Decision ID: 22ba5105-a0aa-5552-8ba6-918b63496c1e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob,
St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 19_, meldete sich am 1. Dezember 2008 zum Bezug von IV-
Leistungen an (act. G 5.1.1). Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom
2. Dezember 2008 gab die behandelnde Dr. med. B._, Medizinische Beratung und
Behandlung, gegenüber der RAD-Ärztin Dr. med. C._, Fachärztin für Physikalische
Medizin und Rehabilitation, an, die Versicherte leide an einer Funktionseinschränkung
der rechten Hand (Schmerzen, Bewegungs- und Krafteinschränkung) bei Status nach
wiederholter Dupuytren-Operation. Zurzeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit (Protokoll
vom 10. Dezember 2008, act. G 5.1.14). Der behandelnde Handchirurg Dr. med. D._
diagnostizierte im Bericht vom 30. Dezember 2008 eine Kompressionsneuropathie des
Nervus ulnaris rechts und des Nervus medianus rechts sowie einen Zustand nach
zweimaliger Karpaltunnelspaltung und nach Vorverlagerung des Nervus ulnaris. Für die
bisherige Reinigungstätigkeit (act. G 5.1.1-6) bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(act. G 5.1.19). Dr. B._ stellte im Bericht vom 14. Januar 2009 (Datum Posteingang
IV-Stelle) zusätzlich die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10:
F32.1; act. G 5.1.20). In Würdigung der Aktenlage kam die RAD-Ärztin am 19. Januar
2009 zum Schluss, zurzeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche
Tätigkeiten. Der Gesundheitszustand sei noch nicht stabil und es bestehe keine
Eingliederungsfähigkeit (act. G 5.1.21). Dr. D._ berichtete am 3. Juni 2009, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verbessert. Für leichtere Arbeiten
bescheinigte er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.30).
A.b Im Rahmen der am 28. Oktober 2009 durchgeführten Haushaltsabklärung wurde
die Versicherte als Vollerwerbstätige qualifiziert (Abklärungsbericht vom 9. Dezember
2009, act. G 5.1.38).
A.c Dr. B._ gab am 21. Januar 2010 an, der Gesundheitszustand habe sich seit
Januar 2009 nicht verändert (act. G 5.1.40).
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A.d Dr. med. E._, Neurologie FMH, berichtete 16. März 2010 gestützt auf die von ihr
vorgenommenen neurologischen und elektrophysiologischen Untersuchungen, dass
die Beschwerden an der rechten oberen Extremität wahrscheinlich als residuell nach
der Pathologie des Nervus ulnaris rechts zu interpretieren seien. Aktuell finde sie
klinisch keine schwere Ausfallssymptomatik im Innervationsgebiet des Nervus ulnaris
rechts, insbesondere keine motorischen Ausfälle, trotz der beklagten Hyposensibilität
in den ulnaren Fingern rechts spüre die Versicherte überall feinste Berührungen.
Hingegen zeige sich elektrophysiologisch ein leichtgradiges sensomotorisches
Karpaltunnelsyndrom rechts, das wahrscheinlich als Rezidiv zu interpretieren sei,
sofern eine operative Dekompression bereits erfolgt sei (act. G 5.1.49-18 ff.).
A.e Im von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen rheumatologisch-psychiatrischen
Gutachten vom 2. April 2010 der Dres. med. F._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin,
speziell Rheumaerkrankungen, und H._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie (nachfolgend: Gutachten F._/H._), das gestützt auf
Untersuchungen vom 15. März 2010 und in Berücksichtigung des neurologischen
Konsiliarberichts vom 16. März 2010 erfolgte, diagnostizierten die Experten mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit eine Karpalfachspaltung rechts 2004; alle Operationen den
rechten Arm betreffend, ausgeführt von Dr. D._; ein Schulter-/Armsyndrom rechts
neurologisch beurteilt durch Dr. E._ als residuelle Kompressions-Neuropathie bei
Vernarbungen nach den diversen Operationen des Nervus ulnaris und medianus rechts;
eine Schmerzausweitung auf Schulter-/Armbewegungseinschränkung rechts. Ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei u.a. der Status nach mittelgradiger depressiver
Episode, aktuell remittiert. Eine Telefonauskunft von Dr. E._ habe ergeben, dass
diese aus neurologischer Sicht bezogen auf eine leichte Arbeit von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit ausgehe. Dr. F._ führte bei der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit
aus, das vermehrte Pausenbedürfnis führe zu einem zeitlichen Arbeitsabzug von 20%
und die anzunehmende Leistungsminderung hinsichtlich des rechten Arms werde
"grosszügig" mit 30% bemessen. Insgesamt bestehe eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit
für leidensangepasste Tätigkeiten, was sich mit der neurologischen Beurteilung von
Dr. E._ decke (act. G 5.1.49). Die RAD-Ärztin hielt die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung, insbesondere die somatische, für nicht ausreichend
schlüssig oder nachvollziehbar. Dr. F._ weise mehrfach auf Inkonsistenzen hin, ohne
die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Er habe ausdrücklich eine
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"grosszügige" Arbeitsfähigkeitsschätzung vorgenommen. Gefordert sei indessen eine
Einschätzung aufgrund objektivierbarer Befunde. Auf die gutachterliche Beurteilung
könne daher nicht abgestellt werden. Die RAD-Ärztin empfahl, zuerst
Eingliederungsmassnahmen ausgehend von einer mindestens 50%igen
Arbeitsfähigkeit zu prüfen. Anschliessend sei zu entscheiden, ob weitere Abklärungen
erforderlich seien (Stellungnahme vom 6. Mai 2010, act. G 5.1.50).
A.f Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 24. August 2010 mit, sie gewähre ihr Be
ratung und Unterstützung bei der Stellensuche (act. G 5.1.62). Im Schlussbericht vom
23. November 2010 hielt die Eingliederungsverantwortliche fest, die Versicherte fühle
sich subjektiv nicht arbeitsfähig, habe sich vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum
abgemeldet und wünsche keine berufliche Unterstützung seitens der IV-Stelle (act.
G 5.1.68; zur Mitteilung vom 18. April 2011 betreffend Abschluss der Arbeitsvermittlung
siehe act. G 5.1.81).
A.g Dr. B._ stellte im Bericht vom 1. Februar 2011 folgende Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein Schulter-Armsyndrom rechts, eine zweimalige
Karpaltunnelspaltung, ein chronisches Schmerzsyndrom sowie eine mittelgradige
depressive Episode (ICD-10: F32, seit 2006; act. G 5.1.74). Dr. D._ teilte der IV-Stelle
am 4. April 2011 mit, eine handchirurgische Verlaufskontrolle vom 28. März 2011 habe
ein ganz anderes Bild als noch vor einem Jahr ergeben. Von Seiten des Ulnaris
bestünden jetzt keine oder höchstens diskrete Beschwerden. Dies sei eine eindeutige
Verbesserung. Eigentlich sollte die Versicherte leichtere Arbeiten wieder durchführen
können. Bezüglich eines allfälligen IV-Leistungsanspruchs schlug er weitere
Abklärungen "von einer dritten Stelle" vor (act. G 5.1.77). Die RAD-Ärztin empfahl in der
Stellungnahme vom 23. Mai 2011 das Einholen eines MEDAS-Gutachtens (act.
G 5.1.82). Die IV-Stelle gab daraufhin beim ZMB Zentrum für Medizinische
Begutachtung eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag (act. G 5.1.84).
A.h Vom 12. bis 15. März 2012 befand sich die Versicherte (stationär) für die
(allgemeinmedizinischen, rheumatologischen, neurologischen und psychiatrischen)
Untersuchungen im ZMB. Im Gesamtgutachten vom 15. Mai 2012 diagnostizierten die
Experten: ein Schulter-Hand-Syndrom rechts (Status nach CTS-Operation rechts 2004,
nach CTS-Operation mit Synoviallappenplastik rechts 2007, nach Operation mit
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Neurolyse des Nervus Ulnaris rechts/Vorverlagerung und Distalisierung der Flector
pronator-Gruppe April 2008) ein mögliches Karpaltunnelsyndrom-Rezidiv rechts, eine
Epicondylopathia humeri lateralis und medialis rechts sowie eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syndrom und
Somatisierungstendenzen. Seit der Operation von April 2008 bestünden eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Reinigungstätigkeit und eine 80%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (act. G 5.1.87). Die RAD-Ärztin hielt
das ZMB-Gutachten für beweistauglich. Beginn der langandauernden Krankheit sei der
9. April 2008 (Stellungnahme vom 6. Juni 2012, act. G 5.1.88).
A.i Ausgehend von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle einen
20%igen Invaliditätsgrad und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 23. August
2012 in Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen (act. G 5.1.92). Dagegen erhob die
Versicherte am 5. September 2012 Einwand (act. G 5.1.93). In der ergänzenden
Begründung brachte sie vor, das Gutachten F._/H._ sei schlüssiger als das ZMB-
Gutachten, zumal es im Einklang mit den medizinischen Vorakten stehe. Bei der
Ermittlung des Invalideneinkommens sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 15%
gerechtfertigt (act. G 5.1.99). Die RAD-Ärztin erachtete die Argumentation der Ver
sicherten für nicht überzeugend und sah keinen Anlass, vom ZMB-Gutachten
abzuweichen. Der Beginn der langandauernden, ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit
setzte sie neu gestützt auf die Akten des Krankentaggeldversicherers auf 10. Dezember
2007 fest (Stellungnahme vom 7. November 2012, act. G 5.1.100). Am 15. November
2012 verfügte die IV-Stelle die Rentenabweisung (act. G 5.1.101).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 15. November 2012 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 19. Dezember 2012. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen deren Aufhebung sowie die Zusprache einer
ganzen Invalidenrente spätestens ab Juni 2009. Eventualiter sei die Angelegenheit an
die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen. Zur
Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, es bestünden beim ZMB-Gutachten
mehrere Mängel, weshalb die darin vorgenommene Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht
schlüssig sei. Diese vermöge die fachlich hierfür nicht qualifizierte RAD-Ärztin mit ihren
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Stellungnahmen nicht zu beheben. Gestützt auf das Gutachten F._/H._ und die
seither eingetretene gesundheitliche Verschlechterung sei von einer Arbeitsfähigkeit
von weniger als 50% auszugehen. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sei
ein 15%iger Abzug zu berücksichtigen (act. G 1). Am 21. Dezember 2012 reichte die
Beschwerdeführerin bei der IV-Stelle ein neues Gesuch um Ausrichtung von
Leistungen, allenfalls ein Revisionsgesuch für den Fall ein, dass die erhobene
Beschwerde nicht vollumfänglich geschützt werde (act. G 5.1.106).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 13. Februar
2013 die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, das ZMB-Gutachten
sei vollumfänglich beweiskräftig. Gestützt darauf sei ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad zu Recht verneint worden. Die RAD-Ärztin verfüge über die
erforderlichen Fachkenntnisse und habe schlüssig aufgezeigt, weshalb das Gutachten
F._/H._ mangelhaft sei. Es lägen keine Umstände vor, die einen Abzug bei der
Bestimmung des Invalideneinkommens rechtfertigten (act. G 5).
B.c Mit Präsidialentscheid vom 19. März 2013 wurde dem Gesuch der Beschwerde
führerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung)
entsprochen (act. G 6).
B.d Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 29. Juli 2013 unverändert an der
Beschwerde fest. Mit der Replik reicht sie den Austrittsbericht der Psychiatrischen
Klinik H._ vom 26. Juni 2013 ein, wo sie für die Dauer vom 4. Februar bis 20. März
2013 hospitalisiert war (act. G 17.1). Die darin diagnostizierte mittelgradige depressive
Episode sei bereits vor Verfügungserlass aufgetreten (act. G 17).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 19).
B.f Am 29. November 2013 reicht die Beschwerdeführerin den Austrittsbericht der
Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums I._ vom 29. Oktober 2013 ein, wo sie
während der Dauer vom 12. August bis 18. Oktober 2013 behandelt wurde (act.
G 21.1). Dieser Bericht beschlage den vor Verfügungserlass eingetretenen
Gesundheitszustand und sei bei der Entscheidfindung zu berücksichtigen (act. G 21).
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Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin.
1.1 Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende
oder länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) hat die versicherte
Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie
mindestens zu 50% oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid
ist.
1.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
2.
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Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf die von den
ZMB-Gutachtern vorgenommene Arbeitsfähigkeitsbeurteilung (act. G 5.1.101). Die
Beschwerdeführerin hält diese für nicht beweiskräftig (act. G 1 und G 17).
2.1 Im Wesentlichen bringt die Beschwerdeführerin vor, die ZMB-Gutachter hätten zu
Unrecht eine Diskrepanz zwischen der eigenen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und der
jenigen gemäss Vorakten - insbesondere der Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten
F._/H._ - verneint (act. G 1, S. 6).
2.1.1 Zunächst ist festzustellen, dass das ZMB-Gutachten auf umfassenden
Untersuchungen beruht, sämtliche geklagten Leiden berücksichtigt und in Kenntnis der
Vorakten erstellt wurde, was von der Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten
wird. Für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten die ZMB-Experten im Nachgang
zu einer interdisziplinären Konsensbesprechung ab April 2008 eine 80%ige
Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.87).
2.1.2 Die Kritik der Beschwerdeführerin beschränkt sich auf die Ausführungen der
ZMB-Gutachter, dass keine erheblichen Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit im Vergleich mit Vorberichten bestünden. Diese führten aus, Dres. F._ und
H._ seien von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% in einer adaptierten
Tätigkeit ausgegangen, währenddem sie (die ZMB-Gutachter) die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten mit 20% beziffert hätten. Zudem
liege die Beurteilung der Dres. F._ und H._ nunmehr bald zwei Jahre zurück. Es sei
durchaus denkbar, dass damals ausgeprägtere Befunde vorgelegen hätten (act.
G 5.1.87-36).
2.1.3 Zwar ist die Annahme der ZMB-Experten, im Gutachten F._/H._ sei eine
lediglich 30%ige Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigt
worden, insoweit unzutreffend, als Dr. F._ zusätzlich zur geschätzten 30%igen
Leistungseinschränkung eine dem vermehrten Pausenbedarf geschuldete 20%ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigte und gesamthaft von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit
ausging (act. G 5.1.49-15). Allerdings fällt zugunsten der ZMB-Einschätzung ins
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Gewicht, dass Dr. F._ ausdrücklich eine "grosszügige" Bemessung der
Restarbeitsfähigkeit vornahm, auf welche die ZMB-Gutachter - der Sache angemessen
- verzichteten. Schliesslich sprach Dr. F._ von einer "mindestens" 50%igen
Arbeitsfähigkeit (act. G 5.1.49-10). Allein schon unter diesen Gesichtspunkten erscheint
eine Diskrepanz zwischen den Arbeitsfähigkeitsschätzungen nachvollziehbar. Dies gilt
vorliegend umso mehr, als Dr. F._ den zusätzlichen 20%igen "zeitlichen
Arbeitsabzug" auf ein lediglich mögliches vermehrtes Pausenbedürfnis zurückführte,
wenn - und nur dann - die Krampfschmerzen im rechten Arm zunehmen würden (act.
G 5.1.49-10). Hinzu kommt - worauf die RAD-Ärztin zu Recht hinwies (act. G 5.1.50) -,
dass an der Aussagekraft des Gutachtens F._/H._ erhebliche Zweifel bestehen, da
die darin erwähnten, mehrfachen Inkonsistenzen (Beschwerden können bloss
"bedingt" mit einem perineuralen Vernarbungssyndrom "erklärt werden";
"Schmerzausweitung", die "den effektiven Schmerzgrad wiederum in Frage stellt", act.
G 5.1.49-10; "seitengleiche Oberarmumfangmasse!", act. G 5.1.49-7; beim Auskleiden
"ohne erkennbare Behinderung oder Schmerz", act. G 5.1.49-7 f.) nicht gewürdigt
wurden. Das Gutachten F._/H._ erweckt in der Tat den Eindruck, dass primär auf
die von der Beschwerdeführerin geklagten Einschränkungen abgestellt wurde, ohne
dass diese Gegenstand einer objektiven Prüfung bildeten und in Kontext mit den
festgestellten Inkonsistenzen gesetzt wurden. In Anbetracht der sich mit Bezug auf
Schmerzen naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten genügen die subjektiven
Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung einer (teilweisen)
Invalidität für sich allein nicht; vielmehr muss im Rahmen der
sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die
Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare
Befunde hinreichend erklärbar sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom
9. Oktober 2001, I 382/00, E. 2b).
2.1.4 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, ihr Gesundheitszustand sei zum
Zeitpunkt der Untersuchungen im ZMB schlechter gewesen als im Zeitpunkt der
Begutachtung bei Dres. F._ und H._. Trotz schlechterem Gesundheitszustand solle
die Arbeitsfähigkeit höher sein. Dies leuchte nicht ein (act. G 1, S. 5 f.). Dieser Einwand
vermag die Beweiskraft des ZMB-Gutachtens nicht zu erschüttern. Denn aus dem
ZMB-Gutachten ergibt sich keine arbeitsfähigkeitsrelevante Verschlechterung des
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Gesundheitszustands. Vielmehr stellte der neurologische ZMB-Gutachter einzig im
Vergleich zu den Untersuchungen von Dr. E._ vom 16. März 2010 im Rahmen der
elektrodiagnostischen Untersuchung eine "leicht verlängerte distalmotorische Latenz
und eine leicht verlangsamte antidrom gemessene Leitgeschwindigkeit über dem
Carpaltunnel" fest (45 m/s anstelle von 44 m/s bei Dr. E._s Untersuch, act.
G 5.1.87-21). Er bezeichnete diese Differenz ausdrücklich als "diskret" sowie
"quantifiziert sehr leichtgradig" und berücksichtigte sie bei der Gesamtbeurteilung (act.
G 5.1.87-25). Relevante Verschlechterungen wurden indessen weder von ihm noch
vom rheumatologischen ZMB-Gutachter erwähnt. Auch aus psychiatrischer Sicht
wurde keine Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bescheinigt,
sondern lediglich von einer diskreten depressiven Symptomatik gesprochen (act.
G 5.1.87-31 und -33).
2.2 Gegen die (retrospektive) Einschätzung des ZMB-Gutachtens spricht auch nicht,
dass Dr. D._ der Beschwerdeführerin im Bericht vom 3. Juni 2009 (act. G 5.1.30-4)
eine leichtere Arbeit "vorerst halbtags" zumutete (act. G 5.1.30-5). Denn wie aus dem
Verlaufsbericht vom 4. April 2011 hervorgeht, worin die gesundheitliche Verbesserung
mit den veränderten Schmerzklagen der Beschwerdeführerin begründet wurde (act.
G 5.1.77-3), stellte Dr. D._ bei früheren Einschätzungen primär auf das subjektive
Schmerzempfinden der Beschwerdeführerin ab ("Vor einem Jahr klagte die Patientin
noch über Beschwerden ulnar rechts. Elektromyographisch aber unauffällig. Keine
Kompression. Heute klagt die Patientin [...]", act. G 5.1.77-2).
2.3 Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der ZMB-Gutachter, insbesondere der von ihnen
festgesetzte Beginn der 80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten,
und die Zweifel an der Beurteilung durch Dr. F._ werden durch die ausführlichen
Stellungnahmen der RAD-Ärztin bestätigt (Stellungnahmen vom 6. Juni 2012, act.
G 5.1.88, und vom 7. November 2012, act. G 5.1.100) bzw. stehen im Einklang mit der
Stellungnahme vom 6. Mai 2010 (act. G 5.1.50), worauf mit der Beschwerdegegnerin
(act. G 5, Rz 3.2 f.) verwiesen wird. Die Beschwerdegegnerin hält der Kritik der
Beschwerdeführerin (act. G 1, S. 6; vgl. auch act. G 17) zutreffend entgegen, dass
keine Zweifel an der Fachkompetenz der RAD-Ärztin und ihrer Würdigung der
somatischen Einschätzung von Dr. F._ bestehen (act. G 5, Rz 3.1). Vorab geht die
Beschwerdeführerin fehl, wenn sie geltend macht, der Facharzttitel "Physikalische
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Medizin" "existiere" nicht in der Schweiz. Richtig ist vielmehr, dass die Verbindung der
Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH ein Weiterbildungsprogramm für "Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation" anbietet. Die Fachdisziplin der
Physikalischen Medizin und Rehabilitation befasst sich mit der Förderung der
körperlichen und kognitiven Funktionen, der Aktivität (inklusive Verhalten), der
Partizipation (inklusive Lebensqualität) und der Verbesserung von persönlichen
Faktoren und Umweltfaktoren. Sie ist zuständig für die Prävention, die Diagnostik, die
Behandlung und das Rehabilitationsmanagement von Menschen jeden Alters mit
behindernden Gesundheitsschädigungen und Komorbiditäten. Fachärzte für
Physikalische Medizin und Rehabilitation verfolgen bei Patienten mit akuten und
chronischen Erkrankungen einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Es kann sich
dabei um muskuloskelettale und neurologische Krankheiten, um Amputationen, um
Funktionsstörungen der Beckenorgane, um kardiopulmonale Krankheiten oder um
Behinderungen infolge chronischer Schmerzen oder Krebserkrankungen handeln.
Fachärzte für Physikalische Medizin und Rehabilitation decken grundsätzlich die
Anforderungen der somatischen Rehabilitation ab (Weiterbildungsprogramm der FMH
vom 1. Januar 2008, Stand 7. März 2013, betreffend Facharzt für Physikalische Medizin
und Rehabilitation, S. 1; Download unter: <http://www.fmh.ch/files/pdf9/
physikalische_medizin_version_internet_ d.pdf>, abgerufen am 29. Januar 2014). Im
Licht dieser Umstände kann keine Rede davon sein, die RAD-Ärztin sei fachlich nicht
dazu befähigt, die somatische Einschätzung von Dr. F._ zu würdigen. Im Übrigen
betrifft ihre Kritik nicht spezialrheumatologische Fragen, sondern die Umstände, dass
Dr. F._ ausdrücklich eine "grosszügige" Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zugunsten der
Beschwerdeführerin gestützt auf die geäusserten Schmerzklagen vornahm, ohne die
Inkonsistenzen zu berücksichtigen (vgl. hierzu vorstehende E. 2.1.3).
2.4 Dass Dr. E._ gemäss telefonischer Nachfrage von Dr. F._ für eine
leidensangepasste Tätigkeit aus neurologischer Sicht die Arbeitsfähigkeit auf 50%
eingeschätzt habe (act. G 5.1.49-8), steht der vom RAD bestätigten retrospektiven
Beurteilung des ZMB nicht entgegen. Einerseits fehlt jener Schätzung eine
Begründung, andererseits erscheint sie mit Blick auf den neurologischen Bericht vom
16. März 2010 nicht schlüssig, worin klinisch von keiner schweren Ausfallssymptomatik
im Innervationsgebiet des Nervus ulnaris rechts, insbesondere von keinen motorischen
Ausfällen, sondern lediglich von einem elektrographisch festgestellten leichtgradigen
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sensomotorischen Karpaltunnelsyndrom rechts sowie keinen Ausfällen im Bereich des
linken Nervus ulnaris (elektrographisch durchwegs Normalbefunde) die Rede war (act.
G 5.1.49-18; vgl. auch die Kritik in der RAD-Stellungnahme vom 6. Mai 2010, act.
G 5.1.50). Des Weiteren ging selbst Dr. F._ davon aus, dass eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten "grosszügig" sei (act.
G 5.1.49-15).
2.5 Dr. B._ gab in den Berichten vom 14. Januar 2009 und vom 1. Februar 2011
hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit keine quantitativen Einschränkungen
bzw. Leistungsverminderungen an, sondern beschränkte sich auf die Nennung
qualitativer Einschränkungen (act. G 5.1.20 und G 5.1.74-5, worin sie lediglich den
Vermerk "fraglich" anbrachte).
2.6 Zusammenfassend ist gestützt auf das ZMB-Gutachten mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab April 2008
über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Anhaltspunkte für eine bis zum
Verfügungserlass vom 15. November 2012 (act. G 5.1.101) eingetretene somatische
Verschlechterung bestehen nicht und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht
geltend gemacht. Auch aus psychiatrischer Sicht ist eine seit der ZMB-Begutachtung
und vor Verfügungserlass eingetretene Verschlechterung mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit dargetan. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act.
G 17) ergibt sich aus dem Bericht der Psychiatrischen Klinik H._ vom 26. Juni 2013,
wo jene vom 4. Februar bis 20. März 2013 hospitalisiert war, keine vor
Verfügungserlass eingetretene psychische Verschlechterung. Die knapp drei Monate
nach der Verfügung erfolgte Einweisung in die Psychiatrische Klinik H._ erfolgte im
Rahmen einer Notaufnahme, was für ein akut aufgetretenes Leiden (ausgeprägte
Angstzustände, Panikattacke mit Hyperventilation) spricht. Ferner berichtete die
Beschwerdeführerin, die Angstzustände hätten sich seit dem 1. Februar 2013 "massiv
verschlechtert" (act. G 17.1, S. 2). Damit geht einher, dass die Beschwerdeführerin in
der Beschwerde vom 19. Dezember 2012 (noch) keine seit der ZMB-Begutachtung
eingetretene Verschlechterung geltend machte. Entsprechendes gilt für den die
tagesklinische Behandlung im Psychiatrischen Zentrum I._ betreffenden Bericht vom
29. Oktober 2013 (act. G 21.1). Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte
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Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands kann deshalb nicht
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden.
3.
Ausgehend von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit kann auf die Vornahme eines
konkreten Einkommensvergleichs zur Bestimmung des Invaliditätsgrads verzichtet
werden, da die Beschwerdeführerin vor Eintritt der gesundheitlichen Leiden keinen
überdurchschnittlichen Lohn erzielte und deshalb selbst bei Gewährung des
beantragten Tabellenlohnabzugs von 15% (act. G 1) offensichtlich kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Deshalb kann u.a. offen bleiben, ob ein
15%iger Tabellenlohnabzug überhaupt gerechtfertigt wäre.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtspflege am 19. März 2013
bewilligt (act. G 6). Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann sie
jedoch zur Nachzahlung verpflichtet werden (Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272]).
4.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der
unterliegenden Beschwerdeführerin ist die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu
befreien.
4.4 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
bis
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(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis
Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf das
Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit
erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist
um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]).
Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal
(BGE 125 V 201) mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP