Decision ID: 4a0f30f1-2f7d-5474-a3ae-bfdad43642ed
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._ war bis 4. Februar 2013 für die C._-AG und ab 1. September 2013 für die F._-
AG als kaufmännischer Angestellter unselbständig erwerbstätig. Dazwischen war er
arbeitslos. Einziges Mitglied des Verwaltungsrats der F._-AG ist B._. Letzterer ist
auch Verwaltungsrat der D._-AG, welche Teil der E._-Gruppe ist. Zur E._-Gruppe
A.a.
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B.
gehörte auch die am 13. August 2013 zufolge Konkurses im Handelsregister gelöschte
C._-AG. Am 1. Oktober 2014 wurde A._ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2013
mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 43'900, ohne steuerbares Vermögen, und
für die direkte Bundessteuer 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 45'000
veranlagt. Die Veranlagungen erwuchsen in Rechtskraft. In der Folge teilte das
kantonale Steueramt A._ am 29. September 2015 mit, es liege eine Meldung über
Unterstützungszahlungen vor, die ihm im Jahr 2013 zugeflossen seien. Auf die zweite
Aufforderung vom 14. März 2016 hin, detaillierte Angaben zu diesen Vergütungen zu
machen, gab A._ dem kantonalen Steueramt am 29. März 2016 bekannt, die E._-
Gruppe habe ihm zur Überbrückung der Arbeitslosigkeit zinslose Darlehen gewährt, die
ihm später erlassen worden seien. Er reichte dazu Gutschriftsanzeigen mit dem
Vermerk "Darlehen" über zusammen CHF 21'586.20 ein (act. G 17/6 I/11). Das in der
Folge durchgeführte Nachsteuerverfahren wurde am 10. November 2017
abgeschlossen und A._ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 neu mit einem
steuerbaren Einkommen von CHF 65'500, ohne steuerbares Vermögen, und für die
direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 66'400 veranlagt.
Das kantonale Steueramt wies die gegen diese Veranlagungen erhobenen Einsprachen
mit Entscheiden vom 28. Februar 2018 ab. Gegen die Einspracheentscheide erhob
A._ am 23. März 2018 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission
mit dem Antrag, die Einspracheentscheide und die ihnen zugrundeliegenden
Veranlagungen seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass die von der E._-
Holding erhaltenen Schenkungen steuerfrei seien. Die Verwaltungsrekurskommission
wies die Rechtsmittel mit Entscheid vom 20. November 2018 ab und auferlegte A._
die amtlichen Kosten von zusammen CHF 1'200 (act. G 2).
A.b.
A._, vertreten durch B._, erhob gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom
17. Dezember 2018 Beschwerden beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, das
angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei von jeglicher Steuernachzahlung zu
befreien. Zudem sei er für alle bisherigen und die neu anfallenden Verfahrenskosten zu
entschädigen (act. G 1).
B.a.
Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. Dezember 2018 wurde der
Beschwerdeführer zur Leistung von Kostenvorschüssen von zusammen CHF 2'500
B.b.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Nachsteuer-
Veranlagung vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die
Kantons- und Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte
Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten
Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die
Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3).
Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen
Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung
mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145
des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer
ist zur Beschwerde legitimiert, und die Eingabe vom 17. Dezember 2018 entspricht
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung
mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in
Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
aufgefordert. In der Folge ersuchte er am 20. Dezember 2018/22. Januar 2019 um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Verfügung vom 5. Februar 2019
lehnte der zuständige Abteilungspräsident das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
und Rechtsverbeiständung ab und forderte den Beschwerdeführer auf, einen
Kostenvorschuss von insgesamt CHF 2'500 zu leisten (act. G 11). Auf eine hiergegen
erhobene Beschwerde trat das Bundesgerichts mit Urteil 2C_210/2019 vom 2. April
2019 nicht ein.
Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 16. Juli 2019 Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids (act. G 16). Der Beschwerdegegner teilte am 9. August 2019 den Verzicht
auf eine Vernehmlassung mit und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
B.c.
Auf die Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid relevant, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
B.d.
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2.
Unbestritten blieb, dass mit Blick auf die am 1. Oktober 2014 abgeschlossene
Steuerveranlagung 2013 des Beschwerdeführers und die am 2. Juni 2015 beim
zuständigen Steueramt eingegangene Meldung der an ihn für 2013 erfolgten Zahlungen
von insgesamt CHF 21'586.20 zu Recht ein Nachsteuerverfahren eröffnet wurde.
Materiell streitig ist, ob der vorinstanzliche Entscheid die vom Beschwerdegegner im
Rahmen des Nachsteuerverfahrens vorgenommene Aufrechnung von Einkommen aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit im Betrag von CHF 21'586.20 zum steuerbaren
Einkommen 2013 des Beschwerdeführers zu Recht bestätigte.
Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht
bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine
rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, so wird die nicht erhobene Steuer samt
Zins als Nachsteuer eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG; Art. 151 Abs. 1 DBG). Als nicht
bekannt im Sinn der gesetzlichen Tatbestände gelten Tatsachen und Beweismittel, die
zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des
ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden
Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach der rechtskräftigen
Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind (vgl. Zigerlig/
Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, VII./Rz. 110 mit Hinweisen;
Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band I, 9. Aufl., Bern 2001, S. 985 f.; VerwGE B
2010/230 vom 26. Januar 2011, E. 4).
2.1.
Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers bei der C._-AG wurde per 4. Februar
2013 beendet (Konkurs). Zu klären ist, ob der nach diesem Zeitpunkt in Teilbeträgen
ausbezahlte Betrag von insgesamt CHF 21'586.20 als Einkommen des
Beschwerdeführers aus unselbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2013
nachzubesteuern ist oder ob es sich dabei um eine Schenkung handelt. Leistungen des
Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses können auf dem zu beendenden
Arbeitsverhältnis beruhen (z.B. Abgangsentschädigung bei vorzeitiger Entlassung);
solche Leistungen werden nach Art. 17 DBG bzw. Art. 30 Abs. 1 StG besteuert. Wurde
das Arbeitsverhältnis indes bereits beendet, richtet sich die allfällige Besteuerung von
Leistungen im Zusammenhang mit dem früheren Arbeitsverhältnis (z.B.
Überbrückungsleistungen) nach Art. 36 lit. a StG und Art. 23 lit. a DBG. Der
Mittelzugang dient hier regelmässig dazu, einer steuerpflichtigen Person, die ihre
2.2.
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Erwerbstätigkeit dauernd oder nur vorübergehend ganz oder teilweise einstellt, das
weggefallene Einkommen zu ersetzen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Rz. 9 zu Art. 23 DBG).
Die zu klärende Frage beantwortet sich nach Massgabe der im Steuerrecht geltenden
Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für
Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige
Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., VI. Rz. 15, VII. Rz. 23). Beweisbelastet für den Nachbesteuerungs-
Sachverhalt ist konkret somit grundsätzlich der Beschwerdegegner. Im Steuerverfahren
kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 176 StG). Die
Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten Tatsachen
von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19), wobei sie
die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen und
Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 123
DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien
begrenzt. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von
Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von
Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII.
Rz. 25). Die Mitwirkungspflicht besteht ungeachtet der Verteilung der objektiven
Beweislast. Die steuerpflichtige Person ist auch hinsichtlich steuererhöhender
Tatsachen mitwirkungspflichtig, obwohl hierfür die Veranlagungsbehörde die Folgen
der Beweislosigkeit zu tragen hat (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 5 zu Art.
126 DBG).
Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, dass die Überweisungen vom
28. Februar, 26. März und 7. Mai 2013 von jeweils CHF 5'246.55 genau dem Betrag
entsprochen hätten, den der Beschwerdeführer von der C._-AG für seine Tätigkeit im
Jahr 2013 (Bruttolohn CHF 1'400) und von der F._-AG am 31. Januar 2013 erhalten
habe (CHF 3'846.55). Deshalb sei davon auszugehen, dass mit diesen Zahlungen die
eingestellten Lohnzahlungen der C._-AG hätten kompensiert werden sollen. Aus der
monatlichen Arbeitslosenentschädigung von durchschnittlich CHF 3'712 könne bei
einem Entschädigungsansatz von 70 Prozent auf einen versicherten monatlichen
Verdienst von rund CHF 5'300 geschlossen werden. Die Zahlungen seien von der D._-
AG, die ebenfalls zur E._-Holding gehöre, und der F._-AG gekommen, als deren
Verwaltungsrat B._ fungiere. Es sei zwar plausibel, dass B._ für die notwendige
2.3.
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Unterstützung des Beschwerdeführers aufgekommen sei, jedoch habe er dies nicht als
Privatperson, sondern als Leitungsorgan der beiden Gesellschaften und damit in seiner
Funktion als Arbeitgeber getan. Die D._-AG habe die Zahlungen als Lohnaufwand
verbucht und im Rechtsmittelverfahren festgehalten, die Beträge seien vorübergehend
ausbezahlt worden, um die wegen des Konkurses der C._-AG eingetretene finanzielle
Notlage des ehemaligen Mitarbeiters vorübergehend zu mildern. Daraus erschliesse
sich, dass die Zahlungen das weggefallene Erwerbseinkommen ersetzen sollten. Die
Ausführungen im Schreiben der D._-AG vom 7. Juli 2015 liessen darauf schliessen,
dass mit den Vergütungen im Wesentlichen unternehmerische Ziele verfolgt worden
seien. Sie habe festgehalten, nachdem die Wiedereinstellung des Beschwerdeführers
beschlossen worden sei, sei es dem Unternehmen wert gewesen, den Schaden des
Mitarbeiters zu übernehmen; er sei angehalten worden, zwischenzeitlich wenn möglich
keine andere Beschäftigung anzunehmen. Sein langjähriges Know-how ermögliche ein
nahtloses Weiterarbeiten (act. G 17/6 I/3 Beilage). Die E._-Gruppe sei demnach bereit
gewesen, für die Kosten der Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers aufzukommen,
um ihn als Arbeitskraft nicht zu verlieren. Die letzte Zahlung sei denn auch erst am 11.
September 2013 und damit nach Wiedereinstellung per 1. September 2013 erfolgt. Das
schliesse soziale oder freundschaftliche Motive von B._ nicht aus. Eine Schenkung
erscheine indes unglaubwürdig, da die Zuwendung vorwiegend aus wirtschaftlichen
Gründen erfolgt sei. Ein unbedingter Schenkungswille sei nicht erkennbar. Es fehle
daher an einer Voraussetzung für die Annahme einer Schenkung gemäss Art. 37 lit. a
StG und Art. 24 lit. a DBG. Entsprechend komme auch keine Steuerbefreiung gemäss
Art. 37 lit. e StG und Art. 24 lit. e DBG (Unterstützung aus privaten Mitteln) in Betracht,
da auch hier eine gegenleistungslose Unterstützung vorausgesetzt sei. Der Nachweis
einer schenkungsweisen Zahlung (als steuermindernde Tatsache) wäre vom hierfür
beweisbelasteten Beschwerdeführer zu erbringen gewesen (act. G 2).
Der Beschwerdeführer wendet ein, die D._-AG habe die Zahlungen an ihn nicht als
Lohn verbucht. Er sei nie bei dieser Unternehmung angestellt gewesen. Welche Gründe
die D._-AG veranlasst hätten, auf die Rückzahlung der Darlehen zu verzichten, sei
allein deren Entscheidung, und für die Steuerbehörde bedeutungslos. Unzutreffend sei
die Feststellung im angefochtenen Entscheid, die Anker Treuhand AG habe ihm am
31. Januar 2013 den Betrag von CHF 3'846.55 überwiesen sowie weitere Zahlungen
von CHF 5'300 getätigt. Ordentliche Lohnzahlungen an ihn seien erst nach seinem
Eintritt per 1. September 2013 erfolgt. Die letzte Überweisung von CHF 2'000 sei
entgegen den Feststellungen der Vorinstanz wiederum nur als Darlehen erfolgt und
könne schon mangels Anstellung unter keinem Aspekt als Lohnzahlung deklariert
2.4.
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3.
Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Zahlungen in der D._-AG entgegen
den Ausführungen im angefochtenen Entscheid nicht als Lohn verbucht worden seien
und lediglich ein Darlehen gewährt worden sei, welches die D._-AG unter
Personalkosten abgebucht habe (act. G 1 S. 2), trifft als solcher zu (vgl. Auszüge aus
den Konten 1064 und 3800 der D._-AG; act. G 1 Beilage). Indes ist zu beachten, dass
im Einspracheentscheid vom 3. August 2016 eine Umqualifizierung der
Unterstützungszahlungen in Lohnaufwand vorgenommen worden war (vgl. act. G 17/6
I/2 S. 2). Die Vorinstanz führte diesbezüglich im angefochtenen Entscheid mit Hinweis
auf die Akten nachvollziehbar aus, dass die in Frage stehenden Zahlungen das per 4.
Februar 2013 weggefallene Erwerbseinkommen ersetzen sollten. Nachdem ein Verzicht
auf die Rückforderung der - wie erwähnt unter Personalkosten der D._-AG
abgebuchten (vgl. Auszug aus Konto 3800, act. G 1 Beilage) - Zuwendungen erst
erfolgt war, nachdem der Beschwerdeführer seine Tätigkeit in der E._-Gruppe wieder
aufgenommen hatte (act. G 17/6 I) und im Schreiben vom 7. Mai 2015 der gewählte
Weg als preisgünstiger bezeichnet worden war, da der Beschwerdeführer nicht mehr
habe geschult werden müssen (act. G 17/6 I), kann in Anbetracht der aktenkundigen
wirtschaftlichen Motive für die Zahlungen ein Schenkungswille nicht als nachgewiesen
gelten. Letzterer würde beim Leistenden den Willen voraussetzen, die Zuwendung
vorzunehmen, ohne dafür eine Gegenleistung zu empfangen (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter a.a.O., Rz. 19 zu Art. 24 DBG). Vorliegend war die Arbeitgeberin (E._-Gruppe
bzw. D._-AG) daran interessiert, den Beschwerdeführer ab 1. September 2013 (weiter)
beschäftigen zu können. Die eine Schenkung bzw. die Unentgeltlichkeit
ausschliessende Gegenleistung des Beschwerdeführers (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter a.a.O., Rz. 20 f. zu Art. 24 DBG) bestand in seiner weiteren Verfügbarkeit als
eingearbeiteter bzw. bereits geschulter Arbeitnehmer. Der Umstand, dass die
Zahlungen freiwillig geleistet worden waren, belegt für sich allein noch keine (für eine
Schenkung vorausgesetzte) Unentgeltlichkeit. Eine Befragung von B._ als Zeuge im
vorinstanzlichen Verfahren hätte an den dargelegten Gegebenheiten nichts zu ändern
vermocht, weshalb zu Recht auf eine solche verzichtet wurde. In der unterbrochenen
Erwerbstätigkeit begründete Zahlungen (Überbrückungsleistungen; vgl. dazu auch
Stellungnahme vom 29. März 2016, act. G 17/6 I/11) sind als Ersatzeinkünfte im Sinn
von Art. 23 lit. a DBG und Art. 36 lit. a StG zu versteuern (vgl. vorstehende E. 2.2 erster
werden. Dass hier ein Schenkungswille aberkannt werde, sei absurd und falsch. Auf
den Bankbelegen beim Eingang Postfinance seien die Überweisungen immer als
Darlehen vermerkt. Es spreche nicht für die Vorinstanz, ihn (B._) als Zeuge nicht
einvernommen zu haben. Die Schenkung hätte er nämlich klar als solche bestätigen
müssen (act. G 1).
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Absatz). Vor diesem Hintergrund lässt sich der angefochtene Entscheid nicht
beanstanden.
4.