Decision ID: 84a3a922-91ee-5fb6-bfa1-f6502e687914
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 23. Oktober 2021 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank
durch das SEM ergab, dass er am 31. März 2017 in Spanien und am
16. September 2019 in den Niederlanden ein Asylgesuch eingereicht hatte,
dass am 5. November 2021 – im Beisein der ihm zugewiesenen Rechts-
vertretung – das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 der Verordnung (EU)
Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-
nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), stattfand,
dass der Beschwerdeführer dabei im Wesentlichen erklärte, er könne nicht
konkret sagen, ob über das Asylgesuch in Spanien entschieden worden
sei,
dass er dort einen roten Ausweis erhalten habe und auch mit einem Ar-
beitsvertrag habe arbeiten können,
dass er (nicht standesamtlich) geheiratet habe und in der Folge von seinem
Schwager angeschossen worden sei, weshalb er Spanien verlassen habe,
dass das Asylgesuch in den Niederlanden entschieden worden sei und die
niederländischen Behörden ihn nach Spanien hätten überstellen wollen,
dass er aber nicht nach Spanien habe gehen wollen und daher nach Frank-
reich gegangen sei, von wo aus er nach einem etwa zweijährigen Aufent-
halt in die Schweiz eingereist sei,
dass sein Aufenthaltstitel in Spanien abgelaufen sei, eine Rechtsanwältin
ihm jedoch gesagt habe, er könne nach Spanien zurückkehren und die
Aufenthaltsbewilligung verlängern,
dass eine Rückkehr nach Spanien für ihn wegen der Ereignisse mit seinem
Schwager nicht in Frage komme, er aber mit der Wegweisung in die Nie-
derlande kein Problem habe, wenn Holland ihn akzeptiere und er Unter-
stützung bekomme,
D-5169/2021
Seite 3
dass das SEM die niederländischen Behörden am 10. November 2021 um
Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d
Dublin-III-VO ersuchte und sie dabei über den früheren Aufenthalt des Be-
schwerdeführers in Spanien in Kenntnis setzte,
dass die niederländischen Behörden dem Übernahmeersuchen des SEM
am 18. November 2021 gestützt auf dieselbe Bestimmung zustimmten,
dass das SEM sich am 19. November 2021 bei der Pflege des Bundes-
asylzentrums (BAZ) B._ erkundigte, ob medizinische Datenblätter
respektive Arztberichte betreffend den Beschwerdeführer existieren wür-
den,
dass diese dem SEM mit E-Mail vom gleichen Tag mitteilte, dass der Be-
schwerdeführer einmal wegen Kopfschmerzen und zweimal wegen Zahn-
schmerzen vorgesprochen und am (...) 2021 einen Termin beim Zahnarzt
habe,
dass es ausserdem am (...) 2021 zu einer eskalierenden Situation gekom-
men sei und der Beschwerdeführer sich (...) habe,
dass er daraufhin in die (...) verlegt, dort aber bereits wieder entlassen
worden sei,
dass sie davon noch keinen ärztlichen Bericht erhalten habe,
dass das SEM mit Verfügung vom 22. November 2021 – tags darauf eröff-
net – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung aus
der Schweiz in die Niederlande anordnete, ihn aufforderte, die Schweiz
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und den
Kanton C._ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-
deführer verfügte,
dass die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers dem SEM mit Schrei-
ben vom 24. November 2021 die Mandatsniederlegung anzeigte,
D-5169/2021
Seite 4
dass der Beschwerdeführer die vorgenannte Verfügung des SEM mit hand-
schriftlich ergänzter Formularbeschwerde vom 26. November 2021 beim
Bundesverwaltungsgericht anfocht und dabei in materieller Hinsicht bean-
tragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und es sei die Flücht-
lingseigenschaft anzuerkennen sowie Asyl zu gewähren, ferner sei festzu-
stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und un-
möglich sei und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung (inkl. Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses) sowie um amtliche Verbeiständung ersuchte,
dass ferner der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei,
dass er in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen seinen Wunsch äusser-
te, nicht in die Niederlande, wo er einen Wegweisungsentscheid erhalten
habe, sondern nach Spanien, wo ihm Asyl gewährt worden sei, überstellt
zu werden,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
29. November 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3
AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass es sich vorliegend um eine Laienbeschwerde handelt, an die keine
hohen formellen Anforderungen zu stellen sind,
D-5169/2021
Seite 5
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter
Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3
AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-
sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das
Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4
E. 2.2, je m.w.H.),
dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-
währung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochtenen
Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfah-
rens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge nicht
einzutreten ist,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
D-5169/2021
Seite 6
dass sich Asylsuchende in Beschwerdeverfahren gegen Überstellungsent-
scheidungen auf die richtige Anwendung sämtlicher objektiver Zuständig-
keitskriterien der Dublin-III-VO berufen können, insbesondere auf Bestim-
mungen, die einen Zuständigkeitsübergang infolge Fristablaufs vorsehen
(vgl. BVGE 2017 VI/9 E. 5 [insb. E. 5.3.2] m.w.H.),
dass vorliegend die Zuständigkeit der Niederlande für die Durchführung
des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gestützt auf den entsprechenden
"Eurodac"-Treffer und die ausdrückliche Zustimmung der niederländischen
Behörden zur Übernahme des Beschwerdeführers grundsätzlich gegeben
ist,
dass daran die Behauptung des Beschwerdeführers in der Beschwerde-
schrift, wonach er in Spanien Asyl erhalten habe sowie sein Hinweis auf
die Nummer der dort angeblich erhaltenen Asylkarte ("carte azile") nichts
zu ändern vermag,
dass mithin – wie in der Beschwerdeschrift implizit verlangt – auch kein
Anlass besteht, bei den spanischen Behörden nachzufragen, ob sie den
Beschwerdeführer (noch) akzeptieren würden,
dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-
nahmebedingungen für Antragsteller in den Niederlanden würden systemi-
sche Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-
VO aufweisen, weshalb ein Übergang der Zuständigkeit von den Nieder-
landen auf die Schweiz gestützt auf diese Bestimmung nicht in Betracht
fällt,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht zwingend auszuüben ist, wenn
die Durchsetzung einer Zuständigkeit gemäss Dublin-III-VO eine Verlet-
zung der EMRK bedeuten würde (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Ver-
ordnung, Wien 2014, K2 zu Artikel 17),
dass das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert
D-5169/2021
Seite 7
wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung "aus hu-
manitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dub-
lin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass die Niederlande Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR
0.142.301) sind und ihren diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nachkommen,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass den Akten keine konkreten Anhaltspunkte für die Annahme zu ent-
nehmen sind und vom Beschwerdeführer auch nicht (hinreichend) darge-
legt werden, sein Asylverfahren in den Niederlanden sei mangelhaft gewe-
sen und die niederländischen Asylbehörden hätten in seinem Fall den
Grundsatz des Non-Refoulement missachtet und würden ihn zur Ausreise
in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr
laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden,
dass er anlässlich des Dublin-Gesprächs vielmehr vorbrachte, kein Prob-
lem damit zu haben, in die Niederlande zurückzukehren, falls diese ihn ak-
zeptieren würden,
dass die niederländischen Behörden ihn aber nach Spanien hätten über-
stellen wollen, was er nicht gewollt habe,
dass er gemäss seinen Beschwerdevorbringen mit einer Rückkehr nach
Spanien nunmehr aber offenbar einverstanden ist, sofern Spanien ihn noch
akzeptiere,
D-5169/2021
Seite 8
dass es ihm obliegt, seine implizite Befürchtung, wonach Spanien ihn (mitt-
lerweile) nicht mehr akzeptiere, bei den niederländischen Behörden gel-
tend zu machen,
dass auch sein aktenkundiger gesundheitlicher Zustand (vgl. Akten SEM
1113123-20/2 und im Übrigen auch 1113123-13/2 S. 2) einer Überstellung
in die Niederlande offensichtlich nicht entgegensteht,
dass angesichts seines (...) festzuhalten ist, dass allfälligen suizidalen Ten-
denzen bei einem zwangsweisen Wegweisungsvollzug bei der Ausgestal-
tung der Überstellungsmodalitäten beziehungsweise durch geeignete Mas-
snahmen, die im Zeitpunkt der Überstellung notwendig erscheinen (bei-
spielsweise dem Heranziehen medizinischen Fachpersonals bei der Rück-
führung), gebührend Rechnung getragen werden kann,
dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten
Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-
mung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerdeführers
denn auch entsprechend Rechnung tragen und die niederländischen Be-
hörden vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen
Umstände informieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), so dass die
niederländischen Behörden in der Lage sein werden, die notwendigen Vor-
kehrungen zu treffen,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine
gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG)
durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung in die Niederlande angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
D-5169/2021
Seite 9
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf
einzutreten ist, und die Verfügung des SEM zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung wie
auch derjenige auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als
gegenstandslos erweisen,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass das Gesuch um amtliche Verbeiständung im Sinne von Art. 102m
Abs. 1 AsylG mangels Erfüllung der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1
VwVG ebenfalls abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
D-5169/2021
Seite 10