Decision ID: 5a231c09-7ca7-413c-9113-d5ddcdaf51a1
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel, Grossfeldstrasse 45,
7320 Sargans,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 16. Juli 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1).
Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs mit RAD-Ärztin Dr. med. B._, Fachärztin
für Allgemeinmedizin, vom 25. Juli 2008 führte der damals behandelnde Dr. med.
C._, Allgemeine Medizin FMH, aus, der Versicherte leide an chronischen
Rückenschmerzen (seit Anfang 2008), an einem Zustand nach Hüft-TP (OP links
05/2004, OP re 12/2004) sowie einer Synkope unklarer Genese (06/2008). Der
angestammte Beruf als selbstständiger Z._ (IV-act. 1-5) sei dem Versicherten nicht
mehr zumutbar. Für eine leidensangepasste Tätigkeit verfüge der Versicherte über eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (Protokoll vom 25./29. Juli 2008, IV-act. 17). Die IV-Stelle
gewährte zusammen mit dem Krankentaggeldversicherer ab 26. September 2008
Beratung und Unterstützung durch eine externe Stellenvermittlung (Mitteilung vom
5. März 2009, IV-act. 33; zu den Bemühungen der externen Stellenvermittlung siehe
Schlussbericht vom 19. November 2009, IV-act. 42). Am 9. und 10. Februar 2009 nahm
der Versicherte an einer Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen
Leistungsfähigkeit (EFL) im "part Rehabilitation, Physiotherapie, Gesundheitsförderung"
teil. Im EFL-Bericht vom 16. Februar 2009 hielten die Experten fest, die
Leistungsbereitschaft des Versicherten sei zuverlässig und die Konsistenz bei den
Tests gut gewesen. Die bisherige berufliche Tätigkeit als Z._ sei nicht mehr
zumutbar. Für eine leichte leidensangepasste Tätigkeit bestehe nach einer
dreimonatigen Wiedereinstiegsphase eine ganztägige Arbeitsfähigkeit (Fremdakten).
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 25. Februar 2010 mit, die Arbeitsvermittlung
werde abgeschlossen, da es trotz Bemühungen und Unterstützung nicht gelungen sei,
den Versicherten innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren (IV-
act. 48).
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A.b Im Bericht vom 5. Januar 2010 gab der seit Januar 2009 behandelnde Dr. med.
D._, Allgemeine Medizin FMH, gegenüber der Krankentaggeldversicherung an, dem
Versicherten sei die Ausübung leichter wechselbelastender oder sitzender Tätigkeiten
möglich (IV-act. 55-15 ff.). Dr. med. E._, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin des
Spitals F._, berichtete am 23. Juli 2010 (Datum Posteingang IV-Stelle), der
Versicherte sei vom 10. bis 31. Mai 2010 wegen eines chronischen Alkoholismus sowie
einer Leberzirrhose CHILD B behandelt worden. Seit dem 31. Mai 2010 befinde sich
der Versicherte im G._ Zentrum für Suchttherapie und Rehabilitation (IV-act. 61). Die
Leiterin Suchttherapie und Rehabilitation führte im Austrittsbericht vom 20. September
2010 betreffend die vom 31. Mai bis 16. September 2010 stattgefundene Therapie und
Rehabilitation aus, diese seien sehr positiv verlaufen. Der Versicherte verfolge klar das
Ziel der definitiven Alkoholabstinenz (IV-act. 70). RAD-Arzt Dr. med. H._, Facharzt für
Innere Medizin, Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, vertrat
in der Stellungnahme vom 28. Oktober 2010 die Auffassung, nach erfolgtem Entzug
und Stabilisierung der internistischen Leiden dürfte lediglich die Problematik des
Bewegungsapparates einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Dabei könne
weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
ausgegangen werden (IV-act. 71).
A.c Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht
(Vorbescheid vom 11. November 2010, IV-act. 74). Dagegen erhoben der Versicherte
und Dr. D._ je am 17. Dezember 2010 Einwand (IV-act. 76 f.). Auf Nachfrage der IV-
Stelle hin (IV-act. 79) nahm Dr. D._ am 25. März 2011 ergänzend Stellung zum
Gesundheitszustand des Versicherten und reichte weitere medizinische Akten ein (IV-
act. 84). Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 24., 25. und 26. Oktober
2011 polydisziplinär (physikalisch medizinisch, psychiatrisch und internistisch) in der
MEDAS Ostschweiz untersucht. Im Gutachten vom 26. März 2012 diagnostizierten die
Gutachter mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit: eine
Minderbelastbarkeit beider Hüftgelenke mit/bei Status nach Implantation einer
zementfreien TEP linkes (24. Mai 2004) und rechtes Hüftgelenk (2. Dezember 2004) je
wegen Femurkopfnekrose; eine Minderbelastbarkeit beider Schultergelenke mit/bei
Periarthropathia humeroscapularis chronica rechts mehr als links; eine
Minderbelastbarkeit des Achsenorgans mit/bei diffuser idiopathischer skelettaler
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Hyperostose, Fehlhaltung und muskulärer Dysbalance; eine Minderbelastbarkeit beider
Hände mit/bei Funktionseinschränkungen, mässigen degenerativen Veränderungen im
Bereich der Interphalangealgelenke des Daumens beidseits, initialer
Radiocarpalarthrose links sowie Verdacht auf initiale rheumatoide Arthritis. Für die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als selbstständiger Z._ lasse sich aus
versicherungsmedizinischer Sicht keine Arbeitsfähigkeit mehr attestieren, dies im
retrospektiven Längsschnitt spätestens seit dem 18. Juni 2008. In einer optimal
leidensangepassten Tätigkeit verfüge der Versicherte bezogen auf ein Vollzeitpensum
über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aus rein orthopädisch-rheumatologischer Sicht
bestehe auch im retrospektiven Längsschnitt zu keinem Zeitpunkt ein
Gesundheitsschaden, der versicherungsmedizinisch betrachtet eine mehr als 20%ige
dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden optimal
angepassten Tätigkeit begründen könnte, unter Berücksichtigung des psychiatrischen
Leidens jedoch erst seit der erfolgreichen Beendigung eines Alkoholentzugs in der
Klinik G._ (IV-act. 95).
A.d Mit neuerlichem Vorbescheid vom 25. April 2012 stellte die IV-Stelle eine
Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Ausgehend von einer 80%igen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ermittelte sie einen 24%igen
Invaliditätsgrad (IV-act. 99). Dagegen erhob der Versicherte am 30. Mai 2012 Einwand
und beantragte eine "volle" Invalidenrente. Im Wesentlichen rügte der Versicherte die
Höhe der Vergleichseinkommen (IV-act. 102-1 ff.). Am 15. Juni 2012 verfügte die IV-
Stelle die Abweisung des Rentengesuchs. Infolge korrigierter Vergleichseinkommen
ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 34% (IV-act. 106).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 16. Juli 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Es sei ihm rückwirkend eine volle (wohl: ganze)
Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung der
Rentenfrage an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hinsicht rügt der
Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da die Beschwerdegegnerin
auf das im Einwand geltend gemachte Vorbringen, sie gehe von einem unrealistischen
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Invalideneinkommen aus, nicht eingegangen sei. Er vertritt sodann den Standpunkt,
dass er seit dem Jahre 2001 infolge seiner gesundheitlichen Probleme im Berufsleben
derart handicapiert sei, dass er ab Anfang 2001 und in all den Folgejahren nicht mehr in
der Lage gewesen sei, die früher an den Tag gelegte Arbeitsleistung auch nur
annähernd zu erbringen. Zur Bestimmung des Valideneinkommens sei deshalb der
Durchschnitt aus drei Jahresabschlüssen vor dem Jahr 2001 heranzuziehen. Da er über
keine realistischerweise verwertbare Leistungsfähigkeit verfüge, betrage der
Invaliditätsgrad 100% (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 24. August
2012 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie vor, aus den Akten
ergebe sich, dass sich der Beschwerdeführer im April 2004 einer Operation habe
unterziehen müssen. Insofern habe sie bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf
die beiden Vorjahre abgestellt. Daran sei nichts zu bemängeln. Aus den Akten gehe
nicht hervor, dass der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2001 in seiner Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt gewesen wäre. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bestünden
genügend der Behinderung des Beschwerdeführers angepasste Arbeitsgelegenheiten
(act. G 4).
B.c In der Replik vom 28. September 2012 hält der Beschwerdeführer unverändert an
der Beschwerde fest. Ergänzend verweist er auf einzelne Aktenstücke, aus denen sich
ergebe, dass er "bereits deutlich vor 2004" unter erheblichen gesundheitlichen
Problemen gelitten habe (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 13).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch umstritten.
2.
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Vorab ist in formeller Hinsicht die Rüge des Beschwerdeführers zu prüfen, die
Beschwerdegegnerin habe sich nicht hinreichend mit dem erhobenen Einwand
auseinandergesetzt und somit die ihr obliegende Begründungspflicht und den
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (act. G 1, Rz 4).
2.1 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den konkreten Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe
anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124
V 183 E. 2b). Art. 74 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201) bestimmt denn auch ausdrücklich, dass sich die Begründung des
Beschlusses mit den für den Beschluss relevanten Einwänden zum Vorbescheid der
Parteien auseinander zu setzen habe. Eine – nicht besonders schwerwiegende –
Verletzung des rechtlichen Gehörs kann dann als geheilt gelten, wenn der Betroffene
die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den
Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall
des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
2.2 Der Beschwerdeführer machte im Einwand vom 30. Mai 2012 u.a. geltend, es sei
schlechthin ausgeschlossen, dass er einen Arbeitgeber finde, der realistischerweise auf
Dauer bereit sein könnte, bei den konkret zu beachtenden Anforderungen an eine
leidensangepasste Tätigkeit eine dauerhafte Anstellung zu bieten (IV-act. 102-5 f.). In
der Verfügung vom 15. Juni 2012 nahm die Beschwerdegegnerin keine Stellung zur
realistischen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (IV-act.
106-1 ff.), obschon es sich hierbei um ein rentenrelevantes, eine vertiefte Prüfung
verlangendes Element handelt. Im Licht dieser Umstände ist mit dem
Beschwerdeführer von einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehörs
auszugehen. Da der Beschwerdeführer einer materiellen gerichtlichen Beurteilung den
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Vorzug gibt und keine Rückweisung aus formellen Gründen beantragt, ist die
Gehörsverletzung ausnahmsweise zu heilen. Die Heilung ist gegebenenfalls bei den
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu berücksichtigen.
3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen).
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3.3 Da sich aus dem MEDAS-Gutachten vom 26. März 2012 keine Mängel ergeben,
die dessen Beweiskraft erschüttern, und solche von den Parteien auch nicht
vorgebracht werden (vgl. act. G 1 und G 4), ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch über eine 80%ige Restarbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten verfügt.
4.
Im Rahmen des Einkommensvergleichs (vgl. hierzu vorstehende E. 3.1) ist die
umstrittene Höhe der Vergleichseinkommen zu bestimmen.
4.1 Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was eine ver
sicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Massgebend
für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen
Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns (vor
liegend wäre der am 16. Juli 2008 angemeldete Rentenanspruch [IV-act. 1] mit Blick
auf die seit 18. Juni 2008 gutachterlich bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die
angestammte Tätigkeit frühestens am 1. Juni 2009 entstanden) verdient hätte. Bei der
Bestimmung dieses zuletzt erzielten Einkommens sind sämtliche Erwerbseinkommen
(auch etwa Nebeneinkünfte) oder regelmässig geleistete Überstunden, für die eine
AHV-Beitragspflicht besteht, zu berücksichtigen. Es kann bei der Ermittlung des
hypothetischen Valideneinkommens aber nur relevant sein, was grundsätzlich zum
massgebenden Lohn gemäss Bundesgesetz über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) zu zählen wäre (Urteil des
Bundesgerichts vom 12. Februar 2010, 8C_465/2009, E. 2.1).
4.1.1 In der angefochtenen Verfügung legte die Beschwerdegegnerin der
Berechnung des Valideneinkommens den Durchschnitt der abgerechneten Jahreslöhne
2002 und 2003 zugrunde, da der Beschwerdeführer bereits ab dem Jahr 2004
gesundheitsbedingte Lohneinbussen erlitten habe (IV-act. 106-2). Der
Beschwerdeführer rügt an dieser Sichtweise, dass er bereits ab dem Jahr 2001 an den
stetig zunehmenden und immer stärker zu Tage tretenden gesundheitlichen Probleme
gelitten habe, die sich massgeblich negativ auf die Geschäftsergebnisse ausgewirkt
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hätten. Es sei deshalb zur Bestimmung des Valideneinkommens auf den
Durchschnittslohn der Jahre 1998 bis 2000 abzustellen (act. G 1, Rz 3c, und act. G 10,
S. 3 f.).
4.1.2 Vorab ist zu bemerken, dass sich weder aus den vom Beschwerdeführer
eingereichten medizinischen Akten von Dr. C._ (act. G 10.1 ff.) noch aus den übrigen
Akten Hinweise entnehmen lassen, die auf ein vor dem Jahr 2002 bestehendes, die
Arbeitsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigendes Leiden hinweisen. Entscheidend für die
Festsetzung des Beginns der gesundheitsbedingten Lohneinbusse ist, dass der
Beschwerdeführer in der Anmeldung vom 16. Juli 2008 angab, die gesundheitliche
Beeinträchtigung bestehe "seit 2004" (IV-act. 1-7), und die MEDAS-Gutachter
ausführten, der Beginn der aktuell zur Diskussion stehenden gesundheitlichen
Problematik lasse sich bis in das Jahr 2004 zurückverfolgen (IV-act. 95-36). Ins
Gewicht fällt weiter, dass sich aus dem IK-Auszug (IV-act. 10) erst seit dem Jahr 2004
eine wesentliche Lohndifferenz gegenüber dem Vorjahr ergibt. Im Jahr 2004 erzielte der
Beschwerdeführer einen Lohn von Fr. 19'264.-- (Fr. 15'600.-- + Fr. 3'664.--).
Demgegenüber besteht zwischen den Löhnen der Jahre 2002 von Fr. 63'004.--
(Fr. 59'200.-- + Fr. 3'804.--) und 2003 von Fr. 62'100.-- (Fr. 59'500.-- + Fr. 2'600.--)
kein relevanter Unterschied. Vor diesem Hintergrund erscheint der Eintritt einer
lohnwirksamen Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2004 als überwiegend wahrscheinlich.
4.1.3 Wie sich aus dem individuellen Konto ergibt, erwirtschaftete der
Beschwerdeführer in den Jahren vor 2003 erheblich schwankende Einkommen (Jahr
2001: Fr. 53'612.-- [Fr. 51'300.-- + Fr. 2'312.--], Jahr: 1999: Fr. 80'084.-- [Fr. 78'500.--
+ Fr. 1'584.--], IV-act. 10-2). Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen
starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist
zur Bestimmung des Valideneinkommens auf den während einer längeren Zeitspanne
erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom
10. Februar 2009, 8C_576/2008, E. 6.2 mit Hinweisen). Zur besseren Repräsentativität
rechtfertigt es sich daher vorliegend, auf den Durchschnitt (wenigstens) der fünf vor
dem Jahr 2004 erzielten Jahreslöhne (einschliesslich Nebenerwerbseinkommen)
abzustellen. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2009 (siehe hierzu
Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2013) ergeben sich folgende Einkommen:
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1999: Fr. 93'220.-- (Fr. 80'084.-- / 1835 x 2136); 2000: Fr. 85'666.--
(Fr. 74'436.-- / 1856 x 2136); 2001: Fr. 60'208.-- (Fr. 53'612.-- / 1902 x 2136); 2002:
Fr. 69'621.-- (Fr. 63'004.-- / 1933 x 2136); 2003: Fr. 67'745.-- (Fr. 62'100.-- / 1958
x 2136). Daraus resultiert ein Durchschnitts- bzw. Valideneinkommen von Fr. 75'292.--
([Fr. 93'220.--+ Fr. 85'666.-- + Fr. 60'208.-- + Fr. 69'621.-- + Fr. 67'745.--] / 5).
4.2 Hinsichtlich der Höhe des Invalideneinkommens vertritt der Beschwerdeführer den
Standpunkt, die medizinisch bescheinigte Restarbeitsfähigkeit sei realistischerweise
nicht mehr verwertbar (act. G 1, Rz 4b f., S. 6 f.).
4.2.1 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
darf nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden.
Insbesondere kann von einer verwertbaren Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen
werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass
sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre
und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und
abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote
und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare
und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 71 E. 4.2.1 mit Hinweis). Die
wirtschaftliche Verwertbarkeit der noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit auf dem als
ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine Einschätzung der Chancen der
versicherten Person, trotz der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen bezüglich
Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art der Tätigkeit von einem
durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es geht dabei um die
konkrete Beurteilung der für die versicherte Person realistischerweise noch
vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsmarktchancen (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 3.2; vgl. auch Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen).
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4.2.2 Die MEDAS-Gutachter umschrieben eine leidensangepasste Tätigkeit
folgendermassen: sehr leichte bis leichte, primär im Sitzen auszuübende Tätigkeit ohne
das Arbeiten in kniender und hockender Stellung, ohne das Arbeiten über die
Armhorizontale hinaus, ohne das Bewältigen von Leitern, ohne das mehr als seltene
Bewältigen von Treppen, ohne das Arbeiten mit Absturzgefahr, ohne das Arbeiten an/
auf vibrierenden Geräten/Fahrzeugen, ohne Druck-, Stoss- oder
Vibrationseinwirkungen auf die oberen und unteren Extremitäten, ohne fein- und
grobmotorische Tätigkeiten sowie ohne das Gehen auf unebenen/glatten Böden und
ohne das Tragen und Heben von Lasten körperfern (IV-act. 95-40).
4.2.3 Auf den ersten Eindruck erweckt die von den Gutachtern vorgenommene,
detaillierte Umschreibung einer leidensangepassten Tätigkeit zwar den Eindruck einer
einschneidenden Beschränkung des Spektrums möglicher Verweistätigkeiten. Bei
näherer Betrachtung schliesst das genannte Anforderungsprofil indessen primär fein-
sowie grobmotorische Handwerkstätigkeiten insbesondere auf Baustellen und das
Führen vibrierender Arbeitsmaschinen aus. Leichte körperliche, im Sitzen zu
verrichtende Tätigkeiten, die nicht mit Arbeiten über die Armhorizontalen hinausgehen
(was bei sitzenden Tätigkeiten ohnehin kaum der Fall sein dürfte), stehen dem
Beschwerdeführer offen. Es kann daher keine Rede davon sein, im Bereich leichter
körperlicher Tätigkeiten sei die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bloss noch
im Rahmen von Nischenarbeitsplätzen möglich. Die Beschwerdegegnerin weist denn
auch zu Recht auf Kontroll- und Prüftätigkeiten sowie leichtere
Maschinenbedienungstätigkeiten hin (act. G 4). Zu denken ist weiter an administrative
Hilfsarbeitertätigkeiten oder Fahrdienste. Ergänzend ist zu bemerken, dass der
Beschwerdeführer offenbar in der Lage ist, seinen Alltag aktiv zu gestalten. So
bewirtschaftet er - mit Unterstützung der Ehefrau - einen 100 m grossen
Schrebergarten, vermag einen Rasenmäher zu bedienen, leistet drei- bis viermal in der
Woche unentgeltliche Fahrdienste mit seinem Personenwagen, bastelt Herzen aus
Waschbeton (IV-act. 95-12) und erledigt "nahezu vollumfänglich" die Führung des
Zweipersonenhaushalts (IV-act. 95-36 oben; vgl. auch IV-act. 95-12 f.; vgl. zum Ganzen
auch die Ausführungen des Beschwerdeführers in act. G 95-28), was den Eindruck
verstärkt, dass er noch über Ressourcen verfügt, die auch auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Hinzu kommt, dass keine Hinweise ersichtlich sind,
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die auf Konzentrationsschwierigkeiten hindeuten (vgl. hierzu die Angaben des
Beschwerdeführers zum Kartenspielen, IV-act. 95-28).
4.2.4 Nach dem Gesagten ist der Bestimmung des Invalideneinkommens die
gutachterlich bescheinigte 80%ige Arbeitsfähigkeit zugrunde zu legen. An dieser
Sichtweise ändert die Ausführung von Dr. I._ nichts, wonach der Beschwerdeführer
"im realen Leben" über keine "verwertbare Arbeitsfähigkeit" mehr verfüge (Bericht vom
14. Februar 2011, IV-act. 84-6). Einerseits ist diese Einschätzung nicht näher begründet
und andererseits ist die Frage nach der realistischen Verwertbarkeit keine
medizinische.
4.3
4.3.1 Da der Beschwerdeführer kein Erwerbseinkommen mehr erzielt, sind
rechtsprechungsgemäss die LSE-Tabellenlöhne als Grundlage für die Bestimmung des
Invalideneinkommens heranzuziehen (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1). Der einschlägige
statistische Jahreslohn für Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4, Männer, beträgt für
das Jahr 2009 Fr. 61'240.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe
der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2012). Angepasst an die 80%ige
Restarbeitsfähigkeit ergibt sich ein Einkommen von Fr. 48'992.-- (Fr. 61'240.-- x 0.8).
4.3.2 Zu klären bleibt damit noch die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem
Umfang ein Tabellenlohnabzug bei der Bestimmung des Invalideneinkommens
gerechtfertigt erscheint.
4.3.3 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind,
im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden
Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2)
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4.3.4 In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers (geboren
1952) bzw. die ihm lediglich noch zur Verfügung stehende Aktivitätsdauer von wenigen
Jahren (zum fortgeschrittenen Alter als von der Rechtsprechung anerkannter
Abzugsgrund siehe Urteile des Bundesgerichts vom 2. April 2013, 8C_154/2013,
E. 3.3.2, und vom 24. Juli 2013, 9C_334/2013, E. 3, sowie die
Rechtsprechungsübersicht bei Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli
Kieser/Miriam Lendfers, JaSo 2012, St. Gallen 2012, S. 144, Fn 26 und 28), der
erheblichen qualitativen Einschränkungen an eine Verweistätigkeit (siehe vorstehende
E. 4.2.2; BGE 126 V 75 E. 7b) und des Wechsels in ein neues Tätigkeitsgebiet, in dem
der Beschwerdeführer keinerlei Erfahrungen hat (Urteil des Bundesgerichts vom
4. August 2008, 8C_404/2007, E. 4.2.2), wird der von der Beschwerdegegnerin
gewährte 10%ige Abzug nicht vollumfänglich gerecht. Vielmehr rechtfertigt sich ein
Abzug von jedenfalls 15%, womit ein Invalideneinkommen von Fr. 41'643.--
(Fr. 48'992.-- x 0.85) resultiert.
4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 75'292.-- (vgl. vorstehende E. 4.1.3 am
Schluss) beträgt der Invaliditätsgrad aufgerundet 45% ([{Fr. 75'292.-- -
Fr. 41'643.--} / Fr. 75'292.--] x 100). Die Parteien haben sich nicht zum Rentenbeginn
geäussert. Angesichts dessen, dass der Beginn einer mindestens 40%igen
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf wohl ab Juni 2008 besteht (vgl. IV-
act. 95-39, worin die Gutachter spätestens ab dem genannten Zeitpunkt eine
vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bescheinigt haben) und sich der Beschwerdeführer
am 16. Juli 2008 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet hat (IV-act. 1), ist der
Rentenbeginn auf 1. Juni 2009 festzusetzen.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung
vom 15. Juni 2012 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni
2009 eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Rentenleistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
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Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459,
E. 5.2 f.). Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der
Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP