege keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). Eine anders
lautende Anordnung habe das Bundesgericht nicht erlassen. Somit sei die
Baubewilligung am 20. September 2013 verfallen. Bei grosszügiger
Auslegung könne man noch die dreissigtägige Beschwerdefrist
hinzurechnen. Die Jahresfrist habe somit spätestens am 20. Oktober
2013 geendet. Mit den Bauarbeiten sei innert dieser Frist nicht begonnen
worden, so dass die Bewilligung erloschen sei.
Es könne nicht sein, dass eine Bauherrschaft in gestaffelter Form immer
wieder Teilgesuche einreiche und dadurch so die Gültigkeit der
Baubewilligung um Jahre hinausziehen könne. Dies widerspreche dem
Sinn des KRG. Gemäss Art. 137 BG sei klar, welche Unterlagen bei
einem Baugesuch einzureichen seien. Energienachweis und
feuerpolizeiliche Unterlagen müssten mit dem Baugesuch eingereicht
werden. Unterlasse dies ein Bauherr, könne er sich nicht darauf berufen,
diese nachträglich einreichen zu können, um die Bewilligungsdauer
verlängern zu können.
10. Am 8. Mai 2014 beantragte die Gemeinde X._
(Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf
eingetreten werden könne. Zwar sei die Beschwerdeführerin vom
angefochtenen Entscheid unmittelbar betroffen und habe daher an sich
ein rechtserhebliches Interesse an der richterlichen Überprüfung der
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angefochtenen Verfügung. Es bestünden aber doch etwelche Zweifel,
nachdem sich die Beschwerdeführerin am 13. Februar 2014 dahingehend
geäussert habe, es hätte in dieser Sache keiner Verfügung bedurft,
sondern ein Kurzschreiben hätte genügt, um die von ihr gestellte Frage zu
beantworten. Die Beschwerdegegnerin wolle den Entscheid über das
Eintreten dem Gericht überlassen. Massgebend für die Beurteilung sei
Art. 91 KRG.
Die Auffassung der Beschwerdeführerin, die Bewilligung sei bereits am
20. September 2013 verfallen, sei falsch. Sie laufe Sinn und Zweck von
Art. 91 KRG zuwider. Zwar habe das Bundesgericht der Beschwerde
keine aufschiebende Wirkung zuerkannt. Es hätte dies aber gestützt auf
Art. 103 Abs. 3 BGG auch von Amtes wegen tun können. Offenbar habe
es dafür keinen Anlass gesehen, was nicht erstaunlich sei, weil keine
Anhaltspunkte für den vorzeitigen Baubeginn bestanden hätten. Hätte das
Bundesgericht von einem vorzeitigen Baubeginn Kenntnis erhalten, wäre
es geradezu verpflichtet gewesen, der Beschwerde von Amtes wegen die
aufschiebende Wirkung zu erteilen, lasse sich doch nur so verhindern,
dass sein Urteil präjudiziert und fertige Tatsachen geschaffen würden,
welche eine Durchsetzung des späteren Urteilsspruchs verunmöglichten.
Zu Recht habe B._ am 19. Dezember 2013 die Frage aufgeworfen,
ob eine Baubewilligung, wenn sie gar noch nicht in Rechtskraft
erwachsen sei, noch während laufenden Anfechtungsverfahrens
erlöschen könne.
Mit Art. 91 Abs. 1 KRG habe der Gesetzgeber den Bauherrn begünstigen
wollen. Eine Absicht für eine Baupflicht habe nicht bestanden. Eine solche
zwänge den Bauherrn, selbst im Fall einer gerichtlichen Anfechtung und
unter vollem Risiko einer späteren Aufhebung der Baubewilligung durch
das Gericht innert Jahresfrist mit der Projektausführung zu beginnen. Dies
wäre unvernünftig. Anstelle den Bauherrn zu privilegieren, würde er damit
zu einer vorzeitigen Baurealisierung gezwungen, auf die Gefahr hin, im
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Falle der späteren Aufhebung der Baubewilligung durch das Gericht, die
Baute wieder zu entfernen oder die Baubehörde müsste eine
rechtswidrige Baute wegen des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit
stehen lassen. Solches liege weder im Interesse des Bauherrn noch des
Einsprechers noch der Baubehörde. Der Begriff "zulässiger Baubeginn" in
Art. 91 Abs. 2 KRG beziehe sich deshalb auf den Eintritt der Rechtskraft
der Baubewilligung. Es solle dem Bauherrn nicht zum Nachteil gereichen,
wenn er während laufenden Beschwerdeverfahrens auf den Baubeginn
verzichte.
Zudem sei in der Baubewilligung ausdrücklich die feuerpolizeiliche
Bewilligung vorbehalten worden. Für diese habe von Anfang an ein
entsprechendes Gesuch vorgelegen. Dieses sei aber erst kürzlich
bewilligt worden. Vor Erhalt dieser Bewilligung habe mit dem Bau nicht
begonnen werden dürfen.
Ebenso verhalte es sich mit dem Energienachweis. Das Gesuch sei von
Anfang an vorgelegen. Die Baubehörde habe aber dessen Aktualisierung
nach dem neuesten Stand der Technik und den neuesten
Energievorschriften noch vor Baubeginn verlangt und zwar habe diese
Aktualisierung vor Baubeginn zu erfolgen gehabt. Vorher habe mit den
Bauarbeiten nicht begonnen werden dürfen.
Auch nach Wegfall der aufschiebenden Wirkung nach der Zustellung des
verwaltungsgerichtlichen Urteils sei der Baubeginn folglich noch nicht
zulässig gewesen. Die feuerpolizeiliche Bewilligung sei erst am 16.
Januar 2014 erteilt worden. Frühestens ab diesem Zeitpunkt habe also
die einjährige Frist zu laufen begonnen.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin habe das
feuerpolizeiliche Gesuch von Anfang an vorgelegen und dem Bauherrn
könne nicht vorgeworfen werden, er habe es versäumt, das
feuerpolizeiliche Verfahren und jenes betreffend den Energienachweis
voranzutreiben. Denn bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen
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Beschwerdeverfahrens im November 2013 habe nicht festgestanden,
dass das Bundesgericht das Bauvorhaben schützen würde. Bis zur
endgültigen Klärung dieser Fragen habe für den Bauherrn kein Anlass zur
Ergreifung der Massnahmen zur Einhaltung der Auflagen und
Bedingungen der Baubewilligung bestanden. Er habe mit der Einreichung
der entsprechenden Gesuche und der zugehörigen Unterlagen seine
Obliegenheiten erfüllt.
Die Beschwerdeführerin habe zudem weder in den vorangegangenen
Gerichtsverfahren noch im vorliegenden Verfahren je beanstandet, dass
die erwähnten Ziff. 4 und 5 der Baubewilligung vom 23. Februar 2012 so
abgefasst worden seien.
11. Am 9. Mai 2014 beantragte auch B._ (Beschwerdegegner) die
Abweisung der Beschwerde.
In Art. 143 Abs. 1 BG habe die Beschwerdegegnerin im Sinne einer
strengeren Bestimmung als Art. 91 KRG die Baubewilligungsfrist an die
Rechtskraft einer Baubewilligung geknüpft. Somit würde der Fristenlauf
hier mit dem Ende des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens zu
laufen beginnen. Der Entscheid sei erst am 8. November 2013
empfangen worden, womit die Frist erst am 9. November 2014 endete.
In VGU R 12 82 habe das Verwaltungsgericht entschieden, dass die
einjährige Baufrist erst bei Vorliegen der Baufreigabe zu laufen beginne.
Die Gemeinde erteile die Baufreigabe, sobald die in der Bewilligung
gestellten Bedingungen erfüllt seien und der Bauentscheid rechtskräftig
sei. Erst dann sei der Baubeginn zulässig und die Baufreigabe werde
erteilt.
Hier seien die Unterlagen jetzt beigebracht worden, womit die
Baufreigabe habe erfolgen können respektive womit der Baubeginn
zulässig geworden sei. Dies sei am 25. März 2014 geschehen. Somit
ende die Baufrist am 25. März 2015.
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Die Bestimmung von Art. 91 Abs. 1 letzter Satz KRG sei für den Fall
erlassen worden, dass die Zulässigkeit der Baubewilligung respektive des
Baubeginns noch unklar sei und der Bauherr bereits von seiner
Möglichkeit des vorzeitigen Baubeginns gemäss Art. 91 Abs. 1 KRG
Gebrauch gemacht habe. Um deshalb allfällige Nachteile für die
Einsprecher vermeiden zu können, habe der Gesetzgeber diesen die
Möglichkeit gegeben, das Bauvorhaben zu sistieren. Die Sistierung im
Rahmen einer vorsorglichen Massnahme sei aber nur bis zur endgültigen
Zulässigkeit der Baubewilligung möglich. Sobald das Bauvorhaben als
zulässig gelte, könne der Baubeginn nicht mehr aufgeschoben werden.
Hier, wo der Bauherr noch gar nicht mit dem Bau begonnen habe, sei die
aufschiebende Wirkung gar nicht anwendbar. Somit könne ihm das
Unterlassen eines Antrags auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung
nicht entgegengehalten werden.
Er habe mit dem Einreichen des Energienachweises und der
feuerpolizeilichen Bewilligung zusammen mit dem Baugesuch am 19.
November 2011 seine diesbezüglichen Obliegenheiten erfüllt.
In den nachfolgenden Gerichtsverfahren, welche fast zwei Jahre gedauert
hätten, sei es unvorhergesehen zu Änderungen in den gesetzlichen
Vorgaben betreffend Feuerpolizei und Energie gekommen, weswegen die
mit dem Baugesuch eingereichten Nachweise ihre Gültigkeit verloren
hätten. Deswegen müssten sowohl die feuerpolizeiliche Bewilligung als
auch der Energienachweis erneut eingeholt werden. Dies könne nicht
zulasten des Bauherren gehen.
Ihm sei für das vorinstanzliche Verfahren eine ausseramtliche
Entschädigung von Fr. 800.-- und im vorliegenden Beschwerdeverfahren
eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 800.-- zuzusprechen.
12. Eine Replik ging nicht ein, ebenso wenig eine Honorarnote des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin.
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13. Mit Schreiben vom 16. September 2014 reichte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin – auf entsprechende Aufforderung des
Instruktionsrichters hin – dem Verwaltungsgericht noch ein
Versammlungsprotokoll vom 2. März 2011 der betreffenden
Stockwerkeigentümergemeinschaft nach, woraus unter Ziff. 8 hervorgeht,
dass eine Prozessvollmacht an Rechtsanwalt Mario Pfiffner für die bereits
erfolgte Baueinsprache (gegen das Bauvorhaben auf Nachbarparzelle
1908 des Beschwerdegegners) bei der Beschwerdegegnerin sowie für die
Einreichung der Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen den
Baubescheid der Beschwerdegegnerin erteilt wurde.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, im
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen noch näher eingetreten.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Entscheid vom 25. Februar 2014,
worin die Beschwerdegegnerin sowohl das Gesuch der Bauherrschaft um
Rückgängigmachung des Widerrufs vom 30. Januar 2014 abwies (Ziff. 1
Dispositiv) als auch das Gesuch der Beschwerdeführerin – den Verfall der
Baubewilligung vom 23. Februar 2012 festzustellen – im Sinne der
Erwägungen abwies und dabei feststellte, dass die dem Bauherrn
(Beschwerdegegner) am 20. Dezember 2012 erteilte Baubewilligung
[immer] noch gültig sei (Ziff. 2 Dispositiv). Betreffend Kostenverteilung
wurde darin weiter bestimmt, dass die Verfahrenskosten von insgesamt
Fr. 2‘150.-- zu 3/5 der Beschwerdeführerin und zu jeweils 1/5 dem
Beschwerdegegner sowie der Beschwerdegegnerin auferlegt werden
(Ziff. 4 Dispositiv). Weiter wurde die Beschwerdeführerin verpflichtet, den
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Beschwerdegegner ausseramtlich noch mit Fr. 700.-- zu entschädigen
(Ziff. 5 Dispositiv). Beschwerdethema ist somit, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht die Gültigkeit der erteilten Baubewilligung
vom Februar 2012 feststellte oder ob die Bewilligung – wie von der
Beschwerdeführerin behauptet – wegen verpasster Realisationsfrist in der
Zwischenzeit wieder verfallen sei und folglich heute keine Gültigkeit mehr
beanspruchen könne. Der Grund für die eingetretenen Zeitverzögerungen
war dabei nicht zuletzt die Tatsache, dass die erteilte Baubewilligung von
der Beschwerdeführerin sowohl vor dem Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden (vgl. dazu Urteil VGU R 12 29 vom 28. August 2012,
mitgeteilt am 19. September 2012) als auch vor dem eidgenössischen
Bundesgericht (Urteil BGer 1C_523/2012 vom 14. Oktober 2013, erhalten
am 6. November 2013) - jeweils ohne Erfolg - angefochten wurde und
sich hier somit konkret die Rechtsfrage nach dem Beginn und dem Ende
des Fristenlaufs bei Baubewilligungen stellt. Vorab gilt es aber noch die
Legitimationsfrage zur Beschwerdeerhebung zu klären; also ob auf die
Beschwerde vom 2. April 2014 aus formellen Gründen überhaupt
eingetreten werden kann.
2. a) Gemäss Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner
Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu
ermächtigt ist. - Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin zunächst die
verfahrensrechtliche Frage aufgeworfen, ob die Beschwerdeführerin
aufgrund ihres widersprüchlichen Verhaltens im Verlaufe des hängigen
Baubewilligungs- und Beschwerdeverfahrens überhaupt zur
Beschwerdeerhebung berechtigt sei. Nach Ansicht des streitberufenen
Gerichts hat sich die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin tatsächlich
etwas widersprüchlich verhalten, indem sie zuerst ein Gesuch um
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Feststellung des allfälligen Verfalls der Baubewilligung stellte (vgl. im
Sachverhalt Ziff. 4 hiervor) und deshalb auch damit rechnen musste, dass
dadurch ein förmliches Verwaltungsverfahren in Gang gesetzt wird. Wenn
sie nachher den Standpunkt vertritt, eine Gesuchstellung wäre gar nicht
notwendig gewesen (vgl. Sachverhalt Ziff. 7; erster Teil), stellt dies ein
„venire contra factum proprium“ dar; denn im selben Schreiben vom 13.
Februar 2014 monierte die Beschwerdeführerin ebenfalls noch, dass die
Beschwerdegegnerin fälschlicherweise ein Verfahren in Gang gesetzt
habe. Die Beschwerdeführerin äusserte sich darin weiter, dass sie
deshalb beabsichtige, die zweite Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom 30. Januar 2014 (vgl. Sachverhalt Ziff. 6 Satz 2) nun doch noch von
einem Gericht überprüfen lassen zu wollen (vgl. Sachverhalt Ziff. 7;
zweiter Teil). Mit diesem erneuten Meinungswechsel hat die
Beschwerdeführerin ihr Interesse an der - letztlich gerichtlichen – Klärung
der Angelegenheit aber erneut bestätigt, weshalb auf die Beschwerde
vorliegend eingetreten wird.
b) Zu korrigieren gilt es an dieser Stelle noch die aktenwidrige Feststellung
der Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch vom 4. Dezember 2013,
wonach im Verfahren R 12 29 der Beschwerde keine aufschiebende
Wirkung zuerkannt worden sei (vgl. Sachverhalt Ziff. 4 in fine); das
Gegenteil ist vielmehr der Fall und richtig (vgl. Sachverhalt Ziff. 2 Satz 2),
was die Beschwerdeführerin später offenbar selbst bemerkte (vgl.
Sachverhalt Ziff. 9, wo nur noch vom Bundesgericht die Rede ist, das
keine anders lautende Anordnung erlassen habe).
3. a) Materiell gilt es den Beginn und das Ende des Fristenlaufs bei einer
Baubewilligung zu klären. Ausgangspunkt bildet Art. 91 Abs. 1 des
Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100),
wonach mit Bauvorhaben begonnen werden darf, sobald die
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Baubewilligung schriftlich vorliegt. Vorbehalten bleiben anderslautende
Anordnungen in einem Rechtsmittelverfahren. Nach Art. 91 Abs. 2 KRG
erlöschen Baubewilligungen, wenn mit den Bauarbeiten nicht innert
Jahresfrist seit zulässigem Baubeginn begonnen worden ist.
Bauvorhaben sind innert zwei Jahren nach Baubeginn zu vollenden. Die
für die Baubewilligung zuständige Behörde kann diese Fristen auf
begründetes Gesuch hin angemessen verlängern. Diese Bauvorschrift
gehört zum formellen Baurecht im Sinne von Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 KRG
letzter Satz, worin bestimmt wird: Wo dieses Gesetz (KRG) ergänzende
oder abweichende kommunale Vorschriften zulässt, findet das
bestehende kommunale Recht weiterhin Anwendung. Vorbehalten
bleiben ferner allgemein strengere Vorschriften der Gemeinden (vgl. dazu
Arbeitshilfe zum KRG, Departement für Volkswirtschaft und Soziales
Graubünden, Ein Hilfsmittel für die Rechtsanwendung vom 1. Dezember
2010, S. 93 in fine). Das KRG löste somit nach seinem Inkrafttreten per 1.
November 2005 das bestehende diesbezügliche kommunale Baugesetz
(BG) der Beschwerdegegnerin ab; im konkreten Fall war dies Art. 143
Abs. 1 BG, welcher vorsieht, dass „eine Baubewilligung erlischt, wenn der
Bau nicht binnen eines Jahres nach ihrer Rechtskraft begonnen wird“.
Sodann wird in Art. 137 Abs. 1 BG aufgelistet, welche Unterlagen und
Dokumente einem Baugesuch noch beizulegen sind; so u.a. ein
Energienachweis gemäss kantonaler und kommunaler Vorschriften (Art.
137 Abs. 1 lit. k BG) und die für die feuerpolizeilichen Belange
notwendigen Unterlagen (Art. 137 Abs. 1 lit. n BG).
b) Der Beschwerdegegner behauptet, es sei vorliegend Art. 143 Abs. 1 BG
anwendbar. Diese Rechtsauffassung ist aber nicht richtig, da es sich
dabei um eine für die Bauherrschaft weniger strenge Vorschrift als Art. 91
Abs. 2 KRG handelt. Bei Art. 143 Abs. 1 BG wird für den Beginn des
Fristenlaufs nämlich gerade nicht auf die Vollstreckbarkeit, sondern auf
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die – regelmässig später eintretende – Rechtskraft abgestellt. Art. 91 Abs.
2 KRG derogiert und ersetzt deshalb im konkreten Fall Art. 143 Abs. 1
BG, womit letztere Bestimmung hier nicht zum Zuge kommt.
c) Umstritten ist vor allem die Bedeutung der Formulierung in Art. 91 Abs. 2
KRG „innert Jahresfrist seit zulässigem Baubeginn“. Die
Beschwerdegegnerin hält dafür, dass der „zulässige Baubeginn“ mit der
Rechtskraft der Baubewilligung gleichzusetzen sei und begründet dies mit
der Tatsache, dass mit Art. 91 Abs. 1 KRG die Bauherrschaft (hier der
Beschwerdegegner) habe privilegiert behandelt werden sollen und es
nicht sein könne, dass während eines noch laufenden gerichtlichen
Verfahrens faktisch quasi ein Bauzwang bestünde, wollte man bloss
vermeiden, dass eine erteilte Baubewilligung nicht wieder verfiele.
In Art. 5 Abs. 3 des alten Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden vom 20. Mai 1973 (aKRG) war noch vorgesehen, dass
Bauten und Anlagen, die eine Bewilligung erfordern, erst begonnen
werden dürfen, wenn die Baubewilligung rechtskräftig ist, es sei denn, die
Baubehörde gestatte den Baubeginn schon vorher. In Art. 10 Abs. 4
aKRG wurde weiter stipuliert: Eine Baubewilligung erlischt, wenn der
Gesuchsteller nicht innert eines Jahres seit Eintritt der Rechtskraft den
Bau beginnt und ohne erhebliche Unterbrechungen weiterführt. –
Anlässlich der Totalrevision des kantonalen Raumplanungsgesetzes
2004/2005 schlug die Regierung im Entwurf (E-) u.a. Art. 96 E-KRG vor.
Besagte Vorschrift im Entwurf ist identisch mit dem heutigen Art. 91 KRG.
In ihrer Botschaft schrieb die Regierung damals, dass Abs. 1 den
Baubeginn regle. Die bisherige Regelung werde zu Gunsten des
Bauherrn in dem Sinne gelockert, dass mit den Bauarbeiten grundsätzlich
bereits im Zeitpunkt der schriftlichen Eröffnung der Baubewilligung (statt
erst im Zeitpunkt der Rechtskraft der Baubewilligung, d.h. nach Ablauf der
[damals] 20-tätigen Rekursfrist) begonnen werden dürfe. Der Vorbehalt im
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zweiten Satz beziehe sich auf Fälle, in denen beim Verwaltungsgericht
Rekurs [heute Beschwerde] erhoben worden sei; diesfalls sei denkbar,
dass der Gerichtspräsident die Bauarbeiten von Amtes wegen auf Antrag
des Rekurrenten [heute Beschwerdeführer] mit vorsorglicher Verfügung
gemäss [damals gültigem] Art. 31 VGG einstelle. Abs. 2 regle in
Übereinstimmung mit dem bisherigen Recht (vgl. Art. 10 Abs. 4 aKRG)
das Erlöschen der Baubewilligung (also ein Jahr ab Rechtskraft der
schriftlich erteilten Baubewilligung; vgl. zum Ganzen: Botschaft der
Regierung zum neuen Raumplanungsgesetz, Heft Nr. 3/20004-2005 [E-]
Art. 96 S. 366). In der grossrätlichen Debatte (erste und zweite Lesung)
wurde diese Bestimmung sodann diskussionslos angenommen (vgl.
Auszug aus dem Grossratsprotokoll vom 25. August 2004, [E-] Art. 96 S.
386). Zwar steht in der Botschaft, dass Abs. 2 in Übereinstimmung mit
dem bisherigen Recht (Art. 10 Abs. 4 aKRG) das Erlöschen der
Baubewilligung regle. Damit konnte aber sicherlich nicht gemeint sein,
dass weiterhin die Rechtskraft der Baubewilligung den Fristenbeginn
auslöst. Letztere Variante kann trotz der (unglücklichen, weil
missverständlichen) Formulierung in der Botschaft nicht zutreffend sein,
ansonsten es doch ein Leichtes gewesen wäre, den bisherigen Wortlaut
„innert eines Jahres seit Eintritt der Rechtskraft“ einfach ins KRG [2005]
zu übernehmen. Stattdessen wurde vielmehr bewusst neu die
Formulierung „seit zulässigem Baubeginn“ gewählt. Nach Art. 91 Abs. 1
KRG ist der Baubeginn demnach zulässig (d.h. „Bauvorhaben dürfen
begonnen werden“), sobald die Baubewilligung schriftlich vorliegt. Die
Beschwerdegegnerin führt dazu vorerst zu Recht aus, dass mit Art. 91
Abs. 1 KRG [2005] die Bauherrschaft (hier Beschwerdegegner) bevorzugt
behandelt werden sollte, indem in der Regel ein früherer Baubeginn als
nach Art. 10 Abs. 4 aKRG [1973] möglich sein sollte. Dies bedeutet
jedoch noch nicht, dass man die Bauherrschaft auch bezüglich des
Beginns des Fristenlaufs gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG privilegieren wollte.
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Jedenfalls enthält die Botschaft der Regierung zu Abs. 2 keinerlei
Hinweise für eine Sonderbehandlung bzw. Privilegierung/Bevorzugung
der Bauherrschaft. Vielmehr ist anzunehmen, dass man mit der Abkehr
vom Fristenlaufbeginn ab Rechtskraft den Fristenlaufbeginn an die
geänderte Vorschrift von Art. 91 Abs. 1 KRG anpassen wollte, womit eben
konsequenterweise der Fristenlauf (stets im Grundsatz) mit dem
Vorliegen der schriftlichen Baubewilligung beginnt. Andernfalls hätte – wie
bereits erwähnt – die bisherige Formulierung (Beginn ab Rechtskraft der
Baubewilligung) unverändert beibehalten werden müssen. Nach dem
Gesagten ist als erstes Zwischenergebnis folglich davon auszugehen,
dass die Baufrist nach Art. 91 Abs. 2 KRG nicht erst bei der Rechtskraft
der Baubewilligung, sondern bereits früher bei der schriftlichen Eröffnung
bzw. Mitteilung der Baubewilligung an die Bauherrschaft zu laufen
beginnt.
d) Laut Art. 91 Abs. 1 KRG soll also neuerdings schon vor der Rechtskraft
der Baubewilligung mit dem Bau begonnen werden dürfen.
Voraussetzung dafür sollte nach dem Wortlaut des Gesetzestextes (nur)
das Vorliegen einer schriftlichen Baubewilligung sein. Nun ist aber nicht
jede Baubewilligung, welche schriftlich vorliegt, auch vollstreckbar.
Vielmehr können einer sofortigen Ausübung bzw. Vollstreckbarkeit einer
grundsätzlich erteilten Baubewilligung noch gewisse (rechtliche oder
tatsächliche) Hindernisse im Wege stehen, wie z.B. Kontingentierungen
(vgl. Urteil VGU R 12 82 vom 23. Oktober 2012 E.4b und VGU R 13 235
vom 20. Mai 2014 E.4b) oder eben – wie im konkreten Fall –
Bedingungen und Auflagen (vgl. im Sachverhalt Ziff. 1
Feuerpolizeibewilligung [Auflage Ziff. 4] sowie Energienachweis [Auflage
Ziff. 5]), die den möglichen Baubeginn bis zu deren Eintreten respektive
deren Erfüllung hinausschieben. Ob dies der Fall ist, muss jeweils im
Einzelfall sorgfältig geprüft werden. Dabei ist selbstverständlich, dass das
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Eintreten von Bedingungen respektive die Erfüllung von Auflagen
und/oder Bedingungen nicht rechtsmissbräuchlich hinausgezögert werden
darf. Unter dem Begriff der Vollstreckbarkeit ist somit die „vorbehaltslose
Baufreiheit“ nach Erhalt der Baubewilligung und der Erfüllung der darin
enthaltenen Zusatzbedingungen und Nebenauflagen gemeint. Als zweites
Zwischenergebnis kann infolgedessen festgehalten werden, dass für den
Fristbeginn nicht bloss die schriftliche Baubewilligung, sondern auch noch
deren effektive Vollstreckbarkeit vorliegen muss (im Resultat gleich: VGU
R 12 82 vom 23. Oktober 2012 und VGU R 13 235 vom 20. Mai 2014).
e) Wenn aber gemäss Art. 91 KRG [2005] letztlich auf die Vollstreckbarkeit
statt auf die Rechtskraft der Baubewilligung abgestellt wird, ist dies für die
Bauherrschaft (hier Beschwerdegegner) gegenüber dem früheren Art. 10
aKRG [1973] gar keine Privilegierung, sondern vielmehr eine
Schlechterstellung und kann in der Tat dazu führen, dass während eines
laufenden gerichtlichen Verfahrens die Baufrist abläuft, wenn die
Bauherrschaft bzw. deren Anwalt nichts dagegen unternimmt. Um dies zu
verhindern, sollte die Bauherrschaft, sofern sie während eines hängigen
Rechtsmittelverfahrens (noch) nicht bauen will oder darf, selber und in
eigener Regie beim zuständigen Gericht den Antrag auf Erteilung der
aufschiebenden Wirkung gemäss Art. 53 Abs. 2 VRG vor
Verwaltungsgericht bzw. Art. 103 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) vor dem höchstinstanzlichen Gericht
der Schweiz stellen. In solchen Fällen sind die Bauherrschaft und
namentlich ihre Anwältinnen und Anwälte demnach zu erhöhter Sorgfalt
und Aufmerksamt verpflichtet. Wird einem Gesuch der Bauherrschaft um
aufschiebende Wirkung der erteilten Baubewilligung entsprochen, was
angesichts der Interessenlage normalerweise sicher der Fall sein dürfte,
wird der Beginn des Fristenlaufs aber bereits entsprechend
hinausgeschoben. Die andere Möglichkeit wäre, bei der sachlich und
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örtlich zuständigen Baubewilligungsbehörde nach Art. 91 Abs. 2 (letzter
Satz) KRG direkt selbst ein Gesuch um Verlängerung der Baufrist für die
Dauer des Rechtsmittelverfahrens respektive für eine angemessene Zeit
über den Eintritt der Rechtskraft derselben hinaus zu stellen. Damit
werden die Ausführungen der Beschwerdegegnerin betreffend Eintreten
eines Bauzwangs oder einer Bauverpflichtung relativiert. Der
Beschwerdegegnerin ist jedoch darin Recht zu geben, dass die Regelung
des Fristbeginns in Art. 91 Abs. 2 KRG nicht glücklich ist. Dies zu ändern
ist aber nicht Sache des rechtsanwenden Gerichts, sondern alleine
diejenige des Gesetzgebers.
f) Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht argumentiert, fehlt es vorliegend
der Baubewilligung bei deren Ergehen aufgrund der Auflagen in Ziff. 4
(Feuerpolizeibewilligung) und Ziff. 5 (Energienachweis) an deren
Vollstreckbarkeit. Nach Ziff. 4 musste das Feuerpolizeigesuch nach
Ablauf der Beschwerdefrist – das heisst erst nach Eintritt der Rechtskraft
– von der Beschwerdegegnerin dem kantonalen Amt zur Prüfung
übergeben werden. Vor Baubeginn musste die betreffende FPA-
Bewilligung vorliegen. Nachdem die Rechtskraft der Baubewilligung erst
nach dem 5. November 2013 (Datum der Mitteilung des
bundesgerichtlichen Urteils 1C_523/2012 vom 14. Oktober 2013) eintrat,
fing die Baufrist laut Art. 91 Abs. 2 KRG im konkreten Fall ebenfalls erst
danach zu laufen. In Ziff. 5 wurde von der Beschwerdegegnerin sodann
gleichermassen zur Bedingung gemacht, dass der Energienachweis vor
Baubeginn genehmigt werden muss, und zwar nach dem neuesten Stand
der Technik und nach den neuen Energievorschriften des Kantons. Dies
bedeutet, dass vor Baubeginn der Energienachweis noch überarbeitet
werden und vor Baubeginn dessen Genehmigung vorliegen musste. Nach
Auffassung des Gerichts kann weder dem Beschwerdegegner (Bauherr)
noch der Beschwerdegegnerin (Gemeinde) vorgeworfen werden, sie
hätten die diesbezüglichen Verfahren verschleppt. Die Weiterleitung des
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Gesuchs um feuerpolizeiliche Bewilligung hatte erst nach dem Eintritt der
Rechtskraft der Baubewilligung zu erfolgen. Der Beschwerdegegner hat
im Übrigen sowohl das Gesuch nach Ziff. 4 als auch das Gesuch nach
Ziff. 5 zusammen bereits mit dem ursprünglichen Baugesuch vom 15.
November 2011 eingereicht. Die von der Beschwerdeführerin insinuierte
Verzögerungstaktik hat also in keiner Art und Weise stattgefunden. War
also die Baubewilligung nach dem Gesagten frühestens nach Vorliegen
der feuerpolizeilichen Bewilligung vom 16. Januar 2014 (Angabe der
Beschwerdegegnerin) vollstreckbar, fing auch die Baufrist nach Art. 91
Abs. 2 KRG erst danach zu laufen an. Folglich ist Ziff. 2 der
angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2014 zu Recht ergangen,
worin die Beschwerdegegnerin das Gesuch der Beschwerdeführerin –
den Verfall der Baubewilligung vom 20. Dezember 2012 festzustellen –
abgewiesen und festgestellt hat, dass diese Baubewilligung noch gültig
sei. Ebenso rechtmässig sind Ziff. 4 (Verfahrenskosten) und Ziff. 5
(Parteientschädigung) der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar
2014; dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin ihren
diesbezüglichen Aufhebungsantrag in keiner Art und Weise begründete.
g) Soweit der Beschwerdegegner in seiner Stellungnahme vom 9. Mai 2014
(Ziff. 6 – Entschädigungsfolge, S. 6) noch beantragte, ihm sei für das
vorinstanzliche Verfahren zulasten der Beschwerdeführerin eine
ausseramtliche Entschädigung von Fr. 800.-- (anstatt wie in der
angefochtenen Verfügung in Ziff. 5 festgehalten Fr. 700.--) zuzusprechen,
kann dem nicht gefolgt werden. Dieses Rechtsbegehren ist ohne Zweifel
verspätet, hätte der Beschwerdegegner doch – falls er mit der
ausseramtlichen Entschädigung gemäss angefochtener Verfügung nicht
einverstanden war – dagegen fristgemäss Beschwerde beim
Verwaltungsgericht einreichen müssen, was er aber nachweislich
unterlassen hat. Auf diesen Antrag tritt das Gericht somit hier nicht ein.
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4. a) Zusammengefasst ergibt sich folglich, dass die Beschwerde vom 2. April
2014 gegen die Baubewilligung vom 20. Dezember 2012 abzuweisen ist.
Auf den (verspäteten) Antrag des Beschwerdegegners betreffend
ausseramtliche Entschädigung für das vorinstanzliche Verfahren ist nicht
einzutreten.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Das
Nichteintreten auf den Antrag des Beschwerdegegners bezüglich
Parteientschädigung im vorinstanzlichen Verfahren zieht wegen der
Geringfügigkeit des verursachten Arbeitsaufwands keine Kostenfolge
nach sich. Nach Art. 78 Abs. 1 VRG steht dem Beschwerdegegner
(Bauherr) aber für das aktuelle Beschwerdeverfahren noch eine
aussergerichtliche Entschädigung zu, wobei das Verwaltungsgericht die
Parteientschädigung (wie vom Beschwerdegegner geltend gemacht) auf
total Fr. 800.-- (inkl. MWST) festlegt. Diesen Betrag hat die
Beschwerdeführerin direkt an den Beschwerdegegner zu bezahlen. Der
Beschwerdegegnerin (Gemeinde) steht nach Art. 78 Abs. 2 VRG
demgegenüber keine aussergerichtliche Entschädigung zu, da sie
lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.