Decision ID: ed46ed01-6eba-4351-838a-3153dac23f84
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1963, war
von
1996 bis 31.
Dezember 20
1
1
als
selbständig
erwerbender
Antiquitätenhändler tätig
.
Im Rahmen einer beruflichen Neuorientierung trat er ein
vom 1. April bis 30.
September 2012
befristetes
Praktikum
in der
Z._
Stiftung mit ei
nem Arbeitspen
sum von 80 %
an
(Urk. 8/25/1, Urk.
8/25/3)
.
Am 5
.
Februar 2013
mel
dete er sich bei der Invali
den
versicherung zum
Leistungsbezug (Massnahmen für die berufliche Inte
gra
tion, Rente) an
(Urk.
8/
1).
Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug
vom 1
1.
April 2013
,
Urk.
8/10), Auskünfte des ehemaligen
Arbeitgebers (
Urk.
8/19) sowie medizinische Berichte ein
und
zog die Akten des
Krankentag
geldver
sicherers
bei
(
Urk.
8/11,
Urk.
8/16 f.,
Urk.
8/22,
Urk.
8/24,
Urk.
8/26,
Urk.
8/37
)
.
Am
19. September
und 29. November 2013
fand
en
Standort
g
espräch
e
statt (
Urk.
8/27
/3-6, Urk. 8/29
)
.
Am 29. November 2013 teilte die IV
Stelle dem Ver
sicherten mit, dass sie die Arbeitsvermittlung abschliesse, und stellte die
Ren
tenprüfung
in Aussicht (Urk. 8/28).
In der Folge veranlasste
sie
eine psy
chiatri
sche Begut
achtung durch den Regionalen Ärzt
lichen Dienst
(
RAD
;
Unter
suchungs
bericht
vom 7.
November 2014 [
Urk.
8/41])
.
Mit Vor
bescheid vom
1.
Dezember 2014 (
Urk.
8/43) stellte die IV
Stelle die Abweisung des
Leistungs
begehrens
in Aus
sicht, wogegen der Versicherte am
12.
Dezember 2014 (
Urk.
8/44)
Einwand
erhob, den er
am
30.
Januar 2015 (
Urk.
8/48) unter Auflage eines Berichts von
A._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 3
0.
Januar 2015 (
Urk.
8/47/1-4)
ergänz
te
. Am 1
2.
März 2015 (
Urk.
2) verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 2
3.
April 2015
Beschwerde mit den Anträ
gen, die Verfügung vom 1
2.
März 2015 sei aufzuheben und
die
Beschwerde
gegnerin
sei zu verpflichten, die gesetzlich gesch
uldeten Leistungen zu er
bringen
(
insb
esondere eine Invalidenrente, ev
en
tuell
Eingliederungs
mass
nahmen
)
;
in prozessualer Hinsicht beantragte er,
es
sei
ihm
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren
sowie
Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Kaspar Gehring
als unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestel
len, unter Kosten- und
Entschädi
gungs
folgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2)
. Die IV-Stelle schloss am
3.
Juni 2015 (
Urk.
7) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwer
deführer am
4.
Juni 2015 (
Urk.
9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen G
e
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer De
pression und selbst mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
sion im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet
.
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
Eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung ist nicht schlechthin auszuschliessen, indes bedingt deren Annahme, dass eine konse
quente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bun
desgerichts 8C_774/2013 vom 3. April 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist
also
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
Die Rechtsprechung, wonach das Gericht
„
nicht ohne zwingende Gründe" von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne ärztli
che Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten
versicherungsin
terner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen
(BGE 123 V 331 E. 1c mit Hinwei
sen).
Diesen Anfor
derungen genügende Berichte regionaler ärztlicher Dienste können einen ver
gleichbaren Beweiswert haben wie ein Gutachten (Art. 49 Abs. 2 der Ver
ord
nung über die Invaliden
ver
siche
rung, IVV;
BGE 137 V 210
E. 1.2.1 mit Hin
wei
sen).
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungs
internen
ärztlichen Fehl
stellungen, sind rechtsprechungsgemäss ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E.
4.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte einen Anspruch auf IV-Leistungen mit der Begründung,
trotz
de
r
vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen seien
aus versicherungsmedizinischer Sicht
die angestammte sowie eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zu
mutbar
(Urk. 2, Urk. 7)
.
2.2
De
r
Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(Urk. 1 S. 5
ff.
)
, auf
den
Untersuchungsbericht
von
med. prakt.
B._
vom RAD
könne
- aus im Detail ausgeführten Gründen -
nicht abgestellt wer
den
.
Die
Beschwer
degegnerin
hätte zu
mindest die Diskrepanzen mit weiteren Abklärungen aus der Welt schaffen müssen.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch auf IV-Leistungen (Eingliederungsmassnahmen
/ Invalidenrente) verneint hat.
3.
3.1
Hausarzt
A._
diagnostizierte am 1
5.
November 2012 eine
Erschöpfungs
de
pression
und
attestier
te
für die Zeiträume
vom 2
4.
August bis 1
6.
September 2012 und vom 2
5.
September 2012 bis auf weiteres
eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit
. Die voraussichtliche Arbeitsaufnahme konnte er noch nicht fest
legen
. Der Be
schwerdeführer sei motiviert, in den Arbeitsprozess zurückzu
kehren
(
Urk.
8/11/10).
3.2
Dr.
med.
C._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, er
stattete am 23. Dezember 2012 das vom Krankentaggeldversicherer veran
lasste psychiatrische Gutachten (
Urk.
8/11/11-17).
Er diagnostizierte eine
An
pas
sungsstörung
mit längerer depressiver Reaktion (IC
D
-10 F43.21)
und führte aus,
d
ie aktu
ellen gesundheitlichen Beschwerden hätten Krankheitswert und erlaub
ten noch keine sofortige Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit. Aus psychiatri
scher Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende Januar 2013 gerechtfertigt (S.
16 f.
).
Er hielt weiter fest, e
ine psychische Gesundheitsstörung
sei erstmals
im Jahre 2007 im Zusammenhang mit der Trennung von der damaligen Partnerin aufge
treten, weshalb der Beschwerdeführer von 2007 bis 2010 in einer Gesprächs
therapie gestanden sei. Im Juni 2012 habe er einen schweren Schicksalsschlag erlitten, worüber er aber nicht sprechen wolle.
Etwas später habe der Beschwer
deführer angegeben, dass s
eine damalige Lebenspartnerin unerwartet verstorben
sei
.
Er
habe unter Schlaflosigkeit gelitten, sei erschöpft gewesen und die Ar
beit habe ihm zunehmend Mühe bereitet. Im August 2012 sei er vorübergehend krankgeschrieben worden, habe die Arbeit am 3. September 2012 aber wieder auf
gen
ommen
mit dem Vorsatz, das Pensum wie geplant bis Ende Septem
ber 2012 bewältigen zu können. Mitte September 2012 habe die Belastung je
doch wieder stark zugenommen. Im Oktober 2012 habe er sich zwei Mal einer Nierensteinoperation unterziehen müssen
(S. 12 f.)
.
Dr.
C._
gab weiter an, dass i
m Heilungsverlauf Arbeitslosigkeit respek
tive eine unsichere berufliche Zukunft sowie finanzielle Sorgen eine Rolle
spielten
. Eine unmittelbare Aufnahme einer Arbeitstätigkeit sei nicht möglich.
Der Beschwerdeführer leide unter Konzentrationsstörungen und Erschöpfung. Mangelnder Antrieb und sozialer Rückzug beeinträchtigten die Leistungsfähig
keit und hätten Krankheitswert.
