Decision ID: 3e4f1cd1-d458-55e8-b4b6-aee01b9b2648
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess Pakistan eigenen Angaben zufolge am 25. April 2004 auf dem Luftweg und gelangte am 28. April 2004 von Deutschland her kommend in die Schweiz, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte. Dazu wurde er am 10. Mai 2004 in _  befragt. Am 27. Mai 2004 führte die kantonale Behörde in _ eine Anhörung durch.
Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im  geltend, in _ geboren worden zu sein und dort die ersten vier oder fünf Jahre seines Lebens verbracht zu haben. Danach habe er in Pakistan in Internaten und später in verschiedenen Städten des Landes gewohnt. Seine Muttersprache sei das Englische. Von Januar 1998 bis Juli 2003 habe er sich wiederholt ausbildungshalber in der Schweiz aufgehalten. In der Folge sei er unter falscher Identität nach Pakistan zurückgekehrt. Wegen seiner Homosexualität sei er dort schon vor seiner ersten Ausreise verfolgt worden. Seit 1993 habe er eine intime Beziehung zu _ unterhalten. Im August 1995 seien er und _ deswegen durch Angehörige von _ misshandelt worden. Nach seiner Rückkehr aus der Schweiz hätten ihn die Eltern von _ bei der Polizei wegen der angeblichen Entführung ihres Sohnes polizeilich angezeigt. Diese Anzeige sei indes später zurückgezogen worden. Ende Dezember 2003 hätten Mitglieder der Sippah-e-Sahaba in _ gedroht, das Haus wegen der Homosexualität des Beschwerdeführers anzuzünden. Zu diesem Zeitpunkt sei er in _ gewesen. Eine polizeiliche Anzeige dieses Vorfalls sei mangels aussagewilliger Zeugen gescheitert. Am 15. Januar 2004 sei der Beschwerdeführer in _ vorübergehend polizeilich festgehalten worden. Die Polizei habe frivole Bemerkungen gemacht beziehungsweise ihm homosexuellen Geschlechtsverkehr angelastet und in der Folge ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Sein Cousin _ habe ihn nach einigen Stunden freibekommen. Am 16. Januar 2004 sei er am Vormittag durch Mitglieder der extremistischen Sippah-e-Sahaba sowie Quartierbewohner wegen seiner Homosexualität misshandelt und gleichentags der Polizei  worden. Er sei vorerst nackt in einer Baracke festgehalten und später wiederholt durch Polizisten vergewaltigt worden. In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 2004 habe ihn ein Polizist aus dem Haftraum geholt und seinem auf ihn wartenden Cousin _
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übergeben. Der besagte Polizist habe ihn aufgefordert, die Stadt zu verlassen. _ (Cousin) habe ihn nach _ gebracht. Wegen der geschilderten Situation habe er versteckt gelebt und sei schliesslich erneut ausgereist.
Im Verlaufe des erstinstanzlichen Verfahrens gab der  einen FIR, einen Haftbefehl und ein Anwaltsschreiben zu den Akten. Auf eine entsprechende vorinstanzliche Aufforderung hin  er eine Übersetzung nach.
B. Mit Verfügung vom 8. September 2005 (eröffnet am 9. September 2005) lehnte das Bundesamt das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und verfügte dessen Wegweisung aus der Schweiz. Zur  ihres Entscheides führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, die Gesuchsvorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) nicht stand. Die Darlegungen des Beschwerdeführers wiesen  auf. Zudem habe er gewisse, anlässlich der Erstbefragung geltend gemachte Vorbringen im Rahmen der Anhörung nicht mehr  nicht mehr im bisherigen Ausmass erwähnt. Die  Vorfälle vom 15. Januar 2004 beziehungsweise das angeblich eingeleitete Verfahren wirkten in der geltend gemachten Form . Die eingereichten Beweismittel rechtfertigten keine andere Einschätzung. Der beigebrachte FIR stamme gemäss Aussagen des Beschwerdeführers als Internet-Ausdruck aus seiner E-Mail-box. Es könne nicht nachvollzogen werden, wie der FIR dorthin gelangt sei. Aufgrund dieser formalen Kriterien könne er ebenso wenig als echt erachtet werden wie der auf ihm basierende Haftbefehl, welcher  nur als Fax-Kopie eingereicht worden sei. Vor diesem Hintergrund sei das Anwaltsschreiben als blosses Gefälligkeitsdokument zu . Schliesslich seien gleichgeschlechtliche Beziehungen in Pakistan zwar gesetzlich verboten und gesellschaftlich geächtet.  sei aber insbesondere in städtischen Zentren weit verbreitet und geduldet. Insgesamt sei nicht zwingend zu befürchten, dass der  wegen homosexueller Handlungen im Heimatland mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eine relevante Verfolgung zu  habe. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das Bundesamt für zulässig, zumutbar und möglich.
