Decision ID: 7da2f0b7-fd91-477a-949d-b6bc665d43c3
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1956
, bezog Ergänzungsleistungen zu
seiner Rente der
Invalidenversicherung
(
I
V; Urk.
7/103
), als er am
14. Septem
ber
2011
das
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
Zürich um Über
nah
me
der Kosten einer geplanten zahnmedizinischen Behandlung ersuchte (
Urk.
7/81) und einen Kostenvoranschlag seines behandelnden Zahnarztes im Betrag von
Fr.
4’059.50 (
Urk.
7/81a) einreichte. Die Stadt Zürich,
Amt für Zu
satzleistungen zur AHV/IV
, holte in der Fo
lge eine Stellungnahme bei ihrer
Vertrauens
zahn
ä
rzt
in
ein (
Urk.
7/82)
. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2011 (Urk. 7/82a) teilte
die
Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV,
dem
behandelnden Zahn
arzt des
Versicherten mit
, dass die geplante Zahnsanierung mittels einer
Ver
blendbrücke
nicht einfach und wirtschaftlich sei und erteilte ihm Kosten
gut
sprache für die Behandlung zweier Zahnfüllungen bis höchstens zum Betrag von
Fr.
600.--
, worauf der Versicherte am 13. Dezember 2011 den Erlass einer an
fechtbaren Verfügung verlangte
(
Urk.
7/86).
Mit Verfügung vom 19. Dezember 2011 (
Urk.
8/42)
wies
die Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV,
das Gesuch des Versicherten um Übernahme der
Kosten im Um
fang von Fr. 4'059.50 für die geplante zahnmedizinische Be
handlung ab und bemerkte, die
K
osten von maximal Fr. 600.-- für eine zweck
mässige, einfache und wirtschaftliche Behandlung könnten übernommen werden.
Die vom Versicher
ten am 30. Dezember 2011 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
7/87) wies die Stadt Zürich,
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
, mit Ent
scheid vom
2.
Mai 2012 (Urk. 8/45 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2.
Mai
2012 (
Urk
2) erhob der Versi
cherte
am 24. Mai
2012
Beschwerde und bean
tragte
die Übernahme der Kosten der ge
planten zahnmedizinischen Behandlung im Umfang von
Fr.
4‘609.50 (
Urk.
1 S.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom
5. Juni
2012 beantragte die
Stadt Zürich,
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
,
die Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), wovon dem
Beschwerdeführe
r
am
8. Juni
2012 (Urk.
9
) eine Kopie zugestellt wurde.
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwer
de
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al
ters
,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen An
spruch auf
Ergänzungsleistungen, wenn sie
die
Voraussetzungen nach den Art. 4-6 ELG er
füllen. Dabei entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die
anerkannten Ausga
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9
Abs. 1 ELG). Die anre
chenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG berech
net.
1.3
Die Kantone vergüten den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen
Ergän
zungsleistung
ausgewiesene, im laufenden Jahr entstandene Krankheits- und
Be
hinderungskosten
(Art. 14 Abs.
1
ELG). Für die zusätzlich zur jährlichen
Er
gänzungsleistung
vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten können die Kantone Höchst
beträge festlegen. Diese dürfen jedoch für zu Hause lebende, allein
stehende Personen den Betrag von Fr. 25'000.-
-
nicht unterschreiten (Art. 14 Abs. 3
lit
. a Ziff. 1 ELG).
1.4
Gemäss Art. 14 Abs. 1
lit
. a ELG haben die
Bezüger einer jährlichen
Ergän
zungs
leistung
Anspruch auf die Vergütung von ausgewiesenen, im lau
fenden Jahr ent
standenen Kosten für zahnärztliche Behandlung. Gemäss Abs. 2 dieser Be
stimm
ung bezeichnen die Kantone die Kosten, die nach Abs. 1 der Be
stim
mung vergütet werden können. Sie können die Vergütung auf im Rahmen einer wirt
schaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung erforderliche Ausga
ben be
schränken.
1.5
Gestützt auf diese Regelungskompetenz hat der Kanton Zürich in § 9 Abs. 1 des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ZLG) bestimmt, dass die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten nach Art. 14 ELG auf eine wirtschaftliche und zweck
mässige Leistungserbringung beschränkt ist.
1.6
In § 8 der Zusatzleistungsverordnung (ZLV) sind Ausführungsbestimmungen für Zahnbehandlungen enthalten. Gemäss Abs. 1 dieser Bestimmung werden die Kosten für einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Zahnbehandlungen ver
gütet.
Laut Abs. 2 dieser Bestimmung richtet sich die Höhe der Vergütung nach dem Tarif der Unfall-, Militär- und Invalidenversicherung (UV/MV/IV-Tarif) über die
Honorierung zahnärztlicher Leistungen und dem UV/MV/IV-Tarif für
zahntech
nische
Arbeiten.
In Abs. 3 dieser Bestimmung ist geregelt, dass der Durchführungsstelle vor der Behandlung ein Kostenvoranschlag einzureichen ist, wenn die Kosten einer Zahn
behandlung einschliesslich Laborkosten voraussichtlich mehr als Fr. 3000.
--
be
tragen, und dass höchstens Fr. 3000.-- vergütet werden, wenn eine Behand
lung
von über Fr. 3000
.--
ohne genehmigten Kostenvoranschlag durchgeführt worden
ist.
1.7
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 8 Abs. 3 der per Ende 2007
aufgehobenen Verordnung über die Vergütung von Krankheits- und
Be
hinde
rungskosten
bei den Ergänzungsleistungen (
a
ELKV
), wonach für eine zahn
medi
zinische Behandlung höchstens Fr. 3'000.-- zu vergüten war, wenn die Behand
lung ohne vorgängig eingereichten und genehmigten Kostenvoranschlag durch
geführt wurde, handelte es sich bei dieser Bestimmung um eine
Ord
nungs
vorschrift
, welche nicht ausschloss, dass auch ohne genehmigten Voran
schlag
höhere Kosten vergütet werden konnten, wenn nachgewiesen werden konnte, dass
eine einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Behandlung mehr kostete (BGE 131 V 263 E. 5.3 und 5.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_36/2010 vom 7. April 2010 E. 2.2).
1.8
Gemäss der altrechtlichen Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 8
aELKV
ist die Vergütung notwendiger Zahnbehandlungskosten durch die
Ergänzungs
leis
tungen
an die Gebote der Einfachheit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässig
keit gebunden (BGE 131 V 263). Nach der Rechtsprechung handelt es sich hier
bei um eine an den entsprechen
den
krankenversicherungsrechtlichen Leistungs
vo
r
aussetzungen orientierte Betrachtungsweise, weshalb das Erfordernis der Ein
fachheit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit im Bereich der
Ergänzungs
leis
tungen
gleich zu verstehen
ist
wie die entsprechende Leistungsvoraussetzung
im Bereich der Krankenversicherung
(Urteil des Bundesgerichts
9C_648/2009 vom
26. März 2010 E.
3.1). Dieser Rechtsprechung kommt auch nach Inkraft
treten des ELG vom 6. Oktober 2006 und insbesondere von dessen Art. 14
Abs.
2 am 1. Januar 2008 weiterhin Geltung zu.
1.9
Die Leistungen
der
ärztliche
n
Behand
lung
müssen
gemäss Art. 32
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Krankenversicherung (KVG)
wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein, wobei die Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein muss. Die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaft
lich
keit der Leistungen werden periodisch überprüft (Art. 32 Abs. 2 KVG). Die Wirt
schaftlichkeit im Sinne von Art. 32 Abs. 1 und Art. 56 Abs. 1 KVG bezieht sich nicht nur auf Art und Umfang der durchzuführenden diagnostischen und thera
peutischen Massnahmen, sondern auch auf die Behandlungsform, so etwa auf die Frage, ob eine bestimmte Massnahme ambulant oder (teil-)stationär durch
zu
führen ist (BGE 126 V 334 E. 2b). Geprüft wird unter diesem Kriterium das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen einer Massnahme, wobei die
V
ersi
che
rer das Recht haben, die Übernahme von unnötigen therapeutischen Vor
kehren
oder von solchen Massnahmen, die durch weniger kostspielige ersetzt werden können, abzulehnen (BGE 130 V 532 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_703/2012
vom 11. Juli 2013 E. 3.31).
1.10
Der Leistungserbringer muss sich in seinen Leistungen auf das
Mass
beschrän
ken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den Behandlungszweck er
forderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). Für Leistungen, die über dieses
Mass
hinaus
gehen, kann die Vergütung verweigert werden. Eine nach diesem Gesetz dem
Leis
tungserbringer
zu Unrecht bezahlte Vergütung kann zurückgefordert werden (Art. 56 Abs. 2 KVG).
1.11
Gemäss
Ziff.
2.4.4.3 der Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der
Zusatzleistungen zur AHV/IV vom 2
7.
März 2013 (
www.sozialamt.zh.ch
) be
stimmt
sich die Frage, ob eine einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Be
handlung sowie Ausführung vorliegt, nach den Behandlungsempfehlungen so
wie der
Konkordanzliste
zahntechnische
r
Arbeiten der Vereinigung der
Kantons
zahnär
ztinnen
und Kantonszahn
ärzte im Bereich EL sowie den Vorgaben des Kantonszahnärztlichen Dienstes der Gesundheitsdirektion.
1.12
Gemäss den Planungs- und Behandlungsempfehlungen der
Vereinigung der
Kan
tonszahnärzte
und Kantonszahnärztinnen der Schweiz (VKZS),
Empfehlun
gen für Standards von Zahnbehandlungen
im Bereich
Ergänzungsleistungen,
Sozial
hilfe und Asylwesen
(
Urk.
7/95/2 S. 5;
www.kantonszahnaerzte.ch
)
,
han
delt es sich bei den sekundären zahnmedizinischen Massnahmen um solche, welche
einer
Zahnsanierung und einer
Weiterbehandlung nach einer primären
Not
fall
behandlung
oder provisorischen Behandlung
dienen
. Um eine einfache und zweck
mässige Sanierung handelt es sich bei folgenden Be
handlungen:
Entfernung nicht erhaltungswürdiger Zähne und Wurzelreste
Erhaltung strategisch wichtiger Zähne
Legen von Füllungen (Amalgam- oder
Kompositfüllungen
)
längerfristige
Erhaltung der Kaufähigkeit, wobei für eine funktionelle Adaptation der Kaufähigkeit normalerweise 10 oder mehr funktionelle
Antagoni
stenpaare
vorhanden sein müssen
Behandlungsmittel
bei
einer
einfachen und zweckmässigen Sanierung
stellen
die
Lückenversorgung mit teilprothetischen Methoden (
vor allem
mit
Modell
guss
)
dar
. Demgegenüber
handelt es sich bei
Kronen- und
Brückenversorgungen in der
Regel nicht
um eine einfache
Sanierung.
1.13
Verwaltungsweisungen richten sich an die
Verwaltung
und sind für das
So
zial
versicherungsgericht
nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei
dung
aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und ge
recht wer
dende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu
lassen. Das Ge
richt weicht also nicht ohne triftigen Grund von
Verwaltungs
weisungen
ab, wenn
diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. In
sofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch in
terne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2
; nicht in BGE
137 V 121
publizierte E. 3 des Ur
teils des Bundesgerichts 8C_713/2010 vom 2
3.
März 2011).
1.14
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Dr.
med.
dent
.
Z._
hielt
in seiner Stellungnahme vom
7.
September 2011 (
Urk
7/81b
=
Urk.
3/1
)
zu seinem Gesuch um Kostengutsprache gleichen Datums (Urk. 7/81a) fest
, dass
eine Schliessung der Zahnlücke im linken Oberkiefer des Beschwerdeführers mit einer Brücke
aus zahnärztlicher Sicht notwendig sei. Im
Bereich der durch die Entfernung des Zahnes 26 am 2
4.
August 2010 entstan
de
nen
Zahnlücke könne es zu Zahnverschiebungen kommen. Zudem seien die Füllungen bei den Zähnen 25 und 27 insuffizient. Mit der Konstruktion einer
Brücke würden gleichzeitig die Zähne 25 und 27 saniert. Dadurch resultierte er
neut
eine harmonische und ausgeglichene Verzahnung.
2.2
Dr.
med.
dent
.
A._
, Vertrauenszahnärztin
der
Beschwerde
gegnerin
, führte in
ihrer
auf Grund der Akten verfassten Stellungnahme vom
2
3.
November 2011 (
Urk.
7/82) aus, dass die durch
Dr.
Z._
vorgeschlagene zahn
medizinische Behandlung des Beschwerdeführers
mit einer Verblendbrücke
zwar zweckmässig, aber weder einfach noch wirtschaftlich sei. Vielmehr
sei
die Zahnlücke
zu
belassen
und es
seien lediglich die Kosten für die Sanierung der zwei insuffizienten Zahnfüllungen bis höchstens
Fr.
600.-- zu übernehmen.
2.3
Dr
.
A._
präzisierte am
1
9.
April 2012 (Urk. 7/95/1)
ihre frühere
Beur
teilung vom 2
3.
November 2011 und erwähnte, dass sie sich dabei
auf die
Pla
nungs
- und
Behandlungs
empfehlungen
der VKZ
S be
rufen habe. Sie stellte fest,
dass der Beschwerdeführer mit Ausnahme der Zahnlücke im Bereich des Zahnes 26
vollbezahnt
sei und eine stabile Okklusion aufweise. Es sei davon auszu
geh
en, dass eine
allfällige
Zahnverschiebung unmittelbar nach der Entfernung des Zahns 26 im Juni 2010 begonnen hätte und schon längst abgeschlossen
wäre. Da die Okklusion zum Zeitpunkt
der
Stellung des Kostengutsprachegesuchs vom
7.
Septe
mber 2011 stabil gewesen sei, s
e
i
davon auszugehen, dass die Zahn
lücke
immer noch gleich gross oder höchstens minimal kleiner
geworden
sei. Wäre es zu einer Zahnverschiebung beziehungs
weise zu Beschwerden gekommen, wären diese schon längst aufgetreten. Da zehn
Antagonistenpaare
(Gegenzähne beim
Z
u
beissen) vorhanden seien
, da die Einzelzahnlücke im hinteren Bereich des Gebisses lokalisiert
sei
, und da es
zu keinen Folgeschäden kommen kö
nn
e, könne die
Zahnlücke
belassen werden. Dabei handle
es sich um eine einfache und zahnschonende Lösung.
2.4
Dr
.
Z._
erwähnte in seiner Stellungnahme vom
9.
Mai 2012
(
Urk.
7/96a =
Urk.
3/8)
, dass ein Schliessen der Lücke im linken Oberkiefer mit einer Brücke
die für den Beschwerdeführer in seiner Situation beste Lösung darstellen würde. Da
nach hätte er beidseits wieder eine harmonische und ausgeglichen
e
Verzah
nung. Die heutige Kontrolle habe gezeigt, dass es zu keinen oder höchstens zu minimalen Verschiebungen gekommen sei. Die Pfeilerzähne wiesen keine
para
dontalen
Einbrüche, jedoch freiliegende Zahnhälse und insuffiziente Füllungen auf. Mit einer Überkronung könnten diese Defekte gedeckt und gleichzeitig die
Hygienefähigkeit verbessert werden. Über eine Zeit von 30 Jahren betr
achtet stelle
eine
Sanierung mit einer Brücke eine einfache und wirtschaftliche Sanie
rung dar
.
3.
3.1
Den erwähnten zahnmedizinischen Akten ist zu entnehmen, dass
Dr.
Z._
die Meinung vertrat, dass eine Schliessung der Zahnlücke im Bereich des entfernten Zahnes 26 im linken Oberkiefer des Beschwerdeführers mit einer Brücke
und eine gleichzeitige
Sanierung der Zähne 25 und 27 für den Beschwerdeführer die beste Behandlung darstellen würde. Während
Dr.
Z._
in
seinem
Beric
ht vom
7.
September 2011 (
Urk
7/81b)
noch
erwähnte, dass die
Gefahr
einer Zahnver
schiebung im
Bereich der durch die Entfernung des Zahnes 26 am 2
4.
Aug
ust 2010 entstandenen Zahnlücke bestehe, stellte
er
in
seinem
Bericht
vom
9.
Mai 2012
(
Urk.
7/96a)
fest
,
dass
es zu keinen oder höchstens zu minimalen
Zahn
v
erschiebungen gekommen sei.
Auch
Dr
.
A._
ging
in ihrer Stellung
nahme vom 1
9.
April 2012 (Urk. 7/95/1) davon aus, dass eine
Zahnver
schie
bung
bereits unmittelbar nach der Entfernung des Zahns 26 im Juni 2010 begonnen hätte und schon längst abgeschlossen wäre, weshalb beim Beschwerdeführer, welcher eine stabile Okklusion aufweise, die Gefahr einer Zahnverschiebung bei einem Verzicht auf die Schliessung der Zahnlücke zu verneinen sei.
3.2
Dr.
A._
berücksichtigte in ihren Beurteilungen die zahnmedizinischen
Vorakten
und begründete ihre Schlussfolgerung, dass es sich bei der geplanten Versorgung mit einer Brücke nicht um eine einfache und wirtschaftliche Be
handlung handle
, in nachvollziehbarer Weise. Insbesondere vermag zu über
zeu
gen, dass
Dr.
A._
in Berücksichtigung der
zahnmedizinische
n
Er
fah
rungstatsache
,
wonach
Zahnverschiebung
en
üblicherweise unmittelbar nach der Entfernung des Zahnes beginnen,
davon ausging
, dass beim Beschwerde
führer, welcher eine stabile Okklusion aufwies, bei einem Verzicht auf die Schliessung der Zahnlücke keine Zahnverschiebung zu erwarten sei.
Die
nach
vollziehbare
Be
urteilung durch
Dr
.
A._
vermag auch insofern zu über
zeugen
, als sie
davon ausging, dass die Zahnlücke
im Bereich des entfernten Zahnes 26
belassen
werden könne
, da
der Beschwerdeführer noch über zehn
A
ntagonistenpaare
ver
füge und
eine stabile Okklusion aufweise
.
Des Weiteren
überzeugt
,
dass sie
in Berücksichtigung der Planungs- und
Behandlungsemp
fehlungen
der VKZS den
Schluss zog,
dass
es sich
beim
Belassen der Zahnlücke im Berei
ch des ent
fern
ten
Zahnes 26 im
Gegensatz
zur Sanierung mit einer Brücke
um eine
einfache und wirtschaftliche Sanierung
handle
.
Auf die nachvollziehbare
Beur
teilung durch
Dr
.
A._
kann
daher
abgestellt werden
.
3.3
Die
Beurteilung
Dr.
Z._
s
vom
9.
Mai 2012
(
Urk.
7/96a)
stimmt
insofern mit der
jenigen durch
Dr.
A._
überein, als er feststellte, dass es im Be
reich der
fraglichen
Zahnlücke zu keinen oder höchstens zu minimalen Zahnver
schie
bungen gekommen sei.
Der Beurteilung
Dr.
Z._
s
lässt sich indes keine nach
voll
ziehbare Begründung für die von ihm
trotz fehlender Zahnverschiebungen
postulierte Einfachheit und Wirtschaftlichkeit einer Ver
sorgung mit einer Brücke
entnehmen
. Mangels einer nachvollziehbaren Begrün
dung kann daher nicht da
rauf abgestellt werden.
Des Weiteren kann auch auf die vorgängige
Beurteilung
Dr.
Z._
s
vom
7.
September 2011 (
Urk
7/81b) nicht abgestellt werden.
Indem
Dr.
Z._
darin
die von ihm postulierte Notwendigkeit einer Versorgung der Zahnlücke mit ei
ner
Brücke damit begründete, dass beim
Belassen der Zahnlücke
die Gefahr von
Zahn
verschiebungen
bestehe, steht seine
Einschätzung
im Widerspruch zu seiner
späteren Beurteilung vom
9.
Mai 2012
(
Urk.
7/96a)
, worin er keine oder ledig
lich kleinste Zahnverschiebungen feststellte. Die Beurteilung
durch
Dr.
Z._
vom
7.
September 2011 erscheint aus diesem Grunde daher nicht als schlüssig, wes
halb darauf nicht abgestellt werden kann.
3.4
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch
Dr.
A._
steht
da
her
fest, dass der Beschwerdeführer bei einem Belass
en der Zahnlücke im Be
reich des
entfernten Zahnes 26 noch über zehn
Antagonistenpaare
sowie über eine stabile Okklusion verfügt
e
und nicht mit einer Zahnverschiebung r
echnen mü
sste. Die geplante Versorgung der Zahnlücke im Bereich des entfernten Zah
nes 26 diente
daher weder der Erhaltung eines strategisch wichtigen Zahnes, weder dem Legen
von Füllungen noch der längerfristigen Erhaltung der
Kaufä
higkeit
.
Gemäss den Planungs- und Behandlungsempfehlungen der VKZS
han
delt es sich b
ei der ge
planten Brückenversorgung
zwar um eine zweckmässige,
nicht
aber
um eine ein
fache und
wirtschaftliche zahnmedizinische Behandlung im Sinne von
Art. 14 Abs.
2
ELG
in Verbindung mit
§ 9 Abs. 1 ZLG
und
§ 8 ZLV
,
weshalb
eine
Leis
tungspflicht
der
Beschwerdegegenerin
zu vernein
en ist
.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.