Decision ID: 7cb255be-f393-525e-ae0a-aabd47f55da1
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin, geboren am 19. Oktober 1980, ist thailändische Staatsangehörige. Sie reiste am 20. Oktober 2001 in die Schweiz ein und heiratete am 26. April 2002 einen Schweizer Bürger. Gestützt auf diese Heirat wurde ihr eine kantonale Aufenthaltsbewilligung erteilt. Die eheliche Gemeinschaft wurde im Juni 2002 wieder aufgegeben. Am 26. August 2004 wurden die Eheleute vom Bezirksgericht Dielsdorf zum  berechtigt.
B. Am 10. Dezember 2004 widerrief das Migrationsamt des Kantons Zürich die bis am 25. April 2005 gültige Aufenthaltsbewilligung und setzte der  Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets bis zum 28. Februar 2005. In der Folge dehnte die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Januar 2005 die Wegweisung auf kantonalen Antrag hin auf die ganze Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein aus und forderte die  auf, das besagte Gebiet bis zum 15. März 2005 zu . Diese Verfügung wurde der Beschwerdeführerin am 31. Januar 2005 eröffnet.
C. Am 21. März 2006 wurde die Beschwerdeführerin in Wallisellen an der  ihres neuen Lebensgefährten verhaftet und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom gleichen Tag wegen illegalen Verweilens im Land zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 90 Tagen .
D. Auf Antrag des Kantons Zürich verfügte die Vorinstanz am 22. März 2006 gegen die Beschwerdeführerin eine zweijährige Einreisesperre wegen  Zuwiderhandlungen gegen fremdenpolizeiliche Vorschriften ( einer behördlich angeordneten Ausreisefrist).
E. Mit Eingabe vom 21. April 2006 erhob die Beschwerdeführerin beim  Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Beschwerde. Darin  sie, die angefochtene Verfügung sei auf die Dauer eines halben Jahres zu reduzieren. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.
F. Mit Zwischenverfügung vom 26. April 2006 wies das EJPD das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab.
G. In der Vernehmlassung vom 9. Juni 2006 beantragt die Vorinstanz die  der Beschwerde.
H. Die eingeräumte Replikfrist liess die Beschwerdeführerin nach  Fristverlängerung ungenutzt verstreichen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen  nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden.
Darunter fallen gemäss Art. 20 Abs. 1 ANAG die Verfügungen des BFM, die sich auf Art. 13 Abs. 1 ANAG stützen. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die  der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der  hängigen Rechtsmittel und wendet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VGG). Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.
1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin durch die angefochtene  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung (Art. 48 Abs. 1 VwVG).
Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit  (Art. 49 ff. VwVG).
2.
2.1 Die eidgenössische Behörde kann, für höchstens drei Jahre, die  verhängen über Ausländerinnen und Ausländer, die sich grobe oder mehrfache Zuwiderhandlungen gegen fremdenpolizeiliche oder andere  Bestimmungen und gestützt darauf erlassene behördliche  haben zuschulden kommen lassen. Während der Einreisesperre ist ausländischen Personen jeder Grenzübertritt ohne ausdrückliche  der verfügenden Behörde untersagt (Art. 13 Abs. 1 Satz 2 und 3 ANAG).
2.2 Ausländerinnen und Ausländer sind unter anderem dann zur Ausreise , wenn ihre Bewilligung widerrufen wird. Die Behörde setzt in  Fällen den Tag fest, an dem die Aufenthaltsberechtigung aufhört (). Ist die Behörde eine kantonale, so hat die ausländische Person aus dem Kanton, ist sie eine eidgenössische, so hat sie aus der Schweiz auszureisen. Die eidgenössische Behörde kann die Pflicht zur Ausreise aus einem Kanton auf die ganze Schweiz (und das Fürstentum ) ausdehnen (vgl. Art. 12 Abs. 3 ANAG).
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2.3 Der illegale Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern stellt  eine grobe Verletzung fremdenpolizeilicher Vorschriften dar (vgl. Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.38, E. 13).
3. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie die Schweiz bis  15. März 2005 hätte verlassen müssen, nachdem das BFM die  Wegweisung auf das ganze Gebiet der Schweiz ausgedehnt hatte. Unbestritten ist auch, dass sie der entsprechenden Ausreiseaufforderung nicht nachgekommen ist. Ihr Aufenthalt war daher ab diesem Zeitpunkt . Sie wurde denn auch mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft /Unterland vom 21. März 2006 zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 90 Tagen verurteilt.
In ihrer Beschwerdeeingabe wendet die Beschwerdeführerin lediglich ein, die Festlegung der Dauer der Einreisesperre sei von der Vorinstanz rein schematisch, ohne Würdigung der konkreten Umstände und damit willkürlich vorgenommen worden. So sei nicht berücksichtigt worden, dass sie bezüglich der ihr vorgeworfenen Delikte von allem Anfang an geständig gewesen sei. Sie habe kein Geld gehabt, um die Schweiz verlassen zu können. Zudem wolle sie sich so schnell wie möglich von ihrem bisherigen Ehemann scheiden lassen und ihren neuen Lebenspartner heiraten. Sollte die Einreisesperre zwei Jahre dauern, so bedeute dies ein faktisches Eheverbot, da sie weder sich scheiden lassen noch ihren Verlobten  könne. Sie habe sich nach dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung in einer für sie unlösbar erscheinenden Situation befunden und diese falsch zu meistern versucht, was sie denn auch einsehe und durch die Akzeptanz des Strafbefehls deutlich gemacht habe.
Diese Einwände vermögen jedoch am Umstand nichts zu ändern, dass der von ihr eingestandene illegale Aufenthalt als grobe Zuwiderhandlung  fremdenpolizeiliche Vorschriften im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 2 ANAG zu qualifizieren ist und dass gestützt darauf eine Einreisesperre  werden kann. Soweit die Beschwerdeführerin ihr Verhalten zu  bzw. zu entschuldigen versucht, sind ihre Vorbringen im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit und Angemessenheit der angeordneten Fernhaltemassnahme zu würdigen.
4. Es bleibt somit zu prüfen, ob die verhängte Einreisesperre als solche  deren Dauer verhältnismässig und angemessen sind (Art. 49 Bst. a und c VwVG).
4.1 Wie bereits erwähnt, hat die Beschwerdeführerin fremdenpolizeiliche  grob verletzt. Das generalpräventiv motivierte öffentliche  daran, die fremdenpolizeiliche Ordnung durch eine konsequente Massnahmenpraxis gegenüber fehlbaren Ausländerinnen und Ausländern zu schützen, ist gewichtig. Im vorliegenden Fall treten spezialpräventive Gründe hinzu. Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, sich in einer (scheinbaren) Notsituation befunden zu haben. Sie wusste jedoch von  weg um die Widerrechtlichkeit ihres Handelns und verweilte dennoch bis zu ihrer Verhaftung nach über einem Jahr illegal in der Schweiz. Die
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von ihr vorgebrachten Argumente, lediglich aus finanzieller Not ("kein Geld für Flugticket") bzw. aus Gründen der Liebe in der Schweiz verblieben zu sein, vermögen ihr Verhalten weder zu rechtfertigen noch zu , zumal es sich dabei lediglich um scheinbare Hindernisse handelte.
4.2 Es mag zwar zutreffen, dass die angefochtene Verfügung lediglich eine  Begründung enthält. Hingegen geht daraus unzweifelhaft , dass die Vorinstanz bezüglich der Dauer der angeordneten  auf die Strafzumessung und die diesbezüglichen Erwägungen der Staatsanwaltschaft abgestellt hat. Dieses Vorgehen erscheint nicht . Zudem erscheint die festgesetzte Dauer der Einreisesperre auf Grund des relativ langen illegalen Aufenthalts der Beschwerdeführerin in der Schweiz sowie des Umstands, dass das BFM die gesetzliche  der Sperre nach Art. 13 Abs. 1 Satz 2 ANAG nicht ausgeschöpft hat,  als verhältnismässig als auch als angemessen.
4.3 Daran vermögen auch die geltend gemachten privaten Interessen an der Reduktion der Fernhaltemassnahme nichts zu ändern, zumal es  nicht zutrifft, dass mit der zweijährigen Einreisesperre faktisch das Weiterbestehen einer längst sinnentleerten Ehe sowie ein Eheverbot  verfügt würde. Weder die Durchführung eines Scheidungs- noch eines Ehevorbereitungsverfahrens setzen die Anwesenheit der  in der Schweiz zwingend voraus. Würde sich die Anwesenheit dennoch als notwendig erweisen, stünde im Übrigen die Möglichkeit offen, eine vorübergehende Suspension der verfügten Fernhaltemassnahme zu beantragen (vgl. Art. 13 Abs. 1 Satz 3 ANAG). Der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Einreisesperre von der  aufzuheben wäre, sobald bzw. sofern der Beschwerdeführerin nach erfolgter Scheidung vom bisherigen Ehegatten und Heirat des aktuellen Lebenspartners der Familiennachzug bewilligt würde (vgl. Urteil des  2A.141/2002 vom 19. Juli 2002, E. 1.4).
4.4 Bei dieser Sachlage ist die Anordnung der Einreisesperre als solche nicht zu beanstanden und erweist sich die Beschränkung der Massnahme auf zwei Jahre unter Berücksichtigung der ständigen Praxis in vergleichbaren Fällen als verhältnismässig und angemessen.
5. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt; sie ist auch angemessen (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 600.-  (Art. 2 f. des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die  und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 26. Mai 2006 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
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