Eine Arbeitsfähigkeit könne in der bisherigen Tätigkeit nur durch berufliche Massnahmen der IV oder allenfalls mit Hilfe der Unterstützung durch ein Case Management erreicht werden. Medizinisch theo
retisch bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab
1.
Februar 2013 und 100
% ab
1.
März 2013 (S.
1
5).
Dr.
C._
schl
u
g bei der noch ungewissen Prognose eine Anmeldung bei der I
V zur Früherfassung vor (S.
1
6) und riet dringend
zur Aufnahme einer fachärztlichen Behandlung (S.
17).
3.3
Am 1
4.
Mai 2013
diagnos
t
izierte
Hausarzt
A._
eine mittelschwere bis schwere
Er
schöpfungsdepression
vo
n längerer Dauer, bestehend
seit Juni 2012,
und
einen Status nach
Uro
lithiasis
im Oktober 2012
und operativer
Steinentfer
nung
(
Urk.
8/12).
Er empfahl
die Weiterführung der Psychotherapie un
d
der
Medikation und vor allem
eine stationäre Behandlung
in einer psychosomati
schen Klinik
.
Eine Prognose könne erst nach der stationären Behandlung abge
geben werden. Er gehe von einer Arbeits
fäh
igkeit von ca. 40 bis 50 % in einer angepassten Umgebung aus (S. 2 f. Ziff. 1.4 und 1.7).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie FMH,
der den Beschwerdeführer seit Januar 2013 wöchentlich behandelt
,
nannte in seinem Bericht vom 2
4.
Juni 2013 (
Urk.
8/15) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig mittelgradig
e
Episode mit somatischem Syndrom
(I
C
D
-10
F33.11
)
,
die
aktuelle Episode
bestehe seit Juni 2012 (
Ziff.
1.1).
Dr.
D._
führte aus,
die Prognose bezüglich einer Erhöhung
der Arbeitsfähigkeit müsse zum jetzigen Zeitpunkt reserviert gestellt werden
(
S. 1 ff.
Ziff.
1.4
-5
und 1.9).
Seit September 2012
bestehe
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Grund
sätzlich erscheine eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit zu einem späteren Zeitpunkt möglich (
S. 3
Ziff.
1.7).
3.5
Dr.
C._
diagnostizier
te in seinem
weiter
en Gutachten
vom 2
0.
August 2013 (
Urk.
8/22/2-7)
seinerseits
eine
depressive Episode, gegenwärtig mittel
gra
dig
(ICD-10
F32.1
; S. 1
)
. E
ine Arbeitsfähigkeit von
täglich
vier Stunden sei in einer angepassten
Bürot
ätigkeit zumutbar
.
Die bereits im Dezember 2012 disku
tierte
stationäre Behandlung
stehe nun bevor
(
S.
4
ff.
).
3.6
Die Fachärztinnen der
E._
, wo der Beschwerde
führer vom 1
9.
August bis 2
7.
September 2013
i
n stationärer Beh
andlung
ge
wesen war, diagnostizierten
in
ihrem
Austr
ittsbericht vom 1.
Oktober 2013 (
Urk.
8/24/3-6)
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Sympto
men (ICD-10
F32.1), sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen,
eine
narzissti
sche Persönlichkeit (ICD-10
F60.8), Probleme mit Bezug auf Schwierig
keiten be
i der Lebensbewältigung (ICD-10
Z73),
einen
Zustand
nach
Hernia
inguinalis
(ICD-10
K40) sowie Rückenschmerzen, nicht näher bezeich
net:
Zervi
kalbereich
(ICD-10
M54.92).
Sie berichteten über das durchgeführte multimodale Therapieprogramm, wobei eine Verbesserung der Körper- und
Selbstwahrnehmung sowie
symptomatisch eine deutliche Besserung des körperl
ichen und des depressiv-
passiven Zustands –
d
er
Beschwerdeführer
fühle sich physisch leistungsfähiger und wieder moti
vierter, sein Leben ak
tiver in die Hand zu nehmen –
habe erreicht werden kön
nen.
Die Fachärztinnen empfahlen die weitere sportliche Betätigung und wöchentliche Gesprächstherapie.
Sie
attestierten eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit für die Dauer
d
es stationären Auf
enthaltes sowie weiter bis zu
m
ersten Termin
am 1
6.
Oktober 2013 bei Dr.
D._
(S.
3
f
f.)
.
3.7
Dr.
C._
hielt in sein
er
vom Krankentaggeldversicherer veran
lassten
Akten
beurteilung
vom 2. November 2013
(
Urk.
8/26/3-5)
fest,
dass im
Aus
trittsbericht
der
E._
neu die Diagnose
„
sonstige
Persön
lichkeits
störungen
, narzisstische Persönlichkeit (ICD-10 F60.8)
“
gestellt worden sei.
Dazu
führte
er
aus, b
ei Persönlichkeitsstörungen handle es sich gemäss ICD
10 um tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, welche sich in starren Reak
tionen in unterschiedlichen Lebenslagen zeigten und in der Kind
heit oder Ado
leszenz beg
ännen
. Da der Beschwerdeführer in intakten familiären Ver
hält
nissen aufgewachsen sei, bis September 2012 gearbeitet habe (bis 1996 in sei
nem angestammten Beruf und später selbständig in einem Antiquitäten
laden) und gesundheitliche Probleme erstmals 2007 nach der Trennung von der dama
ligen Lebenspartnerin auf
ge
tr
e
ten
seien
, seien seiner Ansicht nach die Voraus
setzungen für eine Diagnose aus dem Kapitel ICD-10 F60 nicht erfüllt (S.
4).
Weiter führte er aus, dass für
eine Wiedereingliederung eine Teilarbeitsfähigkeit bestehen
müsse
. Der behandelnde
Psychiater habe bereits im Juni 2013 eine Arbeitsfähigkeit
von ein bis zwei Stunden angenommen
(vgl.
Urk.
8/16/2)
. In der
E._
sei nun eine weitere Verbesserung eingetreten. Die Annahme einer zu
mutbaren Präsenzzeit von
täglich
vier Stunden in einer leichten Bürotätigkeit sei somit begründet
(E. 3.5
hievor
)
. Es bestehe aktuell keine derart schwere Erschöpfung, welche dagegen spreche. Die Aussagen des Beschwerde
führers gemäss Bericht der Klinik,
dass sich
dieser mit dem „krän
kenden Gedan
ken“, in einen „langweiligen Routine-Job“ einzustei
g
en, vertraut gemacht habe,
do
kumentierten, dass er gerne wieder arbeiten
wolle
, aber nicht richtig wisse,
wie er
dies
anstellen solle.
Dr.
C._
gab sodann
an
, es sei offensichtlich, dass
dem Beschwerdeführer
ein Erfolg in einer beruflichen Tätig
keit helfen würde, sein angeschlagenes Selbstvertrauen wieder zu stärken.
3.8
Med. prakt.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom RAD nannte am 7. November 2014 (
Urk.
8/41)
aufgrund der durchgeführten Untersuchung vom Vortag
als psychiatrische Diagnose ohne dauerhafte Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende Depression, gegenwär
tig leichte depressive Episode
,
narzisstische Persö
nlichkeitsakzentuierung (ICD
10
Z73.1) sowie
einen
Benzodiazepin-Abusus
(S. 6)
.
Bezugnehmend auf den Austrittsbericht der
E._
hielt er fest, dass dieser leider keine Stellung
nehme
zur Arbei
tsfähigkeit nach der Behandlung
. Allerdings
werde im Bericht
eine „deutliche Besserung“
verzeich
net
, womit bei Austritt wohl nicht mehr von einer mittelgradigen depressiven Episode habe ausgegangen werden können. Die zweite Diagnose sei nicht ein
deutig: einerseits werde eine patholo
gische Persönlichkeitsstörung angegeben, andererseits nur eine (
unpathologi
sche
) Persönlichkeit. Der Text spreche von einer „narzisstischen Grundhaltung“, was sowohl eine patho
logische
Persön
lichkeitsstörung
als auch eine
unpatholo
gische
Persönlichkeits
variante
dar
stellen könne. Die Wertung als
Persönlich
keitsstörung
erscheine aber seiner Meinung nach nicht angebracht, zumal der Beschwerdeführer jahrelang in der Versicherungsbranche und anschliessend im eigenen Geschäft gut habe arbeiten können (S. 5).
Im Gegensatz
zu den Ärzten der
E._
lege der behan
delnde Psychiater
Dr.
D._
zwar eine rezidivierende depressive Störung dar und weise auf frühere depressive Episoden nach den
Partner
schafts
trennungen
i
m
2007 und Juni 2012 hin. Aller
dings sei zu berück
sichtigen, dass
Dr.
D._
den Beschwerdeführer erst seit 2
2.
Januar 2013 behandle.
Dr.
C._
habe in seinen drei Stellungnahmen eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, dann eine depressive Episode, gegenwärtig mit
telgradig (ICD-10 F32.1) und schliesslich
keine
rezidivierende Depression diag
nostiziert. Die Diagnose einer rezidivierenden Depression sei daher nur mit Vorsicht zu stellen. Rückblickend erscheine es wahrscheinlich (aber nicht belegt), dass der Beschwerdeführer auf die Trennungen depressiv reagiert habe. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wie sie der Allgemeinarzt
A._
attes
tiert
habe
, sei nicht nachvollziehbar.
Med. prakt.
B._
verneinte sodann spätestens ab dem aktuellen
Unter
such
ungs
zeitpunkt
, wahrscheinlich bereits ab Austritt aus der Klinik am 1
6.
Oktober
2013 (richtig: 2
7.
bzw. 2
8.
September 2013),
eine Arbeitsunfähig
keit und empfahl die Fortsetzung der Psychotherapie (S. 6
-7
).
3.9
In seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2015 (Urk. 8/47)
bemängelte der behan
delnde Arzt
A._
den Bericht
von
med. prakt.
B._
. Dieser enthalte gravierende Mängel, schwere Wi
dersprüche und falsche Einschätzungen (S. 1 f.). Zusammengefasst
hielt er fest
, der Beschwerdeführer leide trotz thera
peutisch adäquater Medikation weiterhin seit Jahren an einer chronischen und mittelschweren bis zum Teil schweren Depression ohne zwischenzeitliche Remissionen
(S. 2 oben)
. Es bestehe weiterhin eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärti
g mittelgradige Episode (ICD-10
F33.1) t
rotz jahrelanger adäquater Medi
kation und Psychotherapie sowie andere spezifische
Persön
lich
keitsstörun
gen
(ICD-10
F60.8) auf dem Hinter
grund einer emotionalen „
broken
home
“ Situation und einschneidenden Ver
lust-Erlebnissen. Er atte
stierte dem Beschwerdeführer seit 3
0.
Mai 2014 und bis heute eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit in der früheren angestammten
Arbeits
tätigkeit
und für eine angepasste leichtere und nicht belastende Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von (min
destens) 80 bis 100 % (S. 4).
3.10
Auch
Dr.
D._
und
lic
. phil.
F._
(Fachpsychologe für Psychotherapie FSP) kritisierten den Bericht von med. prakt.
B._
(Urk. 3/3). Sie wiesen
am 17. April 2015
darauf hin, dass die bestehende psychopa
tholo
gische Symptomatik nicht ausreichend dargestellt worden sei, weshalb sie die Erstellung eines aktuellen psychiatrischen Gutachtens zur Festlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers empfehlen würden. Med. prakt.
B._
nehme Bezug auf den Austrittsbericht der Klinik vom 1. Oktober 201
3.
Die dort beschriebene „deutliche Besserung des körperlichen und depressiv-passiven Zustandes“ diene ihm für die Verneinung einer mittelgradigen depressiven Symp
tomatik
. Diese kausale Verknüpfung sei aufgrund ihrer Befunde jedoch unhalt
bar. Vielmehr könnten sie die erhebliche Einschränkung der Arbeits
fähigkeit seit Beginn der psychiatrisch-
psychotherapeutischen Be
handlung in ihrer Praxis im Januar 2013 bis heute dokumentieren. Die
Persön
lichkeits
störung
bestehe seit Eintritt ins Erwachsenenalter, die depressive Stö
rung seit Juni 201
2.
Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch den behan
delnden Arzt
A._
sei zutreffend.
3.11
M
ed. prakt.
B._
erblickte am 11. Februar 2015 im
Schreiben von Hausarzt
A._
(E. 3.9
hievor
) keine neuen medizinischen Fakten
(Urk. 8/49/3)
.
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist
, dass
sich
die Aussagen des behandelnden Arztes
A._
als inkon
sistent erweisen
. So
führ
te er
aus
, der Beschwerdeführer leide seit Jahren unter einer chroni
schen mittelschweren bis teilweise schweren Depres
sion ohne zwischen
zeitliche Remissionen
(E. 3.9
hievor
)
,
obschon sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers aufgrund des
Klinikaufenthalts ver
besserte. Sodann atte
stierte er eine
mindestens
8
0%ige Arbeitsunfähigkeit seit 3
0.
Mai 201
4.
Dem
gegenüber ging er in seinem Bericht vom 1
4.
Mai 201
3
noch von einer Ar
beits
fähigkeit von etwa 40 bis 50
%
in
einer angepassten Umge
bung aus, ohne dass er diese unterschiedliche Einschätzung erläuterte.
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der behandelnde Arzt
A._
kein Facharzt in Psychiatrie und Psychotherapie ist
(auch wenn er vor
vielen Jahren psychiatrische Gutachten verfasst hat)
und seine Aussagen –
die
angesichts seiner auftragsrechtlichen Vertrauensstellung
eher
zu Gunsten des Beschwerde
führers
ausfallen –
mit Zurückhaltung zu würdigen sind, was durch die teil
weise unsachlichen
A
usführungen
vom 3
0.
Januar 2015 (
Urk.
8/47
/4 oben
)
bestätigt wird
(vgl. auch BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.2
Ebenso
wenig kann der Kritik von
Dr.
D._
und
lic
. phil.
F._
in ihrer Stellungnahme vom 1
7.
April 2015 gefolgt werden. Einerseits erläutern sie nicht, inwiefern die vom RAD-Arzt getätigte kausale Verknüpfung
zwischen der im Austrittsbericht gesch
i
lderten gesundheitlichen Verbesserung und der gestellten Diagnose
aufgrund ihrer Befunde unhaltbar sein soll. Andererseits machen sie
nunmehr
geltend, die Persönlichkeitsstörung bestehe seit Eintritt ins Erwachsenenalter und dass sie eine erhebliche Einschränkung der Arbeit
s
fähig
keit seit Januar 2013 doku
men
tiert hätten, wohingegen
Dr.
D._
am 2
4.
Juni 2013 nichts dergleichen
dargelegt hat
,
sondern
angab, dass eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit mög
lich erscheine (E. 3.4
hievor
).
In Bezug auf die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung fällt auf, dass eine sol
che vom behandelnden Arzt
A._
nie erwähnt wurde. Entgegen der Dar
stellung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 9 f.) sind den Akten keine Anhalts
punkte zu entnehmen, dass
seine
Erwerbsbiographie bis zur Anmeldung zum
Leistungsbezug
durch eine Störung der Persönlichkeit beeinträchtigt gewesen wäre. Der Beschwerdeführer vermochte einen Lehrabschluss zu erlangen (Urk.
8/25/19, Urk. 8/25/23-24) und
verrichtete seine Tätigkeiten jahrelang zur Zufriedenheit der Arbeitgeber (Urk.
8/25/7-20)
. Zuletzt führte er
selbständig ein Gewerbe
,
das er
laut eigenen Angaben
aus wirtschaftlichen
(Urk.
8/27/4 oben)
und nicht etwa aus gesundheitlichen Gründen aufgab
.
Auch wenn die im IK
Auszug ausgewiesenen Einkommen - offenbar trotz eines zeitweise hohen Umsatzes (Urk. 8/29/3) - relativ gering waren (Urk. 8/10), kann allein deswegen
nicht auf ein seit jungen Jahren bestehendes Krankheitsgeschehen geschlossen werden, zumal erstmals Anfang 2009 eine ärztliche Behandlung belegt ist (Urk.
8/12).
4.3
Die
Fachärzte der
E._
attestierte
n
eine
Arbeitsunfähig
keit
nur während des Aufenthalts und
bis zur nächsten Behandlung
bei Dr.
D._
.
Sie legten nachvollziehbar dar, dass sich der
Beschwer
de
führer physisch leistungsfähi
ger und wieder motiviert
fühle
, sein Leben aktiver in die Hand zu nehmen (
Urk.
8/24/3 f.). Überdies hielt
en
es die
Fachärzte
für zumut
bar, dass der Beschwerde
führer so bald als möglich zwei Stunden pro Tag arbeite (S. 2 unten). Die Besserung wurde im November 2013 auch vom RAD-Arzt erhoben.
4.4
D
er
Untersuchungsbericht
vo
n
RAD-Arzt
med. prakt
.
B._
vom
7.
November 2014 (E. 3.8
hievor
) äussert sich umfassend zu den psychischen Gesundheits
störungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. E
r
basiert auf einer eingehenden psychiatrischen Untersuchung, berücksichtigt die vom Beschwer
de
führer ge
klagten Beschwerden und erging in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
. Ins
besondere setzt
e
sich med. prakt.
B._
auch mit den Berichten des behandeln
den Arztes
A._
, den psychiatrischen Beurteilungen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
sowie dem Austrittsbericht der
Fach
ärztinnen
der
E._
aus
einander (E. 3.1-3.7
hievor
). Der
Gut
achter legte anhand der von ihm erhobenen Befunde
in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise dar, dass beim Beschwer
deführer aus psychiatrischer Sicht keine gesundheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht. Die Expertise von med. prakt.
B._
entspricht damit den
rechtsprechungs
gemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizini
sche
Entscheidgrund
lage
(
vgl. E. 1.3 ff.
hievor
).
4.
5
Hausarzt
A._
stellte die Diagnose einer mittelschweren bis schweren Depres
sion (E. 3.3 und E. 3.9). Allerdings legte er nicht dar, weshalb er
ab
weichend zum behandelnden Dr.
D._
wie auch zu Dr.
C._
, welche übereinstimmend eine mittelgradige depressive Störung diagnosti
zierten - von einem schwereren Leiden ausging, weshalb sich unter Hinweis auf die Ausführungen unter E. 4.1
hievor
Weiterungen erübrigen.
Selbst wenn man mit
Dr.
C._
und Dr.
D._
von einer rezidi
vierenden depres
siven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, aus
ginge, würde dies nichts an der
versi
cherungsrechtlichen
Beurteilung ändern,
denn l
eichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen depressiver Natur gelten grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
vgl. etwa Urteil
des Bundesgerichts
8C_441/2015 vom 21. August 2015 E
.
4.2).
Zwar stand der Beschwerdeführer - auf Aufforderung des
Krankentag
geld
versi
cherers
vom 10. Januar 2013 hin (Urk. 8/11/20-21), welche
r
sich auf die ent
sprechende Empfehlung ihres Vertrauensarztes Dr.
C._
(Urk. 8/11/17) stützte - seit Januar 2013 bei Dr.
D._
in wöchentlicher psycho
therapeutischer Behandlung, welche jedoch mit der begleitenden Medikation keine Besserung brachte (Urk. 8/15 Ziff. 1.5 und Ziff. 1.2, Urk.
8/16). Dennoch trat er die bereits vor der Untersuchung im Dezember 2012 bei Dr.
C._
diskutierte (Urk. 8/11/14 unten)
und
vom Hausarzt
A._
im Mai 2013
so
wie
vom behandelnden Psychiater im Juni 2013 thematisierte (Urk. 8/12/2-3, Urk. 8/15/1) stationäre Behandlung erst im August 2013 an. Die dort durchge
führte multimodale Therapie brachte gemäss Austrittsbericht der
E._
eine deutliche Besserung des körperlichen und des depres
siv-passiven Zustandsbildes. Neben der therapeutischen und medikament
ösen Weiterbetreuung durch den Psychiater empfahlen die Ärzte regelmässige sport
liche Betätigung (Urk. 8/24/3), welche der Beschwerdeführer jedoch nicht auf
nahm, wie dem gegenüber med. prakt.
B._
geschilderten Tagesablauf (Urk.
8/41/1-2) zu entnehmen ist. Ebenso verschloss er sich von vornherein dem im Rahmen der Eingliederungsgespräche angesprochenen Eintritt in eine
Tages
kli
nik
(Urk. 8/27/6, Urk. 8/29/3), obwohl im Austrittsbericht der
E._
eine entsprechende Einbindung und damit eine regel
mässige Tages
struktur nahe gelegt wurde (Urk. 8/24/3).
Von einer Therapieresistenz kann in Anbetracht der in der stationären Behand
lung eingetretenen gesundheitlichen Verbesserung nicht gesprochen werden, zumal auch nicht gesagt werden kann, dass der Beschwerdeführer die (weiteren) Therapieempfehlungen konsequent und kooperativ befolgt hätte. Demnach ist nicht ausgewiesen,
dass
das geklagte Leiden behandlungsresistent ist, weshalb es an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG beziehungsweise an
einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
fehlt (Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 140 V 193 E. 3.3).
4.6
Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern weitere Erhebungen
– wie von
Dr.
D._
und
lic
. phil.
F._
empfohlen (
Urk.
3/3 S. 2) und vom Be
schwerdeführer geltend gemacht (Urk. 1 S. 5 ff.) –
neue, für die Beurtei
lung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 162 E. 1d).
4.
7
Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein
die Arbeits
fähigkeit einschränkender
Ge
sundheitsschaden
vorliegt.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angef
ochtene Verfügung nicht zu bean
standen und die Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
6
.
1
Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss
§
16
Abs.
1 und
Abs.
2 des Ge
setzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) sind
erfüllt.
Ant
rags
gemäss ist Rechtsanwalt Kaspar Gehrig als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vor
liegende Verfahren zu bestellen.
6
.2
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- fes
tzusetzen und ausgangsgemäss dem
Beschwerdef
ührer
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher
Prozessfüh
rung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6
.3
Der
mit heutigem Beschluss bestellte unentgeltliche Rechtsvertreter
des
B
e
schwer
deführers, Rechtsanwa
lt
Kaspar
Gehring,
hat trotz des entsprechenden Hinweises in der Verfügung vom 4. Juni 2015 keine Honorarnote eingereicht, weshalb ihm
androhungsgemäss (vgl. Verfügung vom
4.
Juni 2015 [
Urk.
9
S. 2
]) eine
von Amtes wegen festgesetzte
Entschädigung in
der Höhe von Fr. 2‘300.-- (inklusive
Mehrwertsteuer und Barauslagen
) aus der Gerichtskasse zuzusprechen
ist
.