Decision ID: 635a82cb-4f65-4a9d-b5bf-5db3ac83bb69
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Koch bei der B._ AG tätig und dadurch
bei der Swica Gesundheitsorganisation (nachfolgend: Swica) gegen die Folgen von
Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert, als er am 5. April 2011 einen
Motorradunfall erlitt (UV-act. 1, 14). Der Versicherte befand sich vom 5. bis 26. April
2011 stationär in der Abteilung für chirurgische Intensivbehandlung des Kantonsspitals
St. Gallen (nachfolgend: KSSG). Die dort behandelnden Ärzte diagnostizierten mit
Bericht vom 26. April 2011 ein Schädelhirn-, Thorax- und Wirbelsäulentrauma, einen
Verschluss der Arteria subclavia und proximal der Arteria Axillaris links, eine Läsion des
Plexus axillaris links, eine dislozierte Fraktur der Scapula links und eine Thrombose im
Bereich des Coolgards. Klinisch lag eine Plexie des linken Armes vor. Am 5. April 2011
war eine ICP Sonde eingelegt und eine dorsale Spondylodese TH1-6 durchgeführt
worden. Ab 26. April 2011 wurde der Versicherte in der Klinik für Neurochirurgie des
KSSG stationär weiterbehandelt und bis auf weiteres als zu 100% arbeitsunfähig
erachtet (UV-act. 8, 17). Vom 26. Mai bis 16. Juni 2011 erfolgte eine stationäre
Neurorehabilitation in der Klinik C._ (vgl. UV-act. 16, 72). Die Swica entrichtete
Taggelder und übernahm die Heilungskosten (UV-act. 2 f., vgl. UV-act. 118).
A.b Da eine chirurgische Rekonstruktion der kompletten Ausrissverletzung des linken
Plexus brachialis nicht möglich war, unterzog sich der Versicherte am 21. Juni 2011 in
der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG einer
Interkostalnervenneurotisation zur Reanimation der Korakobrachialis- und
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Bizepsmuskulatur (UV-act. 24, 29, 37). Prof. Dr. med. D._, Chefarzt der Klinik für
Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG, diagnostizierte mit
Bericht vom 30. Juni 2011 zusätzlich zu den bereits bekannten Unfallfolgen eine
beidseitige Trochlearisparese und eine Oculomotoriusparese rechts (UV-act. 37). Am 7.
Juli 2011 befand Prof. D._, die Gesamtregeneration der Nerven des linken Armes
werde sicher 1,5 bis 2 Jahre in Anspruch nehmen. Der Versicherte werde langfristig
wesentliche funktionelle Einbussen haben und einer beruflichen Tätigkeit in gewohntem
Masse nicht mehr nachgehen können. Derzeit sei er noch zu 100% arbeitsunfähig (UV-
act. 29).
A.c Vom 19. September bis 27. Oktober 2011 befand sich der Versicherte stationär in
der Klinik Valens. Mit Austrittsbericht vom 18. November 2011 führten die
behandelnden Ärzte aus, er habe bei Eintritt eine beginnende Sensibilität bis ca. zum
proximalen Drittel des linken Oberarmes angegeben. Distal davon bestehe eine
Anästhesie, und aktive Bewegungen des linken Armes seien komplett unmöglich.
Zudem bestünden aus neuropsychologischer Sicht insgesamt mittelschwere
Einschränkungen (vgl. dazu auch Bericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom 25.
Juli 2011; UV-act. 43). Sie erachteten ihn vom 19. September bis 31. Dezember 2011
als zu 100% arbeitsunfähig (UV-act. 72). Ab Eintritt in die Klinik Valens hatte der
Versicherte an einer praktischen beruflichen Rehabilitation im Rahmen des Programms
E._ im Bereich Büro teilgenommen, welche er nach Austritt aus der Klinik bis 23.
Dezember 2011 ambulant weiterführte (UV-act. 64, 66, 70, 74).
A.d Die IV-Stelle übernahm mit Mitteilung vom 8. Juni 2012 die Kosten für eine
Umschulung zum Technischen Kaufmann vom 13. Februar 2012 bis 28. März 2013
(UV-act. 100, vgl. UV-act. 77). Im Frühjahr 2013 bestand der Versicherte die
schulinternen Prüfungen (act. G1.7), worauf die IV-Stelle die Kostengutsprache für den
Zeitraum vom 22. April bis 5. Oktober 2013 zur Absolvierung eines
Vorbereitungskurses und eines Praktikums verlängerte (Mitteilung vom 20. August
2013; UV-act. 151). Die Berufsprüfung 2013 zum Technischen Kaufmann mit
eidgenössischen Fachausweis schloss der Versicherte “nicht erfolgreich“ ab
(Schreiben vom 17. Oktober 2013; act. G5.3).
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A.e Da sich die rechtsseitige Trochlearisparese nicht zurückgebildet hatte, hatte sich
der Versicherte am 9. Juli 2012 in der Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen einer
Operation unterzogen, bei der eine Faltung des Musculus obliquus superior erfolgt war
(UV-act. 96). Prof. D._ hatte am 6. Dezember 2012 berichtet, elektromyographisch
finde sich kein Hinweis auf eine neuronale Regeneration des linken Arms. Die Prognose
sei sehr ungünstig, eine Regeneration könne nicht mehr erwartet werden. Man müsse
mit der kompletten Armparese zeitlebens rechnen (UV-act. 114). Auch Dr. med. F._
und Dr. med. G._, Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich, waren am 11.
Dezember 2012 von geringen Chancen auf eine funktionelle Wiederherstellung
ausgegangen (UV-act. 151). Am 11. April 2013 hatte Prof. D._ sodann festgehalten,
ein chirurgisches Vorgehen bezüglich des linken Armes sei derzeit nicht
erfolgsversprechend (UV-act. 120).
A.f Der Versicherte meldete sich per 1. November 2013 beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als zu 100% vermittelbar an (UV-act. 134). Ab 1.
Februar 2014 trat er eine 20%-Anstellung in der Buchhaltung der H._ AG an und half
zudem bei Bedarf im elterlichen Betrieb in der Administration mit (UV-act. 140, vgl. UV-
act. 172, 182).
A.g Im Auftrag der Swica (vgl. UV-act. 155, 174) wurde der Versicherte im Oktober und
November 2014 durch Ärzte der SMAB AG polydisziplinär (Neurologie,
Neuropsychologie, Orthopädie/Traumatologie, Ophthalmologie) abgeklärt. In ihrem
Gutachten vom 1. Dezember 2014 hielten diese als unfallrelevante Diagnosen eine
vollständige schlaffe Lähmung der linken oberen Extremität, eine leichte bis
mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung bei Status nach
Schädelhirntrauma, ein neuropathisches Schmerzsyndrom des linken Arms bei
kompletter Schädigung des Plexus brachialis links, einen geringen posttraumatischen
Kopfschmerz, ein thoracospondylogenes Schmerzsyndrom, eine beidseitige
Trochlearisparese, eine innere und diskrete äussere Okulomotoriusparese rechts sowie
ein Parinaud-Syndrom fest. In der letzten beruflichen Tätigkeit als Metzger und Koch
gingen sie von einer Arbeitsfähigkeit von 0% seit dem Unfalltag aus. In einer
leidensadaptierten Tätigkeit erachteten die Gutachter den Versicherten seit 1.
November 2013 in der Grössenordnung von integral 60% als arbeitsfähig
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(eingeschränkte Präsenzzeit und Leistungsfähigkeit sowie zusätzlicher Pausenbedarf).
Den Integritätsschaden schätzten sie auf 100% (UV-act. 176).
A.h Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (UV-act. 186, 189) stellte die Swica mit
Verfügung vom 30. Juni 2015 die Taggeldleistungen per 30. November 2014 ein und
kündigte eine Nachzahlung von Fr. 9‘598.80 an. Weiter sprach sie dem Versicherten ab
1. Dezember 2014 eine monatliche Rente von Fr. 651.-- bei einem Invaliditätsgrad von
20% und eine Integritätsentschädigung von Fr. 126‘000.-- basierend auf einem
Integritätsschaden von 100% zu (UV-act. 190).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 30. Juni 2015 erhob die Agrisano Krankenkasse AG,
Krankenversicherer des Versicherten, am 15. Juli 2015 vorsorglich Einsprache (UV-act.
192), zog diese jedoch nach Akteneinsicht am 7. September 2015 zurück (UV-act. 198).
B.b Auch der Versicherte hatte am 27. August 2015 Einsprache erhoben und die
Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% sowie die Abrechnung der nachträglich zu erbringenden Taggelder auf der Basis
einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit und die rückwirkende Erhöhung des Taggelds auf
den Unfallzeitpunkt beantragt. Eventuell seien hinsichtlich der beruflichen
Leistungsfähigkeit weitere Abklärungen zu tätigen (UV-act. 199). Mit
Einspracheentscheid vom 12. November 2015 wies die Swica die Einsprache des
Versicherten ab, soweit sie darauf eintrat (UV-act. 201).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 12. November 2015 richtet sich die
vorliegende Beschwerde vom 14. Dezember 2015. Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer,
Kreuzlingen, beantragt darin namens des Versicherten (nachfolgend:
Beschwerdeführer) dessen Aufhebung und die Zusprache einer Rente von mindestens
50%; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er bringt vor, der Beschwerdeführer sei
nicht als Technischer Kaufmann zu betrachten, da er keinen eidgenössischen
Fähigkeitsausweis habe und damit nicht von einer reellen Vermittelbarkeit auf dem
ersten Arbeitsmarkt gesprochen werden könne. Der Beschwerdeführer habe einige Zeit
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Arbeitslosenentschädigung beziehen müssen, habe die Wirteprüfung absolviert und an
einem Kurs über Administration in der Gastronomie teilgenommen. Derzeit besuche er
einen Lehrgang zum Sachbearbeiter Rechnungswesen. Beim Valideneinkommen sei
auch der Naturallohn, welchen der Beschwerdeführer durch regelmässige Einnahme
der Mahlzeiten im Betrieb erhalten habe, zu berücksichtigen. Sein Lohn sei auch
deshalb tief gewesen, weil er im Betrieb seiner Eltern gearbeitet habe und dieser in
einem Gebiet mit allgemein tiefem Lohnniveau stehe. Die Gesamtarbeitsunfähigkeit der
SMAB-Gutachter sei äusserst knapp bemessen, was sich zumindest in der Gewährung
eines invaliditätsbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen niederschlagen müsste.
In der Praxis werde beim Invalideneinkommen von funktionell einarmigen Personen
regelmässig ein Abzug von 25% vorgenommen. Auch aufgrund der multifaktoriellen
Beeinträchtigung des Beschwerdeführers sei ein angemessener Tabellenlohnabzug
inklusive eines “Teilzeiterabzugs“ vorzunehmen. Der Beschwerdeführer sei beim Unfall
am Anfang seiner Berufskarriere gestanden und habe die Absicht gehabt, zumindest
bald einmal die Ausbildung zum Küchenchef zu machen (act. G1).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2016 beantragt die Swica
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Sie macht geltend, der Beschwerdeführer habe mit der
Wirteprüfung, der Ausbildung zum Technischen Kaufmann sowie der zusätzlichen
Erfahrung und Weiterbildung in der Administration und im Rechnungswesen genügend
Grundlagen, um eine Verweistätigkeit im Rahmen der bestehenden Arbeitsfähigkeit von
80% auszuüben. Beim Valideneinkommen sei vom zuletzt vor dem Unfall erzielten
Einkommen auszugehen. In der Verfügung sei sie beim Invalidenlohn vom Tabellenlohn
gemäss LSE 2012, Total, Kompetenzniveau 2, Männer, ausgegangen. Durch die
Absolvierung von Weiterbildungen habe der Beschwerdeführer seine Qualifikationen
gegenüber dem Zeitpunkt der Verfügung erhöht. Es sei daher davon auszugehen, dass
der verfügungsweise angenommene Invalidenlohn zu tief ausgefallen sei. Dem
ermittelten Tabellenlohn habe sie sodann eine Leistung von lediglich 60% zugrunde
gelegt, obwohl gemäss SMAB-Gutachten eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer
Verweistätigkeit bestehe (act. G3).
C.c Mit Replik vom 16. Februar 2016 lässt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
festhalten und ausführen, gemäss Konsenbeurteilung der SMAB-Gutachter liege eine
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Arbeitsfähigkeit von 60% vor. Er habe nur die schulinterne Prüfung bestanden und den
eidgenössischen Fachausweis leider nicht erlangt, weshalb seine Berufsperspektiven
als Technischer Kaufmann schlecht seien. Die Wirteprüfung stelle keine vertiefte
Ausbildung dar. Dem Faktum des vor dem Unfall tiefen Lohnes sei dadurch Rechnung
zu tragen, dass für die Ermittlung des Invalideneinkommens mittels LSE-Lohntabellen
nicht auf das Kompetenzniveau 2, sondern auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen sei.
Dies dränge sich umso mehr auf, als er trotz grossem Einsatz die doch recht
niederschwellige Ausbildung zum Technischen Kaufmann nur knapp bestanden habe.
Der Einarmigkeit und dem verlangsamtem Arbeitstempo sei zumindest mit der
Gewährung eines Tabellenlohnabzugs von 25% Rechnung zu tragen (act. G5).
C.d In ihrer Duplik vom 9. März 2016 hält die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen
fest. Sie bringt vor, der Beschwerdeführer sei trotz seiner gesundheitlichen
Einschränkungen in der Lage gewesen, Weiterbildungen zu absolvieren. Dies zeige,
dass eine Erwerbstätigkeit grundsätzlich möglich sei. Die Invalidenversicherung habe
mit dem beigelegten Entscheid vom 25. Februar 2016 (vgl. act. G7.1) den Anspruch auf
berufliche Massnahmen mit der Begründung abgelehnt, dass der Beschwerdeführer als
Mitarbeiter der Kreditorenbuchhaltung bei der H._ AG sowie als Sachbearbeiter bei
der I._ tätig und damit angemessen eingegliedert sei. Dies deute darauf hin, dass
auch die ihm zugesprochene UV-Rente von 20% zu hoch sei. Das Verfahren sei bis
zum Vorliegen eines Rentenentscheids der Invalidenversicherung zu sistieren (act. G7).
C.e Das Versicherungsgericht St. Gallen verzichtete am 10. März 2016 vorläufig auf
eine formelle Sistierung des Verfahrens (act. G8). Der Beschwerdeführer teilte am 10.
November 2016 (act. G9) mit, laut dem beigelegten Schreiben der IV-Stelle vom 4.
November 2016 (vgl. act. G9.1) beabsichtige diese nicht, vor dem Vorliegen des
Entscheids in der UVG-Sache über die IVG-Rente zu verfügen.

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
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(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher
die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Im vorliegenden Verfahren einzig noch umstritten ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Dabei sind sich die
Parteien über die massgebenden Validen- und Invalideneinkommen (insbesondere
auch Arbeitsunfähigkeitsgrad und Tabellenlohnabzug) uneinig. Die
Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer mit Einspracheentscheid vom 12.
November 2015 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 20% zu (UV-act.
201). Der Beschwerdeführer beantragt dagegen eine solche basierend auf einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50% (act. G1). Unbestritten und nicht zu beanstanden
ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. eines allfälligen Rentenbeginns per 1.
Dezember 2014 (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. dazu UV-act. 176, S. 18 ff., UV-act. 151, act.
G7.1).
3.
3.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den
Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch
einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des
Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die
Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
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zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist
die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
3.2 Vorerst ist der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers zu beurteilen.
3.2.1 Der neurologische SMAB-Teilgutachter ging aufgrund der durch das
neuropathische Schmerzsyndrom bei vollständiger Parese des Plexus brachialis links
und ein Schmerzsyndrom im Bereich der Brustwirbelsäule bedingten
Leistungseinschränkung von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit bei einem 100%-Pensum
in einer adaptierten Tätigkeit aus. Die gleiche Einschätzung findet sich im
orthopädischen Teilgutachten. Die Neuropsychologin befand, beim Beschwerdeführer
sei aufgrund seiner kognitiven Defizite von einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit von
30 bis 40% sowohl als Koch als auch für die Tätigkeit als Technischer Kaufmann
auszugehen (UV-act. 176, S. 12 ff., vgl. neuropsychologisches Teilgutachten vom 20.
Oktober 2014, S. 8). Die SMAB-Gutachter schlossen daraus in ihrer
Konsensbeurteilung nachvollziehbar, der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen
Tätigkeit als Metzger und Koch seit 5. April 2011 zu 100% arbeitsunfähig. In einer
leidensadaptierten Tätigkeit bestehe jedoch seit dem 1. November 2013 eine
Arbeitsfähigkeit von 60% (UV-act. 176, S. 16 f.). Als adaptiert erachteten sie eine
leichte Tätigkeit in wechselnder Körperhaltung mit ausschliesslicher Beanspruchung
des rechten Armes. Zu vermeiden seien auch Tätigkeiten unter
Nachtschichtbedingungen sowie unter ungünstigen Witterungsverhältnissen (Nässe,
Kälte, Staub). Rückenbelastende Arbeiten in Zwangshaltungen wie vornüber gebeugt
stehend, kniend, hockend oder kauernd seien nicht zumutbar. Das Heben, Tragen und
Bewegen von Lasten mit dem rechten Arm sei auf 10 bis maximal 15 kg limitiert.
Sämtliche Tätigkeiten mit einem durchgängig hochgradigen Anspruch an die
Konzentrationsfähigkeit bzw. das Gedächtnis und das Durchhaltevermögen seien nicht
zumutbar. Verbunden mit der erhöhten Ermüdbarkeit führe dies zu Einschränkungen
bei allen Aufgaben mit hohen kognitiven Anforderungen. Es sei je nach
Anforderungsprofil der Tätigkeit mit einem erhöhten Lern- und Kontrollaufwand sowie
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zusätzlichen Pausen zu rechnen. Insofern kämen vor allem Tätigkeiten ohne
Anforderungen an verbale Gedächtnisfähigkeiten in Frage (UV-act. 176, S. 17).
3.2.2 Wie der Beschwerdeführer richtig vorbringt (act. G1), sind die Ausführungen
im Einspracheentscheid (UV-act. 201, Ziff. 3.4 f.), wonach denkbar wäre, aufgrund des
SMAB-Gutachtens statt von einer 60%igen von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen und dafür einen Tabellenlohnabzug von 25% (vgl. dazu E. 3.3.3)
vorzunehmen, nicht überzeugend. Die neuropsychologische Teilgutachterin hielt zwar
ein 90% Pensum mit einer Leistung von 65-75% zumutbar, schloss jedoch daraus, die
Arbeitsfähigkeit betrage 60 bis 70% (vgl. neuropsychologisches Teilgutachten vom 20.
Oktober 2014, S. 9; UV-act. 176). Auch den Vorbringen der Beschwerdegegnerin (act.
G3, G7), wonach eigentlich von einer 80% oder gar 100%igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen wäre, ist nicht zu folgen, zumal sie die kognitiven Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers, welche gemäss der überzeugenden Einschätzung der SMAB-
Gutachter zu einer 30-40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl.
neuropsychologisches Teilgutachten vom 20. Oktober 2014, S. 8; UV-act. 176), ausser
Acht lassen. Allfällige nach dem Einspracheentscheid eingetretene gesundheitliche
Verbesserungen, wie sie die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen zur Fähigkeit
zur Absolvierung von Weiterbildungen und des Antretens eines neuen Jobs
sinngemäss geltend macht (act. G3, G7), sind sodann vorliegend nicht relevant, da nur
der Sachverhalt, wie er sich bis zur Verfügung vom 30. Juni 2015 entwickelt hat, zu
berücksichtigen ist (vgl. BGE 121 V 366 E. 1.b; Urteil des Bundesgerichts vom 30.
Oktober 2009, 8C_447/2009 E. 3.5). Die allenfalls bereits zuvor absolvierte
Wirteprüfung und der Kurs zur Administration in der Gastronomie deuten zudem nicht
auf eine geringere Arbeitsunfähigkeit hin, zumal diese gemäss nachvollziehbaren
Ausführungen des Beschwerdeführers (act. G5) keine vertieften Ausbildungen
darstellen und für ihn, der in der Gastronomie tätig gewesen war, lediglich eine
“Formsache“ darstellten. Die Beschwerdegegnerin selbst geht schlussendlich von
einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 60% in einer adaptierten Tätigkeit aus (UV-act. 201,
act. G3). Von einer zu “grosszügigen“ Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit der Folge
einer “reformatio in peius“ (vgl. act. G7) kann angesichts der dargelegten Beurteilung
der SMAB-Gutachter jedenfalls nicht gesprochen werden.
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3.2.3 Es ist damit von einer Arbeitsfähigkeit von 60% für eine leidensangepasste
Tätigkeit entsprechend den Adaptionskriterien der SMAB-Gutachter (vgl. E. 3.2.1)
auszugehen.
3.3 Schliesslich ist basierend auf dem Arbeitsfähigkeitsgrad von 60% im Rahmen
eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
3.3.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des
allfälligen Rentenbeginns (vorliegend per 1. Dezember 2014) verdient hätte. Für die
Bestimmung des Valideneinkommens wird grundsätzlich am zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1;
Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August
2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Ausnahmen müssen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Gemäss den im Recht
liegenden Lohnabrechnungen erzielte der Beschwerdeführer zwischen April 2010 und
April 2011 ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4‘000.--. Darin enthalten war ein
Pauschalbetrag von Fr. 50.-- für Verpflegung (UV-act. 178, vgl. UV-act. 90). Selbst
wenn dieser Betrag die effektiven Kosten der Arbeitgeberin für die vom
Beschwerdeführer konsumierte Nahrung nicht gedeckt haben sollte, ist der Nachweis
nicht erbracht, dass ein – im Übrigen unbelegter – den Pauschalbetrag von Fr. 50.--
übersteigender Anteil als Naturallohn zu betrachten und zum monatlichen Einkommen
von Fr. 4‘000.-- hinzuzuzählen wäre. Eine Grundlage bzw. Rechtfertigung für die
Anrechnung von Fr. 18.-- pro Tag gemäss dem Antrag des Beschwerdeführers ist
jedenfalls nicht ersichtlich. Folglich ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 52‘000.--
(13 x 4‘000.--) für das Jahr 2011 und angepasst an die branchenspezifische
(Beherbergung und Gastronomie) Nominallohnentwicklung bis 2014 bei den Männern
(+ 1.9%, + 0.7%, + 0.8%) resultiert für den massgeblichen Zeitpunkt 2014 ein
Jahreseinkommen von Fr. 53‘786.--. Vorliegend besteht kein Grund für eine
Heraufsetzung des Valideneinkommens im Sinne einer Parallelisierung (vgl. BGE 135 V
297 E. 5.1). Entgegen der Auffassung der Parteien (vgl. act. G1, G3) kann nicht gesagt
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werden, der vom Beschwerdeführer vor dem Unfall im Betrieb seiner Eltern erzielte
Verdienst sei vergleichsweise gering. Laut den vom Bundesamt für Statistik periodisch
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2014) belief sich der Tabellenlohn des
Wirtschaftszweigs Gastgewerbe für Männer, Kompetenzniveau 2, auf Fr. 4‘261.--
monatlich bzw. Fr. 51‘132.-- jährlich, und betrug damit gar leicht weniger als der vom
Beschwerdeführer erzielte Lohn. Gemäss dem Lohnrechner “Salarium“ des
Bundesamtes für Statistik (BfS; abrufbar unter www.lohnrechner.bfs.admin.ch) liegt der
Medianwert für einen 25-jährigen Koch (Branche 56, Berufsgruppe 51, ohne
Kaderfunktion, 42 Wochenstunden) bei 4‘201.-- monatlich, bzw. 54‘613.-- jährlich, was
in etwa dem teuerungsangepassten Einkommen des Beschwerdeführers entspricht.
Konkrete Anhaltspunkte für die angeblich geplante Ausbildung zum Küchenchef (vgl.
act. G1) liegen nicht vor.
3.3.2 Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches
Einkommen. Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht der
Beizug von Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund. Nur unter
besonderen Voraussetzungen wird das Invalideneinkommen dem nach Eintritt der
gesundheitlichen Einbusse noch erzielten Einkommen gleichgesetzt. Dabei wird
kumulativ vorausgesetzt, dass ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis den Bezug auf
den allgemeinen Arbeitsmarkt erübrigt, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit
zumutbar voll ausgeschöpft wird und dass nicht ein Soziallohn ausgerichtet wird (UELI
KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 4 N 46 ff.). Diese Voraussetzungen
sind vorliegend nicht erfüllt, zumal der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des
Fallabschlusses im Dezember 2014 messbar (Tätigkeit bei Eltern ist nicht
quantifizierbar) nur zu einem Pensum von 20% tätig war und damit seine 60%ige
Restarbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpfte (UV-act. 140). Es rechtfertigt sich daher, das
Invalideneinkommen gestützt auf die LSE (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E.
4.2.1) zu ermitteln, und zwar anhand des über den Durchschnitt des Sektors 3,
Dienstleistungen, in der Privatwirtschaft von Männern des Kompetenzniveaus 2
erzielten Lohnes, der sich im Jahr 2014 auf Fr. 5‘339.-- pro Monat belief (LSE 2014,
Bundesamt für Statistik, Tabelle TA1, Sektor Dienstleistungen, Kompetenzniveau 2).
Daraus ergibt sich ein Jahreseinkommen von 64‘068.--. Aufgerechnet auf die
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (2014, total) ergibt sich ein
Jahreseinkommen von Fr. 66‘791.--, bzw. bei einem zumutbaren Arbeitspensum von
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60% ein solches von Fr. 40‘075.--. Der Einbezug anderer Wirtschaftssektoren
rechtfertigt sich nicht, da der Beschwerdeführer ausserhalb des Dienstleistungssektors
wohl kaum besondere Kompetenzen hat, die ihn vom Hilfsarbeiter abheben. Es ist
anzunehmen, dass die für den Beschwerdeführer eher nicht geeigneten Tätigkeiten wie
Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst und
Fahrdienst im Produktionssektor stärker vertreten sind als im Dienstleistungssektor.
Der Beschwerdeführer kann seine verbleibenden Fähigkeiten daher im Sektor
Dienstleistungen insgesamt wohl besser verwerten als (auch) im Produktionssektor.
Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen, da
sein Lohn vor dem Unfall am Anfang seiner Berufskarriere entsprechend tief gewesen
sei und er die doch recht niederschwellige Ausbildung zum Technischen Kaufmann
trotz grossem Einsatz nur knapp bestanden habe (act. G5). Dem ist jedoch nicht zu
folgen, zumal der Beschwerdeführer zwar die eidgenössische Prüfung zum
Technischen Kaufmann nicht bestanden hat, die Ausbildung aber dennoch durchlaufen
und dadurch praxisrelevante Kenntnisse erlangt hat, die es ihm ermöglichen sollten,
sich erfolgreich für eine kaufmännische Stelle zu bewerben (vgl. UV-act. 165, 167, 169).
Dass er seine Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich verwerten kann, zeigt sich dadurch,
dass er seit 1. Februar 2014 in einer 20%-Anstellung in der Buchhaltung der H._ AG
tätig ist (vgl. UV-act. 140), diese Tätigkeit gemäss Angaben der Arbeitgeberin trotz
leicht eingeschränkter Leistungsfähigkeit sehr gut erledigt (vgl. UV-act. 182) und
inzwischen offenbar eine weitere Anstellung als Sachbearbeiter bei I._ gefunden hat
(vgl. act. G7.1).
3.3.3 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Tätigkeiten behindert sind, im
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden
Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Beim Beschwerdeführer sind unfallbedingt
diverse qualitative Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit zu beachten
(wechselbelastende Tätigkeit, keine ungünstige Witterungsverhältnisse, Heben von
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Lasten nur unter 10 bzw. 15kg, keine Zwangshaltungen, keine Schichtarbeit etc.).
Dabei ist insbesondere auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seinen
linken Arm für keinerlei Tätigkeiten (auch nicht zum Halten) mehr einsetzen kann, sein
Arbeitstempo dadurch verlangsamt ist und er unter Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen leidet. Es ist daher mit einem erhöhten Lern- und
Kontrollaufwand zu rechnen, was ein grösseres Entgegenkommen von Seiten des
Arbeitgebers bedingt als allgemein üblich (UV-act. 176, vgl. E. 3.2). Der
Beschwerdeführer ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit
lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen.
Weiter zu berücksichtigen ist der Umstand, dass er nur noch als Teilzeitbeschäftigter
(60% Pensum) tätig sein kann (vgl. PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in
Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S.
139 ff.). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 15% festzusetzen.
Folglich reduziert sich das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 34‘064.--
3.4 Ausgehend von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
und unter Berücksichtigung eines 15%igen Tabellenlohnabzugs resultiert bei einem
Valideneinkommen von Fr. 53‘786.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 34‘064.--
ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37%.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der
angefochtene Einspracheentscheid vom 12. November 2015 aufgehoben und dem
Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2014 eine Invalidenrente entsprechend einem
Invaliditätsgrad von 37% zugesprochen wird. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.3 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung
gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese wie
in vergleichbaren Fällen üblich auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzulegen.
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