Decision ID: e6389d49-729d-5436-b575-947441363515
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
T._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a T._ (Jahrgang 1947) war am 9. Oktober 2003 auf einer Baustelle mit dem Lösen
von schweren Schalelementen (etwa 270 kg pro Stück) beschäftigt. Als drei Elemente
umstürzten, wurde der Versicherte davon in einen Graben eingeklemmt und konnte erst
mit der Hilfe dreier Kollegen befreit werden (Suva-act. 1 und 33). Im Kantonsspital St.
Gallen wurde eine Scapulafraktur mehrfragmentär rechts und eine AC-Gelenk-Luxation
rechts, eine Fraktur Processi transversi L3/5 links, eine Rippenfraktur rechts Th3/4
sowie eine Hämaturie festgestellt (Suva-act. 4). Die Schweizerische Unfallversicherung
(Suva) erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
A.b Vom 5. Mai bis 2. Juni 2004 befand sich der Versicherte in der Rehaklinik Bellikon.
Die Ärzte gaben im Austrittsbericht vom 7. Juni 2004 an, der Versicherte leide aktuell
an einer eingeschränkten Beweglichkeit der rechten Schulter auf Grund einer retraktilen
Kapsulitis und AC-Gelenks-Arthrose, an Restbeschwerden der LWS durch die
radiologisch seit dem Unfall unveränderten degenerativen Veränderungen sowie an
einer Pseudoarthrose der Processi transversi LWK3/4 links. Sodann bestünden eine
Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt mit spezifischer
psychotraumatischer Symptomatik (ICD-10: F43.2) und eine Dysurie (Suva-act. 32).
Gemäss dem psychosomatischen Konsilium vom 14. Mai 2004 habe der Versicherte
den Unfall subjektiv als lebensbedrohlich erlebt. Die Ärzte gaben an, die Symptomatik
sei jedoch nicht ausgeprägt genug, um eine posttraumatische Belastungsstörung zu
diagnostizieren (Suva-act. 31).
A.c Das im Auftrag der Suva erstellte Gutachten des Zentrums für Arbeitsmedizin,
Ergometrie und Hygiene GmbH (AEH) vom 19. Oktober 2004 diagnostizierte beim
Versicherten ein chronisches Schmerzsyndrom des Nacken-/Schultergürtelbereichs
rechts und des rechten Hemithorax bei St. n. Kontusionstrauma vom 9. Oktober 2003
bei den bekannten Diagnosen sowie eine Symptomausweitung mit somatoformer
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Schmerzstörung und Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion, gemischt
mit spezifischer psychotraumatischer Symptomatik (psychiatrische Diagnose der
Rehaklinik Bellikon). Anlässlich der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe
der Versicherte durchwegs ein selbstlimitierendes Verhalten gezeigt und sich nicht bis
zu den funktionell beobachtbaren Limiten belasten lassen. Die effektive
Leistungsfähigkeit habe deshalb nicht beurteilt werden können. Gestützt auf die
Anamnese, die subjektiven Angaben des Versicherten und die objektivierbaren
Befunde sei dem Versicherten aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht die bisherige
Tätigkeit als Schaler auf dem Bau nicht mehr zumutbar. Hingegen bestehe
medizinisch-theoretisch für eine leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit unter
Vermeidung des Hantierens über Kopf eine Arbeitsfähigkeit ganztags mit Pausen von
insgesamt zwei Stunden am Tag, was einer Arbeitsfähigkeit von 75% entspreche. Darin
sei allerdings die möglicherweise durch die psychische Problematik zusätzlich
reduzierte Arbeitsfähigkeit nicht enthalten (Suva-act. 49).
A.d Mit Verfügung vom 11. April 2006 sprach die Suva dem Versicherten u.a. ab
Februar 2006 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 35% zu (Suva-act.
119). Die am 23. Mai 2006 dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid
vom 1. Juli 2008 ab (Suva-act. 133). Der Versicherte lässt gegen diesen Entscheid am
4. September 2008 Beschwerde am Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
erheben. Das Verfahren UV 2008/88 ist noch hängig.
B.
B.a Am 23. November 2004 meldete sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an. Er gab an, seit seinem Unfall vom 9. Oktober 2003 leide
er an anhaltenden Schmerzen und Bewegungsstörungen in der Schulter sowie
Stimmungstiefs (IV-act. 3). Die Arbeitgeberin berichtete der IV-Stelle des Kantons St.
Gallen am 12. Januar 2005, der Versicherte sei als Bauarbeiter bei ihnen tätig gewesen
und habe monatlich Fr. 4'500.-- verdient. Das Arbeitsverhältnis sei auf den 28. Februar
2005 aufgelöst worden, weil sich eine Wiedereingliederung in ihrer Firma nicht
realisieren lasse (IV-act. 15). Dr. med. A._, Innere Medizin FMH spez.
Blutkrankheiten, berichtete der IV-Stelle am 1. Februar 2005, der Versicherte leide an
einem Polytrauma 9. Oktober 2003 mit den bekannten Diagnosen. Sodann bestehe
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eine posttraumatische depressive Fehlentwicklung mit Anpassungsstörung. Der
Versicherte sei seit dem 9. Oktober 2003 vollumfänglich arbeitsunfähig. Er klage seit
der Spitalentlassung zwei Tage nach dem Unfall über persistierende Schmerzen sowie
über eine persistierende Einschränkung der Beweglichkeit im rechten Oberarm
respektive der rechten Schulter. Dem Versicherten sei die bisherige Tätigkeit wie auch
eine andere Tätigkeit nicht mehr zumutbar (IV-act. 19).
B.b Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete in seiner
Stellungnahme vom 6. Juni 2006 eine MEDAS-Begutachtung als notwendig, weil die
letzte orthopädische Untersuchung vom 11. Januar 2005 datiere (IV-act. 31). Am
13. Dezember 2006 beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Ostschweiz mit der
polydisziplinären Begutachtung (IV-act. 35). Am 7. Mai 2007 erstellte die MEDAS das
Gutachten. Der Versicherte war vom 12. bis 14. März 2007 internistisch, orthopädisch
und psychiatrisch untersucht worden. Als Hauptdiagnosen gaben die Ärzte an:
1.Restbeschwerden nach unfallbedingter mehrfragmentärer Scapulafraktur rechts, AC-
Gelenksluxation rechts, Frakturen Processi transversi LWK3-5 links, Rippenfraktur IV
und V rechts am 9. Oktober 2003
2.Dysthymia.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden:
1.Idiopathische Mikrohämaturie (vordiagnostiziert)
2.Hörstörung links mit Angabe von Tinnitus
3.Verdacht auf arterielle Hypertonie
4.Leichtgradige Erhöhung der Pankreas-Amylase.
Die Ärzte führten aus, der Versicherte werde von einem Dolmetscher begleitet, er
spreche kaum Deutsch. Der Versicherte habe in Kosovo vier Jahre lang die
Grundschule besucht und danach keine Ausbildung getätigt. Seit 1988/89 arbeite er in
der Schweiz, seit 1991 als Schaler bei der B._ AG bis zum Unfall. Schmerzbedingt
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sei eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht mehr möglich gewesen. Dr. med. C._, Eidg.
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab in seinem Konsiliargutachten vom
21. März 2007 an, aktenmässig seien vor allem Berichte aus dem Jahr 2004 bezüglich
einer depressiven Symptomatik vorhanden. Zudem werde auch auf die
Somatisierungstendenz bei psychosozialen Belastungsfaktoren (anhaltender Schmerz,
finanzielle Überforderungssituation und Abhängigkeit der Familie gemäss Rehaklinik
Bellikon) hingewiesen. Auf Grund der Akten und den Angaben des Versicherten ging
der Psychiater davon aus, dass 2004 eine deutliche depressive Symptomatik
bestanden habe. Danach gebe es aus psychiatrischer Sicht keine weiteren Berichte.
Aktuell erlebe er einen Versicherten, der sich seit langer Zeit schlecht fühle, für den
jede Anstrengung zu viel sei und der nichts geniessen könne. An seinen Enkelkindern
habe er jedoch grosse Freude. Auffallend sei, dass er über den Unfall kaum Auskunft
geben könne und darauf verweise, bewusstlos gewesen zu sein. Ängste werden
mehrmals klar verneint. Es werde ihm oft langweilig, zu Hause zu eng, so dass er
spazieren gehen müsse und sich mit Kollegen treffe. Der Psychiater gab an, die
langandauernde depressive Verstimmung seit dem Unfall erfülle nicht die Kriterien für
eine rezidivierende leichte oder mittelgradige depressive Störung. Aus psychiatrischer
Sicht entspreche diese Störung am ehesten einer Dysthymia, die nach einer
offensichtlichen Belastung begonnen habe. Falls aus somatischer Sicht die
Schmerzproblematik nicht genügend erklärbar sei, müsste man an eine
Somatisierungsstörung im Sinn einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
denken. Es bestehe aber weder eine Komorbidität von genügender Schwere und
Intensität noch seien andere qualifizierte Kriterien erfüllt. Auf Grund der Dysthymia
schätzte der Psychiater die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit auf 20%. Die vom Versicherten subjektiv empfundene
100%ige Arbeitsunfähigkeit könne zum grössten Teil auf IV-fremde Faktoren
zurückgeführt werden.
Gemäss dem orthopädischen Konsiliargutachten vom 18. April 2007 von Dr. med.
D._, Orthopädische Chirurgie FMH, liegen eine verheilte Scapulafraktur rechts und
verheilte Rippenfrakturen rechts sowie ein St. n. Fraktur Processi transversi L3 und 4
links vor. Eine solche Läsion der Querfortsätze L3 und 4 links setze ein schweres
Trauma voraus. Das Ausmass der geklagten Schmerzen könne aber nicht auf diese
Verletzungen zurückgeführt werden. Der Orthopäde erachtete auf Grund der
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durchgemachten Verletzungen die Tätigkeit als Maurer/Handlanger als nicht mehr
geeignet. Eine adaptierte Tätigkeit sei unter Vermeidung der Belastung der
Lendenwirbelsäule durch langes Sitzen oder Stehen, also in wechselnden Positionen
zumutbar. Der Einsatz des rechten Armes unterhalb der Horizontalen sei
uneingeschränkt möglich. Die geforderten Positionswechsel und die Verlangsamung
bedeute eine Arbeitsunfähigkeit von 30%.
Die Gutachter gaben an, polydisziplinär sei von einer rund 40%igen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit auszugehen unter Berücksichtigung der aufgeführten qualitativen
Einschränkungen. Das Ausmass dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung dürfte seit Oktober
2004 (Begutachtung AEH) bestehen (IV-act. 42).
B.c Auf Nachfrage der IV-Stelle begründeten die Ärzte der MEDAS am 27. Juni 2007
ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung damit, dass die psychiatrisch bedingte
Arbeitsunfähigkeit aus einer depressiven Symptomatik resultiere, was zu einer
Verminderung des Rendements (zum Beispiel Verlangsamung, verminderte
Konzentration) führe. Die orthopädische quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 30% sei mit einem erhöhten Pausenbedarf begründet, weil der
Positionenwechsel zeitliche Ausfälle verursache. Die psychisch bedingte
Einschränkung wirke sich zusätzlich zur orthopädischen aus. Deswegen müsse die
gesamte Arbeitsunfähigkeit höher sein als die rein orthopädisch bedingte
Arbeitsfähigkeit, weshalb sie auf eine Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 40%
gekommen seien (IV-act. 46). Der RAD erachtete das Gutachten am 13. Juli 2007 als
umfassend, in sich widerspruchsfrei, konsistent und nachvollziehbar (IV-act. 47).
B.d Mit Vorbescheid vom 7. September 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache einer Viertelsrente in Aussicht. Sie führte aus, seit 9. Oktober 2003 sei der
Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Nach den ihnen zur
Verfügung stehenden Unterlagen bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und in einer der Behinderung angepassten
wechselbelastenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60%. Ohne Behinderung
betrage das zumutbare Erwerbseinkommen Fr. 60'332.--, mit Behinderung Fr.
35'411.--. Daraus resultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 24'921.-- beziehungsweise
ein Invaliditätsgrad von 41%. Ab 1. Oktober 2004 habe er deshalb Anspruch auf eine
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Viertelsrente (IV-act. 52). Dagegen liess der Versicherte am 17. Dezember 2007
einwenden, er habe sich am 6. Dezember 2007 von Dr. med. E._, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, psychiatrisch begutachten lassen. Weil weitere Tests noch
ausstehend seien, liege das Gutachten noch nicht vor (IV-act. 61). Am 7. Januar 2008
reichte der Versicherte den Bericht von Dr. E._ vom 18. Dezember 2007 ein. Daraus
ergebe sich, dass die psychiatrische Einschätzung der MEDAS zu optimistisch
ausgefallen sei. Dr. E._ hat in diesem Bericht die Diagnose einer mittelgradigen
depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) sowie einer
generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1) gestellt. Der Psychiater hat insgesamt
fünfzehn Tests durchgeführt, wovon acht einen deutlichen Krankheitswert aufweisen
würden. Eine konkrete Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei nach dieser kurzen
Beobachtungsphase noch nicht möglich. Mit grosser Wahrscheinlichkeit liege in der
freien Wirtschaft keine Arbeitsfähigkeit mehr vor (IV-act. 62). Der RAD bemängelte in
seiner Stellungnahme vom 16. Januar 2008, Dr. E._ stütze seine Beurteilung
schwerpunktmässig auf die zahlreichen psychometrischen Tests. Die gesamthaft
entscheidende klinische fachpsychiatrische Untersuchung mit ausführlicher Erhebung
der Anamnese und des Psychostatus sei nicht umfassend dokumentiert und
gewürdigt. Die psychiatrische MEDAS-Begutachtung sei umfassender, breiter
abgestützt und aussagekräftiger als der neu vorliegende Arztbericht (IV-act. 63).
B.e Mit Verfügungen vom 6. März 2008 sprach die IV-Stelle dem Versicherten gemäss
Vorbescheid eine Viertelsrente ab 1. Oktober 2004 bis 31. Dezember 2004
beziehungsweise ab 1. Januar 2005 zu. Zu den Einwänden des Versicherten führte die
IV-Stelle die Stellungnahme des RAD vom 16. Januar 2008 an (IV-act. 72).
C.
C.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 25. April 2008 Beschwerde
erheben. Er beantragt die Aufhebung der Rentenverfügungen vom 6. März 2008,
insoweit als ein die Viertelsrente übersteigender Rentenanspruch ab 1. Oktober 2004
verneint werde. Es sei ihm gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 70% eine
ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Sache an die Verwaltung zur
weiteren Abklärung und Neubeurteilung zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer führt
aus, der medizinische Sachverhalt sei offensichtlich unvollständig abgeklärt worden
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und eine untaugliche Verfügungsgrundlage. Im Gegensatz zur MEDAS-Begutachtung
beruhe die Einschätzung von Dr. E._ auf zahlreichen psychometrischen Tests. Die
Diagnosen seien deshalb präziser und verlässlicher. Sodann sei seit der MEDAS-
Begutachtung im März 2007 bis zur Untersuchung durch Dr. E._ im Dezember 2007
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Es werde deshalb der
Antrag wiederholt, den Beschwerdeführer durch Dr. E._ untersuchen zu lassen, damit
dieser seinen Untersuchungsbericht vom 18. Dezember 2007 vervollständigen könne
und die Beschwerdegegnerin die Sache neu beurteilen könne. Betreffend
Invalideneinkommen sei nicht nachvollziehbar, weshalb lohnstatistische Werte
herbeigezogen würden, die sich auf den gesamten Arbeitsmarkt bezögen. Dem
behinderten Beschwerdeführer stünden am ehesten noch die tieferen Werte zum
Beispiel des Dienstleistungssektors offen. Schliesslich sei ihm ein Teilzeit-
beziehungsweise Leidensabzug von mindestens 20% zu gewähren (G act. 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Juni 2008
die Abweisung der Beschwerde. Sie führt in der Begründung auf, das MEDAS-
Gutachten biete mit dem polydisziplinären Ansatz Gewähr, dass medizinischen
Einzeldisziplinen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung kein zu grosses Gewicht
zukomme, sondern dass eine Gesamtbetrachtung stattfinde. Das MEDAS-Gutachten
sei ausführlich abgefasst und dessen Schlussfolgerungen würden zusammen mit der
Arbeitsfähigkeitsschätzung als begründet erscheinen. Demgegenüber gehe Dr. E._
auf die abweichende Einschätzung der MEDAS nicht ein. Tests würden einen
Psychiater nicht von der klinischen Untersuchung entbinden. Deshalb sei seine
Diagnose nicht ausgewiesen. Für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
gebe es keine Hinweise. Demnach seien keine weiteren Abklärungen nötig und es
könne auf die Einschätzung der MEDAS abgestellt werden. Der Beschwerdeführer
habe 2003 Fr. 4'500.-- verdient, was einem Jahreseinkommen von Fr. 58'500.--
entspreche. Weil davon auszugehen sei, dass sich Validen- und Invalideneinkommen in
etwa gleich entwickeln würden, könne eine Aufwertung unterbleiben. Betreffend
Invalideneinkommen stünden dem Beschwerdeführer auch Tätigkeiten wie
beispielsweise leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie
Verpackungsarbeiten offen. Deshalb könne nicht allein auf die Tabellenlöhne im
Dienstleistungssektor abgestellt werden. Da der Beschwerdeführer auch mittelschwere
Tätigkeiten ausüben könne, sei keine Reduktion vom Invalideneinkommen
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vorzunehmen. Das Invalideneinkommen betrage gemäss Anhang 2 der IVG-Ausgabe
der Informationsstelle AHV/IV, der sich auf die Tabellenlöhne abstütze, im Jahr 2003 Fr.
57'745.--, angepasst an die verminderte Leistungsfähigkeit Fr. 36'647.--. Aus dem
Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 41%. Der Beschwerdeführer
habe deshalb Anspruch auf eine Viertelsrente (G act. 4).
C.c Mit Replik vom 27. Oktober 2008 beantragt der Beschwerdeführer die Gutheissung
der Beschwerde vom 25. April 2008. Sodann sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten für das von Dr. E._ erstattete
fachpsychiatrische Gutachten vom 14. Oktober 2008 in der Höhe von Fr. 2'500.--
zurückzuerstatten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten. In
formeller Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer den Beizug sämtlicher
Verfahrensakten des beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hängigen
Beschwerdeverfahrens UV 2008/88 gegen die Suva. Der Beschwerdeführer gibt an,
das Gutachten von Dr. E._ beruhe auf einer ausführlichen ambulanten
psychiatrischen Explorierung und erneuten spezifischen psychopathologischen
Untersuchungen. So sei ein Vergleich zu den Ergebnissen vom 6. Dezember 2007
möglich. Dem Psychiater seien sämtliche Verfahrensakten der IV sowie die darin
enthaltenen Suva-Akten zur Verfügung gestanden. Das Gutachten sei deshalb voll
beweistauglich. Dr. E._ habe in seinem Gutachten vom 14. Oktober 2008 angegeben,
der Beschwerdeführer leide an einer chronifizierten depressiven Entwicklung mit
gegenwärtig mittelschwerem depressivem Zustandsbild mit somatischem Syndrom
(ICD-10: F32.11), einer generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1), einer
posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.19), einer selbstunsicheren
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) sowie an Problemen in Verbindung mit
Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z56). Er habe den Beschwerdeführer
mithilfe eines aussenstehenden, nicht zur Familie gehörenden Dolmetschers (der aber
von der Familie organsiert worden sei) ein zweites Mal am 1. und 3. Juli 2008
untersucht. Dabei seien neben der Anamneseerhebung und der allgemeinen
psychiatrischen Exploration die gleichen Testuntersuchungen zur Anwendung gelangt
wie schon im Dezember 2007. Dr. E._ habe ausgeführt, auf Grund der
Untersuchungsergebnisse sei der Beschwerdeführer aus psychiatrischen Gründen zu
100% arbeitsunfähig. Wegen des komplexen psychiatrischen Krankheitsbildes sei er
einem Arbeitsumfeld nicht mehr zumutbar (G act. 12.1.6). Der Beschwerdeführer
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beantragt gestützt auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E._ eine ganze Rente.
Selbst wenn man von einer bestrittenen Arbeitsunfähigkeit von 40% ausgehen würde,
wäre vorliegend das Invalideneinkommen nicht anhand der Tabellen im Anhang der
LSE zu berechnen. Vielmehr sei von einem durchschnittlichen Einkommen von Fr.
48'526.-- beziehungsweise von Fr. 48'350.-- auszugehen, wie die Suva gemäss fünf
repräsentativen DAP-Zahlen ermittelt habe. Weil der Beschwerdeführer bei Anwendung
der Tabellenlöhne Anspruch auf einen Leidensabzug von mindestens 20% hätte, sei
dieser Umstand bei der Anwendung der DAP-Löhne in der Gestalt Rechnung zu
tragen, dass nicht auf das Durchschnittseinkommen abgestellt, sondern vom
Durchschnitt des Minimums der fünf DAP-Löhne ausgegangen werde. Dieses betrage
Fr. 43'400.-- beziehungsweise für ein 60% Pensum Fr. 26'040.--. Werde dieses dem
Valideneinkommen von Fr. 60'518.-- gegenübergestellt, resultiere ein Invaliditätsgrad
von 57%, weshalb der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente hätte.
Schliesslich seien die Kosten für das Gutachten von Dr. E._ der Beschwerdegegnerin
zu überbinden. Diese habe den Sachverhalt trotz mehrfachem Hinweis unvollständig
abgeklärt (G act. 12).
C.d Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 3. November 2008 an ihrem Antrag
fest. Das Gutachten von Dr. E._ sei nicht schlüssig. Die aus dem Unfallereignis vom
9. Oktober 2003 abgeleitete posttraumatische Belastungsstörung sei nicht
nachgewiesen. Eine solche Diagnose dürfe gemäss der ICD-Klassifikation nur nach
einem belastenden Ereignis mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder
katastrophenartigem Ausmass gestellt werden, die bei fast jeder Person eine tiefe
Verzweiflung hervorrufen würde. Der Beschwerdeführer habe lediglich einen
mittelschweren Unfall erlitten, weshalb der Beurteilung von Dr. E._ nicht gefolgt
werden könne. Zudem belege der im Gutachten erhobene Psychostatus die attestierte
volle Arbeitsunfähigkeit nicht. Das Gutachten von Dr. E._ vermöge das MEDAS-
Gutachten nicht zu erschüttern, weshalb weiterhin darauf abzustellen sei (G act. 14).

Erwägungen:
1.
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Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen sind am
19. März 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und auf Grund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006 [I 428/04] E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergibt
sich dadurch keine substanzielle Änderung. Angesichts der IV-Anmeldung vom
23. November 2004 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im Oktober 2003
rechtfertigt es sich vorliegend, die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen
Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden.
2.
2.1 Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers beziehungsweise dessen
Höhe. Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m.
Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu
ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem
Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren
Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in
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Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
3.
3.1 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin hat ihre Invaliditätsbemessung auf der Grundlage der
Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS vorgenommen. Demgemäss ist dem
Beschwerdeführer eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten zu 60%
zumutbar (IV-act. 42). Diese Arbeitsfähigkeit ergibt sich aus einer Einschränkung von
30% auf Grund der somatischen Beschwerden und dem Erfordernis nach Pausen für
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Stellenwechsel sowie einer 20%igen Einschränkung auf Grund der Dysthymia. Letztere
bewirke ein vermindertes Rendement (infolge reduzierter Konzentration und
Verlangsamung), das sich zusätzlich zum Bedürfnis der Pausen auswirke, weshalb
insgesamt eine Einschränkung von 40% resultiere (IV-act. 42 und 46). Der
Beschwerdeführer ist der Ansicht, der Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt. Wie das
aus eigener Initiative in Auftrag gegebene Gutachten vom 18. Oktober 2008 von Dr.
E._ zeige, sei er aus psychischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig. Ihm stehe deshalb
eine ganze Rente zu (G act. 12). Unbestrittenermassen ist das Ausmass der beklagten
Schmerzen nicht objektivierbar. Die Knochenbrüche auf Grund des Unfalls vom 9.
Oktober 2003 sind aus somatischer Sicht verheilt. Eine wechselbelastende Tätigkeit
ohne Überkopfarbeiten ist dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht zu 70%
zumutbar. Strittig sind der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
3.2 Das Gutachten von Dr. E._ vom 18. Oktober 2008 ist nach Erlass der
angefochtenen Verfügung ergangen. Für die richterliche Beurteilung ist grundsätzlich
auf die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens
(hier: Verfügung vom 6. März 2008) abzustellen (BGE 116 V 248 E. 1a; Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Januar 2005 [I 172/04] E.5.2 und vom 27. Mai 2008
[9C_24/2008] E. 2.3.1). Da die erste Untersuchung von Dr. E._ aber bereits im
Dezember 2007 stattgefunden hat und die Beurteilung schliesslich einen längeren
Zeitraum abdeckt, rechtfertigt es sich eine Würdigung in diesem Verfahren
vorzunehmen, da Rückschlüsse auf den Zustand vor Verfügungserlass naheliegen
können.
3.3 Dr. C._ von der MEDAS Ostschweiz hat den Beschwerdeführer am 14. März
2007 mit Hilfe eines Dolmetschers in einem Gespräch von 1 1⁄4 Stunden untersucht.
Weil bereits ausführliche anamnestische Erhebungen in schriftlicher Form vorlagen, hat
er sich auf psychiatrisch Relevantes beschränkt. Der Psychiater hat als Diagnose eine
Dysthymia (ICD-10: F34.1) angegeben, weil die langandauernde depressive
Verstimmung die Kriterien für eine rezidivierende leichte oder mittelgradige Störung
nicht erfülle. Aus den Akten ergebe sich, dass 2004 eine deutliche depressive
Symptomatik bestanden habe. Dazwischen gebe es keine weiteren Berichte, welche
die psychische Problematik beschrieben hätten. Der Beschwerdeführer selbst habe
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angegeben, dass es ihm psychisch eigentlich gut gehe, er sei einzig nervös wegen der
Schmerzen. Dann müsse er hinausgehen und spazieren, was ihm sehr gut tue. Oft sei
ihm langweilig und zu Hause werde es ihm zu eng, so dass er spazieren gehen müsse
und sich mit Kollegen treffe. Er schaue viel fern. Er könne manchmal einschlafen,
manchmal nicht, sei am Morgen meistens ausgeschlafen und selten müde. Appetit
habe er keinen, zugenommen habe er aber trotzdem. Finanziell bestünden keine
Probleme. Der Psychiater erachtete eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20%
zufolge der lang andauernden depressiven Verstimmung (im Sinn einer Dysthymia) als
ausgewiesen (IV-act. 42). Demgegenüber steht die Einschätzung von Dr. E._, der in
seinem Gutachten vom 18. Oktober 2008 eine chronifizierte depressive Entwicklung
mit gegenwärtig mittelschwerem depressiven Zustandsbild mit somatischem Syndrom,
eine generalisierte Angststörung, eine posttraumatische Belastungsstörung, eine
selbstunsichere Persönlichkeitsstörung sowie Probleme in Verbindung mit
Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit diagnostiziert hat. Dr. E._ hat den
Beschwerdeführer am 1. und 3. Juli 2008 im Beisein des jüngeren Sohnes und eines
Dolmetschers untersucht. Dr. E._ hat angegeben, im Gespräch sei ihm ein grosser,
kräftig gebauter und deutlich vorgealtert wirkender Mann begegnet. Er sei mürrisch
und verstimmt, im Gespräch leicht aufbrausend und vorwurfsvoll gewesen, wenn die
aufgeworfenen Fragen zwischen ihm und seinem Sohn besprochen worden seien. Die
Fragen seien vielfach ungenau, umschreibend und ausschweifend beantwortet worden.
Das Stimmungsbild sei gedrückt, wenig moduliert, knapp auslenkbar und die affektive
Schwingungsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Ein affektiver Rapport sei nicht
zustande gekommen. Der Beschwerdeführer sei misstrauisch und distanziert
geblieben. Das Beck'sche Depressionsinventar habe 38 Punkte ergeben, im Dezember
2007 seien es noch 22 Punkte gewesen. Der Normalbereich liege zwischen 0 und 13
Punkten. Von neun Fragen betreffend Major Depression seien sieben positiv
beantwortet worden, im Vorjahr noch sechs. Die Summe der Angstfragen gemäss
Anxiety and Depression Scale habe wie schon vorgängig 13 Punkte ergeben, ab 11
Punkten werde dies als pathologisch gewertet. Das Beck'sche Angstinventar habe der
Beschwerdeführer mit 35 Punkten abgeschlossen, 2007 mit 21 Punkten, der
Normbereich liege bei 0 bis 23 Punkten. Das Ergebnis der Hamilton Angstskala liege
bei 44 Punkten im Vergleich zu früher 27 Punkten. Ab 20 Punkten werde dies als
pathologisch gewertet. Das Messinstrument für Angst und Vermeidungsverhalten nach
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Liebowitz habe ergeben, dass für Angst 13 und für Vermeidungsverhalten 64 Punkte
erreicht worden seien. 2007 seien es noch 10 beziehungsweise 45 Punkte gewesen,
wobei ab 24 Punkten von einer Pathologie ausgegangen werde. Der Psychiater hat
ausgeführt, hinsichtlich der depressiven Entwicklung habe der Beschwerdeführer
starke depressive Verstimmungen an fast allen Tagen mit Interesse- und
Freudlosigkeit, Schlafstörungen, Unruhegefühle, Antriebslosigkeit mit starker und
schneller Ermüdung, Energieverlust, Wertlosigkeits- und Schuldgefühle sowie
Konzentrationsschwierigkeiten beklagt. Die chronische Depression habe unterdessen
das Ausmass einer Major Depression angenommen. Sodann bestehe eine
generalisierte Angststörung. Neu sei mit einem Impact of Event Scale (IES-R) die Frage
einer posttraumatischen Belastungsstörung untersucht worden. Die Symptomgruppe
"Intrusion" (was etwa mit Ein- oder Durchschlagskraft des Ereignisses bezeichnet
werden könne) sei beim Beschwerdeführer am ausgeprägtesten. Die Diagnose einer
posttraumatischen Belastungsstörung sei deshalb eindeutig. Möglicherweise sei auch
eine Migrationsproblematik zu beachten. Bei den sozialen und kulturellen
Gepflogenheiten seines Herkunftslandes spiele es eine wichtige Rolle, dass ein Mann
seine Familie ernähren könne. Indem der Beschwerdeführer dies nicht mehr erfüllen
könne, bedeute dies einen völligen Gesichtsverlust. Zurück könne er nicht mehr, hier
sei er aus dem sozialen Netz - soweit dies mit Arbeit verknüpft sei - herausgekippt.
Dies bedeute für diesen Mann eine existenzielle Katastrophe und eine schwere
seelische Traumatisierung. Schliesslich sei er in der Zwischenzeit psychisch und
physisch dekonditioniert. Der Beschwerdeführer sei vollumfänglich arbeitsunfähig (G
act. 12.1.6).
3.4 Im Unterschied zur MEDAS-Begutachtung, die keine psychometrischen Tests
durchgeführt hat, hat Dr. E._ seine Beurteilung hauptsächlich auf diese
Testergebnisse und weniger auf die klinische Untersuchung des Beschwerdeführers
gestützt. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommen Tests jedoch nur
eine ergänzende Funktion zu. Entscheidend bleibt die klinische Untersuchung mit
Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (vgl. Urteil vom
3. Juni 2008 i/S. N. [9C_531/2007] E. 2.2.4 mit Hinweis). Selbst wenn auf diese Tests
abgestellt werden könnte, sind Vorbehalte am Platz. So wird eine dramatische
Angstproblematik beschrieben, die von Dr. C._ ein Jahr zuvor nicht beobachtet
werden konnte. Der Beschwerdeführer hat nämlich in einem Test (Hamilton Angstskala)
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44 Punkte erreicht, wobei man ab 20 Punkten von einer Pathologie ausgeht. Im
Dezember 2007 lag dieser Wert noch bei 27 Punkten. Sodann wurde in der Liebowitz
Angstskala die Grenze zu pathologischen Werten betreffend Angst nicht erreicht,
dagegen betreffend die Kategorie Vermeidungsverhalten ein extrem hoher Wert von 64
Punkten. Anlässlich der MEDAS Begutachtung im März 2007 hat der
Beschwerdeführer Ängste mehrmals klar verneint. In sämtlichen Tests wird nun eine
massive Steigerung der Angstproblematik angegeben. Diese überdurchschnittliche
Steigerung der Werte für Angst seit Dezember 2007 beziehungsweise seit der MEDAS-
Begutachtung wird jedoch nicht begründet. Insbesondere hat sich Dr. E._ nicht dazu
geäussert, wie sich die Angststörung auf den Alltag, zum Beispiel auf den Tagesablauf,
auswirkt. Er hat nur pauschal angegeben, der Beschwerdeführer sei freudlos, leide an
Schlafstörungen, sei unruhig, fühle sich müde und wertlos. Diese Aussagen
beschreiben jedoch eher eine depressive Symptomatik denn eine Angstproblematik.
Demgegenüber hat der Beschwerdeführer der MEDAS von täglichen Spaziergängen
und Kaffeebesuchen mit Freunden berichtet. Die Diagnose einer generalisierten
Angststörung bleibt deshalb im Ungewissen und hängt hauptsächlich von der
Verwertbarkeit der Testergebnisse ab.
3.5 Dasselbe gilt für die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung, die auf
Grund eines Testergebnisses gestellt worden ist. Anlässlich der MEDAS-Begutachtung
hat der Beschwerdeführer angegeben, manchmal denke er an den Unfall oder träume
davon. Aber er hat kaum Auskunft darüber gegeben und hat darauf hingewiesen, dass
er bewusstlos gewesen sei (IV-act. 42). Falls der Beschwerdeführer tatsächlich
bewusstlos gewesen war, ist schwer nachvollziehbar, wie der Unfall eine
posttraumatische Belastungsstörung hätte auslösen sollen. Unabhängig davon wäre
eine solche Störung innerhalb von sechs Monaten nach einem Ereignis festzustellen,
damit diese Diagnose gestellt werden kann (vgl. Taschenführer zur ICD-10-
Klassifikation psychischer Störungen, 2008, S. 175). In der Rehaklinik Bellikon ist im
Psychologischen Konsilium vom 14. Mai 2004 diese Diagnose bei vorhandenen
psychovegetativen Symptomen im Zusammenhang mit dem Unfall verneint worden,
weil die erforderliche Schwere nicht vorliege (Suva-act. 31). Auch Dr. C._ hat
Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsstörung verneint. Insbesondere habe er
beim Gespräch über den Unfall im Vergleich zur Rehaklinik Bellikon deutlich weniger
psychovegetative Symptome beobachten können (IV-act. 42). Dr. E._ stützt seine
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Diagnose einzig auf einen Test zur Evaluierung von posttraumatischen
Belastungsstörungen. Er setzt sich nicht mit der Frage begleitender psychovegetativer
Symptome beziehungsweise der Erzählung über den Unfall und dem subjektiven
Erleben auseinander. Dem Gericht erscheint fünf Jahre nach dem Unfall die erstmalige
Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht als überzeugend. Weder
kurze Zeit nach dem Unfall, als sich der Beschwerdeführer während mehreren Wochen
in der Rehaklinik Bellikon befunden hat, noch anlässlich der MEDAS-Begutachtung im
März 2007 ist diese Diagnose als erfüllt betrachtet worden.
3.6 Dr. E._ kritisiert, Dr. C._ habe mit der Diagnose einer Dysthymia die darunter
liegende Depression übersehen. Diese könne nämlich über das Vorliegen einer
mittelschweren oder schweren Depression hinwegtäuschen. Diesbezüglich ist
festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer anlässlich der MEDAS-Begutachtung
gerade keine Anzeichen für eine mittelschwere oder gar schwere Depression
festgestellt werden konnten. So hat er beispielsweise über grosse Freude an den
Enkelkindern, Kontakt zu Kollegen, einem guten Verhältnis zu seinen Söhnen, von
Langeweile, von fehlender Tagesmüdigkeit sowie fehlenden Schlafstörungen berichtet.
Jemand, der an einer schweren Depression leidet, kann wohl kaum Freude für seine
Enkelkinder aufbringen und sich wohl auch nicht dazu aufraffen, die sozialen Kontakte
aufrecht zu erhalten. Unter diesen Umständen hat Dr. C._ bei der Diagnosestellung
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht das Vorliegen einer mittelschweren oder
schweren Depression übersehen. Ob der Beschwerdeführer seit der MEDAS-
Begutachtung zum Beispiel seine sozialen Kontakte abgebrochen hat, geht aus dem
Gutachten von Dr. E._ nicht hervor. Auch nicht, wie sich der Tagesablauf des
Beschwerdeführers gestaltet. Das Ausmass der depressiven Problematik erscheint
wiederum hauptsächlich auf den Testergebnissen zu beruhen. Die Punktzahl des
Beck'schen Depressionsinventars hat denn auch seit Dezember 2007 massiv
zugenommen, ohne dass dafür ein entsprechender klinischer Befund vorliegt. Da die
Tests auf Selbstangaben basieren, ist naheliegend, dass sich darin auch die subjektive
Krankheitsüberzeugung sowie die tiefe Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers wiederspiegeln. Unter diesen Umständen erscheint auch die
Diagnose einer mittelschweren depressiven Störung nicht als ausgewiesen.
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3.7 Was schliesslich Dr. E._ gegen das MEDAS-Gutachten ausgeführt hat,
überzeugt kaum. Dr. E._ hat angegeben, die MEDAS-Begutachtung liege über ein
Jahr zurück, die Krankheit des Beschwerdeführers habe sich jedoch weiterentwickelt.
Aus dem Gutachten von Dr. E._ ist eine Verschlechterung nicht fassbar begründet
worden, weshalb diesbezüglich kein Anlass für weitere Abklärungen besteht. Die Kritik,
Dr. C._ habe keinen Psychostatus erhoben, widerspricht dem klaren Aufbau des
MEDAS-Gutachten. Der Psychostatus ist in der eigenen Befunderhebung des
Konsiliargutachtens dokumentiert. Dass Dr. C._ seine Diagnose sodann nicht mit
Tests unterlegt hat, ist, wie bereits unter Erwägung 3.4 erwähnt, nicht massgeblich für
den Beweiswert des Gutachtens. Nachdem auch Dr. E._ keine somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert hat, ist die Kritik an den Ausführungen zum möglichen
Vorliegen einer solchen Störung nicht weiter zu prüfen.
3.8 Zusammenfassend kann deshalb nach Auffassung des Gerichts auf das MEDAS-
Gutachten abgestellt werden. Vor allem drängt sich beim Vorliegen von somatischen
und psychischen Beschwerden eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung der
Arbeitsfähigkeit auf, wie das vorliegend bei der MEDAS geschehen ist. Der Sachverhalt
ist ausreichend abgeklärt worden.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer ist als Vollerwerbstätiger zu qualifizieren. Zur Bemessung
des Invaliditätsgrades ist deshalb ein Einkommensvergleich durchzuführen. Der
Beschwerdeführer verlangt die Berücksichtigung eines zusätzlichen Abzuges in der
Höhe von 20% von den statistischen Tabellenlöhnen (LSE) beziehungsweise die
Verwendung vom Durchschnitt des Minimums der fünf repräsentativen DAP-Zahlen
gemäss Suva-Bemessung. Das Invalideneinkommen würde ausgehend von Fr.
43'400.-- bei einem 60% Pensum Fr. 26'040.- betragen (G act. 12). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind für den Einkommensvergleich die
Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend, wobei Validen- und
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu
berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Gemäss Angaben der Arbeitgeberin hat der
Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens Fr. 4'500.-- pro Monat (x 13)
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verdient. Zusätzliche Vergütungen für Kost und Logis wurden verneint. Aus dem
Lohnkonto 2002 und 2003 ist jedoch ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im 2002
monatlich Fr. 4'435.-- ( x 13) und für das ganze Jahr eine Mittagspauschale von Fr.
1'881.-- erhalten hat. 2003 ist ihm bis zum Unfall Fr. 4'500.-- monatlich zuzüglich einer
Mittagspauschale bis Ende September von insgesamt Fr. 1'419.-- vergütet worden. Auf
das ganze Jahr gerechnet beträgt die Mittagspauschale somit
Fr. 1'884.-- (Fr. 1'419.-- / 9 x 12). Diese Zulagen, die der Versicherte als Bauarbeiter
erhalten hat, sind beim Valideneinkommen zu berücksichtigen (vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. März 2007 i/S. L. [IV 2006/84] E.
3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2005 i/S. A. [I 398/05] E.
3.2). Das Valideneinkommen beträgt somit für das Jahr 2003 Fr. 60'384.-- (13x Fr.
4'500.-- + Fr. 1'884.--).
4.2 Beim Invalideneinkommen hat sich die Beschwerdegegnerin auf die Tabellen der
schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2006, angepasst an die
Nominallohnentwicklung 2007, gestützt und die Tabellen für die Region Ostschweiz
angewendet. Ein Abweichen von den gesamtschweizerischen Durchschnittslöhnen
entspricht nicht der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
17. September 2007 i/S. F. [I 84/07] E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen). Sodann ist nach
der Rechtsprechung die Bemessung in Anwendung der Tabellenlöhne gemäss LSE
oder DAP-Zahlen gleichwertig und keine Variante der anderen vorzuziehen (BGE 129 V
472 E. 4.2.1). Die statistischen Lohntabellen im Anhang der LSE können daher, auch
wenn gewisse Bedenken am Platz sind, auch hier verwendet werden. Der
Beschwerdeführer ist als Hilfsarbeiter zu betrachten. Männer im Niveau 4 haben im
Jahr 2003 ein Jahreseinkommen von Fr. 57'745.-- erzielt (Anhang 2 zum IVG). Das
Invalideneinkommen beträgt bei einem 60% Pensum Fr. 34'647.--.
4.3 Betreffend des geltend gemachten Teilzeit- und Leidensabzugs ist festzuhalten,
dass der oftmals als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug nichts mit dem Leiden zu tun
hat. Vielmehr sollen damit jene Nachteile ausgeglichen werden, welche die versicherte
Person bei der Anwendung statistischer Daten für das Invalideneinkommen erleidet.
Die Invalidität bewirkt – neben der Arbeitsunfähigkeit – auf den realen Arbeitsmarkt
bezogen eine zusätzliche Lohneinbusse. Denn die statistischen Tabellenlöhne werden
auf der Grundlage von Daten gesunder Arbeitnehmer erhoben. Solche Werte erreicht
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der invalide Arbeitnehmer im Allgemeinen nicht. Vielmehr muss er in der Entwicklung
des Invaliditätseinkommens beziehungsweise der Invalidenkarriere mannigfaltige
Nachteile gewärtigen (vgl. BGE 126 V 75 neues Fenster zum Leidensabzug). Der
Beschwerdeführer wird gegenüber einem gesunden Konkurrenten benachteiligt sein,
weil er mehr Krankheitsabwesenheiten haben sowie für Überstundentätigkeit weniger
verfügbar sein wird. Er wird deshalb seine Arbeitskraft zu einem
unterdurchschnittlichen Lohn anbieten müssen, was in der ärztlichen Schätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt ist. Sodann ist bei Männern im tiefsten
Anforderungsniveau die Teilzeitarbeit hochgerechnet auf ein Vollpensum statistisch
gesehen schlechter entlöhnt als Vollzeitarbeit (Tabelle T8* auf S. 28 der LSE 2002).
Männer im tiefsten Anforderungsniveau erzielten im Jahr 2002 mit einem zwischen
50% und 89% liegenden Arbeitspensum aufgerechnet auf ein Vollpensum ein zwischen
8.5% und 10.4% tieferes Einkommen. Dies ist zu berücksichtigen, denn wenn der
Beschwerdeführer seine 60%ige Leistungsfähigkeit in einer ganztägigen Anstellung
erbringen würde, wäre sein Arbeitsplatz nicht voll ausgelastet (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 8. Januar 2008 [9C_603/07]). Der geringen Ausbildung sowie den
mangelnden Deutschkenntnissen ist mit der Einstufung auf das Niveau 4 gemäss den
statistischen Löhnen im Anhang der LSE bereits Rechnung getragen worden. Ebenso
rechtfertigt das fortgeschrittene Alter (Jahrgang 1947) keinen zusätzlichen Abzug. Das
Alter hätte zwar bei der Frage der (medizinischen) Zumutbarkeit einer zu erbringenden
Arbeitsleistung von Bedeutung sein können, ist aber darüber hinaus grundsätzlich kein
Umstand, der das Ausmass der Invalidität beeinflusst, auch wenn er das Finden einer
Stelle und die Verwertung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit erschwert oder
verunmöglicht. In einem in AHI 1999 S. 237 veröffentlichten Urteil vom 28. Juli 1999 hat
das Bundesgericht einen Abzug wegen fortgeschrittenen Alters des Versicherten - von
im Zeitpunkt des Verfügungserlasses 53 Jahren - nicht zugelassen, da mit
zunehmendem Alter die Lohnzuwachskurve zwar flacher verläuft, der Faktor Alter sich
aber statistisch nicht lohnsenkend auswirke (vgl. auch in Bezug auf 57-jährige
Versicherte die Urteile 9C_610/2007 vom 23. Oktober 2007, Erw. 4.3; und I 39/04 vom
20. Juli 2004, Erw. 2.4; und in Bezug auf 60-jährige Versicherte die Urteile I 304/06 vom
22. Januar 2007, Erw. 4.2; und I 376/05 vom 5. August 2005, Erw. 4.2). Wenn das
Bundesgericht trotzdem gelegentlich einen Abzug unter anderem mit fortgeschrittenem
Alter begründet (etwa Entscheide I 100/01 vom 11. April 2002 und I 813/02 vom 7. Mai
https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75
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2003), so kann hier darauf nicht abgestellt werden. Es ist von einer ausgeglichenen
Arbeitsmarktlage auszugehen. Dabei ist die Neuanstellung auch älterer Arbeitskräfte
nicht notwendigerweise mit einer unterdurchschnittlichen Entlöhnung verbunden. Aus
dem Umstand, dass ältere Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seltener
eine Anstellung finden als jüngere, ist für das hypothetische Invalideneinkommen nichts
abzuleiten. Vielmehr liegt primär ein Aspekt des Arbeitslosigkeitsrisikos vor. Insgesamt
erscheint unter diesen Umständen ein Abzug von 15% als angemessen. Das
Invalideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 29'450.--.
4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'384.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 29'450.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 51.23%. Der Beschwerdeführer
hat somit Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. Oktober 2004.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde gutzuheissen und die
angefochtene Verfügung vom 13. März 2008 dahingehend abzuändern, dass der
Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2004 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Die
Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3
Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
bis
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5.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat bei diesem Verfahrensausgang
einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung bemisst sich
gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
5.4 Einer Partei werden im Gerichtsverfahren die Kosten eines von ihr eingereichten
Gutachtens dann ersetzt, wenn sich der Rechtsmittelentscheid darauf abstützt
(BGE 115 V 62 E. 5aff.) Dies ist vorliegend nicht der Fall. Somit rechtfertigt sich nicht,
die Kosten des Gutachtens von Dr. E._ in der Höhe von Fr. 2'500.-- der
Beschwerdegegnerin zu überbinden. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht
abzuweisen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG