Decision ID: d2babdaa-5653-4c5d-8ec1-2e5c105cee93
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972,
Mutter von 3 Kindern (Jahrg
ä
ng
e
1993, 1994, 1997)
mel
dete sich am 6. Februar 2007 unter Hinweis auf Schmerzen im unteren Rück
enbereich und im rechten Bein bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungs
bezug
an (Urk. 7/6
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche (Urk. 7/11) Situation ab, zog Akten des
Unfall
versicherers
b
ei (Urk. 7/13)
, holte einen Haushaltsabklärungsbericht (Urk. 7/32)
und
bei
Dr. med.
Y._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, e
in
orth
o
pädisches
Gutachten ein, das am
2. Oktober 2007
erstattet wurde (Urk.
7/17
).
Mit Mitteilung vom 29. Juli 2008 (Urk. 7/30) wurde die von der IV-Stelle am
24.
Januar 2008 zugesprochene Arbeitsvermittlung (Urk. 7/20) abgeschlossen
, da
sich die Versicherte nicht in der Lage fühl
t
e,
ein angemessenes Arbeitspensum
zu
bewältigen
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/3
5
, Urk. 7/40, Urk. 7/43, Urk. 7/46)
holte die IV-Stelle weitere Arztberichte (Urk. 7/44
, Urk.
7/45) und ein
bidisziplinäres
Gutachten
ein, das am 23. September 2009 er
stattet wurde (Urk. 7/49, Urk. 7/50). Am 18. Februar 2010 ergänzte die Ver
si
cherte ihre Einwände (Urk. 7/53, Urk. 7/60). In der Folge sprach ihr die
IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Juli 2010 bei einem Invaliditätsgrad von
43 %
eine
Viertelsr
ente
ab
Januar 2007
zu (Urk.
7/63, Urk.
7/65
).
Mit Mitteilung vom 15. Dezember 2010 (Urk. 7/74) sprach die IV-Stelle der Versicherten erneut Arbeitsvermittlung zu.
1.2
Nach Eingang eines am
10. April 2012
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
7/83
) holte die IV-Stelle unter anderem ein
bidisziplinäres
Gutachten ein,
das am
24. September und 25. Oktober 2012
ers
tattet wurde (Urk.
7/86, Urk. 7/87
, Urk. 7/88
). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/94-99
)
hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2013 die Verfügung vom 21. Juli 2010 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/103 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
7. November 2013
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
7. Oktober 2013
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr
ab dem 18. April 2013
eine halbe Invalidenrente auszurichten (Urk. 1 S. 2)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
9. Dezember 2013 (Urk. 6
)
die Abweisung der Beschwerde.
Die
s
wurde
der Beschwerdeführerin am 4. April 201
4
zur Kenntnis gebracht und der Beigeladenen mit der gleichen Verfügung, zusammen mit der Beschwerdeschrift zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 8)
.
Die Beigeladene liess sich in der Folge jedoch nicht vernehmen (Urk. 10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit lieg
t zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän
kung
en
der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das
Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbs
unfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich
gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in
seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
de
s
gerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte
rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent
scheid, wel
c
he oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer
Renten
bezügerin
in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut Art. 17 Abs. 1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Der Revisionsordnung gemäss Art. 17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf
eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller rich
ter
licher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos un
richtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E.
2a;
Art.
53 Abs.
2
ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwal
tung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die
Revisionsvor
aus
setz
ungen
des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Un
richtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 Abs. 1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwal
tung mit dieser Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Mass
gebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen
Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475 E.
1c
; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April
2008 E.
4.2 mit Hin
weisen.
1.5
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit - als Schranke für ein
wieder
erwägungsweises
Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige
Leistungszu
sprache
- ist
rechtsprechungsgemäss
so zu handhaben, dass die
Wiederer
wä
gung
nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleis
tung
en wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung entspricht, laufende An
sprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durchführungsorgane jeder
zeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (Urteil des Bundesgerichts I 276/04
vom 28. Juli 2005 E. 5.1).
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln
erfolgt ist oder wenn
massgebende
Bestimmungen nicht oder unrichtig ange
wandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen
d
i
ger
weise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invalidität
sbemessung, Arbeitsunfähigkeits
schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechts
kräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Anna
hme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver
nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung
–
denk
bar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. August 2011 E. 2.5.1).
Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei
unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein.
Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund
einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf keiner nach
vollziehbaren ärztlichen Einschätzung der
massgeblichen
Arbeitsfähigkeit be
ruh
en
de Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifell
os unrichtig im wiedererwägungs
rechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 14. April 2009 E. 3.2.2).
Nicht entscheidend ist, ob die frühere
Leistungszusprache
unter Berück
sichti
gung
sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war, sondern ob sie mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage insgesamt als vertretbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 2013 (Urk. 2) davon aus, die
ursprüngliche
Rentenzusprache
sei aufgrund einer falschen
Beurteilung des Sachverhalts erfolgt
und erweise sich als zweifellos unrichtig.
Aufgrund der
gestellten Diagnosen
habe
schon zum damaligen Zeit
punkt keine anspruchsbegründende Invalidität im Rechtssinne vor
gelegen
, da einer mittelgradigen depressiven Episode keine invalidisierende Wirkung zu
komme
(S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde (Urk. 1) auf den Standpunkt,
bereits im Jahr 2009 seien IV-relevante Einschränkungen bejaht worden, weshalb eine wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 21. Juli 2010 nicht zulässig sei (S. 5). Aufgrund des chronischen
lumbo
vertebralen
Schmerzsyndroms, der Diskushernie und der bereits
chronifizierten
depressiven Störung sei ihr eine halbe Invalidenrente zu gewähren (S. 9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
der Anspruch auf eine Rente und insbesondere
, ob
die
ursprüngliche
Rentenzusprache
im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG
zweifellos unrichtig
war
.
3.
3.1
Die am 21. Juli 2010 mit Wirkung ab Januar 2007 verfügte
Zusprache
einer
Viertelsrente
(Urk.
7/64, Urk. 7/65
) basierte auf folgenden Berichten:
Dr. med.
Y._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie,
nannte
in seinem Gutachten vom 2. Oktober 2007 (Urk. 7/17)
folgende Diagnosen (S. 6):
Lumbo
-Vertebral-
Syndrom bei
Status nach
Diskushernie und Status nach Nerv
enwurzelkompression (in MRI)
Spo
ndylarthrosen
L4/5 und L5/S1
Status nach konservativer Therapie mit protrahiertem Verlauf
Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei in ihrer bisherigen Tätigkeit als Buffettochter nicht mehr arbeitsfähig.
E
ine
angepasste Tätigkeit, das heisst eine
l
eichte bis mittelschwere Tätigkeit, vornehmlich ausgeübt in Wechselbelastung oder vorwiegend sitzend, ohne Tragen und Heben von schweren Gegenständen, ohne länger dauernde
vornübergeneigte
Haltung und ohne asymmetrische
Last
einwirkung
, sei ihr ab dem 1. Oktober 2010 zu 100 % zumutbar (S. 7
oben
). Im Haushalt bestehe eine Restarbeitsfähigkeit für alle leichteren Tätigkeiten wie
Kochen, Abwaschen, Wäscheaufhängen, handwerkliche Tätigkeiten sowie admi
ni
strative Arbeiten. Bei den restlichen Tätigkeit
en
habe die Versicherte aktive Mithilfe von Seiten des Ehemannes und der Kinder (S. 7
Mitte
).
3.2
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnos
ti
zierte
in seinem Bericht vom 17. Februar 2009 (Urk. 7/44)
eine mittelgradige bis schwere depressive Episode nach einem
Verhebetrauma
(ICD-10 F32.11 bis 32.2) und erachtete die Versicherte aus ärztlich-psychiatrischer Sicht in einer ange
passten, körperlich nicht belastende
n
Tätigkeit höchstens
als
zu 50 % arbeits
fähig (S. 4).
3.3
Im
orthopädisch-psychiatrische
n
Gutachten des
Zent
r
ums A._
vom 23. September 2009 (Urk. 7/49, Urk. 7/50)
stellten Dr. med.
B._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates, sowie Dr. med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
folgende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk.
7/
49 S. 19):
Disk
usher
nie L5/S1 mit Kompression der S1-
Nervenwurzeln
beidseits und Diskushernie L4/5 mit Beeinträchtigung der L5-
Nervenwurze
ln beidseits
Adipositas
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom bestehend seit 2006 (ICD-10 F32.11)
Aus psychiatrischer Sicht bestehe bei der
Beschwerdeführerin
nach Heben von schweren Lasten am 22. Januar 2006 ein anhaltendes LWS-Schmerzsyndrom. Im Zusammenhang mit
der
chronischen Schmerzsymptomatik
habe
sie seither eine mittelgradige depressive Episode
entwickelt
, welche sich trotz psychia
tri
scher und psychotherapeutischer Behandlung bis heute nicht gebessert habe (S.
10
unten).
Zur Arbeitsfähigkeit
führten die Ärzte aus
,
die Beschwerde
führerin sei
aus orthopädisch-psychiatrischer Sicht
in ihrer bisherigen Tätigkeit
seit 2006
zu 40 % arbeitsfähig, da bei mittelgradig depressiver Episode mit somatischem Syndrom die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, die
Interessen, die Motivation sowie die Dauerbelastbarkeit beeinträchtigt seien (S. 19
Ziff.
9.1). Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die
abwechs
lungs
weise
sitzend und stehend ausgeübt werden könn
t
en, ohne dass dabei häufig inklinierte und
reklinierte
sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müss
t
en und bei denen es sich um Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne
Stressbe
lastung
, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne erforderliche überdurch
schnitt
liche Konzentrationsfähigkeit, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung
handle
, könn
t
e
n
gesamthaft bei voller Stundenpräsenz zu 60
% zugemutet werden
(S. 19 Ziff. 9.2)
.
Die Arbeitsfähigkeit sei vor
allem durch die mittelgradige depressive Episode be
ein
trächtigt. Diese stelle ein psychisches Leiden mit Krankheitswert dar. Ein Über
wiegen von psychosozialen Faktoren sei dabei nicht
zu erheben gewesen
(S.
20 Ziff
.
9.7).
Die Prognose erscheine aus psychiatrischer Sicht aufgrund der mittelgradigen depressiven Episode mit zugrunde liegender ungünstiger Persön
lich
keitsentwicklung mit erhöhter Vulnerabilität eher ungünstig (S. 15 oben).
3.4
Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), erachtete
die
auf einer gründlichen Untersuchung
beruhenden
Schlussfolgerungen de
r
A._
-
Gutachter
als nachvollziehbar (Urk.
7/62/1 unten). Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könne ab 2006 über
nommen werden (Urk. 7/55/3).
4.
4.1
Im Rentenrevisionsverfahren gingen die folgenden medizinischen Berichte ein:
Dr. med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 24. September 2012 (Urk. 7/86) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7 Ziff. 4.1) eine mittel
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und erachtete die Explorandin
so
wohl
in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit als zu 50 % arbeitsfähig (S. 11 Ziff. 6 und 7). Hinsichtlich Psychodiagnostik und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bestehe vollumfänglicher Konsens mit Dr.
Z._
(S.
7
Mitte
).
Bei der Beschwerdeführerin seien
im Rahmen der vorliegenden mittel
gra
digen depressiven Episode
eine erhöh
te Ermüdbarkeit, eine
Antriebs
min
de
rung
, auch Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten, eine erhöhte Reiz
bar
keit und ganz generell eine reduzierte psychische Belastbarkeit zu berück
sich
t
igen (S.
10). Die Tagesaktivitäten der Explorandin würden darauf
hinweisen
, dass doch noch innerpsychische Ressourcen vorliegen
würden
und diese nicht allesamt erschöpf
t
seien (S. 10).
Im Zusammenhang mit den Schmerzen sei es zu keiner eigentlichen Ausweitung im Sinne einer
somatoformen
Schmerzstörung gekommen (S. 10 Mitte)
.
Bezüglich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit fügt
e
Dr.
E._
an,
dass die von ihm attestierte Arbeitsfähigkeit bereits
im
Zeitpunkt des Arztberichts von Dr.
Z._
(vorstehend E.
3.2) Gültigkeit
gehabt habe
(S.
11 Mitte).
4.2
Dr. med.
F._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für
Rheumatologie, nannte in ihrem rheumatologischen
Teilg
utachten vom 25. Okt
o
ber 201
2 (Urk. 7/87) folgende Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 50 Ziff. 7.1):
l
umbospondylogenes
Syndrom
aktuell rechtsbetont, anamnestisch auch linksbetont
bei
mä
ssigen
Spondylarthrosen
und rechtsbetonter
medi
olateraler
Diskus
protrusion
L5/S
1 mit
recessaler
Kompression der Nervenwurzel S1 rechts mehr als links und
diskreter
Diskusprotrusion
L4/
5 ohne neu
rale Kompression
bildgebend seit Jahren im Wesentlichen unverändert
MRI
September
2012 gegenüber
Februar
2009 und
Februar
2006
ohne
radikuläre
Zeichen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie (S.
50 Ziff
.
7.2):
Adipositas Grad II
Vitamin D-Mangel
Dazu führte sie aus, die Beschwerdeführerin sei in einer angepassten Tätigkeit
nie langfristig arbeitsunfähig gewesen (S.
54 Ziff.
9.2). Nicht adaptierte Tätig
keiten (das Heben und Tragen von Lasten über 15kg) oder nicht adaptierte Teil
bereiche der angestammten Tätigkeiten könne sie seit 23. Januar
2006 nicht mehr
ausüben.
Sie fügte zudem an, dass bei der Untersuchung die Adipositas der wesentlichste Befund
gewesen sei
und die bildgebenden Veränderungen seit
Feb
ruar 2006 im Wesentlichen unverändert und nicht besonders gravierend seien
.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden.
Die geprüften Medi
kamente Trama
dol und Citalopram
seien
entgegen der Angabe der Beschwerdeführerin in ihrem Blut nicht im therapeutischen Bereich nachweisbar
gewesen
. Die vorhandenen Befunde
würden das Ausmass der Beschwerden nicht erklären (S. 51).
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung erachteten die beiden Gutachter die Beschwerdeführerin aufgrund der Diagnose der mittelgradigen depressiven Epi
sode und des
lumbospondylogenen
Syndroms als in angestammter Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig, was seit der psychiatrischen Untersuchung vom 20. Februar 2012 gelte (Urk. 7/88).
4.3
Dr. med.
G._
, Facharzt für
Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 6. Juni 2013 (Urk. 7/98) die folgenden Diagnosen (S. 1):
c
hronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit
einer intermittie
renden
radikul
äre
n
Reiz
-
oder Ausfa
l
lsymptomatik S1 rechts bei
mediolat
eraler
Diskushe
rnie L4/
5
breitbasiger
Diskusprotrusion
L5/S1
Spondylarthrose
L4/5 und L5/S
Adipositas
St
atus nach
Cholecystektomie
(zirka
2009)
intermittierende
Migräneattacken
4.4
Dr. med.
H._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin und für Arbeitsmedizin
, RAD, führte am 26. Juni 2013 (Urk. 7/102/3) aus,
d
ass aus me
di
zinischer Sicht ein
Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Die Zumutbarkeit der Überwindung der psychischen Störung sei durch den Rechtsdienst zu beurteilen.
Zu dem von Dr.
G._
eingereichten Bericht (vorstehend E.
4.3
) hielt sie im
Weiteren fest, dass damit keine neuen Tatsachen vorgebracht w
ü
rden, welche nicht
schon bei der Begutachtung berücksichtigt worden
seien
.
4.5
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.2)
nannte in seinem Bericht vom 30. Oktober 2013
(Urk.
7/105/148-151) die Diagnose einer rezidivierenden, tendenziell bereits
chro
ni
fizierten
depressiven Störung (ICD-10 F33.11). Eine Steigerung der Arbeits
fähigkeit sei aufgrund des Verlaufs der Depression in absehbarer Zukunft nicht möglich (S.
3).
5
.
5.1
Im Lichte der Sachlage und der
massgebenden
Rechtsprechung
im Zeitpunkt der Rentenzusprechung
(vorstehend E. 1.5) ist zu prüfen, ob die
damalige
Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit und die daraus folgende
Zusprache
einer
Viertelsrente
ab Januar 2007 als zweifellos unrichtig einzustufen
ist
. Die Beschwerdegegnerin machte im Wesentlichen geltend, dass mit d
er gestellten Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode schon zum damaligen Zeitpunkt keine anspruchsbegründende Invalidität im Rechtssinne vorlag, da ihr keine invalidisierende Wirkung zukomme. Sie stützte sich damals auf das Gutachten des
Zentrums A._
vom 23. September 2009 (vorstehend E. 3.3) ab, wobei namentlich die psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zur da
maligen
,
hier strittigen
Rentenzusprache
führte.
5
.2
D
ie
Rente
wurde
mit Verfügung vom 21. Juli 2010
auf der Grundlage
einer ver
tretbaren medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
zuge
spro
chen,
was
vor
dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeit
punkt der rechts
kräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar und nich
t
offen
sicht
lich unrichtig
erscheint
.
Im psychiatrischen Teilgutachten des
Zent
r
ums A._
vom 23. September 2009 (vor
steh
end E.
3.3) hielt
Dr.
C._
im Zusammenhang mit der diagnostizierten mittel
gradigen depressiven Episode fest, dass es sich um ein psychisches Leiden mit
Krankheitswert handle, wobei ein Überwiegen von psychosozialen Faktoren nich
t zu erheben
sei
. Die
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit könne dabei seit 2006 ange
nommen werden und sei seither konstant geblieben.
Dieser gutachterlichen Beurteilung stehen auch die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte nicht entgegen.
Aus sämtlichen Arztberichten
(vgl. E. 3.1 und E. 3.2)
ging eine in etwa gleichbleibende Arbeitsunfähigkeit hervor, womit sich
die Annahme der im Gutachten des
Zent
r
ums A._
attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 % auf die damals vorhandenen ärztlichen Beurteilungen abstützen liess.
Aufgrund der bereits seit 2006 bestehenden depressiven Symptomatik
war die Annahme
vertretbar und nicht offensichtlich unrichtig, dass diese selbst ange
sich
ts der gestellten Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode eine
lang
fristige Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag
. Im Übrigen ging auch der RAD
davon aus, dass die Schlussfolgerungen im Gutachten des
Zent
r
ums A._
auf einer
gründ
lichen Untersuchung beruh
t
e
n
und nachvollziehbar seien (vorstehend E.
3.4).
D
as Bundesgericht
äusserte
sich
im Urteil 9C_1041/2010 vom 30. März 2011 da
hingehend, dass es nicht bundesrechtswidrig sei, wegen einer leichten bis
mittelgradigen depressiven Episode
eine relevante Einschränkung der Arbeitsun
fähigkeit
anzunehmen.
In einem anderen Fall hielt es fest, dass eine
mögliche Invalidität
nicht bereits allein deshalb zu verneinen
wäre
, weil im gutachterlichen Diagnosekatalog eine mittelgradige depressive Episode aufgeführt
w
o
rde
n sei
(vgl. Urteil des Bundes
ge
richts 9C_980/2010 vom 20. Juni 2011 E. 5.3).
Zwar werden nach der
bun
des
ge
richtlichen
Rechtsprechung leicht-
bis
mittelgradige Episoden einer Depressi
on
und selbst mittelgradige depressive Episoden
regelmässig
nicht als von de
pressi
ven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinn
e eines verselbstständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der be
troffe
nen Person verunmöglichte, die Folgen der bestehenden
Schmerz
proble
matik
zu überwinden (Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2014 vom 26. Juni 2014
E.
3.3.4 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung bezieht sich jedoch auf Sach
verhalte, bei denen die depressive Symptomatik reaktiv und untrennbar mit einer Schmerzproblematik in Zusammenhang steht, die auf eine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörungen (ICD-10 F45.4) oder andere
pathogenetisch
-ätio
logisch unklare
syndromale
Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grund
lage (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) zurückzuführen sind.
Im Rahmen des bei psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen stets vorhan
denen Ermessensspielraum
s
kann somit nicht gesagt werden, dass die Annahme einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode eine qualifiziert rechtsfehlerhafte Ermessensausübung dar
stellen würde.
5
.3
Zusammenfassend steht fest, dass weder eine Nichtanwendung von massgeb
lichen Bestimmungen noch eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes in Form einer unrichtigen Feststellung oder Würdigung des Sachverhaltes vor
lag. Wie dargelegt weist die Beurteilung materieller Anspruchsvoraussetzungen gerade im Bereich der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit und
Beweis
würdi
gung
notwendigerweise Ermessenszüge auf. Solange in diese Fällen keine
Miss
bräuchlichkeit
oder eine anderweitige qualifizierte Fehlerhaftigkeit mit der Ermessensbetätigung einhergeht (Urteil des Bundesgerichts 9C_575/2007 vom
17. Oktober 2007 E.
3.3), sondern diese - wie vorliegend – vertretbar ist, darf nich
t auf eine zweifellose Unrichtigkeit geschlossen werden. Angesichts dieser Umstände ist der Rentenentscheid vom 21. Juli 2010 nicht zweifellos unrichtig. Damit erweist sich die wiedererwägungsweise Aufhebung der
Leistungszu
sprache
als nicht gerechtfertigt.
6
.
6.
1
Es stellt sich des Weiteren die Frage, ob die Rentenaufhebung allenfalls gestützt auf Art. 17 ATSG gerechtfertigt
war
.
Zu vergleichen sind vorliegend die Ver
hältnisse im Zeitpunkt der
rentenzusprechenden Verfügung
vom
21. Juli 2010
einerseits mit jenen im Zeitpunkt der hier strittigen Verfügung andererseits (vgl. vorstehend E.
1.
3
).
Die Beschwerdegegnerin holte im Rahmen des
Revisions
ver
fahrens
entsprechend ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten ein.
6
.
2
Darin hielt
Dr.
E._
in Würdigung früherer Berichte und Gutachten
aus psy
chiatrischer Sicht
fest
(vorstehend E. 4.1)
, dass das Gutachten des
Zent
r
ums A._
vom 23. September 2009
(vorstehend E. 3.3) genügend ausführlich und umfassend aus
ge
falle
n sei
, die wichtigen anamnestischen Angaben
zusammen
fass
e
und die
mitgelieferten Untersuchungsbefunde
die Diagnose einer mittelgradigen depressi
ven Störung
gut
untermauern
würden
. Die objektiven Untersuchungsbefunde würden nicht relevant von jenen abweichen, welche er in seiner Untersuchung erhoben habe. Die Defizite und Ressourcen der Explorandin
seien ausführlich und nachvollziehbar besprochen worden.
Gemäss
Rechtsprechung genügt es für das Vorliegen einer erheblichen
Sach
verhaltsänderung
nicht, dass
der
bereits bekannte, im Zeitpunkt der ursprüng
lichen Rentenverfügung gegebene Sachverhalt anders bewertet wird und daraus andere Schlussfolgerungen gezogen werden als im früheren
Verwaltungsver
fahren
. Vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, die nach der ur
sprünglichen Rentenverfügung eingetreten und zu dem damals gegebenen Sach
verhalt hinzugekommen sind oder diesen verändert haben. Entscheidend ist
so
mit die Frage, ob sich der Gesundheitszustand im Vergleichszeitraum in
renten
relevantem
Ausmass
tatsächlich verschlechtert hat (Urteil des Bundesgerichts I 633/03
vom 9. Juni 2004
E. 4.2).
Das psychiatrische Teilgutachten weist im
Vergleich zur ursprünglichen
Renten
zusprache
keinen
veränderten psychiatrischen Gesundheitszustand aus.
Dr.
E._
ging
im Wesentlichen
von
den
gleichen objektiven Untersuchungsbefunden aus und
kam lediglich bei der
Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit
zu einem anderen Schluss
.
Dabei handelt es sich um eine
revisionsrechtlich unerhebliche
Neubeur
teilung
, die
keinen Ausdruck tatsächlich geänderter Verhältnisse dar
stellt
.
Dem
nach
handelt es sich um eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes. Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG liegt
damit
nicht vor (vgl. vorstehend E. 1.3).
6.3
Im Übrigen
weist auch
das rheumatologische Teilgutachten
von
Dr.
F._
keinen im Vergleich zur ursprünglichen
Rentenzusprache
veränderten Gesund
heits
zustand aus
.
Hinsichtlich der bildgebend feststellbaren Veränderungen hielt Dr.
F._
sogar ausdrücklich fest, dass diese seit Februar 2006 im Wesen
t
lichen unverändert seien
(vgl. vorstehend E. 4.2)
.
Etwas
anderes geht auch nicht
aus dem von der Beschwerdeführerin beschwerdeweise eingereichten Bericht von
Dr.
G._
(vorstehend E.
4.3) hervor, zumal darin keine Angaben zur Arbeits
fähigkeit enthalten sind und der Bericht
nur
kurze Zeit
nach dem Gutachten
von Dr.
E._
und Dr.
F._
erstellt
wurde
.
So führte auch Dr.
H._
vom
RAD
(vgl. vorstehend E.
4.4
)
zum Bericht von Dr.
G._
aus, dass damit keine neuen Tatsachen
erbracht
worden seien, welche nicht schon in der Be
gut
achtung berücksichtigt w
o
rden
seien
.
6.
4
Aus
dem
Gutachten von Dr.
E._
und Dr.
F._
lässt sich somit
keine seit
der ursprünglichen
Rentenzusprache
eingetretene
revisionsrelevante Verände
rung
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin entnehmen.
Es
wurde ledig
lich eine andere Einschätzung des unveränderten Sachverhaltes vorgenommen
, wel
che revisionsrechtlich jedoch unerheblich ist
.
6.5
Soweit sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellte, dass die Be
schwerdeführerin genügend Ressourcen verfüge, um das psychiatrische Leiden zu überwinden
,
und gestützt darauf in der Verfügung vom 7. Oktober 2013 von einer adaptierten Arbeitsfähigkeit von 100% ausging, verkennt sie, dass die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Sachver
hal
tes
unter revisionsbegründende
r
Betrachtungsweise
unerheblich ist.
Die von der Beschwerdegegnerin getroffenen Schlussfolgerungen sind nicht Ausdruck einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse, sondern stellen eine andere Würdi
gung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes und Leis
tungsvermögens dar. Aus der
entsprechenden
medizinischen Aktenlage
ist
nicht
ersichtlich
(vgl.
vorstehend E.
6.2-6.4)
, inwiefern gegenüber den bei der ur
sprüng
lichen
Rentenzuspr
ache
herrschenden Verhältnisse
, insbesondere gegen
über dem
A._
-Gutachten (vorstehend E.
3.3),
eine Änderung des Gesund
heits
zustandes und eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eingetreten sein soll
.
Im Übrigen ist noch anzumerken,
dass
i
m Gutachten von Dr.
E._
und
Dr.
F._
(vorstehend E.
4.1
und E.
4.2
) weder eine
somatoforme
Schmerz
störung
noch ein
pathogenetisch
(ätiologisch) unklarer
syndromaler
Zustand
diagnostiziert
wird
,
was aber grundsätzlich eine Voraussetzung für die Anwend
barkeit der,
oben genannte
n
und von der Beschwerdegegnerin zitierte
n
Recht
sprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen
(vorstehend E. 5.2)
und der von ihr
vorgenommene
n
Prüfung der Überwindbarkeit des psychischen Leidens
wäre
.
Davon zu unterscheiden sind die objektiven Kriterien, welche das Mass des
Forderbaren
zur Verwertung der verbleibenden Leistungsfähigkeit einer psy
chisch kranken Person bestimmen (vgl. vorstehend E. 1.2). Dass vorliegend der Beschwerdeführerin aus ärztlicher (und objektiver) Sicht die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt weiterhin nur noch teil
weise zumutbar ist, ergibt sich aus der medizinischen Aktenlage.
7.
Die bisherige Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 80 % im Erwerbs- und
zu 20 % im Haushalt Tätige (vgl. Urk. 7/64) wurde nicht beanstandet. Dass sie ihre verbleibende Restarbeitsfähigkeit nach eigenen Angaben (vgl. Urk. 1 S. 8) nur in einem Pensum von 40 % verwertet, ist nach dem Gesagten nicht auf ge
sundheitliche Gründe zurückzuführen. Im Übrigen gewährte die
Beschwerde
gegnerin
bereits anlässlich der ursprünglichen
Rentenzusprache
den maximalen Abzug von 25 % vom Tabellenlohn (vgl. Urk. 7/64 S.
2), weshalb die diesbe
züg
liche Argumentation der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 9) ins Leere stösst.
Nachdem somit auch in erwerblicher Hinsicht eine rentenrevisionserhebliche Änderung weder ersichtlich ist noch geltend gemacht wurde,
führt
dies
zum Schluss, dass die strittige Rentenaufhebung auch nicht unter dem Titel der revisionsweisen Anpassung im Sinne von Art. 17 ATSG bestätigt werden kann. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung in
teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde aufzuheben mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf
eine
Viertelsrente
hat.
8
.
8
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
) und auf Fr. 800
.--
anzusetzen. Entsprechen
d
dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8
.2
Nach Art. 61
lit
.
g
ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf den vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzusetzenden Ersatz der Parteikosten.
Die
teilweise obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdeführer
in
hat Anspruch auf eine
Parteient
schädigung
, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) für bis Ende 2014 angefallenen Aufwand ermessensweise auf Fr.
2
‘
2
00
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.