Decision ID: de7582af-3617-545c-b56a-a5e295d08b16
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
St._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Schorno, St. Leonhardstrasse 32,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Am 30. September 2005 meldete sich die 1960 geborene St._ bei der
Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte Berufsberatung
sowie eine Rente. Sie gab an, sie habe seit dem 15. Juni 2004 ein Rückenleiden. Davor
sei sie vom 11. Mai 2000 bis 14. Juni 2004 bei der A._ AG als Hilfskraft in der
Ausrüsterei tätig gewesen, wobei das Arbeitsverhältnis weiterhin bestehe (IV-act. 1).
Die A._ AG bestätigte, dass die Versicherte seit 11. Mai 2000 angestellt und vom 11.
Mai 2000 bis 14. Juni 2004 zu einem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad von ca.
40%, namentlich 2 Tage pro Woche zu 8 Stunden pro Tag mit einem Stundenlohn von
Fr. 22.60 seit 1. Januar 2004, tätig gewesen sei (IV-act. 9).
A.b Vom 28. Februar 2005 bis zum 31. März 2005 hatte sich die Versicherte zur
Rehabilitation in der Klinik Valens aufgehalten. Die Klinik Valens hatte in ihrem
Austrittsbericht vom 27. April 2005 festgehalten, die Versicherte leide an einem
lumbospondylogenen Schmerzsyndrom linksbetont sowie an einer leichten bis
mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe bei der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zur
Neubeurteilung durch einen Psychiater oder in Absprache zwischen der behandelnden
Psychologin und dem Hausarzt. Aus rheumatologischer Sicht spreche nichts gegen die
Wiedererlangung einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
(Arbeitspensum 40%), mit seltenen Gewichtsbelastungen bis 25 kg. Allgemein liege die
körperliche Leistungsfähigkeit der Versicherten im Bereich einer mittelschweren Arbeit
(IV-act. 15-11).
A.c Am 31. Oktober 2005 gab Dr. med. B._, Hausarzt, zusammenfassend in seinem
Bericht als Diagnosen ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont bei
degenerativen Veränderungen der Facettengelenke L4 bis S1 und eine Diskushernie
L5/S1 ohne Wurzelkompression an. Er erklärte dabei, die Versicherte sei seit dem
15. Juni 2004 bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 15-1). Die Ärzte des
Psychiatrischen Zentrums St.Gallen hielten in ihrem Bericht vom 14. November 2005
als Diagnosen eine rezidivierende Depression, eine somatoforme Schmerzstörung, eine
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Agoraphobie und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung fest. Aufgrund dessen
erklärten sie, die Versicherte sei vom 17. Juni 2004 bis auf weiteres zu 100%
arbeitsunfähig (IV-act. 16).
A.d Bei der Abklärung im Haushalt der Versicherten vom 2. Februar 2006, gab diese
an, sie würde heute ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit im Ausmass von 100%
ausüben. Sie begründete dies damit, dass sie schon seit einiger Zeit geplant habe,
einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachzugehen (IV-act. 22).
A.e Zur Verifizierung der psychiatrischen Diagnosen, des fraglichen Weichteilrheumas
sowie der Arbeitsfähigkeit empfahl der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 14. März
2006 eine interdisziplinäre Begutachtung der Versicherten durch das Ärztliche
Begutachtungsinstitut (ABI; IV-act. 23).
A.f Anlässlich eines Ferienaufenthaltes im Dezember 2005 in der Dominikanischen
Republik hatte die Versicherte einen Schmerzschub in Muskeln und Gelenken des
ganzen Körpers erlitten. Darauf wurde sie bei Dr. med. C._, Rheumatologie FMH, für
weitere rheumatologische Untersuchungen vorstellig. Im Bericht vom 30. März 2006
hielt Dr. med. C._ fest, das von der Patientin geschilderte, steroid-sensitive
generalisierte Schmerzsyndrom bleibe für ihn unklar. Aufgrund des raschen und guten
Ansprechens der Beschwerden auf eine Steroidstosstherapie müsse jedoch von einem
entzündlichen Geschehen ausgegangen werden (IV-act. 31-33).
A.g Mit ABI-Gutachten vom 15. September 2006 (IV-act. 31) wurden bei der
Versicherten als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont und der Verdacht auf ein
intermittierendes Thoracic outlet-Syndrom beidseits angegeben. Zur Arbeitsfähigkeit in
der angestammten Tätigkeit gaben die Ärzte des ABI an, der Versicherten könne aus
interdisziplinärer Sicht in Bezug auf die zuletzt ausgeführte Tätigkeit eine normale
ganztägige Arbeitsfähigkeit unter folgenden Bedingungen zugesprochen werden: das
repetitive Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sei zu vermeiden, ebenso sei die
Einhaltung einer längeren fixiert sitzenden oder stehenden Arbeitsposition,
insbesondere eine längere nach vorne gebeugte Haltung mit dem Oberkörper, zu
unterlassen sowie eine stereotype fliessband-ähnliche Rotationsbewegung der
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Wirbelsäule ungünstig. Weiter erklärte das ABI-Gutachten, bei der Versicherten
bestehe aus interdisziplinärer Sicht für alle leichten bis nur selten intermittierend
mittelschwer belastenden beruflichen Tätigkeiten unter den oben erwähnten
Bedingungen eine normale Arbeitsfähigkeit. Dabei betonten die Sachverständigen,
dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe, da
die somatoforme Schmerzstörung geringgradig ausgeprägt sei und die Arbeitsfähigkeit
nicht einschränke. Zudem hätten sich auch die depressiven Störungen weitgehend
zurückgebildet. Daher, hielt das ABI-Gutachten fest, könne der Versicherten aus
interdisziplinärer Sicht, trotz der beklagten Beschwerden, eine adaptierte berufliche
Tätigkeit ohne jede Leistungseinschränkung zugemutet werden.
A.h Am 17. Oktober 2006 gab der ABI-Psychiater auf Anfrage zu Unklarheiten im
Gutachten eine weitere Stellungnahme ab. Dabei erklärte er, die Versicherte habe
angegeben, den Haushalt, den grossen Garten und die Hundezucht selbständig
meistern zu können. Deshalb könne nicht auf eine schwere depressive Störung
geschlossen werden. Des Weiteren habe die Morphiummedikation der Versicherten
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 35).
A.i Mit Stellungnahme des RAD vom 3. November 2006 wurde das ABI-Gutachten als
überzeugend gewertet. Als Beginn der im ABI-Gutachten beschriebenen adaptierten
Arbeitsfähigkeit von 100% sei die Gutachtenserstellung, also der 15. September 2006,
anzunehmen. Für die Zeit vor dem ABI-Gutachten sei die 100%ige Arbeitsunfähigkeit
seit dem 15. Juni 2004 zu übernehmen, welche am 31. Oktober 2005 von Dr. med.
B._ bescheinigt worden sei (IV-act. 36).
A.j Im Arztbericht des Kantonsspitals St.Gallen vom 28. Dezember 2006 wurde im
Verlaufe der weiteren Behandlung der Versicherten eine beginnende rheumatoide
Arthritis mit einem polymyalgiformen Beschwerdebild in Betracht gezogen (IV-act. 40).
Der ABI-Rheumatologe gab dazu auf Anfrage am 13. Februar 2007 in seiner
Stellungnahme an, der Bericht des Kantonsspitals St.Gallen würde das ABI-Gutachten
stützen. Folglich bleibe die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten
unverändert (IV-act. 46).
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A.k Mit Vorbescheid vom 20./ 21. April 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten den
Abschluss der Arbeitsvermittlung, aufgrund der Selbsteinschätzung der Versicherten,
sowie eine vom 15. Juni 2005 bis 31. Dezember 2006 befristete ganze Rente in
Aussicht (IV-act. 58/ 59).
A.l Der damalige Rechtsvertreter lic. iur. Jörg Frei wandte am 30. April 2007 gegen den
Vorbescheid vom 20./ 21. April 2007 ein, dass sich die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten nicht verbessert habe und eine Verbesserung auch nicht absehbar sei.
Seine Begründungen belegte er mit den Beurteilungen des ABI-Gutachtens durch Dr.
med. B._ sowie durch das Psychiatrische Zentrum St.Gallen. Mit Einwand beantragte
er die Zusprache einer unbefristeten ganzen Invalidenrente ab dem 15. Juni 2006 (IV-
act. 60).
A.m Mit Verfügung vom 29. Mai 2007 wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen, da
sich die Beschwerdeführerin nur in geringem Masse arbeitsfähig fühle (IV-act. 63).
A.n Im Bericht an Dr. med. B._ vom 21. November 2007 gaben die Ärzte des
Kantonsspitals St.Gallen als Diagnosen den Verdacht auf eine seronegative
Spondarthropathie im Sinne eines Morbus Bechterew, ein Lumbovertebralsyndrom
sowie eine Gonarthrose des rechten Knies an (IV-act. 73).
A.o Mit Verfügung vom 9. Januar 2008 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine
befristete ganze Rente vom 1. Juni 2005 bis zum 31. Dezember 2006 zu. Dabei wurden
ein Valideneinkommen von Fr. 47'460.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 0.--
berücksichtigt, was einen Invaliditätsgrad von 100% ergab (IV-act. 74).
A.p Am 31. Januar 2008 hielt der Bericht des Kantonsspitals St.Gallen über die
fortlaufende Behandlung der Versicherten als Diagnosen eine undifferenzierte
Spondarthropathie, ein Lumbovertebralsyndrom und eine Gonarthrose beider Knie fest.
Darin erklärten die behandelnden Ärzte weiter, die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten
betrage bis zum Abschluss der Abklärungen 100% (act. G12.1.3).
B.
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B.a Die Beschwerde vom 11. Februar 2008 des jetzigen Rechtsvertreters lic. iur.
Dominik Schorno richtet sich gegen die Verfügung vom 9. Januar 2008 (act. G1). Der
Rechtsvertreter beantragt, die Verfügung sei insofern aufzuheben, als die Rente bis
zum 31. Dezember 2006 befristet werde. Der Beschwerdeführerin sei ab dem 15. Juni
2005 eine unbefristete ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die
Streitsache zur weiteren Abklärung und zur neuen Festlegung des IV-Grades an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Überdies beantragt er für die Beschwerdeführerin die
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Zur Begründung führt er auf,
das ABI-Gutachten vermöge nicht zu überzeugen. Die erstellten Arztberichte hätten
nicht alle Eingang in das Gutachten gefunden und die beachteten Arztberichte seien
durch die ABI-Gutachter nicht umfassend gewürdigt worden. Darüberhinaus macht der
Rechtsvertreter geltend, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich
seit Erstellung des ABI-Gutachtens verschlechtert. Dabei verweist er auf den
erwähnten Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 31. Januar 2008.
B.b Im Bericht des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen vom 14. Februar 2008 halten
die Ärzte an einer weiterhin bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin fest. In ihrer Stellungnahme zum Gutachten des ABI bringen sie
vor, es fehle darin die rezidivierende depressive Störung, welche sie seit
Behandlungsbeginn 2004 festgestellt hätten. In Bezug auf Behandlungsversuche mit
Antidepressiva erklären die Ärzte, die Beschwerdeführerin habe sich auf die
Behandlung ihrer Schmerzen konzentriert, da sie darin den Grund für die Depression
gesehen habe, und eine Behandlung mit Antidepressiva weniger toleriert (act. G12.1.1).
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2008 (act. G5) beantragt die
Beschwerdegegnerin, es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin keinen
Anspruch auf IV-Leistungen habe; eventualiter sei festzustellen, dass die
Beschwerdeführerin vom 1. Juni 2005 bis zum 31. Oktober 2006 Anspruch auf eine
befristete ganze IV-Rente habe. Dies begründet die Beschwerdegegnerin damit, dass
auf das ABI-Gutachten und die darin angegebene 100%ige Arbeitsfähigkeit abzustellen
sei. Ausserdem bringt sie vor, habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten
gemäss Hausarztbericht seit 2004 nicht verändert. Deshalb sei die Beschwerdeführerin
durchgehend seit 2004 in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Mangels
Invalidität habe die Beschwerdeführerin somit keinen Anspruch auf IV-Leistungen.
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Eventualiter erklärt die Beschwerdegegnerin, hätte sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin doch erst nach Herbst 2005 verbessert, wäre eine befristete Rente
nur bis Ende Oktober 2006 geschuldet. Denn spätestens im Zeitpunkt der ABI-
Begutachtung, im Juli 2006, habe gemäss Gutachten eine volle Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit vorgelegen. Darüberhinaus macht die Beschwerdegegnerin
geltend, der Verdacht auf eine entzündliche Krankheit des rheumatologischen
Formenkreises habe sich erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung ergeben.
Ausserdem handle es sich erst um einen Verdacht, wobei auch bei dessen Erhärtung
nicht unbedingt eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei. Vielmehr
würde es sich dabei um eine Erklärung für das bekannte Rückenleiden der
Beschwerdeführerin und nicht um eine zusätzliche Einschränkung handeln. Die
Beschwerdegegnerin gibt weiter an, dass bei Bestehen einer (zusätzlichen)
Einschränkung, die allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Rahmen
eines neuen Gesuchs zu beurteilen wäre.
B.d Mit Schreiben vom 20. März 2008 entspricht die Gerichtsleitung dem Gesuch der
Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung durch das
Versicherungsgericht des Kantons St.Gallen (act. G7).
B.e Im Arztbericht vom 5. Juni 2008 nehmen die Ärzte des Psychiatrischen Zentrum
St. Gallen Stellung zum aktuellen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Darin
erklären sie, dass sich die Beschwerdeführerin aktuell in einer schweren depressiven
Episode mit Suizidgedanken befinde. Des Weiteren würden eine Schmerzstörung, eine
Agoraphobie, welche sich verstärkt habe, sowie eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung bestehen. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin
betrage deshalb 100% (act. G12.1.2).
B.f Am 9. Juni 2008 gibt Dr. med. B._ in seinem aktuellen Arztbericht als Diagnosen
bei der Beschwerdeführerin eine Sacro Iliitis rechts, eine Synovialitis radiocarpal rechts,
beidseitige Enthesitis, ein Lumbovertebralsyndrom, Gonarthrosen beidseits und eine
rezidivierende Depression mit aktueller schwerer Episode an (act. G12.1.4).
B.g In der Replik der Beschwerdeführerin vom 20. Juni 2008 hält deren Rechtsvertreter
an den Anträgen fest (act. G12). Er bringt vor, die Anträge der Beschwerdegegnerin
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seien nicht begründet. Vielmehr sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Juni 2004
gesichert. Das ABI-Gutachten decke sich nämlich mit dem Austrittsbericht der Klinik
Valens, welcher der Beschwerdeführerin seit Juni 2004 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit zuschreibe. Ausserdem bringt die Beschwerdeführerin vor, die
eventualiter geltend gemachte - bestrittene - Verbesserung des Gesundheitszustandes
sei erst im ABI-Gutachten vom 15. September 2006 behauptet worden, weshalb eine
Aufhebung der Rente frühestens per Ende Dezember 2006 erfolgen könnte. Weiter
kritisiert die Beschwerdeführerin, das ABI-Gutachten basiere auf einer oberflächlichen
Untersuchung und unvollständigen Arztberichten. Zudem unterschlage es klare
Diagnosen. Die Beschwerdeführerin führt an, die Auffassung im ABI-Gutachten, es
wären keine Depressionen mehr feststellbar, sei unzutreffend. Auch habe das
Kantonsspital St. Gallen neu und zusätzlich eine undifferenzierte Spondarthropathie
diagnostiziert, welche heute klar feststehe. Aufgrund dessen sei erstellt, dass sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtert habe, sodass sie nun erst
recht zu 100% arbeitsunfähig sei. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes
führe auch dazu, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht bloss als
Kurierfrau einer Druckerei, sondern auch in anderen Tätigkeiten stark eingeschränkt
sei. Zudem habe das ABI die Arbeit als Kurierfrau für Druckereigut sowieso von
vornherein unterschätzt.
B.h Die Beschwerdegegnerin hat am 30. Juni 2008 auf die Einreichung einer Duplik
verzichtet (act. G14).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die anlässlich der 5. IV-Revision vorgenommenen
Änderungen des IVG und anderer Erlasse in Kraft getreten. Die angefochtene
Verfügung wurde von der Beschwerdegegnerin am 9. Januar 2008 erlassen. Zu
beurteilen ist ein Sachverhalt, der sich vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision entwickelt
hat. Aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln ist es gerechtfertigt, auf
den vor dem 31. Dezember 2007 zu beurteilenden Sachverhalt die damals geltenden
Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt die neuen Normen anzuwenden (vgl. BGE 130
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V 446 E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergeben sich dadurch keine substanziellen
Änderungen. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt des Rentenbeginns,
der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (neuArt. 28
Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach neuArt. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es
fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht
für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind.
Das Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben des Bundesamtes für
Sozialversicherungen (Nr. 253 vom 12. Dezember 2007), wenn der Rentenanspruch vor
dem 1. Januar 2008 entstanden ist, altes Recht angewendet (vgl. Entscheide des
Bundesgerichts vom 28. August 2008, 8C_373/2008, und vom 9. März 2009,
8C_491/08). Angesichts der IV-Anmeldung vom September 2005 sowie des Eintritts
der Arbeitsunfähigkeit vom Juni 2004 ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
vor dem 1. Januar 2008 entstanden. Demzufolge können vorliegend die bis zum 31.
Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen angewendet werden.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2008 hat die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine befristete ganze Rente vom 1. Juni
2005 bis zum 31. Dezember 2006 zugesprochen. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt eine unbefristete ganze Rente. Strittig ist vorliegend der
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Die Verfügung vom 29. Mai 2007 betreffend
den Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
2.
2.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch einer versicherten Person auf eine
ganze Invalidenrente, wenn sie mindestens zu 70% und auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50%
vor, besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei mindestens 40% Anspruch auf
eine Viertelsrente. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades einer erwerbstätigen
versicherten Person wird gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
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könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei nicht
erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine
Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG für
die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass für die versicherte
Person eine Unmöglichkeit besteht, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Sind
Versicherte nur zum Teil erwerbstätig oder arbeiten sie unentgeltlich im Betrieb des
Ehegatten oder der Ehegattin mit, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG
festgelegt. Sind sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, wird die Invalidität für
diese Tätigkeit nach aArt. 28 Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind gemäss der
"gemischten Methode" nach aArt. 28 Abs. 2 IVG der Anteil der Erwerbstätigkeit
sowie der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad
in beiden Bereichen zu bemessen. Ist dabei anzunehmen, dass die Versicherten im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig
erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung nach den Grundsätzen für
Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 IVV).
2.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen
unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung
bestünde. Die Beschwerdeführerin gibt im Abklärungsbericht Haushalt vom 27. Februar
2006 auf die Frage "Würde heute ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausgeübt?"
an, sie wäre ohne Gesundheitsschaden zu 100% erwerbstätig. Dies begründet die
Beschwerdeführerin damit, dass sie bereits seit einiger Zeit geplant habe, einer 100%
Tätigkeit nachzugehen und deshalb auch einen PC-Kurs bei der D._ begonnen habe.
Bei der A._ AG hätte sie auch die Möglichkeit gehabt, 100% zu arbeiten, doch
aufgrund ihrer Rückenschmerzen habe sie eine Ausbildung zum Web-Publisher
machen wollen. Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, die Kinder seien
praktisch erwachsen und sie werde zu Hause nicht mehr so gebraucht wie früher.
Rechtserheblich für den Erwerbsstatus ist allein, was die Beschwerdeführerin im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
effektiv tun würde (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Januar 2007, I 701/06 E.
5.1). Dabei sind die gesamten Umstände, wie persönliche, familiäre, soziale und
erwerbliche Verhältnisse, zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin ist nach der
Scheidung auf eine Erwerbstätigkeit mit höherem Einkommen angewiesen, da sie
bis
bis
ter
bis
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weiterhin mit zwei ihrer Kinder das Einfamilienhaus bewohnt. Aufgrund ihrer Ausbildung
könnte sie ein genügendes Einkommen nur durch eine Erhöhung des Arbeitspensums
erreichen. Auch die familiären Verhältnisse stehen einer 100%igen Erwerbstätigkeit
nicht entgegen. Die Kinder der Beschwerdeführerin sind erwachsen und selbständig.
Ausserdem könnte die Haushaltsführung durch die Beschwerdeführerin am Abend und
an den Wochenenden erfolgen. Die genannten Umstände lassen somit auf eine
100%ige hypothetische Erwerbstätigkeit schliessen. Im Abklärungsbericht hat die
Beschwerdeführerin zudem ihre begründete Absicht angegeben, sie ginge heute ohne
Gesundheitsschaden einer 100%igen Erwerbstätigkeit nach. Diese Aussage sowie
deren Begründung lassen darauf schliessen, dass sich die Beschwerdeführerin
tatsächlich in die hypothetische Situation ohne Gesundheitsbeeinträchtigung hat
hineinversetzen können. Die wahrscheinlichste Variante des hypothetischen Verhaltens
der Beschwerdeführerin ist somit ein Beschäftigungsgrad von 100%. Die Invalidität der
Beschwerdeführerin ist demnach anhand eines reinen Einkommensvergleiches zu
ermitteln, was im Übrigen unter den Parteien unbestritten ist.
3.
3.1 Um die für den Einkommensvergleich massgebende prozentuale Arbeitsfähigkeit
ermitteln zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261f. E. 4). Das
Gericht hat den Sachverhalt objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a).
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3.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Richter bei Gutachten nach
der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen
Experten abzuweichen, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Expertise
widersprüchlich ist, wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in
überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt oder wenn
gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Richter als triftig
genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen (vgl. BGE 125 V
353 E. 3b).
3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2008 wurde die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI-Gutachtens zugrunde gelegt und es wurde auf den
Beginn der Arbeitsunfähigkeit gemäss Arztbericht von Dr. med. B._ abgestellt. Es ist
somit zu prüfen, ob die bestehende medizinische Aktenlage einen abschliessenden
Entscheid über die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt.
3.4
3.4.1 Am 5. Juli 2006 untersuchte und begutachtete das ABI die Beschwerdeführerin
rheumatologisch-psychiatrisch. In ihrem Gutachten vom 15. September 2006 hielt der
rheumatologische Gutachter fest, dass die Beschwerdeführerin aus rein
rheumatologischer Sicht unter folgenden Bedingungen in ihrer angestammten Tätigkeit
zu 100% arbeitsfähig sei: das repetitive Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sei
ebenso zu vermeiden wie eine entweder längere Zeit fixiert sitzende oder stehende
Arbeitsposition, auch eine längere nach vorne gebeugte Haltung sei zu unterlassen und
stereotype fliessbandähnliche Rotationsbewegungen der Wirbelsäule seien ungünstig.
Dabei wurde auf den Bericht der Klinik Valens vom April 2005 verwiesen. Weiter
erklärte der rheumatologische Sachverständige, der Beschwerdeführerin sei eine
körperlich leichte bis nur selten intermittierend mittelschwer belastende berufliche
Tätigkeit zumutbar. Als rheumatologische Diagnosen gab das ABI-Gutachten ein
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom und den Verdacht auf ein
intermittierendes Thoracic outlet-Syndrom an. Weiter äusserten die Ärzte des ABI den
Verdacht auf eine deutliche psychosoziale Überlagerung, da sich das
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lumbospondylogene Schmerzsyndrom als weitgehend therapieresistent erwiesen habe.
Darüber hinaus erklärte der rheumatologische Gutachter, die von der
Beschwerdeführerin beschriebenen akuten polyartikulären und Polymyalgie-
Beschwerden seien nicht fassbar. Die Auffassung des ambulant behandelnden
Rheumatologen, die Steroidsensitivität der Beschwerdeführerin weise auf eine
entzündliche Erkrankung hin, könne er von seiner Seite aus nicht teilen. Der
rheumatologische Gutachter riet, den weiteren Verlauf zu beobachten und allenfalls
weitere rheumatologische Abklärungen vorzunehmen. Zudem erklärte er, die
Arbeitsfähigkeit müsste nochmals überprüft werden, falls sich im Rahmen der
erwähnten polyartikulären und polymyalgischen Beschwerden die Entwicklung einer
entzündlichen Affektion ergeben sollte. Aus seiner Sicht erklärte der psychiatrische
Sachverständige, bestehe bei der Beschwerdeführerin keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung, welche er der
Beschwerdeführerin diagnostiziert habe, sei geringgradig ausgeprägt und schränke
deshalb die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Im Weiteren hätten sich die depressiven
Verstimmungen weitgehend zurückgebildet und seien zurzeit nicht vorhanden.
Zusätzlich hielt der psychiatrische Gutachter als Diagnose eine abhängige
Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin, ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit,
fest.
3.4.2 In der rheumatologischen Beurteilung wurde festgehalten, dass sich aufgrund der
Laborergebnisse und des neurologischen Untersuchungsstatus keine Hinweise auf
eine aktuell fassbare entzündlich-rheumatische Erkrankung der Beschwerdeführerin
ergeben würden. Das Gutachten schliesst damit jedoch eine mögliche entzündliche
Erkrankung der Beschwerdeführerin nicht generell aus. Vielmehr wurde in der
rheumatologischen Beurteilung auf eine Momentaufnahme abgestellt. Deshalb hielten
die ABI-Gutachter für den weiteren Verlauf die Möglichkeit einer erneuten Überprüfung
der Arbeitsfähigkeit für notwendig, falls sich neue wesentliche Gesichtspunkte im
Rahmen einer entzündlichen Erkrankung der Beschwerdeführerin ergeben würden. In
der Folge äusserten die Ärzte im Bericht des Kantonsspitals St.Gallen an den
behandelnden Hausarzt vom 21. November 2007 den dringenden Verdacht auf eine
seronegative Spondarthropathie der Beschwerdeführerin. Dieser bestätigte sich am 31.
Januar 2008 mit der Diagnose einer undifferenzierten Spondarthropathie sowie der
Aussicht auf weitere Abklärungen. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen konnte also
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bestätigt werden, dass bei der Beschwerdeführerin eine entzündliche Affektion
vorliege. Insofern ist die Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI-Gutachtens überholt.
3.4.3 Im psychiatrischen Teil des Gutachtens wurde der psychische Status der
Beschwerdeführerin u.a. in Verbindung mit dem rheumatologischen Gutachten
beurteilt. Nachdem nun neue rheumatologische Diagnosen in Frage stehen, ist auch
das Ergebnis des psychiatrischen Gutachtens fragwürdig geworden. Gerade bei der
Beurteilung psychosomatischer Krankheitsbilder ist eine valide somatische
Befunderhebung erforderlich (vgl. Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für
Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen, in:
Schweizerische Ärztezeitung, S. 1050).
3.5 Insgesamt erweist sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die
Arbeitsfähigkeit für eine allfällige Rentenberechtigung ab 2007 ist noch unzureichend
dokumentiert. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben. Die
Beschwerdegegnerin wird zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung eine erneute
rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben haben.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2008 teilweise gutzuheissen und die Sache
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zur neuen Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (ZAK
1987 S. 268 E. 5a). Die obsiegende Beschwerdeführerin hat deshalb Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten. Dieser bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und
nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). In Anwendung dieser
Kriterien wird die von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Parteientschädigung
auf Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Die
unterliegende Beschwerdegegnerin hat auch für die gemäss Art. 69 Abs. 1 IVG
geschuldeten Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen sich nach dem
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Verfahrensaufwand. Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- ist dem Verfahrensaufwand
angemessen.
4.3 Die am 20. März 2008 bewilligte unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) wird bei
diesem Verfahrensausgang gegenstandslos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG