Decision ID: 1238a138-7fe9-50e5-802b-3cd5cbd42d51
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118,
9410 Heiden,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Taggeld
Sachverhalt:
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A.
A.a A._ meldete sich am 25./29. September 2006 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Umschulung und eine Rente. Sie
habe den Beruf der Verkäuferin erlernt.
A.b Einer Arbeitgeberbescheinigung vom 9. Oktober 2006 (act. 15) war zu entnehmen,
dass die Versicherte von August 2004 bis zur Schliessung der entsprechenden Filiale
im Januar 2005 als Geschäftsführerin tätig gewesen war.
A.c In einem Gutachten vom 25. September 2007 (act. 33) stellte die MEDAS Ost
schweiz folgende Diagnosen: eine leichte depressive Episode ohne somatisches Syn
drom, eine leistungsorientierte Persönlichkeit und ein Ganzkörper-Schmerzsyndrom.
Dieses Schmerzsyndrom bestehe mit (hauptsächlich; erstens) einem Cervikocranial
syndrom und Cervikobrachialsyndrom, (zweitens) einem myofaszialen
Schmerzsyndrom linker Schulter, (drittens) anamnestisch rezidivierendem
lumbospondylogenem Syndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen links und
(viertens) multiplen psychovegetativen Begleitsymptomen. Vom 13. Juli 2006 bis 5. Juli
2007 sei von einer vollen, danach bis längstens zum Untersuchungstermin (also August
2007) von einer Arbeitsunfähigkeit für (detailliert beschriebene) adaptierte Tätigkeiten
von 50 % auszugehen. Eine verwertbare Arbeitsfähigkeit bestehe in der erlernten und
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr. In einer adaptierten Tätigkeit mit
regelmässigen Arbeitszeiten ohne übermässige Verantwortung sei die Arbeitsfähigkeit
nun zu 30 % (somatisch und psychiatrisch bedingt) eingeschränkt. - Die Klinik Valens
hatte im Austrittsbericht vom 16. Juli 2007 (act. 30) ein chronisches unspezifisches
weichteilrheumatisches Beschwerdebild, eine Neurasthenie und ein
Lumbovertebralsyndrom links diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit für eine leichte,
wechselbelastende Tätigkeit mit 50 % beurteilt. Im angestammten Beruf als
Textilverkäuferin sei ein Wiedereinstieg aufgrund der häufigen repetitiven Bewegungen
und der notwendigen Arbeiten über Kopf nicht mehr realistisch. - Der Regionale
Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 18. Januar 2008 (act. 35)
dafür, bei Vorliegen einer leichten depressiven Episode einer leistungsorientierten
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Persönlichkeit sei die volle Arbeitsunfähigkeit als Geschäftsführerin nicht
nachvollziehbar. Vom Aufenthalt in der Klinik Valens an sei auch für die angestammte
Tätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit von nur 30 % auszugehen.
A.d Der IV-Eingliederungsberater unterstützte mit Bericht vom 3. Juni 2008 (act. 39)
eine Umschulung der Versicherten zur C._-Therapeutin, worauf die Sozialversiche
rungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen ihr am 11. Juni 2008 (act. 41) diese Um
schulung für die Zeit vom 14. September 2007 bis 30. April 2009 zusprach. Die Aus
bildungen und die jeweiligen einzelnen Kurstage (D._ III 52, E._ 18 und F._ 8)
wurden detailliert aufgelistet. Für das Taggeld an den Eingliederungstagen werde eine
separate Verfügung erlassen. Diese Taggeld-Verfügungen über den Zeitraum vom
14. September 2007 bis 30. April 2009 ergingen am 1. Oktober 2008 (act. 48 f.; vgl.
act. 47). Der IV-Fachmitarbeiter war am 9. Juni 2008 (act. 42) davon ausgegangen, die
Versicherte sei in der gewohnten Erwerbstätigkeit nicht mindestens zu 50 %
arbeitsunfähig.
A.e Am 8. April 2009 (act. 52) teilte die Versicherte zusammen mit ihrem Buchhalter
mit, sie habe die Umschulung abgeschlossen (G._, D._ I und II und E._ II). Der
Fall könne abgeschlossen werden. - In einem weiteren Schreiben vom selben Tag
(act. 56-1) legte sie unter anderem dar, das D._ könne sie zurzeit nicht ausbauen. Der
diesbezügliche Kurs III sei dieses Jahr nicht im Angebot. Sie ersuchte um Prüfung der
offenen Schul- und Materialrechnung für die Kurse G._ (B._-Kurse).
A.f Die Eingliederungsverantwortliche stellte in einem Schlussbericht der beruflichen
Eingliederung am 4. Mai 2009 (act. 53) fest, einige der Kurse hätten gar nicht stattge
funden und einige seien von der Versicherten inhaltlich anders belegt worden. Die IV
übernehme im Rahmen der in der Mitteilung vom 11. Juni 2008 festgelegten Kosten die
neu dazugekommenen Kurse und das Kursmaterial.
A.g Mit einer E-Mail vom 4. Mai 2009 (act. 56-2) teilte die IV-
Eingliederungsverantwortliche der Versicherten mit, die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle werde mit Ausnahme der Kosten für den Kurs "B._ H._" alle Rechnungen für
Kurse und Material übernehmen. Damit und mit den bereits geleisteten Zahlungen sei
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das Total der Umschulungskosten gemäss der Mitteilung vom 11. Juni 2008
ausgeschöpft.
A.h Mit Schreiben vom 19. Juni 2009 (act. 63) bestätigte die Sozialversicherungsan
stalt/IV-Stelle dem Rechtsvertreter der Versicherten, dass sie die Kosten für die B._-
Kurse (mit einer Ausnahme) übernehmen werde. Was die diesbezüglichen Taggelder
betreffe, hätten die Kurse mit einer Ausnahme ausserhalb der Periode für die
Umschulung gemäss der Mitteilung vom 11. Juni 2008 (14. September 2007 bis
30. April 2009) stattgefunden. Die Kostenübernahme löse keinen Taggeldanspruch aus.
Anspruch auf ein Taggeld bestehe, wenn ein Versicherter innerhalb eines Monats an
mindestens drei nicht zusammenhängenden Tagen in der Eingliederung stehe. Von den
Rechnungsdaten lägen zwei im März, zwei im April, zwei im Juni, zwei im September
und eines im Dezember 2007. Die Versicherte habe für diese (B._-) Kurse keinen
Taggeldanspruch.
A.i Am 14. Juli 2009 (act. 64) liess die Versicherte gegen die Ankündigung des Ab
schlusses der beruflichen Eingliederung vom 8. Mai 2009 (act. 57 f.) einwenden, es sei
unverständlich, dass die IV nicht bereit sei, für diese Kurskosten aufzukommen und
dafür Taggeldleistungen zu erbringen. Es stelle sich die Frage, ob nicht rückwirkend
eine vorübergehende Rente oder weitere Taggelder zuzusprechen wären.
A.j Mit Verfügung vom 28. Juli 2009 (act. 67) schloss die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle die beruflichen Massnahmen ab. Die Kursrechnungen seien zur Zahlung
weitergeleitet worden; ein Taggeldanspruch für die Zeit dieser B._-Kurse bestehe
nicht.
A.k Mit Schreiben vom 10. September 2009 (act. 68) entgegnete der Rechtsvertreter
der Versicherten dem Schreiben der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle vom 19. Juni
2009, ein Taggeldanspruch bestehe, wenn ein Versicherter in der gewohnten Tätigkeit
zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sei. Die Versicherte sei als Verkäuferin/
Geschäftsführerin vollständig arbeitsunfähig, was offenbar bei der Taggeldprüfung vom
9. Juni 2008 übersehen worden sei. Sie habe daher auf jeden Fall Anspruch auf
Taggelder für den gesamten Zeitraum der Eingliederung. Eventualiter hätte die
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Versicherte auch Anspruch auf weitere Taggelder, weil sie nicht nur die Kurse an den
im Schreiben vom 19. Juni 2009 genannten Daten (d.h. also
B._-Kursdaten) besucht habe, sondern während der gesamten Zeitspanne noch
täglich Hausaufgaben zu erledigen und praktische Übungen zu machen gehabt habe.
Der Einführungskurs D._ vom 22. Oktober 2007 bis Mai 2009 habe tägliches Üben im
C._ an fünf Tagen pro Woche vorausgesetzt. Auch die E._-Ausbildung ab
14. September 2007 habe tägliches Üben erfordert wie das Fach I._ vom 20. Oktober
2007 bis 8. Juni 2008 tägliches Lernen. Da die Versicherte wegen dieser
Verpflichtungen keiner Arbeit habe nachgehen können, würden diese Tage ebenfalls
als Eingliederungstage gelten. Der Entscheid der Verwaltung sei nochmals zu prüfen.
