Decision ID: ab25c2d4-9bc5-4f5c-82bd-8cd367fbd981
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_HG
Chamber: ZH_HG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
" 1. Es sei zugunsten der Klägerin und zulasten des Grundstücks der Beklagten, Grundbuch Blatt ..., Kataster Nr. ..., C._[- Weg ...], in ... Zürich, vorläufig ein Bauhandwerkerpfandrecht für eine Pfandsumme von CHF 3'087'314.59 (entsprechend CHF 1'392'044.59 und EUR 1'560'517.11 zum Kurs von 1.08635) zuzüglich 5 % Zins seit dem 3. Februar 2016,  jedoch seit dem 13. April 2016 im Grundbuch einzutragen und das Grundbuchamt D._ entsprechend anzuweisen.
2. Dem Rechtsbegehren gemäss Ziff. 1 sei superprovisorisch stattzugeben, so dass der Eintrag spätestens am Montag, 4. Juli 2016, beim Grundbuchamt D._ erfolgen kann.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Die Klägerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 30. Juni 2016 (gleichentags
überbracht) samt Beilagen (act. 1; act. 3/1-23) um (vorerst) superprovisorische
Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem beklagtischen Grundstück,
Kat. Nr. ..., GBBl. ..., C._-Weg ..., in ... Zürich, für eine Pfandsumme von
CHF 3'087'314.59 nebst Zins zu 5 % seit 3. Februar 2016. Mit ihrer Eingabe vom
1. Juli 2016 reichte die Klägerin sodann hinsichtlich act. 3/5-6 berichtigte Beilagen
(act. 5/1-2) sowie hinsichtlich act. 3/19 das Originaldokument (act. 5/3) nach
(act. 4). Dem Gesuch um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts wurde in
der Folge mit Verfügung vom 1. Juli 2016 einstweilen und ohne Anhörung der
Gegenpartei entsprochen, und das Grundbuchamt D._ wurde angewiesen,
das Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der
Beklagten Frist bis zum 25. Juli 2016 angesetzt, um zum klägerischen Gesuch
Stellung zu nehmen, unter der Androhung eines Aktenentscheids im Säumnisfall
(act. 6). Die Verfügung konnte der Beklagten am 6. Juli 2016 zugestellt werden
(act. 7/2). Die Beklagte liess sich in der Folge jedoch nicht vernehmen. Entspre-
chend ist zufolge Fristversäumnis androhungsgemäss aufgrund der Akten zu ent-
scheiden.
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2. Unter Berücksichtigung der Eingaben der Klägerin und der eingereichten
Unterlagen (act. 1 act. 3/1-23; act. 5/1-3) erscheint als glaubhaft bzw. ist unbestrit-
ten geblieben, dass diese für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück
der Beklagten (Prot. S. 2; act. 3/2) im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Mate-
rial und Arbeit geliefert bzw. geleistet hat (act. 1 S. 3 ff. Rz. 12 ff.; act. 3/8-11;
act. 5/1-2), ein Betrag in der Höhe der eingetragenen Pfandsumme bisher un-
bezahlt geblieben ist (act. 1 S. 5 ff. Rz. 21 ff.; act. 3/12-21; act. 5/3) und die Vier-
monatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung gewahrt
wurde (act. 1 S. 8 ff. Rz. 36 ff.; act. 3/8). Auch erscheint noch als glaubhaft bzw.
kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Zins von 5 % seit dem 3. Februar
2016 geschuldet ist (act. 1 S. 5 ff. Rz. 21 ff. und Rz. 34 f.; act. 3/12-23). Die
einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._ ist daher als vorläufige
Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu bestätigen.
3. Sodann ist der Klägerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung
des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist pra-
xisgemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien berücksichtigt
werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonder-
ten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses wird in einem kos-
tenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Frister-
streckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung der
Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare
Hinderungsgründe anerkannt.
4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
Abs. 1 lit. a GebV OG). Ausgehend von einem Streitwert von CHF 3'087'314.60
ist die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und Abs. 2 sowie § 8 Abs. 1
und § 10 Abs. 1 GebV OG auf CHF 13'000.– festzusetzen.
Über den Pfandanspruch der Klägerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird
im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Klägerin endgültig obsiegt.
Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine einstweilige
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Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzelgerichts des Handels-
gerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Verfahren betreffend die
vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Klägerin zu beziehen, wobei der
endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vorbehalten bleibt.
Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen
Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin ihren Anspruch jedoch
nicht prosequieren sollte, ist keiner Partei eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen.