Decision ID: 09563637-d4d7-4bd2-bcb7-8264058f0fe9
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals am 12. November 2008 zum Bezug von IV-Leistungen
im Kanton St. Gallen an. Im Anmeldeformular gab er an, er habe von 1967-1970
Anlehren als Gärtner absolviert (ohne Fähigkeitsausweise) und arbeite Teilzeit als
Gärtner und Hauswart. Er leide unter einer Diskushernie bzw. Rückenproblemen und an
Arthrose/Meniskus in beiden Knien (IV-act. 1).
A.b Gemäss den von der IV-Stelle eingeholten Unterlagen der IV-Stelle Liechtenstein
(IV-Stelle FL) hatte sich der Versicherte am 18. Juli 2007 bei der IV-Stelle FL zur
Durchführung einer Früherfassung angemeldet (IV-act. 8 f.). Am 21. August 2007 war
ihm von seinem damaligen Arbeitgeber, der B._, gekündigt worden, da er aus
gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen sei, über seine 80% Anstellung
hinaus Leistungen zu erbringen und selbst berufsspezifisch leichte Arbeiten aufgrund
seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht habe ausführen können (IV-act. 11). Diese
Kündigung war nach einem am 25. September 2007 geführten Gespräch zwischen
dem Versicherten, einem Vertreter der B._ und einem Mitarbeiter der IV-Stelle FL
zurückgezogen worden (vgl. IV-act. 12). Am 12. Juni 2008 hatte sich der Versicherte
bei der IV-Stelle FL zum Bezug von IV-Leistungen (Arbeitsvermittlung/Rente)
angemeldet (IV-act. 15 f.). Der behandelnde Arzt Dr. med. C._, Facharzt für
Allgemeinmedizin FMH, hatte am 15. August 2007 festgehalten, der Versicherte sei
infolge der degenerativen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule und beider
Kniegelenke als Gärtner nur noch bedingt einsatzfähig. Vor allem sollten längere und
grössere Belastungen sowie das Tragen von schweren Lasten vermieden werden.
Kurzzeitige Belastungen seien noch möglich (IV-act. 10). Dr. med. D._, Leitende
Ärztin Rheumatologie, Klinik Valens, hatte am 24. Januar 2008 folgende Diagnosen
angegeben: Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei Status nach mehrfacher
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Diskushernieoperation und Periarthropathia genu beidseits u.a. mit Gonarthrosen
beidseits symptomatisch mit Status nach mehrmaligen operativen Eingriffen. Dazu
hatte sie ausgeführt, dass der Versicherte für die bisherige schwere Tätigkeit in der
Landschaftsgärtnerei sicher nicht mehr geeignet sei. Für eine leichte bis mittelschwere
wechselbelastende Tätigkeit bestehe hingegen noch eine Arbeitsfähigkeit, deren
Umfang anhand einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend EFL)
festgestellt werden könne (IV-act. 14). Auch Dr. C._ hatte am 30. Juni 2008 bei
denselben Diagnosen festgehalten, dass dem Versicherten Belastungen, wie sie der
Beruf des Landschaftsgärtners mit sich bringe, nicht mehr zumutbar seien. Eine wenig
belastende Tätigkeit (z.B. eine Teilzeitbeschäftigung als Hauswart) sei, da der
Versicherte nicht lange stehen könne und rasch ermüde, täglich während 4h bei leicht
eingeschränkter Leistungsfähigkeit zumutbar. Der Versicherte sei in der angestammten
Tätigkeit vom 6. bis 12. August 2007 zu 100%, vom 10. September 2007 bis 31. Januar
2008 zu 50% und ab dem 1. Februar 2008 zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Aktuell
sei er nach wie vor zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 21).
A.c Gemäss den Angaben im Fragebogen für den Arbeitgeber hatte der Versicherte
bei einem Pensum von 80% im Jahr 2007 monatlich Fr. 4'160.-- und im Jahr 2008
monatlich Fr. 4'243.-- (jeweils + 13. Monatslohn) verdient (IV-act. 16, 23).
A.d Im Rahmen einer durch die IV-Stelle FL angeordneten EFL vom 24./25. September
2008 hatte Dr. D._ zusätzlich zu den bisher bekannten Diagnosen ein leichtes
residuelles motorisches Ausfallsyndrom L5 rechts, ein leichtes rezidivierendes
radikuläres Reizsyndrom L3 links sowie eine Periarthropathia humeroscapularis
tendinopathica rechts mit Impingementsymptomatik festgestellt. Laut E._,
Physiotherapeut Ergonomie, war der Versicherte in einer leichten bis mittelschweren
wechselbelastenden Arbeit aufgrund der deutlich verminderten Belastbarkeit beider
Kniegelenke und der Lendenwirbelsäule in der normalen Arbeitszeit nicht voll
leistungsfähig, weshalb die tägliche Arbeitszeit um 2h reduziert werden sollte.
Hockepositionen sollten nie und Arbeiten über Schulterhöhe, vorgeneigtes Stehen,
Knien, Treppen- sowie Leitersteigen nur selten vorkommen. Die angestammte schwere
Tätigkeit als Gärtner/Allrounder sei jedenfalls nicht mehr zumutbar (IV-act. 26).
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A.e Mit einem Vorbescheid vom 18. November 2008 stellte die IV-Stelle FL dem
Versicherten die Zusprache einer halben IV-Rente ab dem 1. April 2008 bei einem IV-
Grad von 50% in Aussicht (IV-act. 30). Nachdem der Versicherte dagegen am 9. Januar
2009 einen Einwand erhoben hatte (IV-act. 37), beantragte er am 22. Januar 2009 eine
neue Beurteilung der Situation, da seine Schmerzen zugenommen hätten (IV-act. 39,
Austrittsbericht des Spitals F._ vom 23. Januar 2009 betreffend eine am 20. Januar
2009 durchgeführte Knieorthoskopie und medialen Teilmeniscektomie und
Gelenkstoilette rechts, IV-act. 40). Dr. med. G._, Chiropraktor, gab am 26. Januar
2009 an, dem Versicherten sei aufgrund der massiven Bewegungseinschränkungen der
Lendenwirbelsäule, der Schmerzen des paralumbalen Muskelhartspannes, der
Druckdolenzen sowie der schmerzhaften Bewegungseinschränkung beider
Kniegelenke lediglich eine leichte, wenig belastende, wechselseitige Tätigkeit während
maximal 3-4h täglich zumutbar (IV-act. 41). Am 23. März 2009 teilte der Versicherte
mit, ihm sei von seinem Arbeitgeber auf Mitte Jahr gekündigt worden (IV-act. 44). Am
30. Juni 2009 verfügte die IV-Stelle FL ab dem 1. April 2008 die Ausrichtung einer
halben Rente. Dabei hatte sie den vom ehemaligen Arbeitgeber für das Jahr 2007
angegebenen Lohn für eine Vollzeitstelle aufgerechnet und das sich daraus ergebende
Valideneinkommen von Fr. 70'193.-- einem Invalideneinkommen eines 30h pro Woche
tätigen Hilfsarbeiters in Höhe von Fr. 35'377.05 (inkl. eines Abzugs von 20%)
gegenübergestellt, woraus ein IV-Grad von 50% resultierte (IV-act. 23, 57).
B.
B.a Mit einem Vorbescheid teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 11. Dezember
2009 mit, dass unter Berücksichtigung der Abklärungen durch die IV-Stelle FL in einer
leidensangepassten, leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit
eingeschränktem Belastungsprofil eine 75%ige (sechsstündige) Arbeitsfähigkeit
bestehe. Sie habe den vom ehemaligen Arbeitgeber für das Jahr 2008 angegebenen
Lohn für eine Vollzeitstelle aufgerechnet und das sich daraus ergebende
Valideneinkommen von Fr. 68'949.-- einem Invalideneinkommen in Höhe von Fr.
40'681.-- (75% des Lohnes eines 40h pro Woche tätigen Hilfsarbeiters abzüglich eines
"Teilzeitabzugs" von 8%) gegenübergestellt. Daraus ergebe sich ein IV-Grad von 41%,
womit der Versicherte ab dem 1. März 2008 einen Anspruch auf eine Viertelsrente habe
(IV-act. 23, 49, 63, 70 f.). Dagegen liess der Versicherte am 26. Januar 2010
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einwenden, die IV-Stelle habe sich bei der Rentenfestsetzung nicht mit den von den
Einschätzungen der Klinik Valens abweichenden Berichten der behandelnden Ärzte
auseinandergesetzt. Da er für die EFL vom 25. September 2008 Schmerzmittel habe
einnehmen müssen, um die während der durchgeführten Belastbarkeitstests
entstehenden Schmerzen ertragen zu können, müsse davon ausgegangen werden,
dass seine Belastungsgrenze unter den von der Klinik ermittelten 6h pro Tag liege (IV-
act. 75).
B.b Da dem Bericht von Dr. med. H._, Oberarzt Orthopädie, Spital I._, vom 21.
Dezember 2009 zu entnehmen gewesen war, dass der Beschwerdeführer nach der
Implantation einer Knie-TP rechts am 5. November 2009 keinerlei Beschwerden mehr
hatte (IV-act. 84), riet Dr. med. J._ vom RAD am 16. Juni 2010 zu einer erneuten
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (IV-act. 86). Am 25. Juni 2010
gab Dr. H._ an, die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten aus medizinischer Sicht
zwar nicht mehr zumutbar, doch bestehe in einer adaptierten Tätigkeit mit einer
begrenzten Belastung des rechten Knies/Beines und vermehrt sitzend ab Juni 2010
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 88). Der behandelnde Arzt Dr. med. K._,
Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. November 2010, der
Versicherte ermüde rasch und habe bei Belastung und längerem Stehen
Schmerzexacerbationen, weshalb Tätigkeiten bei leichter wechselseitiger Belastung
während 4h pro Tag bei einer leicht- bis mittelgradig eingeschränkten
Leistungsfähigkeit möglich seien (IV-act. 95). Am 15. Dezember 2010 erklärte Dr. K._
im Rahmen eines Telefongesprächs mit Dr. J._ vom RAD, der Versicherte habe sich
von seiner Knie-TP gut erholt. Beschwerden würden nur diffus bzw. wenig konkret
geschildert und seien schwer fassbar. In einer adaptierten Tätigkeit sei ab dem 4.
Januar 2011 medizintheoretisch eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100% möglich
(IV-act. 99).
B.c Mit einer Verfügung vom 29. März 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er
habe ab dem 1. März 2008 bei einem IV-Grad von 41% einen Anspruch auf eine
Viertelsrente. Zur Begründung führte sie aus, der RAD gehe weiterhin von einer mind.
75%igen Arbeitsfähigkeit aus, obwohl der Versicherte nach den neu vorliegenden
medizinischen Berichten in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act.
97, 101, 113).
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C.
C.a Dagegen liess der Versicherte am 13. Mai 2011 Beschwerde erheben und die
Zusprache einer Dreiviertelsrente, eventualiter die Rückweisung zur weiteren
medizinischen Abklärung beantragen. Zur Begründung liess er ausführen, es sei mit Dr.
G._ (26. Januar 2009) und Dr. K._ (11. November 2010) davon auszugehen, dass er
in der Lage sei, einer angepassten Tätigkeit ca. 4h täglich nachzugehen (IV-act. 112).
Die IV-Stelle beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. August 2011 die
Abweisung der Beschwerde (IV-act. 122). Mit einer Replik vom 17. November 2011
hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (IV-act. 133).
C.b Nach dem Abschluss des Schriftenwechsels liess der Versicherte dem Gericht am
21. Mai 2012 die Ergebnisse der kürzlich von der IV-Stelle FL in Auftrag gegebenen und
am 2. März 2012 von der Klinik Valens durchgeführten zweiten EFL zukommen. Er
machte geltend, gestützt auf das Ergebnis der Abklärung und unter Berücksichtigung
eines Tabellenlohnabzugs von 25% habe er einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente
(IV-act. 141). Dr. med. L._, Chefarzt Rheumatologie, hatte im Bericht zu dieser EFL
festgehalten, das arbeitsbezogen relevante Problem sei die reduzierte körperliche
Belastbarkeit aufgrund der Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäule und beider
Kniegelenke. Zudem seien beide Schultergelenke in ihrer Beweglichkeit endgradig
schmerzhaft eingeschränkt. Gesamthaft sei eine Schmerzzunahme bei statischen und
repetitiven Tätigkeiten aufgrund der Beobachtungen während der EFL und der
konsistenten Leistung glaubhaft und nachvollziehbar, weshalb dem Versicherten
leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit Gewichtsbelastungen bis maximal 10kg
halbtags mit zusätzlichen Pausen von insgesamt 1h täglich zumutbar seien. Dabei
sollte er nie kriechen, knien oder hocken. Arbeiten über Schulterhöhe, vorgeneigtes
Stehen, Rotationen im Sitzen, wiederholte Kniebeugen, Treppen- und Leitersteigen
sollten selten vorkommen. Statische Positionen wie Sitzen/vorgeneigtes Sitzen und
Stehen sollten unterbrochen werden können und nur manchmal vorkommen. In der
aktuellen Tätigkeit als Hauswart und in allen anderen adaptierten Tätigkeiten sei der
Versicherte daher nur halbtags mit einem zusätzlichen Pausenbedarf von einer Stunde
arbeitsfähig (IV-act. 142). Weiter reichte der Versicherte am 17. Juli 2012 den
Vorbescheid der IV-Stelle Liechtenstein vom 9. Juli 2012 ein, mit welchem ihm gestützt
auf die EFL 2012 ab dem 1. Dezember 2011 bei einem IV-Grad von 68% eine ganze
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Rente in Aussicht gestellt worden war (IV-act. 145). Am 3. August 2012 verfügte die IV-
Stelle FL entsprechend ihrem Vorbescheid (IV-act. 147).
C.c Daraufhin beantragte die IV-Stelle am 24. September 2012 beim Gericht die
Rückweisung der Sache zur weiteren medizinischen Abklärung. Zur Begründung führte
sie an, die neue EFL sei für den RAD nicht gänzlich plausibel und nachvollziehbar (IV-
act. 152). Der Versicherte erklärte sich am 4. Oktober 2012 mit einem polydisziplinären
Gutachten einverstanden und zog die Beschwerde zurück, nachdem die IV-Stelle die
Verfügung vom 29. März 2011 am 23. Oktober 2012 widerrufen hatte (IV-act. 156, 162,
165).
D.
D.a Im polydisziplinären Gutachten vom 13. Mai 2013, durchgeführt am 9. April 2013
von der Ärztliches Begutachtungsinstitut Basel GmbH (nachfolgend ABI GmbH), wurde
der Versicherte allgemeininternistisch, psychiatrisch, orthopädisch und neurologisch
untersucht. Dr. M._, FMH Allgemeine Innere Medizin, und Dr. N._, FMH Psychiatrie
und Psychotherapie, hielten fest, dass sie keine Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit gestellt hätten. Einzig aus psychiatrischer Sicht könne - jedoch ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit - eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
festgestellt werden, da die Überzeugung des Versicherten, auch in einer angepassten
Tätigkeit nicht mehr als in seinem jetzigen Umfang arbeiten zu können, sich nicht durch
die somatischen Befunde objektivieren lasse. Dr. O._, FMH Orthopädische Chirurgie,
hielt folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: Chronisches lumbo-
und thorakovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5/M54.6), symptomatische
Gonarthrose links (ICD-10 M17.0), chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10
M79.66/Z96.6), chronische Beschwerden an der adominanten rechten Schulter (ICD-10
M19.01) und Epicondylitis humeri radialis links (ICD-10 M77.1). Er führte aus, bei der
Untersuchung der Wirbelsäule habe sich eine praktisch freie Beweglichkeit sämtlicher
Abschnitte gezeigt, indem der initial vermehrte Finger-Boden-Abstand später durch
eine freie Auslenkung im Langsitz habe relativiert werden können. Auch die bei der
expliziten Prüfung verminderte Kopfrotation habe sich unter Ablenkung als frei
erwiesen. An den oberen und unteren Extremitäten habe gleichfalls eine freie
Beweglichkeit mit Ausnahme endgradiger Einschränkungen an der rechten Schulter
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und den linken Kniegelenk vorgelegen. Hinweise für ein subakromiales Impingement
oder eine höhergradige Läsion des AC-Gelenkes hätten dabei gefehlt. Am linken
Ellbogen hätten Zeichen einer radialen Epikondylopathie bestanden.
Zusammenfassend liessen sich die vom Versicherten beklagten Beschwerden
einerseits durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus nachvollziehen,
andererseits sei festzuhalten, dass der Versicherte trotz des guten Erfolges nach
rechtsseitigem Kniegelenksersatzes auf einen derartigen Eingriff an der Gegenseite
verzichte, da immer wieder beschwerdearme Intervalle bestünden. Auch sei zu
erwähnen, dass der Versicherte von einem durchaus aktiven Lebensstil einschliesslich
ausgedehnter Spaziergänge, Velofahren, Schwimmen und handwerklicher
Verrichtungen berichtet habe. Auf beruflicher Ebene sei die vollständige Reintegration
in den Arbeitsprozess anzustreben, doch würden sich hier keine Massnahmen
anbieten, da der Versicherte über keine entsprechende Motivation zu verfügen scheine.
Dr. P._, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
ein degeneratives LWS-Syndrom (ICD-10 M54.5) mit einem residuellen radikulären
Syndrom S1 rechts (ICD-10 G54.4) bei Zustand nach zweimaliger
Bandscheibenoperation (1993/96, nachfolgend BOP). Die entsprechenden
Auswirkungen fielen jedoch überwiegend in das orthopädische Fachgebiet. Gesamthaft
hielten die Gutachter fest, beim Versicherten bestehe für körperlich mittelschwere und
schwere Tätigkeit seit dem 24. Januar 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und für
körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten seit Juni 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 80%
(Ganztagespensum mit reduzierter Leistungsfähigkeit aufgrund eines erhöhten
Pausenbedarfs). Es könne davon ausgegangen werden, dass die aktuelle Tätigkeit als
Hilfsarbeiter/Allrounder/Hauswart einer optimal adaptierten Tätigkeit entspreche (IV-
act. 176).
D.b Dr. J._ vom RAD hielt dazu am 1. Juli 2013 fest, das Gutachten sei umfassend,
kohärent, in sich widerspruchsfrei und medizinisch nachvollziehbar, weshalb darauf
abzustellen sei (IV-act. 177). Mit einem Vorbescheid vom 11. Juli 2013 stellte die IV-
Stelle dem Versicherten gestützt auf die im Gutachten der ABI GmbH attestierten
80%igen Arbeitsfähigkeit und einem Tabellenlohnabzug von 10% bei einem IV-Grad
von 37% die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 180).
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D.c Am 21. Oktober 2013 liess der Versicherte beantragen, ihm sei aufgrund eines IV-
Grades von 70% spätestens ab dem 1. März 2008 eine ganze IV-Rente auszurichten;
eventualiter sei ein neues interdisziplinäres Gutachten mit einer EFL in Auftrag zu
geben. Zur Begründung liess er ausführen, das ABI-Gutachten enthalte zahlreiche
Widersprüche. Dr. O._ habe einerseits angeführt, die beklagten Beschwerden liessen
sich durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus nachvollziehen und
andererseits angemerkt, zwischen den anamnestischen Schmerzschilderungen und
den objektivierbaren Befunden anlässlich der Untersuchung bestehe eine gewisse
Diskrepanz. Des Weiteren sei die psychiatrische Diagnose einer
Schmerzverarbeitungsstörung nicht nachvollziehbar, da seine Beschwerden zu den
erhobenen Befunden an der Wirbelsäule, den Knien, der Schulter und dem Ellenbogen
passten. Ausserdem sei keine EFL durchgeführt worden, obwohl die Arbeitsfähigkeit
durch die direkte Beobachtung der Belastbarkeit viel genauer bestimmt werden könne.
Da das Gutachten somit unvollständig sei, sei stattdessen auf die EFL in der Klinik
Valens vom 2. März 2012 abzustellen, gemäss welcher er als Hilfsarbeiter zu 50%
arbeitsunfähig sei. Unter Berücksichtigung seiner Teilzeittätigkeit und da er nur noch
Hilfsarbeiter-Tätigkeiten annehmen könne, welche aufgrund seines eingeschränkten
Belastungsprofils und seiner im Vergleich mit jüngeren Bewerbern eingeschränkten
manuellen Fähigkeiten schwer bzw. mit erheblichen Lohneinbussen zu finden seien,
rechtfertige sich ein Tabellenlohnabzug von insgesamt 25% (IV-act. 182).
D.d Die IV-Stelle bat die Gutachter der ABI GmbH, zu diesen Einwänden Stellung zu
nehmen (IV-act. 184). Diese hielten am 14. November 2013 fest, dass die durch den
Versicherten als widersprüchlich bezeichnete Aussage im orthopädischen Gutachten
betreffend die Nachvollziehbarkeit der beklagten Beschwerden aufgrund der gestellten
Befunde dahingehend zu verstehen sei, dass den subjektiv geklagten Beschwerden
des Versicherten - dies sei nicht immer so - tatsächlich ein organischer Kern zugrunde
liege, die Beschwerden also im Grundsatz nachvollziehbar seien. Hingegen liessen sich
das Ausmass der subjektiv beklagten Beschwerden und die subjektiven Limitierungen
nicht durch den plausibilisierten organischen Beschwerdekern erklären und begründen,
was dazu geführt habe, dass aus psychiatrischer Sicht von einer
Schmerzverarbeitungsstörung ausgegangen worden sei. Da eine EFL nur dann Sinn
mache, wenn eine gute Kooperation vorliege, und sinnlos sei, wenn ohne Motivation
mit Selbstlimitierung nicht bis an die Grenzen der Belastbarkeit getestet werden könne,
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habe im Gutachten die Einschätzung der Zumutbarkeit und der medizinisch-
theoretischen Möglichkeit im Vordergrund gestanden (IV-act. 185). Am 28. November
2013 entgegnete der Versicherte, die Gutachter blieben bezüglich seines angeblich
selbstlimitierenden resp. nicht kooperativen Verhaltens einen Beweis schuldig (IV-act.
187). Dr. J._ vom RAD erachtete die Ausführungen der Gutachter am 11. März 2014
"im Wesentlichen" als plausibel (IV-act. 188). Am 25. März 2014 verfügte die IV-Stelle
die Ablehnung des Rentenanspruchs des Versicherten. In Bezug auf die Einwände des
Versicherten führte sie aus, dass diese keine andere Annahme des aktuellen
Sachverhaltes erlaubten (IV-act. 189).
E.
E.a Gegen die Verfügung vom 25. März 2014 liess der Versicherte (nachfolgend
Beschwerdeführer) am 12. Mai 2014 Beschwerde erheben und die Zusprache einer
Dreiviertelsrente, eventualiter eine Rückweisung an die IV-Stelle (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) zur weiteren medizinischen Abklärung, insbesondere zur
Durchführung einer EFL, beantragen. Zur Begründung liess er in Ergänzung zu seinen
Stellungnahmen im Vorbescheidverfahren ausführen, die IV-Stelle (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) habe seine verwertbare Arbeitsfähigkeit von Anfang an
überschätzt. Schliesslich erhalte er von der IV-Stelle FL seit April 2008 eine halbe und
seit Dezember 2011 eine ganze IV-Rente. Das ABI-Gutachten sei unvollständig und
widersprüchlich und die bemängelten Ungereimtheiten seien nicht plausibel geklärt
worden. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und einem Teilzeit- und Leidensabzug von
20% resultiere ein IV-Grad von 68,68%, womit er einen Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente habe. Dieser IV-Grad lasse sich umso mehr rechtfertigen, als er mit
demjenigen der IV-Stelle FL übereinstimme, die das gleiche Bemessungsverfahren wie
die Beschwerdegegnerin kenne (act. G 1).
E.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. August 2014 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus,
das ABI-Gutachten sei von qualifizierten Fachärzten den Anforderungen der
Rechtsprechung entsprechend erstellt worden. Bei einer EFL wären aufgrund des
festgestellten Schmerzsyndroms keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen, da
eine EFL insbesondere dann nicht zielführend sei, wenn eine Person nicht zeigen wolle,
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was sie könne, sondern was sie nicht könne. Vorliegend sei dem Beschwerdeführer
eine Tätigkeit in einem ganztägigen Pensum zumutbar und es bestehe kein Grund, eine
über die Einschränkung der Leistungsfähigkeit hinausgehende, überproportionale
Lohneinbusse anzunehmen. Ausserdem wirke sich das Alter im Bereich der einfachen
und repetitiven Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4 bei männlichen Arbeitnehmern
im Alterssegment von 50 bis 64/65 nicht lohnsenkend aus. Dass das Alter die
Stellensuche faktisch negativ beeinflussen könne, müsse als invaliditätsfremder Faktor
unberücksichtigt bleiben, weshalb der vorgenommene Abzug in Höhe von 10% nicht
zu beanstanden sei (act. G 4).
E.c Dem liess der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 3. Oktober 2014 entgegnen,
Dr. H._ habe keine entscheidungsrelevante Angaben zu Arbeitsfähigkeit machen
können, da ihm lediglich ein Teilleiden bekannt gewesen sei. Auch auf die telefonische
Auskunft von Dr. K._ vom 15. Dezember 2010 sei nicht abzustellen, da dieser seine
Arbeitsfähigkeit ohne neuerliche Untersuchung seit dem 11. November 2010 nicht habe
einschätzen können. Zu beachten sei, dass seine Hausärztin, Dr. med. Q._,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, nie zu seinem Gesundheitszustand
befragt worden sei, obwohl er schon länger bei ihr in Behandlung sei und die IV-Stelle
FL auf zwei ihrer Arztberichte vom Januar 2012 abgestellt habe (act. G 6).
E.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 14. Oktober 2014 auf eine Duplik (act. G
8).
E.e Dem nachträglich durch das Gericht angeforderten vollständigen IV-Aktendossiers
der IV-Stelle FL (act. G 11) war u.a. zu entnehmen, dass Dr. Q._ am 2. Januar 2012
angegeben hatte, die Knieschmerzen des Versicherten nähmen bei Belastung und in
der Nacht zu und es bestehe ausserdem ein St. n. zweimaliger Arthroskopie links (act.
G 11.1/272). Am 4. Januar 2012 hatte sie ergänzend ausgeführt, dem Versicherten
seien nur noch körperlich leichte Arbeiten mit Wechselbelastung zumutbar. Seine
aktuelle Arbeit als Hauswart übe er ca. 1,5-3h pro Tag aus; je nach Tätigkeit wären ihm
bis zu 4h täglich zumutbar (act. G 11.1/274). Da Dr. med. R._ vom RAD die
Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgrund der im November 2009
vorgenommenen Knie-TP als belegt, die von der Sachbearbeitung unvollständig
wiedergegebene Restarbeitsfähigkeit (1,5-3h statt je nach Tätigkeit bis zu 4h) Dr.
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Q._s jedoch als nicht nachvollziehbar erachtet hatte, hatte sie am 8. Februar 2012
die Durchführung einer Verlaufs-EFL gefordert (act. G 11.1/275). Der Beschwerdeführer
nahm zu den zugesandten Akten am 13. März 2017 dahingehend Stellung, dass die
eingereichten Akten weder chronologisch noch systematisch einwandfrei geordnet
seien, weshalb die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine geordnete und
übersichtliche Aktenführung verletzt habe (act. G 16). Die Beschwerdegegnerin
verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 18).
E.f Das Gericht bat die ABI-GmbH am 8. Mai 2017 um eine nachvollziehbare
Begründung der Diskrepanz der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik Valens im Jahr
2012 zu jener der ABI GmbH im Jahr 2013, um eine genaue Bezifferung des
Arbeitsfähigkeitsgrades sowie die Klärung einiger Aussagen in Bezug auf die
somatische Störung von Dr. N._ (act. G 20). Dr. O._ führte dazu am 30. Mai 2017
aus, auch unter Berücksichtigung der Arthrose am linken Knie sei nicht
nachvollziehbar, wie die Klinik Valens im Jahr 2012 von einer grösseren Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit habe ausgehen können als im Jahr 2008, da die für diese
Einschränkungen grösstenteils ausschlaggebende Arthrose am rechten Knie im Jahr
2012 bereits operiert gewesen sei. Weiter hätten die im Rahmen der EFL 2012
beschriebenen funktionellen Defizite des Bewegungsapparates weder bei einer
früheren Untersuchung in Valens noch anlässlich der ABI-Begutachtung bestätigt
werden können. Die Arbeitsfähigkeit betrage 90% mit um 10% reduzierter Leistung bei
ganztägigem Pensum (act. G 21).
E.g Die Beschwerdegegnerin erklärte am 22. Juni 2017, die ABI GmbH habe die
Arbeitsfähigkeitsschätzung in ihrem Antwortschreiben vom 30. Mai 2017
nachvollziehbar begründet. Sie habe sich bereits in ihrer Beschwerdeantwort auf die
Einschätzung der ABI GmbH gestützt, weshalb sie auf die entsprechenden
Ausführungen verweise und abermals die Abweisung der Beschwerde beantrage (act.
G 24).
E.h Der Beschwerdeführer liess in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2017 darauf
hinweisen, dass das ABI-Gutachten die Kriterien für ein beweiskräftiges Gutachten
nicht erfülle; insbesondere habe die ABI GmbH trotz des entsprechenden Auftrags des
RADs keine EFL durchgeführt. Zudem hätten sich die Gutachter der ABI GmbH nicht
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ausreichend mit den Ergebnissen der im Jahr 2012 durch die Klinik Valens
durchgeführte EFL auseinandergesetzt. Auch im Antwortschreiben von Dr. O._ vom
30. Mai 2017 sei dieser Mangel nicht behoben worden. Er habe denn auch die
gestellten Fragen nicht befriedigend bzw. nicht vollständig beantwortet. Es bestehe die
Möglichkeit, dass die Diskrepanz zwischen den Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Klinik
Valens und der ABI GmbH mit den unterschiedlichen allgemeininternistischen
Einschätzungen zu begründen seien. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer weiterhin Probleme am rechten Knie habe, indem nach einer
einstündigen Gehstrecke eine Schwellung auftrete. Am linken Knie beklage er zudem
Schmerzen und ein Streckdefizit. Es sei auf die Aussage der Gutachter der ABI GmbH
abzustellen, gemäss welcher sich die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers
durch die klinischen und radiologischen Befunde nachvollziehen liessen. Ausserdem
sei davon auszugehen, dass aufgrund dieser Einschätzung die Arbeitsunfähigkeit bei
Durchführung einer EFL höher bewertet worden wäre. In Bezug auf die durch die Klinik
Valens im Jahr 2012 durchgeführte EFL sei erneut darauf hinzuweisen, dass die Klinik
Valens über einen grossen Erfahrungsschatz verfüge und auch die IV-Stelle FL voll auf
die durchgeführte EFL abgestellt habe (act. G 27).

Erwägungen
1.
1.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. März 2014 hat die Beschwerdegegnerin
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad von 37%
verneint. Strittig ist demnach, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine
Invalidenrente hat.
1.2 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR
830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), zu dem
Einkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie können aber
auch nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI
1998 S. 120).
2.
2.1 Um das Invalideneinkommen und damit den IV-Grad ermitteln zu können, muss die
Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
feststehen.
2.2 Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung.
Die Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei,
d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu
würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten.
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Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten.
2.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich bei ihrem Entscheid zur Hauptsache auf das
Gutachten der ABI GmbH vom 13. Mai 2013 gestützt (vgl. IV-act. 176, 180). Zunächst
stellt sich die Frage, ob dieses Gutachten die von der Rechtsprechung aufgestellten
Kriterien erfüllt. Dafür muss das Gutachten in Kenntnis aller relevanten Vorakten
abgegeben worden sein (Ziff. 2), eine Anamnese enthalten (Ziff. 3, 4.1.1, 4.2.1, 4.3.1),
die subjektiven Angaben des zu Begutachtenden zu seinen Leiden berücksichtigen
(Ziff. 3.3.1, 4.1.1.2, 4.2.1, 4.3.1.2), die erhobenen objektiven Befunde angeben (Ziff. 3.2,
4.1.2, 4.2.2, 4.3.2) und eine abschliessende Gesamtbeurteilung (Ziff. 3.4, 4.1.4, 4.2.4,
4.3.4) abgeben. Vorliegend scheinen zunächst alle Vorgaben erfüllt, doch hat der
Beschwerdeführer in seiner Replik geltend gemacht, dass der Beschwerdegegnerin
und der ABI GmbH die Arztberichte seiner Hausärztin Dr. Q._ vom 2. und 4. Januar
2012 nicht vorgelegen hätten (act. G 6). In der Tat finden sich diese im Rahmen des
Vorbescheids der IV-Stelle FL vom 9. Juli 2012 aufgeführten Arztberichte nicht in den
im Gutachten aufgeführten Vorakten und sind der Beschwerdegegnerin offenbar erst
seit dem 2. Februar 2017 bekannt (vgl. act. G 11.1/272 ff.). Die Aussagen von Dr. Q._
im Januar 2012 haben den die IV-Stelle FL beratenden RAD zwar von einer
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten überzeugt, doch hat Dr.
R._ aufgrund der ihrer Meinung nach nicht nachvollziehbaren
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. Q._ (die sich auf die falsche Annahme gestützt
hat, Dr. Q._ hätte den Beschwerdeführer lediglich für 1,5-3h als arbeitsfähig
betrachtet und nicht zusätzlich auch angegeben, dass ihm je nach Tätigkeit auch 4h
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täglich zumutbar wären) die Durchführung einer EFL nahegelegt (vgl. act. G 11.1/275).
Im Vorbescheid vom 9. Juli 2012 (IV-act. 146) hat sich die IV-Stelle FL denn auch
ausschliesslich auf eben diese am 2. März 2012 durchgeführte EFL gestützt ("Dem
EFL-Test der Klinik Valens, erstellt durch Dr. med. L._ vom 2. März 2012 kann
entnommen werden, dass nur noch leichte wechselbelastende Arbeiten halbtags
verrichtet werden können. [...]). Daraus ergibt sich folgende IV-Gradberechnung: [...]").
Der sich aus der EFL 2012 ergebende und somit von der IV-Stelle FL angenommene
Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% mit einem erhöhten Pausenbedarf von 1h pro Tag
weicht von der gemäss Dr. Q._ verbliebenen Arbeitsfähigkeit von 1,5-3h, in einer
adaptierten Tätigkeit evtl. bis zu 4h pro Tag nicht massgeblich ab. Dennoch hat sich
die IV-Stelle FL ausschliesslich auf die Ergebnisse der EFL 2012 der Klinik Valens
abgestützt, weshalb eine explizite Auseinandersetzung im ABI-Gutachten mit den
Berichten von Dr. Q._ nicht zwingend notwendig gewesen ist.
2.4 Der Beschwerdeführer hat in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2017 darauf
hinweisen lassen, dass die Diskrepanz zwischen den vorliegenden
Arbeitsfähigkeitsschätzungen möglicherweise auch mit den unterschiedlichen
allgemeininternistischen Einschätzungen begründet werden könne (act. G 27). Im
seinem Teilgutachten hat Dr. M._ keine allgemeininternistische Diagnose mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit stellen können, da die CRP- und TSH-Werte lediglich leicht
erhöht gewesen seien, die COPD nur mit einer minimalen Therapie behandelt werde,
der Beschwerdeführer nicht über Atemnot geklagt habe und die Lungenauskultation
und -perkussion unauffällig gewesen seien (IV-act. 176 S. 10). Dr. L._ hat in seiner
Beurteilung zur EFL am 17. April 2012 - genau wie Dr. M._ festgestellt, dass der
Beschwerdeführer an einer COPD und einer arteriellen Hypertonie leide. Weiter hat er
jedoch ausgeführt, dass momentan die Beschwerden von Seiten des
Bewegungsapparates im Vordergrund stünden. Die aufgrund der multilokulären
Beschwerden seitens des Bewegungsapparates reduzierte körperliche
Leistungsfähigkeit werde dennoch zusätzlich durch die beiden internistischen
Erkrankungen, insbesondere durch die chronisch obstruktive Pneumopathie
eingeschränkt (IV-act. 142 S. 6). Im Rahmen der EFL hat der Beschwerdeführer
während der Tests stets auf Schmerzen und Beschwerden in Schulter, Ellenbogen,
Knie, Kreuz und Gesäss ver¬wiesen. Über Atemnot (insbesondere beispielsweise beim
fünfminütigen Treppensteigen), Schwindel oder anderweitige Beschwerden, die auf
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eine internistische Problematik hätten schliessen lassen, hat er jedoch nicht geklagt
(IV-act. 142 S. 11 f.). Im Ergebnis ist denn auch die Reduktion der Arbeitszeit auf 4h pro
Tag mit der verminderten Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule sowie der Kniegelenke
und der zusätzliche Pausenbedarf von einer Stunde mit dem reduzierten Gehtempo
sowie der Einschränkung bei andauernden Tätigkeiten (wobei auch diese gemäss den
Untersuchungsnotizen den Beschwerden des Bewegungsapparates zuzuschreiben
sind) begründet worden (IV-act. 142 S. 8). Inwiefern die allgemeininternistischen
Erkrankungen zusätzlich zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer aufgrund
der Beschwerdeproblematik des Bewegungsapparates angeordneten leichten Tätigkeit
während 4h täglich mit einem erhöhtem Pausenbedarf von zusätzlich 1h pro Tag führen
sollten, geht aus dem EFL-Bericht nicht hervor und ist denn auch nicht nachvollziehbar.
Schliesslich ist nicht davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in einer
körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit derart anstrengen müsste, dass
aufgrund der COPD und der arteriellen Hypertonie mit zusätzlichen Einschränkungen
seiner Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Dass sich die allgemeininternistischen
Diagnosen direkt auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken, ist also
nicht anzunehmen, weshalb Dr. M._, der aus allgemeininternistischer Sicht von einer
vollen Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausgegangen ist, gefolgt werden kann. Auf eine
detaillierte Auseinandersetzung mit den vorliegen Arztberichten hat er im Übrigen zu
Recht verzichtet, da in der Vergangenheit selbst durch Dr. L._ keine konkrete
Arbeitsfähigkeitsschätzung aus allgemeininternistischer Sicht vorgenommen worden
ist.
2.5 Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung durch Dr. O._ hat der
Beschwerdeführer angegeben, dass er primär unter Knie- und Rückenschmerzen leide.
Dr. O._ hat berichtet, der Beschwerdeführer zeige auf der Treppe und auf ebenem
Terrain ein unauffälliges Gangbild. Die Wirbelsäule sei frei beweglich, nachdem der
initial vermehrte Finger-Boden-Abstand durch eine freie Auslenkung im Langsitz habe
relativiert werden können. Am linken Ellbogen bestünden Zeichen einer radialen
Epikondylopathie. Radiologisch lägen ein Status nach dem Einsetzen einer Knie-
Totalprothese rechts, eine deutliche Gonarthrose links und an der Lendenwirbelsäule
eine Osteochondrose des lumbosakralen Überganges nach einer
Diskushernieoperation vor 17 Jahren vor. Die rechte Schulter zeige überdies Hinweise
für eine Omarthrose. Gesamthaft liessen sich die vom Beschwerdeführer beklagten
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Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus
nachvollziehen. Allerdings könne dem Bericht der EFL 2012 nicht gefolgt werden, da
die Arbeitsfähigkeit vor dem Gelenkersatz am rechten Knie qualitativ und quantitativ
höher geschätzt worden sei als danach. Ausserdem habe sich im Rahmen der aktuell
durchgeführten Überprüfungen weder eine um 1/3 noch eine um 2/3 verminderte
Inklination der Lendenwirbelsäule gezeigt. Auch der Jobe-Test sei nicht positiv
gewesen (IV-act. 176 S. 18 f.). Auf diese Diskrepanz hat Dr. O._ in seinem Schreiben
vom 30. Mai 2017 nochmals hingewiesen; er hat dazu ausgeführt, dass die Diskrepanz
zwischen den sich aus den beiden von der Klinik Valens durchgeführten EFL
ergebenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Rahmen der ABI-Begutachtung selbst
unter der Berücksichtigung der Arthrose des linken Kniegelenks nicht habe
nachvollzogen werden können. Schliesslich habe die im Jahr 2008 unter der
Berücksichtigung der unbehandelten Arthrose im rechten Knie festgestellte
Arbeitsfähigkeit von 6h pro Tag für leichte bis sogar mittelschwere Tätigkeiten
gegolten. Im Jahr 2012 sei die Klinik Valens demgegenüber trotz eines erfolgreichen
Gelenkersatzes am rechten Knie für eine lediglich leichte, wechselbelastende Tätigkeit
von einer noch höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen (act. G 21).
Die Klinik Valens hat sich im Rahmen der EFL 2012 weder zu anderen Arztberichten
noch zu den aus der im Jahr 2008 durchgeführten EFL hervorgehenden Ergebnissen
geäussert. In Bezug auf sein rechtes Knie hat der Beschwerdeführer gegenüber Dr.
L._ im Jahr 2012 angegeben, kaum Schmerzen, sondern lediglich Probleme beim
Knien zu haben. Schwellungen habe er nie bemerkt; nach Belastungen bestehe aber
gelegentlich ein Spannen im rechten Kniegelenk und nach langen körperlichen
Belastungen gelegentlich ein kammerartiger Schmerz. Das linken Knie schmerze
demgegenüber sowohl im Ruhezustand als auch unter Belastung (IV-act. 142 S. 5).
Dementsprechend hat Dr. L._ am 17. April 2012 festgehalten, momentan stünden die
Beschwerden seitens einer Gonarthrose links und leichte Restbeschwerden bei Status
nach Knie-TP rechts, ebenfalls infolge Gonarthrose, im Vordergrund (IV-act. 142 S. 6).
Bei der ABI-Begutachtung im Jahr 2013 hat der Beschwerdeführer von Schwellungen
am rechten Knie nach dem Velofahren sowie anschliessenden Schmerzen beim
Abstellen des Fusses auf den Boden berichtet. Zudem schmerze das rechte Knie beim
Bergabgehen (IV-act. 176 S. 8). Am linken Knie bestünden chronische Beschwerden;
nachts im Liegen, beim Gehen oder verstärkt auch beim Tragen von Lasten ab 5kg
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träten Schmerzen auf (IV-act. 176 S. 8). Dennoch hatte der Beschwerdeführer
gegenüber Dr. O._ offenbar angegeben, auf einen Kniegelenksersatz auf der linken
Seite zu verzichten, da es immer wieder beschwerdearme Intervalle gebe (IV-act. 176
S. 18). Dass die beim Beschwerdeführer bestehenden Kniebeschwerden es diesem
verunmöglichen, in einer anderen als einer körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit zu arbeiten, ist nachvollziehbar und unbestritten. Seine Beschwerden am
rechten Knie treten allerdings erst nach grösseren Belastungen (längere Gehstrecken,
Velofahren, Bergabgehen) auf und am linken Knie - abgesehen von den
beschwerdefreien Intervallen - beim Gehen, Liegen und Heben von Lasten ab 5kg. In
einer adaptierten Tätigkeit ist es jedoch nicht nötig, dass der Beschwerdeführer längere
Strecken zu Fuss zurücklegt, Lasten trägt oder über einen längeren Zeitraum eine
Position einnimmt, die er aufgrund zunehmender Schmerzen nicht halten kann.
Inwiefern seine Beschwerden in einer adaptierten Tätigkeit zu einer massgeblichen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen sollen, kann daher in Übereinstimmung mit
Dr. O._ nicht nachvollzogen werden. Nach der Ansicht von Dr. O._ besteht zudem
eine "gewisse" Diskrepanz zwischen den anamnestischen Schmerzschilderungen und
den objektivierbaren Befunden. Letzteres hat für den Beschwerdeführer einen
Widerspruch zu der ebenfalls im Gutachten durch Dr. O._ getätigten Aussage, die
beklagten Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde
durchaus nachvollziehen, dargestellt (vgl. IV-act. 176 S. 18 und 20, IV-act. 182). Die
Gutachterhaben darauf geantwortet, die Aussage von Dr. O._ habe lediglich
ausdrücken sollen, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers zwar grundsätzlich
auf einen organischen Beschwerdekern zurückzuführen seien, dass dieser das
Ausmass der Beschwerden jedoch nicht erklären und begründen könne (IV-act. 185).
Diese Erklärung der Gutachter der ABI GmbH erscheint, obwohl der Beschwerdeführer
den Widerspruch nach wie vor als nicht aufgeklärt sieht, insbesondere in Verbindung
mit der im psychiatrischen Gutachten diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung
als nachvollziehbar und schlüssig (vgl. act. G 1, IV-act. 176 S. 12). Somit vermögen
auch die Aussagen im orthopädischen Gutachten zu überzeugen.
2.6 Im Rahmen der neurologischen Untersuchung hat Dr. P._ mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit ein degeneratives LWS-Syndrom (ICD-10 G54.4) bei Zustand nach
zweimaliger BOP und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine
beginnende Polyneuropathie unklarer Aetiologie (ICD-10 G62.9) diagnostiziert. Weiter
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hat Dr. P._ angegeben, das leichte residuelle radikuläre Syndrom S1 rechts fiele mit
leicht abgeschwächtem ASR und intermittierender Hypästhesie funktionell nicht ins
Gewicht. Von neurologischer Seite her fänden sich lediglich Hinweise für eine
beginnende Polyneuropathie, die sich jedoch funktionell nicht auswirke. Für die im
Rahmen der EFL gestellte Diagnose "leichtes radikuläres Reizsyndrom L3 links"
ergäben sich keine Hinweise und auch die Tangierung der Nervenwurzel L3 rechts
lasse sich nicht verifizieren, da der nicht nachweisbare Patellarsehnenreflex bereits mit
dem Zustand nach der Knie-TEP hinreichend erklärt sei. Die Ausführungen von Dr.
P._ sind nachvollziehbar und vom Beschwerdeführer auch nicht konkret beanstandet
worden.
2.7 Dr. N._ hat im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung festgehalten, dass der
Beschwerdeführer unter einer Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54) leide, da
sich seine Überzeugung, auch in einer angepassten Tätigkeit nicht mehr als im jetzigen
Umfang arbeiten zu können, nicht durch die somatischen Befunde objektivieren lasse
(IV-act. 176). Zu diesem Zeitpunkt hat der Beschwerdeführer ein bis zwei Stunden
täglich gearbeitet. Im Rahmen der Anamnese hat er jedoch angegeben, er brauche
"nach ein bis zwei Stunden leichter Arbeit, wie er sie jetzt verrichte, eine Pause und
könne dann noch ein oder zwei Stunden weiterarbeiten" und er könne, "wenn er drei
Tilur einnehme, sicher bis zu 50% arbeiten, wenn auch begleitet von starkem
Schwindel" (vgl. IV-act. 176 S. 11 f.). Diese Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers
hat sich in etwa mit der aus der EFL 2012 hervorgehenden Arbeitsfähigkeitsschätzung
(50% mit zusätzlichem Pausenbedarf von einer Stunde) gedeckt, mit seinem aktuellen
Beschäftigungsgrad von 1-2h täglich hingegen nicht. Gemäss der aus dem ABI-
Gutachten hervorgehenden somatischen Arbeitsfähigkeitsschätzung ist der
Beschwerdeführer zu 90% arbeitsfähig gewesen. Da sich damit weder der bisherige
Beschäftigungsgrad des Beschwerdeführers noch dessen Selbsteinschätzung im
Umfang von 50% in Einklang bringen lässt, ist die durch Dr. N._ gestellte Diagnose
einer Schmerzverarbeitungsstörung grundsätzlich nachvollziehbar. Der
Beschwerdeführer hat anführen lassen, dass diese Diagnose seinen Mühen
widerspreche, so aktiv wie möglich zu bleiben und in einem vernünftigen Ausmass
Sport zu treiben (act. G 1, IV-act. 182). Diesbezüglich haben die Gutachter
festgehalten, dass sich die diagnostizierte Schmerzverarbeitungsstörung auf das
subjektiv empfundene Ausmass der Einschränkungen des Beschwerdeführers und
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nicht auf die Tatsache beziehe, dass der Beschwerdeführer Beschwerden habe, die
unbegründet seien (vgl. IV-act. 185). Diese Erklärung erscheint als plausibel, da eine
Schmerzverarbeitungsstörung nicht ausschliesst, dass ein davon Betroffener in einem
seiner Meinung nach möglichen Umfang Sport treibt. Gleichzeitig ist es durchaus
vorstellbar, dass der Beschwerdeführer sich selbst beim Sport zu wenig zutraut und
seine Beschwerden von der Intensität her aufgrund der vorliegenden
Schmerzverarbeitungsstörung zu hoch beurteilt. Dies würde auch erklären, weshalb es
ihm unter Ablenkung leichter fällt, Bewegungen ausführen oder Positionen
einzunehmen, die ihm in der Testsituation Schwierigkeiten bereiten. So hat die Rotation
der Nackenmuskulatur unter Ablenkung deutlich gesteigert und der Finger-Boden-
Abstand hat durch eine freie Auslenkung im Langsitz relativiert werden können (vgl. IV-
act. 176 S. 16 und 18). Weiter ist im Rahmen der am 18./19. April 2012 durchgeführten
EFL festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer beim dreissigminütigen Sitzen
mit zunehmender Testdauer unruhig geworden und aufgestanden sei, um sich zu
strecken und um dann anzugeben, dass ihm gleichbleibende Positionen nicht gut
täten. Demgegenüber hat sich der Beschwerdeführer im Rahmen der orthopädischen
Begutachtung der ABI GmbH erst nach einer knappen Dreiviertelstunde ruhigen
Sitzens erstmalig spontan erhoben (IV-act. 176 S. 15, 142 S. 12). In Bezug auf die
Wirkung des eingenommenen Schmerzmittels Tilur hat der Beschwerdeführer
anmerken lassen, das Gutachten beinhalte hierzu widersprüchliche Angaben. Dr. N._
habe festgehalten, dass sich die chronische Schmerzproblematik bis heute trotz
Behandlung und auch mit täglicher Einnahme eines Analgetikums nicht hinreichend
bessere, obwohl der Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung angegeben
habe, dass er Tilur bei brennenden Schmerzen in der Nacht einnehme, dieses "recht
gut" helfe und sich die Schmerzen tagsüber in Grenzen hielten, wenn er sich nicht zu
stark belaste (IV-act. 182, vgl. IV-act. 176 S. 10, 13, 15). Die Gutachter haben dazu
ausgeführt, dass es sich bei den Angaben, ob das Tilur helfe oder nicht, um
anamnestische Angaben des Beschwerdeführers gehandelt habe. Dass diese nicht
immer kongruent gewesen seien, bedeute keinen Fehler in der Befunderhebung (IV-act.
185). Obwohl der RAD diese Ausführungen als plausibel erachtet hat (IV-act. 188), ist
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Gutachten kongruent angegeben hat, das
Tilur entfalte seine Wirkung "recht gut" und er nehme es nachts gegen die Schmerzen.
Die Aussage, dass sich die Schmerzproblematik des Beschwerdeführers auch mit
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täglicher Einnahme eines Analgetikums nicht bessere, hat Dr. N._ im Rahmen der
psychiatrischen Beurteilung wiedergegeben. Trotzdem sie den Angaben des
Beschwerdeführers auf den ersten Blick widerspricht, zeigt sich bei genauerer
Betrachtung ihre Plausibilität. Diese Aussage hat sich nämlich nicht allein auf die
Angaben des Beschwerdeführers betreffend die Wirksamkeit von Tilur, sondern auf die
allgemeine Anamnese bezogen, aus der hervorgegangen ist, dass der
Beschwerdeführer bereits seit Jahren behandelt wird, Schmerzmittel einnimmt und sich
trotzdem immer weniger arbeitsfähig fühlt. Dr. N._ hat also die direkte Wirksamkeit
von Tilur bei konkret auftretenden Schmerzen nicht verneint. Er hat vielmehr in Frage
gestellt, ob und inwiefern diese Schmerzmittelbehandlung in einem weiteren zeitlichen
Kontext zu einer Verbesserung der Situation des Beschwerdeführers beizutragen
vermag. Aufgrund der vorliegenden Situation erscheint diese Einschätzung als
durchaus nachvollziehbar.
2.8 Im ABI-Gutachten sind die vorliegenden Vorakten angemessen gewürdigt worden,
indem die untersuchenden Ärzte auf diese eingegangen und abweichende Diagnosen
ausreichend begründet haben. Weiter sind die Befunde sorgfältig aufgezeigt und klare
Diagnosen gestellt worden. Die Kenntnis der Berichte der Hausärztin Dr. Q._ hätte
keinen massgeblichen Einfluss auf die ABI-Begutachtung gehabt (vgl. E.2.3). Zudem ist
davon auszugehen, dass die Einholung eines ausführlich begründeten Berichts von Dr.
Q._ dazu geführt hätte, dass Dr. Q._ erneut vor allem auf die subjektiven
Befindlichkeiten des Beschwerdeführers abgestellt und die Arbeitsfähigkeit
dementsprechend pessimistisch eingeschätzt hätte.
2.9 Der Beschwerdeführer hat bemerkt, das ABI-Gutachten sei unvollständig, da keine
EFL durchgeführt worden sei (IV-act. 182, act. G 27). Die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers hat mittels der im Rahmen der ABI-Begutachtung durchgeführten
medizinischen Untersuchungen nachvollziehbar und schlüssig bestimmt werden
können. Eine erneute EFL ist daher nicht notwendig gewesen. Zudem hat sich im
Rahmen der ABI-Begutachtung ergeben, dass der Beschwerdeführer an einer
Schmerzverarbeitungsstörung leidet. Eine solche Diagnose führt erfahrungsgemäss oft
zu einer Verfälschung der Ergebnisse einer EFL, weshalb in Übereinstimmung mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Durchführung einer erneuten EFL nicht
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zielführend gewesen wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. April 2011, 8C
882/2010, E 5.3).
2.10 Die Beschwerdegegnerin hat also auf das ABI-Gutachten abstellen dürfen,
obwohl die Hausärztin Dr. Q._ nicht zum Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers befragt und obwohl keine erneute EFL durchgeführt worden ist. Die
Gutachter haben zusammenfassend festgehalten, dass beim Beschwerdeführer aus
interdisziplinärer Sicht in einer körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeit seit
dem 24. Januar 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. In einer körperlich
leichten, angepassten Tätigkeit bestehe hingegen seit Juni 2010 eine Arbeits- und
Leistungsfähigkeit von 90% (Ganztagspensum mit reduzierter Leistungsfähigkeit
aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs). Dabei sollten das Heben und Tragen von
Lasten über 10kg, das Überwinden von Leitern, Treppen und unebenem Grund, die
Einnahme kniender und hockender Positionen sowie der Einsatz der adominanten
rechten Extremität oberhalb des Schulterniveaus vermieden werden (IV-act. 176).
Aufgrund der vorgängigen Auseinandersetzungen erscheint diese zusammenfassende
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als überwiegend
wahrscheinlich richtig.
3.
3.1 Nachdem der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers also mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, ist im
Rahmen eines Einkommensvergleiches das zumutbare Invalideneinkommen zu
bestimmen. Der Beschwerdeführer hat sich am 12. Juni 2006 zum Leistungsbezug bei
der IV-Stelle FL angemeldet. Obwohl die Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin erst
im November 2008 stattgefunden hat, ist auf die erste Anmeldung zum Leistungsbezug
bei der IV-Stelle FL abzustellen (vgl. IV-act. 1, 15 und den Entscheid des
Versicherungsgerichts St. Gallen vom 28. November 2016, IV 2014/432 E.1). Die IV-
Stelle FL ist aufgrund der Angaben der Concordia vom 20. Juni 2008 und 7. November
2008 (vgl. IV-act. 19, 27) davon ausgegangen, dass seit Ende März 2007 eine nach Art.
28 Abs. 1 lit. b IVG relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers vorgelegen hat (IV-act. 30, 57 S. 4). Dr. C._ hat in seinem Bericht
vom 30. Juni 2008 angegeben, der Beschwerdeführer sei vom 6. bis 12. August 2007
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zu 100%, vom 10. September 2007 bis 31. Januar 2008 zu 50% und seit dem 1.
Februar 2008 zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 21). Gemäss dem ABI-Gutachten besteht
seit Januar 2008 eine vollständige und bleibende Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit (IV-act. 176). Für diese Einschätzung haben sich die Gutachter
auf den Bericht von Dr. D._ vom 21. Januar 2008 (recte 24. Januar 2008) gestützt (IV-
act. 14). In diesem hat Dr. D._ jedoch keine Angaben zum Beginn der für eine
Invalidität massgebenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gemacht. Deshalb ist auf
den durch die IV-Stelle FL anhand von konkreten Auflistungen und Einschätzungen der
Arbeitsfähigkeit ermittelten Beginn des Wartejahres Ende März 2007 abzustellen. Das
Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ist somit am 1. April 2008 erfüllt gewesen. Nach der
seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung der Art. 28 ff. IVG wäre, obwohl
grundsätzlich ab dem 1. April 2007 eine rentenbegründende Invalidität vorliegen
könnte, ein allfälliger Rentenanspruch erst sechs Monate nach der Anmeldung (Art. 29
Abs. 1 IVG) gegeben. Für Sachverhalte wie den vorliegenden, in denen das Wartejahr
zwar noch im Jahr 2007, also vor dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen, zu
laufen begonnen hat, aber erst im Jahr 2008 erfüllt gewesen ist, und in denen die
Anmeldung erst im Jahr 2008 eingereicht worden ist, hat eine von der
Aufsichtsbehörde vorgegebene Übergangsregelung vorgesehen, dass weiterhin das
alte Recht zum Rentenbeginn anwendbar bleibe (vgl. das IV-Rundschreiben Nr. 253
des Bundesamtes für Sozialversicherungen). In seinem Urteil vom 18. Oktober 2012 ist
das Bundesgericht dann allerdings zum Schluss gekommen, dass das Rundschreiben
Nr. 253, soweit es eine anspruchswahrende Anmeldefrist bis Ende 2008 vorsehe,
gesetzeswidrig sei und die Anmeldefrist maximal bis Ende Juni 2008
anspruchswahrend erstreckt werden könne (BGE 138 V 475 E.3.4). Im Fall des
Beschwerdeführers, der sich am 12. Juni 2008 und damit innerhalb der vom
Bundesgericht gesetzten Frist bei der IV-Stelle FL angemeldet hat, ist daher nach wie
vor das alte Recht anzuwenden (vgl. aArt. 29 Abs. 1 IVG). Ein allfälliger Rentenanspruch
hat somit ab dem 1. April 2008 bestanden. Für den Einkommensvergleich ist somit auf
die Einkommenszahlen des Jahres 2008 abzustellen.
3.2 Da der Beschwerdeführer keine Ausbildung absolviert hat und da eine
Umschulung aufgrund seines Alters nicht mehr sinnvoll ist, steht ihm einzig eine
Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter offen. Ein vollerwerbstätiger Hilfsarbeiter hat im Jahr
2008 bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,6h pro Woche jährlich Fr. 59'979.--
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verdient (TA1, Anforderungsniveau 4, Männer). Da der Beschwerdeführer zu 10% in
seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ist der Zentralwert dementsprechend
anzupassen (Fr. 59'979.-- - 10% = Fr. 53'981.--). Bei diesem ermittelten Einkommen
handelt es sich um einen Zentralwert. Das bedeutet, dass die Hälfte aller zu 90%
erwerbstätigen Hilfsarbeiter mehr und die andere Hälfte weniger als Fr. 53'981.--
verdient hat. Damit der Beschwerdeführer also ein Invalideneinkommen in Höhe eines
durchschnittlichen Lohnes eines zu 90% tätigen Hilfsarbeiters erreichen könnte,
müsste der wirtschaftliche Wert seiner Arbeitsleistung an einem
behinderungsadaptierten Arbeitsplatz den Wert der Arbeitsleistung jener 50% aller
Hilfsarbeiter übersteigen, deren Lohn unter dem Zentralwert von Fr. 53'981.-- liegt.
Wenn der wirtschaftliche Wert seiner Arbeitsleistung unter dem Zentralwert läge,
könnte ihm ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender Arbeitgeber nur einen im
entsprechenden Umfang unter dem Zentralwert liegenden Lohn bezahlen. Würde der
Arbeitgeber einen höheren Lohn bezahlen, wäre in diesem Lohn ein Soziallohnanteil
enthalten. Diesem Umstand muss bei der Invaliditätsbemessung mit einem Abzug von
Tabellenlohn von maximal 25% Rechnung getragen werden (vgl. BGE 126 V 75). Der
Beschwerdeführer macht geltend, aufgrund seiner Anforderungen an einen adaptierten
Arbeitsplatz, seiner gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und
seines Alter sei ein Tabellenlohnabzug von 20% angemessen (act. G 1, G 6). Dazu ist
zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt als Hilfsarbeiter eine Tätigkeit finden kann, die seinem Belastungsprofil
entspricht und in der er seine verbliebene Leistungsfähigkeit vollumfänglich
ausschöpfen kann (beispielsweise indem er Kontrollarbeiten in der industriellen
Produktion übernimmt, die keine körperliche Anstrengung von ihm erfordern, lediglich
geringe Anforderungen an seine intellektuellen Fähigkeiten stellen und es ihm
ermöglichen, seine Position immer wieder zu ändern). Sein beschränktes
Belastungsprofil kann demnach keinen Einfluss auf einen allfällig vorzunehmenden
Tabellenlohnabzug haben. Vorliegend wird sich ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch
denkender und selbst den Zwängen der freien Marktwirtschaft unterliegender
potentieller Arbeitgeber jedoch aufgrund des fortgeschrittenen Alters des
Beschwerdeführers mit hohen Sozialversicherungsbeiträgen konfrontiert sehen.
Ausserdem wird er den Beschwerdeführer, der nur zu 90% und in einem
eingeschränkten Belastungsprofil arbeitsfähig ist, keine Überstunden zumuten und
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nicht flexibel im Betrieb einsetzen können. Ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch
sinnvolles Verhalten eines potentiellen Arbeitsgebers kann also nur darin bestehen,
dem Beschwerdeführer einen unter dem Zentralwert liegenden Bruttolohn zu bezahlen.
Ein Tabellenlohnabzug von 10% erscheint als angemessen. Der Ausgangswert des
zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens reduziert sich somit auf Fr.
48'583.--.
3.3 Dieses zumutbare Invalideneinkommen ist dem Valideneinkommen des
Beschwerdeführers gegenüberzustellen. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens
ist zu beachten, dass das mit der Invalidenrente versicherte Gut die Erwerbsfähigkeit
der versicherten Person ist. Der Beschwerdeführer hat drei Jahre lang eine Anlehre
zum Gärtner gemacht, diese jedoch nie abgeschlossen. Dennoch ist er seit 1973
durchgehend - sei es selbstständig oder unselbstständig - im Gartenbau tätig
gewesen. Dabei hat er mit der Zeit immer berufsspezifischere Aufgaben übernommen
(vgl. IV-act. 16 S. 5, 23 ff.), sodass unabhängig von nicht vorhandenen
Ausbildungsnachweisen von einer Validenkarriere als Gärtner auszugehen ist. Gemäss
den Angaben auf dem Fragebogen für Arbeitgeber hätte der Beschwerdeführer im Jahr
2008 in einer 80%-Tätigkeit Fr. 55'159.-- verdient. Da der Beschwerdeführer aufgrund
gesundheitlicher Probleme auf 80% reduziert hatte (IV-act. 12 S. 2, 22), ist dieser Lohn
auf ein 100%-Pensum aufzurechnen. Im Gesundheitsfall hätte der Beschwerdeführer
bei seinem ehemaligen Arbeitgeber also im Jahr 2008 Fr. 68'949.-- verdient. Diesem
Valideneinkommen steht ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 48'583.--
gegenüber. Die Erwerbseinbusse von Fr. 20'366.-- entspricht einem Invaliditätsgrad
von 29,5%, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.
3.4 Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
4.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
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Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).