Decision ID: ba3bbab1-3ed9-5a09-b2a3-a1d25b49833d
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1979 geborene
X._
arbeitete zuletzt seit dem 1. März 2004 bei der
Y._
als Produktionsmitarbeiterin bei einem 73%-Pensum und ging gleichzeitig während 10 Stunden pro Woche einer Reinigungstä
tigkeit in einem Privathaushalt nach (Urk. 11/7 und Urk. 11/13).
Am 10. Mai 2004 erlitt sie einen Arbeitsunfall mit Hyperflexion des rechten Handgelenks (Urk. 11/
2
). Die SUVA-Unfallversicherung trat auf den Schaden ein, gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld und liess die Versicherte am 3. Oktober 2006 kreisärztlich untersuchen (Urk. 11/8).
Nachdem beide Arbeitsverhältnisse aufge
löst worden waren, meldete sich
X._
am 21. März 2007 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 11/3).
In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen
.
Mit
Einspracheentscheid
vom 26. Februar 2008 wies die SUVA die Einsprache gegen ihre Verfügung vom 24. Juli 2007 ab, womit die Versicherungsleistungen per 31.
August
2007 termi
niert worden waren (Urk. 11/22 S. 4-5 und Urk. 11/23). Die Versicherte trat im August 2007 eine Arbeitsstelle als Nail-Designerin bei einem 50%-Pensum an
(Urk. 11/31)
. Die IV-Stelle
liess
X._
durch
Dr.
med. Z._
M.H.A., FMH Psychiatrie
und
Psychotherapie, psychiatrisch be
gutachten (Gutachten vom 17. Juli 2008, Urk. 11/28). Am 25. Februar 2009 wurde eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt durchgeführt (Abklärungsbericht vom 27. Februar 2009, Urk. 11/35)
.
Mit
Verfügung vom 4. August 2008
sprach die IV-Stelle
der Versicherten
gestützt auf einen nach der allgemeinen Methode bemessenen Gesamtinvaliditätsgrad von
64
%
mit Wirkung ab 1. April 2006 eine
Dreiviertelsrente
zu
(Urk. 11/50
1.2
Im Juni 2012 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (Urk. 11/59 ff.)
und
klärte wiederum die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab
. Dabei liess die IV-Stelle erneut eine Haushaltsabklärung durchführen (Abklärungsbericht vom 31. Mai 2013, Urk. 11/80)
und
X._
durch Dr
.
med. A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Facharzt FMH für Innere Medizin, rheumatologisch und durch
Dr.
med. B._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch begutachten
(rheumatologisches Gutach
ten vom 5. Juni 2014, Urk. 11/76
, und psychiatrisches Gutachten vom 15. Juni 2014,
Urk. 11/77
)
.
Mit Schreiben vom 19. August 2014
legte die IV-Stelle
der Versicherten eine Schadenminderungspflicht im Hinblick auf die Durchführung einer regelmässigen fachpsychiatrischen Therapie
auf
(Urk. 11/83).
Mit Verfügung vom 25. November 2014 reduzierte die IV-Stelle
zufolge einer
wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes bei einem Invaliditätsgrad von
45
% auf Ende des nach Zustellung der Verfügung folgenden Monats
die bisherige
Dreiviertelsrente
auf eine
Viertelsrente
(Urk. 11/93,
zuzüglich
einer
akzessorische
n
Kinderrente
).
1.3
Im Rahmen des im
März 2016
abermals erhobenen
Revisionsverfahren
s (Urk.
11/97 ff.
)
aktualisierte die
IV-Stelle
die medizinischen und erwerblichen Abklärungen
. Insbesondere veranlasste sie das
bi
disziplinäre
(Rheumatolo
gie/
Psychiatrie
) Gutachten
der
C._
Begutachtung
D._
vom
31. Dezember 2016
(Urk.
11/122
).
Mit Vorbescheid vom
7. April 2017
teilte die IV-Stelle der Versi
cherten mit, dass sie beabsichtige, die Rente aufzuheben (Urk.
11/125
). Dagegen erhob
X._
am
22.
Mai 2017
Einwand (Urk.
11/129-130
). Mit Verfügung vom
19. Juli 2017
hob die IV-Stelle die Invalidenrente der Versicherten
bei einem Invaliditätsgrad von 34 % per Ende August 2017
auf (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 12. September 2017 Beschwerde und beantragte
sinngemäss, es sei ihr unter
ersatzlose
r
Aufhebung der Verfügung vom 19. Juli 2017
weiterhin eine
Viertels
rente
der Invalidenver
siche
rung auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung von Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Daniel Bohren als unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1).
Mit Eingabe vom 28. September 2017 reichte die Beschwerdeführerin das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit
ein
(Urk. 7-8, unter Verweis auf die bereits be
schwerdeweise eingereichten Belege, Urk. 3/3-11).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2017 auf Abweisung der Be
schwerde (Urk. 10, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 11/1-143).
Mit Gerichtsverfü
gung vom
30. Oktober
2017 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeant
wort zur
Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 12
).
3.
Auf die V
orbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
raus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Fer
ner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Ände
rung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (
BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen
Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Einstellung der Invalidenrente damit, die medizinischen Abklärungen hätten
ergeben
, dass
sich die psychischen Beeinträchtigungen verbessert hätten. So sei die Beschwer
deführerin seit September 2016 in einer ihrem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig, wobei die ausgeübte Tätigkeit als Nail-Designerin einer solchen entspreche.
2.2
Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dass sich ihr Gesundheits
zustand in keiner Weise revisionsrechtlich relevant verbessert habe.
Im Rahmen der Eventualbegründung kritisierte sie die für die Invaliditätsbemessung
neu
ver
wendeten Einkommen (Urk. 1).
3.
3.1
Der
mit Verfügung vom
4. August 2008
(Urk.
11/50
)
rückwirkend ab 1.
April 2006
erfolgten
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
lagen die folgenden medizini
schen Berichte zu Grunde
(vgl. Stellungnahme
des Regionalen Ä
rztlichen Dienstes (RAD)
vom 3
0.
Juli 2008 im Feststellungsblatt
für den Beschluss
vom 2
4.
April 2009,
Urk.
11/36 S. 5)
:
3.1.1
Im Bericht der
E._
vom 2
1.
März 2006 (Urk. 11/18), wo sich die Beschwerdeführerin vom 9. Januar bis 1.
März 2006 zur stationären Rehabilita
tion aufhielt, wurden folgende Diagnosen gestellt:
-
Unfall vom 10. Mai 2004: Hyperflexionstrauma des rechten Handgelenks
mit kleiner zentraler radialer Rissbildung im verdünnten
Disc
us
triangularis
sowie persistierender Reizzustand und chronisches
Schmerzsyndrom im Handgelenk rechts, bei Austritt verstärkt
-
Status nach depressiver Episode (zumindest leicht- bis mittelgradiger
Ausprägung), unter medikamentöser/psychiatrischer Therapie gebessert;
psychosoziale Belastungssituation durch Stellenverlust
Die bisherige Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar, da die Anforderungen bezüglich wiederholte
n
Kraftein
satz
es
beider Hände zu hoch seien. Auch die nebenberufliche Tätigkeit als Raum
pflegerin sei ihr nicht mehr zumutbar.
Eine körperlich leichte Tätigkeit ohne wie
derholte
n
Krafteinsatz der rechten Hand sei ihr dagegen ganztags möglich.
3.1.2
Dr.
med.
F._
, Innere Medizin FMH,
welcher die Beschwerdefüh
rerin seit dem 4. Januar 2005 hausärztlich behandelt,
führte in seinem Bericht vom 18. Mai 2007 (Urk. 11/17) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf:
-
Chronisches Schmerzsyndrom am rechten Handgelenk bei Status nach
Hyperflexionstrauma (seit Mai 2004)
-
Rezidivierende depressive Störung, aktuell leicht- bis mittelgradig (seit
August 2005)
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
Status nach depressiver Episode mit
Hospitalisation
in der
G._
-
Status nach Resektion eines Handgelenk-Ganglions dorsal rechts am
24. August 2006
Die Beschwerdeführerin sei in ihrer zuletz
t ausgeübten Tätigkeit als Y._
-Hilfs
arbeiterin (ohne Berufsausbildung) seit dem 19. April 2005 - mit Ausnahme des Zeitraumes vom 15. Juni bis 1. August 2005 -
wechselnd
zu mindestens 50
% arbeitsunfähig gewesen.
In der bisherigen Tätigkeit sei sie seit dem 9. Januar 2006 zu 0 % arbeitsfähig. In einer angepassten, leichten Tätigkeit in Wechselbelastung bestehe seither eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin sei stationär. Die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen nicht verbessert werden, da die bisherigen Massnahmen erfolglos geblieben seien.
3.1.3
Im psychiatrischen Gutachten vom 17. Juli 2008 führte
Dr.
Z._
folgende Diagnosen auf:
-
Mittelgradige depressive Episode mit ausgeprägtem somatischem Syndrom
und wechselhaftem
V
erlauf mit Partialresponse unter Medikamenten bei
ausgeprägter Residualsymptomatik (ICD-10: F 32.11), wobei
differential
diagnostisch eine rezidivierende depressive Störung, aktuell
mittelgra
dige de
pressive Episode, zu erwä
gen sei
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)
-
Hinweise auf das Vorliegen einer akzentuierten Persönlichkeit mit
histrionischen
Zügen
Aufgrund der kognitiven Störungen, der Antriebsstörung, der Affektlabilität und verbunden mit einem ausgeprägten Morgentief mit Einschränkung der Durchhal
tefähigkeit und allgemeinen Belastbarkeit
sei
von einer quantitativen Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
in den bisherigen Tätigkeiten als Produktionsmitarbei
terin am Fliessband, im Gastgewerbe und nun als Nail-Designerin
von mindestens 40
%, eher 50
% und einer qualitativen Einschränkung von 10-20
% auszugeben. Die Beschwerdeführerin
dürfte sich jetzt bei der Arbeit im Nail-Studio an der Grenze dessen bewegen, was sie leisten
könne
. Insgesamt
sei
somit von einer Arbeitsfähigkeit in der aktuell ausgeübten Tätigkeit von 50
% auszugehen. Auch in guten Phasen dürfte sie über längere Zeit nicht über 60
% liegen.
Für
körper
liche leichte Tätigkeiten
gelte die gleiche Arbeitsfähigkeit, wobei
aus
gutachterli
cher
Sicht
die Beschwerdeführerin als Nail-Designerin
eine geeignete Arbeitsstelle gefunden
habe
. Allenfalls wäre beim Arbeitseinsatz darauf zu achten, sollte die Arbeitsfähigkeit vermehrt gefährdet sein, dass die
Beschwerdeführerin
aufgrund des Morgentiefs eher am Nachmittag
denn am Vormittag arbeite
. Die Einschrän
kung der
Arbeitsfähigkeit dürfte sich seit dem Unfall, massgeblich aber gegen Ende der Anstellung bei der
Y._
mit der Kündigung und der Entwicklung einer depressiven Störung Anfang 2006 entwickelt haben und danach bei insge
samt kaum über 50
% gelegen haben
.
An Faktoren zur Beurteilung der zumutbaren Willensanspannung bei Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung
(sogenannte
Foerster
-Kriterien
)
seien
die Komorbidität mit einer mittelschweren Depression, die Therapieresistenz respek
tive angebliche Verschlimmerung der Schmerzsymptomatik,
auch nach zwei Re
habilitations
aufenthalten und Physiotherapien, möglicherweise ein gewisser so
zialer Rückzug, der nicht objektiviert
sei,
zu nennen.
Zur Bedeutung psy
chosozialer Faktoren
sei zu erwähnen, dass s
oziale Faktoren (Eheproblematik, Arbeitslosigkeit, Kinderlosigkeit) zu Beginn der Erkrankung eine massgebliche Rolle gespielt haben dürften, wobei vermutlich schon eine gewisse Vulnerabilität (Persönlichkeit, frühere
b
elastende Erlebnisse in der ersten Ehe)
vorgelegen h
ätten
. Relati
v rasch, spätestens im Verl
auf des Jahres 2006
,
ha
be
sich aus einer durch die Belastungen entstandenen Anpassungsstörung ein eigenstän
diges Krankheitsbild im Sinne einer mittelschweren Depression neben der Schmerzstörung entwickelt. Eine detaillierte se
ri
öse „Faktorenanalyse"
sei
bei einer Wechselbeziehung von biologischen, sozialen und psychologischen Fakto
ren nicht möglich, ebenso wenig genaue Zeitangaben, ab wann die nicht sozial bedingten Faktoren eine weit überwiegende Rolle angefangen h
ätten
zu spielen. Hinweise auf ein Suchtgeschehen
fänden sich
jedenfalls
nicht.
3.1.4
Die RAD-Ä
rzte
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Innere Medizin, und
Dr.
med.
I._
, Prakti
s
cher Arzt
,
hielten in ihrer Stellungnah
me
vom 3
0.
Juli 2008
(Urk. 11/36 S. 5)
fest, dass gesamthaft aus versicherungsmedizinischer Sicht ein somatisch-psychischer Gesundheitsschaden bestehe. So sei die
Beschwerde
führerin
seit Januar 2006 für schwere körperliche Arbeiten, wie die bisherige Tä
tigkeit als Mitarbeiterin in der Produktion, zu 100
%
arbeitsunfähig. In einer an
gepassten Tätigkeit sei ab Januar 2006 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Das Ressourcenprofil umfasse eine leichte körperliche Tätigkeit ohne Heben, Tra
gen oder Transportieren von Lasten mehr als 10 Kilogramm
in We
chselbelastung ohne wiederholten Krafteinsatz der rechten Hand. Die Tätigkeit sollte zeitlich fle
xibel ohne
permanenten
Termin- und Zeitdruck und ohne besondere Anforde
rungen an das
Umstellungs
- und Auffassungsvermögen sein. Laut Gutachten sei die derz
eitige Tätigkeit im N
agelstudio als angepasst zu sehen.
3.2
Die Verfügung vom
25. November 2014
, mit welcher der Beschwerdeführerin
im Rahmen des ersten Revisionsverfahrens 2012 die bisherige
Dreiviertelsrente
auf eine
Viertelsrente
reduziert wurde
(Urk.
11/93), stützte sich auf das rheumatolo
gische Gutachten von
Dr.
A._
vom
5.
Juni 2014 (Urk.11/76) und auf das psy
chiatrische Gutachten von
Dr.
B._
vom
1
5.
Juni 2014 (
Urk.
11/77, vgl.
Fest
stellungsblatt für den Beschluss vom 1
9.
August 2014, Urk.
11/82 S. 4-5).
3.2.1
Im rheumatologischen Gutachten von
Dr.
A._
vom
5.
Juni 2014 (Urk.
11/76) wurde folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt:
-
Rechtsseitiges Halbseitenkörperschmerzsyndrom mit Betonung des rechten
oberen Körperquadra
nten ohne organische Ursache mit/
bei
-
Status nach
Hyperflexionstrauma rechtes Handgelenk am 1
0.
Mai
2004
-
Status nach
Gangl
ionentfernung
und lokaler
Synovektomie
rechtes
Handgelenk bei okkultem H
andgelenksganglion dorsal rechts am
2
4.
August
2006
Es bestehe
eine Schmerzschwe
llenstörung. Bei dieser Schmerz
schwellenstörung
seien
körperliche Schwerarbeiten nicht zulässig, jegliche anderen Tätigkeiten
seien dagegen
zulässig. Aufgrund des eher grazilen Habitus
der Beschwerdefüh
rerin sei
es sicherlich sinnvoll, dass sich ein Belastungsprofil nicht vorwiegend im mittelschweren Bereich, sondern
eher im leichten Bereich bewege
.
Zur Frage, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verändert habe, sei festzuhalten, dass s
ubjektiv die Beschwerden im Sinne einer Ausweitung auf den ganzen rechten Körper zugenommen
hätten
. Objektiv
hätten
sich die Be
funde weder verbessert noch verschlechtert. Sie
seien
somatisch schon immer bescheiden
gewesen
.
3.2.2
Im psychiatrischen Gutachten von
Dr.
B._
vom 1
5.
Juni 2014 (
Urk.
11/77) wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige
Episode (ICD
-
10
:
F
33.0/1)
-
Anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-
10
:
F
45.4)
Zu den Funktionsfähigkeiten aus psy
chiatrischer Sicht
sei
zu sagen, dass gemäss versicherungsmedizinischen Richtlinien der Swiss Insurance
Medicine
(SIM) beim Vorliegen einer leichten depressiven Episode qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 20
%
attestiert werden könn
t
en, beim Vorliegen einer mittelgradi
gen depressiven Episode qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 50
%
,
wobei e
in Mittelwert dann 35
%
qualitative Funktionseinbussen
betrage. Dabei
seien
eine Müdigkeit, eine Antriebsminderung wie auch eine generell reduzierte Belastbarkeit
berücksichtigt
.
D
ie
Beschwerdeführerin sei
doch noch in der Lage, mehreren Tagesaktivitäten nachzugehen, was nicht möglich wäre, würde eine re
gelrechte schwere oder ausschliesslich mittelgradige depressive Störung vorlie
gen. S
o sei
sie
in der Lage, mehreren Haushaltstätigkeiten nachzugehen, auch mit ihrem Sohn regelmässig zum Spielplatz zu gehen
und dort zu spielen. Sie fliege
jährlich einmal für mehrere Wochen in ihre Heimat nach Portugal und
treffe
mit einiger Regelmässigkeit auch einen Teil ihrer Geschwister.
Im objektiven Psycho
status zeig
e die
Beschwerdeführerin
in einzelnen jener Parameter, die sehr gut die innerpsychische Vitalität objektiv abzubilden vermögen, so äusseres Erschei
nungsbild, Psycho- und Sprachmotorik, Mimik und Gestik, Denktempo, kognitive Ressourcen, Affektverarmung sowie affektive Schwingungsfähigkeit, patholo
gisch
ausgelenkte Befunde -
teilweise im
leichten, teilweise im mittelgradigen
Ausmass, sodass auch aus objektiver Sicht die innerpsychische Vitalität in leicht
-
bis mittelgradigem Ausmas
s beeinträchtigt zu sein scheine
.
Bei den zu würdigen
den Foerster-Krit
erien
b
eim
Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
zeige sich, dass
eine relevante psychiatrische Komorbidität vor
liege
; es l
ä
gen chronische körperliche Erkrankungen vor; es
sei
zu einem teilwei
sen sozialen Rückzug gekommen, nicht aber in sämtlichen sozialen Bereichen; die Körperschmerzen
schienen
weitgehend therapierefraktär zu sein; die
Be
schwerdeführerin
steh
e
aber seit vielen Jahren nicht mehr in einer psychiatri
schen Behandlung und
werde
auch nicht antidepressiv
mediziert
. Zusammenfas
send
könne
also gesagt werden, dass einzelne dieser Foerster-Kriterien erfüllt
seien
, sodass die
Beschwerdeführerin
aus rein psychiatrischer Sicht nicht m
ehr eine vollumfängliche aktive
Willensleistung aufbringen
könne
, um ihr
e Körper
schmerzen zu überwinden.
D
ie sich daraus ergebenden qualitativen Funktions
einbussen
seien aber
bereits in denjenigen mitberücksichtigt, die sich aus der mittelgradigen depressiven Episode erg
ä
ben.
Auch die
Diskussion der sogenann
ten ICF-Kriterien (International
Cl
assification
of
Functioning
)
ergebe,
dass ein
zelne ICF-Kriterien defizitär ausfallen, während die Mehrheit dieser
Kriterien doch unauffällig blie
ben, sodass die Gesamtbeurteilung dieser
ICF-Kriterien in gutem Einklang steh
e
mit den versicherungsmedizinischen Richtlinien der SIM, wonach
aus psychiatrischer Sicht
qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 35
%
vorlä
gen
(S.16 f.)
.
Dr.
Z._
habe
in seinem Gutachten vom 1
7.
Juli
2008 eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40
%
, eher 50
%
und einer qu
alitativen Einschränkung von 10-
20
%
beschrieben
. Heute
ergebe
s
ich eine andere Beurteilung der
psychischen Beschwerden der
Beschwerdeführerin
und daher entsprechend auch eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Die attestierte Arbeitsfähigkeit
könne
ab hiesi
gem Untersuchungsdatum festgelegt werden.
Im Vergleich mit den Befunden im Gutachten von
Dr.
Z._
im Jahre 2008 erg
e
b
e
sich heute eine doch leicht ver
besserte psychische Verfassung
(S. 18)
.
Im Rahmen der gesamtmedizinischen (psychiatrisch-rheumatologische
n
) Kon
sensbeurteilung
(
Urk.
11/79)
wurde festgehalten, dass die zuletzt teilzeitlich als Nail-Designerin tätige Beschwerdeführerin ohne Berufsausbildung
a
us rheuma
tologischer Sicht zu 100
%
und aus
psy
chiatrischer Sicht
zu
65
%
arbeitsfähig sei
.
Damit gelte
die psychiatrische Beurteilung. An der ersten Stelle
sei
sie Be
triebsmitarbeiterin
gewesen, wozu
kein genaues Profil vor
liege
, weswegen eine Beurteilung aus rheumatologischer Sicht schwieriger
sei
und auf die
Li
miten
für eine Verweistätigkeit
verwiesen
werde, während aus psy
chiatrischer Sicht auch
dabei
eine
Arbeitsfähigkeit
von 65
%
besteh
e.
Für die Arbeit
sfähigkeit in einer Verweistätig
keit
gelte wiederum die psychiatrische Beurteilung einer 65%igen Arbeitsfähigkeit unter Berücksicht
i
gung
der
Limiten
aus rheumatolog
ischer
Sicht
, wonach das Profil einer Verweistätigkeit eine Tätigkeit im leichten bis gelegent
lic
h mittelschweren Bereich umfasse
, wobei es sicherlich günstig
sei
, wenn sie in einem körperlich leichten Profil arbeiten
könne
,
das heisse
sie
könne bis 10 Kilo
gramm
heben, stossen oder zi
ehen, vereinzelt sogar bis 15 Kilogramm
, vorwie
gend jedoch im Bereich bis
10 Kilogramm
. Sie
könne
nicht dauernd in Zwangs
stellungen
-
wie dauernd vornübergebeugt, nur sitzend, nur stehend, nur mit dauernd inklinierter oder
reklinierter
HWS
-
arbeiten.
Unter adäquater Therapie (
ambulant-psychiatrische Behandlung
mit
optimale
r
antidepressive
r
Medikati
on)
sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis zu 80 % möglich.
3.2.3
Dr.
m
e
d.
H._
, Fachärztin Innere Medizin, Vertrauensärztin SGV und zer
tifizierte Gutachterin nach SIM, hielt in ihrer RAD-Stellungnahme vom 29. Juli 2014 (Urk. 11/82 S. 4-5) fest, dass auf das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
A._
und von
Dr.
B._
vom
5.
respektive 15. Juni 2014 (vgl. E. 3.2.1-2) abgestellt werden könne. Demnach habe sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin leicht gebessert. Ein schwerer psychischer Gesundheitsscha
den zeige sich in keinerlei objektiven Untersuchungsbefunden. Bezüglich der so
ma
toformen Schmerzstörung seien die qualitativen Funktionseinbussen bereits in der mittelschweren depressiven Episode ausreichend berücksichtigt. Aus psy
chi
atrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 65 % arbeitsfähig. Unter adä
quater Therapie sei eine Steigerung auf die bis zu 80 % durchaus möglich.
Aus rheuma
tologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für leichte bis allenfalls mit
tel
schwere körperliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Gesamthaft ergebe sich somit eine 65%ige Arbeitsfähigkeit, wobei die bisherige Tätigkeit als Nail-Designerin als angepasste Tätigkeit angesehen werden könne. Da der psychische Gesundheitszustand besserungsfähig sei, sei eine regelmässige fachpsychiatrische Therapie als Schadenminderungspflicht aufzuerlegen.
3.3
Grundlage für die rentenaufhebende Verfügung vom 19. Juli 2017 (Urk. 2) bildet das
bidisziplinäre
C._
-Gutachten vom 31. Dezember 2
0
16 (Urk. 11/122
, vgl. Feststellungsblatt für den Beschluss vom 7.
April 2017, Urk. 11/124 S. 3 f.
), worin folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
genannt wurden:
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10
:
F
45.4)
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10
:
F
33.0)
Folgende Diagnosen würden sich qualitativ
auf die Arbeitsfähigkeit
auswirken:
-
Chronische Handgelenksbeschwerden rechts,
Verdacht auf
früharthroti
sche
Symptomatik
-
klinisch keine entzündliche Reizung, keine
Beweglichkeitseinschränkung
-
radiomorphologisch degenerative Veränderungen am TFCC und
Rissbildung im
Discus
triangularis
, intakte karpale Band- und
Knochenstrukturen aktuell ohne
Arthrosezeichen
konventionell-
radiologisch (MRI
vom 2. Juni 2
005, Röntgen
vom
21
September
2016)
-
Chronisches
zervikothorakovertebrales
Schmerzsyndrom rechts
-
klinisch frei bewegliche HWS, muskuläre
Dolenzen
und
Verspannungen
-
radiomorphologisch diskrete
Bandscheibenprotrusionen
mehrsegmental C4 bis C7 ohne
Stenosierungen
(MRI
vom
21. April
2015)
-
C
hronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
klinisch frei bewegliche LWS, endphasig leicht schmerzhaft
-
peripelvine
Weichteildolenzen
rechts-
gluteal
und im rechten
Trochanterbereich
-
radiologisch
lumbosakrale
Ü
bergangsanomalie ohne signifikante
degenerative LWS-oder Hüftgelenksveränderungen (Röntgen
vom
21. September
2016)
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
Status nach Hyperfl
exionstrauma des rechten Handgelenkes am
10. Mai
2004
-
Status nach operativer Entfernung eines okkulten dor
salen
scapholunären
Handgelenks
ganglions rechts am
2
4.
August 2006
mit lokaler
Synovektomie
-
Epicondylopathia
humeri
radialis
rechts
Aus rheumatologischer Sicht sei
das von der
Beschwerdeführerin
be
klagte Be
schwerdebild und insbe
sondere die daraus abgeleitete Leistungsunfähigkeit aus Sicht des Bewegungsapparates im geltend ge
machten Ausmass nicht nachzuvoll
ziehen. Im Gegens
atz zum Rheumatologen
Dr.
A._
im Jahre 2014 zeige
sich de
r
zeit weniger eine diffuse Halb
seitenschmerzsymptomatik als vielmehr eine meh
reren
Schmerzregionen zuzuordnende Be
schwerdekonstellation mit
befundlich
allerdings wenig die geltend gemachten Beschwerden er
klärenden Auffällig
keiten.
Die Handgelenksbeschwerden
seien
mit den bisher erhobenen Befunden nicht
vollumfänglich erklärbar, das Maximum d
er
palpatorischen
Dolenzen
liege
radiokarpal und nicht im Bereich der im MRI
von
2005 seinerzeit festzustellenden Weichteildegeneration des TFCC-Komplexes. Eine gewisse
früharthrotische
Handgelenksveränderung
sei
nicht auszuschliessen, konventionell-radiologisch
fänden
sich aber dafür derzeit (noch?) keine Hinweise,
auf die Durchführung eines MRI
s
sei
angesichts der klinisch geringen funktionellen Auffälligkeit verzichtet
worden
. Zeichen für ein entzündlich-rheumatisches Leiden
beständen keine.
Für die im Nacken-Schulterbereich, an Oberarm und Unterarm rechts beklagten Be
schwerden
fänden
sich ebenfalls nur teilweise die Symptomatik erkläre
nde mus
kuläre
Dolenzen
und Vers
pannungen, letztere neu gegenüber der
gutachterlich
en
Befunderhebung
von
201
4.
Nacken und Schulter rechts
seien
klinisch frei beweg
lich und schichtbildgebend habe die HWS im Jahr 2015 nur ge
ringe degenerative Segmentveränderungen
gezeigt, so
dass die gesamte muskuläre Verspannung und Schmerzhaftigkeit von Nacken, Schulter und Arm rechts mit degenerativen Veränderungen nicht zu erklären
seien
, sondern von einer teils wohl
fehlbelas
tun
gs
-, teils
dekonditionierungsbe
dingten
Muskelverspannun
g auszugeh
en
sei. Passend dazu habe
die
Beschwerdeführerin
während der Anamnese und phasen
weise wäh
rend der Untersuchung ein eigenartiges „Fehlverhalten" mit unruhigen, teils auch ausgreifenden Arm- und Handbewegungen
rechts, allenfalls interpre
tier
bar als Verdeutlichungsverhalten
, gezeigt
. Es
fänden
sich weiter eine leichtere radiale
Epicondylopathie
am rechten Ellenbogen. Nicht vollständig erklärbar
sei
die mus
kuläre
Dolenz
peripelvin
rechts, allenfalls
sei
sie a
uf eine
spondylogene
Be
schwerde
symptomatik oder aber auch auf eine muskuläre Fehlinnervatio
n bei allfälliger Überbeweglich
keit beider Hüftgelenke zurüc
kzuführen. Möglicherweise spiele
auch eine gewisse Fehlstatik der unteren Extremitäten mit
Valgus
-Knick
senkfuss-Bildung un
d beginnender Grosszehengrundge
lenksarthrose bei den Be
schwerden des Beckenbereichs insgesamt mit
eine Rolle
. Die aktuell etwas andere diagnostische Etikettierung der Beschwerden der
Beschwerdeführerin gegen
über der gutachterlichen Beurteilung
von
2014
durch
Dr.
A._
folge
eher dem Konzept einer an mehreren Regionen des Bewegungsapparates lokalisierten Schmerz
symptomatik („Regional
Pain
Syn
drome") als einer
fibromyalgi
e
formen
diffusen „Halbkörperschmerzsymptomatik", indem aktuell
befundlich
doc
h meh
rere fokale Auffäl
ligkeiten, wenn auch geringer Ausprägung, feststellbar
seien
mit einem gewissen Mass an umschriebener Ausprägung und Zuordnung. Aus
psychiatrischer
Sicht bestehe
derzeit eine leichte depres
sive Episode im Rahmen einer re
zidivierenden depressiven Störung. Das deutlich über das somatisch er
klärbare hinausgehende Schmerzerleben
werde
im Rahmen einer
somatoformen
Schmerzstörung interpretiert,
welche in
Zusammenhang mit der rezidivie
renden Depression zu sehen
sei
.
Die psychiatrischen Einschränkungen
seien
gering. Ins
gesamt
sei
hier eher eine leichte Besserung eingetreten.
Die objektivierten Befunde/Diagnosen zeigten folgende funktionelle Auswirkun
gen:
Somat
i
sch
sei
der Beurteilung des vorbegutachtenden Rheumatologen
Dr.
A._
von
2014 insofern zu folgen, als dass die festzustellenden Veränderungen des Bewegungsapparates nur sehr gering
seien
und diese das Ausmass an Be
schwerdeintensität, geltend gemachtem Leiden und daraus abzuleitender
musku
loskelettärer
Funktionseinschränkung zum jetzigen Zeitpunkt nicht erklären könn
t
en. Der
muskuloskelettäre
Gesundheitszustand
sei
gegenüber 2014
insge
samt als weitgehend unver
ändert einzustufen und der damaligen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bei der
Beschwerdeführerin
könne
auch jetzt weitgehend ge
folgt werden. Nicht-
muskuloskelettäre
Faktoren dürften nach wie vor das Aus
mass an perzi
pierter Leidensin
tensität, Schmerzwahrnehmung und de facto-Einschränkung in Aktivität und Partizipation, wie sie auch jetzt anamnestisch
eruierbar
seien
, signifikant mitbestimmen. Psychiatrisch
falle vor allem
eine hohe Selbstlimitierung auf, indem die
Beschwerdeführerin von einer reduzierten Be
lastbarkeit ausgehe
, welche sich in einem von ihr gewählten 50%
igen Arbeits
pensum widerspiegele
. Allerdings
sei
diese hohe Limitierung aus psychiatrischer und rheumatologisc
her Sicht nicht nachvollziehbar.
Es bestehe
zudem die Über
zeugung, dass aufgrund der Schm
erzen eine Erhöhung des Arbeits
pensums nicht möglich
sei. Dies spiegle
am ehesten das Krankheitsverständnis der
Beschwerde
führerin
wieder, ohne hierdurch validiert zu sein. Zudem seien die genannten Beschwerden stark schwankend und die Einschränkungen tagesformabhängig. Die Fähigkeit der
Beschwerdeführerin
,
sich an wechselnde Situationen am Arbeitsplatz anzupassen un
d ein durchgehendes Leistungsni
veau aufrechtzuer
halten
,
könne
somit eingeschränkt sein. Im privaten Bereich sei die
Beschwerde
führerin
auf Unterstützung im Haushalt und bei der Kinderbetreuun
g durch Familienangehörige ange
wiesen. Die hauptsächliche Unterstützung erhalte sie von ihrer Schwägerin und ihrem Exmann. Insbesondere am Wochenende übernehme ihr Exmann die Betreuung des Kin
des, da sie hin
sichtlich kindgerechte
r
Aktivitä
ten körperlich stark eingeschränkt sei. Darunter leide auch ihr Sohn und
verur
sache bei ihr Schuldgefühle.
Die Fähigkeit der
Beschwerdeführerin
,
Freizeitakti
vitäten wahrzune
hmen und im Rahmen sozialer Ver
pflichtung spontan Verhalten zu initiieren
sei
als eingeschränkt zu betrachten.
Bei den im Rahmen des
Kom
plexes «sozialer Kontext» zu prüfenden
Belastungsfaktor
en
sei
die stark einge
schränkte Behandlungsbereitschaft der
Beschwerdeführerin -
bei mehrfach ge
scheiterten ambulant-psychiatrischen Behand
lungsversuchen inklusive Medika
menten
einstellung -
zu sehen. Die
Beschwerdeführerin verfüge
über kein Krank
heitskonzept, welches auch eine psychische Ursa
che ihrer Beschwerden beinhalte
. Die Wahrnehmung hinsichtlich der Schmerzstörung
sei
passiv ausgerichtet und eine positive Beeinflussbarkeit, beispielsweise
durch Medikation und psychothe
rapeutische Massnahmen,
werde
nicht in Betracht gezogen. Die therapeutische Erreichbarkeit
sei
somit als stark limitiert zu betrachten. Als positiv
sei
die gute familiäre Anbindung der
Beschwerdeführerin
mit regelmässigen Kontakten zum Exmann und der Schwägerin anzusehen. Auch die Erziehung und Versorgung des Sohnes
werde
von der
Beschwerdeführerin
in einer Vielzahl von Bereichen, trotz
der durch die Schmerzstörung bedingten Beschwerden, sel
bstständig über
nommen, welches
sozialen Rückzugstendenzen entgegenwirke
.
Die
Beschwerde
führerin habe
in der Untersuchungssituation selbstbewusst und temperamentvoll
gewirkt
und sich bezüglich vermeintlicher Enttäuschungen, welche sie in ihrer Behandlung erfahren habe, nachtragend und gekränkt
gezeigt. Es finde
sich je
doch in der Biographie eine gute Flexibilitäts-
und Anpassungsleistung vor dem Hintergrund einer Migration und beruflicher Neuorientierung nach Unfall bei persistierenden Beschwerden. Es
finde
sich kein Anhalt für eine tiefgreifende Stö
rung im Fühlen, Denken und Handeln, wie es für die Diagnose einer Persönlich
keitsstörung gemäss ICD-10
als allfällig
relevanter
Persönlichkeitsfaktor -
erfor
derlich wäre.
Bei der Konsistenzprüfung fänden sich
zwar deutliche Diskrepanzen zwischen dem (geringen) Ausmass an klinischer und radiomorphologischer Be
fundausprägung und der
gel
tend gemachten Leidensintensität,
doch
zeig
t
en sich im Moti
litätsbild und in der Kooperati
on während der Untersuchung kaum Hin
weise auf ein Aggr
avationsverhalten oder eine Ver
deutlichungstendenz
-
mit Ausnahme der eigenartigen Bewegungen vor allem mit dem rechten Arm, aber auch mit Nacken und Kopf während der Anamneseerhebung und teilweise wäh
rend des Untersuchungsganges. Die von der
Beschwerdeführerin
mit einer Inten
sität zwischen
VAS
9 und
VAS
10 beschriebenen Schmerzen in
der rechten Hand seien
weder im angeg
ebenen Ausmass
noch in Form einer Bewegungsein
schrän
kung im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung in diesem Mass objektivier
bar
gewesen. Zu
sätzlich
habe sie
kein
e massgeblichen Einschränkungen
im Rahmen ihrer Tätigkeit i
m
Kosmetiksalon aufgrund der Schmerzsymptomatik an
ge
geben
. Im Rahmen i
hres reduzierten Pensums scheine
es ihr zu geling
en, die ihr aufgetragenen Tätig
keiten zu erfüllen. Es
sei
davon auszugeben, dass die Schmerzintensität von der
Beschwerdeführerin
tatsächlich in diesem Ausmass vor dem Hintergrund ihrer Schmerzstörung wahrgenommen
werde und
dass allenfalls unbewusste Verdeutlichungstendenzen i
n der Beschreibung der Beschwer
den
be
ständen
. Es
müsse
zudem unklar bleiben
,
inwieweit sich eine psychos
oziale Be
lastungssituation, bei
spielsweise durch ein konfliktbehaftetes Verhältnis zum Ex
mann, auf den Krankheitsverlauf
auswirke
. Im Gegensatz z
u den vorherigen Begutachtungen
habe die Beschwerdeführerin
aktuell nicht über diese Beziehung sprechen
wollen
.
In der
Untersuchung
habe sich kein Anhalt für Aggravati
ons- ode
r Simulationstendenzen ergeben.
Aus psychiatrischer
Sicht bestehe
keine relevante Verschlecht
erung, allenfalls eher etwas ge
ringer ausgeprägte Depressivität bei jedoch naturgemäss schwan
kender Ausprägung der
rezidivierenden depressiven Störung
. Aus rheumatologi
scher Sicht
zeige sich
im Wesentlichen
ein
unveränderter Zustand
bei
eine
r
ge
ringe
n
Ver
schiebung
der Akzentuierung, jedoch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit keine relevante Veränderung des Gesund
heitszustandes und damit weiter
hin volle Arbeitsfähigkeit in angepasster (auch bisheriger) Tätigkeit.
Aus
psychiatrischer
Sicht
könne
in der bisherigen Tätigkeit als
Mitarbeiterin in einem Kosmetik
salon eine Arbeitsfähigkeit zu 70
% angenommen werden. Trotz einer geringe
n
Verbesserung der De
pressionssymptomatik von einer leicht bis
mittelgradigen Episode zu einer leichtgradigen depressiven Episode im Vergleich zum Vorgutachten von 2014,
könne
nicht von einer weiteren Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Dies
sei mit
der fortgeschrittenen
Chroni
fizierung
der Schmerzstörung,
unter anderem
auch durch die fehlende Behand
lungsbereitschaft der
Beschwerdeführerin
, zu begründen.
4.
4.1
Vorliegend ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
seit der rentenreduzierenden Verfügung vom 25. November 2014 (Urk. 11/93) und der am 19. Juli 2017 verfügten Rentenaufhebung (Urk. 2) anspruchserheblich verbessert hat.
4.2
Ein R
evisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs.
1 ATSG betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unter
schiedlichen Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1
4.
Dezember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Eine Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG setzt eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen voraus, die sich auf den Anspruch als solchen oder den Umfang auswirken kann und Anlass gibt, den Invaliditätsgrad neu zu ermitteln. Für eine Rent
enanpassung genügt daher nicht «
irgendeine
»
Änderung im Sachverhalt.
4.3
Das
bidisziplinäre
C._
-Gutachten vom 31. Dezember 2016 (Urk. 11/122) basiert auf einer umfassenden rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben.
Die begutachtenden Ärzte haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Dem
bidisziplinären
C._
-Gutachten kommt daher grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.5).
4.
4
Unstrittig ist, dass aus rheumatologischer Sicht der somatische Gesundheitszu
stand im Vergleich zu 2014 weitgehend unverändert geblieben ist. So wurde ex
plizit festgehalten, dass es zwar zu einer geringen Verschiebung der Akzen
tuierung der Beschwerden gekommen sei, doch habe sich in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben, sodass
weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster (und bisheriger als Nail-Designerin) Tätigkeit bestehe (vgl. Urk. 11/122 S. 11
, mit Verweis auf das Anforderungsprofil, S. 12
).
4.
5
Im Vergleich mit der medizinischen Ausgangslage
gemäss
dem
psychiatrischen
Gutachten von Dr.
B._
vom
15. Juni 2014
(vgl. E.
3.2.2
) lässt sich dem
C._
-Gutachten
vom
31. Dezember 2016 (vgl. E. 3.3
) keine
für eine Revision voraus
gesetzte
wesentliche Veränderung des
psychischen Gesundheitszustandes
(vgl. E. 4.2)
entnehmen.
Bereits
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Gutachten eine rezidivierende depressive Störung, leichte bis mittelgradige Episode, sowie eine somatoforme Schmerzstörung und attestierte der Beschwerdeführerin - nach eingehender Prüfung sowohl der damals
massgeblichen
Foerster-Kriterien als auch der ICF-Kriterien - aus psychiatrischer Sich
t
eine qualitative
Funktionsein
busse
von 35
%
, woraus eine 65%ige Arbeitsfähigkeit resultierte.
Im
C._
-Gutachten kommt der begutachtende Psychiater nun zum Schluss, dass sich die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 2014 um 5 % gesteigert habe und somit statt 65 % nun 70 % betrage. Die Prüfung der funktionellen Aus
wirkungen der psychischen Erkrankung erfolgte in Anwendung der für psychi
sche Gesundheitsschäden
massgeblichen
Standardindikatoren (BGE
141 V 281
,
BGE
143 V 418
sowie
BGE 143 V 409
vgl.
S. 9 ff.).
Der Gutachter begründete diese minimal gesteigerte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit einer - «allenfalls eher» (S. 11) - geringer ausgeprägten Depressivität. So habe sich die Depressions
symptomatik von einer leichten bis mittelgradigen Episode zu einer leichtgradi
gen depressiven Episode verbessert. Dabei wies sogar der begutachtende Psychiater selbst auf die naturgemäss schwankende Ausprägung einer rezidivieren
den depressiven Störung. Eine nur unter Umständen («allenfalls») feststellbare geringere Depressivität genügt nicht, um eine anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes zu begründen. Mit einer nur um 5 % höher einge
schätzten Arbeitsfähigkeit
kann
nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsa
chenänderung geschlossen werden
.
4.
6
Demnach ist kein
- anspruchsrelevant -
ver
besserter psychischer Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin
seit der Renten
verfügung vom 25. November 2014
ausgewiesen, womit es an einer revisionsrelevanten Sachverhaltsänderung im Sinne von Art. 17 AT
SG fehlt (vgl. vorstehend E. 1.4
).
Da somit
k
ein Revisionsgrund ausgewiesen
ist, entfällt
auch
eine umfassende
Prüfung des Rentenanspruchs, weshalb
weder der
medizinische Sachverhalt
noch
die Arbeitsfähigkeit
oder die Invaliditätsbemessung
ohne Bindung an frühere - vorliegend insbesondere psychiatrische - Einschätzungen zu prüfen
ist
.
Da
überdies
eine geänderte Rechtsprechung für sich allein kein
en
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG darstellt (vgl. BGE 135 V 201 E. 6), bleibt auch kein Raum für eine seit der geänderten Rechtsprechung Ende November 2017
- spezi
fisch
durch die Rechtsanwender
-
vorzune
hmende
Indikatorenprüfung
(vgl.
BGE
143 V 418).
4.
7
Aufgrund des Gesagten erweist sich die Einstellung der Invalidenrente mangels eines ausgewiesenen verbesserten Gesundheitszustandes und damit mangels eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 17 ATSG als unzulässig.
In
Gutheissung
der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom
19. Juli 2017
(Urk. 2) daher aufzuheben mit der Feststellung, dass
die
Beschwerdeführer
in
wei
terhin Anspruch auf die Ausrichtung der bisherigen
Viertelsrente
hat.
5.
5.1
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festzusetzen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 600.-- anzusetzen und
ausga
ngsgemäss
der unterlie
genden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeiten des Pro
zesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen. Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Daniel Bohren
machte mit Eingabe vom
12. Oktober 2018
einen Aufwand von
7.80
Stunden und
A
uslagen
im Betrag von 59.--
geltend (Urk.
14
), wobei dieser Aufwand als angemessen erscheint. Deshalb ist de
r
Beschwerdeführer
in
eine Pro
zessentschädigung von Fr.
1‘917.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
5.3
Entsprechend erweist sich das Gesuch de
r Beschwerdeführerin
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Urk. 1 S. 2,
1.
Antrag)
als gegenstandslos.