Decision ID: de1169a2-4558-4e4d-a3b0-db229f5c6887
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 Die 1965 geborene X._ ist Mutter einer Tochter mit Jahrgang 1995 und war vom 1. Oktober 1998 bis 31. Januar 2001 bei der Y._ AG in Z._ als Produktionsmitarbeiterin in Teilzeit tätig; der letzte effektive Arbeitstag war der 22. Mai 2000 (Urk. 8/8). Am 15. Dezember 2000 meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wegen schweren Depressionen zum Leistungsbezug an (Urk. 8/7). Ab 13. März 2001 nahm sie ihre Arbeitstätigkeit bei der Y._ AG mit einem Pensum von ca. 5 Stunden pro Woche wieder auf (Urk. 8/25).
Die IV-Stelle zog Arbeitgeberberichte bei der Y._ AG (Urk. 8/8, Urk. 8/25), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 8/18) sowie die Arztberichte von Dr. med. A._, Allgemeinmedizin FMH, vom 15. Januar 2001 (Urk. 8/9) sowie von Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 14. März 2001 (Urk. 8/19) bei und führte am 6. Juni 2001 eine Haushaltsabklärung durch (Abklärungsbericht vom 20. Juni 2001, Urk. 8/24).
Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 27. August 2001 (Urk. 8/31) sprach sie X._ mit Wirkung ab 1. März 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 70 % (Anteil Erwerbsbereich 80 % / Aufgabenbereich [Haushalt] 20 %, Urk. 8/26/3) eine ganze Invalidenrente zu.
1.2 Am 31. Oktober 2002 leitete die IV-Stelle eine amtliche Revision ein (Urk. 8/37), zog einen Bericht von Dr. A._ vom 15. November 2002 (Urk. 8/38) sowie einen Arbeitgeberbericht der Y._ AG (Urk. 8/39) bei und teilte X._ am 9. Dezember 2002 mit, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe, womit sie weiterhin Anspruch auf die Invalidenrente aufgrund des bisherigen Invaliditätsgrades habe (Urk. 8/41).
1.3 Am 26. Februar 2004 leitete die IV-Stelle infolge der 4. IV-Revision erneut eine amtliche Revision ein (Urk. 8/42), holte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 8/43) und Arztberichte von Dr. A._ vom 27. April 2004 (Urk. 8/45) sowie von Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, vom 21. Juli 2004 (Urk. 8/46) ein und teilte X._ am 4. August 2004 mit, dass bei der Überprüfung des Invaliditätsgrads keine Änderung festgestellt worden sei, weshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad von 71 %) bestehe (Urk. 8/50).
1.4 Im Zuge eines weiteren Revisionsverfahrens vom 17. September 2007 (Urk. 8/61) holte die IV-Stelle einen IK-Auszug (Urk. 8/62), Arbeitgeberberichte (Urk. 8/63, Urk. 8/75) sowie Arztberichte von Dr. A._ vom 15. Oktober 2007 (Urk. 8/64), von Dr. med. D._, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie, vom 25. Januar 2008 und 3. November 2008 (Urk. 8/68/8-9 und Urk. 8/78) sowie von Dr. C._ vom 4. Februar 2008 (Urk. 8/69) ein und führte am 17. April 2008 eine Haushaltsabklärung (Abklärungsbericht vom 25. April 2008, Urk. 8/81) durch.
Am 24. November 2008 erging der Vorbescheid, mit welchem bei einem Invaliditätsgrad von 60 % (Anteil Erwerbsbereich 60 % / Aufgabenbereich [Haushalt] 40 %) die Herabsetzung der ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente vorgesehen wurde (Urk. 8/84).
Dagegen liess X._, vertreten durch den Rechtsdienst Integration Handicap, am 29. Dezember 2008 und am 28. Januar 2009 (Urk. 8/86 und Urk. 8/89) Einwände erheben. Nach deren Prüfung verfügte die IV-Stelle am 18. März 2010 wie angekündigt (Urk. 2 = Urk. 8/93).
2. Am 29. April 2010 erhob X._ durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde und beantragte unter Beilage eines Arztzeugnisses von Dr. A._ vom 23. März 2010 (Urk. 3/3), die Verfügung vom 18. März 2010 sei aufzuheben und ihr sei weiterhin eine ganze Rente mit dazugehörender Kinderrente auszurichten; eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme von weiteren Abklärungen hinsichtlich der Einschränkung im Erwerbsbereich und derjenigen im Haushalt sowie erneutem Rentenentscheid zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2010 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 2. Juni 2010 angezeigt wurde (Urk. 9).
In Ergänzung der Beschwerde liess die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. Juni 2010 (Urk. 10) einen weiteren Bericht von Dr. D._ vom 15. Juni 2010 (Urk. 11/1) sowie eine Telefonnotiz betreffend ein Gespräch mit dem Friedensrichter der Stadt Z._ (Urk. 11/3) einreichen. Mit Eingabe vom 7. April 2011 (Urk. 12) reichte sie eine Eheschutzvereinbarung vom 18. März 2011 (Urk. 13) und mit Eingabe vom 18. April 2011 (Urk. 14) ein Urteil und Verfügung des Bezirksgerichts Z._ vom 7. April 2011 betreffend Eheschutz (Urk. 15) ein.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4 Der Einkommensvergleich gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) in Verbindung mit Art. 16 ATSG hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (BGE 104 V 135 E. 2b S. 137; Urteil des Bundesgerichts 9C_100/2010 vom 23. März 2010 E. 2.1 mit Hinweis).
1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).
1.6 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_086/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
1.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74
ter
lit. f der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (Art. 74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010, je E. 2.2, mit Hinweisen).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin setzte die ganze Invalidenrente auf eine Dreiviertelsrente mit der Begründung herab, dass sie bisher von einer Qualifikation als zu 80 % Erwerbstätige und als zu 20 % Haushaltstätige ausgegangen sei; wegen der veränderten persönlichen Verhältnisse sei jedoch anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin seit März 2007 bei Gesundheit nur noch einem 60%igen Arbeitspensum nachgehen würde; die restlichen 40 % entfielen in den Aufgabenbereich. Aufgrund der medizinischen Akten mute sie der Beschwerdeführerin weiterhin die Ausübung eines 20%igen Pensum in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu. Gemäss der Erhebungen vor Ort am 17. April 2008 liege mit Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht des Ehegatten eine Einschränkung im Haushaltsbereich von 38 % vor. Bei der Rentenzusprache sei die Beschwerdeführerin alleinerziehend und vom Fürsorgeamt abhängig gewesen. Aufgrund der damaligen Situation sei es glaubhaft gewesen, dass sie einer Teilerwerbstätigkeit von 80 % hätte nachgehen müssen. Im Jahr 2006 habe sie geheiratet; die persönlichen und finanziellen Verhältnisse stellten sich heute nun anders dar. Aufgrund der aktuellen Situation sei es nicht mehr glaubhaft, dass sie einer 80%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, weshalb sie an der Qualifikation 60 % Erwerbstätigkeit und 40 % Haushaltsbereich festhalte. Gesamthaft liege der Invaliditätsgrad bei 59,60 % (Erwerbsbereich: 60 % von 74 % = 44,40 %; Haushaltsbereich: 40 % von 38 % = 15,20 %) (Urk. 2).
2.2 Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, ihr psychischer Gesundheitszustand habe sich seit der letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruches im Jahr 2004 wesentlich verschlechtert. Sie sei nach den Arztberichten von Dr. D._ und Dr. A._ im Zeitpunkt der Rentenaufhebung vom März 2010 vollständig arbeitsunfähig gewesen, womit bezüglich der Erwerbstätigkeit von einer vollständigen Invalidität auszugehen sei. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass auf diese Berichte nicht abgestellt werden könne, seien neue medizinische Abklärungen anzuordnen. Falls solche nicht notwendig seien, weil sich ihr Gesundheitszustand nicht wesentlich verändert habe, sei zu bemerken, dass sie nicht wie in der Verfügung vom 18. März 2010 festgehalten zu 20 %, sondern bloss zu 10 % arbeitsfähig sei (Urk. 1 S. 4-8).
Weiter sei für die Ermittlung des Validen- wie auch des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE 2008) abzustellen und ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10 % vorzunehmen, womit sich bei einem Pensum von 10 % ein Invalideneinkommen von Fr. 5'192.10 (Median für Frauen in Tätigkeiten, für welche keine Ausbildung notwendig sei) und ein Valideneinkommen von Fr. 70'578.38 (Niveau 3 der LSE 2008) pro Jahr ergebe. Hauptsächlich zu rügen seien aber die Haushaltsabklärung und die Änderung der Qualifikation, wobei davon auszugehen sei, dass sie als Gesunde weiterhin zu 80 % erwerbtätig wäre. Ferner sei mit Blick auf die ihrem Ehemann zugemutete grosse Schadenminderungspflicht festzuhalten, dass sich die ehelichen Verhältnisse seit Anfang 2010 verändert hätten. So halte sich ihr Ehemann zunehmend nicht zu Hause auf, sondern häufig auswärts bei einem Freund, und sei voll erwerbstätig (vgl. Arbeitsvertrag vom 15. April 2009, Urk. 3/5). Im Weiteren falle auf, dass die Abklärungsperson die Einschränkungen - entgegen den wörtlichen Feststellungen - sehr gering eingeschätzt habe. Würde man auf die wörtliche Beschreibung der Abklärungsperson abstellen, müsse man sozusagen von einer 100%igen Invalidität im Haushaltsbereich ausgehen (Urk. 1 S. 8-12).
3.
3.1 Vorliegend ist in zeitlicher Hinsicht der Vergleich des Sachverhalts zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2010 (Urk. 2) mit dem Sachverhalt zum Zeitpunkt der Mitteilung vom 4. August 2004 (Urk. 8/50), welche auf einer Prüfung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse und infolge der mit der 4. IV-Revision eingeführten Rentenabstufung notwendig gewordenen Neubemessung des Invaliditätsgrades beruhte, massgebend.
3.2 Der Mitteilung vom 4. August 2004 lagen im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte zugrunde:
3.2.1 Dr. A._ führte in seinem Bericht vom 27. April 2004 (Urk. 8/45) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf Borderline-Störung sowie eine chronisch depressive Entwicklung und Angststörung auf. Die Beschwerdeführerin habe ihn seit dem letzten Bericht vom 15. November 2002 einmalig wegen einer Lymphatinopathie am 22. August 2003 konsultiert. Die psychische Betreuung werde weiterhin durch Dr. C._ in Z._ durchgeführt.
3.2.2 Aus dem Bericht von Dr. C._ vom 21. Juli 2004 (Urk. 8/46) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin seit 5. Juni 2000 in seiner Behandlung steht (Urk. 8/46/2). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte der Arzt eine Borderline-Persönlichkeitsstörung mit rezidivierender depressiver Störung und Angststörung sowie eine chronische Erschöpfung. Die Beschwerdeführerin sei von 1995 bis 2001 zu 100 % und vom 1. März 2001 bis auf Weiteres zu 80 % arbeitsunfähig (Urk. 8/46/1). Eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit sei in absehbarer Zeit nicht möglich (Urk. 8/46/2 Ziff. 7).
3.3 Nach Einleitung der aktuellen Revision (Urk. 8/61) lagen folgende Arztberichte vor:
3.3.1 In einem Bericht vom 20. Juli 2007 (Urk. 8/64/3) zuhanden des Hausarztes stellte Dr. med. E._, Facharzt Innere Medizin FMH, Spezialarzt für Rheuma-Erkrankungen, als Diagnosen ein tendomyotisches zervikothorakales Syndrom bei zervikothorakaler Skoliose (Tendomyosen im Schulter-Nackenbereich), eine Rhizarthrose links sowie eine chronische Hepatitis C. Insgesamt habe er Ende Juli 2007 seine Behandlung pausiert. Die psychosozialen Belastungen und die psychiatrische Grunddiagnose belasteten und beschäftigten die Beschwerdeführerin deutlich; die übliche Empfehlung für Antidepressiva sei bereits umgesetzt (Urk. 8/64/4).
3.3.2 Dr. A._ berichtete am 15. Oktober 2007 (Urk. 8/64) von einem stationären Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Er bejahte eine Änderung der Diagnose und führte ein tendomyotisches cervico-thoracales Syndrom bei cervicothoracaler Skoliose, Tendomyosen im Schulter-Nackenbereich im Sinne einer lokalen Fibromyalgie, eine Rhizarthrose links sowie eine intraepitheliale Cervixneoplasie CIN III Uterus myomatosus (Urk. 8/64/1) auf. Psychisch fühle sich die Beschwerdeführerin überfordert, klage über andauernde Müdigkeit, ausgeprägte Konzentrationsstörung und Ängste in Zusammenhang mit sozialen Kontakten. Wegen Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) sei eine neuropsychologische Abklärung bei Dr. F._ in Z._ vorgesehen (Urk. 8/64/1).
3.3.3 Mit Schreiben vom 11. Januar 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin teilte Dr. phil. F._ (Urk. 8/67/8) mit, dass er nicht in der Lage sei, die Fragen betreffend die Arbeitsfähigkeit kompetent beantworten zu können. Bei der Beschwerdeführerin habe er eine neuropsychologische Testabklärung durchgeführt, mit der Frage, ob neuropsychologische Defizite im Sinne einer ADS vorlägen.
3.3.4 Aus dem Bericht von Dr. D._ vom 25. Januar 2008 (Urk. 8/68/8-9) geht eine Behandlung von Juli 2004 bis auf Weiteres hervor. Unter Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (emotional-instabile Persönlichkeit) mit wiederholten depressiven Phasen und sozialen Ängsten, eine ADS, einen chronischen Erschöpfungs- und Überforderungszustand und Schmerzzustände auf, wobei die ersten zwei Diagnosen seit dem Jugendalter bestanden hätten. Unter Arbeitsunfähigkeit gab die Psychotherapeutin Folgendes an (Urk. 8/68/8: "Beruf: Produktionsmitarbeiterin bei Y._ in Z._. 80%ige Arbeitsunfähigkeit seit 2001 (?) bis auf weiteres".
3.3.5 Dr. C._ berichtete am 4. Februar 2008 (Urk. 8/69), dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit August 2004 verschlechtert habe, weil sie erneut in eine schwere depressive Krise geraten sei; im Oktober 2004 habe sie notfallmässig von der Familien- und häuslichen Situation mit einem Aufenthalt im Kurzentrum Sinnehus in H._ entlastet werden müssen. Im Anschluss daran habe sie weitere Termine bei ihm abgesagt. Er habe sie lediglich noch einmal am 7. Januar 2005 in ungebesserter Verfassung gesehen (Urk. 8/69/1).
3.3.6 In einem Bericht vom 3. November 2008 (Urk. 8/78) hielt Dr. D._ fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit dem Frühling 2008 verschlechtert habe (Urk. 8/78/3). Die Hauptdiagnosen seien die gleichen wie im Bericht vom 25. Januar 2008. Seit dem Frühling 2008 sei es jedoch zu einer allgemeinen Verschlechterung gekommen. Damit gemeint seien vermehrte Ängste, verstärkte emotionale Instabilität, das Gefühl „durchzudrehen“, verbunden mit einem chronischen Erschöpfungs- und Überforderungszustand. Diese Faktoren hätten einen ausgeprägten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, inklusive Bewältigung der alltäglichen Lebensverrichtungen beziehungsweise Betreuung der minderjährigen Tochter. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit sei somit nach wie vor deutlich eingeschränkt. Ergänzende medizinische Abklärungen hielt Dr. D._ für nicht angezeigt (Urk. 8/78/4).
3.3.7 Nach Ansicht des zuständigen Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. I._, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 19. September 2008 (Urk. 8/82/3) könne auf die Angaben von Dr. D._ vom 3. November 2008 sowie des Hausarztes Dr. A._ vom 15. Oktober 2007 abgestellt werden. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in freier Wirtschaft sei von einem stationären Zustand auszugehen. Die Angaben der betreuenden Psychotherapeutin von 20 % Arbeitsfähigkeit (seit 2001) in bisheriger wie angepasster Tätigkeit (bei einem 100%igen Pensum) seien plausibel und könnten so übernommen werden. Die durchgeführte Therapie sei adäquat, mit Intensivierung der Therapie sei keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erreichen.
Mit Stellungnahme vom 10. November 2008 (Urk. 8/82/4) zum Bericht von Dr. D._ vom 3. November 2008 (Urk. 8/78) gab Dr. I._ an, dass keine neuen versicherungsmedizinisch relevanten Befunde ausgewiesen seien und die angebliche Verschlechterung auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin beruhten.
3.4 Damit finden sich in den Akten mehrere Arztberichte, die über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Mitteilung vom 4. August 2004 (Urk. 8/50) Auskunft geben. Sie ergeben jedoch - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - keine invaliditätsrechtlich relevante Veränderung in Bezug auf die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit. Dr. C._ (Urk. 8/69) und Dr. D._ berichteten zwar, dass sich ihr Gesundheitszustand seit August 2004 (Urk. 8/69/1) beziehungsweise seit dem Frühling 2008 (Urk. 8/78/3) verschlechtert habe, und Dr. A._ ging in seinem Bericht vom 15. Oktober 2007 (Urk. 8/64) von einer Änderung der Diagnose aus. Die zur Rente führende 80%ige Arbeitsunfähigkeit basierte jedoch von Anbeginn auf psychischen Beschwerden, und es werden - wie RAD-Arzt Dr. I._ festhielt (Urk. 8/82/4) - keine neuen Befunde genannt, welche massgeblichen und andauernden Einfluss auf die noch vorhandene Leistungs- und Arbeitsfähigkeit hätten. Insbesondere führt eine anderslautende bzw. neu hinzugetretene Diagnose (ADS) als Erklärung der psychischen Befunde nicht zu einer höheren Arbeitsunfähigkeit und ging Dr. A._ trotz dem im Frühjahr 2007 verstärkt aufgetretenen tendomyotischen zervikothorakalen Syndrom von einem stationären Gesundheitszustand aus (Urk. 8/64). Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit wird in keinem Arztbericht genannt, vielmehr ging auch Dr. D._ in ihrem Bericht vom 25. Januar 2008 von einer Restarbeitsfähigkeit von 20 % aus. Wenn sie daraufhin im Beschwerdeverfahren neu vorbringt, die Beschwerdeführerin sei bereits im Zeitpunkt dieses Berichtes mehr wie 80 % arbeitsunfähig gewesen, und das Fragezeichen habe sich auf die verwirrenden Vorunterlagen beziehungsweise Vorberichte der früher behandelnden Psychiater bezogen, so vermag dies nicht zu überzeugen und spricht insbesondere nicht für die Zunahme der Arbeitsunfähigkeit, ansonsten nicht einzusehen ist, weshalb sie eine solche nicht schon im Bericht vom 25. Januar 2008 hätte begründet dargelegen können. Es ist daraus nicht ersichtlich, inwiefern die angegebenen Einschränkungen neu nicht durch zumutbare Willensanstrengung wenigstens im Umfang einer 20%igen Arbeitsfähigkeit überwindbar sein sollen.
Bleibt ferner anzumerken, dass das mit der Beschwerde vom 29. April 2010 (Urk. 1 S. 7) eingereichte Arztzeugnis von Dr. A._ vom 23. März 2010 (Urk. 3/3), woraus sich ohne Angaben von Gründen vom 23. März bis 30. April 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ergibt, keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlaubt.
3.5 Nach dem Gesagten ist von einer unveränderten gesundheitsbedingten 80%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen.
4.
4.1 Streitig und zu prüfen ist sodann, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin im heutigen Zeitpunkt ohne Gesundheitsschaden im Erwerbsbereich tätig wäre bzw. ob sich hierzu eine revisionsrechtliche Veränderung ergeben hat. Umstritten ist ausserdem, ob und in welchem Ausmass sich die Einschränkungen im Haushalt verändert haben.
4.2
4.2.1 Bei der erstmaligen Rentenzusprache (Verfügung vom 27. August 2001, Urk. 8/31) sowie bei der Überprüfung im Sommer 2004 (Urk. 8/54) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 80 % erwerbstätig wäre und die restlichen 20 % auf den Aufgabenbereich Haushalt entfallen würden (vgl. Urk. 8/49). Sie stützte sich bei dieser Einschätzung hauptsächlich auf den Abklärungsbericht vom 20. Juni 2001 (Urk. 8/24), wonach die Beschwerdeführerin angegeben hatte, sie sei immer von der Fürsorge unterstützt gewesen und ohne Behinderung müsste sie einer 80%igen Tätigkeit nachgehen (Urk. 8/24/3 Ziff. 2.5).
Die Abklärungsperson hielt in ihrem Bericht vom 20. Juni 2001 fest, die Beschwerdeführerin verdiene sehr wenig und lebe unter dem Existenzminimum; sie sei auf ein 80%iges Einkommen angewiesen. Ob dies irgendwann gesundheitlich möglich sein werde, sei nicht relevant; ihre finanzielle Lage sei seit Jahren miserabel und sie sei fast immer von der Fürsorge unterstützt worden; das Kind verbringe ebenfalls den Tag in einem Tageskindergarten (Urk. 8/24/3 Ziff. 2.5). Die Abklärungsperson verzichtete auf eine Abklärung der Einschränkung in den einzelnen Tätigkeiten mit der Bemerkung, es sei schwierig, diese auf das ganze Jahr gerechnet festzulegen; die Einschränkung könnte etwa 30 % sein (Urk. 8/24/5 Ziff. 6).
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrem internen Feststellungsblatt vom 27. Juli 2001 (Urk. 8/26) auf, die Einschränkung im Haushalt sei nicht mehr abzuklären, da aufgrund der Einschränkung in der Erwerbstätigkeit eine ganze Rente zugesprochen werden könne.
Anlässlich der amtlichen Revision vom Sommer 2004 (Urk. 8/54) ging sie ebenfalls davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 80 % erwerbstätig wäre, und berücksichtigte keine Einschränkung im Haushalt (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 8/49).
4.2.2 In der Haushaltsabklärung vom 17. April 2008 (Urk. 8/81/3-4 Ziff. 2.5) gab die Beschwerdeführerin an, wenn sie gesund wäre, würde sie ein 60%iges Arbeitspensum leisten, dies habe sie auch vor ihrer Krankheit, mit der Tochter und dem Haushalt erledigen können. Zu den finanziellen Verhältnissen wurden im Bericht folgende monatliche Einnahmen aufgeführt: Invalidenrente inklusive Kinderrente Fr. 2'230.--, Lohn Ehemann Fr. 3'000.--, Lohn Beschwerdeführerin Fr. 450.--, Unterhaltsbeitrag für die Tochter Fr. 650.-- (Urk. 8/81/4). Die Abklärungsperson hielt dabei fest, es sei nachvollziehbar und glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin jetzt bei Gesundheit ein 60%iges Arbeitspensum leisten würde; sie habe im Dezember 2006 geheiratet und ihr Ehemann erziele seit März 2007 ein monatliches Einkommen von Fr. 3'000.--. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, dass sie ein 80%iges Arbeitspensum aus finanziellen Gründen leisten müsste. Mit einem 60%igen Arbeitspensum würde sie in der jetzigen Tätigkeit ein monatliches Einkommen von ca. Fr. 2'250.-- erzielen (Urk. 8/81/4). Dieser Einschätzung folgte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2010 (Urk. 2).
4.3 Zu berücksichtigen ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin bei der erstmaligen Rentenzusprache im Jahr 2001 (Urk. 8/31) sowie im Zeitpunkt der Revision 2004 (Urk. 8/54) aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Lage als im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig eingestuft wurde, obwohl sie vormals nicht in diesem Umfang erwerbstätig gewesen war. Im Hinblick auf das Alter des Kindes und das Fehlen familiärer Unterstützung war diese Qualifikation zwar fraglich, jedoch nicht zweifellos unrichtig, wobei sich die Beschwerdeführerin selber ohne Gesundheitsschaden als zu 80 % erwerbstätig betrachtet hatte (Urk. 8/19/1).
Ab Dezember 2006 haben sich die wirtschaftlichen Verhältnisse insofern verändert, als die Beschwerdeführerin geheiratet hat. Angesichts des doch eher unterdurchschnittlichen Lohnes des Ehemannes von Fr. 3'000.-- monatlich sowie des Umstandes, dass die Tochter damals 13 Jahre alt und die Ehe bereits im Zeitpunkt der Hausaltsabklärung mit Schwierigkeiten belastet war (vgl. Urk. 8/81/5), erscheint eine Revision der Qualifikation der Beschwerdeführerin wenig begründet. Ihre eigenen Angaben, wonach sie "bei Gesundheit sicher das 60%ige Arbeitspensum leisten würde, dies habe sie auch vor ihrer Krankheit mit der Tochter und dem Haushalt erledigen können", weisen ebenfalls nicht auf eine revisionsrechtlich relevante Änderung hin, vielmehr müsste eher davon ausgegangen werden, dass von Anfang an keine höhere Erwerbstätigkeit angestrebt worden wäre. Mit dem aktenkundigen Getrenntleben seit 1. März 2010 (Urk. 13) und Auszug des Ehemannes aus dem gemeinsamen Haushalt haben sich die finanziellen Verhältnissen bei der Beschwerdeführerin erneut verändert. Wohl erhält sie im heutigen Zeitpunkt persönliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 1'155.-- monatlich (Urk. 15). Allerdings folgt hieraus noch nicht, dass sie heute ohne Behinderung einer Erwerbstätigkeit in einem kleineren Pensum nachginge, zumal davon auszugehen ist, dass angesichts der kurzen Ehedauer, des Fehlens gemeinsamer Kinder und des geringfügigen Erwerbseinkommens des Ehemannes sie im Gesundheitsfalle wohl kaum mit wesentlichem nachehelichem Unterhalt rechnen dürfte.
Nach dem Gesagten kann die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 60 % im Erwerbsbereich und zu 40 % im Haushalt tätig revisionsrechtlich nicht bestätigt werden. Die Würdigung der erwähnten Umstände führt vielmehr insgesamt zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit nach überwiegender Wahrscheinlichkeit unverändert zur erstmaligen Rentenzusprache von August 2001 (Urk. 8/31) und Üperprüfung im Sommer 2004 zu 80 % erwerbs- und zu 20 % im Haushalt tätig wäre (Urk. 8/54). Ein Revisionsgrund aufgrund der Qualifikationsänderung ist damit nicht gegeben.
4.4
4.4.1 Was die Einschränkungen in den einzelnen Aufgabenbereichen betrifft, ist vorab festzuhalten, dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung invalide Hausfrauen grundsätzlich eine Schadenminderungspflicht trifft, indem sie im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Verfahrensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen ihrer Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und die ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe der Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer im Haushalt tätigen Person zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen (insbesondere der Ehegatten und Kinder) geht weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 300/04 vom 19. Oktober 2004 E. 4.1 und E. 6.2.2, BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). Diese Praxis beruht letztlich auf der Überlegung, dass im Rahmen der Schadenminderungspflicht danach zu fragen ist, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 681/02 vom 11. August 2003). Den Familienangehörigen soll dadurch aber keine unverhältnismässige Belastung entstehen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht I 570/04 vom 28. Februar 2005 E. 5.2.3 mit Hinweisen).
4.4.2 Zum Zeitpunkt des Abklärungsberichts vom 20. Juni 2001 (Urk. 8/24) war die Beschwerdeführerin alleinerziehende Mutter und wohnte zusammen mit ihrer Tochter
(Jahrgang 1995), welche den Tag in einem Tageskindergarten verbrachte (Urk. 8/24/3 Ziff. 2.5). Wie hoch die Einschränkungen im Haushalt waren, ergibt sich aus dem Abklärungsbericht nicht, da aufgrund der Einschränkung in der Erwerbstätigkeit und mit Hinblick auf die ganze Rente auf eine Abklärung verzichtet wurde (vgl. Urk. 8/24/5 und Urk. 8/26/2).
4.4.3 Der Abklärungsbericht vom 25. April 2008 (Urk. 8/81) enthält dagegen eine eingehende Erhebung der Wohnverhältnisse (Urk. 8/81/4-5 Ziff. 5) sowie der im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten (Urk. 8/81/5-8 Ziff. 6). In Übereinstimmung mit der diesbezüglichen Verwaltungspraxis wurden darin die im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten in sieben Aufgaben aufgeteilt (Haushaltführung, Ernährung, Wohnungspflege, Einkauf, Wäsche und Kleiderpflege, Kinderbetreuung, Verschiedenes) und anschliessend nach deren prozentualen Bedeutung im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätigkeiten bewertet. In der Folge bemass die Abklärungsperson für jeden der sieben Tätigkeitsbereiche die konkrete Behinderung und ermittelte auf diese Weise eine Beeinträchtigung im Haushalt von gesamthaft 38,05 %. Es wurde weiter zu Recht festgehalten, dass im Rahmen der Schadenminderungspflicht dem Ehemann eine Mithilfe bei den Küchen- und Haushaltarbeiten, beim wöchentlichen Grosseinkauf, im Bereich Wäsche und Kleiderpflege sowie im Bereich Verschiedenes (vor allem Haustierhaltung) zumutbar sei (Urk. 8/81/5-8 Ziff. 6). Die Mithilfe des damals im gleichen Haushalt wohnenden Ehemannes fällt in den Bereich der zumutbaren Schadenminderungspflicht. Der damals 13-jährigen Tochter wäre zudem ebenfalls zumutbar, gewisse Aufgaben zu übernehmen, was als Mitwirkungspflicht zu berücksichtigen wäre.
Die Abklärungsperson hat für ihre Einschätzung der Einschränkungen in den einzelnen Bereichen je eine kurze, nachvollziehbare Begründung angeführt (Urk. 8/81/5-8 Ziff. 6), und ihre Schlussfolgerungen erscheinen aufgrund der an Ort und Stelle erhobenen Angaben der Beschwerdeführerin sowie aufgrund der Schadenminderungspflicht angemessen. Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Tätigkeitsfelder entspricht den Vorgaben der Randziffern 3086 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit (KSIH; in der ab 1. Januar 2008 gültigen Fassung). Die Beschwerdeführerin beanstandet den Abklärungsbericht auch lediglich pauschal und macht keine konkreten Angaben zu falschen Sachverhaltsfeststellungen; bei ihren Rügen geht es vor allem um die ihrem Ehemann zugemutete Mithilfe (vgl. Urk. 1 S. 10-11 Ziff. 5). Auch wenn der Ehemann inzwischen ausgezogen ist (Urk. 13), sind die Einschätzungen im Abklärungsbericht und in der Verfügung vom 18. März 2010
(Urk. 2) nicht zu beanstanden. Zwar leidet die Beschwerdeführerin an gesundheitlichen Schwierigkeiten und ist, was unstreitig ist, in der Haushaltführung insoweit eingeschränkt, als sie ihre Haushaltarbeit mitunter in Etappen verrichtet oder teilweise Dritthilfe benötigt (vgl. Urk. 8/81/6-7). Der Umstand allein, dass die Haushaltarbeiten nur mühsam oder mit höherem Zeitaufwand bewältigt werden können, begründet aber nicht ohne Weiteres eine Invalidität und eine 100%ige Einschränkung im Haushalt, wie die Beschwerdeführerin vorbringt (vgl. Urk. 1 S. 11).
Unter Berücksichtigung der erwähnten Gewichtungen der einzelnen Tätigkeitsbereiche im Haushalt sowie der bestehenden Einschränkungen bezogen auf den betreffenden Haushaltsbereich und die gesamte Haushalttätigkeit - was nach dem Gesagten nach wie vor Gültigkeit hat - ergibt sich für den Haushaltsbereich eine Einschränkung von 38.05 % bzw. von gerundet 38 % (Urk. 8/81/8). Wohl ist in dieser Bemessung - bei der Rentenzusprache wurde von einer solchen von 0 % ausgegangen - keine revisionsrechtliche Veränderung zu erblicken, mit Ausnahme des Umstandes, dass von der Tochter nunmehr eine Mithilfe erwartet werden darf. Mangels detaillierter Erhebung zur Zeit der Rentenzusprache muss indes auf diese abgestellt werden.
5.
5.1 Eine revisionsrechtlich relevante Änderung hat sich hingegen in den erwerblichen Verhältnissen ergeben. Anlässlich der Rentenzusprache (Urk. 8/25) und noch zur Zeit der Revision im Sommer 2004 (Urk. 8/43) arbeitete die Beschwerdeführerin zu zirka 5 Stunden pro Woche bei der Y._ AG im Stundenlohn (Fr. 25.-- seit 1. Januar 2003) und übernahm die Beschwerdegegnerin das dort effektiv erzielte Erwerbseinkommen (obwohl unter einem Teilpensum von 20 % liegend) als Invalideneinkommen, welches sie dem im Monatslohn als Produktionsangestellte in Teilzeit (80%-Pensum) erzielten Erwerb gegenüber stellte (vgl. Urk. 8/49: Valideneinkommen Fr. 54'600.--, Invalideneinkommen Fr. 5'991.05). Per Ende August 2008 kündigte die Beschwerdeführerin dieses Anstellungsverhältnis und geht seither keiner Erwerbstätigkeit mehr nach (Urk. 8/75, Urk. 1 S. 3). Entgegen dem Standpunkt der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 8/82/5, Urk. 8/90/1, Urk. 2) kann damit bei der Berechnung des Invalideneinkommens nicht auf den im Januar 2007 bei der Y._ AG effektiv erzielten Lohn von Fr. 675.05 abgestellt werden.
Da die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht nach wie vor in der Lage ist, ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin bei der Y._ AG im Umfang von 20 % zu versehen (E. 3.4), genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen (BGE 114 V 313 Erw. 3a, 107 V 22, 104 V 136 Erw. 2a und b). Hierbei ist das Valideneinkommen mit 80 zu beziffern (Einkommen bei vollständiger Leistungsfähigkeit im Umfang eines 80%-Pensums, E. 4.3). Da sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen auf teilzeitlichem Beschäftigungsumfang und auf einer behinderungsangepassten Tätigkeit beruhen, bleibt kein Raum für einen sogenannten leidensbedingten Abzug. Daraus resultiert bei einem Arbeitspensum von 80 % ohne Behinderung und einem solchen von 20 % mit Behinderung eine Einschränkung von 75 % (= [0,8 - 0,2] : 0,8). Bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 80 % ergibt dies eine gewichtete Teilinvalidität von 60 % (= 0,8 x 0,75).
5.2 Im Haushaltsbereich ist gestützt auf den Abklärungsbericht vom 25. April 2008 (Urk. 8/81) von einer Einschränkung von 38,05 % auszugehen. Bei einem Anteil dieses Bereichs von 20 % resultiert eine gewichtete Teilinvalidität von 7,61 % (= 0,2 x 0,3805).
Ausgehend von einer gewichteten Teilinvalidität im Erwerbsbereich von 60 % und einer gewichteten Teilinvalidität im Haushaltsbereich von 7,61 % ergibt sich eine Gesamtinvalidität von 67,61 %. Demnach hat die Beschwerdegegnerin die ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2010 zu Recht auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6. Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung). Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen, welche gemäss dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ist.