Decision ID: d0fc0d96-8264-4206-9cdf-58c1135985e8
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1988, war seit dem 3
1.
Januar 2013 als Chauffeur bei der
Y._
angestellt und dadurch bei der Schweizeri
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert,
als er
am 3
0.
April 2013
mit den Kindern seines Cousins
Fussball spielte und dabei zu Fall kam
(Schaden
meldung UVG vom 27.
Juni 2013,
Urk.
12/1
, und Bericht der
SUVA vom 2
2.
August 2013, Urk.
1
2/16
).
Die erstbehandelnden Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des
Z._
diagnostizierten im Kurzbericht vom 3
0.
April 2013 eine Grundgliedbasi
sfraktur des kleinen Fingers
der linken Hand (
Urk.
12/4).
Daraufhin
erfolgte eine konserva
tive Behandlun
g mit
Fingerg
ips
schiene
.
Die SUVA erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
Per
1
8.
Juni 2013 kündigte die
Y._
das Arbeitsverhältnis mit dem Versicher
ten
(
Urk.
12/14/3
).
Der Heilverlauf war protrahiert
.
Wegen Rückenbeschwerden wurde
der Versicherte
ab August 2013 physiotherapeutisch
(vgl.
Urk.
7/8
) und wegen der
Finger
beschwerden ab Dezember 2013 ergotherapeutisch
(vgl.
Urk.
12/39)
behandelt
.
Am
8.
Januar 2014
gab
Kreisarzt
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Chirurgie,
eine
Stellungnahme ab
(
Urk.
12/41
).
Gestützt auf diese Stellung
nahme teilte die SUVA dem Versicherten mit
Verfügung vom 3
0.
Januar 2014 mit, dass
sie
a
b dem
1.
Februar 2014 keine Versic
herungs
-
leistungen mehr erbringen werde
(Urk.
12/45
/
8-10
). Dagegen erhob der Versicherte a
m
3.
März 2014 Einsprache (Urk.
12/48), welche die SUVA mit Entscheid vom 2
6.
Mai 2014 (
Urk.
2) abwies.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
2
6.
Juni 2014 Beschwerde und beantragte, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien ihm weiterhin
Heil
behandlung
s
- und Taggeldleistungen
auszurichten (
Urk.
1
, vgl. auch
Beschwer
deergänzung
vom 2
9.
August 2014,
Urk.
6
). Die Beschwerdegegnerin
beantragte
mit Beschwerde
antwort vom 3
1.
Oktober 2014 die
Abweisung der Beschwerde
(Urk.
11
). Mit Eingabe vom 1
1.
März 2015 (
Urk.
14) legte der Beschwerdeführ
er weitere Beilagen (
Urk.
15/1-4
)
ins Recht
, welche der Beschwerdegegnerin am 1
7.
März 2015 zur Kenntnis gebracht wurden (
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund des
Unfallereignis
ses
vom 3
0.
April 2013 über den
1.
Februar 2014 hinaus Anspruch auf Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin hat.
1.2
Gemäss
Art.
6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) sind Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungs
kosten
nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Gemäss
Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die
zweck
mässige
Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr nach Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Wie eingangs erwähnt, diagnostizierten die erstbehandelnden Ärzte
der Klinik für Unfallchirurgie
des
Z._
nach dem Unfallereignis vom 3
0.
April 2013 im gleichentags erstellten Kurzbericht eine Grundgliedbasisfraktur des
kleinen Fingers d
er linken Hand. Sie versorgten den Beschwerdeführer daraufhin mit einer
Fingergipsschiene
(
Urk.
12/4).
2.2
Der zuständige Arzt der Abteilung für Unfallchirurgie des
Klinikums
B._
erklärte im Notaufnahmebeleg vom 1
0.
Mai 2013, dass
der Beschwerdeführer die angeordnete Schiene
selbständig entfernt
habe
und seither wieder Schmer
zen habe. Eine Schwellung bestehe nicht. Die Beweglichkeit des D5 links sei schmerzbedingt eingeschränkt. Die periphere Durchblutung, Motorik und Sensi
bilität (
pDMS
) sei
en
intakt (
Urk.
12/2).
2.3
Funkt.-OA
Dr.
med.
C._
vom Institut für Röntgend
iagnostik und Nuklear
medizin des
Klinikum
s
B._
hielt im Bericht vom 1
7.
Mai 2013 fest, das die gleichentags durchgeführte Röntgenuntersuchung
der Hand links
noch eine nachweisbare geringe
kortikale
Konturenunregelmässigkeit nahe der Grundgliedba
s
is
Digitus
V
ulnarseitig
gezeigt habe
,
bei achsengerechter Stel
lung. Weitere Frakturen hätten, soweit fassbar, ni
cht nachg
ewiesen werden können (
Urk.
12/38
).
2.4
Dr.
med.
D._
, FMH Allgemeinmedizin, diagnostizierte im ärztlichen Zwischenbericht vo
m
6.
September 2013 Schmerzen an
der linken Hand. Er erklärte, dass der Beschwerdeführer bisher konservativ behandelt worden sei. Er habe ihn nun dem Handspezialisten
Dr.
med.
E._
,
FMH Chirurgie und FMH Handchirurgie
, Leitender Arzt der Handsprechstunde des Spitals
F._
,
überwiesen.
Die voraussichtliche Dauer der Behandlung betrage
noch
vier bis acht
Wochen
(
Urk.
12/24).
2.5
Dr.
E._
vom Spital
F._
gab im Bericht vom 1
7.
September 2013 an, dass
am linken Kleinfinger
des Beschwerdeführers
jetzt
sicher
keine Pathologie mehr vorhanden
sei. Die
Gelenke seien frei beweglich und
ligamentär
stabil. Aus sei
ner Sicht sei der Beschwerdeführer auch in einer handwerklic
hen Tätigkeit voll arbeitsfähig. Eine
symptomatische Therapie (zum Beispiel Physiotherapie) sei nicht
indiziert
(
Urk.
12/35).
2.6
Die Ärzte der
Abteilung
für Handchirurgie
der
G._
führten
im Bericht vom 2
9.
November 2013
aus
,
dass es f
ür die p
ersistierenden Schmerzen
an der linken Hand des Beschwerdeführers
kein Korrelat
gebe
, weder klinisch noch radiologisch. Zu empfehlen seien Übungen zur Mobilisation und Kräfti
gung.
Aus handchirurgischer Sicht könnten die Schmerzen nicht angegangen werden (
Urk.
12/34).
2
.7
Kreisarzt
Dr.
A._
erklärte
in der Stellungnahme vom
8.
Januar 2014, dass
gemäss
dem Bericht der Abteilung für Handchirurgie der
G._
kein
strukturelles Korrelat für die g
eklagten Beschwerden vorliege. Die Fraktur sei konsolidiert und die Beweglichkeit ohne Besonderheiten. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei somit nicht mehr ausgewiesen (
Urk.
12/41).
2.8
Dr.
D._
gab
im Bericht vom 2
9.
August 2014
an
, dass die Ergotherapie
-
verord
nung
aufgrund eines Unfallereignisses erfolgt sei. Der Beschwerdeführer habe keine weiteren Krankheiten. Weiter sei auch die
Physi
otherapieverordnung
aufgrund eines Unfallereignisses ausgestellt worden (
Urk.
7/1).
2.9
Dr.
med.
H._
, Arzt für Allgemeinmedizin, führte
im ärztl
ichen Attest vom
3.
März 2015 aus
, dass
es
am 3
0.
April 2013
unfallbedingt unter anderem zu einer
Grundgliedbasisfraktur des kleinen Fingers der linken Hand
gekommen sei. Zusätzlich habe
sich
der Beschwerdeführer
bei diesem Sturz im Rahmen eines Fussballspiels eine Rückenprellung im Lumbalbereich zugezogen.
Als Folge der Fraktur würden Beschwerden an der linken Hand bestehen.
Seit dem Unfallereignis vom 3
0.
April 20
13 bis zum heutigen Tag befinde
sich
der Beschwerdeführer
aufgrund der Beschwerden an
der linken Hand und im Rückenbereich in ärztlicher Behandlung. Vor dem Unfallereignis sei er
be
-
schwerdefrei
gewesen (
Urk.
15/1).
3.
3.1
Was die
vom Beschwerdeführer beim Unfallereignis vom 3
0.
April 2013 erlit
tene Verletzung am
Kleinfinger der linken Hand
betrifft,
erklärte Kreisarzt
Dr.
A._
in der Stellungnahme vom
8.
Januar 2014
,
dass gemäss dem
Bericht
der Abteilung für Handchirurgie
der
G._
kein strukturelles Kor
relat für die geklagten Beschwerden vorliege. Die Fraktur sei konsolidiert und die Beweglichkeit ohne Besonderheiten. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei somit ni
cht mehr ausgewiesen (vgl. E. 2.7
).
3.
2
Diese Einschätzung vo
n Kreisarzt
Dr.
A._
ist nachvollziehbar
und findet in den vorliegenden medizinischen Akten ihre Stütze
.
Dr.
E._
vom Spital
F._
legte
im B
ericht vom 1
7.
September 2013 dar
, dass es für ihn schwierig sei, aufgrund der mitgebrachten Röntgenbilder und der jetzi
gen Aufnahme eine Fraktur vom 3
0.
April 2013 zu bestätigen. Sicher sei am linken Kleinfinger jetzt k
eine Pathologie mehr vorhanden. D
ie Gelenke seien frei beweglich und
ligamentär
stabil. Er habe dem Beschwerdeführer geraten, die Hand wieder voll zu belasten und den Kleinfinger nicht speziell zu schonen respektive keine Fehlhaltungen zur Schonung
einzunehmen
. Aus seiner Sicht sei der Beschwerdeführer auch in einer handwerklic
hen Tätigkeit voll arbeitsfä
hig. Eine
symptomatische Therapie (zum Beispiel Physiotherapie) sei nicht indi
ziert. Er schliesse die Behandlung mit
dem heutigen
Datum ab (
Urk.
12/35).
Im Weiteren erklärten die Ärzte der Abteilung
für
Handchirurgie
der
G._
im Bericht vom 2
9.
November 2013, auf den Kreisarzt
Dr.
A._
Bezug nahm, dass
beim Beschwerdeführer ein Status nach fraglicher Fraktur der Grundphalanx
Digitus
V links bestehe. Eine
mediokarpale
Fraktur habe auf kei
nem der Röntgenbilder nachgewiesen werden können. Für die persistierenden Schmerzen gebe es kein Korrelat, weder klinisch noch radiologisch. Klinisch seien die Gelenke stabil, die Muskelkraft
und die
Sensibilität gut
, und
es liege kein Rotationsfehler vor. Radiologisch sei
en
weder ein Frakturnachweis noch eine Fehlstellung noch
Arthrosezeichen
festzu
stellen. Zu empfehlen seien
Übungen zur Mobilisation und Kräftigung. Aus handchirurgischer Sicht könn
ten die Schmerze
n nicht angegangen werden (Urk.
12/34).
3.3
Der
kurze
Bericht von
Dr.
D._
vom 2
9.
August 2014 (vgl. E. 2.8
) und das Attest von
Dr.
H._
vom
3.
März 2015
(vgl. E. 2.9
)
vermögen die Beurteilung von
Kreisarzt
Dr.
A._
nicht in Zweifel zu ziehen.
So haben weder
Dr.
D._
noch
Dr.
H._
die angeblich nach wie vor unfallbedingten Beschwerden des
Beschwerdeführer
s
an der linken Hand bzw. am Kleinfinger der linken Hand
genauer umschrieben
.
Zudem
haben sich
Dr.
D._
und
Dr.
H._
auch nicht mit den anderslautenden
fachärztlichen
Einschätzungen von
Dr.
E._
vom Spital
F._
und der Ärzte der
Abteilung für Handchirurgie der
G._
auseinandersetzt, die den Beschwerdeführer eingehend untersucht und dabei
weitestgehend
unauffällige Befunde erhoben hatten
(vgl. E. 3.2)
.
Im Übri
gen darf und soll das Gericht
i
n Bezug auf Berichte von Hausärzten
auch
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen
(BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
3.4
Es ist somit festzuhalten, dass auf
die Stellungnahme von Kreisarzt
Dr.
A._
vom
8.
Januar 2014
abgestellt werden kann.
4.
4
.1
Was
die geklag
ten Rückenbeschwerden anbelangt,
ist der
am 2
7.
Juni 2013 erstatteten
Schaden
meldung UVG zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer
infolge des Unfallereignisses vom 3
0.
April 2013 nebst Schmerzen an beiden Händen a
uch Rückenschmerzen habe (
Urk.
12
/1). Anlässlich des Hausbesuches der Beschwerdegegnerin vom 2
2.
August 2013 gab der Beschwerdeführer an, dass ein
einhalb
bis
zwei
Wochen nach dem Unfallereignis vom 3
0.
April 2013 Schmerzen in der Rückenmitte aufgetreten seien. Er führe
diese Schmerzen auf diesen
Unfall
zurück, das
heisse
auf das Abdrehen des Körpers nach dem Auf
schla
gen (
Urk.
12
/16/1).
I
m ärztlichen Attest vom
3.
März 2015
erklärte Dr.
H._
– knapp zwei Jahre nach dem Unfallereignis vom 3
0.
April 2013 -
, dass sich der Beschwerdeführer
beim
damaligen
Sturz auch eine
Rückenprel
lung
im Lumbalb
ereich zugezogen habe (vgl. E. 2.9
).
W
ie
die
Beschwerdegeg
nerin
im angefochtenen
Einspracheentscheid
zutreffend
feststellte
(
Urk.
2 S. 5 f.
)
,
sind
indes
weder im Kurzb
eric
ht
der Klinik für Unfallchirurgie des
Z._
vom Unfal
ltag 3
0.
April 2013 (
Urk.
12/4
)
noch im
Not
auf
nahmebeleg
der Abteilung für Unfallchirurgie
des Klinikums
B._
vom 1
0.
Mai 2013 (
Urk.
12/2
) noch im
Bericht
von Dr.
D._
vom
6.
September 2013
(
Urk.
12/24)
irgendwelche Hinweis
e auf Rückenbeschwerden
im Zusam
menhang mit dem
Unfallereignis vom 3
0.
April 2013
enthalten.
4
.2
Unter diesen Umständen
erscheint ein
natürlicher
Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfallereignis vom 3
0.
April 2013 und den vom
Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden
höchstens möglich
, nicht aber üb
erwiegend wahrscheinlich. Selbst wenn man jedoch
annehmen würde
, dass der Beschwer
deführer
infolge
des Sturzes vom 3
0.
April 2013
unter Rückenbeschwerden litt –
Dr.
H._
sprach von
eine
r
Rückenprellung im Lumbalbereich
-
, so
wäre
mit
der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
2 S.
6) davon auszugehen, dass die betref
fende
Verletzung
– auch unter Berücksichtigung eines eventuellen
Vorzustan
des
-
bis zum Zeitpunkt
der Leistungseinstellung per 1.
Februar 2014
als abge
heilt zu gelten
hätte
(vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_843/2013 vom 1
4.
März 2014 E. 4.2 und 8C_237/2012
vom 2
5.
April 2012 E. 4.2.5,
mit Hin
weisen
).
5
.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin die Versiche
rungsleistungen per
1.
Februar 2014 eingestellt hat. Der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom 2
6.
Mai 2014 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.