Decision ID: b6563161-2aed-525a-87ba-cf5b80c16814
Year: 2017
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdegegner reichte am 4. November 2016 bei der Gemeinde Thunstetten
ein Baugesuch ein für den Neubau eines Doppel-Einfamilienhauses mit Tiefgarage auf
Parzelle Thunstetten Grundbuchblatt Nr. D._. Die Parzelle liegt in der Wohnzone
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W2 und ist Teil der Überbauungsordnung E._/F._weg. Gegen das
Bauvorhaben erhob unter anderen der Beschwerdeführer Einsprache. Mit
Gesamtentscheid vom 17. Februar 2017 erteilte das Regierungsstatthalteramt Oberaargau
die Baubewilligung.
2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 6. März 2017 (Postaufgabe 15. März
2017) Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE)
ein. Er macht sinngemäss geltend, es sei durch den Neubau des Doppel-
Einfamilienhauses und die Umgebungsgestaltung nicht mehr möglich, mit einem
Tanklöschfahrzeug die Gebäude an der E._strasse 15, 15e, 15g und 13e zu
erreichen.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Der Beschwerdegegner beantragt in
seiner Beschwerdeantwort vom 28. März 2017, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten,
eventuell sei die Beschwerde abzuweisen. Das Regierungsstatthalteramt Oberaargau
beantragt in seiner Vernehmlassung vom 31. März 2017 die Abweisung der Beschwerde.
Die Einwohnergemeinde Thunstetten beantragt in ihrer Stellungnahme vom 7. April 2017,
auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei die Beschwerde abzuweisen. Auf
die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Zuständigkeit und Frist
Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er –
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
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angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der fristgerecht
eingereichten Beschwerde zuständig.
2. Formvorschriften
a) Der Beschwerdegegner macht in seiner Beschwerdeantwort geltend, der
Beschwerdeführer setze sich in keiner Art und Weise mit den Argumenten des
angefochtenen Entscheids auseinander, nenne keine Rechtsgrundlagen oder Grundsätze,
die (angeblich) verletzt würden, und mache schliesslich auch nicht sinngemäss geltend, die
Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch beurteilt. Es sei deshalb nicht auf die Beschwerde
einzutreten.
b) Parteieingaben müssen einen Antrag, die Angabe von Beweismitteln, eine
Begründung sowie eine Unterschrift enthalten (Art. 32 VRPG4). Aus dem Verbot
übertriebener Formstrenge ergibt sich, dass Parteieingaben nach ihrem erkennbaren,
wirklichen Sinn auszulegen sind. Generell sind namentlich an Laieneingaben keine hohen
Anforderungen zu stellen. Ein genügender Antrag liegt vor, wenn sich aus dem
Zusammenhang und unter Zuhilfenahme der Begründung sinngemäss ergibt, was verlangt
wird.5 Die Begründung muss sachbezogen sein. Sie muss sich wenigstens in minimaler
Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinngemäss daraus
schliessen lassen, welche Rechtsnormen oder Grundsätze der Ermessensausübung nach
Auffassung der beschwerdeführenden Partei verletzt oder inwiefern Sachverhaltselemente
unrichtig oder unvollständig festgestellt worden sind.6
c) Die Beschwerde vom 6. März 2017 setzt sich nicht mit den Argumenten des
angefochtenen Entscheides auseinander. Immerhin lässt sich der Beschwerde aber
entnehmen, dass der Beschwerdeführer sinngemäss der Meinung ist, das Bauvorhaben
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 13 6 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15
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habe negative Auswirkungen auf die Erschliessung seiner und der benachbarten
Liegenschaften. Weiter verlangt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zwar nicht
ausdrücklich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Aus seinen Ausführungen
kann jedoch geschlossen werden, dass er mit dem Entscheid der Vorinstanz nicht
einverstanden ist und folglich die Aufhebung des Entscheides beantragt. Insofern vermag
die Beschwerde den Anforderungen an eine Begründung und einen Antrag knapp zu
genügen.
3. Beschwerdelegitimation
a) In seiner Beschwerdeantwort bringt der Beschwerdegegner vor, der
Beschwerdeführer sei nicht mehr als jedermann vom Bauvorhaben betroffen, da sich die
Erschliessungsverhältnisse auf der E._strasse durch das Neubauprojekt gar nicht
änderten. Aus diesem Grunde sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in
Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer, der sich als Einsprecher am
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt hat, ist formell beschwert und insofern zur
Beschwerdeführung legitimiert.
c) Neben der formellen Beschwer bedarf es auch der materiellen Beschwer: Nach
Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG sind nur Personen zur Einsprache befugt, die durch das
Bauvorhaben unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Nach Lehre
und Rechtsprechung ist eine Person in schutzwürdigen Interessen berührt, wenn sie durch
ein Bauvorhaben in höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist und zum
Streitgegenstand eine besondere Beziehungsnähe hat.7 Die Betroffenheit kann rechtlicher
oder auch nur tatsächlicher Natur sein. Selbst wenn ein irgendwie geartetes Berührtsein
ausreicht, begründet aber nicht jede Betroffenheit die Beschwerdebefugnis. „Es muss sich
um eine hinreichende Beschwer handeln, um ein Interesse, das einen ausreichenden
Anlass zur Überprüfung der umstrittenen Anordnung gibt. Das Rechtsschutzinteresse muss
mit anderen Worten intensiv genug sein, um als unmittelbares und eigenes (persönliches)
7 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35–35c N. 16
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anerkannt zu werden. Demnach müssen etwas Reales bzw. handfeste Belange,
persönliche Vor- und Nachteile hinter dem Rechtsschutzanliegen stehen. (...) Im
Zweifelsfall bejaht die Praxis die Beschwerdeberechtigung.“8 Ob die für die
Einsprachelegitimation geforderte besondere Betroffenheit gegeben ist, beurteilt sich
gemäss ständiger Praxis nach den Rechtsbehauptungen der Opponenten.9 Dabei genügt
die blosse Behauptung der besonderen Betroffenheit aber nicht, das schutzwürdige
Interesse muss glaubhaft dargetan werden.10
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss die besondere Beziehungsnähe zum
Streitgegenstand bei Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. In
einer besonders nahen Beziehung zur Streitsache stehen naturgemäss die Nachbarn des
Baugrundstücks. Der Kreis der betroffenen Nachbarschaft kann aber nicht allgemein
festgelegt werden, sondern muss im Einzelfall nach den konkreten Verhältnissen bestimmt
werden. Die Einsprachebefugnis des Nachbarn ist in der Regel zu bejahen, wenn dessen
Liegenschaft unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen
Verkehrsträger davon getrennt wird. Es wird darauf verzichtet, auf bestimmte feste Werte
abzustellen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind Nachbarn bis im Abstand von etwa
100 m in der Regel zu Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Bauvorhaben legitimiert.11
Allerdings ergibt sich die Legitimation nicht schon allein aus der räumlichen Nähe, sondern
erst aus einer daraus herrührenden besonderen Betroffenheit.12
d) Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Thunstetten Grundbuchblatt
Nr. G._ an der E._strasse 13e. Die Parzelle des Beschwerdeführers
befindet sich rund 40 m (Luftlinie) von der Bauparzelle entfernt. Diese Distanz liegt damit
innerhalb des Bereichs, in dem nach der erwähnten bundesgerichtlichen Praxis von
benachbarten Grundstücken ausgegangen werden kann. Vorliegend stösst das
Grundstück des Beschwerdeführers jedoch nirgends direkt an das Baugrundstück des
Beschwerdegegners. Dazu kommt, dass zwischen den beiden Grundstücken zwei
8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 65 N. 9, mit Hinweisen 9 BVR 1988 S. 351 10 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35–35c N. 16a 11 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35–35c N. 17/17a mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 12 Vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35–35c N. 16
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überbaute Parzellen (Parzellen Nrn. H._ und I._) sowie eine
Strassenparzelle (Parzelle Nr. J._) liegen. Die Nähe zum umstrittenen
Bauvorhaben schafft hier somit noch keine direkte und unmittelbare Betroffenheit. Vom
umstrittenen Bauvorhaben gehen auch keine starken Emissionen aus, die den
Beschwerdeführer in höherem Masse berühren würden als Dritte. Überdies werden die
Liegenschaften des Beschwerdeführers und des Beschwerdegegners auch nicht über
dieselbe Strasse erschlossen: Die Bauparzelle des Beschwerdegegners soll über den
K._weg-Ost erschlossen werden.
e) Die Einsprache- und Beschwerdebefugnis von Grundeigentümern kann sich jedoch
auch daraus ergeben, dass durch ein Bauvorhaben die Erschliessung ihrer hinterliegenden
Parzellen verbaut würde.13 Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG verlangt, dass die Zufahrtsstrasse
hinreichend nahe an Bauten heranführt und diese für die Feuerwehr gut erreichbar sind.
Der Beschwerdeführer macht geltend, das Bauvorhaben habe negative Auswirkungen auf
die Erschliessung seiner und der benachbarten Liegenschaften, da diese mit dem
Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr nicht mehr zu erreichen seien. Damit macht er
sinngemäss geltend, dass die Strasse, die seine Parzelle erschliesst, durch das
Bauvorhaben den Anforderungen von Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG nicht mehr entsprechen
werde. Das Bauvorhaben grenzt unmittelbar an die Strassenparzelle Nr. J._ und
beinhaltet unter anderem auch die Neugestaltung des Strassenbanketts. Damit ist die
Behauptung des Beschwerdeführers glaubhaft dargetan. Gestützt auf seine
Rechtsbehauptung ist der Beschwerdeführer daher durch das Bauvorhaben hinreichend
betroffen. Demzufolge tritt die BVE auf die Beschwerde ein.
4. Erschliessung der Liegenschaft des Beschwerdeführers
a) Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die strassenmässige
Erschliessung seiner und der benachbarten Liegenschaften werde durch das Bauvorhaben
verschlechtert. Es sei für ein Tanklöschfahrzeug nicht mehr möglich, die Liegenschaften zu
erreichen.
13 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 7/8 N. 5
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b) Der heutige Abschluss der Fahrbahn des fraglichen Abschnitts der
E._strasse, welche die Liegenschaften E._strasse 15, 15e, 15g und 13e
erschliesst und an der Ostseite der Bauparzelle vorbeiführt, stimmt mit der
Strassenparzellengrenze Nr. J._ überein.14 Gegenüber der E._strasse ist
gestützt auf Art. 13 Abs. 1 GBR15 und Art. 80 Abs. 1 Bst. b SG16 ein Bauabstand von
3.60 m einzuhalten. Diesen Bauabstand hält das geplante Doppel-Einfamilienhaus beim
fraglichen Strassenabschnitt ein.17 Für Hecken mit einer Höhe von 1.2 m gilt ein
Strassenabstand von 0.5 m (Art. 80 Abs. 2 SG i.V.m. Art. 56 Abs. 1 SV18). Die geplante
Hecke hat eine Höhe von 1.2 m und hält entlang des fraglichen Abschnitts auf der
E._strasse exakt den Strassenabstand von 0.5 m ein.19 Damit ist auch die lichte
Breite gemäss Art. 83 Abs. 3 SG eingehalten: Der Raum seitlich zum Fahrbahnrand ist auf
einer Breite von 0.5 m freizuhalten.
c) Gegenüber dem fraglichen Strassenabschnitt sind somit die vorgeschriebenen
Abstände eingehalten und die Strassenparzelle Nr. J._ wird durch das umstrittene
Bauvorhaben nicht tangiert. Dementsprechend wird die bestehende Erschliessung der
Liegenschaft des Beschwerdeführers und der benachbarten Liegenschaften nicht
verschlechtert. Soweit die strassenmässige Erschliessung überhaupt eine Veränderung
erfährt, wird diese durch das Bauvorhaben sogar verbessert: Neu soll entlang des
fraglichen Strassenabschnitts ein 50 cm breites Bankett ("Chaussierung") erstellt werden.20
Dadurch wird die Befahrbarkeit der Fahrbahn durch das Bauvorhaben eher verbessert, wie
auch die Gemeinde Thunstetten in ihrer Stellungnahme vom 7. April 2017 ausführt.
d) Aus dieser Stellungnahme ergibt sich weiter, dass am 3. April 2017 in Anwesenheit
des Feuerwehrkommandanten sowie des Fahrers des Tanklöschfahrzeugs eine
Besichtigung vor Ort stattfand. Dabei hat sich gezeigt, dass die Situation aus Sicht der
Feuerwehr unproblematisch ist und der Zugang zu den Liegenschaften E._strasse
15, 15e, 15g und 13e mit dem Tanklöschfahrzeug gewährleistet ist. Die entsprechende
14 Stellungnahme der Gemeinde Thunstetten vom 7. April 2017 15 Baureglement der Gemeinde Thunstetten vom 29. November 2006 16 Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11) 17 Plan Nr. 621 / 01 "Erdgeschoss / Umgebung" vom 01.10.2016 18 Strassenverordnung vom 29. Oktober 2008 (SV; BSG 732.111.1) 19 Plan Nr. 621 / 01 "Erdgeschoss / Umgebung" vom 01.10.2016 20 Plan Nr. 621 / 01 "Erdgeschoss / Umgebung" vom 01.10.2016
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Befürchtung des Beschwerdeführers ist somit unbegründet. Auf die vom Beschwerdeführer
beantragte Testfahrt der Feuerwehr kann unter diesen Umständen verzichtet werden,
davon sind keine relevanten Ergebnisse zu erwarten.
e) Zusammenfassend hat das umstrittene Bauvorhaben keine negativen Auswirkungen
auf die strassenmässige Erschliessung der Liegenschaft des Beschwerdeführers und der
benachbarten Liegenschaften. Insbesondere wird der Zugang für Feuerwehrfahrzeuge
nicht erschwert. Die Beschwerde ist damit unbegründet und ist abzuweisen.
5. Kosten
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 800.-- (Art. 103 Abs. 1 VRPG i. V. m. Art. 19 Abs. 1 GebV21).
b) Der Beschwerdeführer hat zudem dem Beschwerdegegner die Parteikosten zu
ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Anwaltes des Beschwerdegegners
beläuft sich auf Fr. 1'971.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und gibt zu keinen
Bemerkungen Anlass.