Decision ID: ebe8fbca-2e3d-48e8-a0ad-c7919c1ed0f9
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970, meldete sich
am
1.
Mai 1998
(Urk.
7/3
)
unter Hinweis auf Beschwerden im Zusammenhang mit einer (OSG
)Bandplastik (
Ziff.
6.2) erstmals
bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an.
Nach
Erlass des Vorbescheids
(Urk.
7/19/4-5
)
verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 2
1.
Januar 1999 (
Urk.
7/19/1-3) einen Anspruch der Versicherten auf berufliche Massnahmen.
1.2
Am
2.
Mai 2005 (
Urk.
7/22) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Kopf
schmerzen, Nackenschmerzen, Schwindel und Lichtempfindlichkeit (
Ziff.
7.2) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an.
In der Folge liess die IV-Stelle die Versicherte beruflich abklären (
Urk.
7/58,
Urk.
7/66) und sprach ihr mit Mitteilung vom 1
2.
April 2007 (
Urk.
7/67) ein Arbeitstraining zu.
Mit Mitteilung vom 3
0.
August 2007 (
Urk.
7/76) sprach die IV-Stelle der Versicherten berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung zur Sozialbegleiterin zu, welche die Ver
sicherte am
3.
Dezember 2013 mit dem Erwerb des
eidgenössischen
Fachausweises als Sozialbegleiterin abschloss (
Urk.
7/207/7,
Urk.
7/147). Die IV-Stelle liess die Versicherte
bidisziplinär
(rheumatologisch und psychiatrisch) begutachten (Gutachten vom 2
9.
Juni 2010;
Urk.
7/143/26-68) und sprach
ihr
nach Erlass des Vorbescheids (
Urk.
7/155) mit Verfügung vom
1
3.
Januar 2011 (Urk.
7/168 und
Urk.
7/162) bei einem Invaliditätsgrad von 55
%
mit Wirkung
ab
1.
Oktober 2010 ein
e
halbe Rente zu.
1.3
Nach Eingang des von der
Versicherten
am
1
5.
Mai 2014 ausgefüllten Revisions
fragebogens (
Urk.
7/180/1-3) liess die IV-Stelle die Versicherte polydisziplinär (internistisch, psychiatrisch, rheumatologisch und neurologisch) begutachten (Gutachten vom 3
0.
April 2015;
Urk.
7/193/1-76). Mit Verfügung vom
7.
März 2017 (
Urk.
7/204)
hob die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/202)
die der Versicherten bisher ausgerichtet
e
halbe Rente gestützt auf die
Schlussbestimmungen der Änderung des
Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung (IVG)
vom
1
8.
März 2011 (
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket;
SchlB
IVG
) auf den 3
0.
April 2017 auf. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.4
Mit Mitteilung vom 2
4.
April 2017 (
Urk.
7/209) sprach die IV-Stelle der Versicher
ten Massnahmen zur Wiedereingliederung gemäss den
SchlB
IVG zu. Mit Verfü
gung gleichen Datums (
Urk.
7/210) sprach die IV-Stelle der Versicherten eine Weiterausrichtung der bisher ausgerichteten halben Rente während
der Dauer der Massnahmen zu
r
Wiedereingliederung
mit Wirkung
ab
1.
Mai 2017 zu. Nach Erlass
des Vorbescheids (
Urk.
7/229) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
Septem
ber 2018 (
Urk.
7/234) den Abbruch der Massnahmen zur Wiedereingliederung per 3
1.
Juli 2018 fest und stellte die Weiterausrichtung der halben Rente au
f
diesen Zeitpunkt hin ein.
Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.5
Am
2.
August 2018 (
Urk.
7/231) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine psychische Erkrankung (
Ziff.
6.1) erneut bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/236, Urk. 7/249) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2019 (
Urk.
7/252 =
Urk.
2) auf
die
Neuanmeldung
zum Leistungsbezug der
Versicherten
nicht ein.
2.
Gegen die Verfügung vom
1
5.
Januar 2019
(Urk. 2) erhob
die
Versicherte am
1
5.
Februar 201
8 (richtig: 2019)
Beschwerde
(Urk. 1)
und beantragte,
diese
sei auf
zuheben, und es sei die IV-Stelle anzuweisen, auf die Neuanmeldung vom
2.
August 2018 einzutreten, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen,
und
die erforderlichen Auskünfte sowie einen Arztbericht bei der
O._
einzuholen
(
S. 2
).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
7.
März 2019
(Urk.
6
) beantragte die IV
-
Stelle
die Abwei
sung der Besc
hwerde, wovon die Beschwerdeführerin am 3
0.
April 2019 (
Urk.
8) in Kenntnis gesetzt wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindes
tens
40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Wurde eine Rente
wegen eine
s zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.3
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Ein
tretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwal
tung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV hat das Bundes
gericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenände
rung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).
1.5
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige
rung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen mu
ss (BGE 109 V 108 E. 2a, 262 E.
3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwür
dig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungs
begehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allsei
tig zu prüfen (BGE 117 V 198 E.
3a und E
. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E.
5.2, 7
1 E.
2.2 mit Hinweisen).
1.6
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3
; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2
).
1.7
D
ie zeitliche Vergleichsbasis für die Fra
ge, ob eine rentenrelevante Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, stellt der Zeit
punkt der letzten umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs dar. Der Vergleichszeitraum erstreckt sich grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs durch die Ver
waltung und endet mit dem Erlass der Verfügung betreffend die Neuanmeldung. Für die beschwerdeweise Überprüfung einer
Nicht
eintretensverfügung
ist somit der Sachverhalt, wie er sich der Verwaltung bot, beziehungsweise die Aktenlage bei Erlass dieser Verfügung massgeblich (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteile des Bun
desgerichts 8C_244/2016 vom 21. Juni 2016 E. 2.1 und 9C_683/2013 vom 2. April 2014 E. 3.3; Ulrich Meyer
, Recht
sprechu
ng des Bundesgerichts zum IVG, 3.
Aufl.
, Zürich 2014
,
Art. 30-31 IVG N 122
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging in der
angefochtenen Verfügung
vom
1
5.
Januar 2019
(Urk. 2) davon
aus, dass
die
Beschwerdeführer
in
eine im Hinblick auf ei
nen Rentenanspruch mass
gebliche Verän
de
rung des Sachverhalts nicht rechts
ge
nü
gend glaubhaft ge
macht habe, wes
halb auf die Neuanmeldung nicht ein
zutreten sei.
In Bezug auf den im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten Bericht der Ärzte der
Y._
gelte es sodann zu beachten, dass
sich diesem in diagnostischer Hinsicht
keine nachvol
lziehbare Herleitung der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung und einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung ent
nehmen liesse. Sodann hätte die Persönlichkeitsstörung mindestens seit dem frühen Erwachsenenalter bestehen müssen, was indes gemäss den Gutachten von
Dr.
Z._
aus dem Jahre 2010 und demjenigen der Ärzte der
A._
aus dem Jahre 2015 jedoch nicht der Fall gewesen sei (S. 2).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in brachte
hiegegen
vor, dass
gestützt auf den von ihr einge
reichten Bericht der Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018 erstellt sei, dass sie neu zusätzlich unter einer rezidivierenden depressiven Störung und unter einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung leide, und dass sie damit eine erheb
liche Veränderung ihres psychischen Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht habe (
Urk.
1 S. 6).
2.3
Prozessthema bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Neu
anmeldung
vom
2.
August 2018 (
Urk.
7/231)
nicht eingetreten ist bezie
hungs
weise
die Frage, ob
die
Beschwerdeführer
in
eine anspruchsbeeinflussende Tatsachen
änderung
im Sinne
eine
r
erhebliche
n,
für den Renten
an
spruch massgebliche
n
Ver
schlech
terung
ihres
Gesundheitszu
standes
im massge
ben
den
Vergleichsz
eit
raum
seit
dem Zeitpunkt des
Erlass
es
der
ursprünglichen,
rentenverneinenden Verfü
gung
vom
7.
