Decision ID: e8c0311b-5f44-4d4f-aa5c-24f5151e79fe
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, Landstrasse 4, 9606 Bütschwil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
und
E._,
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Beigeladene,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich im Juni 2008 zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an (IV-act. 4). Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeine
Medizin, diagnostizierte beim Versicherten im Bericht vom 18. April 2008 persistierende
Knieschmerzen links; der Versicherte sei wegen unklarer Beinschmerzen bei
bekanntem lumbospondylogenem Syndrom und ischialgieformer Exazerbation
notfallmässig in der Neurochirurgie am Kantonsspital (KSSG) im Oktober 2007
abgeklärt worden. Es hätten sich dann zunehmend Beschwerden am linken Knie
gezeigt (IV-act. 10-3/6). Am 25. April 2008 bescheinigte Dr. B._ eine volle
Arbeitsunfähigkeit seit 4. Oktober 2007, eine solche von 50 % ab 19. Dezember 2007
sowie aktuell die Vornahme eines Arbeitsversuchs mit 70 % Arbeitsfähigkeit (IV-act.
10-1/6). Am 24. Juni 2008 erklärte Dr. B._ telefonisch (mit späterer Visierung)
gegenüber der RAD-Ärztin, der Arbeitsversuch sei gescheitert. Montagearbeiten in
kauernder oder kniender Position könnten aufgrund der Kniegelenksschmerzen nicht
mehr ausgeübt werden. Das Heben schwerer Lasten sollte vermieden werden. Leichte
Montagearbeiten seien ganztags möglich (IV-act. 20-1/6f). Am 9. Dezember 2008 teilte
die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten mit, dass ihm Beratung und
Unterstützung bei der Arbeitsplatzerhaltung und Stellensuche durch die
Eingliederungsberatung gewährt werde (IV-act. 38). Mit Vorbescheid vom 10.
November 2009 eröffnete ihm die IV-Stelle, dass eine Arbeitsvermittlung nicht möglich
sei, weil er auch nach mehreren Aufforderungen bei den Eingliederungsbemühungen
nicht aktiv mitgewirkt und sich entschieden habe, seine bisherige Tätigkeit als
Heizungsmonteur mit einem Pensum von 70 % weiterzuführen (IV-act. 50). Hierauf
teilte Dr. B._ am 20. November 2009 mit, der Versicherte habe in lokalen Betrieben
nachgefragt und es sei leider so, dass die Betriebe eher Stellen abbauen würden. Es
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wäre aussichtslos gewesen, eine leidensadaptierte vollzeitliche Tätigkeit zu finden. Der
Patient habe sich durchgerungen und übe seine angestammte Tätigkeit nach
Rücksprache mit dem Arbeitgeber aus, der auch ab und zu ein Auge zudrücke; er
könne mehr Pausen machen. Da das Taggeld (30 %) ausgelaufen sei, habe sich eine
beträchtliche Einkommenseinbusse ergeben (IV-act. 51).
A.b Mit Vorbescheid vom 10. Dezember 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Er habe sich entschieden, seine
bisherige Tätigkeit als Heizungsmonteur mit einem Pensum von 70 % weiterzuführen.
In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit.
Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'586.-- und einem Invalideneinkommen von
Fr. 55'010.-- ergebe sich ein IV-Grad von 30 % (IV-act. 54). Hiergegen erhoben sowohl
die E._ (IV-act. 60) als auch der Rechtsvertreter des Versicherten (IV-act. 63)
Einwände. Am 18. Juni 2010 verfügte die IV-Stelle, dass die Arbeitsvermittlung nicht
möglich sei und diese daher abgeschlossen werde (IV-act. 65). Mit Verfügung gleichen
Datums verneinte die IV-Stelle auch den Rentenanspruch. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 78'586.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 59'979.--
ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 24 % (IV-act. 66).
B.
B.a Gegen die Verfügung betreffend Rentenablehnung erhob Rechtsanwalt lic. iur.
A. Koller, Bütschwil, mit Eingabe vom 20. August 2010 Beschwerde mit den
Rechtsbegehren, die Verfügung sei aufzuheben und der Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers bei 43 %, mindestens aber bei 31 % festzusetzen. Eventuell sei die
Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Eventuell sei eine unabhängige Untersuchung über den gesundheitlichen Zustand des
Beschwerdeführers anzuordnen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter
anderem aus, in der angefochtenen Verfügung sei das Invalideneinkommen auf Antrag
der E._ (Eingabe vom 8. Januar 2010) erhöht worden, so dass sich lediglich noch ein
Invaliditätsgrad von 24 % ergeben habe. Die Beschwerdegegnerin habe den Entscheid
gefällt, ohne vorgängig dem Beschwerdeführer das Schreiben der E._ zur Kenntnis
zu bringen oder die Möglichkeit einzuräumen, Stellung zu nehmen. Auch sei ihm nicht
mitgeteilt worden, dass die Beschwerdegegnerin beabsichtige, den Antrag der
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gutzuheissen. Damit habe sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches
Gehör verletzt. Die angefochtene Verfügung sei nur schon deshalb aufzuheben. Diese
Rechtsverletzung sei auch beim Kostenentscheid des Versicherungsgerichts zu
berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin habe zudem die Begründungspflicht
verletzt, indem sie nicht angegeben habe, worauf sich das in der Verfügung neu
angenommene Invalideneinkommen stütze. Die Beschwerdegegnerin stütze sich bei
der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit hauptsächlich auf die medizinischen Gutachten
von Dr. med. C._, Orthopädische Chirurgie FMH, wonach eine Arbeitsunfähigkeit von
30 % bestehe. Hingegen attestiere Dr. B._ eine solche von 50 %. Unter diesen
Umständen sei es nicht gerechtfertigt, einfach von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 %
auszugehen. Schliesslich habe der RAD den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht.
Wenn die Beschwerdegegnerin keine weiteren Abklärungen treffen wolle, so habe sie
beiden Meinungen der behandelnden Ärzte mit der gleichen Gewichtigkeit zu
beurteilen. Dies ergäbe als Mittelmass eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %. Wenn nicht
der Durchschnitt der beiden Einschätzungen genommen werde, sei mindestens eine
unabhängige Untersuchung des Beschwerdeführers durchzuführen. Sein
fortgeschrittenes Alter und seine teilweise Tätigkeit beim jetzigen Arbeitgeber würden
es nicht zulassen, dass die ihm zumutbare Verweisungstätigkeit bei Annahme einer
Ausgeglichenheit in einer ausreichenden Zahl von Erwerbsmöglichkeiten umgesetzt
werden könne. Damit könne ihm konkret keine Tätigkeit in einem anderen Beruf oder
Aufgabenbereich mehr zugemutet werden. Es sei für ihn unmöglich, in seinem Alter
noch eine Stelle im ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu finden, zumal er darauf
angewiesen sei, bei seinem bisherigen Arbeitgeber die Teilzeitarbeit ausüben zu
können. Selbst wenn dem Beschwerdeführer eine zumutbare Vollzeittätigkeit
angerechnet werden könne, würde er keinesfalls ein Invalideneinkommen von
Fr. 59'797.-- erzielen. Es sei weder ein adaptierter Beruf erwähnt noch ein möglicher
Aufgabenbereich, dem dann ein gewisses Einkommen zugeordnet werden könne. Der
Entscheid der Beschwerdegegnerin bezüglich Invalideneinkommen sei deshalb
willkürlich. Es sei beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von 25 %, zumindest
aber von 10 % vorzunehmen. Die Feststellung eines allfälligen Invaliditätsgrades von
31 % sei für den Beschwerdeführer von Bedeutung, da er bei diesem Invaliditätsgrad
eine Rente der Pensionskasse erhalten würde. Falls auch diese Korrektur abgelehnt
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werde, müsse der Beschwerdeführer mit 70 % seines ursprünglichen Lohnes
auskommen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2010 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde.
Zur Begründung legte sie im Wesentlichen dar, der Beschwerdeführer sei ohne
leistungsmässige oder zeitliche Einschränkung in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit
voll arbeitsfähig. Es sei statistisch nicht erwiesen, dass Arbeitnehmer in vorwiegend
sitzenden Tätigkeiten weniger Lohn als in anderen (z.B. stehenden) Tätigkeiten erhalten
würden. Ein Leidensabzug sei somit nicht zu berücksichtigen. Es bestünden im Raum
Ostschweiz eine grosse Anzahl solcher zumutbarer Arbeitsstellen. Das in der
angefochtenen Verfügung angerechnete Valideneinkommen sei offensichtlich zu hoch.
Bei einem Valideneinkommen von Fr. 75'140.-- und einem Invalideneinkommen von Fr.
59'979.-- ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 20 %. Es liege kein rechtliches Interesse
an der Feststellung eines Invaliditätsgrades von mindestens 25 % vor.
B.c Mit Replik vom 20. Oktober 2010 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seinen Standpunkt (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete
auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).
B.d Am 28. Oktober 2010 lud das Versicherungsgericht die E._ zum Verfahren bei
(act. G 9).
Diese äusserte sich mit Eingabe vom 16. November 2010 dahingehend, dass aus ihrer
Sicht die angefochtene Verfügung korrekt sei (act. G 10).

Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob beim Beschwerdeführer ein gesundheitliches Leiden besteht, das ihn in
seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit langdauernd beeinträchtigt, so dass ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (Art. 6 bis 8 und 16 ATSG in Verbindung
mit Art. 4 und 28 IVG in der ab 1. Januar 2008 gültigen Fassung). Als Gesunder wäre er
nach Lage der Akten vollzeitlich erwerbstätig, weshalb sich die Invalidität durch
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Einkommensvergleich bemisst (Art. 16 ATSG). Unter Invalidität wird die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40%
auf eine Viertelsrente.
2.
2.1 Dr. B._ bescheinigte zuhanden des Krankentaggeldversicherers am 5. März
2008 eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit im Beruf als Heizungsmonteur (act. G 4.2
[Fremdakten]). Im Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St.
Gallen vom 19. August 2008 wurden persistierende Knieschmerzen links bei Infiltration
am 3. April 2008, Status nach Kniearthroskopie mit Teilmeniskektomie vom 13.
November 2007, longitudinalem Einriss des Aussenmeniskus und Status nach
postoperativer Phlebothrombose Vena tibialis posterior und Vena plantaris pedis
festgehalten. Der Patient könne keine stehenden Tätigkeiten verrichten. Zumutbar
seien (nur) sitzende Tätigkeiten in vollem zeitlichen Umfang (IV-act. 27-1/8, 27-4/8). Der
Orthopäde Dr. C._ führte im Bericht vom 11. Oktober 2008 aus, die bisherige
Tätigkeit als Heizungsmonteur sei zu ca. 70 % (während 8 1⁄4 Stunden pro Tag)
zumutbar. In adaptierter (grösstenteils oder ausschliesslich sitzender) Tätigkeit sei eine
volle Arbeitsfähigkeit, ohne zeitliche oder leistungsmässige Einschränkung, möglich (IV-
act. 35). Gemäss Telefonnotiz vom 24. April 2009 veränderte sich der
Gesundheitszustand nach Angaben von Dr. C._ zwischenzeitlich nicht (IV-act. 45).
2.2 Vorliegend stehen die erwähnten ärztlichen Beurteilungen insofern in Einklang, als
sie zwar die vom Beschwerdeführer langjährig ausgeübte Tätigkeit als Heizungsbauer
mit Bezug auf sein Knieleiden nur noch eingeschränkt als zumutbar erachten, jedoch
für eine leichte, im Wesentlichen sitzend ausgeübte Tätigkeit eine vollzeitliche
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Einsetzbarkeit bei uneingeschränkter Leistungsfähigkeit bescheinigen (IV-act. 20-1/6f,
27-1/8, 27-4/8, 35, 45). Der genaue Umfang der Einschränkung in der bisherigen
Tätigkeit (50 oder 70 %) braucht somit für die Invaliditätsbemessung nicht näher eruiert
zu werden. In der Eingabe vom 20. November 2009 stellt denn auch Dr. B._ nicht in
Frage, dass eine vollzeitliche, mehrheitlich sitzende leichte Tätigkeit aus
gesundheitlichen Gründen zumutbar wäre. Vielmehr erachtet er eine solche einzig aus
arbeitsmarktlichen Überlegungen als nicht realisierbar (IV-act. 51). Die von Dr. B._
angesprochene arbeitsmarktliche Situation in Wohnortnähe des Beschwerdeführers hat
keine gesundheitlichen bzw. invaliditätsbedingten Hintergründe, weshalb sie hier
ausser Betracht zu bleiben hat. Wenn - wie vorliegend die Berichte der Klinik für
Orthopädische Chirurgie und von Dr. C._ - fachärztliche (orthopädische)
Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit zur Verfügung stehen, welche die von der
Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen erfüllen, ist eine zusätzliche, auf einer
Untersuchung des Beschwerdeführers basierende RAD-Abklärung nicht zwingend
erforderlich. Konkret sind die Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
(18. Juni 2010) zu prüfen (BGE 121 V 362 Erw. 1b). Es bestehen keine Anhaltspunkte,
dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse beim Beschwerdeführer im Nachgang zu
den Stellungnahmen von Dr. C._ vom 11. Oktober 2008 (IV-act. 35, 45) und Dr. B._
vom 20. November 2009 (IV-act. 51) sowie zur angefochtenen Verfügung
verschlechtert haben. Solche werden insbesondere auch vom Beschwerdeführer nicht
geltend gemacht. Sollte sich später eine Verschlechterung ergeben haben, bestünde
die Möglichkeit, bei der Beschwerdegegnerin allenfalls ein entsprechendes Gesuch um
Neuprüfung der Angelegenheit einzureichen.
2.3 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, seine Arbeitsfähigkeit sei auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar (act. G 1 S. 7). Bei der Frage der
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden
Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren
Tätigkeit dort nicht gesprochen werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines Arbeitgebers möglich wäre und
das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen
erscheint. Allerdings beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht
nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach
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Stellen, sondern bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen
Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des
körperlichen Einsatzes (Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006:
Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 3. Dezember 2003 i/S E.H, mit
Hinweisen [I 349/01]). Nach der Rechtsprechung darf aber auf eine medizinisch-
theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50% nicht abgestellt werden, wenn sie praktisch
nicht ausgenützt werden kann (vgl. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage,
S. 115 und 116, mit Hinweisen; zur Frage der sozialpraktischen Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit vgl. auch Urteil des EVG vom 12. Oktober 2004 i/S D. [I 299/04],
Erw. 4.3.1 mit Hinweisen). Im Urteil vom 22. Januar 2007 i/S S. (I 304/06, Erw. 4.1 und
4.2) bejahte das Bundesgericht bei einem 60jährigen, nicht leicht vermittelbaren
Versicherten, bei dem von einer Leistungsfähigkeit von 70 % in einer körperlich leichten
Tätigkeit ausgegangen wurde, die Verwertbarkeit der Resterwerbsfähigkeit, da die
zumutbare Tätigkeit nicht so vielen Einschränkungen unterliege, dass eine Anstellung
nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre.
Der Beschwerdeführer ist in einer mehrheitlich sitzenden Verweistätigkeit
uneingeschränkt arbeitsfähig. Sein Alter sowie sein Anliegen, weiterhin bei der
bisherigen Arbeitgeberin eine Teilzeitarbeit ausüben zu können (act. G 1 S. 7), haben
nicht eine fehlende Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit zur Folge.
3.
3.1 Das Valideneinkommen 2008 von Fr. 78'586.-- legte die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die bei der D._ erzielten Einkommen fest. Dort verdiente der
Beschwerdeführer gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) in den Jahren 2005
bis 2007 Bruttoeinkommen von Fr. 74'625.--, Fr. 75'832.-- und Fr. 74'866.-- (IV-act.
13-3/3). Eine nominelle Anpassung des Jahreslohns 2006 von Fr. 75'832.-- auf die
Verhältnisse von 2008 (+ 1.6 % im Jahr 2007, + 2 % im Jahr 2008) ergibt den von der
Beschwerdegegnerin errechneten Betrag von Fr. 78'586.--. Die Zugrundelegung des
Jahreslohns 2006 erscheint insofern sachgerecht, als die Leistungsfähigkeit und damit
der Lohn in diesem Jahr noch nicht durch gesundheitliche Einschränkung (mit Beginn
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im Jahr 2007) beeinflusst sein konnte. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers im
Leistungsantrag betrug nun allerdings das Einkommen 2008 bei einem Pensum von
100 % Fr. 5'780.-- pro Monat (IV-act. 4-5/10). Dies entspricht einem Jahreseinkommen
von Fr. 75'140.--. Die Arbeitgeberin hatte gegenüber dem Krankentaggeldversicherer in
einer Bescheinigung vom 7. Februar 2008 einen Grundlohn von Fr. 6'160.-- (x 13; act.
G 4.2) angegeben, woraus sich ein Jahreseinkommen von Fr. 80'080.-- errechnet. Von
welchem Betrag für die Invaliditätsbemessung auszugehen ist, braucht jedoch - wie
nachstehend zu zeigen sein wird - nicht abschliessend geklärt zu werden, da alle Werte
zu einer Bestätigung der angefochtenen Verfügung führen. Einig sind sich die Parteien
grundsätzlich, dass das zumutbare Invalideneinkommen anhand der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln und dabei auf
Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen ist.
Zugrunde zu legen sind - wie beim Valideneinkommen - die Zahlen des Jahres 2008.
Massgebend sind dabei die gesamtschweizerischen Werte und nicht diejenigen der
Grossregion (vgl. SVR-UV 2007 Nr. 17, 56 Erw. 8.1-8.5). Der Beschwerdeführer ist zwar
auf leichte Hilfsarbeiten beschränkt, aber er wäre in der Lage, seine
Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen zu verwerten, sowohl im Sektor Produktion als
auch im Sektor Dienstleistungen. Auszugehen ist deshalb vom allgemeinen
Durchschnittslohn aller Branchen gemäss LSE 2008 TA 1 Niveau 4 von Fr. 57'672.--
(12 x Fr. 4'806.--). Unter Berücksichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6
Stunden und einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 100% resultiert ein Wert von Fr.
59'976.--.
3.2 Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt,
wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte Person, die
gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche
und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben (vgl. BGE 126 V 75 Erw. 5a mit Hinweisen). Bei der Überprüfung des Abzuges,
der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begründen ist, darf das
Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle
desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 Erw. 6).
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Der Beschwerdeführer absolvierte von 1965 bis 1969 eine Lehre. Seit 1972 war er als
Heizungsbauer bei der D._ tätig. Dabei handelt es sich um eine körperlich strenge
und anspruchsvolle Arbeit (IV-act. 4-5/10, 36-1/3). Er kann Tätigkeiten, welche kniende
oder kauernde Positionen beinhalten oder längere Zeit im Stehen auszuüben sind, nur
noch sehr eingeschränkt ausüben. Zumutbar sind ihm im Wesentlichen nur noch
sitzende Arbeiten. Soweit es sich nicht per se um eine sitzende Tätigkeit handelt,
müsste ein potentieller Arbeitgeber für den Beschwerdeführer unter Umständen die
Möglichkeit einer sitzenden Ausübung einrichten oder solche Tätigkeiten im Betrieb für
ihn freihalten. Anderseits lässt sich - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkt -
nicht belegen, dass sitzende Tätigkeiten schlechter entlöhnt sind wie Arbeiten, welche
diese Voraussetzung nicht erfüllen. Aber selbst wenn ein leidensbedingter Abzug von
10 % gewährt und die lange Betriebszugehörigkeit und das Alter zusätzlich mit einem
Abzug von 5 % berücksichtigt würde, resultierte kein rentenbegründender
Invaliditätsgrad. Einem Valideneinkommen von Fr. 80'080.-- bzw. Fr. 75'140.-- stünde
diesfalls ein Invalideneinkommen von Fr. 50'980.-- (Fr. 59'976.-- x 85 %) gegenüber,
woraus sich ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von höchstens 36% errechnen würde. Die
Beschwerdegegnerin lehnte unter diesen Umständen den Rentenanspruch zu Recht
ab.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer lässt das Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses an
der Feststellung eines Invaliditätsgrades von mindestens 31 % geltend machen mit der
Begründung, dass die E._, bei welcher er im Rahmen der zweiten Säule gegen
Invalidität versichert sei, bei einem Invaliditätsgrad ab 25 % eine Teilinvalidenrente
ausrichte (act. G 1 S. 9f). Nach der Rechtsprechung sind die Vorsorgeeinrichtungen im
Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge grundsätzlich an die Feststellungen der IV-
Organe gebunden. Dies gilt, soweit die invalidenversicherungsrechtliche
Betrachtungsweise auf Grund der gesamthaften Prüfung der Akten nicht als
offensichtlich unhaltbar erscheint. Im Weiteren entfällt eine Bindungswirkung, wenn die
Vorsorgeeinrichtung nicht ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen
wird. Stellt hingegen die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche
Betrachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person dies entgegenhalten lassen,
soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Rente entscheidend war, und
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zwar ungeachtet dessen, ob die Vorsorgeeinrichtung im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren beteiligt war oder nicht; auch hier bleibt
die offensichtliche Unhaltbarkeit der Invaliditätsbemessung durch die IV-Stelle
vorbehalten (SVR 2007 IV Nr. 3 S. 8, Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2006 i/S V.
[I 808/05] Erw. 3 mit Hinweisen). Da sich die Verbindlichkeitswirkung nur in Bezug auf
Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe entfalten kann, die im IV-rechtlichen
Verfahren für die Festlegung des Anspruches auf eine Invalidenrente entscheidend
waren, besteht namentlich keine Bindungswirkung an einen von der IV-Stelle
ermittelten Invaliditätsgrad, welcher die gesetzliche Mindestgrenze von 40 % (Art. 28
Abs. 1 und 2 IVG) nicht erreicht, weil in diesem unterhalb der Erheblichkeitsschwelle
liegenden Bereich für die Organe der Invalidenversicherung keine Veranlassung
besteht, eine genaue Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. März 2009 i/S F. [9C_8/2009] Erw. 3.2 mit Hinweisen; vgl.
auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. Dezember 2010 i/S I. [9C_909/2010] Erw. 1
und 2.2.3).
4.2 Während Art. 26 des Kassenreglements der E._ in der ab 1. Januar 2009
gültigen Variante auf den Invaliditätsbegriff der Invalidenversicherung abstellt, ging das
ab 1. Januar 2003 gültige Kassenreglement in Art. 25 noch von einem umfassenderen
Invaliditätsbegriff aus als die Invalidenversicherung (vgl. dazu Hans-Ulrich Stauffer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum BVG, 2. Auflage, 2006, S. 50f.), indem eine
Erwerbsunfähigkeit bejaht wurde, wenn die versicherte Person durch ärztlichen Befund
objektiv nachweisbar ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere ihrer
Lebensstellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit
nicht mehr ausüben konnte bzw. wenn sie im Sinn der IV invalid war. Bei teilweiser
Invalidität wurden die für Vollinvalidität festgesetzten Leistungen in der Höhe gewährt,
die dem Invaliditätsgrad entsprechen. Leistungen wurden bereits ab einem IV-Grad von
25 % gewährt (vgl. Urteil des st. gallischen Versicherungsgerichts i/S H. vom 5. Januar
2011 [BV 2009/9] Erw. 1.1). Beiden Reglementen gemeinsam ist, dass sie - und dies ist
hier ausschlaggebend - Leistungen ab einem IV-Grad von 25 % gewähren. Unter
diesen Umständen ist die Vorsorgeeinrichtung nicht an den Entscheid der IV-Stelle
gebunden, weil diese in der Verfügung vom 18. Juni 2010 mit 24 % einen unterhalb des
gesetzlichen Mindestmasses von Art. 28 Abs. 2 IVG liegenden Invaliditätsgrad ermittelt
hat. Auch in diesem Verfahren wurde der IV-Grad lediglich im Sinn einer
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Maximalvariante festgelegt und der IV-Rentenanspruch dementsprechend verneint.
Entfaltet die Rentenverfügung mithin für die berufliche Vorsorge keine
Bindungswirkung, ist ein schutzwürdiges Interesse des Beschwerdeführers an der
Feststellung eines höheren Invaliditätsgrades auch im Hinblick auf die Zusprechung
einer Rente der beruflichen Vorsorge zu verneinen (vgl. Urteil 9C_8/2009, a.a.O., Erw.
3.3, und Urteil 9C_9/2010, a.a.O., Erw. 2.3). In diesem Umfang kann auf die
Beschwerde nicht eingetreten werden.
5.
5.1 Der Beschwerdeführer lässt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend
machen, indem mit Vorbescheid vorerst ein IV-Grad von 30 % mitgeteilt, später jedoch
unter Berücksichtigung des im Vorbescheidsverfahren vorgebrachten Standpunktes
der Pensionskasse - ohne Erlass eines neuen Vorbescheids - ein höheres
Invalideneinkommen angenommen und ein IV-Grad von 24 % verfügt worden sei (act.
G 1). Eine Gehörsverletzung ist hier insofern zu bejahen, als dem Beschwerdeführer die
Stellungnahme der Pensionskasse vor Erlass der Verfügung hätte vorgelegt werden
müssen. Hieran vermag der (materiell-rechtliche) Umstand, dass bei einem IV-Grad
sowohl von 24 als auch von 30 % kein Rentenanspruch vorliegt und wie erwähnt ein
Rechtsschutzinteresse für die Feststellung eines IV-Grades unter 40 % zu verneinen
ist, nichts zu ändern. Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des
rechtlichen Gehörs kann jedoch dann als geheilt gelten, wenn der Betroffene die
Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den
Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall
des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 46 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, VRP [sGS 951.1]). Der Beschwerdeführer beantragt in erster
Linie die Zusprechung einer Rente, eventuell die Feststellung eines unter 40 %,
mindestens aber bei 31% liegenden Invaliditätsgrades. Es ist daher davon auszugehen,
dass ihm an der materiellen Beurteilung der Streitsache mehr gelegen ist als an einer
formell-rechtlich mit der Gehörsverletzung begründeten Aufhebung der Verfügung. Der
erwähnte Verfahrensmangel (Verfügung ohne Zustellung der Stellungnahme der
Pensionskasse) hat daher im vorliegenden Verfahren als geheilt zu gelten.
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5.2 Die Beschwerdeführerin lässt im Weiteren rügen, dass in der angefochtenen
Verfügung das neu mit Fr. 59'979.-- angenommene Invalideneinkommen nicht
begründet und damit die Begründungspflicht verletzt worden sei. Dadurch sei ebenfalls
das rechtliche Gehör verletzt worden und die Verfügung aufzuheben (act. G 1 S. 5).
Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren
Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei sind die
Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so
abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht
anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt
werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid
stützt. Je grösser der Spielraum der Behörde (unter anderem infolge Ermessen) und je
stärker der Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen
sind an dessen Begründung zu stellen (BGE 112 Ia 107 Erw. 2b mit Hinweisen; BGE
118 V 58). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen
Person vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat
ihre Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu machen und
sich dabei ausdrücklich mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest
die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen
kann (BGE 124 V 180 Erw. 2b).
Die Beschwerdegegnerin begründete das Invalideneinkommen in der angefochtenen
Verfügung im Wesentlichen mit dem Hinweis darauf, dass es sich um den LSE-
Durchschnittsverdienst für einfache und repetitive Arbeiten handle (IV-act. 70-2/6) und
nahm - wenn auch in kurzen Worten - Stellung zu den Einwänden des
Beschwerdeführers sowie denjenigen der beigeladenen Pensionskasse. Sie zeigte
damit die Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in zureichender Weise auf und
setzte sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinander. Ein
Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich.
6.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf
einzutreten ist, abzuweisen. Der vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat die
Gerichtskosten grundsätzlich zu tragen. Diese bemessen sich nach dem
Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Eine Gehörsverletzung und deren Heilung haben grundsätzlich Folgen
für die Verfahrenskostenauferlegung, wenn diese unter anderem Anlass für die
Anhebung eines Beschwerdeverfahrens bildete (vgl. BVR 2008, 97). Nachdem
vorliegend eine Gehörsverletzung zu bejahen ist, stellt sich auch die Frage der
Verfahrenskostenauferlegung. Es erscheint gerechtfertigt, der Beschwerdegegnerin die
Hälfte der Gerichtsgebühr zu auferlegen. Dementsprechend hat der Beschwerdeführer
auch Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Lorenz Kneubühler, Gehörsverletzung
und Heilung, ZBl 1998, 97ff, 119; Benjamin Schindler, die "formelle Natur" von
Verfahrensgrundrechten, ZBl 2005, 169ff, 193). Ausgehend von einer "mittleren"
Entschädigung bei vollem Obsiegen von Fr. 3'500.-- erscheint die Zusprechung einer
Parteientschädigung von pauschal Fr. 1'750.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) konkret angemessen (vgl. dazu auch GVP 2009 Nr. 9).
6.2 Sofern sich die Beigeladene - wie vorliegend - am Verfahren aktiv beteiligt und
Anträge stellt, kommt ihr volle Beteiligtenstellung zu (Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt am Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, S. 188 Rz 352). Beim erwähnten
Verfahrensausgang stellt sich somit grundsätzlich die Frage des
Entschädigungsanspruchs der Beigeladenen. Als Vorsorgeeinrichtung hat sie jedoch
praxisgemäss keinen diesbezüglichen Anspruch, soweit - wie vorliegend - die
Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist
(BGE 112 V 356, SZS 1995, 114; BGE 126 V 143, 128 V 323). Eine Entschädigung ist
hier somit nicht zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP