Decision ID: 7f490cd3-bc03-46b3-8723-382bd2137793
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog gestützt auf eine Verfügung vom 21. Januar 2010 rückwirkend ab
dem 1. März 2005 eine Ergänzungsleistung zu einer halben Rente der
Invalidenversicherung (EL-act. 170). Im Zusammenhang mit der Anmeldung zum
Leistungsbezug hatten die EL-Bezügerin und ihr Ehemann zahlreiche Nachweise für
erfolglose Stellenbemühungen eingereicht (EL-act. 193–24 ff.); bei der
Anspruchsberechnung hatte die EL-Durchführungsstelle kein hypothetisches
Erwerbseinkommen angerechnet (vgl. EL-act. 170–3 f. und EL-act. 172 ff.). Im
Dezember 2012 forderte die EL-Durchführungsstelle die EL-Bezügerin auf (EL-act.
112), ihren Mann anzuhalten, Fragen zu seiner beruflichen Karriere zu beantworten und
Nachweise seiner Stellenbemühungen einzureichen. Sie wies die EL-Bezügerin darauf
hin, dass sie rund acht qualitativ einwandfreie, überprüfbare, auch gezielte und
schriftliche Bewerbungen pro Monat erwarte. Falls die Bewerbungen nur via Kurzbrief,
E-Mail oder Telefon getätigt würden, könnten deutlich mehr (nämlich rund 15)
Bewerbungen pro Monat erwartet werden. Der Ehemann reichte in der Folge diverse
Absagen auf Blindbewerbungen ein; er wies darauf hin, dass er die Bewerbungen
davor jeweils für das Migrationsamt habe tätigen müssen. Dieses habe die Nachweise
aber laufend vernichtet, weshalb nun lediglich noch ein Bruchteil der Nachweise
vorhanden sei (EL-act. 111). Im Januar 2013 notierte ein Sachbearbeiter der EL-
Durchführungsstelle (EL-act. 105), dem Ehemann der EL-Bezügerin sei vorerst kein
hypothetisches Erwerbseinkommen anzurechnen. Ihm sei aber die Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens anzudrohen. Im Juni 2013 seien die dann
aktuellen Nachweise seiner Stellenbemühungen anzufordern. Im Februar 2013 gingen
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der EL-Durchführungsstelle mehrere Nachweise für erfolglose Stellenbemühungen des
Ehemannes der EL-Bezügerin zu (EL-act. 101). Die EL-Durchführungsstelle wies ihn in
der Folge darauf hin, dass sie die Stellenbemühungen erst später prüfen werde (EL-act.
100). Im Juni 2013 forderte sie ihn dann auf, die Stellenbemühungsnachweise
einzureichen (EL-act. 98). Nachdem der Ehe¬mann der EL-Bezügerin die verlangten
Nachweise eingereicht hatte (EL-act. 97), teilte die EL-Durchführungsstelle der EL-
Bezügerin am 24. Juni 2013 mit (EL-act. 96), dass vorerst kein hypothetisches
Erwerbseinkommen angerechnet werde. Zu einem späteren Zeitpunkt werde erneut
geprüft werden, ob sich der Ehemann ausreichend ernsthaft um eine Arbeitsstelle
bemühe.
A.b Im Juni 2014 forderte die EL-Durchführungsstelle erneut Nachweise der getätigten
Stellenbemühungen an (EL-act. 70). Wieder reichte der Ehemann der EL-Bezügerin
diverse Nachweise ein (EL-act. 69). Am 7. Juli 2014 teilte die EL-Durchführungsstelle
der EL-Bezügerin mit (EL-act. 67), dass sie weiterhin kein hypothetisches
Erwerbseinkommen anrechnen werde. Der Ehemann habe sich aber weiterhin aktiv und
gezielt im bisherigen Umfang um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Pro Monat müsse
mindestens eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle getätigt werden. Die
Bewerbungsschreiben müssten komplett – inklusive der Empfängeradresse – am
Computer erfasst werden. Am 19. November 2014 forderte die EL-Durchführungsstelle
wiederum Bewerbungsnachweise an (EL-act. 64). Ende November 2014 gingen ihr
Nachweise zu, die Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen belegten (EL-act. 61 f.).
Da gemäss diesen Nachweisen ab Juli 2014 deutlich weniger Bemühungen getätigt
worden waren, fragte die EL-Durchführungsstelle die EL-Bezügerin nach dem Grund
für den Rückgang der Stellenbemühungen (EL-act. 63). Diese gab am 2. Dezember
2014 an (EL-act. 60), sie habe das Schreiben vom 7. Juli 2014 missverstanden und
deshalb bloss noch eine Bewerbung pro Monat – um eine ausgeschriebene Stelle –
getätigt. Ab Dezember 2014 würden wieder 15 Blindbewerbungen und eine Bewerbung
um eine ausgeschriebene Stelle getätigt. Gleichentags liess die EL-Bezügerin durch
eine Vertreterin um eine Anpassung der „Bewerbungsbedingungen“ ersuchen (EL-act.
56). Ihre Vertreterin machte geltend, die EL-Bezügerin und ihr Ehemann würden sich
nun seit zwei Jahren durchschnittlich fünfzehnmal pro Monat um eine Arbeitsstelle
bemühen. Die Bemühungen seien bislang erfolglos gewesen. Die EL-Bezügerin stehe
kurz vor der Vollendung des 60. Altersjahres; der Ehemann werde demnächst das 59.
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Altersjahr vollenden. Die Aussichten auf eine Anstellung seien äusserst gering. Das
Bewerbungsverfahren stelle eine psychische Belastung dar. Die EL-
Durchführungsstelle wies am 9. Dezember 2014 darauf hin (EL-act. 57), dass die EL-
Bezügerin ab dem Zeitpunkt, in dem sie das 60. Altersjahr vollende, gemäss dem Art.
14a ELV keine Bewerbungsbemühungen mehr werde tätigen müssen. Der Ehemann,
der kein Teilrentner sei, habe sich aber grundsätzlich bis zum Erreichen des
ordentlichen Rentenalters um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Ihm sei es „absolut
zumutbar“, pro Monat fünf schriftliche Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen oder
acht Spontanbewerbungen zu tätigen.
A.c Im April 2015 forderte die EL-Durchführungsstelle die aktuellen Nachweise der
Stellenbemühungen an (EL-act. 49). Wiederum reichte die EL-Bezügerin diverse
Nachweise ein (EL-act. 48). Am 27. April 2015 wies die EL-Durchführungsstelle die EL-
Bezügerin darauf hin (EL-act. 46), dass sie vorerst weiterhin kein hypothetisches
Erwerbseinkommen anrechnen werde. Der Ehemann habe aber neu ein monatliches
Übersichtsblatt über die getätigten Bemühungen zu führen. Die Empfängeradresse und
das Datum dürften nicht von Hand, sondern müssten mit dem Computer erfasst
werden. Monatlich seien mindestens acht schriftliche Bewerbungen zumutbar, wovon
sich mindestens eine auf eine ausgeschriebene Stelle beziehen müsse. Im August 2015
forderte die EL-Durchführungsstelle erneut Stellenbemühungsnachweise an (EL-act.
42). Wiederum reichte die EL-Bezügerin diverse Nachweise ein (EL-act. 41). Am 26.
August 2015 teilte die EL-Durchführungsstelle der EL-Bezügerin mit (EL-act. 40), dass
sie vorerst weiterhin kein hypothetisches Erwerbseinkommen anrechnen werde. Der
Ehemann habe sich aber weiterhin im bisherigen Umfang um eine Arbeitsstelle zu
bemühen. Zudem müsse er ein Übersichtsblatt führen. Im März 2016 forderte die EL-
Durchführungsstelle wiederum Stellenbemühungsnachweise an (EL-act. 25). Die EL-
Bezügerin reichte noch im März 2016 diverse Nachweise ein (EL-act. 24). Im April 2016
wies die EL-Durchführungsstelle die EL-Bezügerin darauf hin (EL-act. 21; vgl. auch EL-
act. 17), dass sich ihr Ehemann monatlich schriftlich um zwei ausgeschriebene Stellen
und zusätzlich wahlweise schriftlich um drei weitere ausgeschriebene Stellen bewerben
oder sechs Blindbewerbungen tätigen müsse. Die Motivationsschreiben müssten
individuell und der jeweiligen Arbeitsstelle angepasst verfasst werden. Im Oktober 2016
forderte die EL-Durchführungsstelle erneut die Nachweise über Stellenbemühungen an
(EL-act. 14). In der Folge liess die EL-Bezügerin wieder um eine Anpassung der
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„Auflagen der Bewerbungen“ ersuchen (EL-act. 13). Sie liess geltend machen, ihr
Ehemann sei bereits über 60 Jahre alt. Mittlerweile bestehe praktisch keine Aussicht
mehr auf eine Anstellung. Am 20. Oktober 2016 liess sie der EL-Durchführungsstelle
die Nachweise der Stellenbemühungen ihres Ehemannes in den vergangenen Monaten
zugehen (EL-act. 12). Am 29. November 2016 teilte die EL-Durchführungsstelle der EL-
Bezügerin mit (EL-act. 11), dass die Arbeitsbemühungen nicht den Anforderungen
entsprächen. Der EL-Bezügerin beziehungsweise ihrem Ehemann werde noch einmal
die Möglichkeit gegeben, die Arbeitsbemühungen gemäss den Vorgaben zu tätigen.
Der Ehemann müsse die Schreibfehler im Lebenslauf korrigieren, seine
Berufsausbildung erwähnen und sein Bewerbungsschreiben anpassen. Er dürfe sich
nur um Arbeitsstellen bewerben, die er mit seinen Qualifikationen auch tatsächlich
besetzen könne. Falls er seine Bewerbungsbemühungen nicht entsprechend
verbessere, werde ihm mit Wirkung ab dem 1. März 2017 ein hypothetisches
Erwerbseinkommen angerechnet.
A.d Mit einer Verfügung vom 19. Dezember 2016 erhöhte die EL-Durchführungsstelle
die laufende Ergänzungsleistung per 1. Januar 2017 auf 3’578 Franken pro Monat (EL-
act. 9). Bei der Anspruchsberechnung hatte sie die kantonalen Durchschnittsprämien
für die obligatorische Krankenpflegeversicherung der EL-Bezügerin und ihres
Ehemannes, zwei Drittel des Mietzinses (die Wohnung wurde vom Ehepaar und einem
erwachsenen Kind bewohnt) sowie die Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf
als Ausgaben (Total 47’879 Franken) und die Invalidenrente der EL-Bezügerin, sowie
einen geringfügigen Vermögensertrag als Einnahmen (Total 4’949 Franken)
berücksichtigt (EL-act. 7). Im Februar 2017 reichte die EL-Bezügerin die Nachweise der
Stellenbemühungen ihres Ehemannes in den Monaten Dezember 2016 bis und mit
Februar 2017 ein (EL-act. 5 f.). Am 27. Februar 2017 notierte ein Sachbearbeiter der
EL-Durchführungsstelle (EL-act. 4), der Ehemann habe die Anforderungen quantitativ
erfüllt. Den Lebenslauf habe er zwar angepasst, aber er habe nach wie vor das alte
Bewerbungsschreiben mit den bekannten Schreibfehlern verwendet. Teilweise habe er
die Adressen falsch geschrieben und teilweise habe er sich um Stellen beworben, für
die er gar nicht die nötigen Qualifikationen besitze. Im Lebenslauf habe er neu ein seit
dem Jahr 2008 bestehendes Arbeitsverhältnis bei der B._ angeführt. Gemäss einer
telefonischen Auskunft des Unternehmens sei der Ehemann der EL-Bezügerin dort
gänzlich unbekannt. Angesichts dieser Mängel müsse nun ein hypothetisches
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Erwerbseinkommen des Ehemannes angerechnet werden. Mit einer Verfügung vom 28.
Februar 2017 setzte die EL-Durchführungsstelle die laufende Ergänzungsleistung mit
Wirkung ab dem 1. März 2017 auf 1’971 Franken pro Monat herab (EL-act. 3). Die
Anspruchsberechnung entsprach jener zur Verfügung vom 19. Dezember 2016, aber
neu hatte die EL-Durchführungsstelle ein hypothetisches Erwerbseinkommen von
30’420 Franken als Einnahme berücksichtigt (EL-act. 2).
A.e Am 31. März 2017 liess die EL-Bezügerin eine Einsprache gegen die Verfügung
vom 28. Februar 2017 erheben (act. G 9.2.10). Ihre Rechtsvertreterin beantragte die
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Neuberechnung der
Ergänzungsleistung ohne die Berücksichtigung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens. Zur Begründung führte sie an, der Ehemann der EL-Bezügerin
bewerbe sich nun schon seit längerer Zeit in einem quantitativ ausreichenden Ausmass
um eine Arbeitsstelle. Die qualitativen Anforderungen der EL-Durchführungsstelle seien
höher als jene des regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV). Der Ehemann sei
bereits über 60 Jahre alt. Er verfüge lediglich über mündliche Grundkenntnisse der
deutschen Sprache. Seine Computerkenntnisse seien rudimentär. Gesamthaft seien
die qualitativen Anforderungen der EL-Durchführungsstelle übersetzt. Der Ehemann sei
seiner Schadenminderungspflicht hinreichend nachgekommen, weshalb die Sanktion
als unverhältnismässig zu qualifizieren sei. Mit einem Entscheid vom 13. Oktober 2017
wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab (act. G 9.2.1). Zur Begründung
führte sie aus, sie habe den Ehemann der EL-Bezügerin über mehrere Jahre hinweg im
Bewerbungsprozess begleitet und diesen dabei auf diverse Schreib- und
Bewerbungsfehler hingewiesen. Immer wieder seien qualitative Mängel angesprochen
und Bewährungsfristen eingeräumt worden. Konkrete Verbesserungsvorschläge seien
selten beachtet worden. Der Lebenslauf sei nicht wahrheitsgemäss und unvollständig
erstellt worden. Die Vorgaben seien nicht zu komplex gewesen. Zudem hätte der
Ehemann der EL-Bezügerin Kontakt mit dem Sachbearbeiter aufnehmen oder sich
anderweitig Hilfe holen können. Unerklärlich sei, weshalb der Ehemann der EL-
Bezügerin die Firmenanschriften immer wieder falsch abgeschrieben habe, habe er
diese doch eins zu eins vom jeweiligen Inserat abtippen können. Gesamthaft
bestünden Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Stellenbemühungen. Zwar liege auf der
Hand, dass es für einen Mann in seinem Alter und mit seinem Ausbildungshintergrund
nicht einfach sei, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Weshalb jedoch jede noch so kleine
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Chance mit einem schlechten Bewerbungsdossier zunichte gemacht werden sollte, sei
nicht einzusehen. Die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens sei vor
diesem Hintergrund rechtmässig. Für die Berechnung des Betrages sei auf das
massgebende statistische Durchschnittseinkommen abgestellt worden. Davon sei ein
Anteil von 30 Prozent „für Alter und Region“ abgezogen worden. Zudem seien die
Beiträge an die AHV/IV/EO und an die ALV in Abzug gebracht worden. Das habe einen
Betrag von 30’420 Franken ergeben, was korrekt sei.
B.
B.a Am 14. November 2017 liess die EL-Bezügerin (nachfolgend: die
Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 13.
Oktober 2017 erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheides und die Überprüfung des
Ergänzungsleistungsanspruchs für die Zeit ab dem 1. März 2017. Zur Begründung
führte sie an (act. G 7), die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: die
Beschwerdegegnerin) habe den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Sie habe sich auf
Erfahrungswerte gestützt und den konkreten Umständen des Einzelfalls zu wenig
Rechnung getragen. Dem Ehemann der Beschwerdeführerin sei die Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit grundsätzlich nicht zumutbar, da er schon lange nicht mehr gearbeitet
habe, schlecht qualifiziert sei und wenige Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen
Pensionierungsalters stehe. Trotzdem habe er sich stets ausreichend um eine
Arbeitsstelle bemüht. Die Mängel, die ihm von der Beschwerdegegnerin vorgeworfen
würden, seien vernachlässigbar, wenn man berücksichtige, dass er sich nur um
einfache Hilfsarbeiten bewerben könne. Die Anforderungen der Beschwerdegegnerin
bewegten sich weit weg von der Realität. Zudem seien sie teilweise widersprüchlich
gewesen. Schliesslich zeige der gesamte Ablauf, dass die Beschwerdegegnerin
offenbar nur einen Anlass gesucht habe, um ein hypothetisches Erwerbseinkommen
anrechnen zu können.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. Februar 2018 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 9). Zur Begründung führte sie an, sie begleite den Ehemann der
Beschwerdeführerin nun schon länger im Bewerbungsprozess. Dabei habe sie diesen
wiederholt auf Fehler aufmerksam gemacht und ihm Zeit zur Umsetzung der
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Korrekturen eingeräumt. Die Anforderungen an die Bewerbungsunterlagen seien
individuell auf ihn zugeschnitten gewesen. Eine Verletzung der Untersuchungspflicht
sei nicht auszumachen. Aus den ins Feld geführten sprachlichen Einschränkungen
könne der Ehemann der Beschwerdeführerin nichts zu seinem Vorteil ableiten, da er
bereits seit Jahren in der Schweiz lebe und da er Sprachkurse hätte besuchen können.
Die Schreibfehler zeugten von mangelnder Sorgfalt und wenig Einsatzfreude.
B.c Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik (vgl. act. G 11 f.).

Erwägungen
1.
Bei dem mit der Verfügung vom 28. Februar 2017 abgeschlossenen
Verwaltungsverfahren scheint es sich auf den ersten Blick um ein Revisionsverfahren
im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG gehandelt zu haben. Dieser Eindruck täuscht aber,
denn bei genauer Betrachtung hat nicht etwa eine Veränderung des massgebenden
Sachverhaltes, sondern vielmehr eine Sanktionierung einer
Schadenminderungspflichtverletzung zur Herabsetzung der Ergänzungsleistung
geführt: Die Beschwerdegegnerin hatte der Beschwerdeführerin nämlich am 29.
November 2016 angedroht, dass sie bei der Anspruchsberechnung für die Zeit ab dem
1. März 2017 ein hypothetisches Erwerbseinkommen des Ehemannes berücksichtigen
werde, wenn dieser nicht mittels ausreichend ernsthafter, den Vorgaben der
Beschwerdegegnerin entsprechender Stellenbemühungen nachweisen könne, dass er
unverschuldet arbeitslos sei. Da er diesen Nachweis in der Folge aus der Sicht der
Beschwerdegegnerin nicht hatte erbringen können, hat diese die Ergänzungsleistung
dann mit ihrer Verfügung vom 28. Februar 2017 – wie angedroht – herabgesetzt. Diese
Verfügung hat zwar keinen expliziten Hinweis auf den Art. 21 Abs. 4 ATSG enthalten,
aber sie kann nicht anders als eine Sanktionsverfügung wegen einer Verletzung einer
Schadenminderungspflicht interpretiert werden. Folglich hat der Gegenstand des mit
dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2017 abgeschlossenen
Einspracheverfahrens in der Überprüfung einer Sanktionsverfügung auf ihre
Rechtmässigkeit bestanden. Damit beschränkt sich auch der Gegenstand des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens zwingend auf die Beantwortung der Frage, ob es
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zulässig gewesen ist, die Ergänzungsleistung per 1. März 2017 wegen einer
Schadenminderungspflichtverletzung sanktionsweise herabzusetzen.
2.
2.1 Beide Parteien scheinen sich im Unklaren darüber zu befinden, worin vorliegend
die massgebende Schadenminderungspflicht besteht. Ihren Ausführungen zufolge
scheint zumindest die Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass sich die
massgebende Schadenminderungspflicht ihres Ehemannes darauf beschränke, sich
entsprechend den Vorgaben der Beschwerdegegnerin um eine Arbeitsstelle zu
bemühen. Das zeigen beispielsweise die Schreiben der Rechtsvertreterin, mit denen
diese die Beschwerdegegnerin wiederholt darum gebeten hat, die Vorgaben zu
„mildern“. Auch der Umstand, dass sich der Ehemann der Beschwerdeführerin
aufgrund eines Missverständnisses eine Zeit lang nur um eine Stelle pro Monat
beworben hat, belegt, dass er offenbar der Ansicht gewesen ist, seine
Schadenminderungspflicht bestehe darin, die Vorgaben der Beschwerdegegnerin
umzusetzen. Die eigentliche Schadenminderungspflicht des – als in die EL-
Anspruchsberechnung miteinbezogene Person von der Ergänzungsleistung mit
profitierenden – Ehemannes der Beschwerdeführerin hat aber darin bestanden, einer
Erwerbstätigkeit nachzugehen und ein entsprechendes Erwerbseinkommen zu erzielen.
Ganz offensichtlich hätte nämlich nur ein solcher Lohn den „Schaden“ – die nicht durch
eigene Einnahmen gedeckten Ausgaben – mindern (oder sogar ganz verhindern)
können. Genau betrachtet hat der Ehemann der Beschwerdeführerin seine
Schadenminderungspflicht also von Beginn weg durchgehend verletzt, denn er hat in
der ganzen Zeit zwischen der ursprünglichen Zusprache einer Ergänzungsleistung und
der Eröffnung der Verfügung vom 28. Februar 2017 kein Erwerbseinkommen erzielt.
2.2 Nun kann die Erfüllung einer Schadenminderungspflicht aber auch objektiv
unmöglich oder unzumutbar sein. Zwar gilt die natürliche Vermutung, dass eine
arbeitsfähige, einsatzwillige Person ohne relevante Betreuungspflichten eine
Arbeitsstelle finden und einen Lohn erzielen kann. Aber diese Vermutung kann durch
den Beweis des Gegenteils umgestossen werden. Dieser Beweis kann
rechtsprechungsgemäss in aller Regel nur mit dem Nachweis geführt werden, dass die
betreffende Person trotz ausreichend ernsthafter Stellenbemühungen keine
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Arbeitsstelle gefunden hat und folglich unverschuldet arbeitslos ist. Nur wer
nachweisen kann, dass er alles ihm Zumutbare unternommen hat, um eine Arbeitsstelle
zu finden und einen Lohn zu erzielen, und dass es ihm trotzdem nicht gelungen ist, eine
Arbeitsstelle zu finden, kann also die natürliche Vermutung der Erfüllbarkeit der
Schadenminderungspflicht umstossen. Ist die unverschuldete Arbeitslosigkeit in
diesem Sinne nachgewiesen, darf die Verletzung der (objektiv unmöglich erfüllbaren)
Schadenminderungspflicht nicht sanktioniert werden.
2.3 Der Ehemann der Beschwerdeführerin hat sich zwar erwiesenermassen seit Jahren
mehrmals pro Monat um eine Arbeitsstelle beworben. Dabei hat er aber stets bloss die
(Minimal-) Vorgaben der Beschwerdegegnerin erfüllt, mit anderen Worten hat er nur so
viele Bewerbungen getätigt, wie von ihm verlangt worden sind. Als er einmal aufgrund
eines Missverständnisses davon ausgegangen ist, dass er sich nur noch um eine Stelle
pro Monat bewerben müsse, hat er effektiv nur noch eine Bewerbung pro Monat
getätigt. Sein Motivationsschreiben ist immer dasselbe gewesen. Eine Zeit lang hat er
dieses ohne Empfängeradresse ausgedruckt und dann bloss von Hand die Adresse
ergänzt, wobei seine Handschrift das Schreiben nicht gerade aufgewertet hat. Erst als
die Beschwerdegegnerin ihn aufgefordert hat, die Empfängeradresse jeweils
elektronisch zu erfassen, hat er sein Vorgehen entsprechend geändert. Viele der
Adressen haben offensichtliche Schreibfehler enthalten, was unverständlich ist, weil
diese nur eins zu eins haben abgetippt werden müssen. Im Motivationsschreiben hat
der Ehemann der Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass er seit rund 30 Jahren
in der Schweiz lebe, aber das Motivationsschreiben hat diverse Sprachfehler enthalten,
die auf den ersten Blick erkennen lassen, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin
auch nach 30 Jahren nur über rudimentäre Deutschkenntnisse verfügt. Wiederholt hat
er sich um Arbeitsstellen beworben, für die er offenkundig nicht ausreichend qualifiziert
gewesen ist. Mehrfach hat er um eine Herabsetzung der (Minimal-) Vorgaben ersucht.
Die Korrekturhinweise der Beschwerdegegnerin hat er nicht oder nur teilweise
umgesetzt. Nachträglich hat er gerügt, die Beschwerdegegnerin habe ihm immer
wieder neue Vorgaben gemacht. Diese Rüge ist nicht nur unzutreffend, sondern sie
zeigt auch, dass es dem Ehemann der Beschwerdeführerin nicht in erster Linie darum
gegangen ist, eine Arbeitsstelle zu finden, sondern dass er vielmehr darauf aus
gewesen ist, die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens
beziehungsweise eine entsprechende Herabsetzung der Ergänzungsleistung durch eine
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vordergründig qualitativ und quantitativ ausreichende Aneinanderreihung von
„Bewerbungen“ zu verhindern. Jedenfalls hat er unter Würdigung aller Umstände nicht
nachweisen können, dass er ernsthaft versucht hätte, seine – zugegebenermassen
geringen – Chancen auf eine Anstellung bestmöglich zu nutzen. In diesem
Zusammenhang ist im Übrigen auch nicht nachvollziehbar, weshalb sich die auf
sozialversicherungsrechtliche Verfahren spezialisierte Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin darauf kapriziert hat, im laufenden Verwaltungsverfahren von der
Beschwerdegegnerin irrelevante Anpassungen der Vorgaben zu verlangen, anstatt den
Ehemann mit konstruktiven Verbesserungen seiner Bewerbungen tatkräftig zu
unterstützen, etwa indem sie ihn bei der Abfassung seiner Bewerbungen geholfen
hätte. Der Nachweis einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit ist dem Ehemann der
Beschwerdeführerin jedenfalls zusammenfassend nicht gelungen.
3.
3.1 Der Wortlaut des Art. 21 Abs. 4 ATSG äussert sich nicht zur Frage, wie
verfahrensrechtlich vorzugehen ist, wenn eine Schadenminderungspflicht im
Zusammenhang mit einer laufenden Dauerleistung zunächst erfüllt, aber später verletzt
wird oder wenn eine Schadenminderungspflicht zunächst als nicht erfüllbar, aber
später als erfüllbar qualifiziert werden muss. Zur Füllung dieser verfahrensrechtlichen
Lücke im Art. 21 Abs. 4 ATSG bietet sich eine analoge Anwendung des Art. 17 ATSG
an, der ja ein weitgehend identisches verfahrensrechtliches Problem lösen will. Wenn
also im Zusammenhang mit einer laufenden Dauerleistung neu eine
Schadenminderungspflichtverletzung sanktioniert werden muss, dann ist die Sanktion
mit Wirkung für die Zukunft anzuordnen, das heisst die Leistung ist für die Zukunft
entsprechend herabzusetzen oder aufzuheben. Für den vorliegenden Fall bedeutet das,
dass die Beschwerdegegnerin die laufende Ergänzungsleistung nach der Durchführung
des sogenannten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens für die Zukunft sanktionsweise hat
herabsetzen müssen. Das hat sie getan, indem sie die Ergänzungsleistung mit Wirkung
ab dem 1. März 2017 entsprechend der Sanktionshöhe (vgl. dazu die folgende E. 3.2)
herabgesetzt hat. Dieses Vorgehen ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht nach dem oben
Angeführten rechtmässig gewesen. Da die Beschwerdegegnerin dem Ehemann der
Beschwerdeführerin zudem am 29. November 2016 ganz detailliert erklärt hatte, was
sie von ihm verlangte, da sie die Folgen der Nichterfüllung konkret und genau
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angedroht hatte und da sie eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt hatte, hat sie
auch das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt. Auch in
dieser Hinsicht erweist sich ihr Vorgehen damit als rechtmässig.
3.2 Gemäss dem Wortlaut des Art. 21 Abs. 4 ATSG können die Leistungen
vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn eine
Schadenminderungspflicht verletzt worden ist. Der Wortlaut des Art. 21 Abs. 4 ATSG
lässt also alle möglichen Sanktionsformen zu. Das bedeutet aber selbstverständlich
nicht, dass ein Sozialversicherungsträger die Sanktionsart und die Sanktionshöhe im
Einzelfall nach völlig freiem Ermessen festsetzen dürfte, denn ein entsprechend
schrankenloses Ermessen liesse sich nicht mit dem Legalitätsprinzip, dem
Gleichbehandlungsgebot und insbesondere dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz
vereinbaren. Im Bereich der Ergänzungsleistungen existiert eine gesetzliche Grundlage,
die eine vorhersehbare, gleichbehandelnde und verhältnismässige Festsetzung einer
Sanktion wegen einer Schadenminderungspflichtverletzung erlaubt, nämlich der Art. 11
Abs. 1 lit. g ELG. Diese Bestimmung sieht vor, dass vom realen Sachverhalt – zu hohe
Ausgaben oder zu tiefe Einnahmen infolge einer Schadenminderungspflichtverletzung –
abstrahiert und auf einen fiktiven Sachverhalt abgestellt werden kann, nämlich auf jene
Ausgaben- und Einnahmensituation, die vorläge, wenn die Schadenminderungspflicht
nicht verletzt worden wäre. Bei einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit kann die EL-
Durchführungsstelle also bei der EL-Anspruchsberechnung jenes (sog. hypothetische)
Erwerbseinkommen anrechnen, das die betreffende Person erzielen würde, wenn sie
ihrer Schadenminderungspflicht nachgekommen wäre und eine Arbeitsstelle
angetreten hätte. Die Sanktion besteht folglich darin, dass bei der EL-
Anspruchsberechnung ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet wird, um
dessen Betrag sich der Ausgabenüberschuss und damit auch der
Ergänzungsleistungsanspruch reduziert. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die
Verletzung der (nun) erfüllbaren Schadenminderungspflicht mit der Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens sank¬tioniert, was nach dem Dargelegten korrekt
gewesen ist.
3.3 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin den Betrag des hypothetischen
Erwerbseinkommens korrekt ermittelt hat. Die Beschwerdegegnerin ist aus nicht
nachvollziehbaren Gründen vom statistischen Lohn für das Jahr 2013 (statt für das Jahr
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2016; die Zahlen für das Jahr 2017 konnten zu Beginn des Jahres 2017 natürlich noch
nicht bekannt sein) ausgegangen. Der massgebende Ausgangswert beträgt 67’022
Franken (vgl. Textausgabe IVG, Anh. 2). Die Beschwerdegegnerin hat einen Abzug von
30 Prozent „für Region und Alter“ vorgenommen. Da die Löhne in der Grossregion
Ostschweiz ungefähr zehn Prozent unter den gesamtschweizerischen Löhnen liegen,
kann die Berechnung der Beschwerdegegnerin nur als einen Tabellenlohnabzug von 20
Prozent enthaltend interpretiert werden. Das erscheint als eher hoch, aber das
Versicherungsgericht greift nicht ohne einen zwingenden Grund in das Ermessen der
Verwaltung ein, weshalb sich eine Korrektur des Tabellenlohnabzuges hier nicht
rechtfertigt. Als rechtswidrig erweist sich dagegen die Berechnung der
Sozialversicherungsbeiträge, denn die Beschwerdegegnerin hat es versäumt, die
Abzüge für die berufliche Vorsorge und für die obligatorische
Nichtberufsunfallversicherung zu berücksichtigen. Diese Beiträge können zwar nicht so
einfach wie jene an die AHV/IV/EO und an die Arbeitslosenversicherung (die in Prozent
vom Bruttoeinkommen definiert sind) geschätzt werden, aber das bedeutet nicht, dass
man sie deshalb bei der Berechnung ignorieren dürfte. Mangels aussagekräftigerer
Zahlen berücksichtigt das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen in
vergleichbaren Fällen je¬weils einen Abzug von neun Prozent für sämtliche
Sozialversicherungsbeiträge (vgl. etwa den Entscheid EL 2017/35 vom 24. August
2018, E. 3). Zusammenfassend ergibt sich ein hypothetisches Erwerbseinkommen von
42’693 Franken (= 67’022 Franken × 70% × 91%). Von diesem sind zwei Drittel des
den Freibetrag von 1’500 Franken übersteigenden Anteils als Einnahme anzurechnen,
also 27’462 Franken (= 41’193 Franken × 2 ÷ 3). Der von der Beschwerdegegnerin
angerechnete Betrag von 30’420 Franken erweist sich damit als zu hoch, weshalb der
angefochtene Einspracheentscheid entsprechend zu korrigieren ist.
4.
4.1 An sich könnte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die
Ergänzungsleistung ab März 2017 direkt selbst neu berechnen. Der Entscheid könnte
dann aber nur noch beim Bundesgericht angefochten werden. Deshalb wird die Sache
zur Neuberechnung der Ergänzungsleistung unter Berücksichtigung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens von 27’462 Franken ab März 2017 (der Betrag ist
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
selbstverständlich laufend an die Nominallohnentwicklung anzupassen) an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.
4.2 Die Aufhebung eines Einspracheentscheides und die Rückweisung an die
Vorinstanz gelten rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der
beschwerdeführenden Partei. Auch wenn das Versicherungsgericht die
Ergänzungsleistung direkt neu festgesetzt hätte, wäre von einem Obsiegen der
Beschwerdeführerin auszugehen, da sie mit ihrem Hauptanliegen, nämlich der
Korrektur des von ihr als rechtswidrig qualifizierten Einspracheentscheides,
vollumfänglich durchgedrungen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben. Die
Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung
auszurichten. Diese wird angesichts des durchschnittlichen Vertretungsaufwandes
praxisgemäss auf 3’000 Franken (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festgesetzt.