Decision ID: 31eb46df-57bb-52c2-9781-9f31bb967ab6
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X (geb. 1967) ist Rechtsanwalt und wohnt in A. Seine Ehefrau, von welcher er seit
Mai 2009 getrennt ist, lebt zusammen mit den gemeinsamen Kindern (geb. 1999 und
2001) in B.
B.- In der Steuererklärung für die Staats- und Gemeindesteuern 2009 deklarierte X ein
steuerbares Einkommen von Fr. 109'813.-- und kein steuerbares Vermögen. Die
Veranlagungsbehörde reduzierte das Einkommen um die Einkünfte der Ehefrau von
Fr. 3'000.-- mit dem Hinweis, diese werde getrennt besteuert. Dagegen liess sie einen
Abzug für alleinstehende Steuerpflichtige zu. Insgesamt wurde für die direkte
Bundessteuer 2009 das steuerbare Einkommen auf Fr. 113'600.-- festgesetzt.
Dagegen erhob X mit Eingabe vom 26. März 2012 Einsprache mit dem Antrag, das bei
seiner Ehefrau besteuerte Einkommen sei als Alimente von seinem Einkommen zum
Abzug zuzulassen. Weiter seien die Kinderzulagen nicht zum Einkommen
hinzuzurechnen. Das kantonale Steueramt hiess die Einsprache mit Entscheid vom
10. April 2012 teilweise gut und gewährte einen Abzug für Alimente an die Ehefrau von
Fr. 10'080.-- und an die Kinder von Fr. 17'500.--. Daraus resultierte im
Einspracheentscheid ein steuerbares Einkommen von Fr. 99'600.--.
C.- Gegen den Einspracheentscheid erhob X mit Eingabe vom 8. Mai 2012
Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen sei der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. April 2012
aufzuheben und das steuerbare Einkommen auf Fr. 77'616.--, allerhöchstens auf
Fr. 82'246.-- festzulegen. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom
18. Juni 2012 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Mit Schreiben vom
17. Oktober 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisherigen Ausführungen
vollumfänglich fest. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat stillschweigend auf eine
Stellungnahme zur Beschwerde verzichtet.
Am 29. Oktober 2012 zog die Verwaltungsrekurskommission die Steuerveranlagung
2009 der vom Beschwerdeführer getrennt lebenden Ehefrau bei, zu welcher X am
17. November 2012 Stellung nahm.
Auf die weiteren Einzelheiten wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 8. Mai 2012 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer,
SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- Umstritten ist, ob die von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen
(nachfolgend: SVA) für das Jahr 2009 bezahlten Kinderzulagen beim Einkommen
aufzurechnen sind und in welchem Umfang der Beschwerdeführer
Unterstützungsleistungen an seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und an die
gemeinsamen Kinder in Abzug bringen kann.
a) Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er habe für das Jahr 2009
zwar Kinderzulagen von Fr. 3'600.-- erhalten, jedoch ohne einen entsprechenden
Anspruch zu besitzen. Für das Jahr 2008 habe die SVA die Rückzahlung verfügt und
für das Jahr 2009 werde eine entsprechende Verfügung ergehen. Weiter sei er per
1. Mai 2009 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Die Kinder lebten
ununterbrochen bei ihrer Mutter. Es bestehe weder eine gerichtliche noch sonst eine
schriftliche Vereinbarung. Seine Ehefrau erziele nach seinem Wissen nur ein sehr
geringes Einkommen von max. Fr. 300.-- monatlich, weshalb er für den gesamten
Unterhalt aufkomme. Er bezahle sämtliche Rechnungen wie Miete, Krankenkassen etc.
Seine Frau habe überdies während des ganzen Jahres 2009 eine Zweitkarte der
Eurocard seines Kontos gehabt, über welche sie habe frei verfügen können. Er gehe
davon aus, dass seine Frau für das Jahr 2009 mit Fr. 50'000.-- veranlagt worden sei.
Dieser Betrag sei nahezu ausschliesslich von ihm finanziert worden, weshalb
Fr. 46'000.-- (Fr. 50'000.-- abzüglich Fr. 4'000.--) als Unterhaltszahlungen zuzulassen
seien. Aber selbst wenn von Fr. 27'580.-- auszugehen sei, so wäre diese Summe
lediglich für acht Monate zu veranschlagen. Er sei aber bereits in den Monaten Januar
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bis April 2009, damals noch in der ehelichen Wohnung lebend, für den Unterhalt der
Familie aufgekommen. Wenn man von der Berechnungsweise der Vorinstanz ausgehe,
wäre der Betrag hochzurechnen und von Unterhaltszahlungen im Umfang von
Fr. 41'370.-- auszugehen.
Die Vorinstanz hält dem entgegen, die der Beschwerdeschrift beigelegte Verfügung der
SVA vom 17. August 2010 betreffe die Rückforderung der im Jahr 2008 ausbezahlten
Kinderzulagen. Eine Verfügung über die Rückforderung der Kinderzulagen, welche im
Jahr 2009 ausbezahlt worden seien, liege nicht vor. Die Kinderzulagen von Fr. 4'800.--
für das Jahr 2009 seien dem Beschwerdeführer effektiv zugeflossen. Sie könnten,
soweit sie aufgrund einer rechtskräftigen Verfügung der SVA zurückbezahlt werden
müssten, im Rückzahlungsjahr gegen einen entsprechenden Zahlungsnachweis vom
steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Im Einspracheverfahren seien
Unterhaltsbeiträge von Fr. 10'080.-- für die vom Beschwerdeführer getrennt lebende
Ehefrau sowie Fr. 17'500.-- für die minderjährigen Kinder gemäss der vom damaligen
Steuerberater und Treuhänder des Beschwerdeführers, Z, eingereichten Aufstellung
zum Abzug zugelassen worden. Abziehbar seien die tatsächlich bezahlten
Unterhaltsbeiträge, d.h. die Zahlungen ab der tatsächlichen Trennung per 1. Mai 2009.
Eine Hochrechnung auf zwölf Monate sei deshalb nicht möglich. Weiter werde die
Höhe der angeblich geleisteten Unterhaltszahlungen nicht mittels dazu geeigneten
Belegen (Zahlungsnachweise, Kontoauszüge etc.) nachgewiesen. Der
Beschwerdeführer vermöge damit die Unterhaltsbeiträge nicht zu belegen.
b) aa) Gemäss Art. 16 Abs. 1 DBG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen
Einkünfte der Einkommenssteuer. Die Ausnahmen, soweit sie nicht begrifflicher Natur
sind, werden in Art. 24 DBG abschliessend aufgezählt.
Nach dem Prinzip der Reineinkommensbesteuerung werden grundsätzlich alle
Vermögenswerte, die dem Steuerpflichtigen während eines bestimmten Zeitabschnittes
zufliessen, gesamthaft als Einkommen besteuert (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 7 zu Art. 16 DBG). Ob im konkreten Fall ein
Reinvermögenszugang vorhanden ist, beurteilt sich nach ökonomischen
Gesichtspunkten. Eine Zunahme der wirtschaftlichen Verfügungsmacht erfolgt durch
den Zufluss von Eigentum an Vermögenswerten oder durch den Erwerb von
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Forderungen. Der Einkommenszufluss ist ein faktischer Vorgang, der damit
abgeschlossen ist, dass der Steuerpflichtige die wirtschaftliche Verfügungsmacht über
die zugeflossenen Vermögenswerte innehat. Es wird steuerrechtlich auf das abgestellt,
was sich real zugetragen hat (M. Reich, Die ungerechtfertigte Bereicherung und andere
rechtsgrundlose Vermögensübergänge im Einkommenssteuerrecht, in: FStR 2004,
S. 6). Kein Reinvermögenszufluss liegt vor, wenn der Vermögenszugang mit einer
korrespondierenden Verpflichtung zur Rückgabe oder zur Übertragung eines anderen
Vermögenswerts belastet ist. Vorausgesetzt wird jedoch, dass die Verpflichtung zur
Rückzahlung auch tatsächlich eingefordert wird (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 25 zu VB zu Art. 16-39 DBG). Keine mit dem Zufluss in qualifizierter Weise
zusammenhängenden Vermögensabgänge sind Rückleistungen von Zuflüssen, deren
Rechtsgrund nicht bereits im Zuflusszeitpunkt, sondern erst nachträglich entstanden
sind (M. Reich, in: Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht,
Bd. I/2a, 2. Aufl. 2008, N 22a zu Art. 16 DBG).
bb) Gemäss Art. 18 des Kinderzulagengesetzes (sGS 371.1) haben im Hauptberuf
Selbständigerwerbende Anspruch auf Kinderzulagen. Der Anspruch entsteht nicht oder
erlischt, wenn das steuerbare Einkommen Fr. 65'000.-- im Jahr übersteigt.
Massgebend ist dabei die für das Bezugsjahr geltende rechtskräftige
Steuerveranlagung (Art. 6 der Kinderzulagenverordnung, sGS 371.11). Der
Rechtsgrund für die Rückforderung entsteht demnach erst nach Vorliegen der
rechtskräftigen Steuerveranlagung und nicht bereits im Zeitpunkt der Ausrichtung der
Kinderzulagen. Da der Beschwerdeführer die Steuerveranlagung 2009 angefochten hat,
ist diese noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Dementsprechend konnte die SVA die
Rückzahlung der für das Jahr 2009 ausbezahlten Kinderzulagen – im Gegensatz zu
denjenigen für das Jahr 2008 (vgl. act. 2/2) – noch nicht einfordern. Der
Rechtsanspruch der SVA auf Rückforderung der Kinderzulagen entsteht vielmehr erst
nach Rechtskraft der Veranlagungsverfügung 2009. Der Entscheid der Vorinstanz, die
Kinderzulagen zum Einkommen hinzuzurechnen, ist damit nicht zu beanstanden.
cc) Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
c) aa) Unterhaltsbeiträge sind regelmässig oder unregelmässig wiederkehrende
Unterstützungen und Unterhaltsleistungen zur Deckung des laufenden Lebensbedarfs,
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die dem Empfänger keinen Vermögenszuwachs verschaffen. Angesichts der
Familienbesteuerung (vgl. Art. 9 DBG) sind solche Aufwendungen für den Unterhalt von
Familienmitgliedern grundsätzlich nicht abzugsfähig (vgl. Art. 34 lit. a DBG). Damit die
Unterhaltsbeiträge trotzdem abgezogen werden können, muss die
Familiengemeinschaft aufgelöst sein (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 f. zu
Art. 33 DBG). Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG bestimmt daher, dass von den Einkünften die
Unterhaltsbeiträge an den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt
lebenden Ehegatten sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter
dessen elterlichen Sorge oder Obhut stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen in
Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstützungspflichten
abgezogen werden. Wer Unterhaltsbeiträge für Kinder leistet und diese gestützt auf
Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG von seinen Einkünften abzieht, trägt steuerlich betrachtet keine
Kosten des Kinderunterhalts; er kann keinen Kinderabzug nach Art. 213 Abs. 1 lit. a
DBG geltend machen (Richner/Frei/Kauf-mann/Meuter, a.a.O., N 63 zu Art. 33 DBG).
Es besteht kein Wahlrecht zwischen dem Abzug für geleistete Unterhaltsbeiträge und
dem Kinderabzug (SGE 2005 Nr. 21).
Da es sich bei den Unterhaltskosten um eine steuermindernde Tatsache handelt,
obliegt der Nachweis für die effektive Zahlung jener Person, welche die Beiträge
steuerlich zum Abzug bringt. In der Praxis dürften dabei in aller Regel
Lastschriftanzeigen oder Bank- bzw. Postkontenauszüge sowie Empfangsquittungen
genügen (Zigerlig/Jud, in: Zweifel/Athanas, a.a.O., N 21i zu Art. 33 DBG; StE 2005
B 27.2 Nr. 28). Aus den Post- oder Bankbelegen müssen sowohl der Leistende als
auch der Empfänger klar ersichtlich sein (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 57
zu Art. 213 DBG).
bb) Der Beschwerdeführer lebt nach seiner Darstellung seit dem 1. Mai 2009 von seiner
Ehefrau getrennt. Eine schriftliche Vereinbarung betreffend das Getrenntleben und/oder
die Unterhaltsbeiträge wurde keine getroffen, was die Vorinstanz richtigerweise auch
nicht als Grund für die Verweigerung der Abzugsfähigkeit der Unterhaltsbeiträge
betrachtete. Die Steuererklärung für das Jahr 2009 reichte der Beschwerdeführer für
sich und seine Ehefrau gemeinsam am 30. März 2011 (Eingang: 9. April 2011) ein. In
der Folge wurde die Ehefrau separat nach Ermessen veranlagt. Auf Einsprache hin liess
die Vorinstanz beim Beschwerdeführer aufgrund einer mit der Steuererklärung 2010
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von seinem Treuhänder eingereichten Aufstellung Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau
von Fr. 10'080.-- und an die gemeinsamen Kinder von Fr. 17'800.-- zum Abzug zu.
Diese Beträge wurden gemäss Aufstellung für eine Wohnungsmiete von Fr. 1'510.--,
ein Haushaltsgeld von Fr. 1'500.--, Krankenkassenprämien von Fr. 730.-- und für
diverse Auslagen von Fr. 200.-- aufgewendet, insgesamt Fr. 3'940.-- pro Monat bzw.
Fr. 27'580.-- für Juni bis Dezember 2009 (vgl. act. 6/Ii).
Im Beschwerdeverfahren erhielt der beweispflichtige Beschwerdeführer die
Gelegenheit, Belege über Unterhaltszahlungen an seine getrennt lebende Ehefrau und
die Kinder beizubringen (act. 16). Dieser Aufforderung kam er nur teilweise nach, indem
er zwar Kontoauszüge einreichte. Diese beschlagen jedoch einen Zeitraum, in dem die
Eheleute noch zusammenlebten, nämlich Januar bis März 2009 (act. 18/1-3). Der
Beschwerdeführer kam somit seiner Beweispflicht nicht nach. Immerhin ist glaubhaft,
dass er für die Wohnungsmiete sowie die Krankenkassenprämien aufkommt und dass
er einen Teil der Haushaltskosten trägt. Der von seinem Treuhänder errechnete Betrag
von Fr. 3'940.-- (inkl. Diverses) pro Monat erscheint dabei plausibel.
Die Vorinstanz liess die Aufwendungen ab Juni 2009, insgesamt während sieben
Monaten, zum Abzug zu (Fr. 27'580.--). Die vor der Trennung geleisteten Beiträge sind
nicht abzugsfähig, da sie während der Dauer der ehelichen Gemeinschaft angefallen
sind. In der Aufstellung des Treuhänders des Beschwerdeführers werden Zahlungen an
die getrennt lebende Ehefrau ab 1. Juni 2009 vermerkt. Der Beschwerdeführer macht
zwar geltend, er sei am 1. Mai 2009 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Einen
Nachweis für Zahlungen während des Monats Mai 2009 hat er allerdings nicht
beigebracht. Im Übrigen ist es nicht gerechtfertigt, die der Ehefrau aufgerechneten
Einkünfte von Fr. 45'000.-- als Unterhaltsbeiträge des Beschwerdeführers
anzuerkennen, da diese Einkünfte ermessensweise festgesetzt wurden, nachdem die
Ehefrau keine Steuererklärung einreichte und damit keine Deklaration von
Unterhaltsbeiträgen vorliegt. Es hat daher bei dem von der Vorinstanz gewährten
Abzug von Fr. 27'580.-- sein Bewenden.
Der Vollständigkeit halber ist die Frage aufzuwerfen, ob überhaupt eine Trennung in
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finanzieller Sicht als Voraussetzung für eine separate Veranlagung bestanden hat,
soweit die Behauptung des Beschwerdeführers zutrifft, seine Ehefrau habe nach der
Trennung für sämtliche Auslagen sich seiner Zweitkarte bedienen dürfen. Nachdem die
Ehefrau aber bereits separat veranlagt worden ist, ist darauf nicht mehr weiter
einzugehen.
d) Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt abzuweisen.
3.- Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Verfahrensausgang
entsprechend sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
(Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- ist angemessen (vgl.
Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu verrechnen.