Decision ID: 93d3573c-d4f2-4fb5-8b37-66538dd2cc1d
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene X._ war seit Juli 2011 bei der Y._ AG als Gipser angestellt und in dieser Tätigkeit bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Am 1. März 2012 wurde der Suva angezeigt, dass dem Versicherten am 28. Februar 2012 lose Rigipsplatten auf den rechten Arm gefallen seien (Urk. 8/1). Die erstbehandelnde Ärztin Dr. med. Z._, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, überwies ihn nach Einholen von bildgebenden Befunden (Urk. 8/14/2 und Urk. 8/15) an die Ärzte der Uniklinik A._, Orthopädie, welche am 8. März 2012 eine Partialruptur der distalen Bizepssehne rechts diagnostizierten (Bericht vom 12. März 2012, Urk. 8/12). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
Mit Verfügung vom 23. Juni 2014 schloss die Suva den Fall ab und stellte die Taggeldleistungen per 31. Juli 2014 ein (Urk. 8/185).
Mit Verfügung vom 2. Juli 2014 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung (Urk. 8/188). Der zuständige Krankenversicherer erhob hiergegen Einsprache (Urk. 8/192), welche er aller
dings mit Schreiben vom 5. August 2014 wieder zurückzog (Urk. 8/196). Der Versicherte erhob ebenfalls Einsprache (Einsprache vom 12. August 2014, Urk. 8/197; ergänzende Einsprachebegründungen vom 30. September 2014, Urk. 8/204 und vom 23. Februar 2015, Urk. 8/220), welche die Suva nach wei
teren Abklärungen mit Einspracheentscheid vom 5. August 2016 abwies (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 14. September 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es sei der Invaliditätsgrad richtig zu berechnen, wozu ein gerichtliches Gutachten bei einem Schmerzspezialisten oder Orthopäden einzuholen sei. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Des Weiteren sei ihm eine angemessene Integritätsentschädigung auszurichten (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-249), was dem Beschwerdeführer am 18. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheentscheid dafür (Urk. 2), dass gestützt auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung vom 16. Juni 2014 (bestätigt am 5. November 2015) von einer vollen Arbeitsfähig
keit in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten auszugehen sei. Arbeiten, welche ein langdauerndes oder über längere Zeit repetitives, kraftvolles Zupacken mit der rechten Hand erforderten, seien nicht möglich. Auf diese Beurteilung sei abzustellen. Die entsprechenden fünf zumutbaren Arbeitsplätze der Dokumen
tation von Arbeitsplätzen (DAP) ergäben ein durchschnittliches Invalidenein
kommen in Höhe von Fr. 65‘679.--, so dass gegenüber dem Validenlohn in Höhe von Fr. 71‘500.-- ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 8 % resultiere. Des Weiteren liege sowohl aus orthopädischer als auch neurolo
gischer Sicht kein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden vor.
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit klinisch nachweisbare Körperschädigungen belegt seien, welche die Beschwerden erklären würden. Des Weiteren seien die Aussichten, im Bereich Controlling einen Job zu erhalten, reichlich mager und die ausgewählten DAP-Arbeitsplätze lägen alle über dem durchschnittlichen Durchschnittseinkommen. Die ausgewählten Berufe des Lagerangestellten, des Verpackers und des Maschinisten seien auch nicht als angepasst zu beurteilen. Da entsprechend nicht fünf zumutbare Arbeitsplätze zur Berechnung des Invali
deneinkommens vorgeschlagen worden seien, sei eine Berechnung der Rente aufgrund der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik vorzu
nehmen. Dabei sei ein behinderungsbedingter Abzug von 10-15 % zu berück
sichtigen, was zu einer Rente von rund 20 oder 25 % führe (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2016 führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, dass vorliegend offen bleiben könne, ob Schädigungen des Ner
vus radialis rechts und des Nervus cutaneus antebracchii lateralis rechts vorlä
gen, da sie jedenfalls keine Auswirkungen auf die Zumutbarkeitsbeurteilung hätten. Auch entsprächen alle ausgewählten DAP-Profile der Zumutbarkeitsbe
urteilung, weshalb für die Ermittlung des Invalideneinkommens darauf abzu
stellen sei (Urk. 7).
2.
2.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
28. Februar 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.1
3.1.1
Die Partialruptur der distalen Bizepssehne rechts wurde am 22. März 2012 an der Uniklinik A._, Orthopädie, operiert (Austrittsbericht vom 26. März 2012, Urk. 8/16). In der klinischen Verlaufskontrolle drei Monate postoperativ zeigte sich ein regelrechter Verlauf bezüglich der Mobilität, allerdings lägen Beschwerden und eine Hyposensibilität im Bereich des Nervus cutaneus antebrachii lateralis bzw. des Oberflächenastes des Nervus radialis vor. Sie empfählen die Fortsetzung der physiotherapeutischen Übungen mit progressiver Aufbelastung nach Massgabe der Beschwerden und Verbesserung der Mobilität des Ellbogens sowie eine ergotherapeutische Behandlung zur Normosensibili
sierung. Eine klinische Kontrolle erfolge sechs Monate postoperativ, bis dahin bestehe eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/36).
3.1.2
Anlässlich der klinischen Verlaufskontrolle sechs Monate postoperativ am 19. September 2012 konstatierten die behandelnden Ärzte der Uniklinik A._, Orthopädie, dass sich aufgrund des klinischen und radiologischen Befundes der Verdacht auf eine Epicondylitis radialis humeri rechts stelle. Sie würden deshalb eine Infiltration im Bereich des Epicondylus radialis humeri rechts durchführen. Eine Verlaufskontrolle erfolge im Dezember 2012 (Urk. 8/57).
3.1.3
Anlässlich der Kontrolle vom 12. Dezember 2012 notierten die Ärzte der Unikli
nik A._, Orthopädie, dass der Beschwerdeführer zweimalig Arbeitsversuche gemacht habe, diese aber nach ein paar Tagen wieder habe aufgeben müssen. Er habe auch versucht, die gesamte Arbeit nun mit dem Gegenarm auszuführen. Er berichte, dass er eine gute Ellenbogenbeweglichkeit, aber keine Kraft und ins
besondere bei Belastung Schmerzen im Bereich der Ellenbogenbeuge aber auch im Bereich des antero-lateralen Vorderarmes hätte. Er berichte zudem über eine Hyposensiblität im antero-lateralen Vorder
ambereich sowie auch der ulnaren drei Finger, welche auch mal für die Extension blockiert gewesen seien und durch selbständige Massagen wieder mobil geworden wären. Die Anamnese betreffend den Arbeitsversuch und den Arbeitswillen wirke klar glaubhaft.
Die Beschwerdeschilderung sei glaubhaft und konstant. Der nächste Schritt sollte eine MR-tomographische Bildgebung sein zur genauen Evaluation der Integrität der Rekonstruktion. Daraufhin würden sie mit dem Beschwerdeführer das weitere Prozedere besprechen, allenfalls auch eine Revisionsoperation. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibe klar eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit im körperlich schweren Beruf erstellt (Urk. 7/85).
3.1.4
Aufgrund der weiterhin bestehenden Beschwerden (vgl. Bericht vom 16. Januar 2013, Urk. 8/96 und Bericht vom 13. März 2013, Urk. 8/110) erfolgte am 21. Juni 2013 an der Uniklinik A._, Orthopädie, eine Reinsertion einer Sehne (distale Bizepssehne) Ellbogen rechts (Austrittsbericht vom 25. Juni 2013, Urk. 8/123). Anlässlich der Verlaufskontrolle am 19. Mai 2014 ein Jahr nach der Operation hielten die behandelnden Ärzte der Uniklinik A._ fest, dass zwei Jahre nach durchgeführter Reinsertion und knapp ein Jahr nach durchgeführter Revision der langen Bizepssehne nun sowohl MR-tomographisch als auch rheumatologisch und neurologisch kein sicheres Korrelat für die Beschwerden habe gefunden werden können. Die Insertion der langen Bizepssehne sei im MRI regelrecht. Es bestehe weder ein CRPS noch eine neurologische Pathologie. Dementsprechend könnten sie dem Beschwerdeführer keine weitere Therapie mehr anbieten und bäten die Kollegen der Suva um Aufgebot des Beschwerdeführer
s zur weiteren Abklärung der Arbeitsfähigkeit bzw. Möglich
keit einer Umschulung. Sie hätten dem Beschwerdeführer noch eine vollum
fängliche Arbeitsunfähigkeit bis Ende Juni 2014 attestiert. Sie würden ihre Kontrollen hiermit abschliessen (Urk. 8/172).
3.2
Der Kreisarzt Dr. med. B._, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, konstatierte in seinem Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 16. Juni 2014 (Urk. 8/184/6 f.), dass ein m
it
den
Unfallfol
gen nicht erklärbares, anhaltend therapieresistentes Schmerzsyndrom
an der
rechte
n
obere
n
Extremität nach zweifacher Reininsertion distal
e Bizepssehne nach Bizepssehnenruptur am 28. Februar
2012
vorliege
.
In der
Beurteilung zur kreisär
ztlichen Untersuchung vom 15. Februar 2013 habe
er zu einem äusserst zurückhaltenden
Verhalten bezüglich eines erneuten opera
tiven Eingriffes geraten, da er
in dieser kreisärztlichen Untersuchung ein eindeutiges Missver
hältn
is zwisc
hen als Unfallfolgen erklärbaren und geschil
derten Beschwerden sowie
Hinweise für Selbstlimitierung
gesehen habe. Es habe
au
ch eine Symp
tomausweitung vorgelegen. Leider habe
sich diese pessimistische Einschätzung bestätigt, der
Beschwerdeführer
gebe
na
ch der erfolg
ten
zweiten
Operation mehr Beschwerden
an
als zuvor, we
lche weiterhin, auch von den be
handelnden Ärzten
,
in ihrem Umfang und Ausmass nicht erklärt werden könn
t
en. Von den bisher behandelnden Ärzten der Uniklinik
A._
sei
die Behandlung nun für abge
schlo
ssen erklärt
worden.
Nach wie vor sei
ein demonstratives Verhalten mit Hinweisen für Selbstlimi
tierung zu beobachten, ei
ne weitere Symptomausweitung sei
(wie im
vorigen Absatz erläutert) eingetreten. Auffallend sei
hier, dass keinerlei therapeutische Massnahmen (medikamentös, physiotherapeutisch und operativ) zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur eine geringe Ver
besserung erbracht hätten,
sondern aus
schliesslich Ver
schlechterungen eingetreten seien
. Der
Beschwerdeführer beschreibe
eine völlige Gebrauchsunfähigkeit der rechten
oberen Extremitä
t, dies bei fortbestehender guter muskulärer Situation, wo
bei man bei einer mittlerweile zwei
Jahre andauernden Gebrauchsunfähigkeit Muskelatr
ophien mit einer deutlichen Sei
tendifferenz der Umfangsmasse erwarten müsste. Das
bei der Bewegungsprüfung aufge
fallene minime Streckdefizit im Bereich
des rechten Ellbogengelenkes sei funktionell un
bedeutend, die zur Verlaufskontrolle durc
hgeführte MRI-Untersuchung zeige
einen unauffälligen Status nach der Bizepssehnenreinsertion
ohne Mu
skelbauchreaktion.
An den Ex
tensorenan
sätzen l
asse
sich eine Partialruptur feststellen, bei der heutigen Prüfung des Widerstandstest
s für die Extensorenmuskulatur we
rd
e
allerdings keine Schmerz
auslösung eben da angegeben.
Relevante neurologische Defizite
seien
durch eine umf
angreiche neurologische Untersuchung am 18. März
2014 an der Uniklinik
A._
ausgeschlossen
wor
den. Die geschilderte
Sensibilitätsabschwächung am Unterarm radialseits
sei
funktionell unbedeutend, fraglich dem Unfallereignis zuzuordnen.
Da alle bisherigen therapeutischen Versuche nur zu Verschlechterungen
geführt hätten
und auch die nochmalige Nachfrage nach irgendwelchen günstigen Reaktionen auf irgendwelche Therapien oder Modalitäten kategorisch verneint w
orden sei, sehe er
den medizinischen En
d
zustand gegeben, da keine erfolgs
versprech
ende Therapie mehr erkennbar sei
.
Nach zweimaligen Opera
tionen der Bizepssehne rechts mü
ss
e aufgrund von übli
chen Nar
benbildungen und Gewebeveränderungen in diesem Bereich davon ausgegangen werden, dass eine 100%ige Tätigkeit als Gipser nicht mehr unein
geschränkt zugemutet werden
kö
nn
e
.
Die
Zumutbarkeit
im
allgemeinen Arbeitsmarkt
sei wie folgt zu beschreiben
: Eine vollständige Gebrauchsu
nfähig
keit des rechten Armes sei unfallbedingt nicht nachvoll
ziehbar. Für den
Beschwerdeführer ergä
ben alle klinischen und diagnostischen Befunde, insbe
sondere auch der aktuelle MRI-Befund, sowie das gute funktionelle Ergebnis zusammengenommen folgende Tätigkeiten als zumutbar: Leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten
seien
ganztags
zumutbar
.
Tä
tigkeiten, welche ein lang
andau
erndes oder über längere Zeit repetitives kraftvolles Z
upacken mit der rechten Hand er
fordern
, seien zu vermeiden. Eine solche Tätigkeit könne
zu 10
0 % ausgeführt werden.
Es stelle
sich damit noch die Frage nach einer Integritätsentschädigung. Im Zumutbar
keitsprofil seien
gewisse vorstellbare und mit Unfallfolgen begründ
bare Einschränkung
en dargestellt worden. Diese lägen
s
eines Erachtens noch unterhalb dessen, was das UVG mit erheblich und bleibend für eine
Integritäts
entschädigung fordere
, auch wenn sie zu Einschränkungen des Zumutbarkeits
profils für
die Tätigkeit als Gipser führten. Die tatsächlichen Funktionseinbussen seien
aufgrund des in der
Untersuchung beschriebenen Ver
haltens nur schw
er einzuschätzen. Immerhin hätten
die gesamten Unfallfolgen bisher noch nicht zu einer relevanten Muskelatrophie im Bereich der oberen Extremität geführt, was nach den Aussagen des
Beschwerdeführers
zu erwarten wäre. Orie
ntiert an dieser Situation liege der Integritätsschaden s
eines Erachtens gegenwärtig noch unterhalb der Entschädigungsgrenze. Auch e
in 10%iges Extensionsdefizit sei
nich
t entschädigungspflichtig, eben
falls nicht die Hyposensibilität im Bereich des radialseitigen Vorderarms.
Die Medikation mi
t Dafalgan l g einmal täglich kö
nn
e
zulasten der Unfallversi
cherung im Sinne von Leistungen nach
Art.
21 UVG weiter verordnet werden.
3.3
Der Beschwerdeführer stellte sich am 24. September 2014 in der Rheumatolo
gie-Sprechstunde der Uniklinik A._ vor. Die behandelnden Ärzte notierten, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt keine klaren Hinweise für das Vorliegen eines CRPS an der rechten oberen Extremität zeige. Im Vordergrund stünden neuro
pathisch anmutende Schmerzen bei nachgewiesener Läsion des N. cutaneus antebrachii lateralis rechts. Aktuell sähen sie keine Möglichkeit, die Situation aus physikalisch-medizinischer Sicht zu verbessern. Diverseste Physiotherapien seien bereits durchgeführt worden und es sei zu keiner nennenswerten Ände
rung des Zustandes gekommen. Sollte auf die Neurolyse und Nervendekom
pression verzichtet werden, empfählen sie eine Überweisung an das Schmerz
ambulatorium des C._ zur schmerzthera
peutischen Behandlung (Urk. 8/206).
3.4
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie des C._ führten in ihrem Bericht vom 8. Juli 2015 (Urk. 8/226) über die ambulanten rheumatologischen Beurteilungen vom 21. April, 1. Juni und 1. Juli 2015 aus, dass sich zusammenfassend hart
näckige
chronische Schmerzen im Bereich des rechten Vorderarmes
zeigten
, welche zu einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit
geführt hätten
. Die Schmerzen könn
t
en im Rahmen der postoperativen Veränderungen und der
Tenosynovitis erklärt werden. Hinweise auf ein Komplex-Reg
ionales-Schmerzsyndrom (CRPS) hätten sie
nicht, insbesondere zeig
t
en sich keine Trophikstörungen
.
Therapeu
tisch
hätten sie
eine erneute ambulante Physiotherapie
initiiert
, medikamentös
habe der Beschwerdeführer
während drei Monaten Ibubrufen ohne Ansprechen ein
genommen
, auf Voltaren habe er früher nicht angesprochen. Gerne möchten
sie
noch ein drittes NSAR (Vimovo) ausprobieren und topisch Flector Pflaster anwenden. In Rücksprache mit
der behandelnden Psychiaterin hätten sie
zudem eine schmer
zmodulierende Therapie mit Cymbalta begonnen,
wodurch es nach nun zweimonatiger Einnahme laut
dem Beschwerdeführer
zu keiner Verände
rung
gekommen sei
. Da ein Vit
amin
D
Mangel zu einer Schmerz
verstärkung am Bewegungsapparat führe
n kö
nn
e, sei
es bei diesem
Beschwerdeführer
wich
tig, auf eine
genügende Substitutionstherapie zu achten. Eine Spiegelkontrolle sei in acht Wochen vorgesehen.
Bei Tenosynovitis des M.
extensor carpi radialis longus möchten
sie
gerne eine Infiltration der dortigen Sehnenscheide durch
führen, der
Beschwerdeführer we
rde dafür aufgeboten. Eine ambulante rheu
matologische Ver
laufskontrolle finde
in drei Monaten statt. Sollten diese thera
peutischen Massnahmen ebenfalls zu keine
r Beschwerdelinderung führen, wü
rden
sie ihn
im Verlauf allenfalls in die interdisziplinäre Schmerzsprech
stunde überweisen.
3.5
Dr. med. D._, Facharzt für Neurologie, der Abteilung Ver
siche
rungs
medizin der Suva, hielt in seiner neurologischen Beurteilung vom 14. Oktober 2015 fest (Urk. 8/229/9 f.), dass zusammenfassend festgestellt wer
den könne
, dass relativ frühzeitig im Verlauf eine gewisse Gefühlsminderung im Versorgungsbereich des Nervus cutaneus antebrachii lateralis rechts aufgrund des Unfallmechanis
mus durchaus plausibel erscheine.
D
ie folgende Ausdehnung der Sensibilitätsstörung, mal in den Bereich der ulnaren drei Finger rechts, mal
in den Bereich des Daumens, seien
klinisch, elektrophysiologisch und bildge
bend in keinster Weise nachzuvollziehen. Die Taubhe
it im Bereich des Unterar
mes sei
funktionell unbedeutend, eine Beeinträchtigung bei gleichzeitig voll
ständig erhaltener Greiffunktion für normale Tätigkeit
en mit manuellem Schwerpunkt sei
nicht erkennbar. Die Kriterien für das Vorliegen eine
s neuro
pathischen Schmerzes seien
weder nach den Anhaltspunkten in der Diagnose
stellung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Literatur), der Europäischen Neurologischen Gesellschaften, noch den Empfehlungen der Schweizerischen Interessensgem
einschaft gegeben (1-3). Es dürfe
bezweifelt werden, ob der
Beschwerdeführer
konsistente Angaben bezüglich sei
ner Schmerzsymptomatik abliefere
, dies insbesondere aus folgenden Gründen:
(l)
Trotz angeblicher stärkster Schmerzen und deswegen bedingter Ausschaltung des gesamten A
rmes aus dem Bewegungsablauf lie
ssen sich auch zwei Jahre nach dem Unfallereignis vollkommen normale trophische Muskelverhältnisse, insbesondere mit normalen Umfangsmassen seitengleich gemessen, dokumentieren. Dies wäre bei der schmerzbedingten Ausschaltung des Armes, wie vom
Beschwerdeführer
ange
geben
, nicht möglich - es würde
sich bereits
nach wesentlich kür
zerer Zeit eine erhebliche Muskelatrophie auf der betroffenen Seite darstellen.
(2) Es fä
nden sich in sämtlichen relevanten Nervenstrukturen vollkommen normale Verhält
nisse, wie in der neurophysiologischen Untersuchung in der Uniklinik
A._
, Abteilung Neurologie, nachgewiesen w
o
rde
n sei
. Lediglich der Nervus cutaneus
antebrachii lateralis rechts we
rd
e
als mit verminderter oder nicht darstellbarer Amplitude angegeben, klinisch in Übereinstimmung mit der entsprechenden Hyposensibilität. Ein relevantes Schmerzsyndrom, welches
sich
mit ein
er Verzö
gerung von Monaten
in diesem Be
reich manifestiere
,
sei ihm nicht bekannt.
A
uf jeden Fall wären mögliche Beschwerden (wie vom
Beschwerdeführer
selbst als leichter
mä
ssiger Dauerschmerz anlässlich de
r Besprechung im Betrieb angege
ben) nicht limitierend und mit Sicherheit unterhalb dessen, was im UVG als erheblich und dauerhaft anzusehen wäre.
Ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden aus dem Fachgebiet Neurolo
gie sei nicht entstanden.
3.6
Dr. B._ nahm am 5. November 2015 erneut Stellung und konstatierte, dass bei nun sämtlichen vorliegenden Unterlagen festgestellt werden müsse, dass sich auch mit der neuen MRT-Diagnostik im Vergleich zum Status bei seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Juni 2014 keine relevanten Verän
derungen ergeben hätten. Die im MRT vom 15. Mai 2015 dargestellten post
operativen Veränderungen entlang der distalen Bizepssehne seien nach zwei
maliger Operation dort zu erwarten. Diese Veränderungen seien bei seiner Zumutbarkeitsbeurteilung berücksichtigt worden. Die im MRI vom 5. Juni 2015 am Vorderarm rechts festgestellte leichtgradige Tenosynovitis der Sehne
des Musculus extensor carpi radialis longus sei unbedeutend und sowieso nur frag
lich unfallkausal. Neurologischerseits sei in der Beurteilung von Dr. D._ festgestellt worden, dass keine relevanten neurologischen Defizite vorlägen. Das beschriebene Taubheitsgefühl sei zudem funktionell unbedeutend. Die nun ganzen durchgeführten Untersuchungen hätten ergeben, dass kein Rückfall vor
liege, es ergäben sich auch keine Indikationen für besondere therapeutische Massnahmen. Das Zumutbarkeitsprofil bleibe bestehen (Urk. 8/238).
4.
4.1
Der Untersuchungsbericht von
Dr. B._
vom
16. Juni 2014, seine ergän
zende Stellungnahme vom 5. November 2015 sowie die neurologische Beurtei
lung von Dr. D._ vom 14. Oktober 2015
(
vgl. E. 3.2, E. 3.5 und E. 3.6)
beruhen auf allseitigen Untersuchungen
(Dr. B._)
, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der Vorakten abgegeben. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist schlüssig und die Beurtei
lungen der medizinischen Situation leuchten ein. Auch sind die Schlussfolge
rungen ausführlich begründet. Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit des
Berichts bzw. der Stellungnahmen
sprechen, bestehen keine. Der Bericht von
Dr. B._ sowie seine Stellungnahme vom 5. November 2015
und die Beur
teilung von Dr. D._
erfüllen daher die rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen an beweistaugliche ärztliche Entscheidungsgrundlagen
(vgl. E. 2.2
).
4.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass gestützt auf die Ausführungen von Dr. D._ und der Ärzte der Klinik für Neurologie des C._ vom 17. Juni 2016 klinisch nachweisbare Körperschä
digungen, nämlich eine Schädigung des N. radialis rechts und des N. cutaneus antebrachii lateralis rechts belegt sei, welche die Beschwerden des Beschwerde
führers erklären würden.
Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. D._ - wie vom Beschwerdeführer richtigerweise festgehalten - eine Gefühlsminderung im Versorgungsbereich des Nervus cutaneus antebrachii lateralis rechts aufgrund des Unfallmechanismus als durchaus plausibel beurteilte, die folgende Ausdehnung der Sensibilitäts
störung allerdings als in keinster Weise nachvollziehbar erachtete. Auch legte er nachvollziehbar und schlüssig dar, dass die Taubheit im Unterarm funktionell unbedeutend sei und die Kriterien für das Vorliegen eines neuropathischen Schmerzes nicht gegeben seien (E. 3.5).
Daran vermag auch der erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht der Ärzte der Klinik für Neurologie des C._ vom 17. Juni 2016 (Urk. 3/4) nichts zu ändern, da daraus keine weitergehende funktionelle Einschränkung hervorgeht: Die Ärzte hielten zusammenfassend fest, dass bei entsprechender klinischer Angabe einer Hyperalgesie im Innervationsgebiet des R. superficialis n. radialis rechts, sowie Amplitudendifferenz in der sensiblen Neurographie zu Ungunsten von rechts eine Schädigung des R. superficialis n. radialis rechts wahrscheinlich sei. Zudem sei bei in der Uniklinik A._ nicht ableitbarer Neurographie und entsprechender klinischer Angabe auch eine Schädigung des N. cutaneus ante
brachii lateralis rechts anzunehmen. Zur symptomatischen Therapie seien bereits frustrane Versuche mit Pregabalin und Duloxetin erfolgt, so dass aktuell von den Kollegen der Rheumatologie eine Behandlung mit Saroten empfohlen werde. Sie bäten die Kollegen der Psychiatrie im Rahmen der nächsten Konsul
tation die Therapie zu initiieren. Eine reguläre Verlaufskontrolle sei nicht geplant.
4.3
Die medizinische Aktenlage erweist sich damit als umfassend und es ist mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit ganztags arbeitsfähig ist. Tätigkeiten, wel
che ein langandauerndes oder über längere Zeit repetitives kraftvolles Zupacken mit der rechten Hand erfordern, sind nicht zumutbar (E. 3.2).
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit:
5.1
5.1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts, ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
5.1.2
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Recht
sprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel
cher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsver
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so kön
nen nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangez
ogen werden (BGE 139 V 592 E.
2.
3
mit Hinwei
sen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik
regelmässig
erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninha
berinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergono
mische Funktions- und Leistungsprüfung). Die
Suva
entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kennt
nis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der
Suva
verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die
Suva
die für die Invaliditätsbemessung im kon
kreten Fall herangezogenen DAP
Profile mit den erwähnten zusätzlichen Anga
ben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu
äussern
. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahler
messens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grund
sätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die
Suva
im Einsprache
entscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die
Suva
nicht in der Lage, im Ein
zelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die
Suva
hat diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonfor
mität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP
Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE
vorzunehmen (BGE
139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E.
4.7.2).
Rechtsprechungsgemäss
sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibun
gen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder
leistungsmässige
Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönli
chen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Auf
enthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rück
sicht genommen werden kann (BGE
139 V 592 E. 7
.3, 129 V 472
E.
4.2.3).
5.2
Die Beschwerdegegnerin setzte das Valideneinkommen für das Jahr 2014 in Höhe von Fr. 71‘500.-- fest (vgl. Urk. 8/188), was aufgrund der Aktenlage plau
sibel ist (Urk. 8/162) und des Weiteren unbestritten blieb (Urk. 1).
5.3
5.3.1
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter zugrunde gelegt (Urk.
8/187
). Bei den angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um Stellen als
Kontrolleur (DAP-Nr. 6103), Überwacher (DAP-Nr. 6467), Lagerangestellter (DAP-Nr. 10729), Verpacker (DAP-Nr. 5610) und Maschinist (DAP-Nr. 5491).
Der Durchschnittlohn dieser fünf Arbeits
plätze beträgt für das Jahr 2014
Fr. 65‘678.60 (Urk. 8/187)
.
5.3.2
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass die Aussichten im Bereich Controlling einen Job zu erhalten reichlich mager seien. So seien bei den vorgeschlagenen Berufen nicht mehr als fünf Arbeitsstellen in Betrieb gesetzt. Dem ist entgegen
zuhalten, dass der Einkommensvergleich anhand der ausgeglichenen Arbeits
marktlage zu bestimmen ist (vgl. E. 5.1.3), wobei
nicht massgeblich
ist
, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt wer
den kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirt
schaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_485/2014
vom 28. November 2014 E. 2.2).
Des Weiteren ist festzuhalten, dass der herangezogene Durchschnittslohn der Beschwerdegegnerin in Höhe von Fr. 65‘678.60 ungefähr in der Mitte zwischen dem Minimal- und dem Maximallohn in Höhe von Fr. 65‘246.-- ([Fr. 48‘321.-- + Fr. 82‘171.--] : 2) zu liegen kommt, weshalb die Höhe des herangezogenen Durchschnittslohnes nicht zu beanstanden ist. Auch hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch darauf, fünf seiner Meinung nach angemessene Arbeitsplätze auszuwählen.
5.3.3
Der Beschwerdeführer machte geltend, dass der Beruf des Lagerangestellten unge
eignet sei, da es notwendig sei, beidhändig zu arbeiten und man mit dem Handrolli in der Produktionshalle die Materialien herumtransportieren müsse, was einhändig nicht gehe. Auch müssten Gewichte zwischen 10-25 kg bis zur Lendenhöhe gehoben werden, was bei einem gefühllosen rechten Arm eine Über
forderung darstelle (Urk. 1). Gemäss dem Anforderungsprofil (Urk. 8/187/38) seien manchmal sehr leichte, leichte und mittelschwere Pakete (10-25 kg) zu heben. Beidhändigkeit sei erforderlich. Des Weiteren sei Material mit dem Handrolli in der Produktionshalle zu transportieren.
Diese Tätigkeiten sind allesamt leicht bis mittelschwer und verlangen kein repetiti
ves kraftvolles Zupacken mit der rechten Hand, sondern lediglich das beidhändige Heben und Tragen von Gewichten bis 25 kg und das Bedienen des Handrollis. Damit entspricht die Tätigkeit als Lagermitarbeiter dem medizini
schen Zumutbarkeitsprofil.
5.3.4
Der Beruf des Verpackers erfordert oft das Heben und Tragen von sehr leichten Gewichten und sehr oft das Heben und Tragen von leichten Gewichten. Das Hantieren wird als mittel qualifiziert, was oft notwendig sei. Für die Tätigkeit ist Beidhändigkeit ein Erfordernis. Es seien gefaltete Kartonschachteln zu entfalten und auf die Maschine zu legen. Zu verpackende Computergehäuse müssten auf das Förderband gelegt werden. Nach dem maschinellen Verpacken seien die Kartons ab dem Förderband zu nehmen und auf Paletten aufzustapeln (Urk. 8/187/43 f.).
Auch diese Tätigkeit entspricht
–
entgegen den Ausführungen des Beschwerde
führers
–
vollumfänglich dem Zumutbarkeitsprofil, da auch dies eine leichte Tätigkeit ohne langandauerndes oder über längere Zeit repetitives kraftvolles Zupacken mit der rechten Hand ist.
5.3.5
Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren vor, dass der Beruf Maschinist eben
falls ungeeignet sei.
In dieser Tätigkeit werde manchmal das Heben von sehr leichten und mittel
schweren und oft das Heben von leichten Gewichten erfordert. Das Hantieren sei ebenfalls als mittel zu qualifizieren und werde oft durchgeführt. Die Beid
händigkeit sei erforderlich. Es sei eine Tätigkeit an der Vertikalschneidema
schine, wobei Schaumstoffblöcke so geschnitten werden, dass Matten entstehen. Man müsse Zeichnungen lesen, die Maschine einstellen und Störungen beheben. Die Blöcke würden mit dem Stapler von einem anderen Mitarbeiter herangeholt (Urk. 8/187/46 ff.). Auch diese Tätigkeit erfüllt das medizinische Zumutbarkeits
profil entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers vollumfänglich, da die Tätigkeiten keinerlei kräftiges repetitives Zupacken erfordern und nicht ersichtlich ist, inwieweit er bei der Bedienung der Schneidemaschine physisch eingeschränkt sein soll.
5.3.6
Auch die beiden weiteren von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Stellen als Schlusskontrolleur und Überwacher (Urk. 8/187/29 ff.) entsprechen vollumfäng
lich dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil.
Die von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Stellen sind dem Beschwerdeführer entsprechend
allesamt
zumut
bar.
Zusammengefasst gab die Beschwerdegegnerin die Gesamtzahl der in Anbe
tracht der Einschränkung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeits
plätze, deren Höchst- und Tiefstlohn sowie den Durchschnitt
s
lohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an (Urk.
8/187
). Des Weiteren hat die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers dadurch gewahrt, dass die konkret herangezogenen DAP-Profile in den Akten vorhanden sind bzw. auflagen (vgl. E. 3.1.3; Urk.
8/187)
.
Damit sind vorliegend die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an einen Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-Löhne erfüllt (vgl. E.
5.1.2). Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Einkommens
vergleich den sich aus den fünf DAP-Profilen ergebenden Durchschnittslohn von Fr.
65‘678.60
als Invalideneinkommen zugrunde gelegt hat.
5.4
Setzt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 71‘500.-- dem Invalidenein
kommen in Höhe von Fr. 65‘678.60 gegenüber resultiert eine Erwerbseinbusse in Höhe von Fr. 5‘821.40 (Fr. 71‘500.-- - Fr. 65‘678.60), was einem rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von rund 8 % (Fr. 5‘821.40 : Fr. 71‘500.-
-) ent
spricht. Die Beschwerdegegnerin verneinte entsprechend zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
6.
Der Beschwerdeführer beantragte des Weiteren eine angemessene Integritätsent
schädigung.
6.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
mes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapital
leistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versi
cherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhän
gig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integri
tätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integri
tätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritäts
schäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integri
tätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfä
higkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritäts
schaden weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätli
chen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala ange
gebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.2
Dr. B._ und Dr. D._ gelangten in ihren beweiskräftigen Stellung
nahmen (vgl. E. 4) mit überzeugender Begründung zum Schluss, dass keine Integritätsentschädigung geschuldet sei, worauf verwiesen werden kann (vgl. E. 3.2, E. 3.5 und E. 3.6). Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren auch nicht vor, inwieweit die Einschätzungen von Dr. D._ und Dr. B._ in Bezug auf die Integritätsentschädigung nicht nachvollziehbar seien oder gestützt auf welche andauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Integrität eine Integritätsentschädigung zuzu
sprechen wäre. Die Beschwerdegegnerin verneinte damit zu Recht einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
7.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. August 2016 erweist sich damit als richtig und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
8.
Das Verfahren ist kostenlos.