Decision ID: 0e9f2710-d0be-40b3-831a-06969175da92
Year: 2013
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an die Vorinstanz
zurückzuweisen, eventualiter sei die Angelegenheit durch die Beschwerdeinstanz zu entschei-
den. Weiter ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege; alles unter o/e-
Kostenfolge. Der Beschwerdeführer erachtet die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses als
missbräuchlich, weil die Arbeitgeberin in der Konfliktsituation des Klägers mit den Mitarbeiten-
den anstatt zu schlichten dem Kläger die Kündigung ausgesprochen habe. Die Anforderungen
an die Schlichtungsbemühungen der Arbeitgeberin seien umso höher, als der Beschwerdefüh-
rer eine leichte Behinderung habe und sich nicht genügend habe wehren können. Der Kläger
sei selbst Opfer von persönlichkeitsverletzendem Verhalten (Mobbing, falsche Anschuldigun-
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gen, soziale Ausgrenzung) geworden. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz
habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem sie das Vorliegen einer Mob-
bingsituation verneint habe. Aufgrund der Aussagen der Parteien und der Zeugen würden ein-
deutige Hinweise auf persönlichkeitsverletzendes Verhalten durch andere Angestellte der Be-
klagten bestehen. Da dies nie vor neutralen Personen stattgefunden habe, sei der Beweis dar-
über nur schwer zu führen. Das Bundesgericht lasse deshalb in solchen Fällen eine schlüssige
Kette von Indizien genügen. Auch die Vorinstanz sei zur Auffassung gekommen, es hätten Kon-
flikte bestanden. Trotz Indizien habe die Vorinstanz jedoch das Vorliegen einer Mobbing- bzw.
Konfliktsituation verneint. In diesem Zusammenhang wirft der Beschwerdeführer sodann die
Frage auf, ob die Vorinstanz ihrer Pflicht zur Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen
genügend nachgekommen sei. Eine weitere willkürliche Ermittlung des Sachverhalts sieht der
Beschwerdeführer in der Ausführung der Vorinstanz, wonach der Kläger eine Verletzung der
Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin nicht nachgewiesen habe. Der Beschwerdeführer führt dies-
bezüglich aus, die Arbeitgeberin habe die Erfüllung ihrer Fürsorgepflicht behauptet, aber nicht
bewiesen. Beweise oder Hinweise, dass Gespräche über die Mobbingproblematik stattgefun-
den hätten, seien nicht vorhanden und die Arbeitgeberin habe auch keine Sitzungsprotokolle
beigebracht. Der Zeuge D._ habe lediglich bestätigt, dass Sitzungen zu allgemeinen The-
men abgehalten worden seien, z.B. über den Umgang im Team und mit Kunden. Es sei über-
dies fraglich, ob die Vorinstanz mit der pauschalen Verneinung der Verletzung der Fürsorge-
pflicht ihre Begründungspflicht verletzt habe. Weiter moniert der Beschwerdeführer, die Vo-
rinstanz habe nicht rechtsgenüglich begründet, indem sie betreffend Kausalität lediglich be-
merkt habe, es gelinge dem Kläger nicht, die Kausalität der ausgesprochenen Kündigung auf-
zuzeigen. Es liege demnach eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, weshalb der Ent-
scheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurück zu weisen sei. Allenfalls sei diese
Verletzung durch Entscheid der Beschwerdeinstanz in der Sache selbst zu heilen.
D. Mit Stellungnahme vom 14. Oktober 2013 zur Beschwerde beantragte die Beschwerde-
gegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, unter o/e-Kostenfolge. Sie führte aus,
der Beschwerdeführer habe im erstinstanzlichen Verfahren nicht einmal Indizien oder eine Indi-
zienkette für das Vorliegen von Mobbing vorgebracht, geschweige denn Beweise. Der Be-
schwerdeführer sei nicht gemobbt worden, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei. Selbst
wenn der Mobbing-Tatbestand vorgelegen hätte, habe die Beschwerdegegnerin ihre Schutz-
pflichten nicht verletzt. Es sei aktenkundig, dass mehrmals Besprechungen mit dem Beschwer-
deführer und anderen Chauffeuren durchgeführt worden seien. Dennoch seien Reklamationen
von Mitarbeitern und Kunden eingegangen. Der Gerichtspräsident habe den Sachverhalt zutref-
fend festgehalten und eine weitergehende Pflicht zur Ermittlung des Sachverhalts habe nicht
bestanden. Weiter sei das rechtliche Gehör nicht verletzt. Die Vorinstanz habe zutreffend fest-
gehalten, dass eine Mobbingsituation nicht nachgewiesen sei und ihre Entscheidgründe offen
gelegt. Zu einer weitergehenden Begründung der (nicht vorhandenen) Kausalität sei die Vo-
rinstanz nicht verpflichtet gewesen.
E. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2013 schloss die Kantonsgerichtspräsidentin den Schrif-
tenwechsel und teilte den Parteien mit, dass ohne Gegenbericht zu einer Verhandlung vor das
Präsidium geladen werde. Weiter bewilligte sie dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
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Rechtspflege für das Rechtsmittelverfahren mit Advokat Marco Albrecht als unentgeltlichem
Rechtsbeistand.
F. Mit Eingaben vom 22. bzw. 27. Oktober 2013 beantragten beide Parteien den Verzicht auf
eine mündliche Verhandlung. In der Folge teilte die Kantonsgerichtspräsidentin mit Verfügung
vom 29. Oktober 2013 mit, dass auf die Durchführung einer Parteiverhandlung verzichtet werde
und ordnete den Entscheid aufgrund der Akten an.

Erwägungen
1. Nicht berufungsfähige erstinstanzliche Entscheide sind gemäss Art. 319 lit. a ZPO mit
Beschwerde anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zuläs-
sig, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert
CHF 7'800.00, weshalb die Streitwertgrenze nicht erreicht ist und gegen den angefochtenen
Entscheid lediglich das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben ist. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO
ist die Beschwerde innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheids oder seit
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet bei der
Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der begründete Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten
Liestal wurde dem Beschwerdeführer am 17. Juli 2013 zugestellt und somit während dem Fris-
tenstillstand vom 15. Juli bis zum 15. August (Art. 145 Abs. lit. b ZPO). Bei Zustellung während
des Fristenstillstandes beginnt der Fristenlauf am ersten Tag nach Ende des Stillstandes (Art.
146 Abs. 1 ZPO), im vorliegenden Fall folglich am 16. August 2013. Die am 9. September 2013
der Schweizerischen Post übergebene Beschwerde ist somit rechtzeitig erfolgt. Der Beschwer-
deführer rügt offensichtlich unrichtige Feststellungen des Sachverhalts durch die Vorinstanz
sowie Verletzungen der Begründungspflicht und beruft sich damit auf zulässige Rügen (Art. 320
ZPO). Zuständig für die Beurteilung der Beschwerde ist gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO das
Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts.
2. Der Beschwerdeführer beantragt als Hauptbegehren die Aufhebung des erstinstanzlichen
Entscheids und die Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung des Sachverhalts.
Es ist zu prüfen, ob die Sache an die Vorinstanz zurück zu weisen ist.
2.1 Heisst die Rechtsmittelinstanz die Beschwerde gut, hebt sie gemäss Art. 327 Abs. 3 ZPO
den Entscheid oder die prozessleitende Verfügung auf und weist die Sache an die Vorinstanz
zurück (lit. a) oder entscheidet neu, wenn die Sache spruchreif ist (lit. b). Diese beiden Ent-
scheidarten stehen grundsätzlich gleichwertig nebeneinander (DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE
AFHELDT, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 327
N 10). Es stellt sich somit die Frage, ob die Sache spruchreif ist. Bei der Beantwortung dieser
Frage kommt dem Gericht ein Ermessen zu, da dies im Einzelfall unterschiedlich beurteilt wer-
den kann (FREIBURGHAUS/AFHELDT, a.a.O., Art. 327 N 10; OLIVER M. KUNZ, in: Oliver M.
Kunz/Urs H. Hoffmann-Nowotny/Demian Stauber [Hrsg.], ZPO-Rechtsmittel Berufung und Be-
schwerde, Kommentar zu den Art. 308-327a ZPO, Basel 2013, Art. 321 N 32). Spruchreife liegt
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vor, wenn die Beschwerdeinstanz über alle für einen Sachentscheid notwendigen Grundlagen
verfügt und kein weiteres Beweisverfahren notwendig ist (DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE
AFHELDT, a.a.O., Art. 327 N 11). Die Vorinstanz hatte den Sachverhalt von Amtes wegen fest-
zustellen (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO), das heisst, es galt die abgeschwächte Untersu-
chungsmaxime. Auch bei dieser bleibt es grundsätzlich Sache der Parteien, das Tatsächliche
des Streites vorzutragen und die Beweismittel zu nennen. Sie sind nicht von der Pflicht entbun-
den, bei der Sachverhaltsermittlung und der Beweiserhebung mitzuwirken (STEPHAN MAZAN, in:
Karl Spühler/Luca Tenchio/Dominik Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, Basel 2010, Art. 247 N 13; BERND HAUCK, in: Thomas Sutter-Somm/Franz
Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 247 N 33). Das Ausmass der richterlichen Hilfestel-
lung hängt auch bei der abgeschwächten Untersuchungsmaxime von den Besonderheiten des
Einzelfalles ab. Es ist diesbezüglich unter anderem auch zu berücksichtigen, ob die Parteien
anwaltlich vertreten sind. Stehen sich zwei anwaltlich vertretene Parteien gegenüber, soll sich
das Gericht mit der richterlichen Hilfe zurückhalten (Botschaft ZPO, S. 7348).
Die Vorinstanz hat für die Beurteilung der Sache vier Zeugen einvernommen sowie die Parteien
befragt. Der Kläger hatte in seiner Klage verschiedene Kunden als Zeugen aufgeführt, welche
sein korrektes, freundliches und hilfsbereites Verhalten bestätigen könnten. Die Vorinstanz führ-
te dazu in der Verfügung vom 18. Januar 2013 aus, der Kläger habe mit seiner Beilage 12 von
den genannten Zeugen bereits schriftliche Bestätigungen über dessen korrektes Verhalten ein-
gereicht, so dass auf die Anrufung dieser Zeugen verzichtet werden könne. Der Kläger monierte
dies nicht. Mit Eingabe vom 4. Februar 2013 hat er vorgebracht, vom Mitarbeiter E._ ge-
mobbt worden zu sein. Ob dieser zur Sache befragt werden soll, wurde dem Gericht überlas-
sen. Dieses hat Herrn E._ nicht als Zeuge aufgeboten. Auch dies hat der Kläger nicht mo-
niert und er hat bei der Vorinstanz auch keine weiteren Zeugen- oder andere Beweisanträge
gestellt. Er führte auch in seiner Beschwerde nicht aus, dass er weitere Beweisanträge gestellt
habe, welche zu Unrecht abgewiesen worden seien, oder welche weiteren Beweise die Vo-
rinstanz hätte erheben müssen. Im vorliegenden Fall waren beide Parteien bereits bei der Vo-
rinstanz anwaltlich vertreten. Auch an der Verhandlung waren beidseitig Rechtsvertretungen
dabei, welche die Möglichkeit hatten, weitere Fragen an die Zeugen und die Parteien zu stellen.
Es ist weder ersichtlich noch wird dargelegt, inwiefern die richterliche Fragepflicht verletzt wor-
den sein soll oder zusätzliche Beweise hätten erhoben werden sollen. Ein weiteres Beweisver-
fahren scheint daher nicht notwendig, so dass sich diesbezüglich eine Rückweisung nicht recht-
fertigt. Die Kritik des Beschwerdeführers bezieht sich denn auch nicht auf konkrete Fehler in der
Beweiserhebung, sondern vielmehr auf die vorinstanzliche Beweiswürdigung, welche allerdings
von der Rechtsmittelinstanz überprüft werden kann und in casu keinen Grund zur Rückweisung
bietet. Mit den Rechtsschriften sowie den vorinstanzlichen Zeugeneinvernahmen und Parteibe-
fragungen liegen der Beschwerdeinstanz die für einen Sachentscheid notwendigen Grundlagen
vor.
2.2 Eine Rückweisung an die Vorinstanz kann sich auch aufgrund einer Verletzung des recht-
lichen Gehörs aufdrängen. Liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, muss dies auf-
grund der formellen Natur dieses Anspruchs zu einer Rückweisung der Streitsache an die Vo-
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rinstanz führen, ausser der Mangel kann ausnahmsweise im Rechtsmittelverfahren geheilt wer-
den (FREIBURGHAUS/AFHELDT, a.a.O., Art. 327 N 11). Der Beschwerdeführer sieht eine Verlet-
zung der Begründungspflicht, weil die Vorinstanz sowohl die Verletzung der Fürsorgepflicht der
Arbeitgeberin wie auch die Kausalität pauschal verneint habe. Die Vorinstanz gelangte aufgrund
der Beweiswürdigung zum Ergebnis, dass der Kläger die Mobbingsituation nicht nachgewiesen
habe. Ging die Vorinstanz entsprechend davon aus, dass kein Mobbing vorlag, hatte sie auch
keine Veranlassung, eine aus Mobbing resultierende Fürsorgepflicht bzw. deren Verletzung zu
prüfen und zu begründen. Wird Mobbing verneint, kann dieses zudem auch nicht kausal für die
Kündigung sein. Die Vorinstanz konnte sich folglich mit der Feststellung begnügen, dass der
Kläger eine aus der Mobbingsituation resultierende Verletzung der Fürsorgepflicht der Arbeit-
geberin nicht nachgewiesen habe und es ihm auch nicht gelungen sei, die Kausalität der Kün-
digung aufzuzeigen. Zu einer weitergehenden Begründung hatte die Vorinstanz aufgrund ihrer
Verneinung der Mobbingsituation weder Grund noch Pflicht. Eine Verletzung der Begründungs-
pflicht bzw. des rechtlichen Gehörs liegt somit nicht vor. Einzig wenn die Beschwerdeinstanz
zum Ergebnis gelangen sollte, dass eine Mobbingsituation vorlag, stellt sich allenfalls die Frage
der Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzenden Beurteilung betreffend der sich daraus
stellenden Fragen der Fürsorgepflichtverletzung und der Kausalität.
2.3 Da entsprechend obigen Ausführungen kein weiteres Beweisverfahren notwendig ist (Er-
wägung Ziffer 2.1) und das rechtliche Gehör bzw. die Begründungspflicht nicht verletzt wurde
(Erwägung Ziffer 2.2), besteht kein Grund, den Fall an die Vorinstanz zurück zu weisen. Viel-
mehr ist von der Spruchreife der Sache auszugehen, so dass die Beschwerdeinstanz neu ent-
scheiden kann (Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO).
3. Der Beschwerdeführer beantragt, "eventualiter sei die Angelegenheit durch die Be-
schwerdeinstanz zu entscheiden". Da die Sache – entgegen dem Hauptantrag - nicht an die
Vorinstanz zurück zu weisen ist, stellt sich die Frage, ob dieses Eventualbegehren den inhaltli-
chen Anforderungen an die Beschwerde genügt. Die Zulässigkeitsvoraussetzungen der Be-
schwerde, wozu auch die inhaltlichen Anforderungen gehören, sind von Amtes wegen zu prü-
fen.
3.1 Sowohl die Berufung wie auch die Beschwerde sind schriftlich und begründet einzu-
reichen (Art. 311 und Art. 321 ZPO) und bei beiden Rechtsmitteln kann die Rechtsmittelinstanz
kassatorisch oder reformatorisch entscheiden (Art. 318 Abs. 1 und Art. 327 Abs. 3 ZPO). Die
Anforderungen an die Rechtsbegehren sind daher sowohl für die Berufung als auch für die Be-
schwerde dieselben, so dass auch auf die Lehre und Rechtsprechung zur Berufung abgestützt
werden kann. Obwohl die ZPO die Beschwerdeanträge nicht ausdrücklich erwähnt, geht das
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, mit Lehre und Rechtsprechung einig,
dass die Beschwerde solche enthalten muss. Dies ergibt sich aus der Begründungspflicht, da
eine Begründung notwendigerweise Anträge voraussetzt, welche mit der Begründung substan-
ziiert werden, sowie aus Art. 221 Abs. 1 lit. b ZPO, welcher auch für die Rechtsmittelschrift ana-
log zur Anwendung kommt (vgl. BGE 137 III 617, E. 4.2.2; BGE 138 III 216 E. 2.3; PETER
REETZ/STEFANIE THEILER, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013,
Art. 311 N 33 ff.; IVO W. HUNGERBÜHLER, in: Alexander Brunner/Dominik Gasser/Ivo Schwander
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[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 311 N 14 ff.; BENEDIKT
SEILER, Die Berufung nach ZPO, Zürich/Basel/Genf 2013, 2. Kap., § 11, N 872 ff.). Aus dem
Rechtsbegehren muss sich ergeben, inwieweit die Angelegenheit weiterhin im Streite liegt. Die
Anträge müssen so bestimmt sein, dass sie im Falle der Gutheissung der Beschwerde unver-
ändert zum Entscheid der Beschwerdeinstanz erhoben werden können (vgl. BGE 137 III 617,
E. 4.3). Genügt die Beschwerdeschrift den vorstehenden Erfordernissen nicht, so setzt die
Rechtsmittelinstanz dem Beschwerdeführer einzig in den Fällen von Art. 132 Abs. 1 und 2 ZPO
(fehlende Unterschrift, fehlende Vollmacht usw., Verbesserung von unleserlichen, unverständli-
chen oder weitschweifigen Eingaben) eine Nachfrist an (BGE 137 III 617, E. 6.4). Kann keine
Nachfrist angesetzt werden, so wird die Beschwerde zwar von der Beschwerdeinstanz behan-
delt, die inhaltlich mangelhaften bzw. ungenügenden Angaben können jedoch zur Folge haben,
dass die Rechtsmittelinstanz auf die Beschwerde nicht eintritt, weil es diesfalls an einer Eintre-
tensvoraussetzung fehlt (MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, Bern 2012, Art. 321 N 22 und Art. 311 N 21).
Die Beschwerdeinstanz kann ein reformatorisches Urteil fällen, wenn die Sache spruchreif ist.
Insbesondere bei Beschwerden gegen Endentscheide ist wegen der Möglichkeit eines reforma-
torischen Entscheids anzugeben, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid angefochten und
welches Ziel mit der Beschwerde angestrebt wird, d.h. es ist ein (Eventual-) Antrag in der Sache
zu stellen (MARTIN H. STERCHI, a.a.O., Art. 321 N 16; OLIVER M. KUNZ, a.a.O., Art. 321 N 32).
3.2 Der Beschwerdeführer beantragte eventualiter lediglich, die Angelegenheit sei durch die
Beschwerdeinstanz zu entscheiden, ohne anzugeben, wie in der Sache zu entscheiden ist. Er
legt nicht dar, wie bei einem reformatorischen Entscheid zu urteilen ist. Weder beantragt er die
Gutheissung der Klage noch beziffert er sein Rechtsbegehren. Das Eventualbegehren des Be-
schwerdeführers kann bei einem reformatorischen Entscheid nicht unverändert zum Entscheid
der Beschwerdeinstanz erhoben werden. Sein Eventualbegehren vermag daher den verlangten
Anforderungen nicht zu genügen, zumal sich auch in der Beschwerdebegründung keine Anga-
ben darüber befinden, wie die Beschwerdeinstanz nach Ansicht des Beschwerdeführers in der
Sache zu entscheiden hätte. Weil der Beschwerdeführer kein Begehren in der Sache gestellt
hat, sondern sich eventualiter auf den Antrag beschränkte, es sei die Angelegenheit durch die
Beschwerdeinstanz zu entscheiden, fehlt es an einer Zulässigkeitsvoraussetzung für die Be-
schwerde - nämlich an genügenden Beschwerdeanträgen - so dass kein reformatorischer Ent-
scheid gefällt werden kann und auf die Beschwerde somit nicht einzutreten ist.
4. Selbst wenn auf die Beschwerde einzutreten wäre, müsste diese abgewiesen werden, wie
aus den folgenden Ausführungen ersichtlich wird.
4.1 Die Vorinstanz führte aus, der Kläger erbringe für seine Darstellung des Mobbings kei-
nerlei Beweise. Seine gesamte Sachverhaltsdarstellung beruhe einzig auf eigenen Aussagen
und Behauptungen. Hingegen sei bestätigt worden, dass eine Konfliktsituation am Arbeitsplatz
bestanden habe. Jedoch zeige die Aussage des Zeugen C._ (recte: D._) klar auf, dass
die Beklagte vorgängig der Kündigung die ihr zumutbaren Massnahmen zur Entspannung des
Konflikts ergriffen habe. Insgesamt würden die Zeugenaussagen den Schluss nahe legen, dass
die Arbeitgeberin wahrscheinlich aufgrund der zahlreichen Reklamationen sowohl von Mitarbei-
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tern als auch von Fahrgästen ordentlich gekündigt habe, nachdem sie bereits intern mit Hilfe
der Mitarbeitersitzungen versucht habe, die Situation zu entschärfen.
Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe bei der Arbeitgeberin mehrere Male mündlich und am
14. März 2011 auch schriftlich gerügt, dass er in seiner persönlichen Integrität aufgrund von An-
und Beschuldigungen und Beschimpfungen durch Kollegen und durch systematische soziale
Ausgrenzung verletzt werde. Er habe dabei um Abhilfe und Schutz durch die Arbeitgeberin ge-
beten. Herr F._ habe an der vorinstanzlichen Verhandlung bestätigt, dass es diverse Ge-
spräche zwischen den Parteien über die Mobbingproblematik gegeben habe. Auch der Zeuge
D._ habe bestätigt, dass es Diskussionen zwischen dem Kläger und den Mitarbeitern gege-
ben habe. Von verschiedener Seite würden demnach eindeutig Hinweise auf persönlichkeits-
verletzendes Verhalten durch andere Angestellte der Beklagten bestehen. Es gebe verschiede-
ne Hinweise, dass man über den Kläger gesprochen habe und sich diverse Leute negativ über
ihn geäussert hätten.
4.2 Vorab ist festzuhalten, dass nicht jeder Konflikt am Arbeitsplatz bereits Mobbing ist. Mob-
bing ist ein systematisches, feindliches, über einen längeren Zeitraum anhaltendes Verhalten,
mit dem eine Person an ihrem Arbeitsplatz isoliert, ausgegrenzt oder gar von ihrem Arbeitsplatz
entfernt werden soll. Das Opfer ist oft in einer Situation, wo jede Einzelhandlung unter Umstän-
den als zulässig zu beurteilen ist, jedoch die Gesamtheit der Handlungen zu einer Destabilisie-
rung des Opfers und bis zu dessen Entfernung vom Arbeitsplatz führen kann. Mobbing liegt
aber nicht schon dann vor, wenn ein Arbeitskonflikt oder eine schlechte Arbeitsatmosphäre be-
steht, oder wenn eine angestellte Person aufgefordert wird, seinen Arbeitspflichten nachzu-
kommen. Mobbing ist schwierig zu beweisen und ein Beweis kann in der Regel nur auf der
Würdigung einer Vielzahl von Indizien beruhen. Dabei muss aber stets auch in Erwägung gezo-
gen werden, dass sich die betroffene Person das Mobbing nur einbildet oder sich sogar miss-
bräuchlich darauf beruft (Bger 8C_446/2010 vom 25. Januar 2011, E. 4.1, mit weiteren Hinwei-
sen; ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, 7. Aufl., Zü-
rich/Basel/Genf 2012, Art. 328 N 17).
4.3 Der Beschwerdeführer stützt sich auf sein Schreiben vom 14. März 2011 an die Arbeitge-
berin. Dieses Schreiben beweist kein Mobbing. Der Kläger legt im genannten Schreiben ledig-
lich seine Sicht der Dinge dar, was keinem Beweis gleichkommt. Am 10. März 2011 hat die Ar-
beitgeberin den Kläger mündlich und schriftlich ermahnt im Zusammenhang mit Reklamationen
seine Person betreffend (das Schreiben vom 10. März 2011 befindet sich in den Akten des
Schlichtungsverfahrens). Sie führte aus, dass der Kläger schon mehrmals als unhöflich wahr-
genommen worden sei. Wenn weitere Anschuldigungen von Seiten der Auftraggeber eingehen
würden, sähe sie sich gezwungen, den Kläger von den entsprechenden Fahraufträgen abzu-
ziehen. Die Arbeitgeberin forderte den Beklagten mit der Ermahnung vom 10. März 2011 auf,
keinen Anlass mehr für Beanstandungen im Umgang mit Fahrgästen zu bieten. Aufgrund der
zeitlichen Nähe liegt die Vermutung nahe, dass der Arbeitnehmer sein Schreiben vom 14. März
2011 als Antwort bzw. zu seiner Verteidigung verfasste, zumal keine Beweise dafür vorliegen,
dass er sich bereits vorher oder danach ein weiteres Mal wegen Mobbing an die Arbeitgeberin
wandte. Für seine Behauptung, dass er sich betreffend Mobbing mehrmals mündlich an die
Arbeitgeberin gewendet habe, liegen jedenfalls keine Beweise vor. Der Arbeitnehmer hat auch
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nicht näher erläutert, worin konkret das Mobbing bestanden haben soll und über welchen Zeit-
raum dies stattfand. Der Kläger führte bei der Vorinstanz lediglich einzelne Vorfälle und Korres-
pondenzen mit verschiedenen Personen/Institutionen auf, so mit G._ und mit Frau H._
von der Spitex. Er brachte auch vor, vom Mitarbeiter E._ gemobbt worden zu sein, ohne
darzulegen, inwiefern das Mobbing systematisch und über längere Zeit ausgeübt worden sein
soll.
Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, es habe sich an der vorinstanzlichen Verhandlung
bestätigt, dass es diverse Gespräche über die Mobbingproblematik und Diskussionen zwischen
dem Kläger und Mitarbeitern gegeben habe und es verschiedene Hinweise gebe, dass über
den Kläger gesprochen wurde und sich Herr I._, Herr E._, Herr C._ und andere ne-
gativ über ihn geäussert hätten. Es würden somit Hinweise auf persönlichkeitsverletzendes
Verhalten durch andere Angestellte der Beklagten bestehen.
Der Zeuge D._ hat bestätigt, dass es Probleme zwischen dem Kläger und anderen Mitarbei-
tern gegeben habe und sich auch Kunden wie das Tagesheim, die Spitex und G._ über den
Kläger beschwert hätten. Das Tagesheim habe gerügt, dass der Kläger aufbrausend und
manchmal schwierig sei und die Spitex habe moniert, dass der Kläger manchmal rüde im Um-
gang sei, wenn Klienten nicht parat seien. Im Kindertransport habe es keine Probleme gege-
ben. Die Rügen und Reklamationen über den Kläger hätten sich zuletzt gehäuft. Der Kunde
G._ wurde ebenfalls als Zeuge befragt. Er schilderte bei der Vorinstanz den Vorfall, welcher
zu seiner Reklamation geführt hatte. Er bestätigte ebenfalls, dass er den Reklamationsbrief sel-
ber geschrieben habe und nicht von Herrn E._ dazu aufgestachelt worden sei. Er habe den
Vorfall Herrn I._ erzählt und dieser habe ihm geraten, den Brief zu schreiben. Der Mitarbei-
ter C._ bestätigte an seiner Zeugeneinvernahme, dass der Kläger ihn im Frühling 2012 als
"Arschloch", "Vollidiot" und "Laferi" betitelt habe und dass er sich deshalb bei der Arbeitgeberin
beschwert habe. Vorher habe er nichts mit dem Kläger zu tun gehabt und daher auch keine
Zwischenfälle mit diesem erlebt. Er habe aber von anderen Mitarbeitern gehört, dass es häufi-
ger zu Zwischenfällen mit dem Kläger gekommen sei. J._ von der Spitex bestätigte als Zeu-
ge, dass Mitarbeiter gemeldet hätten, dass es Probleme beim Transport gebe. Es sei ihm zuge-
tragen worden, dass der Kläger unfreundlich zu den Kunden und nicht hilfsbereit sei. Der Kläger
sei auch oft ungehalten gewesen, wenn die Leute noch nicht parat gewesen seien.
Entsprechend diesen Zeugenaussagen trifft es zwar zu, dass über den Kläger geredet wurde.
Veranlassung waren jedoch Reklamationen von Mitarbeitern und von Kunden betreffend Ver-
halten des Klägers, welche bei der Arbeitgeberin eingingen. Dass es sich dabei um ein andau-
erndes, systematisches und feindliches Verhalten gegenüber dem Kläger gehandelt haben soll,
ist nicht bewiesen, weder mit Beweisen noch mit einer schlüssigen Indizienkette. Vielmehr ist
davon auszugehen, dass der Kläger mit seinem Verhalten Anlass zu verschiedenen Reklamati-
onen von Seiten der Mitarbeiter und der Kunden geboten hat, was zu Konflikten am Arbeitsplatz
führte, jedoch kein Mobbing darstellt. Wenn die Vorinstanz festhält, dass der Kläger die geltend
gemachte Mobbingsituation nicht nachgewiesen habe, hat sie den Sachverhalt nicht offensicht-
lich unrichtig festgestellt.
4.4 Den Ausführungen des Klägers betreffend Verletzung der Fürsorgepflicht der Arbeitgebe-
rin kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Ist die Mobbingsituation zu verneinen, ergibt sich auch
http://www.bl.ch/kantonsgericht
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keine daraus resultierende Fürsorgepflicht. Was den Konflikt des Klägers mit anderen Mitarbei-
tern bzw. mit Kunden betrifft, blieb die Arbeitgeberin gemäss Zeugenaussage von D._ nicht
untätig, sondern es wurde versucht zu schlichten und es wurden Sitzungen mit den Chauffeu-
ren durchgeführt, an welche es eben gerade darum ging, wie man miteinander umgeht und wie
mit den Kunden. Die Arbeitgeberin hat damit Massnahmen zur Entschärfung des Konflikts er-
griffen. Eine Verletzung der Fürsorgepflicht ist somit ebenfalls nicht ersichtlich und auch diesbe-
züglich keine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz zu
bemängeln. Wird das Mobbing verneint, erübrigt sich die Prüfung der diesbezüglichen Kausali-
tät.
4.5 Das Kantonsgericht gelangt aufgrund der Zeugenaussagen ebenfalls zur Auffassung,
dass sehr wahrscheinlich das unhöfliche Verhalten des Klägers zu Reklamationen von Mitarbei-
tern sowie Kunden führte und die Zusammenarbeit wesentlich beeinträchtigte, so dass die Ar-
beitgeberin die Kündigung aussprach. Diese war angesichts dieser Ausführungen und in Anbe-
tracht der von der Arbeitgeberin ergriffenen Massnahmen zur Entschärfung des Konflikts, nicht
missbräuchlich.
5. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten für das Beschwerdeverfahren zu
entscheiden. Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass auf die Beschwerde nicht einge-
treten werden kann. In Anwendung von Art. 114 lit. c ZPO sind für das vorliegende Beschwer-
deverfahren keine Gerichtskosten zu erheben. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist für
das Beschwerdeverfahren indes zulasten des Beschwerdeführers eine angemessene Partei-
entschädigung zuzusprechen. Dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege
bewilligt wurde, befreit ihn nicht von der Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpar-
tei (Art. 118 Abs. 3 ZPO und Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Die Berechnung des Honorars hat nach
Zeitaufwand zu erfolgen (§ 2 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom
17. November 2003, TO, SGS 178.112). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat mit
seiner Honorarnote vom 14. Oktober 2013 einen Aufwand von 6 Std. à CHF 250.00 sowie Aus-
lagen von CHF 28.50 geltend gemacht. Dieser Aufwand scheint für die vorliegende Sache an-
gemessen. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner somit eine Parteientschädi-
gung von CHF 1'500.00 zuzüglich Auslagen von CHF 28.50 und Mehrwertsteuer von
CHF 122.30, insgesamt CHF 1'650.80, zu bezahlen.
Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. In Anwendung von
Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO ist der unentgeltliche Rechtsbeistand des unterliegenden Beschwer-
deführers vom Kanton angemessen zu entschädigen. Da der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers keine Honorarrechnung einreichte, ist seine Entschädigung von Amtes wegen nach Er-
messen festzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass der Aufwand des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers aufgrund des Rügenprinzips etwas grösser war als jener der Beschwerde-
gegnerin. Gemessen an der Honorarnote der Gegenpartei scheint ein Aufwand von 8 Std. an-
gemessen. Die Auslagen werden auf CHF 30.00 geschätzt. Die Entschädigung für den Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers ist dementsprechend auf CHF 1'587.60 festzulegen (8 Std. à
CHF 180.00, zuzüglich Auslagen von CHF 30.00 und MWST von CHF 117.60) und aus der Ge-
richtskasse zu bezahlen. Der Beschwerdeführer ist jedoch zur Nachzahlung der Entschädigung
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an den unentgeltlichen Rechtsbeistand verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist. Der An-
spruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO).