Decision ID: 075f7762-e5b8-5ccf-8070-78f9bf7cb9a4
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1984,
welcher seit April 2005 bei der
Y._
AG, Präzisionsdreherei, als Hilfsmechaniker tätig gewesen war
(Urk. 13/106/7
), bezog nach Auflösung dieses Arbeitsverhältnisse
s durch die Arbeitgeberin
per Ende März 2012
(vgl.
Urk. 13/106/2) Taggelder der Arbeitslosenversicherung
.
Er war deshalb bei der Suva für die Folgen von Unfällen versichert, als er in der Nacht auf den 3. August 2012 den linken Ellbogen am Bettgeländer anschlug (Urk. 13/1, 13/7).
Bei beklagten Schmer
zen und einer Bewegungseinschränkung konsultierte d
er Versicherte das Stadtspital
Z._
(Urk. 13/9/3
; vgl. Überweisung durch
A._
, Urk. 13/17
)
,
wo
eine konservative Behandlung verordnet
(
Ruhig
stellung
und
Analgesie,
Urk. 13/9/3,
13/
11/1
, 13/25/3
)
und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 13/37/2)
.
Die
Suva übernahm die Kosten der Heilbehandlung und richtete Taggelder aus.
Aufgrund
aufgetrete
ner
Empfindungsstörungen
im Bereich der linken Hand fand a
m 29. August 2012
bei Dr. med.
B._
, Facharzt für Neurologie, eine neurologi
sche Abklärung statt, welcher eine überwiegend
demyelinisierende
Druck
schädigung
des
Nervus
ulnaris
im
Sulcus
links im Rahmen eines
Liegetrau
ma
s
am 3. August 2012 diagnostizierte (Urk. 13/13/1)
.
Bei persistierenden Beschwerden
trotz
weiteren
Behandlung
en
(Physiotherapie, Infilt
ration;
vgl. Urk. 13/25, 13/38)
liess sich der Versicherte
im Februar 2013
in der
C._
Klinik untersuchen
.
Dort
wurde
ein posttraumatischer, partieller
ossärer
Extensoren-Abriss am radialen
Epicondylus
bei Status nach direkter Kontusion am 4. August 2012 und begleitender passageren Nerven ulnaris-Neuropathie diagnostiziert
und
am 14. März 2013 eine Arthroskopie mit
Plica
-Resektion sowie eine Re-Insertion der Extensoren
durchgeführt
(Urk. 13/
69
, 13/
74
).
Am 22. Oktober 2013
fand
eine kreisärztliche
Abschluss
u
ntersuchung
bei
Dr. med.
D._
, Fachärztin für Chirurgie FMH,
statt
(Bericht vom selben Tag, Urk. 13/126).
Auf Veranlassung der Kreisärztin wurden weitere medizinische Abklärungen getätigt
(
angiologische
Abklärung [Urk. 13/133],
Verlaufs-
MRI des linken Ellbogens [Urk. 13/135],
neurologi
sche Verlaufskontrolle bei Dr.
B._
[Urk. 13/152])
.
Nach Eingang der ent
sprechenden Berichte
kam
die Kreisärztin
mit ergänzender Beurteilung vom 15. Januar 2014
zum Schluss
,
dass in angepassten Tätigkeiten
eine ganztä
g
ige Arbeitsfähigkeit
bestehe
(Urk. 13/154).
Von Februar bis Oktober 2014 führte die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle
-
wo sich der Versicherte im Mai 2013 zum
Leistungs
bezug
angemeldet hatte (Urk. 13/221) -
Eingliederungsmassnah
men durch (Urk. 13/153, 13/168,
13/171
), weshalb noch kein Fallabschluss erfolgte (
vgl. Urk. 13/1
40
, 13/1
57
).
Nachdem
am 18. November 2014
nach Abschluss der Eingliederungsmassnah
men
eine erneute kreisärztliche Untersuchung bei Dr.
D._
durchgeführt worden war
(Urk.
13/224)
,
teilte die Suva dem Ver
sicherten
m
it Schreiben
vom 20. November 2014 mit,
von weiteren
Behand
lungsmassnahmen
sei keine namhafte Verbesserung mehr zu erwarten, wes
halb
die Heilungskosten per Ende November 2014
eingestellt würden. Ein Taggeldanspruch bestehe seit Beginn der Taggeldleistungen der Invaliden
versicherung nicht mehr. In Zukunft würden noch die Kosten für notwendige Schmerzmittel, sporadische ärztliche Konsultationen sowie ein bis zwei
Serien Physiotherapie pro J
ahr inkl.
Manualtherapie
/
Taping
übernommen
(Urk. 13/226).
M
angels eines anspruchsbegründenden Invaliditätsgrades sowie mangels einer erheblichen Schädigung der körperlichen Integrität
ver
neinte die Suva
sodann
mit
Verfügung vom 24. November 2014
einen Anspruch auf eine Rente sowie eine
Integritätsentschädigung (Urk. 13/228).
Gegen die Verfügung
vom 24. November 2014
erhob der
Versicherte
am 10. Dezember 2014 Einsprache (Urk. 13/231
).
Nachdem im
Rahmen des
Ein
sprache
verfahrens
weitere medizinische Berichte eingereicht worden waren (Urk. 13/243), erachtete
Kreisärztin Dr.
D._
eine
weitere neurologische Abklärung als angezeigt (Urk. 13/244)
, welche am 11. Juni 2015
bei Dr.
B._
stattfand
(Urk. 13/249).
Kreisärztin Dr.
D._
nahm
am 18. Juni 2015
zur ergänzten Aktenlage
Stellung
und kam zum Schluss, dass
an der
kreisärztliche
n
Beurteilung von November 2014
festzuhalten sei
(Urk. 13/250)
,
woraufhin
die Suva die Einsprache mit
Entscheid vom 16. Juli 2015
abwies
(Urk. 2
[= 13/255]
)
.
2.
Mit Schreiben vom 17. Juli 2015 teilte der Versicherte der Suva mit, er sei mit der Ablehnung der Einsprache nicht einverstanden, da sich seine Situa
tion verschlechtert habe. Ausserdem ersuchte er um Rückzahlung von
Fahr
spesen
(Urk. 1)
.
Diese Eingabe wurde gemäss Art. 58 Abs. 3 des Bundesgeset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts
(ATSG) zur weiteren Bearbeitung der Beschwerde an das hiesige Gericht überwiesen (Urk. 4), woraufhin dem Beschwerdeführer m
it Verfügung vom 2. September 2015 Frist zur Verbesserung der Beschwerdeschrift angesetzt
wurde
(Urk.
5). Mit
Eingabe
vom 6. September 2015 reichte der Beschwerdeführer eine ver
besserte Beschwerdeschrift nach (Urk. 7)
. Er
beantragte
die Übernahme der Kosten
für wöchentliche Physiotherapie inkl. der damit entstehenden weite
ren Kosten sowie
die
Zusprache
einer Rente und einer
Integritätsentschädi
gung
.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung.
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf
einzutreten sei
(Urk. 12), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14). Am 30. März 2016 reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte zu den Akten (Urk. 16, 17/1-7).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom
9. Dezember 2016
einen
A
nspruch des Beschwerdeführers
auf eine Rente der Invalidenversicherung
. Die vom Versicherten hiergegen am
10. Januar 2017
erhobene Beschwerde wurde mit heutigem Urteil
abge
wiesen
(Prozess-Nr. IV.201
7
.00
018
).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistun
gen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bishe
rigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmun
gen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
3. August 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Nach Art. 10 Abs. 1
UVG
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder
teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat
die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussicht
lich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integritätsent
schädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
4
1.
4
.1
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten
Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.
4
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Gestützt auf die Beurteilung von
Dr.
D._
ging die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in
ange
passten Tätigkeiten
aus und ermittelte gestützt auf die Lohnangaben
aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (
DAP
)
ein Invalideneinkommen von Fr. 66‘385.--.
Zur Ermittlung des Valideneinkommens stellte die Suva auf die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin ab, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2014
ohne Unfall
Fr. 68‘250.--
verdient hätte
und verneinte
dement
sprechend
bei einem Invaliditätsgrad von 2,73 % einen Rentenanspruch. Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
D._
, wonach der aktuelle
Integri
tätsschaden
noch nicht das entschädigungspflichtige Ausmass von 5 % errei
che, verneinte die Suva
ausserdem
einen Anspruch auf eine
Integritätsent
schädigung
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte
demgegenüber
im Wesentlichen vor
, sein gesundheitlicher Zustand habe sich verschlechtert.
Um die gesundheitliche Situation zu verbessern
, sei
dringend eine regelmässige Physiotherapie not
wendig; die von
der
Suva verordneten 16 Physiotherapiesitzungen pro Jahr seien zu wenig. Auf die
Einschätzung
der Kreisärztin könne nicht mehr abgestellt werden, weshalb eine weitere medizinische Beurteilung vorzuneh
men sei (Urk. 1, Urk. 7).
3.
3.1
Am 22. Oktober 2013 wur
de der Beschwerdeführer von Suva-
Kreisärztin Dr.
D._
untersucht (Urk. 13/126).
Die Kreisärztin
führte aus
,
bei der Untersuchung habe sich ein stabiles linkes Ellbogengelenk mit
endgradiger
Bewegungseinschränkung im Seitenvergleich,
10° Beugedefizit und 10
° Streckdefizit bei unauffälliger freier
Umwendbewegung
gezeigt. Die Beweg
lichkeit des Handgelenks und der Finger sei frei gewesen. Grobneurologisch falle jedoch eine verminderte Sensibili
tät,
vor allem
im Bereich des Unter
arms beugeseitig/
ulnarseits
und
palmar
auf. Des Weiteren sei der linke Unterarm streckseitig im Seitenvergleich erwärmt und aufgrund der Umfangmasse liege auch eine mässige Schwellung der gesamten linken obe
ren Extremität vor. Bezüglich Nagelwuchs, Haarwuchs und
Schweissigkeit
der Haut habe bei der
klinischen
Untersuchung kein Seitenunterschied erho
ben werden können (Urk. 13/126/7)
.
V
or einer abschliessenden Beurteilung
empfehle sie
eine erneute neurologische Abklärung bei Dr.
B._
sowie ein Verlaufs
-MRI des linken Ellbogengelenks
. Bei diffuser Schwellung und Überwärmung des linken Arms werde ausserdem eine
angiologische
Abklä
rung zum Ausschluss einer Thrombose empfohlen (Urk. 13/126/7).
O
bwohl noch keine abschliessende Beurteilung erfolge, werde ein provisorisches Zumutbarkeitsprofil erstellt, damit weitere berufliche Massnahmen abgeklärt werden könnten. Aufgrund der klinischen Untersuchung schätze sie den Beschwerdeführer in einer leichten bis selten mittelschweren Tätigkeit, ohne repetitive Tätigkeiten mit dem linken Arm, ohne dauernde Zug- und
Stoss
belastung
für den linken Arm, ohne Bedienen von vibrierenden Maschinen, ohne Besteigen von Leiter
n
und Gerüst
en
,
als
ganztags arbeitsfähig ein (Urk. 13/126/8).
3.2
3.2.1
Dr. med.
E._
, FMH
Angiologie
, Innere Medizin, Allgemeine Medi
zin, welcher am 6. November 2013 eine
ang
iologische
Abklärung durchge
führt hatte
, schloss eine akute tiefe Armvenenthrombose links aus (Urk. 13/133).
3.
2.2
Das am
19. November 2013 durchgeführte MRI des linken Ellenbogens zeigte abgesehen von einer
residuellen
kleinen Unregelmässigkeit im Ansatz der gemeinsamen Extensoren dorsalseitig am
Epicon
d
ylus
humeri
radialis
keine pathologische Veränderung
, d
er übrige Sehnenbereich war postoperativ regelrecht,
und es zeigte
sich
keine Signalstörung des Knochenmarks im Ansatz der Sehnen. Die übrigen Weichteile waren normal, der
Gelenkbin
nenraum
ohne pathologische Veränderung und
es war
kein relevanter Erguss
festzustellen
(Urk. 13/135).
3.
2.3
Dr.
B._
führte nach der Untersuchung vom 6. Januar 2014 aus,
klinisch und elektrodiagnostisch könne aktuell ein Jahr und vier Monate nach einer überwiegend
demyelisierende
n
Druckschädigung des
Nervus
ulnar
is
links am Ellbogen davon ausgegangen werden, dass es zu einer
weitest
gehenden
Erholung der neurologischen Ausfälle gekommen sei.
Elektrodiagnostisch zeige sich eine Normalisierung der
Ulnarisneurographie
, eine neurogene Schädigung könne in den untersuchten intrinsischen
Ulnarismuskeln
nicht objektiviert werden. Ein Karpaltunnelsyn
d
rom als Ursache von
Einschlaf
parästhesien
der ganzen linken Hand könne neurographisch nicht nachge
wiesen werden (Urk. 13/151/2). B
ei den aktuellen persistierenden, bela
s
tungsabhängigen Schmerzen im Bereich des lateralen Ellbogens links emp
fehle er, wie dies bereits durch die Suva vorgesehen sei, eine Umschulung
auf
leichtere körperliche Arbeiten, respektive nicht
körperliche Arbeiten, zu pla
nen (Urk. 13/151/2).
3.3
Unter Berücksichtigung dieser drei Berichte nahm Kreisärztin Dr.
D._
am
15. Januar 2014
eine ergänzende Beurteilung vor und
führte aus
, aufgrund der nun vorliegenden Diagnostik und der klinischen Untersuchung vom 22. Oktober 2013 schätze sie den Beschwerdeführer in einer leichten bis mit
telschweren manuellen Tätigkeit ohne repetitive Tätigkeiten mit dem linken Arm ohne dauernde Zug- und Stossbelastung mit dem linken Arm und ohne Bedienen von vibrierenden Maschinen mit dem linken Arm
als
ganztags arbeitsfähig ein (Urk. 13/154). Aufgrund der klinischen Untersuchung und der vorliegenden Diagnostik erreiche der aktuelle Integritätsschaden noch nicht das entschädigungspflichtige Ausmass von 5 %. Es liege lediglich eine
endgradige
Bewegungseinschränkung vor bei guter Erholung des N. ulnaris. Bezüglich Behandlung
smassnahmen nach Abschluss erachtete sie
eine
Schmerzmedikati
on je nach Belastung,
sporadische ärztliche Konsultationen
sowie
eine Serie Physiotherapie pro Jahr inklusiv
Manualtherapie
/
Taping
als angezeigt
(Urk. 13/154/2).
3.4
Ein
am 14. Oktober 2014 durchgeführte
s
Verlaufs-
MRI zeigte
gegenüber der MRI-Untersuchung vom 18. November 2013
weiterhin
einen
leichtgradig
narbig
verdickten gemeinsamen
Extensorenansatz
am radialen
Epikondylus
humeri mit diskreten Signalstörunge
n und kleinen Metallartefakten. Im Übri
gen zeigten sich
unauffällige Weichteile,
eine
regelrechte Artikul
ation, kein Gelenkserguss und es ergab sich
kein Hinweis für einen freien Gelenkkörper (Urk. 13/220).
3.5
Am 18. November 2014
fand
eine weitere kreisärztliche Untersuchung bei Dr.
D._
statt
(Urk. 13/224). Der Beschwerdeführer gab an, dass sich seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung im Oktober 2013 vor allem die Schmerzsituation eher verschlechtert habe. Er habe eine
IV-
Umschulung zum Logistiker
absolviert
, habe jedoch aktuell Mühe bei der Stellensuche.
Er habe
schon während der Ausbildung gemerkt, das
s die Tätigkeit nicht ideal sei. V
or allem das Führen des Staplers, welcher mit links bedient werden müsse, bereite ihm Beschwerden.
Man habe ihm vorgeschlagen,
sich eine
Logistiktä
tigkeit
mit Kleinteilen zu suchen, wobei die Stellensuche e
rfolglos
verlaufe
(Urk. 13/224/3).
Die Beschwerden im Ellbogen seien ganz unterschiedlich, manchmal besser, manchmal schlechter. Er merke den Wetterumsch
w
ung sowie
auch vermehrte Belastung
. Er habe immer noch Einschlafstörungen im Ring- u
nd Kleinfinger, ausserdem schlaf
e die gesamte Hand ein, wenn er etwas länger halte. Er habe auch Mühe, sich mit dem linken Arm abzustüt
zen, nach ein zwei Minuten bekäme er vermehrt Beschwerden. Bei der Aus
bildung habe er bemerkt, dass
bei viel Bewegung und Belastung
vermehrte
Beschwerden im Ellbogengelenk
auftreten würden
(Urk. 13/224/4).
Dr.
D._
hielt fest, bei der klinischen Untersuchung habe sich weiterhin ein stabiles Ellbogengelenk links mit
endgradiger
Bewegungseinschränkung im Seitenvergleich gezeigt. Die erhobenen Befunde seien kongruent mit denen der letzten kreisärztlichen Untersuchung vor gut einem Jahr. Insgesamt habe sich keine gravierende Ve
ränderung ergeben (Urk. 13/224/5
).
D
as
erstellte Zumutbarkeitsprofil
gemäss kreisärztlicher
Beurteilung vom 16. Januar 2014
(richtig: 15. Januar 2014)
habe
weiterhin Bestand (Urk. 13/224/
6
).
Hinsicht
lich Kausalität führte sie aus, dass ein Teil der beklagten subjektiven Beschwerden sowie die
endgradige
Bewegungseinschränkung im Ellbogen und die vermehrte
Extensorenverspannung
aufgrund des Unfalls/der Opera
tion nachvollziehbar und Unfallfolge sei
en
(Urk. 13/224/6).
Die Kreisärztin hielt
weiter fest, dass auch die Beurteilung des Integritätsschadens vom 16. Januar 2014
(richtig: 15. Januar 2014)
weiterhin zutreffend sei (Urk. 13/224/6).
Bezüglich
weiterem Vorgehen
kam sie schliesslich zum Schluss, dass
man dem Beschwerdeführer aufgrund des vorliegenden MRI-Befundes und der aktuellen Untersuchung keine weiteren therapeutischen Massnahmen empfehlen
könne
. Der Beschwerdeführer werde weiterhin etwas Schmerzmittel benötigen, sporadische ärztliche
Konsultationen und eine bis zwei Serien Physiotherapie pro Jahr inkl.
Manualtherapie
/
Taping
(Urk. 13/224/6).
3.
6
Am 23. März 2015
begab sich der Beschwerdeführer zu einer weiteren
Abklä
rung
in die Universi
tätsklinik
F._
(Urk. 13/243
/5 f.
).
Die Ärzte hielten
nach durchgeführten Untersuchungen
dafür, es würden noch
Restbe
schwerden
im Bereich des linken Ellbogens (
adominant
) bei Status nach
arthroskopischer
Plica
-Resektion und offener
Reinsertion
der Extensoren im März 2013 bestehen. MR-tomographisch finde man passend dazu kein Kor
relat bis auf eine
n
leichtgradig
narbig verdickten
Extensorenansatz
. Chirur
gisch bestehe aktuell kein Interventionsbedarf. Eine klinische
Verlaufskon
trolle
sei nicht geplant. Gegebenenfalls wäre no
ch eine neurologische Abklärung
/EM
G-Durchführung empf
ehlenswert
bei Ver
d
acht
auf
ein
Sulcus
ulnaris
-
Syndrom mit Hyposensibilität
Dig
. IV und V
.
3.
7
Nach einer
daraufhin erneut durchgeführten
neurologischen Untersuchung bei Dr.
B._
am
11. Juni 2015 (Urk. 13/249)
nahm
Kreisärztin Dr.
D._
am 22. Juni 2015 eine ergänzende Beurteilung
der Aktenlage
vor (Urk. 13/250).
Die Kreisärztin hielt fest, entsprechend dem Bericht der Uni
versitäts
klinik
F._
sehe man keinen chirurgischen Interventionsbedarf und es seien auch keine weiteren Behandlungsmassnahmen/Optionen emp
fohlen worden. Die empfohlene neurologische Standortbestimmung bei Hyposensibilität
Dig
. IV/V sei durchgeführt worden. Anlässlich der kreisärzt
lichen Untersuchung vom 18. November 2014 sei ke
in
Tinel
-Phänomen beziehungsweise
auch kein Hinweis auf ein
Sulcus
ulnaris
-
Syndrom doku
mentiert worden. In der aktuellen neurologischen Untersuchung werde ein Irritationssyndrom des
Nervus
ulnaris
links kubital mit leichter Hypästhesie ulnar dokumentiert. Ätiologisch werde postuliert, dass es sich höchstwahr
scheinlich um rezidiviere
n
de Abstütztraumata handle, denn im Nerven-Ult
raschall könne
eine Subluxation des N. ulnaris kubital objek
tiviert werden. Dad
urch komme es zu einer anatomisch ungünstigen Position, so dass es bei Abstützbewegungen am Ellbogen zu einer Kompression des
Nervus
ulnaris
komme. Entsprechend sei der Beschwerdeführer instruiert worden,
Abstütz
tätigkeiten
zu meiden beziehungsweise eine
Ulnarisschiene
zum Schutz zu tragen. Weitere Veränderungen im Bereich des Nerv
s
beziehungsweise der versorgenden Muskulatur hätten nicht dargeste
llt werden können (Urk. 13/250/1 f.
). Es könne festgehalten werden
, dass es im Verlauf seit der letzt
en kreisärztlichen Untersuchung im November 2014
durch rezidivierende Abstütztraumata zu einem Irritationssyndrom des
Nervus
ulnaris
links gekommen sei. Entsprechend könne empfohlen
werden
, das Tragen einer Schutz-Ellbogenbinde bzw. sämtliche Abstütztätigkeiten mit dem linken Ell
bogen
zu meiden. Dieser dargelegte Befund entspreche jedoch keiner
wirkli
chen
Verschlechterung der Gesamtsituation, da sie aktuell reversibel sei und
es zu keiner Druckschädigung des
Nervus
ulnaris
komme
,
we
nn der Beschwerdeführer Abstütz
traumata meide
(Urk. 13/250/2).
Bezüglich
Zumut
barkeitsprofils
sei an der Beurteilung vom Oktober 2013 bzw. November 2014 festzuhalten.
Weder im Bericht der Uni
versitäts
klinik
F._
noch im Bericht von Dr.
G._
noch i
n
jenem von Dr.
B._
sei eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen worden.
In Zusammenschau aller vorliegen
den Aspekte habe sich im Verlauf der Gesamtzustand im Bereich des linken Ellbogens über die Zeitachse nicht gravierend verändert, so dass die Ein
schätzung der kreisärztlichen Untersuchung vom November 2014 weiterhin Gültigkeit habe
(Urk. 13/250/2
).
4.
4.1
4.1.1
Nach Art. 19 Abs. 1 UVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall – unter Einstellung von Heilbehandlung und Tag
geld
sowie Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integri
tätsentschä
digung
– abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali
denversicherung abgeschlossen sind (vgl. E. 1.
2
). Was unter einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustandes in diesem Sinne zu verstehen ist, bestimmt sich nament
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwartende
Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3).
4.1.2
Vorliegend ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Prü
fung des Rentenanspruches und des Anspruches auf eine
Integritätsent
schädigung
per Ende
November 2014 vorgenommen hat.
Inwiefern von wei
teren Behandlungsmassnahmen noch eine namhafte Verbesserung der Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach diesem Zeitpunkt hätte erwartet werden können, ergibt sich nicht aus den medizinischen Akten.
Diesbezüg
lich ist auch auf die nach Erlass des Ei
nspracheentscheides
vom Beschwer
deführer
eingereichten Berichte des Instituts für Anästhesiologie des
H._
(vgl.
Urk. 17/1-5
resp. Urk. 13/258, 13/264, 13/265
)
hin
zuweisen
, in welchen über weitere Behandlungsmassnahmen berichtet wurde. Dass durch
solche
jedoch eine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit realisiert werden könnte, ergibt sich nicht aus diesen Berichten.
Da von der IV-Stelle keine
Eingliederungsmassnahmen mehr durchgeführt wurden
, stand
somit
einem Fallabschluss auf
Ende November 2014 nichts im Wege.
4.2
Die Beschwerdegegnerin ging im Einspracheentscheid vom
16. Juli 2015
aus medizinischer Sicht davon aus, dass der Beschwerdeführer
in einer
Tätigkeit
gemäss kreisärztlichem Zumutbarkeitsprofil
ganztags arbeitsfähig sei (E.
2
.1). Entgegen
den
Vorbringen des Beschwerdeführers
spricht
vorliegend
nichts
gegen die Beweistauglichkeit
der
Einschätzung
der Kreisärztin
.
Dr.
D._
tätigte sorgfältige Untersuchungen - wobei sie neben den vorgenommenen klinischen Untersuchungen
zusätzlich
bildgebende und neurologische
Ver
laufsa
bklärungen
veranlasste (E. 3.2, 3.4, 3.7) -
,
berücksichtigte die geklagten Beschwerden und begründete ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den relevanten
Vorakten
. Die Beurteilung von Dr.
D._
, wonach zwar eine qualitative, jedoch keine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteh
e
, erscheint schlüssig.
Soweit der Beschwerdeführer auf die Berichte von Dr
.
B._
vom 11. Juni 2015
(vgl. Urk. 13/249)
sowie von Dr.
G._
vom 1. September 2014
(vgl. Urk.
13/205) verweist und vorbringt, die kreisär
zt
liche Beurteilung
von Dr.
D._
vom 22.
Oktober 2013 sei nicht mehr
zutreffend, da
es zu einer
gesundheitlichen
Verschlechterung gekommen sei,
ist darauf hinzuweisen, dass die Kreisärztin im November 2014 eine erneute Untersuchung
durchge
führt hat
(E. 3.5) und sie bei ihrer Beurteilung
die genannten
Berichte berücksichtigt hat
(vgl.
auch
ihre
ergänzende Beurteilung vom 22. Juni 2015, E. 3.7).
Im Übrigen ergibt sich aus diesen Berichten auch keine abweichende Beurteilung der Leistungsfähigkeit.
Abweichende Beurteilungen der Leistungsfähigkeit ergeben sich
sodann
auch
nicht aus den nach Erlass des Ei
nspracheentscheides
vom Beschwerdeführer
eingereichten Berichte
n
des Instituts für Anästhesiologie des
H._
(vgl.
Urk. 17/1-5)
.
Soweit der Beschwerdeführer
schliesslich
vorbringt, es seien auch seine Geburtsgebrechen zu berücksichtigen (Urk. 7 S. 1),
ist
darauf hinzuweisen,
dass die Beschwerdegegnerin nur für die Unfallfolgen leistungspflichtig ist und allfällige unfallfremden gesundheitlichen Beeinträchtigungen im vorlie
genden Verfahren nicht zu berücksichtigen sind.
Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
D._
ist somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder vollschichtig arbeitsfähig ist.
Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich deshalb.
4.3
4.3.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
4.3.2
Zur Ermittlung des Valideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ab, wonach der
Beschwerdeführer
im Jahr 2014 Fr. 68‘250.-- verdient hätte
(Urk. 13/
214).
Würde man zur Ermittlung des Valideneinkommens auf den
Zentralwert der Löhne für männliche Angestellte an Arbeitsplät
zen des nied
rigsten Kompetenzni
ve
au
s im
Baugewerbe abstellen, ergäbe sich nur eine minime Abweichung (Fr. 68‘
592.--
, vgl. Urteil vo
m
heutigem Datum im IV-Verfahren, IV.2017.00018
[das dort ermittelte Einkommen
ist
der
Nominal
lohnentwicklung
für das Jahr 2014 angepasst]).
Der Festsetzung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin fünf DAP-Blätter zugrunde gelegt
, wobei sie einen Durchschnittslohn von Fr.
66‘385.-- ermittelte (Urk. 13/254/1).
Die von der Beschwerdegegnerin gewählten
fünf Arbeitsplätze
entsprechen
dem von
der
Kreisärztin Dr.
D._
erstellten Zumutbarkeitsprofil, weshalb
das dem Einkommensvergleich
zugrundegelegte
Invalideneinkommen nicht zu beanstanden ist.
Entsprechend
r
esultiert eine
Erwerbseinbusse
von gerundet 3 %
, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat.
5.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bezüglich Beurteilung des
Integritätsscha
dens
auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr.
D._
, wonach der Integritätsschaden nicht das entschädigungspflichtige Ausmass von 5 % erreiche (E. 2.1).
Dies gibt zu keinen Beanstandungen Anlass; abweichende Einschätzungen liegen nicht vor. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch auf einen Integritätsschaden somit zu Recht verneint
.
6
.
Was den Antrag des Beschwerdeführers auf
Zusprache
von weiteren Behand
lungskosten sowie Übernahme von Fahrspesen im Zusammenhang mit wei
teren Behandlungsmassnahmen betrifft (Urk. 7 S. 2
),
so ist darauf hinzuwei
sen,
dass
gemäss bundesgerichtlicher
Rechtssprechung
nach Art. 21 Abs. 1
lit
. c UVG (Urteil des Bundesgerichts 8C_81/2013 vom 16. April 2013 E. 3.2 mit weiteren
Hinweisen)
kein Anspruch auf Übernahme der
Heilbehand
lungskosten
besteht, wenn – wie vorliegend –
keine Rente zugesprochen wurde
.
7.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung erweist sich als obsolet, da das vorliegende Verfahren kostenlos ist (Art. 61
lit
. a ATSG).