Decision ID: 7bbc41a2-df58-45ab-b8bf-33cf4bdd6af5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 23. Februar 2017 (EE160056-C)
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Rechtsbegehren:
der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 57):
"1. Es sei der Klägerin das Getrenntleben zu bewilligen.
2. Der Sohn C._, geb. tt.mm.2010, sei unter Betreuung der Kindsmutter zu stellen. Es sei festzuhalten, dass C._  bei der Kindsmutter hat.
3. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Gesuchstellerin  mit C._ in D._ wohnt.
Eventualiter: Es sei der von der Klägerin erfolgte Umzug zusammen mit dem Sohn C._ per 27. August 2016 zu genehmigen.
4. Es wird für die Dauer des Trennungsverfahrens die nachfolgende Betreuungsregelung beantragt:
Betreuung durch den Kindsvater:
- je an zwei Wochenenden pro Monat, von Freitag, 15:30 Uhr bis Sonntagabend, 18.00 Uhr
- telefonischen Kontakt (Skype) je einmal die Woche sowie je an einem Tag der Wochenende, an welchen kein  ist.
Feiertage: - Weihnachten: je ab dem 25.12., nachmittags beim Kindsva-
ter; - je an Auffahrt, Donnerstag und Freitag, wenn das Besuchs-
wochenende auf den darauffolgenden Samstag/Sonntag fällt;
- Ostern / Pfingsten: eine spezielle Regelung ist nicht nötig, wenn die Betreuung alle 2 Wochenende eingeräumt wird.
Ferien: Es sei dem Beklagten ein angemessenes Ferienbesuchsrecht
einzuräumen, nämlich fünf Wochen pro Jahr während den .
Es sei festzustellen, dass die Kindsmutter C._ die übrige Zeit .
5. Es sei dem Beklagten für die Dauer der Trennung zu verbieten, das ihm einzuräumende Besuchsrecht zusammen mit der Grossmutter, seiner Mutter, zu verbringen. Es sei insofern  Kontakt C._/Grossmutter zu verbieten, d.h.  der persönliche Kontakt den telefonischen Kontakt unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB bei Nichtbefolgung.
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6. Zufolge Kündigung der ehelichen Wohnung an der E. ... in F._ sei von einer Zuweisung an eine der  abzusehen.
Das Depot für die eheliche Wohnung sei den Parteien je zur  auszubezahlen. Sollte das Depot dem Beklagten allein  werden, sei er zu verpflichten, der Klägerin innert 10 Tagen nach Erhalt den hälftigen Betrag der Klägerin zu bezahlen und die entsprechende Abrechnung zu unterbreiten.
7. Von der Aufteilung von Mobiliar und Hausrat gemäss der  Liste sei Vormerk zu nehmen.
8. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin an ihren und des Sohnes Unterhalt angemessene, monatlich zum Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, zahlbar ab 1. September 2016.
Für die Monate bis und mit August 2016 sei der Beklagte zu , sämtliche Rechnungen, auch jene, welche auf den  der Klägerin lauten, zu bezahlen sowie monatliche Beiträge an ihren Unterhalt gemäss den nachfolgenden Anträgen.
9. Zwischen den Gesuchstellern sei die Gütertrennung anzuordnen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% ) zulasten des Beklagten."
des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 60):
"1. Den Parteien sei das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit zu .
2. Die Klägerin sei gestützt auf Art. 172 Abs. 2 ZGB zu ermahnen, ihr Studium in D._ zu beenden und ihren Wohnsitz von D._ TI an einen Ort in der Deutschschweiz zu verlegen, von dem aus sie in der Lage ist, im bisherigen, ehelich gelebten , unter Berücksichtigung der notwendigen Trennungsfolgen,
a. das Kind C._, geb. tt.mm.2010, in dessen gewohntem, sozialen, schulischen und sprachlichen Umfeld als  überwiegend zu betreuen;
b. die für das Kindeswohl notwendige Mitbetreuung des Kindes durch den Beklagten als Vater zu ermöglichen;
c. durch Erwerbstätigkeit einen Zuverdienst von  mindestens ca. CHF 1'300.00 pro Monat zum ehelichen Unterhalt beizutragen.
3. Bei Wohnsitznahme der Klägerin im Kanton Zürich oder in den daran angrenzenden Kantonen sei die Obhut über das Kind C._, geb. tt.mm.2010, der Klägerin zuzuteilen (Hauptantrag des Beklagten).
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4. Bei Wohnsitznahme der Klägerin in einem anderen Kanton als den Kanton Zürich und die daran angrenzenden Kantone sei die Obhut über das Kind C._, geb.tt.mm.2010, dem Beklagten zuzuteilen (Eventualantrag des Beklagten).
5. Dem Elternteil, dem die Obhut über C._ nicht zugeteilt wird, sei ein angemessenes Kontaktrecht (persönlicher Verkehr) mit dem Kind im Sinne der nachfolgenden Ausführungen .
6. Wird die Obhut über den Sohn C._ der Klägerin zugeteilt, sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin für die Dauer des , mit Wirkung ab 1. Oktober 2016, für den Sohn C._ einen persönlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'200.00 pro Monat, zuzüglich allfällige Kinderzulagen, sowie einen  Unterhaltsbeitrag für die Klägerin von CHF 1'670.00 pro Monat zu bezahlen.
7. Wird die Obhut über den Sohn C._ dem Beklagten zugeteilt, sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin für die Dauer des Getrenntlebens, mit Wirkung ab 1. Oktober 2016, einen  Unterhaltsbeitrag für die Klägerin von CHF 1'945.00 pro Monat zu bezahlen. Ferner sei Vormerk zu nehmen, dass der  die fixen Kosten des Kindes C._ trägt und einstweilen, mangels Leistungsfähigkeit der Klägerin, auf einen  der Klägerin für das Kind C._ verzichtet.
8. Der eheliche Hausrat und das Mobiliar der Parteien seien gemäss Liste des Beklagten (Beleg14) zwischen den Parteien aufzuteilen, wobei dem Elternteil mit Obhut über das Kind C._  das Kinderzimmer und weiteres Mobiliar für das Kind  sei. Die Klägerin sei zu verpflichten, dem Beklagten alle ihr nicht zugeteilten Gegenstände auf erstes Verlangen, unter  der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB im , herauszugeben.
9. Die Verfahrenskosten seien ausgangsgemäss zu verteilen, wobei die Kosten für die Regelung der Kinderbelange praxisgemäss je hälftig unter den Parteien als Eltern aufzuteilen seien. Ferner sei die Klägerin zur Bezahlung einer angemessenen  (zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) an den Beklagten zu ."
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Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 23. Februar 2017: (Urk. 106 = Urk. 110)
1. Die Vereinbarung der Parteien vom 23. Februar 2017 über die Nebenfolgen
des Getrenntlebens wird vorgemerkt und in Bezug auf die Kinderbelange
genehmigt. Sie lautet wie folgt:
1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes
Die Parteien stellen fest, bereits seit 6. Juni 2016 getrennt zu leben und  die Fortführung des Getrenntlebens auf unbestimmte Zeit.
2. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung
2.1. Elterliche Sorge
Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ändert nichts an der gemeinsamen elterlichen Sorge für den Sohn
− C._, geboren am tt.mm.2010.
Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen und gemeinsam zu entscheiden. Den Parteien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die  der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem  und dem Kind hat. Namentlich vor einem allfälligen Aufenthaltswechsel der  mit dem Sohn in die USA ist die Zustimmung des Ehemannes einzuholen. Die Ehefrau erklärt, dass sie ihr Studium in der Schweiz abschliessen und in der Schweiz eine Arbeitsstelle zu suchen beabsichtigt, um den Kontakt des  zum Kind nicht zu erschweren.
2.2. Obhut
Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für den Sohn der Ehefrau zuzuteilen.
2.3. Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes
Der Ehemann erklärt sich damit einverstanden, dass die Ehefrau mit dem Sohn nach D._ gezogen ist und erteilt ausdrücklich seine Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes des Sohnes von F._ nach D._.
Die Parteien verpflichten sich, den Sohn an seinem früheren Wohnsitz in F._ abzumelden bzw. der Gegenpartei die dafür allenfalls erforderliche Genehmigung zuhanden der zuständigen Behörde zu erteilen.
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Die Parteien unterstützen eine psychologische/psychotherapeutische Behandlung des Kindes C._, soweit eine solche indiziert ist und unternehmen die  notwendigen Schritte in gemeinsamer Absprache. Falls Konflikte bei der Ausübung des Besuchsrechts entstehen, erklären sich beide Parteien bereit,  Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
2.4. Besuchsrecht
Der Ehemann soll berechtigt sein, das Kind an jedem zweiten Wochenende jeden Monats jeweils ab Freitagabend, 17:30 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, sowie am Karfreitag und Ostermontag bzw. Pfingstmontag, wenn das  auf diese Feiertage fällt. Am 24. Dezember ist das Kind bei der Ehefrau und während der restlichen Weihnachtsferien (25. Dezember bis Schulbeginn im neuen Jahr) ist das Kind alternierend je 1 Woche beim Ehemann bzw. bei der Ehefrau.
Ausserdem soll der Ehemann berechtigt sein, das Kind sieben Wochen jährlich (einschliesslich allfälliger Weihnachtsferien gemäss Absatz 1) während der  (vorbehältlich Schullager) auf eigene Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen. Das Ferienbesuchsrecht ist mindestens drei Monate im Voraus . Sofern sich die Parteien diesbezüglich nicht einigen können, bestimmt im Jahr 2017 die Ehefrau und im Jahr 2018 der Ehemann und in den Folgejahren  den Zeitpunkt der Ferien.
Der Ehemann hat das Kind ohne anderslautende gegenseitige Absprache in D._ abzuholen bzw. zurückzubringen.
Ein weitergehendes Besuchsrecht des Ehemanns nach gegenseitiger Absprache bleibt vorbehalten.
Darüber hinaus ist es den Parteien gestattet, an zwei Wochentagen unter der  mit dem Kind ungestört und alleine telefonisch soweit möglich mit  bis zu 30 Minuten zu kommunizieren.
3. Kinderunterhalt
Der Ehemann verpflichtet sich, für das Kind monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
− Fr. 980.– ab 1. März 2017 (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt)  allfällige von ihm bezogene gesetzliche und vertragliche Familienzulagen.
Die Unterhaltsbeiträge und Familienzulagen sind jeweils auf den Ersten eines  im Voraus zu bezahlen an die Ehefrau, solange das Kind in deren Haushalt lebt, keine selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Ehemann stellt und keine andere Zahlstelle bezeichnet.
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4. Ehegattenunterhalt
Der Ehemann verpflichtet sich, der Ehefrau für sie persönlich ab 1. März 2017 , im Voraus auf den Ersten des Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'620.– zu bezahlen.
5. Rückständige Unterhaltszahlungen
Die Parteien stellen fest, dass der Ehemann der Ehefrau für den Zeitraum ab 1. September 2016 bis 28. Februar 2017 insgesamt Fr. 16'900.– an Unterhalt für die Ehefrau und das Kind bezahlte.
Die Parteien stellen fest, dass der Ehemann für den Zeitraum ab 1. September 2016 bis 28. Februar 2017 der Ehefrau für sie persönlich noch rückständige  von insgesamt Fr. 4'700.– schuldet bzw. monatlich Fr. 783.30.  Betrag ist im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung im  zu berücksichtigen.
Zusätzlich verpflichtet er sich, von seinem Arbeitgeber die Nachzahlung der  für die Monate Juli 2016 bis und mit Februar 2017 zu verlangen und diese umgehend nach Erhalt an die Ehefrau weiterzuleiten.
Zusätzlich verpflichten sich die Parteien, die für die Umschreibung der  des Kindes (KPT und Visana) notwendigen Schritte einzuleiten bzw. erklären ihre Zustimmung zur Umschreibung der Policen auf die Ehefrau. Der Ehemann erklärt seine Zustimmung, dass die Krankenversicherer für das Kind (KPT und Visana) der Ehefrau die Leistungsabrechnungen ab 1. Oktober 2016 bis 28. Februar 2017 zustellen.
6. Grundlagen der Unterhaltsberechnung
Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von nachfolgenden finanziellen Verhältnissen der Parteien ausgegangen, namentlich davon, dass die Klägerin  vollzeitlich studiert, aus diesem Grund kein Einkommen erzielen kann und deswegen auch kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist. Bei Abbruch oder  des Studiums ist eine Neuanpassung des Kindes- und des  vorzunehmen, namentlich auch im Hinblick auf die Anrechnung  teilzeitlichen Erwerbseinkommens der Klägerin.
Einkommen und Vermögen
Ehemann: Ehefrau: Kind:
Einkommen: Fr. 7'578.– Fr. 0.– Fr. 200.–
Vermögen: Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 0.–
Bedarf
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Ehemann: Ehefrau: Kind:
Grundbetrag: Fr. 1'200.– Fr. 1'350.– Fr. 400.–
Wohnkosten inklusive  (jedoch ohne Stromkosten):
Fr. 1'590.– Fr. 1'000.– Fr. 550.–
Krankenkasse (nur KVG, bei C._ inkl. VVG):
Fr. 320.– Fr. 423.– Fr. 118.–
Franchise/Selbstbehalt: Fr. 60.– Fr. 83.– Fr. 0.–
Haftpflicht- /Mobiliarversicherung:
Fr. 30.– Fr. 30.– Fr. 0.–
Kommunikation und :
Fr. 120.– Fr. 120.– Fr. 0.–
Arbeitsweg inkl.  (GA SBB):
Fr. 321.– Fr. 60.– Fr. 0.–
Weitere :
Fr. 100.– Fr. 0.– Fr. 0.–
Studienliteratur: Fr. 0.– Fr. 50.– Fr. 0.–
Mittagstisch C._: Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 100.–
Auswärtige Verpflegung: Fr. 220.– Fr. 0.– Fr. 0.–
Steuerbelastung: --- --- ---
Total: Fr. 3'961.– Fr. 3'116.– Fr. 1'168.–
7. Mietzinsdepot
Der Ehemann verpflichtet sich, der Ehefrau Fr. 775.– aus dem Mietzinsdepot der vormals ehelichen Wohnung an der E._-Strasse ... in F._ zu bezahlen, abzüglich allfälliger hälftiger Kosten infolge Mieterschäden unter Berücksichtigung allfälliger Leistungen der Haftpflichtversicherung. Im Übrigen sind die Parteien , dass der Restbetrag des Mietzinsdepots dem Ehemann ausbezahlt wird. Die Abrechnung über diesen Restbetrag erfolgt im Rahmen der  Auseinandersetzung im Scheidungsverfahren.
8. Gütertrennung
Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Anordnung der  mit Wirkung ab 8. September 2016.
9. Massnahmenbegehren
Die Parteien erklären Rückzug ihrer Massnahmenbegehren.
10. Strafanzeigen
Die Parteien verpflichten sich, die gegenseitig gestellten Strafanzeigen und  zurückzuziehen und - soweit es um Offizialdelikte geht - gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ihr Desinteresse an einer weiteren Strafverfolgung zu er-
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klären.
11. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten  auf eine Parteientschädigung.
Die Mehrkosten für einen begründeten Entscheid trägt diejenige Partei, die eine Begründung verlangt.
2. Die Obhut für den Sohn C._, geb. am tt.mm.2010, wird der Klägerin zu-
geteilt.
3. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung per 8. September 2016 angeordnet.
4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 675.– Dolmetscherkosten
Fr. 5'175.– Total
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
5. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zu-
folge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Ge-
richtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht
gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen. Die Mehrkosten für ein begründetes
Urteil trägt diejenige Partei, die eine Begründung verlangt.
6. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird
Vormerk genommen.
7. [Mitteilungssatz].
8. [Rechtsmittelbelehrung].
Berufungsanträge:
des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 109 S. 2 f.):
"1. Ziffer 2.4. (betreffend Besuchsrecht), Absätze 1 und 3, der  Disp. Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach, Einzel-
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gericht, vom 23. Februar 2017 (Gesch. Nr. EE160056-C/U), in Bezug auf die Kinderbelange genehmigten Vereinbarung der , sei aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
Absatz 1: «Der Ehemann soll berechtigt sein, das Kind an jedem zweiten
Wochenende jeden Monats jeweils ab Freitagabend bis , sowie (...).»
Absatz 2:
«Ausserdem soll der Ehemann berechtigt sein, das Kind sieben Wochen jährlich (einschliesslich allfälliger Weihnachtsferien  Absatz 1) während den Schulferien auf eigene Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen. Während eines von der Schule angeordneten Schullagers kann der Ehemann sein Ferienrecht nicht ausüben. Das Ferienbesuchsrecht ist  drei Monate im Voraus anzukündigen. Sofern sich die  diesbezüglich nicht einigen können, bestimmt im Jahr 2017 die Ehefrau und im Jahr 2018 der Ehemann und in den  alternierend den Zeitpunkt der Ferien.»
Absatz 3: «Bei allen Besuchskontakten (Wochenenden, Feiertage und Feri-
en) hat der Ehemann das Kind, vorbehältlich einer  gegenseitigen Absprache, jeweils in D._, am offiziellen Treffpunkt im Bahnhof SBB, ab 17:30 Uhr des ersten  abzuholen und bis um 18:00 Uhr des letzten Besuchstags zurückzubringen.»
2. Disp. Ziff. 2.4. (betreffend Besuchsrecht), Absatz 5, der gemäss Disp. Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 23. Februar 2017 (Gesch. Nr. EE160056-C/U), in Bezug auf die Kinderbelange genehmigten Vereinbarung der Parteien, sei aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
«Darüber hinaus ist der Ehemann berechtigt, vorbehältlich  gegenseitiger Absprache an jedem Dienstagabend sowie zusätzlich am Freitagabend vor den Wochenenden des Kindes bei der Ehefrau, jeweils ab 18:30 Uhr, mit dem Kind  und alleine telefonisch, soweit möglich mit Bildübertragung, bis zu 30 Minuten zu kommunizieren. Diese Regelung gilt auch bei Ferien und Feiertagen des Kindes bei der Ehefrau. Dasselbe Recht steht der Ehefrau zu, wenn sich das Kind für Ferien und Feiertage beim Ehemann aufhält.»"
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Erwägungen:
I.
1. Die Parteien standen sich seit dem 14. April 2016 vor Vorinstanz in einem
Eheschutzverfahren gegenüber. Sie haben einen ehelichen Sohn, C._, gebo-
ren am tt.mm.2010. Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) lebt seit
Ende August 2016 mit C._ in D._, der Beklagte und Berufungskläger
(fortan Beklagte) wohnt nach wie vor in F._. Gemäss Eheschutzvereinbarung
vom 23. Februar 2017 erklärte sich der Beklagte mit dem Umzug nach D._
einverstanden und erteilte seine Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes
des Sohnes von F._ nach D._ (Urk. 96 Ziff. 2.3). Neben dem Wohnsitz-
wechsel regelten die Parteien auch sämtliche weiteren Nebenfolgen des Ge-
trenntlebens in der gerichtlichen Vereinbarung vom 23. Februar 2017 (Urk. 96).
Mit Urteil vom gleichen Tag merkte die Vorinstanz die erwähnte Eheschutzverein-
barung der Partien vor und genehmigte diese in Bezug auf die Kinderbelange
(Urk. 97 S. 12, Dispositivziffer 1). Mit Schreiben vom 8. März 2017 beantragte der
Beklagte die schriftliche Begründung des Urteils (Urk. 101). Die begründete Fas-
sung des vorinstanzlichen Entscheids vom 23. Februar 2017 (Urk. 106) wurde
den Parteien am 20. März 2017 zugestellt (Urk. 107). Hinsichtlich der übrigen vor-
instanzlichen Prozessgeschichte ist auf die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid zu verweisen (Urk. 110 E. 1).
2. Der Beklagte erhob mit Eingabe vom 30. März 2017 gegen das vorerwähnte
Urteil rechtzeitig Berufung und stellte die eingangs wiedergegebenen Anträge so-
wie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 109 S. 2 f.). Am 29. Juni
2017 wurde in Absprache mit den Parteien (Urk. 119) eine Vergleichsverhandlung
am Obergericht des Kantons Zürich durchgeführt (Prot. S. 3 f.), anlässlich welcher
die Parteien folgende Vereinbarung trafen (Urk. 124) und auch die Klägerin ein
Armenrechtsgesuch zu Protokoll gab (Prot. S. 4):
«1. Die Parteien beantragen übereinstimmend, es sei Ziffer 2.4 ("Besuchsrecht")
der mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksge-
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richt Bülach vom 23. Februar 2017 genehmigten Vereinbarung über die Ne-
benfolgen des Getrenntlebens durch folgende Fassung zu ersetzen:
"2.4 Besuchsrecht
a) Der Ehemann soll berechtigt sein, das Kind an jedem zweiten Wochen-
ende jeden Monats jeweils ab Freitagabend, 17:30 Uhr, bis Sonntagabend,
17:30 Uhr (ab 1. Januar 2018 bis 18:00 Uhr) zu sich oder mit sich auf Besuch
zu nehmen.
Betreffend Feiertage gilt folgende jährlich alternierende Regelung:
- Ostern in ungeraden Jahren: Gründonnerstag, 17:30 Uhr bis Ostermon-
tag 18:00 Uhr. Folgt eine Ferienwoche des Vaters nach Ostern beginnt
das Osterwochenende erst am Karfreitag um 10:00 Uhr;
- Pfingsten in geraden Jahren: Freitag vor Pfingsten, 17:30 Uhr bis
Montag, 18:00 Uhr;
- Am 24. Dezember ist das Kind bei der Ehefrau und während der restli-
chen Weihnachtsferien (25. Dezember bis Schulbeginn im neuen Jahr)
ist das Kind alternierend je 1 Woche beim Ehemann bzw. bei der Ehe-
frau, wobei der Vater das Kind während seinen Weihnachtsferien am
25. Dezember um 12:30 Uhr in D._ abholt.
b) Ausserdem soll der Ehemann berechtigt sein, das Kind sieben Wochen
jährlich (einschliesslich allfälliger Weihnachtsferien gemäss lit. a vorstehend)
während der Schulferien (vorbehältlich Schullager) jeweils von 10:00 Uhr (ers-
ter Ferientag) bis 16:00 Uhr (letzter Ferientag) auf eigene Kosten mit sich oder
zu sich in die Ferien zu nehmen. Das Ferienbesuchsrecht ist mindestens drei
Monate im Voraus anzukündigen und zwei Wochen vor Antritt der Ferien ist
der genaue Aufenthaltsort bekannt zu geben. Sofern sich die Parteien diesbe-
züglich nicht einigen können, bestimmt in ungeraden Jahren die Ehefrau und
in geraden Jahren der Ehemann den Zeitpunkt der Ferien.
c) Der Ehemann hat das Kind ohne anderslautende gegenseitige Abspra-
che jeweils in D._ am offiziellen Treffpunkt im Bahnhof SBB abzuholen
und zurückzubringen.
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d) Ein weitergehendes Besuchsrecht des Ehemanns nach gegenseitiger
Absprache bleibt vorbehalten.
e) Darüber hinaus ist der Ehemann berechtigt, vorbehältlich anderslauten-
der gegenseitiger Absprache an jedem Dienstag über Mittag (ab 12:30 Uhr)
sowie zusätzlich an jedem Freitagabend (ab 18:30 Uhr) vor den Wochenen-
den des Kindes bei der Ehefrau, mit dem Kind ungestört und alleine telefo-
nisch, soweit möglich mit Bildübertragung, bis zu 30 Minuten zu kommunizie-
ren. Dasselbe Recht steht der Ehefrau zu, wenn sich das Kind für Ferien und
Feiertage beim Ehemann aufhält."
2. Die Berufungsbeklagte verpflichtet sich, die Beschwerde bei der III. Strafkam-
mer (Geschäfts-Nr. UE170094-O) innerhalb von fünf Tagen nach Unterzeich-
nung der vorliegenden Vereinbarung zurück zu ziehen. Der Berufungskläger
bzw. der Beschwerdegegner im Strafverfahren verzichtet auf eine allfällige
Entschädigung.
3. Die Parteien vereinbaren – unter Hinweis auf ihre Gesuche um unentgeltliche
Rechtspflege – in Bezug auf das zweitinstanzliche Verfahren, die Gerichtskos-
ten je zur Hälfte zu tragen und gegenseitig auf Parteientschädigungen zu ver-
zichten.»
3. Im Nachgang zur Vergleichsverhandlung reichten beide Parteien – unter
Beilage der entsprechenden Belege – eine schriftliche Begründung ihres Armen-
rechtsgesuches nach, der Beklagte am 10. Juli 2017 (Urk. 125-127/1-3) und die
Klägerin am 21. Juli 2017 (Urk. 128 und 129). Die vorgenannte Vereinbarung
wurde nach der Verhandlung zusätzlich dem Kindsvertreter, lic. iur. Z._, zu-
gestellt (Urk. 130), welcher sie am 25. Juli 2017 ebenfalls unterzeichnet hat (Urk.
133).
4. Gegenstand der vorliegenden Berufung ist lediglich das Besuchsrecht ge-
mäss Dispositivziffer 1.2.4. des angefochtenen Urteils (Urk. 110 S. 22). Die übri-
gen Dispositivziffern 1.1.,1.2.1., 1.2.2., 1.2.3. und 1.3. bis 1.11. sowie die Ziffern 2
bis 6 des vorinstanzlichen Eheschutzurteils blieben unangefochten (vgl. Urk. 109
S. 4 Rz. 4). In diesem Umfang ist das erstinstanzliche Urteil in Rechtskraft er-
wachsen (Art. 315 Abs. 1 ZPO), wovon Vormerk zu nehmen ist.
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II.
1. Soweit es Kinderbelange (Obhut, Besuchsrecht etc.) zu regeln gilt, findet die
Offizial- und Untersuchungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher un-
terliegt Ziffer 1 der von den Parteien getroffenen Vereinbarung im Sinne eines
übereinstimmenden Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung
(vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt,
dass die Vereinbarung dem Kindeswohl entspricht bzw. dieses gewahrt wird.
2. Eltern, denen die Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind haben
gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönli-
chen Verkehr. Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des Kontaktrechts
gilt das Kindeswohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalls zu beur-
teilen ist. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht darum, einen ge-
rechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterli-
chen Kontakt mit dem Kind in seinem Interesse zu regeln. Es ist allgemein aner-
kannt, dass aufgrund des schicksalhaften Kind-Eltern-Verhältnisses die Bezie-
hung des Kindes zu beiden Elternteilen sehr wichtig und von hohem Wert ist und
bei der Identitätsfindung des Kindes eine entscheidende Rolle spielen kann (BGE
122 III 404 E. 3a). Häufigkeit und Dauer der Besuchskontakte richten sich dabei
vor allem nach dem Alter des Kindes, seiner bisherigen Bindung zum anderen El-
ternteil, der Entfernung und Erreichbarkeit der Wohnorte der Eltern sowie nach
der Häufigkeit der bisherigen Kontakte (BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, Art. 273
N 13).
2.1. In der von der Vorinstanz genehmigten Vereinbarung vom 23. Februar 2017
(Urk. 96) wurde das Kontaktrecht in Ziffer 2.4. absichtlich relativ unscharf formu-
liert. Nach Ansicht der Vorinstanz erfordere die räumliche Distanz zwischen den
beiden Wohnorten der Eltern eine gewisse Offenheit in der Regelung des persön-
lichen Verkehrs, um nicht vorhersehbaren Gegebenheiten flexibel Rechnung tra-
gen zu können (Urk. 110 E. 3.5). Berufungsweise bringt der Beklagte nun vor,
dass genau diese offene Formulierung bereits kurz nach der Verhandlung vom
23. Februar 2017 zu Konflikten zwischen den Parteien in Bezug auf die Rück-
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kehrzeit nach den Ferien, den Übergabeort sowie die vereinbarten Skype-Ter-
mine geführt habe. Die Rechtsvertreter der Parteien, die Vorinstanz sowie der
Prozessbeistand des Kindes hätten damals offensichtlich die Verständigungsfä-
higkeit der Eltern überschätzt. Wie aus der E-Mail-Korrespondenz sowie den
SMS-Nachrichten der Parteien ersichtlich sei, hätten sich die Eltern in der Zeit
zwischen Unterzeichnung der Vereinbarung am 23. Februar 2017 und Ablauf der
Berufungsfrist am 30. März 2017 weder bilateral noch über ihre Rechtsvertreter
einigen können. Im Interesse des Kindeswohls habe sich der Beklagte daher ge-
zwungen gesehen, die erstinstanzliche Besuchsrechtsregelung auf dem Beru-
fungsweg gerichtlich ergänzen bzw. präzisieren zu lassen (Urk. 109 S. 5 f.).
2.2 Tatsächlich ist den zahl- und umfangreichen E-Mail- bzw. SMS-Nachrichten
ab dem 25. Februar 2017 zu entnehmen, dass die Parteien nur wenige Tage nach
Unterzeichnung der Vereinbarung bereits heftige Diskussionen im Zusammen-
hang mit der Kontaktregelung hatten, die jedoch – soweit ersichtlich – zu keiner
Lösung der Konflikte geführt haben (Urk. 112/1 und 112/2). Die entsprechenden
Meinungsverschiedenheiten drehten sich dabei immer wieder um dieselben The-
men, wobei beide Parteien jeweils beharrlich an ihren Standpunkten festhielten,
was eine Kompromisslösung verunmöglichte. Gestützt auf die erwähnte konflikt-
behaftete Korrespondenz muss tatsächlich von einer verringerten Verständi-
gungsfähigkeit der Parteien ausgegangen werden. Die Kontroversen betrafen da-
bei vorwiegend die Zeiten für die Skype-Kontakte sowie den genauen Zeitpunkt
der Rückgabe des Sohnes nach den Ferien mit dem Beklagten. Die zahlreichen
Auseinandersetzungen hatten dabei auch Auswirkungen auf C._, da bei-
spielsweise immer wieder Skype-Kontakte ausgefallen sind, weil sich die Eltern
nicht auf einen Zeitpunkt einigen konnten (vgl. Urk. 112/2). Ein weiteres Beispiel
betrifft die Übergabe des Sohnes vom 1. März 2017. Die Klägerin forderte den
Beklagten auf, C._ nach den Ferien um 14:00 Uhr zurück nach D._ zu
bringen und drohte dem Beklagten, dass er sein Ferienrecht verwirke, wenn er
nicht vorab schriftlich bestätige, dass er mit der vorgeschlagenen Rückkehrzeit
einverstanden sei (Urk. 112/1 S. 1 und 112/2 S. 2). Somit war bis kurz vor Ferien-
beginn nicht klar, ob die Übergabe von C._ stattfinden werde, da sich die
Parteien nicht über den Rückgabezeitpunkt einigen konnten.
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2.3 Mit der nun vor Obergericht getroffenen Regelung konnte zumindest für die
Hauptstreitpunkte eine geeignete Lösung gefunden werden. Die klar definierten
Skype-Zeiten geben insbesondere C._ eine gewisse Sicherheit und Kontinui-
tät. Auch die Parteien können aufgrund der vereinbarten Zeiten besser planen
und das Kind regelmässig auf die Telefonate vorbereiten. Den Bedenken der Klä-
gerin, wonach C._ nach den Anrufen des Beklagten nicht richtig einschlafen
könne, wird dadurch Rechnung getragen, dass die abendlichen Anrufe nur am
Freitag stattfinden, da C._ am Samstagmorgen nicht zur Schule gehen
muss. Ferner sollten auch die neu festgelegten Besuchs- bzw. Ferienzeiten sowie
der vereinbarte Übergabeort das Konfliktpotential zwischen den Parteien erheb-
lich vermindern und eine gewisse Kontinuität garantieren. Es wurde dabei berück-
sichtigt, dass die Abholzeit bei Ferienbeginn nicht zu früh am Morgen (10:00 Uhr)
und die Rückkehrzeit nach den Ferien nicht zu spät am Abend (16:00 Uhr) ange-
setzt wurden. Durch die Rückkehr am Nachmittag soll dem Kind die Wiederein-
gewöhnung und Vorbereitung auf den Alltag bzw. Schulbeginn erleichtert werden.
Trotz der missverständlichen Formulierung in der Vereinbarung ("... an jedem
zweiten Wochenende jeden Monats ..."), welche aus dem vorinstanzlichen Urteil
übernommen wurde, gehen beide Parteien korrekterweise davon aus, dass die
Besuche beim Beklagten alternierend jedes zweite Wochenende und somit min-
destens zweimal im Monat stattfinden sollen (vgl. Urk. 112/1 S. 3, S. 11, S. 18
und S. 35). Schliesslich beinhaltet die Konvention eine ausgewogene Feiertags-
regelung, sodass beide Elternteile die Möglichkeit haben, auch die Feiertage re-
gelmässig mit C._ zu verbringen.
3. Die vorliegend getroffene Konkretisierung bzw. Präzisierung der Regelung
des persönlichen Verkehrs nimmt durch klar definierte Vorgaben angemessen
Rücksicht auf die Interessen des Kindes und des Beklagten an einem persönli-
chen und regelmässigen Umgang miteinander. Zusammenfassend haben die Par-
teien eine praktikable und dem Kindeswohl entsprechende Kontaktregelung ge-
troffen, welche nach dem Gesagten zu genehmigen ist.
- 17 -
III.
1. Beide Parteien stellen auch für das Berufungsverfahren ein Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (Urk. 109 S. 3; Prot. S. 4).
Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege,
wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren
nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wer diese Bedingungen erfüllt, hat ausserdem
Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, soweit dies zur Wahrung der Rech-
te notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).
2. Der Beklagte bringt vor, seine finanziellen Verhältnisse hätten sich seit dem
erstinstanzlichen Verfahren nicht verändert. Es sei aktenkundig, dass er nicht in
der Lage sei, die Gerichtskosten und die Kosten für die Rechtsvertretung zu be-
zahlen. Zudem gehe aus der Berufungsschrift hervor, dass seine Anträge nicht
aussichtslos gewesen seien (Urk. 109 S. 11). Unter Verweis auf die Lohnabrech-
nung vom Juni 2017 macht der Beklagte geltend, er erziele aktuell ein monatli-
ches Nettoerwerbseinkommen von (gerundet) Fr. 7'573.– (Urk. 125 S. 1; Urk.
127/1). Das ihm von der Vorinstanz angerechnete Einkommen von Fr. 7'578.–
(Urk. 110 S. 16 und S. 19 E. 3.6) treffe damit nach wie vor zu. Auch der von der
Vorinstanz berechnete Bedarf des Beklagten von Fr. 3'961.– (Urk. 110 S. 17 und
S. 19 E. 3.6) sei immer noch aktuell und könne mit den im erstinstanzlichen Ver-
fahren eingereichten Urkunden belegt werden (Urk. 125 S. 2).
Die von der Vorinstanz vorgenommene Einkommens- und Bedarfsberech-
nung des Beklagten deckt sich mit den aktenkundigen Belegen (Urk. 53/1-9;
Urk. 85/7-12; Urk. 127/1) und ist entsprechend nicht zu beanstanden. Ferner lie-
gen keine Anhaltspunkte vor, wonach der Beklagte die mittlerweile in Rechtskraft
erwachsenen Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 3'600.– pro Monat (Urk. 110,
Dispositivziffer 1.3. und 1.4.) nicht regelmässig bezahlt. Unter Berücksichtigung
dieser Unterhaltsverpflichtung verbleibt dem Beklagten ein Überschuss von mo-
natlich lediglich Fr. 12.– (Fr. 7'573 ./. Fr. 3'961.– ./. Fr. 3'600.–). Zudem verfügt er
über kein nennenswertes Vermögen (Urk. 127/2-3; Urk. 85/14-30). Die Mittello-
sigkeit des Beklagten ist somit ausgewiesen. Sodann kann nicht gesagt werden,
- 18 -
dass sein Standpunkt im Berufungsverfahren aussichtslos und er nicht auf rechtli-
chen Beistand angewiesen gewesen sei. Damit ist dem Beklagten die unentgeltli-
che Rechtspflege für das Berufungsverfahren zu gewähren und Rechtsanwalt
lic. iur. X._ als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen.
3. Die Klägerin erzielt aufgrund ihres Studiums nach wie vor kein eigenes Er-
werbseinkommen und verfügt auch über kein nennenswertes Vermögen (vgl. Urk.
128 mit Verweis auf Urk. 129, Urk. 25/1, Urk. 55/1, Urk. 59/1-4 und Prot. I S. 23).
Auch der von der Vorinstanz berechnete Bedarf (Urk. 110 S. 24) für die Klägerin
(Fr. 3'116.–) und den Sohn C._ (Fr. 1'168.–) ist ausgewiesen (Urk. 128 mit
Verweis auf Urk. 51/2, Urk. 51/3, Urk. 58/4, Urk. 80/12, Urk. 80/13 und Urk.
80/15). Mit den Unterhaltsbeiträgen von Fr. 2'620.– für die Klägerin und Fr. 980.–
(zuzüglich Familienzulage) für C._ kann die Klägerin ihren und C._s
Bedarf von total Fr. 4'284.– nicht decken. Ihre Mittellosigkeit ist somit ebenfalls er-
stellt und aufgrund der Fremdsprachigkeit ist sie auf rechtlichen Beistand ange-
wiesen. Damit ist der Klägerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und
Rechtsanwältin lic. iur. Y._ als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen.
IV.
1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 5
Abs. 1, § 6 Abs. 1 und 2 lit. b, § 10 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 der GebV OG
auf Fr. 1'500.– festzusetzen.
2. Vereinbarungsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens den Partei-
en je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen
(Art. 109 Abs. 1 ZPO; Urk. 124 S. 4). Aufgrund der Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege sind die Gerichtkosten unter Nachforderungsvorbehalt (Art.
123 ZPO) einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
3. Der Kindsvertreter hat ausdrücklich auf die Geltendmachung von Kosten
bzw. einer Entschädigung für das zweitinstanzliche Verfahren verzichtet (Urk.
130).
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