Decision ID: e8329271-d44f-4335-963e-788307726f86
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rückforderung IV-Taggelder
Sachverhalt:
A.
A.a A._, der erstmals 1994 wegen Schwerhörigkeit angemeldet worden war,
beantragte - nach einer Meldung des Detailhandelsangestellten zur Früherfassung
wegen einer Arbeitsunfähigkeit ab 7. Juli 2010 von 100 % und ab 27. Juli 2010 von
60 % durch die Arbeitgeberin (IV-act. 84) - am 7. September 2010 (IV-act. 90) bei der
Invalidenversicherung Massnahmen für die berufliche Eingliederung und eine Rente.
Gemäss einem FI-Gesprächsprotokoll des Regionalen Ärztlichen Diensts (RAD) der
Invalidenversicherung vom 24. September 2010 (IV-act. 96) hatte ihm Dr. med. B._,
Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, tags zuvor bekanntgegeben, der Versicherte
leide unter anderem an Taubheit rechts, hochgradiger Schwerhörigkeit links und einer
Vestibularisstörung. Die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten liege bei 80 %.
Gemäss dem Gesprächsprotokoll Früherfassung vom 27. August 2010 über das
Gespräch mit der Eingliederungsberatung vom Vortag (IV-act. 87) und einem FI-
Assessmentprotokoll vom 4. November 2010 der Eingliederungsverantwortlichen (IV-
act. 133) teilte der Versicherte jeweils unter anderem mit, sein Bruttolohn belaufe sich
auf Fr. 3'950.-- Fixum pro Monat (mal 12, Fr. 47'400.--) und monatliche Provisionen
von ca. Fr. 600.-- bis Fr. 800.-- (für die untere Grenze also Fr. 7'200.-- pro Jahr). Dazu
komme eine Gratifikation von ca. Fr. 2'500.-- (total mit den Fr. 600.-- monatlicher
Provision Fr. 57'100.--). Gemäss IK-Auszug (IV-act. 97) hatte der Versicherte im Jahr
2009 Fr. 57'084.-- verdient. In ihrer Bescheinigung vom 30. Oktober 2010 (IV-act. 116)
bestätigte die Arbeitgeberin des Versicherten unter anderem, dessen Monatslohn bei
100 %-Pensum ohne Provisionen habe Fr. 3'950.-- ausgemacht und er arbeite seit
dem 8. August 2010 noch zu 80 %. Am 15. November 2010 (IV-act. 118) sprach die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten eine
berufsberaterische Abklärung zu. Gemäss einem Verlaufsprotokoll (IV-act. 137) fand
am 29. März 2011 eine Besprechung des IV-Berufsberaters mit dem Vorgesetzten des
Versicherten statt. Am 25. April 2011 (AK-act. 102) bestätigte die Arbeitgeberin, der
Versicherte werde voraussichtlich ab 1. November 2011 im Rahmen der Umschulung
zu 40 % weiterbeschäftigt werden. Ein weiteres Protokoll (IV-act. 136) betrifft eine
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Besprechung des IV-Berufsberaters mit dem Versicherten, der RAD-Ärztin und zwei
Sachbearbeiterinnen der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle (vgl. IV-act. 118 und 139)
vom 14. Juni 2011. Am 5. Juli 2011 (IV-act. 140) teilte die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle dem Versicherten mit, sie übernehme die Kosten für eine Umschulung zum
Technischen Kaufmann in der Zeit vom 24. Oktober 2011 bis 31. März 2012.
A.b Am 8. Juli 2011 (AK-act. 96) teilte die Sozialversicherungsanstalt dem Versicherten
mit, sie könne vorläufig (noch nicht über Oktober, sondern) erst über das Taggeld ab
November 2011 verfügen, da ihr sein Lohn während der Massnahme erst für diese Zeit
(ab November 2011) bekannt sei. Mit Verfügung vom 12. Juli 2011 (AK-act. 95) sprach
ihm die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle für die Zeit vom 1. November bis
31. Dezember 2011 ein Taggeld von Fr. 104.30 (Grundentschädigung Fr. 125.60
abzüglich Fr. 21.30 Kürzung wegen Lohns) zu. Dabei wurde offenbar von einem letzten
ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten Einkommen 2011 von Fr. 57'255.25 und
von einem Verdienst während der Eingliederung von jährlich Fr. 19'000.-- (unter
Berücksichtigung des ab November 2011 angegebenen Pensums von 40 % und
entsprechendem Jahreslohn von Fr. 19'000.-- gemäss den Angaben des
Berufsberaters der IV-Stelle) ausgegangen (vgl. AK-act. 103; vgl. IV-act. 136-2).
A.c Am 7. Dezember 2011 (AK-act. 92) reichte die Arbeitgeberin auf Aufforderung hin
die Lohnabrechnung vom Oktober 2011 ein. Demnach hatte der Lohn Fr. 3'160.-- be
tragen. Dazu waren Provisionen bis Ende September 2011 von Fr. 173.-- und TV-
Gebühren von Fr. 15.-- gekommen (total Fr. 3'348.--). Mit einer Verfügung vom
10. Januar 2012 (AK-act. 87) sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem
Versicherten daher für die Zeit vom 24. bis 31. Oktober 2011 ein Taggeld von Fr. 45.40
zu (Grundentschädigung Fr. 125.60 abzüglich Kürzung wegen Lohns Fr. 80.20) und
vermerkte, über den Anspruch ab dem 1. November 2011 werde er zu gegebener Zeit
eine neue Verfügung erhalten (AK-act. 87). Mit einer zweiten Verfügung vom selben Tag
(AK-act. 88) sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten für die
Zeit vom 1. Januar bis 1. April 2012 vorbehaltlos ein Taggeld von Fr. 104.30 (Kürzung
wegen Lohns Fr. 21.30; wie seit November 2011) zu.
A.d In einer Notiz vom 17. Februar 2012 (AK-act. 79) wurde bei der
Sozialversicherungsanstalt als Hinweis aus dem Controlling festgehalten, TV-
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Gebühren, die Lohnbestandteil und AHV-pflichtig seien, sowie Provisionen seien bei
der Taggeldberechnung mit zu berücksichtigen. - Es wurde in der Folge vorgesehen,
am Ende der Massnahme Lohnbelege zu verlangen und, falls doch Provisionen
ausbezahlt würden, allenfalls für die ganze Periode ab November 2011 neu zu
verfügen.
A.e Am 2. Juli 2012 (AK-act. 68) teilte die IV-Stelle mit, sie übernehme die Kosten der
weiteren Umschulung in der Zeit vom 1. April 2012 bis 31. März 2013.
A.f Auf einem Bearbeitungsblatt vom 28. Juni 2012 (AK-act. 67) wurde festgehalten,
gemäss verbindlichen Lohnangaben verdiene der Versicherte vom April 2012 bis März
2013 monatlich Fr. 1'580.-- (mit 13. Monatslohn, keine Gratifikation; pro Monat somit
umgerechnet Fr. 1'711.66 und pro Tag Fr. 57.--). Am 10. Juli 2012 (AK-act. 63) wurde
daraufhin das IV-Taggeld für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 2012 auf Fr. 100.--
festgesetzt (Kürzung Fr. 25.60).
A.g Wie AK-act. 79 zu entnehmen ist, verlangte die Sozialversicherungsanstalt am
19. Dezember 2012 - wie am 17. Februar 2012 vorgesehen - Lohnbelege von der
Arbeitgeberin. Es ergaben sich gemäss dieser Notiz für 2011 ein Jahreslohn von
Fr. 46'614.-- und für 2012 ein solcher von Fr. 28'953.70.
A.h Gemäss einer nicht weiter begründeten Notiz vom 21. Januar 2013 (AK-act. 38)
wurde angenommen, der Lohn 2012 liege ungefähr bei Fr. 27'530.70 (entsprechend
somit Fr. 2'294.20 pro Monat, d.h. abgerundet Fr. 76.40 pro Tag). Mit Verfügung vom
25. Januar 2013 (AK-act. 37) sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem
Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2013 ein Taggeld von Fr. 80.60
(Kürzung Fr. 45.--) zu.
A.i Mit Verfügungen vom 22. Februar 2013 (AK-act. 15 bis 17) kam die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle auf ihre Verfügungen vom 12. Juli 2011, vom
10. Januar 2012 und vom 10. Juli 2012 zurück und setzte den Taggeldanspruch für
November und Dezember 2011 auf Fr. 27.60 (Fr. 98.-- Kürzung wegen Lohns) und für
Januar bis März und April bis Dezember 2012 auf Fr. 76.60 (Kürzung Fr. 49.--) herab.
Der Taggeldansatz sei aufgrund von Lohnabrechnungen neu berechnet worden. -
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Gemäss der Beilage zur Beschwerdeschrift (G 1.2) hat die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle dem Versicherten mit Datum vom 21. Februar 2013 eine Rechnung für
Fr. 12'782.25 für in der betreffenden Zeit zu viel ausbezahlte Taggelder zugestellt/
beigelegt.
B.
Gegen die Verfügungen vom 22. Februar 2013 samt Rückforderung richtet sich die
Beschwerde (bezeichnet als Einsprache) vom 5. März 2013 (Poststempel: 6. März
2013). Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, die angefochtenen
Taggeldverfügungen und die Rückforderung von Fr. 12'782.25 seien aufzuheben. Bei
einem Gespräch vom April oder Mai 2011 im Zusammenhang mit seiner Umschulung
habe ein Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin seinem Vorgesetzten und ihm bestätigt,
dass die Provisionen keine Auswirkung auf das Taggeld haben würden, da sie minim
seien (durchschnittlich mit 40 % Pensum Fr. 250.-- pro Monat). Zusätzlicher Lohn
durch vermehrten Einsatz im Notfall, bei Krankheit anderer Mitarbeiter,
Ferienablösungen usw., wie ihn sich sein Vorgesetzter als Möglichkeit für sich
ausdrücklich ausgedungen habe, sei gemäss dieser Auskunft ebenfalls ohne
Auswirkung auf das Taggeld, so wie die Gratifikation, die keinen fixen Lohnbestandteil
bilde. Bis März 2012 habe er in der Folge regelmässig Lohn und Taggeld bekommen,
dann nur noch den Lohn, da der Erlass der folgenden Taggeldverfügung sich verzögert
habe. Ende Juli 2012 habe er diese Verfügung (vom 10. Juli 2012) schliesslich erhalten.
Man habe ihm damit sein Taggeld (rückwirkend) ab April 2012 um ca. Fr. 150.-- pro
Monat herabgesetzt. Das sei ihm mit der Anrechnung von Provisionen erklärt worden.
Da er in der Zeit vom April bis Juli 2012 mit nur ca. Fr. 1'550.-- habe auskommen
müssen, hätten sein Vorgesetzter und er abgesprochen, dass er Ferien, Überstunden
usw. ausbezahlt erhalte. Ausserdem habe er im April 2012 mehr arbeiten dürfen. Im Juli
und August 2012 sei er hernach wegen grösseren Bedarfs der Arbeitgeberin vermehrt
eingesetzt worden. Im Juli 2012 habe er zudem wegen seiner Schulferien zu 80 %
gearbeitet. Mitte Januar 2013 habe er plötzlich eine Taggeldverfügung (vom 25. Januar
2013 ab Januar 2013) erhalten, welche wiederum eine Herabsetzung des Taggelds
beinhaltet habe, diesmal um ca. Fr. 600.-- pro Monat. Auch diese Herabsetzung habe
man mit seinen Provisionen begründet. Er habe aber niemals Fr. 600.-- pro Monat an
Provisionen erhalten. Ausserdem sei die Herabsetzung nach Angaben der befragten
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Sachbearbeiterin Folge der Anrechnung eines höheren Lohnbezugs, der Gratifikation
und der Auszahlung von Ferien, Überstunden usw. gewesen. Es habe sich damit
gezeigt, dass er und sein Vorgesetzter bei dem Gespräch vom April oder Mai 2011
falsch informiert worden seien. Andernfalls wäre ein Fixlohn ohne Provisionen
vereinbart worden, hätte er im Juli/August 2012 nicht mehr gearbeitet und hätte sich
nicht Ferien, Überstunden usw. auszahlen lassen. Am 27. Februar 2013 nun habe er
eine Rückforderung von Fr. 12'782.25 erhalten. Auf seine erneute Anfrage sei ihm
mitgeteilt worden, er müsse die Provisionen, Ferienentschädigungen usw.
zurückbezahlen, da er im Jahr 2012 mehr verdient habe, als er dafür versichert sei. Er
habe in jenem Jahr aber niemals mehr als diesen Betrag verdient. Weil ihm das
Taggeld drei Monate lang nicht ausbezahlt worden sei, habe er sich Ferien usw.
auszahlen lassen müssen und habe im April und Juli 2012 mehr arbeiten müssen. Nach
Aussage der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin habe die IV-Stelle die
Ausgleichskasse über die Provisionen nicht informiert. Seit der ersten
Taggeldherabsetzung vom Juli 2012 hätte die Ausgleichskasse aber orientiert sein
müssen. Ihn treffe kein Verschulden. Künftig würden ihm Fr. 600.-- pro Monat
gestrichen, obwohl er niemals so viele Provisionen beziehe. Zurzeit erhalte er
Fr. 3'850.-- an Lohn und Taggeld, obwohl sein versicherter Lohn bei Fr. 4'710.-- liege.
Das müsse für die fixen Kosten und die übrigen Lebenshaltungskosten ausreichen. Er
wisse nicht, wie er da noch eine Rückzahlung sollte leisten können.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Nicht eingegangen werden
könne auf die Einwände der Gutgläubigkeit und der grossen Härte. Die Behauptung
einer Falschauskunft werde bestritten; es würden keine Beweise dafür vorgelegt. Dass
die IV-Stelle der Ausgleichskasse die relevanten Informationen nicht stets geliefert
habe, treffe nicht zu. Es werde bestritten, dass die Sachbearbeiterin eine solche
Auskunft erteilt habe. Die IV-Stelle sei vielmehr von einem zu tiefen Erwerbseinkommen
ausgegangen. Am 7. Dezember 2011 habe sie von der Arbeitgeberin Lohnunterlagen
bekommen, aus denen hervorgegangen sei, dass auch Provisionen und TV-Gebühren
bezahlt würden. Unbestrittenermassen seien diese auch Erwerbseinkommen und bei
der Kürzung von Taggeldern zu berücksichtigen. Dass die Ausgleichskasse hierauf
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nicht reagiert habe, sei ein Fehler gewesen. Bei der internen Überprüfung vom
17. Februar 2012 hätte sie diesen Fehler erkennen können. Ab diesem Zeitpunkt sei sie
gehalten gewesen, die notwendigen Erhebungen innert vernünftiger Frist
durchzuführen, um anschliessend die Rückforderungsverfügung erlassen zu können.
Das habe mehr als fünf Tage in Anspruch genommen. Die Rückforderung sei daher am
22. Februar 2013 noch nicht verwirkt gewesen. Gegen die Berechnung habe der
Beschwerdeführer keine Einwände erhoben. Es sei auch nicht ersichtlich, inwiefern sie
rechtsfehlerhaft sein sollte.
D.
Mit Replik vom 21. Juni 2013 bringt der Beschwerdeführer vor, sein Vorgesetzter könne
die Falschauskunft des Mitarbeiters der Beschwerdegegnerin bestätigen. Auch die
Sachbearbeiterin habe ihm die beschriebene Auskunft erteilt, allerdings nur telefonisch
und daher nicht in beweisbarer Art. Er habe sehr wohl auch die Berechnung
beanstandet. So sei ihm bei der Berechnung des Taggeldes ab Oktober 2011 die
Gratifikation - schon als solche gemäss Auskunft des Mitarbeiters der
Beschwerdegegnerin nicht relevant - für das gesamte Jahr 2011 angerechnet worden.
Bei der ersten Kürzung hätte ihn die Beschwerdegegnerin bzw. die Ausgleichskasse
darüber orientieren müssen, dass er gegebenenfalls eine Rückforderung erhalten
werde. Sie hätte ausserdem die Kürzung so vornehmen müssen, dass keine - so
grosse - Rückforderung entstanden wäre. Es sei ferner nicht einzusehen, weshalb er
seine Überstunden- und Ferienauszahlung und den zusätzlichen Lohn für die
Mehrarbeit zurückbezahlen sollte. Denn irgendwie habe er ja trotz des Ausbleibens der
Taggeldzahlungen von April bis Juli 2012 die Rechnungen bezahlen müssen. Er habe
ausserdem deswegen mit den Rechnungsstellern erheblichen Aufwand gehabt. Er
habe auch nicht die Möglichkeit gehabt, sich von der Familie Geld zu leihen. Die
Beschwerdegegnerin räume ein, dass der Fehler bei der Verwaltung gelegen habe. -
Nach Einsicht in die Akten macht der Beschwerdeführer geltend, die Rückforderung sei
verjährt. Er sei nie auf die Rückforderung hingewiesen worden. Ein Hinweis im Sommer
2012 habe nicht stattgefunden.

Erwägungen:
1.
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1.1 Mit den angefochtenen Verfügungen vom 22. Februar 2013 hat die
Beschwerdegegnerin in Abänderung ihrer früheren, formell rechtskräftigen Verfügungen
vom 12. Juli 2011, vom 10. Januar 2012 und vom 10. Juli 2012 den Taggeldanspruch
für die Zeit vom 1. November 2011 bis 31. Dezember 2012 herabgesetzt und als Folge
davon (bezeichnet - wohl irrtümlich - mit Datum bereits vom 21. Februar 2013) eine
Rechnung zur Rückforderung an den Beschwerdeführer gesandt. Auf die Anträge zur
neuen Anspruchsberechnung und (in der Rechnung verkörperten angefochtenen
Anordnung der) Rückforderung ist einzutreten, während auf die Vorbringen des
Beschwerdeführers zur Erlassfrage (vgl. Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG, wonach, wer
Leistungen in gutem Glauben bezogen hat, sie nicht zurückerstatten muss, wenn eine
grosse Härte vorliegt) mangels Anfechtungsgegenstands nicht eingetreten werden
kann.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Verfügungen zugestellt,
ohne ihm vorher durch einen Vorbescheid rechtliches Gehör gewährt zu haben.
Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den
vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die
Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1). Die
versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 ATSG
(Satz 2). Eine Beschränkung der Vorbescheidsbedürftigkeit des Inhalts einer Verfügung
auf die "IV-spezifischen" Elemente lässt sich nicht rechtfertigen; sie würde dem klaren
Wortlaut des Art. 57a Abs. 1 IVG widersprechen (so der Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S W. vom 12. Februar 2008,
IV 2006/205, unter Hinweis auf den früheren Entscheid i/S K. vom 4. Oktober 2007, IV
2007/90). Das Bundesgericht hat zumindest für einen Fall der Herabsetzung einer
einmal zugesprochenen Rente festgehalten, es dürfte sich eine vorherige Anhörung
(wenn auch nicht ein Vorbescheid) aufdrängen, selbst wenn die Herabsetzung auf eine
blosse Berechnungsänderung zurückzuführen sei (BGE 134 V 97). - Die Verletzung des
rechtlichen Gehörs kann vorliegend allerdings als geheilt gelten (da sich der
Beschwerdeführer vor dieser Beschwerdeinstanz äussern konnte, die sowohl den
Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann; Bundesgerichtsentscheid i/S
S. vom 26. Juni 2007, I 496/06). Eine Rückweisung der Sache würde ausserdem zu
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit
dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
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beförderlichen Beurteilung nicht zu vereinbaren wären (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S Z. vom 14. Juli 2006, I 193/04; BGE 116 V 187 E. 3d), was
eine Heilung rechtfertigt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen i/S M. vom 16. Juni 2008, IV 2008/8). Der Beschwerdeführer selber hat die
Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht gerügt. Es ist anzunehmen, dass er der
materiellen Behandlung der Sache den Vorzug gibt.
2.
2.1 Nach Art. 24 Abs. 2 IVG wird das Taggeld gekürzt, soweit es das massgebende
Erwerbseinkommen (einschliesslich der gesetzlichen Kinder- und Ausbildungszulagen)
übersteigt. Gemäss Art. 21 Abs. 1 IVV wird das Taggeld, wenn eine versicherte
Person während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit ausübt, soweit gekürzt, als es
zusammen mit dem aus dieser Tätigkeit erzielten Einkommen das gemäss den Art. 21
bis 21 massgebende Erwerbseinkommen übersteigt. Art. 22 Abs. 5 bleibt
vorbehalten. Für die Kürzung des Taggeldes ist das Erwerbseinkommen zu
berücksichtigen, das die versicherte Person mit der während der Eingliederung
ausgeübten Tätigkeit erzielt hat. Für Arbeitnehmer entspricht dieses
Erwerbseinkommen dem massgebenden Lohn im Sinne von Artikel 5 AHVG (vgl.
Art. 21 Abs. 2 IVV). Finanzielle Leistungen des Arbeitgebers während der
Eingliederung, für die die versicherte Person keine spezielle Arbeitsleistung erbringt,
werden für die Kürzung nicht berücksichtigt (Soziallohn; Art. 21 Abs. 3 IVV). Nach
Art. 5 Abs. 2 AHVG umfasst der massgebende Lohn auch Teuerungs- und andere
Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und
Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen
wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen. Dazu gehört nach der
Rechtsprechung auch etwa ein Zuschlag, den Arbeitgebende während der
Umschulung für gute Leistungen zusätzlich zum üblichen Lehrlingslohn ausrichten
(Rz 3074 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens
über die Taggelder der Invalidenversicherung = KSTI; ZAK 1966 S. 52).
2.2. Aus den Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin ergab sich nach Auffassung der
Beschwerdegegnerin nach Erlass der formell rechtskräftigen Taggeldverfügungen,
dass die Taggelder ungenügend gekürzt worden waren, weil ein zu geringes
septies
quinquies
septies
septies
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Einkommen aus der ausgeübten Tätigkeit (nämlich ohne Provisionen, Gratifikationen
oder von der Arbeitgeberin übernommene TV-Gebühren) angerechnet worden war.
Dass die Beschwerdegegnerin neue Berechnungen angestellt und neu verfügt hat, ist
nach dem Dargelegten im Grundsatz nicht zu beanstanden.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, bei einem Gespräch vom April oder Mai
2011 habe ein Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin seinem Vorgesetzten und ihm
bestätigt, dass die Provisionen keine Auswirkung auf das Taggeld haben würden, da
sie minim seien, ebenso wenig zusätzlicher Lohn infolge vermehrten Einsatzes oder die
Gratifikation, die keinen fixen Lohnbestandteil bilde.
3.2 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben schützt die Bürger in
ihrem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeutet unter anderem,
dass falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen
eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten.
Gemäss der Rechtsprechung ist eine falsche Auskunft bindend, wenn die Behörde in
einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat und sie für
die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder aus zureichenden Gründen
als zuständig betrachtet werden durfte, wenn die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne
weiteres erkennbar war, wenn der oder die Betroffene im Vertrauen auf die Richtigkeit
der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht
werden können, und wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunfterteilung keine
Änderung erfahren hat (Bundesgerichtsentscheid i/S B. vom 29. Januar 2010,
9C_507/09; vgl. BGE 131 V 472).
3.3 Zunächst lässt sich nicht annehmen, dass der IV-Berufsberater für eine Auskunft
über die Taggeldberechnung für zuständig gehalten werden durfte, ist doch in der
Verfügung vom 5. Juli 2011 (IV-act. 140; wie in der Verfügung vom 2. Juli 2012)
betreffend Kostengutsprache für die Umschulung ausdrücklich festgehalten worden,
Fragen zum Taggeld seien an die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen zu richten.
Damit fehlt es an einer der oben genannten Voraussetzungen für den Schutz eines
Vertrauens in eine allfällige falsche Auskunft. Im Übrigen fragte sich, inwiefern der
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Beschwerdeführer zu relevanter Zeit Dispositionen im oben beschriebenen Sinn
getroffen habe. Festzuhalten ist ferner, dass die Unrichtigkeit einer allfälligen Auskunft
des behaupteten Inhalts im Ergebnis ohne weiteres erkennbar gewesen wäre. Dass
infolge einer Sozialversicherungsleistung nicht insgesamt mehr eingenommen werden
kann als ohne das versicherte Ereignis, muss bekannt sein. Bereits aus der
Taggeldverfügung vom 12. Juli 2011 ("Kürzung wegen Lohn") konnte und musste der
Beschwerdeführer entsprechend ersehen, dass der nebst dem Taggeld bezogene
"Lohn" grundsätzlich zu dessen Kürzung führt. Die unterschiedlichen beiden
Verfügungen vom 10. Januar 2012 zeigten, dass ein Mehr oder Weniger an Lohn durch
erweiterten oder reduzierten Einsatz sich auf die Taggeldberechnung auswirkt und
dass dieses je nach Pensum schwankt. Erkennbarkeit ist aber auch für die
Lohnbestandteile Provision und Gratifikation anzunehmen. Sollte sich der
Beschwerdeführer darauf verlassen haben, dass solche Leistungen der Arbeitgeberin
bei der Berechnung des Taggeldes nicht berücksichtigt würden, kann er in diesem
Vertrauen nicht geschützt werden, denn es musste ihm klar sein, dass auch
Provisionen und Gratifikationen Lohn darstellen und aus Erwerbs- und
Erwerbsersatzeinkommen zusammen sich gerechtfertigterweise nicht mehr Einkünfte
ergeben können als es dem letzten ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten
Einkommen entspricht. Infolge der (gemäss der Darstellung des Beschwerdeführers in
der Beschwerdeschrift) nach Erhalt der Verfügung vom 10. Juli 2012 auf Anfrage
erteilten Auskunft war er schliesslich ausdrücklich informiert gewesen, dass
Provisionen ebenfalls angerechnet werden. Ab diesem Zeitpunkt hatte er auch
tatsächliche Kenntnis von der Anrechenbarkeit solcher Leistungen der Arbeitgeberin.
Eine von der objektiven Rechtslage abweichende Behandlung des Beschwerdeführers
aufgrund von Vertrauensschutz ist daher mangels der entsprechenden
Voraussetzungen nicht am Platz, so dass sich Abklärungen über den Inhalt von
Aussagen des IV-Berufsberaters erübrigen.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer rügt des Weiteren, es sei ihm bei der Berechnung des
Taggeldes ab Oktober 2011 die Gratifikation für das gesamte Jahr 2011 angerechnet
worden. Ein Korrekturbedarf lässt sich anhand der Lohnabrechnungen (AK-
act. 30-17 f.) bestätigen. Für die Berechnung des Tageseinkommens ab 1. November
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2011 (vorliegend einzig strittig) sind die Gratifikationen zu dem zunächst anhand der
Einkommensverhältnisse ab diesem Zeitpunkt zu berechnenden übrigen
Jahreseinkommen zu schlagen: Nach den Lohnabrechnungen beläuft sich die (je
ausbezahlte) Lohnsumme für die beiden Monate November und Dezember 2011, wenn
die beiden Gratifikationsteile ausgespart werden, auf Fr. 4'970.--. Umgerechnet auf das
Jahr (mal sechs) ergibt sich so ein Betrag von Fr. 29'820.--. Dazu sind die
Gratifikationen für das Jahr 2011 von Fr. 1'930.-- und Fr. 1'158.-- zu schlagen, womit
sich ein Jahreseinkommen von Fr. 32'908.-- ergibt. Pro Monat macht das einen Lohn
von Fr. 2'742.35 aus, pro Tag somit (gerundet nach Rz 3073 KSTI) von Fr. 91.40.
Zusammen mit dem Taggeld von Fr. 125.60 ergäbe sich eine Entschädigung von
Fr. 217.--, was Fr. 60.-- über dem letzten ohne gesundheitliche Einschränkung erzielten
Einkommen von (rund) Fr. 157.-- pro Tag (Fr. 57'255.25/365) liegt. Die
Grundentschädigung von Fr. 125.60 (80 % von Fr. 157.--, Art. 23 IVG) ist demnach um
Fr. 60.-- zu kürzen, womit sich für November und Dezember 2011 ein Taggeld von je
Fr. 65.60 (statt wie in der angefochtenen Verfügung festgesetzt von Fr. 27.60) ergibt.
Die angefochtene Verfügung vom 22. Februar 2013 betreffend den Taggeldanspruch
für die Zeit vom 1. November 2011 bis 31. Dezember 2011 erweist sich als
unzutreffend. Da die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit der Verfügung
vom 12. Juli 2011 ursprünglich ein Taggeld von Fr. 104.30 zugesprochen hatte, ergibt
sich aber für diese Periode immer noch eine Rückforderung. Auf eine Rückweisung
zum Erlass einer entsprechenden Verfügung ist zu verzichten, da die Rückforderung für
diese beiden Monate verwirkt ist (vgl. unten E. 5.4).
4.2 Im Übrigen sind die Taggeldverfügungen vom 22. Februar 2013 inhaltlich nicht
beanstandet worden.
5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin stellte als Folge der Neufestsetzung der Taggelder mit
den angefochtenen Verfügungen wie erwähnt auch eine Rückforderung. Nach Art. 25
Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der
Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die
Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf
von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 erster Satz
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ATSG). Nach der Rechtsprechung ist unter dem Ausdruck "nachdem die
Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", der Zeitpunkt zu verstehen, in
welchem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte
erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen (BGE
122 V 274 f. E. 5a). Mit Bezug auf den Beginn der einjährigen Verwirkungsfrist ist nicht
das erstmalige unrichtige Handeln der Amtsstelle massgebend. Vielmehr ist auf jenen
Tag abzustellen, an dem sich die Verwaltung später - beispielsweise anlässlich einer
Rechnungskontrolle - unter Anwendung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit über ihren
Fehler hätte Rechenschaft geben müssen (BGE 124 V 382 f. E. 1, BGE 110 V 304) und
in dem sie bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen,
dass die Voraussetzungen für eine Rückforderung gegeben waren. Dies wiederum ist
der Fall, wenn alle im konkreten Einzelfall erheblichen Umstände zugänglich sind, aus
deren Kenntnis sich der Rückforderungsanspruch dem Grundsatz nach und in seinem
Ausmass gegenüber einem bestimmten Rückerstattungspflichtigen ergibt. Es genügt
nicht, dass bloss Umstände bekannt sind, die möglicherweise zu einem
Rückforderungsanspruch führen können, oder dass der Anspruch nur dem Grundsatz
nach, nicht aber in masslicher Hinsicht feststeht. Verfügt die Kasse über hinreichende,
aber noch unvollständige Hinweise auf einen möglichen Rückforderungsanspruch, hat
sie allenfalls noch erforderliche Abklärungen innert angemessener Zeit vorzunehmen.
Unterlässt sie dies, ist der Beginn der Verwirkungsfrist auf den Zeitpunkt festzusetzen,
in welchem die Verwaltung ihre unvollständige Kenntnis mit dem erforderlichen und
zumutbaren Einsatz so zu ergänzen im Stande war, dass der Rückforderungsanspruch
hätte geltend gemacht werden können. Ergibt sich jedoch aus den vorhandenen Akten
bereits die Unrechtmässigkeit der Leistungserbringung, beginnt die einjährige Frist,
ohne dass Zeit für eine weitere Abklärung zugestanden würde (vgl.
Bundesgerichtsentscheid vom 30. Juli 2007, K 70/06 E. 5.1, mit Hinweisen, u.a. auf
BGE 128 V 10 E. 5a S. 12 f., BGE 112 V 180 E. 4b S. 182 und den
Bundesgerichtsentscheid vom 19. Oktober 2000, I 609/98). Ist für die Leistungsfest
setzung das Zusammenwirken mehrerer Behörden notwendig, genügt es, dass die
nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen
Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 119 V 433 E. 3a).
5.2 Die vorliegende Rückforderung datiert vom 22. Februar 2013. In Bezug auf
Leistungen, welche nicht länger als ein Jahr vor Erlass der Rückforderungsverfügung
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(unrechtmässig) ausgerichtet wurden, entsteht der Rückforderungsanspruch nach der
Rechtsprechung erst mit der jeweiligen Zahlung (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S
K. vom 19. Februar 2010, 9C_482/09, E. 3.3.3). Eine Verwirkung der Rückforderung fällt
demnach vorliegend von vornherein nur für die vor dem 22. Februar 2012 erfolgten
Zahlungen, das heisst höchstens für jene für die Monate November 2011 bis Februar
2012, in Betracht.
5.3 Am 12. Juli 2011 sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer erstmals
Taggeld zu, und zwar im Voraus bereits für die Zeit ab November 2011. Bei Erlass
dieser Verfügung vom 12. Juli 2011 setzte sie einen erwarteten künftigen
Jahresverdienst des Beschwerdeführers von Fr. 19'000.-- ein. Wie sie diesen Betrag
erhoben hat, ist nicht ersichtlich. Er entspricht aber dem von der Arbeitgeberin im
Oktober 2010 angegebenen (Fix-) Lohn bei einem Pensum von 40 % (Fr. 18'960.--) mit
einer Rundung oder Anpassung. Das erstmalige unrichtige Handeln der Verwaltung lag
darin, dass die Taggeldverfügung auf der unzutreffenden Annahme, der
Beschwerdeführer werde ab November 2011 diesen Jahreslohn erzielen, oder auf
entsprechender ungenügender Abklärung des Sachverhalts basierte.
5.4 Für den Beginn der einjährigen Verwirkungsfrist ist relevant, wann sich die
Beschwerdegegnerin bei zumutbarer Aufmerksamkeit über diesen Fehler hätte
Rechenschaft geben müssen. - Am 7. Dezember 2011 holte sie - wie am 8. Juli 2011
vorgesehen einzig - für Oktober 2011 eine Lohnabrechnung ein. Auch wenn sie damals
an ihrer für den Zeitraum ab November 2011 irrtümlich getroffenen Annahme
tatsächlich nicht gezweifelt haben sollte, so hat sie sich doch zu jenem Zeitpunkt
nochmals mit der Frage des anrechenbaren Einkommens des Beschwerdeführers
befasst. Das hat als Anlass zur möglichen Entdeckung des Fehlers im Sinn der
Rechtsprechung zu genügen. Damals hätte sie ohne Weiteres auch bereits einen
Lohnausweis für den Monat November 2011 einholen können. Für den Entscheid über
Abklärungen, die Abklärungen selber und den Verfügungserlass ist einer Verwaltung
nach dem Zeitpunkt, da sie den Fehler hätte erkennen müssen, hier der
Beschwerdegegnerin also nach dem 7. Dezember 2011, noch eine angemessene
Zeitspanne - von sicherlich einigen, ermessensweise von etwa acht Wochen -
zuzugestehen, auch wenn die Abklärung als solche bei Einsatz moderner
Kommunikationstechnologie - wie der Sachverhalt zeigt - rasch hätte erfolgen können.
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Bis zu jenem Zeitpunkt (d.h. bis anfangs Februar 2012) hätten die erforderlichen
Abklärungen betreffend die Monate November und Dezember 2011 zumutbarerweise
abgeschlossen und hätte der Verfügungserlass erfolgen können und müssen, so dass
die einjährige Frist damals ausgelöst wurde. Die Rückerstattung der Betreffnisse für
November und Dezember 2011 war daher bei Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 22. Februar 2013 verwirkt. Vorliegend wurde die Beschwerdegegnerin am
17. Februar 2012 gemäss einer Controlling-Feststellung noch auf die Anrechenbarkeit
von Provisionen und TV-Gebühren beim Pensum von 40 % hingewiesen. Selbst wenn
der Fristbeginn noch vier Tage nach diesem weiteren Anlass (also am 21. Februar
2012) anzusetzen wäre, bliebe es bei der genannten Verwirkung.
5.5 Bereits abgeklärt und bearbeitet zu haben, welches der zurückzufordernde Betrag
für die Zeit ab Januar 2012 war, konnte von der Beschwerdegegnerin hingegen bis
zum 22. Februar 2012 noch nicht erwartet werden, da zuerst unter anderem die
entsprechenden Lohnabrechnungen abgewartet werden mussten. Nicht nur die
Rückforderung für die Zeit ab 1. März 2012 (E. 5.2), sondern bereits jene für die Zeit ab
Januar 2012 war bei Erlass der Verfügung vom 22. Februar 2013 noch nicht verwirkt.
5.6 Die Rückforderung ist somit auf den nicht verwirkten Teil zu reduzieren. Dieser
beläuft sich auf Fr. 8'395.95 an Taggeldern, welche dem Beschwerdeführer für die Zeit
vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 zu viel ausbezahlt wurden.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzu
treten ist, unter Aufhebung der angefochtenen Verfügungen vom 22. Februar 2013
betreffend den Taggeldanspruch für die Zeit vom 1. November 2011 bis 31. Dezember
2011 und betreffend Rückforderung insofern teilweise gutzuheissen, als der
Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin (statt wie verfügt Fr. 12'782.25)
Fr. 8'395.95 an in der Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 zu viel
ausgerichteten Taggeldern zurückzuzahlen hat. Im Übrigen ist die Beschwerde
abzuweisen.
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6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Praxisgemäss sind vorliegend keine
Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Der geleistete Kostenvorschuss ist
dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht