Decision ID: dab97f58-c6cc-4545-93c3-1eff8fef3ff3
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1972 und
ohne
Berufsausbildung
,
reiste im Dezember 1998 in die Schweiz ein, wo er
vom
10. Juli 2000 bis 31. Mai 2001 als
Produk
tionsmitarbeiter
bei der
Y._
und
vom 1. Juni bis 31. Juli 2001 als Kurierfahrer bei
der
Z._
tätig
war
(Urk. 10/2/1-2
und
Urk.
10/3
)
.
Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit mit
Bezug von
Taggeld
ern
bis zur
Aussteuerung per 30. Juni 2003
(Urk. 10/11) arbeitete er ab
Dezember
2003
bei der
von ihm mit
gegründeten
A._
(Urk. 17) an einem Imbiss-Stand
, wobei er am 13. August 2005
stürzte und
auf den Rücken
fiel
(Urk. 10/21/49).
Am 2. Mai 2006 meldete sich
X._
unter Hinweis auf
seit 2001 be
stehende Kreuz
schmerzen
zum
Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung
an (Urk. 10/3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte Berichte der behandelnden Ärz
te (Urk. 10/7, Urk. 10/15) und
der letzten Arbeitgeberin (Urk. 10/16) ein
. Zudem
zog
sie
einen Auszug aus dem individu
ellen Konto (IK; Urk. 10/10)
und die Unfallakten (Urk. 10/21) bei.
Nachdem sie am 18. Dezember 2006 einen Umschulungsanspruch
verfügungsweise verneint hatte (Urk. 10/33), sprach die IV-Stelle
dem Versicherten
m
it Verfügung vom 25. Januar 2007 (Urk. 10/
34
,
Urk. 10/
4
1
)
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 55 % eine halbe Rent
e ab 1. August 2006 zu
.
1.
2
Im
Rahmen eines im
November 2009
von Amtes wegen
eingeleiteten
Revisions
verfahren
s
holte d
ie IV-Stelle
wiederum
eine
n
IK-Auszug
(Urk. 10/43)
und
Be
richte des behandelnden Rheumatologen
(Urk. 10/44-45)
sowie
der
B._
ein
, welche den Versicherten ab September 2007 aushilfsweise als Chauffeur beschäftigte (Urk. 10/46), bevor er im Juni 2011
eine Teilzeitstelle bei der
C._
antrat
und da
neben in einem Kinderhort arbeitete
(Urk. 10/55 S. 7
).
Über
dies
liess sie
den Versicherten
durch Dr. med.
D._
,
Facharzt für All
gemeine In
nere Medizin und Rheumatologie (Gutachten vom 30. Oktober 2010
[
Urk. 10/50
]
)
,
und
Dr. med.
E._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie
(Gutachten
vom 27. November 2011 [Urk. 10/55])
,
begutachten
.
Nachdem im
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 26. Januar 2012 [Urk. 10/59]) wei
tere Arztberichte (Urk. 10/72, Urk. 10/75) ergangen waren,
hob die IV-Stelle die
bisher ausgerichtete
halbe Rente mit
Verf
ügung
vom
9.
Oktober 2012 (Urk.
2) per Ende
des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
revisionsweise
auf.
Alsdann
verneinte sie
a
m 13. Dezember 2012 (Urk. 10/85)
verfügungsweise
ein
en
Anspruch
des Versicherten
auf Arbeitsvermittlung
durch die Invaliden
versicherung
.
2.
Gegen die Verfügung vom 9. Oktober 2012
erhob
der Versicherte
a
m
8.
No
–
vem
ber
2012 Besch
werde
(Urk. 1) u
nd beantragte,
diese
sei aufzuheben un
d ihm sei weiterhin eine halbe
R
ente zuzusprechen. Eventualiter sei die IV-Stelle zu verpflichten, zur
Festlegung der tatsächlichen Arbeits- und Leistungs
fähigkeit eine Evaluation der funktionellen Leistu
ngsfähigkeit durchzuführen und e
rst danach über den
Rentena
nspruch zu entscheiden
.
Subeventualiter
seien
vor der Rentenaufhebung
berufliche Massnahmen in die Wege zu leiten
.
Die IV-Stelle schloss in
ihrer Beschwerdeantwort vom 10.
Januar 2013 (Urk.
9) auf Abwei
sung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 14.
Januar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
11).
Daraufhin reichte er
a
m 30. April 2013 (Urk.
12)
den Bericht
der
Klinik
F._
vom 4. März 2013
betreffend
Evalua
tion der funktionellen Leistungsfähigkeit
(Urk. 13/1) und deren Gutachten
vom
21
. März 2013
(Urk. 13/2)
zu den Akten. Die Beschwerdegegnerin liess
sich dazu nicht vernehmen (Urk. 16
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung sowie die die Rentenrevision betreffenden
rechtlichen Bestimmungen (Art.
28 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG], Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], Art.
88a Abs.
1 und Art.
88
bis
Abs.
2
lit
.
a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV])
sind
in der angefochtenen Verfügung
zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S.
1). Darauf kann
–
mit den nachfolgenden Ergänzungen
–
verwiesen werden.
1.
2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revi
dier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich geblie
benen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei
gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteil des Bun
des
gerichts
8C_719/2012 vom 19. November 2012 E. 3.2.2.2 mit Hinweis
). Dage
gen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Ar
beitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
hielt
in der
angefochtenen
Verfügung insbesondere dafür
, dass
der Beschwerdeführer a
us psychiatrischer Sicht weiterhin
nicht in seiner
Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt sei und sich sein
Gesundheitszustand
im somatischen Bereich spätestens ab Oktober 2010 (Begutachtung durch Dr.
D._
)
wesentlich verbessert habe
. Seither sei
ihm eine angepasste Tätigkeit
zu 100 %
zumutbar
und
könne er
ein gleich hohes Einkommen
erzielen wie ohne
Ge
sundheitsschaden
.
Mangels Erwerbseinbusse bestehe
daher
kein Re
ntenanspruch mehr (Urk. 2 S. 2)
.
Im vorliegenden Verfahren liess sich
die Beschwerdegegnerin
nicht vernehmen (Urk. 9, Urk. 16).
2.2
Dagegen brachte
der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vor
,
die gesundheitli
che Situation
habe sich seit der
Rentenzusprache
im Januar 2007
nicht verän
dert. Beim Gutachten von Dr.
D._
handle es sich um eine revisionsrechtlich un
beachtliche abweichende ärztliche
Beurteil
ung eines im Wesentlichen gleich ge
bliebenen Gesundheitszustandes, was
auch durch die Berichte der
Ärzte und
Therapeut
en der Klinik
F._
bestätigt
werde
.
Die Tatsache, dass
Dr.
D._
mit der früheren Arbeitsfähigkeit
seinschätzung
Mühe bekunde, gründe möglicher
weise darin, dass er von der Beschwerdegegnerin sehr viele Aufträge erhalte und er diese
Gutachten
– soweit bekannt –
immer
im Sinne der
Invalidenversi
cherung
entschieden habe (Urk. 1 S. 7 ff., Urk. 12).
3.
Strittig und zu prüfen ist,
ob ein Revisionsgrund
im Sinne von Art.
17
Abs. 1
ATSG vorliegt, welcher zur
Aufhebung der
seit 1. August 2006 ausgerichteten hal
ben
R
ente per 30. November 2012
berechtigte
.
Dabei
steht
mit Blick auf
das Fachgutachten
von Dr.
E._
vom 27. November 2011 (Urk. 10/55)
zu Recht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer weiterhin nicht an einem invaliden
versicherungsrechtlich relevanten psychischen
Gesundheitsschaden
mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit leidet
.
Uneins sind sich die Parteien
dagegen
, ob sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
respektive
seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
in
somatischer
Hinsicht
massgeblich
verbessert
hat
.
4
.
4
.1
4.1.1
Der a
m 25. Januar 2007 (Urk. 10/34, Urk. 10/41)
verfügten
Zusprache
einer hal
ben Invalidenrente mit Beginn ab 1. August 2006
lagen
massgeblich
der
unda
tierte, am 12. Juni 2006 bei der Beschwerdegegnerin eingegangene Bericht von
Dr. med.
G._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie
(Urk. 10/15/1-5)
,
sowie die von ihm
beigelegten
konsiliarischen B
ericht
e
von
Prof.
Dr. med.
H._
,
Facharzt für Neurochirurgie, vom 24. Oktober 2003 (Urk. 10/15/6-7) und 4. November 2005 (Urk. 10/15/
8-9) zu Grunde.
4.1.2
Im Bericht vom
24
. Oktober 2003 (Urk. 10/15/6-7) diagnostizierte Prof.
Dr.
H._
eine
Spondylolisthesis
L4/L5/S1 mit medianer Diskushernie L4/L5 und
beurteilte
,
die
gemäss
Angaben des Beschwerdeführers etwa seit 2001 chronisch rezidivie
rende
und
bisweilen
schwerst
blockierende
Lumbo
ischialgie
sei
wahr
scheinlich Ausdruck
dieser Diagnose, wobei weder
radikuläre
Reizzeichen
(mit Ausnahme fehlender Muskeleigenreflexe an den Beinen)
noch Hinweise auf eine Instabilität in den Funktionsaufnahmen bestünden
.
Derzeit
sei der
Beschwerde
führer nach einem Berufswechsel in eine selbständige Posi
tion als
Restaurateur
weitgehend beschwerdefrei und
zu 100 % arbeitsfähig, sofern er keine körper
lich schwe
re Tätigkeit vollbringen müsse.
4.1.
3
Nach
erneut
en Untersuchungen vom 20. Oktober und 1. November 2005 er
klärte Prof.
Dr.
H._
a
m 4. November 2005 (
Urk. 10/15/
8-9)
bei
unveränder
ter
Diagnose
,
es gebe immer wieder Episoden
, in welch
en es dem Besc
hwerde
führer etwas besser gehe
,
zwischenzeitlich habe er allerdings
sein Take
Away
-Geschäft wegen Rückenschmerzen verkaufen müssen. Nach einem Sturz auf den Rücken im August 2005 seien die Schmerzen wieder sehr stark geworden.
Kli
nisch gebe es keine Hinweise auf eine Sc
hmerzgeneralisierung im Rücken und Paresen seien
abermals
nicht nachweisbar.
Indes
bestünden
leichte,
dermatomal
nicht ganz verständliche
Gefühlsstörungen etwa L4-S
1.
Gegenwärtig
sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig für körperlich
mittelschwere
und schwere
Tätigkeiten
, wogegen er körperlich leichte Tätigkeiten zu 50
%
ausüben könne.
4.1.4
Der den Beschwerdeführer erstmals im September 2002 wegen Rückenschmer
zen behandelnde
Dr.
G._
stellte im
Nachgang zur Untersuchung vom
2. Juni 2006 (undatierter Bericht;
Urk. 10/15/1-5) die Diagnose eines
lumbovertebralen
und
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms bei
Spondylolisthesis
L4/L5/S1 und CT-dokumentierter Diskushernie L4/L
5.
Dieses bestehe
seit 2001 und
habe
sich nach einem Sturz im August 2005 verstärkt (S. 1).
Als Untersuchungsbefunde schilderte
der Rheumatologe
unter anderem eine
zu
zwei Dritteln
eingeschränkte und endphasig schmerzhafte LWS-Beweglichkeit in alle Richtungen, einen Finger-Boden-Abstand von 50 cm, einen schmerz
haften
lumbosakralen
Übergang und Beckenkamm beidseits, einen hinkenden und verlangsamten Gang
sowie
einen schlecht ausgeführten Zehen- und
Fer
sengang
.
Beidseits seien
Lasè
gue
-Z
eichen
(ab 30°) und Achillessehnenreflex po
sitiv, d
er Patellarsehnenreflex
sei deutlich abgeschwächt und die
Kraft für
die
Fle
xion/
Eversion
und
Dorsalextorsion
sei
in beiden Füssen
gemindert
.
Ausser
dem bestünden auch im
Langsitz
Schmerzen
(S. 2)
.
Dr
.
G._
attestierte
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einer Pizza-Handlung (Verkauf, Zubereitung, Reinigung)
eine
volle
Arbeitsunfähigkeit
seit August 2005 und
stellte bezüglich
deren
Wiederaufnahme eine ungünstige Prognose.
Bezüglich einer anderen
Berufst
ätigkeit
empfahl
er eine arbeitsmedizinische Abklärung mit Evalua
tion der vorhandenen Ressourcen
(S. 3)
.
4.
2
4.2.1
Im Rahmen der
angefochtenen Rentenaufhebung
(Verfügung vom 9. Oktober 2012 [Urk. 2])
stützte
sich die Beschwerdegegnerin
hinsichtlich des
strittigen somatischen Gesundheitszustand
es
auf das rheumatologische Gutachten
von Dr.
D._
vom 30. Oktober 2010
(Urk. 10/50).
Darin wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 7):
Mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
c
hronisc
hes
lumbospondylogenes
Syndrom
Spondylolyse
von LWK4/5 mit
Retrolisthesis
von 5 mm mit
physio
–
lo
gischer Mikroinstabilität
Spondylolyse
von LWK5/SWK1 beidseits mit
Olisthesis
Stadium I (3 mm) mit physiologischer Mikroinstabilität
k
ein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom
O
hne
langdauernde
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
c
hronische und unspezifische obere und untere Rückenschmerzen mit dif
fuser Ausstrahlung
nicht ausreichend somatisch abstützbar
diffuse Druckschmerzangabe
nicht
dermatombezogene
Hyposensibilität des ganzen rechten Beins für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und
Vib
rationssinn
Schlafstörungen
Adipositas
(BMI 31.5)
Laborchemische Hepatopathie
Integument mit
Palmarerythem
der Hände (Differentialdiagnose:
Alko
–
hol
konsum
)
a
namnesti
s
ch Reizmagen
-
Syndrom
Dr.
D._
beurteilte
,
die
geklagten
Beschwerden
seien
betreffend
Umfang und In
tensität
nur
partiell auf objekti
v
ierbare
somatisch-pat
hologische
Bef
unde
ab
stützbar
.
Soweit in den
für die
ursprüngliche
Rentenzusprache
massgebenden
Arztberichten
Befunde dokumentiert seien, könne er diese
nicht vollumfänglich bestätigen.
I
nsbesondere sei i
m Ver
gleich zu
den
von Dr.
G._
(
vgl.
E. 4.1.4)
er
hobenen Be
funde
n
die
LWS-
Beweglichkeit nicht mehr zu
zwei Drittel
einge
schränkt
und
der Finger-Boden-Abstand habe sich wieder normalisiert.
Ferner
sei das
Gangbild
nicht mehr hinkend und der Zehen- und Fersengang sei wieder problemlos möglich. Die Kraft im Bereich der Unterschenkel sei wieder normal (S. 12).
Überdies
könne er die
von Prof. Dr.
H._
(
vgl.
E. 4.1.2)
beschriebenen fehlenden Muskeleigenreflexe an den Beinen unterdessen nicht mehr bestätigen
und die
erwähnten nicht
dermatombezogenen
Sensibilitätsstörungen
(
vgl.
E. 4.1.3
)
seien
gegenwärtig
nicht somatisch abstützbar (S. 13).
Insofern
sei eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen (S. 14).
A
u
s rein somatisch-rheumatologischer Sicht
bestehe für die
zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit als
Inhaber eines
Restaurant
s
beziehungsweise
Take
Away
-Geschäfts
spätestens seit
de
r Begutachtung keine anhaltende Einschränkung mehr,
pha
senweise sei
eine
solche von maximal 20 %
begründbar. Für die
ab
September 2007 auf Abruf während zirka 10-25 Stunden monatlich ausgeübte Tätigkeit
als Chauffeur
könne er nur dann eine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit von ma
ximal 15-20 % formulieren, wenn
das Arbeitspensum
mehr als
80-85 % eines wöchentlichen
P
ensums von 43 Stunden
betrage
. Für
Haushaltsar
beiten
mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil
bestehe
keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
. Gleiches gelte für eine ange
passte
,
leicht- bis mittelgradig körperlich belastende Tätigkeit
in
einem
tempe
rierten Raum
und
mit der Möglichkeit
,
zwischen sitzender, stehender und ge
hender Körper
haltung zu wechseln.
Dabei sollten d
ie repetitiv zu bewegenden Gewichte nic
ht schwerer als 7.5-10 kg sein
.
D
as
Einhalten der Rückenergonomie
sei
wün
schenswert,
jedoch
wegen
des Übergewichts nicht
immer möglich
.
(S. 14 f.)
.
4.2.2
Im Bericht vom 29. August 2012 (Urk. 10/75) nannte Prof. Dr.
H._
nach
er
–
folgter
Neuzuweisung
während des
Vorbescheidverfahrens
folgende Diagnose
n
:
s
chwer
e Segmentpathologie L4/
5
i
nstabile
Spondylolisthesis
L4/
5
l
eichte Höhenabnahme des Diskus L4/5 2003-2012
k
lare
Regredienz
der Diskushernie 2003-2012
c
hronisches
lumbospondy
l
ogenes
Syndrom
k
ein Beweis für
Radikulopathie
p
artiell erhaltene Arbeitsfähigkeit (stundenweise)
Adipositas
Bezüglich
der Arbeitsfähigkeit
vermerkt
e
Prof. Dr.
H._
,
d
er Beschwerdefüh
rer versuch
e, sich mit stundenweisen Eins
ätzen bei
der
C._
(Eingangs- und Ausgangskontrolle im Lager) etwas zu beschäftigen,
er halte
jedoch
eine Tätigkeit über drei Stunden wegen der Rückenbeschwerden nicht aus.
4.
2.
3
Die Therapeuten der Klinik
F._
beobachteten anlässlich der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vom 25. und 26. Februar 2012 (Bericht vom 4. März 2013 [Urk. 13/1]) eine erhebliche Symptomausweitung (S. 2) und
erwo
gen
, in einer wie bisher angepassten, sehr leichten
respektive
leichten Arbeit sollte der Beschwerdeführer sein Pensum auf ganztags ausweiten können. Die
bishe
rige Tätigkeit bei der
C._
sei ihm ganztags mit zusätzlichen Pausen von zirka zwei Stunden pro Tag zumutbar (S. 3).
PD
Dr. med.
I._
,
Chefarzt Klinik für Rheumatologie und internistische Rehabilitation
,
welcher den
Beschwerdeführer
am 31. Januar 2013
untersucht hatte, stellte
im Gutachten der Klinik
F._
vom 21. März 2013 (Urk. 13/2)
folgende
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 19):
Lumbospondylog
enes
Syndrom beidseits
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule
m
uskuläre Ungl
eichgewichte und Insuffizienz
en der unteren Rumpf- und Rückenmuskulatur
monosegmentale degenerative
Diskopathie
L4/5 mi
t
Retrospondy
-
lo
listhesis
L4/5 und diskreter Hypermobilität L4/5 bei
Spondylolyse
L4 beidseits
Spondylolyse
L5 beidseits mit diskreter
Spondylolisthesis
L5/S1 ohne Hinweise auf Hypermobilität oder Instabilität
Diskusprotrusion
L4/5 mit
Anulusriss
ohne Nachweis einer
zusätzli
–
chen
Neurokompression
ICD-10 M54.4
Die
aktuell
bei der
C._
zu 50 %
ausgeübte
körperlich
leichte und
wech
selbelastende
Tätigkeit könne der Beschwerdeführer nach Durchführung thera
peutischer Massnahmen (Kraftaufbautraining für die untere Rumpf- und Rü
ckenmuskulatur; S. 17 f. und 21)
mit einem Pensum von 60-70 % (ganztags verwertet mit vermehrten Pausen) verrichten
.
Eine optimal angepasste
,
körper
lich sehr leichte und streng wechselbelastende
Tätigkeit ohne Zwangshaltungen
wie
vorgeneigtes
Stehen
,
ohne Arbeiten über Schulterhöhe und
ohne wieder
holte
Kniebeugen
sei dem
Beschwerdeführer ganztags mit vermehrten Pausen im Umfang von zirka zwei Stunden (einem 75
%
Arbeitspensum entsprechend)
zumutbar
(S. 19 f.).
Bezüglich der
früheren ärztlichen Einschätzungen erklärte PD
Dr.
I._
,
diagnostisch
bestünden keine Diskrep
anzen. V
on
allen involvierten Ärzten sei die Diagnose eines
lumbospondylogenen
Syndroms bei monosegmentaler
Dis
kopathie
L4/5 gestellt worden.
Während
Dr.
D._
in seinem Gutachten
ohne Durchführung ergonomischer funktioneller Test
s
eine
Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit
verneint
habe
,
seien im Rahmen der Abklärungen in der Klinik
F._
objektiv arbeitsrelevante Befunde festgestellt
worden
,
welche eine
Ar
beitsunfähigkeit im beschriebenen
Sinne begründeten (S. 20 f.).
Verglichen mit den früheren Untersuchungen seien objektiv keine Befund
–
ände
rungen
auszumachen
. Es bestünden nach wie vor die klinisch-rheumatolo
gischen Befunde eines chronischen
lumbospondylogenen
Syndroms. Radiolo
gisch sei
eine seit 2003 unveränderte monosegmentale degenerative
Diskopathie
L4/5 mit Hypermobilität festgestellt worden. Somit sei bezüglich der somati
schen und radiologischen Befunde von keiner wesentlichen Änderung auszuge
hen (S. 21).
5.
5
.1
D
as
Gutachten
von Dr.
D._
vom 30. Oktober 2010 (
vgl.
E. 4.
2
.
1
hiervor
)
ent
spricht den praxis
gemässen Anforderungen an
eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (
vgl.
E.
1.
3
hiervor
). Es
ist
für die
umstrittene
Frage
d
es
somatischen Gesundheitszustandes
und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit
des Beschwerdeführers umfassend, beruht auf
sorgfältigen eigenen
Un
tersuchungen
und erging
unter Berücksicht
igung
der relevanten medizinischen
Vorakten
wie auch der geklagten Beschwerden. Es leuchtet in der Darlegung und Beurteilung der medizinischen Verhältnisse ein und die darin gezogenen Sc
hlussfolgerungen sind begründet
.
A
nhand der Aktenlage
ergeben sich
keine Anhaltspunkte dafür, dass
Dr.
D._
objektiv wesentliche Tatsachen ni
cht berück
–
sichtigt
hätte oder nicht lege
artis
vorgegangen wäre.
Demzufolge kann
für
die
Entscheidfindung
auf sein
e
Expertise
abgestellt werden.
5
.2
5.2.1
Der
Beschwerdeführer
brachte vor
, das Gutachten von Dr.
D._
stelle eine unter
schiedliche Beurteilung eines unverändert bestehenden Gesundheitszustandes dar und sei nicht mit den anderen ärztlichen Einschätzungen zu vereinbaren.
5.2.2
Dr.
D._
legte
anhand
seiner Untersuchungsergebnisse
und in Auseinanderset
zung mit de
n für die ursprüngliche
Rentenzusprache
massgebenden Berichten von Prof. Dr.
H._
und Dr.
G._
(
vgl.
E. 4.1
hiervor
) differenziert und nach
vollziehbar dar, dass zwischenzeitlich
aus
somatisch-rheumatologischer
Sicht eine Verbesserung des Gesundheitszustand
e
s eingetreten
ist und in einer
ange
passten
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht. Eine Ver
besserung des Gesundheitszustandes ergibt sich
insbesondere aus
den für eine klinisch-rheumatologische Untersuchung der Wirb
elsäule typischen
Befundan
gaben
so
wie der
Feststellung,
aktuell seien
die geklagten Beschwerden somatisch nicht
mehr
hinreichend abstützbar.
Diesbezüglich kann ohne weiteres auf die detail
lierten und nachvollziehbaren Ausführungen von Dr
.
D._
verwiesen
werden (
vgl.
ins
b
esondere
S.
12
f.
)
.
Der Umstand, dass die Diagnosen im Wesentlichen gleich geblieben sind,
tut dieser Schlussfolgerung keinen Abbruch
.
Denn
invalidenversicherungsrechtlich
ist
einzig erheblich, ob und in welchem Mass eine Beeinträchtigung der Er
werbsfähigkeit – und zwar unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – ausgewiesen ist,
weshalb
nicht bloss eine andere Be
urteilung eines
identischen Sachverhaltes
, sondern eine entsprechende wesentli
che
Verbesserung des Gesundheitszustandes
vo
r
liegt
, wenn ärztliche Experten im Verlaufe der Zeit einem nach wie vor bestehenden Leiden keinen Einfluss auf die A
rbeitsfähigkeit mehr
einräumen
(
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts 8C_449/2010 vom 3
0.
November 2010 E. 3.1 mit Hinweisen) oder diesen
– wie vorliegend –
als weniger einschneidend einstufen.
5.2.3
Es
besteht keine Veranlassung, von der
Beurteilung
von Dr.
D._
abzuweichen.
PD
Dr.
I._
trug
im Gutachten der Klinik
F._
vom 21. März 2013 (
vgl.
E. 4.2.3
hiervor
)
keine unerkannt gebliebenen objektiv feststellbaren
Aspekte
vor, welche die
Einschätzung
von
Dr.
D._
in
Frage zu
stellen
vermöchten
und eine abweichende Schlussfolgerung
rechtfertig
ten. Der Privatgutachter
ging in seiner Einschätzung
nicht nur
im Widerspruch zur Aktenlage davon aus, dass Dr.
D._
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt habe (S. 20)
, son
dern hielt auch ohne jede Auseinandersetzung mit den differenzierten Ausfüh
rungen von Dr.
D._
pauschal
fest, bezüglich der somatischen und radiologi
schen Befunde sei von keiner wesentlichen
Ä
nderung auszugehen
(S. 21).
Es mag
wohl zutreffen, dass sich bildgebend – abgesehen von der
im MRI der LWS vom 27. August 2012 zur Darstellung gebrachten
Regredienz
der Diskushernie
(Urk. 10/75 S. 3)
– keine wesentliche
Änderung
präsentierte, indes
begrün
dete Dr.
D._
die Verbesserung des Gesundheitszustandes im Lumbalbereich mit den spezifischen klinischen Untersuchungsbefunden.
Diese wurden
im Privatgut
–
achten
denn auch
zumindest teilweise bestätigt, so
etwa
die im Lot stehende Wirbelsäule (Urk. 13/2 S. 12), welcher Befund
(Urk. 10/50 S. 4)
in der Be
schwerde unter Hinweis auf die linkskonvexe Skoliose als unwahrscheinlich er
achtet wurde (Urk. 1 S. 8).
Überdies
ging
auch PD
Dr.
I._
implizit von
einer Besserung aus, schien ihm doch das berufliche
Leistungsvermögen
des Beschwerdeführers nach Durchführung
des
ohne weiteres zumutbaren
Kraftauf
bautrainings
für die untere Rumpf- und Rückenmuskulatur
höher als die seiner
zeit attestierte und für die
Rentenzusprache
massgebende hälftige Arbeitsfähig
keit (S. 21 f.).
Insofern
stützt
das Privatgutachten
die Einschätzung von Dr.
D._
.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 8) vermag
unter den gegebenen Umständen
die Tatsache, dass
Dr.
D._
im Rahmen der
Begutachtung nebst den angefertigten Röntgenbildern kein aktuelles MRI der LWS veranlasste, den B
eweiswert seiner Expertise nicht in Frage
zu stellen
.
Alsdann lagen
keine klinischen Befunde vor, welche eine MRI-Untersuchung der HWS indizierten
.
Schliesslich ergeben sich auch aus
den
im Revisionsverfahren ergang
enen Be
richte
der behandelnden Fachä
rzte keine wesentlichen Gesichtspu
nkte
, die Dr.
D._
ausser Acht gelassen hätte. Dies gilt nicht nur für die knappen Berichte von Dr.
G._
vom 5. und 19. Januar 2010 (Urk. 10/44-45), sondern auch für den Bericht von Prof. Dr.
H._
vom 29. August 2012 (
vgl.
E. 4.2.2
hiervor
), welcher sich weder mit der Expertise von Dr.
D._
auseinandersetzte noch aus objektiver Sicht zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit Stellung nahm.
5.2.4
Der Beschwerdeführer
argumentiert
e
, Dr.
D._
versuche ihn als
einen Versicher
ten
mit abnormem Schmerzverhalten darzustellen
,
welches
nicht auf ein soma
tisch-pathologisches Krankheitsbild zurückgeführt werden könne.
Damit lässt er
ausser Acht
, dass
der Gutachter
seine Aussagen
sachlich
begründete
und
hinrei
chend nachvollziehbar
darlegte
, dass und inwiefern die geklagten Beschwerden nur teilweise durch somatische Befunde objektiviert und erklärt werden könn
ten. Dabei diente die Aussage, vier der fünf
als Zeichen nicht-organisch
ab
stützbarer
Beschwerden geltenden
Waddell
-Zeichen seien
anlässlich der klini
schen Untersuchung
positiv gewesen (
Urk.
10/50
S. 3 und 8)
,
lediglich als zu
sätzliche Er
klärung des im Übrigen hinreichend nachvollziehbar dargelegten rheumatolo
gischen Beschwerdebildes.
Insofern
fällt der gerügte Umstand, Dr.
D._
habe nicht
angegeben
, welche
Waddell
-Zeichen positiv
gewesen seien
(Urk. 1 S. 8), nicht
entscheidend
ins Gewicht.
Alsdann
verkennt
de
r
Beschwer
deführer offenbar
, dass
regelmässig dem gesamten anlässlich einer ärztlichen Begutach
tung gezeigten Verhalten Aussagekraft zu
kommt
und
es
zur Professio
nalität eines Sachverständigen
gehört
, dass er seine Wahrnehmungen und Fest
stellun
gen im Gutachten festhält und die beschriebene Verhaltensweise des Ex
ploran
den einer begründeten Würdigung unterzieht.
Ferner
kann in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung sein, wie sich der Beschwerdeführer
ausserhalb der Begutachtungssituation – etwa im Beruf – präsentiert.
Das Argument,
im Falle eines abnormen
Schmerzgebaren
s wäre dem Beschwerdeführer die
aushilfsweise ausgeübte
Teilzeitstelle längst
gekündigt worden (Urk. 1 S. 8),
s
tösst
deshalb ins Leere.
I
mmerh
in
aber
konnte an
lässlich der am 2
5.
und
26. Februar 2013
in der Klinik
F._
durchgeführten
Evalua
–
tion
der funktionellen Leistungsfähigkeit eine erhebliche Symptomausweitung beobachtetet werden (
vgl. E. 4.2.3 hiervor)
.
5.2.
5
Soweit mit der Äusserung, Dr.
D._
erhalte von der
Beschwerdegegne
rin
sehr viele Aufträge und habe die verfassten Expertisen – soweit bekannt – immer im Sinne der Invalidenversicherung entschieden (Urk. 1 S. 10), eine Voreingenom
menheit des Sachverständigen geltend gemacht werden soll, ist dies unberech
tigt. Denn der regelmässige
Beizug
eines Gutachters oder einer
Begutachtungs
institution
durch den Versicherungsträger, die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das daraus resultierende
Ho
norarvolumen
führen für sich allein genommen nicht zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3).
5.3
Für eine
Wende des
somatischen
Gesundheitszusta
ndes zum Besseren spricht auch
, dass nach
unfallmedizinischer Erfahrung
die Dauer, während welche
r eine vorbestehende Wirbelsäulenerkrankung durch einen Unfall
–
bei Fehlen
unfall
bedingter
Wirbelkörperfrakturen oder strukturell
er Läsionen an der Wirbelsäule –
in Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung beeinflusst wird, sechs bis neun Monate, längstens jedoch ein Jahr
beträgt
(
vgl. etwa Urteil
des Bundesge
richts
8C_239/2008 vom 1
7.
Dezember 2009 E. 3.2 mit Hinweis).
Die für die
ursprüngliche
Rentenzusprache
massgebenden fachärztlichen Be
richte von Prof. Dr
.
H._
(
vgl.
E. 4.1.2 und 4.1.3
hiervor
) und Dr.
G._
(
vgl.
E. 4.1.4
hiervor
) stützten sich auf Untersuchungen, welche bis 1. November 2005
beziehungsweise
2. Juni 2006 und somit rund 3.5
respektive
9.5 Monate nach dem
Ereignis
vom 13. August 2005
–
bei welchem es gemäss
Bericht
von
Dr.
med.
J._
, Facharzt
für Chirurgie,
vom 1
0.
F
ebruar 2006 (
Urk.
10/21/26-27
)
lediglich zu einer Kontu
sion der LWS gekommen sein kann
–
erfolgt waren. In jenem Zeitpunkt war der
mit Blick auf die vorgeschädigte
Wirbelsäule bis zu einem Jahr dauernde Heilungsprozess
nach
medizinischem
Erfahrung
swissen
noch nicht abgeschlossen.
Indes lag der Unfall vom 13. August 2005 im Zeitpunkt der Begutachtung
en
durch Dr.
D._
(21. Oktober 2010)
und
P
D Dr.
I._
von
der
Klinik
F._
(31. Januar 2013) mehr als fünf
respektive
sieben Jahre zurück, weshalb es nicht er
staunt, dass
diese
nunmehr
von eine
m
verbesserten
Ge
sundheitszu
stand
beziehungsweise
von einer höheren Arbeitsfähigkeit aus
gingen, zumal der
Be
–
schwerdefüh
rer
vor diesem Ereignis bei den Diagnosen einer
Spondylolisthesis
L4/L5/S1 und eine
r
Diskushernie L4/L5
– mit Ausnahme körperlich schwerer Tätigkeiten – fachärztlich als
zu 100
%
arbeitsfähig
eingestuft
worden war
(
vgl.
E. 4.1.
2
hiervor
).
5.
4
Nach dem Gesagten ist
mit dem
Gutachten von Dr.
D._
erstellt, dass sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in revisionsrechtlich re
levanter Weise verbessert hat in dem Sinne, dass die LWS-Problematik zwi
schenzeitlich weniger einschneidende Auswirkungen zeitigt und dem Be
schwer
deführer eine angepasste Tätigkeit entsprechend
dem von Dr.
D._
formulierten Belastung
sprofil
zu 100 % zumutbar ist.
5.
5
Weitere Abklärungen
in Bezug auf den Gesundheitszustand und dessen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
sind
nicht erforderlich.
Die im Eventualpunkt
beantragte
Evaluation der funktionellen Leistungsfähig
keit
(Urk. 1 S. 2 und 11) wurde
bereits
durchgeführt
(vgl. E. 4.2.3 hiervor
)
.
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die nunmehr bestehende Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit
des Beschwerdeführers
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
6
.2
Die Beschwerdegegnerin
setzte bei der Invaliditätsbemessung anhand der allge
meinen Methode des Einkommensvergleichs
sowohl Validen- als auch
Invali
deneinkommen
unter Verwendung derselben statistischen Tabellenwerte gemäss der
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
– au
sgehend vom monatlichen Bruttolohn
der
mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten
im privaten Sektor
beschäftigten Männer
(LSE 2010, Ta
belle TA1
, Total, Anforderungsniveau 4) –
fest
, wobei sie aufgrund des verbes
serten Gesundheitszustandes
einen
leidensbedingten Abzug als nicht mehr ge
rechtfertigt erachtete
und eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse gänzlich verneinte
(Urk. 2 S. 2, Urk. 10/56 S. 2)
.
Der Beschwerdeführer äusserte sich nicht zur Bemessung des Invaliditätsgrades.
Das Heranziehen des LSE-Tabellenlohnes
i
m Bereich Hilfsarbeiten
bei beiden Einkommensgrössen
ist
im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl.
BGE 135 V 297
E. 5.1 und 5.2)
nicht zu
bemängeln
,
fehlt es doch an
aussage
kräftigen konkreten
Angaben
für die Einkommensermittlung
.
Da die beiden Verg
leichseinkommen auf derselben Zahlenbasis zu
bemessen sind und eine Restarbeitsfähigkeit von 100 % besteht, entspricht die Invalidität der Höhe des allenfalls zuzubilligenden Abzug
e
s. Dieser ist
praxisgemäss
(BGE
126 V 75 E.
5
b
/cc
)
unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25
% zu begrenzen
, sodass
der für den Rentenanspruch vorausgesetzte
Invaliditätsgrad
von 40
%
(
Art. 28 Abs. 2 IVG
) in jedem Fall nicht erreicht wird.
6.3
Anzufügen bleibt, dass s
elbst
bei Annahme einer ganztags zu verwertenden Arbeits-
respektive
Leistungsfähigkeit von 75
%
wie im Privatgutachten der
Klinik
F._
bescheinigt (
vgl.
E. 4.2.3
hiervor
)
kein rentenbegründender
Inva
liditäts
grad
resultierte
. Von einem invaliditätsbedingten Abzug könnte zwar mit Blick auf das eingeschränkte Tätigkeitsprofil entgegen der Auffassung der
Be
schwer
degegnerin
(
Einkommensvergleich vom 26. Januar 2012
[
Urk. 10/56 S. 2
]
) nicht gänzlich abgesehen werden, jedoch wäre dieser
insgesamt
auf höchstens 15 % zu veranschlagen,
was zu einem
r
entenausschliessende
n
Invali
ditätsgrad
von 36.25 %
führte
(100
%
- [75
%
x 0.85]).
7.
7.1
Subeventualiter
wird
geltend gemacht
, die Beschwerdegegnerin habe es
zu Un
recht
unterlas
sen, vor der Rentenaufhebung die Voraussetzungen von
Integrati
on
s
massnahmen
und beruflichen Eingliederungsmassnahmen zu prüfen (Urk. 1 S. 2 und 11).
7.2
Der Beschwerdeführer hat
te
im Zeitpunkt der Rentenaufhebung weder das 55. Altersjahr zurückgelegt noch seit mehr als 15 Jahren eine Rente bezogen. Damit fällt er nicht unter den
vom Bundesgericht besonders geschützten
Bezü
gerkreis
, welchem der Weg der Selbsteingliederung
in der Regel
nicht mehr ohne weiteres zugemutet werden kann (
Urteil 9C_228/2010 vom 2
6.
April 2011
E. 3.3).
Hinzu kommt, dass
der Beschwerdeführer
bei einer Invalidität von 55 %
nie gänzlich vom Arbeitsmarkt abgeschnitten war und er die vormalige hälftige Restarbeits
fähigkeit zumindest teilweise verwertete.
Angesichts dessen
kann er
auf eine berufliche Erfahrung in verschiedenen Bereichen zurückgreifen,
welche eine Steigerung des Arbeitspensums
ohne weiteres zulässt.
Insofern war die Beschwerdegegnerin nicht gehalten
,
vor der Rentenaufhebung
eine
erwerbsbe
zogene
Abklärung und/oder
befähigende
Eingliederungsmassnahmen
durchzu
führen.
Im Übrigen
erging bezüglich des Anspruchs auf berufliche Massnahmen am 13. Dezember 2012 (Urk. 10/85) eine anfechtbare Verfügung; f
alls der Be
schwerdeführer
mit dem abschlägigen Entscheid
nicht einverstanden gewesen wäre, hätte er mittels Beschwerde
an das Gericht gelangen können, was er indes unterliess.
8
.
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist.
9
.
Die Verfahrenskosten
im Sinne von
Art. 69 Abs.
1
bis
I
VG sind ermessensweise auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
erlegen.