Decision ID: 6751dcb2-0bc9-4b17-af35-2fb18de4621f
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
R._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Hablützel, Alderstrasse 40, Postfach,
8034 Zürich,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1953 geborene R._ war als Servicetechniker bei der A._ tätig und
dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert (Suva-act. 1). Am
29. Oktober 2007 war der Versicherte mit dem Auto unterwegs, als er mit einem auf
diese Strasse einspurenden Personenwagen frontal-seitlich kollidierte (Suva-act. 1, 44).
Mit Kurzaustrittsbericht des gleichen Tags wurden im Spital Linth Kontusionen am
Sternum, am rechten Handgelenk und am rechten Knie diagnostiziert.
Röntgenuntersuchungen ergaben keine ossären Läsionen (Suva-act. 2). Am 21.
November 2007 führte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B._,
Allgemeinmedizin/Gynäkologie, in einem ärztlichen Zwischenbericht als Diagnosen eine
Kontusion von Kopf, Hals, Sternum, rechtem Handgelenk und rechtem Kniegelenk,
rezidivierende Kopfschmerzen und eine Nackenmyalgie auf. Seit dem 30. Oktober 2007
sei die Arbeit wieder zu 100% aufgenommen worden (Suva-act. 3). Die Suva
anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
A.b Im Zeugnis vom 8. Februar 2008 diagnostizierte Dr. B._ neu eine Sternum-,
Handgelenks- und Kniekontusion rechts mit HWS-Syndrom nach Autounfall vom 29.
Oktober 2007 (Suva-act. 5). Dr. med. C._, Neurologie FMH, welcher den Versicherten
am 7. Februar 2008 untersucht hatte, befand in einem Bericht vom gleichen Tag, der
der Suva am 21. April 2008 zuging, die vom Versicherten angegebenen Schmerzen in
der rechten Hand seien nachvollziehbar weiterhin "lediglich" auf die Kontusion
zurückzuführen (Suva-act. 7). Nach einer neuropsychiatrischen Untersuchung am 27.
Mai 2008 hielt die behandelnde Ärztin D._, Fachärztin Neurologie FMH, Fachärztin
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest, dass sich psychopathologisch
Auffälligkeiten im formalen Denken gezeigt hätten, die mit Konzentrations- und
Auffassungsstörungen verbunden seien. Aktuell sei von einer Anpassungsstörung
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auszugehen (Suva-act. 21). Ein MRI des Neurocraniums (Gehirnschädel) vom 2. Juni
2008 ergab insgesamt altersentsprechende Befunde (Suva-act. 20).
A.c Am 22. Juli 2008 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. E._,
Facharzt FMH für Chirurgie, statt, der weitere Abklärungen verlangte (Suva-act. 18). Mit
Nachtrag vom 9. September 2008 stellte Dr. E._ fest, dass keine somatisch
strukturellen Läsionen nachgewiesen werden konnten und der weitere Verlauf
abgewartet werden müsse (Suva-act. 27). Am 4. Dezember 2008 wurde der Versicherte
zur Standortbestimmung nochmals von Dr. E._ untersucht. Dabei gab er an, mit dem
Zustand der rechten Hand noch nicht so zufrieden zu sein. Es bestehe noch eine
Kraftlosigkeit und er beginne zu zittern, wenn er Feinlötungen durchführen müsse.
Insofern sei er bei der Arbeit eingeschränkt (Suva-act. 35). Nach Durchführung weiterer
Röntgenuntersuchungen der rechten Hand einerseits und der HWS andererseits (vgl.
Suva-act. 38, 39) nahm Dr. E._ am 23. Dezember 2008 dazu Stellung und erklärte, in
den radiologischen Verlaufskontrollen hätten keine somatisch strukturellen Unfallfolgen,
welche auf das Ereignis zurückgeführt werden könnten, nachgewiesen werden können
(Suva-act. 41).
A.d Im Auftrag der Suva erstellte die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) Zürich
am 23. Januar 2009 einen Bericht zur biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) des
Unfalls vom 29. Oktober 2007 (Suva-act. 44) und kam dabei zum Ergebnis, dass die
anschliessend an das Ereignis beim Versicherten von der HWS ausgehenden
Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung aus biomechanischer Sicht
"eher erklärbar" seien. Dr. E._ befand in seiner Stellungnahme vom 28. August 2009,
dass spätestens in einem Monat bei einem konsequent durchgeführten
physiotherapeutischen Heimprogramm beim Versicherten von einem stabilen Zustand
ausgegangen werden könne (Suva-act. 53).
A.e Mit Verfügung vom 4. September 2009 verneinte die Suva den adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen den fortbestehenden Beschwerden und dem Unfall
vom 29. Oktober 2007 und stellte die Versicherungsleistungen per 30. September 2009
ein. Gleichzeitig lehnte sie einen Anspruch des Versicherten auf Invalidenrente und
Integritätsentschädigung ab (Suva-act. 54).
B.
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Die gegen diese Verfügung durch den Versicherten erhobene Einsprache vom 8.
September 2009 (Suva-act. 56) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 26.
Oktober 2009 ab (Suva-act. 64).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur.
Martin Hablützel, Zürich, für den Versicherten am 25. November 2009 erhobene
Beschwerde mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2009 sei
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung auch nach dem 30.
September 2009 auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerdegegnerin. Zur Begründung macht der Rechtsvertreter geltend, dass
vorliegend von einer HWS-Distorsion bzw. einer leichten Hirnschädigung auszugehen
sei. Zum Beweis seien die Originalakten des Spitals Linth beizuziehen und eine
neurologische Expertise anzuordnen. Da zudem die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht geprüft worden sei, habe eine
interdisziplinäre Begutachtung zu erfolgen und es sei ein Erwerbsausfallgutachten
anzuordnen. Der Fallabschluss sei erfolgt, ohne dass die Fachärzte zur Prognose
bezüglich Entwicklung der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit Stellung genommen
hätten. Damit hätten die Voraussetzungen für den Fallabschluss (noch) nicht
vorgelegen. Die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt noch rechtsgenüglich
abzuklären, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und danach erneut über
ihre Leistungspflicht zu befinden.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2009 beantragte die durch
Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, vertretene Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde.
C.c Mit Replik vom 28. April 2010 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an
seinen Anträgen fest und reichte zum Beweis ein neurologisches Gutachten von
Dr. med. F._, Neurologie FMH, vom 16. April 2010, einen Bericht über ein Gehirn-MR
der neuroradiologie schanze vom 9. April 2010 sowie ein neuropsychologisches
Teilgutachten von lic. phil. G._, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, vom 9.
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April 2010 ein (act. G 13, G 13.1 - G 13.3). In der Duplik vom 18. Mai 2010 nahm der
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin zu diesen medizinischen Akten Stellung,
wobei er am Antrag auf Abweisung festhielt (act. G 17).
C.d Auf die Begründungen und Ausführungen in den einzelnen Rechtsschriften und

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.
Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung
einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen
Einspracheentscheids (hier 26. Oktober 2009) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129
V 4 E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit Hinweis). Berichte, welche nach diesem Zeitpunkt
datieren, sind zu berücksichtigen, sofern sie Rückschlüsse in Bezug auf die im
Zeitpunkt der Leistungseinstellung bestehende Situation erlauben (BGE 121 V 366 E.
1b, 99 V 102, je mit Hinweisen). Soweit Berichte jedoch über nachträgliche
Veränderungen als Folge einer Operation oder weiterer medizinischer Behandlungen
eingereicht wurden, ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht auf sie abzustellen;
sie können aber allenfalls zu einer Revision Anlass geben. Das neurologische
Gutachten von Dr. F._ vom 16. April 2010 sowie der Bericht der neuroradiologie
schanze vom 9. April 2010 und das neuropsychologische Teilgutachten der
Neuropsychologin G._ vom 9. April 2010 (act. G 13.1 - G 13.3) enthalte keine
Hinweise auf im Vergleich zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids nachträglich
eingetretene Veränderungen. Die Beschwerdegegnerin macht denn auch nichts
dergleichen geltend, weshalb sie im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden
können.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich der Autokolli
sion vom 29. Oktober 2007 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen.
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Streitig und zu prüfen ist nachfolgend, ob sie weitere Leistungen dafür ab 1. Oktober
2009 zu Recht verweigert hat.
2.2 Die rechtlichen Voraussetzungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers,
insbesondere jene des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung sowie zum Beweiswert eines
Arztberichts, werden im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt;
darauf kann verwiesen werden (vgl. Erwägungen 1 und 2a). Anzufügen bleibt, dass im
Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren
strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden
Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen
werden) die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle spielt. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen
(BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit
Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar,
bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung
der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss
auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige
Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma
erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140
E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen, dass eine versicherte
Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum
typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen
zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den
Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE
115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze
massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz
gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit BGE 134 V 109 modifizierten
Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang
bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus
dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die
ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild
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ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu beachten ist, dass die zu den
Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch
auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata
anwendbar ist, wenn und soweit sich dessen Folgen mit jenen eines Schleudertraumas
vergleichen lassen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1.
Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2004 i/
S O.G. [U 243/03]; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die
eine und nicht die andere medizinische These abstellt.
3.
3.1 Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die vom Beschwerdeführer über
den 30. September 2009 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen
organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar
sind. Erste röntgenologische Untersuchungen im Spital Linth von Thorax, Sternum,
rechtem Handgelenk und rechtem Knie ergaben gemäss Bericht vom 29. Oktober 2007
keine ossären Läsionen. Auch die Abdomen-Sonographie zeigte keine freie Flüssigkeit
und keine Läsionen (Suva-act. 2). Klinisch und elektrophysiologisch zeigten sich
gemäss Bericht von Dr. C._ vom 7. Februar 2008 keine Hinweise auf eine
Schädigung der Nervi ulnaris, medianus und radialis rechts (Suva-act. 7). Das MRI des
Hirnschädels vom 2. Juni 2008 ergab eine insgesamt altersentsprechende craniale
Kernspintomographie (Suva-act. 20). Laut Beurteilung von Dr. med. H._, Chefarzt der
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MRI AG fanden sich beim Beschwerdeführer im MRI der HWS vom 2. September 2008
eine Fehlhaltung der HWS in liegender Position und leichtgradige degenerative
Veränderungen im mittleren und unteren HWS-Bereich mit dem Maximum der
Discopathie auf Etage HWK 6/7. Im Übrigen zeigten sich weder eine wesentliche
Spinalkanalstenose, noch ein Myelopathiezeichen oder eine aktive
Knochenmarksveränderung. Eine Aussage über das Alter und die Ätiologie der
degenerativen Veränderungen sei MRI-mässig nicht möglich (Suva-act. 26). Am 15.
Dezember 2008 wurden im Spital Linth nochmals radiologische Aufnahmen der rechten
Hand sowie der HWS gemacht. Dabei zeigte sich gemäss Kreisarzt Dr. E._ im
Vergleich zu den Aufnahmen vom 29. Oktober 2007 im Handgelenksbereich ein
analoger Befund. Zudem seien in der Mittelhand und den Fingern keine wesentlichen
Arthrosen nachzuweisen. Auch fänden sich keine Hinweise auf eine posttraumatische
Verletzung. Der beurteilende Radiologe hielt ebenfalls eine alterskonforme Morphologie
und Artikulation ohne posttraumatische Läsionen oder Subluxationen fest (Suva-
act. 38, 41). Die HWS-Bilder zeigten kein Wirbelgleiten und keine
Bandscheibendestruktionen, keine erkennbaren posttraumatischen Residuen und auch
keine paravertebrale Weichteilschwellung (Suva-act. 39). Schliesslich brachten auch
die neuroradiologischen Abklärungen des Gehirns der neuroradiologie schanze vom 9.
April 2010 keine gefestigten Anhaltspunkte über unfallbedingt organische
Veränderungen. Gemäss Prof. Dr. med. I._ liesse sich ein Zusammenhang zwischen
dem Unfallereignis und dem auffälligen supratentoriell etwas erweiterten
Ventrikelsystem und den prominenten äusseren Liquorräumen nur im Vergleich mit zum
Unfall zeitnahen Voruntersuchungen abschätzen (act. G 13.2). Klinisch erhobene
Druckdolenzen, Muskelhartspann sowie Bewegungseinschränkungen im Bereich der
HWS stellen sodann praxisgemäss kein klar fassbares organisches Substrat dar (vgl.
Urteil des EVG vom 3. August 2005 i/S M. [U 9/05] E. 4 und vom 23. November 2004 i/
S B. [U 109/04] E. 2.2). Zusammenfassend ergibt sich somit gestützt auf die
medizinischen Akten, dass weder äussere noch innere Verletzungen klinisch oder
bildgebend dokumentiert sind.
3.2 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer während der kreisärztlichen
Untersuchung vom 22. Juli 2008 erstmals geltend gemachten zunehmenden
Rückenbeschwerden (vgl. Suva-act. 18 S. 2) kann offensichtlich von einer Besserung
ausgegangen werden. Einerseits wurden diese Beschwerden weder später gegenüber
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dem Kreisarzt oder der Neurologin und Psychiaterin D._ geltend gemacht, noch
fanden sich in den röntgenologischen Untersuchungen entsprechende bildgebende
Befunde. Andererseits entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass
Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen und Zerrungen der Wirbelsäule ohne
strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs bis
neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr abheilen und sich die damit
verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Nachdem vorliegend keine
verbliebenen Beschwerden geltend gemacht werden, erübrigen sich weitere
Ausführungen dazu.
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei
Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare
pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle
Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein
Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).
4.2 Die erstbehandelnde Ärztin des Spitals Linth erwähnte im Austrittsbericht vom
29. Oktober 2007 einzig Kontusionen des Sternums, des rechten Handgelenks und des
rechten Knies (Suva-act. 2). Der Hausarzt Dr. B._ diagnostizierte in seinem Zeugnis
vom 21. November 2007 dann zusätzlich noch Kontusionen am Hals, rezidivierende
Kopfschmerzen und eine Nackenmyalgie (Suva-act. 3). Erst im ärztlichen
Zwischenbericht vom 8. Februar 2008 hielt er als Diagnose auch noch ein HWS-
Syndrom fest (Suva-act. 5). Im Bericht vom 27. Mai 2008 befand die Neurologin und
Psychiaterin D._, der Beschwerdeführer habe ein leichtes Schädel-Hirntrauma
erlitten (Suva-act. 21). Dies wohl nicht allein auf Grund der geltend gemachten Kopf-
und Nackenbeschwerden sowie der Konzentrationsstörungen, sondern auch gestützt
auf die Schilderung gegenüber Dr. C._ am 7. Februar 2008, wonach er bei der
Kollision - trotz Tragens der Sicherheitsgurte - den Kopf an der Frontscheibe
angeschlagen habe (Suva-act. 7), sowie der Angabe gegenüber dem Kreisarzt über
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eine kurzzeitige Gedächtnislücke nach der Kollision (Suva-act. 18 S. 2). Bestätigt wurde
das Vorliegen einer leichten traumatischen Hirnverletzung (MTBI) schliesslich auch von
der Neuropsychologin G._ sowie von Dr. F._, die den Beschwerdeführer jedoch
erst zweieinhalb Jahre nach dem Unfallereignis begutachteten. Angesichts der
Tatsache, dass sowohl Dr. F._ wie auch die Neuropsychologin G._ den Begriff
"HWS-Distorsion" einzig in Form des "Status nach Frontalkollision mit HWS-
Distorsion" aufführen, ist festzuhalten, dass es sich dabei nicht um eine eigentliche
Diagnose handelt, weil diese Formulierung nur eine anamnestische Feststellung trifft
und als solche keiner hinreichenden Aussage zur Kausalität entspricht (Urteil des
Bundesgerichts vom 26. September 2008 i/S B. [8C_102/2008] E. 6.3 mit Hinweis).
Damit wird aber die Diagnose von Dr. B._ bezüglich einer HWS-Distorsion von keiner
weiteren medizinischen Fachperson explizit gestützt. Hingegen hielt die AGU Zürich in
ihrer Kurzbeurteilung vom 23. Januar 2009 die anschliessend an das Unfallereignis
beim Beschwerdeführer festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden und
Befunde aus biomechanischer Sicht durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall sowie
auch im hier vorliegenden Fall, in dem zusätzlich leichte degenerative Veränderungen
beschrieben wurden, für eher erklärbar (Suva-act. 44). Auch wenn ein Anschlagen des
Kopfes an der Frontscheibe, auf Grund des Austrittsberichts des Spitals Linth (Suva-
act. 2) sowie angesichts der getragenen Sicherheitsgurten und des gemäss den
Unfallbildern unbeschädigt gebliebenen Frontfensterrahmens (vgl. act. G 1 Beilage 4)
eher als unwahrscheinlich erscheint, kann die Frage, ob der Beschwerdeführer eine
schleudertraumaähnliche Verletzung, d.h. eine HWS-Distorsion und/oder ein Schädel-
Hirntrauma, erlitten hat, hier offen bleiben. Denn selbst bei Bejahung wäre die
Kausalität spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung auf Grund fehlender
Adäquanz - wie nachfolgende Ausführungen zeigen werden - nämlich zu verneinen.
5.
5.1 Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert
und liegt kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) Befund an der HWS vor, muss
für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit einer
Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations-
und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen,
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (BGE 117 V
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359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e). Dieses Beschwerdebild muss jedoch nicht
in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach
dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden
in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 30.
Januar 2007 i/S T. [U 215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 258/06]; RKUV 2000 Nr.
359 S. 29 E. 5e). Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer
äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich
jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein
eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.
5.2 Der Beschwerdeführer machte nach dem Unfall ein Schwindelgefühl (Suva-
act. 18 S. 2) sowie das Auftreten von Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen
geltend (Suva-act. 3, 7, 18 S. 2). Ob diese Beschwerden aber noch innerhalb der
erforderlichen Latenzzeit auftraten, kann den Akten nicht entnommen werden. Die
zusätzlich geklagten Konzentrations- und Durchschlafstörungen, die Störungen des
Kurzzeitgedächtnisses, die Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie eine gewisse
Nervosität und Reizbarkeit werden dagegen erst nach einer längeren Latenzzeit in den
Akten erwähnt (Suva-act. 11, 14, 18 S. 4, 21, act. G 13.1 S. 5, act. G 13.3 S. 6).
Obgleich es die behandelnden Ärzte unterliessen, den Beschwerdeführer bereits kurze
Zeit nach der Kollision bezüglich seiner Beschwerden eingehender, beispielsweise
nach dem gängigen Dokumentationsbogen für die Erstkonsultation nach kranio-
zervikalem Beschleunigungstrauma zu befragen, ist das Vorliegen mehrerer typischer
Beschwerden somit offensichtlich. Vor diesem Hintergrund ging die
Beschwerdegegnerin zunächst - unabhängig von ihrem zeitlichen Eintritt - von einem
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und einer HWS-Verletzung aus
und anerkannte einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers im Anschluss an den
Unfall.
Nach weiteren Abklärungen befand Kreisarzt Dr. E._, nachdem er bereits im
Nachtrag vom 23. Dezember 2008 festgehalten hatte, dass keine somatisch
strukturellen Unfallfolgen nachgewiesen werden konnten, in der Stellungnahme vom
28. August 2009 den Endzustand für erreicht, ohne sich zur natürlichen Kausalität zu
äussern. Die Beschwerdegegnerin stellte daraufhin ihre Leistungen nach Prüfung der
adäquaten Kausalität per 30. September 2009 ein.
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6.
6.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt kumulativ voraus, dass zwischen
dem Unfall und der eingetretenen Gesundheitsbeeinträchtigung die natürliche sowie
die adäquate Kausalität gegeben sein muss. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers
entfällt jedoch erst, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Weil es sich dabei um eine
leistungsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast nicht bei der versicherten
Person, sondern beim Unfallversicherer (EVG-Urteil vom 15. Oktober 2003 i/S P.
[U 154/03], RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45).
6.2 Die Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den über den
30. September 2009 hinaus geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis kann
jedoch unterbleiben, wenn - wie nachfolgend zu zeigen sein wird - eine weitergehende
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin mangels Bestehens des kumulativ
vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhangs verneint werden kann (BGE 135 V
472 E. 5.1).
6.3
6.3.1 Beschwerdeweise wird geltend gemacht, die Adäquanzbeurteilung hätte
ohne zusätzliche Abklärungen noch nicht erfolgen dürfen. Ohne diese
Zusatzabklärungen könne die Frage, ob sie zu früh erfolgt sei, allein auf Grund der
vorhandenen Akten nämlich nicht beantwortet werden.
6.3.2 Die Adäquanzprüfung hat nach Abschluss des normalen, unfallbedingt
erforderlichen Heilungsprozesses zu erfolgen, und nicht, solange von einer Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung noch immer eine namhafte Besserung erwartet werden kann
(= Fallabschluss gemäss Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; EVG-Urteil vom 11. Februar 2004 i/S K.
[U 246/03]; BGE 134 V 112 ff.). Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffs
"namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
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genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). Sind die Voraussetzungen für den Fallabschluss
erfüllt, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung
abzuschliessen. Der Fallabschluss durch den Unfallversicherer bedingt laut Urteil des
Bundesgerichts vom 4. November 2008 i/S G. (8C_467/2008) E. 5.2.2.2 lediglich, dass
von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr
erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger
erforderlich ist. Der Gesundheitszustand der versicherten Person ist dabei
prognostisch und nicht auf Grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (RKUV
2005 Nr. U 577 S. 388 E. 3).
6.3.3 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 4. Dezember 2008 hat der
Beschwerdeführer wesentliche Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich verneint. Auf
Grund belastungsabhängiger Schmerzen und einem Zittern der rechten Hand ordnete
Kreisarzt Dr. E._ auf Wunsch des Beschwerdeführers trotzdem nochmals eine
Ergotherapieserie an. Im Übrigen versuchte er den Beschwerdeführer durch Erklärung
der spezifischen Medikation zur weiteren Einnahme zu motivieren (Suva-act. 35 S. 4).
Gemäss dem Bericht der Neurologin und Psychiaterin D._ vom 23. August 2009
existierten beim Beschwerdeführer noch zwei Problemfelder, wobei die muskulär
bedingte Verspannung aktuell erfolgreich behandelt werden könne. Die vorbestehende
Persönlichkeitsakzentuierung habe zu einer Verarbeitungsstörung des Traumas und
reaktiv zu einer depressiven Anpassungsstörung geführt. Da der Beschwerdeführer
bezüglich einer psychotherapeutischen Behandlung eher zurückhaltend eingestellt sei,
habe man diese Problematik mittels Medikation behandelt. Auch diese Beschwerden
seien im Verlauf regredient. Obgleich der Beschwerdeführer immer wieder über
Konzentrationsstörungen klage, habe er seine Arbeit immer zu 100% selbständig
ausführen können. Vereinbart sei nun lediglich noch die Weiterführung
physiotherapeutischer Massnahmen sowie von Konsultationen bei ihr in Abständen von
zwei Monaten (Suva-act. 51). Gestützt auf diesen Bericht hielt Kreisarzt Dr. E._ in der
Stellungnahme vom 28. August 2009 fest, dass unter der indizierten Physiotherapie
eine Beschwerdelinderung und damit eine Verbesserung erreicht werden konnte.
Sinnvollerweise sei die Physiotherapie jedoch so rasch als möglich in ein selbständig
kraftaufbauendes Heimprogramm zu überführen, wie er das bereits im Kreisarztbericht
vom 22. Juli 2008 festgehalten habe. Entsprechend sollte die Instruktion eines
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Heimprogramms innerhalb des nächsten Monats möglich sein. Spätestens dann sei ein
stabiler Zustand erreicht (Suva-act. 53). Dr. F._ empfahl demgegenüber als weitere
Therapiemöglichkeiten, welche zu einer namhaften Besserung des
Gesundheitszustands führen sollten, eine Wiederaufnahme der Craniosacraltherapie
und ein vorübergehendes neuropsychologisches Coaching zur Optimierung der
Arbeitstechnik (Anpassung an die kognitiven Behinderungen; act. 13.1).
6.3.4 Auch wenn Dr. F._ bei den vorgeschlagenen Behandlungsmassnahmen
von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands ausgeht, vermag dies
vorliegend nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu überzeugen. Selbst wenn der Beschwerdeführer - nebst der
Durchführung der selbständig ausgeführten kraftaufbauenden Heimprogramms - durch
eine Wiederaufnahme der Craniosacraltherapie zusätzlich noch eine weitere
Beschwerdelinderung erfahren sollte, ist diese kaum in einem Ausmass zu erwarten,
welches das Erfordernis einer namhaften bzw. massgebenden Besserung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers erfüllen würde. Somit hat die
Beschwerdegegnerin den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung nicht zu früh angesetzt.
7.
7.1 Auf Grund der medizinischen Unterlagen ist nicht belegt, dass schon bald nach
dem Unfall eine psychische Überlagerung stattgefunden hatte, welche das
Beschwerdebild der ersten Monate nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten
liess. Zwar diagnostizierte die Neurologin und Psychiaterin D._ bereits im Bericht
vom 27. Mai 2008 beim Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung (ICD10 F43.9) und
hielt daran auch in den Folgeberichten fest (Suva-act. 21, 29, 51), jedoch scheint diese
Beurteilung Dr. E._, der die Diagnose am 22. Juli 2008 mit Hinweis auf die
Psychiaterin noch übernommen hatte, spätestens in seinem Bericht vom 4. Dezember
2008 nicht mehr überzeugt zu haben, da er sie hier nicht mehr erwähnte (Suva-act. 18,
35). Zudem hielt auch die Psychiaterin am 23. August 2009 fest, dass beim
Beschwerdeführer sicherlich eine vorbestehende Persönlichkeitsakzentuierung
bestehe, welche zu einer Verarbeitungsstörung des Traumas und einer depressiven
Anpassungsstörung geführt habe, jedoch seien diese Beschwerden im Verlauf
regredient (Suva-act. 51). Schliesslich konnten auch die Neuropsychologin G._ sowie
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Dr. F._ laut ihren Berichten vom April 2010 keine Anzeichen einer persistierenden
Anpassungsstörung mehr feststellen (vgl. act. G 13.1 S. 9, act. G 13.3 S. 6). Die
Adäquanz ist daher - soweit von einer entsprechenden Verletzung auszugehen ist (vgl.
E. 4.2) - nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis gemäss BGE 134 V 109 zu
prüfen.
7.2 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der
Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende
Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies
trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten
ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich
dabei entwickelnden Kräften (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2007 i/
S Z. [U 2/07] E. 5.3.1) - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich
unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei
schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht
auf Grund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv
erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder
als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung
einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und
abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt
sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder
müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die
Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien lauten: besonders dramatische
Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder
besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche
Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die
Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche
Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen
(BGE 134 V 130 E. 10.3).
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7.3 Gemäss der biomechanischen Kurzbeurteilung der AGU Zürich vom 23. Januar
2009 erfuhr das Auto des Beschwerdeführers eine Geschwindigkeitsänderung (delta-v)
im Sinn einer Verlangsamung in Richtung der Fahrzeuglängsachse, die innerhalb oder
oberhalb eines Bereichs von 20 - 30 km/h gelegen haben dürfte. Auf Grund dieser
Krafteinwirkung - bei frontalen Kollisionen in Bezug auf die HWS ergebe sich
grundsätzlich eine günstigere HWS-Belastung als bei Heckkollisionen - wies das
Ereignis insgesamt ein eher erklärbares Schädigungspotential auf (Suva-act. 44). Das
Bundesgericht stuft einfache Auffahrunfälle in der Regel als mittelschwer im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen ein (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E.
5.1.2 mit Hinweisen). Als mittelschwere, aber nicht im Grenzbereich zu den schweren
liegend werden praxisgemäss etwa Unfälle qualifiziert, bei welchen das Fahrzeug mit
der versicherten Person bei einem Überholmanöver mit ca. 100 km/h abrupt
abgebremst wurde, ins Schleudern geriet, gegen einen Strassenwall prallte, sich
überschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam (Urteil des Bundesgerichts vom 5.
Februar 2008 i/S M. [8C_169/2007] E. 4.2), einen Lastwagen beim Überholen touchierte
und sich überschlug (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2008 i/S R.
[8C_743/2007] Sachverhalt und E. 3), mit einer Fahrgeschwindigkeit von 110 km/h fuhr
und der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, auf das linksseitige
Strassenbankett und schliesslich in den Strassengraben abkam, wobei es sich mehrere
Male überschlug (Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2009 i/S M.
[8C_595/2009] E. 7.2), wie auch bei einer Frontalkollision zweier Personenwagen,
wobei die Geschwindigkeit des unfallverursachenden Personenwagens 30 bis 40 km/h
betrug und diejenige des beteiligten Fahrzeugs auf etwa 70 bis 80 km/h geschätzt
wurde (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2009 i/S J. [8C_80/2009] E. 6.1; vgl.
weiterer Überblick über die Rechtsprechung im Urteil des Bundesgerichts vom 4.
Januar 2010 i/S H. [8C_786/2009] E. 4.6.2). Vor diesem Hintergrund ist die
Frontalkollision vom 29. Oktober 2007 nach dem hier allein massgebenden
augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften ebenfalls
als im engeren Sinn mittelschwer zu qualifizieren. Die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs wäre somit nur dann zu bejahen, wenn eines der in BGE 134 V
126 ff. E. 10 angeführten Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter oder mehrere
dieser Kriterien in gehäufter Weise erfüllt wären (Urteil des Bundesgerichts vom 4.
Januar 2010 i/S H. [8C_786/2009] E. 5).
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=frontalkollision+mittelschwer+unfall+schleudertrauma&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=frontalkollision+mittelschwer+unfall+schleudertrauma&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109
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7.3.1 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls sind hier offensichtlich zu verneinen. Zu urteilen ist hierbei
objektiv und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls des
Beschwerdeführers (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2009 i/S K.
[8C_249/2009] E. 8.2 mit Hinweisen). Dem Verkehrsunfall vom 29. Oktober 2007 ist
zwar eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen, er spielte sich aber weder
unter besonders dramatischen Begleitumständen ab, noch war er besonders
eindrücklich. Der Schrecken, den der Beschwerdeführer erlitten hat, hielt sich im
Rahmen des bei Unfällen Üblichen, und es waren keine relevanten Begleitumstände zu
verzeichnen, welche die Bejahung des Kriteriums gestatten würden (vgl. Hinweise im
Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010 i/S H. [8C_786/2009] E. 5.2).
7.3.2 Auch hatte der Unfall keine schweren Verletzungen oder Verletzungen
besonderer Art zur Folge. Weder die Diagnose eines Schleudertraumas, einer
schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS oder einer allfälligen milden
traumatische Hirnverletzung genügen für sich allein für die Bejahung dieses Kriteriums
(RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.3 [Urteil des EVG vom 15. März 2005 i/S C. (U
380/04)], Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010 i/S H. [8C_786/2009] E. 5.3).
Ebenso stellen die Kontusionen am Sternum, am rechten Handgelenk und am rechten
Knie oder die kurzfristig geklagten Rückenbeschwerden keine schwere oder besonders
geartete Verletzung dar, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen.
7.3.3 Ebenfalls nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen,
belastenden ärztlichen Behandlung. Der Beschwerdeführer wurde am Tag des
Autounfalls lediglich ambulant behandelt. Es wurden ihm Schmerzmittel (Suva-act. 2, 3)
sowie eine Halskrause verschrieben und der Hausarzt ordnete Physiotherapie (Suva-
act. 3) und Ergotherapie an (Suva-act. 9). Nach einer Behandlungspause wurden
sodann nochmals einige Sitzungen Physio- und Ergotherapie durchgeführt (vgl. Suva-
act. 28, 35 S. 4, 53). Da Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen im
Rahmen dieses Kriteriums nicht zu berücksichtigen sind (Urteil des Bundesgerichts
vom 27. Januar 2009 i/S G. [8C_698/2008] E. 4.4), genügen die durchgeführten
Behandlungen für eine Bejahung des Kriteriums nicht.
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7.3.4 Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die
Erheblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche
die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128
E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer berichtete gegenüber Dr. C._, initial kaum
Schmerzen verspürt zu haben. Erst ca. zwei Tage später habe er eine starke
Schwellung der rechten Hand mit begleitenden diffusen Schmerzen verspürt. Zwar
habe sich die Schwellung im Lauf der Zeit zurückgebildet, bewegungs- und
belastungsabhängige Schmerzen in der rechten Hand würden aber weiterhin anhalten
(Suva-act. 7). Während einer Suva-Besprechung gab er an, dauernd mehr oder weniger
heftige Schmerzen im hinteren Kopfbereich zu verspüren, sich nicht konzentrieren zu
können und vergesslich geworden zu sein. Zudem könne er die rechte Hand nur als
Hilfshand einsetzen, da er darin keine Kraft habe (Suva-act. 14). Im Rahmen der
kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Juli 2008 schilderte er zwar eine Besserung in
der rechten Hand, jedoch sei die Kraft noch immer nicht vollumfänglich zurückgekehrt.
Zwischen den Mittelhandknochen habe er zudem immer wieder einschiessende
Schmerzen und von Zeit zu Zeit trete ein Sensibilitätsproblem im Bereich der linken
Wange ein (Suva-act. 18. S. 2). Daneben litt er auch unter Kopf- und Nackenschmerzen
(Suva-act. 18 S. 2, 51). Auch wenn der Beschwerdeführer seine Arbeit sofort wieder
aufgenommen hat und in der Folge keine Arbeitsunfähigkeiten ausgewiesen waren (vgl.
Suva-act. 51), ist unter den gegebenen Umständen eine unfallbedingte
Beeinträchtigung des Lebensalltags zu bejahen, allerdings nicht in ausgeprägter Weise.
7.3.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind
aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend
gemacht.
7.3.6 Für das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist schliesslich nicht die Dauer der
Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche,
die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt.
Gelingt es der versicherten Person trotz solcher Anstrengungen nicht, ihre
Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr dies durch Erfüllung des
Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive
Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern.
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Vorliegend kann die Frage, ob dieses Kriterium erfüllt ist, vor dem Hintergrund, dass
die behandelnden Ärzte auf Grund des stark motivierten und durch seine
Selbständigkeit zur Arbeitswiederaufnahme gezwungenen Beschwerdeführers zu
keiner Zeit ein Arbeitsunfähigkeitsattest ausgestellt hatten, er jedoch angab, viele
Kunden verloren zu haben, da ihm sein Gesundheitszustand nicht mehr alle Arbeiten
erlaubte, und er infolge von Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen beruflichen
Einschränkungen unterliege (Suva-act. 14, 21, 51), offen gelassen werden. Denn selbst
wenn das Kriterium bejaht werden könnte, wäre es jedenfalls nicht in ausgeprägter
Weise gegeben.
7.3.7 Da somit keines der massgeblichen Kriterien besonders ausgeprägt
vorliegt, und selbst bei Bejahung der beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden
und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen die
Kriterien nicht in gehäufter Weise vorliegen würden, ist die Adäquanz eines allfälligen
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 29. Oktober 2007 und den
über den 30. September 2009 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden zu verneinen.
Die Leistungseinstellung per 30. September 2009 ist demnach nicht zu beanstanden,
was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Der Beschwerdeführer hat die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens aus den
Bereichen Neurologie, Neuropsychologie, evtl. Psychiatrie, Neurootologie und
Ophtalmologie sowie die Rückweisung zur weiteren Sachverhaltsabklärung beantragt.
Vorliegend ist jedoch von einer schlüssigen und nachvollziehbaren Aktenlage
auszugehen. In den einzelnen medizinischen Berichten sind keine nennenswerten
Widersprüche auszumachen, sodass gestützt darauf eine zuverlässige Beurteilung
allfälliger Leistungsansprüche durchaus möglich ist. Dass die Beschwerdegegnerin den
Fall bei dieser Aktenlage ohne zusätzliche Abklärungen abschloss, stellt demnach
keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes - oder der Abklärungspflicht nach Art.
43 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) - dar. Insbesondere steht das Fehlen einer neuropsychologischen
Begutachtung dem Fallabschluss ebenfalls nicht entgegen, nachdem die Akten keine
Anzeichen für eine die geklagten, aber nicht objektivierbaren Beschwerden allenfalls
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erklärende hirnorganische Schädigung enthalten, welche in den Ergebnissen einer
neuropsychologischen Testung eine Stütze finden könnte. Für sich allein sind
Erkenntnisse aus neuropsychologischer Sicht rechtsprechungsgemäss (BGE 119 V
341) von vornherein nicht geeignet, unfallbedingte hirnorganische Funktionsstörungen
nachzuweisen. Da somit nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen
für die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen
würden, ist der Antrag zur Anordnung zusätzlicher Expertisen abzuweisen (vgl. dazu
BGE 125 V 351 E. 3a, RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 mit Hinweisen; antizipierte
Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 E. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211).
Im Übrigen ist nicht ersichtlich, ob weitere Originalakten des Spitals Linth oder des
Hausarztes Dr. B._ überhaupt existieren bzw. inwiefern solche Akten an den
vorliegenden Ausführungen etwas zu ändern vermöchten, weshalb der diesbezüglich
beantragte Beizug unterbleiben konnte. Zudem ist vor diesem Hintergrund auch der
Antrag des Beschwerdeführers auf Anordnung eines Erwerbsausfallgutachtens
abzulehnen.
9.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG