Decision ID: 36d94e1f-c6ae-497a-99ce-02b73c50a64d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954,
arbeitete seit Juli 1991 als
Pro
jektmanager
im
Bereich
Entwicklung
von
Software/Hardware
bei der
Firma Y._
(vgl.
Urk.
8/36 und
Urk.
8/103/45-46
)
und war dadurch bei der
Visana
Versicherungen AG (nach
folgend:
Visana
) obligatorisch gegen die
Folgen von Unfällen versichert, als er am
1
8.
April 1999 zusammen mit einem Kollegen ein schweres Paket
trug
, das dem Kollegen
dann
aus der Hand glitt, woraufhin
der gebeugte rechte
Arm
des Versicherten stark belastet wurde
.
D
er
Versicherte
hörte ein
Geräusch und
spürte
einen plötzlichen Schmerz sowie
einen
akuten Kraftverlust (
Unfallmel
dung
UVG
vom 2
6.
April 1999,
Urk.
8/1, vgl. auch
Urk.
8/103/10).
Die
erstbe
handelnden
Ärzte des
Spitals Z._
diagnostizierten einen distalen
Biz
epssehnenausriss
rechts
und
nahmen
a
m
22.
April 1999
eine
opera
tive Versorgung
der
Verletzung
vor
(vgl. ärztlicher Zwischenbericht
vom
6.
August
1999,
Urk.
8/6).
Die
Visana
trat auf den Schaden ein und erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
In der Folge
traten Komplikationen auf und die Beschwerden des Versicherten am rechten Arm persistierten.
Die
Visana
gab beim
Spital A._
ein Gutachten in Auftrag, das am
6.
Juli 2000 erstattet wurde
(
Urk.
8/27). Daraufhin
sprach die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Versicherten
mit Wirkung ab April 2000 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Rente zu (vgl.
Urk.
2 S. 1
und Urk.
8/69/4
).
Im Weiteren veranlasste d
ie
Visana
Begut
achtungen
bei
Dr. med.
B._
, F
MH Orthopädische Chirurgie (Expertise vom
15.
Februar 2002,
Urk.
8/46
, vgl. auch
Ergänzungen zur Exper
tise
vom
7.
Mai 2002,
Urk.
8/51, und vom
5.
August 2002,
Urk.
8/59
)
und
bei
Prof.
Dr.
med.
B._
, FMH Neurologie
,
(Expertise vom
1
9.
Dezember 2002
,
Urk.
8/69)
.
Mit Verfügung vom 1
4.
März 2003 sprach
die
Visana
dem Versicherten
mit Wirkung
ab
1.
April 2003
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
44,9
%
eine Invalidenrente und
aufgrund einer
Integritäts
einbusse
von 25 % eine Integritätsentschädigung zu (
Urk.
8/76).
1.2
Im Rahmen eines IV-Revisionsverfahrens erstellte
Dr.
med.
D._
, FMH Neurologie,
von der Klinik
E._
am 3
0.
Dezember 2009
eine
neurologische Beurteilung
(
Urk.
8/107
/14-30
)
. Gestützt auf diese Beurteilung
der Klinik
E._
teilte die IV-Stelle dem
Versicherten
am
9.
Februar 2010 mit, dass bei der Über
prüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt worden sei und dass er daher
ausgehend von einem
Invaliditätsgrad von 50
%
weiterhin Anspruch
auf eine
halbe Rente habe (
Urk.
8/90/2).
1.3
Im
November 2011 leitete die
Visana
ein Revisionsverfahren ein und gab bei der
Gutachtenstelle F._
eine Expertise in Auftrag, welche am 2
6.
März 2012 erstattet wurde (
Urk.
8/103).
Aufgrund der von der
Gutachtenstelle F._
attestierten erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustands des Versicherten
setzte die
Visana
die Invalidenrente m
it Verfügung vom
4.
März 2013
mit Wirkung ab dem
1.
Mai 2013
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 14
%
herab (
Urk.
8/104). Dagegen erhob der Versi
cherte am 1
1.
März 2013 (
Urk.
8/105) bzw. 1
9.
April 2013 (
Urk.
8/107) Einspra
che.
Die
Visana
holte
die St
ellungnahme der
Gutachtenstelle F._
vom 22.
Juli 2013 ein (
Urk.
8/115), und mit Entscheid vom 1
5.
November 2013 hiess sie die Einspra
che des Versicherten
in dem Sinne
teilweise gut,
dass
sie die Inval
idenrente ab dem
1.
Mai 2013
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 21
%
festsetzte (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
8.
Dezember 2013 Beschwerde und bean
tragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei ihm rückwirkend per
1.
Mai 2013 eine Invalidenrente gestützt auf einen
Invalidi
tätsgrad
von 51,4
%
bzw. eventualiter gestützt auf einen Invalid
itätsgrad von 27
%
auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Durchführung einer mündlichen Verhandlung
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
April 2014 beantragte d
ie Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Am 2
3.
September 2014 reichte der Beschwerdeführer ei
ne
Stellung
nahme ein (
Urk.
10), welche
der Beschwerdegegnerin am 2
5.
September 2014
zur Kenntnisnahme zugestellt wurde
(
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin
die Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht herabsetzte, indem sie den Invaliditätsgrad ab Mai 2013
auf 21
%
statt wie bisher auf
44,9
%
festsetzte.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
,
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung,
UVG
).
Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1 ATSG).
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus
sen. Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 131 E. 3 mit Hinweisen; BGE 133 V 108
E.
5.4).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
51 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Zu prüfen ist zunächst, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
erheblich
verändert haben.
2.2
Der mit Verfügung
der Beschwerdegegnerin
vom 1
4.
März 2003 erfolgten
Renten
zusprache
mit Wirkung per 1. April 2003 lagen in medizinischer Hin
sicht im Wesentlichen folgende ärztliche Beurteilungen zugrunde:
2.2
.1
Die Ärzte der
Spital A._
stellten in ihrem Gutachten vom
6.
Juli 2000 folgende Diagnosen (
Urk.
8/27/3):
Status nach
Refixation
einer d
istalen
Bizepssehnenruptur
am 2
2.
April 199
9
nach Unfall vom 1
8.
April 1999
a
ktuell
:
Myositi
s
ossificans
im Bereich der
Tuberositas
radii
von ca. 2,5 x 1,5 cm
mit chronischem Schmerzsyndrom
Verdacht auf Läsion des
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
mit Verdacht auf
schmerzhaftes Neurom
Die Ärzte der
Spital A._
gaben an, dass
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
im
jetzigen Zeitpunkt
zwischen 33
%
und 66
%
betrage.
Dies müsste jedoch noch anhand einer Arbeitsplatzabklärung genauer evaluiert werden (
Urk.
8/27/4).
2.2
.2
Dr.
B._
erklärte
in seinem Gutachten vom 1
5.
Februar 2002,
dass die rechte
Hand des Beschwerd
eführers nur in Neutralstellung,
wenn der Daumen genau in
der Achse des Oberarmes liege,
gut einsetzbar sei.
Sobald aber eine Drehung im Vorder
arm erforderlich sei, sei die Leistung massiv eingeschränkt. Drehbewegungen seien kaum möglich und PC- sowie Schreibarbeiten seien
dolent
, weil dadurch der
Impingement
zwischen Radius und
Ulna
erzwungen werde. Der Beschwerdeführer habe daher Mühe, längere Zeit am PC oder auch von Hand zu schreiben. Eine zeitliche Belastb
arkeit in Stunden könne er jedoch
bei
m
besten
Willen nicht festlegen, da dies vom Ausmass der Schwellung der Weichteile abhängig sei respektive
von
der Irritation, in welcher sich der Beschwerdeführer befinde. Es sei
anzunehmen, dass
er
in seiner
jetzigen
Tätig
keit als Projektmanager oder einer ähnlichen Tä
tigkeit kaum in einem Pensum von
mehr als 50
%
arbeiten könne (
Urk.
8/46/3
-4
).
2.2
.3
Prof.
B._
führte in seinem Gutachten vom 1
9.
Dezember 2002 aus, dass
das Unfallereignis
vom 1
8.
April 1999
zweifellos die Ursache des sofort diagnostizierten Abrisses der
distalen Sehne des
Musculus
bic
eps
gewesen sei.
Zudem sei es
entweder
bei diesem Unfallgeschehen oder aber im Rahmen der operativen Versorgung des Sehnenabrisses
im
Spital Z._
vom 22.
April 1999
zu einer Verletzung des auf dieser Höhe durch die
Vorderarm
faszie
tretenden
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
gekommen. Drei Wochen nach der
Operation
im
Spital Z._
habe sich an der Stelle, an wel
cher die Sehne am Radius ansetze, eine im Röntgenbild sichtbare abnorme Ver
knöcherung entwickelt. Als Folge der beschriebenen Verletzung einerseits bzw. der daran anschliessenden Vernarbungsprozesse andererseits hätten sich drei Beschwerdekomplexe entwickelt. Im Vordergrund
stehe
das Schmerzsyndrom, das in der Ellenbeuge lokalisiert sei und zum Teil diffus nach distal in Richtung Hand ausstrahle. Es werde verstärkt durch Belastung, auch nicht besonder
s
schwerwiegende Belastungen, und beh
indere den Beschwerdeführer im prakti
schen Alltag.
Sodann
erzeuge der chronische Schmerz auch eine
entsprechende
Neigung zur Müdigkeit. Zusätzlich zum Schmerzsyndrom finde sich eine sehr deutliche Einschränkung für die Pro- und
Supination
(Einwärts- und
Aus
wärtswenden
) des Vorder
armes. Diese sei um insgesamt 75
Grad gegenüber der
normalen
nicht domin
anten
linken Seite reduziert. Dies behindere zum Beispiel gewisse Alltagshandlungen wie das Fü
hren des Löffels an den Mund oder
ähn
liches.
Schliesslic
h sei eine Gefühlsstör
ung an der lateralen (dau
menseitigen) Vorderarm
beugeseite vorhanden, wobei hier auch
brennende Schmerzen loka
lisiert
seien
. Im Gegensatz zu einem früheren Untersucher habe er im proxima
len Anteil, dort wo der Nerv aus der Narbenregion in der Ellenbeuge austrete, durch Beklopfen blitzartige Ausstrahlungen in die Peripherie (positives Hoff
mann-
Tinel
-Zeichen) auslösen können. Dies bedeute, dass hier das im Übrigen zu erwartende Neurom lokalisiert sei. Pr
of.
B._
kam zum Schluss, dass die Summe der genannten Störungen den Beschwerdeführer im Alltag und in seiner Berufstätigkeit im
Ausmass von 50
%
behindere,
dass dies ein endgülti
ger Zustand
sei und dass damit
eine Dauerinval
idität vorliege
(
Urk.
8/69/9-12
).
2.3
Dr.
D._
von der Klinik
E._
gab in seiner von der IV-Stelle in Auftrag gege
benen neurologischen Beurteilung
vom 3
0.
Dezember 2009 an
, dass es in den letzten Jahren nicht zu einer namhaften Veränderung
des Gesundheitszu
stands
des Beschwerdeführers
gekommen sei. Aus gutachterlicher Sicht seien die Einschränkungen für den Beruf des Entwicklungsingenieurs in ein
em Bereich von 50
%
aufgrund der erhobenen Befunde
plausibel erklärt. Da die Schilderungen des Beschwerdeführers mit den erhobenen objektiven klinischen Befunden kongruent seien, werde auf zusätzliche funktionelle Untersuchungen wie etwa eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit verzichtet. Dar
über hinaus stimme die aktuelle fachneurologische Einschätzung auch mit den vorangegangenen Beurteilungen überein. Bei im Vorfeld umfangreichen ortho
pädischen Mitbeurteilungen sei der Zuzug weiterer Fachrichtungen derzeit nicht notwendig (
Urk.
8/107/28-29).
2
.4
Die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
stellten
in ihrer Expertise vom 2
6.
März 2012
, die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens in Auftrag gegeben worden war,
folgende Diagnose
n
(
Urk.
8/103/32):
Traumatischer distal
er
Bizepssehnenausriss
am recht
en Arm am 1
8.
April 1999 mit/bei:
chronischem
, gemischt-neurop
athischem und mechanischem
Schmer
zsyndrom bei
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
Schädigung nach operativ behandeltem
Bize
pssehne
n
riss
recht
s
am 2
2.
April
1999 und
nachfolgender Entwicklung
einer
Myositi
s
ossificans
(ICD-10 G
56.9)
-
a
ktuell: leichte mechanische Res
t
beschwerden am rechten Arm, betont im Bereich
des Ellbogens
(ICD-10 M79.62), funktionell überlagert
Die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
erklärten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwe
r
deführers seit dem 1
4.
März 200
3
deutlich
verbessert habe
. In einer körperlich leichten Tätigkeit, zu der auch die vom Beschwerdeführer seit meh
reren Jahren ausgeübte Tätigkeit als Entwickler von Prozessen und Sicher
heitssystemen gehöre, sei
aktuell
lediglich noch eine zeitliche
Leistungsminde
rung
im Umfang von 20
%
zu postulieren
(
Urk.
8/103/36).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der
angefochtenen Verfügung vom 4.
März 2013 bzw. dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 1
5.
November 2013 in medizinischer Hinsicht auf
das interdisziplinäre
Gutachte
n
der
Gutachtenstelle F._
vom 2
6.
März 2012, das auf
am 2
1.
und
am
2
7.
Februar 2012
durch
geführten Untersuchungen beruht
(
Urk.
8/103, vgl. auch Stellungnahme der
Gutachtenstelle F._
vom 2
2.
Juli 2013,
Urk.
8/115).
3.2
Im
chirurgisch-orthopädischen Teil
des Gutachtens
legten die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
dar, dass in Bezug auf die beim Unfall vom 1
8.
April 1999
rupturierte
distale
Bizepssehne
klinisch und bildgebend nach der operativen
Refixation
wieder eine Kontinuität bestehe. Es könne heute gesamthaft von einer guten Funktio
nalität ausgegangen werden, was sich durch einen auf der dominanten rechten Seite im Vergleich zur unbeteil
igten linken Seite sogar leicht
grösseren
Muskel
umfang
am Ober- und Unterarm zeige, auch wenn die gezeigte Kraftentfaltung bei der fokussierten Untersuchung etwas ger
inger sei. Dieses Phänomen mani
festiere
sich auch beim Händedruck, der rechts deutlich schwächer ausfalle als links, was mit der rechts im Vergleich zu links kräftigeren
Vorderarmmuskula
tur
deutlich kontrastiere. Die aktive Pro- und
Supinatio
n
sei lediglich leicht eingeschränkt
(mindestens 80-0-70 Grad) –
sie habe sich damit gegenüber früheren Untersuchungen inzwischen
deutlich verbessert.
Dies obwohl die
ektope
Ossifikation im Bereich des Radiusköpfchens unverändert vorliege und als appositionelle Knochen
an
lagerung auch in der rezenten MR-Tomographie des Ellbogens nachweisbar sei. Wenn man davon ausgehe, dass die
ektope
Kno
chenanlagerung
durch ein chronisches
Impingement
zu Schmerzhaftigkeit und dadurch zur Einschränkung der
Umwendebewegungen
geführt ha
be, so lasse die jetzt deutlich
geringere Einschränkung der Pro-/
Supination
auf eine auch entsprechend geringer
e
Schmerzprovokation schliessen. Mit anderen Worten würden die
Umwendebewegungen
mechanisch weniger Schmerzen auslösen, was sich in
einer jetzt nahezu freien Pro-/
Supination
der rechten Hand nieder
schlage. In der orthopädischen Untersuchung sei dementsprechend auch im Spontanverhalten keinerlei Schonverhalten der rechten oberen Extremität fest
stellbar gewesen. Die Funktion
s
beeinträchtigung be
i den
Umwendebewegungen
im Ell
bogengelenk (welche über da
s Radiusköpfchen laufen würden)
sei damit jetzt deutlich geringer ausgeprägt als früher. Dadurch sei eine annähernd volle Pronation der Hand möglich, was auch eine praktisch physiologische Stellung der Hand
an der
PC-Tastatur und an der Maus ermögliche. Dies wäre bei einer Pronation von 50 Grad, wie sie noch bei der Begutacht
ung in der Klinik
E._
festgestellt
wor
den sei, nicht möglich gewesen (
Urk.
8/103/27).
Weiter führten die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
aus, dass andererseits bei den
Umwendebe
wegungen
doch
noch eine sch
m
erzhafte Krepitation im Bereich des Radiusköpfchens spürbar
sei
, was durch die
ektope
Verknöcherung an dieser Stelle erklärbar sei. A
us orthopädischer Sich sei
es grundsätzlich plausibel, dass nach der erlittenen Verletzung und der deswegen durchgeführten Operation gewisse mechanische Restbeschwerden am rechten Ellbogen, die am ehesten belastungsabhängig
auftreten würden
,
noch
persistieren würden.
Allerdings
scheine sich
dies
im Alltagsleben des Beschwerdeführers nur
geringgradig
aus
zuwirken, wofür mehrere Faktoren sprechen würden. Primär bestehe offenbar nur ein geringer
Ana
l
geti
k
abedarf
. T
rotz der Angabe des Beschwerdeführers, letztmals 24 oder gar 48 Stunden vor
den
körperlichen Untersuchungen eine Dosis
Novalgin
eingenommen zu haben,
habe er
in den betreffenden Untersu
chungen
anscheinend
nicht unter wesentlichen Beschwerden
gelitten
,
und es
habe
sich auf funktioneller Ebene spontan auch e
i
n nahezu unauffälliger Befund
gezeigt
.
Aus den entsprechenden
Abrechnungen der Krankenkasse
gehe
sodann
hervor, dass der Beschwerdeführer in den letzten drei Jahren weit weni
ger Medikam
ente bezogen habe, als er angegeben habe
. So sei
en
für das ver
gangene Jahr 2011 lediglich zwei Bezüge von je zwei Flaschen
Novalgin
Trop
fen à 10 ml und kein Bezug von
Novalgintabletten
dokumentiert.
In den Jahren 2009 und 2010 sei
überdies
nur je ein Medikamentenbezug abgerechnet worden (über die Unfallversicherung seien im Übrigen nach Angabe der zuständigen Sachbearbeiterin seit 2003 keine Leistungen mehr abgerechnet worden
)
.
Zudem seien i
n
der Untersuchung
auch
deutlich
e
Inkonsistenzen sichtbar gewesen, die darauf hinweisen würden, dass die gesundheitliche Problematik in der
Begut
achtungssituation
zumindest habe verdeutlicht werden sollen. Sowohl anam
nestisch wie auch im Rahmen der Beweglichkeitsprüfung habe der Beschwer
deführer über eine konstant verminderte Belastbarkeit des rechten Armes und Beschwerden, die bei forcierten Bewegungen und Belastungen auftreten wür
den, berichtet. Entsprechend sei er beim Auskleiden au
ch zuerst mit dem linken Arm aus
dem Ärmel von Jackett und Hemd geschlüpft, weshalb er den rechten Arm anschliessend etwas weniger habe bewegen müssen. Dies habe im Sinne einer gewissen Schonung interpretiert werden können. Beim späteren
Wieder
anziehen
habe sich dies aber relativiert, da der Beschwerdeführer wiederum zuerst den linken Arm in die erwähnten Kleidungsstücke geführt habe, was zwingend mit einem vermehrten Bewegungsausschlag des rechten Armes ein
hergegangen sei. Somit sei auf eine mit ganz einfachen Mitteln mögliche Scho
nung verzichtet worden, wie sie von einer Person mit relevanten
bewegungsab
hängigen
Beschwerden am rechten Arm mit Sicherheit spontan durchgeführt würde, zumal die Problematik schon seit derart vielen Jahren bestehe. Auch das Zurückziehen der rechten Hand beim Messen des Finger-Boden-Abstands sei am ehesten im Sinne einer Selbstlimitation zu sehen, nachdem zuvor bei der Untersuchung der Rumpfbewegungen mit Positionierung des orthopädischen Gutachters hinter dem Rücken des Beschwerdeführers und anfangs auch bei
der Inspektion von ventral
beide Hände
stets
auf gleicher Höhe gewesen seien. Erst beim Ansetzen des Messbandes sei die rechte Hand plö
tzlich ca. 20 cm zurück
gezuckt, was in erster Linie durch einen Schulterhochzug und Bewegungen im Rumpf geschehen sei, wodurch keine wesentliche Schonung des rechten Armes herbeigeführt werden könne. Im Weiteren habe sich der Beschwerdeführer bei der Einnahme der Bauchlage auf dem Untersuchungstisch auch vermehrt auf dem rechten Arm abgestützt, wohl
aufgrund seiner Rechtsdominanz. Auch dies entspreche aber
wiederum nicht einer potentiell zu erwartenden Schonung. Dass eine solche wohl auch im Alltag kaum praktiziert werde, lasse sich aus dem Umstan
d schliessen, dass der Umfang am
Ober- und Unterarm rechts leicht grösser sei als links, wohingegen nach einer langjährigen Schonung ein deutli
ches Defizit zu erwarten wäre. Nicht zuletzt wirke es auch erstaunlich, dass der Beschwerdeführer berichte, erst beim geplanten nächsten Wechsel seines Autos im Sommer 2012 e
rstmals in seinem Leben auf ein
Auto mit Automatikgetriebe umzustellen, nachdem schon seit über zehn Jahren der rechte Arm, der übli
cherweise für die manuelle Gangschaltung eingesetzt werde, nur noch
redu
-
ziert belastbar sei (das
s
finanzielle Gründe einen früheren Wechsel verhindert hätten, dürfe in Anbetracht der vom Beschwerdeführer bisher gefahrenen und der neu ins Auge gefassten Automarke nahezu ausgeschlossen werden
,
Urk.
8/103/
27-
28).
Sodann erklärten d
ie Ärzte der
Gutachtenstelle F._
, dass
auf orthopädischem Gebiet vonsei
ten
der
muskuloskelettalen
Strukturen
jetzt
insgesamt
eine gute Funktion des rechten Armes mit einer wesentlichen Verbesserung des
Bewegungsumfan
ges
gegenüber früher
bestehe
. Dies spreche
bei weiterhin
unverändert nach
weisbarer
ektoper
Verknöcherung
des rechten Ellbogens für eine inzwischen
deutlich geringere Schmerzhaftigkeit bei den früher deutlich stärker beein
trächtigten
Umwendebewegungen
der rechten Hand
. Aus rein orthopädischer Sicht seien jetzt lediglich qualitative Einschränkungen der körperlichen Leis
tungsfähigkeit zu begründen. Der Beschwerdeführer sollte bei
der beruflichen Tätigkeit keine Gewichte von mehr als 10 kg heben müssen und
repetitive
Umwendebewegungen
des
Vorderarmes (Pro-/
Supi
nation
) vermeiden
(
Urk.
8/103/31-32
und
Urk.
8/103/35
).
Diese Darlegungen erscheinen ohne
Weiteres
nachvollziehbar.
3.3
Im neurologischen Teil
des Gutachten
s
gaben
die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
an, dass ihre
Untersuchung keine massgeblich von de
n Vorbegutachtungen
abweichende
Untersuchungsbefunde ergebe
n habe
. Nebst einschiessenden Schmerzen, welche sich bei tiefer Palpation und Beklopfen des Narbenstranges im
Ausbreitungsge
biet
des
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
auslösen lassen würden, bestün
den
eine als schmerzhaft angegebene Pronation und ein leichtes
Supinations
defizit
im rechten Ellbogen, ferne
r
eine Hypästhesie im Innervationsgebiet des
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
rechts. Daneben lasse sich eine nicht ganz so deutliche Beteiligung im Hautareal des
Nervus
cutaneus
antebrachii
medialis
annehmen, jedoch nur
partiell und in den Angaben zur
Ausdehnung nicht ganz konsistent
. Die gezeigte Kraf
t
min
derung der rechten Hand
weise wied
erum auf selbstlimitierendes Verhalten hin. Sie könnte allenfalls noch als
schmerzreflek
torisch
gedeutet werden. Dies lasse sich aber nich
t durch muskuläre Atrophien
oder eine
Minderbeschwielung
erhärten. Neurogene Paresen würden eindeutig nicht vorliegen. Eine neuropathis
che Schmerzkomponente - wie
diese
schon von den Vorgutachtern postuliert
worden sei -
sei aufgrund der klinisch-ne
u
rologischen Befunde plausibel. D
ie Erheblichkeit des neuropathischen Schmerzsyndroms
müsse
aufgrund der verschiedenen Inkonsistenzen zwischen
den
Angaben
des Beschwerdeführers
und
den
Befunden
indes relativiert wer
den
. In diesem Kontext seien auch der unregelmässige und mutmasslich bescheidene
Analgetikabedarf
, das Fehlen von Hinweisen auf eine vermehrte Schonung der
rechten
oberen Extremität, das Fehlen wesentlicher
Ruheschmer
zen
im Liegen (bei den angegebenen Schlafpausen tagsüber) sowie das Fehlen von Nachtschmerzen zu nennen. Dies alles spreche gegen eine erhebliche neu
ropathische Schmerzproblematik.
Was d
ie vom Beschwerdeführer subjektiv geltend gemachte zunehmend starke Ermüdung bei anhaltenden Schmerzen
betreffe,
habe sich diese
während der neu
rologischen Untersuchung, die nach einer mehrstündigen psychiatrischen
Exploration
und nach nur einer kurzen
Mittagspause
statt
gefunden habe, absolut nicht wi
dergespiegelt
und lasse sich durch die neurologischen Befunde,
welche nicht massgeblich von den früheren Befunden abweichen würden, auch nicht plausibel erklären (
Urk.
8/103/29).
A
ufgrund
der chronischen neuropathischen Schmerzkomponente
sei daher
eine zeitliche Leistungsminderung
von 20
%
zu postulieren
, gemessen an einem
vollen zeitlich
en Tagespensum an fünf Tagen pro
Woche (
Urk.
8/103/36
)
.
A
uch diese
Ausführungen
sind einleuchtend.
3.
4
Im psychiatris
chen Teil des Gutachtens legten
die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
in nachvoll
ziehbarer Weise
dar
, dass sich in der Untersuchung gegenwärtig keine
Hinweise auf eine eigenständige
krankheitswertige psychische Störung ergeben hätten. Der ausgesproch
en höfliche Beschwerdeführer habe
im Gespräch sehr zugänglich und differenziert gew
irkt. Er sei in
seinem Ausdrucks- und
Interak
tionsverhalten
lebhaft, äussert eloquent, alert und sehr selbstbewusst (zum
Teil etwas selbstüberheblich) und
affektiv gut moduliert. Die Beschwerdeschilderung sei initial deutlich dramatisch gefärbt gewesen, im weiteren Verlauf der Unter
suchung aber dann sachlich und differenziert. Der Beschwerdeführer habe während der dreistündigen Exploration e
ntspannt und ruhig gewirkt
,
und es hätten weder ein Schmerzverhalten noch ein Nachlassen von Aufmerksamkeit und Konzentration beobachtet werden können. Letztere habe sich durchwegs auf hohem Niveau b
ewegt (
Urk.
8/103/30).
3.
5
Im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung kamen die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
daher
zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwe
rdefüh
rers seit dem 1
4.
März 200
3
deutlich
verbessert habe.
In einer körperlich leich
ten Tätigkeit, zu der auch die vom Beschwerdeführer seit mehreren Jahren aus
geübte Tätigkeit als Entwickler von Prozessen und Sicherheitssystemen gehöre, sei
aktuell
lediglich noch eine zeitliche Leistungsminderung im Umfang von 20
%
zu postulieren
(
Urk.
8/103/36).
Diese Beurteilung der Ärzte der
Gutachtenstelle F._
, die sie in Kenntnis und Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
abgaben,
erscheint angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu ohne
Weiteres
nachvollziehbar.
3.
6
In der Stellungnahme
vom
2
2.
Juli 2013
ergänzten die Ärzte der
Gutachtenstelle F._
, dass sie zwar weiterhin ein chronisches Schmerzsyndrom diagnostiziert hätten. D
abei handle es sich jedoch
um ein gemischt neuropathisches und mechani
sches Schmerzsyndrom bei
Nervus
cutaneus
antebrachii
lateralis
Schädigung
und Entwicklung einer Myositis
ossificans
– und ein solches Schmerzsyndrom könne sich im Längsverlauf durchaus bessern.
Aus der Diagnose allein
lasse sich noch kein Rückschluss auf die Schwere der Störung r
espektive des Scha
dens ziehen. Es bedürfe vielmehr
einer Bewertung
der mit der Diagnose einher
gehenden funktionellen Beeinträchti
gungen. A
uf
eigene
Laboruntersuchungen
hätten sie
verzichtet, weil diese keinerlei Mehrwert für die zu beurteilenden Fragen ergeben hätten. Entscheidend für die Beurteilung im Bereich der rechten Elle
n
beuge und des rechten Ellbogens seien die klinischen Untersuchungsbe
funde. Auch ein neuerliches bildgebendes Verfahren hätte, nachdem am
1
2.
Mai 2011 in der
Spital A._
eine MR-Tomographie des rechten Ellbo
gens durchgeführt worden sei, keinen Mehrwert fü
r die Beurteilung ergeben, da
die Beschwerden des Beschwerdeführers im Bereich Ellbogen und Unterarm nach dessen eigenen Angaben gegenüber früheren Jahren unverändert geblie
ben seien. Auf die Bildgebung der
Spital
A._
hätten sie in ihrem
Gut
achten
im Übrigen
auch Bezug genommen.
Zu den technischen Unter
suchun
gen sei zudem
noch anzumerken, dass die elektrophysiologischen Abklärungen der Klinik
E._
im Rahmen der
neurologischen Begutachtung vom
Dezember 2009 unauffällig gewesen seien.
Dass die Untersuchung b
eim orthopädis
chen Gutachter gerade einmal 60
Minuten gedauert
und dieser nur kurz den Arm des Beschwerdeführers bewegt habe, sei eine Unterstellung, die jeglicher Grundlage entbehre und auch durch den von ihnen dokumentierten orthopädischen Befund widerlegt werde.
Im Weiteren seien sie auch nicht der Auffassung, dass das Ende 2009 erstellte Gutachten der Klinik
E._
falsch sei. Sie hätten viel
mehr dargelegt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seither objektiv und wesentlich verbessert habe. Daran ändere auch die Prognose von Prof.
B._
aus dem Ja
hr 2002, dass
der gesundheitliche Zustand beim Beschwerdeführer endgültig sei, nichts. Denn diese auf dem damaligen Kennt
nisstand
der Beurteilung
beruhende Prognose sei durch die aktuellen Befunde inzwischen widerlegt worden.
Dies sei im Wesentlichen auch damit zu begrün
den, dass die chronische mechanische Irritation der Weichteile durch die
ektope
Ossifikation im Bereich des Radiusköpfchens (chronisches
Impingement
) gegen
über damals offensichtlich deutlich zurückgegangen sei (
Urk.
8/115
/2-4).
Auch diese Ausführungen sind überzeugend.
Eine tatsächliche Veränderung in den gesun
dheitlichen Verhältnissen kann auch
darin liegen, dass sich ein Lei
den in seiner Intensität und damit in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit verändert hat, oder in einer verbesserten Leidensanpassung der versi
cherten Person (BGE 141 V 9 E.
6.3.2
mit Hinweisen
).
3.7
Es ist somit festzuhalten, dass auf die Eins
chätzung der Ärzte der
Gutachtenstelle F._
zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
abgestellt werden kann.
Vom
Beizug
weiterer medizinischer Akten – wie
namentlich des vom Beschwer
deführer erwähnten
Berichts von
Dr.
med.
G._
, FMH Allgemeinmedi
zin (vgl.
Urk.
1 S. 7) –
sind keine
entscheidrelevanten
neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann
.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die einge
schränkte Leistungsfähigkeit des
Beschwerde
führers in
erwerbliche
r Hinsicht auswirkt (vgl. E. 1.2
)
.
4.2
Bei der
Bestimmung des
Valideneinkommens
ist vom Lohn auszugehen, den de
r Beschwerdeführer als Projektmanager im Bereich
Entwicklung von
Soft
ware/Hard
ware
bei
Firma Y._
vor dem Unfall vom 1
8.
April 1999 zuletzt
erzielte
.
Gemäss
Auskunft seiner ehemaligen
Arbeitgeberin belief
sich der damalige
Monatsl
ohn
auf
brutto
Fr.
7‘664.-- für ein 80%-Pensum (
Urk.
8/40),
was aufgerechnet auf ein 100%-Pensum einen hypothetischen Monatslohn von brutto
Fr.
9‘580.--
ergibt.
Entgegen den Darle
gunge
n des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 8
) sind vorliegend keine
konkrete
n
Anhaltspunkte
für einen hypothetischen Berufsaufstieg im Gesundheitsfall ersichtlich. Im Rahmen der persönlichen Besprechung bei der
Beschwerdegeg
nerin
vom 3
0.
Mai 2001
hatte der Beschwerdeführer
selbst
ausdrücklich ver
neint
, dass er durch den Unfall einer Beförderung entgangen sei (
Urk.
8/36).
Seit dem Zeitpunkt der Begutachtung
in der
Gutachtenstelle F._
im
Februar 2012
sind dem Beschwerdeführer leichte körperliche Arbeiten, zu denen auch seine seit länge
rem ausgeübte Tätigkeit
im Bereich
Entwicklung von Hardware
/Software
gehört
(vgl. Lebenslauf,
Urk.
8/103/45-46)
, mit einer Leistungsminderung von 20
%
möglich. Aus den Akten geht
sodann
hervor, dass der Beschwerdeführer nach
dem Unfallereignis vom 1
8.
April 1999
etwa
in seiner Tätigkeit bei der
Firma H._
von September 2001 bis Dezember 2004
(vgl.
Urk.
8/103/47)
bei einem 50%-Pensum
einen Lohn von
brutto
Fr.
4‘857.70
pro Monat
erzielte
(vgl.
Urk.
8/56 und
Urk.
8/57
),
das
heisst
aufgerechnet auf ein hypothetisches 100%-Pensum
einen Lohn von
Fr.
9‘
715.4
0.
Damit verdiente er
unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung
(
vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, Konsumentenpreise und Reallöhne, 1976 – 2013, T39
)
prak
tisch
gleich viel wie vor dem Unfall
bei
der
Firma Y._
.
Unter diesen Umstä
nden erscheint es vorliegend
sachgerecht, einen sogenannten
Prozentvergleich
vorzunehmen.
Das ohne Invalidität erziel
bare hypothetische Erwerbseinkommen ist dabei mit 100 % zu bewerten, wäh
rend das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz zu veranschlagen ist, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad
ergibt (BGE 114 V 313 E. 3a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006 E. 4.2 und I 375/05 vom 2. Dezember 2005 E. 3.2).
Es ist somit zunächst von einer 20%igen Einschränkung des Beschwerdeführers aus
zugehen.
Die Beschwerdegegnerin nahm
im Rahmen ihrer Berechnung des Invalideneinkommens
zudem
einen sogenannten Leidensabzug von 5
%
vor
(
vgl.
zum Ganzen BGE 126 V 75), um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass
eine
Teilzeitarbeit bei Männer
n
statistisch gesehen we
niger gut
entlöhnt
wird als
eine
Vollzeittätigkeit
(
vgl.
Urk.
2 S. 10-11;
Urteil
des Bundesgerichts 8C_93/2013 vom 1
6.
April 2013 E. 5.4)
- was
nicht zu beanstanden
ist.
Damit resultiert
vorliegend
schliesslich
eine dem Invaliditätsgrad entsprechende
Lohn
einbusse
von 24
%
(100
%
- [80
%
x 0,95]).
4.3
Die Beschwerde ist deshalb in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass
die
Invali
denrente
des Beschwerdeführers
ab dem
1.
Mai 2013 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 24
%
festzusetzen ist.
De
r
Antrag
des Beschwerdeführers
, es sei eine mündliche Verhandlung durchzu
führen,
ist im Übrigen abzuweisen. Denn in
der Beschwerdeschrift
begründete er dies
en
damit,
dass der Orthopäde der
Gutachtenstelle F._
und er
selbst
vom Gericht
zu befragen seien (
Urk.
1 S. 6).
Damit ist der
Beschwerde
begründung
aber
nicht zu entnehmen, dass mit dem betref
fenden Rechtsbegehren die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK geschützte Kontrolle und Transpa
renz der Rechtsfindung durch Anwesenheit von Publikum und Presse an einer G
erichtsverhandlung bezweckt wurde
. Ein klarer und unmissverständlicher Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlu
ng im Sinne der EMRK liegt
somit
nicht vor
,
und eine
weitere Beweisabnahme drängt
sich
– wie bereits unter E.
3.7
erwähnt
– nicht auf
(vgl. BGE 122 V 55 E. 3a)
.
5
.
Angesichts
des geringfügigen Obsiegens, das
allerdings nicht auf den Vorbrin
gen des Beschwerdeführers
beruht
,
ist die Beschwerdegegnerin zu verpf
lich
ten, dem Beschwerde
führer
eine
reduzierte
Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
unter
Berücksichti
-
gung
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Me
hrwertsteuer) fest
zusetzen ist (vgl. BGE 117 V 407 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts I 445/04 vom 2
4.
Februar 2005).