Decision ID: 15682476-8a4c-4717-b11b-49383fe793df
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1964 geborene
X._
arbeitete von 1995 bis Mitte 2009 als Betriebsmitarbeiter Gussnachbehandlung bei der
Y._
(Urk. 10/23). Unter Hinweis auf diverse Beschwerden meldete er sich am 7. Januar 2009 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/7). In der Folge tätigte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, beruflich-erwerbliche (Urk. 10/12, 10/13, 10/23) sowie medi
zinische (Urk. 10/11,
Urk.
10/16,
Urk.
10/28,
Urk.
10/46) Abklärun
gen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung
innova
Versicherungen bei (Urk. 10/18,
Urk.
10/22).
1.2
Mit Mitteilung vom 20. Mai 2009 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
Frühin
ter
ventionsmassnahmen
in Form eines Deutschsprachkurses zu (Urk. 10/30). Weitere berufliche Massnahmen lehnte sie mit Verfügung vom 11. Dezem
ber 2009 ab (Urk. 10/45). Am 1. Februar 2010 beantragte der Versicherte beruf
liche Massnahmen im Form von Arbeits
vermitt
lung (Urk. 10/50). Mit Mitteilung vom 9. April 2010 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Arbeitsvermittlung (Urk. 10/55). Am 6. Oktober 2010 übernahm sie die Kosten für ein
Arbeitstrai
ning
/eine Umschu
lung vom 21. September bis 20. Dezember 2010 (Urk. 10/65) und sprach ihm ein Taggeld zu (Urk. 10/64, Verfügung nicht bei den Akten). Mit Mitteilung vom 19. Januar 2011 schloss sie die Arbeitsvermittlung ab (Urk. 10/76).
1.3
Mit Verfügung vom 20. April 2011 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine
Viertels
rente
ab 1. August 2009 zu (Urk. 10/90). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 21. März 2012
in dem Sinne
gut
,
dass es die angefochtene Verfügung aufhob und
die Sache an die
IV-Stelle zu weiteren Abklärungen
und neuem Entscheid
zurück
wies
(Prozess-Nr. IV.2011.00560, Urk. 10/100/1-
11).
1.4
In der Folge tätigte die IV-Stelle
weitere
erwerbliche Abklärungen (Urk. 10/105-107) und liess den Versicherten durch Dr. med.
Z._
,
Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, und
Dr.
med.
A._
,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
bidisziplinär
begutachten (Gutachten vom 21. Dezember 2012/9. Januar 2013, Urk. 10/113,
Urk.
10/116). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 10/119,
Urk.
10/122,
Urk.
10/124) verfügte die
IV-Stelle am 11. Juli 2013 die
Rente werde „nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats aufgehoben“
(Urk. 2).
2.
Hiegegen
erhob
X._
am
10. September 2013
Beschwerde mit den Anträgen,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Invalidenrente sei nicht einzustellen, eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen sowie es seien ihm
die unentgeltliche Prozessführung und die unent
geltliche Rechtsver
tretung
zu gewähren (Urk. 1 S. 2).
Am 4. Oktober 2013 ging
das For
mular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit mit Beilagen ein (Urk.
7, Urk. 8/1-7
). Mit Beschwerdeantwort vom
16. Oktober 2013
schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheid
fin
dung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Verfügung vom
20. April 2011
, mit wel
cher dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1.
August 2009
eine
Viertelsrente
der Invali
denversicherung zugesprochen worden war (Urk.
10/90
), mit Urteil des hiesigen Gerich
ts vom 21. März 2012 aufgehoben und di
e Sache an die Verwal
tung zurückgewiesen wurde, damit sie nach ergänzend
en
erwerblichen und medizinischen
Abklä
rung
en neu verfüge (Urk. 10/100/1-11
). Streitgegenstand des damaligen
Beschwerdever
fahrens
bildete das Rentenverhältnis; da Teilas
pekte einer Leistung wie die Faktoren für die
massliche
und zeitliche Festset
zung (Invaliditätsgrad,
Renten
berechnung
, Rentenbeginn) grundsätzlich nicht selbständig anfechtbar sind (BGE 125 V 413 E. 1 und 2), konnte die zugespro
chene Teilrente auch nicht in Rechtskraft erwachsen. Mit der Aufhebung jener Verfügung
entfiel die Rechtsgrundlage für Rentenzahlungen. Entsprechend hätten die Rentenzahlungen, welche auf
grund der noch nicht rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 20. April 2011 erfolgten, spätestens mit Kenntnis
nahme des Urteils des hiesigen Gerichts vom 21. März 2012 eingestellt werden müssen.
Mithin bezweckte die Beschwerdegegnerin mit der
Verfügung vom
11. Juli 2013 (Urk. 2) nicht wie betitelt die Einstellung der Rente, sondern die Verneinung eines Rentenanspruchs.
2.2
Streitig und zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer ab 1. August 2009 An
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Während die IV
Stelle ei
nen solchen gestützt auf das von ihr nach der Rückweisung der Sache durch das hiesige Gericht eingeholte Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
vom 21. Dezember 2012/9. Januar 2013 ver
neinte (Urk. 2), hält der Beschwerdeführer dafür, dass auf das Gutachten nicht abgestellt werden könne und er bei richtiger Betrachtung Anspruch auf eine Invalidenrente habe (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Im Gutachten vom 21. Dezember 2012
führte Dr.
Z._
aus
, der Beschwerde
führer sei ein kräftiger 48-jähriger Mann. Er habe im Alter von etwa 16 Jahren eine Verletzung am linken Auge erlitten, die mehrere Operationen am Auge notwendig gemacht h
abe
. Er klage seit Jahren über lumbale Schmerzen mit
Ausstrahlung in den linke
n Oberschenkel mit
Dysästhesien
. Seither hätten sich die Beschwerden sowohl räumlich wie zeitlich ausgeweitet. Sie beträfen nun fast den ganzen Körper und seien unablässig vorhanden. In der klinischen Untersuchung sei die Adipositas Grad I der wesentlichste Befund. Alle drei
Wir
belsäulenabschnitte
(Hals
-
, Brust
- und
Lendenwirbelsäule) wie auch alle peri
pheren Gelenke seien normal beweglich.
Synovitiden
,
erosive
Veränderungen oder Gelenksergüsse seien nicht vorhanden. Die Muskulatur sei nicht verspannt.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Die Bioimpedanz-Analyse zeige eine erfreulich grosse Muskelmasse von 56 %, welche den Normwert von 40 % trotz der Adipositas weit übertreffe. Die Ganzkörper-MRI-Untersuchung (November 2012) zeige leichte bis mässige degenerative Veränderungen der Wirbelsäule als wesentlichste Befunde. Nirgends seien Hinweise auf entzündliche Veränderun
gen sichtbar, insbesondere auch nicht im Bereich der Wirbelsäule oder der ISG (
Iliosakralgelenke
). Sichere Hinweise auf eine akute oder durchgemachte
sero
negative
Spondarthropathie
seien in der Ganzkörper-MRI-Untersuchung nicht erkennbar. Es seien auch keine Diskushernien oder Nervenwurzelkompressionen vorhanden. Die bildgebenden Befunde der Ganzkörper-MRI-Untersuchung seien nicht gravierend. In der Blutuntersuchung sei ein leichter Vitamin D-Mangel nachweisbar. Von keinem der vier angegebenen Medikamente fänden sich Spuren in seinem Blut oder Urin. Die vorhandenen Befunde erklärten das Aus
mass seiner Beschwerden nicht. Klinisch, bildgebend und in der Blutuntersu
chung gebe es jetzt keine Hinweise, dass der Beschwerdeführer an einer ent
zündlichen rheumatischen Erkrankung leide. Er könne eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % bzw. ganztags ausüben (Urk. 10/113/56). Gemäss den Angaben der
Y._
habe
die Arbeitsleistung als Mitarbeiter in der
Gussnachbe
handlung
ab dem 29. September 2008 75 % entsprochen. Daher könnte der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit bei der
Y._
mit einer ganztägigen Präsenz (40 Wochenstunden) und e
iner Leistung von 75 % ausüben (Urk. 10/113/58-59).
3.1.2
Dr.
A._
konnte im Gutachten vom 9. Januar 2013 aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Anpassungsstörung mit So
r
gen, Anspannungen, Ärger und Stimmungseinbrüchen (ICD-10 F43.23).
Beim Beschwerdeführer seien aufgrund der anamnestischen Angaben weder eine genetische Vulnerabilität noch Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung psy
chiatrischer Erkrankungen festzustellen. Seine Kindheit beziehungsweise Per
sönlichkeitsentwicklung sei ohne gravierende traumatische Ereignisse verlaufen und damit ergäben sich keine Hinweise auf die Bildung einer
Persönlichkeits
störung
. Der Beschwerdeführer sei regelrecht eingeschult worden und im Hei
matland habe er nach der achtjährigen Primarschule die dreijährige
Schlosser
ausbildung
abgeschlossen. Damit könnten bei ihm sowohl eine
Intelligenzmin
derung
als auch Verhaltensstörungen oder sonstige psychische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit und Pubertät ausgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer sei im Erwachsenenalter über Jahre den sozialen Anforderun
gen ohne Probleme gewachsen gewesen. Er habe jahrelang eine konstante Arbeitsleistung erbracht und konstante zwischenmenschliche Beziehungen gepflegt. Eine anhaltende Störung der Impuls- oder Affektkontrolle sei weder anamnestisch erhoben worden noch aktenmässig dokumentiert. Damit könnten bei ihm prämorbide psychische Probleme mit Krankheitswert inklusive einer Persönlichkeitsstörung klar ausgeschlossen werden. Im Rahmen der
muskulos
kelettären
Schmerzen und des zusätzlich verzögerten Versicherungsverfahrens sei es beim Beschwerdeführer seit 2009 zum Ausbruch einer leichten
Anpas
sungsstörung
mit Sorgen, Anspannungen, Ärger und Stimmungseinbrüchen gekommen, die aber aktenmässig (Bericht des
B._
)
seine Arbeitsfähigkeit nie beeinflusst bzw. eingeschränkt habe. Auch anlässlich der Exploration vom 14. November 2012
habe
beim Beschwerdefüh
rer objektiv eine leichte Form der Anpassungsstörung mit Sorgen, Anspannun
gen, Ärger und Stimmungseinbrüchen diagnostiziert werden können, die aber bei objektiv uneingeschränkten psychokognitiven Funktionen (
Gedächtnisfunk
tionen
, Konzentrationsvermögen, Auffassungsvermögen, Merkfähigkeit, Gedan
kengang bzw. geistige Flexibilität, psychische Belastbarkeit, Antrieb und Psychomotorik) die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
nicht einschränke. Der Beschwerdeführer stehe seit 2009 in ambulante
r
psychiatrische
r
Behand
lung und insbesondere die fachgerechte Psychopharmakotherapie habe zur Ver
besserung der Schlafqualität geführt und damit eine weitere Verschlechterung seines psychischen Zustandes verhindert. Deswegen sollten die etablierten the
rapeutischen Massnahmen zur Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit weiterhin konsequent fortgesetzt werden.
Dr.
A._
beurteilte den Beschwerdeführer in der bisherigen wie auch in anderen Tätigkeiten als zu 100 % arbeitsfähig. Er sei aus psychiatrischer Sicht nie arbeitsunf
ähig gewesen (Urk. 10/116/6-7).
3.1.3
Die interdisziplinäre Beurteilung vom 9. Januar 2013 ergab eine Arbeitsfähig
keit von 75
% in der angestammten Tätigkeit und eine solche von 100 % in adaptierten Tätigkeiten. Der Beschwerdeführer sei aus rheumatologischer Sicht durch die eingeschränkte Funktion der Wirbelsäule limitiert. Er könne Lasten bis 15 Kilogramm heben oder tragen (leichtes bis mittelschweres
Belastungsni
veau
). Gemäss den Angaben der Augenklinik des
C._
vom 16. Januar 2000 könne er wegen der eingeschränkten Funktion des linken Auges keine Tätigkeiten ausüben, die räumliches Sehen erforderten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe beim Beschwerdeführer kein Bedarf nach adap
tierten Tätigkeiten.
Den Beginn der Arbeitsunfähigkeit datierten die Gutachter auf den 29. September 2008, da der Beschwerdeführer gemäss Angaben des Arbeitgebers ab diesem Zeitpunkt in der angestammten Tätigkeit zu 25 % arbeitsunfähig gewesen sei. Aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit aber nie arbeitsunfähig gewe
sen (Urk. 10/116/8-9).
3.2
3.2.1
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermag das Gutachten
der
Dres
.
Z._
und
A._
zu überzeuge
n. Es beruht auf sorgfältigen und all
seitigen Un
tersuchungen (Urk. 10/113/49-54
,
Urk.
10/116/5-6
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk. 10/113/47
,
Urk.
10/116/4-5
) und ist in Kennt
nis der relevanten
Vorakten
(Urk. 10/113/5-40
,
Urk.
10/116/2-3
) abgegeben worden. Die Beurteilung ist schlüssig und nachvollzieh
bar. D
ie Gutachter setz
ten s
ich ausserdem entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers hinreichend mit den teilweise abweichen
den Einschätzungen der behandelnden Ärzte ausei
nander und legte
n
einleuch
tend dar, inwiefern und inwieweit darauf abgestellt werden kann (Urk. 10/113/61
,
Urk.
10/116/8
).
Dem Gutachten kommt somit grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.4).
3.2.2
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen.
Die
Einschätzung von Dr.
Z._
,
wonach ihm eine 75%ige Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit zumutbar ist
,
fusst nicht nur auf den von ihr detailliert erhobenen Befunden, sondern lässt sich auch in Einklang
bringen
mit der vom behandelnden Dr. med.
D._
,
FMH für Rheumaerkrankungen, im Bericht von 27. Januar 2009 (Urk. 10/11) festgehaltenen Beurteilung einer seit Sommer 2008 bestehenden 50%igen, im weiteren Verlauf aber
bis Januar 2009
auf 75 %
steigerbare
n
Arbeitsfähigkeit
(Urk. 10/11/6).
Auch Hausarzt Dr. med.
E._
,
Fac
harzt für Allgemeinmedizin FMH, sprach sich
im Bericht vom 30. Dezember 2008
für die
geplante Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 75 %
aus
(Urk. 10/22/6).
Zudem stimmt sie mit der von der
Y._
ab dem 29. August 2008 beobachteten tatsächlichen Arbeitsleistung überein (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 4. März 2009, Urk. 10/23/5)
und lässt sich auch gut anhand der von Dr. med.
F._
,
FMH für Neurochirurgie, im Bericht vom 1. September 2008 festgehaltenen Befunde, welche er als absolut harmlos interpretierte, nachvollziehen (Urk. 10/22/8).
Die von den
behandeln
den Ärzte
n
der Rheumaklinik des
G._
im Bericht vom 5. Januar 2010 attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestamm
ten Tätigkeit bezog sich lediglich auf den Zeitraum vom 17. August bis 4. Oktober 2009 und erfolgte unter Hinweis auf eine mögliche psychische Ein
schränkung bei Schmerzverarbeitungsstörung
(Urk. 10/46/7). Im Bericht vom 8. September 2009 an Hausarzt Dr.
E._
berichteten die behandelnden Ärzte des
G._
zudem von einem
dekonditionierten
Zustand
mit Haltungsinsuffizienz
und einer Schmerzverarbeitungsstörung mit ungenügenden
Copingstrategien
(Urk. 10/46/10).
Allerdings konnten weder die Ärzte des
B._
im Bericht vom 31. März 2009 (Urk. 10/28) noch Gutachter Dr.
A._
eine psychische
Störung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren.
Hinsichtlich des Vor
bringens des Beschwerdeführers, er leide an einer depressiven Symp
tomatik (Urk. 1 S. 4) ist
darauf hinzuweisen, dass
es sich bei dem von ihm genannten
act
. 64 nicht um einen Bericht des
G._
vom Februar 2011, sondern um eine verwaltungsinterne Mitteilung der IV-Stelle an die Ausgleichskasse handelt (
Urk.
10/64). Ein Bericht des
G._
vom Februar 2011 wird dagegen im Gutach
ten
Dr.
Z._
erwähnt (
Urk.
10/113/29). I
m Bericht
des
G._
vom 5. Januar 2010
wurde
einzig fest
gehalten
, der Beschwerdeführer
b
erichte
über rezidivie
rende depressive Episoden (Urk. 10/46/6). Die Ärzte des
B._
vermerkten aller
dings
im Bericht vom 14. April 2009
, es liege keine depressive Störung vor (Urk. 10/28/4).
3.3
Zusammenfassend ist daher mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwer
deführer die angestammte Tätigkeit in der Giesserei zu 75 % und eine
leidens
angepasste
Tätigkeit zu 100 % mit den im Gutachten formulierten Einschrän
kungen ganztags zumutbar ist. Dies umso mehr, als sich aus dem Gutachten deutliche Hinweise auf eine
Medikamentenmalcom
pliance
ergeben.
4.
Da dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit zumutbar ist, kann ein Prozentvergleich vorgenommen werden.
Das ohne Invalidität erzielbare hypo
thetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Invaliden
einkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz
veran
schlagt wird, so dass sich aus der Pro
zentdifferenz
der Invaliditätsgrad er
gibt (BGE 114 V 313 mit
Hinwei
sen
). Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsun
fähigkeit (Urteil des
Bun
desgerichts
8C_130/2007 vom 30. Oktober 2007 E. 3.2 mit Hinweisen).
Dies ergibt einen
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 25 %
.
Ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen ist nicht angezeigt, da dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit vollschichtig zumutbar ist und seine
Leistungseinbusse
von 25
%
bereits berücksichtigt worden ist.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung, mit welcher ein Rentenanspruch
im Ergebnis
verneint worden war, als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Das
Gesuch
des Beschwerdeführers
um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
-
welches materiell
einem
Antrag
auf vorsorgliche Massnahmen
entspricht -
ist
mit dem heutigen Entscheid in der Sache
gegen
standslos geworden.
6.
6.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 47, 100 V 62, 98 V 117).
6.2
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die
Rechtsvor
kehr
nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet; BGE 124 I 304 E. 2c S. 307) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kön
nen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaus
sichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135; 128 I 225 E. 2.5.3 S. 235).
6.3
Da das Gutachten
der
Dres
.
Z._
und
A._
,
welches von der Verwaltung im Nachgang zum Rückweisungsurteil des hiesigen Gerichts vom 2
1.
März 2012 veranlasst worden war,
in allen Punkten zu überzeugen vermag und sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf beschränkte,
seine abweichende Sicht der Dinge darzustellen, ohne sich mit den Schlussfolgerungen der Gutachter vertieft auseinanderzusetzen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3),
erweist sich
die Beschwerde
von vornherein
als
aus
sichtslos
.
Daher ist
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
unentgeltliche
Rechts
vertretung
wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen.