Decision ID: b58ab422-7e46-5718-87e1-dfd05c9bda4d
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 17. Januar 2008 auf den Flughafen -Kloten gelangte und dort ein Asylgesuch einreichte,
dass er vom BFM am 18. Januar 2008 kurz befragt und am 23. Januar 2008 im Beisein eines Hilfswerksvertreters einlässlich angehört wurde,
dass der Beschwerdeführer zu seiner Person angab, er stamme  aus dem Dorf X._ im Distrikt von Y._ in der Provinz Z._, wo weiterhin seine Eltern ansässig seien, er sei aber die letzten Jahre in Thailand ansässig gewesen, wo er von April 2003 bis zum 16. Januar 2007 in W._ gearbeitet habe,
dass er zur Begründung seines Gesuches zur Hauptsache geltend machte, ein reicher und mächtiger Onkel wolle ihn umbringen,
dass er in diesem Zusammenhang anführte, in seinem Heimatdorf habe zwischen seinem Vater und seinem Onkel bereits seit einigen Jahren eine Landstreitigkeit bestanden, wobei sein Vater und auch er vom Onkel mit dem Tod bedroht worden seien,
dass er sich vor diesen Hintergrund nach Thailand begeben habe, von wo aus er Geld an seinen Vater geschickt habe, damit sein Vater in  Prozess gegen den Onkel habe investieren können,
dass die Landstreitigkeit vor einigen Monaten vom Gericht zugunsten seines Vaters entschieden worden sei,
dass der Onkel ihn nun umbringen wolle, weil der Onkel durch den Prozess die Landstreitigkeit verloren habe,
dass er von seinem Vater telefonisch gewarnt worden sei, mithin der Onkel in Begleitung von zwei Männern nach Thailand gekommen sei, um ihn dort umzubringen,
dass er nicht in Thailand geblieben sei, da dort jeder jeden umbringen könne und er keine Sicherheit vor seinem Onkel hätte finden können,
dass er zudem kurz vor seiner Ausreise mit einem betrunkenen Schneider in einen Streit geraten sei, worauf ihm dieser gedroht habe, er werde ihn umbringen, falls er in Thailand bleibe,
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dass der Beschwerdeführer beim BFM eine bis zum 30. Januar 2008 laufende, angeblich verlängerbare thailändische Arbeitsbewilligung und seinen Reisepass, beinhaltend eine bis zum 30. Januar 2008 , angeblich verlängerbare Einreisebewilligung für Thailand, vorlegte,
dass das BFM mit Verfügung vom 30. Januar 2008 – eröffnet am  Tag – das Asylgesuch des Beschwerdeführers abwies und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung seines Entscheides im Wesentlichen ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien weder  noch flüchtlingsrechtlich relevant,
dass der Beschwerdeführer am 5. Februar 2008 bei der  Zürich-Kloten – zuhanden Bundesverwaltungsgerichts – eine  gegen diesen Entscheid einreichte,
dass er in seiner fremdsprachigen Beschwerdebegründung – welche das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Dringlichkeit des  von Amtes wegen übersetzen liess – an seinen  festhielt und die Vorhalte des BFM betreffend  Logik und Widersprüchlichkeit seiner Vorbringen zu entkräften versuchte,
dass die Akten am 6. Februar 2008 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
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dass der Beschwerdeführer legitimiert ist, weshalb auf die frist- und (nach deren Übersetzung) formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),
dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt –  unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher  mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass bei dieser Sachlage zudem auf einen Schriftenwechsel zu  und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss, wobei unglaubhaft insbesondere  sind, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),
dass das BFM in seinem Entscheid auf eine ganze Reihe von  in den Ausführungen des Beschwerdeführers verweist (vgl. Verfügung, S. 3, Ziff. 1, Bst. a – c),
dass der Beschwerdeführer die Feststellungen des BFM zu relativieren respektive entkräften versucht und an der behaupteten Verfolgung von Seiten eines Onkels – welche sich einzig gegen ihn, nicht aber gegen seine alten Eltern richte – bekräftigt,
dass diese Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, die im Resultat durchaus zutreffenden Erwägungen des BFM – auf welche anstelle ei-
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ner Wiederholung zu verweisen ist (vgl. Art. 6 und Art. 111 Abs. 3 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG) – zu entkräften,
dass aufgrund der Akten von insgesamt konstruierten  auszugehen ist, welche keinen realen Hintergrund aufweisen,
dass das BFM in seinen Erwägungen zudem zu Recht erkennt, dass die Gesuchsvorbringen des Beschwerdeführers ohnehin nicht  wären (vgl. Verfügung, S. 4, Ziff. 2),
dass sich der Beschwerdeführer lediglich eine rein private  beruft, welche keine flüchtlingsrechtlich relevante Motivation erkennen lässt und daher - wie etwa kriminelle Akte Dritter oder  unter verfeindeten Privatpersonen - nicht asylrelevant ist (vgl. dazu WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a. M. 1990, S. 60 ff.; Achermann/Hausammann, Handbuch des , Bern/Stuttgart 1991, S. 82 ff.)
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  die Abweisung seines Asylgesuches zu bestätigen ist,
dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer gemäss den Akten über keinen Anspruch auf Erteilung einer  verfügt (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21),
dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine  Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat, wenn der Vollzug der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu  ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass aufgrund der Akten im Falle des Beschwerdeführers keine  ersichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM angeordneten Vollzug der Wegweisung sprechen, mithin von der , Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist (vgl. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG),
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dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der  keine Hinweise auf Verfolgung darzulegen vermochte und auch keine glaubhaften Anhaltspunkte für eine  Behandlung im Sinne von Art. 3 der Europäischen  vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind,
dass ferner von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges  ist, da im Falle des Beschwerdeführers – ein junger Mann,  seit Jahren selbständig für sein Auskommen sorgt – keine  Vollzugshindernisse zu erblicken sind,
dass alleine die allgemeine Lage in Pakistan nicht gegen den  spricht,
dass schliesslich auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs auszugehen ist,
dass unter diesen Umständen die Anordnung einer vorläufigen  ausser Betracht fällt, womit der Wegweisungsvollzug zu Recht angeordnet wurde,
dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich  abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 - 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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