Decision ID: c07424c3-b3ce-522d-9eef-3d535aa06563
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y. (geb. 1985) gab anlässlich einer polizeilichen Hausdurchsuchung an seinem
damaligen Wohnort in Q. nach der Aushebung einer Indoor-Hanfplantage am
12. Februar 2009 an, ein- bis zweimal pro Woche Haschisch oder Marihuana zu
konsumieren. Etwa einmal im Monat nehme er auch synthetische Drogen (Ecstasy und
Amphetamin). Bis vor etwa einem Jahr habe er auch Kokain konsumiert. Bei der
Hausdurchsuchung wurden Marihuana, Haschisch, Ecstasy und Amphetamin (Speed)
sichergestellt und X.Y. zugeordnet (vgl. act. 11-7/9). Gestützt auf ein
verkehrsmedizinisches Gutachten vom 5. Juni 2009 entzog ihm die zuständige
Behörde des Kantons Appenzell-Ausserrhoden den Führerausweis am 9. November
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2009 wegen einer verkehrsrelevanten Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen
auf eine Verlagerung auf Alkohol auf unbestimmte Zeit. Bedingung für eine allfällige
Aufhebung war nebst der Einhaltung einer mindestens sechsmonatigen betreuten und
kontrollierten Drogenabstinenz eine Verlaufskontrolle des Alkoholkonsums mittels
zweimonatlicher Blutkontrollen und einer Haaranalyse nach sechs Monaten (vgl. act.
11-3/32-35, act. 11-7/1 und 4).
B. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen wies ein Gesuch
um Wiedererteilung am 6. September 2012 ab, nachdem in der anlässlich einer
verkehrsmedizinischen Untersuchung am 27. Juli 2012 abgenommenen Haarprobe ein
Ethylglucuronid (EtG)-Gehalt von 30 pg/mg festgestellt worden war (act. 11-3/4-6).
Weitere Haarproben vom 20. Dezember 2013 beziehungsweise vom 6. Juni 2014
enthielten 29 beziehungsweise 40 pg/mg EtG. In der am 6. Juni 2014 abgenommenen
Blutprobe lag auch der Carbohydrate Deficient Transferrin (CDT)-Wert mit 2,0% über
der Norm von <1,6%. Zudem wurde die Urinprobe vom gleichen Tag positiv auf EtG
getestet, obwohl X.Y. angegeben hatte, letztmals sieben Tage vor der Untersuchung
Alkohol getrunken zu haben (act. 11-3/45-49). Gestützt auf die verkehrsmedizinische
Beurteilung im Gutachten vom 28. Juli 2014 wurde deshalb ein weiteres Gesuch um
Wiedererteilung am 10. September 2014 mangels Fahreignung wegen eines
Alkoholmissbrauchs abgewiesen. Die Wiedererteilung wurde unter anderem von der
Weiterführung der Drogenabstinenz und der Einhaltung einer kontrollierten und
betreuten Alkoholabstinenz während mindestens sechs Monaten abhängig gemacht
(act. 11-3/67 und 68). Diese Verfügung wurde unangefochten rechtskräftig.
C. Nach einer erneuten verkehrsmedizinischen Untersuchung am 10. April 2015 wurde
die Fahreignung im Gutachten vom 11. Mai 2015 bei Einhaltung einer mittels
Haaranalysen und monatlichen Urinproben kontrollierten Alkohol- und Drogenabstinenz
während mindestens zweier Jahre bejaht (act. 11-3/69-73). Das Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt hob mit Verfügung vom 6. Juli 2015 den Entzug des Führerausweises
auf und versah ihn auf unbestimmte Zeit mit der Auflage einer mittels Haaranalyse alle
sechs Monate kontrollierten und betreuten Alkohol- und Drogenabstinenz auf
unbestimmte Zeit. Eine Aufhebung der Auflagen sollte frühestens in zwei Jahren
geprüft werden können. Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung
entzogen (act. 11-3/91 und 92).
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Die Verwaltungsrekurskommission hiess am 7. Januar 2016 den dagegen erhobenen
Rekurs teilweise gut. Sie hob die Verpflichtung zur Einhaltung einer kontrollierten
Drogenabstinenz auf. In den Erwägungen stellte sie zudem fest, die Verfügung vom 6.
Juli 2015 sei ungenügend begründet. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von
CHF 1‘200 auferlegte sie X.Y. zu einem Drittel und sprach ihm eine Entschädigung
seiner ausseramtlichen Kosten im Umfang von CHF 700 zuzüglich pauschale
Barauslagen von CHF 28 und Mehrwertsteuer zu. Einer allfälligen Beschwerde wurde
die aufschiebende Wirkung entzogen.
D. X.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 12. Januar 2016 versandten
Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 26. Januar 2016 und Ergänzung vom 1. März 2016 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
sei der angefochtene Entscheid insoweit damit der Rekurs abgewiesen worden sei,
aufzuheben und dem Beschwerdeführer der Lernfahrausweis und nach dem Nachweis
der Fahrkompetenz der Führerausweis auflagenfrei zu erteilen. Eventualiter seien die
amtlichen Kosten des Rekursverfahrens vollumfänglich vom Staat zu tragen und der
Beschwerdeführer ausseramtlich mit CHF 3‘000 zuzüglich CHF 120 Barauslagen und
Mehrwertsteuer zu entschädigen.
Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 3. März 2016 auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das
Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (Beschwerdegegner) verzichtete stillschweigend
auf eine Vernehmlassung. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte dem
Gericht am 29. Juni 2016 Kostennoten für das Rekurs- (CHF 3‘125 zuzüglich CHF 125
Barauslagen und Mehrwertsteuer) und für das Beschwerdeverfahren (CHF 3‘875
zuzüglich CHF 155 Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein. Der Beschwerdegegner
verzichtete am 7. Juli 2016 auf eine Stellungnahme zur Kostennote. Am 7. Juli 2016
teilte der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer mit, ein Gesuch um Erteilung
eines Lernfahrausweises werde erst nach Erledigung des Beschwerdeverfahrens
bearbeitet. Nachdem dem Rechtsvertreter auf telefonische Nachfrage hin am 17. März
2017 eine Behandlung der Beschwerdeangelegenheit in der zweiten Hälfte des
laufenden Jahres in Aussicht gestellt worden war, erhielt er am 20. März 2017
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Gelegenheit, sich zum aktuellen schutzwürdigen Interesse des Beschwerdeführers zu
äussern.
Auf die Begründung des angefochtenen Entscheides und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seines Rechtsbegehrens sowie die Akten wird,
soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Zwischen den
Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer der auf
unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis wieder – als Lernfahrausweis – zu erteilen
ist. Gegenstand der Beschwerde sind die Auflagen, mit denen der Lernfahr- und
Führerausweis für die Dauer von mindestens zwei Jahren seit Erlass der Verfügung des
Beschwerdegegners am 6. Juli 2015 verknüpft sein soll. Den Rechtsmitteln gegen die
Verfügung und gegen den Rekursentscheid war die aufschiebende Wirkung jeweils
entzogen. Anträge, es sei ihnen diese Wirkung zu erteilen, wurden weder im Rekurs-
noch im Beschwerdeverfahren gestellt. Nach Ablauf der zwei Jahre hat der
Beschwerdeführer zwar Anspruch darauf, dass die Weiterführung der von der
Vorinstanz als zulässig beurteilten kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz erneut
überprüft wird. Insoweit der Beschwerdeführer allerdings mit der Beschwerde die
Erteilung des Lernfahr- und Führerausweises ohne erneute Prüfung, ob die Fortführung
der Auflage gerechtfertigt ist, anstrebt, bleibt er beschwert und damit zur Erhebung der
Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde
gegen den am 12. Januar 2016 versandten Entscheid der Vorinstanz wurde mit
Eingabe vom 26. Januar 2016 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der
Ergänzung vom 1. März 2016 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
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2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht geltend, die Akten des
Beschwerdegegners seien unvollständig. Sinngemäss rügt er damit erstmals im
Beschwerdeverfahren eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch den
Beschwerdegegner. Soweit angesichts von Art. 61 Abs. 3 VRP, wonach im
Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht neue Begehren unzulässig sind, darauf
überhaupt einzutreten ist, erweist sich die Beanstandung in der Sache als
unbegründet.
Der Rechtsvertreter hat im Verfahren vor dem Beschwerdegegner am 8. September
2014 den Beizug der Vorakten bei der Verwaltungspolizei des Kantons Appenzell-
Ausserrhoden beantragt (act. 11-3/63 Ziff. II/1). In der – rechtskräftigen und nicht
Gegenstand des Verfahrens bildenden – Verfügung vom 10. September 2014 führte der
Beschwerdegegner dazu aus, die Verfügung der Verwaltungspolizei Trogen vom 9.
November 2009 sei in das Verfahren einbezogen worden; darauf werde aber nicht
weiter eingegangen (act. 11-3/68; vgl. act. 11-3/32-35). Aus der weiteren Begründung
ergibt sich, dass der Beschwerdegegner die Verfügung inhaltlich auf ein
verkehrsmedizinisches Gutachten vom 28. Juli 2014 stützte, welches dem
Beschwerdeführer die Fahreignung wegen eines Alkoholmissbrauchs absprach, und
dementsprechend weitere Akten aus dem Verfahren vor den Behörden des Kantons
Appenzell-Ausserrhoden nicht als entscheidwesentlich erachtete.
Im Verfahren, welches zur Verfügung vom 6. Juli 2015 geführt hat, nahm der
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 3. Juli 2015 Stellung. Er verwies darin zwar pauschal
auf die Stellungnahme vom 8. September 2014, stellte aber kein Gesuch um Beizug
insbesondere der später von ihm selbst im Rekursverfahren eingereichten Unterlagen
des Instituts für Rechtsmedizin. Im Verwaltungsverfahren gilt gemäss Art. 12 Abs. 1
VRP grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. Die Verwaltungsbehörde hat den
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen richtig und vollständig zu ermitteln
und die Beweise zu erheben (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kantons St.
Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 589). Mit welchen Beweismitteln der Sachverhalt festzustellen
ist, liegt im Ermessen der Behörde (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 594). Erachtet sie den
rechtlich erheblichen Sachverhalt aufgrund der bereits abgenommenen Beweise für
genügend geklärt und kann ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden, die
rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert, ist
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eine antizipierende Beweiswürdigung zulässig (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d, Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 622). Der Untersuchungsgrundsatz wird sodann relativiert durch die
Mitwirkungspflicht der Parteien, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das
Verfahren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene Rechte geltend
macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche Tatsachen, welche eine
Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht
oder nicht ohne vernünftigen Aufwand erheben können (vgl. BGE 128 II 139 E. 2b;
vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 594 ff.). Sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses
keine besonderen Erhebungen nötig, sind deshalb gemäss Art. 12 Abs. 2 VRP nur die
von den Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche
Tatsachen aufzunehmen. Aus der Sicht des Rechtsvertreters entscheidwesentliche,
aber noch fehlende Akten aus dem Verfahren vor den Behörden des Kantons
Appenzell-Ausserrhoden hätte der Beschwerdeführer – wie er es schliesslich im
Rekursverfahren getan hat (vgl. act. 11-7/1-11) – bereits im Verfahren vor dem
Beschwerdegegner einreichen können und müssen. Entsprechendes gilt auch für die
weiteren im Rekursverfahren eingereichten Unterlagen des Instituts für Rechtsmedizin
und des behandelnden Arztes (act. 11-8/1-3). Abgesehen davon hat der
Beschwerdegegner den Inhalt der Verfügung vom 6. Juli 2015 nicht damit begründet,
vom Beschwerdeführer behauptete Tatsachen seien beweislos geblieben. Vielmehr ist
er davon ausgegangen, die für die Verfügung rechtserheblichen Akten lägen vor und
weitere Akten vermöchten am Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern. Dass sie zu
Recht davon ausgegangen ist, zeigt der Umstand, dass die im Rekursverfahren vom
Beschwerdeführer eingereichten Akten an der rechtlichen Würdigung nichts zu ändern
vermochten.
Im Rekursverfahren lagen im Zeitpunkt der Einreichung der Rekursergänzung vom
10. September 2015 schliesslich auch aus der Sicht des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers sämtliche entscheidwesentlichen Akten vor. Jedenfalls hat er kein
Begehren um den Beizug weiterer Akten gestellt und rügt im Beschwerdeverfahren
auch nicht einen unrichtigen oder unvollständigen Sachverhalt. Der Hinweis der
Vorinstanz im Schreiben vom 14. September 2015 an den Beschwerdegegner, sie gehe
davon aus, die am 24. Juli 2015 übermittelten Akten seien vollständig, ist darin
begründet, dass sie – um dem Antrag des Beschwerdeführers in der Rekurserklärung
vom 23. Juli 2015, es seien ihm für die Ausarbeitung der Rekursergänzung die
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vollständigen Akten zuzustellen, entsprechen zu können – die Akten des
Beschwerdegegners bereits vorab – und nicht wie üblich zusammen mit der
Vernehmlassung – eingeholt hatte. Die Vorinstanz hat damit jedoch nicht zum Ausdruck
gebracht, aus ihrer Sicht müssten noch weitere rechtserhebliche Akten vorhanden sein.
3. Gegenstand der Beschwerde sind in der Hauptsache die Auflagen und deren Dauer,
unter denen dem Beschwerdeführer der Führerausweis nach Überwindung einer
Drogen- und Alkoholsucht im strassenverkehrsrechtlichen Sinn wieder zu erteilen ist.
3.1. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer den Lernfahrausweis mit der
Verfügung vom 6. Juli 2015 wieder erteilt unter der Auflage, eine fachlich betreute
vollständige Alkohol- und Drogenabstinenz gemäss Info-Blatt mit Verlaufsberichten
und Kontrollen inklusive Haaranalysen jeweils im Oktober und April einzuhalten
(Dispositiv Ziffer 3a, b und c). Eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle werde frühestens
in zwei Jahren geprüft (Dispositiv Ziffer 3d). Die Vorinstanz hat mit dem angefochtenen
Entscheid die Auflage auf die Alkoholabstinenz gemäss Info-Blatt beschränkt
(Änderung Dispositiv Ziffer 3a), jedoch die minimale Dauer von zwei Jahren (Dispositiv
Ziffer 3d) und die Modalitäten der Kontrolle – halbjährliche Haaranalyse durch das
Institut für Rechtsmedizin jeweils im Oktober und April unter Vorlage der
Verlaufsberichte der Suchfachstelle und des Arztes (Dispositiv Ziffern 3b und c) – nicht
geändert.
Die Vorinstanz ging davon aus, der Beschwerdeführer sei seit etwa 2009
drogenabstinent. Nach der Beurteilung des Beratungsprozesses durch die
Suchtfachstelle sei der Beschwerdeführer „weit weg“ vom Konsum illegaler
Substanzen und sicher in der Abstinenz. Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom
28. Juli 2014 sei die Fahreignung lediglich noch wegen Alkoholmissbrauchs – und nicht
auch noch wegen einer Drogenmissbrauchsproblematik – verneint worden. Die Auflage
einer Drogenabstinenz sei deshalb nicht mehr zu verfügen. Weil aber mittels
Haaranalysen ein übermässiger Alkoholkonsum festgestellt worden sei, sei für die
Neubeurteilung eines Gesuchs um Wiedererteilung des Führerausweises mit Verfügung
vom 10. September 2014 eine Alkoholabstinenz gefordert worden. Die Überwindung
einer Alkoholsucht beziehungsweise eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs
bedürfe nach der Wiedererteilung in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre
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dauernden Kontrolle der Einhaltung einer vollständigen und begleiteten
Alkoholabstinenz. Eine Entlassung aus den Auflagen beziehungsweise aus der
verkehrsmedizinischen Kontrolle sei entsprechend der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung frühestens in drei Jahren nach der Wiedererteilung möglich. Dies
stelle eine Mindestdauer dar, um eine erfolgreiche Einhaltung der Alkoholabstinenz
nachzuweisen. Daneben müsse zwingend während mindestens zwei Jahren eine
Suchttherapie durchgeführt werden. Die vom Beschwerdegegner angeordneten
Auflagen (vollständige Alkoholabstinenz während mindestens zwei Jahren, zweimal
jährlich Überprüfung mittels Haaranalysen, Besuch einer Suchtfachstelle) lägen folglich
unter dem üblichen Rahmen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer nach
eigenen Angaben seit September oder Oktober 2014 alkoholabstinent sei, was durch
das verkehrsmedizinische Gutachten nicht widerlegt werde. Im Gegenteil habe der
EtG-Wert von 40 pg/mg den Beschwerdeführer nachdenklich gestimmt. Der
Beschwerdeführer sei zudem im Strassenverkehr nie aufgefallen.
Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner sei bei der Abweisung
des Gesuchs um Wiedererteilung des Führerausweises am 6. September 2012
fälschlicherweise davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe eine
Alkoholabstinenz einzuhalten. Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 28. Juli 2014
sei die Fahreignung lediglich noch wegen eines „Alkoholmissbrauchs“ verneint worden,
weshalb eine mindestens sechsmonatige Alkoholabstinenz empfohlen worden sei.
Diesen Nachweis habe der Beschwerdeführer mittels verkehrsmedizinischen
Gutachtens vom 11. Mai 2015 erbracht. Die Vorinstanz habe einzig aufgrund der drei
EtG-Werte von 30, 29 und 40 pg/mg auf einen verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch
mit Suchtgefährdung im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geschlossen.
Sie deuteten zwar auf einen vermehrten beziehungsweise übermässigen
Alkoholkonsum hin, erlaubten aber noch keinen zweifelsfreien objektiven Befund eines
verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs. Ein solcher liege erst vor, wenn der Proband
zwischen seinem Alkoholkonsum und einem verantwortungsvollen Verhalten im
Strassenverkehr nicht ausreichend zu differenzieren vermöge und die naheliegende
Gefahr bestehe, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr
teilnehme. Die Akten lieferten dafür jedoch keine Grundlage. Der Hausarzt bescheinige,
dass keine Suchtverlagerung vorlag. Die Suchtfachstelle beurteile den
Beratungsprozess seit Jahren als positiv. Körperliche Symptome seien nie feststellbar
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gewesen. Sein Alkoholkonsum habe sich bei Berücksichtigung einer Messtoleranz von
25 Prozent mit 21,75 pg/mg beziehungsweise 35-40 pg/mg EtG im sozialadäquaten
Rahmen bewegt. Seine Situation als verantwortungsvoller Familienvater lasse einen
übermässigen Alkoholkonsum überhaupt nicht zu. Er habe den Tatbeweis angetreten,
ohne weiteres in der Lage zu sein, den Alkoholkonsum vollständig einzustellen. Sei die
Forderung einer Alkoholtotalabstinenz mangels Verkehrsrelevanz nicht gerechtfertigt
gewesen, dürfe ihm auch nicht das „Nichteinhalten der Alkoholtotalabstinenzauflage“
vorgehalten werden. Unbestrittenermassen habe der Beschwerdeführer eine
mindestens neunmonatige vollständige Alkoholabstinenz (seit September 2014)
nachgewiesen. Das verkehrsmedizinische Gutachten vom 11. Mai 2015 beruhe auf der
vermeintlichen Verpflichtung zur Einhaltung einer Alkoholabstinenz.
Verkehrsmedizinisch sei nie ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch festgestellt
worden. Deshalb bedürfe die Wiedererteilung zur Aufrechterhaltung der
Verkehrssicherheit auch keiner Auflage. Die entsprechende Schlussfolgerung stehe im
Widerspruch zu den übrigen im Gutachten genannten Fakten. Zweck der in der
Sicherungsentzugsverfügung vom 9. November 2009 angeordneten Haaranalyse auf
Alkohol sei einzig gewesen, eine Suchtverlagerung auf Alkohol auszuschliessen. Eine
solche habe nicht stattgefunden. Da selbst bei Einleitung einer Totalabstinenz noch für
eine gewisse Dauer EtG in den Haaren nachgewiesen werde, könne davon
ausgegangen werden, der Beschwerdeführer habe die Alkoholabstinenz gar für gut ein
Jahr nachgewiesen. Dass er die früheren Abweisungen seiner Gesuche um
Wiedererteilung nicht angefochten habe, schade seiner Rechtsposition nicht. Hätte die
Wiedererteilung von einer Alkoholabstinenz abhängig gemacht werden sollen, hätte
dies formell verfügt werden müssen. Die Alkoholabstinenz sei lediglich empfohlen
worden. Nachdem der Beschwerdeführer eine Alkohol- und Drogenabstinenz
eingehalten habe, sei ihm der Lernfahrausweis – aufgrund der langen Fahrabstinenz
wurde das Bestehen einer neuen Führerprüfung zum Nachweis der Fachkompetenz als
erforderlich erachtet – am 6. Juli 2015 unter Auflagen wieder erteilt worden.
3.2. Ob die Alkoholsucht beziehungsweise der verkehrsrelevante Alkoholmissbrauch
dauerhaft erfolgreich überwunden wurden, bedarf nach der Wiedererteilung des
Führerausweises in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der
Einhaltung einer vollständigen Alkoholabstinenz und der therapeutischen Begleitung.
Dazu sind regelmässige Laboruntersuchungen der alkoholrelevanten Blut- und
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Leberwerte erforderlich. Sie sollen grundsätzlich im Abstand von sechs bis acht
Wochen erfolgen, mindestens jedoch alle drei Monate. Darüber hinaus muss eine
Suchttherapie während mindestens zwei Jahren erfolgen. Die betroffene Person hat
dazu regelmässig – mindestens monatlich – eine Beratungs- oder Therapiestelle
(Suchtberatung, Psychologe, Psychiater, Hausarzt usw.) für Beratungsgespräche
aufzusuchen. Sofern eine vollständige Alkoholabstinenz eingehalten wurde, die
Laboruntersuchungen regelmässig erfolgten und die Suchttherapie erfolgreich verlief,
kann nach frühestens zwei Jahren die Therapie sistiert werden, und es müssen dann
nur noch die Laborkontrollen durchgeführt werden. Schliesslich hat der
Führerausweisinhaber die Einhaltung der kontrollierten Alkoholtotalabstinenz mittels
periodisch einzureichender Zeugnisse der zuständigen Betreuungsstelle (Hausarzt,
Suchtberatungsstelle usw.) gegenüber der Zulassungsbehörde nachzuweisen (vgl.
R. Seeger, Probleme der Verkehrsmedizin, Fahreignung und Alkohol, Institut für
Rechtsmedizin der Universität Zürich, 1999, S. 16 ff.; R. Seeger, Alkohol und
Fahreignung, in: Handbuch der verkehrsmedizinischen Begutachtung, Zürich 2005,
S. 28 f.; vgl. auch B. Liniger, Verkehrsmedizin: Fahreignungsbegutachtung und
Auflagen, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2004, St. Gallen 2005, S. 100 f.). Bei
günstigstem Verlauf kann eine Entlassung aus den Auflagen beziehungsweise aus der
verkehrsmedizinischen Kontrolle frühestens drei Jahre nach Wiedererteilung des
Führerausweises erfolgen (Liniger, a.a.O., S. 101 f.). Die bundesgerichtliche
Rechtsprechung geht davon aus, dass es nach der Wiedererteilung des
Führerausweises noch während mindestens dreier Jahre einer verkehrsmedizinisch
kontrollierten gänzlichen Alkoholabstinenz bedarf (vgl. BGer 6A.61/2005 vom
12. Januar 2006 E. 2.2).
3.3. Die Verfügung vom 10. September 2014, mit welcher das Gesuch des
Beschwerdeführers um Wiedererteilung des Führerausweises mangels Fahreignung
wegen eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs abgewiesen und für eine
Neubeurteilung unter anderem eine kontrollierte und betreute Alkoholabstinenz
während mindestens sechs Monaten empfohlen worden war, wurde unangefochten
rechtskräftig (act. 11-3/67 und 68). Abgesehen davon beruht die Beurteilung auf einem
widerspruchsfreien und schlüssigen verkehrsmedizinischen Gutachten vom 28. Juli
2014 (act. 11-3/45-56).
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Der Führerausweis wurde dem Beschwerdeführer am 9. November 2009 gestützt auf
ein verkehrsmedizinisches Gutachten vom 5. Juni 2009 wegen einer verkehrsrelevanten
Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen auf eine Verlagerung auf Alkohol auf
unbestimmte Zeit entzogen. Der Beschwerdeführer weist grundsätzlich zu Recht darauf
hin, dass die Aufhebung des am 9. November 2009 verfügten Entzugs des
Führerausweises nicht von der Einhaltung einer Alkoholabstinenz abhängig gemacht
und er – damals – nicht zur Einhaltung einer kontrollierten und betreuten
Alkoholabstinenz verpflichtet worden war. Hingegen wurde eine Verlaufskontrolle des
Alkoholkonsums angeordnet, damit ein erhöhter Alkoholkonsum und eine Verlagerung
der Drogenmissbrauchsproblematik auf Alkohol nicht unbemerkt blieben. Die
Drogenmissbrauchsproblematik ist mittlerweile überwunden, und die Vorinstanz hat die
Verpflichtung, die kontrollierte und betreute Drogenabstinenz weiterzuführen, deshalb
aufgehoben. Hinweise auf eine Suchtverlagerung von Drogen auf Alkohol waren bereits
in früheren verkehrsmedizinischen Abklärungen im Zusammenhang mit der Behandlung
von Gesuchen des Beschwerdeführers um Wiedererteilung des Führerausweises und
erneut aufgrund der verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 6. Juni 2014
festzustellen. So ergaben die Analysen der Haarproben vom 27. Juli 2012, vom
20. Dezember 2013 und vom 6. Juni 2014 EtG-Gehalte, welche für einen vermehrten,
sich an der oberen Grenze des sozial üblichen – 29 und 30 pg/mg – bewegenden
beziehungsweise darüber liegenden – 40 pg/mg – Alkoholkonsum sprachen. Die
Analysen der dem Beschwerdeführer am 6. Juni 2014 abgenommenen Blut- und
Urinproben bestätigten mit einem erhöhten CDT-Wert im Blut und einem positiven
Ergebnis für EtG im Urin den Verdacht auf einen Alkoholmissbrauch. Die Ergebnisse
der Analysen standen gemäss der verkehrsmedizinischen Beurteilung im Widerspruch
zu den Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alkoholkonsum, nämlich einerseits
der angegebene Menge von einem Bier wöchentlich und 1-3 Bacardi-Cola zweimal
monatlich und anderseits dem Zeitpunkt des letzten Alkoholkonsums sieben Tage vor
der Untersuchung. Bei den Untersuchungsergebnissen vom 6. Juni 2014 ist zudem zu
berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer in der verkehrsmedizinische
Verlaufsbeurteilung vom 5. Februar 2014 (act. 11-8/1) empfohlen worden war, den
Alkoholkonsum zu reduzieren und ihm bekannt war, dass vor der Wiedererteilung eine
verkehrsmedizinische Besprechung zur Standortbestimmung inklusive Haaranalyse auf
EtG erfolgen sollte (vgl. Schreiben des Beschwerdegegners vom 25. April 2014,
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act. 11-3/40; verkehrsmedizinische Beurteilung vom 28. Juli 2014, act. 11-3/48). Der
Gutachter kommt zum Schluss, es sei dem Beschwerdeführer offenbar trotz
mehrfacher Hinweise nicht gelungen, den Alkoholkonsum zu reduzieren. Dies spreche
für einen erheblichen Kontrollverlust im Umgang mit Alkohol und weise auf ein
Bagatellisieren der Trinkgewohnheiten hin. Für eine Bagatellisierungstendenz spreche
auch, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, Alkohol zuletzt sieben Tage vor
der Untersuchung getrunken zu haben, während sich im Urin Hinweise auf einen
Alkoholkonsum in den letzten zwei bis drei Tagen vor der Untersuchung gefunden
hätten. Daraus lasse sich insgesamt ein Alkoholmissbrauch ableiten. Die
Schlussfolgerung im verkehrsmedizinischen Gutachten auf einen die Fahreignung
ausschliessenden Alkoholmissbrauch ist vor dem Hintergrund der früher
diagnostizierten verkehrsrelevanten Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen auf
eine Suchtverlagerung und des Ratschlags an den Beschwerdeführer, seinen
Alkoholkonsum zu mässigen, nachvollziehbar.
3.4. Mit Blick auf die – auch von der Vorinstanz zutreffend wiedergegebene –
bundesgerichtliche Rechtsprechung ist deshalb die Auflage einer nach der
Wiedererteilung des Führerausweises während mindestens zweier Jahre
einzuhaltenden kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz nicht zu beanstanden.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde gegen den angefochtenen
Rekursentscheid, mit welchem die Rechtmässigkeit der Weiterführung der betreuten
und kontrollierten Alkoholabstinenz während mindestens zweier Jahre festgestellt
wurde, als unbegründet. Anzumerken ist, dass der Beschwerdegegner das Gesuch des
Beschwerdeführers vom 4. Juli 2016 um Erteilung des Lernfahrausweises wohl hätte
behandeln müssen. Die Verfügung vom 6. Juli 2015 war zwar angefochten, entfaltete
aber aufgrund der entzogenen und nicht wieder erteilten aufschiebenden Wirkung der
Rechtsmittel Rechtswirkung. Indem der Beschwerdegegner das Gesuch nicht
behandelte, hat er den Umstand zu vertreten, dass dem Beschwerdeführer die – mit
der angefochtenen Verfügung bezweckte – Gelegenheit genommen wurde, sich
während zweier Jahre als Motorfahrzeuglenker unter Einhaltung der Auflage der
kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz zu bewähren.
4. Der Beschwerdeführer beanstandet sodann die vorinstanzliche Feststellung, er habe
die Kostenregelung in der Verfügung des Beschwerdegegners vom 6. Juli 2015 nicht
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angefochten (dazu nachfolgend Erwägung 4.1), sowie die Kostenregelung im
angefochtenen Entscheid (dazu nachfolgend Erwägung 4.2).
4.1. Die Vorinstanz hat im Sachverhalt unrichtigerweise festgehalten, der
Beschwerdeführer habe mit der Rekursergänzung die Aufhebung der Dispositivziffern 3
und 4 (richtig 5) der angefochtenen Verfügung verlangt. In den Erwägungen hat sie sich
denn auch nicht mit dem Kostenspruch in der angefochtenen Verfügung
auseinandergesetzt. Insbesondere hat sie nicht begründet, weshalb es trotz teilweiser
Gutheissung des Rekurses beim Kostenspruch der angefochtenen Verfügung, das
heisst der Kostenpflicht des Beschwerdeführers für die gesamte Entscheidgebühr
bleiben sollte. Insoweit hat sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf Gewährung
des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV), aus dem auch die Verpflichtung der
Behörden folgt, ihren Entscheid zu begründen (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1), verletzt.
Dieser Umstand ist bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.
Jedoch ist der Rechtsspruch in der Sache nicht zu beanstanden. Gemäss Art. 94
Abs. 1 Satz 1 VRP hat die vorgeschriebene Gebühr zu entrichten, wer eine
Amtshandlung zum eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst. Der
Beschwerdegegner musste auch die Frage, ob die betreute und kontrollierte
Drogenabstinenz weiterzuführen sei oder nicht, auf Veranlassung des
Beschwerdeführers hin prüfen. Unabhängig vom Ausgang dieser Prüfung wurden
deshalb die amtlichen Kosten der Verfügung vom 6. Juli 2015 zu Recht vollumfänglich
dem Beschwerdeführer auferlegt (vgl. BGer 1C_163/2007 vom 4. Juli 2007 E. 4,
1C_173/2009 vom 27. Mai 2009 E. 3.2, 1C_248/2011 vom 30. Januar 2012 E. 4.2; vgl.
auch 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 3.1). Die Vorinstanz hätte deshalb auch bei
einer Prüfung der Rüge keinen Anlass zur Änderung des Kostenspruches gehabt. Die
vom Beschwerdegegner zulasten des Beschwerdeführers festgesetzte Gebühr von
CHF 375 bewegt sich im Übrigen im Ermessensbereich der einschlägigen
Rechtsgrundlagen. Gemäss Art. 26 Ingress und lit. c des Gesetzes über die
Strassenverkehrsabgaben (sGS 711.70) werden Gebühren für
Administrativmassnahmen im Strassenverkehr erhoben, wobei die Regierung die
Gebührenansätze unter Einhaltung des Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzips
festlegt (Art. 27 Abs. 1-3). Ziffern 206.08.4 und 5 des Verkehrsgebührentarifs (sGS
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718.1) legen die Gebührenrahmen für die Aufhebung des Sicherungsentzugs – CHF
100-800 – sowie Anordnung, Änderung oder Aufhebung von Auflagen – CHF 60-400 –
fest. Indem die Vorinstanz den Rekurs „im Übrigen“ abwies, hat sie auch über das
Begehren zu den Kosten der Verfügung im Ergebnis zu Recht abschlägig entschieden.
Damit liegt – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – auch keine (materielle)
Rechtsverweigerung vor.
4.2.
4.2.1. Die Vorinstanz hat den Rekurs zu Recht nicht vollumfänglich gutgeheissen. Bei
der Festlegung sowohl der Entscheidgebühr im Rahmen von Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12) als auch bei der Festsetzung der pauschalen
Entschädigung der ausseramtlichen Kosten in Anwendung der einschlägigen
Bestimmungen der Honorarordnung (sGS 963.75, HonO; Art. 6, 19, 22 Ingress und lit.
a, 28bis Abs. 2 und 29 HonO) kommt der Vorinstanz ein erheblicher
Ermessensspielraum zu. Mit der Festlegung einer Entscheidgebühr von CHF 1‘200 und
einer ausseramtlichen pauschalen Entschädigung von CHF 2‘100 zuzüglich vier
Prozent pauschale Barauslagen und Mehrwertsteuer hat sie sich im Rahmen des ihr
zustehenden Ermessens bewegt. Da der Rechtsvertreter vor Vorinstanz keine
Kostennote eingereicht hat, hatte die Vorinstanz auch keine Gelegenheit, sich mit
einem geltend gemachten tatsächlichen Aufwand des Rechtsvertreters im
Rekursverfahren auseinander zu setzen. Da gemäss Art. 61 Abs. 3 VRP neue Begehren
unzulässig sind, ist im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht eine Beurteilung
eines im Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission gestellten Begehrens –
Entschädigungsfolge – auf einer neuen tatsächlichen Grundlage – erst im
Beschwerdeverfahren eingereichte Kostennote vom 29. Juni 2016 für das
Rekursverfahren – nicht zulässig (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 644). Im Übrigen macht
der Rechtsvertreter nicht geltend, die Höhe der Entschädigung stehe nicht im Einklang
mit der vorinstanzlichen Praxis bei der Festlegung der Pauschale in vergleichbaren
Fällen.
4.2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, bei der Verlegung der amtlichen Kosten
auf die Verfahrensbeteiligten habe die Vorinstanz nicht beachtet, dass die Akten des
Beschwerdegegners unvollständig gewesen seien. Ein Entscheid sei nur möglich
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geworden, weil der Beschwerdeführer selbst – wozu er nicht verpflichtet sei –
zusätzliche Akten bei den Behörden des Kantons Appenzell-Ausserrhoden beigezogen
und eingereicht habe. Andernfalls hätte die Vorinstanz die Angelegenheit an den
Beschwerdegegner zurückweisen müssen, was einem vollständigen Obsiegen des
Beschwerdeführers im Rekursverfahren entsprochen hätte. Nachdem sich die Rüge der
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch den Beschwerdegegner als
unbegründet erwiesen hat (vgl. dazu oben Erwägung 3), besteht kein Anlass, die
vorinstanzliche Kostenverlegung aus diesem Grund zu korrigieren.
Im Übrigen verletzt die vorinstanzliche Kostenverlegung – ein Drittel Beschwerdeführer,
zwei Drittel Staat – kein Recht. Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener
Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise
abgewiesen werden. Der Wortlaut der Bestimmung liesse eine vollumfängliche
Kostenauflage auch dann zu, wenn ein Beteiligter nur teilweise unterlegen ist. In der
Praxis wird aber die Kostenauflagen nach dem anteiligen Mass des Unterliegens oder
Obsiegens vorgenommen. Berücksichtigt werden sowohl die grundsätzliche Erledigung
als auch das zahlenmässige Ergebnis. Ob dabei diesem oder jenem Kriterium mehr
Gewicht beigemessen wird, hängt unter anderem von der grundsätzlichen
beziehungsweise quantitativen Bedeutung des Falls ab oder von den Aufwendungen,
die zum grundsätzlichen oder zum quantitativen Ergebnis geführt haben (vgl. Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 762). Dementsprechend kommt der Vorinstanz bei der Festlegung
der Anteile ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Das Verwaltungsgericht schreitet
erst ein, wenn die Vorinstanz ihr Ermessen über- oder unterschreitet oder missbraucht
(vgl. Art. 61 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 743). Die Kostenverlegung durch die
Vorinstanz lässt sich unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sie eine von zwei
Auflagen aufgehoben und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch den
Beschwerdegegner festgestellt hat, ohne weiteres sachlich begründen.
4.3. Dementsprechend ist die Beschwerde auch insoweit als damit die Kostenregelung
durch die Vorinstanz und den Beschwerdegegner beanstandet wird, abzuweisen.
5. (...).
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