Decision ID: 02415364-1880-464f-ae77-cfce7d8326fe
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a A._, geboren 19_, meldete sich am 30. März 2009 wegen eines Zerviko
zephalsyndroms, St. n. TIA (Status nach Transitorischer Ischämischer Attacke) und
eines Fibromyalgiesyndroms zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung bei der
IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Sie sei seit dem 1. Januar 2004 50 % bis 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 1).
A.b Im Rahmen der Frühintervention kontaktierte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
den Hausarzt der Versicherten, Dr. B._ (IV-act. 13 S. 1 f.). Dieser bestätigte die im
Anmeldeformular angegeben Diagnosen. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherten sei
wegen Rücken- und Kopfschmerzen eingeschränkt. Aufgrund der Schmerzen, der
mangelnden Deutschkenntnisse und des Analphabetismus sei die Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit unrealistisch. Mit Datum vom 27. April 2009 bestätigte Dr. B._ die
obigen Angaben. Dem Protokoll legte er Berichte von stationären Behandlungen in der
Medizinischen Klinik des Kantonsspitals C._ vom 15. Juni 1998 und vom 6. Juli 1998
bei (IV-act. 13 S. 3 ff.). Bei der ersten stationären Behandlung waren eine
helicobacterpositive Gastritis und anamnestisch ein Status nach prolongierter Diarrhoe,
bei der zweiten Behandlung unklare rezidivierende Abdominalbeschwerden
diagnostiziert worden.
A.c Am 15. Juni 2009 reichte die Versicherte der IV-Stelle den Fragebogen zur
Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt (IV-act. 17) ein. Am
17. September 2009 wurde eine Haushaltabklärung durchgeführt (IV-act. 23). Die
Versicherte klagte über Schmerzen am ganzen Körper, Atembeschwerden und
Schwindel. Schlafen könne sie auch nicht gut, da sie wegen der Schmerzen nachts
häufig erwache. Aufgrund der andauernden Schmerzen leide sie auch psychisch. Sie
habe oft "Geräusche im Kopf". Auf einer Skala von 0-10 stufte sie ihre Schmerzen bei 9
ein. Auf eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Verrichtungen wurde verzichtet, weil
die Versicherte lediglich schwere Einkaufstaschen nicht selber tragen könne. Die
zuständige Sachbearbeiterin gab zudem zu Protokoll, dass das Gespräch relativ
schwierig gewesen sei. Die Versicherte habe während des Gesprächs immer wieder
laut aufgestöhnt. Am 19. Oktober 2009 sandten die Versicherte und ihr Ehemann das
Protokoll über die Abklärung nicht unterschrieben zurück, da es Fehler beinhalte,
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welche zuerst korrigiert werden müssten. Die IV-Stelle führte hierzu an, dass diese
Anmerkungen nichts an der Beurteilung änderten. Mit einem Vorbescheid vom 19.
November 2009 (IV-act. 28) teilte die IV-Stelle mit, dass die Abweisung des
Rentengesuchs vorgesehen sei. Die Versicherte sei zu 50 % als Erwerbstätige und zu
50 % als Hausfrau zu qualifizieren. Nach den zur Verfügung stehenden Unterlagen
bestehe in körperlich leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten eine
volle Arbeitsfähigkeit. Auch bei der Verrichtung der Haushaltstätigkeit sei die
Versicherte nicht eingeschränkt. Der Invaliditätsgrad betrage daher 0 %. Dagegen
wandte die Versicherte mit Schreiben vom 15. Dezember 2009 (IV-act. 29) im
Wesentlichen ein, dass Dr. B._ die Erkrankung der Versicherten diagnostiziert habe.
Sie habe grosse Mühe, sich um den Haushalt zu kümmern. Zudem seien viele Fragen
bis heute nicht beantwortet worden. Mit Verfügung vom 5. Januar 2010 (IV-act. 30)
wies die IV-Stelle das Rentengesuch mit der im Vorbescheid enthaltenen Begründung
ab. Zusätzlich hielt sie fest, dass die Versicherte mit dem Einwand keine neuen
Tatsachen geltend gemacht habe.
A.d Gegen diese Verfügung richtete sich die von der Versicherten am 22. Januar 2010
erhobene Beschwerde (IV-act. 31). Sie warf der IV-Stelle wiederum vor, viele Fragen
noch nicht beantwortet zu haben. Später reichte sie zwei Berichte der Klinik D._
nach, die vom 12. Februar bzw. 2. März 2010 datierten (IV-act. 39). Dr. E._, Allg.
Medizin FMH, hatte eine Zerviko-Brachialgie beidseits mit Radikulopathie C7 rechts bei
Diskusprotrusionen C4/5, C5/6 und C6/7 diagnostiziert. Er hatte angegeben, er habe
der Versicherten vorgeschlagen, sich zur Beurteilung allfälliger operativer Massnahmen
auf der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vorzustellen. Die Versicherte habe
dies jedoch strikte abgelehnt. Dem Bericht von Dr. F._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie, war zu entnehmen, dass dieser der Versicherten aufgrund der klinischen und
bildgebenden Befunde eine Schmerztherapie vorgeschlagen hatte. Die Versicherte
hatte jedoch auch diese medizinische Massnahme abgelehnt, obwohl die Chancen für
eine Besserung gut gestanden hatten und die Risiken überschaubar gewesen waren. In
der Beschwerdeantwort vom 12. April 2010 (IV-act. 40) wies die IV-Stelle noch einmal
darauf hin, dass die Versicherte gemäss den medizinischen Akten sowohl bei der
Erledigung von Haushaltsarbeiten wie auch in einer leichten bis mittelschweren
wechselbelastenden Tätigkeit nicht eingeschränkt sei. Die angefochtene Verfügung sei
deshalb nicht zu beanstanden. In der Replik liess die Versicherte durch den inzwischen
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beigezogenen Rechtsvertreter beantragen, die Verfügung vom 5. Januar 2010 sei
aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. In
der Duplik (IV-act. 49) ergänzte die IV-Stelle, dass der Grund für die IV-Anmeldung
nicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern eine im Januar 2009
erfolgte Anrechnung eines hypothetischen Einkommens für die Versicherte bei der
Berechnung der Ergänzungsleistungen der Versicherten und ihres Ehemannes
gewesen sei.
B.
B.a Mit Entscheid vom 10. Januar 2012 (IV-act. 51) hob das hiesige Gericht die Ver
fügung vom 5. Januar 2010 auf und wies die Sache zur Durchführung weiterer Ab
klärungen und zur anschliessenden Neuverfügung an die IV-Stelle zurück. Das Gericht
rügte im Wesentlichen, dass die Haushaltabklärung nicht auf der Grundlage einer
medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung erfolgt sei. Darüber hinaus seien der
Fragebogen und die Haushaltabklärung kaum als verwertbar zu erachten, da zu
bezweifeln sei, dass die Beschwerdeführerin die gestellten Fragen überhaupt
verstanden habe. Die neuerliche Haushaltabklärung müsse in Anwesenheit eines
Dolmetschers durchgeführt werden und das Protokoll über die Abklärung in der Folge
einer medizinischen Fachperson zur Beurteilung vorgelegt werden.
B.b Die zweite Haushaltabklärung wurde am 26. April 2012 durchgeführt (IV-act. 62).
Anwesend waren die Versicherte, ihr Sohn und ein Dolmetscher. Die Versicherte gab
zusammengefasst an, seit Jahren unter Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen zu
leiden. Der Schmerz habe sich mit der Zeit auf den gesamten Körper ausgebreitet. Die
beiden Mittel- und Zeigefinger seien gefühllos. Sie habe Halswirbel-, Brust- und
Hüftschmerzen. Immer wieder verspüre sie stichartige Schmerzen im Nackenbereich.
Besonders nachts seien die Schmerzen sehr intensiv, weshalb sie nicht durchschlafen
könne. Sie fühle sich tagsüber rasch müde und erschöpft. Die Physiotherapie sei 2011
wegen Erfolglosigkeit abgebrochen worden. Die Versicherte gab an, dass sie bei voller
Gesundheit aus finanziellen Gründen einer Erwerbstätigkeit von 100 % nachgehen
würde. Die Familie beziehe seit 2009 Sozialhilfeleistungen, der Ehemann sei IV-
Rentner. Bezüglich der invaliditätsbedingten Einschränkungen gab die Versicherte an,
das Essen nur dann zuzubereiten, wenn es ihr Gesundheitszustand erlaube. Für das
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Kochen benötige sie wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung rund doppelt so viel
Zeit. Sie habe nur schon Mühe, eine PET-Flasche zu öffnen. Oft bereite sie einfache
Menüs zu. Auch für das Aufräumen und Abwaschen benötige sie überdurchschnittlich
viel Zeit. Die Wohnungspflege erledige sie schmerzbedingt etappenweise. Sie müsse
zwischendurch längere Ruhepausen einlegen. Einmal pro Woche nehme sie den Boden
auf. Sie kaufe jeweils morgens kleinere Waren ein. Häufig gehe sie auch nachmittags
noch einmal in die Läden. Die Einzahlungen erledige der Sohn, da sie nicht Deutsch
spreche. Den Hausarzt suche sie zu Fuss auf. Den Wäschetransport in den Keller
würden der Sohn oder der Ehemann erledigen. An besseren Tagen könne sie die
Wäsche selber aufhängen und abnehmen. Sie bügle nur noch selten. Das Stricken
habe sie wegen den Fingerbeschwerden gänzlich aufgeben müssen. Die Versicherte
bestätigte die gemachten Angaben am 11. Mai 2012 mit ihrer Unterschrift (IV-act. 62 S.
6). Die Auswertung der von der Versicherten angegebenen invaliditätsbedingten
Einschränkungen im Haushalt ergab einen Invaliditätsgrad von 56 %, der zuständige
Sachbearbeiter schätzte den Invaliditätsgrad im Haushalt aber lediglich auf 25 %. Er
gab zudem zu Protokoll, dass es schwierig sei zu beurteilen, wie hoch der
Leidensdruck der Versicherten tatsächlich sei. Während des rund einstündigen
Gesprächs sei sie nicht einmal vom Sofa aufgestanden. Äusserlich habe er ihr die
Schmerzen nicht angesehen (kein schmerzverzerrtes Gesicht, kein Seufzen, kein
Gähnen). Zudem halte er daran fest, dass die Versicherte ohne gesundheitliche
Beeinträchtigung lediglich zu 50 % erwerbstätig wäre.
B.c In der Folge forderte die IV-Stelle beim neuen Hausarzt der Versicherten, Dr.
G._, Allgemeine Medizin und Chirotherapie, einen Arztbericht an (IV-act. 63). Gemäss
Dr. G._ sei die Arbeitsfähigkeit der Versicherten wegen eines Bandscheibenvorfalls
und Gonarthrose beidseits, bestehend seit 2005, eingeschränkt. Ihr
Gesundheitszustand sei stationär, könne jedoch durch medizinische Massnahmen
verbessert werden. Objektiv stellte Dr. G._ einen Muskelhartspann der gesamten
Nacken- und Schultermuskulatur und eine eingeschränkte Beweglichkeit der HWS-
Muskulatur fest. Mit Bezug auf den Rentenanspruch führte er an, dass der Versicherten
nur eine unterhalbschichtige Tätigkeit mit zusätzlichen Pausen zumutbar sei. Ihre
Arbeitsfähigkeit könnte jedoch durch eine Operation verbessert werden, wobei die
Versicherte aber eine solche ablehne. Andere Tätigkeiten seien ihr nicht zumutbar. Die
Versicherte habe nur zwei Jahre lang die Grundschule besucht, habe keine Ausbildung
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abgeschlossen und sei immer nur Hausfrau und Mutter gewesen. Hierauf erklärte der
RAD in einer internen Anfrage (IV-act. 64), dass sich der Bericht von Dr. G._ für eine
versicherungsmedizinische Beurteilung und Festlegung der Arbeitsfähigkeit nicht eigne.
Aus den spärlichen Befunden gehe nicht hervor, weshalb die Versicherte operiert
werden sollte. Ebenso werde nicht begründet, weshalb sie in einer adaptierten
Erwerbstätigkeit überhaupt nicht arbeitsfähig sei. Scheinbar habe Dr. G._ bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auch das tiefe Bildungsniveau der Versicherten mit
einbezogen. Deshalb müsse eine bidisziplinäre Begutachtung durchgeführt werden (IV-
act. 64).
B.d Das rheumatologische Gutachten von Dr. H._, Innere Medizin FMH spez.
Rheumaerkrankungen, datiert vom 12. September 2012 (IV-act. 76). Die Gutachterin
stellte folgende rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Ein zervikales bis zervikospondylogenes Syndrom beidseits bei degenerativen
Veränderungen mit flacher links paramedianer Diskushernie C5/C6 mit leichter
Impression des Myelons ohne Myelon-Alteration und ohne radikuläre Kompression
sowie eine leichte Protusion C6/C7 ohne wesentliche Irritation der Nervenwurzel C7
rechts mit unkarthrotischer Einengung des linken Neuroforamens C6/C7 ohne
Neurokompression. Weiter stellte die Gutachterin ausgedehnte chronische Schmerzen,
einen latenten Diabetes mellitus, eine Hypercholesterinämie, eine arterielle Hypertonie
mit adäquater Therapie und einen Vitamin D-Mangel fest. Diese Diagnosen hätten aber
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die bildgebenden Befunde im HWS-
Bereich seien seit Februar 2010 im Wesentlichen unverändert und keinesfalls
gravierend. Die Röntgenuntersuchung der Knie (September 2012) habe beidseits
altersentsprechende Befunde ohne höhergradige Arthrosezeichen gezeigt. Der
Handeinsatz sei bei der Untersuchung beidseits normal gewesen. Dennoch habe die
Messung der maximalen Handkraft eine deutlich verminderte Handkraft beidseits
ergeben. Aus rheumatischer Sicht gebe es dafür keine Ursache. Hier habe wohl eine
Selbstlimitierung bestanden. Weiter bestehe definitionsgemäss keine Fibromyalgie, da
alle Kontrollpunkte pathologisch seien. Die Gutachterin kam daher zum Schluss, dass
die vorhandenen Befunde das Ausmass der Beschwerden nicht erklärten. Zudem wies
sie darauf hin, dass sich entgegen den Angaben der Versicherten keine Spuren des
Schmerzmittels Novalgin im Blut befunden hätten. Zur Arbeitsfähigkeit führte die
Gutachterin aus, dass aufgrund der eingeschränkten Funktion der HWS
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Überkopfarbeiten, Vibrationen, längeres Verharren in vornüber geneigter Haltung - ob
stehend oder sitzend - zu vermeiden seien. Ebenso sei eine unerwartete,
asymmetrische Lasteneinwirkung auszuschliessen. Die Versicherte könne Lasten bis zu
15 kg heben oder tragen (leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau). Aus
rheumatologischer Sicht sei die Versicherte in ihrer bisherigen Tätigkeit (Haushalt)
100 % arbeitsfähig (IV-act. 77 S. 7). Im Bereich Ernährung müsse sie für die dreiköpfige
Familie weder Lasten über 15 kg tragen noch Überkopfarbeiten verrichten. Die
Zubereitung der Nahrung könne sie uneingeschränkt ausüben. Auch bei der Position
Wäsche und Kleiderpflege könne die Gutachterin keine Einschränkungen erkennen. Die
Wäsche könne in Portionen unter 15 kg gewaschen und mithilfe des Tumblers
getrocknet werden (IV-act. 76 S. 34 ff.).
B.e Das psychiatrische Gutachten datiert vom 26. September 2012. Es wurde von
Dr. I._, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstellt (IV-act. 77). Die
Untersuchung erfolgte in Anwesenheit einer Übersetzerin und die testpsychologische
Abklärung wurde von einer Albanisch sprechenden Psychologin durchgeführt. Dr. I._
konnte bei der Versicherten keine psychiatrischen Diagnosen stellen. Aufgrund der
anamnestischen Angaben seien weder eine genetische Vulnerabilität noch
Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen festzustellen.
In ihrer frühen Kindheit habe die Versicherte keine gravierenden traumatischen
Ereignisse erlebt, weshalb nichts auf die Bildung einer Persönlichkeitsstörung hinweise.
Sie habe zwei Jahre lang die Grundschule besucht, 18-jährig geheiratet, eine eigene
Familie gegründet und die Verantwortung für die Erziehung der Kinder (15 Jahre in
Abwesenheit des Ehemannes) sowie den Haushalt übernommen. Eine
Intelligenzminderung könne deshalb ausgeschlossen werden. Die Versicherte sei im
Erwachsenenalter über Jahre hinweg den sozialen Anforderungen gewachsen
gewesen. Anhaltende Störungen der Impuls- oder Affektkontrolle seien weder
anamnestisch erhoben noch aktenmässig dokumentiert worden. Damit könnten auch
aufgrund der Anamnese psychische Probleme mit Krankheitswert ausgeschlossen
werden. Während der Exploration am 25. September 2012 habe sich die Versicherte in
psychopathologischer Hinsicht, abgesehen von einer leichten Gedankeneinengung auf
ihre Schmerzen, ganz unauffällig gezeigt. Deshalb könnten ihr auch gegenwärtig weder
eine psychiatrische Diagnose nach ICD-10 noch eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert werden. Insbesondere leide die
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Versicherte nicht an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Aus
psychiatrischer Sicht sei die Versicherte stets 100 % arbeitsfähig gewesen.
B.f Mit einem Vorbescheid vom 23. Oktober 2012 (V-act. 82) teilte die IV-Stelle der
Versicherten mit, dass die Abweisung des Rentengesuches vorgesehen sei, da aus
versicherungsmedizinischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.
Dagegen liess die Versicherte am 26. November 2012 Einwand erheben (IV-act. 83 S.
1). Zur Begründung legte ihr Rechtsvertreter zwei Berichte, beide von Dr. J._ und Dr.
K._, Orthopädische Chirurgie FMH, von der Klinik D._, bei (IV-act. 83 S. 2 ff.).
Gemäss dem Bericht vom 29. September 2012 bestand bei der Versicherten eine
Spinalkanalstenose bei Osteochondrose mit Diskushernie C4-C7 mit symmetrischen
Beschwerden im Ansatzbereich des M. gastrocnemius aufgrund einer leichten Spastik.
Dem Bericht vom 14. November 2012 ist zu entnehmen, dass eine Physiotherapie zu
einer leichten Besserung der Symptomatik geführt habe. Aufgrund der Beschwerden
und der knapp kompensierten Spinalkanalstenose bestehe aber weiterhin eine
deutliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da zügiges Gehen, das Heben von
Lasten oder entsprechende Bewegungen im Halswirbelsäulensegment nur
eingeschränkt durchführbar seien. Zusätzlich seien durch die Spastik bereits
Beschwerden im Unterschenkelsegment von muskulärer Seite zu verzeichnen.
Momentan betrage die Arbeitsfähigkeit der Versicherten 0 %. Die jetzige Therapie
diene vor allem dem Erhalt der Beweglichkeit und der noch vorhandenen
Selbständigkeit. Hierauf merkte der RAD auf eine interne Anfrage (IV-act. 84) an, es
falle auf, dass im Jahr 2011/2012 keine neurologische Untersuchung durchgeführt
worden sei. Eine fachkundige neurologische Diagnostik sei jedoch in der vorliegenden
Situation indiziert, insbesondere da von den behandelnden Chirurgen neu ein
spastisches Gangbild postuliert worden sei.
B.g In der Folge wurde Dr. L._, Fachärztin für Neurologie FMH, EEG, ENMG,
Neurosonographie, von der IV-Stelle beauftragt, ein neurologisches Gutachten zu
erstellen (IV-act. 87). Sie berichtete, zusammenfassend liege bei der Versicherten ein
chronisches Schmerzsyndrom mit Betonung im Nacken-, Schulter- und Kopfbereich
vor. Die Versicherte habe neben diversen anderen unspezifischen Symptomen auch
über nicht-radikuläre, belastungsabhängige Beinschmerzen geklagt. Die Gutachterin
sah weder in Bezug auf die Nacken- noch in Bezug auf die Beinschmerzen einen
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direkten Zusammenhang mit den radiologisch beschriebenen degenerativen
Veränderungen im Halswirbelsäulenbereich. Entsprechende radiologische Ver
änderungen würden mit zunehmendem Alter immer häufiger, oft ohne begleitende
Schmerzen oder sonstige Symptome. Insbesondere die radiologisch beschriebene
Enge im zervikalen Spinalkanal, notabene ohne Zeichen einer konsekutiven
Myelonschädigung, habe zu keinerlei neurologischen Symptomen geführt. Klinisch
hätten keine objektivierbaren pathologischen Befunde im Bereich der
Pyramidenbahnen oder der sensiblen Afferenzen festgestellt werden können. Das
orthopädischerseits beschriebene vorsichtige Gangbild habe zwar ebenfalls
beobachtet werden können, es basiere aber keinesfalls auf einer Spastik. Typische
Erstsymptome einer Spastik seien positive Babinski-Zeichen und die Unfähigkeit zu
rennen. Diese Befunde lägen bei der Versicherten nicht vor. Auch die Sensibilität sei
klinisch und elektrophysiologisch unbeeinträchtigt. Aus neurologischer Sicht lasse sich
somit keine organische Ursache als Erklärung für die von der Versicherten
vorgebrachten Beschwerden finden. Entsprechend konnte die Gutachterin auch aus
neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellen. Die
Versicherte sollte sämtliche Tätigkeiten, die nicht das Tragen schwerer Lasten
beinhalteten, problemlos und vollumfänglich ausführen können. Daher sei sie aus
neurologischer Sicht auch bei der Erledigung der Haushaltsarbeiten nicht
eingeschränkt. Die orthopädische Einschätzung von Dr. J._ und Dr. K._ vom
November 2012, die zu einem gänzlich anderen Schluss komme, basiere auf der
fälschlichen Annahme einer neurologischen Pathologie. Im entsprechenden Bericht
werde nicht einmal begründet, warum die Versicherte wegen ihrer Gehstörung im
Rahmen einer "knapp kompensierten Spinalkanalstenose" nicht einmal sitzende
Tätigkeiten solle ausführen können.
B.h Am 18. April 2013 erliess die IV-Stelle einen weiteren Vorbescheid (IV-act. 91) und
teilte mit, dass an der Abweisung des Rentengesuchs festgehalten werde. Sie
begründete die Abweisung damit, dass die vorgebrachten Beschwerden auch aus
neurologischer Sicht nicht erklärt werden könnten. Die Abklärungen hätten ergeben,
dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden 50 % erwerbstätig und 50 % im
Haushalt tätig wäre. Da bei der Versicherten für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe und die Versicherte auch bei der Verrichtung der
Haushaltsarbeiten nicht eingeschränkt sei, liege ein Invaliditätsgrad von 0 % vor. Die
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Versicherte erhob am 15. Mai 2013 einen Einwand gegen den Vorbescheid (IV-act. 92
S. 1). Sie gab im Wesentlichen an, krank zu sein, und bat darum, die Berichte der Klinik
D._ vom 29. September und 14. November 2012 sorgfältig zu analysieren (IV-act.
92). Mit Verfügung vom 31. Mai 2013 (act. G 1.1) wies die IV-Stelle das Rentengesuch
aus den im Vorbescheid angegebenen Gründen ab. Zum Einwand führte sie aus, dass
die Versicherte keine neuen medizinisch objektivierbaren wesentlichen Änderungen der
Befunde oder Symptome mitgeteilt habe, die nicht schon im Zeitpunkt des Erlasses
des Vorbescheids bekannt gewesen seien. Die eingereichten Berichte der Klinik D._
seien in der Gesamtbeurteilung berücksichtigt worden.
C.
C.a Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 25. Juni
2013 Beschwerde (act. G 1). Sie brachte erneut vor, seit Jahren krank zu sein. Die
Krankheit sei bestens argumentiert (gemeint wohl: dokumentiert). Sie nehme ver
schiedene Schmerzmittel ein und mache regelmässig Physio- und Wassertherapie.
Trotzdem verschlechtere sich ihr Gesundheitszustand. Sie habe sich zu allen Unter
suchungen bereit erklärt und dies mit viel Freude gemacht. In den kommenden Tagen
und Wochen würden neue Untersuchungen durch verschiedene Spezialisten
durchgeführt. Diese Berichte werde sie dem Gericht rasch zustellen. Weiter hielt die
Versicherte sinngemäss fest, dass ihr der Rechtsvertreter gesagt habe, er könne sie
erst wieder vertreten, wenn der Staat sich dazu bereit erklärt habe, die Kosten für das
Verfahren zu übernehmen.
C.b In der Beschwerdeantwort (act. G 5) beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: Be
schwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die Expertisen von Dr. H._ und
Dr. I._ erfüllten die von der Rechtsprechung aufgestellten formellen und materiellen
Voraussetzungen an ein lege artis abgefasstes beweiskräftiges Gutachten. Die
Experten begründeten ihr Ergebnis konkret bezogen auf den Zustand der
Beschwerdeführerin und stützten sich dabei auf eine Aktenzusammenfassung, eine
Anamneseerhebung, die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und die
objektiven Befunde in der Exploration. Die subjektive Überzeugung der
Beschwerdeführerin, schwer krank und arbeitsunfähig zu sein, habe in den
umfassenden gutachterlichen Abklärungen keine Bestätigung gefunden. Es seien
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lediglich harmlose pathologische Befunde im Bereich des Rückens objektiviert worden.
Die angefochtene Verfügung sei daher nicht zu beanstanden.
C.c Am 10. September 2013 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche
Rechtspflege bewilligt (act. G 6). In der Replik (act. G 8) wiederholte die
Beschwerdeführerin im Wesentlichen die in der Beschwerdeschrift gemachten
Ausführungen. Überdies führte sie an, dass sie trotz der regelmässigen Einnahme der
Medikamente weiterhin Schmerzen habe. In den kommenden Tagen würde eine
weitere Untersuchung durchgeführt werden. Die neuen Berichte werde sie dem Gericht
rasch zustellen.
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
1.
1.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder ver
bessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8
Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.2 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Bei nichterwerbstätigen Versicherten
im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG – so namentlich bei im Haushalt tätigen Personen – wird
hingegen für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass eine
Behinderung besteht, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2
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IVG). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen versicherten Personen gilt unter
anderem die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder (Art. 27 IVV).
Bei einer versicherten Person, die nur zum Teil erwerbstätig wäre, wird die Invalidität
diesbezüglich nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wäre die versicherte Person daneben in
einem Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der
Tätigkeit im anderen Aufgabenbereich festzustellen und der Invaliditätsgrad ist
entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG).
Diese Art der Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss als gemischte Methode be
zeichnet. Gemäss Art. 27 IVV ist nur der Einkommensvergleich anzustellen, wenn
anzunehmen ist, dass die versicherte Person im Zeitpunkt der Prüfung des
Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wäre. In
ständiger Rechtsprechung prüft das Bundesgericht die Frage, ob und gegebenenfalls
in welchem Ausmass eine versicherte Person auch ohne den Gesundheitsschaden im
Aufgabenbereich tätig wäre, anhand der hypothetischen Verhaltensweise der
versicherten Person. Nach Ansicht des Bundesgerichts ist dazu abzuklären, ob die
versicherte Person ohne den Gesundheitsschaden mit Rücksicht auf die gesamten
Umstände (persönlicher, familiärer, sozialer und erwerblicher Art) erwerbstätig oder im
Aufgabenbereich tätig wäre. Dabei sollen die finanzielle Notwendigkeit der Aufnahme
oder der Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit, allfällige Erziehungs- und
Betreuungsaufgaben, das Alter der versicherten Person, deren berufliche Fähigkeiten,
Neigungen und Begabungen massgebend sein. Abzustellen sei auf die hypothetischen
Verhältnisse in tatsächlicher Hinsicht, wie sie sich bis zum massgebenden Zeitpunkt
entwickelt haben würden (vgl. etwa BGE 125 V 150).
1.3 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, das heisst die Befunderhebung und
die gestützt darauf gestellte Diagnose, aber auch die Prognose und die Ätiologie, die
durch den festgestellten Gesundheitsschaden verursachte Arbeitsunfähigkeit sowie
das noch vorhandene funktionelle Leistungsvermögen oder das Vorhandensein und die
Verfügbarkeit von Ressourcen sind Tatfragen (BGE 132 V 398 E. 3.2), deren
Beantwortung entsprechendes Fachwissen voraussetzt. Im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) hat die IV-Stelle daher in aller Regel
ärztliche Sachverständige zur Beantwortung dieser Fragen beizuziehen (vgl. Art. 43
Abs. 2 ATSG und Art. 69 Abs. 2 IVV), so etwa jene des IV-internen regionalen Ärztlichen
bis
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Dienstes (RAD; vgl. Art. 49 Abs. 1 IVV) oder solche einer MEDAS. Aufgabe der IV-Stelle
und des Versicherungsgerichts ist es, diese Tatsachen rechtlich zu würdigen, das
heisst zu beurteilen, ob die ärztlichen Aussagen und Schätzungen die zuverlässige
Beurteilung des Leistungsanspruchs erlauben und, falls dies der Fall ist, den
Invaliditätsgrad zu bemessen (vgl. BGE 132 V 398 f. E 3.2 f.).
2.
2.1 Anlässlich der Haushaltsabklärungen hat die Beschwerdeführerin geltend
gemacht, an Schmerzen im ganzen Körper zu leiden. Sie leide unter Kopf-, Halswirbel-,
Brust-, Rücken-, Bauch- und Hüftbeschwerden. Sie verspüre stichartige Schmerzen im
Nackenbereich und der Mittel- und Zeigefinger seien gefühllos. Zudem leide sie unter
Schwindel und Atembeschwerden. In der Nacht seien die Schmerzen intensiver und sie
erwache wegen den Schmerzen nachts mehrmals. Sie leide auch psychisch unter den
andauernden Schmerzen: Sie habe oft "Geräusche im Kopf" (IV-act. 23 und 62). Bei
der rheumatologischen Untersuchung hat die Beschwerdeführerin über Kopfschmerzen
sowie Schmerzen im Nacken, in den Armen, beiden Beinen und im Lendenbereich
geklagt. In den Armen und Händen habe sie keine Kraft, sie könne nichts heben.
Morgens spüre sie oft ihre Hände nicht. Da die Schmerzen nachts schlimmer seien als
tagsüber, schlafe sie schlecht (IV-act. 76 S. 23).
2.2 In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere das rheumatologische Gutachten
von Dr. H._, das psychiatrische Gutachten von Dr. I._, das neurologische Gut
achten von Dr. L._, die Arztberichte von Dr. B._, Dr. E._, Dr. G._, Dr. J._ und
Dr. K._ sowie zwei ältere Berichte des Kantonsspitals C._ im Recht. Die Berichte
des Kantonsspitals C._ datieren von 1998 und erscheinen auch im Zusammenhang
mit den weiteren ärztlichen Berichten für die Beurteilung des heutigen
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin als nicht relevant. Nachfolgend ist als
Erstes zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin gesundheitliche Beeinträchtigungen
vorliegen, die eine volle oder teilweise Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben.
2.3 Dr. I._ konnte bei der Beschwerdeführerin keine psychiatrische Erkrankung
feststellen (IV-act. 77). Sein Gutachten beruht auf dem Untersuchungsbefund
anlässlich der Exploration, einer testpsychologischen Untersuchung, den für die
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psychiatrische Begutachtung relevanten Befunden aus den Vorakten und dem
Gutachten von Dr. H._. Da das psychiatrische Gutachten auch inhaltlich überzeugt,
ist darauf abzustellen. Im Übrigen sind auch den anderen ärztlichen Berichten keine
Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung zu entnehmen. Es kann mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass die
Beschwerdeführerin an einer psychiatrischen Erkrankung leidet.
2.4 Dr. B._ hat bei der Beschwerdeführerin ein Fibromyalgiesyndrom diagnostiziert
(IV-act. 13 S. 1 f.). Dr. H._ hat diese Diagnose jedoch widerlegt. Sie hat im Gutachten
erläutert, dass in der Dolorimetrie sämtliche Tender Points, aber auch alle
Kontrollpunkte pathologisch gewesen seien. Eine Fibromyalgie liege definitionsgemäss
jedoch nicht vor, wenn die Mehrheit der Kontrollpunkte pathologisch sei (IV-act. 76
S. 33). Bei der Fybromyalgie handelt es sich um eine rheumatische Erkrankung.
Dr. H._ hat sich im Bereich der rheumatischen Erkrankungen spezialisiert und verfügt
somit - im Gegensatz zu Dr. B._ (Innere Medizin FMH) - über vertieftes Fachwissen
bezüglich derartiger Erkrankungen. Zudem hat Dr. H._ nachvollziehbar aufgezeigt,
aus welchen Gründen keine Fybromyalgie diagnostiziert werden kann, während Dr.
B._ seine Diagnose nicht weiter erläutert hat. Es ist daher mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nicht an
Fybromyalgie leidet.
2.5 Dr. J._ und Dr. K._ hielten in ihren Berichten vom 29. September und
14. November 2012 fest, dass die Beschwerdeführerin unter einer leichten bzw. be
ginnenden Spastik leide (IV-act. 83 S. 2 ff.). Wegen des veränderten Gangbildes seien
die Kniegelenkbeschwerden als sekundär durch eine beginnende Spastik zu werten.
Aufgrund der Berichte von Dr. J._ und Dr. K._ hat die Beschwerdegegnerin ein
weiteres Gutachten in Auftrag gegeben (vgl. IV-act. 84). Dem neurologischen
Gutachten ist zwar zu entnehmen, dass Dr. L._ das vorsichtige Gangbild ebenfalls
beobachtet hat. Sie hat jedoch festgehalten, dass das vorsichtige Gangbild keinesfalls
auf einer Spastik beruhe. Typische Erstsymptome einer Spastik seien positive
Babinski-Zeichen und die Unfähigkeit zu rennen. Diese Befunde lägen bei der
Beschwerdeführerin nicht vor (IV-act. 87). Das Krankheitssymptom Spastik ist der
Neurologie zuzuordnen und gehört somit zum Fachgebiet von Dr. L._ und nicht zu
jenem von Dr. J._ und Dr. K._ (orthopädische Chirurgie). Zudem hat die
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Gutachterin nachvollziehbar dargelegt, weshalb das Vorliegen einer Spastik im
vorliegenden Fall ausgeschlossen werden kann. Es ist deshalb erwiesen, dass bei der
Beschwerdeführerin keine Spastik vorliegt. Bestätigt hat die Gutachterin dagegen die
von Dr. J._ und Dr. K._ diagnostizierte zervikale Spinalkanalstenose. Sie hat jedoch
darauf hingewiesen, dass die radiologisch beschriebene Enge im zervikalen
Spinalkanal, notabene ohne Zeichen einer konsekutiven Myelonschädigung, zu
keinerlei neurologischen Symptomen geführt habe (IV-act. 87 S. 7). Die zervikale
Spinalkanalstenose kann daher nicht ursächlich sein für die von der
Beschwerdeführerin geltend gemachten Schmerzen.
2.6 Dr. G._ stellte bei der Beschwerdeführerin eine seit 2005 bestehende
Gonarthrose beidseits fest (IV-act. 63 S. 1). Dr. H._ verneinte jedoch das Vorliegen
dieser Diagnose: Die Röntgenuntersuchung der Knie (09/2012) hätten beidseits
altersentsprechende Befunde ohne höhergradige Arthrosezeichen gezeigt (IV-act. 76
S. 33). Die von Dr. H._ für ihr Gutachten in Auftrag gegebene Röntgenuntersuchung
wurde von Dr. M._, FMH Radiologie, durchgeführt und beurteilt (IV-act. 72 S. 42). Die
Diagnose Gonarthrose ist somit von zwei Fachspezialisten widerlegt worden. Im
Übrigen ist dem Bericht von Dr. G._ nicht zu entnehmen, gestützt auf welche
Untersuchungen er die Gonarthrose diagnostiziert hat. Aufgrund der Befunde der
Röntgenuntersuchung kann somit das Vorliegen von Arthrose in den Knien der
Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
2.7 Dr. H._ diagnostizierte bei der Beschwerdeführerin ein zervikales bis zervi
kospondylogenes Syndrom beidseits bei degenerativen Veränderungen mit flacher
links paramedianer Diskushernie C5/C6 mit leichter Impression des Myelons ohne
Myelon-Alteration und ohne radikuläre Kompression sowie eine leichte Protusion C6/
C7 ohne wesentliche Irritation der Nervenwurzel C7 rechts mit unkarthrotischer
Einengung des linken Neuroforamens C6/C7 ohne Neurokompression. Diese Diagnose
scheint mehrheitlich mit den bisherigen Diagnosen von Dr. B._
(Zervikozephalsyndrom), Dr. E._ (zerviko-Brachialgie beidseits mit Radiokulopathie
C7 rechts bei Diskusprotusion C4/5, C5/6 und C6/7), Dr. G._ (Bandscheibenvorfall
HWS) und Dr. J._ und Dr. K._ (Osteochondrose mit Diskushernie C4-7)
übereinzustimmen. Dr. H._ hat sich bei ihrer Diagnose auf den Befund von Dr. N._,
FMH Radiologie, welcher bei der Beschwerdeführerin am 22. August 2012 ein MRT der
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HWS durchgeführt hatte, gestützt (IV-act. 76 S. 43). Die im rheumatologischen
Gutachten festgehaltene Diagnose beruht somit wiederum auf den Befunden und
Beurteilungen von zwei Fachspezialisten. Es ist daher auf diese Diagnose abzustellen.
Im Gegensatz zu Dr. B._, Dr. E._, Dr. G._ sowie Dr. J._ und Dr. K._ hat die
Gutachterin die Befunde zudem auch interpretiert: Sie hat festgehalten, dass die
bildgebenden Befunde im HWS-Bereich seit Februar 2010 im Wesentlichen
unverändert und keinesfalls gravierend seien. Alle Wirbelsäulenabschnitte und alle
Gelenke seien normal beweglich (IV-act. 76 S. 33).
2.8 Schliesslich haben Dr. L._ und Dr. H._ bei der Beschwerdeführerin noch
chronische Schmerzen diagnostiziert (IV-act. 76 S. 32; IV-act. 87 S. 6). Weder aus
neurologischer noch aus rheumatologischer Sicht hat sich jedoch eine organische Ur
sache für diese Schmerzen finden lassen (IV-act. 87 S. 4; IV-act. 76 S. 33). Auch das
Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung ist im psychiatrischen Gutachten mit
interdisziplinärer Zusammenfassung ausgeschlossen worden (IV-act. 77 S. 8). Da eine
organische Ursache der chronischen Schmerzen medizinisch nicht hat nachgewiesen
werden können, sind diese bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zu
berücksichtigen.
2.9 Die medizinischen Abklärungen haben somit ergeben, dass einzig das beidseitige
zervikale bis zervikospondylogene Syndrom geeignet ist, die Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin zu beschränken. Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob, und wenn ja,
in welchem Grad die Beschwerdeführerin gestützt auf diese Diagnose in ihrem
Aufgabenbereich (Haushalt) eingeschränkt ist. Zudem wird festzustellen sein, ob die
Beschwerdeführerin aufgrund der Diagnose in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist.
3.
3.1 Bezüglich der Arbeitsfähigkeit gehen die Einschätzungen der Ärzte weit aus
einander. Dr. B._ hat festgehalten, dass die Rücken- und Kopfschmerzen die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Zusätzlich sei es aufgrund der mangelnden
Deutschkenntnisse und des Analphabetismus unrealistisch, dass die
Beschwerdeführerin einer Erwerbstätigkeit nachgehen könne (IV-act. 13). Die Angaben
von Dr. B._ zur Arbeitsfähigkeit sind sehr unpräzis. Zum einen hat er keine Angaben
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dazu gemacht, inwieweit die Beschwerdeführerin in ihrem Aufgabenbereich, dem
Haushalt, aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch tätig sein kann.
Zum anderen hat er bei der Einschätzung der Erwerbsfähigkeit die mangelnden
Deutschkenntnisse und den Analphabetismus mitberücksichtigt. Bei der Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit dürfen jedoch nur die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, welche
die Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten,
bedingen, berücksichtigt werden (Art. 6 ATSG). Hinzu kommt, dass die von Dr. B._
diagnostizierte Fibromyalgie von Dr. H._ widerlegt wurde. Die
Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. B._ ist vorliegend daher ausser Acht zu lassen.
3.2 Dr. G._ hat bezüglich der Arbeitsfähigkeit festgehalten, dass die Beschwer
deführerin nur einer unterhalbschichtigen Tätigkeit mit zusätzlichen Pausen nachgehen
könne. Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich könne durch eine Operation
verbessert werden. Andere Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin nicht zumutbar.
Und selbst wenn eine stabilisierende Operation durchgeführt werden sollte, sei mit
einem Rückfall zu rechnen. Dr. G._ hat zudem noch angeführt, dass die
Beschwerdeführerin nur zwei Jahre lang zur Schule gegangen sei und keine
Ausbildung abgeschlossen habe. Sie sei nie erwerbstätig, sondern immer nur Hausfrau
und Mutter gewesen (IV-act. 63). Auch der Bericht von Dr. G._ ist in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeitseinschätzung zu unpräzis: Im Bericht ist nicht aufgezeigt worden,
weshalb die Beschwerdeführerin lediglich noch eine unterhalbschichtige Tätigkeit soll
ausführen können. Auch ist nicht nachzuvollziehen, weshalb die Beschwerdeführerin
keiner anderen Tätigkeit (z.B. sitzende Tätigkeit) soll nachgehen können. Daraus ist zu
schliessen, dass Dr. G._ - wie Dr. B._ - nicht nur die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, sondern auch das Bildungsniveau und die (nicht vorhandene)
Berufserfahrung der Beschwerdeführerin in die Arbeitsfähigkeitseinschätzung
miteinbezogen hat. Er erwähnt dies denn auch explizit in seinem Bericht. Hinzu kommt,
dass die von Dr. G._ gestellte Diagnose der Gonarthrose von Dr. H._ widerlegt
worden ist. Somit ist auch der Bericht von Dr. G._ bei der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen.
3.3 Dr. J._ und Dr. K._ äusserten sich im Bericht vom 14. November 2012
dahingehend, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin derzeit 0 % betrage.
Es bestehe eine deutliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da zügiges Gehen, das
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Heben von Lasten oder entsprechende Bewegungen im Halswirbelsäulensegment nur
eingeschränkt durchführbar seien. Zusätzlich seien durch die Spastik bereits
Beschwerden im Unterschenkelsegment von muskulärer Seite zu verzeichnen. Die
jetzige Therapie diene vor allem zum Erhalt der Beweglichkeit und der noch
vorhandenen Selbständigkeit (IV-act. 83 S. 2). Wie oben erläutert, wurde von Dr. L._
widerlegt, dass die Beschwerdeführerin unter einer Spastik leidet. Aus dem Bericht von
Dr. J._ und Dr. K._ geht zudem nicht hervor, in welcher Tätigkeit die
Beschwerdeführerin zu 0 % arbeitsfähig sein soll. Auch ist unklar, wie stark sie in den
Bewegungen im Halswirbelsegment und dem Heben von Lasten eingeschränkt sein
soll. Somit sind auch die Angaben von Dr. J._ und Dr. K._ für die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht geeignet und deshalb vorliegend nicht zu berücksichtigen.
3.4 Dr. H._ hat sich bei ihrer Arbeitsfähigkeitseinschätzung auf die Standards der
Swiss Insurance Medicine (Interessengemeinschaft Versicherungsmedizin Schweiz)
gestützt. Gestützt auf diese Standards seien bei der Beschwerdeführerin Überkopf
arbeiten, Vibrationen, das längere Verharren in vornüber geneigter Haltung - ob
stehend oder sitzend - und unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen zu
vermeiden. Die Beschwerdeführerin könne Lasten bis zu 15 kg heben oder tragen
(leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau). Tätigkeiten, die diesem Profil
entsprächen, könne sie zu 100 % ausüben. Die Gutachterin hat weiter ausgeführt, dass
eine Einschränkung bei den Haushalttätigkeiten von 25 % aus rheumatologischer Sicht
nicht nachvollziehbar sei. Im Bereich Ernährung müsse die Beschwerdeführerin für die
dreiköpfige Familie weder Lasten über 15 kg noch Überkopfarbeiten verrichten. Auch
bei der Nahrungszubereitung sei die Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt.
Schliesslich hat die Gutachterin auch im Bereich der Wäschebesorgung und der
Kleiderpflege keine Einschränkungen erkennen können: Die Beschwerdeführerin könne
die Wäsche in Portionen unter 15 kg waschen und mithilfe des Tumblers trocknen (IV-
act. 76 S. 34 ff.). Im psychiatrischen Gutachten mit interdisziplinärer Zusammenfassung
(psychiatrisch und rheumatologisch) ist schliesslich festgehalten worden, dass die
Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 77 S. 7).
Dr. H._ hat die Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen auf die
Arbeitsfähigkeit detailliert und nachvollziehbar dargelegt. Es ist daher mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass die
Beschwerdeführerin in ihrem bisherigen Aufgabenbereich zu 100 % arbeitsfähig ist und
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auch jede Erwerbstätigkeit ausüben kann, bei welcher sie keine Lasten über 15 kg
heben oder tragen muss (leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau). Zudem sind
Tätigkeiten, die Überkopfarbeiten, Vibrationen, längeres Verharren in vorüber geneigter
Haltung und unerwartete asymmetrische Lasteinwirkung beinhalten, zu vermeiden.
3.5 Die Beschwerdegegnerin ist bei der Invaliditätsbemessung davon ausgegangen,
dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 50 % einer Erwerbstätig
keit nachgehen würde und 50 % im Haushalt tätig wäre (act. G 1.1). Aufgrund der
schlechten finanziellen Verhältnisse der Familie (Sozialhilfeabhängigkeit) wäre die Be
schwerdeführerin auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit angewiesen gewesen. Es ist
jedoch auch zu berücksichtigen, dass die 19_ geborene Beschwerdeführerin An
alphabetin ist, kein Deutsch spricht und versteht, nur zwei Jahre lang die Grundschule
besucht hat und nie einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Auch war sie in der Ehe
stets für die Erledigung der Haushaltstätigkeiten zuständig. Hinzu kommt, dass ihr
Ehemann IV-Rentner ist und es somit nicht plausibel erscheint, dass er die Verrichtung
der Haushaltstätigkeiten übernommen hätte, wenn die Beschwerdeführerin nicht unter
gesundheitlichen Beeinträchtigungen gelitten hätte und einer Erwerbstätigkeit
nachgegangen wäre. Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin erscheint daher
realistisch. Es ist somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden 50 % erwerbstätig und 50 % im
Haushalt tätig gewesen wäre. Der Invaliditätsgrad ist vorliegend somit entsprechend
der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode; Art. 28a Abs.
3 IVG). Wie oben erläutert, ist die Beschwerdeführerin mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit in der Haushaltstätigkeit nicht eingeschränkt. Der Invaliditätsgrad
im Aufgabenbereich beträgt somit 0 %. Bei der Erwerbstätigkeit ist die
Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lediglich durch die
eingeschränkte Funktion der Halswirbelsäule limitiert. Diese Einschränkung wirkt sich
jedoch, wie oben umschrieben, nur minim auf ihre Arbeitsfähigkeit aus. Die
Beschwerdeführerin ist somit in der Lage, trotz der körperlichen Beeinträchtigung
dasselbe Einkommen zu erzielen, wie wenn sie keine körperlichen Beeinträchtigungen
hätte. Der Invaliditätsgrad beträgt also auch im Bereich der Erwerbstätigkeit 0 %. Da
keine Invalidität vorliegt, hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente.
4.
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4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der
unterliegenden Beschwerdeführerin ist die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G 6) ist sie
von der Bezahlung zu befreien. Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es in der Zu
kunft einmal gestatten sollten, wird sie jedoch zur Nachzahlung der Gerichtsgebühr
verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1] i.V.m. Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP