Decision ID: daac68d7-5ef3-5068-b1d9-b09d3af42c54
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Die Beschwerdeführer, ethnische Kurden mit letztem Wohnsitz in A._, verliessen den Irak eigenen Angaben gemäss am 15.  1996 und lebten bis zum 2. März 2003 im Iran. Danach hielten sie sich in der Türkei auf, bis sie am 2. Juni 2003 in die Schweiz , wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten.
A.b Anlässlich der Empfangsstellenbefragung, die am 5. Juni 2003 in B._ stattfand, sagte der Beschwerdeführer aus, sein Bruder E._ sei am 2. September 1996 von der irakischen Regierung festgenommen worden. Am 10. Oktober 1996 sei auch er  worden; man habe ihn 15 Tage festgehalten und während dieser Zeit gefoltert. Man habe ihm gesagt, er müsse seinen Bruder  und die Behörden davon in Kenntnis setzen. Falls er seinen Bruder nicht finde, werde man ihn (den Beschwerdeführer) umbringen. Als er nach der Freilassung nach Hause gegangen sei, hätten ihm Nachbarn mitgeteilt, seine Frau sei ebenfalls mitgenommen worden. Nach etwa acht oder neun Tagen sei auch seine Frau freigelassen worden. Sie sei schlecht behandelt und vergewaltigt worden. Sein Schwiegervater habe ihnen gesagt, sie müssten den Irak verlassen. Im Iran hätten sie keine Rechte gehabt, sie hätten nur durch Bezahlung dort bleiben . Ein Dorfvorsteher habe ihnen geholfen. Sie hätten nicht in den Irak zurückkehren können, weil sein Bruder „geheime Dinge“ von der PUK und der KDP an die irakische Opposition geliefert habe.
Die Beschwerdeführerin sagte, sie habe ihre Heimat wegen der  ihres Mannes verlassen. Sie sei einen Tag nach ihrem Mann festgenommen, gefoltert und vergewaltigt worden. Man habe von ihr Informationen über ihren Schwager in Erfahrung bringen wollen. Sie habe ihren Mann einmal schreien hören, so habe sie gewusst, dass er am gleichen Ort festgehalten worden sei. Als man sie mitgenommen habe, habe sich ihr Sohn an ihr festgehalten. Man habe ihn ihr  und ihn geschlagen, was zur Folge habe, dass er auf einem Ohr schlecht höre.
A.c Die Beschwerdeführer wurden am 3. Juli 2003 von der  kantonalen Behörde zu ihren Asylgründen angehört. Der  machte im Wesentlichen geltend, einer seiner Brüder
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habe bei der Oppositionspartei von Ahmed Jalabi gearbeitet. 1996 hätten die irakischen Truppen mit Hilfe der KDP A._ erobert. Sein Bruder sei von den irakischen Truppen festgenommen und nach Mossul gebracht worden. Sie wüssten bis heute nicht, was mit ihm geschehen sei. Kurz danach sei er von KDP-Leuten festgenommen und zum Asaisch-Gebäude in A._ gebracht worden. Man habe von ihm wissen wollen, wo sein Bruder sei, und habe ihn geschlagen sowie gefoltert. Gegen Leistung einer Kaution sei er freigelassen worden. Man habe ihm gesagt, er müsse innerhalb von 15 Tagen Informationen über seinen Bruder beschaffen, sonst werde man ihn wieder festnehmen und töten. Man habe ihm gesagt, sein Bruder habe Informationen über die KDP gesammelt und diese der Oppositionspartei übergeben. Die Leute der KDP hätten ihn beschuldigt, seinem Bruder geholfen zu haben. Sie hätten seiner Angabe, sein Bruder sei von den irakischen Behörden festgenommen worden, keinen Glauben geschenkt.
Die Beschwerdeführerin sagte aus, sie sei am Morgen des 11. Oktober 1996 festgenommen worden. Sie sei zu den Asaisch gebracht worden, wo sie geschlagen und gefoltert worden sei. Sie sei während einer Woche festgehalten und in dieser Zeit von mehreren Personen mehrmals vergewaltigt worden. Bei den Folterungen sei ihr ein Ringfinger und ein Schienbein gebrochen worden. Man habe von ihr Informationen über ihren Schwager und dessen Familie haben wollen. Nach einer Woche Haft habe man sie auf einer Wiese abgesetzt. Ihr Ehemann sei am 25. Oktober 1996 auf Kaution freigelassen worden. Man habe ihm eine Frist von sieben bis zehn Tagen gesetzt, um Informationen über seine Brüder zu beschaffen. Ihr Mann und ihre Eltern hätten ihr gesagt, dass gegen sie ein Haftbefehl erlassen worden sei.
