Decision ID: 6570ebdc-4b7d-5526-91c2-d47100ea72c4
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer A._ ist gemäss eigenen Angaben im August
2011 illegal aus Eritrea in den Sudan ausgereist, wo er sich anschliessend
rund drei Jahre aufgehalten habe. Am 31. Juli 2014 sei er in die Schweiz
eingereist, wo er tags darauf um Asyl nachsuchte (Akten N 584 886, B7
S. 7). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2019 anerkannte das Staatssekreta-
riat den Beschwerdeführer als Flüchtling und gewährte ihm Asyl.
B.
Mit Eingabe vom 21. Februar 2020 ersuchte der Beschwerdeführer ge-
stützt auf Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG (SR 142.31) beim SEM um Bewilli-
gung des Nachzugs seines Sohnes B._, welcher sich aktuell in Äthi-
opien aufhalte und bei Bekannten wohne.
C.
Am 26. Februar 2020 forderte das SEM den Beschwerdeführer auf, an-
hand aufgeführten Fragen den Sachverhalt genauer darzulegen.
D.
Mit Eingabe vom 9. März 2020 reichte er eine diesbezügliche Stellung-
nahme ein und führte im Wesentlichen aus, dass sein Sohn erst nach sei-
ner Ausreise aus Eritrea geboren worden und hauptsächlich bei seinen
Grosseltern mütterlicher- wie väterlicherseits aufgewachsen sei. Seit des-
sen Kindheit habe der Beschwerdeführer stets Kontakt mit ihm gehalten
und helfe ihm – seit er als Flüchtling anerkannt worden sei – auch in finan-
zieller Weise. Die Kindsmutter und Partnerin des Beschwerdeführers
C._ lebe derzeit in [europäischer Staat D._], weshalb das
Sorgerecht noch nicht geregelt sei. Der Beschwerdeführer beteuerte je-
doch, seine Partnerin heiraten und das Sorgerecht gemeinsam ausüben
zu wollen.
Der Eingabe lagen – soweit ersichtlich jeweils in Kopie – folgende Unterla-
gen bei: eine Vollmacht von C._ (geboren am [...], mit derzeitigem
Aufenthaltsort in D._ mit Datum vom (...) März 2020; eine Bestäti-
gung der Registrierung von B._ im (...) Camp von UNHCR (UN-
Hochkommissariat für Flüchtlinge) in Äthiopien (Tigray Region) vom
27. November 2019; ein «Birth, Baptism, Holy Myron & Holy Communion
Certificate» der Catholic Eparchy (...) (ohne Übersetzung); eine Seite ei-
nes Reiseausweises von D._ von C._ (ausgestellt am
2. März 2017); eine Aufenthaltsgenehmigung D._ in Form einer
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Aufenthaltserlaubnis von C._ (ausgestellt am 2. März 2017 und gül-
tig bis am 1. März 2020); eine Bescheinigung der Kreisverwaltung (...)
(D._) vom 27. Februar 2020, aus der die Weitergeltung der Aufent-
haltserlaubnis von C._ bis zum 1. März 2022 hervorgeht, sowie ver-
schiedene Fotos.
E.
Mit Verfügung vom 16. März 2020 – eröffnet am 18. März 2020 – verwei-
gerte das SEM die Erteilung einer Einreisebewilligung für B._ und
lehnte das Gesuch um Familienzusammenführung ab.
F.
Mit Eingabe vom 14. April 2020 (Poststempel: 15. April 2020) erhob der
Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bun-
desverwaltungsgericht und beantragte, unter Aufhebung der Verfügung
vom 16. März 2020 sei die Einreise seines Sohnes zwecks Familienzusam-
menführung zu bewilligen (Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG). Eventualiter sei die
Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung einhergehend mit dem Verzicht auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses sowie um Bestellung der Person des Rechtsvertreters
als amtliche Rechtsverbeiständung. Als Beilage reichte er eine Kopie des
Gesuchs um Familienzusammenführung zugunsten von C._ vom
20. März 2020 sowie eine Fürsorgebestätigung der Gemeinde (...) vom
31. März 2020 zu den Akten.
G.
Am 23. April 2020 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang
der Beschwerde.
H.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
16. April 2020 in elektronischer Form (Gesuch um Familienzusammenfüh-
rung) und am 21. April 2020 in Papierform (Asylakten N [...]) vor (vgl.
Art. 109 Abs. 6 AsylG).
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26
E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und
ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl,
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wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Anspruchsberech-
tigte Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG haben gemäss Art. 51 Abs. 4
AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie
sich noch im Heimatstaat oder im Ausland aufhalten und durch die Flucht
des in der Schweiz asylberechtigten Flüchtlings getrennt wurden (vgl.
