Decision ID: 0ee7256f-3623-50f0-bfd1-e79554886af9
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit gleichentags bei der schweizerischen Vertretung in Bogotá  Eingabe vom 19. September 2006 ersuchte die  für sich, ihren Ehemann und die drei gemeinsamen Kinder um Gewährung von Asyl in der Schweiz. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, sie seien am 10. Mai 2006 Opfer von  und einer Vertreibung durch die FARC (Fuerzas Armadas  de Colombia) geworden. Sie hätten all ihre Habe an  Herkunftsort im Departement Valle del Cauca zurücklassen und sich nach Bogotá begeben müssen, wo sie allerdings nach wie vor von der Guerilla behelligt würden.
Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin mehrere Beweismittel (in Kopie) zu den Akten, darunter eine Anzeige vom 6. Juni 2006 an die kolumbianische Generalstaatsanwaltschaft, eine Bestätigung der Defensoría del Pueblo vom 8. Juni 2006, und ein  der Stadtpolizei von Bogotá. Aus der von der  am 6. Juni 2006 bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereichten Anzeige geht folgender Sachverhalt hervor: Am 10. Mai 2006 sei die Beschwerdeführerin mit ihrer [...]-jährigen Tochter in der  gewesen, als um 17.00 Uhr an die Türe geklopft worden sei. Sie habe die Türe geöffnet, worauf zwei Männer – von insgesamt sechs Anwesenden, die allesamt Schusswaffen getragen hätten – in die Wohnung eingedrungen seien und sie nach dem Aufenthaltsort ihres Ehemannes gefragt hätten. Sie hätten ihren Ehemann als Informanten der Streitkräfte bezeichnet und die ganze Wohnung durchsucht und dabei $2.000.000 an sich genommen sowie die Adresse und  ihres ältesten Sohnes – welcher in Bogotá lebe – gefunden. Nachdem man sie und ihre Tochter zunächst im Bad eingesperrt habe, habe man sie aufgefordert, ihrem Mann zu bestellen, dass er sich zur Verfügung halten solle. Nachdem die Männer gegangen seien, habe sie einen Koffer mit den notwendigsten Utensilien gepackt und sich mit ihrer Tochter nach E._ begeben. Unterwegs habe sie mit ihren Ehemann telefoniert und ihm gesagt, er solle nicht nach Hause gehen, sondern zu Frau F._ in E._ kommen. Dort hätten sie in der Folge beschlossen, sich nach Bogotá zu begeben, wo sie sich nun seit dem 11. Mai 2006 bei einem Onkel ihres Ehemannes aufhielten. Seither würden die Guerilleros ständig bei ihrem ältesten Sohn (auf dessen Mobiltelefon) anrufen, und ihn unter Druck setzten, damit er
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ihren Aufenthaltsort bekannt gebe. Ihr Sohn habe sich deswegen zu einem Freund begeben, wo er seither wohne. Angesichts ihrer Lage seien sie daran, sich zu überlegen, sich definitiv in Bogotá niederzulassen. Vor acht Tagen hätten die Guerilleros aber ununterbrochen auf den Mobiltelefonanschluss ihres Sohnes angerufen und mitgeteilt, sie hätten ihre Leute auch in Bogotá, und diese würden sie früher oder später finden. Da sie schon früher in Bogotá gelebt hätten, würden sie an die Eröffnung einer Bäckerei denken. Ihr Ehemann gebe aktuell Kochkurse und betreibe Handel mit Bäckereiutensilien und sie kümmere sich um den Haushalt. Sie habe keine Ahnung, weshalb diese Männer sie bedrohen würden, hätten sie doch nie Kontakt zu den Streitkräften gehabt.
B. Am 3. November 2006 füllten die Beschwerdeführer den ihnen von der schweizerischen Vertretung abgegebenen Fragebogen aus. Gemäss ihren Angaben hätten sie am 20. Juni 2006 bei den Vertretungen  und Schwedens schriftlich um Schutz nachgesucht, jedoch  Antwort erhalten; auch die Botschaft der USA gebe ihnen keine . Der Beschwerdeführer habe sich im Jahre 2003 mit C._ als Tourist in den Vereinigten Staaten aufgehalten, wo eine Schwester von ihm lebe. In der Schweiz hätten sie weder Verwandte noch Bekannte.
C. Die schweizerische Vertretung in Bogotá übermittelte die Akten in der Folge am 9. November 2006 zuständigkeitshalber an das BFM. Das BFM eröffnete für den bereits volljährigen Sohn der Beschwerdeführer – G._ – ein eigenes Verfahren [...], welches im Zeitpunkt des vorliegenden Urteils immer noch erstinstanzlich hängig ist.
D. Das BFM verweigerte den Beschwerdeführern mit Verfügung vom 15. Januar 2007 die Einreise in die Schweiz und lehnte deren  ab. Zur Begründung führte es aus, der kolumbianische Staat  grundsätzlich über eine funktionierende und effiziente , insbesondere über einen funktionierenden Polizeiapparat sowie über ein Rechts- und Justizsystem. Da der kolumbianische Staat die Guerilla im Rahmen des Möglichen bekämpfe, könne die  als gegeben erachtet werden, weshalb es den  zumutbar und möglich sei, sich unter den Schutz der Behörden
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zu stellen; den Bürgern jederzeit und überall die absolute Sicherheit zu garantieren, gelinge im Übrigen keinem Staat. Zudem handle es sich bei den Beschwerdeführern nicht um landesweit bekannte , weshalb nicht davon auszugehen sei, dass ihre Verfolger sie an einem beliebigen Wohnort in Kolumbien ausfindig machen könnten. Den Beschwerdeführern stehe daher die Möglichkeit einer  Fluchtalternative offen. SchIiesslich hätten sie keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend gemacht, weshalb es ihnen zuzumuten sei, in einem anderen Land um Schutz nachzusuchen,  in einem der Nachbarstaaten Kolumbiens, welche die Flüchtlingskonvention und das entsprechende Zusatzprotokoll  hätten und sich grundsätzlich an das Gebot des Non- von Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die  der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) halten würden. Vor diesem Hintergrund sei den Beschwerdeführern die Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen und ihr Asylgesuch abzuweisen.
E. Mit an die schweizerische Vertretung in Bogotá gerichteter und  dort eingegangener Eingabe vom 30. Januar 2007 erhoben die Beschwerdeführer gegen die Verfügung des BFM vom 20. Februar 2007 Beschwerde, welche in der Folge zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde (Posteingang beim Bundesverwaltungsgericht: 12. Februar 2007). Zur Begründung ihrer Beschwerde brachten die Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, sie lebten in ständiger Furcht und hätten deswegen bereits von  Wohnort nach Bogotá übersiedeln müssen. Im Weiteren ersuchten sie zur nochmaligen Darlegung ihrer Gesuchsbegründung um eine persönliche Anhörung.
F. Mit Eingabe vom 4. April 2007 reichten die Beschwerdeführer weitere Beweismittel in Kopie ein, so einen Auszug aus dem kolumbianischen Register von innerstaatlich vertriebenen Personen,  und Geburtsscheine, eine Bestätigung der Defensoría del Pueblo vom 8. Juni 2006 und ein Schreiben der Beschwerdeführerin vom 8. März 2007 an die schweizerische Vertretung in Bogotá, in welchem die Ereignisse, welche zur Einreichung des Asylgesuches geführt , ausführlich dargelegt werden.
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G. In ihrer Vernehmlassung vom 28. April 2008 – welche den  zur Kenntnis gebracht wurde – hält die Vorinstanz an der  Verfügung fest und beantragt die Abweisung der .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Gemäss ständiger Praxis erstreckt sich sodann die  der Beschwerdeinstanz aufgrund des engen sachlichen  auch auf die Verweigerung der Einreisebewilligung im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 12).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes . Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann indessen verzichtet werden, da der in Spanisch verfassten  genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne weiteres darüber befunden werden kann.
1.4 Der Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung steht mangels Vorliegens einer Empfangsbestätigung nicht fest. Angesichts der Tatsache, dass die angefochtene Verfügung des BFM vom 15. Ja-
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nuar 2007 datiert, ist die 30-tägige Beschwerdefrist durch die am 30. Januar 2007 bei der schweizerischen Vertretung in Bogotá  Beschwerdeschrift ohne weiteres eingehalten.
2. Die Beschwerde ist somit – abgesehen vom sprachlichen Mangel – form- und fristgerecht eingereicht; die Beschwerdeführer sind  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 und 52 ff. VwVG). Auf die  ist mithin einzutreten.
3. 3.1 In formeller Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass gemäss Art. 19 AsylG ein Asylgesuch im Ausland bei einer schweizerischen  gestellt werden kann, welche es mit einem Bericht an das  überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische  führt mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das  hat in Auslegung dieser Bestimmungen in BVGE 2007/30 erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer Befragung aus organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen bei der  Vertretung, aus faktischen Hindernissen im betreffenden Land oder aus bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen  ergeben kann (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.2 und 5.3). Da die Anhörung der Sachverhaltserstellung sowie der Gewährung des rechtlichen  dient (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuchende Person bei gegebener Unmöglichkeit einer Anhörung unter Hinweis auf ihre  in einem individualisierten Schreiben mittels konkreter Fragen aufzufordern, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten; ein  Schreiben vermag diesen Anforderungen damit in aller Regel nicht zu genügen (BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche  erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des  Asylgesuchs als entscheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls immerhin im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen  zumindest schriftlich zu äussern (BVGE a.a.O. E. 5.7). Schliesslich ist das Bundesamt in jedem Fall gehalten, das Absehen
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von einer Befragung in der Verfügung über das Asylgesuch zu  (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7).
3.2 3.2.1 Im vorliegenden Fall wurden die Beschwerdeführer weder von der schweizerischen Vertretung in Bogotá zu ihrem Asylgesuch vom 19 September 2006 befragt, noch wurden sie mittels eines  Schreibens zur weiteren Konkretisierung ihrer Asylgründe . Der ihnen von der Vertretung zugestellte Fragebogen genügt den oben erwähnten Anforderungen an eine schriftliche  nicht, da er ausschliesslich Fragen zu persönlichen , Sprachkenntnissen, Auslandaufenthalten beziehungsweise  zu ausländischen Botschaften, und verwandtschaftlichen  ausserhalb Kolumbiens enthält; diese Fragen sind zwar für die Beurteilung eines Asylgesuches aus dem Ausland durchaus auch von Belang (vgl. dazu untenstehende E. 4.2), stehen jedoch in keinem  zu den eigentlichen Asylgründen. Angesichts der schriftlichen  des Asylgesuches in der Eingabe der Beschwerdeführer vom 19. September 2006 sowie den gleichzeitig eingereichten , aus welchen sich insgesamt alle entscheidrelevanten  in Bezug auf die Urheber und Aktualität der Verfolgung sowie die von den Beschwerdeführern unternommenen Schritte zum Erhalt innerstaatlichen Schutzes ergeben, erscheint indessen der  Sachverhalt genügend abgeklärt, so dass sich eine  beziehungsweise eine schriftliche Aufforderung zu weiteren  der Angaben erübrigten; insoweit hat das Bundesamt demnach den gesetzlichen Bestimmungen Genüge getan.
3.2.2 Nach der obenstehend zitierten Rechtsprechung des  hätte das BFM bei dieser Sachlage indessen  den Beschwerdeführern Gelegenheit geben müssen, sich zum abzusehenden negativen Entscheid zu äussern, und andererseits in der Verfügung vom 15. Januar 2007 den Verzicht auf eine Befragung begründen müssen. Die Nichtbeachtung dieser Grundsätze stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, welche angesichts dessen  Natur grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen  führen würde (vgl. BVGE 2008/14 E. 4.1 S. 185, BVGE 2007/30 E. 8.2 S. 371 m.w.H., BVGE 2007/27 E. 10.1 S. 332).
3.2.3 Das BFM stellt sich diesbezüglich in seiner Vernehmlassung vom 28. April 2008 auf den Standpunkt, die angefochtene Verfügung
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datiere vom 15. Januar 2007 und sei in Beachtung der zu diesem  üblichen Praxis bei der Behandlung von Asylgesuchen, welche bei der schweizerischen Vertretung in Bogotá eingereicht worden , ergangen. Die damalige Praxis sei von der Schweizerischen  (ARK) über Jahre hinweg in zahlreichen Fällen  worden und auch das Bundesverwaltungsgericht habe in zwei Verfahren die jeweiligen Beschwerden abgewiesen, obwohl den  das rechtliche Gehör betreffend den Verzicht auf eine Anhörung beziehungsweise eine schriftliche Aufforderung zur  der Asylgründe nicht gewährt worden sei. Ferner würde im vorliegenden Fall in materieller Hinsicht angesichts der klaren  auch bei einer nachträglichen Gewährung des rechtlichen Gehörs kein anderes Ergebnis resultieren.
3.2.4 Dem BFM ist darin zuzustimmen, dass – soweit ersichtlich –  die ARK und seit dem 1. Januar 2007 auch das  als deren Nachfolgeorganisation die Praxis des  im Zusammenhang mit der Frage der Anhörung von  Personen, welche ihr Asylgesuch bei einer schweizerischen Vertretung im Ausland stellten, nie gerügt hat. Mit dem Urteil BVGE 2007/30 vom 27. November 2007 ist das bisherige Vorgehen des  zwar als nicht rechtskonform zu bezeichnen; die Vorinstanz ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen gehalten, das rechtliche Gehör zu gewähren. Die Aufhebung eines Entscheides des BFM, vor dessen Ausfällung das Bundesamt diesem Erfordernis nicht  ist, erscheint allerdings dennoch nicht in jedem Fall . Namentlich in Fällen, in welchen das BFM den erstinstanzlichen Entscheid betreffend die Fragen der Einreisebewilligung und des Asyls vor Bekanntsein des genannten Urteils des  getroffen hat, kann es angezeigt erscheinen, den  zu heilen (vgl. dazu EMARK 1999 Nr. 3 E. 3c S. 20 f.; vgl. zur Praxis des Bundesverwaltungsgerichts betreffend die Frage der  von Verfahrensmängeln BVGE 2007/30 E. 8.2 und im gleichen Sinne auch BVGE 2007/27 E. 10.1 S. 332, wobei gemäss diesem  eine Heilung die Ausnahme bleiben soll), sofern aufgrund der Akten davon ausgegangen werden kann, dass der asylsuchenden  in materieller Hinsicht kein Nachteil erwachsen ist; diese  ist gegeben, wenn der entscheidwesentliche Sachverhalt  der schriftlichen Begründung des Asylgesuches und allfälliger Beweismittel als hinreichend erstellt zu erachten ist und der asylsu-
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chenden Person zumindest auf Beschwerdeebene die Möglichkeit , sich nochmals einlässlich zu ihren Asylgründen zu äussern.
3.3 Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen für eine Heilung der festgestellten Verletzung des rechtlichen Gehörs erfüllt; die  des BFM datiert vom 15. Januar 2007, mithin einem Zeitpunkt lange vor dem Entscheid BVGE 2007/30, und der rechtserhebliche Sachverhalt ist angesichts der Aktenlage – wie in E. 3.2.1 ausgeführt – als erstellt zu bezeichnen. Ferner hatten die Beschwerdeführer im  Beschwerdeverfahren Gelegenheit, ihre Asylgründe erneut ausführlich darzulegen, was sie in ihrer Beschwerdeschrift vom 30. März 2007 sowie der ergänzenden Eingabe vom 4. April 2007 auch getan haben. Bei dieser Sachlage besteht einerseits kein Anlass zu weiter gehenden Sachverhaltsabklärungen – weshalb der Antrag der Beschwerdeführer auf eine persönliche Anhörung abzuweisen ist –, und ist andererseits von einer Kassation der angefochtenen Verfügung abzusehen, mithin in materieller Hinsicht zu prüfen, ob das BFM den Beschwerdeführern zu Recht die Einreise in die Schweiz verwehrt und ihr Asylgesuch abgewiesen hat.
4. 4.1 Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet  kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur  des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen.
4.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung  Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der  durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur  Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die  zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 15, insbesondere S. 131 ff., welcher angesichts bloss redaktioneller Änderungen bei der
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letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, ob eine  im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann.
5. 5.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zunächst zum Schluss, dass die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, die Beschwerdeführer hätten in ihrem Gesuch keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend gemacht. Im Weiteren hat das  zu Recht erwogen, dass es den Beschwerdeführern  sei, in einem anderen Land um Asylgewährung nachzusuchen (vgl. Art. 52 Abs. 2 AsylG). So sind beispielsweise die Nachbarstaaten , Ecuador, Panama und Peru Vertragsparteien sowohl des  über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 als auch des betreffenden Zusatzprotokolls vom 31. Januar 1967;  wiederum hat zwar das Abkommen selbst nicht ratifiziert, wohl aber das Protokoll. Diese Länder verfügen mit Ausnahme Venezuelas über ein eigenes, gesetzlich geregeltes Verfahren zur Anerkennung von Flüchtlingen. Zudem halten sie sich gemäss den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich an das Gebot des  von Art. 33 FK, auch wenn als Einschränkung festgestellt werden muss, dass es in den Grenzgebieten – insbesondere  zu Panama und Venezuela – in den letzten Jahren zu  Rückschiebungen durch die Grenzbehörden gekommen ist. Für die praktische Möglichkeit und die Zumutbarkeit der anderweitigen Schutzsuche spricht im Weiteren die Möglichkeit der visumsfreien  nach Brasilien, Ecuador und Peru sowie der Umstand, dass  mehrere tausend kolumbianische Staatsangehörige in den  – namentlich in Ecuador – um Asyl ersuchen und dort zu einem beträchtlichen Teil auch tatsächlich als Flüchtlinge anerkannt werden. Insgesamt ergeben sich keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, es sei den Beschwerdeführern praktisch unmöglich oder objektiv unzumutbar, sich in einen anderen Staat, insbesondere einen der Nachbarstaaten Kolumbiens, zu begeben (vgl. EMARK 2004 Nr. 20 sowie 1997 Nr. 15, E. 2f, S. 132). Dies umso mehr, als aus den Akten ersichtlich ist, dass es sich bei den Beschwerdeführern nicht um landesweit bekannte Persönlichkeiten handelt, die aufgrund ihrer be-
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sonders exponierten Stellung auch bei einer Flucht ins nahe Ausland allenfalls befürchten müssten, weiterhin verfolgt zu werden.
5.2 Bei dieser Sachlage kann letztlich offen bleiben, ob sich die  den Bedrohungen durch die FARC allenfalls durch eine innerstaatliche Wohnsitzverlegung entziehen könnten.
5.3 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass die Beschwerdeführer aufgrund der Akten über keine Beziehungsnähe zur Schweiz verfügen, hingegen die Möglichkeit der anderweitigen  haben. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz den  zu Recht die Erteilung der Einreisebewilligung  und das Asylgesuch abgewiesen.
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von Fr. 600.-- an sich den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG); aus verwaltungsökonomischen Gründen wird indessen in Anwendung von Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet.
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