Decision ID: dc1d476b-df7b-57f9-9350-a525cc776e4b
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
IV-Leistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 15. Mai 2006 bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen
an (act. G 4.1/1). Der Versicherte hatte sich, nachdem ihm seine Stelle als
Fassadenbaufacharbeiter per 30. April 2002 aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt
worden war, ab 1. August 2003 als Fassadenisoleur selbständig gemacht (vgl. act.
G 4.1/27-1). Gemäss seinem Hausarzt Dr. med. B._, Spezialarzt für Innere Medizin,
kam es am 30. Juni 2005 während der Arbeit zu einem akuten lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom mit Irritation der Nervenwurzel L5/S1, weswegen der Versicherte
notfallmässig im Spital C._ hospitalisiert wurde. Der Hausarzt attestierte ihm vom 30.
Juni bis 15. November 2005 sowie ab 19. November 2005 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wegen eines Verdachts auf
symptomatische AC-Gelenksarthrose und Bursitis subacromialis rechts sowie wegen
unklarer Schmerzen im proximalen Vorderarm rechts (act. G 4.1/Fremdakten:
Folgebericht von Dr. B._ vom 5. April 2006). Vom 26. Oktober bis 15. November 2005
befand sich der Versicherte zur Rehabilitation in der Klinik Valens. Dort wurden die
Diagnosen eines lumbospondylogenen Schmerzsyndroms rechts mit/bei Status nach
Diskushernien-Operation L5/S1 rechts im Jahr 1997, Osteochondrose und
Spondylarthrose L5/S1, Protrusion L4/5, medianer Diskushernie L3/4 ohne
Nervenwurzelkompression sowie CT vom Juni 2005, eines Cervicovertebralsyndroms
mit myofascialen Schmerzen im Schultergürtelbereich und Insertionstendinose am
Levatoransatz beidseits sowie eines PHS rechts mit Impingementsymptomatik
festgehalten (act. G 4.1/Fremdakten: Bericht der Klinik Valens vom 20. Dezember
2005).
A.b Im Bericht vom 27. Oktober 2006 befand der Hausarzt die bisherige Tätigkeit des
Versicherten für nicht mehr zumutbar, weshalb eine Umschulung geplant werden sollte.
Andere Tätigkeiten mit wechselnder Körperstellung seien sicher möglicherweise
uneingeschränkt machbar (act. G 4.1/26-3f.).
A.c Mit Stellungnahme vom 16. November 2006 hielt der RAD-Arzt Dr. med. D._
fest, dass von einem stabilen Gesundheitszustand auszugehen und die angestammte
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Tätigkeit ab Oktober 2005 nicht mehr zumutbar sei. In adaptierter Tätigkeit bestehe
demgegenüber eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeit (act.
G 4.1/27).
A.d Gestützt auf die Angaben des Versicherten vom 21. Januar 2007 (act.
G 4.1/30-1f.) schloss der Eingliederungsberater den Fall gemäss Schlussbericht vom 7.
Februar 2007 ab, da sich der Versicherte subjektiv nicht arbeitsfähig fühle (act.
G 4.1/31). Mit Vorbescheid vom 13. Februar 2007 wurde der Abschluss der
Arbeitsvermittlung bestätigt (act. G 4.1/34).
A.e Im Ärztlichen Zeugnis vom 4. September 2007 bestätigte der Hausarzt Dr. B._,
dass der Versicherte für körperlich leichtere Arbeiten zu 100% vermittlungsfähig sei
(act. G 4.1/37). Laut Bericht von Dr. med. E._, Rheumatologie, vom 20. Dezember
2007 konnten einerseits somatisch eine erosive Osteochondrose L5/S1 und eine ISG-
Arthritis beidseits festgestellt werden, welche ein lumbo-spondylogenes
Schmerzsyndrom erklärten, und andererseits ergab sich das Bild einer
Schmerzverarbeitungsstörung. Eine leichte bis selten mittelschwere Arbeit mit
Wechselbelastung befand die Rheumatologin als sicher zumutbar (act. G 4.1/64-5,
65-3).
A.f Am 10. März 2008 stellte der Versicherte erneut Antrag auf Arbeitsvermittlung für
eine körperlich leichte zumindest teilweise Erwerbstätigkeit (act. G 4.1/39). Dieser
wurde mit Vorbescheid vom 10. April 2008 abgelehnt, weil keine gesundheitsbedingte
Einschränkung bei der Stellensuche bestehe (act. G 4.1/49). In der Verfügung vom 23.
Mai 2008 wurde an der Ablehnung festgehalten (act. G 4.1/50).
A.g Ab 17. November 2008 arbeitete der Versicherte als Produktionsmitarbeiter mit
einem Pensum von 50% für die H._ AG. Per 31. März 2009 kündigte ihm die
Arbeitgeberin, da er die an ihn gestellten Anforderungen auf Grund seiner
Rückenprobleme nur teilweise habe erfüllen können (act. G 4.1/53). Bereits vom 13.
Dezember 2007 bis 31. Oktober 2008 war der Versicherte bei dieser Arbeitgeberin zu
50% beschäftigt gewesen. Aus wirtschaftlichen Gründen war die erste Anstellung
aufgelöst worden (act. G 4.1/77-2).
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A.h Am 1. Juni 2009 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle an und be
antragte Massnahmen zur beruflichen Eingliederung (act. G 4.1/51). Der RAD-Arzt
Dr. med. F._ befand mit Stellungnahme vom 19. Oktober 2009, es sei gestützt auf
die medizinischen Akten keine IV-relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands
des Versicherten festzustellen (act. G 4.1/79-2).
A.i Gemäss Arbeitszeugnis vom 5. Februar 2010 arbeitete der Versicherte vom 2.
November 2009 bis 5. Februar 2010 zu 50% in einem Einsatzprogramm der G._
Werkstatt. Sein Einsatz sei aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig beendet worden
(act. G 4.1/100-1).
A.j Mit Vorbescheid vom 12. Februar 2010 trat die IV-Stelle auf das Gesuch um
berufliche Massnahmen nicht ein. Der Versicherte habe nicht glaubhaft machen
können, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich
geändert hätten (act. G 4.1/92). Gleichentags wies die IV-Stelle mittels Vorbescheid
den Anspruch auf Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 17% ab (act.
G 4.1/94). Gemäss vorläufigem Austrittsbericht der Klinik Valens vom 27. Februar 2010
war der Versicherte vom 8. bis 27. Februar 2010 in der Klinik hospitalisiert gewesen.
Seine gezeigte körperliche Leistungsfähigkeit liege ungefähr im Bereich einer leichten
wechselbelastenden Tätigkeit ganztags mit sicher zumutbaren Gewichtsbelastungen
bis 10kg (act. G 4.1/101).
A.k Gegen den Vorbescheid betreffend berufliche Eingliederungsmassnahmen erhob
die Stadt C._ im Namen des Versicherten am 5. März 2010 Einwand (act.
G 4.1/99-1). Der RAD-Arzt Dr. F._ nahm am 6. Mai 2010 zum Kurzaustrittsbericht der
Klinik Valens Stellung (act. G 4.1/103).
A.l Mit Verfügung vom 10. Mai 2010 hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid
betreffend Ablehnung der Invalidenrente fest (act. G 4.1/104). Hinsichtlich des
Einwands betreffend berufliche Massnahmen verlangte sie gleichentags den
ausführlichen Austrittsbericht der Klinik Valens (act. G 4.1/105).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 10. Mai 2010 richtet sich die vorliegende Beschwerde
von Rechtsanwalt lic. iur. M. Bivetti, St. Gallen, vom 10. Juni 2010 mit dem Antrag auf
Aufhebung und Zusprache von angemessenen Leistungen der Invalidenversicherung
(Rente/berufliche Massnahmen). Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme
weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Prozessführung und -verbeiständung zu gewähren. Zur Begründung machte der
Rechtsvertreter im Wesentlichen geltend, dass für die Bestimmung der zumutbaren
Arbeitstätigkeit der ausführliche Austrittsbericht der Klinik Valens zu edieren sei. Aus
den weiteren medizinischen Angaben gehe zudem hervor, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers lediglich 50% betrage. Schliesslich sei für den vor Eintritt des
Gesundheitsschadens auf dem Bau stets schwere körperliche Arbeit verrichtenden
Beschwerdeführer auch ein Leidensabzug von mindestens 20% gerechtfertigt (act.
G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. August 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung hielt sie
fest, dass das Verwaltungsverfahren in Bezug auf die beruflichen Massnahmen noch
pendent bzw. noch keine Verfügung ergangen sei. Daher könne auf das diesbezügliche
Begehren des Beschwerdeführers mangels Anfechtungsgegenstands nicht eingetreten
werden. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die Klinik Valens sei
festzuhalten, dass es keinerlei Hinweise dafür gebe, dass der Beschwerdeführer durch
die Klinik Valens nicht kompetent abgeklärt worden sei. Demnach könne auf deren
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden. Da im 2. Austrittsbericht der Klinik
Valens genau wie im 1. eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
attestiert worden sei, sei der Umstand unerheblich, dass die Beschwerdegegnerin im
Zeitpunkt der Verfügung vom 2. Bericht keine Kenntnis gehabt habe. Der Beurteilung
durch die Rheumatologin Dr. E._ könne nicht gefolgt werden, weil diese sehr
rudimentär abgehandelt sei und die Rheumatologin v.a. auf die für die
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht relevanten subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers abgestellt habe. Weitere medizinische Abklärungen würden sich
daher erübrigen. Da der Beschwerdeführer nur noch leichte Hilfstätigkeiten ausführen
könne, rechtfertige sich ein sogenannter Leidensabzug von 10%. Ein höherer Abzug
sei demgegenüber nicht gerechtfertigt (act. G 4).
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B.c Mit Präsidialverfügung vom 1. September 2010 wurde dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von
den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung)
entsprochen (act. G 8).
B.d In der Replik/Beschwerdeergänzung vom 1. Oktober 2010 hielt der
Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest. Zur Begründung des
Rentenbegehrens verwies er erneut auf die Einschätzung der behandelnden
Rheumatologin, welche dem Beschwerdeführer mit Bericht vom 18. April 2008 eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit in einem angepassten Tätigkeitsbereich seit Dezember 2007
bescheinige. Die von der Klinik Valens attestierte Zumutbarkeit einer Vollzeittätigkeit
erachte sie als "zurzeit sicher nicht umsetzbar". Damit stünden diese fundierten
Angaben der langfristig behandelnden Rheumatologen in herbem Gegensatz zum
Arztbericht der Klinik Valens. Auch stehe fest, dass der Beschwerdeführer nicht nur
lediglich an einer kurzzeitigen depressiven Episode leide, sondern psychische
Beschwerden bereits seit über zwei Jahren nachgewiesen seien. Es sei nicht
ersichtlich, weshalb der Bericht der Klinik Valens nachvollziehbarer sein solle als die
Beurteilung der behandelnden Rheumatologen. Zudem sei die psychische
Komponente im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit bisher nicht beurteilt worden.
Daher habe die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht verletzt. Auf Grund der
bisherigen Aktenlage sei eine 50%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit
ausgewiesen. Im Weiteren sei auch der medizinische Aktenstand im Zusammenhang
mit den rheumatologisch-neurologischen Beschwerden nicht abschliessend
festgestellt. Daher sei es angebracht, in Bezug auf die Rückenproblematik ein
umfassendes (Teil-) Gutachten von der Schulthess Klinik einzuholen. Schliesslich
müsse auch die Berechnung des Invaliditätsgrads in dem Sinn angepasst werden, als
von einem Valideneinkommen im Jahr 2005 von mindestens Fr. 75'000.-- und einem
Invalideneinkommen gemäss LSE von Fr. 57'751.-- auszugehen sei, wodurch unter
Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 20% ein Invaliditätsgrad von 70%
resultiere. Selbst ohne Einschränkung der Erwerbsfähigkeit im angepassten
Tätigkeitsbereich sei immer noch ein Invaliditätsgrad von 40% gegeben (act. G 11).
B.e Mit Schreiben vom 26. Oktober 2010 hielt die Präsidentin des
Versicherungsgerichts fest, dass der Antrag des Beschwerdeführers auf
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Beschwerdeergänzung übersehen und die Beschwerdegegnerin daher direkt zur
Beschwerdeantwort aufgefordert worden sei. Da der Rechtsvertreter zu jenem
Zeitpunkt nicht protestiert und die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik verzichtet
habe, sei nicht ersichtlich, dass der Schriftenwechsel durch eine weitere Eingabe des
Beschwerdeführers noch ergänzt werden sollte. Damit wurde der Schriftenwechsel
geschlossen (act. G 14).

Erwägungen:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer beantragt u.a. die Durchführung von beruflichen
Massnahmen.
1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich lediglich
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und
insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1).
1.3 Was die Ansprüche auf berufliche Massnahmen oder andere
Eingliederungsmassnahmen anbelangt, so bilden diese nicht Gegenstand der
Verfügung vom 10. Mai 2010 (act. G 4.1/104), das Verwaltungsverfahren ist
diesbezüglich noch pendent (vgl. act. G 4). Im Hinblick darauf, dass in der
angefochtenen Verfügung ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad ermittelt
wurde, ist die Frage betreffend berufliche Massnahmen auch nicht notwendigerweise
deren Gegenstand. Unter diesen Umständen ist der Anspruch auf berufliche
Massnahmen sowie andere Eingliederungsmassnahmen nicht Anfechtungsgegenstand
des vorliegenden Verfahrens, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
2.
2.1 Zu prüfen bleibt damit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
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2.2 In intertemporaler Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der materiellen Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei
Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben,
als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl.
BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Nachfolgend werden, da
hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen
Änderungen ergangen sind, die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) und des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20)
wiedergegeben.
2.3 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
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und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten.
3.
3.1 Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
3.2 Gestützt auf den vorläufigen Austrittsbericht der Klinik Valens vom 27. Februar
2010 (act. G 4.1/101) und somit nur in Kenntnis von Diagnose, Medikation,
Arbeitsfähigkeitsschätzung und Procedere hatte der RAD-Arzt Dr. F._ am 6. Mai
2010 eine Aktenbeurteilung vorgenommen. Er hielt fest, dass der Beschwerdeführer
bisher in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit (d.h. mit
Gewichtsbelastungen bis 15kg) zu 100% arbeitsfähig eingeschätzt worden sei. Da die
100%ige Arbeitsfähigkeit jetzt nur noch in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit
gesehen werde, dafür aber objektivierbare Funktionseinschränkungen, die diese
Einschätzungen belegen könnten, im vorläufigen Bericht noch nicht mitgeteilt würden,
könne diese Einschätzung momentan nicht plausibilisiert werden. Unter der Annahme,
dass die beschriebene körperliche Leistungsfähigkeit auf Grund von objektivierbaren
Funktionseinschränkungen und mit objektiven Testverfahren ermittelt worden sei, habe
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers somit zwar in qualitativer
Hinsicht verändert (von leichter bis mittelschwerer Tätigkeit zu leichter Tätigkeit), aber
nicht in quantitativer Hinsicht (100% Arbeitsfähigkeit wie bisher; act. G 4.1/103-2). Im
ausführlichen Austrittsbericht vom 10. März 2010 über den stationären Aufenthalt vom
8. bis 27. Februar 2010 in der Klinik Valens, wurden als Diagnosen ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom links, eine Spondylarthropathie vom Typ Bechterew,
ein chronisches Cervicobrachialsyndrom, eine Periarthropathia humeroscapularis
rechts sowie eine mittelgradige depressive Episode F32.1 festgehalten. In der
Beurteilung führten die Klinikärzte auf, dass die durch die Ergotherapie instruierten
ergonomischen Techniken und Prinzipien für den Alltag und Beruf vom
Beschwerdeführer korrekt hätten umgesetzt werden können. Zudem habe er ein
Selbsttrainingsprogramm erhalten, welches er nach Austritt selbständig fortführen
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sollte. Unter den genannten Therapiemassnahmen habe beim motivierten und
engagierten Beschwerdeführer trotz Selbstlimitierung eine Verbesserung der
Muskelkraft und Ausdauer sowie eine Verbesserung der Nacken- und
Schultergürtelmuskulatur erzielt werden können. Es habe eine leichte Verbesserung der
Stabilität und Muskelfunktion im LWS- und Beckengürtelbereich erreicht werden
können, die lumbalen Beschwerden hingegen würden weiterhin in unveränderter
Intensität persistieren, es hätten kaum Bewältigungsstrategien für den Umgang mit
Schmerzen erarbeitet werden können. Weder klinisch noch anamnestisch hätten sich
Aktivitätshinweise seiner entzündlichen Grunderkrankung finden lassen. Weiter seien
auf Grund der bei Eintritt vermittelten niedergeschlagenen Stimmung und
schmerzbedingten Einengung mit dem Beschwerdeführer mehrere therapeutische
psychoedukative Gespräche in seiner Muttersprache geführt worden, von denen er
ausreichend habe profitieren können. In einer Hamilton-Depressionsskala habe der
Beschwerdeführer 28 Punkte erreicht, was einer mindestens mittelschweren
depressiven Störung entspreche. Es sei deshalb eine Behandlung mit Cipralex,
Initialdosis 5mg begonnen worden. Die Dosis sollte nach klinischem Bild bis maximal
20mg optimiert werden. Gegebenenfalls werde eine ambulante psychiatrische
Weiterbetreuung empfohlen. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit attestierten die Klinikärzte
während des stationären Aufenthalts eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Grundsätzlich
liege die gezeigte körperliche Leistungsfähigkeit jedoch ungefähr im Bereich einer
leichten wechselbelastenden Tätigkeit ganztags mit sicher zumutbaren
Gewichtsbelastungen bis 10kg (act. G 4.1/115). Die Einschätzung der Klinik Valens
hinsichtlich der zumutbaren Tätigkeit beruht auf einem durchgeführten ergonomischen
Belastungstest (Basistest; vgl. act. G 4.1/115-2). Es spricht nichts dagegen, auf diese
umfassende Beurteilung abzustützen. Mithin ist mit dem RAD-Arzt Dr. F._ davon
auszugehen, dass sich die Arbeitsfähigkeit qualitativ, jedoch nicht quantitativ
verschlechtert hat.
3.3 Hinsichtlich der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode wies Dr.
F._ auf die Einschätzung der Klinik Valens hin, wonach im "Procedere" keine
psychiatrische oder psychotherapeutische Weiterbehandlung empfohlen wurde.
Daraus lasse sich ableiten, dass diese Episode nicht anhaltend und schwerwiegend sei
(act. G 4.1/103-1). Tatsächlich findet sich im Austrittsbericht vom 10. März 2010, wo
erstmals eine psychiatrische Diagnose gestellt wurde, kein Hinweis, dass diese seine
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Arbeitsfähigkeit tangiert. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die depressive Episode
während dem Klinikaufenthalt ausreichend, insbesondere auch medikamentös,
behandelt werden konnte. Auch ist den Akten weder für die Zeit vor dem Klinikeintritt
noch für diejenige danach eine psychiatrische Behandlung des Beschwerdeführers zu
entnehmen. Einzig die offensichtlich nicht weiter umgesetzte Empfehlung von Dr. E._
gemäss Bericht vom 20. Dezember 2007, eine psychiatrische Beratung/Betreuung ins
Auge zu fassen, obgleich depressive Symptome nicht offensichtlich gewesen seien
(act. G 65-3), kann nicht als Hinweis auf eine dauerhafte psychiatrische Störung mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gedeutet werden. Damit erübrigen sich weitere
Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht.
3.4 Im Weiteren kann der Beschwerdeführer - entgegen seiner Auffassung - auch aus
der Aussage von Dr. E._ vom 18. April 2008 nichts zu seinen Gunsten ableiten. In
diesem Bericht teilte Dr. E._ dem Hausarzt lediglich mit, dass der Beschwerdeführer
seine 50%ige leichte Arbeit mit der Möglichkeit von Pausen und Lagewechseln habe
behalten können. Eine Steigerung sei ihm aus Schmerzgründen nicht möglich. Sie habe
mit ihm besprochen, dass ein erneuter Antrag für eine Invalidenrente (Teilrente) gestellt
werden sollte. Zwischenzeitlich habe man ja weitere Befunde, die dies untermauern
könnten, und v.a. zeige der Beschwerdeführer, dass er arbeitswillig sei (act.
G 4.1/64-1). Eine konkrete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist diesem Bericht nicht zu
entnehmen. Die Ärztin teilt lediglich gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers
mit, was diesem möglich erschien. Im Bericht wurden keine aktuellen Befunde oder
Funktionseinschränkungen beschrieben, welche eine 50%ige Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit als plausibel darlegen würden, weshalb Dr. F._ eine bloss 50%ige
Arbeitsfähigkeit für nicht plausibel einschätzte. Dr. F._ wies in seiner
Aktenbeurteilung vom 19. Oktober 2009 vielmehr darauf hin, dass die LWS bei der
Untersuchung durch Dr. E._ im Dezember 2007 "auf Grund Dagegenhalten nicht
konklusiv beurteilbar" gewesen sei. Es hätten sich Anzeichen einer
Symptomausweitung ("Achsenstoss und Drehen en bloc positiv") gefunden, klinisch sei
ein demonstratives, appellatives Verhalten aufgefallen. Diese Beschreibung entspreche
derjenigen im Bericht der Klinik Valens 2005. Geändert habe sich lediglich die
Diagnose: Als Ursache der ISG-Arthritis sei mittlerweile ein M. Bechterew festgestellt
worden. Dieser führe jedoch zu keinen zusätzlichen Funktionsbeeinträchtigungen und
begründe daher keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ausserdem würden das im
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Bericht der Klinik Valens beschriebene Cervicovertebralsyndrom, die mediane
Diskushernie L3/4 und die PHS rechts jetzt nicht mehr aufgeführt, so dass
diesbezüglich sogar von einer Besserung ausgegangen werden müsse (act.
G 4.1/79-2). Schliesslich vermag auch die Angabe der Rheumatologin Dr. E._ vom
12. März 2010, die von der Klinik Valens für leichte wechselbelastende Tätigkeiten mit
zumutbarer Gewichtsbelastung von 10kg attestierte Arbeitsfähigkeit sei zur Zeit sicher
nicht umsetzbar, keine Zweifel zu wecken. Diese Beurteilung wird weder begründet
noch lässt sie sich aus dem klinischen Befund ableiten. Vielmehr hält auch Dr. E._
fest, dass es nach dem dreiwöchigen Rehabilitationsaufenthalt subjektiv etwas besser
gehe (act. G 4.1/116).
3.5 Schliesslich lassen auch die Berichte des Hausarztes Dr. B._ keinen anderen
Schluss zu. So hielt der Hausarzt am 4. September 2007 explizit fest, dass der
Beschwerdeführer für körperlich leichtere Arbeiten im Moment zu 100% (wohl:
arbeitsfähig) und entsprechend auch vermittlungsfähig zu sein scheine (vgl. act.
G 4.1/37). Mit Schreiben vom 30. Juni 2009 bestätigte er lediglich für die
wiederaufgenommene 50%-Tätigkeit des Beschwerdeführers, dass ihm eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit "absolut zuzumuten und entsprechend auch die Erwerbstätigkeit
möglich" sei (act. G 4.1/68). Ob auch von einer höheren Arbeitsfähigkeit ausgegangen
werden konnte, blieb offen. Zudem verwies der Hausarzt für die Beschwerden von
Seiten des Rückens und des ISG unverändert auf den Bericht von Dr. E._ von
Dezember 2007. Zwar äusserte sich die Rheumatologin im Bericht vom 20. Dezember
2007 nicht explizit zur Höhe der Arbeitsfähigkeit, räumte jedoch ein, dass der
Beschwerdeführer mit seinen Schmerzen arbeiten könnte. Eine leichte, bis selten
mittelschwere Arbeit mit Wechselbelastung sei sicher zumutbar (act. G 4.1/65-3).
3.6 Was den Bericht der Schulthess Klinik vom 16. August 2010 angeht (act. G 11.1),
steht dieser ebenfalls in keinem Widerspruch zu den bisherigen medizinischen Akten.
Insbesondere ergibt sich daraus für den vorliegend bis zum Zeitpunkt der streitigen
Verfügung vom 10. Mai 2010 zu beurteilenden Sachverhalt (vgl. BGE 132 V 220 E. 3.1.1
mit Hinweisen) auch kein weiterer Abklärungsbedarf.
3.7 Schliesslich ist festzuhalten, dass die bei der H._ AG ausgeführte Tätigkeit des
Beschwerdeführers vom 17. November 2008 bis 31. März 2009 kaum mit der von den
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behandelnden Ärzten beschriebenen zumutbaren Tätigkeit vereinbar war. Gemäss
Fragebogen für Arbeitgebende vom 12. August 2009 musste der Beschwerdeführer
dabei nämlich oft, d.h. 3 bis 51⁄4 h, "Ofen beschicken" und nur 1⁄2 bis ca. 3 h bzw.
manchmal Kontrollarbeiten vornehmen. Dabei handelte es sich selten um Tätigkeiten,
die sitzend vorgenommen werden konnten, sondern meistens um stehende oder
gehende, zwar mit Heben und Tragen von lediglich 0 – 10 kg, aber oft mit der
Notwendigkeit zum "mit dem Rücken bücken" (act. G 4.1/77-7). Gerade Letzteres
entspricht beim rückengeschädigten Beschwerdeführer sicherlich keiner adaptierten
Tätigkeit, weshalb er diese Stelle auch nachvollziehbar aus gesundheitlichen Gründen
wieder aufgegeben hat.
3.8 Aus den dargelegten Gründen vermag die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik
Valens zu überzeugen. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht von einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% für eine adaptierte Tätigkeit ausgegangen.
4.
Bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit resultiert
keine rentenbegründende Erwerbseinbusse, wäre doch beim zumutbaren
Invalideneinkommen ein Leidensabzug von nicht mehr als 10% begründet, wie die
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend ausführt. Damit kann offen
bleiben, von welchem konkreten Validen- und Invalideneinkommen auszugehen wäre.
Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf eine Rente.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist.
5.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von
den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) am
1. September 2010 bewilligt (act. G 8). Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des
Beschwerdeführers es gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten
und der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden (Art. 123 Abs. 1 des Bundesge
setzes über die Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
5.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu
befreien.
5.4 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das
Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit
erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität der Streitsache eine
pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen
Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers pauschal (BGE 125 V 201) mit Fr. 2'800.-- (inkl. Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP