Decision ID: cd81bde1-6bfc-4fcd-b001-3efbae8c49e8
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Speck, St. Gallerstrasse 29,
9032 Engelburg,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 28. März 2007 unter Hinweis auf Beschwerden an der
Halswirbelsäule und der Schulter zum Bezug einer Rente bei der IV-Stelle des Kantons
St. Gallen an (IV-act. 2-1 ff.).
A.b In einem internen Standortbericht der IV-Stelle vom 18. April 2007 führte die
Eingliederungsberaterin nach einem am 12. April 2007 stattgefundenen Gespräch mit
dem Versicherten aus, die am 19. April 2007 stattfindende HWS-Operation mit
anschliessender Rehabilitation stehe im Vordergrund. Der Versicherte hoffe auf eine
100 %ige Genesung. Allfällige Eingliederungsmassnahmen seien nach der Operation
zu prüfen (IV-act. 10-1 ff.).
A.c Am 20. April 2007 erstattete die Firma B._ einen Arbeitgeberbericht (IV-act. 12-1
ff.). Darin wird ausgeführt, dass der seit dem 1. Januar 2005 als Schweisser tätige
Versicherte am 3. März 2006 seinen letzten effektiven Arbeitstag gehabt habe. Das
Arbeitsverhältnis habe jedoch bis am 31. Dezember 2006 gedauert (IV-act. 12-1). Das
AHV-beitragspflichtige Einkommen des Versicherten im Jahr 2005 habe Fr. 61'100.--,
dasjenige im Jahres 2006 Fr. 41'512.65 betragen (IV-act. 12-2). Im
Kündigungsschreiben des Arbeitgebers vom 27. Oktober 2006 wurde festgestellt, der
Versicherte habe die Arbeit in der Schweisserei nicht mehr durchführen wollen, und der
Arbeitgeber habe dem Versicherten keine alternative Arbeitsstelle anbieten können (IV-
act. 12-5).
A.d Am 23. April 2007 erstattete der behandelnde Arzt Dr. med. C._, Facharzt für
Allgemeine Medizin FMH, einen Arztbericht. Er diagnostizierte mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom Nacken links, Schulter, Arm links bei
Spinalkanalstenose vor allem HWK 4/5; intermittierende Lumboischialgien links;
funktionelle Thoraxschmerzen; Status nach Schultergelenksarthroskopie,
subacrominale Bursektomie und Neerplastik am 9. August 2006 bei subacrominalem
Impingement bei Acomiontyp II mit Bursitits acrominalis links sowie einen
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Tramalabusus seit 20 Jahren, und attestierte eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom
4. März 2006 bis auf weiteres (IV-act. 13-1 ).
A.e In einem ärztlichen Bericht vom 21. Mai 2007 an die IV-Stelle diagnostizierte
Dr. med. D._, Oberarzt Orthopädie der Klinik für Orthopädie/Traumatologie des
Spitals E._, eine cervicale Myelopathie HWK 4/5, Status nach subacromialem
Impingement und Neerplastik linke Schulter 8/06 und attestierte eine spätestens seit
dem 18. April 2007 andauernde 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Schweisser. Dr. D._ führte weiter aus, dass dem Versicherten andere
Tätigkeiten in Abklärung mit einem Berufsberater zumutbar seien. Die bisher
ausgeführten Tätigkeiten des Versicherten (Schweisser, Kran- sowie Staplerfahrer)
seien nicht mehr zumutbar und nicht mehr möglich, da eine eingeschränkte
Beweglichkeit der HWS vorliege. Erforderlich sei in jedem Fall eine Umschulung (IV-act.
17-5 ff.).
A.f In einem ärztlichen Bericht vom 16. Dezember 2007 an die IV-Stelle führte Dr.
med. F._ von der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) aus, es
bestehe derzeit ein multifokales Problem, welches die Schmerzsituation des
Versicherten nicht zur Ruhe kommen lasse. Unter der gesamten Problematik leide der
Patient sehr und wirke reaktiv depressiv. Eine Arbeitsfähigkeit sehe er derzeit nicht, da
der Versicherte zu stark durch die Beschwerden beeinträchtigt werde. Da der
Versicherte einen körperlich belastenden Beruf ausgeübt habe, sei unter den aktuellen
Bedingungen an eine Wiederaufnahme nicht zu denken (IV-act. 20-1 ff.).
A.g In der internen Stellungnahme des IV-internen Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD) vom 4. Januar 2008 wurde festgestellt, dass der Versicherte laut Hausarzt als
Schweisser ab 4. März 2006 bzw. gemäss Orthopädie Spital E._ ab spätestens
18. April 2007 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Gemäss Arzt der Swica sei in einer
adaptierten Tätigkeit angeblich eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit möglich. Laut Neuro
chirurgie KSSG werde im 12/07 eine Verschlechterung moniert (IV-act. 21-1 f.).
A.h Am 13. Februar 2008 erfolgte in der Klinik für Chirurgie des KSSG aufgrund eines
gutartigen myxoiden Tumors eine Tumorresektion Rückenmuskulatur links (IV-act.
26-1, 26-5).
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A.i In einem Bericht vom 30. April 2008 hielten die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums
fest, der Versicherte sei wegen chronischer Schmerzen und reaktiver Depression seit
dem 28. Januar 2008 in Behandlung. Sie diagnostizierten eine mittelgradig depressive
Episode mit somatischem Syndrom, eine Migräne seit Kindheit, ein chronisches
Schmerzsyndrom im Bereich des Nackens sowie linksbetonte Schulter- und
Armschmerzen seit 10 Jahren, intermittierende Lumboischialgien linksseitig sowie
funktionelle Thoraxschmerzen seit einigen Jahren und eine schlaffe linksseitige
Lähmung in der Jugend. Aktuell bestehe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act.
28-5).
A.j Im Verlaufsbericht vom 14. September 2008 hielt Dr. F._ fest, der Versicherte
habe körperliche Einschränkungen in Kraft und Ausdauer; er benötige
schmerzbedingte Ruhephasen. Es bestände eine verminderte Konzentrationsfahrigkeit
und Aufmerksamkeit. Sinnvoll sei ein Einsatz/eine Umschulung auf einen körperlich
wenig belastenden Beruf mit Möglichkeit zu einer wechselnden Arbeitsposition, da die
bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei (IV-act. 32-1 ff.).
A.k Mit Schreiben vom 30. Oktober 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass eine medizinische Abklärung durch die Klinik G._ durchgeführt werde (IV-act.
35-1 f.).
A.l Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Klinik G._ am 8. Mai 2009 ein
bidisziplinäres medizinisches Gutachten unter Einschluss eines rheumatologischen und
psychiatrischen Teilgutachtens (IV-act. 41-1 ff.). Die Gutachter hielten fest, dass dem
Versicherten sowohl die angestammte berufliche Tätigkeit als Schweisser als auch jene
als Maschinenführer nicht mehr zumutbar sei. Die Anforderungen wie langes Stehen,
Stehen vorgeneigt, Heben von Lasten über 7.5 kg, Arbeiten über Kopf und das hoch
repetitive Heben von kleinen Lasten seien aus rheumatologischer Sicht zu hoch (IV-
act. 41-13). Bei einer adaptierten Tätigkeit müsste es sich um eine körperlich leichte
Arbeit mit der Möglichkeit von Wechselbelastung handeln. Längerdauerndes Stehen
mit vorgeneigtem Oberkörper oder häufig notwendige Tätigkeiten mit dem linken Arm
auf und über Schulterhöhe sollten nicht notwendig sein. Aus psychiatrischer Sicht wird
eine adaptierte Tätigkeit ohne Zeitdruck, mit eher reizarmer Umgebung und geduldigen
Vorgesetzten empfohlen. Die Arbeitsfähigkeit wird insgesamt auf 70 % (ganztags
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8.5 Stunden mit 30 % reduzierter Leistung oder 6 Stunden pro Tag ohne
Leistungseinschränkung) geschätzt (IV-act. 41-10).
A.m Am 11. September 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass die
Eingliederungsberatung abgeschlossen werde. Als Begründung wird angeführt, der
Versicherte fühle sich nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, und sei
nicht bereit, einen Arbeitsversuch zu absolvieren (IV-act. 48-1 f.).
A.n Mit Vorbescheid vom 4. November 2009 stellte die IV-Stelle bei einem
Invaliditätsgrad von 32 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 54-1
f.).
A.o Dagegen erhob der Versicherte am 20. November 2009 Einwand. Er beantragte
eine halbe Rente und bemängelte die im Vorbescheid vorgenommene Berechnung des
Invalideneinkommens (IV-act. 58-1 ff.).
A.p Mit Verfügung vom 13. Januar 2010 lehnte die IV-Stelle den Antrag des
Versicherten auf eine Invalidenrente ab. Da der Invaliditätsgrad bei einer
Arbeitsfähigkeit von 70 % in adaptierter Tätigkeit lediglich 32 % betrage, bestehe kein
Rentenanspruch (IV-act. 59-1 ff.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die am 12. Februar 2010 erhobene
Beschwerde, in der beantragt wird, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es
sei dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. April 2008 mindestens eine halbe
IV-Rente zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, der von der
Beschwerdegegnerin eruierte statistische Lohn von Fr. 41'265.-- sei zu korrigieren. Zu
berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz
mit einem Mitbewerber aus physischen und psychischen Gründen benachteiligt sei.
Vor allem sein psychisches Leiden, seine nicht einfache soziale Situation, die arterielle
Hypertonie, die rezidivierende Migräne und die Fettleibigkeit, die anhaltende
somatoforme Schmerz- und Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und
mittlerem Schwergrad sowie seine soziale Zurückgezogenheit und Kontaktarmut recht
fertigten es, vom Tabellenlohn um 25 % nach unten abzuweichen. Dementsprechend
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sei das Invalideneinkommen auf Fr. 30'949.-- zu korrigieren. Der Invaliditätsgrad
betrage damit 50 %, und der Beschwerdeführer habe Anspruch auf eine halbe
Invalidenrente ab 1. April 2008 (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 20. April 2010 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, aufgrund des
erhobenen Befunds des eingeholten Gutachtens von externen Spezialärzten mit wenig
ausgeprägten objektivierbaren Beeinträchtigungen und der gestellten Diagnosen lasse
sich nachvollziehen, dass die Gutachter aus somatischer Sicht
behinderungsangepasste Tätigkeiten als körperlich leicht und wechselbelastend ohne
länger dauerndes Stehen mit vorgeneigtem Oberkörper oder häufigen Gebrauch des
linken Armes umschrieben und in diesem Sinne eine qualitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit attestiert hätten. Eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus somatischer Sicht lasse sich hingegen nicht begründen, da die bei der klinischen
Untersuchung und anhand der Bildgebung objektivierbaren Befunde grösstenteils
unauffällig und insgesamt wenig ausgeprägt gewesen seien. Die Formulierung im
Gutachten, für eine dem Leiden angepasste Tätigkeit bestehe aus somatischer und
psychiatrischer Sicht eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit, sei deshalb erklärungsbedürftig. Zu
berücksichtigen sei, dass eine 30 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einzig in der
psychiatrischen Beurteilung begründet werde. Es rechtfertige sich deshalb davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht für
behinderungsangepasste Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig sei. Die gestellte Diagnose
im psychiatrischen Gutachten lasse sich mit dem erhobenen psychopathologischen
Befund vereinbaren, jedoch liege mit dieser Diagnose keine hinreichend ausgeprägte
Psychopathologie vor, um eine eigenständige psychische Komorbidität von erheblicher
Schwere, Dauer und Intensität bejahen zu können. Die übrigen
rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien, die einem adäquaten Umgang mit den
geklagten Schmerzen entgegenstehen könnten, seien nicht hinreichend gehäuft und
ausgeprägt erfüllt, um insgesamt den rechtlichen Schluss auf eine invalidisierende
Gesundheitsschädigung zu gestatten. Weder sei ein sozialer Rückzug in allen Belangen
des Lebens noch das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder
stationären Behandlung trotz kooperativer Haltung der versicherten Person
ausgewiesen. Auch lägen keine chronischen körperlichen Begleiterkrankungen in
erheblichem Ausmass vor, zumal dem Beschwerdeführer aufgrund der bescheidenen
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organischen Befunde adaptierte Tätigkeiten aus somatischer Sicht uneingeschränkt
zumutbar seien. Obwohl ein vor allem in der somatoformen Schmerzstörung selbst
begründeter mehrjähriger chronifizierter Krankheitsverlauf mit weitgehend
unveränderter oder progredienter Schmerzsymptomatik ohne länger dauernde
Rückbildung vorliege, genüge dies allein jedoch nicht, um aus rechtlicher Sicht von
einer Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung auszugehen. Somit sei von der
Überwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung auszugehen, da derselben keine
invalidisierende Wirkung zukomme. Daher sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer für behinderungsangepasste Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig sei.
Das anhand des 2005 erzielten Lohnes als Schweisser ermittelte Valideneinkommen
von Fr. 61'100.-- sowie das Heranziehen des Tabellenlohns für Hilfsarbeiter des Jahres
2005 bezüglich Bestimmung des Invalideneinkommens seien unbestritten geblieben.
Ein 25 %iger Abzug vom Tabellenlohn sei jedoch nicht gerechtfertigt, da keine direkt
mit der Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung im Zusammenhang stehenden
lohnwirksamen Umstände ersichtlich seien, welche einen Abzug vom Tabellenlohn
rechtfertigen würden, zumal die somatischen Befunde die Arbeitsfähigkeit lediglich in
qualitativer Hinsicht einschränkten, der Beschwerdeführer aber aufgrund des immer
noch genügend grossen Arbeitssegmentes keine Lohneinbusse hinnehmen müsse. Die
Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 61'100.--,
Invalideneinkommen Fr. 58'950.--) ergebe einen Invaliditätsgrad von gerundet 4 %. Im
Ergebnis sei die rentenabweisende Verfügung also korrekt (act. G 4).
B.c Der Beschwerdeführer verzichtete am 31. Mai 2010 auf eine Replik (act. G 8).
B.d Am 8. Oktober 2010 liess der Beschwerdeführer ein Schreiben vom 1. Oktober
2010 von Dr. H._, Oberärztin des Psychiatrie-Dienstes der Klinik I._, ins Recht
legen. Daraus geht hervor, dass er sich wegen einer schweren depressiven Episode ab
dem 12. August 2010 in stationärer psychiatrischer Behandlung befinde (act. G 10).

Erwägungen:
1.
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1.1 Am 1. Januar 2012 sind die im Zug des ersten Teils der 6. Revision revidierten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20),
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) in Kraft getreten. In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche
Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die bei
Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben,
als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl.
BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat
die angefochtene Verfügung am 13. Januar 2010 (IV-act. 62-1 ff.) und somit vor
Inkrafttreten der IV-Revision 6a erlassen. Die übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen
im vorliegenden Fall keine materiell-rechtlichen Folgen, weshalb nachfolgend die zum
Zeitpunkt des Verfügungserlasses anwendbaren Bestimmungen wiedergegeben
werden.
1.2 Invalidität im Sinn von Art. 8 ATSG ist die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.3 Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität
bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten
die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden
ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
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2.
Zwischen den Parteien ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Rentenleistungen
streitig.
3.
Vorab zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügliche
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Die
Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das bidisziplinäre
rheumatologische und psychiatrische Gutachten vom 8. Mai 2009 der Klinik G._ (IV-
act. 41-1 ff.).
3.1 Gemäss Gutachten vom 8. Mai 2009 ist der Beschwerdeführer sowohl aus
somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht in einer leidensadaptierten Tätigkeit
ganztags 8.5 Stunden mit 30 % reduzierter Leistung oder 6 Stunden pro Tag ohne
Leistungseinschränkung arbeitsfähig. Bei der adaptierten Tätigkeit müsste es sich aus
rheumatologischer Sicht um eine körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit von
Wechselbelastung handeln. Länger dauerndes Stehen mit vorgeneigtem Oberkörper
oder häufig notwendige Tätigkeiten mit dem linken Arm auf und über Schulterhöhe
sollten nicht notwendig sein. Aus psychiatrischer Sicht wird eine Verweistätigkeit ohne
Zeitdruck, mit eher reizarmer Umgebung und geduldigen Vorgesetzten empfohlen (IV-
act. 41-10). Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe im übrigen seit
dem 4. März 2006 (IV-act. 41-9).
3.2 Der RAD hat in seiner Stellungnahme vom 2. Juli 2009 die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des bidisziplinären Gutachtens vom 8. Mai 2009 als
umfassend bezeichnet. Das Gutachten beschreibe die anamnestischen Angaben, die
geäusserten subjektiven Beschwerden, aber auch die erhobenen Resultate und
bildgebenden Befunde gut verständlich. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lasse
sich aus diesen Befunden ableiten und sei für den RAD nachvollziehbar. Die adaptierte
Tätigkeit beinhalte somit Lasten bis 7.5 kg, kein längeres Stehen mit vorgeneigtem
Oberkörper, mit linkem Arm keine Überkopfarbeiten, Wechselbelastung und keinen
Zeitdruck. Einschränkungen bestünden vor allem aufgrund von Antriebs- und
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Motivationsmangel, Konzentrations- und Gedächtnisstörung sowie verminderter
Ausdauer. Es liege zweifellos eine psychosoziale Belastungssituation vor. Die
Leistungsbereitschaft werde als fraglich beurteilt. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit per
4. März 2006 wird bestätigt (IV-act. 42-1).
4.
4.1 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 13. Januar 2010 auf die Beurteilung
des medizinischen Gutachtens der Klinik G._ abgestellt, wonach der
Beschwerdeführer in somatischer und psychischer Hinsicht zu 30% arbeitsunfähig sei.
In der Beschwerdeantwort macht sie hingegen geltend, die somatische und
psychiatrische Einschätzung könne aus rechtlichen Gründen nicht übernommen
werden. Obwohl eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar
sei, lasse sich eine quantitative Einschränkung aus somatischer Sicht nicht begründen,
da die bei der klinischen Untersuchung und anhand der Bildgebung objektivierbaren
Befunde grösstenteils unauffällig und insgesamt wenig ausgeprägt gewesen seien. Die
gestellte Diagnose mit dem erhobenen psychopathologischen Befund weise nicht die
nach der Rechtsprechung für die Anerkennung eines invalidisierenden
Gesundheitsschadens erforderliche Schwere, Ausprägung und Dauer auf. Der
Beschwerdeführer sei deshalb aus somatischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit
nicht in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Der Feststellung der psychiatrischen
Experten, wonach der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen zu 30 %
arbeitsunfähig sei, könne aufgrund der fehlenden Annahme einer mit psychischen
Leiden begründeten (teilweisen) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls nicht
beigepflichtet werden. Der Beschwerdeführer ist dagegen der Ansicht, er sei aus
physischen und psychischen Gründen zu 30 % eingeschränkt.
4.2 Die somatische Begutachtung basiert unter anderem auf einer Untersuchung mit
erstellten Röntgenbildern der LWS, der HWS und des linken Schultergelenks (IV-
act. 41-6). Die Röntgenaufnahmen zeigten neben einer interkorporellen Spondylodese
C4/C5 mit ventraler Verplattung altersentsprechend unauffällige Befunde. Das linke
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Schultergelenk sei passiv frei beweglich gewesen. Beim Nackengriff bzw. bei aktiver
Flexion und Abduktion sei eine deutliche Einschränkung aufgefallen. Gleichzeitig habe
der Versicherte Schmerzen in der linken Pektoralismuskulatur angegeben, welche
Triggerpunkte enthalten habe. Die konventionellen Röntgenaufnahmen zeigten auch
hier altersentsprechend unauffällige Befunde. Sonographisch habe ebenso ein unauf
fälliger Befund bestanden. Lumbal hätten Druckdolenzen im Bereich der Segmente L3-
S1 mit einem Maximum am lumbosakralen Übergang sowie eine leichte Einschränkung
der Beweglichkeit festgestellt werden können. Eigentliche Fazettenschmerzen hätten
nicht ausgelöst werden können. Konventionell radiologisch bestehe lediglich eine
beginnende Spondylarthrose im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Aus
somatischer Sicht sei die Prognose gut, speziell auch wenn der Versicherte eine
stationäre Rehabilitation und anschliessend ein langfristiges Kraftausdauertraining
durchführen würde (IV-act. 41-8 f.). Aktenmässig erstellt und unbestritten ist, dass dem
Beschwerdeführer aus somatischer Sicht eine körperlich schwere Tätigkeit nicht mehr
zumutbar ist. Die Gutachter führten aus, in einer körperlich leichten Tätigkeit mit der
Möglichkeit von Wechselbelastung, ohne länger dauerndes Stehen mit vorgeneigtem
Oberkörper und ohne häufig notwenige Tätigkeiten mit dem linken Arm auf und über
Schulterhöhe sei eine um 30% reduzierte Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-act. 41-10). Ob
– wie in der Beschwerdeantwort ausgeführt – die somatische Einschätzung aus
rechtlichen Gründen nicht übernommen werden kann, kann vorliegend offenbleiben, da
aufgrund nachfolgender Erwägungen in Ziff. 4.3 zumindest in psychischer Hinsicht von
einer 30 %igen Leistungseinschränkung auszugehen ist.
4.3.1 In der Beschwerdeantwort stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den
Standpunkt, der Feststellung der psychiatrischen Experten, wonach der
Beschwerdeführer aus psychischen Gründen zu 30 % arbeitsunfähig sei, könne nicht
beigepflichtet werden. Dies deshalb, weil kein Raum für die Annahme einer mit
psychischen Leiden begründeten (teilweisen) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bestehe. Sie verweist auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_959/2009 vom 19. Februar
2010 E. 4.4. Darin werde festgelegt, dass nur bei einer psychisch ausgewiesenen
Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder bei
anderen qualifizierten, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllten Kriterien sich die
Frage stelle könne, ob eine Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen ganz
oder teilweise unzumutbar sei. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
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auch in psychischer Hinsicht für behinderungsangepasste Tätigkeiten zu 100 %
arbeitsfähig sei. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf die in BGE 130 V 352
begründete Praxis, wonach eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche
in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermag.
4.3.2 In psychischer Hinsicht liegt eine Begutachtung der Ärzte Dr. med. J._ und
Dr. med. K._des Psychiatrischen Dienstes vom 23. Februar 2009 vor (IV-act. 41-1 ff.).
Die psychiatrischen Gutachter haben in ihrer Abklärung vom 28. Januar 2009 eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion mit anhaltenden Belastungsfaktoren mittleren Schweregrades
diagnostiziert, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Der aktuelle Zustand sei
mittelgradig. Latent seien Suizidgedanken vorhanden. Als anhaltende
Belastungsfaktoren seien die körperlichen Beeinträchtigungen und im psychosozialen
Bereich die Herkunftsfamilie anzusehen. Beim Versicherten bestehe eine
dramatisierende, amplifizierende Art der Selbstwahrnehmung und eine
hypochondrische Verarbeitung seiner gestörten Befindlichkeit im Vordergrund. Bei
seiner eher passiv abwartenden Haltung und einem abnormen Krankheitsverhalten sei
erwartungsgemäss auch die Selbstprognose negativ. Aufgrund seiner narzisstischen
Kränkung habe bei ihm eine gewisse Persönlichkeitsregression stattgefunden. Er
wünsche sich, als Schwerstkranker akzeptiert zu werden, wobei es sich um eine
dysfunktionale Verarbeitung seines Beschwerdebildes handle. Von einer gewissen
Chronifizierung sei auszugehen. Eine Verbesserung des momentanen Zustands
scheine jedoch möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von
ca. 30 % (IV-act. 41-35 f.). Soweit in der Beschwerdeantwort geltend gemacht wird, die
von den psychiatrischen Gutachtern bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 30 % lasse
sich nicht halten, kann dem nicht beigepflichtet werden. Im Lichte der Befunde und der
Diagnosen leuchtet ein, dass eine Schmerzüberwindung zumindest im Umfang von
30 % für den Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht möglich
ist. Dies, zumal aus den Akten unbestrittenermassen ein seit Anfang 2006 und somit
mehrjähriger chronifizierter Krankheitsverlauf mit weitgehend unveränderter oder
progredienter Schmerzsymptomatik ohne länger dauernde Rückbildung hervorgeht (IV-
act. 41-35). Zudem zeigen die Angaben des Beschwerdeführers Indizien für einen zwar
nicht schwerwiegenden, jedoch zweifellos vorhandenen sozialen Rückzug mit
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Verharren in sozialer Isolierung. So wird etwa im Gutachten ausgeführt, es bestehe ein
sozialer Rückzug. Der Beschwerdeführer könne viele Menschen wegen seiner Nerven
und des Lärms nicht ertragen. Alles, was er habe, seien seine Frau und seine Kinder
(vgl. IV-act. 41-34, 41-36). Es ist davon auszugehen, dass den erfahrenen Gutachtern
die unterdessen seit längerem bestehende Praxis des Bundesgerichts zur
somatoformen Schmerzstörung bekannt ist und sie unter Berücksichtigung derselben
zum Schluss gelangten, auch bei zumutbarer Aufbietung allen guten Willens bleibe eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Ausmass von 30 % bestehen. Der
Beschwerdeführer leidet zudem an teilweise objektivierbaren somatischen
Beschwerden (die überdies gemäss rheumatologischem Gutachten für sich allein auch
eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken). Selbst wenn man in
dieser Hinsicht lediglich eine qualitative Einschränkung akzeptieren wollte, dürfte selbst
dies das Ausmass der aus psychiatrischer Sicht zumutbaren Schmerzüberwindung
beeinflussen. Die psychischen Beschwerden machen eine Verlangsamung des
Beschwerdeführers bzw. eine erhöhte Erholungszeit plausibel. Auch wenn
psychosoziale Probleme vorliegen, ist doch von einer gewissen Verselbständigung des
psychischen Leidens auszugehen. Dass die Gutachter die Schmerzüberwindung (bzw.
die Überwindung der umfassenden Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung des
Beschwerdeführers) nur im Ausmass von 70 % für zumutbar hielten, erscheint
insgesamt plausibel und ist einer "juristischen Korrektur" nicht zugänglich (vgl. zu
dieser Thematik auch die Urteile des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV
2009/52 vom 7. Dezember 2010, E. 4.4 [bestätigt durch den Bundesgerichtsentscheid
9C_1041/2010 vom 30. März 2011], und IV 2010/122 vom 15. November 2010
[bestätigt durch den Bundesgerichtsentscheid 8C_958/2010 vom 25. Februar 2011]).
Es ist somit davon auszugehen, dass eine 30 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus psychischen Gründen ausgewiesen und die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
psychiatrischen Teilgutachtens beweiskräftig ist. Auszugehen ist gemäss dem
Gutachten und dem RAD somit insgesamt von einer Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers von rund 70 % in einer adaptierten Tätigkeit.
5.
5.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss
Art. 28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des
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Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall
bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119).
5.2 Auf der Basis des gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrades für eine
leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen. Die
Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 13. Januar 2010 auf ein
Valideneinkommen von Fr. 61'100.- abgestellt, indem sie das vom Beschwerdeführer
im Jahr 2005 erzielte Erwerbseinkommen als Schweisser beigezogen hat (IV-act. 12-2).
Diesbezüglich ist Folgendes festzustellen: Wie dem Auszug aus dem individuellen
Konto (IK-Auszug) zu entnehmen ist, war der Beschwerdeführer bereits seit dem Jahr
2000 bei der Firma B._ tätig (IV-act. 8-1, 41-26). Dies entgegen den Angaben im
"Fragebogen für den Arbeitgeber" vom 20. April 2006, in welchem die ehemalige
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers die Frage nach dem Beginn des
Arbeitsverhältnisses mit 1. Januar 2005 beantwortete (IV-act. 12-1). Im Weiteren liess
die ehemalige Arbeitgeberin sowohl die Frage zur Arbeitszeit nach Eintritt des
Gesundheitsschadens als auch die Frage, ob der aktuellste AHV-beitragspflichtige
Lohn des Beschwerdeführers seiner Arbeitsleistung entspreche, offen. Auch der
erzielte Monatslohn ist nicht aktenkundig (IV-act. 12-2). Aus dem IK-Auszug geht
hervor, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2000-2004 jeweils wesentlich höhere
Jahreseinkommen als im Jahr 2005 generierte. So erzielte er beispielsweise im Jahr
2004 ein Einkommen von Fr. 71'893.-- (IV-act. 8-1). Diese Lohndifferenzen lassen sich
aufgrund der Aktenlage nicht erklären. Lohnabrechnungen der Jahre 2000-2005
befinden sich nicht in den Akten. Folglich ist nicht zu eruieren, wieso der
Beschwerdeführer in den Jahren 2000-2004 jeweils wesentlich höhere
Jahreseinkommen als 2005 erzielte. Berechnet man das Durchschnittseinkommen der
Jahre 2000-2005 gemäss IK-Auszug (IV-act. 8-1), resultiert daraus ein
Valideneinkommen von Fr. 68'726.35. Unter Berücksichtigung des statistischen
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Durchschnittslohnes für einfache und repetitive Tätigkeiten von Männern gemäss
Anforderungsniveau 4 der Tabellenlöhne im Jahr 2005 (vgl. schweizerische
Lohnstrukturerhebung [LSE] 2004, Tabelle T A1; aufgerechnet auf das Jahr 2005) bei
einer 70 %igen Leistungsfähigkeit sowie eines angemessenen Abzuges resultiert eine
rentenbegründende Invalidität.
5.3 Mit einem Abzug vom Tabellenlohn von maximal 25 % soll dem Umstand
Rechnung getragen werden, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen das
statistische Lohnniveau, das auf der Grundlage von Daten gesunder Arbeitnehmer
ermittelt wird, nicht erreichen. Der als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug hat nichts
mit dem Leiden an sich zu tun. Vielmehr sollen damit jene Nachteile ausgeglichen
werden, welche die versicherte Person bei der Anwendung statistischer Daten für das
Invalideneinkommen erleidet. Die Invalidität bewirkt - neben der Arbeitsunfähigkeit - auf
den realen Arbeitsmarkt bezogen eine zusätzliche Lohneinbusse. Denn die
statistischen Tabellenlöhne werden auf der Grundlage von Daten gesunder
Arbeitnehmer erhoben. Solche Werte erreicht der invalide Arbeitnehmer im Allgemeinen
nicht. Vielmehr muss er in der Entwicklung des Invaliditätseinkommens
beziehungsweise der Invalidenkarriere mannigfaltige Nachteile gewärtigen (vgl.
BGE 126 V 75 zum "Leidensabzug"). Dem Beschwerdeführer sind nur noch adaptierte
Tätigkeiten zu 70 % zumutbar. Er ist damit gegenüber einem gesunden Konkurrenten
aus ökonomischer Sicht benachteiligt, weil ein grösseres Risiko besteht, dass er mehr
Krankheitsabwesenheiten haben könnte und er weniger flexibel ist (z.B. in Bezug auf
Überstunden; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2008
[9C_650/2008] E. 5.4). Er wird deshalb seine Arbeitskraft zu einem
unterdurchschnittlichen Lohn anbieten müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
9. Dezember 2009 [9C_68/2009]). Dies ist in der ärztlichen Schätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt. Ferner ist dem Umstand Rechnung zu tragen,
dass teilzeitbeschäftige Männer im Vergleich zu Vollzeitangestellten erfahrungsgemäss
überproportional tiefer entlöhnt werden. Die Rechtsprechung stuft das Kriterium der
Teilzeitarbeit bei der ermessensweisen Festsetzung des Abzugs vom Tabellenlohn
deshalb als grundsätzlich beachtlich ein (vgl. BGE 126 V 472 E. 4.2.3). Männer mit
einem Beschäftigungsgrad von 50 bis 74 % verdienten im hier massgebenden
Anforderungsniveau 4 gemäss LSE 2006, Tabelle T2* auf S. 16 der LSE 2006 gut 10 %
weniger als vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter (>=90 %). Dies ist beim
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Invalideneinkommen im Jahr 2005 zu berücksichtigen, auch wenn der
Beschwerdeführer seine reduzierte Leistung von 70 % bei einer ganztägigen
Anwesenheit erbringen kann. Denn wenn der Beschwerdeführer seine 70 %ige
Leistungsfähigkeit in einer ganztägigen Anstellung erbringen würde, wäre sein
Arbeitsplatz nicht voll ausgelastet. Dies würde zu Mehrkosten beim Arbeitgeber führen.
Diese Mehrkosten kann der Beschwerdeführer nur durch das Angebot einer
unterdurchschnittlichen Teilzeitentlöhnung wettmachen. Ein ökonomisch denkender
Arbeitgeber würde einem Teilinvaliden, der seine reduzierte Leistung ganztägig
erbringt, keinesfalls einen besseren Lohn bezahlen als einem gesunden Mann, der
effektiv 70% arbeitet. Deshalb rechtfertigt sich ein Teilzeitabzug aus
Gleichbehandlungsgründen auch bei Invaliden bei ganztägiger Anwesenheit mit
verminderter Leistung (vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 8. Januar 2008
[9C_603/07], vom 6. März 2009 [9C_492/2008] und vom 17. Juli 2009 [9C_368/2009]).
Mit Blick auf eine willkürfreie und rechtsgleiche Ermessensbetätigung (vgl. SVR 2008 IV
Nr. 49 S. 163. E. 1.3 [9C_404/2007] mit weiteren Hinweisen) erscheint vorliegend ein
Abzug von insgesamt 15 % als angemessen.
5.4 Zusammenfassend erfüllen die vorhandenen Akten im Hinblick auf die richtige
Festsetzung des Valideneinkommens die Beweisanforderungen nicht, weshalb die
Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Sie hat
bei der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der B._, den Grund für die
Lohnschwankungen zu erfragen und nach Beizug der Lohnabrechnungen
vorzugsweise der Jahre 2002 bis 2006 das Valideneinkommen neu festzulegen.
Anschliessend ist die Bemessung des Invaliditätsgrads nach Art. 16 ATSG erneut
vorzunehmen, wobei das Invalideneinkommen unter Berücksichtigung einer 70 %igen
Leistungsfähigkeit und eines Abzugs von 15 % festzusetzen ist.
6.
6.1 Die Beschwerde ist unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 13. Januar
2010 dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zu ergänzenden Abklärungen im
Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
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6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Nach
Art. 95 Abs. 1 VRP/SG hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen,
dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Eine Rückweisung zur
weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus prozessualer Sicht in Bezug auf die
Kosten ein vollständiges Obsiegen des Beschwerdeführers dar (vgl. SVR 1995 IV Nr. 51
S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat die
Gerichtsgebühr zu bezahlen. Deren Höhe richtet sich nach dem Verfahrensaufwand
(Art. Art. 69 Abs. 1 IVG). Da es sich um einen durchschnittlichen Prozess handelt, ist
die Gerichtsgebühr praxisgemäss auf Fr. 600.-- festzusetzen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung
der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP