Decision ID: 6c2103c8-d7dc-4ce5-8048-be81ab0f2d47
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
, welcher in seinem Heimatland die Pri
marschule besucht hatte, war ab dem 2. Mai 2013 als Baufacharbeiter bei einer Personalvermittlung in einem 100%-Pensum angestellt. Am 14. März 2016 (Ein
gangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf eine unfallbedingte Arbeitsunfä
higkeit seit dem 31. August 2015 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 11/1 und Urk. 11/8/1-4). Die IV-Stelle zog die Akten der Unfallversicherung betreffend eine Knieverletzung des Versicherten, welche sich am 28.
August 2015 ereignet habe
, bei (Urk
. 11/3/1-15 und Urk. 11/4/1-100
;
vgl.
insbesondere
die Schadenmeldung vom 22. September 2015 [
Urk. 11/4/97
]
). Am 9. Oktober
2015 wurde der Versicherte auf
grund einer medialen und lateralen Meniskus
vorder
hornläsion am rechten Knie operiert (Urk. 11/4/30). Das Arbeitsverhältnis des Versicherten wurde von dessen Arbeitgeberin per 22. März 2016 aufgelöst (Urk. 11/8/5).
Am 26. April 2016 wurde dem Versicherten rechts eine Knie-Total
endo
prothese rechts eingesetzt (vgl. das parallele Verfahren
Nr.
UV.2017.00153
betreffend Unfallversicherung Urk. 8/62).
Die IV-Stelle holte zwei Verlaufs
be
richte des behandelnden Arztes Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein, in welchen er dem Versicherten für die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter eine 0%ige und für eine angepasste Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierte (Bericht
e
vom 22. April 2016 [Urk. 11/11] und vom 20. April 2018 [Urk. 11/23]). Nach durch
geführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 4. Mai 2018 [Urk. 11/26]) wies die IV-Stelle das Leistungsbe
gehren des Versicherten mit Ver
fügung vom 13. Juni 2018 ab (
Urk. 2 [=
Urk. 11/27
]
).
2.
Dagegen erhob der Ver
sicherte am 6. Juli 2018 vorsorglich Beschwerde und beantragte die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zum Erlass einer neuen Verfügung, bis das Gericht einen rechtskräftigen Entscheid im Ver
fahren UV.2017.00153 erlassen habe. Eventualiter sei das Beschwerdever
fahren mit dem bestehenden Verfahren UV.2017.00153 zu vereinigen. Sub
eventuali
ter sei dem Beschwerdeführer erneut Frist zur Eingabe einer Beschwerde anzusetzen (Urk. 1). Mit Verfügung vom 13. Juli 2018 wurde dem Beschwerde
führer Frist angesetzt, um die Beschwerde zu verbessern (Urk. 4), woraufhin dieser am 30.
Juli 2018 eine verbesserte Ein
gabe einreichte (Urk. 6). Darin beantragte er, das vor
liegende Verfahren sei bis zum rechtskräftigen Entscheid des Ver
fahrens U
V.2017.00153 zu sistieren. Even
tualiter sei die Sache an die Beschwer
de
gegne
rin zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung zurückzuwei
sen (Urk. 6 S. 2). Die Beschwer
degegnerin beantragte mit Beschwer
de
antwort vom 12. September 2018 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10).
Mit Verfügung vom 1. Oktober 2018 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgelehnt. Zudem wurde dem Beschwerde
führer das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 12). Mit Verfügung vom 18. Oktober 2018 (Urk. 14) wurde dem Beschwerdeführer sodann Frist angesetzt, um sich zum Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin zu äussern. Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 2. November 2018 zum Einkommens
vergleich Stellung (Urk. 16) und reichte Beilagen ein (Urk. 7/1-3).
3.
Die Unfallversicherung verfügte betreffend
den obgenannten
Unfall des
Beschwer
de
führers vom 28. Au
gust 2015 am 17. Juni 2016 den Fallabschluss per 26. April 2016 und verneinte einen Anspruch auf weitere Versicherungs
leistun
gen. Die Taggeldleistungen
stellte sie per 7. Mai 2016 ein
. Mit Entscheid vom 23. Mai 2017 wies sie die dagegen erhobene Einsprache des
Beschwer
deführers
ab. Dagegen erhob
dieser
beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zür
ich am 28. Juni 2017 Beschwerde, welche mit heutigem Urteil (vgl. Prozess Nr. UV.2017.00153) abgewiesen wird.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 13. Juni 2018 (Urk. 2), die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter sei dem Beschwer
deführer nicht mehr zumutbar. Er könne hingegen in einer angepassten Tätigkeit ein Vollzeitpensum ausüben. Dies gelte bereits seit mindestens April 2016 und damit noch vor Ablauf der einjährigen Wartefrist. Der Invaliditätsgrad liege deut
lich unter 40 %, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werde. Es bestehe kein Anspruch auf berufliche Massnahmen und eine Invalidenrente.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte in seiner verbesserten Beschwerde vom 30. Juli 2018 (Urk. 6) demgegenüber vor, es liege eine Verletzung der Begründungspflicht vor. Die Beschwerdegegnerin habe pauschal mitgeteilt, dass das Leistungs
be
gehren abgewiesen werde, da der Invaliditätsgrad deutlich unter 40 % liege. Weder eine Berechnung des genauen Invaliditätsgrades noch die Angabe eines Belastungsprofils für eine angepasste Tätigkeit fänden sich in der Verfügung. Es müsse jedenfalls ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden.
2.3
In der Stellungnahme vom 2. November 2018 (Urk. 16) führte der Beschwerde
führer aus, aufgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es scheine, als wolle das Sozialver
siche
rungs
gericht den Mangel in der Begründung des Entscheides für die Beschwer
degegnerin beheben. Sofern es zum Schluss gelange, die Angelegenheit sei spruchreif, werde zum Einkommensvergleich Stellung genommen. Einem leidens
bedingten Abzug von 10 % könne nicht zugestimmt werden, da dem Beschwer
deführer keine schwere Arbeit mehr zugemutet werden könne. Weder das Alter, noch der Umstand, dass dem Beschwerdeführer in voraussichtlich absehbarer Zeit die Aufenthaltsbewilligung aufgrund seiner Sozialhilfeab
hängig
keit entzogen werde, sei bei diesem Abzug berücksichtigt worden. Zudem spreche der Beschwer
deführer nur sehr wenig Deutsch, da er auf den Baustellen jeweils Portugiesisch mit seinen Vorgesetzten habe sprechen können.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin nahm im Feststellungsblatt vom 4. Mai 2018 einen Ein
kommensvergleich vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 2 %, ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 61'805.40, einem Invalideneinkommen von Fr. 60'347.-- und einer aus dem Vergleich dieser beiden Einkommen resul
tierenden Erwerbseinbusse von Fr. 1'458.40. Sie verwies sodann auf die separate Aufstellung vom 2. Mai 2018 (Urk. 11/25/5).
3
.2
Aus dieser separaten Aufstellung (Urk. 11/24) ergibt sich, dass die Beschwerde
gegnerin das Valideneinkommen anhand der Einkünfte des Beschwerdeführers im Jahr 2014, ersichtlich im Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 31. März 2016 (Urk. 11/9/3), ermittelt hatte. Gemäss IK-Auszug hatte der Beschwerdeführer im Jahr 2014 Einkünfte von Fr. 61’253.-- erzielt, bestehend aus Lohn von Fr. 51'498.-- (Anstellung bei der
B._
) und Arbeits
losenentschädigungen von Fr. 9'755.--. Die Einkünfte aus dem Jahr 2014 passte die Beschwerdegegnerin an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2016 an (vgl. Urk. 11/24/2) und errechnete so ein Valideneinkommen von Fr. 61'805
.40.
3
.3
Bei der Bemessung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegne
rin auf die ärztliche Beurteilung, wonach dem Beschwerdeführer eine behinde
rungsangepasste Tätigkeit unter Berücksichtigung des Belastungsprofils zu 100 % zumutbar sei. Sie stellte auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) 2014 ab und zog das standardisierte monatliche Einkommen für männliche Hilfskräfte (LSE 2014, TOTAL [Ziff. 1-96] in der Tabelle TA1, Kom
petenzniveau 1, Männer) von Fr. 5‘312 heran.--. Dieses monatliche Einkommen passte sie an die für Hilfskräfte geltende durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41,7 Stunden pro Woche sowie an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2016 (vgl. Urk. 11/24/2) an und errechnete so ein Jahreseinkommen von Fr. 67'052.4
0.
Den Umstand, dass dem Beschwerdeführer keine Schwerarbeiten mehr zumutbar sind, berücksichtigte die Beschwerdegegnerin als lohnmindern
den Faktor von 10 %. Es resultierte ein Invalideneinkommen von Fr. 60'347.-- (Fr. 67'052.40 x 90 % [Urk. 11/24/1]).
3.4
Die Beschwerdegegnerin nannte in der angefochtenen Verfügung
die Über
legun
gen, von denen
sie
sich hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt
e
.
Der exakte Invaliditätsgrad wurde zwar nicht genannt, und der Ein
kommensver
gleich war in der angefochtenen Verfügung auch nicht enthalten. Doch wäre es dem Beschwerdeführer bereits bei Beschwerdeerhebung möglich gewesen, die Verfügung nach Einsichtnahme der Akten sachdienlich anzufechten, denn darin war der Einkommensvergleich leicht zu finden (siehe E. 3.1-3.3). Da der Beschwerdeführer nicht anwaltlich vertreten war, wurde ihm mit Verfügung vom 18. Oktober 2018 aber dennoch entgegenkommenderweise Frist angesetzt, um nachträglich zum Einkommensvergleich Stellung zu nehmen (Urk. 14). Selbst wenn also eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorläge, wöge diese damit nicht schwer. Denn der
Beschwerdeführer vermochte den Entscheid
spätestens nach der besagten Fristansetzung vom 18. Oktober 2018
sachger
echt anzu
fechten. Er konnte sein
Anliegen vor einer Beschwerdeinstanz vortragen, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei übe
rprüft (vgl. BGE 127 V 431 E.
3d/aa S.
437).
Eine allfällige Verletzung ist daher als geheilt zu betrachten.
Von einer Rückweisung aus formellen Gründen ist
bereits
aus prozessöko
nomischen Grün
den und mit Blick auf das gebotene einfache und rasche
Verfahren (vgl. BGE 132 V 387 E
. 5.
1 S. 390 mit Hinweis) abzusehen. Es würde einen prozessualen Leerlauf darstellen, wenn die
Sache
an die
Vorinstanz zurück
gewiesen
würde, bloss damit diese den bereits vorgenommenen und in den Akten leicht zu finden
den Einkommensvergleich neu in einer Verfügung aufnähme, nachdem dem Beschwerdeführer Gelegenheit geboten wurde, zu ebendiesem Einkommens
ver
gleich Stellung zu nehmen. Eine Rückweisung aus prozessualen Gründen recht
fertigt sich daher nicht.
4.
Der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers, Dr. A._, attestierte ihm in seinen Berichten vom 22. April 2016 (Urk. 11/11) und vom 20. April 2018 (Urk. 11/23) jeweils eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätig
keit als Bauarbeiter und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine behinde
rungsan
gepasste Tätigkeit. Das Belastungsprofil wurde wie folgt beschrieben: Keine unebenen Böden, keine Arbeiten auf Leitern; Möglichkeit zur Ausübung einer Arbeit in sitzender und stehender Position; keine Gewichte über 5 Kilogramm; wahrscheinliche Notwendigkeit zur Einnahme von Schmerzmitteln (Urk. 11/11/3 und Urk. 11/23/6). Anderslautende ärztliche Berichte liegen nicht vor.
Damit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit vollzeitlich zumutbar ist.
5.
5.1
Der vorgenannte Einkommensvergleich (E. 3.1-3.3) erweist sich aufgrund des Aus
zuges aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) des Beschwerdeführers (Urk. 11/9) und der Angaben der Arbeitgeberin im Fragebogen vom 29. März 2016 (Urk. 11/8) als nachvollziehbar. Würde bei der Berechnung des Validen
ein
kommens nicht auf den IK-Auszug abgestellt, sondern eine Hoch
rechnung des Stundenlohns vorgenommen, resultierte kein höheres Validen
einkommen: Bei einem Stundenlohn von
Fr. 31.50 (Fr.
29.28 z
uzüglich 3.91% Feriengeld, 0.81
% Feiertagsentschädigung,
2.82
%
Anteil 13.
Monatslohn
; vgl. Urk. 11/8/19) ergäbe sich bei einer 40-Stunden-Woche (Urk. 11/8/2) und der Annahme von 47 Arbeits
wochen pro Jahr ein Jahreseinkommen von Fr.
59
'
220
.-- im Jahr 2015 (Fr. 31.50 x 40 x 47), was lohnentwicklungsbereinigt einem Valideneinkommen von Fr.
59
’566
.
-- im Jahr 2016 entspräche (Fr. 59'220.-- : 2226 x 2239). Auf das effektive Durchschnitts
einkommen des Jahres vor dem Unfall vom 28.
August 2015
(vgl. Urk. 8/19-43) kann indessen nicht abgestellt werden, da der Beschwer
deführer während dieser Zeit auffällig viel arbeitete und keine Ferien bezog, son
dern sich das Feriengeld gutschreiben liess.
5.2
Mit einem leidensbedingten Abzug von 10 % resultierte gemäss korrekter Berech
nung der Beschwerdegegnerin ein Invaliditätsgrad von 2 %. Nicht einmal ein maximaler Abzug von 25 %, welcher vorliegend nicht gerechtfertigt wäre, ergäbe einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad: Dem
Valideneinkommen von Fr.
61'805.-- würde dann ein Invalideneinkommen von Fr.
50
’289.-- (
Fr. 67'052.40
x 75 %) gegenüberstehen, was einer Einkommenseinbusse von Fr.
11
’516.-- und einem Invaliditätsgrad von 19 % entspräche.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 7
00.-- fe
stzulegen und ausgangsgemäss vom
Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).