BVGE 2012/32 E. 5.1). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine
vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Famili-
envereinigung in der Schweiz voraus. Zweck der Bestimmung von Art. 51
Abs. 4 AsylG ist folglich einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der
Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften
(vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 m.w.H.). Als «Zeitpunkt der Flucht» gilt dabei
die asylrechtlich relevante Ausreise aus dem Heimatland.
4.2 Die Vorinstanz begründete die Ablehnung des Familienasyls gemäss
Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dahingehend, dass der Beschwerdeführer im
August 2011 und somit vor der Geburt seines Sohnes im (...) aus Eritrea
ausgereist sei. Folglich habe für beide nie die Möglichkeit bestanden, in
einem gemeinsamen Haushalt zu leben und eine intakte Familiengemein-
schaft zu bilden. Sein Sohn habe bis zur eigenen Ausreise bei seinen Gros-
seltern gelebt, welche auch vollumfänglich für dessen Lebensunterhalt auf-
gekommen seien. Seit der Ausreise des Beschwerdeführers aus Eritrea
seien überdies mittlerweile neun Jahre vergangen. Aufgrund dieser langen
Zeit, in welcher er seinen Sohn nicht gesehen habe, könne nicht von einer
gelebten Vater-Sohn-Beziehung ausgegangen werden; der Kontakt be-
stehe erst, seit dieser vier oder fünf Jahre alt gewesen sei. Demzufolge
könne auch die Bedingung «Trennung durch Flucht» im vorliegenden Fall
nicht bejaht werden.
Schliesslich wies das SEM darauf hin, dass stets die Grosseltern als Be-
zugspersonen für den Sohn gegolten hätten. Dem Kindswohl könne nicht
Rechnung getragen werden, wenn dieser aus seinem bekannten Umfeld
herausgerissen werde, zumal der Beschwerdeführer seinen Sohn noch nie
gesehen habe. Weshalb der Sohn schon vor der Gewährung einer Einrei-
sebewilligung nach Äthiopien ausgereist sei, sei vorliegend nicht zu behan-
deln, weil dieser Umstand nichts an der erwähnten Sachlage ändere.
4.3 Auf Beschwerdeebene erklärte der Beschwerdeführer, dass er seit
dem Jahr 2010 bis zu seiner Ausreise aus Eritrea im August 2011 mit der
Kindsmutter C._ in einer stabilen Beziehung zusammengelebt
habe; sie seien traditionell verheiratet gewesen («mariage coutumier»). Als
er im August 2011 aus Eritrea ausgereist sei, sei seine Partnerin bereits mit
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dem gemeinsamen Kind schwanger gewesen. Stets habe er Kontakt zu
seiner Partnerin und seinem Sohn gehalten. Folglich könne nicht gesagt
werden, es habe keine Familiengemeinschaft bestanden und die Familie
sei nicht durch seine Flucht getrennt worden. Eine Familienzusammenfüh-
rung im Sudan sei ferner aufgrund der schwierigen Umstände nicht mög-
lich gewesen. C._ sei im Jahr 2014 aus Eritrea ausgereist; sie lebe
heue in D._ mit einer Aufenthaltserlaubnis. Der gemeinsame Sohn
sei bei den Grosseltern in Eritrea geblieben; seit Oktober 2019 lebe er in
Äthiopien in schwierigen Umständen und ohne angemessene Pflege, seit
die Schwester des Beschwerdeführers nach Eritrea zurückgekehrt sei; in-
des werde er so gut als möglich durch den Beschwerdeführer unterstützt.
Die Familie – bestehend aus dem Beschwerdeführer, der Kindsmutter und
dem gemeinsamen Sohn – wolle sich nun wieder zusammenfinden und ihr
gemeinsames Familienleben wiederaufnehmen, weshalb der Beschwerde-
führer am 20. März 2020 auch für seine Partnerin ein Gesuch um Famili-
enzusammenführung bei der Vorinstanz eingereicht habe.
Der Beschwerdeführer bemängelte überdies in formeller Hinsicht, dass das
SEM seine Beziehung zur Kindsmutter einerseits und zum gemeinsamen
Sohn andererseits nur ungenügend abgeklärt habe. Ferner habe es seine
Untersuchungspflicht verletzt, indem es versäumt habe, die schwierigen
Umstände des Beschwerdeführers im Sudan – in dieser Zeit habe er aus
dem Ausland ein Asylgesuch eingereicht (aArt. 20 AsylG), welches mit Ver-
fügung vom 30. Mai 2014 abgelehnt wurde – sachgerecht zu klären.
5.
Grundsätzlich ist die Rüge der mangelhaften Sachverhaltsabklärung vorab
zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sachverhalt eine ma-
terielle Behandlung verunmöglichen würde. Vorliegend kann von einer un-
zureichenden Sachverhaltserstellung durch die Vorinstanz nicht die Rede
sein, denn die Situation des Beschwerdeführers im Sudan vor seiner Ein-
reise in die Schweiz sowie die Gründe, weshalb sich die Familie dort nicht
habe vereinigen können, sind für das vorliegende Verfahren mit Blick auf
Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht massgebend. Auch ist die Beziehung des Be-
schwerdeführers zu seiner in D._ lebenden Partnerin für das vorlie-
gende Verfahren nicht von entscheidender Bedeutung; im Vordergrund
steht alleine die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem Sohn
B._. Das Gesuch um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist
folglich abzuweisen.
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Seite 7
6.
6.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Begründung seines Nach-
zugsgesuchs vermögen nicht zu überzeugen.
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im August 2011 aus
Eritrea ausgereist ist. Anlässlich seiner Befragung vom 14. August 2014
brachte er vor, ledig zu sein und ein uneheliches Kind zu haben (Akten
N 584 886, B7 S. 3), welches damals bei seiner Mutter namens C._
in (...) gelebt habe (Akten N [...], B7 S. 5). Von einer Ehegemeinschaft war
nicht die Rede. Auch im Rahmen des Ausland-Asylgesuchs hatte der Be-
schwerdeführer angegeben, bei seiner Ausreise habe er seine schwangere
Freundin («my pregnant girl-friend») in Eritrea zurückgelassen; das Kind
sei im (...) geboren und lebe (zum Zeitpunkt des Schreibens von März
2014) zusammen mit der Mutter bei den Grosseltern (vgl. Akten N [...], A1
und A7 S. 1).
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer vor der Geburt seines Sohnes
im (...) Eritrea verlassen hat. Damit ist die Voraussetzung von Art. 51
Abs. 4 AsylG nicht erfüllt, dass zwischen dem in der Schweiz asylberech-
tigten Flüchtling und dem Kind, für das der Einbezug beantragt wird, eine
effektive Familiengemeinschaft vor der Flucht bestanden haben muss.
6.2 Der implizite Einwand des Beschwerdeführers (S. 5 f. der Beschwer-
deschrift), die Familienmitglieder seien aus einem zwingenden Grund
durch die unumgängliche Flucht des Beschwerdeführers aus Eritrea ge-
trennt worden, ist ebenfalls zu verneinen. Zwar ist es möglich, dass bei
Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im
Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen geleb-
ten Familiengemeinschaft auszugehen ist, wenn zwingende Gründe für
das Getrenntleben in der Heimat vorgelegen haben (vgl. BVGE 2018 VI/6
E. 5.2 m.H.a. Urteil BVGer D-982/2016 vom 10. September 2018 E. 5.2.1).
Bei der Konstellation des Beschwerdeführers liegt indes, weil das Kind im
Zeitpunkt seiner Ausreise im August 2011 noch ungeboren war und er mit
diesem in Eritrea nie zusammenlebte, diesbezüglich keine Trennung durch
einen zwingenden Grund im Heimatland vor.
6.3 Zusammengefasst lag zwischen dem Beschwerdeführer und seinem
Sohn in Eritrea kein Familienleben vor. Dieses konnte somit auch nicht
durch eine Flucht ins Ausland getrennt werden. Die Einreisebewilligung
dient der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch
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eine Flucht getrennt wurden, hingegen nicht – wie dies vorliegend der Fall
wäre – der Aufnahme von neuen Beziehungen.
6.4 Die Voraussetzungen der asylrechtlichen Familienzusammenführung
sind somit nicht erfüllt und die Vorinstanz hat zu Recht das Gesuch um
Einreisebewilligung zugunsten des Sohnes B._ und um dessen
Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers gestützt
auf Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG abgelehnt.
6.5 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass es dem Be-
schwerdeführer offensteht, bei den dafür zuständigen kantonalen Migrati-
onsbehörden ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf Art. 44 AIG
(SR 142.20) einzureichen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.H.a. BGE 139 I
330 E. 1.3.2 ff; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen
Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 8 und EMARK 2002 Nr. 6).
7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-
zuweisen.
8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
8.2 Die gestellten Rechtsbegehren erweisen sich nach dem Gesagten als
aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung unabhängig von der prozessualen Bedürftigkeit des Be-
schwerdeführers abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Mit dem Entscheid
in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses gegenstandslos geworden.
8.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-
dung wäre nach Art. 65 Abs. 2 VwVG zu beurteilen (vgl. Art. 102m Abs. 2
AsylG).
Nachdem die Beschwerdebegehren als aussichtslos bezeichnet werden
müssen, kommt indessen auch eine Gewährung der unentgeltlichen
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Rechtsverbeiständung nicht in Frage, und auch dieses Gesuch ist abzu-
weisen.
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