Decision ID: aee0c249-ed3d-5d06-9553-d66ab1acc8f8
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
V._
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, Vadianstrasse 44,
Postfach 262, 9001 St. Gallen,
gegen
Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, General Guisan Strasse 40,
Postfach 357, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1964 geborene V._ war mit einem Pensum von 100% in der A._ tätig und in
dieser Funktion bei den Winterthur Versicherungen (nachfolgend: Winterthur), gegen
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 24. Dezember
2003 bei einer seitlichen Kollision des Fahrzeugs mit einer Leitplanke als Beifahrerin im
Wagen ihres Ehemanns verletzt wurde (vgl. UV act. 5). Dr. med. B._ den die
Versicherte am 27. Dezember 2003 aufsuchte, diagnostizierte im Arztbericht vom 23.
Januar 2004 eine HWS-Distorsion nach Beschleunigungstrauma und eine Kontusion
der linken Gesichtsseite. Der Arzt bestätigte eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bis 18.
Januar 2004. Die Arbeit könne am 19. Januar 2004 wieder zu 100% aufgenommen
werden. Da es nach dem Arbeitsbeginn zu einer akuten Verschlechterung der
Beschwerden gekommen sei, kam es gemäss Dr. B._ vom 28. Januar bis 8. Februar
2004 nochmals zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Danach war die Versicherte
wieder zu 100% in ihrem bisherigen Beruf erwerbstätig (UV act. M4 und M5). Die am
30. Januar und 2. Februar 2004 angefertigten Kernspintomographien zeigten im
Bereich der Halswirbelsäule eine leichte Signalsteigerung beim Processus costarius
von HWK 5 beidseits sowie auf Höhe C3/4 eine Diskusprotrusion; abgesehen von
degenerativen Veränderungen aber unauffällige Verhältnisse. Im Bereich der
Brustwirbelsäule fanden sich keine Hinweise auf eine Fraktur oder Fissur, keine
Bandscheibenpathologie, keine Wurzelkompression und kein Hinweis auf eine
muskuläre Pathologie (UV act. M3). Nachdem es im Verlauf trotz ambulanter
Therapiemassnahmen zu einer Verschlechterung der chronischen Nackenschmerzen
mit Schwindel und depressiver Reaktion gekommen war, wurde die Versicherte vom 9.
bis 26. August 2004 in der Klinik Valens einer interdisziplinären
Rehabilitationsbehandlung zugeführt. Im Austrittsbericht vom 20. September 2004
diagnostizierten die Fachärzte ein generalisiertes Schmerzsyndrom und eine
Anpassungsstörung mit depressiven und neurasthenischen Symptomen (ICD-10: F
43.28). Eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation habe durch die
stationären Rehabilitationsmassnahmen nicht erreicht werden können. Es bestehe vom
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9. August bis 9. September 2004 keine Arbeitsfähigkeit. Falls sich eine psychische
Stabilisierung einstelle, könne ein teilzeitlicher beruflicher Wiedereinstieg versucht
werden (UV act. M5). Gemäss der Beurteilung von Dr. B._ bestand die umfassende
Arbeitsunfähigkeit nach dem stationären Rehabilitationsaufenthalt weiter (UV act. 3 und
4). Die Versicherte litt unter starken Rücken- und Nackenbeschwerden mit
Ausstrahlung bis zum Hinterkopf mit gelegentlichen Kopfschmerzen und sie fühlte sich
völlig kraftlos und konnte keine schwereren Gegenstände tragen (UV act. 5). Dr. med.
C._, Psychiatrie und Psychotherapie, bei dem die Versicherte seit dem Aufenthalt in
Valens in Behandlung stand, diagnostizierte am 22. November 2004 eine
posttraumatische Belastungsstörung und eine schwere depressive Episode. Er
berichtete, die Versicherte leide seit Jahren unter Schwindelgefühlen, die vor fünf
Jahren zu Arztkonsultationen geführt hätten. Sodann würden seit drei Jahren Rücken-
und Beinschmerzen bestehen. Seit dem Unfall leide sie zusätzlich und im Vordergrund
stehend an Hinterkopf- und Nackenschmerzen und Schmerzen in den Armen, starkem
Wärmegefühl, Kribbeln in den Händen, Dauerschmerzen in jeder Körperhaltung und
verstärktem Schwindel. Dazu kämen Kraftlosigkeit, Tagesmüdigkeit, Ein- und
Durchschlafstörungen, Albträume vom Unfall, von Schlangen und Tieren, dauerhaft
Ängste und Schuldgefühle, weil sie nach dem Unfall die Arbeit zu früh wieder
aufgenommen habe. Das Leben empfinde sie als schwarz. Wenn die Schmerzen es
zulassen würden, würde sie am liebsten wieder arbeiten. Eine Verbesserung sei nicht
abzusehen. Es seien keine ausreichenden Sprachkenntnisse vorhanden und die
Prognose sei erschwert (UV act. M6). Auch Dr. B._ ging aufgrund des bekannten
generalisierten Schmerzsyndroms im Bericht vom 10. November 2004 von einer
andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus (UV act. M7) und wies am 26. Januar
2005 daraufhin, dass die posttraumatische Belastungsstörung unabhängig von der
früheren Krankengeschichte und als erstmaliges Ereignis neu aufgetreten sei (UV act.
M8). Mit Schreiben vom 21. September 2005 kündigte der Arbeitgeber das
Arbeitsverhältnis auf den 31. Dezember 2005 (UV act. 35).
A.b Nachdem auch weitere Therapiebemühungen zu keiner Besserung führten (vgl. UV
act. M10), liess die Winterthur eine interdisziplinäre Begutachtung durch das
Medizinische Zentrum Römerhof, Zürich (nachfolgend: MZR), durchführen. Im
Gutachten vom 24. Oktober 2005 kamen die Fachärzte zum Schluss, dass das
Beschwerdebild der Versicherten im Rahmen eines generalisierten Schmerzsyndroms
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mit Akzentuierung einer linksseitigen Cervicalgie mit cephaler Ausstrahlung und
spondylogener Ausstrahlung in den Schultergürtel zu interpretieren sei. Insgesamt
bestehe aber eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Ausmass der angegebenen
Beschwerden und den klinischen sowie den Bild gebend erhobenen Befunden, sodass
eine somatoforme Schmerzstörung nicht auszuschliessen sei. Aufgrund der
objektivierbaren Befunde bestehe aus rheumatologischer Sicht bei fehlendem
strukturellem Korrelat zum angegebenen Beschwerdebild keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Selbst bei Wegfall einer eigentlichen psychiatrischen Störung sei es
aufgrund des Verhaltens der Versicherten, ihres Krankheitskonzepts und ihrem
Umgang mit der Schmerzproblematik, die als invaliditätsfremd angesehen werden
müsse, einleuchtend, dass sie auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sei. Zur
genaueren Evaluation des Störungsbildes sei eine psychiatrische Hospitalisation
indiziert (UV act. M 12).
A.c Dr. med. D._, Innere Medizin, kam aufgrund der Akten zum Schluss, dass sich
die Versicherte, entgegen der ansonsten schlüssigen und absolut nachvollziehbaren
Darlegungen im Gutachten des Medizinischen Zentrums, in einem Zustand befinde, der
es ihr verunmögliche, irgend einer Arbeit nachzugehen. Die Versicherte brauche eine
intensive und somit stationäre psychiatrisch-psychologische Betreuung. Zudem falle
auf, dass der Unfallhergang im Gutachten anders geschildert werde, als vom Ehemann
der Versicherten (Bericht vom 24. November 2005, UV act. M11).
B.
Mit Verfügung vom 13. Dezember 2005 stellte die Winterthur die
Versicherungsleistungen ab 5. September 2005 mangels natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs ein. Im Gutachten werde aufgrund der objektivierbaren
Befunde weder eine unfallbedingte noch eine krankheitsbedingte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bestätigt. Der psychische Zustand in Form einer somatoformen
Schmerzstörung stehe gegenüber den nicht objektivierbaren somatischen Befunden
eindeutig im Vordergrund. Da die rechtsprechungsgemäss bei der Adäquanzprüfung
heranzuziehenden unfallbezogenen Kriterien vorliegend nicht mit genügender Intensität
erfüllt seien, fehle es auch am adäquaten Kausalzusammenhang. Dagegen erhob die
Versicherte am 19. Dezember 2005 Einsprache, welche mit Eingabe vom 27. Januar
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2006 durch Rechtsanwältin Karin Hartmann, St. Gallen, ausführlich begründet wurde.
Es wurde die Aufhebung der Verfügung und die Zusprechung der gesetzlichen
Leistungen beantragt; eventualiter sei eine erneute Begutachtung durchzuführen. Nach
Einholung der Stellungnahmen von Dr. med. E._, Spezialarzt für Chirurgie, vom 14.
Februar 2007 (UV act. M13) und Dr. med. F._, Beratender Psychiater, vom 28.
Februar 2007 (UV act. M14), wies die Winterthur die Einsprache mit Entscheid vom 19.
März 2007 ab. Bei der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung handle es sich
um ein unfallfremdes Leiden. In somatischer Hinsicht fehle es an einer nachweisbaren
Schädigung. Am 5. September 2005 sei somit der "status quo" eingetreten.
C.
Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Roland Hochreutener,
St. Gallen, für die Betroffene eingereichte Beschwerde vom 7. Mai 2007 mit dem
Antrag auf Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die Angelegenheit
zur Durchführung medizinischer Massnahmen an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Die Beschwerdeführerin lässt unter Hinweis auf eine weitere
Stellungnahme von Dr. B._ vom 4. Mai 2007 im Wesentlichen vorbringen, das
Gutachten des medizinischen Zentrums vermöge den Anforderungen an einen
beweiskräftigen Arztbericht unter mehreren Gesichtspunkten nicht zu genügen. So
würden die Ausführungen des Psychiaters die Antipathie und die Voreingenommenheit
gegenüber der Versicherten unmissverständlich zum Ausdruck bringen und deutlich
belegen, dass er diese nicht ernst genommen habe und das Ergebnis bereits vor der
kurzen Befragung festgestanden sei. Namentlich wenn es um psychiatrische
Fragestellungen gehe, seien den Deutschkenntnissen der versicherten Person hohes
Gewicht beizumessen. Vorliegend sei in Übereinstimmung mit Dr. B._ und Dr. Jensen
von ungenügenden Sprachkenntnissen der Beschwerdeführerin auszugehen, sodass
die sprachliche Verständigung insbesondere bei der ohne Dolmetscher durchgeführten
psychiatrischen Begutachtung ungenügend gewesen sei und darauf nicht abgestellt
werden könne. Die psychiatrische Begutachtung habe sodann nur während einer sehr
kurzen Sitzung stattgefunden. Eine zuverlässige Beurteilung habe damit nicht
durchgeführt werden können. Der psychiatrische Gutachter habe sich nicht mit der
abweichenden Beurteilung durch Dr. C._ auseinander gesetzt. Zudem würde es ihm
an der für die Behandlung von Unfallopfern notwendigen Erfahrung mangeln. Obschon
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die Beschwerdeführerin an verschiedenen neurologischen Beschwerden leide, sei
keine neurologische bzw. neuropsychologische Untersuchung durchgeführt worden.
Sowohl der behandelnde Hausarzt als auch der behandelnde Psychiater würden zur
Beseitigung der Unklarheiten in Bezug auf die durch die genannten Beschwerden
bedingte Arbeitsunfähigkeit von der Notwendigkeit weiterer Abklärungen ausgehen.
Schliesslich fehle es an einer Begründung im Gutachten, weshalb eine Unfallkausalität
im Zeitpunkt der Begutachtung als eher unwahrscheinlich anzusehen sei. Das
Gutachten sei daher aus dem Recht zu weisen. Da vorliegend die zum typischen
Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen
vollumfänglich gegeben seien, sei die Adäquanz nach der für derartige Verletzungen
massgebenden Rechtsprechung zu beurteilen. Vorliegend seien zudem auch die bei
einer somatoformen Schmerzstörung erforderlichen Kriterien der Unüberwindbarkeit
erfüllt. Gegenwärtig sei eine Wiederaufnahme der Arbeit weder möglich noch
zumutbar. Die Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit sei entgegen der im Gutachten
vertretenen Auffassung nicht invaliditätsfremd, sondern auf medizinische Gründe
zurückzuführen.
D.
In der Beschwerdeantwort vom 5. September 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Unter Hinweis auf die Darlegungen im
Einspracheentscheid hält sie fest, die Beschwerdeführerin habe schon vor dem Unfall
an verschiedenen Beschwerden gelitten. So habe sie beim Eintritt in die Klinik Valens
angegeben, seit drei Jahren an thorakolumbalen Rückenbeschwerden mit
Ausstrahlungen in die Schulter und paravertebral sowie das linke Bein dorsal bis zur
Ferse gelitten zu haben. Diese Schmerzen seien schon vor dem Unfall langsam immer
schlimmer geworden. Zusätzlich habe Dr. C._ berichtet, dass seit mehreren Jahren
Schwindel bestanden habe. Nachdem die Bild gebenden Untersuchungen keine
massgeblichen Befunde ergeben hätten, sei die Beschwerdeführerin spätestens ab 9.
Februar 2004 in ihrer angestammten Tätigkeit bis zum Eintritt in die Rehaklinik am 9.
August 2004 wieder vollständig arbeitsfähig gewesen. Nach dem Austritt aus der Klinik
habe dann andauernd keine Arbeitsfähigkeit mehr bestanden. Was die
Beschwerdeführerin gegen das Gutachten des MZR vorbringe, sei nicht stichhaltig. Im
Gutachten werde auf die Abwehrhaltung der Beschwerdeführerin, auf die
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übertriebenen Beschwerdeschilderungen und auf einen allfälligen Widerspruch zu den
festgestellten Einschränkungen hingewiesen. Im Sinn einer gesamtheitlichen
Betrachtungsweise müssten solche Bemerkungen zulässig sein. In der gesamten
medizinischen Berichterstattung fehlten sodann Anhaltspunkte auf eine die
Untersuchung behindernde mangelhafte Sprachkenntnis. Die Beschwerdeführerin habe
es vielmehr gut verstanden, ihre gesundheitlichen Symptome deutlich zu machen. Dass
die Diagnose des begutachtenden Psychiaters nicht mit jener des behandelnden
Psychiaters übereinstimme oder die anhaltende somatoforme Schmerzstörung nicht
als invalidisierend beurteilt werde, sei kein Grund, nicht auf das Gutachten abzustellen.
Nach dem Unfall habe die Beschwerdeführerin offensichtlich unter geringen
Beschwerden gelitten, sonst wäre sie schon damals eingehender therapiert worden
und hätte ihre Erwerbstätigkeit nicht während mehrerer Monate ausüben können. Die
therapieresistente psychiatrische Problematik habe sich erst mehrere Monate nach
dem Unfall entwickelt. Bereits im Zeitpunkt der stationären Rehabilitation in Valens
habe ein vom Unfall losgelöstes generalisiertes Schmerzsyndrom bestanden, das sich
bis zur Begutachtung des MZR zu einer eigenständigen Krankheit entwickelt habe.
Damit fehle es an einem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dieser
Problematik und dem Unfall. Die bei der Bild gebenden Untersuchung zufällig
entdeckte Diskusprotrusion C3/4 sei weder aufgrund der Feststellungen der
begutachtenden noch der behandelnden Ärzte Ursache der gesundheitlichen
Problematik. Eine über den 5. September 2005 hinausgehende Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin bestehe nicht, weil kein adäquater Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und der danach aufgetretenen psychischen Störung bestehe.
E.
Die Beschwerdeführerin lässt replicando an ihren Anträgen festhalten. Hinsichtlich der
in der Beschwerdebegründung vorgebrachten Mängel des Gutachtens des MZR sei auf
die zutreffenden Feststellungen im Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 16. Mai 2007 im Verfahren mit der Invalidenversicherung (IV 2006/91) zu
verweisen. Das Gericht habe festgehalten, dass der Sachverhalt im IV-Verfahren durch
das Gutachten des MZR ungenügend abgeklärt sei. Gründe für eine im vorliegenden
Verfahren mit der Unfallversicherung abweichende Beurteilung bestünden nicht. Die
vor dem Unfall bestehenden Beschwerden seien sodann nicht entscheidend, da die
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Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2000 ohne Einschränkungen der funktionellen
Leistungsfähigkeit ganztags erwerbstätig gewesen sei. Auch aus der vorübergehenden
Wiederaufnahme der Tätigkeit nach dem Unfall lasse sich nichts zu Gunsten der
Beschwerdegegnerin ableiten. Damit sei in Übereinstimmung mit der Beurteilung von
Dr. B._ vom 4. Mai 2007 einzig der Unfall Ursache für die bestehende
gesundheitliche Störung. Unfallfremde Faktoren seien nicht beteiligt und die
vorübergehende Wiederaufnahme der Arbeit sei als verzweifelter Versuch zu werten,
die Arbeit weiter auszuführen.
F.
In der Duplik vom 20. November 2007 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
auf Abweisung der Beschwerde fest. Hinsichtlich des Urteils des Versicherungsgerichts
im Verfahren mit der Invalidenversicherung sei zu beachten, dass es dort nicht um die
Frage der Unfallkausalität, sondern ausschliesslich um die rentenrelevante
Arbeitsunfähigkeit gegangen sei. Das Gericht habe die Angelegenheit zur ergänzenden
psychiatrischen Begutachtung wegen der Divergenz der fachärztlichen Auffassungen
zur Arbeitsunfähigkeit zurückgewiesen. Im vorliegenden Verfahren sei zu prüfen, ob
unfallkausale somatische und psychische Störungen vorliegen. Dem von der
Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerdebild habe aufgrund der fehlenden
objektivierbaren Befunde kein strukturelles Korrelat zugeordnet werden können. Dass
das Gutachten des MZR in dieser Hinsicht mangelhaft sei, sei dem Urteil des
Versicherungsgerichts vom 16. Mai 2007 nicht zu entnehmen. Sowohl der Hausarzt,
die Ärzte der Klinik Valens als auch der behandelnde Psychiater würden von einer die
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin massgeblich einschränkenden psychischen
Störung ausgehen. Da es bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs nicht
relevant sei, auf welche psychiatrische Diagnose die Ärzte diese Beurteilung abstellen,
dränge sich eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung nicht auf.

Erwägungen:
1.
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Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für die Folgen
des Unfalls vom 24. Dezember 2003 mangels natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen den weiter geklagten Beschwerden und dem Unfall
zu Recht auf den 5. September 2005 eingestellt hat.
2.
2.1 Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin sind die beanstandeten
Formulierungen im Gutachten des MZR, insbesondere diejenigen des Psychiaters,
nicht derart negativ, dass allein deswegen auf eine Voreingenommenheit oder fehlende
Objektivität erkannt werden müsste. Weitere Anhaltspunkte, welche die erhobene Kritik
stützen würden, sind nicht vorhanden. Die Sorge der Beschwerdeführerin, das
Gutachten könnte mangelhaft ausgefallen sein, weil beispielsweise medizinische
Fachkenntnisse fehlten oder weil auch andere medizinische Beurteilungen möglich
seien, ist keine Frage der Befangenheit, sondern der Beweiswürdigung; sie weckt nicht
das Misstrauen in die Unparteilichkeit eines Gutachtens, sondern ist im Rahmen der
beweisrechtlichen Würdigung des Gutachtens zu prüfen (vgl. BGE 132 V 108 Erw. 6.5).
2.2 Für die vorliegend zu beurteilende Frage, ob die auf die psychische Störung
zurückzuführende Leistungseinschränkung adäquate Folge des am 24. Dezember 2003
erlittenen Unfalls ist, kommt - wie zu zeigen sein wird - dem psychiatrischen
Teilgutachten keine wesentliche Bedeutung zu (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c).
Wegen der im Vergleich zum Verfahren mit der Invalidenversicherung (IV 2006/91)
anderen Fragestellung, kann daher auf eine nochmalige psychiatrische Begutachtung
verzichtet werden.
2.3 Zur Forderung, insbesondere auf die psychiatrische Begutachtung sei wegen
mangelnder Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin nicht abzustellen, sei
vermerkt, dass wohl auch der Hausarzt und der behandelnde Psychiater die
Muttersprache der Beschwerdeführerin nicht beherrschen dürften. Trotzdem fühlten sie
sich offenbar in der Lage, die gesundheitliche Situation zu beurteilen und gestützt
darauf während Jahren eine andauernde Arbeitsunfähigkeit zu bestätigen. Da das
psychiatrische Gutachten vorliegend ohnehin nicht von Bedeutung ist, kann offen
bleiben, ob das Sprachproblem der Beschwerdeführerin, wovon Dr. C._ im Bericht
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vom 22. November 2004 auszugehen scheint (UV act. M6), zwar eine psychiatrische
Therapie erschweren, ihre Sprachkenntnisse für eine psychiatrische Beurteilung aber
durchaus genügen könnten. Aufgrund der Ausführungen in den medizinischen Akten ist
sodann davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei den körperorientierten
Untersuchungen, wo zur umfassenden Befundaufnahme regelmässig relativ geringe
Sprachkenntnisse der zu untersuchenden Person genügen, die somatischen Leiden
genügend darlegen konnte. Neurologische Probleme sind in den medizinischen Akten
keine dokumentiert (vgl. UV act. M5 und M12 S. 12). Es besteht daher kein Anlass,
derartige Untersuchungen durchzuführen.
3.
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen obliegenden
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119
V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Weiter hat ein adäquater
Kausalzusammenhang vorzuliegen. Die adäquate Kausalität dient der rechtlichen
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung
des Unfallversicherers (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa mit Hinweisen). Auch bei
Schleudermechanismen der Halswirbelsäule oder äquivalenten Verletzungen haben
zuallererst die medizinischen Fakten wie die fachärztlichen Erhebungen über
Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren,
Vorzustand usw. die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung durch
Verwaltung und Gericht zu bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas oder einer
äquivalenten Verletzung wie seine Folgen müssen somit durch zuverlässige ärztliche
Angaben gesichert sein (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa).
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3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr
die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also
letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft
dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor
dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne
Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr.
U 206 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw.
2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen
erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es
Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist
unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter
Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte
Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also
dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig geht es
darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) i.S. Z. vom 18. Dezember
2003, U 258/02, i.S. L. vom 25. Oktober 2002, U 143/02, Erw. 3.2 und i.S. O. vom 31.
August 2001, U 285/00). Die Adäquanz als Rechtsfrage ist nicht von den Ärzten zu
beurteilen. Diese haben sich nur zur Tatfrage der natürlichen Kausalität auszusprechen
(SVR 2007 UV Nr. 33 S. 113 Erw. 4.4; BGE 117 V 382 Erw. 4a, je mit Hinweisen).
3.3 Die Formel "post hoc ergo propter hoc" nach deren Bedeutung eine
gesundheitliche Schädigung schon deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil
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sie nach diesem aufgetreten ist, kann nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt
nicht, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht
geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/
bb).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin verfügte die Leistungseinstellung, weil die nach dem
5. September 2005 geklagten Beschwerden nicht mehr auf das Unfallereignis
zurückzuführen, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Sodann fehle es am
adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den weiterhin geklagten
Schmerzen. Dabei ging sie aufgrund der Resultate der medizinischen Abklärungen
davon aus, dass keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen vorhandenen seien,
welche die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in massgeblicher Weise
beeinträchtige.
4.2 Dieser Sichtweise kann aufgrund der umfassenden haus- und fachärztlichen
Untersuchungen vorliegend gefolgt werden. Dr. B._, den die Beschwerdeführerin drei
Tage nach dem Unfall aufsuchte, diagnostizierte im Arztbericht vom 10. Februar 2004
(UV act. M2) anhand der Bild gebenden Abklärungen zwar auf Höhe C3/4 eine
Diskusprotrusion mit leichtgradiger Einengung. Diese Diagnose hatte aber bereits
damals und auch später nach der Beurteilung durch die Ärzte der Klinik Valens
offensichtlich keine massgebliche Auswirkung auf das Befinden der
Beschwerdeführerin, ansonsten nicht erklärbar wäre, warum abgesehen von
gelegentlichen physiotherapeutischen Behandlungen während Jahren auf spezifische
medizinische Massnahmen zur Behebung dieses Leidens verzichtet worden ist.
Vielmehr stellte Dr. B._ im Bericht vom 13. Juni 2005 (act. G 1.14) ausdrücklich das
psychische Leiden in den Vordergrund, indem er von einer seit der stationären
Behandlung in Valens bestehenden, schweren posttraumatischen Belastungsstörung
berichtete, weitere somatische Behandlungen als nicht Erfolg versprechend
bezeichnete und die Arbeitsunfähigkeit in erster Linie mit der psychischen Störung
begründete. Daran vermag auch sein Hinweis im Bericht vom 4. Mai 2007 (act. G 1.20),
es bestehe ein panvertebrales Schmerzsyndrom mit stärkster Schmerzsymptomatik im
cervicothorakalen Bereich mit Ausstrahlung in beide Schulterpartien und in den
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Hinterkopfbereich, nichts zu ändern, vermag er doch nicht zu begründen, auf welche
konkreten, organisch fassbaren Verletzungen und Veränderungen er diese
Symptomatik zurückführt. Vielmehr beschreibt er in Übereinstimmung mit den
Fachärzten einen langjährigen, im Wesentlichen unveränderten körperlichen und
psychischen Zustand und räumt der psychischen Problematik einen zentralen Platz ein.
Die von ihm festgestellte Einschränkung der HWS-Beweglichkeit sowie die
beschriebenen Muskelverspannungen im HWS-Schultergürtel-Bereich können für sich
allein nicht als organisch objektivierbare Unfallfolgen qualifiziert werden (vgl. Urteile des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. N. vom 21. August 2006 Erw. 3.4, U
360/05, i.S. M vom 8. Juni 2006 Erw. 4.2, U 147/07).
4.3 Nach dem Gesagten sind die Beschwerden und Schmerzen der
Beschwerdeführerin nicht als klar ausgewiesene organische Folgen des Ereignisses
vom 24. Dezember 2003 zu interpretieren, bei welchen sich der natürliche und der
adäquate Kausalzusammenhang im praktischen Ergebnis weitgehend decken würden
(vgl. BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit
Hinweisen). Da von medizinischen Beweisergänzungen keine entscheidrelevanten
neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist hievon abzusehen (BGE 122 V 162 Erw. 1d).
5.
5.1 Bei der Prüfung, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehenden psychischen
Beschwerden als unfallkausal einzustufen sind, kann die Frage des natürlichen
Kausalzusammenhangs offen bleiben, wenn ein adäquater Kausalzusammenhang
zwischen den psychischen Störungen und dem Unfall - wie im vorliegenden Fall -
verneint werden muss (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67). Die Beschwerdegegnerin legte im
angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens
eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischer
Gesundheitsschädigung zutreffend dar (Ziffer 3); darauf kann verwiesen werden.
Hervorzuheben ist, dass die Beurteilung der Adäquanz in denjenigen Fällen, in welchen
die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden
Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur vorliegenden
ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, nach der
für psychische Fehlentwicklungen nach Unfällen geltenden Rechtsprechung (BGE 115
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V 133) vorzunehmen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Gleiches gilt, wenn die im Anschluss
an den Unfall aufgetretenen psychischen Störungen nicht zum typischen, depressive
Entwicklungen einschliessenden (BGE 117 V 360 Erw. 4b) Beschwerdebild eines HWS-
Traumas gehören, sondern vielmehr als eine selbständige, sekundäre - mithin von
blossen (Langzeit-)Symptomen der anlässlich des Unfalls erlittenen HWS-Distorsion zu
unterscheidenden - Gesundheitsschädigung zu qualifizieren sind, wobei für die
Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der Störung, das Vorliegen konkreter
unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412
S. 79 Erw. 2b). Würden psychische Beschwerden, die im Anschluss an einen Unfall mit
Distorsionsverletzungen der HWS auftreten, ungeachtet ihrer Pathogenese stets nach
den Kriterien gemäss BGE 117 V 366 Erw. 6a auf ihre Adäquanz hin überprüft,
bestünde die Gefahr, identische natürlich kausale psychische Unfallfolgen
adäquanzrechtlich unterschiedlich zu beurteilen, je nachdem, ob beim Unfall zusätzlich
eine Distorsionsverletzung der HWS oder ein äquivalenter Verletzungsmechanismus
auftrat oder nicht, was nicht angeht (SVR 2007 UV Nr. 8 S. 27 Erw. 2.2 und 4.2.2).
5.2 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen ist, dass die nach dem Unfall geklagten gesundheitlichen
Beschwerden schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf unfallbedingte körperliche
Schädigungen zurückgeführt werden konnten. Angesichts der Beschreibung des
Unfallhergangs, bei dem das Fahrzeug gemäss der Erklärung von Dr. B._ (UV act.
M1) linksseitig gegen eine Leitplanke geprallt war, wobei sich die - angeblich
angegurtete - Beschwerdeführerin die linke Gesichtsseite am Rückspiegel verletzte
hatte, erscheint es zudem fraglich, ob überhaupt von einem Schleudermechanismus
und somit von einer HWS-Distorsion auszugehen ist. Diese Frage kann indessen offen
bleiben, denn es ist, wie in Erw. 4.2 dargelegt und aufgrund der in diesem Punkt
übereinstimmenden ärztlichen Berichte, ausgewiesen, dass ungeachtet der Art der
ursprünglichen Verletzung im Heilungsverlauf diejenigen Beeinträchtigungen immer
mehr in den Vordergrund traten, die auf psychischen Gründen beruhen und nun
(spätestens seit September 2005) massgeblichen Einfluss auf das Befinden und die
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben. Selbst wenn - was von Seiten der
Beschwerdeführerin einerseits bestritten, anderseits aber doch geltend gemacht wird -
aufgrund der psychiatrischen Begutachtung des MZR vom Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung auszugehen wäre, ist diese psychische
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Fehlentwicklung ebenfalls als selbständige sekundäre Gesundheitsschädigung zu
beurteilen. Für die Adäquanzbeurteilung sind daher die im entsprechenden BGE 115 V
140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze
massgebend (SVR 2007 UV Nr. 8 S. 28 Erw. 2.2 in fine und S. 30 Erw. 4.2.2).
5.3 Bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs
vorzunehmenden Katalogisierung aufgrund des Geschehensablaufs ist der geschilderte
Unfall den mittelschweren Unfällen zuzuordnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
über das Unfallereignis keine Unterlagen vorhanden sind. Es wurde auch kein
Polizeirapport angefertigt, sodass die konkreten Umstände nicht belegt sind. Kein
Hinweis auf die Schwere des Unfalls ist sodann der Umstand, dass der Unfallwagen
Totalschaden erlitten haben soll. Dabei handelt es sich um eine für die
Fahrzeugversicherung relevante Grösse, die einen Schaden bereits Totalschaden
nennt, wenn die Reparaturkosten grösser sind als der Zeitwert des Fahrzeugs, was bei
einem älteren Fahrzeug auch ohne grössere Beschädigung eintreten kann. Die Frage
nach der genauen Zuteilung des Unfalls innerhalb der mittelschweren Unfälle braucht
vorliegend nicht beantwortet zu werden, weil die folgende Beurteilung zeigt, dass
keines der in diesem Bereich zu erfüllenden Zusatzkriterien in wesentlichem Ausmass
erfüllt ist. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin ist das Unfallereignis vom
24. Dezember 2003 nicht besonders eindrücklich gewesen oder unter besonders
dramatischen Begleitumständen abgelaufen. Der Unfall hat sich offensichtlich für die
im Wagen schlafende Beschwerdeführerin schnell und unvorbereitet, das heisst also
ohne Konfrontation mit einer auf sie zukommenden Gefahr, abgespielt. Das Kriterium
der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung ist ebenfalls nicht erfüllt.
Die nach einer HWS-Distorsion auftretenden Beschwerden mögen zwar als
unangenehm bezeichnet werden, um schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie
sie nach Verkehrsunfällen auftreten können, handelt es sich jedoch dabei nicht (vgl.
RKUV 2005 U 549 S. 238 Erw. 5.2.3, U 380/04). Die äusseren Verletzungen sind
offensichtlich schnell und komplikationslos verheilt. Anzeichen für eine ärztliche
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, sind aus den
medizinischen Akten nicht ersichtlich. In Zusammenhang mit der Frage der Dauer der
ärztlichen Behandlung und der körperlichen Dauerschmerzen ist zu beachten, dass das
nach dem HWS- bzw. Schleudertrauma aufgetretene Beschwerdebild - wie in Erw. 4.2
ausgeführt - spätestens ab dem Aufenthalt in der Klinik Valens im August 2004 nicht
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mehr durch organische, sondern überwiegend durch psychische Faktoren
aufrechterhalten wurde, der psychische Gesundheitsschaden aber nicht in die
Adäquanzbeurteilung einbezogen werden darf (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Bei diesen
Zeitspannen kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen
Behandlung gesprochen werden. Abgesehen vom knapp dreiwöchigen stationären
Aufenthalt in der Klinik Valens zur interdisziplinären Rehabilitationsbehandlung erfolgte
sodann lediglich die Abgabe schmerzlindernder Medikamente im Rahmen der
hausärztlichen Kontrolluntersuchungen. Andere intensive Therapien wurden nicht
durchgeführt. Physiotherapeutische Behandlungen können jedenfalls nicht als solche
betrachtet werden. Körperlich bedingte Dauerschmerzen sind dementsprechend
ebenfalls zu verneinen. Dem Grad und der Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit kommt schliesslich auch kein besonderes Gewicht zu, nachdem die
Beschwerdeführerin vom Arzt ab 19. Januar 2004 respektive ab 8. Februar 2004 als
vollständig arbeitsfähig bezeichnet wurde und dieses Pensum bis zum Beginn der
Rehabilitation in Valens einzuhalten vermochte. Dieser Sachverhalt wird auch durch
den Einwand, sie habe die Arbeit nur unter grosser Anstrengung überhaupt durchhalten
können, nicht beeinträchtigt. Mangels bleibender physischer Verletzungen erübrigen
sich schliesslich auch die Fragen nach der Schwierigkeit des Heilungsverlaufs und der
Erheblichkeit von diesbezüglichen Komplikationen. Damit ist von den massgebenden
Kriterien kein einziges erfüllt. Angesichts der geschilderten Umstände ist mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass der in
Frage stehende Unfall nicht geeignet war, die bestehenden (psychisch) bedingten
Beschwerden der Beschwerdeführerin über den 5. September 2005 hinaus adäquat-
kausal zu beeinflussen. Eine Einstellung der Leistungen auf dieses Datum hin lässt sich
daher nicht beanstanden. Infolge der Verneinung eines adäquaten
Kausalzusammenhangs erübrigt sich schliesslich auch eine zusätzliche psychiatrische
Begutachtung (vgl. Erw. 2.2).
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 19. März 2007 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG