Decision ID: 62967f68-96f4-5994-815a-1835998183e4
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 12. November
2016 Sri Lanka verliess und via Katar in die Türkei flog und anschliessend
in verschiedenen Fahrzeugen mehrere Länder durchquerte, bis er am
30. November 2016 schliesslich in die Schweiz einreiste, wo er noch glei-
chentags um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 16. Dezember 2016 sowie der
Anhörung zu den Asylgründen vom 28. Dezember 2018 zur Begründung
des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, die sri-lankischen Be-
hörden würden ihn verfolgen, weil sie ihn als vermeintlichen LTTE-Unter-
stützer verdächtigen würden sowie wegen seines Wohlstands,
dass das SEM mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 – eröffnet am 8. Okto-
ber 2019 – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte,
dessen Asylgesuch vom 30. November 2016 ablehnte sowie seine Weg-
weisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2019 gegen
diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und
dabei beantragte, es sei die Verfügung des SEM vom 3. Oktober 2019 auf-
zuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu
gewähren, eventualiter sei die vorläufige Aufnahme zu erteilen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses und die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands beantragt,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 14. November
2019 die Beschwerde als aussichtslos einstufte, die Gesuche um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Prozessführung und um Beiordnung eines amtli-
chen Rechtsbeistands abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, ei-
nen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– zu leisten, andernfalls auf
die Beschwerde nicht eingetreten würde,
dass der verlangte Kostenvorschuss am 25. November 2019 fristgerecht
geleistet wurde,
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und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass am 1. März 2019 eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten ist
(AS 2016 3101) und für das vorliegende Verfahren das bisherige Recht gilt
(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom
25. September 2015),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das
AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das SEM den Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt hat,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Befragungen als Asylgrund
im Wesentlichen vorbrachte, er sei in seinem Heimatstaat einerseits be-
hördlich behelligt worden, da man ihn verdächtigt habe, die LTTE zu unter-
stützen, andererseits seien die Behörden auch des Geldes wegen an ihm
interessiert gewesen, da er wohlhabend gewesen sei,
dass der Umstand, dass seine ebenso wohlhabenden Angehörigen – bis
auf einige Nachfragen nach dem Beschwerdeführer (Beschwerde S. 5 Ziff.
12) – stets unbehelligt geblieben sein sollen, bereits gewisse Zweifel an
der Glaubhaftigkeit des Vorbringens weckt, er sei wegen des Geldes ver-
folgt worden,
dass das SEM sodann in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung
zur Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden
den Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines Asyl
begründenden Sachverhalts und jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-
rechtliche Beachtlichkeit nicht genügen,
dass der Beschwerdeführer zwischen der summarischen Befragung und
der einlässlichen Anhörung widersprüchliche Angaben zu wesentlichen
Punkten seiner Asylvorbringen gemacht habe und diese auf Vorhalt hin
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nicht plausibel aufzuklären vermocht habe, weshalb erhebliche Zweifel am
Wahrheitsgehalt der Kernvorbringen bestünden,
dass nach Sichtung der entsprechenden Wortprotokolle in Übereinstim-
mung mit den vorinstanzlichen Erwägungen festzustellen ist, dass der Be-
schwerdeführer an der ersten Befragung lediglich vortrug, die Behörden
hätten zu Unrecht Waffen auf seinem Grundstück vermutet, und dass man
Waffen gefunden habe, sei eine Lüge gewesen (A7/12 S. 7, 8), während er
an der zweiten Befragung in diesem Zusammenhang erklärte, die Behör-
den hätten im Lagerraum seines (...) tatsächlich eine Bombe gefunden und
sein Vater sei an jenem Tag vor Ort gewesen (A13/14 F61-F77),
dass auch das Gericht dies als widersprüchliche Darstellung eines zentra-
len Geschehens wertet,
dass die diesbezügliche Erklärung in der Rechtsmitteleingabe "Meinem Va-
ter, der während deren Besuch anwesend war, wurde die vermeintliche
Bombe nie gezeigt, auch sonst gab es keine direkten Zeugen, als die
Bombe geborgen wurde. (...)" (Beschwerde S. 3, Ziff. 8), das Gericht nicht
überzeugt,
dass die Erklärungen, zwischen den Begriffen "Bombe" und "Waffe" bezie-
hungsweise "im Lagerraum" und "auf dem Grundstück" bestehe kein Wi-
derspruch (Beschwerde S. 6 Ziff. 17 f.), unbehelflich sind, weil sich der Wi-
derspruch vielmehr darauf bezieht, ob überhaupt etwas gefunden worden
sei,
dass das SEM in seiner Verfügung sodann auf weitere Widersprüche und
Ungereimtheiten sowie auf unsubstantiierte Ausführungen des Beschwer-
deführers hinwies,
dass auch diesbezüglich sich das Gericht den vorinstanzlichen Erwägun-
gen anschliesst und es dem Beschwerdeführer kaum gelingt, diesen Argu-
menten Stichhaltiges entgegenzusetzen,
dass namentlich die Erklärungen, der Beschwerdeführer habe sich anläss-
lich der Erstbefragung kurz halten müssen und sei sich nicht bewusst ge-
wesen, dass er genauere Angaben hätte machen müssen beziehungs-
weise die widersprüchliche Monatsangabe (betreffend den angeblichen
Beginn der Probleme) sei auf eine Verwechslung des Beschwerdeführers
zurückzuführen, das Gericht nicht überzeugen,
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dass sich der Beschwerdeführer somit in wesentlichen Punkten seiner
Asylbegründung in Widersprüche verstrickt hat, die durch die Ausführun-
gen in der Beschwerdeeingabe nicht plausibel aufgeklärt oder ausgeräumt
werden,
dass nach Durchsicht der Akten auch die Einschätzung der Vorinstanz zu
bestätigen ist, dass die Schilderungen unsubstantiiert und wenig konkret
seien und nicht den Eindruck von selbst Erlebtem erweckten, und dass es
unbehelflich bleibt, wenn in der Beschwerdeschrift nunmehr detailliertere
Ausführungen nachgereicht werden (Beschwerde S. 8 Ziff. 23),
dass auch die im vorinstanzlichen Verfahren zu den Akten gereichten Be-
weismittel (Geburtsurkunde, Eheschein und Führerschein) nicht geeignet
sind, die erwähnte Verfolgungssituation zu belegen oder zumindest glaub-
haft zu machen,
dass die geltend gemachten Verfolgungshandlungen ausserdem ungeach-
tet der Frage ihrer Glaubhaftigkeit die Voraussetzungen der Asylrelevanz
nicht erfüllen, nachdem der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge
bloss einmal für drei Stunden behördlich befragt und anschliessend wieder
freigelassen worden sei, und später fünfmal aufgesucht worden sei, ohne
dass Weiteres passiert wäre, womit die erforderliche Intensität einer asyl-
relevanten Verfolgung nicht erfüllt ist,
dass das Vorbringen, es habe ein unerträglicher psychischer Druck bestan-
den (Beschwerde S. 10 Ziff. 30), nicht überzeugt,
dass bei gegebener Aktenlage nicht davon auszugehen ist, dass der Be-
schwerdeführer im Zeitpunkt der Ausreise ernsthaften Nachteilen im Sinne
von Art. 3 AsylG ausgesetzt war, oder ihm unmittelbar solche gedroht hät-
ten oder er begründete Furcht hätte, solche Nachteile im Falle der Rück-
kehr in absehbarer Zukunft mit erheblicher Wahrscheinlichkeit erleiden zu
müssen,
dass insbesondere auch die Einschätzung des SEM, es bestünden keine
Risikofaktoren im Sinne der Rechtsprechung (Entscheid E-1866/2015 vom
15. Juli 2016), entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (S. 10 f.,
Ziff. 31 ff.) zu bestätigen ist,
dass der Machtwechsel im Oktober/November 2019 und die Rückkehr des
Rajapaksa-Clans an die Macht nach Einschätzung des Gerichts zwar
durchaus eine mögliche Akzentuierung der Gefährdungslage für Personen
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mit einem bestimmten Risikoprofil bedeutet, dass aber nicht von einer kol-
lektiven Verfolgungsgefahr für ganze Bevölkerungsgruppen auszugehen
ist und im Einzelfall ein Bezug der asylsuchenden Person zur Präsident-
schaftswahl vom November 2019 und deren Folgen dargetan werden
müsste (vgl. ausführlich beispielsweise Entscheid E-5258/2019 vom 30.
März 2020 E. 9.2), wovon vorliegend nicht auszugehen ist,
dass schliesslich die angeblichen Teilnahmen des Beschwerdeführers an
Demonstrationen und Kundgebungen (Beschwerde S. 5 Ziff. 14) in keiner
Weise substantiiert vorgetragen wurden,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt
hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl.
BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
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zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass weder die Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie noch die allgemeine
Menschenrechtssituation in Sri Lanka den Wegweisungsvollzug als unzu-
lässig erscheinen lassen (vgl. das weiterhin einschlägige Referenzurteil E-
1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 12.2 f.), und dass an dieser Einschätzung
auch unter Berücksichtigung der jüngsten politischen Entwicklungen in Sri
Lanka festzuhalten ist,
dass schliesslich auch im Hinblick auf die diplomatischen Unstimmigkeiten
zwischen der sri-lankischen und der schweizerischen Regierung (nach der
Entführung einer Angestellten der schweizerischen Botschaft in Sri Lanka
am 25. November 2019) kein konkreter Grund zur Annahme besteht, die
allgemeinen politischen Entwicklungen in Sri Lanka könnten sich zum heu-
tigen Zeitpunkt auf den Beschwerdeführer auswirken (vgl. beispielsweise
Entscheid D-1466/2020 vom 23. März 2020 E. 7.2.2; Entscheid E-
5258/2019 vom 30. März 2020 E. 11.4)
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass in Sri Lanka keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und der Voll-
zug von Wegweisungen in dieses Herkunftsland gemäss der Praxis der
schweizerischen Asylbehörden grundsätzlich zumutbar ist,
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dass die islamistischen Anschläge, welche an Ostern 2019 in Negombo,
Colombo und in Batticaloa gegen Ziele der christlichen Glaubensgemein-
schaft verübt worden sind, auf keine Situation allgemeiner Gewalt in Sri
Lanka schliessen lassen und auch ansonsten keine Vollzugshindernisse
darzustellen vermögen, zumal der Beschwerdeführer als Hindu weder der
muslimischen noch der christlichen Glaubensgemeinschaft angehört,
dass auch, wie bereits festgehalten, alleine aufgrund des kürzlich erfolgten
Machtwechsels in der sri-lankischen Regierung zu Gunsten des Rajapa-
ksa-Clans noch kein Wegweisungsvollzugshindernis für den tamilischen
Beschwerdeführer vorliegt,
dass der junge und gemäss Aktenlage gesunde Beschwerdeführer bei sei-
ner Rückkehr in seinen Heimatstaat auf ein tragfähiges familiäres Bezie-
hungsnetz zurückgreifen kann, womit kein Anlass zur Annahme besteht, er
würde durch den Wegweisungsvollzug einer existenzgefährdenden Situa-
tion ausgesetzt,
dass er vor seiner Ausreise erfolgreich ein eigenes (...) sowie einen (...)
betrieben hatte, und es ihm dank seiner Arbeitserfahrung zuzumuten ist,
sich bei seiner Rückkehr auch in wirtschaftlicher Hinsicht in seine heimat-
liche Umgebung wieder einzugliedern,
dass in Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen demnach
auch keine individuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle
einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung
vorliegend zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der einbe-
zahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwen-
den ist.
(Dispositiv nächste Seite)
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