Decision ID: 561a0a4e-b3cb-5b7e-86f9-2f5b86d64953
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
B._, Verleger der C._-Zeitung, teilte dem Rechtsdienst des
Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen (GD) am 3. März 2017 telefonisch
mit, dass A._ klageweise die Entfernung eines ihn betreffenden Zeitungsberichtes vom
5. Juli 2012 aus dem Online-Archiv verlangt habe. In einem Gespräch zwischen B._,
A._ und D._ sowie Rechtsanwalt PD Dr. Peter Reetz, Küsnacht, sei geltend gemacht
worden, dass das GD gestützt auf eine Liste der C._-Zeitung dem Beschwerdeführer
die Berufsausübungsbewilligung entzogen habe. A._ habe diese Liste aber noch nie
gesehen und sich so im Rahmen jenes Verfahrens nicht verteidigen können. Bei der
Liste handle es sich um eine vom GD vorgenommene Fälschung (act. G 11/3). In der
Folge erteilte die Vorsteherin des GD dem Leiter Rechtsdienst des GD am 6. März 2017
mündlich ihre Einwilligung zur Erteilung der erforderlichen Auskünfte gegenüber B._
(act. G 11/4). Mit Verfügung vom 9. März 2017 bestätigte sie die damalige mündliche
Einwilligung gegenüber dem Leiter Rechtsdienst dahingehend, dass dieser befugt sei,
im Namen des GD gegenüber der C._-Zeitung "über den Fall A._ (inkl. den damit
zusammenhängenden Verfahren)" Auskunft zu geben und insbesondere zu den
Behauptungen unter Bst. A des Verfügungssachverhalts Stellung zu nehmen
(Dispositivziffer 1). Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung entzog sie die
aufschiebende Wirkung (Dispositivziffer 2; act. G 2/2). Die Verfügung wurde lediglich
dem auskunftsberechtigten Leiter Rechtsdienst eröffnet.
B.
Im Zusammenhang mit weiteren Verfahren zwischen A._ und dem GD erhielt der
Beschwerdeführer Kenntnis von der Verfügung. Rechtsanwalt Dr. Reetz erhob in der
Folge für A._ mit Eingabe vom 1. März 2019 Beschwerde gegen diese Verfügung mit
den Rechtsbegehren, es sei deren Nichtigkeit festzustellen (Ziff. 1). Eventualiter sei
diese Verfügung (sowie eine allfällige analoge Verfügung vom 6. März 2017)
aufzuheben (Ziff. 2). Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich
Mehrwertsteuer, zulasten der Vorinstanz (Ziff. 3).
B.a.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
VRP). Weiter entspricht die Beschwerdeeingabe vom 1. März 2019 zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 47 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs.
1 VRP). Unbestritten blieb dabei mit Bezug auf die Wahrung der Rechtsmittelfrist (Art.
64 Abs. 1 i.V.m. Art. 47 Abs. 1 VRP) die Feststellung des Beschwerdeführers, dass er
von der ihm nicht formell eröffneten Verfügung vom 9. März 2017 erst am 15. Februar
2019 im Rahmen der im Verfahren D-17-6009 gewährten Akteneinsicht Kenntnis
erlangt habe (act. G 1 Rz. 6 f.). Zu klären bleibt als Eintretensfrage, ob mit dem als
Verfügung bezeichneten Schreiben betreffend Entbindung vom Amtsgeheimnis vom 9.
März 2017 überhaupt ein gültiges Anfechtungsobjekt bzw. eine anfechtbare Verfügung
vorliegt. Eine Verfügung stellt nach Lehre und Praxis einen individuellen, an eine
bestimmte Person gerichteten Hoheitsakt dar, durch den eine verwaltungsrechtliche
Rechtsbeziehung gestaltend oder feststellend in verbindlicher oder erzwingbarer Weise
In der Vernehmlassung vom 30. April 2019 beantragte die Vorinstanz, auf die
Rechtsbegehren in der Beschwerde vom 1. März 2019 sei unter Kostenfolge nicht
einzutreten. Zur Begründung verwies sie auf die angefochtene Verfügung vom 9. März
2017 (act. G 10). Hierzu äusserte sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit
Eingabe vom 20. Mai 2019 unter Bestätigung der beschwerdeweise gestellten
Rechtsbegehren. Zusätzlich stellte er den prozessualen Antrag, es sei das
Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss der bundesgerichtlichen
Verfahren 1C_267/2018 und 1C_268/2018 zu sistieren (act. G 15). Der
verfahrensleitende Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts entsprach dem
Sistierungsantrag mit Schreiben vom 14. Juni 2019 (act. G 20). Nachdem die
Vorinstanz die BGer 1C_267/2018 und 1C_268/2018 vom 12. Juli 2019 am 14. August
2019 eingereicht (act. G 21) und das Verwaltungsgericht die Verfahrenssistierung am
16. August 2019 aufgehoben hatte, äusserte sich der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hierzu mit Eingabe vom 9. September 2019, indem er seinen
Standpunkt bestätigte (act. G 24). Die Vorinstanz verzichtete auf eine weitere
Stellungnahme (act. G 25).
B.b.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
B.c.
bis
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geregelt wird (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2.
Aufl. 2003, Rz. 536-551; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,
7. Aufl. 2016, Rz. 849). Nur wenn die Wesensmerkmale einer Verfügung gegeben sind,
liegt das verfahrensrechtlich notwendige Anfechtungsobjekt vor. Zu prüfen ist sodann,
ob die von der Departementsvorsteherin dem Leiter Rechtsdienst am 6. März 2017
mündlich erteilte Ermächtigung gegenüber B._ in der Sache A._ Stellung zu nehmen
(vgl. act. G 11/4) im vorliegenden Verfahren als Anfechtungsobjekt zu gelten hat. Im
Weiteren ist die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers zu klären.
2.
2.1.
Der Amtsgeheimnisverletzung nach Art. 320 des Strafgesetzbuches (SR 310; StGB)
macht sich strafbar, wer ein Geheimnis offenbart, das ihm in seiner Eigenschaft als
Mitglied einer Behörde oder als Beamter anvertraut worden ist, oder das er in seiner
amtlichen oder dienstlichen Stellung wahrgenommen hat. Nicht strafbar macht sich,
wer das Geheimnis mit schriftlicher Einwilligung seiner vorgesetzten Behörde offenbart
(Art. 320 Ziff. 2 StGB). Das Formerfordernis der schriftlichen Zustimmung für die
Weitergabe von Akten kann auch nachträglich erfüllt werden (vgl. Trechsel/Vest, in:
Trechsel/Pieth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Rz. 11 zu
Art. 320 StGB; A. Donatsch, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur
Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Rz. 11 und 13 zu Art. 170 Abs. 2
StPO). Zuständig für die Erteilung der Einwilligung zur Offenbarung von
Amtsgeheimnissen ist – bei Konstellationen wie der vorliegenden - die
Departementsvorsteherin (vgl. Art. 24 des Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1;
StVG). Durch die Gewährung von Amtshilfe wird das Amtsgeheimnis nicht verletzt,
soweit keine entgegenstehenden Geheimhaltungsinteressen bestehen (vgl. Bürgisser,
in: Basler Kommentar Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl 2014, zu Art.194
StPO). Wenn gesetzliche Offenbarungs-, Anzeige- oder Mitteilungspflichten bzw. -
rechte bestehen, bedarf es keiner Ermächtigung durch die vorgesetzte Stelle (vgl.
Trechsel/Vest, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 320 StGB).
2.1.1.
Gemäss Art. 23 lit. c StVG vertritt das zuständige Departement die Regierung im
Verwaltungsverfahren. Für das Departement handelt der Vorsteher bzw. die
Vorsteherin, soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht (Art. 28 Abs. 1 lit. f und Abs. 2
StVG). Die Regierung kann durch Verordnung Mitarbeiter ermächtigen, in besonders
2.1.2.
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bezeichneten Angelegenheiten im Namen des Departements zu handeln (Art. 27 StVG).
Der Leiter Rechtsdienst handelt für das Departement, wenn dieses die Regierung in
Verwaltungsverfahren vertritt (Art. 2 lit. a Ziff. 1 der Ermächtigungsverordnung, sGS
141.41, ErmV). Er ermächtigt zur Aussage und Aktenedition unter anderem bei
Mitwirkung von Staatsangestellten in Zivilverfahren (Art. 2 lit. d ErmV i.V.m. Art. 166
Abs. 1 lit. c letzter Satz der Schweizerischen Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272). Die
Sachbearbeiterin oder der Sachbearbeiter trifft verfahrensleitende Anordnungen nach
dem VRP, insbesondere Ermittlung des Sachverhalts und Erhebung der Beweise nach
Art. 12 VRP (Art. 3 lit. a ErmV).
Die Bearbeitung (dazu gehört auch die Bekanntgabe; vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. e des
Datenschutzgesetzes [DSG], sGS 142.1) von besonders schützenswerten
Personendaten (im Sinn von Art. 1 Abs. 1 lit. b DSG) ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung
einer gesetzlichen Aufgabe unentbehrlich ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 lit. b, Art. 11 Abs. 1 lit. a
und d sowie Art. 13 Abs. 1 lit. a DSG). Das öffentliche Organ lehnt Auskunft und
Einsicht ab, schränkt sie ein oder verbindet sie mit Auflagen, soweit öffentliche oder
schutzwürdige private Interessen Dritter überwiegen (Art. 18 DSG).
Die Vorinstanz hielt in der angefochtenen Verfügung vom 9. März 2017 unter anderem
fest, die Beweiserhebung durch den Rechtsdienst des GD (Art. 3 lit. a ErmV) setze
voraus, dass der Verfahrensleiter Informationen preisgeben dürfe bzw. müsse. Das GD
führe förmliche Verfahren betreffend den Beschwerdeführer durch. Zudem bezichtige
dieser das GD, eine Fälschung der Liste der C._-Zeitung begangen zu haben. Sowohl
im Rahmen der förmlichen Verfahren als auch im Rahmen der gesundheitspolizeilichen
Aufsicht sei der Rechtsdienst befugt, sich mit B._ über den Beschwerdeführer
auszutauschen, um so neue Erkenntnisse für den Sachverhalt gewinnen zu können.
Dies stehe im Einklang mit der der gelebten Praxis der Staatsverwaltung. Mit der
angefochtenen Verfügung solle - der guten Ordnung halber bzw. um allfälligen
Strafanzeigen des Beschwerdeführers gegen das GD zuvorzukommen - die
Ermächtigung des Leiters Rechtsdienst durch die Departementsvorsteherin zur
Offenbarung von Tatsachen "aus dem Fall A._" gegenüber B._ noch schriftlich
bestätigt werden, obwohl eine solche eigentlich nicht erforderlich sei. B._ sei in ein
Rechtsverfahren mit dem Beschwerdeführer verwickelt, weshalb es nachvollziehbar
sei, dass er um baldige Stellungnahme ersucht habe. Der Beschwerdeführer behaupte
überdies, im GD seien Straftaten begangen worden, weshalb im öffentlichen Interesse
eine Klarstellung unverzüglich erforderlich sei. Wenn der Beschwerdeführer gegenüber
der C._-Zeitung verzerrte Auskunft aus dem Disziplinarverfahren gebe und auf dieser
2.2.
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Basis ein Zivil- bzw. Strafverfahren anstrebe, würde er sich widersprechen, wenn er
geltend machen würde, an der Klarstellung des Sachverhalts kein Interesse zu haben.
Die Pflicht der Verwaltung zur Transparenz und zur Wahrheitsfindung überwiege
gegenüber den möglichen Bedenken des Beschwerdeführers. Eine vorgängige
Stellungnahme des Beschwerdeführers erübrige sich, weil er seine Argumente im
Rahmen der betreffenden Zivil- und Strafverfahren sowie des laufenden
Revisionsverfahrens vor dem GD vorbringen müsse (act. G 2/2).
Der Beschwerdeführer hält unter anderem beschwerdeweise fest, er sei von der
Verfügung vom 9. März 2017 unmittelbar betroffen und dementsprechend
beschwerdeberechtigt. Er habe davon erst im Rahmen einer Einsichtnahme in Akten
des Verfahrens D-17-6009 Kenntnis erhalten. Es sei ihm verunmöglicht worden, an
diesem Verfahren teilzunehmen und seinen Gehörsanspruch wahrzunehmen. Sein
Anspruch auf rechtliches Gehör sei in schwerwiegender Weise verletzt worden. Als
Folge des schwerwiegenden Verfahrensfehlers ergebe sich die Nichtigkeit der
Verfügung. Sollte wider Erwarten nicht auf Nichtigkeit erkannt werden, sei die
Verfügung zufolge der besonders gravierenden (nicht heilbaren) Gehörsverletzung
aufzuheben. Andernfalls würde das Vorgehen der Vorinstanz es erlauben, selbst nach
Belieben zu entscheiden, wann, in Bezug auf wen und in welchem Umfang geheime
Tatsachen Dritten preisgegeben würden. Dies könne nicht angehen. Im Weiteren habe
der Leiter Rechtsdienst am 6. März 2017 gestützt auf eine (mündliche)
Einverständniserklärung der Departementsvorsteherin auch weit mehr Informationen
preisgegeben, als es gemäss telefonischer Anfrage von B._ überhaupt erforderlich
gewesen wäre. Eine Ermächtigung zur Aussage und Aktenedition könne der Leiter
Rechtsdienst zudem nicht sich selbst erteilen. Aus Art. 2 lit. d ErmV könne auch nicht
abgeleitet werden, dass für die Auskunftserteilung des Leiters Rechtsdienst gegenüber
der C._-Zeitung keine Entbindung vom Amtsgeheimnis notwendig gewesen wäre.
Zudem genüge auch eine mündlich erteilte Entbindung vom Amtsgeheimnis nicht;
diese habe schriftlich zu erfolgen. Im Übrigen gelte hiermit vorsorglich auch die am 6.
März 2017 angeblich mündlich erteilte Ermächtigung an den Leiter Rechtsdienst als
angefochten. Eine umfassende Interessenabwägung durch die Vorinstanz habe nicht
stattgefunden. Ein öffentliches Interesse an einer Klarstellung sei nicht ersichtlich, da
ein Vorwurf einer "Fälschung" der Patientenliste der Öffentlichkeit gar nie kommuniziert
worden sei. Die Vorinstanz stütze sich hierbei auf einen Vorwurf vom "Hören-Sagen".
Das private Interesse des Beschwerdeführers an der Geheimhaltung überwiege die
Interessen der C._-Zeitung an einer Auskunftserteilung. Es habe keine Notwendigkeit
bestanden, dass sich die Vorinstanz in eine Angelegenheit unter Privaten einmische
2.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/15
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und grosszügig - gestützt auf eine telefonische Anfrage von B._ und ohne die
Bevollmächtigung den Sachverhalt zu überprüfen - Auskünfte zu erteilen. Das
Disziplinarverfahren sei zu jenem Zeitpunkt vor der Vorinstanz bereits abgeschlossen
gewesen, weshalb zum Vornherein kein Bedarf bestanden habe, neue Erkenntnisse zu
gewinnen. Die Vorinstanz führe auch nicht näher aus, für welche Verfahren sie
Sachverhaltsermittlungen anstrebe. Auf welche Verfahren sich die Entbindung vom
Amtsgeheimnis beziehen solle, werde nicht einmal ansatzweise dargelegt. Die mit
Verfügung vom 9. März 2017 bestätigte Aufhebung des Amtsgeheimnisses habe eine
unkontrollierte Offenbarung von Informationen, welche die Privatsphäre des
Beschwerdeführers beträfen, zur Folge. Es finde sich weder in zeitlicher noch in
sachlicher Hinsicht eine Einschränkung der Ermächtigung. Vielmehr werde unspezifisch
vom "Fall A._ (inkl. den damit zusammenhängenden Verfahren)" gesprochen, ohne
eine Verfahrensnummer oder einen Betreff zu nennen. Die Verfügung vom 9. März 2017
gehe weit über die zuvor am 6. März 2017 mündlich erteilte Ermächtigung hinaus. Da
durch sie klarerweise Rechte und Pflichten begründet worden seien, sei nicht
nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz nun den Verfügungscharakter verneine. Die
Verfügung sei unter Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit ergangen,
was grundsätzlich die Kassation derselben zur Folge haben müsse. Die Verfügung sei
auch aus diesem Grund für nichtig zu erklären bzw. eventualiter aufzuheben. (act. G 1,
G 15).
In seiner Eingabe vom 9. September 2019 bestätigte der Beschwerdeführer mit
Hinweis auf BGer 1C_267/2018 a.a.O. E. 2.7, dass im Zeitpunkt der Ermöglichung des
Zugangs zu Informationen, welche ihn betreffen würden, eine Interessenabwägung
hätte vorgenommen werden müssen. Eine solche sei vorliegend nie erfolgt. Damit sei
sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. Bei der Vorinstanz seien
vorschnell Fakten geschaffen worden. Nachträglich habe man versucht, durch
schriftliche Bestätigung dem rechtswidrigen Realakt einen Anschein von Legalität zu
verleihen. Der Umstand, dass in den BGer 1C_267/2018 und 1C_268/2018 die
vorinstanzliche Auffassung (VerwGE B 2016/134, 2016/173) als "nicht unhaltbar" bzw.
als "willkürfrei" bestätigt worden sei, bedeute nicht, dass die Auffassung so richtig sei.
Im Weiteren könne der BGer 1C_268/2018, gemäss welchem die mündliche
Ermächtigung nicht Streitgegenstand gebildet habe, die Frage, ob der
Beschwerdeführer durch im vorliegenden Fall die mündliche Ermächtigung vom 6.
März 2017 beschwert sei oder nicht, gar nicht beantworten (act. G 24).
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3.
Gemäss den Darlegungen des Beschwerdeführers begann die C._-Zeitung im
Sommer 2012 eine Berichterstattungsreihe, in welcher sie seine Arbeit als Zahnarzt
kritisierte. Aufgrund des persönlichkeitsverletzenden Inhalts der damals veröffentlichten
Zeitungsartikel habe die Zeitung infolge eines gerichtlichen Verfahrens die
entsprechenden Artikel aus dem Onlinearchiv entfernen bzw. anonymisieren müssen
(act. G 1 Rz. 20). Das Gesuch des Leiters Rechtsdienst vom 6. März 2017 um
Entbindung vom Amtsgeheimnis, um gegenüber der C._-Zeitung Auskunft geben und
zu den Vorwürfen des Beschwerdeführers (insbes. betreffend Fälschung einer
Patientenliste durch das GD) Stellung nehmen zu können (vgl. Sachverhalt A.a),
erfolgte im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer klageweise verlangten
Entfernung eines ihn betreffenden Zeitungsberichtes vom 5. Juli 2012 aus dem Online-
Archiv der Zeitung. In diesem Verfahren ging es gemäss Ausführungen des
Beschwerdeführers auch um den Vorwurf einer Straftat im Zusammenhang mit der
Liste von zahlreichen Patienten, welche sich bei der C._-Zeitung über die Arbeit des
Beschwerdeführers beklagt hatten (vgl. act. G 1 Rz. 44).
3.1.
Der Leiter Rechtsdienst ist aufgrund von Art. 2 lit. d ErmV für die Ermächtigung zur
Weitergabe von Akten nach Art. 166 Abs. 1 lit. c ZPO zuständig; der Rechtsdienst ist
gestützt auf Art. 16 Abs. 1 VRP für die Gewährung der Einsicht in die bei ihm
aufbewahrten Akten zuständig. Keiner Entbindung durch die vorgesetzte Behörde
bedarf es, wenn unter anderem gesetzliche Informationsrechte (N. Oberholzer,
Grundzüge des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, Rz. 870) bzw. gesetzliche
Offenbarungspflichten (Trechsel/Vest, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 320 StGB) bestehen. Art. 2
lit. d ErmV beinhaltet implizit ein solches Informationsrecht bzw. eine
Offenbarungspflicht und zwar insofern, als nur bei Vorliegen einer Ermächtigung die
Aussage/Aktenedition im Sinn von Art. 166 Abs. 1 lit. c ZPO überhaupt vorgenommen
werden kann. In diesem Zusammenhang ist - mit dem Beschwerdeführer (act. G 1 Rz.
25, G 15 Rz. 14) - vorab klarzustellen, dass der Leiter Rechtsdienst die Ermächtigung
zur Einsichtsgewährung bzw. Aktenweitergabe an B._ zur Verwendung in einem
Klageverfahren nicht sich selbst erteilen konnte. Insofern kommt Art. 2 lit. d ErmV
vorliegend nicht zum Tragen. Indes hatte ihm die Departementsvorsteherin am 6. März
2017 (act. G 11/4) mündlich zur Stellungnahme gegenüber B._ in der Sache des
Beschwerdeführers ermächtigt. Es war daher nicht nötig, eine (an sich auch
nachträglich mögliche; vgl. vorstehende E. 2.1.1) schriftliche Zustimmung für die
3.2.
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Weitergabe der Akten durch den Leiter Rechtsdienst an B._ durch die
Departementsvorsteherin verfügungsweise (act. G 11/7) zu erteilen. Unter diesen
Gegebenheiten begründet das angefochtene, als „Verfügung“ bezeichnete Schreiben
vom 9. März 2017 (act. G 2/2, G 11/7) weder Rechte oder Pflichten des
Beschwerdeführers noch regelt es das Rechtsverhältnis zwischen dem
Beschwerdeführer und der Vorinstanz. Vielmehr handelt es sich dabei ausschliesslich
um eine (nachträgliche) schriftliche Bestätigung der Rechtmässigkeit einer bereits zuvor
am 6. März 2017 (act. G 11/4) mündlich erteilten Ermächtigung zur Auskunftserteilung
und Stellungnahme, ohne dass damit wesentlich (neue) Rechte und Pflichten bzw.
Ermächtigungen (konstitutiv) begründet worden wären. Die Formulierung von
Dispositiv-Ziffer 1 im Schreiben vom 9. März 2017 ("... über den Fall A._ [inkl. den
damit zusammenhängenden Verfahren]...") lässt zwar - was vom Beschwerdeführer zu
Recht beanstandet wird - jede Konkretisierung und notwendige Eingrenzung auf einen
inhaltlich und zeitlich bestimmten Sachverhalt vermissen. Dieselbe Dispositiv-Ziffer
vermerkt indes auch explizit, dass es lediglich um eine schriftliche Bestätigung der am
6. März 2017 mündlich erteilten Ermächtigung geht (act. G 2/2 S. 4). Aus der
Begründung des als Verfügung bezeichneten Schreibens (act. G 2/2 E. 3 f.) ergibt sich
ebenfalls, dass die schriftlich erteilte Ermächtigung inhaltlich nicht über die zuvor
mündlich erteilte Ermächtigung hinausgehen sollte und dementsprechend auch den
gleichen Sachverhalt, d.h. ausschliesslich das vom Beschwerdeführer im Jahr 2017
gegen B._ angestrengte Zivilverfahren, betraf.
Bei dieser Sachlage zeigt sich auch unschwer, dass das angefochtene, als Verfügung
bezeichnete Schreiben vom 9. März 2017 den Verfügungsbegriff im oben dargelegten
Sinne gar nicht erfüllt (vgl. dazu auch VerwGE B 2016/134 vom 18. April 2018 E. 3.4 f.
und VerwGE B 2016/173 vom 18. April 2018 E. 3.1. f., bestätigt durch BGer
1C_267/2018 und 1C_268/2018 vom 12. Juli 2019). Vielmehr ist es als blosser Beleg
und zusätzliche schriftliche Bestätigung der Rechtmässigkeit der
Akteneinsichtsgewährung bzw. Stellungnahme durch den Leiter Rechtsdienst
gegenüber B._ zu verstehen. Bereits von daher war es gar nicht geeignet, die
Privatsphäre des Beschwerdeführers in rechtlich geschützter Art und Weise zu
tangieren. Zufolge fehlender Betroffenheit des Beschwerdeführers bestand in dem
durch das sinngemäss gestellte Informationsgesuch von B._ eingeleiteten
Verwaltungsverfahren auch kein Anlass, dem Beschwerdeführer hierzu vorgängig das
rechtliche Gehör einzuräumen. Eine Gehörsverletzung fällt damit diesbezüglich ausser
Betracht. Soweit die Beschwerde sich auf das Schreiben vom 9. März 2017 bezieht, ist
darauf nicht einzutreten.
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Lediglich im Sinn eines „obiter dictum“ ist festzuhalten, dass die vom
Beschwerdeführer verlangte Feststellung der Nichtigkeit der Erklärung vom 9. März
2017 keine Auswirkungen auf seine Rechtsstellung hätte, da eine solche Feststellung
an der bereits vorgenommenen Auskunftserteilung/Stellungnahme nichts zu ändern
vermöchte. Vorliegend würde es zudem an einem für die Annahme einer Nichtigkeit
vorausgesetzten schweren Verfahrensmangel fehlen, zumal dem Schreiben vom 9.
März 2017 - wie ausgeführt - lediglich der Charakter einer schriftlichen Bestätigung
einer bereits zuvor durch eine rechtlich legitimierte Person gewährten Akteneinsicht
zukommt, welche die Rechtsstellung des Beschwerdeführers nicht berührt und die ihm
daher auch nicht vorgängig (im Sinn von Art. 25 Abs. 1 VRP) zu eröffnen war. Der (an
sich berechtigte) Einwand des Beschwerdeführers, dass sich im Schreiben vom 9.
März 2017 weder in zeitlicher noch sachlicher Hinsicht eine Einschränkung der
Ermächtigung an den Leiter Rechtsdienst finde (act. G 1 Rz. 50), vermag (wie im
vorstehenden Absatz dargelegt) zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Selbst wenn
somit hinsichtlich des Schreibens vom 9. März 2017 auf die Beschwerde einzutreten
wäre, wäre ihr kein Erfolg beschieden und sie müsste abgewiesen werden.
3.3.
Die mit der am 6. März 2017 mündlich erteilten Entbindung einhergehende
Ermächtigung (act. G 11/4) wird - als Realakt - vom Beschwerdeführer ebenfalls
angefochten (act. G 1 Rz. 27, G 24 Rz. 10). Für die Beurteilung der Frage, ob die
beanstandete Handlung als anfechtbarer Hoheitsakt einzustufen ist, ist zu klären,
wieweit die Handlung geeignet ist, Grundrechte oder andere Rechtsschutzbedürfnisse
zu verletzen (BGer 2C_272/2012 vom 9. Juli 2012, E. 4.3 mit Hinweisen). Entscheidend
ist dabei, dass über Rechte und Pflichten mit Rechtsverbindlichkeit entschieden wird,
d.h. dass die Verfügung die Rechtsstellung einer Person in irgend einer Weise berührt
und sie verbindlich zu einem Tun, Dulden oder Unterlassen verpflichtet oder sonst wie
ihre Rechtsbeziehungen zum Staat verbindlich festlegt (BGE 138 I 6 E. 1.2; 136 I 323 E.
4.4; 135 II 22 E. 1.2). Die Rechtsprechung lässt die direkte Anfechtung von
Verwaltungshandlungen zu, soweit sie geschützte Rechte von Personen berühren und
Aussenwirkungen entfalten und wenn gestützt darauf keine Verfügungen bzw.
Anordnungen getroffen werden, deren Anfechtung möglich und dem Betroffenen
zumutbar ist (BGer 2C_272/2012 a.a.O., E. 4.4.1). Kein zulässiges Anfechtungsobjekt
stellt demgegenüber eine Verwaltungshandlung oder allgemeine Verwaltungspraxis
ohne konkrete Rechtswirkungen dar (BGE 136 II 415 E. 1.1; BGer 2C_330/2007 vom
27. Juli 2007 E. 1.2).
3.3.1.
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Vorliegend betreffen die von der Departementsvorsteherin erteilte mündliche
Ermächtigung vom 6. März 2017 (act. G 11/4), insbesondere die gestützt darauf
gleichentags vorgenommene Auskunftserteilung und Stellungnahme an B._ (act. G
11/5 f.), Personendaten des Beschwerdeführers und tangieren daher seine
Privatsphäre. Unter diesen Umständen (Ermächtigung zur Datenbekanntgabe) ist von
einem zulässigen Anfechtungsobjekt für das vorliegende Beschwerdeverfahren
auszugehen. Das Interesse des Beschwerdeführers an der Beurteilung der
Rechtmässigkeit der mit der Datenbekanntgabe einhergehenden Auskunftserteilung/
Stellungnahme fiel auch nicht durch den Umstand dahin, dass die damalige
Gewährung des Informationszugangs zeitlich bereits fast 2 Jahre zurücklag, als er
davon im Februar 2019 erstmals Kenntnis erhielt. Andernfalls könnte die
Rechtmässigkeit einer Entbindung vom Amtsgeheimnis und der gestützt darauf
erfolgten Datenbekanntgabe (im Nachhinein) gar nie überprüft werden. Diesbezüglich
ist auf die Beschwerde somit einzutreten.
Vor der Erteilung der Entbindung vom Amtsgeheimnis sollte eine vom Geheimnis
betroffene Person angehört werden. Ihr Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus
Art. 29 Abs. 2 BV (SR 101; vgl. Trechsel/Vest, in: Trechsel/Pieth a.a.O., Rz. 11 und 13
[erster Absatz am Schluss] zu Art. 320 StGB mit Hinweisen). Auch wenn mit Bezug auf
die von der Departementsvorsteherin am 6. März 2017 mündlich erteilte Ermächtigung
für die Datenbekanntgabe an B._ bzw. die C._-Zeitung (act. G 11/4) in der Tat eine
Gehörsverletzung bejaht werden muss, so erweist sich diese im vorliegenden
Beschwerdeverfahren als einer nachträglichen, ausnahmsweisen Heilung zugänglich,
weil das Verwaltungsgericht in Verfahren wie dem vorliegenden als erste gerichtliche
Instanz - entgegen dem Wortlaut von Art. 61 VRP - über eine volle Kognition verfügt
und eine Rückweisung zur Gehörseinräumung unter den gegebenen Umständen
offensichtlich einen formalistischen Leerlauf bedeuten würde (vgl. BGE 132 V 387, E.
5.1, 136 V 117, E. 4.2.2.2, BGE 137 I 195, E. 2.3.2). Dem Umstand, dass das Vorliegen
einer Gehörsverletzung zu bejahen ist, wird bei der Kostenauferlegung des
Beschwerdeverfahrens Rechnung zu tragen sein.
3.3.2.
Die mit der mündlich erteilten Entbindung einhergehende Ermächtigung bezieht sich
auf die Auskunftserteilung gegenüber B._ als Vertreter der C._-Zeitung betreffend
Entfernung eines Zeitungsberichts vom 5. Juli 2012 über den Beschwerdeführer aus
dem Online-Archiv der Zeitung bzw. auf die Stellungnahme zu Behauptungen/
3.3.3.
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Anschuldigungen ("... Bei der Liste handelt es sich um eine Fälschung, welche das GD
vorgenommen habe." [act. G 11/3]) und damit auf einen sachlich und zeitlich
abgeschlossenen Sachverhalt. Die vom Beschwerdeführer in Betracht gezogene
Möglichkeit, dass der Leiter Rechtsdienst gestützt auf diese Entbindung nach wie vor
Auskünfte erteile und Fakten schaffe (act. G 24 Rz. 13), erscheint von daher
unbegründet und findet in den Akten auch keinerlei Stütze. Die Entbindung war sodann
im Rahmen der Wahrnehmung der Aufsichtsfunktion durch die Vorinstanz und damit in
einem Verwaltungsverfahren im Sinn von Art. 1 Abs. 1 lit. a VRP erfolgt. Die vom Leiter
Rechtsdienst gegenüber B._ erteilten Auskünfte halten sich an den inhaltlichen
Rahmen der mündlichen Entbindung und bezeichnen den Fälschungsvorwurf als
unzutreffende Verleumdung, geben aber nichts über die mündliche Zustimmung
Hinausgehendes oder sachlich nicht Erforderliches preis (vgl. act. G 11/5 f. und
vorstehende E. 2.1.2).
Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach mit Blick auf das vor dem GD bereits
abgeschlossene Disziplinarverfahren keine Beweiserhebungen bei der C._-Zeitung
(vgl. etwa Schreiben des GD vom 13. Januar 2017, act. G 11/10 Beilage 2) hätten
durchgeführt werden dürfen (vgl. act. G 1 Rz. 25 und 54), ist festzuhalten, dass in
jenem Zeitpunkt das vom Beschwerdeführer eingeleitete Verfahren um
Wiederaufnahme des Disziplinar- und Berufsausübungsbewilligungsverfahren, welches
später zum Beschwerdeverfahren B 2019/30 führte, hängig war. Beweiserhebungen im
Sinn von Art. 12 VRP waren bereits von daher grundsätzlich zulässig. Die Feststellung
im angefochtenen Schreiben vom 9. März 2017 (act. G 2/2 E. 2), wonach das GD bei
der Beweiserhebung bei der C._-Zeitung neue Erkenntnisse zum Sachverhalt erlangen
könne, ergab sich vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer die
Berichterstattung der Zeitung gegenüber dem GD als unzutreffend bezeichnet hatte
(vgl. act. G 11/10 Beilage 2) sowie aufgrund der Mitteilung von B._, er sei vom
Beschwerdeführer eingeklagt worden (vgl. act. G 11/2 f.). Soweit der Beschwerdeführer
in Abrede stellt, dass er der Vorinstanz eine Straftat vorgeworfen habe (act. G 1 Rz. 54),
ist auf seine Strafanzeige vom 1. Dezember 2015 hinzuweisen. Dort hatte er das Fazit
gezogen, dass die "Liste gemäss act. 148 am ehesten im Gesundheitsdepartement
selbst ... erstellt worden ist, und zwar, um die Verfügung vom 27. November 2012 zu
ermöglichen." (act. G 11 Ordner 1 Beilage 5 [B 2019/24], GD-act. 378.1 S. 14). Im
Schreiben vom 26. Februar 2019 an das GD machte der Beschwerdeführer sodann
geltend, dass die Liste "vorsätzlich verfälscht" worden sei (act. G 11/10 Beilage 3). Der
Vorhalt eines Vorwurfs einer der Vorinstanz anzulastenden Straftat erscheint von daher
hinreichend dargetan. Damit war der Leiter Rechtsdienst aufgrund der in der
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4.
Telefonnotiz vom 3. März 2017 (act. G 11/3) bestätigten Vorwürfe aufgrund der
Aufsichtsfunktion des GD berechtigt, diese gegenüber B._ richtigzustellen.
Inwiefern die getätigte Auskunft/Stellungnahme gegenüber B._ relevante
Geheimhaltungsinteressen des Beschwerdeführers verletzt haben könnte, ist aufgrund
der Akten nicht ersichtlich und wird von ihm auch nicht konkret dargelegt, sondern
einzig mit einem Pauschalhinweis auf den Schutz seiner Privatsphäre bzw. den
Umgang mit sensiblen Daten begründet (act. G 24 Rz. 13). Nicht dargetan ist
insbesondere, aus welchem konkreten Grund die Datenempfänger (Beteiligte des vom
Beschwerdeführer angestrengten Zivilverfahrens) nicht von diesen Daten sollten
Kenntnis nehmen können. Als Kläger musste der Beschwerdeführer mit der Weitergabe
der ihn betreffenden einschlägigen Akten an den Beklagten B._ rechnen. Das
öffentliche Interesse an der Datenbekanntgabe (Wahrheitsfindung im angehobenen
Zivilverfahren) liegt klar zu Tage. Wenn der Beschwerdeführer davon ausgeht, dass
eine ohne seine Zustimmung/Mitwirkung erfolgte Verwendung bzw. Weitergabe der ihn
betreffenden Daten eine Amtsgeheimnisverletzung darstellt, so trifft dies angesichts der
geschilderten rechtlichen Gegebenheiten nicht zu. Hinsichtlich der Anfechtung der am
6. März 2017 mündlich erteilten Ermächtigung ist die Beschwerde somit abzuweisen.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. In Streitigkeiten hat jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 3'000 erscheint für das vorliegende Verfahren angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Eine Gehörsverletzung
und deren Heilung haben Folgen für die Verfahrenskostenauferlegung, wenn unter
anderem die Gehörsverletzung Anlass für die Anhebung eines Beschwerdeverfahrens
bildete (vgl. BVR 2008, 97). Weil und soweit vorliegend eine Gehörsverletzung zu
bejahen ist, hat die Vorinstanz bzw. der Staat einen Teil der Verfahrenskosten zu tragen
(vgl. L. Kneubühler, Gehörsverletzung und Heilung, ZBl 1998, 97ff, 119; B. Schindler,
Die "formelle Natur" von Verfahrensgrundrechten, ZBl 2005, 169ff, 193). Mit Blick auf
die konkreten Verhältnisse rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer einen Drittel
(CHF 1'000) und der Vorinstanz zwei Drittel (CHF 2'000) der Verfahrenskosten
aufzuerlegen. Auf die Erhebung des Kostenanteils der Vorinstanz wird - gestützt auf
Art. 95 Abs. 3 VRP - verzichtet. Auf den Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF
4.1.
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