Decision ID: 969b6d07-2624-4ca4-9459-ebdfef56e514
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1978 geborene
X._
war seit
dem 17. August 2015
bei der
Z._
als Schaler angestellt und dadurch bei der Suva obligato
risch gegen die Folgen
von Unfällen versichert. Am 19.
Mai 2016 zog er sich gemäss Schadenmeldung vom
20. Mai 2016
beim Bohren auf Beton mit einer blockierten Bohrmaschine einen Bruch an der rechten Hand zu
(
Urk.
7/1
). Anlässlich der gleichenta
gs erfolgten Vorstellung in der
Notfall
praxis
des
A._
wurde eine dislozierte
Spiralschaftfraktur
am Os metacarpale V der rechten Hand festgestellt und eine Gipsschiene angefertigt (
Urk.
7/4, 7/15
). Am 26. Mai 2016 wurden eine offene Reposition und
eine
Zugschrauben-
/
Plattenosteosynthese vorgenommen und dem Versicherten Ergotherapie
verordnet (
Urk.
7/22
).
Die Suva erbrachte
die gesetzlichen Versiche
rungsleistungen (
Urk.
7/11).
Mit Bericht
des
A._
vom
2
7.
Juni 2016 wurde
bereits
der Verdacht auf und in der Folge schliesslich ein CRPS Typ I
an der rechten Hand
diagnostiziert
und die Weiterführung der ergotherapeutischen Behandlung
empfohlen (
Urk.
7/
39, 7/40, 7/
42)
.
Am 28.
März 2017 erfolgte die vollständige
Osteosynthese
material
entfernung
sowie eine
Te
nolyse
der Sehne
des
Musculus
e
xten
sor
digiti
minimi
rechts
(
Urk.
7/54, 7/63). Vom 31.
Mä
rz
bis 27.
April
2017
hielt sich der
Versi
cherte
in der
B._
zur stationären Rehabilitation auf
(
Urk.
7/65)
.
Am 18.
September 2017 fand eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr.
med.
C._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
statt
(
Urk.
7/96)
.
Mit Schreiben vom 13.
Februar 2018
teilte
die Suva die
Einstellung der
Heilkos
tenleistungen per sofort und der
Taggelder pe
r 3
1.
März 2018
mit
(
Urk.
7/121). Mit Verfügung vom 27.
März 2018
verneinte sie sodann einen Anspruch auf eine Rente sowie eine Integritätsentschä
d
igung (
Urk.
7/139).
Die dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
7/152 und 7/186) wies sie mit Entscheid vom 10. April 2019 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 27.
Mai
2019 Beschwerde mit dem Antrag, es sei der angefochtene
Ein
spracheentschei
d
vom 10. April 2019
aufzuheben und die vorliegend
e
Streitsache zu weiteren medizinischen Abklä
rungen, insbesondere eine
r
polyd
isziplinäre
n
Begutachtung, zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerde
antwort vom 2. Juli 2019 schloss die Suv
a
unter Einreichung der
Vorakten
und
insbesondere
des polydisziplinär
en Gutachtens der
D._
vom 20
.
August 2018 (
Urk.
8/3)
auf Abweisung der Bes
chwerde (
Urk.
6). Am
12
. September 2019 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein (
Urk.
11
). Die Suva
erstattete am 27
.
Dezember
2019
eine
Dup
lik
(
Urk.
17) unter Auflage der handchirurgischen und neu
rologischen Beurteilung von Dr.
med.
E._
,
Fachärztin FMH für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungs
apparates sowie
Handchirurgie
,
und Dr.
med. F._
, Facharzt FMH für Neurologie, vom 17. Dezember 2019
(
Urk.
18),
wovon der Beschwerde
führer mit Verfügung vom 6.
Januar 2020
in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
1
9
sowie
Urk.
20
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dement
sprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 19. Mai 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbs
einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.6
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität
erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahres
verdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richt
linien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritäts
schäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritäts
entschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
vom 10. April 2019 (
Urk.
2) unter Bezug
nahme
auf die Einschätzung ihres Kreisarztes damit, dass in den medizinischen Akten zwar ein CRPS dokumentiert sei. Dies
es
habe sich
im Verlauf
e
jedoch wesentlich gebessert,
so dass
es
anlässlich der kreis
är
z
tlichen Untersuchung nicht mehr habe bestätigt werden können.
Insofern hand
le es sich bei den
nach wie vor
angegebenen Beschwerden um Rest
beschwerden des CRPS, allerdings gemischt mit gewissen Selbstlimitierungen und Symptomausweitungen.
Die Beschwerdegegnerin berechnete
sodann
gestützt auf das
kreisärztlich formulierte Zumutbarkeitsprofil
und eine 100%-
ige
Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit
sowie
gestützt auf die
Dokumentation von Arbeits
plätzen (DAP)
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 6.35 %.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (
Urk.
1),
dass seine gesund
heitliche Situation nicht rechtsgenügend und abschliessend abgeklärt worden sei
. Insbesondere könne nicht
auf die Einschätzung des Kreisarztes abgestellt werden
, da diese den Anforderungen von Gesetz und Rechtsprechung an eine verwal
tungsinterne ärztliche Beurteilung und ein Gutachten
nicht genüge
.
Zudem sei der medizinische Endzustand noch nicht erreicht. Erst wenn dieser erreicht sei, könnten vertiefte Abklärungen durchgeführt werden und eine Beurteilung von Invalidenrente und Integritätsentschädigung erfolgen.
2.3
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2019
sodann
aus (
Urk.
6), dass in der
von der IV-Stelle des Kantons Zürich veranlassten und
im Mai 2018 durchgeführten interdisziplinären Begutachtung
durch die
D._
keinerlei Befunde mehr hätten festgestellt werden können, welche eine Ar
beitsunfähigkeit in der angesta
mmten Tätigkeit nach Mitte Februar 2018 bedingt hätten.
Damit erübrige sich auch eine Prüfung des Validen- und Invaliden
einkommens.
3.
3.1
Kreisarzt Dr.
C._
führte
im Bericht
über
die kreisärztliche Untersuchung vom 18. September 2017
(
Urk.
7/96) aus
,
dass sich im Bereich der rechten Hand
inspektorisch
keine Rötungen und Schwellungen gezeigt hätten und die Narbe an der Mittelhandaussenseite reizlos gewesen sei. Beide Hände seien im Gespräch zu Gesten spontan und lebhaft eingesetzt worden.
Inspektorisch
hätten im Bereich der Schulter- und Nackenmuskulatur keine Auffälligkeiten bestanden.
Am M.
trapezius
descendens
rechts habe
eine
Druckdolenz
vorgelegen.
Als einzige Bewegungs
einschränkung im B
ereich der rechten Fingergelenke
sei eine
Flexions
einschränkung
im MCP-
V aufgefallen, bei ansonsten seitensym
metrischen Befunden. Im Bereich der Schultergelenke
hätten
sich rechts eine einge
schränkte Extension, Flexion und Abduktion gezeigt, wobei die Begrenzung dieser Bewegungen willkürlich
gewirkt habe
.
Der Beschwerdeführer habe eine Ge
fühlsabschwächung im Bereich
Dig
.
IV und V sowie an der Handaussenseite bis zur rechten Schulterblattregion und rechten vorderen
Thoraxregion
ange
geben
. Bei den Kraftprüfungen habe sich praktisch keine Kraftentwicklung beim Händedruck gezeigt, während mit dem Dynamometer Stufe II rechts eine Faust
schlusskraft von 10 kg habe nachgewiesen werden können. Bei den Kraft
prüfungen der Extension/Flexion im Ellbogengelenk
habe sich rechts ebenfalls praktisch keine Kraftentwicklung gezeigt. Bei den
Widerstandtests der
Rotatoren
manschette
sei es erst n
ach mehrfacher Aufforderung zu einer Kraftentwicklung gekommen.
Zusammenfassend hielt Dr.
C._
fest,
dass in den Akten ein CRPS doku
mentiert sei und während der Rehabilitationsbehandlung in der
B._
die Budapest-
Kriterien als erfüllt betrachtet worden seien. Diesbezüglich
habe sich
allerdings
eine wesentliche Besserung eingestellt,
so dass
bei der durchge
führten kreisärztlichen Untersuchung ein CRPS nicht mehr
habe
bestätigt werden könne
n. B
ei den noch angegebenen Beschwerden
handle es sich
um Rest
beschwerden des CRPS, allerdings vom Eindruck der Untersuchung her gemischt mit gewissen Selbstlimitierungen und Symptomausweitungen.
Da
gegenwärtig noch eine Bewegungseinschränkung im MCP-V und auch eine gewisse Min
derung der Muskulatur im Bereich des rechten Ober- und Unterarmes
vorliege
, soll
t
e dem Versicherten noch eine Chance gegeben werden, mit weiterer Therapie die Situation zu verbessern. Allerdings sei die bisherige Intensität nicht mehr begründbar. Es genüge einmal wöchentlich Physiotherapie und e
inmal wöchentlich Ergotherapie, wobei in drei Monaten der Verlauf zu prüfen sei.
Dr.
C._
erstellte sodan
n folgendes Zumutbarkeitsprofil:
leichte Tätigkeiten mit ei
ner
Gewichtslimite
rechts von 5
kg und für be
idseitige Tätigkeiten von 10 kg;
ohne Tätigkeiten, welche das kräftige Halten von Gegenständen oder einen wiederholten kräftigen Faustschluss mit der rechten dominanten Seite erfordern
würden
;
zudem
keine Tätigkeiten über der Horizontalen
oder
mit ausser
gewöhnlicher Hitze- oder Kältebelastung. Eine solche
angepasste
Tätigkeit
sei zu 100
%
zumutbar
(
Urk.
7/96)
.
3.2
Kreisarzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt f
ür
Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie
des Bewegungsapparates
,
führte am
9.
Februar 2018 sodann aus, dass
nunmehr ein medizinisch stabiler Zustand vorliege.
Er bestätigte das von Dr.
C._
am 18. September 2017 erstellte Zumutbarkeitsprofil und hielt fest, dass
d
ie
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung noch nicht erreicht
sei
(
Urk.
7/120).
3.
3
In dem von der IV-Stelle des Kantons Zürich veranlassten polydiszipli
nären Gut
achten der
D._
vom 20
. Augu
st 2018 (
Urk.
8/3) stellten Dr.
med.
H._
, Fachärztin FMH für
Allgemeine Innere Medizin, Dr.
med. I._
, F
acharzt FMH für Neurologie, Dr.
med. J._
, Facharzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
sowie
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen
ohn
e
Ein
schränkung der
Arbeitsfähigkeit
nannten
sie folgende (
Urk.
8/3 S.
7):
-
Osteosynthese und OSME Metacarpale V mit geringer
residueller
Funktions
störung im MCP-Gelenk V rechts
-
Status nach CR
PS der rechten Hand bei Status
nach Osteosynthese bei dislozierter Schaftfraktur des Os m
etacarpale V Hand rechts am 26.
Mai 2016
-
Adipositas Grad I
-
Dyspepsie
-
Vitamin D-Mangel
Sie hielten fest,
dass sich eine funktionelle Beeinträchtigung nicht anhand konsistenter objektiver Befunde bestätigen lasse. Für die reklamierte erhebliche Schmerzbeeinträchtigung und Funktionseinschränkung habe sich kein aus
reichendes Korrelat ergeben.
Im neurologischen Teilgutachten
wurde festgestellt
, dass anlässlich der Unter
suchung eine Sensibilitätsstörung am gesamten rechten Arm beginnend ab der mittleren Schul
ter nach distal und mit einem Sc
hwerpunkt im Bereich von Kl
e
in
finger und Ringfinger rechts angegeben worden sei. Eine umschriebene peripher-
nerval
oder
radikulär
einzuordnende
S
ensibilitätsstörung sei
allerdings nicht nachweisbar, die sensiblen Störungsangaben seien mithin wenig plausibel. Der weitere neurologische Befund sei ohne wegwe
isendes Defizit, insbesondere ze
igten sich keine Atrophien, Paresen (bei teilweise wechselnder
Willkür
tonis
ierung
der H
andmuskulatur), Ref
l
e
xauffälligkeiten oder vegetative
n
Auffäl
ligkeiten.
Nach dem klinischen Befund, welcher bei Eintritt in die
Reha
massnahme
in
B._
beschrieben worden sei, seien seinerzeit die Budapest-Kriterien zur Diagnose eines CRPS erfüllt gewesen. Dies sei heute nicht mehr der Fall.
Aktuell würden sich keine Befunde finden, welche ein
persistierendes CRPS belegten.
Und aktendokumentiert fänden sich auch keine Röntgenbefunde, in welchen radiologische CRPS-Zeichen
beschrieben würden. E
ine neurogene
Schädigung
sei
nicht schlüssig nachweisbar. Diskrepant zu dem anamnestischen Au
smass der angegebenen Schmerzen
wirke der Versicherte im Ra
hmen der neuro
logischen Untersuchung kaum schmerzgeplagt. Weiter bestehe kein Anhalt für eine Inaktivitätshypotrophie des rechten Arms, was gegen eine namhafte, schmerzbedingte Fu
n
ktionsminderung spreche.
Der Laborbefund (niedriger Spie
gel von
Dafalgan
) wecke zudem Zweifel an der anamnestisch angegebenen Dosierung, mithin auch Zweifel an der angegebenen Schmerzintensität.
Aus neuro
logischer Sicht sei somit eine Minderung der Arbeitsfähigkeit auf dem Boden einer schlüssigen
nervalen
Läsion
oder eines erheblichen persistierenden CRPS nicht ausreichend belegt
(
Urk.
8/3 S. 7
2
ff.).
Aus
orthopädischer
Sicht wurde
alsdann
festgehalten,
dass d
er jetzige klinische Befund keine Zeichen für ein CRPS mehr
zeige
und gekennzeichnet
sei
durch eine geringe Funktionsstörung im MCP V-Gelenk. Die bisherigen Behandlungs
massnahmen seien angemessen und letztlich ausgeschöpft
, auch wenn bei der letzten Konsultation in der
L._
erneut über eine bereits vorher von verschiedenen anderen Einrichtungen mehrmals abgelehnte operative Mass
nahme nachgedacht worden sei
.
Der
nebenbefundliche
myofasciale
Schmerz
anteil (
Triggerpunkt
) sei einfach behandelbar und nicht namhaft limitierend. Für eine seit zwei Jahren als bestehend angegeben
e
Schonung des rechten Arms beziehungsweise der rechten Hand fehlten Anzeichen einer entsprechend deutlichen
Myatrophie
, so dass von einer im Alltag weitgehend adäquaten Nutzung der rechten oberen Extremität auszugehen sei. Die geklagten Symptome einschliesslich der Therapieresistenz na
hezu aller bisher durchgeführter
Mass
nahmen würden für eine fehlende Plausibilität der Beschwerden auf körperlicher Ebene sprechen. Darüber hinaus habe eine Schonung des rechten Armes beziehungs
weise der rechten Hand, zum Beispiel beim An- und Auskleiden, nicht beobachtet werden können. Weiterhin sei es dem Versicherten möglich, in Bauch- und Rückenlage beide Arme nahezu uneingeschränkt in eine Überkopfposition zu bringen, wohingegen bei der Prüfung der Schultergelenke rechtsseitig keine ver
gleichbare Beweglichkeit dargeboten worden sei (Inkonsistenz).
Biologisch plausibel sei eine
geringgradige
partielle Einschränkung des Faustschlusses der rechten Hand bedingt durch
die Bewegungsstörung im MCP V-G
elenk. Dies sei jedoch für die meisten Alltagssituationen nicht funktionsstörend, da alle anderen Finger der rechten Hand uneingeschränkt den Fau
stschluss gewährleisten könnten
(
Urk.
8/3 S. 109
ff.).
3.4
Mit der Duplik reichte die
Beschwerdegeg
nerin
schliesslich
die
handchirurgische und neuro
logische Beurteilung von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vom 1
7.
Dezember 2019
ein (
Urk.
18).
Darin wurde ausgeführt, dass im Austritts
bericht der
B._
vom Mai 2017
ein CRPS
noch bejaht worden sei, während sich im Untersuchungsbefund zwei Monate später
von Prof. Dr.
med. M._
, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie Handchirurgie,
vom 2
7.
Juli 2017 (
Urk.
7/84)
kein Hinweis mehr auf trophische Störungen gefunden
habe
. Die Diagnose eines CRPS
in partieller Remission
sei in der Diagnoseliste
zwar
genannt
, der Befund weise die Diagnose allerdings
nicht aus.
Nochmals zwei Monate später bei der kreis
ärz
tl
ichen Beurteilun
g im September 2017 sei von Dr.
C._
kein CRPS mehr diagnostiziert worden. Zu der gleichen Einschätzung seien die Beurteilungen durch die Handchirur
gie der
L._
im April 2018
(Urk. 7/185)
und die gutac
hterliche Beurteilung durch Dr.
J._
im Mai 2018
(Urk. 8/3)
gekommen.
Auf diese Beurteilungen könne abgestellt werden und es sei damit zu konstatieren, dass zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung dur
ch die Suva
per
31.
März 2018 kein CRPS mehr vorgelegen habe. Demgegenüber
würden
d
ie Be
ur
teilungen in den Berichten von
Januar und August 2019
von Dr.
med. N._
,
Facharzt FMH für Chirurgie,
Dr.
med.
O._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
med.
pract
.
P._
,
Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie,
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Neurologie,
und Dr.
phil.
R._
, klinischer Psychologe,
nicht überzeugen, da bis auf eine Minderung der Beweglich
k
eit des rechten Kleinfingers keine Befunde gemäss den
Budapest-Kriterien
dokumentiert und auch nicht diskutiert worden seien.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 10. April 2019 (
Urk.
2) in medizinische
r Hinsicht auf die Beurteilung
en der Kreis
ärzte
Dr.
C._
und Dr.
G._
(E. 3.1
und 3.2
).
Im Beschwerdeverfahren
reichte sie
sodann
das Gutachten der
D._
vom 20
. August 2018 (E. 3.3
) und die handchirurgische und neurologische Beurteilung der
Dre
s
.
E._
und
F._
(E. 3.4
) ein.
In diesen
medizinischen Ein
schätzung
en
erfolgte eine eingehende Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft bezüg
lich der Diagnose eines CRPS.
Die Ärzte stellten
auf die sogenannten Buda
pest-Kriterien ab und hielten übereinstimmend
dafür, dass
gemäss dem Austritts
ber
icht der
B._
im Mai 2017 die CRPS-Krit
erien
noch
erfüllt gewesen seien
, während ein CRPS zum Zeitpunkt der
Kreisarztuntersuchung
im September 2017 mangels entsprechender Befunde
nicht mehr habe festgestellt werden können.
Dabei
nahmen die Mediziner ausführlich zu den sich
in den Akten befindenden ärztlichen Berichten Stellung und begründete
n
plausibel
sowie unter Hinwe
is auf diverse Inkonsistenzen (
anlässlich Untersuchung kein schmerzgeplagter Eindruck und
inkonsistenter Hand- und Armgebrauch mit feh
lende
r Schonung und unterschiedlich
dargebotener Beweglichkeit,
kein
e
Anzeichen
für eine Inaktivitätshypotrophie des rechten Arms, niedriger Spiegel von
Dafalgan
, mangelhafte Therapiebemühungen
, vgl. insbesondere
E.
3.3
)
,
wes
halb die CRPS-Kriterien ab September 2017 trotz
gewisser
anderslautender
medi
zinischer Berichte
für nicht gegeben
beurteilt werden können.
Diese Eins
chätzungen sind nachvollziehbar,
überzeugen und stimmen
mit der übrigen
medizinischen Aktenlage überein:
Mit Ausnahme der Hausärztin
sowie der Ärzte des
S._
stellten die
behandelnden
Fachärzte nach Mai 2017 höchstens noch ein
regredientes
CRPS fest und konnten keine typischen, auf ein aktives CRPS hinweisenden klinischen Befunde mehr erheben (
vgl.
Bericht von
Dr.
med.
T._
,
Facharzt FMH für Chirurgie,
vom 2
3.
Juni 2017 [
Urk.
7/76
]
,
Bericht von Prof.
M._
vom 27. Juli 2017 [
Urk.
7/84
]
,
Bericht von
Dr.
med.
U._
,
Facharzt FMH für
Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie Hand
chirurgie,
und Dr.
med. V._
, Assistenzärztin Handchirurgie, vom 1
2.
April 2018
[
Urk.
7/185
]
, vgl. Urk. 18
).
Insoweit der Beschwerdeführer ge
stützt auf die Berichte von Dr.
N._
vom
4
.
Januar und 23. August 2019
(
Urk.
3
und 12/1
) sowie des
S._
vom
5.
April und
19. August 2019
(
Urk.
12/2
und 12/3
)
geltend macht, dass
nach wie vor
ein aktives
CRPS
vorliege
(
Urk.
11 S. 1 ff.
)
,
kann
ihm nicht
gefolgt werden
.
Wie in der handchirurgisch-neurologischen Beur
teil
ung von Dr.
E._
und Dr.
F._
vom 1
7.
Dezember 2019 (
Urk.
18) nachvollziehbar dargelegt wurde
, fehlt es den erwähnten Berichten
weitgehend –
mit Ausnahme einer
Minderung der Beweglichkeit des rechten Kleinfingers -
an einer Befunderhebung an der oberen Extremität
. I
nsbesondere
fehlt eine
Be
schreibung
möglicher Veränderungen im Sinne der Budapest-Kriterien, aus welche
r
die Diagnose eines CRPS nachvollziehbar wäre.
Namentlich
finden sich keine Befunde hinsichtlich trophischer Veränderungen und eine Diskussion der Budapest-Kriterien erfolgt
e
nicht.
Die Nennung der Diagnose CRPS ohne
einge
hende
Begründung und Diskussion der Befunde ist
selbstredend
nicht ausreichend
und nicht leitlinienkonform
. Auch
sind die vom Beschwerdeführer beklagten
Schulter- und Nackenbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
F
olgen des
Unfalles
vom 19.
Mai 2016, fehlen in den
echtzeitlichen
Arztberichten
doch
irgendwelche Hinweise
auf
entsprechende Beschwerden und Begleit
verletzungen
sowie diesbezügliche Abklärungen
.
Ebenso wird das von
Dr.
N._
festgestellte
cervical
und lumba
l betonte
Panvertebralsyndrom
als seit Jahren bestehend
beschrieben bei
bekannten leicht degenerativen Verände
rungen der HWS und LWS
in der Bildgebung
. Eine Unfallkausalität liegt folglich nicht vor
(
Urk.
18 S. 8 ff.).
4.2
Alsdann dringt der Beschwerdefüh
rer mit seiner Rüge, wonach Dr.
C._
als Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation nicht in der Lage sei, die bestehenden Beschwerden zu beurteilen, nicht durch (
Urk.
1 S.
7). Die Kreisärzte der Suva sind nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fach
ärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich Unfallpatienten, unfall
ähnliche Körper
schädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgeprägte
traumato
logische
Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2007 vom 3. Oktober 2008 = SVR 2009 UV Nr. 9
E.
7.5.4), dies unabhängig von ihrem ursprünglich erworbenen Facharzttitel (Urteil des Bundesgerichts 8C_316/2019 vom 24. Oktober 2019
E.
5.4). Damit ist kein Grund ersichtlich, weshalb Dr.
C._
die Kom
petenz abzusprechen wäre, anhand der Budapest-Kriterien beurteilen zu können, ob das vordiagnostizierte CRPS nach wie vor gegeben ist, sowie ein ent
sprechendes Zumutbarkeitsprofil zu formulieren und die Arbeitsfähigkeit einzu
schätzen. Zudem wurde seine Einschätzung weitgehend durc
h das Gutachten der
D._
vom 20
. August 2018 (
Urk.
8/3) gestützt, in welchem – wie vom Beschwerde
führer gefordert – auch eine neurologische Beurteilung vorgenommen wurde.
Insoweit der Beschwerde
führer sodann beanstandete, Dr.
C._
habe in seinem Untersuchungsbericht verschiedene Arztberichte
nicht berücksichtigt (
Urk.
1 S.
4), so trifft
dies zwar zu
(
vgl.
Urk.
6 S.
7)
.
Inwieweit diese Berichte, welche
der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Kreisarztuntersuchung
gar
nicht vorlagen,
sich
aber
inhaltlich weitgehend mit den
seinerzeit
vorliegenden
Berichten deck
t
en, zu einer anderen Beurteilung führen
sollten
, ist allerdings nicht ersichtlich und wurde vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt. Ent
sprechend vermögen diese Vorbringen
ebenfalls
keine Zweifel an der Beweis
kräftigkeit der kreisärztlichen Beurteilung auszulösen.
4.3
Dr.
I._
legte
im neurologischen Teilgutachten der
D._
aus
führlich
dar
, dass die objektiven neurologischen Befunde nicht für eine ausreichend belegte, erhebliche
nervale
Läsion
– oder ein erhebliches persistierendes CRPS -
sprechen, und ging deshalb im Gegensatz zu Dr.
C._
von einer vollständigen Arbeits
fähigkeit
auch
in angestammter Tätigkeit aus. Dies begründet
e
er
zusätzlich
mit den fehlenden Zeichen einer Inaktivitätshypotrophie sowie der in der Unter
suchung beobachtet
en guten spontanen Mobilität
. Ein persistierendes neuro
pathisches Schmerzsyndrom wäre zwar allenfalls möglich, kann
gemäss Dr.
I._
aber nicht belegt und damit – auch vor dem Hintergrund der fest
gestellten Inkonsistenzen hinsichtlich Schmerzausprägung und Funktions
einschränkungen des rechten Armes – nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit angenommen werden
(
Urk.
8/3 S.
7
2 ff.
).
Ebenso bestätigte Dr.
J._
im
orthopädische
n Teilgutachten
eine
uneingeschränkte Arbeits
fähigkeit im angestammten
Bereich (
Urk.
8/3 S. 10
9
ff.
).
Diese Einschätzungen überzeugen, weshalb
vorliegendenfalls
mangels Erwerbseinbusse kein Renten
anspruch entstehen kann.
Obwohl
Dr.
J._
in einem ersten Schritt
lediglich von
einem Rendement von 50 % ausging
, welches nach sechs Wochen bei Fort
setzung der konservat
iven Therapiemassnahmen auf 100
%
steigerbar
sei
,
recht
fertigt sich
vorliegend auch
keine befristete Rente. Denn ge
mäss den Feststel
lungen von Dr.
J._
zeigte der klinische Befunde keine Zeichen für ein CRPS mehr und war lediglich gekennzeichnet durch eine geringe Funktionsstörung im MCP V-Gelenk
, welche jedoch selbst für Arbeiten im Baugewerbe nicht namhaft einschränkend wirkt. Entsprechend wurden die bisherigen Behandlungs
massnahmen auch als angemessen und letztlich ausgeschöpft bezeichnet (
Urk.
8/3 S.
11
0
ff.
).
In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurde denn auch eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit statuiert, ohne eine Abstufung im
zeitlichen
Verlauf
seit der Unter
suchung
vorzunehmen (Urk. 8/3 S. 8).
Widersprüche im Gutachten der
D._
sind damit – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (
Urk.
11) – nicht aus
zumache
n
. Vielmehr bestätigen die Gutachter, dass Hinweise für ein CRPS nicht mehr vorlieg
en
, was denn bereits du
rch die übrigen Akten belegt ist (vgl. Urk. 18 S. 10).
Der Vollständigkeit halber ist aber
dennoch
anzufügen, dass selbst bei
Annahme einer fehlenden Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit im Sinne von
Dr.
C._
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt, wie die Berech
nung im
Einspracheentscheid
vom 1
0.
April 2019
(
Urk.
2)
zeigt. D
ie von der Beschwerde
gegnerin evaluierten DAP-Arbeitsplätze entsprechen dem von Dr.
C._
festgelegten Zumutbar
keitsprofil
(
Urk.
7/96)
. Zudem
sind sämtliche Voraus
setzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommens
vergleich gestützt auf die
DAP
-Tabellen stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt und die vorgenommene Invaliditätsbemessung mit einem IV-Grad von 6.35 % (
Vali
deneinkommen
von Fr. 69‘526.60, Invalideneinkommen von Fr. 65‘107.40) erweist sich als korrekt.
4.4
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die
me
dizinischen Einschätzungen ihrer beratenden beziehungsweise Kreisärzte
sowie der
D._
abgestellt und
das Vorliegen eines
CRPS
im Beurteilungszeitpunkt
verneint.
Ferner ist nicht zu beanstanden, dass sie den Anspruch auf eine Invalidenrente für die verbleibenden Unfallfolgen (
Einschränkung
der Beugefähigkeit im Klein
fingergrundgelenk rechts von 15° zur Gegenseite bei unauffälligem
Fingerkup
penhohlhandabstand
, Urk. 18
)
negiert
hat.
Für weitere medi
zinische Abklärungen
– insbesondere auch die beantragte Durchführung eines Leistungstests (vgl.
Urk.
11 S.
5) -
besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheid
relevanten
Erkenntnisse zu erwar
ten sind (antizipierte Beweiswürdi
gung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229
E.
5.3)
und
den Experten bei der Wahl der Untersuchungsmethoden ein grosses Ermessen zukommt.
4.5
Ebensowenig
ist gestützt auf den kreisärztli
chen Untersuchungsbericht vom 18. September 2017
(Urk. 7/96)
sowie die Stellungnahme von Dr.
G._
vom 9.
Februar 2018
(Urk. 7/120)
der Fallabschluss per 31. März 2018
zu bemängeln:
Massgebend für den Fallabschluss und damit auch für die Einstellung der Tag
geld- und Heilbehandlungsleistungen ist zunächst, ob zum Zeitpunkt des Fallab
schlusses noch mit einer relevanten Besserung der Beschwerden zu rechnen ist (E. 1.4).
Prof.
M._
führte in seinem Bericht vom 27.
Juli 2017
aus, dass der Zustand des Kleinfi
n
gers auf eine posttraumatische
kapsuläre
Kontraktur des MP-gelenkes und bei zweimalig stattgeha
bter Operation und Ergotherap
i
e
auf eine erhebliche
Malcompliance
zurückzuführen sei. Die
über ein Jahr andauernde Schmerzpersistenz und vollständige Arbeitsunfähigkeit
könne
angesichts der lediglich vorliegenden Strecksteife des Kl
e
infingergrundgelenks
nicht nach
vollzogen werden
.
Entsprechend sei nicht davon auszugehen, dass die Situation durch eine (einfache)
Kapsulotomie
verändert würde. Auch sei zu bezweifeln, dass im Operationsfall anschliessend eine adäquate Ergotherap
ie durchgeführt würde. Prof.
M._
hielt deshalb fest, dass eine operative Behandlung nicht
zu empfe
hlen
sei
und weitere Nachbehandlungen nicht geplant seien
(
Urk.
7/84
).
Aufgrund der noch vorliegenden
Bewegungseinschränkung im MCP-V und
der
Minderung der Muskulatur im Bereich des rechten Ober- und
Unterarmes hielt Dr.
C._
am 18.
September 2017
dennoch
dafür, dem Beschwerdeführer noch eine Chance zu geben, die gesundheitliche Situation mit weiterer Therapie
– in reduziertem Umfang -
zu verbessern (
Urk.
7/96
).
Nachdem
die Hausärztin
Dr. med.
W._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin,
am
3.
Februar 2018
jedoch über einen
frustranen
Krankheitsverlauf unter intensiver Physio- und Ergo
therapie
berichtet
hatte
(
Urk.
7/118)
,
beurteilte Dr.
G._
den medizinischen Zustand
anschliessend
als stabil (
Urk.
7/120). Darauf kann abgestellt werden.
Insbesondere vermag an diesem Ergebnis auch der Bericht
der
Dre
s
.
U._
und
V._
vom
12. April 2018 nichts zu ändern, konnte sich der Beschwerde
führer ein operatives
Vorgehen (
Tenolyse
), welches lediglich möglicher
weise eine Verbesserung bewirkt hätte, doch nicht vorstellen
(
Urk.
7/185)
.
Damit kann vom Erreichen des medizinischen Endzustandes ausgegangen wer
den. Eine allenfalls noch indizierte Behandlung bezüglich psychischer Beschwerde ist
vorliegendenfalls
nicht zu berücksichtigen.
Im psychiatrischen Teilgutachten der
D._
konnten keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit festgestellt werden (
Urk.
8/3 S.
14
1
). Zudem
entspricht
dies
auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach bei
banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammen
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheits
störungen in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkennt
nisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352
E.
5b/
aa
, 115 V 133
E.
6a).
4.6
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht abgeschlossen und einen
Rentenanspruch verneint.
5
.
Hinsichtlich des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung ist auf die St
ellung
nahme des Kreisarztes Dr.
G._
vom
9.
Februar 2018 (
Urk.
7/120) abzustellen. Gemäss dieser ist die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung nicht erreicht.
Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden, zumal ein Vergleich mit den Richtlinien des Anhanges 3 zur UVV sowie der Suva-Tabelle 3
(
Integritäts
schaden bei einfa
chen oder kombinierten Finger-,
Hand- und Armverlusten
)
zeigt, dass die
Unfallfolgen
beim Beschwerdeführer
(Einschränkung
der Beuge
fähigkeit im Kleinfingergrundgelenk rechts von 15° zur Gegenseite bei unauf
fälligem
Fingerkuppenhohlhandabstand
)
viel
weniger einschneidend als die in den erwähnten Tabellen aufgeführten Gesundheitsbeeinträchtigungen
sind
.
6
.
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 10. April 2019 (
Urk.
2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.