Decision ID: b392f2a3-3dfd-406a-a726-b16acab3ca8d
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1950 geborene
X._
ist gelernter Maschinenmechaniker und arbeitete von 1989 bis Ende April 2012 in diesem Beruf bei der
Y._
. Am 28. Oktober 2011 meldete er sich unter Hinweis auf diverse Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). In der Folge tätigte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, beruflich-erwerbliche (Urk. 8/5, 8/10
)
sowie m
edizinische (Urk. 8/11, 8/12) Abklärungen
, zog die
Akten des Krankentaggeldversicherers Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (Allianz) bei (Urk. 8/8, 8/15, 8/27)
und klärte vorab die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten ab (Urk. 8/14-17, 8/19)
.
N
ach
Erlass des Vorbescheides vom 20. Februar 2012 (
Urk. 8/23)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten
gestützt auf das Gutachten des
Z._
vom 9. März 2012 (Urk. 8/27)
mit Verfügung vom 4. April 2012 eine Viertelsrente ab April 2012 zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 11. Mai 2012 Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente ab dem 1. April 2012 zuzusprechen, eventualiter sei ein neutra
les, umfassendes polydisziplinäres Gerichtsgutachten zu erstellen, subeventua
liter seien ihm Eingliederungsmassnahmen, insbesondere berufliche Massnah
men, zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2012
beantrag
te die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Repli
cando hielt der Beschwerdeführer am 3. Juli 2012 an seinen Anträgen fest (Urk. 11). Mit Eingabe vom 29. August 2012 verzichtete die Beschwerdegegne
rin auf eine Duplik (Urk. 15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechend
er medizinischer Be
richte den Prozess nicht erled
igen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforde
rlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was
vo
r allem bei psychischen Fehlentwicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der un
d gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolg
erungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Expert
e oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stützt
e
sich bei ihrem Entscheid vor allem auf das Gut
achten des
Z._
, wonach dem Beschwerdeführer eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Arbeiten über Schulterhöhe
und
nur selten
in
Hockestellungen
sowie
selten
mit
wiederholte
n
Kniebeugen
zumutbar sei. Der Einkommensver
gleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 41 % und damit Anspruch auf eine Viertelsrente (Urk. 2, 8/27/5).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, er sei von der Beschwerdegegnerin nie untersucht oder begutachtet worden. Zudem habe die Beschwerdegegnerin keine Kenntnis seiner neu aufgetretenen Herzprobleme
gehabt
. Er sei selbst in der Verrichtung einer leichten Tätigkeit zu 1
00 % arbeitsunfähig (Urk. 1
).
3.
3.1
Das
Z._
führte eine rheumatologisch
-orthopädische
B
egutachtung (
A._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation) mit zusätzlicher Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit EFL (verteilt auf 2 Tage
, 20./2
1.
Februar 2012
) durch. Weiter standen die Akten der Beschwerdegegnerin sowie bisherige
bildgebende B
efunde zur Verfügung.
3.1
.1
Gestützt auf ihre rheumatologischen Untersuchungsbefunde (Urk. 8/27/8-9) stellte
A._
folgende Diagnosen
(
Urk.
8/27/1-2)
:
"
Adhäsive Kapsulitis Schulter rechts (adominante Seite)
mit/bei
Status nach
Schulterarthroskopie rechts und AC-Gelenksresektion, Acromio
plastik, langer Bizepssehnentenodese am 30. August 2011 wegen Subsca
pularis-II-Läsion, anterior instabiler langer Bizepssehne, subacromialem Impingement und schwerer symptomatischer AC-Gelenksarthrose
Aktuell: erhebliche Bewegungseinschränkung, eingeschränkte Schulterbelast
barkeit, Schmerzen
Periarthropathia humeroscapularis links (dominante Seite) mit/bei
Status nach Schulterarthroskopie links, Tenodese
d
er langen Bizepssehne, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion am 14. Oktober 2010 wegen dege
nerativer SLAP-II-Läsion, Buford-Komplex, subacromialem Impingement und AC-Gelenksarthrose
Status nach passagerer leichter adhäsiver Kapsulitis
Klinisch Bizepsseh
nen
abriss
Aktuell belastungs
abhängige Krämpfe M. bizeps, sonst relativ beschwerde
arm
Femoropatellararthrose rechts
mit/bei
Status nach VKB-Plastik und wiederholten Teilmeniskektomien medial, zuletzt 7. Juni 2011
Aktuell: reizloses Kniegelenk, intakte Kniegelenksfunktion, belastungsabhän
gige Schmerzen
Arterielle Hypertonie
“
3.1.2
Aufgrund der EFL stellten die Gutachter als arbeitsbezogen relevante
s
Problem
eine verminderte Belastungstoleranz der beiden Schultern (insbesondere rechts) und des rechten Knies fest.
Die Belastbarkeit lag gemäss den Experten
allgemein
im Bereich einer leichten bis mittelschweren Arbeit und damit deutlich unter den Anforderungen der bisherigen Arbeit. Eine
leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags sei zumutbar, wobei die bei der EFL ermittelten Gewichtslimiten nicht überschritten werden sollten. Arbeiten über Schulterhöhe sollten nicht vorkom
men. Hockestellung
en
seien
bis maximal eine halbe Stunde pro Tag
verteilt
,
wiederholte Kniebeugen bis maximal drei Stunden pro Tag verteilt möglich
(Urk.
8/27/4-5
).
Auf Ergänzungsfrage der Allianz spezifizierten die Gutachter, dass sie nach Klärung der medizinischen Situation Ende April von einer ganz
tags zumutbaren adaptierten leichten, nicht schulterbelastenden Tätigkeit mit Wechselbelastung gemäss im Gutachten beschriebenen Belastungsprofil ausgin
gen. Sollte ein operatives Vorgehen notwendig sein, würde sich der berufliche Einstieg um die Nachbehandlungszeit verschieben (Urk.
3/10
).
3.1
.3
Das Gutachten des
Z._
legt nachvollziehbar dar, bei welchen Tätigkeiten der Bes
chwerdeführer eingeschränkt ist.
Es entspricht damit den rechtsprechungs
gemässen Kriteri
en an ein Gutachten (vgl. E. 1.4
), weshalb ihm voller Beweis
wert zuzuerkennen ist.
3.2
Der Beschwerdeführer stellt
e
sich auf
den Standpunkt,
gemäss den eingereich
ten medizinischen Berichten und unter Berücksichtigung sämtlicher medizini
scher Leiden (Schulter links und rechts, Herz, Knie links und rechts) sowie der noch anstehenden Operationen sei erstellt, dass er selbst in der Verrichtung einer leichten Tätigkeit zu 100 % erwerbsunfähig sei. Da
ihn
die Beschwerde
gegnerin nie
untersucht bzw. ein Gutachten in Auftrag gegeben
und offensicht
lich keine Kenntnis der neu aufgetretenen Herzprobleme gehabt habe, habe sie gegen die Untersuchungsmaxime verstossen
(Urk. 1 S. 8 f.)
. Im Weiteren
könne ihm die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit nicht mehr zugemutet werden. Zudem
habe er gemäss dem Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
(Urk. 11. S. 4 und S. 5
f.)
.
3.2
.1
Die
vom Beschwerdeführer erwähnten Berichte
und Arztzeugnisse
de
r behandelnden Ä
rzte
der
B._
,
insbesondere
C._
, Leitender Arzt Traumatologie,
vom 22. Dezember 2010 (Urk. 8/8/17-18), 20. Juli 2011 (Urk. 8/8/15-16), 16. August 2011 (Urk. 8/8/10-11), 24. November 2011 (Urk. 3/7-8) sowie 16. Mai 2012 (Urk. 12) bzw. der behandelnden Ärzte der
D._
, vom 15. und 23. März 2012 (Urk. 3/11.1, 3/11.2)
sind
nicht geeignet, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in einer der Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit zu belegen. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte, zeugen die Berichte der behandelnden Ärzte des
D._
von einer erfolgreichen Operation und es lässt sich weder aus ihnen noch aus der übrigen Aktenlage ableiten, dass die im März 2012 neu aufgetretenen Herzbeschwerden dauernde Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätte
n
.
Zwischen den von
C._
in seinem Bericht vom 16. Mai 2012 angegebenen Einschränkungen (Arbeitsunfähigkeit für Arbeiten über Brusthöhe und Arbeiten von mehr als fünf Kilogramm pro Schulter sowie längeres Gehen, Treppensteigen und auf unebenem Gelände
, vgl. Urk. 12 S. 2) u
nd dem vom
Z._
festgelegten Zumutbarkeitsprofil (Urk. 8/27/5, 3/10) bestehen keine releva
nten Unterschiede. Weiter hielt
C._
bereits
im Bericht vom 23./24. November 2011
(Urk. 8/12) fest, dass in einer angepassten Tätigkeit ohne langes Stehen und Heben schwerer Lasten über Brusthöhe eine volle Leistungsfähigkeit erreicht werden könne (Urk. 8/12/8-9).
Die übrigen B
erichte
der behandelnden Ärzte des
B._
, welchen ebenfalls keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu entnehmen ist,
liegen zeitlich weiter zurück und sind schon aus diesem Grund nicht mehr aussagekräftig.
Gestützt auf das
Z._
-Gutachten und den Verlaufsbericht des
C._
vom 1
6.
Mai 2012 (
Urk.
12) ist deshalb mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine vorwiegend im Sitzen auszuübende leichte Tätigkeit vollschichtig zumutbar ist.
3.
2.2
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist (Urteil
des Bundesgerichts
I 831/05 vom 2
1.
August 2006 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verblie
bene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkei
ten massgebend sind (beispielsweise Art und Beschaffenheit des Gesundheits
schadens und seiner Folgen; absehbarer Umstellungs- und Einarbeitungsauf
wand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich; vgl. das bereits angeführte Urteil I 831/05 a.a.O.). Das Eidgenössische Versicherungsge
richt hat etwa einen 60-jährigen Versicherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war, als zwar nicht leicht vermittelbar erachtet. Es sah aber mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt gleichwohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsar
beiten auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden, und der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittelschwere Arbeiten im Gehen, Ste
hen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil
I
376/05 vom
5.
August 2005 insbesondere E. 4.2). Bejaht hat das Eidgenössische Versicherungsgericht auch die Verwert
barkeit der Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener psychischer und physischer Limitierungen (es bestanden u.a. rheumatologische und kardiale Probleme) um 30
%
einge
schränkten Leistungsfähigkeit (Urteil
I
304/06 vom 2
2.
Januar 2007 E. 4.1 und 4.2). Verneint wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines über 61-jährigen Versicherten, der über keine Berufsausbildung verfügte, bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50
%
zumutbaren feinmotorischen Tätigkeiten keinerlei Vorkenntnisse besass, dessen Teilarbeitsfähigkeit weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen unterlag und dem von den Fachleuten der Berufsberatung die für einen Berufswechsel erforderliche Anpassungsfähig
keit abgesprochen wurde (Urteil
I
392/02 vom 2
3.
Oktober 2003 E. 3.2 und 3.3). Als unverwertbar erachtet wurde auch die 50%ige, durch verschiedene Auflagen
zusätzlich limitierte Arbeitsfähigkeit eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden (Urteil
I
401/01 vom
4.
April 2002 E. 4c und d), ebenso eine 50%ige Arbeitsfähigkeit einer im Verfügungszeitpunkt 61 Jahre und einen Monat alten Versicherten, die bezüg
lich der für sie in Frage kommenden Tätigkeiten einer Umschulung bedurft hätte (Urteil
des Bundesgerichts
9C_437/2008 vom 1
9.
März 2009 E. 4 mit wei
teren Hinweisen).
Im Lichte der dargelegten Grundsätze und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Men
schen entwickelt hat, ist ein invaliden
versicherungs
rechtlich erheblicher fehlen
der Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt zu verneinen. Dieser war im massgeblichen Verfügungzeitpunkt (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4) 61.5 Jahre alt und daher zwar nicht leicht vermittelbar. Indes sind die Anstellungschancen auf dem von Gesetzes wegen als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt für intakt zu erachten.
Dies gilt umso mehr, weil die dem Beschwerdeführer offen stehen
den zumutbaren Tätigkeiten nicht so vielen Einschränkungen unterliegen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre.
Der Beschwer
deführer
ist ausgebildeter
Maschinenmechaniker und verfügt in diesem Bereich über eine langjährige
Berufse
r
fahrung, was ihm aufgrund eines nur geringen Umstellungs- und Einarbeitungsaufwandes den Einstieg
in diverse Hilf
stätig
keiten vereinfacht. Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines Vollpensums erwerbsfähig ist.
3.2.3
Dass die Beschwerdegegnerin nicht bereit gewesen wäre, geeignete berufliche Massnahmen durchzuführen, wenn sich der Beschwerdeführer dazu hätte ent
schliessen können, ist nicht dargetan und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Beschwerdegegnerin führte zwei Abklärungsgespräche (Urk. 8/17/1 und 4) zur beruflichen Neuorientierung durch. Nachdem für den Beschwerdeführer aber anlässlich des Gesprächs vom 11. Januar 2012 weiterhin weder eine Umschu
lung noch eine Stellensuche Thema war, sondern er die Optionen erwog, entwe
der die Zeit von Ende Krankentaggeldzahlungen bis zur Pensionierung mit Stempeln bzw. einer Teilzeitstelle zu überbrücken oder sich mit einer Über
gangsrente frühpensionieren zu lassen, schloss diese die Berufsberatung ab (vgl. Verlaufsprotokoll, Urk. 8/17/5-6). Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf interessiert war, an beruflichen Massnahmen teilzunehmen und sich diesbezüglich bei der Beschwerdegegnerin meldete, sind keine ersicht
lich. Angesichts dieser Aktenlage ist der vom Beschwerdeführer erhobene Vor
wurf mangelnder Bemühungen um berufliche Eingliederung unbegründet.
3.3
Aufgrund der
vom behandelnden Arzt im Verlaufsbericht vom 1
2.
Mai 2012 bestätigten
Feststellungen im Gutachten des
Z._
kann somit davon ausgegan
gen werden, dass es dem Beschwerdeführer bei Aufbietung allen
guten Willens (BGE 131 V 49 E
. 1.2 S. 50 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozial
versicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungs
pflicht zuzumuten ist, seine Arbeitsfähigkeit von 100 % auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt in einer seinen körperlichen Beschwerden angepassten Tätig
keit zu verwerten. Weitere Beweiserhebungen erscheinen daher unnötig (antizi
pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/ 2007 vom 6. Dezember 2006 E. 5.2.2 mit Hinweisen), zumal der Umstand allein, dass das Gutachten des
Z._
im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erfolgt war, nicht zwingend weitere Untersuchungen durch die Beschwerdegegnerin erfor
dert (vgl. Dazu BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweisen) und im Übrigen nicht geltend gemacht wurde, dass und welche Erhebungen der Ärzte des
Z._
falsch wären.
4.
Die Beschwerdeführerin legte das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin für das Jahr 2010 auf Fr. 93‘848.
--
fest
, was unbe
stritten blieb und nach Lage der Akten nicht zu beanstanden ist (Urk. 8/10/3).
Das
Invalideneinkommen von Fr. 55‘048
.
-- errechnete sie anhand des
vom Bundesamt für Statistik erhobenen
Zentralwerts für einfache und repetitive Tätigkeiten (Stand 2010), den sie
der
im Jahre 2010 geltenden betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,6 Stunden
anpasste und um 10 % kürzte. Hieraus ermittelte sie eine Erwerbseinbusse von 41 % (
Urk.
2 S. 2 f.).
Obwohl
für die Ermittlung des Valideneinkommens grundsätzlich entschei
dend ist, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Renten
beginns tatsächlich verdient hätte (Urteil des Bundesgerichts I 457/06 vom 14. Februar 2007 E. 4.1 mit Hinweisen), und sich daher der Einkommensver
gleich auf das Jahr 2011
(Ablauf des Wartejahres)
und nicht 2010 beziehen müsste
, ist das unbestritten gebliebene
Vorgehen der IV-Stelle
jedenfalls im Resultat
nicht zu beanstanden, verläuft doch die Nominallohnerhöhung beim Validen- wie beim Invalideneinkommen
weitgehend
parallel.
Da auch der Rentenbeginn zu keiner Korrektur Anlass gibt,
verfügte die Beschwerdegegnerin zu Recht eine Viertelsrente der Invalidenversicherung ab 1. April 2012
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di
e Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und u
nabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen. Ausgangsgemäss ist diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.