Decision ID: 7ebd666b-c20a-415f-b056-24ac27bbc3e3
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Ejup Selimi-Malici, Auwiesenstrasse 37, 9030 Abtwil SG,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a A._, meldete sich am 4. Februar 2010 mit Hinweis auf ein am 16. Mai 2009 durch
einen Autounfall erlittenes Beschleunigungstrauma zum Leistungsbezug bei der IV-
Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1).
A.b Der Versicherte hatte vom 14. Dezember 2009 bis 13. Januar 2010 eine stationäre
Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon absolviert. Gemäss dem Austrittsbericht vom
20. Januar 2010 waren als Folge der Heckauffahrkollision vom 16. Mai 2009 die
Diagnosen einer HWS-Distorsion QTF II sowie eines myofaszialen-zervikalen Syndroms
gestellt worden. Das nach dem Unfall durchgeführte MRT vom 8. Juni 2009 hatte eine
geringgradige mediane Protrusion der Bandscheibe C6/7 ohne Hernierungsnachweis
ergeben. Abgesehen von initialen spondylarthrotischen Degenerationen im mittleren
und unteren HWS-Bereich war das MRT C0 bis Th6 normal gewesen und hatte keine
posttraumatischen Läsionen aufgewiesen (IV-act. 55-35). Als weitere Diagnosen hatten
die behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon ein vorbestehendes chronisches
lumbovertebrales Syndrom sowie eine arterielle Hyperthonie aufgeführt. Sie hatten
festgehalten, dass bezüglich der vom Versicherten angegebenen Beschwerden,
namentlich der Kopfschmerzen, der bewegungs- und belastungsabhängigen
Nackenbeschwerden mit teils unspezifischen Ausstrahlungen in die Arme und
panvertebral, der Schlafstörungen wegen der Nackenbeschwerden sowie des
Schwindels, im Rahmen der stationären Rehabilitation keine namhafte Verbesserung
habe erzielt werden können. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Versicherten hatten sie
ausgeführt, es sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden. Das
Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den
objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung nicht erklären.
Eine psychische Störung, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen
könnte, liege nicht vor. In der bisherigen Tätigkeit als Gipser bestehe ab dem Austritt
aus der Klinik am 14. Januar 2010 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit bei ganztägiger
Tätigkeit an dem bereits bestehenden Schonarbeitsplatz. In drei Monaten sei eine volle
Arbeitsfähigkeit als Gipser anzustreben, denn das sei medizinisch erreichbar. In
anderen Berufen sei eine ganztägige mittelschwere Tätigkeit zumutbar. Prognostisch
und unter Einbezug des bisherigen Verlaufs sei ein erfolgreicher beruflicher
Wiedereinstieg allerdings fraglich (IV-act. 10).
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A.c Am 18. Februar 2010 erstattete die B._ einen Arbeitgeberbericht. Gemäss
diesem war der Versicherte seit dem 1. Oktober 2004 mit einem vollen Pensum als
Gipser tätig gewesen. Er hatte zuletzt einen Verdienst von Fr. 5'921.-- pro Monat er
zielt. Nach Eintritt des Gesundheitsschadens war er ab dem 29. Juni 2009 nur noch für
leichte Arbeiten einsetzbar gewesen (IV-act. 14).
A.d Gemäss einer Mitteilung vom 15. Juni 2010 nahm die IV-Stelle eine berufsbe
raterische Abklärung vor (IV-act. 25). Im Schlussbericht vom 13. August 2010 hielt die
zuständige Berufsberaterin fest, dass beim Versicherten kaum eine Motivation für einen
neuen Beruf bestehe. Der Versicherte gehe davon aus, dass Arbeiten am Computer
für ihn körperlich am ehesten zumutbar seien. Für eine Umschulung in eine Tätigkeit
im kaufmännischen Bereich seien die Deutschkenntnisse des Versicherten jedoch
nicht ausreichend. Auch die aktuelle subjektive Einschätzung seiner gesundheitlichen
Situation verhindere ein Einlassen auf die Herausforderungen einer Ausbildung. Andere
Tätigkeiten, welche sich der Versicherte vorstellen könne (wie z.B. die Tätigkeit als
Kurier) brächten ähnliche Erwerbschancen wie eine Teilarbeitsfähigkeit in der
angestammten Gipsertätigkeit, da dort die Nachfrage und damit die Entlöhnung um
vieles höher seien. Umschulungsmassnahmen seien daher nicht durchführbar bzw.
angezeigt (IV-act. 29).
A.e Am 17. August 2010 stellte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle fest,
dass es keine Hinweise auf eine relevante Änderung des Gesundheitszustandes des
Versicherten gebe. Es bestehe weiterhin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit als Gipser. In angepassten Tätigkeiten sei der Versicherte hingegen
voll arbeitsfähig (IV-act. 31, 23).
A.f Am 18. Oktober 2010 hielt die Eingliederungsverantwortliche fest, der Versicherte
habe die Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber nicht aufnehmen können, da dieser
derzeit über keine leichten Arbeiten verfüge. In Absprache mit der SUVA sei vereinbart
worden, dass der Versicherte an einer beruflichen Abklärung in der Recyclingabteilung
der C._ teilnehme. Gestartet werde mit einem Pensum von 50%. Ab dem zweiten
Monat werde das Pensum auf 100% gesteigert (IV-act. 35). Laut dem entsprechenden
Eingliederungsplan begann der Einsatz des Versicherten in der C._ am 2. November
2010 (IV-act. 38).
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A.g Gemäss einem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsverantwortlichen vom 16. März
2011 hatte der Versicherte anlässlich eines Standortgesprächs vom 12. Dezember
2010 angegeben, dass er mit der Erhöhung seines Pensums auf 100% seit
Monatsbeginn wieder vermehrt Schmerzen im Nackenbereich, im Arm, im Rücken und
im Bein verspüre. Es sei daher vereinbart worden, dass der Versicherte seinen Einsatz
in der C._ in einer leichteren Tätigkeit im Kreativatelier weiterführe. Am 27. Januar
2011 fand gemäss dem Verlaufsprotokoll ein letztes Standortgespräch statt. Die
Eingliederungsverantwortliche hielt fest, der Versicherte habe mitgeteilt, dass es ihm
gesundheitlich immer etwa gleich gehe und er trotz der Therapie bei D._ immer noch
Schmerzen habe. Der Verantwortliche der C._ habe angegeben, dass der Versicherte
die körperlich leichten Arbeiten im Atelier sehr gut erledigt habe. Im Januar habe er vier
Tage krankheitshalber gefehlt. Der zuständige Sacharbeiter der SUVA habe
angegeben, dass mit der Therapie bei D._, der Behandlung durch E._ sowie der
Untersuchung durch F._ die therapeutischen Massnahmen ausgeschöpft seien. Am
28. Februar 2011 habe der Sachbearbeiter telefonisch mitgeteilt, dass die SUVA den
Fall schliessen werde. Der Versicherte habe sich beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Stellensuche angemeldet (IV-act. 47).
A.h G._, Allgemeine Medizin FMH, hatte der SUVA am 18. Februar 2010 berichtet,
dass durch seine manuelle und myofasziale Behandlung die palpablen Dysfunktionen
der oberen HWS und der Schulter- und Nackenmuskulatur nicht mehr nachweisbar
seien. Trotz der objektiven lokalen Verbesserung nehme der Versicherte subjektiv
keinerlei Verbesserung wahr, weshalb die Behandlung abgeschlossen werde. Aus
diesem Grund könne höchstens eine schmerzdistanzierende psychiatrische Be
handlung etwas bringen (Fremdakten der SUVA).
A.i Der Therapeut D._ hatte den Versicherten mittels Myofaszial- sowie
Frequenztherapie behandelt. Gemäss seinem Bericht vom 14. Juli 2010 hatte sich der
Versicherte in den ersten 4-6 Behandlungen trotz objektiven Verbesserungen über
keine subjektiv wahrzunehmenden körperlichen Änderungen geäussert. Seit den
letzten 3-4 Behandlungen hatte der Versicherte eine leichte Besserung der
Schmerzsituation beschrieben (Fremdakten der SUVA).
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A.j H._, Neurologie FMH, hatte den Versicherten am 21. September 2010 untersucht.