A.d Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer zeigte dem BFM am 12. Oktober 2005 die Mandatsübernahme an. Ihrem Schreiben wurden eine Entbindungserklärung von der ärztlichen Schweigepflicht sowie fünf die Beschwerdeführerin und vier den Sohn der Beschwerdeführer betreffende ärztliche Berichte beigelegt. Des weiteren wurde mitgeteilt, die Beschwerdeführer hätten mit Hilfe eines Betreuers erfahren, dass sich der Bruder des Beschwerdeführers, E._, mit seiner Familie in der Schweiz befinde.
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B. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2005 stellte das BFM fest, die  erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. Zugleich verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz. Zufolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs wurde die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführer angeordnet.
C. Mit Eingabe an die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) vom 26. Januar 2006 liessen die Beschwerdeführer die Aufhebung der  1 bis 3 des Dispositivs der Verfügung vom 27. Dezember 2005 und die Gewährung von Asyl beantragen. Eventualiter seien die Ziffern 1 bis 3 des Dispositivs der Verfügung vom 27. Dezember 2005  und es sei das Verfahren zwecks Überprüfung der  an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei ihnen die  Rechtspflege zu gewähren. Der Eingabe lagen mehrere, die Beschwerdeführerin betreffende medizinische Unterlagen und eine Honorarnote bei.
Am 30. Januar 2006 wurde der ARK eine Bestätigung der  der Beschwerdeführer nachgereicht.
D. Der Instruktionsrichter der ARK entsprach mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2006 dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).
E. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 22. Februar 2006 die Abweisung der Beschwerde.
F. In ihrer Stellungnahme vom 14. März 2006 hielten die  an ihren Anträgen fest.
G. Die Rechtsvertreterin wandte sich am 1. März 2007 an das  und ersuchte dieses um die Einholung eines die  betreffenden ärztlichen Berichts.
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H. Mit Verfügung vom 5. März 2007 gewährte der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts der Beschwerdeführerin die Gelegenheit zur Einreichung eines ärztlichen Berichts.
I. Am 22. März 2007 übermittelte die Beschwerdeführerin einen  Bericht vom 21. März 2007 zusammen mit einer  von der ärztlichen Schweigepflicht.
J. Das Bundesverwaltungsgericht hat zur Entscheidfindung die Akten der abgeschlossenen Asylverfahren des Bruders bzw. Schwagers der  und dessen Ehefrau (N _ und N _) .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet  Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legi-
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timiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Das BFM begründete die angefochtene Verfügung damit, dass sich die Verhältnisse im Irak seit der Ausreise der Beschwerdeführer grundlegend geändert hätten. Im Frühjahr 2003 sei das Regime von Saddam Hussein gestürzt worden. Da das alte Verfolgerregime nicht mehr existiere, sei die Furcht vor einer Verfolgung durch dasselbe zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr begründet. Die Vorbringen der  seien deshalb nicht mehr asylrelevant. Im Übrigen sei der Bruder des Beschwerdeführers von den irakischen Behörden  September 1998 freigelassen worden.
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Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen Probleme würden vom BFM nicht angezweifelt, jedoch deren geltend gemachte Ursache. Die Angaben der Beschwerdeführerin über die mehrfachen Übergriffe seien angesichts der Schwere und Bedeutung einer Vergewaltigung für eine Frau sehr stereotyp. Auf Nachfrage habe sie keine differenzierten Angaben machen können. Fragen sei sie ausgewichen, und sie habe angegeben, man habe ihr die Augen verbunden und sie sei fast immer bewusstlos gewesen. Sie habe einerseits angegeben, man habe ihr während der Vergewaltigung immer die gleichen Fragen gestellt, andererseits habe sie gesagt, die Männer hätten nichts gesprochen. Ebenso wenig nachvollziehbar sei ihre Antwort auf die Frage, woher das Blut gestammt habe, welches sie nach der Vergewaltigung überall am Körper gehabt habe. Sie habe angegeben, sie habe ihr Kind durch einen Kaiserschnitt geboren, weshalb sie stark geblutet habe. Sie passe ihre Antworten den jeweiligen Fragen an, so dass in Würdigung der Gesamtakten ihre Erzählung über die Vergewaltigungen konstruiert wirkten.
4.2
4.2.1 In der Beschwerde wird vorab der psychische Zustand der  geschildert und geltend gemacht, sie sei am 28.  2004 zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung dem Externen Psychiatrischen Dienst (EPD) überwiesen worden. Die Abklärung habe ergeben, dass eine traumazentrierte Psychotherapie und eine antidepressive, medikamentöse Behandlung indiziert seien. Am 11. Dezember 2004 habe sie ins Kantonsspital C._  werden müssen. Am 28. März 2005 habe sie erneut in dieses Spital eingeliefert werden müssen. Sie habe sich geweigert, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben, da sie einmal in einem Spital gewesen sei, in dem alle Türen und Fenster geschlossen gewesen . Da dies wie in der Haft sei, könne sie sich in solchen Räumen nicht aufhalten. Am 15. Oktober 2005 habe sie sich erneut auf die  des Spitals begeben, am 1. Dezember 2005 habe sie nach einem Zusammenbruch in der Stadt mit der Ambulanz wiederum in das Spital gebracht werden müssen. Da eine Besserung des  nicht ersichtlich sei, möchte sie heute eine  Behandlung in Anspruch nehmen. Es werde versucht, über den Hausarzt eine Weiterverweisung in die Wege zu leiten, damit sie die dringend notwendige Behandlung erhalten könne. Die ärztlichen Be-
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richte belegten ihre Aussagen, sie leide unter massiven psychischen Problemen. Der Einschätzung des BFM, das die geltend gemachten Ursachen für die psychischen Probleme bezweifle, könne nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin habe keinen Grund, die geltend  Ursache, die ihr ganzes Leben zu zerstören scheine, . Gestützt auf die Berichte ergebe sich ein bestürzendes Bild einer Frau, die massivster Gewalt ausgesetzt gewesen sei und damit nicht mehr zurecht komme.
Es sei unbestritten, dass der Bruder des Beschwerdeführers Mitglied des „Iraqi National Congress“ (INC) gewesen und deswegen bis im Jahr 1998 im Irak im Gefängnis gewesen sei. Gestützt auf seine  sei er in der Schweiz als Flüchtling anerkannt . Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verfolgung durch die KDP füge sich in die Fluchtgeschichte des Bruders ein. Die  hätten ihre Fluchtgründe übereinstimmend und  wiedergegeben. Das BFM habe es unterlassen, alle diese  in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Das Gesamtbild  eindeutig, dass die Beschwerdeführer im Irak massiver Gewalt  worden seien und dass die Beschwerdeführerin aufgrund der in der Haft erlittenen Misshandlungen unter erheblichen psychischen Problemen leide.
Die Vorbringen der Beschwerdeführerin seien nicht stereotyp, vielmehr seien die gestellten Fragen unangebracht. Der befragenden Person sei es anscheinend nicht um differenzierte Antworten, sondern um die  von Zahlen gegangen, was absurd sei. So sei gefragt worden, wie oft sie während der Haft verhört und wie oft sie im Ganzen  worden sei. Es sei auch gefragt worden, wie oft sie bewusstlos gewesen und von wie vielen Männern sie vergewaltigt worden sei. Aus ihren Antworten werde klar, dass sie zur Nennung von Zahlen aus nachvollziehbaren Gründen eigentlich nicht in der Lage gewesen sei. Über eine lebensbedrohende Lage, in der einem Opfer jeglicher Bezug zur Realität genommen werde, sei es nicht möglich, derartige  zu machen. Es sei kein Ausweichen ersichtlich, nur weil sie  habe, ihr seien die Augen verbunden worden und sie sei fast immer bewusstlos gewesen. Die Methode, das Opfer durch Verbinden der Augen noch mehr zu verwirren, sei bekannt. Es erscheine auch glaubhaft, dass ein Mensch, der die genannten Folterungen zu  hatte, das Bewusstsein verliert. Die Beschwerdeführerin habe mindestens viermal gesagt, sie sei über ihren Schwager befragt wor-
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den. Die Antwort („sie haben nichts geredet“) auf die Frage, was die Männer gesprochen hätten, könne daher nur so verstanden werden, dass diese untereinander nichts gesprochen hätten. In Anbetracht der erlittenen Misshandlungen sei klar, woher das Blut stamme. Es liege offensichtlich ein Missverständnis vor, welches durch Nachfragen hätte aufgeklärt werden können.
Auch der Beschwerdeführer leide unter den erlittenen , was sich auf die ganze Familie auswirke. Er breche zuhause  wieder zusammen, weigere sich aber, ins Spital gebracht zu . Es werde versucht, auch bei ihm eine Weiterverweisung zu .
4.2.2 Die Beschwerdeführer seien aufgrund der politischen Aktivitäten des Bruders des Beschwerdeführers vom Sicherheitsdienst der KDP verfolgt worden. Sie seien deshalb einer quasistaatlichen  ausgesetzt gewesen. Die erlittenen Nachteile seien zweifellos als ernsthaft zu bezeichnen und sie hätten über keine inländische Fluchtalternative verfügt, weshalb sie im Zeitpunkt ihrer Ausreise die Flüchtlingseigenschaft erfüllt hätten.
Es sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführer eine  durch die KDP geltend gemacht hätten, welche ihren Einfluss auch nach dem Einmarsch der USA im Irak habe etablieren können. Die Partei sei im Kurdenparlament im Nordirak fest verankert und  in der irakischen Nationalversammlung über 71 Sitze. Da die KDP sich in staatlichen Strukturen verankert habe, sei die aktuelle  staatlicher Natur und asylrelevant. Eine inländische Fluchtalternative stehe nicht zur Verfügung.
4.3 Das BFM führt in seiner Vernehmlassung aus, die Ausführungen in der Beschwerde und die ärztlichen Unterlagen könnten die Zweifel an den Ursachen der psychischen Probleme der Beschwerdeführerin nicht umstossen. Auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihren Vorbringen zeige, dass diese stereotyp wirkten. So fehlten deutliche Hinweise auf ein individualisiertes Reaktionsmuster, das sich nebst den bekannten Reaktionen von Gewaltopfern durch Aussagen , die von einer subjektiven Sichtweise geprägt seien.  sei im Übrigen, dass die Analyse der aktuellen Verfolgung der Beschwerdeführer und ihres Bruders bzw. Schwagers durch die KDP in keiner Weise den Gegebenheiten im Irak entspreche.
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4.4 In der Stellungnahme wird entgegnet, die eingereichten ärztlichen Berichte führten immer wieder die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Vergewaltigungen als Ursache für die posttraumatische Belastungsstörung an. Die Zusammenbrüche, welche immer wieder dazu führten, dass sie ins Spital eingeliefert werden müsse, seien für Menschen, die solche Misshandlungen hätten erleiden müssen, . Es sei unbestritten, dass der Bruder des Beschwerdeführers im Irak verfolgt worden sei. Die von den Beschwerdeführern geltend  Verfolgung durch die KDP erscheine daher nachvollziehbar.
5.
5.1 Das BFM weist in der angefochtenen Verfügung einleitend darauf hin, dass sich die Situation im Irak seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein grundlegend geändert habe. Da das alte  nicht mehr existiere, sei die Furcht der Beschwerdeführer vor  Verfolgung durch dieses zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr  und somit nicht asylrelevant.
Das BFM scheint dabei zu übersehen, dass die Beschwerdeführer zur Begründung ihres Asylgesuchs nicht geltend machten, sie hätten  mit dem ehemaligen Regime von Saddam Hussein gehabt. Sie machten vielmehr beide geltend, sie seien vom Sicherheitsdienst der KDP (Asaisch) festgenommen, festgehalten und schwer misshandelt worden. Grund für ihre Ausreise aus dem Irak wäre somit nicht Furcht vor dem Regime Hussein, sondern Furcht vor der KDP gewesen. Das BFM führt zwar in der Verfügung an, die Beschwerdeführer hätten vorgebracht, vom kurdischen Asaisch verhaftet und befragt worden zu sein, begründet indessen nicht, weshalb der Sturz des Regimes Hussein gleich bedeutend mit dem Wegfall einer Bedrohung durch den kurdischen Sicherheitsdienst bzw. die KDP sein sollte.
5.2 Das BFM hat sich zur Glaubhaftigkeit der Vorbringen des  mit keinem Wort geäussert, hinsichtlich der  der Vorbringen der Beschwerdeführerin gelangte es zum Schluss, die Erzählung der Beschwerdeführerin über die  wirkten konstruiert und könnten daher nicht geglaubt werden. Angesichts der Erwägungen, wonach die Furcht der Beschwerdeführer vor Verfolgung nicht mehr begründet sei und explizit „nur“ die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Vergewaltigungen als  gewertet wurden, ist demnach davon auszugehen, das BFM
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erachte die Aussagen der Beschwerdeführer, sie seien nach der Festnahme ihres Bruders bzw. Schwagers von der KDP festgenommen, befragt und schwer misshandelt worden, als glaubhaft.
5.3
5.3.1 Den beigezogenen Akten des Bruders des Beschwerdeführers ist zu entnehmen, dass dieser am 2. September 1996 von der  Garde verhaftet wurde. Er wurde nach Mossul gebracht und dort einen Monat festgehalten, anschliessend wurde er ins Gefängnis „Abu Ghraib“ nach Bagdad überführt. Da er die ihm vorgeworfenen  für die irakische Opposition trotz schwerer Folter nie  habe, wurde er im September 1998 freigelassen. Er habe nicht nach A._ zurückkehren können, da dieses unter der Kontrolle der KDP stehe. Die Schwägerin des Beschwerdeführers wurde nach der Festnahme ihres Ehemannes von der irakischen Armee inhaftiert, über ihren Mann befragt und von Soldaten sowie KDP-Leuten . Später ging sie zu ihren Eltern nach D._, wo sie  mit ihrem Vater auf den Posten mitgenommen wurde. Sie wurde während sieben Tagen verhört und nach 15 Tagen mangels  freigelassen. Das BFM stellte mit Verfügungen vom 5. Juli 2000 fest, dass der Bruder bzw. Schwager der Beschwerdeführer und  Ehefrau die Flüchtlingseigenschaft erfüllten, und gewährte ihnen Asyl.
5.3.2 Vor dem Hintergrund der Festnahme des Bruders des  erscheint es als grundsätzlich glaubhaft, dass die  das Interesse der KDP-Leute auf sich zogen. Die  des Bruders wurde gemäss ihren Aussagen sowohl von Soldaten der irakischen Armee als auch von KDP-Leuten zum Aufenthaltsort  Ehemannes befragt. Die Beschwerdeführer machten anlässlich  Befragungen ebenso geltend, sie seien von der KDP über die  ihres Bruders bzw. Schwagers und dessen Aufenthaltsort  worden. Aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführer und  ihrer Schwägerin – die Aussagen der Schwägerin wurden vom BFM nicht in Zweifel gezogen – ergibt sich, dass die irakische Armee und die KDP den damaligen Aufenthaltsort des von der  Garde Festgenommenen nicht kannten.
Die Aussagen des Beschwerdeführers zur geltend gemachten  und zu den erlittenen Misshandlungen erscheinen auch dem
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Bundesverwaltungsgericht als glaubhaft. Es ergeben sich keine  Ungereimtheiten, seine Aussagen, die er im Rahmen der nicht sehr einlässlichen kantonalen Befragung machte, sind kurz und recht präzis. Seine Angaben zur erlittenen Behandlung wirken nicht übersteigert und lassen sich mit der bekannten Vorgehensweise des Sicherheitsdienstes der KDP in Übereinstimmung bringen.
Auch die Aussagen der Beschwerdeführerin zur von ihr geschilderten Festnahme sind im Wesentlichen übereinstimmend ausgefallen. Ihre Aussagen, wonach sie während der Haft schwer misshandelt worden sei, erscheinen glaubhaft. Insofern das BFM die Ansicht vertritt, die Schilderungen der Beschwerdeführerin zur Vergewaltigung seien sehr stereotyp, ist darauf hinzuweisen, dass es keine klaren Regeln gibt, nach denen Opfer von gewaltsamen Übergriffen diese schildern. Die Angabe der Beschwerdeführerin, man habe ihr die Augen verbunden und sie sei oft bewusstlos gewesen, können einerseits den  Gegebenheiten entsprechen, andererseits entspricht das  vor konkreten Fragen einem oft beobachteten  von Gewaltopfern, die so zu vermeiden versuchen, über für sie belastende und oft auch beschämende Erlebnisse berichten zu . Die Beschwerdeführerin sagte mehrfach aus, sie sei während  Haftzeit über ihren Schwager befragt worden. Die Frage, was  der Vergewaltigung gesprochen worden sei, beantwortete sie  mit den ihr zum Schwager gestellten Fragen. Nach Wiederholung der Frage antwortete sie, sie habe geschrieen und sich zu wehren , worauf man ihr gesagt habe, sie solle still sein. Nach  Wiederholung der Frage („Was haben diese Männer gesprochen?“) antwortete sie, die Männer hätten nichts geredet.  handelt es sich nicht um widersprüchliche Aussagen der , es ist offensichtlich, dass ihr nicht bewusst war, auf was die Frage genau abzielte. Die in der Beschwerde vorgenommene Interpretation der Antworten, wonach die Beschwerdeführerin  ausführte, man habe ihr immer die gleichen Fragen zu ihrem Schwager gestellt und die Vergewaltiger hätten untereinander nichts geredet, vermag angesichts des Protokolls zu überzeugen.
Den eingereichten ärztlichen Berichten ist zu entnehmen, dass die  gegenüber den behandelnden Ärzten die im Irak  Misshandlungen und Vergewaltigungen als Auslöser ihrer  Probleme nennt. Aufgrund der mehrjährigen Behandlung der Beschwerdeführerin und der Ausführungen in den eingereichten ärztli-
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chen Berichten und Unterlagen ist davon auszugehen, dass die  angesichts von Gewalterfahrungen unter einer  Belastungsstörung (PTBS) leidet. Aufgrund der  deutet vieles darauf hin, dass die Beschwerdeführerin während der erlittenen Haft vergewaltigt wurde und die von ihr genannten Ursachen somit zu ihrer psychischen Erkrankung geführt haben. Da die  dieser Frage aufgrund der gesamten Aktenlage für die  indessen nicht ausschlaggebend ist, kann sie  werden.
6.
6.1 Massgeblich für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides. Ausgangspunkt der  ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen Furcht vor einer absehbaren Verfolgung im Heimatstaat.  der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind zugunsten und zulasten der das Asylgesuch  Person zu berücksichtigen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2000 Nr. 2 E. 8a; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).
6.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, dass die  zum Zeitpunkt ihrer Ausreise aus dem Irak die  erfüllten. Sie waren Opfer von erheblichen Übergriffen durch Vertreter des Quasi-Staates der KDP (vgl. EMARK 2000 Nr. 15 E. 9b - d S. 115 ff.). Die zweifellos als ernsthaft zu wertenden , die sie während der Haft erlitten, wurden ihnen im Rahmen einer Reflexverfolgung aus politischen Gründen zugefügt, da sich ihr Bruder bzw. Schwager für die irakische Opposition einsetzte, die auch in  zur KDP stand. Sie mussten damals befürchten, von der KDP erneut festgenommen und dabei wiederum misshandelt zu werden, und verliessen den Irak kurz nach ihrer Freilassung; die erlittenen  waren somit kausal für ihre Flucht aus dem Irak.  im von der PUK kontrollierten Teil des Nordiraks noch im  stand ihnen zum Ausreisezeitpunkt eine effektive innerstaatliche Fluchtalternative zur Verfügung (vgl. EMARK 2000 Nr. 15 E. 12e S. 130 f.).
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6.3
6.3.1 Die Lage im Nordirak hat sich nach der Flucht der  im Jahr 1996 indessen grundlegend verändert. Es kann nicht mehr von zwei von der PUK beziehungsweise der KDP kontrollierten Quasi-Staaten ausgegangen werden (vgl. EMARK 2002 Nr. 16 und 2000 Nr. 15), denn angesichts der Beteiligung beider Parteien an der irakischen Regierung trifft die Charakterisierung der Quasi- nicht mehr zu. Von der KDP oder der PUK beziehungsweise ihren Machtträgern und Behördenvertretern ausgehende Verfolgung ist  als staatliche Verfolgung zu betrachten (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.3 und 6.1 S. 38 und 40 ff.; EMARK 2006 Nr. 19 E. 4.2 S. 208 f.).
6.3.2 Begründete Furcht vor Verfolgung liegt vor, wenn konkreter  zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heutiger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer  verwirklichen. Eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger  genügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive erfolgenden – Benachteiligung als wahrscheinlich und  die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar  lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9).
6.3.3 Angesichts der Lageveränderung im Nordirak kann nicht mehr davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführer hätten im Falle  Rückkehr in ihre Heimat mit Verfolgung durch die vorherrschenden Kurdenparteien zu rechnen. Ihr Bruder bzw. Schwager betätigte sich im Jahr 1996 eigenen Aussagen gemäss während sechs Monaten als Militanter des INC und kämpfte dabei nur gegen die irakischen . Aufgrund des Umstandes, dass er innerhalb des INC keinerlei Führungsfunktion und aufgrund der kurzen Dauer seines  eher untergeordnete Bedeutung hatte, kann nicht davon  werden, dass sich die lokalen Machthaber des Nordiraks zwölf Jahre nach den Ereignissen von 1996 noch für ihn interessieren. Der INC, die KDP und die PUK waren gemeinsam an der irakischen  beteiligt, im heutigen Zeitpunkt hat der INC indessen
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im nationalen, politischen Machtgefüge keine grosse Bedeutung,  er doch bei den Parlamentswahlen vom 15. Dezember 2005  einen Stimmenanteil von 0.28%. Die Beschwerdeführer, die  Aussagen gemäss keinerlei politische Aktivitäten hatten,  somit im Falle einer Rückkehr nicht mehr damit rechnen, wegen ihres Bruders bzw. Schwagers von der KDP oder der PUK behelligt zu werden. Die von ihnen geäusserte subjektive Furcht vor zukünftiger Verfolgung erweist sich damit als objektiv nicht mehr begründet.
6.3.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass den  auch angesichts des Umstandes, wonach die Schwelle der  von begründeter Furcht, bei Personen, die bereits früher  erlitten haben (Inhaftierungen und Misshandlungen der ), herabgesetzt ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 1, 1998 Nr. 4), keine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung zuerkannt werden kann.
6.4
6.4.1 Gemäss gefestigter Praxis der Asylbehörden ist eine erlittene Vorverfolgung auch nach Wegfall einer weiteren zukünftig drohenden Verfolgungsgefahr weiterhin als asylrechtlich relevant zu betrachten, wenn eine Rückkehr in den früheren Verfolgerstaat aus zwingenden, auf diese Verfolgung zurückgehenden Gründen nicht zumutbar ist; bei dieser Auslegung von Art. 3 AsylG wurde die entsprechende  der Ausnahmebestimmung des Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 des  vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) beigezogen (vgl. EMARK 2001 Nr. 3 S. 10 ff., mit weiteren Hinweisen). Als "zwingende Gründe" in diesem  sind vorab traumatisierende Erlebnisse zu betrachten, die es dem Betroffenen angesichts erlebter schwerwiegender Verfolgungen, insbesondere Folterungen, im Sinne einer Langzeittraumatisierung psychologisch verunmöglichen, ins Heimatland zurückzukehren (vgl. EMARK 1995 Nr. 16 S. 166 ff., 1996 Nr. 10 S. 74 ff., 1996 Nr. 42 S. 371 ff.).
6.4.2 In der bisherigen Praxis wurden infolge erlittener schwerer  bestehende psychische Blockaden, welche es dem  verunmöglichten, sich mit Vertretern des ehemaligen  in Kontakt zu setzen, als "zwingende Gründe" anerkannt; dies selbst dann, wenn dieser Staat nunmehr demokratisch geführt wird und lediglich eine Kontaktnahme mit der Botschaft dieses Staates not-
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wendig geworden wäre (vgl. EMARK 1995 Nr. 16). "Zwingende ", wie sie in der Praxis anerkannt wurden, beziehen sich somit nicht auf den "Ort des Schreckens", sondern auf den Staat (bzw. ), der diese Schrecken zu einem früheren Zeitpunkt verübt hat. Schliesslich gilt es festzuhalten, dass sich nicht auf "zwingende " berufen kann, wer den ehemaligen Verfolgerstaat erst in einem Zeitpunkt verlassen hat, als die Verfolgungsgefahr bereits weggefallen war (vgl. EMARK 2000 Nr. 2 und 1999 Nr. 7). Diese Frage braucht im vorliegenden Fall indessen nicht näher geprüft zu werden, da die  den Nordirak gemäss glaubhaften Aussagen bereits im November 1996 verliessen und im Iran lebten, bis sie diesen im März 2003 verliessen und anschliessend in die Schweiz gelangten.
6.4.3 Aus den als glaubhaft erachteten Schilderungen der  und den die Beschwerdeführerin betreffenden ärztlichen  geht hervor, dass diese von Vertretern des Sicherheitsdienstes der KDP während ihrer Haft schwer misshandelt und gefoltert wurden. Unter Hinweis auf die Ausführungen unter 6.2 zweifelt das  nicht daran, dass sie in ihrem Heimatland ernsthaften Nachteilen ausgesetzt waren. Angesichts der damaligen Zustände im Irak wird zudem davon ausgegangen, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Ausreise begründete Furcht vor der Zufügung weiterer asylrechtlich  Nachteile hatten (vgl. Ziff. 6.2).
Aufgrund der eingereichten, von fachlich kompetenter Seite erstellten ärztlichen Berichte und der gesamten Aktenlage erachtet es das  als erstellt, dass bei der Beschwerdeführerin vom Bestehen einer Langzeittraumatisierung, welche ihr eine  in ihre Heimat im jetzigen Zeitpunkt psychisch verunmöglicht, im Sinne der oben skizzierten Rechtsprechung auszugehen ist. Es  somit "zwingende Gründe", die einer Rückkehr der  in den Nordirak entgegenstehen; ihre Vorbringen erweisen sich - zumal auch die übrigen Voraussetzungen wie Staatlichkeit der erlittenen und befürchteten Nachteile und genügend enger  zwischen Verfolgung und Flucht nicht fraglich sind –  der zwischenzeitlich erfolgten Veränderung der Lage im Irak – weiterhin als asylrechtlich relevant.
6.4.4 Der Beschwerdeführer wurde in seiner Heimat während der  Festnahme zwar auch misshandelt und in der Beschwerde wird geltend gemacht, er sei aufgrund seiner Erlebnisse ebenfalls psy-
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chisch angeschlagen, in der Folge wurden indessen keine ärztlichen Berichte eingereicht, die bestätigen würden, dass auch er unter einem Langzeittrauma leidet, das ihm eine Rückkehr in den Heimatstaat  erlittener Verfolgung verunmöglichen würde. Unter einem  leidende Personen begeben sich erfahrungsgemäss in fachärztliche Behandlung und bedürfen längerfristig medikamentöser sowie psychotherapeutischer Behandlung, ansonsten sie ihr Leben kaum erträglich gestalten können. Vorliegend bestehen jedoch keine objektiven Hinweise dafür, der Beschwerdeführer leide unter einem Langzeittrauma, das ihm eine Rückkehr in den Irak aus im Sinne der Rechtsprechung "zwingenden Gründen" verunmöglichen würde.
7.
7.1 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die  die Flüchtlingseigenschaft erfüllt. Dementsprechend ist ihr mangels Anzeichen für das Vorliegen eines Ausschlussgrundes (Art. 53 AsylG) in der Schweiz Asyl zu gewähren (vgl. Art. 49 AsylG).
7.2 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten und ihre  Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn  besonderen Umstände dagegen sprechen. Vorliegend sind keine besonderen Umstände auszumachen, die gegen einen Einbezug des Beschwerdeführers und der gemeinsamen Kinder der  in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Ehefrau beziehungsweise Mutter sprechen.
8. Wie vorstehend aufgezeigt, erfüllen die Beschwerdeführer in  von Art. 3 bzw. Art. 51 Abs. 1 AsylG die Anforderungen an die originäre bzw. abgeleitete Flüchtlingseigenschaft. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die Verfügung des BFM vom 27. Dezember 2005 aufzuheben und das BFM anzuweisen, den Beschwerdeführern und ihren Kindern Asyl zu gewähren.
9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
9.2 Den Beschwerdeführern ist angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art.
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37 VGG eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen  Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7, Art. 8, Art. 9 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Die Rechtsvertreterin bezeichnete ihren  in einer der Beschwerde beigelegten Honorarnote vom 26.  2006 mit 14 Stunden und 20 Minuten (à Fr. 150.--). Dieser Aufwand erscheint dem Bundesverwaltungsgericht überhöht; aufgrund der  erachtet das Bundesverwaltungsgericht einen Gesamtaufwand (inkl. der weiteren Bemühungen der Rechtsvertretung nach ) von 13 Stunden als angemessen. Die  ist demnach auf pauschal Fr. 2'050.-- (inkl. Dossiereröffnungs- und Spesenpauschale) festzulegen. Das BFM ist anzuweisen, den  diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten.
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