Decision ID: abedc07d-cdac-47e6-ae2f-73bcda8f125f
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X wurde von der Jugendanwaltschaft Altstätten am 5. Mai 2008 des Diebstahls
eines Motorfahrrads und des Fahrens ohne Führerausweis (begangen am 3. März
2008) schuldig gesprochen. Das Strassenverkehrsamt verweigerte ihm deswegen mit
Verfügung vom 8. Juli 2008 den Führerausweis für die Dauer von sieben Monaten
(3. März bis 2. Oktober 2008). Bereits am 11. Mai 2008 hatte X in Neukirch einen
entwendeten Personenwagen gelenkt und dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit
innerorts um 36 km/h überschritten. Am 13. Oktober 2008 fuhr er mit einem
entwendeten Motorrad nach Rorschach und wurde dort angehalten. Wegen dieser
beider Ereignisse verweigerte das Strassenverkehrsamt am 18. Dezember 2008 die
Erteilung eines Lernfahrausweises für unbestimmte Zeit bei einer Sperrfrist von zwei
Jahren (25. Oktober 2008 bis 24. Oktober 2010). Die Zulassung zum Verkehr nach
Ablauf der Sperrfrist wurde von einem klaglosen Verhalten (namentlich kein Fahren
ohne Ausweis) und einem positiv lautenden verkehrspsychologischen Gutachten
abhängig gemacht. Da X am 17. April 2010 erneut ohne Führerausweis mit einem
entwendeten Fahrzeug unterwegs war und infolge nichtangepasster Geschwindigkeit
einen Verkehrsunfall verursachte, wurde die Sperrfrist mit Verfügung vom
17. September 2010 um zwei Jahre bis 24. Oktober 2012 verlängert. Das
Strassenverkehrsamt machte die Zulassung zum Verkehr wiederum von einem
klaglosen Verhalten und einer positiv ausgefallenen verkehrspsychologischen
Untersuchung abhängig.
B.- Am 27. Dezember 2017 war X – abermals ohne gültigen Führerausweis – mit einem
auf ihn eingelösten Personenwagen (Audi D S3) unterwegs. Als er in Oberbüren auf die
Autobahn A1 in Richtung Wil fuhr, touchierte er beim Wechsel auf die Überholspur ein
anderes Fahrzeug. Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, setzte er
die Fahrt fort und wurde von der Polizei auf der Umfahrung Bazenheid angehalten. Er
gab an, bereits zum dritten Mal mit diesem Auto gefahren zu sein. Das
Strassenverkehrsamt teilte X am 12. Januar 2018 mit, der Lernfahrausweis werde
wegen dieses Vorfalls weiterhin verweigert. Mit Verfügung vom 5. Februar 2018 legte
es die Sperrfrist auf 36 Monate (27. Dezember 2017 bis 26. Dezember 2020) fest (Ziffer
1 des Rechtsspruchs), entzog einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung
(Ziff. 2) und erhob eine Gebühr von Fr. 180.– (Ziff. 3).
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C.- Mit Eingabe vom 11. Februar 2018 erhob X Rekurs. Er beantragte eine Sperrfrist
von maximal zwei Jahren und die Möglichkeit, aus beruflichen Gründen baldmöglichst
die Prüfung für landwirtschaftliche Fahrzeuge ablegen zu dürfen. Sein Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege wurde vom Verfahrensleiter mit Zwischenverfügung vom
26. März 2018 bewilligt (Proz.-Nr. ZV-2018/16). Am 2. April 2018 reichte X weitere
Akten ein. Die Vorinstanz liess sich am 10. April 2018 zum Rekurs vernehmen und
beantragte dessen Abweisung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur
Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- a) Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 11. Februar 2018 (Datum der
Postaufgabe: 12. Februar 2018) ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in
formeller und materieller Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45,
47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt:
VRP).
b) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz vom 5. Februar 2018, womit eine
Sperrfrist von 36 Monaten angeordnet wurde. Über die Frage, ob dem Rekurrenten
trotz Sperrfrist erlaubt werden könnte, baldmöglichst die Prüfung für
landwirtschaftliche Fahrzeuge abzulegen, hatte die Vorinstanz nicht zu entscheiden.
Diesbezüglich liegt somit keine anfechtbare Verfügung vor. Es mangelt damit an einer
Prozessvoraussetzung, weshalb auf den entsprechenden Antrag nicht einzutreten ist
(vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003,
Rz. 534). Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass einem solchen
Gesuch nicht stattgegeben würde, denn die Sperrfrist nach einer Fahrt ohne Ausweis
hat zur Folge, dass während deren Dauer für keine Kategorie ein Lernfahr- oder
Führerausweis beantragt werden kann (vgl. BSK SVG-Bickel, Art. 15e N 15). Im
Übrigen ist auf den Rekurs einzutreten.
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2.- Es ist unbestritten, dass der Rekurrent am 27. Dezember 2017 ein Fahrzeug ohne
gültigen Führerausweis lenkte. Mit seiner Eingabe opponierte er denn auch nicht gegen
die Anordnung einer Sperrfrist an sich, sondern gegen deren Dauer. Zu prüfen ist
deshalb einzig, ob die von der Vorinstanz verfügte Sperrfrist von 36 Monaten
angemessen ist.
a) Wer ein Motorfahrzeug geführt hat, ohne einen Führerausweis zu besitzen, erhält
während mindestens sechs Monaten nach der Widerhandlung weder Lernfahr- noch
Führerausweis. Erreicht die Person das Mindestalter erst nach der Widerhandlung, so
beginnt die Sperrfrist ab diesem Zeitpunkt (Art. 15e Abs. 1 des
Strassenverkehrsgesetzes [SR 741.01, abgekürzt: SVG]). Wurde auf der Fahrt
zusätzlich der Tatbestand von Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG (Rasertatbestand) erfüllt,
beträgt die Sperrfrist zwei Jahre, im Wiederholungsfall zehn Jahre (Abs. 2).
Die Sperrfrist gemäss Art. 15e SVG verfolgt repressive Ziele, indem damit das künftige
Verhalten des Fehlbaren beeinflusst werden soll. Jene Personen sollen für mindestens
sechs Monate keinen Lernfahr- oder Führerausweis erhalten, die ohne Berechtigung
gefahren sind. Der Sperrfrist im Sinn von Art. 15e SVG kommt ein ähnlicher
Strafcharakter zu wie einem Warnungsentzug gemäss Art. 16a bis 16c SVG (Botschaft
zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März 1999, in: BBl 1999 S. 4484;
Bickel, a.a.O., Art. 15e N 3; vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.
2014.00265 vom 1. Juli 2014 E. 3.3, im Internet abrufbar unter http://
www.vgrzh.djiktzh.ch). Anders als in Art. 16a ff. SVG, wo die Entzugsdauern im
Wiederholungsfall kaskadenartig erhöht werden, äusserte sich der Gesetzgeber nicht
zur Frage der oberen Grenze der Sperrfrist; aus Art. 15e Abs. 2 SVG kann nicht
abgeleitet werden, dass diese bei zwei Jahren liegt (so Bickel, a.a.O., Art. 15e N 12).
Die Materialien geben dafür ebenfalls keine Anhaltspunkte her. Es entspricht jedoch
dem Gerechtigkeitsempfinden und ist in der Lehre unbestritten, dass ein Rückfall
regelmässig mit einer längeren Sperrfrist zu ahnden ist. Folglich ist nicht von vornherein
auszuschliessen, dass ein Rückfall zu einer Sperrfrist von über zwei Jahren führen
könnte. Ein Entzug für immer ist hingegen nicht vorgesehen (vgl. dazu Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission [VRKE] IV-2014/96 vom 30. April 2015, im Internet
publiziert unter: www.gerichte.sg.ch). Angesichts des sich aus dieser gesetzlichen
Regelung ergebenden grossen Ermessensspielraums erscheint es jedoch sachgerecht,
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bei der Festlegung der Sperrfristdauer die Rückfallregeln von Art. 16a ff. SVG
mitzuberücksichtigen; nicht zuletzt wegen der rechtsgleichen Behandlung von
fehlbaren Lenkern, die bereits einen Führerausweis erworben haben (Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, a.a.O., E. 3.4.1).
b) aa) Der Rekurrent bestreitet nicht, vor dem Ereignis vom 27. Dezember 2017 bereits
viermal ein Fahrzeug ohne Führerausweis gelenkt zu haben (3. März, 11. Mai und
25. Oktober 2008 sowie 17. April 2010). Da er noch keinen Führerausweis besass,
wurden dreimal Sperrfristen nach Art. 15e Abs. 1 SVG verhängt; letztmals für zwei
Jahre bis 24. Oktober 2012. Wäre der Rekurrent zu diesem Zeitpunkt bereits im Besitz
eines Führerausweises gewesen, hätten diese Widerhandlungen gegen die
Strassenverkehrsvorschriften entweder nach Art. 16b SVG (mittelschwere
Widerhandlung wegen Führens eines Motorfahrzeuges ohne Führerausweis der
entsprechenden Kategorie) oder nach Art. 16c SVG (schwere Widerhandlung wegen
Führens eines Motorfahrzeugs trotz Ausweisentzugs) sanktioniert werden müssen.
Anstelle der Sperrfristen wären gegen den Rekurrenten drei Führerausweisentzüge
verhängt worden. Der neuerliche Vorfall vom 27. Dezember 2017, der wiederum als
mindestens mittelschwer einzustufen ist, hätte nach den Rückfallregeln von Art. 16b
Abs. 2 lit. e und 16c Abs. 2 lit. d SVG grundsätzlich zu einem Entzug auf unbestimmte
Zeit, mindestens aber für zwei Jahre geführt, da der Führerausweis in den vergangenen
zehn Jahren dreimal wegen mindestens mittelschwerer Widerhandlungen entzogen
gewesen wäre. Allerdings müsste berücksichtigt werden, dass diese Rückfallregelung
nach dem Willen des Gesetzgebers nicht anwendbar ist, wenn gegen die betreffende
Person während mindestens fünf Jahren vor dem neuerlichen Vorfall keine
Administrativmassnahme ausgesprochen worden war. In solchen Fällen ist der
Betreffende wie ein Ersttäter zu behandeln (Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und
OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16c SVG N 52). Im Sinne der Gleichbehandlung erscheint es
angemessen, diese Regelung auch in jenen Fällen anzuwenden, die nach Art. 15e Abs.
1 SVG sanktioniert wurden. Denn es ist nicht einzusehen, weshalb die fünfjährige
Bewährungsfrist nicht auch derjenigen Person zugestanden werden soll, die noch
keinen Führerausweis besitzt; zumal der Lernfahrausweis bei fehlender charakterlicher
Eignung ohnehin nicht erteilt wird (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. d SVG). Der Rekurrent würde
von dieser Regelung profitieren, weil die letzte Sperrfrist am 17. September 2010
angeordnet wurde und am 24. Oktober 2012, also etwas mehr als fünf Jahre vor dem
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fraglichen Ereignis, endete. Somit liess er sich während mehr als siebeneinhalb Jahren
nichts zu Schulden kommen, was aktenkundig wäre. Insofern ist nicht ganz
auszuschliessen, dass die Administrativmassnahmen entgegen den Vorbringen der
Vorinstanz eine gewisse Wirkung zeigten.
bb) Wird der Rekurrent aber wie ein Ersttäter behandelt, ist von einer Sperrfrist von
mindestens sechs Monaten auszugehen (Art. 15e Abs. 1 SVG). Zu berücksichtigen ist,
dass er gegenüber der Polizei zu Protokoll gab, vor dem 27. Dezember 2017 bereits
zweimal mit seinem Personenwagen gefahren zu sein. Dass er mehrmals ein Fahrzeug
ohne Führerausweis lenkte, zeugt von einem bedenklichen Mass an
Unrechtsbewusstsein. Hinzu kommt, dass der Rekurrent bei der Einfahrt auf die
Autobahn ein anderes Fahrzeug touchierte und damit sich und Dritte erheblich
gefährdete. Zudem setzte er die Fahr fort, ohne sich um den angerichteten Schaden zu
kümmern. Dass er davon nichts bemerkt haben will, erscheint selbst dann
unglaubwürdig, wenn er das Hörgerät ausgeschaltet haben sollte, ist aber in diesem
Verfahren nicht weiter zu prüfen. Jedenfalls lässt seine Bemerkung, es habe sich
lediglich um eine Streifkollision gehandelt, auf mangelndes Problembewusstsein
schliessen, denn bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h kann bereits ein leichtes
Touchieren schlimme Unfallfolgen nach sich ziehen. Dieses Verhalten ist bei der
Festlegung der Sperrfrist ebenfalls zu seinen Ungunsten zu berücksichtigen, denn
bereits unter dem bis 31. Dezember 2012 geltenden aArt. 14 Abs. 2 SVG war
vorgeschrieben, dass die Dauer der Sperrfrist nach den Umständen festgelegt werden
soll und namentlich dann zu erhöhen ist, wenn die Widerhandlung mehrmals begangen
wurde oder auf der verbotenen Fahrt Verkehrsregeln verletzt und dadurch der Verkehr
gefährdet wurde (Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März
1999, in: BBl 1999 S. 4484). Negativ ins Gewicht fällt zudem, dass sich der Rekurrent
angesichts der drei früher verhängten Sperrfristen der Konsequenzen seines Handelns
hätte bewusst sein müssen. Sein Verhalten wiegt umso schwerer, als er nach Ablauf
der letzten Sperrfrist (24. Oktober 2012) die Möglichkeit gehabt hätte, einen
Lernfahrausweis zu beantragen. Dass er dies nicht tat, obwohl er aus beruflichen
Gründen auf ein Fahrzeug angewiesen sei, wie er vorbrachte, ist nicht leicht
verständlich. Vor diesem Hintergrund erscheint auch fraglich, ob der Rekurrent
tatsächlich fähig und willens ist, die Fahrberechtigung auf ordentlichem Weg zu
erlangen. Sollte er weiterhin ohne Fahrberechtigung am Strassenverkehr teilnehmen,
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müsste einer derart renitenten Handlungsweise nicht in erster Linie mit
Administrativmassnahmen, sondern mit strafrechtlichen Sanktionen entgegengewirkt
werden. So sieht Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG für das Fahren ohne Berechtigung eine
Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Unter Berücksichtigung
der gesamten Umstände ist gegen die von der Vorinstanz vorgesehene Erhöhung der
früher verhängten Sperrfrist um 12 Monate nichts einzuwenden. Der Rekurrent hat sich
während siebeneinhalb Jahren nichts Aktenkundiges zu Schulden kommen lassen und
offenbar auch psychotherapeutische Hilfe beansprucht, weshalb er wie ein Ersttäter zu
behandeln und von einer Einsatzdauer von sechs Monaten auszugehen ist. Die
Erhöhung um zwölf Monate führt demnach zu einer Dauer von 18 Monaten. Der
Rekurrent machte geltend, sowohl die Vorinstanz als auch der Autoverkäufer und der
Haftpflichtversicherer trügen eine Teilschuld an der neuerlichen Widerhandlung. Keiner
der Genannten war jedoch verpflichtet, die Fahrberechtigung des Rekurrenten zu
überprüfen. Es kann einer Person nicht verwehrt werden, ein Fahrzeug zu erwerben
und einzulösen, um es von einer fahrberechtigten Person lenken zu lassen. Darauf ist
deshalb nicht weiter einzugehen. Die Schuld trägt allein der Rekurrent, weshalb sich
dies nicht sanktionsmindernd auswirken kann.
Der Rekurrent wird während der Sperrfrist beweisen müssen, dass er willens und fähig
ist, sich an die Strassenverkehrsvorschriften zu halten, das heisst, kein Motorfahrzeug
zu lenken. Er kann nach Ablauf der Sperrfrist nur dann mit der Erteilung eines
Lernfahrausweises rechnen, wenn davon auszugehen ist, dass er als
Motorfahrzeugführer die Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht
nehmen wird (vgl. Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Die Vorinstanz wird zu gegebener Zeit
prüfen müssen, ob dies beim Rekurrenten der Fall ist (vgl. Weissenberger, a.a.O.,
Art. 14a SVG N 23). Dass er sich dazu einer verkehrspsychologischen oder -
psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen hat (vgl. die Bedingungen für eine
allfällige Erteilung des Lernfahrausweises gemäss Verfügung vom 18. Dezember 2008,
worauf in der angefochtenen Verfügung verwiesen wurde), hat er nicht angefochten.
c) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs gutzuheissen ist, soweit darauf
einzutreten ist. Die Ziffer 1 des Rechtsspruchs der angefochtenen Verfügung vom
5. Februar 2018 ist aufzuheben und die Sperrfrist nach Art. 15e Abs. 1 SVG auf 18
Monate (27. Dezember 2017 bis 26. Juni 2019) festzulegen.
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3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Staat
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.– erscheint
angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).