Decision ID: d8589e4f-5aa0-523a-9816-669f36f4681f
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer (geb. 1958, Schweizer Bürger) wanderte im Feb-
ruar 2004 nach Thailand aus. Dort wohnt er seit über zehn Jahren zu-
sammen mit seiner Partnerin (thailändische Staatsangehörige) im Konku-
binat und lebt von seinem Pensionskassenguthaben und seinen Erspar-
nissen.
B.
Am 29. Januar 2014 gelangte der Beschwerdeführer mit einem formellen
Gesuch um Ausrichtung einer periodischen Unterstützung (ab ca. 1. April
2014) nach dem Bundesgesetz vom 21. März 1973 über Sozialhilfe und
Darlehen an Schweizer Staatsangehörige im Ausland (BSDA, SR 852.1)
an die Schweizerische Botschaft in Bangkok. Als Ursache für seine Be-
dürftigkeit machte er geltend, seine Ersparnisse würden zur Neige gehen
("bewegen sich langsam aber sicher gegen die CHF 4'000er Marke hin").
Grundeigentum oder sonstige Vermögenswerte in der Schweiz besitze er
nicht. Auch habe er keine unterstützungspflichtigen Verwandten. Trotz in-
tensiver Bemühungen (seit ca. August 2013) sei es ihm bislang nicht ge-
lungen eine Arbeitsstelle in der Schweiz oder in Thailand zu finden.
C.
Mit Verfügung vom 12. März 2014 lehnte das BJ das Gesuch vom 29. Ja-
nuar 2014 für eine periodische Unterstützung während eines Jahres ab.
Zur Begründung führte es aus, der Beschwerdeführer sei im Sinne des
Gesetzes im Moment nicht bedürftig. Andererseits habe er den 10-
jährigen Aufenthalt in Thailand mit Pensionskassengeldern sowie Erspar-
nissen finanziert und sei dort nie erwerbstätig gewesen. In seinem Ge-
such habe er ein Vermögen von THB 247'488 (CHF 6'738.40) angege-
ben. Laut eines Vermögensausweises der CREDIT SUISSE habe der
Saldo am 31. Dezember 2013 CHF 7'734.- betragen. Bei einem ge-
schätzten monatlichen Budget von THB 20'000 (CHF 545.40) würden die
eigenen Mittel noch einige Monate ausreichen. Während dieses Zeit-
raums habe der Beschwerdeführer Gelegenheit, sich eine Arbeit in Thai-
land zu suchen und die Heimreise anzutreten. Selbst wenn die eigenen
Mittel aufgebraucht wären, bestehe kein Anspruch auf Ausrichtung von
Sozialleistungen in Thailand (der Lebensunterhalt sei dort weder ganz
noch teilweise aus Erwerbstätigkeit finanziert worden; wenig Aussichten
auf wirtschaftliche Unabhängigkeit vor Ort).
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D.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 24. März 2014 beantragt der Beschwerde-
führer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Ausrichtung
einer periodischen Unterstützung vor Ort während eines Jahres, jedoch
neu ab ca. 1. Juni 2014. Zur Begründung bringt er unter Hinweis auf ei-
nen Kontoauszug der CREDIT SUISSE vom 22. März 2014 im Wesentli-
chen vor, das Vermögen sei mittlerweile auf CHF 5376.- geschrumpft.
Nach dem in der Verfügung geschätzten monatlichen Budget von THB
20'000 würde das Vermögen per Ende Mai 2014 auf etwa CHF 4'285.-
sinken. Gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozi-
alhilfe (SKOS) habe er ein Anrecht auf ein Restvermögen von CHF
4'000.-, über welches er frei verfügen dürfe. Somit gelte er spätestens per
1. Juni 2014 als bedürftig im Sinne des Gesetzes. Zudem sei eine Rück-
kehr in die Schweiz für ihn nicht zumutbar (keine Wohnmöglichkeit, keine
nahen Verwandten, schlechte Situation auf dem Arbeitsmarkt, von der
Sozialhilfe abhängig). In Thailand sei er hingegen gut integriert und lebe
in einer langjährigen, stabilen Beziehung, die bei einer Rückkehr in die
Schweiz gefährdet wäre. Zudem verfüge er über eine günstige Wohnung
(ca. CHF 135.- pro Monat).
In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege samt Beigabe eines Rechtsanwalts, ohne jedoch
selbst einen bestimmten Rechtsvertreter vorzuschlagen.
E.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2014 auf
Abweisung der Beschwerde. Ausgehend von einem Vermögen von CHF
7'734.- per Ende 2013, abzüglich der Lebenshaltungskosten gemäss
Budget von Januar bis Mitte März 2014 (CHF 1'312.-) und abzüglich ei-
nes Freibetrages von CHF 1'762.- blieben dem Beschwerdeführer CHF
4'660.- für die Bestreitung seines Lebensunterhalts ab Mitte März 2014
(Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung), weshalb keine Bedürftigkeit
vorliege.
F.
Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2014 beantragt der Beschwerdeführer die
Ausstellung einer neuen Verfügung, basierend auf seiner aktuellen Le-
benssituation. Inzwischen sei nämlich sein Guthaben auf CHF 1'264.- ge-
sunken (vgl. Kontoauszug der CREDIT SUISSE vom 11. Juni 2014) und
liege somit unterhalb des erlaubten Freibetrages.
C-2003/2014
Seite 4
G.
Auf den weiteren Akteneinhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in
Art. 33 VGG genannten Behörden. Dazu gehört auch das Bundesamt für
Justiz, das vorliegend im Bereich des BSDA eine Verfügung im erwähn-
ten Sinne und daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat. Eine
Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts an-
deres bestimmt (Art. 37 VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde
legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen
– daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).
2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als
Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden
(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-
verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62
Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann
die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen
gutheissen oder abweisen. Analog zum Sozialversicherungsrecht ist auf
dem Gebiet der Sozialhilfe an Schweizer Staatsangehörige im Ausland
grundsätzlich auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen, wie sie sich
zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung dargestellt haben (vgl. Urteil
des BVGer C-5506/2012 vom 13. Februar 2014 E. 2 mit Hinweis).
C-2003/2014
Seite 5
3.
3.1 Gemäss Art. 1 BSDA gewährt der Bund im Rahmen dieses Gesetzes
Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern, die sich in einer Notlage
befinden, Sozialhilfeleistungen. "Auslandschweizer" im Sinne dieses Ge-
setzes sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die im Ausland Wohnsitz
haben oder sich seit mehr als drei Monaten dort aufhalten (vgl. Art. 2
BSDA).
3.2 Sozialhilfeleistungen nach dem BSDA werden gemäss Art. 5 BSDA
nur Personen gewährt, die ihren Lebensunterhalt nicht hinreichend aus
eigenen Kräften und Mitteln, Beiträgen von privater Seite oder Hilfeleis-
tungen des Aufenthaltsstaates bestreiten können. Diese Bestimmung
nennt mit der Bedürftigkeit eine weitere – wirtschaftliche – Voraussetzung
für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen. Gleichzeitig findet sich in ihr
der Grundsatz der Subsidiarität der Sozialhilfe verankert: Auf solche Leis-
tungen besteht nur Anspruch, wenn sämtliche anderen Möglichkeiten,
den Lebensunterhalt zu finanzieren (insbesondere eigene Erwerbstätig-
keit, Vermögensverzehr, Versicherungsleistungen, Verwandtschaftsunter-
stützung, Sozialhilfe des Aufenthaltsstaats), ausgeschöpft sind (vgl. Zif-
fern 1.2.2 und 1.4 der ab 1. Januar 2010 gültigen Richtlinien des BJ zur
Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer [nachfol-
gend: Richtlinien], online abrufbar unter: www.bj.admin.ch > Themen >
Migration > Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
> Richtlinien für die Behandlung von Gesuchen um Sozialhilfeunterstüt-
zung). Art und Mass der Sozialhilfe richten sich nach den besonderen
Verhältnissen des Aufenthaltsstaates, unter Berücksichtigung der not-
wendigen Lebensbedürfnisse eines sich dort aufhaltenden Schweizers
(Art. 8 Abs. 1 BSDA). Zu finanzieren sind einzig die notwendigen Ausla-
gen. Das BSDA bezweckt, in Not geratenen Auslandschweizern eine ein-
fache, angemessene Lebensführung zu ermöglichen. Bei der Festset-
zung der Unterstützung sind die Lebenskosten am Aufenthaltsort mit zu
berücksichtigen (vgl. Urteile des BVGer C-4912/2012 vom 7. Mai 2014
E. 3.1 und C-6453/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.1 je m.H.).
3.3 Sozialhilfe kann je nach Situation in Form von wiederkehrenden oder
einmaligen Leistungen gewährt werden (Art. 4 Abs. 1 der Verordnung
vom 4. November 2009 über Sozialhilfe und Darlehen an Schweizer
Staatsangehörige im Ausland [VSDA, SR 852.11]), wobei in casu eine
Beschwerde gegen eine Verfügung betreffend eine wiederkehrende Un-
terstützungsleistung zu beurteilen ist. Voraussetzung der Gewährung von
Sozialhilfe ist, dass die betroffene Person bedürftig ist (vgl. E. 3.2 oben
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Seite 6
sowie Ziff. 1.2.2 der Richtlinien). Die allfällige Bedürftigkeit einer Person
wird – um dem Gleichbehandlungsgebot Rechnung zu tragen – in jedem
Unterstützungsfall auf der Grundlage eines Haushaltsbudgets festgestellt.
Jedem Gesuch um Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen ist daher ein
solches Budget beizulegen, in welchem die anrechenbaren Einnahmen
der gesuchstellenden Person ihren anerkannten Ausgaben gegenüber
gestellt sind (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. a, Art. 10 Abs. 1 sowie Art. 13 Abs. 3
VSDA). Bei der Berechnung des Budgets stützen sich die Behörden auf
die allgemeinen sozialhilferechtlichen Grundsätze (beispielsweise auf die
Empfehlungen der SKOS oder die Richtlinien). Sowohl die schweizeri-
schen Vertretungen im Ausland als auch das BJ sind befugt, unrichtig
oder unvollständig ausgefüllte Unterstützungsleistungsgesuche zu korri-
gieren bzw. zu ergänzen (vgl. Art. 16 Abs. 3 und Art. 17 Abs. 1 VSDA so-
wie Urteil C-6453/2013 vom 14. Februar 2014 E. 4.2 m.H.).
4.
4.1 Nach Art. 11 Abs. 1 BSDA kann dem Hilfsbedürftigen die Heimkehr in
die Schweiz nahe gelegt werden, wenn dies in seinem wohlverstandenen
Interesse oder dem seiner Familie liegt. In einem solchen Fall übernimmt
der Bund anstelle der weiteren Unterstützung im Ausland die Heimreise-
kosten.
4.2 Anspruch auf regelmässige Leistungen im Ausland hat eine Person –
bei gegebener Notlage (Bedürftigkeit) – wenn der Verbleib im Aufent-
haltsstaat aufgrund der gesamten Umstände gerechtfertigt ist. Art. 5
Abs. 1 Bst. c VSDA konkretisiert die wichtigsten Fälle; namentlich ist dann
von einem gerechtfertigten Verbleib im Ausland auszugehen, wenn die
betreffende Person sich schon seit mehreren Jahren im Aufenthaltsstaat
aufhält (Ziff. 1), mit grosser Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit im Auf-
enthaltsstaat wirtschaftlich selbständig wird (Ziff. 2) oder nachweist, dass
ihr wegen enger familiärer Bande oder anderer Beziehungen die Heim-
kehr nicht zugemutet werden kann (Ziff. 3). Aus dieser Aufzählung ergibt
sich, dass bei der Beurteilung gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. c VSDA die Dau-
er des bisherigen Aufenthalts, die Chancen für eine Wiedererlangung der
wirtschaftlichen Selbständigkeit, aber auch die familiären Verhältnisse der
antragstellenden Person vor Ort eine wesentliche Rolle spielen können.
5.
5.1 Das der Verfügung zugrunde liegende Budget vom 25. Februar 2014
wurde von der Botschaft in Bangkok aufgrund der Richtlinien und gestützt
auf die Angaben des Beschwerdeführers erstellt. Die Vorinstanz errech-
C-2003/2014
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nete einen monatlichen Bedarf (Aufwandüberschuss) von THB 19'097
(rund CHF 525). Im Gesuch vom 29. Januar 2014 machte der Beschwer-
deführer zwar einen monatlichen Bedarf von THB 25'490 geltend. Die Dif-
ferenz zum Budget der Vorinstanz betrifft im Wesentlichen das Haus-
haltsgeld. Während der Beschwerdeführer in seinem Gesuch Haushalts-
geld für zwei Personen aufführte, berechnete die Vorinstanz das Haus-
haltsgeld richtigerweise nur für eine Person. Denn als thailändische
Staatsangehörige kann die Partnerin des Beschwerdeführers gemäss
BSDA nicht unterstützt werden. Das der Verfügung zugrunde liegende
Budget ist daher nicht zu beanstanden und wird vom Beschwerdeführer
im Rechtsmittelverfahren auch nicht in Frage gestellt.
5.2 Ebenfalls korrekt berechnet hat die Vorinstanz den Freibetrag, der bei
der Beurteilung der Bedürftigkeit zu berücksichtigen ist. Gemäss
Ziff. 1.2.2 der Richtlinien beläuft sich der Freibetrag auf höchstens 600
Prozent des Haushaltsgeldes für eine Person. Für das Jahr 2014 wurde
das monatliche Haushaltsgeld in Thailand auf THB 10'700 festgelegt
(vgl. Ziff. 2.2.1 des Budgets vom 25. Februar 2014). Das dem Beschwer-
deführer zu belassene freie Vermögen, welches nicht für den Lebensun-
terhalt verwendet werden muss, beträgt somit THB 64'200 (rund CHF
1'760.-). Indem die Vorinstanz – ausgehend von einem liquidierbaren
Vermögen des Beschwerdeführers von CHF 7'734.- Ende 2013 – die Le-
benshaltungskosten von Januar bis Mitte März 2014 (gemäss Budget
THB 19'097 pro Monat) von CHF 1'312.- sowie einen Freibetrag von CHF
1'762.- in Abzug brachte und im zu beurteilenden Zeitpunkt die für den
Lebensunterhalt einsetzbaren Mittel auf CHF 4'660.- festsetzte, hat sie
die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Denn damit
reichen seine eigenen Mittel gemäss Budget noch einige Monate, womit
er ausreichend Gelegenheit hat, in diesem Zeitraum in Thailand oder bei
einer allfälligen Heimreise in der Schweiz eine Arbeit zu suchen. Dies gilt
selbst dann, wenn man zugunsten des Beschwerdeführers von einem
Restvermögen von CHF 6'738.- ausgeht (vgl. Gesuch vom 29. Januar
2014).
5.3 An der damaligen korrekten Einschätzung in Bezug auf die fehlende
Bedürftigkeit ändert auch nichts, wenn der Beschwerdeführer inzwischen
mehr Mittel verbrauchte, als budgetiert wurden, und sein Vermögen in-
zwischen unter den Freibetrag gefallen sein sollte. Wie bereits erwähnt,
ist bei der Beurteilung grundsätzlich auf die tatsächlichen Verhältnisse
zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung abzustellen (vgl. E. 2 vor-
stehend). Die heutige Situation des Beschwerdeführers kann damit nicht
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Seite 8
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein. Soweit der
Beschwerdeführer eine Beurteilung aufgrund seiner aktuellen Lebenssi-
tuation verlangt und dementsprechend den Erlass einer Verfügung bean-
tragt (vgl. Stellungnahme vom 7. Juli 2014), ist darauf nicht einzutreten.
Diesbezüglich hat der Beschwerdeführer bei der Botschaft in Bangkok
zuhanden des BJ ein neues Gesuch einzureichen.
5.4 Da die Voraussetzungen für die Ausrichtung von wiederkehrenden
Unterstützungsleistungen aufgrund der von der Vorinstanz zum damali-
gen Zeitpunkt zu Recht festgestellten fehlenden Bedürftigkeit nicht gege-
ben sind, kann ferner auch die Frage offen gelassen werden, ob dem Be-
schwerdeführer im Falle einer Bedürftigkeit anstelle von Unterstützungs-
leistungen vor Ort die Heimreise in die Schweiz nahe gelegt werden kann
(vgl. Art. 11 Abs. 1 BSDA).
6.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die vorinstanzliche Verfü-
gung als bundesrechtskonform erweist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde
ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens würde der Beschwerdeführer grund-
sätzlich kostenpflichtig. Angesichts der besonderen Umstände ist jedoch
von der Auferlegung von Verfahrenskosten abzusehen (Art. 63 Abs. 1 in
fine VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]), weshalb das Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege – soweit es um die Kosten des Verfahrens
geht (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG) – gegenstandslos geworden ist. Das Ge-
such um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist hinge-
gen abzuweisen, zumal eine bedürftige Partei nur Anspruch auf unent-
geltliche Verbeiständung hat, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwen-
dig ist (vgl. Art. 65 Abs. 2 VwVG). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da
sich keine schwierigen Rechtsfragen stellten und es dem Beschwerdefüh-
rer offensichtlich auch keine Probleme bereitete, eine rechtsgenügliche
Beschwerdeschrift ohne anwaltliche Hilfe zu verfassen (vgl. BGE 130 I
180 E. 2.2 S. 182). Abgesehen davon hat der Beschwerdeführer während
des Verfahrens gar keinen Vertreter bezeichnet, der als unentgeltlicher
Rechtsbeistand hätte beigeordnet werden können. Die Einsetzung eines
amtlichen Anwalts im Sinne eines Pflichtverteidigers, wie dies unter be-
stimmten Voraussetzungen im Strafverfahren vorgesehen ist (vgl. Art. 130
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ff. der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO,
SR 312.0]), ist dem Verwaltungsverfahren des Bundes fremd.