Decision ID: 664859f3-22f0-50dd-93e3-434ddc4dbde4
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 11. Februar 2002 lehnte das Bundesamt für  (BFF; seit dem 1. Januar 2005 Bundesamt für Migration [BFM]) das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 12. Februar 2001 ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Die am 14. März 2002 dagegen erhobene Beschwerde wies die damals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 11. Januar 2005 ab.
B. Mit Schreiben vom 14. November 2006 liess der Beschwerdeführer beim BFM ein Wiedererwägungsgesuch einreichen, in welchem er die Wiedererwägung der Verfügung des BFF vom 11. Februar 2002 .
C. Mit Verfügung vom 23. November 2006 trat die Vorinstanz auf das  nicht ein, bezeichnete die Verfügung vom 11. Februar 2002 als rechtskräftig und vollstreckbar und stellte fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. In  Begründung führte sie aus, die Vorbringen im  vom 14. November 2006 würden sich auf den selben Sachverhalt beziehen, wie er bereits im ersten Asylverfahren vorgelegen habe.  das BFM, als auch die ARK habe sich eingehend damit . Den Vorbringen lasse sich nichts Neues entnehmen, das wiedererwägungsrechtlich bedeutsam sei.
D. Mit Beschwerde vom 21. Dezember 2006 liess der Beschwerdeführer beantragen, die Verfügung des BFF vom 11. Februar 2002 sei in  zu ziehen und es sei ihm Asyl zu gewähren. Auf jeden Fall sei von einer Wegweisung abzusehen. Gegebenenfalls sei die  des Wegweisungsvollzugs festzustellen und er als Folge davon vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht liess er , es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde  und es seien eventuell vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 56 VwVG anzuordnen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet , ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des  vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt bei gegebener  am 1. Januar 2007 die bei der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) hängigen Rechtsmittel. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einem  Verfahren entschieden. Wie nachstehend aufgezeigt,  es sich vorliegend um eine solche, weshalb auf einen  verzichtet werden kann und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der  ist legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
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3.
3.1 Ein Anspruch auf Wiedererwägung besteht namentlich dann, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen  beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde  Rechtsmittelinstanz (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1c S. 204) in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die  (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene  der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.). Ferner können auch Revisionsgründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 VwVG zu einer Wiedererwägung führen, jedoch nur dann, wenn eine unangefochten gebliebene, formell rechtskräftig gewordene Verfügung vorliegt (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.) oder, wenn zwar  ein Rechtsmittel ergriffen worden war, die Revisionsgründe sich jedoch nicht auf das Zustandekommen des im betreffenden  ergangenen Prozessurteils der Rechtsmittelinstanz,  auf die mit Beschwerde angefochtene Verfügung des  beziehen (vgl. EMARK 1998 Nr. 8 E. 3 S. 53 f.). Eine  fällt hingegen dann nicht in Betracht, wenn lediglich eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt werden, die bereits in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die frühere  hätten geltend gemacht werden können (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104).
3.2 Prozessgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist lediglich die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Die  der Beschwerdeinstanz ist somit darauf beschränkt, im Falle der Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung  und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz  zu lassen (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 S. 240 f.). Demnach ist auf den Antrag auf Gewährung von Asyl, Verzicht auf die Wegweisung und Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht einzutreten.
4.
4.1 Im Wiedererwägungsgesuch vom 14. November 2006 wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass Eritreer, denen die äthiopische Staatsbürgerschaft verweigert wurde oder die dieser verlustig gingen,
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bei einer Rückkehr nach Eritrea Gefahr laufen würden, Opfer von  zu werden. Auch würden Angehörige  äthiopisch-eritreischer Familien zum Kreis der gefährdeten Personen gehören. Deserteuren oder Refrakteuren drohe die  durch die eritreischen Behörden, ebenso Angehörigen  Minderheitskirchen. Im Juni 1998 habe Äthiopien in einer breit  Kampagne damit begonnen, Personen eritreischer  zu deportieren. Gemäss Amnesty International seien aus dem Ausland zurückkehrende Eritreer anlässlich der Einreise  und dem militärischen Strafvollzug zugeführt worden. Der  könne nicht mehr nach Äthiopien zurückkehren. In Eritrea habe er Zeit seines Lebens nie gelebt, und er hätte dort mit den genannten Bedrohungen und Benachteiligungen zu rechnen.
4.2 Der Beschwerdeführer behauptet mit seinen Vorbringen nicht, die tatsächlichen oder rechtlichen Voraussetzungen hätten sich seit dem Urteil der ARK vom 11. Januar 2005 - mit welchem die Verfügung des BFF vom 11. Februar 2002 in Rechtskraft erwuchs - nachträglich  geändert. Vielmehr bezieht er sich in seinen Ausführungen auf Sachverhalte, die offensichtlich bereits im ordentlichen Asylverfahren als tatbeständliche Grundlage vorgebracht worden waren, jedoch  sowohl vom BFF als auch von der ARK als unglaubhaft erachtet wurden. Es sind somit aus der Rechtsmitteleingabe vom 14. November 2006 keine tatsächlichen Anhaltspunkte ersichtlich, die auf das  eines Wiedererwägungsgrundes hindeuten, weshalb das  - in seiner Ausprägung als ausserordentliches Rechtsmittel - nicht hinreichend begründet ist. Grundsätzlich sind  sodann nicht gehalten, auf ein Gesuch einzutreten, ja es überhaupt formell anhand zu nehmen, wenn diesem nicht  substanziierte Wiedererwägungsgründe zu entnehmen sind (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 4a S. 44). Nachdem sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 11. Februar 2002 bereits eingehend zu den vom  geltend gemachten Problemen wegen seiner  Herkunft geäussert hatte - und die ARK in ihrem Urteil diese Erwägungen vollumfänglich bestätigte - waren vorliegend  Anforderungen an die Substanziierung neuer Vorbingen zu stellen. Unter diesen Umständen drängt sich jedoch der Eindruck auf, das Wiedererwägungsgesuch stelle bloss den Versuch dar, eine neue  von im bisherigen Asylverfahren bereits bekannten Tatsachen herbeizuführen, worauf aber im Rahmen einer Wiedererwägung kein Anspruch besteht (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 4b S. 44 f.).
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4.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorbringen des  den im Rahmen eines Wiedererwägungsgesuchs , erhöhten Anforderungen an die Substanziierung nicht , weshalb die Vorinstanz zu Recht auf das  nicht eingetreten ist.
5. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'200.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem  vom 11. Dezember 2006 [VGKE]).
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