Decision ID: 4af208aa-7e51-5b16-a0f8-bf0366c3af7e
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 27. März 2016 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte und dabei zur Begründung im Wesentlichen angab, er habe im
Jahr 2010 bei einer Bergtour ein Mitglied der verbotenen religiösen Gruppe
(...) kennengelernt und später einen Kurs bei ihm besucht,
dass es im (...) 2016 deswegen in seiner Abwesenheit zu einer Durchsu-
chung seines Hauses durch Sicherheitskräfte gekommen sei, woraufhin er
ausgereist sei,
dass er zudem davor wegen Besitzes von Feuerwerkskörpern und ver-
schiedener Sittendelikte mit dem iranischen Gesetz in Konflikt geraten sei,
dass sein Bruder nach seiner Ausreise von den Behörden mehrmals mit-
genommen worden sei,
dass er zur Stützung seiner Vorbringen verschiedene Dokumente zu den
Akten reichte, darunter eine Bestätigung von (...) über den Besuch eines
Basiskurses vom (...) 2015,
dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
4. Oktober 2018 – eröffnet am 5. Oktober 2018 – abwies und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass es dabei zur Begründung im Wesentlichen vorbrachte, die Vorbringen
des Beschwerdeführers seien nicht glaubhaft, da seine Schilderungen un-
substanziiert und vage ausgefallen seien und er auf konkrete Fragen nicht
detailliert habe antworten können,
dass er in Bezug auf die Gruppe (...) weder Lehrinhalte noch seine Bei-
trittsmotivation oder seine persönliche Risikoabwägung diesbezüglich
habe darlegen können,
dass er auch die vorgebrachte Hausdurchsuchung oberflächlich und un-
substanziiert beschrieben habe, wobei von ihm trotz seiner Abwesenheit
erwartet werden könne, dass er sich bei seiner Mutter danach erkundigt
hätte,
dass er sich in Bezug auf die zeitliche Dauer seines Engagements für die
Gruppe widersprochen habe, indem er einmal von sechs Monaten und ein-
mal von weniger als einem Jahr gesprochen habe,
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dass er sich im Ablauf der Ereignisse widersprochen habe, indem er an
der Befragung angegeben habe, er habe erst dieses eine Mitglied kennen-
gelernt und es sei eine Sitzung angestanden, welche aber nicht stattgefun-
den habe, an der Anhörung aber ausgesagt habe, er habe schon einen
Basiskurs besucht,
dass er über keine Kenntnisse von den weiteren Ereignissen nach seiner
Ausreise sowohl in Bezug auf den Führer und die anderen Mitglieder der
Gruppe als auch in Bezug auf seine Familie verfüge, was sich durch seinen
psychischen Zustand nicht erklären lasse,
dass es sich bei der Bestätigung der Gruppe (...) um ein Gefälligkeits-
schreiben ohne Beweiswert handle,
dass sämtliche weiteren Probleme mit den iranischen Behörden aufgrund
von Gesetzes- und Sittenverstössen keine asylrelevante Verfolgung dar-
stellten,
dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung zulässig, – aufgrund seiner
guten Ausbildung und Berufserfahrung sowie seines sozialen Netzes – zu-
mutbar und auch möglich sei,
dass der Beschwerdeführer – handelnd durch seinen Rechtsvertreter – mit
Eingabe vom 5. November 2018 gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewäh-
rung sowie eventualiter die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme bean-
tragte,
dass er in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 110a AsylG
(SR 142.31) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
ersuchte,
dass er dabei der Verfügung des SEM entgegenhielt, die Fragen an der
Befragung und der Anhörung seien äusserst knapp gewesen, es sei auf
weitere von ihm angebotene Detailberichte verzichtet worden und er sei
nicht zu weiteren Ausführungen aufgefordert worden,
dass er seine Beitrittsmotivation und Risikoabwägung (Interesse, Neugier,
Verbot) sowie auch die Lehrinhalte stringent dargelegt habe, wobei er zu
Letzteren noch keinen gesamthaften Zugang gehabt habe,
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dass es sich bei dem Bestätigungsschreiben nicht um ein Gefälligkeits-
schreiben handle,
dass er die Hausdurchsuchung nicht persönlich erlebt habe und aufgrund
des Zeitdruckes nicht bis ins Detail mit seiner Mutter besprochen habe,
dass es sich bei den Zeitangaben von zirka sechs Monaten und weniger
als ein Jahr nicht um einen Widerspruch handle,
dass auch der zweite diesbezügliche Widerspruch konstruiert wirke, so sei
an der Befragung nicht abgeklärt worden, was er unter diesem einzigen
Kontakt zu dem einen Mitglied verstehe und ob er noch andere Personen
der Gruppierung getroffen habe, wobei er an der Anhörung erklärend aus-
geführt habe, dass er an der besagten Sitzung weitere Gruppenführer hätte
kennenlernen sollen,
dass die Vorinstanz in Bezug auf seine Unkenntnis zum Schicksal der an-
deren Gruppenmitglieder verkenne, dass diese oftmals ihre richtigen Na-
men nicht preisgegeben hätten und sein Kontakt zu dieser Gruppe der Aus-
löser für die erlebte Repression gewesen sei,
dass es schliesslich nicht in seinem Machtbereich liege, wenn seine Fami-
lie ihm keine schlechten Nachrichten übermitteln wolle,
dass er sich in der Schweiz im Ehevorbereitungsverfahren befinde und er
und seine Partnerin voraussichtlich am (...) 2019 ein Kind bekommen wür-
den, womit er sich auf des Recht auf Familienleben nach Art. 8 Konvention
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) berufen könne, weshalb der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig sei,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 16. November
2018 feststellte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens
in der Schweiz abwarten, das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 110a
AsylG und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies
und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 3. Dezember 2018 einen
Kostenvorschuss zu bezahlen,
dass der einverlangte Kostenvorschuss am 27. November 2018 fristge-
recht geleistet wurde,
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dass der Beschwerdeführer am 7. Dezember 2018 eine (...) erstellte Va-
terschaftsanerkennung zu den Akten reichte,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen
(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a
Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
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politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das SEM die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht als un-
glaubhaft qualifiziert hat,
dass dabei insbesondere ins Gewicht fällt, dass der Beschwerdeführer so-
wohl zu den Inhalten und seinem Engagement bei der Gruppe (...) als auch
zur angeblichen Hausdurchsuchung substanzlose und teils unklare Anga-
ben machte (vgl. Akten des SEM A21 F113, F87 ff., F126ff.),
dass die Vorbringen des Beschwerdeführers auch zeitlich nicht nachvoll-
ziehbar sind, wenn er geltend macht, er habe im Jahre 2010 ein Mitglied
der Gruppe kennengelernt, sei von diesem für einen Kurs angeworben wor-
den, eine diesbezügliche Bestätigung aber erst vom (...) 2015 einreicht,
und weiter geltend macht, er habe der Gruppe nur zirka sechs Monate be-
ziehungsweise weniger als ein Jahr angehört, bevor er Anfang 2016 nach
der Hausdurchsuchung ausgereist sei,
dass dem Beschwerdeführer in Bezug auf den vom SEM erwähnten Wi-
derspruch zur Dauer des Engagements für die Gruppe (...) zwar Recht zu
geben ist, aber die Erklärungen in der Beschwerde in Bezug auf den Wi-
derspruch zum Umfang seines Engagements in der Gruppe unbehelflich
wirken,
dass bezüglich der Hausdurchsuchung entgegen den Aussagen in der Be-
schwerde davon auszugehen ist, dass er diese genau mit seiner Mutter
besprochen hätte, um abzuwägen, ob eine derart einschneidende Ent-
scheidung wie eine Ausreise überhaupt nötig ist,
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dass der Beschwerdeführer entgegen den Ausführungen in der Be-
schwerde insbesondere an der Anhörung ausführlich zu seinen Asylgrün-
den befragt wurde und auf Detailberichte vielmehr verzichtet wurde, wenn
der Beschwerdeführer – dessen Aussagen zuweilen wenig stringent aus-
fielen – zu sehr abschweifte,
dass seine Unkenntnis in Bezug auf das Schicksal seines Freundes und
anderer Mitglieder der Gruppe auch angesichts der Aussage, er kenne die
echten Namen dieser Mitglieder nicht, nicht nachvollziehbar ist, zumal er
angab, er verfolge die diesbezüglichen Nachrichten über Internet,
dass vom Beschwerdeführer schliesslich erwartet werden kann, dass er
seine Familie darum bittet, ihm auch schlechte Nachrichten mitzuteilen,
wenn das für sein Verfahren von Relevanz ist,
dass der Beschwerdeführer denn bezeichnenderweise auch von der
Schweiz aus keinen Kontakt mehr zur Gruppe (...) pflegt, obwohl sie in
Deutschland eine Niederlassung habe,
dass an dem Gesagten auch die eingereichte Bestätigung, die das Gericht
wie auch das SEM als Gefälligkeitsschreiben wertet, nichts zu ändern ver-
mag,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt
hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl.
BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.),
dass nach Praxis des Bundesgerichts für die Berufung auf einen Bewilli-
gungsanspruch nach Art. 8 EMRK die Beziehung der Konkubinatspartner
genügend nahe, echt und tatsächlich gelebt beziehungsweise bezüglich
Art und Stabilität in ihrer Substanz einer Ehe gleichkommen muss, wobei
während laufendem Asylverfahren erhöhte Anforderungen zu stellen seien
und der Bewilligungsanspruch „offensichtlich“ erscheinen müsse (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 2C_880/2017 vom 3. Mai 2018 E. 3.1 f. m.w.H.),
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dass diese Voraussetzungen im Falle des Beschwerdeführers trotz des
laufenden Ehevorbereitungsverfahren und der Vaterschaftsanerkennung
nicht erfüllt sind,
dass er seine Partnerin erst seit (...) 2018 kennt und mit ihr im (...) 2018
angeblich zusammenzog, wobei er immer noch an seiner alten Adresse
gemeldet ist und dorthin auch die Verfügung des SEM eröffnet wurde,
dass der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund keinen potenziellen
Anspruch auf dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz gemäss Art. 8 EMRK
geltend zu machen vermag, weshalb die Wegweisung von der Vorinstanz
zu Recht angeordnet wurde,
dass daran auch der potenzielle Anspruch auf eine Kurzaufenthaltsbewilli-
gung nichts ändert, da es sich dabei um eine rein provisorische und zeitlich
begrenzte Massnahme handelt,
dass die Beurteilung der Voraussetzungen für die Erteilung einer Kurz-
aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung des Eheschlusses Sache der
fremdenpolizeilichen Behörden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts
2C_880/2017 vom 3. Mai 2018 E. 4.2 f. m.w.H.) und es dem Beschwerde-
führer unbenommen ist, ein entsprechendes Gesuch bei der zuständigen
Migrationsbehörde zu stellen,
dass die verfügte Wegweisung nach dem Gesagten im Einklang mit den
gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Staatssekretariat zu
Recht angeordnet wurde,
dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-
zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist
(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
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Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete
Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
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dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der
einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu
verwenden ist.
(Dispositiv nächste Seite)
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