Sofern der Hauptstandpunkt der Versicherten nicht geteilt werde, sei umgehend eine
Verfügung bzw. ein Vorbescheid zur Taggeldfrage zu erlassen.
A.l Am 14. September 2009 (act. 71-2 ff.) liess die Versicherte gegen die Verfügung
vom 28. Juli 2009 Beschwerde erheben mit dem Antrag, die Verfügung aufzuheben
und ihr eine ganze Rente zuzusprechen; eventualiter seien weitere
Eingliederungsmassnahmen durchzuführen und eine Kapitalhilfe auszurichten. - In
einer Stellungnahme des Fachbereichs vom 5. Oktober 2009 (act. 75) wurde
festgehalten, gemäss dem Gutachten sei die Versicherte in der angestammten Tätigkeit
nicht mehr arbeitsfähig. Die Verfügung sei zu widerrufen. Am 6. Oktober 2009 (act. 78)
widerrief die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle die Verfügung vom 28. Juli 2009 und
stellte eine Überprüfung des Entscheids in Aussicht, worauf das Beschwerdeverfahren
am 27. Oktober 2009 (act. 86) abgeschrieben wurde. - Am 12. Oktober 2009 (act. 80)
wurde die Berufsberatung neu beauftragt.
A.m Im Triage-Protokoll vom 2. Dezember 2009 (act. 88) wurde festgehalten, die Ver
sicherte sei im bisherigen Tätigkeitsbereich zu 70 % arbeitsfähig. "Betreffend
Taggeldforderung" vom 10. September 2009 sei "Nichteintreten auf dieses
Wiedererwägungsgesuch zur beruflichen Massnahme mit Mitteilung vom 11.06.2008"
vorzusehen, da diese nach Ablauf eines ganzen Kalenderjahres Rechtsgültigkeit erlangt
habe. - Mit Schreiben vom 2. Dezember 2009 (act. 90) wurde der Rechtsvertreter der
Versicherten entsprechend informiert. - Auf das "Wiedererwägungsgesuch" betreffend
die Verfügung vom 11. Juni 2008 trat die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle mit
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Mitteilung vom 2. Dezember 2009 (act. 91) nicht ein. - Mit Schreiben vom 9. Dezember
2009 (act. 93) ersuchte der Rechtsvertreter der Versicherten unter anderem darum, ihre
Standpunkte zur Taggeldfrage bis zum 31. Dezember 2009 in eine Verfügung zu
kleiden, ansonsten Beschwerde nach Art. 56 Abs. 2 ATSG erhoben werden müsse. -
Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle antwortete am 14. Dezember 2009 (act. 94),
sie habe bereits mit den Verfügungen vom 11. Juni und vom 1. Oktober 2008
rechtskräftig entschieden und stehe im Wiedererwägungsverfahren. Eine
Wiedererwägung stehe aber im Ermessen der Verwaltung. Neue Tatsachen als Grund
für eine prozessuale Revision lägen nicht vor. - Mit E-Mail vom 11. Mai 2010 (act. 104)
stellte der Rechtsvertreter der Versicherten dem IV-Berufsberater Unterlagen für eine
Umschulung (zur J._ sowie den Zusatzlehrgang K._) zu. - Am 2. Juni 2010
(act. 103) sandte dieser ihm einen Eingliederungsplan und den vorgesehenen Antrag für
die Umschulung (nicht aktenkundig). - Der Rechtsvertreter der Versicherten erklärte am
21. Juni 2010 (act. 105), es ergäben sich Gesamtkosten von Fr. 95'872.--. Die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle habe demgegenüber Kosten von Fr. 81'383.-- für
eine Umschulung zur Technischen Kauffrau benannt. Die Versicherte müsste
diesbezüglich aber noch ein Vorbereitungssemester absolvieren und hätte Anspruch,
das eidgenössische Diplom zu erreichen. Als Kompromiss schlage er vor, die Differenz
zu teilen und das Kostendach für die Umschulung bei Fr. 88'627.-- anzusetzen. Die
Versicherte würde demnach auf Taggelder von Fr. 7'244.-- verzichten.
A.n Am 13. September 2010 (act. 110) schlug der IV-Eingliederungsberater im Rahmen
einer Austauschbefugnis (anstelle einer kaufmännischen Weiterbildung als Technische
Kauffrau) diese Umschulung zur "J._" in der Zeit vom 2. Dezember 2010 bis ca.
1. Dezember 2013 vor. An den Kurs- und Lerntagen (mit Anwesenheitsbestätigungen)
sei ein grosses Taggeld auszurichten.
A.o Am 11. Oktober 2010 (act. 116) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle mit,
sie übernehme die Kosten der umschriebenen Ausbildung (bis zum Maximum von
Fr. 83'444.--). Das Taggeld werde an den Schul- und Lerntagen ausgerichtet, solange
die Eingliederungsmassnahme tatsächlich durchgeführt werde. - Zum Taggeld wurde
am 11. Oktober 2010 (act. 117) festgehalten, es bestehe eine teilweise Verhinderung an
insgesamt 366 Tagen (183 Kurs- und ebenso viele Lerntage).
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A.p Eine Rechtsverweigerungsbeschwerde vom 16. September 2010 (act. 112-2 ff.)
hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 15. Mai
2012 (act. 147) insofern gut, als es die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle anwies,
über den Taggeldanspruch der Versicherten während der Eingliederungszeit im Sinn
der Erwägungen zu verfügen. Es erwog, mit der Verfügung vom 28. Juli 2009 habe die
Beschwerdegegnerin die beruflichen Massnahmen abgeschlossen und verfügt, die
[beantragten B._-] Kurskosten mit Ausnahme der einen Rechnung zu übernehmen,
aber keine Taggelder auszurichten. Damit habe sie eine Wiedererwägung ihrer
Anordnung vom 11. Juni 2008 vorgenommen und (als integralen Ersatz dieser
Mitteilung) einen neuen, von der ursprünglichen Verfügung teilweise (namentlich in
Bezug auf die D._ III- und die B._-Kurse und die damit zusammenhängenden
Folgen) abweichenden Sachentscheid getroffen. Auf Beschwerde hin sei es zu einem
(integralen) Widerruf der Verfügung vom 28. Juli 2009 am 6. Oktober 2009 gekommen.
Danach habe die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle einen Berufsberatungsauftrag
erteilt, also das Verfahren betreffend (weitere) berufliche Massnahmen fortgeführt, über
den weiteren Gegenstand der Verfügung vom 28. Juli 2009, nämlich den Ersatz der
Mitteilung vom 11. Juni 2008, aber nicht mehr neu verfügt. Damit fehle eine die
Mitteilung vom 11. Juni 2008 (berufliche Massnahmen vom 14. September 2007 bis
30. April 2009 samt Taggeld) unter Berücksichtigung des erfolgten Kurs-Austausches
(Wegfall von Kurstagen und Kurskosten; stattdessen andere Kurstage, andere
Kurskosten) ersetzende Verfügung. Die Beschwerdegegnerin werde über den
Taggeldanspruch während der gemäss den neuen Gegebenheiten betroffenen
Umschulungszeit (d.h. ab März 2007) noch verfügungsweise zu befinden haben. Auch
die (zunächst wie die Mitteilung vom 11. Juni 2008 formell rechtskräftig gewordenen)
Verfügungen vom 1. Oktober 2008 seien daher zu ersetzen, stünden sie doch, was den
Zeitraum des Taggeldanspruchs betreffe, in vollständiger Abhängigkeit von der
Mitteilung vom 11. Juni 2008 bzw. von der am Ende aufgehobenen
Wiedererwägungsverfügung vom 28. Juli 2009. Ihr Gegenstand habe die Taggeldhöhe
gebildet; darüber hinaus (für den zeitlichen Aspekt) übernähmen sie ohne eigene
Rechtsgestaltung die Anordnung der Mitteilung vom 11. Juni 2008 über die
Umschulung (Ziff. 5 der Mitteilung). Die Verfügungen würden diesbezüglich so eng mit
der Mitteilung vom 11. Juni 2008 bzw. der Wiedererwägung vom 28. Juli 2009
zusammenhängen, dass von einer einheitlichen Anordnung auszugehen sei.
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A.q In der Folge ergingen Verfügungen über Taggeld an den Schul- und Lerntagen in
der Zeit ab 2. Dezember 2010. Am 11. Dezember 2012 (act. 172) wurde festgehalten,
die Versicherte habe die Umschulung abgeschlossen.
A.r Am 7. Februar 2013 (act. 174) richtete die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
verschiedene Fragen an die Versicherte bzw. ihren Rechtsvertreter, namentlich auch
betreffend Teilnahmebestätigungen an Kursen aus der Zeit vom September 2007 bis
September 2008. - Die Versicherte liess am 11. Februar 2013 (act. 176) mitteilen, eine
Beantwortung erübrige sich, da für die Umschulungszeit vom 14. September 2007 bis
30. April 2009 Anspruch auf das grosse Taggeld bestehe und der verbleibende
Anspruch ermittelt werden könne, indem vom gesamten Anspruch die tatsächlich
erbrachten Leistungen abgezogen würden. Am 28. Februar 2013 (act. 178) ergänzte
der Rechtsvertreter, es bestehe durchgehend Anspruch auf das grosse Taggeld,
eventualiter auf weitere Taggelder, weil täglich noch Hausaufgaben zu erledigen und
praktische Übungen zu machen gewesen seien. Aufgrund der eingliederungsbedingten
Verpflichtungen hätte die Versicherte ohnehin keiner Arbeit nachgehen können, so dass
die Tage als Eingliederungstage gelten würden. - In der Folge ersuchte er um Erlass
einer anfechtbaren Verfügung.
A.s Nach einem Vorbescheid vom 15. August 2013 (act. 189 f.), mit welchem die Ver
sicherte nicht einverstanden war (vgl. act. 192), erliess die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle am 28. August 2013 die Verfügung, dass die Kosten der Umschulung zur
C._-Therapeutin D._ und des E._ in der Zeit vom 1. März 2007 bis 30. April 2009
übernommen würden. Für das Taggeld an den Eingliederungstagen werde die
Versicherte eine separate Verfügung erhalten. Sie sei nach Angaben des RAD in der
angestammten und einer adaptierten Tätigkeit zu 30 % in der Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt. Anspruch auf ein durchgehendes Taggeld bestehe nicht.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl für die
Betroffene am 30. September 2013 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei in der Taggeldfrage
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin für
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den Zeitraum vom 14. September 2007 bis zum 30. April 2009 unter Anrechnung der
fürdiesen Zeitraum bereits ausgerichteten Taggeldleistungen ein durchgehendes
grosses Taggeld auszurichten. Die Beschwerdegegnerin habe [2008] bei der
Bestimmung der Eingliederungstage nur die Schul-, aber nicht die zusätzlich
notwendigen Lern- und Übungstage berücksichtigt. Eine Verfügung vom 28. Juli 2009
habe die Beschwerdegegnerin auf Beschwerde hin widerrufen. Das Ersuchen,
rückwirkend weitere Taggelder zu erbringen bzw. eine Verfügung zu erlassen, habe die
Beschwerdegegnerin als Wiedererwägungsgesuch behandelt, auf welches sie nicht
eingetreten sei. Auf Grund einer zweiten Beschwerde sei die Beschwerdegegnerin
verpflichtet worden, eine Verfügung zum Taggeldanspruch zu erlassen. Hierfür habe sie
mehr als ein Jahr gebraucht. Die Beschwerdeführerin warte nunmehr seit sechs Jahren
auf die beantragten Leistungen. Sie hätte für den gesamten Zeitraum Anspruch auf ein
durchgehendes grosses Taggeld gehabt, einerseits weil sie in der gewohnten Tätigkeit
voll arbeitsunfähig gewesen sei und anderseits weil sie wegen des
umschulungsbedingten täglichen Lern- und Übungsaufwands jeweils auch an
mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen verhindert gewesen sei, einer Arbeit
nachzugehen. Zumindest aber wären ihr die Übungs- und Lerntage als
entschädigungsberechtigte Eingliederungstage anzurechnen gewesen. Es sei bekannt
gewesen, dass die Beschwerdeführerin stellenlos und vom Sozialamt abhängig
gewesen sei. Auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den RAD könne nicht
abgestellt werden. Sie sei eine Aktenbeurteilung, nicht polydisziplinär und mit den
gutachterlich angegebenen Adaptionskriterien nicht vereinbar. Wenn schon hätte der
RAD der Gutachterstelle Rückfragen unterbreiten müssen. Wegen der
Arbeitsunfähigkeit, bescheinigt durch zwei gutachterliche Beurteilungen, habe die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Umschulung bewilligt. Diese habe
es ihr verunmöglicht, während der Umschulungszeit einer Erwerbstätigkeit
nachzugehen. Wäre die Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit
tatsächlich gleich zu beurteilen gewesen, wäre eine Umschulung aufgrund fehlender
Eingliederungswirksamkeit unnötig gewesen.
C.
Die Beschwerdegegnerin beantragt am 20. Januar 2014 die Abweisung der
Beschwerde. Sie verweist auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 15. Mai
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2012, das Verlaufsprotokoll des Berufsberaters und das Strategieprotokoll vom
9. August 2013. Die Begründung ergebe sich aus der angefochtenen Verfügung und
der Stellungnahme des Fachbereichs vom 5. Dezember 2013. Ergänzend werde die IV-
Taggeldberechnung der zuständigen Ausgleichskasse vom 7. Oktober 2013
eingereicht. - Im Strategieprotokoll (act. 187) war unter anderem festgehalten worden,
dass der RAD danach befragt worden sei, ob die Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit
von 70 % bestätigt werden könne. Gemäss dessen Stellungnahme vom 25. Juli 2013
(act. 185) war dies der Fall. Auch aus derzeitiger Sicht gebe es keinen Grund, von der
damaligen, begründeten versicherungsmedizinischen Auffassung abzuweichen.
D.
Am 24. Januar 2014 entsprach die Verfahrensleitung dem Gesuch vom 31. Oktober
2013 um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichts
kosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung).
E.
Von der ihm mit Schreiben vom 24. Januar 2014 eingeräumten Möglichkeit, zur
Beschwerdeantwort allenfalls Stellung zu nehmen, hat der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin keinen Gebrauch gemacht.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hatte der Beschwerdeführerin am 11. Juni 2008 in Form
einer Mitteilung berufliche Massnahmen für die Zeit vom 14. September 2007 bis
30. April 2009 zugesprochen. Darin waren die Ausbildungskosten und die
Eingliederungstage (für E._, D._ III und F._) detailliert aufgelistet gewesen. Es war
vermerkt worden, dass eine separate Verfügung über das Taggeld an den
Eingliederungstagen ergehen werde. Mit der Verfügung vom 28. Juli 2009 hat die
Beschwerdegegnerin in Berücksichtigung nachträglich angezeigter Unterschiede
(Wegfall des Kurses D._ III, Dazukommen der B._-Kurse) in Wiedererwägung ihrer
Anordnung vom 11. Juni 2008 und als neuen, von der ursprünglichen Verfügung
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teilweise abweichenden Sachentscheid die beruflichen Massnahmen abgeschlossen
und verfügt, die Kurskosten mit Ausnahme der einen Rechnung zu übernehmen, aber
keine Taggelder auszurichten. Auf Beschwerde hin ist es am 6. Oktober 2009 zu einem
(integralen) Widerruf der Verfügung vom 28. Juli 2009 gekommen. Die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle hat die Verfügung aufgrund der Ausführungen des
Rechtsvertreters der Versicherten "vom 25. September 2009 im
Beschwerdeverfahren", nachdem am 5. Oktober 2009 (act. 76) festgehalten worden
war, gemäss dem MEDAS-Gutachten sei die Versicherte in der angestammten
Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig, widerrufen und dabei für die Zeit nach durchgeführten
Abklärungen den Erlass einer neuen Verfügung in Aussicht gestellt. Danach hat die
Beschwerdegegnerin das Verfahren betreffend (weitere) berufliche Massnahmen
fortgeführt, über den weiteren Gegenstand der Verfügung vom 28. Juli 2009, nämlich
den Ersatz der Mitteilung vom 11. Juni 2008, aber nicht mehr neu verfügt. Auch die
damit verknüpften Taggeldverfügungen vom 1. Oktober 2008 wären entsprechend zu
ändern gewesen. Im Gerichtsentscheid vom 15. Mai 2012 wurde die
Beschwerdegegnerin daher angewiesen, die ausstehende Verfügung über den
Taggeldanspruch (bzw. die Umschulung) während der gemäss den neuen
Gegebenheiten betroffenen Umschulungszeit (d.h. ab März 2007) unter
Berücksichtigung des erfolgten Kurs-Austausches (Wegfall von Kurstagen und
Kurskosten; stattdessen andere Kurstage, andere Kurskosten) zu erlassen und auch
die Verfügungen vom 1. Oktober 2008 entsprechend zu ersetzen.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2013 nun hat die
Beschwerdegegnerin angeordnet, dass die Kosten der Umschulung zur C._-
Therapeutin D._ und des E._ in der Zeit vom 1. März 2007 bis 30. April 2009
übernommen würden. Sie hat damit auch darüber entschieden, dass kein Anspruch auf
ein durchgehendes Taggeld gegeben sei. Die erst in Aussicht gestellte separate
Taggeldverfügung sollte dagegen einzig noch das Taggeld an den Eingliederungstagen
festlegen. - Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, für den Zeitraum
vom 14. September 2007 bis zum 30. April 2009 ein durchgehendes grosses Taggeld
auszurichten. Strittig ist einzig, ob Anspruch auf ein durchgehendes Taggeld besteht.
2.
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2.1 Gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung von
Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an
wenigstens drei aufeinander folgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind,
einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 %
arbeitsunfähig sind.
2.2 In Art. 17 IVV hat der Bundesrat (vgl. Art. 22 Abs. 6 IVG) festgelegt, dass ein
Versicherter, der innerhalb eines Monats an mindestens drei nicht
zusammenhängenden Tagen in Eingliederung steht, Anspruch auf ein Taggeld hat, und
zwar (lit. a) für die Eingliederungstage, wenn er wegen der Massnahme ganztags
verhindert ist, der Arbeit nachzugehen, und (lit. b) für die Eingliederungstage und die
dazwischen liegenden Tage, wenn er in seiner gewohnten Tätigkeit zu mindestens
50 % arbeitsunfähig ist.
2.3 Gemäss Rz 1008 KSTI gehören zu den Eingliederungstagen auch Tage, an denen
die versicherte Person lediglich Hausaufgaben zu erledigen hat. Besucht die
versicherte Person den Unterricht nur an Einzeltagen und muss sie an den übrigen
Arbeitstagen Hausaufgaben erledigen, so ist die Voraussetzung der
aufeinanderfolgenden Eingliederungstage gemäss Rz 1006 erfüllt (vgl. ZAK 1986 S.
585).
2.4 Vorausgesetzt ist bei den ersten Varianten (Arbeitsverhinderung) eine vollständige
Verhinderung (vgl. Rz 1006 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen
herausgegebenen Kreisschreiben über die Taggelder der Invalidenversicherung, KSTI).
Diese muss sich auf den ganzen Arbeitstag erstrecken. Nur halbtagsweise oder
stundenweise Verhinderung genügt nicht. Auch können einzelne halbe Tage oder
Stunden nicht zusammengezählt und in ganze Tage umgerechnet werden (vgl. Rz 1009
KSTI). Bei den zweiten Varianten (Arbeitsunfähigkeit) ist eine vollständige
Arbeitsverhinderung an den Eingliederungstagen nicht erforderlich (vgl. Rz 1007 KSTI).
2.5 Als zumindest 50 % arbeitsunfähig gilt eine versicherte Person, die wegen des
Gesundheitszustandes ihre bisherige Erwerbstätigkeit höchstens noch zur Hälfte
ausüben kann (Rz 1011 KSTI, ZAK 1974 S. 300). Unter der bisherigen Erwerbstätigkeit
bis
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ist nach 1012 KSTI die Tätigkeit zu verstehen, welche die versicherte Person vor Eintritt
der gesundheitlichen Beeinträchtigung ordentlicherweise ausgeübt hat.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin lehnt einen Anspruch auf ein durchgehendes Taggeld
(vgl. Art. 22 Abs. 1 IVG, Art. 17 lit. b IVV) ab, weil nach Auffassung ihres RAD vom
25. Juli 2013 (act. 185) an dessen früherer Beurteilung vom 18. Januar 2008 (act. 35)
festzuhalten sei. Damals hatte der RAD dafürgehalten, die gutachterlich attestierte volle
Arbeitsunfähigkeit als Geschäftsführerin sei nicht nachvollziehbar. Er hatte das damit
begründet, dass die Diagnose einer leichten depressiven Episode einer
leistungsorientierten Persönlichkeit das nicht erkläre. Stattdessen sei vom Aufenthalt in
der Klinik Valens an auch für die angestammte Tätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit
von nur 30 % auszugehen.
3.2 Die regionalen ärztlichen Dienste setzen gemäss Art. 59 Abs. 2 IVG die für die
Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit
der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben
bereich auszuüben. Nach Art. 49 Abs. 1 IVV beurteilen sie die medizinischen
Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie
im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen
Weisungen des Bundesamtes frei wählen. Gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV können sie bei
Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die
Untersuchungsergebnisse schriftlich fest. Auch auf Stellungnahmen des RAD kann nur
abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an
einen ärztlichen Bericht genügen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S M. vom 15. Dezember 2006, I 694/05 E. 2).
3.3 Mit seiner vorliegenden Beurteilung, einer blossen Aktenbeurteilung, weicht der
RAD nicht nur vom Ergebnis des Gutachtens vom 25. September 2007, sondern auch
von der Beurteilung der Klinik Valens im Austrittsbericht vom 16. Juli 2007 ab. Dass der
RAD von eigenen Untersuchungen absieht, ist nach der Rechtsprechung zwar nicht an
sich ein Grund, um einen Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, wenn es im
Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht
bis
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und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund
rückt (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S A. vom 25. März 2011, 9C_58/11; Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S G. vom 10. März 2010, IV
2009/93; vgl. auch Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S G.
vom 11. März 2010, IV 2008/427, und i/S K. vom 17. Juni 2009, IV 2007/454). Solche
Verhältnisse sind vorliegend indessen nicht gegeben.
3.4 Das Gutachten basiert auf einer Anamneseerhebung, der Kenntnisnahme von den
Vorakten und einer Erhebung der Befunde und umfasste ein psychiatrisches Konsilium.
Die Schlussfolgerungen sind begründet. Namentlich wurde festgehalten, dass bei der
Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Geschäftsführerin wegen
der überlangen Arbeitszeiten, der erhöhten Verantwortung und der ungünstigen
Belastung im Schultergürtel keine vernünftig verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr
bestehe, und zwar primär aus psychiatrischen Gründen. Ähnliches gelte für den
erlernten Beruf mit entsprechender Verantwortung in der Lebensmittelbranche. Rein
somatisch könnten die geklagten Beschwerden durch die klinische Untersuchung
erklärt und sie könnten reproduziert werden. Da weder strukturell noch biomechanisch
funktionell schwerwiegende Läsionen vorhanden seien, seien für eine künftige Tätigkeit
lediglich qualitative Einschränkungen zu beachten (betreffend repetitive
Elevationsbewegungen, vor allem mit Gewichten und/oder repetitive
Rotationsbewegungen aus dem Schultergürtel). Im Rahmen der depressiven
Symptomatik könnten viele Beschwerden erklärt werden, insbesondere da die
somatischen Beschwerden durch die Depression überlagert
worden seien und diese die somatischen Symptome deutlich verstärkt habe. Bis zum
Aufenthalt in der Klinik Valens sei von voller Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin
auszugehen, bei der Begutachtung habe eine deutlich gebesserte Arbeitsfähigkeit
vorgelegen. Als Geschäftsführerin sei sie aber weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Auch
die Klinik Valens war wie erwähnt zur Beurteilung gelangt, dass ein Wiedereinstieg in
den angestammten Beruf als Textilverkäuferin nicht mehr realistisch sei. Sie hatte
hierfür die dort erforderlichen häufigen repetitiven Bewegungen und Arbeiten über Kopf
verantwortlich gemacht.
3.5 Angesichts des polydisziplinären Gutachtens und der Beurteilung einer Klinik nach
einem stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vermag die ohne eigene
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Untersuchung der Beschwerdeführerin getroffene Einschätzung des RAD, die Diagnose
einer leichten depressiven Episode einer leistungsorientierten Persönlichkeit vermöge
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht nachvollziehbar zu machen,
beweismässig nicht durchzudringen.
3.6 Dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse im Lauf des vorliegend zu
beurteilenden Zeitraums erheblich geändert hätten, ist nicht anzunehmen. Hierfür
bestehen keine Anhaltspunkte.
3.7 Da die Beschwerdeführerin in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 %
arbeitsunfähig ist, hat sie nach Art. 17 lit. b IVV (Art. 22 Abs. 1 IVG) Anspruch auf ein
Taggeld für die Eingliederungstage und die dazwischen liegenden Tage.
4.
4.1 Im Sinn der Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der in der
angefochtenen Verfügung vom 28. August 2013 getroffenen Anordnung, ein Taggeld
bestehe nur an den Eingliederungstagen, gutzuheissen und der Beschwerdeführerin ist
für die Zeit vom 9. März 2007 (vgl. act. 63-1, 193-1) bis 30. April 2009 ein Anspruch auf
ein Taggeld für die Eingliederungstage und die dazwischen liegenden Tage
zuzusprechen. Die Sache ist der Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des
Leistungsumfangs zurückzuweisen.
4.2 Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die
Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1
VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Die Bewilligung
der unentgeltlichen Prozessführung vom 24. Januar 2014 ist obsolet geworden.
4.3 Die Beschwerdeführerin hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache
und dem Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP