Decision ID: 1032075b-66f7-5fcb-8b1e-758a3aa66482
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel J. Senn, Museumstrasse 47, Postfach,
9004 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der B._ als Bauarbeiter tätig und dadurch bei der Suva gegen die
Folgen von Unfällen versichert, als am 9. Juni 2007 bei Abbrucharbeiten ein Teil einer
Mauer einbrach und der Versicherte sich dabei am rechten Fuss verletzte (UV-act. 1).
A.b Im Kantonsspital St. Gallen wurde nach einer Hospitalisation vom 10. bis 20. Juni
2007 ein Fussquetschtrauma rechts mit/bei gering dislozierter Calcaneuslängsfraktur
rechts, undislozierter Fraktur Os cuneiforme intermedius und Os cuneiforme laterale
und ausgeprägtem Weichteiltrauma diagnostiziert. Dem Versicherten wurde eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. 2 und 3). Bei einer Verlaufskontrolle am
27. August 2007 stellten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen die
Verdachtsdiagnose einer Algodystrophie nach Fussquetschtrauma rechts (UV-act. 5).
Im Bericht der Klinik für Neurologie, Kantonsspital St. Gallen, vom 23. Januar 2008
wurde der Verdacht auf ein chronisches regionales Schmerzsyndrom Typ 2 (CRPS Typ
II) mit/bei Fussquetschtrauma rechts und Symptomausweitung auf die gesamte rechte
Körperseite festgehalten (UV-act. 43). Dr. med. C._, Facharzt FMH für Chirurgie,
diagnostizierte nach einer kreisärztlichen Untersuchung vom 28. Februar 2008 ein
ausgeprägtes CRPS Typ II der rechten unteren Extremität, ein Schmerzsyndrom der
rechten oberen Extremität sowie des Nackens und des Kopfs und einen Zustand nach
Stauchungstrauma der HWS und des Kopfs am 4. Juli 2006 (UV-act. 52). Vom 11. März
bis 30. April 2008 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon (UV-act.
81, 111 und 112). Ein psychosomatisches Konsilium anlässlich des Aufenthalts ergab
eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (UV-act. 91). Dr. med. D._,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte mit Schreiben vom 27. August
2008 eine posttraumatische Belastungsstörung mit anhaltenden Schmerzen nach
Fussquetschtrauma (ICD-10 F43.1; UV-act. 121). Am 31. Oktober 2008 erfolgte eine
kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Prof. Dr. med. E._, FMH Orthopädische
Chirurgie. Im Bericht vom 4. November 2008 ging dieser bezüglich des CRPS am
rechten Fuss nach Calcaneusfraktur von einem Endzustand aus, an dem medizinische
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Massnahmen nichts wesentlich mehr ändern könnten. An der oberen Extremität rechts
würden sich keine funktionellen Einschränkungen oder Gelenkstörungen objektivieren
lassen. Für eine sitzende Tätigkeit (mit der Möglichkeit zum Aufstehen, hochlagern des
Fusses und dergleichen) betrage die Einschränkung somit ca. 30% (bei vollschichtiger
Arbeit). Der Integritätsschaden aufgrund der Beschwerden am rechten Fuss betrage
30% (UV-act. 107 und 108).
A.c Mit Verfügung vom 21. April 2009 sprach die Suva dem Versicherten ab 1. März
2009 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 36% sowie eine
Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 30% zu (UV-act.
153). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 22. Mai 2009 (UV-act. 158)
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 22. April 2010 ab (UV-act. 181).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Daniel
J. Senn, St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 25. Mai
2010 mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben, die
gesetzlichen Versicherungsleistungen seien nach Durchführung einer interdisziplinären
Begutachtung neu festzusetzen, mit einem Invaliditätsgrad von jedenfalls mehr als 36%
und dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die Verfügung vom 21. April 2009 und der
angefochtene Einspracheentscheid würden keine hinreichende Begründung enthalten,
weshalb kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den psychogenen Störungen
und dem erlittenen Arbeitsunfall bestehe. Das mittelschwere Unfallereignis weise
typische Elemente für schwere Unfälle auf. Der Arbeitsunfall sei als besonders
eindrücklich wirkendes Ereignis zu bezeichnen. Der Beschwerdeführer habe schwere
Verletzungen erlitten, deren Behandlungen zu Komplikationen geführt hätten. Eine
solche gravierende Fussverletzung sei offensichtlich geeignet, eine psychische
Fehlentwicklung auszulösen. Zu berücksichtigen seien zudem die ausgewiesenen
Dauerschmerzen. Die Beschwerdegegnerin habe bislang keine eigene fachärztliche
Beurteilung der psychiatrischen Gründe der Arbeitsunfähigkeit vorgenommen, weshalb
eine interdisziplinäre Begutachtung durchzuführen sei (act. G 1).
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2010 beantragt der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, Abweisung der
Beschwerde. Sowohl die Verfügung als auch der Einspracheentscheid seien rechts
genüglich begründet. Aufgrund der medizinischen Aktenlage würden einzig in der
rechten unteren Extremität unfallkausale somatische Einschränkungen bestehen,
weshalb auf die gut nachvollziehbaren kreisärztlichen Untersuchungsberichte vom 28.
Februar und 31. Oktober 2008 abgestellt werden könne. Die psychischen
Beschwerden würden zwar in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis stehen, allerdings sei deren Adäquanz zu verneinen, da weder ein
Adäquanzkriterium besonders ausgeprägt noch mehrere gehäuft erfüllt seien. Auf die
Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. E._ (30%ige Einschränkung in einer sitzenden
Tätigkeit) könne abgestellt werden. Der Invaliditätsgrad sei mit 36% korrekt festgelegt
worden (act. G 6).
B.c Am 7. Juli 2010 bewilligte der Präsident des Versicherungsgerichts das Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G 10).
B.d Mit Replik vom 23. November 2010 hielt der Beschwerdeführer unverändert an den
gestellten Anträgen fest (act. G 17).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet (act. G 19).
B.f Mit Schreiben vom 2. Februar 2011 legte der Beschwerdeführer weitere
Arztberichte ins Recht (act. G 21 bis 21.5). Mit Schreiben vom 17. Februar 2011 nahm
die Beschwerdegegnerin zu den nachträglich eingereichten Akten Stellung (act. G 24).

Erwägungen:
1.
Der Beschwerdeführer macht formell eine Verletzung der Begründungspflicht sowie
des Beschleunigungsgebots geltend. Die Begründung einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids entspricht den Anforderungen an das rechtliche Gehör, wenn die
betroffene Person dadurch in die Lage versetzt wird, die Tragweite der Entscheidung
zu beurteilen und sie in Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen.
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Die Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvorbringen der Parteien zu
äussern. Es genügt, wenn ersichtlich ist, von welchen Überlegungen sich die Behörde
leiten liess (vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 5. Aufl. Zürich 2006, Rz. 1706). Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers sind vorliegend die Mindestanforderungen an einen hinreichend
begründeten Einspracheentscheid erfüllt. Insbesondere ist ersichtlich, aufgrund
welcher Überlegungen die Beschwerdegegnerin einen adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem
Unfallereignis vom 9. Juni 2007 verneint hat (vgl. E. 3 des angefochtenen
Einspracheentscheids). Die Beschwerdegegnerin ist der ihr obliegenden
Begründungspflicht somit hinreichend nachgekommen, weshalb keine Verletzung des
rechtlichen Gehörs vorliegt. Die Dauer des Verwaltungsverfahrens verletzt vorliegend
weder das in Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) verankerte Beschleunigungsgebot noch
den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Beurteilung der Sache innert angemessener
Frist nach Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101). Die Angemessenheit der
Dauer eines Verfahrens bestimmt sich nicht absolut, sondern unter Berücksichtigung
der gesamten Umstände des Einzelfalls. Gegen die Verfügung vom 21. April 2009
erhob der Beschwerdeführer am 22. Mai 2009 Einsprache. Der angefochtene
Einspracheentscheid datiert vom 22. April 2010. Eine Verfahrensdauer von elf Monaten
zwischen Einsprache und Einspracheentscheid ist zwar lang, aber unter
Berücksichtigung der Komplexität der Sache sowie der bekannten Arbeitslast der
Beschwerdegegnerin noch nicht als gegen das Beschleunigungsverbot verstossend zu
qualifizieren.
2.
2.1 Streitgegenstand bildet vorliegend die Höhe der auszurichtenden Invalidenrente.
Der Abschluss der Heilbehandlungen, die Einstellung der Taggeldleistungen sowie die
Ausrichtung einer Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 30%
wurden vom Beschwerdeführer in der Einsprache vom 22. Mai 2009 nicht angefochten,
weshalb die Verfügung vom 21. April 2009 diesbezüglich in Teilrechtskraft erwachsen
ist.
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2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in
einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem
versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Ob zwischen einem schädigenden
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129
V 181 E. 3.1). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).
2.3 Innerhalb des Sozialversicherungsrechts spielt die Adäquanz als rechtliche
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung
des Unfallversicherers im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen
praktisch keine Rolle (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Eine manuelle ärztliche
Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber objektivierbare
Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von
der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind.
Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen
Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von organisch objektiv
ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen
Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V
109 E. 9 Ingress S. 122, 117 V 359 E. 5d/aa S. 363; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4
mit Hinweisen, U 479/05).
3.
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3.1 Kreisarzt Dr. C._ diagnostizierte am 28. Februar 2008 ein ausgeprägtes CRPS
Typ II (Schädigung des N. peronaeus profundus ödembedingt) der rechten unteren
Extremität, ein Schmerzsyndrom der rechten oberen Extremität sowie des Nackens
und des Kopfs und einen Zustand nach Stauchungstrauma der HWS und des Kopfs
am 4. Juli 2006. Das CRPS der rechten unteren Extremität stehe mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausalzusammenhang mit der Quetschverletzung
vom 9. Juni 2007. Die Ätiologie der geäusserten massiven Schmerzen und der
festgestellten Ausfälle im Bereich von Arm, Hand, HWS und Kopf stehe
differentialdiagnostisch im Zusammenhang mit einer unfallfremden
Symptomausweitung (UV-act. 52). Im Austrittsbericht der Klinik Bellikon vom 8. Mai
2008 (korrigierte Version vom 17. Oktober 2008) wurde ein CRPS der rechten unteren
Extremität bestätigt. Zudem liege ein sich generalisierendes Schmerzsyndrom vor,
welches auf eine psychische Mitbeteiligung schliessen lasse (UV-act. 81 und 111).
Kreisarzt Prof. E._ bestätigte am 31. Oktober 2008 ein posttraumatisches Leiden in
Form eines CRPS am rechten Fuss. An der oberen rechten Extremität würden sich
hingegen keine funktionellen Einschränkungen oder Gelenkstörungen objektivieren
lassen (UV-act. 108). Dem von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen interdisziplinären
Gutachten der Klinik Valens vom 23. Februar 2009 ist zu entnehmen, dass eine
konventionelle Röntgenaufnahme der Füsse vom 16. Dezember 2008 eine deutlich
angedeutete fleckförmige Demineralisation des rechten Fussskeletts, passend zu einer
Algodystrophie sowie einen Verdacht auf einen kleinen dreieckförmigen knöchernen
Ausriss am Processus anterior calcanei rechts, im Sinn eines knöchernen
Kapselbandausrisses ergeben habe (UV-act. 143; interdisziplinäre Begutachtung
S. 23).
3.2 Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist ersichtlich, dass sich einzig im Bereich
des rechten Fusses Beschwerden aufgrund klar ausgewiesener organischer Befunde
feststellen lassen, welche unbestrittenermassen in einem natürlichen
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 9. Juni 2007 stehen. Darunter lässt sich
auch das in den medizinischen Akten mehrfach diagnostizierte CRPS subsumieren. Die
bereits relativ kurz nach dem Unfallereignis eingesetzte psychische Fehlverarbeitung
(psychiatrische Behandlung bei Dr. D._ ab 29. Januar 2008; UV-act. 121) ist
hingegen nicht als primäre Unfallfolge zu qualifizieren. Dies wird vom
Beschwerdeführer vorliegend auch nicht geltend gemacht. Gegen einen primären
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Krankheitsverlauf der psychischen Beschwerden spricht auch die von Dr. D._
diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung. Die Diagnose eines/einer
Schmerzsyndroms/Schmerzausweitung in der rechten oberen Extremität kann für sich
alleine ebenfalls nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden
qualifiziert werden. Bezüglich des Stauchungstraumas der HWS und des Kopfs vom
4. Juli 2006 hat die Beschwerdegegnerin eine separate Verfügung erlassen, weshalb
dieses Ereignis nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet (UV-act. 155).
4.
4.1 Zu prüfen bleibt somit, ob die ausgewiesenen psychischen Beschwerden
(mittelgradige depressive Episode, posttraumatische Belastungsstörung; UV-act. 91,
121 und 143) in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis stehen. Rechtsprechungsgemäss kann sich eine Prüfung der natürlichen
Unfallkausalität des Gesundheitsschadens erübrigen, wenn sich – wie vorliegend der
Fall – zeigt, dass dessen Adäquanz zum versicherten Unfallereignis nicht gegeben und
damit eine für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst der natürlichen
Kausalität kumulativ erforderliche Voraussetzung nicht erfüllt ist (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3.4.2.).
4.2 Vor diesem Hintergrund ist dem Antrag des Beschwerdeführers, es sei eine
interdisziplinäre Begutachtung (insbesondere psychiatrische Untersuchung)
durchzuführen, nicht stattzugeben. Ein solches Gutachten würde lediglich zur Klärung
der natürlichen Kausalität der psychischen Beschwerden beitragen. Kann hingegen
schon – wie sich vorliegend zeigen wird – die adäquate Kausalität verneint werden, so
lässt sich der Fall in aller Regel ohne beweismässige Weiterungen abschliessen (Urteil
des Bundesgerichts vom 25. Februar 2010, 8C_837/09, E. 2.2). Im Übrigen ist der
vorliegend massgebende Zeitraum ausreichend mit medizinischen Berichten
dokumentiert. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die
Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann
darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 E. 4b; Pra
88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211).
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4.3 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall
und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung
der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. E. 6,
bestätigt in BGE 134 V 126 E. 10.1) vom Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein
adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall, wenn
dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden
zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen
Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das
Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf
– zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und
schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während
der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens
allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche
unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen
rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2,
2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder
in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die
Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V
140 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung,
körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.
4.4 Eine detaillierte Beschreibung des Unfallhergangs ist den Akten nicht zu
entnehmen. Gemäss Unfallmeldung vom 12. Juni 2007 sei bei Abbrucharbeiten ein Teil
einer Mauer eingebrochen und der Beschwerdeführer habe sich dabei am rechten Fuss
verletzt. Einem Bericht der Beschwerdegegnerin vom 18. Dezember 2008 ist zu
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entnehmen, dass der Beschwerdeführer beauftragt worden sei, eine Vormauerung
abzubrechen. Nachdem die Vormauer noch ca. 1.5 bis 2 Meter hoch gewesen sei, sei
sie zum Einsturz gekommen. Beim Verlassen der Gefahrenzone sei der
Beschwerdeführer über einen Stein gestolpert oder gestürzt und sei von der Mauer
getroffen worden, wobei er sich eine Fussverletzung zugezogen habe (UV-act. 131).
Aufgrund dieses Unfallhergangs sowie mit Blick auf die Kasuistik des Bundesgerichts
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 13. November 1989, zit. in
RKUV 1999 Nr. U 330 S. 123 f. E. 4b/bb; Urteil des Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen vom 14. April 2010, UV 2008/88, E. 5.2.1, mit weiteren Hinweisen), ist der
Unfall vom 22. März 2007 höchstens als mittelschwer, aber nicht im Grenzbereich zu
den schweren liegend, zu qualifizieren.
4.5 Der adäquate Kausalzusammenhang wäre dementsprechend zu bejahen, wenn
ein einzelnes der für die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter
oder auffallender Weise gegeben wären. In gehäufter Weise erfüllt sind sie gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wenn (mindestens) drei Kriterien erfüllt sind
(Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).
4.5.1 Ob sich ein Unfall unter besonders dramatischen Begleitumständen
ereignete oder besonders eindrücklich war, ist nach einem objektiven Massstab zu
beurteilen, nicht nach dem subjektiven Erleben der versicherten Person (RKUV 1999
Nr. U 335 S. 207 E. 3.b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 E. 5). Zu beachten
ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit
eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann
(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142 [8C_1020/2008] E. 5.2 mit Hinweisen). Ohne Zweifel
ist auch dem Unfall vom 9. Juni 2007 eine gewisse Eindrücklichkeit nicht
abzusprechen. Bei objektiver Betrachtung kann allerdings nicht von einer besonderen
Eindrücklichkeit oder Dramatik ausgegangen werden. Insbesondere wurde der
Beschwerdeführer von der einstürzenden Mauer "lediglich" am Fuss (und nicht am
ganzen Körper oder am Kopf) getroffen und er wurde von der Mauer auch nicht
begraben oder eingeklemmt, sodass er sich nicht ohne fremde Hilfe hätte befreien
können. Die subjektiv empfundene Bedrohung kann vorliegend nicht in die Beurteilung
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des Kriteriums mit einbezogen werden. Ohnehin bestehen keine Anhaltspunkte für ein
Geschehen, das auch nur annähernd dem nahekommen würde, was der
Beschwerdeführer in seinen "Flashbacks" erlebt. Unter Berücksichtigung sämtlicher
Umstände ist das Kriterium dementsprechend zu verneinen (vgl. Urteil des EVG vom
13. November 1989, zit. in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 123 f. E. 4b/cc).
4.5.2 Die körperlichen Verletzungen, die sich der Beschwerdeführer beim Unfall
vom 9. Juni 2007 zugezogen hat, können nicht als besonders schwer eingestuft
werden. Insbesondere sind das Fussquetschtrauma und die dabei erlittenen Frakturen
in aller Regel nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Bezüglich der
Calcaneusfraktur konnten bereits im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 28.
August 2007 deutliche Konsolidierungszeichen festgehalten werden (UV-act. 5). In
einem weiteren Bericht vom 29. Januar 2008 wurde schliesslich von einer knöchern
konsolidierten Calcaneusfraktur ausgegangen (UV-act. 45). Das Kriterium Schwere
oder besondere Art der erlittenen Verletzungen ist vorliegend nicht erfüllt.
4.5.3 Für das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung
ist die Art und Intensität der Behandlung von Bedeutung sowie die Frage, inwieweit
davon noch eine Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war. Vorausgesetzt
wird eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des
Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer
(Urteil des EVG vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3). Die Behandlungen der
somatischen Beschwerden beschränkten sich vorliegend neben einer medikamentösen
Behandlung auf Ergo- und Physiotherapie. Die psychiatrischen Behandlungen und
Beschwerden sind bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nicht zu berücksichtigen (vgl.
BGE 134 V 116 E. 6.1). Eine besonders intensive ärztliche Behandlung von
ungewöhnlich langer Dauer der somatischen Beschwerden ist der medizinischen
Aktenlage dementsprechend nicht zu entnehmen. Zudem war bereits zu einem relativ
frühen Zeitpunkt erkennbar, dass von der Behandlung der Fussbeschwerden keine
Besserung mehr erwartet werden konnte, sondern sie hauptsächlich noch der
Erhaltung des bestehenden Gesundheitszustands diente.
4.5.4 Bei der Beurteilung des Integritätsschadens führte Prof. E._ am 31.
Oktober 2008 aus, dass sich zwei Jahre nach der Calcaneusfraktur bzw. der
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Fusswurzelfrakturen, die in nicht wesentlicher Fehlstellung verheilt seien, ein CRPS mit
schwerem schmerzhaftem Funktionsverlust des rechten Fusses entwickelt habe, der
einer funktionellen Amputation ähnlich komme (UV-act. 108). Die gesamte
Schmerzproblematik des rechten Fusses ist in den vorliegenden medizinischen Akten
ausführlich und nachvollziehbar dokumentiert. Der Beschwerdeführer empfindet die
Schmerzen sogar derart unerträglich, dass er sich schon Gedanken über eine
Amputation des verletzten Fusses gemacht hat (UV-act. 107 S. 2). Aufgrund dieser
Ausführungen sind persistierende Dauerschmerzen im Bereich des rechten Fusses
zweifellos ausgewiesen, weshalb das Kriterium, wenn auch nicht in besonders
ausgeprägter Weise, bejaht werden kann.
4.5.5 Ebenso kann von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen
Komplikationen ausgegangen werden. Rechtsprechungsgemäss liegt die Entwicklung
eines CRPS deutlich ausserhalb des normalen Heilungsverlaufs (vgl. Urteil des EVG
vom 23. Juni 2006, U 304/05, E. 3.4). Von einer besonders ausgeprägten Erfüllung des
Kriteriums kann allerdings ebenfalls nicht gesprochen werden.
4.5.6 Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert hätte, sind aus den vorliegenden Akten nicht ersichtlich.
4.5.7 Die vorliegenden medizinischen Akten belegen eindeutig, dass es bereits
kurz nach dem Unfallereignis zu einer psychisch bedingten Schmerzausweitung
gekommen ist, welche sich massgeblich auf die Arbeitsunfähigkeit ausgewirkt hat. Da
allerdings die psychischen Beschwerden bei der Adäquanzprüfung auszuklammern
sind, kann das Kriterium Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
nicht als erfüllt gelten.
4.5.8 Somit sind lediglich zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt, beide
allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, weshalb der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 9. Juni 2007 und den psychischen
Beschwerden verneint werden muss.
5.
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5.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der unfallkausalen organischen
Beschwerden am rechten Fuss. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen
Einspracheentscheid (E. 4) die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine
Invalidenrente sowie die Vorgehensweise bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads
zutreffend dargelegt; auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden.
5.2 Prof. E._ attestiert dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der
Fussbeschwerden in einer angepassten Tätigkeit (sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit
zum Aufstehen, hochlagern des Fusses und dergleichen) eine 70%ige Arbeitsfähigkeit
(UV-act. 107). Den vorliegenden Akten sind keine Hinweise zu entnehmen, welche
gegen diese nachvollziehbare Einschätzung von Prof. E._ sprechen. Der
Beschwerdeführer macht diesbezüglich auch keine Einwände geltend. Der
Invaliditätsgrad ist daher aufgrund einer Restarbeitsfähigkeit von 70% zu ermitteln.
5.3 Bei der Durchführung des Einkommensvergleichs ist das Validen- und
Invalideneinkommen anhand derselben Vergleichsperiode zu ermitteln. Da somit eine
Aufrechnung der Vergleichseinkommen bis zum Zeitpunkt des Rentenbeginns nicht
zwingend notwendig ist, werden folglich die Werte für das Jahr 2008 beigezogen. Für
das Valideneinkommen ist auf das vom Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 9. Juni
2007 bei der B._ erzielte Einkommen abzustellen. Den vorliegenden Akten ist zu
entnehmen, dass er nach einer Lohnanpassung von 1.3% im Jahr 2008 Fr. 4'280.-- pro
Monat verdient hätte (UV-act. 64). Dies entspricht einem Jahres- und somit einem
Valideneinkommen von Fr. 55'640.-- (inkl. 13. Monatslohn). Da der Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids keine Tätigkeit mehr ausübte, hat die
Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht auf die
Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik abgestellt.
In Betracht kommt vorliegend eine einfache und repetitive Hilfstätigkeit. Im Jahr 2008
lag der Durchschnittslohn für einen Mann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40
Stunden bei Fr. 4'806.-- (LSE Tabelle TA1, privater Sektor, Anforderungsniveau 4).
Aufgerechnet auf die 2008 vorherrschende durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit
von 41.7 Stunden und unter Berücksichtigung einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ergibt
sich ein Invalideneinkommen – ohne Abzug – von Fr. 42'086.--. Nach der
Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer
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gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht
erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu
verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen
behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Rechtsprechungsgemäss
hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von
sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - insbesondere auch von
invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische
Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt etwa in
AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung
sämtlicher Umstände ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Leidensabzug von 16% nicht zu beanstanden, woraus ein Invalideneinkommen von Fr.
35'352.-- resultiert. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt
sich ein Invaliditätsgrad von 36%, weshalb der angefochtene Entscheid bezüglich der
Höhe der Invalidenrente nicht zu beanstanden ist.
5.4 Die vom Beschwerdeführer am 2. Februar 2011 eingereichten ärztlichen Berichte
belegen hauptsächlich eine Exazerbation der Schmerzen im rechten Fuss ab Dezember
2010. Da grundsätzlich jener Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Erlass
des angefochtenen Einspracheentscheids zugetragen hat, können diese Berichte im
vorliegenden Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden. Dem Beschwerdeführer
steht es jedoch frei, die ab Dezember 2010 geklagten Beschwerden als Rückfall
geltend zu machen. In diesem Zusammenhang hat der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin in seiner Eingabe vom 17. Februar 2011 auch bereits eingeräumt,
dass die Beschwerdegegnerin die Rückfallmeldung "selbstverständlich prüfen" werde.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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6.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 7. Juli
2010 bewilligt. Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers es
gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die
Vertretung und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288
Abs. 1 des st. gallischen Zivilprozessgesetzes [ZPG/SG; sGS 961.2] in der bis
31. Dezember 2010 gültigen, vorliegend anwendbaren Fassung [vgl. Art. 404 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung; ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des
st. gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP/SG; sGS 951.1]).
6.3 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Der
Beschwerdeführer hat mit Schreiben vom 22. Februar 2011 eine Kostennote in der
Höhe von Fr. 2'476.10 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht (act. G 26).
Der Kostennote, welche von einem gekürzten Honorar im Sinn von Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) ausgeht, kann entsprochen werden.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht