Decision ID: 6320aba8-2288-5f2c-a988-64ed5d1dc11a
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 9./24. November 2006 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte Umschulung und eine Rente. Er habe den
Beruf des O._ erlernt und sei nun wegen Arthrose und Meniskusschadens am
rechten Knie gehbehindert und könne nicht lange stehen. Wegen eines Sehnenabrisses
an der rechten Schulter könne er mit dem rechten Arm kein Gewicht heben und habe
Schmerzen von der Schulter teilweise bis in die rechte Hand und bis zum rechten Ohr
(act. 1). Am [..] September 2005 hatte er einen Arbeitsunfall mit Sehnenabriss erlitten
(act. 8). Mit IV-Arztbericht vom 18. Januar 2007 (act. 16) diagnostizierte Dr. med. B._,
Oberarzt Orthopädie am Spital C._, beim Versicherten einen St. nach Ruptur der
langen Bicepssehne rechte Schulter, bestehend seit 09/05, und einen St. n. Tibia-
Valgisations-Osteotomie bei medial beginnender Gonarthrose, bestehend seit 04/06.
Im angestammten Beruf als O._ sei der Versicherte seit 2. September 2005 nicht
mehr arbeitsfähig. In einer adaptierten (d.h. namentlich der Schultererkrankung
angepassten) Tätigkeit sei unter Umständen eine volle Arbeitsfähigkeit möglich. Dr.
med. D._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, hielt in seinem IV-Bericht vom 28.
Februar 2007 (act. 18) unter anderem fest, der Versicherte sei vom 7. September 2005
bis 11. November 2005 zu 100 %, danach bis 13. November 2005 zu 50 %,
anschliessend bis 30. September 2006 zu 100 % und dann bis 5. November 2006 zu
50 % arbeitsunfähig gewesen; seither sei er zu 100 % arbeitsunfähig. In einer
adaptierten, die Schulter nicht belastenden, im Sitzen zu verrichtenden Tätigkeit sei er
initial zu 50 % arbeitsfähig, unter Umständen könne aber eine Arbeitsfähigkeit von
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100 % erreicht werden. Am 19. Juni 2007 (act. 24) gab der Unfallversicherer ein von
ihm veranlasstes Gutachten von Dr. med. E._, Facharzt für Orthopädie, F._, vom
18. Mai 2007 (act. 107) zu den Akten. Darin wurde festgehalten, der Versicherte sei als
O._ und in jeder manuellen Tätigkeit, welche ebenfalls mehrheitlich stehend
durchgeführt werde, vollständig arbeitsunfähig. Eine adaptierte Tätigkeit - mehrheitlich
im Sitzen oder nur wenig im Stehen und wechselnd mit Gehen zu verrichten - könne er
im optimalen Fall zu ca. 50 % ausüben (act. 107-6). Die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen sprach dem Versicherten ab 5. November 2007 für drei
Monate eine berufliche Abklärung in einer O._ (bei einem Arbeitspensum von 50 %)
zu (act. 38). Im Anschluss wurde der Versicherte dort ab 11. Februar 2008 mit einem
Pensum von 50 % fest angestellt (act. 41, 45). Am 2. April 2008 gab er unter Beilage
eines Arztzeugnisses von Dr. D._ mit einer bescheinigten Arbeitsunfähigkeit von
100 % ab 17. März 2008 bekannt, er könne aufgrund seiner Schmerzen nicht mehr in
der O._ weiterarbeiten (act. 53 f.). Im IV-Arztbericht vom 1. Oktober 2008 gab
Dr. D._ an, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verschlechtert.
Zusätzlich diagnostiziert wurden als Hauptdiagnosen eine chronische Tendinopathie
der Supraspinatussehne, eine AC-Gelenksarthrose und eine beginnende Omarthrose
Schulter rechts und ferner eine AC-Gelenksarthrose und humeruskopfseitige
Partialruptur der Supraspinatussehne Schulter links 2007. Als Nebendiagnosen
erwähnte der Arzt nebst Adipositas ein rezidivierendes lumbovertebrales
Schmerzsyndrom sowie eine Arthroplastik Kiefergelenk rechts bei posttraumatischer
deformierender Kiefergelenksarthrose rechts. Seit dem 17. März 2008 sei der
Versicherte wieder bis auf weiteres voll arbeitsunfähig (act. 59). Beigelegt waren nebst
einem Austrittsbericht der Hals-Nasen-Ohrenklinik am selben Spital vom 28. August
2008 (act. 59-8 f.) unter anderem Berichte der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen vom 23. Juli 2008, 30. August 2008 und 19. September 2008
(act. 59-6 f. und 59-10 ff.). Gemäss dem letztgenannten Bericht hatte Dr. med. G._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie, dem Versicherten dringend weitere Abklärungen
zu einer coxogenen oder vertebrogenen Ursache der Beschwerden einzuleiten
empfohlen (sowie eventuell eine diagnostische Infiltration des rechten Hüftgelenkes),
was dieser jedoch abgelehnt habe. Am 6. Februar 2009 (act. 67) nahm der Regionale
Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung eine volle Arbeitsfähigkeit für
adaptierte Tätigkeiten an. Einer Verfügung vom 21. Mai 2009 gemäss wurde dem
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Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 41 % eine Viertelsrente ab 1. September
2006 zugesprochen (act. 89; vgl. auch den Vorbescheid act. 62, begründet mit 50 %
Arbeitsunfähigkeit als O._, Valideneinkommen Fr. 56'477.--, Invalideneinkommen
Fr. 33'150.--). Auf Beschwerde hin (act. 98-2 ff.) wurde sie widerrufen (act. 138; vgl.
act. 144). Daraufhin sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten
mit Verfügung vom 29. April 2010 bei einem Invaliditätsgrad von 54 % ab 1. September
2006 eine halbe Rente zu (act. 165, basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in
adaptierter Tätigkeit). Aufgrund einer Beschwerde vom 3. Juni 2010 (act. 167-2 ff.) wies
das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Sache am 27. Dezember 2010 zur
weiteren (medizinischen) Abklärung an die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle zurück
(act. 200). Der Rechtsvertreter des Versicherten hatte mit der Beschwerde unter
anderem einen ihm erstatteten Bericht von Dr. med. H._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, vom 25. Mai 2010 (act. 176-3 ff.), eingereicht. Darin hatte dieser
festgehalten, der Versicherte werde von ihm seit 11. Januar 2010 hausärztlich betreut.
In Berücksichtigung der Ausführungen der Voruntersucher und der seit September
2009 tendenziell stärkeren Beschwerdesymptomatik sei gegenwärtig ein
"Erwerbsunfähigkeitsgrad" von ca. 60 % angemessen. Dr. D._ hatte dem
Rechtsvertreter des Versicherten am 7. September 2009 (act. 157-9 f.) berichtet, er
halte diesen zurzeit für maximal zu 50 % arbeitsfähig.
A.b Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle veranlasste daraufhin eine orthopädische
Begutachtung. In seinem Gutachten vom 6. April 2011 (act. 206) bezeichnete Dr. med.
I._, Orthopädische Chirurgie FMH, als Diagnosen ein subacromiales Impingement
beidseits, eine Ruptur der langen Bizepssehne rechts und Refixation, eine Gonarthrose
rechts nach Teilmeniscektomie und Valgisationsosteotomie, einen Digitus quintus
varus beidseits, rechts nach Korrektur, und Adipositas. Die Tätigkeit als O._ sei dem
Versicherten nicht mehr zumutbar. Eine adaptierte Tätigkeit müsse vorwiegend, aber
nicht ausschliesslich sitzend ausgeübt werden können. Überkopfarbeiten könnten nicht
gefordert werden. Eine solche Tätigkeit könnte täglich zweimal an zwei bis drei
Stunden durchgeführt werden, was bei Berücksichtigung vermehrter Pausen und
Positionswechsel zeitlich einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % entspreche. Vom
7. September 2005 bis 1. September 2006 sei dagegen infolge von Operationen samt
Rehabilitation und Rekonvaleszenz von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
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A.c Mit Vorbescheid vom 23. Mai 2011 (act. 210 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/ IV-Stelle dem Versicherten in der Folge die Ausrichtung
einer halben Rente bei einem Invaliditätsgrad von 57 % ab September 2006 in
Aussicht. Sein Rechtsvertreter beantragte für ihn dagegen am 30. Juni 2011 (act. 212)
für die Zeit von September 2006 bis 4. November 2007 eine ganze, ab dem
5. November 2007 bis 16. März 2008 eine halbe und ab dem 17. März 2008 wiederum
eine ganze Rente. Am 1. Dezember 2011 (act. 218 f.) verfügte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle im Sinn ihres Vorbescheids. Der Versicherte liess
am 20. Januar 2012 wiederum Beschwerde erheben (act. 224-2 ff.). Um die
Beschwerden im rechten Unterschenkel und Magen-/Darmbeschwerden ebenfalls
abzuklären, riet der RAD am 29. Februar 2012 (act. 238) zu einer ergänzenden
Abklärung, worauf auch die Verfügung vom 1. Dezember 2011 am 15. März 2012
widerrufen wurde (act. 242; Abschreibung Beschwerdeverfahren act. 253).
A.d Der Rechtsvertreter des Versicherten reichte am 11. Juni 2012 einen Bericht von
PD Dr. med. J._, Facharzt FMH für Gastroenterologie und Innere Medizin, vom
18. April 2012 (act. 258) ein. Danach bestanden beim Versicherten seit ca. zwei Jahren
ein ziehender Schmerz im Bereich des rechten Mittelbauches, in den letzten Wochen
ähnlich auch links, dazu eine Schleimhautalteration, differenzialdiagnostisch ev. ein
Zustand nach Divertikulitis, eine Divertikulose und ein skelettaler Schmerz im Bereich
der 12. Rippe beidseits, DD vertebrogener Schmerz. Gemäss dem von der
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle eingeholten Arztbericht des neu zuständigen
Hausarztes Dr. med. K._, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 5. Oktober 2012
(act. 265-1 f.) war die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf 25 % reduziert; bei akutem
Auftreten könnten die abdominellen Beschwerden die Arbeitsfähigkeit kurzzeitig
aufheben; die Beschwerden im rechten Bein würden sich etwa dem Dermatom L4/5
zuordnen lassen (vgl. Nebenbefund im CT des Abdomen vom 14. August 2012:
ausgeprägte degenerative Veränderungen der LWS; phlebologische Abklärung ohne
Befund). Der RAD befürwortete daraufhin am 25. Oktober 2012 (act. 279) eine
polydisziplinäre Untersuchung des Versicherten, welche entsprechend vorgesehen und
im Mai 2013 vom Ärztlichen Begutachtungsinstitut ABI durchgeführt wurde. Mit
Schreiben vom 3. Juli 2013 (act. 300) gab der Rechtsvertreter des Versicherten
bekannt, am 21. Juni 2013 habe dieser einen Herzinfarkt erlitten. Am 16. April 2013
habe ausserdem eine Darmoperation stattgefunden. Bei der Begutachtung vom
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15. Mai 2013 hätten die Ärzte im Übrigen festgestellt, dass diverse Unterlagen gefehlt
hätten. Es sei dem Versicherten eine volle (wohl: ganze) Rente zuzusprechen.
A.e Das Ärztliche Begutachtungsinstitut ABI erstattete am 26. August 2013 sein
Gutachten vom 15. August 2013 (act. 303) über die Untersuchungen vom Mai 2013. Als
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte es (leicht verkürzt
wiedergegeben):
" 1. Chronische Beschwerden an der Innenseite der rechten unteren Extremität
- Status nach arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie am 5.10.2005
- Status nach aufklappender valgisierender Tibiakopfosteotomie am 27.4.2006
- Status nach Entfernung des Osteosynthesematerials
- radiologisch mässige Zeichen der medialen und femoropatellären Gonarthrose
(Röntgen 4.4.2011)
- klinisch mässige Ergussbildung und geringes Extensionsdefizit am Kniegelenk
2. Chronische Beschwerden im Bereich des dominanten rechten Oberarmes
- Status nach Ruptur der langen Bizepssehne am 2.9.2005 ohne eigentliches
Trauma
- Status nach Schulterarthroskopie, offener Akromioplastik und Bursektomie am
5.10.2005
- Status nach offener Refixation der langen Bizepssehne im Sulcus intertubercularis
am 25.7.2006
- symmetrisch freie Beweglichkeit bei guter Bizepsfunktion"
Daneben wurden diverse Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt, so
etwa:
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1. Divertikulose des Sigmas mit rezidivierender Divertikulitis
- laparoskopische Sigmaresektion am 16.4.2013 ...
3. Status nach Clavus-Exzision, Nagelextraktion und Hohmann-Operation Dig. V
Fuss links am 5.10.2005
4. Anamnestisch Status nach arthroskopischer Meniskusoperation Knie links
5. Chronisch rezidivierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre
Symptomatik
- freie Beweglichkeit der lumbalen Wirbelsäule ...
Als O._ und in körperlich schweren bis mittelschweren Tätigkeiten sei der Versicherte
nicht arbeitsfähig. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei er aber
zeitlich und leistungsmässig voll arbeitsfähig. Spätestens sechs Monate nach der
Refixation der Bizepssehne vom 25. Juli 2006 sollten keine Einschränkungen der
diesbezüglichen Arbeitsfähigkeit mehr vorgelegen haben. Seit Dezember 2012 bestehe
jedoch wegen der Divertikulitis noch eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die
spätestens Mitte Juni 2013 wieder überwunden sein sollte. Die anderweitige ärztliche
Einschätzung, dass eine angepasste Tätigkeit nur zu 50 % möglich sei, könne nicht
geteilt werden. Insbesondere würden die Befunde am Kniegelenk - übereinstimmend
mit den eigenen Feststellungen - von Dr. E._ und Dr. I._ als nicht sehr ausgeprägt
beschrieben. Infolge des subakuten NSTEMI bei koronarer 3-Gefässerkrankung sei
vorübergehend während etwa zwei Monaten eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
anzunehmen. Anschliessend sollte aufgrund des Herzleidens keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit für eine angepasste leichte Tätigkeit mehr bestehen.
A.f Dr. med. L._, Facharzt für Kardiologie, berichtete am 18. September 2013
(act. 309) auf Anfrage, es sei eine einzige Konsultation (am 19. Juli 2013) erfolgt. Die
Belastungsuntersuchung sei nicht aussagekräftig gewesen, da der Versicherte durch
eine unklare belastungsabhängige Schwindelsymptomatik, nach seinen Angaben
bestehend seit der Sigmaresektion im April 2013, limitiert gewesen sei. Der
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Gesundheitszustand sei damals aus kardialer Sicht stabil gewesen. Der Versicherte
habe sich anschliessend in eine ambulante kardiale Rehabilitation (am Spital) begeben.
A.g Der RAD bezeichnete in der Stellungnahme vom 6. November 2013 (act. 312)
folgende Arbeitsunfähigkeitsphasen des Versicherten in adaptierten Tätigkeiten:
2. September 2005 bis 31. Januar 2006 und 1. Dezember 2012 bis 15. September
2013 100 %. Vom 1. Februar 2006 bis 30. November 2012 und seit dem
16. September 2013 bestehe diesbezüglich keine Arbeitsunfähigkeit.
A.h Am 14. November 2013 (act. 317) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, infolge der Beschwerde (vom Januar 2012)
sei die Verfügung vom 1. Dezember 2011 am 15. März 2012 widerrufen worden. Da
eine rechtsgültige Verfügung fehle, würden die Rentenleistungen sofort eingestellt.
A.i Mit Vorbescheid vom 20. November 2013 (act. 321 f.) kündigte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten an, sein Leistungsbegehren (bei
Nichtvorhandensein eines Invaliditätsgrads) abzuweisen. Der Versicherte erhob am
13. Januar 2014 Einwand (act. 330) und ergänzte ihn am 24. März 2014 (act. 337) unter
Beilage von Angaben von Dr. G._ (nun F._) vom 6. Februar 2014 und vom
17. Februar 2014 (act. 337-4), wonach eine relativ gute Kraftentwicklung für sämtliche
Anteile der Rotatorenmanschette mit jedoch deutlicher Schmerzauslösung im Jobe-
Test und positiven Impingement-Tests nach Neer und Hawkins bestehe, zur
Objektivierung Kernspintomographien der rechten Schulter und des rechten
Kniegelenks veranlasst worden seien, therapeutisch wenig Möglichkeiten bestünden
und im Vordergrund die soziale Situation stehe. Nach Einholen einer Stellungnahme
des RAD vom 2. April 2014 (act. 339) verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
am 16. April 2014 (act. 340) im Sinn des Vorbescheids.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter für
den Betroffenen am 27. Mai 2014 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei vom 1. September 2006 bis 4. November 2007 eine ganze
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Rente, anschliessend bis zum 16. März 2008 eine halbe Rente und ab dem 17. März
2008 wiederum eine ganze Rente zuzusprechen und die Beschwerdegegnerin sei
darauf zu behaften, dass vom 1. Dezember 2012 bis 15. September 2013 eine ganze
Rente anerkannt worden sei. Eventualiter sei ein unabhängiges interdisziplinäres
Gutachten zu erstellen. Subeventualiter sei die Sache zur Klärung des Umfangs der
Erwerbsunfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Beschwerde sei
die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
dem Beschwerdeführer während des Verfahrens weiterhin eine halbe Rente zu
entrichten; eventualiter sei die halbe Rente im Sinn einer vorsorglichen Massnahme
auszurichten. Dem Beschwerdeführer sei zudem die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Am 5. Oktober 2005 sei der Beschwerdeführer am
rechten Schultergelenk und am rechten Knie operiert worden. Der Arbeitsversuch mit
50 % vom 12. November 2005 habe schon am folgenden Tag abgebrochen werden
müssen. Am 27. April 2006 sei das Knie, am 25. Juli 2006 die Schulter erneut operiert
worden. Gemäss einem Gutachten von Dr. E._ vom Mai 2007 sei damals insgesamt
im optimalen Fall von einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 50 %
auszugehen gewesen. Ab dem 5. November 2007 habe der Beschwerdeführer mit
einem Pensum von 50 % als O._ gearbeitet. Kurz nach Antritt einer Festanstellung
vom Februar 2008 seien auch in der linken Schulter Beschwerden aufgetreten. Am
17. März 2008 habe er die Arbeit wieder aufgeben müssen und sei von Dr. D._ bis
auf weiteres voll arbeitsunfähig geschrieben worden. Obwohl darauf hingewiesen
worden sei, dass eine auf acht Jahre rückwirkende Einschätzung schwierig sei, habe
das ABI-Gutachten festgehalten, spätestens sechs Monate nach dem 25. Juli 2006 sei
von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu den früheren abweichenden
Einschätzungen fehle eine hinreichende, nachvollziehbare Stellungnahme. Auf dieses
Gutachten könne deshalb nicht abgestellt werden. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit sei laut
dem Gutachten zudem nicht eingeschränkt. Das treffe nicht zu. Auch eine Tätigkeit, die
den Adaptationskriterien entspreche, könne der Beschwerdeführer nicht ausführen; es
gehe ihm gesundheitlich so schlecht wie nie zuvor. Wie Dr. L._ im beigelegten
Bericht vom 20. Dezember 2013 aufgeführt habe, sei die Leistungsfähigkeit auch sechs
Monate nach dem subakuten Myokardinfarkt deutlich eingeschränkt. Dass keine
Untersuchungen - wie etwa eine Spiroergometrie - zur Ermittlung der objektiven
Leistungsfähigkeit vorgenommen worden seien, sei nicht nachvollziehbar. Es müsse
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ferner noch nach einer Koronarischämie gesucht werden. Der medizinische
Sachverhalt sei nicht vollumfänglich abgeklärt. Das gelte auch bezüglich der
Beschwerden an der linken Schulter, wo Dr. H._ eine erhebliche schmerzhafte
Funktionsstörung bei Verdacht auf chronische Bursitis festgestellt habe, das ABI-
Gutachten aber ohne weiteres altersentsprechende Beschwerden annehme. Gemäss
dem Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Dezember
2010 wäre bei der Begutachtung das Hauptaugenmerk auf die linke Schulter, das
rechte Kniegelenk, die OSG- und LWS-Situation und die Hüft- und Kiefergelenke zu
legen gewesen, was nicht der Fall gewesen sei. Es sei zudem nicht nachvollziehbar,
weshalb - ohne neue Aufnahmen - keine AC-Arthrose rechts mehr diagnostiziert
worden sei, obwohl eine solche bei einem MRI vom September 2005 festgestellt
worden sei und solche Leiden sich meist im Lauf der Zeit noch verschlechterten. Im
ABI-Gutachten werde des Weiteren nicht begründet, weshalb sich die
Adaptationskriterien für eine Arbeit gegenüber den Gutachten von Dr. E._ und der
MEDAS (gemeint wohl: von Dr. I._) verändert haben sollten. Dass eine Tätigkeit
vorwiegend im Sitzen und mit gelegentlichen Positionswechseln sollte ausgeübt
werden können, scheine nicht erforderlich zu sein, wie der ABI-Gutachter entgegen der
Ansicht der Vorgutachter für die vergangenen sieben bis acht Jahre festgestellt habe.
Auch eine Venenabklärung am rechten Unterschenkel, wie von Dr. I._ für nötig
befunden, sei nicht durchgeführt worden. Eine Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit
sei dem Beschwerdeführer im Übrigen wegen des fortgeschrittenen Alters und der
langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt nicht mehr zumutbar, was sich auch dem ABI-
Gutachten entnehmen lasse, ferner wegen der Tatsache, dass er in einer adaptierten
Tätigkeit ungelernt sei. Im Vergleich mit anderen Arbeitstätigen müsse beim
Beschwerdeführer mit einem hohen Krankheitsrisiko gerechnet werden. Eine
aufwendige Einarbeitung würde sich für einen Arbeitgeber nicht lohnen, da der
Beschwerdeführer kurz nach einem allfälligen Stellenantritt pensioniert würde
(Möglichkeit der Frühpensionierung ab 63 Altersjahren). Der Beschwerdeführer müsste
einen deutlich tieferen Lohn als seine Mitbewerber in Kauf nehmen. Gerechtfertigt sei
ein maximaler Leidensabzug von 25 %. Die Beschwerdegegnerin anerkenne eine volle
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vom 1. Dezember 2012 bis 15. September
2013. Zumindest für diesen Zeitraum sei möglichst umgehend eine ganze Rente
auszurichten. Sollte das Gericht der Auffassung sein, es könne seither nicht mit
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Sicherheit von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, sei die
Beschwerdegegnerin zu einer korrekten medizinischen Sachverhaltsabklärung zu
verpflichten. Der Beschwerdeführer habe wegen voller Arbeitsunfähigkeit auch vom
1. September 2006 bis 4. November 2007 und ab dem 17. März 2008 Anspruch auf
eine volle (wohl: ganze) Rente. Dem Beschwerdeführer sei im Sinn einer vorsorglichen
Massnahme weiterhin eine halbe Rente auszurichten. Durch die Renteneinstellung
ohne Übergangsfrist sei der Beschwerdeführer von Sozialhilfeleistungen abhängig
geworden, was unzumutbar sei. Sein Interesse an der Massnahme sei grösser als
dasjenige der Verwaltung am Gegenteil.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Juni 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie habe die (ohne rechtskräftige Verfügung erfolgte)
Rentenausrichtung formlos einstellen dürfen. Ihr Interesse an der Vermeidung von
Rückforderungen überwiege jenes des Beschwerdeführers, der zudem in der
Hauptsache unterliegen werde. Das ABI-Gutachten erfülle die Voraussetzungen für die
Beweiskraft. Die von internistischer, gastroenterologischer und psychiatrischer Seite
gezogenen Schlussfolgerungen seien plausibel und nicht bemängelt worden. Dass
dem Beschwerdeführer nach der Refixation der Bizepssehne orthopädisch eine volle
Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten attestiert
worden sei, leuchte ein, da insgesamt wenig ausgeprägte pathologische Befunde
erhoben worden seien. Nachvollziehbar sei damit auch die Abweichung zu den
Einschätzungen von Dr. E._ und Dr. I._. Das Gutachten von Dr. E._ vermöge
keinen Zweifel an der Beweiskraft des ABI-Gutachtens zu begründen, habe es doch
gemäss dem Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
27. Dezember 2010 keine ausreichende Entscheidungsgrundlage gebildet. Der Experte
der Orthopädie des ABI habe zutreffend darauf hingewiesen, dass das Attest von
Dr. I._ einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % nicht
nachvollziehbar sei, da keine schwerwiegenden Befunde hätten erhoben werden
können. Sodann sei nicht zu beanstanden, dass keine ergänzenden bildgebenden
Abklärungen getroffen worden seien. Denn es hätten sich bei der klinischen
orthopädischen Untersuchung keine Anhaltspunkte für eine Veränderung der von 2005
bis 2011 mehrfach abgeklärten Beschwerden an beiden Schultern, am rechten Knie
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und am rechten Ellbogen ergeben. Der RAD habe im Weiteren - was einleuchtend sei -
festgestellt, der Beschwerdeführer habe zwei Monate nach dem Infarktereignis, d.h. ab
ca. September 2013, die volle Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten wieder erlangt.
Es sei auf die Arbeitsunfähigkeiten gemäss der Bescheinigung des RAD (vom
6. November 2013) abzustellen. An die Schadenminderungspflicht seien gemäss
Bundesgericht wegen der erhöhten Inanspruchnahme der Invalidenversicherung durch
Rentenleistungen strenge Anforderungen zu stellen. Für die Prüfung einer allfälligen
Rentenberechtigung ab September 2006 sei die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
am 26. August 2013 (Zeitpunkt des ABI-Gutachtens) entscheidend. Trotz des Alters
von damals 6_ Jahren seien die Anstellungschancen des Beschwerdeführers auf einem
von Gesetzes wegen als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt als intakt zu
betrachten gewesen, zumal er ein Vollzeitpensum habe ausüben können. Ohne
Gesundheitsschaden hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2005 Fr. 54'600.-- erzielt,
was bei der Nominallohnentwicklung bis 2006 einem Betrag von Fr. 55'245.--
entspreche. Der für die Bestimmung des Invalideneinkommens heranzuziehende
Tabellenlohn liege in jenem Jahr bei Fr. 59'197.--. Das Valideneinkommen liege rund
6.68 % darunter. Da die Einkommen demnach in einem Anteil von 1.68 % zu
parallelisieren seien, betrage das Valideneinkommen Fr. 56'240.--. Ein Abzug vom
Tabellenlohn sei nicht gerechtfertigt. Ein angeblich höheres Risiko für
krankheitsbedingte Absenzen von der Arbeit könne nicht als Abzugsgrund anerkannt
werden, ebenso wenig das Alter. Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ
beeinflussen könne, habe als invaliditätsfremder Faktor unberücksichtigt zu bleiben. Im
Rahmen der Parallelisierung berücksichtigte Aspekte dürften zudem nicht zusätzlich
auch noch in die Bemessung des Abzugs einbezogen werden. Aus dem Vergleich
eines Valideneinkommens von Fr. 56'240.-- mit einem Invalideneinkommen von
Fr. 59'197.-- ergebe sich keine Erwerbseinbusse. Selbst beim Maximalabzug bliebe der
Invaliditätsgrad mit 21 % unter der anspruchsbegründenden Schwelle.
D.
Am 30. Juni 2014 entsprach die Gerichtsleitung dem Gesuch um Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung).
E.
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Mit Replik vom 24. September 2014 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
daran fest, dass das ABI-Gutachten die Voraussetzungen eines beweiskräftigen
Gutachtens nicht erfülle. Bei der Untersuchung vom 15. und 22. Mai 2013 seien der
Kurzaustrittsbericht der Kardiologie am Kantonsspital St. Gallen vom 26. Juni 2013 und
jener der chirurgischen Abteilung am Spital M._ vom 22. April 2013 noch nicht im
Besitz der Gutachter gewesen. Im allgemeininternistischen ABI-Gutachten fehle eine
Stellungnahme zum Herzinfarkt, ausserdem auch zur Sigmaresektion. Insgesamt sei
nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer ab 15. September 2013 als 6_-
Jähriger wieder voll arbeitsfähig sein sollte. Vielmehr sei davon auszugehen, dass er
durch die dazugekommenen Beeinträchtigungen im Vergleich zu den Vorgutachten von
Dr. E._ und Dr. I._ noch stärker eingeschränkt sei. Im orthopädischen
Teilgutachten sei bei der ohnehin höchst fragwürdigen retrospektiven Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit unberücksichtigt geblieben, dass während der Zeit der Refixation der
Bizepssehne auch ein Eingriff am rechten Knie und Fuss stattgefunden habe. Dass
Hinweise für ein subacromiales Impingement gefehlt haben sollten, sei nicht
nachvollziehbar, hätten doch behandelnde Fachärzte diese Diagnose gestellt. Der
Beschwerdeführer führe nur selten und mit vermehrten Pausen sehr geringfügige
Arbeiten im Garten aus; er habe anlässlich der Begutachtung auch keine
verschmutzten Hände gehabt. Der Experte der Orthopädie habe betreffend die rechte
Schulter des Beschwerdeführers lediglich über ein MRI vom 15. September 2005 und
weitere Unterlagen aus dem Jahr 2006 verfügt. Diese veralteten Bilder könnten den
relevanten Zustand nicht wiedergeben, zumal auch degenerative Erkrankungen
vorlägen. Die Ansicht des RAD zur Arbeitsfähigkeit zwei Monate nach dem Herzinfarkt
sei weder hinreichend begründet noch nachvollziehbar. Er nehme zudem eine volle
Arbeitsfähigkeit ab 1. Februar 2006 an, obwohl sogar das ebenfalls bestrittene ABI-
Gutachten von einer Arbeitsfähigkeit frühestens sechs Monate nach Juli 2006 ausgehe.
Der Beschwerdeführer sei nicht arbeitsfähig. Sollte das Gericht wider Erwarten von
einer geringfügigen Arbeitsfähigkeit ausgehen, wäre im Einkommensvergleich ein
maximaler Abzug zu berücksichtigen. Weder Validen- noch Invalideneinkommen sei
korrekt ermittelt worden.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 30. September 2014 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.
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G.
Mit Schreiben vom 26. November 2014 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
die Anträge betreffend aufschiebende Wirkung und vorsorgliche Massnahmen
zurückgezogen. Der Beschwerdeführer beziehe inzwischen eine Altersrente und
demnächst werde über einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen entschieden.

Erwägungen
1.
1.1 Im Streit liegt die Verfügung vom 16. April 2014, mit welcher die
Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom November
2006 abwies. Von November 2007 bis Februar 2008 hatte die Beschwerdegegnerin
eine berufliche Abklärung zugesprochen und war im März 2008 davon ausgegangen,
dass der Beschwerdeführer erfolgreich eingegliedert sei. Der Beschwerdeführer lässt in
der Beschwerde einzig Rentenleistungen beantragen. Strittig ist demnach der
Anspruch auf eine Rente.
1.2 Der zu beurteilende Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-
Revision am 1. Januar 2008 zurück, die eine Änderung des Anspruchsbeginns von
Renten beinhaltete. Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns sind vorliegend angesichts
der Anmeldung von 2006 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit von 2005 noch die bis
zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden (vgl. das IV-Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007, das im
Gesetz zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke erkannte).
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
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2.2 Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der
erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll,
sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH).
3.
3.1 Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem Beruf
herrscht in den medizinischen Akten Übereinstimmung: Die Tätigkeit als O._ ist ihm
seit seinem Arbeitsunfall vom September 2005 nicht mehr zumutbar.
3.2 Was die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit betrifft, wird ebenfalls
übereinstimmend eine gewisse Restarbeitsfähigkeit angenommen. Über das Mass
gehen die ärztlichen Einschätzungen jedoch auseinander.
3.3 Die Beschwerdegegnerin stellt auf das Ergebnis des ABI-Gutachtens vom
15. August 2013 ab, wonach der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten
wechselbelastenden Tätigkeit grundsätzlich (abgesehen von drei abweichenden
Phasen: Arbeitsunfähigkeit bis Ende Januar 2007, nach der Sigmaresektion vom April
2013 bis Mitte Juni 2013 und während zwei Monaten nach dem NSTEMI vom Juni
2013) voll arbeits- und leistungsfähig sei. Eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus
orthopädischen Gründen habe weder im April 2011 noch zur Zeit der Begutachtung
vorgelegen. Im Gutachten wurden die Vorakten aufgelistet; die Berichte von Dr. J._,
Dr. I._ und Dr. E._ wurden ausführlicher zitiert. Aus fachärztlich allgemein
internistischer Sicht wurden die Anamnese und ein Status erhoben sowie
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Laboruntersuchungen gemacht. In psychiatrischer, orthopädischer und
gastroenterologischer Sicht wurden Teilgutachten erstellt.
4.
4.1 Hinweise auf eine psychiatrische Störung wurden nicht gefunden, was
unbestritten geblieben ist und worauf abgestellt werden kann.
4.2
4.2.1 Hauptsächlich waren beim Beschwerdeführer orthopädische Leiden zu
beurteilen. Die ABI-Untersuchung erfolgte durch einen fachärztlichen Gutachter
(Dr. med. N._). Diesem standen Röntgenbilder der rechten Schulter vom
15. September 2005 (MRI), vom 3. März 2006 und vom 11. Juli 2006 (MRI, mit
Oberarm), des Ellbogens rechts vom 30. Oktober 2007, der Schulter links vom 19. Mai
2008 und des Knies rechts vom 4. April 2011 zur Verfügung. Er erklärte, auf die
Anfertigung neuer Bilddokumente verzichtet zu haben, weil der Befund klinisch objektiv
ansonsten (d.h. wohl abgesehen von geringen degenerativen Veränderungen im
medialen und femoropatellären Kompartiment des rechten Kniegelenks sowie einer
deutlichen Arthrose des rechten Akromioklavikulargelenks) weitgehend bland gewesen
sei. Den Erkenntnissen eines begutachtenden Facharztes aus einer regelrechten
klinischen Untersuchung kommt - wie der RAD in seiner Stellungnahme vom 2. April
2014 (act. 339) nachvollziehbar dargelegt hat - sicherlich eine grosse Bedeutung für die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu, zumal diese wesentlich durch die erhalten
gebliebenen oder ausgefallenen Funktionen und die Beschwerdesituation bestimmt
wird und die Ursachen einer Einschränkung als solche (für die Invalidenversicherung
als finale Versicherung) nicht ausschlaggebend sind. Unnötige bildgebende
Untersuchungen sind denn auch nicht zu erwarten. Auch Aufnahmen etwas älteren
Datums können in einer Begutachtung unter Umständen ausreichen. Vorliegend ist der
Verzicht auf das Anfertigen neuer Röntgenbilder aber aus verschiedenen Gründen als
Unvollständigkeit zu betrachten und nicht zu rechtfertigen:
4.2.2 Mit Ausnahme des Bildes vom rechten Knie waren - wie dargelegt - alle beim
Gutachter der Orthopädie vorhandenen Aufnahmen fünf oder mehr Jahre alt. Das ist für
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sich allein genommen ein sehr langer Zeitraum; die Aufnahmen bilden einen (zu) weit
zurückliegenden Zustand ab.
4.2.3 Der Beschwerdeführer beklagte Beschwerden vom medialen Abschnitt der
Fusssohle über die Ferse bis zur Innenseite des Oberschenkels rechts unter Betonung
der plantaren Partie, an Knie rechts und auch links, am dominanten rechten Arm und
inguinal. Rückenschmerzen verneinte er, erklärte aber, wenn solche aufträten, dann sei
es lumbal ohne Ausstrahlung. Bei der klinischen Befunderhebung zeigte sich etwa eine
unterschiedliche Beschwielung am Fuss (act. 303-17). An der rechten unteren
Extremität sind im Gutachten chronische Beschwerden diagnostiziert worden. Am Fuss
fehlten bei der Begutachtung Hinweise für relevante Veränderungen etwa im Sinn einer
Fascitis plantaris. Es wurde eine Druckdolenz ausschliesslich (aber immerhin) peri-/
malleolär medial und lateral rechts gefunden. Ausserdem war die Beweglichkeit im
Rück-, Mittel- und Vorfussbereich allseits vermindert. Bilder vom Fuss bzw. OSG gibt
es keine, wofür aber die vom Gutachter genannte Begründung (weitgehend blander
klinischer Befund) nicht ausreichend erscheint. Am rechten Knie wurde klinisch eine
mässige intraartikuläre Ergussbildung bei endgradig eingeschränkter Extension (ohne
Zeichen höhergradiger Degeneration oder einer Meniskusläsion) gefunden. Auch wenn
berücksichtigt wird, dass der Gutachter berichtete, die langstreckige zirkuläre
Druckdolenz im Kniebereich habe anatomisch keinesfalls zugeordnet werden können
und die anamnestische Schmerzschilderung an der rechten unteren Extremität sei sehr
diffus gewesen, so ist doch festzuhalten, dass aktuelle Bilder der gutachterlichen
Beurteilung eine wesentlich bessere Grundlage hätten geben können. Vom linken Knie,
dessen Stabilität wie jene des rechten wegen Verspannung nur beschränkt beurteilbar
war, gibt es ebenfalls kein Bild. - Die rechte Hüfte war bei der Untersuchung lateral
druckdolent, bei der funktionellen Untersuchung erfolgte beidseits wiederholt eine
Schmerzangabe unter anderem inguinal. Auch die Wirbelsäule war auf Höhe des
lumbosakralen Übergangs paravertebral beidseits druckdolent. Diesbezüglich war aus
den Akten ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer von der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen am 19. September 2008 dringend weitere
Abklärungen zu einer coxogenen oder vertebrogenen Ursache der Beschwerden
empfohlen worden waren (Wiederholung des MRI der LWS, diagnostische Infiltration
des Hüftgelenks). Solche Untersuchungen waren zwar damals vom Beschwerdeführer
abgelehnt worden. Wenigstens die radiologischen Abklärungen wären aber im Rahmen
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der ABI-Begutachtung möglich und zu erwarten gewesen. Zu beachten ist ferner, dass
Dr. K._ (vgl. act. 265-1) berichtete, im CT des Abdomens vom 14. August 2012 seien
nebenbefundlich ausgeprägte degenerative Veränderungen der LWS gesehen worden,
die für die Beschwerden im rechten Bein ursächlich sein könnten. Diesem Umstand
wurde - soweit ersichtlich - nicht Rechnung getragen, was zu beanstanden ist. - Die
Schulter war beidseits über dem M. levator scapulae und dem M. supraspinatus
ebenfalls druckdolent, die rechte ausserdem über dem dorsalen Akromioneck und dem
Sulcus intertubercularis. Unter anderem der Impingement-Test war beidseits negativ
gewesen (im April 2011 hingegen hatte Dr. I._ ein subacromiales Impingement
beidseits diagnostiziert; auch im Februar 2014 waren die Impingement-Tests durch
Dr. G._ positiv gewesen). Von der rechten Schulter gibt es keine Bildgebung nach
Refixation der Sehne (act. 303-20). Wenn der Gutachter der Orthopädie den Befund an
der linken Schulter als altersentsprechend regelrecht beurteilt, erscheint das
ungenügend begründet, da er doch lediglich eine Aufnahme (act. 303-18) zur
Beurteilung vorliegen hatte, die wegen einer Derotation offenbar nur eingeschränkt
beurteilbar war. - Die Halswirbelsäule wurde bei verspannter Nackenmuskulatur links
auf 50, rechts auf 60° (durch Ablenkung nicht steigerbar) rotiert. Die zervikal (und
thorakal) mässig eingeschränkte Beweglichkeit wurde berücksichtigt. Nicht
ausgeschlossen erscheint allerdings, dass von entsprechendem Bildmaterial (allenfalls
auch im Hinblick auf die Beschwerden in der oberen Extremität) zusätzliche
Erkenntnisse hätten gewonnen werden können. Eine Druckdolenz wurde schliesslich
auch an beiden Ellbogen gefunden. - Allgemein wäre der Einsatz bildgebender
Untersuchungen zudem im Hinblick auf je allfällige fortgeschrittene degenerative
Veränderungen voraussichtlich aufschlussreich gewesen.
4.2.4 Nach dem Dargelegten erscheint es allein aufgrund der klinischen Untersuchung,
bei welcher der Beschwerdeführer im Übrigen nach Angaben des Gutachters gut
kooperiert hatte, - ohne Veranlassung von aktuellen Röntgenbildern - nicht ausreichend
überzeugend, anzunehmen, die zum Teil sehr diffusen Beschwerden würden sich
"durch die klinischen und radiologischen Befunde" nicht vollständig begründen lassen
und nachvollziehbar sei nur die Restsymptomatik in gewissen Bereichen. Festzustellen
war nach dem Gutachten offenbar, dass die geklagten Beschwerden grösser waren als
klinisch festgestellt. Daraus wurde, ohne allerdings wie erwähnt aktuelle Bilder
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mitbeurteilen zu können, auf eine deutliche nicht-organische Beschwerdekomponente
geschlossen.
4.2.5 Es kommt vorliegend dazu, dass das Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen eine Verfügung von 2010 wegen ungenügender medizinischer Abklärungen
aufgehoben hatte. Das Gericht erwartete damals namentlich ergänzte Abklärungen
hinsichtlich (nebst dem rechten Knie) der linken Schulter, der OSG- und LWS-Situation
und allenfalls der Hüft- und Kiefergelenke. Nach dem erwähnten Zeitpunkt wurde einzig
ein Bild vom rechten Knie erstellt. Auch wenn ergänzende Abklärungen nicht generell
und zwingend neue Bilder erfordern, genügten Annahmen aufgrund klinischer
Untersuchungen und alter Bilder unter den dargelegten Umständen nicht.
4.2.6 Auf das Ergebnis der ABI-Begutachtung kann daher für den Sachverhalt im
Begutachtungszeitpunkt nicht abgestellt werden.
4.3
4.3.1 Dasselbe gilt für die gutachterliche Beurteilung des ABI, die über den
zurückliegenden Sachverhalt abgegeben worden ist.
4.3.2 Im Gutachten wurde nebst der Beurteilung der damaligen Arbeitsfähigkeit die
Frage - dezidiert verneinend - beantwortet, ob sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers seit der orthopädischen Begutachtung vom April 2011 in einem für
die Arbeitsfähigkeit wesentlichen Ausmass verschlechtert habe. Weder zum
Begutachtungszeitpunkt noch im Vergleichszeitpunkt vom April 2011 habe zudem eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 % (in adaptierten Tätigkeiten) bestanden. Denn sowohl
Dr. E._ (Mai 2007) wie Dr. I._ (April 2011) hätten insbesondere die klinischen
Befunde am Kniegelenk als nicht sehr ausgeprägt beschrieben, was mit den eigenen
Feststellungen übereinstimme. Es sei der Einschätzung der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen (vgl. act. 303-21; recte: des Spitals C._,
act. 16-8) vom 17. Januar 2007 klar zuzustimmen, wonach damals eine Arbeitsfähigkeit
von 100 % bestanden habe. Spätestens sechs Monate nach der am 25. Juli 2006
durchgeführten Refixation der Bizepssehne - somit ab Ende Januar 2007 - sollten keine
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden haben. Das Spital C._ hatte im
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Januar 2007 dargelegt, der Beschwerdeführer werde seinen Beruf nicht mehr ausüben
können. Es wäre theoretisch möglich, in einer angepassten Tätigkeit wieder eine
Arbeitsfähigkeit von 100 % zu erreichen. Dazu bedürfe es aber einer Berufsberatung;
wahrscheinlich werde eine Umschulungsmassnahme nötig.
4.3.3 Abgesehen davon, dass zum genannten Zeitpunkt vom Januar/Februar 2007 auf
eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit bei dem ausgebildeten Berufsmann, der
denn auch ab November 2007 in beruflichen Massnahmen der IV stand, noch nicht
hatte abgestellt werden können, ist zu berücksichtigen, dass sich das ABI-Gutachten
mit seiner Beurteilung somit über sechs Jahre hinweg rückwärts in Gegensatz zu einem
echtzeitlichen Gutachten (von Dr. E._) setzt, worin eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
bescheinigt war. Jenes Gutachten war ebenfalls ein fachärztliches, für eine
Versicherung erstelltes und es ist nicht ersichtlich, dass es an einem Mangel gelitten
hätte. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen stellte darauf (für die
Beurteilung eines Sachverhalts bis zum 29. April 2010) deshalb nicht ab, weil nicht
auszuschliessen war, dass sich inzwischen entweder eine Verschlechterung ergeben
haben könnte oder in jenem Gutachten unberücksichtigt gebliebene Ursachen
erkennbar geworden sein könnten. Zu einer mit derjenigen von Dr. E._
übereinstimmenden Arbeitsunfähigkeitsschätzung gelangte in der Folge vier Jahre
später mit Dr. I._ - bei der auf gerichtliche Weisung hin veranlassten Begutachtung -
ein weiterer Gutachter der Orthopädie. Es kann davon ausgegangen werden, dass
Befunderhebung und Diagnosestellung sachgerecht erfolgten. Dr. I._ fand - im
Unterschied zum ABI-Gutachter - damals Impingement-Beschwerden beidseits, wobei
die Untersuchungsbefunde nicht sehr ausgeprägt waren. Zusätzlich berücksichtigt
werden mussten damals Beschwerden an der linken Schulter. Anderseits konnte im
Vergleich zu (von Dr. I._ nicht bezeichneten Befunden von) 2009 eine Verbesserung
an den Schultern gefunden werden. Die von der Einschätzung des damals
begutachtenden Arztes Dr. I._ abweichende Würdigung des Schweregrads der
beschriebenen Befunde bzw. ihrer Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durch den
ABI-Gutachter hat nicht mehr Beweiskraft als die Schlussfolgerungen jenes Gutachters
selber.
4.3.4 Hinsichtlich der rückblickenden ABI-Einschätzung sind also diese genannten
zusätzlichen Vorbehalte angebracht. Die damaligen echtzeitlichen Gutachten
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erscheinen nach der gegenwärtigen Aktenlage für den jeweiligen Sachverhalt dagegen
stichhaltig.
4.4
4.4.1 Was die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab der ABI-
Begutachtung betrifft, ist des Weiteren zu bedenken, dass es sich vorerst um eine
Prognose handelt, die einer Verifikation bedurft hätte. Die Begutachtung fand zu einer
Zeit statt, als der Beschwerdeführer infolge einer Sigmaresektion als voll arbeitsunfähig
betrachtet wurde. Der Gastroenterologe des ABI attestierte ihm eine Arbeitsunfähigkeit
ab Dezember 2012 und noch für die Dauer von acht Wochen nach jener Operation (bis
Mitte Juni 2013). Das Heben schwerer Lasten sollte drei bis vier Monate lang
vermieden werden. Der ABI-Gutachter erklärte, es dürfe davon ausgegangen werden,
dass sich die abdominale Symptomatik weiter verbessern werde.
4.4.2 Rund einen Monat nach der Begutachtung erlitt der Beschwerdeführer einen
subakuten NSTEMI. Für die Zeit von etwa zwei Monaten danach attestierte das ABI
dem Beschwerdeführer anschliessend nochmals eine volle Arbeitsunfähigkeit zur
Rehabilitation. Danach sollte wieder eine volle Arbeitsfähigkeit hergestellt sein. Dabei
handelt es sich um eine Annahme aufgrund allgemeiner, nicht näher belegter oder
benannter ärztlicher Erfahrungswerte, was ohne individuelle Beurteilung ungenügend
ist. Dr. L._ ist im Bericht vom 20. Dezember 2013 von einer weiterhin deutlich
eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen, die
allerdings wahrscheinlich nicht streng kardialer Ätiologie sein dürfte. Klinisch sei der
Beschwerdeführer kardiopulmonal kompensiert gewesen. Die Ergometrie sei aber
formalelektrisch pathologisch gewesen. Es werde eine kardiale Stress-MRI-
Untersuchung veranlasst.
4.4.3 Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab der ABI-Begutachtung kann
demnach ebenfalls nicht aufgrund dieses Gutachtens erfolgen.
5.
5.1 Zusammenfassend ergibt sich in medizinischer Hinsicht, dass für den
Sachverhalt in der Zeit bis (mindestens) April 2011 auf die Beurteilungen von Dr. E._
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(vom Mai 2007) und von Dr. I._ (April 2011) abgestellt werden kann, welche von einer
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit von 50 % ausgehen.
Der Abklärungsbedarf betreffend eine allfällige Verschlechterung ab September 2009
wurde durch das Gutachten von Dr. I._ gedeckt.
5.2 Im Hinblick auf eine Klärung der Frage, ob sich allenfalls nach April 2011 eine
relevante Veränderung des Gesundheitszustands ergeben habe, ist zu beurteilen, ob
ergänzende medizinische Abklärungen zu veranlassen seien, da auf das Ergebnis der
ABI-Begutachtung nicht abgestellt werden kann. Bei den vorliegenden Gegebenheiten
rechtfertigt es sich, von solchen Abklärungen abzusehen. Denn es kann aufgrund der
Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, eine
wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Gesamtsituation des
Beschwerdeführers habe sich seit April 2011 nicht ergeben. Die Beurteilung seiner
orthopädisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch das ABI erscheint als
andere Einschätzung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts. Im
Weiteren ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer durch Darmbeschwerden
seither zusätzlich beeinträchtigt war. Diese hatte er bereits im April 2011 beklagt und
das in der Beschwerde vom Januar 2012 aufgezeigt. Ab Dezember 2012 bis ca. Mitte
Juni 2013 war der Beschwerdeführer in der Folge wie erwähnt aus
gastroenterologischer Sicht nach Auffassung des ABI-Gutachters voll arbeitsunfähig
und nach dem NSTEMI vom 21. Juni 2013 trat erneut eine (zumindest vorübergehende)
zusätzliche Arbeitsunfähigkeit ein.
5.3 Daher ist nach der Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch nach April 2011 (bis zum letzten
Zeitpunkt, der für die vorliegende Beurteilung massgebend ist, nämlich dem
Verfügungszeitpunkt vom 16. April 2014) jedenfalls nicht mehr zu mehr als 50 %
arbeitsfähig geworden ist, sondern noch weitere Einschränkungen dazugekommen
sind. Das genügt als medizinisches Abklärungsergebnis, wie sich aus dem Folgenden
(E. 9.3) ergibt. Eine ergänzende medizinische Untersuchung (nach diesem Entscheid)
erübrigt sich demnach
6.
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6.1 Nach dem hier anwendbaren Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht ein
Rentenanspruch (frühestens) in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 %
arbeitsunfähig gewesen war. Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein
wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person
an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29
IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit sind zu
berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum IVG, S. 238; BGE 117 V 26 E. 3b; BGE 121 V 264; Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S C. vom 2. März 2000, I 307/99). Der Beschwerdeführer war
ab dem 7. September 2005 in seiner bisherigen Tätigkeit während eines Jahres im
oben erwähnten Sinn ununterbrochen arbeitsunfähig (mit einem Durchschnitt von
knapp 100 %). Das Wartejahr lief demnach am 7. September 2006 ab. Nach Angaben
von Dr. D._ war der Beschwerdeführer damals (und noch bis zum 30. September
2006) voll arbeitsunfähig und damit auch voll erwerbsunfähig, so dass am
1. September 2006 Anspruch auf eine ganze Rente entstand.
6.2 Ab 1. Oktober 2006 bestand für eine rechtlich nicht relevante Zwischenphase
von lediglich rund fünf Wochen (also weniger als drei Monate, vgl. Art. 88a IVV) eine
Arbeitsfähigkeit von 50 %. Obwohl Dr. I._ dem Beschwerdeführer später in seinem
Gutachten vom April 2011 rückblickend ab 1. September 2006 für eine adaptierte
Tätigkeit lediglich noch eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestierte und gemäss
Dr. E._ im Mai 2007 eine Arbeitsfähigkeit von - optimistisch betrachtet - 50 % in
adaptierten Tätigkeiten bestand, ist zu berücksichtigen, dass damals noch keine
Eingliederung des gelernten Beschwerdeführers erfolgt war. Der Eingliederungsversuch
in den Beruf, in welchem der Beschwerdeführer medizinisch betrachtet nicht
arbeitsfähig war, ab November 2007 ist hernach gescheitert. Erst im Anschluss daran,
also ab März 2008, ist auf die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (von 50 %)
abzustellen.
7.
ter
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7.1 Was die erwerblichen Auswirkungen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab
März 2008 betrifft, wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Für die Ermittlung des Valideneinkommens
ist rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (BGE 129 V 222). Es kann
angenommen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden als
O._ tätig geblieben wäre und dabei 2006 einen Monatslohn von Fr. 4'400.-- (13-mal),
pro Jahr also Fr. 57'200.--, erzielt hätte (vgl. act. 11). Erhöht um die
Nominallohnentwicklung bis 2007 von 0.1 % (T1.05 der vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Lohnentwicklung 2007, S. 17, Zweig D15-16) ergibt sich ein Betrag
von Fr. 57'257.--. Da zur Bestimmung des Invalideneinkommens des
Beschwerdeführers als in der Gesundheit Beeinträchtigter von der Möglichkeit
ausgegangen wird, dass er ein Einkommen in der Höhe des Durchschnittslohns für
Hilfsarbeit von Fr. 60'167.-- erreichen kann (unten E. 7.2), ist anzunehmen, dass er ein
solches Einkommen auch als Gesunder hätte erzielen können. Das Valideneinkommen
2007 beträgt somit Fr. 60'167.--.
7.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung
statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Der
Beschwerdeführer hat nach dem gescheiterten beruflichen Eingliederungsversuch
keine Tätigkeit mehr aufgenommen. Sein Invalideneinkommen ist anhand der
Tabellenlöhne festzulegen. Für einfache und repetitive Tätigkeiten von Männern liegt
dieser Wert im Jahr 2007 bei Fr. 60'167.-- (vgl. Anhang 2 der Textausgabe
Invalidenversicherung, Gesetze und Verordnungen, 2015, herausgegeben von der
Informationsstelle AHV/IV, S. 226, basierend auf der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für Statistik). Der Beschwerdeführer ist
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auf eine körperlich leichte, wechselbelastende bzw. vorwiegend, aber nicht
ausschliesslich im Sitzen auszuübende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten angewiesen.
Für die Zeit ab März 2008, da der Beschwerdeführer im Alter von knapp 5_ Jahren (also
rund acht Jahre vor dem AHV-Alter bzw. sechs Jahre vor dem vorzeitigen AHV-
Rentenbezug) war, ist davon auszugehen, dass seine Restarbeitsfähigkeit von damals
50 % es zuliess, auf einem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt ausreichend
viele Arbeitsmöglichkeiten vorzufinden.
7.3 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis
dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von
der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). Wie dem Gutachten von Dr. I._ zu entnehmen ist, ist der
Beschwerdeführer auf eine Teilzeitarbeit von zweimal zwei bis drei Stunden pro Tag mit
vermehrten Pausen und Positionswechseln angewiesen. Deshalb ist ein Teilzeitabzug
vorzunehmen. Weitere Abzugsgründe sind nicht zu berücksichtigen. Bei einem Abzug
von 10 % stellt sich das Invalideneinkommen auf Fr. 27'075.-- (Fr. 60'167.-- x 0.5 x 0.9)
und verglichen mit Fr. 60'167.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 55 %. Ein
Invaliditätsgrad, der zum Bezug einer halben Rente berechtigt, ergäbe sich auch, falls
zum Ausgangspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens der Lohn als O._
von Fr. 57'257.-- gewählt würde (52 % Invaliditätsgrad).
8.
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8.1 Im Fall einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, die Rente für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe
des jeweiligen Invaliditätsgrads unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE 106 V 16;
BGE 109 V 125).
8.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeeinflussende
Änderung nach Art. 88a Abs. 1 IVV für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen,
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und
voraussichtlich weiterhin andauern wird.
8.3 Vorliegend hat demnach ab 1. Juli 2008 (drei Monate nach März 2008, vgl.
E. 6.2) eine Herabsetzung des Rentenanspruchs zu erfolgen. Bei einem Invaliditätsgrad
von 55 % wie oben dargelegt, besteht ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine halbe
Rente.
9.
9.1 Im Dezember 2012 trat aus gastroenterologischen Gründen eine volle
Arbeitsunfähigkeit ein, die gefolgt wurde von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aufgrund
des NSTEMI. Gemäss der Beurteilung des ABI war anzunehmen, dass die
Rehabilitation etwa zwei Monate dauerte, das hiesse etwa bis zum 21. August 2013.
Gemäss RAD dauerte die volle Arbeitsunfähigkeit weiter bis zum 15. September 2013
(act. 312-3).
9.2 Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Drei Monate nach Eintritt der
längerdauernden Verschlechterung, somit ab 1. April 2013, ist der Anspruch des
Beschwerdeführers zu erhöhen, und zwar wegen voller Erwerbsunfähigkeit auf den
Anspruch auf eine ganze Rente.
9.3 Im Jahr 2013 erreichte der Beschwerdeführer das 62. Altersjahr. Ein Jahr später
bezog er die Altersrente. Zwar ist nicht eindeutig ausgewiesen, wie sich die
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Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab Herbst 2013 entwickelte. Nach der
Aktenlage lässt sich aber auch ohne zusätzliche Abklärungen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit jedenfalls annehmen, dass sie nach Auftreten der zusätzlichen
gastroenterologischen und kardiologischen Gesundheitsschäden nicht mehr 50 %
erreichte. Dr. L._ ging denn auch im Dezember 2013 weiterhin von einer deutlich
eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Insgesamt stellt sich
die gesundheitliche und altersmässige Situation des Beschwerdeführers nach
Dezember 2012 so dar, dass selbst auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr
mit einer realistischen Arbeitsmöglichkeit gerechnet werden konnte. Eine allenfalls
noch bestehende Restarbeitsfähigkeit war folglich nicht mehr verwertbar. Damit bleibt
es für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt bis zum 16. April 2014 beim
Anspruch auf eine ganze Rente.
10.
10.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 16. April 2014 teilweise zu schützen. Dem
Beschwerdeführer ist ab 1. September 2006 eine ganze Rente, ab 1. Juli 2008 eine
halbe Rente und ab 1. April 2013 wiederum eine ganze Rente zuzusprechen.
10.2 Die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) vom
30. Juni 2014 wird angesichts des hierfür als volles zu betrachtenden Obsiegens nicht
in Anspruch genommen.
10.3 Das Unterliegen der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es, ihr die Gerichtskosten,
die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden
(Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.
10.4 Der Beschwerdeführer hat bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenüber der
Beschwerdegegnerin Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff.
bis
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VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am
26. November 2014 eine Kostennote eingereicht, wonach sich das (im Hinblick auf die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung gekürzte; Art. 31 Abs. 3 AnwG/SG; sGS 963.70)
Honorar auf Fr. 3'340.-- (zuzüglich Barauslagen von Fr. 133.60 und MWSt von
Fr. 277.90) beläuft. Ungekürzt entspräche das Honorar einem Betrag von Fr. 4'175.--.
Die Honorarpauschale beträgt in der Verwaltungsrechtspflege vor Versicherungsgericht
Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten; sGS 963.75). Nach der Gerichtspraxis beträgt das übliche
Pauschalhonorar in Fällen mit mittlerem Aufwand und Schwierigkeitsgrad unter
Einschluss von Barauslagen und Mehrwertsteuer Fr. 3'500.--. Da es sich rechtfertigt,
vorliegend von einem leicht erhöhten erforderlichen Aufwand auszugehen, erscheint
eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- angemessen.