Decision ID: 8298a066-2442-4d46-8b7e-76e158359d31
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1961 geborene
X._
war bei der
Y._
als Bauar
beiter
(Urk. 8/7)
und gleichzeitig bei der
Z._
als Mit
arbeiter Warenlogistik angestellt (Arbeitgeberbericht der
Z._
vom 20. Januar 2006,
Urk.
8/11), als er am 20. Mai 2003 beim Besteigen einer Betonpumpe ausrutschte und auf den Hinterkopf fiel (Unfallmeldung vom 23. Mai 2003,
Urk.
8/6/154). Am 22. November 2005 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) meldete sich
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1). Nach Vor
nahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom 7. Mai 2008 eine von Mai 2004 bis Januar 2005 befristete halbe Invalidenrente zu, wobei die Auszahlung wegen verspäteter Anmeldung erst mit Wirkung ab Nov
ember 2004 erfolgte
(
Urk.
8/
61, Verfü
gungsteil 2,
Urk.
8/60). Die von
X._
am
5.
Juni 2008 erhobene Beschwerde (
Urk.
8/65/3-1
4
) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
6.
März 2010 ab (
Urk.
8/79)
.
Noch bevor das Bundesgericht mit Urteil vom 1
6.
Juli 2010 die gegen das Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
6.
März 2010
erhobene Beschwerde
abgewiesen hatte (
Urk.
8/86)
,
meldete sich
X._
am 1
4.
Mai 2010
(Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis)
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk.
8/81) und beantragte neben der Ausrichtung einer Rente die Gewährung von Massnahmen beruflicher Art (Schreiben vom
6.
September 2010,
Urk.
8/88). Die IV-Stelle führte medizinische und erwerbliche Abklärungen durch und gewährte
X._
Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung (Mittei
lung vom 2
8.
Juni 2011,
Urk.
8/124)
. Nachdem
X._
die berufliche Abklärung absolviert hatte, stellte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 2
2.
November 2011 fest, dass keine weiteren beruflichen Massnahmen ange
bracht seien und schloss die berufliche Abklärung ab (
Urk.
8/143).
1.2
Am 2
5.
September 2014 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis) meldete sich
X._
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/148). Die IV-Stelle liess einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom
6.
Oktober 2014,
Urk.
8/155) und holte Arztberichte von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, (Bericht vom 6.
Oktober 2014,
Urk.
8/156) und von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Neurologie, (Bericht vom 1
9.
November 2014,
Urk.
8/159) ein. Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
1
8.
Dezember 2014,
Urk.
8/162, sowie
Einwand vom
6.
Janua
r 2015,
Urk.
8/164, und vom 16.
Februar 2015,
Urk.
8/170) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2.
März 2015 einen Leistungsanspruch von
X._
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
0.
April 2015 Beschwerde und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten zu ver
anlassen und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu beurteile
n
;
hernach sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, unter Berücksichtigung der
angestammten Tätigkeit einen Ei
nkommensvergl
e
ich zur Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen (
Urk.
1). Die
Beschwerde
gegnerin
beantragt
e mit Beschwerdeantwort vom 20.
Mai 2015 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 2
6.
Mai 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Rentenan
spruch des Beschwerdeführers verneint hat oder ob sie zur rechtsgenügenden Abklärung des Sachverhalts weitere medizinische Abklärungen hätte vorneh
men müssen.
2.
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgeset
zes übe
r
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht
s
(
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und her
nach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle
Prü
fungspflicht
auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
3
.
3.1
Die Beschwerdegegnerin entschied
vor der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
2.
März 2015
letztmals mit Verfügung vom 7. Mai 2008 über einen Ren
tenanspruch des Beschwerdeführers und sprach ihm eine bis Januar 2005 befristete halbe Invalidenrente zu. Ab Februar 2005 verneinte sie einen Renten
anspruch (
Urk.
8/
61
und
Urk.
8/60). Das hiesige Gericht bestätigte diesen Ent
scheid mit Urteil vom 1
6.
März 2010 (
Urk.
8/
79). Dabei wurde vom hiesigen Gericht festgehalten,
dass keiner der behandelnden und untersuchenden Ärzte dem Beschwerdeführer für die Zeit von November 2004 bis zum Erlass der Verfügung vom
7.
Mai 2008 eine Arbeitsunfähigkeit in einer
behinderungsan
gepassten
Tätigkeit, die über 25
%
hinaus gehe, attestiert habe. Da auch keine Anhaltspunkte für weitergehende Einschränkungen vorlägen, erübrig
t
en sich weitere Abklärungen. Es sei daher zumindest von einer 75%igen Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszu
gehen. Bei dieser Tätigkeit m
üsse
es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit handeln, die keine erhöhten Anforderungen ans Gleichgewicht stell
e
und bei der keine starken Vibrationen und
kein
Lärm auftr
ä
ten. Eine stehende Tätigkeit sei jedoch möglich (E. 3.6). Diese Würdigung wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 1
6.
Juli 2010
bestätigt
(
Urk.
8/86 insbesondere E.
4.1).
3.2
3.2.1
Für das vorliegende Neuanmeldungsverfahren liegen im Wesentlichen folgende Arztberichte vor:
3.2.2
Mit MRI Knie links vom 2
1.
März 2012
erhob
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Radiologie, vom Zentrum für medizinische Radiologie (
Urk.
8/169/3):
z
entrale degenerative Veränderungen ohne einheitlichen Einriss im
Innen
meniskushinterhorn
Status nach Totalruptur des Innenbandes am
femoralen
Ansatz mit ausge
dehnten narbigen Veränderungen auf dieser Höhe
diskreter Erguss mit diskreter
Baker
z
yste
leichtgradige
beginnende Gonarthrose
3.2.3
Mit MRI LWS links vom 2
5.
Juli 2013
erhob
Dr.
med. D._
, Fachärztin FMH für Radiologie und Kinderradiologie, vom
Zentrum für medizinische Radi
ologie
(
Bericht vom 2
6.
Juli 2013,
Urk.
8/169/2):
moderate
degenerative Veränderungen der unteren LWS:
breitbasige
,
rechtsbetonte
Diskusprotrusion
L5/S1 ohne Nervenwurzelverlagerung
m
ässige Facettengelenksarthrosen in der gesamten LWS, im Segment L4/5 e
twas Flüssigkeit im Gelenkspalt.
Veränderungen dieser Art kön
n
en, müss
en aber nicht eine klinisch
e
Symptomatik nach sich ziehen
anlagebedingt enger Spinalkanal:
Es fänden sich aber keine Hinweise auf eine Spinalkanalstenose
3.2.
4
Dr.
A._
diagnostizierte mit
Bericht
an die Beschwerdegegnerin vom
6.
Oktober 2014 eine seit dem Jahr 2003 bestehende
anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
. Der Beschwerdeführer sollte beruflich beraten werden (Berufsberatung), da er aus psychiatrischer Sicht
zu 80
%
arbeitsfähig sei (Urk.
8/156).
3.2
.
5
Dr.
B._
nannte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
9.
November 2014 als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Zervikozephalsyndrom
bei Status nach Sturz mit Kopfkontusion und Com
motio cerebri
bestehend sei
t
2
0.
Mai 2003
Lumbovertebralsyndrom
mit Diskushernie L5/S1
bestehend sei
t
etwa dem Jahr 2010
Der Beschwerdeführer sei zu 40
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/
159/1-6)
. In einem seinem Bericht vom 1
9.
November 2014 beigelegten Bericht an
Dr.
E._
vom 1
4.
Mai 2014 hielt
Dr.
B._
fest, dass in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe (
Urk.
8/159/8).
3.2.6
Dr.
med. F._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom Regionalen Ärztli
chen Dienst der Beschwerdegegnerin erklärte mit S
tellungnahme vom 2.
März 2015, die
schmerzhaften
abnützung
sbedingten Veränderungen an HWS und LWS
, aber ohne neurologische Ausfallserscheinungen, vermöchten aufgrund klinischer und versicherungsmedizinischer Erfahrung keinerlei Arbeitsunfähig
keit in optimal leidensangepasster Erwerbstätigkeit zu begründen, bei folgen
de
m
Belastungsprofil: leichte wechselbelastende Tätigkeit, ohne Gewichtheben über
fünf
Kilogramm, ohne Armvorhalten und ohne Überkopfarbeiten (
Urk.
8
/172/3)
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
2.
März 2015 davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Mitarbeiter in der Warenlogistik
noch
arbeitsfähig sei. Es sei von einem
pathogen
et
i
s
ch
-unklaren
syndromalen
Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage auszugehen, welches gestützt auf die Prüfung der Foers
ter-Kriter
i
en als überwindbar anzusehen sei. Somit bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
2; vgl. auch
Urk.
7).
4.2
Wie der Beschwerdeführer in seiner
Beschwerde
z
utreffend ausführen liess (Urk.
1 S. 5-6)
,
ist seine angestammte Tätigkeit diejenige als Bauarbeiter (vgl.
Urk.
8/
79 E. 4.2,
Urk.
8/
86 E. 4.2; vgl. auch Arbeitgeberbescheinigung der
Y._
vom
8.
Dezember 2005,
Urk.
8/
7). Die Tätigkeit als Warenlogistiker, welche von der Beschwerdegegnerin als angestammte Tätigkeit qualifiziert wurde, wurde vom Beschwerdeführer lediglich während einiger Zeit als Nebentätigkeit ausgeübt (vgl.
Urk.
8/
79 E. 4.2.2,
Urk.
8/
86 E. 4.2;
vgl. auch
Arbeitgeberbescheinigung der
Z._
,
Urk.
8/
11). Im Weiteren gilt es zu beachten, dass das Bundesgericht seine Rechtsprechung betreffend die invalidisierende Wirkung von
pathogenetisch
-unklaren
syndro
malen
Beschwerdebildern
mit Urteil 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015
(BGE 141
V
281),
das heisst nach Erl
ass der angefochtenen Verfügung
grundsätzlich geän
dert hat, weshalb die Foerster-Kriterien
als solche
nicht mehr Anwendung fin
den.
D
ie angef
ochtene Verfügung vom 2.
März 2015
erweist sich somit
betreffend die Bestimmung der angestammten Tätigkeit als fehlerhaft und betreffend Wür
digung des festgestellten Gesundheitsschadens
als
nicht mehr der
Rechtspre
chung angepasst
. Wie nachfolgend zu zeigen ist, ändert dies jedoch nichts daran, dass die angefochtene Verfügung vom
2.
März 2015 im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.
4.3
4.3.1
Wie dargelegt (E. 2) ist bei einer Neuanmeldung – soweit auf die Neuanmeldung überhaupt eingetreten wurde - grundsätzlich zunächst zu prüfen, ob seit der letztkräftigen Abweisung de
s
Rentengesuchs eine
erhebliche
Veränderung
des
Invaliditätsgrades
eingetreten ist.
Der Beschwerdeführer macht als Beschwerden, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit h
ätt
en
und welche
den Invaliditätsgrad daher
grundsätzlich erheblich
verändert
hätt
en,
geltend: psychische Beschwer
den, Knieverletzung links, chronische
zervikovertebrale
Schmerzen und Schwindel nach Sturz auf den Hinterkopf mit
commotio
cerebri
bei
degenerati
ve
n
Veränderungen der
H
WS
sowie
degenerative Veränderungen der LWS
mit
Bandscheibenprotrusion
L5/S1 und
Forameneinengung
L4/5 bei Arthrose der gesamten Wirbelsäule (
Urk.
1 S. 5).
4.3.2
Aus
dem Bericht von
Dr.
A._
vom
6.
Oktober 2014
(E. 3.2.4)
ergibt sich, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführer
s
seit der Ableh
nung einer unbefristeten Rente im Mai 2008 nicht erheblich verändert hat (
Urk.
8/60 und
Urk.
8/61)
. So hielt
Dr.
A._
betreffend die einzige von ihm gestellte Diagnose
einer
anhaltende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung fest, dass diese
seit 2003 bestehe
und erklärte,
der Beschwerdeführer
berichte
über einen trotz Behandlungen gleich gebliebenen
Gesundheitszustand
.
Dr.
A._
attestierte dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht
denn auch
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, das heisst sogar eine leicht weitergehende Arbeitsfähigkeit als
im
Entscheid
des hiesigen Gerichts vom 1
6
.
März 2010 ab November 2004
min
destens
festgestellt
worden war
(vgl. E. 3.1).
4.3.3
Während sich
Dr.
C._
(E. 3.2.2) und
Dr.
D._
(E. 3.2.3) zwar zu ihren MRI-Befunden, nicht aber zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äusserten, attestierte
Dr.
B._
dem Beschwerdeführer mit
Bericht vom 1
9.
November 2014
aus somatischer Sicht
eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit (vgl.
Urk.
8/159/
6 und
Urk.
8/159/8
), das heisst
eine weitergehende
Arbeitsunfähigkeit
als
im Urteil des hiesigen Gericht vom
1
6.
März 2010
ab November 2004
festgehalten
.
Wie aus einem seinem Bericht an die
Beschwerde
gegnerin
beigelegten Bericht an die Wohngemeinde des Beschwerdeführers vom 9. November 2013 hervorgeht, begründet
e
Dr.
B._
die attestierte 40%ige Arbeitsunfähigkeit mit den Beschwerden
des Beschwerdeführers
im lumbalen Bereich (Urk. 8/159/10).
Als Diagnose führte er
diesbezüglich
ein
Lumbover
tebralsyndrom
mit Diskushernie L5/S1
an
,
welches
etwa
seit
dem Jahr 2010 bestehe
(vgl. E. 3.2.5
)
.
Im Rahmen des Abklärungsverfahrens, welches zur Ablehnung e
iner unbefristeten
Rente
geführt hatte
,
wurde von Ärzten
des
G._
, welche eine Röntgenaufnahme der LWS erstellt
hatten
, demgegenüber
noch kein
e
Diagnose betreffend LWS gestellt
(
Bericht vom 1
9.
März 2004,
Urk.
8/10/21-25).
Wie
RAD-Arzt
Dr.
F._
in seiner Stellung
nahme vom
2.
März 2015 darlegt
e
, stehen die neu
erhobenen
Befunde der L
WS
der vollzeitlichen Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit, das heisst einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit ohne Gewichtheben über fünf Kilo
gramm
, ohne Armvorhalten
und ohne Überkopfarbeiten jedoch nicht entgegen (E. 3.2.6). Die
se
Beurteilung von
Dr.
F._
ist im Gegensatz zu derjenigen von
Dr.
B._
nachvollziehbar
,
steht die
von
Dr.
B._
angeführte Diagnose
Dis
kushernie
L5/S1 (E.
3.2.5)
doch
nicht im Einklang mit den erhobenen Befunden.
Aus dem MRI-Befund von
Dr.
D._
vom 2
6.
Juli 2013 ergibt sich
lediglich
, dass beim Beschwerdeführer eine rechtsbetonte
Diskuspr
otrusion
L5/S1
ohne
Ner
venwurzelverlagerung
besteht (E.
3.2.3
). Dr.
B._
selb
st
hielt
zudem
in seinem an die Wohngemeinde des Beschwerdeführers gerichteten Bericht
vom
9.
September 2013
ebenfalls lediglich eine
Diskusprotrusion
fest
(
Urk.
8/159/9
).
Dr.
B._
legt
e
zudem
in keiner Weise
dar, weshalb die LWS-Beschwerden der Ausübungen einer angepassten Tätigkeit in einem Pensum von
mindestens
75
%
,
welches
dem ursprüngl
i
chen Rentenentscheid ab November
2004
zugrunde lag
, entgegenstehen soll
t
en.
Eine
relevante
Verschlechterung
der Arbeitsfähigkeit
und somit des Invaliditätsgrades
ist mithin nicht ausgewiesen
.
Hinsichtlich des
Zervikozephalsyndroms
des Beschwerdeführers erklärte Dr.
B._
, dieses bestehe seit dem 2
0.
Mai 2003
(E. 3.2.5)
, das heisst seit dem Unfallereignis. Eine
relevante Veränderung des Gesundheitszustandes ist damit ebenso wenig ausgewiesen.
Betreffend die vom Beschwerdeführer angeführten Kniebeschwerden (
Urk.
1
S.
5) gilt es zu beachten, dass zwar mit MRI vom 2
1.
März 2012 gewisse patholo
gische Befunde im Knie erhoben wurden (vgl. E. 3.2.2), Dr.
B._
jedoch in sämtlichen seine
r
aktenkundigen Berichte Knieprobleme des Beschwerde
-
führers nicht (mehr) erwähnte. So stellte er im Bericht an die Beschwer
-
degegnerin
vom 1
9.
November 2014 keine das Knie betreffende Diagnose
(E.
3.2.5).
Das gleiche gilt für seine Berichte an
Dr.
E._
vom 1
4.
Mai 2014 (
Urk.
8/159/7-8)
und an die Wohngemeinde des Beschwerde
-
führers vom
9.
September 2013 (Urk. 8/159/9). Es steht somit fest, dass die vom Beschwerdeführer im Jahr 2012 geklagten Kniebeschwerden im September 2014, als er sich bei der
Beschwerde
gegnerin
zum Leistungsbezug anmeldete
(
Urk.
8/148)
, abgeklungen und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit waren.
4.4
Aus
dem Gesagten ergibt sich, dass
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass
sich der Gesundheitszustand des Beschwer
deführers seit der mit Verfügung vom
7.
Mai 2008 erfolg
t
en Ablehnung einer
unbefristeten Rente nicht erheblich im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG verän
dert hat.
Da w
eitere medizinische Abklärungen
an diesem Ergebnis nichts ändern könnten und
bei einem unveränderten Gesundheitszustand keine Prü
fung der Arbeitsfähigkeit gemäss der geänderten Rechtsprechung bei
pathoge
netisch-unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern vor
zunehmen ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2015 vom 2
4.
September 2015 E. 4.3.2
),
erweist es sich
im Ergebnis
als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin
auf die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen verzichtet (BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d) und
einen Rentenanspruch verneint hat
.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung
) und auf Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen.