Decision ID: 77c4c23a-6d9a-4e1a-8a1f-fb1877396e50
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, erlitt am 10. Dezember 2011 einen Autounfall
und zog sich dabei gemäss Unfallmeldung vom 4. Januar 2012 ein
Schleuder
trauma
zu (Urk. 7/10/4). Am 7. Juni 2012 meldete sich die Versicherte zum
Leis
tungsbezug
bei der Invalidenversicherung an (Urk. 7/3). Die
Sozialversi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog Akten des Unfallversicherers (Urk. 7/10, Urk. 7/23, Urk. 7/25) bei und holte Arztberichte (Urk. 7/17/2-3, Urk
. 7/18) ein. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/28-29)
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 1. Juli 2013 ab (Urk. 7/31 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 1. Juli 2013 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 29. August 2013 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine befristete Rente zuzusprechen. Eventuell sei ein polydisziplinäres Gut
achten und eine Abklärung bezüglich Einschränkung in der Haushaltsführung in Auftrag zu geben (Urk.
1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2013 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 14. November 2013 erstattete die Beschwerdeführerin eine Replik (Urk. 9), was der Beschwerdegegnerin am 15. November 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
3.
Nach dem erlittenen Unfall vom 10. Dezember 2011
erbrachte die Unfall
versicherung die gesetzlichen Leistungen
. Gegen
die Leistungseinstellung mit
Ein
sprache
entscheid
vom 4.
Oktober
2013
erhob die Beschwerdeführerin am 5. Novem
ber 2013
ebenfalls
Beschwerde
a
m hiesigen Gericht
.
Das Verfahren ist unter der Nummer UV.2013.00265 angelegt. Über die Beschwerde wurde mit Urteil vom heutigen Tag entschieden.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters
jahres folgt (
Abs.
1).
Der Anspruch entsteht nicht, solange die versi
cherte Per
son ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2).
Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit
und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
spre
chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 1. Juli 2013 davon aus, bei der Beschwerdeführerin liege ein
cervicocephales
Schmerzsyndrom vor, welches zu den
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwer
de
bil
dern
ohne nachweisbare organische Grundlage (PÄUSBONOG) gehöre
. Den vor
liegenden Akten seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu ent
neh
men, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits
un
fähigkeit begründen könnten. Es würden keine Anhaltspunkte für eine psy
chia
tri
sche Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor
liegen (Urk. 2 S. 1). In der Beschwerdeantwort führte sie ergänzend aus
,
die Krit
e
rien für die Unzumutbarkeit einer willentlichen Leidensüberwindung seien nicht
er
füllt, weshalb es bei der Beschwerdeführerin an einem
invalidenversi
che
rung
s
rechtlich
relevanten Gesundheitsschaden fehle (Urk. 6 S. 2 oben).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), aufgrund der medizinischen Aktenlage sei ausgewiesen, dass
s
ie bis Ende März 2013 teilarbeitsunfähig
gewesen sei
(S. 9 Ziff. 6.6). Sie habe da
her nach Ablauf d
es Wartejahres ab Dezember 2012 Anspruch auf eine befris
tete Rente (Ziff. 6.7).
Eventualiter habe die Beschwerdegegnerin ein
polydiszip
linäres
Gutachten und
eine Haushaltsabklärung durchzuführen (S.
10 Ziff. 7.1 f.
; vgl. auch Urk. 9 S. 4 f.
Ziff. 2.3
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneinte. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin frühestens ab Dezember 2012 (Ablauf Wartejahr) einen Rentenanspruch hätte
.
3.
3.1
In der beim Hausarzt
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, durchgeführten Erstkonsultation vom 12. Dezember 2011 (Urk. 7/10/11-13) be
richtete die Beschwerdeführerin über Kopf- und Nackenschmerzen sowie
schmerz
bedingte
Schlafstörungen (Ziff. 4).
Dr.
Y._
stellte Druckschmerzen im Nackenbereich fest (Ziff. 6). Er diagnostizierte ein Beschleunigungstrauma der
Halswirbelsäule (HWS) und attestierte der Beschwerdeführerin ab dem 12. Dezem
ber 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Röntgenbefund habe keine
ossä
re
n
Läsionen aufgezeigt und sei altersentsprechend ausgefallen (Bericht vom 20. Februar 2012, Urk. 7/10/14 Ziff. 4,
5 und 8).
3.2
In der am 2. Februar 2012 durchgeführten MRI-Untersuchung der HWS zeigte
sich eine kleine Diskushernie C5/6 median ohne neurale Kompression sowie eine
leichte zervikale Degeneration (Urk. 7/10/6).
3.3
Im Bericht vom 4. September 2012
(Urk. 7/17/2-3)
stellte
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, folgende Diagnose
(S. 1 Ziff. 2)
:
cervicocephales
Schmerzsyndrom mit/bei
cranio-cervikalem
Beschleunigungsereignis am 10. Dezember 2011
(
Osteo
-)
Chondrose
dorsal bei C4/C5, etwas weniger auch bei C5/C6
kleiner Diskushernie median bei C5/C6 ohne
Nervenwurzelbe
einträchtigung
muskuläre
n
Dysbalancen
Die Beschwerdeführerin habe per 5. März 2012 ihre Arbeitstätigkeit zu 25 % wieder aufgenommen und habe dies seit dem 27. Juni 2012 auf 35 % steigern können (S. 1 Ziff. 3).
Körperlich mittelschwere bis schwere Tätigkeiten müssten von Familienmitgliedern beziehungsweise von den Arbeitskolleginnen ausge
führt werden (S. 2 Ziff. 6).
3.4
Mit Bericht vom 29
. September 2012
(Urk. 7/18)
hielt
Dr.
Y._
fest,
es bestehe aktuell nur noch eine diskrete Bewegungseinschränkung und ein
mässiggrader
paravertebraler Muskelhartspann.
Eine volle Arbeitsfähigkeit sowohl im Haus
halt als auch im Berufsleben sollt
e in den nächsten Wochen erreicht werden können (Ziff. 1.4). Er attestierte
der Beschwerdeführerin
seit dem 11. September 2012 eine Arbeitsfä
higkeit von 50 % (Ziff. 1.6).
3.5
Am 14. Dezember 2012 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag de
s
Unfall
ver
sicherers
durch
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und
Innere Medizin, untersucht (Bericht vom 20. Dezember 2012, Urk.
7/25/100-106
).
Aktuell gebe die Beschwerdeführerin noch immer Nacken- und Kopfschmerzen an, welche vor allem bei Kälte, Belastung und bei gewissen Bewegungen auf
treten und durch Ruhe, Wärme und Entspannung Linderung finden würden. Die HWS sei vor allem für die Flexion und Extension, aber auch ein wenig für die
Rotation beidseits eingeschränkt. Längeres Sitzen sei nicht möglich und der Schlaf
sei nach wie vor gestört. Noch immer habe sie
ein we
nig
Konzen
tra
tions
störungen
. Sie habe auch Mühe, eine schwere Tasche zu tra
gen. Sie habe mit ihren Ärzten vereinbart,
Anfang
Januar 60 % und Ende Ja
nuar 70 % zu arbei
ten (S. 5 unten).
Dr.
A._
stellte folgende Diagnosen (S. 6 Mitte):
leichtgradiges
zervikovertebrales
Syndrom bei/mit
Status nach HWS-Distorsion nach Heckkollision vom 10. Dezember 2011
vorbestehender Segmentdegeneration C4/C5 und C5/C6
kernspintomographischer kleiner medianer Diskushernie C5/C6 ohne neurale Kompression, ohne posttraumatische Läsionen
myofaszialem
Schmerzsyndrom im Schulter-Nacken-Bereich beidseits
muskulärer
Dysbalance
mit Fehlhaltung (Schulterhochstand links bei leichter Skoliose)
Status nach Frontalkollision 2003
Status nach Burn-out Symptomatik 2007-2009
In der klinischen Untersuchung habe eine schmerzhafte
Bewegungseinschrän
kung
für die Flexion und Extension, weniger stark auch für die Rotation und Seitneigung bestanden. Es sei
ein aktives Gegenspannen
bei der
Bewegungs
prü
fung
der
HWS aufgefallen. Aufgrund der Gesamtsituation sei aber davon aus
zugehen, dass ein deutlich besserer Bewegungsumfang vorliegen
dürfte. Durch die aktive Anspannung bestehe auch eine
chronifizierte
myofasciale
Schmerz
problematik
mit muskulärer
Dysbalance
. Unfallfremd seien die leichte
Fehlform
beziehungsweise Fehlhaltung der Wirbelsäule mit Schulterhochstand links, eine
leichtgradige
lumbale rechtskonvexe Skoliose und eine Degeneration der mitt
leren HWS. Im neurologischen Status habe keine Auffälligkeit objekti
viert wer
den können. Auch der übrige rheumatologische Status sei
altersent
sprech
end
bland
ausgefallen (S. 6 f. unten). „Die Arbeitsfähigkeit würde ich anfangs Janu
ar
mit 60 % von 100 % angeben und ab 1. Februar 2013 dürfte eine 100 % Arbeits
fähigkeit bestehen“ (S. 7 Mitte).
3.
6
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Neurologie, hielt im Bericht vom
29. Januar 2013 fest, dass sich bei Status nach Beschleunigungstrauma der HWS
am 10. Dezember 2011 die
cervico-cephalen
Beschwerden und der
be
gleitend auftretende
Schwankschwindel
bis auf einen leichten Ruheschmerz mit noch belastungsabhängigen Nacken- und Kopfschmerzen „recht erfreulich“ zu
rück
ge
bildet hätten
. Die Beschwerdeführerin leide nachts noch an Schmerzen und da
mit einhergehend an wiederholten Schlafunterbrüchen, weshalb sie tags
über müde
sei. Es würden keine neurologischen Ausfälle bestehen. Er empfehle
,
die Arbeitsfähigkeit vorläufig auf dem Niveau von 60 % zu belassen. Er schätze aber doch, dass ab etwa 1. April 2013 die Arbeitsfähigkeit auf 70 %
gesteigert werden könne
(Urk.
7/25/97-99
S. 3).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin ist bei der
C._
AG
tätig
und war dort vor dem erlittenen Unfall im Dezember 2011 in einem 70 %-Pensum angestellt (vgl. Arbeitsvertragsänderung vom 30. Oktober 2008, Urk. 7/2/3)
. Somit ist die Be
schwerdeführerin als
Teilerwerbstätig
e zu qualifizieren, wobei 70 % auf den
Er
werbsbereich
und 30 % auf den Haushaltsbereich entfallen.
4.
2
U
nabhängig davon, welche Arbeitsfähigkeit
ihr medizinisch-theoretisch attes
tiert wurde
, ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
bereits vor Ablauf des Wartejahres im Dezember
2012
vom 13. September 2012
bis
20.
Januar 2013
ihrer Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 50 %,
vom
21.
Januar bis 3. März 2013
von
60 % und ab 4. März 2013
schliesslich wieder
ihrem vertraglichen Pensum von 70 % nachging
(vgl. E. 3.4-6 sowie Auflistung des Rechtsvertreters der B
eschwerdeführerin, Urk. 7/29/2)
. Im Hinblick auf ihre Teilerwerbstätigkeit und insbesondere ihr vertragliches Arbeitspen
sum von 70 % ergibt sich damit f
olgende Arbeitsunfähigkeit: Ab 1. Dezember 2012 2
0
% arbeitsunfähig
, ab 21
.
Januar 2013 1
0
% arbeitsunfähig und ab 4. März 2013 keine Arbeitsunfä
higkeit mehr.
Im Erwerbsbereich resultier
t
dementsprechend f
olgende
r
Teil-Invaliditätsgrad
:
ab 1. Dezember 2012:
14
% (2
0
% x 0.7)
ab 21
. Januar 2013:
7
% (
10
% x 0.7)
ab 4. März 2013:
0 %
4.3
Da die Haushaltstätigkeit 30 % beträgt, müsste in diesem Bereich eine Ein
schrän
kung von rund
8
7 % oder mehr vorliegen, damit
vorübergehend
ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resultieren würde (
8
7 % x 0.3 = 2
6.1
%).
Wie den medizinischen Akten
entnommen werden kann, si
nd
die
Einschränkun
gen
der Beschwerdeführerin
jedoch nicht derart gravierend
, dass von einer so hohen Beeinträchtigung im Haushalt auszugehen wäre:
So führte
Dr.
Z._
bereits
A
nfang September 2012 aus, dass die Beschwerdeführerin
nur für kör
per
lich mittelschwere bis schwere Tätigkeiten
Hilfe benötig
e (vgl. E. 3.3). Eine Vielzahl an Haushaltstätigkeiten entspricht jedoch körperlich leichten Tätigkei
ten. Im Weiteren ist aufgrund der
Ausführungen von
Dr.
Y._
,
Dr.
A._
und
Dr.
B._
ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich von einer Einschrän
kung
von mindestens 70 %
im Haushaltsbereich auszugehen (vgl. E.
3.4-
6): So konnte
Dr.
Y._
Ende September 2012 nur noch eine diskrete
Bewegungsein
schränkung
und ein
en
mässiggrade
n
paravertebrale
n
Muskelhartspann fest
stellen.
Bei der von
Dr.
A._
durchgeführten Bewegungsprüfung der HWS sei
auf
gefal
len, dass aufgrund eines aktiven Gegenspannens von einem deutlich
besseren Bewegungsumfang auszugehen sei, als von der Beschwerdeführerin gezeigt. Im Januar 2013
stellte
Dr.
B._
schliesslich gar keine
Bewegungs
einschränkung
mehr fest und führte aus,
die Beschwerden der Beschwerd
efüh
rerin hätten sich bis auf einen leichten Ruheschmerz mit noch
belastungsab
hängigen
Nacken- und Kopfschmerzen zurückgebildet
.
Ohnehin ist b
ei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versi
cherten die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz.
Die Beschwer
deführerin lebt zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen im Alter von 12 und 18
Jahren
(vgl. Urk. 7/3/2 Ziff. 3.1).
Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünf
tiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Ent
schä
digung zu erwarten hätte. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung ge
wisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Um
fang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein
invalidi
tätsbedingter
Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit ange
nommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet wer
den, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine
unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der
Invaliditäts
bemess
ung
bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienange
hörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherwei
se zu erwar
tende Unterstützung
(BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_729/2009
vom 3
0.
November 2009 E. 4.1-3).
Vor diesem Hintergrund erübrigt sich die Durchf
ührung einer
Haushaltsabklä
rung
, da aufgrund der medizinischen Aktenlage von keiner überdurchschnittlich hohen Einschränkung im Haushalt auszugehen ist
und allfällige Einschränkun
gen im Haushalt ohnehin aufgrund der familiären Situation der Beschwerde
führerin mithilfe der Unterstützung
der Familienangehörigen
weitgehend aufge
fangen werden könnten.
4.4
Nach dem Gesagten
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwischen Dezem
ber 2012 und Ende Februar 2013
sowie hernach
kein Invaliditätsgrad von 40 % und mehr aus
gewiesen, weshalb sich
die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens
erweist
. Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.
Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzu
führen (vgl. E. 2.2), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet
werden
(BGE 127 V 491 E.
1b S.
494 mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizini
schen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Strei
twert festzulegen (
Art.
69 Abs.
1
bis
IVG
) und auf
Fr.
6
00.--
anzusetzen. Entsprechend dem
Ausgang des Ver
fahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.