Decision ID: 959cfb81-a2e1-46bf-a784-5736cb02378b
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964, welcher seit seiner Einreise in die Schweiz
vom
22. Juni
2007
(Urk. 12/17-18) keine
r
Erwerbstätigkeit
nachgegangen war
(Urk
. 12/3
,
Urk.
12/50
), meldete sich am 23.
Januar 2015 mit dem Hinweis auf Kriegs- und Foltererfahrungen, Schmerzen, Depression und Rückenleiden (Urk. 12/1 Ziff. 6.2) bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an. Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, liess den Versicherte
n
polydisziplinär begut
achten (Gutachten vom 29. Juni 2016; Urk. 12/29/1-49) und verneinte nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 12/31, Urk. 12/35) mit Verfügung vom 8. Juni 2017 (Urk. 12/38) einen Anspruch des Versi
cher
ten auf Versiche
rungsleistungen. Die vom Versicherten am
6.
Juli
2017 dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
12/39/4-14) wies das hiesige Gericht mit dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 23.
August
2018 (Prozess Nr. IV.2017.00762; Urk. 12/42) ab.
1.2
Am 1
7.
Juli 2019 meldete sich der Versicherte unter Hinweis
auf eine Spondyl
arthritis, auf
eine un
klare Spastik, auf einen
Tremor
und
auf Asthma erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 12/45), worauf die IV-Stelle den Versicherten polydisziplinär begutachten liess (Gutachten vom 2
0.
November 2020;
Urk.
12/68/1-91), und einen
Leistungsa
nspruch des V
ersicherten
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
12/70 und Urk.
12/73)
mit Verfügung vom 2
4.
Februar 2021 (
Urk.
12/77 =
Urk.
2) erneut verneinte.
2.
Gegen die Verfügung vom
2
4.
Februar 2021
(Urk. 2) erhob der Versicherte am
2
9.
März 2021
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; eventuell
seien weitere medizinische Abklärungen anzuordnen. Gleichzeitig ersuchte der Versicherte um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung und Prozessführung (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Mai 2021
(Urk.
11
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 3
0.
Juli 2021 (
Urk.
13) wurde
dem Beschwerdeführer
Kenntnis der Beschwerdeantwort
gegeben
,
und es wurde ihm antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung gewährt.
Mit Eingabe vom
4.
August 2021 (
Urk.
14) reichte der Beschwerdeführer eine weitere Unterlage
(
Urk.
15) ein.
M
it Verfügung vom 2
3.
August 2021 (
Urk.
18)
wurde die Beschwer
degegnerin davon in
Kenntnis
gesetzt
,
und es wurde
das Gesuch des Beschwer
deführers um unentgeltliche Rechtsvertretung abgewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
in der bis 3
1.
Dezember 2021 geltenden Fassung).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG
, in der bis 3
1.
Dezember 2021 geltenden Fassung,
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. all
ge
meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.4
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.5
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.6
Rechtsprechungsgemäss liegt regelmässig kein versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschrän
kun
gen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141
V 281 E. 2.2.1, BGE 131 V 49 E.
1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9
C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E.
4.1).
Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs
ein
schränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das
aggra
vatorische
Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Stö
rung zurückzufüh
ren wäre (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2
; vgl. Urteile des Bundes
gerichts 8
C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 29.
Juni 2015 E. 4.2).
Steht fest, dass eine anspruchsausschliessende Aggravation oder ähnliche Kon
stel
lation im Sinne der Rechtsprechung gegeben ist, erübrigt sich die Durch
führung eines strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 (vgl.
BGE 141 V 281 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_899/
2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.4).
1.7
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträch
tigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E.
5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen
anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen la
ssen.
Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk
turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an
dauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein
schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits
unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
1.8
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über
die Invalidenversicherung, IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1
.9
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs
.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetisc
hen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I
28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu frü
he
ren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens ge
nügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits
zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.
1
0
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
2
4.
Februar 2021
(Urk. 2) davon aus, dass
insgesamt keine erhebliche gesundheitliche Ein
schränkung und insbesondere keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in psy
chischer Hinsicht ausgewiesen sei. Vielmehr sei von einer Verdeutlichung der Symptome beziehungsweise einer Aggravation
auszugehen, weshalb von einem
strukturierten Beweisverfahren abzusehen sei. Da keine Invalidität bestehe, sei ein Rentenanspruch
des Beschwerdeführers erneut
zu verneinen (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte
hiegegen
vor, dass
sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe, und dass in psychischer Hinsicht von einer therapieresi
stenten Situation auszugehen sei. Gemäss seinem behandelnden Arzt leide er unter
einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer depressiven Störung und
unter
einer Schmerzstörun
g. Da er
deswegen vollständig arbeitsunfähig
sei
(
Urk.
1 S. 5 f.
)
, und da eine
Aggravation
nicht erstellt sei
(Urk.
1 S. 7)
, sei e
in
Rentenanspruch
ausgewiesen.
3.
Da die Beschwerdegegnerin letztmals
mit Verfügung vom 8. Juni 2017 (Urk. 12/38
)
den Rentenanspruch
des Beschwerdeführers
materiell prüfte und
einen
Anspruch
auf Versiche
rungsleistungen
verneinte, gilt es im Folgenden zu prüfen, ob
sich der anspruchsrelevante Sachverhalt im Vergleichszeitraum
seit
Erlass der
Verfü
gung vom
8.
Juni 2017
bis zum Erlass de
r angefochtenen Verfügung vom
2
4.
Februar 2021 (
Urk.
2)
in einer für
den Renten
anspruch massgeblichen
Weise
erheblich verändert hat.
4.
4.1
Bei Erlass der
Verfügung
vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
12/38)
stellte
sich der mass
gebende medizinische Sachverhalt folgender
massen dar:
4.2
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Rheumatologie, diagnostizierte mit B
ericht vom 13. März 2013 (Urk. 12
/5/27-29) ein generalisiertes Schmerzsyndrom (Diffe
rential
diagnose:
Fibromyalgiesyndrom
; S. 1) und erwähnte, dass keine Hinweise auf eine aktive, entzündlic
h-rheumatische Systemerkrankung zu ersehen seien
(S.
2).
4.3
Die Ärzte des Spitals
A._
, Klinik für Rheumatologie,
in B._
, stellten in ihrem Bericht vom 21. November 2013 (Urk.
12
/29/62-64) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
chronische somatoforme Schmerzstörung
-
Fibromyalgie mit/bei:
Schmerzsymptomatik nicht durch Schmerzmedikamente modulierbar
Neurontin
im stationären Verlauf ohne Effekt
Lyrico
anamnestisch ohne Effekt
Sie stellten fest, dass beim Beschwerdeführer ein generalisiertes Schmerzsyndrom bestehe, welches auf eine weitgehend therapieresistente Fibromyalgie zurückzu
führen sei. Zudem bestehe eine chronische somatoforme Schmerzstörung ohne organisches Korrelat. Therapeutisch sei eine Gesprächstherapie in der Mutter
sprache des Beschwerdeführers und eine Medikation mit
Amitriptylin
indiziert. Aus medizinischer Sicht bestehe keine Einschränkung für körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten (S. 2).
4.4
Dr. med.
C._
stellte in seinem Beric
ht vom 5. Juni 2015 (Urk. 12/10/1-4 und Urk. 12
/12/1)
die folgenden Diagnosen (Urk. 12
/10/1 Ziff. 1.1):
-
komplexe,
chronifizierte
, posttraumatische Belastungsstörung mit somati
schem Syndrom
-
rezidivierende, depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
-
chronische somatoforme Schmerzstörung
-
Fibromyalgie
Der Beschwerdeführer leide unter Gereiztheit, innerer Leere, Ein- und Durch
schlafstörungen, Albträumen mit Angstzuständen, Misstrauen, Freud
losigkeit, Inte
ressenverlust, Flashbacks, Vermeidungsverhalten und unter einem massiven sozialen Rückzug (
Urk.
9/10/3 und
Urk.
9/12/1 Ziff. 1.4). Eine Wiederein
gliede
rung in den Arbeitsprozess sei unrealistisch (Urk.
12
/12/1 Ziff. 1.4). Mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit sei nicht zu rechnen (Urk.
12
/10/4 Ziff. 1.9).
4.5
Die Ärzte des
Zentrums D._
, erwähnten in ihrem Gutachten vom 29. Juni 2016 (Urk.
12
/29/1-49), dass der Beschwerdeführer am 25. Mai 2016 psychiatrisch, am 27. Mai 2016 orthopädisch und neurologisch und am 8. Juni 2016 internistisch untersucht worden sei (S. 1)
,
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 8):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Verdacht auf leichtgradig ausgeprägte posttraumatische Belastungs
störung
(PTBS)
-
somatoforme Schmerzstörung
-
leichte depressive Episode
-
wiederkehrende Schmerzen der Lendenwirbelsäule (LWS) mit/bei:
-
geringer Bandscheibenvorwölbung ohne neurologische Auffällig
ke
iten, ohne Wurzelreizung und ohne Bewegungsein
schränkung der LWS
-
Zustand nach lumbalem Bandscheibenvorfall mit S1-Irritation rechts
-
wiederkehrende Schmerzen der grossen und kleinen Gelenke ohne zu
objek
tivierendes Substrat und ohne zu objektivierende Struktur
schä
di
gu
ng
-
Refluxösophagitis
-
Hypercholesterinämie
-
Nierensteinleiden
Die internistische Untersuchung habe
eine
Refluxösophagitis
, ein Nierenstein
leiden und eine Hypercholesterinämie
ergeben, welche
die Arbeitsfähigkeit nicht
beeinflussten
.
Die
orthopädische
Untersuchung habe im Bereich des
Bewegungs
apparates
nicht objektivierbare
Beschwerden
und im Bereich
der LWS eine geringe Bandscheibenvorwölbung
ergeben. Auf Grund fehlender
Zeichen eines Wurzelreizes oder eine
r
Bewegungseinschränkung
sei nicht von einer Beein
träch
tigung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 8)
.
Auch die neurologische Unter
suchung habe einen unauffälligen, die Arbeitsfähigkeit nicht beein
trächti
genden Befund ergeben
.
Anlässlich der psychiatri
sc
hen Untersuchung habe sich gezeigt, dass die
Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung
und diejenigen
ein
er leichten depres
siven Episode nur diskret erfüllt worden seien. Die
psychopathologischen Befunde
seien lediglich
geringfügig ausgeprägt. Die geklagten Ganzkörper
schmerzen erfüll
t
en aus psychiatrischer Sicht die Kriterien einer somatoformen Schmerz
störung. Diese
Somatisierung fusse
auf den Faktoren einer sozialen Isolierung und allgemeinen Resignation sowie Fokussierung auf die Vergangenheit.
Aus psychiatrischer Sicht sei die
Arbeitsfähigkeit medizinisch theoretisch nicht
ein
ge
-
schränkt
. Es
sei
eine stufenweise berufliche Wiedereingliederung
angezeigt (S. 9).
Eine Aggravation lieg
e
nicht vor.
Bezüglich der Standardindikatoren erwähnten die Ärzte zum Komplex «
Gesundheitsschädigung
», dass
nur geringfügig objekti
vier
bare Befunde vor
lägen, und dass sich bisher noch
kein Behandlungseffekt eingestellt
habe
.
Als
Komorbiditäten
seien die somatoforme Schmerz
störung
, eine
leicht ausgeprägte Depression und möglicherweise auch
eine leichte
Trauma
folge
störung
zu berücksichtigen. In Bezug auf den Komplex «
Persönlichkeit
» sei von guten
persönlichen Ressourcen auf intellektuellem Gebiet
auszugehen (S. 24)
.
Hinsichtlich des
Komplex
es «
Sozialer Kontext
» gelte es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer regelmässig s
oziale Kontakte zu kurdischen
und
politisch interessierten Landsleuten
pflege, und dass er sich i
m
Rahmen eines
kurdischen Verein
s
auch politisch betätige. Ansonsten bestehe eine gewisse soziale Isolie
rung. Der Beschwerdeführer stehe jedoch
regelmässig
mit seiner
Familie in der
E._
in Kontakt. Bezüglich der
Kategorie
«
Konsisten
z»
gelte es zu berücksich
tigen, dass
ein deutlicher Leidensdruck
ausgewiesen sei
,
welcher
insbesondere durch die soziale Gesamtsituation moduliert
werde (S. 25)
.
Insgesamt sei sowohl in Bezug auf die vom Beschwerdeführer bisher (in der
E._
) ausgeübten Erwerbstätigkeit (als Agraringenieur) als auch bezüglich weite
rer
zumutbarer Verweistätigkeiten von einer uneingeschränkten Arbeits
fähigkeit au
s
zugehen. Retrospektive habe wohl auch in der Vergangenheit nie eine länger
dauernde,
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit bestanden (S.
2
5 f.).
4.6
RAD-Arzt Dr.
F._
stellte in seiner Stellungnahme vom 4. Juli
2016 (Urk.
12
/30/5) fest, dass die Ärzte des
D._
in ihrem Gutachten vom 29. Juni 2016
festgestellt hätten, dass sowohl in Bezug auf die bisherige als auch auf angepasste Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Eine längerfristige Arbeits
fähigkeit sei durch die Gutachter nicht validiert worden.
4.7
Dr.
C._
nahm in seiner Stellungnahme vom 29. Juni
2017 (Urk.
12/39/22-23
) zum Gutachten der Ärzte des
D._
vom 29. Juni
2016 Stellung und führte aus, dass es sein könnte, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Begut
achtung lediglich unter einer leichten Form einer depressiven Störung gelitten habe
. Im
Rahmen einer Gesamtbeurteilung
gehe er
jedoch von einer mittelgradigen depressiven Episode und von einer stark ausgeprägten
PTBS
aus
.
5.
Das hiesige Gericht erwog in dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 2
3.
August 2018 (Prozess Nr. IV.2017.00762
;
Urk.
12/42), dass
gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte des
D._
vom 29. Juni 2016 davon auszugehen
sei
, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht unter keinem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschaden leide, und dass er in psychischer Hinsicht
lediglich
unter einem
geringfügig ausgeprägten psychopatho
logischen
Befund
im Sinne
einer somatoformen Schmerzstörung,
einer leichtgra
digen
PTBS
und
einer leichten depressiven Episode
leide
,
ohne des
wegen in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
zu sein, weshalb ihm
die Aus
übung einer seiner Ausbildung und seinen beruflichen Erfahrungen ent
spre
chen
den Erwerbs
tätigkeit uneingeschränkt und in vollzeitlichem Umfang zuzumuten
sei (E. 6.1 des erwähnten Urteils). Diese Beurteilung vermag auch vorliegend zu überzeugen. Gestützt auf die erwähnten medizinischen Akten ist daher davon auszugehen, dass
der
Beschwerdeführer
i
m Zeitpunkt
des
Erlass
es
der ursprün
glichen
Verfügung vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
12/38)
weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht unter einem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Ge
sund
heitsschaden litt, und dass zu diesem Zeitpunkt eine uneingeschränkte Arbeits- und Erwerbsfähigkeit bestand
(vgl. E. 7 des erwähnten Urteils).
6.
6.1
Im
Vergleichszeitraum vom
8.
Juni 2017 bis 2
4.
Februar 2021
stellte sich der massgebende medizinische Sachverhalt folgendermassen dar:
6.2
Die Ärzte des Kantonsspitals
G._
, Medizinische Universitätsklinik, stellten mit Beric
ht vom 1
8.
April 2017 (
Urk.
12/5
1/22-23) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Asthma bronchiale mit/bei Husten und thorakalem
Engegefühl
-
gastroösophagealer
Reflux
-
depressive Störung
-
Thoraxwandschmerz
, am ehesten
muskuloskelettal
Die Ärzte führten aus, dass
gegenwärtig
u
nter konsequenter Verwendung
eines
inhalativen
Kombinationspräparates eine kontrollierte Situation
des
Asthma
s
bronchiale
bestehe, und dass eine
konsequent
e Verwend
ung
dieses Kombina
tionspräparat
es angezeigt sei (S. 1).
6.3
Die Ärzte des
Spitals H._
, Radiologie, erwähnten im MRI-Bericht vom 2
0.
Oktober 2017
(
Urk.
12/51/44-45)
, dass eine gleichentags durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) der Wirbelsäule des Beschwerdeführers
eine rechts
mediolaterale
Diskushernie mit
Rezessu
sstenose
im Bereich LWK 5/SWK 1, mit
einer mögliche
n
Irritation der Nervenwurzel S1
und mit
einer aktivierten
Osteochondrose
ergeben habe. E
ntzündungszeichen im Bereich der Wirbelsäule und der beiden ISG im Sinne von Spondylarthritis oder
Sakroiliitis
hätten sich dabei jedoch nicht
ergeben (S. 1).
6.4
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Reha
bili
tation und für Rheumatologie, diagnostizierte in ihrem Berich
t
vom
4.
Juni 2019 (
Urk.
12/51/41 =
Urk.
12/44) eine
Spondylarthritis
sowie eine un
klare Spastik und
einen unklaren Tremor. Gegenwärtig sei hinsichtlich
der rheumatologischen Be
schwerden von einem guten Verlauf unter der aktuellen medikamentösen Thera
pie
auszugehen, weshalb
die Behandlung u
nverändert weiterzuführen sei.
6.5
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, führte in seinem Be
richt vom 1
8.
November 2019 (
Urk.
12/51/7-13) aus, dass der Beschwerdeführer unter generalisierten Schmerzen im Bereich des Nackens, der Schulter, des Kopfes, des Rückens, der
Hüften
,
der
Arm
e und
der
Gelenk
e, insbesondere der
Knie
gelenke, sowie
unter Schlafstörungen, chronischer Müdigkeit,
Erschöpfung und fehlender
Freude am Leben
leide (
Ziff.
2.2)
,
und stellte die folgenden Diagnosen (
Ziff.
2.5-2.6):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwergradige
depressive Episode ohne psychotische Symptome
-
PTBS
-
anhaltende Schmerzstörung
-
Spondylarthritis
-
rechts
mediolaterale
Diskushernie mit
Rezessusstenose
und möglicher Irri
tation der S1- Wurzel rechts sowie aktivierte
Osteochondrose
LWK 5/ S1
-
unklare Spastik und Tremor
(
Diffenrentialdiagnose
: medikamentöse Nebenwirkung von
Saroten
)
-
Verdacht auf
Ulnarisneuropathie
im
Sulcus
ulnari
s
, links mehr als rechts
(
Differentialdiagnose: Karpaltunnelsyndrom
)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Asthma bronchiale mit Husten und thorakalem Engegefühl
-
gastroösophageale
Refluxkrankheit
-
Hypercholesteinämie
-
sekundärer
Hypogonadismus
-
Vitamin D
-
Mangel
Dr.
J._
führte aus, dass der Beschwerdeführer bereits seit Jahren unter einer psychischen Erkrankung und unter einem Schmerzsyndrom leide. Da bisher kein Therapieerfolg habe erreicht werden können, sei von einer ungünstigen Prognose auszugehen (
Ziff.
2.7). Der Beschwerdeführer werde durch c
hronische Schmerzen,
eine
chronische Müdigkeit mit verminderter Belastbarkeit
und
Konzentration
sowie durch eine Leistungsminderung in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt (
Ziff.
3.4). Die Ausübung einer angepassten Tätigkeit sei ihm gegenwärtig nicht zuzumuten (
Ziff.
4.2).
6.6
Dr.
I._
erwähnte in ihrer Stellungnahme vom 1
6.
Dezember 2019 (Urk. 12/54), dass gegenwärtig auf Grund einer Persistenz der Symptome eine erneute Anpassung der medikamentösen Behandlung der Arthritis angezeigt sei. Der Beschwerdeführer
sei in funktioneller Hinsicht
durch eine eingeschränkte Funktion der Hände und der Finger
eingeschränkt. Anlässlich eines
Arthritis
schub
es
seien ihm zudem bereits leichte
Belastungen nicht
mehr zuzumuten, weshalb
insbesondere
anlässlich eines
Arthrititsschubes
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
,
selbst für eine leichte Tätigkeiten
,
auszugehen sei
.
6.7
Dr.
med.
K._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, führte in seinem Bericht vom 2
7.
März 2020 (
Urk.
12/57/1-9), welcher weitgehend den gleichen Inhalt wie d
essen
Bericht vom
9.
Juli 2019 (
Urk.
12/51/
15-19) aufweist,
aus, dass der Beschwerdeführer unter Schlafstörungen,
Müdigkeit, Konzentra
tions
störungen,
Gedankenkreisen, Grübeln,
reduzierte
r
Belastbarkeit, reduzierte
r Konfliktfähigkeit und unter einem
Vermeidungs- und Fluchtverhalten in sozialen Situationen
leide
. Er
sei zudem in somatischer und psychischer Hinsicht ver
mindert belastbar und habe sein Selbstvertrauen und das Vertrauen in andere Menschen verloren, weshalb er sich sozial zurückziehe.
Er sei
in der
E._
mit dem Tod bedroht worden
, worüber er oft
träume (
Ziff.
2.2).
Er
leide zudem unter einer
Antriebstörung im Sinn einer depressiven Hemmung
und
sei bedrückt und traurig sowie in seiner Affektivität eingeschränkt.
Es bestünden indes
keine Hin
weise auf psychotische Symptome oder
Handlungs-, Kontroll- oder Gedan
kenzwänge
. Der Beschwerdeführer
leide zudem
unter den
folgende
n
typische
n
Symptome
n
einer
PTBS
:
Wiedererleben (Flashbacks), körperliche Erregung,
Ver
mei
dungsverhalten, Gefühlstaubheit, Nieder
geschlagen
heit, Konzentrations
schwie
rigkeiten, Kontrollverlust, Schuld- und Schamgefühle,
Ä
rger, Gefühle der Gefahr, Aufregung, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Alpträume, negative Ver
änderungen des Selbstbildes und negative Sicht
auf die
Welt
(
Ziff.
2.4).
Der Arzt stellte
die folgenden, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Diagnosen (
Ziff.
2.5):
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwergradige
depressive Episode ohne psychotische Symptome
-
PTBS
-
a
nhaltende Schmerzstörung
Es sei eine Traumatherapie geplant (
Ziff.
2.8). Der Beschwerdeführer werde durch verminderte Fähigkeiten in Bezug auf die Anpassung an Regeln und Routinen, die Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstel
lungs
fähigkeit, die Kompetenz- und Wissensanwendung, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehaup
tungsfähigkeit und die Gruppenfähigkeit in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Gegenwärtig bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
in Bezug auf sämtliche Tätigkeiten (
Ziff.
3.4). Über Ressourcen verfüge der Beschwerdeführer keine (
Ziff.
3.5).
6.8
6.8.1
Die Ärzte des
Zentrums L._
, erwähnten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 2
0.
November 2020 (
Urk.
12/68/1-91), dass der Beschwerdeführer am 2
2.
und 2
9.
Juni sowie am 1
5.
Juli 2020 internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht worden sei (S. 2)
,
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 8):
Diagnosen mit Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronifiziertes
Ganzkörperschmerzsyndrom ohne erklärbares anatomi
sches Korrelat, ohne anamnestische, klinische, labormässige oder radiolo
gische Hinweise für Spondylarthritis
-
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen
-
anamnestisch Asthma bronchiale vom extrinsischen Typ mit/bei:
-
Erstdiagnose 2017
-
bekannter Hausstaubmilbenallergie
-
i
nhalativer
Therapie mit einem Kombinationspräparat
-
familiäre Hypercholesterinämie unter
Statin
-Therapie
-
chronische
Refluxösophagitis
unter Dauertherapie mit PPI (
Protonenpum
penhemmer
)
-
aktenkundiges Nierensteinleiden
Die Ärzte erwähnten, dass die internistische Untersuchung
keine pathologischen Befunde
ergeben habe
. Der
Beschwerdeführer sei
normoton
,
normokard
und kar
diopulmonal kompensiert
gewesen
. Die Herz-Lungen-Auskultation
habe
physio
lo
gisch
altersentsprechende Befunde
und das
EKG
(
Elektrokardiogramm
) habe
einen unauffälligen Erregungsablauf
ergeben. Bei den
bestehenden
internis
ti
sche
n Leiden im Sinne eines
Asthma
s
bronchiale,
das
mit einer
inhalativen
Kom
bina
tionstherapie behandelt
werde
,
einer Hypercholesterinämie und einer
Reflux
öso
phagitis
handle es sich um gut therapierbare Erkrankungen, welche
keine dauer
hafte Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
verursachten (S. 9 und S.
48 f.)
.
6.8.2
Auch anlässlich der
rheumatologische
n Untersuchung des Beschwerdeführers
hätten sich
keine pathologischen Befunde
gezeigt.
Zwar hätten die im August 2008 und im Oktober 2017 durchgeführten magnetresonanztomographischen Untersuchungen der Wirbelsäule im Bereich der LWS (Lendenwirbelsäle) überein
stimmend
eine kleine rechts-
mediolaterale
Diskushernie mit
Rezessusstenose
und möglicher Irritation der S
1-Nervenwurzel ergeben (S. 57).
Die Beschwerden, unter welchen der Beschwerdeführer leide, seien indes nicht auf die Befunde im Bereich der LWS zurückzuführen, sondern würden durch ein
Ganzkörperschmerzsyndrom
verursacht
(S. 58)
.
Zudem sei die Wirbelsäule a
usserhalb der
LWS
normal beweg
lich
und schmerzlos
,
und es
fehl
t
en
spondylogene
oder
radikuläre
Zeichen.
Sämt
liche
Gelenke
seien
frei und schmerzlos beweglich.
Da k
linisch und radiologisch keine Anhaltspunkte für entzündliche oder degenerative Gelenksveränderungen
bestünden, und da insbesondere auch die Untersuchungen der Immunserologie und der Entzün
dungsparameter unauffällig
e Werte ergeben hätten, sei e
in ent
zündlich
-rheumatisches Geschehen, insbe
sondere
ein solches im Sinne
eine
r
Polyarthritis, eine
r
Spondarthropathie
, eine
r
Kollagenose
oder
eine
r
Myopathie
, als sehr unwahrscheinlich zu beurteilen beziehungsweise auszuschliessen.
Die vom Beschwerdeführer geklagten
polytopen
(verschiedene Körperteile betreffen
den) Beschwerden in den
Bereich
en
der Muskulatur
, der Gelenke und der Wirbel
säule seien ohne anatomisches Korrelat (S. 58) und
einem Ganzkörper
schmerz
syndrom zuzuordnen, wobei Funktionseinschränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht
nicht ausgewiesen seien (S. 9 und S. 56).
6.8.3
Anlässlich der psychiatrischen
Untersuchung des Beschwerdeführers habe im Rahmen einer testpsychologi
schen Untersuchung
zwar ein
Ergebnis
resultiert, welches
auf eine schwere depressive Symptomatik hinweisen
könnte. Die
vom Beschwerdeführer
angegebene Symptomatik
sei indes anlässlich
der Untersu
chung
nicht zu bestätigen gewesen
.
Denn
anlässlich der Untersuchung seien
d
ie Hauptsymptome
einer
depressiven
Störung
, nämlich eine
depressive Stimmung,
ein
Interessen- oder Freudeverlust
, ein
verminderter Antrieb
und eine
gesteigerte Ermüdbarkeit
nicht festzustellen gewesen. Vielmehr habe es sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer
affektiv schwingungsfähig
sei
,
und
dass er
Aktivitäten
wie
häufige Arztbesuche und Einkaufen
ausüben könne, welche von
Patienten mit
behandlungsbedürftigen
depressiven Störungen mangels Antrieb
s
und Interes
sen
verlustes in der Re
gel nicht
ausgeübt werden könnten.
Auch seien
keine Anhalts
punkte für ein vermindertes kognitives Leistungsvermögen
zu erkennen gewesen
.
D
emzufolge seien die Voraussetzung für die Stellung der Diagnose einer depressi
ven Störung nicht erfüllt (S. 9 f.).
Auch eine
PTBS
sei nicht zu diagnostizieren. Denn g
emäss der ICD-10-Klassi
fikation
werde dafür eine
Reaktion auf ein belastendes Ereignis von ausser
ge
wöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, das bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (
wie
Naturkatastrophen, Kampf
hand
lungen
, Unfall oder
Verbrechen)
,
vorausgesetzt (S. 77)
.
Sodann müssten die fol
gen
den psychischen Merkmale vorliegen:
wiederholtes Erleben des Traumas in sich
aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks)
oder
Träumen
beziehungsweise Alb
träumen, ein andauerndes Gefühl von
Betäubtsein
und emo
tionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahms
losigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivi
täten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten, vegetative Übererregtheit mit
Vigilanzsteigerung
, übermässige Schreckhaftigkeit und Schlafstörung, Angst und Depression
sowie
Suizidgedanken.
Diese Symp
tome müssten mit einer Latenz von
wenige
n
Wochen bis Monate
n
, jedoch selten
mit einer Latenz von mehr
als 6 Monate
n, nach dem Trauma
erstmals
aufgetreten sei
n. Der
anschliessende Verlauf
sei in der Regel
wechselhaft
und
führe in
der Mehrzahl der Fälle
zu einer
Heilung. Zur Diagnosestellung müss
t
en
sämtliche
Kriterien erfüllt sein
. Dies treffe auf den Beschwerdeführer
jedoch
nicht zu.
Denn einerseits
seien anlässlich der psychiatrischen
Untersuchung
keine
der typischen
Symptome einer PTBS
festzustellen gewesen. Andererseits habe der Beschwer
deführer ge
mäss sei
n
en
Angaben (als Mitglied der
Partei M._
in der
E._
und im
N._
) nicht unmittelbar
Morde oder Erschiessungen
miterlebt, weshalb
auch
die in dia
gnostischer Hinsicht vorausgesetzte psychische Reaktion auf e
in belastendes Ereignis von aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, das bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde
, beim Beschwer
de
führer nicht erfüllt sei (S. 78 und S. 10).
Auch eine
somatoforme
Sch
merzstörung könne nicht diagnostiziert werden.
Denn
die Diagnosen einer somatoformen Schmerstörung oder einer Somatisie
rungs
störung
könnten
nur gestellt werden, wenn
eine Symptomausweitung
bezie
hungsweise eine
Aggravation
auszuschliessen sei. Dies
e
Voraussetzung sei
beim Beschwerdeführer nicht erfüllt. Denn der Beschwerdeführer habe
ein Ausmass an Schmerzen
geschildert
, welches nicht durch die tatsächlichen Beeinträch
tigungen am Bewegungsapparat gerechtfertigt gewesen sei
,
und es
hätten sich
deutliche Hinweise auf e
in
aggravierendes
Verhalten
gezeigt. Es sei zudem davon auszu
gehen, dass beim Beschwerdeführer der
Bezug von Rentenleistungen
beziehungs
weise ein diesbezügliches Begehren im
Vordergrund
stehe
(S. 79).
Sodann seien
Inkonsistenzen
festzustellen gewesen
.
Insbesondere habe
zwischen den subjekti
ven
Beschwerdeschilderungen und
dem
Verhalten
des Beschwerdeführers
in der Untersuchungssituation eine auffällige Diskrepanz
bestanden
.
Sodann sei
die subjektiv geschilderte Intensität der Beschwerden in einem Missverhältnis zur Vagheit der
Schilderung der einzelnen Symptome gestanden.
Das
Ausmass der geschilderten Be
schwerden
sei
zudem
nicht in Übereinstimmung mit einer leidensgerechten Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe
gestanden (S. 86)
.
Ins
ge
samt hätten
daher die folgenden
Inkonsistenz
en
bestanden:
Inkonsistenzen
zwischen
den
Selbstschilderungen des
Beschwerdeführers
und
den
fremdanam
nestischen Informationen einschliesslich der Aktenlage
,
zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und der Intensität der b
isherigen Inanspruch
nahme thera
peutischer Hilfe
,
zwischen
den
subjektive
n
Beschwerdeschilderung
en
und
den objektiven Unter
suchungs
befunden
,
zwischen der Art der bekl
agten Beschwer
den und ihres Verlaufs
einerseits
und dem typischen Bild und Verlauf des betreffenden Krankheitsbilds
andererseits
sowie
zwischen
dem behaupteten
Leidensausmass und
der fehlenden
Erkennbarkeit
eines
Leidensdruck
s
sowie einer
appellative
n
, demonstrative
n
, übertriebene
n
, dramatische
n
und
theatralische
n
Wirkung der Klagen
(S. 87)
. Es sei daher
von einer Aggravation auszugehen (S.
88).
E
ine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
sei
aus psychia
tri
scher Sicht
nicht erstellt (S. 10).
6.8.4
Insgesamt sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder
aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht
erstellt (S. 11). Dem Beschwerdeführer, welcher seit seiner Einreise in die Schweiz nie eine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe, sei die Ausübung
sämtlicher
seinem Alter und
seinem Habitus
entsprechende
r
Erwerbs
t
ätigkeit
en
ohne Leistungseinbusse in einem vollzeitlichen Umfang zuzumuten (S. 12).
6.9
Dr.
med.
O._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom
2.
Dezember 2020 (
Urk.
12/69/6-9) aus, dass auf das Gutachten der Ärzte des
L._
vom 2
0.
November 2020
abge
stellt werden könne, und dass gestützt darauf davon auszugehen sei, dass ein Leistungsbegehren, welches mit nicht authentischen Ganzkörperschmerzen ohne gravierendes organisches Korrelat begründet werde, im Vordergrund stehe, und dass aus versicherungsmedizinischer Sicht eine medizinisch begründete Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen sei (
Urk.
12/69/9). Da das
Gutachten der Ärzte des
L._
vom 2
0.
November 2020
eine
ähnliche
Beurteilung wie das Vorgutachten der Ärzte des
D._
vom 2
9.
Juni 2016
enthalte, sei eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes zu verneinen (
Urk.
12/69/8).
6.10
Dr.
K._
stellte in seinem Bericht vom 1
8.
Januar 2021 (
Urk.
12/71 =
Urk.
3/1), welcher weitgehend den gleichen Wortlaut
wie
dessen
vorgängige
Berichte
vom 2
7.
März 2020 (
vorstehend E.
6.7
)
und
vom
9.
Juli 2019 (
Urk.
12/51/15-19
)
aufweist
, die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwergradige
depressive Episode ohne psychotische Symptome
-
PTBS
-
a
nhaltende Schmerzstörung
Der Arzt führte aus, dass eine Besseru
ng nicht zu erwarten sei (S. 3). Es bestehe
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
.
Der Beschwerdeführer sei zudem nicht in der Lage, seinen Alltag zu bewältigen (S. 4).
6.11
Dr.
I._
diagnostizierte am 1
1.
Februar 2021 (
Urk.
3/2) eine Spondyl
arthritis sowie eine unklare Spastik und Tremor und erwähnte, dass subjektiv ein guter Verlauf seit der letzten Kontrolle bestehe, und dass die Krankheitsaktivität unter der aktuellen Medikation gut kontrolliert erscheine (S. 1).
7.
7.1
Den erwähnten medizinischen Akten
zum Gesundheitszustand im
Vergleichs
zeitraum vom
8.
Juni 2017 bis 2
4.
Februar 2021
ist in somatischer Hinsicht zu entnehmen, dass ein
MRI der Wirbelsäule
vom 2
0.
Oktober 2017
zwar eine D
is
kushernie mit
Rezessusstenose
im Bereich LWK 5/SWK 1, jedoch keine Entzün
dungszeichen
im Bereich der Wirbelsäule sowie im Bereich der
beiden
Iliosak
ral
gelenk
e
(
ISG
) und keine
Spondylarthritis
ergab
.
Damit übereinstimmend gingen die Ärzte des
L._
in ihrem Gutachten vom 2
0.
November
2020 (vorstehend E.
6.8
) davon aus, dass weder
anamnestische,
noch
klinische, labormässige oder radiologische Hinweise für
eine
Spondylarthritis
bestünden, weshalb von einem
chronifizierten
, die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigenden Ganzkörper
schm
erz
syndrom ohne erklärbares anatomisches Korrelat auszugehen sei.
Demgegenüber
vertrat
Dr.
I._
in ihren Berichte
n
v
om
4.
Juni 2019 (
vorstehend E.
6.4
)
, vom
1
6.
Dezember 2019 (
vorstehend E.
6.6
)
und vom
1
1.
Februar 2021 (
vorste
hend E.
6.11
)
die Ansicht
, dass der Beschwerdeführer unter einer
Spondylarthritis sowie
unter
eine
r
unklare
n
Spastik und
einem
Tremor
leide, und dass
ihm des
wegen - insbesondere
anlässlich eines
auftretenden
Arthriti
sschubes
-
die Aus
übung jeglicher Tätigkeiten, insbesondere auch
die Ausübung
körperlich
leichte
r
Tätigkeiten
,
nicht mehr zuzumuten sei.
7.2
In psychischer Hinsicht
vertrat
Dr.
K._
in seinen Berichten vom 1
8.
Januar 2021 (vorstehend E.
6.10
), vom 2
7.
März 2020 (vorstehend E.
6.7
) und
vom
9.
Juli 2019 (
Urk.
12/51/15-19
) die Ansicht, dass der Beschwerdeführer unter einer rezi
divierenden depressive
n
Störung, gegenwärtig
schwergradige
depressive Epi
sode
,
ohne psychotische Symptome, unter einer anhaltenden Schmerzstörung so
wie unter einer
PTBS
leide, und dass aus psychischen Gründen
eine Arbeits
un
fähig
keit von 100
%
in Bezug auf sämtliche Tätigkeiten
bestehe. Demgegen
über gingen die
Ärzte des
L._
in ihrem
Gutachten vom 2
0.
November 2020 (
vor
ste
hend E.
6.
8
)
davon aus
, dass der Beschwerdeführer
unter keinem die Arbeits
fähig
keit beein
trächtigenden Gesundheitsschaden leide, dass in psychi
scher Hinsicht insbeson
dere die Voraussetzung zur Stellung der Diagnosen einer de
pressiven Störung, einer
PTBS oder einer somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien, dass vielmehr von einer Aggravation beziehungsweise von einer die Arbeits
fähigkeit nicht beeinträchtigenden Entwicklung
körperlicher Symptome aus psychischen Gründen
auszugehen sei. Damit übereinstimmend ging
Dr.
O._
in seiner Stel
lungnahme vom
2.
Dezember 2020 (
vorstehend E.
6.9
)
davon
aus, dass ein Leis
tungsbegehren
im Vordergrund stehe
, welches mit nicht authentischen Ganzkör
perschmerzen ohne gravierendes organisches Korrelat begründet werde
, und dass
eine medizinisch begründete Einschränkung der Arbeits
fähigkeit nicht ausge
wiesen sei.
7.3
7.3.1
Das Gutachten der Ärzte
des
L._
vom 2
0.
November 2020 (vorstehend E.
6.8
)
erfüllt die praxisgemässen Anforderungen für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. vorstehend E.
1.10
). Denn die Gutachter, welche als Fachärzte für Allgemeine Innere Medizin, für Rheumatologie und für Psychiatrie und Psychotherapie über die für die Beurteilung der somatischen und der psy
chischen Komponente des Beschwerdebildes, unter welchem der Beschwerde
führer leidet, angezeigten fachärztlichen Aus- und Weiterbildungen verfügten, hatten Kenntnis sämtlicher massgeblicher medizinischer
Vorakten
, setzten sich in angemessener Weise mit den geäusserten Beschwerden auseinander und begrün
deten ihre Schlussfolgerungen in nachvollziehbarer Weise.
7.3.2
In somatischer Hinsicht vermag zu überzeugen, dass die Gutachter davon aus
gingen, dass
weder
klinische
noch
labormässige oder radiologische Hinweise für entzündliche oder degenerative Gelenksveränderungen bestünden
, und dass
ins
besondere die Voraussetzungen für die
Stellung der
Diagnose einer Spondyl
ar
t
hritis nicht erfüllt seien.
Sodann vermag zu überzeugen, dass die Gutachter davon ausgingen, dass es sich bei den
polytopen
Beschwerden in den Bereichen der Muskulatur, der Gelenke und der Wirbelsäule
, unter welchen der Beschwer
deführer
litt
,
um Beschwerden ohne
ein
anatomisches Korrelat
handle
, weshalb
von einem die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigendem
Ganzkörper
schmerz
syndrom
,
ohne anatomisches Korrelat,
auszugehen sei
.
7.3.3
In psychischer Hinsicht vermag zu überzeugen, dass
die Gutachter davon aus
gingen, dass
die Voraussetzung für die Stellung der Diagnose einer
depressiven Störung beim Beschwerdeführer
, welcher
weder
unter
den Symptomen
eine
r
depressiven Stimmung,
noch unter denjenigen eines
Interessen- oder Freude
ver
lus
t
es, eines
verminderten
Antrieb
s
oder
einer
gesteigerte
n
Ermüdbarkeit
gelitten habe, und welcher anlässlich der Untersuchung
affektiv schwingungsfähig
gewe
sen
sei
und
bei welchem ein vermindertes kognitives
Leistungsvermögen
nicht habe festgestellt werden können
,
nicht erfüllt
seien. Zu
überzeugen vermag auch, dass die Gutachter davon ausgingen, dass eine PTBS
nicht zu diagnostizieren
sei, da der Beschwerdeführer, welcher selbst
nicht unmittelbar Morde oder Erschies
sungen miterlebt
habe
,
die für die Stellung dieser Diagnose vorausgesetzte Reak
tion auf ein
belastendes Ereignis von aussergewöhnlicher Bedrohung oder kata
strophenartigem Ausmass, das bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde
, nicht erfüllt habe. Schliesslich erscheint die Beurteilung durch die Ärzte des
L._
auch insoweit als schlüssig, als sie feststellten, dass
die Diagnosen einer somatoformen Schmer
z
störung oder einer Somatisierungsstörung
nicht
hätten
gestellt werden
könne
n
,
weil
das
Verhalten des
Beschwerdeführe
r
s
bei der
Schil
derung der
Intensität der
Schmerzen
und
des
Ausmass
es
der subjektiven Be
schwerden
nicht in Übereinstimmung mit den
tatsächlichen somatischen Beein
trächtigungen
gestanden sei
,
weshalb
von einer Aggravation auszugehen
und eine
dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus psychischen Gründen
zu verneinen sei
.
7.3.4
Insgesamt erscheint die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
Gutachter des
L._
, wonach dem Beschwerdeführer in somatischer und psychischer Hinsicht
die Ausübung einer
seinem Lebensalter und seinen beruflichen Fähigkeiten ange
passten
T
ätigkeit
in einem vollzeitlichen Umfang
ohne Leistungseinbusse
zuzu
muten gewesen sei,
als nachvollziehbar
begründet, weshalb vorliegend darauf abgestellt werden kann
.
7.4 Nicht zu überzeugen vermögen indes die Beurteilungen durch
Dr.
I._
vom
4.
Juni 2019 (vorstehend E.
6.4
), vom 1
6.
Dezember 2019 (vorstehend E.
6.6
) und vom 1
1.
Februar 2021 (vorstehend E.
6.11
)
. Denn
die Ärztin postulierte
darin i
m
Widerspruch zur Beurteilung durch die
Ärzte des
Spitals H._
vom 2
0.
Oktober 2017 (
vorstehen
d
E.
6.3
)
, wonach
eine MRI der Wirbelsäule des
Beschwerdeführers keine Entzündungszeichen im Bereich der Wirbelsäule und d
er beiden ISG im
Sinne
einer
Spondylarthritis e
rgeb
en habe, dass der Beschwer
d
e
führer unter einer Spondyla
r
thritis
gelitten habe
. Eine nachvollziehbare Be
grün
dung dieser Diagnose sowie
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des
Be
schwer
deführer
s, wonach
diesem
insbesondere während
Arthritisschüben
die
Aus
übung jeglicher Tätigkeiten
nicht mehr zuzumuten sei, lässt sich den
Beurtei
lungen
durch
Dr.
I._
indes nicht entnehmen
. Mangels
einer nach
vollzieh
baren Begründung
kann
vorliegend
daher
nicht
dar
a
uf
abgestellt werden.
Zudem gilt es in Bezug auf die Beurteilung
en
durch
Dr.
I._
die Erfah
rungs
tatsache zu beachten, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu
Guns
ten ihrer Patienten aussagen dürften (Urteil des Bundesgerichts 8C_260
/2012 vom 2
7.
Juni 2012 E. 3.3.2; BGE 135 V 465 E. 4.5).
Auf die Beurteilungen durch
Dr.
I._
kann daher auch aus diesem Grunde
nicht abgestellt werden.
7.5
Insoweit
Dr.
K._
in seinen Berichten vom 1
8.
Januar 2021 (vorstehend E. 6.10),
vom 2
7.
März 2020 (vorstehend E. 6.7) und vom
9.
Juli 2019 (Urk.
12/51/15-19)
die Ansicht vertrat, dass der Beschwerdeführer unter einer rezidivierenden de
pres
siven Störung, gegenwärtig
schwergradige
Episode ohne psychotische Symp
tome, unter einer anhaltenden Schmerzstörung sowie unter einer PTBS
leide, und dass ihm deswegen die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht mehr zuzumuten sei
,
vermögen seine
Beurteilung
en
nicht zu überzeugen
.
Denn gemäss den klinisch-diagnostischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD
-10 Kapitel V (vgl.
Dilling
/
Mom
bour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel
V, Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1
0.
Aufl., Bern 2015) wird für eine
PTBS
(ICD-10: F43.1) eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde, vorausgesetzt. Typische Merkmale stellen das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhall
erinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Albträumen dar, die vor dem Hinter
grund eines andauernden Gefühls von
Betäubtsein
und emotionaler Stumpfheit auftreten, sowie Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosig
keit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Tr
auma wachrufen könnten. Den
Be
urteilung
en
durch
Dr.
K._
lässt sich indes nicht entnehmen, welches
konkrete
Ereignis aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses der Beschwerdeführer erlitten hätte und welche typischen Merkmale einer posttrau
matischen Belastungsstörung
diesbezüglich
vorgelegen hätten.
Dr.
K._
erwähnte
lediglich, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, mehrmals von
e._
Sicherheitskräften mit dem Tod bedroht worden zu sein, ohne
dass er dabei angegeben hätte
,
wie und
anlässlich welcher konkreter Ereignisse es
genau
zu diesen Bedrohungen gekommen sein sollte
und in welcher Form diese statt
gefunden hätten
(Urk. 12/51/16). Des Weiteren postulierte
Dr.
K._
zwar ver
schiedene Symptome einer PTBS, insbesondere ein Wiedererleben traumatischer Ereignisse beziehungsweise Flashbacks (
Urk.
12/61/18). Seinen Beurteilungen ist indes nicht zu entnehmen, welches Ereignis von
aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass
es
zum
Wiedererleben beziehungsweise
zu
den Flashbacks
geführt haben
sollte, und
wie, bei welcher Gelegenheit und mit welcher Häufigkeit der Beschwerdeführer von einem solchen Wiedererleben be
troffen
gewesen
sein sollte. Des Weiteren fehlt es den
Beurteilung
en
durch
Dr.
K._
an einer nachvollziehbaren Begründung der dem Beschwerdeführer aus psychischen Gründen attestierten Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100
%
in Bezug a
uf jegliche Erwerbstätigkeiten.
Aus diesen Gründen kann auf
die Beur
teilungen durch
Dr.
K._
vorliegend nicht abgestellt werden.
7.6
Die Beurteilung durch
Dr.
O._
vom
2.
Dezember
2020 (
vorstehend E.
6.9
)
erscheint insoweit als schlüssig, als
dass
er
darin in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch die Gutachter
des
L._
vom 2
0.
November 2020
davon aus
ging, dass
nicht authentische
Ganzkörperschmerzen ohne
ein
gravierendes orga
nisches Korrelat im Vordergrund
stünden
,
dass
eine medizinisch begründete Ein
schränkung der Arbeits
fähigkeit nicht ausgewiesen sei, und dass e
ine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes
des Beschwerdeführers im Vergleichs
zeit
raum
zu verneinen
sei.
Insoweit findet hier die gutachterliche Einschätzung
eine
Bestätigung.
8.
8.1 Nach Gesagtem ist gestützt auf die nachvollziehbaren Beurte
ilungen durch die Gutachter
des
L._
vom 2
0.
November 2020 (vorstehend E
.
6.8
) und durch
Dr.
O._
vom
2.
Dezember 2020 (vorstehend E.
6.9
)
einerseits
mit dem Beweis
grad der ü
berwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass
in soma
tischer Hinsicht
von k
einem die Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigenden Gesund
heits
schaden, sondern von einem die Arbeitsfähigkeit
nicht beeinträchtigendem Ganzkörperschmerzsyndrom
,
ohne anatomisches Korrelat
,
auszugehen
war. Andererseits ist in psychischer Hinsicht gestützt auf die
Beurteilungen durch die Gutachter des
L._
davon auszugehen, dass ein
die Arbeitsfähigkeit dauerh
aft erheblich beeinträchtigender psychopathologischer
Befund
nicht ausgewiesen war, und dass eine erhebliche
Aggravation
bestand
.
8.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änderten, besteht - entgegen der diesbezüglichen
Eventualv
orbringen des Beschwerde
füh
rers (
Urk.
1 S. 2) - für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit
,
und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
9.
9.1
In Würdigung der erwähnten medizinischen Aktenlage steht daher fest, dass beim Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht nicht lediglich ein verdeutlichendes Ver
halten, sondern eine erhebliche bewusstseinsnahe Aggravation im Vorder
grund stand. Gestützt auf die erwähnte Beurteilung durch die Gutachter des
L._
ist daher von einer erheblichen, die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Ver
haltens klar überschreitenden Aggravation auszugehen.
Zudem ist auf Grund der medizinischen Aktenlage
davon auszugehen, dass
die
in psychischer Hinsicht
eindeutig im Vordergrund
stehende Aggravation nicht ihrer
seits auf eine verselb
ständigte, krankheitswertige psychis
che Störung zurückzuführen war.
Demzu
fol
ge
i
st
in psychischer Hinsicht
ein erhebliches krankheitsmässiges Geschehen
vor
lie
gend
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 9C_659/2017 vom 2
0.
September 2018 E. 4.4).
Damit liegt
dies
bezüg
lich auch
keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (BGE 141 V 281 E. 2.2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016 E. 4.3) und ein Rentenanspruch ist ausge
schlossen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015 E. 2.2.2).
9.2
Da von
eine
r
anspruchsausschliessende
n
Aggravation
auszugehen ist, kann von der
Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281
abgesehen werden
(vgl.
auch
Urteil des Bundesgerichts 8C_728/2017 vom 3
1.
August 2018 E. 3.2.2).
9.3
Nach Gesagtem
ist gestützt auf die nachvollziehbaren Beurteilungen durch die Gutachter des
L._
vom 2
0.
November 2020 (vorstehend E.
6.8
) und durch
Dr.
O._
vom
2.
Dezember 2020 (vorstehend E.
6.9
)
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
4.
Februar 2021 (
Urk.
2) im Vergleich zum Zeitpunkt bei Erlass
der ursprün
glichen Verfügung vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
12/38)
weiterhin
weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht unter einem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschaden litt,
und dass ihm die Ausübung einer seiner Ausbildung und seinen beruflichen Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechenden Erwerbstätigkeit weiterhin
uneingeschränkt und in vollzeitlichem Umfang
zuzumuten war.
Demzufolge
hat
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers i
m Ver
gleichszeitraum vom
8.
Juni 2017 bis 2
4.
Februar 2021
nicht
in einem revisions
rechtlichen Sinne
erheblich
verändert, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
10.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
ge
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
20
0.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und
dem
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen. Zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Pro
zessführung sind sie jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.