Decision ID: a798ab40-166e-56a4-a768-10b6a9665374
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971,
ist ausgebildeter Maschinenmechaniker (Urk. 7/3 Ziff. 6.2), arbeitet jedoch seit 1998 als Taxifahrer (Urk. 7/3 Ziff. 6.3.1). Am 29. Mai
sowie 25. September
2004
war der Versicherte in
Auffahrkollision
en ver
wickelt und erlitt dabei zwei Beschleunigungstraumata (vgl. Urk. 7/8/5-6,
Urk. 7/15/141 Ziff. 4, 6 und 9,
Urk. 7/15/236 Ziff. 4
, 7
und
11
).
Am
5. Oktober 2005
meldete er sich
erstmals
unter Hinweis auf
verschiedene somatische und psychische B
eschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/3 Ziff. 7.2
).
Mit
Einspracheentscheid
vom 2. Juni 2006 stellte die Schweizerische Unfallver
sicherungsanstalt (Suva) die bis dahin erbrachten Leistungen für beide Unfälle per 31. Dezember 2005 ein (
vgl. Urk.
7/
56 S. 2)
. In Gutheissung der dagegen er
hobenen Beschwerde stellte das hiesige Gericht mit Urteil vom 31. Oktober 2006 fest, dass der Versicherte weiterhin Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen habe (
Prozess Nr. UV.2006.00230;
Urk. 7/56).
Mit
Einspracheentscheid
vom 12. September 2007 stellte die Suva ihre Leistungen per 30. April 2007 erneut ein (Urk. 7/57/31-38). Dieser Entscheid wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 14. Mai 2009 geschützt (Prozess Nr. UV.2007.00450; Urk. 7/60).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte mit Ver
fügung vom 3. September 2009 einen Leistungsanspruch des
Versicherten (Urk. 7/62).
Mit Einstellungsverfügung vom 17. September 2013 stellte die Staatsanwalt
schaft II ein gegen den Versicherten geführtes Strafverfahren wegen Betrug
s
ein und verwies die Zivilklagen verschiedener Versicherungen auf den
Zivilweg
(Urk. 7/75 S. 29).
1.2
Ab
1. Oktober 2011
war
der Versicherte in einem Pensum von 100 % als Buschauffeur tätig (Urk. 7/76 Ziff. 5.4). Am 26. Januar 2017 meldete er sich unter Hinweis auf seit Oktober 2015 bestehende Rückenschmerzen erneut bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/76 Ziff. 6.1). Per 30. Juni 2017 wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst (vgl. Urk. 7/86).
Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche (Urk. 7/84) und medizi
nische Abklärungen (Urk. 7/77
, Urk. 7/107
, Urk. 7/110
), führte am 13. März 2017 ein Standortgespräch m
it dem Versicherten (Urk. 7/83) und
zog Akten des Kran
kentaggeldversicherers
, insbesondere ein neurologisches Kurzgutachten von
Dr.
med.
Y._
vom 18. August 2017, b
ei (Urk. 7/88
-89
). Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/96, Urk. 7/100
, Urk. 7/109
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. April 2018 einen
Leistungs
anspruch des Versi
cherten (Urk. 7/115 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
17. Mai 2018
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
18. April 2018
(Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
,
es sei
ein polydis
ziplinäres Gutachten anzuordnen und ihm eine angemessene Invalidenrente zu
zusprechen
(Urk.
1 S.
2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2018 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 20. Juli 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
,
IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere
ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art.
28 Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt
in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2)
fest
, aus dem vom Krankentaggeldversicherer veranlassten Gutachten gehe hervor, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Buschauffeur trotz Belastungen im Rücken- und Hüftbereich voll
zumutbar sei. Allgemein empfohlen und voll zumutbar seien körperlich leichte bis teilweise mittelschwere Tätigkeiten in Wechselbelastung oder überwiegend sitzend. Nur gehende oder stehende Tätig
keiten seien aus ärztlicher Sicht eher ungünstig. Somit handle es sich nicht um eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit
. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung gebe jedoch nur dann Anspruch auf Leistungen, wenn sie eine voraussichtlich lang dauernde Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe
(S.
1).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, es liege eine klare Diagnose vor, aufgrund welcher ein operativer Eingriff erfolgt sei, welcher jedoch die Schmerzsymptomatik nicht habe lösen können. Es bestehe eine nachvollziehbare gesundheitliche Einschränkung aufgrund der Schmerzen
und des dadurch gestör
ten Nachtschlafes. Von neurologischer und orthopädischer Sicht her sei der Grund für die Beschwerden jedoch noch nicht gefunden worden, Dr.
Z._
schlage eine psychosomatische Evaluation vor (Urk. 1 S. 5
Rz
7). Auf das Kurz
gutachten von Dr.
Y._
könne aus diversen Gründen nicht abgestellt werden (S. 5 f.
Rz
8). Auch bei der Behandlung in der
A._
sei die genaue Ursache des vermutlich multifaktoriell bedingten Schmerzsyndro
ms unklar ge
blieben. Es
sei
ein lokaler
muskuloskelettaler
Anteil vermutet und eine angiolo
gische Untersuchung ins Auge gefasst worden (S. 7
Rz
11). Er sei orthopädisch, neurochirurgisch und neurologisch untersucht und behandelt worden, wobei das Problem nicht oder nicht mehr dort zu liegen scheine. Die Beschwerdegegnerin habe aber keine weiteren Abklärungen vorgenommen, weshalb ein interdiszipli
näres Gutachten in Auftrag zu geben sei (
Rz
12). Entgegen der Beurteilung im Gutachten von Dr.
Y._
gehe Dr.
Z._
von einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit aus (S. 7
Rz
13). Ein nicht ausgeschlafener Buschauffeur, welcher zu
dem unter Medikamenten stehe, sei nicht zumutbar für den Arbeitgeber und würde auch gegen das Strassenverkehrsgesetz verstossen. Schon aus diesem Grund komme eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit als Buschauffeur nicht in Frage (S. 8
Rz
14).
Die Beschwerdegegnerin gehe davon aus, dass kein invalidisierender Ge
sundheitsschaden vorliege, obschon einerseits die Ärzte gar nicht wüssten, woher die Symptome kämen, und andererseits verschiedene Ansichten betreffend die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als Buschauffeur vorlägen (S. 8
Rz
16). Vor
liegend bestehe kein schlüssiger Bericht beziehungsweise es würden verschiedene medizinische Meinungen vorliegen, welche sich klar widersprechen würden. Aus diesem Grund müsse ein Gerichtsgutachten veranlasst werden, um den Sachver
halt zu klären (S. 9
Rz
18).
2.3
Strittig und zu prüfen ist demnach, ob der medizinische Sachverhalt
rechtsgenüg
lich
abgeklärt wurde beziehungsweise ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
3.
3.1
Dr.
med. B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, attestierte am 15. September 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 8. September 2016 bis auf Weiteres (Urk. 7/77/9). Für die Zeit vom 11. Oktober 2016 bis 31. März 2017 attestierten d
ie Ärzte der C._
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, wobei ab dem 5. Dezember 2016 ein Ar
beitsversuch mit einem Pensum von 50 % möglich sei (Urk. 7/77/1-8).
3.2
In seinem Bericht vom 26. April 2017 (Urk. 7/88/9-10) nannte PD
Dr.
med. D._
, Facharzt für Neurochirurgie,
C._
, folgende Diagnosen (S. 1):
-
chronisch rezidivierende rechtsseitige
Lumboischialgie
, Schwerpunkt L5
-
Bandscheibenprotrusionen
LWK 3/4 und LWK 4/5 mit rechts
rezessalen
Stenosierungen
Seit der unmittelbar postoperativen Kontrolle habe sich die Schmerzsituation zu
nächst etwas verbessert, Mitte April sei es jedoch wieder zu belastungsabhängi
gen Schmerzausstrahlungen von rechts lumbal über das Gesäss bis in den dorsa
len rechten
Vorfuss
gekommen. Der Beschwerdeführer nehme seitdem wieder täg
lich Voltaren und
Novalgin
ein (S. 1). Im MRI
vom 18. Mai 2017
zeige sich im Allgemeinen ein regelrechter postoperativer Befund. Die
auf
der Höhe LWK 4/5
rezessal
dekomprimierte L5-Wurzel wirke leicht verdickt und etwas signalalte
riert. Unverändert zeige sich die
breitbasige
Protrusion im Segment LWK 3/4 mit möglicher belastungsabhängiger
rezessaler
Nervenwurzelaffektion (S. 1).
Mo
mentan bestehe keine Indikation zur erneuten neurochirurgischen Intervention (S. 2).
Am 7. Juni 2017 hielt PD Dr.
D._
fest, der Grad der Arbeitsfähigkeit, die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sowie die Prognose seien noch unklar. Gegenwärtig sei keine körperliche Belastung möglich (Urk. 7/88/8 Ziff. 6 und 9).
3.
3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurochirurgie,
C._
, nannte in seinem Bericht vom 16. Juni 2017 (Urk. 7/88/6-7) folgende Diagnosen (S. 1):
-
persistierendes radikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Status nach
rezes
saler
Dekompression L4/5 rechts (18. März 2017)
-
bei regelrechten post
operativen Verhältnissen in der
MRI-
Untersu
-
chung
vom 18. Mai 2017 ohne Reststenose, mögliche Vernar
bungen
Der Beschwerdeführer
berichte
über weiterhin abstrahlende Schmerzen im rech
ten Bein, der Schmerz verlaufe über die Lateralseite des Ober- und Unterschen
kels. Von der Intensität her sei der Schmerz insgesamt aber deutlich geringer als vor der Operation. Er empfehle die Wiederaufnahme der Physiotherapie, primär muskuläres Aufbautraining sowie Rückenschule. Des Weiteren habe er eine Ver
ordnung für eine Medizinische Trainings-Therapie (MTT) ausgestellt. In drei Wo
chen finde eine Nachkontrolle statt, gegebenenfalls erfolge dann noch eine In
filtrationsbehandlung
epidural
L4/5 rechts (S. 1).
3.
4
Am 7. August 2017 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag des Krankentaggeld
versicherers durch
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Neurologie, begutachtet. In seinem Kurzgutachten vom 18. August 2017 (Urk. 7/89) nannte Dr.
Y._
folgende zusammenfassende Diagnosen (S. 12):
-
subjektiv Angabe von Schmerzen im rechten Gesäss/Hüftbereich, in Ober
schenkel ausstrahlend, mit anamnestisch leichten lumbalen Beschwerden
-
Status nach Dekompressionsoperation LWK4/5 rechts im März 2017, anamnestisch ohne signifikante Verbesserung
-
objektiv ohne klinische Defizite oder Funktionseinschränkung
-
ohne elektromyographische Pathologie in
Myotomen
L4-S1 rechts (Juli 2017)
-
Hinweis für Aggravation und teilweise bewusste negative Antwortverzer
rung
Anamnestisch beschreibe der Beschwerdeführer chronische Schmerzen seit Herbst 2015, seit der Operation im März 2017 seien diese nicht besser geworden, eher sogar mehr. Jetzt würden auch Schmerzen im Oberschenkel und im Kniebereich bestehen (S. 9 Ziff. III). Rückblickend sei die Indikation zur Operation nicht wirk
lich gut begründbar. Weder in der Vergangenheit noch aktuell sei der Lasègue pathologisch positiv, es würden auch keine Dehnungszeichen vorliegen. Die Re
flexe seien allseits symmetrisch auslösbar.
Im Lokalbefund der LWS sei die para
vertebrale Muskulatur weich und locker verschieblich. Als Diskrepanz falle auf, dass die Schmerzen mit einer Schmerzstärke von 8/10 beschrieben würden, diese bestehe durchgehend, auch zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung.
I
m Ausdrucksverhalten
lasse sich dies aber
sicherlich nicht feststellen, der Beschwer
deführer wirke durchwegs freundlich, positiv, durchaus humorvoll, konziliant, auch mitlachend. Höchst erstaunlich sei das Ergebnis der Medikamentenspiegel
kontrolle
, in welchem
die
als täglich eingenommen angegebene
Lyrica
und
Targin
entweder gar nicht oder nur in geringen Spuren überhaupt im Blut nachweisbar seien. Diese Befunde würden den bewussten Angaben zur täglichen Medikamen
teneinnahme massiv widersprechen. An der anamnestisch behaupteten hochska
lierten Schmerzausprägung dürfe also erheblich gezweifelt werden
.
Weder zeige sich ein solch hochgradiger Schmerz im Ausdrucksverhalten noch passe dazu die Behandlungsaktivität. Gleichermassen würden die anamnestischen Angaben klare Zweifel an der Aussagenqualität aufkommen lassen. Zudem sei der klinische Befund was den Rücken betreffe in keiner Weise beeinträchtigt
(S. 10). Trotz der Operation wäre aktuell in keiner Weise ein so erhebliches, noch dazu vermeintlich therapieresistentes Beschwerdebild
erklärbar und es könne objektiv auch nicht festgestellt werden, dass hieraus eine Teilarbeitsunfähigkeit oder gar eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit resultiere, wie derzeit attestiert.
Entsprechend sei auch prognostisch keine Einschränkung erkennbar
(S. 11).
Dem Beschwerdeführer sei bereits im März 2017 gekündigt worden. Möglich seien insbesondere körperlich leichte bis mittelbelastende Tätigkeiten, optimalerweise wechselbelastend oder überwiegend sitzend. Vermieden werden sollten stärkere Hüft- und Rückenbelastungen, insbesondere Tätigkeiten nur im Gehen oder Ste
hen. Eine Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes, leidensadaptiert, sei aus neu
rologischer Sicher versicherungsmedizinisch ohne signifikante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit möglich. Auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Buschauf
feur sei als hinreichend leidensadaptiert zu werten und dem Beschwerdeführer zu 100 % zumutbar (ganztägig, ohne Leistungsminderung; S. 12). Dies mindestens ab sofort, wohl auch schon retrospektiv, spätestens drei Monate nach der Rücken
operation (S. 13 Ziff. 7.1).
3.
5
PD
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Neurologie, beschrieb in ihrem Bericht vom 13. September 2017 (Urk. 7/107/7-8) unspezifischen
Trümmel
und Druckge
fühl auf den Augen. Eine Diagnose könne sie nicht stellen, die angegebenen Be
schwerden seien unspezifisch, der klinisch-neurologische Befund unauffällig (S. 1).
3.
6
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, wies in sei
nem Bericht vom 9. Januar 2018 (Urk. 7/107/1-2)
darauf hin
,
dass
er den Be
schwerdeführer erstmals am 18. November 2015 wegen unklarer rechtsseitiger Gesäss- und Oberschenkelschmerzen behandelt
habe
, welche
jedoch
de facto bis heute nicht hätten
geklärt werden können (S. 1). Es seien umfangreiche Abklä
rungen durchgeführt worden, welche keine Befunde ergeben hätten, sämtliche Tests seien negativ ausgefallen (S. 1 f.).
D
er Beschwerdeführer zeige im Grossen und Ganzen funktionell keine Ein
schränkungen oder neurologische
Defizite. Das Hauptproblem sei der nächtliche Schmerz, der ihn nicht schlafen lasse. Eine ge
naue Festlegung der beruflichen Belastbarkeit sei nicht möglich. Eine sich über mehr als zwei Jahre hinziehende schmerzbedingte Schlafstörung führe natürlich zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit im Allgemeinen und der be
ruflichen Belastbarkeit im Speziellen. Er empfehle eine psychosomatische Evalu
ation, die sich einerseits mit möglichen psychologischen Ursachen der Problema
tik beschäftige und andererseits die aus der chronischen Problematik heraus ent
stehenden Probleme berücksichtige (S. 2).
3.
7
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Chirurgie, für Orthopädische Chirurgie sowie für Traumatologie, RAD, hielt am 24. Januar 2018 fest, aus versicherungsmedi
zinischer Sicht könne dem Gutachten vom 18. August 2017 gefolgt werden, es sei schlüssig und nachvollziehbar. Die Schlussfolgerungen, insbesondere zur Ar
beitsfähigkeit
,
seien plausibel. Die vorliegenden Arztberichte würden bestätigen, dass trotz intensiver Abklärung keine objektivierbaren Befunde vorlägen, welche eine Erklärung für die Schmerzsymptomatik liefern könnten. Die beschriebenen multisegmentalen Veränderungen im Bereich der LWS würden altersentsprechen
den Degenerationen entsprechen und seien nach einhelliger Meinung nicht sig
nifikant. Es könne kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit nachgewiesen werden. Unter Berücksichtigung eines Schonhinkens bei längerem Gehen könne für eine überwiegend sitzende Tätigkeit eine 100%ige Ar
beitsfähigkeit spätestens seit der gutachterlichen Untersuchung vom 7. August 2017 angenommen werden. Auch die bisherige Tätigkeit sei zumutbar
(Urk. 7/113 S. 5).
3.
8
In
seinem
Bericht vom 5. Februar 2018
(Urk. 7/110)
nannte PD
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurochirurgie,
I._
, folgende Diagnosen (S. 1):
-
Schmerzen rechts gluteal
ventro
-lateral in den Oberschenkel ausstrahlend ohne Belastungsabhängigkeit
-
Ausschluss einer knöchernen foraminalen oder
rezessalen
Kompression auf den unteren drei Bandscheibenhöhen, ebenso im Bereich der oberen LWS
-
Status nach Fensterung LWK4/5 rechts
am
18. März 2017
-
Status nach diversen Infiltrationen, zuletzt
epiduraler
Block LWK3/4 und 4/5 (erfolglos)
-
Status nach diagnostischen
Facettgelenksinfiltrationen
(ebenfalls erfolg
los)
-
zwei kleinere
Meningeome
(Verlaufskontrollen)
-
hypoplastische Hypophyse
Es lasse sich bei den gesamten Untersuchungen
,
sowohl bei der klinisch neurolo
gischen als auch bei de
r
orthopädischen
oder im Rahmen des
MRI
,
keinerlei Schmerzprovokationsstelle finden. Ebenfalls spreche die Anamnese mit nächtli
chem Schmerz nach einer Liegedauer von einer bis zwei Stunden gegen eine me
chanische Ursache der Schmerzen. Er sehe keinerlei Indikation für ein weiteres operatives Vorgehen (S. 2).
3.
9
Dr.
med. J._
, Leitende Oberärztin Neurologie,
A._
, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 4. Ap
ril 2018 (Urk. 3/6) ein multifaktoriell bedingtes chronifiziertes Schmerzsyndrom
lumbovertebral
rechts (S. 1) und führte aus, weiterhin bleibe die genaue Ursache dieses vermutlich multifaktoriell bedingten Schmerzsyndroms unklar. Erfreuli
cherweise habe das Isola N
Capsicum
Pflaster zu einer partiellen
Regredienz
der Schmerzen verholfen, so dass vermutlich ein lokaler
muskuloskelettaler
Anteil des Schmerzsyndroms bestehe. Sie habe das Pflaster rezeptiert, daneben werde probatorisch ein Versuch mit
Adartrel
durchgeführt (S. 2).
3.
10
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte (
Urk. 7/88/8, Urk. 7/107/3-6, Urk. 7/107/9-14
) enthalten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fra
gen relevanten Angaben und insbesondere keine Beurteilung der Arbeitsfähig
keit, so dass auf deren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer leidet
seit dem Jahre 2015 unter Schmerzen im Bereich des Rückens sowie der rechten Hüfte, weshalb der zuständige Krankentaggeldversi
cherer eine neurologische Kurzbegutachtung durch Dr.
Y._
veranlasst hatte. Der Beschwerdeführer erachtet dieses Kurzgutachten vom 18. August 2017 als nicht verwertbar und macht dabei insbesondere geltend,
Dr.
Y._
habe die früheren Befunde in keiner Art und Weise diskutiert, lediglich eine klinische Untersuchung vorgenommen und kein eigenes MRI durchgeführt,
masse
sich ei
nen psychiatrischen Befund an und setze sich nicht mit den anderen Berichten auseinander
. Auch die von Dr.
Y._
behauptete nicht regelmässige Medika
menteneinnahme sei nicht plausibel.
Targin
werde nach Bedarf abgegeben und auf die Medikamente Olfen,
Lyrica
und Cortison spreche er nicht an. Die Medi
kation sei bereits eingestellt worden. Dr.
Y._
erscheine voreingenommen, weshalb auf sein Gutachten nicht abgestellt werden könne (Urk. 1 S. 5 f.
Rz
8).
Was die
Argumentation betreffend die Medikamenteneinnahme betrifft, so
hielt der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung durch Dr.
Y._
auf ent
sprechende Nachfrage mehrfach fest, er nehme täglich
Lyrica
(2 x 75 mg) sowie
Targin
(2 x 10 mg) ein (vgl. Urk. 7/89 S. 2 unten, S. 3 Mitte
, S. 9 unten
). Ebenso wies er darauf hin, dass er früher
Novalgin
, Tramadol sowie Olfen eingenommen habe (Urk. 7/89 S. 2 unten). Selbst wenn davon auszugehen ist, dass der Be
schwerdeführer auf das Medikament
Lyrica
nicht anspricht (vgl. Bericht von PD Dr.
F._
vom 13. September 2017, Urk. 7/107/8) und der entsprechende Wirk
stoff in der Laboruntersuchung aus diesem Grund nicht nachgewiesen werden konnte, blieb auch
Targin
nur in geringen Mengen
und damit nicht im therapeu
tischen Bereich nachweisbar (vgl. Urk. 7/89 S. 9 oben). Das Ergebnis der Laborun
tersuchung widerspricht damit
klar
den Aussagen des Beschwerdeführers, welcher angegeben hatte, er nehme das nach Bedarf abgegebene Medikament
Targin
zweimal täglich ein.
Soweit der Beschwerdeführer
weiter
geltend macht,
Dr.
Y._
habe die frühe
ren Befunde in keiner Art und Weise diskutiert
und setze sich mit den ande
ren Berichten nicht auseinander, ist dem entgegenzuhalten, dass Dr.
Y._
die früheren medizinischen Berichte in seinem Gutachten auflistete (Urk. 7/89
S. 4-6) und die vorliegenden MRI-Befunde
auf Seite 9 des Gutachtens zwar durchaus etwas kurz, aber dennoch diskutiert hat und auch im Rahmen der Beurteilung auf die früheren Berichte eingegangen ist (S. 10). Dass er sich gar nicht mit den frühe
ren Befunden und Berichten auseinandergesetzt hätte, ist demnach nicht zutref
fend.
Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag der Vorwurf, wonach Dr.
Y._
ledig
lich
eine klinische Untersuchung vorgenommen
und kein eigenes MRI veranlasst habe. Knapp drei Monate vor der Begutachtung durch Dr.
Y._
, am 18. Mai 2017, wurde in der
C._
ein MRI der Wirbelsäule angefertigt (vgl. E. 3.2), weshalb eine erneute Bildgebung im Rahmen der Begutachtung tatsäch
lich entbehrlich war.
Die Ausführungen von Dr.
Y._
zum psychischen Befund (Urk. 7/89 S. 8 Mitte) stehen sodann im Zusammenhang mit dem widersprüchlichen Verhalten des
Beschwerdeführers betreffend die Schmerzsituation und dienen damit der Ge
samtbeurteilung.
Eine fachfremde Anmassung kann darin nicht erkannt werden.
Was sodann die dem Gutachter vorgeworfene Voreingenommenheit betrifft, führte Dr.
Y._
nachvollziehbar und plausibel aus, aus welchen Gründen er von einer Aggravation sowie einer teilweise bewussten negativen Antwortverzer
rung ausging. So wies er auf die vom Beschwerdeführer angegebene, auch im Moment der Untersuchung bestehende Schmerzstärke von 8/10 hin, welche sich jedoch im Ausdrucksverhalten nicht feststellen lasse. Auch das Bewegungsver
halten beschrieb Dr.
Y._
als frei von jeder Beeinträchtigung. Hinzu kom
men die Widersprüche zwischen den Befunden der Medikamentenspiegelbestim
mung sowie den Angaben des Beschwerdeführers zur täglichen Medikamenten
einnahme (E. 3.4).
Damit erweist sich die vom Beschwerdeführer erhobene Kritik am Kurzgutachten von Dr.
Y._
vom 18. August 2017 als insgesamt nicht stichhaltig.
4.2
Der Beurteilung durch Dr.
Y._
stehen auch die übrigen bei den Akten lie
genden Berichte nicht entgegen. Die umfangreichen neurologischen (E. 3.4-5, E. 3.9), orthopädisch-chirurgischen (E. 3.1, E. 3.6-7), neurochirurgischen
(E. 3.2-3, E. 3.8) sowie rheumatologischen Untersuchungen (vgl. Hinweis auf rheumato
logische Abklärungen durch Ärzte der
A._
in Urk. 7/107/9)
brach
ten keine Ergebnisse. Dr.
Z._
hielt
am 9. Januar 2018 entsprechend fest,
die unklaren rechtsseitigen Gesäss- und Oberschenkelschmerzen hätten bis anhin trotz umfangreicher Abklärungen nicht geklärt werden können, sämtliche Tests seien negativ ausgefallen (E. 3.6).
Ebenso führte PD Dr.
H._
am 5. Februar 2018 aus, bei den gesamten Untersuchungen lasse sich keinerlei Schmerzprovo
kationsstelle finden, die Anamnese spreche gegen eine mechanische Ursache der Schmerzen (E. 3.8), und auch Dr.
J._
wies am 4. April 2018 auf die un
klare Ursache des vermutlich multifaktoriell bedingten Schmerzsyndroms hin (E. 3.9).
Auch bezüglich die Arbeitsfähigkeit liegen keine der Beurteilung durch Dr.
Y._
entgegenstehende Angaben vor.
Dr.
B._
attestierte eine vollständige Ar
beitsunfähigkeit ab 8. September 2016, die Ärzte der
C._
eine sol
che bis 31. März 2017, wobei sie einen Arbeitsversuch mit einem Pensum von 50 % ab 5. Dezember 2016 für möglich hielten (E. 3.1). Am 7. Juni 2017 hielt PD Dr.
D._
fest, der Grad und die Dauer der Arbeitsfähigkeit sowie die Prognose seien noch unklar, gegenwärtig sei eine körperliche Belastung noch nicht möglich (E. 3.2). Auch Dr.
Z._
hielt eine genaue
Festlegung der beruflichen Be
lastbarkeit für nicht möglich (E. 3.6).
Die übrigen Ärzte äusserten sich nicht zur Frage der Arbeitsfähigkeit (E. 3.3, E. 3.5, E. 3.8-9).
4.3
Der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (
Art.
61
lit
. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sor
gen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisfüh
rungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zu
mindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).
Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr än
dern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweis
würdigung). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör gemäss
Art.
29
Abs.
2
der Bundesverfassung (
BV
;
BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d).
Seit dem Jahre 2016 wurden umfangreiche Abklärungen in verschiedenen medi
zinischen Fachrichtungen durchgeführt, welche allesamt ergebnislos blieben. I
n den vorliegenden aktuellen Arztberichten
wurde sodann weder
eine psychiatri
sche Diagnose gestellt noch
sind
aus den Akten Anhaltspunkte für eine stattfin
dende psychiatrische Behandlung ersichtlich und auch der Beschwerdeführer
machte
keine entsprechenden Angaben
. A
uf eine psychiatrische Begutachtung
oder erneute Abklärungen in den bereits involvierten
medizinischen
Fachrich
tungen
kann somit verzichtet
werden,
wären doch davon keine für den vorlie
genden Fall massgebenden
neuen
Erkenntnisse zu erwarten.
4.4
Zusammenfassend erweist sich damit der medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt und kann gestützt auf das Kurzgutachten von Dr.
Y._
als dahin
gehend erstellt betrachtet werden, dass dem Beschwerdeführer spätestens seit der Begutachtung am
7. August 2017 eine körperlich leichte bis mittelbelastende Tä
tigkeit, optimalerweise wechselbelastend oder überwiegend sitzend, ohne stärkere Hüft- und Rückenbelastungen sowie ohne ausschliessliches Gehen oder Stehen,
ohne signifikante Einschränkung zugemutet werden kann. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Buschauffeur
ist dabei als hinreichend leidensadaptiert zu werten (E. 3.4).
Damit fehlt
es an einem
invalidisierenden Gesundheitsschaden
und die Ableh
nung eines Leistungsanspruchs durch die Beschwerdegegnerin ist nicht zu bean
standen. Der angefochtene Entscheid vom 18. April 2018 erweist sich als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.