Decision ID: 44fb731d-f57e-4146-9c91-fcd6adb91e3b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1920, ist Bezüger einer AHV-Rente. Am 1
8.
Januar 2012
trat er ins Alters- und Pflegeheim
A._
in
Z._
ein (vgl.
Pensions
vertrag
,
Urk.
7/4). Seine Tochter,
B._
,
nahm am 2
7.
Februar 2012 telefo
nisch
Kontakt mit der
Gemeinde
Z._
auf, worauf ihr mit Schreiben vom
Folgetag das Anmeldeformular betreffend Zusatzleistungen zur AHV/IV für ihre
n Vater zugestellt wurde (
Urk.
7/6).
Mit
Formular vom 1
5.
Juli 2012
und Begleitschreiben vom 1
7.
Juli 2012
, bei der Gemeinde
Z._
am 1
9.
Juli 2012 direkt eingereicht
(vgl. dazu
Urk.
7/11-12)
, meldete
B._
ihren Vater zum Bezug von Zusatz
leis
tungen zur AHV/IV an
(
Urk.
7/
11-
12
).
Die Durchführungsstelle für Zusatz
leis
tungen für AHV/IV der Gemeinde
Z._
sprach
X._
mit Verfü
gung vom 2
4.
August 2012 ab
1.
Juli 2012
monatliche
Ergänzungsleis
tungen
von
Fr.
2‘895.-- zu (
Urk.
7/30). Mit der Einsprache vom 2
0.
September 2012 liess
der Ve
rsicherte die Ausrichtung der Ergänzungsleistungen
rückwir
kend ab
1.
Janu
ar 2012 beantragen; eve
ntualiter sei die Höhe der
Ergänzungs
leistungen
a
b
1.
Juli 2012 aufgrund der anrechenbaren Einnahmen und Ausga
ben unter Be
rück
sichtigung des Vermögens am 3
0.
Juni 2012 zu berechnen (
Urk.
7/31
). Am 2
8.
März 2013 wies die Durchführungsste
lle die Einsprache ab (
Urk.
2
).
2.
Dagegen liess
X._
am 2
9.
April 2013 Beschwerde erheben mit
dem A
ntrag auf Ausri
chtung von Ergänzungsleistungen
von
monatlich Fr.
2‘895.-- für die Zeit zwischen
1.
Januar 2012 und 3
0.
Juni 201
2.
Eventualiter seien ihm
für die Zeit zwischen
1.
Juli und
3
1.
Dezember 2012 zusätzliche
Ergänzungs
leis
tungen
von
Fr.
330.-- pro Monat auszurichten;
subeventualiter
sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1). Die
Be
schwerdegegnerin
schloss in der Vernehmlassung vom 2
9.
Mai 2013 auf Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
8). Nachdem der Beschwerdeführer in der Replik vom 1
0.
Juli 2013 an seinen Anträgen hatte festhalten lassen (
Urk.
13), ver
zichtete die Beschwerdegegnerin auf Einreichung einer weiteren
Rechts
schrift
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2
.1 Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Voraus
setzungen nach dem seit dem
1.
Januar 2008 gültigen Bundesgesetz über
Er
gänzungsleistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom
6.
Oktober 2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen bestehend aus
Ergän
zungs
leis
tungen
, Beihilfen und Gemeindezuschüssen zur Deckung ihres
Exis
tenzbedarfs
(
Art.
2
Abs.
1 ELG; §
§
1, 13, 15 und 20
Abs.
1 des kantonalen Ge
setzes über die
Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
ver
sicherung, ZLG, in der seit
1.
Januar 2008 gültigen Fassung).
2
.2
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (
Art.
9
Abs.
1 ELG)
.
2
.3
Nach
Art.
23
Abs.
1 der Verordnung über
Ergänzungsleistun
gen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) sind für die Berechnung der
jährlichen Ergänzungsleistung in zeitlicher Hinsicht in der Re
gel die während des
vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das
am
1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend.
2
.4
Ergänzungsleistungen werden jährlich festgesetzt, aber monatlich ausbezahlt (
Art.
3
Abs.
1
lit
. a ELG).
Der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen besteht ab Beginn des Mo
nats
, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetzli
chen Voraussetzungen erfüllt sind (
Art.
12
Abs.
1 ELG). Wird die Anmeldung innert sechs Monaten nach einem Heim- oder Spitaleintritt eingereicht, so be
steht An
spruch ab Beginn des Monats des Heim- oder Spitaleintritts, sofern sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (
Art.
12
Abs.
2 ELG).
2
.5
Gemäss
Art.
20
Abs.
1 ELV wird der Anspruch auf eine jährliche
Ergän
zungs
leistung
durch eine schriftliche Anmeldung geltend ge
macht.
Art.
67
Abs.
1 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversi
cherung
(AHVV) gilt sinn
gemäss.
3
.
3
.1
Strittig und zu prüfen ist in
der Hauptsache, ob die Anmeldung zum B
ezug von
Zusatz
leistungen
rechtzeitig innert sechs Monaten
nach dem
Eintritt ins
Alters
heim erfolgte und dem
entsprechend der Anspruch auf
Ergänzungsleis
tung
en
ab
1.
Januar 20
12, dem Monat des Heimeintritts
besteht (
Art.
12
Abs.
2 ELG).
3
.2
In tatsächlicher Hinsicht erstellt und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 1
8.
Januar 2012 ins Altersheim
A._
eintrat (vgl.
Urk.
1 S. 3, 3/6) und dass die bevollmächtigte Tochter des Beschwerdeführers die schriftliche Anmeldung zum Bezug von Zusatzleistungen am 1
9.
Juli 2012
bei der Beschwerdegegnerin
einreichte (
Urk.
1 S. 5, 7/11-12).
3
.3
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt, dass
die
Frist gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG am 1
7.
Juli 2012 abgelaufen sei,
da es sich nicht um eine Verfahrensfrist im Sinne von
Art.
38
des Bundes
gesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
handle und
die
se Frist
in keinem Fall durch Fristenstillstände unterbrochen werde (
Urk.
2 S. 2 f.)
.
Der Beschwerdeführer lässt dagegen die Fristwahrung behaupten, beginne doch der Fristenlauf gemäss
Art.
38
Abs.
2
ATSG
am Tag nach dem Heimeintritt, dem
1
9.
Januar 2012, und ende, da es sich um eine Monatsfrist handle,
mangels ei
ner
sozialversicherungsrechtlichen Regel entsprechend der zivilprozessualen Re
gel
in
Art.
142
Abs.
2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO)
an dem Tag im
letzten Monat der Frist, der dieselbe Zahl trage, an dem die Frist zu lau
fen be
gonnen habe
, mithin am 1
9.
Juli 2012
(
Urk.
1 S. 6 f.).
3
.4
3.4.1
Bei der
mit
Art.
12
Abs.
2 ELG eingeräumte
n
Frist von sechs Monaten für die Anmeldung zum Leistungsbezug
nach einem Heimeintritt
handelt es sich
-
wie auch bei der sechsmonatigen Frist nach
Art.
22
Abs.
1 ELV
-
ihrer Rechtsnatu
r nach um eine Verwirkungsfrist
, was
sic
h aus dem Umstand ergibt, dass d
ie
Frist
nicht unterbrochen werden kann, wäre eine Unterbrechungshandlung durch den
Berechtigten doch bereits als Anmeldung anzusehen (vgl.
Kieser
, ATSG-Kom
men
tar,
2.
Aufl. 2009,
Rz
8
zu
Art.
29
; Holzer, Verjährung und Verwirkung der
Leis
tungsansprüche
im Sozialversicherungsrecht, Zürich, Basel, Genf, 2005, S.
109 f.
;
vgl. auch BGE 133 V 579 E.
4.3.1; ZAK 1980 S.
441 E.
3).
Zu Recht nicht thema
tisiert wurde von den Parteien in diesem Zusammenhang, ob bereits das Tele
fon
gespräch vom 2
7.
Februar 2012 als, wenn auch nicht formgerechte An
meldung im Sinne von
Art.
29
Abs.
3 ATSG zu interpretieren sei. Eine derartige An
nah
me
rechtfertigte sich nur, wenn die Tochter des Beschwerdeführers an
lässlich des
Telefon
gesprächs bereits den vorbehalt
losen Willen,
Ergänzungs
leistungen
bean
tra
gen zu wollen, zum Ausdruck gebracht hätte. Noch keine Anmeldung stellt – wie
hier - ein blosses Anfordern eines Formulars (vgl.
Kie
ser
, ATSG-Kommen
tar,
a.a.O.,
N.
8 zu
Art.
29) oder das Erkundigen nach
Leis
tungsvoraussetzungen
dar.
3.
5
3.5
.1
Was die rechtlich massgeblichen Grundlagen zur Beurteilung des Fristenlaufs
gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG anbelangt, ist der Beschwerdegegnerin insoweit zu
zu
stimmen, als
Art.
38 ATSG
nur
die Berechnung und den Stillstand von Fristen innerhalb
des
Verwaltungsverfahrens regelt. Hingegen
kann
keine
oder
zumin
dest keine direkte Berufung auf
Art.
38 ATSG erfolgen, wenn es
um Fristen ausser
halb des Verfahrens geht.
Mit der Anmeldung zum Leistungsbezug im Sinne von
Art.
29 ATSG und
Art.
20 ELV gibt die versicherte Person der Ver
wal
tung ihren Willen bekannt, eine Leistung zu beanspruchen
,
und leitet damit das Verwaltungsverfahren
erst
ein (
Kieser
, Das Verwaltungsverfah
r
en i
n der So
zialversicherung, Zürich 1999
, S. 181
,
mit Hinweisen;
vgl. auch:
BGE 125 V 262 zu
a
Art
.
107
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
).
Art.
38 ATSG kommt folglich
zumindest nicht direkt
zur Anwendung und die
Verwirkungsfrist gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG steht nicht in Entsprechung zu
Art.
38
Abs.
4 ATSG still.
3.5.2
Was den Beginn des Fristenlaufs anbelangt,
führt die vernünftige Auslegung von
Art.
12
Abs.
2 ELG aber zur
Art.
38
Abs.
2 ATSG entsprechenden Regel, wonach die Frist am Tag na
ch ihrer Auslösung, mithin
am Tag nach dem Ein
tritt ins Altersheim, zu laufen beginnt. Darauf lässt bereits der Wortlaut der Be
stimmung schliessen, wonach die Anmeldung innert sechs Monaten
nach
und nicht
seit
(wie in
Art.
22
Abs.
1 ELV)
einem Heim- oder Spitaleintritt einzu
reichen ist.
Auch Sinn und Zweck der Regel
führen zum Schluss
, dass das fristauslösende Ereignis
zwar
der Heimeintritt ist, die Sechsmonatsfrist jedoch erst am nä
chsten
Tag zu laufen beginnt.
Die Einräumung der
Halbjahresf
rist
in
Art.
12
Abs.
2 ELG
trägt dem Problem Rechnung, dass ein Heimeintritt für die Betroffenen und ihre Angehörigen einen grossen,
vor allem auch administrati
ven
Aufwand darstellt. Zudem dauert es einige Zeit, bis die ersten
Heimrech
nungen
und die Betei
li
gungen der Krankenkasse eintreffen und man sich be
wusst wird, dass
Ergänz
ungs
leistungen
für die Finanzierung der Heimkosten beantragt werden müssen
(
Carigiet
/Koch
, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
2.
Auflage, Zürich, Basel, Genf, 2009, S.
89
).
Dass d
er Tag des Heimeintritts
nicht für derartige Abklä
rung
en zur Verfügung
steht, sondern
einzig
dem Ein
tritt als solchem dienen soll und
darf
,
und damit nicht
Teil des Fristenlaufs bil
det,
macht auch
aufgrund des Zwecks
der Bestimmung
Sinn.
Die
Sechsmonats
frist
gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG
be
ginnt folglich am Tag nach dem Heimeintritt als fristauslösendem Ereignis,
am 1
9.
Januar 2012
zu laufen.
3.5.3
Zwischen den Parteien strittig ist insbesondere d
er Ablauf der Sechsmonatsfrist,
mithin, ob die Frist an demjenigen Tag im letzten Monat
der Frist
abläuft, wel
cher
von seiner Zahl her dem Tag vor dem Fristenbegin
n, hier also dem 1
8.
Juli 2012 und damit dem Tag der Fristauslösung
e
ntspricht, oder aber
an
dem Tag, der nach seiner Zahl dem ersten Berechnungstag der Frist
, mithin dem
Fristen
beginn
entspricht, was hier zur Fristwahrung
am 1
9.
Juli 2012
führen würde.
Das ELG schweigt sich hierzu aus. Auch hilft eine
sinngemässe
Anwendung von
Art.
38
Abs.
3 ATSG nicht weiter, fehlt es doch an einer ausdrücklichen Festle
gung,
wie bei nach Monaten bestimmten Fristen der Ablauf zu bestimmen ist. Diesbezüglich enthält auch der subsidiär anwendbare (vgl.
Art.
55
Abs.
1 ATSG)
Art.
20 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
) keine Ant
wort.
Gemäss
ständiger
bundesgerichtlicher R
echtsprechung
zur Berechnung von Be
s
chwerdefristen, welche nach Monaten bezeichnet sind, endet eine nach Mona
te
n bezeichnete Frist im letzten Monat an dem Tag, der dieselbe Zahl trägt wie der
Tag, an dem sie mitgeteilt wurde
(BGE 125 V 37; 119 V 93, 103 V 159)
mit
hin
de
m Tag der Fristauslösung
. Gemäss höchstrichterlicher Auffassung ändern auch
die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens vom 1
6.
Mai 1972 über
die Berechnung von Fristen (SR.0.221.122.3) hieran nichts (BGE 125 V 37).
In Bestätigung dieser Rechtsprechung setzte sich das Bundesgericht im Urteil U 244/02
vom 2
4.
Februar 2005 betreffend d
i
e
dreimonatige
Beschwerdefrist ge
mäss
a
Art
.
106
des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG
mit der Frage
nach einer analogen Anwendung
vo
n
Art.
77
des
Obligationenrecht
s (OR
)
auseinander
.
Gemäss
Abs.
1
Ziff.
3 dieser Bestimmung
f
ällt
die Erfüllung einer Verbindlichkeit oder eine
r
andere
n
Rechts
handlung, die mit dem Ablauf einer
nach Monaten b
estimmten Frist zu erfolgen hat
,
gemäss höchstrichterlicher Auf
fassung
auf denjenigen Tag des letzten Mo
nats, der durch seine Zahl dem Tag des Vertrag
sabschlusses entspricht
, und, wenn d
ieser Tag im letzten Mona
t fehlt
, auf den letzten T
ag dieses Monats. Auszugehen sei
dabei vom
Eröffnungs
tag
(beziehungsweise dem Tag des Ereig
nisses im Rahmen von
Art.
77 OR) und nicht vom Tag des Fristbeginns. Mit der Beibehal
tung des gleichen Monatstages we
rd
e
dem Umstand bereits Rechnung getragen, dass der Tag der Eröffnung der Frist oder der Mitteilung eines Ent
scheides bei der Fri
stberechnung nicht mit
gezählt we
rd
e. Insofern kö
nn
e
Ziff.
3 der Bestimmung als Anwendungsfall von
Ziff.
1 aufgefasst werden (
Urteil des Bundesgerichts U 244/02 vom 2
4.
Februar 2005
E.
1.2
).
Übertragen
auf
den h
ier zu beurteilenden Fall führt
eine analoge
Anwendung von
Art.
77
Abs.
1
Ziff.
3 OR
dazu, dass der letzte Tag der
Sechs
monatsfrist
auf den 1
8.
Juli 2
012 fallen würde, da der Tag des
Heimeintritts am 1
8.
Januar 2012 als fristauslösender Tag die Anmeldefrist analog
Art.
77
Abs.
1
Ziff.
3 OR eröffnete.
Fraglich ist nun, ob sich aufgrund der in der
am
1.
Januar 2011
in Kraft ge
tretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung
(ZPO)
getroffenen Regelung der
Fris
tenberechnung
ein
e andere Sichtweise aufdrängt.
In
Art.
142
Abs.
1 ZPO
wie
derholt der Bundesgesetzgeber die gängige
Unterscheidung zwischen
frist
aus
lösendem
Ereignis und Fristenbeginn und definiert, dass Fristen, die
durch eine
Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgen
den Tag
zu laufen beginnen. Gemäss
Abs.
2 der Bestimmung endet eine Frist, welche sich nach Monaten berechnet, im letzten Monat an dem Tag, der die
selbe Zahl trägt wie der Tag, an dem die Frist zu laufen begann. Fehlt der ent
sprechende Tag, so endet die Frist am letzten Tag des Monats. In Abweichung zur gängigen
Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Berechnung von Monats
fristen führt diese
Lösung zu
einer Frist, welche
im Ergebnis e
inen Tag länger läuft.
Fraglich ist, ob der Gesetzgeber damit der
fast gleichlautenden, direkt anwend
ba
ren
Regelung von
Art.
4
Ziff.
2 des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung von Fristen folgen wollt
e (so: Sutter-
Somm
/
Hasenböhler
/
Leuen
berger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess
ordnung,
2.
Auflage,
Rz
11
zu
Art.
142). In der Botschaft zur ZPO vom 2
8.
Juni 2006 findet s
ich hierzu ledig
lich der Hinweis
, dass Beginn und Berechnung ei
ner Frist auf die
Bundes
rechts
pflege
, mithin
auf
Art.
44 und 45 des
Bundesgesetz
es
über das Bundesgericht
(BGG), a
bgestimmt
würden
, wobei das BGG ebenfalls keine Regelung zur Berech
nung von Monatsfristen enthält.
Auf eine Koordina
tion mit dem Europäischen Übereinkommen über die Berechnung von Fristen wird nur im Zusammenhang
mit
Art.
142
Abs.
3
ZPO hinsichtlich der
Feier
tagsregelung
hingewiesen (
BBl
2006
7305).
Gemäss
Art.
4
Abs.
2 des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung von Fristen ist bei einer in Monaten ausgedrückten Frist der dies ad
quem
der Tag des letzten Monats, der nach seiner Zahl dem dies a quo entspricht, oder, wenn ein entsprechender Tag fehlt, der letzte Tag des letzten Monats. Der dies a quo wird in
Art.
2 des Übereinkommens als Tag, an dem die Frist zu laufen be
ginnt und der dies ad
quem
als Tag, an dem die Frist abläuft, definiert. Gemäss dem
erklärenden Bericht des Europarats von 1975 (ETS
No
. 076) zu
Art.
2 war
vorgesehen, dass die beteiligten Staaten bei der Übersetzung des Übereinkom
mens auch die Ausdrücke „dies a quo“ und „dies ad
quem
“ in ihre Sprache über
setzen. Die Schweiz sah hiervon ab und übernahm die lateinische Termi
nologie
ohne Weiterungen.
In der Botschaft
zur Ratifizierung
de
s Europäische
n
Überein
kommen
s über die Berechnung von Fristen vom
9.
Mai 1979
stellte
der Bundes
rat
aber
einen Vergleich mit dem Schweizerischen Recht auf dem Gebiete der Fristenberechnung an mit der Schlussfolgerung, dass dasselbe im Einklang mit
dem Übereinkommen stehe. Als Beispiele hierfür führte er unter anderem
Art.
77
Abs.
1
Ziff.
1 OR hinsichtlich des Fristenbeginns
an
und erklärte, dass
Art.
20
Abs.
1 und 2
VwVG
, wonach die Mitteilung der Frist oder das
Ereignis die Frist
auslöse, den
Grundsatz in
Art.
3 des Übereinkommens präzisiere. Ex
pli
zit wies der
Bundesrat darauf hin
, dass die Fristenberechnung in
Art.
4 des Überein
kommen
s
derjenigen
in
Art.
76 und 77
Abs.
1
Ziff.
2 und 3 OR entspr
e
ch
e
(
BBl
1979 II 114), und verdeutlichte damit,
dass
der „dies a quo“ im Schweize
rischen Rechtsverständnis dem Tag der Fristauslösung entspricht.
Angesichts dessen drängt sich ein Abweichen von der bisherigen Rechtspre
chung
zur Frist
en
berechnung bei Monatsfristen im
sozialversicherungsrechtli
chen
Bereich aufgrund der zivilprozessualen Regel in
Art.
142
Abs.
2 ZPO nicht auf, zu
mal sich
auch die Lehre hinsichtlich der Interpretation dieser Bestim
mung
un
einig ist (vgl.
Sutte
r-
Somm
/
Hasenböhler
/
Leuenberger, a.a.O.,
Rz
11 zu
Art.
142
; dagegen:
Gehri
/Kramer, Kommentar ZPO,
2010,
Rz
5 zu
Art.
142, wo
nach
Art.
142
Abs.
2
ZPO
Art.
77
Abs.
1
Ziff.
3
OR entspreche
, soweit sich
Art.
77
Abs.
1
Ziff.
3 OR
auf Monatsfristen beziehe).
Die am 1
9
.
Januar 2012 begonnene Frist gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG
lief
folg
lich
am 1
8.
Juli 2012 ab
und die Anmeldung vom 1
9.
Juli 2012
war
dementspre
chend
verspätet.
4
.
4
.1
Nicht thematisiert wurde von den Parteien die Frage nach einer
Fristwiederher
stellung
im Sinne von
Art.
41 ATSG. Hingegen lässt der Beschwerdeführer gel
tend machen, die Verwaltung habe ihre Aufklärungs- und
ihre
Beratungspflicht
gemäss
Art.
27
Abs.
1 und
Abs.
2 ATSG
verletzt, indem sie ihn nicht über die
Verwirkungsfrist informiert habe
, weshalb ihm aus der Fristversäumnis kein Rechts
nachteil erwachsen dürfe.
4
.2
Wie das Bundesgericht in
BGE 131 V 472 ff. ausführte
, stipuliert
Art.
27
Abs.
1 ATSG eine allgemeine und permanente Aufklärungspflicht der Versicherungs
träger und Durchführungsorgane, die nicht erst auf persönliches Verlangen der
interessierten Personen zu erfolgen hat, und hauptsächlich durch die Abgabe von
Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen erfüllt wird.
Abs.
2 derselben Bestimmung beschlägt dagegen ein individuelles Recht auf Beratung
durch den zuständigen Versicherungsträger. Jede versicherte Person kann vom Versicherungsträger im konkreten Einzelfall eine unentgeltliche Be
ratung über
ihre Rechte und Pflichten verlangen.
Abs.
3 konkretisiert die in
Abs.
2 um
schrie
bene Beratungspflicht und weitet sie zugleich gegenüber dem letztge
nannten Absatz aus.
4
.3
Im Zusammenhang
Art.
27
Abs.
2 ATSG
hat
d
as Bundesgericht
bisher offen gelassen, wo die Grenzen der in
Art.
27
Abs.
2 ATSG verankerten
Beratungs
pflicht
in generell-abstrakter Weise zu ziehen sind. Es hat jedoch entschieden, dass es auf jeden Fall zum Kern der Beratungspflicht gehört, die versicherte Person darauf aufmerksam zu machen, ihr Verhalten könne eine der Vorausset
zungen des Leistungsanspruchs gefähr
den (BGE 131 V 472 E. 4.3
).
4.4
In tatsächlicher Hinsicht erstellt ist aufgrund der Parteivorbringen und der Aktenlage, dass die Tochter des Beschwerdeführers am 2
7.
Februar 2012 telefo
nisch mit
Herrn
C._
,
einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin, Kontakt auf
nahm
, denselben über den Heimeintritt ihres Vaters im Januar 2012 auf
klärte,
und dass ihr Herr
C._
am Folgetag das Anmeldeformular betreffend Zusatzleistungen AHV/IV zustellte (vgl.
Urk.
7/6). Unbestritten ist weiter, dass Herr
C._
die sechsmonatige Anmeldefrist gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG anläss
lich des Telefonats vom 2
7.
Februar 2012 unerwähnt liess
, dass das zugestellte Formular keinen Hinweis auf die Frist enthielt und
dass der hier
zu beurteilende Fall die
Bes
chwerdegegnerin veranlass
te, das Anmeldeformular um einen
Hin
weis auf die
sechsmonatig
e
Anmeldefrist
auf
Seite 6
unten
zu ergänzen
.
Die
Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers, wonach
seine Tochter auf ihre Frage nach dem geeigneten Zeitpunkt der
Gesuchseinreichung
die Auskunft erhalten habe, es sei empfehlenswert, das Gesuch um Ausrichtung von
Ergän
zungsleistungen
einzureichen, bevor das Vermögen allzu gering sei, da die Be
hand
lung des Gesuchs einige Zeit in Anspruch nehme (
Urk.
1 S. 3), wurde von der Beschwerdegegnerin zumindest nicht bestritten. Auch gestand sie ein, dass
die telefonische Kommunikation zwischen der Tochter des Beschwerdeführers und
Herrn
C._
nicht optimal gewesen sei (
Urk.
8 S. 2), weshalb es sich recht
fertigt, der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers zu folgen.
4.5
Im Zusammenhang mit arbeitslosenversicherungsrechtlichen Ansprüchen hat das
Bundesgericht bereits mehrfach entschieden, dass es zum Kern der
Bera
tungs
pflicht
gehört, die versicherte Person über die Verwirkungsfolge bei ver
späteter Gel
tendmachung eines Anspruchs aufzuklären (vgl. Urteil des Bundes
gerichts C 240/04 vom
1.
Dezember 2005 mit Hinweisen).
Im hie
r zu beurteilenden Fall erkundigte sich die Tochter des Beschwerdeführers aufgrund des Heimeintritts ihres Vaters nach der Möglichkeit zum Bezug von
Ergänzungsleistungen. Da gerade der Umstand des Heimeintritts und dessen noch
nicht abschliessend beurteilbare
n
fin
anziellen Folgen Anlass für ihre tele
foni
sche
Kontaktaufnahme bildeten und anlässlich des Telefonats vom 2
7.
Febru
ar 2012
von ihr erwähnt wurden
, hätte
die Beschwerdegegnerin
einen Beratungsbedarf in
Bezug auf die Anmeldefrist gemäss Art.
12
Abs.
2 ELG fest
stellen können und müssen
(vgl. SVR 2007 KV Nr. 14). Dies gilt umso mehr, als die Tochter des Be
schwerdeführers mit ihrer Frage nach dem geeigneten Zeit
punkt der
Gesuchs
ein
reichung
deutlich machte, dass der Beschwerdeführer kei
nen Rechtsverlust in
Kauf zu nehmen bereit war, was die Beschwerdegegnerin
ebenfalls
hätte er
kennen können und müssen (Urteil des Bundesgerichts C 240/04 vom
1.
Dezem
ber
2005 E. 2.2.4).
Dem Einwand der Beschwerdegegnerin, wonach es der Tochter des Beschwerde
führers durchaus zuzumuten gewesen wäre, zur Frist nochmals nachzufragen, habe sie doch nicht davon ausgehen dürfen, dass ein solches Gesuch zu einem beliebigen Zeitpunkt rückwirkend gestellt werden könne (
Urk.
8 S.
2), ist zu ent
gegnen
, dass die Tochter des Beschwerdeführers durch die Auskunft von Herrn
C._
,
wonach sie das Gesuch sinnvollerweise einreiche, bevor das ganze Ver
mögen aufgebraucht sei, insofern irregeführt wurde, als diese Auskunft
fälschli
cher
weise
impliziert
e
, ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen könne erst ent
stehen
, wenn das Vermögen nahezu aufgebraucht ist.
Nach dem Gesagten hat es die Verwaltung pflichtwidrig unterlassen, den Be
schwer
deführer respektive dessen Tochter rechtzeitig auf die Anmeldefrist ge
mäss
Art.
12
Abs.
2 ELG und die Verwirkungsfolge bei verspäteter Anmeldung aufmerksam zu machen.
4.6
Ergibt die Prüfung im Einzelfall, dass entgegen
Art.
27
Abs.
2 ATSG nicht (oder un
richtig) informiert wurde, knüpft sich daran die weitere Frage, ob die Vo
raus
setzungen des
öffentlichrechtlichen
Vertrauensschutzes gemäss R
echtspre
chung (BGE 131 V 480 E
.
5 mit Hinweisen) gegeben sind. Nur wenn diese voll
um
fäng
lich (kumulativ) erfüllt sind, zeitigt die Verletzung der Beratungspflicht Rechts
folgen;
das heisst
die versicherte Person kann von der Verwaltungsbe
hörde und
im Beschwerdefall vom angerufenen Gericht verlangen, so gestellt zu werden, wie
wenn der Sozialversicherungsträger informiert hätte oder wie wenn er richtig
beraten hätte (vgl. Ulrich Meyer, Grundlagen, Begriff und Grenzen der
Beratungs
pflicht
der Sozialversicherungsträger nach
Art.
27
Abs.
2 ATSG, in: Sozialver
sicherungsrechtstagung 2006, St. Gallen 2006, S. 9 ff.; S. 22 f. und 29).
Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall,
1.
wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat;
2.
wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn
die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zu
ständig betrachten durfte;
3.
wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne we
iteres erkennen konnte;
4.
wenn sie im Vertrauen auf die Richtig
keit der Aus
kunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgän
gig gemacht werden können, und
5.
wenn die gesetzliche Ordnung seit der
Auskunftser
tei
lung
keine Änderung erfahren hat (BGE 131 V 472 E. 5, 127 I 36 E
. 3a,
126 II 387
E. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223).
4.7
In Würdigung der gesamten Sachlage ist davon auszugehen, dass der Beschwer
deführer bei entsprechender Information über
die Anmeldefrist gemäss
Art.
12
Abs.
2 ELG und korrekter Information hinsichtlich des sinnvollen Zeitpunkts der
Gesuchseinreichung
die Anmeldung
innert Frist eingereicht und entsprechend den Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab Januar 2012 gewahrt hätte.
Nach der
lückenhaften
und teilweise falschen
Auskunft
des
Mitarbeiters der
Be
schwer
de
gegnerin
durfte
die Tochter des Beschwerdeführers
zudem
davon aus
gehen, dass
die Anmeldung zum Leistungsbezug erst Sinn macht
e
, wenn das Vermögen nahe
zu aufgebraucht
war; die Unvollständigkeit und teilweise Feh
lerhaftigkeit dieser Auskunft
zu erkennen, konnte von ihr nicht erwartet wer
den, zumal die Annahme, dass ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen erst entstehen könne, wenn
das Vermögen unter eine bestimmte Freigrenze gesun
ken sei, anscheinend ein
im Volk
weit verbreiteter Irrtum ist (vgl.
Urk.
7/3b S.
2 letzter Abschnitt),
welcher durch
die
irreführende
Auskunft von Herrn
C._
zusätzlich genährt
wurde
.
Das Vorliegen der weiteren Kriterien für die erfolgrei
che Berufung auf den
öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz
ist ohne
W
eiteres
gegeben
.
Unter diesen Umständen darf dem Beschwerdeführer aus der unvoll
ständigen Beratung und dem fehlenden Hinweis der Behörden hinsichtlich der Gefährdung seines
Leis
tungsanspruchs
durch das Fristversäumnis kein Rechts
nachteil erwachsen.
Deme
ntsprechend ist
er
abw
eichend vom Gesetz zu behandeln. Die
Beschwerde
gegnerin
hat für die ungenügende Wahrnehmung der Beratungspflicht einzu
stehen, weshalb dem Beschwerdeführer aus dem Unterlassen kein Rechtsnachteil erwachsen darf und sein Anspruch auf Ergänzungsleistungen für die Zeit vom
1.
Januar
bis 3
0.
Juni 2012 trotz Säumnis
ses
nicht verwirkt ist.
4.8
Entsprechend hat der Be
schwerdeführer Anspruch auf
Ergänzungsleistungen für die Monate Januar bis Juni 201
2.
Die
bei Anspruchsbeginn 1. Januar 2012 um
stritten
gebliebene
Berechnung der Zusatzleistungen
von monatlich
Fr.
2‘895.
--
in der Verfügung vom 2
4.
August 2012 basierte unter anderem auf der An
r
ech
nung der Heimtaxen für 365 Tage (vgl. Beilag
e zu
Urk.
3/3), was bei einem
An
spruchsbegin
n
ab Juli 2012 nicht zu beanstanden ist
.
Da der Heimeintritt erst am 1
8.
Januar 2012 erfolgte
,
ist die Taxe
von täg
lich Fr.
163.50
bei einem
An
spruchsbeginn
ab Januar 2012
jedoch
für die Zeit vom
1.
bis 1
7.
Januar 2012
von den anrechenbaren Ausgaben
abzuziehen.
Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als der
Be
schwerdeführer
Anspruch auf
Ergänzungsleistungen
für die Mona
te Januar bis Juni 2012 hat. D
ie Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem Beschwerde
führer
Fr.
17‘590.50
(6 x
Fr.
2‘895.
--
.
/. 17 x
Fr.
163.50)
zu bezahlen.
5.
Liegt keine
anwaltschaftliche
Vertretung vor, besteht der Anspruch auf eine Parteientschädigung nur, wenn die Vertretung für das in Frage stehende
Rechts
gebiet
besonders qualifiziert ist und wenn nicht anzunehmen ist, dass sie kosten
los erfolgt (BGE 108 V 270 E. 2; ZAK 1991 S. 421 E. 2).
Die Vertretung durch den Enkel des Beschwerdeführers erfolgt
e
mutmasslich kostenlos. Eine besondere Qualifikation von
Y._
im Bereich
Sozi
alversicherungsrecht
liegt zudem nicht vor
. Entsprechend besteht kein Anspruch auf Prozessentschädigung.