Decision ID: 1e9a29ba-050b-501f-b795-59dc6b36a4f3
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer � ein ursprünglich aus C._ (Provinz Sanliurfa) stammender türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie mit offiziellem Wohnsitz in D._ � stellte bei der schweizerischen Vertretung in Ankara ein Asylgesuch. Am 28. Mai 2004 wurde er dazu in Ankara befragt. Er gab dabei im Wesentlichen an, seine Familie sympathisiere mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK und er selber sei von seinem Bruder E._ politisiert worden. Dies sei den Behörden bekannt und habe nach der Verhaftung von Abdullah Öcalan dazu geführt, dass sie aufgrund behördlichen Drucks von C._ nach D._ hätten umziehen müssen. Dort habe er das Gymnasium besucht und sich für die Jugendorganisation der HADEP engagiert. Nachdem sein Bruder verhaftet worden sei, habe der Druck auf die Familie zugenommen und er sei von der Schule verwiesen worden. Er habe in der Folge beschlossen, sich der PKK in den Bergen anzuschliessen und habe sich zu diesem Zweck Ende 2002 auf den Weg in den Iran gemacht. In F._ sei er jedoch zusammen mit fünf weiteren Personen verhaftet und auf den Posten der Sicherheitsdirektion verbracht worden, wo er während Tagen verhört und schwer gefoltert worden sei; unter anderem sei er am ganzen Körper geschlagen, mit einem Hochdruckwasserstrahl bespritzt und mit Stromstössen malträtiert sowie an den Hoden  worden. Er sei dann zwar mit seinen Freunden freigelassen worden, aber die Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren wegen  bei der PKK beziehungsweise wegen Unterstützung dieser Organisation eröffnet. Am 14. Februar 2003 sei er in diesem  in D._ des Nachts von Beamten in Zivil  und anschliessend während zweier Tage noch schwerer  worden als in F._; man habe gegen ihn auch Todesdrohungen ausgestossen. Das erstinstanzliche Gericht, vor welches er danach mit weiteren Angeklagten geführt worden sei, habe das gegen ihn eröffnete Verfahren jedoch eingestellt und ihn freigelassen. Die Polizei habe ihn aber beschattet und an der  vom 21. März 2003 habe ihm ein Polizist in Zivil gesagt, er (der Beschwerdeführer) werde nach der Feier entweder in die Berge oder ins Grab gehen. Weil er Schlimmes befürchtet habe, habe er sich zu seiner Tante nach G._ begeben, wo er sich aber auch nicht sicher gefühlt habe, weshalb er vor einem halben Jahr nach
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H._ zu einem entfernten Verwandten seines Vaters gegangen sei; dort halte er sich seither versteckt auf. Es gehe ihm sehr schlecht, weshalb er um Bewilligung der Einreise in die Schweiz bitte.
Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer die Kopie eines ihn betreffenden Verhörprotokolls der Anti-Terror-Einheit von F._ vom 19. Dezember 2002 zu den Akten.
B. Nachdem die Schweizerische Vertretung die Unterlagen am 28. Mai 2004 an das BFF übermittelt hatte, bat dieses die Botschaft mit Schreiben vom 7. Juli 2004 um weitere Abklärungen. Mit Schreiben vom 8. Dezember 2004 teilte die Botschaft dem Bundesamt unter  mit, dass gegen den Beschwerdeführer ein Verfahren vor dem Staatssicherheitsgericht F._ eröffnet worden sei, welches mangels Beweisen mit Urteil vom 5. Mai 2003 mit einem Freispruch geendet habe. Eine der zusammen mit dem Beschwerdeführer angeklagten Personen sei nach Art. 169 des türkischen Strafgesetzbuches wegen Unterstützung der PKK verurteilt worden, habe jedoch gegen diese Verurteilung appelliert; das Verfahren sei noch pendent. Über den Beschwerdeführer bestehe seit dem Jahre 2002 ein politisches Datenblatt mit dem Vermerk "unbequeme Person". Er werde jedoch nicht gesucht und habe am 14. April 2004 einen Reisepass erhalten. Im Weiteren habe sich der Beschwerdeführer am 11. Oktober und am 23. November 2004 telefonisch bei der Botschaft gemeldet und vorgebracht, dass ihn die Polizei zu Hause in D._ gesucht habe und die Personen, bei welchen er sich in H._ aufhalte, Angst bekommen und zur Abreise aufgefordert hätten.
C. Mit Verfügung vom 14. Januar 2005 verweigerte das BFM dem  die Einreise in die Schweiz und wies sein Asylgesuch ab. Auf die Begründung wird, soweit entscheidwesentlich, in den  eingegangen.
D. Mit Schreiben vom 11. Februar 2005 zeigte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers dem Bundesamt unter Einreichung einer  Vollmacht ihre Mandatsübernahme an und ersuchte um Akteneinsicht, welche ihr am 15. Februar 2005 gewährt wurde. Auf  vom 17. Februar 2005 hin teilte ihr das BFM ferner mit, dass bis-
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lang keine Empfangsbestätigung bezüglich der Verfügung vom 14.  2005 vorliege.
E. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 17. März 2005 erhob der  gegen die Verfügung des BFM vom 14. Januar 2005 Beschwerde bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK). In materieller Hinsicht beantragte er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Bewilligung der Einreise in die Schweiz und die Gewährung von Asyl. In verfahrensrechtlicher  ersuchte er um Feststellung der Rechtzeitigkeit der , das Ansetzen einer Frist zur Beschwerdeergänzung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Auf die Begründung wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
F. Mit Zwischenverfügung vom 11. April 2005 bestätigte der  dem Beschwerdeführer die Rechtzeitigkeit seiner , setzte ihm eine Frist zur Beschwerdeergänzung bis zum 26. April 2005 und verwies hinsichtlich des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auf den Endentscheid.
G. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 21. April 2005 machte der Beschwerdeführer von der ihm gewährten Möglichkeit zur  Gebrauch.
H. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Mai 2005 hielt die Vorinstanz an der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abweisung der . Der Beschwerdeführer replizierte dazu mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 24. Mai 2005.
I. Mit an das Bundesverwaltungsgericht gerichtetem Schreiben vom 4. Oktober 2007 teilte die Rechtsvertreterin mit, dass sich der  nach wie vor versteckt in der Türkei aufhalte und sich seine Verfolgungssituation in keiner Weise verbessert habe.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Gemäss ständiger Praxis erstreckt sich sodann die  der Beschwerdeinstanz aufgrund des engen sachlichen  auch auf die Verweigerung der Einreisebewilligung im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 12).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die bei der per 31. Dezember 2006 aufgelösten ARK hängigen  übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Der Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung an den Beschwerdeführer steht mangels Vorliegens einer  nicht fest. Angesichts der Tatsache, dass die Beweislast für die Zustellung an die Partei der eröffnenden Behörde obliegt (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 61), ist daher � wie bereits in der Zwischenverfügung des damals zuständigen Instruktionsrichters der ARK vom 11. April 2005 ausgeführt �  des Beschwerdeführers davon auszugehen, dass die  seiner Rechtsvertreterin vom 17. März 2005 rechtzeitig erfolgt ist.
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2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der  ist legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht eine  des Anspruchs auf rechtliches Gehör und macht dabei geltend, dass ihm die Vorinstanz vor ihrem Entscheid über sein Asylgesuch die Abklärungsergebnisse der schweizerischen Vertretung vom 8.  2004 zur Stellungnahme hätte unterbreiten müssen.
3.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) �  in Art. 29 VwVG � haben die Parteien in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf rechtliches Gehör. Diese  beinhaltet für die Parteien insbesondere das Recht, sich vor  Entscheid zu allen wesentlichen Punkten äussern zu können und von der Behörde alle dazu notwendigen Informationen zu erhalten (vgl. JÖRG PAUL MÜLLER, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl., Bern 1999, S. 520), beziehungsweise bei der Feststellung des Sachverhaltes  und dabei an der Erhebung von Beweisen entweder  oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern (vgl. MÜLLER, a.a.O., S. 522).
3.3
3.3.1 Bei einer Botschaftsanfrage im Sinne von Art. 41 Abs. 2 AsylG handelt es sich um eine Beweismassnahme der Asylbehörden, zu  der asylsuchenden Person fraglos das rechtliche Gehör zu  ist (vgl. dazu die vom Bundesverwaltungsgericht weiter  Praxis gemäss EMARK 1994 Nr. 1 E. 3c S. 10 f.). Dies bestreitet denn auch das Bundesamt nicht; es führt in der angefochtenen
Verfügung vielmehr aus, es habe aus organisatorischen Gründen auf
eine vorgängige Offenlegung der Abklärungsergebnisse "verzichtet";
in der Verfügung vom 14. Januar 2005 hat die Vorinstanz deren
wesentlichen Inhalt aufgeführt.
3.3.2 Dieses Vorgehen der Vorinstanz vermag den oben genannten Anforderungen an das rechtliche Gehör nicht zu genügen. Von einer
vorgängigen Anhörung – welche auch in schriftlicher Form erfolgen
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kann – darf lediglich bei Vorliegen eines der in Art. 30 Abs. 2 VwVG
genannten Tatbestände abgesehen werden, namentlich wenn die
verfügende Behörde den Begehren der Partei vollumfänglich ent-
spricht (Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG). Diese Bestimmung gilt auch in
Verfahren, in welchen ein Asylgesuch bei einer schweizerischen Ver-
tretung im Ausland eingereicht wird und sich die asylsuchende Per-
son nicht in der Schweiz aufhält. Im vorliegenden Fall ist die letztge-
nannte Ausnahme angesichts der Verweigerung einer Einreisebewilli-
gung sowie der Abweisung des Asylgesuches nicht gegeben, und
ebenso liegt keiner der übrigen in Art. 30 Abs. 2 VwVG genannten
Ausnahmetatbestände vor; ein weitergehendes Absehen von der vor-
gängigen Unterbreitung des Beweisergebnisses zur Stellungnahme
– beispielsweise aus prozessökonomischen Gründen, auf welche
sich die Vorinstanz implizit beruft – ist nicht zulässig.
3.3.3 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der  zu Recht eine Verletzung seines Anspruches auf rechtliches Ge-
hör rügt, mithin ein Verfahrensmangel vorliegt. Angesichts der for-
mellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör würde dieser Ver-
fahrensmangel grundsätzlich ungeachtet seiner materiellen Auswir-
kungen zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen (vgl.
EMARK 1994 Nr. 1 E. 6b S. 15 f.). Nach ständiger, vom Bundesver-
waltungsgericht weitergeführter Praxis der ARK kann indessen von
einer Kassation des fehlerhaft zustande gekommenen Entscheides
abgesehen werden, wenn der Mangel nicht schwerwiegend erscheint
und nicht das Resultat einer generell unsorgfältigen Verfahrensfüh-
rung ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 38 E. 7.1. S. 265). Diese Vorausset-
zungen sind im vorliegenden Fall gegeben, zumal das Bundesamt
dem Beschwerdeführer die Abklärungsergebnisse der schweizeri-
schen Vertretung nicht vorzuenthalten gedachte, sondern sie ihm –
wenn auch zu Unrecht erst im Rahmen der angefochtenen Verfügung
– unter gerechtfertigter Auslassung von Stellen, bezüglich welchen
Geheimhaltungsgründe im Sinne von Art. 27 Abs. 1 VwVG bestehen,
durchaus offenlegte, worauf er sich auf Beschwerdeebene einlässlich
dazu vernehmen lassen konnte. Eine Aufhebung der angefochtenen
Verfügung aus formellen Gründen würde insbesondere angesichts
der nachstehenden materiellen Erwägungen einem prozessualen
Leerlauf gleichkommen.
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4.
4.1 In materieller Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass das BFM ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen kann, wenn die  Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können oder  die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG  das BFM Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des , wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen.
Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Neben der  Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur  Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und  in Betracht zu ziehen (vgl. die weiterhin vom Bundesverwaltungsgericht weitergeführte Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 15, insbesondere S. 131 ff. welche angesichts bloss  Änderungen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der  ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der  zugemutet werden kann.
4.2 Aufgrund der detaillierten, widerspruchsfreien und  Angaben des Beschwerdeführers � welche auch von der  nicht in Zweifel gezogen werden � sowie der von ihm  Unterlagen und der ergänzenden Abklärungen der  Vertretung in Ankara geht das Bundesverwaltungsgericht von folgendem Sachverhalt aus:
Der Beschwerdeführer stammt aus einer kurdischen Familie, welche ihren Wohnsitz ursprünglich in C._ (Provinz Sanliurfa) hatte und mit dem kurdischen Widerstand sympathisiert. Aus diesem Grund wurde insbesondere nach der Verhaftung des PKK-Führers Abdullah
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Öcalan Druck auf die Familie ausgeübt, worauf sie nach D._ übersiedelte. Dort hat der Beschwerdeführer das Gymnasium besucht und sich für die Jugendorganisation der HADEP engagiert. Nachdem sein Bruder E._ verhaftet worden ist, nahm der Druck auf die Familie zu und der Beschwerdeführer wurde von der Schule verwiesen. Beim Versuch, sich in der Folge der PKK in den Bergen anzuschliessen, wurde der Beschwerdeführer Ende 2002 auf den Weg in den Iran in F._ zusammen mit fünf weiteren Personen verhaftet und auf den Posten der Sicherheitsdirektion verbracht, wo er während Tagen verhört und schwer gefoltert worden wurde. Er wurde anschliessend zwar mit seinen Freunden freigelassen, aber die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren wegen Mitgliedschaft bei der PKK beziehungsweise wegen Unterstützung dieser Organisation. Am 14. Februar 2003 wurde er in diesem Zusammenhang in D._ des Nachts von Beamten in Zivil festgenommen und anschliessend während zweier Tage schwer misshandelt. Das erstinstanzliche Gericht, vor welches er danach mit weiteren  geführt wurde, sprach ihn mit Urteil vom 5. Mai 2003 mangels Beweisen frei und entliess ihn sowie weitere Mitangeklagte aus der Untersuchungshaft; eine der mitangeklagten Personen wurde  nach Art. 169 des türkischen Strafgesetzbuches wegen  der PKK verurteilt. Gemäss den Erkenntnissen der  Vertretung in Ankara vom 8. Dezember 2004 wurde der  zu diesem Zeitpunkt von den Sicherheitsbehörden nicht offiziell gesucht; seit dem Jahre 2002 existiert jedoch über ihn ein politisches Datenblatt mit dem Vermerk "unbequeme Person". An der Newroz-Feier vom 21. März 2003 wurde der Beschwerdeführer sodann von einem Polizisten in Zivil bedroht, worauf er sich aus Furcht vor erneuten Behelligungen zu einer Tante nach G._ begab, bevor er Ende 2003 nach H._ zu einem entfernten Verwandten seines Vaters zog, wo er sich seither versteckt aufhält; in der Zwischenzeit hat die Polizei einmal bei seinen Eltern in D._ vorgesprochen und nach ihm gefragt.
4.3 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, dass das gegen den Beschwerdeführer eingeleitete Gerichtsverfahren mit einem Freispruch geendet habe und er deshalb in seinem Heimatstaat in juristischer Hinsicht als unbescholten gelte. Er werde zudem  den Abklärungen der schweizerischen Vertretung von den  nicht gesucht und habe sich im April 2004 einen Reisepass ausstellen lassen können, was üblicherweise nur dann möglich sei,
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wenn jemand von staatlicher Seite nicht belangt werde. Soweit die  der Polizei bei seinen Eltern anbelangend, lasse sich aus  Vorkommnis alleine noch keine konkrete asylrelevante  der Behörden ableiten. Da der Beschwerdeführer nicht landesweit zur Fahndung ausgeschrieben sei, sei es ihm möglich und zumutbar, sich allfälligen Behelligungen durch die lokalen Behörden durch Wegzug in einen anderen Landesteil der Türkei zu entziehen.
4.4 Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den , er habe begründete Furcht vor Verfolgung. Zum einen stamme er aus einer Familie, welche in der Kurdensache politisch aktiv sei und dadurch unter spezieller Beobachtung durch die türkischen  stehe. Ferner lebe sein Bruder E._ als anerkannter Flüchtling in der Schweiz und er selber sei bereits als  Jüngling verhaftet und schwer gefoltert worden. Schliesslich habe die Polizei nach seinem Untertauchen mehrfach bei seinen Eltern nach ihm gefragt. Vor diesem Hintergrund müsse er begründetermassen damit rechnen, weiteren ernsthaften Nachteilen ausgesetzt zu werden. Das BFM halte ihm im Übrigen zu Unrecht das Vorliegen einer innerstaatlichen Fluchtalternative entgegen; angesichts des über ihn bestehenden politischen Datenblattes mit dem Vermerk "unbequeme Person", dessen Vorhandensein allen türkischen Behörden bekannt sei, drohten ihm bei einer allfälligen Kontrolle irgendwo in seinem Heimatstaat schwerwiegende Konsequenzen wie eine erneute Inhaftierung und Folter.
4.5 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass eine dem Beschwerdeführer im Heimatstaat  Gefahr asylrechtlich relevanter Behelligungen nicht leichthin ausgeschlossen werden kann.
4.5.1 Zum einen handelt es sich beim Beschwerdeführer um eine , welche nicht mehr oder weniger zufällig, das heisst im Rahmen von Routinekontrollen, in Kontakt mit den türkischen Sicherheitskräften gekommen ist. Er stammt vielmehr aus einer den Behörden bekannten kurdischen Familie, die sich für die Sache der Kurden einsetzt und als mit der PKK sympathisierend gilt. Der Beschwerdeführer selber wurde wegen seines politischen Engagements bereits als Jugendlicher vom Gymnasium verwiesen und im Jahre 2002 beim Versuch, sich der PKK anzuschliessen, festgenommen und während der mehrtägigen  in schwerer Weise körperlich misshandelt. Das daraufhin ge-
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gen ihn eröffnete Strafverfahren wegen Unterstützung der PKK führte zwar zu keiner Verurteilung, der Freispruch erfolgte indessen lediglich mangels Beweisen; auch wenn der Beschwerdeführer seither gemäss den Erkenntnissen der schweizerischen Vertretung in Ankara nicht  gesucht wird, ist er bei den Behörden dennoch einschlägig . Insbesondere wurde aufgrund des Strafverfahrens ein  mit dem Vermerk "unbequeme Person" über ihn angelegt und die Polizei fragte bei seinen Eltern mindestens einmal nach seinem . Gemäss ständiger Praxis der ARK, welche vom  weitergeführt wird, ist bereits aufgrund einer  Fichierung in der Regel von einer begründeten Furcht vor  asylrechtlich erheblicher Verfolgung auszugehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 11); zudem hat der Beschwerdeführer aufgrund der bereits erlittenen erheblichen Nachteile objektive Gründe für eine  subjektive Furcht (vgl. dazu EMARK 2004 Nr. 1 E. 6 S. 9 ff.). Ferner kommt hinzu, dass nicht nur der Beschwerdeführer selber, sondern insbesondere auch sein Bruder E._ wegen politischer Aktivitäten ins Visier der Sicherheitskräfte geraten ist. Letzterer ist seit dem Jahre 1999 Sympathisant der PKK und war ab 2001 Mitglied des Leitungskomitees des Jugendflügels der HADEP sowie  von D._. E._ wurde mehrmals festgenommen und wegen seines politischen Engagements in Strafverfahren verwickelt. Nach einem Freispruch mangels Beweisen durch Urteil des DGM H._ vom 26. November 2002 wurde gegen ihn am 25. Januar 2002 ein Haftbefehl ausgestellt, worauf er am 1. März 2002 festgenommen und misshandelt wurde; er wurde in der Folge zwar am 7. Mai 2002 vom DGM H._ einstweilen auf freien Fuss gesetzt, das Strafverfahren blieb aber pendent. Wegen ständiger Bedrohungen durch Zivilpolizisten, welche nach der Festnahme des Beschwerdeführers zunahmen, hielt sich E._ ab Ende 2002 klandestin in I._ auf und verliess schliesslich am 19. Juni 2003 die Türkei, um in der Schweiz um Asyl nachzusuchen; dieses wurde ihm mit Verfügung des BFF vom 26. November 2003 auch gewährt. Vor diesem Hintergrund muss der Beschwerdeführer damit rechnen, nicht nur wegen eigener politischer Betätigung erneut behelligt zu werden, sondern im Sinne einer Reflexverfolgung (vgl. dazu EMARK 2005 Nr. 21 E. 10.1. S. 195) Repressalien wegen seines Bruders ausgesetzt zu werden. Entgegen der von der Vorinstanz vertretenen Ansicht ist dabei nicht von einer lediglich lokalen Bedrohungslage auszugehen, sondern aufgrund der landesweiten
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Fichierung � mit Sicherheit auch des Bruders � vielmehr eine  Fluchtalternative auszuschliessen.
4.6 Bei dieser Gefährdungslage und angesichts der in letzter Zeit deutlich verschärften Situation im Südosten der Türkei, welche mit dem in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2007 erfolgten  türkischer Truppen in den Nordirak zur Bekämpfung der PKK in eine neue Phase getreten ist, kann dem Beschwerdeführer ein weiterer Aufenthalt in seinem Heimatstaat nicht zugemutet werden. Da der Beschwerdeführer gemäss Aktenlage ferner über keinerlei  zu anderen Staaten verfügt, in der Schweiz indessen immerhin ein Bruder als anerkannter Flüchtling lebt, ist ihm gestützt auf Art. 20 Abs. 2 AsylG die Einreise in die Schweiz zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Rahmen eines ordentlichen Asylverfahrens zu .
5. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die Verfügung des BFM vom 14. Januar 2005  und das Bundesamt anzuweisen, dem Beschwerdeführer im  auf die weitere Abklärung des Sachverhalts beziehungsweise die Einleitung des ordentlichen Asylverfahrens die Einreise in die Schweiz zu bewilligen.
6.
6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege wird bei dieser Sachlage hinfällig.
6.2 Dem Beschwerdeführer ist sodann zufolge seines Obsiegens eine Parteientschädigung für die ihm aus der Beschwerdeführung  notwendigen Kosten zuzusprechen. Angesichts des aufgrund der Akten zuverlässig abschätzbaren Zeitaufwandes seiner  und der zu beachtenden Bemessungsfaktoren (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 9 und 10 Abs. 2 des Reglements über die  und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [VGKE]; vgl. zudem EMARK-Mitteilungen 2000/1, Ziff. 1.2.) ist die Parteientschädigung auf insgesamt Fr. 600.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
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