Decision ID: 2b192208-4ef1-58f1-af5f-6dbcee9130ae
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ war als Mitarbeiterin bei der B._ AG bei der AXA Versicherungen AG
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 8. September 2012
bei einem Sprung von einem Haag auf den Boden einen Knochenbruch im rechten
Fuss erlitt (Unfallmeldung vom 11. September 2012, UV-act. A2). Die erstbehandelnden
medizinischen Fachpersonen am Spital C._ diagnostizierten eine OSG-
Luxationsfraktur rechts mit starkem Weichteiltrauma, eine arterielle Hypertonie und
eine Depression (Eintrittsbericht vom 9. September 2012, UV-act. M30). Nach
anfänglich geschlossener Reposition mit Fixateur externe-Anlage unterzog sich die
Versicherte am 17. September 2012 im Spital C._ einem operativen Eingriff
(1. Schrauben- und Plattenosteosynthese Fibula mit Osteovit-Auffüllung sowie
Schraubenosteosynthese eines gelenkbildenden Wagstaff-Fragmentes und Naht der
vorderen Syndesmose; 2. Schraubenosteosynthese medialer Malleolus; siehe zum
Ganzen den Operationsbericht vom 20. September 2012, UV-act. M1). Vom 8. bis
22. September 2012 war die Versicherte im Spital C._ hospitalisiert. Im
Austrittsbericht vom 24. September 2012 stellten die dort behandelnden medizinischen
Fachpersonen folgende Diagnosen: 1. OSG-Luxationsfraktur rechts mit distaler,
gelenksbildender Trümmerfraktur der Fibula, Abriss des Volkmann'schen Dreiecks und
Abrissfraktur des Malleolus medialis; 2. eine Erosion Colon ascendes und Zökum;
A.a.
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3. einen Harnwegsinfekt; 4. eine akute Belastungsreaktion und 5. eine arterielle
Hypertonie (UV-act. M31). Die AXA Versicherungen AG kam für die Heilbehandlungen
auf und erbrachte Taggelder für die Unfallfolgen (UV-act. A5 und UV-act. A21).
Am 19. März 2013 berichtete Dr. med. D._, Arzt Chirurgie am Spital C._,
aufgrund der komplexen Fraktursituation bestehe ein protrahierter Verlauf. Zurzeit
beklage die Versicherte rezidivierende Schwellungszustände mit intermittierenden
antero-medialen Gelenksschmerzen. Eine Computertomographie habe diesbezüglich
keine wesentliche Pathologie gezeigt. Zurzeit seien keine wesentlichen weiteren
Behandlungen notwendig. Die Behandlung könne voraussichtlich im Juni
«2012» (richtig wohl: 2013) abgeschlossen werden (UV-act. M12). Im Bericht vom
8. Mai 2013 führte Dr. D._ aus, die Versicherte leide an einer Pseudarthrose Fibula
rechts mit beginnender talo-fibularer und -tibialer Arthrose. Leider zeige die Fibula
keinerlei weitere Heilungstendenz (UV-act. M37).
A.b.
Der die AXA Versicherungen AG beratende Dr. med. E._, Facharzt für Chirurgie,
hielt in der Stellungnahme vom 7. Juni 2013 fest, seit 24. Januar 2013 bestehe eine
Arbeitsfähigkeit von 50% aus orthopädischer Sicht. Der behandelnde Psychiater
bescheinige eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und mache das Ereignis vom
8. September 2012 dafür verantwortlich, obschon die Versicherte einen erheblichen
psychischen Vorzustand aufweise. Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit 24. Januar 2013
insgesamt 100% (UV-act. M26; zum Bericht des behandelnden Dr. med. F._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, C._, vom 20. März 2013 siehe IV-
act. 62).
A.c.
Am 17. Juni 2013 unterzog sich die Versicherte einem Eingriff, welchen Dr. med.
G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, am rechten oberen Sprunggelenk durchführte
(1. Pseudoarthrosenausräumung; 2. einfügen eines Beckenkammspans mit
Spongiosaplastik; 3. Osteosynthese distale Fibula; 4. OSME distale Fibula und
Malleolus medialis; 5. leicht varisierende Osteotomie distale Tibia; 6. Syndesmosen-
Stabilisation mittels TightRope und 7. MarrowStim-Einspritzung distale Fibula und
Tibia; UV-act. M41; zur Hospitalisation in der Klinik H._ vom 16. bis 21. Juni 2013
siehe UV-act. M42).
A.d.
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Dr. med. I._, beratender Arzt der AXA Versicherungen AG, gelangte in der
Stellungnahme vom 19. Juni 2013 zur Ansicht, dass das Ereignis vom 8. September
2012 nicht geeignet sei, eine psychotraumatische Reaktion auszulösen, zumal eine
gewichtige psychiatrisch relevante Vorgeschichte vorliege. Das Ereignis vom
8. September 2012 sei bezüglich der möglichen Auswirkung auf die Psyche banal
gewesen (UV-act. M40).
A.e.
Am 2. Oktober 2013 teilte die AXA Versicherungen AG der Versicherten mit, dass
ab 7. Oktober 2013 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer zumutbaren
leidensangepassten Tätigkeit bestehe. Bei langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit werde
für die Bemessung des Taggelds auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf
berücksichtigt, weshalb sie das bisherige 50%ige Taggeld noch bis 6. Oktober 2013
erbringe. Die Heilungskosten betreffend die Unfallfolgen würden solange übernommen,
bis die unfallbedingte Behandlung abgeschlossen sei. Die psychisch bedingte
Arbeitsunfähigkeit von 50% sei nicht auf das Unfallereignis vom 8. September 2012
zurückzuführen. Hierfür erhalte die Versicherte im Rahmen der
Krankentaggeldversicherung ein Taggeld (UV-act. A43; zur Schlussabrechnung über
die Taggeldleistungen vom 22. Oktober 2013 siehe UV-act. A44; zu den
Krankentaggeldleistungen der AXA Versicherungen AG siehe auch UV-act. A45).
A.f.
Am 18. Januar 2014 erlitt die Versicherte einen weiteren Unfall (UV-act. A50): Sie
stürzte im Keller und zog sich dabei eine Luxationsfraktur des linken oberen
Sprunggelenks zu. Am 23. Januar 2014 erfolgte im Spital C._ eine Osteosynthese der
Fibula mittels Zugschraube und 6-Loch-Drittelrohrplatte (zum Operationsbericht vom
27. Januar 2014 und zum Austrittsbericht vom 29. Januar 2014 betreffend die vom
19. bis 28. Januar 2014 dauernde Hospitalisation siehe UV-act. M56). Die Suva bejahte
im Schreiben vom 10. Februar 2014 ihre Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses
vom 18. Januar 2014 (UV-act. A52).
A.g.
Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen wurde die Versicherte am 13. und
21. Juli 2015 in der SMAB AG, St. Gallen, bidisziplinär (psychiatrisch-orthopädisch)
begutachtet. Die Expertinnen stellten folgende Diagnosen, denen sie eine Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit beimassen: 1. eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung
vom impulsiven Typ (ICD-10: F60.30), 2. eine rezidivierende depressive Störung,
A.h.
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gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und 3. eine posttraumatische
Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks und eine mässige posttraumatische
Arthrose des linken oberen Sprunggelenks. Aus orthopädisch-traumatologischer Sicht
sei die Versicherte für leidensangepasste Tätigkeiten mit voller Arbeitszeit und Leistung
arbeitsfähig. Psychiatrisch bestehe keine Belastbarkeit für den allgemeinen
Arbeitsmarkt (Gutachten vom 6. August 2015, IV-act. 135, insbesondere S. 18 f.).
Orthopädisch habe ab ca. Mitte Oktober 2013 bis zur Fraktur des linken Sprunggelenks
am 18. Januar 2014 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf eine leidensangepasste
Tätigkeit bestanden. Frühestens ab Juni 2014 sei rein orthopädisch von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auszugehen (IV-
act. 135-20).
Die Versicherte meldete der AXA Versicherungen AG am 27. Oktober 2015, dass
sich ihre Fussleiden sehr verschlechtert hätten, weshalb sie von Dr. med. J._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, zu
100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Sie ersuchte um eine Invalidenrente (UV-
act. A53; siehe auch das Schreiben der Versicherten vom 7. Juli 2016, UV-act. A55).
Dr. med. K._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparats, berichtete am 24. April 2016, das rechte obere Sprunggelenk sei
geschwollen. Das linke obere Sprunggelenk sei nur leicht geschwollen. Eine konklusive
Lösung wäre eine Arthrodese vom oberen Sprunggelenk zunächst auf der
beschwerdeführenden Seite rechts. Eine Operation lehne die Versicherte kategorisch
ab. Eine weitere konservative Lösung wäre eine Unterschenkel-Orthese (UV-act. M58).
Im Bericht vom 3. Juni 2016 führte Dr. med. L._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, St. Gallen, aus, es bestehe eine
fortgeschrittene Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks (UV-act. M64).
A.i.
Mit Verfügung vom 6. Juni 2016 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen der
Versicherten ab 1. Dezember 2015 eine ganze Rente zu (IV-act. 152).
A.j.
Am 29. Juli 2016 teilte die AXA Versicherungen AG der Versicherten mit, aus
unfallbedingten Gründen sei sie ab 7. Oktober 2013 in einer Verweistätigkeit wieder voll
arbeitsfähig gewesen. Zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der medizinischen
Behandlung betreffend das rechte Fussgelenk habe keine «Erwerbsfähigkeit» (gemeint
A.k.
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B.
C.
wohl: Erwerbsunfähigkeit) mehr bestanden. Somit bestehe auch kein Rentenanspruch
aus der obligatorischen Unfallversicherung. Die Heilungskosten für das rechte
Fussgelenk würden weiterhin erbracht werden, sofern die Behandlungen und Therapien
wirtschaftlich und zweckmässig seien (UV-act. A57).
Dr. E._ vertrat in der Stellungnahme vom 25. Oktober 2016 die Ansicht, inklusive
der Berücksichtigung einer allfälligen Verschlimmerung sei von einer schweren OSG-
Arthrose rechts auszugehen, die zu einem 25%igen Integritätsschaden führe. Es sei mit
einem weiteren Eingriff zu rechnen, wobei nur noch eine OSG-Arthrodese oder eine
OSG-Prothese in Frage kämen (UV-act. M67).
A.l.
Die AXA Versicherungen AG verfügte am 27. Januar 2017 die Abweisung des
Rentengesuchs und sprach der Versicherten für einen 25%igen Integritätsschaden eine
Entschädigung von Fr. 31'500.-- zu (UV-act. A75).
A.m.
Dagegen erhob die Versicherte am 2. März 2017 Einsprache und beantragte:
1. Die Verfügung vom 27. Januar 2017 sei vollumfänglich aufzuheben. 2. Es seien ihr
die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 3. Es seien weitere umfassende
Abklärungen vorzunehmen und es sei neu zu entscheiden (UV-act. A77).
B.a.
Die AXA Versicherungen AG wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom
18. Januar 2018 ab. Die auf das Ereignis vom 8. September 2012 zurückzuführenden
Leiden würden keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten begründen. Die psychischen Beeinträchtigungen seien nicht unfallkausal.
Der medizinische Sachverhalt sei nicht weiter abklärungsbedürftig (UV-act. A84).
B.b.
Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Januar 2018 erhob die
Beschwerdeführerin am 21. Februar 2018 Beschwerde. Sie beantragte darin dessen
Aufhebung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die
Angelegenheit zur Einholung eines unabhängigen medizinischen Gutachtens an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die Beschwerdeführerin bestritt, dass die psychische Erkrankung eine eigenständige
C.a.
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Erwägungen
1.
Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids und damit des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens bildet ausschliesslich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf
eine Invalidenrente (UV-act. A84, Ziff. 2.2).
und vom Unfallereignis vom 8. September 2012 unabhängige Ursache darstelle.
Zudem bemängelte sie den von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen
Einkommensvergleich und hielt die Aktenbeurteilung durch Dr. I._ vom 19. Juni 2013
nicht für beweiskräftig (act. G 1).
Innert mehrfach erstreckter Frist reichte die Beschwerdegegnerin am 13. Juli 2018
die Beschwerdeantwort ein, worin sie die Abweisung der Beschwerde beantragte.
Zunächst sei festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin einen Leistungsanspruch aus
ihrer Rückfallmeldung vom 7. Juli 2016 herleite. Bei Rückfällen und Spätfolgen obliege
es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs
zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Gestützt auf das
psychiatrische Teilgutachten der SMAB vom 22. Juli 2015 sei ein solcher zu verneinen.
Auch fehle es an einer adäquaten Kausalität. Da die Beschwerdeführerin keinen
unfallbedingten Erwerbsausfall erleide, bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente
(act. G 9).
C.b.
Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 8. August 2018 an ihren Anträgen
unverändert fest (act. G 11).
C.c.
In der Duplik vom 18. Oktober 2018 hielt die Beschwerdegegnerin an der
beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 15).
C.d.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, nachdem Versicherungsleistungen für
1.1.
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2.
Zunächst zu beurteilen sind die somatischen Folgen des Ereignisses vom 8. September
2012.
die Folgen eines Ereignisses vom 8. September 2012 (UV-act. A2) strittig sind, die bis
31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche
Versicherungsleistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG). Eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden,
die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis
zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Für die Beantwortung der
Frage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin
ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen
angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber
eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten
Regeln zu beurteilen ist (vgl. Alexandra Rumo-Jungo/ André Pierre Holzer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung
[UVG], 4. Aufl. 2012, S. 55 und 58).
1.2.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV)
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3.
Zwischen den Parteien ist zurecht unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
infolge des Unfalls vom 8. September 2012 an einer posttraumatischen Arthrose des
rechten oberen Sprunggelenks leidet (IV-act. 135-18; zur Entschädigung des 25%igen
Integritätsschadens am rechten Sprunggelenk siehe die diesbezüglich in Rechtskraft
erwachsene Verfügung vom 27. Januar 2017, UV-act. A75).
2.1.
Im SMAB-Gutachten vom 6. August 2015 legte die orthopädische Expertin
überzeugend mit einlässlicher Begründung dar, dass die Beschwerdeführerin aus
somatischer Sicht bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten über eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 135-17). Mit Blick auf die
2.2.
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somatischen Folgen des Ereignisses vom 8. September 2012 gelte diese
Arbeitsfähigkeit ab ca. Mitte Oktober 2013 (UV-act. 135-20 unten).
Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass sich die Auswirkungen der
posttraumatischen Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks auf die Arbeitsfähigkeit
im für die gerichtliche Beurteilung massgeblichen Zeitraum (siehe hierzu BGE 138 V
535 f. E. 2.2) nach der gutachterlichen Einschätzung relevant verschlechtert hätten. Die
orthopädische SMAB-Gutachterin führte hinsichtlich des rechten Sprunggelenks aus,
die Beschwerdeführerin beschreibe anhaltende belastungsabhängige Schmerzen und
Ruheschmerzen mit Schwellneigung und einer maximalen Gehstrecke von einer Stunde
(IV-act. 135-35 Mitte). Die Beweglichkeitsprüfung des rechten Fusses (Heben/Senken)
ergab 0-0-20° (IV-act. 135-40). Die bildgebenden Abklärungsergebnisse (Röntgen vom
13. Juli 2015) ergaben relativ fortgeschrittene arthrotische Veränderungen im rechten
oberen Sprunggelenk mit fast fehlendem Gelenkspalt tibiotalar, aber auch fibulotalar
(IV-act. 135-41). Dr. L._ hielt im Bericht vom 3. Juni 2016 fest, die Gehstrecke
betrage eine knappe Stunde. Ein Ruheschmerz bestand nicht (mehr). Die Einnahme
von Schmerzmedikamenten verneinte er. Die Prüfung der Dorsalextension/
Plantarflexion des rechten Fusses ergab 0-0-30°. Dem radiologischen Befund der
Abklärung vom 18. April 2016 ist auch keine Verschlechterung zu entnehmen (UV-
act. M64). Aus dem Bericht des behandelnden Dr. med. M._, Facharzt für Allgemeine
Medizin, vom 21. November 2016 gehen ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine
Verschlechterung der Situation am rechten Sprunggelenk hervor (UV-act. A67).
2.3.
Weder aus dem SMAB-Gutachten noch den übrigen medizinischen Akten ergeben
sich Hinweise, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung des
unfallbedingten Gesundheitsschadens am rechten oberen Sprunggelenk noch eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands hätte erwartet werden können. Die
orthopädische SMAB-Gutachterin ging bezüglich der Arbeitsfähigkeit von einer stabilen
Situation aus. Lediglich bei weiterem Fortschreiten der Arthrose und der Zunahme der
Schmerzen würde eventuell eine operative Therapie mittels Arthrodese oder
Implantation einer Sprunggelenksprothese notwendig werden (IV-act. 135-21). Weder
aus dem Bericht von Dr. M._ vom 21. November 2016 (UV-act. A67) noch
demjenigen von Dr. L._ vom 3. Juni 2016 ergibt sich etwas Gegenteiliges (UV-
act. M64). Auch Dr. E._ setzte für ein operatives Vorgehen einen verschlechterten
Gesundheitszustand voraus (Stellungnahme vom 25. Oktober 2016, UV-act. M67).
2.4.
Zusammenfassend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass die posttraumatische Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks spätestens im
Zeitpunkt der abweisenden Rentenverfügung vom 27. Januar 2017 (UV-act. A75) einen
2.5.
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3.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin für den von der Beschwerdeführerin
geltend gemachten psychischen Dauerschaden eine Leistungspflicht trifft. Dabei kann
vorliegend offenbleiben, ob die psychischen Leiden zu einer aus objektiver Sicht nicht
überwindbaren Erwerbsunfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ATSG bzw. der nach der
SMAB-Beurteilung geänderten Rechtsprechung im Sinn von BGE 143 V 409 und BGE
143 V 418 führen und bejahendenfalls, ob diese in einem natürlichen
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 8. September 2012 stehen (zu den
von der Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfallereignis geklagten psychischen
Störungen siehe etwa die aus diesem Grund erfolgte IV-Anmeldung vom 30. Dezember
2010 [Datum Posteingang IV-Stelle], IV-act. 1, oder den Bericht der Klinik N._ vom
12. Juli 2010, worin eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt im
Rahmen einer psychophysischen Erschöpfung diagnostiziert wurde, IV-act. 19-3 f.).
Denn wie sich aus nachfolgenden Erwägungen ergibt, ist mit der Beschwerdegegnerin
(act. G 9, Rz 29 und Rz 32, sowie act. G 15, Rz 10) zumindest der für einen
Rentenanspruch erforderliche adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen, womit
sich von vorneherein weitere - von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragte
(act. G 1, Ziff. 17.2) - medizinische Abklärungen zum natürlichen Kausalzusammenhang
erübrigen (siehe anstatt vieler Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2009,
8C_493/2009, E. 5.1 mit Hinweis).
unfallbedingten Dauerschaden darstellt, der allerdings bezogen auf leidensangepasste
Tätigkeiten zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt.
Bei den vorliegend nicht objektivierbaren psychischen Beschwerdebildern (siehe
zur emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ [ICD-10: F60.30]
und rezidivierenden depressiven Störung [ICD-10: F33.1] das psychiatrische SMAB-
Teilgutachten in IV-act. 135-31) bestimmt sich die adäquate Unfallkausalität nach der
sogenannten Psychopraxis (BGE 115 V 133). Die nach Abschluss der Behandlung von
somatischen Unfallfolgen (siehe hierzu vorstehende E. 2.4) noch
behandlungsbedürftigen psychischen Leiden stellen nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts keinen Grund für einen Aufschub der Rentenprüfung dar, da die
psychischen Beeinträchtigungen für die Beurteilung der Adäquanz bei der
Psychopraxis unberücksichtigt zu bleiben haben (Urteil des Bundesgerichts vom
29. April 2016, 8C_892/2015, E. 4.1 mit Hinweisen).
3.1.
Ausgangspunkt der Adäquanzbeurteilung nach BGE 115 V 133 bildet das objektiv
erfassbare Unfallereignis. Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere
Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen. Massgebend für die Beurteilung der
3.2.
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Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei
entwickelnden, auf die versicherte Person wirkenden Kräften (Urteil des
Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1). Während der adäquate
Kausalzusammenhang bei schweren Unfällen in der Regel ohne Weiteres bejaht und
bei banalen sowie leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen im mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein
schlüssig beantworten. Es sind weitere objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar
mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Bei mittelschweren Unfällen sind
im Anwendungsbereich von BGE 115 V 133 die folgenden sieben Adäquanzkriterien zu
beachten: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit
des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere
ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch (nicht
jedoch der psychisch) bedingten Arbeitsunfähigkeit. Die Adäquanzkriterien nach BGE
115 V 133 werden nur aufgrund der organischen Unfallfolgen, unter Ausschluss
psychischer Aspekte oder als körperlich imponierender, organisch jedoch nicht
hinreichend erklärbarer Beschwerden geprüft. Je nachdem, wo im mittleren Bereich
der Unfall einzuordnen ist und unabhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in
besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden. In
welcher Anzahl und welcher Ausprägung die Kriterien erfüllt sein müssen, um die
Adäquanz zu bejahen, hängt vom Schweregrad des (mittelschweren) Unfallereignisses
ab. Im ganzen mittelschweren Bereich kann schon eines der zusätzlich zu beachtenden
Kriterien genügen, um ein Kausalzusammenhang als adäquat zu beurteilen, wenn es
besonders ausgeprägt erfüllt ist. Wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den
schweren Fällen im mittleren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem
schweren Unfall zu qualifizieren ist, reicht je nach den konkreten Umständen das
Erfülltsein eines einzigen Kriteriums, um den adäquaten Kausalzusammenhang zu
bejahen. Bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen
müssen ansonsten mindestens vier der massgeblichen Kriterien und bei
mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Kriterien erfüllt sein (siehe zum Ganzen
BSK UVG-Irene Hofer, N 89 ff. zu Art. 6 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Der durch den Sprung verursachte Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin
vom 8. September 2012 lässt sich mit dem vom Bundesgericht im Urteil vom
3.3.
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18. Dezember 2009, 8C_493/2009, beurteilten Sachverhalt vergleichen. Dort rutschte
der Versicherte beim Sprung von einer Laderampe aus und stürzte. Dabei erlitt er eine
distale intraartikuläre Radiusfraktur links, eine Abscherfraktur des Processus styloideus
ulnae links und eine Becken-/Hüftkontusion links (lit. A des Sachverhalts). Im damaligen
Verfahren wurde der erlittene Sturz den mittelschweren Unfällen an der Grenze zu den
leichten Unfällen zugeordnet. Vorliegend bestehen keine Gesichtspunkte, die das mit
dem geschilderten Vorfall vergleichbare Unfallereignis vom 8. September 2012
schwerer erscheinen liessen. Die Adäquanz eines Kausalzusammenhangs wäre somit
nur dann zu bejahen, wenn eines der relevanten Adäquanzkriterien in besonders
ausgeprägter oder mindestens vier dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären.
Dabei sind die psychischen Faktoren auszuklammern und die Auswirkungen der
unfallfremden Leiden ebenfalls nicht zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts
vom 18. Dezember 2009, 8C_493/2009, E. 5.2.2).
Bezüglich des Kriteriums der «besonders dramatischen Begleitumstände» oder
der «besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls» ist zu berücksichtigen, dass die
Beschwerdeführerin nach ihren eigenen Angaben gegenüber einer
Aussendienstmitarbeiterin der Beschwerdegegnerin nicht die erste Person gewesen
sei, die sich am Unfallort ausgesperrt habe. Sie habe auf das Tor klettern und von dort
hinunterspringen müssen. Sie sei jedoch die erste Person gewesen, die sich dabei den
Fuss gebrochen habe (UV-act. A7). Der Sprung war von der Beschwerdeführerin
beabsichtigt und erfolgte nicht reflexartig im Rahmen einer unmittelbaren
Gefahrensituation für Leib und Leben. Dass die Beschwerdeführerin dabei unglücklich
landete, stellt für sich allein keinen besonders dramatischen Begleitumstand oder eine
besondere Eindrücklichkeit dar. Zudem vermochte sie nach der Verletzung - wenn
auch «auf allen Vieren» - in das «Gebäude» zu «kriechen» und telefonisch medizinische
Hilfe anzufordern (UV-act. A7). Vor diesem Hintergrund ist das Kriterium zu verneinen.
3.3.1.
Das Kriterium der «Schwere oder der besonderen Art der erlittenen
Verletzungen» ist nicht erfüllt. Besondere Umstände, die das Beschwerdebild
beeinflussten, liegen nicht vor. Die Beschwerdeführerin erlitt eine OSG-Luxationsfraktur
rechts mit distaler, gelenksbildender Trümmerfraktur der Fibula, Abriss des
Volkmann'schen Dreiecks und Abrissfraktur des Malleolus medialis (UV-act. M31). Dem
Austrittsbericht des Spitals C._ vom 24. September 2012 lässt sich entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin nach den beiden Operationen vom 8. und 17. September 2012
(UV-act. M1) rasche Fortschritte in der physiotherapeutisch angeleiteten Mobilisation
an Stöcken machte. Die Wunden seien stets reizarm und trocken, die Schwellung
3.3.2.
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regredient gewesen. Die Beschwerdeführerin wurde in gutem Allgemeinzustand am
22. September 2012 entlassen (UV-act. M31).
Das Kriterium der «ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung der
somatischen Unfallfolgen» ist ebenfalls nicht erfüllt. Der somatische Endzustand der
Folgen des Ereignisses vom 8. September 2012 war spätestens im Oktober 2013
erreicht.
3.3.3.
Eine ärztliche Fehlbehandlung der somatischen Unfallfolgen ist nicht erkennbar.3.3.4.
Bezüglich des Kriteriums des «schwierigen Heilverlaufs und der erheblichen
Komplikationen» gilt es zu beachten, dass im Verlauf Komplikationen auftraten. So
berichtete Dr. D._ am 19. März 2013, es liege ein protrahierter Verlauf aufgrund einer
komplexen Fraktursituation vor. Eine Computertomographie zeigte allerdings keine
wesentliche Pathologie der von der Beschwerdeführerin beklagten rezidivierenden
Schwellungszustände mit intermittierenden antero-medialen Gelenkschmerzen (UV-
act. M12). Bislang wurden insgesamt drei - wenn auch komplikationslos verlaufene -
Operationen am rechten oberen Sprunggelenk vorgenommen (8. September und
17. September 2012 sowie 17. Juni 2013; UV-act. M1, UV-act. M31 und UV-act. M42;
siehe auch IV-act. 135-34). Das Kriterium des «schwierigen Heilverlaufs und der
erheblichen Komplikationen» kann daher - in nicht ausgeprägter Weise - bejaht
werden.
3.3.5.
Das Kriterium des «Grads und der Dauer der physischen Arbeitsunfähigkeit» ist
nicht - zumindest nicht ein einem ausgeprägten Ausmass - erfüllt. Dieses Kriterium
bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. September 2008, 8C_720/2007 E. 10.5 am Anfang). Vorliegend
ergibt sich, dass der somatische Endzustand der Folgen des Ereignisses vom
8. September 2012 spätestens im Oktober 2013 erreicht war und dieser keine
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten mehr
hatte.
3.3.6.
Zusammengefasst ergibt sich, dass - wenn überhaupt - höchstens zwei Kriterien
in nicht ausgeprägter Weise erfüllt sind (siehe vorstehende E. 3.3.5 und E. 3.3.6), was
zur Bejahung der adäquaten Kausalität bei einem den mittelschweren Unfällen an der
Grenze zu den leichten Unfällen zuzuordnenden Ereignis nicht genügt. Da es am
adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 8. September
2012 und den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen
3.3.7.
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4.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der durch das Ereignis vom
8. September 2012 verursachten Gesundheitsschäden, die - wie in vorstehender E. 2.2
dargelegt - zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten führen.
Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit fehlt, sind diese bei der Bestimmung der
Erwerbsunfähigkeit als unfallfremde Schäden ausser Acht zu lassen.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
4.1.
Bezüglich der Bestimmung des Valideneinkommens bildet die Erwerbsbiografie
keine aussagekräftige Grundlage (zu den in unterschiedlichen Pensen erzielten
Einkommen siehe den Auszug aus dem individuellen Konto, IV-act. 7; zu den teilweise
stark schwankenden, auf Stundenlohnbasis beruhenden monatlichen Einkommen als
angelernte Mitarbeiterin bei der B._ AG im Jahr 2012 siehe UV-act. A17 f.; vgl. hierzu
auch UV-act. A2). Immerhin ergibt sich daraus sowie aus der Angabe der O._ AG, bei
der die Beschwerdeführerin während mehrerer Jahre bis 31. Januar 2010 beschäftigt
war, dass diese kein längerdauernd über dem statistischen Hilfsarbeiterinnenlohn
liegendes Jahreseinkommen erzielte (seit 1. April 2009 Monatslohn von Fr. 4'000.-- x
13; IV-act. 11; LSE-Lohn für Hilfsarbeiterinnen im Jahr 2009: Fr. 52'457.-- [siehe hierzu
Anhang 2: Lohnentwicklung IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV,
Ausgabe 2015). Unter Berücksichtigung der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden
Folgen des Unfallereignisses vom 8. September 2012 stehen der Beschwerdeführerin
gemäss beweiskräftiger gutachterlicher Einschätzung noch sämtliche Tätigkeiten offen,
die vorwiegend sitzend und nur mit geringem Gehen und Stehen verbunden sind (IV-
act. 137-17). Solche Tätigkeiten bestehen auch in denjenigen Arbeitsbereichen, in
denen die Beschwerdeführerin ihre berufliche Ausbildung absolvierte (zur Ausbildung
der Beschwerdeführerin als Verkäuferin und der zusätzlich im März 2003
abgeschlossenen Handelsschule siehe IV-act. 1), womit die beiden
Vergleichseinkommen auf der gleichen Grundlage erhoben werden können. Unter
diesen Umständen rechtfertigt sich die Vornahme eines Prozentvergleichs. Mit Blick
darauf, dass die Aufnahme einer Verweistätigkeit nicht mit einem Verlust bisheriger
erworbener Berufskenntnisse verbunden ist und die Beschwerdeführerin noch nicht im
4.2.
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5.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung.