Decision ID: 30c053ff-2d60-5897-9b5d-05389f75b726
Year: 2019
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdeführerinnen sind Eigentümerinnen der Liegenschaft auf Parzelle
Köniz Grundbuchblatt Nr. C._. Die Parzelle liegt in der Wohnzone W, Bauklasse
IIa. Die Gemeinde erteilte der früheren Eigentümerin – der Mutter der
Beschwerdeführerinnen – im Jahr 2013 die Bewilligung für die Aufstockung des
Dachgeschosses ihres Einfamilienhauses und den Bau eines Wintergartens auf der
bestehenden Garage. Nach mehreren Hinweisen aus der Nachbarschaft führte die
Gemeinde ein Wiederherstellungsverfahren durch. Sie stellte dabei unter anderem fest,
dass anstelle des Wintergartens im ersten Obergeschoss trotz Baueinstellungsverfügung
ein Anbau mit gemauerten Ecken und Betondecke erstellt worden war
(Wohnraumerweiterung). Ausserdem waren unbewilligt (Balkon-)Türen eingebaut worden
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mit Zugang auf das davor liegende Garagendach, auf welchem mit einem Abstand von
1.75 m zur Nachbarparzelle ohne Baubewilligung Geländer mit Sichtschutz zur
Terrassennutzung angebracht worden waren. Die Gemeinde Köniz wies ein nachträgliches
Baugesuch der damaligen Eigentümerin ab und ordnete unter Androhung der
Ersatzvornahme den Rückbau sämtlicher nicht bewilligter Elemente im Bereich des
Erweiterungsbaus und des Garagendachs an. Die damalige Eigentümerin erhob dagegen
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE).
Während dieses Verfahrens übertrug sie das Eigentum auf ihre Töchter, welche die BVE
deshalb von Amtes wegen am Verfahren beteiligte. Die BVE verzichtete auf den Rückbau
des als Wintergarten bewilligten Anbaus. Im Übrigen bestätigte sie den vor-instanzlichen
Entscheid und setzte eine neue Wiederherstellungsfrist von zwei Monaten nach
Rechtskraft an.1 Das Verwaltungsgericht bestätige diesen Entscheid.2 Das Bundesgericht
wies die gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid erhobene Beschwerde mit Urteil
vom 18. Mai 2018 ab, soweit es darauf eintrat.3 Die Wiederherstellung (Demontage
Geländer und Griffe der raumhohen Fenstertüren beim Anbau) erfolgte am 25. März 2019.4
Die Beschwerdeführerinnen reichten am 19. Juni 2018 bei der Gemeinde Köniz ein neues
Baugesuch ein für das "Versetzen von Geländer und Sichtschutz auf reglementarisches
Grenzmass von 2.5 m" zur Nutzung des Daches der bestehenden Garage als Terrasse
(Baugesuch Nr. 18'824).
Mit Schreiben vom 16. Juli 2018 teilte die Gemeinde den Beschwerdeführerinnen in einer
ersten summarischen Einschätzung mit, dass bei einer Terrassennutzung ein
Grenzabstand von 3.75 m und nicht nur von 2.5 m einzuhalten sei. Daher sei ein
Näherbaurecht notwendig oder es stehe ihnen frei, ein Ausnahmegesuch zu stellen.
Andernfalls werde ein Bauabschlag ohne Bekanntmachung gemäss Art. 24 BewD5
ergehen. Am 6. März 2019 reichten die Beschwerdeführerinnen ein Ausnahmegesuch ein.
Die Gemeinde wies dieses zur Verbesserung zurück, da es keine Begründung enthalte.
Die Beschwerdeführerinnen fragten nach, was genau verbessert werden müsse, worauf
1 Entscheid der BVE RA 110/2015/176 vom 26. September 2016 2 VGE 2016.316 vom 9. März 2017 3 BGer 1C_209/2017 vom 18. Mai 2018 4 Vgl. Vorakten RA 110/2019/70 (Rechtsverzögerungsbeschwerde S. 3 Ziffer 7 sowie Stellungnahme der Gemeinde vom 13. Mai 2019, S. 4 Ziffer 17 ff.) 5 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
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die Gemeinde auf ihr früheres Schreiben verwies. Mit Schreiben vom 5. April 2019
verlangten die Beschwerdeführerinnen sinngemäss einen anfechtbaren Entscheid. Am 22.
