Decision ID: b1f920d4-da59-4250-89c4-5ab6e2e228a8
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die Erbengemeinschaft F._ ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 0000_, Grundbuch
X._, im Gebiet Y._. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde X._ (vom
Stadtrat erlassen am 2. März 2009/17. August 2009/2. Dezember 2009, öffentlich
aufgelegt vom 31. März 2009 bis 29. April 2009, vom 15. September 2009 bis
14. Oktober 2009 resp. vom 15. Dezember 2009 bis 13. Januar 2010, dem fakultativen
Referendum unterstellt vom 21. Januar 2010 bis 6. März 2010, vom Baudepartement
[nachfolgend: BD] genehmigt am 9. März 2011) ist der südliche Teil dieses
Grundstücks im Halte von 2'722 m der Wohnzone W3 und der Nordteil hauptsächlich
der Wohnzone W2c (2'118 m ) und im übrigen der Grünzone Erholung (858 m )
zugewiesen. Gemäss dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz
von nationaler Bedeutung (ISOS), 2. Fassung vom September 2006 (in Kraft seit
1. Mai 2010), in welchem wie auch im kantonalen Richtplan (Koordinationsblatt S31,
Integration des ISOS in den kantonalen Richtplan von der Regierung am
9. Oktober 2012 erlassen, vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr,
Energie und Kommunikation [UVEK] am 5. März 2013 genehmigt) X._ als Kleinstadt/
Flecken verzeichnet resp. festgesetzt ist, zählt es zur Umgebungsrichtung U-Ri XI K._.
Im Nordosten grenzt es an die Parzelle Nr. 0001_ und im Osten an die Parzelle
Nr. 0003_. Nach Anhang I und II der Natur- und Denkmalschutzverordnung der
Politischen Gemeinde X._ (vom BD genehmigt am 16. Juli 2010, SchutzV) liegen diese
Parzellen, auf welchen sich die Kulturschutzobjekte Schloss und Haus Y._ mitsamt
ökonomiegebäuden (Assek.-Nrn. 0004_ f., 0005_, und 0006_-0008_) befinden, im
Ortsbildschutzgebiet Y._. Überdies ist das Haus Y._ (Assek.-Nrn. 0008_ und
0009_) im ISOS als Einzelelement Nr. 0026_ aufgeführt. Im Grundbuch wurde am
7. Juli 2009 zulasten der Parzelle Nr. 0000_ eine Bauhöhenbeschränkung (maximal
443.85 m.ü.M.) zugunsten der Politischen Gemeinde X._ eingetragen (act. 7/19, 8/7/1,
8/6/3, 29.3, ABl 2011, S. 725, ABl 2009, S. 973 f., S. 2652 f., S. 3444, https://
map.geo.admin.ch, www.geoportal.ch, www.are.admin.ch).
B.
Am 12. Juli 2013 verfasste die Eidgenössische Natur- und
Heimatschutzkommission (ENHK) ein Gutachten zu Zonenfragen im Gebiet Y._
(act. 8/7/7/1, nachfolgend: ENHK-Gutachten). Am 16. März 2015 erliess der Stadtrat
X._ auf Parzelle Nr. 0000_ den überbauungsplan G._ (ABl 2015 S. 732). Gegen einen
diesbezüglichen Einspracheentscheid vom 30. Mai 2016 (nicht aktenkundig)
rekurrierten A._ und neun weitere Personen am 17. Juni 2016 an das BD (act. 7/1,
Verfahrensnummer 00-0010_). Am 28. September 2016 (Beilage zu act. 7/13) und
2
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1. Dezember 2016 (act. 7/16) nahm die kantonale Denkmalpflege (nachfolgend: DP)
unter Bezugnahme auf den Amtsbericht vom 8. Januar 2015 (act. 31) dazu Stellung.
Am 24. Januar 2017 führte das BD einen Augenschein durch (act. 7/19, Fotos Nrn. 1
bis 14 nicht aktenkundig, siehe aber act. 8/17/3 und 8/19). Nachdem der Stadtrat X._
den überbauungsplan G._ mit Beschluss vom 18. Dezember 2017 widerrufen hatte
(act. 7/32), schrieb das BD den Rekurs zufolge Gegenstandslosigkeit ab (act. 7/38).
C.
Am 1. März 2018 reichte die Q._ AG ein Gesuch für den Neubau von zwei
Mehrfamilienhäusern (zwei bzw. drei Vollgeschosse, 30 m resp. 40 m lang) auf Parzelle
Nr. 0000_ ein. Mit Beschluss vom 23. April 2018 bewilligte die Bau- und
Umweltkommission X._ das Vorhaben. Während der erst darauffolgenden öffentlichen
Auflage vom 24. April 2018 bis 7. Mai 2018 ging eine Einsprache von A._
(Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. 0012_, Miteigentümerin des Baurechts
Nr. 0013_ auf Grundstück Nr. 0014_), B1._ und B2._ (Eigentümer der
Stockwerkeinheit Nr. 0015_, Miteigentümer des Baurechts Nr. 0016_ auf Grundstück
Nr. 0017_), C1._ und C2._ (Eigentümer der Stockwerkeinheit Nr. 0018_,
Miteigentümer des Baurechts Nr. 0013_ auf Parzelle Nr. 0014_), D1._ und D2._
sowie E._ ein. Mit Entscheid vom 8. Oktober 2018 wies die Bau- und
Umweltkommission X._ die Einsprache ab (Dispositiv-Ziff. 2), bewilligte das
Bauvorhaben unter Nebenbestimmungen (Dispositiv-Ziff. 1) und auferlegte den
Einsprechern die amtlichen Kosten des Einspracheverfahrens (Dispositiv-Ziff. 3,
act. 7/19, act. 8/7/1-3, 5, 11, act. 8/7/7/2-7).
D.
Dagegen rekurrierten A._, B1._ und B2._, C1._ und C2._, D1._ und D2._ sowie
E._ durch ihren Rechtsvertreter am 2. November 2018 an das BD (act. 8/1,
Verfahrensnummer 00-0011_). Am 28. März 2019 nahm die DP dazu Stellung
(act. 8/13). Mit Entscheid vom 10. September 2019 (act. 2/1) hiess das BD den Rekurs

im Sinne der Erwägungen (Entscheidgebühr im erstinstanzlichen Einspracheverfahren)
teilweise gut (Dispositiv-Ziff. 1a und 1b), soweit es auf den Rekurs von A._, B1._ und
B2._ sowie C1._ und C2._ eintrat (Dispositiv-Ziff. 1a), und hob Ziffer 3 des
Beschlusses der Bau- und Umweltkommission X._ vom 8. Oktober 2018 auf
(Dispositiv-Ziff. 1c).
E.
Gegen den Entscheid des BDs (Vorinstanz) vom 10. September 2019 erhoben A._,
B1._ und B2._, C1._ und C2._, D1._ und D2._ sowie E._ (Beschwerdeführer 1
bis 8) durch ihren Rechtsvertreter am 1. Oktober 2019 Beschwerde beim
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Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es seien Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des
Beschlusses der Bau- und Umweltkommission X._ vom 8. Oktober 2018 sowie der
angefochtene Entscheid, soweit auf den Rekurs der Beschwerdeführer 1 bis 5 nicht
eingetreten und der Rekurs der Beschwerdeführer 6 bis 8 abgewiesen worden sei,
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben (act. 1). Mit Vernehmlassung vom
8. Oktober 2019 schloss die Vorinstanz (act. 6) und mit Eingabe vom
14. November 2019 (act. 11) die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdebeteiligte) auf
Abweisung der Beschwerde. Mit Stellungnahme vom 21. November 2019 trug die
Q._ AG (Beschwerdegegnerin) durch ihren Rechtsvertreter auf kostenfällige
Abweisung der Beschwerde an, zuzüglich Mehrwertsteuer (act. 12). Mit Replik vom
4. Dezember 2019 bestätigten die Beschwerdeführer ihre Anträge und Ausführungen
und ergänzten ihr Kostenbegehren insoweit, als ein Mehrwertsteuerzuschlag
hinzuzurechnen sei (act. 14, insbesondere Rz. 5). Am 8. Juni 2020 reichte das Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) Unterlagen zur Genehmigung des
Zonenplans auf Parzelle Nr. 0000_ nach (act. 29-29.5). Am 17. Juni 2020 führte das
Verwaltungsgericht im Beisein der Parteien antragsgemäss (act. 1, S. 21, 39, 62
Rz. 130) einen Augenschein durch. Dabei reichten die Beschwerdeführer die
Stellungnahme der DP vom 8. Januar 2015 nach (act. 30-33). In der Folge liessen sich
die DP am 1. Juli 2020 und 31. August 2020 (act. 35, 43), die Beschwerdeführer am
7. Juli 2020, 26. August 2020 (unter Beilage des Schreibens des Stadtrates der
Beschwerdebeteiligten an die DP vom 16. September 2008) und 17. September 2020
(act. 36, 42.1-42.2, 46), die Vorinstanz am 9. Juli 2020 (act. 37), die
Beschwerdegegnerin am 13. Juli 2020 (unter Beilage des Planungsberichts zur
Revision der Stadtplanung der Beschwerdebeteiligten vom 2. März 2009, act. 38 f.)
und die Beschwerdebeteiligte am 31. August 2020 (act. 44) abschliessend vernehmen.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Feststellungen anlässlich
des Augenscheins und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerde vom
1. Oktober 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt die formellen und inhaltlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die
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Beschwerdeführer 1 bis 5 sind ungeachtet der Legitimation in der Sache und die
Beschwerdeführer 6 bis 8 ohne Weiteres zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl.
Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit
grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit die
Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 und 2 des Entscheids der Beschwerdebeteiligten
vom 8. Oktober 2018 (act. 8/1/1) beantragt wird (Devolutiveffekt, vgl. dazu
BGer 1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 134 II 142
E. 1.4). Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die
Beschwerdeführer den Erlass einer Planungszone bis zum Abschluss der offenbar
zwischenzeitlich angelaufenen Gesamtrevision der Ortsplanung der
Beschwerdebeteiligten anbegehren (act. 1, S. 54 Rz. 111). Es besteht kein klagbarer
Anspruch der Rechtsunterworfenen auf Erlass einer Planungszone (vgl. VerwGE
B 2019/110 vom 17. Dezember 2019 E. 6.1 f. mit Hinweisen).
2.
Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 8. Oktober 2018
(act. 8/1/1) und damit nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1,
PBG) am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben sind somit
grundsätzlich die Bestimmungen des PBG anwendbar (vgl. Art. 173 Abs. 1 PBG sowie
BGE 141 II 393 E. 2.4 mit Hinweisen, in: Pra 2016 Nr. 52, und G. Müller, Zulässigkeit
der begünstigenden Rückwirkung, in: ZBl 118/2017, S. 268 ff., S. 273 ff.). Die
Anwendung "neuen Rechts" (vgl. Art. 173 Abs. 2 PBG) setzt allerdings gemäss der
Praxis im Kanton St. Gallen voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen
Rahmennutzungspläne in Kraft sind (vgl. Planungs- und Baugesetz, Botschaft und
Entwurf der Regierung vom 11. August 2015, in: ABl 2015 S. 2399 ff., S. 2531, sowie
Kreisschreiben des BDs, Übergangsrechtliche Bestimmungen im Planungs- und
Baugesetz, vom 8. März 2017, S. 1-3 Ziff. 1). Das Baureglement der
Beschwerdebeteiligten (BauR) mit dazugehörendem Zonenplan wurde noch nicht an
das neue Recht angepasst. Von den neuen Regelungen kann daher vorerst nur
Gebrauch gemacht werden, sofern sie direkt anwendbar sind (vgl. dazu Anhang des
zitierten Kreisschreibens). Ist dies nicht der Fall, ist das bis 30. September 2017 gültig
gewesene Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz;
nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen.
Der erstinstanzliche Entscheid sowie der angefochtene Entscheid vom
10. September 2019 (act. 2/1) ergingen vor Inkrafttreten des revidierten
Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451, NHG, Fassung vom
27. September 2019, neu eingefügter Art. 7 Abs. 3 NHG in Kraft seit 1. April 2020,
AS 2020 1217) sowie der totalrevidierten Verordnung über das Bundesinventar der
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schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (SR 451.12, VISOS, Fassung vom
13. November 2019, in Kraft seit 1. Januar 2020, vgl. Art. 15 VISOS und AS 2019 3707).
Wie es sich damit intertemporalrechtlich verhält, kann offengelassen werden, da die
Beschwerde in der Hauptsache so oder anders abzuweisen ist (vgl. E. 4-7 hiernach).
Da das Ortsbild X._ im ISOS (vgl. Anhang VISOS) nach ursprünglicher
Inventarisierungsmethode erstellt und seit der Inkraftsetzung am 1. Mai 2010 (AS 2010
1477) nicht angepasst wurde (vgl. https://data.geo.admin.ch/ch.bak.bundesinventar-
schuetzenswerte-ortsbilder/PDF/ISOS_(..._...).pdf), bleiben die Erhaltungsziele nach
ursprünglicher Methode (vgl. dazu Erläuterungen zum ISOS des Bundesamtes für
Kultur vom 31. Oktober 2011 [nachfolgend: Erläuterungen], www.bak.admin.ch)
anwendbar (vgl. zur Inventarisierungsmethode ab 1. Dezember 2017 Art. 9
Abs. 4 VISOS und Art. 23 Abs. 1 der Weisungen des Eidgenössischen Departements
des Innern [EDI] über das ISOS vom 8. Januar 2020, WISOS, www.bak.admin.ch,
sowie zur Gegenüberstellung von ursprünglicher und neuer Methode Anhang WISOS).
3.
Die Beschwerdeführer 1 bis 5 (bzw. 1 bis 3 gemäss der Nummerierung der
Beschwerdeführer) rügen (act. 1, S. 21-40 Rz. 18-64), die Vorinstanz habe ihre
Rekurslegitimation in Missachtung bundes- und völkerrechtlicher Anforderungen
verneint.
Vorweg verkennen die Beschwerdeführer 1 bis 5, dass Art. 9 des Übereinkommens
über den Zugang zu Informationen, die öffentlichkeitsbeteiligung an
Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten
(SR 0.814.07, Aarhus-Konvention), d.h. der sogenannte dritte Pfeiler (Zugang zu
Gerichten in Umweltangelegenheiten) der Aarhus-Konvention, im konkreten Fall nicht
unmittelbar anwendbar ist und lediglich bei der Auslegung und Anwendung der
prozessualen Bestimmungen als Argument für eine möglichst grosszügige Gewährung
von Rechtsschutz dient, jedoch ohne dabei – abgesehen von der offenen
Umschreibung der Anfechtungsobjekte – konkrete Vorgaben zu statuieren (vgl.
D. Thurnherr, Die Aarhus-Konvention in der Rechtsprechung des Bundesgerichts und
des Bundesverwaltungsgerichts, in: URP 2017, S. 510 ff., S. 524). Auch legen sie nicht
näher dar, inwiefern die in Art. 45 Abs. 1 VRP umschriebene Rekurslegitimation mit den
Vorgaben der Aarhus-Konvention zum Rechtsschutz nicht in Einklang stehen sollte.
Daraus können sie folglich nichts zu ihren Gunsten ableiten. Weiter schreiben Art. 33
Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz;
SR 700, RPG) und Art. 111 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht
3.1.
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(Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG) in Umsetzung der Rechtsweggarantie
(Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV)
als gewichtigen Eingriff in die kantonale Organisationsautonomie (Art. 47 BV) vor, dass
die Beschwerde- resp. Rekursbefugnis im kantonalen Verfahren (nach Art. 45
Abs. 1 VRP) nicht enger umschrieben werden darf, als dies für die Beschwerde an das
Bundesgericht (Art. 89 Abs. 1 BGG) vorgesehen ist (vgl. BGE 144 I 43 E. 2.1, in:
Pra 2018 Nr. 92, und BGE 141 II 50 E. 2.2 je mit Hinweis). Vorausgesetzt ist demnach
nach den Grundsätzen von Art. 89 Abs. 1 Ingress und lit. b und c BGG insbesondere,
dass der Rekurrent über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt (lit. b)
und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen
Bauprojekts zieht (lit. c). Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei
Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Liegt diese besondere
Beziehungsnähe vor, braucht das Anfechtungsinteresse nicht mit dem Interesse
übereinzustimmen, das durch die vom Beschwerdeführer als verletzt bezeichneten
Normen geschützt wird. Er kann daher die Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte
all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder tatsächlich in dem Sinne auf
seine Stellung auswirken, dass ihm im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen
entsteht. Eine rügespezifische Beurteilung der Legitimation ist unzulässig (vgl.
BGE 142 II 451 E. 3.4.1 und VerwGE B 2018/80; B 2018/82 vom 23. Mai 2019 E. 4.2 je
mit Hinweisen). Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit in Bausachen
dient in der Praxis die räumliche Distanz zum umstrittenen Bauvorhaben. Die
Rechtsprechung bejaht die Legitimation von Nachbarn regelmässig, deren
Liegenschaft an das Baugrundstück angrenzt (bzw. davon nur durch einen
Verkehrsträger getrennt wird) oder sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m
befindet. Bei grösseren Entfernungen bedarf der Nachweis der Betroffenheit
regelmässig einer näheren Begründung, welche die Beeinträchtigung aufgrund der
konkreten Gegebenheiten glaubhaft erscheinen lässt (vgl. BGer 1C_476/2018 vom
3. Juli 2019 E. 1.2 und BGer 1C_139/2017 vom 6. Februar 2018, in: ZBl 119/2018,
S. 595 ff. nicht publizierte E. 1.3 je mit Hinweisen, B. Waldmann: in: Niggli/Uebersax/
Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz,
3. Aufl. 2018, N 21 zu Art. 89 BGG, und Wiederkehr/Eggenschwiler, Die allgemeine
Beschwerdebefugnis Dritter, Bern 2018, N 27 ff.). Daneben wird eine besondere
Betroffenheit vor allem in den Fällen bejaht, in denen von einer Anlage mit Sicherheit
oder grosser Wahrscheinlichkeit Immissionen auf Nachbargrundstücke ausgehen (vgl.
BGer 1C_540/2015 vom 30. März 2016 E. 2.3 mit Hinweisen sowie das von den
Beschwerdeführern 1 bis 5 angerufene Urteil BGer 1C_26/2009 vom 27. Februar 2009
E. 2.4 mit Hinweis, wonach eine besondere Beziehungsnähe zum projektierten
Kiesabbau bei einer Distanz von weniger als 200 m bejaht wurde, da die durch die
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Kiesausbeutung entstehenden Lärmimmissionen auf dem Grundstück der Nachbarn
hörbar waren). Dabei sind die Legitimationsvoraussetzungen in einer Gesamtwürdigung
anhand der im konkreten Fall vorliegenden tatsächlichen Verhältnisse zu prüfen. Es ist
nicht schematisch auf einzelne Kriterien abzustellen, wie beispielsweise die Distanz
zum Vorhaben, die Sichtverbindung usw. (vgl. BGer 1C_668/2017 vom
31. Oktober 2018 in BGE 145 I 156 nicht publizierte E. 2.3 mit Hinweis auf
BGE 140 II 214 E. 2.3). In Grenzfällen besteht ein Beurteilungsspielraum, bei dessen
Ausübung einerseits eine kaum mehr zu begrenzende Öffnung des Beschwerderechts
zu vermeiden ist und andererseits die Schranken auch nicht zu eng gezogen werden
dürfen, um nicht die vom Gesetzgeber gewollte Überprüfung der richtigen
Rechtsanwendung in Fällen, in denen der Beschwerdeführer ein aktuelles und
schützenswertes Interesse besitzt, auszuschliessen (vgl. BGE 136 II 281 E. 2.3.2 mit
Hinweis). Neben dem Eigentümer benachbarter Liegenschaften können auch
Stockwerkeigentümer, Baurechtsinhaber, Mieter und Pächter die
Legitimationsvoraussetzungen nach Art. 89 Abs. 1 BGG erfüllen (vgl. Aemisegger/
Haag, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG:
Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, Zürich 2020, N 70 zu Art. 33 RPG).
Nicht umstritten ist, dass sich das Stammgrundstück Nr. 0014_ von Grundstück
Nr. 0013_ der Beschwerdeführer 4 und 5 in einem Umkreis von weniger als 100 m
(95 m gemäss Vorinstanz [E. 1.3.4 des angefochtenen Entscheids, act. 2/1, S. 10-12],
93.65 m gemäss Beschwerdeführer 4 und 5) zum Baugrundstück Nr. 0000_ und damit
zum Bauprojekt befindet, zumal die Parzelle Nr. 0000_, wie die Beschwerdeführer 1
bis 5 zutreffend ausführen, nicht nur in einer von ihnen sehr weit entfernten Ecke
überbaut werden soll. Dasselbe muss deshalb auch für die Beschwerdeführerin 1
gelten, welche ebenfalls Miteigentümerin des Grundstücks Nr. 0013_ ist (act. 8/7/7/2).
Nach der oben erwähnten Rechtsprechung begründet eine solche unmittelbare
räumliche Nähe auch bei den Beschwerdeführern 1, 4 und 5 eine besondere
Betroffenheit. Dies umso mehr als das Baugrundstück, wie sich am Augenschein vom
17. Juni 2020 gezeigt hat (vgl. act. 32, S. 13 Bild 8), von den Wohnräumen der
Liegenschaft der Beschwerdeführer 1, 4 und 5 gut sichtbar ist (vgl. dazu auch
BGE 140 II 214 E. 2.5), was die Vorinstanz in E. 1.3.4 des angefochtenen Entscheids
(act. 1/2, S. 10-12) selbst eingestanden hat. Anhaltspunkte, welche eine Ausnahme von
dieser Regel rechtfertigten, sind nicht ersichtlich. Der konkrete praktische Nutzen für
die Beschwerdeführer 1, 4 und 5 würde darin bestehen, dass das strittige Bauvorhaben
nicht wie geplant verwirklicht werden könnte, wenn sie mit ihren im Rekurs vom
2. November 2018 (act. 8/1) vorgebrachten inhaltlichen Rügen durchdringen würden
3.2.
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(vgl. dazu BGer 1C_236/2010 vom 16. Juli 2010 E. 1.5 mit Hinweisen, besprochen in:
BR 2011, S. 154 ff.). Mit ihrem Nichteintretensentscheid betreffend die
Beschwerdeführer 1, 4 und 5 hat die Vorinstanz somit höhere Anforderungen an die
Beschwerdelegitimation als das Bundesgericht gestellt, was im Lichte von Art. 33
Abs. 3 lit. a RPG und Art. 111 BGG unzulässig ist. Die Beschwerde der
Beschwerdeführer 1, 4 und 5 ist daher aus diesem Grund insoweit gutzuheissen und
Dispositiv-Ziffer 1a des angefochtenen Entscheids aufzuheben, soweit auf deren
Rekurs nicht eingetreten wurde. Im Einverständnis mit den Beschwerdeführern 1, 4 und
5 (act. 1, S. 40 Rz. 64) ist von einer Rückweisung an die Vorinstanz zur inhaltlichen
Prüfung ihres Rekurses aus prozessökonomischen Gründen abzusehen. Bei diesem
Ergebnis braucht nicht abschliessend erörtert zu werden, ob die Vorinstanz den
Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt hat
(vgl. act. 1, S. 25 f., 39 Rz. 30, 62), indem sie im Rekursverfahren Nr. 00-0011_ von
der Durchführung eines Augenscheins auf dem Stammgrundstück Nr. 0014_ zur
Klärung der Legitimation der Beschwerdeführer 1, 4 und 5 absah (vgl. dazu
BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen, siehe auch
Rekursaugenschein vom 24. Januar 2017 im Verfahren Nr. 00-0010_, act. 7/19).
Im Weiteren lässt sich dem Geoportal (www.geoportal.ch) entnehmen, dass das
Stammgrundstück Nr. 0017_ von Grundstück Nr. 0016_ der Beschwerdeführer 2 und
3 rund 115 m vom Baugrundstück Nr. 0000_ entfernt liegt (vgl. auch act. 36, S. 4
Rz. 11). Nach dem Gesagten bedarf deren besondere Betroffenheit deshalb näherer
Erörterung. Wie die Vorinstanz zunächst mit Recht ausgeführt hat (vgl. E. 1.3.4 des
angefochtenen Entscheids), reicht allein die blosse Sichtverbindung oder die minimale
Beeinträchtigung der Aussicht bei einer Distanz von über 100 m zum Bauprojekt zur
Begründung der Legitimation ebenso wenig aus wie der Umstand, dass es sich um ein
landschaftlich wertvolles Gebiet und insbesondere auch um ein wichtiges
Naherholungsgebiet handelt (vgl. BGer 1C_107/2018 vom 30. August 2018 E. 4.1 und
BGer 1C_263/2017; 1C_677/2017 vom 20. April 2018 E. 6 je mit Hinweisen sowie
BGer 1C_124/2016 vom 7. Juli 2016 E. 3.3.1). Ferner sind die durch eine Baustelle
verursachten Immissionen üblicherweise temporärer Natur und können nur bei
geringen Distanzen eine besondere Betroffenheit zur Folge haben (vgl. R. Wiederkehr,
Die materielle Beschwer von Nachbarinnen und Nachbarn sowie von
Immissionsbetroffenen, in: ZBl 116/2015, S. 347 ff., S. 356 f., URP 1998, S. 73 ff., und
RB 1997 Nr. 104). Von einer solch "geringen Distanz" kann bei einem Abstand von
115 m zum Baugrundstück nicht mehr die Rede sein (vgl. dazu BGer 1C_177/2014
vom 12. August 2014 E. 4.4 und das von den Beschwerdeführern 2 und 3 angerufene
3.3.
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Urteil BGer 1C_500/2009 vom 1. Februar 2010 E. 2.5, welchem ein Abstand von 30 m
bzw. 40 m zugrunde lag). Die Beschwerdeführer 2 und 3 behaupten nicht, dass die
Arbeiten für den Neubau der geplanten zwei Mehrfamilienhäuser (elf resp. sechs
Wohnungen je mit Tiefgarage) auf Parzelle Nr. 0000_, welche nur von Montag bis
Samstag zwischen 07.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 19.00 Uhr ausgeführt werden
dürfen (vgl. dazu lit. C/18 der Baubewilligung vom 8. Oktober 2018, act. 8/1/1, S. 9), in
die Kategorie der lärmintensiven Bauarbeiten im Sinne der gestützt auf Art. 38
Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz; SR 814.01,
USG) und Art. 6 der Lärmschutz-Verordnung (SR 814.41, LSV) erlassenen Baulärm-
Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), Stand 2011 (S. 23, nachstehend:
Richtlinie), fallen. Zudem hat die Vorinstanz nachvollziehbar dargetan, dass die
Beschwerdeführer 2 und 3 nicht direkt von der Baustellenerschliessung und damit von
den Bautransporten betroffen sind, was die Beschwerdeführer 2 und 3 nicht in Abrede
stellen. An der fehlenden "geringen Distanz" ändert im Übrigen nichts, falls die lärmige
Bauphase beim strittigen Neubau länger als eine Woche dauern sollte und deshalb im
Umkreis von 300 m zur Baustelle nicht nur die üblichen Vorsorgemassnahmen gemäss
Art. 11 Abs. 2 USG sowie Ziff. 1.4 der Richtlinie, sondern auch Massnahmen gemäss
Katalog (vgl. Ziff. 1.5, 2.2 und 3 der Richtlinie) zur Anwendung gelangen (vgl. Ziff. 2.2
Tab. 2 der Richtlinie). Des Weiteren ist nicht umstritten, dass auf dem Abschnitt der
L._-strasse (Parzelle Nr. 0019_, Gemeindestrasse dritter Klasse, Rad- und
Wanderweg von kantonaler Bedeutung, www.geoportal.ch) zwischen der K._-strasse
(Parzelle Nr. 0020_) und der M._-strasse (Parzelle Nr. 0021_), an welchen die
Parzelle Nr. 0017_ angrenzt, ein Verbot für Motorwagen und -räder mit
"Zubringerdienst gestattet" signalisiert ist (vgl. dazu Bild 7 des Protokolls zum
Augenschein vom 17. Juni 2020, act. 32, S. 12). Aus den von den Beschwerdeführern 2
und 3 eingereichten Verkehrszählungen vom Mittwoch bis Sonntag, 25. bis
29. Mai 2016, jeweils 07.00 bis 20.00 Uhr lässt sich entnehmen (act. 2/4), dass die
Strasse in diesem Bereich während 65 Stunden von insgesamt 319 Motorwagen
befahren wurde, davon ca. zwei Drittel (221) berechtigte (Anwohner/öffentliche Dienste)
und rund ein Drittel (98) unberechtigte Fahrzeuge. Im Durchschnitt verkehrten damit auf
dem fraglichen Abschnitt der L._-strasse 19 bis 27 unberechtigte Motorwagen
innerhalb von 13 Stunden pro Tag, am Sonntag deren sieben. Am Mittwoch und
Donnerstag befuhr etwa die Hälfte der unberechtigten Fahrzeuge (16 resp. 13)
zwischen 17.30 und 20.00 Uhr diesen Strassenabschnitt. Abgesehen von dieser Spitze
zwischen 17.30 und 20.00 Uhr wurde damit – entgegen der Darstellung der
Beschwerdeführer 2 und 3 – kaum Schleichverkehr (durchschnittlich tagsüber
höchstens rund zwei Fahrzeuge pro Stunde) auf dem fraglichen Abschnitt der L._-
strasse festgestellt. Eigener Darstellung der Beschwerdeführer 2 und 3 gemäss stammt
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ein erheblicher Teil dieses Schleichverkehrs von der Liegenschaft L._-strasse 0_
(Parzelle Nr. 0022_), weshalb der Schleichverkehr westlich des Grundstücks
Nr. 0022_ entlang der Parzelle Nr. 0017_ von/zu den Liegenschaften entlang der
L._-, K._-, N._-, G._- und O._-strasse, welche insgesamt mehr als 31 Parkplätze
aufweisen, "erheblich geringer" sei. Unabhängig davon, dass dem Fahrverbot auf dem
fraglichen Strassenabschnitt mittels Verkehrskontrollen, insbesondere in den
Abendstunden, Nachachtung verschafft werden könnte, steht bei dieser Sachlage nicht
zu erwarten, dass der Neubau auf Parzelle Nr. 0000_ (31 Parkplätze), welcher über die
G._- und K._-strasse erschlossen wird (act. 7/19), zu einer – ohnehin unzulässigen –
relevanten Verkehrsverlagerung auf dem zur Diskussion stehenden Abschnitt der L._-
strasse und deswegen zu einer deutlich wahrnehmbaren Zunahme von
Lärmimmissionen und zusätzlichen Gefahren auf Grundstück Nr. 0017_ der
Beschwerdeführer 2 und 3 führen wird (vgl. dazu BGE 140 II 214 E. 2.3 und
BGer 1C_204/2012 vom 25. April 2013 E. 4 je mit Hinweisen). Gemäss dem ENHK-
Gutachten (S. 3) begrenzt die L._-strasse sodann die im ISOS verzeichnete
Umgebungsrichtung U-Ri XI K._ im Süden. Demnach liegt das Grundstück Nr. 0017_
der Beschwerdeführer 2 und 3 einzig durch die L._-strasse getrennt von der
Umgebungsrichtung U-Ri XI K._ entfernt. Im Gegensatz zum Baugrundstück
Nr. 0000_ (vgl. ENHK-Gutachten, S. 7 und 9 f.) ist die Parzelle Nr. 0017_ für den
Ortsbild- und Landschaftsschutz im Bereich Y._ und damit für die
Umgebungsrichtung U-Ri XI K._ allerdings nicht von Bedeutung. Dementsprechend
führen die Schutzziele des ISOS in Bezug auf die Parzelle Nr. 0017_ nicht zu einem
erweiterten Bereich, aufgrund dessen die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
verlangte besondere Beziehungsnähe zum Bauprojekt zu beurteilen wäre. Trotz
direktem Sichtkontakt sind die Beschwerdeführer 2 und 3 damit auch in diesem
Zusammenhang in tatsächlicher Hinsicht nicht stärker als die Allgemeinheit vom
Bauvorhaben betroffen (vgl. dazu BGer 1C_822/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.3). Aus
dem Umstand, dass das Grundstück Nr. 0017_ wie der Südteil des Baugrundstücks
Nr. 0000_ der Wohnzone W3 zugewiesen ist, ergibt sich nichts Abweichendes.
Unbehelflich unter dem Gesichtspunkt der Beziehungsnähe bleibt schliesslich die
Berufung der Beschwerdeführer 2 und 3 auf ein Recht auf Naturgenuss und Erholung,
welches sie aus Art. 10 Abs. 2 BV (vgl. zum Schutzbereich A. Tschentscher, in:
Waldmann/Belser/Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesverfassung, Basel 2015,
N 32 ff. zu Art. 10 BV) resp. Art. 699 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(SR 210, ZGB, vgl. dazu BGE 122 I 70 E. 5a mit Hinweisen) ableiten wollen. Gesamthaft
betrachtet durfte die Vorinstanz somit die besondere Beziehungsnähe der
Beschwerdeführer 2 und 3 verneinen und auf deren Rekurs in der Hauptsache nicht
eintreten, ohne Recht zu verletzen. Eine allfällige Gehörsverletzung wegen des
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4.
Weiter werfen die Beschwerdeführer der DP vor (act. 1, S. 60-63, Rz. 130 f.), durch
deren Weigerung, das ENHK-Gutachten in deren Würdigung einzubeziehen und auf
ihre Kritik am Bauprojekt unter der Vorgabe von Art. 99 Abs. 1 PBG einzugehen, habe
sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Diese Rüge stösst ins Leere: Dem
Amtsbericht der DP vom 28. März 2019 (act. 8/13) nach Art. 12 Abs. 1 VRP lag kein
separates Rechtsanwendungsverfahren zugrunde, welches in einer Verfügung der DP
mündete und damit einen Anspruch auf rechtliches Gehör begründete. Die
Beschwerdeführer behaupten zu Recht nicht (vgl. zum Rügeprinzip H. Arta, in: Rizvi/
Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar,
Zürich/St. Gallen 2020, überblick N 23), dass die DP im vorliegenden Fall verpflichtet
gewesen wäre, eine Zustimmung nach Art. 122 Abs. 3 Satz 2 PBG zu erteilen (vgl. dazu
auch BGer 1C_75/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 7.3 mit Hinweisen und J. Bereuter, in:
Derselbe/Frei/Ritter [Hrsg.], Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons
St. Gallen, Basel 2020, N 33 zu Art. 122 PBG). Auch aus dem Amtsbericht der DP vom
28. März 2019, gemäss welchem keine (mehr als unerhebliche) Beeinträchtigung der
Umgebung der Schutzobjekte Haus und Schloss Y._ von kantonaler Bedeutung
vorliegt (vgl. dazu E. 7.1 und 7.3 hiernach), geht nichts Abweichendes hervor. Dessen
ungeachtet konnten sich die Beschwerdeführer in ihrer Rekursreplik vom 7. Mai 2019
(act. 17 Rz. 4-6) wie auch in der Beschwerde (act. 1, S. 60-63 Rz. 130) zum
Amtsbericht sachgerecht äussern. Ob die Argumentation der DP inhaltlich zutrifft,
bleibt im Folgenden zu prüfen.
5.
Die Beschwerdeführer erheben verschiedene Sachverhaltsrügen (act. 1, S. 6-21, 46 f.
49 Rz. 10-17, 84 f., 94 f.).
Verzichts auf einen Rekursaugenschein auf Parzelle Nr. 0017_ durch die Vorinstanz
wurde eigener Darstellung der Beschwerdeführer 2 und 3 gemäss (act. 1, S. 39 Rz. 62)
mit der Durchführung des Augenscheins durch das Verwaltungsgericht am
17. Juni 2020 "geheilt". Unbegründet ist ferner die Kritik der Beschwerdeführer, soweit
sie der Vorinstanz eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29
Abs. 2 BV, und Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS
111.1, KV) vorwerfen (act. 1, S. 31 Rz. 39), da sie im angefochtenen Entscheid bei der
Prüfung der Legitimation in Bezug auf den Mehrverkehr auf der L._-strasse die
Betriebsphase nicht berücksichtigt habe. Die Begründung der Vorinstanz reichte aus,
damit die Beschwerdeführer den Entscheid sachgerecht anfechten konnten (vgl. dazu
BGE 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen).
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Die Behörde ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen,
wobei vorbehältlich der Wahrung des öffentlichen Interesses nur die von den
Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche
Tatsachen aufzunehmen sind (vgl. Art. 12 VRP). Die Unvollständigkeit des
festzustellenden Sachverhalts knüpft beim Umfang der Beweiserhebung an:
Unvollständig ist die Sachverhaltsfestlegung, wenn entscheidrelevante Umstände nicht
oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (vgl. VerwGE B 2018/240 vom 1. Juli 2019
E. 3.1 mit Hinweisen; B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 7 zu
Art. 12-13 VRP). Zunächst liess die Vorinstanz in Erwägung 6.3 des angefochtenen
Entscheids (act. 2/1, S. 16) nicht ausser Acht, dass das ISOS erst im Rahmen der
Richtplan-Anpassung 12 (am 5. März 2013 vom UVEK genehmigt) in den kantonalen
Richtplan integriert worden ist. Auch sind ihre Sachverhaltsfeststellungen sowohl
hinsichtlich der im ENHK-Gutachten konkretisierten Schutzziele des ISOS (vgl. act. 2/1
Sachverhalt lit. A/d, B/a, E. 6.1, 6.6, S. 3 f., 15, 17 f.) als auch bezüglich des strittigen
Bauvorhabens (vgl. act. 2/1, E. 7.2, S. 21) nicht unvollständig. Zudem haben die
Beschwerdeführer selbst eingeräumt, dass die Vorgaben des Regionalplans S._ mit
dem Ergebnis des ENHK-Gutachtens übereinstimmen (act. 1, S. 12 Rz. 14). Die
Vorinstanz war deshalb nicht gehalten, diese Vorgaben im Sachverhalt wiederzugeben.
Ferner trifft es zu, dass die Vorinstanz in Erwägung 6.1 und 6.7.4 des angefochtenen
Entscheids (act. 2/1, S. 15 und 19 f.) festgehalten hat, dass die geltende
Nutzungsplanung der Beschwerdebeteiligten nicht aus einer Zeit vor dem Inkrafttreten
des ISOS am 1. Mai 2010 stamme, da der Zonenplan erst am 9. März 2011 genehmigt
worden sei. Der Auffassung der Vorinstanz nach war dafür der Zeitpunkt der
Genehmigung und nicht derjenige der Erlasse
(2. März 2009/17. August 2009/2. Dezember 2009) bzw. der öffentlichen Auflagen (vom
31. März 2009 bis 29. April 2009, vom 15. September 2009 bis 14. Oktober 2009 resp.
vom 15. Dezember 2009 bis 13. Januar 2010) massgebend. Folglich war sie nicht
verpflichtet, die aus ihrer Sicht nicht entscheidrelevanten Erlasse und öffentliche
Auflagen des Zonenplans der Beschwerdebeteiligten im angefochtenen Entscheid als
Sachverhaltselemente anzuführen (vgl. Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP und VerwGE
B 2016/119 vom 16. August 2018 E. 7 mit Hinweisen). Die rechtliche Beurteilung des
Falls stellt sodann keine Tatfrage dar; darauf ist nachfolgend unter rechtlichen
Gesichtspunkten einzugehen (vgl. BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 3.2).
6.
