Decision ID: 5bccf4ca-5f42-5c47-b3d2-49da0761b3c2
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen, Prüfstelle
Winkeln (nachfolgend: Strassenverkehrsamt), erteilte der X mit Sitz in A am 7. Januar
2008 einen Kollektiv-Fahrzeugausweis und ein Händlerschild für Motorwagen.
B.- Mit Schreiben vom 20. November 2015 bat das Strassenverkehrsamt die X, den
Umfang ihres Betriebes nachzuweisen, um die Voraussetzungen für die Belassung des
Kollektiv-Fahrzeugausweises und des Händlerschilds zu prüfen. Daraufhin erklärte der
Eigentümer der X mit Schreiben vom 28. Dezember 2015 deren Tätigkeiten.
Mit Schreiben vom 26. April 2017 und 7. Juni 2017 bat das Strassenverkehrsamt die X
erneut, den Umfang ihres Betriebes nachzuweisen, und lud sie gleichzeitig zu einer
Stellungnahme zum beabsichtigten Entzug des Kollektiv-Fahrzeugausweises und des
Händlerschilds ein. Nachdem eine Antwort ausgeblieben war, entzog es ihr mit
Verfügung vom 27. Juli 2017 sowohl den Kollektiv-Fahrzeugausweis als auch das
Händlerschild für Motorwagen.
C.- Dagegen erhob der Rechtsvertreter der X am 30. August 2017 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen und beantragte mit
Rekursergänzung vom 16. Oktober 2017 die Aufhebung der Verfügung des
Strassenverkehrsamts vom 27. Juli 2017, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Das
Strassenverkehrsamt verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung.
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Auf die Ausführungen im Rekurs zur Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich,
in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 30. August 2017 mitsamt Ergänzung
vom 16. Oktober 2017 ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in formeller und
materieller Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen von Art. 41 lit. g , Art. 45, 47 und
48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1; abgekürzt: VRP). Auf
den Rekurs ist einzutreten.
2.- Streitig ist, ob die Vorinstanz der Rekurrentin zu Recht den Kollektiv-
Fahrzeugausweis und das Händlerschild für Motorwagen entzog.
a) Die Vorinstanz führt zur Begründung aus, sie habe die Rekurrentin mit Schreiben
vom 20. November 2015, vom 26. April 2017 und vom 7. Juni 2017 gebeten, mittels
Mehrwertsteuerabrechnungen oder Kopien von Verkaufsverträgen den erforderlichen
Umsatz für die Belassung des Kollektiv-Fahrzeugausweises und des Händlerschilds für
Motorwagen nachzuweisen. Dieser Einladung sei die Rekurrentin nicht
nachgekommen. Die Voraussetzungen für die Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises seien nicht mehr erfüllt, weshalb dieser zusammen mit dem
Händlerschild zu entziehen sei.
b) Die Rekurrentin hält dem entgegen, dass sie keine Leistungen für das Publikum
erbringe. Sie warte und unterhalte als Garagenbetrieb mit entsprechender Einrichtung
mindestens fünfzig Geschäfts- und Privatfahrzeuge ihres Alleineigentümers, die zum
Teil über dessen zahlreichen Immobilienunternehmen gehalten würden. Rund vierzig
dieser Fahrzeuge seien als Sammlerfahrzeuge zwar zulassungsfähig und
zulassungsbereit, aber aus Kosten- und Aufwandgründen nicht eingelöst, weil sie mehr
ausgestellt als gefahren würden. Die übrigen Fahrzeuge würden dem Betrieb der
Immobilienunternehmen dienen und seien unter zehn verschiedenen Kontrollschildern
bis
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eingelöst. Die Arbeiten an allen Fahrzeugen würden von einem ausgebildeten
Fahrzeugmechaniker ausgeführt, der dabei von einem Mitarbeiter mit langjähriger
Praxiserfahrung unterstützt werde. Da beide ergänzend dazu mechanische
Hausunterhaltsarbeiten am Immobilienbestand der Unternehmensgruppe erbringen
würden, seien sie von einem der Immobilienunternehmen angestellt, das deren
Leistungen gruppenintern verrechne. Die Rekurrentin stelle für den Garagenbetrieb
keine Rechnungen aus und führe auch keine Buchhaltung. Um die vielen Fahrzeuge
bewegen und unterhalten zu können, sei sie auf die Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises mit Händlerschild angewiesen. Insbesondere die nicht eingelösten
Sammlerfahrzeuge könnten ansonsten gar nicht betrieben werden. Der
Verwendungszweck und der Benutzerkreis des Kollektiv-Fahrzeugausweises und des
Händlerschilds seien stets eingehalten worden. Die Erteilung sei im vollen Wissen der
Umstände erfolgt, die sich seither nicht geändert hätten. Entsprechend sei aus
Gründen der Bestandesgarantie von einem Entzug abzusehen. Einem solchen stehe
schliesslich auch der Grundsatz von Treu und Glauben entgegen.
c) Motorfahrzeuge und ihre Anhänger dürfen nur mit Fahrzeugausweis und
Kontrollschildern in Verkehr gebracht werden (Art. 10 Abs. 1 des
Strassenverkehrsgesetzes [SR 741.01; abgekürzt: SVG]). Für die Zulassung von
Motorfahrzeugen oder Anhängern von Unternehmungen des Motorfahrzeuggewerbes
gibt es Kollektiv-Fahrzeugausweise (Art. 73 lit. d der Verkehrszulassungsverordnung
[SR 741.51; abgekürzt: VZV]), die zum Anbringen der darin genannten Händlerschilder
an geprüften und nichtgeprüften, betriebssicheren und den Vorschriften
entsprechenden Fahrzeugen der im Ausweis genannten Art berechtigen (Art. 24 Abs. 1
Satz 1 der Verkehrsversicherungsverordnung [SR 741.31; abgekürzt: VVV]). Dies
entspricht einem zwingenden Bedürfnis des Motorfahrzeuggewerbes, das darauf
angewiesen ist, an nicht immatrikulierten Fahrzeugen ein Händlerschild anzubringen,
um diese überführen und erproben zu können (unveröffentlichtes Urteil des
Bundesgerichts [BGer] 2A.192/1998 vom 28. August 1998 in Sachen F. gegen
Strassenverkehrsamt- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen sowie
Verwaltungsrekurskommission des Kanton St. Gallen, wiedergegeben in: Neue Zürcher
Zeitung vom 4. November 1998, S. 14; A. Roth, Entwicklungen im
Strassenverkehrsrecht, SJZ 1999, S. 222 ff., S. 226; BGE 109 Ib 43 E. 1c). Kollektiv-
Fahrzeugausweise werden an Betriebe erteilt, welche über die für die Art des Betriebes
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erforderlichen Bewilligungen verfügen, Gewähr für eine einwandfreie Verwendung des
Kollektiv-Fahrzeugausweises bieten, für alle eigenen und übergebenen Motorfahrzeuge
haftpflichtversichert sind und die in Anhang 4 VVV genannten Voraussetzungen erfüllen
(Art. 23 Abs. 1 VVV in Verbindung mit Art. 71 Abs. 2 SVG). Anhang 4 VVV stellt gewisse
Anforderungen an die Fachkenntnisse und Erfahrungen, die Räumlichkeiten, die
Betriebseinrichtungen sowie insbesondere den Betriebsumfang bestimmter Betriebe.
Von diesen Anforderungen gemäss Anhang 4 VVV kann abgewichen werden, wenn die
Gesamtbeurteilung des Betriebes ergibt, dass die Händlerschilder ohne Gefahr für die
Verkehrssicherheit und die Umwelt abgegeben werden können (Art. 23 Abs. 2 VVV;
siehe bereits Weisungen und Erläuterungen des Eidgenössischen Justiz- und
Polizeidepartements betreffend Kollektiv-Fahrzeugausweise mit Händlerschildern vom
5. August 1994 [nachfolgend als EJPD-Weisungen bezeichnet], S. 1 ff.). Die in
Anhang 4 VVV genannten Mindestanforderungen dienen den kantonalen
Strassenverkehrsämtern somit lediglich als Richtlinien (BGer 2A.406/2005 vom
7. November 2005 E. 4.2), von denen sich ein Abweichen insbesondere rechtfertigt,
wenn der betroffene Betrieb ohne Händlerschilder in seinem wirtschaftlichen
Fortkommen ernsthaft behindert würde (vgl. BGer 1C_72/2007 vom 29. August 2007
E. 6). Demgegenüber sind keine Ausnahmen von den Voraussetzungen gemäss Art. 23
Abs. 1 lit. a bis c VVV vorgesehen (Entscheid der Verwaltungsrekurskommission
IV-2013/158 vom 28. Mai 2014 E. 3a, im Internet abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
Sind diese Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, so ist der Kollektiv-Fahrzeugausweis zu
entziehen (Art. 23a Abs. 1 VVV).
Neben den ausdrücklich genannten Bedingungen setzt Art. 23 Abs. 1 VVV – in
impliziter, aber grundlegender Weise – voraus, dass die Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises mit Händlerschildern für das Führen eines geschäftlichen Betriebs
erforderlich ist. Dabei kann es sich mittlerweile nicht mehr nur um die ursprünglichen
"Betriebe des Automobilgewerbes" bzw. "Unternehmen des
Motorfahrzeuggewerbes" (vgl. Botschaft zum Entwurf eines Bundesgesetzes über den
Strassenverkehr vom 24. Juni 1955, BBl 1955 II 1, S. 18 und 53), sondern auch um
diesen vor- oder nachgelagerte Betriebe sowie um Betriebe mit grossem
Motorfahrzeugpark handeln (vgl. Anhang 4 VVV). Diesen allen ist gemein, dass sie ihrer
Natur nach mit nichtgeprüften Motorfahrzeugen fahren müssen. Das Motiv für die
Abgabe von Kollektiv-Fahrzeugausweisen nach Art. 23 Abs. 1 VVV besteht nämlich
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gerade in der unternehmerischen Notwendigkeit, mit nichtgeprüften Fahrzeugen fahren
zu müssen (BGE 109 Ib 43 E. 1c). Kollektiv-Fahrzeugausweise können deshalb stets
nur im Zusammenhang mit der Ausübung und für die Bedürfnisse einer gewerblichen
Tätigkeit ausgestellt werden (R. Schaffhauser, Die straf- und verwaltungsrechtliche
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Strassenverkehrsrecht [Oktober 1998 bis
November 1999], AJP 2000, S. 347 ff., S. 354). An dieser Grundvoraussetzung hat die
Lockerung der Erteilungsbedingungen durch die am 1. Juni 2001 in Kraft getretene
Bestimmung von Art. 23 Abs. 2 VVV nichts geändert.
d) Die Rekurrentin bezweckt gemäss Handelsregistereintrag den "Betrieb einer
Werkstätte für Autoreparaturen, Betreiben einer Tankstelle mit Shop sowie Handel mit
Neu- und Occasionswagen und verwandter Artikel" (act. 8/6). Nachdem deren
Eigentümer in einem Schreiben an die Vorinstanz vom 28. Dezember 2015 noch
ausführte, dass die Rekurrentin in erster Linie die Fahrzeuge seiner
Unternehmensgruppe sowie seinen privaten Fahrzeugpark von rund fünfzig
Fahrzeugen unterhalte und repariere, daneben im kleinen Rahmen aber auch
Fahrzeuge an Dritte verkaufe (act. 4/2), hält diese im Rekurs vom 16. Oktober 2017
fest, dass sie von Anfang an und spezifisch als Garagenbetrieb für die Bedürfnisse der
Unternehmensgruppe ihres Eigentümers gegründet worden sei (act. 12, Rz. 8). Dieser
Garagenbetrieb ist "nicht für das Publikum tätig" (act. 12, Rz. 12 und 20). Die
Rekurrentin "betreut" ausschliesslich die rund fünfzig Fahrzeuge, die direkt oder
indirekt von ihrem Eigentümer gehalten werden (act. 12, Rz. 13 und 16),
"insbesondere" dessen Privatfahrzeuge (act. 12, Rz. 12). Dabei handelt es sich um rund
vierzig Sammlerfahrzeuge, die "mehr ausgestellt als gefahren werden" und deshalb
nicht eingelöst sind (act. 12, Rz. 13, 16 und 22). Für die eigentliche Geschäftstätigkeit
der Immobilienunternehmen des Eigentümers kommen daher nur die übrigen – rund
zehn – Fahrzeuge in Frage. Diese sind unter zehn Einzel- und Wechselschildern
eingelöst (act. 12, Rz. 13 und 16). Der Kollektiv-Fahrzeugausweis und das
Händlerschild der Rekurrentin finden deshalb praktisch nur für die privaten
Sammlerfahrzeuge ihres Eigentümers Verwendung, was sie selber einräumt (vgl.
act. 12, Rz. 14 ff. und 21). Dies entspricht nicht dem vom Gesetz- und
Verordnungsgeber beabsichtigten Verwendungszweck eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises und von Händlerschildern. Das Bewegen und Unterhalten von
Privatfahrzeugen einer nahestehenden Person stellt keine geschäftliche Tätigkeit dar.
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Eine anderweitige unternehmerische Betätigung, welche die Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises erfordern könnte, vermag die Rekurrentin nicht nachzuweisen. Sie
beschäftigt keine Angestellten, bezahlt keine Löhne, stellt keine Rechnungen aus, führt
keine ordentliche Buchhaltung (act. 12, Rz. 15) und ist nicht mehrwertsteuerpflichtig
(act. 13/2). Die erwähnten Unterhalts- und Reparaturarbeiten an den zehn
Geschäftsfahrzeugen der Immobilienunternehmen kann sie nicht durch Rapporte oder
ähnliche Unterlagen nachweisen. Ohnehin würden diese wenigen Arbeiten keine
Weiterverwendung des Händlerschilds rechtfertigen (siehe BGer 1C_72/2007 vom
29. August 2007 E. 6); die Arbeiten werden gemäss eigenen Aussagen auch nicht von
der Rekurrentin, sondern von Angestellten einer anderen Gesellschaft erbracht (act. 12,
Rz. 15). Zu den angeblichen Verrechnungen solcher Leistungen innerhalb der
Unternehmensgruppe (vgl. act. 12, Rz. 15) bestehen keinerlei Belege. Unter diesen
Umständen ist davon auszugehen, dass die Rekurrentin keiner Geschäftstätigkeit
nachgeht. Entsprechend ist sie auch nicht aus geschäftlichen Gründen auf das Fahren
mit nichtgeprüften Motorfahrzeugen angewiesen. Die grundlegende Voraussetzung für
die Erteilung eines Kollektiv-Fahrzeugausweises mit Händlerschild ist somit nicht
erfüllt. Die blosse Einsparung von Aufwand und Kosten, worauf sich die Rekurrentin
beruft (act. 12, Rz. 16), reicht dazu nicht aus (siehe BGE 109 Ib 43 E. 1c). Die wenigen
notwendigen Fahrten mit den – vorwiegend ausgestellten (vgl. act. 12, Rz. 13) –
Sammlerfahrzeugen müssen mit Tagesausweisen bewerkstelligt werden können,
ansonsten sowieso eine Fahrzeugeinlösung vorzunehmen wäre.
Der Kollektiv-Fahrzeugausweis begründet keine subjektiven Rechte. Wo eine
Bewilligung – wie bei einem solchen Ausweis – eine bestimmte dauernde Tätigkeit
gestattet, kommt dem Umstand, dass von ihr bereits Gebrauch gemacht wurde, keine
entscheidende Bedeutung für deren Widerruf zu. Das öffentliche Interesse an der
gleichmässigen Anwendung und rechtsgleichen Durchsetzung des objektiven Rechts
geniesst Vorrang vor dem Inter-esse des bisherigen Inhabers, den Kollektiv-
Fahrzeugausweis zu behalten (BGer 2A.531/2000 vom 15. Januar 2000 E. 3a mit
Verweis auf BGE 120 Ib 317 E. 3a). Die Berufung der Rekurrentin auf die
Bestandesgarantie sowie den Grundsatz von Treu und Glauben stösst deshalb ins
Leere. Abgesehen davon trifft nicht zu, dass die Vorinstanz den Kollektiv-
Fahrzeugausweis mit Händlerschild in Kenntnis des tatsächlichen Verwendungszwecks
erteilt (vgl. act. 12, Rz. 14 und 20) oder diesen je geduldet hätte. Einerseits hielt die
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Vorinstanz ausdrücklich fest, dass sie bei der Erteilung des Kollektiv-Fahrzeugausweis
mit Händlerschild vorerst nur die persönlichen Voraussetzungen (Straf- und
Betreibungsregisterauszug [act. 8/5 und 8/6]) und die technischen Einrichtungen
geprüft habe, aber noch zu prüfen bleibe, ob die Voraussetzungen des
Betriebsumfangs erfüllt seien (act. 8/1); dazu forderte sie die Rekurrentin wiederholt zur
Einreichung entsprechender Unterlagen auf (act. 2, 4/1 f., 4/6A und 8/1 f.). Andererseits
gab die Rekurrentin vor, einen geschäftlichen Fahrzeughandels- und
Reparaturwerkstattbetrieb gemäss Ziff. 3 und 4 des Anhangs 4 UVV zu betreiben
(act. 4/2; vgl. act. 8/6). Nachdem sich dies nicht bewahrheitet hat, sind die zwingenden
Voraussetzungen von Art. 23 Abs. 1 VVV für die Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises mit Händlerschild nicht erfüllt; entsprechend ist dieser der
Rekurrentin gestützt auf Art. 23a Abs. 1 VVV zu entziehen.
e) Somit ergibt sich, dass die Vorinstanz der Rekurrentin zu Recht den Kollektiv-
Fahrzeugausweis und das Händlerschild für Motorwagen entzog. Der Rekurs erweist
sich als unbegründet und ist abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin
aufzuerlegen (siehe Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.–
erscheint angemessen (siehe Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung
[sGS 941.12]). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist zu verrechnen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine ausseramtliche Entschädigung
zuzusprechen (siehe Art. 98 VRP).