Decision ID: eefd2c78-c917-4ba1-878b-89876494b1ca
Year: 2004
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- S.S. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 1, I-strasse, Y.. Es umfasst eine in der
Zone WG3 liegende Grundfläche von 1'925 m2 sowie das Mehrfamilienhaus Vers.-Nr.
1, das Dreifamilienhaus Vers.-Nr. 2 und das Wohn- und Geschäftshaus Vers.-Nr. 3. Das
über einen Zwischenbau mit dem Dreifamilienhaus Vers.-Nr. 2 verbundene
Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 wurde in den Jahren 2001 und 2002 erstellt. Vorgängig
wurden zwei Lagerschuppen Vers.-Nrn. 4 und 5 und ein Unterstand mit Ölmagazin
Vers.-Nr. 6 abgebrochen. Mit Schätzung vom 13. Januar 2003 wurden Neu- und
Zeitwert des Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 1 auf Fr. 1'580'000.-- festgesetzt. Die
Zeitwerte der abgebrochenen Gebäude hatten gemäss Schätzung vom 27. September
1993 Fr. 185'000.-- (Vers.-Nr. 4 Fr. 73'000.--, Vers.-Nr. 5 Fr. 36'000.--, Vers.-Nr. 6 Fr.
76'000.--) betragen.
B.- Mit Rechnung Nr. 70.01080 vom 13. Februar 2003 veranlagte die politische
Gemeinde Y. S.S. auf der Basis des Neu- und Zeitwertes des Mehrfamilienhauses
Vers.-Nr. 1 von Fr. 1'580'000.-- mit "Anschlussgebühren" von Fr. 60'040.--
(Gewässerschutzbeitrag Fr. 41'080.-- [2,6 %], Kabelanschlussgebühren Fr. 12'640.--
[0,8 %], Wasseranschlussgebühren Fr. 6'320.-- [0,4 %]). Sie brachte davon
Vorauszahlungen von Fr. 40'276.80 in Abzug (Gewässerschutzbeiträge Fr. 27'040.--,
Fr. 480.-- [Abbruch Vers.-Nr. 6], Fr. 276.80 [Abbruch Vers.-Nr. 4];
Kabelanschlussgebühr Fr. 8'320.--; Wasseranschlussgebühr Fr. 4'160.--], jeweils ohne
separat berechnete und ebenfalls in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer) und schlug
Mehrwertsteuern von Fr. 1'389.65 (2,4 % von Fr. 2'160.--, 7,6 % von Fr. 13'283.20 und
von Fr. 4'320.--) hinzu. Daraus ergab sich ein Rechnungsbetrag von Fr. 21'152.85.
Gegen diese Veranlagung erhob S.S. am 26. Februar 2003 Einsprache beim
Gemeinderat der politischen Gemeinde Y.. Mit Rechnung Nr. 70.01095 vom 3. März
2003 wurde daraufhin die Veranlagung korrigiert und eine weitere Vorauszahlung von
Fr. 172.80 (Abbruch Vers.-Nr. 5) in Abzug gebracht. Der Zuschlag für die
Mehrwertsteuer reduzierte sich entsprechend um Fr. 13.10 (7,6 % von Fr. 172.80).
Daraus ergab sich ein Rechnungsbetrag von Fr. 20'966.95. S.S. liess am 17. März 2003
an der Einsprache festhalten. Der Gemeinderat stellte mit Entscheid vom 24. März
2003 (versandt am 31. März 2003) fest, die Rechnung Nr. 70.01080 vom 13. Februar
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2003 sei aufgehoben (Ziff. 1), wies die Einsprache ab (Ziff. 2) und hielt fest, der
Verzugszins sei auch für die Zeit des Einsprache- oder Rekursverfahrens geschuldet
(Ziff. 3).
C.- Gegen diesen Entscheid erhob S.S. durch seinen Vertreter mit Eingabe vom 10.
April 2003 und Ergänzung vom 22. Mai 2003 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission. Er beantragt, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
seien nach Augenschein Ziff. 2 und 3 des angefochtenen Entscheides und die
zugrunde liegende Rechnung Nr. 70.01095 vom 3. März 2003 über Fr. 20'966.95
aufzuheben und die Anschlussgebühren für Gewässerschutz, Strom und Wasser
bezüglich Wohn- und Geschäftshaus Vers.-Nr. 1 auf insgesamt höchstens Fr. 10'000.--
zuzüglich Mehrwertsteuer festzusetzen.
Mit Vernehmlassung vom 13. Juni 2003 beantragte die Vorinstanz, der Rekurs sei,
soweit darauf eingetreten werden könne, abzuweisen.
Am 16. Juni 2003 reichte die Vorinstanz zusätzliche Angaben insbesondere zum
Zeitpunkt des Baubeginns und der Installation von Strom- und Wasserzählern nach.
Mit Schreiben vom 26. Juni 2003 nahm der Rekurrent unaufgefordert zur
vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung. Gleichzeitig beantragte er eine mündliche
Verhandlung. Zur Stellungnahme des Rekurrenten äusserte sich die Vorinstanz mit
Eingabe vom 4. Juli 2003.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 10. April 2003 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 22. Mai 2003 in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. f Ziff. 4, 45, 47 Abs. 1
und 48 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt:
VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten. Dies gilt auch, soweit die dem angefochtenen
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Entscheid zugrunde liegende Rechnung die Beiträge für Strom- und Wasseranschluss
betrifft. Zwar setzt sich der Rekurrent in der Begründung seines Antrags auf Aufhebung
des angefochtenen Entscheides und der zugrunde liegenden Rechnung in erster Linie
mit dem Kanalisationsanschlussbeitrag auseinander. Die aufgeworfenen Fragen stellen
sich jedoch in vergleichbarer Weise auch bei der Veranlagung der Anschlussbeiträge
für Strom und Wasser. Der Rekurrent macht denn auch in allgemeiner Weise geltend,
eine unterschiedliche Behandlung von Neubauten, die eine bereits bestandene Baute
ersetzen, einerseits und Um- und Erweiterungsbauten anderseits, sei nicht
gerechtfertigt (vgl. Rekursergänzung Ziff. 6). Dementsprechend ist nicht davon
auszugehen, dass der Rekurrent die umstrittene Rechnung bezüglich dieser Positionen
in Teilrechtskraft erwachsen lassen wollte. Vielmehr beziehen sich einerseits der Antrag
und anderseits die Begründung - wenn teilweise auch bloss sinngemäss - auf alle drei
Beiträge.
2.- Abweichend vom Grundsatz des einfachen Schriftenwechsels im Verfahren vor der
Verwaltungsrekurskommission (ständige Rechtsprechung zu Art. 53 Abs.1 VRP) wird
eine zweite Eingabe des Beschwerdeführers zugelassen, wenn in der Vernehmlassung
eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers beantragt wird, wenn darin neue, zuvor
nicht erörterte, prozessuale Vorfragen aufgeworfen oder wenn neue Rechts- oder
Tatsachenbehauptungen vorgetragen werden, die für die Beurteilung der Streitsache
von erheblichem Einfluss sind. Die zweite Eingabe hat sich sachlich auf die Umstände
zu beschränken, die sie rechtfertigen (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz 951 mit Hinweisen).
Die zusätzliche Stellungnahme des Rekurrenten vom 26. Juni 2003 ist zulässig, da sie
sich mit Argumenten befasst, welche die Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 13.
Juni 2003 erstmals vorbrachte. Darin wurde beantragt, es sei auf den Rekurs teilweise
nicht einzutreten. Sodann wurde im Zusammenhang mit dem Kostendeckungs- und
Äquivalenzprinzip auf die Kosten eines Projektes für den Ausbau und die Sanierung der
Abwasserreinigungsanlage hingewiesen. Schliesslich bezieht sich die zusätzliche
Stellungnahme des Rekurrenten auf den Hinweis der Vorinstanz in ihrem Schreiben
vom 16. Juni 2003, wonach der Rekurrent das nicht verschmutzte Wasser einem
Sickerschacht zuleite. Die Vorinstanz ihrerseits nimmt im daraufhin zusätzlich
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eingereichten Schreiben vom 4. Juli 2003 Stellung zur letzten Frage Stellung, so dass
sich auch diese Eingabe noch als zulässig erweist.
3.- Der Rekurrent beantragt die Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Gemäss
Art. 55 VRP wird eine mündliche Verhandlung angeordnet, wenn sie zur Wahrung der
Parteirechte notwendig ist oder zweckmässig erscheint.
a) Zur Wahrung der Parteirechte ist eine mündliche Verhandlung anzuordnen, wenn ein
Anspruch gestützt auf Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt: BV) oder Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101,
abgekürzt: EMRK) besteht (vgl. Botschaft, ABl 1994 S. 2349). Art. 29 Abs. 2 BV
gewährt kein Recht auf mündliche Äusserung (BGE 115 II 129 E. 6a mit Hinweisen zum
früheren Verfassungsrecht) und geht diesbezüglich jedenfalls nicht über den in Art. 6
Ziff. 1 EMRK verankerten Minimalanspruch hinaus. Der Anspruch auf öffentliche
Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK erstreckt sich auf Verfahren, in denen über
zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen oder über die Stichhaltigkeit
strafrechtlicher Anklagen entschieden wird. Da die umstrittene Beitragserhebung
offensichtlich nicht pönal begründet ist, bleibt zu prüfen, ob ihr ein zivilrechtlicher
Anspruch oder eine zivilrechtliche Verpflichtung zugrunde liegt. Die Konventionsorgane
verneinen den zivilrechtlichen Charakter von Abgaben und nehmen die entsprechenden
Streitigkeiten vom Anwendungsbereich des Art. 6 Ziff. 1 EMRK aus. Nicht
zivilrechtlicher Natur ist etwa der Streit über die Leistung von Beiträgen für das Recht,
einen Gemeindeweg zu benutzen sowie jener über Müllabfuhrgebühren (vgl. R. Herzog,
Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 280 mit Hinweisen;
A. Kley-Struller, Art. 6 EMRK als Rechtsschutzgarantie gegen die öffentliche Gewalt,
Zürich 1993, S. 47 mit Hinweisen). Entsprechend dieser Rechtsprechung der
Konventionsorgane kann der Rekurrent in der vorliegenden, Kausalabgaben
betreffenden Streitigkeit aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK keinen Anspruch auf Durchführung
einer mündlichen Verhandlung ableiten (vgl. dazu auch VRKE I/2 vom 16. Februar 2000
in Sachen A.M. AG und W.F., E. 3a).
b) Als zweckmässig im Sinn von Art. 55 VRP erscheint die Durchführung einer
mündlichen Verhandlung im Interesse der Streiterledigung insbesondere im Hinblick
auf eine gütliche Verständigung (vgl. Botschaft, ABl 1994 S. 2349).
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Es ist nicht ersichtlich, inwieweit eine mündliche Verhandlung in Anwesenheit des
Rekurrenten und seines Vertreters die Streiterledigung erst ermöglichen oder immerhin
erleichtern würde. Der Rekurrent begründet seinen Antrag denn auch nicht.
Insbesondere legt er nicht dar, inwieweit eine mündliche Verhandlung über die
schriftlichen Vorbringen hinaus Hilfe bei der Entscheidung der Streitfragen bieten
könnte. Ihm steht es zu, im Rekursverfahren zu allen relevanten Fragen schriftlich
Stellung zu nehmen und Beweismittel beizubringen oder zu bezeichnen. Insbesondere
ist es ihm möglich, auf schriftlichem Weg sämtliche wesentlichen
Sachverhaltselemente und deren, seiner Ansicht nach richtige, rechtliche Würdigung
darzulegen.
Zwar bestreitet der Rekurrent die Beitragspflicht als solche nicht, sondern beantragt
eine Herabsetzung der Anschlussbeiträge und signalisiert damit
Verhandlungsbereitschaft. Dies ändert allerdings nichts daran, dass einer schriftlichen
Darlegung zugängliche Rechtsfragen zu entscheiden sind und sich die Streitsache zur
gütlichen Einigung nicht eignet (Art. 54 VRP), umso mehr als zwingende gesetzliche
Regelungen einen Vergleich ausschliessen (vgl. M Merker, Rechtsmittel, Klage und
Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über die
Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1998, N 13 zu § 58; tendenziell anderer Auffassung
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
S. 555/556, die einen Vergleich im Bereich des zwingenden Rechts im Ausmass einer
bestehenden Ungewissheit als zulässig erachten). Angesichts der relativ grossen
Bedeutung des Legalitätsprinzips im Abgaberecht besteht kaum Spielraum für eine
gütliche Verständigung im Sinn einer vergleichsweisen Einigung auf einen bestimmten
Abgabebetrag.
Dementsprechend ergibt sich, dass im vorliegenden Fall die Durchführung einer
mündlichen Verhandlung im Interesse der Streiterledigung nicht als zweckmässig
erscheint.
c) Zusammenfassend steht fest, dass dem Rekurrenten kein Anspruch auf
Durchführung einer mündlichen Verhandlung im Sinn von Art. 55 VRP zukommt. Das
entsprechende Begehren ist deshalb abzuweisen. Vom Anspruch auf Durchführung
einer mündlichen Verhandlung zu unterscheiden ist der Anspruch auf Durchführung
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eines Augenscheins im Sinn eines Beweismittels zur Feststellung umstrittener
Tatsachen (vgl. dazu nachfolgend E. 5b).
4.- Gegenstand des Rekurses ist die Veranlagung von Beiträgen für den Anschluss des
neu erstellten Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 1 des Rekurrenten an die Kanalisation (vgl.
nachfolgend E. 4b), die Wasserversorgung und das Stromnetz (vgl. nachfolgend E. 4c).
a) Beiträge stellen Vorzugslasten dar, die als öffentliche Abgaben einer gesetzlichen
Grundlage bedürfen. Der Gesetzgeber hat Subjekt, Objekt und Bemessungsgrundlage
der Abgabe in einem formellen Gesetz zu verankern. Kommunale Erlasse sind einem
formellen Gesetz gleichgestellt, wenn sie von der nach dem kantonalen Recht
ermächtigten Gemeindelegislative beschlossen wurden oder wenn der Erlass der
Gemeindeexekutive dem obligatorischen oder fakultativen Referendum unterstand.
Eine Blankodelegation an die Gemeindeexekutive zur Festsetzung von öffentlichen
Abgaben vermag dem Erfordernis der gesetzlichen Grundlage nicht zu genügen. Weder
das Kostendeckungs- noch das Äquivalenzprinzip vermögen eine wirksame
Begrenzung der Gebühren und Beiträge sicherzustellen, wo es um die Finanzierung
von kommunalen Ver- und Entsorgungsanlagen mit offenem Benützerkreis und nicht
klar abgrenzbaren Kosten geht (vgl. BGE 120 Ia 265 und GVP 1995 Nr. 17).
Das st. gallische Recht stellt an die gesetzliche Grundlage eines Beitrages noch
strengere Anforderungen, indem diese im Gegensatz zu den Gebühren umfassend in
der formell-gesetzlichen Grundlage zu regeln sind, d.h. eine Delegation der
Bestimmung der absoluten Höhe der Abgabe bzw. der für deren Berechnung
massgeblichen Ansätze an die vollziehende Behörde nicht zulässig ist (Art. 36 lit. a des
Gemeindegesetzes, sGS 151.2; H.R. Arta, Die Zuständigkeitsordnung nach dem st.
gallischen Gemeindegesetz in der politischen Gemeinde mit Bürgerversammlung, Diss.
St. Gallen 1990, S. 82 ff.; GVP 1992 Nr. 9). Das gilt sowohl für die erstmalige Erhebung
von Beiträgen wie auch für deren Nachbelastung.
b) Sowohl das Bundesrecht als auch das kantonale Recht enthalten Regelungen zum
Gewässerschutz und zu dessen Finanzierung.
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Verschmutztes Abwasser muss behandelt werden. Man darf es nur mit Bewilligung der
kantonalen Behörde in ein Gewässer einleiten oder versickern lassen (Art. 7 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer; SR 814.20, abgekürzt: GSchG). Im
Bereich öffentlicher Kanalisationen muss es in die Kanalisation eingeleitet werden (Art.
11 Abs. 1 GSchG). Der Bereich öffentlicher Kanalisationen umfasst nach Art. 11 Abs. 2
GSchG die Bauzonen (lit. a), weitere Gebiete, sobald für sie eine Kanalisation erstellt
worden ist (lit. b), sowie Gebiete, in welchen der Anschluss an die Kanalisation
zweckmässig und zumutbar ist (lit. c). Nicht verschmutztes Abwasser ist nach den
Anordnungen der kantonalen Behörde versickern zu lassen. Erlauben die örtlichen
Verhältnisse dies nicht, so kann es mit Bewilligung der kantonalen Behörde in ein
oberirdisches Gewässer eingeleitet werden. (Art. 7 Abs. 2 GSchG). Art. 45 GSchG
bestimmt, dass die Kantone das Gesetz vollziehen und die erforderlichen Vorschriften
erlassen, soweit nicht besondere Vollzugskompetenzen des Bundes betroffen sind.
Über die Art und Weise der Finanzierung enthielt das eidgenössische
Gewässerschutzgesetz beim Erlass am 24. Januar 1991 keine besonderen
Vorschriften. Am 1. November 1997 trat jedoch Art. 60a GSchG in Kraft, der das
Verursacherprinzip bei der Abgabenerhebung verankert. Im Übrigen wird die
Abgabenerhebung ausschliesslich durch kantonales und kommunales Recht geregelt
(vgl. BGE 129 Ib 235 ff.).
Art. 15 des st. gallischen Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen
Gewässerschutzgesetzgebung (sGS 752.2, abgekürzt: GSchVG) verpflichtet die
politische Gemeinde zur Erhebung von Abgaben für Erstellung und Betrieb von
Abwasseranlagen. Art. 16 bis 19 GSchVG regeln die Gebühren, während in Art. 20 und
21 GSchVG die Beiträge verankert sind. Nach Art. 20 Abs.1 GSchVG kann die
politische Gemeinde Beiträge von den Grundeigentümern des Einzugsgebietes
erheben. Die besonderen Verhältnisse bei den einzelnen Grundstücken können im
Rahmen der Bemessung nach Art. 21 GSchVG berücksichtigt werden. Als allgemeine
Regel und als Ausfluss des Verursacherprinzips enthält Art. 51 Abs. 1 des Gesetzes
über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (sGS 731.1, Baugesetz,
abgekürzt: BauG) die Verpflichtung, dass die Gemeinden vom Grundeigentümer im
Rahmen des ihm zukommenden Sondervorteils Beiträge an die Erschliessung
verlangen. Diese Vorschrift ist nicht auf eine bestimmte Art von Erschlies-sungswerken
beschränkt. Art. 20 Abs. 1 GSchVG ist deshalb nicht als blosse Ermächtigung, sondern
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als Verpflichtung zur Beitragserhebung zu interpretieren. Bereits vor Erlass des
GSchVG waren die politischen Gemeinden gestützt auf Art. 13 und 14 des
Einführungsgesetzes zum eidgenössischen Gewässerschutzgesetz (in der bis zum 28.
Februar 1997 gültigen Fassung, nGS 14-106), verpflichtet, von den Grundeigentümern
des Einzugsgebietes Beiträge zu erheben (GVP 1998 Nr. 32).
Der Gemeinderat Y. hat das Reglement über die Finanzierung der Aufwendungen für
den Gewässerschutz am 21. Februar 2000 erlassen und dem fakultativen Referendum
unterstellt. Es trat mit der Genehmigung durch das Baudepartement des Kantons St.
Gallen am 20. Juni 2000 in Kraft. Art. 8 des Reglements bestimmt die Grundeigentümer
als beitragspflichtig, umschreibt die Bemessungsgrundlage des einmaligen
Anschlussbeitrags und legt den Abgabesatz fest. Die Bemessung richtet sich nach
dem Neuwert für bestehende Bauten und Anlagen (Neubauten, Erweiterungen sowie
nachträglicher Eintritt in die Beitragspflicht). Der Abgabesatz beläuft sich auf 2,6
Prozent der Bemessungsgrundlage. Bei Wertvermehrung eines Gebäudes infolge
baulicher Veränderung wird gemäss Art. 9 Abs. 1 ein Beitrag von 2,6 Prozent der
Erhöhung des Neuwerts unter Berücksichtigung eines Freibetrags von Fr. 20'000.--
erhoben. Wird ein Gebäude durch einen Neubau ersetzt, wird der früher geleistete
Beitrag abgerechnet (Art. 9 Abs. 3).
Die politische Gemeinde Y. verfügt damit grundsätzlich über eine in formeller und
materieller Hinsicht hinreichende gesetzliche Grundlage zur Veranlagung des
Kanalisationsanschlussbeitrags.
c) Für die Erhebung von Strom- und Wasseranschlussbeiträgen liegt die Ermächtigung
zum Erlass der entsprechenden Vorschriften in Art. 51 Abs. 1 und 3 BauG. Danach
erheben die Gemeinden vom Grundeigentümer im Rahmen des ihm zukommenden
Sondervorteils Beiträge an die Erschliessung (Art. 51 Abs. 1 BauG). Zur Erschliessung
gehört auch die Versorgung mit elektrischer Energie und Wasser (Art. 49 Abs. 2 lit. b
BauG). Beitragspflicht, Bemessung und Verteilung der Beiträge sowie das Verfahren
der Einschätzung und der Erhebung werden in Reglementen, Überbauungs- und
Gestaltungsplänen geregelt (Art. 51 Abs. 3 BauG).
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Der Gemeinderat Y. hat gestützt auf das Reglement für die Abgabe elektrischer Energie
am 6. Juni 1994 die Verordnung über die Erhebung von Anschlussbeiträgen erlassen
und dem fakultativen Referendum unterstellt. Es wird seit 1. Oktober 1994
angewendet. Ziff. 3 umschreibt die Bemessungsgrundlage für die Beiträge und legt den
Abgabesatz fest. Die Bemessung richtet sich bei Neubauten nach dem Zeitwert und
bei Um- und Erweiterungsbauten nach dessen Erhöhung. Der Abgabesatz beläuft sich
auf 0,8 Prozent. Bei der Erhöhung sind Fr. 60'000.-- beitragsfrei.
Der Gemeinderat Y. hat sodann am 18. September 1989 das Reglement der
Wasserversorgung Y. genehmigt. Soweit es die Anschlusstaxe und den
Feuerschutzbeitrag regelt unterstand es dem fakultativen Referendum. Es wird ab 1.
Januar 1990 vollzogen. Lit. A Ziff. 1 des Reglements bestimmt den Eigentümer von
Objekten, die dem Verteilernetz angeschlossen werden, als abgabenpflichtig.
Bemessungsgrundlage bildet gemäss lit. A Ziff. 2 der Zeitwert des Objekts. Für Um-
und Erweiterungsbauten ist eine Taxe auf der Fr. 60'000.-- übersteigenden Erhöhung
des Zeitwerts zu bezahlen. Wird ein angeschlossenes Gebäude abgebrochen oder
zerstört, und an derselben Stelle ein demselben Zweck dienender Neubau erstellt, so
ist die Anschlusstaxe für die Differenz zwischen den Zeitwerten beider Gebäude zu
bezahlen. Der Abgabesatz beläuft sich auf vier Promille.
Die politische Gemeinde Y. verfügt damit grundsätzlich über in formeller und materieller
Hinsicht genügende gesetzliche Grundlagen zur Veranlagung von Beiträgen für den
Anschluss an die Wasserversorgung und an das Stromnetz.
5.- Im Rekurs ist nicht umstritten, dass der Bau des Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 1
nach Abbruch der zwei Lagerschuppen Vers.-Nrn. 4 und 5 und des Unterstandes mit
Ölmagazin Vers.-Nr. 6 die Pflicht zur Zahlung von Beiträgen für den Anschluss an die
Kanalisation, das Stromnetz und die Wasserversorgung auslöst. Hingegen sind sich die
Verfahrensbeteiligten nicht einig, auf welcher Grundlage die Anschlussbeiträge zu
bemessen sind.
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a) Im Rekurs wird geltend gemacht, es sei nicht ein bestehendes Gebäude abgerissen
und an dessen Stelle ein kompletter Neubau erstellt worden. Vielmehr seien ein
Lagerschuppen (Vers.-Nr. 4) und ein Magazin (Vers.-Nr. 6) abgebrochen und an
anderer Stelle ein Anbau an das bestehende Mehrfamilienhaus (Vers.-Nr. 2) realisiert
worden. Der Anteil der Anbaute stelle einen wesentlichen Teil am gesamten Bauprojekt
dar. Es könne nicht von einem Ersatzgebäude im eigentlichen Sinn gesprochen
werden, so dass nicht Art. 9 Abs. 3 des Reglements über die Finanzierung der
Aufwendungen für den Gewässerschutz zur Anwendung gelange. Vielmehr liege ein
Anwendungsfall von Art. 9 Abs. 1 und 2 vor, wonach bei baulichen Veränderungen nur
der Mehrwert Bemessungsgrundlage darstelle. Die Zeitwerte der abgebrochenen
Gebäude dürften nicht ein zweites Mal für die Bemessung herangezogen werden und
müssten deshalb vom neuen Zeitwert abgezogen werden.
Dem hält die Vorinstanz entgegen, das Bauprojekt habe den Neubau eines Wohn- und
Geschäftshauses beinhaltet. Um den Gebäudeabstand nicht beachten zu müssen, sei
das neue Gebäude mit der Vers.-Nr. 1 mit dem bestehenden Wohnhaus Vers.-Nr. 2
durch einen Vorraum mit Treppenbereich verbunden worden. Es handle sich nicht um
eine bauliche Veränderung im Sinn von Art. 9 Abs. 1 und 2, wo der Fall geregelt werde,
dass ein Gebäude eine Wertvermehrung erfahre. Die Nachzahlung werde bezogen auf
ein konkretes, bestehendes Gebäude bzw. die entsprechende Differenz der Neuwerte
ermittelt. Die letzte, am 9. September 1996 nach einem Badezimmereinbau bereinigte
Schätzung des Wohnhauses Vers.-Nr. 2 weise einen Neuwert von Fr. 715'000.-- aus.
Der Neuwert gemäss Schätzung vom 13. Januar 2003 betrage Fr. 713'000.--. Von
einem wesentlichen Anbau an das Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 2 könne somit keine
Rede sein. Der Bauplan zeige, dass es sich beim Neubau um einen eigenständigen
Baukörper handle, der lediglich aufgrund der baupolizeilichen Vorschriften
(Gebäudeabstand) durch einen unbedeutenden Anbau mit dem bestehenden, weder
umgebauten noch veränderten Wohnhaus verbunden worden sei. Der Anbau weise
keinen direkten Bezug zum Gebäude Vers.-Nr. 2 auf.
b) Die einschlägigen Bestimmungen betreffend die Erhebung der Anschlussbeiträge
unterscheiden durchwegs zwischen Neubauten einerseits und baulichen
Veränderungen an bestehenden Gebäuden bzw. Um- und Erweiterungsbauten, die zu
einer Erhöhung des Zeitwerts führen, anderseits (vgl. Art. 8 und 9 des Reglements über
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die Finanzierung der Aufwendungen für den Gewässerschutz; Ziff. 3.1, 3.2 und 3.3 der
gestützt auf das Reglement für die Abgabe elektrischer Energie erlassenen Verordnung
über die Erhebung von Anschlussbeiträgen; lit. A Ziff. 1, 3 und 4 des Reglements der
Wasserversorgung Y. über Beitragserhebung/Gebührenerhebung/Wasserzins). Deshalb
ist vorab zu klären, ob es sich beim Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1, das in den Jahren
2001 und 2002 erstellt worden ist, nicht um eine bauliche Veränderung an einem
bestehenden Gebäude bzw. eine Um- oder Erweiterungsbaute, sondern um einen
Neubau im Sinn dieser Bestimmungen handelt.
Die Begriffe der Um- und Erweiterungsbaute bzw. der baulichen Veränderung setzen
ein bestehendes Gebäude voraus, an dem die baulichen Veränderungen vorgenommen
werden. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, dass sich die Bemessung nach der
durch die baulichen Veränderungen bewirkten Wertänderung des Gebäudes richtet.
Hilfsweise kann zur Beantwortung der Frage, ob eine bauliche Veränderung eines
bestehenden Gebäudes oder aber eine Neubaute vorliegt, auf die Behandlung durch
die Gebäudeversicherung abgestellt werden. Gemäss Art. 29 Abs. 1 der Verordnung
zum Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11, abgekürzt: GVV) werden
versicherte Gebäude mit einer Versicherungsnummer identifiziert. Erhält ein neu
erstelltes Gebäude eine eigene Versicherungsnummer, darf daraus abgeleitet werden,
dass sich die baulichen Veränderungen nicht auf ein bestehendes Gebäude beziehen,
sondern eine Neubaute vorliegt.
Vorab ist festzuhalten, dass der in den Akten liegende Bauplan, der auch die
Verbindung zwischen dem Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 und dem Dreifamilienhaus
Vers.-Nr. 2 wiedergibt (act. 9/2), die Durchführung des vom Rekurrenten beantragten
Augenscheins unnötig macht. Der Plan bringt die tatsächlichen Verhältnisse in
hinreichendem Mass zum Ausdruck, so dass damit der rechtlich erhebliche
Sachverhalt als genügend geklärt erachtet werden kann (vgl. zur Zulässigkeit der
"antizipierten Beweiswürdigung" Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz 622). Das neu erstellte
Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 wurde zwar mit dem bestehenden Dreifamilienhaus Vers.-
Nr. 2 baulich verbunden. Die aus dem Plan ersichtliche Gestaltung der Verbindung
führt allerdings offensichtlich nicht dazu, dass das Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 als auf
das Dreifamilienhaus Vers.-Nr. 2 bezogene Erweiterungsbaute bezeichnet werden
kann. Als Erweiterung des Dreifamilienhauses Vers.-Nr. 2 könnte höchstens der
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Vorraum des Verbindungsteils angesehen werden, da er lediglich einen Zugang zum
Kellergeschoss des Dreifamilienhauses Vers.-Nr. 2 bietet und nur im Kellergeschoss
einen Durchgang zum Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 schafft. Die Gebäudeversicherung
hat aber offensichtlich selbst diesen Teil nicht als Teil des bestehenden
Dreifamilienhauses behandelt, andernfalls dessen Neuwert hätte steigen müssen und
nicht von Fr. 715'000.-- auf Fr. 713'000.-- sinken dürfen. Dies gilt umso mehr, als der
Index der Baukosten zwischen 1996, dem Zeitpunkt der Bereinigung der Schätzung
aus dem Jahr 1993 nach dem Einbau eines Badezimmers, und 2003, dem Zeitpunkt
der neuen Schätzung, leicht gestiegen ist (vgl. Baukostenindex der Stadt Zürich auf der
Basis von 1988: 1993 113,1; 1996 113,3; 2003 118,8).
Dementsprechend steht fest, dass es sich beim Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 nicht um
eine auf das Dreifamilienhaus Vers.-Nr. 2 bezogene Um- oder Erweiterungsbaute bzw.
bauliche Veränderung handelt. Sie ist deshalb grundsätzlich als Neubaute zu
behandeln. Zu prüfen ist im Zusammenhang mit den einzelnen Anschlussbeiträgen
hingegen, inwieweit die Neubaute als Ersatzbaute zu behandeln ist.
c) aa) Gemäss Art. 8 des Reglements über die Finanzierung der Aufwendungen für den
Gewässerschutz haben die Grundeigentümer für Bauten und Anlagen (Neubauten,
Erweiterungen sowie nachträglicher Eintritt in die Beitragspflicht) einen einmaligen
Anschluss von 2,6 Prozent des Neuwerts zuzüglich Mehrwertsteuer zu leisten. Der
Neuwert wird nach dem Gesetz über die Gebäudeversicherung bestimmt. Ist dies nicht
möglich, wird der Neuwert aufgrund der Erstellungskosten sachgemäss festgesetzt
(Art. 8 Abs. 2). Erfährt ein Gebäude infolge baulicher Veränderung eine
Wertvermehrung, wird ein Beitrag von 2,6 Prozent der Erhöhung des Neuwerts
zuzüglich Mehrwertsteuer unter Berücksichtigung eines Freibetrags von Fr. 20'000.--
erhoben (Art. 9 Abs. 1). Die Erhöhung des Neuwerts entspricht der Differenz zwischen
dem letzten vor Beginn des Umbaus ermittelten Neuwert, multipliziert mit dem für das
Jahr des Baubeginns gültigen Aufwertungsfaktor, einerseits und dem neu ermittelten
rechtskräftigen Neuwert anderseits (Art. 9 Abs. 2). Wird ein Gebäude durch einen
Neubau ersetzt, wird der früher geleistete Beitrag abgerechnet (Art. 9 Abs. 3).
Wie bereits festgestellt, handelt es sich beim Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 nicht um die
bauliche Veränderung eines bestehenden, bereits an der Kanalisation angeschlossenen
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Gebäudes. Dementsprechend gelangen nicht die Regeln gemäss Art. 9 Abs. 1 und 2
des Reglements über die Finanzierung der Aufwendungen des Gewässerschutzes zur
Anwendung. Vielmehr ist von Art. 8 auszugehen. Dementsprechend bemisst sich der
Beitrag für den Kanalisationsanschluss nach dem unbestrittenen und rechtskräftig
festgelegten Neuwert von Fr. 1'580'000.--. Bei einem Ansatz von 2,6 Prozent gemäss
Art. 8 ist von einem Anschlussbeitrag von Fr. 41'080.-- auszugehen. Hingegen ist, wie
auch die Vorinstanz nicht bestreitet, das Gebäude als Ersatzbaute im Sinn von Art. 9
Abs. 3 zu behandeln, so dass der Rekurrent vom entsprechenden Abzug profitieren
kann. Die für die abgebrochenen Gebäude Vers.-Nrn. 6, 4 und 5 unbestrittenermassen
früher geleisteten Beiträge von Fr. 480.--, Fr. 276.80 und Fr. 172.80 sind deshalb, wie
es die Vorinstanz getan hat, abzurechnen.
bb) Gemäss Ziff. 3.1 der gestützt auf das Reglement für die Abgabe elektrischer
Energie erlassenen Verordnung über die Erhebung von Anschlussbeiträgen beläuft sich
der Kostenbeitrag für Neubauten auf 0,8 Prozent vom Zeitwert sämtlicher
Gebäudeteile, im Minimum auf Fr. 3'000.-- pro Anschluss. Für Um- und
Erweiterungsbauten mit einer Erhöhung des Gebäudezeitwertes über Fr. 60'000.-- ist
ein Beitrag von 0,8 Prozent des darüber hinausgehenden Teils der Werterhöhung zu
entrichten (Ziff. 3.2 und 3.3). Verursacht der Bezüger bzw. Hauseigentümer infolge Um-
oder Neubauten auf seiner Liegenschaft die Verlegung, Abänderung oder den Ersatz
seines bestehenden Anschlusses, so fallen die daraus entstehenden Kosten zu seinen
Lasten (Ziff. 3.6).
Da es sich beim Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 wie bereits festgestellt um eine
Neubaute handelt, bemisst sich der Beitrag für den Neuanschluss an das Stromnetz
nach dem Zeitwert des Gebäudes. Da das Gebäude neu erstellt worden ist, entspricht
der Zeitwert dem Neuwert. Bei einem Ansatz von 0,8 Prozent und einem unbestrittenen
Neuwert von Fr. 1'580'000.-- ergibt sich ein Anschlussbeitrag von Fr. 12'640.--. Der
Rekurrent macht nicht geltend, die Erstellung des Gebäudes habe lediglich zur
Verlegung, Abänderung oder zum Ersatz eines bestehenden Anschlusses geführt und
deshalb gingen in Anwendung von Ziff. 3.6 lediglich die daraus entstehenden Kosten
zu seinen Lasten.
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cc) Gemäss lit. A Ziff. 1 des Reglements der Wasserversorgung Y. über
Beitragserhebung/Gebührenerhebung/Wasserzins hat der Eigentümer für Objekte
(Gebäude, Werkanlagen usw.) die dem Verteilernetz der Wasserversorgung
angeschlossen werden, eine einmalige Anschlusstaxe zu entrichten. Sie wird auch für
Um- und Erweiterungs- und Ersatzbauten erhoben. Sofern Um- und
Erweiterungsbauten eine Erhöhung des Gebäudezeitwertes von mehr als Fr. 60'000.--
zur Folge haben, ist auf dem übersteigenden Teil eine Anschlusstaxe zu bezahlen (lit. A
Ziff. 4). Wird ein angeschlossenes Gebäude abgebrochen oder zerstört, und an
derselben Stelle ein demselben Zweck dienender Neubau erstellt, so ist die
Anschlusstaxe für die Differenz zwischen den Zeitwerten beider Gebäude zu bezahlen
(lit. A Ziff. 4 Abs. 2).
Das Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 ist, wie bereits festgestellt, als Neubaute zu
behandeln. Vorgängig seiner Erstellung wurden zwei Lagerschuppen (Vers.-Nrn. 4 und
5) und ein Unterstand mit Ölmagazin (Vers.-Nr. 1728) abgebrochen. Das neue Gebäude
trat zwar räumlich zumindest teilweise an deren Stelle (act. 6/7 und 9/1c). Hingegen
umfasst es Wohn- und Büroräume und dient deshalb offensichtlich nicht denselben
Zwecken wie der Unterstand und die Lagerschuppen. Deshalb bemisst sich der Beitrag
für den Wasseranschluss nicht nach der Differenz der Zeitwerte, sondern nach dem
dem Zeitwert entsprechenden Neuwert des neu erstellten Gebäudes von Fr.
1'580'000.--. Beim Ansatz von vier Promille gemäss lit. A Ziff. 5 des Reglements ergibt
sich ein Beitrag von Fr. 6'320.--.
6.- Schliesslich bleibt zu prüfen, ob die von den Reglementen vorgesehenen
unterschiedliche Behandlung von Neubauten, die anstelle eines früheren Gebäudes
treten, einerseits und Um- und Erweiterungsbauten anderseits vor dem Gebot der
Rechtsgleichheit standhalten.
a) Der Rekurrent macht geltend, die vom Reglement vorgenommene Unterscheidung
zwischen "baulichen Veränderungen" gemäss Art. 9 Abs. 1 und dem Ersatz eines
Gebäudes durch einen Neubau gemäss Art. 9 Abs. 3 sei nicht nachvollziehbar. Es sei
nicht ersichtlich, weshalb diese Unterscheidung überhaupt vorgenommen worden sei.
Die Unterscheidung beruhe nicht auf einem vernünftigen oder sachlichen Grund. Es sei
nicht einzusehen, weshalb ein Mehrwert, der durch die Erweiterung eines bestehenden
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Gebäudes geschaffen werde, anders behandelt werden sollte als die Wertvermehrung,
die durch Abbruch und Wiederaufbau resp. Neuerrichtung eines Gebäudes auf dem
selben Grundstück eintrete. Die Regelung von Art. 9 Abs. 3 führe zudem dazu, dass
der Eigentümer, der ein Gebäude durch einen Neubau ersetze, auch für nicht bezahlte
Beiträge früherer Eigentümer hafte. Beitragspflichtig könne aber nur der Eigentümer im
Zeitpunkt der Entstehung des Abgabeanspruches sein. Zu veranlagen sei demnach der
Eigentümer, der das Bauvorhaben realisiert habe. Denn ihm sei der Sondervorteil, der
mit den Anschlussgebühren "besteuert" werde, zugeflossen. Dass frühere Beiträge
offenbar nie eingezogen worden seien, könne nicht ihm angelastet werden. Würde der
gesamte Neuwert ohne Abzug der Zeitwerte der abgebrochenen Bauten für die
Bemessung herangezogen, würde derselbe Wert doppelt belastet. Die Regelung
widerspreche damit auch dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Da das
Grundstück bereits voll erschlossen gewesen sei, sei ein Sondervorteil allenfalls noch
im Umfang des Mehrwerts entstanden.
Die Vorinstanz hält entgegen, es erscheine heute als unbestritten, dass der
Gebäudewert (Neu- oder Zeitwert) ein taugliches Kriterium zur Ermittlung des
Sondervorteils darstelle, da es sich dabei um einen zuverlässigen Massstab für den
Wert des Gebäudes und damit auch für den Vorteil handle, der dem Grundstück mit
der Erschliessung erwachse. Der Fall, dass ein bestehendes Gebäude abgebrochen
und durch einen Neubau ersetzt werden, sei völlig anders als jener, bei dem ein
bestehendes Gebäude infolge baulicher Veränderungen eine Wertvermehrung erfahre.
Dass gemäss Art. 9 Abs. 3 des Reglements über die Finanzierung der Aufwendungen
für den Gewässerschutz früher geleistete Beiträge abgerechnet würden, sei für
sämtliche st. gallischen Verbandsgemeinden einheitlich und bewusst so formuliert
worden. Da ein bestehender Gebäudewert, der einmal Bemessungsgrundlage gewesen
sei, vernichtet und durch einen Neubau und damit einen neu zu ermittelnden Neuwert
ersetzt werde, sei es sachgerecht, dass nicht auf die (vernichteten) Gebäudewerte
abgestellt werde, sondern auf die effektiv bezahlten Beiträge und diese bereits
bezahlten Beiträge abgerechnet werden. Würde im Sinne der Auffassung des
Rekurrenten auf den aufgewerteten Gebäudewert abgestellt, müsste ein Betrag
abgerechnet werden, der gar nie bezahlt worden sei. Damit treffe auch nicht zu, dass
ohne Abzug der Zeitwerte der abgebrochenen Bauten eine doppelte Belastung
entstehe. Indem Art. 9 Abs. 3 auf die früher geleisteten Beiträge (und nicht auf die
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Zeitwerte) abstelle, sei sicher gestellt, dass das bereits Bezahlte zurückerstattet werde,
somit jener Beitrag, welcher "dem abgebrochenen Sondervorteil" entspreche.
b) Wird das Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 1 als Neu- bzw. Ersatzbaute, und nicht als Um-
und Erweiterungsbau behandelt, führt dies in der Tat zu einer höheren
Beitragsbelastung. Ausgehend vom Zeitwert des Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 1 von
Fr. 1'580'000.-- gemäss Schätzung vom 13. Januar 2003 und den mit dem Faktor 1
aufgewerteten Zeitwerten der abgebrochenen Lagerschuppen Vers.-Nrn. 4 und 5 sowie
des Unterstandes mit Ölmagazin Vers.-Nr. 6 von insgesamt Fr. 185'000.-- gemäss
Schätzung vom 27. September 1993 sowie von Freibeträgen von Fr. 20'000.-- beim
Beitrag für den Kanalisationsanschluss bzw. von je Fr. 60'000.-- bei den Beiträgen für
die Anschlüsse an das Stromnetz und an die Wasserversorgung ergäben sich bei den
Ansätzen von 2,6 Prozent, 0,8 Prozent und 0,4 Prozent Beiträge von Fr. 51'770.--
(Kanalisation Fr. 35'750.--, Strom Fr. 10'680.--, Wasser Fr. 5'340.--). Dieser Betrag liegt
Fr. 7'340.40 oder knapp 12,5 Prozent unter den vom Rekurrenten gemäss
angefochtener Rechnung vom 27. Februar 2003 nach Abzug der früheren Beiträge für
den Kanalisationsanschluss von Fr. 929.60 geschuldeten Beiträgen von Fr. 59'110.40.
In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist seit langem anerkannt, dass Gebühren
und Beiträge nach gewissen schematischen Grundsätzen erhoben werden dürfen, die
sich in der Erfahrung bewährt haben und einfach anzuwenden sind. Innerhalb der
verfassungsrechtlichen Schranken (namentlich Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, abgekürzt: BV)
darf der Gesetzgeber im Hinblick auf eine einfache Abgabenerhebung schematische
Lösungen wählen, auch wenn diese eine Gleichbehandlung aller Beitragspflichtigen
nicht in jeder wünschbaren Hinsicht zu gewährleisten vermögen (vgl. B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, S. 165 mit Hinweis).
Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, wird bei der Errichtung einer Neubaute, die an
die Stelle bestehender Bauten tritt, der Wert der früheren Gebäude vernichtet. Der
Sondervorteil kommt dem neuen Gebäude zugute. Darin kommt zum Ausdruck, dass
dem Grundeigentümer mit der Erstellung eines neuen Gebäudes grundsätzlich ein
neuer Sondervorteil zukommt. Damit ist es sachgemäss, für die Bemessung der
Beiträge nicht auf einen Wertvergleich abzustellen, sondern allfällige bereits geleistete
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Beiträge in Abzug zu bringen. Diese Regelung kann auch dazu führen, dass der
Grundeigentümer im Vergleich zur Bemessung nach der Differenz der Gebäudewerte
besser fährt. Dies ist für jene Situationen zu erwarten, in denen bereits für das zu
ersetzende Gebäude die Beiträge nach dem, dem Zeitwert entsprechenden Neuwert
bemessen worden sind.
c) Abschliessend sind die Rügen, die Beiträge verletzten das Kostendeckungs- und
Äquivalenzprinzip zu behandeln.
aa) Nach dem Kostendeckungsprinzip soll der Ertrag der Abgaben die gesamten
Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig überschreiten
(vgl. BGE 126 I 180 E. 3a/aa mit Hinweisen). Ein einzelner Beitrag kann somit im
allgemeinen nicht gegen das Kostendeckungsprinzip verstossen, es sei denn, ein
solcher Verstoss werde vom Beitragspflichtigen im Einzelfall nachgewiesen (vgl. GVP
1988 Nr. 33).
Anhaltspunkte dafür, dass die Vorgaben der Reglemente zur Bemessung der Beiträge
je in ihrem Verwaltungszweig das Kostendeckungsprinzip verletzen sind nicht
ersichtlich. Der Rekurrent, der die Verletzung des Kostendeckungsprinzips nur
pauschal rügt und insbesondere auch nicht mit den Investitions- und
Betriebsrechnungen der entsprechenden Verwaltungszweige begründet (vgl. dazu A.
Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgaberechts, in: ZBl 104/2003, S. 521 mit
Hinweisen), macht zunächst nicht geltend, die fraglichen Erschliessungsunternehmen
würden Überschüsse in einem durch künftige Investitionen nicht gerechtfertigten
Ausmass erzielen. Bei Ersatzbauten führen die geltenden Regelungen schliesslich nicht
zu systematisch mehrfachen Beitragserhebungen für einander ablösende
Sondervorteile, obwohl keine neuen Anschlüsse erforderlich sind. Gemäss Art. 9 Abs. 3
des Reglements über die Finanzierung der Aufwendungen für den Gewässerschutz
sind früher geleistete Beiträge abzurechnen. Bei den Beiträgen ohne Neuanschluss an
die Stromversorgung gehen gemäss Ziff. 3.6 der Verordnung über die Erhebung von
Anschlussbeiträgen nur die aus Verlegung, Abänderung oder Ersatz des bestehenden
Anschlusses entstehenden Kosten zu Lasten des Abgabepflichtigen. Lit. A Ziff. 4 Abs.
2 des Reglements der Wasserversorgung Y. über Beitragserhebung/Gebüh-
renerhebung/Wasserzins sieht schliesslich vor, dass sich bei demselben Zweck
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dienenden Ersatzbauten die Anschlusstaxe nach der Differenz zwischen den Zeitwerten
beider Gebäude bemisst.
bb) Das Äquivalenzprinzip stellt die abgaberechtliche Ausgestaltung des Grundsatzes
der Verhältnismässigkeit dar. Es bestimmt, dass eine Gebühr nicht in einem
offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich
in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung bemisst sich nach dem
Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten
Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden
Verwaltungszweigs, wobei schematische, auf Wahrscheinlichkeit und
Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt werden dürfen (vgl. BGE
126 I 180 E. 3a/bb mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts
ist dem Äquivalenzprinzip bei Beitragserhebungen grundsätzlich Genüge getan, wenn
die Bemessungsgrundlage so gewählt wird, dass sie im Regelfall die Faustregel "je
mehr Vorteil, desto höher die Abgabe" nicht verletzt (GVP 1988 Nr. 33).
Die vorliegend erhobenen Beiträge respektieren das Äquivalenzprinzip. Sie
verunmöglichen weder die Überbauung der Grundstücke noch erschweren sie diese
über-mässig. Bei der Festsetzung der Höhe der Abgabe kann der Leistungsfähigkeit
der staatlichen Einrichtung und der mit der amtlichen Handlung verbundenen
Verantwortung, aber auch der wirtschaftlichen Situation des Pflichtigen und dessen
Interesse am abzugeltenden Akt angemessen Rechnung getragen werden (vgl. BGE
126 I 180 E. 3c/aa). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien hält sich die einmalige
Erhebung von Beiträgen für die Anschlüsse des Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 1 an die
Kanalisation, das Stromnetz und die Wasserversorgung in der Höhe von knapp Fr.
60'000.-- bei einem Neuwert des Gebäudes von über 1,5 Mio. Fr. in vernünftigen
Grenzen. Diese Belastung von unter vier Prozent des Gebäudewertes liegt im Rahmen
dessen, was auch in anderen Gemeinden zu bezahlen wäre.
7.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs, soweit damit die Aufhebung von
Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids und der zugrunde liegenden Rechnung beantragt
wird, abzuweisen ist.
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Der Rekurrent wendet sich auch gegen Ziff. 3 des angefochtenen Entscheides. Darin
stellt die Vorinstanz fest, der Verzugszins sei auch für die Zeit geschuldet, in der ein
Einsprache- oder Rekursbegehren eingereicht, aber der Entscheid noch nicht gefällt
oder in Rechtskraft erwachsen sei. Mangels ausdrücklicher gesetzlicher Grundlagen in
den anwendbaren Reglementen - lit. D Ziff. 4 des Reglements der Wasserversorgung
Y. über Beitragserhebung/Gebührenerhebung/Wasserzins sieht zwar die Erhebung der
üblichen Mahn- und Verzugszinse bei nicht fristgerechter Bezahlung vor, bezieht sich
aber angesichts der Systematik lediglich auf den periodisch anfallenden Wasserzins,
nicht aber auf die einmaligen Taxen und Beiträge - erweist sich der Rekurs in diesem
Punkt als begründet (vgl. dazu VRKE I/2 vom 21. Juni 2001, in: ZBl 103/2002, S. 490
ff.). Diesbezüglich ist der Rekurs gutzuheissen.
Insgesamt ist der Rekurs dementsprechend teilweise gutzuheissen.
8.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu neun Zehnteln
dem Rekurrenten aufzuerlegen; einen Zehntel der Kosten trägt die Politische Gemeinde
Y. (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (vgl. Ziff.
362 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist
zu verrechnen. Auf die Erhebung der Kosten bei der Gemeinde ist nicht zu verzichten,
da das Gemeinwesen überwiegend finanzielle Interessen verfolgt (Art. 95 Abs. 3 VRP;
ABl 1998 S. 1315).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf Entschädigung aus-
seramtlicher Kosten (vgl. Art. 98bis und 98ter VRP).