Decision ID: f82e9164-dfc1-51a3-974b-6dd51ea41aba
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.03.2015 Art. 14-16 EntG (sGS 735.1).Bestätigung einer im Schätzungsverfahren festgelegten Entschädigung im Zusammenhang mit der Erstellung eines Hochwasserschutzdamms (Baurecht mit Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung). Liegenschaft mit Liebhaberwert (Verwaltungsgericht, B 2014/71).Entscheid vom 24. März 2015 BesetzungPräsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Rufener, Bietenharder; Ersatzrichter Somm; Gerichtsschreiber SchmidVerfahrensbeteiligteA.Y. und B.Y., Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Bürgi, Blumenbergplatz 1, 9000 St. Gallen,gegenSchätzungskommission für Enteignungen des Kantons St. Gallen, lic. oec. Raphael Kühne, Präsident, Marktgasse 20, 9000 St. Gallen,Vorinstanz,Internationale Rheinregulierung, Gemeinsame Rheinkommission, Parkstrasse 12, 9430 St. Margrethen SG,Beschwerdegegnerin,GegenstandEntschädigung aus EnteignungDas Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Im Rahmen der Regulierung des Rheins nach den Staatsverträgen zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft und Österreich-Ungarn bzw. der Österreichischen
Republik (SR 0.721.191.631, 0.721.191.632, 0.721.191.633) sowie des von der
Internationalen Rheinregulierung, Gemeinsame Rheinkommission (nachstehend: IRR),
ausgearbeiteten Projekts zur Endgestaltung des Alten Rheins (act. G 18/1/6-11) kam
das Baudepartement des Kantons St. Gallen im Entscheid vom 24. November 2004
zum Schluss, dass zwischen dem Gebiet Dreiangel und der Schiffsanlegestelle
Altenrhein ein durchgehend einheitlicher Hochwasserschutz gewährleistet sein müsse.
Das Gesamtprojekt mit Ersatzsteganlage stelle ein geeignetes und erforderliches Mittel
dar, um den Staatsvertrag zu erfüllen sowie den Hochwasser- und Naturschutz zu
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erreichen. Die Einsprachen von A.Y. und B.Y. gegen das Projekt und gegen die
Konzession der Ersatzsteganlage wurden abgewiesen, soweit keine Abschreibung
zufolge Gegenstandslosigkeit erfolgte (act. G 18/1/3). Die gegen diesen Entscheid beim
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen erhobene Beschwerde (B 2004/194) wurde
am 10. Januar 2005 zufolge Rückzugs abgeschrieben. Die Schlussarbeiten für die
Realisierung des Hochwasserschutzes wurden im November 2008 ab der ARA
Altenrhein und der Schiffsanlegestelle begonnen. Zwischen der ARA und dem Gebiet
Dreiangel schlossen alle betroffenen Grundeigentümer mit der IRR einen
Dienstbarkeitsvertrag ab, so dass dieses Teilstück im Sommer 2009 realisiert werden
konnte. Im Bereich Dreiangel bis Schiffsanlegestelle Altenrhein unterzeichnete die
Hälfte der betroffenen Grundeigentümer entsprechende Dienstbarkeitsverträge. Die
Landerwerbsverhandlungen mit den weiteren Grundeigentümern führten zu keinem
Ergebnis (act. G 18/1 S. 3 f.). Mit Beschluss vom 8. November 2011 erteilte die
Regierung des Kantons St. Gallen der IRR im Zusammenhang mit dem Projekt
Endgestaltung Alter Rhein das Enteignungsrecht. Eine dagegen erhobene Beschwerde
wurde vom Verwaltungsgericht wegen Nichtleistung des Kostenvorschusses am 19.
Dezember 2011 (B 2011/245) abgeschrieben.
b. Am 6. und 7. Februar 2012 stellte die IRR bei der Schätzungskommission für
Enteignungen des Kantons St. Gallen (nachstehend: Schätzungskommission) gestützt
auf Art. 5 lit. a des Enteignungsgesetzes (sGS 735.1; EntG) das Gesuch um Einleitung
und Durchführung des Enteignungsverfahrens. Darin wurde unter anderem für das
Grundstück Nr. 000 von A.Y. und B.Y. für eine Fläche von 60 m die Eintragung einer
Grunddienstbarkeit im Grundbuch (Baurecht für Hochwasserschutzdamm mit
Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung) als ständige Beanspruchung
beantragt (act. G 18/1, 18/2). Gegen das öffentlich aufgelegte Enteignungsbegehren
liessen A.Y. und B.Y. am 15. März 2012 Einsprache erheben (act. G 18/9); diese wurde
mit Eingabe vom 10. April 2012 ergänzend begründet (act. G 18/17). Anlässlich eines
Augenscheins mit Einigungsverhandlung vom 20. September 2012 formulierte die
Schätzungskommission den Entwurf für einen Einigungsvorschlag, welchen sie den
Beteiligten mit Schreiben vom 2. Oktober 2012 zur Stellungnahme zukommen liess
(act. G 18/40). Hierzu liess sich die IRR am 7. November 2012 vernehmen (act. G
18/41). Nachdem A.Y. und B.Y. sich dazu am 14. Dezember 2012 geäussert hatten
(act. G 18/45), teilte die IRR der Schätzungskommission am 8. Januar 2013 mit, dass
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aufgrund der seitens der Grundeigentümer gestellten Forderungen keine Grundlage für
den Abschluss einer umfassenden Vereinbarung mehr vorhanden sei (act. G 18/49). Ein
weiterer Einigungsversuch führte zu keinem Ergebnis (act. G 18/50a-53), weshalb die
Schätzungskommission die Angelegenheit gestützt auf Art. 33 EntG der Regierung des
Kantons St. Gallen für den Entscheid über die Zulässigkeit der Enteignung des
Grundstücks Nr. 000 überwies (act. G 18/57).
c. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2013 bejahte die Regierung die Zulässigkeit der
Teilenteignung unter anderem des Grundstücks Nr. 000 und wies die Einsprache der
betroffenen Grundeigentümer ab (act. G 18/59). Dieser Entscheid erwuchs, nachdem
die dagegen erhobene Beschwerde an das Verwaltungsgericht zurückgezogen worden
war (VerwGE B 2013/228 vom 15. November 2013), in Rechtskraft (act. G 18/61a). Am
22. Januar 2014 legten A.Y. und B.Y. nochmals einen Vereinbarungsentwurf vor (act. G
18/65a), zu welchem die IRR am 24. Februar 2014 Stellung nahm (act. G 18/69). Auch
dieser Vereinbarungsentwurf ermöglichte keine Einigung (act. G 18/71). Im Entscheid
vom 1. April 2014 wies die Schätzungskommission das Gesuch der IRR um vorzeitige
Besitzeinweisung ab (Ziff. 1). Die IRR wurde verpflichtet, den Grundeigentümern von
Grundstück Nr. 000 für das darauf zu errichtende Baurecht (für einen
Hochwasserschutzdamm mit Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung)
sowie für die weiteren damit zusammenhängenden Eigentumseingriffe eine pauschale
Entschädigung von Fr. 20'000.-- zu bezahlen (Ziff. 2). Der IRR wurde eine
Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- auferlegt (Ziff. 3) und sie wurde verpflichtet, die
Grundeigentümer von Grundstück Nr. 000 für ausseramtliche Kosten pauschal mit Fr.
5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen (Ziff. 4; act.
G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhoben A.Y. und B.Y., vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
Ch. Bürgi, St. Gallen am 29. April 2014 Beschwerde (act. G 1). In der
Beschwerdebegründung vom 13. Juni 2014 (act. G 10) stellte der Rechtsvertreter die
Anträge, Ziff. 2 und 4 des Entscheids seien aufzuheben (Ziff. 1). Es sei den
Beschwerdeführern für die Enteignung volle, mittels Expertise festzulegende
Entschädigung, mindestens aber Fr. 76'800.--, bei zusätzlicher Berücksichtigung des
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künftigen Uferwegs von mindestens Fr. 301'800.-- zuzusprechen (Ziff. 2). Insbesondere
seien der entsprechende Minderwert bzw. die geldwerten Nachteile auszugleichen,
falls folgende Massnahmen von der Enteignerin nicht umgesetzt würden:
Gegenseitiges Terrainveränderungsverbot der Dammkrone auf Parzelle Nr. 000 und
vorgelagerter Parzelle Nr. 001 (Ziff. 3a); Pflanzbeschränkung: Mitspracherecht bei der
Bepflanzung des der Parzelle Nr. 000 vorgelagerten Teils der Parzelle Nr. 001 sowie
Höhenbegrenzung der Bepflanzung des Dammes zur Wahrung der Aussicht auf den
Alten Rhein (Ziff. 3b); dauerndes und alleiniges Mitbenützungsrecht der der
Dammkrone auf Parzelle Nr. 000 vorgelagerten, ebenen Fläche der Parzelle Nr. 001
(Ziff. 3c); Absperrpflicht des Dammes auf Parzelle Nr. 000 und vorgelagerter Parzelle
Nr. 001 bis zum Wasser zu Lasten der Enteignerin, inklusive Weiterführung der
bisherigen Absperrung des Ufers des Bereichs Parzelle Nr. 002 Dreiangel bis Parzelle
Nr. 0003 C. zur Verhinderung der öffentlichen Zugänglichkeit, solange kein rechtsgültig
bewilligter Uferweg besteht (Ziff. 3d); Instandstellung der vorübergehend
beanspruchten Fläche durch Humusierung und Ansähen (Ziff. 3e); Recht auf Einleitung
des Meteorwassers wie bisher in den alten Rhein durch Anpassung mittels baulicher
Massnahmen durch die Enteignerin (Schacht, Rückschlagklappe; Ziff. 3f);
Zugangsrecht zum Wasser (naturnahe Treppe zu Lasten der Enteignerin), Recht zum
Verweilen am Wasser (Ziff. 3g); Ausgleich des Muldeneffekts durch Anhebung des
Terrains zu Lasten der Enteignerin (Ziff. 3h). Die Parteientschädigung für das
erstinstanzliche Verfahren sei auf Fr. 8'000.-- festzusetzen (Ziff. 4). Unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (Ziff. 5).
b. Mit Schreiben vom 10. Juli 2014 teilte die Vorinstanz unter Verweis auf die
Ausführungen im angefochtenen Entscheid und das ihr zustehende Ermessen den
Verzicht auf eine Vernehmlassung mit (act. G 13). Die Beschwerdegegnerin machte von
der ihr eingeräumten Möglichkeit zur Stellungnahme keinen Gebrauch (act. G 14 f.).
c. Auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts reichte die Vorinstanz am 28. Oktober
2014 die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden Akten nach (act. G 17 f.).
Hierzu nahm der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Dezember
2014 ergänzend Stellung (act. G 23).
d. Auf die weiteren Darlegungen in den vorerwähnten Eingaben wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 3bis
EntG). Die Beschwerdeführer sind Adressaten des angefochtenen Entscheids und
damit zu dessen Anfechtung legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Beschwerdeerklärung
und -begründung (act. G 1 und 10) entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher grundsätzlich - unter Vorbehalt der
nachstehend in E. 4.3.2 und E. 4.3.4 darzulegenden Einschränkungen - einzutreten.
1.2. Nach Art. 61 Abs. 1 VRP können mit der Beschwerde an das
Verwaltungsgericht Rechtsverletzungen geltend gemacht werden. Die
Beschwerdeführer können sich nach Art. 61 Abs. 2 VRP auch darauf berufen, der
angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig festgestellten
Sachverhalt. Art. 61 Abs. 3 VRP regelt das sogenannte Novenverbot. Dieses besagt,
dass im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht grundsätzlich keine neuen Begehren
gestellt werden können. Neu ist ein Begehren, wenn im Verfahren vor
Verwaltungsgericht eine gegenüber dem vorangegangenen Verfahren andere oder
weitergehende Rechtsfolgebehauptung erhoben wird (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 919). Ausdruck
des Novenverbots ist ausserdem, dass das Verwaltungsgericht Tatsachen, die nach
Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens eingetreten sind (echte Noven),
grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt (Cavelti/Vögeli a.a.O., Rz. 642). Demgegenüber
dürfen neue Tatsachen, die sich vor Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens
verwirklicht haben, die der Vorinstanz aber nicht bekannt waren oder von ihr nicht
berücksichtigt wurden (unechte Noven), im Verfahren vor Verwaltungsgericht
vorgebracht werden und sind zu würdigen (Cavelti/Vögeli a.a.O., Rz. 643). Eine
Schranke bei der Berücksichtigung unechter Noven besteht dann, wenn der dem
vorinstanzlichen Entscheid zugrunde liegende Sachverhalt nicht ergänzt oder neu
gewürdigt wird, sondern wenn dem Rechtsbegehren ein neues tatsächliches
Fundament unterstellt wird. Eine solche Änderung des Klagefundaments ist nach der
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Praxis gestützt auf Art. 61 Abs. 3 VRP nicht zulässig. Eine Einschränkung ergibt sich
aber aus Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, EMRK).
Soweit die Vorinstanz des Verwaltungsgerichts keine richterliche Behörde ist, garantiert
Art. 6 Ziff. 1 EMRK in ihrem Anwendungsbereich eine richterliche Überprüfung mit
voller Kognition. Eine solche steht dem Verwaltungsgericht grundsätzlich zu. Das
Novenverbot schränkt die freie Sachverhaltsüberprüfung aber unter Umständen
erheblich ein, so dass im Anwendungsbereich der EMRK zumindest dort auch Noven
zu berücksichtigen sind, wo die Angelegenheit zuvor nicht von einer richterlichen
Instanz überprüft wurde (Cavelti/Vögeli a.a.O., Rz. 645 mit Hinweis).
Die Beschwerdeführer lassen mit ihrer Eingabe (Replik) vom 12. Dezember 2014
ausführen, sie hätten bis dato keine Kenntnis von den Vereinbarungen zwischen der
Beschwerdegegnerin und weiteren, vom Hochwasserschutzdamm betroffenen
Grundeigentümern vom 16. Juli 2004 und 19. November 2009 (act. G 18/38) sowie vom
11. November/13. Dezember 2010 (act. G 18/37) gehabt. Im Vergleich zu diesen
Vereinbarungen würden die Beschwerdeführer hinsichtlich der Nachteile, welche ihr
Grundstück erleide, mit ein paar Brosamen abgespiesen. Dieses Vorgehen verstosse
krass gegen die Rechtsgleichheit (act. G 23). Mit der Berufung auf eine
Ungleichbehandlung der vom Hochwasserdamm betroffenen Grundeigentümer
änderten die Beschwerdeführer ihr Anspruchsfundament nicht, sondern brachten
lediglich ein zusätzliches Begründungselement ein. Eine solche Ergänzung ist im
vorliegenden Fall zulässig. Als Vorinstanz entschied eine Verwaltungsbehörde, und
grundsätzlich fällt ein vermögensrechtlicher Anspruch aus Enteignung unter den
Geltungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (vgl. BGE 129 I 207 und Kley-Struller, Art. 6
EMRK als Rechtsschutzgarantie gegen die öffentliche Gewalt, Zürich 1993, S. 38),
weshalb Anspruch auf vollumfängliche Überprüfung des Sachverhalts besteht (vgl.
VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008, E. 2.2, www.gerichte.sg.ch). Die in der
Eingabe vom 12. Dezember 2014 dargelegten, vor Erlass des vorinstanzlichen
Entscheids eingetretenen Tatsachen sind daher im vorliegenden Verfahren
grundsätzlich zu berücksichtigen. In materieller Hinsicht verhält es sich allerdings so,
dass die Unterschiedlichkeit der Sachverhalte, welche den gesprochenen
Entschädigungen zugrunde lagen, eine zuverlässige Vergleichbarkeit praktisch
verunmöglicht. Auch könnten sich die Beschwerdeführer nicht auf eine
Gleichbehandlung im Unrecht berufen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
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Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Nr. 518 ff.), zumal es an Anhaltspunkten fehlt, dass die
Vorinstanz bewusst und wiederholt einzelne Grundeigentümer bevorzugt behandelte.
Im Ergebnis können die Beschwerdeführer aus den für weitere Grundstücke
gesprochenen Entschädigungen nichts zu ihren Gunsten ableiten.
2. Die Vorinstanz hat sämtliche Akten einzureichen, die ihr zum Entscheid zur
Verfügung gestanden haben (Art. 52 VRP). Sie sind zu nummerieren und mit einem
Aktenverzeichnis zu versehen (Cavelti/Vögeli a.a.O., Rz. 943 f. und 1136). Ein
Aktenverzeichnis dient insbesondere in komplexeren Verfahren der besseren
Auffindbarkeit einzelner Belege. Auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts reichte die
Vorinstanz am 28. Oktober 2014 die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden
Akten nach (act. G 17 f.). Ein Aktenverzeichnis legte sie nicht bei. Für künftige
Verfahren erfolgt daher der Hinweis an sie, dass zusammen mit den Akten jeweils ein
entsprechendes Verzeichnis einzureichen ist.
3.
3.1. Nach Art. 14 Abs. 1 EntG hat der Enteignete Anspruch auf Entschädigung in
Geld. Entschädigt werden nach Art. 15 Abs. 1 EntG der Marktwert des enteigneten
Rechts (lit. a), der Minderwert des verbleibenden Teils (lit. b) und die weiteren
geldwerten Nachteile, die sich als Folge der Enteignung voraussehen lassen (lit. c).
Nicht entschädigt werden Nachteile, die der Enteignete verschuldet hat (Art. 15 Abs. 2
EntG). Gemäss Art. 16 Abs. 1 EntG werden bei der Bemessung der Entschädigung
berücksichtigt: der Verlust der Möglichkeit besserer Verwendung des Grundstücks (lit.
a) sowie die Sondervorteile, die durch das Werk des Enteigners entstehen und zu
deren Abgeltung kein Beitrag erhoben wird (lit. b). Allgemeine Wertveränderungen, die
durch das Werk des Enteigners entstehen, werden nicht berücksichtigt (Art. 16 Abs. 2
EntG). Die Schätzungskommission entscheidet über Begehren um Entschädigung und
Realersatz (Art. 34 EntG). Art. 22 des Bundesgesetzes über die Enteignung (SR 711)
enthält eine mit derjenigen der Art. 15ff. EntG vergleichbare Regelung (vgl. R. Germann,
Entschädigung und Schätzung, in: Das neue st. gallische Enteignungsgesetz, St. Gallen
1985, S. 35).
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Bei Teilenteignungen beansprucht der Enteigner - wie vorliegend - nur schmale
Landstreifen, die nicht selbständig genutzt werden können und auf dem
Liegenschaftsmarkt nicht gehandelt werden (vgl. R. Merker, Der Grundsätz der "vollen
Entschädigung" im Enteignungsrecht, Zürich 1975, S. 55). Ist eine freihändige
Veräusserung des enteigneten Teils nicht möglich, weil dessen Form und Grösse eine
separate Verwendung nicht gestatten, so ist der relative Landwert zu vergüten (Hess/
Weibel, Das Enteignungsrecht des Bundes, Kommentar Band I, Bern 1986, S. 273). Bei
einer Teilenteignung muss neben dem Marktwert des enteigneten Rechtes (Art. 15 Abs.
1 lit. a EntG) auch ein allfälliger Minderwert des Restgrundstücks entschädigt werden.
Ursachen des Minderwerts können vorab die reduzierte Nutzbarkeit des verkleinerten
Restgrundstücks oder erschwerte Zufahrtsmöglichkeiten bilden (Germann a.a.O., S.
38). Die Enteignungsentschädigung ist grundsätzlich gesamthaft festzusetzen.
Beispielsweise kann nicht der Bodenwert ohne gleichzeitige Prüfung des Minderwerts
des Restteils oder eines anderen zusätzlichen Schadens festgesetzt werden (Germann,
a.a.O., S. 40; Hess/Weibel, a.a.O., S. 239).
3.2. Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, den Beschwerdeführern
werde für den Hochwasserschutzdamm nicht eine Teilfläche ihres Grundstücks Nr. 000
weggenommen. Allerdings werde eine Teilfläche von 36.7 m dauernd beansprucht,
indem auf dieser Fläche ein Baurecht für einen Hochwasserschutzdamm mit einem
Terrainveränderungsverbot und einer Pflanzbeschränkung errichtet werde. In diesem
Sinn erfolge ein enteignungsrechtlicher Eingriff. Der verbleibende Teil des Grundstücks
erfahre insofern einen Nachteil, als durch die Dammaufschüttung der Zugang und die
Sicht auf den Alten Rhein etwas eingeschränkt würden und es zu einem sogenannten
Muldeneffekt komme, sofern keine entsprechende Terrainanpassung erfolge. Weitere
Nachteile im Zusammenhang mit dem Eingriff seien die vorübergehende
Beanspruchung einer Fläche von 60 m während der Bauzeit und für
Anpassungsarbeiten. Mit der Entschädigung würden auch weitere geldwerte Nachteile
(Umgebungs- und Anpassungsarbeiten, Inkonvenienzen einschliesslich Verlust der
Möglichkeit besserer Verwendung des Grundstücks und Umtriebe) abgegolten. Bei der
Bemessung der Entschädigung sei anderseits auch zu berücksichtigen, dass das
Grundstück und das darauf stehende Gebäude, welches als Wohnhaus und nicht bloss
als Ferienhaus benutzt werde, durch den zu errichtenden Hochwasserschutzdamm
einen Hochwasserschutz erhalten würden, zu dessen Abgeltung kein Beitrag erhoben
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werde. Insgesamt erscheine eine Entschädigung von pauschal Fr. 20'000.-- als
angemessen (act. G 2 S. 7 f.). Im vorliegenden Verfahren lassen die Beschwerdeführer
unter anderem darlegen, es bestünden verschiedene Punkte, welche zwischen den
Parteien mangels Einigung nicht geregelt und auch im vorinstanzlichen Entscheid nicht
behandelt worden seien. Aus der Sicht der Beschwerdeführer würden diese Punkte
den Wert ihrer Liegenschaft nachhaltig beeinflussen. Erkläre sich die
Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren nicht bereit, die Massnahmen (gemäss
Ziff. I./3. des Antrags) umzusetzen, seien die entstehenden Werteinbussen zusätzlich
zu entschädigen (act. G 10 S. 4).
4.
4.1. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2013 bejahte die st. gallische Regierung die
Zulässigkeit des Eingriffs in das Grundeigentum (Grundstück Nr. 000) der
Beschwerdeführer, d.h. das Bestehen einer gesetzlichen Grundlage, eines öffentlichen
Interesses sowie die Verhältnismässigkeit des Eingriffs (act. G 18/59); dieser Entscheid
erwuchs in Rechtskraft. Realersatz steht vorliegend nicht zur Diskussion, nachdem die
Beschwerdegegnerin ein entsprechendes Begehren im vorinstanzlichen Verfahren
ablehnte (act. G 2 S. 6 unten; vgl. dazu Art. 14 Abs. 2 EntG). Streitig sind hingegen die
im Schätzungsverfahren festgelegte Entschädigung von Fr. 20'000.-- und die
ausseramtliche Entschädigung für das vorinstanzliche Verfahren. Die
Beschwerdeführer müssen wie dargelegt im Zusammenhang mit der Erstellung des
Hochwasserschutzdamms kein Land vom Grundstück Nr. 000 dauernd abtreten.
Jedoch erfolgt ein enteignungsrechtlich relevanter Eingriff insofern, als eine Teilfläche
von 36.7 m mit der Errichtung eines Baurechts für den Hochwasserschutzdamm mit
Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung dauernd beansprucht wird. Dabei
handelt es sich um einen Anteil von rund 8% des 453 m umfassenden, mit einem
Wohnhaus (Vers. Nr. 0004) überbauten Grundstücks (vgl. act. G 18/41 S. 2).
4.2.
4.2.1. Massgebend für die Festlegung der Entschädigung sind in der Regel die
Verhältnisse im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Schätzungsverhandlung (Art. 17 EntG).
Diese fand im September 2012 statt (act. G 18/33 S. 2). Die Vorinstanz führte in diesem
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Zusammenhang im angefochtenen Entscheid aus, im Fall der Belastung mit einer
Baurechtsdienstbarkeit erachte sie praxisgemäss eine volle Entschädigung (vgl. Art. 50
Abs. 1 EntG) als angemessen, da die Dienstbarkeitsbelastung sich praktisch nicht von
der Situation unterscheide, in welcher das Eigentum überhaupt nicht mehr zur
Verfügung stehe. Richtig sei zwar, dass die Fläche in der Grünzone liege. Dies sage
jedoch noch nichts zum Marktpreis aus. Entschädigt werde der Marktwert des
enteigneten Rechts. An der anlässlich eines Augenscheins verifizierten konkreten Lage
(See- bzw. Flusssicht, einzigartig idyllische Naturlandschaft, unverbaubar etc.) seien
durchaus Quadratmeter-Preise von Fr. 600.-- bis Fr. 1000.-- vorstellbar. Es sei von
einem echten Liebhaberobjekt zu sprechen, welches zu einem hohen Preis gehandelt
werden könne, wenn es überhaupt auf den Markt komme. Bei Annahme eines
Mittelwertes der vorstellbaren Preise (Fr. 800.--) ergebe sich für 36.7 m ein
Schätzungswert von Fr. 30'000.-- (act. G 2 S. 7).
4.2.2. Diese Darlegungen erscheinen mit Blick auf die geschilderten Verhältnisse als
begründet. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass nach den Feststellungen
des Verwaltungsgerichts im Urteil B 2013/52 vom 11. Juni 2014 (E. 3.1 zweiter Absatz;
www.gerichte.sg.ch) hinsichtlich des benachbarten Grundstücks Nr. 005 der
Grundeigentümer bereits im Jahr 2004 - 8 Jahre vor dem hier zur Diskussion
stehenden Schätzungszeitpunkt - allein für das 400 m grosse Grundstück Nr. 005 Fr.
160'000.-- bzw. Fr. 400.-- pro m bezahlt hatte. Wenn die Vorinstanz unter
Berücksichtigung der zwischenzeitlich (ab ca. 2009) stark gestiegenen Bodenpreise
von einem m -Preis von Fr. 800.-- ausging, so erscheint dies - wenn auch grosszügig
angesetzt - als plausibel. Schätzungen beruhen auf Tatsachenfeststellungen (vgl.
F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 279). Sie führen zu
annäherungsweise ermittelten Zahlen. Das Verwaltungsgericht übt daher gegenüber
Schätzungen dieselbe Zurückhaltung wie gegenüber verwaltungsbehördlichen
Ermessensentscheiden, und es schreitet nur ein, wenn eine Schätzung im Ergebnis
offensichtlich unrichtig erscheint bzw. wenn der Vorinstanz offenkundige Fehler oder
Irrtümer unterlaufen sind oder wenn sie bei der Schätzung wesentliche Gesichtspunkte
übergangen oder falsch gewürdigt hat (vgl. VerwGE B 2012/266 vom 12. Februar 2014,
E. 2.1; www.gerichte.sg.ch). Konkret kommt der beträchtliche Ermessensspielraum bei
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der Wertfestlegung insbesondere im Liebhabercharakter der Liegenschaft zum
Ausdruck. Die Beschwerdeführer erachten die Entschädigung des Bodenwertes mit
Fr. 30'000.-- als nachvollziehbar, schätzen den Wert ihrer Parzelle Nr. 000 samt
Wohnhaus auf rund 900'000.-- Franken und verweisen diesbezüglich auf die in naher
Vergangenheit erfolgten Verkäufe von Nachbargrundstücken (Parzelle Nr. 006 für rund
750'000.-- Franken und Nr. 000 samt Neubau-Wohnhaus für rund 1'100'000.--
Franken; act. G 11/1 f.). Ein konkreter Anlass, den vorerwähnten Schätzungswert von
Fr. 30'000.-- in Zweifel zu ziehen, ist angesichts dieser Verhältnisse nicht ersichtlich.
Aus einer von den Beschwerdeführern beantragten Expertise (act. G 10 Antrag Ziff. I./
2.) würde zwar eine weitere Schätzungsvariante resultieren. Eine solche könnte jedoch
in der geschilderten Situation überwiegend wahrscheinlich nicht ein "besseres" oder
"genaueres" Ergebnis für sich in Anspruch nehmen, zumal der Liebhabercharakter der
Liegenschaft eine Unwägbarkeit darstellt, welche eine grössere "Genauigkeit" bei der
Preisfestlegung verunmöglicht.
4.3.
4.3.1. Zu prüfen ist im Weiteren die Frage des durch die Dammaufschüttung
bewirkten Nachteils (Minderwerts) für den verbleibenden Teil des Grundstücks (vgl. Art.
15 Abs. 1 lit. b EntG). Die Beschwerdeführer lassen festhalten, die Entfernung der
ihrem Wohnhaus vorgelagerten Terrasse zum Damm betrage lediglich rund 13 Meter.
So werde ihre Parzelle Nr. 000 zwischen Hochwasserdamm und K.-strasse
eingezwängt. Das, was die Einmaligkeit des Grundstücks ausmache, werde wesentlich
beeinträchtigt durch Lärm, Verlust an Privatsphäre, eingeschränkte Sicht auf den Alten
Rhein und Verlust des direkten Wasseranstosses. Die Beschwerdeführer gehen von
einer Werteinbusse der Liegenschaft von 25-30% bzw. einem Minderwert von Fr.
225'000.-- bis Fr. 270'000.-- aus. Das Wohnhaus sei derzeit vermietet. Die Nettomiete
betrage Fr. 2'050.-- auf der Basis eines Referenzzinssatzes von 2.25%. Es sei davon
auszugehen, dass künftig mit einer Mieteinbusse von 25-30% bzw. mit jährlichen
Mietzinsausfällen von Fr. 6'100.-- bis Fr. 7'400.-- zu rechnen sei (Beweis: Expertise
betreffend Mietzinsausfall). Die Überflutung der Mulde durch den Anstieg des
Grundwasserspiegels werde durch den Hochwasserdamm nicht verhindert. Für den
Ausgleich der Mulde sei mit Kosten von rund Fr. 30'000.-- zu rechnen. Werde der
Muldeneffekt nicht ausgeglichen, entstehe neben der visuellen Einschränkung im
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Hochwasserfall aufgrund des tiefen Terrains ein überflutetes Becken. Dadurch würden
zusätzliche Schäden entstehen, welche ermessensweise auf Fr. 50'000.-- zu beziffern
seien. Insgesamt ergebe sich so ein Minderwert von mindestens Fr. 76'800.--, bei
zusätzlicher Berücksichtigung des künftigen Uferwegs von mindestens Fr. 301'800.--
(act. G 10 S. 6 f. mit Hinweis auf Tabelle der Entschädigungsforderung; act. G 11/3).
4.3.2. Die Vorinstanz bejahte einen Minderwert für den verbleibenden Teil des
Grundstücks insofern, als durch die Dammaufschüttung der Zugang und die Sicht auf
den Alten Rhein etwas eingeschränkt würden und es zu einem sogenannten
Muldeneffekt komme, soweit keine entsprechende Terrainanpassung erfolge (act. G 2
S. 7). Diese Schlussfolgerung erscheint nachvollziehbar, wobei die gemäss Zonenplan
(Grünzone, Freihaltung) zulässige Nutzung an sich nicht eingeschränkt und der Zugang
zum Alten Rhein nicht verhindert wird. In welchem Umfang der Zugang über den
restlichen Damm gewährleistet sein soll, haben die Beschwerdeführer mit der Wahl und
der Dichte der Bepflanzung grundsätzlich selber in der Hand. Die Pflanzbeschränkung
als Teil der Eigentumsbeschränkung hat lediglich zum Inhalt, dass im Bereich des
Damms keine Bäume, sondern lediglich Sträucher gepflanzt werden dürfen (vgl. den
gestützt auf die Einigungsverhandlung vom 20. September 2012 ausgearbeiteten
Vereinbarungsentwurf; act. G 18/40.1 S. 2). Sie soll lediglich gewährleisten, dass die
betroffenen Grundeigentümer mit der Bepflanzung des Damms die
Hochwassersicherheit nicht gefährden (vgl. act. G 18/59 S. 4). Auf einen freien Zugang
auf der vollen Breite zum Alten Rhein gab es unbestritten schon bisher keinen
verbrieften Anspruch. Auch dürfte das Interesse an einem funktionierenden
Hochwasserschutz dasjenige am freien Zugang auf voller Breite überwiegen. In dem
bereits erwähnten Urteil des Verwaltungsgerichts B 2013/52 hielt die
Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem benachbarten Grundstück Nr. 005
bezüglich Terrainanhebungen zum Ausgleich des Muldeneffekts fest, dass im
November 2008 mit allen Grundeigentümern zwischen Dreiangel und Paradiesli eine
Gesamtplanung für die Terrainanpassungen vorgesehen gewesen, diese aber nicht
zustande gekommen sei. Später sei denjenigen Grundeigentümern ein Angebot
unterbreitet worden, die zu Verhandlungen bereit gewesen seien. Zur Zeit und bis zum
Abschluss des Enteignungsverfahrens seien solche Terrainanhebungen kein Thema
mehr, da sie nicht Bestandteil des Projekts und in den aktuellen Plänen nicht aufgeführt
seien. Dennoch erklärte sich die Beschwerdegegnerin in jenem Verfahren bereit, neben
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den Kosten für die Instandstellungsarbeiten am Damm (Bepflanzung und
Anpassungsarbeiten) 90% der Kosten für eine mögliche Terrainanhebung zu bezahlen,
falls diese bewilligungsfähig sei; der Grundeigentümer sei mit 10% zu beteiligen (Urteil
B 2013/52 a.a.O., E. 3.2). In ähnlicher Weise hatte die Beschwerdegegnerin in der
Stellungnahme vom 24. Februar 2014 den Beschwerdeführern unter Hinweis auf die
Gleichbehandlung mit anderen betroffenen Grundeigentümern in Aussicht gestellt, im
gesamten Bereich des Hochwasserschutzdammes eine Terrainanhebung je zwischen
Damm und bestehenden Anlagen anzustreben und das entsprechende Baugesuch
einzureichen. Die niveaumässigen Anpassungen, die Wiederanpflanzungen und
Anpassungen von Einrichtungen (Hag etc.) würden in vorheriger Absprache mit den
jeweiligen Grundeigentümern erfolgen. Die Kosten dafür würden mit 10 % die
Grundeigentümer und mit 90 % die Beschwerdegegnerin tragen (act. G 18/69 S. 2 f.).
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet ausschliesslich das vom
vorinstanzlichen Entscheid Umfasste, d.h. die Festlegung der
Enteignungsentschädigung im Zusammenhang mit dem Bau des Hochwasserdammes;
nicht umfasst vom vorinstanzlichen Entscheid ist die Beantwortung der Frage der
Terrainanhebung und der diesbezüglichen Kostentragung. Dennoch erscheint
diesbezüglich die Feststellung gerechtfertigt, dass die geschilderte Kostenaufteilung für
eine allfällige Terrainanhebung als Kompromiss auch für die Liegenschaft der
Beschwerdeführer sachgerecht erschiene und den Beschwerdeführern von der
Beschwerdegegnerin aus Gründen der Gleichbehandlung ebenfalls (wie im
Beschwerdeverfahren B 2013/52) eingeräumt werden sollte. Bereits im
Rekursentscheid vom 24. November 2004 war denn auch festgehalten worden, dass
mit einer gleichmässigen Abflachung des Dammfusses Richtung Wohnhaus der
Muldeneffekt ausgeglichen und zudem mit einer geeigneten Bepflanzung der Damm
"ansehnlicher" gestaltet werden könne. Die Einschränkungen für die Beschwerdeführer
könnten damit auf ein zumutbares Mass reduziert werden, so dass der Wert der
Liegenschaft nicht nachteilig beeinträchtigt werde (act. G 18/1/4 S. 6 unten). Die
Bewilligungsfähigkeit der Terrainanhebung in Koordination mit dem projektierten
Hochwasserschutzvorhaben kann nach Lage der Akten grundsätzlich als dargetan
gelten (vgl. raumplanungsrechtliche Teilverfügung vom 21. Januar 2010 (act. G 18/71b,
insbesondere S. 6 unten).
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4.3.3. Die Vorinstanz stellte den durch die Dammbildung entstehenden Minderwert
des verbleibenden Teils bei der Schätzung mit einem Betrag von Fr. 10'000.-- in
Rechnung (act. G 2 S. 7). Dieser Betrag dient der Entschädigung der Nachteile
aufgrund der Einschränkung der Sicht auf den Alten Rhein, des auch nach
Terrainanhebung verbleibenden Muldeneffekts und der vorübergehenden
Beanspruchung einer Fläche von 60 m . Er erweist sich als angemessen bzw. nicht
zuungunsten der Beschwerdeführer bemessen. Nachdem es dabei im Wesentlichen
um die Entschädigung von immateriellen Einbussen geht, ist auch eine
Quantifizierbarkeit derselben nur im Rahmen einer Annäherung bzw. Pauschalierung
möglich. Diese Gegebenheit stehen einer "Exaktheit" bei der Begründung der
Bemessung zum vornherein entgegen. Wenn die Beschwerdeführer in diesem
Zusammenhang die Nachvollziehbarkeit der Entschädigungsbegründung bemängeln
lassen (act. G 10 S. 6), so ist festzuhalten, dass die von der Vorinstanz angewendete
Pauschalierung bei der Bemessung und der Begründung derselben angesichts der
geschilderten Verhältnisse zulässig und notwendig erscheint. Eine Begutachtung
vermöchte hier, wie bereits erwähnt, höchstens eine betraglich abweichende
pauschalierte Schätzung, jedoch aller Voraussicht nach keine bessere Begründung (für
die eine oder andere Variante) zu liefern. Unter diesen Umständen wäre eine
Gutachteneinholung (act. G 10 S. 6) nicht zielführend und damit nicht gerechtfertigt.
Die Beschwerdeführer vermögen denn auch für ihre Behauptung, dass der
pauschalierte Betrag von Fr. 10'000.-- "deutlich zu gering" bzw. auf mindestens Fr.
30'000.-- zu erhöhen sei, keinerlei Begründung zu nennen ausser derjenigen, dass im
Hochwasserfall die Mulde durch Anstieg des Grundwasserspiegels überflutet werde,
wie frühere Hochwasserereignisse gezeigt hätten (act. G 10 S. 6 f.). Soweit letzteres
zutreffen sollte, dürfte es sich dabei - ausgehend von den Darlegungen der
Beschwerdeführer, welche auf frühere Hochwasserereignisse verweisen lassen - nicht
um eine Folge des Dammbaus handeln, sondern vorbestehend bzw. durch den hohen
Grundwasserspiegel bedingt sein. Diese Gegebenheiten liegen damit ausserhalb des
hier zu prüfenden Entschädigungssachverhalts.
Sodann hat der Hochwasserdamm als solcher entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführer (vorstehende E. 4.3.1) weder Lärm (abgesehen von demjenigen
während des Baus) noch einen Verlust der Privatsphäre zur Folge, zumal der hier
streitige Dammbau von der Frage der Uferwegerstellung (vgl. nachstehend E. 4.3.4
2
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zweiter Absatz) zu unterscheiden ist. Von daher erscheint auch ein Grund, aus
welchem der Mietpreis aufgrund des Dammbaus gesenkt werden müsste, nicht
dargetan. Vielmehr ist festzuhalten, dass auch Mieter der Liegenschaft vom
Hochwasserschutz profitieren (vgl. nachstehende E. 4.5).
4.3.4. Die Beschwerdeführer beantragen unter anderem ein gegenseitiges
Terrainveränderungsverbot der Dammkrone auf Parzelle Nr. 000 und vorgelagerter
Parzelle Nr. 001 (Antrag Ziff. I/3a), ein dauerndes und alleiniges Mitbenützungsrecht der
der Dammkrone auf Parzelle Nr. 000 vorgelagerten, ebenen Fläche der Parzelle Nr. 001
(Antrag Ziff. I/3c), eine Absperrpflicht des Dammes auf Parzelle Nr. 000 und
vorgelagerter Parzelle Nr. 001 bis zum Wasser zu Lasten der Enteignerin, inklusive
Weiterführung der bisherigen Absperrung des Ufers des Bereichs Parzelle Nr. 002
Dreiangel bis Parzelle Nr. 0003 C. zur Verhinderung der öffentlichen Zugänglichkeit,
solange kein rechtsgültig bewilligter Uferweg besteht (Antrag Ziff. I/3d), die
Instandstellung der vorübergehend beanspruchten Fläche durch Humusierung und
Ansähen (Ziff. 3e), das Recht auf Einleitung des Meteorwassers wie bisher in den alten
Rhein durch Anpassung mittels baulicher Massnahmen durch die Enteignerin (Schacht,
Rückschlagklappe; Ziff. 3f) und ein Zugangsrecht zum Wasser (naturnahe Treppe zu
Lasten der Enteignerin) und ein Recht zum Verweilen am Wasser (Ziff. 3g) bzw. eine
entsprechende Minderwert-Entschädigung für den Fall der Nichtumsetzung dieser
Massnahmen. Gemäss ihren Darlegungen soll durch die Massnahmen unter Ziff. I/3a, c
und d der Beschwerdeanträge die Schaffung einer nicht bewilligten, unkontrollierten
öffentlichen Zugänglichkeit des Ufers verhindert werden. Durch einen künftigen
Uferweg entstehe ein weiterer massiver Minderwert des verbleibenden Teils des
Grundstücks. Zugleich bestehe die erhebliche Gefahr, dass diese Wertminderung in
einem künftigen Verfahren einzig auf den Hochwasserdamm zurückgeführt werde (act.
G 10 S. 6).
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet wie erwähnt (vorstehende E. 4.3.2) die
Festlegung der Enteignungsentschädigung im Zusammenhang mit dem Bau des
Hochwasserdammes. Das Entschädigungsverfahren dient weder dazu, eine öffentliche
Zugänglichkeit des Ufers zu verhindern, noch kann es künftige Sachverhalte
(Uferwegerstellung) einbeziehen und vorwegnehmen, welche im Einzelnen noch nicht
festgelegt und damit in ihren Auswirkungen nicht absehbar sind. Der Umstand, dass
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nach Abschluss dieses Verfahrens ein Uferweg (offenbar nicht auf dem Damm, sondern
einen Meter tiefer am Fluss gelegen mit blickdichter Bepflanzung; vgl. act. G 11/5)
erstellt werden soll, kann damit in das vorliegende Verfahren nicht einfliessen; auf die
entsprechenden Anträge ist nicht einzutreten. Ein allfälliger, durch die Erstellung des
Uferwegs entstehender zusätzlicher Minderwert wird im entsprechenden (künftigen)
Verfahren zu prüfen sein. Zum Einwand der Beschwerdeführer, der Hochwasserdamm
bei Parzelle Nr. 000 werde sich ohne Absperrung (unabhängig von einem bewilligten
Teilstrassenplan der Gemeinde) umgehend zum Trampelpfad und inoffiziellen Uferweg
für die Öffentlichkeit entwickeln (act. G 10 S. 8 f.), ist festzuhalten, dass das
Grundstück Nr. 000 auch nach der Teilenteignung im Eigentum der Beschwerdeführer
verbleibt; Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung ändern hieran nichts
(vgl. vorstehende E. 3.2). Eine allfällige widerrechtliche Nutzung durch Dritte brauchen
die Beschwerdeführer schon deshalb nicht zu dulden. Gegen eine solche stünden
gegebenenfalls die entsprechenden zivilrechtlichen Abwehrrechte zur Verfügung.
4.4.
4.4.1. Im Weiteren beinhaltet die von der Vorinstanz festgelegte Entschädigung auch
den Ausgleich weiterer geldwerter Nachteile im Sinn von Art. 15 Abs. 1 lit. c EntG (z.B.
für Umgebungs- und Anpassungsarbeiten, Inkonvenienzen einschliesslich Verlust der
Möglichkeit besserer Verwendung des Grundstücks und Umtriebe). Diese
berücksichtigte sie bei der Schätzung mit insgesamt Fr. 10'000.-- (act. G 2 S. 7 unten).
Die Beschwerdeführer lassen vorbringen, die Bewertung der Nachteile hänge davon
ab, ob die von ihnen beantragten Massnahmen von der Beschwerdegegnerin getroffen
würden oder nicht. Die Vorinstanz erwähne bei der Festlegung der geldwerten
Nachteile die wegen des Dammes zu fällenden Bäume und Sträucher nicht. Auf der
Basis einer Offerte vom 14. Mai 2009 seien diese mit Fr. 16'804.-- zu bewerten. Dieser
Betrag sei der Summe von Fr. 10'000.-- auf jeden Fall hinzuzurechnen. Zu
berücksichtigen seien auch weitere Punkte: Aussicht auf den Alten Rhein, direkte
private Angrenzung zum Wasser (kein öffentlicher Zugang ausser Dammunterhalt),
Zugang zum Wasser, Einleitung des Meteorwassers in den Alten Rhein (act. G 10 S. 7
f. mit Hinweis auf Beschwerdeanträge I/3a-d und I/3g-h).
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4.4.2. Dazu ist erneut auf den Gegenstand dieses Verfahrens zu verweisen (E. 4.3.2
und 4.3.4) und festzuhalten, dass die Frage der Aussicht auf den Alten Rhein bzw.
deren Einschränkung und der Zugang zum Wasser bereits im Rahmen der
Entschädigung des Minderwerts des verbleibenden Grundstücks (Art. 15 Abs. 1 lit. b
EntG; vorstehende E. 4.3.3) abgehandelt wurden. Eine Fortführung dieser Diskussion
unter dem Titel von Art. 15 Abs. 1 lit. c EntG fällt damit ausser Betracht. Sodann ist zu
wiederholen, dass die Beschwerdeführer hinsichtlich der Bepflanzung auf ihrem
Grundstück bzw. im Bereich des Hochwasserdamms insoweit nicht eingeschränkt
sind, als sie mit der Bepflanzung des Damms die Hochwassersicherheit nicht
gefährden (vorstehende E. 4.3.2 mit Hinweisen). In diesem Sinn kommt ihnen, ohne
dass dies im vorliegenden (auf die Frage der Entschädigung begrenzten) Verfahren
gesondert vermerkt werden könnte oder müsste, ohne Weiteres auch ein
entsprechendes Mitspracherecht (vgl. Beschwerdeantrag I/3b) für die Bepflanzung auf
ihrem eigenen Grundstück zu. Was die Entschädigung für die Anpassung der
Bepflanzung betrifft, ist anzumerken, dass die Pauschalentschädigung von
Fr. 10'000.-- unter dem Titel von Art. 15 Abs. 1 lit. c EntG auch Umgebungs- und
Anpassungsarbeiten beinhaltet. Zu beachten ist dabei, dass im Beschwerdeverfahren
B 2013/52 a.a.O. (vgl. dortige E. 3.2 dritter Absatz) ein Betrag von Fr. 20'000.-- zur
Ausrichtung kam, dieser jedoch auch einen Kostenanteil für die Anhebung des Hauses
beinhaltete. Einzig der Hinweis auf eine (nicht bei den Akten liegende) Offerte W. (act. G
11/3) vermag keine Unangemessenheit der Entschädigung zu begründen.
4.5.
4.5.1. Die Vorinstanz bezog anderseits einen durch den Dammbau entstehenden
Sondervorteil (Art. 16 Abs. 1 lit. b EntG) in die Bemessung der Entschädigung insofern
mit ein, als das Grundstück Nr. 000 und das darauf stehende Wohnhaus durch den zu
errichtenden Hochwasserschutzdamm einen (unentgeltlichen) Hochwasserschutz
erhält. In diesem Zusammenhang setzte sie einen Betrag von Fr. 30'000.--
entschädigungsmindernd ein (act. G 2 S. 8). Die Beschwerdeführer lassen geltend
machen, im Hochwasserfall schütze der Damm lediglich gegen das Eindringen des
Fliesswassers vom Alten Rhein. Die Überflutung der bestehenden Mulde durch Anstieg
des Grundwasserspiegels werde durch den Damm nicht verhindert. Aufgrund des
tieferen Terrains des Grundstücks Nr. 000 (397.4 müM) und des Gebäudes (398 müM)
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wirke sich der Damm in erster Linie zugunsten der weiter hinten liegenden Grundstücke
aus. Dementsprechend sei eine wesentliche tiefere Vorteilsanrechnung vorzunehmen.
Es sei von einem Betrag von Fr. 10'000.-- auszugehen (act. G 10 S. 10).
4.5.2. Soweit die Beschwerdeführer eine Überflutung durch Anstieg des
Grundwasserspiegels zur Begründung ihres Standpunktes anführen, ist auf die
entsprechenden Darlegungen in E. 4.3.3 zu verweisen. Gleich wie die Tatsache der
Überflutung des Grundstücks durch den Anstieg des Grundwasserspiegels bleibt auch
die Lage (Höhe üM) des Grundstücks durch den Dammbau unbeeinflusst. Beides kann
sich daher nicht auf die Entschädigungsfestlegung auswirken. Eine Reduktion der
Vorteilsanrechnung aus diesen Gründen fällt dementsprechend ausser Betracht. Im
erwähnten Urteil B 2013/52 a.a.O., in welchem es um das mit einem kleinen Ferienhaus
überbaute Grundstück Nr. 005 ging, wurde der Sondervorteil mit Fr. 25'000.--
berücksichtigt. Die Einsetzung eines um Fr. 5'000.-- grösseren Sondervorteils erscheint
vorliegend insofern gerechtfertigt, als es um ein Haus mit erheblich grösserer
Grundfläche geht (vgl. act. G 18/1/9 und 18/1/12), welches überdies als Wohnhaus
vermietet ist und nicht lediglich als Ferienhaus genutzt wird.
4.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die ermessensweise Festlegung der
Entschädigung auf Fr. 20'000.-- (Fr. 30'000.-- + Fr. 10'000.-- + Fr. 10'000.-- abzüglich
Fr. 30'000.--) nicht zu beanstanden ist. Ein Anlass für eine Korrektur durch das
Verwaltungsgericht lässt sich weder den Akten entnehmen noch kann ein solcher
aufgrund der Darlegungen der Beschwerdeführer als zureichend begründet gelten.
5.
5.1. Gemäss Art. 47 Abs. 1 EntG trägt der Enteigner die amtlichen Kosten des
Enteignungsverfahrens. Die Beschwerdegegnerin hat damit die von der Vorinstanz auf
pauschal Fr. 5'000.-- festgelegten Kosten zu übernehmen. Die Kostenfestsetzung
bewegt sich betragsmässig im Rahmen des Gebührentarifs für die Kantons- und
Gemeindeverwaltung (sGS 821.5; Ziff. 10.01) und wurde als solche auch nicht
beanstandet.
5.2.
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5.2.1. Gemäss Art. 48 EntG entschädigt die Enteignerin den Enteigneten angemessen
für die notwendigen ausseramtlichen Kosten. Die Vorinstanz begründete die
Festsetzung der Parteientschädigung auf pauschal Fr. 5'000.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) damit, dass die Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer (Rechtsanwälte Fredy Fässler und Christoph Bürgi) teilweise auch
für die Eigentümer der Grundstücke Nr. 005 und Nr. 006 tätig gewesen seien, so dass
eine angemessene Aufteilung der ausseramtlichen Kosten unter die Grundeigentümer
zu erfolgen habe (act. G 2 S. 8). Die Beschwerdeführer lassen geltend machen, die
Parteientschädigung sei zu tief angesetzt. Den Beschwerdeführern seien nicht nur
zusätzliche Kosten infolge des Anwaltswechsels (verursacht durch die Wahl des ersten
Rechtsvertreters in die Regierung) entstanden. Vielmehr hätten nicht nur ein doppelter
Schriftenwechsel und eine Einigungsverhandlung samt Augenschein stattgefunden,
sondern es seien mehrere ausgedehnte Einigungsverhandlungen geführt worden. Es
werde dementsprechend eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 8'000.-- geltend
gemacht (act. G 10 S. 11).
5.2.2. Die Beschwerdeführer legen eine Auflistung ihres Vertretungs-Aufwands im
vorinstanzlichen Verfahren vor (act. G 11/3). Sie verweisen darin auf
Rechnungstellungen ihrer Rechtsvertreter und führen diese zur Begründung ihres
Anspruchs auf ausseramtliche Entschädigung anteilig (hälftig) mit einem Gesamtbetrag
von Fr. 10'888.-- an. Die Geltendmachung des hälftigen Aufwands dürfte darin
begründet sein, dass die Rechtsvertreter gleichzeitig auch noch weitere von der
Dammerstellung betroffene Grundeigentümer vertraten (vgl. act. G 18/10, 18/11, 18/18,
18/32, 18/47). Auch unter Einbezug der umfangreichen Eingaben und Verhandlungen
im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. act. G 18/9, 18/17, 18/31, 18/40, 18/41, 18/45,
18/65) erscheint der von der Vorinstanz pauschal mit Fr. 5'000.-- festgelegte Aufwand
plausibel und im Rahmen von Art. 22 Abs. 1 lit. a der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS 963.75). Ein konkreter Anlass für eine
Erhöhung der vorinstanzlich zugesprochenen Parteientschädigung auf Fr. 8'000.— ist
nicht dargetan. Dies umso weniger, als im Fall der gleichzeitigen Vertretung von
mehreren Personen in der gleichen Sache regelmässig keine exakte
Aufwandzuordnung an die einzelnen Beteiligten möglich sein dürfte und
dementsprechend eine pauschale/anteilmässige Festlegung erforderlich ist und der
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geltend gemachte Anwaltswechsel ohnehin keinen Anspruch auf eine erhöhte
ausseramtliche Entschädigung gibt.
6.
6.1. (...).
6.2. (...).