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C. Mit Eingabe vom 8. Oktober 2005 an die Schweizerische  (ARK) beantragte der Beschwerdeführer durch seine  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Es sei kein Kostenvorschuss zu erheben und die unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) zu gewähren. Zur Begründung wurde  gemacht, als Homosexueller in Pakistan habe der  objektiv und subjektiv begründete Furcht, jederzeit Opfer  Verfolgung zu werden. In Anbetracht der drakonischen  sei für ihn ein normales Leben vor Ort nicht möglich.  Darlegungen seien glaubhaft. Die Aussagen erfüllten die  massgeblichen wissenschaftlichen Kriterien. Der Befrager sei hingegen offensichtlich befangen gewesen. Es rechtfertige sich , ein Glaubwürdigkeitsgutachten in Auftrag zu geben. Der Eingabe lagen zwei Auszüge aus wissenschaftlichen Publikationen und ( bereits im erstinstanzlichen Verfahren) eingereichte Unterlagen im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verfolgung vor Ort bei (Anwaltsschreiben, FIR, Haftbefehl). Weitere Beweismittel wurden in Aussicht gestellt.
D. Mit Zwischenverfügung vom 13. Oktober 2005 verzichtete die ARK auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Bezüglich des Entscheids über das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen.
E. Mit Vernehmlassung vom 3. November 2005 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe die den Internet- respektive Telefax-Dokumenten zugrunde liegenden  nach wie vor nicht beigebracht. Dies bestätige die  Einschätzung, wonach gegen den Beschwerdeführer kein Verfahren hängig sei.
F. Mit Replik vom 14. November 2005 (Poststempel) hielt der  an seinen bisherigen Darlegungen fest. Ferner gab er  - zwei Anwaltsschreiben vom 3. März 2004 respektive
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22. Oktober 2005 im Original, eine mit einem Originalstempel  Kopie des FIR vom 15. Januar 2004, eine Kopie des Haftbefehls, Passkopien, seine Schwester betreffend, sowie ein Zustellcouvert - zu den Akten. In diesem Zusammenhang erwähnte er, seine Mutter  sich, weil er homosexuell und dies im Quartier in Lahore allgemein bekannt sei. Sie habe sich deshalb geweigert, Beweismittel in die Schweiz zu schicken. Der Eingabe lagen ausserdem ein Schreiben der Rechtsvertretung an die Mutter des Beschwerdeführers und ein  des Hilfswerkvertreters (Anhörung vom 27. Mai 2004) bei. Weitere Beweismittel wurden in Aussicht gestellt. Schliesslich beantragte der Beschwerdeführer eventualiter amtliche Abklärungen vor Ort.
G. In einer erneuten Eingabe vom 26. Februar 2006 (Poststempel)  der Beschwerdeführer ergänzende Ausführungen zur Asylrelevanz und zur Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen.
H. Am 12. Februar 2007 (Poststempel) gab der Beschwerdeführer weitere Beweismittel samt Begleitschreiben zu den Akten. Es handelte sich um einen an seine Rechtsvertretung gerichteten Brief seiner Mutter, eine ebenfalls an die Rechtsvertretung gerichtete E-Mail seines Cousins _, ein Schreiben des neu bestellten Anwalts _, das darin erwähnte, den Beschwerdeführer betreffende Polizei- und Gerichtsdossier, vier Haftbefehle, Übersetzungen, Internet-Auszüge und Zustellnachweise. Die Internet-Auszüge belegten, dass die pakistanischen Behörden entgegen der Sichtweise der Vorinstanz gegen Homosexuelle strafrechtlich vorgehen würden.
I. Am 5. Oktober 2007 ersuchte der Beschwerdeführer das  durch seine Rechtsvertretung telefonisch um einen baldigen Entscheid.
J. Das Bundesverwaltungsgericht gelangte am 28. November 2007 an die Schweizerische Botschaft in _ und ersuchte um  vor Ort.
K. Am 14. März 2008 machte der Beschwerdeführer durch seine  beim Bundesverwaltungsgericht telefonisch geltend, die
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veranlassten Abklärungen vor Ort würden nicht mit der gebotenen  durchgeführt.
L. Mit schriftlicher Eingabe vom 20. April 2008 (Poststempel) bezeichnete der Beschwerdeführer die Vorgehensweise der von der Botschaft mit Abklärungen betrauten Person als plump und grobfahrlässig. Dadurch würden seine im Heimatland zurückgebliebenen Angehörigen . Die Botschaft sei anzuweisen, künftig diskreter zu agieren. Dem Beschwerdeführer, dem es psychisch zunehmend schlechter gehe, sei baldmöglichst ein Entscheid im Sinne der gestellten Anträge zu . Der Eingabe lagen zwei E-Mail des Beschwerdeführers und ein Internet-Auszug betreffend die Sippah-e-Sahaba bei.
M. Am 28. April 2008 übermittelte die Schweizerische Botschaft in _ dem Bundesverwaltungsgericht das Abklärungsergebnis. Die beglaubigte Kopie des FIR vom 15. Januar 2004 sei verfälscht. Der Name einer Person, welche im erwähnten Verfahren tatsächlich involviert sei, sei durch denjenigen des Beschwerdeführers ersetzt worden; die Adressangabe sei hingegen nicht diejenige des Beschwerdeführers, sondern der tatsächlich betroffenen Person. Auch im eingereichten Polizei- und Gerichtsdossier sei der Name des Beschwerdeführers an die Stelle des tatsächlich Angeklagten gesetzt worden. Die Anwaltsschreiben vom 3. März 2004 sowie 22. Oktober 2005 und die Haftbefehle seien gefälscht. Das undatierte Anwaltsschreiben von _ stimme nicht mit den eruierten Fakten überein und sei mutmasslich ein Gefälligkeitsdokument. Abklärungen bei der Familie und im Quartier hätten keine Hinweise darauf ergeben, dass der Beschwerdeführer durch die pakistanische Polizei gesucht werde oder worden sei.
N. Mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2008 gewährte das  dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zum . Gleichzeitig wurde ihm Gelegenheit eingeräumt, im Bedarfsfall das Bundesverwaltungsgericht zu ersuchen, die beigelegte englischsprachige Botschaftsauskunft in eine schweizerische  übersetzen zu lassen. Innert angesetzter Frist ging beim  weder ein Ersuchen um Übersetzung noch eine Stellungnahme zum Abklärungsergebnis ein.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig über  gegen Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernahm am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängig  Rechtsmittel. Es gelangt das neue Verfahrensrecht zur  (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht  Beschwerde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 ff. VwVG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält (Art. 7 AsylG). Vorbringen sind dann glaub-
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haft, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in  Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen  widersprechen. Darüber hinaus muss die asylsuchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte  abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG), aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt oder unbegründet , mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige  verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner - im  zum strikten Beweis - ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Beschwerdeführers. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft , wenn die Richterin von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaftmachung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstände  die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne einer Gesamtwürdigung, ob die Gründe, die für die  der Sachverhaltsdarstellung sprechen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Entscheide und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1994 Nr. 5 E. 3c S. 43 f.; 1996 Nr. 28 E. 3a S. 270; 2005 Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f.). An den genannten Kriterien ist nach wie vor festzuhalten, zumal die Rechtslage diesbezüglich keine Änderung erfahren hat.
3.3 Den Aussagen in der Empfangsstelle kommt anerkanntermassen nur ein beschränkter Beweiswert zu (vgl. EMARK 1993 Nr. 3). Vorliegend finden sich indes bereits in diesem Protokoll erhebliche . Namentlich gab der Beschwerdeführer vorerst an, am 15. Januar 2004 habe die Polizei lediglich gesagt, er werde wegen Abklärung der Identität auf den Posten gebracht. Es habe nichts gegen ihn vorgelegen, und er sei nach einigen Stunden freigekommen. Wenig später machte er aber geltend, die Polizei habe ihn aufgrund einer Anzeige festgenommen und ihm homosexuellen Geschlechtsverkehr angelastet (A 1/12, S. 7). In diesem Zusammenhang fällt ferner auf, dass der relativ gebildete Beschwerdeführer nicht in der Lage war,
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mündlich anzugeben, gestützt auf welchen Paragrafen des  Strafgesetzbuches gegen ihn wegen homosexueller  ermittelt werde; dieser Paragraf stehe aber "in einer E-Mail" (A 1/12, S. 8). Ferner erstaunt, dass er einerseits darlegte, lediglich am 16. Januar 2004 Probleme mit der Sippah-e-Sahaba gehabt zu haben, andererseits aber auch zu Protokoll gab, bereits Ende Dezember 2003 hätten Mitglieder dieser Partei während seiner Abwesenheit zuhause in _ massive Drohungen ausgestossen, weshalb man eine  bei der Polizei habe deponieren wollen. Dass er die angebliche Bedrohung einer für ihre Radikalität bekannten  zudem als "nichts Nennenswertes" bezeichnete, lässt den Verdacht aufkommen, dass nicht nur das angebliche Strafverfahren, sondern auch die angeblichen Verfolgungsakte der erwähnten  nicht wahren Gegebenheiten entsprechen. Im Weiteren ist der Beschwerdeführer laut seinen Angaben bereits im Jahre 1995 durch Verwandte von _ massiv misshandelt worden. Im Verlaufe der bisherigen und obenstehend erwähnten Aufenthalten in der Schweiz sah er aber davon ab, die Behörden um Schutz zu ersuchen (vgl. auch A 9/13, S. 19 oben). Die Zweifel an seiner angeblichen Zwangslage namentlich im Sinne eines unerträglichen psychischen Druckes in Pakistan werden dadurch bestärkt, zumal er auch anlässlich der  die Kernvorbringen wiederholt eher stereotyp und kaum mit Realkennzeichen versehen schilderte. Insbesondere die angeblichen Vergewaltigungen durch Polizeibeamte und die Misshandlungen und Drohungen der Sippah-e-Sahaba wirken überwiegend konstruiert und vermitteln kaum den Eindruck von persönlich Erlebtem (A 9/13, S. 13 ff. und 17 f.). Bezüglich der angeblichen Festnahme vom 15. Januar 2004 fällt auf, dass am besagten Datum angeblich eine polizeiliche Anzeige erstellt worden sei (A 9/13. S. 15 unten). Dass der Beschwerdeführer diesfalls im Rahmen der Festnahme nicht darüber informiert worden wäre, muss wiederum als ausgesprochen  bezeichnet werden (A 9/13, S. 16). Hinzu kommen die vom Bundesamt im angefochtenen Entscheid erwähnten Unstimmigkeiten in den Aussagen. Auch wenn die festgehaltenen , auf welche in den Eingaben vom 8. Oktober 2005 sowie 26. Februar 2006 kaum konkret eingegangen wird, teilweise  nicht Kernvorbringen betreffen, werden so die Zweifel an der angeblichen Verfolgung erhärtet. Es trifft zwar zu, dass der  - wie in der Eingabe vom 8. Oktober 2005 geltend gemacht - gewisse Vorbringen relativ detailliert schilderte, ohne dass diesen aber in Anbetracht der erwähnten Stereotypien und der mangelnden Real-
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kennzeichen bereits deswegen eine generell hinreichende  attestiert werden kann. Allfällige Zweifel, ob die  des Beschwerdeführers unter Umständen doch teilweise wahren Gegebenheiten entsprechen könnten, sind jedenfalls durch das Ergebnis der erwähnten Botschaftsauskunft ausgeräumt worden. Nicht von der Hand zu weisen ist hingegen, dass die  anlässlich der Anhörung teilweise nicht optimal war und die Wortwahl des Befragers im Zusammenhang mit der geltend  Vergewaltigung für eine Amtsperson unüblich erscheint (A 9/13, S. 3, 7, 11 und 17). Die insgesamt korrekte und vollständige Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens kann indes gleichwohl bejaht werden.
Der Beschwerdeführer hat sodann im erstinstanzlichen Verfahren und insbesondere auf Beschwerdeebene zahlreiche Beweismittel . Aufgrund dieser Sachlage veranlasste das  - wie bereits dargelegt - Abklärungen vor Ort. Diese  insbesondere ergeben, dass mehrere eingereichte Belege  beziehungsweise gefälscht sind und der Beschwerdeführer in keiner Weise durch die pakistanische Polizei gesucht wird oder wurde. Nach Durchsicht des Abklärungsberichts kommt das  zum Schluss, dass dieser auf seriösen Grundlagen  und entgegen der Sichtweise des Beschwerdeführers unter  der erforderlichen Diskretion zu Stande gekommen sein dürfte. Die beantragte Anweisung an die Botschaft zu einer geeigneteren  bei Abklärungen erübrigt sich mithin ebenso wie die  eines "Glaubwürdigkeitsgutachtens", da aufgrund des  Ergebnisses der Abklärungen die angebliche behördliche  des Beschwerdeführers bereits gestützt auf die bestehende Aktenlage für unglaubhaft erachtet werden muss. Dies trifft im Übrigen auch auf die angebliche Bedrohung durch die Sippah-e-Sahaba zu, zumal er ja angab, von dieser der Polizei übergeben worden zu sein, und gemäss vorstehenden Erwägungen auch nicht in der Lage war, diesen angeblichen Aspekt der Verfolgung angemessen zu . Abschliessend ist sodann festzuhalten, dass die Erkenntnisse der Botschaft mangels Stellungnahme des Beschwerdeführers  geblieben sind.
3.4 In Abwägung sämtlicher Aspekte, welche für oder gegen die Glaubhaftigkeit der erlittenen respektive befürchteten Verfolgung in der geltend gemachten Form zu berücksichtigen sind, kommt das Bun-
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desverwaltungsgericht zum Schluss, dass die obenstehend erwähnten wesentlichen und überwiegenden Umstände klarerweise gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben und die Beweismittel im Einzelnen einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass der  keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Das Bundesamt hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
4.
4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
4.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch hat er einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
5. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land  zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der  [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen  und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
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lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der  vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand in einen Staat  werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht.
Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine flüchtlingsrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Pakistan ist demnach  dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach  dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der  eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der Akten sowie der  Erwägungen betreffend die Frage der  und des Asyls ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihm im Falle einer Rückkehr nach Pakistan eine derartige Gefahr droht, welche den Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen lassen würde.
5.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
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Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Pakistan ist im vorliegenden Fall als zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu erachten, da er nicht darzutun vermochte, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland einer konkreten Gefährdungssituation im Sinne der zu beachtenden Bestimmung ausgesetzt wäre. In den Akten finden sich auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der  aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder  Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten würde. Die von ihm auf Beschwerdeebene geltend gemachten  Probleme sind offenbar nicht derart gravierend, dass er  ärztliche Hilfe in Anspruch nahm beziehungsweise sich veranlasst fühlte, einen entsprechenden Bericht zu den Akten zu reichen. Diese scheinen denn auch eher mit dem ungeklärten Status in der Schweiz im Zusammenhang zu stehen. Im Heimatland verfügt er über ein soziales Netz. Aufgrund seiner Ausbildung, der beruflichen  und der Sprachkenntnisse dürfte es ihm so gelingen, sich eine Existenzgrundlage zu erarbeiten (vgl. A 1/12, S. 2 f.; A 9/13, S. 5 f.). Dass für den Beschwerdeführer die Rückkehr aus anderen Gründen, insbesondere wegen seiner sexuellen Orientierung, unzumutbar wäre, lässt sich im vorliegenden Fall aus den Akten nicht ableiten.
5.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich in  mit der Vorinstanz bei der zuständigen Vertretung seines  die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu  (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
5.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass der von der Vorinstanz  Wegweisungsvollzug in Übereinstimmung mit den zu  Bestimmungen steht und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt damit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG).
6. Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
7. In Anwendung von Art. 10 Abs. 4 AsylG sind die als gefälscht erkannten Dokumente (Polizei- und Gerichtsakten, Anwaltsschreiben) einzuziehen.
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8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bisher entstandenen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat durch das Einreichen der gefälschten Dokumente umfassende Abklärungen insbesondere auch die  veranlasst und damit erhöhte Kosten verursacht. Ausserdem kann in Fällen mutwilliger Prozessführung, wozu auch  Falschangaben und die Einreichung gefälschter Beweismittel zu zählen sind, eine erhöhte Spruchgebühr verlangt werden. Die Kosten des Verfahrens sind vorliegend auf insgesamt Fr. 1'200.-- anzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Angesichts der mutwilligen Prozessführung ist auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen.
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