Decision ID: 8170a043-2fe9-4fe8-ad28-13b7dc88b8bf
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 11. August 2015 bei der IV-Stelle
des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und
Rentenleistungen an (IV-act. 1). Sie hatte sich zu diesem Zeitpunkt in einem
Anstellungsverhältnis als Maschinenführerin befunden (IV-act. 12 S. 1 ff. und act. G
4.2.1 S. 9), war jedoch wegen Rückenschmerzen seit dem 22. Januar 2015 immer
wieder von verschiedenen Ärzten der B._ AG für längere Zeitabschnitte zu 100 %
krankgeschrieben worden (IV-act. 12 S. 10 ff.; vgl. ferner act. G 4.2.1 S. 3). Nachdem
mehrere Infiltrationen keine nachhaltige Schmerzlinderung verschafft hatten, war im
April 2015 eine Kryorhizotomie L5/S1 beidseits durchgeführt worden (vgl. IV-act. 17
S. 6; act. G 4.2.1 S. 5). Seit dem 22. April 2015 war die Versicherte von ihrem Hausarzt
med. pract. C._, Facharzt für Allgemeine Medizin, B._ AG, mit Ausnahme eines
Probearbeitstages zu 100 % arbeitsunfähig befunden worden (IV-act. 12 S. 10 ff.;
act. G 4.2.1 S. 43 ff.). Wegen der Schliessung der Produktionsabteilung, in welcher die
Versicherte tätig gewesen war, wurde das Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitgeberin
per 31. August 2015 gekündigt (IV-act. 12 S. 1 und 6).
A.a.
Vom _. bis _. Oktober 2015 war die Versicherte im Spital D._ wegen
anhaltender Schmerzen für eine multimodale Schmerztherapie hospitalisiert worden. Im
Kurzaustrittsbericht vom _. Oktober 2015 wurden als Diagnosen ein chronisches
lumboradikuläres Schmerzsyndrom S1 links sowie eine Angst- und Panikstörung
genannt und der Versicherten bis am 2. November 2015 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (IV-act. 17 S. 6 f.). Am 29. Oktober 2015 nannten die
behandelnden Ärzte [...] des Spitals D._ in einem Bericht an die
A.b.
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Krankentaggeldversicherung als Diagnose ein chronisches, lumboradikuläres
Schmerzsyndrom. Weiter hielten die Ärzte fest, dass wegen der chronischen
Schmerzen, die ihren Anfang ungefähr im Jahr 2012 genommen hätten, eine
multimodale Schmerztherapie durchgeführt worden sei. Vom 13. Januar bis 2.
November 2015 sei die Versicherte aufgrund der schmerzbedingten Einschränkung in
der bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Eine Reevaluation habe durch den
Hausarzt zu erfolgen. Inwiefern andere und ausserberufliche Tätigkeiten zumutbar
seien, könne in Unkenntnis der genauen Arbeitsplatzumstände aktuell nicht beurteilt
werden (act. G 4.2.2 S. 19 ff.). In einem ausführlicheren Austrittsbericht des Spitals
D._ vom 13. November 2015 nannten die Ärzte dieselben Diagnosen wie im
Kurzaustrittsbericht und attestierten für dieselbe Zeitdauer eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Weiter hielten sie in dem Bericht fest, dass eine MRT vom Juli 2015
geringe degenerative Veränderungen der unteren Halswirbelsäule (HWS) und der
unteren Lendenwirbelsäule (LWS), jedoch keine Kompression der neuralen Strukturen
und keine Myelopathie gezeigt habe (IV-act. 26 S. 5 ff.). Gleichentags führte der
regionale ärztliche Dienst (RAD) aus, dass kein adäquates morphologisches Korrelat für
die invalidisierenden Schmerzen vorhanden sei. Aus versicherungsmedizinischer Sicht
liege daher eine Eingliederungsfähigkeit für körperlich leichte, wechselbelastende und
rückenschonende Tätigkeiten vor. Es sei von einer 50%igen, im weiteren Verlauf
steigerbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 19). Anlässlich eines
Assessmentgesprächs vom 3. Dezember 2015 gab die Versicherte an, sich subjektiv
nicht arbeitsfähig zu fühlen (IV-act. 25). Am 4. Dezember 2015 berichtete Dr. med.
E._, Facharzt für Neurochirurgie, dass die Versicherte am 25. November und 4.
Dezember 2015 bei ihm vorstellig geworden sei. Sie habe über eine mehrjährige
Anamnese von chronischen Schmerzen im Kreuz berichtet und angegeben, ausser
Dafalgan keine Schmerzmittel zu vertragen. Es seien mehrere Infiltrationen
durchgeführt worden und die Versicherte sei in einem Schmerzzentrum gewesen. Die
Massnahmen hätten laut der Versicherten keine Besserung gebracht. Weiter hielt Dr.
E._ fest, dass eine MRT der HWS Bandscheibenprotrusionen bis
Bandscheibenvorfälle C5/6 sowie C6/7 und die Bilder der LWS etwas Kompression der
Nervenwurzel S1 gezeigt hätten, die jedoch schon im Jahr 2013 sichtbar gewesen
seien. Er selber könne der Versicherten leider keine sinnvolle Therapie anbieten. Weder
sei eine operative Therapie noch das Wiederholen der perkutanen Massnahmen
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angezeigt (IV-act. 26 S. 12 f.). Am 22. Dezember 2015 berichtete Dr. med. F._
Spezialärztin für Psychiatrie/Psychotherapie FMH, gegenüber der
Krankentaggeldversicherung, dass sich die Versicherte seit dem 12. August 2015 in
ihrer Behandlung befinde. Die Versicherte habe sich in eigener Regie für die
Behandlung angemeldet, da sie nicht imstande sei, die psychosozialen Belastungen
wie den Verlust des Arbeitsplatzes, die chronischen Rückenschmerzen und die
Erziehung von zwei Jugendlichen alleine zu bewältigen. Als Diagnosen nannte Dr. F._
Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion sowie Merkmale einer
Persönlichkeitsstörung der Cluster-Gruppe C. Weiter hielt Dr. F._ fest, dass seit
Beginn der Behandlung für die angestammte Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestehe. Aufgrund einer chronischen massiven psychophysischen Erschöpfung bei
einer anankastischen Persönlichkeit sei die Versicherte aktuell auch für eine
angepasste Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (act. G 4.2.2 S. 9 ff.). Am 23. Januar
2016 gab Dr. med. G._, beratende Ärztin der Krankentaggeldversicherung, an, dass
aufgrund der von Dr. F._ gestellten Diagnose eine vorübergehende Beeinträchtigung
der psychischen Funktionen zwar nachvollziehbar sei. Eine längere Arbeitsunfähigkeit
lasse sich aufgrund der Diagnose jedoch nicht begründen. Aus psychischen Gründen
sei keine Arbeitsunfähigkeit mehr gegeben (act. G 4.2.2 S. 6 f.). In einer Stellungnahme
vom 27. Januar 2016 hielt Dr. med. H._, beratender Arzt der
Krankentaggeldversicherung, fest, dass zwar degenerative Veränderungen vorhanden
seien, sich jedoch die subjektiven starken Schmerzen aufgrund der Diagnosen
medizinisch nicht objektivieren liessen. Er ging davon aus, dass in einer
rückenadaptierten Tätigkeit ab sofort zumindest eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben
sein sollte (act. G 4.2.2 S. 3 f.). Im Februar 2016 gab med. pract. C._ an, dass die
Beschwerden der Versicherten im Rückenbereich eher zugenommen hätten. Die
Schmerzen seien so schwer, dass die Versicherte momentan selbst den Haushalt nur
teilweise meistern könne. Ihr sei weder die bisherige noch eine andere berufliche
Tätigkeit zumutbar (IV-act. 26 S. 2 ff.). In einem Bericht an die IV-Stelle vom 18. April
2016 ging Dr. F._ aus psychiatrischer Sicht noch immer von der Diagnose
Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion und Merkmalen einer
Persönlichkeitsstörung der Cluster-Gruppe C sowie von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit aus. Weiter empfahl sie der Versicherten eine Teilnahme an einer
psychosomatischen Rehabilitation (IV-act. 31 S. 2 ff.). In einem Bericht an die
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Krankentaggeldversicherung vom 1. Juni 2016 nannte Dr. med. I._, Schmerzzentrum
des KSSG, als Diagnose ein chronisches lumboradikuläres Schmerzsyndrom S1 links.
Weiter hielt sie fest, dass eine Wiederaufnahme der Arbeit für die Versicherte aktuell
subjektiv unmöglich sei. Eine dezidierte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen
der ambulanten Schmerzsprechstunde sei nicht seriös. Die Beobachtung im Rahmen
eines stationären Aufenthaltes sei diesbezüglich sehr viel aussagekräftiger. Da aktuell
vor allem Existenz- und Zukunftsängste und eine depressive Symptomatik im
Vordergrund stünden, sei in Absprache mit der behandelnden Psychiaterin ein
stationärer Aufenthalt in die Wege geleitet worden (act. G 4.2.5 S. 1 ff. und 4.2.7 S. 16
f.). Am 20. Juni 2016 berichtete Dr. med. F._ gegenüber der
Krankentaggeldversicherung, sie habe von der Versicherten erfahren, dass dieser
seitens der [...] des Schmerzzentrums die Installation eines Stimulators zur Besserung
der chronischen Rückenschmerzen empfohlen worden sei. Die Versicherte sei von
diesem Vorschlag überhaupt nicht begeistert gewesen. Sie sei diesbezüglich in einer
psychologischen Abklärung im Schmerzzentrum vorstellig geworden. Der Versicherten
sei mitgeteilt worden, dass sie psychisch genügend stabil sei, um diesen Eingriff in
Angriff zu nehmen. Die Versicherte habe eine elektrische Stimulation, vorerst ohne
Einbau des Gerätes, als Therapieversuch in Anspruch genommen. Es sei jedoch
Abstand von dieser Massnahme genommen und der Versicherten nahegelegt worden,
eine psychosomatische Rehabilitation zu absolvieren. Weiter hielt Dr. F._ fest, dass
die Versicherte keine Psychopharmaka einnehme. Sie habe Angst vor Medikamenten,
da sie sehr schlechte Erfahrungen mit Unverträglichkeiten gemacht habe. Aktuell sei
die Versicherte sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tätigkeit zu
100 % arbeitsunfähig (act. G 4.2.7 S. 13 f.).
Vom 19. Juni bis 15. Juli 2016 nahm die Versicherte an einer Rehabilitation des
Rehazentrums J._ teil (IV-act. 43 und 46; act. G 4.2.7 S. 6 ff.). Im provisorischen
Austrittsbericht vom 15. Juli 2016 wurden folgende Diagnosen genannt: chronisches
Schmerzsyndrom Chronifizierungsstadium II nach Gebershagen mit körperlichen und
psychischen Faktoren, Distorsion des Fussgelenks rechts vom Mai 2016, diffuse
epigastrische Schmerzen unklarer Genese (Sonographie Abdomen vom Juni 2016
ohne Befund bei leichter Splenomegalie, ansonsten bland und isolierte
Lipaseerhöhung), Hypokaliämie, ängstlich depressive Symptomatik, Lipaseerhöhung
A.c.
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ohne Hinweise auf pankreatitisches Geschehen, rezidivierende Hyperventilationen,
Refluxbeschwerden und Assessments für angstbezogenes Vermeidungsverhalten. Laut
dem provisorischen Austrittsbericht wurde die Versicherte aufgrund multipler
Analgetikaunverträglichkeiten mit Oxynorm in der Reserve entlassen. Darunter seien
die Schmerzen zwar reduziert gewesen, jedoch habe die Versicherte eine vermehrte
Müdigkeit beklagt. Weiter wurde der Versicherten im Austrittsbericht bis zum 31. Juli
2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 43 und act. G 4.2.7 S. 6 ff.). In
einem Versicherungsbericht vom 12. August 2016 nannten die Ärzte des Rehazentrums
J._ die gleichen Diagnosen wie im provisorischen Austrittsbericht und attestierten für
dieselbe Zeitdauer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 46).
Am 3. Oktober 2016 berichtete Dr. F._ gegenüber der IV-Stelle, dass der
Gesundheitszustand der Versicherten seit dem 18. April 2016 stationär geblieben sei
und sich aus psychiatrischer Sicht keine Änderung der Diagnosen ergeben habe.
Allerdings seien fünf Knoten in der linken Brust der Versicherten gefunden worden, was
zu einer erneuten Destabilisierung der bekannten Angstsymptome sowie der
depressiven Antriebs- und Stimmungslage geführt habe. Laut der Versicherten sei am
27. September 2016 eine Operation geplant gewesen; ein schriftlicher Befund liege
nicht vor. Aktuell sei es aufgrund der massiven Ängste vor einer möglichen
Krebsdiagnose und der eventuellen Kürzung der Taggeldleistungen nicht möglich,
psychotherapeutisch einen Zugang zu den Schmerzen zu finden. Die Versicherte fühle
sich subjektiv nicht in der Lage, arbeiten zu gehen. Bei gutem Verlauf nach der
Entfernung der Knoten wäre es sinnvoll, die Versicherte durch Unterstützung der IV in
ein Berufstraining zu integrieren (IV-act. 48 S. 2 ff.).
A.d.
Am 27. Oktober 2016 erstattete die Begutachtungsstelle PMEDA, Zürich, im
Auftrag der Krankentaggeldversicherung ein psychiatrisch-orthopädisches Gutachten
(act. G 4.2.8 ff.). Die rheumatologische Untersuchung hatte am 23. August 2016 (act. G
4.2.10 S. 1) und die psychiatrische Exploration am 30. August 2016 stattgefunden
(act. G 4.2.8 S. 1). Der psychiatrische Gutachter hatte in seiner Untersuchung keine
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen können (act. G 4.2.8
S. 13). Der rheumatologische Sachverständige nannte in seinem Teilgutachten eine
Haltungsinsuffizienz mit Enthesiopathie der Spina iliaca superior posterior links, eine
pseudoradikuläre Schmerzsymptomatik bei Präadipositas, eine residuelle sensible
A.e.
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Störung S1 links nach Kryorhizotomie, eine leichtgradige Handextensorenschwäche
rechts sowie einen Verdacht auf eine Aortenklappenstenose (act. G 4.2.10 S. 16). In
ihrem polydisziplinären Konsens kamen die Gutachter zum Schluss, dass aus
rheumatologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg gegeben sei. Zudem sollten Tätigkeiten in
überwiegend gebückter Haltung und in Zwangshaltung vermieden werden. Auch
Tätigkeiten, die überwiegend im Stehen und Gehen erfolgten, sollten aktuell vermieden
werden. Realisierbar seien Tätigkeiten in Wechselbelastung mit leichter bis
mittelschwerer Hebebelastung und überwiegend sitzende Tätigkeiten. Für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als Maschinenführerin bestehe somit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Auf dem Verweisarbeitsmarkt sei eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
(Pensum 50 %, Rendement 100 %) in wechselbelastenden oder überwiegend
sitzenden Tätigkeiten gegeben. Therapeutisch seien eine Physiotherapie zur
Überwindung der muskulären Dysbalance, Beckenretraktion und aktiven Becken-
Rumpf-Stabilisierung sowie eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Zudem sei das
Tragen eines Rücken-Braces angeraten. Unter der genannten Therapie sei eine
Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf ein Pensum von 100 % per Ende 2016 in
angepassten Tätigkeiten zu erwarten. Auf psychiatrischem Fachgebiet ergäben sich
keine ausreichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die aktuelle ambulante psychiatrische
Behandlung sei vor dem Hintergrund einer nur subsyndromalen psychischen
Beeinträchtigung ausreichend und bedürfe keiner weiteren Intensivierung. Eine
Integration in das Erwerbsleben sei der Versicherten aus psychiatrischer Sicht gut
zuzumuten und insgesamt zu befürworten (act. G 4.2.9 S. 1 f.). Mit Schreiben vom 1.
November 2016 reduzierte die Taggeldversicherung ihre Taggelder per 16. November
2016 auf 50 % und stellte sie per 31. Dezember 2016 ein (IV-act. 51). Am 5. Dezember
2016 hielt eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle fest, dass bei der Versicherten im
Oktober 2016 in der Klinik K._ eine Mamma-Operation durchgeführt worden sei. Es
habe sich um eine gutartige Zyste gehandelt, die entfernt worden sei (IV-act. 57 S. 1).
Am 8. Dezember 2016 bezeichnete der RAD die beiden Teilgutachten sowie die
gutachterliche Konsensbeurteilung als sorgfältig erstellt, umfassend und konklusiv. In
Ermangelung gravierender Befunde und in Übereinstimmung mit der bisherigen
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Beurteilung des RAD sei die Arbeitsfähigkeit seitens der Gutachter in adaptierten
Tätigkeiten auf 50 % mit raschem Steigerungspotential geschätzt worden (IV-act. 57).
Anlässlich eines Assessmentgesprächs vom 17. Januar 2017 gab die Versicherte
an, sich subjektiv noch immer nicht arbeitsfähig zu fühlen (IV-act. 61). Aus diesem
Grund lehnte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 26. Januar 2017 das Begehren um
berufliche Massnahmen ab (IV-act. 64).
A.f.
Mit Vorbescheid vom 1. Februar 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht, da es ihr aus medizinischer Sicht
zumutbar sei, eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 100 % auszuüben
(IV-act. 66).
A.g.
Gegen diesen Vorbescheid wandte die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt
lic. iur. M. Kuhn, am 7. April 2017 ein, dass es sich bei dem PMEDA-Gutachten
lediglich um ein Parteigutachten handle. Sodann habe sich die prognostische
Einschätzung des rheumatologischen Gutachters über den Verlauf der Arbeitsfähigkeit
als falsch erwiesen, wie sich aus einem Bericht von med. pract. C._ vom 10. März
2017 ergebe. Gemäss med. pract. C._ bestehe auch in adaptierten Tätigkeiten eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ausserdem vermöge das psychiatrische Teilgutachten
nicht zu überzeugen. Der psychiatrische Sachverständige habe sich nicht
rechtsgenüglich mit anderslautenden fachärztlichen Beurteilungen auseinandergesetzt.
Überdies sei in der Begutachtung die neurologische Seite vollkommen ausgeblendet
worden, weshalb die IV-Stelle zumindest bei Dr. E._ einen Bericht einzuholen hätte.
Sollte die IV-Stelle nicht auf die Berichte der behandelnden Ärzte abstellen, habe sie
eine polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen (IV-act. 74). Zusammen mit dem
Einwand reichte die Versicherte einen Bericht von med. pract. C._ vom 10. März
2017 und einen Verlaufsbericht von Dr. F._ vom 8. März 2017 ein. Beide Ärzte waren
in den Berichten davon ausgegangen, dass bei der Versicherten auch in adaptierten
Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Med. pract. C._ hatte in seinem
Bericht ferner festgehalten, dass er für eine polydisziplinäre Begutachtung die
Fachdisziplinen Rheumatologie, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie vorschlage (IV-
act. 74 S. 5 ff.).
A.h.
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B.
Am 26. Juni 2017 hielt der RAD fest, dass die dem Einwand beigelegten ärztlichen
Berichte keine neuen medizinischen Informationen, sondern lediglich eine andere
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Anbetracht der bekannten Schmerzsymptomatik
enthalten würden. Die vorliegenden Unterlagen reichten aus, um die Arbeitsfähigkeiten
festlegen zu können. Von einem polydisziplinären Gutachten mit den zusätzlichen
Fachdisziplinen Orthopädie und Neurologie sei kein weiterer Erkenntnisgewinn zu
erwarten. Der rheumatologische Gutachter habe sich bereits ausführlich den
Beschwerden des Bewegungsapparates gewidmet. Hinweise auf eine wesentliche
neurologische Pathologie bestünden nicht. In der MRT seien eine Kompression
neuraler Strukturen sowie eine Myelopathie ausgeschlossen worden. Klinisch hätten
sich weder eine radikuläre Symptomatik noch eine Kraftminderung gezeigt (IV-act. 75).
A.i.
Mit Verfügung vom 27. Juni 2017 lehnte die IV-Stelle das Rentenbegehren bei
einem Invaliditätsgrad von 0 % ab (IV-act. 76).
A.j.
Gegen diese Verfügung erhob die durch den gleichen Anwalt vertretene
Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 24. August 2017 Beschwerde. Darin
beantragte sie, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom
27. Juni 2017 sei aufzuheben und ihr sei ab dem 1. Februar 2016 eine ganze
Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren
medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).
B.a.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).
B.b.
In ihrer Replik vom 22. November 2017 hielt die Beschwerdeführerin an den in der
Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 6). Zusammen mit der Replik reichte sie
einen Verlaufsbericht von Dr. F._ vom 30. August 2017 ein, in welchem diese aus
psychiatrischer Sicht die Diagnosen Anpassungsstörungen, längere depressive
Reaktion und Merkmale einer Persönlichkeitsstörung der Cluster-Gruppe C genannt
hatte. Weiter hatte Dr. F._ festgehalten, dass die Beschwerdeführerin in der
bisherigen Tätigkeit als Maschinenführerin zu 100 % arbeitsunfähig sei. Für eine ihren
B.c.
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Erwägungen
1.
Im vorliegenden Verfahren strittig und zu prüfen ist der Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.
2.
Beschwerden angepasste Tätigkeit bestehe nur eine 20%ige Arbeitsfähigkeit im
geschützten Rahmen mit der eventuellen Möglichkeit zur Steigerung bei gutem Verlauf
(act. G 6.1).
Mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die
Erstattung einer Duplik und hielt an dem in der Beschwerdeantwort gestellten Antrag
fest (act. G 8).
B.d.
Mit E-Mail vom 2. Dezember 2019 teilte das Sekretariat der Studer Anwälte AG
dem Versicherungsgericht auf entsprechende Anfrage mit, dass die
Beschwerdeführerin neu von Rechtsanwalt lic. iur. R. Zahner, Kreuzlingen, vertreten
werde (act. G 10).
B.e.
Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen
Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
2.1.
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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs-
und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art.
61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen
und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen
und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den Berichten
versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert
beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 und 4.6; bestätigt
etwa in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die
Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben, sodass
der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen
2.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/22
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3.
ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. August
2010, 9C_185/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).
Zunächst ist zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage der
Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
feststeht (zum Beweismass siehe BGE 138 V 221 E. 6 und Urteil des Bundesgerichts
vom 2. August 2017, 8C_128/2017, E. 2). Während sich die Beschwerdegegnerin für
die Ablehnung des Rentenanspruchs im Wesentlichen auf das PMEDA-Gutachten
sowie die Einschätzungen des RAD beruft (vgl. act. G 4), erachtet die
Beschwerdeführerin das PMEDA-Gutachten aus verschiedenen Gründen als nicht
beweiskräftig (vgl. act. G 1 und 6).
3.1.
3.2.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass zwingend eine polydisziplinäre
Begutachtung hätte durchgeführt werden müssen. Sie sei bei Dr. E._ vorstellig
geworden und sei neu auch bei Dr. med. L._, Facharzt für Neurochirurgie, Klinik
K._, in neurologischer/neurochirurgischer Behandlung. Für eine rechtsgenügliche
Begutachtung wäre daher zwingend auch eine neurologische/neurochirurgische
Untersuchung angezeigt gewesen. Ausserdem erachte auch med. pract. C._ eine
Begutachtung in den Disziplinen Rheumatologie, Orthopädie, Neurologie und
Psychiatrie als angezeigt (vgl. act. G 1 S. 5). Demgegenüber stellt sich die
Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Stellungnahme des RAD vom 26. Juni 2017
auf den Standpunkt, dass von einem polydisziplinären Gutachten kein weiterer
Erkenntnisgewinn zu erwarten sei (act. G 4 S. 6, unten).
3.2.1.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin macht der Umstand, dass sie sich
zu einem Neurologen oder Neurochirurgen in Behandlung begeben hat, nicht
automatisch eine neurologische bzw. neurochirurgische Begutachtung notwendig,
zumal sie trotz Ankündigung in der Beschwerde (vgl. act. G 1 S. 5) bis heute keine
Berichte von Dr. L._ eingereicht hat. Es ist davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin darauf hingewiesen oder entsprechende ärztliche Berichte
eingereicht hätte, wenn Dr. L._ relevante neurologische Befunde festgestellt hätte.
Dr. E._ hat in seinem Bericht vom 4. Dezember 2015 jedenfalls keine relevante
neurologische Pathologie beschrieben und auch keine Veranlassung dazu gesehen, die
Beschwerdeführerin einem Neurologen zuzuweisen. Auch hat er der
Beschwerdeführerin keine Therapieoptionen unterbreiten können (IV-act. 26 S. 12 f.).
3.2.2.
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Auch die Ärzte der Neurochirurgie des KSSG haben für eine von der
Beschwerdeführerin beschriebene Beinschwäche kein morphologisches Korrelat finden
können (vgl. IV-act. 17 S. 11). Überdies hat der rheumatologische PMEDA-Gutachter
die Beschwerdeführerin am Bewegungsapparat eingehend untersucht und auch eine
kursorische neurologische Untersuchung vorgenommen. Dabei sind ihm keine für die
Arbeitsfähigkeit relevanten Einschränkungen aufgefallen (vgl. act. G 4.2.10 S. 9 ff., vgl.
insbesondere S. 15). Auch hat der Gutachter keine Veranlassung für den Beizug eines
Neurologen gesehen (vgl. act. G 4.2.10 S. 1 ff.). Sodann hat der RAD in seiner
Stellungnahme vom 26. Juni 2017 nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, warum von
einer Begutachtung in weiteren Disziplinen keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten
wären (IV-act. 75 S. 1 f.). Aufgrund dieser Stellungnahme und unter Berücksichtigung
der gesamten medizinischen Aktenlage ist es nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin darauf verzichtet hat, eine Begutachtung in weiteren
Fachdisziplinen in Auftrag zu geben. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt eine
relevante neurologische oder neurochirurgische Problematik ergeben, steht es der
Beschwerdeführerin frei, sich erneut bei der Beschwerdegegnerin zu melden. Aus dem
Schreiben von med. pract. C._ vom 10. März 2017 ergibt sich ebenfalls nichts
anderes. Dieser hat nämlich nicht angegeben, dass er eine polydisziplinäre
Begutachtung als zwingend notwendig erachtet. Vielmehr hat er lediglich für den Fall
der Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung eine Empfehlung hinsichtlich
der zu berücksichtigenden Disziplinen abgegeben. Eine Begründung für seinen
Vorschlag hat er allerdings nicht angegeben (act. G 1.3). Insofern vermag der Bericht
ebenfalls keine Notwendigkeit für eine weitere Begutachtung darzutun.
Sodann wendet die Beschwerdeführerin gegen die Beweiskraft des Gutachtens
ein, dass es auf einer unvollständigen Aktenlage beruhen würde. Der ausführliche
Bericht des Rehazentrums J._ vom 12. August 2016 habe keinen Eingang in die
Vorakten der Gutachter gefunden. Auch der zu Handen der Beschwerdegegnerin
erstellte Bericht von Dr. F._ vom 18. April 2016 habe den Gutachtern nicht
vorgelegen (act. G 1 S. 6). Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort zu
Recht darauf hingewiesen (vgl. act. G 4 S. 5), dass der Bericht des Rehazentrums J._
vom 12. August 2016 weder hinsichtlich der gestellten Diagnosen noch hinsichtlich der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vom provisorischen Austrittsbericht vom 15. Juli
2016 abweicht (vgl. IV-act. 43 i.V.m. 46). Letzterer hat den PMEDA-Gutachtern
jedenfalls vorgelegen (vgl. act. G 4.2.10 S. 7). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der
Bericht vom 12. August 2016 den Gutachtern im Vergleich zum provisorischen
Austrittsbericht weiteren Erkenntnisgewinn hätte bringen können. Auch ist der
Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen, dass die Einschätzung von Dr. F._
3.3.
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unabhängig von dem Bericht vom 18. April 2016 ausreichend Eingang in die
Beurteilung der Gutachter gefunden hat (vgl. act. G 4 S. 5). Denn der Bericht vom 18.
April 2016 weicht hinsichtlich der Diagnosen und der attestierten Arbeitsunfähigkeit
nicht wesentlich von demjenigen vom 20. Juni 2016 ab (vgl. act. G 4.2.7 S. 13 f. i.V.m.
IV-act. 31 S. 2 ff.), welcher den Gutachtern jedenfalls zur Verfügung gestanden hat
(act. G 4.2.8 S. 7 f.). Auch sonst ist nicht ersichtlich, inwiefern der Bericht vom 18. April
2016 zu einer anderen Beurteilung hätte führen können.
3.4.
Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass das psychiatrische
Teilgutachten der Abklärungsstelle PMEDA nicht überzeuge, da sich der psychiatrische
Gutachter insbesondere nicht rechtsgenüglich mit anderslautenden fachärztlichen
Beurteilungen auseinandergesetzt habe (act. G 1 S. 7). Im Bericht vom 8. März 2017
habe Dr. F._ festgehalten, dass auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestehe. Sie habe sich kritisch mit dem psychiatrischen
Teilgutachten auseinandergesetzt und die Einschätzung, wonach keine Diagnose mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen sollte, widerlegt (act. G 1 S. 8).
Demgegenüber ist die Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass sich der psychiatrische
PMEDA-Gutachter rechtsgenüglich mit den anderslautenden fachärztlichen
Beurteilungen auseinandergesetzt habe (act. G 4 S. 5).
3.4.1.
Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat sich der psychiatrische
PMEDA-Gutachter ausreichend mit der anderslautenden Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit von Dr. F._ auseinandergesetzt (vgl. act. G 4.2.8 S. 12 und 6 ff.),
zumal letztere die von ihr gestellten Diagnosen und attestierten Arbeitsunfähigkeiten
selber nicht eingehend begründet hat (vgl. act. G 1.5 und 6.1; act. G 4.2.2 S. 9 ff. und
4.2.7 S. 13 f.; IV-act. 31 S. 2 ff. und 48 S. 2 ff.). Es entsteht der Eindruck, dass die von
Dr. F._ attestierte Arbeitsunfähigkeit zu einem grossen Teil auf dem subjektiven
Empfinden sowie einem Überforderungsgefühl der Beschwerdeführerin beruht. In ihrem
Bericht vom 12. August 2015 hat Dr. F._ beispielsweise festgehalten, dass die
Beschwerdeführerin nicht imstande sei, die psychosozialen Belastungen wie den
Verlust des Arbeitsplatzes, die chronischen Rückenschmerzen und die Erziehung von
zwei Jugendlichen zu bewältigen (act. G 4.2.2 S. 10). Auch der Bericht vom 8. März
2017 erschöpft sich zu grossen Teilen darin, die subjektiven Empfindungen und
Probleme der Beschwerdeführerin darzulegen. So ist dem Bericht zu entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin Schmerzen empfinde, Angst und Besorgnis habe sowie das
Gefühl verspüre, unmöglich zurechtzukommen (vgl. act. G 1.5 S. 1). Inwieweit den
3.4.2.
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seitens der Beschwerdeführerin geäusserten Ängsten Krankheitswert zukommt und
inwiefern sie sich auf eine Arbeitstätigkeit auswirken, geht aus dem Bericht kaum
hervor (vgl. act. G 1.5). Dr. F._ hat darin zwar im Anschluss an die geschilderten
Ängste festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bei der Bewältigung der alltäglichen
Routine sehr eingeschränkt sei, sich oft sehr angespannt fühle und sich kurz vor einem
dramatischen Verhalten befinde (act. G 1.5 S. 1). Wie sich die Ängste oder die
Anspannung konkret einschränkend auswirken, hat Dr. F._ allerdings nicht erläutert.
Auch kann dem Bericht nicht entnommen werden, wie sich das beschriebene
dramatische Verhalten auswirken kann und worauf es zurückzuführen sein könnte
(vgl. act. G 1.5). Weiter wird im Bericht vom 8. März 2017 beschrieben, dass die
Beschwerdeführerin sowohl die vorgeschlagene Medikation aufgrund von
Unverträglichkeiten abgelehnt als auch der Implantation eines Neurostimulators
äusserst ablehnend gegenübergestanden habe (vgl. act. G 1.5 S. 2). Inwiefern die
seitens der Beschwerdeführerin vorgetragene Medikamentenunverträglichkeit
tatsächlich vorliegt, hat Dr. F._ ebenfalls nicht erörtert (vgl. act. G 1.5). Vielmehr ist
sie in ihrem Bericht vom 8. März 2017 unter dem Hinweis, eine Schwester der
Beschwerdeführerin sei an Schizophrenie erkrankt und die Beschwerdeführerin könne
sich nicht erklären, warum man an ihren Schmerzen zweifle, zum Schluss gekommen,
dass seit Behandlungsbeginn eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege (act. G 1.5
S. 2). Insofern mutet es seltsam an, wenn Dr. F._ die gutachterliche Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit als eher oberflächlich gehalten einstuft (vgl. act. G 1.5 S. 3). Auch die
weitere Kritik am Gutachten, wonach es sie nicht wundere, dass in einem kurzen
Gespräch keine Merkmale einer Persönlichkeitsstörung bei der Beschwerdeführerin
gefunden worden seien, da diese zum Perfektionismus neige und sich ein Leben ohne
Schmerzen nicht vorstelle könne (vgl. act. G 1.5 S. 2), überzeugt nicht. Denn Dr. F._
hat nicht angegeben, wie sich ihr die angeblich von ihr entdeckte
Persönlichkeitsstörung gezeigt hat und warum diese zu Einschränkungen in der
Arbeitsfähigkeit führt (vgl. act. G 1.5). Auch dem seitens des psychiatrischen
Gutachters geäusserten Zweifel an der Diagnose einer Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion hat sie lediglich ihre Meinung entgegengehalten, dass die
Beschwerdeführerin eine umfassende Rückenschmerzenproblematik und eine
dementsprechende Arbeitsunfähigkeit entwickelt habe (vgl. act. G 1.5 S. 2). Erneut
entsteht der Eindruck, Dr. F._ habe sich bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
zur Hauptsache vom subjektiven Befinden der Beschwerdeführerin leiten lassen. Weiter
ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die behandelnden Ärzte
aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung eher geneigt sein können, zu
Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten auszusagen (BGE 135 V 470 E. 4.5; Urteil des
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Bundesgerichts vom 29. Oktober 2014, 8C_677/2014, E. 7.2). Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die von Dr. F._ attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht zu
überzeugen vermag. Vielmehr ist entsprechend den nachvollziehbaren und schlüssigen
Ausführungen des psychiatrischen PMEDA-Gutachters sowie unter Berücksichtigung
der gesamten Aktenlage davon auszugehen, dass sich keine psychiatrischen Leiden
mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten plausibel
nachvollziehen lassen. Solche Einschränkungen ergeben sich nämlich auch nicht aus
den Berichten des Spitals D._, wo die Beschwerdeführerin für eine multimodale
Schmerztherapie hospitalisiert worden ist (vgl. IV-act. 17 S. 6 f. und 26 S. 5 ff.; act. G
4.2.2 S. 19 ff.). Zwar ist Dr. F._ darin zuzustimmen (vgl. act. G 1.5 S. 3), dass im
Kurzaustrittsbericht des Spitals D._ vom _. Oktober 2015 die Diagnose Angst- und
Panikstörung genannt worden ist (vgl. IV-act. 17 S. 6 f.). Aus einer solchen Diagnose
lässt sich jedoch nicht automatisch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für optimal
adaptierte Tätigkeiten ableiten. Die behandelnden Ärzte des Spitals D._ haben am
29. Oktober 2015 denn auch in erster Linie der schmerzbedingten Einschränkung
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit beigemessen. Dass die
Angststörung einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, ist dem Bericht nicht zu
entnehmen. Dazu kommt, dass die behandelnden Ärzte festgehalten haben, dass sie in
Unkenntnis der genauen Arbeitsplatzumstände nicht beurteilen könnten, inwiefern der
Beschwerdeführerin andere Tätigkeiten und ausserberufliche Tätigkeiten zumutbar
seien (act. G 4.2.2 S. 19 ff.). Daraus dürfte abzuleiten sein, dass die Ärzte des Spitals
D._ die Beschwerdeführerin für optimal adaptierte Tätigkeiten zumindest teilweise als
arbeitsfähig eingeschätzt haben, würde doch das Arbeitsplatzprofil bei einer
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten keine Rolle spielen. Schliesslich ist auch Dr.
G._ am 23. Januar 2016 zum Schluss gekommen, dass sich aufgrund der von Dr.
F._ gestellten Diagnose keine längere Arbeitsunfähigkeit begründen lasse (act. G
4.2.2. S. 6 f.).
3.5.
Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, dass zwischen der PMEDA-
Begutachtung und dem Verfügungserlass beinahe ein Jahr verstrichen sei und in der
Zwischenzeit auch neue Diagnosen und Befunde hinzugekommen seien, welche zu
einer Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt hätten. Dr. F._ habe im
Bericht vom 3. Oktober 2016 die Diagnose TU Mamma links genannt und dazu
ausgeführt, dass es im Rahmen der Stanzbiopsie von fünf Knoten in der linken Brust
bei seit längerer Zeit bekannten Zysten in beiden Brüsten zu einer neuerlichen
Destabilisierung der bekannten Angstsymptome sowie der depressiven Antriebs- und
3.5.1.
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Stimmungslage gekommen sei (act. G 1 S. 6). Sodann habe sich die rein prognostische
Einschätzung des rheumatologischen Gutachters, wonach sie ab Januar 2017 eine
100%ige Arbeitsfähigkeit erlangen würde, als falsch erwiesen. Wie dem Bericht von
med. pract. C._ vom 10. März 2017 zu entnehmen sei, bestehe auch in einer
adaptierten Tätigkeit noch immer keine Arbeitsfähigkeit (act. G 1 S. 7). Die
Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dass die Gutachter keine prognostische
Einschätzung vorgenommen hätten. Vielmehr sei die Steigerung der Arbeitsfähigkeit im
Sinne einer schrittweisen Rekonditionierung zu verstehen, die der Beschwerdeführerin
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht schon zu einem früheren Zeitpunkt
zumutbar gewesen wäre. Auch gehe aus den Akten nicht hervor, dass die
Beschwerdeführerin die empfohlenen Therapien in Anspruch genommen habe (act. G 4
S. 3 f. und 6).
Allein der Umstand, dass zwischen der Begutachtung und dem Verfügungserlass
eine gewisse Zeit verstrichen ist, nimmt dem Gutachten nicht automatisch seinen
Beweiswert. Vielmehr kann das Gutachten zusammen mit den anderen sich in den
Akten befindenden Berichten durchaus eine genügende Grundlage für die Beurteilung
des Rentenanspruchs sein. Entscheidend ist, ob die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gestützt auf die gesamte
Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gewesen ist. Was die Zysten
in der Brust betrifft, so ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin diese operativ hat
entfernen lassen können. Dabei hat sich herausgestellt, dass es sich um gutartige
Zysten gehandelt hat (vgl. IV-act. 57 S. 1). Angesichts der in der Brust der
Beschwerdeführerin entdeckten Unregelmässigkeiten ist eine kurzzeitige
Destabilisierung des psychischen Zustandes bzw. das Entstehen von Ängsten vor einer
allfälligen Krebsdiagnose nachvollziehbar. Inwiefern diese Zysten und die damit
einhergehende Operation jedoch nachhaltig zu einer Verschlechterung des
Gesundheitszustandes geführt haben sollten, nachdem sich die
Flüssigkeitseinlagerungen als gutartig herausgestellt haben, ist nicht ersichtlich. Soweit
die Beschwerdeführerin geltend macht, die rheumatologische Prognose einer
100%igen Arbeitsfähigkeit habe sich nicht bewahrheitet, wie aus einem Bericht von
med. pract. C._ vom 10. März 2017 hervorgehe (act. G 1 S. 7), ist dem
entgegenzuhalten, dass dieser Arzt bereits vor der PMEDA-Begutachtung bzw. seit
dem operativen Eingriff im April 2015 mit Ausnahme eines Probearbeitstages stets von
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen ist (vgl. z.B. IV-act. 12 S. 10 ff. und 26
S. 1 ff.; act. G 4.2.1 S. 43 ff.). Insofern ist seine im Bericht vom 10. März 2017
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den Gesundheitsverlauf nicht aussagekräftig.
3.5.2.
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Dies gilt umso mehr, als er den Grad der Arbeitsunfähigkeit in seinem Bericht vom 10.
März 2017 auch nicht begründet hat (vgl. act. G 1.3). Der Verlaufsbericht vom 27. Juli
2017 spricht sich sodann über den Zeitraum nach dem Verfügungserlass aus, weshalb
er für das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht von entscheidender Bedeutung ist
(vgl. act. G 1.4). Die Einschätzung des rheumatologischen PMEDA-Gutachters, wonach
im Zeitpunkt der Begutachtung eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, wobei
sich diese innert kurzer Zeit steigern lasse, erscheint in Anbetracht der gesamten
Aktenlage stimmig und schlüssig. Sie steht nämlich sowohl in Übereinstimmung mit der
vom RAD bereits im November 2015 abgegeben Einschätzung einer 50%igen,
steigerbaren Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 19) als auch mit der Einschätzung von Dr.
H._ vom Januar 2016 (vgl. act. G 4.2.2 S. 3 f.). Zwar ist anzuzweifeln, ob eine
ausreichende Gewichtsabnahme innert der vom rheumatologischen Gutachter
angesprochenen Zeit realistisch ist (vgl. act. G 4.2.10 S. 18). Angesichts der
diagnostizierten Haltungsinsuffizienz scheint eine Verbesserung der gesundheitlichen
Situation unter adäquater Therapie aber durchaus möglich gewesen zu sein (vgl. act. G
4.2.10 S. 16 ff.). Mit Ausnahme der weitestgehend unbegründet gebliebenen
Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von med. pract. C._ (vgl. act. G 1.3 und 1.4)
befinden sich denn auch keine Hinweise in den Akten, die belegen würden, dass der
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht trotz Befolgung der gutachterlichen
Therapieanweisungen keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich gewesen ist. An
dieser Stelle ist auch anzumerken, dass die von der Beschwerdeführerin angegebene
Medikamentenunverträglichkeit durchaus Fragen aufwirft. So hat med. pract. C._ in
einem bei der Beschwerdegegnerin am 12. November 2015 eingegangen Bericht
beispielsweise angegeben, dass im Jahr 2012 eine Abklärung wegen des Verdachts
auf verschiedene Allergien gegen Medikamente vorgenommen worden sei, sich die
Allergien jedoch nicht bestätigen liessen (IV-act. 17 S. 3). Durch die Einnahme
geeigneter Medikamente könnte die Schmerzproblematik möglicherweise zusätzlich
entschärft werden. Gestützt auf die vorliegende Aktenlage ist jedenfalls mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass spätestens ab Januar
2017 in einer optimal angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden
hat (vgl. insbesondere act. G 4.2.9). Sollte sich der Gesundheitszustand bereits wieder
verschlechtert haben oder später verschlechtern, steht es der Beschwerdeführerin frei,
sich erneut bei der Beschwerdegegnerin zu melden.
Die von der Beschwerdeführerin gegen das PMEDA-Gutachten vorgebrachten
Einwände erweisen sich nach dem Gesagten als nicht stichhaltig. Vielmehr ist gestützt
auf die schlüssigen gutachterlichen Ausführungen sowie die gesamte medizinische
Aktenlage anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2017 bis
3.6.
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mindestens zum Erlass der Verfügung vom 27. Juni 2017 in einer optimal angepassten
Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist (vgl. act. G 4.2.8 ff.; vgl. insbesondere
act. G 4.2.9 S. 2). Im Zeitpunkt der Begutachtung und bis zum Ende des Jahres 2016
ist jedoch mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen (vgl. act. G 1 S. 4), dass
auch in leidensangepassten Tätigkeiten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat
(vgl. act. G 4.2.9 S. 1 f.). Entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin kann
nicht ohne weiteres angenommen werden, der Beschwerdeführerin wäre es bereits vor
der Begutachtung zumutbar gewesen, ihre Dekonditionierung zu überwinden
(vgl. act. G 4 S. 4). Vielmehr ist nämlich der RAD in seiner Stellungnahme vom 13.
November 2015 von einer 50%igen, im Verlauf steigerbaren Arbeitsfähigkeit
ausgegangen (IV-act. 19). Auch Dr. H._ hat der Beschwerdeführerin im Januar 2016
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zugebilligt (act. G 4.2.2 S. 3 f.). Am 8. Dezember 2016
hat der RAD die gutachterliche Konsensbeurteilung sodann als sorgfältig erstellt,
umfassend und konklusiv bezeichnet und die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter
geteilt (IV-act. 57). Demnach ist gestützt auf das PMEDA-Gutachten davon
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem Zeitpunkt der Begutachtung noch
eine Übergangsfrist benötigt hat, um wieder in den Arbeitsprozess einsteigen zu
können (vgl. act. G 4.2.9 S. 1 f.). Offen gelassen haben die PMEDA-Gutachter, ab wann
die 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit bestanden hat. Die
Beschwerdeführerin hat ihre IV-Anmeldung am 11. August 2015 bei der IV-Stelle
eingereicht (IV-act. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs im Sinne
von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Februar 2016. Das Wartejahr gemäss
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG dürfte zu diesem Zeitpunkt bereits verstrichen gewesen sein, da
die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit schon ab Januar 2015
arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. IV-act. 12 S. 10 ff.; act. G 4.2.1 S. 3). Gestützt auf die
Aktenlage ist davon auszugehen, dass die 50%ige Arbeitsfähigkeit zumindest ab dem
1. Februar 2016 bestanden hat. Denn der RAD ist, wie bereits erwähnt, schon im
November 2015 vom Bestehen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (IV-
act. 19). Dr. H._ hat der Beschwerdeführerin bereits im Januar 2016 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert (act. G 4.2.2 S. 3 f.), während Dr. G._ ebenfalls im Januar
2016 davon ausgegangen ist, dass aus psychiatrischer Sicht keine relevante
Einschränkung vorliege (act. G 4.2.2 S. 6 f.). Am 29. Oktober 2015 haben die
behandelnden Ärzte der Palliativmedizin des Spitals D._ zwar eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit attestiert, jedoch angegeben, dass die
Arbeitsfähigkeit in einer optimal adaptierten Tätigkeit mangels genauer Angaben zum
Anforderungsprofil nicht beantwortet werden könne (act. G 4.2.2 S. 19 ff.). Diese
Einschätzung deutet, wie bereits erwähnt, ebenfalls darauf hin, dass zumindest eine
Teilarbeitsfähigkeit bestanden hat, würde doch bei einer vollständigen
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4.
Arbeitsunfähigkeit in jedwelcher Tätigkeit dem Arbeitsprofil keine relevante Bedeutung
zukommen (vgl. E. 3.4.2). Zwar ist der Beschwerdeführerin im provisorischen
Austrittsbericht des Rehazentrums J._ vom 15. Juli 2016 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, jedoch ist dabei nicht angegeben worden, ob sich
diese Schätzung auch auf adaptierte Tätigkeiten bezogen hat (vgl. IV-act. 43).
Ausserdem ist es gerichtsnotorisch, dass bei stationären Aufenthalten für die Zeit des
Aufenthaltes zumeist eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wird. Gestützt auf
die gesamte Aktenlage ist nach dem Gesagten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 2016 bis zum 31.
Dezember 2016 zu 50 % arbeitsfähig gewesen ist und ab dem 1. Januar 2017 bis zum
Zeitpunkt des Verfügungserlasses eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten
Tätigkeiten bestanden hat.
Ausgehend von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bleiben die
erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der
Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2). Für den
Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns
des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. BGE 129 V 222). Massgebend ist somit das
Jahr 2016 (vgl. E. 3.6).
4.1.
Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG;
BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). Das durch die
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der
Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 12 S. 2 i.V.m. S. 7) ermittelte Valideneinkommen von
Fr. 50'570.-- ist grundsätzlich nicht zu bestanden (vgl. IV-act. 76 und 77), wobei das
Einkommen auf das Jahr 2016 zu indexieren ist (vgl. E. 4.1). Folglich resultiert ein
Valideneinkommen von gerundet Fr. 51'003.-- (Fr. 50'570.-- / 2686 x 2709; vgl. Tabelle
T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne,
2010-2018, des schweizerischen Bundesamtes für Statistik). Zur Ermittlung des
Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2016 abgestellt werden. Für
die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen ergibt sich unter Berücksichtigung
einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden in einem
Arbeitspensum von 100 % ein Jahreslohn von Fr. 54'581.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-
Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Bei den LSE-Daten
4.2.
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5.
handelt es sich allerdings lediglich um statistische Durchschnittswerte, was sich daran
zeigt, dass die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall als Gesunde in einem Pensum
von 100 % ein unter dem LSE-Wert liegendes Einkommen erzielt hat. Da die Akten
keinerlei Anhaltspunkte dafür liefern, dass die Beschwerdeführerin freiwillig auf ein
höheres Einkommen verzichtet hat, ist anzunehmen, dass die Unterdurchschnittlichkeit
ihres Validenlohns auf die für die Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigenden
Zwänge des realen Arbeitsmarktes zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist das
Valideneinkommen auf den LSE-Lohn anzuheben. Da demnach im vorliegenden Fall
sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch bezüglich des
Invalideneinkommens derselbe Lohn für ein Pensum von 100 % zugrunde zu legen ist
(vgl. dazu auch IV-act. 76 S. 1), kann der Einkommensvergleich anhand eines
sogenannten Prozentvergleichs vorgenommen werden. Dabei entspricht der
Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung
eines Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Gründe, die einen Abzug vom
Tabellenlohn erforderlich machen würden, sind vorliegend nicht ersichtlich. Bei einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 50 %, wie er im Zeitraum von Februar bis Dezember 2016
vorgelegen hat, resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 % (= 100 % x 50 %) und somit ein
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 %
besteht ein Invaliditätsgrad von 0 %, weshalb die Beschwerdeführerin ab dem 1.
Januar 2017 grundsätzlich keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente hat, wobei die
halbe Rente unter Berücksichtigung der Übergangsfrist von Art. 88a Abs. 1 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) während dreier Monate
weiterhin auszurichten ist. Folglich besteht ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente
für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis 31. März 2017.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist
und die Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. Februar 2016 bis 31. März 2017
einen Anspruch auf eine halbe Rente hat. Die Sache ist zur Festsetzung und
Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.1.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdeführerin hat gemessen am Antrag um Zusprache
einer unbefristeten ganzen Rente nur in untergeordnetem Ausmass obsiegt. Ihr sind
daher ermessensweise 2/3 der Kosten, d.h. Fr. 400.--, aufzuerlegen. Den Restbetrag
5.2.
bis
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