Decision ID: f72593d1-5e04-4a1a-adad-59591e5e285d
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ K.Y. und X.Y., Jg. 1935 und 1948, sind verheiratet und haben zwei Söhne. Im Jahr
1978 erwarb X.Y. das Grundstück Nr. 0000 in Q., auf welchem sich die von ihr geführte
Pension Z. befand. Mitte Juli 2010 wurde die Pension abgebrochen. Mit
Grundbucheintrag vom 2. November 2010 bildete X.Y. zusammen mit ihren Söhnen an
der Liegenschaft Miteigentumsanteile, indem sie dem Sohn A. einen Anteil von
361/1000 zu Fr. 52'700.-- und dem Sohn B. einen Anteil von 370/1000 für Fr. 54'000.--
veräusserte (act. G 8/8 4.05). Gleichzeitig wurden die Miteigentumsanteile zu
Stockwerkeigentum ausgestaltet. In der Steuererklärung für die Kantons-, Gemeinde-
und direkte Bundessteuer 2010 deklarierten K.Y. und X.Y. unter anderem einen Verlust
aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 28'430.--. Das deklarierte steuerbare
Einkommen betrug insgesamt Fr. 2'967.-- und das steuerbare Vermögen Fr.
1'276'363.-- (act. G 8/8 1.01). In der Veranlagungsberechnung vom 15. August 2012
ermittelte die Veranlagungsbehörde einen Reingewinn aus selbständiger Tätigkeit von
Fr. 85'737.--, indem sie vom Betriebsverlust von Fr. 28'430.80 ausging, die Total-
Abschreibung der Betriebseinrichtung (Fr. 1'000.--) und den Buchwert der Liegenschaft
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gemäss Bilanz (Fr. 364'500.--) als Abzugspositionen berücksichtigte und die
Liegenschaftsabschreibung (Buchwert unter Verkehrswert; Fr. 61'667.50) sowie einen
Überführungswert (Verkehrswert) der Liegenschaft Nr. 0000 von Fr. 418'000.--
aufaddierte. Dies begründete sie damit, dass die Geschäftsliegenschaft nach dem
Verkauf von 731/1000 Anteilen nicht mehr der selbständigen Tätigkeit diene und
deshalb per 2. November 2010 ins Privatvermögen zu überführen sei.
Dementsprechend nahm sie eine Korrektur des Liegenschaftswertes sowie der Aktiven
und der Schulden vor und setzte für die Kantons- und Gemeindesteuern 2010 das
steuerbare Einkommen auf Fr. 119'100.-- und das steuerbare Vermögen auf Fr.
679'000.-- fest (act. G 8/8 1.02). Für die direkte Bundessteuer ergab die
Veranlagungsberechnung ein steuerbares Einkommen von Fr. 110'200.-- (act. G 8/8
1.03).
B./ Die gegen diese Veranlagungen erhobene Einsprache wies das kantonale
Steueramt mit Entscheiden vom 4. Oktober 2012 ab (act. G 8/8 1.04-1.08). Die gegen
diese Einspracheentscheide erhobenen Rekurse (act. G 8/1) wies die
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheiden vom 23. April
2013 ab (act. G 2 [B 2013/111 und 2013/112]).
C./ Gegen diese Entscheide liessen X.Y. und K.Y. durch die OBT AG am 21. Mai 2013
Beschwerde erheben mit den Anträgen, die angefochtenen Entscheide seien
aufzuheben (Ziff. 1) und die Beschwerdeführer seien für die Kantons- und
Gemeindesteuern sowie die Bundessteuer 2010 mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 2'967.-- zu veranlagen (act. G 1).
In der Vernehmlassung vom 6. Juni 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen in den angefochtenen
Entscheiden (act. G 6).
Der Beschwerdegegner verzichtete unter Verweisung auf die angefochtenen
Entscheide auf eine Vernehmlassung und stellte den Antrag auf Abweisung der
Beschwerde, unter Kostenfolge (act. G 10). Die Beschwerdebeteiligte machte von der
ihr eingeräumten Möglichkeit zur Vernehmlassung keinen Gebrauch (act. G 9, 11).

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Beschwerden, in denen Rügen erhoben werden, die denselben Streitgegenstand
betreffen und zum Teil ähnlich bzw. gleich begründet werden, können nach der
Rechtsprechung vereinigt werden (vgl. statt vieler VerwGE B 2009/139, 140 vom 11.
Mai 2010, E. 2, in: www.gerichte.sg.ch). In den vorliegenden Beschwerdeverfahren B
2013/111 und B 2013/112 werden identische Rügen erhoben, und es stellen sich
dieselben Rechtsfragen. In beiden Verfahren ist streitig, zu welchem Zeitpunkt und
Wert das Grundstück Nr. 0000 vom Geschäfts- in das Privatvermögen der
Beschwerdeführer überging (vgl. act. G 2 S. 3 unten), wobei inhaltlich im Wesentlichen
überstimmende Normen des kantonalen und des eidgenössischen Steuerrechts zur
Anwendung kommen. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen und die
Beschwerden in ein und demselben Urteil zu behandeln.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 229 in
Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 1
Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR
642.11, abgekürzt DBG). Die Beschwerdeführer sind zur Beschwerde legitimiert, und
ihre Eingaben vom 21. Mai 2013 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 StG in
Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs.
1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit einzutreten.
2. Die Beschwerdeführer lassen rügen, dass in den angefochtenen Entscheiden nicht
zureichend auf einzelne Aspekte des Sachverhalts (betriebswirtschaftliche
Gegebenheiten, Liegenschaftsschätzung) eingegangen und dadurch die
Begründungspflicht bzw. das rechtliche Gehör verletzt worden sei (act. G 1 S. 4, 6 und
7). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren Entscheid zu begründen, folgt aus
dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei sind die Anforderungen an die
Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls sowie der
Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass
der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem
Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Je grösser der Spielraum
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der Behörde (unter anderem infolge Ermessen) und je stärker der Entscheid in die
individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen sind an dessen Begründung
zu stellen (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 118 V 58). Die Verwaltung darf
sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person vorgebrachten
Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen auch
namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den Einwendungen auseinander
zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte
nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 180 E. 2b). - Die Vorinstanz begründete die
angefochtenen Entscheide im Wesentlichen mit dem Hinweis auf die einschlägigen
rechtlichen Grundlagen und den massgebenden Sachverhalt. Sie zeigte die
Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in zureichender Weise auf und setzte
sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinander. Eine Verpflichtung, sich mit
jeder tatbeständlichen Behauptung oder jedem rechtlichen Einwand zu befassen,
besteht nicht (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a). Ein Begründungsmangel ist somit nicht
ersichtlich.
3. Nach Art. 31 Abs. 1 StG sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-,
Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder
anderen selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar. Dazu zählen auch alle
Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von
Geschäftsvermögen sowie der Erlös aus der Überführung von Geschäftsvermögen in
das Privatvermögen oder in ausländische Betriebe oder Betriebsstätten (Art. 31 Abs. 2
StG; Art. 8 Abs. 1 des Steuerharmonisierungsgesetzes, SR 642.14, abgekürzt StHG).
Art. 18 Abs. 1 und 2 DBG sieht eine inhaltlich übereinstimmende Regelung vor.
Hinsichtlich der Überführung des Geschäftsvermögens in das Privatvermögen ist zu
beachten, dass bei Privatentnahmen das Unternehmen dem Unternehmer eine
Leistung erbringt, ohne dafür eine entsprechende Gegenleistung zu empfangen. Mit
der Privatentnahme verlieren die Vermögensgegenstände ihre Bindung an das
Geschäft; ihre bisherige Zweckbestimmung ändert, indem sie inskünftig nur noch
privaten Zwecken des Unternehmers dienen (M. Reich, Die Realisation stiller Reserven
im Bilanzsteuerrecht, Zürich 1983, S. 125). Unter die Überführung von
Geschäftsvermögen in das Privatvermögen im Sinn von Art. 31 Abs. 1 StG und Art. 18
Abs. 2 DBG fallen alle Tatbestände, durch welche stille Reserven so verschoben
werden, dass die bisher aufgeschobene Besteuerung später nicht mehr erfolgen
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könnte. Auf eine Überführung von Geschäfts- in Privatvermögen ist zu schliessen,
wenn die steuerpflichtige Person ihren Bestandteil des Betriebsvermögens dauernd in
den Dienst der privaten Kapitalanlage stellt (Richner/Frei/ Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 76 und 81 zu Art. 18 DBG). Die
Besteuerung von Privatentnahmen muss auf den Zeitpunkt hin erfolgen, in dem der
Unternehmer den eindeutigen Willen äussert, einen Gegenstand dem
Geschäftsvermögen zu entziehen (BGE 112 Ib 79 E. 4). Grundsätzlich haben sämtliche
Privatentnahmen zum Verkehrswert zu erfolgen. Der Überführungsgewinn entspricht
der Differenz zwischen dem Verkehrswert des in das Privatvermögen überführten
Geschäftsvermögens und dessen steuerlich massgebendem Buchwert (Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter a.a.O., N 88 zu Art. 18 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st.
gallische Steuerrecht, 7. A., II. Rz 311). Eine Abweichung vom Verkehrswert kann sich
rechtfertigen, wenn die amtliche Vekehrswertschätzung längere Zeit zurückliegt oder
wenn besondere Verhältnisse vorliegen, welche für eine Veränderung des
Verkehrswerts seit der letzten Schätzung sprechen.
3.1. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz unter anderem zum Schluss, noch
bevor die Beschwerdeführerin, welche bis November 2010 alleinige Eigentümerin des
Grundstücks Nr. 0000 gewesen sei, Miteigentumsanteile an ihre Söhne übertragen
habe, habe sie die Pension Z. abbrechen lassen, um anschliessend auf dem
Grundstück ein Mehrfamilienhaus zu realisieren; die Baubewilligung für das
Mehrfamilienhaus habe nur auf ihren Namen gelautet. Den Beschwerdeführern sei zwar
zuzustimmen, dass es nicht alleine auf den Umsatz ankomme und mit den
erwirtschafteten Umsätzen keine genügenden Mittel für eine bauliche Erneuerung des
Pensionsbetriebes hätten erzielt werden können. Nicht aussergewöhnlich sei jedoch,
dass in einer einfachen Pension nicht jedes Zimmer über eine eigene Dusche oder
einen Fernseher verfüge. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer im besagten
Zeitraum bereits im Rentenalter gestanden und damit Einkünfte ausserhalb des
Pensionsbetriebes erzielt habe. Aufgrund der Verhältnisse lasse sich allenfalls von einer
wirtschaftlichen, nicht aber von einer technischen Abbruchreife des Gebäudes
sprechen. Es treffe zwar zu, dass die Beschwerdeführerin die beiden
Miteigentumsanteile vor dem Neubau des Mehrfamilienhauses an ihre Söhne verkauft
habe. Der Verkauf sei jedoch nach Abbruch der Liegenschaft und nach dem Entscheid
zur Aufgabe der Pension erfolgt (act. G 2). Dem lassen die Beschwerdeführer unter
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anderem entgegenhalten, dass sich die Verhältnisse beim Grundstück Nr. 0000 seit der
Schätzung bis zur Überführung grundlegend geändert hätten, weshalb der
Überführungswert zu Unrecht auf der Basis der überholten amtlichen Schätzung von
2005 bestimmt worden sei. Die Verkehrswertschätzung 2005 sei auf der Basis erstellt,
dass im damaligen Gebäude auf dem Grundstück eine Pension geführt worden sei.
Dementsprechend seien für die Vermietung der Hotelpension ein Mietzins von Fr.
14'300.-- und für die Vermietung der Wirtewohnung und Garagen ein Mietzins von
Fr. 7'305.-- eingesetzt worden. Die Liegenschaft sei danach auf der Basis des
geplanten Neubaus in Stockwerkeigentum aufgeteilt und ein Neubau mit 4 Wohnungen
erstellt worden. Der Neubau einschliesslich Abbruchkosten sei durch die
Stockwerkeigentümer gemäss deren Wertquoten bezahlt worden. Die
Grundstücksverkäufe, welche ordentlich verbucht worden seien, seien zu Unrecht als
Überführung in das Privatvermögen umqualifiziert worden. Die Pension sei bei der
Überführung bereits abgebrochen und somit eine Weiterführung derselben allein aus
diesem Grund nicht mehr möglich gewesen. Mit dem Abbruch der Pension sei der
Tatbeweis erbracht, dass die Pension sanierungsbedürftig gewesen sei. Falls ein
Gebäude aus wirtschaftlichen Gründen abgebrochen werden müsse, könne bei der
Bewertung nicht einfach eine Fortführung des Betriebes angenommen werden. Die
Vorinstanz habe die konkreten Umstände ausser Acht gelassen und aufgrund eines
bescheidenen Umsatzes 2010 einfach gefolgert, dass ein Pensionsbetrieb hätte
fortgeführt werden können. Der in der Schätzung 2005 eingesetzte Mietzins sei für den
Betrieb nicht tragbar gewesen. Auf die Schätzung 2005, welche auf der Basis der
Fortführung der Pension erstellt worden sei, könne nicht abgestellt werden. Es sei auf
die neuen Schätzungen nach dem Umbau abzustellen, da dies den Verhältnissen bei
der Überführung bzw. der zukünftigen Nutzung entspreche (act. G 2).
3.2. Vorliegend steht fest bzw. ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin bis zum 2.
November 2010 Alleineigentümerin des Grundstücks Nr. 0000 war und dieses in den
Vorjahren immer als Geschäftsvermögen (Betrieb der Pension) behandelt worden war.
Mitte Juli 2010 - und damit noch vor dem teilweisen Eigentumsübergang des
Grundstücks auf die Söhne der Beschwerdeführerin am 2. November 2010 - war die
auf dem Grundstück stehende Pension Z. abgebrochen worden. Die vorinstanzliche
Schlussfolgerung, dass das Grundstück im Zeitpunkt, in welchem mit der Pension
endgültig keine Einnahmen mehr erzielt werden konnten, vom Geschäftsvermögen der
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Beschwerdeführerin in deren Privatvermögen überging (act. G 2 S. 6), erweist sich
insofern als begründet, als die erwerbliche Grundlage bzw. die Möglichkeit der
gastgewerblichen Nutzung (Zimmervermietung) mit dem Abbruch der Pension
dahingefallen war. Der für die steuerliche Umqualifizierung massgebende Entschluss,
die Pension nicht mehr gastgewerblich zu nutzen, musste dabei selbstredend dem
Abbruch der Liegenschaft vorausgegangen sein. Die aus dem Abbruchentscheid
resultierende, dem Abbruch zeitlich vorausgehende tatsächliche Beendigung der
Tätigkeit in der Pension ist im vorliegenden Kontext als eine eindeutige
Willensäusserung bzw. Willensbetätigung anzusehen, die Liegenschaft dem
Geschäftsvermögen zu entziehen (vgl. Zigerlig/ Oertli/Hofmann, a.a.O., II. Rz 297, und
vorstehende E. 3), zumal anderslautende Pläne mit geschäftlicher Nutzung der
Liegenschaft durch die Beschwerdeführerin damals wie auch später nicht zur
Diskussion standen.
Bei diesem Sachverhalt trifft die Annahme der Beschwerdeführer, wonach die
Grundstücksverkäufe an die Söhne "zu Unrecht als Überführung in das Privatvermögen
umqualifiziert" worden seien (act. G 1 S. 4) bzw. zu Unrecht die Teilverkäufe als
Privatentnahme qualifiziert worden seien (act. G 1 S. 7 Ziff. 5), nicht zu. Vielmehr
gehörte das Grundstück als Ganzes bereits vor dem Verkauf an die Söhne dem
Privatvermögen der Beschwerdeführerin an. Die Hypothese, wonach weiterhin
Geschäftsvermögen vorgelegen hätte, falls die Beschwerdeführerin ihre
Stockwerkeigentumswohnung im Parterre geschäftlich genutzt hätte (act. G 2 S. 4),
hilft hier nicht weiter. Dies umso weniger, als die geltend gemachte Abfolge, wonach
die spätere (private) Nutzung der Stockwerkeigentumswohnung zur Beurteilung der
"Grundstücksverkäufe als Privatentnahmen" geführt habe (act. G 2 S. 4 unten), nicht
den tatsächlichen Hergang wiedergibt. Ebenfalls nicht zutreffend ist der Standpunkt,
dass Gegenstand der Grundstücksverkäufe an die Söhne "Bauland mit einem
Abbruchobjekt" (act. G 2 S. 4 unten) gewesen sei, denn die Pension war wie dargelegt
bereits einige Monate vor der Miteigentümsübertragung abgebrochen worden. Das
unbestrittene Vorbringen, wonach die Verkäufe und die Aufteilung in
Stockwerkeigentum nur im Hinblick auf den Wohnungsneubau erfolgt und die
Verkaufspreise marktkonform gewesen seien (act. G 2 S. 4 unten), vermag an der
Tatsache der mit der Beendigung der Gastronomie-Tätigkeit erfolgten Überführung des
Grundstücks vom Geschäfts- in das Privatvermögen nichts zu ändern. Gegenstand der
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Überführung ins Privatvermögen bildete wie dargelegt das gesamte Grundstück und
nicht nur, wie die Beschwerdeführer geltend machen lassen (act. G 2 S. 5 oben), die
später errichtete Stockwerkeigentumswohnung der Beschwerdeführerin.
3.3. Die rund fünf Jahre vor der Privatentnahme erfolgte Grundstücksschätzung vom
25. Mai 2005 hatte einen Verkehrswert von Fr. 418'000.-- ergeben, wobei der
damaligen Mietwertberechnung ein Umsatz der Pension von Fr. 107'000.-- zugrunde
lag (act. G 8/8 4.01). Bei der Verkehrswertbemessung von 2005 war der Ertragswert
insofern der bestimmende Faktor, als er gegenüber dem Realwert mit dem Faktor 3
gewichtet worden war (act. G 8/8 4.01 S. 3). Hinsichtlich der Umsatz-Entwicklung in
den Folgejahren 2006 bis Mitte 2010, d.h. bis zum Abbruch der Pension, ist
festzuhalten, dass die entsprechenden Erfolgsrechnungen Brutto-Einnahmen (Gäste/
Kasse/Bar, ohne Eigenverbrauch) von rund Fr. 136'000.-- für 2006, Fr. 126'000.-- für
2007, Fr. 140'000.-- für 2008 und 2009 und Fr. 83'000.-- für das Jahr 2010 ausweisen
(vgl. Betriebserträge gemäss Erfolgsrechnungen der Jahresabschlüsse 2007 [mit
Vorjahresvergleich 2006] bis 2010; act. G 8/13 6-9). Mit der Vorinstanz ist festzuhalten,
dass sich der der amtlichen Schätzung von 2005 zugrunde liegende Umsatz nicht
substantiell von denjenigen der Folgejahre bis 2010 unterscheidet. Dies spricht für im
Wesentlichen unverändert gebliebene Verhältnisse. Jedenfalls wären die in den Jahren
nach 2005 eher höheren Umsätze zum vornherein nicht geeignet, die Abbruchreife der
Pension im Jahr 2010 zu belegen, nachdem eine wirtschaftlich unveränderte
Ertragskraft der Pension - bei unstreitigem baulichem Sanierungsbedarf - auch noch im
Zeitpunkt der Beendigung der Tätigkeit bzw. unmittelbar vor dem Abbruch gegeben
war. Der Sanierungsbedarf der Pension war im Übrigen bereits im Jahr 2005 mit einem
Minderwert von 27% erkannt und berücksichtigt worden (act. G 8/8 4.01). Die Tatsache
des Sanierungsbedarfs vermöchte somit für sich allein einen "Nullwert" der Pension
(aus wirtschaftlicher und/oder baulicher Sicht) im Zeitpunkt ihres Abbruchs nicht
darzutun.
3.3.1. Für die Beantwortung der streitigen Frage als zum vornherein nicht
ausschlaggebend ausser Betracht fällt der Umstand, dass die Beschwerdeführerin den
Söhnen Miteigentumsanteile am Grundstück übertrug und erst danach das
Mehrfamilienhaus errichtet wurde. Denn die Beschwerdeführerin veräusserte den
Söhnen die Miteigentumsanteile erst nach der Überführung der Liegenschaft und damit
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aus dem Privatvermögen. Immerhin ist festzuhalten, dass es sich nach den
Darlegungen der Treuhänderin des älteren Sohnes bei dem von den Söhnen
geleisteten Übernahmepreis von Fr. 106'700.-- (Fr. 52'700.-- + Fr. 54'000.--; act. G 8/8
4.05) um eine Schenkung der Beschwerdeführerin gehandelt hatte und der Neubau des
Mehrfamilienhauses vorab durch die Beschwerdeführerin allein finanziert worden war,
wobei der Sohn am 21. April 2011 eine Hypothek aufnahm und sich mit einem Drittel
an der Liegenschaft beteiligte (act. G 8/8 3.01). All dies vermag jedoch die Bewertung
der Privatentnahme aufgrund des Verkehrswertes 2005 nicht in Frage zu stellen.
3.3.2. Die Beschwerdeführer lassen einwenden, die Höhe einer möglichen Miete hänge
von der effektiven Gewinnsituation und nicht allein vom Umsatz ab. Für die Beurteilung
der effektiven finanziellen Ertragslage müsse ein Lohn des Beschwerdeführers
eingerechnet werden. Der in der Schätzung 2005 eingesetzte Mietzins sei für den
Betrieb nicht tragbar gewesen. Daher könne nicht einfach auf die Schätzung 2005
abgestellt werden. Massgebend seien vielmehr die bei der Überführung effektiv
vorhandenen Tatsachen (act. G 1 S. 6). Hierzu ist festzuhalten, dass die
Erfolgsrechnungen 2006-2009 Netto-Betriebsergebnisse zwischen Fr. 33'000.-- und
39'000.-- ausweisen; dies nach Berücksichtigung (unter anderem) einer Liegenschafts-
Abschreibung von jeweils rund Fr. 12'000.-- pro Jahr sowie eines Lohnes des
Beschwerdeführers von rund Fr. 19'000.-- und einer "Eigenmiete Geschäftslokalität"
von jährlich Fr. 14'300.-- als Aufwände. Die Position "Eigenmiete Geschäftslokalität"
von Fr. 14'300.-- entstammt dabei der Mietwertberechnung in der Schätzung 2005
(act. G 8/8 4.01). Die Erfolgsrechnung 2010 weist ein negatives Netto-Betriebsergebnis
vorab deshalb aus, weil in diesem Jahr Abschreibungen der Liegenschaft im fünffachen
Umfang der Vorjahre (rund Fr. 61'000.--) berücksichtigt worden waren (vgl. act. G 7/13
6-9). Diese Verhältnisse zeigen ebenfalls, dass die Pension noch unmittelbar vor dem
Abbruch unverändert (im Vergleich zu 2005) ertragskräftig war. Aus dem Ertrag hatte in
den erwähnten Jahren auch ein (bescheidener) Lohn des - seit dem Jahr 2000 im
Rentenalter stehenden - Beschwerdeführers erwirtschaftet sowie Abschreibungen auf
der Liegenschaft getätigt werden können, wobei bei einer gleichmässigeren Verteilung
der Abschreibungen auf die Jahre 2005-2010 das Netto-Betriebsergebnis auch im Jahr
2010 nicht negativ gewesen wäre.
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3.3.3. Die Beschwerdeführer begründen ihren Standpunkt, wonach auf die Bewertung
2005, welche auf der Annahme der Weiterführung der Pension beruht, nicht abgestellt
werden könne, im Weiteren damit, dass die Privatentnahme mit dem Abbruch der
Pension begründet werde, wohingegen für die Bestimmung des Entnahmewertes auf
die Bewertung von 2005 abgestellt werde; letztere basiere ihrerseits auf der
Weiterführung der Pension. Die Fiktion der Weiterführung der Pension stehe im
Widerspruch zu den vorgenannten Tatsachen und sei offensichtlich falsch (act. G 1 S.
5). Ausgehend davon, dass die Pension mit Blick auf die geschilderte Umsatz- und
Ertragssituation - anstelle des Abbruchs - grundsätzlich hätte weitergeführt werden
können, kam ihr wie dargelegt auch im Zeitpunkt der Beendigung der Tätigkeit ein
entsprechender Fortführungswert zu. Nicht ausgeschlossen gewesen wäre
grundsätzlich auch - anstelle des Abbruchs - eine Veräusserung der Liegenschaft als
Ganzes. Der Umstand allein, dass sich die Beschwerdeführer für den Abbruch der
Pension und den anschliessenden Bau eines Mehrfamilienhauses entschieden haben,
ändert nichts an der Tatsache, dass der Liegenschaft im Zeitpunkt der Beendigung der
Tätigkeit bzw. der damit zeitlich zusammenfallenden Privatentnahme ein Verkehrswert
zukam. Auf diesen ist für die Bewertung der Entnahme abzustellen (vgl. Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., II. Rz 311; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz 88 zu Art. 18
DBG; Peter Locher, Kommentar zum DBG, 1. A., Rz 103 zu Art. 18 DBG).
3.3.4. Selbst wenn - wie die Beschwerdeführer sinngemäss geltend machen lassen
(act. G 1 S. 6f.) - vom Landwert gemäss neuer Schätzung (von 2012) als
Überführungswert auszugehen wäre, bliebe zu beachten, dass sich der Realwert des
Bodens (1'151 bzw. 1'149 m2; vgl. act. G 8/8 4.01 und 4.01) gemäss Schätzung von
2012 (Fr. 361'000.--) im Vergleich zu demjenigen von 2005 (Fr. 163'000.--) mehr als
verdoppelte (act. G 8/8 4.01 und 4.07). Der Verkehrswert von 2005 von Fr. 418'000.--
erschiene somit selbst dann als Überführungswert nicht ungeeignet und würde einem
Drittvergleich standhalten, wenn (ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen
Ertragskraft) im Zeitpunkt der Überführung der Liegenschaft ins Privatvermögen
lediglich noch von einem geringen Restwert der Pension (von rund 60'000.-- Franken)
auszugehen gewesen wäre. Die Schätzung 2012 des Bodenwerts vermag die
Festlegung des Werts der Privatentnahme anhand des Verkehrswerts 2005 somit nicht
in Frage zu stellen. Die blosse Tatsache, dass die Schätzung von 2005 im Zeitpunkt der
Überführung rund fünf Jahre zurücklag, lässt für sich allein noch nicht auf die
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Untauglichkeit des Schätzwerts 2005 als Überführungswert schliessen. Letzteres gilt
auch für den geltend gemachten Umstand, dass die baulichen Investitionen höher
gewesen seien als die Werte der Steuerschätzungen (act. G 1 S. 7 mit Hinweis auf act.
G 8/12 S. 6). Inwiefern durch die Aufrechnung der Grundsatz der Massgeblichkeit der
Handelsbilanz (Art. 58 Abs. 1 DBG bzw. Art. 24 Abs. 1 StHG und Art. 82 Abs. 1 StG;
act. G 1 S. 7) verletzt sein sollte, ist nicht erkennbar. Besondere Verhältnisse, welche
für eine Veränderung des Verkehrswerts seit der Schätzung 2005 bis zur Beendigung
der Tätigkeit sprechen würden, können angesichts der dargelegten Umstände nicht als
dargetan gelten. Insgesamt lässt sich die vorinstanzliche Bestätigung des
Überführungswerts für die Festsetzung des Einkommens 2010 aus selbständiger
Tätigkeit mit Fr. 85'737.-- (vgl. Berechnung in act. G 8/8 1.02 und 1.03) nicht
beanstanden.
4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden abzuweisen. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren
den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit
Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist für die vorliegenden
Verfahren angemessen (Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr.
2'500.-- wird angerechnet.
Eine ausseramtliche Entschädigung (vgl. entsprechende Anträge der Parteien in act. G
1 und 10) ist nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. A., Ziff. 825ff; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4
DBG und Art. 64 Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, SR 172.021).
Demnach hat das Verwaltungsgericht