Decision ID: e403b155-5f0f-5818-8d82-48f45f1562d7
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,
Postfach, 9410 Heiden,
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gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 23. Mai 2011 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Die Versicherte, welche eine 2-jährige Lehre zur
Hotelfachassistentin absolviert hatte (IV-act. 5), war seit dem 11. Mai 2007 als
Servicemitarbeiterin im Restaurant Hotel B._ tätig (IV-act. 14). Im November 2010
wurde bei der Versicherten ein Zervixkarzinom diagnostiziert, welches im Dezember
2010 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Frauenklinik, mittels einer radikalen lapa
roskopischen Hysterektomie nach Wertheim-Meigs Okabajashi mit Adnexektomie
beidseits und pelviner Lymphonodektomie beidseits operiert wurde (IV-act. 15).
Gemäss einem Gesprächsprotokoll des RAD vom 9. Juni 2011 nannte die
nachbehandelnde Oberärztin der Gynäkologischen Klinik am Spital C._, Dr. med.
D._, als weitere Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten eine
Anpassungsstörung sowie eine Urininkontinenz. Sie gab an, dass die nun abklingenden
Einschränkungen, welche die Versicherte in ihrer bisherigen Tätigkeit als
Hotelfachangestellte hinnehmen müsse, vor dem Hintergrund des grossen Eingriffes
sowie der postoperativen Anpassungsstörung zu sehen seien. Vom 28. Februar bis 20.
Juni 2011 betrage die Arbeitsunfähigkeit 50% und vom 21. Juni bis 29. August 2011
noch 30% (IV-act. 12). Mit einer Mitteilung vom 21. November 2011 schloss die IV-
Stelle die Eingliederungsberatung ab. Sie hielt fest, dass die Versicherte nach der
vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit wieder ihre angestammte Tätigkeit ausübe,
welche aus medizinischer Sicht auch weiterhin zumutbar sei. Ein Anspruch auf
berufliche Massnahmen bestehe daher nicht (IV-act. 26).
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A.b In einem Verlaufsbericht vom 15. Dezember 2011 berichtete Dr. D._ von einer
Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicherten. Sie hielt fest, dass die
Versicherte wegen Verdachts auf ein Rezidiv des Karzinoms im KSSG in Behandlung
stehe (IV-act. 27). Gemäss einem Bericht des KSSG vom 22. Dezember 2011 konnte
ein Rezidiv des bekannten Zervixkarzinoms nachgewiesen werden (IV-act. 34-28 f.).
Die in der Folge begonnene Chemotherapie musste abgebrochen werden, weil die
Versicherte auf die 2. Taxol-Gabe mit einem anaphylaktischen Schock reagiert hatte
(IV-act. 34-20 f.). Am 27. Januar 2012 wurde im KSSG eine Laparotomie mit
Tumorektomie, Ureterresektion, Urethroszystoneostomie links und Sigmateilresektion
durchgeführt (IV-act. 34-18 f.). Anschliessend wurde die Versicherte vom 6. März bis
26. April 2012 mit einer kombinierten Radio-Chemotherapie behandelt (IV-act. 34-7 ff.).
Gestützt auf die eingeholten ärztlichen Berichte nahm der RAD folgende
Arbeitsunfähigkeiten der Versicherten an: vom 13. Dezember 2010 bis 28. Februar
2011 100%, vom 28. Februar bis 20. Juni 2011 50%, vom 20. Juni bis 1. Dezember
2011 30%, vom 1. bis 6. Dezember 2011 50%, vom 6. bis 31. Dezember 2011 70%,
vom 1. Januar bis 31. Mai 2012 100%, im Juni 2012 70% und ab Juli 2012 50% in
einer eher leidensadaptierten Tätigkeit. Der RAD hielt jedoch fest, dass der bisher
erreichte Gesundheitszustand noch instabil sei (IV-act. 33). Im Verlaufsbericht der
Frauenklinik des Spitals C._ vom 23. Oktober 2012 hielt die Chefärztin Dr. med. E._
fest, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Die Versicherte sei infolge der
Operationen sowie der Chemo- und Radiotherapien ausgesprochen geschwächt und
körperlich nur noch eingeschränkt belastbar. In der bisherigen Tätigkeit sei die
Versicherte im Umfang von ca. 2 - 3 Stunden pro Tag arbeitsfähig. Andere Tätigkeiten
seien ihr nicht zumutbar. Seit Mai 2012 bestehe ein stabiler Verlauf im Rahmen der
Tumornachsorge (IV-act. 34-1 ff.). Der RAD erachtete die Einschätzung von Dr. E._
als nachvollziehbar und ging ab September 2012 von einer höchstens 30%igen
Arbeitsfähigkeit der Versicherten aus (IV-act. 38).
A.c Der Rechtsvertreter der Versicherten teilte der IV-Stelle am 1. Januar 2013 mit,
dass die Versicherte aktuell mit einem 50%-Pensum arbeitstätig sei. Das Arbeitsver
hältnis werde jedoch per 31. Januar 2013 aufgelöst (IV-act. 40). Im Fragebogen zur
Arbeitslosigkeit gab die Versicherte am 30. Januar 2013 an, sie suche im Umfang von
50% eine Arbeitsstelle (IV-act. 43). Die 50%ige Arbeitsfähigkeit war aus medizinischer
Sicht seitens der Frauenklinik des Spitals C._ bestätigt worden (IV-act. 44 - 46). Der
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RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 25. Februar 2012 fest, es scheine, dass sich der
Gesundheitszustand der Versicherten auf einem relativ tiefen Niveau stabilisiert habe.
Gestützt auf die Einschätzung der behandelnden Ärztin sei ab dem 1. November 2012
und bis auf Weiteres von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit der Versicherten auszugehen
(IV-act. 48).
A.d Am 19. Februar 2013 teilte ein Mitarbeiter des Regionalen Arbeitsvermittlungs
zentrums der IV-Stelle telefonisch mit, dass die Versicherte zu 100% arbeitslos ge
meldet sei. Jedoch bescheinige die Gynäkologin Dr. E._ aktuell und bis auf Weiteres
nur eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Die Versicherte könne ab dem 2. März 2013 eine
neue Stelle im Service mit einem Pensum von 50% antreten (IV-act. 47). Auf ent
sprechende Nachfrage der IV-Stelle erklärte der Rechtsvertreter der Versicherten, dass
betreffend die aktuelle Anstellung im Restaurant F._ kein schriftlicher Arbeitsvertrag
existiere. Der Lohnabrechnung von Februar 2013 könne entnommen werden, dass die
Versicherte zu einem Stundenlohn von Fr. 25.-- arbeite. Der Beschäftigungsgrad liege
bei etwas über 40% (IV-act. 55, 56). Die IV-Stelle nahm einen Einkommensvergleich
vor, wobei sie für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne für
Hilfsarbeiterinnen gemäss den Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik
abstellte. Für den Zeitraum ab 1. Dezember 2011 (Ablauf des Wartejahres) ermittelte sie
einen Invaliditätsgrad von 70%. Der Einkommensvergleich ab 1. Februar 2013 ergab
einen Invaliditätsgrad von 47,5% (IV-act. 57, 58). Mit einem Vorbescheid vom 16. Mai
2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Zusprache einer ganzen Rente ab
1. Dezember 2011 sowie die Zusprache einer Viertelsrente ab 1. Februar 2013 in
Aussicht. Zur Begründung führte sie aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass die
Versicherte seit dem 13. Dezember 2010 in der bisherigen Tätigkeit als
Serviceangestellte vollständig arbeitsunfähig sei. Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit
im Dezember 2011 habe eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 30% in angestammter
und adaptierter Tätigkeit vorgelegen. Damit entstehe ab diesem Datum der Anspruch
auf eine ganze Rente. Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Anpassungsfrist nach
Eintritt der gesundheitlichen Verbesserung mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit sei die
Rente per Februar 2013 auf eine Viertelsrente zu reduzieren (IV-act. 60). Dagegen liess
die Versicherte am 4. Juni 2013 einwenden, für die Bestimmung der Vergleichsein
kommen sei auf den tatsächlichen Verdienst und nicht auf die Tabellenlöhne abzu
stellen. Gestützt auf die letzten Lohnabrechnungen (März, April und Mai 2013) ergebe
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sich nach Abzug des Feriengeldes ein Invalideneinkommen von Fr. 21'328.--. Dies
führe bereits zu einem Invaliditätsgrad von über 50%. Beim Valideneinkommen sei das
Trinkgeld von rund Fr. 400.-- pro Monat zu berücksichtigen, was ebenfalls zu einem
Invaliditätsgrad von über 50% führe (IV-act. 63). Mit einer Verfügung vom 2. August
2013 sprach die IV-Stelle der Versicherten ab dem 1. Dezember 2011 gestützt auf
einen Invaliditätsgrad von 70% eine ganze Rente und ab 1. Februar 2013 gestützt auf
einen Invaliditätsgrad von 48% eine Viertelsrente zu (IV-act. 69).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Sutter, vom 3. September 2013. Die
Beschwerdeführerin beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 2. August 2013 und
die Zusprache einer halben Rente ab Februar 2013. Eventualiter sei die Angelegenheit
zur Vornahme von weiteren medizinischen und/oder administrativen Abklärungen im
Hinblick auf die Berentung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Gewährung von beruflichen Massnahmen an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter
im Wesentlichen aus, die Vergleichseinkommen seien anhand der tatsächlichen
Einkommen zu bestimmen. Überdies sei ein Leidens- und/oder Teilzeitabzug zu
gewähren. Der Einkommensvergleich führe so zu einem Invaliditätsgrad von über 50%.
Bezüglich der beruflichen Massnahmen habe die Beschwerdegegnerin einen Anspruch
mit der Begründung abgelehnt, dass die Beschwerdegegnerin in der bisherigen
Tätigkeit gleichermassen wie in einer anderen Tätigkeit eingeschränkt sei. Dies stehe
im Widerspruch zur angefochtenen Verfügung, wonach die Beschwerdegegnerin von
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer
Teilarbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen sei (act. G 1).
B.b Am 31. Oktober 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde. Zur Begründung führte sie an, der Beschwerdeführerin sei von der leitenden
Ärztin der Frauenklinik des Spital C._ zuletzt eine Arbeitsunfähigkeit von 50%
attestiert worden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin beziehe sich diese
Einschätzung auch auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Serviceangestellte. Der RAD
sei somit für die Zeit ab November 2012 nachvollziehbar von einer 50%igen
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Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Die Beschwerdeführerin arbeite seit März 2013 wieder
im Service. Gemäss den eingereichten Lohnabrechnungen arbeite sie im Stundenlohn
und erziele dabei ein monatlich unterschiedlich hohes Einkommen. Dies lasse auf eine
unregelmässige Arbeitszeit schliessen. Angesichts der kurzen Dauer der Anstellung
könne zudem noch nicht von einem stabilen Arbeitsverhältnis ausgegangen werden.
Unter diesen Umständen erscheine es gerechtfertigt, die Tabellenlöhne der LSE
beizuziehen. Demnach ergebe sich für das zu berücksichtigende Jahr 2011
(Rentenbeginn) bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von
Fr. 26'650.--. Ein Abzug vom Tabellenlohn komme nicht in Betracht. Die
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien bereits mit der Anerkennung der 50%igen
Arbeitsunfähigkeit hinreichend berücksichtigt worden. Zudem sei auch kein Abzug
wegen Teilzeittätigkeit angezeigt, denn statistisch verdienten teilzeitlich arbeitende
Frauen nicht schlechter, sondern sogar eher besser als vollzeitlich erwerbstätige
Frauen. Betreffend die Bestimmung des Valideneinkommens könnten die von der
Beschwerdeführerin geltend gemachten Einnahmen in Form von Trinkgeldern in Höhe
von monatlich Fr. 400.-- nicht berücksichtigt werden, da auf den Trinkgeldern keine
paritätischen Beiträge erhoben worden seien. Das von der Beschwerdeführerin im Jahr
2009 erzielte beitragspflichtige Einkommen von Fr. 45'946.-- liege 12% unter dem für
die Bestimmung des Invalideneinkommens heranzuziehenden Durchschnittslohn. Nach
Vornahme der bundesgerichtlich vorgesehenen Parallellisierung belaufe sich das
Valideneinkommen auf Fr. 50'613.--. Aus dem Einkommensvergleich resultiere eine
Erwerbseinbusse von Fr. 23'963.--, welche einem Invaliditätsgrad von abgerundet 47%
entspreche. Die Beschwerdeführerin habe also ab Februar 2013 (drei Monate nach der
Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 50%) nur noch Anspruch auf eine Viertelsrente (act.
G 4).
B.c Mit einer Replik vom 27. November 2013 hielt die Beschwerdeführerin an ihren
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter führte aus, dass betreffend der aktuellen
Anstellung der Beschwerdeführerin von einem stabilen Arbeitsverhältnis auszugehen
sei. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin spreche die Anstellung im
Stundenlohn nicht gegen die Stabilität des Arbeitsverhältnisses. Gerade im
Gastgewerbe sei diese Anstellungsform absolut verbreitet, um das Personal gezielt
nach Bedarf einsetzen zu können. Die Beschwerdeführerin sei im Rahmen des von ihr
zu leistenden Pensums voll und ziemlich regelmässig ausgelastet. Sie habe ihre relativ
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fixen Stunden ohne grössere Abweichungen nach oben oder unten. Die von der
Beschwerdegegnerin festgestellten Schwankungen seien im Wesentlichen darauf
zurückzuführen, dass sich der Bezug von Ferientagen in der Stundenlohnanstellung
direkt auf das Gehalt auswirke. Die Beschwerdeführerin sei bei ihrer Arbeitgeberin sehr
beliebt, im Team gut integriert und habe keinerlei Absichten, sich in Bezug auf die
Arbeitsstelle zu verändern, was für die Annahme eines langfristigen
Arbeitsverhältnisses auf der aktuellen Basis spreche. Es seien auch keine Anzeichen
vorhanden, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Tätigkeit im Restaurant Traube ihre
verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht im zumutbaren Masse voll ausschöpfen würde.
Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass der ausgerichtete Lohn der geleisteten
Arbeit entspreche. Die Durchschnittsberechnung der Lohnabrechnungen von März bis
Oktober 2013 (ausgenommen Juli 2014) ergebe ein Einkommen von Fr. 21'881.--, was
als Invalideneinkommen heranzuziehen sei (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung
des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
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1.2 Umstritten und zu prüfen ist vorliegend der Rentenanspruch der Beschwerde
führerin ab 1. Februar 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt die Ausrichtung einer
halben Rente an Stelle der ihr mit der angefochtenen Verfügung vom 2. August 2013
zugesprochenen Viertelsrente. Der Anspruch auf eine ganze Rente vom 1. Dezember
2011 bis 31. Januar 2013 ist zu Recht nicht streitig, weshalb sich diesbezügliche Aus
führungen erübrigen.
2.
2.1 Im Hinblick auf die Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens sind zu
nächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH). Da für den Rentenanspruch der
Invalidenversicherung die Erwerbsfähigkeit massgebend ist, verstanden als das
Unvermögen, auf dem gesamten für den Versicherten in Frage kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise
wirtschaftlich zu verwerten (BGE 121 V 331 E. 3b), ist ausschlaggebend, welche
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit besteht.
2.2 Die Beschwerdeführerin war vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zu 100% als
Serviceangestellte tätig und hat diese Tätigkeit danach teilzeitlich wieder
aufgenommen. Fraglich ist, ob die Tätigkeit im Service auch eine leidensadaptierte
Tätigkeit darstellt. Aus Arztzeugnissen seitens der Frauenklinik des Spitals C._ geht
hervor, dass die Beschwerdeführerin ab 1. November 2012 wieder zu 50% arbeitsfähig
gewesen ist (vgl. IV-act. 44 - 46). Gemäss der telefonischen Auskunft des
Rechtsvertreters vom 1. Januar 2013 hat die Beschwerdeführerin auch effektiv mit
einem Pensum von 50% als Serviceangestellte im Restaurant B._ gearbeitet (vgl. IV-
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act. 40). Nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 31. Januar 2013 hat die
Beschwerdeführerin sich im Umfang von 50% als arbeitslos gemeldet (vgl. IV-act. 43),
bis sie im März 2013 wieder eine Stelle als Serviceangestellte im Restaurant F._
gefunden hat (vgl. IV-act. 48). Obwohl den Arztzeugnissen der Frauenklinik des Spital
Grabs nicht ausdrücklich zu entnehmen ist, auf welche Tätigkeit sich die 50%ige
Arbeitsfähigkeitsschätzung bezieht, ist davon auszugehen, dass sich die behandelnden
Ärztinnen an der von der Beschwerdeführerin auch tatsächlich ausgeübten
Servicetätigkeit orientiert haben. Dass es sich dabei gleichzeitig um eine
leidensadaptierte Tätigkeit handelt, geht aus dem Verlaufsbericht von Dr. E._ vom 23.
Oktober 2012 hervor. Der Beschwerdeführerin war ab 1. September 2012 eine 30%ige
Arbeitsfähigkeit als Serviceangestellte attestiert worden. Andere Tätigkeiten hatte Dr.
E._ hingegen als nicht zumutbar erachtet (vgl. IV-act. 34-3). Somit ist überwiegend
wahrscheinlich davon auszugehen, dass auch die ab 1. November 2012 attestierte
50%ige Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit im Service gilt.
2.3 Mit dem jüngsten Arztzeugnis der Frauenklinik des Spitals C._ wurde der Ver
sicherten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bis zum 28. Februar 2013 bescheinigt (vgl. IV-
act. 45). Fraglich ist, ob diese Einschätzung auch nach diesem Zeitpunkt weiterhin
Geltung hat. Im Juli 2012 war der RAD gestützt auf die eingeholten Arztberichte davon
ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin ab Juli 2012 zu 50% arbeitsfähig sei.
Gleichzeitig hat er aber darauf hingewiesen, dass der Gesundheitszustand instabil sei
(vgl. IV-act. 33-2). Im folgenden Verlaufsbericht vom 23. Oktober 2012 hat Dr. E._
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin angegeben.
Sie hat festgehalten, dass insbesondere die grossen Operationen sowie die Chemo-
und Radiotherapien zu einer ausgesprochenen Schwächung der Beschwerdeführerin
und einer körperlich eingeschränkten Belastbarkeit geführt hätten. Dennoch hat sie den
Verlauf seit Mai 2012 im Rahmen der Tumornachsorge als stabil erachtet. Die
Arbeitsfähigkeit schätzte Dr. E._ auf täglich zwei bis drei Stunden in der
Servicetätigkeit (vgl. IV-act. 34-2 f.). Gemäss dem folgenden Arztzeugnis von Dr. E._
vom 22. Oktober 2012 ist es ab 1. November 2012 zu einer Steigerung der
Arbeitsfähigkeit auf 50% gekommen (vgl. IV-act. 46). Diese Arbeitsfähigkeit ist gemäss
den vorliegenden Arztzeugnissen bis Ende Februar 2013 bestehen geblieben. Aus den
Akten ist nicht ersichtlich, dass sich der Gesundheitszustand nach diesem Zeitpunkt
verschlechtert hätte, zumal die Beschwerdeführerin nach der Arbeitslosigkeit im
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Februar 2013 wieder eine Teilzeitstelle als Servicemitarbeiterin aufgenommen hat.
Angesichts des Verlaufs mit einer andauernden Arbeitsfähigkeit von 50% ab 1.
November 2012 ist davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin stabilisiert und sie sich von den Operationen, Chemo- und
Radiotherapien soweit erholt hat, dass bis auf Weiteres, d.h. auch nach Februar 2013,
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit angenommen werden kann.
2.4 Zusammengefasst ist daher überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass
ab 1. November 2012 bis mindestens zum hier massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses
der angefochtenen Verfügung am 2. August 2013 eine medizinisch-theoretische
50%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen und aktuell
ausgeübten leidensadaptierten Tätigkeit als Serviceangestellte bestanden hat.
3.
3.1 Im Folgenden ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin mittels eines Ein
kommensvergleichs zu berechnen. Zur Bestimmung des Valideneinkommens hat die
Beschwerdegegnerin auf das zuletzt erzielte Einkommen der Beschwerdeführerin vor
dem Eintritt des Gesundheitsschadens abgestellt (vgl. IV-act. 57). Gemäss dem IK-
Auszug lag das Einkommen der Beschwerdeführerin im Restaurant B._ in den Jahren
2008 und 2009 bei Fr. 45'946.-- (vgl. IV-act. 10-1). Das im Jahr 2010 tiefere
Jahreseinkommen von Fr. 43'228.-- ist nicht repräsentativ, da die Beschwerdeführerin
per Ende 2010 arbeitsunfähig geworden ist und damit gesundheitsbedingt weniger
verdient hat. Der Rechtsvertreter beantragt, dass dem Einkommen von Fr. 45'946.--
Trinkgelder von monatlich Fr. 400.--, welche die Beschwerdeführerin eingenommen
habe, hinzu zu rechnen seien. Damit bestimmte Einkünfte als massgebender Lohn
erfasst werden können, ist erforderlich, dass sie hinsichtlich Höhe und Regelmässigkeit
überprüfbar sind. Da ein Lohnbestandteil in Form von Trinkgeldern weder im
Arbeitsvertrag (vgl. act. G 6.1) noch in den Lohnabrechnungen des Restaurant B._
aufgeführt worden ist (vgl. IV-act. 14-9 ff.) und somit darauf auch keine
Sozialversicherungsbeiträge erhoben worden sind, können allfällig eingenommene
Trinkgelder im Rahmen der Invaliditätsbemessung nicht als anrechenbarer
Lohnbestandteil berücksichtigt werden (vgl. BGE 115 V 416 E. 5 d). Somit beträgt das
vorliegend massgebende, tatsächlich erzielte Einkommen der Beschwerdeführerin
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Fr. 45'946.--. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird grundsätzlich das vor
dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zuletzt erzielte Einkommen herangezogen. Von
diesem Grundsatz ist jedoch dann abzuweichen, wenn Hinweise darauf bestehen, dass
der von der versicherten Person erzielte Verdienst aufgrund von äusseren Umständen
nicht ihrer wirtschaftlichen Erwerbsfähigkeit entspricht. In der Invalidenversicherung
bildet nämlich nicht der zuletzt erzielte Verdienst, sondern die wirtschaftliche
Erwerbsfähigkeit einer Person den Versicherungsgegenstand. Der zuletzt erzielte
Verdienst ist somit nur als ein Indiz für die wirtschaftliche Erwerbsfähigkeit zu
betrachten. Um zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin im Restaurant Taucher ein
Einkommen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Erwerbsfähigkeit erzielt hat, ist ein
Vergleich mit den Durchschnittslöhnen im Gastgewerbe gemäss den
Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik vorzunehmen. Die
Beschwerdeführerin hat eine 2-jährige Ausbildung als Hotelfachassistentin absolviert
(vgl. IV-act. 5). Da gemäss dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag für das Gastgewerbe (L-
GAV) nur Ausbildungen zu berücksichtigen sind, welche sich auf die im Gastgewerbe
ausgeübte Tätigkeit beziehen, ist die Beschwerdeführerin in ihrer Servicetätigkeit so zu
betrachten, wie wenn sie keine Ausbildung absolviert hätte (vgl. Kommentar zum L-
GAV [Ausgabe 2012] unter www.l-gav.ch, S. 25). Demnach ist bei den statistischen
Tabellenlöhnen die tiefste Anforderungsstufe (Niveau 4: einfache und repetitive
Tätigkeiten) heranzuziehen. Im Jahr 2010 haben Frauen im Gastgewerbe
hochgerechnet auf eine betriebsübliche wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 42
Stunden (vgl. Art. 15 Ziff. 1 L-GAV) durchschnittlich Fr. 48'195.-- verdient (vgl. Tabelle 1
der LSE, Wirtschaftsabteilung 56, Anforderungsniveau 4). Somit zeigt sich, dass die
Beschwerdeführerin mit ihrem tatsächlich erzielten Einkommen rund Fr. 2'249.-- unter
dem Durchschnitt lag. Es sind keine Hinweise darauf ersichtlich, dass dieses
unterdurchschnittliche Einkommen in der Person der Beschwerdeführerin begründet
gewesen ist. Vielmehr ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass
äussere Umstände wie arbeitsmarktliche Zwänge und Standortnachteile dazu geführt
haben, dass die Beschwerdeführerin eine Stelle annehmen musste, wo sie im Vergleich
zum gesamtschweizerischen Durchschnittslohn im Gastgewerbe weniger verdiente. Die
wirtschaftliche Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin entspricht jedoch mindestens
diesem Durchschnittslohn, weshalb für die Bestimmung des Valideneinkommens auf
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die statistischen Löhne abzustellen ist. Das Valideneinkommen beläuft sich somit auf
Fr. 48'195.--.
3.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ –
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint,
gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V
472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
3.3 Die Beschwerdeführerin hat nach dem Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchti
gung, welche vom 13. Dezember 2010 bis 28. Februar 2011 zu einer vollständigen
Arbeitsunfähigkeit geführt hatte, ihre Tätigkeit als Serviceangestellte in einem Teilzeit
pensum wieder aufgenommen. Das Arbeitspensum hat entsprechend den ihr ärztlich
attestierten Arbeitsfähigkeiten zwischen 30 und 50% gelegen (vgl. IV-act. 33-2). Nach
der Kündigung durch das Restaurant B._ per Ende Januar 2013 hat die Beschwer
deführerin wieder teilzeitlich als Serviceangestellte im Restaurant F._ begonnen.
Gemäss Auskunft des Rechtsvertreters existiert betreffend diese Anstellung kein
schriftlicher Arbeitsvertrag (vgl. IV-act. 55). Aus den vorliegenden Lohnabrechnungen
für Februar bis Oktober 2013 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin im
Stundenlohn tätig ist (vgl. IV-act. 56, 63, act. G 6.1). Die Anzahl der geleisteten Stunden
unter Ausserachtlassung des nicht repräsentativen Monats Februar 2013 liegt bei
durchschnittlich rund 66 Stunden. Gemäss Art. 15 Ziff. 1 L-GAV liegt die wöchentliche
Höchstarbeitszeit grundsätzlich bei 42 Stunden, was einer monatlichen Arbeitszeit von
rund 182 Stunden entspricht (42 Stunden x [52 Wochen/12 Monate]). Ausgehend
davon beträgt das durchschnittliche monatliche Arbeitspensum der
Beschwerdeführerin ca. 36% ([66 x 100] / 182). Der Rechtsvertreter hat vorgebracht,
die Schwankungen der geleisteten Stundenanzahl bzw. der Lohnzahlungen seien auf
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den Bezug von Ferientagen zurückzuführen. Jedoch hat die Beschwerdeführerin auch
in Mai 2013, in welchem sie bisher die meisten Stunden (79,16) gearbeitet hat, nur
einen Beschäftigungsgrad von knapp über 40% erreicht. Mit ihrem geleisteten Pensum
schöpft die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare medizinisch-theoretische
Restarbeitsfähigkeit von 50% nicht vollumfänglich aus. Aus diesem Grund kann
vorliegend nicht auf das effektiv erzielte Einkommen als Serviceangestellte im
Restaurant F._ abgestellt werden. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens
sind somit ebenfalls die statistischen Durchschnittslöhne im Gastronomiebereich
heranzuziehen. In derartigen Fällen, wo zur Bestimmung des Validen- und
Invalideneinkommens dieselbe Vergleichsgrösse herangezogen wird, kann ein
sogenannter Prozentvergleich vorgenommen werden. Demnach entspricht der Inva
liditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom
Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit
Hinweis).
3.3.1 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind,
im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden
Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).
3.3.2 Die Beschwerdeführerin ist gemäss den Angaben von Dr. E._ vom 23. Ok
tober 2012 körperlich nur noch eingeschränkt belastbar (vgl. IV-act. 34-2). Auch wenn
es der Beschwerdeführerin gelungen ist, ihre Arbeitsfähigkeit ab 1. November 2012 von
30% auf 50% zu steigern, besteht noch immer eine verminderte Belastbarkeit, welche
auch in leichten Tätigkeiten zu einer Einschränkung führen dürfte. Gemäss
Dr. E._ leidet die Beschwerdeführerin an einer schweren und ernsthaften
Tumorerkrankung mit schlechter Prognose (vgl. IV-act. 34-3), was vom RAD am
25. Februar 2013 bestätigt worden ist (vgl. IV-act. 48). Vor diesem Hintergrund sind
überproportionale und längerdauernde Krankheitsabwesenheiten der
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Beschwerdeführerin zu erwarten, was sich lohnmässig im Vergleich zu gesunden
Mitarbeiterinnen nachteilig auswirken muss. Um diese zu erwartenden Lohnnachteile
auszugleichen, erscheint vorliegend ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10% als
gerechtfertigt.
3.4 In Anwendung des Prozentvergleichs resultiert bei einer Arbeitsunfähigkeit von
50% und einem 10%igen Tabellenlohnabzug ein Invaliditätsgrad von 55% (50% +
[50% x 10%]). Die Beschwerdeführerin hat damit Anspruch auf eine halbe Rente (Art.
28 Abs. 2 IVG) ab 1. Februar 2013.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und der Be
schwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2011 eine ganze Rente von Fr. 1'782.--
monatlich, eine ganze Rente ab 1. Januar 2013 von Fr. 1'797.-- monatlich und eine
halbe Rente ab 1. Februar 2013 von Fr. 899.-- monatlich zuzusprechen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die
unterliegende Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
zurückzuerstatten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs
gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).
In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Unter
Berücksichtigung vergleichbarer Fälle erscheint vorliegend eine Entschädigung von
Fr. 3'500.-- angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat somit der Beschwerdeführerin
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eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP