Decision ID: 21f5efba-7ca7-4efe-b24f-a82528604995
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
I.
Mit Beschluss vom 11. Mai 2010 erteilte der Gemeinderat Aeugst am Albis E und F die baurechtliche Bewilligung für eine Projektänderung betreffend Terraingestaltung, Bepflanzung der Umgebung sowie Natursteinmauern auf dem Grundstück Kat.-Nr. 01 an der H-Strasse 02 in Aeugst am Albis.
II.
Dagegen erhoben B und A sowie C mit gemeinsamer Eingabe Rekurs an die Baurekurskommission II. Diese trat auf den Rekurs mit Entscheid vom 13. Juli 2010 nicht ein.
III.
Mit Eingabe vom 18. September 2010 erhoben B und A sowie C beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission II und beantragten sinngemäss, der Entscheid der Vorinstanz und die Baubewilligung vom 11. Mai 2010 seien aufzuheben.
Die Vorinstanz schloss am 5. Oktober 2010 ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. F und E stellten am 21. Oktober 2010 den Antrag, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführenden abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, und der Entscheid der Baurekurskommission II sei zu bestätigen. Der Gemeinderat Aeugst am Albis verzichtete am 12. November 2010 auf Vernehmlassung. Mit Replik vom 17. Dezember 2010 hielten die Beschwerdeführenden an ihren Anträgen fest.
Die Kammer

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) für die Behandlung der Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid der Baurekurskommission II zuständig. Die Beschwerdeführenden sind gemäss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Anfechtung des Rekursentscheids befugt, mit welchem auf ihren Rekurs nicht eingetreten wurde. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.
Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet einzig die Frage, ob die Vorinstanz auf den Rekurs zu Recht nicht eingetreten ist. Sollte dies nicht zutreffen, wäre die Sache zur Beurteilung der materiellen Rügen an die Baurekurskommission II zurückzuweisen. Auf die – namentlich in der Replik vorgebrachten – inhaltlichen Ausführungen der Beschwerdeführenden zum von ihnen beanstandeten Bauvorhaben ist daher vorliegend nicht einzugehen.
2.
2.1
Gemäss § 23 Abs. 1 VRG muss die Rekursschrift einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Beides sind formelle Gültigkeitserfordernisse des Rekurses. Die rekurrierende Partei hat in der Begründung darzutun, inwiefern die angefochtene Anordnung an einem Mangel leidet. Hierbei genügt die blosse Behauptung nicht, die angefochtene Anordnung sei falsch; es muss wenigstens im Ansatz ersichtlich sein, in welchen Punkten und weshalb die beanstandete Verfügung angefochten wird. Bei der Beurteilung, ob eine Begründung den formellen Erfordernissen genügt, kommt der Rekursinstanz ein gewisses Ermessen zu. Dabei werden bei Laien weniger strenge Anforderungen an die Begründung gestellt als bei Rechtsanwälten, von denen erwartet wird, dass sie die Anforderungen an einen Rekurs kennen (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 23 N. 16).
2.2
Vorliegend enthielt die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden – einem Architekten – eingereichte Rekursschrift den sinngemässen Antrag auf Aufhebung der Baubewilligung vom 11. Mai 2010. Sodann wurde sinngemäss der prozessuale Antrag gestellt, das Rekursverfahren sei einstweilen zu sistieren. Der Rekurs erfolgte ausdrücklich vorsorglich zur Wahrung der Rechtsmittelfrist. In der Beschwerdeschrift wird ausgeführt, dass die Beschwerdeführenden es unterlassen hätten, in der Rekursschrift ihren Hauptantrag zu begründen, dies jedoch im Hinblick darauf, dass ihrem Sistierungsgesuch stattgegeben werde.