Decision ID: 69d0cc19-5285-5bcc-a2c9-31cd08fa6733
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch steuerpartner ag, Steuer- und Wirtschaftsberatung, Vadianstrasse 44,
9001 St. Gallen,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons
St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
persönliche Beiträge 2010 (Liegenschaftenhandel)
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Sachverhalt:
A.
A.a Am 18. Juni 2012 meldete das Steueramt der Stadt B._ der
Sozialversicherungsanstalt St. Gallen (SVA), A._ habe im Steuerjahr 2010
Fr. 97'109.-- Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit bei einem investierten
Eigenkapital von Fr. 125'449.-- erzielt. Sie merkte an, es handle sich um eine
Neueinstufung als Quasi-Liegenschaftenhändler. Der Betrag ergebe sich aus den
Mieteinkünften von (zwei) Geschäftsliegenschaften (in C._ und D._) abzüglich
Unterhalt und Hypothekarzinsen (act. G 14/1). Im Fragebogen 1 gab A._ an, er übe
keine selbstständige Erwerbstätigkeit aus. Er sei als Immobilienmakler bei der E._ AG
angestellt. Er besitze zwei Mehrfamilienhäuser, die vermietet und ausschliesslich der
privaten Vermögensverwaltung zugeordnet seien. Die Steuermeldung sei somit zu
Unrecht erfolgt (act. G 14/7.4).
A.b A._ und sein Treuhänder gelangten mit Schreiben vom 27. August und
30. November 2012 an das Steueramt B._, um darzulegen, dass sämtliche
gehaltenen und veräusserten Liegenschaften dem Privatvermögen zuzuordnen seien
(act. G 14/3.6 f. und 7.6 ff.). Nachdem das Steueramt am 16. November 2012 der SVA
jedoch mitgeteilt hatte, dass A._ weiterhin rechtskräftig als Liegenschaftenhändler
eingestuft werde, erliess diese am 1. Februar 2013 eine Beitragsverfügung für das Jahr
2010 in Höhe von Fr. 10'096.20 (inkl. Verwaltungskosten). Dabei ging sie von einem
massgebenden Einkommen von Fr. 104'700.-- und einem investierten Eigenkapital von
Fr. 126'000.-- aus (act. G 14/9). Am 5. Februar 2013 folgte noch die zugehörige
Verzugszinsverfügung in Höhe von Fr. 1'058.70 (act. G 14/8).
A.c Die dagegen erhobene Einsprache vom 4. Februar 2013, mit welcher A._ geltend
machte, die Kriterien für die Annahme einer Gewerbsmässigkeit seien nicht erfüllt, wies
die SVA mit Entscheid vom 18. Juni 2013 ab. Das Steueramt habe sich intensiv mit der
Zugehörigkeit der Liegenschaften des Einsprechers zum Geschäfts- oder
Privatvermögen auseinandergesetzt. Ausschlaggebend seien für die Steuerbehörde die
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Nähe zur beruflichen Tätigkeit des Einsprechers und die relativ kurze Haltedauer der
Liegenschaften in F._ und G._ gewesen (act. G 14/10 und 17).
B.
B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 19. August
2013 mit dem Antrag auf Aufhebung der Beitragsverfügung vom 1. Februar 2013 und
der Verzugszinsverfügung vom 5. Februar 2013. Der Beschwerdeführer sei
Geschäftsführer der E._ AG und somit unselbstständig erwerbend. Ausserdem sei er
Alleinaktionär der Gesellschaft. Privat betreibe er weder Immobilienhandel noch
verwalte er fremde Immobilien. Die Vermietung der und die Veranlassung von
Reparaturen an den privat gehaltenen Immobilien erledige er selber, die übrigen
administrativen Angelegenheiten lasse er extern durch die H._ AG ausführen. Die
fragliche Liegenschaft in C._ habe er 1991 mittels Erbvorbezugs vom Vater erhalten,
jene in D._ habe er 2003 gekauft. Diese Liegenschaften dienten als Kapitalanlage und
würden langfristig gehalten und vermietet (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2013 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf den angefochtenen
Einspracheentscheid (act. G 3).
B.c Mit einer weiteren Eingabe vom 3. September 2013 macht der Beschwerdeführer
im Wesentlichen geltend, dass die Beschwerdegegnerin nach wie vor keine
eigenständige beitragsrechtliche Beurteilung des Sachverhalts vorgenommen habe
(act. G 5).
B.d Am 10. September 2013 wird die Beschwerdegegnerin aufgefordert, sämtliche
Vorakten, namentlich eine Aktennotiz vom 12. Juni 2013 (betreffend eine Besprechung
der Beschwerdegegnerin mit der Steuerverwaltung am nämlichen Datum) einzureichen
(act. G 6). Mit E-Mail vom 13. September 2013 verwies die Beschwerdegegnerin
darauf, dass keine entsprechende Aktennotiz bestehe. Die vollständigen Akten reichte
sie schliesslich am 31. Oktober 2013 ein (act. G 14).

Erwägungen:
1.
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1.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge
auf dem aus einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit fliessenden
Einkommen. Nach Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger
Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbstständiges Einkommen gelten laut Art. 17
AHVV alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-,
Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie
aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und
Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 DBG und der Gewinne aus der
Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4
DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen
nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Nicht unter den Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit
im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des
eigenen Vermögens; der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht
der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche
in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits
stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des
Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht
buchführungspflichtigen (Einzel-)Betrieben, Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE
134 V 252 f. E. 3.1, mit Hinweis auf BGE 125 V 383 E. 2a S. 385).
1.2 Die Ausgleichskassen haben ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des
AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen
beitragspflichtig ist. Allerdings sollen sich die Ausgleichskassen bei der Qualifikation
gemeldeter Einkünfte in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen und eigene
nähere Abklärungen nur dann vornehmen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der
Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (BGE 121 V 80 E. 2c S. 83; BGE 114 V 72 E. 2
S. 75; BGE 111 V 289 E. 3c S. 294; BGE 110 V 83 E. 4 S. 86 und 369 E. 2a S. 370;
BGE 102 V 27 E. 3b S. 30 mit Hinweisen; AHI 1993 S. 221, H 33/91).
2.
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Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann vorliegend für die Qualifizierung
des Einkommens nicht ohne Weiteres auf die Steuermeldung abgestellt werden.
Zunächst weist die Steuerverwaltung selber darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin
selber entscheiden müsse, ob auf das gemeldete Einkommen AHV-Beiträge erhoben
werden können (act. G 14/1). Das Kantonale Steueramt I._ legte sodann auch in den
diversen Schriftwechseln mit dem Beschwerdeführer nie ausführlich dar, wie es zu
seiner Auffassung gelangte; auch legte es den Status der fraglichen Liegenschaften
gegenüber dem Beschwerdeführer nie materiell rechtskräftig fest. Einzig die
Veranlagungen 2009 und 2010 sind wohl materiell rechtskräftig, worauf sich wohl auch
die telefonische Meldung des Steuerkommissärs an die Beschwerdegegnerin bezogen
hat (act. G 14/7.17). In den genannten Veranlagungsverfügungen ging die
Steuerverwaltung aber von privaten Kapitalerträgen aus (act. G 1.3 und 1.6). Im
Weiteren ging das Kantonale Steueramt I._ davon aus, dass es steuerrechtlich
belanglos sei, ob man die fraglichen Einkünfte als solche aus privatem Kapitalertrag
oder solche aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit anschaue. An den
Steuerfaktoren ändere sich nichts, es würden aber neu Meldungen an die
Ausgleichskasse gemacht (act. G 1.4). Der Beschwerdeführer konnte sich gegen die
Einteilung der fraglichen Liegenschaften zum Geschäftsvermögen somit noch nie
rechtlich zur Wehr setzen. Es geht nicht an, dass sich die Beschwerdegegnerin auf die
Bindungswirkung beruft, während die Steuerverwaltung den Beschwerdeführer zur
Klärung dieser Frage wiederum an die Beschwerdegegnerin verweist (vgl. act. G 1.4).
Wie das Bundesgericht schon mehrfach entschieden hat, ist in Fällen, wo es
ausschliesslich um Vermögensertrag geht, die Steuermeldung keine zuverlässige
Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier
Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus
Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss (vgl. Urteil vom
16. Januar 2009, 9C_551/2008, E. 2.3 mit Hinweis; Urteil vom 30. Januar 2014,
9C_107/2013, E. 1.4). Das Versicherungsgericht hat deshalb die massgebende Frage,
ob der aus den fraglichen Liegenschaften fliessende, und vorliegend einzig zu
beurteilende Ertrag Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit darstellt, ohne
Bindung an die steuerrechtliche Betrachtungsweise zu prüfen (vgl. auch Entscheid des
Versicherungsgericht vom 28. November 2008 [AHV 2008/9] E. 2.1).
3.
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3.1 Diesbezüglich muss zunächst klargestellt werden, dass es sich bei den von der
Beschwerdegegnerin als Berechnungsgrundlage für die Beitragsverfügungen erfassten
Einkünften aus den fraglichen Liegenschaften in C._ und D._ um Kapitalerträge
und nicht um Kapitalgewinne handelt. So wurde denn der Gewinn aus dem Verkauf der
Liegenschaft in F._ steuerlich unbestrittenermassen über die
Grundstückgewinnsteuer abgerechnet und dementsprechend nicht in die vorliegende
Berechnung des massgebenden Einkommens mit einbezogen. Es geht somit von
vornherein nicht um Grundstückshandel, ist doch Handel dadurch gekennzeichnet,
dass regelmässig Vermögensgegenstände gekauft und verkauft werden und damit
Gewinne, also eine Marge angestrebt oder erzielt wird. Wird dies - nach den
einschlägigen Kriterien - oft und systematisch genug wiederholt, liegt ab einem
bestimmten Punkt Handel und damit per Definition eine auf Erwerb gerichtete
(selbstständige) Tätigkeit vor. Davon klar zu unterscheiden sind Einkünfte in Form von
Kapitalerträgen. Diese fallen dem Eigentümer eines Vermögenswerts dafür zu, dass er
den Vermögenswert jemandem zur Verfügung stellt (etwa in Form von Wohnungen,
Geschäftsräumlichkeiten, Eigen- oder Fremdkapital für Firmen etc.). Das regelmässige
Vereinnahmen der daraus fliessenden Erträge in Form von Miet- oder Pachtzinsen,
Dividenden, Kapitalzinsen etc. setzt im Gegensatz zu den Kapitalgewinnen gerade das
Halten des entsprechenden Vermögenswerts voraus, ansonsten die Früchte auf den
neuen Eigentümer übergehen. Nachdem vorliegend nicht von einem auf
(regelmässigen) Kapitalgewinnen beruhenden Handel, sondern von Kapitalerträgen der
unbestrittenermassen seit Jahren bzw. Jahrzehnten im Eigentum des
Beschwerdeführers stehenden Liegenschaften auszugehen ist, sind diejenigen Kriterien
der Weisung Nr. 36 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 27. Juli 2012
(betreffend Wertschriftenhandel), die auf ein hohes Transaktionsvolumen oder auf eine
kurze Haltedauer abstellen, für den vorliegenden Sachverhalt nicht einschlägig. Eine
mögliche Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers betreffend die fraglichen
Liegenschaften in C._ und D._ kann somit von vornherein nicht mit der relativ
kurzen Haltedauer der Liegenschaft in F._ (2005 - 2009 [act. G 14/7.10]) begründet
werden.
3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gehört die Verwaltung und
Vermietung von eigenen Wohnblöcken (Renditehäusern) ausgesprochen zur privaten
Vermögensverwaltung, wenn und soweit diese Tätigkeit sich auf die Erzielung der
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Erträgnisse des Vermögensobjekts an sich beschränkt und nicht betrieblichen
Charakter aufweist (Urteil 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004, E. 2.5, mit Hinweisen). Im
Entscheid 2C_869/2008 führte das Bundesgericht sodann aus, es liege keine
selbständige Erwerbstätigkeit vor, wenn lediglich das eigene Vermögen verwaltet
werde, insbesondere etwa durch die Vermietung eigener Liegenschaften. Dies gelte
selbst dann, wenn das Vermögen umfangreich sei, professionell verwaltet werde und
wenn kaufmännische Bücher geführt würden (mit Hinweisen auf Urteil 2C_135/2008
vom 27. Juni 2008 E. 3.2; Urteil 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5, in: ASA 74 Nr.
11/12 S. 741 f.). Weiter führte das Bundesgericht aus, es sei auch nicht von
selbstständiger Erwerbstätigkeit auszugehen, wenn Investitionen in Immobilien keinen
gewerblichen Charakter aufwiesen. Dabei sei auf die Gewinnabsicht abzustellen
(E. 2.3). In Erwägung 2.4 führte es dann Indizien für das Vorliegen einer Gewinnabsicht
auf. Dafür kämen die systematische bzw. planmässige Art und Weise des Vorgehens,
die Häufigkeit der Liegenschaftsgeschäfte, der enge Zusammenhang eines Geschäfts
mit der beruflichen Tätigkeit der steuerpflichtigen Person, der Einsatz spezieller
Fachkenntnisse, die Besitzesdauer, der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur
Finanzierung der Geschäfte oder die Realisierung derselben im Rahmen einer
Personengesellschaft in Betracht (mit Hinweis auf BGE 125 II 113 E. 6a). Nachdem
diese Kriterien wiederum auf das Vorliegen eines (in vorstehender Erwägung 3.1 bereits
ausgeschlossenen) Handels abzielen, kann für die Frage, ob in Bezug auf die streitigen
Vermögenserträge von einer Erwerbstätigkeit auszugehen ist, nur den Kriterien des
Einsatzes erheblicher fremder Mittel und spezieller Fachkenntnisse eigenständige
Bedeutung zukommen. Jedenfalls ist nach der bundesgerichtlichen Praxis bei der
Annahme, die Verwaltung von Anlagevermögen stelle Gegenstand eines geschäftlichen
Betriebes dar, grösste Zurückhaltung geboten (Urteil 2A.52/2003, E. 2.5). Dies trifft
noch umso mehr zu, wenn - wie vorliegend - die Liegenschaften bisher im
Privatvermögen eingeteilt waren und sich nun diesbezüglich keine Änderung im
Sachverhalt ergeben und, soweit ersichtlich, noch keine materiell rechtskräftige
Umteilung im Steuerrecht stattgefunden hat (vgl. Entscheid des Versicherungsgericht
vom 28. November 2008 [AHV 2008/9] E. 3.3).
3.3 Vorliegend befinden sich die Liegenschaften in D._ und C._, wie bereits
erwähnt, langjährig, d.h. rund 20 bzw. 10 Jahre im Eigentum des Beschwerdeführers.
Ein Verkauf ist nicht geplant. Vielmehr legt der Beschwerdeführer plausibel dar, es sei
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vorgesehen, die Liegenschaften dereinst seinen beiden Töchtern vererben zu können.
Gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers sind die Liegenschaften zu 50 %
fremdfinanziert (act. G 14/7.13). Wie aus der Steuerausscheidung ersichtlich ist,
betragen die Schuldzinsen für die Liegenschaften in C._ und D._ Fr. 14'205.-- bzw.
Fr. 17'854.-- bei einem kantonalen Liegenschaftswert von Fr. 1'060'000.-- bzw.
Fr. 1'523'000.-- (act. G 1.3). Bei einer Belehnung von 50 % entspricht dies einer
Hypothekarverzinsung von rund 2,7 % bzw. 2,3 % (Fr. 14'205.-- : Fr. 530'000.-- x 100
bzw. Fr. 17'854.-- : Fr. 761'500.-- x 100), was realistisch erscheint. Gemäss
Steuerausscheidung betragen die Passiven (nach Lage der Aktiven) sogar nur
Fr. 402'778.-- in C._ bzw. Fr. 506'255.-- in D._, und somit deutlich weniger als
50 % des kantonalen Steuerwerts der Liegenschaften. Allerdings wird dieses Resultat
durch die prozentuale Aufteilung der Schulden auf sämtliche Aktiven (auch des relativ
grossen beweglichen Vermögens) verfälscht. Insgesamt ist jedoch mit dem
Beschwerdeführer von einer eher konservativen Fremdfinanzierung auszugehen, was
gegen das Vorliegen einer Erwerbsabsicht spricht. Schliesslich kommt dem Kriterium
des Einsatzes von Fachkenntnissen selbst gemäss Kreisschreiben Nr. 36 der Eidg.
Steuerverwaltung nur untergeordnete Bedeutung zu (Ziff. 4.3.2). Auch vorliegend ist
nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den
Liegenschaften mehr unternommen hätte als ein branchenfremder Eigentümer. Daran
ändert auch die Tatsache nichts, dass es die beruflichen Kenntnisse dem
Beschwerdeführer vielleicht erlaubten, interessante Kapitalanlagen im Immobilienmarkt
zu tätigen (vgl. Urteil 2C_869/2008 E. 4.1). Zusammenfassend ist somit festzustellen,
dass die zu beurteilende Vermietertätigkeit betreffend die beiden Mehrfamilienhäuser in
C._ und D._ nicht den eingangs dargelegten Rahmen der üblichen
Vermögensverwaltung sprengt. Es liegt somit diesbezüglich keine selbstständige
Erwerbstätigkeit vor.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene
Einspracheentscheid vom 18. Juni 2013 aufzuheben.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Beschwerdegegnerin unterliegt
vollumfänglich. Der Beschwerdeführer ist durch seinen Steuerberater vertreten. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Der Vertreter des Beschwerdeführers
verzichtete auf das Einreichen einer Kostennote. Vorab mit Rücksicht auf den
Verfahrensaufwand erscheint im vorliegend zu beurteilenden Fall eine
Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP