Decision ID: d583ac09-217c-4485-a8aa-c140c83dbcfe
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, ist gelernter Elektromonteur
(Urk. 7/15/36)
und hatte bis zum Fahrradunfall vom 8. August 2005, bei dem er sich eine
Tibia
plateau-Fraktur
des rechten Knies zuzog, als Technischer Leiter bei
der Y._
AG und neben
beruflich als
Zeitungsverträger
bei d
er Z._
AG sowie als Abend
hauswart der Schulgeme
inde A._
gearbeitet (Urk.
7
/2/4
5, Urk.
7
/7/1, Urk.
7
/8/1, Urk.
7
/10/57-58, Urk.
7
/11/1-2). Das rechte Kniegelenk musste im Heilungsverlauf mehrmals operiert (Urk.
7
/10/33-39, Urk.
7
/10/51) und schliesslich durch eine Knieprothese ersetzt werden (
Kniearthroplastik
vom 21.
August 2006,
Urk
.
7
/19/5).
Die
Suva
erbrachte die unfallversicherungsrecht
lichen Leistungen (Urk.
7
/10/23-24, Urk.
7
/10/46, Urk.
7
/10/50). Mit Verfügung vom 21. September 2007 stellte sie diese, ausser für einzelne Heilbehandlungen, ein und sprach de
m Versicherten eine Integri
tätsentschädigung zu. Den Entscheid über den Rentenanspruch setzte sie bis nach Abschluss der Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenve
rsiche
rung aus (Urk.
7
/78/1-5).
1.2
Am 13. Februar 2006 hatte sich der Versich
erte bei der Eidgenössischen Invali
denversiche
rung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk.
7
/2). Die
Sozial
versicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle
, klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab und führte be
rufliche Mass
nahmen durch.
Mit Vorbescheid vom 28. Oktober 2010 kündigte die IV-Stelle die
Ausrichtung
einer vom 8. August 2006 bis 31. März 2007 befristeten ganzen Rente an (Urk.
7
/189
), welche sie dem Versicherten mit Verfügung vom 10. Februar 2011 zusprach (Urk.
7
/197, Urk.
7
/204).
Mit
Einspracheentscheid
vom 14. Dezember 2011 bestätigte die Suva die mit Verfügung vom 29. Apri
l 2011 in Bezug auf die Kniever
letzung zugesprochene Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad
von 18 % mit Wirkung ab dem 1.
Februar 2009 (Urk.
7
/207).
1.3
Vom 1. Juli 2011 bis
zur Kündigung durch die Arbeitgeberin
am 26. März 2012
per
30. Juni 2012 war der
Vers
icherte bei der B._
AG als Betriebselektriker
angestellt. Der letzte Arbeitstag war der
5. April 2012 (
Urk. 7/234/1-3, Urk. 7/234/8
). Mit Schreiben vom 19. Oktober 2012 beantragten d
ie Ärzte der Tagesklinik C, Psychiatriezentrum D._
, wo der Versicherte ab dem 18. Mai 2012 behandelt wurde, berufliche Eingliederungs
massnahmen für d
ies
en (Urk.
7
/209).
Ab 24. Oktober 2012 nahm der Versicherte
eine
teilzeitliche Tätigkeit als Schulbusfahrer auf (Urk.
7
/209/1, Urk.
7
/23
0
).
Vom 7. Januar bis 1. Februar 2013 wurde im Auftrag der IV-Stelle im Rahmen der Frühintervention eine Potentialabklärung beim Ver
sicherten durch die E._
durchgeführt (Urk.
7/217-218
, Urk.
7
/22
6
)
, die
auf eine stark beein
trächtigte Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der psychischen Instabilität und Persönlichkeitsstruktur
schloss
(Bericht
vom 7. Februar 2013, Urk. 7/226
/3). Die Unterstützung
bei
der beruflichen Eingliederung durch die IV-Stelle wurde mit Mitteilung vom 8. Februar 2013 abgeschlossen (Urk.
7
/22
5
).
Die IV-Stelle holte
in der Folge
das interdisziplinäre Gu
tachten des F._
vom 3. März 2014 (Urk.
7
/242
), ergänzt mit Schreiben vom 17. April 2014 (Urk.
7
/244
), ein. Vom 8. September bis 12. Dezember 2014 nahm der Versicherte an dem von der IV-Stelle organi
sierten Belastbarkeitstraining durch die
G._
teil (Urk.
7
/25
4
, Urk.
7
/274
). Ab dem 13. Dezember
2014 wurde ausserdem ein Aufbau
training bei der
G._
mit externem Einsatz bei der
H._
AG (Montage von Kleinteilen) durchgeführt, welches mit der Feststellung, dass eine Eingliederung in den 1. Arbeitsm
arkt nicht realistisch sei, vor
zeitig per 3. März 2015 beendet wurde (
Urk. 7/268,
Urk.
7/
28
5
, Urk. 7
/28
8
).
1.4
Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 15. April 2015;
Urk.
7
/29
5]; Einwände vom 1
8. Mai 2015
und vom 20. Juni 2015 [
Urk. 7
/30
2
,
Urk. 7
/3
19
])
sprach die IV-Stelle dem Versicherten m
it Ver
fügung vom 8. September 2015 eine halbe Rente ab 1. September 2015 zu und verwies für die Zeit vom 1. April 2013 bi
s 31. August 2015 auf eine sepa
rate Verfügung (Urk.
7/
332
). Im
an
gehängten Verfügungsteil 2 hielt sie fest, dass ab April 2013 Anspruch auf eine ganze Invaliden
rente und ab Juni 2014 Anspruch auf eine h
albe Invali
denrente
bei einem Invaliditätsgrad von 51 %
bestehe (Urk.
7/328
). Mit Verfügung vom 22. Oktober 2015 sprach die IV-Stelle dem Versicherten sodann eine halbe Rente für die Zeit vom 1. Juni 2014 bis 31. August 2015 zu (Urk.
7/349
) und mit Verf
ü
gungen vom 27. Oktober 2015 eine vom 1.
April 2013 bis 31. Mai 2014 be
fristete ganze Rente
mit den entsprechenden Kinder
renten (Urk.
7/362, Urk.
7/368
).
Gegen die Ver
fügung
en
vom 8. September 2015
, vom 22. Oktober 2015 und vom 27. Oktober 2015
erhob der Versicherte
am
12. Oktober 2015
und am 30. Novem
ber 2015 Beschwerde (Urk. 7/
358/5-19
, Urk. 7/
3
85/3-15
), welche das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfahren Nr. IV.2015.01058 (vereinigt mit Verfahren Nr. IV.2015.01230) mit Urteil vom 21. Dezember 2016 in dem Sinne guthiess, dass es die
Verfügunge
n vom 8. September, 22. und 27.
Oktober 2015
aufhob und die Sache an die
Beschwerdegegnerin
zur ergän
zenden medizinischen Abklärung
für die Zeit mindestens ab April 2012
sowie Neuverfügung über den Rentenanspruch zurückwies
(Urk. 7/
423/20-21
).
1.5
Die
Beschwerdegegnerin
nahm daraufhin weitere Abklärungen vor
(
Urk.
7/426,
Urk.
7/428
, Urk. 7/437,
Urk. 7/441
)
und holte unter anderem das polydisziplinäre
Gutachten der I._
vom 14.
Mai 2018 (Urk. 7/482)
, ergänzt mit der Stellung
nahme vom 31. Oktober 2018 (Urk.
7/493
),
ein
.
Ausserdem veranlasste sie eine Fahreignungsabklärung durch das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich (verkehrspsychologische Abklärung mit neu
ropsychologischer Testung, Urk.
7/497, Urk. 7/517). Dieses liess das verkehrsmedizinische Gutachten des Instituts für Rech
tsmedizin der J._
vom
27. August 2019 erstellen (Urk.
7/532) und
verfügte gestützt darauf am
15.
Oktober 2019 den Entzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit mangels Fahreignung aus gesundheit
lichen Gründen (Urk. 7/535).
Mit Vorbescheid vom 5.
Februar 2020 kündigte die IV
Stelle dem Versicherten die
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
ab dem 1. April 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 65 % an (Urk. 7/545).
Dagegen erhob die Pensionskasse des Versicherten, die
GastroSocial
Pensionskasse, mit Schreiben vom 11. Februar 2020, ergänzt mit Schreiben vom 6. März 2020 Einwände (Urk. 7/546). Dazu nahm der Versicherte am 8. Mai 2020 Stellung (Urk. 7/5
65
).
Mit Verfügung vom 6. Juli 2020
(Urk. 2, Urk. 7/571)
sprach die
IV-Stelle
dem Versicherten zunächst ab dem 1. Juli 2020
eine
Dreiviertelsrente
zu
. Bezüglich de
s
Zeitraum
s
vom 1. April 2013 bis 30. Juni 2020 verwies sie auf eine separate Verfügung
und erklärte den Verfügungsteil 2 zum integralen Bestandteil der Verfügung. Im Verfügungsteil 2 hielt sie die
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
ab dem 1. April 2013 fest (Urk. 7/570)
.
Mit Verfügung vom 7.
August 2020 sprach
die IV-Stelle
dem Versic
herten eine
Dreiviertelsrente
vom 1. April 2013 bis 30. Juni 2020
zu
(Urk.
7/593).
2.
Gegen die Verfügung vom 6. Juli 2020 (Urk. 2) erhob die
GastroSocial
Pensions
kasse
m
it Eingabe vom 10. August 2020 (Urk. 1) Beschwerde
und beantragte, diese sei in Gut
heissung der Beschwerde aufzuheben und es sei der Beginn der
einjährigen Wartezeit auf Dezember 2012 festzusetzen und dem Versicherten per Dezember 2013 eine Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei der Beginn der einjährigen Wartezeit auf September 2012 festzuleg
en und dem Versicherten per Sep
tember 2013 eine Invalidenrente zuzusprechen;
subeventualiter
sei festzustel
len, dass der Text in der IV-Verfügung vom 6. Juli 2020 falsch sei, und es sei dieser dahingehend anzupassen, als per April 2012 eine psychiatrisch bedingte (und) per Dezember 2012, beziehungsweise per September 2012, eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit eingetreten sei (Urk. 1 S. 2). In der Beschwerde
antwort vom 27. August 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf weitere Ausführungen (Ur
k. 6). Mit Verfü
gung vom 3. Sep
tember 2020 wurde
der Versicherte X._
beigeladen (Urk. 8), der in seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2011 die Abweisung der Beschwerde beantragte (Urk. 15 S. 2). Dazu nahm die
Beschwerdeführerin
mit Eingabe vom 1. Februar 2021 Stellung und hielt an ihren Anträgen fest (Urk. 19).
Am
3. Februar 2021 hat die AHV-Kasse Metzger, Pensionskasse, um Zustellung des Urteils im vorliegenden Verfahren ersucht (Urk. 20). Die
Beschwerdegegnerin
verzichtete mit Eingabe vom 10. Februar 2021 auf eine
weitere
Stellungnahme (Urk. 21).
Mit Verfügung vom 16. Februar 2021 wurde die Rechtsträgerin der AHV-Kasse Metzger, Pensionskasse, die
proparis
Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz, zum Prozess beigeladen (Urk. 22 S. 3). Diese liess sich innert angesetzter Frist nicht verlauten, was den Parteien am
7. Ap
ril 2021 mitgeteilt wurde (Urk.
24).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein
(BGE 145 V 215 E.
5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V
281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach B
GE 141 V 281 zu unterziehen (E.
7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststel
lungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf B
GE 141 V 281 E. 3.7.2; vgl. BGE 144 V
50 E. 4.3).
1.3
1.3.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28 Abs. 2 IVG
).
1.3.2
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigke
it im Sinne von Art
.
28 Abs.
1
lit
. b IVG liegt gemäss
Art.
29
ter
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E.
3.4 mit Hinweisen)
.
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).
1.3.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4
1.4.1
War eine Rente wegen eines zu geringe
n Invaliditätsgrades verweigert
o
der aufgehoben
worden
und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditäts
grades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.4.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (
BGE
134 V 131 E. 3). Hingegen
ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln
(Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/20
12 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.4
.3
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden gemäss Art. 29
bis
IVV bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung der
angefochtenen Verfügung
aus
,
ausgehend von der Einschätzung gemäss dem
I._
-
Gutachten vom 20
. Februar 2018 und der Stellung
nahme
vom 31. Oktober 2018
sei
ab April 2012 eine gesundheitliche Verschlechterung ausgewiesen. Dabei sei davon auszugehen, dass die
Arbeitsfähigkeit in der
angestammte
n
Tätigkeit als Elektromonteur aus orthopädischer Sicht bereits vor 2012 aufgehoben gewesen sei. Im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns
nach der Anmeldung im
Oktober
2012 per 1.
April 2013 sei das Wartejahr als überwiegend
wahrscheinlich
erfüllt anzu
sehen. In einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit hätten die Gut
achter
für die Zeit nach Ablauf des Wartejahres
aus orthopädischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert.
Es sei
auch
nachvollziehbar, dass sich der ab 2015 auf dem Boden eines episodischen Clusterkopfschmerzes entwickelte chronische Clusterkopfschmerz
ab Februar 2017 aufgrund nunmehr täglich auf
tretender Anfälle
auf die Arbeitsfähigkeit auswirke.
Diesbezüglich hätten die
I._
-Gut
achter eine 40%ige Arbeitsunfähig
keit in einer optimal leidens
angepassten Tätigkeit attestiert
. Ab
diesem Zeitpunkt sei auch die Arbeits
fähigkeit in der zuletzt (stundenweise) ausgeübten Tätigkeit als Buschauffeur als aufgehoben qualifiziert worden
und es sei eine verkehrspsychologische Abklärung mit neuropsychologischer Testung empfohlen worden
.
Die Fahr
eignung sei in der Folge im (verkehrsmedizinischen) Gutachten vom 27. August 2019 verneint worden (Urk. 7/532).
Dem
Beigeladenen 1
stünden
indes
auch ohne eine
Tätigkeit in der Personenbeförderung noch genügend Betätigungs
möglichkeiten offen, so dass von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit auszugehen sei.
Der
Ansicht der Gutachter, dass ab dem Jahr 2012 das psychiat
rische Krankheitsbild im Vordergrund gestanden habe,
könne
nicht gefolgt werden. Denn die psychischen Beeinträchtigungen hätten weitgehend aufgrund einer Anpassungsstörung bei Konflikten am Arbeitsplatz bestanden. Hinzu gekommen seien der Umstand einer zerrütteten Ehe und die Belastung als allein
erziehender Vater dreier Kinder. Aus rechtlicher Sicht sei zudem aufgrund der vorliegenden Ressourcen nicht nachvollziehbar, dass aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keit gegeben sein soll
t
e
n
. Auf das p
sychiatrische I._
-Teilgutachten könne daher nicht abgestellt werden. Ausserdem seien die psychosozialen Belastungsfaktoren nicht ausge
klammert worden (zerrüttete Ehe, alleinerziehender Vater, Kränkung am Arbeits
platz) und es sei nicht plausibel dargelegt worden, inwiefern die Einschränkungen der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung geschuldet seien. Ebenfalls nicht plausibel sei die in der
gutachterlichen
Kons
ensbeurteilung (Ziff.
6.8; Urk. 7/482/21-22)
für die Zeit ab April 2012 angenommene Rest
arbeits
fähigkeit von lediglich noch 30
%. Denn die Gutachter seien zu dieser Einschätzung gelangt, obschon
eine solche
für sie mangels Verlaufs an Vor
befunden nur
schwer abzuschätzen gewesen sei
.
Der Invaliditätsgrad sei ent
sprechend der gutachter
lichen Einschätzung aus orthopädischer Sicht
,
ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten leichten, wechselbelastenden Tätig
keit ohne Knie- und Hochposition mit dem rechen Bein, ohne Arbeiten über der Horizontale und ohne Armvorhalte mit dem rechen Arm sowie ohne Absturzgefahr zu bestimmen. Damit resultiere im Einkommens
vergleich unter Berück
sichtigung eines Abzuges vom Invalideneinkommen von 10 % ein Invaliditäts
grad von 65 % und ab April 2013 durchgehend ein Anspruch auf eine
Dreivier
telsrente
(Urk. 2 S. 3 ff.).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
b
ringt hierzu
vor
,
von ihrer Seite
u
nbestritten sei, dass die psychiatrischen Beschwerden, welche ursprünglich für die Krankschreibung
ursächlich gewesen seien, nicht das erforderliche Ausmass erreicht hätten, um eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit mit Krank
heitswert sowie anschliessend eine Invalidität hervorzurufen.
Die anfängliche Arbeitsunfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht aufgrund der depressiven Symp
tomatik begründet
gewesen, welche gemäss dem I._
-Gutachten als remittiert zu betrachten sei. Auch seien
psychosoziale Faktoren im Vordergrund gestanden und die psychischen Einschränkungen seien spätestens per Oktober 2012 wieder abgeklungen gewesen.
Neu stehe eine Persönlichkeitsstörung im Vordergrund. Dass diese Störung bereits im April 2012 vorgelegen habe und darüber hinaus auch eine Arbeitsunfähigkeit nach sich gezogen habe, sei nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen. Darüber würden sich im Gutachten lediglich nachträgliche Spekulationen
finden
, die beweisrechtlich irrelevant seien.
Aufgrund der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit liege ein Unterbruch
im
Wartejahr von mindestens 30 Tagen vor, so dass das Wartejahr per Dezember 2012 neu zu eröffnen sei. Im Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 8. Juni 2020 (Urk. 7/
569/1
) werde zudem der
Gebrechenscode
938 angegeben, welcher ein
en
somatische
n
Gesundheitsschaden beschreibe (Urk. 1 S. 7 und S. 9
,
Urk. 19
).
Bestritten werde
, dass die somatischen Leiden überwiegend wahrscheinlich bereits vor September 2012
in leistungswirksamem Umfang vorgelegen hätten.
Die
Beschwerdegegnerin
habe unter Verletzung ihrer Abklärungspflicht und mit inkorrekter Würdigung der Beweise den Sachverhalt falsch festgestellt. Diese sei davon ausgegangen, dass
bereits vor 2012 eine somatisch
e
, orthopädisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe
und im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns per 1. April 2013 das erforderliche Wartejahr erfüllt gewesen sei. Die Annahme der
Beschwerdegegnerin
, dass der
Beigeladene 1
womöglich bereits vor 2012 in seiner angestammten Tätigkeit als Elektromonteur eingeschränkt gewesen sei, sei indes nicht nachvollziehbar. Denn diesbezüglich würden die Gutachter lediglich festhalten, dass für eine körperlich schwere Arbeit wohl bereits vor 2012 eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Dass die Tätigkeit als Elektromonteur als Schwerstarbeit zu qualifizieren sei, gehe aus dem Gut
achten indes nicht hervor. Vielmehr sei dort erklärt worden, dass die Arbeits
fähigkeit als Elektromonteur ab diesem Zeitpunkt - gemeint wohl erneut die unbestimmte Angabe des Jahres 2012 - als aufgehoben gelte. Darüber hinaus habe der
Beigeladene 1
seine Stelle bei K._
als Elektriker uneingeschränkt ausüben können, was ebenfalls im Widerspruch zu den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin
stehe.
Des Weiteren gehe a
us
dem I._
-Gutachten nicht hervor, dass ab April 2012 eine Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht bestehe. Vielmehr sei an einigen Stellen im Gutachten zu lesen, dass die Arbeitsun
fähigkeit unbestimmt seit dem Jahr 2012/2013 bestehe. Dies könne jederzeit
zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 s
ein. An anderer Stelle würden die Gutachter unmissverständlich feststellen, dass seit Ende 2012/2013
von einer Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht auszugehen sei. Diese Feststellung sei auch mit der echtzeitlichen Aktenlage konsistent, wonach per September 2012 Abklärungen in den oberen Extremitäten
(Schulterleiden)
stattgefunden und im
Dezember 2012
sich die Kniebeschwerden verschlechtert hätten.
Ferner lass
e
das Vorgehen der
Beschwerdegegnerin
vermuten, dass sie den Beginn des Warte
jahres
auf April 2012 zu legen versuche, weil der frühestmögliche Rentenbeginn zufolge der Anmeldung im Oktober 2012 der 1. April 2013 sei. Bei einer Anmel
dung zu einem anderen Zeitpunkt hätte die
Beschwerdegegnerin
den Beginn des Wartejahres entsprechend angepasst. Das Datum der Anmeldung erscheine als zufällig gewählt und das starre Abstelle
n
darauf als willkürlich.
Der Beginn der einjährigen Wartezeit sei nach der Beweislage somit erst auf Dezember 2012, frühestens jedoch auf September 2012, festzulegen
(Urk. 1 S. 7 ff.)
.
S
ollte das Gericht wider Erwarten von einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit
von mindestens 20 % und durchschnittlich 40
% ausgehen,
sei
zum Subeven
tualantrag
darauf hinzuweisen, dass die Ausführungen der
Beschwerdegegnerin
(im angefochtenen Entscheid) falsch seien.
Falsch (und anzupassen; Urk. 1 S. 2) sei namentlich die Feststellung im vierten Absatz nach dem Titel «Abklärungs
ergebnis» im angefochtenen Entscheid, dass die Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeitsfähigkeit) als Elektromonteur aus orthopädischer Sicht schon vor 2012 aufgehoben gewesen sei. Im zweiten Abschnitt sei klar der Monat für das Aufheben der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus orthopädischer Sicht, hier Dezember 2012 beziehungsweise September 2012, festzuhalten anstatt lediglich «ab dem Jahr 2012».
Dabei
sei
es für d
ie Invalidenversicherung
bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit aufgrund des finalen Charakters irrelevant, ob das Wartejahr aus somatischer oder psychiatrischer Sicht ausgelöst worden sei und wann die somatische Erkrankung das psychische Geschehen überlagert h
abe
. Wegen der Bindungswirkung würden die diesbezüglichen Feststellungen der
Beschwerdegegnerin
jedoch ihr, der
Beschwerdeführerin
, gegenüber
Wirkung
entfalten.
Die unklaren Feststellungen der
Beschwerdegegnerin
würden daher Ansprüche auslösen, welche als
ultima
ratio
abermals ein Gerichtsverfahren nach sich ziehen würde
n
. An der Berichtigung des Wortlautes
habe sie
als Dritt
betroffene ein erhebliches Rechtsschutzinteresse
(Urk. 1 S.
9
, Urk. 19
).
Schliesslich
habe sich die
Beschwerdegegnerin
mit dem
Einwandschreiben
vom 6.
März
2020
(Urk. 7/
553
)
unzureichend auseinandergesetzt. Die Begründung im angefochtenen Entscheid sei angesichts des Detailierungsgrades des
Einwand
schreibens
sowie
vor dem Hintergrund der Begründungspflicht eines Entscheides
gemäss ATSG
als dürftig zu bezeichnen. Ferner sei ihr, der
Beschwerdeführerin
, zu keinem Zeitpunkt während des Abklärungsverfahrens Gelegenheit gegeben
worden, den I._
-Gutachtern eigene Fragen oder Ergänzungsfragen zu stellen, wozu sie als betroffene Dritte berechtigt gewesen sei (Urk. 1 S. 9 f.).
2.3
Der B
eigeladene 1 stellt
sich in seiner Stellungnahme auf den Standpunkt,
es sei korrekt, den Beginn der rentenrelevanten
Arbeitsunfähigkeit
und des Wartejahres auf April 2012 anzusetzen.
E
r
habe
bereits
währen
d seiner Tätigkeit im K._
an Schulterbeschwerden gelitten, welche seine
Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt hätten, so dass ihm Arbeitskollegen gewisse Arbeiten hätten abnehmen müssen.
Dazu habe der orthopädische I._
-Gutachter (Urk. 7/482/129) ausgeführt, die Beschwerden im Bereich des Schultergelenkes links seien im Jahr 2010 aktenkundig geworden. Im Jahr 2012 sei
in der L._
(linksseitig)
ein
subacromiales
Impingement
mit
sympto
matischer AC-
Gelenksarthrose und MR-tomograf
isch beschriebener Oberflächen
läsion der
Supraspinatussehne
und
Subscapularis
sowie eine
r
beginnende
n
Omarthrose
diagnostiziert worden.
Ebenfalls währe
nd seiner Tätigkeit im K._
sei er im
April 2012 an einem psychischen Leiden respektive an einer mittelgradigen depressiven Episode erkrankt, weshalb er zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden sei
, wie sich dem Bericht von Dr.
M._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 13. Mai 2013 entnehmen lasse.
Gemäss Dr.
M._
sei
im Mai 2013 versucht worden, die ab September 2012 wiedererlangte 20%ige Arbeitsfähigkeit als Schulbusfahrer auf diesem Niveau zu stabilisieren, wobei er darüber hinaus auf längere Sicht und anhaltend nicht mehr arbeitsfähig sei. Es könne somit keine Rede davon sein, das die psychischen Einschränkungen spätestens per Oktober 2012 wieder abge
klungen seien. Er sei v
om 18. Mai 2012 bis am 4.
Januar 2013 in tagesklinischer psychiatrischer Behandlung
im Psychiatriezentrum D._ der N._
AG
gewesen
. Während dieser Zeit habe von vorneherein eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
bestanden. Die T
aggeldversicherung der K._
, die Helsana Versicherungen, habe nach Ablauf der Wartefrist denn auch ab Mai 2012 Taggeldleistungen erbracht.
Wie sich im von der Invalidenversicherung bezahlten Aufbautraining bei der
E._
von Januar bis Februar 2013 gezeigt habe, habe er eine Arbeitsleistung von zirka 20 % erbracht. Die Eingliederung sei gemäss der Mitteilung der IV-Stelle vom 8. Februar 2013 per 7. Februar 2013 abgeschlossen worden, da sich gezeigt habe, dass er kein genügend grosses Potential für eine erfolgreiche, nachhaltige berufliche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt aufweise. Selbst wenn er wegen des psychischen Leidens im Januar 2013 wieder voll arbeitsfähig gewesen wäre, was bestritten werde, sei er spätestens ab September / Dezember 2012 wegen des Schulter- und Knieleidens in seiner
Arbeitsfähigkeit
zusätzlich eingeschränkt gewesen.
Es sei ausserdem nicht ausge
wiesen, dass er nach April 2012 an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsunfähig gewesen sei, was nach Art. 29
ter
IV
V zum Unterbruch der Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
geführt hätte.
Das I._
-Gutachten
, namentlich die Ausführungen auf Seite 17 und Seite 19 f. (Ziff. 6.3-4, Ziff. 6.6) des Gutachtens und die Beantwortung der
Rückfragen der Gutachter (Urk.
7/793/2),
spreche sich
klar für invalidisierende psychische Beschwerden
ab April 2012 aus.
Ferner sei d
ie
IV-Anmeldung im Oktober 2012
entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin
nicht
zufällig erfolgt. Eine solche werde
von den Versicherten in Nachachtung der Regelung in Art. 29 Abs.1 IVG regelmässig spätestens nach Ablauf eines halben Jahres seit Eintritt des eine
Arbeitsun
fähigkeit
verursachenden Leidens
vorgenommen
. Die
Beschwerdegegnerin
hätte den Beginn des Wartejahres nicht
,
wie von der
Beschwerdeführerin
ausgeführt (Urk. 1 S. 9 Ziff. 12)
,
im Februar 2012 eröffnen können, da er, der
Beigeladene 1
, da
mals seiner Arbeit im K._
vollschichtig nachgegangen sei,
obschon
er Einschränkungen seitens der linken Schulter gehabt habe
.
Da die Arbeitsunfähig
keit aktenkundig im April 2012 begonnen habe, habe dies zur Anmeldung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung im Oktober 2012 geführt
. Auch könne die
Beschwerdeführerin
nicht
s zu ihren Gunsten
aus dem Umstand
ableiten, dass die
Beschwerdegegnerin
im Beschluss vom 8. Juni 2020 den
Gebrechenscode
938 aufgeführt habe, der für ein rheumatisches Leiden und übrige Veränderungen an Knochen sowie Bewegungsorganen (Bändern, Muskeln und Sehnen), stehe. Damit werde jedoch höchstens die Beschwerdeproblematik seitens der Schulter abge
deckt, nicht jedoch die restlichen relevanten Diagnosen, die Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit hätten
(Urk. 15 S. 2 ff.).
Betreffend das Rechtsbegehren des Subeventualantrages, es sei festzustellen, dass der Text der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2020 falsch sei und dieser sei anzupassen, fehle es an einem Rechtsschutzinteresse. Da die Verfügung
im
Ergebnis korrekt ausgefallen sei, sei ein rechtlich ges
ch
ütztes Interesse der Pensionskasse an der Änderung des Wortlautes der Verfügung nicht erkennbar. Die
Beschwerde
gegn
erin
habe weder bezüglich der Entstehung des Renten
anspruch
es
noch hinsichtlich
des IV-Grades eine offensichtlich unhaltbare Einschätzung vorgenommen. Daher sei die Pensionskasse daran gebunden und habe kein schützenswertes Feststellungsinteresse an einem anderen Wortlaut dieser Verfügung
(Urk. 15 S. 6 f.).
In Bezug auf die in formeller Hinsicht gerügte fehlende Gelegenheit zum Stellen von Ergänzungsfragen an die MEDAS-Gutachter habe d
ie
Beschwerdeführerin
sodann nicht ausgeführt,
welche Zusatzfragen sie den I._
-Gutachtern gestellt
hätte, dass sie andere Zusatzfragen als die
Beschwerdegegnerin
gestellt hätte, und dass ihre Zusatzfragen für den Verfahrensausgang relevant gewesen wären. Da sie nicht darlege, welchen Nachteil sie durch die nicht gestellten Zusatzfragen erlitten habe, sei dieses formelle Vorbringen nicht zu hören
(Urk. 15 S. 2).
2.
4
2.4.1
Vorab ist die formell-rechtliche Rüge der
Beschwerdeführerin
zu beurteilen
,
die
Beschwerdegegnerin
habe sich mit den Einwänden in ihrem
Einwandsc
hreiben
vom 6. März 2020 (Urk.
7/553)
unzureichend auseinandergesetzt (Urk. 1 S. 9). Damit macht sie eine
Verletzung der Begründungspflicht
respektive
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 42 ATSG, Ar
t. 57a Abs. 1 IVG, Art. 29 Abs.
2
der Bundesverfassung
[BV]
; vgl. BGE 124 V 180 E. 1a)
geltend.
Aus dem angefochtenen Entscheid geht
hinreichend ausführlich begründet
hervor, dass und
inwiefern
die Beschwerdegegnerin auf das
I._
-Gutachten
vom 14. Mai 2018 (mit Ergän
zung vom 31.
Oktober 2018; Urk. 7/482, Urk.
7/493
)
abstellte
, von welchen Überlegungen sie sich bei ihrem Entscheid hat leiten lassen
und
weshalb sie von einer anspruchsrelevanten Verschlechterung des Gesund
heitszustandes ab April 2012 ausging
(Urk. 2
S. 3 ff.
). Auch konnte
die
Beschwer
deführer
in ihr
Anliegen in voller Kenntnis der Sache in diesem Verfahren sachgerecht vor einer Beschwerdeinstanz vortragen, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüft (vgl. BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
).
Eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht auszumachen. Namentlich e
ine schwere, die Heilung des Verfahrensmangels
ausschliessende
Gehörsverletzung, welche von Amtes wegen zur Aufhebung der mit dem Verfahrensfehler behafteten Verfügung führen würde (vgl.
BGE 124 V 180 E. 4a mit Hinweisen)
, liegt
hier
nicht vor, zumal sich die Verwaltung
rechtsprechungsgemäss
auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken kann und sich nicht ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander
setzen muss (BGE 1
24 V 180 E. 1a und E. 2b, 126 V 75 E.
5b/
dd
; Urteil des Bundesgerichts 8C_30/2016 vom 8. März 2016 E. 2 mit Hinweisen).
2.4.2
Mit dem
weiteren
Einwand der
Beschwerdeführerin
, sie habe während des Abklärungsverfahrens keine Gelegenheit zu Ergänzungsfragen an die Gutachter erhalten (Urk
. 1 S. 10),
rügt sie eine Verletzung von Mitwirkungsrechten
bei der Anordnu
ng des MEDAS-Gutachtens der I._
vom 14. Mai 2018 (Urk. 7/482)
.
Damit macht sie ebenfalls die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach
Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 Satz 1 ATSG
geltend.
D
as rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht
beim Erlass eines Entscheides dar,
welcher in die Rechtsstellung des Betroffenen eingreift.
Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vorgängig zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und sich zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, die Entscheidung zu beeinflussen (Urteil des
Bundesgerichts I 618/04 vom 20.
September 2006 E. 4.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Wie weit dieses Recht geht, lässt sich nicht in allgemeiner Weise, sondern nur unter Würdigung der konkreten Umst
ände sagen (BGE 144 I 11 E. 5.3; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts
9C_595/2018 vom 26. November 2018 E. 4.1
).
Das persönlichkeitsbezogene Mitwirkungsrecht
im Abklärungsverfahren der IV
Stelle
steht in erster Linie dem Versicherten
- hier dem Beigeladenen 1 -
zu, in dessen Rechtsstellung die Verfügung eingreift.
F
ür die
Versicherer der
(obliga
to
rische
n
) berufliche
n
Vorsorge
bewirkt
die prinzipielle Bindungswirkung der
Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung
, welche
- wie hier -
geeignet ist, die
Leistungspflicht in grundsätzlicher, zeitlicher und
masslicher
Hinsicht im Sinne von
Art. 49 Abs.
4 ATSG (unmittelbar) zu berühren
,
rechtsprechungsge
mäss
die
Berechtigung zum Einwand
gegen den Vorbescheid oder/und zur Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle über den Rentenanspruch als solchen oder den Invaliditätsgrad
(BGE 132 V 1 E. 3.3.1)
.
Allfällige weitere Mitwirkungsrechte
im
medizinischen Abklärungsverfahren,
namentlich das Recht auf Zusatz- respektive Ergänzungsfragen an die Gutachter,
sind
im Verfahrens
ablauf grundsätzlich nicht vorgesehen
(
vgl.
Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Stand: 1
.
Januar 2018,
Rz
2076 f.
,
wonach
allein der versicherten Person
Frist für
Zusatz
- und Ergänzungs
fragen
angesetzt wird
)
.
Die Beschwerdeführerin hat zudem weder im
Vorbescheidverfahren
, noch im Beschwerdeverfahren substantiiert, welche Fragen sie zusätzlich
an die Gutachter
hätte stellen wollen und
/oder
inwiefern die Fragen der
Beschwerdegegnerin
unzureichend gewesen seien
. Insbesondere
mit
Bezug auf die hier strittige Frage des Rentenbeginns und des Beginns des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG respektive der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. dazu E. 2.5.2 ff. hernach)
wurde im I._
Gut
achten ausführlich zum chronologischen Verlauf der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
Stellung genommen (Urk. 7/482/16-18, Urk. 7/482/20-22)
. Ü
berdies
wurde
der Ver
lauf
mit der Beantwortung der
Ergänzungsfragen
der
Beschwerdegegnerin
in
der
I._
-
Stellungnahme vom
31. Oktober 2018
zusätzlich erläutert (Urk. 7/493)
.
D
ie Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung an die
Beschwerdegegnerin
würde
daher
zu
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen
.
Unter diesen Umständen wäre daher ohne
hin von einer Heilung einer allfälligen
(selbst schwerwiegenden)
Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruchs auszugehen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_595/2018 vom 26. November 2018 E. 4.1)
.
2.5
2.5.1
In materiell-rechtlicher Hinsicht ist d
ie Beschwerdegegnerin auf die Neuan
meldung des
Beigeladenen
1
vom
19. Oktober 2012 (
Urk.
7/209
) eingetreten
, nachdem sie ihm mit Verfügung vom 10. Februar 2011 eine ganze Rente von August 2006 bis März 2007 zugesprochen hatte
(
Urk. 7/197,
Urk.
7/204
)
.
Diese befristete ganze Rente war mit der durch den Fahrradunfall vom 8. August 2005 (Urk. 7/10/58) eingetretenen Verletzung am rechten Knie mit
Tibiaplateau
-Fraktur und
Kniearthroplastik
(Urk. 7/19/5) begründet worden (vgl. Feststellungs
blatt vom 28. Oktober 2010, Urk. 7/187). Ab Januar 2007 wurde wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, teils sitzenden Tätigkeit ausgegangen (Urk. 7/197/2).
Die Parteien sind sich
zu Recht
darin einig, dass sich der
damals
allein aufgrund der Beschwerden am rechten Knie
festgelegte Invaliditätsgrad von 12 %
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2020 (respektive bis zur Verfü
gung vom 7. August 2020; Urk. 2, Urk. 7/593) in leistungsbeg
ründendem Ausmass verändert hat und
ein Revisionsgrund nach Art.
17 Abs.
1 ATSG gegeben ist.
Wie
bereits im Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2015.01058 vom 21. Dezember 2016 festgestellt wurde, liegen
sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht neue Beschwerden vor, welche eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
nach
März 2007
ausweisen
.
Namentlich sind in
Bezug auf den hier zu beurteilenden Zeitraum von April 2012 bis August 2020 die folgenden
neuen
respektive verschlechterten
Beschwerde
bilder beachtlich
:
Verschlechterung der Restbeschwerden am rechten Knie mit möglicher beginnender Prothesenlockerung und
frakturiertem/impri
miertem laterale
m
Tibiakopf
(Urk.
7/482/15-16
, Urk. 7/482/123-124, Urk. 7/482/130
),
zunehmende Beschwerden am linken Knie bei sekundärer Gonarthrose mit Operation
en
am 18. Juli 2016
(totale
Knieendoprothese
; Urk.
7/428/18-23) und am
1. Februar 2018 (
Revision der
tibialen
Komponente bei Lockerung der Knie
totalprothese
[
TP
]
; Urk. 7/482/15,
Urk.
7/482/93-96)
,
zunehmende Beschwerden an der rechten Schulter bei
Rotatorenmanschettenr
uptur
(
Supra
spinatussehne
,
Subscapularissehne
)
mit fortgeschrittener Arthrose des AC-Gelenkes
an der rech
ten Schulter,
o
perative
Versorgung
am 4.
März 2014 (Urk. 7/243/43,
Urk.
7/428/50
-63
, Urk. 7/482/15)
,
zunehmende
Beschwerden an der linken Schulter bei
subacromialem
Impingement
mit
symptomatischer AC
Gelenksarthrose
,
Supraspinatus
- und
Subscapularissehnenpartialruptur
sowie
Omarthrose
(Urk. 7/428/76-77, Urk. 7/428/64-65, Urk. 7/482/15)
,
chronischer Clusterkopfschmerz
mit täglichen Attacken ab 2015
(
Urk. 7/428/28
30, Urk.
7/482/15, Urk. 7/482/66-69
, Urk. 7/482/147
), rezidivierende
depressive Störung und Störung der Persönlichkeit respektive akzentuierte Persönlichkeitszüge (Urk. 7/209,
Urk. 7/230/3-7
, Urk
. 7/242/31, Urk. 7/242/34, Urk.
7/426/1, Urk. 7/482/15-16).
Unstrittig ist
auch
,
dass der Beigeladene
1
zumindest
ab dem 1.
Dezember 2013 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bei einem Invaliditätsgrad
von 65 % hat (Urk.
2 S. 5).
2.
5.2
Strittig und zu prüfen ist allein, ob die
Beschwerdegegnerin
zu Recht den Beginn der zugesprochenen
Dreiviertelsrente
auf den 1. A
pril 2013 festgesetzt hat (Urk. 2 S.
3)
. Zu klären ist diesbezüglich der
Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit und damit der Beginn der Wartezeit (Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG).
3.
3.1
3.1.1
Wie
bereits im Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2015.01058 vom 21. Dezember 2016 festgestellt wurde
(E. 3.1.2; Urk. 7/423/13-14)
, ist
z
ur Begründung eines neuen Rentenanspruchs die einjäh
rige Warte
zeit gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG zu erfüllen
, wobei sich die danach
massgebliche Arbeitsunfähigkeit auf den bisherigen Beruf als Elektromonteur bezieht (Urk. 7/8/1, Urk. 7/15/38-39)
. Art. 29
bis
IVV ist hier nicht anwendbar, da zwischen der Rentenaufhebung Anfang 2007 und der Neuanmeldung im Oktober 2012 (Urk. 7/209) mehr als drei Jahre vergangen sind
. Auch sind
zusätzlich zu den rechtsseitigen Knie
beschwerden neue Leiden für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit massgeblich (Urk. 7/482/15-16).
Der
frühestmögliche Beginn einer allfälligen Rente bildet aufgrund der Anmeldung im Oktober 2012
(Urk.
7/209
)
in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG der 1. April 2013.
3.1.2
Die Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit
von 20 % (AHI 1998 S. 124 E.
3c; Urteil des Bundesgerichts I
10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in
fine
mit Hinweisen). Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bestimmung ist eine
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf
oder Aufgabenbereich zu verstehen
(BGE 130 V 97 E. 3.2 mit Hinweisen)
.
Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitsgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeits
ausfälle.
Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 19. Juli 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).
3.2
3.2.1
Da hier der frühestmögliche Beginn einer allfälligen Rente nach Ablauf der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (
BGE 142 V 547
E. 3.2) der 1. April 2013 darstellt, interessiert
hinsichtlich des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
insbesondere die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf
im Jahr davor
ab April 2012.
Zur
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
ab dem
Jahr 2012
ist den
A
kten
das Folgende zu entnehmen.
Der letzte
Arbeitstag in
der
ab Juli 2011 aufgenommenen
Tätigkeit
als Betriebs
elektriker
im K._
für die
B._
AG
war der 5. April 2012 (Urk. 7/234/3).
Laut dem Bericht des Psy
chiatriezentrums D._
vom 27. Februar 2017 wurde dem Beigeladenen 1 diese Anstellung von der Arbeitgeberin nach einer Grippe und Konflikten mit dem Vorgesetzten am Arbeitsplatz per Ende Mai 2012 gekündigt (Urk. 7/426/2).
Aus dem
Arbeitgeberbericht der
B._
AG vom
30. Juli 2013
geht hervor, dass
dem Beigeladenen 1 per Ende Juni 2012 gekündigt worden sei, da Arbeiten nicht mehr vollständig hätten erledigt werden können und Aufträge nur teilweise erfüllt worden seien (Urk. 7/234/1).
3.2.2
Gemäss dem
Bericht
vom 1.
März 2013
der Psychiaterin
Dr.
M._
, bei welcher der
Beigeladene 1
ab September 2010 in Behandlung stand,
erfolgte
eine Krankschreibung des Beigeladenen 1 ab
dem
10. April 2012
.
Dr.
M._
attestierte eine
anhaltende
100%ige
Arbeitsunfähig
keit
als Betriebselektriker
.
Im Sinne einer leidensangepassten Tätigkeit kön
ne er die seit Oktober 2012 auf
genommene 20%ige Tätigkeit al
s Schulbusfahrer, verteilt auf fünf
Tage, psychisch und physisch gut bewältigen
.
Die Arbeits
fähigkeit sei seit
Jahren aus psychischen und physischen Gründen zunehmend einge
s
chränkt. Verschiedenste Integra
tionsmassnahmen der letzten J
ahre seien ge
scheitert.
Grundsätzlich halte
sie den
Beigeladenen 1
im ersten Arbeits
markt für kaum mehr vermittelbar.
Als psychiatrische Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien eine rezidi
vierende depressive Episode
,
bestehend seit zir
ka 2001, letzte Episode im Früh
ling 2012 mittelgradig mit 100%iger Arbeits
unfähigkeit (ICD-10 F33.11)
,
und emo
tional-instabile Per
sönlichkeitszüge
zu nennen
. Aktuell
(im März 2013)
sei das depressive Bild weitgehend remittiert.
Im Vordergrund stehe eine grosse Verletzlichkeit, wiederkehrende Überforderungs
gefühle, Selbstunsicherheit und die Neigung zu impulsivem Verhalten (bis anhin ohne aggressivem Kontrollverlust). Zeitweise bestehe ein Gefühl der Erschöpfung (zu 20 % berufstätig, verantwortlich für
Vier
-Personenhaushalt, Vaterrolle) un
d es bestünden wenig Ressourcen. Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit würden sich in psychischer Hinsicht durch die grosse Verletzlichkeit, die raschen Schwie
rigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich, die Neigung zu impulsivem Verhalten, das
Angewiesensein
auf Strukturen, klare Anweisungen und eine wohlwollende Umgebung ergeben.
In somatischer Hinsicht
führte
Dr.
M._
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Knie
prothese rechts seit 2006 mit 20%iger
Bewegungseinschränkung und Suva
Teilrente
auf. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
hielt
sie
Cluster
Kopfschmerzen seit 1986, ein Carpaltunnelsyndrom links, Schulter
-
schmerz links (s
eit Jahren) und
eine
Adipositas
fest
(Urk. 7/
229
/3-7)
.
Im
Bericht vom 13.
Mai 2013
erklärte
Dr.
M._
sodann
,
der Beigeladene
1
sei seit zirka 10 Jahren im 1.
Arbeitsmarkt nirgends länger als wenige Wochen bis Monate arbeitsfähig gewesen.
Seit April 2012 sei er anhaltend aus psychischen Gründen voll arbeits
unfähig.
Über die noch bestehenden 20 % als Schulbusfahrer hinaus
sei er im 1. Arbeitsmarkt
auch auf längere Sicht und anhaltend nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 7/230).
3.2.3
Aus den
Bericht
en
des D._
vom
19. Oktober 2012 (Urk. 7/209) und vom
27.
Februar 2017
(Urk. 7/426)
geht hervor
, dass der Beigeladene
1
vom 18. Mai 2
012 bis am 4. Januar 2013 im D._
behandelt
worden sei.
Diese Behandlung in der Tagesklinik habe an vier halben und einem ganzen Tag sowie
mit
wöchent
lichen therapeutischen Einzelgesprächen stattgefunden. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hauswart sei der
Beigeladene
1
in diesem Zeitraum
zu 100
% arbeitsunfähig gewesen.
In
psychischer Hinsicht
habe eine reduzierte
Belastbar
keit
bestanden;
wegen der Verletzlichkeit, Unsicherheit und Kränkung
hätten
bei Problemen
rasch eine Destabilisierung und Konflikte
gedroht
.
Als
Diagnosen mit Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21) ab zirka Mai 2012
,
Probleme mit Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56; Mai 2012)
sowie ein
Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeit mit emotional-instabilen Zügen und Cluster-Kopfschmerzen
gestellt worden. Der Beigel
adene 1
habe nach
de
m
Verlust des letzten Arbeitsplatzes wegen Mobbings und Konflikten mit dem Vorgesetzten
eine Depression mit Verzweiflung, Kränkungsgefühlen, Angst und latenter Suizidalität entwickelt.
Hinzu sei die schwierige Situation als Allein
erziehender mit drei halberwachsenen Kindern gekommen. Alles zusammen habe er als Überforderung erlebt. Zur Stabilisierung sei
er
dem D._
in die Tagesklinik zugewiesen worden. Im Verlauf der Behandlung h
ätten
sich die Verzweiflung, hohe Verletzlichkeit, Kränkung und Angst vor erneuerter Kündigung
gebessert. Er habe begonnen, seine administrativen Verpflichtungen wieder wahrzunehmen
,
und sei dabei durch die psychiatrische Spitex unterstützt worden.
Er habe aktiv und konstruktiv mitgearbeitet.
Wegen somatischer Probleme
(Rippenbruch, Bruchoperation)
sei es zu mehreren längeren Unterbrüchen der Behandlung gekommen.
In seinem bisherigen Arbeitsgebiet sei er wieder arbeitsfähig.
Die vielen Arbeitsplatzwechsel und teilweisen Kündigungen in den letzten Jahren sowie die vergeblichen Bewerbungen hätten ihn psychisch stark angeschlagen und würden schnell zu erneuter Dekompensation führen.
Bei
N
ichtgelingen des Wiedereinstieges drohe die Entwicklung hin zu einer vollständigen Arbeitsun
fähigkeit.
Beruflich habe er ab dem 24.
Oktober 2012 bei einem früheren Arbeit
geber zu 20 % als
Schulbusfahrer arbeiten können
. Er wolle aber gerne wieder auf seinem Beru
f (Hauswartung, Instandhaltungs
fachmann
oder ähnliches
) arbeiten, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten könne
(Urk.
7/426/1-5).
3.2.4
Die Gutachter
des I._
, welche den
Beigeladenen 1
im Oktober und November 2017 aus allgemein-internistischer, orthopädischer, neurologischer und psychi
atrischer Sicht sowie im Januar 2018 aus neuropsychologischer Sicht begutachtet
haben (Urk. 7/482/5)
, schlossen in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung gemäss dem
Gutachten vom 14. Mai 2018
auf die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit:
1. Status nach Implantation einer Knie-TP links vom 18. Juli 2016 (ICD-10 M17.5) mit/bei Status nach sekundärer Gonarthrose links, nach offener Meniskus
operation 1986 und
geringgradiger
retropatellarer Arthrose,
Fabella
, aktuell mit/bei Status nach Revision der
tibialen
Komponente bei Lo
ckerung der Knie-TP links am 1.
Februar 2018 (nach der akt
uellen Begutachtung);
2.
Restbeschwerden am rechten Knie (ICD-10 M25.56) bei/mit
Status nach post
traumatischer medial betonter
Pangonarthrose
,
Valgisations
-Osteotomie bei medialer Gonarthrose rechts 1994, lateraler
Tibiaplateauimpressions
-Fraktur rechts im August 2005, offener Reposition und Plattenosteosynthese, tiefem Wundinfekt bei
Koagulase
-negativem Staphylokokkus und Status nach Knie
prothesenimplantation rechts am 21. August 2006
sowie mit/bei komplettem Einbruch der lateralen
Tibiaplateau
-Gelenksfläche
in eine darunter liegende, von
der ausgezogenen Osteosynthes
e
-Schraube zurückgelassene Höhle, starke Inaktivitätsosteoporose (Magnetresonanztomographie
[MRT] vom 11.
November 2015), und
geringgradiger
retropatellare Arthrose,
Fabella
;
3. chronischer
Clusterkopfschmerz (ICD-10 G44.0);
4. kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen,
histrionischen
und narzisstischen Zügen
mit/bei neuropsychologisch objektivierten
dysexektuiven
Verhaltensweisen und teilw
eise nicht-authentischen Funkti
ons
störungen
;
5. Schulterbeschwerden rechts (ICD-10 M19.21) bei/mit
ACG-Arthrose (MRT vom 15. Juli 2015) und Status nach
arthroskopischer
Rotatorenmanschetten
-Naht, Tenotomie der langen
Bizepssehne
und AC-Gelenksresektion am 4. März 2014;
6. Schulterbeschwerden links
(ICD-10 M19.2
1)
bei/mit
AC-Gelenksarthrose, bekannte
Supraspinatus
- und
Subscapularispartialr
uptur
,
Omarthrose
;
7.
depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
,
mit/bei Anpas
sungsstörung mit depressiver Symptomatik 2013 und anamnestisch mittelgradige Episode im Frühling 2012
(Urk
.
7/482/15-16).
Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
könne a
us gesamtmedizinischer Sicht seit dem Zeitpunkt der Aufgabe der letzten beruflichen Vollzeittätigkeit im April 2012, die retrospektiv hauptsächlich im Rahmen der psychischen Erkran
kung des Beigeladenen 1 zu interpretieren sei, seit dem Verschlechtern der ortho
pädischen Situation 2012/2013 und seit dem Hinzukommen der Cluster
kopfschmerz-Symptomatik
multifaktoriell
begründet werden (Urk.
7/482/16).
Im Einzelnen könne in orthopädischer Hinsicht b
etreffend das
linke Schultergelenk
ab dem Jahr 2010 von einem unveränderten Zustandsbild ausgegangen werden
, es sei seit damals eine Minderbelastbarkeit bei AC-Gelenksarthrose aktenkundig
; die diesbezüglich geklagte Beschwerdesymptoma
tik habe aktuell eher im Hinter
grund gestanden.
Die Situation in Bezug auf das
recht
e
Kniegelenk
habe sich nach dem Zeitpunkt der Vorbeurteilung im Jahr 2012/2013 verschlechtert
.
Bereits im Jahr 2013 sei eine beginnende Prothesenlockerung als nicht ausschliessbar postuliert worden.
Im Rahmen einer MRT-Untersuchung sei eine
F
rakturierung
des lateralen
Tibia
kopfes
dargestellt worden. Aktuell (zurzeit der
orthopädischen
Begutachtung im Oktober 2017, Urk. 7/482/122) habe eine eingeschränkte Beweglichkeit des rechten Kniegelenkes bestanden.
Am
rechten Schultergelenk
sei es zu einer Verschlechterung ab 2012/2013 mit Stabilisierung ab dem Jahr 2014 gekommen. Es
bestünden nachvollziehbar ein persistierender Schulter
schmerz und eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit
seit Abschluss der
perioperativen
Phase nach der
Operation im März 2014. Die
Kniegelenks
beschwerden links
(eingeschränkte Beweglichkeit,
deutliche
antero
-mediale Instabilität
) stünden aktuell (in orthopädischer Hinsicht) im Vordergrund und
hätten sich ab dem Jahr 2016 verschlechtert.
Im Juli 2016 sei eine Kn
ie
-TP links implantiert und am 1.
Februar 2018 sei bei bestätigter Lockerung der
tibialen
Komponente eine operative Revision derselben am linken Kniegelenk respektive
an
der
linksseitigen Kniegelenksp
rothese durchgeführt worden.
Derzeit befinde sich der Beigeladene 1
noch in der postoperativen Phase nach erneutem Eingriff am linken Kniegelenk.
Die neurologische Symptomatik
könne ab dem Jahr 2015 als verschlechtert beschrieben werden.
Die Diagnose der Cluster-Kopfschmerzen
sei bisher als nicht leistungsein
schränkend bewertet worden
. Sie
sei aktuell bezüglich der subj
ektiven Klagen des Beigeladenen
1 jedoch deutlich im Vordergrund gestanden und
aufgrund
der Anfallshäufigkeit der Cluster-Kopfschmerzen
könne von einer Verschlechterung ab dem Jahr 2015 ausgegangen werden. Zwischenzeitlich könne die Diagnose eines chronischen, therapieresistenten Cluster-Kopfschmerzes gestellt werden, der nunmehr eigenständig eine Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit begründe.
Betreffend die psychischen Beschwerden
fänden sich in den Akten bereits ab dem Jahr 2012 Hinweise für relevante Einschränkungen.
Eine depressive Symptomatik im Jahr 2012 könne retrospektiv nachvollzogen werden, ebenso, dass diese seit dem Jahr 2013 zwischen leichtgradig und remittiert eingestuft worden sei.
Auch zur Zeit der Begutachtung (im November 2017, Urk. 7/482/104) sei keine affek
tive Symptomatik mehr nachweisbar gewesen. In Übereinstimmung mit der früheren Einschätzung d
es D._
(tageklinische Behandlung ab Mai 2012)
sei vom Vorliegen einer kombinierten Persönlichkeits
störung mit emotional-instabilen,
histrionischen
und narzisstischen Zügen auszugehen.
Die Aspekte der Persönlichkeitsstörung mit den verbundenen Verhaltensauffälligkeiten seien ab dem Jahr 2012 relevant und massgeblich am Scheitern der beruflichen Wiedereingliederungsversuche beteiligt gewesen.
In erster Linie würden sich
mit der Persönlichkeitsstörung assoziierte Verhaltens
auffälligkeiten
zeigen
, welche insbesondere den Bereich der sozialen Inter
aktionen betreffen würden und mit Störungen/Einschränkungen verschiedener psychischer Funktionsbereiche verbunden seien.
Korrelierend hierzu hätten sich bei der neuropsychologischen Untersuchung
dysexekutive
Verhaltensweisen und (
teilweise
nicht authentische) neuropsychologische Funk
t
ionsstörungen objek
tivieren lassen
. Bezüglich der Einschränkungen aus psychiat
rischer/
neuropsychologischer Sicht
sei
(ebenfalls) ab dem Jahr 2012 davon auszugehen, dass die mit der Persönlichkeitsstörung verbundenen Funktions
störungen deutlicher in den Vordergrund getreten seien.
Vor dem Jahr 2012 sei es dem Beigeladenen 1 gelungen, die mit der Persönlichkeitsstörung verbundenen Verhaltensauffälligkeiten besser zu kompensieren. Es könne davon ausgegangen werden, dass
mit Verschlechterung der somatischen Situation diese Kompensa
tionsstrategien zunehmend versagt hätten und die Persönlichkeitsstörung des
wegen deutlicher in den Vordergrund getreten sei.
Es sei anzunehmen, dass der psychiatrische Zustand, wie er heute, zur Zeit der Begutachtung beschreiben werde, in etwa seit dem Jahr 2012 bestehe
(Urk.
7/482/16-18
, Urk. 7/482/20
).
Die
Arbeitsfähigkeit
in der zuletzt in einem Pensum von 20-30 % ausgeüb
ten Tätigkeit als Schulbusfahrer müsse
aus neurologisch/neuropsychologischer
und
- zumindest aktuell wegen der Prothese
nlockerung am linken Kniegelenk
-
auch aus orthopädischer
Sicht als
ungünstig beurteilt werden.
Insgesamt bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr für diese Tätigkeit in der Personenbeförderung.
Die
Arbeitsfähigkeit in den vom Beigeladenen 1 ausgeübten Tätigkeiten als Elektro
monteur sei aufgrund des damit verbundenen Belastungsprofils aus orthopä
discher Sicht aufgehoben.
Im zeitlichen Verlauf könne die Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Schulbusfahrer spätestens seit Anfang Februar 2017,
die Arbeits
fähigkeit
in sämtlichen körperlich schwer belastenden Tätigkeiten retrospektiv bereits ab dem Zeitpunkt des Unfalls vom 8. August 2005 als aufgehoben bewertet werden
(Urk. 7/482/21).
In der Zusammenschau der somatischen und psychiat
rischen/neuropsycholo
gischen Befunde bestehe
in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit
eine Rest
arbeitsfähigkeit
von höchstens 30 %.
In diesem Umfang leidensangepasst seien Tätigkeiten ohne das Tragen, Heben ode
r Bewegen von Gewichten über 10
15 Kilogramm, ohne Arbeiten dauerhaft über der Horizontalen oder mit vorgehalte
nen Armen, ohne Arbeiten auf unebenem Gelände, ohne Treppen- und Leitern
steigen,
ohne Gehstrecken von mehr als 1000 bis 1500 Metern, ohne
dauerhaftes in die Hocke gehen, ohne dauerhafte Arbeiten mit gebeugtem Kniegelenk oder in Zwangsposition
en und ohne die Notwendigkeit zu ununterbrochener Konzentra
tion respektive mit der Möglichkeit zum Unterbruch der Tätigkeit sowie ohne Arbeiten mit potenziell erhöhter Verletzungsgefahr, etwa an Maschinen oder in der Höhe. Ausserdem könnten keine Tätigkeiten mit erhöhtem Zeit- und Leistungsdruck oder Tätigkeiten mit erhöhter Anforderung an die Konzentration, Sorgfalt und das Durchhaltevermögen, mit erhöhten Anforderungen an personelle Interaktion sowie erhöhter Komplexität ausgeübt werden. Auch müsse ein grundsätzlich wohlwollendes Umfeld
mit einem hohen Mass an Toleranz gegenüber möglichen dysfunktionalen Reaktionsweisen und
mit
klar struktu
rierten
Arbeiten möglichst nicht in grösseren Teams
gegeben sein.
Bis zum
Abschluss der
perioperativen
Phase nach der Operation des linken Knies im
Februar 2018
sei zudem von einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen.
Retrospektiv sei
unter Berücksichtigung der somatisch und psychiatrisch beding
ten Verschlechterung des Gesundheitszustandes
davon auszugehen, dass der Beigeladene 1
seit dem Zeitpunkt der Aufgabe der letzten beruflichen Vollzeit
tätigkeit im April 2012
nur noch im aktuell beschriebenen Umfang
(von 30 %)
in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig
gewesen
sei (Urk. 7/482/21-22).
Die Arbeitsfähigkeit wurde in d
en fachärztlichen Teilgutachten
(Urk.
7/482/104184)
im Einzelnen
zudem wie folgt eingeschätzt
:
Aus
ortho
pädischer Sicht sei in körperlich schweren bis mittelschweren Tätigkeiten
seit 200
5 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben
. In einer leichten körperlichen Tätigkeit bestehe seit 2005 eine sich im Verlauf sukzessive zunächst qualitativ verschlechternde (Knie rechts 2006, Schulter links 2010, Schulter rechts 2012/2013 mit Verbesserung 2014, Verschlechterung Knie rechts 2012/2013) und dann aufgrund der Kniebeschwerden links im Jahr 2016 auch quantitativ verschlechternde Arbeitsfähigkeit mit einer Einschränkung um 50 %. Diese quantitative Arbeitsfähigkeitsreduktion beruhe auf einem vermehrten Pausen
bedarf zur Vermeidung der Exazerbation der Beschwerden vor allem im Bereich des linken Kniegelenkes (Urk. 7/482/131).
Im neurologischen Teilgutachten
wurde
ab der Diagnosestellung eines episodischen Clusterkopfschmerzes ab 2015 (Urk. 7/482/149), spätestens aber ab Anfang Februar 2017,
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
um 40 % attestiert
in einer Tätigkeit mit Rückzugs
möglichkeit, ohne besondere Lichtexposition und andere
Triggerfaktoren
wie stark riechende Substanzen, ohne Arbeiten auf Höhen (Steigen, Klettern, Balancieren auf Leitern und Gerüsten), ohne Arbeiten an schweren, offenen Maschinen, ohne erhöhten Zeitdruck oder Anforderung an die Konzentration, Sorgfalt und das Durc
h
haltevermögen (Urk. 7/482/156-157).
Aus
psychiatrischer Sicht
wurde aufgrund der kombinierten Persönlichkeitsstörung und der zuneh
menden Müdigkeit sowie Erschöpfung ein Zeitpensum von 50 % in einer leidens
angepassten Tätigkeit
als
möglich erachtet.
Zusammen mit den zusätzlichen qualitativen Einschränkungen, welche im neuropsychologischen Teilgutachten im Mini-ICF-App beschrieben seien, sei aufgrund der kombinierten Persönlich
keitsstörung eine mindestens 70%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben
(Urk. 7/482/1
18
).
Die Einschränkungen
in der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur seien aus psychiatrischer Sicht analog zur Beurteilung bei leidensangepassten Tätigkeiten
zu sehen. Der Beginn der
Arbeitsfähigkeit
könne aufgrund der Akten rückblickend nachvollziehbar
auf Juli 2012
festgelegt werden. 2012 habe es kurze Phasen gegeben, in denen in der Kombination der
mittelschweren Depression mit der kombinierten Persönlichkeitsstörung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben könnte. Die beschriebene
Arbeitsunfähigkeit von 70 % bestehe seit Oktober 2012
(Urk. 7/482/117-118).
3.2.5
In d
er er
gänzenden Stellungnahme des I._
vom 31.Oktober 2018
wurde
zusätz
lich
ausgeführt
,
mit dem
Belastungsprofil und der attestierten
Arbeitsfähigkeit von 50
% in
einer leidensangepassten Tätigkeit
gemäss dem orthopädischen Teil
gutachten (Untersuchung vom 26. Oktober 2017; Urk. 7/482/122), welche noch vor der Operation des linken Knies vom Februar 2018 formuliert worden seien, seien im Sinne einer
orthopädische
n
Gesamteinschätzung sämtliche Beschwerden am
Bewegungsapparat berücksichtig
t
worden
.
Auch im Falle einer postoperativen Verbesserung der Situation am linken Kniegelenk
wäre
insgesamt nicht von einer
wesentlichen Veränderung auszugehen.
Aus rein somatischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit für körperliche belastenden Tätigkeiten wie
jene
als Elektro
monteur bleibend als aufgehoben zu beurteilen.
Bezüglich der übrigen Tätig
keiten (als
Abteilungsleiter,
Hausabwart
und Zeitungsverkäufer), deren genaues Belastungsprofil nicht vorgelegen habe, könne die theoretische Arbeitsfähigkeit gemäss dem im orthopädischen Gutachtensteil angegebenen Belastbarkeitsprofil festgestellt werden. Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit werde auf
Ziffer 6.6.1 des orth
opädischen Teilgutachtens (Urk.
7/482/131)
und auf Ziffer 6.6.2 (
Urk.
7/482/20)
verwiesen
.
Aus orthopädischer Sicht sei ab dem Jahr 2012 eine konsekutive Verschlechterung zu verzeichnen, wobei die Arbeitsfähigkeit bezüg
lich körperliche
r
Schwerarbeit bereits vor dem Jahr 2012 als aufgehoben zu beurteilen sei.
Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Elektro
monteur könne ab diesem Zeitpunkt bereits als aufgehoben
gesehen
werden.
Es erscheine denkbar, dass zwischen dem Jahr 2012 und dem aktuellen ortho
pädischen Gutachtenszeitpunkt für körperlich leichte Tätigkeiten anfangs noch eine höhere Arbeitsfähigkeit bestanden habe.
Eine exakte Rekonstruktion sei dies
bezüglich nicht möglich. Auch wenn es denkbar sei, dass zwischen dem Jahr 2012 und dem Jahr 2017 rein aus somatischer Sicht eine höhere Arbeitsfähigkeit bestanden habe als dies Ende 2017 aus orthopädischer Sicht beurteilt worden sei,
so wäre diese Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten ab dem Jahr 2012 aus psychiatrischer Sicht nicht umsetzbar gewesen.
Es mache aus gesamt
medizinischer Sicht daher keinen Sinn, eine medizinisch-theoretische Arbeits
fähigkeit für einz
elne Disziplinen zu definieren, zumal für die
Gesamtein
schränkung der Arbeitsfähigkeit ab dem Jahr 2012 das psychische Krankheitsbild im Vordergrund gestanden habe.
Zum Verlauf des neurologischen Krankheits
bildes werde zudem auf
Ziffer 6.6.1
des neurologischen Teilgutachtens und zum
Verlauf der aktuell führenden psychischen Erkrankungen sowie Funktions
störungen auf Ziffer 6.1 des psychiatrischen Teilgutachtens verwiesen. Eine isolierte neuropsychologische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei im Übrigen wie bereits in Ziffer 6.7.1 des neuropsychologischen Teilgutachtens dargestellt, ohne Berücksichtigung des psychiatrischen Befundes und Krankheits
bildes nicht möglich. Die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse müssten vor dem Hintergrund des psychiatrischen Befundes und Krankheitsbildes interpretiert werden. Diesbezüglich finde sich im psychiatrischen Teilgutachten eine ausführ
liche Darstellung der Krankheitsentwicklung und auch des zeitlichen Verlaufs
(Urk. 7/493).
3.3
3.3.1
Nach der Rückweisung der Sache
im
Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2015.01058 vom 21. Dezember 2016
(Urk. 7/423/20-21)
zur
ergänzenden
Abklärung
der A
rbeits
fähigkeit
des Beigeladenen
ab April 2012
liegt mit dem I._
-Gutachten vom
14.
Mai 2018 (Urk. 7/482), ergänzt mit
der
Stellungnahme vom 31. Oktober 2018 (Urk. 7/493)
,
nunmehr
eine umfassende inter
disziplinär-fachärztliche Begut
achtung
hierzu
vor,
welche
die
rechtsprechungs
gemäss erforderlichen Kriterien für be
weiskräftige ärztliche Entschei
dungs
grundlagen
erfüllt
(vgl. BGE
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c)
.
So
wurde
das I._
-Gutachten
aufgrund der
erforderlichen Untersuchungen
erstellt
, es
erfolgte
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden
und
des Verhaltens des
Beigeladenen
1
sowie der medizinischen
Vorakten
. Die
medizinischen Zusam
menhänge wurden sowohl bezüglich der somatischen als auch bezüglich der psychischen Beschwerden nachvollziehbar aufgezeigt und die Beurteilung der medizinischen Situation schlüssig begründet dargelegt. Auch wurden die getroffenen Schlussfolgerungen ausführlich und nachvollziehbar erläutert.
Dem
I._
-Gutachten
kommt
daher in medizinischer Hinsicht
zur Fest
stellung des für die rechtliche Würdigung relevanten Sachverhaltes
voll Beweis
kraft zu
.
3.3.2
An der grun
dsätzlichen Beweiskraft des I._
-Gutachtens
ändert
nichts, dass
die Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid
aus rechtlicher Sicht
der
psychiatrische
n
I._
-
Einschätzung einer
50%igen (
respektive
unter Berück
sichtigung zusätzlicher qualitativer Einschränkungen von jener einer
70
%igen
)
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
(Urk.
7/482/118)
nicht folgte
(Urk. 2 S. 3 f.), sondern
beim Einkommensvergleich per April 2013
auf eine
aus orthopädischer Sicht
(Urk. 7/482/131)
attestierte
50%igen Arbeitsunfähigkeit
abstellte
(Urk. 2 S. 5
, Urk. 7/542/1
)
. Denn
es liegt rechtsprechungsgemäss nicht allein in der Zuständigkeit der mit dem konkreten
Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorüber
gehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägun
g)
im Sinne von Art. 6 ATSG
führt (BGE 140 V 193 E. 3.1). Vielmehr
kann aus rechtlicher Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verliert (BGE 144 V 50 E. 4.3; Urteil des Bundesgericht
s
9C_611/2018 vom 28. März 2019 E. 4.3.1).
3.4
3.4
.1
Bezüglich der hier zu prüfenden Frage des Beginns des Rentenanspruchs respek
tive der Erfüllung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
genügt eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von durch
schnittlich mindestens 40 %
während eines Jahres
ohne wesentlichen Unterbruch
. Das Gesetz macht keine Vorgaben betreffend den Beginn oder das Ende der Wartezeit
nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG. Für Beginn und Fortbestand der rechts
erheblichen Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG ist irrele
vant, ob diese Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheits
schadens ist (vgl. Art. 6 ATSG; Urteil des Bun
desgerichts 8C_567/2019 vom 10.
Dezember 2019 E. 3.3).
3.4.2
Gemäss der
schlüssigen
Ei
nschätzung der I._
-Gutachter
bestand
aufgrund der somatisch-orthopädischen
Beschwerden am
rechten
Knie
nach dem Unfall vom 8. August 2005 mit
Tibiaplateau
-Fraktur und
Kniearthroplastik
(
Urk. 7/10/53,
Urk. 7/10/57-58, Urk. 7/19/5)
bereits
vor 2012
eine
anhaltende
100%ige Arbeits
unfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit als
Elektromonteur
(
Urk. 7/482/21, Urk. 7/482/131,
Urk. 7/
493/2
).
Dies ist insbesondere
auch
mit Blick auf die kreis
ärztlichen Berichte
von Dr. med. O._
vom 4. März 2009 (Urk. 7/133/
5-6) und von Dr. med. P._
, Fach
ärztin
für Chirurgie,
vom
2.
Februar 2011 (Urk.
7/205/6) nachvollziehbar, wonach nur noch eine wechselbelastende, teils sitzende, teils stehend
e
Tätigkeit
(50
% Stehen/50
% Sitzen)
ohne dauerndes Treppensteigen, Gehen auf unebenem Gelände und ohne das dauernde Tragen (mit beiden Händen) von Gewichten über 10 Kilogramm
zumutbar
sei. Er könne nur selten Gewichte von
10
bis 25 Kilogramm bis Lendenhöhe heben. Bauarbeiten und Leitern besteigen seien dem
Beigeladene
n
1
nicht mehr zumutbar (Urk.
7/133/6).
Die
angestammte
Tätigkeit als Elektromonteur ist mit diesem Belastungsprofil nicht vereinbar
, wie sich auch aus dem Folgenden ergibt
.
Der Beigeladene 1 arbeitete vor dem Unfall vom 8. August 2005 hauptberuflich in seinem erlernten Beruf als Elektromonteur, zuletzt in der Funktion als tech
nischer
Abteilungsleiter für die Y._
AG (Urk.
7/8/1, Urk. 7/15/38-39, Urk. 7/37/2). Seine Aufgaben umfassten gemäss dem Arbeits
zeugnis vom 8. Dezember 2005 Reparaturen und Wartungsarbeiten an Maschinen und Anlagen, das Beheben von mechanischen und elektrischen Störungen, das Durchführen von Änderungen zu Verbesserungs- und Anpassungszwecken, Ersatz- und Neuinstallationen von Maschinen und Gebäudeeinrichtungen sowie die Disposition von Fremdfirmen (Urk. 7/15/18; vgl. auch Urk. 7/15/45). Die Umschulungsbemühungen in eine leidensangepasste körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende, teilweise stehende, teilweise sitzende Tätigkeit (Urk. 7/44/1, Urk. 7/36/4, Urk. 7/75, Urk. 7/78/8), namentlich eine Umschulung zum Automatikfachmann (Urk. 7/75-77, 7/113/1, Urk. 7/114), scheiterten (Urk. 7/113/1, vgl. auch Sachverhalt Ziff. 1.2-1.3 des Urteils IV.2015.01058 vom 21. Dezember 2016, Urk. 7/423/2-3).
Ab dem 1. Juli 2011 arbeitete der
Beige
ladene 1 sodann als «
Teamm
ember
Engineering
,
Elektriker» mithin als Betriebs
elektriker im K._
für die
B._
AG (Urk. 7/234/1
-3
). Die Aufgaben umfassten gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 30. Juli 2013 Reparaturen und Installationen von elektrischen Geräten, Verka
belungen, Lichtschalter etc. sowie Reparaturen in den Zimmern (Haartrockner, Lampen, Minibar, Wasserhähne) in einem ganzjährigen Hotelbetrieb mit Früh-, Spät- und Wochenenddienst inklusive Pi
kettdienst
(Urk. 7/234/6).
Die Tätigkeit war vor allem im Stehen, manchmal im Gehen und selten sitzend auszuüben (Urk. 7/234/6).
Sowohl bei der
bis am 8. August 2005 ausgeübten
Tätigkeit als
technischer Abteilungsleiter
als auch
bei
der
bis am 5. April 2012 ausgeübten Tätigkeit
als Betriebselektriker waren die
gesundheitsbedingten Anforderungen, wie sie im kreisärztlichen Bericht aufgrund des Gesundheitsschadens am rechten Knie fest
gehalten worden waren (Urk. 7/133/6), nicht gegeben;
insbesondere handelte es sich dabei nicht um wechselbelastende Tätigkeiten (mit zur Hälfte Arbeiten im Sitzen) und
Tätigkeiten ohne
Einsatz von Leitern.
3.4.3
D
ie
gutachterliche
I._
-
Einschätzung einer anhaltend 100%igen Arbeitsunfähig
keit ab (August) 2005 (Urk. 7/482/131)
ist damit nicht zu beanstanden
und es ist festzuhalten, dass sich diese auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und
bisherigen Tätigkeit nach Art.
28 Abs.
1
lit
.
b IVG bezieht.
Die
Beschwerdegegnerin
hat daher im angefochtenen Entscheid (Urk. 2 S. 3) zutreffend festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Elektromonteur) aus orthopädischer Sicht schon vor dem Jahr 2012 und mithin auch
von April 2012 bis März 2013
aufgehoben war.
3.
5
3.5
.1
Der Rüge
der
Beschwerdeführerin
,
aus dem I._
-Gutachten
gehe
nicht hervor, dass die Tätigkeit
als Elektromonteur
als Schwerstarbeit gelte und eine Einschrän
kung in dieser Tätigkeit vor 2012
sowie auch ab April 2012
bestanden habe
(Urk.
1 S. 7
f.
)
, kann
nach dem Gesagten
dagegen
nicht gefolgt werd
en, zumal im orthopädischen I._
-Teilgutachten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 2005 für «schwere bis mittelschwere körperliche» Tätigkeiten attest
iert wurde (Urk. 7/482/131). Darüber hinaus wurde
in der ergänzenden I._
-Stellungnahme vom 31. Oktober 2018
ausdrücklich
erläutert, dass die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Elektromonteur
ab diesem Zeitpunkt (
bezogen auf das Jahr
2012) bereits als aufgehoben beurteilt werden könne (Urk. 7/493/2).
Letzter
e
Formulierung
kann im Kontex
t der ergänzenden Stellungnahme
und des ortho
pädischen Teilgutachtens nur dahingehend verstanden werden, dass aus ortho
pädischer Sicht im
ganzen
Jahr 2012 keine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mehr bestand.
3.5
.2
Ebenfalls nichts zu ihren Gunsten kann die
Beschwerdeführerin
aus dem Umstand
ableiten, dass der Beigeladene 1
von Juli
2011 bi
s am 5. April 2012 im K._
als Betriebselektriker
gearbeitet hatte
(Urk.
7/234/1
). Denn eine medizinisch-theoretisch attestierte Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht, dass eine versicherte Person nicht dennoch eine für sie aus medizinischer Sicht nicht geeignete Tätig
keit ausübt.
Der Beigeladene 1 arbeitete
in dieser Tätigkeit
denn auch nur wenige Monate und er wurde gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 30. Juli 2013 ent
lassen, weil Arbeiten nicht mehr vollständig hätten erledigt und Aufträge nur teilweise
hätten
erfüllt werden können
(Urk. 7/234/1
).
Zudem litt der
Beigeladene 1 bereits wäh
rend der Tätigkeit im K._
zusätz
lich zu den Beschwerden am rechten Knie
an
Beschwerden an
der linken Schulter
, wie er gelten
d
macht
(Urk.
15 S. 2
) und sich
aus den Akten ergibt.
Im neuro
logischen I._
-Teilgutachten wurde festgehalten, der
Beigeladene
1
habe berich
tet, dass im Juni 2010 die Operation an der linken Schulter geplant worden sei, dies
e
jedoch zunächst nicht durchgeführt worden sei, da er keine Taggeld
versicherung gehabt habe (Urk. 7/482/139).
Gemäss d
em Bericht der L._
vom 28. April 2010 war der Operationstermin auf den 9. Juli 2010 festge
legt gewesen (Urk. 7/441/16).
Der
orthopädische Gutachter
führte dazu
aus, es hätten sich im Jahr 2010 Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenkes entwickelt, welche sich anamnestisch und nach Aktenlage bis zur gutachterlichen Untersuchung
(am 26. Oktober 2017, Urk. 7/482/122)
unverändert gezeigt hätten (Urk. 7/482/129-30
).
Dem Bericht der Orthopädie d
er L._
vom 19.
September 2012 ist hierzu zu entnehmen,
im Vergleich
zur
Voraufnahme seit der letzten Konsultation im April
2010
(vgl. Urk. 7/441/
16-23
)
zeige sich heute, am 18.
September 2012, ein
e
Zunahme des Befundes im Sinne einer
Intervalläsion
mit knapp
transmuraler
Ruptur der
Supraspinatussehne
und
Faserdehiszenz
von einem Zentimeter und kranialer Ruptur der
Supscapularissehne
(Urk. 7/428/76-77).
Die diesbezüglich gestellte Diagnose eines
subacromialen
Impingementes
bei symptomatischer AC-Gelenksarthrose und MR-tomographisch beschriebener Oberfläche
n
läsion der
Supraspinatussehne
und des kranialen
Subscapularis
sowie ein
er beginnenden
Omarthrose
(Urk.
7/428/76) wurde im I._
-Gutachten
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
berücksichtigt (Urk. 7/482/
15
) und eine Minderbelastbarkeit
seit dem Jahr 2010 festgestellt (Urk. 7/482/16).
Es ist nachvollziehbar, dass sich diese degenerativen Veränderungen an der linken Schulter nicht erst im September 2012
insbesondere bei Belastung symptomatisch zeigten
und zusätzlich zu den Kniebeschwerden zu Beeinträchtigungen
bei der Ausübung
der körperlich nicht leichten Tätigkeit als Elektromonteur respektive Betriebselektriker führten
.
Aber s
elbst wenn
davon ausgegangen wird, dass
di
e Erwerbstätigkeit im K._
kurzfristig
respektive
zeit
weise
vollständig oder mindestens zu über 80 %
zumutbar
gewesen
sei
, so ist die medizinisch-theoretisch
ab
2005
attestierte
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
in schweren bis mittelschweren körperlichen Tätig
keiten
(Urk.
7/482/131) wie jener eines
Elektromonteurs und
Betriebselektrikers
jedenfalls
spätestens nach der leistungsbedingten Entlassung im März 2012 (Urk. 7/234/8) und dem letzten Arbeitstag am 5. April 2012 (Urk. 7/234/8)
als (wieder) erwiesen anzusehen.
3.5
.3
Es bleibt somit dabei, dass die
vollständige
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aufgrund somatisch-orthopädischer Beschwerden entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 9)
nicht erst ab September
2012 (wegen der nunmehr wieder behandelten linksseitigen Schulterb
eschwerden
[
Urk.
7/42
8/76
77, Urk.
7/428/64-65, Urk.
7/482/15
]
)
oder
ab
Dezember 2012
(
wegen der Verschlechterung
am rechten Kniegelenk bei möglicher Prothesenlockerung
[
Urk. 7/482/15-16, Urk. 7/482/123-124, U
rk. 7/482/13], sowie Sturz auf das rechte Knie am 11. Dezember 2012,
Urk. 7/428/68-69
)
eintrat. Vielmehr hatte
die 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
ein Jahr vor dem
frühest
möglichen
Zeitpunkt der Entstehung
des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) ab dem 19. April 2013 (
nach der Neuanme
ldung am 19.
Oktober 2012;
Urk.
7/209)
, das heisst ab dem 19. April 2012,
bereits bestan
den und
dauerte an
.
Damit
ist
der
weitere Einwand
der
Beschwerdeführerin
, es habe
ein
Unterbruch des Wartejahres von mindestens 30 Tagen
im Sinne von Art. 29
ter
IVV in Verbin
dung mit Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
gegeben (Urk. 1 S. 9),
ebenfalls hinfällig
.
3.6
3.6.1
S
pätestens ab dem 10. April 2012
trat zudem
eine
Arbeits
un
fähigkeit
von mindestens
4
0 % (
Art. 28 Abs.
1
lit
. b IVG
)
auch
a
ufgrund
psychischer Beschwer
den
ein
, welche nach der Kündigung im März 2012 (Urk. 7/234/8)
durch
eine depressive
Episode
in Kombination mit einer beeinträchtigten Persönlich
keits
konstellation
begründet wurde
,
wie sich aus den übereinstimmen
den psychiatri
schen Einschätzungen ergibt
.
So war g
emäss dem Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr.
M._
vom 1. März 2013 im Rahmen der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.1, bestehend seit 2001)
und bei emotional-instabilen Persönlichkeitszügen
im März 2012
nach Unstimmigkeiten am Arbeits
platz, teilweise impulsivem Verhalten und grosser Kränkbarkeit des Beigeladenen 1
eine erneute depressive Episode mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten
. Dr.
M._
attestierte daher ab
dem
10.
April 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Betriebselektriker
(Urk.
7/229/3-4).
Eine massgebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist zudem aufgrund der teilstationären Behan
dlung in der Tagesklinik des D._
vom 18. Mai 2012 bis am 4. Januar 2013 (Urk. 7/
426/1, Urk. 7/437/1) anzunehmen. Denn
der Beigeladene 1
konnte
in dieser Zeit schon aufgrund des teilstationären Settings der Behandlung mit vier halben und einem ganzen Tag sowie zusätzlich wöchentlichen therapeutischen Einzelgesprächen (Urk. 7/437/2) keiner respektive höchstens
einer leidensangepassten Erwerbs
tätigkeit mit wenigen
Stunden pro Woche
- wie ab dem 24. Oktober 2012 jener als Schulbusfahrer in einem 20%igen Pensum (Urk. 7/426/2) - nachgehen,
und
jedenfalls nicht
einer Tätigkeit als Elektromonteur mit einem Pensum von über 60 %.
Die Ärzte des D._
attestie
rten gemäss dem Bericht vom 27.
Februar 2017
denn auch
eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit vom 18. Mai 2012 bis 4. Januar 2013 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (Urk. 7/426/3).
Im
I._
-Gutachten
wurde
in Übereinstimmung damit
festgestellt
,
dass
sich bereits ab dem Jahr 2012 Hinweise
für relevante Einschränkungen
gefunden hätten
,
das Vorliegen
einer depressiven Symptomatik im Jahr 2012 retrospektiv nachvollzogen werden könne
und
die Aspekte der Persönlichkeitsstörung mit den damit verbundenen Verhaltensauffälligkeiten ab dem Jahr 2012 relevant gewesen
seien
(Urk.
7/482/17).
Der
psychiatrische I._
-Gutachter erklärte
zur Arbeits
fähigkeit
,
die Einschränkungen in der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur seien aus psychiatrischer Sicht analog zur Beurteilung bei leidensangepassten Tätigkeiten zu sehen. I
m Jahr 2012 habe es kurze Phasen gegeben, in denen in der Kombination mit der mittelschweren Depression mit der kombinierten Persönlichkeitsstörung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (in jeglicher Tätig
keit) vorgelegen haben könnte. Von einer Arbeitsfähigkeit sei rückblickend
grundsätzlich
ab Juli 2012 auszugehen, wobei ab Oktober 2012
von einer
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
in quantitativer Hinsicht
von
50 % und
zusammen
mit den qualitativen Einschränkungen
von
insgesamt
70 % auszugehen sei (Urk. 7/482/117-118).
I
n der interdisziplinären Gesamtbeurteilung
schlossen die I._
-Gutachter
sodann
unter Berücksichtigung der somatischen und psychiatrischen Beschwerden
eben
falls
darauf, dass die Arbeitsfähigkeit selbst in einer leidensangepassten Tätigkeit seit der Aufgabe der letzten beruflichen Vollzeittätigkeit im April 2012 (mi
thin ab dem 6. April 2012, Urk.
7/234/1)
um
mehr als 40 %
eingeschränkt gewesen
sei
(Urk.
7/482/22).
3.6
.2
Entsprechend dieser
im Wesentlichen
übereinstimmende
n fachärztlichen
Einschätzung
ist auch aufgrund des psychischen Beschwerdebildes
von einer
durchgehend
mindestens 40%igen und zeitweise vollständigen Arbeitsunfähig
keit in der
bisherigen Tätigkeit ab dem 10.
April 2012 auszugehen
.
Dem Vorbringen der
Beschwerdeführerin
, es sei nicht überwiegend wahrschein
lich erwiesen, da
ss die (vom psychiatrischen I._-
Gutachter) diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bereits im April 2012 vorgelegen und eine Arbeits
un
fähigkeit nach sich gezogen habe (Urk. 19), kommt mit Bezug auf die Anspruchs
voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG keine Bedeutung zu. Denn das für die einjährige Wartezeit relevante Kriterium einer anhaltenden Arbeitsun
fähigkeit (Art. 6 ATSG) von
durchschnittlich
mindestens 40 % in der ange
stamm
ten/bisherigen Tätigkeit
während eines Jahres
wurde
unter Berücksichtigung des gesamten Gesundheitszustandes mit somatischen und psychischen Beein
trächtigungen - wie hiervor ausgeführt - auf jeden Fall
spätestens vom 10. April 2012 bis am 10. April 2013
erfüllt.
3.7
Nach dem Gesagten
beurteilte die Beschwerdegegnerin (Urk. 2 S. 3) die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG zu Recht im April 2013 als erfüllt.
4
.
4.1
Im Hinblick auf Art. 28 Abs. 1
lit
. c IVG ging d
ie
Beschwerde
gegn
erin
im ange
fochtenen Entscheid
(Urk. 2 S. 3)
davon aus,
dass
nach Ende
des Wartejahres eine
anhaltende
50%ige Arbeitsunfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
(Urk. 7/493/1)
bestand
.
Dagegen wurde von der
Beschwerdeführerin
(Urk. 1, Urk. 19) und vom Beigeladenen
1
(Urk. 15) nichts eingewendet.
Dies
ist a
ngesichts der weiteren suk
z
essiven Verschlechterung
der Beschwerden
am Bewegungsapparat
mit
Zunahme
am
rechten Knie
ab Dezember 2012 (
Urk. 7/428/68-69
,
Urk.
7/482/
15-16, Urk. 7/482/123-124, Urk.
7/482/130
) und
an der rechten Schulter
ab Ende 2012
(ausgeprägte
r
degenerativer Schulter
binnenschaden
,
Operation
schliesslich
am 4. März 2014; Urk. 7/411/2
, Urk.
7/428
/
52-62; Urk. 7/482/
15-17
) sowie
an der linken Schulter bei morpholo
gischen Schulterverletzungen (Wiederaufnahme
der
Behandlung ab Mitte September 2012;
Urk. 7/42
8/76-77, Urk. 7/428/64-65, Urk.
7/482/15
)
und
im weiteren Verlauf der
Chronifizierung
der Cluster-Kopfschmerzen ab 2015 (Urk
.
7/482/66
)
sowie der
Beschwerdezunahme
am
linken Knie (
ab 2016 mit
Operationen im Juli 2016, Urk. 7/428/21, und Febru
ar 2018, Urk. 7/482/93-97, Urk.
7/488
, Urk. 7/482/15, Urk. 7/482/17
)
nicht zu beanstanden
.
4.2
Da auch der verfügte Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bei einem Invaliditäts
grad von 65 % (Urk. 2 S. 5) zu Recht nicht beanstandet wurde
(
Urk. 1 S. 2)
, erübrigen sich weitere Ausführungen.
Im Ergebnis
ist festzuhalten, dass
der Beginn der
mit Verfügungen vom 6. Juli 2020 (Urk. 2) und vom 7. August 2020 (Urk. 7/593)
zugesprochenen
Dreiviertels
rente
ab dem 1. April 2013
korrekt festgelegt wurde.
4.
3
Sämtliche weiteren Vorbringen der
Beschwerdeführerin
führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.
Dem
Sube
ventualantrag
, die Erwägungen der
Beschwerdegegnerin
im ange
fochtene Entscheid (Urk. 2 S. 3 ff.) seien dahingehend anzupassen, als per April 2012 eine psychisch bedingte und per Dezember respektive (eventualiter) per September 2012 eine somatisch bedingte Arbeitsun
fähigkeit aufgetreten sei (Urk.
1 S. 2 und S. 9),
ist nach dem Gesagten ebenfalls nicht zu entsprechen.
4.
4
Die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2020 (Urk. 2)
, ergänzt mit Verfügung vom 7. August 2020 (Urk. 7/593),
ist
rechtmässig.
Die Beschwerd
e
ist
folglich abzuweisen.
5
.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
l
eistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind nach
dem Verfahrensauf
wand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), ermessensweise
auf Fr.
1’0
00.-- anzusetzen und
ausgangsgemäss
der
Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.
Dem
anwaltlich
vertretenen Beigeladenen 1
steht eine Prozessentschädigung
zu Lasten der unterliegenden Partei
zu,
da
er
mit
seinem
Antrag auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 15 S. 2)
durchdringt (
Urteil des Bundesgerichts 9C_277/2014 vom 26. August 2014 mit Hinweisen; Wilhelm
in: Zünd/Pfiffner
Rauber
[Hrsg.], Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N
3 zu § 34).
Diese ist
nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 de
s Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf
Fr.
2’000
.--
(inklusive Barau
slagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen
und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen
.