Decision ID: c4a11df9-b14a-5ab4-934d-33f681d9eb82
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_BRK
Chamber: ZH_BRK_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
A. Mit Verfügung vom 10. Februar 2021 verweigerte die Baudirektion Kanton Zürich der B. GmbH die gewässerschutz- und abfallrechtliche Bewilligung für die Entsorgung von biogenen Abfällen mit der ExBio-Maschine auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1 an der B.-Strasse1 in X und ordnete die Einstellung des Betriebes der Maschine innert 10 Tagen ab Rechtskraft der Verfügung an.
B. Hiergegen wandte sich die B. GmbH mit Eingabe vom 12. März 2021  an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Erteilung der  zur Inbetriebnahme der ExBioMaschine; unter Kosten- und  zulasten der Rekursgegnerin. Eventualiter sei die  an die Rekursgegnerin zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
C. Mit Verfügung vom 16. März 2021 wurde vom Rekurseingang Vormerk  und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.
D. Mit Vernehmlassung vom 13. April 2021 beantragte die Rekursgegnerin die Abweisung des Rekurses unter Kostenfolge zulasten der Rekurrentin.
Der als Mitbeteiligter ins Verfahren aufgenommene Gemeinderat X  auf die Einreichung einer Vernehmlassung.
E. In den weiteren Rechtsschriften hielten die Parteien, soweit sie sich , an ihren jeweiligen Anträgen fest.
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Es kommt in Betracht:
1. Streitauslösend ist vorliegend die Verweigerung der  und abfallrechtlichen Bewilligung für den Betrieb einer  des Herstellers ExOrganic’s Welle (Modell EX-50). Mit dieser Maschine sollen, so die Rekurrentin, Speiseabfälle des Restaurants der Rekurrentin mit Enzymen innert 24 Stunden zersetzt und die zersetzten  bzw. die übrigbleibende Flüssigkeit in die Kanalisation geleitet werden. Über die genaue Wirkungsweise der Maschine sind sich die Parteien . Hierauf wird an anderer Stelle einzugehen sein (vgl. nachstehend E. 4.2.3).
2. Die Rekurrentin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung ohne  im Sinne von § 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) zur  legitimiert. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten.
3. Dem Rekursverfahren sind – soweit vorliegend von Bedeutung – die  Gegebenheiten vorausgegangen:
Anlässlich einer Begehung am 19. August 2020 zur behördlichen Kontrolle der streitgegenständlichen Maschine wurde die Rekurrentin darauf , dass es für die Inbetriebnahme der Maschine einer Bewilligung , woraufhin die Rekurrentin anlässlich der Kontrolle mündlich ein  Gesuch stellte. Als Entscheidgrundlagen für die hier strittige Verfügung dienten nebst Anderem zwei Laborberichte der Firma L. V. AG, welche die Qualität der Flüssigkeit, die nach der Behandlung durch die  in die Kanalisation eingeleitet werden soll, untersuchten. Die  Analyseberichte datieren vom 24. Februar 2020 und 6. August 2020 (act. 10.5.1 und act. 10.5.2) und kommen in Bezug auf den Chemischen Sauerstoffbedarf (CBS) der untersuchten Flüssigkeiten zu je  Ergebnissen. Während der Analysebericht vom 24. Februar 2020 ei-
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nen CBS-Wert von 5210 mg/l und einen pH-Wert von 6.5 aufweist, schliesst der Bericht vom 6. August 2020 auf einen CBS-Wert von nur 0.420 mg/l und auf einen pH-Wert von 6.6.
Ebenfalls bei den Akten liegt sodann ein weiterer Laborbericht derselben Prüfstelle, welcher ebenfalls vom 6. August 2020 datiert und mit derselben Probenummer vorsehen ist wie jener bereits genannte Laborbericht, der als Entscheidgrundlage der strittigen Verfügung diente (act. 10.5.2). Dieser mit der Rekursschrift ins Recht gereichte Laborbericht weist einen CBS-Wert von 4'620 mg/l aus (act. 5.2). Im Unterschied zu den erstgenannten  diente dieser letztgenannte Bericht, wie ausgeführt, nicht als Grundlage beim Erlass der hier angefochtenen Verfügung (vgl. act. 3, S. 1).
4.1. Die Rekurrentin macht im Wesentlichen geltend, sie habe sich anlässlich der behördlichen Kontrolle vom 19. August 2020 gezwungen gesehen, ein Gesuch um Inbetriebnahme der ExBio-Maschine zu stellen, nachdem sie anlässlich dieser Kontrolle fälschlicherweise darauf hingewiesen worden sei, dass die Maschine eine Bewilligung brauche. Tatsächlich sei es aber so, dass in sämtlichen anderen Kantonen, in denen die ExBio-Maschine in Betrieb sei, die Maschine keine Bewilligung brauche und auch keinerlei Probleme mit der Maschine bekannt seien. Der Kanton Zürich gehe als  Kanton davon aus, dass es sich beim Austrag aus der Maschine um verflüssigte Speisereste handle und nicht um unbedenkliches . Weshalb die der Verfügung zugrundeliegenden Laborberichte vom Februar und August 2020 unterschiedliche Testergebnisse aufwiesen, sei für die Rekurrentin nicht erklärbar. Fest stehe jedoch, dass die Proben vom August 2020 aus denselben Materialien wie bereits bei der Analyse im  2020 entnommen worden seien. Dass die Rekursgegnerin die  der Analyse vom August 2020 mit dem CBS-Wert von 0,420 mg/l in der angefochtenen Verfügung in Zweifel ziehe, sei deshalb nicht , handle es sich beim untersuchten Material doch um Material von demselben Restaurant der Rekurrentin mit identischer Speisekarte. Zur Klärung der verschiedenen Testergebnisse habe die Rekurrentin ein  bei der Z. in Auftrag gegeben. Das Gutachten werde auch eine  des ExBio-Systems im Vergleich zu einer in-house Behandlung von Gastronomieabfällen beinhalten. Vorgesehen sei, dass im Gutachten
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anhand von zwei konkreten Betrieben ein systematischer Vergleich des Systems Ex-Bio mit der Verwertung von Abfällen in Biogasanlagen erstellt werde.
Die Wirkungsweise des streitgegenständlichen ExBio-Systems sei  mit dem menschlichen Verdauungssystem. Mit beigefügten Chips würden alle ein bis zwei Jahre in der Maschine neue Enzyme eingesetzt, die dazu führten, dass die Speiseabfälle zersetzt würden. Die zersetzten Abfälle würden unter Zugabe von Trinkwasser über ein feinmaschiges Sieb in die Abwasserkanalisation geleitet. Spätestens nach 24 Stunden seien sämtliche Speiseabfälle zersetzt. Anders als von der Rekursgegnerin , würden die Speisereste nicht zerkleinert oder verflüssigt,  durch die zugefügten Enzyme umweltfreundlich und nachhaltig  und lediglich das entstandene Prozesswasser in die Kanalisation . Eine Abwasserbelastung entstehe keine, denn bei der Zersetzung der Abfälle entstünden keinerlei Schadstoffe. Die Nebenprodukte  lediglich aus Wasser, CO2 und vernachlässigbaren Mengen von . Die mit dem Prozesswasser abgeleiteten Enzyme seien sowohl für die Kanalisation als auch für die Abwasserreinigungsanlagen . Insgesamt helfe der Einsatz von ExBio-Maschinen der Umwelt, da die Geräte die CO2- und vor allem auch die CH4-Emissionen im Vergleich zu einer Deponie reduzierten.
Aus der Behandlung der Speisereste durch die Maschine resultiere  Abwasser bzw. Prozesswasser, nicht aber verflüssigter Abfall, was aus dem Merkblatt des Verbands der Schweizer Abwasser- und  erhelle. Selbst wenn indes das Prozesswasser als  Abfall zu klassifizieren wäre, wäre der Einsatz der ExBio-Maschine rechtens, da die Maschine der Umwelt diene.
Das entstandene Prozesswasser werde vom jeweiligen Nutzer der  sodann in seinen eigenen Gartenanlagen als Flüssigdünner eingesetzt, womit die Verwertung von biogenen Abfällen gewährleistet sei. Dass die Rekursgegnerin in diesem Zusammenhang auf die Verordnung über das Inverkehrbringen von Dünger (DüV) verweise, sei nicht nachvollziehbar, nachdem dieser Erlass lediglich das Inverkehrbringen von Dünger regle, ein solches Inverkehrbringen hier aber nicht auszumachen sei.
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Von einer Überbelastung der Abwasserreinigungsanlagen könne allgemein nicht ausgegangen werden. Die Rekursgegnerin unterliege dem Irrtum, dass das ExBio-System einer in-line Abfallzerkleinerung gleichkomme. Dies sei jedoch keineswegs so, handle es sich beim in-line-System doch um ein völlig anderes Prinzip. Sollte die Rekursgegnerin sodann davon ausgehen, dass es sich beim ExBio-System um das sogenannte Flüssigsystem , gehe sie ebenfalls von falschen Tatsachen aus. Am Rande sei zu , dass in keinem der anderen Länder, in welchen ExBio-Maschinen zum Einsatz kämen, auch nur ein Bericht darüber existiere, dass die  aufgrund der Maschinen einen Mehraufwand bewältigten müssten.
Weiter habe die Rekursgegnerin im vorinstanzlichen Verwaltungsverfahren essentielle Grundprinzipien des Verwaltungsrechts verletzt. So habe sie der angefochtenen Verfügung den falschen Sachverhalt zugrunde gelegt,  sich die Rekurrentin gezwungen gesehen habe, das erwähnte  in Auftrag zu geben. Der Einsatz der ExBio-Maschine liege sodann aus umweltschutzrechtlicher Perspektive klar im öffentlichen Interesse, was die Rekursgegnerin verkenne. Eine Verweigerung der Inbetriebnahme sei  unverhältnismässig, da sie weder erforderlich sei noch im Vergleich zu einer Bewilligung unter Nebenbestimmungen das mildeste Mittel darstelle. Die Rekurrentin habe schliesslich im Sinne des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie des Rechtsgleichheitsgebots davon ausgehen können, dass der Betrieb der ExBio-Maschine für den vorgesehenen Zweck zulässig sei, da die identische Maschine auch in anderen Kantonen zugelassen sei. Darüber hinaus verstosse die Rekursgegnerin gegen das Willkürverbot, da sie grobe Fehler in der Sachverhaltsermittlung begangen habe und die  im Ergebnis offensichtlich unhaltbar sei.
Im zweiten Schriftenwechsel bringt die Rekurrentin weiter vor, es sei nicht nachvollziehbar, aus welchen gesetzlichen Bestimmungen die  ableite, dass die Maschine bewilligungspflichtig sei. Vorstellbar sei höchstens, dass die ExBio-Maschine verboten werden könne, womit sich jedoch im Umkehrschluss keine Bewilligungspflicht konstruieren lasse. Ein betreffendes Verbot von solchen Maschinen müsse aufgrund des im  zu beachtenden Legalitätsprinzip konkret begründet werden. Das bei der Z. in Auftrag gegebene Gutachten stelle sodann – anders als von der Rekursgegnerin behauptet – ein absolut neutral verfasstes Gutach-
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ten dar. Bezüglich der von der Rekursgegnerin geltend gemachten  von biogenen Abfällen sei darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 30 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes (USG) Abfälle soweit möglich zu verwerten seien und dass Abfälle nur dann verwertet werden müssten, wenn dies wirtschaftlich tragbar sei und die Umwelt dadurch weniger  werde, als durch eine andere Entsorgung. Bei der Technologie des -Systems komme es nicht zu einer Verwertung im klassischen Sinne, sondern zu einer Zersetzung respektive einem Abbau. Aus den genannten gesetzlichen Bestimmungen sei zu schliessen, dass die Verwertungspflicht entfalle, sofern eine günstigere und umweltfreundlichere Lösung gefunden werden könne. Vergleichbare Systeme wie jene der ExBio-Maschine  im Übrigen bereits Anwendung finden, etwa bei chemischen Toiletten auf Autobahnen oder in Wohnmobilen. Weiter gehe der von der  gemachte Verweis auf ein Sicherheitsdatenblatt vom 14.  2010, auf dem der Inhaltsstoff Phospholipid vermerkt sei, fehl. Auf dem aktuellen Sicherheitsdatenblatt vom 3. August 2020 der Europäischen Chemikalienagentur sei dieser als toxisch einzustufende Inhaltsstoff nicht mehr aufgeführt. Die Zersetzung der Abfallstoffe verursache allgemein  Schadstoffe.
In ihrer unaufgeforderten Eingabe vom 28. Mai 2021 macht die Rekurrentin schliesslich geltend, die bei den Akten liegenden Laborberichte mit den gleichen Datenvermerken vom 6. August 2020 und den unterschiedlichen Messresultaten seien für die Rekurrentin unerklärlich. Mit einer  der Berichte habe die Rekurrentin nichts zu tun. Im Übrigen gehe aus dem Zwischenbericht der Z. vom 27. Mai 2021 hervor, dass mit  und mit Einzelwertungen die Funktion der  Maschine nicht abschliessend beschrieben werden könne.  sei gemäss dem Zwischenbericht eine Gesamtbetrachtung sowie eine Vermessung über den massgeblichen Zeitraum zwischen zwei Befüllungen, was die Werte der Laborberichte der L. V. AG relativiere.
4.2.1. Weshalb die Laborberichte vom 24. Februar 2020 und vom 6. August 2020, welche der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegen (act. 10.5.1 und act. 10.5.2), derart stark unterschiedliche Messergebnisse aufweisen und ob der Laborbericht vom 6. August 2020 (mit Blick auf die mit der  ins Recht gereichten Laboruntersuchung desselben Datums;
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act. 5.2) möglicherweise gefälscht sein könnte, so die Rekursgegnerin, kann vorliegend offenbleiben.
Nach Massgabe der nachstehenden Erwägungen ist der Betrieb der  Maschine, wie die Rekursgegnerin zu Recht ausführt, bereits aufgrund der bundesrechtlichen Vorgaben zur Abfallverwertung von biogenen  – mithin aus grundsätzlichen Überlegungen – zu versagen und die  der Rekursgegnerin zu schützen.
4.2.2. Gemäss Art. 30c Abs. 3 USG kann der Bundesrat für bestimmte Abfälle Vorschriften über deren Behandlung erlassen. Art. 30d lit. a USG sieht  vor, dass der Bundesrat vorschreiben kann, dass bestimmte Abfälle verwertet werden müssen, wenn dies wirtschaftlich tragbar ist und die  weniger belastet als eine andere Entsorgung und die Herstellung  Produkte.
Gestützt auf diese Bestimmungen sieht Art. 14 Abs. 1 der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) eine  für biogene Abfälle vor, indem diese rein stofflich oder durch Vergären zu verwerten sind, sofern sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften, insbesondere ihrer Nährstoff- und Schadstoffgehalte, dafür eignen (lit. a), separat gesammelt wurden (lit. b) und die Verwertung nicht durch andere Vorschriften des Bundesrechts untersagt ist (lit. c). Biogene Abfälle, die nicht nach Absatz 1 verwertet werden müssen, sind so weit wie möglich und sinnvoll rein energetisch zu verwerten oder in geeigneten Anlagen thermisch zu behandeln. Dabei ist deren Energiegehalt zu nutzen (Art. 14 Abs. 2 VVEA).
Während die mittlerweile ausser Kraft getretene technische Verordnung über Abfälle bloss die Regelung enthielt, dass die Kantone das Verwerten von kompostierbaren Abfällen fördern, soweit diese getrennt gesammelt und verwertet werden können, enthält die VVEA nun, wie aufgezeigt,  Vorgaben, wie biogene Abfälle zu verwerten sind.
Als Verwertung von Abfall gilt jede Rückführung von gesammelten,  und zwischengelagerten Abfällen in die industriellen oder natürlichen Stoffkreisläufe nach Vornahme der erforderlichen Behandlung (Ursula
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Brunner/Pierre Tschannen, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., Hrsg. Vereinigung für Umweltrecht/Helen Keller, Zürich 1998 ff.,  zu Art. 30-32e Rz. 46).
Eine stoffliche Verwertung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VVEA stellt hierbei ein Verfahren dar, bei dem die stofflichen Eigenschaften von Abfällen  werden. Dabei werden bestimmte Stoffe bzw. Abfälle getrennt  oder nachträglich sortiert, aufbereitet und als Sekundärrohstoffe oder -produkte wieder in den Wirtschaftskreislauf geführt. Im  wird stoffliche Verwertung auch als Recycling bezeichnet (vgl. www.bafu.admin.ch > Themen > Abfall > Abfallglossar A-Z > Verwertung, stoffliche; besucht am 9. Juni 2021). Demgegenüber wird von Vergärung gesprochen, wenn organische Stoffe anaerob (sauerstofffrei) und unter kontrollierten Bedingungen behandelt werden mit dem Ziel der Erzeugung von Biogas sowie von festen Gärrückständen (vgl. www.bafu.admin.ch > Themen > Abfall > Abfallglossar A-Z > Vergärung; besucht am 9. Juni 2021).
Diese auf Verordnungsstufe geregelte Verwertungspflicht von biogenen  ist geleitet von der Zielsetzung, dass biogene Abfälle eine wichtige erneuerbare Ressource darstellen und ihre stoffliche und energetische Verwertung einen bedeutenden Beitrag zum Ressourcenschutz und zur Energieerzeugung in der Schweiz liefert. Durch die Verwertung von  Abfällen soll der Einsatz von mineralischem Dünger und fossilen  reduziert werden, Nährstoffkreisläufe geschlossen und  aus dem Kreislauf ausgekoppelt werden (Biogene Abfälle, Ein Modul der Vollzugshilfe zur Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen, Bundesamt für Umwelt, Bern 2018, S. 4).
4.2.3. Für Lebensmittelabfälle, wie sie hier im Streit liegen, bestehen keine  Regelungen; sie unterliegen den Vorgaben für biogene Abfälle (vgl. Sebastian Heselhaus, Gutachten zum Rechtsvergleich des Abfallrechts der EU und der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der  des EU-Aktionsplans für eine Kreislaufwirtschaft, Luzern 2017, S. 150; vgl. Art. 3 lit. d VVEA).
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Da sich die Lebensmittelabfälle aus dem Restaurant der Rekurrentin im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VVEA für eine Verwertung eignen (lit. a; vgl.  Abfälle, Ein Modul der Vollzugshilfe zur Verordnung über die  und die Entsorgung von Abfällen, Bundesamt für Umwelt, Bern 2018, Anhang), separat gesammelt werden können (lit. b) und die Verwertung nicht durch andere Vorschriften des Bundesrechts untersagt ist (lit. c), sind sie zwingend stofflich zu verwerten oder zu vergären.
Die Behandlung der Abfälle in der strittigen Maschine und die  Ableitung des übrig bleibenden Erzeugnisses in die Kanalisation kann hierbei nicht als stoffliche Verwertung qualifiziert werden. Die  Eigenschaften der Restaurantabfälle werden durch die Behandlung in der Maschine nicht neu genutzt bzw. es werden keine Ersatzstoffe  (vgl. Brunner/Tschannen, Vorbemerkungen zu Art. 30-32e Rz. 46). Dies schlussfolgert nicht zuletzt auch der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (act. 10.2). Selbst wenn man davon , dass die Lebensmittelabfälle in der Maschine vollständig zersetzt , so die Rekurrentin, und nicht bloss, wie die Rekursgegnerin dafürhält, rückstandsbehaftet verflüssigt werden, wird mit der Verarbeitung in der  und dem Einleiten in die Kanalisation weder ein Wertstoff für ein neues Produkt noch ein Rohstoffersatz bzw. ein Sekundärrohstoff erzeugt. Das Erzeugnis der Maschine wird in der Kanalisation zunächst behandelt, bevor es in die Gewässer eingeleitet wird. Die für eine Verwertung  Behandlung (siehe vorstehend E. 4.2.2) erfolgt mithin, wie die  zutreffend ausführt (act. 9, Rz. 32 ff.), erst in der Kanalisation. Selbst wenn man die Aktivität der Maschine bzw. die Verwendung der  bereits als die (für eine Verwertung) erforderliche Behandlung  wollte, bliebe sehr fraglich, ob die erforderliche Behandlung durch die Maschine bereits stattgefunden hat, nachdem die CBS-Werte der  gemäss den mit der Rekursschrift ins Recht gereichten Analysen sehr hoch sind – und die der Verfügung zugrundliegende Laboranalyse vom 6. August 2020 mit identischer Probenummer und deutlich tieferem CBS-Wert wohl offensichtlich nachträglich bearbeitet wurde. Das seitens der Rekurrentin in Auftrag gegebene Gutachten wird in dieser Hinsicht für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht weiter aufschlussreich sein. Einerseits sind die unterschiedlichen Messwerte jener Laborberichte, welche Grundlage der Verfügung bildeten, aufgrund der bei den Akten  Originalanalyse vom August 2020 nunmehr geklärt (vgl. die Aus-
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führungen der Rekursgegnerin in ihrer unaufgeforderten Stellungnahme vom 17. Mai 2021 [act. 15], welchen beizupflichten ist). Andererseits spielt der Vergleich der strittigen Maschine mit einer Biogasanlage in Sachen Umweltverträglichkeit und Wirkungsweise nach dem vorstehend  keine Rolle, da die Wirkungsweise der Maschine, wie gezeigt,  von ihrem CO2-Ausstoss nicht mit Art. 14 Abs. 1 VVEA kompatibel ist. Damit sind die von der Rekurrentin mit dem Gutachten erhofften  (vgl. act. 2, Rz. 31 und 32) einerseits bereits hinreichend  und andererseits für die Nicht-Bewilligungsfähigkeit der Maschine nicht weiter ausschlaggebend.
Nicht zuletzt geht die Rekurrentin schliesslich auch selbst davon aus, dass es bei der Verwendung der Maschine bzw. der Technologie des  nicht zu einer eigentlichen Verwertung komme, sondern zu einer blossen Zersetzung bzw. einem Abbau (vgl. act. 17 Rz. 8 und 18; act. 2 Rz. 23).
Sodann vermögen auch die rekurrentischen Hinweise zur Verwendung des Erzeugnisses der Maschine als Flüssigdünger keine abweichende  herbeizuführen. Auch in dieser Hinsicht kann (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) nicht auf eine stoffliche Verwertung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VVEA geschlossen werden. Wie die Rekursgegnerin zutreffend ausführt, regelt die DüV auch die Verwendung von Dünger (Art. 1 Abs. 1 DüV) und nicht bloss das Inverkehrbringen von Dünger. Nach Art. 1 Abs. 2 lit. a DüV kommt das Regelwerk nicht für Hofdünger im Sinne von Art. 5 Abs. 2 lit. a DüV zur Anwendung. Bei den hier zu beurteilenden Speiseresten handelt es sich nicht um Gülle und damit vergleichbare Abgänge und somit nicht um Hofdünger, womit die DüV grundsätzlich abwendbar ist. Für das  von Dünger braucht es eine behördliche Zulassung (Art. 2 DüV), wobei als Inverkehrbringen bereits jede entgeltliche oder  Übertragung oder Überlassung eines Düngers gilt (Art. 5 Abs. 3 lit. a DüV). Damit dürfte selbst schon eine private Verwendung des  der strittigen Maschine als Haus- bzw. Flüssigdünger – zumindest, wenn diese durch mehrere Personen erfolgt oder wenigstens möglich ist, wovon auszugehen ist – als Inverkehrbringen gelten. Da eine  Bewilligung des Bundesamts für Umwelt nicht aktenkundig ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einer (rechtlich zulässigen) stofflichen  ausgegangen werden. Unabhängig davon bräuchte es für die Ver-
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wendung des Hausdüngers gemäss der Verordnung über tierische  (VTNP) sodann ohnehin auch einer Bewilligung durch das  für Lebensmittel und Veterinärwesen, nachdem Anhang 5 VTNP die zulässigen Verwertungsmethoden von tierischen Nebenprodukten , dort aber die Verwertungsmethode durch das ExBio-System bzw. das Zersetzen von tierischen Produkten mit Enzymen nicht normiert ist. Ob das Gewässerschutzrecht der Verwendung als Hausdünger ebenfalls , so die Rekursgegnerin, kann damit offenbleiben. So oder anders bräuchte die Verwendung als Flüssigdünger, wie gezeigt, zunächst  Bewilligungen.
4.2.4. Unter diesen Umständen wäre, wie die Rekursgegnerin zu Recht ausführt, eine Anpassung der rechtlichen Grundlagen erforderlich, wollte man  Abfälle auf eine andere Art (als in Art. 14 Abs. 1 VVEA verbindlich ) verwerten bzw. das ExBio-System berücksichtigen. Zwar ist der Rekurrentin beizupflichten, dass die Voraussetzungen der  gemäss Art. 30d USG dem Bundesrat Spielraum belassen ( so weit möglich bzw. sofern dies wirtschaftlich tragbar ist und die Umwelt dadurch weniger belastet wird). Allerdings handelt es sich bei Art. 30d USG um eine Rechtsetzungsdelegationsnorm, womit die  den Bundesrat (bloss) zum Erlass von gesetzesvertretendem  ermächtigt, die Norm aber ohne Ausführungsbestimmung selbst nicht anwendbar ist (Brunner/Tschannen, Art. 30d Rz. 3). Dass Art. 14 VVEA nicht den mit übergeordnetem Recht bzw. den Vorgaben von Art. 30d USG übereinstimmen könnte, macht die Rekurrentin schliesslich nicht bzw. nicht genügend substantiiert geltend.
Unmassgeblich sind sodann weiter die in diesem Zusammenhang  Ausführungen der Rekurrentin, wonach sich die  der Maschine klar aus dem Gesetz ergeben müsse, was vorliegend nicht der Fall sei (act. 17, Rz. 9). Nachdem die Maschine, wie gezeigt, den Anforderungen von Art. 14 Abs. 1 VVEA widerspricht, mithin gegen  Recht verstösst, könnte ihr von Amtes wegen jederzeit die  untersagt werden, unabhängig davon, ob es für die Maschine selbst eine Bewilligung braucht oder nicht. Ob die Maschine bewilligungspflichtig ist oder nicht, spielt für den Betrieb der Maschine daher im Ergebnis bzw.
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wegen des nicht heilbaren Verstosses gegen Art. 14 VVEA keine  Rolle.
Damit ist zusammenfassend zu schliessen, dass sich die strittige  bereits aufgrund von Art. 14 VVEA als nicht rechtmässig erweist und die Rekursgegnerin den Betrieb der Maschine zu Recht verweigerte. Auf die weiteren Vorbringen der Rekurrentin zur angeblichen  der Maschine braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden.
4.2.5. Soweit die Rekurrentin schliesslich die Verletzung von  Grundprinzipien rügt, kann ihren Vorbringen ebenfalls nicht gefolgt werden.
Wie sich den Akten entnehmen lässt, hat die Rekursgegnerin umfangreiche Abklärungen getätigt, bevor sie die angefochtene Verfügung erliess ( von Auskünften bei verschiedenen Amtsstellen und beim Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute, Betriebsbegehung, -Verkehr mit dem Geschäftsführer der Rekurrentin sowie mit jenem von ExOrganic’s Welle; vgl. act. 10.1-10.10). Nachdem die Rekursgegnerin im Zuge der Abklärungen zur Auffassung gelangte, dass die strittige Maschine aus grundsätzlichen Überlegungen nicht bewilligungsfähig sei ( aufgrund der Vorgaben von Art. 14 VVEA und Art. 10 der  [GSchV]), konnte sie auf weitere Möglichkeiten der  verzichten (vgl. Kaspar Plüss, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 7 Rz. 19). Auch die involvierten öffentlichen  berücksichtigte die Rekursgegnerin ausreichend bzw. gewichtete und wertete diese letztlich bloss anders als die Rekurrentin. Auf eine Rechtsverletzung kann allein deshalb nicht geschlossen werden. Zu Recht erschien der Rekursgegnerin ferner eine Bewilligung unter  (im Sinne des Verhältnismässigkeitsprinzips) als nicht , nachdem sich die Maschine bzw. ihr Verwertungssystem ganz  als nicht bewilligungsfähig erweist. Schliesslich ist davon , dass selbst wenn die Maschine in anderen Kantonen toleriert wird, die Rekurrentin hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Die VVEA stellt Bundesrecht dar und gilt damit schweizweit. Ein Anspruch auf  im Unrecht existiert gemeinhin nicht. Ebenso wenig kann eine
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hinreichende Vertrauensgrundlage erkannt werden, die den Betrieb der Maschine rechtfertigte.