Decision ID: 6fe6e344-13ae-44a9-85dc-1aae788de9e4
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957,
reiste 1989 in die Schweiz ein und arbeitete zunächst als
Saisonnier auf dem Bau (U
rk. 7/32/3, Urk. 7/33, Urk. 7/41
).
1992
g
ab
er
seine Tätigkeit im Baugewerbe
gesundheitlich bedingt
auf
(Urk. 7/8
, Urk. 7/256/2
)
.
Danach bezog der Versicherte während mehrerer Jahre Arbeitslo
sene
ntschädigungen und war seit 1998
selbständig erwerbstätig (Lebensmittelge
schäft mit Fleisch- und Wurstspezialitäten, Partyservice
;
Urk.
7/231/3,
Urk. 7/252
).
A
m 9. März 1993
hatte
er sich
unter Hinweis auf
Rückenbeschwer
den sowie auf
einen am 5. November 1991 erlittenen Unfall mit
einer Fussverlet
zung
bei der
Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Urk. 7/32).
Mit Verfügung
en
vom 6. Juni 1997 wurde dem Versicherten eine ganze Invalidenren
te von November 1992
bis April 1995
(Urk. 7
/118-12
1
)
sowie eine befristete halbe Invalidenrente von Mai bis Oktober 1995
(Urk. 7/117)
zugesprochen
.
1.2
Am 29.
Juli 2003 meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf Einschränkun
gen am Rücken und am Fuss
er
neut
zum Leistungsbezug an (Urk. 7/142).
Mit V
erfügungen vom 15. Dezember 2009
verneinte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
einen Leistungsanspruch des
Versicherten (
Urk. 7/236-23
7
)
.
Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 28. April 2011 abgewiesen (Urk. 7/244
).
1.3
Am 8. Juni 2017
(Eingangsdatum)
meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine seit dem 1. Dezember 2016 bestehende Krankheit
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/249).
Am 1
3.
März 2017 unterzog er sich einer Implantation einer Hüft-TP rechts (
Urk.
7/253/5).
Mit Mitteilung vom 6. Septem
ber 2017 setzte die IV-Stelle den Versicherten darüber in Kenntnis, dass sie Eingliederungsmassnahmen derzeit nicht als möglich erachte (Urk. 7/265).
Ende des Jahres 2017 gab der Versicherte seine selbständige Erwerbstätigkeit auf (Urk. 1 S. 3
Rn
7
,
Urk.
7/256/3
).
Mit Vorbescheid vom 24. April 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprache einer
Viertelsrente
ab Dezember 2017 in Aussicht (Urk. 7/280).
Dagegen erhob der Versicherte am 25. Mai 2018 Ein
wand (Urk. 7/283) und begründete diesen mit Eingabe vom 2. Juli 2018 (Urk. 7/285).
Am 1
6.
Juli 2018 unterzog er sich einer Hüft-TP-Implantation auf der linken Seite (
Urk.
7/287/1).
Nachdem sich der Versicherte mit Eingabe vom 12. Dezember 2018 zur ergänzten Aktenlage geäussert hatte (Urk. 7/291),
hielt
die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Februar 2019
an der Zusprache einer
Vier
telsrente
ab Dezember 2017 fest
(Urk. 7/297 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 23. Februar 2019 erhob der Versicherte am 28. März 2019 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei festzustellen, dass er Anspruch auf eine ganze, eventualiter auf eine halbe Invalidenrente habe. Eventualiter beantragte der Versicherte die Einholung eines medizinischen Gutachtens durch das Gericht und
subeventualiter
die Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die IV-Stelle (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Mai 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 3. Juni 2019 angezeigt wurde (Urk. 8). Mit Eingabe vom 26. Juni 2019 informierte Rechtsanwältin Stephanie Schwarz darüber, dass sie das Mandat zur Vertretung des
Beschwerdeführer
s von Rechtsanwalt Beat Wachter übernom
men habe (Urk. 9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art.
28 Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG
).
1.
3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über
die Invalidenversicherung, IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu
prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober
2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE
135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und
Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben
– den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
vertritt in ihrem Entscheid den Standpunkt,
der
Beschwerdeführer
sei
gemäss Einschätzung des RAD
in einer angepassten Tätig
keit zu 60 % arbeitsfähig.
Eine Tätigkeit mit wechselndem Sitzen und Stehen mit einer 6-
stündigen Präsenzzeit und einer circa einstündigen Pause in der Mitte sei weiterhin möglich und sei bei der Berechnung des IV-Grades bereits genügend berücksichtigt worden.
Die Hüftoperation am 16. Juli 2018 sei gemäss den ein
geholten medizinischen Unterlagen gut verlaufen und es liege ein komplikations
loser postoperativer Verlauf vor. Aus medizinischer Sicht sei es nachvollziehbar, dass nach der Operation eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für jegliche Tätigkei
t
en
vorgelegen habe, diese habe jedoch über einen Zeitraum von maximal 2 Monaten bestanden und könne daher nicht berücksichtigt werden. Bei einem IV-Grad von 48 % bestehe ab Dezember 2017 (Eingang Anmeldung + 6 Monate) Anspruch auf eine
Viertelsrente
(Urk. 2). Bei den bestehenden qualitativen und quantitativen Einschränkungen könne trotz des fortgeschrittenen Alters nicht von einer Unverwertb
arkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt gesprochen werden (Urk. 6).
2.2
Dagegen bringt der
Beschwerdeführer
vor,
es sei
von einer Leistungsfähigkeit von maximal 50 % auszugehen
, womit sich ein IV-Grad von 57 % und damit ein Anspruch auf eine halbe
Invalidenr
ente ergebe.
Selbst wenn man mit der
Beschwerdegegnerin
von einer Arbeitsfähigkeit von
60 %
ausgehen würde, bestü
nde aufgrund eines leidensbedingten Abzuges von jedenfalls 15 % Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Die genaue Bemessung der Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit
könne
aber letztlich offen blei
ben,
da
eine Restarbeitsfähigkeit angesichts des vorgerückten Alters ohn
ehin nicht mehr ver
wertbar sei
(Urk. 1 S. 5
ff.).
3.
3.1
Den V
erfügungen vom 15. Dezember 2009
(Urk. 7/236-237) lag in medizinischer Hinsicht insbesondere das
polydisziplinäre
Gutachten
des Zentrums
Y._
vom 17. Dezember 2007 zugrunde (
Urk. 7/193/5-6).
Die Gutachter stellten keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Sie hiel
ten folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest
(Urk. 7/191/25):
-
Restfunktionseinschränkung im Grosszehengrundgelenk links mit sekun
därer Arthrose des Grosszehengrundgelenkes (MTP I)
-
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
-
Chronisches lokales
Cervicalsyndrom
-
Status nach Ellbogenkontusion links am 8. Februar 2005
-
Morbide Adipositas (Grad III nach WHO)
-
Asth
m
a bronchiale (anamnestisch)
Bei der rheumatologischen Untersuchung habe sich eine endgradig schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule gefunden, die funktionell durch di
e Adipositas beeinflusst werde. Bildgebend würden die
klinischen Befunde mit altersentsprechenden minimal ausgeprägten degenerativen Verän
derungen lumbal und mit sekundär arthrotischen Veränderungen im Bereich des Gross
zehengrundgelenkes korrelieren.
Einer im MRI vom 1
8.
Dezember 2002 festgestellten kleinen
intraforaminalen
bis
lateroforaminalen
Diskushernie L4/5 (vgl.
Urk.
7/191/5) mass der rheumatologische Fachgutachter mangels nachweis
barer
neurokompressiver
Veränderungen und mangels klinischer Hinweise auf eine Befundänderung keine versicherungsmedizinische Relevanz bei (
Urk.
7/191/21).
Zusammengefasst lasse sich aus rheumatologisch-orthopädi
scher Sicht feststellen, dass die seit dem Jahr 1998 in selbständig erwerbender Weise ausgeübte Tätigkeit als Mitarbeiter eines italienischen Lebensmittelladens mit intermittierenden Metzgerarbeiten, Tätigkeiten im Büro und dem Verrichten kleiner Arbe
iten
unlimitiert zumutbar sei
(Urk. 7/191/28-29).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der vorliegenden Neuanmeldung wurden insbesondere folgende Arzt
berichte eingeholt:
3.2.2
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin,
stellte in
ihrem
Bericht vom
28. August 2017
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/261/1)
:
-
Status nach Hüft-Totalprothese rechts am 13. März 2017
-
Coxarthrose
links
-
Chronische lumbale Rückenschmerzen bei Status nach
Diskushernienope
ration
2003
Seit dem Jahr 2016 würden zunehmende Beschwerden in beiden Hüftgelenken bestehen, rechtsdominant bei invalidisierenden Schmerzen rechts. Nach der Implantation einer Hüft-Totalprothese rechts im März 2017 habe sich ein hart
näckiger Verlauf bei vor allem muskul
ären Beschwerden und zunehmenden
Schmerzen der linken Hüfte
bei bekannter
Coxarthrose
auch i
n diesem Gelenk
ergeben. Aufgrund der körperlichen Einschränkungen könne der
Beschwerdefüh
rer
die schweren Arbeiten als Metzger nicht mehr durchführen. Eine leichte sitzende Arbeit könne er womöglich ausführen, aber wegen Rückenschmerzen und Hüftbeschwerden wahrscheinlich auch nicht länger als 2 bis 3 Stunden pro Tag. Die Rückenbeschwerden würden jetzt auch zunehmend im Vordergrund stehen (Urk. 7/261/1-3).
3.2.3
In ihrem
Verlaufsbericht
vom
23. Februar 2018 bestätigte Dr.
Z._
im Wesentlichen die im Vorbericht gestellten Diagnosen. Als Metzger sei der
Beschwerdeführer
aktuell nicht arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit sei schwierig zu beurteilen. Eine leichte sitzende Arbeit 2 bis 3 Stunden täglich könne der
Beschwerdeführer
wahrscheinlich ausführen. Eine Operation der linken Hüfte werde dringend empfohlen
(Urk. 7/272)
.
3.2.4
Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie, führte in seiner
Stellungnahme
für den RAD
vom 7. März 2018
aus, beim
Beschwerdeführer
seien eine symptomatische
Coxarthrose
rechts bei Rest
dysplasie sowie eine symptomatische
Coxarthrose
mit
Femurkopfnekrose
links bei Restdysplasie ausgewiesen. Diese beiden Gesundheitsschäden seien noch nicht stabil, die medizinische Behandlung sei noch nicht abgeschlossen
(Urk. 7/278/4-5).
Gestützt auf die nachvollziehbaren aktenkundigen Angaben aus orthopädi
scher Sicht bestehe ab 1. Dezember 2016 keine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Metzger mehr. Medizinisch-theoretisch überwiegend wahrscheinlich bis auf Weit
eres beziehungsweise auf Dauer
und das unabhängig davon, ob nun ein endoprothetischer Ersatz auch des linken Hüftgelenkes erfolge oder nicht. Für eine angepasste Tätigkeit sei aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht und einer 27-jährigen fachärztlich-orthopädischen Praxiserfahrung
überwiegend wahrscheinlich von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für eine körperlich überhaupt nicht belastende Tätigkeit mit wechselndem Sitzen und Stehen, resultierend aus einer 6-stündigen Präsenz mit einer circa einstündigen Pause in der Mitte, aus
zugehen (Urk. 7/278/5)
.
3.2.5
Nachdem am 16. Juli 2018 auch auf der linken Seite eine Hüft-Totalprothese
implantiert
worden war,
berichtete
Dr. med.
B._
,
Facharzt FMH für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
leitender Arzt, Teamleiter
Stv
. Hüfte des Kantonsspitals
C._
in seinem Bericht
vom 10. Oktober 2018 von einem gesamthaft guten postoperativen Verlauf. Der
Beschwerdeführer
bleibe jedoch eingeschränkt wegen beidseitigen, muskulären Oberschenkelschmerzen. Diese seien im distalen
Quadri
zepsbereich
lokalisiert worden und würden die Gehstrecke auf etwa eine Stunde einschränken. Es bestünden keine Hüftschmerzen. Die Beweglichkeit sei noch etwas eingeschränkt, der Spontanverlauf sollte diesbezüglich jedoch gut sein. Die Beweglichkeit sei präoperativ stark eingeschränkt gewesen und die Adipositas stelle eine zusätzliche Einschränkung dar
(Urk. 7/287).
3.2.6
Dr.
Z._
ging
i
n ihrem Verlaufsbericht
vom 13. November 2018
von einem verbesserten Gesundheitszustand aus
. Die Operation sei gut verlaufen. Der
Beschwerdeführer
habe viel weniger Schmerzen. Er sei in der Beweglichkeit noch eingeschränkt, die Rückenschmerzen seien gleichbleibend. In seiner bisherigen Tätigkeit als Metzger sei der
Beschwerdeführer
weiterhin nicht arbeitsfähig, vor allem wegen seiner Rückenschmerzen. Eine körperlich angepasste Tätigkeit könnte er wahrscheinlich zu 50 % ausführen. Die Schmerzsituation bezüglich Hüften habe sich stark verbessert. Die lumbalen Beschwerden würden persistieren
(Urk. 7/289).
3.2.7
RAD-
Arzt
A._
hielt in seiner
Stellungnahme vom 20. Dezember 2018
fest,
die Situation
habe sich
seit der letzten RAD-Stellungnahme
aus medizinischer Sicht insofern geändert
, als mittlerweile am 16. Juli 2018 nun eben doch wegen zunehmender Schmerzen die Implantation einer Hüft-Totalprothese links erfolgt sei mit gutem, komplikationslosem postoperativem Verlauf. Gemäss den akten
kundigen Berichten habe sich die Schmerzsituation bezüglich der Hüften deutlich gebessert, die Beweglichkeit sei jedoch erwartungsgemäss noch eingeschränkt und werde es erfahrungsgemäss (überwiegend wahrscheinlich) auch zukünftig bleiben. L
aut Angaben der Hausärztin bestü
nden jedoch weiterhin die lumbalen Rückenschmerzen, wobei aber diesbezüglich keine aktuellen klinischen und/oder radiologischen Befunde vorliegen würden. Die letzten hier bekannten ärztlichen Befundangaben bezüglich Rückenschmerzen würden sich im orthopädischen Teil-Gutachten des polydisziplinären Gutachtens aus dem Jahr 2007 finden, wo weitgehend altersentsprechende Befunde beschrieben worden seien. Unter zusam
menfassender Würdigung sowohl der früheren als auch der aktuellen Arztberichte und der letzten RAD-Stellungnahme sei retrospektiv festzustellen, dass an der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, wie sie in der RAD-Stellungnahme vom 7. März 2018 dargelegt worden sei, im Prinzip festgehalten werde. Dies allerdings mit einer Unterbrechung durch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit für einen Zeitraum von maximal 2 Monate
nach
der Totalendoprothese
n
-Operation vom 16. Juli 201
8.
Die Angabe der Hausärztin, dass eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wahrscheinlich möglich sei, bestätige letztlich die Beurteilung des RAD, wobei die noch bestehende Differenz von 10 % zur RAD-Beurteilung aus versich
erungsmedizinischer Sicht eine
andere Beurteilung desselben medizinisch
en Sachverhalts
darstelle
(Urk. 7/292/4).
4.
4.1
Anhand der medizinischen Akten ist erstellt, dass der
Beschwerdeführer
in seiner Leistungsfähigkeit seit Dezember 2016 massgeblich durch ein Hüftleiden beein
trächtigt wird (E. 3.2).
Der im Rahmen der vorliegenden Neuanmeldung zu prüfende Eintritt einer massgeblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
mit potentiell
rentenrelevanter
Auswirkung auf den Invaliditätsgrad (vgl. E. 1.3)
ist
somit
zu bejahen
, was unter den Parteien sodann auch unbestritten geblieben ist
(Urk. 1 S. 4
Rn
10, Urk. 2)
.
4.2
4.2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützt sich in medizinischer
Hinsicht
auf die
Beurteilung
von RAD-Arzt
A._
vom 7. März 2018, welche dieser am 20. Dezember 2018 bestätigte. Dr.
A._
stufte den
Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit als zu 60 % arbeitsfähig ein
. Als z
umutbar
erachtete er
einzig körperlich über
haupt nicht belastende Tätigkeiten mit wechselndem Sitzen und Stehen mit einer 6-stündigen Präsenz und einer circa einstündi
gen Pause in der Mitte (E. 3.2.4
, E. 3.2
.7
).
4.2.2
Der
Beschwerdeführer
wendet gegenüber der
Beurteilung
von Dr.
A._
ein, diese lasse das bestehende Rückenleiden ausser Acht
, obwohl Dr.
Z._
die lumbalen Rückenschmerzen in ihr
en Berichten betont habe
.
In diesem Zusammenhang
treffe
auch
die Annahme von Dr.
A._
, wonach sich die letzten Befundangaben bezüglich Rückenschmerzen im orthopädischen Teilgutachten des polydisziplinä
ren Gutachtens aus dem Jahr 2007 fänden, nicht zu, was die eingereichte Auswertung eines LWS-CT vom 5. Januar 2016
belege
(Urk. 1 S. 6
Rn
14, Urk. 3).
Unter Berücksichtigung der verschlechterten Rückenproblematik und mit den Berichten von Dr.
Z._
bestehe
eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % (Urk. 1 S. 6
Rn
15).
Das LWS-CT vom 5
. Januar 2016 ergab im Wesentlichen eine nicht
neurokom
pressive
Restdiskushernie L4/5, geringgradige Spondylarthrosen L3/4, L4/5 und L5/S1 sowie eine gering
e
bis mässige ISG-Arthrose
links
(Urk. 3).
Diese
Befunde
decken sich wesentlich mit den im MRI vom 1
8.
Dezember 2012 (zitiert unter ande
rem im Aktenauszug, in:
Urk.
7/191/5) erhobenen Befunden, aufgrund welcher bereits dannzumal trotz einer
Herniation
auf Höhe L4/5 keine Nerven
wur
zelkompression erkennbar war, was auf einen insofern im Wesentlichen unver
änderten Zustand und keine erheblichen funktionell limitierenden Einschränkun
gen schliessen lässt. Hinzu kommt, dass
Dr.
Z._
, welche die von ihr attes
tierte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auch in angepasster Tätigkeit im Ver
laufsbe
richt vom 1
3.
November 2018 im Wesentlichen mit den lumbalen Schmerzen begründete (
Urk.
7/289), noch am 1
1.
Oktober 2017 gegenüber der Taggeldversi
cherung erklärt hatte, das die Arbeitsunfähigkeit begründende gesundheitliche Problem liege einzig in der Hüftproblematik (
Urk.
7/269/9), mithin die Rücken
problematik mit keinem Wort erwähnte. Lumbale Probleme fanden sodann im Schreiben von
Dr.
Z._
vom
3.
Mai 2017 keine Erwähnung (
Urk.
7/269/32) und flossen nicht einmal in die Nebendiagnosen im Bericht des
C._
vom 1
0.
Oktober 2018 ein (
Urk.
7/287).
Folglich vermag die Tatsache, dass
Dr.
A._
die
Resultate
des betreffenden CTs
offenbar nicht
vorgelegen haben
, keine
Zweifel an seiner medizinisch-theoretischen Einschätzung zu erwecken.
Ma
ngels objektiv nachvollziehbarer Befunde
ist anzunehmen, dass
sich
Dr.
Z._
bei ihrer Ein
schätzung
vom 1
3.
November 2018
massgeblich auf
die Angaben des
Beschwer
deführer
s
stützte
. Daneben darf der
Erfahrungstats
ache Rechnung getragen werden, wonach behandelnde
Ärzte mitunter im Hinbl
ick auf ihre auftragsrecht
liche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.
4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), womit
d
ie Einschätzung von
Dr.
Z._
die Beurteilung von Dr.
A._
nicht zu entkräften vermag, sondern diese im Ergebnis angesichts der nahezu deckungsgleichen Arbeitsfähigkeitseinschätzungen eher bestätigt.
4.2.3
Eine höhere quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer lei
dens
angepassten Tätigkeit
,
als die von RAD-Arzt
A._
angenommene
,
lässt sich auch mit Blick auf die weiteren Akten nicht begründen. So beschränken sich die funktionellen Einschränkungen des
Beschwerdeführer
s nach dem Gesagten
im Wesentlichen
auf eine eingeschränkte Beweglichkeit und Belastbarkeit infolge
des Hüftleidens
, wobei sich diesbezüglich ein guter
postoperativer
Verlauf einge
stellt hat
.
Mit der von RAD-Arzt
A._
attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 % in einer leidensangepassten Tätigkeit
wurde
diesen Einschränkungen
jedenfalls
ausreichend
Rechnung getragen
.
Zu
hinterfragen ist
vielmehr
das von Dr.
A._
äusserst eng umschriebene Belastungsprofil. Bei
der
Formulierung
einer «körper
lich überhaupt nicht belastenden Tätigkeit»
stützt
e
er sich
auf eine Aussage in einem Schreiben von Dr.
Z._
zuhanden der Krankentaggeldversicherung vom 11.
Oktober
2017 (
Urk. 7/269/9,
Urk. 7/278/5).
Dr.
Z._
führte
dazumal
aus
, dass sie sich vorstellen könn
e, dass eine körperlich überhaupt nicht belas
tende Tätigkeit mit wechselndem Sitzen und Stehen
dem
Beschwerdeführer
zumutbar wäre. Zu diesem Zeitpunkt ersah Dr.
Z._
das Hauptproblem in der linken Hüfte und empfahl diesbezüglich eine Operation. Erst danach könne beantwortet werden, wann der
Beschwerdeführer
einsatzbereit wäre (Urk. 7/269/9). In ihren nachfolgenden Berichten vom 28. August 2017 und vom 23. Februar 2018 erachtete Dr.
Z._
eine leichte sitzende Arbeit zwei bis drei Stunden pro Tag
als
ausführbar (E. 3.2.
2
-3.2.
3
). Nach durchgeführter Hüft-Operation auf der linken Seite
schloss
Dr.
Z._
in ihrem Verlaufsbericht vom 13. November 2018
auf
eine Verbes
serung des Gesundheitszustandes
, eine kör
pe
rlich angepasste Tätigkeit könn
e der
Beschwerdeführer
wa
hrscheinlich zu 50 % ausführen
(E. 3.2.
6
). In Übereinstimmung dazu stellte Dr.
B._
in seinem Bericht vom 10. Oktober 2018 zwar Einschränkungen der Beweglichkeit fest, wies aber darauf hin, dass bereits
drei Monate postopera
tiv alle
Bewegungen schmerzfrei gewesen seien (Urk. 7/287/2). Da sich auch aus den weiteren medizinischen Berichten keine Anhaltspunkte dafür
ergeben, dass der
Beschwerdeführer
selbst in einer leichten, körperl
ich nicht belastenden Tätigkeit
krankheitsbedingt einge
schränkt wäre, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage überwiegend wahr
scheinlich anzunehmen, dass
ihm
die Verwertung
seiner 60%igen
Rest
arbeit
sfä
higkeit in einer leichten
vorwiegend
sitzend
en
und stehenden Tätigkeit
mit einer Präsenzzeit von 6
Stunden mit einer einstündigen Pause in der Mitte
medizi
nisch-theoretisch zumutbar ist.
In zeitlicher Hinsicht rechtfertigt sich die Annahme dieser Restarbeitsfähigkeit wenige Monate nach der ersten Hüftopera
tion vom 1
3.
März 2017, spätestens ab Oktober 2017, attestierte
Dr.
Z._
doch dannzumal einen ordentlichen Verlauf nach der ersten Operation (
Urk.
7/269/9). Nachdem der Verlauf nach der zweiten Operation vom 1
6.
Juli 2018 am
9.
Okto
ber 2018 von
Dr.
B._
als gut beurteilt wurde und der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben bereits Gehstrecken von bis zu einer Stunde habe bewältigen können (
Urk.
7/287), ist der Beurteilung von
Dr.
A._
auch insofern zu folgen, als sich die Annahme einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit nach der zweiten Hüftoperation vom 1
6.
Juli 2018 für maximal zwei Monate rechtfertigt (E. 3.2.7).
5.
5.1
Basierend auf
dieser medizinisch-theoretischen Zumutbarkeits
beurteilung
ist die Rechtsfrage
zu
prüfen, ob der
Beschwerdeführer
angesichts seines fortgeschritte
nen Alters noch als vermittelbar und die
Restarbeitsfähigkeit
als
realistischer
weise n
och verwertbar einzustufen ist.
5
.2
5.2.1
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hin
weis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Rest
arbeits
fähigkeit auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteinglieder
ungspflicht nicht mehr zumutbar ist.
Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich
nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Jan
uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs
tätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer
(Teil-
)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4).
5.2.2
Das
damalige
Eidgenössische Versicherungsgericht hat einen 60-jährigen Versi
cherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war, als zwar nicht leicht vermittelbar erachtet. Es sah aber mit Bezug auf den hypo
thetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt gleichwohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsarbeiten grundsätzlich
altersunabhängig nachgefragt wü
rden, und der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil I 376/05 vom 5. August 2005 insbesondere E. 4.2). Bejaht hat das
Bundesgericht
auch die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener psychischer und physischer Limitierungen (es bestanden u.a. rheumatologische und kardiale Probleme) um 30 % eingeschränk
ten Leistungsfähigkeit (Urteil I 304/06 vom 22. Januar 2007 E. 4.1 und 4.2).
Bei einem
61-jährigen
Versicherten, dem eine angepasste (körperlich leichtere, wech
selbelastende) Verweistätigkeit zu 80 % (Vollpensum mit um 20 % reduzierter Leistung) zumutbar war und
der
über keine Berufsausbildung verfügte, schloss das Bundesgericht ebenfalls auf Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Versicherte in leichten wechselbelastenden Verweistätigkeiten nicht zusätzlich eingeschränkt war und über eine gewisse
Erfahrung mit beruflichen Umstellungen verfügte (Urteil
8C_910/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.3.2 und E. 4.3.4)
. Das Bundesgericht erachtete auch die 80%ige Restarbeitsfähigkeit bei einem 62 Jahre alten Barpianist
en
als verwertbar, der – unter Beachtung geregelter Arbeitszeiten und unter Ausschluss von Nachtarbeit und längerer Engagements – weiterhin als Pianist arbeiten oder einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit nachgehen konnte. Damit stehe ihm ein breites Spekt
rum an Verweistätigkeiten offen (Urteil 8C_892/2017 vom 23. August 2018 E. 5).
5.2.3
Verneint wu
rde dagegen
die Verwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit
bei einem über 61-jährigen Versicherten, der über keine Berufserfahrung verfügte und bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50 % zumutbaren feinmo
torischen Tätigkeiten keinerlei Vorkenntnisse besass. Die Teilarbeitsfähigkeit des Versicherten unterlag dabei weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen in Form von Atemnot und Hustenanfällen, derentwegen die von der Vorinstanz als zumutbar bezeichneten Arbeiten (Portier- und Kurierdienste) wegen der damit verbundenen Anstrengungen praktisch ausser Betracht fielen. Das Bundesgericht
bezweifelte anhand der
Akten
, dass der
Versicherte
noch über die für einen ent
sprechenden Berufswechsel erforderliche Anpassungsfähigkeit verfügt
e
(Urteil I 392/02 vom
23. Oktober 2003 E. 3.3). Ebenfalls v
erneint hat das Bundesgericht die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem
60-jährigen
Versicherten, der in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit medizinisch-theoretisch zu 100
%
arbeitsfähig war, keine Berufsausbildung abgeschlossen hatte und über 20 Jahre als Hotelportier gearbeitet hatte. Dabei berücksichtigte das Bundesge
richt insbesondere, dass der Versicherte selbst bei leichten Tätigkeiten noch eingeschränkt war, da ihm schmerzbedingt nur eingeschränktes Ziehen oder Stos
sen und die Vornahme von Verrichtungen mit den Händen möglich war, er in seiner Tätigkeit als Hotelportier aber meist mittelschwere bis schwere Arbeiten ausgeführt und sich hierbei keine feinmotorischen Fähigkeiten hatte aneignen können. Darüber hinaus wurde auf eine geringe Anpassungsfähigkeit und die Tatsache, dass behindertengerechte Arbeitsplätze mit der Möglichkeit, teils stehend, teils sitzend zu arbeiten von Behinderten in jungem und mittlerem Alter ebenfalls stark nachgefragt würden,
hingewiesen (
Urteil 9C_954/2012 vom
10. M
ai 2013 E. 3.2.1 und E. 3.2.2).
Ebenso entschied das Bundesgericht bei einem 61.5-jährigen Versicherten, dem es medizinisch-theoretisch zumutbar war, ganztags in einer adaptierten leichten, nicht schulterbelastenden Arbeit mit Wechselbelastung tätig zu sein. Das Bundesgericht begründete
diesen
Entscheid insbesondere damit, dass das fortgeschrittene Alter in Verbindung mit dem Herz
leiden und der damit verknüpften Verzögerung einer allfälligen Schulteropera
tion eine Situation mit vielen Unwägbarkeiten schaffe. Es müsse damit gerechnet werden, dass eine
Anstellung durch krankheitsbedingte Unterbrüche geprägt und eine halbwegs ungestörte Tätigkeit gar nicht möglich sei. Dies halte potentielle Arbeitgeber davon ab, das Risiko einer mit solchen Komplikationen behafteten Anstellung einzugehen
(Urteil
9C_734/2013
vom 13. März 2014 E. 3.4).
5.3
Am 16. Juli 2018 wurde dem
Beschwerdeführer
eine Hüft-Total-Prothese links implantiert. Die damit verbundene Heilungszeit führte zu einer postoperativen Arbeitsunfähigkeit von
2 Monaten (E. 3.2.7). Geht man zu Gunsten des Beschwer
deführers davon aus, dass die medizinische Zumutbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 60
%
in angepasster Tätigkeit nicht bereits mit der ersten Aktenbeurteilung von
Dr.
A._
vom
7.
März 2018 feststand, sondern eine zuverlässige Sachver
haltsfeststellung den Verlauf nach der zweiten Hüftoperation bedingte,
stand
die Zumutbarkeit der Verwertbarkeit der
Restarbeits
fähigkeit vorliegend
erst
am 13. November 2018 fest, als die Hausärztin
den Verlauf nach der Hüftoperation als gut bezeichnete
(E. 3.2.6
). Das für die Beurteilung der Verwertbarkeit massge
bliche Alter beträgt damit 61 Jahre und 4 Monate.
5.4
Der
Beschwerdeführer
übte seit 1998 eine selbständige Erwerbstätigkeit als Mit
betreiber eines italienischen Lebensmittelladens aus, welche vom rheumatologi
schen Gutachter des
Y._
im
Jahr
2007 aufgrund des geschilderten Arbeitsprofils mit buchhalterischen Tätigkeiten und dem Verrichten kleiner Arbeiten insgesamt als adaptiert eingestuft wurde (Urk. 7/191/22). So führte der
Beschwerdeführer
anlässlich der Begutachtung aus, seine selbständige Erwerbstätigkeit bestehe aus körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeiten (Urk. 7/191/29). Er mache dort Telefonate und liefere kalte Teller aus. Seine Frau bereite alles vor. Er helfe ihr soweit er könne, auch beim Verkauf. Er könne keine schweren Gewichte heben, das Fleisch werde klein geschnitten angeliefert (Urk. 7/191/24
, Urk. 7/231/2-4
). Damit ist anhand der Akten ausgewiesen, dass der
Beschwerdeführer
auch in leichten Tätigkeiten Berufserfahrung sammeln konnte. Im Rahmen seiner jahrelangen selbständigen Erwerbstätigkeit konnte sich der
Beschwerdeführer
zudem
feinmotorische Fähigkeiten aneignen, welche erfahrungsgemäss bei einem Grossteil der ihm
noch zumutbaren
leichteren Arbeiten in sitzender und stehender Wechselhaltung im Vordergrund stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 392/02 vom 23. Oktober 2003 E. 3.3). In verlaufsmäs
siger Hinsicht ist zudem erstellt, dass der
Beschwerdeführer
die von ihm konkret verrichteten Arbeiten – mit Unterstützung bzw. Kompensation durch seine Ehe
frau – seiner Schmerzsituation angepasst hat
(vgl. Urk. 7/231/4)
. Damit hat er gezeigt, dass er zu beruflichen Umstellungen imstande ist
,
und
es
ist
diesbezüg
lich
nicht auf besondere Umstellungs
-
oder
Einarbeitungsprobleme
zu schliessen.
Mit Blick auf die zitierte Rechtsprechung
(E. 5.2.2-5.2.3)
kann zusammenfassend festgehalten werden, dass eine Unverwertbarkeit grundsätzlich nur dann
vorliegt
,
wenn
selbst in leichten Tätigkeiten
krankheitsbedingte
Einschränkungen
beste
hen
.
Dies ist beim
Beschwerdeführer
nicht der Fall.
Zudem
kann
er
– wie soeben dargelegt –
auf
eine langjährige Arbeitserfahrung
in
leichten Tätigkeiten und
auf
eine intakte Umstellungs
- beziehungsweise Anpassungsfähigkeit
zurückgreifen
. Damit
verfügt er über ein breiteres Spektrum an ihm zur Verfügung stehenden Einsatzmöglichkeiten,
als die Versicherte
n
in den
Fällen
,
in denen das
Bundesge
rich
t eine Verwertbarkeit
verneinte
.
Beim vom
Beschwerdeführer
angeführten
(Urk. 1 S. 8
Rn
19)
und vorweg zitierten Urteil 9C_734/2013 litt der Versicherte an einem sehr speziellen Gesundheitsschaden. So wirkte sich das Herzleiden negativ auf die Behandlungsmöglichkeiten des Schulterleidens aus, was zu einer Situation mit vielen
Unwegbarkeiten
und damit zu absehbaren krankheitsbeding
ten Unterbrüchen der Arbeitstätigkeit führte. Da die medizinische Behandlung beim
Beschwerdeführer
mit der Hüftoperation im Juli 2018 abgeschlossen wurde (vgl. Urk. 7/289/5), sich diesbezüglich ein guter Verlauf einstellte und auch keine Verschlechterung mit zu erwartenden Krankheitsunterbrüchen prognostiziert wurde, erweist sich der betreffende Entscheid vorliegend nicht als einschlägig.
5.5
Im Lichte der dargelegten Grundsätze und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist ein invalidenversicherungsrechtlich erheblicher fehlender Zugang des
Beschwerdeführer
s zum Arbeitsmarkt zu verneinen. Dieser war im massgeblichen Zeitpunkt 61 Jahre und 4 Monate alt und daher zwar nicht leicht vermittelbar. Indes sind die Anstellungschancen auf dem von Gesetzes wegen als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt nach dem Gesagten als intakt zu erach
ten.
6
.
6
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
6.2
6
.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen
sind (BGE 139 V
28 E. 3.3.2;
Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
)
.
6
.2.2
Vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung war der
Beschwerdeführer
als Baumaschinenführer tätig
(Urk. 7/33, Urk. 7/231/4)
.
Da er diese Tätigkeit letzt
mals
1992 ausgeübt hat, ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
das
Valideneinkommen
gestützt auf die statistischen Werte der LSE ermittelt hat.
Das so ermittelte
Valideneinkommen
2017
von
Fr. 69'930
.-- blieb vom Beschwer
deführer unbestritten
(vgl. Urk. 1 S. 7
Rn
16, Urk. 2, Urk. 7/277).
6
.3
6
.3.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V
297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkomm
en gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen LSE herangezogen werden
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidens
bedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014
vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des
Tabellenlohnabzuges gemäss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen;
es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bun
desgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
6
.3.2
Der
Beschwerdeführer
gab
seine selbständige Erwerbstätigkeit im Jahr 2017 auf und
ging
seither
keiner Erwerbstätigkeit mehr nach
(Urk. 1 S. 3
Rn
7).
Folglich
sind auch zur Ermittlung des Invalideneinkommens die statistischen Werte der LSE heranzuziehen.
Die
Beschwerdegegnerin
ermittelte das Invalideneinkommen gestützt auf
den Lohn für Hilfsarbeiten gemäss der
Tabelle TA1
, Kompetenzni
veau 1, Männer (vgl. Urk. 7/277), was vom
Beschwerdeführer
zu Recht
nicht in Zweifel gezogen wurde (vgl. Urk. 1 S. 7
Rn
16)
.
Unter Anwendung der neusten im Verfügungszeitpunkt veröffentlichten Tabelle
der L
S
E
(Ausgabe 2016
)
und unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen
Arbeitszeit
von 41.7 Stunden im Jahr 2017 (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, T 03.02.03.01.04.01,
Total
wert
)
sowie
der Nominallohnentwicklung
von Männern bis zum Jahr
2017
(vgl. Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der Reallöhne, 1942 bis 2018)
ergibt sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 40'261.--
(Fr. 5'
340
.--
x 12
/ 40 x 41.7 / 2239 / 2249 x 0.6)
im zumutbaren 60 %-Pensum
.
6
.3.3
In Bezug auf die Prüfung eines leidensbedingten Abzuges fällt
limitierend
ins Gewicht, dass
der
Beschwerdeführer
keine gehenden Tätigkeiten mehr ausüben kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_319/2017 vom 6. September 2017 E. 3.3.2.1).
Dass der
Beschwerdeführer
bei einer Präsenzzeit von 6 Stunden in der Mitte eine einstündige Pause einzulegen hat, stellt
eine zusätzliche
wenn auch minimale
Einschränkung dar, welche nicht bereits in die Bemessung des zeitlich zumutbaren Pensums eingeflossen
ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2015 vom 16. Juni 2015 E. 3.2.2).
Dahingegen bilden
mangelnde Sprach
kenntnisse und ungenügende Ausbildung keine anerkannten Abzugsgründe (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7
)
.
Ebenfalls nicht zu einem Abzug berechtigt vorliegend
– infolge der dem
Beschwerdeführer
offenstehenden Hilfsarbeiten – das fortgeschrittene Alter
(Urteile des Bundesge
richts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3)
und
die
Einschränkung des Belastungsprofils auf leichte Tätigkeiten (
Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2
).
Gemäss der aktuellen Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher
Stellung differenzierten monatlichen Durchschnitts
löhnen für da
s Jahr 2016
(vgl. Bundesamt für Statistik, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, T18, 2016)
besteht zwischen den
von Männern erzielten Durchschnittslöhnen ohne Kaderfunktion in einem Vollzeitpensum (Fr. 6'130.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74 % proportional bezogen auf ein 100 %-Pensum (Fr. 5'875.--) eine Differenz von Fr. 255.--, mithin 4 %. Daraus ergibt sich keine überproportionale Lohneinbusse, die einen Abzug vom Tabellenlohn recht
fertigen würde (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit Hinweis).
Unter Würdigung der gesamten Umstände ist folglich
der von der
Beschwerde
gegnerin
gewährte leidensbedingte Abzug in der Höhe von
10 % nicht zu bean
standen
.
Damit ergibt sich ein massgebendes Invalideneinkommen von
Fr. 36'234.90
(Fr. 40'261.-- x 0.9).
6.4
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr.
33'695
.
1
0.
Bei einem Invaliditätsgrad von 48 % (100 / Fr. 69'930.-- x Fr. 33'695.10) hat der
Beschwerdeführer
Anspruch auf eine
Vier
telsrente
(E. 1.2)
. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.