Decision ID: ccb803f4-b6ea-51ad-ae62-8ba722ad4c5f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Gesuchsteller – gemäss den Akten ehemals ein Anhänger der arabischen Baath-Bewegung, welcher ursprünglich aus Syrien stammt, von dort im Jahre 1974 aus Furcht vor Verfolgung in den Irak geflohen sei und später die irakische Staatsangehörigkeit erlangt habe –  am 3. Dezember 1997 in der Schweiz um Asyl. Zur Begründung seines Asylgesuches machte er zur Hauptsache geltend, er habe sich die letzten Jahre in Griechenland aufgehalten, wo er aber über keinen geregelten Aufenthalt verfügt habe, und nun Griechenland aus Furcht vor einer Abschiebung in den Irak verlassen, da er im Irak um sein  zu fürchten habe. Dabei verwies er auf in der Vergangenheit im Irak erlittene Nachteile und brachte Gründe vor, welche zu einer  Verfolgung durch die irakischen Behörden führen würden.
Mit Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF; heute  für Migration [BFM]) vom 22. Juli 1999 wurde der Gesuchsteller als Flüchtling anerkannt und ihm Asyl in der Schweiz gewährt. Aus den Akten folgt, dass das BFM bei diesem Entscheid von der vorstehend unter Ziffer (1) rubrizierten irakischen Staatsangehörigkeit des  ausging und die Schreibweise seines Namens mit Aa.b._ verzeichnete.
B. Am 10. Juni 2008 wurde das BFM ... [von der für den Gesuchsteller zuständigen kantonalen Behörde] darum ersucht zu prüfen, ob im Falle des Gesuchstellers die Voraussetzungen für einen Widerruf der Flüchtlingseigenschaft erfüllt seien. Dabei zeigte die kantonale Behörde unter Verweis auf die Akten zu einem vom Gesuchsteller eingereichten Gesuch um Familiennachzug an, dass der Gesuchsteller in den Jahren 2007 und 2008 zweimal nach Syrien gereist sei, dass er dort im April 2008 eine syrische Staatsangehörige geheiratet habe und dass er eigenen Angaben zufolge über die syrische Staatsangehörigkeit verfüge. Vor diesem Hintergrund wurde der Gesuchsteller vom BFM mit Schreiben vom 10. September 2008 – im Hinblick auf eine allfällige Aberkennung seiner Flüchtlingseigenschaft und einen Widerruf des ihm gewährten Asyls – zur Stellungnahme aufgefordert. Der Gesuchsteller liess sich mit Schreiben vom 15. September 2008 sowie mit Telefaxeingabe vom 28. Oktober 2008 vernehmen, wobei er zur Hauptsache geltend machte, er sei irakischer
Seite 2
D-5078/2009
Staatsangehöriger und von den syrischen Behörden werde er als Ausländer betrachtet. Aufgrund dieser Ausführungen gab das BFM Abklärungen betreffend den Gesuchsteller durch die schweizerische Vertretung in Damaskus in Auftrag.
C. Mit Schreiben vom 2. April 2009 brachte das BFM dem mittlerweile vertretenen Gesuchsteller das Abklärungsergebnis der  Vertretung in Damaskus vom 25. Januar 2009 zur Kenntnis und lud ihn zur Stellungnahme ein. Der Gesuchsteller liess sich am 7. April 2009 durch seinen Rechtsvertreter vernehmen, wobei er in seiner  namentlich geltend machte, das Abklärungsergebnis weise  einen Fehler auf. Im Weiteren bekräftigte er sein Vorbringen, er sei irakischer Staatsangehöriger und er verfüge nicht über ein  in Syrien, womit keine Grundlage für einen Asylwiderruf . Aufgrund der Ausführungen des Gesuchstellers gab das BFM am 9. April 2009 ergänzende Abklärungen durch die schweizerische Vertretung in Damaskus in Auftrag. Einen Tag zuvor, mit Schreiben vom 8. April 2009, hatte das BFM dem Gesuchsteller antragsgemäss Einsicht in die Akten sowohl betreffend das ursprüngliche  als auch betreffend die bis dahin angelegten Akten in Sachen Asylwiderruf gewährt.
D. Nach Eingang der Antwort auf die ergänzende Botschaftsanfrage  das BFM mit Verfügung vom 12. Juni 2009 die  des Gesuchstellers und widerrief das ihm gewährte Asyl in der Schweiz. Zur Begründung seines Entscheides führte das BFM im Wesentlichen aus, der Gesuchsteller sei in den Jahren 2007 und 2008 mehrmals nach Syrien gereist und er habe dort geheiratet, er sei  Staatsangehöriger, er könne einen syrischen Pass beantragen und er werde von den syrischen Behörden nicht gesucht. In diesem Zusammenhang verwies das BFM insbesondere auf das Resultat der ergänzenden Botschaftsanfrage respektive auf die Antwort der  Vertretung in Damaskus vom 20. Mai 2009, welche das BFM zusammen mit seinem Entscheid offenlegte.
Aus den Akten folgt, dass das BFM bei diesem Entscheid von der  unter Ziffer (2) rubrizierten syrischen Staatsangehörigkeit des Gesuchstellers ausging und die Schreibweise seines Namens neu mit
Seite 3
D-5078/2009
B.aa._ verzeichnete (vgl. Verfügung vom 12. Juni 2009, S. 3 unten).
Vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen bleibt , dass der zuständige Sachbearbeiter des BFM einen Tag vor  der vorgenannten Verfügung einen BFM-internen Auftrag erteilt hatte, die Personendaten des Gesuchstellers hinsichtlich des , des Namens und der Staatsangehörigkeit zu ändern, und zwar auf B.ab._, Syrien (vgl. dazu Rubrum Ziffer [3]).
E. Am 29. Juni 2009 erhob der Gesuchsteller durch seinen  gegen den Entscheid des BFM Beschwerde, wobei er die  der Verfügung vom 12. Juni 2009 beantragte sowie um Erlass der Verfahrenskosten und um Gewährung der unentgeltlichen  ersuchte. In seiner Eingabe – welche er unter dem  Aa.b._ (gemäss Rubrum Ziffer [1]) einreichte – machte er zur Begründung seiner Beschwerde vorab geltend, durch die  Verfügung sei das rechtliche Gehör verletzt worden, da ihm das ergänzende Abklärungsergebnis erst mit diesem Entscheid  worden sei. In seinen weiteren Ausführungen hielt er namentlich fest, er sei irakischer Staatsangehöriger und seine ursprüngliche  aus Syrien stelle zum heutigen Zeitpunkt keinen  für das ihm vormals gewährte Asyl dar, und er brachte unter Herleitung verschiedener Argumentationslinien sowie unter Vorlage mehrerer Beweismittel vor, in seinem Fall seien die Voraussetzungen für eine Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und einen  nicht erfüllt. Schliesslich reichte er am 30. Juni 2009 ein weiteres Beweismittel zu den Akten.
F. Mit Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 – dem Rechtsvertreter des Gesuchsteller eröffnet am 31. Juli 2009 – stellte Richter Fulvio Haefeli in seiner Funktion als zuständiger Instruktionsrichter des  fest, das Verfahren müsse aufgrund der bestehenden Akten als aussichtslos bezeichnet werden, und wies das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) ab. Gleichzeitig wurde der Gesuchsteller aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu  (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Vor dem Hintergrund der nachfolgenden Er-
Seite 4
D-5078/2009
wägungen bleibt anzumerken, dass der Gesuchsteller im Rubrum  Zwischenverfügung unter den vorstehend unter Ziffer (3)  Personendaten B.ab._, Syrien, aufgeführt wurde.
G. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 4. August 2009 beantragte der Gesuchsteller namentlich, der im anhängig gemachten  zuständige Instruktionsrichter, Richter Fulvio Haefeli, habe in den Ausstand zu treten und er sei von der weiteren  der Beschwerde auszuschliessen. Gleichzeitig beantragte er die Aufhebung der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 und er erneuerte sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (im  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG). Daneben ersuchte er um eine  der angesetzten Frist zur Zahlung des einverlangten , bis über das Ausstandsbegehren entschieden sei.
H. Am 11. August 2009 teilte der Gesuchsteller durch seinen  mit, im hängigen Beschwerdeverfahren sei der einverlangte  einbezahlt worden, womit aber nicht die Rechtmässigkeit der Instruktionsverfügung vom 27. Juli 2009 anerkannt werde. Die  sei einzig erfolgt, damit im Beschwerdeverfahren kein  ergehe. An sämtlichen Anträgen in der Eingabe vom 4. August 2009 werde festgehalten.
I. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18.  2009 wurde in Bezug auf das vom Gesuchsteller anhängig  Beschwerdeverfahren D-4171/2009 ein Ausstandsverfahren gemäss Art. 38 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 34 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) eröffnet. Der Gesuchsteller wurde gleichzeitig aufgefordert, innert Frist zu präzisieren, welchen der in Art. 34 BGG genannten Ausstandsgründe er mit seinem Begehren . Im Übrigen wurde an dieser Stelle auf die Erhebung eines  für das Ausstandsverfahren verzichtet.
J. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 18. August 2009 ergänzte der Gesuchsteller sein Ausstandsbegehren. Gleichzeitig ersuchte er auch im Ausstandsverfahren um Erlass der Verfahrenskosten und  der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung.
Seite 5
D-5078/2009
K. Gestützt auf Art. 36 Abs. 2 BGG wurde Richter Fulvio Haefeli am 20. August 2009 von der im Ausstandsverfahren zuständigen  ersucht, innert Frist zu den vorgebrachten  Stellung zu nehmen. Richter Fulvio Haefeli reichte in der Folge am 31. August 2009 eine schriftliche Stellungnahme zu den Akten.
L. Mit Zwischenverfügung vom 3. September 2009 wurde dem  die vorgenannte Stellungnahme zur Kenntnisnahme zugestellt und die Möglichkeit eingeräumt, sich dazu innert Frist vernehmen zu lassen. Der Gesuchsteller liess in der Folge am 8. September 2009 durch seinen Rechtsvertreter mitteilen, in der Stellungnahme werde auf ein namentlich bezeichnetes Urteil des Bundesgerichts Bezug  und er ersuche um Zustellung einer Kopie dieses Urteils  um eine Erstreckung der ihm angesetzten Frist zur Stellungnahme. Unter Hinweis darauf, dass das erwähnte Urteil des Bundesgerichts im Internet öffentlich zugänglich ist, wurden mit Zwischenverfügung vom 11. September 2009 die Gesuche um Zustellung einer Urteilskopie  um Erstreckung der Frist zur Stellungnahme abgewiesen. Der  reichte daraufhin am 17. September 2009 eine  zu den Akten.
M. Mit Schreiben seines Rechtsvertreters vom 24. September 2009  der Gesuchsteller im vorliegenden Verfahren orientierungshalber die Kopie einer Eingabe zum Beschwerdeverfahren D-4171/2009 ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Über Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet das  endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Im Bereich dieser Verfahren ist das Bundesverwaltungsgericht auch zur abschliessenden Beurteilung von Ausstandsbegehren zuständig (Art. 38 VGG i.V.m. Art. 37 BGG; vgl. BVGE 2007/4 E. 1.1).
Seite 6
D-5078/2009
1.2 Bestreitet die Gerichtsperson, deren Ausstand verlangt wird, oder ein Richter beziehungsweise eine Richterin der Abteilung den , so entscheidet die Abteilung unter Ausschluss der  Gerichtsperson über den Ausstand (Art. 38 VGG i.V.m. Art. 37 Abs. 1 BGG). Der Entscheid ergeht in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern beziehungsweise Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG).
1.3 Will eine Partei den Ausstand einer Gerichtsperson verlangen, so hat sie dem Gericht ein schriftliches Begehren einzureichen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis erhalten hat (Art. 36 Abs. 1 BGG [erster Satz]). In der Eingabe vom 4. August 2009 wird auf die von Richter Fulvio Haefeli erlassene Instruktionsverfügung vom 27. Juli 2009 abgestellt, welche dem Rechtsvertreter des Gesuchstellers am 31. Juli 2009 eröffnet wurde. Das Ausstandsbegehren erfolgte in der zu beachtenden Form sowie innert nützlicher Frist, nämlich innert vier Tagen nach Eröffnung der erwähnten Zwischenverfügung. Der  ist schliesslich im Beschwerdeverfahren D-4171/2009  und damit zur Einreichung des Ausstandsbegehrens legitimiert.  sind die formellen Anforderungen an ein Ausstandsbegehren . In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass – anders als in der Stellungnahme von Richter Fulvio Haefeli vom 31. August 2009 sinngemäss zur Disposition gestellt – mit der Bezahlung des im  einverlangten Kostenvorschusses keineswegs das Interesse des Gesuchstellers an der Klärung der Frage einer allfälligen  des im Hauptverfahren zuständigen Instruktionsrichters  ist. Es ist von einem aktuellen Rechtsschutzinteresse an der Sache auszugehen und demnach auf das Ausstandsbegehren .
2. 2.1 Im Ausstandsbegehren vom 4. August 2009 wurde in erster Linie vorgebracht, Richter Fulvio Haefeli habe im Beschwerdeverfahren das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG in einer Weise abgelehnt, dass das weitere Verfahren nicht mehr als ausreichend offen bezeichnet werden könne. In der Eingabe vom 18. August 2009 wurde die Bestimmung von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG angerufen und geltend gemacht,  seien Umstände gegeben, welche geeignet seien, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Der Entscheid über ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung sei zwar in einem  zu treffen, da mit diesem Entscheid aber ein für den weite-
Seite 7
D-5078/2009
ren Verlauf des Prozesses wesentliches Präjudiz ergehe, sei als  zu verlangen, dass der Entscheid mit der liquiden  zu vereinbaren sei. Im Falle der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 sei dies nicht der Fall. Diesbezüglich führte der  an, er sei irakischer Staatsangehöriger und er werde vom BFM zu Recht weiterhin als solcher geführt. In der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 werde er jedoch plötzlich als syrischer Staatsangehöriger bezeichnet, womit von Richter Fulvio Haefeli kurzerhand die Fakten umgebogen würden, um Argumente für die behauptete  der Beschwerde zu konstruieren. Dies zeige die  deutlich auf. Der Gesuchsteller führte weiter an, Richter Fulvio Haefeli habe in seinem Entscheid einseitig auf die ergänzende  der schweizerischen Vertretung in Syrien vom 20. Mai 2009 , wonach er zwar keinen syrischen Pass besitze, er aber einen solchen beantragen könne. Er habe jedoch als Beweismittel einen  der australischen Auswanderungsbehörde eingereicht, wonach Syrien die doppelte Staatsbürgerschaft nicht akzeptiere. Auf dieses Beweismittel, welches das zentrale Ergebnis der Botschaftsauskunft widerlege, sei mit keinem Wort eingegangen worden, was belege, dass die Position des zuständigen Instruktionsrichters bereits . Unter Verweis auf das am 30. Juni 2009 nachgereichte  – ein Telefaxschreiben des syrischen Generalkonsulats, woraus sich ergebe, dass er ein „Expatriate“ sei und in Syrien nur über ein  Aufenthaltsrecht verfüge – machte der Gesuchsteller ferner geltend, Richter Fulvio Haefeli sei offensichtlich nicht gewillt, sich mit der zentralen Frage, ob er in Syrien über ein dauerhaftes  verfüge, auseinanderzusetzen. Zwar sei das Beweismittel in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 tatsachenweise erwähnt, jedoch mit keinem Wort in den Erwägungen diskutiert worden. Schliesslich führte der Gesuchsteller an, er habe durch Beweismittel aufgezeigt, dass er bei sämtlichen Aufenthalten in Syrien durch den syrischen  befragt worden sei. Die Erwägung in der  vom 27. Juli 2009, er habe sich jeweils „problemlos“ in Syrien aufgehalten, sei daher nicht mit der Aktenlage vereinbar. In der  vom 18. August 2009 machte der Gesuchsteller schliesslich , ein weiteres Indiz für die Unsorgfalt der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 sei, dass dort im Dispositiv unnötige Anordnungen  seinen Aufenthalt in der Schweiz gemacht worden seien. Es sei sodann zu beachten, dass sein korrekter Name B.aa._ sei.
Seite 8
D-5078/2009
In seinen weiteren Ausführungen in der Eingabe vom 4. August 2009 nahm der Gesuchsteller Bezug auf einen Pressebericht betreffend eine von Richter Fulvio Haefeli beim Bundesgericht eingereichte  betreffend den Geschäftsgang am . Diesbezüglich führte er an, dieser Vorgang habe gezeigt, dass sich Richter Fulvio Haefeli offensichtlich an einer möglichst raschen Erledigung und Abweisung von Verfahren und nicht an einer  Auseinandersetzung mit den aufgeworfenen Rechts- und  orientiere. Ein Richter, der das Erledigungsprinzip über alles stelle, verletze indes die Garantie von Art. 30 Abs. 1 BV,  der Einzelne Anspruch auf unparteiische, unvoreingenommene und unbefangene Beurteilung habe. Vorliegend zeige sich, dass  Fulvio Haefeli die genaue Beurteilung der Sache der von  sicher stehenden Abweisung der Beschwerde unterordne.  führt der Gesuchsteller an, aufgrund der vom  im Internet veröffentlichen Urteile lasse sich statistisch , dass Beschwerden immer dann eine deutlich geringere Chance auf eine Gutheissung hätten, wenn Richter Fulvio Haefeli an einem Verfahren beteiligt sei. Der Anschein der Voreingenommenheit sei auch dadurch erstellt.
2.2 In seiner Stellungnahme vom 31. August 2009 hielt Richter Fulvio Haefeli einleitend dafür, er habe aufgrund objektiver Aktenelemente – namentlich den eigenen Angaben des Gesuchstellers gegenüber ... [der zuständigen kantonalen Behörde] im Rahmen des von ihm  Verfahrens um Familiennachzug, dem Inhalt der vom  vorgelegten syrischen Heiratsurkunde und schliesslich der damit übereinstimmenden Feststellung im Botschaftsbericht vom 20. Mai 2009 – von der syrischen Staatsangehörigkeit des  ausgehen dürfen. Angesichts der Reisetätigkeit des  mute es widersprüchlich an und dürfte deshalb als unglaubhaft bezeichnet werden, wenn der Gesuchsteller nachweislich wiederholt nach Syrien gereist sei, dort aber immer mit Gefahr gerechnet haben wolle. Schliesslich führte Richter Fulvio Haefeli aus, dem  dürfte es zumutbar und möglich sein, auf die  des Irak – wo er als asylrechtlich verfolgt gelte – zu verzichten, womit der Problematik einer allfälligen doppelten Staatsangehörigkeit begegnet werden könnte. Ergänzend wurde eingebracht, die Annahme der syrischen Staatsangehörigkeit werde letztlich auch gerade durch zwei vom Gesuchsteller seit Anhebung des Ausstandsbegehrens nachgereichte Beweismittel gestützt. Betreffend die aufgeworfene
Seite 9
D-5078/2009
Frage der Schreibweise des Namens des Gesuchstellers wies Richter Fulvio Haefeli schliesslich darauf hin, dass er sich diesbezüglich an die Angaben im BFM-Dossier gehalten habe. Hier liege ein  vor, woraus dem Gesuchsteller kein Nachteil erwachsen sei. Ebenfalls kein Nachteil sei dem Gesuchsteller daraus erwachsen, dass in der Zwischenverfügung eine Standard-Dispositivziffer (betreffend dessen Aufenthalt in der Schweiz) verwendet worden sei.
Den Ausführungen des Gesuchstellers in Zusammenhang mit der von ihm eingereichten Aufsichtsanzeige an das Bundesgericht hielt Richter Fulvio Haefeli entgegen, in seinem diesbezüglichen Entscheid habe auch das Bundesgericht der Frage der Effizienz der Gerichtsarbeit  hohen und positiven Stellenwert beigemessen, weshalb nicht  sei, inwiefern seine Aufsichtsanzeige einen Ausstandsgrund im vorliegenden Verfahren bilden sollte. Und zum Vorhalt betreffend angeblich immer dann geringerer Prozesschancen, wenn er an einem Verfahren beteiligt sei, hielt Richter Fulvio Haefeli fest, die  sei unlogisch; mithin werde vom Gesuchsteller übersehen, dass alle Entscheide entweder mit Zustimmung eines weiteren Richters oder einer weiteren Richterin oder aber in Dreierbesetzung ergangen seien. Demnach wären auch den beteiligten Richtern und Richterinnen entsprechende Vorwürfe zu machen. Das Vorgehen alleine gegen  Person lasse auf eine selektive Abrechnung mit einem missliebigen Richter schliessen.
2.3 In seiner Replik vom 17. September 2009 machte der  im Wesentlichen geltend, die in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 abgegebene Hauptsachenprognose basiere auf einer oberflächlichen und unsorgfältigen Auseinandersetzung mit der  und den vorgelegten Beweismitteln, und er führte an,  Fulvio Haefeli bringe auch im Ausstandsverfahren zum Ausdruck, dass er nicht gewillt sei, sich mit zentralen Argumenten der  auseinanderzusetzen. Dabei geht der Gesuchsteller nochmals  auf seine Vorbringen im hängigen Beschwerdeverfahren ein, welche weiter vertieft und mit zusätzlichen Erklärungen ergänzt , unter anderem unter in Aussicht stellen einer Stellungnahme des UNHCR. Die Ausführungen von Richter Fulvio Haefeli im Rahmen der Stellungnahme vom 31. August 2009 betreffend einen möglichen  auf die irakische Staatsangehörigkeit erklärte er als absurd und an der Sache vorbeigehend, und er macht diesbezüglich geltend, in der Beschwerde würden Grundsatzfragen aufgeworfen, die Richter
Seite 10
D-5078/2009
Fulvio Haefeli jedoch nicht zur Kenntnis nehmen wolle. Der  hält im Weiteren nochmals dafür, es sei besonders stossend, dass er von Richter Fulvio Haefeli zu einem syrischen  umfunktioniert worden sei, habe ihn doch das BFM gemäss den Akten – in Kenntnis seiner syrischen Eltern und seines syrischen  – bis anhin immer als irakischen Staatsangehörigen . Die Argumentation von Richter Fulvio Haefeli stelle sich  gegen den rechtskräftigen Asylentscheid aus dem Jahre 1999, wozu das Widerrufsverfahren jedoch nicht zur Verfügung stehe.
Daneben bezog sich der Gesuchsteller in seiner Stellungnahme  auf die von Richter Fulvio Haefeli beim Bundesgericht  Aufsichtsanzeige zur Frage der Effizienz der Asylabteilungen des Bundesverwaltungsgerichts, wobei er in diesem Zusammenhang zur Hauptsache dafür hält, Richter Fulvio Haefeli ordne offensichtlich die sorgfältige Auseinandersetzung mit einer Beschwerde der raschen Verfahrenserledigung unter. Dies gestalte sich am effizientesten, wenn die Beschwerde einer mittellosen Person mit der Guillotine „ aussichtslos“ erledigt werde, da in diesem Fall damit gerechnet werden dürfe, dass der Kostenvorschuss nicht eingehe. Wer aber  die sorgfältige Auseinandersetzung mit einer Beschwerde der raschen Erledigung unterordne, der erscheine als befangen.
3. 3.1 Die Ausstandsregelung von Art. 34 ff. BGG gewährleistet den in Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und in Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verankerten Anspruch des Einzelnen darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen,  und unbefangenen Richter ohne Einwirkung von sachfremden Umständen entschieden wird (vgl. BGE 134 I 238 E. 2.1 S. 240 und BVGE 2007/5 E. 2.2 S. 38 f., je mit Hinweisen).
3.2 Von den in Art. 34 aufgezählten Gründen, welche zu einem  führen, kommt keiner der in Art. 34 Abs. 1 Bst. a - d BGG  Spezialtatbestände in Frage, sondern einzig die  von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG. Gemäss dieser Bestimmung haben Gerichtspersonen – Richter, Richterinnen, Gerichtsschreiber und Gerichtsschreiberinnen – in den Ausstand zu treten, wenn sie „aus anderen Gründen, insbesondere wegen besonderer Freundschaft
Seite 11
D-5078/2009
oder persönlicher Feindschaft mit einer Partei oder ihrem Vertreter  ihrer Vertreterin, befangen sein könnten“. Dieser  kommt die Funktion einer Auffangklausel zu, die – über den Bereich der namentlich erwähnten besonderen sozialen Beziehungen zwischen einer Gerichtsperson und einer Partei hinausgehend –  weiteren Umstände abdeckt, welche den Anschein der  einer Gerichtsperson erwecken und objektiv Zweifel an deren  zu begründen vermögen (vgl. dazu ISABELLE HÄNER, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, Art. 34, N. 6, 16 und 17).
3.3 Unter den Anwendungsbereich von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG  unter anderem bestimmte Konstellationen von sogenannter , welche nicht vom Spezialtatbestand zur Vorbefassung  Art. 34 Abs. 1 Bst. b BGG abgedeckt werden. Dies betrifft die Vorbefassung mit einer Sache auf Stufe der Verfahrensinstruktion,  die Befassung mit Gesuchen um Anordnung vorsorglicher Massnahmen und die Befassung mit Gesuchen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. HÄNER, a.a.O., Art. 34, N. 19). Für die vorliegend interessierende Frage – die Frage der Vorbefassung mit der Hauptsache im Rahmen der instruktionsweisen Beurteilung eines Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege – hat das Bundesgericht festgehalten, dass ein Richter oder eine Richterin nicht schon deswegen als voreingenommen gilt, weil er oder sie ein  Gesuch wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen hat. So setzt ein rechtsstaatliches Verfahren regelmässig voraus, dass schon vor dem eigentlichen Sachentscheid prozessuale Anordnungen  werden müssen, wozu auch die Behandlung von Gesuchen um  Rechtspflege gehört. Dass das damit befasste  dabei die Aussichten der Hauptsache abzuwägen hat,  für sich noch keine Voreingenommenheit, sondern ergibt sich aus dem Sinn der Verfahrensordnung (vgl. dazu BGE 131 I 113 E. 3.7.1; ebenso Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2003 Nr. 26 E. 3a-f [= VPB 68.42] bezüglich des Verfahrens vor der ehemaligen Schweizerischen  [ARK]). Zur Annahme von Befangenheit des betreffenden Richters oder der betreffenden Richterin müssen vielmehr weitere Gründe hinzutreten. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sich der zuständige Richter oder die zuständige Richterin bei der Beurteilung des Gesuchs um  der unentgeltlichen Rechtspflege bereits in einer Art festgelegt
Seite 12
D-5078/2009
hat, dass er oder sie einer anderen Bewertung der Sach- und  nicht mehr zugänglich und der Verfahrensausgang deswegen nicht mehr als offen erscheint (vgl. dazu BGE 131 I 113 E. 3.6 ab S. 119 unten).
3.4 Zur Ablehnung einer Gerichtsperson muss nicht deren  Befangenheit nachgewiesen werden. Es genügt, wenn Umstände glaubhaft gemacht werden, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BGG [zweiter Satz]). Dabei ist jedoch nicht auf das  Empfinden einer Partei abzustellen, sondern das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss in objektiver Weise begründet  (vgl. BGE 131 I 24 E. 1.1 mit Hinweisen). Richterliche  oder ein falscher Entscheid in der Sache können die  respektive Unparteilichkeit eines Richters oder einer  nur in Frage stellen, sofern objektiv gerechtfertigte Gründe zur Annahme bestehen, dass sich in den Rechtsfehlern gleichzeitig eine Haltung manifestiert, die auf fehlender Distanz und Neutralität beruht (vgl. REGINA KIENER, Richterliche Unabhängigkeit, Bern 2001, S. 105 f. mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss es sich dabei um besonders krasse Fehler oder wiederholte Irrtümer handeln, die eine schwere Verletzung richterlicher Pflichten darstellen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 5A_206/2008 vom 23. Mai 2008 E. 2.2 mit Hinweisen). Solche Mängel können sodann lediglich den Ausstand in einem bestimmten Verfahren bewirken und haben nicht zur Folge, dass die Gerichtsperson deswegen auch in allen anderen Verfahren als befangen erscheinen würde. Das verfahrensrechtliche Institut des Ausstands ist nicht geeignet, die allfällige Unfähigkeit eines Amtsträgers zu rügen (vgl. BENJAMIN SCHINDLER, Die Befangenheit der Verwaltung, Zürich/Basel/Genf 2002, S. 138 f.).
4. 4.1 Der Gesuchsteller hält in seinen Eingaben dafür, Richter Fulvio Haefeli habe sich in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 in einer Weise positioniert, welche den Ausgang der Hauptsache als bereits vorbestimmt erscheinen lasse. Sowohl aufgrund der Eingabe vom 4. August 2009 als auch der Replik vom 17. September 2009 ist davon auszugehen, dass beim Gesuchsteller der Eindruck der  der Sache vorab aufgrund eines Punktes entstanden ist, nämlich seiner Annahme, er sei im Rahmen der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 von Richter Fulvio Haefeli – quasi originär und insbeson-
Seite 13
D-5078/2009
dere wider eine bis zu diesem Zeitpunkt klar anders lautende  – kurzerhand von einem irakischen zu einem syrischen  umfunktioniert worden. So hält der Gesuchsteller Richter Fulvio Haefeli dem wesentlichen Sinngehalt nach eine Manipulation entscheidrelevanter Sachverhaltsumstände vor, wenn er anführt, er sei von Richter Fulvio Haefeli wider die Aktenlage zum syrischen  erklärt worden, und wenn von ihm explizit geltend  wird, von Seiten des zuständigen Instruktionsrichters sei es zu einer Verdrehung aktenkundiger Tatsachen gekommen. Wäre die Wahrnehmung des Gesuchstellers zutreffend, so wäre diesem Punkt durchaus eine besondere Bedeutung zuzumessen. Bei objektiver  der Akten erweist sich indes, dass die Vorhalte des  massgeblich auf einer unzutreffenden respektive  Wahrnehmung der Akten basieren, und zwar gerade hinsichtlich des Inhalts der Verfügung des BFM 12. Juni 2009.
In der Verfügung des BFM vom 12. Juni 2009 wird augenscheinlich  ausgegangen, der Gesuchsteller verfüge (auch) über die syrische Staatsangehörigkeit, wobei in entscheidrelevanter Hinsicht  auf diesen Umstand abgestellt wird. Der Inhalt der Verfügung des BFM vom 12. Juni 2009 darf diesbezüglich ohne weiteres als klar  werden. Aufgrund des Aufbaus der Verfügung vom 12. Juni 2009 wird vom BFM indes erst zum Schluss des Entscheides explizit ausgewiesen, dass das BFM in seiner Verfügung von einer geänderten Schreibweise des Namens des Gesuchstellers ausgeht und diesen nunmehr vorab als syrischen Staatsangehörigen führt (vgl. S. 3 unten). In der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juli 2009 werden demgegenüber, den üblichen Vorlagen des Gerichts , bereits eingangs – klar ersichtlich im Rubrum der  – die Angaben zur Identität des Gesuchstellers ausgewiesen. Aufgrund der Ausführungen des Gesuchstellers muss geschlossen werden, dass er sein Augenmerk alleine auf diesen Punkt gerichtet hat und darin eine Manipulation der Akten zu seinen Ungunsten erkennt. Anders lassen sich die vorerwähnten Vorhalte des Gesuchstellers an die Adresse des im Hauptverfahren zuständigen Instruktionsrichters nicht erklären. In diesem Zusammenhang ist jedoch darauf , dass das Fallbewirtschaftungssystem des  bei der Erfassung von Neueingängen im Bereich des Asyls  auf die Daten im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) zugreift – die vom BFM geführte Ausländer-Datenbank,  unter anderem Personen mit einem Bezug zu Asylverfahren
Seite 14
D-5078/2009
(vgl. dazu die Verordnung über das Zentrale  vom 12. April 2006 [ZEMIS-Verordnung; SR 142.513]) – und bei der Registrierung der als massgeblich geltenden Personendaten auf die dort unter der Rubrik „Hauptidentität“ verzeichneten Angaben zur Person abstellt. Im vorliegenden Hauptverfahren hat das BFM wie vorstehend erwähnt (vgl. Bst. D, zweiter Absatz) vor Erlass der  vom 12. Juni 2009 betreffend den Gesuchsteller eine neue Hauptidentität mit nunmehr syrischer Staatsangehörigkeit erfasst,  es amtsintern zu einem Schreibversehen betreffend den Vornamen des Gesuchstellers (ab._ statt aa._) gekommen ist. Werden diese Umstände technischer Natur mitberücksichtigt, so  als logisch, dass der Gesuchsteller im Rubrum der  vom 27. Juli 2009 als B.ab._, Syrien, aufgeführt . Den Vorhalten in Richtung einer Manipulation ist damit die  entzogen. Gleichzeitig kann dem im Hauptverfahren zuständigen Instruktionsrichter nicht unter Verweis auf eine falsche  eine angeblich unsorgfältige Verfahrensführung vorgehalten .
4.2 Der Gesuchsteller hält dem im Hauptverfahren zuständigen  in seinen weiteren Ausführungen zur Sache eine ungenügende Auseinandersetzung mit seinen Beschwerdevorbringen und namentlich ein einseitiges Abstellen auf den Inhalt der  Botschaftsantwort vom 20. Mai 2009 vor. Zur Untermauerung  diesbezüglichen Vorbringen erläutert, bekräftigt und ergänzt er  Vorbringen zur Hauptsache, und gelangt zum Schluss, im Rahmen des Beschwerdeverfahrens habe er Fragen von grundsätzlicher  aufgeworfen und Richter Fulvio Haefeli sei offenkundig nicht gewillt, sich mit diesen auseinanderzusetzen.
4.2.1 An dieser Stelle sei jedoch an den Prüfungsbereich des  Ausstandsverfahrens erinnert. Es kann nicht darum gehen, im Resultat eine umfassende Überprüfung der in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 im Rahmen eines summarischen Entscheides  Hauptsachenprognose auf deren (abschliessende) materielle  zu prüfen. Für eine solche Überprüfung bietet das  keinen Raum. Prüfungsbereich des Verfahrens kann einzig die Frage sein, ob sich der im Hauptverfahren zuständige  – namentlich aus sachfremden Motiven – in der Hauptsache bereits in einer Art festgelegt hat, dass er einer Änderung seines Standpunktes respektive einer anderen Bewertung der aufgeworfenen
Seite 15
D-5078/2009
Sach- und Rechtslage nicht mehr zugänglich ist, womit der  als nicht mehr offen erscheint. Insofern vermag der blosse Vorhalt einer abweichenden Meinung, auch wenn er sehr  ist, als Grundlage für ein Ausstandsbegehren nicht zu genügen.
Im Rahmen einer summarischen Begründung eines prozessleitenden Entscheides kann sodann nicht eine umfassende Auseinandersetzung mit einer Sache erwartet werden, sondern muss eine solche dem  vorbehalten bleiben. Dem Gesuchsteller ist jedoch insoweit zu folgen, als dass auch bei der Beurteilung eines Gesuchs um  der unentgeltlichen Rechtspflege – auch wenn dieser  im Rahmen eines summarischen Verfahrens ergeht – die  mit der Sache in einer angemessenen Dichte und in einer für die betroffene Partei subjektiv nachvollziehbaren Form  soll. Erfahren zentrale Punkte keine erkennbare Würdigung, so kann zumindest ein subjektives Misstrauen in die  des zuständigen Richters entstehen. Solches könnte aber wenn überhaupt nur dann auch objektive Gründe zur Befangenheit , wenn eine Auseinandersetzung mit der wesentlichen Aktenlage aus nicht nachvollziehbaren Gründen gänzlich fehlt. Aufgrund der nachstehenden Erwägungen ist dies vorliegend jedoch nicht der Fall.
4.2.2 In der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 hat Richter Fulvio Haefeli von den im Hauptverfahren vorgelegten Beweismitteln und vom Kern der Beschwerdevorbringen Kenntnis genommen. Die  werden namentlich erwähnt (vgl. dazu S. 2, al. 4 f.) und die geltend gemachten Beschwerdegründe werden – mit Ausnahme der Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs – in einer summarischen Auflistung zusammengetragen (vgl. dazu S. 3 [al. 8] bis S. 5 [al. 2]). Daran  wird von Richter Fulvio Haefeli ausgewiesen, auf welche Elemente er seine (im Resultat von den Beschwerdevorbringen ) Hauptsachenprognose stützt (vgl. dazu S. 6 [al. 3 – 7]). Es wird namentlich auf die wahrscheinlich bestehende syrische  und die wiederholte Reisetätigkeit des Gesuchstellers nach Syrien verwiesen. Dem Ergebnis der ergänzenden Botschaftsantwort vom 20. Mai 2009 wird dabei im Sinne einer Abwägung stärkeres  beigemessen als der Argumentationslinie des . Insoweit wurde der Kern der rechtlichen Überlegung zur Sache (Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und Widerruf des Asyls  Unterschutzstellung unter ein Land, über dessen  der Gesuchsteller verfügt) offengelegt. Die Gründe für den vor-
Seite 16
D-5078/2009
läufigen Positionsbezug des Instruktionsrichters, zu welchem er im Rahmen der Behandlung des Gesuches um die Gewährung der  Rechtspflege verpflichtet ist, werden damit grundsätzlich ausgewiesen. Gleichzeitig ist aufgrund der gesamten Aktenlage zu schliessen, der Instruktionsrichter habe bei seinem Entscheid – wie in seiner Stellungnahme vom 31. August 2009 geltend gemacht –  auf objektive Aktenelemente abgestellt. Alleine der , dass sich die Erwägungen in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 auf einige wenige Punkte konzentrieren, mithin die  bei objektiver Betrachtung als sehr summarisch bezeichnet werden darf, lässt schon deshalb nicht auf eine Befangenheit des  Richters schliessen, da die Einschätzung nachvollziehbar bleibt. Dass eine Auseinandersetzung mit der Rüge des rechtlichen Gehörs gänzlich fehlt, vermag an dieser Beurteilung letztlich nichts zu ändern, zumal eine Heilung einer allfälligen entsprechenden  gemäss herrschender Praxis durchaus möglich erscheint.
4.2.3 Auch aus der sprachlichen Formulierung in der Verfügung  sich keine Hinweise darauf, dass der Instruktionsrichter keine  der Gewinn- und Verlustchancen vorgenommen hätte. Die  in der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 sind insofern als hinreichend offen formuliert, als nicht zu erkennen wäre, dass Richter Fulvio Haefeli im Rahmen des Hauptverfahrens nicht gewillt sein sollte, sich mit den vom Gesuchsteller aufgeworfenen und  begründeten Sachverhalts- und Rechtsfragen – im Speziellen mit den Vorbringen der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der  nach der Möglichkeit eines dauerhaften Aufenthaltes in Syrien – vertieft auseinanderzusetzen und seine Position als Folge dieser  Würdigung der Sache gegebenenfalls zu revidieren. Objektive Gründe zur Annahme einer Befangenheit von Richter Fulvio Haefeli sind damit nicht ersichtlich.
4.3 Betreffend die übrigen Ausführungen des Gesuchstellers – im  seine Vorbehalte betreffend die Amtsführung von Richter Fulvio Haefeli im Allgemeinen – ist festzuhalten, dass auch diese eine Befangenheit im vorliegenden Einzelfall nicht zu begründen vermögen. Die Vorbringen betreffend eine angeblich mangelnde Kollegialität und eine angeblich generell einzig an der Frage der Effizienz interessierten Verfahrensführung, aber auch die eingebrachten Mutmassungen in statistischer Hinsicht respektive das Vorbringen betreffend eine  Chancenungleichheit im Falle der Behandlung einer Beschwerde
Seite 17
D-5078/2009
durch Richter Fulvio Haefeli, weisen keinen hinreichend konkreten  zur vorliegenden Sache auf und beschlagen kaum die Frage nach einer allfälligen Befangenheit im Einzelfall, sondern zielen im Resultat auf einen „generellen Ausstand“ der Gerichtsperson ab. Solche  können grundsätzlich nicht Gegenstand eines individuell  Ausstandsbegehrens sein, zumal nicht geltend gemacht wird, es würden durch Richter Fulvio Haefeli wiederholt schwere Fehler im Verfahren oder bei der rechtlichen Beurteilung begangen oder er  seine richterlichen Pflichten schwerwiegend.
5. Nach vorstehenden Erwägungen sind keine objektiven Gründe  gemacht, welche im Verfahren D-4171/2009 für eine Befangenheit von Richter Fulvio Haefeli sprechen würden. Bei dieser Sachlage ist das Ausstandsbegehren abzuweisen, womit auch dem Antrag um  der Zwischenverfügung vom 27. Juli 2009 keine Folge zu  ist (vgl. dazu Art. 38 VGG i.V.m. Art. 38 Abs. 1 BGG).
6. 6.1 Der Gesuchsteller hat im vorliegenden Ausstandsverfahren um  der Verfahrenskosten im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht. Da im Zeitpunkt der Einreichung seiner Rechtsbegehren die Sache nicht als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen war und aufgrund der gesamten Aktenlage von der prozessualen Armut des  auszugehen ist, ist diesem Gesuch zu entsprechen und sind dem Gesuchsteller im vorliegenden Verfahren keine Kosten aufzuerlegen.
6.2 Der Gesuchsteller hat im vorliegenden Ausstandsverfahren ferner um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG ersucht. Dieses Gesuch ist abzuweisen, da im vorliegenden Verfahren – auch wenn es sich dabei um ein  handelt – nicht notwendigerweise von einem Bedarf an  Unterstützung auszugehen ist, zumal sich keine komplexen Sach- und Rechtsfragen stellten.
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 18
D-5078/2009