Decision ID: ca6097cf-2f53-5760-93a7-31305a22e778
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen  am (...) auf dem Landweg in Richtung Serbien verlassen hat und von dort über Kroatien, Slowenien und Italien unter Umgehung der Grenzkontrolle am (...) in die Schweiz gelangt ist,
dass er am (...) im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) (EVZ) um Asyl nachsuchte, dort am (...) zur Person befragt sowie am (...), in  von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das Bundesamt zu den Asylgründen  wurde,
dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, er habe im Zeitraum von (...) für (...) gearbeitet, welche er verlassen habe, als er gemerkt habe, dass (...) begonnen habe, diese Firma zu führen,
dass er ab (...) bei (...) angestellt gewesen sei, ihm jedoch (...) gekündigt worden sei, als er sich geweigert habe, sich parteipolitisch zu engagieren, und er ein Jahr danach diskriminiert worden sei, indem man ihn gezwungen habe, seinen (...), den er an einem vorteilhaften Ort (...) betrieben habe, zu räumen, um Platz zu machen für  (...),
dass er seit dem (...) von (...) getrennt gelebt habe und die Ehe (...) schliesslich geschieden worden sei,
dass Agenten der Sondereinheit (...) seit (...) Kenntnis davon gehabt hätten, dass er bisexuell veranlagt sei und sexuelle Kontakte zu Männern gepflegt habe, und die Agenten in der Folge massiv Druck auf ihn ausgeübt hätten,
dass sie von ihm verlangt hätten, dass er ihnen Auskunft über Personen liefere beziehungsweise als Spitzel kollaboriere, ansonsten sie die Bevölkerung über seine sexuellen Neigungen orientieren würden,
dass er im (...) nach dem Besuch bei einer Freundin anlässlich einer Strassenkontrolle von nichtuniformierten Personen – mutmassliche Agenten – aus dem Auto gezerrt und nach dem Namen der
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Gastgeberin, einer einflussreichen Kontrolleurin in einer Firma, gefragt worden sei, die besagten Leute ihn in der Folge jedoch hätten gehen lassen, nachdem er den Namen der Freundin nicht preisgegeben habe,
dass er auch (...) hätte bespitzeln sollen und von den Agenten permanent observiert und wiederholt malträtiert worden sei, weswegen er (...) einen Polizeiposten (...) aufgesucht habe, um Anzeige zu erstatten, welche indes mit der Begründung, er habe keine Beweise, nicht entgegengenommen worden sei,
dass ihm (...) mitgeteilt habe, er habe von Rechtsanwalt (...) erfahren, dass das Leben des Beschwerdeführers in Gefahr sei und die Behörden ihn und (...) in Kürze festnehmen würden,
dass (...) die beiden noch am Abend des gleichen Tags ausser Landes gefahren und ihnen dabei mitgeteilt habe, er habe aus verlässlichen Quellen erfahren, dass die Behörden ihnen den Prozess machen würden,
dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 30. März 2010 gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Eintritt der  zu verlassen habe,
dass das BFM im Wesentlichen ausführte, der Bundesrat habe mit  vom 25. Juni 2003 Mazedonien als verfolgungssicheren Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet,
dass der Beschwerdeführer, nach dem Namen und der Adresse des Rechtsanwalts gefragt, welcher ihm die bevorstehende Verhaftung mitgeteilt habe, lediglich dessen Vornamen gewusst habe, obwohl er ihn angeblich bereits seit drei Jahren gekannt habe,
dass sich die Agenten der Sondereinheit (...) nicht jahrelang in der vom Beschwerdeführer geschilderten Art hätten hinhalten  abspeisen lassen,
dass die Verfolger (...) seine Aussagen, unter Mitführung seiner Person, erwartungsgemäss überprüft hätten,
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dass sich der Beschwerdeführer im Übrigen in seinen Aussagen bezüglich der Zeitpunkte, in welchen er die Benachteiligungen erlitten habe, in wesentliche Widersprüche verstrickt habe,
dass sich somit aus den Akten keine Hinweise ergeben würden, welche die widerlegbare Vermutung des Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen könnten,
dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,
dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. April 2010 (Datum des Poststempels) beim Bundesverwaltungsgericht gegen diesen  Beschwerde erhob, worin er beantragt, es sei die Verfügung des BFM vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur Prüfung des Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der Verzicht auf die Erhebung eines  beantragt wird,
dass die vorinstanzlichen Akten am 9. April 2010 vollständig beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:
dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung
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beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht  Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt,  der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass das BFM den angefochtenen Nichteintretensentscheid auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG getroffen hat,
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs dagegen bereits materiell geprüft hat, weshalb dem  diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
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lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine  (Art. 34 Abs. 1 AsylG),
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge  von Mazedonien ist, der Bundesrat Mazedonien mit  vom 25. Juni 2003 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprüfung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,
dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines  – in Übereinstimmung mit dem BFM – gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,
dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in  auf Mazedonien bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit widerlegen könnten,
dass bei Art. 34 Abs. 1 AsylG praxisgemäss derselbe weite  wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur Anwendung gelangt (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte Nachteile nach Art. 3 AsylG, sondern auch die von Menschenhand verursachten Wegweisungshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),
dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten –  des Glaubhaftmachens nochmals reduzierter Massstab  ist und auch bei Asylsuchenden aus einem  Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft werden muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben  Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon auf den ersten Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),
dass sich die Beschwerde inhaltlich auf eine sinngemässe  der bisherigen Aussagen des Beschwerdeführers beschränkt, indem ausgeführt wird, der Rechtsanwalt sei für (...) tätig gewesen und
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habe diesen beschützt, der Beschwerdeführer habe ihn beim Kaffeetrinken kennengelernt, man habe sich beim Vornamen genannt, auf diese Weise sei er auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn engagiert,
dass die Agenten der Sondereinheit (...) immer wieder Zwang aufgesetzt und gehofft hätten, sie könnten durch den  zu guten Informationen kommen, zumal sie gewusst hätten, dass dieser bisexuell sei, und dadurch ein Druckmittel gegen ihn in der Hand gehabt hätten,
dass der Beschwerdeführer – wie aus dem Protokoll der Anhörung ersichtlich – sehr oft nach den Daten der Benachteiligungen gefragt worden und nervös und völlig verwirrt gewesen sei, weshalb es zu den Datenkonfusionen gekommen sei,
dass die im Zusammenhang mit der nicht widerlegten Vermutung  Verfolgung abgefassten vorinstanzlichen Erwägungen nach  Überprüfung der Akten und unter Berücksichtigung der  als zutreffend zu erachten sind und zwecks  von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,
dass sich die Ausführungen in der Beschwerde zur angeblichen  des Beschwerdeführers als unbehelflich erweisen,
dass sie in keiner Weise geeignet sind, an seinen diesbezüglich  Aussagen etwas zu ändern,
dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der  weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen  auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der  entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumut-
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baren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, weil keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem  in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin sprechen,
dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den  unzumutbar wäre,
dass angesichts der offensichtlich unglaubhaften  des Beschwerdeführers nicht davon auszugehen ist, dieser besitze in seinem Heimatstaat kein Beziehungsnetz,
dass er (...) ist und über vielfältige Erwerbserfahrungen in anderen Bereichen verfügt,
dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation , die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden  zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des  ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
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dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  geworden ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die  als aussichtslos darstellte,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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