Decision ID: 7acf9471-1cc1-4c5c-915a-ff2962717b78
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch seinen Vater
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Reisekosten inkl. Zehrgeld
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ wurde durch seine Eltern am 30. September 2004 zum Leistungsbezug bei
der IV angemeldet (IV-act. 1). Der Versicherte war am 6. September 2004 in der
36. Schwangerschaftswoche mit Sectio bei Geburtsstillstand zur Welt gekommen. Laut
Bericht des Ostschweizer Kinderspitals vom 29. Oktober 2004 fielen nach der Geburt
eine Omphalozele, eine Hypospadie sowie mehrere Dysmorphiezeichen auf, weshalb
eine Verlegung von der Geburtsklinik (Stephanshorn) ins Ostschweizer Kinderspital
erfolgte. Nach stationärer Behandlung wurde der Versicherte am 2. Oktober 2004 in
stabilem Allgemeinzustand nach Hause entlassen (IV-act. 6). Die IV-Stelle des Kantons
St. Gallen sprach dem Versicherten mit Verfügungen vom 14. Februar, 24. März und
24. August 2005 sowie vom 3. November 2008 medizinische Massnahmen zur
Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 313 (angeborene Herz- und
Gefässmissbildungen), Ziff. 498 (Hypoglykämie), Ziff. 302 (Nabelschnurbruch und
Bauchspalte, Ziff. 352 (untere und obere Harnröhrenspalte), Ziff. 251 (angeborene
Missbildungen des Kehlkopfes), Ziff. 303 (angeborener Leistenbruch), Ziff. 395 (leichte
hirnbedingte Bewegungsstörungen) sowie Ziff. 280 (angeborener Rückfluss aus dem
Magen in die Speiseröhre) zu (IV-act. 13-15, 20, 38-40, 117).
A.b Am 2. September 2009 reichte der Vater des Versicherten der IV-Stelle ein
Gesuch um Vergütung der Reisekosten für die Strecke von B._ nach C._ für die
täglichen Besuche seiner Ehefrau im Ostschweizer Kinderspital in der Zeit vom 6.
September bis 2. Oktober 2004 sowie um Gewährung eines Zehrgeldes im Betrag von
Fr. 1'074.60 ein (IV-act. 171). Am 17. September 2009 teilte die IV-Stelle dem Vater des
Versicherten mit, dass Reisekosten und ein Zehrgeld von insgesamt Fr. 246.-- vergütet
würden. Die Vergütung der Reisekosten beschränke sich auf den Ein- und Austrittstag
sowie auf jeden dritten Besuchstag. Der Anspruch auf Zehrgeld bestehe nur für den
Ein- und den Austrittstag (IV-act. 172). Am 22. Oktober 2009 erliess sie eine
gleichlautende Verfügung (IV-act. 175).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung erhob der Vater des Versicherten am 26. November 2009
Beschwerde mit dem Antrag, es seien die vollen Reisekosten sowie das Zehrgeld im
Betrag von Fr. 1'074.60 zu vergüten. Für den Fall, dass nur an jedem dritten Tag ein
Besuch/Zehrgeld anerkannt werde, sei die Abrechnung unter Berücksichtigung von
Verpflegungskosten an sämtlichen Besuchstagen (nicht nur am Ein- und Austrittstag)
um Fr. 152.-- (8 x Fr. 19.--) auf Fr. 389.-- zu korrigieren. Zur Begründung legte der
Beschwerdeführer unter anderem dar, sein Sohn habe sofort nach der Geburt ins
Kinderspital gebracht werden müssen. Er sei täglich während 27 Tagen von seiner
Mutter im Spital besucht worden, weil er ausschliesslich mit Muttermilch ernährt
worden sei. Die Ernährung eines Säuglings mit Muttermilch stelle eine lebenserhaltende
sowie eingliedernde Massnahme dar. Da die täglichen Besuche der Mutter notwendig
gewesen seien, müssten die Reisekosten in vollem Umfang vergütet werden.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2010 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie unter
anderem aus, die Übernahme von Reisekosten für stillende Mütter sei auf
Gesetzesstufe nicht vorgesehen. Würden - entgegen der bisherigen Vollzugspraxis -
regelmässig die Reisekosten stillender Mütter von Säuglingen, die vom Wohnort
entfernt in stationärer Behandlung untergebracht seien, für sämtliche Besuchstage
vergütet, würde dies für die IV aufgrund der Vielzahl solcher Fälle eine erhebliche
finanzielle Mehrbelastung bedeuten. Im Übrigen habe der Ernährungsbedarf des
Beschwerdeführers nicht durch das Stillen der Mutter sichergestellt werden können,
weshalb das Stillen selbst dann nicht als lebenserhaltende Massnahme anzusehen sei,
wenn es ursprünglich ärztlich verordnet worden wäre. Die angefochtene Verfügung sei
nicht zu beanstanden.
B.c Mit Replik vom 31. März 2010 bestätigte der Vater des Beschwerdeführers seinen
Standpunkt und reichte weitere Unterlagen ein. Er führte unter anderem aus, bei
Kindern mit Schluckstörung stelle das Stillen eine eingliedernde Massnahme dar. Das
Stillen trainiere die Zunge und den Gaumen und ermögliche dem Kleinkind das
Erlernen der Sprache. Jede Nahrungsaufnahme stelle für sich gesehen eine
lebenserhaltende Massnahme dar. Der Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass
der Ernährungsbedarf nicht durch reines Stillen habe sichergestellt werden können und
deshalb die Vergütung der täglichen Reisekosten nicht angezeigt sei, müsse
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widersprochen werden. Es könne nicht vom Erfolg einer Therapie abhängen, ob die
Kosten von der Beschwerdegegnerin übernommen würden oder nicht. Die für den
Beschwerdeführer notwendige Muttermilch sei abgepumpt und täglich in das Spital
gebracht worden. Es stelle sich die Frage, wer dies sonst kostengünstiger tun könne,
wenn nicht die Mutter. Unter dem Aspekt der Lebenserhaltung sei es unerheblich, in
welchem Umfang die Muttermilch vom Beschwerdeführer selbständig getrunken und in
welchem Umfang sie über die Magensonde verabreicht worden sei (act. G 12).
B.d Die Beschwerdegegnerin bestätigte am 12. April 2010, dass sie an ihrem Antrag
und ihren Ausführungen festhalte.

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 13 Abs. 1 IVG (SR 831.20) haben versicherte Personen bis zum
vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen
notwendigen medizinischen Massnahmen. Nach der Rechtsprechung gilt die
Anwesenheit der Mutter im Spital nicht als medizinische Massnahme im Sinne von Art.
13 Abs. 1 IVG und zwar unabhängig von einer allfälligen Nützlichkeit oder
Notwendigkeit für den Behandlungserfolg beim Kind (BGE 121 V 8 Erw. 5a mit Hinweis
auf ZAK 1974, 297f Erw. 1b). Ein Leistungsanspruch gegenüber der
Invalidenversicherung für das Stillen der Mutter und der damit zusammenhängenden
Reisekosten und Verpflegungsauslagen lässt sich daher grundsätzlich nicht auf Art. 13
Abs. 1 IVG abstützen. Die Invalidenversicherung vergütet sodann nur eine Behandlung,
welche vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in
Anstalts- und Hauspflege vorgenommen wird (Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG). Nach der
Rechtsprechung sind als medizinische Hilfspersonen im Sinne dieser Bestimmung nur
jene Personen zu verstehen, welche, wie Physiotherapeuten, Logopäden, anerkannte
Chiropraktoren usw., eine angemessene berufliche Spezialausbildung erhalten haben
und ihren Beruf nach den im betreffenden Fall gültigen kantonalen Vorschriften
ausüben (BGE 121 V 8 Erw. 5a mit Hinweis auf ZAK 1974 S. 298 Erw. 1c). Die Mutter
kann auch dann nicht als medizinische Hilfsperson anerkannt werden, wenn sie
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während des Krankenhausaufenthalts ihres Kindes auf Geheiss des behandelnden
Arztes und unter dessen Anleitung das Kind stillt (BGE 121 V 8 Erw. 5a).
1.2 Gemäss Rz 10 des Kreisschreibens über die Vergütung der Reisekosten in der
Invalidenversicherung besteht Anspruch auf Vergütung der Reisekosten einer
Besuchsperson an jedem Dritten Tag (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts [bis 31.
Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 25. Oktober 2002 i/
S F. [I 752/01] Erw. 1.2.2). Im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 90
Abs. 3 IVV (SR 831.201) werden zudem die für die Durchführung von
Eingliederungsmassnahmen notwendigen Fahrauslagen und das Zehrgeld für eine
unerlässliche Begleitperson vergütet. Gemäss dem Sachverhalt, welcher BGE 121 V 8
Erw. 5a zugrunde lag, hatte das kantonale Gericht ausgeführt, im Lebensstadium des
Säuglings bilde die Mutter mit ihrem Kind eine untrennbare Einheit. Da der direkte
Kontakt Mutter/Kind für ein erfolgreiches Stillen als unmittelbar notwendig erachtet
werden müsse, könne auch nicht das Abpumpen der Muttermilch verlangt werden. Die
Mutter werde in solchen Fällen regelmässig zur unmittelbar notwendigen Begleitperson
des Kindes, und eine analoge Behandlung wie bei den Reisekosten dränge sich auf.
Das Bundesgericht hielt hierzu fest, das Gesetz sehe für stillende Mütter keine
Übernahme der Reisekosten und der Auszahlung von Zehrgeld vor. Das Stillen sei für
alle Kinder gleichermassen wichtig, auch für solche ohne Geburtsgebrechen, weshalb
eine abweichende Behandlung nicht angezeigt sei. Auch eine Besserstellung
gegenüber gleichaltrigen Kindern, die aus irgendwelchen Gründen nicht gestillt würden
(gesundheitliche Gründe bei Mutter oder Kind, Unabkömmlichkeit der Mutter wegen
Verpflichtungen gegenüber andern Kindern, gegenüber den übrigen
Familienmitgliedern, wegen des Berufs, oder fehlendem Willen zum Stillen usw.), sei
nicht gerechtfertigt. Denn die Bedeutung des steten Kontakts zwischen Mutter und
Kind, vor allem während der ersten Lebensjahre, sei unbestritten und zwar unabhängig
davon, ob die Mutter das Kind stille oder nicht. Demzufolge bleibe es grundsätzlich bei
der Ausrichtung der Reiseentschädigung für den Besuch des Kindes durch einen
Elternteil an jedem dritten Tag. Damit werde einerseits dem grundrechtlichen Anspruch
des Kindes Rechnung getragen und anderseits der Kostenentwicklung
entgegengewirkt (BGE 121 V 8 Erw. 6a). Diene die tägliche Fahrt einer Begleitperson
eines nicht stationär untergebrachten Kleinkindes notwendigerweise der Durchführung
von Eingliederungsmassnahmen, welche die Invalidenversicherung angeordnet habe,
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würden die täglichen Reisekosten und - sofern die örtlichen und zeitlichen
Voraussetzungen des Art. 90 Abs. 4 IVV erfüllt seien - zusätzlich ein tägliches Zehrgeld
vergütet. Diesem Fall sei jener gleichzustellen, bei dem das Kind zur Behandlung des
Geburtsgebrechens notwendigerweise in einer vom Wohnort entfernten Krankenanstalt
stationär untergebracht sei und das Stillen für das Überleben des Kindes unerlässlich
sei und somit eine lebenserhaltende Massnahme darstelle. Denn die medizinisch
indizierten täglichen Besuche würden wie diejenigen im Rahmen von Art. 90 Abs. 3 IVV
erfolgen, weil die Distanz und der dadurch notwendige Betreuungsaufwand in einem
ursächlichen Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen bzw. mit den dadurch
bedingten Eingliederungsmassnahmen stehen würden. Bei einer solchen Sachlage
könne sich der grundrechtliche Anspruch des Kindes auf Nähe der Mutter nicht auf
jeden dritten Tag beschränken (BGE 121 V 8 Erw. 6b).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer wurde nach der Geburt zur Behandlung seiner
Geburtsgebrechen in das Ostschweizer Kinderspital verlegt, weshalb seine Mutter für
Besuche jeweils den Weg vom Wohnort B._ nach C._ zurücklegen musste. Die
Ärzte des Ostschweizer Kinderspitals berichteten am 9. September 2004 (drei Tage
nach der Geburt des Beschwerdeführers) unter anderem, postoperativ sei der perorale
Nahrungsaufbau komplikationslos erfolgt. Im Verlauf hätten sich leicht verminderte
Serumnatriumwerte gezeigt, weshalb eine Substitution begonnen worden sei (act. G
12.1). Sodann wurde in den Berichten des Ostschweizer Kinderspitals vom 5. und
29. Oktober 2004 unter anderem bestätigt, in den ersten Lebenstagen hätten beim
Beschwerdeführer bei Untergewicht eine Hypoglykämie bestanden. Im weiteren Verlauf
habe sich die Ernährung schwierig gestaltet, da der Junge nicht ausreichend getrunken
habe. Es sei aus diesem Grund die Ernährung weitgehend sondiert und die Eltern im
Legen einer Magensonde angeleitet worden (IV-act. 6-4/5). Die Nahrungsmenge wurde
wegen des Herzfehlers eingeschränkt; um dennoch eine ausreichende
Gewichtszunahme zu erreichen, sei der Nahrung Duocal hinzugefügt worden (act. G
12.2 S. 3).
2.2 Diesen Berichten und auch den weiteren Akten lassen sich keine Anhaltspunkte
dafür entnehmen, dass dem Stillen beim Beschwerdeführer ein medizinisch-
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therapeutischer Charakter zukam und auf ärztliche Anordnung hin erfolgte. Eine
eigentlich medizinisch-therapeutische Funktion des Stillens im Sinn einer für das
Überleben des Kindes unerlässlichen Massnahme erscheint insofern nicht dargetan, als
die Ernährung mit einer Sonde erfolgen musste und das Stillen allein somit eine
ausreichende Ernährung nicht gewährleisten konnte. Die Tatsache, dass die Ernährung
mit abgepumpter Muttermilch zusammen mit einem Nahrungsergänzungsmittel über
eine Sonde erfolgte (vgl. Darlegungen in act. G 12), vermag nicht zu belegen, dass die
Muttermilch-Ernährung für den Beschwerdeführer eine grössere Bedeutung hatte als
für jedes andere Neugeborene (ohne Geburtsgebrechen). Beim Vorbringen, dass es
stets besser sei, Muttermilch anstelle eines künstlichen Produktes für die Ernährung
von Säuglingen zu verwenden (act. G 12 S. 2), handelt es sich um eine allgemeingültige
Aussage, die nicht nur auf den Beschwerdeführer, sondern auf jedes neugeborene
Kind zutrifft. Auch die Feststellung, dass das Stillen die Zunge und den Gaumen
trainiere und damit dem Kleinkind das Erlernen der Sprache ermögliche (act. G 12 S.
3), gilt nicht nur für Kinder mit Schluckstörungen. Der Vater des Beschwerdeführers
hält denn auch fest, dass (alternativ) eine andere kalorienreiche Komplettnahrung hätte
verordnet werden müssen, wäre sein Sohn nicht mit Muttermilch ernährt worden. Im
Weiteren legt er dar, dass viele Kinder mit angeborenem Fehler nur in beschränktem
Mass Flüssigkeit zu sich nehmen dürften und die fehlenden Kalorien mit
Zusatzprodukten ergänzt würden (act. G 12 S. 4). Diese Darlegungen sowie der
Hinweis, dass der Beschwerdeführer erst nach stabiler Gewichtszunahme und
Erreichen eines stabilen Allgemeinzustands nach Hause habe entlassen werden
können (act. G 12 S. 4), belegen nicht eine medizinisch-therapeutisch begründete
Unerlässlichkeit der täglichen Anwesenheit der Mutter im Spital bzw. ein für das
Überleben des Kindes unerlässliches Stillen (BGE 121 V 8 Erw. 6b). Dies gilt auch für
die Tatsache, dass beim Beschwerdeführer eine Vielzahl von Geburtsgebrechen
vorliegt. Die von beiden Parteien zusätzlich angeführten Kostenüberlegungen -
Kostenentwicklung bei der IV einerseits (Beschwerdegegnerin) bzw. Kosten für
Spezialnahrung als Alternative zur Muttermilch anderseits (Beschwerdeführer) -
vermögen dabei keine ausschlaggebenden Begründungselemente zu liefern. Insgesamt
finden sich keine ausreichenden Hinweise dafür, dass die Voraussetzungen für eine
Gleichbehandlung der Mutter des Beschwerdeführers mit der einer unerlässlichen
Begleitperson im Sinne von Art. 51 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 3 und 4
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IVV erfüllt wären. Unter diesen Umständen lässt es sich nicht beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin die Vergütung von Reisekosten im Sinn von BGE 121 V 8 auf
jeden dritten Besuchstag beschränkte und ein Zehrgeld lediglich für den Ein- und
Austrittstag - an welchen die Begleitung unerlässlich im Sinn von Art. 90 Abs. 3 IVV war
- ausrichtete. In diesem Sinn kann auch dem Eventualantrag nicht gefolgt werden, hält
Art. 90 Abs 3 Satz 2 IVV doch ausdrücklich fest, dass bei Besuchsfahrten kein Zehrgeld
ausgerichtet wird.
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Der
vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten zu tragen.
Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine
Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- erscheint als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP