Decision ID: 843fdb96-7e5d-4f7c-9c8c-386bfb55cf58
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1991, meldete sich am 1
1.
Dezember 2017 unter Hin
weis auf einen Arbeitsunfall und geschädigte Nerven in der rechten Hand/Ellen
bogen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog Akten der Suva bei (Urk.
8/4
; Urk. 8/12
).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
8/17) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
3.
Dezember 2018 einen Rentenanspruch (
Urk.
8/27).
Der Versicherte meldete sich am 2
4.
April 2019 unter Hinweis au
f
eine depressive Symptomatik erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an
(Urk. 8/34)
. Die IV-Stelle
tätigte
medizinische und erwerbliche
Abklärungen
und sprach dem Ver
s
icherten berufliche Massnahmen,
darunter eine Potenzialabklärung (
Urk.
8/53) bei der
Y._
AG
, eine berufspraktische V
orbereitung
bei der
Z._
-Stiftung
(
Urk.
8/61)
sowie ein
en
Arbeitsversuch mit J
ob
C
oaching in der Stiftung
A._
(
Urk.
8/92)
bis 1
8.
März 2021
zu.
Während der Dauer der Massnahmen
wurde
bis 1
8.
März 2021
ein grosses IV-Taggeld ausge
richtet (Urk. 8/
93). Nach Abschluss der beruflichen Massnahmen (Urk.
8/112) und
durchgeführtem Vor
bescheidverfahren (
Urk.
8/128;
Urk.
8/131) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
1.
November 2021 einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
4.
Dezember 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
1.
November 2021 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die notwendigen Abklärungen vorzu
nehmen und
ihm
danach die gesetzlichen Leistungen zu gewähren (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
3.
März 2022 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer mi
t
Verfügung vom 1
1.
März 2022 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSV
), des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV
,
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E.
3a
mit Hinweis).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen
auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Um
ständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methoden
wahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E.
3b
, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach
verhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen un
gleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts
9C_135
/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts
8C_144
/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 1
1.
November 2021 (
Urk.
2) damit, dass sich die
mit der Neu
anmeldung geltend gemachten
psychischen Einschränkungen unter entsprechender Behandlung zurückgebildet hätten. Die Behandlung sei zwischen
zeitlich abgeschlossen worden. Es bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Insgesamt liege seit der letzten Verfügung vom
3.
Dezember 2018
kein wesentlich veränderter Sachverhalt
vor. Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar. Dass sich der psychische Gesundheits
zustand, insbesondere nach Erhalt der abweisenden Leistungsentscheide über die Eingliederung und Rente, wieder verschlechtert haben soll, sei weder medizinisch belegt noch in irgendeiner Form nachvollziehbar begründet. Demnach bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S 2).
In der Beschwerdeantwort
(Urk. 7)
führte die Beschwerdegegnerin weiter aus, dass
der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers durch den renten
ablehnenden Vorbescheid vom
6.
Oktober 2021 sowie
die
Verfügung vom 1
1.
November 2021 getriggert sei. Die vom Beschwerdeführer beigelegten medizinischen Unterlagen, welche ihm ab
5.
November 2021 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
attestierten bezüglich psychischem Beschwerdebild
, muteten
als Gefälligkeit an
.
Di
e Arbeitsunfähigkeit
sei
weder fachärztlich festgestellt noch begründet worden und
sei
damit nicht beweiskräftig. Es könne nicht darauf ab
gestellt werden (
S. 3
). Die geltend gemachte Verschlechterung der psychischen Gesundheit sei unbelegt geblieben und damit nicht glaubhaft dargetan. Jedenfalls sei der Beschwerdeführ
er erst am 22.
November 2021 wieder bei seiner Psychiaterin,
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
,
in Behandlung gewesen
. Es sei offensichtlich, dass der Beschwerdeführer an seinem subjektiven Krankheitskonzept festhalte und aus der psychosozialen Belastungs
situation heraus alles unternehme, die Arbeitsunfähigkeit aufrecht zu erhalten
(S.
4).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), dass er mit Einwand vom
8.
November 2021
von einer erneuten Verschlechterung seines
Gesundheitszustand
s berichtet
habe
;
er
habe
deshalb wieder seine Psychiaterin,
Dr.
B._
, aufsuchen müssen (S. 3). Die Beschwerdegegnerin
sei
aufgefordert
worden
, vor Erlass der Verfügung einen neuerlichen Bericht bei Dr.
B._
einzuholen. Daraufhin habe die Beschwerdegegnerin ohne Rückfrage die Verfügung erlassen (S. 4). Die Beschwerdegegnerin habe es in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes unterlassen, die im Verfügungszeitpunkt mass
geblichen Aspekte zu ermitteln, zu würdigen und dann einen zutreffenden Rentenentscheid zu fällen. Da die Situation seit anfangs November 2021 immer schlechter
geworden sei
, habe
er
am
5.
November 2021 seinen Hausarzt auf
gesucht, der eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert
habe
(S. 5). Die Beschwerdegegnerin habe den Gesundheitszustand und die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit im Verfügungszeitpunkt nicht ausreichend berücksichtigt. Darin lieg
e
eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (S. 6).
2.3
Streitig und zu prüf
en
ist somit
, ob sich
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der Neuanmeldung am 2
4.
April 2019 (Urk. 8/34)
bis zum
Ver
fügungserlass am 1
1.
November 2021
leistungsrelevant verschlechtert hat.
V
ergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Verfügung vom
3.
Dezember 2018
, welche sich in medizinischer Hinsicht auf
die kreisärztliche Untersuchung vom 3
0.
Mai 2018
(Urk. 8/12/42-47)
sowie auf die Einschätzung von
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Neurologie
(Urk. 8/16/4)
,
stützte
(
Urk.
8/27)
. Die Fachärzte
diagnostizierten dannzumal persistierende Beschwerden bei Status nach Kontusion rechter Ellenbogen/proximaler Unterarm mit Gefühlsstörung im Versorgungsgebiet
N.
cutaneus
antebrachii
posterior
/Versorgungsgebiet Ramus
superficialis
de
N.
radiali
, erholt (Urk.
8/12/
42-47/
45).
Die bisherige schwere Tätigkeit im Strassenbau
sei
eine zu hohe Belastung für den rechten Arm, des
wegen werde eine Umorientierung weiterhin empfohlen (
Urk.
8/16 S. 4)
.
Gestützt
darauf stellte die Beschwerdegegnerin fest, dass
der Beschwerdeführer
in
einer angepassten
leichten bis mittelschweren
Tätigkeit
voll arbeitsfähig
sei
(U
rk.
8/27). Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzuges resultierte ein renten
ausschliessender IV-Grad von 10 % (
Urk.
8/27 S. 2).
3.
3.1
Vor Erlass der Verfügung vom 1
1.
November 2021 lagen der Beschwerdegegnerin im Wesentliche
n
folgende medizinische
n
Berichte vor:
3.1
.1
Im Austrittsbericht der
D._
vom 21. März 2019
(
Urk.
8/40)
nannten
Dr.
med.
E._
, leitende Ärztin, und
PG
Psychologin
F._
,
folgende Diagnosen:
-
F32.1
mittelgradige depressive Episode
-
F41.0
Panikstörung (episodische paroxysmale Angst)
-
I67.9
Irregularität der distalen
Arteria
basilaris
-
F63.8
Störung der Impulskontrolle (intermittierende Explosivität)
-
G40.2
Vd
. a. Temporallappen-Epilepsie
Der Beschwerdeführer war von 2
3.
Dezember 2018 bis 1
2.
Februar 2019 stationär in der Klinik hospitalisiert. Der Eintritt
sei
freiwillig auf Zuweisung des
G._
-Spitals aufgrund eines depressiven Syndroms vor dem Hintergrund einer depressiven Episode und Panikstörung
erfolgt
(S. 1). Im Rahmen des Aufenthalts
habe mit Psychoedukation, Methoden zum Umgang mit Angst, Schmerzen und Anspannung sowie dem Aufbau von selbstbestärkenden Aktivitäten im Alltag die depressive und die Angst-Symptomatik reduziert werden können (S. 5).
3.
1.
2
Dr.
B._
listet
e
in ihrem Arztbericht vom 1
6.
Juli 201
9
(
Urk.
8/50) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf:
-
Rez
.
d
epressive Störung, mittelgradige Episode, gegenwärtig teilremittiert (
F33
)
-
DD: Posttraumatische Belastungsstörung, gegenwärtig teilremittiert (
F43.1
)
-
V.a. Panikstörung, teilremittiert (
F41.0
)
-
DD: Panikattacken im Rahmen der oben genannten Diagnose
Der Beschwerdeführer sei seit 1
8.
Februar 2019 bei ihr in ambulanter Behan
dlung, aktuell in zwei bis drei
wöchentlichen Abständen (S. 1). Seit November/Dezember 2018 bestehe eine zunehmend depressive Symptomatik mit Grübeln, Antriebslosigkeit, sozialem Rückzug und Schlafstörungen sowie täg
lichen Panikattacken (S. 2). Im Verlauf sei eine psychische Stabilisierung mit
Remission der Intrusionen und Flashbacks, sowie eine Teilremissio
n der depressiven Symptomatik und Panikstörung erfolgt. Aktuell sei der Beschwerde
führer zu 70 % arbeitsunfähig (S. 2).
3.
1.
3
In ihrem Arztbericht vom 1
8.
März 2021 (
Urk.
8/114) verneinte
Dr.
B._
nun
mehr
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit
wurden die Diagnosen
rez
.
d
epressive Störung, remittiert (
F33.4
), St. n. Panikstörung (
F41.0
), St. n. Posttraumatische
r
Belastungsstörung (
F43.1
)
genannt
. Sie führte aus, dass
sich
d
er Gesundheitszustand
verbessert habe
.
Der Beschwerdeführer
sei zuletzt am 25.
Januar 2021 bei ihr in Konsultation gewesen und nicht mehr bei ihr in ambulanter Behandlung. Zu der Zeit sei seine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt gewesen (S. 1). Vor dem Hintergrund seiner psychischen Stabilisierung mit Remission seiner depressiven Symptomatik und seiner Panikattacken seien seine Psychopharmaka schrittweise ausgeschlichen worden, so dass zur Zeit
der
letzten Konsultation am 2
5.
Januar 2021 keine psychopharmakologische Medikation mehr statt
gefunden habe
(S. 2).
3.
1
.
4
D
em Bericht von
Dr.
med.
H._
, Arzt für
A
llgemeine
Innere
Medizin
FMH, vom 28.
September 2021 (
Urk.
8/126)
,
ist zu entnehmen, dass d
er Beschwerdeführer sporadisch bei ihm in
hausärztlicher
Behandlung
ist
. Zur Ar
b
eitsfähigkeit führt
e
er aus, dass
der Beschwerdeführer,
soweit ihm bekannt sei, arbeite
;
er könne aber keine genauen Angaben zur gegenwärtigen Tätigkeit machen. Es bestehe
seiner
seits keine fixe Medikation
.
Behandlung und Kontrolle fänden bei Bedarf statt
(S.
3)
.
3.2
Nach dem Verfügungserlass am 1
1.
November 2021 wurden folgende medizinische Berichte vom Beschwerdeführer ins Recht gelegt:
3.2.1
In den ärztlichen Zeugnissen von
Dr.
H._
vom
5.
und 1
5.
November 2021 wird dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vo
m
5.
bis 26. November 2021 wegen Krankheit attestiert (
Urk.
3/3).
3.
2.2
Gemäss
Eintrittsrésumé
der
D._
vom
1.
Dezember 2021 (
Urk.
3
/
5)
erfolgte
der Eintritt am
1.
Dezember 2021 auf Zuweisung des
SOS
-Arztes bei fraglicher Suizidalität sowie p
s
ychotischer Symptomatik am ehesten vor dem Hintergrund einer bipolaren affektiven Störung
,
gegenwärtig manische Episode mit
psycho
tischen Symptomen. Es bestehe seit ein
i
gen Tagen eine psychotische Sympto
matik.
Der Beschwerdeführer
schlafe
nach seinen Angaben
seit drei Tagen nicht mehr
. Er sei immer noch ambulant in Behandlung bei
Dr.
B._
aufgrund von Depressionen. Vor drei Tage
n
habe er
Cipralex
abgesetzt. Medikamente wolle er
keine einnehmen. Er sei damit einverstanden, ein paar Tage zur Abklärung zu bleiben
(S. 1).
3.2.3
Mit E-Mail vom 1
3.
Dezember 2021 bestätigte
Dr.
B._
, dass sich der Beschwerdeführer wegen psychischer Verschlechterung seit dem 2
2.
November 2021 wieder bei ihr in Behandlung befinde (
Urk.
3/4).
4.
4.1
Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (
Art.
43
Abs.
1 und
Art.
61 lit. c in Verbindung mit
Art.
2 ATSG). Es liegt grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts, darüber zu befin
den, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrens
leitung besteht ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungs
anspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts
9C_721
/2019 vom 2
7.
Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen).
4.2
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen beziehungsweise der
Einsprache
entscheide
in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs
verfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Jedoch sind Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streit
gegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung beziehungs
weise des Einspracheentscheides zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E.
1b
, 99 V 98 E. 4; Urteil des Bundesgerichts
8C_95
/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1 mit Hin
weisen).
4.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V
396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E.
4c
; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
4.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E.
3a
mit Hinweis).
4.
5
Gestützt auf die Aktenlage ist eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit des Beschwerdeführers vor der Neuanmeldung im April 2019
ab etwa November/Dezember 2018
ausgewiesen
. So war der Beschwerdeführer vom
23.
Dezember 2018 bis am 1
2.
Februar 2019
insbesondere zur Behandlung einer depressiven Störung
in der
D._
hospitalisiert
(E. 3.1.1)
. Die Weiterbehandlung erfolgte ab dem 1
8.
Februar 2019 bei der Psychiaterin
Dr.
B._
(E. 3.1.2)
. Durch diese Therapiemassnahmen konnte der Gesundheitszustand stabi
lisiert werden
und
die
involvierten
Ärzte
beschrieben eine Remission der depressiven Symptomatik, worauf die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer berufliche Massnahmen in Form einer berufspraktischen Vorbereitung und eines Arbeits
versuchs
gewährte
. Während der Dauer der erfolgreich absolvierten Massnahmen richtete die Beschwerdegegnerin bis
Mitte
März 2021 Taggelder aus.
G
estützt auf
den Bericht von
Dr.
B._
vom 1
8.
März 2021 (E. 3.1.3)
steht aber
unbestritten
fest
, dass
spätestens
im
Zeitpunkt, in dem ein Rentenanspruch seit der Neu
anmeldung frühestens entstehen konnte, das heisst nach Beendigung der beruf
lichen Massnahmen und der Ausrichtung von Taggeldern (
Art.
28 Abs. 1 lit. a und 29 Abs. 2 IVG),
keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vorlagen.
Gestützt darauf verneinte die Beschwerde
gegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2021
eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit und damit
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers
(Urk. 2 S. 2)
.
Der Beschwerdeführer machte
demgegenüber
im Zeitpunkt des V
erfügungserlasses vom 11.
November 2021 beschwerdeweise eine
erneute Verschlechterung seines Gesundheitszustands geltend.
Dabei
stützt
e
er
sich hauptsächlich auf das
Eintrittsrésumé
der
D._
vom 1
1.
Dez
ember 2021 (
Urk.
3/5), auf die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr.
H._
(
Urk.
3/3) und
auf
die
E-
Mail von
Dr.
B._
vom 1
3.
Dezember 2021 (
Urk.
3/4). V
orab ist festzu
halten, dass all
diese Beweismittel
erst
nach Erlass der Verfügung vom 11. November 2021 (
Urk.
2) erstellt wurden. Es
bleibt somit zu prüfen, ob diese Angaben R
ückschlüsse auf den massgeblichen
Sachverhalt (Gesundheitszustand des Beschwerdeführers) im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
am 1
1.
November
2021
ermöglichen und ob diese
Angaben
die Beurteilung
der Beschwerdegegnerin
zu beeinflussen vermögen (vgl. vorstehend E. 4.2),
sowie
,
ob die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz (vgl. vorstehend E. 4.1) verletzt hat.
4.
6
Die Arztzeu
gnisse von
Dr.
H._
betreffen
den
Zeitraum von
5.
November 2021 bis 2
6.
November 2021 (
Urk.
3/3), während welchem dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
wegen Krankheit attestiert wurde. Die Unter
suchungen fanden am
5.
und 1
5.
November 2021 statt. Weitere Angaben
, wi
e beispielsweise
eine Diagnose
mit entsprechenden Befunde
n
,
lassen sich diesen Arztzeugnissen nicht entnehmen. Insbesondere werden keine Angaben betreffend Gesundheitszustand gemacht. Es ist nicht ersichtlich, ob sich – wie vom Beschwerdeführer behauptet (
Urk.
1/3) – der
psychische
Gesundheitszustand
tat
sächlich
verschlechtert hat.
Auch abgesehen von der Erfahrungstatsache
, dass Hausärzte mitunter in Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit weiteren Hinweisen)
,
erfüllen vorliegend die Arztzeugnisse
nicht die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines Arztberichtes (vgl. vorst
ehend E. 4.3)
, weswegen daraus nichts über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der Verfügung am 1
1.
November 2021 ab
geleitet werden kann
.
Auch dem E-Mail der behandelnden Psychiaterin
,
Dr.
B._
,
vom 1
3.
Dezember 2021 (
Urk.
3/4
)
kann nichts
über den Gesundheitszustand
im Zeitpunkt des Ver
fügungserlasses entnommen werden. Darin wird lediglich bestätigt, dass sich der Beschwerdeführer wegen psychischer Verschlechterung
seit dem 22.
November 2021 wieder bei ihr in ambulanter Behandlung befindet.
Dieser Zeitpunkt liegt aber nach dem Erlass der
angefochtenen
Verfügung. Ausführungen dazu, ob sich der Gesundheitszustand bereits vor der Verfügung vom 1
1.
November 2021
ver
schlechtert hat
und sie
keine früheren Termine hätte anbieten können
, wie
dies
vom Beschwerdeführer geltend ge
macht wurde
(
Urk.
1
S.
5)
, finden sich keine.
Befunde, Diagnosen und
Angaben zu
r
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
sind ebenfalls nicht vorhanden
. Insgesamt lässt
daher
diese Bestätigung keine Rückschlüsse
auf den
Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Verfügung zu.
Schliess
lich kann auch aus dem
Eintrittsr
ésumé
der
D._
vom 1. Dezember 2021 (
Urk.
3/5) keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt des Verfügungserlasses abgeleitet werden.
Vorab ist zu bemerken, dass der Eintritt in die Klinik
zwar
per fürsorgerische
r
Unterbringung (FU) erfolgte, jedoch (erst) am
1.
Dezember 2021,
und damit
knapp
drei Wochen nach Erlass der Verfügung.
Als vorläufige Diagnose wurde –
im
Unterschied
zu den sich bisher in den Akten befindlichen Berichte
n
–
«
F31.2
V.a. Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode
mit psyc
hotischen Symptomen» angegeben. D
ies
stellt
aber lediglich
eine
(vorläufige)
Verdachtsdiagnose
kurz nach Eintritt in die Klinik
dar
(vgl.
Urk.
3/5 S. 1).
Aussagen, welche Rückschlüsse auf einen sich bereits
vor
Verfügungszeitpunkt
verschlechtert
en
Gesundheitszustand ermöglichen, finden sich
auch in diesem Bericht
keine. So wurde
darin
retrospektiv nur
erwähnt, dass
der Beschwerdeführer
nach eigenen Angaben
seit drei Tagen nicht mehr schlafe und ebenfalls vor drei Tage
n
Cipralex
abgesetzt
habe
(
Urk.
3/5 S. 1). Diese Aus
sagen betreffen
damit nicht
den Zeitraum v
or Erlass der Verfügung vom 11.
November 202
1
.
4.
7
Auch
aus den
übrigen Akten
ergeben sich
keine
Hinweise
darauf, dass sich der Gesundheitszustand seit März 2021 bis zum Verfügungserlass wieder
leistungs
relevant
verschlechtert hätte
.
Soweit ersichtlich befand sich der Beschwerde
führer im Herbst 2021 lediglich noch in hausärztlicher Behandlung
bei
Dr.
H._
. Ge
mäss
seinem Bericht
vom 2
8.
September 2021
(Urk. 8/126)
fanden bei ihm
nur
sporadische Konsultationen
im üblichen hausärztlichen Rahmen
statt (Ziff. 1.2), so letztmals am 21. September 2021 wegen einer Infektion der Atemwege (Ziff. 2.2).
Zur Arbeitsfähigkeit befragt gab
Dr.
H._
an, dass der Beschwerde
führer seines Wissens arbeite. Arbeitsunfähigkeiten attestierte
Dr.
H._
im Jahr 2021 nur dreimal für jeweils wenige Tage.
Zwei Monate vor V
erfügungserlass finden sich damit keinerlei Hinweise auf eine erneute Verschlechterung der psychischen Gesundheit des Beschwerdeführers,
weswegen die Beschwerde
gegnerin auf weitere Abklärungen verzichten durfte.
4.
8
Aus d
em Einwand des Beschwerdeführers vom
8.
November 2021 – mithin drei Tage vor Erlass der Verfügung – kann ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ab
geleitet werden
.
Darin hat der Beschwerdeführer zwar erwähnt, dass sich ins
besondere
sein
psychischer
Gesun
dheitszustand verschlechtert habe
und er seine Psychiaterin
habe
kontaktieren
müssen
(
Urk.
8/131
S.
2)
.
W
eitere Angaben beziehungsweise entsprechende Belege fehlen
jedoch
. Er beantragte
, es sei
vor Erlass der Verfügung aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes ein
aktueller
Bericht bei
Dr.
B._
einzuholen (
Urk.
8/131/ S. 2).
Die Beschwerdegegnerin hat
zu Recht
darauf verzichtet, da
eine
anspruchsrelevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands
mit dem Einwand
weder
medizinisch
belegt noch nachvoll
ziehbar begründet wurde (
Urk.
8/133 S. 2).
Abgesehen davon, dass im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes
ein
grosser Ermessensspielraum bezüglich Not
wendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen besteht (vgl. vorstehend E. 4.1)
,
hat der Untersuchungsgrundsatz seine Grenzen insbesondere auch in der Mitwirkung
spflicht der Versicherten (Art.
28 und Art.
43
Abs.
2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-)Behörde
und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E.
1a
; Urteil des Bundesgerichts
9C_341
/2020 vom
4.
September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).
V
orliegend
finden sich
im Einwand keine
Ausführungen zum
Ausmass der behaupteten psychischen
Verschlechterung
. Der Umstand
allein
, dass der B
eschwerdeführer seine Psychiaterin
«
habe kontaktieren müssen
»
(
Urk.
8/131 S. 2)
, sagt noch nichts über seinen Gesundheitszustand,
und
noch weniger
über seine Arbeitsfähigkeit
aus
.
Es wäre ihm ohne weiteres zumutbar gewesen, im Rahmen seiner Mit
wirkungspflicht entsprechende Belege einzureichen.
Im Übrigen konnte mit
der behaupteten Kontaktaufnahme
auch nicht nachgewiesen werden
, dass sich der Beschwerdeführer tatsächlich
schon
zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses in psychiatrischer Behandlung befand.
Gegenteils
wurde von der Psychiaterin
Dr.
B._
bestätigt, das
s der Beschwerdeführer
erst
seit dem 22.
November 2021 wieder bei ihr in Behandlung
steht
(
Urk.
3/4
)
. Eine vorhergehende Kontakt
aufnahme
wurde von ihr jedenfalls
nicht erwähnt und ist sodann
auch
den Akten nicht zu entnehmen.
Insgesamt
durfte somit die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung
(BGE 124 V 90 E.
4b
; 122 V 157 E.
1d
)
davon ausgehen, dass
sich
durch das Einholen eine
s weiteren Arztberichts bei Dr.
B._
vor Verfügungserlass
keine neuen Kenntnisse
betreffend
den Gesundheitszustand
und
die
daraus resultierende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergeben
werden
.
Dieser Schluss wird im Nachhinein
auch
dadurch bestätigt, dass der Beschwerdeführer erst seit 2
2.
November 2021 – mithin
fast
zwei Wochen nach Verfügungserlass – wieder bei
Dr.
B._
in Behandlung
steht
(
vgl. E-Mail von
Dr.
B._
vom 1
3.
Dezember 2021,
Urk.
3/4). Dass
Letztere
dem Beschwerdeführer
wie in der Beschwerde behauptet
vorher keine Termine
hätte anbieten können
und er
sich
deswegen
s
eine Arbeitsunfähigkeit durch den Hausarzt
hätte
attestieren lassen
müssen
,
findet in
den Akten
keine Stütze
.
4.
9
Es kann damit offenbleiben, ob
sich der Gesundheitszustand
nach
neuerlichem
Eintritt in die
D._
verschlechtert
hat
, da der Eintritt erst nach Erlass der an
gefochtenen Verfügung vom 11. November 2021 erfolgte, was vorliegend die Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis darstellt.
Zusammengefasst
ergibt sich, dass
beim
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Erlass
es
der Verfügung am 1
1.
November 2021
gestützt auf die medizinischen Akten
genauso wie im Ver
gleichszeitpunkt vom
3.
Dezember 2018 (Urk. 8/27)
keine
(längerdauernde)
Arbeitsunfähigkeit vorlag
. Damit
liegt
kein R
evisionsgrund im Sinne von Art.
17 ATSG
vor
(vgl. vorstehend
e
E.
1.3).
D
ie angefochtene Verfügung
erweist sich
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).
Die Gerichtskosten
sind
auf
Fr.
600.--
festzusetzen
und entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei auf
zu
erleg
en
.
5.2
Der Beschwerdeführer hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.