Decision ID: 3e6720d6-1fbf-5ec9-846b-e63a7553ef6c
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X U und Y V U wohnen zusammen mit ihren beiden Kindern im eigenen
Einfamilienhaus in W. X U ist Betriebsökonom FH und war bis zu seiner Entlassung per
31. Juli 2009 bei der C AG angestellt. Anschliessend bezog er Taggelder der
Arbeitslosenversicherung. Für 2009 deklarierte er Einkünfte aus unselbständiger
Erwerbstätigkeit von Fr. 219'169.--. Vom Nettolohn gemäss Lohnausweis von
Fr. 242'330.-- zog er eine "Autoleasing Penaltyzahlung" von Fr. 23'161.15 ab, welche
die Arbeitgeberin aufgrund der Auflösung eines von X U abgeschlossenen
Autoleasingvertrags an die C Leasing AG leistete. Die Veranlagungsbehörde rechnete
diese Zahlung bei den steuerbaren Einkünften aus der unselbständigen
Erwerbstätigkeit auf, nahm weitere Korrekturen vor und veranlagte X U und Y V U für
die direkte Bundessteuer 2009 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 242'800.--.
Das kantonale Steueramt wies die Einsprache, mit der die Aufrechnung der
"Penaltyzahlung" beanstandet wurde, am 8. November 2010 ab.
B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 8. November 2010 erhoben X U und Y V U
mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 8. Dezember 2010 Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, es sei von einem Nettolohn des
Beschwerdeführers von Fr. 219'169.-- (ohne die Penaltyzahlung in der Höhe von
Fr. 23'161.15) auszugehen und das steuerbare Einkommen für die Bundessteuer auf
Fr. 219'639.-- festzusetzen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz
beantragte mit Vernehmlassung vom 8. Februar 2011, die Beschwerde sei unter
Kostenfolgen abzuweisen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer
nahm zu den vorinstanzlichen Äusserungen am 12. April 2011 Stellung. Auf die
Begründungen der Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
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Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 8. November 2010 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- In der Beschwerde wird eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch
die Vorinstanz gerügt mit der Begründung, im angefochtenen Entscheid werde nicht
einmal im Ansatz ausgeführt, inwiefern die Penaltyzahlung als geldwerter Vorteil gelten
soll, welcher der Beschwerdeführer als Gegenleistung für seine Tätigkeit erhalten
haben soll. Es fehle an einer nachvollziehbaren Begründung. Gemäss Art. 135 Abs. 1
Satz 1 DBG wird der Einsprache-Entscheid begründet. Aus der Begründung muss
ersichtlich sein, gestützt auf welche tatsächlichen Feststellungen und aus welchen
rechtlichen Erwägungen die Behörde ihren Entscheid getroffen hat. Sie muss sich nicht
mit allen Parteierörterungen auseinandersetzen; es genügt, wenn sich aus den
Erwägungen die Unerheblichkeit oder Unrichtigkeit des Vorbringens mittelbar ergibt
(indem z.B. gewisse Abzüge nicht zugelassen werden) und die Begründung sich auf die
für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränkt (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 9 zu Art. 135 DBG mit
Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Aus dem angefochtenen Entscheid und aus dem vorangegangenen Schriftenwechsel
zwischen den Verfahrensbeteiligten geht hervor, dass die Vorinstanz die fragliche
Penaltyzahlung zu den steuerbaren Einkünften aus der unselbständigen
Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers zählte und damit – im Ergebnis – die
Auffassung vertrat, die Leistung stehe im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung des
Beschwerdeführers bei seiner damaligen Arbeitgeberin. Die Vorinstanz hat zudem auf
die ihrer Auffassung nach einschlägigen Rechtsgrundlagen hingewiesen. Den
Beschwerdeführern war es damit möglich, in der Beschwerde darzulegen, aus welchen
Gründen sie den angefochtenen Entscheid als fehlerhaft erachteten. Wenn die
Begründung des Einsprache-Entscheides auch knapp ausgefallen ist, verletzt sie unter
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Berücksichtigung sämtlicher Umstände den Anspruch auf die Gewährung des
rechtlichen Gehörs nicht.
3.- In der Beschwerde ist die Steuerbarkeit einer Zahlung über Fr. 23'161.15, welche
die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der
Auflösung eines Autoleasingvertrages an die Leasinggeberin leistete, umstritten.
a) Der Beschwerdeführer war bis zum 31. Juli 2009 bei der C AG angestellt. Am 1. Juni
2008 stellte seine Arbeitgeberin eine Bestätigung zuhanden der "jeweiligen Garage
oder Leasinggesellschaft" aus, wonach der Beschwerdeführer als Mitarbeiter der C AG
Anspruch auf eine maximale monatliche Leasingrate von Fr. 1'125.-- habe. Der
Beschwerdeführer beantragte am 19. Juni 2008 bei der C Leasing AG die
Leasingfinanzierung eines "BMW X5" mit einem dem Nettoverkaufspreis
entsprechenden Nettofinanzierungsbedarf von Fr. 108'250.--. Aufgrund einer
Tragbarkeitsberechnung, die sich auf die monatlichen Einkünfte und Auslagen des
Beschwerdeführers stützte, genehmigte die C Leasing AG die Finanzierung
gleichentags. Der Beschwerdeführer schloss daraufhin als Leasingnehmer am
17. Oktober 2008 mit der C Leasing AG als Leasinggeber einen Leasingvertrag über
einen "BMW X5 Geländewagen" mit einem Barkaufpreis von Fr. 109'300.-- (nach einem
Rabatt von Fr. 16'850.--) ab. Der Vertragsbeginn wurde auf den 1. November 2008, das
Vertragsende auf den 31. Oktober 2013 festgelegt. Es wurden 60 monatliche
Leasingraten von Fr. 1'391.45 vereinbart. Der kalkulierte Restwert des Fahrzeuges
wurde auf Fr. 45'825.-- festgesetzt. Die C Leasing AG erwarb am folgenden Tag bei der
Auto W AG das vom Leasingnehmer ausgewählte Fahrzeug zum Preis von
Fr. 109'300.--. Per 31. Juli 2009 wurde das Arbeitsverhältnis mit dem
Beschwerdeführer durch die Arbeitgeberin aufgelöst. In der Folge wurde auch der
Leasingvertrag aufgelöst und das Fahrzeug an die Leasinggeberin zurückgegeben. Die
mit der vorzeitigen Beendigung des Leasingvertrags fällig werdende Penaltyzahlung an
die Leasinggesellschaft von Fr. 23'161.15 übernahm die C AG.
b) Gemäss Art. 17 Abs. 1 DBG sind bei unselbständiger Erwerbstätigkeit alle Einkünfte
aus privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem Arbeitsverhältnis mit Einschluss der
Nebeneinkünfte wie Entschädigungen für Sonderleistungen, Provisionen, Zulagen,
Dienstalters- und Jubiläumsgeschenke, Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen und
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andere geldwerte Vorteile steuerbar. Zu den geldwerten Vorteilen gehören die
Gehaltsnebenleistungen (Fringe Benefits; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O.,
N 34 zu Art. 17 DBG). Steuerbar sind auch Leistungen, die der Arbeitgeber einer dem
Arbeitnehmer nahe stehenden Drittperson zukommen lässt, wenn sie ihren Grund
einzig im Arbeitsverhältnis hat, ohne dass damit eine schuldrechtliche Verpflichtung
des Arbeitgebers gegenüber der Drittperson erfüllt wird, und zumindest für eine
logische Sekunde dem Arbeitnehmer zufliessen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 45 zu Art. 17 DBG). Zum Lohn gehören deshalb auch Zahlungen, die der
Arbeitgeber anstelle des – vertraglich verpflichteten – Arbeitnehmers an eine
Drittperson erbringt (vgl. Bosshard/Mösli, Der neue Lohnausweis, Muri/Bern 2007,
S. 41; Rehbinder/Stöckli, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht,
Band VI/2/2/1, Bern 2010, N 22 zu Art. 322 des Schweizerischen Obligationenrechts,
SR 220), wie beispielsweise vom Arbeitgeber übernommene Leasingraten (vgl.
Schweizerische Steuerkonferenz/Eidgenössische Steuerverwaltung, Wegleitung zum
Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Rentenbescheinigung, Rz. 13, veröffentlicht auf:
www.estv.admin.ch, direkte Bundessteuer/Dienstleistungen/Formulare/Lohnausweis,
nachstehend Wegleitung).
Zwischen der unselbständigen Erwerbstätigkeit und den daraus fliessenden Einkünften
muss ein kausaler Zusammenhang bestehen; ein Einkommen aus unselbständiger
Tätigkeit liegt dann vor, wenn zwischen der Leistung, welche der Steuerpflichtige
erhält, und seiner Tätigkeit ein wirtschaftlicher Zusammenhang in der Weise besteht,
dass die Leistung eine Folge der Tätigkeit ist und der Steuerpflichtige die Leistung im
Hinblick auf seine Tätigkeit erhält. Steuerbar sind daher sämtliche geldwerte Vorteile,
welche ein Arbeitnehmer als Gegenleistung für seine Tätigkeit erhält, die er gestützt auf
ein Arbeitsverhältnis ausübt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 28 zu Art. 17
DBG). Nicht von Bedeutung ist, ob die Leistung des Arbeitgebers vertraglich vereinbart
wurde oder freiwillig erbracht wird. Wurde sie freiwillig erbracht, ist entscheidend, dass
sie ihren Rechtsgrund im Arbeitsverhältnis des Leistungsempfängers hat und somit
nicht unentgeltlich, nicht gegenleistungslos erscheint, andernfalls sie nämlich nach
Art. 24 lit. a DBG als Schenkung steuerfrei ist (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 33 zu Art. 17 DBG). Zu den steuerbaren Einkünften gehören auch
unregelmässige Leistungen wie Antritts- und Austrittsentschädigungen (vgl. Bosshard/
Mösli, a.a.O., S. 55; Wegleitung Rz. 27).
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c) aa) Den Leasingvertrag vom 15. Oktober 2008 schloss der Beschwerdeführer als
Leasingnehmer mit der C Leasing AG als Leasinggeber und Leasinggesellschaft ab.
Vertragspartner in diesem Leasingvertrag war damit der Beschwerdeführer und nicht
seine Arbeitgeberin. Er war in erster Linie Schuldner der Leasingrate von Fr. 1'391.45.
Er hatte jedoch entsprechend der Bestätigung der C AG vom 17. Juni 2008 als
Mitarbeiter Anspruch auf eine maximale monatliche Leasingrate von Fr. 1'125.--
(act. 2/4). Diese Leistung hatte damit ihren Grund im Arbeitsverhältnis – und in der
Einstufung – des Beschwerdeführers. Sie war insoweit kausal mit dem Arbeitsverhältnis
verknüpft, als die Verpflichtung der Arbeitgeberin mit der Auflösung des
Arbeitsverhältnisses oder der Rückstufung des Arbeitnehmers hinfällig werden sollte
(vgl. act. 2/3, Ziff. 3.5 Konditionen). Der Beschwerdeführer wendet sich deshalb zu
Recht nicht dagegen, dass der von der Arbeitgeberin für ihn bezahlte monatliche Anteil
von Fr. 1'200.-- (vgl. act. 2/10, Beiblatt zum Lohnausweis 2009) an der Leasingrate als
Lohnbestandteil behandelt wurde.
bb) Der Beschwerdeführer war als Leasingnehmer aber nicht nur Schuldner der
monatlichen Leasingrate, sondern auch allfälliger weiterer Verpflichtungen aus dem
Leasingvertrag. Mit der Unterzeichnung des Leasingvertrags bestätigte er, die
Allgemeinen Leasing-Bedingungen inklusive der Beilage 1 mit der Tabelle für die
Berechnung des Aufpreises bei vorzeitiger Vertragsauflösung sowie der Restwerte,
welchen einen integrierenden Bestandteil des Vertrages bildeten, erhalten zu haben
und mit deren Inhalt einverstanden zu sein (vgl. act. 7-I/3, Leasingvertrag Nr. xxxxxx-
xxx). Ebenso bestätigte er, den Inhalt der "Policy 'Autoleasing/GA'" und die
"Dokumentation 'Rahmenbedingungen und Vorzugskonditionen'" zu kennen und diese
Regelungen zu akzeptieren (vgl. act. 2/4; Bestätigung vom 17. Juni 2008). Der
Beschwerdeführer war deshalb als Leasingnehmer bei einer vorzeitigen Auflösung des
für die Dauer von 60 Monaten abgeschlossenen Leasingvertrags zur Leistung einer
Penaltyzahlung im Sinn einer Konventionalstrafe verpflichtet.
Der Beschwerdeführer war sodann nicht verpflichtet, bei einer Auflösung des
Arbeitsverhältnisses mit der C AG oder bei einer Rückstufung den Leasingvertrag
aufzulösen. Vielmehr hat er sich entsprechend der "Bestätigung Autoleasing" der C AG
vom 16. März 2010 entschieden, den Leasingvertrag vorzeitig zu beenden und das
Fahrzeug zurückzugeben. Die C AG hat die Kosten für diese vorzeitige Beendigung
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übernommen und aus dem Sozialplan "Coach", an welchem der Beschwerdeführer
teilnahm, gedeckt (vgl. act. 7-II/k, Beilage zum Schreiben des Beschwerdeführers vom
24. März 2010). Ein Sozialplan hat zum Zweck, bei Entlassungen aus wirtschaftlichen
Gründen Härten für die betroffenen Arbeitnehmer zu vermeiden oder zu mildern. Er gilt
im weitesten Sinn als Massnahme zum Schutz der Arbeitnehmer bei
Massenentlassungen. Inhaltlich sind dem Sozialplan kaum Grenzen gesetzt. Es sind
viele Massnahmen denkbar, die dem genannten Zweck dienen können. Neben
Finanzhilfen jeglicher Art sind etwa die Unterstützung bei der Stellensuche oder die
Umschulung zu nennen (vgl. BGE 133 III 213 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 132 III 32 E.
6.1 und 130 V 18 E. 2.3). Die Übernahme der Penaltyzahlung durch die C AG stand
damit in einem kausalen Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis des
Beschwerdeführers. Ohne dieses Arbeitsverhältnis wäre diese Leistung der
Arbeitgeberin aus dem Sozialplan "Coach" nicht erbracht worden. Sie ist damit bei den
steuerbaren Einkünften aus der unselbständigen Erwerbstätigkeit zu erfassen.
cc) Was in der Beschwerde gegen die Steuerbarkeit der Leistung vorgebracht wird,
erweist sich nicht als stichhaltig. In den Detailbestimmungen der C AG zum "Fringe
Benefit Autoleasing" wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die C zwar die
Konditionen sowie anderweitige Vereinbarungen mit den Leasingpartnern und den
jeweiligen Autoimporteuren über Rahmenvereinbarungen regelt, jedoch nicht selber als
Leasingnehmerin auftritt; Leasingnehmer sind in jedem Fall die Mitarbeiter der C als
private Rechtspersönlichkeiten (act. 2/3; Ziff. 3.1 Rechtsverhältnisse). Die
Rahmenvereinbarung mit den Leasingpartnern C Leasing AG, M-B Financial Services
Schweiz AG und A F Management (Switzerland) Ltd. sieht einzig vor, dass das zu
leasende Fahrzeug von einem offiziellen Vertreter der entsprechenden Marke in der
Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein gekauft und in der Schweiz oder im
Fürstentum Liechtenstein immatrikuliert sein muss. Selbst wenn diese
Voraussetzungen nicht gegeben sein sollten, war vorgesehen, mit dem jeweiligen
Leasingpartner eine individuelle Lösung zu suchen und auszuhandeln, insbesondere
bei der Finanzierung von bereits im Besitz der Mitarbeiter befindlichen Fahrzeugen
("Sale and Leaseback"; Finanzierung von Occasionsfahrzeugen). Bei bestehenden
Leasingverträgen mit anderen Leasinggesellschaften sah die Vereinbarung vor, den
Leasingpartnern den Buchwert, im Maximum der Tarif EUROTAX gelb, in Rechnung zu
stellen (Ziff. 3.2 Fahrzeug). Auch für die Laufzeit des Leasingvertrags machte die
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Arbeitgeberin keine Vorgaben. Somit lag es in der Entscheidungskompetenz der
Leasinggesellschaft und des Leasingnehmers, diese – innerhalb des Rahmens
zwischen 12 und 60 Monaten – festzusetzen (Ziff. 3.3 Bonitätsprüfung und ZEK-
Eintrag). Dass der Beschwerdeführer als Leasingnehmer auftrat, erweist sich deshalb
nicht als eine blosse "Formalie". Der Beschwerdeführer war frei, ob, mit wem und für
welche Dauer er einen Autoleasingvertrag abschloss. Insbesondere war er nicht
verpflichtet, den Leasingvertrag über ein Fahrzeug jener Marke abzuschliessen, die C-
Mitarbeitern einen Flottenrabatt gewährte. Zudem war die monatliche Leasingrate nicht
auf die von der C AG als Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer zugesicherte Höhe
beschränkt, soweit der Arbeitnehmer für die Differenz selbst aufkam.
Die Rahmenvereinbarung zum "Fringe Benefit Autoleasing" hält sodann fest, dass der –
allenfalls von der C AG mit den Leasingpartnern ausgehandelte günstige
Leasingzinssatz – über die gesamte Leasingvertragsdauer gilt und sich auch dann nicht
ändert, wenn ein Mitarbeiter einen allfälligen Vergünstigungsanspruch durch
Rückstufung oder durch Kündigung des Arbeitsverhältnisses verlieren sollte, sofern er
den Leasingvertrag in unveränderter Form weiterführt (Ziff. 3.5 Konditionen). Auch
diese Bestimmung verdeutlicht, dass der Arbeit- und Leasingnehmer mit dem
Abschluss des Leasingvertrags das Risiko einging, den Vertrag unter Umständen ohne
den Zuschuss der Arbeitgeberin an die Leasingrate erfüllen zu müssen. Der
Beschwerdeführer hielt denn auch in der Erklärung vom 24. März 2010 zur
Steuererklärung fest, die C habe ihm in Bezug auf sein geleastes Auto drei
Wahlmöglichkeiten angeboten. Um seine Fixkosten zu senken, habe er sich
entschieden, den Wagen abzugeben (act. 7-II/k). Aus diesen Ausführungen ist zu
schliessen, dass der Beschwerdeführer sich auch für die Weiterführung des
Leasingvertrags zu den – von seiner Arbeitgeberin ausgehandelten günstigen –
Leasingbedingungen hätte entscheiden können.
In der Beschwerde wird sodann die Frage aufgeworfen, als Entgelt für welche
Arbeitstätigkeit die Arbeitgeberin die Penaltyzahlung erbrachte. Die Leistung sei durch
die nicht vom Beschwerdeführer verursachte Auflösung des Arbeitsvertrags ausgelöst
worden. Sie sei deshalb als nicht steuerbarer Schadenersatz zu behandeln. Auch
Leistungen des Arbeitgebers, die im Zusammenhang mit der Auflösung eines
Arbeitsverhältnisses erbracht werden, können steuerbare Einkünfte im Sinn von Art. 17
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DBG darstellen. Dies gilt beispielsweise für die im Lohnausweis ebenfalls aufgeführte
Abgangsentschädigung über Fr. 85'681.--, die ebenfalls durch die Auflösung des
Arbeitsverhältnisses seitens der Arbeitgeberin ausgelöst wurde und deren
Steuerbarkeit in der Beschwerde zu Recht nicht bestritten wird (vgl. zudem oben E. 2c/
bb).
Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, es habe sich um eine
Schadenersatzzahlung der Arbeitgeberin gehandelt. Keine Einkünfte aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit sind solche Entschädigungen des Arbeitgebers, die
dieser nicht gestützt auf das Arbeitsverhältnis, sondern infolge unerlaubter Handlung,
einer gesetzlichen oder vertraglichen Haftung bezahlen muss (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 17 DBG). In der Beschwerde wird zu Recht
weder geltend gemacht, die C AG habe mit der Übernahme von Autoleasingraten
einerseits und der späteren Auflösung des Arbeitsverhältnisses anderseits unerlaubt
gehandelt oder habe gesetzlich oder vertraglich für die mit der vorzeitigen Auflösung
des Leasingvertrags verbundene Penaltyzahlung gehaftet. Ebensowenig wird
vorgebracht, die im Leasingvertrag vorgesehene Verpflichtung zur Nachzahlung bei
vorzeitiger Auflösung sei gesetzwidrig und deshalb nicht geschuldet gewesen
(vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 4A_404/2008 vom 18. Dezember 2008 und
4A_6/2009 vom 11. März 2009).
d) Die von der Arbeitgeberin im Zusammenhang mit der Auflösung des zwischen dem
Beschwerdeführer und der C Leasing AG abgeschlossenen Autoleasingvertrags vom
15. Oktober 2008 geleistete Penaltyzahlung von Fr. 23'161.45 wurde deshalb von der
Vorinstanz zu Recht als Lohnbestandteil und damit als steuerbare Einkunft aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit behandelt. Dabei ist nicht von ausschlaggebender
Bedeutung, dass dieser Betrag von der Arbeitgeberin im Lohnausweis 2009 als
Lohnbestandteil aufgeführt wurde. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet
und ist abzuweisen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 600.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122
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der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu
verrechnen.