Decision ID: 002c3582-f93c-5924-b2fd-d5f03fdff31b
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter), stürzte gemäss Schadenmeldung UVG für
arbeitslose Personen vom 10. Oktober 2011 am 28. Mai 2011 auf die rechte Hand
(Suva-act. 1). Im Unfallzeitpunkt war er als Bezüger von Arbeitslosenentschädigung
obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert (vgl. Suva-act. 1 und 4). Gemäss
Operationsbericht des Spitals B._, Chirurgie, vom 8. Juni 2011 hatte er bei diesem
Sturz eine dislozierte Basisfraktur Metacarpale IV und V Hand rechts erlitten (Suva-act.
6 ff.), welche am 3. Juni 2011 operativ versorgt worden war (Suva-act. 9). Die Suva
sprach dem Versicherten am 17. Oktober 2011 für die Folgen des Nichtberufsunfalls
die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 15).
A.a.
Am 23. Februar 2012 wurde der Versicherte im Spital B._ neurologisch
abgeklärt. Dabei konnten in der elektrodiagnostischen Untersuchung keine
pathologischen Befunde erhoben werden (Suva-act. 48). Am 27. April 2012 wurde das
Osteosynthesematerial im Spital B._ entfernt, da der Versicherte unter
persistierenden Schmerzen mit inkomplettem Faustschluss und intermittierenden
Dysästhesien litt (Suva-act. 59). Laut Sprechstundenbericht des Operateurs vom 11.
Juni 2012 hatte der Versicherte am 8. Juni 2012 über vor allem abends bestehende
Schmerzen berichtet und über eine Verminderung der Sensibilität im Bereich des
ulnaren Dig. V sowie über Schmerzen vor allem bei Extension und Krafteinwirkung
geklagt (Suva-act. 66). Nach der Abschlussuntersuchung vom 28. August 2012 hielt
der Operateur fest, aus chirurgischer Sicht könne der Versicherte eine Arbeit
aufnehmen. Klinisch bestehe eine normale Funktion. Die Hypästhesie im ulnaren Anteil
A.b.
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B.
Am 12. September 2016 ging bei der Suva ein Bericht des Leitenden Arztes Chirurgie
des Spitals B._ vom 8. September 2016 betreffend den Versicherten ein. Dieser habe
die chirurgische Sprechstunde aufgrund persistierender Beschwerden im ulnocarpalen
Übergang seiner rechten Hand aufgesucht. Als Diagnosen wurden Restbeschwerden
der Wunde habe für die Funktion keine Relevanz. Was den Versicherten vor allem
einschränke, sei der Schmerz (Suva-act. 84).
Mit Mitteilung vom 17. September 2012 verneinte die Eidgenössische Invaliden
versicherung (IV) einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen des
Versicherten, da ihm die bisherige Tätigkeit als Chauffeur zumutbar sei (Suva-act. 87).
A.c.
Am 23. November 2012 besuchte der Versicherte die Schmerzsprechstunde im
Spital B._, wo sich zumindest ein Teil der Schmerzen als Sympathicus-indiziert
erklären liess und eine möglicherweise bereits erfolgte zentrale Sensibilisierung
angesprochen wurde (Suva-act. 96).
A.d.
Am 11. Januar 2013 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht (Suva-act.
102). Eine vom zuständigen Kreisarzt veranlasste MRT vom 4. Februar 2013 zeigte eine
geringe intermetacarpale Arthrose im Bereich der Basis Dig. 4/5 und eine ansonsten
unauffällige Mittelhandregion (Suva-act. 104). Mit Nachtrag vom 14. Februar 2013 hielt
der Kreisarzt fest, seine Einschätzung, dass andere als unfallbedingte Beschwerden
und Einschränkungen vorliegen würden, habe sich bestätigt. Die nur diskret
ausgeprägte Arthrose begründe keine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit
als Auslieferungsfahrer. Für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei der
Versicherte ebenfalls ganztags einsetzbar (Suva-act. 106).
A.e.
Am 28. Februar 2013 teilte die Suva dem Versicherten den Fallabschluss unter
Übernahme der bisherigen Heilkosten und Auszahlung der Taggeldleistungen bis 31.
März 2013 mit (Suva-act. 110). Selbiges verfügte sie auf Ersuchen des Versicherten am
8. März 2013 (Suva-act. 111 f.).
A.f.
Mit Verfügung vom 24. Juni 2013 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf eine
Invalidenrente, da dem Versicherten ab Mai 2012 seine bisherige Tätigkeit wieder zu
100 % zumutbar sei (Suva-act. 118).
A.g.
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ulnare Hand rechts, Verdacht auf Cubitaltunnelsyndrom, differentialdiagnostisch
Double Crush Nervus ulnaris rechts und Narbenneurom, sowie eine Exostose mit
möglichem intermetacarpalem Impingement Dig. IV/V rechts genannt (Suva-act. 119).
Am 16. September 2016 reichte der Versicherte der Suva eine Rückfallmeldung zum
Unfall vom 28. Mai 2011 ein (Suva-act. 122). Darin erklärte er, seit 1. August 2015
selbständig als Geschäftsführer/ Pizzaiolo und Inhaber der C._ erwerbstätig zu sein
(Suva-act. 122; vgl. auch Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend C._,
eingetragen vom 20. Juli 2015 bis 19. September 2016). Am 21. September 2016
wurde der Versicherte elektrophysiologisch-neurologisch in der Neurologie des Spitals
B._ abgeklärt. Dabei wurde die Diagnose eines Double crush-Syndroms von Nervus
ulnaris rechts, ohne klinische oder elektrodiagnostische Schädigungszeichen, gestellt
und ein konservativ-exspektatives Vorgehen empfohlen (Suva-act. 148). Am
29. September 2016 erklärte der Leitende Arzt Handchirurgie des Spitals B._, am
Vortag habe die Operationsplanung stattgefunden bei den Diagnosen symptomatische
Exostose mit intermetacarpalem Impingement Basis Metacarpale V rechts sowie
Nervus ulnaris Double crush-Reizsyndrom ohne elektrophysiologische
Schädigungszeichen (Suva-act. 128). Am 7. Oktober 2016 nahm er beim Versicherten
eine Osteophytenabtragung und Knochenmarkversiegelung vor (Suva-act. 136). Am
13. Oktober 2016 fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und einer Suva-
Mitarbeiterin statt. Dabei erklärte der Versicherte, seine Ehefrau führe ein Restaurant.
Im Juli 2016 hätten sie die Rentabilität diskutiert und seien zum Schluss gekommen,
dass es sich nicht lohne, wenn beide im Restaurant arbeiteten. So habe er im August
2016 entschieden, nicht mehr im Restaurant zu arbeiten (Suva-act. 130). Gemäss
Bericht zur Abschlusskontrolle am Spital B._ vom 7. Dezember 2016 war die
postoperative Entwicklung gut und die Arbeitsfähigkeit wurde ab dem 3. Januar 2017
"freigegeben" (Suva-act. 160). Gleichentags teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
sie wiederum für die Folgen des Unfalls vom 28. Mai 2011 aufkomme (Taggeld vom 8.
September 2016 bis 2. Januar 2017 und Heilbehandlung; Suva-act. 158).
C.
Am 1. Februar 2017 nahm der Versicherte seine Tätigkeit im Restaurant E._ in
F._ auf, welches seine Ehefrau D._ führte (Suva-act. 180; vgl. Internet-Auszug aus
dem Handelsregister betreffend D._, eingetragen ab 15. September 2016). Am 15.
Mai 2017 informierte der Versicherte die Suva, dass er wieder Beschwerden habe
(Suva-act. 165). Gleichentags reichte er die Rückfallmeldung ein (Suva-act. 170). Am
22. Mai 2017 wurde in der Radiologie N._ eine Computertomographie seiner rechten
C.a.
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Hand vorgenommen (Suva-act. 179). Am 30. Mai 2017 berichtete Dr. med. G._,
Facharzt für Handchirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparats, über eine gleichentags erfolgte Konsultation des Versicherten. Er
stellte unter Berücksichtigung seiner Untersuchung und der CT-Resultate vom 22. Mai
2017 die Diagnose Schmerzpersistenz metacarpal IV/V Hand rechts nach Frakturen
und mehreren Operationen sowie Nervus ulnaris-Läsion mit/bei Knochenschuppe
dorsal Metacarpale V bzw. Ansatz ECU-Sehne und Gelenkirregularität intermetacarpal
IV/V, freier Ossikel ECU-Sehnenansatz und proximal intermetacarpal
Kortikalisveränderung (Suva-act. 189).
Am 9. Juni 2017 fand eine kreisärztliche Aktenbeurteilung statt (Suva-act. 193).
Gestützt darauf teilte die Suva dem Versicherten am 14. Juni 2017 mit, dass sie für die
Folgen des Unfalls vom 28. Mai 2011 erneut Versicherungsleistungen übernehme. Sie
entrichte frühestens ab dem 1. Mai 2017 ein Taggeld und vergüte
Heilbehandlungskosten (Suva-act. 198). Am 19. Juni 2017 führte Dr. G._ beim
Versicherten in der Klinik H._ eine Ossikelresektion Metacarpale V rechts durch
(Suva-act. 206). Am 17. August 2017 empfahl er dem Versicherten im Sinne eines
Arbeitsversuchs und zu therapeutischen Zwecken, stundenweise seine Tätigkeit als
Pizzaiolo wiederaufzunehmen (Suva-act. 207). Der Versicherte berichtete der Suva am
4. September 2017, dass er diesen Versuch nach kurzer Zeit habe abbrechen müssen,
da er zu starke Schmerzen in der Hand verspürt habe (Suva-act. 210). Am 19. Oktober
2017 berichtete Dr. G._, es sei am 12. Oktober 2017 ein Spect-CT der Hand erfolgt
(vgl. diesbezüglichen Bericht in Suva-act. 227). Dieses zeige tatsächlich etwas
Anreicherung nicht nur an der Operationsstelle dorsal im Ansatzbereich der ECU-
Sehne, sondern auch in der intermetacarpalen Veränderung sowie im
Carpometacarpalgelenk Dig. V. Diese Befunde passten zu den angegebenen
Schmerzen (Suva-act. 219). Am 31. Oktober 2017 fand eine telefonische Besprechung
zwischen Dr. G._ und Kreisarzt Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie, statt. Im Nachgang dazu notierte der Kreisarzt, wenn Dr. G._ und
der Versicherte die Operation (Versteifung zweier Mittelhandknochen) befürworteten,
werde die Suva die Kosten dafür übernehmen, auch wenn sich daraus eine erneut
lange Arbeitsunfähigkeit und am Ende wohl kaum ein perfekter Zustand ergäben (Suva-
act. 222). Am 24. November 2017 fand der nächste Sprechstundenbesuch des
C.b.
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Versicherten bei Dr. G._ statt. Dieser erklärte, es lägen ossäre Veränderungen
intermetacarpal IV/V vor, welche gemäss klinischer Untersuchung für die Schmerzen
verantwortlich seien. Er und der zuständige Kreisarzt seien sich einig, dass eine
schwierige Situation vorliege und keine Garantie auf Erfolg mit einer spezifischen
Operation gegeben werden könne. Naheliegend sei, dass mit weniger Schmerzen zu
rechnen sei, sobald dieser Gelenkanteil stabilisiert sei. Diese Arthrodese sei das
einzige, was er als Handchirurg noch als sinnvoll erachte. Inwiefern damit die
Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könne, insbesondere auch bei einer Nervus ulnaris
Problematik, sei unklar (Suva-act. 230). Am 9. Januar 2018 erteilte die Suva
Kostengutsprache für die geplante Operation (Suva-act. 236 i.V.m. 222). Am 22. Januar
2018 wurde die Arthrodese proximal intermetacarpal IV/V mit Beckenkammspan von
rechts von Dr. G._ in der Klinik H._ durchgeführt (Suva-act. 239 f.). Am 5. März
2018 und damit sechs Wochen postoperativ berichtete Dr. G._ über einen
problemlosen Verlauf. Er erklärte, als Pizzaiolo sei mit einer Arbeitsunfähigkeit von drei
Monaten zu rechnen. Arbeitsversuche seien aber grundsätzlich ab sofort erlaubt (Suva-
act. 242). Am 8. März 2018 fand eine Besprechung zwischen dem Versicherten und
dem zuständigen Case Manager der Suva statt. Dabei wurde ein Arbeitsversuch als
Arbeitstherapie vereinbart (Suva-act. 245). Am 4. Mai 2018 berichtete Dr. G._,
betreffend das Skelett könne die Behandlung nun abgeschlossen werden. Die
Arthrodese sei stabil und belastbar. Zur Diskussion stehe eine Denervation des
dorsalen Nervus ulnaris-Astes beim Entrapment im proximalen Nervenbereich. Es
bestehe aber nach wie vor ein Elektrisieren dorsal im proximalen Narbenbereich mit
Absetzen und intraossärer Verlagerung. Ob unter dem Strich die Arbeitsfähigkeit damit
verbessert werden könne, wenn der Versicherte zwar keine Schmerzen mehr habe,
aber auch nichts mehr spüre, sei fraglich (Suva-act. 256).
Am 24. Mai 2018 veranlasste Dr. G._ nach Rücksprache mit Kreisarzt Dr. I._
(vgl. Suva-act. 259 und 261) die Einholung einer Zweitmeinung bei der Handchirurgie
des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; Suva-act. 262). Am 27. Juni 2018 wurde der
Versicherte durch Dr. med. J._, Leitender Arzt Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG, untersucht. Dieser berichtete am 29. Juni 2018,
grundsätzlich wäre sicherlich ein sehr zurückhaltendes Vorgehen bei chronischer
Schmerzanamnese zu empfehlen, allerdings berichte der Versicherte glaubhaft über die
C.c.
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Funktionseinschränkung und auch eine zunehmende psychosoziale
Belastungssituation bei jahrelangen Beschwerden. Ausserdem liessen sich diese doch
eher gut lokalisieren. Der Hauptschmerz im CMC IV und V Gelenk sollte auf eine
diagnostische Infiltration eine deutliche Beschwerdenlinderung für ein bis zwei Stunden
bringen. In diesem Fall wäre die Indikation zur CMC IV und V-Arthrodese gegeben. Die
Tendovaginitis sollte durch die Metallentfernung zu beheben sein. Bezüglich des Nervs
würde er eine Neurolyse und ein Wrapping des Nervs versuchen. Zusätzlich könnte ein
Lipofilling um den Nerv erfolgen, was einen zusätzlichen Benefit erwarten liesse (Suva-
act. 278). Am 15. August 2018 besprach der Versicherte diese Vorschläge mit Dr. G._
(vgl. Suva-act. 287). Am 16. August 2018 erteilte die Suva Kostengutsprache für die
Durchführung einer Osteosynthese-Materialentfernung (OSME), einer Neurolyse Nervus
ulnaris und einer Synoviektomie (Suva-act. 284). Am 27. August 2018 erfolgte die
operative Exploration mit Neurolyse und Neuromverlagerung Nervus ulnaris und OSME
metacarpal durch Dr. G._ in der Klinik H._ (Suva-act. 290 und 295). Zwölf Tage
postoperativ berichtete Dr. G._ über einen unauffälligen Verlauf (Suva-act. 293). Am
27. September 2018 konsultierte der Versicherte Dr. G._ wegen einer
Schmerzexzerbation (Suva-act. 296). Am 13. November 2018 untersuchte Dr. G._
den Versicherten abermals und berichtete, dass dieser drei Monate nach der letzten
Operation immer noch eine Berührungsempfindlichkeit dorsoulnar zeige. Immerhin
könne der Versicherte die Hand für einfache Greifarbeiten nutzen (Suva-act. 304).
Anlässlich eines Gesprächs vom 19. November 2018 berichtete der Versicherte
dem zuständigen Suva-Case Manager, er habe versucht, im Restaurant seiner Gattin
zu arbeiten. Es sei ihm jedoch nicht gelungen. Die reduzierte Belastbarkeit seiner
rechten Hand lasse dies einfach nicht zu (Suva-act. 306). Am 29. November 2018
erfolgte eine Vorlage an den Kreisarzt Dr. I._ zur Festlegung der abschliessenden
Versicherungsleistungen (Suva-act. 307). Am 14. Januar 2019 untersuchte Dr. I._ den
Versicherten und erstattete am 15. Januar 2019 seinen Bericht. Aufgrund der
mehrmaligen Operationen an der dominanten rechten Hand mit schliesslich Arthrodese
zwischen den Metacarpalia IV und V rechts sei von folgendem Zumutbarkeitsprofil
auszugehen: Vollzeitig und vollschichtig möglich wären dem Versicherten manuell
leichte Tätigkeiten ohne besondere Anforderung an die dominante rechte Hand
bezüglich Grob- und Feinarbeit. Das Gewichtslimit liege bei 7.5 kg, ausnahmsweise bis
C.d.
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15 kg bei beidhändigem Einsatz. Weiterhin zu übernehmen zum Erhalt der
Arbeitsfähigkeit sei die Schmerzmittelmedikation; andere Massnahmen seien nicht
erforderlich. Ausgenommen wäre hier allenfalls die Entfernung der verbliebenen
Kompressionsschraube an der Basis der Metacarpalia IV und V. Diese rage etwas vor
und könnte bei Kontusion dieser Stelle zu Schmerzen führen (Suva-act. 316 S. 1 und
8). Aufgrund der intermetacarpalen Arthrodese IV und V rechts und der diskreten
sensiblen Neuropathie des Ramus dorsalis Nervi ulnaris bestehe eine knapp erhebliche
Integritätseinbusse. Für sich allein würden diese beiden Schädigungen keine erhebliche
Integritätseinbusse bedingen, zusammen halte er aber die Erheblichkeitsgrenze für
knapp erreicht. Dabei sei festzuhalten, dass der Schaden von 5 % bezogen auf den
Armwert einen Zehntel betrage. Dies sei als grosszügige Schätzung der vorhandenen
Schädigung zu werten (Suva-act. 317).
Mit Schreiben vom 16. Januar 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
eine Behandlung nicht mehr notwendig sei, weshalb sie die Heilkosten- und
Taggeldleistungen per 31. Januar 2019 einstellen werde. Die Kosten der notwendigen
Schmerzmittel werde sie zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit weiterhin übernehmen (Suva-
act. 320).
C.e.
Am 25. Januar 2019 berichtete Dr. G._ über eine Konsultation des Versicherten
vom Vortag. Der Beurteilung des Kreisarztes, welcher weitere operative Interventionen
als unwahrscheinlich hilfreich einschätze, könne er sich weitgehend anschliessen. Er
sei aber auch nicht sicher, ob die Entfernung der Schraube etwas bringen werde, da
die Schmerzen eher dorsal im Bereich des Neuroms seien. Hier wolle er den Gedanken
der Denervation bzw. der intraossären Verlegung des ganzen dorsalen Nervus ulnaris-
Astes mit Neurom als allerletzte Option nochmals diskutieren (Suva-act. 324).
C.f.
Am 1. Februar 2019 kündigte D._ den Arbeitsvertrag zwischen dem Versicherten
und ihr als Betreiberin des Restaurants E._ (Suva-act. 330).
C.g.
Mit Verfügung vom 6. März 2019 verneinte die Suva bei einem errechneten
Invaliditätsgrad von 5 % einen Rentenanspruch des Versicherten und sprach ihm eine
Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % zu (Suva-act.
334).
C.h.
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D.
Am 15. März 2019 berichtete Dr. G._ über eine durchgeführte Testinfiltration des
Ramus dorsalis Nervus ulnaris. Man habe es mit einer ganz schwierigen
Schmerzsituation zu tun. Der Versicherte könne grundsätzlich diverse Arbeiten
ausführen, aber genau der Druck auf die Handkante, welcher als Pizzaiolo unabdingbar
sei, gehe nicht (Suva-act. 339).
C.i.
Am 2. April 2019 erhob Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, St. Gallen, für den
Versicherten Einsprache gegen die Verfügung vom 6. März 2019. Er beantragte die
Ausrichtung einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens
65 %, allermindestens 25 %, sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integritätseinbusse von mindestens 10 % (Suva-act. 344).
D.a.
Ebenfalls am 2. April 2019 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten
auf berufliche Massnahmen, da er in der Stellensuche nicht eingeschränkt sei (Suva-
act. 342). Am 15. April 2019 erliess sie einen entsprechenden Vorbescheid zuhanden
von Fürsprecher Küng (Suva-act. 348).
D.b.
Am 14. Mai 2019 berichtete Dr. G._ über eine gleichentags erfolgte Konsultation
des Versicherten. Er beklage unveränderte Schmerzen. Es müsse noch Klarheit
darüber erlangt werden, ob die Schmerzen durch das Neurom oder auch im Rahmen
der Schraube bestehen würden und somit durch eine Schraubenentfernung gelindert
werden könnten. Er habe den ganzen Nervus ulnaris, also nicht nur den dorsalen Ast,
sondern auch den palmaren, ultraschallgesteuert anästhesiert (Suva-act. 349).
D.c.
Per 1. Juni 2019 schlossen der Versicherte und K._ als neue Inhaberin des
Restaurant E._, F._(vgl. Suva-act. 373), einen Arbeitsvertrag ab als
Geschäftsführer, Koch-Pizzaiolo und Patentinhaber (Suva-act. 351 und 371). Der
Handelsregistereintrag des Einzelunternehmens L._ mit K._ als Inhaberin und dem
Versicherten als Einzelzeichnungsberechtigtem war bereits per 5. März 2019 erfolgt
(vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend L._ sowie Suva-act. 373).
D.d.
Am 11. Juni 2019 attestierte Dr. G._ dem Versicherten eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 24. Juni 2019 mit erlaubten Arbeitsversuchen (Suva-act.
D.e.
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E.
351 S. 4, 354 und 364). Am 14. Juni 2019 erteilte die Suva Kostengutsprache für die
OSME und ggf. Neurolyse (Suva-act. 355 S. 2). Diese Operation und eine partielle
Denervation wurden am 24. Juni 2019 durch Dr. G._ in der Klinik H._ durchgeführt
(Suva-act. 365 f.).
Mit Schreiben vom 2. Juli 2019 teilte die Suva Dr. G._ mit Kopie an Fürsprecher
Küng mit, dass sie mangels medizinisch objektivierbarer Befundänderung im Vergleich
zur kreisärztlichen Untersuchung vom 14. Januar 2019 die Arbeitsunfähigkeit erst ab
dem Operationstag für rund einen Monat akzeptieren könne (Suva-act. 367 S. 2).
D.f.
Am 8. Juli 2019 berichtete Dr. G._, es sei nun kein Osteosynthesematerial mehr
in der Hand, weshalb dieses nicht mehr für die Schmerzen verantwortlich sein könne.
Ein Neurom sei bekannt und dürfte Hauptgrund für die Druckdolenz dorsoulnar im
Carpus sein. Nun dürfe eine Belastungssteigerung erfolgen, so dass vier Wochen nach
der Operation mindestens ein Zustand wie präoperativ erreicht sei und auch eine
entsprechende Arbeitsfähigkeit bestehe. Selbstverständlich hoffe er, dass diese weiter
gesteigert werden könne (Suva-act. 374).
D.g.
Mit Einspracheentscheid vom 6. August 2019 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten unter Bestätigung der Verfügung vom 6. März 2019 ab (Suva-act. 378).
D.h.
Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Fürsprecher Küng, am 9. September 2019
Beschwerde und beantragte das Folgende: Der angefochtene Einspracheentscheid sei
aufzuheben, soweit eine weitergehende Leistungspflicht der Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) verneint werde. Es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, das
heisse eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 65 %,
allermindestens basierend auf einem Invaliditätsgrad von 25 %, und eine
Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von mindestens 10 %
zuzusprechen und zu entrichten. Eventualiter sei der angefochtene
Einspracheentscheid aufzuheben und es seien weitere Abklärungen zu veranlassen;
sodann seien ihm mindestens die vorstehend genannten Leistungen zuzusprechen und
zu entrichten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
E.a.
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Erwägungen
1.
Beschwerdegegnerin. Darüber hinaus sei Fürsprecher Küng zum unentgeltlichen
Rechtsbeistand zu ernennen (act. G1).
Am 12. September 2019 setzte das Gericht Fürsprecher Küng eine Frist bis 2.
Oktober 2019 zur Einreichung des Formulars "Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege" (act. G2).
E.b.
Mit Beschwerdeantwort vom 20. September 2019 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G4).
E.c.
Am 2. Oktober 2019 ersuchte Fürsprecher Küng um Fristerstreckung (act. G5),
welche bis 28. Oktober 2019 gewährt wurde (act. G6)
E.d.
Am 28. Oktober 2019 teilte Fürsprecher Küng dem Gericht mit, dass das Mandat
erloschen sei (act. G7).
E.e.
Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G8 und
9).
E.f.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat
zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist
die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat sie
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den
Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Erleidet die versicherte Person durch
den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene
1.1.
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Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen
(Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente
zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet
werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der
Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung
der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 6. August 2019 (Suva-act. 378). Streitig und zu prüfen sind in
sachlicher Hinsicht der darin verneinte Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Invalidenrente und auf eine höhere als die darin zugesprochene
Integritätsentschädigung.
1.2.
In zeitlicher Hinsicht gilt es zu beachten, dass gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung grundsätzlich derjenige Sachverhalt zu berücksichtigen ist, der sich
bis zum Erlass des Einspracheentscheides (vorliegend: 6. August 2019) verwirklicht hat
(BGE 142 V 341 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Unbestritten geblieben ist im vorliegenden
Beschwerdeverfahren, dass per Januar 2019 der gesundheitliche Endzustand erreicht
und daher der Rentenanspruch und der Integritätsentschädigungsanspruch in diesem
Zeitpunkt zu prüfen waren (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] sowie Schreiben der Suva vom 16. Januar 2019
[Suva-act. 320], Verfügung vom 6. März 2019 [Suva-act. 334] und Einspracheentscheid
vom 6. August 2019 [Suva-act. 378]). Es ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 14./15. Januar
2019 den Fallabschluss zu diesem Zeitpunkt vornahm und die Operation vom 24. Juni
2019 (OSME und partielle Denervation; Suva-act. 366) als erneuten Rückfall zum Unfall
vom 28. Mai 2011 behandelte (vgl. Einspracheentscheid vom 6. August 2019, Suva-
act. 378 Sachverhalt G). Denn die allfällige Notwendigkeit dieser Operation war von Dr.
I._ zwar in der kreisärztlichen Beurteilung bereits erwähnt worden (Suva-act. 316 S.
8), sie stand jedoch erst im Juni 2019 fest (vgl. Suva-act. 324 und 364). Der Operateur
Dr. G._ hatte noch am 25. Januar 2019 bezweifelt, ob diese Operation etwas bringen
werde (vgl. Suva-act. 324). Unter dem Titel des erneuten Rückfalls entrichtete die Suva
vorübergehende Leistungen, indem sie Kostengutsprache für die Operation vom 24.
Juni 2019 erteilte (Suva-act. 355), dem Beschwerdeführer ab dem 24. Juni bis 21. Juli
2019 wiederum ein Taggeld ausrichtete (vgl. Suva-act. 367 und 376) und - soweit aus
den Akten ersichtlich - für die pre- und postoperativen Konsultationen des
1.3.
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2.
Beschwerdeführers bei Dr. G._ sowie für eine von diesem am 8. Juli 2019 verordnete
Therapie aufkam (vgl. Suva-act. 374). Dass die Beschwerdegegnerin per 21. Juli 2019
einen erneuten Fallabschluss vornehmen durfte, blieb zu Recht unbestritten. Bei der
Prüfung des Rentenanspruchs und der Integritätsentschädigung ist jedoch im
Folgenden der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Enspracheentscheides vom 6.
August 2019 zu berücksichtigen.
Angesichts der in E. 1.1 ausgeführten gesetzlichen Bestimmungen besteht
ausserdem eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur für Gesundheitsschäden,
die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis
zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-
Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/
Hans-Urlich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in:
Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert:
KOSS UVG]).
2.1.
Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der
Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des
Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a
mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des
Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen
einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden
2.2.
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3.
Zunächst gilt es zu prüfen, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der angefochtene
Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die
kreisärztliche Beurteilung von Dr. I._ vom 14./15. Januar 2019 (Suva-act. 378 i.V.m.
316). Der Beschwerdeführer bringt gegen diese Beurteilung nichts vor, bestreitet die
Einschätzung seiner verbliebenen Arbeitsfähigkeit jedoch implizit, indem er in der
Beschwerde vom 9. September 2019 von einer ihm "allenfalls verbliebenen
Arbeitskraft" spricht (act. G1 Ziff. IV/3).
(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen
Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen.
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).
Dr. I._ diagnostizierte nach Durchsicht der Akten (vgl. Suva-act. 316 S. 1 bis 5)
und nach eigener Untersuchung des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2019 (vgl.
Suva-act. 316 S. 6 f.) ein medizinisch nur teilweise erklärbares Schmerzsyndrom ulnar
an der dominanten rechten Hand mit leichter, rein sensibler Neuropathie des Ramus
dorsalis Nervi ulnaris bei/nach dislozierten Basisfrakturen Metacarpale IV und V vom
28. Mai 2011, Osteosynthese am 3. Juni 2011, OSME am 27. April 2012,
Revisionsoperation mit Osteophytenabtragung und Knochenmarkversiegelung Basis
Metacarpale IV und V am 7. Oktober 2016, Revision mit Resektion eines Ossikels
Metacarpale V am 19. Juni 2017, Arthrodese proximal-intermetacarpal IV/V am 22.
Januar 2018 sowie subtotale OSME mit Exploration, Neurolyse und
Neuromverlagerung Nervus ulnaris am 27. August 2018 (Suva-act. 316 S. 7). Aufgrund
der mehrmaligen Operationen an der dominanten rechten Hand mit schliesslich
Arthrodese zwischen den Metacarpale IV und V rechts legte er folgendes
Zumutbarkeitsprofil fest: Manuell leichte Tätigkeiten ohne besondere Anforderung an
die dominante rechte Hand bezüglich Grob- und Feinarbeit seien dem Versicherten
vollzeitig und vollschichtig möglich. Das Gewichtslimit betrage 7.5 kg, ausnahmsweise
bis 15 kg bei beidhändigem Einsatz (Suva-act. 316 S 8).
3.1.
Insgesamt kommen bei der Durchsicht der kreisärztlichen Beurteilung und der
übrigen Akten keinerlei Zweifel an dieser Einschätzung von Dr. I._ auf und der
Beschwerdeführer vermag auch keine solchen zu erwecken. Es ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil die
3.2.
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4.
Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit ist im
Rahmen eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 1.1) der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
in Frage stehende Gesundheitsschädigung bzw. die damit verbundenen Beschwerden
und ihre praktischen Auswirkungen umfassend berücksichtigt. An diesem
Zumutbarkeitsprofil ändert sodann die im Nachgang dazu erfolgte Operation vom
24. Juni 2019 nichts. Denn der Operateur Dr. G._ erklärte in seinem Bericht vom 8.
Juli 2019 ausdrücklich und in Kenntnis der kreisärztlichen Beurteilung vom 14./15.
Januar 2019, dass vier Wochen nach der Operation mindestens ein Zustand wie
präoperativ erreicht sein und auch eine entsprechende Arbeitsfähigkeit bestehen werde
(Suva-act. 374). Folglich ist der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit,
entsprechend den Adaptionskriterien von Dr. I._ (vgl. E. 3.1), voll arbeitsfähig.
Ergänzende medizinische Abklärungen, insbesondere die vom Beschwerdeführer
beantragte Begutachtung (vgl. act. G1 Ziff. IV/3), sind also nicht erforderlich.
Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er seine "ihm allenfalls verbliebene"
Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten könne
(act. G1 Ziff. IV/3). Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden
Arbeitsfähigkeit ist unter Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu
bestimmen. Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist
ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht
berücksichtigt (BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses
Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen.
Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen
Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des
körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom
28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der
Beschwerdeführer ist in medizinischer Hinsicht in einer adaptierten Tätigkeit voll
arbeitsfähig (vgl. vorstehend E. 3). Laut kreisärztlicher Beurteilung ist anzunehmen,
dass keine erhebliche Belastungsminderung der dominanten rechten Hand vorliegt
(Suva-act. 316 S. 8; vgl. vorstehend E. 3). Deshalb kann nicht von der - vom
Beschwerdeführer geltend gemachten (act. G1 Ziff. IV/4) - faktischen Einhändigkeit
ausgegangen werden. Zudem hält nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der
ausgeglichene Arbeitsmarkt gar für funktionell Einarmige ein hinreichend grosses
4.1.
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Angebot an realistischen Arbeitsgelegenheiten bereit (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 9. März 2015, 9C_842/2014 E. 3.2 mit Hinweisen). Umso mehr muss das für
Personen gelten, die weniger gravierende Einschränkungen aufweisen. Die
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist folglich zu bejahen.
4.2.
Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am
zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
4.2.1.
Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom 6. März (Suva-act. 334) und
im Einspracheentscheid vom 6. August 2019 (Suva-act. 378) vom Totalwert der Lohn
strukturerhebung LSE TA1 2016 (Privater Sektor) aus und errechnete ein Validen
einkommen von Fr. 67'743.-- für das Jahr 2019 (Fr. 5'340.-- x 12 Monate / 40 Std. pro
Woche x 41.7 Std. pro Woche x 1.004 [2017] x 1.005 [2018] x 1.005 [erstes bis drittes
Quartal 2019]). Sie stellte auf die LSE ab, da der Versicherte im Unfallzeitpunkt
arbeitslos gewesen sei, auch davor immer wieder arbeitslos gewesen sei und häufig
die Tätigkeit gewechselt habe. Angesichts des vom Beschwerdeführer von 2006 bis
2010 erzielten Durchschnitteinkommens von Fr. 32'086.-- erachtete sie diesen
Validenlohn als grosszügig bemessen (Suva-act. 378 E. 3a). In der Beschwerdeantwort
vom 20. September 2019 wies sie sodann darauf hin, dass sich der effektive
Validenbruttolohn 2017 vor dem zweiten Rückfall auf lediglich Fr. 63'700.-- belaufen
habe (act. G4 Ziff. III/4.2; Suva act. 182). Der Beschwerdeführer möchte ein massiv
höheres Valideneinkommen von Fr. 85'750.-- angewendet sehen, da er anfangs des
Jahrtausends als Auslieferungsfahrer etwa Fr. 70'000.-- verdient habe und die
Nominallohnentwicklung zu berücksichtigen sei (act. G1 Ziff. IV/2).
4.2.2.
Die Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers ist nur rudimentär aktenkundig.
In der Beschwerde wird erklärt, er habe vor dem Unfall während über zehn Jahren als
Lieferwagen-Chauffeur Kategorie B gearbeitet (act. G1 Ziff. IV/2). Damit
übereinstimmend hatte der Beschwerdeführer einem Mitarbeiter der Suva am 25.
November 2011 mitgeteilt, dass er vor der Arbeitslosigkeit über zehn Jahre als
Lieferwagen-Chauffeur gearbeitet habe (Suva-act. 30). Diese Angaben lassen sich mit
den dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug; Suva-act. 271) zu
entnehmenden Arbeitgebern vereinbaren (beispielsweise O._; P._: im
4.2.3.
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Handelsregister des Kantons Q._ als Gesellschafter und Geschäftsführer der R._
GmbH eingetragen; S._. Soweit der Beschwerdeführer auf ein von ihm erzieltes
Einkommen von Fr. 70'000.-- Bezug nimmt, so ist seinem IK-Auszug einzig für das Jahr
2004 annähernd ein solches zu entnehmen (Suva-act. 271). Da sich der Unfall im Jahr
2011 ereignete, macht die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend, dass dieses
Einkommen nicht massgebend sein könne (act. G4 Ziff. III/4.2). Für das Jahr vor dem
Unfall vom 28. Mai 2011 ist dem IK-Auszug ein Einkommen von Fr. 17'263.-- zu
entnehmen (Suva-act. 271). Angesichts der bis zum Unfallzeitpunkt während mehrerer
Jahre ausgeübten Tätigkeit als Auslieferungschauffeur ist jedoch nicht auf das von der
Beschwerdegegnerin in der TA1 gewählte Einkommen eines Hilfsarbeiters über
sämtliche Branchen hinweg abzustellen, sondern auf jenes im Wirtschaftszweig 53
"Post-, Kurier- und Expressdienste" im privaten Sektor. Dieses betrug im
Kompetenzniveau 1 gemäss TA1, Privater Sektor, Männer, von 2016 Fr. 5'382.-- bei 40
Arbeitsstunden, was angepasst an die in dieser Branche betriebsübliche wöchentliche
Arbeitszeit von 42.1 Stunden (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Kataloge und
Datenbanken > Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T
03.02.03.01.04.01, Abteilung 53 Post-, Kurier- und Expressdienste, Jahr 2019) und die
branchenspezifische Nominallohnentwicklung (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden >
03 Arbeit und Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten >
Lohnentwicklung > T1.10, Nominallohnindex, 2011 - 2019) zu einem
Valideneinkommen von Fr. 69'132.80 (5'382.-- x 12 Monate / 40 Std. pro Woche x 42.1
Std. pro Woche x 1.004 [2017] x 0.999 [2018] x 1.014 [2019]) führt.
4.3.
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei
der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen
ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft,
und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und
nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen LSE oder die Lohnangaben aus
der Dokumentation von Arbeitsplätzen der Suva (sog. DAP-Zahlen; diese wurden von
4.3.1.
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der Suva bis 2019 erhoben) herangezogen werden (BGE 136 V 297 E. 5.2 , 129 V 472
E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 592).
Der Beschwerdeführer war arbeitslos, als er am 28. Mai 2011 den Unfall erlitt.
Nach dem Unfall erzielte er in den Jahren 2013 und 2014 als Angestellter
Erwerbseinkommen und 2015 und 2016 war er bei der Ausgleichskasse als
Selbständigerwerbender gemeldet (Suva-act. 271). Per 1. Juni 2019 unterzeichnete er
einen Arbeitsvertrag als "Geschäftsführer, Koch-Pizzaiolo und Patentinhaber", gemäss
welchem er ein Einkommen von Fr. 5'300.-- pro Monat erzielte (Suva-act. 371 S. 3 f.),
was einem Jahreseinkommen von Fr. 68'900.-- inkl. 13. Monatslohn gemäss Ziff. 10
Arbeitsvertrag in Verbindung mit Art. 12 L-GAV entspricht. Vor dem Hintergrund, dass
der Beschwerdeführer bereits zehn Tage nach Antritt dieser Arbeitsstelle
krankgeschrieben wurde (vgl. Suva-act. 351 S. 4, 354 und 364) und dass angesichts
seiner Einschränkungen der rechten Hand eine Tätigkeit im Gastronomiebereich nicht
als besonders angepasst erscheint, kann dieses Einkommen nicht als
Invalideneinkommen hinzugezogen werden. Bei dieser Ausgangslage durfte die
Beschwerdegegnerin für die zahlenmässige Bestimmung des Invalideneinkommens in
der Verfügung und im Einspracheentscheid auf die Tabellenlöhne abstellen. Nach den
für den gesamten privaten Sektor massgeblichen Werten beträgt der monatliche
Bruttolohn bei 40 Stunden pro Woche Fr. 5'340.-- (LSE TA1 2016, Kompetenzniveau 1,
Männer, Total). Nominallohnindexiert und angepasst an die durchschnittliche
Wochenarbeitszeit im Jahr 2019 von 41.7 Stunden resultiert ein Jahreseinkommen von
Fr. 68'012.60 (Fr. 5'340.-- x 12 Monate / 40 Std. pro Woche x 41.7 Std. pro Woche x
1.004 [2017] x 1.005 [2018] x 1.009 [2019]). Soweit der Beschwerdeführer erklärt, er
könne höchstens noch ein Einkommen von "eventuell rund Fr. 30'000.--" erzielen, ist
dies nicht nachvollziehbar.
4.3.2.
Zu prüfen bleibt, ob vom obgenannten Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist.
Ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa
leidensbedingte Einschränkung, Alter und Beschäftigungsgrad), die nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige
Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des
Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Die Beschwerdegegnerin gewährte in der
Verfügung vom 6. März 2019 und im Einspracheentscheid vom 6. August 2019 einen
Tabellenlohnabzug von 5 % (Suva-act. 334 und 378 E. 3b). In der Beschwerdeantwort
erklärt sie, dieser Abzug sei zu Unrecht erfolgt, weil die leidensbedingten
4.4.
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5.
Weiter ist die Höhe der dem Beschwerdeführer zugesprochenen
Integritätsentschädigung zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm gestützt auf
die Beurteilung von Dr. I._ eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 5
% zu (Suva-act. 317). Er fordert eine Integritätsentschädigung basierend auf einem
Integritätsschaden von mindestens 10 % (act. G1).
Einschränkungen mit einer an die Handbeschwerden angepassten, körperlich leichten
Tätigkeit bereits berücksichtigt worden seien (act. G4 Ziff. III/4.1). Wie Kreisarzt Dr.
I._ festhielt, sind dem Beschwerdeführer alle manuell leichten Tätigkeiten ohne
besondere Anforderung an die dominante rechte Hand bezüglich Grob- und Feinarbeit
zumutbar. Das Gewichtslimit liege bei 7.5 kg, ausnahmsweise dürfe ein Gewicht bis 15
kg betragen bei beidhändigem Einsatz (Suva-act. 316 S. 8). Die Einschränkungen des
Beschwerdeführers wurden im Rahmen dieser medizinischen Leistungsbeurteilung
umfassend berücksichtigt (vgl. E. 3.2) und eine lohnmässige Einschränkung im
Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern ist nicht ersichtlich. Der 1976
geborene Beschwerdeführer steht sodann noch nicht im weit fortgeschrittenen
Lebensalter, weshalb auch das Merkmal "Alter" keinen Tabellenlohnabzug rechtfertigt.
Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer für den Folgen des Ereignisses vom 28.
Mai 2011 angepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Der
Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass selbst der von der
Beschwerdegegnerin ursprünglich gewährte Tabellenlohnabzug von 5 % - welcher
unter den vorliegenden Umständen das Maximum bildet - nicht zu einem
rentenbegründenden Invaliditätsgrad zu führen vermöchte.
Aus der Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von Fr. 68'012.60 mit dem
Valideneinkommen von Fr. 69'132.80 resultiert eine Erwerbseinbusse von 2 % und
folglich kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde bezüglich
Rentenanspruch ist damit abzuweisen.
4.5.
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der
Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift
bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich
während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich,
wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit,
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche
5.1.
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oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird
die Integritätsentschädigung gemäss Abs. 3 nach der gesamten Beeinträchtigung
festgesetzt. Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht
abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische
Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Die medizinische
Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von
der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind
für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV
bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für
den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben
ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a). Die Höhe der
Integritätsentschädigung stellt eine typische Ermessensfrage dar. Das
Versicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle
desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich auf Gegebenheiten abstützen
können, welche eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen
lassen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1, 126 V 75 E. 6).
Als Folge des Unfallereignisses besteht beim Beschwerdeführer ein medizinisch
nur teilweise erklärbares Schmerzsyndrom ulnar an der dominanten rechten Hand mit
leichter, rein sensibler Neuropathie des Ramus dorsalis Nervi ulnaris. Aufgrund der
intermetacarpalen Arthrodese IV und V rechts und der diskreten sensiblen Neuropathie
des Ramus dorsalis Nervi ulnaris erachtete Dr. I._ eine Integritätseinbusse von 5 %
als knapp erfüllt. Er betonte jedoch, dass die Basisarthrodese zweier
Mittelhandknochen und die diskrete, rein sensible Neuropathie eines kleinen
Nervenastes je für sich allein keine erhebliche Integritätsstörung darstellen würden
(Suva-act. 317 S. 1). Anhaltspunkte zur Höhe der Integritätsentschädigung liefern die
von der Suva publizierten Feinrastertabellen 1 und 5. Nach der Tabelle 1, welche den
"Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten" auflistet,
entspricht die völlige Gebrauchsunfähigkeit der gesamten oberen Extremität 50 %.
Eine Ulnarislähmung proximal entspricht 15 % und distal (intrinsische Handmuskulatur)
10 %. Die Tabelle 5 listet den "Integritätsschaden bei Arthrosen" auf und sieht dabei für
Fingergelenk-Arthrosen und Fingergelenk-Arthrodesen keinen Integritätsschaden vor.
Die in der Beschwerde erwähnten Werte (vgl. act. G1 Ziff. IV/4) beziehen sich wohl auf
die "Handgelenk-Arthrose" oder die "Handwurzel-Arthrose", für welche je ein
5.2.
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6.