Decision ID: d65aa7ed-e049-48bd-8cb0-5e68e0486b92
Year: 2021
Language: de
Court: AG_SVWG
Chamber: AG_SVWG_002
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Gericht entnimmt den Akten:
1.
Mit Verfügung vom 22. Mai 2018 wurden B. und A. von der
Steuerkommission Q. für das Jahr 2010 zu einem steuerbaren Einkommen
von CHF 1'612'000.00 und zu einem steuerbaren Vermögen von
CHF 2'079'000.00 veranlagt. Dabei wurde ein Gewinn aus dem Verkauf
von Baulandgrundstücken von CHF 1'548'786.00 zu den Einkünften aus
selbständiger Erwerbstätigkeit von B. gerechnet. Beim steuerbaren
Vermögen wurden aufgrund dieser Aufrechnung zusätzliche Schulden
"AHV-Beiträge 2010" von CHF 159'734.00 und "Steuern 2010" von
CHF 577'000.00 berücksichtigt.
2.
Gegen die Verfügung vom 22. Mai 2018 liessen B. und A. mit Schreiben
vom 18. Juni 2018 Einsprache erheben. Sie stellten die Anträge:
"1) Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen
2) Reduktion des steuerpflichtigen Einkommens um Fr. 1'545'536.00
3) Allfällige Abrechnung eines Kapitalgewinnes nach Art. 45 Abs. 1 lit. f
4) Beurteilung nach Bundesgerichtsurteil 2C-708/2010
5) Vorladung und Besprechung"
3.
Am 6. Dezember 2018 fand eine Einspracheverhandlung statt.
4.
Mit Entscheid vom 6. Dezember 2018 wies die Steuerkommission Q. die
Einsprache ab.
5.
Den Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2018 (Zustellung am 19. De-
zember 2018) haben B. und A. mit Rekurs vom 23. Januar 2019
(Postaufgabe am 24. Januar 2019) an das Spezialverwaltungsgericht,
Abteilung Steuern, weiterziehen lassen. Sie stellen folgende
"ANTRÄGE
1) Es sei das steuerpflichtige Einkommen um Fr. 1'545'536.00
herabzusetzen.
2) Es sei in Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen § 27, Absatz 4
des kantonalen Steuergesetzes, Artikel 8, Abs. 2 StHG und gestützt auf das Bundesgerichtsurteil 2 C-708 / 2010 zu urteilen.
- 3 -
3) Es sei von Amtes wegen die Verjährung abzuklären.
4) Ein allfälliger Kapitalgewinn (zwischen Einbringungswert im Jahre
2008 und Verkaufserlös im Jahre 2010) wäre nach vorbehältlich der Verjährung zu besteuern.
5) Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse."
Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Er-
wägungen eingegangen.
6.
Das Gemeindesteueramt Q. und dass Kantonale Steueramt beantragen die
Abweisung des Rekurses.
7.
B. und A. haben eine Replik erstatten lassen.
8.
B. ist am 20. Dezember 2020 verstorben.
9.
Das Spezialverwaltungsgericht hat die Akten der Verfahren 3-RV.2015.
115, 3-BB.2019.7 in Sachen B. sel. und A. und 3-RV.2019.25 in Sachen A.
betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2008 sowie direkte
Bundessteuer 2008 und Kantons- und Gemeindesteuern 2011 beigezogen.
- 4 -

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2010.
Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember
1998 (StG).
2.
2.1.
Stirbt ein Steuerpflichtiger, so hat dies zur Folge, dass – unter Vorbehalt
der Ausschlagung – dessen Erben kraft Gesamtrechtsnachfolge Vermögen
und Schulden des Erblassers übernehmen. Gemäss § 10 Abs. 1 StG treten
die Erben auch die Steuernachfolge des Erblassers an. Die sogenannte
Steuernachfolge umfasst den Eintritt der Erben in die aus dem Steuer-
rechtsverhältnis fliessenden Rechte und Pflichten, d.h. sie treten in die Ver-
fahrensrechte und Verfahrenspflichten und in die Steuerzahlungspflicht ein
(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Auflage, Muri-Bern 2015, § 10
StG N 11, § 175 StG N 19; Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht,
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Auflage, Basel 2017,
Art. 12 DBG N 1 ff.). Die Veranlagung erfolgt so, wie sie gegenüber dem
Erblasser zutreffend gewesen wäre (VGE vom 17. Mai 2001 [BE.2000.
00330]). Beim Versterben eines Ehegatten bleibt es bei der gemeinsamen
Veranlagung. Es findet nur ein Parteiwechsel statt, indem anstelle des ver-
storbenen Steuerpflichtigen die Mitglieder der Erbengemeinschaft in das
Verfahren einbezogen werden.
2.2.
B. ist am 20. Dezember 2020 verstorben. Einzige Erbin ist seine Ehefrau
A.. Sie ist in die Rechtsstellung des verstorbenen B. eingetreten und damit
im Rekursverfahren einzige Rekurrentin.
3.
Die Rekurrentin lässt beantragen, es "sei in Einhaltung der gesetzlichen
Bestimmungen § 27, Absatz 4 des kantonalen Steuergesetzes, Art. 8,
Abs. 2 StHG und gestützt auf das Bundesgerichtsurteil 2 C – 708 / 2010 zu
urteilen." Dabei handelt es sich nicht um einen selbständigen Antrag, son-
dern um eine Zusammenfassung der Begründung von Antrag 1. Insofern
ist darauf nicht separat einzugehen (vgl. auch VGE vom 3. Oktober 2017
[WBE.2017.117], bestätigt durch Bundesgerichtsurteil vom 29. März 2018
[2C_959/2017]).
- 5 -
4.
4.1.
4.1.1.
Die Rekurrentin lässt die Verjährung der Veranlagung geltend machen. Da-
rauf ist vorab einzugehen. Ist die Verjährung eingetreten, ist der Rekurs aus
formellen Gründen gutzuheissen. Andernfalls sind die materiellen Ein-
wände zu prüfen.
4.1.2.
Nach § 177 Abs. 1 StG verjährt das Recht, eine Steuer zu veranlagen, fünf
Jahre nach Ablauf der Steuerperiode (relative Verjährung). Die Verjährung
beginnt nicht oder steht still während eines Einsprache-, Rekurs-, Be-
schwerde- oder Revisionsverfahrens (§ 177 Abs. 2 lit. a StG). Die Verjäh-
rung wird unterbrochen und beginnt neu mit jeder auf Feststellung oder
Geltendmachung der Steuerforderung gerichteten Amtshandlung, die einer
steuerpflichtigen oder einer mithaftenden Person zur Kenntnis gebracht
wird (§ 177 Abs. 3 lit. a StG; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz,
a.a.O., § 177 StG N 29 ff.). Ebenso wird der Lauf der relativen Verjährungs-
frist unterbrochen bei jeder ausdrücklichen Anerkennung der Steuerforde-
rung durch die steuerpflichtige oder mithaftende Person (§ 177 Abs. 3 lit. b
StG). Das Recht, eine Steuer zu veranlagen, ist 15 Jahre nach Ablauf der
Steuerperiode auf jeden Fall verjährt (§ 177 Abs. 4 StG; absolute Verjäh-
rung).
4.1.3.
Zu den auf Feststellung oder Geltendmachung der Steuerforderung gerich-
teten Einforderungshandlungen gehören einerseits Einforderungshandlun-
gen im engeren Sinn (Zahlungsaufforderungen, Mahnungen, Betreibungs-
begehren), aber auch alle auf die Feststellung des Steueranspruches ge-
richteten und dem Steuerpflichtigen zur Kenntnis gebrachten Amtshandlun-
gen der (zuständigen) Steuerbehörden (Zustellung des Steuererklärungs-
formulars, Mahnung zur Einreichung der Steuererklärung, Beweisauflagen,
Vorladungen, Eröffnung der [definitiven oder provisorischen] Veranlagung,
Aufforderung oder Mahnung zur Zahlung etc.). Nach der Rechtsprechung
des Bundesgerichts zur direkten Bundessteuer ist der Begriff der Einforde-
rungshandlung weit zu fassen; es genügt auch eine amtliche Mitteilung, die
lediglich eine spätere Veranlagung in Aussicht stellt und deren Zweck sich
in der Unterbrechung des Verjährungsablaufs erschöpft (vgl. BGE 126 II 1
= StE 2000 B 92.9 Nr. 5; Urteil des Bundesgerichts vom 22. September
2009 [2C_155/2009]; VGE vom 27. Januar 2010 [WBE.2009.295]). Diese
bundesgerichtliche Rechtsprechung zur direkten Bundessteuer ist auch bei
den kantonalen Steuern anzuwenden, da die Umschreibung "jeder auf
Feststellung oder Geltendmachung der Steuerforderung gerichteten Amts-
handlung" in § 177 Abs. 3 lit. a StG nicht enger gemeint sein kann als der
Begriff "Einforderungshandlung", welcher der dargelegten bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung zugrunde liegt (vgl. SGE vom 25. August 2016
- 6 -
[3-RV.2016.30]; RGE vom 21. Juni 2012 [3-RV.2011.191]; RGE vom
26. Februar 2009 [3-RV.2008.27] betreffend Grundstückgewinnsteuern;
vgl. auch VGE vom 21. Januar 1998 [BE.97.00268], in welchem das aar-
gauische Verwaltungsgericht festhielt, es sei bei der Auslegung des Be-
griffs "auf Geltendmachung der Steuerforderung gerichtete Amtshandlun-
gen" angezeigt, auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 128
des Bundesratsbeschlusses vom 9. Dezember 1940 zurückzugreifen).
4.1.4.
Nach aargauischer Lehre und Rechtsprechung (zuletzt VGE vom 24. Ja-
nuar 2018 [WBE.2017.268], bestätigt durch Bundesgerichtsurteil vom
7. Januar 2019 [2C_222/2018]) bewirkt insbesondere die Zustellung der
provisorischen Steuerrechnung (§ 225 Abs. 1 und 2 StG) die Unterbre-
chung der Veranlagungsverjährung. Gleiches gilt für provisorische Rech-
nungen der direkten Bundessteuer (Art. 162 Abs. 1 und 2 des Bundesge-
setzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG]). Das
Verwaltungsgericht hat in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung entschieden, dass auf die Verfolgung eines bestimmten Steueran-
spruchs gerichtete verjährungsunterbrechende Handlungen selbst dann
eine Verjährungsunterbrechung bewirken, wenn sie im unzutreffenden Ver-
fahren (ordentliches Verfahren statt Jahressteuerverfahren oder umge-
kehrt) erfolgt sind (statt vieler AGVE 1991, S. 225 f.; VGE vom 10. Februar
2017 [WBE.2016.462], Erw. 1.3). Voraussetzung ist, dass die beiden Steu-
ern in einem so engen Verhältnis zueinanderstehen, dass Einforderungs-
handlungen im einen Verfahren auch als Einforderungshandlungen im an-
deren Verfahren gelten (VGE vom 10. Februar 2017 [WBE.2016.462],
Erw. 1.3). Die Unterbrechungshandlung muss zudem von einer Behörde
vorgenommen werden, die zur Feststellung und Geltendmachung der Steu-
erforderung zuständig ist (AGVE 1993, S. 294, Erw. 4b = StE 1994 B 92.9
Nr. 4; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 177 StG N 37).
4.2.
4.2.1.
Die Rekurrentin lässt im Rekurs geltend machen, die Veranlagung sei am
22. Mai 2018 und damit mehr als fünf Jahre nach Ablauf der Steuerperiode
2010 zugestellt worden. Die relative Verjährung sei damit eingetreten.
4.2.2.
Die Vorinstanz verweist in der Vernehmlassung auf die folgenden verjäh-
rungsunterbrechenden Handlungen:
"- 05.02.2010 prov. Rechnung 2010 - 10.09.2010 Verfallsanzeige prov. Rechnung 2010 - 09.08.2011 Eingang der Steuererklärung 2010 - 23.06.2015 Eröffnung angepasste prov. Rechnung 2010 - 08.07.2015 Einsprache gegen prov. Rechnung 2010 - 13.07.2015 Schreiben betr. Einsprache gegen prov. Rechnung
- 7 -
- 17.08.2015 Schreiben betr. prov. Rechnung - 21.12.2015 Schreiben Unterbrechung Verjährungsfrist - 21.06.2017 Mahnung prov. Rechnung 2010 - 22.05.2018 definitive Steuerveranlagung 2010 - 20.07.2018 Mahnung definitive Steuerrechnung 2010"
4.2.3.
In der Replik liess die Rekurrentin ausführen, die angegebenen Daten hät-
ten keinen Einfluss auf die Unterbrechung der Verjährung. Es sei am
11. Januar 2010 eine Steuererklärung Grundstückgewinne und am
31. März 2011 der Fragebogen Kapitalgewinn eingereicht worden. Im Fra-
gebogen Kapitalgewinn sei die Überführung ins Privatvermögen per 2008
deklariert worden.
4.3.
Die Besteuerung der Baulandverkäufe betrifft die Steuerperiode 2010. Die
relative fünfjährige Verjährungsfrist begann somit am 1. Januar 2011 zu
laufen. Sie wurde insbesondere mit der Zustellung einer angepassten pro-
visorischen Steuerrechnung 2010 unterbrochen. Dass diese den Steuer-
pflichtigen zugegangen ist, ergibt sich aus der "Einsprache gegen die pro-
visorischen Steuerrechnungen 2010 und 2011" von B. sel. und der
Rekurrentin vom 8. Juli 2015. Damit begann eine neue fünfjährige relative
Verjährungsfrist zu laufen, welche ein weiteres Mal mit Schreiben vom
21. Dezember 2015 unterbrochen wurde und ab dem Zeitpunkt der
Einspracheerhebung mit Schreiben vom 18. Juni 2018, der Steuerkommis-
sion Q. am 19. Juni 2018 zugegangen, stillstand.
4.4.
Weder die relative noch die absolute Verjährung ist damit im Veranlagungs-
verfahren eingetreten. Der Antrag der Verjährung ist dementsprechend ab-
zuweisen und eine materielle Prüfung der Einwendungen der Rekurrentin
vorzunehmen.
5.
5.1.
Die Rekurrentin und B. sel. deklarierten mit der Steuererklärung 2010 ein
steuerbares Einkommen von CHF 48'411.00 (Einkünfte aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit von CHF 1'670.00, Renteneinkünfte von
CHF 40'068.00, Wertschriftenertrag CHF 20'923.00, Nettoertrag aus Lie-
genschaften -CHF 1'507.00 und Abzüge von total CHF 14'850.00 zuzüglich
Selbstbehalt Krankheitskosten von CHF 2'107.00).
5.2.
5.2.1.
In Abweichung von der Selbstdeklaration wurden die Rekurrentin und B.
sel. von der Steuerkommission Q. für das Jahr 2010 zu einem steuerbaren
Einkommen von CHF 1'612'000.00 und zu einem steuerbaren Vermögen
- 8 -
von CHF 2'079'000.00 veranlagt. Dabei wurde ein Gewinn aus dem
Verkauf der Baulandgrundstücke Parzellen Nr. aaa, bbb, ccc, ddd, eee und
fff von CHF 1'548'786.00 zu den Einkünften aus selbständiger
Erwerbstätigkeit von B. sel. gerechnet. Beim steuerbaren Vermögen
wurden aufgrund dieser Aufrechnung zusätzliche Schulden "AHV-Beiträge"
von CHF 159'734.00 und "Steuern 2010" von CHF 577'000.00
berücksichtigt.
5.2.2.
Der Veranlagungsverfügung liegt die Berechnung vom 20. Juni 2013 zu
Grunde:
"Verkaufspreis Bauland CHF 1'996'800 ./. Buchwert CHF 1'980 ./. Verkaufskosten CHF 286'300 realisierter Liquidationsgewinn CHF 1'708'520 ./. pers. AHV-Beitrag (Basis: realisierter Liquidationsgewinn dir. Bundessteuer) CHF 159'734 Steuerbarer Liquidationsgewinn, massgebend für die Kantonssteuer CHF 1'548'786"
5.2.3.
Mit dem Einspracheentscheid hielt die Steuerkommission Q., insbesondere
auch gestützt auf den Bericht des leitenden Landwirtschaftsexperten (LE)
des KStA vom 10. August 2018, daran fest. Ausgeführt wurde weiter, dass
eine Besteuerung nicht nach § 45 Abs. 1 lit. f StG erfolgen könne, da keine
Totalliquidation vorliege.
5.3.
5.3.1.
Mit Einsprache, Rekurs und Replik lässt die Rekurrentin ausführen, B. sel.
habe bis und mit dem Jahr 2007 ein Einkommen aus landwirtschaftlicher
Tätigkeit ausgewiesen. Er habe per 31. Dezember 2007 die selbständige
Erwerbstätigkeit als Landwirt aufgegeben. Die Liegenschaften und
insbesondere die Hofparzelle Nr. ggg im Halte von 19'998 m2 hätten
dementsprechend landwirtschaftliches Geschäftsvermögen dargestellt. Die
Parzelle Nr. ggg sei dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
vom 4. Oktober 1991 (BGBB) unterstellt gewesen. Im Jahr 2008 sei eine
nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen worden, indem am
11. Januar 2008 ein Baugesuch für die Erschliessung der Parzelle Nr. ggg
eingereicht worden sei. Das Baugesuch sei am 10. März 2008 bewilligt
worden. Anschliessend seien die Erschliessungsanlagen gebaut worden.
Die Parzelle Nr. ggg habe erst mit der Erstellung der notwendigen Er-
schliessungsanlagen zur Bebauung freigegeben werden können. Bis dahin
sei das Grundstück nicht baureif gewesen. Somit stehe ganz klar fest, dass
B. sel. in einem bestimmten Zeitpunkt eine Nutzungsänderung beschlossen
und vollzogen habe. "Diese Rechtsauffassung ist nachträglich im
Bundesgerichtsurteil 2 C – 708/2010 als Zweiphasensystem festgehalten
- 9 -
und ist im Urteil 2C – 11/2011 bestätigt worden". Das Bundesgericht habe
klar festgehalten, dass der Zeitpunkt der Einzonung in den Baubereich für
die Besteuerung massgebend sei. Die Abteilung Planung und Bau der
Gemeinde Q. habe mit Schreiben vom 21. Oktober 2014 festgehalten, dass
die Parzelle Nr. ggg vor dem Jahr 2008 nicht in den Baubereich eingebracht
worden sei. B. sel. habe seine bis 2007 dem BGBB unterstellte Hofparzelle
Nr. ggg in "anderes Geschäftsvermögen" überführt. Mit der Beplanung,
Erschliessung, Parzellierung und dem Verkauf habe B. sel.
geschäftsmässig gehandelt. Aufgrund des zwingend anzuwendenden
Zweiphasensystems sei die Abrechnung über die kumulierten
Abschreibungen zwingend im Jahr 2008 vorzunehmen gewesen. Für eine
logische Sekunde seien die Grundstücke zu Privatvermögen geworden, um
anschliessend in nichtlandwirtschaftliches Geschäftsvermögen
eingebracht zu werden. Aus diesem Grund sei auf dem Kapitalgewinn
zwischen Einbringungswert 2008 und Veräusserungserlös 2010 die
Grundstückgewinnsteuer zu erheben. Es wurde dazu auch auf die Bundes-
gerichturteile 2C_846/2012 und 2C_948/2017 verwiesen.
Ein allfälliger Kapitalgewinn im Jahr 2010 in der Differenz zwischen Ver-
kaufserlös 2008 und Verkaufserlös 2010 unterliege nicht der privilegierten
Abrechnung (privilegiert mit der Einkommenssteuer zu erfassender Liqui-
dationsgewinn). Das Urteil 2C_708/2010 sei nicht überholt. "Einzonung in
den Baubereich heisst Erreichen der Überbaubarkeit, was ab 2008 gesche-
hen ist."
6.
6.1.
B. sel. war selbständig erwerbender Landwirt. Ab den Jahr 2008
parzellierte er fortlaufend Baulandparzellen von der Parz. ggg und der
Parz. hhh ab, so auch die sechs Parzellen Nrn. aaa (702 m2), bbb (841 m2),
ccc (790 m2), ddd (759 m2), eee (790 m2) und fff (885 m2).
Am 17. Januar 2010 wurde die Parzelle Nr. aaa für CHF 295'800.00, am
18./22. Januar 2010 die Parzelle Nr. bbb für CHF 351'400.00, am 10 Juni
2010 die Parzelle Nr. ccc für CHF 331'000.00, am 25. August 2010 die
Parzelle Nr. ddd für CHF 318'600.00, am 25. August 2010 die Parzelle
Nr. eee für CHF 331'000.00 und am 13. September 2010 die Parzelle Nr. fff
für CHF 369'000.00 verkauft.
Die Parz. ggg und die Parz. iii (Verkauf am 21. Dezember 2016) verblieben
im Eigentum von B. sel.
- 10 -
6.2.
Gemäss § 27 Abs. 1 StG sind alle Einkünfte aus einem Landwirtschaftsbe-
trieb steuerbar. Zu den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit zäh-
len auch alle Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder buch-
mässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen (§ 27 Abs. 2 StG).
Bei Gewinnen aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen
Grundstücken des Geschäftsvermögens wird nur die Differenz zwischen
Anlagekosten und steuerlich massgebendem Buchwert den Einkünften aus
selbständiger Erwerbstätigkeit zugerechnet. Für die Abgrenzung gegen-
über der Grundstückgewinnsteuer gilt § 106 StG (§ 27 Abs. 4 StG).
6.3.
Mit Urteil vom 2. Dezember 2011 (2C_11/2011 = BGE 138 II 32 = StE 2012
B 23.47.2 Nr. 14 = StR 2012 S. 137) entschied das Bundesgericht, dass
zur Beurteilung, ob ein land- und forstwirtschaftliches Grundstück im Sinne
von § 27 Abs. 4 StG gegeben ist, auf die Regelung gemäss Art. 2 BGBB
abzustellen sei. Von einem steuerlich privilegierten Grundstück könne nur
gesprochen werden, wenn die für die Anwendung des BGBB gültigen Vo-
raussetzungen erfüllt seien.
Mit dieser Lösung wurde die zuvor gängige Praxis, wonach für die Frage,
ob ein landwirtschaftliches Grundstück im Sinne von § 27 Abs. 4 StG ge-
geben ist, einzig auf dessen tatsächliche Nutzung abgestellt wurde, geän-
dert.
6.4.
Das Bundesgericht führt im erwähnten Entscheid vom 2. Dezember 2011
(2C_11/2011 = BGE 138 II 32 = StE 2012 B 23.47.2 Nr. 14 = StR 2012
S. 137) weiter aus:
"Dementsprechend kann von einem steuerlich privilegierten Grundstück nur dann gesprochen werden, wenn die für die Anwendung des BGBB  Voraussetzungen erfüllt sind. Das ist nach Massgabe von Art. 2 Abs. 1 BGBB hauptsächlich dann der Fall, wenn es sich um einzelne oder zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehörende Grundstücke , die ausserhalb einer Bauzone nach Art. 15 RPG liegen und für welche die landwirtschaftliche Nutzung zulässig ist. Darüber hinaus gilt die  des BGBB (und somit auch die besagte steuerliche ) für vier weitere, spezifisch in Art. 2 Abs. 2 BGBB genannte Fälle, nämlich:
a) Grundstücke und Grundstücksteile mit landwirtschaftlichen Gebäuden
und Anlagen, einschliesslich angemessenem Umschwung, die in einer Bauzone liegen und zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören;
b) Waldgrundstücke, die zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören; c) Grundstücke, die teilweise innerhalb einer Bauzone liegen, solange sie
nicht entsprechend den Nutzungszonen aufgeteilt sind; d) Grundstücke mit gemischter Nutzung, die nicht in einen landwirtschaft-
lichen und einen nichtlandwirtschaftlichen Teil aufgeteilt sind."
- 11 -
6.5.
Weiter wurde vom Bundesgericht in Bezug auf die Umzonung von Grund-
stücken des landwirtschaftlichen Geschäftsvermögens in die Bauzone, da-
bei insbesondere bezugnehmend auf das Urteil des Bundesgerichts vom
28. Januar 2011 (2C_708/2010), das Folgende ausgeführt:
"2.4 In steuersystematischer Hinsicht ist jedoch noch kurz auf das in StE 2011 B 42.25 Nr. 2 veröffentlichte Urteil 2C_708/2010 vom 28. Januar 2011 einzugehen, das ebenfalls den Kanton Aargau und dessen  System (vgl. oben E. 2.1 eingangs) betraf. Das Bundesgericht hielt fest, dass die Zuführung eines landwirtschaftlich genutzten Grundstücks in eine geschäftliche Nutzung (z.B. Liegenschaftenhandel) nicht ohne  Realisation erfolgen darf. Es handelt sich um einen  Vorgang im Sinne von § 96 Abs. 2 lit. b StG/AG.  unterliegt das Land der Grundstückgewinnsteuer, unter  der maximalen Haltezeit. Einzig der seitherige Wertzuwachs darf  erfasst werden. Dazwischen findet ein Systemwechsel statt, welcher im dualistischen System der Grundstückgewinnbesteuerung zwingend berücksichtigt werden muss. Nur auf diese Weise wird der vor dem Übergang aufgelaufene und der danach eingetretene Mehrwert je der sachlich richtigen Steuer zugeführt (vgl. dort insb. E. 2.5 u. 2.6).
Auch vorliegend kann allenfalls auf den Zeitpunkt der Einzonung in den Baubereich hin ein solcher Übergang von einem landwirtschaftlichen zu einem 'normalen' Geschäftsvermögen angenommen werden. Im Fall 2C_708/2010 beruhte der Systemwechsel darauf, dass die Pflichtigen  für ihr(e) Grundstück(e) in einem bestimmten Zeitpunkt eine  beschlossen und dann auch vollzogen. In einem Fall wie dem hier zu beurteilenden ergäbe sich der Übergang hingegen nicht aus einer kurz vor der streitigen (End-)Abrechnung getroffenen Entscheidung der Pflichtigen, sondern aus den rechtlichen Auswirkungen der gegebenenfalls lange zurückliegenden Umzonung.
Dieser Unterschied zum Fall 2C_708/2010 würde zwar auch hier nicht zwingend ausschliessen, dass übliches (und steuerlich nicht privilegiertes) Geschäftsvermögen bloss für die Zeitspanne zwischen Umzonung und nachmaliger Privatentnahme angenommen wird. Für die Zeit vor der  könnte an sich die privilegierte Ausnahmeregelung zum Zuge . Das würde jedoch in einem Fall wie dem vorliegenden bedeuten, dass bei der Überführung ins Privatvermögen im Nachhinein noch für die Zeit bis zur Umzonung die Grundstückgewinnsteuer zu erheben wäre. Das brächte in zahlreichen Fällen kaum hinzunehmende Praktikabilitäts- und Umsetzungsprobleme mit sich, insbesondere angesichts der im  Bereich oft (sehr) langen Haltedauer der Grundstücke und bei lange zurückliegenden Umzonungen. Solche Probleme könnten sich u.a. dann ergeben, wenn für die frühere Grundstückbesteuerung nicht das jetzige Steuergesetz, sondern die bis Ende 2000 geltende und von der heutigen Rechtslage teilweise abweichende Regelung (vgl. dazu das Urteil 2C_380/2011 vom 1. November 2011, insb. E. 2.1, mit weiteren ) anwendbar wäre. Zu bedeutend würden die Probleme auf jeden Fall dann, wenn die Umzonung noch vor dem Inkrafttreten des BGBB erfolgte.
Diese Probleme sind in dem hier wesentlichen Gesamtrahmen zu sehen, wonach eine fragwürdige Ausnahmeregelung angemessen eingegrenzt werden muss. Die Notwendigkeit einer solchen Eingrenzung ist nicht nur für das allgemeine Verhältnis zwischen § 27 Abs. 2 und 4 StG/AG von
- 12 -
Belang, sondern auch im Zusammenhang mit der vorliegend  spezifischen Frage, inwieweit eine steuersystematisch wünschbare, aber unter dem (hier zumindest ebenso bedeutenden) Gesichtspunkt der Koordination verschiedener Rechtsbereiche problematische  doch noch berücksichtigt werden kann. In Anbetracht sämtlicher  drängt sich eine zwischen zwei Phasen unterscheidende steuerliche Erfassung (mit der Grundstückgewinnsteuer bis zur , mit der Einkommenssteuer für den danach entstandenen ) nur insoweit auf, als sie nicht erst im Nachhinein, z.B. hier im  der Überführung ins Privatvermögen, zu geschehen hat, sondern schon im Zeitpunkt der Umzonung erfolgt (namentlich auf Verlangen des Pflichtigen). Das war vorliegend nicht der Fall. Deshalb erweist es sich auch in Anbetracht des Urteils 2C_708/2010 als zutreffend, dass die  ihre Beurteilung ausschliesslich auf § 27 Abs. 2 StG/AG gestützt hat."
6.6.
6.6.1.
Das Bundegericht hat den identischen Sachverhalt in Sachen der Rekur-
rentin und B. sel. mit Urteil vom 28. März 2018 (2C_959/2017) in Bezug auf
die Kantons- und Gemeindesteuern 2008 wie folgt beurteilt:
"3. Die Steuerpflichtigen haben in der Steuerperiode 2008 vier Grundstücke aus ihrem Geschäftsvermögen verkauft.
3.1. Die Beschwerdeführer rügen, sie hätten sich genau gleich wie die Steuerpflichtigen im Urteil 2C_708/2010 verhalten, weshalb ihre  auch gutgeheissen werden müsse. Zudem hätten sie sich im Jahr 2008 zielbewusst unternehmerisch verhalten und eine  der Grundstücke für den Liegenschaftenhandel beschlossen; weil eine solche Nutzungsänderung nicht ohne steuersystematische  erfolgen könne, sei auch für sie eine Abrechnung nach dem  vorzunehmen.
3.2. Im Rahmen des Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit werden Gewinne aus dem Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken auf Bundesebene nur bis zur Höhe der Anlagekosten der Einkommenssteuer unterworfen (Art. 18 Abs. 1 und Abs. 4 DBG); der  bleibt – wie bei Kapitalgewinnen des Privatvermögens (Art. 16 Abs. 3 DBG) – steuerfrei (FELIX RICHNER, Landwirtschaftliche Grundstücke im Recht der harmonisierten Steuern, ZStP 4/2012 S. 295). Auf Kantonsebene werden die Gewinne ebenfalls bis zur Höhe der  mit der Einkommenssteuer besteuert (Art. 8 Abs. 1 StHG); der Wertzuwachsgewinn wird wie bei natürlichen Personen ohne  von der Grundstückgewinnsteuer erfasst (Art. 12 Abs. 1 StHG; RICHNER, a.a.O., S. 294 f.; Botschaft des Bundesrates über die  land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke vom 11. März 2016 [zit. Botschaft land- und forstwirtschaftliche Grundstücke], BBl 2016 1823 f.).
3.3. Der Begriff des land- oder forstwirtschaftlichen Grundstückes wird im harmonisierten Recht nicht definiert. Das Bundesgericht hat in freier  dieses harmonisierten Begriffs erkannt, dass er nicht isoliert aus dem Steuerrecht heraus, sondern in gesetzessystematischer Hinsicht unter  der Zwecksetzung des BGBB, des Bundesgesetzes vom
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22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) und des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft vom 29. April 1998 (LwG; 910.1) auszulegen sei (BGE 138 II 32 E. 2.2.1 S. 36; Urteile 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.2; 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 E. 5.1; 2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 3.2; vgl. zur Kritik an dieser Rechtsprechung RICHNER, a.a.O., S. 288). Die steuerliche Privilegierung von landwirtschaftlichen Grundstücken im Sinne von Art. 12 Abs. 1 StHG rechtfertigt sich grundsätzlich nur, wenn die für die Anwendbarkeit des BGBB aufgestellten Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 138 II 32 E. 2.2.1 S. 36, E. 2.3.1 S. 38 f.; Urteile 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.2; 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 E. 5.1; 2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 3.2). Dies ist hauptsächlich der Fall, wenn das Grundstück ausserhalb der Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG liegt und eine landwirtschaftliche Nutzung zulässig ist (Art. 2 Abs. 1 BGBB) oder wenn einer der vier weiteren, spezifisch in Art. 2 Abs. 2 BGBB genannten Fälle vorliegt (BGE 138 II 32 E. 2.2.1 S. 37, E. 2.3.2 S. 39; WERNER SALZMANN, BGE 2C_11/2011: Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2011 i.S. Besteuerung von Kapitalgewinn aus der Veräusserung von Bauland im Geschäftsvermögen von Landwirten, Blätter für Agrarrecht, 2015 [Heft 1/3], S. 8). Die herrschende bundesgerichtliche Praxis führt dazu, dass die Liegenschaften im Geschäftsvermögen eines Landwirtschaftsbetriebs in land- und  und nicht land- und forstwirtschaftliche Grundstücke zu  sind (Urteil 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.2; SALZMANN, a.a.O., S. 9).
4. 4.1. Das Grundstück GB S. Parzelle Nr. ggg lag im Zeitpunkt der Abparzellierung von fünf Parzellen am 7. Juli bzw. am 14. Juli 2008  seit über sechs Jahren in der Bauzone. Im Jahr 2008  die Beschwerdeführer vier abparzellierte Grundstücke, worauf ihnen der aus dem Verkauf resultierende Gewinn von Fr. 1'137'600.--  als Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit aufgerechnet wurde. Die vier verkauften, vollständig in der Bauzone gelegenen Parzellen  nur dem sachlichen Anwendungsbereich des BGBB unterstehen und als land- und forstwirtschaftlich im Sinne von Art. 12 Abs. 1 StHG  (vgl. dazu oben, E. 3.3), wenn sie im massgeblichen Zeitpunkt der Veräusserung mit landwirtschaftlichen Gebäuden und Anlagen  gewesen wären und zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe (im Sinne von Art. 7 BGBB) gehört hätten (Art. 2 Abs. 2 lit. a BGBB), was nicht der Fall ist. Gründe dafür, weshalb trotz fehlendem sachlichen  des BGBB die verkauften Grundstücke ausnahmsweise als land- und forstwirtschaftlich zu qualifizieren wären (vgl. dazu Urteil 2C_561/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2), bestehen nicht. Die Parzellen sind somit nicht privilegiert (Art. 12 Abs. 1 StHG; § 27 Abs. 4, § 106 StG/AG) zu besteuern; der Wertzuwachsgewinn unterliegt der  (siehe Urteil 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.4).
4.2. Das aargauische Steuergesetz folgt im Grundsatz dem dualistischen System der Grundstückgewinnbesteuerung. Im dualistischen System wird der gesamte Kapitalgewinn auf Geschäftsvermögen mit der  belastet, dies in Abgrenzung zu monistischen Systemen, in welchen die wieder eingebrachten Abschreibungen mit der Einkommenssteuer, der Wertzuwachsgewinn hingegen mit der Grundstückgewinnsteuer erfasst werden (Urteil 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.5; RICHNER, a.a.O., S. 304 f.; Botschaft land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, BBl 2016 1825). Gemäss § 27 Abs. 2 StG/AG unterliegen insbesondere Gewinne
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aus der Veräusserung von Geschäftsliegenschaften der ; von der Grundstückgewinnsteuer erfasst würden solche  nur, wenn sie nicht unter die Einkommens- oder  fielen (§ 95 Abs. 2 StG/AG; BGE 138 II 32 E. 2.1.1 S. 35; Urteil 2C_502/2016 vom 24. Mai 2017 E. 2.5). Die Besteuerung des  als Einkunft aus selbstständiger landwirtschaftlicher  (§27 Abs. 2 StG/AG) erweist sich somit als zutreffend. Auch eine  Erfassung eines Teils des Gewinns mit der , wie sie die Beschwerdeführer offenbar nach den Grundsätzen des Urteils 2C_708/2010 vom 28. Januar 2011 E. 2 vorschwebt, ist nicht am Platz. Nach der bundesgerichtlichen Praxis drängt sich wegen kaum  Praktikabilitäts- und Umsetzungsproblemen eine zwischen zwei Phasen unterscheidende steuerliche Erfassung bei Umzonungen (mit der Grundstückgewinnsteuer bis zur Umzonung, mit der  für den danach entstandenen Wertzuwachs) nur auf, sofern sie nicht im Nachhinein, sondern (namentlich auf Verlangen des Pflichtigen) schon im Zeitpunkt der Umzonung erfolgt (ausdrücklich BGE 138 II 32 E.2.4 S. 41; ebenso Urteil 2C_846/2016 vom 24. Mai 2017 E. 3.3); dass die Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Umzonung der massgeblichen , von welcher im Jahr 2008 fünf Parzellen zwecks Verkaufs  worden sind, eine solche Abrechnung verlangte, ist weder dargelegt noch ersichtlich. Dass die Beschwerdeführer, wie sie vorbringen, ziel- bewusst eine Nutzungsänderung angestrebt und durchgeführt hätten,  dafür nicht. Anders als in dem von ihnen zitierten Urteil 2C_846/2016 vom 24. Mai 2017 E. 3.4 ist hier die Nichtmehr-Unterstellung unter das BGBB nicht auf eine von den Steuerpflichtigen nicht beeinflussbare  des Gesetzes (wie eine Änderung der für die Anwendbarkeit des BGBB erforderlichen Standardarbeitskraft) zurückzuführen, sondern auf die Umzonung. Die Tatsache, dass das betreffende Grundstück umgezont wurde, musste den Beschwerdeführern im Zeitpunkt der Umzonung  und bewusst gewesen sein, weshalb in Übereinstimmung mit BGE 138 II 32 E. 2.4 S. 41 die Sonderreglung der zweistufigen  nicht nachträglich zur Anwendung gebracht werden kann."
6.6.2.
Es ist kein Grund ersichtlich, für die Kantons- und Gemeindesteuern 2010
von diesen Erwägungen abzuweichen, zumal diese Rechtsprechung vom
Bundesgericht wiederholt bestätigt wurde (zuletzt: Bundesgerichtsurteile
vom 8. Juli 2020 [2C_155/2020] und 14. Februar 2020 [2C_317/2018],
beide dem Vertreter der Rekurrentin bekannt).
7.
7.1.
Die Parzellen Nr. ggg bzw. hhh lagen seit 2002 und im Zeitpunkt der Par-
zellierung in der Bauzone. Es handelte sich demnach bei den sechs ver-
kauften Parzellen nicht um Landwirtschaftsland, das unter dem Schutzbe-
reich des BGBB stand.
7.2.
Der Hinweis der Rekurrentin auf den Umstand, dass die Parzellen erst im
Jahr 2008 erschlossen wurden, vermag daran nichts zu ändern. Für die
Qualifikation eines Grundstücks gemäss BGBB wird nicht unterschieden
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zwischen "erschlossenem Land in der Bauzone" und "unerschlossener
Baulandreserve in der Bauzone". Ebensowenig spielt es eine Rolle, ob ein
Grundstück in der Bauzone bereits baureif oder noch nicht baureif ist. Ent-
scheidend ist einzig, ob das Grundstück in der Bauzone liegt oder nicht.
7.3.
Die Parzellen Nrn. aaa, bbb, ccc, ddd, eee und fff standen somit im
Zeitpunkt der Verkäufe im Jahr 2010 nicht im Schutzbereich des BGBB und
es lagen keine landwirtschaftlichen Grundstücke im Sinne von § 27 Abs. 4
StG vor. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist entgegen der
Ansicht des Vertreters der Rekurrentin weder im Jahr 2008, noch im Jahr
2010 eine (vor den Verkäufen erfolgte) Überführung von landwirtschaftli-
chem Geschäftsvermögen in das Privatvermögen mit direkt anschliessen-
der Wiedereinbringung in das übrige Geschäftsvermögen abzurechnen.
Eine solche Überführung hätte im Zeitpunkt der Entlassung der Parzellen
Nr. ggg bzw. hhh als (Stamm-)Grundstück aus dem Schutzbereich des
BGBB (vor dem Jahr 2002) erfolgen müssen.
Vielmehr wurden sechs nicht in den Anwendungsbereich von § 27 Abs. 4
StG fallende Grundstücke des Geschäftsvermögens veräussert. Der Ge-
winn unterliegt damit gestützt auf § 27 Abs. 2 StG der Einkommenssteuer.
Die Steuerkommission Q. hat die Gewinne also zu Recht als Einkünfte aus
selbständiger Erwerbstätigkeit erfasst. Insofern erweist sich der Rekurs als
unbegründet.
Offenbleiben kann dabei, ob B. sel. als gewerbsmässiger Lie-
genschaftenhändler zu qualifizieren gewesen ist oder nicht. Da B. sel. so
oder anders nicht landwirtschaftliche Grundstücke des Ge-
schäftsvermögens veräussert hat und eine vorgängige Überführung wie ge-
sehen nicht zu erfolgen hat, spielt dies für die Beurteilung des Rekurses
keine Rolle.
7.4.
Die Rekurrentin hat sich nicht zur Höhe des von der Steuerkommission Q.
erfassten Gewinnes aus den Verkäufen der sechs Baulandgrundstücke
und den angerechneten gewinnmindernden Aufwendungen äussern
lassen. Es sind keine offensichtlichen Fehler der Berechnung erkennbar.
Der Rekurs ist insoweit abzuweisen.
8.
Eine mögliche Totalliquidation wurde zwar im Bericht des LE KStA vom
10. August 2018 aufgezeigt, vom Vertreter der Rekurrentin und B. sel. aber
mit Schreiben vom 27. September 2018 verworfen. Mangels
Totalliquidation ist keine solche abzurechnen.
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9.
Der Rekurs erweist sich demnach in allen Punkten als unbegründet. Er ist
abzuweisen.
10.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Rekursverfahrens von
den Rekurrenten zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). Es ist keine Parteientschä-
digung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG).
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