Decision ID: 79a46a99-d0eb-4b43-951a-547febc2a1a8
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X._
bezog
ab
Januar 2005
eine
halbe Invaliden
rente
der Invalidenversicherung samt Kinderrente für seine 1994 geborene
Tochter
Y._
(
Urk.
6/A,
Urk.
6/A2
,
Urk.
6/F
,
Urk.
6/H
) und
ab
Mai 2005 Ergänzungsleistungen zur Invalidenrente
(
Urk.
6/2h S.; vgl. a
uch
Urk.
6/130-131,
Urk.
6/142), zuletzt
ab
Januar 2012 in Höhe von
Fr.
938.-- pro Monat (
Urk.
6/142).
Im Rahmen einer periodischen Überprüfung des Leistungsanspruchs
klärte
das Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich
(nachfolgend:
Durch
führungsstelle
)
ab Juli 2012 erneut die Einkommens- und
Vermögensverhält
nisse
ab (
Urk.
6/91-109) und nahm
eine Neuberechnung der jährlichen
Ergän
zungsleistung
en
vor. Mit Verfügungen vom 1
3.
September 2012
(
Urk.
6/110,
Urk.
6/140)
und – auf Einsprache des Versicherten hin
(
Urk.
6/114)
– diese be
stätigendem
Einspracheentscheid
vom 1
5.
November 2012 stellte sie die
Ergän
zungsleistungen
auf Anfang
Oktober
2012
ein
, da die Berechnung einen
Ein
nahmenüberschuss
ergab,
und verpflichtete den Versicherten gleichzeitig,
wegen zu spät gemeldeter Arbeitslosentaggelder der Ehefrau
unrechtmässig
be
zogene
Ergänzungsleistungen
ab Februar 2012
in Höhe von
Fr.
7‘504.-- zurück
zuerstatten (
Urk.
6/110,
Urk.
6/140; vgl. auch
Urk.
6/138,
Urk.
6/139 S. 10).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
3.
Dezember 2012 Beschwerde und beantragte, es seien ihm rückwirkend und weiterhin Zusatz
leistungen auszurichten, und es seien ihm auch die beantragten Krankheits- und Behindertenkosten zu vergüten
und Prämienverbilligungen zu gewähren
(
Urk.
1 S. 1).
In der Beschwerdeantwort vom 1
7.
Januar 2013 schloss die Durchführungsstelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich
in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
urteilsvoraussetzung
,
wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
Mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
5.
November 2012 entschied die Durchführungsstelle über den Anspruch des Versicherten auf Zusatzleistun
gen (eidgenössische Ergänzungsleistungen, kantonale Beihilfen und
Gemeinde
zuschüsse
)
und die Rückerstattung von Ergänzungsleistungen (
Urk.
2)
.
Gleiches gilt für die
dem
Einspracheentscheid
zugrund
e liegenden
Verfügung
en
vom 1
3.
September 2012
(
Urk.
6/110,
Urk.
6/140; vgl. auch
Urk.
6/139).
Zu der
mit der Beschwerde ebenfalls beantragte
n
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten und Gewährung von Prämienverbilligungen (
Urk.
1
S. 1) wurde
weder
im
Einspracheentscheid
noch in den diesem zugrunde liegen
den Verfügungen
Stellung genommen (
Urk.
2), weshalb es diesbezüglich an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand fehlt. Auf den Antrag auf die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten und die Gewäh
rung von Prämienverbilligungen ist deshalb nicht einzutreten.
2.
2
.1
Gemäss Art. 9
Abs.
1
des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(
ELG
)
entspricht die jährli
che Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen.
Die anerkannten Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von Ehegatten werden zusam
mengerechnet (Art. 9
Abs.
2 ELG
). Bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHV) oder der Invali
denversicherung (IV) begründen und mit den Eltern zusammenleben, erfolgt eine gemeinsame Berechnung der Ergänzungsleistung (
Art. 9
Abs.
5
lit
. a ELG in Verbindung mit
Art. 7
Abs.
1
lit
. a der Verordnung über
Ergänzungsleistun
gen
zur Alters-, Hinterlassenen-
und Invaliden
-
versicherung [ELV]
).
Kinder, de
ren anrechenbare Einnahmen die anrechenbaren Ausgaben übersteigen, fallen für die Berechnung der jährlichen Ergänzungs
-
leistung ausser Betracht (Art. 9
Abs.
4 ELG in V
erbindung mit Art. 8
Abs.
2 ELV). Grund dafür ist, dass sich der Einbezug solcher Kinder beziehungsweise ihres Einnahmenüberschusses in die Anspruchsberechnung negativ auswirken und zu einem tieferen EL-Anspruch führen würde
(
vgl.
Carigiet
/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
2.
Auflage, Zürich 2009
, S. 126 ff.
).
2
.
2
Gemäss
Art. 9
Abs.
5 d ELG in Verbindung mit
Art. 23
Abs.
1
ELV
sind
für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen
zeitlich massgebend
sowie das am
1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen
.
2.3
Art. 24 ELV
bestimmt, dass der Anspruchsberechtigte von jeder Änderung der persönlichen und von jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftli
chen Verhältnisse der kantonalen Durchführungsstelle
unverzüglich
Mitteilung zu machen hat
.
2
.
4
2.4.1
Die Voraussetzungen für die Anpassung des Ergänzungsleistungsanspruchs an veränderte Verhältnisse sind in Art. 25
Abs.
1 ELV geregelt.
Danach ist die jährliche Ergänzungsleistung bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit dauernden Erhöhung der anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens
oder Verminderung der anerkannten Ausgaben
herabzusetzen oder aufzuheben
;
massgebend sind die neuen, auf ein Jahr umgerechneten dauern
den Ausgaben und Einnahmen und das bei Eintritt der
Veränderung vorhan
dene Vermögen (Art. 25
Abs.
1
lit
. c ELV). B
ei einer Verminderung des
Ausga
benüberschusses
hat die Anpassung des Leistungsanspruchs
spätestens auf den Beginn des Monats, der auf die neue Verfügung folgt, zu
erfolgen
; vorbehalten bleibt die Rückforderung bei Verletzung der Meldepflic
ht (Art. 25
Abs.
2
lit
. c ELV
).
Zudem werden die Ergänzungsleistungen bei der periodischen Überprüfung ange
passt, wenn eine Änderung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anre
chenbaren Einnahmen sowie des Vermögens festgestellt wird (Art. 25
Abs.
1
lit
. d ELV), wobei die jährliche Ergänzungsleistung auch
solchenfalls
spätestens auf den Beginn des Monats, der auf die neue Verfügung folgt, neu zu verfügen ist; vorbehalten bleibt die Rückforderung bei Verletzung der Meldepflicht (Art. 25
Abs.
2
lit
. d ELV).
Gemäss der Verwaltungspraxis, welche durch die Rechtsprechung als
verord
nungskonform
bezeichnet wurde (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 9C_305/2012 vom
6.
August 2012 E. 4.4.3 sowie P 63/02 vom
8.
Mai 2003
E. 6.2.4), erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung, falls keine Meldepflicht
-
verlet
zung
vorliegt, vom Beginn des Monats an, der dem Erlass der Verfügung un
mittelbar folgt (
R
z
3643.01
sowie 3645.03
der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], Stand
1.
Januar 2012
).
2.4.2
Die ohne rechtzeitige Meldung im Sinne von Art. 24 ELV weiterhin ausgerich
tete Leistung wird zu einer unrechtmässig bezogenen Leistung, welche gemäss Art. 25
Abs.
1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 2 ATSG sowie Art. 1
Abs.
1 ELG an den Versicherungsträger zurückzuerstatten ist, soweit bei einer korrek
ten Meldung eine Leistungsanpassung erfolgt wäre (
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Aufl., 2009, N 17 ff. zu Art. 31; vgl. auch
Kieser
, a.a.O., N 12 ff. zu Art. 25). Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung (Art. 53
Abs.
2 ATSG) oder die prozessu
ale Revision (Art. 53
Abs.
1 ATSG) massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen).
Gesetz und Verordnung regeln nicht ausdrücklich, auf welchen Zeitpunkt die Ergänzungsleistung bei nachträglicher Neuberechnung zur Beurteilung einer Rückerstattungspflicht an Änderungen anzupassen ist, welche zufolge Verlet
zung der Meldepflicht nicht berücksichtigt werden konnten. Entsprechend dem Grundsatz, wonach der Rückerstattungsbetrag durch Gegenüberstellung der be
zogenen Leistungen einerseits und des tatsächlichen Anspruchs andererseits zu ermitteln ist (BGE 122 V 19), ist die Anpassung auf denjenigen Zeitpunkt hin vorzunehmen, auf welchen sie bei rechtzeitiger Meldung mutmasslich erfolgt wäre. Bezogen auf die durch Art. 25
Abs.
1
lit
. c in Verbindung mit
Abs.
2
lit
. c ELV geregelte Konstellation (voraussichtlich dauernde Veränderung mit Ver
minderung des Ausgabenüberschusses) bedeutet dies, dass zu prüfen ist, wann die Verfügung ergangen wäre, wenn die von Art. 24 ELV verlangte unverzügli
che Meldung erstattet worden wäre. Die Anpassung ist auf den Beginn des da
rauf folgenden Monats vorzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 9C_305/2012 vom
6.
August 2012 E. 4.4.3 sowie P 63/02 vom
8.
Mai 2003 E. 6.2.4 mit wei
teren Hinweisen).
3
.
3
.1
Die Durchführungsstelle begründet
e
die Einstellung der Ergänzungsleistungen und die Rückforderung damit,
unter Berücksichtigung des Arbeitslosentaggelds der Ehefrau
des Beschwerdeführers
resultiere ein
Einnahmen
überschuss, welcher nicht mehr zum Bezug von
Ergänzungsleistungen berechtig
e. D
er
Beschwerde
führer
habe
der Durchführungsstelle
erst im Juli und August 2012 die Abrech
nungen über das von seiner Frau ab
Januar 2012
erhaltene Arbeitslosentaggeld zugestellt.
Dadurch habe er seine Meldepflicht verletzt. Mit der verspäteten Mel
dung habe er eine rechtzeitige Anrechnung der Arbeitslosentaggelder und An
passung der Ergänzungsleistungen verhindert und
in der Folge zu Unrecht
Er
gänzungsleistungen
bezogen, weshalb er zur Rückerstattung verpflichtet sei
(
Urk.
2).
Sodann sei die Tochter
Y._
Anfang November 2012 volljährig geworden und die Kinderrente der Invalidenversicherung sei ab Dezember 2012 eingestellt worden. Deshalb könne sie nicht mehr in die Berechnung des
Ergän
zungsleistungsanspruchs
aufgenommen werden (
Urk.
6).
3
.2
Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend,
e
r habe seine Melde
-
pflich
ten immer wahrgenommen. Die Durchführungsstelle sei darüber in
formiert gewesen, dass seine Frau Arbeitslosentaggelder bezogen habe. Spätes
tens im Juli 2012 habe sie auch die entsprechenden Taggeldabrechnungen er
halten. Ferner müsse seine Tochter
Y._
bei der Berechnung der Zusatz
leistungen mit berücksichtigt werden, da sie ihre Lehre in diesem Sommer ab
geschlossen habe und von ihrem Lehrlingslohn nicht habe leben können. So
dann sei es nicht richtig, eine Jahresberechnung zu machen, wenn das Jahr noch gar nicht abgeschlossen sei. Die Situation habe sich bezüglich seiner Frau insofern verän
dert, als dass die Rahmenfrist für den Bezug von Taggeldern Ende November 2012 abgelaufen sei (
Urk.
1).
4.
4.1
4.1.1
Im Rahmen der mit
dem
Schreiben der Durchführungsstelle an den Beschwerde
führer vom
4.
Juli 2012 (
Urk.
6/91) eingeleiteten periodischen Überprüfung des Ergänzungsleistungsanspruchs reichte der Beschwerdeführer am 1
2.
Juli sowie am 2
4.
August 2012
Abrechnungen
über
die von seiner Ehefrau in den Monaten Januar bis Juni 2012 bezogenen Arbeitslosentaggelder
ein (
Urk.
6/
103b
; vgl. auch
Urk.
2 S. 1,
Urk.
6/92
).
Eine frühere Meldung der ab Januar 2012 erhalte
nen Arbeitslosentaggelder ist nicht aktenkundig
(vgl.
Urk.
6/93 S. 3,
Urk.
6/102a,
Urk.
6/103,
Urk.
6/103a,
Urk.
6/132)
. Die Behauptung des Be
schwerdeführers, die Durchführungsstelle sei über die von seiner Frau ab Januar 2012 erhaltenen Arbeitslosentaggelder bereits vor Erhalt der
Taggeldabrech
nung
en
im Juli 2012 informiert gewesen (
Urk.
1 S. 1), ist folglich nicht belegt.
Ob hinsichtlich der von der Ehefrau ab Januar 2012 bezogenen
Arbeitslosentag
geldern
eine Meldepflichtverletzung vorliegt, kann indes aufgrund der nachfol
genden Erwägung offen bleiben.
4.1.2
F
ür eine Rückforderung
von Ergänzungsleistungen wird
nebst einer Melde
-
pflicht
verletzung
vorausgesetzt, dass
bei einer korrekten Meldung eine
Leis
tungsanpassung
erfolgt wäre (vorstehend E. 2.4
.2
).
Aus den der Verfügung vom
1
3.
September 2012 (
Urk.
6/110)
beigelegten
Berech
nungsblättern
ergibt sich
, dass die Durchführungsstelle bei den Einnah
men seit Dezember 2010 unverändert Taggelder der Ehefrau von
Fr.
7‘928.
-- berücksichtigte, mithin auch ab Februar 2012 (
Urk.
6/139 S. 3 ff.).
D
ie Ände
rung des Ergänzungsleistungsanspruchs ab Februar 2012 wegen eines
Einnah
menüberschusses
ist
im Wesen
tlichen darauf zurückzuführen
, dass die
Durch
führungsstelle
neu unter Berücksichtigung des Jahreslohns der Ehefrau für ei
nen im Februar 2012 beginnenden Reinigungsauftrag (
Fr.
2‘916.-- [
Urk.
6/102,
Urk.
6/102a
]
) ein jährliches Erwerbseinkommen von
Fr.
26‘505.-- berücksich
tigte, und nicht wie in der Periode von April 2011 bis Januar 2012
eines
von
Fr.
23‘589.-- (
Urk.
6/139 S. 6-8)
.
Dass
hinsichtlich des mit dem neuen Reini
gungsauftrag erzielten Erwerbseinkommens eine
Meldepflichtverletzung vor
liegt, wird von der Durchführungsstelle nicht geltend gemacht
und ergibt sich aus den Akten
auch
nicht ohne
Weiteres
.
Unter diesen Umständen ist die rückwirkende Leistungseinstellung mit Rück
-
forderung von
Ergänzungsleistun
gen
in Höhe von
Fr.
7‘504.-- nicht rechtens.
Die
Leistungen sind gestützt auf
Art. 25
Abs.
2 ELV auf den Beginn des Monats, der dem Erlass der Verfügung
en vom
1
3.
September 2012 (
Urk.
6/110,
Urk.
6/140)
unmittelbar folgt, also auf den
1.
Oktober 2012 aufzuheben (vorste
hend E. 2.4.1).
Mithin besteht der An
spruch auf die
mit der Leistungsverfügung vom
7.
Dezember 2011 zugesproche
nen
Ergänzungsleistungen
von monatlich
Fr.
938.-- (
Urk.
6/142) bis 3
0.
Sep
tember 201
2.
In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.
4.2
Der Beschwerdeführer bemängelt, dass seine Tochter
Y._
bei der Berech
nung der Zusatzleistungen nicht berücksichtigt
wurde und macht geltend, sie
habe
ihre Lehre in diesem Sommer abgeschlossen und
habe
von ihrem
Lehr
lingslohn
nicht leben können.
Nebst
den Einnahmen aufgrund
der Invaliden-Kinderrente von jährlich
Fr.
4‘392.-- ab August 2010 und
Fr.
4‘
464.
-- ab Januar 2011
(Urk. 6/H)
, einer weiteren Kinderr
ente
des
Berufsvorsorgeversicheres
des Beschwerdeführer
s
von
Fr.
1‘413.-- pro Jahr (
Urk.
6/4c-e) sowie
der
Familienzulagen von jährlich
Fr.
3‘000.--
erzielte d
ie 1994 geborene
Tochter
Y._
während ihrer Lehre vom
1.
August 2010 bis 3
1.
Juli 2011 ein monatliches Einkommen von
Fr.
671.65 (inklusive anteilsmässigem 1
3.
Monatslohn) und vom
1.
August 2011 bis 3
1.
Juli 2012 ein Monatseinkommen von
Fr.
812.50
(inklusive anteilsmässi
gem 1
3.
Monatslohn
;
Urk.
6/79
)
. Bis zum 3
1.
Juli 2012
lagen die Einnahmen der Tochter
Y._
,
auch nach Abzug von Lohnabzügen von
Fr.
50.-- und Berufsauslagen von
Fr.
2000.
-- vom Lehrlingslohn und Anrechnung von ledig
lich 2/3 dieses Erwerbseinkommens
,
mit
gesamthaft
Fr.
12‘399.-- bis
Fr.
14‘267.--
klar
über den von der Durchführungsstelle
in ihren
Vergleichs
rechnung
en
für die Zeit ab August 2010 sowie ab Januar 2011
berücksichtigten Ausgaben
pro Jahr von
Fr.
10‘884.-- bis
Fr.
13‘507.--
(
Urk.
6/8
1-8
2)
.
Trotz sei
nes Einwands, seine Tochter habe vom Lehrlingslohn nicht leben können, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern die von der Durchführungsstelle an
genommenen Einnahmen und Ausgaben falsch sind
.
In Anbetracht der über
zeugenden Berechnungen der Durchführungsstelle ist
nicht zu beanstanden, dass
sie
die Tochter
Y._
von
März 2011
bis Juli 2012
wegen eines
Ein
nahmenüberschusses
nicht
in die Berechnung aufnahm
(
Urk.
6/139 S. 5 ff.
;
vgl. auch
Urk.
6/108
)
.
Für die Zeit ab August 2012 nahm die Durchführungsstelle
nach Abklärung der aktuellen Verhältnisse (
Urk.
6/107-108
,
Urk.
6/112
)
eine neue Gegenüberstel
lung der Einnahmen und Ausgaben der Tochter
Y._
vor (
Urk.
6/119). Zusätzlich zu den Kinderrenten der Invalidenversicherung
(welche per
1.
Dezember 2012, mithin nach Erlass der angefochtenen Verfügung, eingestellt wurde [
Urk.
6/121,
Urk.
6/129])
und
des
Berufsvorsorgeversicheres
und den Fa
milienzulagen berücksichtigte
die Durchführungsstelle
bei den Einnahmen neu ein Erwerbseinkommen von
Fr.
14‘352.-- pro Jahr
.
G
emäss Angaben des Be
schwerdeführers
hatte die Tochter
am 2
2.
August 2012 ihre Lehre abgeschlossen (
Urk.
6/134
; vgl. auch
Urk.
6/132 S. 3
)
; sie
bezog
zwischenzeitlich
Arbeitslo
senentschädigung
und
suchte
eine Stelle im Rahmen eines
Beschäftigungspen
sums
von 50-80
%
(
Urk.
6/109,
Urk.
6/115
),
begann
im September eine
vierse
mestrige
Eintageshandelsschule
(
Urk.
6/116) und
arbeitete ab
8.
Oktober 2012 als Mitarbeiterin Verkauf bei der
Z._
zu einem Stundenlohn von
Fr.
21.35 zwischen 8 und 20 Stunden pro Woche (
Urk.
6/117). Ausgehend von durch
schnittlich 14 Arbeitsstunden pro Woche ermittelte die Durchführungsstelle ein Monatseinkommen von
Fr.
1‘196.-- und das in die Berechnung eingesetzte
jährliche
Erwerbseinkommen von
Fr.
14‘352.--. Hiervon zog sie Berufsauslagen von
Fr.
2‘000.-- ab und rechnete 2/3, also
Fr.
8‘235.--
als Einkommen an, was zu gesamthaften Einkünften von
Fr.
12‘470.-- bis
Fr.
14‘267.-- führte.
Vergli
chen mit den berücksichtigten Ausgaben von jährlich
Fr.
11‘121.-- bis
Fr.
13‘507.-- resultierte auch für die Zeit ab August 2012 ein
Einnahmenüber
schuss
. Auch bezüglich dieser Periode legt der Beschwerdeführer nicht dar, in
wiefern die von der Durchführungsstelle angenommenen Einnahmen und Aus
gaben der Tochter
falsch sind, weshalb kein Grund besteht, nicht auf die über
zeugende Berechnung der Durchführungsstelle abzustellen.
Da das anrechenbare Einkommen der Tochter des Beschwerdeführers im relevan
ten Zeitraum höher als die anerkannten Ausgaben
war
, durfte die Durchführungsstelle die Tochter beziehungsweise deren Einnahmen und Ausga
ben bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen unberücksichtigt lassen
(vorstehend E. 2.1)
.
4.3
Der pauschale Vorwurf des Beschwerdeführers, es
sei
nicht richtig, eine Jahres
-
be
rechnung
zu machen, wenn das Jahr noch gar nicht abgeschlossen sei, widerspricht
zunächst
der klaren gesetzlichen
Konzeption der
Ergänzungsleis
tungen
als jährliche Ergänzungsleistung
.
Ferner ist in
Art. 9
Abs.
5 d ELG in Verbindung mit Art. 23
Abs.
1
ELV
klar gere
gelt, dass
für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Re
gel die während des vorausgegangenen
, und nicht des aktuell laufenden,
Kalen
derjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen zeitlich massgebend
sind
,
zusätz
lich zum
am
1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene
n
Vermögen
(vorstehend
E. 2.2)
.
Schliesslich sieht
Art.
25
Abs.
1 ELV
auch die Möglichkeit
der Anpassung des Ergänzungsleistungsanspruchs an veränderte Verhältnisse
vor
. Danach ist die jährliche Ergänzungsleistung bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit dau
ernden Erhöhung der anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens oder Verminderung der anerkannten Ausgaben herabzusetzen oder aufzuheben
, wo
bei
massgebend die neuen, auf ein Jahr umgerechneten dauernden Ausgaben und Einnahmen und das bei Eintritt der
Veränderung vorhandene Vermögen
sind
(
Art.
25
Abs.
1
lit
. c ELV
, vorstehend E. 2.4
).
Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Durchführungsstelle habe diese
r Bestimmung zuwider gehan
delt.
Insgesamt
ist die
pauschale
,
unsubstantiierte
Kritik
an der Berechnungsweise der Ergänzungsleistungen nicht geeignet, Zweifel an der Korrektheit der Er
mittlung des Leistungsanspruchs durch die Durchführungsstelle zu wecken.
4.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Situation seiner Frau habe sich insofern verändert, als dass die Rahmenfrist für den Bezug von Taggeldern Ende November 2012 abgelaufen sei, ist er darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um eine Veränderung der finanziellen Verhältnisse handelt, welche erst nach Erlass des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 1
5.
November 2012 einge
treten ist
. Sie konnte folglich von der Durchführungsstelle bei Erlass des
Ein
spracheentscheids
noch nicht berücksichtigt werden und ist deshalb auch für das hiesige Gericht im Rahmen des
vorliegenden,
gegen den
Einspracheent
scheid
anhängig gemachten Beschwerdeverfahrens nicht beachtlich
. Die Durchführungsstelle
hat die veränderten
Verhältnisse soweit ersichtlich
in der Verfügung vom 1
4.
Februar 2013 berücksichtigt (
Urk.
10; vgl. auch
Urk.
9), welche vom Beschwerdeführer nicht angefochten
worden ist
.
5.
Sofern der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf Zusprechung von Zusatz
-
leis
tungen
(
Urk.
1 S. 1)
auch einen Anspruch auf Beihilfen und Gemein
de
-
zuschüsse geltend macht - ohne in seiner Beschwerdeschrift ausdrücklich auf diese Leistungen einzugehen -, kann auf die zutreffenden Ausführungen im an
gefochtenen
Einspracheentscheid
verwiesen
werden. Demnach besteht aufgrund der massgeblichen gesetzlichen Grundlagen (
§ 13 und
18
des kantonalen
Zu
satzleistungsgesetzes
,
§
19
der kantonalen Zusatzleistungsverordnung
sowie
Art.
2 und 6
der gemeindlichen Zusatzleistungsverordnung
in Verbindung mit
Art.
2
lit
. a und c der Ausführungsbestimmungen
zur gemeindlichen
Zusatz
leistungsverordnung
)
und der dazu herausgebildeten Praxis der
Durchfüh
rungsstelle
weder ein Anspruch auf Beihilfen noch ein solcher auf
Gemeinde
zuschüsse
(
Urk.
2 S. 2 f.).