Decision ID: d664010a-7d84-4758-b710-7787bcbd8272
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
war zuletzt vo
m
1
8.
Februar 2002 bis 30. September 2006 als Hilfsbodenleger bei der
Z._
AG sowie zusätz
lich in einem Teilzeitpensum vo
m
26. Februar 2005 bis 30. September 2006 als Hilfsarbeiter (Maschinist und
Glätter
) bei der
A._
GmbH angestellt
(Urk. 7/4,
Urk.
7/8/2
und
Urk.
7/8/5
f.
)
. Mit
Nichteignungsverfügung vom 18.
Juli 2006 erklärte die Suva als zuständige Unfallversicherin
ihn
als nicht geeignet für alle Tätigkei
ten mit Kontakt zu Zement (Urk.
7/25/29 f.) und richtete ihm aufgrund seiner Berufskrankheit vom 1.
August bis 3
0.
November 2006 ein Über
gangstaggeld aus (
Urk.
7/17/9-11). Am 2
6.
März 2007 tei
lte sie ihm mit, dass ihm ab 1.
Dezember 2006 während höchstens vier Jahren eine Übergangsent
schädigung entrichtet werde
(Urk.
7/35/2 f.). Mit Verfügung vom 14. September 2012 sprach ihm die Suva ab 1. Dezember 2010 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % und eines versicherten Jahresverdien
s
tes von Fr. 84‘839.-- zu (Urk.
7/87).
1.2
Am 1
5.
August 2006
hatte
sich
der Versicherte
unter Hinweis auf eine berufs
bedingte Hautkrankheit bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und
schloss die mit Verfügung vom 12. Oktober 2006 (Urk. 7/26) gewährte Arbeitsvermittlung mit Verfügung vom 15. November 2006 ab (Urk. 7/31).
1.3
Am 7. Januar 2010 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf ein Ekzem an den Händen erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/37). Die
IV-Stelle tätigte
wiederum
medizinische
Abklärungen und sprach ihm mit Mitteilung vom 18. August 2010 (Urk. 7/63) Frühinterventionsmassnahmen in Form eines vom 5. August bis 30. November 2010 zu absolvierenden Arbeitstrainings zu. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2010 (Urk. 7/79) trat sie schliesslich auf das Ren
tenbegehren nicht ein.
1.4
Am 1
9.
Mai 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Allergien und Rückenprobleme erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/88). Die IV-Stelle tätigte wiederum medizinische Abklärungen und liess
ihn insbesondere durch das Begutachtungsinstitut B._
polydisziplinär (allgemeininternistisch, rheumatologisch, psychiatrisch und dermatologisch
)
begutachten (Expertise vom
8.
Juni 2015;
Urk.
7/121). Mit Verfügung vom 15. Oktober 2015 wies sie das Leistungsbegehren ab (
Urk.
7/128).
1.5
Am 1
2.
August 2016 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
chronische
Rückenschmerzen, Hautallergie an den Händen,
chronische
Schmerzen in bei
den Beinen und Depressionen erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/129). Die IV-Stelle trat
in der Folge
auf die Neuanmeldung nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/134) mit Verfügung vom 1
2.
April 2017 (Urk. 2) nicht ein.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 4. Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, die Verfügung vom 12. April 2017 sei aufzuheben und es sei auf sein Revisionsgesuch einzutreten (Antrag 1 und 2). Zudem sei ihm eine volle
IV-Rente zuzusprechen, eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen zuzuspre
chen,
subeventualiter
sei durch die Vorinstanz ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen (Anträge 3 bis 5). Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Dazu reichte er mehrere medizinische Berichte ein (Urk. 3/4-6). Am 12. Juni 2017 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Am 13. Juli 2017 (Urk. 9), am 27. Juli 2017 (Urk. 12) und am 4. August 2017 (Urk. 15) legte der Beschwerdeführer weitere Berichte auf (Urk. 10/1-2, Urk. 13 und Urk. 16/1-3). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 22. August 2017 auf eine Stellungnahme dazu (Urk. 18).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu
nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige
rung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Ände
rung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
verhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachen
spektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.5
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind;
verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Be
handlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintre
tensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetr
eten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
1.6
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsa
chenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) er
stellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsän
derung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
Vorliegend ist lediglich die
Eintretensfrage
beziehungsweise die Anträge 1 und 2 richterlich zu beurteilen. Auf die Anträge 3 bis 5 kann mangels Anfechtungs
gegenstandes nicht eingetreten werden (vgl. E. 1.2 und 1.3
hievor
).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin begründete das am 12. April 2017 verfügte Nichtein
treten auf das neue Leistungsbegehren (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdefüh
rer nicht glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten. Die geltend gemachten somatischen Befunde seien bereits bekannt gewesen und bei der letzten Ent
scheidungsfindung berücksichtigt worden.
3
.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
mit Bericht vom 11. Februar 2017 sei erstmals die Diagnose einer mittelgradi
gen depressiven Episode mit somatischem Syndrom gestellt worden. Sein Gesundheitszustand habe sich – vor allem in Bezug auf die Depression – ver
schlechtert. Es sei damit glaubhaft gemacht, dass sich der Invaliditätsgrad ver
ändert habe, weshalb auf die Neuanmeldung einzutreten sei. Die Beschwerde
gegnerin verhalte sich widersprüchlich, wenn sie annehme, ihr liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes vor, die neuen psychischen Diagnosen für den Leistungsanspruch aber als nicht relevant taxiere. Vielmehr hätte sie die erforderlichen medizinischen Abklärungen vornehmen müssen, um beurteilen zu können, ob die psychischen Diagnosen zu einem Leistungsan
spruch führen würden (S. 4 f.). Dies sei offensichtlich der Fall, nachdem er auf
grund der diagnostizierten Depression zu 100 % arbeitsunfähig sei und die The
rapiemöglichkeiten voll ausgeschöpft seien (S. 5).
4
.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom
1
2.
August 2016
eingetreten ist, weil es dem Beschwerde
führer nicht gelungen ist, eine
rentenrelevante
Veränderung glaubhaft
zu machen
.
Vergleichs
zeitpunkt bildet die
Verfügung vom 15. Oktober 2015
(Urk.
7/128)
, mit welcher die Beschwerdegegnerin das Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente abwies. Die Verfügung beruhte auf dem Gutachten der B._ vom 8. Juni 2015 (Urk. 7/121)
und der entsprechenden Stellungnahme des
RAD
(Urk.
7
/1
22
/
5 f.
), mithin auf einer rechtskonformen Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung.
5.
5.1
Dr. med. C._, FMH Allgemeine Innere Medizin und FMH Rheumatologie, Dr. D._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. E._, FMH Dermatologie und
Venerologie, von der B._ stellten in ihrem Gutachten vom
8
.
Juni 2015
(Urk.
7/121
/2-28
)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit (S. 23 f.):
-
C
hronisches
myogelotisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
radiomorphologisch (MRT LWS 2
8.
April 2015): leichte diffuse Dehydrata
tion aller lumbalen Bandscheiben bei insgesamt gut erhaltener Bandschei
benhöhe. Keine Hinweise für eine
Diskusprotrusion
oder
Herniation
. Keine Kompression von neuralen Strukturen. Weiter Spinalkanal. Keine Hinwei
se für relevante
spondylarthrotische
Veränderungen. Keine entzündlichen Veränderungen.
-
Wirbelsäulenfehlform/-
fehlhaltung
(lumbal rechts sowie
thorakolumbal
linkskonvexe Torsionsskoliose, betonte thorakale Kyphose)
-
Haltungsinsuffizienz bei muskulärer Dysbalance mit Abschwächung der abdominellen und rückenst
abi
lisierenden Muskelgruppen bei Adipositas mit BMI von 37 kg/m
2
-
k
linisch keine Hinweise für
lumboradikuläre
sensomotorische Ausfälle
-
Hyperkeratotisch-rhagadiformes
Handekzem (ICD-10 L25.3)
-
bei Typ IV Sensibilisierung auf
Thiuram
, Kolophonium, Perubalsam, Ethy
lendiamin-HC und Kaliumdichromat
Zudem hielten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähig
keit fest (S. 24):
-
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54.0)
-
Metabolisches Syndrom (ICD-10 E88.9)
-
Adipositas per magna (ICD-10 E
66
) (BMI 37 kg/m
2
)
-
a
rterielle Hypertonie (I
CD-10
I
10)
-
medikamentös behandelt
-
Hypertriglyceridämie
(ICD-10 E78.2)
-
Medikamentös nicht optimal behandelte Hypothyreose bei Status nach Radio-Jod-Therapie eines Morbus Basedow im Jahre 2005 (ICD-10 E
03
.9)
-
aktuell Schilddrüsenparameter: deutliche Erhöhung des TSH auf 33,8
m
U
/L (Norm bis 4,5) mit grenzwertig normalen freien T3 und T4-Werten
-
Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10 G47)
-
konsequente nächtliche CPAP-Maskenbehandlung
-
ausführliche lungenfunktionelle Untersuchung Februar 2014 ohne Hinweis für Ventilationsstörung oder Respirationsprobleme im Wachzustand
-
Unspezifische Schulter-Arm-Beschwerden links (ICD-10 M25.5)
Dazu führten sie aus, die klinische rheumatologische Untersuchung habe ein
chronisches,
myogelotisch
bedingtes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
erge
ben.
Das
MRT der LWS
vom
2
8. April
2015
habe
keinerlei relevante degenerati
ve oder gar entzündliche Veränderungen des lumbalen Achsenskelett
s
ergeben,
ebensowenig
Hinweise für eine Kompression neuraler Strukturen. Es besteh
e
eine m
ä
ssig ausgeprägte Wirbelsäulenfehlhaltung und eine Haltungsinsuffizienz im Rahmen der
muskuläre
n
Dysbalance bei einer deutlichen Adipositas bei einem BMI von aktuell 37 kg/m
2.
Es
hätten
klinisch-rheumatologisch keinerlei Hinweise für sensomotorische
lumboradikuläre
Ausfälle
bestanden
. Für die beklagten Ausstrahlungen der Beschwerden von lumbal ins linke Bein mit einer umschriebenen Gefühlslosigkeit besteh
e
weder ein klinisches noch ein bildge
bendes
patho
-ana
to
misches Korrelat. Entgegen
den
Aussagen
des Beschwerde
führers nehme er we
der das NSAR Voltaren noch das Analgetikum
Novalgin
ein, so dass
seine
Ä
usserungen in Bezug auf die beklagten Beschwerden mit grosser Zurückhaltung interpretiert werden müss
t
en. Unter Berücksichtigung des gesamten Krankheitsverlaufes
könne
eine deutliche subjektive Krankheits- und Behinderungsüberzeugung mit klarer Selbstlimitierung festgestellt werden. Es
sei
in keiner Art und Weise aus somatisch orientierter Sicht nachvollziehbar, dass bereits für einfache, alltägliche Verrich
t
ungen, wie kurze Spaziergänge
, eine
deutlich
e
Einschränkung bestehen
soll. Es
müsse
insgesamt von einer deut
lichen und wegweisenden psychosozialen Überlagerung bis zu einer bewusst
seinsnahen Selbstlimitierung ausgegangen werden. Aufgrund dieser somatisch orientierten Erhebungen besteh
e
einerseits in der zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit sowie für sonstige körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelas
tende berufliche Tätigkeit
en
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Einzig körperlich schwer belastende Tätigkeiten
seien nicht möglich (S. 24 f.).
Die dermatologische Evaluation
habe
das bereits seit Jahren bekannte
hyper
keratotische
,
rhagadiforme
Handekzem von Typ IV Sensibilisierung auf ver
schiedene Substanzen
bestätigt
. Konsekutiv besteh
e
seit Jahren eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten, welche keinen Kon
takt
zu
Typ IV sensibilisierenden Stoffen
,
insbesondere nicht zu Zement
,
nach sich ziehen
würden
. Auch Feuchtarbeiten und Tätigkeiten mit Kontakt zu weite
ren sensibilisierenden Substanzen sowie körperlich schwer belastende Tätigkei
t
en
mit mechanischer Belastung der Hände und vermehrtem Schwitzen
seien
aus dermatol
ogischer Sicht zu vermeiden (S. 25).
In der psychiatrischen Untersuchung habe keine Diagnose im engeren Sinne festgestellt werden können, dementsprechend auch keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer adaptierten beruflichen Tätigkeit. Die aus allgemeininternistischer Sicht festgestellten Diagnosen hätten keinen nega
tiven Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit (S. 25).
Zusammenfassend könne aus polydisziplinärer Sicht festgestellt werden, dass eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten bestehe, bei welcher der Beschwerdeführer
mit Zement und anderen bekannten Allergenen in Kontakt
komme
. Hingegen liege seit jeher für jegliche körperlich leichte bis mittelschwe
re, wechselbelastende berufliche Tätigkeit ohne Kontakt zu Typ IV sensibilisie
renden Stoffen, insbesondere zu Zement oder zu weiteren sensibilisierenden Substanzen, ohne Tätigkeiten mit schwerer mechanischer Belastung der Hände und vermehrtem Schwitzen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor. Einzig körperlich regelmässig schwer belastende Tätigkeiten seien dementsprechend nicht mög
lich. Berufliche Massnahmen seien aufgrund einer ausgeprägten subjektiven Krankheits- und Behinderungsüberzeugung mit klarer Selbstlimitierung nicht umsetzbar (S. 25 f.).
5.2
Dr. med.
F._
und Prof.
Dr.
med.
G._
von der
Clienia
H._
stellten im Bericht vom 1
7.
Mai 2016 (
Urk.
7/146) folgende Diagnosen:
-
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
Dazu
führten sie aus
,
aufgrund ungenügenden Ansprechens auf die psycho
pharmakologische Medikation mit
Cipralex
sei der Wechsel auf
Cymbalta
erfolgt. Zusätzlich würden 1 Mal wöchentlich psychotherapeutische Gespräche (verhaltenstherapeutisch) erfolgen. Der Beschwerdeführer zeige sich im bisheri
gen Behandlungsverlauf bezüglich der depressiven Symptomatik nur leicht gebessert. Er sei weiterhin deutlich eingeengt auf seine Schmerzsymptomatik und diesbezüglich kaum auslenkbar. Bezüglich verhaltenstherapeutischer Inter
ventionen zur Reduktion der depressiven Symptomatik sei er bisher kaum bereit gewesen. Falls sich unter dem aktuellen Behandlungsregime mit
Cymbalta
wei
terhin keine Besserung einstelle, werde eine stationäre Behandlung zur Intensi
vierung der Therapie empfohlen. Der Hausarzt werde um eine Kontrolle des
Cymbalta
-Blutspiegels gebeten.
5.3
Dr. F._
bestätigte
am
10. Oktober 2016 (
Urk.
7/131/1), dass sich der Beschwerdeführer seit dem 21. März 2016 in seiner ambulanten psychiatrischen Behandlung befinde.
5.
4
Auf entsprechende Fragestellungen des Beschwerdeführers hin
führten
Dr.
F._
und Prof.
Dr. G._
im Bericht vom 11. Februar 2017 (
Urk.
7/142)
dieselben Diagnosen wie im Vorbericht vom 17. Mai 2016 auf.
Dazu hielten sie fest, es fänden 1-wöchentliche Konsultationen statt. Der Gesundheitszustand habe sich seit der letzten Verfügung verschlechtert (Verschlechterung von Stimmung, Antrieb, Konzentration, Merkfähigkeit und allgemeine
r
Leistungsfä
higkeit). Unter der psychopharmakologischen Medikation
mit
Efexor
und
Abi
lify
sowie den regelmässig stattfindenden psychotherapeutischen Gesprächen habe sich der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Symptomatik leicht, bezüglich der somatoformen Schmerzsymptomatik kaum gebessert gezeigt. Er sei in seiner angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Die Frage der Arbeitsunfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit könne im Moment nicht beantwortet werden.
5.5
Heidrun I._, Fachärztin orthopädische Chirurgie und Traumatologie, und
dipl.
med. J._, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielten in ihrer Stellungnah
me vom 7. April 2017 (Urk. 7/147/2) fest, dem Bericht der
Clienia
vom 17. Mai 2016 sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei der dort durchgeführten Verhaltenstherapie kaum Motivation zeige. Er sei auf die Schmerzen eingeengt, die depressive Symptomatik sei leicht gebessert. Die Symptomatik werde nicht näher beschrieben, so dass ein Vergleich des aktuellen psychischen Gesund
heitszustands mit dem Zustand zum Zeitpunkt des Gutachtens nicht möglich sei. Die
Clienia
habe dem Hausarzt empfohlen, den Blutspiegel des verordneten Antidepressivums zu überprüfen. Am 11. Februar 2017 habe die
Clienia
erneut berichtet, die Symptomatik sei leicht gebessert, aber weiterhin die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mitgeteilt. Es sei somit im Mai 2016 eine bereits gebesserte mittelgradige depressive Episode mitgeteilt worden, die im Februar 2017 erneut als bereits gebessert bezeichnet werde. Die Therapiemo
tivation werde als fraglich beschrieben. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei fraglich, auf welche objektiven Befunde sich die Diagnose stütze, eine stati
onäre psychosomatische Behandlung sei noch nicht durchgeführt worden. Die berichtete Schmerzproblematik und die übrigen Erkrankungen seien bekannt und im Gutachten berücksichtigt worden.
6.
6.1
Im Vergleichszeitpunkt hatte die V
erdacht
sdiagnose einer
Schmerzverarbei
tungsstörung
gemäss den B._-Gutachtern keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit. Die Arbeitsfähigkeit in einer den somatischen Beschwerden angepassten Tätigkeit war dementsprechend aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt (E. 5.1
hievor
).
6.2
Weniger als 10 Monate nach der letzten leistungsabweisenden Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
15. Oktober 2015
meldete sich der Beschwerdeführer am 12. August 2016 erneut zum Leistungsbezug an (Urk.
7/128
f.). Die Beschwerdegegnerin
machte ihn am 26. September 2016 darauf aufmerksam, es sei eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung glaubhaft zu machen, damit auf die Neuanmeldung eingetre
ten werden könne, und setzte ihm zum Einreichen entsprechender Beweismittel eine Frist bis am 26. Oktober 2016 an. Der Beschwerdeführer reichte daraufhin die Behandlungsbestätigung von Dr. F._ ein (E. 5.3
hievor
). Mit Vorbescheid vom 14. November 2016 teilte die Beschwerdegegnerin ihm mit, dass sie beab
sichtige, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 7/134). Im
Einwand
verfahren
reichte der Beschwerdeführer - nach mehrfach erstreckter Frist - den Bericht von
Dr.
F._
und Prof.
Dr. G._
vom 11. Februar 2017 (E. 5.4
hievor
) ein. Am 6. März 2017 (Urk. 7/144) teilte ihm die Beschwerdegegnerin mit, dass bislang keine neuen Tatsachen geltend gemacht worden seien, er jedoch bis am 31. März 2017 weitere Beweismittel einreichen könne. Der Beschwerdeführer legte daraufhin den Bericht von
Dr.
F._
und Prof. Dr. G._ vom 17. Mai 2016 (E. 5.2
hievor
) sowie ein Attest seines Hausarztes vom 22. Februar 2017 (Urk. 7/146/2) auf. Mit Verfügung vom 12. April 2017 trat die Beschwerdegeg
nerin auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 2). Im Beschwerdeverfah
ren reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte ein (Urk. 3/5, Urk. 10/2, Urk. 13 und Urk. 16/1-3).
6.3
Gemäss den anlässlich der Neuanmeldung vom 1
2.
August 2016 eingereichten Berichten des behandelnden Psychiaters
Dr. F._
(E. 5.2
und
5.4
hievor
) leidet der Beschwerdeführer
an
einer mittelgradigen depressiven Episode mit somati
schem Syndrom sowie einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Es fehlt jedoch
ein
psychiatrische
r
Befund. Zudem wur
den die Diagnosen sowie die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit keinem Wort begründet und sind
dem
entsprechend nicht nachvollziehbar. Zu Recht wiesen die RAD-Ärzte darauf hin, dass
damit
ein Vergleich des aktuellen psy
chischen Gesundheitszustands mit dem Zustand zum Vergleichszeitpunkt nicht möglich ist (E. 5.5
hievor
). Auch ist so nicht nachvollziehbar, weshalb statt der von den
B._
-Gutachtern festgehaltenen Verdachtsdiagnose einer Schmerzverar
beitungsstörung nun die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren sowie neu die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom zu stellen ist. Zudem überzeugt nicht, weshalb trotz sowohl im Mai 2016 als auch im Februar 2017 festgehalte
ner Verbesserung der depressiven Symptomatik in beiden Berichten eine mittel
gradige depressive Episode diagnostiziert wurde. Einzig aus der Aufnahme einer psychotherapeutischen Behandlung bei ansonsten nicht
nachvollziehbaren Arztberichten kann nicht auf eine Verschlechterung des psychischen Gesund
heitszustandes geschlossen werden. Dies umso weniger, als der Beschwerdefüh
rer für die Verhaltenstherapie kaum Motivation gezeigt hat
und
bereits anläss
lich der Begutachtung durch das
B._
eine klare bewusstseinsnahe Selbstlimitie
rung festgestellt werden konnte (E. 5.1
hievor
) und
zudem
aufgrund der nur
(sehr)
kurze Zeit nach der letzten Verfügung erfolgten Neuanmeldung an die Glaubhaftmachung einer Veränderung hohe Anforderungen zu stellen sind (E. 1.5
hievor
). Mit den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Berichten vermochte der Beschwerdeführer demnach keine
rentenrelevante Veränderung
glaubhaft zu machen.
6.
4
In Bezug auf die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte ist festzuhal
ten, dass -
wie bereits dargelegt - nach Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV die versicherte Per
son mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die
massgebliche
Tat
sa
chenänderung glaubhaft machen muss. Insoweit spielt der Untersuchungs
grundsatz, wonach das Gericht (oder die Verwaltung) für die richtige und voll
ständige Ab
klärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, nicht. Mithin kommt der versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu. Wird kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft gemacht, sondern
bloss
auf ergän
zende Beweis
mittel, insbesondere Arztberichte hingewiesen, die noch beige
bracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person eine an
gemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Diese
Massnahme
setzt voraus, dass die ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entspre
chenden Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass an
sonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Dasselbe gilt, wenn dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung zwar ärztli
che Berichte beigelegt sind, diese indessen so wenig substantiiert sind, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde.
Diesfalls
ist die IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben nur ver
pflichtet, wenn den – für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begrün
denden – Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare rechtserhebliche Änderung vorliegt. Ergeht eine
Nichteintretensverfügung
im Rahmen des Ver
waltungsverfahrens, das den Erfordernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen genügt, legen die Gerichte ihrer beschwerdewei
sen Überprüfung den Sachver
halt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot. Für das Beibringen neuer Be
weismittel bleibt im
anschliessenden
Gerichtsver
fahren kein Raum mehr (BGE 130 V 64 E. 5.2.5, Urteile des
Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.1 f. und 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4).
6.
5
Bezüglich der psychischen Beschwerden wies die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer wiederholt drauf hin, dass er eine Veränderung des Gesund
heitszustandes nicht glaubhaft gemacht habe und setzte ihm mehrfach Frist zum Einreichen diesbezüglicher Berichte an. Insgesamt hatte der Beschwerde
führer
vor Erlass der angefochtenen Verfügung
während 8 Monaten Gelegenheit zum Einreichen entsprechender Beweismittel. Die Beschwerdegegnerin war nicht verpflichtet, zusätzliche Abklärungen zu den geltend gemachten psychischen Beschwerden zu tätigen. Die erst im Beschwerdeverfahren eingereichten Berich
te (
Urk.
3/5,
Urk.
10/2,
Urk.
13 und
Urk.
16/1 f.) wurden demnach verspätet bei
gebracht und sind für die vorliegend einzig zu beurteilende
Eintretensfrage
nicht zu beachten. Dasselbe gilt für die erstmals am
4.
August 2017 (
Urk.
15) geltend gemachte arterielle Hypertonie (
Urk.
16/3). Dem Beschwerdeführer bleibt es jedoch unbenommen,
die Berichte
bei der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Neuanmeldung erneut einzureichen.
6.6
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne
rin mangels glaubhaft gemachter erheblicher Veränderung der tatsächlichen Ver
hältnisse auf
die Neuanmeldung
de
s
Beschwerdeführer
s
nicht eingetreten ist.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69
Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr.
6
00.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind
die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
.
Da die Voraussetzun
gen für die unentgeltliche
Prozessführung
gemäss
§ 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind
, sind sie jedoch
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der Beschwerdeführer ist auf die Nachzah
lungspflicht
gemäss
§ 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen.