Decision ID: 495f3056-a48d-470a-9f70-d8ed82010e77
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_005
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: civil_law

Sachverhalt:
A.
A.A._ und B.B._ sind die nicht miteinander verheirateten Eltern des zehnjährigen C.B._.
B.
Mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 entzog ihnen die KESB Oberland West das Aufenthaltsbestimmungsrechts und verfügte die Unterbringung von C.B._ im D._, unter Verpflichtung der Eltern, ihn dorthin zu bringen. Indes liessen sie ihn in die Waldschule J._ eintreten.
In der Folge kam es zu verschiedenen Rechtsmittelverfahren, auch vor Bundesgericht. Die Beschwerde betreffend den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts wurde letztinstanzlich mit Urteil 5A_300/2018 vom 28. Mai 2018 abgewiesen.
C.
Am 15. März 2018 verfügte die KESB die Vollstreckung ihres Entscheides vom 12. Dezember 2017, indem sie die Eltern aufforderte, sich umgehend mit der Leitung D._ in Verbindung zu setzen und C.B._ in der Kalenderwoche 13 das dortige Schnuppern zu ermöglichen und ihn in den D._ eintreten zu lassen, unter Androhung von Ersatzmassnahmen.
Dagegen erhoben A.A._ und B.B._ beim Obergericht des Kantons Bern eine Beschwerde. Im Rahmen der Instruktionsverfügung vom 18. April 2018 wurde der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und auf den Antrag um superprovisorische bzw. vorsorgliche Anweisung der KESB, C.B._ zu seinen Eltern nach Hause zu entlassen, nicht eingetreten.
Gegen diese Verfügung haben A.A._ und B.B._ am 22. Mai 2018 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit den Begehren um deren Aufhebung, auch vorsorglich und superprovisorisch, und um superprovisorische Anweisung der KESB, C.B._ unverzüglich zu seinen Eltern nach Hause zu entlassen und sämtliche Beschwerdeführer und Vertrauenspersonen in anwaltlicher Vertretung anzuhören. Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.

Erwägungen:
1.
Angefochten ist die obergerichtliche Instruktionsverfügung betreffend aufschiebende Wirkung und superprovisorische bzw. vorsorgliche Anweisung zur unverzüglichen Entlassung des Kindes. Beschwerdegegenstand bilden somit insgesamt vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG (betreffend Entscheid über die aufschiebende Wirkung vgl. BGE 134 II 192 E. 1.5 S. 197), bei welchen nur verfassungsmässige Rechte als verletzt gerügt werden können. Überdies geht es um einen Zwischenentscheid (vgl. BGE 134 II 192 E. 1.5 S. 197), der nur unter den besonderen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann, wobei diese in der Beschwerde darzutun sind (BGE 137 III 324 E. 1.1 S. 329; 141 IV 289 E. 1.3 S. 292).
2.
Die (anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer äussern sich mit keinem Wort zu den Voraussetzungen für die nur ausnahmsweise gegebene Anfechtungsmöglichkeit bei Zwischenentscheiden. Bereits daran scheitert die Beschwerde.
Ohnehin beschränkt sich die Beschwerdebegründung zum grössten Teil auf - überdies in erster Linie die Sache selbst statt den Vollzug betreffende - appellatorische Ausführungen, wie sie im Bereich der Verfassungsrügen unzulässig sind (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Als Verfassungsrüge ist einzig die angebliche Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) halbwegs substanziiert. Indes erfüllt die angefochtene Verfügung die hieraus fliessenden Anforderungen (kurze Nennung der entscheidwesentlichen Gesichtspunkte, von denen sich das Gericht hat leiten lassen, vgl. BGE 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253) in jeder Hinsicht. Soweit noch andere verfassungsmässige Rechte erwähnt werden, bleibt es bei der pauschalen und damit den Substanziierungsanforderungen bei Verfassungsrügen (Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht ansatzweise genügenden Behauptung, der Vollzug sei übertrieben und unverhältnismässig.
3.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).
4.
Mit dem Entscheid in der Sache werden die superprovisorischen und vorsorglichen Begehren gegenstandslos.
5.
Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (Art. 64 Abs. 1 BGG) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.
6.
Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG).