Decision ID: d8e2dbe3-f288-4a11-a93c-3b93a09bafe9
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1988, meldete sich am 3. August 2004 unter Hinweis auf Beschwerden im Zusammenhang mit einem
pilozystischen
Astro
zytom
bei der Invalidenversicheru
ng zum Leistungsbezug an (Urk. 8
/
1
). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
erteilte der Versicherten Kostengut
sprachen für Hilfsmittel sowie medizinische und berufliche Mass
nahmen und
sprach ihr mit Verfügung vom 5. November 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Re
nte ab 1. August 2006 zu (Urk. 8
/25
4; Urk. 8/240
Verfü
gungsteil 2).
1.2
Mit Verfügung vom 9. April 2009 sprach ihr die IV-Stelle mit Wirkung ab 1. Februar 2009 eine Hilflosenentschäd
igung
wegen Hilflosigkeit
leichten Grades zu (Urk. 8
/27
5; Urk. 8
/274 Verfügungsteil 2).
1.3
Nachdem die Versicherte per 31. Juli 2013
im Rahmen einer erstmaligen beruf
li
chen Ausbildung mit Taggeldbezug
(
Urk. 8
/331-332,
Urk. 8
/354-355,
Urk. 8
/359,
Urk. 8
/402) eine
KV-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte
(Urk.
8
/356,
Urk. 8
/391)
, danach jedoch nur teilweise arbeitsfähig war, sprach ihr die IV-Stelle mit Verfügung
en
vom 21. Februar 2014 vom 1. August bis 31. Oktober 2013 sowie ab
1.
Februar 2014 e
ine
Dreiviertelsrente
(Invaliditäts
grad 63 %)
zu (
Urk.
8/460 sowie
Urk.
8
/46
5; Verfügungsteil 2 Urk. 8
/45
5
).
1.4
Die im März 2014 eingeleitete Revision des Anspruchs auf Hilflosen
entschädi
gung (Urk.
8
/471) ergab einen unveränderten Anspruch auf eine Hilf
losenen
t
schädigung
für eine leichte Hilflosigkeit
(Mitteilung vom
27. Mai 2014
, Urk.
8
/473).
1.5
Am 14. März 2016 erfolgte erneut eine Abklärung betreffend Hilflosen
entschädi
gung bei der Versicherten zu Hause. Au
s dem Abklärungsbericht vom 28.
April 2016 geht hervor, dass die Voraussetzungen für eine lebenspraktische Begleitung
nicht mehr erfüllt seien (Urk. 8/502
).
Mit Verfügung vom 18. Juli 2016
hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Hilflosenentsch
ädigung auf (Urk. 8/511
).
Die dagegen erhobene Beschwerde (vgl. Urk. 8/516/
3-10
) wurde mit Urteil vom 18. September 2017 im Prozess IV.2016.01017 abgewiesen (Urk. 8/536).
1.6
Nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Oktober 2017 einen Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen mangels Eingliederungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt verneint hatte (Urk. 8/535), holte sie i
m Rahmen des im November 2018 eingeleiteten Revisionsverfahrens
betreffend Invalidenrente (vgl. Urk. 8/541-543)
ein polydisziplinäres Gutachten bei der
Medas
Y._
ein, welches am 22. Mai 2020 erstattet wurde (interdisziplinäre Gesamtbeurteilung,
Urk. 8/599/1-12; vgl. auch diverse Teilgutachten Urk. 8/599/13-131
).
Zwischenzeitlich
hatte
sich die Versicherte im April 2019
erneut
zum Bezug einer Hilflosenentschädigung an
gemeldet
(Urk. 8/550), weshalb am 3. August 2020 eine Abklärung bei ihr zu Hause erfolgte (Bericht vom 4. August 2020, Urk. 8/609). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/610; Urk. 8/615
) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. September 2020 das Gesuch um
Aus
richtung
einer
Hilflosenentschädigung ab (Urk. 8/619 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 21
.
Oktober 2020
Beschw
erde gegen die Verfügung vom 22. September 2020
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
, eventuell nach ergänzenden Abklärungen, eine Hilflosenentschädigung zuzu
sprechen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 26
.
November 2020 (Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
.
Dezember 2020
zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9
).
3.
D
er mit Beschwerde vom 28. April 2021
gegen die Verfügung vom 16. März 2021, mit welcher die Beschwerdegegnerin den bisherigen Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf eine
Dreiviertelsrente
bestätigt
hatt
e,
angehobene Pro
zess am hiesigen Gericht (IV.2021.00268)
wurde
mit heutigem Urteil abgeschlos
sen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde
eine Hilflosenentschädigung
wegen
fehlender Hilflosigkeit
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen gemäss Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad
der Hilflosigkeit
der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblich
en Weise geändert hat.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung
der Hilflosigkeit
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass
die Hilflosigkeit
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nun
mehr eine anspruchsbegründende
Hilflosigkeit
zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (
Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.2
Die Revision einer Hilflosenentschädigung richtet sich nach Art. 17 Abs
. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 35 Abs.
2 IVV; das gesamte Rentenrevisionsrecht ist sinn
gemäss anwendbar (BGE 137 V 424 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteile des Bundes
ge
richts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2 und 8C_30/2010 vom 8. April 2010 E. 2.2 mit Hinweis; Meyer/Reichmuth,
Bundesgesetz
über die Invaliden
ver
sicherung, 3.
Auflage 2014,
R
n
139 zu Art. 30–31).
Nach Art. 17 Abs. 2 ATSG wird jede formell rechtskräftig zugesprochene Dauer
leistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder auf
ge
hoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheb
lich verändert hat. Gemäss Art. 35 Abs.
2 Satz 1 IVV finden die Art. 87–88
bis
IVV Anwendung, wenn sich in der Folge – nach Entstehung des
Hilflosen
entschädi
gungsanspruchs
(Art. 35 Abs. 1 IVV; BGE 125 V 256 E. 3b) – der Grad der Hilflo
sigkeit in erheblicher Weise ändert.
Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Hilflosenentschädigung ge
stützt auf Art. 17 Abs. 2 ATSG setzt folglich einen Revisionsgrund voraus. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilf
losigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prü
fung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfü
gung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechts
konformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2 und E. 3.3).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosen
ent
schädigung in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht umfassend («
allseitig
»
) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1).
1.3
Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungs
an
spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen
(vgl. auch
Rz
8131 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der IV, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015).
Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgen
den Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhält
nisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergeben
den Beeinträchtigungen und
Hilfsbedürftigkeiten
hat. Bei Unklarheiten über phy
sische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf all
tägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fach
personen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebens
verrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigen
den Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehl
einschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach
lich kompetente Abklärungsper
son näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (
BGE
133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.1 f.
). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Ve
rfügung
davon aus,
die Beschwerdeführerin sei gemäss der Abklärung vor Ort in keinem Bereich auf regelmässige und erhebliche Dritthilfe angewiesen.
Bei der lebenspraktischen Begleitung liege der anrechenbare Zeitaufwand unter den geforderten zwei Stun
den pro Woche. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, Termine selber zu ver
einbaren und wahrzunehmen. Sie fahre regelmässig mit den öffentlichen Ver
kehrsmitteln und dem Fahrrad. Soziale Kontakte pflege sie regelmässig.
Die Ein
schränkungen bei den administrativen Aufgaben seien berücksichtigt und nach
Erfahrungswerten angerechnet worden, würden jedoch die Anforderungen der lebenspraktischen Begleitung nicht erfüllen (Urk. 2 S. 2 oben).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), der aktuelle Abklärungsbericht sei ohne Befragung
ihrer Eltern
und Berück
sich
tigung der Angaben der hilfeleistenden Personen erfolgt, weshalb dieser keine zuverlässige Entscheidungsgrundlage darstelle (S. 3 f. Ziff. 5). Ihre Eltern würden sie täglich durchschnittlich mindesten
s
eine halbe Stunde sowohl bei administra
tiven Angelegenheiten wie auch im Hinblick auf praktisch sämtliche alltägliche
n
Verrichtungen unterstützen (S. 5 f.). Im Vergleich zur 2016 durch
geführten Abklärung liege nun eine erhebliche Veränderung mit höherem Auf
wand für die lebenspraktische Begleitung vor (S. 6 Ziff. 7).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das erneute Gesuch um Ausrichtung einer Hilflosenentschä
digung zu Recht abgewiesen hat
. Zu ver
glei
chen
(vgl. E. 1.2)
sind vorliegend die Umstände im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) mit jenen anlässlich der leistungseinstellenden Verfügung vom 18. Juli 2016, als die Beschwerdegegnerin die bis dahin aus
gerichtete
E
nt
schädigung
für eine leichte Hilflosigkeit
aufgehoben hatte (vgl. Urk. 8/511).
Der medizinische Gesundheitszustand blieb in den vergangenen Jahren im Wesentli
chen konstant und hat keine
(im Hinblick auf den Anspruch auf Hilflosenent
schädigung)
relevante Veränderung erfahren, was auch mit
heutigem
Urteil im Prozess IV.2021.00268
betreffend
Invalidenr
ente
festgehalten wurde
.
3.
3.1
Im Urteil vom 18. September 2017, worin die Aufhebung des bisherigen An
spruchs auf
eine
Hilflosenentschädigung
wegen leichter Hilflosigkeit
bestätigt wurde, wurde
zu
m
Abklärungsbericht vom 28. April 2016 Folgendes ausgeführt
(Erwägung 3.3, Urk. 8/536/10-11):
«Die Beschwerdeführerin berichte, dass es ihr ganz allgemein gut gehe, sie jedoch mit Müdigkeit zu kämpfen habe. Sie fühle sich am Morgen nie ausgeschlafen und sei schlapp. Deshalb habe sie letztes Jahr eine Auszeit gehabt und sei für 7 1⁄2 Wochen in Ecuador gewesen. Sie habe dort eine Schule besucht um Spanisch zu lernen. Sie fühle sich nun fitter und beherrsche die spanische Sprache (S. 1 unten). Sie habe das Arbeits
pensum von 80
%
auf 60
%
reduziert. Den Arbeitsweg nach
Z._
lege sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Sie wohne nach wie vor bei ihren Eltern zu Hause, sie möchte jedoch gerne ausziehen und mit einer Kollegin in eine Wohngemein
schaft ziehen. Der Vater der Beschwerdeführerin fügte an, er habe den
Eindruck, dass seine Tochter einen eigenen Haushalt meistern könnte. Sie müsste sich jedoch aufgrund der Vergesslichkeit viele Dinge aufschreiben (S. 2 oben).
Zur Frage, ob die Beschwerdeführerin auf lebenspraktische Begleitung angewiesen sei, wurde im Abklärungsbericht Folgendes notiert: Bei den Haushaltsarbeiten könne sie mithelfen, wenn die Beschwerdeführerin möchte. Den Alltag organisiere und meistere sie selbständig. Die regelmässigen Termine, welche oft zur selben Zeit stattfinden wür
den, nehme sie zuverlässig wahr. Die administrativen Tätigkeiten würden alle zwei Wochen mit dem Vater besprochen und erledigt. Sie bespreche mit ihm Sozialversiche
rungsangelegenheiten sowie die Steuern. Nach der Besprechung führe die Beschwer
deführerin die Tätigkeiten selbständig aus. Aktuell habe man auch noch die Termine für die neuropsychologische Abklärung gemeinsam besprochen.
Ansonsten sei sie in ihrem Alltag selbständig und organisiere ihre Kontakte und Termine ohne Dritthilfe. Ebenso verwalte sie ihren Lohn selbst. Die Krankenkassenrechnung begleiche sie selbständig per Online-Banking (S. 3 Mitte).
Die Abklärungsperson führte Folgendes aus: Die Beschwerdeführerin sei im Herbst 2015 zum zweiten Mal für mehrere Wochen für einen Sprachaufenthalt im Ausland gewesen. Um die Sprache nicht zu verlernen, treffe sie sich regelmässig in einem Café, um sich in der Fremdsprache mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Somit gehe klar hervor, dass die Beschwerdeführerin ihre Beschäftigungen und Hobbies selbständig organisiere und Kontakte pflege. Ihr sei es gelungen, sich in einer neuen Umgebung (Ecuador) selb
ständig zu organisieren. Sie sei während dieser Zeit auf sich alleine gestellt gewesen.
Während dem anderthalbstündigen Abklärungsgespräch habe die Beschwerdeführerin selbständig Auskunft gegeben. Der Vater habe die Angaben teilweise präzisiert. Die Ab
klärungen hätten ganz klar ergeben, dass sie bei den administrativen Tätigkeiten alle zwei Wochen oder zusätzlich bei Bedarf von ihrem Vater unterstützt werde. Für die Administration von einer Person, bei welcher die Sozialversicherungen seit einigen Jah
ren involviert seien, werde sicherlich pro Monat nicht mehr als eine Stunde benötigt. Somit sei die Dauer und Intensität an Begleitung von mindestens zwei Stunden pro Woche nicht mehr ausgewiesen und begründe keinen Anspruch mehr auf eine lebens
praktische Begleitung (S. 3 f.).
Da die Voraussetzungen für eine lebenspraktische Begleitung nicht mehr erfüllt seien, in den alltäglichen Lebensverrichtungen absolute Selbständigkeit bestehe und medizi
nische Pflege oder Überwachung nicht notwendig sei, gelte es nun, die Hilf
losenent
schädigung einzustellen (S. 4 unten).»
Das Gericht kam in Erwägung 4.3
gestützt auf den Abklärungsbericht vom 28. April 2016
zu folgendem Schluss
(
Urk. 8/536/13)
:
«
Im Vergleich zur Situation anlässlich der ersten und zweiten Haushaltsabklärung ist die benötige Hilfestellung in deutlich geringerem Umfang notwendig, da die Beschwer
deführerin weitgehend selbständig ist und aktuell vorwiegend nur noch alle zwei Wochen eine Besprechung mit dem Vater stattfindet, um die administrativen Belange zu besprechen. Sodann plant die Beschwerdeführerin den Auszug von zu Hause und auch seitens der Eltern wird betont, dass die Beschwerdeführerin einen eigenen Haus
halt meistern könne, was ein weiterer Hinweis ist für die weniger benötigte Hilfe
stel
lung durch die Eltern. Dass sie sich möglicherweise vermehrt Dinge aufschreib
en muss, damit sie nicht in Ver
gessenheit geraten, liegt im Rahmen ihrer Schaden
minderungs
pflicht im Bereich des Zumutbaren. Sodann konnte die Beschwerdeführerin seit der Zusprache der Hilflosenentschädigung zwei Mal einen mehrwöchigen Ausland
aufent
halt alleine bewerkstelligen. Selbst wenn sie während dieser Zeit in regel
mässigem Kon
takt mit ihren Eltern stand, zeigen diese Auslandaufenthalte, dass sich die Beschwer
deführerin im Alltag deutlich besser
und mit erheblich weniger Dritt
hilfe zurechtfinden kann als noch im Zei
tpunkt der Zusprache der Hilflo
senentschädigung.
»
3.2
3.2.1
Im aktuellen
Abklärungsbericht
vom 4. August 2020
(Urk. 8/609)
wurde von der Abklärungsperson festgehalten, die Beschwerdeführerin habe b
ezüglich de
r
sechs alltäglichen Lebensverrichtungen im Vergleich zur letzten Abklärung vom 28. April 2016 überall angegeben, es habe sich seither nichts verändert und sie sei in allen sechs Bereichen weiterhin selbständig (S. 4 f.).
Zur Hilfeleistung, welche das selbständige Wohnen ermögliche, geht aus dem Be
richt Folgendes hervor (S. 5 f.):
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, bezüg
lich Tages-Strukturierung, Wochenplanung, Haushaltsorganisation inklusive Freizeit/Wohnungspflege/Kleiderwäsche/Ernährung (inklusive Planung) keine Dritthilfe zu benötigen.
Sie bewältige ihren Alltag selbständig, vereinbare sämt
liche Termine (Arzt, Akupunktur, Nagelstudio) selbständig und nehme diese in der Regel auch wahr. Im vergangenen Jahr habe sie zweimal den Termin im Nagelstudio und einmal den Akupunkturtermin (durchschnittlich eine Sitzung pro Woche, vgl. S. 4 Mitte) vergessen. Es
sei ihr
möglich, kleinere administrative Tätigkeiten
zu erledigen,
wie Rechnungen per e-banking oder am Schalter zu bezahlen, ihr Konto selbständig zu verwalten und die Post zu sichten (S. 5 unten). Pro Woche komme ihr Vater ein- bis zweimal (Zeitdauer
zwischen 30 und 120 Minuten) vorbei, um
gemeinsam administrative Angelegenheiten (Sozialversiche
rungen, Steuern etc.) zu besprechen, teilweise zu erledigen oder
d
er
Vater
schreibe für sie ein Schreiben, welche
s
sie dann absegne. Die zeitliche Unterstützung ihres Vaters sei höher, seit sie zu Hause ausgezogen sei. Er erinnere sie auch immer daran, dass sie die Rechnungen der Krankenkasse der Ergänzungsleistung schicken müsse. Selber vergesse sie dies. Der zeitliche Auf
wand sei erhöht, weil nun sämtliche Rechnungen, Schreiben etc. direkt zu ihr kämen. Sie verlege auch Dokumente, die sie dann suchen müssten. Zudem benötige sie nun mehr Ressour
cen für Haushal
tsarbeiten, Kochen, Einkaufen etc. Aus diesem Grund habe sie weniger Kapazitäten für die administrativen Angelegenheiten, mit welchen sie sowieso schon überfordert sei
(S. 6 oben).
Zu diesen Ausführungen merkte die Abklärungsperson insbesondere an, die Beschwerdeführerin benötige nach wie vor bei den administrativen Tätigkeiten Unterstützung von ihrem Vater. Die angegebene erhöhte Zeitangabe von 30 bis 120 Minuten pro Woche sei nicht nachvollziehbar (S. 6 Mitte).
Zusammenfassend kam die Abklärungsperson zum Schluss, die Beschwerde
füh
rerin sei in keinem Bereich auf regelmässige und erhebliche Dritthilfe an
gewiesen. Der anrechenbare Zeitaufwand bei der lebenspraktischen Begleitung liege unter den geforderten zwei Stunden pro Woche.
Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, Termine selber zu vereinbaren und wahrzunehmen. Sie fahre regel
mässig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad. Soziale Kontakte pflege sie regel
mässig. Die Einschränkungen bei den administrativen Aufgaben seien berück
sichtigt und nach Erfahrungswerten angerechnet worden, würden je
doch die Anforderung
en
der lebenspraktischen Begleitung nicht erfüllen.
Das Gesuch um
Ausrichtung
einer
Hilflosenentschädigung werde abgewiesen (S. 7 Mitte).
3.2.2
Am 22. Mai 2020 wurde das polydisziplinäre
Gutachten
der
Medas
Y._
erstattet (Urk. 8/599/1-12). Im neurologischen Teilgutachten
führte
der Gutachter
aus
, leichte bis mittelschwere kognitive Minderleistungen seien mit einem aktiven sozialen und Privatleben gut vereinbar, auch wenn die Beschwerdeführerin ab und zu Termine verpasse.
S
ie wohne erst seit Kurzem in einer Wohngemeinschaft, davor
habe sie
bei den Eltern
gewohnt
. Ihre administrativen Belange erledige sie nicht selber, der Vater unterstütze sie eng dabei (Urk. 8/599/52-70; S. 14 oben).
3.
2.3
Am 17. Oktober 2020 verfasste der Vater der Beschwerdeführerin zuhanden des Rechtsvertreters eine Stellungnahme zum Ausmass des Unterstützungsbedarfs seiner Tochter (Urk. 3).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin beanstandete, der
aktuelle
Abklärungsbericht
erweise sich nicht als zuverlässige Entscheidungsgrundlage, da ihren Eltern keine Gele
genheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme zum konkreten Auf
wand der lebenspraktischen Begleitung eingeräumt worden sei (Urk. 1 S. 4 oben).
Die Mitteilung der Beschwerdegegnerin
vom 16. Juli 2020
betreffend die Durch
führung einer Abklärung an Ort und Stelle zwecks Beurteilung des Anspruchs
auf eine Hilflosenentschädigung
wurde dem Rechtsvertreter wie auch in Kopie der Beschwerdeführerin und deren Vater zugestellt (vgl. Urk. 8/608).
Insofern hatten die Eltern Kenntnis der bevorstehenden Abklärung. Eine eigene Darlegung der gebotenen Unterstützung der Eltern floss
in den
Abklärungsbericht jedoch tat
sächlich nicht ein (vgl. Urk. 8/609).
Der Vater äusserte sich in der Stellungnahme vom 17. Oktober 2020 zu
h
anden des Rechtsvertreters der Beschwerdefüh
rerin
.
Er führte aus, er unterstütze seine Tochter nicht nur bei komplexen administrativen Angelegenheiten (beispiels
weise Vertrag Untermiete, regelmässige Gespräche mit der Untervermieterin betreffend verschiedene, immer wieder auftauchende Detailfragen, Organisation des Zügelns, Kontakt und Korrespondenz mit allen Amtsstellen und Versicherun
gen usw.)
.
R
egelmässig notwendig seien beispielsweise auch das Nachfragen und die Kontrolle bezüglich Vereinbarung und Wahrung von Terminen, Nachfragen und Anregungen mit dem Ziel, dass die sozialen Kontakte nicht verloren
gingen
,
und konstante Unterstützung zu allen Gesichtspunkten der Arbeitssuche (Kontakte vermitteln oder anregen, Bewerbungen verfassen usw.). Die notwen
dige Unterstützung müsse stets einfühlsam erfolgen, um nicht das Selbstvertrauen zu schädigen. Dafür sei ein hoher Zeitaufwand von durch
schnittlich mindestens einer halben Stunde pro Tag nötig. Ohne die intensive Unterstützung von ihm wie auch der Mutter der Beschwerdeführerin sei die Selbständigkeit undenkbar und wäre schon längst gescheitert (Urk. 3).
4.2
4.2.1
Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
vor, wenn eine volljährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:
a.
ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;
b.
für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder
c.
ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.
Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmässig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erforderlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen von Massnahmen des Erwachsenenschutzes nach den Artikeln 390-398 des Zivilgesetzbuches (Art. 38 Abs. 3 IVV). Als regelmässig im Sinne dieser Bestimmung gilt die lebenspraktische Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens zwei Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 146 V 322 E. 6.2 mit Hinweisen).
Die lebenspraktische Begleitung umfasst weder die (direkte oder indirekte) Dritt
hilfe bei den alltäglichen Lebensverrichtungen noch die dauernde Pflege oder persönliche Überwachung im Sinne von Art. 37 IVV. Vielmehr stellt sie ein zusätzliches und eigenständiges Institut dar.
Lebenspraktische Begleitung ist nicht auf Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen beschränkt; auch körperlich Behinderte können grundsätzlich lebenspraktische Begleitung beanspruchen. Die Notwendigkeit einer Dritthilfe ist objektiv nach dem Gesund
heitszustand der versicherten Person zu beurteilen. Abgesehen vom Aufenthalt in einem Heim ist die Umgebung, in welcher sie sich aufhält, grundsätzlich uner
heblich. Bei der lebenspraktischen Begleitung darf keine Rolle spielen, ob die ver
sicherte Person allein lebt, zusammen mit dem Lebenspartner, mit Familien
mit
gliedern oder in einer der heutzutage verbreiteten neuen Wohnformen. Mass
ge
bend ist einzig, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich allein gestellt, erheb
liche Dritthilfe in Form von Begleitung und Beratung benötigen würde. Von wel
cher Seite diese letztlich erbracht wird, ist ebenso bedeutungslos wie die Frage, ob sie kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 146 V 322 E. 2.3, Urteil des Bundes
ge
richts 9C_381/2020 vom 15. Februar 2021 E. 5.2.1, je mit Hinweisen).
4.2.2
Gemäss
Kreisschreiben über Invalidität und
Hilflosigkeit in der IV (KSIH
; gültig ab 1. Januar 2015, Stand vom 1. Juli
2020
ist
unter dem Aspekt der Begleitung zur Ermöglichung des selbständigen Wohnens (Art. 38 Abs. 1
lit
. a IVV)
die lebenspraktische Begleitung notwendig, damit der Alltag selbständig bewältigt werden kann. Sie liegt vor, wenn die betroffene Person auf Hilfe bei mindestens einer der folgenden Tätigkeiten angewiesen ist (
Rz
8050):
-
Hilfe bei der Tagesstrukturierung;
-
Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen (z. B. Fragen der Gesundheit, Ernährung und Hygiene, einfache administrative Tätigkeiten, etc.);
-
Haushaltsführung.
Lebenspraktische Begleitung besteht nur dann, wenn eine Person unter Berück
sichtigung der Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht nicht fähig ist, ihre Grundversorgung sicherzustellen (Nahrung, Körperpflege, angemessene Klei
dung, minimale Anforderungen an die Wohnungspflege usw.) und deshalb in ein Heim oder eine Klinik ein
gewiesen werden müsste. Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist, zu verhindern, dass Personen schwer verwahrlosen und/oder in ein Heim oder eine Klinik eingewiesen werden müssen (
Rz
8040
KSIH
).
4.3
Die Beschwerdeführerin lebt neu
–
im Vergleich zur Situation anlässlich der Ver
fügung vom 18. Juli 2016
–
nicht mehr bei ihren Eltern, sondern zusammen mit einer Kollegin in einer Wohngemeinschaft. Dies hat aber nach dem Gesagten (vgl. E. 4.2.1) keinen (revisions
rechtlich
)
relevanten Einfluss auf die Beurteilung der lebenspraktischen Begleitung.
Die erforderlichen Hilfeleistungen sind unter dem Gesichtspunkt einer Ver
wahr
losung zu evaluieren. Es muss also immer geprüft werden, ob die versicherte Per
son ohne die entsprechende Hilfe in ein Heim eingewiesen werden müsste (
vgl. E. 4.2.2)
.
Die vom Vater der Beschwerdeführerin beschriebene Hilfeleistung betrifft teil
weise
einmalig
e
und nicht wiederkehrend
e
Punkte wie die
Unterstützung
hin
sichtlich des Untermietv
ertrag
s oder
bei der Organisation des Zügelns
, was nicht die minimale Grundversorgung betrifft
. Sodann ist zu berücksichtigen, dass
teil
weise
auch gesund
heitlich nicht beeinträchtigte
Personen
Hilfe bei der Korres
pondenz mit Amtsstellen und Versicherungen benötigen. Weiter betrifft die geleistete Unterstützung die Koordination mit der Untervermieterin, Erinnerung an Termine oder Anregung hinsichtlich Wahrnehmung sozialer Kontakte.
Ein
regelmässig
er Aufwand von
wöchentlich
zwei Stunden
oder mehr
ist
dafür nicht nachvollziehbar. Die
Beschwerdeführerin
plante, an drei Märkten teilzunehmen, um ihre selbstgemachten Produkte zu verkaufen, welche sie auch an einigen wenigen Verkaufsstellen vertreiben lässt
und seit dem Jahr 2019 in ihrem Onlineshop anbietet
(Urk. 8/609/3)
. Es ist der Beschwerdeführerin anzurechnen, wie engagiert und betont selbständig sie ihren Alltag bewältigt.
Das
s
dies, worauf der Vater auch hinweist, nicht immer ganz so selbständig erfolgt
,
wie die Beschwerdeführerin selbst beschreibt, erscheint zwar insbesondere auch vor dem Hintergrund der ausgewiesenen kognitiven Einschränkungen nachvollziehbar. Dennoch
an
erkannten auch die
Gutachter
in ihrer Konsistenzprüfung eine hohe Selbständigkeit im privaten Bereich, in welchem sie lediglich in administrativen Belangen an Grenzen
stosse
(vgl. Urk. 8/599/10 Ziff. 4.6).
Eine regelmässige lebenspraktische Begleitung im Umfang von
zwei Stunden oder mehr
, ohne wel
che ein Heimeintritt nötig werden würde, ist aufgrund der vorliegenden Akten
und insbesondere der vom Vater der
Beschwerdeführerin beschriebenen Unter
stützung
jedoch überwiegend wahrscheinlich
weiterhin
nicht ausgewiesen.
In antizipierter Beweiswürdigung ist daher, nachdem
der Abklärungsbericht vom 4. August 2020 den
praxisgemässen
Anforderungen (vgl. E. 1.3) entspricht und insbesondere
der Vater zur geleisteten Unterstützung Stellung nehmen konnte (vgl. Urk. 3), auf weitere Abklärungen zu verzichten
(vgl.
BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3).
4.4
Zusammenfassend ist keine revisionsrelevante Veränderung eingetreten, weshalb weiterhin kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung besteht. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kos
ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zule
gen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie
der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.