Decision ID: 3d5fc361-e8ac-44fa-ac77-4fcfd553b13f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Q (geboren 2005) besuchte im Schuljahr 2012/2013 in X die erste Klasse. Am 9. April 2013 teilte der zuständige Schulleiter den Eltern von Q, A und B, mit, Q werde gemeinsam mit einem Mitschüler ab dem Schuljahr 2013/2014 in eine Mehrjahrgangsklasse umgeteilt. Mit Schreiben vom 10. April 2013 wandten sich A und B an den Schulleiter und baten ihn, auf eine Umteilung von Q zu verzichten; am 16. April 2013 fand ein klärendes Gespräch zwischen den Eltern von Q, der Klassenlehrerin und dem Schulleiter statt. Mit Verfügung vom 24. Mai 2013 wurde Q definitiv in die Mehrjahrgangsklasse umgeteilt. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Schulpflege X mit Beschluss vom 12. Juni 2013 sinngemäss ab, bestätigte die Umteilung von Q in die Mehrjahrgangsklasse (Dispositiv-Ziff. 1), verkürzte in Dispositiv-Ziff. 2 die Rekursfrist auf fünf Tage und entzog einem Rekurs die aufschiebende Wirkung.
II.
Mit Rekurs vom 26. Juni 2013 liessen A und B beantragen, unter Entschädigungsfolge sei Dispositiv-Ziff. 1 des Beschlusses vom 12. Juni 2013 aufzuheben und von einer Umteilung von Q in die Mehrjahrgangsklasse abzusehen. Weiter sei Dispositiv-Ziff. 2 des Beschlusses vom 12. Juni 2013 aufzuheben und festzustellen, dass die Verkürzung der Rekursfrist auf fünf Tage widerrechtlich sei. Der Bezirksrat Z wies den Rekurs mit Beschluss vom 14. August 2013 in der Hauptsache ab, auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'209.- unter solidarischer Haftung A und B, versagte diesen eine Parteientschädigung und entzog einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
III.
A und B liessen am 16. August 2013 Beschwerde führen und beantragen, unter Entschädigungsfolge sei der Beschluss vom 14. August 2013 aufzuheben und von einer Umteilung von Q in die Mehrjahrgangsklasse abzusehen. Weiter sei festzustellen, dass die von der Schulpflege im Einspracheentscheid angeordnete Verkürzung der Rekursfrist widerrechtlich erfolgt sei. Schliesslich ersuchten A und B um superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Mit Präsidialverfügung vom 16. August 2013 stellte das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder her. Der Bezirksrat verzichtete am 19. August 2013 auf eine Vernehmlassung. Die Schulpflege X beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. August 2013 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Entschädigungsfolge. A und B hielten mit Eingabe vom 19. September 2013 an ihren Anträgen fest.

Die Kammer erwägt:
1. Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats über Anordnungen einer Schulpflege etwa betreffend die Zuteilung zu einer Klasse nach § 75 Abs. 2 in Verbindung mit § 75 Abs. 1 Satz 1 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) sowie § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 sowie §§ 42–44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig.
1. Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats über Anordnungen einer Schulpflege etwa betreffend die Zuteilung zu einer Klasse nach § 75 Abs. 2 in Verbindung mit § 75 Abs. 1 Satz 1 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) sowie § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 sowie §§ 42–44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig.
2. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, bei der Umteilung in eine andere Klasse handle es sich um eine schulorganisatorische Massnahme, die grundsätzlich innerbetrieblichen Charakter habe und deshalb nicht Gegenstand eines Rekurses bzw. einer Beschwerde sein könne. Sinngemäss macht die Beschwerdegegnerin demnach geltend, die Vorinstanz hätte auf den Rekurs mangels Anfechtungsobjekts nicht eintreten dürfen.
Nach § 19 Abs. 1 lit. a VRG können mit Rekurs unter anderem Anordnungen angefochten werden. Der Begriff "Anordnung" umfasst als Oberbegriff sämtliche Entscheidungen, Verfügungen und Massnahmen einer Verwaltungsbehörde. Entscheidend für die Eröffnung des Rechtsmittelwegs ist, ob der in Frage stehende Verwaltungsakt eine Verfügung im materiellen Sinn darstellt (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, Vorbem. zu §§ 4–31 N. 9 mit Hinweisen). Eine Verfügung ist ein individueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (BGE 135 II 38 E. 4.3, 121 II 473 E. 2a; René Wiederkehr/Paul Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. I, Bern 2012, Rz. 2142 ff. mit zahlreichen Hinweisen; Kölz/Bosshart/Röhl, Vorbem. zu §§ 4–31 N. 12).