Decision ID: 59123bd8-c701-4659-aefc-6f0242442ddb
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
19
54, arbeitete
seit September 2008 als
Salesassisten
tin
bei der
Z._
, als sie sich am 23. Februar 2010 bei der Invaliden
ver
si
cherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/15).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stel
le, holte medizinische Berichte
(Urk.
7/23-24, Urk.
7/
33-34, Urk.
7/36, Urk.
7/38, Urk.
7/45-46, Urk.
7/48)
,
ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 7/52),
einen Auszug aus dem in
di
vi
duellen Konto der Versi
cherten (IK-Auszug; Urk. 7/22) sowie
einen
Arbeit
geber
bericht
(Urk. 7/21) ein.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/55-66) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 8. Mai 2012 (Urk. 7/67 = Urk. 2) einen Anspruch der Ver
sicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.
2.
Gegen die Verfügung vom 8. Mai 2012 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 6. Juni 2012
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei ihr eine ganze Rente zuzu
sprechen (S.
1 Ziff. 1 und 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Juli 2012 (Urk. 6) be
antragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde
füh
rerin am 20. August 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung;
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
wer
ten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend ob
jektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
sche
n Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Per
son sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinwei
sen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Ren
te, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch
auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu b
estimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in B
eziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleic
h
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die
medizinischen
Abklärungen sowie
insbesondere
das
psychiatrisch
e
Gut
achten davon aus, dass weder aus somatischen noch aus psychischen Gründen ein medizinischer Sachverhalt beschrieben werde, welcher in Art und Schwere die Voraussetzungen gemäss
Art.
8 ATSG erfülle
. IV-fremde Gründe wie die Arbeitslosigkeit, famili
äre Probleme etc. könnten bei der Invaliditätsbemessung nicht berücksichtigt werden.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1),
bis auf den von der Beschwerdegegnerin beauftragten Gutachter seien
sich
sämt
liche behandelnden Ärzte wie auch die Eingliederungsspezialisten der
Beschwer
de
gegnerin
einig, dass sie noch nicht über Ressourcen für einen Wiedereinstieg in
den freien Arbeitsmarkt verfüge (S.
3 f.). Vor diesem Hintergrund vermöge das psychiatrische Gutachten nicht zu überzeugen und es könne nicht auf dieses ab
gestellt werden. Vielmehr sei davon auszugehen, dass zurzeit keine verwert
bare Arbeitsfähigkeit bestehe und seit längerem auch keine bestanden habe
(S. 4)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist
der Anspruch auf eine Rente
,
wobei insbesondere um
stritten ist
,
wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin verhält und
auf wel
che medizinische
n
Berichte diesbezüglich abzustellen ist.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
,
Innere Medizin FMH, berichtete am 11. März 2010 (Urk. 7/23/5-
6) und nannte folgende Diagnose
:
Verdacht auf Depression bei chronischer Belastungssituation
Sie führte aus, sie habe die Beschwerdeführerin lediglich vom 21. Dezember
2009
bis 4. Januar 2010 gesehen und sie danach an den Not
fallarzt des
Psychi
atrie
z
entrums
B._
verwiesen. Da sie nur die akute Situation behandelt habe, könne sie keine genaue Diagnose abgeben.
3.2
Die Ärzte des
Psychiatri
ez
entrums
B._
, berichteten
am
25. März 2010 (Urk. 7/24) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.1):
Anpassungsstörung, Angst und depressive Symptomatik gemischt (ICD-10 F43.22)
Differentialdiagnose: mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1)
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin leide unter deprimierter Stimmung, In
suffizienzgefühlen, Versagensängsten, rascher Erschöpfbarkeit, Freudlosigkeit, In
te
resselosigkeit, nachvollziehbare
n
Ängste und Sorgen betreffend die berufliche Zukunft und finanzielle Situation. Es sei von einer günstigen Prognose auszu
gehen. Die Erkrankung der Beschwerdeführerin sei vorübergehend, von einem chro
nischen Verlauf sei nicht auszugehen (S. 3).
Angesichts des bisherigen Ver
laufs sei von einer antidepressiven Medikation abgesehen worden. Die Ein
schrän
kungen der Beschwerdeführerin lägen im psychischen Bereich und seien durch die oben beschriebene psychopathologische Sympto
matik bedingt (S.
3
Ziff.
1.7).
Generell sei der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit noch zu
mutbar, zur
zeit bestehe jedoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
. Es sei von ei
ner lang
sa
men
Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Lauf der kommenden Wo
chen und Monate auszugehen. Im besten Fall werde die Beschwerdeführerin ab Mai/Juni 2010 wieder teilweise arbeitsfähig sein (S. 4).
3.3
Dr.
A._
berichtete am 1. Juli 2010 (Urk. 7/33/6-7), nannte als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit polyarthritische Veränderungen und führte aus,
betreffend d
ie
Hauptdiagnose sei das Psychiatrische
Zentrum
B._
zu befragen.
3.4
Die Ärzte des
Psychiatriezentrums
B._
,
berichteten am 1
2.
Juli 2010 (Urk. 7/34) und nannten folgende Diagnosen:
Anpassungsstörung, Angst und depressive Symptomatik gemischt (ICD-19 F43.22)
Differentialdiagnose: mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.1)
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin sei vom 21. Dezember 2009
bis am 19. Mai 2010 in ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen. Am 27. Mai 2010 habe die Beschwerdeführerin die Behandlung abgebrochen, da sie sich von der Referentin nicht verstanden gefühlt habe
(S. 1)
.
Nach Angaben der Beschwer
de
führerin sei die depressive Symptomatik bereits einige Monate vor
Behand
lungs
beginn
aufgetreten (S. 2 oben).
Im Lauf der Behandlung habe sich das psy
cho
pathologische Zustandsbild der Beschwerdeführerin deutlich gebessert, aber nicht
restlos stabilisiert (S. 3 unten). Vom 11. Januar 2010 bis 30. Juni 2010 sei die Be
schwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen (S. 4 oben).
3.5
Dr. med
.
C._
, Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, berichtete am 20.
De
zember 2010 (Urk.
7/36/5-8), nannte als Diagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressi
ve Episode (ICD-10 F32.1) und fü
hrte
aus,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 5. Juli 2010 bei ihr in Behand
lung.
Die Beschwerdeführerin sei vom 21. Dezember 2010 bis heute aus medizi
nischen Gründen zu 100
%
arbeitsunfähig.
Die Zustandsverschlechterung und die damit
einhergehende Krankschreibung stünden in engem Zusammenhang mit den Er
fah
rungen an der früheren Arbeitsstelle. Bei bisher insgesamt günsti
gem Verlauf
könne mit einer allmählichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit in der ange
stam
m
ten Tätigkeit in den kommenden Monaten gerechnet werden. Es sei damit zu rechnen, dass die Beschwerdeführerin wieder die volle Arbeitsfä
higkeit erreiche
(S. 1)
.
Bei der Beschwerdeführerin bestünden aktuell leichte Versagensängste in beruflicher Hinsicht, die mit leichten körperlichen Sympto
men einhergingen
sowie leichte Stimmungsschwankungen und leichte
Kon
zentrationsstörungen
als
Einschränkungen (S. 3 unten).
Die Wiederaufnahme des bisherigen
Arbeitspen
sums
in der angestammten Tätigkeit in den kommen
den Monaten erscheine rea
listisch (S. 4 oben).
3.6
Dr.
C._
nahm
am 24. Januar 2011 (Urk.
7/38) auf die ergänzenden Fragen der Beschwerdegegnerin Bezug und führte aus,
zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei noch ungewiss, wann bei der Beschwerdeführerin die volle Arbeitsfähigkeit er
reicht sein werde. Bei gutem Verlauf sei damit zu rechnen, dass die Beschwer
de
führerin Mitte 2011 wieder zu 100
%
arbeitsfähig sein werde (S. 1
Ziff.
1).
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes Ende Dezember 2010 sei eine
Teil
arbeitsfähigkeit
von 30-50
%
ins Auge gefasst worden. Die Beschwerdeführerin habe zu diesem Zeitpunkt den Haushalt wieder 100
%
bewältigen können. Das Konzentrationsvermögen, die Ausdauer und die körperliche Belastbarkeit hätten bei einer Teilanstellung überprüft werden können. Seit Ende Dezember 2010 sei es jedoch zu einer Verschlechterung de
r
psychischen Befindlichkeit gekommen, die zu Beginn durch eine körperliche Zustandsverschlechterung ausgelöst wor
den sei.
Die erfolgte vollständige körperliche Genesung sei jedoch nicht mit der erwarteten Besserung der psychischen Befindlichkeit einhergegangen. Zum jet
zigen Zeitpunkt sei ungewiss, ob die bis anhin ausbleibende Besserung der psy
chischen Befindlichkeit mit den begonnenen intensiven Bemühungen um Ar
beitssuche im Zusammenhang stehe und ob sie vorübergehender Natur sei (S.
1
Ziff.
2).
3.7
Die
berichtende Oberärztin
des
Psychiatriezentrums
B._
,
nannte
am
8. September
2011 (Urk. 7/45) folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1)
:
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Agoraphobie (ICD-10 F40.0)
Sie führte
aus, bei der Beschwerdeführerin sei von Juni bis Ende August ledig
lich
eine überbrückbare Behandlung während des Mutterschaftsurlaubes ihrer behan
delnden Psychiaterin erfolgt. Bei der Beschwerdeführerin bestünden auf
grund von Ängsten Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz mit einem längeren Anfahrts
weg aufzusuchen.
Trotz therapeutischer
Massnahmen und entspre
chender
Moti
va
tionsversuche
gelinge es der Beschwerdeführerin nicht, die star
ken Insu
ffi
zienz
gefühle und Versagensängste zu überwinden.
Die Prognose sei insgesamt schwierig zu stellen (S. 2
Ziff.
1.4).
Vom 1. Juni 2011 bis
zum
nächsten Termin
bei der behandelnden Psychiaterin am 20. September 2011 bestehe weiterhin eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit
(S. 3
Ziff.
1.6)
.
3.
8
Dr.
C._
berichtete
am 26. September 2011 (Urk. 7/46) und führte aus,
nach einer deutlich gebesserten Symptomatik von Juli 2010 bis Dezember 2010 sei es Ende Dezember 2010 zu einer vorübergehenden, zweimonatigen Verschlechte
rung der psychischen Befindlichkeit gekommen. Rückblickend gesehen, stehe dies
vermutlich mit verfrüht begonnenen intensiven Bemühungen um Arbeits
suche
im Zusammenhang.
Nach einer erneuten psychischen Stabilisierung ab März 2011
habe die Beschwerdeführerin die Arbeitssuche gestärkt allmählich wieder auf
genommen, was sich für ihr Befinden günstig erwiesen habe. Parallel habe sich die Beschwerdeführerin entschieden, gerichtlich gegen ihren früheren Ar
beit
geber vorzugehen.
Nachdem die Beschwerdeführerin wider Erwarten beim Gericht in allen Punkten verloren habe, sei es erneut zu einer deutlichen Ver
schlechterung gekommen, wobei vor allem psychosomatische Symptome (Ma
genkrämpfe, Diarrhoe, Nervosität) im Vordergrund gestanden hätten.
In der Zeit von Juni bis September 2011 seien mehrere Institutionen im Rahmen der
In
tegrationsmassnahmen
de
r IV in Betracht gezogen worden.
D
ie
se
seien
jedoch aufgrund des Auftretens von agoraphobischen Symptomen alle gescheitert.
Der Besuch einer teilstationären Einrichtung könnte die Beschwerdeführerin unter
stützen, die Behandlung der Agoraphobie effizienter anzugehen und parallel dazu
die berufliche Wiedereingliederung unter stetiger fachlicher Begleitung voran zu treiben. Eine weitere Krankschreibung zu 100
%
sei bis zum 25. Oktober 2011 erfolgt.
Mit Bericht vom
31. Oktober 2011
führte
Dr
.
C._
(Urk
. 7/48) aus, zum ge
gen
wärtigen Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin weiterhin zu 100
%
arbeits
un
fähig. Ein Belastungsprofil könne zum jetzigen Zeitpunkt
nicht angegeben wer
den, da die Beschwerdeführerin nicht stabil belastbar sei, respektive immer wiede
r Zeiten aufträten, wo sie gar nicht belastbar sei.
3.9
Dr. med.
D._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, er
stattete sein psychiatrisches Gutachten am 1
2.
Januar 2012 (Urk. 7/52) ge
stützt
auf die Anamnese, die psychopathologischen Befunde, die Untersuchung der Be
schwerdeführerin vom 6. Januar 2012 sowie die Akten.
Er nannte fol
gende Diag
nose
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 11
Ziff.
5.2):
Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.2), mit längerdauernder depressiver Re
aktion und soziophobischen Ängsten
Er führte aus,
der Beginn der aktuell zur Diskussion stehenden psychiatrischen Problematik lasse sich bis ins Jahr 2009 zurückverfolgen. Im Rahmen der Ex
ploration zeige sich bei der Beschwerdeführerin eine ängstlich-depressive Stim
mung und es würden von ihr soziophobische Äng
ste beschrieben.
Bei der diag
nostizierten Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) mit längerdauernder depressiver Reaktion und soziophobischen Ängsten handle es sich gemäss ICD um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im allgemei
nen soziale Funktionen und Leistungen behindern würden und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastende
n Lebensereignissen aufträten
(S.
12 Mitte)
.
Das von der Beschwer
de
führerin beschriebene Aktivitätsniveau sei mit einer gravierenden depressiven
Stö
rung nicht vereinbar, wenngleich ein gewisser depressiv gedrückter und ängst
licher Affekt im Rahme
n
der
Anpassungsstörung vorliege
(S. 13 oben).
Aus versicherungsmedizinischer Sicht lasse sich durch eine
Anpassungs
störung
keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise Invalidi
tät
begründen, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter, de
r Qualifikation und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S.
13
Ziff.
6.2).
Die diagnostizierte psychische Erkrankung bei der Beschwerde
führerin habe aus versicherungsmedizinischer Sicht keinen invalidisierenden Charakter. Bei einer Längsschnittbetrachtung werde deutlich, dass die Psycho
pathologie bei der Be
schwerdeführerin stark von der jeweiligen psychosozialen Belastungssituation beeinflusst werde und tendenziell von einer zunehmenden psychischen Stabili
sie
rung unter der
psychotherapeutisch-psychopharmakolo
gischen
Behandlung aus
gegangen werden könne. Seit September 2010 gehe die Beschwerdeführerin
wieder diversen Freizeitbeschäftigungen nach, seit Anfang 2011 fahre sie zudem
wieder selbständig Auto (S. 13 f.
Ziff.
6.4).
3.10
Dr.
C._
berichtete
am 1
2.
M
ärz 2012 (Urk. 7/61 = Urk. 3/1) und führte aus, es seien eine depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine Agoraphobie mit
Pa
nikstörung
(ICD-10 F40.01) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit zu stellen.
Die Beschwerdeführerin sei seit dem 5. Juli 2010 bei ihr
i
n Behandlung.
Mit d
er Diagnose des Gutachters
stimme sie nicht
überein. Die Symptomatik sei insge
samt stärker ausgeprägt, wenn auch über den Verlauf schwankend. Die Be
schwe
r
deführerin zeige eine
deutliche Furcht vor
Reisen
allein
mit weiter Ent
fernung von zu Hause und Menschenmengen. Typische Situation
en
seien
das
Fah
ren im Zug oder Bus. In Begleitung einer vertrauten Person trete die Furcht nicht auf. Die depressive Symptomatik manifestiere sich durch depressive Stimm
ung, Freudeverlust, verminderten Antrieb und gesteigerte
Ermüdbarkeit
, beglei
tet
vom
Verlust des Selbstwertgefühls und
des
Selbstvertrauens,
von
Schuldgefüh
len, vermindertem Konzentrationsvermögen und Schlafstörungen
(S. 1)
.
In gu
ten
Phasen, in denen die g
enannte Symptomatik wenig ausgeprägt sei, die Be
las
tung
jedoch nach wie vor eingeschränkt sei, wäre eine
initiale
Arbeitsfähig
keit im
näh
eren Umfeld der Wohngegend von maximal 40-50
%
denkbar (S. 2 oben).
Da
es immer wieder zu ausgeprägten Befindlichkeitsverschlechterungen gekommen sei, sei eine Anstellung mit einem
initialen
Arbeitspensum von 20
%
mit der Möglichkeit, dieses schrittweise auf 50
%
zu erhöhen, einem
initialen
Pensum
von 40-50
%
vorzuziehen (S. 2 Mitte).
Zum jetzigen Zeitpunkt sei der Beschwer
deführerin aufgrund der genannten psychischen Einschränkungen ein maxim
ales
Arbeitspensum von 10-20
%
zumutbar.
Des Weiteren käme zum jet
zigen Zeit
punkt nur eine Tätigkeit in Frage,
im Rahmen derer
die Beschwer
deführerin kei
nen
Kundenkontakt
,
sowie
einen kurzen Arbeitsweg
hätte
und nicht mit
Men
schenansammlun
gen konfrontiert wäre. Es sei auch zu berücksichtigen, dass
das
Konzentrations
vermögen
zurzeit stark eingeschränkt sei und sie bei opti
malen Be
dingungen maximal
zwei
Stunden am Stück in der Lage sei
, sich zu kon
zen
trieren.
3.11
Dr.
D._
nahm am 16. April 2012 Stellung zum Bericht von Dr.
C._
(Urk
. 7/66/13-15) und führte aus,
wie bereits im Gutachten ausführlich darge
legt, sei das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin nicht mit einer mittelgra
digen depressiven Episode vereinbar. Ein gewisser depressiv gedrückter und ängstlicher Affekt im Rahmen der diagnostizierten Anpassungsstörung sei si
cher vorliegend. Gemäss ICD-Klassifikation der WHO hätten Betroffene bei einer mittelgradigen depressiven Episode jedoch grosse Schwierigkeiten, alltä
gliche Akti
vitäten fortzusetzen. Bei der Beschwerdeführerin habe sich unter
der psy
cho
therapeutisch-psychopharmakologischen Behandlung erfreulicherweise eine zunehmende psychische Stabilisierung eingestellt. Die von der behandelnden Psychiaterin beschriebene psychiatrische Erkrankung habe ausserdem
naturge
mäss
einen temporären Charakter.
Die Gedächtnisfunktion sowie die Aufmerk
samkeit und Konzentration der Beschwerdeführerin seien im Rahmen der psy
chiatrischen Exploration klinisch intakt gewesen
(S. 2 unten)
.
Es fänden sich bei der Beschwerdeführerin auch keine Hinweise auf Vernachlässigungen des äusse
ren Erscheinungsbildes, psychosoziale Rückzugstendenzen oder ein Verlust per
sön
licher Interessen. Insgesamt ergäben sich durch die nachträglich einge
rei
chten
Unterlagen keine neuen Aspekte, die eine Abänderung der eigenen grundlegen
den Untersuchungsergebnisse begründen würden (S. 3).
3.12
Med.
pract
.
E._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Ärzt
licher Leiter der Tagesklinik für Psychotherapie
F._
, berichtete am 30. Mai 2012 (Urk. 3/2) und
nannte folgende Diagnose
n
:
depressive Episode mittelschweren Ausmasses, ICD-10 F32.11
Agoraphobie mit Panikstörung, ICD-10 F40.01
Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
2.
Januar 2012 bis heute an zwei halben Tagen in der Woche in der Tagesklinik in Behandlung
(S. 1
Ziff.
1)
. Die depressive Symptomatik und die Angststörung seien zurzeit zu ausgeprägt, als dass die Beschwerdeführerin arbeiten gehen könnte. Sie zeige zurzeit ge
häuft plötzlich auftretende psychophysische Zusammenbrüche im Sinne einer schweren Erschöpfung, wie diese bei depressiven Leiden vorkämen
. Auch die kognitiven Defizite und das verminderte Durchhaltevermögen liessen eine Ar
beitsaufnahme nicht zu. Bei der guten Compliance der Beschwerdeführerin und unter optimaler Therapie sei eine gewisse Besserung der Symptomatik zu er
warten
, so dass längerfristig über sehr viele Monate das Ziel einer Arbeitsfähig
keit von maximal 50
%
als erreichbar einzuschätzen sei
(S. 1
Ziff.
4)
.
Optimal wäre
ein
über viele Monate schrittweises Steigern einer angepassten Tätigkeit bis zu einem maximalen Pensum von etwa 50
%
, wobei die Tätigkeit durchaus
im angestammten oder in einem ähnlichen Berufsfeld erfolgen könne. Unab
ding
bar wäre jedoch, dass eine Arbeit zunächst im geschützten Rahmen statt
finde, ohne Leistungsdruck, unter Vermeidung von emotionalen Konfliktsituati
onen und panikauslösenden Situationen (S. 4 f.
Ziff.
5).
Es liege bei der Be
schwer
de
führerin keine Anpassungsstörung vor, da für diese zwingend eine identifi
zier
bare
psychosoziale Belastung vorliegen müsse. Anamnestisch
habe
vor über zwei Jahren eine Belastungssituation am Arbeitsplatz vor
gelegen
. Genauso aber
könnte die Beschwerdeführerin damals von ihrer depressiven
Grundstim
mung
he
r
das Arbeitspensum als Überforderung erlebt haben. Es fehlten im Gutachten Nach
weise zur Objektivierung, ob es sich um eine tatsächlich psy
chosoziale Be
lastung handle, oder ob es sich nur um Erlebtes von einer Ver
stimmung her handle.
Die Diagnose einer Anpassungsstörung lasse sich so nicht stellen. Die Beschwerdeführerin habe seit Anfang 2010 bis heute nicht mehr ge
arbeitet. Da
mit liege seither keine Belastung mehr im Arbeitsfeld vor.
Norma
lerweise dauere eine Anpassungsstörung nicht länger als ein halbes Jahr, ausser bei der
An
pass
ungsstörung
der längeren depressiven Reaktion (ICD-10 F43.21), die maximal zwei Jahre dauere. Für letztere Diagnose dürfe der Verlauf gemäss ICD-10 nicht länger als zwei Jahre sein. Danach sei die Diagnose einer
Anpas
sungsstörung
absolut unzulässig
. Bei einer Anpassungsstörung müsse der Zu
sammenhang der psychosozialen Belastung und der Symptomatik nachgewiesen sein, was in der Tagesklinik zu keinem Zeitpunkt zu erkennen gewesen sei
(S. 2
Ziff.
6).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Be
schwer
deführerin vorwiegend auf das psychiatrische Gutachten (vgl. vorste
hend E. 3.9 und E. 3.11) ab.
4.2
Die Würdigung der mediz
inischen Akten ergibt, dass das
psychiatrische
Gutach
ten
von Dr
.
D._
vom
12
.
Januar
201
2
(Urk.
7
/
52
; vgl. vorstehend E. 3.9)
sowie
seine
Stellungnahme vom
1
6.
April 2012 (
Urk.
7/66/13-15; vgl. vorsteh
end
E. 3.11)
für die Beantwortung der gestellten Fragen um
fassend ist.
Sie beruhen
auf den für die strittigen Belange umfassenden und allsei
tigen Untersuchungen s
o
wie einer ausführlichen Anam
nese und berücksichtigen
die vo
n
der
Beschwe
r
de
führer
in
geklagten Beschwerden so
wie sämtliche
Be
funde in angemessener
Weise.
D
as Gutachten
wurde
in Kenntnis der und in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkreten medizinischen Situation Rech
nung.
So machte
Dr
.
D._
darauf aufmerksam, dass
die psychischen Beschwer
den der Beschwerdeführerin nachvollziehbar mit den am früheren Ar
beitsplatz auf
getretenen Schwierigkeiten zusammenh
än
gen
würden
und seither in wechsel
nder Intensität fortbestünden (
Urk.
7/52
S.
11 f.). Er zeigte zudem auf, dass
die Psychopathologie bei der Beschwerdeführerin stark von der jeweiligen psycho
sozialen Belastungssituation beeinflusst werde
,
tendenziell
jedoch
von einer zu
nehmenden psychischen Stabilisierung ausgegangen werden könne
(S.
13).
Dr
.
D._
bezog
ausserdem ausdrücklich Stellung
zu
r abweichenden Be
urteilung durch
Dr.
C._
und führte in nachvollziehbarer Weise aus, dass das
Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin
nicht mit einer mittelgradigen de
press
i
ven Episode vereinbar sei
.
Er setzte sich des Weiteren differenziert mit
der
Diagnose einer Anpassungsstörung und den dazugehörigen Kriterien auseinan
der
(
Urk.
7/66/13-15 S. 2 f.).
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medi
zi
nischen Zusammenhänge ein, und die
vom
Gutachter vorgenom
mene Schluss
fol
gerung zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigke
it wird aus
führlich be
grün
det.
So zeigte
Dr.
D._
in
nachvollziehbarer Weise auf,
dass
sich durch
die
diagnostizierte Anpassungsstörung keine dauerhafte Einschränkung der Ar
beits
fähigkeit begründen lasse (
Urk.
7/52 S.
13).
Überdies berichtete
Dr
.
D._
einlässlich und sorgfältig
darüber
, dass
zwar ein gewisser de
pressiv ge
drückter
und ängstlicher Affekt vorliege,
die diagnostizierte psychi
sche Erkran
kung bei der Beschwerdeführerin
jedoch
keinen invalidisierenden Charakter habe
.
Schliesslich wies er darauf hin, dass die Beschwerdeführerin
seit September 2010
wieder diversen Freizeitbeschäftigungen nachgehe und
zudem seit Anfang 2011
wieder selbständig Auto fahre (S. 13 f.).
Das Gutachten erfüllt dam
it entgegen den Ausführungen der
Beschwerdeführe
r
in
die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Be
richts (vgl. vorstehend E. 1.
5
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
4.3
Auf die Beurteilung und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die behan
delnde Psychiaterin
Dr
.
C._
(vgl.
vorstehend
E.
3.5, E. 3.6, E. 3.8 und E. 3.10)
kann demgegenüber nicht abgestellt werden.
So legte
Dr.
C._
in ihren Be
richten zwar neben den genannten Diagnosen auch die erhobenen Befunde dar,
verwies jedoch betreffend Depression lediglich auf di
e üblichen depressiven
Symp
tome, ohne anzugeben, in welchem Ausmass diese b
ei der Be
schwerde
füh
rerin vorhanden
s
eien
.
Dr.
D._
wies
diesbezüglich
in sein
er Stellun
g
nah
me
explizit darauf hin, dass sich i
m Rahmen
seiner
psychiatrischen
Exploration
keinerlei
Hinweise auf eine aus
geprägte depressive Symptomatik
ergeben hätten
,
die Gedächtnisfunktion, Aufm
erksamkeit
sowie
Konzentration
der Be
schwerde
führerin
klinisch intakt
gewesen seien
und sich weder eine
Verna
chlässigung
des äusseren Ersch
e
inungsbildes noch
psychosoziale Rückzugstendenzen oder ei
n Verlust persönlicher
Interessen
gefunden hätten
.
Bezüglich der A
goraphobie be
tonte
Dr
.
C._
die Furch
t
der Beschwerdeführerin
,
alleine zu reisen und insbe
sondere alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benützen.
Anlässlich der Begut
achtung durch
Dr.
D._
reiste die Beschwerdeführerin jedoch alleine mit
öffentli
chen Verkehrsmitteln an und erwähnte explizit, dies sei für sie nicht pro
blema
tisch gewesen.
Dr.
C._
gab
in ihren Berichten ausserdem keine nach
voll
ziehbar begründete und durch Befunde
untermauerte medizinisch-theore
tische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
ab
. Die angeführten Gründe, weshalb der Be
schwerdeführerin auch eine teilzeitliche Arbeitstätigkeit zurzeit noch nicht zu
mutbar sein soll,
beruhen im Wesentlichen
auf den subjektiven Angaben der
Beschwerdeführer
in
, welche jedoch für die Beurteilung der Arbeitsf
ähigkeit nicht massgebend sind.
Da
Dr.
C._
d
ie behandelnde
Psychiaterin der
Be
schwerdeführer
in ist
, muss zudem der Erfah
rungstatsache R
echnung getragen werden, dass sie
mitunter im Hinblick auf die auftragsrechtliche Vertrauens
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten des Pa
tienten aussagt
(vgl. BGE 125
V 352 ff.). Ihre
Ausführungen vermögen das ausführliche und eingehend be
gründete
psychiatrische
Gutachten
von
Dr
.
D._
demnach nicht zu ent
kräften.
4.4
Auch d
er
im Folgenden von der Beschwerdeführerin eingeholte
n
Stellungnahme von med.
pract
.
E._
(vgl. vorstehend E. 3.12) lässt sich betreffend
Diag
no
se
stellung
und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
nichts Konkretes entnehmen, was das Gutachten umzustossen vermöchte.
Die
umfassende
Kritik
a
n der
Diag
nosestellung
i
m psychi
a
t
rischen Gutachten
kann nicht nachvollzogen werden.
So
begründet
Dr.
E._
nicht
überzeugend
,
weshalb
die Diagnose einer
A
n
passungsstörung
nicht gestellt werden könne
n soll
, zumal die Belastungs
situa
tion am früheren Ar
beitsplatz als offensichtliches Initialereignis im Gutachten
mehrfach genannt worden ist. Ebenso wenig
legt
e
Dr.
E._
in nachvoll
zieh
bar begründeter Weise
dar, weshalb
seiner Annahme
, die Beschwerdeführerin habe aufgrund ihrer depressiven Grundstimmung das Arbeitspensum als über
for
dernd empfun
den,
gegenüber der
im Gutachten genannten
Diagnose
einer
An
passungsstörung
der
Vorzug
zu geben sei
.
Jedenfalls
geht
aus der
von
Dr.
D._
im Gut
achten
sorgfältig erhobenen Anamnese
in keiner Weise hervor
, dass die Be
schwerdeführerin bereits vor
dem
belastenden
Ereignis an ihrem früheren Ar
beitsplatz
an
eine
r
depressive
n
Grundstimmung
litt
.
Zudem lässt sich e
nt
gegen den Ausführungen von
Dr.
E._
den Diagnosekriterien
einer
An
passungsstörung
gemäss ICD-10 F43.2
nicht entnehmen, dass zwing
end
eine Zusatzdiagnose im Sinne einer kurzen oder längeren depressiven Reaktion
nötig wäre.
Weshalb die im Gutachten genannte Diagnose somit nach zwei Jah
ren
unzulässig sei
n soll
,
ist aufgrund des Gesagten nicht nachvollziehbar und
wird
von
Dr.
E._
auch nicht
nachvollziebar
erklärt
. Z
u beachten
ist au
sser
dem
, dass gemäss den Darlegungen im Gutachten die Diagnose
einer
Anpass
ungs
störung
zwar zu stellen ist, dieser jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kein Krankheitswert im Sinne einer Invalidisierung beizumessen sei.
Im Übrigen
wird
d
er Zusammenhang der psychosozialen Belastung und der Sym
ptomatik
nicht nur von
Dr.
D._
im Gutachten anschaulich beschrieben, sondern geht auch
aus den Schilderun
gen von
Dr.
C._
in ihren Berichten
deutlich
hervor
.
Nach dem Gesagten ver
mag somit
der Bericht von
Dr.
E._
die Einschät
zung
des Gutachters
Dr.
D._
nicht zu entkräften.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die ausfüh
rlich begründete Beurteilung im
psychiatrischen
Gutachten umzustossen ver
möchten.
4.
5
Sowohl der physische als auch der p
sychische Gesundheitszustand der
Be-schwer
deführerin
wurden in den Beurteilungen gebührend berücks
ichtigt. Die
Beschwerdeführer
in
vermochte sodann nicht weiter darzutun, in
wief
ern die Ak
ten
lage unzutreffend
ist. D
ie vorliegenden medizinischen Akten
erweisen sich
ausserdem
als ausreichend, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann.
Die Einwände der
Beschwerdeführer
in
in Bezug auf die medizinischen Abklä
run
g
en sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände b
rachte sie
nicht vor.
4.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass s
owohl in Bezug auf die Diagnose
wie auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das
psychiatrische Gut
ach
ten
von
Dr.
D._
vom 12
.
Januar 2012
abzustellen und somit von einer 100%igen Ar
beitsfä
higke
it
auszugehen ist.
Die angefochtene
Verfügung vom 8.
Mai 2012 (Urk. 2)
erweis
t
sich daher als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzu
erlegen.