Decision ID: 5c0991b4-669d-4a50-b255-5fed148a240c
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Die X AG hat ihren Sitz in A und bezweckt den Handel mit Liegenschaften, das
Halten und Verwalten von Liegenschaften sowie das Anbieten und Ausführen von
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Generalunternehmerleistungen im Bausektor. Als Mitglied des Verwaltungsrats mit
Einzelunterschrift ist P im Handelsregister eingetragen. Die X AG beauftragte die R AG,
Ingenieurlösungen in der Geotechnik, St. Gallen, mit der Beurteilung der
Untergrundverhältnisse auf dem sich in ihrem Eigentum befindenden Grundstück,
Grundbuch T, einem von Norden nach Süden/Südwesten abfallenden Hang in der
Wohnzone W2a mit einer Grundstückfläche 728 m , im Hinblick auf das Vorhandensein
einer Aufschüttung und der Versickerung von Meteor- bzw. Dachwasser. Die R AG
öffnete im betreffenden Gelände neun Sondierschlitze und erstattete am 15. Mai 2007
Bericht über die dabei gewonnenen Ergebnisse.
B.- Am 10. März 2008 stellte der Bauherr M ein Baugesuch (Nr. 2008.0030) zur
Überbauung des sich im Eigentum der X AG befindenden Grundstücks, Grundbuch T,
mit einem Einfamilienhaus mit Aussenpool. Nach erfolgter Bauanzeige durch die
Politische Gemeinde T gingen im März 2008 drei Einsprachen ein, die sich zur Zufahrt,
zur Hanglage und zum Terrainverlauf sowie zum Niveaupunkt, zur Geschosszahl, zur
Ausnützungsziffer und zum Grenzabstand äusserten. Der Gemeinderat T wies die
Einsprachen mit Beschluss vom 19. Mai 2008 ab und erteilte die Baubewilligung mit
Bedingungen und Auflagen. Am 27. Juni 2008 erhob ein Einsprecher dagegen Rekurs
beim Baudepartement des Kantons St. Gallen. Im Verfahren vor dem Baudepartement
teilten der Bauherr und die X AG mit, dass Ersterer in Zukunft durch die AG vertreten
werde. Am 25. September 2008 fand ein Augenschein an Ort und Stelle statt. Aufgrund
der Mitteilung der Bauherrschaft, ein Korrekturgesuch zu prüfen, wurde das
Rekursverfahren am 17. November 2008 sistiert. Die R AG wurde aufgrund der
Projektänderung von der X AG mit einer ergänzenden Beurteilung der
Untergrundverhältnisse beauftragt. Ihr Bericht datiert vom 4. Dezember 2008.
Am 8. Dezember 2008 reichte die X AG eine Projektergänzung zur Baubewilligung bei
der Politischen Gemeinde T ein. Das Bauamt T stellte das neue Gesuch der S AG,
Raumplanung und Entwicklung, St. Gallen, zur Überprüfung zu. Diese gab mit Bericht
vom 24. Februar 2009 ihre Empfehlung zum Baugesuch ab. Am 9. März 2009 wurde
die Bauanzeige des geänderten Projekts veröffentlicht. Daraufhin gingen bei der
Gemeinde T zwei Einsprachen ein. Die von der Baukommission T bei M sowie bei der X
AG eingeforderte Stellungnahme und weitere Unterlagen wurden nicht eingereicht. Mit
Beschluss vom 29. März 2010 forderte die Baukommission T M nochmals dazu auf, die
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erforderlichen Grundlagen umgehend nachzureichen. Im April 2010 verkaufte die X AG
das Grundstück. Am 29. April 2010 zog sie das Baugesuch Nr. 2008.0030 zurück. Mit
Entscheid vom 26. Juli 2010 nahm das Baudepartement des Kantons St. Gallen die
Kostenverteilung im Rekursverfahren vor.
C.- Mit Rechnung Nr. 90.194/2010 vom 12. Mai 2010 stellte das Bauamt T der X AG
eine Gebühr von Fr. 3'131.35 (inkl. MWSt) in Rechnung. Diese setzte sich zusammen
aus der Bearbeitungsgebühr bei Rückzug des Baugesuchs Fr. 300.--, Bau- und
Visieranzeigen Fr. 160.--, Übermittlung Baueinsprache Fr. 40.--, Rechnung S AG Nr.
06096 vom 29. April 2009 Fr. 2'570.55, Rechnung S AG Nr. 07087 vom 13. April 2010
Fr. 360.80, abzüglich der Gebühr für die Baukontrolle Bauamt Fr. 300.--.
Dagegen reichte die X AG am 20. Mai 2010 Rekurs ein und beantragte, die Rechnung
sei aufzuheben und im Zusammenhang mit dem Rückzug des Baugesuchs sei ein
Maximalbetrag für Bearbeitungsgebühr, Bau- und Visieranzeigen und die Übermittlung
der Baueinsprache von Fr. 500.-- in Rechnung zu stellen. Mit Beschluss vom 14. Juni
2010 (Versand 15. Juni 2010) wies der Gemeinderat T den Rekurs ab.
D.- Gegen diesen Beschluss erhob die X AG durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe
vom 29. Juni 2010 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit den
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der Entscheid des
Gemeinderates T vom 14. Juni 2010 aufzuheben und die Angelegenheit zur Wahrung
des rechtlichen Gehörs und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Eventualiter sei die Rechnungsforderung auf Fr. 500.-- zu reduzieren. Am 10. August
2010 wurde die Rekursbegründung eingereicht.
Mit Vernehmlassung vom 15. Oktober 2010 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
des Rekurses. Gleichzeitig reichte sie die vorinstanzlichen Akten ein.
Am 25. Oktober 2010 reichte die Rekurrentin eine zusätzliche Stellungnahme ein.
Im Rahmen der Bearbeitung der Rekurssache wurden zusätzliche Aktenstücke
(Baugesuch vom 10. März 2008, Rekurseingabe bei der Vorinstanz) bei der Vorinstanz
eingeholt. Diese sind der Rekurrentin bereits bekannt, weshalb auf eine Zustellung
verzichtet wurde.
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Auf die von den Parteien zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen

sowie die Akten wird, soweit notwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 29. Juni 2010 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 41 lit. h Ziff. 5, 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS
951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Das ursprüngliche Baugesuch vom 10. März 2008 reichte M ein. Bereits im
Verfahren vor dem Baudepartement wurde er durch die X AG vertreten. Diese reichte
denn auch das abgeänderte Baugesuch vom 8. Dezember 2008 ein. Die Vorinstanz
durfte daher davon ausgehen, dass der Baugesuchsteller durch die Rekurrentin
vertreten wird. Deshalb hat sie die Rechnung für die Baugesuchskosten zu Recht an
die X AG gerichtet. Dies wird von der Rekurrentin nicht bestritten.
3.- Im Rekurs wird eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt. Die Vorinstanz habe
ihrem Entscheid vom 14. Juni 2010 neue Tatsachen zugrunde gelegt, welche der
Rekurrentin zu keinem Zeitpunkt eröffnet worden seien. Deshalb wurde zur
Begründung des Rekurses beantragt, die Akten bei der Vorinstanz einzuholen und der
Rekurrentin zuzustellen.
Daraufhin wurde die Vorinstanz am 2. Juli 2010 aufgefordert, die Akten an die
Rekurrentin zu überweisen. Am 5. August 2010 teilte die Rekurrentin mit, sie habe noch
keine vorinstanzlichen Akten erhalten. Nach nochmaliger Aufforderung stellte die
Vorinstanz am 10. August 2010 per Mail einen Teil der Akten, nämlich den schriftlichen
Rückzug des Baugesuchs, das Protokoll des Gemeinderats vom 14. Juni 2010
betreffend Gebührenrechnung, die Gebührenrechnung vom 12. Mai 2010 inkl. der
Rechnungen der S AG sowie den Gebührentarif der Gemeinde T, zu.
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In der Rekursbegründung vom 10. August 2010 führte die Rekurrentin aus, soweit die
Vorinstanz auf eine interne Auskunft des Bauamts T abstelle, hätte darüber ein
Protokoll verfasst werden und ihr Einblick gewährt werden müssen. Bezüglich der von
der Vorinstanz behaupteten komplexen Fragen, welche den Beizug eines externen
Gutachters notwendig gemacht hätten, fehle jede Konkretisierung. Aus den
Rechnungen der S AG gehe hervor, dass umfassende Akten vorhanden sein müssten.
Keines dieser Dokumente sei offengelegt worden. Es sei völlig offen, welche
baurechtlich komplexen Fragen durch die S AG zu beantworten gewesen sein sollten
und welches Ergebnis resultiert haben solle. Damit sei ihr Anspruch auf Wahrung des
rechtlichen Gehörs offenkundig verletzt worden. Der Entscheid sei schon aus diesem
Grund unhaltbar und aufzuheben. Eine Heilung dieser gravierenden Gehörsverletzung
im Rekursverfahren sei nicht möglich.
Mit Vernehmlassung vom 15. Oktober 2010 reichte die Vorinstanz 70 Aktenstücke ein
(act. 13/1-70). Zum Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs erklärte sie, dieser
entbehre jeder Grundlage.
Nach Eingang der Vorakten der Vorinstanz machte die Rekurrentin geltend, mit diesen
70 Aktenstücken, in welche sie nun erstmals habe Einsicht nehmen können, werde
offenkundig, dass ihre Verfahrensrechte krass verletzt worden seien und eine krasse
Benachteiligung stattgefunden habe. Auch wenn die Rekursinstanz berechtigt sei, den
Sachverhalt in jeder Hinsicht zu prüfen, könne darin keine Heilung dieser formellen
Rechtsverletzung gesehen werden. Würde ein Verhalten wie das der Vorinstanz
geschützt, so hätte dies zur Folge, dass Rekurrenten stets erst im Rekursverfahren und
auch erst nach erfolgter Rekursbegründung zur Kenntnis nehmen könnten, was
Gegenstand und Inhalt der Akten sei. Eine Heilung der Gehörsverletzung sei unter
solch krassen Umständen nicht denkbar.
a) Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101,
abgekürzt BV) ist das Recht der Privaten, in einem vor einer Verwaltungs- oder
Justizbehörde geführten Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in
die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung
nehmen zu können. Das Akteneinsichtsrecht der Parteien in einem
Verwaltungsverfahren umfasst das Recht, die betreffenden Verfahrensakten am Sitz
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der Akten führenden Behörde selbst Einsicht in die Unterlagen zu nehmen, sich
Aufzeichnungen zu machen und, wenn dies der Behörde keine übermässigen
Umstände verursacht, Fotokopien zu erstellen (BGE 131 V 35, 40). Im Allgemeinen
besteht hingegen kein Anspruch auf Zusendung der Akten (vgl. Häfelin/Müller/
Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich/St. Gallen 2010, Rz 1672,
1689 und 1691).
Das Bundesgericht lässt in Ausnahmefällen - wenn die Verletzung des rechtlichen
Gehörs nicht besonders schwer wiegt - die Heilung des Anspruches auf rechtliches
Gehör im Rechtsmittelverfahren zu, um einen prozessualen Leerlauf zu vermeiden (ZBl
90/1989, S. 367). Vorausgesetzt wird dabei, dass der betroffenen Partei daraus kein
Nachteil erwächst, d.h. dass sie ihre Rechte im Beschwerdeverfahren voll wahrnehmen
kann und die zweite Instanz alle Tat- und Rechtsfragen frei nachprüfen kann (Häfelin/
Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1709 f.).
b) Da es sich bei Art. 50 Abs. 3 dritter Satz des Baureglements der Gemeinde T vom 1.
September 2007 (abgekürzt: BauR, act. 13/70) um eine Ausnahmeregelung für schwer
zu beurteilende und aussergewöhnliche Bauten (vgl. nachfolgende Erwägungen 4b)
handelt, hätte die Rekurrentin bereits vor Einholung eines externen Gutachtens über
die gesamte Sachlage informiert und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt
werden müssen. Dies hat die Vorinstanz unterlassen. Sie hat die Rekurrentin erst
danach über die in Auftrag gegebene externe Prüfung in Kenntnis gesetzt (vgl. act.
13/43). Im Weiteren fehlt eine Dokumentation in Form einer Aktennotiz oder Ähnlichem
bezüglich der im angefochtenen Beschluss vom 14. Juni 2010 in Erwägung IV
erwähnten Anfrage sowie der Mitteilung des Bauamts. Die Rekurrentin hat zudem
erstmals im Rekursverfahren - und auch hier erst nach mehrmaliger Aufforderung durch
das Gericht (vgl. act. 3, 5, 7, 11, 19) - sämtliche Aktenstücke einsehen können. Das
rechtliche Gehör der Rekurrentin wurde durch die Vorgehensweise der Vorinstanz
mehrfach verletzt. Aufgrund des Verfahrensausgangs kann jedoch offen bleiben, wie
schwer die Gehörsverletzungen wiegen und ob eine Heilung im Rekursverfahren
möglich wäre.
4.- Umstritten ist die Erhebung von Gebühren für die externe Prüfung des Baugesuchs
durch die S AG, St. Gallen.
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a) Die Gebühr stellt eine Entschädigung dar, die entweder für eine vom Pflichtigen
veranlasste Amtshandlung (Verwaltungsgebühr) oder für die Benutzung einer
öffentlichen Anlage oder Anstalt (Benutzungsgebühr) entrichtet werden muss (vgl. BGE
90 I 80 f.). Sie soll die Kosten, welche dem Gemeinwesen durch die Amtshandlung
oder Benutzung der Einrichtung entstanden sind, ganz oder teilweise decken. (Häfelin/
Müller, a.a.O., Rz. 2626). Im Bereich des Abgaberechts hat das Legalitätsprinzip eine
besondere Ausgestaltung erfahren. Dem Erfordernis einer gesetzlichen Grundlage
kommt hier die Bedeutung eines verfassungsmässigen Rechts zu (Häfelin/Müller,
a.a.O., Rz. 2693). Grundsätzlich hat der Gesetzgeber die wesentlichen Elemente einer
Abgabe, namentlich den Kreis der Abgabepflichtigen, den Gegenstand der Abgabe und
die Höhe der Abgabe in den Grundzügen in einem Gesetz im formellen Sinn
festzuhalten. Als formelle gesetzliche Grundlage kommt auch ein unter dem Vorbehalt
des fakultativen Referendums stehender Gemeindeerlass in Betracht. Dem
Legalitätsprinzip ist Genüge getan, wenn der die Abgabe regelnde kommunale Erlass in
einem demokratischen Rechtsetzungsverfahren ergeht und auf einer klaren, durch
Verfassung oder Gesetz erteilten Ermächtigung an den Gemeindegesetzgeber zur
Einführung der betreffenden Abgabe beruht (BGE 97 I 804 f.; GVP 1990 Nr. 21). Der
vollziehenden Behörde kann indessen die Kompetenz übertragen werden, nach
hinreichend im Gesetz bestimmten Kriterien die absolute Höhe der Abgabe festzulegen
(BGE 123 I 255; 118 Ia 323; 106 Ia 202 f. mit Hinweisen; Häfelin/Müller, a.a.O., Rz.
2696). Diese Anforderungen an die gesetzliche Grundlage dürfen dort herabgesetzt
werden, wo den Privaten die Überprüfung der Abgabe auf ihre Rechtmässigkeit anhand
anderer verfassungsrechtlicher Prinzipien ohne Weiteres offen steht. Das
Legalitätsprinzip darf dabei jedoch weder seines Gehaltes vollständig entleert noch in
einer Weise überspannt werden, dass es mit der Rechtswirklichkeit und dem
Erfordernis der Praktikabilität in einen unlösbaren Widerspruch gerät (vgl. BGE 120 Ia
178 f.; 118 Ia 324; 112 Ia 44 f.). Die verfassungsrechtlichen Prinzipien der
Kostendeckung und der Äquivalenz gebieten, dass der Gesamtertrag gewisser
Kausalabgaben die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweiges nicht
übersteigen darf und die Höhe der Abgabe im Einzelfall in einem vernünftigen
Verhältnis zum Wert der vom Staat erbrachten Gegenleistung stehen muss. Diese
Prinzipien können die Höhe bestimmter Kausalabgaben ausreichend begrenzen, so
dass der Gesetzgeber deren Bemessung (nicht aber die Umschreibung des Kreises der
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Abgabepflichtigen und des Gegenstandes der Abgabe) der Exekutive überlassen darf
(Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 2637 f., 2703 f.).
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt: BauG) sind die
Ortsplanung und die örtliche Baupolizei Sache der politischen Gemeinde. Die
Gemeinde ist verpflichtet, ein Baureglement mit dazugehörendem Zonenplan zu
erlassen (Art. 7 BauG). Diese generelle Kompetenz umfasst auch die Ermächtigung der
Gemeinden zur Erhebung von Gebühren für Amtshandlungen im Zusammenhang mit
baupolizeilichen Massnahmen.
Gestützt auf diese Bestimmungen hat die Vorinstanz das BauR erlassen. Nachdem es
vom 1. September bis 8. Oktober 1998 sowie anlässlich einer Revision vom 1. bis
30. Mai 2007 dem fakultativen Referendum unterstellt und vom Baudepartement
genehmigt worden war, trat es in der aktuell gültigen Version am 1. September 2007 in
Kraft. Das BauR ist somit in einem demokratischen Rechtsetzungsverfahren ergangen
und stellt ein Gesetz im formellen Sinn dar. In Art. 50 Abs. 3 dritter Satz BauR ist
bestimmt, dass der Gemeinderat befugt ist, auf Kosten des Baugesuchstellers weitere
Geländehöhen aufnehmen zu lassen und für schwer zu beurteilende und
aussergewöhnliche Bauten Gutachten einzuholen. Art. 51 BauR legt fest, dass für die
Behandlung der Baugesuche sowie Bauermittlungen und für die baupolizeilichen
Leistungen Gebühren gemäss Gebührentarif für das Bauwesen der Gemeinde T zu
entrichten sind (Abs. 1) und die Barauslagen für allfällige Gutachten,
Schnurgerüstangaben, Kontrollen und dergleichen dem Verursacher weiterbelastet
werden (Abs. 2). Der Gebührentarif der Gemeindeverwaltung der politischen Gemeinde
T (abgekürzt: GebT; act. 13/69) regelt die Kosten und Entschädigungen im Verfahren
vor den Verwaltungsbehörden der Gemeinde T.
Das Objekt der umstrittenen Gebühr, nämlich die Kosten für das bei der S AG
eingeholte externe Gutachten, ergibt sich aus Art. Art. 50 Abs. 3 dritter Satz BauR und
damit aus einem Gesetz im formellen Sinn.
b) Art. 50 Abs. 3 dritter Satz BauR nennt als Voraussetzung der Einholung eines
Gutachtens das Vorliegen von schwer zu beurteilenden und aussergewöhnlichen
Bauten. Art. 50 BauR behandelt die Form des Baugesuchs. In Abs. 1 wird aufgeführt,
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was ein normales Baugesuch alles zu enthalten hat. Abs. 2 bezieht sich auf die
notwendigen Unterlagen bei Fassadenänderungen. In Abs. 3 werden die Befugnisse
des Gemeinderates aufgeführt, weitergehende Unterlagen einzufordern oder auf
Kosten des Baugesuchstellers selbst weitere Abklärungen vorzunehmen. Der
Gemeinderat darf diese besonderen Befugnisse jedoch nur in Spezialfällen ausüben.
Art. 50 Abs. 3 ist als Ausnahmebestimmung zu verstehen. Entscheidend ist daher, ob
das Baugesuch einen Spezialfall darstellte und so gewichtige
Ausnahmeschwierigkeiten aufwies, dass die Einholung eines externen Gutachtens
notwendig war.
Im Beschluss vom 14. Juni 2010 stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, die sich
stellenden Fragen rund um das Bauvorhaben seien derart komplex gewesen, dass der
Beizug des externen Gutachters notwendig gewesen sei. Das Bauamt habe auf
Anfrage mitgeteilt, dass die Terraingestaltung äusserst schwierig zu beurteilen
gewesen sei, weil sie zuvor schon Änderungen erfahren hatte. Auch die Frage der
Zufahrt habe sich nicht ohne weiteres anhand der Vorschriften im Baureglement der
Gemeinde T oder des Baugesetztes des Kantons St. Gallen beurteilen lassen. Das
Baugesuch der X AG habe mehrere, baurechtlich komplexe, Fragen aufgeworfen. Das
Bauamt sei nicht in der Lage gewesen, die sich stellenden Fragen zu beantworten,
weshalb der Beizug eines Gutachters zulässig gewesen sei. Im vorliegenden Fall
komme weder das Kostendeckungs- noch das Verhältnismässigkeits- bzw.
Äquivalenzprinzip zur Anwendung. Dieses wäre allenfalls verletzt, wenn das Bauamt für
die ordentliche Prüfung des Baugesuchs eine übermässig hohe Gebühr verlangt hätte,
was jedoch nachweislich nicht der Fall gewesen sei.
Im Rekurs wird geltend gemacht, die Rechnung des Bauamts T verstosse gegen das
Kostendeckungs- sowie gegen das Verhältnismässigkeits- bzw. Äquivalenzprinzip. Die
Übertragung von öffentlichen Aufgaben an einen externen Berater in Anwendung von
Art. 94 VRP zum Nachteil der Rekurrentin sei unzulässig bzw. die dadurch verursachten
Kosten dürften nicht auf sie überwälzt werden. Für die Bearbeitungsgebühr, Bau- und
Visieranzeigen und die Vermittlung der Baueinsprache dürften maximal Fr. 500.--
belastet werden. Alles andere verletze die vorerwähnten Prinzipien.
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Die Vorinstanz bringt hingegen vor, die Bauherrschaft habe jederzeit gewusst, dass die
Forderungen in ihrem Baugesuch im Graubereich des Machbaren lägen und dass die
Beurteilung der Zulässigkeit nicht einfach sei. Dies gehe aus den Korrespondenzen
zwischen der Bauherrschaft und der Gemeinde respektive dem Baudepartement (act.
13/31-36) sehr gut hervor. Die besondere Topographie im fraglichen Baugebiet habe
bezüglich Terraingestaltung, Niveaupunkt oder Höhenangaben Fragen aufgeworfen,
welche das Bauamt und die Gemeinde ohne den Beizug der Fachpersonen nicht hätte
beurteilen können. Die Tatsache, dass die Rekurrentin die erste Baugesuchseingabe
angesichts der vorliegenden Einsprachen sowie der Beurteilung des Rechtsdienstes
des Baudepartements angepasst und eine Projektänderung eingereicht habe, zeige
deutlich, dass sie sich der Problematik an diesem Standort bewusst gewesen sei. Sie
habe beispielsweise auch selber die R AG, St. Gallen (Geologe) beauftragt, um den
vormaligen Geländeverlauf bestimmen zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser
AG habe sich eine Verschiebung des Niveaupunkts ergeben, was wiederum zu neuen
Höhenangaben geführt habe. Es sei für das Bauamt und die Bewilligungsbehörde
schlicht unmöglich gewesen, die Ergebnisse der R AG zu überprüfen. Der Beizug der
von der Gemeinde beauftragten S AG sei deshalb unumgänglich gewesen. Angesichts
dieser Sachlage und dem langwierigen Bauprüfungsverfahren mit doch unüblich
umfangreichen Vorakten sei es unverständlich, dass die Rekurrentin nun die
notwendigen, von ihr verursachten und ausgewiesenen Aufwendungen des Bauamts
und der Bewilligungsbehörde nicht begleichen wolle. Gemäss GebT bewege sich der
Kostenrahmen für das Erteilen einer Baubewilligung zwischen Fr. 200.-- und Fr.
10'000.--. Die Kosten für ein vergleichbares Bauprojekt beliefen sich üblicherweise auf
Fr. 1'000.-- bis 1'500.--, sofern keine Einsprache eingehe und das Baugesuch durch
die Bewilligungsbehörde selber geprüft werden könne. Auch dies zeige, dass die von
der Rekurrentin als vertretbare Grösse betrachtete Gebühr von Fr. 500.-- als nicht
realistisch bezeichnet werden müsse.
In der zusätzlichen Stellungnahme führt die Rekurrentin aus, das Bauamt T habe das
Bauvorhaben in einem ersten Durchgang bereits am 13. Juni 2008 umfassend beurteilt
und sei zum Schluss gekommen, das Bauvorhaben könne nicht verweigert werden. Die
Frage der Topografie und des Niveaupunkts seien sodann durch einen von der
Rekurrentin bezahlten Experten untersucht und geklärt worden. Nachdem die erste
Baubewilligung aufgrund eines Rekurses vor dem Baudepartement hängig gewesen
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und das Verfahren zufolge eines Korrekturgesuchs sistiert worden sei, hätte sich das
Bauamt T lediglich mit dem Korrekturgesuch, d.h. mit den geänderten Punkten,
befassen müssen. Das hätte sie ohne weiteres tun können. Dem E-Mail des
Bauamtschefs vom 11. Februar 2009 an das Baudepartement lasse sich entnehmen,
dass das Bauamt die einzelnen Korrekturpunkte nicht selber überprüfen wollte, weil es
in Zeitnot geraten sei. Offenbar sei das Bauamt aufgrund der Arbeitsbelastung und
wegen eines unfallbedingten Arbeitsausfalls der massgeblichen Sachbearbeiterin in
Verzug geraten. Um dieses Dilemma zu lösen, sei die Prüfung des Gesuchs an eine
externe, befreundete Fachperson vergeben worden (act. 13/41). Entscheidend sei,
dass die Baugesuchsprüfung durch die S AG eine ganz gewöhnliche Prüfung gewesen
sei, wie sie andernfalls die Sachbearbeiterin des Bauamts, die unfallbedingt ausgefallen
sei, hätte vornehmen können und müssen. Die Fachperson liste allgemeine rechtliche
und tatsächliche Ausführungen zu folgenden Themen auf: Ausnützung,
Gebäudemasse, Niveaupunkt, Grenz- und Gebäudeabstände, An-, Neben- und
Vorbauten, Dachgestaltung, Abgrabungen/Auffüllungen, Autoabstellplätze und
Garagenzufahrt (act. 13/42). Im Bericht der Fachperson fänden sich keinerlei
Ausführungen zur angeblich hoch komplexen Topografie oder zu einer besonderen
Festlegung des Niveaupunkts. Es handle sich um einen ganz normalen
Recherchebericht. Der Grund für die externe Vergabe habe einzig darin gelegen, dass
das Bauamt aufgrund zeitlicher und personeller Probleme nicht in der Lage gewesen
sei, das Baugesuch rechtzeitig zu prüfen. Das sei indes keine Verantwortung, die auf
einen Baugesuchsteller überwälzt werden dürfe. Im Weiteren sei nur bezüglich der
Rechnung der S AG vom 29. April 2009 eine Leistung nachgewiesen. Gemäss
Leistungsbeschrieb in der Rechnung handle es sich dabei um den erwähnten
Prüfbericht (act. 13/42). Hingegen liessen sich den Akten keine Hinweise darauf
entnehmen, welche "allgemeine Bauberatung" der Rechnung vom 13. April 2010
zugrunde gelegen haben solle. Wäre eine solche erfolgt, so müssten entweder
schriftliche Erläuterungen vorliegen oder mündliche Erklärungen hätten protokolliert
werden müssen.
c) Im Zusammenhang mit dem ersten Baugesuch wurde von der Rekurrentin eine
Beurteilung der Untergrundverhältnisse auf der fraglichen Parzelle bei der R AG in
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Auftrag gegeben. Diese untersuchte dazu anhand von im Boden geöffneten
Sondierschlitzen den Bodenaufbau, kommentierte die Ergebnisse im Bericht vom
15. Mai 2007 mit Fotos, Beschreibungen und Bemerkungen sowie einem
Übersichtsplan des Grundstücks, auf welchem die Lage der Sondierschlitze
eingezeichnet sind und hielt zusammenfassend fest, das alte Humusdepot und die von
der Hinterfüllung noch verbleibende Aushubdeponie wiesen insgesamt eine maximale
Schichtmächtigkeit von ca. 0.6 bis 0.8 Meter, lokal bis maximal 1 Meter auf und
umfassten den Südteil der projektierten Bauten. Insgesamt ist dieser Bericht
übersichtlich dargestellt und die Ergebnisse sind auch für einen Laien nachvollziehbar.
Das Bauamt T nahm denn auch keine weiteren Abklärungen vor, sondern verfasste am
5. Mai 2008 das Formular "Bauprotokoll und Prüfbericht" (act. 13/10), in welchem die
beim Bauprojekt vorliegende Ausnützungsziffer, maximale Vollgeschosszahl,
Gebäudehöhe und Firsthöhe, der kleine und der grosse Grenzabstand, der minimale
Gebäudeabstand und die maximale Gebäudelänge, der Mehrlängenzuschlag sowie die
bestehenden Abstellplätze festgehalten wurden. Mit Beschluss vom 19. Mai 2008
entschied die Vorinstanz sodann über das Baugesuch und bewilligte das Bauvorhaben
mit Bedingungen und Auflagen. Diese Bedingungen und Auflagen beinhalteten keine
weiteren Abklärungsverpflichtungen bezüglich Terraingestaltung oder ähnlichem. Zu
jenem Zeitpunkt schien das Bauprojekt also ohne weiteres durch die Vorinstanz
beurteilbar und gewöhnlich. Daran änderten auch die gegen das Baugesuch
eingegangen Einsprachen nichts. Die Vorinstanz war im erwähnten Beschluss in der
Lage, ohne Beizug eines externen Gutachters zu allen in den Einsprachen
vorgebrachten Punkten (Versickerung, Sondierergebnisse und Niveaupunkt,
Geschosszahl, Ausnützung, Baureife, Baustellenzufahrt, Grenzabstände etc.) Stellung
zu nehmen. Das Rekursverfahren vor dem Baudepartement änderte an der Sachlage
nichts, zumal in der Rekursbegründung (vgl. act. 13/23) keine wesentlich neuen Punkte
vorgebracht wurden.
Mit der Projektergänzung vom 8. Dezember 2008 (act. 13/34) hat die Rekurrentin
ebenfalls keine grundlegend neuen und sicherlich auch keine schwieriger zu
beurteilenden Fragen aufgeworfen. Vielmehr hat sie den Sachverhalt mit neuen Plänen
des Geometerbüros W AG Ingenieure zum Niveaupunkt (act. 13/35) sowie der
ergänzenden Stellungnahme der R AG vom 4. Dezember 2008 (act. 13/36) noch
genauer dargelegt. Die Vorinstanz hat denn auch nicht sofort nach Eingang dieser
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Projektergänzung einen externen Gutachter beigezogen, sondern erst nach
Aufforderung des Baudepartements, die Angelegenheit voranzutreiben (vgl. act. 13/39).
Daraufhin wurde die S AG beauftragt. Dieser Auftrag befindet sich jedoch nicht bei den
Akten, weshalb unklar bleibt, wie er genau lautete. Der Bericht der S AG vom 24.
Februar 2009 (act. 13/42) ist mit "Baugesuchsprüfung" betitelt. Weder aus dem
Begleitbrief noch aus der beiliegenden Tabelle lässt sich ein Hinweis auf ein Gutachten
über eine schwer zu beurteilende und aussergewöhnliche Baute erkennen. Vielmehr
kann den Ausführungen der Rekurrentin gefolgt werden, dass es sich dabei um einen
normalen Prüfbericht eines Baugesuchs handelt. Es werden die üblichen Punkte der
Ausnützung, Gebäudemasse, Grenz- und Gebäudeabstände, An-, Neben- und
Vorbauten, Dachgestaltung, Autoabstellplätze und Garagenzufahrt behandelt. Zur von
der Vorinstanz als "äusserst schwierig zu beurteilenden Terraingestaltung" (vgl.
angefochtener Beschluss, Erwägung IV) äussert sich der Bericht lediglich unter der
Rubrik "Niveaupunkt" (act. 13/42, S. 2) in vier Zeilen und unter der Rubrik
"Abgrabungen/Auffüllungen" (act. 13/42, S. 4f.) auf ca. einer halben Seite. Zum
Niveaupunkt wird ausgeführt, das Terrain sei gemäss Baugrunduntersuchung
geschüttet und der Niveaupunkt werde nicht ab dem geschütteten, sondern ab dem
ursprünglich gewachsenen Terrain gemessen. Damit verweist die S AG lediglich auf die
Ergebnisse der Berichte der R AG, ohne diese selbst überprüft zu haben oder sich
vertieft damit auseinander zu setzen. Unter der Rubrik "Abgrabungen/Auffüllungen"
wird darauf hingewiesen, dass auch diese wie der Niveaupunkt auf das ursprünglich
gewachsene Terrain gemessen werden. Die Abgrabungen und Aufschüttungen werden
alle als i.O. bezeichnet. Detailliertere Angaben oder allenfalls vorgenommene Analysen
etc. durch die S AG lassen sich aus dieser Aufstellung nicht entnehmen. Der Rest der
halben Seite widmet sich dem Thema des Böschungsverhältnisses der Treppe.
Insgesamt ist aus dem Bericht der S AG nicht ersichtlich, inwiefern es sich beim
Bauprojekt um ein schwer zu beurteilendes und aussergewöhnliches handeln sollte.
Insbesondere wurden keine zusätzlichen Abklärungen getroffen,
Terrainuntersuchungen vorgenommen oder Ausführungen gemacht, welche nicht auch
durch das Bauamt selbst hätten erfolgen können. Zudem besteht tatsächlich ein
Hinweis darauf, dass der Grund für die Vergabe der Prüfung des Baugesuchs an ein
externes Unternehmen eher daran lag, dass beim Bauamt ein kurzzeitiger
Personalmangel bestand (vgl. act. 13/41). Auf diesen Bericht der S AG vom 24. Februar
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2009 (act. 13/42) bezieht sich die Rechnung Nr. 06096 vom 29. April 2009 (Beilage zu
act. 13/63). Da es sich weder um eine schwer zu beurteilende und aussergewöhnliche
Baute handelte noch der Bericht als Gutachten eingestuft werden kann, können die
dafür entstandenen Kosten der Rekurrentin nicht gestützt auf Art. 50 Abs. 3 dritter Satz
BauR überbunden werden.
d) Zu prüfen bleibt die Rechnung Nr. 07087 vom 13. April 2010 (Beilage zu act. 13/63).
Wie die Rekurrentin zu Recht geltend macht, ist aus den Akten nicht ersichtlich, auf
welche Leistungen sich diese bezieht. Gemäss Vermerken auf der Rechnung selbst
werden damit "allgemeine Bauberatung" und "diverse Abklärungen zum Baugesuch M"
abgegolten. Genaueres ist selbst aus dem Leistungsjournal (Beilage zu act. 9) nicht
erkennbar. Sicherlich handelt es sich auch hier nicht um die Kosten für ein externes
Gutachten, weshalb diese Kosten ebenfalls nicht von der Rekurrentin zu tragen sind.
e) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs gutzuheissen und der Beschluss der
Vorinstanz vom 14. Juni 2010 aufzuheben ist. Ebenso ist die dem Beschluss
zugrundeliegende Rechnung vom 12. Mai 2010, soweit sie die Positionen der beiden
Rechnungen der S AG betrifft (Nr. 06096 vom 29. April 2009 im Betrag von Fr. 2'570.55
und Nr. 07087 vom 13. April 2010 im Betrag von Fr. 360.80), aufzuheben.
5.- a) Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der politischen
Gemeinde T aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'800.--
ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf
die Erhebung ist nicht zu verzichten, da das Gemeinwesen überwiegend finanzielle
Interessen verfolgt (Art. 95 Abs. 3 VRP; VerwGE vom 14. Dezember 2000 in Sachen
Pol.Gde.W., S. 13). Die Finanzverwaltung ist anzuweisen, der Rekurrentin den
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 900.-- zurückzuerstatten.
b) Die Rekurrentin hat ein Entschädigungsbegehren gestellt. Nach Art. 98 Abs. 2 VRP
werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten entschädigt, soweit sie aufgrund
der Sach- oder Rechtslage als notwendig und angemessen erscheinen. Es stellten sich
insbesondere formelle und materielle Rechtsfragen. Die Rechtsvertretung kann daher
als notwendig anerkannt werden. Ein Pauschalhonorar von Fr. 3'000.-- erscheint
angesichts des ersichtlichen Aufwands angemessen (Art. 19, 22 Abs. 1 lit. b der
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Honorarordnung; sGS 963.75, abgekürzt: HonO). Hinzu kommen die geltend
gemachten Barauslagen von Fr. 180.-- sowie 8% Mehrwertsteuer (Fr. 240.--),
insgesamt also Fr. 3'420.-- (Art. 28 und Art. 29 HonO). Entschädigungspflichtig ist die
politische Gemeinde T (Art. 98 VRP).