Decision ID: 281b93d5-b875-5ef1-ad0a-085373db4457
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. In Z._ auf dem Hoheitsgebiet der Politischen Gemeinde Y._ befinden sich im
Quartier Q._ neben der evangelischen und katholischen Kirche und dem Friedhof
(Parzellen Nrn. _, _, _ und _, Grundbuch Y._) die Schulhäuser der Oberstufe und
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Musikschule A._ (Parzellen Nrn. _ f. und _), der Heilpädagogischen Schule (Parzelle
Nr. _), der Kantonsschule (Parzellen Nrn. _ und _) sowie des Kindergartens und der
Primarschule (Parzellen Nrn. _ und _). Nach dem Zonenplan der Politischen
Gemeinde Y._ liegen diese Grundstücke in der Zone für öffentliche Bauten und
Anlagen. Die umliegenden, mit Ausnahme der Parzelle Nr. _ weitgehend überbauten
Liegenschaften im Quartier Q._ sind hauptsächlich der Wohnzone W2b und im
Übrigen den Wohnzonen W3 und W4 sowie der Wohn-Gewerbe-Zone WG3
zugewiesen. Strassenmässig erschlossen wird das Quartier Q._ über die A._-
(Parzelle Nr. _, Grundbuch W._), die B._- und C._strasse (Parzellen Nrn. _ resp.
_-_ und _, Grundbuch Y._, Kantonsstrassen zweiter Klasse), die D._-, E._-, F._-,
G._-, H._-, I._-, J._-, K._-, L._-, M._- und O._strasse sowie die P._-Strasse
und den A._weg (Parzellen Nrn. _, _, _, _, _, _, _ und _, _ f., _, _, _ und _
sowie _, resp. _, Gemeindestrassen zweiter Klasse), den B._weg (Parzellen Nrn. _
bzw. _, _, _ f., _ f., Gemeindestrasse zweiter resp. dritter Klasse [Stichstrasse]), die
Q._strasse (Parzelle Nr. _, Gemeindestrasse zweiter Klasse bzw. Gemeindeweg
erster Klasse), die R._strasse, den C._weg und die Stichstrassen der P._Strasse
(Parzellen Nrn. _, _ bzw. _, _, _, _, _-_, _ f., Gemeindestrassen dritter Klasse)
sowie durch den D._- und E._weg, die Wegverbindungen Schulanlage Z._ und den
Verbindungsweg P._-Strasse-C._strasse (Parzellen Nrn. _, _ sowie _ und _, _ f.
sowie _ bzw. _, _ und _, Gemeindewege zweiter Klasse, B 2018/80 Beilage zu
act. 12/69, www.geoportal.ch).
B. Vom 2. Juni 2011 bis 4. Juli 2011 legte der Gemeinderat Y._ die strassenbaulichen
Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone Q._, d.h. den Massnahmenplan
Tempo-30-Zone Q._ vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, öffentlich
auf. Dagegen wurden sieben Einsprachen erhoben, darunter diejenige von X._ vom
29. Juni 2011, dem Eigentümer der Parzelle Nr. _ an der O._strasse 1a. Mit Entscheid
vom 30. April 2012 trat der Gemeinderat Y._ auf die Einsprache von X._ nicht ein.
Dagegen rekurrierte X._ durch seine damalige Rechtsvertreterin am 23. Mai 2012 an
das Sicherheits- und Justizdepartement, welches den Rekurs am 30. Mai 2012
zuständigkeitshalber an das Baudepartement überwies. Am 21. Januar 2013 führte das
Baudepartement einen Augenschein durch. Vom 22. März 2013 bis 22. April 2013 legte
der Gemeinderat Y._ eine Projektänderung öffentlich auf (B 2018/82 act. 7, S. 6 E. 1.3,
http://www.geoportal.ch
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act. 12/Auflageexemplar, act. 12/1 f., Beilagen zu act. 12/15, act. 18, S. 5 Ziff. II/3.1
Rz. 10).
C. Mit Verfügung vom 23. Februar 2015 (veröffentlicht am 20. und 23. März 2015)
erliess das Polizeikommando gestützt auf ein Gutachten der N._, vom 29. Juni 2010,
revidiert am 9. November 2010 und 9. Oktober 2014 (fortan: Gutachten N._), und den
Massnahmenplan vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, 18. Januar 2012,
5. Februar 2013 und 9. Oktober 2014 [fortan: Massnahmenplan], – allerdings
abweichend vom Massnahmenplan ohne "Tempo-30-Zone" und "Parkieren verboten"
mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" auf der H._strasse – auf Antrag der
Politischen Gemeinde Y._ folgende Verkehrsanordnungen (B 2018/80 act. 12/20/2-8,
Beilage zu act. 12/1, ABl 2015 S. 719, www.zefix.ch):
"Z._; Plangebiet Q._ (Nr. 3):
- Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h und Signalisation als
"Tempo-30-Zone" (Signal Nr. 2.30 integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1), verbunden mit
den erforderlichen baulichen Massnahmen auf folgenden Strassen:
- P._-Strasse, H._- bis B._ Strasse
- R._strasse, P._-Strasse bis D._weg
- D._weg, R._- bis D._strasse
- D._strasse (Gemeindegebiet Y._), Abschnitt F._- bis P._-Strasse
- F._strasse, D._- bis Q._strasse
- G._strasse, Abschnitt östliche Grenze Grundstück Nr. _ bis B._weg
- B._weg, Abschnitt Stichstrasse B._weg bis P._-Strasse
- Stichstrasse ab P._-Strasse
- I._strasse, Abschnitt Stichstrasse I._strasse Ost bis P._-Strasse
http://www.zefix.ch
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- A._weg, C._- bis P._-Strasse
- J._strasse, F._- bis O._strasse
- C._weg, ab P._-Strasse
- K._strasse, Abschnitt D._- bis Q._strasse (Gemeindegebiet Y._)
- L._strasse, ab O._strasse
- M._strasse, ab N._strasse
- N._strasse, H._- bis M._strasse
- O._strasse, K._- bis F._strasse
- Aufhebung bzw. Teilaufhebung der Verfügungen i.S. Vortrittsregelungen vom _
bzw. _;
Neu: Rechtsvortritt auf folgenden Verzweigungen:
- Kreuzung D._-/P._-Strasse/B._weg
- Einmündung P._-/H._strasse
- Teilaufhebungen bzw. Teiländerungen der Verfügungen i.S. Parkverbote vom _; _,
_ und _
Neu: "Parkieren verboten" (Signal Nr. 2.50) mit Zusatz "ausgenommen markierte
Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) auf folgenden Strassen:
- P._-Strasse, H._- bis B._-Strasse
- R._strasse, P._-Strasse bis D._weg
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- D._weg, R._- bis D._strasse
- D._strasse, Abschnitt D._weg bis P._-Strasse
- F._strasse, D._- bis Q._strasse
- G._strasse, Abschnitt östliche Grenze Grundstück Nr. _ bis B._weg
- B._weg, Abschnitt Stichstrasse B._weg bis P._-Strasse
- Stichstrasse ab P._-Strasse
- I._strasse, Abschnitt Stichstrasse I._strasse Ost bis P._-Strasse
- A._weg, C._- bis P._-Strasse
- C._weg, ab P._-Strasse
- M._strasse, ab N._strasse
- N._strasse, H._- bis M._strasse".
D. Gegen die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen sowie die im
Massnahmenplan festgesetzten Parkfeldmarkierungen in der O._strasse rekurrierten
V._, Z._, durch dessen Rechtsvertreter am 1. April 2015 und X._ durch seine
damalige Rechtsvertreterin am 2. April 2015 an das Sicherheits- und
Justizdepartement. Am 8. September 2016 führte das Sicherheits- und
Justizdepartement einen Augenschein durch. Daraufhin wurde der Massnahmenplan
zur Tempo-30-Zone Q._ von der Politische Gemeinde Y._ im Rahmen eines
Verständigungsversuchs am 14. und 21. September 2016 abgeändert. Nach dem
Scheitern der Vergleichsverhandlungen wurde diese Änderung nicht mehr
weiterverfolgt. Am 11. November 2016 legte die damalige Rechtsvertreterin von X._ ihr
Mandat nieder. Mit Entscheid vom 12. März 2018 trat das Sicherheits- und
Justizdepartement auf die Rekurse vom 1. und 2. April 2015 nicht ein. Gleichentags
wies das Baudepartement den Rekurs vom 23. Mai 2012 ab, soweit es darauf eintrat
(B 2018/80 act. 7, act. 12/1, 3, 64, 69, B 2018/82 act. 7).
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E. Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz 1) vom
12. März 2018 erhob X._ (Beschwerdeführer) am 31. März 2018 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht. Taggleich erhob er beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen
den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz 2) vom 12. März 2018 (je act. 1 f.). Am
26. April 2018 ergänzte er seine Beschwerden mit einer Unterschrift und dem Sinn
nach mit dem Rechtsbegehren, es sei der jeweils angefochtene Entscheid aufzuheben
(je act. 5). Mit Entscheid vom 18. Mai 2018 schrieb der Abteilungspräsident eine von
V._ gegen den Rekursentscheid der Vorinstanz 1 vom 12. März 2018 beim
Verwaltungsgericht erhobene Beschwerde zufolge Rückzugs ab (B 2018/90). Mit
Vernehmlassung vom 22. Mai 2018 schloss die Vorinstanz 1 auf Abweisung der
Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. An demselben Tag liess sich die
Vorinstanz 2 vernehmen und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge abzuweisen (je act. 11). Die Politische Gemeinde Y._
(Beschwerdegegnerin) verzichtete im Beschwerdeverfahren B 2018/80 stillschweigend
auf eine Stellungnahme. Im Beschwerdeverfahren B 2018/82 nahm sie am 5. Juni 2018
Stellung und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 14). Am
17. Juli 2018 nahm der Beschwerdeführer durch seinen zwischenzeitlich beigezogenen
Rechtsvertreter (seit 14. Mai 2018) Stellung und beantragte, die angefochtenen
Entscheide sowie der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 und die
Verfügung des Polizeikommandos vom 20. März 2015 seien unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanzen zurückzuweisen. Die Beschwerdeverfahren B 2018/80 und B 2018/82
seien zu vereinigen (je act. 9, act. 17 resp. 18).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/80 und B 2018/82 sind von Amtes wegen zu
vereinigen, selbst wenn sich die Beschwerden nicht gegen denselben Entscheid
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richten. Beide Verfahren betreffen dieselben Verfahrensbeteiligten und denselben
Sachverhalt. Überdies weisen sie einen derart engen sachlichen Zusammenhang auf,
dass sie zu koordinieren sind (vgl. E. 6 hiernach). Zudem decken sich die
Beschwerdebegründungen weitgehend (vgl. dazu BGer 5A_885/2016 vom 6. Juni 2018
E. 1.1 mit Hinweis auf BGE 142 II 293 E. 1.2, P. Gelzer, in: Niggli/Uebersax/
Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz,
3. Aufl. 2018, Art. 71 Rz. 10, VerwGE B 2018/84; B 2018/85 vom 10. Dezember 2018
E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014,
Vorbemerkungen §§ 4-31 Rz. 50 ff., siehe auch J. Gschwend, in: Spühler/Tenchio/
Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017,
Art. 125 Rz. 14 ff., M. Kaufmann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.],
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2016, Art. 125 Rz. 20 ff., und A. Staehelin,
in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 125 Rz. 5 ff.).
Die Rechtsprechung erfolgt auf Anordnung des Präsidenten in Fünferbesetzung (vgl.
Art. 18 Abs. 3 Ingress und lit. b Ziff. 4 des Gerichtsgesetzes; sGS 941.1, GerG). Weil
die beiden Verfahren von zwei unterschiedlichen Abteilungen (B 2018/80: Abteilung III;
B 2018/82: Abteilung I) zu beurteilen wären, rechtfertigt sich, den Spruchkörper mit den
ordentlichen Mitgliedern dieser beiden Abteilungen zu besetzen (vgl. dazu
Geschäftsberichte der kantonalen Gerichte über das Jahr 2017 vom Februar 2018,
S. 43, ww2.gerichte.sg.ch, www.ratsinfo.sg.ch).
2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben ([Art. 46 des
Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit] Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer ist als
Adressat der angefochtenen Entscheide – Nichteintretenentscheid (B 2018/80) bzw.
teilweises Nichteintreten und Bestätigung Nichteintretensentscheid der
Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 (B 2018/82) – ungeachtet der Legitimation in
der Sache ohne Weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 31. März 2018 (je
act. 1 f.) erfolgten unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 30 Abs. 1 VRP sowie Art. 145 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen
bis
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Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) rechtzeitig und erfüllen
zusammen mit den Ergänzungen vom 26. April 2018 (je act. 5 f.) formal und inhaltlich
die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerden ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht
einzutreten ist auf die Beschwerden, soweit sich der Beschwerdeführer im Verfahren
B 2018/80 gegen strassenbaurechtliche Massnahmen (vgl. act. 1 f., 5 f., "Spiegel an
der Verzweigung F._-/D._strasse", "Hindernis in der O._strasse oder Buckel an der
Verzweigung O._-/F._strasse", "P._-Strasse Bereich I._- bis R._strasse",
"Eingangstor am B._weg", "Gestrichelte Linien statt Bundsteinentfernung", "Abbruch
Trottoirüberfahrt", "Das ca. 50 m lange Hindernis in der H._strasse", "Ecke D._weg/
D._strasse", act. 17 Ziff. I/1.1-1.3, S. 10-12 Ziff. II/4.2 f. Rz. 26-30) resp. im Verfahren
B 2018/82 gegen die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen resp. die im
Massnahmenplan angeordneten (vgl. dazu E. 5.2 hiernach) Markierungen
(act. 1 f. und 5 f., "markierte Parkplätze in der D._strasse", "Zonenerweiterung
Q._strasse/K._strasse", "Die S._strasse", "Zebrastreifen in der D._strasse", "Zu
wenig Parkraum in der D._strasse", "Stichstrassen bzw. Sackgassen, die in die P._-
Strasse münden", act. 18 Ziff. I/2.1-2.3, S. 5-10 Ziff. II/3.1-4.1) und in beiden Verfahren
gegen die Verkehrsregelung bei der Kreuzung I._-, T._-, C._strasse wehrt (je act. 2
in fine). Dem Verfahren B 2018/80 liegen in der Sache die Anordnungen für den
fahrenden und ruhenden Verkehr im Sinne von Art. 3 Abs. 4 des
Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, SVG) in der Tempo-30-Zone Q._ und dem
Verfahren B 2018/82 das kommunale Strassenbauprojekt Tempo-30-Zone Q._ nach
Art. 31 ff. StrG zugrunde. Auf die Beschwerden nicht einzutreten ist überdies, soweit
damit (nachträglich, act. 17 Ziff. I/2.2 resp. act. 18 Ziff. I/1.2) die Aufhebung der
Verfügung des Polizeikommandos vom 23. Februar 2015 bzw. des
Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 beantragt wird
(Devolutiveffekt, vgl. BGer 1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit Hinweis
auf BGE 134 II 142 E. 1.4).
3. Der Beschwerdeführer beantragt dem Sinn nach (je act. 1 und 5 in fine), es sei ein
Verständigungsversuch durchzuführen, die Verfahrensbeteiligten seien zu befragen und
es sei ein Augenschein durchzuführen. Diesbezüglich ist zum einen festzuhalten, dass
kein geeigneter Fall für eine gütliche Verständigung vorliegt (vgl. dazu Art. 64 in
Verbindung mit Art. 54 VRP und VerwGE B 2016/217 vom 13. Februar 2018 E. 3 mit
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Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Zum anderen kann auf die beantragten prozessualen
Vorkehren verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse
ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019
E. 3 mit Hinweisen).
Beschwerdeverfahren B 2018/82
4. Im Verfahren B 2018/82 macht der Beschwerdeführer geltend (act. 18, S. 3-6 Ziff. II/
2 f. Rz. 5-13), ihm sei die Rechtsmittellegitimation von der Beschwerdegegnerin zu
Unrecht abgesprochen worden.
4.1. Mit Entscheid vom 30. April 2012 trat die Beschwerdegegnerin auf die gegen das
Strassenbauprojekt "Tempo-30-Zone Q._" erhobene Einsprache des
Beschwerdeführers vom 29. Juni 2011 mangels rechtsgenüglicher Begründung und
mangels Rechtsschutzinteresse nicht ein (Beilage zu act. 12/1/1). Seinen dagegen
erhobenen Rekurs wies die Vorinstanz 2 ab, soweit sie darauf eintrat (act. 7). Sie
erwog, die Rüge der Verletzung der Koordinationspflicht sei gegenstandslos geworden,
da der Mangel im Rekursverfahren geheilt worden sei. Diesbezüglich sei auf den
Rekurs mangels materieller Beschwer nicht einzutreten (S. 6 E. 1.2). Auch seien
allfällige Gehörsverletzungen im Rekursverfahren geheilt worden, weshalb auf die
entsprechende Rüge nicht einzutreten sei (S. 6 f. E. 1.3). Im Weiteren sei der
Beschwerdeführer einzig vom Abbruch des Bundsteins bei der Einmündung der O._-
in die F._strasse sowie von der Erstellung des Verkehrsberuhigungstrapezes auf der
Höhe des Grundstücks Nr. _ auf der O._strasse betroffen. Soweit er andere bauliche
Massnahmen rüge, sei darauf mangels Beziehungsnähe und eigenen Interessen nicht
einzutreten (S. 7 f. E. 1.5 und 3.2). Soweit auf den Rekurs einzutreten sei, erfülle das
Strassenbauprojekt die gesetzlichen Anforderungen, weshalb der Rekurs insoweit
abzuweisen sei (S. 8 f. E. 3). Ob die Vorinstanz 2 auf die formellen Rügen des
Beschwerdeführers zu Unrecht nicht eingetreten ist und ihr angefochtener Entscheid
hinsichtlich dem Nichteintreten der Beschwerdegegnerin mangelhaft begründet war,
kann dahingestellt bleiben. Dasselbe gilt für die Frage, ob die Vorinstanz 2 den
erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid vom 30. April 2012 – an sich in teilweiser
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Gutheissung des Rekurses vom 23. Mai 2012 / 29. Juni 2012 (act. 12/1 und 5) – nur
teilweise bestätigt, von einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin abgesehen und
implizit reformatorisch entschieden hat. Wie zu zeigen sein wird (vgl. E. 4.2 ff.
hiernach), ist der angefochtene Entscheid der Vorinstanz 2 bereits aus anderen
Gründen aufzuheben.
4.2. Vorweg bestreiten weder die Vorinstanz 2 noch die Beschwerdegegnerin, dass die
Vorschriften des StrG Ausführungsbestimmungen im Sinne von Art. 33 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) sind (vgl.
dazu BGE 125 II 10 E. 3b/aa mit Hinweis auf BGE 118 Ib 26 E. 4b und Aemisegger/
Haag, Praxiskommentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, Zürich 2010, Art. 33
Rz. 43 ff.). Neben Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG schreibt auch Art. 111 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG) in
Umsetzung der Rechtsweggarantie (Art. 29a der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) als gewichtigen Eingriff in die
kantonale Organisationsautonomie (Art. 47 BV) vor, dass die Beschwerdebefugnis im
kantonalen Verfahren nicht enger umschrieben werden darf als diejenige vor
Bundesgericht (vgl. B. Ehrenzeller, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.],
Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 111 Rz. 4 ff.). Nach
Art. 45 Abs. 1 und Art. 46 StrG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur
Einspracheerhebung berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut.
Diese Umschreibung deckt sich inhaltlich mit derjenigen in Art. 89 Abs. 1 lit. b und
c BGG (vgl. VerwGE B 2014/229 vom 7. April 2017 E. 3.2 mit Hinweisen, allerdings in
Bezug auf Art. 29 des bis 30. September 2017 gültigen Gesetzes über die
Raumplanung und das öffentliche Baurecht, Baugesetz; nGS 32-47, Neudruck 2004,
nGS 39-91, in der Fassung vom 1. Januar 2015, ww2.gerichte.sg.ch). Verlangt ist, dass
der Beschwerdeführer über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt
und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen
Strassenbauprojekts zieht. Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei
Strassenbauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Liegt diese
besondere Beziehungsnähe vor, braucht das Anfechtungsinteresse nicht mit dem
Interesse übereinzustimmen, das durch die vom Beschwerdeführer als verletzt
bezeichneten Normen geschützt wird. Er kann daher die Überprüfung eines
Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder
bis
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tatsächlich in dem Sinne auf seine Stellung auswirken, dass ihm im Falle des
Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht (vgl. BGer 1C_668/2017 vom
31. Oktober 2018 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 141 II 50 E. 2.1, zur Publikation
vorgesehen, kommentiert von A. Marti, in: ZBl 3/2019, S. 162 ff., sowie VerwGE
B 2010/233 vom 15. Dezember 2011 E. 3 mit Hinweisen, in: GVP 2011 Nr. 61, siehe
auch Bemerkungen zu BGE 137 II 30 von Y. Hangartner, in: AJP 6/2011, S. 857 ff., und
A. Marti, in: ZBl 11/2011, S. 602 ff.). Eine rügespezifische Beurteilung der Legitimation
ist unzulässig (vgl. VerwGE B 2014/107; B 2014/111, B 2014/116-120 vom
25. Mai 2016 E. 6.1 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch, vom Bundesgericht bestätigt
mit Entscheid BGer 1C_372/2016 vom 8. Dezember 2016).
4.3. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Nr. _ an der O._strasse 1a
innerhalb des Perimeters der Tempo-30-Zone Q._. Auf der O._strasse sind
strassenbauliche Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone Q._ projektiert.
Demnach weist er eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung zur Streitsache
auf (vgl. BGer 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E. 1.1.1 mit Hinweisen), was die
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 30. April 2012 (Beilage zu act. 12/1
E. II/1) grundsätzlich anerkannt hat. Liegt die besondere Beziehungsnähe vor, kann die
betroffene Person nicht nur Mängel des Projekts in ihrer unmittelbaren Umgebung
geltend machen, sondern innerhalb des Planungsperimeters das Projekt in Frage
stellen, soweit der gerügte Mangel zu einer Aufhebung oder Änderung des Projekts im
Nahbereich dieser Person führen und ihr damit einen konkreten Vorteil verschaffen
könnte (vgl. BGE 141 II 50 E. 2.1 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf eine
Zonenplanänderung).
Wie bereits in Erwägung 2 hiervor sowie von der Vorinstanz 2 in Erwägung 1.4 ihres
angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 7) ausgeführt wurde, bilden im Verfahren
B 2018/82 einzig die strassenbaulichen Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-
Zone Verfahrensgegenstand. Soweit sich der Beschwerdeführer in seiner Einsprache
vom 29. Juni 2011 (vgl. insbesondere "Einsprachen Nrn. 1 und 2", Beilagen zu
act. 12/15) gegen ein Parkverbot innerhalb der Tempo-30-Zone Q._ wehrte, ist die
Beschwerdegegnerin darauf zu Recht nicht eingetreten. Betreffend das vorliegend
strittige Strassenbauprojekt machte der Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom
29. Juni 2011 ("Einsprache Nr. 3", Beilagen zu act. 12/15), welche er im eigenen sowie
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im Namen weiterer Anwohner erhob, geltend, die Tempo-30-Zone sei ohne bauliche
Hindernisse auszugestalten. Auf diese Rüge, welche zur Aufhebung oder Änderung des
streitbetroffenen Strassenbauprojekts hätte führen können, hätte die
Beschwerdegegnerin offenkundig eintreten müssen. Da sie dies unterliess, beging sie
eine formelle Rechtsverweigerung.
4.4. Hinzu kommt, dass an die Qualität und Ausgestaltung der Begründung keine
grossen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGer 2C_534/2016 vom 21. März 2017
E. 4.3 mit Hinweisen und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 921 f.). Die Beschwerdegegnerin hätte deshalb die
Einsprachebegründung des Beschwerdeführers, aus welcher sich zumindest in groben
Zügen ergibt, weshalb das Strassenbauprojekt Tempo-30-Zone Q._ rechtsfehlerhaft
sein könnte, nicht als ungenügend einstufen dürfen.
Aus diesen Gründen ist die Beschwerde B 2018/82 gutzuheissen, der angefochtene
Entscheid der Vorinstanz 2 aufzuheben und die Angelegenheit an die
Beschwerdegegnerin zu neuer Entscheidung in der Sache zurückzuweisen (vgl. dazu
VerwGE B 2017/29 vom 20. Juli 2018 E. 1 mit Hinweis, ww2.gerichte.sg.ch, allerdings
in Bezug auf eine Abstimmungsbeschwerde).
Beschwerdeverfahren B 2018/80
5. Im Verfahren B 2018/80 rügt der Beschwerdeführer (act. 17, S. 3-6 Ziff. II/2 f.
Rz. 5-13), die Vorinstanz 1 sei auf seinen Rekurs zu Unrecht nicht eingetreten.
5.1. Art. 3 SVG regelt die Befugnisse der Kantone und Gemeinden im Bereich des
Strassenverkehrs. Diese Befugnisse bilden Ausnahmen vom Grundsatz, wonach die
Regelung des Strassenverkehrs Sache des Bundes ist (Art. 82 Abs. 1 BV, vgl. VerwGE
B 2006/208 vom 23. Januar 2007 E. 2a, ww2.gerichte.sg.ch). Beschränkungen und
Anordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG (vgl. hierzu, insbesondere in Bezug auf die
Einführung einer Tempo-30-Zone, P. Weissenberger, Kommentar zum SVG und
Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 3 SVG Rz. 11 ff.) sind durch Signale oder
Markierungen anzuzeigen (Art. 5 Abs. 1 SVG). Derartige Verkehrsmassnahmen müssen
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von der Behörde oder dem ASTRA grundsätzlich verfügt oder veröffentlicht werden,
wenn sie durch Signale angezeigt werden (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. a, Abs. 2 und 3 der
Signalisationsverordnung; SR 741.21, SSV). Bei den Strassenmarkierungen besteht
eine solche Pflicht grundsätzlich nicht. Diese sind lediglich anzuordnen (Art. 101
Abs. 2 SSV). Solche Markierungen sind aber im Einspracheverfahren gemäss
Art. 106 SSV (vgl. hierzu BGer 2A_70/2007 vom 9. November 2007 E. 3.4,
BGer 6B_113/2007 vom 16. August 2007 E. 2.6 mit Hinweisen, in: ZBl 109/2008,
S. 447 ff. und VerwGE B 2003/152 f. vom 23. Januar 2004 E. 2b mit Hinweisen,
insbesondere auf VPB 54 [1990] Nr. 9) bei der anordnenden Behörde (vgl. dazu
P. Sutter, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Art. 30 Rz. 25, und Waldmann/Bickel, in:
Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz,
2. Aufl. 2016, Art. 30 Rz. 60) anfechtbar, wobei hier das faktische Anbringen oder
Entfernen der Markierung Anfechtungsgegenstand ist (vgl. BR 3/92, S. 65). Seit dem
1. Januar 2016 sind auch Parkfelder, die im Sinne von Art. 79 Abs. 1 SSV
ausschliesslich durch Markierungen gekennzeichnet werden, von der Behörde zu
verfügen und zu veröffentlichen (Art. 107 Abs. 1 lit. b SSV, in der Fassung vom
24. Juni 2015, AS 2015 2459, vgl. dazu Detailerläuterungen des Bundesamtes für
Strassen ASTRA vom 24. Juni 2015, Stand: Januar 2016, S. 10 f., www.astra.admin.ch,
zum Intertemporalrecht Art. 117d SSV und zur altrechtlichen Regelung
LGVE 1981 I Nr. 47).
5.2. Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der
Beschwerdebegründung auszulegen. Eine sichtlich ungewollte oder unbeholfene
Wortwahl schadet dem Beschwerdeführer nicht (vgl. VerwGE B 2018/224 vom
16. Januar 2019 E. 1 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Der Beschwerdeführer
beantragte mit Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 (act. 12/9), es sei die am
20. März 2015 öffentlich aufgelegte Verfügung des Gemeinderates Y._ aufzuheben,
soweit damit Parkplatzbeschränkungen bzw. Parkplatzmarkierungen in der O._strasse
verbunden seien (Ziff. I/1). Die neu vorgesehene Verfügung "Parkieren verboten" (2.50)
mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) bzw.
die dieser Verfügung zu Grunde liegenden Pläne seien insoweit aufzuheben bzw.
abzuändern, als in der O._strasse markierte Parkfelder eingezeichnet würden. Auf
Parkplatzbeschränkungen bzw. –markierungen in der O._strasse sei vollumfänglich zu
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verzichten (Ziff. I/2). Der Rekursentscheid sei mit dem bei der Vorinstanz 2 hängigen
Verfahren 12-3147 zu koordinieren (Ziff. I/3). Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (Ziff. I/4). Der Beschwerdeführer führte im Rekurs vom
2. April 2015 (act. 12/3), der Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 (act. 12/9), der Replik
vom 6. Oktober 2015 (act. 12/33) sowie den Stellungnahmen vom 11. Dezember 2015,
9. August 2016 und 5. Januar 2017 (act. 12/40, 56 und 88) im Wesentlichen aus, die
Parkplatzmarkierungen in der O._strasse seien weder aus Gründen der
Verkehrssicherheit noch aufgrund anderer öffentlicher Interessen gerechtfertigt
(act. 12/3, S. 4 f. Ziff. III/8, act. 12/9, S. 5 f. Ziff. IV/B/8-11, act. 12/33, S. 7 Ziff. III/C/a/
10.6). Sie hätten auch Verkehrsberuhigungscharakter, weshalb darüber in einem
koordinierten Verfahren zu entscheiden sei (act. 12/3, S. 3 f. Ziff. II/5 f., act. 12/9, S. 3 f.
Ziff. III, IV/A/3 f., act. 12/33, S. 5 f. Ziff. III/B/9.3). Demgemäss war das Rechtsbegehren
des Beschwerdeführers im Rekursverfahren in dem Sinne zu verstehen, dass er zwar
die am 23. Februar 2015 vom Polizeikommando verfügten Verkehrsanordnungen
("Tempo-30-Zone", "Parkieren verboten" mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder")
inhaltlich nicht anfocht und sich in der Sache einzig gegen die angeordneten
Parkfeldmarkierungen in der O._strasse wehrte. Er stellte sich jedoch auf den
Standpunkt, dass die strassenbaulichen Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-
Zone Q._ und die verfügten Verkehrsanordnungen betreffend Tempo-30-Zone Q._
koordiniert mit den im Massnahmenplan angeordneten sieben Parkfeldmarkierungen in
der O._strasse hätten beurteilt werden müssen.
Daraus ergibt sich, dass die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers im
Rekursverfahren insofern eingeschränkt waren, als sie sich lediglich auf die
Parkfeldmarkierungen auf der O._strasse bezogen. Im Ergebnis durfte die
Vorinstanz 1 in Erwägung 4d f. ihres angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 14 f.) daher
auf den Rekurs des Beschwerdeführers insoweit nicht eintreten, als dessen
Begründung – über das Rechtsbegehren hinaus – (fehlende) Verkehrsanordnungen auf
weiteren Strassen im Gebiet Q._ beschlug. Wie die Vorinstanz 1 in Erwägung 4d ihres
angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 13) sodann zutreffend ausführte, hat das
Polizeikommando auf der O._strasse die Signale "Parkieren verboten" (2.50) mit
Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) am
23. Februar 2015 nicht verfügt. Insoweit durfte sie auch auf Antrag Ziff. I/2 der
Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 teilweise nicht eintreten. Im Weiteren kann
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offenbleiben, ob sie den Rekurs hinsichtlich der Verletzung des
Koordinationsgrundsatzes ihrer Begründung gemäss hätte zufolge
Gegenstandslosigkeit abschreiben müssen, da sie darauf bereits aus einem anderen
Grund zu Unrecht nicht eintrat: Bei ihrer Beurteilung berücksichtigte sie nur das
Strassenbauprojektverfahren und das Verfahren betreffend die am 23. Februar 2015
verfügten Verkehrsanordnungen, nicht aber – gemäss den Vorbringen des
Beschwerdeführers – die Parkfeldmarkierungen in der O._strasse (vgl. E. 4a des
angefochtenen Entscheids der Vorinstanz 1, act. 7, S. 12). Würde anders entschieden,
hätte sich der Beschwerdeführer in einem nachgelagerten Einspracheverfahren nach
Art. 106 SSV dem Vorwurf ausgesetzt gesehen, die Verletzung der Koordinationspflicht
nicht im Rahmen des Strassenbauprojekts resp. im Verfahren betreffend die am
23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen gerügt zu haben (vgl. dazu VerwGE
B 2004/157 vom 2. Dezember 2004 E. 3e, in: GVP 2004 Nr. 22). Im Übrigen ist davon
auszugehen, dass das Polizeikommando diese Parkfeldmarkierungen (altrechtlich) im
Sinn von Art. 101 Abs. 2 SSV und Art. 25 EV-SVG vor Erlass des angefochtenen
Entscheids der Vorinstanz 1 bereits angeordnet hatte: Die Parkfeldmarkierungen in der
O._strasse sind sowohl im vom 2. Juni 2011 bis 4. Juli 2011 im Rahmen des
Strassenbauprojekts öffentlich aufgelegten Massnahmenplan vom 29. Juni 2010,
revidiert am 9. November 2010 (B 2018/82 act. 12/Auflageexemplar), als auch im
Massnahmenplan vom 9. Oktober 2014, welcher Grundlage der Verfügung des
Polizeikommandos vom 23. Februar 2015 bildete (B 2018/80 act. 12/20/3 und 8, S. 5),
festgesetzt. Auch werden sie im Gutachten N._ (act. 12/20/2, S. 15) – zusammen mit
einem Verkehrsberuhigungselement – als ergänzende Massnahmen aufgeführt.
Darüber hinaus bestätigte die Vorinstanz 1 in Erwägung 5 ihres angefochtenen
Entscheids (act. 7, S. 16) ausdrücklich (vgl. auch Schreiben der Vorinstanz 1 vom
26. September 2016, act. 12/70), dass ihr Entscheid auf dem Massnahmenplan vom
9. Oktober 2014 und nicht auf dem Plan vom 14./21. September 2016 basierte, in
welchem auf der O._strasse keine Parkfeldmarkierungen festgesetzt sind (Beilage zu
act. 12/69). Im Weiteren äusserte sich die Vorinstanz 1 in Erwägung 4d ihres
angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 13 f.) auch inhaltlich zur Zulässigkeit der
Parkfeldmarkierungen (vgl. zu diesem Vorgehen VerwGE B 2003/152 f. vom
23. Januar 2004 E. 2b mit Hinweisen, siehe zur Zulässigkeit von Markierungen auch
BGer 1C_112/2014 vom 25. September 2014 E. 2.1). Soweit sie dem
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Beschwerdeführer dabei die Legitimation absprach, lässt sich ihre Argumentation mit
Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Rechtsmittellegitimation (vgl.
BGer 1C_497/2017 vom 23. Februar 2018 E. 2.1-2.3, BGer 1C_117/2017; 1C_118/2017
vom 20. März 2018 E. 2, BGer 1C_11/2017 vom 2. März 2018 E. 1.1,
BGer 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E. 1.1.1, BGer 1C_250/2015 vom
2. November 2015 E. 1.1 und BGE 136 II 539 E. 1.1 je mit Hinweisen sowie die
Hinweise in E. 4.2 hiervor, siehe im Ergebnis auch den von der Vorinstanz 1
angerufenen BGer 2A.70/2007 vom 9. November 2007 E. 2.2 sowie Wiederkehr/
Eggenschwiler, Die allgemeine Beschwerdebefugnis Dritter, Bern 2018, Rz. 62 ff., und
M. Bertschi, in: A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 21 Rz. 48 ff.) ebenfalls nicht halten.
Ungeachtet dessen wäre sie aufgrund ihres Nichteintretens verpflichtet gewesen, den
Rekurs (als Einsprache nach Art. 106 SSV) gestützt auf Art. 11 Abs. 3 Satz 1 VRP
zuständigkeitshalber an das Polizeikommando weiterzuleiten, da der Beschwerdeführer
schon vor der Anbringung der Parkfeldmarkierungen in der O._strasse Kenntnis von
deren Anordnung erhielt (vgl. VPB 54 [1990] Nr. 9). Die Beschwerde B 2018/80 ist
daher bereits aus diesen Gründen gutzuheissen und der angefochtene Entscheid der
Vorinstanz 1 aufzuheben.
6. Wie sich den angefochtenen Entscheiden (je act. 7, S. 12 E. 4a, bzw. S. 6 E. 1.2) und
dem Schreiben der Vorinstanz 2 vom 27. Februar 2015 (B 2018/82 act. 12/36)
entnehmen lässt, wurden das Strassenbauprojektverfahren und das Verfahren
betreffend die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen in Nachachtung
des Entscheids VerwGE B 2013/232; B 2013/267 vom 16. April 2014 E. 2.6
(ww2.gerichte.sg.ch) nachträglich in den jeweiligen Rekursverfahren im Sinne von
Art. 25a RPG materiell und formell koordiniert beurteilt. Zu untersuchen bleibt, ob die
Koordinationspflicht auch die Parkfeldmarkierungen in der O._strasse mitumfasst
hätte.
6.1. Die Gebote der Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren (Art. 29
Abs. 1 BV) sowie das Interesse an einem wirksamen Gesetzesvollzug (vgl. Art. 5
Abs. 1 BV) verlangen, dass voneinander abhängige Verwaltungsverfahren koordiniert
werden (vgl. Kiener/Rütsche/Kuhn, öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015, Rz. 519).
Die Koordinationspflicht besteht, wenn zwischen den anzuwendenden Vorschriften ein
"enger sachlicher Zusammenhang" besteht, womit diese Vorschriften nicht getrennt
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und unabhängig voneinander beurteilt werden dürfen, ansonsten die gesonderte
Behandlung sachlich zu unhaltbaren Ergebnissen führen könnte (vgl. VerwGE
B 2010/266; B 2012/227 vom 22. März 2018 E. 5.2.1 mit Hinweisen,
ww2.gerichte.sg.ch). Dies gilt insbesondere, wenn für die Errichtung oder Änderung
einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden nötig sind (Art. 25a Abs. 2
lit. d sowie Abs. 3 und 4 RPG, vgl. VerwGE B 2011/213 vom 31. Mai 2012 E. 3.2 mit
Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Die Koordinationsgrundsätze finden auf
Sondernutzungspläne und damit auch auf Strassenpläne und –projekte nach dem
Strassengesetz sachgemäss Anwendung (vgl. VerwGE B 2013/254 vom 28. Juli 2015
E. 3.1, ww2.gerichte.sg.ch, siehe hierzu auch Entscheid des Verwaltungsgerichts
Zürich VB.2004.0058 vom 7. April 2005 E. 2.4.1, in: RB 2005 Nr. 36, BEZ 2005 Nr. 17
und ZBl 106/2005, S. 593 ff.). Die Strassenverkehrsgesetzgebung enthält keine
entsprechenden Koordinationsgrundsätze. Eine verfahrensmässige Koordination ist
aber trotzdem geboten, wenn zwischen den anzuwendenden Vorschriften ein
(hinreichend) enger Sachzusammenhang besteht (vgl. BVR 2008, S. 360 ff., E. 3.2 und
E. 3.5 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 116 Ib 50 E. 4b). Spezialbewilligungen von
untergeordneter Bedeutung, die separat erteilt werden können, fallen dagegen nicht
unter die Koordinationspflicht. Solche nicht koordinationspflichtigen
Spezialbewilligungen liegen dann vor, wenn eindeutig feststeht, dass die Bewilligungen
mit den übrigen Entscheiden nicht abgestimmt werden müssen, die Rechte des
Baugesuchstellers und der Drittbetroffenen nicht tangiert werden und soweit die
Abtrennung auf Grund des kantonalen Rechts zulässig ist (vgl. VerwGE B 2013/232;
B 2013/267 vom 16. April 2014 E. 2.2, a.a.O., und R. Wiederkehr, Ausgewählte Fragen
der Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, in: AJP 2015
S. 599 ff., S. 603 f., siehe auch Art. 149 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes; sGS
731.1, PBG).
6.2. Der Tempo-30-Zone Q._ liegen das Gutachten N._ und der Massnahmenplan
zugrunde. Danach umfasst die Einführung dieser Tempo-30-Zone neben den am
23. Februar 2015 – allerdings nur unvollständig (H._strasse) – verfügten
Verkehrsanordnungen auch strassenbauliche Massnahmen und Markierungen (vgl.
Gutachten N._ S. 13 ff. und Anhänge 5 und 7 sowie Massnahmenplan). Hinsichtlich
der vorliegend zu beurteilenden O._strasse wird im Gutachten N._ (S. 14 ff. und
Anhang 5) ausgeführt, dass die Markierung von Parkplätzen zur Verschmälerung der
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überbreiten Fahrbahn zusammen mit der Sicherung der Parkplätze von Osten her mit
einem Verkehrsberuhigungselement für die Umsetzung der Tempo-30-Zone im Sinne
von Art. 3 lit. g der Verordnung über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen
(SR 741.213.3) erforderlich sei. Demgemäss sind im Massnahmenplan auf der
O._strasse entlang der Grundstücke Nrn. _-_ sieben Parkfelder, welche
ausschliesslich durch Markierungen gekennzeichnet sind, sowie ein
Verkehrsberuhigungselement festgesetzt. Daraus erhellt, dass nach Ansicht der
Beschwerdegegnerin für die am 23. Februar 2015 verfügte Einführung der Tempo-30-
Zone (funktionelle Verkehrsanordnungen, welche im Sinne von Art. 107 Abs. 1 Ingress
und lit. a SSV durch Signale angezeigt werden, vgl. dazu Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV in
Verbindung mit Art. 22a SSV sowie VerwGE B 2017/187 vom 20. Februar 2019 E. 3 mit
Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch) auf der O._strasse die erwähnten
Parkfeldmarkierungen – Fahrzeuge dürfen nur innerhalb dieser Felder parkiert werden
(Art. 79 Abs. 1 SSV, vgl. dazu R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen
Strassenverkehrsrechts, Band I, 2. Aufl. 2002, Rz. 810) – mitsamt dem
Verkehrsberuhigungselement (strassenbauliche Massnahme) unabdingbar sind, um die
dauernde Einhaltung der Geschwindigkeitsreduktion und die Sicherheitsbedürfnisse
aller Benutzer auf dieser neu geschwindigkeitsberuhigten Strasse zu gewährleisten.
Zwar können Markierungen zur Verkehrsberuhigung grundsätzlich unabhängig von
baulichen Massnahmen und Signalen angebracht werden. Da die fraglichen
Parkfeldmarkierungen auf der O._strasse aber Teil des Konzepts der Tempo-30-Zone
Q._ sind, besteht ein derart enger Sachzusammenhang zwischen diesen
Markierungen und den übrigen Massnahmen, dass sie nicht getrennt und unabhängig
voneinander angeordnet werden sollen. Die fraglichen Parkfeldmarkierungen sind nicht
bloss Folge der Signale oder des Strassenbauprojekts, sondern bilden ein auf die
anderen Massnahmen abgestimmtes Element des Gesamtkonzepts der Tempo-30-
Zone Q._. Dies zeigt sich im Übrigen auch daran, dass die Verfügung der Signale
"Parkieren verboten" (2.50) mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in
Zonensignal Nr. 2.59.1) in der O._strasse im – öffentlich aufgelegten –
Massnahmenplan vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, noch vorgesehen
war und davon gemäss der Verfügung des Polizeikommandos vom 23. Februar 2015
(S. 1) erst im Nachgang zum Rekursaugenschein vor Vorinstanz 2 vom 21. Januar 2013
abgesehen wurde. Anders verhielte es sich etwa dann, wenn sich die
ter
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Parkfeldmarkierungen erst bei nachträglicher Überprüfung der Wirksamkeit der
Tempo-30-Zone als notwendig erweisen würden (vgl. dazu Art. 6 der Verordnung über
die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen, SR 741.213.3). Unter diesen
Umständen ist im vorliegenden Fall hinsichtlich der Parkfeldmarkierungen auf der
O._strasse, welche neu auch zu verfügen und veröffentlichen sind (Art. 107 Abs. 1
lit. b und Abs. 3 Ingress SSV), ein Koordinationsbedarf mit den für die Tempo-30-
Zonen notwendigen Signalen sowie dem Strassenbauprojekt ausgewiesen (anders:
BGer 1C_390/2013 vom 16. Juli 2014 E. 5 und BGer 1C_285/2010 vom
13. Januar 2011 E. 3.1).
6.3. Nach dem Gesagten ist es nötig, dass die gesamte Angelegenheit
(Strassenbauprojekt, Verkehrsanordnungen resp. Parkfeldmarkierungen gemäss
Massnahmenplan) koordiniert überprüft werden kann, wofür an sich ein einheitlicher
Rechtsmittelweg nötig wäre. Dem stehen aber die gesetzlich unterschiedlich
organisierten Zuständigkeitsregelungen der drei vorliegend massgebenden Verfahren
entgegen. Somit stellt sich als Nächstes die Frage, wie das Strassenbauprojekt und die
Verkehrsanordnungen gleichwohl gesamthaft überprüft werden können. Das
Strassenbauprojekt wird in der politischen Gemeinde unter Eröffnung einer
Einsprachefrist von dreissig Tagen öffentlich aufgelegt (Art. 41 Abs. 1 StrG). Über
Einsprachen entscheidet bei Gemeindestrassen die zuständige Gemeindebehörde
(Art. 45 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 3 StrG). Verkehrsanordnungen im Sinne
von Art. 107 Abs. 1 lit. a und b SSV (Vorschrifts- oder Vortrittssignale oder andere
Signale mit Vorschriftscharakter sowie Parkfelder, die ausschliesslich durch
Markierungen gekennzeichnet werden) verfügt – Allgemeinverfügung ohne vorgängige
Anhörung (vgl. VerwGE B 2004/157 vom 2. Dezember 2004 E. 2b mit Hinweisen,
a.a.O.) – grundsätzlich das Polizeikommando (Art. 18 ff. der Einführungsverordnung
zum eidgenössischen Strassenverkehrsgesetz; sGS 711.1, EV-SVG). Angesichts dieser
Verfahrens- und Zuständigkeitsregelungen erscheint es sachgerecht, dass die
notwendige inhaltliche und verfahrensmässige Koordination durch die Gemeinde, hier
die Beschwerdegegnerin, bei welcher Einsprache gegen das Strassenbauprojekt
erhoben werden kann (Art. 45 Abs. 1 StrG), und auf deren Antrag die Tempo-30-Zone
am 23. Februar 2015 vom Polizeikommando verfügt wurde, vorzunehmen sein wird.
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6.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde B 2018/80 auch zufolge
Verletzung der Koordinationspflicht gutzuheissen, der angefochtene Entscheid der
Vorinstanz 1 daher aufzuheben und die Angelegenheit zu korrekter
Verfahrensabwicklung und zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin sowie
an das Polizeikommando zurückzuweisen ist. Die Beschwerdegegnerin wird zunächst
zu prüfen haben, ob sie der Tempo-30-Zone Q._ den am 14. und 21. September 2016
abgeänderten Massnahmenplan zugrunde legen will. Das Polizeikommando hat die im
(allenfalls abgeänderten) Massnahmenplan vorgesehenen funktionellen
Verkehrsanordnungen – ergänzend zur Verfügung vom 23. Februar 2015 auch
diejenigen auf der H._strasse – sowie die darin festgesetzten, ausschliesslich durch
Markierungen gekennzeichneten Parkfelder zu verfügen. Alsdann ist eine allfällige
Projektänderung gleichzeitig mit der Publikation der Verfügungen des
Polizeikommandos öffentlich aufzulegen. Vorausgesetzt der Beschwerdeführer hält an
seiner Einsprache gegen das Strassenbauprojekt vom 29. Juni 2011 fest bzw. erhebt
Einsprache gegen eine allfällige Projektänderung, hat die Beschwerdegegnerin sodann
über die Einsprache(n) zu entscheiden. Allfällige Rekursverfahren vor der Vorinstanz 1
betreffend Verkehrsanordnungen sind ruhen zu lassen, bis die Beschwerdegegnerin
über die Einsprachen entschieden hat, da der Ausgang des erstinstanzlichen
Projektverfahrens von präjudizieller Bedeutung für diese Rekursverfahren sein kann.
7. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten der Rekurs- und
Beschwerdeverfahren zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP und
VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Eine
Entscheidgebühr für die Beschwerdeverfahren von insgesamt CHF 5'000 ist
angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Die
Vorinstanz 1 hat V._ – zufolge Rückzugs seiner Beschwerde rechtskräftig – und dem
Beschwerdeführer je CHF 750 und die Vorinstanz 2 den Parteien CHF 3'500 auferlegt
(je act. 7). Diese sind neu, abgesehen der von V._ zu tragenden Kosten, der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95
Abs. 3 VRP). Dem Beschwerdeführer sind die geleisteten Kostenvorschüsse von
CHF 2'500 (Beschwerdeverfahren B 2018/80) und CHF 4'000 (Beschwerdeverfahren
B 2018/82) sowie CHF 1'000 (Rekursverfahren vor der Vorinstanz 2) zurückzuerstatten.
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Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer für die Rekurs- (bis 11. November 2016, act. 12/76 resp. act. 12/61)
und Beschwerdeverfahren (ab 14. Mai 2018, je act. 9) antragsgemäss ausseramtlich zu
entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP). Die Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers haben keine Kostennoten eingereicht, weshalb die
Entschädigung nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1
sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG, Art. 6 und
Art. 19 der Honorarordnung; sGS 963.75, HonO, in der Fassung vom
28. November 2018, nGS 2019-019). Dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
die Entschädigung am 17. Juli 2018 (act. 17 resp. 18) nicht zuzüglich Mehrwertsteuer
beantragte, schadet nicht, da der Antrag noch vor Inkrafttreten der revidierten HonO
am 1. Januar 2019 gestellt wurde. Eine Entschädigung von insgesamt CHF 8‘000 für
die Rekurs- und Beschwerdeverfahren zuzüglich vier Prozent Barauslagen und
Mehrwertsteuer ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 und Art. 29 HonO). Die
von der ehemaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in den Rekursverfahren
erbrachten anwaltlichen Leistungen unterliegen den bis 31. Dezember 2017 geltenden
und diejenigen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in den
Beschwerdeverfahren den ab 1. Januar 2018 geltenden Mehrwertsteuersätzen.
Deshalb ist der Anteil der ausseramtlichen Entschädigung für die Rekursverfahren von
insgesamt CHF 5'000 (vgl. hierzu auch Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen
Entscheids der Vorinstanz 2, B 2018/82 act. 7) zuzüglich 4% Barauslagen mit dem
alten Mehrwertsteuersatz von 8% und der Anteil für die Beschwerdeverfahren von
CHF 3'000 zuzüglich 4% Barauslagen mit dem neuen Steuersatz von 7.7%
abzurechnen (vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per
1. Januar 2018, www.estv.admin.ch). Nachdem die Beschwerdegegnerin und die
Vorinstanz 2 mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen sind, haben sie im
Beschwerdeverfahren B 2018/82 keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung.
Ungeachtet dessen, steht ihnen grundsätzlich kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE
B 2017/186 vom 21. Februar 2019 E. 7 mit Hinweisen auf VerwGE B 2017/59 vom
23. März 2018 E. 7 und VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 5.2 je mit Hinweisen,
ww2.gerichte.sg.ch).