Gemäss seinem Bericht hatte er neben einem zervikobrachialen sowie panvertebralen
Schmerzsyndrom insbesondere den Verdacht auf ein begleitendes depressives
Syndrom mit aktuell somatoformer Schmerzstörung diagnostiziert. Er hatte
festgehalten, dass er aufgrund der klinisch-neurologischen Untersuchungsbefunde
sowie der ergänzenden Elektrophysiologie keinerlei Hinweise auf organische
Unfallfolgen gefunden habe. Es fänden sich auch keine Hinweise auf strukturelle
Läsionen. Anhand der Bildgebung zeige sich beim Versicherten nur eine leichte
Bandscheibenprotrusion in der klassischen Höhe C6/7 ohne Hernierung, ohne
Myelonkompression und ohne Kompression von neuralen Strukturen. Die
Röntgenbilder der HWS seien nahezu regelrecht (IV-act. 55).
A.k Am 1. April 2011 hielt die Eingliederungsverantwortliche als Fazit der beruflichen
Eingliederung fest, es sei in einem adaptierten Tätigkeitsbereich von einer 100%-igen
Arbeitsfähigkeit des Versicherten auszugehen. In der bisherigen Tätigkeit bestehe ab
dem 14. Januar 2010 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit, welche nach 3 Monaten auf eine
volle Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könne (IV-act. 50). Mit einer Mitteilung vom
3. Mai 2011 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen mit der
Begründung, der Versicherte werde durch das RAV unterstützt. Die beruflichen
Massnahmen würden deshalb abgeschlossen und der Fall zur Rentenprüfung
weitergeleitet (IV-act. 53).
A.l Am 17. Juni 2011 erstattete der Hausarzt des Versicherten, I._, Allgemeine
Medizin FMH, einen Bericht. Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gab er
ein zervikospondylogenes Syndrom nach HWS-Distorsion sowie ein chronisches
lumbovertebrales Syndrom an. Anamnestisch hielt er fest, dass weder durch die
stationäre Rehabilitation in Bellikon noch durch die lang andauernde Physiotherapie
eine wesentliche Besserung habe herbeigeführt werden können. Der Versicherte leide
an einer Druckdolenz der Fortsätze im Bereich der mittleren HWS sowie an einer
diffusen Druckdolenz im Bereich der parazervikalen Muskulatur distal der mittleren
HWS und im Bereich der Trapeziusmuskulatur. Zudem leide er an Rotationsschmerzen
der HWS distal links mehr als rechts. Eine wesentliche Abnahme der Beschwerden
könne aufgrund des chronifizierten Verlaufs kaum mehr erwartet werden. Die bisherige
Tätigkeit als Gipser sei dem Versicherten vor allem aufgrund der belastungsabhängigen
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Nacken- und Schulterschmerzen insbesondere bei Überkopfarbeiten bleibend nicht
mehr zumutbar. In einer leidensangepassten körperlich leichten Tätigkeit ohne
Überkopfarbeiten sei ab dem 29. Juni 2009 von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen. Gegebenenfalls müsse die Arbeitsfähigkeit jedoch nochmals umfassend
medizinisch beurteilt werden (IV-act. 55).
A.m In einem internen Feststellungsblatt der IV-Stelle vom 22. Juni 2011 wurde
ausgeführt, dass die vom I._ attestierte 50%-ige Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit anhand der Aktenlage nicht nachvollziehbar sei. Unfall
fremde Gesundheitsschäden seien nicht aktenkundig. Die Rehaklinik Bellikon habe am
20. Januar 2010 bestätigt, dass eine psychische Erkrankung ausgeschlossen sei.
Deshalb sei die vom RAD attestierte volle Arbeitsfähigkeit weiterhin zu übernehmen (IV-
act. 57). Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit nahm die IV-Stelle einen Einkommensvergleich vor, woraus ein
Invaliditätsgrad von rund 18% resultierte (IV-act. 56).
A.n Mit einem Vorbescheid vom 29. Juni 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Zur Begründung führte sie an, der
Versicherte sei in der bisherigen Tätigkeit als Gipser zu rund 50% arbeitsunfähig.
Aufgrund der medizinischen Gesamtbeurteilung bestehe in einer körperlich leichten bis
mittelschweren Tätigkeit jedoch weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 59).
Dagegen wendete der Rechtsvertreter des Versicherten am 6. Juli 2011 ein, der
Einkommensvergleich sei nicht korrekt vorgenommen worden. Die IV-Stelle sei von
einem zu tiefen Valideneinkommen ausgegangen. Im Weiteren sei vom
Invalideneinkommen ein Leidensabzug in Höhe von 25% vorzunehmen. Dies
rechtfertige sich u.a. wegen der zu erwartenden Lohneinbussen aufgrund der ständig
bestehenden Beschwerden und der Funktionseinschränkungen des Versicherten sowie
aufgrund des Migrationshintergrunds (IV-act. 60).
A.o Mit einer Verfügung vom 26. Juli 2011 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab.
Entsprechend dem Einwand des Rechtsvertreters des Versicherten erhöhte sie zwar
das Valideneinkommen von jährlich Fr. 73'092.-- auf Fr. 76'973.--, womit sich aus dem
Einkommensvergleich neu ein Invaliditätsgrad von 22% ergab. Ein Tabellenlohnabzug
vom Invalideneinkommen unterblieb hingegen. Die IV-Stelle begründete dies damit,
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dass dem Versicherten gemäss der fachmedizinischen Gesamtbeurteilung einzig
körperlich schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar seien. In leichten bis mittelschweren
Tätigkeiten bestehe nach wie vor eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Bis auf
Überkopfarbeiten bestünden auch keine sonstigen körperlichen Limitierungen. Im
Weiteren könne aufgrund der Unterlagen eine psychische Erkrankung ausgeschlossen
werden. Für invaliditätsfremde Beeinträchtigungen wie mangelnde Schul- oder
Berufsbildung und schlechte Sprachkenntnisse werde kein Tabellenlohnabzug
gewährt. Auch ein Migrationshintergrund stelle keinen Grund für einen solchen Abzug
dar (IV-act. 61).
B.
B.a Gegen diese Verfügung vom 26. Juli 2011 liess der Versicherte am 8. September
2011 Beschwerde erheben. Sein Rechtsvertreter beantragte, die angefochtene Ver
fügung sei aufzuheben und es sei ihm mindestens eine halbe Rente auszurichten (unter
Kosten- und Entschädigungsfolge). Zur Begründung führte der Rechtsvertreter im
Wesentlichen an, die Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit lasse sich anhand der Akten nicht nachvollziehen. Der Hausarzt gehe davon
aus, dass der Beschwerdeführer zu 50% arbeitsunfähig sei. Diese Einschätzung sei
auch von den Ärzten der Rehaklinik Bellikon getroffen worden. Im bisherigen Verlauf
habe sich daran nichts geändert, da Diagnosen, Beschwerden und Befunde
unverändert seien. Dazu habe wohl auch beigetragen, dass diverse von den
behandelnden und untersuchenden Ärzten empfohlene medizinische Massnahmen
nicht durchgeführt worden seien. Im Rahmen des Arbeitstrainings bei der C._ habe
sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer trotz Motivation selbst bei leichten Tätigkeiten
erheblich eingeschränkt sei. Aus dem von ihm nachträglich angeforderten Bericht der
C._ gehe hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund des verlangsamten
Arbeitstempos, der verminderten Leistungsfähigkeit sowie des erhöhten
Pausenbedarfs keinen Leistungsgrad von 50% erreicht habe. Ausgehend von einer
50%-igen Arbeitsfähigkeit sowie einem vorzunehmenden Tabellenlohnabzug aufgrund
der Teilzeitbeschäftigung, der verlangsamten Arbeitsweise, dem erhöhten
Pausenbedarf sowie der Sprachprobleme habe der Beschwerdeführer mindestens
Anspruch auf eine halbe Rente. Eventualiter sei die Sache mit der Auflage, eine
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medizinische Begutachtung durchzuführen, an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen (act. G 1).
B.b Am 17. Oktober 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde. Sie stellte sich auf den Standpunkt, es seien dem Beschwerdeführer
gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon mittelschwere Arbeiten ganztags
zumutbar. Beim Beschwerdeführer seien keine unfallfremden invalidisierende Faktoren
vorhanden, wodurch die im Bereich der Unfallversicherung im rechtskräftigen
Einspracheentscheid der SUVA getroffenen Feststellungen auch für die Belange der
Invalidenversicherung massgebend seien. Gemäss diesen Feststellungen seien die
vom Beschwerdeführer geklagten HWS-Beschwerden nicht durch ein objektivierbares
organisches Substrat erklärbar. Es handle sich somit um ein pathogenetisch-
ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild, dessen Überwindbarkeit sich
anhand derselben Kriterien beurteile wie die willentliche Schmerzüberwindung bei einer
somatoformen Schmerzstörung. Den medizinischen Unterlagen sei keinerlei Hinweis
darauf zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nebst den HWS-Beschwerden an
einer psychischen Erkrankung bzw. Komorbidität von erheblicher Schwere,
Ausprägung und Dauer leide. Im Weiteren gebe es auch keine Anhaltspunkte auf das
Vorliegen der übrigen rechtssprechungsgemäss relevanten Kriterien. Dem Leiden des
Beschwerdeführers komme also keine invalidisierende Wirkung zu und es sei von einer
vollen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszugehen.
Im Ergebnis sei die angefochtene Verfügung somit nicht zu beanstanden (act. G 4).
B.c Mit einer Replik vom 17. November 2011 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Rechtsbegehren gemäss der Beschwerde fest. Der Rechtsvertreter machte geltend,
der medizinische Sachverhalt sei nicht genügend abgeklärt worden. Die
Beschwerdegegnerin stütze sich bei ihrer leistungsabweisenden Verfügung
ausschliesslich auf den RAD, welcher von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen
sei. Der RAD weiche jedoch ohne Begründung von der Einschätzung des
behandelnden Hausarztes, welcher in einer leidensangepassten Tätigkeit von einer
50%-igen Arbeitsfähigkeit ausgehe, ab. Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon hätten zum
Austrittszeitpunkt selbst am damaligen Schonarbeitsplatz eine hälftige
Leistungseinschränkung attestiert. Deren Aussage, wonach nach drei Monaten eine
volle Arbeitsfähigkeit bestehen solle, sei nur eine hoffnungsvolle Prognose gewesen.
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Die Beschwerdegegnerin könne diesbezüglich aus den Feststellungen der SUVA nichts
zu ihren Gunsten ableiten, da diese rein unfallspezifisch seien. Zwar habe der
Neurologe F._ mit seinen beschränkten Untersuchungsmethoden kein
objektivierbares organisches Substrat nachweisen können. Dies heisse jedoch nicht,
dass ein solches auch heute nicht bestehe. Die von der Beschwerdegegnerin
vorgebrachte Schmerzrechtsprechung könne vorliegend nicht angewendet werden.
Diese Rechtsprechung sowie deren Ausweitung auf HWS-Beschwerdebilder seien
grundsätzlich nicht nachvollziehbar und daher abzulehnen. Bei einer Anwendung der
Schmerzrechtsprechung sei jedenfalls eine psychiatrische Begutachtung zur Klärung
der Frage der Überwindbarkeit der Beschwerden unumgänglich (act. G 6).
B.d Mit einem Schreiben vom 22. November 2011 verzichtete die
Beschwerdegegnerin auf eine Duplik und hielt an den Ausführungen in der
Beschwerdeantwort und ihrem Antrag fest (act. G 8).
B.e Am 14. Februar 2012 reichte der Rechtsvertreter einen Verlaufsbericht des Haus
arztes I._ vom 9. Februar 2012 ein. In diesem Bericht hatte der Hausarzt angegeben,
er habe die Dosierung des schlafanstossenden Antidepressivums erhöht, womit sich
der Schlaf des Beschwerdeführers verbessert habe. Auf seine Stimmungslage
angesprochen habe der Beschwerdeführer geschildert, er sei bedrückt, jedoch
vorwiegend aufgrund seiner allgemeinen finanziellen Situation. In der Rehaklinik
Bellikon hätten sich keine Hinweise auf eine psychische Störung ergeben. Obwohl sich
nach seiner Erfahrung die depressiven Symptome bei einer somatoformen
Schmerzstörung unter einer Psychotherapie kaum wesentlich besserten, werde sich
der Beschwerdeführer nun doch einen Psychotherapeuten suchen, um die
Schmerzverarbeitung möglicherweise zu verbessern (act. G 10.1). Der Rechtsvertreter
schloss aus den Angaben des Hausarztes sowie aus dem Umstand, dass in den letzten
zweieinhalb Jahren nie eine psychiatrische Beurteilung des Gesundheitszustandes des
Beschwerdeführers stattgefunden habe, dass eine polidisziplinäre Begutachtung unter
Beizug eines psychiatrischen Sachverständigen unabdingbar sei (act. G 10).

Erwägungen:
1.
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1.1 Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Anspruch des Beschwerdeführers auf
eine Rente der Invalidenversicherung.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf
eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung des Invaliditätsgrades
das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach
der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
1.3 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren Invalidenein
kommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der Grad der
verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den ersten
Schritt bei der Erhebung des massgebenden Sachverhalts bildet. Um den Grad der
Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität bemessen zu können,
sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der
ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
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2.1 Vorab zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügliche
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Umstritten ist
vorliegend insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit.
2.2 Die Beschwerdegegnerin hat sich auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD
abgestützt. Der RAD hat seinerseits die Einschätzung der Rehaklinik Bellikon über
nommen und ist von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus
gegangen (vgl. IV-act. 23). Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, seitens der
Rehaklinik Bellikon sei lediglich eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit attestiert worden. Dem Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 20. Januar
2010 kann entnommen werden, dass sich eine weitgehende Einschränkung der
Belastbarkeit des Beschwerdeführers medizinisch-theoretisch nicht begründen lasse.
Bei ihrer Beurteilung haben die behandelnden Ärzte zwischen der Zumutbarkeit für
berufliche Tätigkeiten als Gipser und der Zumutbarkeit für andere Berufe
unterschieden. In der Tätigkeit als Gipser haben sie bei ganztägiger Tätigkeit eine 50%-
ige Arbeitsfähigkeit ab dem Zeitpunkt des Austritts aus der Klinik am 14. Januar 2010
attestiert. Die Ärzte haben eine sukzessive Wiedereingliederung über eine anfänglich
erhöhte Arbeitsfähigkeit am bereits bestehenden Schonarbeitsplatz empfohlen und
sind davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer innert 3 Monaten eine volle
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gipser erreichen werde. Zur
Arbeitsfähigkeit in anderen beruflichen Tätigkeiten haben sie festgehalten, dass dem
Beschwerdeführer aktuell eine mittelschwere Arbeit ganztags zumutbar sei (vgl. IV-
act. 10-2). Der bestehende Schonarbeitsplatz ist somit von einer leidensangepassten
mittelschweren Tätigkeit zu unterscheiden. In einer solchen ist dem Beschwerdeführer
von den Ärzten der Rehaklinik Bellikon eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert
worden.
2.3 Nach dem Austritt aus der Rehaklinik Bellikon ist der Gesundheitszustand des
Versicherten im Wesentlichen stationär geblieben. Die physiotherapeutischen Be
handlungen haben subjektiv zu keiner Verbesserung geführt. Die von den Ärzten der
Rehaklinik Bellikon im Austrittsbericht gestellte Prognose, wonach der Beschwerde
führer innert drei Monaten eine volle Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als
Gipser erreichen solle, hat sich somit nicht erfüllt. Aus diesem Grund ist der RAD am
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17. August 2010 weiterhin von einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit als Gipser aus
gegangen. Da sich der Gesundheitszustand seit dem Austritt aber auch nicht ver
schlechtert hat, hat der RAD in einer angepassten Tätigkeit weiterhin eine volle
Arbeitsfähigkeit angenommen (vgl. IV-act. 31).
2.4 Am 17. Juni 2011 hat der Hausarzt des Beschwerdeführers eine volle Arbeitsun
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Gipser attestiert. Betreffend eine leidensange
passte Tätigkeit hat er angegeben, der Beschwerdeführer sei in einer körperlich
leichten Tätigkeit aktuell nur zu 50% arbeitsfähig (vgl. IV-act. 55-11 f.). Der Hausarzt
hat die Arbeitsfähigkeit somit wesentlich tiefer geschätzt als die Ärzte der Rehaklinik
Bellikon. Eine Begründung für seine abweichende Einschätzung hat er nicht
angegeben. Er hat die gleichen Diagnosen genannt wie die Ärzte der Rehaklinik
Bellikon, namentlich ein zervikospondylogenes Syndrom nach einer HWS-Distorsion
sowie ein chronisches lumbovertebrales Syndrom. Eine weitere Diagnose, durch
welche sich die Annahme einer höheren Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen liesse, hat er
nicht gestellt. Er hat auch insgesamt keine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes geltend gemacht. Bei seiner Einschätzung handelt es sich
daher um eine andere Beurteilung der gleichen medizinischen Situation, wie sie bereits
beim Austritt aus der Rehaklinik Bellikon vorgelegen hat. Es ist anzunehmen, dass der
behandelnde Hausarzt die beklagten – jedoch objektiv nicht nachweisebaren – Leiden
des Beschwerdeführers zu sehr in seine Beurteilung miteinbezogen hat und damit im
Ergebnis zu einer höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gekommen ist. Bei
objektiver Betrachtung erscheint jedoch die auf ausführlichen Abklärungen basierende
Einschätzung der Rehaklinik Bellikon als überzeugend und nachvollziehbar, weshalb
daran festzuhalten ist.
2.5 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat vorgebracht, es sei eine poli
disziplinäre bzw. eine psychiatrische Begutachtung notwendig, um den Gesundheits
zustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen. Dazu ist fest
zuhalten, dass der Beschwerdeführer in der Rehaklinik Bellikon psychosomatisch
untersucht worden ist. Die behandelnde Ärztin hat keine Hinweise für eine psychische
Störung mit Krankheitswert und damit eine arbeitsrelevante Leistungsminderung fest
stellen können (vgl. IV-act. 10-3). Auch der Hausarzt hat gemäss seinem Bericht vom
17. Juni 2011 keine psychischen Beeinträchtigungen gesehen (vgl. IV-act. 55-4). Einzig
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F._, welcher den Beschwerdeführer neurologisch untersuchte, hat gemäss seinem
Bericht vom 28. September 2010 als Diagnose den Verdacht auf ein depressives
Syndrom mit somatoformer Störung aufgeführt (vgl. 55-15). Da jedoch keiner der
anderen behandelnden und untersuchenden Ärzte Hinweise auf eine psychische
Störung gefunden hat, welche diese Verdachtsdiagnose stützen würden, ist
überwiegend wahrscheinlich nicht von einer psychischen Beeinträchtigung mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen. Eine allfällige depressive
Verstimmung hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine invalidisierende
Wirkung, denn einerseits kommt einer depressiven Verstimmung grundsätzlich nicht
der Charakter einer psychischen Störung mit Krankheitswert zu (vgl. Urteil des EVG
vom 24. Oktober 1997 i/S V.F.) und andererseits haben F._ und I._ festgestellt,
dass der Beschwerdeführer durch psychosoziale Faktoren belastet sei. Gemäss dem
Hausarzt ist insbesondere die angespannte finanzielle Situation der Grund für die
depressive Symptomatik des Beschwerdeführers (vgl. act. G 10.1). Die allfällige
depressive Verstimmung wäre somit massgeblich durch psychosoziale Einflüsse
geprägt, womit gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts keine Invalidität
begründet werden kann (vgl. BGE 127 V 299 E. 5a). Vor diesem Hintergrund erübrigt
sich eine psychiatrische Begutachtung.
2.6 Zusammengefasst kann auf die von den Ärzten der Rehaklinik Bellikon am
20. Januar 2010 attestierte und vom RAD übernommene 100%-ige Arbeitsfähigkeit in
einer leidensangepassten Tätigkeit abgestellt werden.
3.
3.1 Zur Bemessung des Invaliditätsgrades ist im Folgenden ein Einkommensvergleich
vorzunehmen. Dabei ist beim Invalideneinkommen von einer 100%-igen
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Die
Beschwerdegegnerin hat sich bei der Bestimmung des Valideneinkommens zu Recht
an den Angaben im Arbeitgeberbericht vom 18. Februar 2010 orientiert, wonach der
Beschwerdeführer im Jahr 2008 einen Jahresverdienst von Fr. 75'673.-- erreicht hat
(vgl. IV-act. 14-2). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens hat die
Beschwerdegegnerin zu Recht auf die statistischen durchschnittlichen Löhne gemäss
den Lohnstrukturerhebungen des Bundes (LSE) zurückgegriffen, da der
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Beschwerdeführer als Gipser nur noch vermindert arbeitsfähig ist. Als Hilfsarbeiter
erzielte er in diesem Beruf einen überdurchschnittlichen Lohn. In anderen
Hilfstätigkeiten kann jedoch nicht auf das hohe Lohnniveau abgestellt werden, da
dieses nicht mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers zu erklären
ist. Es ist daher auf die für Hilfsarbeiter durchschnittlichen statistischen Löhne
abzustellen. Im Jahr 2008 hatten Männer in Hilfstätigkeiten ein durchschnittliches
Jahreseinkommen in Höhe von Fr. 59'979.-- (vgl. Anhang 2 [Lohnentwicklung] zu der
von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Gesetzestextausgabe 2012).
Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergibt sich
somit als Basis ein vorläufiges Invalideneinkommen von Fr. 59'979.--.
3.2 Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, es sei beim Invalideneinkommen ein
Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 25% vorzunehmen. Mit dem behinderungsbe
dingten Abzug wird in der Praxis dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte
Personen, die in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach
Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt
einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von der früher ausgeübten Tätigkeit - als
gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr
voll leistungsfähig sind oder dass weitere persönliche und berufliche Merkmale wie
Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht
schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das
Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom
statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale
auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75).
3.3 Dem Beschwerdeführer sind aus medizinischer Sicht trotz der gesundheitlichen
Beeinträchtigungen leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar (vgl. IV-
act. 10-2). Aufgrund der belastungsabhängigen Schulter- und Nackenschmerzen be
steht funktionell eine Einschränkung bei Überkopfarbeiten (vgl. IV-act. 55-3, 10-3).
Ansonsten sind aus medizinischer Sicht keine weiteren körperlichen Limitierungen
ersichtlich. Ein Abzug aufgrund von behinderungsbedingten Einschränkungen kommt
daher nicht in Betracht. Die Nationalität ist zu vernachlässigen, zumal der
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Beschwerdeführer über eine Niederlassungsbewilligung der Kategorie C verfügt und
daher nicht mit Lohnnachteilen zu rechnen hat (Urteil des EVG vom 25. Juli 2005,
I 420/04, E. 2.5.2.). Auch die fehlenden Sprachkenntnisse fallen nicht ins Gewicht. Bei
den einfachen und repetitiven Tätigkeiten, welche für den Beschwerdeführer in Frage
kommen, sind die sprachlichen Anforderungen nicht allzu hoch. Im Übrigen gibt der
Beschwerdeführer in seinem Lebenslauf an, über gute mündliche und schriftliche
Kenntnisse der deutschen Sprache zu verfügen (vgl. IV-act. 46). Weitere im Rahmen
des Abzugs zu berücksichtigende Merkmale sind nicht ersichtlich. Ein Abzug vom
Tabellenlohn ist daher nicht vorzunehmen.
3.4 Stellt man die beiden Vergleichseinkommen einander gegenüber, so resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 15'694.--. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von rund
21%. Ein unter 40% liegender Invaliditätsgrad vermag keinen Rentenanspruch zu
begründen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Selbst mit einem Tabellenlohnabzug von 20% läge
der Invaliditätsgrad noch unter 40% (Valideneinkommen: Fr. 75'673.--,
Invalideneinkommen: Fr. 47'983.20 [Fr. 59'979.-- - 20%], Erwerbseinbusse:
Fr. 27'689.80, Invaliditätsgrad: 37%). Die Beschwerdegegnerin hat das Rentengesuch
des Beschwerdeführers folglich zu Recht abgewiesen.
4.
4.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint bei dem vorliegenden durchschnittlichen Beurteilungsaufwand angemessen.
Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP/
sGS 951.1]). Mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- sind die Ge
richtskosten beglichen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39