Decision ID: bd8a021f-9afe-41b8-ac8d-59afd448c066
Year: 2018
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

A.1 Der 1972 geborene A._ arbeitete in der Zeit von Juli 2009 bis Juli 2010 als  bei der B._. Am 6. Oktober 2010 meldete er sich unter Hinweis auf eine Prostatitis und ein Burnout erstmals bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nachdem diese den erwerblichen und den gesundheitlichen Sachverhalt abgeklärt hatte, lehnte sie das Leistungsgesuch von A._ am 24. Februar 2011 ab. Der  bezog in der Folge Arbeitslosentaggelder und war ab 1. Juni 2012 als  tätig.
Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht
A.2 Am 24. Juni 2014 meldete sich A._ unter Hinweis auf ein Burnout und  erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an. Diese bewilligte dem Versicherten am 26. November 2014 ein Arbeitstraining bei der Firma C._ für die Zeit vom 24. November 2014 bis 31. Mai 2015 bzw. bis zum 31. Dezember 2015. Nachdem die berufliche Massnahme erfolglos abgeschlossen worden war, wurde die Rentenfrage geprüft. Dabei holte die IV-Stelle bei Dr. med. D._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten ein, welches am 28. Juni 2016 erstattet wurde. Gestützt auf dessen Untersuchungsergebnisse lehnte die  - nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens - einen Rentenanspruch des  mit Verfügung vom 20. März 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 24 % ab.
B. Dagegen erhob A._, vertreten durch Advokat Dieter Gysin, substituiert durch  Saif Al-Rubai, am 27. April 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft,  Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die angefochtene  aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles  o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die  Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Al-Rubai als Rechtsvertreter. Zur Begründung liess er im Wesentlichen verlauten, die Abklärungsergebnisse der Beschwerdegegnerin seien unzureichend. Es könne insbesondere nicht auf den Bericht von Dr. D._, welcher eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiere, abgestellt werden. Weiter monierte er in Bezug auf die Berechnung des Invaliditätsgrads, es sei vom Invalideneinkommen ein  Abzug von 25 % zu gewähren.
C. Mit Verfügung vom 8. Mai 2017 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende  die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Al-Rubai bewilligt.
D. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.
E. Der Beschwerdeführer liess durch seinen Rechtsvertreter am 10. August 2017 einen Bericht der Klinik E._ vom 7. August 2017 einreichen, demgemäss bei ihm ein  vorläge.
F. Am 12. September 2017 nahm die IV-Stelle dazu Stellung und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Unter Berücksichtigung der Ausführungen von Dr. med. F._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), vom 25. August 2017 führte sie im Wesentlichen aus, dass es sich beim Bericht der Klinik E._ vom 7. August 2017 nicht um eine medizinische, sondern um eine testpsychologische Beurteilung handle, auf welche nicht abgestellt werden könne.
G. In seiner Eingabe vom 13. Oktober 2017 widersprach der Beschwerdeführer den  von Dr. F._. Am 24. Oktober 2017 reichte er einen weiteren Bericht der Klinik
Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht
E._ vom 13. Oktober 2017 ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 24. Oktober 2017 auf weitere Stellungnahmen.

Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 27. April 2017 ist einzutreten.
2. Vorliegend ist strittig und zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch des  auf eine Rente zu Recht verneinte.
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 Bundesgesetzes über die  (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre , sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare  wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).
3.2 Die Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 des Bundesgesetzes über den  Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000, Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich  (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt : Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG  (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum , das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29).
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der  der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere  zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen).
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den  gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle  Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle , unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs . Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe , warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten  berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der  der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).
5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien  als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und  sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der  zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft , solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die  strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit  Hinweisen).
5.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der  Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten  (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des  tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen  Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten
Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die  Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in  sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im  der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des  vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen).
6.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden  indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen.
6.2 Der Beschwerdeführer befand sich vom 3. April 2014 bis 28. Mai 2014 stationär in der Klinik G._. In deren Bericht vom 11. Juni 2014 wurde als Hauptdiagnose eine somatoforme autonome Funktionsstörung des Urogenitalsystems (ICD-10 F45.34) genannt. Weiter  eine Panikstörung, eine Belastung durch Arbeitslosigkeit, ein Beratungsersuchen in Bezug auf das Sexualleben, ein Status nach extrakorporaler Stosswellenlithotripsie (ESWL) wegen einer Urolithiasis (Harnsteine) im Dezember 2012 und ein intermittierendes . Der Beschwerdeführer sei bis 2 Wochen nach Beendigung des Klinikaufenthaltes zu 100 % arbeitsunfähig.
6.3 Der behandelnde Psychiater Dr. med. H._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 26. August 2014 eine somatoforme autonome Funktionsstörung des  (ICD-10 F45.34), eine Panikstörung (episodische paroxysmale Angst; ICD-10 F41.0), eine Belastung durch Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56.0), ein Beratungsersuchen in Bezug auf das Sexualleben (ICD-10 Z70) und ein intermittierendes Lumbovertebralsyndrom. Der  sei weiterhin stark verunsichert und werde von Ängsten geplagt. Er leide phasenweise unter Panik und multiplen Schmerzen am ganzen Körper, besonders im Urogenitalbereich.  sei der Antrieb vermindert und es bestünden oft depressive Einbrüche mit , Traurigkeit und Verzweiflung. Die Prognose sei jedoch günstig und es sollte eine  des Leidens vermieden werden. Deshalb sei eine Unterstützung zur beruflichen Wiedereingliederung wichtig. Der Versicherte sei weiterhin 100 % arbeitsunfähig.
6.4 Der Beschwerdeführer befand sich vom 24. November 2014 bis 31. Dezember 2015 in einem Arbeitstraining bei der C._. Im Abschlussbericht vom 12. Januar 2016 wurde , dass er bei Anwesenheit die Zielvorgaben immer zu 100 % erreicht habe. Über die  Eingliederungszeit habe die durchschnittliche Präsenzzeit knapp 40 % betragen, obwohl er alles versucht habe, um sich gesundheitlich zu stabilisieren. Er habe deshalb aus  Gründen das Ziel mit dem Stundenaufbau oder der Stabilisierung nicht  können. Mit dem ungenügenden Resultat und mit der aktuell 100%igen Arbeitsunfähigkeit könne sich der Versicherte nicht bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug .
6.5 Dr. H._ berichtete am 18. Februar 2016, dass der Beschwerdeführer an einer  depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1), einer Panikstö-
Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht
rung (episodische paroxysmale Angst, ICD-10 F41.0), einer autonomen Funktionsstörung des Urogenitalsystems (ICD-10 F45.34) und einem intermittierenden Lumbovertebralsyndrom leide. Der Gesundheitszustand habe sich seit der erstmaligen Berichterstattung im August 2014  und die Depression sowie die Angstzustände hätten an Intensität zugenommen. Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht in einer IT-Tätigkeit zu 80 % in der  eingeschränkt.
6.6 Die IV-Stelle holte bei Dr. D._ ein Gutachten ein, welches am 28. Juni 2016  wurde. Der Gutachter diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine episodisch paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0). Zudem leide der Beschwerdeführer an einer somatoformen und funktionellen Störung mit Druck auf die Harnblase und mit Durchfällen; dieses Leiden habe keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es könne aber von einer Wechselwirkung zwischen der somatoformen und funktionellen Systematik einerseits und einem erhöhten Angstpegel,  in Panikattacken, ausgegangen werden. Die Störung führe dazu, dass sich der  meist zuhause aufhalte. Sie beeinflusse die berufliche Tätigkeit, aber auch die  des Beschwerdeführers sowie seine Rolle als Ehemann und Vater. Entgegen den  von Dr. H._ vom 18. Februar 2016 könne keine rezidivierende depressive Störung bestätigt werden. Es läge aber keine bewusste Aggravation der Symptomatik vor. Allerdings werde die subjektive Befindlichkeit, wie sie sich im Beck Depressions-Inventar (BDI) zeige,  stärker wahrgenommen, als sie objektiv beobachtbar sei. Dr. D._ empfahl keine Eingliederungsmassnahmen, nachdem ein entsprechender Versuch gescheitert sei. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Versicherten als IT-Spezialist führte er aus, dass unter mindestens  Serum-kontrollierter hochdosierter Behandlung mit einem modernen potenten /Anxiolytikum eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 % erwartet werden könne. In einer angepassten Tätigkeit, welche die intellektuellen Möglichkeiten des Beschwerdeführers ausser Acht lasse, wäre mit einer Demotivierung und einer geringeren Arbeitsfähigkeit zu . Hingegen könnte mit einer Home-Office-Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von circa 80 % als IT-Spezialist erreicht werden.
6.7 Am 3. August 2016 führte Dr. F._ zum Gutachten von Dr. D._  aus, dass dieses auf einem umfassenden Aktenstudium und einer persönlichen  Untersuchung beruhe. Die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeit würden plausibel begründet und es sei ebenfalls zu den Einschätzungen der anderen Ärzte Stellung genommen worden. Er empfehle, den Entscheid auf das Gutachten von Dr. D._ abzustellen.
6.8 Dr. H._ teilte am 23. Oktober 2016 mit, dass sich der Gesundheitszustand des  nach Beendigung des Arbeitsversuches Ende Dezember 2015 eher  habe und er nicht mehr arbeitsfähig sei. Die ambulante Behandlung scheine nicht mehr auszureichen. Beim Versicherten liege eine multifaktorielle Erkrankung vor. Die  sei nur eine Ebene der Behandlung. Der Versicherte benötige nebst Psychotherapie andere therapeutische Ansätze, welche derzeit nur ein Klinikaufenthalt oder eine Tagesklinik bieten könne, weshalb ein erneuter Aufenthalt in der Klinik G._ geplant sei.
6.9 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens teilte die Klinik I._ in ihrem Bericht vom 19. Juli 2017 mit, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 14. Februar 2017 während fünf Ta-
Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht
gen pro Woche in ihrer tagesklinischen Behandlung befinde. Diese bestehe aus  Therapiemodulen, die vorwiegend in der Form von verschiedenen Gruppentherapien angeboten und durch Einzelgespräche ergänzt würden. Zu Beginn der Behandlung sei -  der Vorbefunde - von einem neurotischen Geschehen ausgegangen worden. Dies sei im weiteren Verlauf hinterfragt und es sei nunmehr eine spezialisierte psychodiagnostische -Abklärung in der Spezialsprechstunde der Klinik E._ eingeleitet worden.
6.10 Am 10. August 2017 reichte der Beschwerdeführer den Bericht der Klinik E._ vom 7. August 2017 ein. Der Psychologe Dr. phil. J._ führte aus, dass die  im Hinblick auf die Fragestellung eines Asperger-Syndroms als konsistent in diese  weisend zu interpretieren seien. Dies betreffe sowohl die anamnestisch erhobenen Daten als auch die psychometrischen Testbefunde. Der Versicherte habe bei der Testung des -Quotienten 18 Punkte erreicht, wobei bei Werten unter 30 Punkten die Bedingungen für eine Autismus-Spektrum-Störung erfüllt seien. Bei der Prüfung des Autismus- sei mit einem Wert von 39 Punkten die Bedingung für das Asperger-Syndrom erzielt worden. Im Rahmen des Asperger-Syndrom Diagnostik-Interviews seien die Bereiche der wechselseitigen sozialen Interaktion, der spezifischen Interessensmuster, der Routinen und Rituale, der Sprech- und Sprachauffälligkeiten, der nonverbalen Kommunikationsprobleme und der motorischen Ungeschicklichkeit auffällig gewesen. Schliesslich habe der Versicherte auch beim strukturierten klinischen Interview die Kriterien einer zwanghaften Persönlichkeit realisiert. Die Symptomatik lasse sich retrospektiv insbesondere anhand von anamnestischen und Selbstbeurteilungsangaben bis in die Kindheit zurück feststellen. Die Angaben des Vaters  allerdings kaum eine Symptomatik widerspiegeln. Bei der Auswertung der  zur Erfassung der Empathie im Erwachsenenalter würden die Bedingungen für eine Autismus-Spektrum-Störung erfüllt. Ebenso sei im Selbstbeurteilungsbogen zur Erfassung  Züge der kritische Wert überschritten. Insgesamt könne anhand der erhobenen  und Daten sowie des klinischen Bildes die Diagnose eines Asperger-Syndroms nach ICD-10 F84.5 gestellt werden.
6.11 Zum Bericht der Klinik E._ äusserte sich RAD-Arzt Dr. F._ am 25. August 2017 dahingehend, dass der Befundbericht Asperger durch einen Psychologen erstellt worden sei. Es fehle somit eine ärztliche Stellungnahme zur Frage des Krankheitswerts. Der Bericht beruhe zudem auf einer Vielzahl von Selbstbeurteilungsangaben, welchen im Rahmen eines  Abklärungsprozesses eine geringere Bedeutung zukomme als objektiv beobachtbaren Befunden, welche auf eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung, weisen würden.  könnten deshalb im IV-Abklärungsverfahren nicht als massgeblich für die  der Arbeitsfähigkeit gelten. Beim Asperger-Syndrom liege zudem eine seit Kindheit  schwere autistische Störung vor, was aber im Bericht nicht plausibel dargelegt werde. Bei tatsächlichem Vorliegen eines Asperger-Syndroms hätte die Anamnese nicht ohne weiteres erhoben werden können, da schwere Autisten bereits nach kurzer Zeit das Interesse an ihrem Gesprächspartner verlieren würden. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer über Jahre hinweg ein gutes Einkommen habe erzielen können, spreche gegen eine Erkrankung der  Interaktionsfähigkeit mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Diese Diagnose sei daher nicht überzeugend.
Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. März 2017 bei der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverhalts auf das Gutachten von Dr. D._ vom 28. Juni 2016 und die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. F._ vom 3. August 2016 und 25. August 2017. Sie ging deshalb davon aus, dass der Versicherte an  episodisch paroxysmalen Angst (ICD-10 F41.0) leide und in einer angepassten -Tätigkeit circa 80 % als IT-Spezialist arbeitsfähig sei.
7.2.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des  eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier vor. Zunächst ergeben sich Zweifel an der Schlüssigkeit der Ausführungen von Dr. D._ mit Blick darauf, dass dieser weder von der Therapie in der Tagesklinik noch von der Asperger-Abklärung Kenntnis hatte. Seine  Beurteilung war deshalb im Zeitpunkt der Verfügungserlasses nicht mehr auf dem  Stand. Dabei ist zwar festzuhalten, dass es keine allgemeingültige Regel gibt, wann eine Expertise nicht mehr aktuell ist, da es sich gemäss Bundesgericht angesichts der  jedes einzelnen Falles nicht generell sagen lässt, welche konkreten  in gesundheitlicher Hinsicht für eine rechtsgenügliche Sachverhaltsermittlung geboten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2009, 9C_575/2009, E. 3.1 und 3.2.2.2). Klar  jedoch, dass bei Hinweisen auf eine Veränderung des Gesundheitszustands nicht  auf eine ansonsten beweistaugliche Grundlage abgestellt werden kann. In einem  Fall ist von der Verwaltung vor Erlass der Verfügung genau abzuklären, ob sich eine  Sachverhaltsveränderung eingestellt hat, die zu einem Verlaufsgutachten oder aber zumindest zu einer Rückfrage verpflichtet. Dass Anhaltspunkte für einen verschlechterten  vorlagen, ergibt sich vorliegend aus den Akten. So teilte der behandelnde Psychiater Dr. H._ bereits am 23. Oktober 2016 mit, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit Abschluss der Eingliederungsmassnahmen verschlechtert habe und eine  Behandlung geplant sei. Gemäss Angaben der Klinik I._ vom 19. Juli 2017 befand sich der Beschwerdeführer denn auch bereits ab dem 14. Februar 2017 in der tagesklinischen Behandlung, während welcher die Asperger-Abklärung in die Wege geleitet wurde. Bereits vor Erlass der angefochtenen Verfügung am 20. März 2017 bestanden somit sowohl Hinweise auf einen verschlechterten Gesundheitszustandes als auch auf eine Asperger-Symptomatik, welche zu einer Rückfrage beim Gutachter verpflichtet hätten. Nachdem dies unterblieben ist, ist das Gutachten von Dr. D._ vom 28. Juni 2016 unvollständig und kann schon deshalb keine  Beurteilungsgrundlage darstellen. Weiter überzeugt auch die  von Dr. D._ nicht. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine 80%ige  in einer Home-Office Tätigkeit. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Bezug auf die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit selbst bei einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 Abs. 1 ATSG unrealistische Einsatzmöglichkeiten ausser Acht gelassen  müssen (SVR 2011 2011 IV Nr. 6, 9C_1035/2009, E. 4.2.3). Im Zusammenhang mit der von Dr. D._ angeführten Home-Office Tätigkeit des Beschwerdeführers ist davon , dass diese Form der Arbeitsleistung in der Schweiz (noch) praktisch nicht angeboten wird, weshalb sie den gesetzlichen Vorgaben von Art. 16 Abs. 1 ATSG nicht entspricht. Unter diesen
Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht
Umständen kann die der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte 80%ige Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt werden. Das Gutachten von Dr. D._ erweist sich demnach auch  als ungenügend, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.
7.2.2 Auch den Ausführungen von Dr. F._ vom 3. August 2016 und vom 25. August 2017 kann nicht gefolgt werden. Zwar ist mit ihm zunächst einig zu gehen, dass die tagesklinische Therapie noch kein Indiz für eine vollständige Arbeitsunfähigkeit darstellt. Hingegen vermag seine Ansicht zur Asperger-Diagnose nicht zu überzeugen. Soweit er den Bericht von Dr. J._ vom 7. August 2017 sinngemäss als nicht beweistauglich bezeichnet, weil dieser nicht Spezialarzt der Psychiatrie sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Es trifft zu, dass Dr. J._ den Beschwerdeführer als Psychologe untersucht hat. Es ist aber nicht aussergewöhnlich, dass Psychologen oder Psychologinnen im Rahmen einer medizinischen Abklärung Untersuchungen durchführen und Berichte erstellen. Dr. J._ untersuchte den Beschwerdeführer im Auftrag der Klinik I._, welche sich Klarheit über das Vorhandensein einer autistischen Störung  wollte und welche anscheinend selbst nicht über eine entsprechende Möglichkeit zur Abklärung eines allfälligen Asperger-Syndroms verfügt. Dr. F._ wendet hauptsächlich ein, dass die Ergebnisse von Dr. J._ in erster Linie auf Selbstbeurteilungsangaben des  beruhen würden und deshalb nicht aussagekräftig seien. Dass Dr. J._ die Asperger-Abklärung nicht arte legis vorgenommen hätte, wird auch von Dr. F._ vom 25. August 2017 zu Recht nicht geltend gemacht. Es ist demnach davon auszugehen, dass die durchgeführten Tests der gängigen Abklärungsmethode bei einer Asperger-Befunderhebung entsprechen, weshalb den resultierenden Ergebnissen nicht telquel die Beweiskraft  werden kann. Entgegen der Auffassung von Dr. F._ hat Dr. J._ als Psychologe zu Recht zur Auswirkung der Asperger-Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit keine Stellungnahme abgegeben, obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache doch einem Arzt oder einer  (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Dr. F._ lässt weiter ausser Acht, dass in zahlreichen psychiatrischen und neuropsychologischen  Testverfahren durchgeführt und die daraus gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt . Auch der Einwand von Dr. F._, wonach die berufliche Laufbahn des Versicherten  die Annahme einer Asperger-Diagnose spreche, überzeugt nicht, da gerade der  in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten kann. Unter diesen Umständen  Zweifel an der Beurteilung von Dr. F._. Diese werden zudem dadurch verstärkt, dass der RAD-Arzt selbst als Differentialdiagnose nunmehr gewisse zwanghaft oder gar schizoide Persönlichkeitszüge nennt, ohne sich dazu nachvollziehbar zu äussern. Da bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen  ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E.5.3 hiervor und die dortigen  auf die Rechtsprechung), ist die angefochtene Verfügung vom 20. März 2017 aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.
7.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die  hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für  abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen
Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht
Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin  den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin auch unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird den  und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch eine versicherungsexterne  Begutachtung, welche auch eine umfassende Abklärung eines möglichen  miteinschliesst, abzuklären haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser  wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen.
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist  auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der  und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer  die beschwerdeführende Partei als obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen).
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die  von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die  werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und  (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu , dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht  § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine  zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 30. November 2017 für das vorliegende Verfahren einen  von 16.58 Stunden ausgewiesen und ein Honorar von insgesamt Fr. 3'685.20 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) geltend gemacht, was nicht zu beanstanden ist. Dem  ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'685.20 (inkl.  zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über  (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten , wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifüh-
Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht
ren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges  ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen  handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur  und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen , mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).