März 2017 (
Urk.
7/204)
bis zum
Zeitpunkt des
Erlass
es
der an
ge
fochtenen Verfügung vom
1
5.
Januar 2019
(Urk. 2)
glaubhaft ge
macht hat.
3.
3.1
Bei
Erlass der ursprünglichen
rentenverneinenden Verfügung vom
7.
März 2017 (Urk.
7/204)
stützte sich die Beschwerdegegnerin
gemäss
ihrem
Feststellungsblatt (
Urk.
7/200/6-9) zur Hauptsache
auf das Gutachten der Ärzte
der
A._
Begutach
tung, vom
3
0.
April 2015 (
Urk.
7/193/1-76), auf die Stellungnahme von
Dr.
med.
B._
ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/200/6-7) sowie auf den Bericht von
Dr.
med.
C._
vom 2
4.
September 2016 (
Urk.
7/197)
3.2
Die Ärzte der
A._
erwähnten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 3
0.
April 2015 (
Urk.
7/193/1-76), dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom
9.
bis 1
1.
Dezember 2014 internistisch, psychiatrisch, rheumatologisch und neurologisch untersucht worden sei (S. 3)
,
und stellten die folgenden Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 36):
-
c
hronischer Mischkopfschmerz mit Komponenten eines
chronischen Spannungskopfschmerzes
mit/bei:
-
Migräne ohne Aura (ICD-10: G43)
-
Analgetika-induzierte Kopfschmerzanteile nicht auszuschliessen (ICD-10: G44.1
Daneben stellten sie noch die folgenden Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Neurasthenie
-
chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom:
-
aktuell ohne Anhaltspunkte für eine radikuläre Reiz- oder sensomoto
rische Ausfallsymptomatik
-
muskuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits (vorwiegend Trapezius)
-
Status nach Distorsionen der Halswirbelsäule (HWS) am
2.
November 2002 und am
7.
Juli 2003
-
subakutes
Lumbovertebralsyndrom
seit Mitte November 2014 (Differen
zialdiagnose: unspezifische Kreuzschmerzen,
diskogene
Schmerzen):
-
aktuell ohne Anhaltspunkte für eine radikuläre Reiz- oder sensomoto
rische Ausfallsymptomatik
-
Hypermobilität
-
Status nach Bandplastik im Bereich des Oberen Sprunggelenks (OSG) rechts im Jahre 1997
, seit l
angem beschwerdefrei
-
Status nach zwei Autounfällen am
2.
November 2002 und am
7.
Juli 2003 mit:
-
Status nach jeweils erlittenem HWS-Distorsionstraum
a
-
Cannabis-Abusus, aktuell Nachweis von Cannabis im Serum
In psychiatrischer Hinsicht stellten die Gutachter fest, dass die Beschwerdeführe
rin in der Kindheit und Jugend psychisch gesund gewesen sei und keine psychi
schen Auffälligkeiten gezeigt habe, und dass die gegenwärtigen Beschwerden vor allem auf fluktuierend vorhandene Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentra
tionsstörungen, wobei letztere nicht objektiviert hätten werden können, zurück
zuführen seien (S. 28). Hinweise für eine affektive Störung im Sinne einer depressiven Episode seien nicht zu erkennen.
Psychopathologisch
hätten
keine darauf hinweisenden Pathologien festgestellt werden
können. Die Beschwerde
führerin sei vielmehr
sehr lebendig und selbstsicher auf
getreten
. Die von ihr beschriebenen Stimmungsschwankungen
seien
schon lange vorhanden und
stell
ten an sich noch keine depressive Episode dar.
Offensichtlich
hätten diese Beschwerden
auch keinen Einfluss auf die jahrelang vorhandene Arbeitsfähigkeit geh
abt (S. 29). Sodann pflege die Beschwerdeführerin
soziale Kontakte und
kümmere sich
um ihr eigenes Pferd,
welchem
sie mehr
mals pro Woche Zeit widme. Obwohl eine
Selbstbeurteilung
durch die Beschwerdeführerin auf
eine
mittelgradige
depressive Symptomatik
hingedeutet habe
,
könne ausschliesslich gestützt darauf keine
Diagnose gestellt werden.
Den
n
d
abei könnte es sich allen
falls
auch
um
Hinweise auf eine geringe Symptomausweitung
handeln.
Eine depressive Symptomatik
könne
weder klinisch noch anamnestisch mit der Selbst
beurteilung in Einklang gebracht werden
(S. 30)
.
Da die Beschwerdeführerin
nicht an e
iner Beziehungsstörung leide, könne auch keine
Per
sönlichkeitsstörung diagnostiziert werden
.
Zudem
müssten
hierzu
seit der Jugend charakteristische und dauerhafte Verhaltensmuster
erstellt
sein, die deutlich von kulturell erwarteten und akzentuierten Vorgaben
abw
ichen, was auf die Beschwerdeführerin nicht zutreffe. Da reine
Stimmungsschwankungen
noch keine
Borderline
-Persönlichkeitsstörung aus
machten, könne auch der von
Dr.
C._
gestellte
n
Diagnose einer
Borderline
-Störung
nicht gefolgt werden. Ein
durchgeführtes Persönlichkeits-Screening
habe
ebenfalls keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung oder auch nur -akzentuierung
ergeben
(S. 30)
.
Die geklag
ten Beschwerden im Sinne einer
vermehrte
n
Müdigkeit, Konzentrations
schwie
rigkeiten, körperliche
Schwäche und Erschöpfung
,
Spannungskopf
schmerzen,
eine
gewisse Freudlosigkeit und unterschiedliche leichte Grade von Depression
und Stimmungsschwankungen stellten Symptome einer Neurasthenie dar
. Es sei auch
keine Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu stellen, da Hinweise auf einen vorbestehenden emotionalen Konflikt oder auf hinreichend schwerwiegende psychosoziale Probleme fehlten
(S. 31). In
psychi
scher Hinsicht
sei vielmehr
ausschliesslich
eine
Neurasthenie
zu diagnostizieren (S. 30)
.
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführerin die Ausübung einer angepassten Tätigkeit, wie beispielsweise einer Bürotätigkeit ohne stressaus
lösende äussere Einflüsse, im vollzeitlichen Umfang zuzumuten (S. 32).
Aus somatischen Gründen werde die Beschwerdeführerin auf Grund der chro
nischen Kopfschmerzsymptomatik im Umfang von 20
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.
Gesamthaft sei der
Beschwerdeführerin die Ausübung behinde
rungsangepasster, körperlich leichter bis mittelschwerer
Tätigkeiten
, unter Einschluss der gegenwärtig ausgeübten Tätigkeit
als Betreuerin in einer Jugend
wohneinrichtung
, im Umfang eines Arbeitspensums von 80
%
zuzumuten (S. 40).
3.3
RAD-Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Anästhesiologie, erwähnte in seiner Stellungnahme vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/200/6-7), dass auf das Gutachten der
Ärzte der
A._
vom 3
0.
April 2015
abgestellt werden könne, und dass gestützt darauf davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin auf Grund der chronischen Kopfschmerzen in Bezug auf die bisherige
Tätigkeit
und
auf ange
passte Tätigkeiten im Umfang
von 20
%
in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei (S. 1).
3.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, erwähnte in seinem Bericht
vom 2
4.
September 2016 (
Urk.
7/197)
, dass er die Beschwerdeführer
in
seit dem Jahre 2003 behandle (
Ziff.
1.2)
,
und stellte die folgende Diagnose (
Ziff.
1.1):
-
depressive Entwicklung bei Status nach Erschöpfungs-Depression
Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin müde wirke, verunsichert sei und
über
Schlafstörungen klage (
Ziff.
1.4), und dass sie durch eine rasche Ermüdbarkeit und einen Konzentrationsabfall in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde (
Ziff.
1.7). Bis auf weiteres bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Ziff.
1.6).
4.
4.1
Während die Beschwerdeführerin mit
der Neuanmeldung vom
2.
August 2018 (
Urk.
7/231) keine Unterlagen eingereicht hatte, reichte sie mit ihrem Einwand vom 2
1.
November 2018 (
Urk.
7/249) auf den Vorbescheid vom
1
9.
September 2018 (
Urk.
7/236) neben verschiedenen
,
sich bereits bei den Akten
der Beschwerdegeg
nerin
befindenden Unterlagen (
Urk.
7/240-245,
Urk.
7/247-248)
,
einen sich bisher nicht bei den Akten befindenden Bericht der Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018
(
Urk.
7/246) ein. Zu prüfen ist im Folgenden daher, ob die Beschwerdeführe
rin
mit dem
rechtzeitig in das Verfahren eingebracht
en Bericht der Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018
eine erhebliche, für den Rentenanspruch massgebliche Veränderung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht hat.
4.2
In ihrem Bericht vom 1
4.
November 2018 (
Urk.
7/246) erwähnten die Ärzte der
Y._
, dass die Beschwerdeführerin seit dem 3
1.
März 2017 in ihrer ambulanten Behandlung stehe
,
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1)
-
emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ
(ICD-10 F60.31)
Sie führten aus, dass es sich bei der emotional-instabilen Persönlichkeitss
törung
um
eine lebensbeglei
tende Störung
handle
, welche sich meist
i
n der Jugend
bezie
hungsweise i
m
frühen Erwachse
nena
lter manifestiere, und dass auf Grund der Akten und der
Aussage
n
der Beschwerdeführerin davon auszugehen sei, dass die
Borderline
-Probl
ematik
sei
dem Jugendalter
bestehe
.
Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei seit Beginn der Behandlung (vom
3
1.
März 2017
) einge
schränkt (S. 1).
Da es sich bei
der emotional-instabilen Persönl
ichkeitss
t
örung um eine l
ebensbegleitende Störung handle
,
sei davon auszugehen, dass
die Arbeits
fähigkeit
dauerhaft eingeschränkt
sei (S. 2).
4.3
RAD-Ärztin med.
pract
.
D._
, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, erwähnte in ihrer Stellungnahme vom 2
0.
Dezember 2018 (
Urk.
7/251/2-3), dass die Ärzte der
Y._
in ihrem Bericht vom 1
4.
November 2018
diagnostisch zu einer neuen Einschätzung
gekommen seien, wobei sich diesem Bericht weder eine diagnostische Einschätzung der gestellten Diagnosen einer
emotional-instabile
n
Persönlichkeitsstörung
und
eine
r
rezidivierende
n
depressive
n Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode
, noch er
hobene psychopathologische Befunde
entnehmen liessen.
Da Persönlichkeits
stö
rungen
mindestens seit dem frühen Erwachsenenalter
ausgewiesen sein müssten
,
hätte eine solche daher schon anlässlich der bisherigen Begutachtungen
bestehen müssen
.
Dr.
Z._
habe in seinem
Gutachten
aus dem Jahre 2010 jedoch
keine
Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und
lediglich eine remittierte
rezidivierende depressive Störung
, ohne
Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
, festgestellt
.
Auch
dem
Gutachten der
Ärzte der
A._
aus dem Jahre
2015
seien
keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung
zu entnehmen
.
Die Ärzte der
A._
hätten zudem ein
Persönlichkeitsscreening durchgeführt, welches keine Hinweise auf eine Persön
lichkeitsstörung
ergeben habe. Die Gutachter hätten in ihrem Gutachten
sodann
dar
gelegt
, warum
sie
weder
eine Persönlichkeitsstörung
noch eine rezidivierende depressive Störung
diagnostizier
t
en. Der
Bericht der
Ärzte der
Y._
sei
daher
nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung der
Ärzte der
A._
in Frage zu stellen
(S. 2).
5.
5.1
In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substanzielle Anhaltspunkte für eine allfällige neue Prüfung des Leistungsanspruchs darzulegen (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Wenn die der Neuanmeldung beigelegten ärztlichen Berichte so wenig substanziiert sind, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, ist die IV-Stelle
indes
unter Um
stän
den zur Nachforderung weiterer Angaben gehalten. Dies ist nur, aber immer
hin dann der Fall, wenn den - für sich allein genommen nicht Glaub
haftigkeit begründenden - Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden
können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare rechts
erheb
liche Änderung vorliegt (
Urteile des Bundesgerichts 8C_244/2016 vom 21. Juni 2016 E. 2.3;
9C_286/2009
vom 2
8.
Mai 2009 E.
2.2.3
und 8C_759/2015 vom
2
5.
Februar 2016 E. 2.2).
5.2
Es ist davon auszugehen, dass die Ärzte der
Y._
zum Zeitpunkt, als sie ihren Bericht vom 1
4.
November 2018 (vorstehend E.
4.2
) verfassten, keine Kenntnis des Gutachtens der
Ärzte der
A._
vom 3
0.
April 2015 (vorstehend E.
3.2
)
hatten.
Insoweit die Ärzte der
Y._
in ihrem Berich
t
davon ausgingen, dass
den Akten entnommen werden könne, dass
eine
Borderline
-Problematik beziehungsweise eine
emotional-instabile Persönlichkeits
störung vom
Borderline
-Typ
bei der Beschwerdeführerin seit
dem
Jugendalter
beziehungsweise
seit
dem frühen Erwachsenenalter bestanden habe, entspricht
dies
nicht den Tatsachen. Denn die
Ärzte der
A._
legten in ihrem
Gutachten vom 3
0.
April 2015 (
vorstehend E.
3.2
) eingehend
und ausführlich
dar, dass die Beschwerdeführerin
weder
in der Kind
heit
noch in der
Jugend psychische Auffälligkeiten gezeigt habe
, weshalb davon auszugehen sei, dass sie grundsätzlich
psychisch gesund gewesen sei, dass insbe
sondere keine
seit der Jugend
bestehende,
charakteristische und dauerhafte Verhaltensmuster,
welche auf eine Persönlichkeitsstörung schliessen liessen,
erstellt seien
,
und dass alleine auf Grund von S
timmungsschwankungen
nicht auf
eine
Borderline
-Persönlichkeits
störung
geschlossen werden könne
. Sodann habe auch ein
durchgeführtes Persönlichkeits-Screening keine Hinweise auf eine Persön
lichkeitsstörung oder auch nur
akzentuierung
ergeben
.
Des
Weiteren
führten die Gutachter der
A._
aus, dass auf
eine Selbstbeurteilung durch die Beschwerdeführerin
, welche
allenfalls
auf eine mittelgradige depressive Symptomatik
hingedeutet habe
, nicht
abzustellen war
, weil diese auch auf eine Symp
tomausweitung
hätte hinweisen können, und dass lediglich eine die Arbeits
fähigkeit nicht beeinträchtigende Neurasthenie und nicht eine depressive Störung zu diagnostizieren sei.
Damit setzten sich die Ärzte der
Y._
indes
nicht ausei
nander. Die Beurteilung durch die Ärzte der
Y._
vom
1
4.
November 2018 (vorstehend E.
4.2
)
erscheint daher sowohl in diagnostischer Hinsicht als auch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht als nachvollziehbar
, zumal er weder eine Anamnese noch Befunde enthält.
5.3
Die
Beurteilung durch die Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018 (vorstehend
E.
4.2
)
, welche in Unkenntnis der massgebenden medizinischen
Vorakten
erfolgte und welcher eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts zugrunde lag,
vermag daher
nicht zu überzeugen und
vermag es nicht,
Glaubhaftigkeit zu begründen.
In Bezug auf die Beurteilung durch die Ärzte der
Y._
gilt
es
sodann
zu beachten, dass gemäss der Rechtsprechung
(Urteil des Bundesgerichts 9C_9/2019 vom 1
2.
Juni 2019 E. 3.2.2) bei einem gleich gebliebenen Gesundheitsschaden, welcher zu einem nachgelagerten Zeitpunkt diagnostisch unterschiedlich eingeordnet wird,
das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsverbesserung oder -verschlechterung nicht ausgewiesen
ist
,
weshalb eine
anspruchsrelevante Verän
derung nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG
nicht erfüllt ist.
Um eine solche unterschied
liche Beurteilung eines gleich gebliebenen psychischen Sachverhalts handelt es sich bei der Beurteilung durch die Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018
im Vergleich zu derjenigen durch
die Ärzte der
A._
vom 3
0.
April 2015
.
5.4
Es ist vorliegend daher nicht
zu
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stellungnahme von med.
pract
.
D._
vom 2
0.
Dezember 2018 (vorstehend E.
4.3
) davon ausging, dass die
Beurteilung durch die
Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018 (vorstehend E.
4.2
)
,
welche ohne Kenntnis der massgebenden medizinischen
Vorakten
erfolgte
, welche
auf unrichtigen tatsäch
lichen Feststellung
en
beruhte,
und
bei welcher es sich im Vergleich
zu derjenigen
durch die Gutachter der
A._
lediglich um
eine unterschiedliche Beurteilung
eines
grundsätzlich unverändert gebliebenen psychischen Gesundheitszustandes handelte, nicht geeignet war, eine erhebliche, für den Rentenanspruch massge
bliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin glaubhaft zu machen.
5.5
Des Weiteren ist
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin davon absah, bei der Beschwerdeführerin weitere Angaben einzuholen.
Denn bei dem von der
Beschwerdeführerin anlässlich des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten Bericht der
Ärzte der
Y._
vom 1
4.
November 2018
(vorstehend E. 4.2)
handelt es sich
im Vergleich zu derjenigen durch die Ärzte der
A._
vom 3
0.
April 2015
lediglich um eine
unterschiedliche Beurteilung eines grundsätzlich gleich geblie
benen gesundheitlichen Sachverhalts
, ohne dass dem Bericht k
onkrete
Hinweise
auf
rechts
erhebliche Änderung
en, welche allenfalls
durch weitere
Erhebungen erstellbar wären
, zu entnehmen wären.
6.
6.1
Nach Gesagtem lassen sich den
von der
Beschwerdeführer
in
bis zum
Erlass
der Verfügung vom
1
5.
Januar 2019
eingereichten medizinischen Unter
lagen keine ge
nü
genden Anhaltspunkte für eine in Bezug auf den Renten
anspruch erhebliche
Veränderung
ihres
Ge
sundheitszu
standes ent
nehmen.
6.2
In Würdigung der gesamten Umstände ist daher davon auszugehen, dass
die
Be
schwerdeführer
in
eine (voraussichtlich dauerhafte) für den Anspruch auf eine
Invalidenrente erhebliche Verschlechterung
ihre
Gesund
heitszustandes im mass
ge
blichen Zeitraum
seit
Erlass der Verfügung
vom
7.
März 2017 (
Urk.
7/204) bis zum
Erlass
der angefochtenen Verfügung vom 1
5.
Januar 2019 (
Urk.
2)
nicht rechtsgenügend glaubhaft gemacht hat.
Demzufolge
ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung
der Beschwerdeführerin
vom
2.
August 2018 (
Urk.
7/231)
nicht ein
ge
treten ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
to
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
wei
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem Ver
fahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert
unter Berücksichti
gung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
6
00.-- fest
zusetzen und
der
unterlie
genden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Cyrill
Süess
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bunde
samt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.