Decision ID: af8708ef-f13b-45b8-9d4a-7622506c3ba0
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21,
9000 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Invalidenrente und Integritätsentschädigung
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1952 geborene L._ war als Maurer bei der A._ tätig und dadurch bei der
Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 27. November 1995 stürzte er aus
ca. 4 m Höhe von einer Leiter, wobei er auf den Füssen landete. In der Folge beklagte
der Versicherte ein Aufkommen von Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte und der
rechten Ferse. Sein Hausarzt Dr. med. B._, Arzt für Allgemeine Medizin FMH,
attestierte ihm daher ab dem 18. Dezember 1995 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit
(Suva-act. III.1 und III.2) und verschrieb ihm physikalische Therapiebehandlungen
(Suva-act. III.2). Danach ging der Versicherte uneingeschränkt seiner Arbeit nach
(Suva-act. III.). Wegen Knieschmerzen unterzog er sich am 28. März 1996 einer
arthroskopischen medialen Meniskusoperation sowie einer arthroskopischen medio-
patellären Plicaresektion und Patellarückflächenglättung beidseits (Suva-act. III.9). Die
Unfallmeldung vom 10. November 1997 (Suva-act. III.7) zum früheren Unfallereignis
wegen erneuter Beschwerden im rechten Knie liess die Arbeitgeberin am 19. November
1997 wieder stornieren. Als Begründung nannte sie eine Mitteilung des Arztes, wonach
für den Knorpelschaden die Krankenkasse und nicht die Suva zuständig sei (Suva-
act. III.8).
A.b Bei einem Untersuch am 21. März 2001 durch Dr. med. C._, Orthopädie am
Rosenberg, schilderte der Versicherte einen ca. 2 Jahre zuvor beim Tragen eines
schweren Balkens erlittenen Zwick im rechten Schultergelenk. Seither habe er sowohl
Schmerzen beim Überkopfarbeiten als auch v.a. nachts beim Liegen (Suva-act. II.2).
Am 4. April 2001 verdrehte er sich beim Hantieren mit einem Eisenschlegel den rechten
Arm. Danach seien auch Schmerzen in der Schulter aufgetreten (Suva-act. II.1). Nach
Durchführung eines MRI diagnostizierte Dr. C._ gemäss Bericht vom 2. Mai 2001
eine ausgedehnte, (zwei Jahre) alte Rotatorenmanschettenläsion mit Retraktion der
Sehne (Suva-act. II.3). Mit Schreiben vom 19. September 2001 anerkannte die Suva
ihre Leistungspflicht und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen (Suva-
act. II.11).
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A.c Am 16. Januar 2002 nahm Dr. C._ infolge diagnostiziertem vollständigem Abriss
der Rotatorenmanschette der rechten Schulter eine Rotatorenmanschettenrefixation,
eine Bizepssehnenresektion sowie eine Acromioplastik vor (Suva-act. II.13 und II.14). In
der Folge war der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. II.15), weshalb ihm
die M._, für welche er nebenberuflich als Hauswart tätig war, das Arbeitsverhältnis
per 30. Juni 2002 kündigte (Suva-act. II.23). Am 23. August 2002 wurde der Versicherte
arthroskopisch an der rechten Schulter operiert. Zugleich wurden eine Mobilisation und
eine Infiltration durchgeführt (Suva-act. II.24). Zum Genesungsverlauf berichtete Dr.
med. D._, Orthopädie am Rosenberg, am 9. Oktober 2002, dass momentan und
voraussichtlich dauernd eine Tätigkeit als Maurer auf Grund der Schulterproblematik
nicht möglich sei bzw. sein werde. Er empfahl daher eine schnellstmögliche
Wiedereingliederung (Suva-act. II.31).
A.d Laut Bericht vom 11. Oktober 2002 diagnostizierte Dr. med. E._, Psychiatrie/
Psychotherapie, Klinik Gais, bei welchem der Versicherte seit dem 21. August 2002 in
psychiatrischer Behandlung stand, eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung
(ICD-10: F43.22) bei Verdacht auf eine prämorbid vorbestehende abhängige
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 : F60.7) sowie Stottern (ICD-10 : F98.5; Suva-act. II.30).
Bei abnehmenden Beschwerden im Verlauf der Therapie sei der Versicherte ab 8.
Oktober 2002 aus psychiatrischer Sicht als Maurer wieder vollständig arbeitsfähig
(Suva-act. II.30). Per 28. Februar 2003 kündigte die A._ das Arbeitsverhältnis mit dem
Versicherten (Suva-act. II.40).
A.e Am 24. Januar 2003 untersuchte der Suva-Kreisarzt Dr. med. F._, Spezialarzt
FMH für orthopädische Chirurgie, den Versicherten (Suva-act. II.43) und schätzte die
Höhe des Integritätsschadens ein (Suva-act. II.42). Neben einer schmerz- und
kraftbedingten Funktionseinschränkung in der rechten Schulter diagnostizierte er eine
psychische Belastungsstörung sowie eine mässig retropatelläre Symptomatik in beiden
Knien. Er ordnete einen wesentlichen Bestandteil des momentanen Zustands des
Versicherten und der damit verbundenen Einschränkung der Arbeits- respektive
Erwerbsfähigkeit der psychischen Ebene zu, wobei es sich nicht nur um die
Verarbeitung der Unfallfolgen handle, sondern auch die private belastende Situation
erkennbar sei (Suva-act. II.43).
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A.f Mit Verfügung vom 5. Juni 2003 sprach die Suva dem Versicherten ab 1. März
2003 eine Invalidenrente gestützt auf einen Erwerbsunfähigkeitsgrad von 24 % sowie
eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 7.5 % zu (Suva-
act. II.60). Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen verfügte am 11. Februar 2005 eine halbe
IV-Rente ab 1. August 2003 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50 % (Suva-act. II.
68).
A.g Per 1. August 2006 nahm der Versicherte eine Arbeitsstelle als
Hilfsmontageelektriker bei der G._ mit einem Beschäftigungsumfang von
12 Wochenstunden auf und war dadurch ebenfalls bei der Suva unfallversichert. Am
18. September 2006 stürzte er von einem ca. 2 m hohen Gerüst und fiel auf den
Betonboden (Suva-act. I.1 und I.2). Während der Hospitalisation vom 18. bis
20. September 2006 diagnostizierten die behandelnden Ärzte des Regionalspitals
Emmental im Austrittsbericht vom 20. September 2006 eine Commotio cerebri mit
einer Clavicula-fraktur rechts und einer Fraktur der 7. Rippe dorsal rechts sowie eine
Rissquetschwunde am Hinterkopf. Als Nebendiagnosen hielten sie einen Status nach
Schulteroperation nach Unfall und einen Status nach Inguinalhernienoperation
beidseits fest. Zur Anamnese führte der Bericht aus, dass eine fragliche
Bewusstlosigkeit von 2 Sekunden, keine Amnesie, keine Übelkeit und kein Erbrechen
stattgefunden habe. Zudem ergab eine Computertomographie des Schädels am
18. September 2006 keinen Hinweis auf eine intrakranielle Blutung und auch die
gleichentags erfolgten Untersuchungen der HWS ap und lateral sowie des Dens ap
zeigten keine Fraktur oder Luxation. Auch die Kniegelenksuntersuchung in zwei
Ebenen ergab keine Hinweise auf eine Fraktur oder Luxation (Suva-act. I.3).
A.h Gemäss Arztzeugnis von Dr. med. H._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie
FMH, Sportmedizin (SGSM), blieb der Versicherte auch im Januar 2007 zu 100 %
arbeitsunfähig. Im Bericht vom 3. Januar 2007 hielt der Orthopäde bei Status nach
Claviculafraktur rechts sowie nach Deckplattenimpressionsfraktur L4, Osteochondrose
und Spondylarthrose L1 bis 4, erstmals einen posttraumatischen Fersensporn bei
Senk/Spreizfuss rechts fest und gab als Befund unveränderte Schmerzen im rechten
Schultergürtel, wechselnde lumbale Schmerzen und seit dem Unfall zunehmende
belastungsabhängige Schmerzen plantar an der rechten Ferse an (Suva-act. I.6). Am
15. Januar 2007 berichtete Dr. H._, dass die Beschwerden des Versicherten im
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rechten Schultergürtel nachgelassen hätten, die Schmerzen lumbal jedoch unverändert
seien und die Beschwerden an der rechten Ferse an Intensität zugenommen hätten
(Suva-act. I.7).
A.i Am 28. Februar 2007 gab der Versicherte gegenüber der Suva an, dass er als
Taggeldbezüger der Arbeitslosenversicherung am 5. Juli 2004 bei einem Spaziergang
im Wald ausgerutscht und einen Abhang hinunter gestürzt sei. Danach habe er v.a.
Schmerzen im Rücken sowie in beiden Knien gehabt. Er sei deswegen auch in
ärztlicher Behandlung gewesen, die jedoch über die Krankenkasse abgewickelt worden
sei. Die Rückenschmerzen seien sicher schon vor dem Unfall vom September 2006
vorhanden gewesen, jedoch nie im heutigen Ausmass. Der Zustand im jetzigen
Zeitpunkt könne gegenüber demjenigen nach dem Unfall vom 4. April 2001 als gleich
bleibend bezeichnet werden. Tendenziell habe er v.a. auch auf Grund des neuen
Unfalls jedoch vermehrt Schmerzen im rechten Schulterbereich (Suva-act. I.8).
A.j Mit Bericht vom 23. März 2007 schilderte Dr. E._, dass sich der psychische
Zustand des Versicherten nach seinem Arbeitsunfall vom 18. September 2006 zuerst
verschlechtert, unter regelmässiger Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie und
Psychopharmakatherapie aber wieder zunehmend verbessert habe. Anlässlich der
letzten Konsultation vom 12. März 2007 sei der Patient im formalen Denken eingeengt
auf seine Selbstunsicherheiten und Existenzängste, im Affekt leicht deprimiert, im
Antrieb leicht vermindert gewesen (Suva-act. I.14).
A.k Laut dem Bericht von Dr. H._ vom 16. April 2007 über die gleichentags erfolgte
Untersuchung klagte der Versicherte immer noch über Schmerzen in der rechten
Clavicula sowie in der Lendenwirbelsäule. Am meisten sei er jedoch durch die
Fersenschmerzen rechts gestört (Suva-act. I.18). Am 30. April 2007 nahm Kreisarzt Dr.
med. I._, Facharzt für Physikalische und Rehabilitive Medizin, zu den
Fussbeschwerden des Versicherten Stellung. Er hielt fest, dass bezüglich des Unfalls
vom 18. September 2006 keine Verletzungen benannt seien, die zu einer Deformierung
des rechten Vorfusses geführt hätten. Selbst wenn sich aber in Folge des Unfalls eine
Veränderung der Statik ergeben hätte, entstehe ein Fersensporn erst allmählich im
Laufe der Zeit und sei im Dossier radiologisch nicht einmal dokumentiert. Selbst wenn
ein solcher jedoch radiologisch nachgewiesen wäre, ginge dies zu Lasten der
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Krankenkasse, da es sich um eine nicht unfallbedingte Krankheitsursache bzw.
degenerative Folgeerscheinung handeln würde (Suva-act. I.19).
A.l Mit Bericht vom 4. Juli 2007 schätzte Dr. E._ die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten aus rein psychiatrischer Sicht auf 50 % (Suva-act. I.24). Im Bericht vom
7. Juni 2009 schlug Dr. I._, bei welchem am 6. Juni 2007 eine kreisärztliche
Untersuchung stattgefunden hatte, bezüglich der Beschwerdeproblematik am rechten
Sternoclaviculargelenk eine weitere Behandlungsmassnahme vor und hielt im Übrigen
weiterhin an der 100 %igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Maurer fest (Suva-act. I.25).
A.m Am 29. August 2007 wurde der Versicherte im Rahmen der IV-Abklärungen von
med. pract. J._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, psychiatrisch
und von Dr. med. K._, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, Manuelle
Medizin, SAMM, Ultraschall am Bewegungsapparat, SGUM, rheumatologisch
untersucht. J._ befand den Versicherten aus rein psychiatrischer Sicht zu 100 %
arbeitsfähig. Dr. K._ hielt im abschliessenden interdisziplinären Gutachten vom
26. Dezember 2007 aus rheumatologischer Sicht ab März 2007 eine
Restarbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten von 30 bis 40 % fest. Dabei sollte
vornehmlich ein Einsatz der linken Hand erfolgen, bei Gebrauchsfähigkeit der rechten
oberen Extremität als Haltehand im unteren Quadranten sowie für körpernahe
Tragbelastungen bis etwa 5 kg (Suva-act. II.79).
A.n Am 19. Februar 2008 nahm Dr. I._ eine Beurteilung des Integritätsschadens vor.
Seine Schätzung gestützt auf die Suva-Feinrastertabellen 1.2 und 7 ergab einen
Integritätsschaden von insgesamt 27.5 % und nach Abzug der bereits entschädigten
7.5 % einen noch auszugleichenden Integritätsschaden von 20 % (Suva-act. I.43).
A.o Mit Verfügung vom 18. März 2008 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass sie
für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 18. September 2006 eine
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung ausrichte. Auf Grund der erwerblichen
und medizinischen Abklärungen ergebe sich unter Berücksichtigung der früheren Rente
bei zumutbarer leichter Tätigkeit und einem Leidensabzug von 25 % (Suva-act. I.46
und I.51) eine Erwerbsunfähigkeit von 39 %, der versicherte Jahresverdienst betrage
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Fr. 69'992.--. Damit richte sie ab 1. April 2008 eine monatliche Invalidenrente von
Fr. 1'894.60 sowie eine einmalige Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- auf der
Basis einer Integritätseinbusse von 20 % aus.
B.
B.a Am 27. März 2008 liess der Versicherte durch die Gewerkschaft Unia Ostschweiz-
Graubünden, St. Gallen, gegen diese Verfügung Einsprache erheben (Suva-act. I.52).
Zur Begründung machte Rechtsanwalt Dr. E. R. Pedergnana, St. Gallen, als neuer
Rechtsvertreter des Versicherten mit Schreiben vom 25. April 2008 geltend, dass der
Invaliditätsgrad falsch ermittelt worden sei (Suva-act. I.57).
B.b Die IV-Stelle sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 30. Juli 2008 ab
1. Dezember 2006 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Suva-act. I.64 und I.
65).
B.c Am 26. August 2008 wurde der Versicherte nochmals kreisärztlich untersucht.
Dr. I._ ging im Bericht vom 26. August 2008 nach Abzug der unfallfremden Faktoren
von einer aus zeitlicher Sicht zu betrachtenden Restarbeitsfähigkeit von ca. 60 bis
70 % aus (Suva-act. I.66).
B.d Die Suva hiess die Einsprache mit Entscheid vom 23. Oktober 2008 insofern
teilweise gut, als sie den Grad der Erwerbsunfähigkeit in Berücksichtigung einer
Restarbeitsfähigkeit von 65 % und eines Leidensabzugs von 15 % auf 55 % erhöhte
(Suva-act. I.71).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vom Rechtsvertreter für den Versicherten
erhobene Beschwerde vom 19. November 2008. Der Rechtsanwalt beantragt die
Aufhebung der Verfügung vom 18. März 2008 und des Einspracheentscheids vom
23. Oktober 2008 sowie die Ausrichtung einer Rente von 76 %. Zudem sei die
Integritätsentschädigung neu festzulegen und zwar für die Folgen des ersten und des
zweiten Unfalls, im ersten Unfall wegen wesentlicher Veränderung bei der
mutmasslichen Entwicklung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur
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Begründung bringt er im Wesentlichen vor, dass die psychischen Beschwerden
unfallkausal seien, die Beschwerdegegnerin sich auf Aussagen des Kreisarztes stütze,
welche fehlerhaft seien und die Rückenprobleme von verschiedenen Unfallereignissen
herrühren würden, weshalb diesbezüglich eine mindestens teilweise Unfallkausalität
gegeben sei.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde - soweit darauf einzutreten sei -
und die Bestätigung ihres Einspracheentscheids.
C.c Mit Eingabe vom 6. Februar 2009 hat der Beschwerdeführer auf eine Replik
verzichtet.
C.d Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen
Rechtsschriften und den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
Der Beschwerdeführer beantragt einerseits eine Erhöhung der Rente bzw. des
Invaliditätsgrads auf 76 % sowie eine Neufestlegung der Integritätsentschädigung für
die Folgen des ersten Unfalls vom 4. April 2001 und des zweiten vom 18. September
2006. Anfechtungsgegenstand und damit Grenze der Überprüfungsbefugnis im
Beschwerdeverfahren werden grundsätzlich durch die Verfügung bzw. den
Einspracheentscheid im Verwaltungsverfahren bestimmt (BGE 122 V 36 E. 2a).
Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin am 18. März 2008 die Ausrichtung einer
Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 39 % ab 1. April 2008 sowie
einer Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- verfügt (Suva-act. I.51). Mit Einsprache
vom 27. März 2008 und Einsprachebegründung vom 25. April 2008 focht der bereits im
Zeitpunkt der Beschwerdebegründung anwaltlich vertretene Beschwerdeführer zwar
"die ihm zustehenden Versicherungsleistungen" an, nahm in der Begründung dann
jedoch lediglich zum verfügten Invaliditätsgrad und damit zur Höhe der ihm
auszurichtenden Invalidenrente Stellung. Damit wurde lediglich die Höhe der
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Invalidenrente angefochten. Bezüglich der Höhe der Integritätsentschädigung erwuchs
die Verfügung vom 18. März 2008 in Teilrechtskraft. Streitgegenstand bildet vorliegend
folglich nur noch die Höhe der auszurichtenden Invalidenrente. Auf die Beschwerde
kann daher nicht eingetreten werden, soweit sie die Festlegung der
Integritätsentschädigung für die beiden Unfallereignisse betrifft.
2.
2.1 Streitig ist konkret, inwieweit die gesundheitlichen Probleme des
Beschwerdeführers in einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom
18. September 2006 stehen. Im Weiteren streitig ist die Höhe der dem
Beschwerdeführer ab 1. April 2008 zustehenden Invalidenrente (IV-Grad).
2.2 Die obligatorische Unfallversicherung stellt gemäss Art. 18 des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) auf den Invaliditätsbegriff von Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts (ATSG,
SR 830.1) ab und bemisst die Invalidität nach Massgabe von Art. 16 ATSG. Dabei muss
festgehalten werden, dass in der obligatorischen Unfallversicherung lediglich die
unfallbedingte Invalidität Berücksichtigung findet; nach Art. 6 UVG werden
Versicherungsleistungen nämlich nur bei Unfällen (sowie Berufskrankheiten) gewährt.
Die Unfallversicherung ist bei der Invaliditätsfestsetzung nicht an Entscheide anderer
Sozialversicherungen gebunden; nach der Rechtsprechung hat aber die
Unfallversicherung bereits abgeschlossene Invaliditätsfestlegungen mit zu
berücksichtigen (BGE 126 V 288, 131 V 365 E. 2). Die Rente der Unfallversicherung
setzt ein, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19
Abs. 1 UVG). Entsprechend erlischt der Anspruch auf das Taggeld unter anderem mit
dem Beginn einer Rente (Art. 16 Abs. 2 UVG).
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
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Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit
Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen
mithin die Parteien in der Regel die Beweislast nur insofern, als im Fall der
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit
Hinweisen).
2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die
Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis; BGE
122 V 160 f. E. 3c mit Hinweisen; RKUV 4/2000 KV 124 S. 214 f.). Auch den Berichten
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann Beweiswert beigemessen werden,
sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125
V 353 f. E. 3b/ee mit Hinweis). Art. 8 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV, SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) geben keinen formellen
Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig
sind (BGE 122 V 157 ff.). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen
tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als
schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung
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eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (RKUV 1997 U 281 E. 1a S. 281 f.).
3.
3.1 Gemäss Dr. K._, der den Versicherten im Auftrag der IV-Stelle begutachtete,
wurde die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus rheumatologischer Sicht durch
die Diagnosen einer Periarthropathia humeroscapularis tendopathica (ICD-10 M75.1),
eines chronischen lumbovertebralen bis lumbospondylogenen Schmerzsyndroms
rechts (ICD-10 M54.5 rsp. M54.4), einer beginnenden Gonarthrose und eines
femoropatellären Schmerzsyndroms (ICD-10 M17.1 rsp. M22.2), eines Status nach
Fingerteilamputation von Zeige- und Mittelfinger der linken Hand sowie eines plantaren
Fersenschmerzes rechts beeinflusst. Demgegenüber hielt der Begutachter das
diagnostizierte klinisch atypische Carpaltunnelsyndrom, den Status nach Commotio
cerebri (anamnestisch) nach dem Sturz vom 18. September 2006, die arterielle
Hypertonie, die Kolondivertikulose mit rezidivierenden Divertikulitisschüben sowie den
Status nach Inguinalhernienoperation beidseits als irrelevant für die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers. Seine Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit erfolgte
auftragsgemäss ohne Unterscheidung zwischen unfallkausalen und unfallfremden
Ursachen. Demnach befand er eine Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten
von 30 bis 40 % als gegeben, bei vornehmlichem Einsatz der linken Hand und
Gebrauchsfähigkeit der rechten oberen Extremität als Haltehand im unteren
Quadranten sowie für körpernahe Tragbelastungen bis etwa 5 kg. Dabei sah er die
Feinmotorik der linken Hand eingeschränkt und die Fähigkeit zu längerdauerndem
Sitzen, vorgeneigtem Stehen wie für Arbeiten im Überkopfbereich begrenzt. Auch das
Gehen von grösseren Strecken sowie in unebenem Gelände sei eingeschränkt. Folglich
sollten sich Möglichkeiten zur Einnahme von regelmässigen Wechselpositionen aus
dem Sitzen ergeben. Kreisarzt Dr. I._ hielt in seinem Bericht vom 26. August 2008
zwar fälschlicherweise fest, dass Dr. K._ in seiner Beurteilung auf "eine 30 bis
40 %ige Einschränkung für körperlich leichte Tätigkeiten" gekommen sei, er wies
jedoch darauf hin, dass er selber von einer bezogen auf die Unfallfolgen davon
abweichenden höheren Arbeitsfähigkeit ausgehe und eine solche, nach Abzug der
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unfallfremden Faktoren, bei ca. 60 % bis 70 % sehe. Aus dem Gesamtzusammenhang
geht damit hervor, dass Dr. I._ die Beurteilung von Dr. K._ zwar richtig interpretiert,
jedoch teils fehlerhaft zitiert hat. Allein dieser Zitatfehler vermag die Gesamtbeurteilung
des Kreisarztes daher nicht in Frage zu stellen, zumal in der ersten Wiedergabe des
Gutachtens korrekt festgehalten wurde Dr. K._ habe die Restarbeitsfähigkeit auf 30
bis 40 % geschätzt (Suva-act. I.66 S. 2). In der Folge ist somit zu beurteilen, ob die
Einschätzung der Höhe der Arbeitsfähigkeit durch Dr. I._ im Vergleich zu derjenigen
von Dr. K._ wegen Abzugs der unfallfremden Faktoren und gestützt auf die übrigen
medizinischen Akten nachvollziehbar und schlüssig erscheint.
3.1.1 Im Gutachten von Dr. K._ wird die beginnende Gonarthrose als Diagnose
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten, wenngleich dies lediglich eine
Einschränkung beim Gehen grösserer Strecken und auf unebenem Gelände sowie bei
längerem Stehen bedeutet. Dr. I._ verneinte indessen die Unfallkausalität der
Kniebeschwerden im Bericht vom 26. August 2008. Er verwies dabei auf das
Rückfalldossier zum Unfall vom November 1995, worin über eine beiderseitige
diagnostische Kniegelenksarthroskopie sowie eine Operation vom 28. März 1996
berichtet wurde. Initial wurden im ursprünglichen Schadenfall lediglich Beschwerden
der rechten Hüfte und im rechten Fersenbereich festgestellt, aber keinerlei
Knieschmerzen angegeben. Dr. I._ sah in der damals erfolgten Diagnose einer
Arthralgie beidseits bei bekannter Chondromalazie der Patella III sowie bei
anteromedialer und mediopatellärer Plicahyperthrophie beidseits auf Grund der
beidseitigen Befunde und der vorbekannten Chondromalazie und Plicahypertrophie
keine konkreten Schädigungen, welche dem Unfallereignis von 1995 zuzuordnen wären
oder auf eine richtungsweisende Verschlimmerung durch den benannten Unfall
hinweisen würden. Nachdem bereits Dr. B._ im Zeugnis vom 28. November 1997
(Suva-act. III.9) bezüglich der Kniebeschwerden eine ausschliessliche Unfallfolge
verneint, Dr. F._ im Bericht vom 24. Januar 2003 einen Zusammenhang zu den
Unfällen von 1999 und 2001 ausgeschlossen hatte und anderslautende ärztliche
Ausführungen hierzu fehlen, ist eine Unfallkausalität der Kniebeschwerden vorliegend
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
3.1.2 Die von Dr. K._ festgehaltene Einschränkung bei Tätigkeiten mit der
linken Hand ergibt sich v.a. in der Feinmotorik infolge von Amputationen an den
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Fingern II und III (Zeige- und Mittelfinger). Gemäss dem Kreisarztbericht vom
26. August 2008 ist der Verlust am Zeigefinger in der mittleren Phalanx bereits in der
Kindheit erfolgt, weshalb die Suva nur für Einschränkungen auf Grund des Verlusts der
Endphalanx ("lediglich kleines Stück der Fingerkuppe") des Mittelfingers
leistungspflichtig ist. Hierbei muss als Limitierung nach dem Kreisarztbericht v.a. ein
Gefühl des Elektrisierens im Bereich des Fingers bis zum Metacarpophalangealgelenk
berücksichtigt werden, welches bei klopfender Berührung des Fingerstumpfes
ausgelöst werde.
3.1.3 Dr. H._ diagnostizierte einen posttraumatischen Fersensporn bei Senk/
Spreizfuss rechts erstmals am 3. Januar 2007 (Suva-act. I.6). Dr. I._ hielt dazu am
30. April 2007 fest, dass bezüglich des Unfallereignisses vom 18. September 2006
keine Verletzungen benannt seien, welche zu einer Deformierung des rechten
Vorfusses geführt hätten. Selbst wenn sich jedoch infolge des Unfalls eine Veränderung
der Statik ergeben hätte, entstünde ein Fersensporn erst allmählich im Laufe der Zeit.
Zudem sei er im Dossier nicht einmal radiologisch dokumentiert. Selbst wenn ein
solcher jedoch radiologisch nachgewiesen wäre, ginge dies zu Lasten der
Krankenkasse, da es sich um eine nicht unfallbedingte Krankheitsursache bzw.
degenerative Folgeerscheinung handeln würde. Diesbezüglich sei keine
Kostenübernahme erforderlich (Suva-act. I.19). Auch in der medizinischen Literatur
führt man die Entstehung eines Fersensporns auf die Folge einer Überbelastung/
Fehlbelastung zurück (vgl. http://www.chiropraktik.ch/Deutsch/Themen/
TdM_Nov97.cfm). Im Unterschied zur Diagnose eines Fersensporns hielt Dr. K._ in
seinem Gutachten lediglich einen plantaren Fersenschmerz fest, da ihm das
betreffende Röntgenbild, auf welches sich Dr. H._ bezogen hatte, fehlte. Dass diese
Schmerzen jedoch auf einen Unfall zurückzuführen wären, ist auch Dr. K._s
Ausführungen nicht zu entnehmen. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht
bereits im Bericht vom 7. Juni 2007 die Kausalität der Fussbeschwerden verneint und
bei der Berechnung des Invaliditätsgrads in Abzug gebracht. Nachdem gemäss dem
Kreisarztbericht vom 26. August 2008 die Schmerzen im Bereich der rechten Ferse
nach einer Infiltrationsbehandlung unbestrittenermassen vollständig zurückgegangen
sind, kann die im Gutachten von Dr. K._ dokumentierte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit auf Grund des plantaren Fersenschmerzes bei der Beurteilung der
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resultierenden Restarbeitsfähigkeit unabhängig ihrer Ursache in Abzug gebracht
werden.
3.1.4 Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die psychischen
Probleme seien auf die Unfälle vom 4. April 2001 und 18. September 2006
zurückzuführen und damit unfallkausal. Der behandelnde Psychiater Dr. E._ ging am
11. Oktober 2002 noch von einer ängstlich-depressiven Anpassungsstörung bei
Verdacht auf eine prämorbid vorbestehende abhängige Persönlichkeitsstörung und
Stottern (Suva-act. II.30) aus. Im IV-Arztbericht vom 22. Januar 2007 habe er sodann
gemäss dem Psychiatrischen Untergutachten von J._ vom 16. November 2007 auf
Grund einer Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands eine veränderte
Diagnose ("rezidivierend depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode
und somatischem Syndrom [ICD-10: F33.11])" mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
angegeben. Dieser Diagnose und ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit konnte J._
nicht folgen. Sie hielt gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen fest, dass der
Beschwerdeführer seinen psychischen Gesundheitszustand und Selbstwert von einer
Arbeitstätigkeit abhängig mache und rückblickend vor seinem Unfall im September
2006 in einem nicht-depressiven Zustand gearbeitet habe. Gestützt darauf befand
J._, es könne keine anhaltend somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden,
weil weder das für ein solches Krankheitsbild massgebende Kriterium früherer
psychosozialer anhaltender schwerer Konflikte oder emotionaler Probleme seit der
Kindheit und Jugend noch das Kriterium der ursächlich an dem Auftreten des
Schmersyndroms beteiligten psychosozialen Konflikte in den letzten Jahren erfüllt
seien. Zudem liege auch keine Persönlichkeitsstörung vor, die als solche zu
diagnostizieren wäre. Die von ihr festgestellte Anpassungsstörung laut ICD-10 sei keine
Erkrankung von Dauer und habe weder früher noch im Begutachtungszeitpunkt eine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gehabt. Zusammengenommen sei der
Beschwerdeführer aus rein psychiatrischer Sicht 100 % arbeitsfähig. Auch Dr. I._
kam im Bericht vom 26. August 2008 zu keinem anderslautenden Ergebnis. Damit
erübrigt sich eine Prüfung des Vorliegens einer Unfallkausalität der psychischen
Beschwerden für die Berechnung des Invaliditätsgrads. Eine solche wäre nach den
Kriterien der geltenden Rechtsprechung (vgl. BGE 115 V 133) aber offensichtlich weder
bezüglich des Unfalls vom 4. April 2001 noch desjenigen vom 18. September 2006
gegeben.
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3.1.5 Schliesslich ist festzuhalten, dass Dr. I._ die Unfallkausalität der
Beschwerden im rechten Schultergelenk, der Schmerzen im Bereich der
Lendenwirbelsäule, zumindest was die rezidivierenden Lumbalgien bei Status nach
Deckplattenimpressionsfraktur L4 betrifft, der Arthrose des Sternoclaviculargelenks
rechts sowie der Fingerkuppenamputation des Mittelfingers bejahte, eine Kausalität der
beiderseitigen Gonalgie, der Amputation des für die Feinmotorik relevanteren linken
Zeigefingers, der fortgesetzt abdominalen Beschwerden nach Divertikulitisoperation
sowie des Verdachts auf ein Sulcus nervi ulnaris-Syndrom jedoch verneinte. Im
Unterschied zum IV-Gutachten, welches sich auf Untersuchungen des
Beschwerdeführers von Ende August 2007 bezieht, konnte der Kreisarzt am 26. August
2008 unbestrittenermassen keine Fersenschmerzen mehr feststellen. Zudem erscheint
es auf Grund der Ausführungen und Befunde nachvollziehbar, dass Dr. I._ rein
unfallbezogen und ein Jahr nach Dr. K._ eine im Vergleich zum IV-Gutachter
günstigere Einschätzung des Zumutbarkeitsprofils machen konnte. So sah er die
Gebrauchsfähigkeit der rechten oberen Extremität insgesamt günstiger und manuelle
Tätigkeiten auf Tischhöhe mit möglichst körpernaher Haltung des Oberarms mit der
rechten Hand als durchaus durchführbar, wobei auch koordinierte Tätigkeiten
zusammen mit der linken Hand durchgeführt werden könnten. Auch die Einschränkung
der Feinmotorik der linken Hand allein bezogen auf die Unfallfolgen sei nur diskret. Mit
diesem Tätigkeitsprofil sowie nach Abzug der unfallfremden Faktoren sah Dr. I._ bei
wechselbelastender Tätigkeit eine aus zeitlicher Sicht zu betrachtende
Restarbeitsfähigkeit von ca. 60 bis 70 % für durchaus realistisch.
3.2 Auf Grund dieser Ausführungen ist festzustellen, dass der Kreisarztbericht von
Dr. I._ im Ergebnis nachvollziehbar erscheint, in sich schlüssig ist und in
Übereinstimmung zu den übrigen medizinischen Akten steht. Unter diesen Umständen
besteht - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - hinsichtlich der Frage der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit kein begründeter Anlass zur Vornahme von weiteren
medizinischen Abklärungen.
4.
Nach Art. 18 Abs. 1 UVG besteht Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn der
Versicherte infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist. Invalidität ist die
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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16
ATSG). Zur Festlegung des Valideneinkommens 2008 von Fr. 74'873.-- ging die
Beschwerdegegnerin von den Angaben der früheren Arbeitgeber aus, welche ein
erzielbares Einkommen als Mauer von Fr. 67'223.-- (Suva-act. I.41) sowie ein
erzielbares Einkommen als Hauswart von Fr. 7'650.-- (12 Monate x Fr. 450.-- + Fr.
250.-- Gratifikation + Fr. 2'000.-- "Zulage"; Suva-act. I.39) meldeten. Von diesem
unbestritten gebliebenen Betrag ist auszugehen. Dieses für das Jahr 2008 erzielbare
Einkommen stellte die Beschwerdegegnerin dem Einkommen gemäss Tabelle der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2006 (TA 1, Privater Sektor,
Total, Anforderungsniveau 4, Männer) gegenüber. Dabei berücksichtigte sie beim LSE-
Lohn eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, eine
Nominallohnerhöhung für das Jahr 2007 von 1.6 % und für das Jahr 2008 von 2 %
(http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/
lohnentwicklung/nominal_und_real.html), einen Abzug wegen durchschnittlicher
zeitlicher Einschränkung von 35 % auf Grund des Zumutbarkeitsprofils von Dr. I._
vom 26. August 2008 sowie einen Leidensabzug von 15 %. Dies ergab ein
zumutbarerweise erzielbares Einkommen von Fr. 33'894.40. Aus der
Gegenüberstellung der beiden Einkommen resultierte ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von
55 % (Suva-act. I.71). Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Beanstandung dieses
Einkommensvergleichs. Insbesondere rechtfertigen die unfallbezogenen
gesundheitlichen Umstände beim Beschwerdeführer nicht einen Leidensabzug von
25 % (vgl. BGE 126 V 82 E. 7b). Für die Zeit ab 1. April 2008 ist daher von einer um
55 % eingeschränkten Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Im Übrigen ist festzuhalten,
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dass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad von 76 % auf der Basis der aus zusätzlichen,
nicht ausschliesslich unfallbedingten Einschränkungen resultierenden
Restarbeitsfähigkeit von 30 bis 40 % gemäss Gutachten von Dr. K._ berechnet hatte
(vgl. Suva-act. II.79). Der IV-Entscheid basiert somit auf anderen Grundlagen.
5.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2008 lässt sich somit nicht
beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist im Sinn der vorstehenden
Erwägungen abzuweisen soweit darauf eingetreten werden kann. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG