Decision ID: 16e0bf60-09c3-4f64-88eb-472e25e33afd
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil der 7. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich vom
3. November 2015; Proz. CG120028
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Rechtsbegehren: (act. 32 S. 2 mit Verweis auf act. 2 S. 2 und act. 6/2 S. 2)
Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 368'860.– nebst Zins zu 15% seit 1. August 2007 sowie je CHF 200.– für die Kosten des Zahlungsbefehls und je CHF 820.– für die Kosten der Weisung zu bezahlen.
Gleichzeitig sei für die vorgenannten Beträge in den Betreibungs-Nrn. 1 und 2 des Betreibungsamtes Zürich 7 (Zahlungsbefehle vom 4. März 2008),  Gegenstand des Betreibungsbegehrens, die Rechtsöffnung zu erteilen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 3. November 2015: (act. 247 = act. 253 = act. 254)
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: CHF 25'400.00; die Barauslagen betragen CHF 1'162.50 Dolmetscherkosten CHF 50.00 Zeugenentschädigungen CHF 91.05 diverse Kosten
3. Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt und mit den von den
Parteien geleisteten Vorschüssen verrechnet. Sie werden von der  im Umfang, in dem sie von den Vorschüssen nicht gedeckt sind, nachgefordert.
4. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten eine Parteientschädigung
von CHF 27'300.– zu bezahlen. Zudem hat sie den Beklagten den  von CHF 1'000.– zu ersetzen.
5. Die Gerichtskosten für das obergerichtliche Verfahren LB110004 in der
Höhe von CHF 12'000.– werden der Klägerin auferlegt.
6. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten für das obergerichtliche
Verfahren LB110004 eine Parteientschädigung von CHF 13'000.– zu bezahlen.
7./8. [Mitteilungen / Rechtsmittel]
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Berufungsanträge der Klägerin: (act. 252 S. 2)
1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 3. November
2015 (Geschäfts-Nr. CG120028) sei aufzuheben und die  seien solidarisch zu verpflichten, der Berufungsklägerin den Betrag von CHF 368'860 nebst Zins zu 15% seit 1. August 2007 sowie je CHF 200 für die Kosten des Zahlungsbefehls und je CHF 820 für die Kosten der Weisung zu bezahlen.
2. Gleichzeitig sei für die vorgenannten Beträge in den Betreibungs-Nrn. 1
und 2 des Betreibungsamtes Zürich 7 (Zahlungsbefehle vom 4. März 2008), soweit Gegenstand des Betreibungsbegehrens, die  zu erteilen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu-
lasten der Berufungsbeklagten.

Erwägungen:
I.
(Übersicht zum Sachverhalt / Prozessverlauf)
1.
1.1. Die A._ AG, Klägerin und Berufungsklägerin (fortan Klägerin), ist
eine im Handelsregister des Kantons Schwyz eingetragene Aktiengesellschaft.
Sie bezweckt unter anderem die Ausführung von Finanzgeschäften aller Art,
und zwar sowohl auf Rechnung Dritter als auch auf eigene Rechnung. Einziges
Mitglied ihrer Verwaltung ist D._, welcher im vorinstanzlichen Verfahren bis
am 22. Mai 2015 als Rechtsvertreter der Klägerin fungierte (act. 2-3; act. 24/14;
act. 217).
Der Beklagte und Berufungsbeklagte 1 (fortan Beklagter 1) war Präsident
des Verwaltungsrats der E._ AG, welche unter anderem Handel mit Agrar-
produkten betrieb. Die Beklagte und Berufungsbeklagte 2 (fortan Beklagte 2) ist
die Schwester des Beklagten 1 und war Mitglied des Verwaltungsrates der
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E._ AG. Mit Verfügung vom 27. April 2007 war über die Gesellschaft der
Konkurs eröffnet worden (act. 5/4); mit Verfügung vom 15. September 2008 wur-
de der Konkurs als geschlossen erklärt und die Gesellschaft von Amtes wegen
gelöscht (vgl. act. 24/18).
1.2 Die E._ AG hatte am 28. März 2001 bei F._ ein Darlehen von
Fr. 400'000.– zu einem Zins von 15% p.a. aufgenommen, welches am 31. März
2003 zur Rückzahlung fällig wurde. Gemäss dem Darlehensvertrag verpflichteten
sich die heutigen Beklagten sowie G._, für den Darlehensbetrag samt Zinsen
und Kosten zu haften (act. 24/1). In der Folge verlängerten die Vertragsparteien
die Laufzeit des Darlehens bis 31. Juli 2003 (act. 24/3). Am 23. November 2003
trat F._ seine Forderung aus dem Darlehen gegenüber der E._ AG an
seine acht Tage zuvor geborene Tochter ab (act. 24/6).
Am 9. August 2005 übersandte der damalige Prozessvertreter der Klägerin,
gleichzeitig ihr einziges Organ, D._, der E._ AG einen "auf dem bisheri-
gen Vertrag basierenden" Vertragsentwurf (act. 34/15 mit Verweis auf act. 24/8).
Danach stellten die Klägerin ("Darlehensgeberin"), die E._ AG ("Darlehens-
nehmerin"), die heutigen Beklagten und G._
fest, dass die Darlehensnehmerin Valuta 1. August 2005 ein Darlehen von
Fr. 400'000.– erhalten habe. Dieses sollte zu 15% p.a. verzinslich sein und spä-
testens am 31. Juli 2007 zurückbezahlt werden. Die heutigen Beklagten sowie
G._ würden für das Darlehen samt Zinsen und Kosten "nebst der Darlehens-
nehmerin [...] vollumfänglich und solidarisch" haften (act. 34/15 in Verbindung mit
act. 6/5/3). Die Beklagte 2 antwortete D._ am 12. August 2005 auf dessen
Nachfrage nach dem Vertrag: "Du kannst ihn schon morgen
erwarten [...] Melde mich noch mit den Kontodetails" (act. 34/16). Wann die Betei-
ligten diesen Vertrag unterzeichneten, geht aus dem Dokument nicht hervor
(act. 5/3 = act. 24/8 = act. 89/3). Die Klägerin verwendet als Vertragsdatum den
10. August 2005, was unbestritten blieb, weshalb darauf abzustellen ist. Am
17. August 2005 schrieb die Beklagte 2 an D._, sie habe zur Vermeidung
von Währungsverlusten im Ausland ein Konto eröffnen müssen, auf welches die
Darlehenssumme einbezahlt werden solle (act. 34/17). Am 23. August 2005 teilte
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sie schliesslich die Bankdetails mit (Bank: H._ Plc. [...]; Begünstigte: I._
[UK] Ltd; act. 34/18). Mit Buchungs- und Valutadatum vom 25. August 2005 flos-
sen vom Konto "Klientengelder" von D._ Fr. 400'000.– auf das von der Be-
klagten 2 genannte Konto der I._ (UK) (act. 34/19, drittes Blatt).
Wenige Tage zuvor, am 18. August 2005, hatte der frühere Darlehensgeber
F._, welcher bei der Klägerin keine im Handelsregister vermerkte Funktion
inne hat, eine "Zusatzvereinbarung zwischen F._ und G._ bezüglich Si-
cherstellung des Fr. 400'000.– Darlehens" unterzeichnet. Gemäss dieser Verein-
barung soll G._ "am gewährten Darlehen der A._ AG und der E._
AG anteilsmässig in der Höhe seines Aktienanteils an der E._ AG" haften.
Weiter wurde festgehalten, dass G._s Aktienanteil "zum heutigen Zeitpunkt
10%" betrage (act. 24/15).
Die E._ AG zahlte die Zinsen monatlich in Euro, zunächst
gemäss Weisung von D._ (act. 24/12) auf ein Konto von F._
(act. 24/13), später auf ein Konto der Klägerin. Noch bevor die Rückzahlung des
Darlehens am 31. Juli 2007 fällig wurde, ist – wie bereits erwähnt – über die
E._ AG am 27. April 2007 der Konkurs eröffnet worden. Das Darlehen er-
scheint – nebenbei bemerkt – nicht im Kollokationsplan (act. 24/18) und war of-
fenbar auch in den Büchern der Konkursitin nicht aufgeführt (act. 24/16;
act. 24/17; ob auch die Zinszahlungen nicht verbucht wurden, geht aus den Akten
nicht hervor).
1.3. Mit der vorliegenden Klage verlangt die Klägerin von den Beklagten als
neben der E._ AG solidarisch Haftenden die Rückzahlung der Dar-
lehenssumme aus dem Darlehensvertrag vom 10. August 2005, abzüglich der be-
reits geleisteten Zahlungen und anerkannten Verrechnungen (vgl. Ziff. I./2. so-
gleich; act. 2 Rz. 5 ff.; act. 32 Rz. 4 ff.; act. 87). Die Beklagten erheben die Ein-
rede, der Darlehensvertrag vom 10. August 2005 sei im Sinne von Art. 18 OR si-
muliert gewesen; eventualiter bestreiten sie, dass die E._ AG von der Kläge-
rin jemals die eingeklagte Darlehenssumme erhalten habe (act. 23 Rz. 7 ff. und
insbesondere Rz. 18; act. 43 Rz. 15 ff.).
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2.
2.1. Mit den im Rechtsbegehren genannten Zahlungsbefehlen betrieb die
Klägerin die Beklagten am 4. März 2008. Nachdem die Beklagten dagegen
Rechtsvorschlag erhoben hatten, leitete die Klägerin am 4. Dezember 2008 das
vorliegende gerichtliche Verfahren ein. Mit Urteil vom 19. November 2010 wies
die Vorinstanz die Klage ab (act. 50). Sie ging davon aus, die Haftungserklärun-
gen der Beklagten im Darlehensvertrag vom 10. August 2005 seien als Bürg-
schaften zu qualifizieren, welche aufgrund des Fr. 2'000.– übersteigenden Haf-
tungsbetrages der öffentlichen Beurkundung bedürften (Art. 493 Abs. 2 OR). Da
die notwendige öffentliche Beurkundung fehle, liege ein formnichtiges Geschäft
vor (act. 51 S. 16-26).
2.2. Eine dagegen erhobene Berufung der Klägerin hiess das Obergericht
des Kantons Zürich mit Beschluss vom 5. Dezember 2011 gut. Es hob das Urteil
des Bezirksgerichts Zürich vom 19. November 2010 auf und wies die Sache zur
Ergänzung des Verfahrens und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zu-
rück. Anders als das Bezirksgericht beurteile die Kammer die fragliche Haftungs-
erklärung der Beklagten nicht als Bürgschaft, sondern als formfrei gültige Schuld-
mitübernahme. Damit – so die obergerichtlichen Erwägungen – würden die tat-
sächlichen Behauptungen und Bestreitungen der Parteien zur von den Beklagten
behaupteten Simulation wesentlich. Ohne Beweisverfahren könne nicht darüber
entschieden werden (act. 55 S. 15).
2.3. Die Vorinstanz führte in der Folge das Beweisverfahren durch. In die-
sem Rahmen wurden die Parteien zunächst zur Bezeichnung aller Beweismittel
für ihre Vorbringen angehalten (act. 59). Anschliessend wurden die offerierten
Beweise abgenommen (vgl. act. 85; act. 87-89; act. 110). An der Beweisverhand-
lung vom 20. Januar 2014 erfolgte die Einvernahme des Zeugen G._ sowie
die Parteibefragung der Beklagten und von D._ (Prot. Vi S. 13 mit Verweis
auf act. 133-136). Am 10. September 2014 fand eine rechtshilfeweise Befragung
eines Zeugen in Budapest statt (act. 189). In der Folge wurde den
Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme zum Beweisergebnis gegeben. Nach-
dem beide Parteien Noven eingebracht hatten, nahm das Bezirksgericht weitere
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Beweise ab und setzte den Parteien Frist zum zweiten Vortrag im Rahmen der
Schlussvorträge (act. 229). Nach Würdigung der abgenommenen Beweise kam
die Vorinstanz zum Schluss, dass die von den Beklagten erhobene Simulations-
einrede zu schützen sei. Entsprechend wies es die Klage mit Urteil vom 3. No-
vember 2015 abermals ab (act. 247 = act. 253 = act. 254, nachfolgend zitiert als
act. 254).
2.4. Gegen das ihr am 16. November 2015 zugegangene Urteil (act. 248)
richtet sich die von der Klägerin mit Eingabe vom 16. Dezember 2015 (Datum
Poststempel) bei der Kammer rechtzeitig erhobene Berufung (act. 252). Die Klä-
gerin beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und die Gut-
heissung ihrer Klage vom 4. Dezember 2008. Alles unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen (zuzüglich 8% MwSt.) zu Lasten der Beklagten (act. 252 S. 2).
2.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-250) und mit
Verfügung vom 8. Januar 2016 von der Klägerin ein Kostenvorschuss in der Höhe
von Fr. 15'000.– einverlangt (act. 255). Der Vorschuss ging in der Folge innert er-
streckter Frist ein (act. 262). Mit Beschluss vom 17. März 2016 wurden die Anträ-
ge der Beklagten betreffend Auferlegung einer Sicherheit für die Parteientschä-
digung und vorzeitige Vollstreckung abgewiesen (act. 268). Dieser Beschluss
blieb unangefochten (vgl. act. 269/2). Von der Einholung einer Berufungsantwort
der Beklagten wurde abgesehen (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren erweist
sich als spruchreif.
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II. (Prozessuale Vorbemerkungen)
1. Die Berufung ist zu begründen (Art. 310 ZPO). Das Bundesgericht for-
muliert es so: "L'appel peut être formé pour violation du droit (art. 310 let. a CPC
[RS 272]) et constatation inexacte des faits (art. 310 let. b CPC). [...] Que la
cause soit soumise à la maxime des débats (art. 55 al. 1 CPC) ou, comme en ma-
tière de mesures protectrices de l'union conjugale, à la maxime inquisitoire (art.
55 al. 2, art. 272 et, pour le sort des enfants, art. 296 al. 1 CPC), il incombe toute-
fois au recourant de motiver son appel (art. 311 al. 1 CPC), c'est-à-dire de dé-
montrer le caractère erroné de la motivation attaquée. Pour satisfaire à cette exi-
gence, il ne lui suffit cependant pas de renvoyer aux moyens soulevés en pre-
mière instance, ni de se livrer à des critiques toutes générales de la décision atta-
quée. Sa motivation doit être suffisamment explicite pour que l'instance d'appel
puisse la comprendre aisément, ce qui suppose une désignation précise des pas-
sages de la décision que le recourant attaque et des pièces du dossier sur les-
quelles repose sa critique" (BGE 138 III 374, E. 4.3.1).
Die Kritik der Klägerin ist also aus sich selbst heraus zu würdigen; insbe-
sondere hat das Obergericht nicht in den umfangreichen Akten nach weiteren An-
haltspunkten und Argumenten zu forschen, welche den Standpunkt der Klägerin
zusätzlich stützen könnten. Wiederholungen des bereits vor der ersten Instanz
Vorgetragenen oder gar Verweise darauf genügen den gesetzlichen Anforderun-
gen an eine Begründung ebenso wenig wie allgemeine Kritik am angefochtenen
Entscheid bzw. den erstinstanzlichen Erwägungen (vgl. dazu ZK ZPO-REETZ/
THEILER, 3. Aufl. 2016, Art. 311 N 36 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch BGE
138 III 374, E. 4.3.1.).
2. Der Entscheid der Berufungsinstanz ist zu begründen (Art. 318 Abs. 2
ZPO). Dabei ist indes nicht auf alle beliebigen Parteistandpunkten einlässlich ein-
zugehen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen. Vielmehr
kann sich die Rechtsmittelinstanz auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte
beschränken (vgl. BK ZPO-STERCHI, Art. 318 N 21; vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1).
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III. (Materielles / zur Berufung im Einzelnen)
1. Der Streit drehte sich vor Vorinstanz um die Frage, ob der Darlehens-
vertrag, auf welchen die Klägerin ihre Forderung stützt, als Scheingeschäft un-
wirksam ist. Die Vorinstanz hat – wie bereits erwähnt – die Simulationseinrede
der Beklagten geschützt und die Klage auf Rückzahlung der Darlehenssumme
daher abgewiesen. Dabei hat es die rechtlichen Grundlagen und die Anforderun-
gen an den Nachweis eines simulierten Geschäfts zutreffend wiedergegeben
(act. 254 S. 19 f.). Um Wiederholungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen
werden.
1.1. Auf dem Weg zu diesem Ergebnis stellte die Vorinstanz aufgrund der
unbestrittenen Vorbringen der Klägerin vorab fest, dass zwischen der Klägerin als
Darlehensgeberin und der E._ AG als Darlehensnehmerin ein Darlehensver-
trag über Fr. 400'000.– zustande gekommen sei und dass die Beklagten aufgrund
der Sicherstellungsvereinbarung solidarisch für die Darlehenssumme samt Zinsen
haften würden (act. 254 S. 16-17). In einem weiteren Schritt ging
die Vorinstanz der Frage nach, ob die Klägerin den Darlehensbetrag an die
E._ AG bezahlt hat. Sie hielt dazu fest, dass die Frage, ob das Geld für das
fragliche Darlehen nicht von der Klägerin stamme, sondern von F._, offen
bleiben könne. Damit sei die Klägerin ihrer Pflicht zur Hingabe der Darlehens-
summe mittels Anweisung im Sinne von Art. 466 OR nachgekommen (act. 254 S.
17-19). Auf die Hintergründe dieser Zahlungsflüsse wird später zurückzukommen
sein.
1.2. Sodann befasste sich die Vorinstanz einlässlich mit der Simulations-
einrede der Beklagten, welchen hierfür der Hauptbeweis auferlegt wurde. Nach-
dem sie das Vorliegen einer schriftlichen oder mündlichen Simulationsvereinba-
rung verneint hatte (act. 254 S. 23-24), prüfte die Vorinstanz, ob aus den von der
Beklagten geschilderten Umständen, d.h. aus Indizien, geschlossen werden kön-
ne, dass es sich beim strittigen Darlehensvertrag um ein simuliertes Rechtsge-
schäft handle (act. 254 S. 24-44). Die Vorinstanz gelangte dabei zum Schluss,
dass das fragliche Darlehen vom 10. August 2005 tatsächlich ein simulierter Ver-
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trag sei. Dies deshalb, weil zwar die Klägerin als Darlehensgeberin aufgeführt, in
Tat und Wahrheit aber F._ der Darleiher sei. Dieser habe der E._ AG im
Jahre 2001 ein Darlehen über Fr. 400'000.– gewährt, für welches die Beklagten
solidarisch hafteten und welches unbestrittenermassen nie zurückbezahlt worden
sei. Die im Rahmen des simulierten Darlehensvertrags vom 10. August 2005 von
F._ bereitgestellten Mittel seien dazu verwendet worden, das ursprüngliche
Darlehen aus dem Jahre 2001 zurückzuzahlen. Gegen F._ sei unbestritte-
nermassen wegen Vorkommnissen aus dem Jahre 2001 ein Strafverfahren we-
gen Wirtschaftskriminalität geführt worden. Im Februar 2005 sei er deswegen in
Untersuchungshaft genommen worden. Indem auf dem fraglichen Darlehensver-
trag zum Schein die Klägerin als Darlehensgeberin aufgeführt worden sei, habe
F._ verhindern wollen, dass die Fr. 400'000.– von den Strafverfolgungsbe-
hörden eingezogen werden könnten (act. 254 S. 43 f.).
1.3. Die Klägerin rügt die Ausführungen der Vorinstanz unter diversen Ge-
sichtspunkten. Sie kritisiert in ihrer Berufungsschrift vorab, die Vorinstanz habe
von ihr eingereichte Noven zu Unrecht nicht berücksichtigt und von den Beklagten
eingereichte Noven fälschlicherweise zugelassen (act. 252 Rz. 5-18). Auf diese
Vorbringen ist nachfolgend im jeweiligen Zusammenhang einzugehen. Vorab ist
jedoch Folgendes festzuhalten: Soweit die Klägerin in der Berufungsschrift an
mehreren Stellen ihre vorinstanzlichen Vorbringen einfach wiederholt oder gar auf
diese verweist (vgl. z.B. act. 252 Rz. 11, 27, 31, 37, 39, 60 und 66), erweist sich
ihre Berufung von vornherein als unbegründet (vgl. Ziff. II./1.).
2. Die Umstände, welche zum Abschluss des fraglichen Darlehens vom
10. August 2005 geführt haben, schilderten die Beklagten vor Vorinstanz wie folgt:
Nachdem F._ aufgrund von Vorkommnissen aus dem Jahr 2001 in ein
Strafverfahren geraten sei, habe er das der E._ AG im Jahre 2001 gewährte
Darlehen und die Zinsen vor dem Zugriff der Strafverfolgungsbehörden in Sicher-
heit bringen wollen. Aus diesem Grund habe er die Forderungen aus dem Darle-
hen am 23. November 2003 an seine in Ungarn lebende Tochter übertragen. Als
ihm diese Abtretung zu wenig sicher geworden sei, habe er im Sommer 2005 die
E._ AG, welche bereits damals nicht mehr in der Lage gewesen sei, die Dar-
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lehenszinsen zu zahlen, vor die Wahl gestellt, entweder die Gesellschaft in Kon-
kurs gehen zu lassen oder die Spuren des Darlehens aus den Büchern der
E._ AG verschwinden zu lassen.
Da die Beklagten und einzigen Mitglieder des Verwaltungsrates der E._ AG
im Falle eines Konkurses der Gesellschaft aufgrund ihrer Sicherstellungsfunktion
im Darlehensvertrag persönlich für die Darlehenssumme belangt worden wären,
hätten sie keine andere Wahl gehabt, als dem Druck von F._ nachzugeben.
In einem ersten Schritt sei dann im Sommer 2005 der auf F._ lautende Dar-
lehensvertrag aus dem Jahre 2001 durch einen im Wortlaut aber auch Inhalt iden-
tischen, nunmehr aber auf die Klägerin lautenden Darlehensvertrag ersetzt wor-
den. Diese ohne Titel erfolgte Darlehensübertragung von F._ auf die Klägerin
wäre allerdings aus den Büchern der E._ AG ersichtlich gewesen. Aus die-
sem Grund hätten weitere Vorkehrungen getroffen werden müssen. In einem
zweiten Schritt seien deshalb weitere Fr. 400'000.– in Umlauf gebracht worden.
Diese Gelder seien zunächst vom Konto von D._ auf das von den Beklagten
bezeichnete Konto der I._ (UK) Limited bei der H._ und von dort in zwei
Raten schliesslich auf ein ausländisches Konto von F._ überwiesen worden.
Die Firma I._ (UK) Limited sei eine vom Beklagten 1 beherrschte Gesell-
schaft. Auf diese Art und Weise sei die Darlehensbeziehung der Beklagten zu
F._ zum Schein aufgelöst worden, ohne dass dies für Aussenstehende, z.B.
für die Strafverfolgungsbehörden, ersichtlich gewesen sei (act. 23 Rz. 14 ff.; act.
43 Rz. 15 ff.).
2.1. Die Vorinstanz hielt hierzu zunächst fest, beim streitgegenständlichen
Darlehen vom 10. August 2005 handle es sich nicht um einen eigentlichen Darle-
hensvertrag, sondern um eine Bestätigung der als Darlehensnehmerin aufgeführ-
ten E._ AG, die Darlehenssumme von der Klägerin erhalten zu haben. Dabei
falle auf, dass dieser Darlehensvertrag inhaltlich in allen wesentlichen Punkten mit
demjenigen aus dem Jahre 2001 identisch sei. Einzig der Darlehensgeber sei
damals ein anderer gewesen, nämlich F._. Aus diesem Grund sei davon
auszugehen, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Darlehensver-
trägen gebe. Hierfür spreche auch der Umstand, dass F._, welcher keine im
Handelsregister vermerkte Funktion bei der Klägerin inne gehabt habe, am 18.
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August 2005 eine "Zusatzvereinbarung zwischen
F._ und G._ bezüglich Sicherstellung des Fr. 400'000.– Darlehens" un-
terzeichnet habe. Diese Zusatzvereinbarung habe unbestrittenermassen das Dar-
lehen vom 10. August 2005 betroffen (act. 252 S. 25 f. und 40 ff.).
Äusserst ungewöhnlich – so die Vorinstanz weiter – sei auch, dass F._
seine Forderung aus dem Darlehen von 2001 am 23. November 2003 an seine
acht Tage zuvor geborene und in Ungarn lebende Tochter abgetreten habe. Die-
ser Umstand sei derart sonderbar, dass die Ausführungen der Beklagten, wonach
F._ die Forderung aus dem Darlehen vor den Strafverfolgungsbehörden ver-
heimlichen wollte, nicht von der Hand zu weisen seien. Ins Gewicht falle dabei
auch der Umstand, dass das Geld für das Darlehen aus dem Jahre 2001 von je-
nem Konto stamme, welches Gegenstand der Strafuntersuchung gegen F._
gewesen sei (act. 254 S. 25 f.).
Diese Ausführungen der Vorinstanz und die Folgerungen, die es daraus zog,
sind schlüssig und überzeugend. Um Wiederholungen zu vermeiden kann daher
auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. dazu
ZK ZPO-REETZ/HILBER, a.a.O., Art. 318 N 54 mit Hinweisen zur bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung).
2.2. Die Klägerin macht in ihrer Berufungsschrift keine Ausführungen zur
von der Vorinstanz festgestellten Ähnlichkeit der beiden Darlehensverträge. Sie
weist lediglich an mehreren Stellen darauf hin, dass es sich dabei um zwei vonei-
nander unabhängige Verträge handle und dass weder die Klägerin im Darlehen
von F._ aus dem Jahre 2001 noch Letzterer im Darlehen der Klägerin aus
dem Jahre 2005 involviert gewesen sei (act. 252 Rz. 27 und 30). Diese Vorbrin-
gen der Klägerin überzeugen nicht. Wie eingangs bereits erwähnt (vgl.
Ziff. I./1.2.), war es D._, welcher den Beklagten den Darlehensvertrag vom
10. August 2005 zugesandt und dabei wörtlich vermerkt hatte, dieser (der Darle-
hensvertrag) basiere auf dem bisherigen Vertrag (act. 34/15 mit Verweis auf
act. 24/8). Auch wenn damit nicht restlos geklärt ist, auf welchen Vertrag sich
D._ damals bezogen hatte, ist aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Darlehens-
vertrag aus dem Jahr 2001 davon auszugehen, dass er diesen gemeint hatte. Die
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Klägerin erwähnt denn auch mit keinem Wort, um welchen anderen Vertrag es
sich handle. Dazu kommt, dass sowohl die Höhe der Darlehenssumme und des
vereinbarten Zinses (Fr. 400'000.–; 15% Zins p.a.) als auch die Darlehensnehme-
rin (die E._ AG) und die mit der Darlehensnehmerin solidarisch Haftenden
(die Beklagten persönlich sowie G._) jeweils identisch sind. Wie von den Be-
klagten im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragen, unterscheiden sich die beiden
Verträge auch in Bezug auf den Wortlaut und die Form kaum voneinander (vgl.
act. 5/3 und act. 24/1). Für einen Zusammenhang zwischen den beiden Darlehen
spricht auch – wie die Vorinstanz richtig bemerkte –, dass der frühere Darlehens-
geber, F._, am 18. August 2005 eine "Zusatzvereinbarung zwischen F._
und G._ bezüglich Sicherstellung des Fr. 400'000.– Darlehens" unterzeichnet
hat. Gemäss dieser Vereinbarung soll G._ "am gewährten Darlehen der
A._ AG [also der Klägerin] und der E._ AG anteilsmässig in der Höhe
seines Aktienanteils an der E._ AG" haften. Weiter wurde festgehalten, dass
G._s Aktienanteil "zum heutigen Zeitpunkt 10%" betrage (act. 24/15). Dass
F._ – wie die Klägerin in der Berufung ausführt (act. 252 Rz. 47-52) – gar
nicht dazu befugt gewesen sei, eine solche Haftungsbeschränkung des Solidar-
schuldners G._ abzuschliessen und die Klägerin sich deshalb von dieser Zu-
satzvereinbarung distanziert habe, mag zutreffen, steht hier aber nicht zur Debat-
te. Allein die Tatsache, dass F._ diese Vereinbarung aufgesetzt und unter-
zeichnet hat, lässt keinen anderen Schluss zu, als dass er entgegen den Ausfüh-
rungen der Klägerin sehr wohl in den Darlehensvertrag vom 10. August 2005 in-
volviert war.
In Bezug auf die Abtretung der Forderung aus dem Darlehensvertrag aus
dem Jahre 2001 an die eigene Tochter macht die Klägerin geltend, F._ habe
auf diese Weise seiner Unterhaltspflicht nachkommen wollen. Wenn es seine Ab-
sicht gewesen wäre, das Darlehen vor der Staatsanwaltschaft zu verstecken, hät-
te er es nicht auf ein Familienmitglied übertragen, wo es für die Staatsanwalt-
schaft weiterhin sichtbar gewesen wäre. Darüber hinaus hätten die Strafverfol-
gungsbehörden jederzeit die Bücher der E._ AG beschlagnahmen und nach-
verfolgen können, wohin resp. an wen die Darlehensforderung abgetreten worden
sei (act. 252 Rz. 26 ff.). Auch diese Erklärungen der Klägerin wirken wenig über-
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zeugend. Die Tochter von F._ war zum Zeitpunkt der Abtretung der Forde-
rung am 23. November 2003 erst acht Tage alt (act. 24/6) und damit nicht hand-
lungsfähig, so dass ohnehin unklar ist, wie diese Zession rechtsgültig hätte zu-
stande kommen sollen. Die Ausführungen der Klägerin, dass mit der Abtretung
Unterhaltspflichten erfüllt worden seien, überzeugen schon deshalb nicht, weil die
Darlehenszinsen weiterhin an F._ auf ein auf seinen Namen lautendes unga-
risches Konto überwiesen wurden (vgl. die Überweisungsbelege in act. 24/13). Es
ist daher plausibel, dass das Darlehen durch die Abtretung der Darlehensforde-
rung an die im Ausland wohnende Tochter zumindest vorübergehend vom Zugriff
der Strafverfolgungsbehörden geschützt werden sollte.
Ob die gegen F._ ermittelnden Beamten vom Darlehen aus dem Jahr
2001 gewusst haben – wie die Klägerin behauptet (act. 252 Rz. 28) –
ist aus den Akten nicht ersichtlich. Fest steht immerhin, dass gegen F._ we-
gen Wirtschaftsdelikten aus dem Jahr 2001 ermittelt wurde. Die Klägerin ging im
erstinstanzlichen Verfahren selbst davon aus, dass die Darlehenssumme aus
dem Jahr 2001 von jenem Konto von F._ stammte, welches in die gegen ihn
geführte Strafuntersuchung einbezogen war (vgl. dazu act. 87 Rz. 18). Soweit die
Klägerin im Rechtsmittelverfahren nunmehr etwas anderes behauptet (vgl. act.
252 Rz. 28), haben diese Ausführungen als unzulässige Noven (vgl. Art. 317 Abs.
1 ZPO) unberücksichtigt zu bleiben. Vor diesem Hintergrund ist der Verdacht der
Vorinstanz, F._ habe, nachdem er 2005 in Untersuchungshaft genommen
worden sei, versucht, die Spuren des Darlehens aus dem Jahr 2001 zu verwi-
schen, nachvollziehbar. Der Einwand, dass die getroffenen Vorkehren nicht ge-
eignet gewesen seien, die Strafuntersuchungsbehörden tatsächlich irrezuführen,
ist für die Frage, was F._ beabsichtigte, nicht von Bedeutung.
2.3. Aufgrund dieser Feststellungen ging die Vorinstanz sodann der Frage
nach, wer das Geld für das streitgegenständliche Darlehen vom 10. August 2005
bereitgestellt hatte. Gestützt auf den unstrittig vorgetragenen Sachverhalt hielt
sie dabei zunächst fest, die Darlehenssumme von Fr. 400'000.–, welche mit Bu-
chungs- und Valutadatum vom 25. August 2005 vom Konto "Klientengelder" von
D._ auf das von der Beklagten 2 genannte Konto der I._ (UK) Ltd. (ein
- 15 -
vom Beklagten 1 kontrolliertes Unternehmen; act. 34/19, drittes Blatt) überwiesen
worden sei, sei zuvor mit Valutadaten vom 17. und 21. Juli 2005, d.h. in zwei Ra-
ten dem erwähnte Klientengelder-Konto von D._ gutgeschrieben worden.
Dies gehe aus den von der Klägerin selbst eingereichten Gutschriftanzeigen (act.
89/21 S. 1 und 2) hervor.
Nachdem der Zeuge G._ in der Einvernahme darauf hingewiesen habe,
dass auf diesen Dokumenten (act. 89/21 S. 1 und 2) nicht ersichtlich sei, wer das
Geld auf das Klientengelder-Konto einbezahlt habe, da bei der Position auftrag-
gebende Bank keine Informationen ersichtlich seien, sei D._ dazu befragt
worden. Dieser habe zunächst keine Angaben dazu gemacht. Im Nachgang zur
Beweisverhandlung habe er dem Gericht allerdings die beiden Gutschriftanzeigen
für sein Klientengelder-Konto im Original nochmals eingereicht (act. 142/38 und
/39), wobei auf diesen Dokumenten nunmehr die auftraggebende Bank – die
J._ LTD., ... Zürich – vermerkt gewesen sei. Dieses Verhalten von D._
lasse keinen anderen Schluss zu, als dass es der Klägerin im vorliegenden Ver-
fahren an der Verschleierung des Zahlungsflusses gelegen sei (act. 254 S. 26-
35).
Nachdem diese Information bekannt geworden war, brachten die Beklagten
vor, die vom Konto der J._ auf das Klientengelder-Konto von D._ über-
wiesenen Gelder würden ursprünglich von F._ stammen. Dabei verwiesen
sie auf die Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom
13. Juli 2012 (act. 145/1) und später auf den in der gleichen Strafuntersuchung
gegen D._ am 27. März 2015 ergangenen Strafbefehl (act. 226/2). Die Vor-
instanz liess diese neue Tatsachenbehauptung sowie die beiden Dokumente zu
und hielt fest, aus der Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft gehe hervor,
dass – wie von den Beklagten ausgeführt – F._ an den Vermögenswerten
des erwähnten J._-Kontos wirtschaftlich berechtigt sei. Der rechtskräftig ge-
wordene Strafbefehl halte dazu fest, dass das Geld aus dem Verkauf von Aktien
stamme, welche D._ gemäss eigenen Aussagen zuvor von F._ in Form
eines Aktienzertifikates erhalten habe. Zwar hätten sowohl D._ als auch
F._ den im Strafbefehl erwähnten Sachverhalt in Bezug auf die Herkunft der
- 16 -
Mittel abgestritten, als sie im vorliegenden Verfahren danach gefragt worden sei-
en. Nachdem der Strafbefehl aber rechtskräftig geworden sei und die beiden Be-
teiligten sich nur sehr vage, ausweichend und allgemein dazu geäussert hätten –
so die Vorinstanz –, seien die Ausführungen von D._ und F._ zur Her-
kunft der Mittel des streitgegenständlichen Darlehens nicht überzeugend. Viel-
mehr sei aus den Umständen und v.a. aus den im Strafbefehl erwähnten Abläufen
als erstellt zu betrachten, dass das Geld für das Darlehen vom 10. August 2005
nicht von der Klägerin, sondern von F._ stamme (act. 254 S. 35-44).
Auch diese Feststellungen der Vorinstanz sind über alles gesehen zutref-
fend und die Folgerungen, die es daraus zog, schlüssig resp. überzeugend. Er-
gänzend und um weitere Wiederholungen zu vermeiden kann wiederum auf die
entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.
2.4. Die Klägerin beanstandet zunächst die nachträgliche Zulassung von
Tatsachenbehauptungen und Beweismitteln der Beklagten. Sie bezieht sich
dabei auf die Aussage der Beklagten, wonach F._ und nicht
die Klägerin an den Geldern auf dem fraglichen J._-Konto wirtschaftlich be-
rechtigt sei (act. 143 S. 2 ff.) und auf die in diesem Zusammenhang eingereichte
Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13. Juli
2012 (act. 145/1) sowie auf den später beigezogenen Strafbefehl vom 27. März
2015 (act. 226/2). Den Beklagten – so die Klägerin – sei von Anfang an bekannt
gewesen, dass die Mittel für das Darlehen vom 10. August 2005 auf dem Konto
der Klägerin bei der J._ gelagert wurden, bevor sie von dort auf das Klien-
tengelder-Konto des Vertreters der Klägerin geflossen seien. Dies deshalb, weil
der Zeuge G._ aus einem Verfahren vor Bezirksgericht Uster die nicht abge-
deckten Gutschriftanzeigen gekannt habe und im damaligen Prozess vom glei-
chen Rechtsanwalt vertreten worden sei, welcher die Beklagten im vorliegenden
Verfahren vertrete. Darüber hinaus würden sich die Beklagten und G._ be-
reits seit längerer Zeit kennen und zusammen verkehren (act. 252
Rz. 13 ff. und 31 ff.).
Soweit die Klägerin damit – stellenweise mehr oder weniger wörtlich – ihre
Ausführungen in den vor erster Instanz eingereichten Stellungnahmen wiederholt
- 17 -
(vgl. z.B. act. 166 Rz. 2 f.; act. 243 Rz. 7 ff. sowie act. 252 Rz.13 ff., 31, 33 und
36), ist ihre Berufung nicht ausreichend begründet (vgl. Ziff. II./1. und III./1.3.).
Aus ihren Ausführungen kann die Klägerin aber ohnehin nichts zu ihren Gunsten
ableiten. Ob der Zeuge G._ aus einem anderen Verfahren bereits seit länge-
rer Zeit über das J._-Konto Bescheid wusste, ist hier nicht von Belang. Er ist
im vorliegenden Verfahren nicht Partei. Darauf, dass sein damaliger Vertreter aus
Gründen des Berufsgeheimnisses im vorliegenden Verfahren keine Informationen
aus einem anderen Prozess mit anderen Beteiligten weitergeben konnte, hat die
Vorinstanz bereits hingewiesen (act. 254 S. 12 f.). Die Klägerin setzt sich mit dem
Argument der anwaltlichen Geheimhaltungspflicht in der Berufung nicht ausei-
nander, sondern wiederholt lediglich, dass der Anwalt der Beklagten zweifelsfrei
Kenntnis von der Herkunft der Gelder gehabt haben müsse (act. 252
Rz. 15). Es ist daher unbeachtlich, ob die Gutschriftanzeigen im Verfahren vor
Bezirksgericht Uster im Original und mithin unabgedeckt eingereicht wurden.
Dass die Beklagten selbstredend vom Paralellverfahren gewusst haben sollen
und daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bereits früher
Kenntnis vom J._-Konto der Klägerin gehabt haben sollen – so die Klägerin
(act. 252 Rz. 15 f.) –, ist eine reine Mutmassung. Entsprechendes kann auch nicht
aus dem Umstand abgeleitet werden, dass die Beklagten den Zeugen G._
gut kennen. Dass die Beklagten selber lediglich im Besitz der abgedeckten Gut-
schriftanzeigen waren, ergibt sich aus der Tatsache, dass sie der Vorinstanz nur
diese vorlegten (act. 145/2). Es spielt auch keine Rolle, dass die Beklagten sich
nicht früher über die abgedeckten Bankbelege beschwert haben, wie die Klägerin
wiederholt ausführt (act. 252 Rz. 12 und 34 ff.). Wie die Vorinstanz bereits er-
wähnt hat und entgegen den Ausführungen der Klägerin (vgl. act. 252 Rz. 32)
sind die Abdeckungen nicht leicht zu erkennen und dürften einiges an Geschick-
lichkeit erfordert haben. Durch die unaufgeforderte Einreichung der Originalüber-
weisungen durch D._ hat sich die prozessuale Ausgangslage aus Sicht der
Beklagten jedenfalls massgeblich geändert. Von daher ist mit der Vor-instanz da-
von auszugehen, dass die Beklagten erst nach der Beweisverhandlung vom 20.
Januar 2014 vom J._-Konto erfahren haben, weshalb ihre neuen Vorbringen
und Beweismittel vor der Novenschranke von Art. 229 ZPO standhalten. Mit ande-
- 18 -
ren Worten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Tatsachenbehaup-
tung der Beklagten, wonach F._ an den Geldern auf dem J._-Konto
wirtschaftlich berechtigt sei, berücksichtigte, und in diesem Zusammenhang so-
dann die Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13.
Juli 2012 (act. 145/1) sowie den später beigezogenen Strafbefehl vom 27. März
2015 der gleichen Untersuchungsbehörde (act. 226/2) als Beweise abgenommen
hat.
2.5. Die Klägerin bemüht sich in der Berufung darum, eine Erklärung dafür
abzugeben, weshalb D._ vor Vorinstanz Gutschriftanzeigen mit abgedeckten
Informationen über die Herkunft der Beträge eingereicht hat. Zunächst führt sie
aus, die Abdeckungen seien so leicht erkennbar gewesen, dass die Parteien und
auch das Gericht umgehend die Originalbelege verlangt hätten, wenn sie diese
Information für wichtig erachtet hätten. Darüber hinaus sei den Beklagten schon
längstens bekannt gewesen, von welchem Konto aus die Darlehenssumme an
das Klientengelder-Konto des Vertreters der Klägerin überwiesen worden seien
(act. 252 Rz. 32 ff. und 40). Dass letzteres nicht angenommen werden kann, wur-
de bereits ausgeführt (vgl. Ziff. III./2.4.). Selbst wenn dem so sein soll, würde es
keinen Sinn ergeben, etwas zu verheimlichen, was den Beteiligten bereits be-
kannt ist. Ins Leere zielt auch der bereits vor Vorinstanz vorgebrachte Hinweis auf
den Datenschutz. Wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat (act. 254 S. 34), war
es D._, der ausgeführt hatte, das auf sein Klientengelder-Konto einbezahlte
Geld stamme von einem Konto der Klägerin selbst (vgl. act. 32 Rz. 25 und act.
136 S. 6), was sich im Nachhinein als unrichtig erwies. Nicht überzeugend sind
auch die Ausführungen der Klägerin, wonach D._ den eingereichten Gut-
schriftanzeigen und v.a. der Information über die Herkunft der Mittel keine beson-
dere Bedeutung zugemessen resp. keine Veranlassung und Notwendigkeit darin
gesehen habe, die Originalbelege einzureichen. Die Beklagten haben sich wie
gesehen von Anfang an auf den Standpunkt gestellt, der Darlehensvertrag vom
10. August 2005 sei ein Scheingeschäft und in Wahrheit stehe F._ und nicht
die Klägerin dahinter. Es wäre daher erstaunlich, wenn genau diejenige Informati-
on, die diese Verbindung bestätigt, rein zufällig unsichtbar gemacht wurde.
Schliesslich hatte auch die Kammer in ihrem Rückweisungsentscheid vom
- 19 -
5. Dezember 2011 darauf hingewiesen, dass zur Abklärung der Simulationseinre-
de ein Beweisverfahren durchzuführen sei. Auch von da her muss der Vertreter
der Klägerin um die zentrale Bedeutung der Herkunft der Mittel für das Darlehen
vom 10. August 2005 gewusst haben, als er die abgedeckten Gutschriftanzeigen
mit Eingabe vom 17. Oktober 2012 (act. 86; act. 89/21
S. 1 f.) einreichte.
Wenn die Vorinstanz aufgrund dieses Verhaltens der Klägerin festhält, diese
habe die Herkunft der Mittel für das Darlehen vom 10. August 2005 verheimlichen
wollen, so ist das nur folgerichtig und keineswegs absurd oder gar aktenwidrig,
wie die Klägerin in der Berufungsschrift ausführt (act. 252 Rz. 36 und 40).
2.6. In Bezug auf die Schlüsse, welche die Vorinstanz aus dem im Strafbe-
fehl vom 27. März 2015 aufgeführten Sachverhalt gezogen hat, führt die Klägerin
aus, der Inhalt des Strafbefehls sei falsch und verweist dabei pauschal auf ihre
Eingabe bei der Vorinstanz (act. 252 Rz. 39). Mangels genügender Auseinander-
setzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen müssen diese Ausführungen daher
unberücksichtigt bleiben (vgl. Ziff. II./1.).
2.7. Das gleiche gilt auch betreffend die Ausführungen der Klägerin zu ihrer
Eingabe an die Vorinstanz vom 9. September 2015, welche zu Unrecht nicht zu-
gelassen worden seien (act. 252 Rz. 41 ff.). Die Vorinstanz hat die Bestätigung
der Ehefrau von F._ (act. 245/3), wonach an den besagten Geldern auf dem
J._-Konto nicht dieser selbst, sondern eben sie (seine Ehefrau) wirtschaftlich
berechtigt gewesen sein soll, mit folgender Begründung nicht zugelassen: Der
Klägerin sei mit Verfügung vom 12. Februar 2014 Frist angesetzt worden, um
Stellung zu nehmen zur Tatsachenbehauptung der Beklagten, wonach F._
am besagten Konto bei der J._ wirtschaftlich berechtigt sei. Gleichzeitig sei
ihr auch der Inhalt der Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons
Zürich vom 13. Juli 2012, auf welcher diese Tatsachenbehauptung gegründet ha-
be, bekannt gegeben worden. Aus diesem Grund sei die mit Schreiben vom 9.
September 2015 eingereichte Erklärung verspätet (act. 254 S. 38). Dem ist zuzu-
stimmen. Entgegen der Ausführungen der Klägerin in der Berufung (act. 252 Rz.
42) wusste sie bereits seit Anfang 2014 und nicht erst nach Beizug des Strafbe-
- 20 -
fehls anfangs Juli 2015 um die Relevanz der Informationen über die Herkunft der
auf dem J._-Konto verbuchten Gelder.
2.8. Die Klägerin kritisiert sodann die Folgerung der Vorinstanz, wonach die
Aussagen von D._ und F._ zur Herkunft der Mittel für das fragliche Dar-
lehen nicht überzeugend seien. So hätten beide stets bestritten, dass F._ an
den Geldern auf dem J._-Konto wirtschaftlich berechtigt sei. Diese Aussagen
stünden nicht im Widerspruch zum Strafbefehl. Darüber hinaus habe die Staats-
anwaltschaft auch keinen einzigen Beleg für die Berechtigung von F._ an
den Geldern auf dem J._-Konto vorgelegt. Die Staatsanwaltschaft sei von
blossen Mutmassungen ausgegangen. Schliesslich habe die Vorinstanz die Aus-
sagen des Zeugen F._ falsch wiedergegeben und daher auch falsch gewür-
digt. Dieser habe immer bestritten, dass das Geld auf dem J._-Konto von
ihm sei und stets auf die Überweisungsbelege verwiesen, aus welchen die Bewe-
gungen auf dem Konto nachvollziehbar seien (act. 252 Rz. 43-46). Auch diese
Kritik der Klägerin geht fehl. Wie die Vorinstanz richtig bemerkte, widersprechen
die Aussagen von D._ und F._ sehr wohl dem im erwähnten Strafbefehl
festgehaltenen Ergebnis der Strafuntersuchung. Im Falle von D._ widerspre-
chen seine Aussagen im vorliegenden Verfahren offensichtlich sogar seinen eige-
nen Angaben im Strafverfahren. Gemäss Strafbefehl soll er nämlich selbst ausge-
sagt haben, dass er die Aktien resp. das Aktienzertifikat, welches er verkauft und
den Erlös auf dem J._-Konto verbucht habe, von F._ erhalten habe (act.
234 S. 5 unten). Dass die Staatsanwaltschaft aufgrund blosser Mutmassungen
und ohne Beweise einen Strafbefehl gegen D._ erlassen haben soll, wie die
Klägerin ausführt, ist nicht anzunehmen. Unverständlich wäre dabei vor allem der
Umstand, dass D._ den auf angeblichen Mutmassungen basierenden
Schuldspruch einfach akzeptiert hat, anstatt den Strafbefehl mittels Einsprache
anzufechten. Als Grund für die Hinnahme der strafrechtlichen Verurteilung nennt
die Klägerin "gute Gründe" und genauer "die Vermeidung negativer Publizitätswir-
kung" (act. 252 Rz. 39). Dass einem Rechtsanwalt an der Vermeidung der Publizi-
tät bezüglich einer strafrechtlichen Verurteilung gelegen ist, liegt nahe. Näher läge
es jedoch, dass er die seiner Meinung nach zutreffenden Tatsachen, die eine
Verurteilung vermeiden könnten, vorbringen würde. Tut er dies nicht, so sind
- 21 -
Zweifel an den "guten Gründen" mehr als naheliegend. Seine dem Strafbefehl wi-
dersprechenden Aussagen im vorliegenden Verfahren müssen vor diesem Hin-
tergrund als reine Schutzbehauptungen qualifiziert werden. Dabei fällt – wie
schon von der Vorinstanz zutreffend bemerkt – auch ins Gewicht, dass er die
Herkunft der Gelder für das fragliche Darlehen zu verheimlichen versucht hat.
Was die Klägerin schliesslich aus den Aussagen von F._ für sich ableiten
will, ist nicht ersichtlich. Dieser erwähnte vor Vor-instanz Überweisungsbelege,
aus welchen die Bewegungen auf dem fraglichen J._-Konto ersichtlich sein
sollen (vgl. act. 195/2 S. 4). Die einzigen Überweisungsbelege, die im Recht lie-
gen, sind die von der Klägerin zunächst mit teilweise abgedeckten Informationen
eingereichten Gutschriftanzeigen. Aus diesen kann die Klägerin nichts zu ihren
Gunsten ableiten.
2.9. Die Klägerin räumt ein, dass Fr. 340'000.– an F._ geflossen sind
(act. 252 Rz. 53; act. 24/11). Gemäss den vorstehenden Erkenntnissen stammte
dieses Geld von F._ und gelangte vom J._-Konto via das Klienten-
gelderkonto von D._ an die I._ (UK) Ltd., die den Betrag schliesslich an
F._ überwies. Einzig bezüglich der zweiten Überweisung der I._ (UK)
Ltd. von Fr. 58'000.– auf ein Konto bei einer liechtensteinischen Bank bestreitet
die Klägerin, dass diese für F._ bestimmt gewesen sei. Es trifft zu, dass der
Name von F._ auf dem Überweisungsbeleg (act. 24/10) nicht ersichtlich ist.
Das ist jedoch nicht von entscheidender Bedeutung, da – selbst wenn der Emp-
fänger dieses im Verhältnis zur Gesamtsumme kleinen Betrages nicht F._
gewesen wäre – die Simulation als solche dadurch nicht in Frage gestellt würde.
2.10. Die Klägerin beanstandet die Ausführungen der Vorinstanz zu den von
den Beklagten als weitere Indizien für die Simulation des Darlehensvertrags vom
10. August 2005 erwähnten Zinszahlungen an F._ bis im Januar 2006. Da
aus den eingereichten Unterlagen hervorgehe, dass ab Januar 2006 keine Zins-
zahlungen an F._ mehr erfolgt seien, würden die Beklagten nichts zu ihren
Gunsten, d.h. zur Stützung der Simulationstheorie ableiten können. Auch aus
dem bei den Akten liegenden E-Mail Verkehr zwischen der Klägerin und den Be-
klagten seien nirgends Zinszahlungen an F._ nach Januar 2006 erwähnt
- 22 -
(act. 252 Rz. 56 ff., insb. 57 und 58). Die Klägerin übersieht, dass die Vorinstanz
aus den von ihr zitierten Vorbringen der Beklagten keine weiteren Indizien für die
Simulation des Darlehensvertrags vom 10. August 2005 ausgemacht hat. Die Vo-
rinstanz hat vielmehr – wie die Klägerin auch – erwogen, dass es sich bei den
Zahlungen an F._ bis Januar 2006 um Zinsen aus dem früheren Darlehen
handeln dürfte und dass die Beklagten weder daraus noch aus der eingereichten
E-Mail-Korrespondenz etwas zu ihren Gunsten ableiten könnten (act. 254 S. 42
f.).
Die Klägerin macht in der Berufung weiterhin geltend, dass es auch Zinszah-
lungen an sie selbst gegeben habe, was aktenmässig belegt sei (act. 34/29 /30 =
act. 89/29 und /30) und gegen die Simulation spreche (act. 252 Rz. 56). Aus die-
sen Belegen ergeben sich tatsächlich drei Zahlungen der E._ AG resp. der
Beklagten 2 an die Klägerin (2 x Fr. 5'000.– von der E._ AG, 1 x Fr. 10'000.–
von C._ persönlich). Diese Zahlungen haben die Beklagten vor Vorinstanz
nicht bestritten, allerdings eingewendet, dass F._ ihnen eine entsprechende
Anweisung gegeben hatte (act. 43 Rz. 23).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass aus den Belegen nicht ersichtlich ist,
dass es sich um Zinszahlungen handelt. Weiter hat die Klägerin die Sachdarstel-
lung der Beklagten, dass die erwähnten Zahlungen an die Klägerin auf Anweisung
von F._ erfolgt seien, nicht bestritten. In anderem Zusammenhang hat die
Klägerin ausgeführt, dass die an F._ geleistete Zahlungen rückständige Zin-
sen aus dem Darlehen 2001 gewesen seien (act. 252 Rz. 58) und schliesst damit
selber nicht aus, dass noch Zinsen für das ursprüngliche Darlehen geschuldet wa-
ren. Selbst wenn es so wäre, wie die Klägerin geltend macht, bleibt es dabei,
dass die ursprünglich von F._ stammenden Gelder "durch die Klägerin (und
die I._ (UK) Ltd. hindurch" zurück an F._ geflossen sind, so dass die
Verwendung "eigenen" Geldes der Klägerin für das behauptete Darlehen nicht er-
sichtlich ist.
2.11. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Erkenntnisse kann schliess-
lich auch offen bleiben, ob die Fr. 400'000.– zur Rückzahlung des ursprünglichen
Darlehens verwendet worden sind, wie die Vorinstanz und die Beklagten offenbar
- 23 -
annehmen (act. 254 S. 24; act. 252 Rz. 53 f.), was für die Kammer angesichts
des in vorstehenden Erwägungen 2.9. und 2.10. aufgezeigten Durchlaufs (von
F._ an F._) wenig plausibel ist.
2.12. Abschliessend ist noch festzuhalten, dass der Ausgang des Verfahrens
zwischen der Klägerin und G._ vor Bezirksgericht Uster für den Ausgang des
vorliegenden Prozesses – anders als die Klägerin meint (act. 252 Rz. 47 ff.) – oh-
ne Bedeutung ist, weil es für zwei Verfahren mit unterschiedlichen Verfahrensbe-
teiligten keine Rechtskrafts- bzw. Erstreckungswirkungen gibt, umso mehr als es
in jenem Verfahren zu einem Vergleichsschluss gekommen ist.
3. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich die Berufung als unbegrün-
det erweist. Die Klägerin bringt mit ihrer Berufung auch im Übrigen keine Ge-
sichtspunkte bzw. Rügen und Einwendungen gegen das angefochtene Urteil vor,
welche die Berufung zu begründen vermöchten und zu einem anderen Ergebnis
führten. Die Berufung ist daher abzuweisen, und es ist das angefochtene Urteil in
der Sache zu bestätigen.
IV.
(Kosten- und Entschädigungsfolge)
1. Die Prozesskosten sind dem Ausgang des Berufungsverfahrens ent-
sprechend zu verlegen. Die Klägerin und Berufungsklägerin unterliegt mit der Be-
rufung vollumfänglich, wie sie schon im bezirksgerichtlichen Verfahren vollständig
unterlag. Das führt zur entsprechenden Kostenauflage an sie für beide Verfahren
(vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO).
2. Die bezirksgerichtliche Festsetzung der Gerichts- und Parteikosten im
angefochtenen Urteil wurde im Berufungsverfahren nicht in Frage gestellt. Es ist
deshalb das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositivziffern 2-6) zu bestätigen.
3. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist – ausgehend vom
Streitwert – gestützt auf § 12 Abs. 1-2 GebV OG in Verbindung mit § 4 Abs. 1
GebV OG in der Höhe etwa der einfachen Grundgebühr festzusetzen. Gründe,
- 24 -
welche eine Erhöhung oder Herabsetzung dieser Gebühr gebieten würden, sind
nicht ersichtlich.
4. Parteientschädigungen sind für das Berufungsverfahren keine zuzu-
sprechen: Der Klägerin nicht, weil sie unterliegt; den Beklagten nicht, weil ihnen
im Rechtsmittelverfahren keine zu entschädigenden Umtriebe entstanden sind.