Decision ID: fe6c0a13-e8a1-5b6e-986c-959ed1a92781
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Gesuchsteller) meldete sich am 10. Januar 2019 bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: SVA) zum Bezug von
individueller Prämienverbilligung (IPV) für das Jahr 2019 an (act. G 6.1).
A.b Mit Verfügung vom 25. Januar 2019 wies die SVA das Gesuch, gestützt auf die
Veranlagungsberechnung der Kantons- und Gemeindesteuer 2017 (act. G 1.2.1),
aufgrund des ermittelten Selbstbehalts von Fr. 3'515.95 bei einem Reineinkommen von
Fr. 18'505.00 ab (act. G 6.3).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsteller am 18. Februar 2019 Einsprache
(act. G 6.4). Er machte im Wesentlichen geltend, sein 2017 erzieltes Einkommen
entspreche nicht seiner aktuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Er habe im Jahr
2017 ein aussergewöhnlich hohes Einkommen gehabt, da er ein Semester seines
Maschinenbaustudiums habe wiederholen müssen, daher nur einige Nebenfächer
belegt habe und folglich mehr habe arbeiten können. Auf Aufforderung der SVA (act.
G 6.5) reichte der Gesuchsteller am 18. März 2019 weitere Unterlagen ein und hielt
fest, dass sich sein Einkommen im Jahr 2018 stark reduziert habe und für das Jahr
2019 dem von 2018 sehr ähnlich sein werde (act. G 6.6-1).
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B.b Mit Entscheid vom 8. April 2019 wies die SVA die Einsprache des Gesuchstellers
ab. Zur Begründung machte sie geltend, dass die Möglichkeit von Mehrarbeit aufgrund
einer nicht bestandenen Prüfung keine dauerhafte Veränderung des Einkommens
darstelle (act. G 6.8). Die IPV 2019 sei daher in Übereinstimmung mit den geltenden
gesetzlichen Grundlagen nach den Steuerdaten 2017 berechnet worden.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid der SVA (nachfolgend: Vorinstanz) vom
8. April 2019 erhebt der Gesuchsteller (nachfolgend: Rekurrent) am 18. April 2019
Beschwerde (richtig: Rekurs) mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom
8. April 2019 sei aufzuheben und es sei ihm eine IPV für das Jahr 2019 auszurichten
(act. G 1).
C.b Dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den
Gerichtskosten) vom 3. Mai 2019 wurde am 8. Mai 2019 entsprochen (act. G 5).
C.c Mit Beschwerdeantwort (richtig: Stellungnahme) vom 29. Mai 2019 beantragt die
Vorinstanz die Abweisung des Rekurses (act. G 6). Es sei unbestritten, dass das vom
Rekurrenten im Jahr 2018 erzielte massgebende Einkommen um mehr als 25% vom
Einkommen von 2017 abweiche. Allerdings liege keine dauerhafte Veränderung des
Einkommens vor.

Erwägungen
1.
1.1 Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des Rekurrenten auf IPV für
das Bezugsjahr 2019.
1.2 Eine IPV wird nach Art. 10 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur
Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (EG-KVG; sGS 331.11) Personen
gewährt, die im Kanton St. Gallen am 1. Januar des Jahres, für das die IPV
beansprucht wird, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben (lit. a) und ein die IPV
auslösendes Einkommen erzielen (lit. b). Der Rekurrent hatte am 1. Januar 2019
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Wohnsitz in B._ (act. G 6.1). Die Vorinstanz ist damit örtlich und sachlich (vgl. Art. 3
Abs. 1 lit. b EG-KVG) für die Ausrichtung der IPV für das Jahr 2019 zuständig.
1.3 Obwohl der Rekurrent in Ausbildung steht und zum Zeitpunkt der Anmeldung das
25. Altersjahr noch nicht vollendet hatte, ist sein Anspruch getrennt von dem seiner
Eltern zu berechnen (Art. 10 Abs. 2 Ziff. 3 EG-KVG), da diese im fraglichen Zeitraum
eine Rente der Invalidenversicherung und Ergänzungsleistungen bezogen (act. G 6.6)
und folglich keine Ausbildungszulage für den Rekurrenten entrichtet wird.
2.
2.1 Nach Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR
832.10) haben die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen IPV zu gewähren. Die Kantone haben dafür zu sorgen, dass bei der
Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere auf Antrag der versicherten
Person, die aktuellsten Einkommens- und Familienverhältnisse berücksichtigt werden
(Art. 65 Abs. 3 KVG). Dazu haben die Kantone nach Art. 97 Abs. 1 KVG
Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG zu erlassen. Der Kanton St. Gallen ist dieser
Verpflichtung durch die Art. 9 bis 16 EG-KVG und die dazugehörigen
Vollzugsvorschriften in Art. 9 bis 38 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur
Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (Vo EG-KVG; sGS 331.111)
nachgekommen, wobei er insbesondere die persönlichen (Art. 10 EG-KVG) und die
einkommensmässigen (Art. 11 EG-KVG) Voraussetzungen sowie die Höhe der IPV
(Art. 12 EG-KVG) festgesetzt hat.
2.1.1 In Bezug auf die einkommensmässigen Voraussetzungen bestimmt Art. 11 EG-
KVG, dass das die IPV auslösende Einkommen unter teilweiser Berücksichtigung des
steuerbaren Vermögens von der Regierung durch Verordnung festgesetzt wird (Abs. 1).
Grundlage des die IPV auslösenden Einkommens bildet in der Regel die definitive
Steuerveranlagung des vorletzten Jahres vor dem Jahr, für das die IPV beansprucht
wird (Abs. 2). Gemäss Art. 12 Abs. 1 Vo EG-KVG bildet bei ordentlich besteuerten
Personen Grundlage für die Berechnung des massgebenden Einkommens das nach
kantonalem Steuerrecht ermittelte Reineinkommen der Steuerperiode des vorletzten
Jahres vor dem Bezugsjahr für: a) noch nicht definitiv veranlagte Personen gemäss
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Steuerdeklaration; b) definitiv veranlagte Personen gemäss Veranlagung. Ist die
Veranlagung rechtskräftig, führt die Sozialversicherungsanstalt die Neuberechnung der
IPV durch (Art. 12 Abs. 5 Vo EG-KVG).
3.
3.1 Laut Verfügung über die IPV 2019 vom 25. Januar 2019 (act. G 6.3) ging die
Vorinstanz bei der Ermittlung des Selbstbehaltes von einem Reinkommen von
Fr. 18'505.00 aus, gestützt auf die definitive Veranlagungsberechnung 2017 (act.
G 6.6-4).
3.2 Der Rekurrent macht jedoch sinngemäss geltend, dass das ermittelte Einkommen
nicht seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Sinne von Art. 12 Vo EG-KVG
entspreche.
3.3 Das Kriterium der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stellt einen
Ausnahmetatbestand dar. Im Grundsatz verweist Art. 11 Abs. 2 EG-KVG nämlich auf
die definitive Steuerveranlagung des vorletzten Jahres (vorliegend die definitive
Steuerveranlagung 2017 für die IPV 2019). Nach dem klaren Willen des Gesetzgebers
soll primär auf diese Steuerdaten abgestellt werden. Auslöser dazu war ein Urteil des
Verwaltungsgerichts St. Gallen vom 21. Dezember 2012 (B 2011/223). Art. 11 Abs. 2
EG-KVG in seiner alten Fassung (aArt. 11 Abs. 2 EG-KVG) sah nämlich vor, dass in der
Regel die letzte definitive Steuerveranlagung massgebend ist. Das Verwaltungsgericht
erblickte darin übergeordnetes Recht gegenüber von Art. 12 Abs. 1 Vo EG-KVG,
welcher damals schon auf die Daten des Vorvorjahres abstellte. In diesem Sinne
urteilte das Gericht, dass im Licht von aArt. 11 Abs. 2 EG-KVG das Abstellen auf die
Daten des Vorvorjahres nicht zulässig ist, wenn im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung
bereits die Steuerdaten des letzten Jahres vorliegen.
3.3.1 In der Botschaft der Regierung vom 10. Dezember 2013 zum VI. Nachtrag zum
Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (ABl 2014,
5 ff.) wurde unter Bezugnahme auf die erwähnte Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts festgehalten, dass nicht mehr eindeutig bestimmt sei, welche
Steuerperiode für die IPV-Berechnung eines Jahres massgebend sei. Dies führe
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einerseits zu administrativem Mehraufwand und ein einfaches und rasches Verfahren
im Massengeschäft IPV sei nicht mehr zu bewerkstelligen. Andererseits resultiere eine
Ungleichbehandlung, weil der Anspruch auf IPV vom Stand des steuerrechtlichen
Veranlagungsverfahrens abhängig werde. Vorgeschlagen wurde eine Änderung von
Art. 11 Abs. 2 EG-KVG dahingehend, dass neu auch im Gesetz vorgesehen ist, dass
grundsätzlich auf die Steuerdaten des vorletzten Jahres vor dem Jahr, für das die IPV
beansprucht wird, abgestellt wird. Diesem Nachtrag stimmte der Kantonsrat am
16. September 2014 zu.
3.3.2 Per 1. Januar 2015 trat sodann Art. 11 Abs. 2 EG-KVG in seiner heute gültigen
Fassung in Kraft. Damit bildet vorliegend grundsätzlich die definitive Steuerveranlagung
des Rekurrenten für das Jahr 2017 die massgebende Grundlage für die IPV.
3.4 Entspricht das ermittelte Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, wird auf diese abgestellt (Art. 11 Abs. 3 EG-KVG). Mit der
Verwendung des Begriffes "offensichtlich" wird zum Ausdruck gebracht, dass nicht
jede Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse massgebend sein kann, um von den
Steuerdaten abzuweichen. Die Diskrepanz zwischen der früheren und der aktuellen
wirtschaftlichen Lage, welche sowohl vom Einkommen als auch vom Vermögen
bestimmt wird, muss rechtserheblich sein. Praxisgemäss rechtfertigen nur
grundlegende und tiefgreifende Änderungen der Verhältnisse ein Abweichen von der
definitiven Steuerveranlagung des vorletzten Jahres. Nach Art. 12 Vo EG-KVG
bedarf es einer dauerhaften Veränderung der Einkommensgrundlagen (Abs. 1), wobei
die Abweichung im Bezugsjahr wenigstens einen Viertel des massgebenden
Einkommens des vorletzten Jahres betragen muss (Abs. 2). Diese beiden
Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.
3.5 Es stellt sich zuerst die Frage, ob eine Einkommensdifferenz von mindestens einem
Viertel vorliegt. Für das Jahr 2019 weisen die Berechnungen der Vorinstanz (act. G 6.7)
eine IV-Kinderrente von Fr. 726.-/Monat (Vater: Fr. 195.-; Mutter: Fr. 531.-) aus, welche
der Rekurrent noch bis September 2019, der Vollendung seines 25. Altersjahres, erhält.
Dies ergibt insgesamt den Betrag von Fr. 6'534.- für 9 Monate. Die Vorinstanz hat auf
die Nettoeinkommen der beiden eingereichten Lohnausweise aus dem Jahr 2018
abgestellt (act. G 6.4-4 und G 6.4-5) und mit den dort vermerkten Nettobeträgen von
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Fr. 1'179.- und Fr. 1'919.- und der Kinderrente ein Gesamtnettoeinkommen von
Fr. 9'632.- ermittelt (act. G 6.7). Dem wurde das Nettoeinkommen gemäss der
Veranlagungsberechnung 2017 von Fr. 21'782.- gegenübergestellt. Anhand dieser
Berechnungsmethode beträgt der Einkommensrückgang deutlich mehr als einen
Viertel. Dass die Berechnungsmethode der Vorinstanz, welche auf das
(steuerrechtliche) Nettoeinkommen abstellt, richtig ist, ist zu Recht unbestritten
geblieben.
3.6 Zu prüfen bleibt, ob auch die Dauerhaftigkeit der Verringerung der massgebenden
Einkommensgrundlagen im konkreten Fall zu bejahen ist. Die dauerhafte Veränderung
der Einkommensgrundlagen gemäss Art. 12 Abs. 1 Vo EG-KVG stellt ein kumulativ
erforderliches Kriterium, zusätzlich zur Einkommensabweichung von wenigstens einem
Viertel, dar. Der Begriff "dauerhaft" beinhaltet gemäss Definition (über einen längeren
Zeitraum bzw. einen langen Zeitraum überdauernd [vgl. http://www.duden.de,
abgerufen am 2. August 2019]) ein eindeutig zeitliches Element. Die Dauerhaftigkeit
muss jedoch auch in der Sache selbst bzw. in der veränderten Einkommensgrundlage
liegen. Dauerhaftigkeit ist bei Vorliegen eines unabänderlichen Zustands anzunehmen.
In Ausnahmefällen kann eine Veränderung auch dauerhaft sein, wenn sie dem
Grundsatz nach nicht unabänderlich ist. Dies wurde vom Versicherungsgericht bei
Antritt einer auf drei Jahre angelegten Weiterbildung bejaht, die eine mindestens auf
den entsprechenden Zeitraum ausgerichtete Umstellung der Lebensverhältnisse in
wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht bedingte. Sind solche Umstellungen
erfolgreich, bezwecken sie nämlich die Etablierung stabiler Verhältnisse auf einem der
neuen Situation angepassten wirtschaftlichen Niveau (vgl. Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Oktober 2014, KV-SG 2014/1,
E. 3.3).
3.7 Der Rekurrent nahm im Herbstsemester 2015 ein Bachelorstudium an der
Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich auf (act. G 6.6-6). Gemäss der
Immatrikulationsbestätigung vom 18. Dezember 2018 hat er dieses im
Frühjahrssemester 2019 noch nicht beendet (act. G 6.6-5). Der Rekurrent macht eine
Veränderung der Einkommensgrundlagen während der Ausbildungsdauer, ausgelöst
durch die Möglichkeit der Mehrarbeit während eines Semesters infolge Nichtbestehens
einer Zwischenprüfung, geltend.
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3.8 Entgegen den Ausführungen des Rekurrenten und der Vorinstanz ist die
entscheidende Frage letztlich nicht, ob der Rekurrent im Jahre 2017 durch die
Möglichkeit von Mehrarbeit kurzfristig einen höheren Verdienst hatte, sondern ob das
nach 2017 erzielte Einkommen verglichen mit dem Reineinkommen 2017 dauerhaft
tiefer im Sinne von Art. 12 Abs. 1 Vo EG-KVG war. In Anbetracht der erworbenen
98.6 (von 180) ECTS-Kreditpunkte des Rekurrenten für den Erwerb eines Bachelors an
der ETH (act. G 6.6-5) dürfte mit einer Studiendauer bis mindestens der in der
Immatrikulationsbestätigung angegebenen Frist vom 13. September 2020 oder darüber
hinaus zu rechnen sein. Zudem ist es wahrscheinlich, dass der Rekurrent im Anschluss
an den Erwerb des Bachelor-Titels noch ein Master-Studium anhängen wird. Im
vorliegend massgebenden Zeitpunkt des Einspracheverfahrens (April 2019) hatte der
relevante Einkommensrückgang bereits anderthalb Jahre angehalten und prognostisch
sollte das Einkommen für mindestens weitere anderthalb Jahre auf vergleichbar tiefem
Niveau bleiben. In diesem Sinne ist die Veränderung seiner Einkommensgrundlage als
dauerhaft zu bezeichnen. Zwar ist die Veränderung nicht unabänderlich, da der
Rekurrent seine Ausbildung irgendwann abschliessen und ins Erwerbsleben eintreten
wird. Dennoch bedingt das restliche Studium eine Umstellung der Lebensverhältnisse
auf mehrere Jahre auf einem entsprechend angepassten tieferen wirtschaftlichen
Niveau gegenüber den Steuerdaten 2017.
3.9 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Rekurrent für das Bezugsjahr 2019
eine Senkung seines Einkommens von mehr als einem Viertel gegenüber den
Steuerdaten aus dem Jahr 2017 geltend machen kann, die als dauerhaft im Sinne von
Art. 12 Abs. 2 Vo EG-KVG anzusehen ist.
4.
4.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der Rekurs gutzuheissen und die
angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist zur Neuberechnung des IPV-
Anspruchs unter Zugrundelegung des aktuellen tieferen Einkommens und zur neuen
Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
4.2 Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP;
sGS 951.1) hat in Streitigkeiten grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen,
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dessen Begehren ganz oder zum Teil abgewiesen werden. Beim vorliegenden
Verfahrensausgang hat demnach die Vorinstanz die Gerichtsgebühr zu bezahlen. Diese
ist in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der
einen Rahmen von Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen Fällen
üblich, auf Fr. 500.-- festzusetzen.