Decision ID: fe620fe1-f20a-4658-8ce9-a2fe3aae01b6
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, war von März 1999 bis Februar 2001 als
F
l
ach
dach
isoleur
bei
der
A._
AG
in einem 100%-Pensum angestellt (Urk.
6/10). Bei einem Arbeitsunfall am 3
1.
Januar 2000 zog sich der Versicherte Frakturen an der rechten Ferse und am Oberschenkel zu (vgl. Schadenmeldung vom 8.
Februar 2000;
Urk.
6/17/54) und war infolgedessen vollständig arbeitsunfähig (vgl.
Austrittsbericht Rehaklinik
B._
vom
4.
Oktober 2001;
Urk.
6/
17/13
)
.
Am
1.
Februar 2001 (Eingangsdatum) meldete sich de
r Versicherte bei der Sozial
ver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf den Unfall vom 3
1.
Januar 2000 zum Bezug von Leistungen der Invalidenver
sicheru
ng an (
Urk.
6/2). Die IV-Stelle
veranlasste eine ärztliche Begutachtung durch das Zentrum
C._
(
Urk.
6/82) und sprach dem Versicherten aus
gehend von einem Invaliditätsgrad von 100
%
mit Verfügungen vom 1
9.
April und 2
2.
Mai 2007 rückwirkend ab dem
1.
Januar 2001 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
6/103-105).
1.2
Die im Jahr 2008 eingeleitete erste revisionsweise Überprüfung des Renten
an
spruchs schloss die IV-Stelle gestützt auf das medizinische Gutachten von Dr.
D._
, Orthopädische Chirurgie FMH, vom
8.
Juli 2008 (Urk.
6/114) mit Mitteilung vom 3
0.
Juli 2008 mit der Feststellung eines unver
änderten Rentenanspruchs ab (
Urk. 6/116).
1.3
Mit der Zustellung des Fragebogens im August 2013 (
Urk.
6/128) leitete die IV
Stelle ein zweites Rentenrevisionsverfahren ein und nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor. Sie holte den Bericht des behan
delnden Arztes (
Urk.
6/130) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug,
Urk.
6/129) ein und ordnete eine Evaluation der funk
tionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durch die Rehaklinik
E._
an (
Urk.
6/135).
Aufgrund des Berichts der Rehaklinik
E._
vom
5.
Juni 2014 (
Urk.
6/138) erachtete die IV-Stelle eine umfassende polydisziplinäre Begut
ach
tung in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie und Neu
rologie für erforderlich und beauftragte das Begutachtungszentrum
F._
.
Nachdem die hiergegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 22. Juni 2015 (Prozess Nr. IV.2015.00277) abgewiesen worden war, fanden die gutachter
lichen Untersuchungen Ende 2015 statt und konnte das Gutachten am 2
0.
Januar 2016 erstattet werden (
Urk.
6/168; vgl. auch
Urk.
9 mit der fehlenden S.
14 des Gutachtens).
In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine aktenbasierte Ein
schätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD).
Dr.
G._
, Fachärztin orthopädische Chirurgie
und Traumatologie, nahm am 18.
Februar 2016 Stellung (
Urk.
6/170 S. 5-6). Ausgehend von einem neuen Invaliditätsgrad von 45
%
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
1.
Mai 2016 die Reduktion der bisherigen ganzen Invalidenrente auf eine
Viertelsrente
in Aussicht. Überdies sei der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen (
Urk.
6/171). Dage
gen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2
6.
Mai 2016 sowie ergänzend am 2
2.
Juni 2016 Einwand (
Urk.
6/173 und
Urk.
6/178), woraufhin die IV-Stelle weitere Berichte der behan
delnden Ärzte (
Urk.
6/193, Urk.
6/196,
Urk.
6/199 und
Urk.
6/200) ein
holte
. Nach einem Eingliederungs
gespräch am 2
9.
Juni 2016 (vgl.
Urk.
6/182; Verlaufsprotokoll Eingliederungs
beratung vom 1
5.
August 2016,
Urk.
6/185) wurde eine Zielvereinbarung unter Hinweis auf die Schaden
minde
rungspflicht unterzeichnet (
Urk.
6/186) und mit Verfügung vom 1
5.
August 2016 (
Urk.
6/183) eine berufliche Potenzialabklärung für die Dauer vom 1
6.
August bis 1
5.
September 2016 angeordnet. Nachdem der Versicherte sich nicht in der Lage sah, die Präsenzzeit zu erfüllen (vgl. Folgegespräche im August und September 2016,
Urk.
6/188/3
5), schloss die IV-Stelle die Arbeitsver
mittlung mit Mitteilung vom 2
1.
September 2016 ab (Urk. 6/187).
RAD
-Ärztin
Dr.
G._
nahm am 9.
Dezember 2016
(
Urk.
6/211 S. 5-6) und der Versicherte a
m 2
0.
Januar 2017 zu den Akten Stellung (Urk.
6/208). Mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2017 setzte die IV-Stelle wie vorbe
schieden die bisherige ganze Invalidenrente ab
1.
Juli 2017 auf eine
Viertelsrente
herab (Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
3.
Juni 2017 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerde
gegnerin sei zu verpflichten, ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente auszu
rich
ten (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
9.
August 2017 (
Urk.
5) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 3
0.
August 2017 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
7).
Am 6. No
vember 2018 (
Urk.
8) reichte die Beschwerdegegnerin die in den aufgelegten Akten fehlende Seite 14 des Gutachtens vom 2
0.
Januar 2016 nach (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Sie kann Folge von Geburtsge
bre
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
).
1.3
Ä
ndert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe
nen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächli
cher Hinsicht umfassend («
allseitig
»
) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.4
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
di
tätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
halts
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
ver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE
143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durch
geführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Renten
an
spruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisions
ergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (
Art.
51 ATSG), ist im
darauf folgenden
Revisions
verfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) vom
2
6.
Mai 2017 hielt die Be
schwer
de
gegnerin fest,
es habe eine gute Adaption an die Funktionsein
schränkungen der Schulter und des Sprunggelenks stattgefunden, so dass seit vielen Jahren keine Behandlungen oder Abklärungen mehr
hätten
in Anspruch genommen werden müssen. Zudem bestehe eine Diskrepanz zwischen den geschilderten Beschwerden und
den geringen objektivierbaren Befunden. So würden an den oberen und unteren Extremitäten Hinweise auf eine dauerhafte Schonung fehlen. Aus ver
siche
rungs
medizinischer Sicht sei deshalb von einem verbesserten Gesund
heits
zustand des Beschwerdeführers auszugehen. Gestützt auf einen Inva
liditätsgrad von 45 % werde die bisherige ganze Invalidenrente auf eine
Viertels
rente
herab
gesetzt.
2.2
Demgegenüber machte
der
Beschwerdeführer in
seiner
Beschwerde vom
2
3.
Juni 2017
(
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
in medizinisch-klinischer Hinsicht sei gestützt auf die vorliegenden Gutachten und übrigen ärztlichen Berichte eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers nicht ersichtlich.
V
ielmehr
liege
eine unterschiedliche Beurteilung des im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes
vor
. Des Weiteren wür
den sich aus den Akten auch keine Anhaltspunkte für die von der Beschwer
de
gegnerin behauptete Adaption an die gesundheitlichen Einschränkungen erge
ben. Die Feststellungen im Rahmen der in der Rehaklinik
E._
durchge
führten EFL würden ein gegenteiliges Bild vermitteln. Auch die Hinweise im
F._
-Gutachten, wonach der Beschwerdeführer keinerlei Strategie zur Beschwer
delinderung entwickelt habe, um die Situation zu verbessern, würden gegen eine von der Beschwerdegegnerin behauptete Adaption sprechen. Überdies vermöge die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch die Beschwerdegegnerin nicht zu überzeugen. Die attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit erscheine äusserst theoretisch und weise angesichts der Resultate der EFL nicht auf eine auf dem ersten Arbeits
markt verwertbare Arbeitsfähigkeit hin. Zusammenfassend sei kein Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG ersichtlich und es sei nach wie vor von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die dem Beschwerdeführer zugesprochene
ganze
Rente zu Recht
auf eine
Viertelsrente
herabgesetzt wurde.
Zeitliche Vergleichs
ba
sis für die Beurteilung einer Änderung des Invaliditätsgrades im Sinne von Art.
17
Abs.
1 ATSG (vgl.
E. 1.4
) bildet
grundsätzlich
die auf eingehender medizinischer Abklä
rung fussende Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom
3
0.
Juli 2008 (Urk. 6/116
), mit welcher der Invaliditätsgrad von
100
%
und damit der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente im Rahmen des
Anfang 2008
ange
hobenen amtli
chen Revisionsverfahrens bestätigt wurde.
3.
3.1
3.1.1
Der ursprünglichen
Rentenzusprache
vom 1
9.
Apri
l und 2
2.
Mai 2007 (Urk.
6/103-105) lag in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das durch die Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene Gutachten des
C._
vom 2
7.
Juni 2006 (
Urk.
6/82) zugrunde.
3.1.2
Die
C._
-Gutachter hielten fest, die orthopädisch-chirurgische und
rheumato
lo
gische gutachterliche Untersuchung führe zur Diagnose einer rasch
progre
dienten lateral betonten sekundären Arthrose des rechten oberen Sprunggelenkes sowie einer anatomisch fixierten Aussenrotationsfehlstellung im ehemaligen Fraktur
gebiet von 40°. Die Bewegungseinschränkung sei erheblich, die Hebung im obe
ren Sprunggelenk gelinge nicht über die Neutralstellung und die
Plantarflexion
betrage mit 15° nur 30 % des Solls. Dazu trete die als
antalgisch
zu interpre
tierende zusätzliche Aussenrotationshaltung des gesamten rechten Beines um 40
bis 50°, welche im Hüftgelenk vorgenommen werde. Mit dieser Konstellation sei dem Beschwerdeführer jegliche Berufstätigkeit, welche im Gehen oder Stehen erbracht werden müsse, bleibend nicht mehr zumutbar. Auch wenn man davon ausgehe, dass notwendigerweise nur lin
ks ein Amerikanerstock geführt
werden müsse, ändere dies nichts an dieser Einschätzung
(
Urk.
6/82 S.
19)
.
Bei einer vor
wiegend sitzenden Tätigkeit ohne Heben von Gewichten im Sinne von Kontroll
arbeiten, leichten Montagearbeiten oder Sortierarbeiten beurteile er eine Arbeits
fähigkeit im Sinne eines Pensums von etwa sechs bis acht Stunden pro Tag
als zumutbar
(
Urk.
6/82 S. 13).
Hinzu trete
nun
jedoch
die als iatrogen und infektions
bedingt zu beurteilende
chronifizierte
Schmerzsympto
matik des rech
ten Schultergelenkes mit Einschränkung für alle Kombinations
bewegungen
(
Urk.
6/82 S. 19)
.
Die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit bei dieser zusätzlichen Beeinträchtigung könne erst erfolgen, wenn eine genaue anatomische Beurtei
lung
mittels
Arthro
-MRI
mit Beantwortung allfällig möglicher zusätzlicher Therapieoptionen gemacht worden sei (
Urk.
6/82 S. 14).
Damit sei
für jegliche manuelle Verrichtung zurzeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen.
Es werde
eine erneute orthopädisch-chirurgische Standortbestimmung mit Evalua
tion allfäl
lig möglicher Therapien zu empfo
hlen.
Eine erneute gutachterliche Beurteilung der Armfunktion sei in etwa zwei Jahren erforderlich
(
Urk.
6/82 S.
19).
Eine Verbesserung der Stellungsverhältnisse im ehemaligen Frakturgebiet des oberen Sprunggelenkes rechts sei aus pathologisch-anatomischer Sicht möglich. Erforderlich
wäre dazu die Re-Osteotomie mit Rotationskorrektur, dies unter Osteotomie der Fibula in ihrem oberen Drittel. Der Eingriff wäre zu kombinieren mit der
Arthrodese
des oberen (und allfällig auch des unteren) Sprunggelenkes. Die Gefahr einer erneuten
Pseudarthrose
sei in diesem Fall jedoch nicht zu unterschätzen. Zunächst sei aber eine vertiefte Abklärung der Schulterpro
blema
tik vorzunehmen. Der Gebrauch der dominanten Hand sei wichtiger als derjenige der unteren Extremität (
Urk.
6/82 S. 20).
3.1.3
Mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2007 (
Urk.
6/93) legte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Schadenminderungspflicht auf, sich der im rheumatologischen Gutachten vom 2
7.
Juni 2006 erwähnten Beurteilung der rechten Schulter mittels
Arthro
-MRI zu unterziehen und sich diesbezüglich mit seinem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Dies diene nicht nur der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit, sondern auch dazu, allfällige zusätzliche Therapieoptionen zu eruieren.
Nach Lage der Akten fand nach den gutachterlichen Untersuchungen am
5.
und
9.
Mai 2006 keine spezifische Behandlung der rechten Schulterproblematik statt. Aktenkundig ist der vom Hausarzt im Rahmen der ersten Revision im März 2008 eingereichte Bericht von
Dr.
H._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
2.
Mai 2007 über die Sprechstunde vom 2
3.
April 2007 im Kantonsspital
I._
(
Urk.
7/109/9). Darin führte Dr.
H._
aus, er behandle die rechte Schulter des Beschwerdeführers seit Oktober 2005 und es habe sich im Verlauf rasch eine erstaunlich gute Schulterfunktion mit insgesamt relativ wenig Schmerzen gezeigt. Bei der letzten Verlaufskontrolle Ende Februar 2006 habe der Beschwerdeführer praktisch eine schmerzfreie Elevation mit problemlosem Hand-/Scheitel- und Schürzengriff gezeigt. Seit einigen Wochen verspüre er nun wieder eine Zunahme der Beschwerden sowie eine Verschlechterung der Funktion.
Dr.
H._
befürwortete eine MRI-Unter
suchung, die jedoch aufgrund eines geplanten Kuraufenthaltes im Ausland auf
ge
schoben wurde. Sollte dort kein relevanter Effekt eintreten, werde sich der Beschwerdeführer wieder melden (Arztbericht vom
2.
Mai 2007;
Urk.
6/109/9). Nachfolgende Untersuchungen der rechten Schulter sind nicht belegt. Wie mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2007 angekündigt, erfolgte anfangs 2008 eine revi
sionsrechtliche Überprüfung der Einschränkungen, wozu das Gutachten von
Dr.
D._
vom
8.
Juli 2008 (
Urk.
6/114), fussend auf den Untersuchungen vom 2
4.
Juni 2008, eingeholt wurde.
3.2
Dr.
D._
hielt folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
6/114 S. 5):
-
Sekundäre Arthrose des oberen Sprunggelenkes rechts bei Status nach
Pilontibial
-Fraktur 3
1.
Januar 2000
-
Status nach Primärversorgung mit Fixateur externe
-
Status nach offener Reposition mit Osteosynthese und
autologener
Spongiosaplastik
(1
5.
Februar 2000)
-
Status nach
Pseudarthrose
und Re-Osteosynthese (2
6.
Oktober 2000)
-
Sekundäre Aussenrotationsfehlstellung des rechten Fusses von 40°
-
Chronifizierte
Periarthrosis
humero-scapularis
bei Status nach iatrogenem
Pyarthros
und Weichteilabszess
-
Status nach
arthroskopischer
und offener Infekt-Sanierung (
3.
Oktober 2005,
5.
Oktober 2005 und 1
3.
Oktober 2005)
-
Postinfektiöse
retraktile
Kapsulitis
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien (
Urk.
6/114 S. 6):
-
Leichte sensomotorische Restparese des
Nervus
peroneaus
profundus
rechts (3
0.
Januar 2000)
-
Linksbetonte Hypersensibilität des
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
(bei Status nach
Spongiosaentnahme
2
6.
Oktober 2000)
-
Morbide
Obesitas
mit BMI von 40.4
-
Arterielle Hypertonie (seit mehreren Jahren)
-
Diabetes mellitus Typ II (seit mehreren Jahren)
Dr.
D._
verwies in erster Linie auf die im Rahmen der ursprünglichen
Ren
tenzusprache
erfolgte Begutachtung durch das
C._
vom 2
7.
Juni 2006 (vgl.
vor
stehend E. 3.1
;
Urk.
6/82). Es hätten sich seither keine nennenswerten Änderun
gen ergeben. Er führte aus, der Beschwerdeführer habe zwei gravierende Probleme, nämlich die Einschränkung von Kraft und Beweglichkeit der rechten Schulter bei Status nach Infekt und die massive Fehlstellung am rechten Unter
schenkel. Eine Korrektur dieser Fehlstellung müsse kombiniert werden mit einer
Arthrodese
des oberen und des unteren Sprunggelenkes mit der erneuten Gefahr des Auftretens einer
Pseudarthrose
. Die Schulter müsse ebenfalls operativ ange
gangen werden, wobei hier die Gefahr des erneuten Aufflammens
des
Infekt
s
bestehe (
Urk.
6/114 S. 6). Sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit attestierte
Dr.
D._
dem Beschwerdeführer keinerlei verwertbare Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/114 S. 9).
3.3
Die RAD-Ärztin J._
, Fachärztin für Innere Medizin
,
empfahl in ihrer Stellungnahme vom 2
8.
Juli 2008 auf das Gutachten von
Dr.
D._
abzustellen. Es sei von einem
unveränderten Gesundheitszustand und weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit auszugehen (
Urk.
6/115 S. 3).
4.
4.1
Im Rahmen der
zweiten
revisionsweisen Überprüfung der Invalidenrente fand am 1
3.
und 1
4.
Mai 2014 eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) an der Rehaklinik
E._
statt
(
Urk.
6/138)
. Die berichterstattenden Gutach
ter hielten fest, durch seine Beschwerden sei der Beschwerdeführer in seinen All
tagsaktivitäten grundlegend eingeschränkt. Laut Beschwerdeführer bestünde die derzeitige Tagesgestaltung aus Fernsehen und Zeitunglesen. Er
habe
ausserdem an
gegeben
, dass er jeden Tag versuche
,
einen 10-minütigen Spazier
gang zu machen. Mehr sei aufgrund der Schmerzen und der Konditions
einschränkung nicht möglich. Die Beschwerden würden vor allem im Bereich des rechten Unter
schenkels und Sprunggelenkes bestehen. Schon nach leichter Belastung oder längerem Sitzen würde es in diesem Bereich auch immer wieder zu Schwellungen und deutlicher Schmerzzunahme kommen. Überdies würde auch die rechte Schul
ter grosse Probleme machen. Neben einem Dauerschmerz sei die Beweglichkeit stark eingeschränkt. Hinzukomme, dass die Gesamtsituation zu einer deutlich gedrückten Stimmung führe. Die Gutachter konstatierten, die bestehenden kör
perlichen Einschränkungen würden körperliche Tätigkeiten und Belastungen massgeblich erschweren. Der Beschwerdeführer präsentiere sich stark überge
wichtig und in seiner kardiopulmonalen Belastbarkeit deutlich reduziert. Er sei zwar um eine Gewichtsreduktion bemüht, diese gestalte sich durch seine körper
lichen Einschränkungen hingegen als sehr schwierig. Sport und Bewegung seien kaum möglich. Vor dem Hintergrund eines bestehenden Diabetes sei aber gerade regelmässige sportliche Betätigung zur Gewichtsreduktion und Verbesserung der Ausdauerleistung empfehlenswert (
Urk.
6/138 S. 8). Um weitere Folgeerkrankun
gen zu vermeiden und eine leichte Arbeitstätigkeit zu ermögli
chen, erscheine eine professionelle Unterstützung des Beschwerdeführers durch Ernährungsberatung und die Absolvierung
eines
low
-level-Trainings in Reha-Spor
tgruppen sinnvoll (
Urk.
6/138 S. 4).
Die Gutachter stellten fest, die Einschränkungen im Bereich der rechten unteren Extremität lasse kein Verbesserungspotenzial erwarten. Weiter lasse sich die noch
bestehende Problematik in der rechten Schulter durch den permanenten Stock
ge
brauch erklären, wobei aufgrund der hierdurch bestehenden inadäquaten Dauer
belastung keine langfristige Verbesserung der Situation zu erwarten sei. Der End
zustand bezüglich der Verletzungsfolgen sei
im Wesentlichen erreicht (Urk.
6/138 S. 4).
In der Verhaltensbeobachtung fanden sich keine Hinweise für eine Symp
tomausweitung
.
Durch die bestehenden Einschränkungen, besonders im Gleich
gewicht und der daraus resultierenden Gang-/ Standunsicherheit sowie der Funk
tionseinschränkung der rechten Schulter
,
sei eine Tätigkeit im ange
stammten Beruf als
Isoleur
objektiv nicht zumutbar.
Für eine sehr leichte und vor
wiegend sitzende Tätigkeit werde eine Arbeitszeit von 70 % als zumutbar erachtet, wobei zusätzliche Pausen von ungefähr 2 x 15 Minuten pro Tag zu berücksichtigen seien.
Arbeiten oberhalb der Tischhöhe sei
en
aber nur schwer möglich. Aufgrund deutlicher
Dekonditionierung
könne insbesondere bei Arbeits
beginn eine Über
lastungssituation entstehen (
Urk.
6/138 S. 3).
4.2
4.2.1
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin wurde am 2
6.
November sowie am 9. und 2
2.
Dezember 2015
überdies
eine polydisziplinäre Begutachtung durch das
F._
durchgeführt (
Urk.
9
). Die
F._
-Gutachter hielten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
9 S. 47
):
-
Sekundäre posttraumatische OSG Arthrose rechts bei
-
Status nach
Pilontibial
-Fraktur rechts vom 3
1.
Januar 2000
-
Status nach Primärversorgung mit Fixateur externe am 3
1.
Januar 2000
-
Status nach offener Reposition, Platten-/ Schraubenosteosynthese und
autologer
Spongiosaplastik
vom 1
5.
Februar 2000
-
Status nach Non-Union und Resektion sowie Re-Osteosynthese mit
autologer
Spongiosaplastik
vom Beckenkamm links vom 2
6.
Oktober 2000
-
Status nach Metallentfernung OSG rechts am 2
8.
August 2002, Kantonsspital
I._
-
Sekundäre Aussenrotationsfehlstellung des rechten Fusses
-
Beginnende, p
o
stinfektiöse
Omarthrose
rechts, Differentialdiagnose:
Impingement
bei
-
Status nach iatrogenem
Pyarthros
und Weichteilabszess nach Cortison-Infiltrationen
-
Status nach
arthroskopischer
und offener operativer
Infektsanierung
und -drainage am
3.
Oktober 2005,
5.
Oktober 2005 und 1
3.
Oktober 2005, Kantonsspital
I._
-
Verdacht
auf postinfektiöse
retraktile
C
apsulitis
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien (
Urk.
9
S. 4
8
):
-
Multifaktorieller Kopfschmerz
-
Spannungskopfschmerz
-
Cervicogener
Schmerzanteil
-
Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜKS)
-
Rechts betontes
Cervicalsyndrom
-
Kein Nachweis eines
radikulären
Reiz- und Ausfallssyndroms
-
Fraglich spinales Reizsyndrom, klinisch ohne Myelopathie
-
Leichtes Carpaltunnelsyndrom rechts
-
Facial
betonte
Hemihyperhidrosis
rechts unklarer Ätiologie
-
Residuelle
Peronäus
-Neuropathie rechts
-
Residuelle
Läsion des
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
beidseitig
4.2.
2
Der neurologische Gutachter konstatierte, im Vordergrund stehe die ortho
pädi
sche Problematik des rechten Sprunggelenk
e
s und der rechten Schulter. Aus neu
rologischer Sicht sei eine neu aufgetretene Kopfschmerz-Problematik zu nennen, mit Spannungskopfschmerz bei zusätzlicher
cervicogener
Komponente und Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Ferner bestehe ein rechtsbetontes
Cervicalsyndrom
, wahrscheinlich in seiner Entwicklung begünstigt durch die chronische rechtsseitige Schulterproblematik. Klinisch gebe es keinen Nachweis eines
radikulären
Reiz- und Ausfallssyndroms und auch keiner Myelopathie, jedoch mit fraglichem spinalem Reizsyndrom. Aus neurologischer Sicht würden sich keine Anhaltspunkte
auf
Aggravation oder Verdeutlichungstendenz
en
finden, was im Übrigen auch anlässlich der EFL-Abklärung an der Rehaklinik
E._
im Juni 2014 festgehalten worden sei (vgl. vorstehend
E. 4.1
). Es
bestünden
keine neurologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fä
higkeit (
Urk.
9
S. 2
6-29
).
4.2.
3
Der begutachtende Orthopäde hielt fest, klinisch zeige sich in der
durchgeführten Exploration
eine konsequente, praktisch vollständige
Unbelastbarkeit
des rechten Fusses, sitzend eine deutliche Beweglichkeitseinschränkung des rechten Rück
fusses sowie eine massive, globale Druckempfindlichkeit des rechten Rückfusses bei medial und lateral gelegener Narbe mit vermehrter Hyper
pigmentierung. Der Beschwerdeführer weise weder eine Instabilität noch eine vermehrte Weichteil
schwellung rechts zu links
(16.30 Uhr)
auf. Weiter bestehe nur eine diskrete Muskelatrophie rechts im Vergleich zu links
(ausgemessen: 54 cm, 58,5 cm und 44 cm auf der rechten Seite, 54 cm, 59,5 cm und 45 cm links) und die
Fussbe
schwielung
sei praktisch symmetrisch
. Zusammengefasst müsse von Seiten des rechten Rückfusses
von einer posttraumatischen OSG-Arthrose gesprochen wer
den mit vermehrter Aussenrotationsfehlstellung. Überaus erstaunlich sei die Tat
sache, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfallereignis
im
Januar 2000 an gleichbleibenden, therapierefraktären Beschwerden leide, welche sich
durch therapeutischen Verfahren
in keinerlei
W
eise positiv beeinflussen lassen
würden
, so dass lediglich noch eine Stockentlastung durchgeführt
werden könne
und hochdosiert
Analgetica
eingenommen werden müsse (wobei die Laborwerte gegen den vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzmittelkonsum sprechen wür
den). Aus orthopädischer Sicht bemerkenswert sei, dass der Beschwerdeführer trotz enormer Rückfussbeschwerden rechts nun über viele Jahre keinerlei Behandlung und/oder Abklärungen mehr in Anspruch genommen habe. Dies weise daraufhin, dass der Endzustand seit langem erreicht sei und entsprechend auch nicht differiere zum festgehaltenen Zustand beim letzten Vorgutachten (vgl.
E.
4.1
). Beachtenswert sei ausserdem, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage zu sein scheine, eigene Strategien zur Beschwerdelinderung von Seiten des rechten Fusses wie auch von Seiten der rechten Schulter zu entwickeln. Allenfalls könne dies mit einer gewissen Diskrepanz zwischen den vom Beschwerdeführer geschilderten Beeinträchtigungen und den tatsächlichen Alltagsaktivitäten begründet werden, was aufgrund der fehlenden Schonungszeichen im Bereich des rechten Beines auch untermauert werde. Schliesslich erhalte man vom Beschwer
deführer insbesondere bei der Anamneseerhebung den Eindruck, dass trotz dramatisch geschilderter Beschwerden relativ wenig Leidensdruck vorhanden zu sein scheine.
Der orthopädische Gutachter führte weiter aus, eine eingeschränkte Schulterbe
weglichkeit auf der rechten Seite könne bestätigt werden, sowohl aktiv wie auch passiv bei erheblichem Gegenspannen. Die Kraftentwicklung der Schulter
kenn
muskeln sei rechts schmerzbedingt eingeschränkt und nur partiell verwertbar. Eine klar zuordenbare
Druckdolenz
könne jedoch nicht erhoben werden. Die Überprüfung des Bodycross
Sign
und des
Impingement
-Zeichens würden zu globalen Schulterschmerzen rechts führen, weshalb von Seiten der rechten Schul
ter doch von einer Diskrepanz zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und Schmerzangaben sowie den objektivierbaren Befunden
gesprochen werden
müsse, zumal auch im Bereich der oberen Extremitäten relevante Schonungszei
chen fehlen würden
(u.a. beidseits symmetrisch regelrecht erhaltene Muskulatur; ausgemessen: 38,5 cm und 31 cm rechts, 37 cm und 31 cm links; symmetrisch kräftige
Beschwielung
beider Hände, etc.)
.
Solche
wäre
n
bei bald zehnjähriger Minderbelastbarkeit des
rechten Armes infolge der angege
benen Schulterschmer
zen und Beweglichkeitseinschränkung
jedoch zu vermuten. Der orthopädische Alltag zeige, dass bereits nach wenigen Tagen oder Wochen Entlastung der betroffenen Extremität eine relevante Muskelatrophie auftrete. Weiter erstaune auch hier, dass die angegebenen Schulterbeschwerden sich in keinerlei Weise beeinflussen liessen. Zusammengefasst müsse von einem
chronifizierten
Schul
terschmerzsyndrom rechts nach
Infektsanierung
gesprochen werden mit
residu
eller
Beweglichkeitseinschränkung (
Urk.
9
S. 4
1
-4
3
).
Von Seiten des rechten Fusses müsse davon ausgegangen werden, dass spätestens ein Jahr nach der letzten Operation vom 2
6.
Oktober 2000 der Endzustand erreicht gewesen sei, also per November 200
1.
Seither sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als
Flachdachisoleur
nicht mehr arbeitsfähig. Jedoch seien aus orthopädischer Sicht medizinisch-theoretisch vorwiegend sitzende, leichte Tätigkeiten ohne Gehen über längere Strecken und insbesondere ohne Gehen auf unebenem und/oder rutschigem Boden, ohne Tätigkeiten in absturzgefährdeter Position (Gerüste, Leitern, etc.) zumindest wieder zu 80 % zumutbar gewesen. 20 % würden bei solch schwerwiegenden Rückfussproblemen dem vermehrten Pausenbedarf dienen.
In Bezug auf die rechte
Schulter müsse ebenfalls davon ausgegangen werden, dass spätestens ein Jahr nach dem letzten Eingriff vom 1
3.
Oktober 2005 der Endzustand erreicht gewesen sei. Auch von Seiten der rechten Schulter sei die zuletzt ausgeübte Arbeit als
Flachdachisoleur
nicht mehr zumutbar, ebenso wie sämtliche anderen mittelschweren und schwe
ren Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über fünf Kilogramm und Über
kopftätigkeiten. Jedoch seien auch von Seiten der rechten Schulter ab November 2006 leidensangepasste Tätigkeiten zumutbar gewesen, beispielsweise im Rahmen von Kontrollfun
ktionen, Verpackungstätigkeiten oder Abfülltätig
keiten
(
Urk.
9
S. 4
3-44
).
Gesamtmedizinisch sei
zusammenfassend
festzuhalten, dass dem Beschwerde
führer die angestammte Tätigkeit - in Übereinstimmung mit der Aktenlage - dauernd nicht mehr zumutbar sei. Hingegen waren sich die
F._
-Gutachter einig, dass medizinisch-theoretisch eine vorwiegend sitzende, leichte Tätigkeit
unter Berücksichtigung der oben genannten Einschränkungen
in einem 80%-Pensum zumutbar sei bei vermehrtem Pausenbedarf insbesondere infolge der Rückenproblematik. Die Einschätzung der Rehaklinik
E._
vom
5.
Juni 2014 (vgl. vorstehend
E. 4.1
) könne geteilt werden. Es bestehe eine Arbeitsfähig
keit von 70 % für leichte Tätigkeiten unter Berücksichtigung von
einem erhöhten
Pausenbedarf (
Urk.
9
S. 5
1
).
5.
5.
1
D
as polydisziplinäre Gut
achten vom Januar 2016 (vorstehend E. 4.2)
beruht
auf den für die strittigen Belange umfassenden orthopädischen und neurologischen Untersu
chungen und
berücksichtigt
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise (
Urk.
9
S. 13-1
6
und S. 3
5
-3
6
). Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet (
Urk.
9
S.
1
6
20 und S. 30
35
) und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeits
fä
hig
keit werden ausführlich begründet.
Das Gutachten ist für die Beantwortung der Fragen umfassend und erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien (vgl. vor
stehend
E. 1.5
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
5.2
Die Bestätigung des Anspruchs auf eine ganze Rente gemäss Mitteilung vom
30. Juli 2008 (
Urk.
6/116)
basierte im Wesentlichen auf
dem orthopädischen Gut
achten von
Dr.
D._
(
Urk.
6/114)
. Es steht aufgrund der Akten fest,
dass
damals
insbesondere
eine
sekundäre Arthrose des rechten oberen Sprungge
lenkes, eine anatomisch fixierte Aussenrotationsfehlstellung im ehemaligen Frak
turgebiet sowie eine iatrogen und infektionsbedingte
chronifizierte
Schmerz
symptomatik des rechten Schultergelenkes
zur Bestätigung de
s Renten
an
spruchs führte
n (vgl. vorstehend E. 3.1 und E. 3.2)
.
Sowohl die Ein
schränkungen im Bereich der rechten unteren Extremität wie auch die Problema
tik in der rechten Schulter werden im
F._
-Gutachten weiterhin als die Arbeitsfähigkeit ein
schränkende Diagnosen genannt (vgl. vorstehend E. 4.2). In diagnostischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers daher nicht wesentlich verändert. Eine revisionsrechtlich erhebliche Änderung kann indes auch gegeben sein, wenn sich ein Leiden bei gleicher Diagnose in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_747/2011 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
5.
3
Da sich im Rahmen der Exploration vom Juli 2008 (
Urk.
6/114) keine nennens
werten Änderungen ergaben,
verwies
Dr.
D._
in seiner Begutachtung in erster Linie auf die Beurteilung der
C._
-Gutachter vom Juni 2006 (
Urk.
6/82)
.
Dr.
D._
setzte sich nicht mit den von den
C._
-Gutachtern als notwendig erachteten Abklärungen insbesondere im Hinblick auf die therapeutischen Mög
lichkeiten auseinander (vgl. E. 3.2) und nahm auch keine Stellung dazu, dass solche unterblieben waren bzw. der
Beschwerdeführer sich seit Sommer 2007 keiner Therapie mehr unterzogen hatte (vgl.
Urk.
7/114 S. 2). Obwohl die Begut
achtung gerade zu diesem Zwecke zwei Jahre nach der
C._
-Untersuchung in die Wege geleitet worden war, drängte die Beschwerdegegnerin nicht auf eine dies
bezüglich notwendige Ergänzung. Da die Befunderhebung durch
Dr.
D._
bzw. seine Darstellung des Verlaufs des Schulterleidens rudimentär ausfiel bzw.
fehlt und er weitestgehend auf das Vorgutachten verwies, muss davon ausgegan
gen werden, dass im Zeitpunkt seiner Exploration unver
ändert eine
Rotato
ren
manschettensymptomatik
mit
kapsulärem
Bewe
gungs
hemmungs
muster sowie eine diffuse
Periarthropathie
in den Weich
teilen am rechten Schulter
gelenk vor
lag. Weiter kann festgehalten werden, dass der Beschwerde
führer anlässlich sei
ner Exploration im Juli 2008 noch über praktisch identische Beschwerden wie anlässlich der Untersuchungen durch die
C._
Gut
achter im Mai 2005 klagte (vgl.
Urk.
7/114 S. 2 und
Urk.
7/81 S. 2).
Diesbezüglich halten die
F._
-Gutac
hter klare Verbesserungen fest:
Angesichts der Tatsache, dass im Rahmen der
F._
-Begutachtung eine kräftige Muskulatur im Bereich der rechten Schulter festgestellt
wurde
(vgl.
vor
stehend E.
4.2.2), ist davon auszugehen, dass der rechte Arm im Alltag regel
mässig im Einsatz ist.
Der Umstand, dass der Beschwerdeführer letztmals im Frühsommer 2015 in einer ambulanten Physiother
apie war (vgl.
Urk.
9 S. 35) und er
fast
keine Medikation mehr beansprucht (die Laborwerte sprechen gegen den vom Beschwerdeführer angegebenen
hochdosierten
Schmerz
mittelkonsum; vgl.
Urk.
9 S. 42),
weist
ebenfalls
auf
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
hin
.
Im Übrigen
sprach
Dr.
H._
v
on
einem hervor
ragenden Operationsergebnis
im Bereich der rechten Schulter
(
vgl.
Arzt
bericht vom
28.
April 2015
; Urk.
6/168/55f.
)
.
Ferner wiesen die bericht
erstattenden Ärzte der Reha
E._
im Zusammenhang mit der EFL darauf hin, dass die bestehende Schulter
problematik durch den permanenten Stockgebrauch zu erklären sei,
welcher
eine inadäquate Dauerbelastung
darstelle
(vgl. vorstehend
E. 4.1
). Folglich ist anzu
nehmen, dass d
ie noch bestehenden Schmerzen durchaus zu vermeiden sind resp. es sich nicht um eine andauernde Einschränkung handelt.
Demnach ist im Bereich der rechten Schulter
aufgrund der objektiven Befunde
und dem offensichtlichen Gebrauchszuwachs
von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gegenüber 2008 auszugehen.
Auch bezüglich der rechten unteren Extremität ist aufgrund der nur bescheidenen festgestellten Schonungszeichen im Bereich des rechten Beines (vgl. vorstehend E. 4.2.2) davon auszugehen, dass der rechte Fuss im Alltag durchaus belastet wird.
Hinweise auf eine vermehrte Weichteilschwellung werden selbst am späten Nach
mittag verneint.
Des Weiteren lassen auch die fehlenden Behandlungs
bemühun
gen (
gemäss Aussage des Beschwerdeführers gegenüber den
F._
-Gut
achtern
habe er seit 2001 keine Physiotherapie mehr in Anspruch genommen,
Urk.
9 S.35) sowie die beschränkte Medikamenteneinnahme (vgl.
Laborwerte;
Urk.
9 S. 42) darauf schliessen,
dass
trotz geschilderter Beschwerden relativ wenig
Leidens
druck
vorhanden ist
und sich
die Auswirkungen des Leidens
seit dem Jahr 2008
ent
sprechend
verbessert hat.
Untermauert wird dies zudem durch die Beo
bach
tung des orthopädischen Gutachters des
F._
,
wonach
der Beschwer
de
führer ausserhalb der Praxisräumlichkeiten im spontanen Ver
halten ein flüssiges Gang
bild mit quasi normalem Abrollen des rechten Fusses sowie vollständiger Belast
barkeit des rechten Fusses zeige (vgl.
Urk.
9
S. 37
).
5.
4
Zusammenfassend ist aufgrund des
F._
-Gutachtens mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine
zumindest funktionelle
Verbesserung des
Leidens
des Beschwerdeführers ausgewiesen. So besteht im Ver
gleich zur
Rentenbestätigung
im Jahr 2008
insbesondere
eine deutliche
Abnahme
der Schulterbeschwerden auf der rechten Seite
und
die
erhobene
n
klinische
n
orthopädische
n
Befund
e
steh
en
einer Tätigkeit gemäss beschriebenem Zumutbar
keitsprofil nicht entgegen
.
Demnach ging die Beschwerdegegnerin
gestützt auf das polydisziplinäre Gut
ach
ten vom Januar 2016
zu Recht davon aus, dass sich der Gesundheits
zustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der letzten materiellen Renten
überprüfung im Jahr
2008
massgeblich verbessert haben, was recht
sprechungs
gemäss ein
en
Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar
stellt.
5.
5
Die von der Beschwerdegegnerin durchgeführten Eingliede
rungsmassnahmen (vgl.
Urk.
6/185
-18
6
)
, welche mit Mitteilung vom 21. September 2016 (Urk. 6/187) abgeschlossen wurden,
blieben beschwerdeweise unbestritten.
6.
Zu prüfen bleibt, wie sich die
70-80%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
täts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wick
lung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
6.2.2
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Ist die Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich, können für die Bestimmung des Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgegebenen Lohn
struk
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E.
5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG,
3.
Aufl., N 55 und 89 zu
Art.
28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bu
ndesgerichts 9C_699/2015 vom 6.
Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 1
0.
Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 1
1.
September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenre
visionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1).
6.3
6.3.1
Das
Valideneinkommen
ist anhand des bei
der
A._
AG
in einem vollen Pensum erzielbaren Einkommens zu bemessen.
Nach Angaben der Arbeit
geberin im Arbei
tgeberfragebogen vom
6.
März 2001
(
Urk.
6/10
) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(Bundesamt für Statistik, T 39 Entwicklung der Nominallöhne 1976-2016, Männer; Stand 2001: 1902, Stand 2016: 2239)
ist das
Valideneinkommen
mit
Fr.
72'231.88 zu beziffern (
Fr.
4720.
- x
13 :
1902 x 2239)
.
6.3.2
Z
ur Bemessung des Invalideneinkommens
ist
das standardisierte monatliche Ein
kommen von
Fr.
5'3
40
.
--
für männliche Hilfskräfte gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 201
6
, TOTAL in der Tabelle TA1, Kompe
tenzniveau 1, Männer)
heranzuziehen,
da kör
perlich leichte Arbeiten nicht nur auf den Sektor 3 (Dienstleistungen) beschränkt sind
.
Das standardisierte monat
liche Einkommen von Fr. 5'340.--
ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41,7
Stun
den pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeits
zeit nach Wirtschaftsabteilungen, Q 8) auf ein Jahresein
kommen
von Fr. 66'803.40
hoch
zurechnen (Fr. 5'340.-- x
12 :
40 x 41,7
).
Unter Berück
sichtigung des einge
schränkten Arbeitspensums von
7
0
%
sowie des durch die Beschwerde
gegnerin gewährten Leidensabzugs im Umfang von insgesamt 15 %
beträgt das
anzurech
nende
Inva
lideneinkommen somit Fr.
39
'
748
.
--
.
Wird das
Valideneinkommen
von Fr. 72'231.88 (vgl. 6.3.1) dem Invalidenein
kommen gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 32'
483
.8
5
oder ein Invaliditätsgrad von gerundet 45 %.
Die Hochrechnung beider Ver
gleichs
einkommen auf den Nominalwert 2017 führt
zum selben Resultat.
6.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung angenommen und beim neu be
stimmten Invaliditätsgrad von
45
%
eine Rentenherabsetzung auf eine
Vier
telsrente
verfügt hat. Die Beschwerdegegnerin hat in Übereinstimmung mit
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV die
Rentenherabsetzung auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der angefochtenen Verfügung vom
2
6.
Mai 2017
folgenden Monats verfügt.
Die angefochtene Verfügung vom
2
6.
Mai 2017 (
Urk.
2)
erweist sich deshalb als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
dem
unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen
.