Decision ID: 79203884-1fb0-4f66-8bfd-133abc721af9
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons
St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Altersrente / Verrechnung mit Rückforderung EL (Existenzminimum)
Sachverhalt:
A.
A.a L._ war seit Februar 1988 Bezüger einer Invalidenrente (vgl. act. G 3.2.22-43).
Seit März 2000 bezog er zudem Ergänzungsleistungen. Mit Verfügung vom 3.
November 2005 forderte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen,
Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen (nachfolgend SVA), zu viel ausgerichtete
(ordentliche und ausserordentliche) Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 57'670.--
zurück, da der Versicherte seit 1. Oktober 1998 eine BVG-Rente erhalte (act. G 3.1.12).
Eine hiergegen erhobene Einsprache wies die SVA mit Entscheid vom 3. März 2006 ab
(act. G 3.1.7). Dieser Einspracheentscheid erwuchs in der Folge unangefochten in
Rechtskraft. Am 1. Mai 2006 ersuchte der Versicherte um Erlass der Rückforderung
(act. G 3.1.6). Mit Verfügung vom 18. Mai 2006 wies die SVA das Erlassgesuch ab. In
dieser Verfügung führte sie zudem aus, nach Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums verbleibe eine monatliche verrechenbare Quote von Fr. 330.--. Die
Forderung von Fr. 57'670.-- werde durch monatliche Leistungsverrechnungen von je
Fr. 330.-- ab 1. Juni 2006 bis 31. Dezember 2016 getilgt. Bezüglich
Verrechnungsanordnung werde einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende
Wirkung entzogen. Den Restrückforderungsbetrag von Fr. 15'760.-- werde sie
aufgrund der vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse als uneinbringlich abschreiben
(act. G 3.1.2).
A.b Am 4. August 2008 meldete sich der Versicherte zum Bezug einer Altersrente an
(act. G 3.1.17). Mit Verfügung vom 8. Januar 2009 sprach die SVA dem Versicherten
mit Wirkung ab 1. Januar 2009 eine ordentliche Altersrente in Höhe von Fr. 2'244.-- zu.
Hiervon brachte sie monatlich verrechnungsweise Fr. 330.-- in Abzug, wobei sie
diesbezüglich auf die Verfügung vom 18. Mai 2006 verwies (act. G 3.2.7).
B.
Am 6. Februar 2009 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 8.
Januar 2009 (in der Einspracheschrift fälschlicherweise mit 8. Februar 2009 bezeichnet)
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und verlangte die Aufhebung der monatlichen Verrechnung mit Fr. 330.--, da sein
Existenzminimum willkürlich festgelegt worden sei (act. G 3.2.3). Mit
Einspracheentscheid vom 6. August 2009 hiess die SVA die Einsprache teilweise gut
und reduzierte die verrechenbare Quote auf Fr. 326.-- pro Monat (act. G 3.2.42).
C.
C.a Mit Eingabe vom 14. September 2009 erhebt der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt Michael B. Graf, Beschwerde und beantragt, der Einspracheentscheid
vom 6. August 2009 und die zugrundeliegende Verfügung vom 8. Januar 2009 seien
aufzuheben und die Verrechnung sei ab 1. Januar 2009 auf Fr. 58.-- pro Monat zu
reduzieren. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die bisher
verrechnungsweise zu viel bezogenen Beträge zurückzubezahlen. Zudem ersucht er
um unentgeltliche Prozessführung. Zur Begründung führt der Vertreter im Wesentlichen
aus, bei der Berechnung des Existenzminimums sei zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 2008 Selbstbehalte, Franchisen und nicht versicherte
Krankheitskosten in Höhe von Fr. 3'210.45 habe bezahlen müssen. Für die Berechnung
des Existenzminimums im Jahr 2009 sei ein entsprechender Zuschlag zu machen.
Dieser sei auf Fr. 268.-- pro Monat festzusetzen, womit sich der verrechnungsweise
abzuziehende Betrag auf Fr. 58.-- pro Monat reduziere (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin verzichtet unter Hinweis auf den angefochtenen
Einspracheentscheid auf das Einreichen einer Beschwerdeantwort.
C.c Am 18. November 2009 teilt der Vertreter des Beschwerdeführers mit, bei diesem
stehe eine dringende Neuherstellung der Oberkiefer-Totalprothese und eine
Unterkiefer-Totalprothese auf zwei Implantaten an. Die entsprechenden Kosten seien
bei der Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums zu berücksichtigen
(act. G 5). Die Beschwerdegegnerin hat von der ihr eingeräumten Gelegenheit, hierzu
Stellung zu nehmen, keinen Gebrauch gemacht.

Erwägungen:
1.
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Vorliegend angefochten ist der Einspracheentscheid vom 6. August 2009, in welchem
die SVA die verrechenbare Quote auf Fr. 326.-- pro Monat festgelegt hat (act. G
3.2.42). Entgegen der in jenem Entscheid vertretenen Auffassung der
Beschwerdegegnerin geht es demgegenüber nicht um eine Überprüfung der Verfügung
der Beschwerdegegnerin vom 18. Mai 2006 (act. G 3.1.2) im Sinn eines
Revisionsgesuchs. Wie der Überschrift der Verfügung vom 18. Mai 2006 entnommen
werden kann, ging es dort nämlich um die Beurteilung des Erlassgesuchs betreffend
die EL-Rückforderung. Soweit sich diese Verfügung zum betreibungsrechtlichen
Existenzminimum und der monatlichen verrechenbaren Quote äussert, kommt den
betreffenden Ausführungen für das vorliegende Verfahren keine bindende Wirkung zu.
So handelt es sich beim betreibungsrechtlichen Existenzminimum doch um einen Wert,
der naturgemäss gewissen Schwankungen unterworfen ist, weshalb der betreffende
Betrag bei geänderten Verhältnissen ohne weiteres anzupassen ist und grundsätzlich
bei jeder neuen Verrechnungsverfügung geprüft werden muss, ob das
Existenzminimum der versicherten Person gewahrt wird. Davon ist letztlich auch die
Beschwerdegegnerin ausgegangen, hat sie das betreibungsrechtliche
Existenzminimum des Beschwerdeführers doch im Rahmen des Einspracheentscheids
neu berechnet.
2.
2.1 Gemäss Art. 27 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) können Rückforderungen
mit fälligen Ergänzungsleistungen sowie mit fälligen Leistungen aufgrund anderer
Sozialversicherungsgesetze verrechnet werden, soweit diese Gesetze eine
Verrechnung vorsehen. In diesem Sinn sieht Art. 20 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vor, dass
Rückforderungen von Ergänzungsleistungen mit fälligen Leistungen (nach AHVG)
verrechnet werden können. In Anlehnung an die Verhältnisse bei einer Betreibung (vgl.
Art. 93 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1])
sowie unter dem Einfluss von Art. 125 Abs. 2 des Obligationenrechts (OR; SR 220) ist
auch bei der Vollstreckung durch Verrechnung nach der Rechtsprechung des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts) eine Verrechnung ausgeschlossen, soweit die
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Einkünfte des Versicherten das betreibungsrechtlich massgebende Existenzminimum
nicht erreichen (BGE 107 V 72 = ZAK 1983 S. 70). Diese Schranke gilt nicht, wo
pfändbares Vermögen vorhanden ist, im Übrigen aber sowohl in der zweiginternen wie
in der zweigübergreifenden Verrechnung. Wo eine laufende monatliche Rente gekürzt
werden soll, ist das Existenzminimum monatlich zu respektieren (BGE 111 V 103 E. 3b).
2.2 Nach dem Gesagten war die Beschwerdegegnerin grundsätzlich befugt, die
Altersrente des Beschwerdeführers mit der EL-Rückforderung zu verrechnen, wobei sie
dessen betreibungsrechtliches Existenzminimum zu wahren hatte. Dies wird von den
Parteien denn auch nicht bestritten. Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist
demgegenüber, ob die Beschwerdegegnerin das Existenzminimum des
Beschwerdeführers korrekt berechnet hat, insbesondere, ob sie die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten (zusätzlichen) Krankheitskosten hierbei
unberücksichtigt lassen durfte.
3.
3.1 Randziffer 10920 der Wegleitung über die Renten in der Eidgenössischen Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL, Stand 1. Januar 2010) verweist für
die Bestimmung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums auf Ziffer 4 der
Anhänge der Wegleitung über die Beiträge der Selbstständigerwerbenden und
Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO (WSN, Stand 1. Januar 2010). Demnach ist
hierfür auf die Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der
Schweiz (nachfolgend: Richtlinien) abzustellen, welche in der WSN wiedergegeben
werden.
Das betreibungsrechtliche Existenzminimum setzt sich aus dem monatlichen
Grundbetrag sowie den Zuschlägen zum Grundbetrag zusammen. Hinsichtlich dieser
Zuschläge sieht Ziff. II/8 der Richtlinien vor, dem Umstand, dass dem Schuldner im
betreffenden Zeitraum unmittelbar grössere Ausgaben u.a. für Arzt oder Arzneien
bevorstehen, sei in billiger Weise durch die zeitweise Erhöhung des Existenzminimums
Rechnung zu tragen. In diesem Zusammenhang hat das Bundesgericht ausgeführt,
dass die Kosten für die notwendigen Aufwendungen für die Gesundheitspflege, wozu
auch Kosten für die notwendige Zahnbehandlung zu rechnen seien, grundsätzlich zum
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Notbedarf gehören (Entscheid vom 28. Juli 2005, 7B.87/2005 E. 2.2, mit Hinweis auf
BGE 85 III 67). In BGE 129 III 245 E. 4.3 hat das Bundesgericht entschieden, die in
Form der Jahresfranchise erbrachte Beteiligung an den Gesundheitskosten sei wie die
Arztkosten in voller Höhe an den Notbedarf anzurechnen. Da solche Auslagen
naturgemäss nur im Fall der Inanspruchnahme von Leistungen im Rahmen der
Krankenversicherung entstünden, wären sie in der Regel im Sinn einer entsprechenden
Anpassung der Einkommenspfändung nach Art. 93 Abs. 3 SchKG zu berücksichtigen.
Leide die betroffene Person an einer chronischen Krankheit, oder stünden aus einem
andern Grund eine notwendige ärztliche Behandlung oder andere medizinische
Leistungen bevor, die zum Schluss führten, sie werde im betreffenden Zeitraum in der
vollen Höhe der Jahresfranchise an die Kosten beitragen müssen, könne unter
Umständen auch einem Begehren stattgegeben werden, gleich bei der Ermittlung des
Notbedarfs die auf einen Monat umgerechnete Franchise einzusetzen.
3.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid ermittelte die Beschwerdegegnerin das
betreibungsrechtliche Existenzminimum, indem sie neben dem (unbestrittenen)
Grundbetrag in Höhe von Fr. 14'760.-- pro Jahr (12 x Fr. 1'230.--, vgl. Ansätze gemäss
Kreisschreiben der kantonalen Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs
vom Dezember 2008) und (ebenfalls unbestrittenen) Wohnkosten in Höhe von Fr.
16'680.-- pro Jahr Auslagen für die Krankenkasse in Höhe der Prämienverbilligung von
Fr. 3'324.-- anrechnete; ansonsten könnten keine weiteren Ausgaben hinzugerechnet
werden. Entsprechend ermittelte sie ein Existenzminimum von jährlich Fr. 34'764.--.
Diesem Existenzminimum stellte sie (unbestrittene) Einnahmen in Höhe von Fr.
38'673.-- gegenüber, was zu einer monatlich verrechenbaren Quote von Fr. 326.--
führte.
Diese Existenzminimumsberechnung vermag nach dem oben Gesagten nicht zu
überzeugen. Bei den Krankenkassenkosten sind nicht Pauschalbeiträge, sondern die
konkreten Prämien für die Grundversicherung, die Selbstbeteiligungen und
beanspruchten Franchisen abzüglich allfälliger Prämienverbilligungen in die
Notbedarfsrechnung einzusetzen. Aus den Akten geht hervor, dass der
Beschwerdeführer gesundheitlich angeschlagen ist. Im Jahr 2008 hatte er nebst den
Prämien für die obligatorische Krankenversicherung von Fr. 3'043.20 Selbstbehalte und
Franchisen in Höhe von Fr. 732.45 sowie nicht versicherte Kosten in Höhe von Fr.
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899.-- zu tragen (act. G 1.4). Im Jahr 2009 beliefen sich die Prämien für die
Grundversicherung auf Fr. 3'199.20, die Kosten für Franchise und Selbstbehalte per 11.
September 2009 auf Fr. 1'102.60, die nicht versicherten Kosten auf Fr. 223.70 (act. G
1.7). Ob Prämienverbilligungen gewährt wurden und in Abzug zu bringen sind, kann
den vorliegenden Akten nicht entnommen werden. In der Beschwerdeschrift machte
der Beschwerdeführer geltend, es sei mit weiteren Selbstbehalten zu rechnen.
Nachträglich reichte er zwei zahnärztliche Kostenschätzungen vom 2. September 2009
über Fr. 2'373.40 bzw. Fr. 9'243.-- ein (act. G 5.1 und 5.2). Zwar kann das Gericht in
zeitlicher Hinsicht den Sachverhalt nur soweit prüfen, wie er sich bis zum Zeitpunkt des
Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids entwickelt hat, doch hat sich der
Beschwerdeführer bereits im Verwaltungsverfahren auf seine hohen
Gesundheitskosten berufen und eine entsprechende Berücksichtigung in der
Bedarfsberechnung verlangt (act. G 3.2.3). Die Beschwerdegegnerin wäre somit
verpflichtet gewesen, für die Berechnung des Notbedarfs des Beschwerdeführers
entsprechende Abklärungen zu treffen.
Gestützt auf Ziffer II/8 der Richtlinien sind die notwendigen Gesundheitskosten in die
Notbedarfsberechnung des Beschwerdeführers miteinzubeziehen. Entgegen dessen
Auffassung kann für die Bemessung dieses Betrags aber nicht einfach auf die Zahlen
aus dem Jahr 2008 abgestellt werden. So wurde die angefochtene Verrechnung erst
per 1. Januar 2009 verfügt, weshalb die zu jenem Zeitpunkt bestehenden Kosten bzw.
Schulden grundsätzlich nicht berücksichtigt werden können (vgl. BGE 85 III 67); es ist
diesbezüglich auf den Bedarf ab 2009 abzustellen. Dieser Bedarf lässt sich aufgrund
der vorliegenden Akten nicht zuverlässig ermitteln, geht aus den Akten doch nicht
hervor, auf welche Kosten sich die geltend gemachten Selbstbehalte und nicht
versicherten Kosten beziehen. Es kann somit nicht beurteilt werden, ob es sich dabei
um notwendige Kosten gehandelt hat, denn nur solche notwendigen Kosten können an
den Notbedarf des Beschwerdeführers angerechnet werden. Zudem erscheint es
angesichts der in zeitlicher Hinsicht beschränkten Kognition des Gerichts wenig
sinnvoll, das Existenzminimum des Beschwerdeführers (nur) für den Zeitraum bis zum
angefochtenen Einspracheentscheid festzulegen. Die Sache ist daher zu weiteren
Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
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4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. August 2009 ist aufzuheben, und die
Sache ist zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung im Sinn der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung
der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Bei diesem
Verfahrensausgang wird das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung
gegenstandslos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53