Decision ID: 0a1cd439-c51a-5575-8132-37d6065dfb58
Year: 2018
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Fürsprecher A._ wurde mit Urteil der 2. Strafkammer des  des Kantons Bern vom 28. November 2016 wegen , mehrfacher Nötigung, Sachentziehung und Hinderung einer  rechtskräftig zu einer bedingten Geldstrafe von 105 Tagessätzen verurteilt. Deswegen eröffnete die Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern am 29. Mai 2017 ein Verfahren «zur Prüfung der Löschung aus dem Anwaltsregister». Mit Verfügung vom 12. März 2018 ordnete sie die Löschung des Eintrags im Anwaltsregister an und auferlegte Fürsprecher A._ die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.--.
B.
Dagegen hat A._ am 23. April 2018  erhoben mit dem Antrag, die Verfügung der  sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Weiter verlangt er sinngemäss mit einem Eventualantrag, die angefochtene Verfügung sei ersatzlos aufzuheben. Subeventuell sei für das vorinstanzliche Verfahren von einer Kostenauflage abzusehen bzw. die Verfahrenskosten seien «auf ein gebotenes Mass» von höchstens Fr. 1'000.-- zu reduzieren.
Die Anwaltsaufsichtsbehörde schliesst mit Beschwerdevernehmlassung vom 4. Mai 2018 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Stellungnahme vom 4. Juni 2018 hält A._ an seinen Anträgen fest. Die Anwaltsaufsichtsbehörde hat sich am 18. Juni 2018 hierzu geäussert.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.09.2018, Nr. 100.2018.125U, Seite 3

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 22 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene  besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und  eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Eine  nimmt es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers  des Gebiets der Sozialversicherung nur vor, wenn die Gesetzgebung eine solche vorschreibt (vgl. Art. 80 Bst. c VRPG). Im Bereich der  ist sie nicht vorgesehen. Diese Regelung gilt unbekümmert davon, ob das Verwaltungsgericht als erste (und einzige) oder als zweite Beschwerdeinstanz entscheidet.
2.
Seinen Hauptantrag begründet der Beschwerdeführer mit verschiedenen formellen Mängeln des vorinstanzlichen Verfahrens. Im Vordergrund steht dabei eine angebliche Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 21 ff. VRPG; Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der Kantonsverfassung [KV; BSG 101.1]).
2.1 Mit Verfügung vom 29. Mai 2017 eröffnete die  ein Verfahren zur Löschung des Registereintrags und setzte dem Beschwerdeführer eine 14-tägige Frist zur Stellungnahme. Auf Gesuch des Beschwerdeführers hin, der eine mehr als viermonatige Erstreckung bis Ende Oktober 2017 verlangt hatte, verlängerte sie die Frist bis zum 30. Juni
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2017 (Verfügung vom 2.6.2017 [act. 3B pag. 99]). Der Beschwerdeführer sieht darin eine Gehörsverletzung. Er macht geltend, er sei wegen einer längeren Ferienreise und anstehender Pendenzen nicht in der Lage gewesen, innert der gesetzten Frist Stellung zu nehmen, zumal er in dieser Angelegenheit «null Erfahrung» habe (vgl. Beschwerde S. 2 ff.). Zudem sei die Aufforderung der Anwaltsaufsichtsbehörde, den bevorstehenden Auslandaufenthalt «innert laufender Frist» zu belegen, ungewöhnlich und zur Unzeit, weil unmittelbar vor seiner Abreise erfolgt. Ferner habe er seine Ferienabwesenheit mittels einer Ansichtskarte aus Freiburg im Breisgau hinreichend belegt. Andere Beweismittel seien ihm im Voraus nicht zur  gestanden, weil er in einem Privatfahrzeug mit «» unterwegs gewesen sei.
2.2 Als Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör kommt den  vor Erlass einer in ihre Rechtsstellung eingreifende Verfügung das Recht zu, sich zur Sache zu äussern (Art. 21 Abs. 1 VRPG; statt vieler BVR 2018 S. 281 E. 3.1, 2012 S. 28 E. 2.3.1; BGE 144 I 11 E. 5.3, 140 I 99 E. 3.4). Im schriftlichen Verfahren räumt die Behörde den Betroffenen eine Frist zur Stellungnahme ein, die auf Gesuch hin verlängert werden kann (Art. 43 Abs. 1 VRPG). Eine solche Fristerstreckung setzt (zureichende) Gründe voraus, die nach allgemeiner Lebenserfahrung geeignet , eine fristgerechte Vornahme der Prozesshandlung zu hindern. Das  beurteilt die Behörde mit Rücksicht auf die Natur der Streitsache, die betroffenen Interessen und die Verfahrensumstände; sie verfügt dabei über einen erheblichen Ermessensspielraum (VGE 2016/257/258 vom 12.6.2018 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 43 N. 4).
2.3 Ferien insbesondere in Verbindung mit einer Landesabwesenheit werden regelmässig als zureichender Grund für eine Fristerstreckung . Die Vorinstanz hat aber zu Recht erwogen, mit der ihr  Ansichtskarte sei kein tauglicher Nachweis für den geltend gemachten unüblich lange dauernden Auslandaufenthalt des Beschwerdeführers . Damit ist einzig erstellt, dass dieser sich am 16. Juni 2017 weniger als zwei Autostunden von Bern entfernt im unmittelbar benachbarten  befand, nicht aber dass er eine mehrmonatige Ferienreise im Ausland
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angetreten hatte. Selbst wenn der Beschwerdeführer tatsächlich, wie , vorgängig keinerlei Reservationen für Unterkünfte, Restaurants oder Museen vorgenommen haben sollte, ist nicht ersichtlich, weshalb es ihm unmöglich gewesen sein soll, die ungewöhnlich lange Dauer seiner Ferien auf geeignete Weise glaubhaft zu machen (etwa mit einem Auftrag zur Postrückbehaltung oder mit einem Beleg der Ferienunterbrechung  Dauerabonnements). Dass ihm als langjährig forensisch tätiger Rechtsanwalt nicht bewusst gewesen sein soll, im Hinblick auf die  Fristerstreckung eine mehrmonatige Ferienabwesenheit belegen zu müssen, ist zudem unglaubwürdig (vgl. dazu auch Amstutz/Arnold, in Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum BGG, 2. Aufl. 2011, Art. 47 N. 6a). Die dahingehende Aufforderung der  vom 13. Juni 2017 war ferner – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – klar und unmissverständlich formuliert und ist  des bestehenden Prozessrechtsverhältnisses auch nicht zu Unzeit erfolgt. Schliesslich ist die beantragte Fristverlängerung um mehr als vier Monate (von Mitte Juni bis Ende Oktober) als überlang zu bezeichnen. Der Beschwerdeführer plante seine Rückkehr in die Schweiz nach eigenen  auf Ende August und hätte sich danach innert nützlicher Frist um eine Stellungnahme bemühen können. Hinzu kommt, dass ein öffentliches Interesse an einer beförderlichen Behandlung der Sache bestand, zumal das Erfüllen der persönlichen Voraussetzungen für den Eintrag im  nach der strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers ernsthaft in Frage gestellt war. Angesichts der auf dem Spiel stehenden Interessen ist ein Löschungsverfahren zügig an die Hand zu nehmen und voranzutreiben. Schon aus diesem Grund sind keine ausgedehnten Fristerstreckungen zu bewilligen. Letztlich ist aber ohnehin weder  noch dargetan, dass der Beschwerdeführer aufgrund der ihm nicht in vollem Umfang gewährten Fristerstreckung effektiv einen Rechtsnachteil erlitten hätte: Der Beschwerdeführer hatte im vorinstanzlichen Verfahren vor Erlass der angefochtenen Verfügung ausreichend Gelegenheit, zur Sache Stellung zu nehmen. Er ist mehrfach mit Eingaben an die  gelangt (Schreiben vom 11.6., 30.8., 13.9. und 9.12.2017 sowie vom 14.2. und 1.3.2018; act. 3B pag. 103 ff., 117 f., 125 f., 135, 147 und 153), wobei nicht die Vorinstanz dafür verantwortlich ist, dass er sich dabei primär zur gewünschten Fristerstreckung und zur in seinen Augen
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mangelhaften Verfahrensführung anstatt zur Sache geäussert hat. Die Anwaltsaufsichtsbehörde hat auch die an sich verspäteten Stellungnahmen zur Kenntnis genommen und den Beschwerdeführer ausdrücklich eingeladen, sich noch materiell zur Sache zu äussern (vgl. insb. Schreiben vom 7.9.2017 [act. 3B pag. 123] sowie angefochtene Verfügung S. 3). Bei diesen Gegebenheiten kann keine Rede davon sein, dass die  im Zusammenhang mit der Erstreckung der Frist zur  das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hätte.
2.4 Der Beschwerdeführer behauptet weitere Verfahrensfehler der :
2.4.1 So bringt er etwa vor, die angefochtene Verfügung sei wegen « unkorrekter Unterschrift» neu zu eröffnen (Beschwerde S. 8). Offenbar meint der Beschwerdeführer, dass Oberrichter B._, der die Verfügung vom 12. März 2018 als Präsident der Anwaltsaufsichtsbehörde unterzeichnete, die Funktion noch nicht inne hatte (Beschwerde S. 7). Zu Unrecht: Oberrichter B._ hat das Präsidium auf den 1. März 2018 übernommen, womit in dieser Hinsicht kein Mangel erkennbar ist (vgl. Verfügung des Obergerichts vom 8.1.2018 [act. 3A]). Die Rüge ist unbegründet.
2.4.2 Weiter vermutet der Beschwerdeführer «Machenschaften» des  Präsidenten der Anwaltsaufsichtsbehörde. Dieser hege aufgrund von «jahrelangen Querelen» und «ausgetauschten Feindseligkeiten» im Rahmen seiner früheren Tätigkeit als Gerichtspräsident «im Amthaus Bern» sowie aus angeblichen Kontakten in der Jugend Antipathien gegen ihn, weshalb er von ihm nur «das Schlechteste und Schlimmste» zu  habe (Beschwerde S. 6 f.). Es bestehe weiter der Anschein,  B._ habe das Verfahren gegen ihn an sich gerissen, um ihn «auf unglaubliche und nicht erdenkbare Art, fehlerhaft und unfair» zu , ihn «zur Schnecke» zu machen und ihm «eins auszuwischen», was in der «völlig verfehlten Begründung» der angefochtenen Verfügung zum Ausdruck komme (Beschwerde S. 5 f.). – Soweit der  damit eine Befangenheit des Vorsitzenden im Sinn von Art. 9 VRPG geltend machen will, ist die Rüge offensichtlich verspätet: Nach ständiger Rechtsprechung sind allfällige Ablehnungs- bzw. Ausstandsgründe sofort
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nach ihrem Bekanntwerden vorzubringen, ansonsten der Anspruch auf  – dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem  entsprechend – verwirkt (BVR 2005 S. 561 E. 4.1; VGE 2017/293/294 vom 14.5.2018 E. 3; vgl. auch BGE 141 III 210 E. 5.2, 136 I 207 E. 3.4). Dem Beschwerdeführer wurde am 6. Februar 2018  Gelegenheit eingeräumt, allfällige Ausstandsgründe gegen den neuen Vorsitzenden der Anwaltsaufsichtsbehörde zu nennen (act. 3B pag. 137), worauf er am 1. März 2018 ausdrücklich verzichtet hat (act. 3B pag. 153).
2.4.3 Am Rand macht der Beschwerdeführer überdies geltend, die  habe mit der Einleitung des Administrativverfahrens absichtlich  für ihn ungünstigen Zeitpunkt abgewartet, das Verfahren ungebührlich verschleppt und ihn auch sonst unfair behandelt. Eine Verletzung von  Bestimmungen oder Rechtsgrundsätzen ist indes auch in dieser Hinsicht weder ersichtlich noch dargetan.
2.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das vorinstanzlich Verfahren korrekt geführt worden ist. Die Vorinstanz hat weder das rechtliche Gehör noch andere Verfahrensrechte des Beschwerdeführers verletzt und von «Nichtigkeit» der Löschungsverfügung kann keine Rede sein. Die  erweist sich im Hauptantrag als unbegründet.
3.
Zu prüfen ist der Eventualantrag, die angefochtene Löschungsverfügung (ersatzlos) aufzuheben.
3.1 Art. 8 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) regelt die persönlichen Voraussetzungen, die eine Anwältin bzw. ein Anwalt erfüllen muss, um in das kantonale Anwaltsregister eingetragen zu werden.  ist insbesondere, dass keine strafrechtliche Verurteilung wegen Handlungen vorliegt, die mit dem Anwaltsberuf nicht zu vereinbaren sind, es sei denn, diese Verurteilung erscheine nicht mehr im  für Privatpersonen (Abs. 1 Bst. b). Anwältinnen und Anwälte, die eine der Eintragungsbedingungen nicht mehr erfüllen, werden im Register ge-
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löscht (Art. 9 BGFA; Art. 27 Abs. 1 KAG). Diese Regelung fusst auf dem Gedanken, dass das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen und der  zerstört werden kann, wenn sie nicht alle Garantien hinsichtlich Seriosität und Ehrenhaftigkeit bieten, welche die Ausübung des  voraussetzt. Nur Straftaten, die sich auf mit der Anwaltstätigkeit  Handlungen beziehen, sind relevant, wobei nicht erforderlich ist, dass eine solche Tat bei der Berufsausübung begangen worden ist,  sie kann auch in einem rein privaten Rahmen vorgefallen sein. Beim Entscheid, ob die Handlung, die zur Verurteilung geführt hat, mit dem  vereinbar ist oder nicht, verfügt die Aufsichtsbehörde über einen grossen Beurteilungsspielraum, hat aber den  zu beachten. Damit ein vernünftiges Verhältnis zur Löschung im  besteht, müssen Taten einer gewissen Schwere vorliegen. Liegt  eine Verurteilung wegen mit dem Anwaltsberuf nicht vereinbaren Handlungen vor, muss die zuständige Behörde in Anwendung von Art. 9 BGFA zur Löschung schreiten, ohne dass sie diesbezüglich noch über ein Entschliessungsermessen verfügt (vgl. zum Ganzen BGE 137 II 425 E. 6.1 [Pra 101/2012 Nr. 48]; Staehelin/Oetiker, in Fellmann/Zindel [Hrsg.],  zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 8 N. 6 und N. 17 f.; Meier/ Reiser, in Commentaire Romand, Loi sur les avocats, 2010, Art. 8 N. 18 ff. und Art. 9 N. 6; Bohnet/Martenet, Droit de la profession d’avocat, 2009, N. 609 ff. und N. 613 ff.).
3.2 Als Handlungen, die mit dem Anwaltsberuf nicht zu vereinbaren sind und deswegen zu einer Löschung aus dem Anwaltsregister führen, zählen nach Lehre und Rechtsprechung jedenfalls schwere Straftaten, wie Delikte gegen Leib und Leben, sowie namentlich Vermögens- und Urkundendelikte (BGE 137 II 425 E. 6.1; BGer 2C_430/2013 vom 22.7.2013 E. 4.6, 2C_183/2010 vom 21.7.2010 E. 2.4 f., 2C_119/2010 vom 1.7.2010 E. 2.5, 2A.79/2005 vom 22.7.2005 E. 3.2; Staehelin/Oetiker, a.a.O., Art. 8 N. 20; Bohnet/Martenet, a.a.O., N. 613; Walter Fellmann, Anwaltsrecht, 2. Aufl. 2017, Rz. 305, je mit Hinweisen auch zum Folgenden). In Frage kommen aber auch andere Straftaten, die geeignet sind, das vom Gesetzgeber  Vertrauen in den Anwaltsberuf zu beeinträchtigen, wie etwa  gegen die Freiheit (Drohung, Nötigung), Delikte gegen die  (Geldwäscherei, falsche Anschuldigung) und solche gegen die öf-
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fentliche Gewalt (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen; BGE 137 II 425 E. 6.2; BGer 2C_226/2018 vom 9.7.2018 E. 4.2 f., 2C_430/2013 vom 22.7.2013 E. 4.6). Demgegenüber sind Delikte, denen eine heftige Gemütsbewegung zugrunde liegt, die eine spezielle  voraussetzen oder bei denen die kriminelle Energie gering ist (z.B. mässige Geschwindigkeitsüberschreitung), eher mit dem Anwaltsberuf  (vgl. BGE 137 II 425 E. 6.1; Staehelin/Oetiker, a.a.O., Art. 8 N. 22; Bohnet/Martenet, a.a.O., N. 615, je mit Hinweisen). Im Einzelfall kommt es namentlich auf die Natur der Verfehlung und die strafrechtlich geschützten Interessen an, wobei auch die Tatschwere sowie das Verhalten der  bzw. des Anwalt während und nach der Tat zu berücksichtigen sind (vgl. Bohnet/Martenet, a.a.O., N. 610; Staehelin/Oetiker, a.a.O., Art. 8 N. 19). Das Bundesgericht hat jüngst die Löschung eines Anwalts aus dem  als rechtmässig beurteilt, der wegen Drohung, Nötigung und Sachbeschädigung verurteilt worden war (BGer 2C_226/2018 vom 9.7.2018). Der Betroffene hatte einen Handwerker, der das von ihm  Grundstück zur Ausführung von Arbeiten auf dem benachbarten Grundstück überqueren wollte, verbal mit dem Tod bedroht und ihm  entrissen und beschädigt. Zudem hatte er der Nachbarin, die die Bauarbeiten in Auftrag gegeben hatte, trotz Wegrecht während mehrerer Monate den Zugang zu ihrer Terrasse verwehrt (E. 4.2). Das Bundesgericht hat betont, dass es sich nicht um eine blosse Kleinigkeit handle, wenn ein Rechtsanwalt derartigen Straftaten gegen die Ehre, das Vermögen und  die Freiheit begehe. Von jemandem, der beruflich mit der Wahrung der Interessen seiner Klientschaft betraut sei, werde erwartet, dass er persönliche Konflikte entweder gütlich löse oder den Rechtsweg beschreite (E. 4.3).
3.3 Die Anwaltsaufsichtsbehörde ist zum Schluss gekommen, dass die Handlungen, wegen derer der Beschwerdeführer strafrechtlich verurteilt worden ist, mit dem Anwaltsberuf nicht vereinbar seien. Er habe im  einer Auseinandersetzung mit einem Mieter dessen Privatsphäre und Rechte missachtet sowie mit Stringenz und Nachdruck über einen längeren Zeitraum Selbstjustiz verübt. Zudem habe der Beschwerdeführer im  keinerlei Einsicht gezeigt; seine Aussagen seien konstruiert, , beschönigend und zumindest teilweise auch widersprüchlich ge-
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wesen. Ferner habe er von vornherein aussichtslose Anträge gestellt. Seine Haltung und Argumentation im Verfahren vor der Aufsichtsbehörde, insbesondere hinsichtlich der beantragten Fristverlängerung (vgl. vorne E. 2.1), würden ebenfalls irritieren. Angesichts des Strafmasses sei die  Tatschwere erreicht. Beim Beschwerdeführer ergebe sich das Bild einer Person, die sich selbstherrlich und teilweise mit illegalen Mitteln ihr Recht zu verschaffen suche und sich weder von der Polizei noch von den Behörden Einhalt gebieten lasse. Dem Beschwerdeführer fehle daher die Fähigkeit, als «Diener des Rechts» tätig zu sein (vgl. angefochtene  Ziff. 31-35).
3.4 Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, lässt diese  nicht rechtswidrig erscheinen:
3.4.1 Zunächst wirft er der Anwaltsaufsichtsbehörde vor, sie hätte sich zu den dem Strafurteil zugrunde liegenden Tathandlungen gar nicht äussern dürfen. Die entsprechenden Ausführungen in den Ziffern 27 bis 35 der  Verfügung hätten im vorliegenden Verfahren «nichts zu ». Die Beurteilung habe allein gestützt auf das BGFA zu erfolgen, gehe es doch nicht um eine Disziplinarmassnahme, sondern einzig um die persönliche Voraussetzung für die Berufsausübung gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b BGFA. Die Vorinstanz habe zusätzliche Voraussetzungen für den Eintrag in das Anwaltsregister geschaffen, was unzulässig sei. Er fühle sich durch die besagten unnötigen Ausführungen, in denen die strafrechtlich  Handlungen «genüsslich ausgebreitet» und interpretiert würden, «massiv verletzt» und erniedrigt (Beschwerde S. 10 ff.). – Der  übersieht, dass die Vorinstanz gehalten war, die Handlungen, die seiner strafrechtlichen Verurteilung zugrunde lagen, im Licht von Art. 8 Abs. 1 Bst. b BGFA zu würdigen (vgl. vorne E. 3.1). Sie kam deshalb nicht umhin, das Verhalten des Beschwerdeführers mit Bezug auf dessen  für den Beruf eines Rechtsanwalts zu erörtern. Soweit sie die  des Beschwerdeführers dabei negativ bewertete, liess sie sich von sachlichen Überlegungen leiten und stützte ihre Kritik auf eine  Würdigung der Umstände. Die fraglichen Erwägungen gehen  in Bezug auf ihren Umfang noch hinsichtlich ihres Inhalts über das hinaus, was eine gewissenhafte Prüfung der zentralen Rechtsfrage des
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vorinstanzlichen Verfahrens erfordert hat. Von einer verletzenden oder herabwürdigen Behandlung der Person des Beschwerdeführers kann mithin keine Rede sein. Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Anwaltsaufsichtsbehörde den Charakter des Verfahrens verkannt oder falsche bzw. inexistente Rechtsgrundlagen angewandt hätte.
3.4.2 Weiter macht der Beschwerdeführer zumindest sinngemäss , er habe sich keine Handlungen zu Schulden kommen lassen, die mit dem Anwaltsberuf nicht zu vereinbaren seien. Allerdings setzt er sich mit den einschlägigen Erwägungen der Vorinstanz nicht substantiiert . Diese sind denn auch nicht zu beanstanden: Die 2. Strafkammer des Obergerichts hat den Beschwerdeführer mit Urteil vom 28. November 2016 (act. 3B pag. 1 ff. [nachfolgend: Strafurteil]) wegen , mehrfacher Nötigung, Sachentziehung und Hinderung einer  zu einer bedingten Geldstrafe von 105 Tagessätzen à Fr. 150.-- verurteilt. Der Verurteilung liegen zwei Sachverhalte zugrunde, die vom Beschwerdeführer nicht mehr in Frage gestellt werden: Beim ersten handelt es sich um eine Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Mieter einer seiner Wohnungen. Der betreffende Mieter hatte die Wohnung per 31. Oktober 2010 gekündigt und dem Beschwerdeführer einen Schlüssel ausgehändigt, damit er die Wohnung Interessierten zeigen konnte. Am 29. August 2010 betrat der Beschwerdeführer die Wohnung jedoch nicht zu einer Wohnungsbesichtigung, sondern ohne Berechtigung und veranlasste die sich dort allein aufhaltende Ehefrau des Mieters zum Verlassen der Wohnung. Dann wechselte er den Zylinder des Türschlosses aus, sodass weder der Mieter noch dessen Ehefrau in die Wohnung gelangen konnten. Weiter hat der Beschwerdeführer den gesamten Hausrat des Mieters zurückbehalten, sodass dieser in der Folge über Monate nicht über die ihm vorenthaltenen Sachen – einschliesslich wichtiger Dokumente (Reisepass, Diplome) – verfügen konnte, bis der Beschwerdeführer die Habseligkeiten am 16. März 2011 unter behördlichem Druck herausgeben musste (vgl. Strafurteil S. 9 ff., 19 ff. und 29). Den Strafverfolgungsbehörden gab der Beschwerdeführer an, er habe Klopfgeräusche aus der Wohnung gehört und befürchtet, dass der Mieter seine Ehefrau misshandelt und  habe; er habe die Frau befreien und durch Auswechseln des Zylinders der Wohnungstüre weiteres Übel verhindern wollen (vgl. Straf-
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urteil S. 11 f.). Diese Behauptungen fanden indes in der strafgerichtlichen Sachverhaltsfeststellung keine Stütze. Aus dem Strafurteil geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer weniger um die Ehefrau sorgte, als vielmehr den Mieter, mit dem er sich im Streit befand, zu einem Gespräch anhalten wollte (vgl. Strafurteil S. 9, 13 und 24). Der zweite sanktionierte Sachverhalt spielte sich am 10. Oktober 2010 im Restaurant ... in... ab. Es wurde die Polizei aufgeboten, da der Beschwerdeführer mit einem anderen Gast (verbal) in Streit geraten war. Nachdem er von seinem Kontrahenten getrennt und nach draussen geführt worden war, ärgerte der Beschwerdeführer sich darüber, in der Kälte warten zu müssen. Er wollte sich deshalb entfernen, sodass ihn der Polizeibeamte mit Gewalt zurückhalten und Unterstützung anfordern musste (vgl. Strafurteil S. 13 ff. und 30 f.).
3.4.3 Das geschilderte Verhalten des Beschwerdeführers ist mit dem  nicht vereinbar: Von einem Rechtsanwalt, der beruflich die  Rechtssuchender wahrzunehmen hat, darf erwartet werden, dass er auch zur Wahrung seiner eigenen Interessen nur diejenigen Mittel einsetzt, die das Recht zur Verfügung stellt. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, tragen Anwältinnen und Anwälte eine Mitverantwortung für das korrekte Funktionieren des Rechtsstaats (vgl. vorne E. 3.3 bzw.  Verfügung Ziff. 19). Zwar hat das Bundesgericht die früher übliche Umschreibung ihrer Aufgaben als «Diener des Rechts» relativiert.  und Anwälte, die Rechtssuchende bei der Verfolgung ihrer  Rechtsschutzinteressen beraten und unterstützen, sind als Verfechter von Parteiinteressen aber auch heute noch gehalten, zur Verwirklichung der Rechtsordnung und zu einem geordneten Gang der Rechtspflege , weshalb sie sich insbesondere keiner rechtswidrigen Mittel  dürfen (BGE 130 II 270 E. 3.2.2, 106 Ia 100 E. 6b; Walter Fellmann, a.a.O., Rz. 218 und 326 mit weiteren Hinweisen). Zudem sind die  und Anwälte aufgrund ihrer besonderen Stellung zu einer gewissen Zurückhaltung verpflichtet und gehalten, bei Streitigkeiten einer Eskalation entgegenzuwirken (BGE 130 II 270 E. 3.2.2). Der Beschwerdeführer hat mit seinen Handlungen ein Verhalten an den Tag gelegt, das diesen  in keiner Weise gerecht wird. Es wäre zu erwarten gewesen, dass er im Streit mit seinem Mieter eine gütliche Einigung anzustreben versucht
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oder allenfalls seine Ansprüche auf dem Prozessweg geltend macht (vgl. BGer 2C_226/2018 vom 9.7.2018 E. 4.3). Stattdessen hat er den  Konflikt wesentlich verschärft, indem er seine Interessen  und unter Einsetzung von illegalen Druckmitteln durchzusetzen . Deshalb bestehen erhebliche Zweifel, dass der Beschwerdeführer bereit (oder in der Lage) ist, sich in Konfliktsituationen an die  zu halten. Das Auftreten des Beschwerdeführers gegenüber dem Polizeibeamten im Restaurant ... weckt sodann Bedenken hinsichtlich seines Umgangs mit den Behörden. Seine Eingaben vor der Vorinstanz und beim Verwaltungsgericht legen den Schluss nahe, dass er  Mühe damit bekundet, staatliche Autoritäten anzuerkennen und sich ständig ungerecht behandelt fühlt. Seine Handlungen, die als Delikte gegen die Freiheit (Nötigung, Hausfriedensbruch) und gegen das Vermögen (Sachentziehung) sowie gegen die öffentliche Gewalt (Hinderung einer Amtshandlung) bestraft wurden, sind insgesamt mit dem Anwaltsberuf nicht vereinbar. Die Vorinstanz hat mithin zu Recht erkannt, dass der  ein strafrechtlich relevantes Verhalten an den Tag gelegt hat, das gemäss Art. 9 i.V.m. Art. 8 Abs. 1 Bst. b BGFA zur Löschung im  führen muss.
3.5 Auch die weiteren Voraussetzungen gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b BGFA sind erfüllt: Das Strafurteil vom 28. November 2016 ist am 12.  2017 eröffnet worden und am 23. Februar 2017 in Rechtskraft  (vgl. Beschwerdevernehmlassung S. 1). Die mit einer  Probezeit ausgesprochene Strafe (vgl. Strafurteil S. 42) muss also heute nach wie vor im Strafregisterauszug für Privatpersonen erscheinen (Art. 8 Abs. 1 Bst. b BGFA sowie Art. 371 Abs. 3bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]), was der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt. Die angeordnete Löschung aus dem Anwaltsregister hält daher der Rechtskontrolle stand, womit sich auch der Eventualantrag als  erweist.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.09.2018, Nr. 100.2018.125U, Seite 14
4.
Der Beschwerdeführer verlangt schliesslich mit einem Subeventualantrag, für das vorinstanzliche Verfahren seien ihm keine Kosten aufzuerlegen bzw. die von ihm zu tragenden Verfahrenskosten seien auf höchsten Fr. 1'000.-- festzusetzen. Die Vorinstanz habe sich fälschlicherweise auf Art. 35 KAG gestützt, der die Kostenauflage im Disziplinarverfahren regle und deshalb hier keine Anwendung finde. Ohnehin seien die  massiv zu reduzieren, da die Vorinstanz mit ihren überflüssigen Ausführungen betreffend Straftraten (Ziff. 27-35 der angefochtenen ) grösstenteils unnötigen Aufwand betrieben habe. – Diese Rügen  nicht: Zunächst sind die beanstandeten Erwägungen der Vorinstanz weder unnötig noch unrichtig (vgl. vorne E. 3.4.1). Weiter trifft zwar zu, dass Art. 35 KAG, den die Vorinstanz im Übrigen lediglich analog  hat, die Kostenverlegung im Disziplinar- und nicht im  regelt. Die Verfahrenskosten sind allerdings auch gemäss dem für Letzteres einschlägigen Art. 29 KAG dem Beschwerdeführer , sind doch nach dieser Bestimmung die Kosten für das Verfahren vor der Anwaltsaufsichtsbehörde von der betroffenen Anwältin bzw. dem  Anwalt zu tragen. Dies ist nicht zu beanstanden. Es entspricht dem allgemeinen Grundsatz der bernischen Verwaltungsrechtspflege,  dem Verursacherprinzip entsprechend Aufwand regelmässig zu  hat, wer ihn verursacht (VGE 2016/360 vom 28.7.2017 E. 2.1, 2016/281 vom 8.3.2017 E. 4.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 107 N. 1). Gleiches gilt für die Höhe der Verfahrenskosten, für die die  vom 25. Oktober 2006 über die Gebühren der  (GebV AB; BSG 168.461) massgebend ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 KAG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 Bst. b Ziff. 2 GebV AB beträgt die  für eine Löschung im Anwaltsregister, die nicht auf eigenen Antrag oder infolge Todes erfolgt, zwischen 1000 und 5000 Taxpunkten, wobei zurzeit ein Taxpunkt einem Franken entspricht (Art. 2 Abs. 2 GebV AB i.V.m. Art. 4 Abs. 2 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung [Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21]). Die dem Beschwerdeführer auferlegte Gebühr bewegt sich mithin an der untersten Grenze des Gebührenrahmens. Das  auferlegt sich in Bezug auf Bestimmung und Verlegung von Verfah-
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rens- und Parteikosten praxisgemäss eine gewisse Zurückhaltung und billigt den vorinstanzlichen Behörden in dieser Hinsicht einen grossen - und Ermessensspielraum zu; es greift nur dann ein, wenn die  ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (vgl. BVR 2014 S. 508 [VGE 2013/433 vom 15.7.2014] nicht publ. E. 3.6, 2004 S. 133 E. 1.3;  VGE 2018/22 vom 3.7.2018 E. 1.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 15 und Art. 104 N. 7). Derartige Rechtsfehler sind hier weder ersichtlich noch geltend gemacht. Damit erweist sich auch der  als unbegründet.
5.
Die Beschwerde erweist sich in allen Teilen als unbegründet und ist . Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende  kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).