April 2019 erhoben sie Rechtsverzögerungsbeschwerde bei der BVE bezüglich des
vorliegend relevanten Baugesuchs Nr. 18'824 (sowie des Baugesuches Nr. 18'902, vgl.
unten).6 Mit Entscheid vom 30. April 2019 erteilte die Gemeinde Köniz ohne vorherige
Publikation den Bauabschlag, weshalb das Rechtsamt das Beschwerdeverfahren wegen
Verzögerung des Baugesuchs Nr. 18'824 abschreiben konnte.
Die Beschwerdeführerinnen hatten zudem am 2. Oktober 2018 bei der Gemeinde Köniz ein
weiteres Baugesuch eingereicht für ein Geländer im zweiten Obergeschoss auf der
Deckenplattform des Anbaus vom ersten Obergeschoss (Baugesuch Nr. 18'902). Die
Gemeinde Köniz erteilte diesem Baugesuch mit Entscheid vom 4. Juli 2019 den
Bauabschlag. Dagegen erhoben die Beschwerdeführenden Beschwerde bei der BVE (RA
110/2019/117).
2. Gegen den Bauabschlag der Gemeinde Köniz vom 30. April 2019 in Bezug auf das
hier strittige Baugesuch Nr. 18'824 reichten die Beschwerdeführerinnen am 29. Mai 2019
Beschwerde bei der BVE ein. Sie beantragen die Aufhebung des Bauabschlags vom
30. April 2019 und die Erteilung der Baubewilligung. Sie machen geltend, der geplante
Balkon sei sowohl nach dem geltenden als auch nach dem zukünftigen
Gemeindebaureglement als vorspringender Gebäudeteil zulässig.
3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet7, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Es zog zudem die Akten der Verfahren
RA 110/2015/176 (Wintergarten, Terrassennutzung auf Garagendach) sowie
RA 110/2019/70 (Rechtsverzögerung) bei. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
6 RA Nr. 110/2019/70 7 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191)
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II. Erwägungen
1. Eintretensvoraussetzungen
Bauentscheide können nach Art. 40 BauG8 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung
der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die
Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige
Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerinnen, deren Baugesuch
abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert und daher zur
Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist
einzutreten.
2. Geländer für Terrassennutzung
a) Die Garage, dessen Dach die Beschwerdeführerinnen (teilweise) als Terrasse nutzen
möchten, ragt in den geltenden Grenzabstand von 5 m hinein. Die Entfernung zwischen
Garage und Nachbarparzelle Nr. D._ beträgt ca. 1.75 m, für eine Nutzung des
Garagendachs als Terrasse besteht kein Näherbaurecht.9 Der Abstand vom geplanten
Geländer zur Grenze der Nachbarparzelle Nr. D._ beträgt 2.5 m. Der Zugang zu
dieser Terrasse soll vom Anbau her erfolgen, welcher mit einem Näherbaurecht
(Grenzabstand 3.5 m) als Wintergarten bewilligt, schlussendlich aber (widerrechtlich) als
Wohnraumerweiterung erstellt worden war.10 Die projektierte Terrasse soll 1 m breit sein.
b) Das noch geltende Gemeindebaureglement vom 7. März 1993 sieht für Bauten,
Bauteile und Anlagen im Grenzabstand folgende Regelung vor:
Art. 76
8 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) 9 Vgl. BGer 1C_209/2017 vom 18. Mai 2018, E. 2.3 10 Entscheid der BVE RA 110/2015/176 vom 26. September 2016, E. 6 (mit Verzicht auf Wiederherstellung)
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1 In den Zwischenräumen, der durch die vorgeschriebenen Grenz- und Gebäudeabstände gebildet wird, dürfen ausser den üblichen Sockel- und Fundamentvorsprüngen nur Terrassen,
offene Balkone (auch solche mit seitlichen Abschlüssen), Erker, Vordächer, Dachgesimse und
ähnliches mit dem vierten Teil des Grenzabstandes auskragen, Balkone und Erker jedoch
höchstens 1,50 m (siehe Anhang I Skizze 10).
2 Balkone, Erker, Dachaufbauten usw. müssen bei zusammengebauten oder an der Grenze stehenden Gebäuden von der angebauten Grenze einen Grenzabstand von wenigstens
1,50 m, in allen übrigen Fällen einen solchen von wenigstens 2,50 m aufweisen. Mit
schriftlicher Zustimmung des Nachbars können diese Grenzabstände beliebig reduziert
werden (siehe Anhang I Skizze 10).
c) Da es sich bei der Bestimmung von Art. 76 GBR um eine kommunale Norm handelt,
ist es vorab Sache der Gemeinde zu bestimmen, wie sie ihre eigene Vorschrift verstanden
haben will. Ist ihre Auslegung der Norm rechtlich vertretbar, darf eine Rechtsmittelbehörde
nicht einer andern, ebenfalls möglichen oder vertretbaren Auslegung den Vorzug geben.11
Art. 76 Abs. 2 GBR sieht für den vorliegenden Fall vor, dass der Abstand von der Terrasse
zur Grenze mindestens 2.5 m betragen muss. Dieser Abstand wird vorliegend eingehalten.
Abs. 1 von Art. 76 GBR bestimmt zudem, dass ein Balkon mit dem vierten Teil des
Grenzabstandes, jedoch höchstens 1.5 m, in den Grenzabstand auskragen darf. Gemäss
Gemeinde bedeutet dies, dass der Abstand des Balkons zur Grenze 3⁄4 des gesetzlichen
Grenzabstandes – vorliegend 3.75 m (3⁄4 von 5 m) – betragen muss. Gemäss der
Auslegung der Gemeinde muss dieser Grenzabstand zusätzlich zum Mindestabstand von
2.5 m gemäss Art. 76 Abs. 2 GBR eingehalten werden. Diese Auslegung der Gemeinde
wird gestützt durch die Skizze 10 des Anhang 1 des GBR. Sie ist haltbar, was das
Bundesgericht im nachträglichen Baubewilligungsverfahren bezüglich dem mittlerweile
entfernten Geländer mit Sichtschutz mit einem Grenzabstand von 1.75 m bereits
festgehalten hat.12 Da der Abstand zwischen der geplanten Terrasse und der Grenze zur
Nachbarparzelle nur 3.5 m beträgt, entspricht sie Art. 76 Abs. 1 GBR nicht.
d) Laut Art. 26 BauG können Ausnahmen von einzelnen Bauvorschriften bewilligt
werden, wenn besondere Verhältnisse es rechtfertigen und wenn keine öffentlichen
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band II, Bern 2010, Art. 65 N. 3 12 Vgl. BGer 1C_209/2017 vom 18. Mai 2018, E. 2.3
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Interessen beeinträchtigt werden. Ausnahmen dürfen überdies keine wesentlichen
nachbarlichen Interessen verletzen, es sei denn, die Beeinträchtigung könne durch
Entschädigung vollwertig ausgeglichen werden. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ
erfüllt sein.
Eine Ausnahmebewilligung soll die gesetzliche Regelung, die im Interesse der
Rechtssicherheit sowie der Rechtsgleichheit die tatsächlichen Verhältnisse generalisierend
erfasst, einzelfallgerecht verfeinern. Ausnahmegründe beziehen sich deshalb auf den
Zweck, den Umfang oder die Gestaltung eines Bauvorhabens, wenn diese in den
geltenden Vorschriften nicht genügend berücksichtigt sind. Sie müssen mit den
Besonderheiten des Baugrundstücks oder des Bauvorhabens zusammenhängen. Unter
Umständen können aber auch Besonderheiten, die sich aus den subjektiven Verhältnissen
der bauwilligen Personen ergeben, eine Ausnahme begründen. Rein finanzielle Interessen,
der Wunsch nach einer Ideallösung oder intensives Ausnützungsstreben rechtfertigen aber
keine Ausnahmebewilligung. Es geht vielmehr darum, ausgesprochene Unbilligkeiten und
Unzweckmässigkeiten zu vermeiden, die die strikte Anwendung der Vorschrift für die
Bauwilligen zur Folge hätte.
Im vorliegenden Fall werden keine Ausnahmegründe geltend gemacht und solche sind
auch nicht ersichtlich. Für die geplante Terrasse kann daher auch keine
Ausnahmebewilligung erteilt werden.
e) Die Beschwerdeführerinnen berufen sich auf den künftig geltenden Art. 57 Abs. 2
GBR. Mit Volksabstimmung der Gemeinde Köniz vom 23. September 2018 hat diese einer
Ortsplanungsrevision zugestimmt.13 Das neue GBR kann erst nach der Genehmigung des
Amtes für Gemeinden und Raumordnung in Kraft gesetzt werden. Art. 57 Abs. 2 des
künftigen GBR sieht vor, dass Balkone vorspringende Gebäudeteile im Sinne der BMBV14
sind, wenn sie mindestens auf einer Seite oder der Hälfte der Längsseite nicht geschlossen
werden können und folgende Masse nicht überschreiten:
a) zulässige Tiefe: 1⁄4 des jeweils geltenden kleinen oder grossen Grenzabstandes
oder beim Näherbau 1⁄4 des Abstandes zur Grenze (vgl. Anhang I, Skizze 2.1).
13 Vgl. https://www.koeniz.ch/wirtschaft/entwicklung-gemeinde/ortsplanungsrevision-opr/die-unterlagen-.page/1165 14 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3)
https://www.koeniz.ch/wirtschaft/entwicklung-gemeinde/ortsplanungsrevision-opr/die-unterlagen-zur-opr.page/1165 https://www.koeniz.ch/wirtschaft/entwicklung-gemeinde/ortsplanungsrevision-opr/die-unterlagen-zur-opr.page/1165
RA Nr. 110/2019/88 Seite 7 von 9
b) zulässige Breite: Im Mittel 1⁄2 der Fassadenlänge pro Geschoss, welches auf dem
entsprechenden Fassadenabschnitt vollständig über dem massgebenden Terrain
liegt (vgl. Anhang I, Skizze 2.2).
Das künftige Recht sieht damit beim Näherbau vor, dass die Tiefe von vorspringenden
Balkonen 1⁄4 des Abstandes zur Grenze betragen darf. Geplant ist vorliegend eine 1 m tiefe
Terrasse zwischen dem 3.5 m von der Grenze entfernten "Wintergarten" und dem
Geländer mit Abstand von 2.5 m ab der Grenze. Damit dürfte auch nach künftigem Recht
die Tiefe der Terrasse höchstens 1⁄4 des Abstandes zur Grenze und damit 0.875 m (1⁄4 von
3.5 m gemäss Näherbaurecht) betragen. Ein Grund, eine entsprechende Ausnahme zu
bewilligen, liegt nicht vor (vgl. Ziffer 2e hievor). Da die geplante Terrasse so oder anders
auch nach künftigem Recht zu tief ist, kann offen bleiben, ob die neue Bestimmung auch
für einen Näherbau gilt, welcher – wie der vorliegende "Wintergarten" – nicht rechtmässig
erstellt worden ist. Zudem planen die Beschwerdeführerinnen zusätzlich im zweiten
Obergeschoss – auf dem Dach des "Wintergartens" – eine Terrasse über die ganze
Fassadenbreite (Baugesuch Nr. 18'902, Verfahren RA 110/2019/117). Da die zulässige
Breite der vorspringenden Gebäudeteile nach dem künftigen Art. 57 Abs. 2 Bst. b GBR
beschränkt ist, müsste hier eine Koordination erfolgen. Zudem scheint nach der künftigen,
noch nicht genehmigten Regelung ein Balkon über die gesamte Breite grundsätzlich
bewilligungsfähig. Hier stellt sich die Frage, ob diese Regelung vor Art. 10 BMBV
standhält.15
f) Damit ist das vorliegende Projekt weder nach geltendem noch nach künftigem Recht
bewilligungsfähig. Die Gemeinde hat daher zu Recht den Bauabschlag erteilt. Die
Beschwerde ist abzuweisen.
3. Verfahrenskosten
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführerinnen. Sie
haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf
15 Vgl. insb. Waber, Aus der Fachbereichskonferenz Recht der Abteilung Orts- und Regionalplanung des AGR, in KPG Bulletin 4/2018 S. 111 ff.
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eine Pauschalgebühr von Fr. 800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV16).
Die Beschwerdeführerinnen haften solidarisch für den gesamten Betrag
b) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).