Decision ID: f650a916-b254-410a-85a2-18b5fd41a35d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955, gelernte Köchin, reiste im Jahr 1983 aus der damali
gen Tschechoslowakei in die Schweiz ein (Urk. 8/1/3). Im Jahr 2001 erlangte sie das Schweizer Bürgerrecht (Urk. 8/1/1). Sie war von 1985 bis 2003 vollzeit
lich im Restaurant Y._
als Köchin sowie zuletzt vom 7. Juni 2004 bis 31. August 2007 bei der
Firma Z._
in einem 50%
Pen
sum als Cafeteria-Mitarbeiterin tätig, wobei sie nach einer Herzopera
tion im
Spital A._
am 22. Januar 2007 nicht mehr gear
beitet hat (Urk. 8/7, Urk. 8/11/7, Urk. 8/11/12-14, Urk. 8/30/2-3). Am 13. August 2007 meldete sie sich unter Hinweis auf einen Zustand nach zwei Herz
opera
tionen (1999 und 2007), Bluthochdruck, Atem
beschwerden,
Leis
tungs
minderung
, Schwäche und zeitweise auftretende Herz
beschwerden (Urk. 8/1/5) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (Rente) an (Urk. 8/1).
Aufgrund ihrer Abklärungen in
medizinischer sowie in beruflicher
-
erwerblicher
Hinsicht verfügte die IV-Stelle
am 20. März 2009 die Ausrichtung einer
Dreivier
telsrente
mit Wirkung ab dem 1. November 2007
(Urk. 8/34).
1.2
Am 28. Oktober 2010 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine
Renten
revision
ein (Urk. 8/36).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidsverfahren
verfügte die IV
Stelle am 30. August 2011 in wiedererwägungsweiser Aufhebung der Verfü
gung vom 4. Septem
ber 2008 (richtig: 20. März 2009, Urk. 8/34) die Aufhebung der
Dreiviertelsrente
auf das Ende des nach Zustellung der Verfügung folgenden Monats, somit per 31. Oktober 2011
(Urk. 8/53/8-11
).
Dagegen erhob die Ver
si
cherte mit Eingabe vom 3
0.
September 2011 beim hiesigen Gericht Beschwer
de (
Urk.
8/53/3-5).
Mit Urteil IV.2011.01073 vom 2
6.
November 2012 hat das hie
sige Gericht die Be
schwerde in dem Sinne gutgeheissen, dass die ange
fochtene Verfügung vom 3
0.
August 2011 aufgehoben und die Sache an die IV
Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese nach weiteren medizinischen Abklärungen über den Ren
tenanspruch der Beschwerdeführerin ab 30. August 2011 neu verfüge (Urk. 8/56/16).
Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechts
kraft.
Die IV-Stelle holte die Berichte
von
Dr.
med.
B._
, Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie FMH, vom
8.
März 2013 (
Urk.
8/63)
und
Dr.
med. C._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 5.
/1
0.
Juli 2013 (Urk.
8/72) ein und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung (Allge
meine/Innere Medi
zin, Kardiologie, Ortho
pädie, Dermatologie, Psychiatrie), wel
che im
Institut D._
durch
geführt wurde (
D._
Gutachten vom 5.
November 2013 [Urk.
8/82]).
Da gemäss den
D._
Gut
achtern in kardiolo
gischer Hinsicht weitere Abklärungen nötig waren (
Urk.
8/82/19-20, Urk. 8/82/24)
, wurde die Versicherte am
7.
Januar 2014
durch
Dr.
med.
E._
, FMH Kardiologie und FMH Innere Medizin, untersucht (
Urk.
8/86/5-8), welcher die Myokardperfusions-SPECT-Untersuchung
im
Spital A._
vom 1
4.
Januar 2014 (
Urk.
8/86/9)
veranlasste
.
Danach nahmen die
D._
Gut
achter am 2
7.
März 2014
abschliessend
zur Arbeitsfähigkeit
von
X._
Stellung
(
Urk.
8/91)
.
Mit Vorbescheid vom 2
8.
April 2014 kündigte die IV-Stelle der Versicherten die
Ausrichtung
eine
r
Viertelsrente
mit
Wirkung
ab
1.
Sep
tember
2011
bis 30.
November 2013
und die
Aufhebung der Invaliden
rente ab
1.
Dezember 2013 an (
Urk.
8/9
7), wogegen diese am
1
5.
Mai 2014
Einwand erhob (
Urk.
8/99
, mit
Einwandbegründung
vom
1
9.
Juni 2014
[
Urk.
8/101
]
)
.
Nach der Prüfung des Einwandes verfügte die IV
Stelle am 1
4.
Oktober 2014 die
Aus
richtung einer
Viertelsrente
für den Zeitraum
vo
m
1.
September 2011 bis 3
0.
No
vember 2013 (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
7.
November 2014 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung der Verfügung vom 1
4.
Oktober 2014 sei ihr weiterhin ab dem
1.
September 2011 eine
Dreivierte
l
srente
und ab dem 1.
Januar
2014 eine
Viertelsrente
auszurichten (Urk. 1 S. 2).
In verfahrensrecht
licher Hinsicht bean
tragte sie, ihr sei Gelegenheit zu geben, im Rahmen eines zweiten
Schrif
ten
wechsels
zu den IV-Akten Stellung zu nehmen (Urk. 1 S. 2).
Die
Be
schwer
de
gegnerin
beantragte m
it Beschwerdeantwort vom 19.
Dezember 2014 Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten [Urk.
8/1
109]).
M
it Verfügung vom
6.
Januar 2015 wurde der Antrag der Beschwerdeführerin auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels abgewiesen und
wurden
ihr das Doppel der Beschwerdeantwort vom 19.
Dezember 2014 zur Kenntnisnahme
sowie die IV-Akten (
Urk.
8/1-109) zur Einsicht
zugestellt (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin
ab dem
1.
September 2011
weiterhin Anspruch auf die bisherige
Dreiviertelsrente
und ab dem
1.
Januar 2014 Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
1.2
In der
angefochtene
n
Verfügung
vom 1
4.
Oktober 2014 erwog die
Beschwerde
geg
nerin
,
dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden in einem 100%-Pensum als Köchin arbeiten würde. Gestützt auf das
D._
-Gutachten vom
5.
November 2013 sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
im Zeit
raum von August 2011 bis September 2013 in
einer
angepasste
n
Tätigkeit zu 50 %
arbeitsfähig
gewesen sei. Für diesen Zeitraum
betrage der
Invaliditäts
grad
48
%
(
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 2).
Gemäss dem Tätigkeitsprofil der
D._
Gutachte
r
sei die Beschwerdeführerin ab September 2013
in
leichte
n
bis inter
mittierenden
mittel
schweren, adaptierte
n
Tätigkeiten
zu 80
%
arbeitsfähig.
Das Tätigkeitsprofil passe auch auf die angestammte Tätigkeit als Köchin. Beim
Einkommensver
gleich
resultiere ein Invaliditätsgrad von 20 %, womit die Rente
nach drei Monaten der anhaltenden Verbesserung des
Gesundheitszustandes
, mithin per Ende November 2013, einzustellen sei (Urk. 2, Verfügungsteil 2, S.
3
4).
1.3
Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, dass es sich bei der ange
stammten Tätigkeit als Köchin keineswegs um das ihr noch zumutbare
Tätig
keitsprofil
handle. Bei der Tätigkeit als Köchin hand
le
es sich um eine mit
tel
schwere bis schwere körperliche Tätigkeit, da sie grösstenteils stehend und unter grossem zeitliche
m
Druck und Stress ausgeführt werden müsse und eine gute physische Verfassung voraussetze. Sie habe aber neben der kardiolo
gischen Einschränkung, die ihr keine schwere körperliche
Arbeit mehr erlaube,
ausge
wiesenermassen
auch Knieprobleme und sei nicht in der Lage, so lange zu stehen. Hinzu komme, dass sich Stress gar nicht mit ihrer psychischen Einschrän
kung vertrage (
Urk.
1 S. 4).
Ab September 2013
sei von einer 80%igen Arbeits
fähigkeit in einer leichten bis allenfalls intermittierend kürzeren mittelschweren
Hilfsar
beit
auszugehen (
Urk.
1 S. 5). In erwerblicher Hinsicht sei bei der Bestimmung des
Valideneinkommens
im August 2011 nicht auf einen
Tabel
lenlohn
, sondern
auf das zuletzt als Köchin bezogene Einkommen
abzu
stellen.
Beim
Invali
deneinkommen
sei auf einen Tabellenlohn für
Hilfs
arbeiten
abzu
stellen.
Bei einem Pensum von 50
%
resp. 80
%
und einem
leidens
bedingten
Abzug von 15
% resul
tiere ein Invaliditätsgrad
von 64
%
resp. 43 %
(Urk. 1 S. 6).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG)
.
2.
3
Die rückwirkend ergan
gene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass
Revisions
gründe
(BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die In
validenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE
121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des
Invalidi
tätsgrades
eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungs
weise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
ver
fügungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente
zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
4
2.
4
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mens
vergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommens
ver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
4
.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruktur
erhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl.
auch BGE
129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
praxis
gemäss
auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wo
chen
stunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
2.
4
.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das ent
sprechende
durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf
tigungs
grad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzel
fall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des so
ge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozial
versi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
Mit Urteil IV.2011.01073 vom 2
6.
November 2012 erwog das hiesige Gericht,
dass die Verfügung vom 2
0.
März 2009, mit welcher der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. November 2007 eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen
worden war
(Urk. 8/34)
, offensichtlich unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne sei (Urk. 8/56/13).
Ein Entzug der
Dreiviertelsrente
der Beschwerde
füh
re
rin auf dem Weg der Wiedererwägung der ursprünglichen
Leistungsverfü
gung
sei indes nur dann zulässig, wenn auch im Zeitpunkt der
leistungsein
stellenden
Verfügung vom 30. August 2011 (
Urk.
2) keine Invalidität bestanden habe, die Anrecht auf eine Invalidenrente begründe
. Deshalb sei zu prüfen, ob sie in diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine Rente gehabt hätte
(
Urk.
8/56/14).
A
nhand der medi
zinischen Unterlagen
könne
der Ge
sundheitszustand sowie die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin
im Zeit
punkt der angefochtenen Verfügung vom 3
0.
August 2011 sowie im weiteren Verlauf
indes
nicht schlüssig beurteilt werden
, weshalb
d
ie
Sache
zur weiteren Abklärung und Neuverfügung
an die Beschwerdeg
egnerin
zurück
zu
w
ei
sen
sei
(
Urk.
8/56/
15
-16
).
4.
4.1
Der
Hausarzt
der Beschwerdeführerin,
Dr.
B._
, diagnostizierte im Bericht vom
8.
März 2013 eine schwere koronare 3-Gefässkrankheit bei Status nach dreifachem AC-Bypass sowie eine mittelschwere depressive Episode (Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine seit 2012 bestehende Gonarthrose rechts,
eine Hypothyreose
sowie eine arterielle Hypertonie an (
Urk.
8/63/1).
Die Beschwerdeführerin sei als Köchin seit Januar 2007 zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk. 8/63/2). Für leichte körperliche Tätigkeiten bestehe eine 50%ige Arbeits
fähigkeit (
Urk.
8/63/3).
4.
2
Dr.
C._
nannte in seinem Bericht vom
5.
/10.
Juli 2013 als
psychia
trische
Diagnosen
eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.1), eine
Panik
störung
(ICD-10: F41.0), eine Tendenz zu generalisiert
er Angststörung (ICD-10: F41.1),
nächtliche
Palpitationen
zunehmend angstauslösend
sowie Schlaf
störungen
(U
rk.
8/72
/1
und
Urk.
8/72/6
)
. Er attestierte der Beschwerde
führerin sowohl in ihrer bisherigen Tätigkeit (Köchin, Hotelfachangestellte) als auch in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit
seit 2010
(Urk. 8/72/1
und
Urk.
8/72/4).
4.
3
4.3.1
Am
D._
-Gutachten vom
5.
Novem
ber 2013 waren die
Dres
. med.
F._
,
Fall
führung
, FM
H Allgemeine Innere Medizin, G._
, FMH Psy
chiatrie und Psychotherapie,
H
._
_
,
FMH Orthopädische Chirurgie, I._, FMH Kardio
logie, und J._
, FMH Dermatologie und Venerologie, beteiligt (Urk. 8/82/26). Gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellten Akten (vgl.
Urk.
8/82
/
3-6
) und die
allgemein/internistische, psychiat
rische, orthopädische, kardiologische und dermatologische
Untersuchungen der Beschwerdeführerin im
Institut D._
vom 10., 1
1.
und 3
0.
September und 1
4.
Oktober 2013
sowie die Schlussfolgerungen des interdisziplinären Konsensus (Urk. 8/82/1)
stellten die
D._
-Gutachter die folgenden Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/82/22
-23
):
Schwere koronare 3-Gefäss-Erkrankung (ICD-10: I25.1)
Status nach rezidivierende
n
Synkopen unklarer Ätiologie
Palpita
tionen
unklarer Ätiologie
Trockener Reizhusten
Leichte depressive Episode
(ICD-10: F32.0)
Panikstörung (ICD-10: F
41
.0)
Chronische Kniebeschwerden beidseits (ICD-10: M17.0)
Chronische Beschwerden am dominanten Zeige- und Mittelfinger (ICD
10: M19.4)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie an (Urk. 8/82/23):
Substituierte Hypothyreose (ICD-10: E03.9)
Glutensensitive
Enteropathie
gemäss Unterlagen (ICD-10: K90.0)
Anamnestisch Kuhmilch-, Erdnuss- und Mandelunverträglichkeit
(ICD
10: T78.1)
Hyperkeratotisch-rhagadiformes
Hand- und Fussekzem (ICD-10: L25.9)
Kongenitale Herzerkrankung
4.3.2
Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist der Gesamtbeurteilung im
D._
Gutachten zu entnehmen, dass
diese
aus kardiologischer Sicht in erster Linie
durch die
schwere koronare Herzkrankheit beeinfluss
t werde
. Vor der definitiven Festlegung der Arbeitsfähigkeit müsse eine erneute
Ischämie
diagnostik
respektive invasive Abklärung erfolgen.
Bei aktuell anzunehmender
ausgedehn
ter Ischämie sei die Beschwerdeführerin aus kardiologischer Sicht zurzeit 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/82/23). Hinsichtlich des Bewegungs
apparats be
stehe aufgrund der objektivierbaren Befunde für die angestammte Tätigkeit, ebenso wie für andere körperlich leichte bis intermittierend mittel
schwere Tätig
keiten
unter Wechselbelastung eine zeitlich und leistungsmässig uneinge
schränkte Arbeitsfähigkeit. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sollte dabei ebenso wie das häufige
Treppabgehen
vermieden werden. Aufgrund der an den Kniegelenken bestehenden Veränderungen bestehe für körperlich
schwere Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigk
eit. Aus derma
tologischer Sicht be
stehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Hingegen sei die Arbeits
fähigkeit der Be
schwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht zu 20
%
eingeschränkt. Dies sei durch die leichte depressive Episode und die
Panik
störung
bedingt. Eine schwere psychiatrische Störung, die therapeutisch nicht günstig beeinflusst wer
den könne, bestehe nicht. Die therapeutischen Möglichkeiten seien theoretisch nicht ausgeschöpft. Aus psychiatrischer Sicht könne der Beschwerdeführerin zu
gemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige
Willensanstren
gung
aufzubringen, um einer ihren körperlichen Einschränkung
en
an
gepassten Tätigkeit mit einem Pensum von 80
%
nachgehen zu können. Aus allgemein-internistischer Sicht fände sich kein
e weitere Diagnose mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit (Urk.
8/82/24).
4.3.3
Die wegweisende kardiologische Einschränkung sei mit einer vollen Arbeitsun
fähigkeit ab November 2006 und einer 75%igen Arbeitsunfähigkeit ab Februar 2008 nachzuvollziehen. Bei einer weiter verbesserten Situat
ion, persistierend jedoch eine
leichte Ischämie, da nicht alle
stenosierten
Äste der
Herzkranzarte
rien
hätten
behandelt werden k
ö
nnen, sei über die Zeit gemittelt ab Februar 2011 von einer weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit als Köchin und einer 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in leichten, adaptierten Tätigkeiten auszugehen. Ab September 2013 sei die vorderhand aufgehobene Arbeits
fähigkeit zu be
stätigen, da von einer Erweiterung des
Ischämieb
ezirks
ausge
gangen werden müsse. Nach durchgeführten Abklärungen müsste kardiologisch
reevaluiert
wer
den
(
Urk.
8/82/24).
4
.4
Dr.
E._
führte
zur kardiologischen Abklärung vom
7.
Januar 2014
aus
, auf
grund der a
namnestischen Schilderung seien
die seit Jahren bek
lag
t
en,
belastungs
unabhängig
manifesten, stets wenige Se
kunden anhaltenden,
stichar
tig
en
Thoraxschmerzen
als
muskuloskelettale
Be
schwerden zu wer
t
en. Bei Nach
weis einer
anterioren
Repolarisationsstörung
im
Ruhe-
E
cho
kardiogramm
(
EKG
)
habe echokardiographisch ein altersentsprechend struktu
rell und funk
tionell normales Herz ohne regionale Wandbewegungsstörung nachge
wiesen werden können. Auf
grund der fehlende
n
Interpre
tierbarkeit
eines kon
ven
tionellen Belastungs-
EKG’s
, der in Ruhe vorbestehenden
Repolaris
a
tions
störungen
und der bereits anlässlich der MIBI-Szintigraphie im März 2011 dokumentierten, in der Folge bei koronarangiographisch nicht nachweisbaren relevanten Koronarstenosen konservativ therapierten
septalen
Ischämie sei die Beschwerdeführerin zur erneuten MIBI-Szintigraphie im
Spital A._
angemeldet wor
den. Bei aktuell
normotensiven
Blutdruckwerten erübrige sich eine Anpassung der Blutdruckmedikation
(
Urk.
8/86/6).
4
.5
Bei der von Prof.
Dr.
med. K._
, leitender Arzt
,
und
Dr.
med. L._
, Assistenzarzt, Nuklearmedizin
Herzbildgebung
,
Spital A._
,
befundeten
Myo
kard
perfusions-SPECT
-Untersuchung
vom 1
4.
Januar 2014 war
laut deren Bericht vom gleichen Tag
– im Gegensatz zum
Vorbe
fund
vom 1
8.
Februar 2011 mit leichter
septaler
und
apikolateraler
Ischämie – keine eindeutige Ischämie nachweisbar. Es
hätten
sich keine Hin
weise auf
Myo
kardnarben
gefunden
, jedoch
habe
sich eine global leicht eingeschränkte
linksventri
kuläre
Funktion (im Wesentlichen unverändert zu 2008 51
%
und 2011 47
%
) bei
septaler
Hypokinesie
gezeigt
(
Urk.
8/86/9).
4
.6
Die
D._
-Gutachter hielten in ihrer Stellungnahme vom 2
7.
März 2014 fest, aufgrund der gefunden leichten bis mässigen Einschränkungen der
rechtsventri
kulären
Funktion müsse bei aktuell nicht nachweisbarer Ischämie und be
kann
ter schwerer 3-Ast-Erkrankung mit chronischem Verschluss des RIMA-Bypasses von einer eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin sei aus kardiologischer Sicht für schwere körperliche Arbeiten nicht mehr einsetzbar. Leichte körperliche Arbeiten mit intermittierend kürzer
er
mittelschwerer Beanspruchung seien aus kardiologischer Sicht –
die Möglichkeit von regelmässigen Pausen vorausgesetzt –
möglich.
Dies sei beispiels
weise in einem 80%-Pensum im Rahmen der angestammten
Tätigkeit als Köchin umsetzbar
.
Zusammenfassend resultiere aus interdisziplinärer Sicht für leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit.
Die Arbeitsfähigkeit sei vollschichtig realisier
bar mit etwas erhöhtem Pausenbedarf (
Urk.
8/91/1).
Die
Leistungsein
busse
von 20
%
sei psychiatrisch und kardiologisch begründet
.
Das Tätigkeitsprofil würde auf die angestammten Tätigkeiten zutreffen.
Die gleichen Pausen könnten in den gleichen Zeitabschnitten genutzt werden. Es entstehe kein additiver Effekt.
Diese Einschätzung gelte mit Sicherheit ab dem Untersuchungsdatum vom September 2013 (
Urk.
8/91/2).
5
.
5
.1
Beim
D._
-Gutachten vom
5.
November 2013 (Urk.
8/82
) waren Ärzte der Fach
richtungen
Allgemeine/Innere Medizin, Kardiologie, Orthopädie, Dermatologie, Psychiatrie
beteiligt
. Die
D._
-Gutachter erstellten ihr Gutachten in Kenntnis der
Vorakten
(vgl. Urk.
8
/
82
/
3-
6
), zu welchen sie auch im Einzelnen Stellung nahmen (vgl. insbes. Urk.
8/82/12
, Urk.
8/82/20-21
). Sie berücksichtigten die geklagten Beschwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin (vgl. insbes. Urk.
8/82/6
, Urk.
8/82/
8, Urk.
8/82/
13
, Urk.
8/82/
17-18,
Urk.
8/82/21
). Wie fest
gehalten (E.
4.
3.2), erachteten die
D._
-Gutachter nach der Untersuchung der Beschwerdeführerin weitere kardiologische Abklärungen für erforderlich. Nach
Er
halt der Berichte zu
diesen
kar
diologischen Untersuchungen nahmen die
D._
Gutachter am 2
7.
März 2014 noch einmal einlässlich zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin aus kar
diologischer wie auch aus interdisziplinärer Sicht Stellung (E.
4
.6). Deren
Gesamtb
e
urteilung
(
Gutachten vom
5.
November 2013 [Urk. 8/82] und Stellungnahme vom 2
7.
März 2014 [
Urk.
8/91])
erweist sich
für die vorliegend zu beantwo
rten
den Fragen als umfassend und
wurde
schlüssig
begründet
.
5.2
5.2.1
Die Parteien gehen gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen überein
stimmend davon aus, dass die Beschwerdeführerin ab Februar 2011 bis zur Begutachtung im
Institut D._
(September 2013) in der Tätigkeit als Köchin zu 100 % arbeitsunfähig und in einer körperlich leicht belastenden Tätigkeit mit
Wechsel
belastung
(bei konservativer medikamentöser Therapie) zu 50 % arbeits
fähig war. Dazu ist anzumerken, dass sich die Arbeitsunfähigkeit laut den gut
achter
lichen Angaben wahrscheinlich bereits einige Zeit vor den im Sep
tember 2013 im
Institut D._
durchgeführten Untersuchungen auf das von ihnen ab diesem Zeitpunkt festgestellte Ausmass reduziert hatte, wofür es in der Tat Anhalts
punkte gibt (
Urk.
8/42 und
Urk.
8/64). Da nach Auffassung der Gut
achter eine sichere Zurückdatierung aufgrund der vorliegenden Akten nicht möglich ist, ist darauf jedoch nicht zurückzukommen. Die Annahme einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit als Köchin und einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit ab Februar 2011 bis September 2013 ist aber jedenfalls sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht als äusserst grosszügig zu erachten.
5.2.2
Spätestens ab September 2013 attestierten die Gutachter der Beschwerde
führerin aus interdisziplinärer Sicht für leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
, vollschichtig reali
sier
bar mit etwas erhöhtem Pausenbedarf, wobei sie dazu festhielten, dass die
Leistungseinbusse in einer solchen angepassten Tätigkeit kardiologisch und psychiatrisch begründet sei (
Urk.
8/91).
Diese Einschätzung erscheint insbesondere mit Blick auf die Ergebnisse der ergän
zenden kardiologischen Abklärungen (vgl. E. 4.4 und 4.5) nachvollziehbar. Sie stimmt auch mit den Feststellungen des internistischen, dermatologischen
sowie insbesondere auch des orthopädischen Gutachters (
Urk.
8/82/8,
Urk. 8/82/13-16 und
Urk.
8/82/21-22) überein und vermag insoweit ohne
Weiteres
zu überzeugen.
Soweit die Gutachter ihre Einschätzung auch mit den psychischen Befunden begründen, ist hingegen zu bemerken, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes ein leichtes depressives Leiden grundsätzlich nicht geeignet ist, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts I 905/06 vom 8. Mai 2007 E.
3.2 mit Hinweisen; vgl. E.
2.1). Bei einer depressi
ven „Episode“ handelt es sich ausserdem definitionsgemäss um ein vorüber
gehendes Leiden (Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2011 vom 14. Juni 2011 E.
6.3.2 mit Hinweisen), welches überdies grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
gilt (Urteil des Bundesge
richts 9C_673/2012 vom 28. November 2012 E. 3.3 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin steht erst seit Mai 2013 in psychiatrischer Behandlung, wobei aufgrund der vom psychiatrischen Gutachter des
Instituts D._
gemachten Feststellungen fraglich erscheint, ob sie die verordneten Anti
depressiva regelmässig einnimmt (
Urk.
8/82/12). Aus
invalidenversiche
rungs
rechtlicher
Sicht erscheint daher die Annahme einer psychisch bedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht gerechtfertigt.
5.2.3
Unabhängig davon steht aufgrund der gutachterlichen Beurteilung fest, dass in einer leichten bis intermittierend mittelschweren angepassten Tätigkeit spätestens seit September 2013 eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig mit etwas vermehrten Pausen realisierbar, besteht.
5.2.4
Dagegen
bringt d
i
e Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass ihre ange
stammte Tätigkeit als Köchin
nicht zum von den
D._
-Gutachtern formulierten
Tätigkeitsprofil
passe
(
Urk.
1 S. 4-5).
Dazu ist vorab zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin in Tschechien eine Ausbildung im Service und als Köchin absolviert hat. Ab 1985 war sie für rund 18 Jahre bei ihrem Schwager im Restaurant
Y._
als Köchin tätig, wobei sie diese Tätigkeit gemäss ihren Angaben aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat. Nach kurzer Arbeits
losigkeit arbeitete sie in der Folge von Juni 2004 bis zur Krank
schreibung im November 2006 als Cafeteria-Mitarbeiterin in der
Hochschule M._
(
Urk.
8/7,
Urk.
8/8 und
Urk.
8/30).
Die
D._
Gutachter konnten sich aufgrund
der IV-Akten (vgl. etwa den Be
richt zur Abklärung der beeinträchtigten
Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 1
1.
August 2008 [
Urk.
8
/30]) und
der
Anamnese beziehungsweise
ihrer
Befragung
der Beschwerdeführerin
(vgl. insbes. Urk. 8/82/6, Urk. 8/82/9
und
Urk.
8/82/16-17
)
ein Bild von der
en
bisherigen
Tätigkeit
en
machen.
Es finden
sich
keine Anhalts
punkte, welche darauf schliessen lassen würden, dass die
D._
-Gutachter die Tätig
keit der Beschwerdeführerin als Köchin nicht richtig erfasst hätten. Dass sie die Arbeit als Köchin für die Beschwerde
führerin trotz
respektive
unter Berück
sichtigung
ihrer
gesundheitlichen Einschrän
kungen noch als zumutbar erachte
t haben
,
ist daher an sich
nicht in Zweifel zu ziehen.
Dies gilt umso mehr, als nach dem Gesagten den psychischen Befunden aus
invalidenversi
cherungsrechtlicher
Sicht kein massgeblicher Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beizumessen ist.
5.2.5
Die Berichte des Hausarztes
Dr.
B._
(E. 4.1)
und
des behandelnden Psy
chiaters
Dr.
C._
(E. 4.2) vermögen keine Zweifel an der Gesamtbeurteilung der
D._
-Gutachter zu begründen
, zumal bei der Würdigung von Berichten behan
delnder Ärzte berücksichtigt werden darf und soll, dass deren Beurteilung mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels
fällen eher zugunsten der Patienten ausfällt (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Der psychiatrische Gutachter des
Instituts D._
hat sodann überzeugend dargelegt, dass und weshalb der von
Dr.
C._
vorgenommenen Beurteilung bereits in diagnosti
scher Hinsicht nicht gefolgt werden kann (
Urk.
8/82/12).
5
.3
Mit den
D._
-Gutachtern ist somit davon auszugehen,
dass die Beschwerde
führerin ab Februar 2011 in einer leichten, adaptierten Tätigkeit zu 50
%
und spätestens
seit (
September 2013) für die an
gestammte Tätigkeit als Köchin
sowie
für
jede andere
leichte bis intermittierend mittel
schwere, adaptierte Tätigkeiten zu 80
%
arbeitsfähig
ist
(E.
4.3
, E.
4
.6).
6.
6.1
In Bezug auf die sozialver
sicherungsrechtliche Qualifikation der Beschwerde
führerin hatte das hiesige Gericht im Urteil IV.2011.01073 vom 26. November 2012 erwogen, es sei möglich, dass die 1955 geborene Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum – entgegen ihren Angaben – nicht aus gesundheitlichen Grün
den, sondern nur deswegen reduziert habe, weil sie ein re
duziertes
Arbeits
pensum
nunmehr als genügend angesehen habe. Die Schlussfolgerung, wonach die Beschwerdeführerin auch im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig gewesen wäre, sei nicht zwingend; es wäre auch eine andere Auffassung möglich. Die dahingehende Qualifikation erweise sich aber als vertretbar, weshalb nicht darauf zurückzukommen sei (
Urk.
8/56/11).
Dementsprechend ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Ver
fügung (
Urk.
2) von einer 100%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall aus, was nicht zu beanstanden ist.
6.2
Wird eine Verfügung wegen offensichtlicher Unrichtigkeit wiederwägungsweise aufgehoben, so verstösst es nicht gegen Treu und Glauben, wenn bei der neuen Verfügung ein Element der Invaliditätsbemessung anders festgelegt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_1043/2012 vom 8. Mai 2013 E. 3.3; zur umfas
senden Prüfung des Rentenanspruchs in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, wenn ein Revisionsgrund gegeben ist, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2 mit weitere Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin war mithin nicht an den der Verfügung vom am 20. März 2009 (
Urk.
8/34) zu Grunde liegenden Einkommensvergleich (vgl. Urk. 8/20, Urk. 8/31/2, Urk. 8/33/1) gebunden.
6.3
6.3.1
Was zunächst die Ermittlung des
Valideneinkommens
anbelangt, ist ent
scheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Er
fahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lich
keit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis, Urteil des Bundes
gerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.3.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, der Gesundheitsschaden sei im Jahr 2007 eingetreten, die Tätigkeit als Köchin habe die Beschwerdeführerin jedoch bereits im Jahr 2003 beendet, weshalb das
Valideneinkommen
nicht aufgrund des damals erzielten Lohnes ermittelt werden könne. Deshalb sei dieses aufgrund der LSE 2010 zu berechnen, wobei der monatliche Bruttolohn gemäss TA1 Ziffer 56 (Gastro
nomie), für im Anforderungsniveau
3 (Berufs- und Fach
kenntnisse voraus
gesetzt) tätige Frauen von
Fr.
4‘098.-- heranzuziehen sei (
Urk.
2).
Die Beschwer
de
führerin brachte dagegen vor, sie habe ihre Stelle im Restaurant
Y._
aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben, weshalb das
Valideneinkommen
aufgrund des dortigen Einkommens zu berechnen sei (Urk.
1 S. 6).
Tatsächlich hat die Beschwerdeführerin nach einem ersten kardiologischen Eingriff (Patch-Verschluss eines AFS-Typ II) im Jahr 1999 (
Urk.
8/7/9) noch bis im Juli 2003 im Restaurant
Y._
als Köchin weitergearbeitet. Ärztliche
Zeugnisse, gemäss welchen sie damals ganz oder teilweise krank geschrieben war, sind nicht aktenkundig. Anderseits hat die Beschwerdeführerin stets angegeben, dass sie die – anstrengende
–
Tätigkeit als Köchin im Restaurant
Y._
aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben habe (
Urk.
8/30, Urk. 8/82/6 und
Urk.
8/82/9). Wie bei der Statusfrage (vgl. E. 6.1) erschiene es auch in diesem Zusammenhang zumindest als vertretbar, auf die konsistenten Aussagen der Beschwerdeführerin abzustellen. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich indessen. Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen würde sich nämlich am Ausgang des Verfahrens nichts ändern, wenn hinsichtlich des
Valideneinkommens
auf den Standpunkt der Beschwerdeführerin abgestellt würde.
6.3.3
Ausgehend vom von der Beschwerdegegnerin herangezogenen Tabellenlohn von
Fr.
4‘098.-- ergibt sich unter Berücksichtigung der im Bereich „
Gast
gewerbe
/Beherbergung und Gastronomie“ im Jahr 2010 geltenden
betriebs
üblichen
wöchent
lichen Arbeitszeit von 42.3 Stunden (vgl. die Volks
wirtschaft 3/4-2015 Tabelle B9.2 S. 88) sowie der Nominallohnentwicklung für im
Gast
gewerbe
tätige Frauen (Nominallohnindex des Bundesamtes für Statistik [
BfS
], Tabellen T1.2.10, Abschnitt I, und T1.2.3, Abschnitt G, H) für das Jahr 2011 ein jährliches Einkommen von
Fr.
52‘003.60 (=
Fr.
4‘098.-- : 40 x 42.3
x 12
) und für das Jahr 2013 ein solches von Fr.
53‘511.70 (=
Fr.
4‘098.-- : 40 x 42.3 : 100 x 102,9
x 12
).
Das Einkommen der Beschwerdeführerin im Restaurant
Y._
belief sich im Jahr 2003 – wie teilweise schon in den Vorjahren – auf
rund
Fr.
55‘7
6
8.-- (= Fr. 32‘531.--
: 7 x 12; vgl.
Urk.
8/8). Unter Berücksichtigung der
Nominal
lohn
entwicklung
für im Gastgewerbe tätige Frauen (Nominallohnindex des
BfS
, Tabellen T1.2.93 und T.1.2.10) resultiert für das Jahr 2011 ein Einkommen von Fr. 61‘953.60 (=
Fr.
55‘768.
--
:
114,5 x 127
,
2) und für das Jahr 2013 ein solches von
Fr.
63‘750.30 (=
Fr.
55‘768.--
: 114,5 x 127,2 : 100 x 102,9).
Gemäss den Angaben der
Firma Z._
im Fragebogen für
Arbeitgebende
vom 1
0.
April 2007 (
Urk.
8/7) hätte die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall mit einem Pensum von 50 % als Cafeteria-Mitarbeiterin im Jahr 2007 ein Ein
kommen von Fr. 26‘722.10 (= Fr. 26.51 x 21 x 48) erzielt, was einem Einkommen von Fr. 53‘444.20 für ein 100%iges Pensum (x 2) entsprechen würde. Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung für im Gastgewerbe tätige Frauen (Nominallohnindex des
BfS
, Tabellen T1.2.93 und T1.2.10) resul
tiert
e
für das Jahr 2011 ein Einkommen von
Fr.
56‘369.-- (=
Fr.
53‘444.20
:
120,6 x 127
,
2) und für das Jahr 2013 ein solches von
Fr.
58‘003.70 (=
Fr.
53‘444.20 : 120,6 x 127,2 : 100 x 102,9).
Die von der Beschwerdeführerin bisher erzielten, der Nominallohnerhöhung angepassten Einkommen liegen demnach deutlich über den aufgrund des besagten Tabellenlohnes von
Fr.
4‘098.-- ermittelten hypothetischen
Validen
einkommens
von
52‘003.60 (2011) resp.
Fr.
53‘511.70 (2013)
. Wird stattdessen
–
was sich mit Blick auf die Ausbildung sowie die langjährige Berufs
erfahrung der Beschwerdeführerin im Gastgewerbe ohne Weiteres recht
fertigen lässt
–
der
Tabellen
lohn
für im Gastgewerbe im
Anforderungs
niveau
2 (Verrichtung selb
ständiger und qualifizierter Arbeiten) tätige Frauen von Fr.
4‘521.-- herange
zogen, ergibt sich unter Berücksichtigung der
Nominallohn
erhöhung
für im Gastgewerbe tätige Frauen für das Jahr 2011 ein mutmassliches Einkommen von 57‘371.50 (= Fr. 4‘521.-- : 40 x 42.3 x 12) und für das Jahr 2013 ein solches von
Fr.
59‘035.30 (= Fr. 4‘521.-- : 40 x 42.3 : 100 x 102
,
9 x 12). Da das auf dem Tabellenlohn für das Anforderungsniveau 2 beruhende mutmassliche Einkommen
in etwa dem
bisher erzielten
entspricht
, erscheint es nicht gerecht
fertigt, dem
Valideneinkommen
den Tabellenlohn für das
Anforderungs
niveau
3 zugrunde zu legen. Vielmehr ist dieses aufgrund des (höheren)
Tabellen
lohnes
zu berechnen, womit jedenfalls von einem Einkommen 2011 von
Fr.
57‘371.50 und einem Einkommen 2013 von Fr.
59‘035.30 auszugehen ist.
6.4
6.4.1
Laut der gutachterlichen Beurteilung bestand ab
Februar 2011 bis September 2013 nur in einer leichten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Da die Beschwerdeführerin seit der Operation im Jahr 2007 keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat, ist zur Ermittlung des hypothetischen
Invalidenein
kommens
auf die
Tabellenlöhne
gemäss
LSE abzustellen
.
Dabei ist der monatli
che Bruttolohn für im Anforderungsniveau 4 (ein
fache und repetitive Tätig
keiten) im privaten Sektor tätige Frauen heranzuziehen (LSE 2010 TA1, Total). Dieser betrug im Jahr 2010 Fr. 4'225.--. Unter Berücksichtigung der in diesem Jahr geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung für Frauen im Jahr 2011 (vgl. Lohnindex des
BfS
, Tabelle T.1.2.10, Total) resultiert für das Jahr 2011 ein
mutmassliches
Einkommen von
Fr.
53‘255.30 (=
Fr.
4‘225.-- : 40 x 41.6 : 100 x 101) für ein 100%iges Pensum und von
Fr.
26‘627.65 (x 0.5) für das zumutbare Pensum von 50
%
.
6.4.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin keinen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 2.4.3) gewährt. Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, dass
sie nur noch leichte Tätig
keiten im reduzierten Umfang von 50
%
habe ausüben können und nicht mehr in der Lage gewesen sei, der körperlich
sehr belastenden Tätigkeit als Köchin nachzugehen. Ferner sei sie heute bereits 59 Jahre alt (Urk. 1 S. 6).
Dem ist entgegenzuhalten, dass die
gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht auto
matisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes führt.
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen leidensbedingten Abzug, wenn eine ver
sicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiten in ihrer Leistungs
fähigkeit eingeschränkt ist. Sind hingegen leichte Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, da der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_99/2013 vom 5. April 2013 E. 4.1.3 mit Hinweis und
9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4). Dies gilt vorliegend umso mehr, als die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit 50
%
nur in leichter Tätigkeit nach dem Gesagten als
äusserst
grosszügig
zu betrachten ist (vgl. E. 5.2.1). Auch das fortgeschrittene
Alter hat nicht auto
matisch einen Abzug zur Folge,
werden doch Hilfsarbeiten auf dem mass
gebenden hypothetischen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG) grundsätzlich
alters
unabhängig
nachgefragt (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 2
0.
Juli 2011 E. 6.5 mit Hinweisen).
Es ist jedoch bezogen auf die durch
schnittli
che Lebensarbeitszeit als ein
abzugs
rele
vanter
Aspekt immer unter Berück
sichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalles zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2). Bei der Beschwer
de
führerin fällt ins Gewicht, dass sie nicht nur während rund 18
Jahren als Köchin tätig war, sondern auch mehrere Jahre eine Cafeteria geführt hat (
Urk.
8/7/2,
Urk.
8/7/5). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein gutes berufliches Rüstzeug, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, auch wenn sie im
massgebenden
Zeitpunkt (März 2014 [Zeitpunkt des Fest
stehens
der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3]) bereits gut 58 Jahre alt war. Bei Frauen bietet im Übrigen die Teilzeittätigkeit keinen Anlass für einen Teilzeitabzug (Urteil des Bundes
gerichts 9C_199/2013 vom
4.
Februar 2014 E. 3.4.2 mit Hinweis). Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom
Tabellen
lohn
gewährt hat.
6.4.3
Bei einem
–
aufgrund
des Tabellenlohnes gemäss LSE TA1 Ziffer 56
Anforde
rungs
niveau
2
–
ermittelten
Valideneinkommen
2011 von
Fr.
57‘371.50 und einem Invalideneinkommen 2011 von
Fr.
26‘627.65 resultiert bei einer
Erwerbs
einbusse
von 30‘743.85 ein Invaliditätsgrad von 54
%
. Dieser begründet einen Anspruch auf eine halbe Rente (vgl. E. 2.2).
6.4.4
Ein solcher würde auch dann resultieren, wenn auf das bisherige Einkommen der Beschwerdeführer als Köchin im Restaurant
Y._
abgestellt würde. Rechnet man dieses auf das Jahr 2011 auf, so ergibt sich nach dem Gesagten ein hypothetisches Einkommen von
Fr.
61‘953.60 (vgl. E. 6.3.3). Im Vergleich zum ermittelten Invalideneinkommen 2011 von
Fr.
26‘627.65 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von
Fr.
35‘325.95 resp. ein Invaliditätsgrad von 57
%
.
6.5
6.5.1
Seit September 2013 besteht nach dem Gesagten in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
.
6.5.2
Da es sich gemäss den gutachterlichen Feststellungen bei der bisherigen Tätig
keit der Beschwerdeführerin als Köchin um eine solche körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit handelt, ist das Invalideneinkommen 2013 aufgrund des gleichen (höheren) Tabellenlohnes (LSE 2010 TA1 Ziffer 56, Anforderungsniveau 2) zu ermitteln wie das
Valideneinkommen
(vgl. E. 6.3.3). Unter diesen Umständen kann ein Prozentvergleich vorgenommen werden, bei welchem ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 20 % resultiert (vgl. E. 2.2).
6.5.3
Ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad ergäbe sich im Übrigen auch, wenn
–
mit der Beschwerdeführerin
–
die Tätigkeit als Köchin weiterhin ab September 2013 als unzumutbar betrachtet und deshalb das Invalideneinkommen 2013
–
wie bereits das Invalideneinkommen 2011
–
aufgrund des Tabellenlohnes für mit Hilfsarbeiten im Anforderungsniveau 4 befasste Frauen von
Fr.
4‘225.-- (LSE 2010 TA1 Total) berechnet würde. Für das Jahr 2013 resultiert dabei ein Einkommen von
Fr.
54‘098.90 (=
Fr.
4‘225.
-- :
40 x 41.6 : 100 x 102,6 x 12) für ein Pensum von 100
%
und von
Fr.
43‘279.
1
0 (x 0.8) für die zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80
%
. Da diese vollzeitlich mit etwas vermehrten Pausen realisierbar ist, fällt ein leidensbedingter Abzug von vornherein ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1.2). Weitere Abzugsgründe sind aus den bereits dargelegten Gründen nicht gegeben.
Selbst wenn man diesem Invalideneinkommen von
Fr.
43‘279.10 – wie von der Beschwerdeführerin beantragt
–
das aufgrund des bisherigen Lohnes als Köchin ermittelte
Valideneinkommen
2013 von
Fr.
63‘750.30 gegenüberstellt, resultiert bei einer Erwerbseinbusse von
Fr.
20‘471.20 ein Invaliditätsgrad von ledig
lich 32
%
.
6.
6
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 7) ist die seitens der
D._
-Gutachter festgestellte Steigerung der Arbeitsfähigkeit ab September
2013 in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. Dezember 2013 zu berücksichti
gen (vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2012.00497 vom 24. März 2014 E. 5.1).
7.
Somit ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass die Beschwer
deführerin vom
1.
September 2011 bis 3
0.
November 2013 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Im Übrigen (Rentenanspruch ab
1.
Dezember 2013) ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 800.-- zu drei Vierteln der Beschwerde
führerin und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
Aufgrund des teilweisen Obsiegens hat die vertretene Beschwerdeführerin über
dies Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung, welche nach pflicht
gemässem Ermessen auf
Fr.
400.-- (inklusive Mehrwertsteuer und
Baraus
lagen
) festzusetzen ist (
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
[
GSVGer
]).