Decision ID: def85801-0176-415f-a7a7-3078a1a659e5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1967, bezog als Arbeitsloser Leistungen der Arbeitslosen
versicherung und war über diese bei der Schweizerischen Unfallversicherungs
anstalt (SUVA) gemäss dem Bundes
gesetz über die Unfall
versicherung (UVG)
gegen Unfälle und unfallähn
liche Kör
perschä
digun
gen ver
sichert (Art. 1 der Ver
ordnung über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen
, UVAL) als er am 25. Januar 2015 an seinem Wohnort das Gleichgewicht verlor, stürzte und in der Folge unter Beschwerden im Bereich seines rechten Kniegelenks litt (Urk. 10/1, Urk. 10/11). Mit Schreiben vom 4. März 2015 (Urk. 10/26) teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass er für die Folgen des Unfalls vom 25. Januar 2015 einen Anspruch auf Versicherungs
leistungen im Sinne von Heilbehand
lung und Taggeld habe, dass die gegenwärtig bestehenden Beschwerden am lin
ken Handgelenk und am rechten Knie indes nicht mehr Folgen des versicherten Unfalls darstellten, weshalb die Versicherungsleistungen per 16. Februar 2015 einzustellen seien.
1.2
Mit Verfügung vom 16. April 2015 (Urk. 10/38) verneinte die SUVA infolge
Errei
chens des Status quo sine einen natürlichen Kausalzusammenhang zwi
schen
dem versicherten Unfallereignis vom 25. Januar 2015 und den nach dem 16. Febru
ar 2015 weiterbestehenden Beschwerden und stellte die vorübergeh
enden Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) auf diesen Zeitpunkt hin ein. Die vom Versicherten am 13. Mai 2015 dagegen erho
bene Einsprache
(Urk. 10/44) wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015 (Urk. 10/51
= Urk. 2) ab.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015 (Urk. 2) erhob der Versi
cherte
am
7. Juli 2015
Be
schwerde
(Urk. 1)
und beantragte, dieser sei aufzuhe
ben
und
es
sei die SUVA anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen über den 16. Februar 2015 hinaus auszurichten (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 13. November 2015 (Urk. 9) beantragte die SUVA
die Abwei
sung der Beschwerde (S. 2), wovon dem Beschwerdeführer am 6. Janu
ar
2016 (Urk. 11) eine Kopie zugestellt wurde. Mit Eingabe vom 20. Januar 2016 (Urk. 12) reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen (Urk. 13/1-2) ein, wovon der Beschwerdegegnerin am 22. Januar 2016 je eine Kopie zugestellt wurde (Urk. 14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs–anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand,
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April
1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV
2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chen
de Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b,
1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütun
gen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist.
Diese Bestim
mung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte Ereig
nis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben. Dage
gen ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen ein
an
der nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa, wenn der Un
fall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden. Diesfalls sind die Folgen des versi
cherten Unfalles für sich allein zu bewer
ten (BGE 121 V 326 E. 3c mit Hinweis).
1.5
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestan
den) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilur
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 14. März 2000 E. 1).
1.6
Art. 6 Abs. 2 UVG ermächtigt den Bundesrat, den Versicherungsschutz auf Körperschädigungen auszuweiten, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat mit Erlass von Art. 9 der Verordnung
über die Unfallversicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Gemäss Art. 9 Abs. 2 lit.
c UVV
gehören Meniskusrisse
zu den unfallähnlichen Körperschädigungen
, wel
che - sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind - auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Un
fällen gleichgestellt
sind. Es genügt daher,
wenn ein unfallähnliches Ereignis
wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors hinzutritt (BGE 123 V 43 E.
2b S.
45
;
nicht
in BGE 133 V 642
veröffentlichte E. 3 des
Urteil
s des Bundesge
richts
8C_158/2007 vom 1
3.
November 2007; RKUV
2001 Nr. U 435 S. 332, U 398/00
). Vorausgesetzt ist jedoch, dass der Meniskusriss anlässlich des unfall
ähnlichen Ereignisses eintritt. Mit
Art.
9
Abs.
2 lit. c UVV soll verhindert wer
den, dass medizinisch nachgeforscht werden muss, ob ein Meniskusriss auch ohne das auslösende Ereignis eingetreten wäre (
Urteil des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 5.1
).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Im Folgenden ist der für die Beurteilung der Frage nach der Rechtmässigkeit
der Einstellung der Versicherungsleistungen per 16. Februar 2015
massgebende me
di
zinische Sachverhalt zu prüfen.
2.2
Die Ärzte des Y._, Notfallpraxis, erwähnten in ihrem Bericht vom 25. Januar 2015 (Urk. 10/24), dass der Beschwerdeführer gemäss sei
nen Angaben gleichentags auf das rechte Knie und die linke Hand in Dor
sa
lex
tension gestürzt sei und seither unter Schmerzen im Bereich des rechten Knies
sowie des linken Handgelenks leide, und diagnostizierten eine Kniedistorsion
rechts sowie eine Handgelenksdistorsion links. Sie stellten fest, dass sich kon
ven
tionellradiologisch kein Nachweis einer ossären Mitbeteiligung ergeben habe.
2.3
Die Ärzte des Z._, A._, stellten mit Bericht vom 5. Februar 2015 (Urk. 10/12) fest, dass eine gleichentags durchgeführte Magnet
resonanztomographie (MRI) des rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers einen feinen Riss auf Höhe des medialen Meniskushinterhorns, einen leichten Gelenkserguss, eine länglich schmale Bakerzyste, eine Tendinose der Popli
teus
sehne sowie intakte Bänder ergeben habe.
2.4
Die Ärzte der B._, Kniechirurgie, Dr. med. C._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungs
appa
rates
, O
berarzt
Orthopädie, und Dr. med. D._, Assistenzarzt Orthopädie, stellten in ihrem Bericht vom 20. Februar 2015 (Urk. 10/22) die folgenden Diagnosen (S. 1):
Knieschmerzen rechts bei:
Status nach Distorsionstrauma mit/bei:
vorbestehender degenerativer Läsion des medialen Meniskus-
Hinterhorns rechts
neuropathisch anmutendes Schmerzsyndrom Knie links mit/bei:
Status nach Kniedistorsion im November 2012
Status nach Arthroskopie im Februar 2013: Teilmeniskektomie me
dial, Entfernung eines freien Gelenkkörpers, Bohrung medialer Femurkondylus
Status nach Arthroskopie im Dezember 2013 mit arthroskopisch assis
tierter vorderer Kreuzbandplastik sowie Mosaikplastik links
MRI vom November 2014: Der Graft des Vorderen Kreuzbandes zeigt sich komplett mukoid degeneriert; tiefe Knorpeldefekte am medialen Tibiaplateau; der osteochondrale Graft zeigt sich bei Status nach os
teochondraler Knochentransplantation am medialen Femurkondylus integriert
neurophysiologische Untersuchung im November 2014: unauffällig
Punktat im November 2014: Zellzahl 50/μ, Mikrobiologie unauffällig
Steroidinfiltration im November 2014: Verstärkung der Schmerzen
Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er seit dem Stolpersturz vom
25. Januar 2015 unter rechtsseitigen Knieschmerzen leide, und dass er auf Grund
der starken Schmerzen Unterarmgehstöcke zum Gehen benötige (S. 1). Die Ärzte stellten fest, dass das rechte Knie ein intaktes Integument ohne Schwellung, Infekt- oder Entzündungszeichen gezeigt habe. Die MRI des rech
ten Knies vom 5. Februar 2015 habe eine degenerative Läsion des medialen Me
niskus-Hinter
horns, einen leichten Gelenkserguss und eine posteromediale Ba
kerzyste, jedoch keine Arthrose ergeben. Bei der mittels MRI sichtbaren kleinen Läsion des
media
len Meniskus-Hinterhorns rechts handle es sich am ehesten um eine solche
degenerativen Ursprungs. Bei den aktuellen Beschwerden handle es sich um einen posttraumatischen Reizzustand. Es sei eine konservative Therapie ange
zeigt (S. 2).
2.5
Der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, Prof. Dr. med. E._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, hielt in
seiner Stellungnahme vom 3. März 2015 (Urk. 10/25) fest, dass in Bezug auf den
Unfall vom 25. Januar 2015 der Status quo sine nach ungefähr drei Wo
chen nach dem Unfallereignis erreicht werde.
Mit Bericht vom 19. März 2015 (Urk. 10/33) führte Prof. E._ aus, dass gestützt auf die vorhandenen medizinischen Berichte und die bildgegebenden (konventi
onell röntgenologisch und MRI) Befunde eine strukturell-traumatische Läsion als Folge des Unfallereignisses vom 25. Januar 2015 auszuschliessen sei. Somit sei von einer Distorsion und Kontusion des rechten Kniegelenks und des linken Handgelenks auszugehen. Der Status quo sine/ante sei nach einer Zeit von drei Wochen nach dem Unfallereignis erreicht worden (S. 2).
2.6
Dr. med. F._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungs
apparates
, stellte in seinem Bericht vom 5. Mai 2015 (Urk. 10/40/2-3) die folgenden, den versicherten Unfall betreffenden Diagnosen (S. 1):
Zustand nach Kniedistorsion rechts am 25. Januar 2015
mediale Meniskushinterhornläsion Knie rechts (MRI-Befund vom 5. Februar 2015)
Er erwähnte, dass der Beschwerdeführer seit der Kniedistorsion vom 25. Januar 2015 unter persistierenden medialen Kniegelenksschmerzen rechts leide. Vor diesem Zeitpunkt sei der Beschwerdeführer am rechten Knie beschwerdefrei gewesen. Unter den bisherigen konservativen Massnahmen sei bis heute keine
Besserung eingetreten. Auf Grund der Anamnese, des Verlaufs, der aktuellen Unter
suchung sowie der MRI-Befunde vom 5. Februar 2015 seien die medialen Kniegelenksbeschwerden, unter welchen der Beschwerdeführer seit dem Ereignis vom 25. Januar 2015 leide, im Zusammenhang mit der medialen Meniskus
lä
sion zu sehen. Da ein Unfallereignis und eine mediale Meniskusläsion vorlä
gen, sei die Sachlage neu zu beurteilen. Aus orthopädischer Sicht sei eine arthros
ko
pische Sanierung der medialen Meniskusläsion im rechten Kniegelenk vorgese
hen. In der Zeit vom 25. Januar bis 17. März 2015 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab 18. März 2015 bis auf Weiteres eine solche von 80 % be
standen (S. 2).
2.7
In seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2015 (Urk. 10/42) nahm Prof. E._ zur Beurteilung durch Dr. F._ vom 5. Mai 2015 Stellung und erwähnte, dass dieser darin ausschliesslich mit dem versicherungsmedizinisch nicht korrekten Ansatz „post hoc, ergo propter hoc“ argumentiere. An seinen bisherigen Beur
tei
lungen halte er fest.
3.
3.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 25. Januar 2015 ge
stürzt ist und sich dabei eine Distorsion seines rechten Kniegelenks zugezogen hat (Urk. 1). Eine ossäre Mitbeteiligung schlossen die erstbehandelnden Ärzte des Y._ aus (vorstehend E. 2.2). Eine am 5. Februar 2015 durchgeführte MRI des rechten Kniegelenks hat einen feinen Riss auf Höhe des medialen Meniskushinterhorns, einen leichten Gelenkserguss, eine länglich schmale Bakerzyste, eine Tendinose der Popliteussehne sowie intakte Bänder ergeben (vorstehend E. 2.3). Die Ärzte der B._ stellten in ihrem Bericht vom 20. Februar 2015 (vorstehend E. 2.4) eine vorbestehende degenerative Läsion des medialen Meniskushinterhorns recht fest und gingen da
von aus, dass es sich bei der mittels MRI vom 5. Februar 2015 im Bereich des rechten Kniegelenks erkennbaren kleinen Läsion des medialen Meniskushinter
horns um eine degenerative Läsion handle, welche bereits vor dem Ereignis vom
25. Januar 2015 aufgetreten sei. Demgegenüber vertrat Dr.
F._
am 5. Mai
2015 (vorstehend E. 2.6) die Ansicht, dass auf Grund des Umstandes, dass der Be
schwerdeführer vor dem 25. Januar 2015 am rechten Knie be
schwerdefrei gewesen sei, sowie auf Grund der Anamnese, des Verlaufs, der ak
tuellen Unter
suchung sowie der MRI-Befunde vom 5. Februar 2015 davon aus
zugehen sei, dass die medialen Kniegelenksbeschwerden rechts in einem Zu
sammenhang mit der medialen Meniskusläsion am rechten Knie des Beschwer
deführers stünden.
3.2
Die Beurteilung durch die Ärzte der B._, Kniechirurgie, vom 20. Februar 2015 (vorstehend E. 2.4) er
füllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten
Kri
terien (vgl. vor
steh
end E. 1.7). Denn einerseits verfügte der an der Beurtei
lun
g mitwirkende Oberarzt als Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trau
mato
logie des Bewegungs
apparates
beziehungsweise als Knieorthopäde über eine für die Beurteilung des streitigen Gesundheitsschadens im Bereich des rechten Knies
des Beschwerde
führers angezeigte medizinische Weiter
bildung. Andererseits haben
sich die Ärzte der B._ mit den das rechte Knie des Beschwerdeführers betreffenden me
dizi
nischen Vorakten und insbesondere mit
den Ergebnissen der konventionell radiologischen Untersu
chungen sowie der am
5. Februar 2015 durchgeführten MRI des rechten Knie
gelenks (vorstehend E. 2.3)
eingehend auseinander gesetzt. Sie begrün
deten ihre Schluss
fol
gerungen, wonach
die anlässlich der MRI des rechten Kniegelenks festgestellte kleine Läsion des medialen Meniskushinterhorns degenerativen Ursprungs sei und einen Vorzu
stand des Unfallereignisses vom 25. Januar 2015 darstelle, in nach
vollziehbarer Weise. Die Beurteilung durch die Ärzte der B._ vermag auch insofern zu über
zeugen, als sie gestützt auf die Ergebnisse ihrer klinischen Untersuchungen sowie der bildgebenden Be
funde die kleine Läsion des media
len Meniskushinterhorns als eher degenerati
ven Ursprungs beurteilten. Auf die nach
voll
ziehbare Be
urteilung durch die Ärzte der B._ vom 20. Februar 2015 kann vor
lie
gend so
mit abgestellt wer
den.
3.3
3.3.1
Auch die Beurteilung durch Prof. E._ vom 19. März 2015 (vorstehend E. 2.5), welche mit derjenigen durch die Ärzte der B._ vom 20. Februar 2015 grundsätzlich übereinstimmt, vermag die erwähnten (vorste
hend E. 1.7), für eine beweiskräf
tige medizi
nische Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten Kriterien zu erfüllen. Als Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
verfügt er über eine für die Beurteilung des streitigen Kniegelenksleidens angezeigte medizinische Weiter
bildung. Denn
gemäss der Rechtsprechung sind Kniegelenksbeschwerden in der Regel zumin
des
t
dann von einem orthopädischen Facharzt (mit
)zubegutachten, wenn ein wesent
licher Teil der die Heilbehandlung betreffenden medizinischen Akten von ortho
pädischen Fachärzten stammt und auch bereits verschiedene operative Eingriffe zu Behandlungs- und/oder Diagnosezwecken erfolgt sind (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_419/2014 vom 23. September 2014 E. 7.2). Sodann ist der Bericht von Prof. E._
in Kenntnis der Vorakten ergangen
und
enthält eine
Stel
lung
nahme
zu den übrigen ärztlichen Äusserungen
sowie
nachvollziehbare und überzeu
gen
de Begründungen der Schlussfolgerungen. Dabei schadet nicht, dass es sich um Aktengutachten handelt, da auch reinen Aktengutachten voller Be
weiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent
li
chen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me
dizini
schen
Sachverhalts geht (Urteil
des Bundesgerichts
8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen)
. Dies ist vorliegend der Fall. Denn der Beschwer
de
führer
war eingehend
orthopädisch
abgeklärt worden und die
Beurteilungen
durch die Ärzte der
B._
und durch Dr.
F._
weic
hen lediglich in der Einschätzung der Unfallkausalität des an sich unbestrittenen
medizinischen Sachverhalts voneinander ab. Einer Ak
tenbeurteilung stand daher
nichts entgegen.
3.3.2
In Bezug auf die Beurteilung durch Prof. E._ gilt es indes zu beachten, dass dieser Kreisarzt der Beschwerdegegnerin ist, und dass Berichten versicherungs
interner medizinischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Beweiswert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem ge
richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom Versicherungsträ
ger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
erkannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche
rungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
3.3.3
Während die Beurteilung durch die Ärzte der B._ nicht im Widerspruch zu derjenigen durch Prof. E._ stehen, gilt es vorliegend zu prüfen, ob die in Bezug auf die Unfallkausalität abweichende Beurteilung durch Dr. F._
auch nur geringe Zweifel an
der
Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit
der Beurteilung durch Prof. E._ zu
wecken
vermag.
3.3.4
Dem Bericht von Dr. F._ vom 5. Mai 2015 (vorstehend E. 2.6) ist nicht zu entnehmen, ob er in Kenntnis des Berichts der Ärzte der B._ von 20. Februar 2015 verfasst wurde; jedenfalls erfolgt darin keine Auseinandersetzung mit der hinsichtlich der Unfallkausalität abweichenden Be
urteilung durch die Ärzte der B._. Vor allem aber enthält der Bericht von Dr. F._ vom 5. Mai 2015
keine überzeugende Begrün
dung der Schlussfolgerung, wonach die durch die mediale Meniskusläsion recht
s
verursachten Kniegelenksbeschwerden des Beschwerde
führers unfall
kausal seien
, sondern basiert
auf der Maxime, wonach
der Beschwerdeführer
vor dem Ereig
nis
vom 25. Januar 2015
nicht unter den danach bestehenden Beschwerden
im Bereich seines rechten Kniegelenks
gelitten habe. Dies genügt jedoch dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
schein
lich
keit nicht, sondern ist vielmehr gleichbedeutend mit der unzulässigen
Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341
)
. In Bezug auf die von Dr. F._ postulierte Unfall
kausalität der Beschwer
den im Bereich des rechten Knies vermag dessen Beur
teilung mangels einer nachvollziehbaren Begründung daher nicht zu überzeu
gen, sodass vorliegend nicht darauf abgestellt werden kann. Dies gilt aus denselben Gründen auch für die nach Erlass des hier angefochtenen Entscheids ergangenen Bericht von Dr. F._ (Urk. 13/1-2). Sodann ver
mag die Beurteilung durch Dr. F._ in Bezug auf die Frage nach der Un
fallkausalität die
Schlussfolgerungen
von Prof. E._ nicht
auch nur geringfügig in Zweifel zu ziehen.
Es kann vorliegend daher auch auf die nachvollziehbare Beurteilung durch Prof. E._ vom 19. März 2015 (vorstehend E. 2.5) abgestellt werden.
4.
4.1
Gestützt auf die nachvollziehbaren und übereinstimmenden Beurteilungen durch
die Ärzte der
B._
vom 20. Februar 2015 (vorste
hend E. 2.4
) und durch Prof. E._ vom 19. März 2015 (vorstehend E. 2.5) steht damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die mittels MRI sichtbare kleine Läsion des medialen Menis
kushinterhorns im rechten Kniegelenk des Beschwer
de
führers nicht durch den Unfall vom 25. Januar 2015 verursacht wurde, dass
es sich dabei vielmehr um einen degenerativen Vorzustand handelt. Sodann steht
gestützt darauf fest, dass es durch das Ereignis vom 25. Januar 2015 zu einer vorübergehenden Verschlim
merung des degenerativen Vorzu
standes im Bereich
des rechten Kniegelenks des Beschwerdefüh
rers beziehungsweise zur Aktivie
rung
eines bisher stummen Vor
zustandes im Sinne eines posttraumatischen Reiz
zu
standes des rechten Kniege
lenks gekommen ist, dass dies
bezüglich indes spätes
tens nach einer Zeit von drei Wochen nach dem Unfallereignis der Status quo sine erreicht wurde.
4.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergeb
nis nichts mehr ändern würden,
besteht -
entgegen der diesbezüglichen
Eventualv
orbrin
gen des Be
schwerdeführers
(
Urk.
1 S.
2)
- für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von
einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durch
führung
solcher
abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 124 V 90 E. 4b
, 1
22 V 157 E. 1d mit Hinweis
en
).
5.
5.1
Obwohl für
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder
lich
ist
, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist (
vgl. vorstehend E.;
BGE 129 V 177 E.
3.1
), steht auf Grund der Beurteilung durch Prof. E._ vom 19. März 2015 (vorstehend E. 1.4) fest, dass der Status quo sine nach einem Zeitraum von höchstens drei Wochen nach dem Unfallereignis vom 25. Januar 2015 erreicht wurde. Ab diesem
Zeitpunkt
stellt das Unfallereignis für die weiterbestehenden
Beschwerden
daher
auch keine Teilursache mehr dar.
5.2
Der Beschwerdeführer kann im Übrigen auch nichts zu seinen Gunsten aus Art.
9
Abs.
2 lit. c UVV
ableiten (vorstehend E. 1.6). Denn es steht vorliegend fest, dass der Meniskusriss nicht durch das Unfallereignis vom 25. Januar 2015
entstand, sondern degenerativer Ursache ist und am 25. Januar 2015 bereits vor
bestand.
6.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 16. April 2015 (Urk. 10/38) beziehungsweise mit dem diese bestätigenden Einspracheentscheid vom 3. Juni 2015 (Urk. 2) einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den nach dem 16. Februar 2015 weiterbeste
henden gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers im Bereich seines rechten Knies und dem versicherten Unfall vom 25. Januar 2015 verneinte und die Versicherungsleistun
gen für die Folgen des Unfalls vom 25. Janu
ar 2015 auf diesen Zeitpunkt hin einstellte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.