Decision ID: a38a0786-b371-5408-aae3-3d61bd64c0a3
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschwerdeführerin, eine  Staatsangehörige mit letztem Wohnsitz in B._, ihren Heimatstaat am 2. September 2002 und gelangte am 15. September 2002 illegal in die Schweiz, wo sie am selben Tag ein erstes  einreichte. Zur Begründung dieses Asylgesuchs machte sie im Wesentlichen geltend, sie sei von Soldaten in einem Gefängnis  und misshandelt worden, nachdem ihr Ehemann, ein Mitglied der Oromo Liberation Front (OLF), am 28. April 2002 getötet worden sei. Das BFF erachtete die Asylvorbringen als unglaubhaft und lehnte das Asylgesuch demzufolge mit Verfügung vom 11. Februar 2003 ab, verfügte die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. Die gegen diese Verfügung erhobene  vom 4. März 2003 wurde mit Urteil der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) vom 16. Juni 2003 . Für den Inhalt des ersten Asylverfahrens wird auf die Akten verwiesen.
B. In der Folge blieb die Beschwerdeführerin trotz Ablauf der von der  gesetzten Ausreisefrist illegal in der Schweiz. Mit Eingabe vom 25. Juni 2007 reichte die Beschwerdeführerin durch ihren  ein zweites Asylgesuch ein. Zur Begründung des Gesuchs wurde im Wesentlichen geltend gemacht, die Beschwerdeführerin sei  Oromo und habe bereits im Oktober 2003 ein ausführliches  der OLF erhalten, welches ihre Mitgliedschaft in dieser  sowie jene ihres Ehemannes ausdrücklich bestätige. Ein  Schreiben der OLF bekräftige zudem, dass die  als Anhängerin dieser Organisation bei einer allfälligen Rückkehr in ihr Heimatland an Leib und Leben gefährdet wäre. Im Weiteren wurde vorgebracht, dass die Beschwerdeführerin auch in der Schweiz an  der OLF teilgenommen habe, dies trotz ihres  Wohnsitzes im Kanton C._. Es sei deshalb festzuhalten, dass sie bei einer Rückkehr in ihr Herkunftsland aufgrund ihrer  Zugehörigkeit und ihrer Mitgliedschaft bei der OLF offensichtlich ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ausgesetzt sei.
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Zur Untermauerung ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin die folgenden Beweismittel ein: Zwei Bestätigungsschreiben der OLF vom 15. Oktober 2003 beziehungsweise 3. Juni 2007, zwei  vom 29. März 2007 beziehungsweise 17. April 2007, zwei Fotos von einer Kundgebung in D._ vom 26. November 2004, ein Auszug aus einer äthiopischen Tageszeitung vom 22. Oktober 2006 inklusive französischer Übersetzung, ein Austrittsbericht des (...) Kantons- und Regionalspitals vom 30. Mai 2005 sowie eine Fürsorgebestätigung vom 30. März 2007.
C. Am 12. August 2008 hörte das BFM die Beschwerdeführerin zu ihren Asylgründen an. Anlässlich dieser Anhörung brachte die  vor, sie sei seit ihrer Ankunft in der Schweiz bei der OLF aktiv, weswegen sie bei einer Rückkehr nach Äthiopien inhaftiert oder  werden würde. Sie nehme an Sitzungen der OLF teil, wo sie über Probleme der OLF in Äthiopien diskutieren würden, zudem bezahle sie Beiträge und versuche die Leute zu unterstützen. Bisher sei sie  Sympathisantin dieser Partei, habe aber vor, dieser Partei .
D. Mit Verfügung vom 22. August 2008 - eröffnet am 26. August 2008 - wies das BFM das zweite Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit der Begründung ab, die vorgebrachten subjektiven Nachfluchtgründe  den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht standhalten. Gleichzeitig verfügte es die  aus der Schweiz sowie deren Vollzug. Zur Deckung der  erhob es eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.--.
E. Mit Beschwerde vom 24. September 2008 (Poststempel) an das  beantragte die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich  und ihre Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen. Eventualiter sei die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit des  der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme . Im Weiteren sei die unentgeltliche Prozessführung zu  und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
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Zur Untermauerung der Vorbringen wurden zwei Arztberichte vom 20. August 2008 sowie 14. September 2008 sowie nochmals die  vom 30. März 2007 zu den Akten gereicht.
F. Mit Zwischenverfügung vom 28. November 2008 stellte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts fest, die  könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz . Ferner verfügte er, dass über das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege im Endentscheid zu befinden sei und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet werde. Gleichzeitig wurde die Vorinstanz zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 15. Dezember 2008 eingeladen.
G. Mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2008 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde der  am 12. Dezember 2008 zur Kenntnis gebracht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführerin ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3.3 Wer sich darauf beruft, dass durch sein Verhalten nach der  aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat eine Gefährdungssituation erst geschaffen worden ist, macht subjektive Nachfluchtgründe geltend (vgl. Art. 54 AsylG). Subjektive Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch  Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich oder nicht missbräuchlich gesetzt wurden.  werden Personen, welche subjektive Nachfluchtgründe  oder glaubhaft machen können, als Flüchtlinge vorläufig  (vgl. dazu die nach wie vor gültigen und zutreffenden  in den Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 ff.; EMARK 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f., mit weiteren Hinweisen).
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4. 4.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden  im Wesentlichen aus, die alleinige Mitgliedschaft in einer äthiopischen Oppositionspartei vermöge keine Furcht vor Verfolgung durch die äthiopischen Behörden zu begründen. Zudem habe die  an der Anhörung beim BFM ausdrücklich erklärt, sie sei bloss Sympathisantin und nicht Mitgelid der OLF. Überdies sei  für eine allfällige Verfolgungsgefahr, dass sich die  Person in Äthiopien aktiv für die Ziele der OLF eingesetzt habe, was in casu ebenfalls nicht gegeben sei. Im Weiteren sei es der  im Rahmen ihres ersten Asylverfahrens nicht gelungen, eine politisch motivierte Verfolgung durch die äthiopischen Behörden glaubhaft zu machen. Daher sei nicht davon auszugehen, dass sie den äthiopischen Behörden vor ihrer Ausreise aus dem  als regimefeindliche Person bekannt gewesen oder gar als Regimegegnerin respektive politische Aktivistin registriert worden sei. Somit sei es auch unwahrscheinlich, dass sie bei ihrer Ankunft in der Schweiz unter spezieller Beobachtung seitens der äthiopischen  gestanden sei. Den Akten seien auch keine Hinweise darauf , dass die äthiopischen Behörden Kenntnis von allfälligen Aktivitäten der Beschwerdeführerin für die OLF erhalten oder gar  darauf Massnahmen gegen sie eingeleitet hätten. Ausserdem sei es undenkbar, dass die äthiopischen Behörden in der Lage seien,  einzelnen ihrer im Ausland wohnhaften Staatsangehörigen zu überwachen und zu identifizieren. Überdies dürfte es auch den  Behörden bekannt sein, dass viele äthiopische Emigranten  aus wirtschaftlichen Gründen versuchten, sich durch die  an regimekritischen Aktivitäten ein dauerhaftes  im jeweiligen Auswanderungsland zu erwirken. Zudem sei der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich,  seien die aufgrund der bestehenden gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin benötigten Gehörkontrollen auch in Äthiopien durchführbar.
4.2 In der Beschwerde wird zunächst geltend gemacht, dass die  Sympathisantin der OLF sei, was von der Vorinstanz auch nicht angezweifelt werde. Bei der Beurteilung der Gefährdung von Mitgliedern und Sympathisanten der OLF sei vom BFM jedoch nicht berücksichtigt worden, dass die Volksgruppe der Oromo und  der OLF in der jüngsten Vergangenheit unter einem steigenden Mass von Repression von Seiten des äthiopischen Regimes zu leiden
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habe. In den Augen der äthiopischen Regierung stelle die OLF eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar. Im Weiteren wird vorgebracht, dass eine Verfolgungsgefahr der Beschwerdeführerin als politisch engagierte Sympathisantin der OLF und zugehörige der Oromo unabhängig von einem früheren Engagement im Heimatstaat zu bejahen sei. Es sei allgemein bekannt, dass ethnische Oromo oft unter den Generalverdacht gestellt würden, sie unterstützten die OLF. Hielten sich diese Personen zudem über längere Zeit im Ausland auf, würden sie von der äthiopischen Regierung noch verstärkt verdächtigt. Deshalb sei es sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr in ihr Heimatland verhaftet und ins Gefängnis gesteckt würde. Es sei allgemein bekannt, dass die äthiopischen Behörden die Aktivitäten ihrer Staatsangehörigen in Europa sehr genau überwachen würden, weshalb auch das Bundesverwaltungsgericht davon ausgehe, dass Mitglieder der Oppositionsparteien mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit den äthiopischen Sicherheitsbehörden bekannt seien und von diesen als zu verfolgende Gegner der Regierung angesehen würden. Selbst wenn man davon ausgehe, dass die exilpolitische Aktivität der Beschwerdeführerin den äthiopischen Behörden bisher nicht bekannt geworden sei, würde dies spätestens bei der Einreise nach Äthiopien geschehen, da die  zu diesem Zeitpunkt einer Sicherheitsprüfung durch den  unterzogen würde. Aus diesen Gründen würden die vorgebrachten subjektiven Nachfluchtgründe der Beschwerdeführerin den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft standhalten.
5. 5.1 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin durch ihr Verhalten nach der Ausreise aus dem Heimatland, namentlich wegen ihres Engagements in der Schweiz, Grund für eine zukünftige  durch die äthiopischen Behörden gesetzt hat und aus diesem Grund (das heisst infolge Vorliegens subjektiver Nachfluchtgründe) die Flüchtlingseigenschaft erfüllt.
5.2 Zunächst ist festzuhalten, dass von der Vorinstanz nicht bestritten wird, dass sich die Beschwerdeführerin in der Schweiz exilpolitisch  hat. Exilpolitische Aktivitäten können jedoch nur dann im Sinne von subjektiven Nachfluchtgründen zur Flüchtlingseigenschaft führen, wenn zumindest glaubhaft gemacht wird, dass im Falle einer Rückkehr infolge der Exilaktivität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit politi-
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scher Verfolgung zu rechnen wäre. Nachfolgend ist zu untersuchen, ob diese Voraussetzung im Fall der Beschwerdeführerin erfüllt ist.
5.3 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist vorab festzustellen, dass es der Beschwerdeführerin im Rahmen ihres ersten, rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahrens nicht gelungen ist, die damals  gemachte politisch motivierte Verfolgung im Heimatland glaubhaft zu machen, weshalb auch nicht davon auszugehen ist, dass sie vor  Ausreise aus Äthiopien im Visier der heimatlichen Behörden stand oder gar als Regimegegnerin und politische Aktivistin registriert war.
5.4 Bei der Anhörung vom 12. August 2008 machte die  geltend, sie sei seit ihrer Ankunft in der Schweiz im  2002 für die OLF aktiv und habe in der Schweiz an Sitzungen und Kundgebungen dieser Organisation teilgenommen. Sie sei lediglich Sympathisantin dieser Organisation und nicht deren Mitglied. Das geht auch aus den dem Bundesverwaltungsgericht eingereichten Schreiben der OLF vom 15. Oktober 2003 beziehungsweise 3. Juni 2007 hervor, worin die Beschwerdeführerin nur als "supporter" und nicht als  bezeichnet wird. Entgegen den von der Beschwerdeführerin  Befürchtungen ist aufgrund der Aktenlage nicht davon , dass die äthiopischen Behörden Kenntnis von diesen  erlangt haben. Zwar ist damit zu rechnen, dass die äthiopischen Sicherheitsbehörden die Aktivitäten der jeweiligen Exilgemeinschaften in einem gewissen Ausmass überwachen und mittels elektronischer Datenbanken registrieren (vgl. dazu die Urteile des : D-4943/2006 vom 8. Juli 2008, D-2332/2008 vom 9. September 2008). Dieser Umstand reicht indessen für sich allein  nicht aus, um eine begründete Verfolgungsfurcht glaubhaft zu machen. Vielmehr müssen zusätzliche konkrete Anhaltspunkte - nicht lediglich abstrakte oder rein theoretische Möglichkeiten - dafür , dass die Beschwerdeführerin tatsächlich das Interesse der  Behörden auf sich gezogen hat respektive als  Element namentlich identifiziert und registriert wurde. Derartige konkrete und glaubhafte Hinweise bestehen im vorliegenden Fall nicht. Bei den Kundgebungen, an denen die Beschwerdeführerin teilnahm, war sie eine unter vielen und ging damit in der grossen Masse der Kundgebungsteilnehmer unter. Auf den als Beweismittel eingereichten Fotos von einer Kundgebung in Genf vom 26. November 2004 ist sie nicht einmal klar erkennbar. Zudem gibt es keine Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin von allenfalls an den Kundgebungen anwe-
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senden Spitzeln des äthiopischen Geheimdienstes identifiziert und in der Folge registriert worden wäre. Insgesamt erscheint es daher ungeachtet der Überwachungsbemühungen der äthiopischen  nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass diese von der  Tätigkeit der Beschwerdeführerin Kenntnis erlangt und sie  identifiziert und registriert haben. Dies umso mehr, als der äthiopische Nachrichtendienst nur über beschränkte Ressourcen . Es fehlen denn auch jegliche Hinweise dafür, dass gegen die  aufgrund ihrer exilpolitischen Tätigkeit in der Schweiz in Äthiopien ein Strafverfahren oder andere behördliche Massnahmen eingeleitet worden wären, obwohl die Anklageerhebung gegen abwesende Personen in Äthiopien gerade im Zusammenhang mit im Ausland lebenden regimekritischen Aktivisten nicht unüblich ist. An dieser Stelle ist im Übrigen unter Hinweis auf die in Art. 8 AsylG verankerte Mitwirkungspflicht festzuhalten, dass es nicht Sache der schweizerischen Asylbehörden sein kann, jede auch nur ansatzweise und abstrakt mögliche Gefährdungssituation im Heimatland der  abzuklären.
5.5 Selbst wenn die exilpolitische Tätigkeit der Beschwerdeführerin den äthiopischen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt  sollte, so erscheint es angesichts der eher bescheidenen  und Qualität ihres Engagements als unwahrscheinlich, dass sie deswegen bei einer Rückkehr nach Äthiopien eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu gewärtigen hätte. Die Beschwerdeführerin nahm lediglich an wenigen Kundgebungen sowie an Sitzungen der OLF in der Schweiz teil. Sie hat innerhalb dieser Organisation keine Führungsposition inne und übernahm weder Verantwortung noch  Aufgaben. Gemäss eigenen Aussagen ist die  nicht Mitglied dieser Organisation, sondern lediglich . Die bisherige exilpolitische Tätigkeit der Beschwerdeführerin in der Schweiz lässt sie somit nicht als besonders engagierte und  oder gar staatsgefährdende exilpolitische Aktivistin erscheinen. Vielmehr erweckt ihr Engagement den Eindruck einer blossen  ohne eigentliche politische oder ideologische Überzeugung, die sich der Bewegung der exilpolitisch tätigen Äthiopier lediglich deshalb angeschlossen hat, weil sie sich davon persönliche Vorteile -  in Bezug auf die Regelung ihres Aufenthaltes in der Schweiz - . Die Beschwerdeführerin erfüllt damit nicht das Profil einer , welche dem äthiopischen Regime durch ihre (exil-)politische  ernsthaften Schaden zufügen könnte.
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5.6 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erscheint es  nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass die äthiopischen  die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer exilpolitischen  - sofern sie von diesen überhaupt Kenntnis erlangt haben oder in Zukunft erlangen werden - als konkrete und ernsthafte Bedrohung für das politische System empfinden würden und sie deswegen bei einer Rückkehr nach Äthiopien mit flüchtlingsrechtlich relevanter Verfolgung rechnen müsste. An dieser Einschätzung ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdeführerin sich seit über sechs Jahren in der Schweiz aufhält. Entgegen der Behauptung in der Beschwerdeschrift ist nicht anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin schon aufgrund dieses langen Auslandaufenthaltes bei ihrer Rückkehr in ihr  vom äthiopischen Staat der subversiven Staatstätigkeit  wird und eine Verfolgung durch den äthiopischen Staat zu  hat. Ebenso wenig vermag die Zugehörigkeit der Beschweredeführerin zur Ethnie der Oromo dazu zu führen, dass sie bei einer Rückkehr in ihr Heimatland von den äthiopischen Behörden verfolgt wird, wie in der Rechtsmittelschrift geltend gemacht wird.  ist daher festzustellen, dass die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe nicht geeignet sind, eine  relevante Verfolgungsfurcht zu begründen, weshalb die  nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. An  Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in der Beschwerde noch die in den Erwägungen nicht explizit erwähnten  etwas zu ändern, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.
5.7 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass keine subjektiven Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG vorliegen, weshalb die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der  verneint hat. Die Vorinstanz hat das zweite  der Beschwerdeführerin demnach zu Recht abgelehnt.
6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
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ner solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21).
7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
7.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu  (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
7.2.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.2.3 Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine  erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des  Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine  finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführerin nach  ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
7.2.4 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den
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Fall einer Ausschaffung nach Äthiopien dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der Akten sowie der vorstehenden Erwägungen betreffend die Frage der Flüchtlingseigenschaft ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihr im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien eine derartige Gefahr droht. Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung lässt auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Äthiopien den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
7.3.1 In konstanter Praxis wird von einer grundsätzlichen  des Wegweisungsvollzugs nach Äthiopien ausgegangen (vgl.  EMARK 1998 Nr. 22). Der zweieinhalb Jahre dauernde  zwischen Äthiopien und Eritrea wurde im Juni 2000 mit einem von der Organisation für die Einheit Afrikas (OAU) vermittelten  und einem von beiden Staaten am 12. Dezember 2000  Friedensabkommen beendet. Trotz Abzugs der UN- aus Eritrea im März 2008 und aus Äthiopien im August 2008 ist im heutigen Zeitpunkt nicht von einem offenen Konflikt im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Eritrea auszugehen. Insgesamt
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kann jedenfalls nicht von einer rechtlich relevanten Verschlechterung der allgemeinen Lage in Äthiopien gesprochen werden.
7.3.2 Auch aufgrund der persönlichen Situation der  sind keine Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr nach Äthiopien aufgrund ihrer mehrjährigen Landesabwesenheit mit gewissen Schwierigkeiten konfrontiert werden könnte. Indes hat die Beschwerdeführerin bis zu ihrer Ausreise im Jahre 2002, mithin 30 Jahre, in ihrem Heimatstaat gelebt, wo sie während mehrerer Jahre einen Kiosk betrieben hat. Überdies spricht sie neben amharisch und oromo auch ein wenig . Zudem leben ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder und  Verwandte in Äthiopien. Mit Hilfe der übrigen Verwandten wird es der Beschwerdeführerin möglich sein, den ihr angeblich nicht  Aufenthaltsort ihrer Kinder ausfindig zu machen. Bei dieser  ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über ein  Beziehungsnetz verfügt, welches ihr eine Reintegration  kann. Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird ihr den Wiedereinstieg in ihre Heimat ebenfalls erleichtern können (Art. 74 der  2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312]). Blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige  im Allgemeinen betroffen ist, genügen nicht, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. die weiterhin  Praxis in EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215). Hinsichtlich der mit ärztlichen Zeugnissen vom 20. August 2008 beziehungsweise 14. September 2008 belegten gesundheitlichen Probleme der  (beidseitige mittel bis hochgradige, kombinierte , Nasennebenhöhlen-Beschwerden, Kopf- und  bei bekanntem cervico-cephalem Schmerzsyndrom) ist davon auszugehen, dass ihre Behandlung in Äthiopien gewährleistet ist,  nicht zu befürchten ist, die gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin würden im Falle der freiwilligen Rückkehr in die Heimat beziehungsweise eines zwangsweisen Vollzugs der  dorthin mangels ausreichender medizinischer  zu einer drastischen und lebensbedrohenden  ihres Zustandes führen (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.). Gemäss Arztzeugnis vom 14. September 2008 wurde die  eingeleitet und es wurde keine wesentliche  festgestellt. Zudem kann die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz unter Vorlage entsprechender ärztlicher Atteste medizi-
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nische Rückkehrhilfe beantragen (Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG i.V.m. Art. 75 AsylV 2). Die Beschwerdeführerin ist erwerbstätig (siehe E. 10.2), weshalb ihre gesundheitlichen Probleme einem Wegweisungsvollzug nicht entgegenstehen. Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Äthiopien erweist sich demnach als .
7.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG).  erhalten abgewiesene äthiopische Beschwerde führende  seitens der zuständigen Vertretung ein Laisser-passer.  ist der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
10. 10.1 Die Beschwerdeführerin beantragt die unentgeltliche  nach Art. 65 Abs. 1 VwVG. Gemäss dieser Bestimmung wird von der Erhebung von Verfahrenskosten abgesehen, wenn der  beziehungsweise die Beschwerdeführerin nicht über die  Mittel verfügt und die Begehren nicht als aussichtslos .
10.2 Gemäss den Akten ist die Beschwerdeführerin seit dem 15.  2008 als Lingerieangestellte in einer Bergpension tätig,  von der fehlenden Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Mangels Erfüllen der kumulativen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG (bedürftig/nicht aussichtslos) ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege daher abzuweisen.
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10.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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