Decision ID: a72b9e64-c77d-4836-9253-2d9f8ff7dd6c
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.
1
Der 1952 geborene
X._
besuchte im Ausland die Grundschule und eine Berufsschule als Servicetechniker und absolvierte nach seiner Einreise in die Schweiz eine dreijährige Ausbildung als Tiefdrucker. Zuletzt war er seit 1997 bei der
Y._
AG angestellt, wobei er
(nach einer internen
Umplatzie
rung
) als Mitarbeiter in der Buchbinderei und zuletzt ab Herbst 2006 für kurze Zeit im Bereich des Digitaldrucks tätig war. Ab März 20
07 war er ar
beitsunfähig ge
schrieben; das Arbeitsverhältnis wurde auf den 29. Februar 2008 gekü
ndigt (
vgl.
Urk.
7
/13).
Unter Hinweis auf Schmerzen i
m Rücken und an der Schulter so
wie
auf
Depressionen meldete sich der Versicherte am 22. Januar 2008 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach getätigten Abklärun
gen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht, unter anderem nach
Beizug
von
Akten des zuständigen Krankentaggeldversicherers (Evaluation der Funktio
nellen Leistungsfähigkeit vom 9. Juni 2008 durch das
Z._
; Urk.
7
/27) sowie nach Veranlassung ei
ner psychiatrischen Begutachtung (Gutachten der Klinik
A._
vom 25.
September 2009; Urk. 7
/31) verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügu
ng vom 10. Dezember 2008 den An
spruch auf eine Invalidenrente mangels Vorliegen
s
eines inva
lidisierenden Gesundheitsschadens beziehungsweise
einer
Invalidität (Urk.
7
/41). Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 10. Juli
2009 ab (Urk. 7/50; Prozess Nr. IV.2008.01309). Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil
9C_634/2009
vom 25. September 2009 nicht ein (Urk.
7
/55).
1.
2
Am
11. März 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk.
7
/56). Di
e IV-Stelle tätigte abermals Ab
klärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht, holte Berichte bei den behandelnden Ärzten ein und veranlasste alsd
ann eine polydisziplinäre Begut
achtung des Ver
sicherten durch die Begutachtungsstelle
B._
des
C._
. Ge
stützt auf das entsprechende Gutachten vom 31.
Dezember 2010 (Urk. 7
/79) ver
neinte die IV-Stelle nach Durchführung des
Vorbescheid
verfahrens
(Urk.
7
/81 ff.
) mit Verfügung vom 15. März 2011 abermals den Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk.
7
/87).
Die dagegen erhobene Beschwerde
hiess das hiesige Gericht
mit Urteil vom
5.
Dezember 2012
(Prozess Nr.
IV.
2011.00425
)
teilweise gut mit der Feststellung,
dass der Versicherte ab dem 1.
November 2011 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung habe (
Urk.
7/96).
Dieses Urteil blieb
un
angefochten (vgl.
Urk.
7/98 ff.).
Mit
"
Verfügung
"
vom 1
3.
Mai
2013 (
Urk.
7/104
)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten
ab
1.
November 2011 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung
samt zwei Kinderrenten
zu.
1.3
Mit Schreiben vom 2
8.
August 2013 (
Urk.
7/111)
stellte
der Versicherte unte
r Beilage eines Therapieberichts seines behandelnden
Psychiaters vom 22. April
2012
(
Urk.
7/110/1-3) sowie
von
dessen
Überweisungsschreiben vom 21.
August
2013 (
Urk.
7/
110/4-5
)
unter Hinweis auf eine erhebliche
Verschlechterung des
Gesundheitszustandes ein
Revisionsgesuch
und
beantragte
die
Zusprech
ung eine
r gan
zen Rente
.
Mit Schreiben vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
7/120) ergänzte der Versicherte sein Revisionsgesuch vom 2
8.
August 2013 unter Beilage
von ärzt
lichen Berichten
des
Interdisziplinären Zentrum
s
für Schwindel und Gleich
gewichtsstörungen des
D._
(Kurzbericht vom
6.
August
2013 und detaillierter Bericht vom
1.
September
2013 [
Urk.
7/121])
.
Nach erfolg
ten
medizinischen Abklärungen
und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/137
ff.) wies
die IV-Stelle
das Begehren um Erhöhung der Rente
mit
Verfügung vom 2
7.
Oktober 2014 ab (
weiterhin Anspruch auf bisherige
Viertel
s
rente
;
Urk.
2).
2.
Hiegegen
erhob der Versicherte Beschwerde (
Urk.
1) mit den Anträgen, es sei die
Verfügung vom 2
7.
Oktober 2014 aufzuheben und ihm rückwirkend ab Dezember 2012 eine
"
volle
"
Rente zu gewähren; eventualiter sei die Angele
genheit an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung beziehungsweise Einholung eines Ergänzungsgutachtens zurückzuweisen;
subeventualiter
sei
ein das
B._
-Gutachten vom 3
1.
Dezember 2010 ergänzendes medizinisches Gutachten zur interdisziplinären Beurteilung der seit dem 15. März 2011 geltend gemachten physischen und psychischen Verschlechterung unter Berücksichtigung der Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkei
t
in Auftrag zu geben
(S.
2).
Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
2.
Januar 2015 (
Urk.
6) auf Abweisung der Beschwerde, wovon dem Beschwerdeführer am 2
6.
Januar 2015 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. Augus
t 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
teilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die
letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentschei
d
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medi
zinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines
ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
sc
heidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den e
rforderlichen allseitigen Unter
su
chun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
, in Kennt
nis der
und
gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden
ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge
ein
leuchtet, ob die Schlussfolg
erungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise
begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nac
hvollziehen kann, ob der Expert
e oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen
erschweren oder verunmög
lichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung,
BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl
. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung
vom 27. Oktober 2014
zusammengefasst
dafür,
d
en neuen ärztlichen Berichten
seien
keine neuen medizinischen Fakten zu entnehmen.
Die
erneuten medizinischen Abklärungen
hätten
ergeben, dass keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorlieg
e
. Die
Verstärkung der Schmerzsymptomatik
werde
durch
i
nvaliditätsfremde Fak
toren
(
Migrationshintergr
u
nd
)
begründet. Der
A
rbeitsmarktzugang
werde
eben
falls
durch i
nvaliditätsfremde
Faktoren erschwert und diese begründe
te
n keinen
weiteren
Anspruch auf Leistungen der I
nvalidenversicherung.
Es bestehe nach wie vor nur Anspruch auf die bisherige
Viertelsrente
.
2.2
Demgegenüber brachte
der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vor (Urk. 1)
,
a
us
dem „Feststellungsblatt für den Beschluss" der
Beschwerdegegnerin vom 1
1.
Juni
2014
sei erkenn
bar, dass
diese im Rahmen der Revision an
i
hrem letzten Ent
scheid vom 1
3.
Mai
2013 anknüpf
e. Dies unterstelle
, dass der Sachverhalt
bzw.
die bereits zuvor vorgebrachte Verschlecht
erung (Arztbericht von
Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 2
2.
April 2012) und
deren
Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit bis zu diesem Datum geklärt und gewürdigt worden
seien
. Dies
treffe
jedoch nicht zu. Die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 1
3.
Mai
2013
habe
vielmehr die Umsetzung des kan
t
o
nalen Gerichtsurteils vom
5.
Dezember 2012 zum Inhalt
. Dies bedeute, dass im vorliegenden Revisionsverfahren nicht erst beim Sachverhalt ab der Verfügung vom 1
3.
Mai
2013 anzuknüpfen
sei
, sondern beim Sachverhalt ab dem Datum der gerichtlich a
ufgehobenen Verfügung vom 1
5.
März
201
1.
Weiter
sei
zu beachten, dass das
B._
-
Gutachten vom 3
1.
Dezember
2010 die fachärztliche Beurteilung allein bis dahin abdeck
e
und die Begutachtung zum Zeitpunkt der nun angefochtenen Verfügung vier Jah
re zurück
lieg
e
(S. 8).
Die mit
Revision
s
gesuch
geltend gemachte physische und psychische Veränderung im Sinne einer Verschlechterung
könne von der Beschwerdegegnerin nicht ohne W
eiteres unter Bezugnahme auf eine vier Jahre
zurück
liegende fachärztliche Begutachtung beurteilt werden, da weder die Verschlechterung noch der Zeitlauf
von dieser
erfasst
seien. Im W
eiteren fehl
t
en Abklärungen der
Beschwerdegegnerin
zu den
Auswirkungen der vorgebrachten Verschlechterung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9
).
2.3
In der Vernehmlassung
entgegnete
die
Beschwerdegegnerin
, der Psychiater Dr.
E._
habe
sowohl
in seinem
Schreiben vom Mai 2010 als auch in seinen Berichten vom April 2012 und August 2013
dieselben Diagnosen
gestellt und jeweils
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
. Zudem habe das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich b
ereits
im Dezember 2012
das Vorlie
gen sämtlicher der sogenannten Foerster-Kriterien
bejaht
. Zusammenfassend
sei
keine wesentliche Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes
ausgewiesen; d
ie Frage
nach
der
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
erübrige sich dam
it
(
Urk.
6)
.
2.4
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh
rers im Zeitraum zwischen der
Verfügung vom 15.
März 2011
– aufgehoben mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 5. Dezember 2012 (Prozess Nr. IV.2011.00425) unter der Feststellung, dass ab 1.
November
2011 Anspruch auf eine
Viertels
rente
besteht - u
nd
der nun angefochtenen Verfügung
vom
2
7.
Oktober 2014
in einer an
spruchs
erheblichen Weise verändert hat.
3.
3.1
3.1.1
Das hiesige Gericht stützte sich
bei der
Zusprache
der
Viertelsrente
auf das
polydisziplinär
e
(internis
tisch, neurologisch und psychiatrisch)
B._
-
Gutachten des
C._
vom 3
1.
Dezember 2010
(
Urk.
7/79).
Gestützt auf die
Un
tersuchungen
der verantwortlichen Fachärzte
und nach
interdisziplinäre
r
Konsensbesprechung vom 16. Dezember 2010 stellten
sie
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 16):
Lumbospondylogenes
Syndrom bei degenerativen
Wirbelsäulenverände
rungen
Radikuläre
Ausfallsymptomatik die Wurzel S1 betreffend sowie mögliche intermittierende Reizsymptomatik bei
Diskusprotrusion
L5/S1
Cervikalsyndrom
mit intermittierenden
cervikocephalen
Beschwerden
Rezidivierende leichte bis zwischendurch allenfalls mittelgradige depres
sive Episode
(
ICD-10 F33.0/1
)
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(
ICD-10 F45.4
)
Hypochondrische Ängste
(
ICD-10 F45.2
)
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie was folgt:
Akzentuierte Persönlichkeitszüge vom
ana
nkastischen
, rigiden und selbst
bezogenen Typ
(
ICD-10 Z73.1
)
Status nach Abtragung eines adenomatösen Polypen im
Coecum
2009
Funktionelle Stuhlinkontinenz gemäss Aktenlage
In ihrer medizinischen Gesamtbeurteilung fü
hrten die Gutachter im Wesent
li
chen aus, aus internistischer Sicht habe die Untersuchung keinen krankhaften Befund ergeben, weshalb die Arbeitsfähigkeit
insoweit
weder in der ange
stammten noch in einer angepassten Tätigkeit eingeschränkt sei. Aus neurolo
gischer Sicht be
stehe aufgrund des
Cervikalsyndroms
und des
Lumbovertebral
syndroms
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in einer die Körperachse stark belastenden Tätigkeit, weshalb dem Versicherten schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar seien und in einer leidensangepassten leichten
bis mittelgradig belastenden Tä
tigkeit mit möglichst wechselnd stehend-sitzender Haltung aus neurologischer Sicht eine Beeinträchtigung von 20 % bestehe, dies unter An
nahme der inter
mittierenden
Beschwerdeexazerbationen
. Aus psychiatrischer Sicht sei der
Beschwerdeführer
aufgrund der depressiven Symptomatik und der
Schmerzproblematik sowie der hypochondrischen Ängstlichkeit in seiner Arbeits
- und Leis
tungsfä
higkeit zu 30 % für jegliche Tätigkeit beeinträchtigt. Aus gesamtmedizinischer Sicht bestehe somit eine 30%ige Beeinträchtigu
ng der Arbeits- und Leistungsfä
higkeit in einer angepassten Tätigkeit, wobei die psy
chiatrische Beurteilung massgebend sei. Eine höhere
Einschränkung des Leis
tungs
vermögens
könne a
us gut
achterlicher Sicht nicht objektiviert werden.
Die aus neurologischer und psy
chiatrischer Sicht wegen der Schmerzen fest
gelegte Beeinträchtigung der Ar
beitsfähigkeit sei nicht additiv zu bewerten. Der Beginn
der Arbeitsunfähigkeit müsse
auf das
Datum der Untersuchung festgelegt werden
(
S. 21 f.
).
3.1.2
Mit
Entscheid vom
5.
Dezember 2012 (
Urk.
7/96)
hielt das hiesige Gericht
fest,
es sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfü
gung
(vom 15.
März
2011
)
in medizinischer Hinsicht auf das
B._
-Gutachten abge
stellt habe.
Das Gutachten e
rfülle sämtliche Kriterien, wel
che
die
Rechtspre
chung für die Annahme volle
r
Beweiskraft eines me
dizinischen Gutac
htens aufgestellt
habe
.
Weiter
ging
das Gericht
von der Begründetheit der Schluss
folgerungen der am
B._
-Gutachten beteiligten Spezialärzte aus und führte aus
, dass sich diese
unter anderem
nachvollziehbar mit den abweichenden
Arbeits
unfähigkeitseinschätzungen
auseinander
gesetzt hätten
– und zwar
namentlich bezüglich der abweichenden Einschätzung durch den behandelnden Psychiater Dr.
E._
(E. 5.2).
Das Gutachten
überzeuge in jeder Hinsicht
,
und der medi
zinischen Beurteilung könne auch aus rechtlicher
S
icht gefolgt werden. Damit sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in körperlich schweren Tätig
keiten nicht mehr arbeitsfähig sei und auch in einer leidensangepassten leichten bis maximal mittelschweren Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 70 % ab dem Gutachtenszeitpunkt (November 2010) bestehe (E.
5.5
des Gerichtsent
scheids
).
3.2
Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich folgendermassen:
3.2.1
Der
Psychiater
Dr.
E._
, bei welchem sich der Beschwerdeführer seit April
2008 in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befindet, gab in seinem
zu
Handen
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers erstellten
Therapiebe
richt vom 2
2.
April
2012 (
Urk.
7/110/1-3) an,
der Beschwerdeführer gehe gebückt
und nehme
im Sitzen eine Schonhaltung ein.
Er sei wach, bewusstseinsklar und allseitig orientiert. Es bestehe
keine
mnestische
Störung
; die
Intelligenz
sei
ver
mutlich mindestens durchschnittlich.
Die
Konzentration
sei
subjektiv stark ein
ge
schränkt. Im Denken
sei er
verlangsamt, auf sein
Leiden
und dessen Folgen
eingeengt
.
Es bestünden weder
Wahnideen
noch Sinnestäuschungen und auch
keine Ich-Störungen. Affektiv
sei
d
er
Beschwerdeführer
tra
urig, ratlos, verz
wei
felt.
Es bestehe eine
Fr
e
udlosigkeit,
Hoffnungslosigkeit
und ein w
eitrei
chender
Selbstwertverlust
.
Er habe
Zukunfts- und Existenzängste
und ausgeprägte Schuld
-
sowie Schamgefühle;
ein g
uter affektiver Rapport
sei
herstellbar (S.
2).
Psychomotorisch
– so der Psychiater weiter –
sei der Beschwerdeführer
stark
verlangsamt
; d
er Antrieb
sei
stark ve
rmindert bis gehemmt. Es bestehe
ein Lebensüberdruss bis hin zu zeitweisen Tode
swünschen.
Der Beschwerdeführer betone
jedoch, dass ein Suizid aus religiösen Gründen nie in Frage käme. Der Blick
des Beschwerdeführers
sei
traurig bis leer, die Mimik ausdrucksarm bis teilweise versteinert.
Er
spreche
langsam, gepresst mit leiser Stimme, mach
e
immer w
ieder längere Redepausen und
starre
dann vor sich hin. Der letzte Hamilton-Test datier
e vom 1
6.
April
2012 und
ergebe
mit 34 Punkten einen Wert
,
der einer schweren Depression entsp
re
ch
e.
Seit mindestens vier
Jahren
sei der Beschwerdeführer zu
100
% arbeitsunfähig und
werde
es auch für die Dauer der nächsten Jahre bleiben. Es
müsse
davon ausgegangen werden, dass
er
unter sei
nen Schmerzen effektiv erheblich leide. Eigentlich limitierend
sei j
edoch die schwere
chronifizierte
depressive Symptomatik. Durch die psychomotorische Gehemmtheit, die Antriebslosigkeit und kognitive Verlangsamung
sei
er gar nicht zu einer verwertbaren Arbeitsleistung in irgendeiner Form fähig
(S. 3).
In seinem
Überweisungsschreiben
vom 2
1.
August
2013 (
Urk.
7/110/4-5)
für einen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik (Klinik
F._
in
G._
)
hielt
Dr.
E._
folgende Diagnosen fest (S. 4):
Schwere depressive Störung (ICD-10 F32.2)
Somatofo
rme
Schmerzstörung (ICD-10 F4
5
.4)
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerz-Syndrom
Stuhlinkontinenz mit konsekutiver Rückzugstendenz
Er äusserte sich wie folgt:
Zuweisungsg
rund sei
eine Zunahme der seit Jahren vorhandenen
Depressivität.
Die
Apathie und
Blockiert
heit
seien
stärker gewor
den. Die Situation zu
Hause
sei sehr angespannt. Im Gespräch habe er hoff
nungslos und
verzweifelt
gewirkt
und viel geweint
. Auch
habe
er erstmals Suizidgedanken
geäussert
, die
für ihn
bislang aus religiösen Gründen tabu
gewesen seien
. Es
seien
jedoch
keine
konkreten Pläne vorhanden, sodass
der Beschwerdeführer keiner
Behandlung auf einer
geschlossenen Station
bedürfe.
3.
2.2
Die Ärzte des interdisziplinären Zentrums für Schwindel und Gleichgewicht
störungen vom
D._
hiel
ten
in ihrem
detaillierten Bericht vom
1.
September 2013 (
Urk.
7/121/1-3) folgende Diagnosen fest (S. 1):
Chronischer
Schwankschwindel
a.e
. multifaktorieller Genese (EM ca. 2007):
Vd.a
.
chronic
subjective
dizziness
a.e
: sekundär bei
Neuritis
vestibula
ris
im
2007 mit
rez
.
benignem Lagerungsschwindel?
V
est
.
Batterie (8/13); peripher-
vestibulare
Unterfunk
ti
on links
K
lin
:
zerebelläre
Zeichen (diskreter
Downbeat
-Nystagmus)
cMRI
: nicht richtungsweisend
Vd.a
. medikamentös-toxisch bei Schmerzmit
tel-
Ü
bergebrauch (u.a. Opi
oide)
Kopfschmerzen seit Mai mit
migränoider
Komponente
Sie erwähnten, a
ufgrund der Anamnese (ch
ronischer
Schwankschwindel
mit Ü
berempfindlichkeit gegen
ü
ber visuellen Reize
n
und Eigenbewegungen seit
ungefähr
200
7) und der Resultate der apparat
iven Zusatzuntersuchungen (peripher-
vestibuläre
Unterfunktion links, MRI-Schädel nicht richtun
gs
weisend)
sei
von einer
a.e
. se
kundären sog. "
Chronic
Subjectiv
e
Dizziness
" nach
stattge
habter
Neuritis
vestibularis
superior
mit
ungenügender zentraler Kompensati
on aus
zugehen
. Der diskrete
Downbeat
-Nystagmus, der sich nur bei aufgehobener
Fixation
mittels Frenzel-Brille manifestier
e
und beim Lagerungsmanöver
zu
nehme
,
stelle
bei unauffälligem MR
I
-Schädel
"
am ehesten einen unspezifischen Befund
ohne Krankheitswert
”
dar. Zudem fä
nden sich in der klinischen Unter
suchung keine weiteren
zerebellären
Zeichen (u.a. kein
Blickrichtungsnystag
mus
, keine
Extremitätenataxie
;
S. 2 f.).
3.2.3
Der sei
t
Februar 2013 neu zuständige Hausarzt
Dr.
med. (BA)
H._
, praktischer Arzt FMH – Allgemeine Medizin, hielt in seinem ausführlichen Bericht vom
1.
Oktober 2013 (
Urk.
7/115
; Formular E 213 CH im Zusammenhang mit dem bilateralen Abkommen über den freien Personenverkehr) folgende Diagnosen fest (S. 9):
Gleichgewichtsstörung und Sch
w
indel unklare
r
Genese
Schwere Schmerzausbreitungs- und Schmerzverarbeitungsstörung
Schwere
chronifizierte
Depression
Chro
nisches
lumbospondylogenes
und
l
umboradikuläres
Schmerzsyn
drom
Abhängigkeitssyndrom
,
durch Opioide/Analgetika induzier
t
e Kopfschmer
zen
und Nebenwirkungen der Therapie
Defäkationsproblematik und
v
.a. Stuhlinkontinenz bei
c
hronische
r
Obsti
pation und Darmträgheit sowie analen
Hypästhesien
Dr.
H._
führte aus, zu den bereits
bekannten und seit Jahren vorhandenen Beschwerden sei es seit Juni 2013 zu
einer
weiteren Verschlech
terung des G
e
sundheitszustandes des Beschwerdeführers
gekommen. Wegen
chronifiziertem
Schwindel (
Gleichgewichtsstörung
)
sowie Schmerzausbreitung werde er inter
disziplinär in der Neurologischen K
linik des
D._
behandelt.
3.2.
4
Dr.
med.
I._
,
Fachärztin FMH für Neurologie, nannte in ihrem
auf Zuweisung hin erfolgten
Bericht v
om 1
3.
März 2014 (
Urk.
7/132/5-6) folgende Diagnosen (S. 1):
Unspezifische Schwindelbeschwerden multifaktoriell mit bei
chronisch invalidisierendem generalisiertem Schmerzsyndrom vor al
lem im Bereich der Wirbelsäule
depressiver Stimmungslage
Inaktivität im Rahmen des obigen
Dr.
I._
hielt unter der Anamnese unter anderem fest, seit 2007 bestünden invalidisierende Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf und in beide Arme sowie auch Schmerzen im Kreuz mit Ausstrahlung in beide Beine. Im Verlauf sei zusätzlich ein
ungerichteter
Schwindel dazugekommen – vor allem im Stehen
;
weniger im Sitzen und nicht im Liegen. Es
sei
eine detaillierte Abklärung im Sommer 2013 am interdisziplinären Zentrum
(
D._
)
wegen der Schwindelbeschwerden
erfolgt
(S. 1)
.
Sie gab
weiter
an, d
ie Art der beklagten unspezifischen
Schwankschwindelbe
schwerden
, der jetzt erneut normale
klinisch-neurologische
Befund,
das
doppler
sonographisch
an den hirnzuführenden Arterien sowie auch
das
bereits auswärts im August 2013 wegen gleichen Beschwerden angefertigte Schädel-MRI
g
ä
be
n
keinen Hinweis für eine zentralnervöse oder
zerebrovaskuläre
Ursache. Rein aufgrund von Klinik und Anamnese
seien
die Beschwerden auch nicht
durch eine
peri
ph
ervestibuläre
Störung erklärbar;
dies
sei
ja bereits am
D._
ausführlich abgeklärt
worden
(S. 2).
3.2.5
Die Ärzte des interdisziplinären Zentrums für Schwindel und Gleichgewicht
s
störungen
a
m
D._
hielten in ihrem Kurzbericht vom
9.
Mai
2014 (
Urk.
7/133) grundsätzlich dieselben Diagnosen wie früher fest (vgl. E. 3.2
.2
hievor
). Sie erwähnten,
w
ie in den Vorberichten dargelegt besteh
e beim
Beschwerdeführer ein multifaktoriell bedingter Schwindel. Gemäss den aktuellen Schilderungen scheine nun ein ausgeprägtes Halswirbelsäule
n
(HWS)-Syndrom im Vordergrund der Beschwerden zu stehen. Hierfür spreche das Ansprechen – auch des Schwindels – auf eine symptomatische Behandlung der Verspannung der
nuchalen
Muskulatur (z.B. Massage, Wärmeapplikation).
D
ie aktuelle Unter
suchung
habe
mit einem pathologischen Kopfimpulstest nach links erneut die im letzten Jahr nachgewiesene Unterfunktion des linken horizontalen Bogen
ganges
bestätigt
, welche schon für sich genommen den dauerhaften
Schwank
schwindel
des
Beschwerdeführers
erklären würde (im
S
inne
einer unzureichen
den zentralen Kompensation des peripher-
vestiblären
Ausfalls). Der zuletzt be
schriebene
Downbeatnystagmus
habe
sich aktuell hingegen nicht reproduzieren
lassen
(S. 1 f.)
.
In ihrem Kurzbericht vom
8.
August
2014 (
Urk.
7/140/4-5)
nannten sie dieselbe
n Diagnosen
und
hielten
fest, dass
der Medikamentenübergebrauchskopfschmerz n
eu dazu
gekommen
sei
– verursacht durch
die
tägliche Einnahme von Analge
tika
über Jahre
(S. 1).
3.2.
6
Dr.
med.
J._
, Oberarzt
an
der
K._
,
nannte in seinem Sprechstundenbericht vom 1
5.
Juli 2014 (
Urk.
7/140/1-2) folgende Diagnosen (S. 1):
Chronische Rückenschmerzen und Kopfschmerzen
Chronifiziertes
panvertebrales und
zervikozephales
Schmerzsyndrom
Waddell
-Zeichen 3/5
Chronischer Schwind
el unklarer Ätiologie
Als Nebendiagnosen gab er eine Depression an.
Dr.
J._
äusserte sich wie folgt: D
er
Beschwerdeführer
leide an einem
chroni
fizierten
Schmerzsyndrom im Sinn
e
eines
zervikovertebralen
,
zervikozephalen
wie auch eines
lumbovertebralen
und
myofaszialen
Schmerzsyndroms.
Aus
”
manueller Sicht
”
gelte
es die
Myogelosen
wie auch die vereinzelten
Ge
lenksdysfunktionen
zu erwähnen. Aufgrund der Präsentation des
Beschwerde
führers
wie auch de
r
von ihm
geschilderten Einschränkungen im täglichen Leben gehe
er
zusätzlich von einer relevanten nicht organischen
Schmer
zkom
ponente
aus, welche begünstigt
werde
durch die Kontex
t
faktoren wie
die
be
kannte Depression,
den
Migrationshintergrund und
die
länger dauernde Arbeits
unfähigkeit. Passend
hie
zu
zeig
t
en sich
im Untersuch positive
Waddell
-Zeichen.
4.
4.1
4.1
.1
Den
neueren
ärztlichen Berichten sind
grundsätzlich
keine neuen medizinischen Fakten zu entnehmen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 4 und S. 8) nannte der behandelnde Psychiater
Dr.
E._
sowohl in den
Berichten vom April 2012 und August 2013
als auch i
n seinem Schreiben vom Mai 2010 dieselben
Diag
nosen. Auch damals attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
(
schmerz
bedingte
E
in
schränkung der Beweglichkeit
durch Depression, Antriebs
losigkeit, Adyna
mie und sozialer Rückzug, auch innerhalb der Familie
, sowie
Fehlen einer psychischen und physischen Belastbarkeit; vgl. auch
Urk.
7/96 S.
11 E. 4.2.2).
Insoweit kann
nicht von einer
revisionsrechtlich relevanten
Verschlechterung gesprochen werden.
4.1.2
Neu
wurden
einzig der Schwindel und
die
Kopfschmerzen erwähnt.
Hiezu
ist jedoch festzuhalten, dass die
(unspezifischen)
Schwindelbeschwerden mit den
bereits vorhandenen „alten“ Beschwerden zusammenhängen.
So hielt
die
neuro
lo
gische
Fachärztin
Dr.
I._
plausibel
fest,
dass eine organische Ursache für den Schwindel nicht objektiviert werden
könne
und die diesbezügliche
n
Beschwerden mit dem chronisch generalisierten Schmerzsyndrom im Bereich der Wirbelsäule, der depressiven Stimmungslage und der daraus resul
tierenden Inaktivität
im Zusammenhang
stünden
(E. 3.2.4
hievor
)
.
A
uch
Oberarzt
Dr.
J._
von der
K._
gab
an erster und zweiter Stelle unter anderem die Diagnosen „chronische Rückenschmerzen“ sowie
chronifiziertes
panvertebrales und
zervikozephales
Schmerzsyndrom“ an und erst an dritter Stelle die Diagnose „chronischer Schwindel unklarer Ätiologie“.
Ebenso hielten die Ärzte des interdisziplinären Zentrums (
D._
) fest, dass
ein ausgeprägtes HWS-Syn
drom
im Vordergrund der Beschwerden stehe (E. 3.2.5
hievor
).
Sodann hat sich der Beschwerdeführer mit dem vorwiegend im Stehen bestehende
n
Schwindel – beim Sitzen kommt er weniger und im Liegen (gar) nicht vor (vgl. E.
3.2.4
hie
vor
)
–
gemäss eigener Angaben
halbwegs „abgefunden“. Ausserdem kann der Schwindel
(
wie
auch die Kopf
schmerzen)
durch therapeutische Massnahmen (Wärmetherapie)
gut behandelt werden.
So gab
der
Beschwerdeführer
selber
an, dass ihm die „Sandtherapie“ oder eine Nackenmassage (beispielsweise in einem Brausebad) praktisch
vom Schwindel befrei
en würden
(
Urk.
7/133 S.
1; vgl. auch E. 3.2.5
hievor
)
;
n
eurologische Ausfall
serscheinungen liegen nicht vor
,
und d
er zuvor diagnostizierte Down-Beat-Nystag
mus
liess sich nicht mehr reproduzieren
.
Auch insoweit
kann nicht auf eine wesentliche Verschlechterung
des Gesundheitszustandes
geschlossen werden.
Schliesslich
ist
die Schmerzkomponente
bereits
hinlä
nglich abgeklärt
.
D
as hiesige
Gericht
kam
in seinem Urteil vom Dezember 2012
zum Schluss
, dass die
vor
liegende
Schmerzstörung invalidisierenden Charakter ha
t
(vgl.
Urk.
7/96
,
E. 5.3)
.
In der Folge wurde dem Beschwerdeführer denn auch eine
Viertelsrente
zuge
sprochen. Eine diesbezügliche Verschlechterung ist nicht ausgewiesen; die Rede ist von begünstigenden Kontextfaktoren.
4.2
Nach dem Gesagten
ist eine revisionserhebliche
Verschlechterung des Gesund
heitszustandes
im massgebenden Vergleichszeitraum zu verneinen.
D
ie ange
fochtene Verfügung vom
27.
Oktober 2014
(Abweisung des Erhöhungsgesuchs und weiterhin Anspruch auf die bisherige
Viertelsrente
)
erweist sich somit
als rechtens;
die Beschwerde
ist abzuweisen
.
5
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen.