Decision ID: e042cbf1-e8af-4dc4-a788-fb190a3f5dbe
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1968 geborene X._, Mutter zweier 1986 und 1995 geborener Kin
der, absolvierte in Serbien eine Ausbildung als Verkäuferin (Urk. 6/3/2 und Urk. 6/3/4). Nach ihrer Einreise in die Schweiz war sie als Buffettochter, Zimmer
mädchen und Reinigungskraft tätig (Urk. 6/3/4 und Urk. 6/170/6). Zuletzt arbei
tete sie während 2.25 Stunden pro Tag zu 5 Tagen die Woche als Reinigungskraft bei der A._ AG (Urk. 6/18/2 und Urk. 6/170/6). Ab dem 18. Juli 1999 war sie zu 100 % krankgeschrieben (Urk. 6/3/5). Am 10. Juni 2002 (Eingangsda
tum) meldete sich die Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, wobei sie unter anderem das psychiatrische Gutachten von B._, Fachpsy
chologe für Psychotherapie FSP, und Dr. C._, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, vom 22. Januar 2004 einholte (Urk. 6/26). Mit Ver
fügung vom 12. Juli 2004 (Urk. 6/41) wurde der Versicherten mit Wirkung ab 1. März 2002 eine halbe Rente samt zwei Kinderrenten zugesprochen.
1.2
Mit Zustellung des «Fragebogens für Revision der Invalidenrente» eröffnete die IV-Stelle im März 2005 ein Revisionsverfahren
(Urk. 6/46).
Im Rahmen des Vor
bescheidverfahrens (Vorbescheid vom 6. Juli 2006, Urk. 6/56), in welchem die Versicherte am 8. September 2006 Einwand erhob (Urk. 6/57), veranlasste die IV
Stelle erneut ein psychiatrisches Gutachten von B._ und Dr. C._ (Gutachten vom 10. Mai 2007, Urk. 6/62 und Urk. 6/67). Gestützt darauf bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Oktober 2007 den Anspruch der Versicherten auf eine halbe Rente (Urk. 6/75).
1.3
Im November 2012 wurde erneut ein Revisionsverfahren eingeleitet (Urk. 6/77 und Urk. 6/78). Auf Ersuchen der IV-Stelle reichte Dr. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der IV-Stelle einen ärztlichen Bericht, datierend vom 5. Februar 2013, ein (Urk. 6/81). Am 26. August 2013 erstattete die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) E._
ein polydisziplinäres Gutachten (Urk
. 6/98). Mit Vorbescheid vom 27. September 2013 wurde der Ver
sicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht gestellt (Urk. 6/103). Im Einwand vom 25. Oktober 2013 ersuchte die Versicherte darum, sie vor Einstel
lung der halben Invalidenrente in ein Arbeitstraining aufzunehmen bzw. ihr eventualiter weiter die halbe Invalidenrente auszurichten (Urk. 6/111). Mit Ver
fügung vom 11. November 2013 hob die IV-Stelle die Invalidenrente per Ende Dezember 2013 auf, unter dem Hinweis, dass die Akten an die Eingliederungsbe
ratung weitergeleitet würden (Urk. 6/114).
1.4
Mit Eingabe vom 18. November 2013 teilte die Versicherte mit, sie verzichte auf die Erhebung einer Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. November 2013 und stelle ein Gesuch um Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnah
men (Urk. 6/116). Mit Schreiben vom 19. März 2014 erteilte die IV-Stelle der Ver
sicherten Kostengutsprache für eine Potentialabklärung vom 7. April 2014 bis am 2. Mai 2014 in der F._ (Urk. 6/119). Diese erstattete am 2. Mai 2014 ihren Abschlussbericht (Urk. 6/128). Am 13. Juni 2014 teilte die IV-Stelle, Ein
gliederungsberatung, der Versicherten den Abschluss der Arbeitsvermittlung mit, da die Versicherte anlässlich des Abschlussgespräches bei der F._ erklärt habe, sie fühle sich nicht eingliederungsfähig und verzichte deshalb auch auf weitere Integrationsmassnahmen (Urk. 6/129).
1.5
Am 15. August 2014 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (Urk. 6/132). Mit Vorbescheid vom 26. Au
gust 2014 kündigte die IV-Stelle an, nicht auf das Leistungsgesuch einzutreten (Urk. 6/133). Mit Schreiben vom 17. September 2014 erhob die Versicherte Ein
wand (Urk. 6/134) und begründete diesen – unter Beilage eines ärztlichen Berichts von Dr. D._ vom 8. Oktober 2014 (Urk. 6/137) – mit Eingabe vom 31. Okto
ber 2014 (Urk. 6/138). Nach Beizug der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 20. Januar 2015 (Urk. 6/176/2) und eines ergänzenden Be
richts von Dr. D._ vom 30. Januar 2015 (Urk. 6/144), forderte die IV-Stelle die Versicherte mit Schreiben vom 4. Februar 2015 auf, sich einem Abklärungsge
spräch in der Klinik G._ zu unterziehen (Urk. 6/146). In der Folge hielt sich die Versicherte vom 2. März bis 15. April 2015 in der Klinik H._ auf (Urk. 6/157, Urk. 6/158 und Urk. 6/162). Nach Rücksprache mit dem RAD (Urk. 6/176/4) wurde Dr. I._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, am 24. November 2015 mit der psychiatrischen Begutachtung der Versicherten beauftragt (Urk. 6/166). Das psychiatrische Gutachten wurde am 15. März 2016 erstattet (Urk. 6/170). Mit Schreiben vom 11. Mai 2016 – unter Beilage eines ärztlichen Berichts von Dr. D._ vom 21. April 2016 (Urk. 6/175) – reichte die Versicherte dazu eine Stellungnahme ein (Urk. 6/174). Mit Vorbe
scheid vom 8. August 2016 kündigte die IV-Stelle erneut die Abweisung des Leis
tungsbegehrens an (Urk. 6/177). Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte mit Schreiben vom 14. September 2016 Einwand (Urk. 6/178). Der psychiatrische Gutachter, Dr. I._, nahm mit Eingabe vom 22. November 2016 aufforde
rungsgemäss Stellung zum Einwand der Versicherten (Urk. 6/181). Zu dieser Stel
lungnahme liess sich die Versicherte mit Schreiben vom 16. März 2017 verneh
men (Urk. 6/184, unter Beilage eines Verlaufsberichtes von Dr. D._ vom 15. März 2017 [Urk. 6/185]). Mit Verfügung vom 7. April 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten wie vorbeschieden ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 22. Mai 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zu ergänzenden medizi
nischen Abklärungen sowie zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5 unter Beilage ihrer Ak
ten, Urk. 6/1-188), was der Beschwerdeführerin am 21. Juni 2017 angezeigt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
1.2.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4–3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja
nuar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die Durchführung eines strukturiertes Beweisverfahren bleibt jedoch dort ent
behrlich, wo im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsun
fähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus an
de
ren Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E.
7.1).
1.2.3
Unverändert gilt, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychoso
zialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden
sein. In diesem Sinne verselb
ständigte Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 127 V 294 E. 5a; vgl. auch BGE 141 V 281 E.
4.3.1.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom 5. März
2018 E. 4.3.1 mit Hinweis und 9C_648/2017 vom 20. November 2017 E. 2.3.1.).
1.2.4
Rechtsprechungsgemäss liegt regelmässig kein versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkun
gen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141 V 281 E. 2.2.1, BGE 131 V 49 E. 1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_899/2014 vom 2
9.
Juni 2015 E. 4.1 mit Hinweisen).
Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs
einschränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das aggra
vatorische Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Stö
rung zurückzuführen wäre (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 2
9. Juni 2015 E. 4.2).
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindes
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.6
1.6.1
Eine Neuanmeldung wird –
wie auch
ein Gesuch um Leistungsrevision –
nur ma
teriell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse seit der letzten, rechtskräftigen Entscheidung in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass verändert haben (
Art.
87
Abs.
3 in Ver
bindung mit
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV; BGE 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Gelingt ihr dies nicht, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Ist die anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_746/2013 vom 1
0.
Juni 2014 E. 2); sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nac
h Art.
17 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilflosigkeit seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende In
validität oder Hilflosigkeit zu bejahen, und hernach zu beschliessen (Urteile des Bundesgerichts 8C_9/2018 vom
4.
Juni 2018 E. 2.1 mit weiterem Hinweis und 8C_177/2018 vom
3.
August 2018 E.3.3).
1.6.2
Im Rahmen einer Neuanmeldung setzt eine Rentenzusprache eine anspruchser
hebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus, welche entweder in einer objektiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit entsprechend ver
minderter Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitsbeeinträchtigung liegen kann. Demgegenüber stellt eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhaltes keine relevante Änderung dar (BGE 112 V 371E. 2b; in BGE 136 V 216 nicht publizierte E. 3.2 des Urteils 8C_972/2009; Urteil des Bundesgerichts 8C_177/2018 vom
3.
August
2018 E.
3.4).
1.6.3
Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten rechtskräf
tigen Verneinung eines Rentenanspruchs bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der angefochtenen Verfügung (vgl. BGE 134 V 131 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 8C_177/2018 vom
3.
August 2018 E. 3.5
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, das Gutachten von Dr. I._ sei beweiskräftig.
Darin werde die bereits vormals attestierte Arbeitsfähigkeit bestätigt. Ein Gesundheitsschaden mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege seit 2013 nicht mehr vor. Aus dem Gut
achten gehe klar hervor, dass bei der Beschwerdeführerin eine bewusstseinsnahe Aggravation vorhanden sei (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin zusammengefasst auf den Standpunkt, das Gutachten von Dr. I._ sei zufolge – näher beschriebener – Mängel nicht beweiskräftig. Da die medizinischen Abklärungen nicht genügen würden, um über ihren Anspruch auf eine Invalidenrente entscheiden zu können, dränge sich eine psychiatrische Begutachtung auf, welche auf der Basis der bestehenden fachärztlichen Berichte das Vorliegen depressiver Symptome vertieft exploriere und sich zu ihrer aktuellen psychischen Situation äussere (Urk. 1 S. 8
9).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten. Zeitlicher Refe
renzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse (vgl. E. 1.6) bildet vorliegend die unangefochtene Ren
tenaufhebung vom 11. November 2013 (Urk. 6/114).
3.2
3.2.1
Die rentenaufhebende Verfügung vom 11. November 2013 basierte in medizini
scher Hinsicht im Wesentlichen auf dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS E._ vom 26. August 2013 (Urk. 6/98).
3.2.2
Die Gutachter der MEDAS E._ stellten darin aus polydisziplinärer Sicht keine Hauptdiagnose mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Als Nebendiagno
sen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten sie (Urk. 6/98/35):
-
Epicondylitis radialis links (ICD-10: M77.1)
-
Bursitis trochanterica links (ICD-10: M70.6)
-
Schmerzausweitung
-
Beginnendes leichtgradiges sensibles Sulcus ulnaris-Reizsyndrom beid
seits
-
Verdacht auf Analgetika-induzierten Kopfschmerz
-
Unsystematischer Schwindel, nicht-organische Ursache
-
Unspezifischer Rückenschmerz ohne Hinweis auf radikuläre Läsionen oder Fähigkeitsstörungen
-
Anamnestisch St.n. Entfernung eines benignen Tumors der re Mamma mit/bei unauffälligen Nachkontrollen
-
Hysterektomie 2008 mit li Adnektomie
-
V.a. Gastrointestinalen Reflux mit/bei chron. Analgetikabusus, unter Magensäureblockertherapie asymptomatisch
-
Hypercholesterinämie
-
Anamnestisch Nierensteine 2011 sonographisch dargestellt, aktuell asymp
tomatisch
-
Anamnestisch V.a. Mitralklappenprolapssyndrom mit/bei aktuell unter Beta-Blockade asymptomatisch
-
Anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
-
Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4)
-
A
typische familiäre Situation (ICD-10: Z 60.1)
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10: Z 60.3)
Weder im Somatischen noch im Psychischen seien Einschränkungen des positi
ven und negativen Leistungsbildes gefunden worden. Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sowie adaptiert betrage 100
%
bezogen auf ein Pen
sum von 100 %. Es liege keine Schädigung mit nachfolgenden Fähigkeitsstörun
gen vor, die die mittel- und langfristige berufliche Leistungsfähigkeit der Be
schwerdeführerin beeinträchtigen würde (Urk. 6/98/38).
3.2.3
Diese Beurteilung beruhte in psychischer Hinsicht auf dem psychiatrischen Teil
gutachten vom 26. Juni 2013 (
Urk.
6/98/15–23). Der psychiatrische Gutachter führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin verschiedene psychosoziale Belas
tungen bestünden.
Die in den Arztberichten fehlende Verbesserung stehe mit die
sen psychosozialen Belastungen in Einklang, da bei der Beschwerdeführerin nicht die affektive Problematik im Vordergrund stehe, sondern die psychosozialen Be
lastungen, die zu einer affektiven Störung führen könnten. Aktuell erlebe er in der Explorandin eine Versicherte, die affektiv nicht wesentlich eingeschränkt sei. Sie wirke zwar etwas belastet, zeige aber keine wesentliche depressive Sympto
matik, um aktuell eine depressive Erkrankung diagnostizieren zu können. Dane
ben gebe es zurzeit auch keine Hinweise auf eine Angststörung, was sich mit den Angaben der Beschwerdeführerin decke, wonach die Ängste seit 10 Jahren deut
lich besser geworden seien. Im Rahmen der interdisziplinären Besprechung zeige sich, dass die geäusserte Schmerzproblematik weder physiologisch noch körper
lich erklärt werden könne. Daneben gebe es verschiedene psychosoziale Belas
tungen und Konflikte, so dass diesbezüglich von einer Schmerzausweitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gesprochen werden könne (Urk. 6/98/20). Aus rein psychiatrischer Sicht seien die Förster-Kriterien nicht erfüllt (Urk. 6/98/20–21). Als Handicaps stünden für ihn die psychosozialen Probleme im Vordergrund, insbesondere die Situation mit den beiden in Serbien heranwachsenden Töchtern. Daneben seien Migrationsprobleme, aber auch feh
lende Integration in der Schweiz sowie sprachliche Schwierigkeiten weitere deut
liche Handicaps für die Beschwerdeführerin, in der Schweiz reüssieren zu können. Aus rein psychiatrischer Sicht gehe er davon aus, dass die zumutbare Willensan
strengung gegeben sei. Die Beschwerdeführerin sei aktuell weder in der bisheri
gen noch in einer adaptierten Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit in iv-relevantem Sinne eingeschränkt (Urk. 6/98/21).
3.3
3.3.1
Hinsichtlich des seitherigen Verlaufs des Gesundheitszustandes der Beschwerde
führerin ist im Wesentlichen Folgendes aktenkundig:
3.3.2
Dr. D._ nannte in seinem ärztlichen Bericht vom 8. Oktober 2014 als psychi
atrische Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis schwergradige Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) sowie eine Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 F40.01; Urk. 6/137/1).
Einschränkend und mit der Depression konform sei ein deutlich gestörter Tages
ablauf, geprägt von Antriebsverminderung, der Interessenverlust begleitet von einem sozialen Rückzug, mit vegetativen und kognitiven Symptomen. Dadurch sei die Arbeitsfähigkeit auch für leichte Arbeiten klar auf 0 % reduziert. Aufgrund der ausgeprägten depressiven Störung sei eine willentliche Überwindung der Be
einträchtigungen derzeit verunmöglicht. Im Verlaufe der Therapie sei es immer wieder, insbesondere in Belastungssituationen, zu einer Zustandsverschlechte
rung bzw. Zunahme der depressiven Symptomatik gekommen (Urk. 6/137/3).
3.3.3
Die Ärzte der Klinik H._ nannten im Bericht vom 28. Mai 2015 an die Beschwerdegegnerin als psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwergra
dig, ohne psychotische Symptome (F33.2), bestehend seit ca. 13 Jahren, sowie eine Agoraphobie mit Panikattacken (F40.01 [Urk. 6/158/1]).
Anamnestisch
bestehe seit ca. einem
Jahr
eine
ver
stärkte depressive Symptomatik
mit Kraft-, En
er
g
i
elosigkeit sowie Freud- und Lustlosigkeit.
Sodann bestünden auch innere Unruhe, verstärkte Ängste sowie unspezifische
Schmerzbeeinträchti
gungen. Subjektiver Auslöser für die Verschlechterung der seit ca. 10 Jahren be
stehenden Symptomatik stelle die Belastung
durch den Wegfall der IV-Rente
anlässlich der letzten Revision
im Dezember 2013 dar. Die Beschwerdeführerin habe danach an Integrationsmassnahmen teilnehmen müssen, wobei sie die geforderte Präsenzzeit aufgrund von Schmerzen und Erschöpfung nicht habe einhalten kön
nen. Sie fühle sich zu 100 % arbeitsunfähig. Eine Behandlung in der Tagesklinik der O._ vom 13. Oktober bis 9. Dezember 2014 habe sie mehr belastet als ihre Beschwerden gelindert. Im Verlauf habe die Distanz von der familiären Umge
bung bei der Beschwerdeführerin positive Effekte gezeitigt. Aktuell sei bei der Beschwerdeführerin keine Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 6/158/3; vgl. Urk. 6/162).
3.3.4
Dr. I._ stellte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 15. März 2016 keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (Urk. 6/170/31):
-
Depressive Störung (gegenwärtig remittiert, F32.4/F33.4)
-
mit Abhängigkeitssyndrom von ärztlich verordneten Benzodiazepinen (Clonazepam, Lorazepam; F13.2)
-
bei akzentuierten (übergenau, ängstlich-vermeidend) Persönlichkeits
zügen, rezidivierendem Schmerzsyndrom und psychosozialen Belas
tungen
Es bestehe eine depressive Störung, die gegenwärtig remittiert sei und als poten
tielles Gesundheitsrisiko gelten könne. Das nach August 2013 postulierte ängst
lich depressive Syndrom habe in der Folge der und als Reaktion auf die Sistierung von Rentenzahlungen für kurze Zeit an Ausprägung zugenommen. Als Folge (sekundär) der depressiven Störung und ihrer Behandlung sei zudem ein Abhän
gig
keitssyndrom von ärztlich verordneten Benzodiazepinen entstanden. Die Be
find
lichkeit der Beschwerdeführerin verändere sich darüber hinaus beeinflusst von akzentuierten (übergenau, ängstlich-vermeidend) Persönlichkeitszügen und als Folge des rezidivierenden Schmerzsyndroms und von psychosozialen Belas
tun
gen, was keinen Krankheitswert habe. Die damit verbundenen objektiven psy
cho
pathologischen Befunde seien aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht gar nicht bis maximal sehr leicht ausgeprägt. Die Limitierung des Aktivitä
ten
niveaus durch die Beschwerdeführerin sei in allen vergleichbaren Lebens
berei
chen (Be
ruf/Erwerb, Haushalt, Freizeit, soziale Aktivitäten) weit überwiegend bis vollstän
dig durch ihre Selbsteinschätzung zu begründen. Eine Willens
an
stren
gung zur Überwindung dieser rein subjektiven Defizite sei aus psychiatrisch-psychothera
peutischer Sicht medizinisch zumutbar und tatsächlich möglich (Urk. 6/170/23–24 und Urk. 6/170/27–28).
Im Fall der Beschwerdeführerin sei eine (bewusstseinsnahe) Aggravation vorhan
den. Es sei eine erhebliche, nicht krankheitsbedingte Diskrepanz zwischen sub
jektiver Schilderung der affektiven und kognitiven Beschwerden einerseits, gegen
über dem beobachtbaren Verhalten und den objektivierbaren psychopatho
lo
gischen Befunden andererseits festzustellen. Daneben sei bei der Beschwerde
füh
rerin eine Verdeutlichungstendenz auszumachen. Das psychosoziale Umfeld (inkl. regelmässiger Reisetätigkeit) werde als weitgehend intakt geschildert (Urk. 6/170/25 und Urk. 6/170/33).
Beim Verlauf der Störung der Beschwerdeführerin seien nicht krankheitsbedingte (soziale) Faktoren zu nennen (beispielsweise Lebensalter, Herkunft, Migration, einfache und geringe Berufserfahrung, fehlende Deutschkenntnisse, langjähriger Rentenbezug, Abstinenz vom und Lage am Arbeitsmarkt, finanzielle Sor
gen/Schulden, Krankheit des Ehemannes). Sie würden von krankheitsbedingten, objektivierbaren Befunden abgegrenzt. Diese krankheitsfremden Gesichtspunkte würden vor allem therapeutische und/oder sozialarbeiterische Relevanz besitzen und gingen nicht in die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit einer allfälligen Tätigkeit aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht mit ein. Sie würden (als nicht krankheitsbedingte Faktoren) auch die medizinisch zumut
bare Willensanstrengung zur Überwindung der Defizite behindern. Sie stünden wesentlich im Vordergrund und erklärten auch weit überwiegend die anlässlich der aktuellen Untersuchung erkennbare aussergewöhnliche Diskrepanz zwischen der subjektiv wahrgenommenen und der objektivierbaren Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin (Urk. 6/170/25-26 und Urk. 6/170/29).
Eine anhaltende (längerfristige) Arbeitsunfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkei
ten und für Hausarbeiten sei im Fall der Beschwerdeführerin nicht anzunehmen. Von dieser Einschätzung könne ab Datum der aktuellen Untersuchung am 24. Februar 2016, bzw. ab 26. August 2013 ausgegangen werden. Mit Bezug zum MEDAS-Gutachten vom 26. August 2013 könne nämlich die dort erläuterte Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit bestätigt werden. Die in diesem Gutachten attes
tierte anhaltende «somatoforme» Schmerzstörung (F45.4) sei nicht länger zu be
gründen. Das in den Akten nach August 2013 postulierte ängstlich-depressive Syndrom habe in der Folge der und als Reaktion auf die Sistierung von Renten
zahlungen für kurze Zeit an Ausprägung zugenommen
. Für die deshalb folgende stationäre Behandlung vom 2. März bis 15. April 2015 könne (bereits aus forma
len Gründen) von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Eine darüber hinaus in den Akten postulierte Min
derung der Arbeitsfähigkeit aus rein psychiatrisch-psychotherapeutischen Gründen könne nicht bestätigt werden. Eine im Fall der Beschwerdeführerin trotzdem allfällig entsprechend postulierte Minderung der Arbeitsfähigkeit erscheine aus rein psychiatrisch-psychotherapeu
tischer Sicht als eine therapeutisch-wohlwollende sozialmedizinische Massnahme (Urk. 6/170/26 und Urk. 6/170/35).
3.3.5
Dr. D._ führte in seinem Bericht vom 21. April 2016 als psychiatrische Diag
nosen eine anhaltende depressive Störung, mittelgradig rezidivierende depressive Episoden mit somatischem Syndrom (ICD-10 F34.1, F32.2), eine Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 F40.01) sowie eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) an. In diagnostischer Hinsicht im Vordergrund bestehe eine anhaltende depressive Störung im Rahmen einer depressiven Entwicklung, im Verlauf unter
schiedlichen Schweregrades (leicht- bis schwergradig) ohne zwischenzeitliche Re
mission (ICD-10 F32.11, F32.21). Aufgrund der Gesamtschau der Befunde müsse eine mittelgradige Episode angenommen werden (Urk. 6/175/1-2).
Der Verlauf sei nach wie vor durch Schwankungen bzw. immer wieder auftre
tende Krisen gekennzeichnet. Jegliche Veränderungen bzw. Belastungen würden sich destabilisierend auf die Beschwerdeführerin auswirken (Urk. 6/175/3). Die psychopathologischen Befunde, insbesondere die Antriebsverminderung, der Inte
res
sensverlust begleitet von einem sozialen Rückzug, mit vegetativen und kog
nitiven Symptomen, sprächen für eine anhaltende depressive Störung, gegen
wär
tig eine mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom. Die Beschwerde
führe
rin sei dadurch vermindert belastbar, kaum leistungsfähig, blockiert und auf der Beziehungsebene kaum erreichbar. Es sei von einer vom Schmerzsyndrom losge
lösten psychischen Komorbidität auszugehen, welche die Arbeitsfähigkeit in re
levanter Weise einschränke. Es handle sich jedoch um ein eigenständiges psychi
sches Leiden mit Krankheitswert, wobei die psychosozialen Belastungs
faktoren keinen wesentlichen Einfluss auf die depressive Episode hätten (Urk. 6/175/5).
3.3.6
Dr. I._ führte in der vom 22. November 2016 datierten Stellungnahme zum Einwand der Beschwerdeführerin vom 14. September 2016 (Urk. 6/178) aus, es sei ihm nicht möglich, aufgrund der Kritik der Beschwerdeführerin eine Änderung der seinerseits im Gutachten vom 15. März 2016 abgegebenen Einschätzung zu begründen. Dementsprechend halte er insbesondere an den Einschätzungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits(un)fähigkeit fest, wie sie im Gutachten for
muliert würden (Urk. 6/181/2).
3.3.7
Dr. D._ gab in seinem an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin gerich
teten Bericht vom 15. März 2017 an, die psychische und emotionale Belastbarkeit der Beschwerdeführerin habe seit der letzten Berichterstattung nicht gesteigert werden können. Der Verlauf sei immer noch durch Schwankungen bzw. immer wieder auftretende Krisen gekennzeichnet. Es zeige sich, dass bereits Kleinigkei
ten, bzw. geringe Anforderungen des Alltags die Beschwerdeführerin rasch über
fordern, woraufhin sie mit einer depressiven Symptomatik sowie Verstärkung von dysfunktionalen Einstellungen und Gedanken, mit der Überzeugung hilf- und hoffnungslos zu sein, reagiere. Aktuell belaste sie sehr der psychische Zustand ihrer Tochter, welche im September 2016 die Schweiz nach vergeblichem juristi
schem Tauziehen habe verlassen müssen (Urk. 6/185).
4.
4.1
Vorwegzunehmen ist, dass sich in den vorliegenden Akten keine konkreten Hin
weise auf eine Verschlechterung der objektiven somatischen Befunde finden. Eine somatisch bedingte Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit wurde denn von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht.
Streitig und zu prüfen ist demnach einzig, ob sich der psychische Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin seit der Einstellung der Rente Ende 2013 bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung im April 2017 massgeblich ver
schlechtert hat (vgl. E. 1.6).
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach seit 2013 kein Gesund
heitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vorliege, auf das psy
chiatrische Gutachten von Dr. I._ vom 15. März 2016 (Urk. 2).
4.2.2
Dieses Gutachten beruht auf einer fachärztlichen Untersuchung
(
Urk. 6/170/14 ff.) und wurde in Kenntnis der und – einlässlicher – Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet (Urk. 6/170/10-13, Urk. 6/170/17-20). Der Gutachter berück
sichtigte die geklagten Beschwerden und setzte sich mit diesen sowie dem Ver
halten der Beschwerdeführerin auseinander (Urk. 6/170/16 ff.). Im Weiteren legte Dr. I._ die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dar und begründete seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar, wobei er auch eine Gesamtbetrachtung im Sinne der gemäss BGE 141 V 281 im Regelfall beachtli
ch
en Standardindikatoren
vor
nahm (Urk. 6/170
/27-35
).
Das Gutachten erfüllt da
her grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 1.5; BGE 144 V 50 E. 4.3).
4.3
4.3.1
Vorab ist zu bemerken, dass – entgegen der Auffassung der Be
schwerdeführerin (Urk. 1 S. 8) –
die gutachterlichen Beobachtungen zum Verhalten der Beschwer
deführerin durchaus auf eine Aggravation (vgl. E. 1.2.4) hindeuten. So sind laut
Dr. I._
ihre Angaben zu den Beschwerden – trotz «empathischer» Nachfrage seinerseits – vage, oberflächlich, ausweichend und unklar geblieben (
Urk.
6/170/7
), beschrieb sie ihre Aktivitäten überdies widersprüchlich und un
glaubwürdig (Urk.
6/170/25; vgl. bereits die entsprechende Feststellung im psychiatrischen Teilgutachten der
MEDAS E._ vom 26. Juni 2013, Urk.
6/98/17 und
Urk.
6/98/22) und waren Verdeutlichungsten
denzen vorhanden (Urk. 6/170/14 und Urk.
6/170/18). Sodann
fand Dr. I._ entgegen ihrer –
va
gen – subjektiven Schilderung der Beschwerden («sie sei sehr vergesslich, ihre Angaben zu den Daten seien deshalb ungenügend»; «sie leide an Depressionen» [
Urk.
6/170/7]) keine erhebliche objektive Psychopathologie, namentlich auch keine depres
sionsspezifische (Urk. 6/170/14–
15
). Ausserdem hat sie gemäss Dr. I._
trotz angeblicher vollständiger Arbeitsunfähigkeit das «psychosoziale Umfeld» (inklusive
Reisetätigkeit) als weitgehend i
ntakt geschildert (Urk. 6/170/29
).
Jedoch kann aufgrund dieser
Feststellungen von Dr. I._ –
entgegen
der von der Beschwerdegegnerin
offenbar v
ertretenen Auffassung (Urk. 2) –
nicht auf einen Ausschlussgrund im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 1.2.4) geschlossen werden.
Es kann nämlich nicht gesagt werden, dass laut der Beurteilung von Dr. I._
die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene
Aggravation eindeutig überwögen
. Vielmehr hat er seine Beurteilung, wonach keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne, in erster Linie
mit einer
geringen Ausprägung der psychopathologischen Befunde sowie
mit den Verlauf beeinflussenden, wesentlich im Vordergrund stehenden psychosozialen Belastungsfaktoren begründet
(
Urk.
6/170/27).
4.3.2
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist nicht ersichtlich, inwie
fern die von Dr.
I._
durchgeführte psychiatrische Exploration ungenügend gewesen sein soll. So
erhob er
eine ausführliche Anamnese (Urk. 6/170/5-6) und
erkundigte sich bei de
r Beschwerdeführerin
auch nach den aktuellen Beschwer
den. In diesem Zusammenhang wies er ausdrücklich darauf hin, dass
er bei der Beschwerdeführerin «
empathisch
»
nachgefragt habe (Urk. 6/170/7). Sodann nahm
Dr. I._
durchaus einen vollständigen Psychostatus auf und führte ausserdem ein Fremdbeurteilungsv
erfahren nach MADRS durch (Urk. 6/170/14–
15)
.
4.3.3
Die Beurteilung von Dr. I._, wonach – wie bereits anlässlich der Begutach
tung in der MEDAS E._ (vgl. E. 3.2.3) – keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne, erscheint aufgrund des von ihm erhobenen – weitestgehend unauffälligen – Psychostatus sowie seiner weiteren Feststellungen nachvollziehbar. Gleiches gilt mit Blick auf die Angaben im Bericht der Klinik H._ vom 28. Mai 2015 (vgl. E. 3.3.3) auch für seine Beurteilung, wonach d
ie
von Dr. D._ und den Ärzten der Klinik H._
postulierte zwischenzeitliche Verschlechterung der ängstlich-depressiven Syn
drome
auf psychosoziale Belastungsfaktoren (insbe
sondere starke finanzielle Sorgen nach der Sistierung der Rente Ende 2013) zu
rück
zuführen sei. Für den von Dr. I._ postulierten massgeblichen Einfluss psychosozialer Belastungsfaktoren auf das psychische Beschwerdebild spricht namentlich auch, dass gemäss den ärztlichen Angaben im besagten Bericht der Klinik H._ die Distanz vom familiären Umfeld positive Effekte zeitigte. Die Beschwerdeführerin selbst bemerkte laut dem Gutachten zum dorti
gen stationären Aufenthalt sogar, sie habe sich «wie in einem Hotel im Urlaub gefühlt und den Aufenthalt genossen» (Urk. 6/170/9).
Wie eingangs dargelegt, sind das Beschwerdebild mitprägende psychosoziale Be
lastungsfaktoren, soweit sie unmittelbar die Symptomatik beeinflussen, als nicht invalidisierende und damit nicht versicherte Faktoren auszuscheiden (vgl. E. 1.2.3).
Sind Symptome – wie hier – auf
eine
von der versicherten Person als
existenzgefährdend empfundene Rentenaufhebung zurückzuführen, so
sind sie invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlich
(Urteil des Bundesgerichts 9C_953/2012 vom 5. April 2013 E. 3.1).
Die Einschätzung von Dr. I._, wonach seit der Begutachtung in der MEDAS E._ keine anhaltende (länger
fristige) Arbeitsunfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkeiten und für Hausarbeiten anzunehmen sei, vermag daher aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht zu überzeugen.
4.3.4
Zum Einwand der Beschwerdeführerin, wonach die fachärztlichen Berichte von Dr.
D._
und der
Klinik H._
sowie ferner auch
der
Abschlussbericht der
F._
Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung aufkom
men liessen (
Urk.
1 S. 8 und 9), ist vorab zu bemerken, dass es die unterschiedli
che Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen Fach
p
erson einer
seits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach
me
dizinischen Exper
ten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Thera
pie
kräfte zu anders
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begut
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (statt vieler: Urteil des Bun
desgerichts 8C_874/2
017 vom 23. Mai 2018 E. 5.2.2).
4.3.5
Dr. I._
hat sich mit den Vorberichten von
Dr. D._
und der
Klinik
H._
einläs
slich auseinandergesetzt (Urk. 6/170/17–21
). Dabei stellte er zutreffend fest, dass Dr.
D._
in seinem Be
richt vom 8. Oktober 2014 (Urk.
6/137) zwar eine rezidivierende depressive Störung mit mittel- bis schwer
gradiger Episode (F33.2) und wieder – wie im Bericht vom 2
7.
November 2012 – eine Agoraphobie mit Panikstörung
(F40.01; vgl. demgegenüber Urk.
6/81/2) an
geführt, als objektive Befunde a
ber wörtlich den Befund von Dr. J._
aus ihrem Bericht vom 1
0.
Juli 2003 (Urk. 6/22/4) übernommen habe, ohne die
sen zu kommentieren (Urk. 6/170/18). Sodann bemerkte er zu Recht, dass die von
Dr. D._ und den Ärzten der Klinik H._
aufgeführten objek
tiven psychopathologischen Befunde zwar ängstlich-depressive Symptome be
schrieben, deren tatsächlicher (objektiver) Schweregrad (unabhängig von der Selbsteinschätzung durch die Beschwerdeführerin) aber unklar blieben. Zudem
hielt er – ebenfalls zutreffend – fest, dass (im besagten Bericht der Klinik H._)
der Einfluss psychosozialer Faktoren (insbesondere starke finan
zielle Sorgen nach Sistierung der IV-Renten) zwar speziell genannt, aber nicht versicherungsmedizinis
ch gewürdigt werde (Urk. 6/170/19).
4.3.6
Den – mit «Arztzeugnis» betitelten und unter anderem eine Stellungnahme zum Gutachten enthaltenden –
Bericht von
Dr. D._
vom 2
1.
April 2016
(Urk. 6/175) stellte die Beschwerdegegnerin (
im Gegensatz zum darauf Bezug nehmenden Ein
wand der Beschwerdef
ührerin vom 14. September 2016, Urk.
6/178)
Dr. I._
nic
ht zur Stellungnahme zu (Urk. 6/180). Dies war jedoch aufgrund der nachfol
genden Ausführungen auch nicht erforderlich und schmälert daher den Beweis
wert des Gutachtens von Dr. I._ – entgegen der Auffassung der Beschwerde
führerin (Urk. 1 S. 9) – nicht.
So hat Dr. D._ im Bericht vom 21. April 2016 zwar den Psychostatus teilweise neu formuliert, inhaltlich stimmt dieser jedoch im Wesentlichen mit demjenigen im ärztlichen Bericht vom 8. Oktober 2014 überein (vgl. Urk. 6/175/1 und Urk. 6/137/2).
Soweit ersichtlich wurde im Bericht vom 21. April 2016 zwar neu erwähnt, dass die Beschwerdeführerin lustlos sei und eine erhöhte Ermüdbarkeit bestehe. Diese Symptome gehen aber zweifellos in der bereits im Bericht vom 8. Oktober 2014 erwähnten Energie- und Kraftlosigkeit mit Reduktion der Akti
vitäten auf.
Die von Dr. I._ diesbezüglich geäusserte Kritik trifft deshalb auch auf den Psychostatus im Bericht vom 21. April 2016 zu. Im Weiteren hat er – nebst den bisherigen, von Dr. I._ nicht bestätigten Diagnosen (Urk. 6/170/19–21) – zwar neu die Diagnose einer anhaltenden depressiven Stö
rung im Rahmen einer depressiven Entwicklung, im Verlauf unterschiedlichen Schweregrades (leicht- bis schwergradig) «ohne zwischenzeitliche Remission» ge
stellt und die depressive Symptomatik als chronifiziert bezeichnet. Zur Begrün
dung dieser neuen Diagnose führte er jedoch die Dr. I._ bekannten und von ihm einlässlich gewürdigten ärztlichen Angaben in den Vorberichten an. Mit der davon abweichenden Beurteilung von Dr. I._, wonach die depressive Störung anlässlich der von ihm durchgeführten Untersuchung – wie schon im Zeitpunkt der Begutachtung in der MEDAS E._ – remittiert gewesen sei und wonach die bisher durchgeführten, allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpften
psy
chiatrischen Behandlungsmassnahmen insofern erfolgreich gewesen seien
(Urk. 6/170/21; vgl. auch die ärztlichen Angaben im Austrittsbericht der Klinik H._ vom 21. Mai 2015, wonach die Beschwerdeführerin in verbessertem psychischem Zustand nach Hause habe entlassen werden können [Urk. 6/162/5]), setzte er sich nicht auseinander
.
Er brachte dagegen vielmehr lediglich pauschal vor,
das Gutachten beruhe nur auf einer kurzen und wohl ein
seitigen Beobachtung, weshalb es lediglich einer Momentaufnahme entspreche. Demgemäss könne es nicht im gleichen Mass aussagekräftig sein, wie die von ihm erstellten ärztlichen Berichte – zumal er die Beschwerdeführerin seit April
2007 etwa 70 Mal untersucht habe und ihm somit ein objektives Urteil möglich sei. Aufgrund der vorhergehenden wochenlangen fachärztlichen Behand
lung der Beschwerdeführerin in der Klinik
H._
sei der daraus entspringende Aus
trittsbericht ebenfalls aussagekräftiger als das Gutachten von Dr.
I._
(Urk. 6/175/4). Dem ist entgegenzuhalten, dass es im Wesen der medizinischen Beurteilung in Form eines Gutachtens selber begründet liegt, dass es sich bei einem Gutachten um eine ärztliche Momentaufnahme handelt, dem selten über ei
nen längeren Zeitraum hinweg geführte Explorationen zugrunde liegen. Dies schliesst aber die Beweiskraft des Gutachtens nicht aus. Vielmehr ist für die Be
weiskraft eines Gutachtens einzig massgebend, ob die von der Rechtsprechung definierten Anforderungen als erfüllt zu betrachten sind (Urteil des Bundesge
richts I 551/06 vom 2. April 2007 E. 4.2).
Dies trifft nach dem Gesagten auf das Gutachten von
Dr. I._
zu.
Schliesslich hielt Dr. D._ in seinem Bericht vom 21. April 2016 zwar abschliessend fest, dass die psycho
sozialen Belastungsfakto
ren keinen wesentlichen Einfluss auf die depressive Episode hätten (Urk. 6/175/5). Unter dem Titel "Anamnese" hatte er zuvor jedoch selbst bemerkt, dass die Be
schwerdeführerin durch den Wegfall der IV-Rente bei der letzten Revision im Dezember 2013 verstärkt unter depressiven Symptomen wie Kraft- und Energie
losigkeit sowie Freud- und Lustlosigkeit bei innerer Unruhe und verstärkten Ängsten leide und dass die Ängste durch die gesundheitlichen Probleme des Ehe
mannes und die damit aufgetretenen Veränderungen verstärkt würden (Urk. 6/175/3).
Im Bericht von Dr. D._ vom 21. April 2016 werden demnach keine
wichtige
n
– und nicht rein subjektiver Interpretation
entspringende – Aspekte genannt
, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind
. Gleiches gilt auch für seinen Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 15. März 2017 (Urk. 6/185; vgl. E. 3.3.7).
Auch der Abschlussbericht zur Potentialabklärung der
F._
vom 2. Mai 2014 (Urk. 6/128), worin von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen und eine Rentenprüfung empfohlen wird, ver
mag das Gutachten von Dr.
I._
nicht in Zweifel zu ziehen. Denn nach der Rechtsprechung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits
leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteil des Bundesgerichts 8C_802/2017 vom 21. Februar 2018 E. 5.1.1 mit Hin
weisen).
Dies hat
vorliegend
umso mehr zu gelten,
als nach dem Gesagten
Hinweise auf ein aggravierendes Verhalten
der Beschwerdeführerin
vorliegen (
vgl. E. 4.3.1; vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_646/2015 vom 19.
Mai 2016 E. 4.4).
4.4
Demnach kann – gestützt auf das überzeugende G
utachten von Dr. I._ – zu
mindest mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit davon ausgegangen werden
, dass sich der
psychische
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
zwischen der re
ntenaufheben
den Verfügung vom 11. November 2013 und der Begutachtung durch Dr. I._ im Februar 2016
nicht massgeblich verschlechtert haben. Objektive Anhalts
punkte dafür, dass seither bis zum Erla
ss der angefochtenen Verfügung
eine
er
hebliche (andauernde)
Verschlechterung der gesundheitlichen Situation der Be
schwerdeführerin eingetreten sein könnte, liegen nicht vor und ergeben sich
nach dem Gesagten insbesondere auch nicht aus den Berichten von Dr. D._ vom 21. April 2016 und 15. März 2017 (vgl. E. 4.3.6).
4.5
Von zusätzlichen medizinischen Abklärungen sind – entgegen der Auffassung
der Beschwerdeführerin (Urk. 1)
– keine neuen entscheidwesentlichen Auf
schlüsse hinsichtlich des psyc
hischen Gesundheitszustandes
im Beurteilungszeit
raum zu erwarten, weshalb auf weitere Erhebungen verzichtet werden kann (an
tizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229 E.
5.3).
4.6
Anzumerken bleibt, dass sich mangels einer erheblichen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im Beurteilungszeit
punkt und da laut Dr. I._ weiterhin keine psychiatrische Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt, die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 erübrigt (vgl. E.1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5 mit Hinweisen).
5.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch der Beschwerdefüh
rerin im Ergebnis zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
600
.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).