Decision ID: e8b850ac-26ea-46c0-996a-b287af1d9c0b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, war seit 1988 bei der
O._
AG angestellt und dadurch bei der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend Helvetia) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 2
5.
August 2011 mit dem Fahrrad stürzte und sich
am linken Bein verletzte
(Urk. 7/M1.1).
Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags
im
Y._
, wobei eine
undislozierte
,
pertrochantäre
Femurfraktur
lin
ks
di
agnostiziert wurde (
Urk.
7/M2,
Urk.
7/M3
). Die
Helvetia
erbrachte die ges
etz
lichen Leistungen
.
1.2
Am
5.
November 2014
meldete der Versicherte telefonisch, dass er trotz der durchgeführten Behandlung nicht zufrieden sei mit der Entwicklung des lin
ken Beines seit dem Unfall (
Urk.
7/K1).
Mit Schreiben vom 2
6.
November 2014
verneint
e die
Helvetia
eine weitere Leistungspflicht
(
Urk.
7/K2)
. Am 1
8.
Dezember 2014 (
Urk.
7/K3) und am 2
3.
Dezember 2014 (
Urk.
7/K4)
er
suchte der Versicherte um eine er
neute Prüfung der Angelegenheit
. Mit
Ver
fügung
vom
4.
Februar 2015 (
Urk.
7/
K6
)
verneinte
die
Helvetia
eine
Leis
tungspflicht
über den 3
1.
Dezember 20
12
hinaus
, da die geltend gemachten Beschwerden nicht mehr unfallkausal seien. Die dagegen vom Versichert
en erhobene Einsprache (
Urk.
7/K7
,
Urk.
7/K11
) wies die
Helvetia
mit
Einspra
cheentscheid
vom
2
3.
November
2015 (
Urk.
7/
K13
=
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am
1
1.
Januar 2016
Beschwerde ge
gen den
Einspra
cheentscheid
vom 2
3.
November
2015 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei auf
zuheben und
ihm seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten
(
Urk.
1 S. 2)
.
Die
Helvetia
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Februar
2016 (
Urk.
6)
die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 2
4.
Juni 2016 (
Urk.
12)
hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest
und beantragte zusätzlich, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Kosten für
ein von ihm ver
anlasstes
Gutachten in Höhe von
Fr.
2‘195.50 zu bezahlen
.
Mit Duplik vom 2
6.
August 2016 (
Urk.
16) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung fest, was dem Beschwerdeführer am 2
9.
August 2016
zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
17
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
de
rung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 2
5.
August
2011
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge
nügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo
rüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversiche
rungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bun
des
ge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
5
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen ge
währt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das
Wieder
aufflackern
einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E.
2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall
versicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesund
heitsschädigung
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
Da die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können, kann der Unfallversicherer bei der Leistungspflicht gemäss Art. 11 UVV für Rückfälle
und Spätfolgen nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammen
hanges beim Grundfall behaftet werden. Vielmehr obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall
nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrschein
l
ichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des
Unfallversiche
rers
. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftre
ten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis eines natürlichen Kausalzusammen
hanges zu stellen. Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten
der versicher
ten Person aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen natürlichen
Kausalzusam
menhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten will. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, für spätere Gesundheitsstörungen kommt sie dagegen nur auf, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteile des Bun
desgerichts U 163/04 vom 8. Oktober 2004, E. 3.2; 8C_113/2010 vom
7.
Juli 2010, E. 2.3; 8C_506/2008
vom
5.
März
2009, E.
3.1; 8C_252/2013 vom 8. Juli
2013, E.
2.2; 8C_163/2013
vom 2
8.
November 2013, E. 2.2, je mit Hinweisen).
1.
6
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und so
lange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht
(
BGE 132 V 412
E. 4, Art.
124 UVV).
Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände
erhebt (
BGE 134 V 145
).
Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indes keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorlie
gen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer
schliesse
den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähig
keit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen (Urteil
des Bundes
gerichts
8C_400/2013 vom 31.
Juli 2013 E. 4
mit weiteren
Hinweisen).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus
, dass
die Behandlung der Unfallfolgen bei gut verheilter Oberschenkel-Fraktur links im Spätherbst 2012 abgeschlossen worden sei und eine erneute Leistungspflicht nur ausgelöst werde, wenn zwischen den erneut geltend ge
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang bestehe. Vorliegend falle aus, dass beim Beschwerdeführer ein massiver
Ge
sundheitsschaden
im linken Knie in Form einer schweren
medialbetonten
Gonarthrose
mit
varischer
Beinachse links bestehe. Der deutliche
arthrotische
Knieschaden sei offensichtlich vorbestehend. Die
varische
Beinachse und das festgestellte Extensionsdefizit seien gemäss den
Dres
.
Z._
und
A._
ebenfalls vorbestehend und nicht durch die Oberschenkelfraktur bedingt (S.
10).
Zusammenfassend könne gestützt auf die medizinischen Akten fest
gehalten werden, dass die ab November 2014 geklagten Beschwerden das linke
Bein betreffend lediglich möglicherweise, aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2
5.
August 2011 zurück zu führen seien. Mangels
eines natürlichen
Kausalzusammenhang
s
zwischen dem Unfall vom 2
5.
August 2011 und den ab November 2014 geklagten Be
schwerden
habe sie eine Leistungspflicht für Behandlungen des linken Beines ab 3
1.
Dezember 2012 zu Recht verneint (S. 11).
2.2
D
emgegenüber stellte sich der Beschwerdeführ
er auf den Standpunkt (
Urk.
1), dass die heutigen Beschwerden nach wie vor auf das Unfallereignis vom August 2011 zurückzuführen sei
en
. Dies gehe aus den medizinischen Akten klar hervor. Die Abklärungen der Beschwerdegegnerin, welche zu einem anderen Ergebnis führen würden, seien nicht nachvollziehbar. Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin habe keinerlei eigene sorgfältige Abklärungen durch
geführt. Die noch bleibenden Restbeschwerden stünden in einem natür
lichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom August 2011, für welches die Beschwerdegegnerin nach wie vor leistungspflichtig bleibe (S. 3).
2.3
S
trittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf weitere Leistungen der Beschwerdegegnerin hat und dabei insbesondere das Vorlie
gen des natürlichen Kausalzusammenhangs betreffend die noch bestehenden Beschwerden.
3.
3.1
Am 2
5.
August
2011
stürzte der Beschwerdeführer mit dem Fahrrad (vgl.
Urk.
7/M1.1,
Urk.
7/M1). Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags durch die Ärzte des
Y._
(
Urk.
7/M2), welche
mit Bericht vom
1.
September 2011 eine
undislozierte
,
pertrochantäre
Femurfraktur
links
diagnostizierten und eine ge
schlossene Reposition am 2
6.
August 2011
festhielten
(vgl. hierzu auch
Urk.
7/M4)
. Der postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Die radiologische Verlaufskontrolle nach erfolgter Mobilisation habe keine
sek
undäre Dislokation bei intaktem
Osteosynthesematerial
gezeigt (
Urk.
7/M3).
3.2
Am 1
1.
November 2011 berichteten die Ärzte des
Y._
über die klinische und radiologische Verlaufskontrolle
drei Monate nach Zuzug der Verletzung
(
Urk.
7/M8) und führten aus, dass
im Röntgen kein
e
Hinweise für einen
Implantatbruch
oder eine sekundäre Dislokation feststellbar seien und eine re
gel
rechte Stellung der ehemaligen Frakturfragmente bestehe.
3.3
Am 1
3.
September 2012 berichteten die Ärzte des
Y._
über die
Implantat
entfernung
vom 1
1.
September 2012 (
Urk.
7/M13) und führten aus, dass der Beschwerdeführer bei in anatomischer Stellung abgeheilter Fraktur Schmer
zen im Bereich der
Glutealmuskulatur
habe, welche vom abstehenden
Nagel
ende
ausgelöst werde. Die Indikation zur
Implantatentfernung
sei gegeben. Sowohl der
peri
- als auch der postoperative Verlauf habe sich komplikations
los gestaltet.
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte am 1
3.
November 2014 aus (
Urk.
7/M14), dass der Beschwerdeführer über seit Monaten bestehende schmerzhafte Muskelverspannungen im linken Ober
schenkel berichte. Er
habe
schon von sich aus eine
n
Osteopathen
aufgesucht
, welcher eine Beinlängendifferenz festgestellt habe. Beim Beschwerdeführer bestünden ein leichtes Schonhinken links, eine massive
Varusgonarthrose
links sowie eine
Druckdolenz
der Oberschenkelmuskulatur links, vor allem lateral. Die Bewegungen in der linken Hüfte seien in alle Richtungen frei. Als Diagnosen nannte er ein
myofasziales
Schmerzsyndrom bei
Beinlängen
dif
ferenz
minus 2 cm links, massiver
Varusgonarthrose
links und Status nach
pertrochantärer
Femurfraktur
links, die operiert worden sei und einen Status nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
links. Es lägen ausschliesslich Unfallfolgen vor, wobei eventuell auch die
Varusgonarthrose
eine Rolle bei der Beinverkürzung spiele. Es werde das Weiterführen der begonnenen
osteo
pathischen
Therapie für das linke Bein empfohlen sowie ein
Beinlängen
aus
gleich
beim Orthopäden empfohlen.
3.5
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Chirurgie,
beratender Arzt der
Beschwerde
gegnerin
,
nahm am 2
5.
November 2014 Stellung (
Urk.
7/M15) und führte aus, dass die erneute Behandlungs-Wiederaufnahme möglicherweise im Kausalzusammenhang zum Ereignis
vom August 2011 stehe und die unfallfremde
Varusgonarthrose
links den Heilverlauf beeinträchtige.
3.6
PD
Dr.
med
.
D._
, Chefarzt
Traumatologie
Y._
, berichtete am 1
5.
Dezember 2014 (
Urk.
7/M16) und führte aus, dass
anamnestisch
ein
hin
kendes Gangbild links
und
von Seiten
Femurfraktur
gelegentlich leichtes Ziehen über der Trochanter
major
-Region
bestünden
,
der Beschwerdeführer
ansonsten weitgehend
b
eschwerdefrei
sei
.
Im Röntgen sei
in der
Beckenüber
sicht
im Vergleich zur Gegenseite
eine
leichte Verkürzung des Schenkelhalses bei konsolidierter Fraktur in sonst sehr guter Stellung mit einer
Beinlängen
differenz
von
zirka
1
cm
sichtbar
.
Im Knie
zeige sich eine
deutlich
e
medial betonte Gonarthrose links
mit
medialseits
in der Tunnel-Aufnahme aufgeho
benem Gelenkspalt.
Von Seiten der Fraktur zeige sich klinisch und radiolo
gisch ein gutes Resultat mit einer leichten Beinlängenverkürzung von
zirka
1
cm.
Zirka
30 Jahre nach
einer
Meniske
k
tomie
zeige sich eine recht
deutli
che Gonarthrose
medialbetont
,
welche
dem Beschwerdeführer
im täglichen Leben
allerdings nur sehr wenig
e
Beschwerden verursache.
Der Beschwerde
führer s
ei aufgr
und
des leicht hinkenden Gangbildes etwas verunsichert und
wün
sche eine weitere Beratung
. Die
Anmeldung bei der Kniechirurgie
sei erfolgt
.
3.7
Dr.
C._
nahm am
2.
Februar
2015
erneut Stellung
(
Urk.
7/M17)
und führte aus, dass i
n den Röntgenbildern des Femur links
eine
regelrechte Stellung der ehemaligen Fraktur-Fragmente ohne Dislokation
und
auch keine Anzeichen für
einen
Implantat-Bruch
feststellbar seien
.
Die j
etzt angegebene
n Be
schwer
den seien höch
s
t
wahrscheinlich, wie das auch schon
Dr.
D._
,
Y._
, vermutet habe, auf die Gonarthrose am linken Knie zurückzuführen.
Ver
sicherungsmedizinisch sei ein Kausalzusammenhang der jetzigen Beschwer
den
zum Unfall vom 2
5.
August
2011
als
möglich
zu taxieren
.
3.8
Die Ärzte des
Y._
, Kniechirurgie,
berichteten am
1
9.
Januar
2015 (
Urk.
7/M
18)
und führten aus, a
namnestisch sei es im Rahmen der
Femur
fraktur
zu einer V
erstärkung der Kniebeschwerden,
welche seit
der
Menis
kektomie
links vor 30 Jahren immer etwas aufgetreten seien
,
gekommen
. I
n den alltäglichen und sportlichen Tätigkeiten
sei der Beschwerdeführer
grundsätzlich
nicht eingeschränkt
. K
linisch
würden eine
varische
Beinachse
und
ein
Extensionsdefizit
auffallen
, welches anamnestisch
jedoch
bereits vor der
Femurfraktur
bestanden habe
. Die
Varusachse
sei
im Ver
lauf der Jahre etwas zunehmend. Als Diagnosen nannten sie eine
schwere
medialbetonte
Gonarthrose mit
varischer
Beinachse links bei St
atus nach
offener
Menis
kektomie
vor
zirka
30 Jahren
sowie einen
St
atus nach
pertrochantärer
Femurf
raktur
links mit Stabilisierung und Metallentfernung
.
Bei dieser aus
geprägten
medialbetonten
Gonarthrose gebe es grundsätzlich drei
Behand
lungs
möglichkeiten
.
Aufg
rund
der ausgeprägten
varischen
Achse mit einer Fehlstellung in der proximalen Tibia aber auch am distalen Femur wäre allenfalls eine Doppelosteotomie
tibial
und
femoral
notwendig.
Da der Be
schwerdeführer in seinen Aktivitäten zum aktuellen Zeitpunkt nur minim eingeschränkt sei, möchte er eher noch zuwarten.
3.9
Dr.
C._
nahm am
2.
Juni
2015
Stellung
(
Urk.
7/M19)
und führte aus, die
Gonarthrose
im
li
nken
Knie
sei
durch
den
St
atus nach
Meniskektomie
vor 30 Jahren
verursacht
,
und die
Gonarthrose
im l
inke
n
Knie
,
verursacht durch
die
Femurfraktur
vom
August
2011
,
vernachlässigbar
sei
. Die
Varusachse
beid
seits
sei
vorbestehend.
3.10
Dr.
med.
E._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, und
Dr.
med.
F._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, erstatteten am 1
1.
April
2016 ein orthopädisches Gutachten zuhanden des Beschwerdeführers (
Urk.
13/
1) und
nannten folgende Diagnosen (S. 1):
Status nach
pertrochanträrer
Femurfraktur
mit/bei
Status nach Metallentfernung links
zeitweise imponierenden Überlastungssyndrom als klinisch impo
nierende
Enthesopathie
am
Vastus
lateralis
links
reeller Beinlängendifferenz links minus 2 cm
Varusgonarthrose
links bei Status nach offener
Meniskektomie
vor zirka 30 Jahren
Sie führten aus, dass
die heute demonstrierten Beschwerden mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom August 2011 zurückzuführen seien. Verstärkt würden die Beschwerden durch das unfallfremde, schon seit Jahren bestehende, linksseitige Knieleiden. Die eigentliche Frakturversorgung könne zum jetzigen Zeitpunkt als nahezu folgenlos ausgeheilt angesehen werden. Klinische Zeichen für eine Sekundärarthrose ergäben sich aktuell nicht, so dass auf weitere Bildgebung vorerst verzichtet worden sei. Die vor
handenen Bilder aus dem Dezember 2014 zeigten eine regelrecht ausgeheilte Fraktur ohne Dislokationszeichen in physiologischer Stellung. Die demons
trierten
Beweglichkeiten
seien zwar im Seitenvergleich minimal verringert,
jedoch als physiologisch altersentsprechend anzusehen. Die vorhandenen, noch wenigen Beschwerden würden sich als ein Überastungssyndrom äussern
. Eine mögliche Erklärung für die noch vorhandenen Beschwerden sei die vor
handene Beinlängendifferenz von annähernd zwei Zentimetern und die be
stehende prominente
varische
Beinachse mit der bestehenden Gonarthrose. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Ausführungen des
Beschwerde
führers
verwiesen, dass
,
wenn er die Schuhe mit Sohlenausgleich trage, so gut wie beschwerdefrei sei.
In Form eines funktionell-therapeutischen
Thera
pieansatzes
sei grosses Potenzial
in einer weiteren deutlichen Verbesserung der Leiden
zu sehen
. Durchaus diskutabel sei zusätzlich die mittelfristige Sanierung des linken Kniegelenkes bei weiterer Beschwerdepersistenz bezieh
ungsweise zunächst die Mitbehandlung im Rahmen des vorgeschlagenen Therapieansatzes. Im
weitestgehenden
Sinne werde daher die Einschätzung des
Dr.
C._
geteilt, dass es durchaus einen kausalen Zusammenhang zwischen den noch bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom August
2011 gebe. Ebenso werde die Einschätzung geteilt, dass die vorhandenen
Kni
e
beschwe
rden
zu einer Beschwerdezunahme
führen könnten. Abzuweichen sei von der Einschätzung, dass die Beinlängendifferenz keinen Einfluss auf das vorhandene Beschwerdebild habe. Eine Beinlängendifferenz von zwei Zenti
metern sollte, wie es auch schon geschehen sei, ausgeglichen werden
(S. 12)
.
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer anläss
lich des Ereignisses vom 2
5.
August 2011, als er bei einem Sturz vom Fahr
rad auf dem Boden aufgeprallt war, eine Verletzung am linken Bein erlitt. Die behandelnden Ärzte des
Y._
diagnostizierten eine
undislozierte
pertro
chantäre
Femurfraktur
links
.
Sodann zeigten die bildgebenden Befunde kei
nen Hinweis auf eine
sekundäre Dislokation nach der Mobilisation
und auch keine Hinweise auf einen
Implantatbruch
(
vorstehend E. 3.1
).
Der Heilverlauf gestaltet
e sich komplikationslos und der Beschwerdeführer war seit Oktober 2011 wieder voll arbeitsfähig (vgl.
Urk.
7/T1
,
Urk.
7/M6
).
Die
Taggeldleis
tungen
wurden von der Beschwerdegegnerin bis zum 1
9.
September 2012 erbracht (
Urk.
7/T2).
Eine letzte Verlaufskontrolle fand im November 2011 statt (
Urk.
7/M8), daraufhin wurde fast ein Jahr später, im September 2012
,
sodann die
Implantatentfernung
vorgenommen (
Urk.
7/M9
,
Urk.
7/M13
).
In der Physiotherapieverordnung vom 1
2.
September 2012 war unter physiothe
rapeutische Massnamen „bitte um Gangschulung“ vermerkt (
Urk.
7/M10).
Die Behandlung der Unfallfolgen wurde somit bei gut verheilter Oberschenkel-Fraktur links im Herbst 2012 abgeschlossen.
Eine
eigentliche
Abschlussunter
suchung
fand nicht statt
.
4.2
Erst über zwei Jahre danach, am
5.
November 2014, meldete sich der Be
schwerdeführer wieder bei der Beschwerdegegnerin, weil er mit der Ent
wick
lung des linken Beines seit dem Unfall nicht zufrieden sei
(
Urk.
7/K1)
.
Es erfolgten wiederum ärztliche Konsultationen (
Urk.
7/M14-M19).
Das im
Dezember 2014 im
Y._
durchgeführte Röntgen zeigte schliesslich eine leichte
Verkürzung des Schenkelhalses bei einer konsolidierten Fraktur in sonst sehr guter Stellung mit einer Beinlängendifferenz von zirka 1 cm sowie eine deut
liche medial betonte Gonarthrose im linken Knie (
Urk.
7/M16).
4.3
Ungeachtet dessen, ob die vom Beschwerdeführer derzeit geltend gemachten
Beschwerden und die strittige Koste
nübernahme für die Behandlung
nun no
ch im Rahmen des Grundfalles zu beurteilen
oder
als Rückfall zu interpretieren sind, ist das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs nicht über
wiegend wahrscheinlich. Massgebend ist vielmehr, dass es dem Unfallver
sicherer unbenommen ist, zunächst im Rahmen einer formlosen
Deckungs
anerkennung
Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen
(Unfalltatbestand, Kausalität) bei entsprechendem Untersuchungsergebnis ohne
Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozessua
len Revision „ex
nunc
et pro
futuro
“ einzustellen (BGE 130 V 380).
Anlässlich der bildgebenden Untersuchung im Dezember 2014 zeigte sich eine deutliche medial betonte Gonarthrose links mit
medialseits
aufgehobe
nem Gelenkspalt
nach einer
Meniskektomie
vor zirka 30 Jahren
, wo
hingegen
sich von Seiten der
pertrochantären
Femurfraktur
klinisch wie auch radiolo
gisch ein gutes Resultat mit einer leichten Beinlängenverkürzung von zirka einem Zentimeter
, welche kompensiert werden kann,
zeigte (
Urk.
7/M16).
Gestützt darauf kam
Dr.
C._
nachvollziehbar zum Schluss, dass die jetzt angegebenen Beschwerden höchstwahrscheinlich – wie bereits
Dr.
D._
vom
Y._
vermutet habe (
Urk.
7/M16) – auf die Gonarthrose am linken Knie zu
rückzuführen seien. Ein Kausalzusammenhang zum Ereignis vom August 2011 sei lediglich
als
möglich
zu taxieren
(
Urk.
7/M17).
Die Gonarthrose am linken Knie sei durch den Status nach einer
Meniskektomie
vor 30 Jahren verursacht worden (
Urk.
7/M19).
Auch im Bericht der
Ärzte der
Kniechirurgie des
Y._
wird dargelegt, dass seit der
Meniskektomie
vor 30 Jahren anam
nestisch immer wieder Kniebeschwerden aufgetreten seien
. Weiter wurde ausführlich und nachvollziehbar dargelegt, dass
auch
die klinisch festge
stellte
varische
Beinachse und das Extensionsdefizit
bereits vor der
Femur
fraktur
bestanden haben
(
Urk.
7/M18)
.
Hinsichtlich der Beinlängendifferenz ist sodann gestützt auf die Ausführungen von
Dr.
B._
davon auszugehen, dass diese sowohl durch die
Femurfraktur
wie auch durch die vorbestehende
Varusgonarthrose
im linken Knie bedingt ist (
Urk.
7/M14), wobei d
iese
r
festgestellte, deutl
iche
arthrotische
Knieschaden
gestützt auf die ärztlichen Beurteilungen als offen
sichtlich vorbestehend beurteilt werden
kann
.
Zu beachten ist auch, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf sein linkes Bein weder Einschränkungen im Alltag oder bei sportlichen Aktivitäten, noch
einen
Anlaufschmerz oder eine ge
störte Nachtruhe hat
(vgl.
Urk.
7/M16). Die schwere Gonarthrose und die zunehmende
Varusachse
lassen einen Einfluss der im Jahre 2011 erlittenen und gut konsolidierten
Femurfraktur
auf die ab November 2014 geklagten Beschwerden im linken Bein, welche sich vor allem in schmerzhaften Muskelverspannungen äussern, als vernachlässigbar erscheinen (vgl.
Urk.
7/M19).
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches indessen noch nicht (vorstehend E. 1.2).
Die Frage, ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher K
ausalzusammenhang besteht, ist
eine von der Medi
zin zu beantwortende Tatfrage, welche es von der Rechtsanwendung zu wür
digen gilt. Zur Begründung der Leistungspflicht wird das Vorliegen sowohl der natürlichen als auch der adäquaten Kausalität vorausgesetzt (vorstehend E.
1.2, E.
1.5; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_331/2015 vom 2
1.
August 2015 E. 2.2.3.1).
Zusammenfassend ist a
nhand der nachvollziehbaren und einleuchtenden ärztlichen Beurteilung das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen
hangs zwischen dem im
August
20
11
erlittenen Unfall und den derzeit beklagten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich. Der
Beschwerde
gegnerin
war es demnach unbenommen – unabhängig davon, ob die Beur
teilung im Rahmen des Grundfalles oder eines Rückfalles erfolgt – eine wei
tere Leistungspflicht zu verneinen.
4.4
Das vom Beschwerdeführer eingereichte Gutachten von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
vermag an der fehlenden überwiegend wahrscheinlichen Kausali
tät der geltend gemachten Beinbeschwerden zum Ereignis vom August 2011 nichts zu ändern.
Die Gutachter
erwähnte
n
zwar, dass die demonstrierten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom August 2011 zurückzuführen seien und durch das unfallfremde linksseitige Kni
eleiden verstärkt würden. Ihrer
Beurteilung
können jedoch
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers weder
medizinische Hin
weise
, noch anderweitige Begründungen für
die geltend gemachte
überwiegend wahr
scheinliche Unfallkausalität
der Beinbeschwerden
entn
ommen werden
.
Viel
mehr
widersprach
en
sich
die Gutachter
in
ihrer Beurteilung, indem auch sie
betonte
n
,
dass die Gründe für die wenigen noch vorhandenen Beschwerden in der Beinlängendifferenz und den bestehenden prominenten
varischen
Beinachsen mit der beste
henden Gonarthrose zu sehen sei
en
, wobei auf die Ausführungen von
Dr.
D._
vom
Y._
zu verweisen sei.
Sodann führte
n
sie
in Übereinstimmung mit den übrigen ärztlichen Beurteilungen aus, dass die eigentliche Frakturversorgung zum jetzigen Zeitpunkt als nahezu folgenlos ausgeheilt angesehen werden könne.
Die Gutachter
machte
n
s
chliesslich
aus
drücklich
darauf aufmerksam
, dass die Einschätzung
durch
Dr.
C._
im
wei
test gehenden
Sinne geteilt werde und die Möglichkeit eines kausalen Zu
sammenhanges durchaus bestehe.
Sie verkennen
dabei, dass der natürliche Kausalzusammenhang mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit gegeben sein muss und die blosse Möglichkeit der unfallbedingten Verursachung nicht genügt.
Ihre
Darlegung sowie deren Beurteilung sind
weder plausibel begründet
noch ein
leuchtend und auch die Schlussfolgerun
gen
können
angesichts der Widersprüche
nicht
nachvollzogen werden. V
or diesem Hinter
grund vermögen die Ausführungen der Gutachter
die in nach
vollziehbarer Weise aufgezeigten Beurteilungen und Schlussfolgerungen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
nicht in Frage zu stellen, zumal sie auch keine massgeblichen Kausalitätsaussagen enthalten.
4.5
Zusammenfassend ergibt sich
aus den vorhandenen Akten und deren Würdi
gung,
dass die geltend gemachten Beschwerden des Beschwerdeführers nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das Ereignis aus dem Jahr
2011
zurückzuführen sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die
Beschwer
degegnerin
eine weitere Leistungspflicht verneinte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
4.6
Dem Antrag des Beschwerdeführers, ihm seien die Honorarkosten von Dr.
E._
in der Höhe von Fr. 2‘
195
.
50
zu entschädigen (Urk.
12
S. 2 Ziff.
4
), kann nach dem Gesagten nicht entsprochen werden.
So hat die Beschwerdegegnerin die ihr obliege
nde Abklärungspflicht nicht ver
letzt. Dass sie in antizipierter Beweiswürdigung auf die Vornahme weite
rer me
dizinischer Abklärungen verzichtet hat, kan
n bei der vorliegenden medizini
schen Aktenlage sowie auch unter Berücksichtigung des Umstandes,
dass aus dem bei Dr.
E._
eingeholten Privatgutachten keine neuen
, wesent
lichen
Erkenntnisse gewonnen werden konnten, nicht bemängelt werden. Das Privatgutachten von Dr.
E._
trug demnach nichts zur
Entscheidfindung
bei. Es handelt sich somit um unnötige Prozesskosten, welche derjenige zu bezahlen hat, der sie verursacht hat, mithin der Beschwerdeführer (§ 28
lit
. a
GSVGer
in Verbindung mit Art. 108 der Schweizerischen Zivilprozess
ord
nung).