Decision ID: 78808648-c030-518f-95f5-e0045f57337e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Razije A., geb. 1944, ist Staatsangehörige von Mazedonien. Sie lebte von 1988 bis
1996 bei ihrem Ehemann in der Schweiz. Danach kehrten die Eheleute nach
Mazedonien zurück. Der Ehemann verstarb am 2. Juni 2007. Razije A. bezieht eine
AHV-Witwenrente von Fr. 797.-- pro Monat. Ihr Sohn Nazif A., geb. 1962, lebt mit
seiner Ehefrau und vier Kindern in O. Sie verfügen über Niederlassungsbewilligungen.
Ausser Nazif A. leben vier weitere Kinder von Razije A. in der Schweiz, die alle über
eine Niederlassung verfügen. Zwei Töchter und sechs jüngere Geschwister von Razije
A. leben in Mazedonien.
Am 17. September 2007 stellte Nazif A. für seine Mutter ein Gesuch um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen der Uebersiedlung. Das Ausländeramt wies dieses
Gesuch mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 ab mit der Begründung, Razije A.
könne ihren Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren. Auch ihr Sohn Nazif A. könne
nicht als Garantiegeber auftreten, da er nicht in günstigen finanziellen Verhältnissen
lebe. Ferner hielten sich nahe Angehörige der Gesuchstellerin in ihrem Heimatland auf,
weshalb nicht von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall ausgegangen
werden könne.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts vom 18. Dezember 2007 erhob Razije A.
Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement mit Entscheid vom 10. März 2008
abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 7. April 2008 erhob Razije A. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 10. März 2008 sei
aufzuheben und es sei ihr eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen der Uebersiedlung
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zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ausländeramts. Zur
Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, die Beschwerdeführerin erziele an
Einkünften nicht nur die Witwenrente der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, sondern ein zusätzliches monatliches Einkommen von
€ 2'100.-- aus Liegenschaften. Auch seien die Familie von Nazif A. bzw. dessen
erwachsene Kinder imstande, den Lebensunterhalt der Beschwerdeführerin
sicherzustellen. Hinzu komme, dass diese nicht bei ihren Töchtern in Mazedonien leben
könne, da sie von den Familien von deren Ehemännern gar nicht aufgenommen und
akzeptiert würde. Damit seien die Voraussetzungen für die Erteilung einer
Rentnerbewilligung erfüllt.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 30. April 2008 die Abweisung
der Beschwerde.
Die Beschwerdeführerin liess sich mit Eingabe vom 19. Mai 2008 zur Stellungnahme
der Vorinstanz vernehmen. Sie reichte weitere Beweismittel ein und beantragte eine
Nachfrist bis 19. Juni 2008, um Belege über den Eingang der geltend gemachten
Mieteinnahmen einzureichen.
Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten werden, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 7. April 2008 wurde
rechtzeitig eingereicht und erfüllt formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die
Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin stellte den Antrag, eine Nachfrist bis 19. Juni 2008 für das
Einreichen von Beweismitteln für die geltend gemachten Mieteinnahmen anzusetzen.
Diesem Begehren ist nicht stattzugeben. Die eingereichten Verträge datieren aus dem
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Jahr 2004. Die Beschwerdeführerin hatte hinreichend Gelegenheit, Beweismittel für ihre
Einkünfte beizubringen. Hinzu kommt, dass den Verträgen keine Beweiskraft zuerkannt
werden kann (vgl. unten E. 3.5.).
3. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt für Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht
anwendbar. Das Verfahren richtet sich dagegen nach dem neuen Recht (Abs. 2). Im
vorliegenden Fall ist die Abweisung eines vor dem 1. Januar 2008 gestellten Gesuchs
um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung streitig, weshalb die Angelegenheit nach
altem Recht, d.h. nach dem ANAG (BS 1, 121 mit seither ergangenen Aenderungen,
abgekürzt ANAG) und den darauf beruhenden Verordnungen zu beurteilen ist.
3.1. Die Erteilung von Rentnerbewilligungen liegt gemäss Art. 4 ANAG im Ermessen der
Verwaltung. Ausländeramt und Vorinstanz stützten sich auf die Bestimmungen der
Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (SR 823.21, abgekürzt BVO)
über die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen an nicht erwerbstätige Ausländer,
insbesondere an Rentner (Art. 31 ff. BVO). Nach Art. 34 BVO kann Rentnern eine
Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn der Gesuchsteller älter als 55 Jahre ist
(lit. a), enge Beziehungen zur Schweiz hat (lit. b), weder in der Schweiz noch im
Ausland erwerbstätig ist (lit. c), den Mittelpunkt seiner Lebensbeziehungen in die
Schweiz verlegt (lit. d) und die notwendigen finanziellen Mittel hat (lit. e). Anderen nicht
erwerbstätigen Ausländern können Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden, wenn
wichtige Gründe es gebieten (Art. 36 BVO).
3.2. Bei den genannten Vorschriften handelt es sich um Kann-Bestimmungen. Sie
verschaffen keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Bewilligung, da die Verordnung
keine Ansprüche statuieren kann, die nicht im formellen Gesetz verankert sind
(BGE 122 I 46). Ausserdem sieht Art. 37 BVO vor, dass die Kantone die Zulassung von
nicht erwerbstätigen Ausländern an strengere Voraussetzungen knüpfen können, als
sie in Art. 31 ff. BVO verankert sind.
3.3. Das Verwaltungsgericht hat es in verschiedenen Urteilen als zulässig erachtet,
dass von nicht erwerbstätigen Gesuchstellern bzw. deren in der Schweiz lebenden
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Verwandten ausreichende finanzielle Mittel verlangt werden dürfen, um die Gefahr einer
künftigen Fürsorgeabhängigkeit der nachzuziehenden Person möglichst gering zu
halten. Es entschied, die Anforderung an den Nachweis von Einkünften von mindestens
Fr. 80'000.-- pro Jahr und Vermögen von mindestens Fr. 150'000.-- bzw. von
günstigen Verhältnissen im Sinn von Art. 328 Abs. 1 ZGB sei zulässig, wobei diese
Verhältnisse bei den gegebenenfalls unterstützungspflichtigen Verwandten bestehen
müssten (vgl. VerwGE B 2008/9 vom 3. April 2008 i.S. E.A. mit zahlreichen Hinweisen,
in: www.gerichte.sg.ch).
3.4. Vorliegend sind die Voraussetzungen nach Art. 34 BVO insoweit erfüllt, als die
Gesuchstellerin älter als 55 Jahre ist, keine Erwerbstätigkeit ausüben dürfte und den
Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen in die Schweiz verlegen will. Fraglich ist,
inwieweit enge Beziehungen im Sinn von Fr. 34 lit. b BVO bestehen. Ob solche im
früheren Aufenthalt mit dem Ehemann in der Schweiz oder in der Beziehung zu den in
der Schweiz lebenden Kindern erblickt werden können, kann jedoch offen bleiben.
3.5. Die Beschwerdeführerin bezieht eine AHV/IV-Rente von Fr. 797.-- pro Monat. In
der Beschwerde macht sie erstmals Mieteinnahmen aus einer Liegenschaft in Tetovo
von € 2'100.-- pro Monat geltend.
In ihrer Stellungnahme an das Ausländeramt hielt die Beschwerdeführerin ausdrücklich
fest, sie verfüge nicht selber über genügend Einkommen und Vermögen, um in der
Schweiz aus eigener Kraft ihren Lebensunterhalt vollständig decken zu können, ohne
dass die Gefahr einer Fürsorgeabhängigkeit ausgeschlossen werden könne. Sie erhalte
eine monatliche Rente von Fr. 985.40. In der Rekurseingabe vom 21. Dezember 2007
hielt sie fest, in der angefochtenen Verfügung werde zutreffend hervorgehoben, dass
sie eine monatliche Rente von umgerechnet Fr. 985.40 erhalte, also knapp Fr. 1'000.--.
Es sei zutreffend, dass sie damit nicht selbst vollständig für ihren Lebensunterhalt
aufkommen könne. Immerhin könne aber gesagt werden, dass ihr gesichertes
Einkommen pro Jahr rund Fr. 12'000.-- betrage. In der Beschwerde vom 7. April 2008
wurde erstmals vorgebracht, die Beschwerdeführerin erziele monatliche Einkünfte von
€ 2'100.-- aus einer Liegenschaft in Tetovo. Die Beschwerdeführerin reichte drei
Mietverträge, datierend vom 1. Januar 2004, ein. In diesen werden monatliche
Mietzinse von € 400, 700 bzw. 1'000 angegeben. Zur Begründung wurde angeführt,
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der Ehemann der Beschwerdeführerin habe mit dem Geld aus der Pensionskasse in
Tetovo ein Geschäftshaus gebaut. Seit dem Tod des Ehemannes gehöre dieses der
Beschwerdeführerin. Ihr kämen nun Mieteinnahmen der in diesem Haus seit 2004
vermieteten Geschäftsräumlichkeiten zu. Daraus erhalte sie ein Einkommen von
insgesamt € 2'100.-- netto pro Monat.
Die Verträge liegen nicht im Original vor, sondern in Kopien. Auffallend ist, dass die
Verträge auf Deutsch abgefasst sind und die Unterschriften der Kontrahenten tragen.
Offenbar handelt es sich nicht um Uebersetzungen; sie tragen keinen Vermerk eines
Uebersetzers. Gründe, wieso Verträge zwischen mazedonischen Kontrahenten deutsch
abgefasst sind, werden nicht vorgebracht und sind aufgrund der Akten nicht
ersichtlich. Dies erweckt gewichtige Zweifel an der Beweiskraft der Verträge. Hinzu
kommt, dass keine Unterlagen und Belege über Einkommenszuflüsse eingereicht
wurden. Im übrigen stellt es einen Widerspruch dar, wenn im Verfahren vor dem
Ausländeramt und im Rekursverfahren ausdrücklich und wiederholt festgehalten wird,
die Beschwerdeführerin verfüge lediglich über ihre schweizerische AHV-IV-Rente und
sei nicht imstande, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten, während im
Beschwerdeverfahren nunmehr geltend gemacht wird, sie erziele seit 2004 erhebliche
Mieteinnahmen aus einem Geschäftshaus in Tetovo. Dabei werden keine Ausführungen
gemacht, weshalb diese Tatsache bislang verschwiegen wurde. Hinzu kommt, dass in
der Bescheinigung des Finanzministeriums vom 25. Juli 2007 (Frepo act. 89) keine
Einkünfte der Beschwerdeführerin aus Eigentum und Eigentümerrechten deklariert
sind. Daran vermögen auch die eingereichten Unterlagen über den Erwerb einer
Liegenschaft durch den verstorbenen Ehemann nichts zu ändern. Zwar trifft es zu, dass
das Verwaltungsgericht den Sachverhalt im Zeitpunkt seines Urteils zu berücksichtigen
hat und insoweit auch im Beschwerdeverfahren neue Tatsachen vorgebracht werden
können, doch wird damit die freie Beweiswürdigung nicht in Frage gestellt. Angesichts
der dargelegten Widersprüche kann den eingereichten Unterlagen keine Beweiskraft
zuerkannt werden, und insbesondere vermöchten auch Belege über Zahlungen
aufgrund der eingereichten Vertragskopien den Nachweis eines regelmässigen
Einkommens der Beschwerdeführerin in der behaupteten Höhe nicht zu erbringen. Auf
weitere Abklärungen ist aufgrund der vorliegenden Umstände zu verzichten.
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3.6. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Familie ihres Sohnes Nazif A. sei
imstande, sie finanziell zu unterstützen. Nazif A. erzielt einen Nettolohn von Fr. 5'100.--
und seine beiden erwachsenen Söhne Blerim und Burim einen solchen von je ca.
Fr. 4'000.--. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei bei Albanern üblich, dass
die Kinder jahrelang bei ihren Eltern wohnen bleiben würden, selbst nach der Heirat,
und ihren gesamten Lohn dem Familienoberhaupt abgäben.
Aufgrund der gegenwärtigen Verhältnisse wäre es durchaus möglich, dass der Sohn
der Beschwerdeführerin und dessen Söhne den Lebensunterhalt der Mutter bzw.
Grossmutter zu bestreiten vermöchten. Allerdings können, wie nachfolgend
auszuführen ist, weder der Sohn noch die Enkel verpflichtet werden, die Mutter bzw.
Grossmutter zu unterstützen. Hinzu kommt, dass es bei zunehmender Integration in die
schweizerischen Verhältnisse nicht gesichert ist, dass die Söhne von Nazif A. jahrelang
und insbesondere auch nach der Heirat im elterlichen Haushalt bleiben werden. Bei
älteren Personen ist sodann erfahrungsgemäss damit zu rechnen, dass die Pflege und
Betreuung nicht bis ans Lebensende von den Verwandten vorgenommen werden kann.
Fallen Kosten für eine Heilbehandlung oder Heimunterbringung an, so genügt bei einer
sechsköpfigen Familie auch das geltend gemachte Bruttoeinkommen von rund
Fr. 150'000.-- nicht, um diese Kosten zu übernehmen.
Nazif A. erzielt wie erwähnt ein Nettoeinkommen von rund Fr. 5'100.--. Gemäss der
definitiven Steuerveranlagung 2006 beträgt sein Reineinkommen Fr. 45'238.-- und sein
Reinvermögen Fr. 27'665.--. Die Vermögenswerte bestehen aus einer
Eigentumswohnung mit Autoeinstellplatz und einem Fahrzeug; liquide Mittel wurden in
der Steuerveranlagung nicht erfasst. Weder bei ihm noch bei seinen Söhnen liegen
somit günstige Verhältnisse vor, welche eine Verwandtenunterstützungspflicht im Sinne
von Art. 328 Abs. 1 ZGB zu begründen vermöchten. Auch die anderen Kinder leben
gemäss den im Verfahren vor dem Ausländeramt eingereichten Unterlagen nicht in
günstigen Verhältnissen im Sinn von Art. 328 ZGB.
3.7. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, sie könne nicht bei ihren beiden
einzigen Töchtern in Mazedonien leben. Diese lebten in den Häusern, in denen ihre
Männer aufgewachsen seien, zusammen mit dessen Eltern und eventuell den Brüdern
und deren Frauen. Es sei sozusagen eine natürliche Ordnung, dass sich die Eltern beim
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Sohn aufhalten bzw. die Söhne im Elternhaus bleiben und dort zusammen mit ihren
Frauen und Kindern leben würden.
Diese Ausführungen vermögen einen Härtefall nicht zu begründen. Die geltend
gemachten Sitten und Gebräuche verunmöglichen in objektiver Hinsicht die
Gewährung von Beistand für Familienangehörige nicht. Zudem leben nach den
eingereichten Unterlagen neben den beiden Töchtern auch vier Brüder und zwei
Schwestern der Beschwerdeführerin im Alter zwischen 48 und 62 Jahren in
Mazedonien. Die Beschwerdeführerin ist rund 64 Jahre alt. Dass sie an
gesundheitlichen Störungen leidet, wird in der Beschwerde nicht geltend gemacht und
ist aufgrund der Akten nicht ersichtlich. Es ist daher nicht einzusehen, weshalb sie nicht
in ihrer bisherigen Wohnung bleiben kann, zumal sie mit der schweizerischen AHV-
Rente über ein für mazedonische Verhältnisse relativ hohes Einkommen verfügt. Falls
eine Betreuung durch Verwandte erforderlich ist, kann diese durch die Geschwister
bzw. die Töchter wahrgenommen werden.
3.8. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen kann nicht von einem Härtefall
gesprochen werden, und in der Abweisung des Gesuchs um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung ist kein Missbrauch bzw. keine Ueberschreitung des Ermessens
zu erblicken. Daher ist die Beschwerde abzuweisen.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht