Decision ID: fc28f070-85f1-5f4a-88b1-c5918bb3e145
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 14. Dezember 2007 wegen Herzproblemen und
Rückenbeschwerden zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Der behandelnde
Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 4. Januar 2008, der
Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer postrheumatischen
Herzkrankheit bei Status nach Mitralklappenersatz, an extrakardialen Thoraxschmerzen
wahrscheinlich muskulär/vertebrogen bedingt, an Cervicalgien/Lumbalgien und an
einer leichten bis mittelschweren depressiven Episode. Für leichte bis mittelschwere
Arbeit dürfte der Versicherte halbtags arbeitsfähig sein (IV-act. 10). Im Auftrag der IV-
Stelle wurde der Versicherte am 16. Juni 2008 orthopädisch von Dr. med. C._,
Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, und am 9. September 2008 psychiatrisch
von Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, begutachtet. Im
(korrigierten) Gesamtgutachten vom 10. September 2008 erwähnten die Experten als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mediane nach caudal
subluxierende Diskushernie L4/5 mit knappem Kontakt zu den Nervenwurzeln L5
rezessal bei leichter Spondylarthrose L4 bis S1; eine Partialruptur der
Supraspinatussehne mit Impingement der linken Schulter und subacromialer Bursitis;
eine Präadipositas. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. seit etwa
2001 rezidivierende Anpassungsstörungen. Längere depressive Verstimmungen, die
den Schweregrad einer leicht- oder mittelgradigen depressiven Episode erfüllt hätten,
hätten sich nicht erheben lassen. Für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge der
Versicherte über eine 85%ige Arbeitsfähigkeit. Aus rein psychiatrischer Sicht liege
keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor (IV-act. 27, insbesondere -5 ff.; zum
psychiatrischen Teilgutachten vom 10. September 2008 siehe IV-act. 25-9 ff.).
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A.b Ausgehend von dieser gutachterlich bescheinigten Arbeitsfähigkeit stellte die IV-
Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. November 2008 die Abweisung des
Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 32). Dagegen erhob der Versicherte am 6. Januar
2009 Einwand (IV-act. 40). Im Rahmen eines Sturzereignisses erlitt der Versicherte am
24. Januar 2009 einen Beinbruch (Maisonneuvefraktur rechts mit kleinem dorsalen
Volkmannfragment, vgl. IV-act. 45, IV-act. 48 und IV-act. 50), der in der Folge ausheilte
(IV-act. 66-1). Der seit Februar 2009 behandelnde Dr. med. E._, Allgemeine Medizin/
Tropenmedizin FMH, bescheinigte dem Versicherten eine uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (Bericht vom 26. Oktober 2009, IV-
act. 66). Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der den
Versicherten seit 1. März 2010 behandelt, diagnostizierte mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine anhaltende mittelgradige depressive Episode mit somatischem
Syndrom (ICD-10: F32.11), eine chronische, intermittierend-reaktive posttraumatische
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) und einen Rheumatismus in Gelenken mit
Herzbefall. Ursache für die vorliegende Symptomatik seien belastende Ereignisse im
G._-krieg und politische Verfolgung des Versicherten sowie seiner Familie. Der
Versicherte sei im Jahr 2001 aus dem G._ in die Schweiz geflohen. Während
6 Jahren habe ein unklarer Aufenthaltsstatus bestanden. Dr. F._ bescheinigte eine
50%ige Arbeitsfähigkeit. Prognostisch sei davon auszugehen, dass bei Verbesserung
der traumatischen Symptomatik die Arbeitsfähigkeit verbessert werden könne. Seit
12. April 2010 arbeite der Versicherte zu 50% im zweiten Arbeitsmarkt (Bericht vom
10. Mai 2010, IV-act. 86; vgl. die Arbeitsbestätigung vom 19. Juli 2010, IV-act. 96). Am
14. September 2010 erlitt der Versicherte einen neuerlichen Unfall, bei dem er sich am
oberen rechten Sprunggelenk verletzte (Partialläsion der Peronealsehnen,
anterolaterales Impingement). Wegen dieser Verletzung wurde ihm bis 23. Januar 2011
eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt (IV-act. 100 und IV-act. 109-1). Im Verlaufsbericht vom
30. Januar 2012 bestätigte Dr. F._ einen stationären Gesundheitszustand (IV-
act. 132). Der neue Hausarzt des Versicherten, Dr. med. H._, Allgemeine Medizin
FMH, berichtete am 26. März 2012, die Lendenschmerzen des Versicherten seien in
den letzten Monaten intensiver geworden. Der Versicherte sei derzeit cardial und
kreislaufmässig kompensiert. Er sei psychisch-geistig unauffällig. Eine psychische
Störung sei nicht bekannt. Der Versicherte sei seit langem arbeitsunfähig (IV-act. 149).
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A.c Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 25. und 27. Juni 2012 in der
medas Ostschweiz polydisziplinär (internistisch/rheumatologisch und psychiatrisch)
begutachtet. Mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die
Gutachter ein chronifizierendes zervikothorakovertebrales und linksbetontes
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.8), ein chronifiziertes residuelles
Schmerzsyndrom malleolär medial rechts (ICD-10: F07.2) und Knick-/Senkfüsse
beidseits mit Überlastung der Tibialis posterior-Sehne. Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe u.a. eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem
Syndrom (ICD-10: F32.11) und ein Verdacht auf eine posttraumatische
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Die Gutachter bescheinigten dem Versicherten für
eine leidensangepasste Tätigkeit unverändert gegenüber dem Vorgutachten eine
85%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit im
invalidenversicherungsrechtlichen Sinn, da die psychiatrische Symptomatik als reaktiv
auf psycho-soziale Faktoren einzuschätzen sei (Gesamtgutachten vom 15. November
2012, IV-act. 160, insbesondere S. 22 und S. 27). RAD-Ärztin Dr. med. I._, Fachärztin
für Physikalische Medizin und Rehabilitation, bezeichnete das medas-Gutachten als
ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar (Stellungnahme vom 30. November 2012,
IV-act. 161).
A.d Im neuerlichen Vorbescheid vom 7. Januar 2013 stellte die IV-Stelle dem
Versicherten - weiterhin ausgehend von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten - die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-
act. 165). Dagegen erhob der Versicherte am 1. März 2013 Einwand (IV-act. 172). Mit
Schreiben vom 4. April 2013 reichte er eine Stellungnahme von Dr. F._ zur
Beurteilung des psychiatrischen medas-Gutachters vom 27. Februar 2013 ein. Darin
führte Dr. F._ aus, der Versicherte habe während des Kriegs viele traumatische
Ereignisse erlebt. So habe er u.a. seinen besten Freund blutverschmiert auf den
Händen getragen, während dieser verstorben sei. Je länger er den Versicherten kenne,
desto mehr könne er feststellen, dass sich bei ihm sogar eine
Persönlichkeitsveränderung nach den mehrfachen traumatischen Ereignissen
entwickelt habe. Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei mindestens um 50%
eingeschränkt. Die Beurteilung des psychiatrischen medas-Gutachters sei insoweit
widersprüchlich, als dieser einerseits die Diagnose einer posttraumatischen
Belastungsstörung nicht nachvollziehen könne und andererseits aber die
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Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung stelle (IV-act. 175).
Hierzu nahm der psychiatrische medas-Gutachter am 12. Juni 2013 Stellung. Es stelle
sich die Frage, inwieweit eine posttraumatische Belastungsstörung beim Versicherten
eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe oder inwieweit die Enttäuschung, in der
Schweiz die Erwartungen nicht erfüllt zu bekommen, ursächlich für seine Problematik
sei. Er (der psychiatrische medas-Gutachter) gehe weiterhin davon aus, dass die
posttraumatische Belastungsstörung, soweit gegeben, eher im Hintergrund sei, dass
die Persönlichkeit mit leichter Kränkbarkeit, bei nicht erfüllter Erwartungshaltung im
Vordergrund stehe und so psychosoziale Hintergründe für die depressive Symptomatik
im Vordergrund stünden. Der psychiatrische medas-Gutachter sah keinen Anlass, von
seiner bisherigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung abzuweichen (IV-act. 179). RAD-Ärztin
Dr. I._ vertrat die Auffassung, es könne weiterhin am medas-Gutachten festgehalten
werden (Stellungnahme vom 27. Juni 2013, IV-act. 180). Im Schreiben vom
2. September 2013 äusserte sich Dr. F._ zur Stellungnahme des psychiatrischen
medas-Gutachters vom 12. Juni 2013 (IV-act. 182). RAD-Ärztin Dr. I._ erblickte darin
keinen Grund, vom medas-Gutachten abzuweichen. Es werde lediglich der gleiche
Sachverhalt diagnostisch unterschiedlich eingeschätzt (Stellungnahme vom
25. September 2013, IV-act. 183). Am 30. September 2013 verfügte die IV-Stelle die
Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 184).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 30. September 2013 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 31. Oktober 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter
Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Die Sache sei zur erneuten
Überprüfung an die Vorinstanz zu überweisen und erst nach akkurater Abklärung der
Gesundheitslage sei eine Verfügung über die Höhe der Invalidenrente zu erlassen. Zur
Begründung bringt er im Wesentlichen vor, der medizinische Sachverhalt sei noch nicht
rechtsgenüglich abgeklärt. Der psychiatrische Teil des medas-Gutachtens sei nicht
beweiskräftig. Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines
Anspruchs auf rechtliches Gehör, da die Beschwerdegegnerin die Ausführungen von
Dr. F._ nicht hinreichend berücksichtigt habe (act. G 1). Mit der Beschwerde hat der
Beschwerdeführer u.a. eine weitere Stellungnahme von Dr. F._ vom 31. Oktober
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2013 eingereicht, worin dieser an seiner bisherigen psychiatrischen Beurteilung festhält
(act. G 1.8).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom
10. Dezember 2013 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält das medas-Gutachten für
vollumfänglich beweiskräftig. Des Weiteren gelte eine posttraumatische
Belastungsstörung nur dann als invalidisierend, wenn ihre Auswirkungen nicht mit
zumutbarer Willensanstrengung überwunden werden könne. Eine Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör sei nicht erkennbar (act. G 4).
B.c Mit Präsidialentscheid vom 15. Januar 2014 wird dem Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 6).
B.d Der Beschwerdeführer hat auf eine ausführliche Replik verzichtet (Eingabe vom
13. Februar 2014, act. G 8). Am 28. März 2014 reicht die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers eine Kostennote für ihren Arbeitsaufwand ein (act. G 10.1).

Erwägungen
1.
Vorweg ist die vom Beschwerdeführer gerügte Gehörsverletzung zu beurteilen.
1.1 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben,
weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183 E. 2b;
siehe auch Art. 74 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV;
SR 831.201]).
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1.2 Der Beschwerdeführer erblickt eine Gehörsverletzung im Umstand, dass die
Beschwerdegegnerin eine Verfügung erlassen habe, ohne sich mit den von Dr. F._ im
Bericht vom 27. Februar 2013 dargelegten Informationen auseinandergesetzt zu haben
(act. G 1, Rz 5 und Rz 10).
1.3 Die Beschwerdegegnerin hat den vom Beschwerdeführer im
Vorbescheidverfahren eingereichten Bericht von Dr. F._ vom 27. Februar 2013 (IV-
act. 175-2 f.) dem psychiatrischen medas-Gutachter zur Stellungnahme unterbreitet.
Dieser setzte sich im Schreiben vom 12. Juni 2013 mit den Ausführungen von Dr. F._
auseinander und sah keinen Anlass, von der bisherigen Einschätzung abzuweichen (IV-
act. 179). Des Weiteren äusserte sich RAD-Ärztin Dr. I._ zu diesen beiden ärztlichen
Einschätzungen und zum neuerlichen, nach der Gewährung einer zweiten Anhörung
(IV-act. 181) ergangenen Schreiben von Dr. F._ vom 2. September 2013 (siehe hierzu
IV-act. 182). Sie empfahl, an der gutachterlichen Beurteilung festzuhalten
(Stellungnahmen vom 27. Juni und 25. September 2013, IV-act. 180 und IV-act. 183). In
der angefochtenen Verfügung führte die Beschwerdegegnerin aus, sie halte an der
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gemäss medas-Gutachten fest. Der behandelnde sowie
der begutachtende Psychiater kämen zu anderen diagnostischen Einschätzungen,
beurteilten aber den versicherungsmedizinisch gleichen Sachverhalt, der sich seit dem
Vorgutachten von Dr. D._ im Jahr 2008 nicht relevant verändert habe (IV-act. 184).
Aus diesen Verhältnissen erhellt, dass sich die Beschwerdegegnerin mit sämtlichen
vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismitteln auseinandergesetzt und
begründet hat, weshalb sie keinen Anlass sehe, von der gutachterlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzung abzuweichen. Damit liegt weder eine Verletzung der
Begründungspflicht noch eine anderweitige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör vor.
2.
Zwischen den Parteien materiell umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
2.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20),
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der IVV sowie des ATSG und am 1. Januar 2012 die (vorliegend nicht relevanten)
Bestimmungen der IV-Revision 6a in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt
der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen
Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136
E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 30. September 2013 (IV-
act. 184) ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist (Anmeldung vom
14. Dezember 2007, IV-act. 1), der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen
der 5. IV-Revision begonnen hat. Daher ist entsprechend den allgemeinen
intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals
geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 auf die neuen Normen der 5. IV-
Revision (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom
7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) abzustellen. Nachfolgend werden die in Kraft stehenden
Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die
altrechtliche Rechtslage verwiesen wird.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.5 Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches
Substrat, das (fach)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und
nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je
stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das
bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, die
von den belastenden soziokulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren,
bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen
hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare
andauernde Depression im fachmedizinischen Sinn oder einen damit vergleichbaren
psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen
Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinn verselbstständigte
psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind
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unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die
begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, die in den
psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden,
gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer
Gesundheitsschaden gegeben. Ist anderseits eine psychische Störung von
Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und
inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten
Person trotz des Leidens erwartet werden kann, zu arbeiten (eventuell in einem
geschützten Rahmen) und einem Erwerb nachzugehen (Urteil des Bundesgerichts vom
20. September 2011, 8C_302/2011, E. 2.5.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 299 E. 5a).
3.
Zu prüfen ist zunächst, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist.
3.1 Die Beschwerdegegnerin legte der angefochtenen Verfügung vom
30. September 2013 das hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung mit dem
Gutachten C._/
D._ vom 10. September 2008 (IV-act. 25 und IV-act. 27) übereinstimmende
Gutachten der medas Ostschweiz vom 15. November 2012 (IV-act. 160; zur
ergänzenden Stellungnahme des psychiatrischen medas-Experten vom 12. Juni 2013
siehe IV-act. 179) zu Grunde (IV-act. 184), worin dem Beschwerdeführer für
leidensangepasste Tätigkeiten eine 85%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wird. Zwischen
den Parteien ist die beweiskräftige somatische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im
medas-Gutachten zu Recht unbestritten geblieben. Umstritten ist allein die vom
psychiatrischen medas-Gutachter vorgenommene Beurteilung.
3.2 Der Beschwerdeführer führt gegen die Beweiskraft der Beurteilung des
psychiatrischen medas-Experten die davon abweichende Einschätzung des
behandelnden Dr. F._ ins Feld (act. G 1, Rz 7 ff., und G 8).
3.2.1 In der Stellungnahme vom 31. Oktober 2013 bemängelt Dr. F._, der
psychiatrische medas-Experte habe die medizinische Situation des Beschwerdeführers
nicht vollständig analysiert. Die im Bericht vom 27. Februar 2013 geschilderten
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traumatischen Ereignisse und Symptome seien nicht gewürdigt worden (act. G 1.8,
S. 2; vgl. hierzu auch die Ausführungen von Dr. F._ in IV-act. 182-1). Im Bericht vom
27. Februar 2013 hatte Dr. F._ ausgeführt, der Beschwerdeführer habe während des
Krieges viele traumatische Ereignisse erlebt. Dass Traumatisierte über die
traumatischen Ereignisse nicht sprechen wollten oder könnten, sei in der Praxis
bekannt. Der Beschwerdeführer habe während des Krieges seinen besten Freund
blutverschmiert auf den Händen getragen, während dieser verstorben sei. Die
Mitteilung des Todes an dessen Familie habe er (der Beschwerdeführer) selbst machen
müssen. Um den Beschwerdeführer zu schützen, sei der ältere Bruder des
Beschwerdeführers auch in den Krieg gezogen und gefallen. Der Beschwerdeführer
habe sich von den Schuldgefühlen nie befreien können. Er habe zudem über
Minenfelder berichtet, über die er Tiere habe vor sich her treiben müssen. Überall seien
die Körperteile der Tiere über ihn geflogen. Das seien nur einige Ereignisse des
Beschwerdeführers, die in der Sprechstunde erhoben worden seien und bei ihm immer
wieder in Form von Flashbacks in die Erinnerung kämen (IV-act. 175-2 f.).
3.2.2 Zum Bericht vom 27. Februar 2013 nahm der psychiatrische medas-Experte am
12. Juni 2013 Stellung. Er liess offen, ob die geschilderten belastenden Ereignisse
geeignet seien, typische posttraumatische Symptome auszulösen. Es könne davon
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer trotz der geschilderten
dramatischen Ereignisse lange Zeit gearbeitet habe. Auch in der Schweiz habe er
versucht, in die Arbeit einzusteigen. Dabei habe der Beschwerdeführer aber nicht den
Stellenwert bekommen, den er sich erhofft habe, was ihn gekränkt habe. Es stelle sich
die Frage, inwieweit eine posttraumatische Belastungsstörung eine Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit habe oder inwieweit die Enttäuschung, in der Schweiz die Erwartungen
nicht erfüllt zu bekommen, ursächlich für die Problematik sei. Der psychiatrische
medas-Experte vertrat den Standpunkt, dass die posttraumatische Belastungsstörung
eher im Hintergrund sei. Im Vordergrund stehe die Persönlichkeit des
Beschwerdeführers mit leichter Kränkbarkeit bei nicht erfüllter Erwartungshaltung. So
stünden „psychosoziale Hintergründe für seine depressive Symptomatik im
Vordergrund“ (IV-act. 179-1).
3.2.3 Der psychiatrische medas-Gutachter diskutierte demnach die Einschätzung von
Dr. F._ und begründete schlüssig, dass die vom Beschwerdeführer geklagte
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Leistungseinschränkung aus psychiatrischer Sicht nicht auf einem damit korrelierenden
Gesundheitsschaden wie einer posttraumatische Belastungsstörung beruht, sondern
ihre Erklärung hauptsächlich in dessen leichter Kränkbarkeit und in psychosozialen
Umständen findet (IV-act. 179-1). Im medas-Gutachten gab er in damit zu
vereinbarender Weise an, dass es sich bei der von Dr. F._ in den Vorakten
beschriebenen Symptomatik um eine reaktive Störung auf viele psychosoziale
Probleme wie Heimweh, Arbeitslosigkeit, fehlende Arbeit, „Ungerechtigkeit in der
Schweiz“ usw. handle. Angesichts dieser Umstände habe eine posttraumatische
Belastungsstörung keine Relevanz, da die aktuellen Probleme im Rahmen der
psychosozialen Belastungen und emotionalen Konflikte im Vordergrund stünden (IV-
act. 160-19 f. und -26). Diese Betrachtungsweise deckt sich mit der Beurteilung von
Dr. D._, der im Teilgutachten vom 10. September 2008 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
bescheinigte und die Ausführungen des Beschwerdeführers wiedergab, dass er sich
depressiv und bedrückt fühle, seit er in der Schweiz sei. In Belastungssituationen
verspüre er Herzrasen und sei manchmal traurig. Längere depressive Verstimmungen
seien aber nicht aufgetreten (IV-act. 25-11). Bereits Dr. B._ stellte die depressiven
Symptome „vor allem“ in Zusammenhang mit der Lebenssituation des
Beschwerdeführers (IV-act. 10-4), was ebenfalls für die Einschätzung des
psychiatrischen medas-Gutachters spricht. Gleiches gilt für die Aussage von Dr. H._,
dass der Beschwerdeführer psychisch-geistig unauffällig sei (IV-act. 149). Schliesslich
wies auch Dr. F._ auf das Bestehen einer „sehr belastenden psychosozialen
Situation“ hin und räumt den psychosozialen Umständen immerhin einen
teilursächlichen Einfluss auf die psychischen Probleme ein. Zudem geht Dr. F._
ebenfalls vom Bestehen „einer gewissen Kränkung“ aus (act. G 1.8).
3.3 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, der psychiatrische medas-
Gutachter habe eine widersprüchliche Diagnose gestellt, indem dieser einerseits eine
posttraumatische Belastungsstörung nicht habe nachvollziehen können, er
andererseits aber gleichzeitig eine Verdachtsdiagnose darüber gestellt habe (act. G 8).
Diese Kritik erweist sich als unberechtigt. Denn der psychiatrische medas-Gutachter
nahm zu diesem Vorwurf im Schreiben vom 12. Juni 2013 Stellung und legte
nachvollziehbar dar, dass es zwar Hinweise auf eine posttraumatische
Belastungsstörung gebe, die aber für eine zuverlässige Diagnose nicht ausreichten.
Zudem seien diese Hinweise für die Symptomatik des Beschwerdeführers nicht primär
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verantwortlich. Die depressive Symptomatik sei aus seiner Sicht auf die im Gutachten
aufgeführten psychosozialen Belastungen zurückzuführen, weshalb er an seiner
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung festhalte (IV-act. 179-2). Eine widersprüchliche
Diagnosestellung liegt damit nicht vor.
3.4 Bei der Würdigung der Beurteilung durch den psychiatrischen medas-Gutachter
fällt ferner ins Gewicht, dass sie auf einer umfassenden Aktenkenntnis, einer
Auseinandersetzung mit den Vorakten sowie einer eigenen Untersuchung beruht, das
gesamte Leidensbild des Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser
Grundlage gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind. Gestützt darauf ist mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass kein psychischer
Gesundheitsschaden besteht, der zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten führt. Von weiteren fachpsychiatrischen Abklärungen
sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb entgegen dem Antrag des
Beschwerdeführers (act. G 1) darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 134 I 148 E. 5.3 und 124 V 94 E. 4b).
4.
Ausgehend von einer aufgrund somatischer Beeinträchtigung auf 85% reduzierten
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (IV-act. 160-27) kann die konkrete
Bestimmung der Vergleichseinkommen zur Ermittlung des Invaliditätsgrads offen
bleiben. Aus den Akten ergeben sich nämlich keine Hinweise (vgl. etwa den IK-Auszug
in IV-act. 52) für eine im Vergleich zum durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn erhöhte
Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers im Gesundheitsfall. Deshalb ist mit der
Beschwerdegegnerin ein Prozentvergleich vorzunehmen (IV-act. 184) und es resultierte
auch bei Gewährung des höchstzulässigen Tabellenlohnabzugs von 25% ein nicht
rentenbegründender Invaliditätsgrad von höchstens 36% (15% + [85% x 25%]).
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu
befreien.
5.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG).In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis
Fr. 12'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat am 28. März 2014 eine
Honorarnote eingereicht. Unter bereits berücksichtigter Kürzung des mittleren
Honorars gemäss Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) macht sie eine
Entschädigung von Fr. 2‘180.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
geltend (act. G 10.1). Dieser Aufwand erscheint angemessen. Somit hat der Staat die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'180.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
5.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).