Decision ID: 041cea4b-859a-567e-9a44-b66b46c5993f
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 15. August 2008 wegen eines chronischen lumbo-
vertebralen Syndroms und einer rechtsseitigen Zerviko-Brachialgie zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 1). Das Versicherungsgericht hielt das von der IV-Stelle bei Dr.
B._, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr. med. C._, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, eingeholte bidisziplinäre (rheumatologisch-
psychiatrische) Gutachten vom 10. April 2013 (IV-act. 141; zum psychiatrischen
Teilgutachten vom 23. Februar 2013 und zur Ergänzung von Dr. C._ vom
9. Dezember 2013, siehe IV-act. 136 und IV-act. 154) nicht für beweiskräftig. Es hob
die rentengesuchabweisende Verfügung vom 11. Juli 2014 (IV-act. 162) auf und wies
die Sache zur neuerlichen medizinischen Begutachtung der Versicherten an die IV-
Stelle zurück (siehe hierzu sowie zum bis dahin massgebenden Sachverhalt den
Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. Oktober 2016, IV 2014/398, IV-act. 180;
vgl. auch den zuvor am 5. Dezember 2011 ergangenen Entscheid des
Versicherungsgerichts, IV 2009/272, IV-act. 87, worin die sich auf die Einschätzungen
des RAD-Arztes Dr. med. D._, Facharzt u.a. für Arbeitsmedizin, vom 20. Oktober
2008, IV-act. 22, und vom 4. Mai 2009, IV-act. 39, stützende
rentengesuchsabweisende Verfügung vom 30. Juli 2009, IV-act. 51, aufgehoben
wurde).
A.a.
Mit Zwischenverfügung vom 8. März 2017 ordnete die IV-Stelle eine bidisziplinäre
(rheumatologisch-psychiatrische) Begutachtung der Versicherten durch die
medizinischen Sachverständigen der SMAB AG, E._, Dr. med. F._, Facharzt für
Rheumatologie, und Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, an
(IV-act. 198; siehe auch IV-act. 190). Die dagegen gerichtete Beschwerde vom 6. April
A.b.
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2017, worin die Versicherte eine polydisziplinäre Begutachtung beantragte (IV-
act. 201-2 ff.), wies das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 29. August 2017,
IV 2017/140, ab (IV-act. 208).
Am 15. und 20. Dezember 2017 wurde die Versicherte in der SMAB-AG von den
Dres. G._ und F._ untersucht. Im Gutachten vom 29. Januar 2018 stellte Dr. F._
folgende Diagnosen, denen er eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beimass:
1. Status nach mikrochirurgischer Diskektomie C5/6 und Cageeinlage im Oktober
2018; 2. Status nach Nukleotomie und Dekompression L4/5 links im April 2010;
3. Status nach Rezidivhernienoperation L4/5 links im November 2011 und 4. Status
nach Knie-Totalprothese links im Juni 2015. Dr. G._ diagnostizierte 1. eine
rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F33.9; DD:
residuale affektive Störung bei langjähriger Benzodiazepinabhängigkeit [ICD-10:
F13.72]), und 2. eine Benzodiazepinabhängigkeit. Diese beiden Leiden würden zu
keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führen. Im Rahmen des bidisziplinären
Konsenses bescheinigten die beiden Gutachter bezogen sowohl auf die angestammte
Tätigkeit als Reinigungskraft als auch eine (andere) leidensangepasste Tätigkeit eine
80%ige Arbeitsfähigkeit. Retrospektiv wurde der Verlauf der Arbeitsfähigkeit
folgendermassen eingeschätzt: «Von Februar 2008 bis zum bidisziplinären Gutachten
vom 10. April 2013 ist die AF nur aus psychiatrischer Sicht beurteilbar, es ergibt sich
folgendes: Februar 2008 - Februar 2010: AF 100%; März 2010 - Februar 2011:
AF 70-80%; März 2011 - Eintritt in die Tagesklinik am 16. Mai 2011: AF 50%; während
des tagesklinischen Aufenthaltes vom 16.05.2011 - 01.07.2011 war die AF aufgehoben;
ab Austritt aus der Tagesklinik am 01.07.2011 bis zum bidisziplinären Gutachten
Dr. B._ und Dr. C._ vom 10.04.2013 betrug die AF 70-80%» (IV-act. 219,
insbesondere IV-act. 219-20 ff.). Der RAD-Arzt Dr. med. H._, Facharzt u.a. für Innere
Medizin, hielt die Beurteilung der Dres. F._ und G._ für umfassend und gründlich
(Stellungnahme vom 28. Februar 2018, IV-act. 220).
A.c.
Gestützt auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Dres. F._ und G._ stellte die
IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 29. März 2018 die Abweisung ihres
Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 222). Dagegen erhob die Versicherte am 7. Juni
2018 Einwand. Sie hielt das Gutachten der Dres. F._ und G._ für mangelhaft und
reichte u.a. eine Stellungnahme des seit März 2010 behandelnden Dr. med. I._,
A.d.
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B.
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Mai 2018 ein. Darin äusserte er
sich kritisch zum psychiatrischen Teil des Gutachtens (IV-act. 228; zum Beginn der
Therapie bei Dr. I._ siehe IV-act. 82-1). Dr. G._ setzte sich im Schreiben vom
12. Februar 2019 mit der Kritik von Dr. I._ auseinander und hielt an seiner
Einschätzung fest (IV-act. 242). Am 1. April 2019 verfügte die IV-Stelle die Abweisung
des Rentengesuchs. Ausgehend von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit ermittelte sie
im Rahmen eines Einkommensvergleichs einen 20%igen Invaliditätsgrad (IV-act. 245).
Gegen die Verfügung vom 1. April 2019 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 15. Mai 2019. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten und Ent
schädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen.
Eventualiter sei eine BEFAS-Abklärung mit psychiatrischer und körperlicher Betreuung
im Appisberg Männedorf von mindestens 4 Wochen Dauer anzuordnen und
durchzuführen. Subeventualiter habe das angerufene Gericht ein neues unabhängiges
Gutachten, insbesondere in der Disziplin Psychiatrie, anzuordnen. Im Wesentlichen
bringt die Beschwerdeführerin vor, die gutachterliche Beurteilung von Dr. G._ sei
mangelhaft. Zudem bestehe offensichtlich eine persönliche Befangenheit zwischen
J._, Leiterin Geschäftsstelle und Mitglied der Geschäftsleitung, und Dr. I._.
Gestützt auf dessen Beurteilung sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen. Ausserdem hält die Beschwerdeführerin die von der Beschwerdegegnerin
ermittelten Vergleichseinkommen für falsch und fordert einen mindestens 20%igen
Tabellenlohnabzug bei der Bestimmung des Invalideneinkommens (act. G 1). Sie reicht
u.a. eine weitere Stellungnahme von Dr. I._ vom 7. Mai 2019 ein (act. G 1.11).
B.a.
Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom
12. September 2019 die Abweisung der Beschwerde. Sie macht geltend, dass das
bidisziplinäre Gutachten der Dres. F._ und G._ die Anforderungen an
beweiskräftige Gutachten erfülle und sie den Einkommensvergleich korrekt
vorgenommen habe (act. G 4).
B.b.
In der Replik vom 10. Oktober 2019 hält die Beschwerdeführerin unverändert an
der Beschwerde fest (act. G 7).
B.c.
Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 9).B.d.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin. Bezüglich der massgebenden rechtlichen Bestimmungen ist
auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. Oktober 2016, IV 2014/398,
E. 2.2 f. (IV-act. 180-11 f.) zu verweisen.
2.
Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob der
medizinische Sachverhalt nunmehr mit dem bidisziplinären Gutachten der Dres. F._
und G._ spruchreif erstellt ist.
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.1.
Die Beschwerdeführerin bringt vor, es bestehe eine «persönliche Befangenheit»
zwischen Dr. I._ und Frau J._ (act. G 1, Rz 11; siehe auch act. G 1, Rz 9.1; siehe
auch act. G 7, Rz 3). Allerdings stützt die Beschwerdeführerin ihr Vorbringen nicht auf
konkrete Hinweise. Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten. Ausserdem legt die
Beschwerdeführerin weder dar noch ist ersichtlich, dass die betriebswirtschaftliche
Leiterin der SMAB AG, Frau J._, (IV-act. 185-1 unten) inhaltlich Einfluss auf das
Ergebnis des Gutachtens nehmen konnte. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass
sie das Gutachten als mit der rein administrativen Abwicklung des Gutachtensauftrags
betrautes Mitglied der Geschäftsleitung mitunterzeichnete. Als mit der medizinischen
Verantwortung der Geschäftsleitung betrautes Geschäftsleitungsmitglied und als mit
der medizinischen Supervision betraute Person unterschrieben jedenfalls andere (IV-
act. 219-32). Des Weiteren sind Hinweise, die einen Anschein von Befangenheit von
Dr. G._ zu begründen vermögen, weder erkennbar noch substanziiert geltend
gemacht worden. Entgegen der Sichtweise der Beschwerdeführerin (act. G 7, Rz 3)
vermag der Umstand, dass medizinische Sachverständige wiederholt mit der Erstellung
von Administrativgutachten beauftragt werden und entsprechende Umsätze
generieren, für sich allein betrachtet ebenfalls keinen Anschein der Befangenheit zu
2.2.
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begründen (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2020, 8C_264/2020,
E. 3.2.2 mit Hinweisen). Dass sich die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin «nicht
daran zu erinnern» vermag, von Dr. G._ «je ein Gutachten mit einer zugestandenen
massgeblichen Arbeitsunfähigkeit gesehen zu haben» (Unterstreichung gemäss
Original; act. G 7, Rz 3), ist mangels Repräsentativität ihrer Erinnerungen und mangels
näherer Substanziierung ebenfalls nicht geeignet den Anschein von Befangenheit zu
erwecken (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2020, 9C_232/2020,
E. 4.1.3). Ins Gewicht fällt ausserdem, dass sich weder aus dem bidisziplinären
Gutachten vom 29. Januar 2018 (IV-act. 219) noch aus der Stellungnahme von
Dr. G._ vom 12. Februar 2019 (IV-act. 242) Anhaltspunkte auf den von der
Beschwerdeführerin behaupteten «zynischen Diskurs» (act. G 1, Rz 11) ergeben.
Solche werden von der Beschwerdeführerin denn auch gar nicht konkret benannt.
Anderes gilt hingegen bezüglich Dr. I._. Dieser äusserte sich wiederholt in einer über
die Grenze der Sachlichkeit hinausgehenden Weise, die teilweise in Spott gipfelte
(siehe etwa: «Es ist allerdings sehr wertzuschätzen, dass von der SMAB AG
medizinische Laien und fachfremde Personen bei der Verfassung des psychiatrischen
Berichts [vom 12. Februar 2019] mitinvolviert wurden»; «Ich bedanke mich auch für die
ausführliche Leere [sic] über das AMDP System [...]»; «Es ist eine wunderschöne
Darstellung, vielleicht genügend für die mitunterzeichnenden Nichtpsychiater und
Nichtmediziner, aber alles andere als eine psychiatrisch neutrale Feststellung.»; «Viel
mehr hat sich der Gutachter erneut unparteiisch [sic] bzw. versicherungsfreundlich
geäussert und aus dem ganzen Bericht nur die Bruchteile als Beweise entnommen,
dass er [sic] sich bei dieser weitgehend chronifizierten Patientin um eine Simulantin
handelt, die bloss aus Willkür die Psychopharmaka einnimmt», act. G 1.11). Einzig in
der Person von Dr. I._ offenbaren die Akten demnach eine unsachliche, stark
emotional gefärbte Darstellung, die Fragen an seiner Unvoreingenommenheit aufwirft.
Dieser Eindruck wird auch durch die Eindeutigkeit und Zweifellosigkeit bekräftigt, mit
der Dr. I._ die von ihm bescheinigte Arbeitsunfähigkeit begründet («Damit kann bei
der Patientin ganz klar von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf freiem
Wirtschaftsmarkt ausgegangen werden», IV-act. 228-11) und die sich mit dem
komplexen Fall der Beschwerdeführerin mit ausgewiesenen Inkonsistenzen (siehe
nachstehende E. 2.3.3) schlecht verträgt. Im Übrigen ist seine Kritik auch inhaltlich
unbegründet (siehe nachstehende E. 2.3.3 ff.).
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Gegen die Beurteilung von Dr. G._ führt die Beschwerdeführerin hauptsächlich
die davon abweichende Einschätzung des behandelnden Dr. I._ ins Feld (siehe zu
dessen Stellungnahmen vom 12. Mai 2018, IV-act. 228-8 ff., und vom 7. Mai 2019, act.
G 1.11).
2.3.
Ein den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches
Gutachten (BGE 125 V 351 f. E. 3a und b) kann nicht in Frage gestellt werden und
Anlass zu weiteren Abklärungen bieten, wenn und sobald die behandelnden
medizinischen Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen
oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält
es sich nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, die im
Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer
anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2016,
9C_668/2015, E. 3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der
Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet einer psychiatrischen
Fachperson - sei sie nun in therapeutischer oder in begutachtender Funktion - daher
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind,
sofern die Beurteilung des Experten oder der Expertin die Beweisanforderungen erfüllt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).
2.3.1.
Die Einschätzung eines psychischen Krankheitsbilds und dessen allfällige Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit muss sich - mangels zuverlässiger bzw. bewährter
Messmethodik - zwangsläufig zunächst auf die Angaben und das Verhalten der ver
sicherten Person stützen. Um Beweiskraft erlangen zu können, muss eine objektive
fachmedizinische Beurteilung insbesondere diesem Umstand Rechnung tragen.
Deshalb ist eine umfassende Prüfung der Konsistenz und der Plausibilität der
Leidensschilderung sowie -präsentation für die Gewährleistung einer möglichst
objektiven fachmedizinischen Beurteilung der gesundheitlichen Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit von zentraler Bedeutung. Gemäss Qualitätsleitlinien für
versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für
Psychiatrie und Psychotherapie SGPP (3. vollständig überarbeitete und ergänzte
Auflage, 16. Juni 2016) ist eine Stellungnahme zur Authentizität von Beschwerden, von
präsentierten Symptomen und von Leistungseinschränkungen denn auch
obligatorischer Bestandteil eines versicherungspsychiatrischen Gutachtens. Das
beinhaltet eine Stellungnahme zur Frage, ob die berichteten Beschwerden und
präsentierten Symptome in sich konsistent sind oder ob Diskrepanzen, allenfalls sogar
Widersprüche bestehen. Dies gelingt am ehesten durch eine Gegenüberstellung der
2.3.2.
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erhobenen Informationen mit Hilfe der verschiedensten methodischen Zugänge.
Diesbezüglich sind Hinweise aus der Verhaltensbeobachtung und dem
Anamneseverlauf relevant. Hierzu können z.B. eine auffallend diffuse
Beschwerdeschilderung, die fehlende Angabe von Details oder Beispielen zu den
Beschwerden auch auf Nachfrage, Widersprüchlichkeiten innerhalb der Anamnese,
zwischen Anamnese und Verhalten, zu Auskünften von Dritten, zwischen
Anamneseverlauf sowie zwischen Verhalten und Testsituation gehören (Leitlinien,
S. 29).
Bei der Würdigung der Stellungnahmen von Dr. I._ vom 12. Mai 2018 (IV-
act. 228-8 ff.) und vom 7. Mai 2019 (act. G 1.11) fällt zunächst auf, dass sie -
abgesehen von der Wiederholung der Behandlungsgeschichte (IV-act. 288-9 unten) -
keine erkennbare Konsistenzprüfung - namentlich bezüglich Alltagsaktivitäten - enthält
und er die Leidensangaben der Beschwerdeführerin vorbehaltlos zu übernehmen
scheint. Das Versicherungsgericht kritisierte im Entscheid vom 3. Oktober 2016,
IV 2014/398, E. 3.4, gerade, dass der Gutachter Dr. C._ die Angaben der
Beschwerdeführerin nicht kritisch genug hinterfragt und auf ihre Plausibilität hin geprüft
habe (IV-act. 180-14 unten). Demgegenüber beschrieb Dr. G._ plausibel
Widersprüche und Diskrepanzen. So «bestand eine erhebliche Diskrepanz zwischen
den von der Versicherten verbalisierten Beschwerden und dem zu beobachtenden
Verhalten (Mimik, Gestik, Gesprächsaktivität) in der Untersuchungssituation» (IV-
act. 219-21 Mitte; siehe auch IV-act. 219-26 oben und IV-act. 219-42). Zudem habe die
Beschwerdeführerin berichtet, dass sie im Längsschnitt schon seit 30 Jahren an
Depressionen leide (IV-act. 219-21 Mitte und IV-act. 219-30 unten). Hinzu kommt, dass
auch ihre Aussagen zum Aktivitätsniveau im Haushalt inkonsistent sind (IV-act. 219-26
oben).
2.3.3.
Die Ausführungen von Dr. I._ selbst erweisen sich ausserdem teilweise als
aktenwidrig. So trifft namentlich der Vorwurf nicht zu, dass Dr. G._ die
Beschwerdeführerin als «Simulantin» (act. G 1.11, S. 2) bezeichnete oder darstellte.
Ebensowenig trifft zu, dass Dr. G._ die im Nachgang zur stationären psychiatrischen
Behandlung in der Psychiatrischen Klinik K._ vom 15. Mai bis 27. Mai 2015 erfolgte
Knieoperation «nicht dokumentierte» (IV-act. 228-9 unten). So erwähnte Dr. G._ die
für den 11. Juni 2015 geplante Knieoperation nicht bloss, sondern setzte sie sogar in
einen schlüssigen Kontext zu den Angstgefühlen der Beschwerdeführerin (IV-
act. 219-47). Diese Würdigung lässt sich denn auch mit den Ausführungen im
Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik K._ vereinbaren, wonach sich die
Beschwerdeführerin im Verlauf der stationären Behandlung «die bevorstehende
2.3.4.
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operative Sanierung des Knies» zugetraut habe (IV-act. 174-6). Im Übrigen erweist sich
auch die Kritik von Dr. I._ bezüglich des retrospektiven Arbeitsfähigkeitsverlaufs
inhaltlich als nicht überzeugend (IV-act. 228-9). Dass Dr. G._ ab Beginn und während
der Dauer der stationären Behandlung von keiner Arbeitsfähigkeit ausging (IV-
act. 219-47; «aufgehoben», IV-act. 219-24 unten), ist nachvollziehbar nicht auf eine
gesundheitliche Verschlechterung zurückzuführen, sondern liegt im stationären
Behandlungsrahmen begründet, der einer Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit ent
gegenstand. Auch die von Dr. G._ vermutete, durch die stationäre Rehabilitation
erzielte Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
geht offenkundig aus dem Austrittsbericht vom 1. Dezember 2015 hervor: Beim Eintritt
am 15. Mai 2015 wurde eine «depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode
ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2)» diagnostiziert. Es zeigte sich ein
deutlich depressives, affektiv gestörtes Zustandsbild (siehe den Austrittsbericht vom
1. Dezember 2015, IV-act. 174-5). Durch die stationäre Behandlung konnte nebst den
bereits erwähnten Ängsten vor einer Knieoperation u.a. eine zunehmende Stabilisierung
sowie eine erhöhte Schwingungsfähigkeit erreicht werden. In damit zu vereinbarender
Weise steht der beim Austritt erhobene Befund (z.B. «Affekte leicht eingeschränkt
schwingungsfähig» und «Psychomotorik etwas unruhig», IV-act. 174-6), was sich
insbesondere auch nicht mit der von Dr. I._ behaupteten (IV-act. 228-9) unverändert
gebliebenen schweren depressiven Episode bzw. vollständigen Arbeitsunfähigkeit
verträgt.
Entscheidend ist weiter, dass sich aus den Stellungnahmen von Dr. I._ keine
objektiven Gesichtspunkte ergeben, die Dr. G._ ausser Acht gelassen hätte. Vielmehr
beschränkt sich seine Sichtweise auf eine andere Interpretation. Dabei bleibt im
Übrigen unklar, auf welche Untersuchungen bzw. auf welche Grundlage sich Dr. I._
bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin stützt. Aus den von der Beschwerdegegnerin beigezogenen
Krankenkassenabrechnungen (act. G 4.2) ergibt sich nämlich nicht, dass im Zeitpunkt
der Stellungnahme vom 12. Mai 2018 (IV-act. 228-8 ff.) oder in den Jahren 2017 und
2018 eine relevante Gesprächstherapie oder Untersuchung durchgeführt wurde. Auch
aus der Stellungnahme selbst geht nicht hervor, ob ihr überhaupt eine zeitnahe
persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin durch Dr. I._ zugrunde liegt.
Dieser äusserte sich lediglich als «langjähriger Therapeut der Patientin» (IV-act. 228-8),
wobei die langjährige Therapie durch ihn allerdings im Wesentlichen auf die
Verschreibung von Psychopharmaka beschränkt war, jedenfalls in den Jahren 2017
und 2018. Die Beschwerdegegnerin bringt insbesondere zu Recht vor, dass eine
2.3.5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/14
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regelmässige Gesprächstherapie weder aktenkundig ist noch aus den
Krankenkassenabrechnungen (act. G 4.2) hervorgeht (IV-act. 244 und IV-act. 245-2).
Dies blieb im Übrigen von der rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin
unbestritten (vgl. act. G 1 und G 7). Vielmehr lässt sich der Replik entnehmen, dass
sich die Behandlung bei Dr. I._ auf das Verschreiben von Medikamenten beschränkt
(act. G 7, S. 4 am Schluss).
Aus der Sicht der Beschwerdeführerin stellt es zudem einen Mangel dar, dass sich
Dr. G._ nicht mit Dr. I._ ausgetauscht hat (act. G 1, Rz 9.1). In Anbetracht
namentlich dessen, dass Dr. G._ umfassende Kenntnis der relevanten Vorakten hatte
(IV-act. 219-3 ff.), sich damit in ausführlich begründeter Weise auseinandersetzte (IV-
act. 219-40 f. und IV-act. 219-44 ff.) und auch die bundesgerichtliche Rechtsprechung
die Notwendigkeit eines solchen Austausches in das freie Ermessen der
begutachtenden Person stellt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2018,
8C_137/2018, E. 4.2.2), ist nicht ersichtlich, weshalb der Verzicht auf einen
persönlichen Austausch mit Dr. I._ einen Mangel darstellt. Zu wiederholen ist, dass
sich die Therapie bei Dr. I._ hauptsächlich im Verschreiben von Medikamenten
erschöpfte und offenbar keine Gesprächstherapie erfolgte. Zudem bringt die
Beschwerdeführerin weder konkret vor noch ist ersichtlich, welche relevanten
objektiven Umstände durch den Verzicht auf die Kontaktaufnahme mit Dr. I._
unbeachtet geblieben sind. Schliesslich hat sich Dr. G._ am 12. Februar 2019 in
durchgehend sachlicher Weise ausführlich und nachvollziehbar zur Stellungnahme von
Dr. I._ geäussert (IV-act. 242).
2.4.
Bei der Würdigung des bidisziplinären Gutachtens vom 29. Januar 2018,
insbesondere der Beurteilung von Dr. G._, fällt ins Gewicht, dass sie auf einer
umfassenden persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin (zur 80-minütigen
persönlichen Untersuchung durch Dr. G._ siehe IV-act. 219-38), einer ausführlichen
Auseinandersetzung mit den Vorakten und einer schlüssigen Konsistenz- und
Ressourcenbeurteilung (IV-act. 219-42 f, IV-act. 219-44 Mitte; siehe auch zur
Alltagsbewältigung, die sich bis spät in die Nacht zieht IV-act. 219-35 f.) beruht. Die
von den beiden Gutachtern gezogenen Schlüsse leuchten ein. Objektiv relevante
Gesichtspunkte, die von ihnen übersehen worden wären, ergeben sich weder aus den
Ausführungen der Beschwerdeführerin noch den übrigen Akten. Der medizinische
Sachverhalt erscheint mit der Beurteilung durch die Dres. G._ und F._ spruchreif
abgeklärt, zumal eine bis zum Erlass der Verfügung am 1. April 2019 nachträglich
eingetretene Verschlechterung weder geltend gemacht wurde noch ersichtlich ist (vgl.
act. G 1; zur erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens geltend gemachten
2.5.
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Verschlechterung siehe act. G 7, Rz 5). Die Beurteilung von Dr. G._ erweist sich im
Ergebnis als eher streng, da er sämtlichen psychiatrischen Diagnosen «seit diesem
Gutachten» eine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit absprach (IV-act. 219-40 Mitte und
IV-act. 219-47). Sie ist in sich jedoch schlüssig begründet. Auch die Auswirkungen des
Benzodiazepin-Konsums, wie sie sich ihm anlässlich der Untersuchung präsentierten,
scheint er genügend berücksichtigt zu haben. Wobei die Referenzwerte ohnehin eher
gegen eine übermässige Konsumation sprechen (IV-act. 219-40; zum bereits früher
unregelmässigen Konsum siehe IV-act. 22-4). Angesichts des langjährigen Verlaufs und
der bereits in IV 2014/398 geäusserten Zweifel am Beschwerdebild ist ein weiterer Ab
klärungsbedarf zu verneinen und die entsprechenden Beweisanträge der Beschwerde
führerin sind abzuweisen (siehe den Eventual- und Subeventualantrag in act. G 1, S. 2).
Auch der RAD bestätigte überdies in seiner beratenden Funktion die
Schlussfolgerungen des Gutachtens (IV-act. 220) sowie der ergänzenden
gutachterlichen Stellungnahme (IV-act. 243), wobei es entgegen der
Beschwerdeführerin (act. G 1, Rz 9.2) nicht schadet, dass der RAD-Arzt kein Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie ist (Urteil des Bundesgerichts vom 30. November
2020, 9C_550/220, E. 5.3). Gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. G._
und F._ ist von folgendem Arbeitsunfähigkeitsverlauf auszugehen: ab März 2010 bis
Februar 2011 20 bis 30%ige Arbeitsunfähigkeit; März 2011 bis 16. Mai 2011: 50%ige
Arbeitsunfähigkeit; 16. Mai bis 1. Juli 2011: 100%ige Arbeitsunfähigkeit; 20 bis 30%ige
Arbeitsunfähigkeit bis 10. April 2013. In IV-act. 219-47 wird im Gegensatz zu IV-
act. 219-24 («AF 70-80%») oben und unter «integral» von einer «Arbeitsfähigkeit» von
20-30% gesprochen. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um einen
Verschrieb handelt und eine 20-30%ige Arbeitsunfähigkeit gemeint ist, wie es den
Aussagen in IV-act. 219-47 entspricht. Dafür spricht auch das Wort «wieder», das sich
auf die ab März 2010 bescheinigte gleichlautende 20 bis 30%ige Arbeitsunfähigkeit
bezieht. Danach gilt - abgesehen vom Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik K._
vom 15. bis 27. Mai 2015 - eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 219-24). Bezüglich
des Zeitraums von Februar 2008 bis 2013, für den Dr. F._ keine verlässliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben vermochte (IV-act. 219-24), ist hinsichtlich einer
Arbeitsunfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten von Beweislosigkeit
zulasten der Beschwerdeführerin auszugehen, zumal sich auch aus dem Gutachten
des Sachverständigen B._ retrospektiv nichts Erhellendes ergibt. Von weiteren
Abklärungen ist in antizipierender Beweiswürdigung abzusehen. In somatischer
Hinsicht ist die retrospektive Beurteilung von Dr. F._ insoweit zu ergänzen, als
gestützt auf den RAD-Untersuchungsbericht vom 20. Oktober 2008 (IV-act. 22-5) und
die RAD-Stellungnahme vom 4. Mai 2009 (IV-act. 39) mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass das Wartejahr im Sinn von
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3.
Bei der Bestimmung der Vergleichseinkommen im Rahmen des von der Beschwerde
gegnerin zu Recht angewandten Einkommensvergleichs fällt ins Gewicht, dass auch
leichte Reinigungstätigkeiten - wie sie von der Beschwerdegegnerin auch in der
Vergangenheit ausgeübt wurden (siehe IV-act. 11-6) - aus gutachterlicher Sicht als
leidensangepasste Verweistätigkeiten betrachtet werden können. Unter diesen
Umständen kann der Invaliditätsgrad im Rahmen eines Prozentvergleichs ermittelt
werden. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin folglich ihre Erwerbsfähigkeit in
der angestammten Branche verwerten kann, erschiene - selbst wenn man in der
inzwischen langjährigen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und dem fortgeschrittenen
Alter einen Grund für einen Tabellenlohnabzug erblicken würde - ein Tabellenlohnabzug
von höchstens 10% gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung eines 10%igen
Tabellenlohnabzugs resultiert lediglich für die Dauer vom März 2011 bis 1. Juli 2011
(bis 16. Mai 2011: 50%ige Arbeitsunfähigkeit; danach bis 1. Juli 2011: 100%ige
Arbeitsunfähigkeit) ein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Bezüglich der Dauer, in
der eine Arbeitsunfähigkeit von gemittelt 25% (siehe zum Abstellen auf den Mittelwert
der 20 bis 30%igen Arbeitsunfähigkeit: Urteil des Bundesgerichts vom 20. August
2009, 9C_193/2009, E. 1.3.1 mit Hinweis) bestand, ergibt sich ein keinen
Rentenanspruch begründender Invaliditätsgrad von aufgerundet 33% (25% + [75%
x 10%]). Bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ergibt sich im Rahmen eines
Prozentvergleichs bei einem Tabellenlohnabzug von - wenn überhaupt - höchstens
10% ein Invaliditätsgrad von 55% (50% + [50% x 10%]). Da die am 17. Mai 2011
eingetretene gesundheitliche Verschlechterung, die zu einer vollständigen
Arbeitsunfähigkeit führte, weniger als 3 Monate angedauert hatte, begründet sie keinen
Anspruch auf eine höhere Rente (Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die im Juli 2011 eingetretene gesundheitliche
Verbesserung, die eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bzw. einen 28%igen Invaliditätsgrad
begründet (20% + [80% x 10%]), ist ab 1. November 2011 zu berücksichtigen (Art. 88a
Abs. 1 IVV). Renten werden stets für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt
(Art. 29 Abs. 3 IVG). Die Beschwerdeführerin hat damit befristet für die Dauer vom
1. Mai 2011 bis 31. Oktober 2011 einen Anspruch auf eine halbe Rente. Da die 198_
und 198_ geborenen Kinder (IV-act. 1-2) bereits im Jahr 2011 wohl keiner Betreuung
mehr bedurften, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bereits zu
dieser Zeit als reine Erwerbstätige zu qualifizieren ist (siehe ihre Ausführungen in IV-
act. 235-1 f.), was die Beschwerdegegnerin in der Verfügung anerkannte (IV-act. 245-3
Art. 28 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) im
Februar 2009 erfüllt wurde.
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oben). Da der Beschwerdeführerin auch während dieser Rentenbezugsdauer eine
45%ige Resterwerbsfähigkeit samt entsprechender Selbsteingliederungspflicht
angerechnet wird, und somit keine invaliditätsbegründende Abwesenheit vom
Arbeitsmarkt vorlag, war/ist die Beschwerdeführerin auch für die allfällige spätere
Erhöhung der Erwerbsfähigkeit infolge gesundheitlicher Verbesserung auf die ihr
obliegende Selbsteingliederungspflicht zu verweisen.
4.