Wird ein Baugesuch für ein Vorhaben in einer Bauzone eingereicht, hat der
Gesuchsteller grundsätzlich Anspruch darauf, dass sein Projekt bewilligt wird, wenn es
dem Nutzungsplan und den übrigen rechtlichen Vorgaben entspricht (vgl. Art. 22 RPG
und Art. 146 PBG sowie zur Rechtsnatur der Baubewilligung A. Ruch, in: Aemisegger/
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Moor/derselbe/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 10 zu Art. 22 RPG). Die Beschwerdeführer
bestreiten nicht, dass das strittige Bauvorhaben die Regelbauvorschriften einhält (vgl.
dazu act. 1, S. 63 Rz. 132, und E. 7 des angefochtenen Entscheids, act. 2/1, S. 20). Sie
verlangen aber vorab, dass der gültige Zonenplan der Beschwerdebeteiligten auf dem
Baugrundstück Nr. 0000_ akzessorisch überprüft wird, da die Schutzanliegen des
ISOS in dieser Planung nicht umgesetzt worden seien (act. 1, S. 41-57 Rz. 65-120,
act. 14, S. 6 Rz. 14, act. 36, S. 7-11 Rz. 20-36, act. 42.1, S. 6-9, 11-14 Rz. 12-16, 23).
X._ ist als Kleinstadt/Flecken als Objekt Nr. 0023_ im ISOS aufgeführt (vgl.
Anhang VISOS). Ortsbilder sind Siedlungen in ihrer Gesamtheit. Sie umfassen sowohl
bebaute Bereiche mitsamt Strassen, Plätzen und zur Bebauung gehörenden
Zwischenräumen als auch nicht bebaute, mit der Bebauung in einem räumlichen
Zusammenhang stehende Bereiche wie Gärten, landschaftsarchitektonisch gestaltete
Freiräume oder Kulturland (vgl. Art. 3 Abs. 2 WISOS). Das Baugrundstück Nr. 0000_
zählt nach dem ISOS zur Umgebungsrichtung U-Ri XI K._ mit dem (ursprünglichen,
vgl. dazu E. 2 hiervor) Erhaltungsziel a. Für eine Umgebungsrichtung mit
Erhaltungsziel a gilt: Erhalten der Beschaffenheit als Kulturland oder Freifläche, d.h. die
für das Ortsbild wesentliche Vegetation und Altbauten sind zu bewahren, störende
Veränderungen zu beseitigen (vgl. Erläuterungen). Durch die Aufnahme in ein Inventar
des Bundes im Sinne von Art. 5 NHG wird dargetan, dass das Objekt in besonderem
Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls unter Einbezug von
Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche
Schonung verdient (vgl. Art. 6 Abs. 1 NHG). Diese Schutzbestimmung gilt indes, wie
Art. 6 Abs. 2 NHG festhält, lediglich bei der Erfüllung von Bundesaufgaben
(Art. 2 f. NHG) in unmittelbarer Weise (vgl. dazu BGE 145 II 176 E. 3.1 mit Hinweisen).
Soweit, wie vorliegend, keine Bundesaufgabe in Frage steht, wird der Schutz von
Ortsbildern vorab durch kantonales Recht gewährleistet. Dies ergibt sich
verfassungsrechtlich aus Art. 78 Abs. 1 BV, wonach die Kantone für den Natur- und
Heimatschutz zuständig sind. Auch bei der Erfüllung von kantonalen Aufgaben sind
Bundesinventare wie das ISOS indes von Bedeutung. Die Pflicht zur Beachtung findet
ihren Niederschlag zum einen in der Anwendung der die Schutzanliegen umsetzenden
Nutzungsplanung (vgl. dazu auch Art. 11 Abs. 2 VISOS und Koordinationsblatt S31 des
kantonalen Richtplans), zum andern darin, dass im Einzelfall erforderliche
Interessenabwägungen im Lichte der Heimatschutzanliegen vorzunehmen sind, sowie
bei der Auslegung unbestimmter Begriffe des Baurechts (vgl. BGer 1C_488/2015 vom
24. August 2016 E. 4.3 und BGer 1C_470/2009 vom 3. Mai 2010 E. 3.3 je mit
Hinweisen, insbesondere auf BGE 135 II 209 E. 2.1, sowie VerwGE B 2019/165 vom
6.1.
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25. Juni 2020 E. 2.3 je mit Hinweisen, kritisch: P. Heer, Aktuelle Rechtsfragen zum
ISOS, in: BR 2019, S. 189 ff., und P. Karlen, Das ISOS – ein übergrosses Gewand für
den Ortsbildschutz des Bundes, in: ZBl 2020, S. 461 f.).
Die die Schutzanliegen des ISOS umsetzenden Nutzungspläne sind grundsätzlich im
Anschluss an deren Erlass anzufechten. Nach ständiger Rechtsprechung ist eine
spätere akzessorische (vorfrageweise) Überprüfung von Nutzungsplänen im
Baubewilligungsverfahren nur ausnahmsweise möglich, namentlich wenn sich die
Sach- oder Rechtslage wesentlich geändert haben (vgl. BGer 1C_161/2019 vom
23. Januar 2020 E. 3.4; BGE 145 II 83 E. 5.1; BGE 144 II 41 E. 5.1, in: Pra 2018 Nr. 129;
BGer 1C_308/2017 vom 4. Juli 2018 E. 3.1; BGE 135 II 209 E. 5.1; VerwGE B 2019/74
vom 23. Januar 2020 E. 4.2 und VerwGE B 2013/49 vom 8. Juli 2014 E. 4.2.2, in:
GVP 2014 Nr. 10, je mit Hinweisen). Dies ist insbesondere der Fall, wenn sich die
tatsächlichen Verhältnisse, die gesetzlichen Voraussetzungen oder rechtlichen
Verhältnisse seit Planerlass so erheblich geändert haben, dass die Planung
rechtswidrig geworden sein könnte, und das Interesse an ihrer Überprüfung
beziehungsweise Anpassung die entgegenstehenden Interessen der Rechtssicherheit
und der Planbeständigkeit überwiegt. Die vorfrageweise Planüberprüfung kann auch
von beschwerdebefugten Nachbarn geltend gemacht werden (vgl. VerwGE B 2017/243
vom 22. August 2019 E. 6.3 mit Hinweis auf BGE 145 II 83 E. 5.1 mit Hinweisen und
VerwGE B 2018/41 vom 5. Februar 2020 E. 4.1). Ob gewichtige Gründe der
Planbeständigkeit und des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV) einer akzessorischen
Überprüfung entgegenstehen, beurteilt sich, wie bei der Plananpassung aufgrund
veränderter Verhältnisse nach Art. 21 Abs. 2 RPG (vgl. dazu VerwGE B 2011/2 vom
20. September 2011 E. 2.2 ff.), im Rahmen einer Interessenabwägung. Dabei ist auf der
einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Stabilität nutzungsplanerischer
Festlegungen zu beachten, auf der anderen Seite das Interesse, die Pläne an
eingetretene Veränderungen anzupassen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die
bisherige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass seiner Realisierung und
Konkretisierung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der beabsichtigten
Planänderung und das öffentliche Interesse daran (vgl. BGer 1C_821/2013;
1C_825/2013 vom 30. März 2015 E. 7 mit Hinweis auf BGE 140 II 25 E. 3.1, in:
URP 2015, S. 301 ff.). Bei einem rechtskräftig erlassenen Nutzungsplan, in welchen das
ISOS eingeflossen ist, kann eine allfällig mangelhafte Umsetzung nicht mehr geltend
gemacht werden. Eine Ausnahme liegt jedoch diesbezüglich vor, wenn die kommunale
Nutzungsplanung in der Umsetzung des ISOS dessen Schutzziele geradezu missachtet
hatte (vgl. W. Engeler, in: Ehrenzeller/derselbe [Hrsg.], Handbuch Heimatschutzrecht,
Zürich/St. Gallen 2020, N 156 zu § 7, und J. Leimbacher, in: Keller/Zufferey/
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Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, N 25 zu Art. 6 NHG, je mit Hinweis
auf BGer 1C_488/2015 vom E. 4.5.4 ff., sowie BGer 1C_130/2014 vom 6. Januar 2015
E. 3.2 mit Hinweis, anders: D. Boulaz, La protection du paysage, Bern 2017, S. 467).
Der gültige Zonenplan der Beschwerdebeteiligten wurde am 2. März 2009 erlassen,
vom 31. März 2009 bis 29. April 2009 öffentlich aufgelegt, und nach Ablauf der
Referendumsfrist resp. der stillschweigenden Zustimmung der Bürgerschaft der
Beschwerdebeteiligten am 6. März 2010 vom BD am 9. März 2011 genehmigt. Die
Änderungen, welche am 17. August 2009 und 2. Dezember 2009 erlassen sowie vom
15. September 2009 bis 14. Oktober 2009 und 15. Dezember 2009 bis 13. Januar 2010
öffentlich aufgelegt wurden, betrafen nicht die Zonierung auf Parzelle Nr. 0000_,
sondern diejenige auf anderen Grundstücken, namentlich auf den Nachbarparzellen
Nrn. 0002_ f. (vgl. ABl 2009, S. 3444). Seit Erlass des revidierten Zonenplans am
2. März 2009 hat sich die Rechtslage in Bezug auf das ISOS verändert: Erstens erwog
das Bundesgericht im Urteil BGE 135 II 209 vom 1. April 2009 (vgl. E. 2.1 mit
Hinweisen), dass die Gemeinden gestützt auf das RPG (Art. 2, Art. 6, Art. 9, Art. 13,
Art. 14 ff., in der Fassung vom 1. August 2008) verpflichtet seien, die Bundesinventare
im Rahmen ihrer Nutzungsplanung zu beachten. Zweitens trat das ISOS auf dem
Hoheitsgebiet der Beschwerdebeteiligten am 1. Mai 2010 in Kraft (AS 2010 1477).
Drittens wurde am 1. Juli 2010 die Bestimmung von Art. 4a der damals gültigen
aVISOS (AS 2010 1593, heute: Art. 11 Abs. 1 VISOS) in Kraft gesetzt, wonach die
Kantone das ISOS bei der Erstellung ihrer Richtpläne zu berücksichtigen haben.
Viertens fügte die Regierung mit Beschluss vom 9. Oktober 2012 (vom UVEK am
5. März 2013 genehmigt) in das Koordinationsblatt S31 des kantonalen Richtplans die
Festsetzung ein, wonach die Gemeinden bei ihrer Nutzungsplanung verpflichtet sind, in
ihren Interessenabwägungen die vom ISOS festgelegten Erhaltungsziele – unter
Einbezug der DP – zu berücksichtigen und raumwirksame Vorhaben auf mögliche
Zielkonflikte mit diesen zu überprüfen. Fünftens formulierte die ENHK am 12. Juli 2013
in ihrem Gutachten (S. 6) drei Schutzziele für den Y._: 1) ungeschmälerte Erhaltung
und Aufwertung der landschaftlich-topografisch sowie kultur- und
siedlungsgeschichtlich bedeutenden Wechselwirkung zwischen besiedeltem Raum und
der unbebauten, ihn umgebenden Landschaft zwischen der nördlichen Peripherie des
Städtchens X._ und dem das heutige Gemeindegebiet gliedernden Bahndamm;
2) ungeschmälerte Erhaltung der Kulturgüter und des für ihre Wirkung bedeutenden
Umraums sowie 3) klar definierter Siedlungsrand im Norden des Städtchens X._. Mit
Blick auf diese Schutzziele erachtete sie die Wohnzone W3 auf Parzelle Nr. 0000_ am
östlichen Ende der G._-strasse im Hangbereich für den Ortsbild- und
6.2.
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Landschaftsschutz im Gebiet Y._ als sehr problematisch. Eine derart hohe Bebauung
in Hanglage stelle einen grossen Eingriff in den heute noch weitgehend unbebauten
Hangfuss dar, beeinträchtige den Blick auf das Ensemble des Y._s in
schwerwiegender Weise und verunkläre die topografische Situation. Damit der
Hangfuss konsequent freigehalten werden könne, müsse die Parzelle Nr. 0000_
ausgezont werden (S. 9). Falls die Empfehlung einer Auszonung der Parzelle Nr. 0000_
nicht befolgt werden könne, so müsse als Massnahme zur Milderung des
schwerwiegenden Eingriffs in den Hangbereich mindestens die Bebauung in diesem
Bereich auf eine maximal zweigeschossige Gebäudehöhe beschränkt werden (S. 10).
Sechstens trat die totalrevidierte VISOS am 1. Januar 2020 in Kraft (AS 2019 3707).
Wie sich dem Planungsbericht vom 2. März 2009 (act. 39, S. 5) entnehmen lässt, lag
der Beschwerdebeteiligten im Zeitpunkt des Erlasses des revidierten Zonenplans der
Entwurf des ISOS für ihr Gemeindegebiet bereits vor (vgl. dazu auch act. 32, S. 6
Votum Z._, act. 37 Ziff. 2b, act. 38, S. 5 Ziff. 2, act. 44 Ziff. 1). Zudem hat die DP als
kantonale Fachstelle im Sinne von Art. 25 Abs. 2 NHG in ihren Stellungnahmen vom
1. Juli 2020 und 31. August 2020 (act. 35 und 43) dargetan, dass sie im Rahmen der
Vorprüfung im Jahr 2008 (vgl. dazu Stellungnahme der DP vom 17. Juni 2008,
act. 29.5) neben der SchutzV auch den revidierten Zonenplan zur Stellungnahme
erhalten und diesen auf Grundlage des provisorischen ISOS zuhanden der
Beschwerdebeteiligten vorgeprüft habe, auch wenn sie dies – wie damals noch üblich –
nicht explizit erwähnt habe. Anhaltspunkte dafür, dass sich das damals vorliegende
provisorische ISOS in Bezug auf das Grundstück Nr. 0000_ von der am 1. Mai 2010 in
Kraft getretenen Fassung des ISOS inhaltlich unterscheiden würde, bestehen nicht
(siehe dazu auch act. 42.2). Bei dieser Sachlage kann davon ausgegangen werden,
dass die Erhaltungsziele des ISOS der Beschwerdebeteiligten bei der Einzonung der
Parzelle Nr. 0000_ vom übrigen Gemeindegebiet (vgl. Art. 10 lit. l und Art. 21 BauG) in
die Wohnzone W3 (südlicher Teil im Halte von 2'722 m ) resp. in die Wohnzone W2c
(Nordteil, 2'118 m ) bzw. der Zuweisung dieses Grundstücks zur Grünzone Erholung
(858 m ) bekannt und diese von ihr berücksichtigt worden sind, wenngleich sich dem
Planungsbericht vom 2. März 2009 (act. 39, S. 8) und den übrigen Planungsunterlagen
(act. 29.1-29.4) dazu – entsprechend der damaligen, bis zum Bundesgerichtsurteil
BGE 135 II 209 vom 1. April 2009 bestehenden Praxis – keine diesbezüglichen
Begründungen der Beschwerdebeteiligten im Sinne von Art. 3 Abs. 2 der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, RPV) entnehmen lassen und weder die DP noch
das BD als Genehmigungsbehörde befugt gewesen wären, eine allenfalls fehlende
Ermessensausübung durch die Beschwerdebeteiligte als zuständiger Planungsbehörde
nach Inkrafttreten des ISOS am 1. Mai 2010 im Genehmigungsverfahren nachzuholen
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(vgl. dazu Art. 1 und Art. 7 PBG sowie VerwGE B 2010/266; B 2012/227 vom
22. März 2018 E. 4.2 und 5.3.4 mit Hinweisen). Es kann demnach nicht gesagt werden,
das ISOS sei in den rechtskräftig erlassenen Zonenplan auf Parzelle Nr. 0000_
überhaupt nicht eingeflossen. Überdies schreibt das ENHK-Gutachten eine Auszonung
der Parzelle Nr. 0000_ nicht zwingend vor, sondern überlässt es dem
Planungsermessen der Beschwerdebeteiligten – "befolgt werden kann" –, ob anstelle
einer Auszonung eine maximal zweigeschossige Gebäudehöhe vorgeschrieben werden
soll (anders: act. 36, S. 11 Rz. 36). Daraus folgt, dass der fragliche Zonenplan, in
welchem das Grundstück Nr. 0000_ überwiegend der Wohnzone W2c sowie der
Grünzone Erholung zugeteilt und lediglich der südliche Teil dieses Grundstücks der
Wohnzone W3 zugewiesen ist, die Schutzziele des ISOS nicht geradezu missachtet
(vgl. dazu auch Amtsbericht der DP vom 28. März 2019, act. 8/13). Zu keinem anderen
Schluss führt, dass auf Parzelle Nr. 0000_ in den Unterlagen zur Vernehmlassung der
(kommunalen) Richtplananpassung 2009 (nicht aktenkundig) offenbar ursprünglich nur
eine Wohnzone W2 vorgesehen war (vgl. dazu ENHK-Gutachten, S. 7 f., 10) und die am
7. Juli 2009 im Grundbuch eingetragene Bauhöhenbeschränkung (443.85 m.ü.M.)
zulasten des Grundstücks Nr. 0000_ (act. 8/6/3) zumindest im Südteil dieses
Grundstücks die Erstellung von drei Vollgeschossen auch privatrechtlich erlaubt (vgl.
dazu Plan "Schnitte" vom 17. Oktober 2017, act. 8/7/1). Weitere Umstände, welche für
die akzessorische Überprüfung der Zonierung der Parzelle Nr. 0000_ sprechen
würden, sind nicht ersichtlich und werden von den Beschwerdeführern auch nicht
dargetan. Damit liegen nicht so erheblich veränderte rechtliche Verhältnisse seit Erlass
des Zonenplans vor, dass der Zonenplan auf Parzelle Nr. 0000_ rechtswidrig
geworden sein könnte und deshalb akzessorisch zu überprüfen wäre (vgl.
demgegenüber BGer 1C_276/2015 vom 29. April 2016 E. 3.3.1 ff. sowie zur
Planungspflicht der Gemeinde Art. 75 Abs. 1 BV, Art. 2 Abs. 1 RPG und Art. 1
Abs. 1 PBG). Falls dessen ungeachtet von wesentlich veränderten rechtlichen
Verhältnissen ausgegangen würde, wäre das öffentliche und private Interesse an der
Beständigkeit der geltenden Zonenordnung als hoch einzustufen, da die Regeldauer für
die Überarbeitung des fraglichen Zonenplans von 15 Jahren (vgl. Art. 15 Abs. 1 RPG
sowie BGE 145 II 83 E. 5.4 und BGer 1C_245/2017 vom 1. November 2017 E. 4.4 je mit
Hinweisen) noch nicht verstrichen ist. Zu keinem anderen Ergebnis führte auch der
Umstand, dass die Parzelle Nr. 0000_, abgesehen von der Zufahrt zur Parzelle
Nr. 0024_ und der diesem Grundstück dienenden Gartenanlage, unüberbaut ist. Das
gewichtige Interesse an der Planbeständigkeit vermöchte deshalb das Interesse an der
Anpassung des am 9. März 2011 genehmigten Zonenplans auf Parzelle Nr. 0000_ zu
überwiegen. Wie die Vorinstanz in Erwägung 6.7.4 des angefochtenen Entscheids
(act. 2/1, S. 19 f.) demnach zutreffend ausgeführt hat, durfte die Beschwerdebeteiligte
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7.
Schliesslich rügen die Beschwerdeführer, das Bauvorhaben sei mit den Vorschriften
zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes nicht vereinbar (act. 1, S. 41-63
Rz. 65-133, act. 14 Rz. 6-24, act. 36 Rz. 14 f., 20-36, act. 42.1, S. 7-9 Rz. 13-25,
act. 46).
das strittige Baugesuch aufgrund der geltenden Zonierung und der zugehörigen
Bauvorschriften beurteilen.
Bauten haben nicht nur die geltende Bau- und Zonenordnung einzuhalten, sondern
auch den Anforderungen ästhetischer Schutzbestimmungen (etwa
Verunstaltungsverboten) sowie Beeinträchtigungsverboten von Baudenkmälern zu
genügen. Solche Vorschriften haben eine eigenständige Bedeutung, da sich ihr
Schutzbereich nicht zwingend mit demjenigen der Bauvorschriften deckt (vgl.
BGer 1C_42/2018 vom 8. August 2018 E. 3.4 mit Hinweisen sowie das von den
Beschwerdeführern angerufene Urteil BGer 1P.709/2004 vom 15. April 2005 E. 2.4).
Wie die Beschwerdeführer zu Recht ausgeführt haben, sieht der unmittelbar
anwendbare Art. 99 Abs. 1 PBG im Unterschied zu Art. 93 Abs. 1 BauG neu und
zusätzlich einen ausdrücklichen Schutz von Baudenkmälern und damit
Schutzgegenständen (vgl. Art. 115 lit. g PBG) vor Beeinträchtigungen vor, womit die
Bestimmung gegenüber Art. 93 Abs. 1 BauG inhaltlich erweitert wurde. Ob eine
Beeinträchtigung eines Baudenkmals vorliegt, richtet sich nach anderen Kriterien und
unterliegt einem anderen Massstab als die Beurteilung einer Verunstaltung. Unter
anderem ist eine Beeinträchtigung nicht erst dann gegeben, wenn nach allgemeiner
Auffassung etwas qualifiziert Unschönes geplant ist. Vielmehr ist ein strenger Massstab
anzulegen und eine Beeinträchtigung, ausgehend von Schutzzweck und -umfang des
betroffenen Baudenkmals, bereits bei einer klar erkennbaren Störung zu bejahen. Ob
diese dann allerdings zu einem Bauverbot führt, ist im Rahmen einer sorgfältigen
Interessenabwägung zu entscheiden (vgl. Kaiser/Manser, in: Ehrenzeller/
Engeler [Hrsg.], a.a.O., N 26 zu § 6, und W. Ritter, in: Bereuter/Frei/derselbe [Hrsg.],
a.a.O, N 3 zu Art. 99 PBG, siehe demgegenüber zum Verunstaltungsverbot nach
Art. 93 Abs. 1 BauG VerwGE B 2019/22 vom 16. August 2019 E. 4.7, VerwGE
B 2016/93 vom 14. Dezember 2017 E. 5.2, VerwGE B 2005/137 vom 24. Januar 2006
E. 1b/dd und GVP 2002 Nr. 12 je mit Hinweis[en] sowie zu unzulässigen positiven
Gestaltungsvorschriften VerwGE B 2008/143; B 2008/149 vom 14. Mai 2009 E. 3.1.5
mit Hinweisen, vom Bundesgericht bestätigt mit Urteil BGer 1C_519/2012 vom
14. August 2013 E. 2.5). Aus Art. 99 Abs. 1 PBG kann geschlossen werden, dass der
7.1.
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Schutz von Baudenkmälern vor Beeinträchtigungen auch einen eigentlichen
Umgebungsschutz miteinschliesst, da der Begriff des Baudenkmals nach Art. 115
lit. g PBG auch die Umgebung von Bauten und Anlagen miterfasst. Der konkrete
Umfang der zu beachtenden Umgebung ist dabei im Einzelfall zu bestimmen (vgl.
Kaiser/Manser, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], a.a.O., N 28 zu § 6). Gleichermassen
schreibt Art. 5 SchutzV vor, dass in der unmittelbaren Umgebung der von dieser
Verordnung erfassten Schutzgegenstände alle Massnahmen untersagt sind, welche
diese Schutzgegenstände beeinträchtigen. Eine Beeinträchtigung im Sinne von Art. 99
Abs. 1 PBG und Art. 5 SchutzV liegt vor, wenn ein Schutzobjekt durch Veränderungen
in seiner Umgebung in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch
machen und aufgrund derer es unter Schutz gestellt wurde, in erheblicher bzw.
umfangreicher Weise beeinträchtigt wird. Dagegen liegt keine solche Beeinträchtigung
vor, wenn ein Schutzobjekt in seiner geschützten Beschaffenheit und Wirkung durch
Veränderungen innerhalb seines Wirkungskreises nur unerheblich eingeschränkt wird
(vgl. W. Engeler, in: Ehrenzeller/derselbe [Hrsg.], a.a.O., N 176 zu § 7). Bei der
Überprüfung des unbestimmten Rechtsbegriffs der "Beeinträchtigung", welcher lokale
Umstände betrifft, hat sich das Verwaltungsgericht eine richterliche Zurückhaltung
aufzuerlegen (vgl. BGE 145 I 52 E. 3.6 und VerwGE B 2019/219 vom 29. August 2020
E. 8.2 je mit Hinweisen).
Nicht anwendbar ist im vorliegenden Fall die positive ästhetikklausel von
Art. 7 SchutzV, da das Baugrundstück Nr. 0000_ ausserhalb des Ortsbildes Y._ nach
Anhang II Nr. 9 SchutzV liegt (vgl. www.geoportal.ch).
Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf das Gericht in Fachfragen
nicht ohne triftige Gründe von Sachverständigengutachten abweichen (vgl.
BGE 145 II 70 E. 5.5 mit Hinweisen, anders: BVR 2017, S. 556 ff., E. 5.2 mit Hinweisen),
auch wenn der entscheidenden Behörde eine im Übrigen freie Beweiswürdigung
zusteht (vgl. BGer 1C_583/2017 vom 11. Februar 2019 in BGE 145 II 176 nicht
publizierte E. 5.6 mit Hinweisen, in: URP 2019, S. 249 ff.). Besonderes Gewicht kommt
im Bereich des Natur- und Heimatschutzes den Gutachten der ENHK zu. Dies gilt nicht
nur für die obligatorische Begutachtung nach Art. 7 NHG (vgl. zum neuen, am
1. April 2020 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 3 NHG: D. Kawa, Was ändert sich, wenn
alles gleichbleibt? – Eine Bestandesaufnahme der abgeschlossenen NHG-Revision, in:
URP 2020, S. 131 ff.), sondern auch für die fakultative Begutachtung nach Art. 8 NHG
(vgl. BGer 1C_528/2018; 1C_530/2018 vom 17. Oktober 2019 E. 4.5 mit Hinweisen, in:
BR 2020, S. 81 und 96 ff.). In gleicher Weise kommen den besonderen Gutachten der
7.2.
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ENHK gemäss Art. 17a NHG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. e NHV grosses
Gewicht und Verbindlichkeit zu (vgl. LGVE 2010 II Nr. 10 E. 5c/bb und J. Leimbacher,
in: Keller/Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], a.a.O., N 12 zu Art. 17a NHG mit Hinweis auf
BGer 1C_893/2013; 1C_895/2013 vom 1. Oktober 2014 E. 5.3.3 mit Hinweisen).
Nicht umstritten ist, dass es sich beim vorliegenden ENHK-Gutachten um ein
besonderes Gutachten im Sinne von Art. 17a NHG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1
lit. e der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (SR 451.1, NHV) handelt (vgl.
dazu BGer 1C_398/2015 vom 9. August 2016 E. 3.2 mit Hinweisen). Ein solches durfte
die Kommission nur mit Zustimmung des Kantons erstellen. Die Neuregelung von Art. 7
Abs. 3 NHG findet darauf keine Anwendung (vgl. Kawa, a.a.O., S. 138). Anhaltspunkte
dafür, dass das Gutachten in Bezug auf das Baugrundstück Nr. 0000_ nicht mit
Zustimmung der Beschwerdebeteiligten und der DP erstellt worden wäre, bestehen
nicht. Daran ändert nichts, dass die Begutachtung in erster Linie mit Blick auf allfällige
Anpassungen der Nutzungsplanung zur Realisierung eines Pflegezentrums resp. einer
Wohnüberbauung auf den Grundstücken Nrn. 0002_ und 0025_ bzw. 0003_
erfolgte. Die DP unterbreitete der ENHK insbesondere folgende Fragen (lit. a): "Welche
Bedeutung kommt dem gesamten Landschafts- und Kulturraum Y._ aus der Sicht von
Ortsbildschutz, Landschaftsschutz und Denkmalpflege zu? Inwiefern ist die
Beschaffenheit des Hangfusses für den gesamten Landschafts- und Kulturraum Y._
von Bedeutung?" Wie die Beschwerdeführer zutreffend festgehalten haben (act. 14,
S. 7 f. Rz. 17), erfüllt das ENHK-Gutachten demgemäss nichts anderes als den explizit
erteilten Auftrag. Überdies ist nicht ersichtlich, inwiefern die ENHK das ihr bei der
Ausfertigung des Gutachtens zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt haben
sollte (vgl. dazu BGE 136 II 214 E. 5 mit Hinweis). Daran vermögen auch die teilweise
diametral in Widerspruch zum Gutachten stehenden Ausführungen der DP
(insbesondere hinsichtlich des schwerwiegenden Eingriffs in den Hangbereich, der
Hangfusslinie, der Sichtverhältnisse auf den Hangfuss sowie des Bezugs der
Umgebungsrichtung K._ XI auf den Y._) im Amtsbericht vom 28. März 2019
(act. 8/13), welcher nicht zu einer konkreten Fragestellung eingeholt wurde (vgl. dazu
Zwischenverfügung der Vorinstanz vom 17. Januar 2019, act. 8/8, und VerwGE
B 2005/116 vom 24. Januar 2006 E. 2d/cc mit Hinweisen), sowie in der Stellungnahme
vom 1. Juli 2020 (act. 35) nichts zu ändern (vgl. dazu auch act. 42.1, S. 3 f. Rz. 6 f.).
Trotz gegenteiliger Meinung der Beschwerdegegnerin (act. 12, S. 8 f. Ziff. II/B/18) liegt
demzufolge, namentlich hinsichtlich der Parzelle Nr. 0000_, zulässigerweise ein
besonderes Gutachten der ENHK vor. Anders als die Beschwerdegegnerin in ihrer
Stellungnahme vom 21. November 2019 (act. 12, S. 8 Ziff. II/B/17) ging die Vorinstanz
(vgl. E. 6.6 des angefochtenen Entscheids, act. 2/1, S. 17 f.) sodann richtigerweise
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davon aus, dass die ISOS-Schutzziele für das Gebiet Y._ aufgrund des ENHK-
Gutachtens tatsächlich konkretisiert worden sind. Allerdings erscheint die Tatsache
rechtsstaatlich nicht unbedenklich, dass die Grundeigentümerschaft am Verfahren, in
welchem das Gutachten eingeholt wurde, nicht beteiligt war und sich somit nicht
äussern konnte (vgl. dazu Karlen, a.a.O., zur analogen Thematik betreffend Erlass des
ISOS). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz (vgl. E. 6.7.4 des angefochtenen
Entscheids, act. 2/1, S. 19 f.) kann indes nicht gesagt werden, es hätte der
Konkretisierung im ENHK-Gutachten gar nicht bedurft. Für die Abgrenzung der
Umgebungsrichtung U-Ri XI K._ waren diese Konkretisierungen, wie die
Beschwerdeführer zutreffend ausführen (act. 1, S. 56 f. Rz. 117 f.), unabdingbar (vgl.
dazu BGer 1A.73-77/2002 vom 6. Oktober 2003 E. 5.5.1 mit Hinweisen, allerdings in
Bezug auf das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler [BLN]). Allein
gestützt auf den Richtungspfeil auf der im Internet publizierten (https://
data.geo.admin.ch) ISOS-Karte zum Objekt X._ als Kleinstadt/Flecken, Massstab
1:5'000, lässt sich eine solche Abgrenzung nicht parzellenscharf vornehmen. Triftige
Gründe, welche ein Abweichen von den im Gutachten vorgenommenen
fachwissenschaftlichen Feststellungen (vgl. E. 6.2 hiervor) rechtfertigen würden, liegen
nicht vor. Die Schlussfolgerungen der ENHK basieren auf dem Augenschein vom
26. April 2013. Ihre Einschätzungen sind sachlich fundiert, detailliert und sorgfältig
begründet sowie objektiv nachvollziehbar.
Nach dem ENHK-Gutachten ist gemäss den Schutzzielen der Umgebungsrichtung U-
Ri XI K._ in tatsächlicher Hinsicht von einer besonders empfindlichen baulichen und
landschaftlichen Umgebung der in Anhang I SchutzV aufgeführten Kulturschutzobjekte
Schloss und Haus Y._ mitsamt ökonomiegebäuden (Assek.-Nrn. 0004_ f., 0005_,
und 0006_-0008_) auszugehen. Die ENHK führte aus (S. 9), die Wohnzone W3 auf
Parzelle Nr. 0000_ beeinträchtige den Blick auf das Ensemble des Y._s in
schwerwiegender Weise und verunkläre die topographische Situation. Als Massnahme
zur Milderung des schwerwiegenden Eingriffs in den Hangbereich durch die
Wohnzone W3 müsse mindestens die Bebauung in diesem Bereich auf eine maximal
zweigeschossige Gebäudehöhe beschränkt werden (S. 10).
Der Passus "eine maximal zweigeschossige Gebäudehöhe" lässt Raum für die
Auslegung im Einzelfall. Unter Wahrung des der Vorinstanz dabei zustehenden
Handlungsspielraums erscheint vorab deren Auslegung in Erwägung 7.2 des
angefochtenen Entscheids (act. 2/1, S. 21, siehe dazu auch act. 32, S. 6 f. Votum Z._,
sowie E. 5.3 des Einspracheentscheids der Beschwerdebeteiligten vom
7.3.
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8. Oktober 2018, act. 8/7/11, S. 6 f.) vertretbar, wonach Gebäude gemäss dem
Gutachten maximal zwei Vollgeschosse – im Sinne von Art. 6 Abs. 1 BauR – aufweisen
dürften (vgl. demgegenüber Replik vom 4. Dezember 2019, act. 14, S. 3 Rz. 8, sowie
act. 32, S. 5 f. Votum RA M. Pestalozzi, wonach dafür die gesamte Erscheinungsweise
massgebend sei bzw. Gebäude höchstens zweigeschossig in Erscheinung treten
dürften, siehe dazu auch act. 1, S. 18), zumal die Beschwerdeführer die Notwendigkeit
eines Beizugs der ENHK im vorliegenden Fall, d.h. auch für die Auslegung des in Frage
stehenden Passus, verneint haben (vgl. act. 32, S. 7 f., Votum RA Pestalozzi).
Aus den Bauplänen (act. 8/7/1) ergibt sich unzweifelhaft, dass das vertikal gestaffelte
Haus "R._" mit Flachdach drei Vollgeschosse aufweist. Allerdings beträgt die
Gebäudehöhe in Metern lediglich 10.45 m (unterer Gebäudeteil) bzw. 8.85 m (oberer
Gebäudeteil) über dem jeweiligen Niveaupunkt. Demgegenüber ist nach der
Regelbauweise bei höchstens zweigeschossigen Bauten laut der Tabelle unter
Art. 8 BauR eine Gebäudehöhe (Art. 60 BauG, vgl. zum Intertemporalrecht E. 2 hiervor)
in Metern von maximal (Wohnzone W2c) 8.00 m und eine Firsthöhe von maximal
12.00 m zulässig. Oberhalb der zwei Vollgeschosse wäre zusätzlich ein Dach- bzw.
Attikageschoss erlaubt. Durch den Verzicht auf ein Attikageschoss unterschreitet das
Haus "R._" demnach die für maximal zweigeschossige Gebäude zulässige Firsthöhe
um 1.55 m bzw. um 3.15 m. In der Höhe tritt es somit weniger hoch in Erscheinung als
ein Vergleichsprojekt nach der Regelbauweise für maximal zweigeschossige Gebäude,
selbst wenn es drei Vollgeschosse und keinen Attikarücksprung (vgl. Art. 6 Abs. 3 und
5 BauR) aufweist. Weiter unterschreitet das Haus "T._" mit einer Gebäudehöhe von
5.85 m die in der W2c zulässige Gebäudehöhe um 2.15 m. Ferner kann angesichts der
geplanten polygonalen Grundrisse nicht von einem von den Beschwerdeführern
befürchteten (act. 1, S. 12-20, 60 Rz. 16, 128) "massiv in Erscheinung tretenden, sehr
lang gezogenen Riegel" gesprochen werden, selbst wenn die Gebäude "Tal" und
"Berg" gesamthaft betrachtet werden (vgl. dazu die nachvollziehbaren Ausführungen
der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2019 act. 12,
S. 6 f., 10 Rz. 13, 25, Votum W._ am Augenschein vom 17. Juni 2020 mitsamt Bild 3,
act. 32, S. 5, sowie Pläne "Fassaden", Südfassaden, vom 17. Oktober 2017,
act. 8/7/1). Nach Einschätzung der fachkundigen DP am Augenschein vom
17. Juni 2020 (act. 32, S. 7) lässt sich unter diesen Umständen nicht mehr sagen, das
umstrittene Bauvorhaben bewirke im Widerspruch zum Gutachten einen unzulässigen
schwerwiegenden Eingriff in den Hangbereich des Y._s. Demzufolge erscheint das
Projekt trotz der drei Vollgeschosses des Hauses "Tal" dank dem Verzicht auf die
Erstellung von Attikageschossen als mit den im Gutachten umschriebenen ISOS-
Schutzzielen vereinbar. Angesichts der konkreten Gegebenheiten lässt sich folglich die
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8.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der mehrheitlich unterliegenden Beschwerdeführer
(Art. 95 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführer haften solidarisch (Art. 96 VRP). Für das
Beschwerdeverfahren erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 5'000 angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der von ihnen geleistete
Kostenvorschuss im Betrag von CHF 4'000 ist anzurechnen.
Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend haben die Beschwerdeführer die
mehrheitlich obsiegende Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren unter
solidarischer Haftbarkeit ausseramtlich ermessensweise pauschal mit insgesamt
CHF 6'000 zuzüglich CHF 240 Barauslagen (vier Prozent von CHF 6'000) und
Mehrwertsteuer zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 98 VRP;
Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, Art. 30 Ingress und lit. b
Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG; Art. 6,
Art. 19, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b, Art. 28 sowie Art. 29 der Honorarordnung,
sGS 963.5, HonO).
Ansicht der Vorinstanz in Erwägung 7.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2/1, S. 21)
vertreten, wonach nicht von einer (mehr als unerheblichen) Beeinträchtigung der
Umgebung der Kulturschutzobjekte Schloss und Haus Y._ im Sinne von Art. 99
Abs. 1 PBG und Art. 5 SchutzV auszugehen ist. Unter Beachtung der im Gutachten
umschriebenen ISOS-Schutzziele ist der unbestimmte Rechtsbegriff "beeinträchtigen"
nach Art. 99 Abs. 1 PBG und Art. 5 SchutzV einer solchen Auslegung zugänglich (vgl.
dazu P. Heer, Von den Schwierigkeiten beim Bauen in Inventargebieten [ISOS, BLN
und IVS], in: BR 2019, S. 195 ff., S. 206). Daran ändert nichts, falls der zum Haus Y._
(Einzelelement Nr. 0026_) gehörende Pavillon gemäss den Beschwerdeführern durch
das Haus "T._" vollständig verdeckt würde. Das öffentliche Interesse an der
ungeschmälerten Erhaltung eines Ortsbildes von nationaler Bedeutung vermag somit
einen Bauabschlag im konkreten Fall nicht zu rechtfertigen. Im übrigen haben die
Beschwerdeführer die Auflagen Nrn. 10 und 16 in der Baubewilligung vom
8. Oktober 2018 (act. 8/7/11, S. 8) nicht beanstandet, wonach spätestens im Zeitpunkt
der Rohbauvollendung ein detaillierter Umgebungsplan zur Genehmigung einzureichen
sei sowie die definitive Farb- und Materialgebung der Zustimmung der Bau- und
Umweltkommission bedürfe und entsprechende Farb- und Materialmuster rechtzeitig
zur Genehmigung einzureichen seien (vgl. dazu VerwGE B 2011/122 vom 1. Mai 2012
E. 2.3 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist daher in der Hauptsache abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.
bis
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