Decision ID: a07bb0c9-defb-5b62-8c96-33baea470447
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2012 Art. 11 Abs. 1 lit. g und h ELG; Art. 1b Abs. 4 lit. c ELV. Keine strikte Bindung an Entscheide des Familienrichters bezüglich Unterhalt. Die  haben allfällige Entscheide von Familien- bzw. Eheschutzrichtern zu überprüfen. An stossende, materiell falsche Entscheide sind sie nicht gebunden; die Anrechnung eines Verzichts auf höhere Unterhaltsbeiträge ist grundsätzlich zulässig (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2012, EL 2012/11).Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus undLisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Tobias BoltEntscheid vom 3. Oktober 2012in SachenA._,Beschwerdeführerin,vertreten durch Ursula Hunziker Amtsvormundin, Regionales Beratungszentrum, Alte Jonastrasse 24, 8640 Rapperswil SG,zusätzlich vertreten durch Edwin Bigger, Rechtsagent, Sonnenbühlstrasse 3, 9200 Gossau,gegenSozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,Beschwerdegegnerin,betreffendErgänzungsleistung zur IVSachverhalt:
A.
A.a A._, entmündigt bzw. bevormundet, wurde am 16. Oktober 2010 von ihrem
Ehemann zum Bezug von Ergänzungsleistungen zu ihrer Invalidenrente bei der
Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen als EL-Durchführungsstelle angemeldet (EL-
act. 47–2 und 59). Ihr Ehemann wies in einem Begleitschreiben darauf hin, dass er
Scheidungsklage eingereicht habe, dass er und seine Ehefrau seit 1992 im Güterstand
der Gütertrennung lebten, dass seine Ehefrau ihm Fr. 50’000.-- schulde (die Schuld sei
gestundet), dass die Ehegatten im Jahr 2004 eine Eigentumswohnung erworben
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hätten, die nebst Hypothekarkrediten durch ein Darlehen der Eltern des Ehemannes
sowie aus Mitteln seiner beruflichen Vorsorge finanziert worden sei, und dass die
Ehefrau mittlerweile in einem Heim untergebracht sei (EL-act. 55–1 f.).
A.b Am 9. Januar 2011 teilte der Ehemann der Versicherten mit, dass er auf
Empfehlung des Familienrichters die Scheidungsklage zurückgezogen und ein
Eheschutzbegehren gestellt habe (EL-act. 42–1). In der Folge ging der EL-
Durchführungsstelle ein Eheschutzentscheid des Kreisgerichts vom 31. März 2011 zu.
Der Familienrichter hatte darin die Vereinbarung der Ehegatten vom 21./29. März 2011
genehmigt, in der unter anderem festgehalten worden war, dass der Ehemann die
eheliche Liegenschaft übernehme bzw. während der Dauer des Getrenntlebens allein
benutze, und dass der Ehemann der Ehefrau einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von
Fr. 1’000.-- bezahle. Der Entscheid wurde dem Ehemann und dem Vormund der
Versicherten eröffnet (EL-act. 33).
A.c Auf Anfrage der EL-Durchführungsstelle hin (vgl. EL-act. 31), reichte der Ehemann
der Versicherten weitere Unterlagen ein, unter anderem den öffentlich beurkundeten
Ehevertrag vom 29. Oktober 1992, in welchem der Güterstand der Gütertrennung
vereinbart worden war (EL-act. 30–9 ff.), sowie eine Kopie der Steuererklärung für das
Jahr 2009 (EL-act. 26).
A.d Mit Verfügung vom 6. Juli 2011 sprach die EL-Durchführungsstelle der
Versicherten eine jährliche Ergänzungsleistung von je Fr. 1’319.-- für die Monate
November und Dezember 2010, eine solche von je Fr. 2’228.-- für die Monate Januar
und Februar 2011 bzw. eine solche von monatlich Fr. 1’468.-- ab März 2011 zu (EL-
act. 20). Gemäss den Berechnungsblättern zur Verfügung rechnete die EL-
Durchführungsstelle unter anderem familienrechtliche Unterhaltsbeiträge von
Fr. 24’000.-- sowie einen Eigenmietwertanteil von Fr. 17’100.-- für die nicht
selbstbewohnte Liegenschaft als Einnahmen an (EL-act. 15 ff.).
A.e Mit Verfügung vom 3. August 2011 setzte die EL-Durchführungsstelle die jährliche
Ergänzungsleistung für die Monate Januar und Februar 2011 auf neu Fr. 326.-- und ab
März 2011 auf neu Fr. 326.-- pro Monat fest; in der Verfügung vom 6. Juli 2011 sei
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nicht berücksichtigt worden, dass der Höchstbetrag der Heimtaxe ab dem 1. Januar
2011 Fr. 180.-- betrage (EL-act. 14).
B.
B.a Am 9. August 2011 erhob die Amtsvormundin der Versicherten Einsprache gegen
die Verfügung vom 6. Juli 2011. Am 6. September 2011 wandte sich Rechtsagent
Edwin Bigger für die Versicherte mit Einsprache gegen die Verfügung vom 3. August
2011 (EL-act. 3). Geltend gemacht wurde jeweils, es seien zu Unrecht zu hohe
eherechtliche Unterhaltsbeiträge angerechnet worden; auch die Anrechnung eines
Eigenmietwerts sei unzulässig (EL-act. 7). Eine weitere Einsprache vom 12. Januar
2012 richtete sich offenbar gegen eine Verfügung vom 28. Dezember 2011 (beides
nicht aktenkundig, vgl. aber act. G1.1, Ziff. II).
B.b Mit Entscheid vom 28. Februar 2012 wurden die Einsprachen vereinigt und ab
gewiesen. Der vom Familienrichter festgesetzte Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’000.-- pro
Monat erscheine angesichts eines Einkommens des Ehemannes von Fr. 108’083.-- und
eines Wertschriftenvermögens von Fr. 51’306.-- sowie der Beteiligung des Ehemannes
an einer unverteilten Erbschaft von Fr. 264’229.-- als zu tief, weshalb ein höherer
Beitrag anzurechnen sei; da die Versicherte an der Liegenschaft beteiligt sei, sei auch
die Anrechnung des hälftigen Eigenmietwertes zu Recht erfolgt (act. G 1.1).
C.
C.a Dagegen richtet sich die am 27. März 2012 erhobene Beschwerde, mit der die
Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistung unter Berücksichtigung der
gerichtlich genehmigten Unterhaltslistungen und ohne Anrechnung eines
Eigenmietwertanteils beantragt wird (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin schliesst unter Verweis auf die Erwägungen des
angefochtenen Einspracheentscheides auf Abweisung der Beschwerde
(Beschwerdeantwort vom 1. Mai 2012; act. G 4).
C.c Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik.
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C.d Auf entsprechende Aufforderung der Verfahrensleitung vom 24. August 2012 hin
(act. G 7) liess die Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen am 7. September 2012 ein Exemplar des Beschlusses der
Vormundschaftsbehörde vom 5. September 2012 betreffend Zustimmung zur
Prozessführung mit Substitutionsrecht zugehen (act. G 8 und G 8.1).

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine jährliche Ergänzungsleistung zu Recht anerkannt und
korrekt berechnet hat.
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass auf den Entscheid
des Kreisgerichts vom 31. März 2010 abzustellen und entsprechend von einem
Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’000.-- pro Monat auszugehen sei. Die Beschwerdegegnerin
legte – entgegen der in Rz. 3491.05 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur
AHV und IV (WEL; Stand 1. Januar 2012) enthaltenen Richtlinie, wonach gerichtlich
oder behördlich festgesetzte Unterhaltsleistungen für die EL-Durchführungsstelle ver
bindlich und zu berücksichtigen sind – die Höhe der angemessenen
Unterhaltsleistungen frei fest, ohne sich an den Entscheid des Kreisgerichts vom
31. März 2010 gebunden zu fühlen.
2.2 Zwar fehlt es bezüglich der familienrechtlichen Unterhaltsbeiträge, die gemäss
Art. 11 Abs. 1 lit. h des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) als Einnahmen
anzurechnen sind, an einer gesetzlichen Grundlage für eine formelle Bindung der EL-
Durchführungsorgane an entsprechende Entscheide von Familien- bzw.
Eheschutzrichtern. Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007
sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) hat aber in langjähriger konstanter
Rechtsprechung eine solche Bindungswirkung postuliert (vgl. etwa BGE 120 V 442
E. 3b S. 444 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts P 40/06 vom 19. Juni 2007
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E. 5.2 f.). Diese Praxis dürfte wohl Ausfluss des Grundsatzes sein, wonach die
Verwaltung oder das Gericht nur vorfrageweise über straf- oder zivilrechtliche Fragen
befinden dürfen, solange nicht der Straf- oder der Zivilrichter einen entsprechenden
Entscheid in der Hauptsache getroffen hat (vgl. den in BGE 109 V 241 E. 2b S. 244
enthaltenen Verweis auf Max Imboden/René Rhinow, Schweizerische
Verwaltungsrechtsprechung, Band II, 5. Aufl., S. 1056 f. (= 6. Aufl., S. 1056 f.) und die
dortigen Ausführungen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht absolut, sondern lediglich
unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. Imboden/Rhinow, a.a.O., S. 1056 f. und Ralph
Jöhl, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Band XIV Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, Rz. 289).
Zumindest die vom EVG in einem älteren Entscheid postulierte Bindung an materiell
falsche Entscheide (vgl. BGE 109 V 241 E. 2b S. 244 f.) lässt sich nicht überzeugend
rechtfertigen (vgl. Miriam Lendfers, Trennung/Scheidung und Ergänzungsleistungen, in:
AJP 6/2012, S. 763, mit Hinweisen). Grundsätzlich ist zwar auf allfällige
familienrechtliche Entscheide abzustellen, zumal auch fraglich ist, inwieweit allenfalls
ein weitergehender Rechtsanspruch der Betroffenen (etwa auf höhere
Unterhaltsleistungen) besteht, können sie doch entsprechende Entscheide nurmehr
beschränkt anfechten und zu ihren Gunsten abändern lassen. In stossenden Fällen darf
es allerdings den EL-Organen nicht verwehrt sein, die zusätzliche Anrechnung eines
Verzichts zu prüfen. Bei entsprechend begründetem Verdacht haben die EL-Organe
allerdings zunächst die Akten des Eheschutz- oder Scheidungsverfahren beizuziehen
und die Berechnung des Unterhalts nachzuvollziehen und zu überprüfen. Erst wenn
sich der Verdacht, der Unterhalt sei qualifiziert unangemessen, aufgrund der
Unterlagen erhärtet, haben die EL-Organe eine eigene Berechnung vorzunehmen. Eine
solche Berechnung hat sich an den einschlägigen zivilrechtlichen Bestimmungen zu
orientieren, d.h. die EL-Organe müssen den Unterhalt wie ein Zivilgericht festlegen.
2.3 Die Beschwerdegegnerin hat es vorliegend unterlassen, die Akten des
Eheschutzverfahrens beizuziehen resp. die Vormundschaftsbehörde, die im
Eheschutzverfahren die Interessen der Ehefrau vertrat, zur Einreichung der dem
Eheschutzentscheid zugrunde liegenden Berechnung aufzufordern und sie zu bitten,
den tiefen Unterhaltsbeitrag zu erklären. So bleibt u.a. ungeklärt, ob
unzutreffenderweise (erwartete) Ergänzungsleistungen in die
Selbstversorgungskapazität der Beschwerdefährerin eingerechnet wurden (dazu Franz
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Schlauri, Koordination der Ergänzungsleistungen mit sonstigen Schadenausgleichs-
und Bedarfsdeckungssystemen, SZS 55/2011, S. 221). Soweit aus den Akten
ersichtlich, ist keine Berechnung des Unterhalts in Anwendung der massgebenden
zivilrechtlichen Bestimmungen erfolgt. Vielmehr scheint es, die Beschwerdegegnerin
habe den Unterhaltsbeitrag, der ihr angemessen erschien, ohne Berechnung geschätzt.
Dieses Vorgehen ist unzulässig und unter anderem als Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes zu qualifizieren. Die Beschwerdegegnerin hat die
versäumten Abklärungen nachzuholen, das heisst die Akten des Eheschutzverfahrens
einzuholen, zu würdigen und anschliessend allenfalls eine eigene
Unterhaltsberechnung durchzuführen.
3.
3.1 Bezüglich der anteilsmässigen Anrechnung des Eigenmietwerts ist Art. 1 der
Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) zu beachten, wonach Ehegatten als getrennt
lebend gelten, wenn die Ehe gerichtlich getrennt ist (Abs. 4 lit. a), eine tatsächliche
Trennung mindestens ein Jahr ohne Unterbruch gedauert hat (Abs. 4 lit. c) oder
glaubhaft gemacht wird, dass eine tatsächliche Trennung längere Zeit dauern wird
(Abs. 4 lit. d), und getrennt lebende, nicht rentenberechtigte Ehegatten keinen
Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben (Abs. 2). Da vorliegend die gerichtliche
Trennung am 31. März 2011 erfolgte, im Entscheid aber davon Vormerk genommen
wurde, dass die Ehegatten bereits seit April 2010 (das heisst bereits vor der EL-
Anmeldung) getrennt lebten, und da der Ehegatte der Beschwerdeführerin glaubhaft
dargelegt hat, dass die Trennung zumindest längere Zeit dauern wird, sind die
Ehegatten ab Anspruchsbeginn als getrennt lebend zu qualifizieren. Der Ehemann der
Beschwerdeführerin hat mithin keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen und ist
entsprechend EL-rechtlich als „Dritter“ zu qualifizieren, was unter anderem bedeutet,
dass es EL-rechtlich unerheblich ist, ob die Wohnung, an der die Beschwerdeführerin
beteiligt ist, fremdvermietet oder vom Ehemann bewohnt wird. So oder anders wird die
Wohnung nämlich von jemandem bewohnt, der nicht in die EL-Berechnung
einzuschliessen bzw. für den keine EL-Berechnung zu erstellen ist. Grundsätzlich ist
daher die Beschwerdeführerin EL-rechtlich verpflichtet, einen angemessenen
(anteiligen) Mietzins zu verlangen. Da der Ehemann der Beschwerdeführerin allerdings
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die gesamten Unterhaltskosten wie auch den Hypothekarzins vollständig bezahlt, erhält
die Beschwerdeführerin eine angemessene Gegenleistung dafür, dass die Wohnung
durch den Ehemann allein bewohnt wird. Es besteht angesichts dessen kein Anlass,
ein zusätzliches Verzichtseinkommen anzurechnen.
3.2 Was die Anrechnung des Miteigentumsanteils als Vermögen betrifft, so ist darauf
hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin als Miteigentümerin über die Wohnung nicht
frei verfügen kann. Gemäss Art. 648 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(ZGB; SR 210) bedarf es zur Veräusserung oder Belastung der Sache der
Übereinstimmung aller Miteigentümer. Die Beschwerdeführerin kann daher weder dazu
angehalten werden, auf die Veräusserung ihres Anteils hinzuwirken, noch dazu, die
Liegenschaft höher zu belasten. Angesichts der Tatsache, dass der Wert der Liegen
schaft im Rahmen der bald erfolgenden endgültigen güterrechtlichen Auseinander
setzung bzw. der Ehescheidung wohl vollumfänglich – bzw. allenfalls unter Berück
sichtigung einer Mehrwertbeteiligung der Ehefrau – dem Ehemann zugesprochen
werden wird, der die Liegenschaft offenbar alleine finanziert hat, wäre es auch unver
hältnismässig, die Beschwerdeführerin zur Aufhebung des Miteigentums (vgl. Art. 650
ZGB) anzuhalten. Konsequenterweise ist daher der Miteigentumsanteil nicht als
relevantes Vermögen bei der EL-Berechnung zu berücksichtigen. Bereits die Be
rechnung der Beschwerdegegnerin wies nach Abzug des Freibetrages allerdings ein
anrechenbares Vermögen von Null aus.
4.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Februar 2012 ist gesamthaft
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen im
Sinne der Erwägungen und anschliessender Neuberechnung des EL-Anspruchs ab
dem 1. November 2010 zurückzuweisen. Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) keine zu erheben. Die Rückweisung zu weiteren Abklärungen gilt
praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der Beschwerde führenden Partei.
Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit einer
praxisgemässen Pauschale von Fr. 3’500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht