Decision ID: f2c0248b-acc9-51b8-a4b4-375d407e6a74
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980
, arbeite
te seit dem
1.
Mai 2010 als Koch
bei
A._
und war dadurch bei der
Generali
Allgemeine Versiche
rungen AG (nachfolgend:
Generali
) obligatorisch gegen die Folgen von Unfäl
len versicher
t, als er am 2
4.
Juni 2010 mit
einem Motorroller stürzte und sich
eine
Tibiaplateaut
rümmerfraktur
rechts zuzog (
Unfallmeldung UVG vom 2
1.
Juli 2010,
Urk.
8/1, vgl. auch
Urk.
8/3/1).
Die
Generali
trat auf den Schaden ein und
erbrachte
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
In der Folge zog die
Generali
vom Untersuchungsamt
B._
den Polizeirapport vom 2
6.
Juli 2010 (
Urk.
8/27) und den Strafbescheid vom 2
5.
August 2010 (
Urk.
8/30)
bei und teilte
dem Versicherten mit
Verfügung vom
3.
Januar 2011 mit, dass sämt
liche Geldl
eistungen um 50
%
gekürzt
und
die bereits zu viel bezahlten Geld
leistungen mit den noch au
sstehenden verrechnet würden.
Sie
berief sich dabei auf
Art.
37
Abs.
3 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG),
wonach
Geldleistungen gekürzt oder in besonders sc
hweren Fällen verweigert werden
können
, wenn die versicherte Person
den Unfall bei nicht vorsätzlicher Ausübung
e
ines Verbre
chens oder Vergehens herbeigeführt hat
(
Urk.
8/33)
.
Mit Schreiben vom 1
4.
Februar 2012 teilte die
Generali
dem Versicherten mit, dass die Taggeldleistungen nach Gewährung einer Übergangsfrist spätestens per 30.
April 2012 eingestellt
würden,
da ihm gemäss Stellungnahme von
Dr.
med. C._
, Leitender Arzt Orthopädie des Spitals
D._
,
vom 8.
Dezember 2011 eine wechselbelastende sitzende Tätigkeit
seit dem
1.
Januar 2012
wieder
zu 100
% zumutbar sei (
Urk.
8/96).
Am
3.
August 2012 melde
te der Versicherte
einen Rückf
all (
Urk.
8/110
.1). Daraufhin
gab die
Generali
bei Dr.
med. E._
, FMH Orthopädische Chirurgie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am
8.
Februar 2013 erstattete (
Urk.
8/132, vgl.
auch Ergänzungen
zum Gutachten vom
2
5.
Februar 2013,
Urk.
8/135, und vom
22.
Mai 2013,
Urk.
8/142).
Mit Verfügung vom
2.
Juli 2013 stellte die
Generali
die
Heilbehandlungsleistungen
per 1
8.
Dezember 2012 ein und hielt fest, dass die Taggeldleistungen per 3
0.
April 2012 eingestellt bleiben würden. Weiter verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Versi
cherten aufgrund einer
Integritätseinbusse
von 15
%
eine
Integritätsentschädi
gung
von
Fr.
9‘450.-- (
Fr.
18‘900.-- um 50
%
gekürzt) zu (
Urk.
8/145). Die dagegen vom Versicherten am 3
0.
August 2013 erhobene Einsprache (
Urk.
8/152) wies die
Generali
mit
E
ntscheid vom 1
7.
Oktober
2013 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
9.
Novemb
er 2013 Beschwerde und stellte
folgendes Rechtsbegehren (
Urk.
1):
„
1.
d
er Einspracheentscheid vom
17.10.
2013 sei aufzuheben;
2.
d
ie Beschwerdegegneri
n sei zu verpflichten
,
wiedererwägungsweise die
gesetzlic
hen UVG
Leistungen zu erbringen;
3.
e
ventualiter sei der Strei
t
gegenstand an die
Vorinstanz
zurückzuweisen, mit
der
Verpf
lichtung
,
die Verfügung vom
03.01.
2011 sei aufzuheben
, dem
Beschwerde
führer
sei da
s rechtliche Gehör zu gewähren
und
anschliessend
sei
neu zu entscheiden;
4.
d
em Beschwerdeführer sei die unentge
ltliche Prozessführung zu bewil
ligen
;
5.
de
m Beschwerdefüh
rer sei eine angemessene Partei
entschädigung zuzusprechen.
u
nter Kosten- und Entschädigungsfolge
n
zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
“
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
8.
Januar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7),
was dem Beschwerdeführer am 15.
Januar 2014 angezeigt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
6
Abs.
1
UVG
werden,
soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt.
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang
besteht (BGE 129 V 181 E. 3
mit Hinweisen).
1.2
Gemäss
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
(IV)
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Nach
Art.
24
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet.
1.3
Nach
Art.
37
Abs.
3 UVG können dem Versicherten
die Geldleistungen
in Abwei
chung von
Art.
21
Abs.
1
ATSG
gekürzt oder in besonders schweren Fäl
len verweigert werden
, wenn er
den Unfall bei nicht vorsätzlicher Ausübung eines Verbreche
ns oder Vergehens herbeigeführt hat
. Hat der Versicherte im Zeitpunkt des Unfalles für Angehörige zu sorgen, denen bei seinem Tode
Hin
terlassenenrenten
zustünden, so werden Geldleistungen
höchstens um die Hälft
e gekürzt.
1.4
Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des
Sozialversiche
r
ungsrechts
kann die Verwaltung formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, die nicht Gegenstand materieller richterli
cher Beurteilung waren, in Wie
-
dererwägung
ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Dieses Zurückkommen liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (vgl.
Art.
53
Abs.
1 ATSG) - im Ermessen des Versicherungsträgers. Es be
steht demnach kein ge
richtlich durchsetzbarer An
spruch auf Wiedererwägung. Verfü
gungen, mit denen das Ein
tre
ten auf ein Wiedererwägungsgesuch abge
lehnt wird, sind grund
sätz
lich weder beschwerde- noch
einspracheweise
anfechtbar (BGE 133 V 50).
2.
2.1
Der Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom
2.
Juli 2013
(Urk.
8/145)
, die mit dem angefochtenen Einspracheentscheid
vom 1
7.
Oktober 2013 (
Urk.
2)
bestä
tigt wurde,
l
iegt in medizinischer Hinsicht
das
Gutachten von
Dr.
E._
vom
8.
Februar 2013 zugrun
de (
Urk.
8/132, vgl. auch
Urk.
8/135 und
Urk.
8/142
).
2.2
Dr.
E._
stellte in seiner Expertise folgende Diagnosen (
Urk.
8/132/19):
(1)
persistierende Knieschmerzen rechts
mit/bei:
-
Status nach Osteosynthese
einer
Tibiakopft
rümmerfraktur
(Juni 2010)
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
medialer und lateraler
Tibiakopf
(September 2011)
-
Status nach
diagnostischer Kniegelenksarthr
o
s
kopie rechts
-
Status nach zweimalige
r
Wun
dheilungsstörung (
oberflächliche
r
Infekt
)
-
A
t
r
ophie des
Musculus
quadrizeps
(
Vastus
medialis
) rechts
MRI-mässig mit mittelschweren Kn
orpeldefekten dors
al am lateralen
Tibiaplateau
, teilweise
mit tiefen Kn
orpelfissuren, oberflä
chlichen
Knor
peldefekten am medialen
Tibiaplateau
und ausgedünntem Knorpelüberzug
am medialen
F
emurkondylus
sowie
auch lateral und Status nach
dur
ch
gemachter VKB-Läsion
(2)
subakutes
, intermittierend auftretendes
lumboradi
kuläres
Schmerzsyndrom L4
links mit:
-
anamnestisch foka
l
er, kleiner Diskushernie Niveau L4/5 mit
Pr
otrusion
foramin
al
bis
extraforaminal
links mit Reizung der Nerven
wurz
el L4 links bei
Status nach CT-PRT L4 links
(Juli 2010) und CT-PRG L4 links
am 2
2.
August
2012
Dr.
E._
erklärte
zusammengefasst
, dass
die heute
– am 1
8.
Dezember 2012 -
vom Beschwerdeführer sowohl für das Knie als auch für den Rücken angegebenen Beschwerden ein anatomisches Korrelat finden würden. Die
lum
boradikuläre
Reizsymptomatik L4 sei dabei klar unfallfremd, das heisse rein degenerativ bedingt. Die vom Beschwerdeführer angegebenen
Kniebeschwer
den
, die in etwa mit den im MRI vom 2
4.
Januar 2013 festgestellten Befunden korrelieren dürften, seien eher mässiger Natur. Im Prinzip könne man von einer lateral betonten, beginnenden
femorotibialen
Arthrose des rechten Knies spre
chen. Bezüglich Arbeitsfähigkeit sei in einer stehenden oder gehenden Tätigkeit sicher nicht mehr als ein 50%-Pensum machbar, wie dies auch der Operateu
r
Dr.
C._
am 2
2.
Mai 2012 festgehalten habe. Für eine rein sitzende
Tätig
keit
sei der Beschwerdeführer
aber
zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
8/132/20).
Gemäss
Anhang 3 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) und
der
Tabelle 5 „Integritätsschaden bei Arthrosen“ der Schweizerischen
Unfallversi
cherungsanstalt
bestehe
für das rechte Knie heute ein Listenfall einer mässigen
„
Femorotibial
-Arthrose“
. Das Maximum für diesen Listenfall betrage 15
%
, was hier durchaus gerechtfertigt sei (
Urk.
8/132/25).
In der Stellungnahme vom 2
2.
Mai 20
13 ergänzte
Dr.
E._
, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit – wie dies vonseiten der Kniesprechstunde der Uniklinik
F._
festgehalten worden sei – n
icht mehr zu erwarten sei (Urk.
8/142).
2.3
Diese unumstrittenen Beurteilungen
von
Dr.
E._
, die er in Kenntnis und Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
abgab, sind
aufgrund der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu nachvollziehbar.
Es kann deshalb darauf abgestellt werden.
3.
Unumstritten ist
auch
, dass die Beschwerdegegnerin
in
der mit Einspracheent
scheid bestätigten
Verfügung vom 2. Juli 2013
–
im Wesentlichen
gestützt auf
das
Gutachten
von
Dr.
E._
-
die Heilbehandlungsleistungen
per 1
8.
Dezember 2012 einstellte und festhielt, dass die Taggeldleistungen per 3
0.
April 2012 eingestellt bleiben würden. Ebenfalls nicht in Zweifel gezogen hat der
Beschwerdeführer
den von der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom
2.
Juli 2013 vorgenommenen Einkommensvergleich
(vgl.
Art.
16 ATSG)
, aufgrund dessen sein Anspruch auf
eine Invalidenrente
verneint wurde
.
Schliesslich hat er auch die ihm aufgrund ein
er
Integritätseinbusse
von 15
%
– vor Kürzung um 50
%
-
auf
Fr.
18‘900.--
festgelegte Integritätsentschädigung nicht beanstandet (vgl.
Urk.
8/145).
Diesbezüglich ist der angefochtene Ein
spracheentscheid in Rechtskraft erwachsen.
4.
4.1
Umstritten ist
demgegenüber
, ob die Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom
3.
Januar 2011
zu Recht sämtliche Geldleistungen
unter Berufung auf Art.
37
Abs.
3 UVG
um 50
%
gekürzt hat
(
Urk.
8/33)
.
4.2
Der Beschwerdeführer machte
dazu
im Wesentlichen geltend, dass
Art.
37 Abs.
3 UVG
vorliegend nicht anwendbar sei. Bei
Erlass der Verfügung vom 3.
Januar 2011
sei die Beschwerdegegnerin
fälschlicherweise davon
ausgegan
gen sei
, dass ihm
im Zusammenhang mit dem Unfall vom 2
4.
Juni 2010
mit Strafbeschei
d des Untersuchungsamtes
B._
vom 2
5.
August 2010
wegen
grober
V
erletzung der Verkehrsregeln (
vgl.
Art.
90
Ziff.
2
des
Strassenverkehrs
gesetzes
,
SVG
)
eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen auferlegt worden sei.
Wegen dieses Delikts
sei jedoch
bereits
von der
Staatsanwaltschaft
G._
am
5.
November 2009 e
ine bedingte
Strafe
ausgefällt worden
.
Im Rahmen des Unfalls vom 2
4.
Juni 2010
sei er
lediglich
wegen
einer einfachen
Verkehrsre
gelverletzung
(
Art.
90
Ziff.
1 SVG) und
des Fahrens trotz Entzuges des Aus
weises (
Art.
95
Ziff.
2 SVG) bestraft worden.
Mit
Strafbescheid des Untersu
chungsamtes
B._
vom
25.
August 2010
sei
dann die von
der Staatsanwalt
scha
ft
G._
und auch eine
weitere
vom
Bezirksamt
H._
zuvor bedingt ausge
fällte Strafe widerrufen und ihm
-
im Rahmen einer Gesamtstrafe
-
eine Geldstrafe
von 24
Tagessätzen und eine
Busse
von Fr.
800.--
auferlegt worden
. Die Beschwerdegegnerin sei daher zu verpflichten,
wiedererwägungs
weise
die gesetzlichen UVG-Leistungen zu erbringen
(
Urk.
1).
4.3
Ausweislich der Akten
hat die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer
die Verfügung vom 3.
Januar 2011,
in der sie festhielt
, dass sämtliche Geldleistun
gen
um 50
%
gekürzt würden, korrekt eröffnet. Nach
der
30-tägigen Rechts
mittelfrist, die
unbestrittenermassen
ungenutzt ablief (vgl.
Urk.
1 S. 3), erwuchs die
se
Verfügung demnach in Rechtskraft
. In der Folge trat die
Beschwerd
egeg
nerin
mit Schreiben vom 17.
November 2011 (
Urk.
8/81) bzw.
mit
Einsprache
entscheid vom 1
7.
Oktober 2013 (
Urk.
2) auf die
Wiedererwägungsg
esuche des Beschwerdeführers vom
7.
November 2011 (Urk.
8/80) bzw.
vom
3
0.
August 2013 (
Urk.
8/152
) nicht
ein.
Im Einspracheentscheid begründete sie dies damit, dass weder formelle noch materielle Gründe für eine Wiedererwägung
ersicht
lich
seien (
Urk.
2).
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend
feststellte
(
Urk.
7), besteht
rechtsprechungsgemäss
kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wieder
erwägung. Ein allfälliges Zurückkommen auf eine
rechts
kräftige Verfügung liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgrü
nde
, die vorlie
gend nicht ersichtlich sind
(vgl.
Art.
53
Abs.
1 ATSG)
- im Ermessen des Versi
cherungsträgers.
Dem Gericht ist eine
Überprüfung
der Verfügung vom
3.
Januar 2011 daher verwehrt.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.
Der guten Ordnung halber ist noch darauf hinzuweisen, dass es sich
bei einer einfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von
Art.
90
Ziff.
1 SVG
– dem
einen
Delikt
gemäss
Strafbescheid des Untersuchungsamtes
B._
vom 2
5.
August 2010
-
zwar um eine Übertretung
(vgl.
Art.
103 des Schweizerischen Strafgesetzbuches, StGB)
handelt, die mit Busse bestraft wird
.
Das
andere
Delikt
gemäss
Strafbescheid des Untersuchungsamtes
B._
–
das Fahren
trotz Ent
zug des Führerausweises
(
Art.
95
Ziff.
2 SVG, in der ab dem
1.
Januar 2010 geltenden Fassung)
- stellt allerdings,
wie
auch die grobe
Verletzung der Ver
kehrsregeln i
m Sinne von Art.
90
Ziff.
2 SVG
,
ein Vergehen
(vgl.
Art.
10
Abs.
3
St
GB) dar, das mit Freiheitstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird.
5.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (
Urk.
1) ist obsolet, da das Beschwerdeverfahren kostenlos ist (
Art.
61 lit. a ATSG).