Decision ID: af9a911e-0008-40e8-b78c-61178cc5ed66
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog aufgrund einer Anmeldung von 1992 (act. 128) eine
Ergänzungsleistung zur IV. Die Leistung wurde verschiedentlich angepasst. Ab April
2003 mietete die EL-Bezügerin mit einer andern Person zusammen ein Haus
einschliesslich Garage und einschliesslich Abstellplatz für Fr. 2'200.-- zuzüglich Fr.
300.-- Nebenkosten pro Monat, also für total Fr. 30'000.-- pro Jahr (act. 120-2). Die
zuständige AHV-Zweigstelle merkte an (act. 120-1), die Miete für Garage und
Abstellplatz separat könne nicht eruiert werden; es gehöre alles zusammen. In der
Berechnung des Ergänzungsleistungsanspruchs für sie ab April 2003 wurde die der EL-
Bezügerin anrechenbare Hälfte des gesamten Mietzinses (Fr. 15'000.--) berücksichtigt
(act. 117-3). Auf September 2004 zog die Bezügerin nochmals um (act. 110). Gemäss
Mietvertrag belief sich der monatliche Mietzins auf Fr. 1'620.-- zuzüglich
Hauswartkosten von Fr. 160.-- und zuzüglich der Kosten eines Tiefgaragenplatzes von
monatlich Fr. 100.--, total auf Fr. 1'880.-- pro Monat oder Fr. 22'560.-- pro Jahr. Die
Mietkosten für den Garagenplatz wurden von den Ergänzungsleistungen nicht als
Ausgabe anerkannt (vgl. act. 112-3); angerechnet wurde die Hälfte von Fr. 21'360.--.
Weitere Wohnungsumzüge erfolgten auf Juni 2007 (vgl. Mietvertrag act. 97: Mietzins
Fr. 2'200.-- zuzüglich Fr. 130.-- für einen Abstellplatz zuzüglich Nebenkosten von
zweimal Fr. 130.--; vom Total von Fr. 2'590.-- waren zahlbar offenbar Fr. 2'398.--; bei
den EL angerechnet wurde die Hälfte von monatlich Fr. 2'330.-- oder Fr. 13'980.-- pro
Jahr, vgl. act. 96-3; später mit act. 86 für Juni 2008 die Hälfte von monatlich Fr. 130.--
mehr, also von Fr. 2'460.-- oder Fr. 29'520.-- pro Jahr) und auf Juli 2008 (vgl. act. 91:
Mietzins Fr. 980.-- zuzüglich Garage Fr. 120.-- und zuzüglich Nebenkosten Fr. 120.--
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pro Monat, diesmal ohne Mitbewohnerin). Die Kosten für die Garage wurden in der EL-
Berechnung gemäss Verfügung vom 24. Juli 2008 ab August 2008 (wie ab Juni 2007)
nicht berücksichtigt (vgl. act. 88-3; angerechnet wurden monatlich Fr. 1'100.-- oder Fr.
13'200.-- pro Jahr).
A.b Auf Oktober 2009 schloss die EL-Bezügerin zusammen mit einer Mitbewohnerin
erneut einen neuen Mietvertrag ab (vgl. act. 82, nur erste Seite, datiert aber wohl vom
3. August 2009, vgl. act. 39-1). Danach beliefen sich die Kosten für die betreffende
Wohnung einschliesslich unausgeschiedener Kosten für einen Autoabstellplatz auf
monatlich Fr. 1'140.--, die Nebenkosten auf Fr. 210.--, womit sich total also monatlich
Fr. 1'350.-- (pro Jahr Fr. 16'200.--) Auslagen ergaben. Die Sozialversicherungsanstalt/
EL-Durchfüh¬rungsstelle des Kantons St. Gallen rechnete in der EL-Berechnung ab
Oktober 2009 (act. 78-3; Verfügung vom 22. Oktober 2009) pro Jahr Fr. 8'100.--
Mietkosten an, also die Hälfte der gesamten Kosten samt Abstellplatz von Fr.
16'200.--. Dabei blieb es auch bei weiteren EL-Berechnungen.
A.c Am 12. September 2011 ging bei der Verwaltung das Formular über eine
periodische Überprüfung ein (act. 68), worin der Mietzins von monatlich Fr. 1'350.--
(jährlich Fr. 16'200.--) angegeben worden ist. Am 5. Oktober 2011 fand eine
persönliche Besprechung statt (act. 64). Als Beilage zum Formular oder anlässlich
dieser Besprechung wurde der Verwaltung nochmals eine Kopie des Mietvertrags (vom
3. August 2009) eingereicht (act. 67). Auch ab Januar 2012 figurierten gemäss der EL-
Verfügung vom 28. Dezember 2011 (act. 61) danach weiterhin Mietkosten von Fr.
8'100.-- (also ohne Abzug für Kosten für den Abstellplatz oder für TV-/Radio-
Anschluss-Gebühren) in der EL-Berechnung (act. 62).
A.d Mit Verfügung vom 23. Mai 2012 (act. 59 f.) setzte die Sozialversicherungsanstalt/
EL-Durchführungsstelle des Kantons St. Gallen den EL-Anspruch hingegen ab Juni
2012 um monatlich Fr. 19.-- auf Fr. 1'077.-- herab. Das sei eine Folge der Ergebnisse
der periodischen Revision 2011. Beim Mietzins hätten monatlich Fr. 40.-- in Abzug
gebracht werden müssen, da die Kosten des Abstellplatzes nicht mehr übernommen
werden könnten. Gemäss der EL-Berechnung wurden neu Fr. 7'860.-- Mietzins
berücksichtigt, also Fr. 240.-- (12x Fr. 20.--) weniger als vorher (daneben war ein zuvor
angerechneter Vermögensertrag von jährlich Fr. 2.-- weggefallen, Ergebnis: Fr. 238.--
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pro Jahr weniger Ausgabenüberschuss). Bei der Anrechnung eines Mietzinses von Fr.
7'860.-- blieb es gemäss Verfügung vom 27. Dezember 2012 (act. 56 f.) auch für die
Zeit ab 1. Januar 2013 und danach gemäss Verfügung vom 27. Dezember 2013 (act.
53 f.) auch ab 1. Januar 2014.
A.e Am 3. März 2014 (act. 49 ff.) gingen bei der Sozialversicherungsanstalt die Kopie
eines Schreibens der Immobilienbewirtschafterin an die EL-Bezügerin vom 25. Februar
2014 samt einer Rechnung und Heiz- und Nebenkostenabrechnung für die Periode von
Juni 2012 bis September 2013 und ein Kontoauszug (Miete) ein. Letzterer wies ab Mai
2013 monatliche Zahlungen von je zweimal Fr. 855.--, total also von Fr. 1'710.-- pro
Monat, aus. Gemäss Aktennotiz auf act. 49-1 erfolgte am 14. März 2014 bei einer
persönlichen Vorsprache der EL-Bezügerin am Schalter die Meldung, dass sie und ihre
Mitbewohnerin zusammen monatlich Fr. 1'710.-- Miete bezahlten (pro Jahr Fr.
20'520.--). Die Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle erklärte der EL-
Bezügerin mit Schreiben vom 26. März 2014 (act. 48), betreffend das persönlich
eingereichte Anpassungsgesuch vom 14. März 2014 benötige sie nebst Angaben zur
Anzahl Bewohner noch folgende Unterlagen: "Mietzinsanpassungen (per wann)" und
einen aktuellen Zahlungsnachweis für die Miete. Die EL-Bezügerin retournierte
daraufhin der Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle am 4. April 2013
(richtig wohl: 2014) persönlich das teilweise selbst ausgefüllte Anfrageschreiben (act.
47). Es wurde vermerkt, die Mietzinsanpassung sei auf den 1. Mai 2013 erfolgt.
A.f Die Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle setzte den EL-Anspruch der
EL-Bezügerin in der Folge mit Verfügung vom 7. April 2014 (act. 45; von vorher Fr.
1'094.--) rückwirkend ab 1. März 2014 auf monatlich Fr. 1'284.-- herauf. Neu
berücksichtigte sie einen jährlichen Mietzins von Fr. 10'140.--. Das entspricht der
Hälfte von 12x Fr. 1'690.-- (Fr. 1'710.-- abzüglich Fr. 20.--). Ein Betrag von Fr. 40.-- sei
vom Mietzins für den Abstellplatz in Abzug gebracht worden. Weil sie und die
Mitbewohnerin den Platz gemeinsam benützten, werde in der EL-Berechnung nur Fr.
20.-- abgezogen. In der Berechnung wurden tatsächlich aber nur Fr. 20.-- vom
gesamten Mietzins von Fr. 1'710.-- für beide abgezogen. Bei diesem
Mietzinsausgabenbetrag von Fr. 10'140.-- pro Jahr blieb es auch in der EL-Berechnung
für die Zeit ab Januar 2015 (act. 42, 44).
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A.g Am 12. September 2015 (act. 41) setzte die Sozialversicherungsanstalt/EL-
Durchführungsstelle eine weitere periodische Überprüfung in Gang. Am 2. November
2015 (act. 37-2) reichte ein nun von der EL-Bezügerin bestellter Rechtsvertreter für sie
das Formular vom 30. Oktober 2015 (act. 36) ein. Darin hatte die EL-Bezügerin unter
anderem einen Mietzins (-anteil) von Fr. 10'260.-- (also 12x die Hälfte von Fr. 1'710.--)
pro Jahr angegeben. Einem eingereichten Mietvertragsformular vom 20. Januar 2013
(act. 39) war zu entnehmen, dass ab 1. Mai 2013 (einem neuen Vermieter) monatlich Fr.
1'200.-- Miete für die Wohnung und Fr. 250.-- a conto Heiz-/Betriebskosten, total also
Fr. 1'450.--, geleistet werden mussten. Unter anderem seien auch Aufwendungen für
Kabel-Radio/TV-Gebühren und Antennengebühren als Nebenkosten zu betrachten.
Gemäss einem weiteren Mietvertragsformular vom gleichen Tag (act. 39-3) war
ausserdem bereits seit 1. Februar 2013 eine Garage für Fr. 130.-- pro Monat gemietet
worden. - Mit Verfügung vom 21. Dezember 2015 berücksichtigte die
Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle ab 1. Januar 2016 zunächst
weiterhin den Mietzins (-anteil) von Fr. 10'140.-- pro Jahr (act. 31, 33).
A.h Am 13. Januar 2016 reichte der Rechtsvertreter der EL-Bezügerin für sie unter
anderem einen Beleg betreffend Bezahlung von Mietzinsen ein (act. 29). Es lief
demnach (im Dezember 2015) ein Dauerauftrag für monatlich Fr. 855.-- (act. 29-2; die
Hälfte von Fr. 1'710.--; pro Jahr Fr. 10'260.--).
A.i Mit Verfügung vom 24. Februar 2016 (act. 24) forderte die
Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle des Kantons St. Gallen von der EL-
Bezügerin schliesslich zu viel bezahlte Ergänzungsleistungen von insgesamt Fr.
3'120.-- aus der Zeit vom 1. März 2014 bis 29. Februar 2016 zurück. Mit der
[rückwirkenden] Neuberechnung werde ein von ihr (der Sozialversicherungsanstalt)
selber verursachter Fehler korrigiert. Es sei auf der Verfügung vom 7. April 2014
vermerkt worden, dass der Abstellplatz nicht berücksichtigt werden könne und
deswegen ein Abzug vom Mietzins gemacht werden müsse. Leider sei ihr entgangen,
den Abzug von Fr. 130.-- pro Monat für die Garage auch tatsächlich vorzunehmen. In
den neuen Berechnungen hatte die Sozialversicherungsanstalt in allen Phasen ab März
2014 einen Mietzins von Fr. 8'580.-- pro Jahr berücksichtigt (Fr. 1'450.-- gemäss
Vertrag abzüglich Fr. 20.-- TV-/Radio-Anschluss-Gebühren pro Monat; Fr. 1'430.-- x 12
= Fr. 17'160.--; davon die Hälfte).
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A.j Am 10. März 2016 (act. 22) liess die EL-Bezügerin dagegen Einsprache erheben
und die Aufhebung der Verfügung und eventuell Erlass der Rückforderung beantragen.
A.k Mit Entscheid vom 21. Juni 2016 (act. 15) wies die Sozialversicherungsanstalt/EL-
Durchführungsstelle die Einsprache ab. Sie habe die Verfügung vom 7. April 2014
wegen zweifelloser Unrichtigkeit wiedererwogen. Beim Abzug von monatlich Fr. 20.-- in
der Zeit ab 1. Januar 2015 habe es sich im Übrigen um den Pauschalabzug für TV-/
Radio-Anschluss-Kosten gehandelt. Die Erlassfrage werde nach Rechtskraft der
Rückforderung geprüft.
A.l Mit Verfügung vom 14. September 2016 (act. 14) erklärte die
Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle, sie trete nun - nach der erwähnten
Rechtskraft - auf das Erlassgesuch ein. Weil die Garagenmietkosten von monatlich Fr.
130.-- nicht vom Mietzins abgezogen worden seien, sei die Verfügung vom 7. April
2014 zweifellos unrichtig gewesen. Die EL-Bezügerin hätte dies erkennen müssen. Das
Unterlassen der Kontrollpflicht stelle eine grobe Verletzung der Meldepflicht dar. Damit
fehle es an der Erlassvoraussetzung des gutgläubigen Bezugs der Leistungen. Das
Erlassgesuch werde abgewiesen.
A.m Mit Einsprache vom 17. Oktober 2016 (act. 12) liess die EL-Bezügerin vorbringen,
bei der gegebenen Sachlage sei es grotesk, ihr den guten Glauben abzusprechen. Die
Neuberechnung sei anerkanntermassen die Folge eines Fehlers der
Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle gewesen. Es dürfe erwartet
werden, dass diese die Unterlagen gehörig prüfe. Tue sie es nicht, sei es abwegig, ihr
(der EL-Bezügerin) das anzulasten. Das verstosse gegen Treu und Glauben.
A.n Mit Entscheid vom 20. Dezember 2016 (act. 4) wies die
Sozialversicherungsanstalt/EL-Durchführungsstelle des Kantons St. Gallen die
Einsprache ab. Der gute Glaube entfalle von vornherein, wenn der Leistungsbezüger
um die Unrechtmässigkeit der Leistungen hätte wissen müssen. Die Tatsache, dass es
der EL-Bezügerin nicht aufgefallen sei, dass ab 1. März 2014 eine um Fr. 4'560.--
höhere jährliche Wohnungsmiete in das EL-Berechnungsblatt eingesetzt worden sei,
zeige ihre Grobfahrlässigkeit. Die betragsmässig erhebliche Veränderung hätte bei
sorgfältigem Durchgehen des Blattes sofort auffallen und zu einer Meldung an die
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Sozialversicherungsanstalt führen müssen. Zudem habe sie ihr auf Anfrage die
Unterlagen bezüglich der Anpassung des Mietzinses und dessen Zusammensetzung im
März 2014 pflichtwidrig nicht eingereicht und damit die Auskunftspflicht verletzt. Sie
habe gewusst oder aufgrund des längerdauernden EL-Bezugs wissen müssen, dass
Garagen- und Parkplatzmiete nicht zu den EL-Mietkosten gehörten. Das sei auf den
Überprüfungsformularen (2005, 2008, 2011) jeweils ausdrücklich vermerkt gewesen.
Statt die Zahlungsbescheinigung kommentarlos einzureichen, was unsorgfältig
gewesen sei, hätte sie - wenigstens in einer Randnotiz - die Aufteilung des Betrags
aufzeigen müssen. Erst bei der Revision 2015 habe sie die benötigten Dokumente
eingereicht. Inwiefern der Schutz von Treu und Glauben erfüllt (bzw. erforderlich) sein
sollte, sei nicht aufgezeigt worden.
B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. Markus
Züst für die Betroffene am 1. Februar 2017 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
der Beschwerdeführerin sei die Pflicht zur Rückerstattung der Ergänzungsleistungen zu
erlassen. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung
zu gewähren. Gemäss dem Berechnungsblatt vom 27. Dezember 2013 habe sich der
jährliche Mietzins auf Fr. 15'720.-- belaufen. Nachdem die Beschwerdegegnerin bei der
periodischen Revision 2015 bemerkt gehabt habe, dass die Garagenmiete nicht
abgezogen worden sei, habe er die Mietverträge der Wohnung und der Garage
eingereicht. Die Beschwerdegegnerin habe somit über sämtliche erforderlichen
Unterlagen verfügt. Die Beschwerdeführerin habe gutgläubig davon ausgehen dürfen,
dass die Organe der Beschwerdegegnerin korrekt vorgehen würden. Wenn die
Berechnung falsch gewesen sei, verstosse es gegen Treu und Glauben, das zum
Anlass zu nehmen, der Beschwerde¬führerin eine Rückzahlungspflicht aufzuerlegen. -
Von der Nachfrist zur Beschwerdeergänzung hat die Beschwerdeführerin keinen
Gebrauch gemacht.
C.
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Die Beschwerdegegnerin beantragt am 1. März 2017 unter Hinweis auf den
angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde. - Die Beschwerdeführerin
hat das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (samt Rechtsverbeiständung) durch
unbenütztes Verstreichenlassen einer angesetzten Frist aufgegeben und auf eine
weitere Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen
1.
Im Streit liegt der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 20. Dezember
2016, mit welchem sie die Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung
vom 14. September 2016 abwies. Damit war ein Erlassgesuch der Beschwerdeführerin
betreffend eine Rückforderung von Fr. 3'120.-- (Verfügung vom 24. Februar 2016)
mangels guten Glaubens abgelehnt worden. Die Rückforderung als solche ist
rechtskräftig geworden und bildet nicht Streitgegenstand.
2.
Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem
Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte
vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Der gute Glaube entfällt, wenn die zu Unrecht erfolgte
Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder
Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Der Leistungsempfänger darf sich aber
nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit
schuldig gemacht haben. Blosse Unkenntnis des Rechtsmangels - ein fehlendes
Unrechtsbewusstsein - genügt also zur Erfüllung der Erlassvoraussetzung des guten
Glaubens nicht. Vielmehr ist massgeblich, ob jemand bei zumutbarer Aufmerksamkeit
den bestehenden Rechtsmangel hätte erkennen sollen und ob das Nichterkennen grob
oder nur leicht nachlässig war. Auf ihren guten Glauben berufen kann sich die
rückerstattungspflichtige Person, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur leicht fahrlässig
war (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 12. Juli 2017, 9C_463/ 2016; BGE 110 V 176 = ZAK
1985 S. 63; BGE 102 V 245). Grobe Fahrlässigkeit ist nach der Rechtsprechung
gegeben, wenn jemand das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in
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gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen
(BGE 110 V 181 E. 3d). Wie in anderen Bereichen beurteilt sich das Mass der
erforderlichen Sorgfalt also nach einem objektiven Massstab, wobei aber das den
Betroffenen in ihrer Subjektivität (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad
usw.) Mögliche und Zumutbare nicht ausgeblendet werden darf (vgl.
Bundesgerichtsurteil 9C_463/2016; BGE 138 V 218 E. 4).
3.
3.1 Die rechtskräftige Rückforderung von während der Zeit von März 2014 bis Februar
2016 zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen ist die Folge der erforderlichen Korrektur
der unrichtigen Verfügung vom 7. April 2014. Diese Verfügung hatte den damals
laufenden EL-Anspruch (berechnet bei einem jährlichen Mietzins von total Fr. 7'860.--)
auf ein Anpassungsgesuch der Beschwerdeführerin hin rückwirkend ab dem
Gesuchsmonat März 2014 (von Fr. 1'094.-- einschliesslich Pauschalbetrag für die
Krankenkassen seit Januar 2014) um Fr. 190.-- pro Monat (auf Fr. 1'284.--) statt um Fr.
60.-- (auf Fr. 1'154.-- einschliesslich Pauschalbetrag für die Krankenkassen)
heraufgesetzt (bei einem Mietzins von jährlich neu total Fr. 10'140.-- [Fr. 1'690.-- x
12/2] statt nur Fr. 8'580.-- [Fr. 1'430.-- x 12/2]).
3.2 Rechtsprechung und Doktrin machen einen Abzug unter der Ausgabenposition von
Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG (Mietzins einer Wohnung und damit zusammenhängende
Nebenkosten) ungeachtet der für die Mehrkosten geltend gemachten Gründe immer
von der konkreten Wohnsituation abhängig; die abziehbaren Kosten dienen der
Gewährleistung der existenziellen Wohnbedürfnisse und hängen eng mit dem
Gebrauch des Mietobjekts Wohnung zusammen (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 9.
August 2013, 9C_69/2013 E. 8), weshalb ein Abzug für Auslagen für einen
Garagenplatz abzulehnen ist (vgl. 9C_69/ 2013 E. 9; vgl. auch Rz 3235.01 der vom
Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Wegleitung über die
Ergänzungsleistungen zur AHV und IV = WEL).
3.3 Die Anpassungsverfügung vom 7. April 2014 war demnach insofern falsch
gewesen, als die Beschwerdegegnerin von der Hälfte des gesamten, von der
Beschwerdeführerin und ihrer Mitbewohnerin geleisteten Mietzinses von Fr. 1'710.--
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ausgegangen ist und davon einen Abzug von Fr. 20.-- gemacht hat, ohne aber zweimal
Fr. 130.-- an Garagenkosten abzuziehen.
4.
4.1 Für das Jahr 2013 war der Beschwerdeführerin vor der unrichtigen
Anpassungsverfügung aufgrund der formell rechtskräftigen Verfügung vom 27.
Dezember 2012 eine Ergänzungsleistung von monatlich Fr. 1'082.-- zugesprochen
gewesen. Sie und ihre Mitbewohnerin hatten damals gemäss einem Mietvertrag vom 3.
August 2009 monatlich einen Mietzins von insgesamt Fr. 1'140.-- (einschliesslich
Abstellplatz) und Fr. 210.-- (einschliesslich TV-/Radio-Anschluss-Gebühren) zu
bezahlen. Die Beschwerdegegnerin hatte bei jener Berechnung davon Fr. 40.-- pro
Monat abgezogen und den Restbetrag durch zwei geteilt.
4.2 Am 20. Januar 2013 wurde der genannte Mietvertrag von 2009 nach der Aktenlage
infolge einer Handänderung der betreffenden Liegenschaft ersetzt (vgl. act. 39-1). Im
neuen Mietvertrag waren in den auf Fr. 1'200.-- monatlich angehobenen Kosten der
unverändert bewohnten Wohnung keine solchen für einen Abstellplatz mehr enthalten.
Daneben hat die Beschwerdeführerin hingegen ab Februar 2013 - wie nach der
Aktenlage ihre Mitbewohnerin - für Fr. 130.-- monatlich eine Garage gemietet. Die
Beschwerdeführerin hat daraufhin aber (zunächst) kein Gesuch um Erhöhung der EL
gestellt bzw. die Ausgaben- (Mietzins-)erhöhung nicht gemeldet.
4.2.1 Nach Art. 24 ELV hat der Anspruchsberechtigte der kantonalen
Durchführungsstelle aber von jeder Änderung der persönlichen und von jeder ins
Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich Mitteilung
zu machen (vgl. auch Art. 31 Abs. 1 ATSG). Gemäss den Hinweisen in den jeweiligen
EL-Verfügungen besteht unter anderem bei Mietzinsänderungen eine Meldepflicht und
kann die Unterlassung einer sofortigen Anzeige einer solchen Änderung in den
Verhältnissen eine Rückerstattung der zu Unrecht bezogenen Leistungen zur Folge
haben.
4.2.2 Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin bei einer Meldung
ab dem tatsächlichen Änderungszeitpunkt eine höhere Ergänzungsleistung
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zugesprochen erhalten hätte. Eine rechtzeitige Meldung hätte sich also zu ihren
Gunsten ausgewirkt. Dass sie eine Garage gemietet hatte, wäre bei der neuen
(erhöhenden) EL-Berechnung ohne Bedeutung gewesen, fallen Garagenkosten doch
wie erwähnt ausser Betracht. Aufgrund von Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV, wonach die
jährliche Ergänzungsleistung bei einer Erhöhung des Ausgabenüberschusses auf den
Beginn des Monats neu zu verfügen ist, in dem die Änderung gemeldet wurde,
frühestens aber des Monats, in dem sie eingetreten ist, konnten ihr jedoch infolge
verspäteter Meldung vom Eintritt der relevanten Änderung an (Mai 2013) bis zum
Monat vor der Meldung bzw. vor der Einreichung des Erhöhungsgesuchs vom März
2014 nur ungenügende Ergänzungsleistungen zugesprochen werden. Bei
unverzüglicher Meldung hätte ihr bereits ab Mai 2013 pro Monat ein Mietzins von Fr.
715.-- (oder pro Jahr von Fr. 8'580.--) angerechnet und eine um Fr. 60.-- pro Monat
höhere Ergänzungsleistung ausbezahlt werden können.
5.
5.1 Am 3. März 2014 reichte die Beschwerdeführerin dann unter anderem einen Miet-
Kontoauszug ein, dem zu entnehmen war, dass ab Mai 2013 von ihr und der weiteren
Bewohnerin für die Miete je Fr. 855.-- pro Monat, total Fr. 1'710.--, geleistet worden
sind. Den Mietvertrag (bzw. die Mietverträge beider Bewohnerinnen) reichte sie nicht
ein, was sie von sich aus hätte tun können und sollen. Am 14. März 2014 sprach sie
aber persönlich bei der Beschwerdegegnerin vor und stellte nun das erwähnte
Anpassungsgesuch (wegen der Mietpreiserhöhung). Die Beschwerdegegnerin, welche
den Abklärungsbedarf erkannte, erkundigte sich daraufhin unter dem Aspekt ihrer
Pflicht zur Abklärung von Amtes wegen mit Schreiben vom 26. März 2014 bei der
Beschwerdeführerin nach folgenden Unterlagen: (erstens) "Mietzinsanpassungen (per
wann)" und (zweitens) "aktueller Zahlungsnachweis Miete". Ausserdem habe sie
anzugeben, wie viele Personen im Haushalt lebten. Einen Beleg für die Erhöhung der
Mietzinsschuld als solche forderte sie nicht an. Die Beschwerdeführerin überbrachte
der Beschwerdegegnerin am 4. April 2014 wiederum persönlich das von ihr mit der
Antwort, sie bewohnten die Wohnung zu zweit, versehene und nach der Aktenlage
(andere Handschrift) von der Sachbearbeitung der Beschwerdegegnerin um die
Antwort, die Mietzinserhöhung sei auf den 1. Mai 2013 erfolgt, ergänzte
Anfrageschreiben (act. 47).
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5.2 Die Beschwerdegegnerin begnügte sich mit diesen Antworten und verfügte in der
baldigen Folge (am 7. April 2014), ohne wie erwähnt einen Beleg für die höheren
Mietzinsschulden angefordert und eingeholt zu haben, also ohne von den für die
Berechnung des anrechenbaren Mietzinses unerlässlichen Dokumenten Kenntnis zu
haben, einzig aufgrund der Höhe der dem Kontoauszug entnommenen Zahlungen, über
den EL-Anspruch. Ihre Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; als Gegenstück zur
Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin, Art. 31 Abs. 1 ATSG) hätte indessen
verlangt, dass sie diese Grundlagen beigezogen hätte. - Auf das ausgefüllte
Anfrageschreiben druckte sie - zu undatiertem Zeitpunkt (elektronischer Post-it) - eine
Bemerkung auf, wonach der Abstellplatz von der Mitbewohnerin der
Beschwerdeführerin gemeinsam benutzt werde, und in der Verfügungsbegründung
legte sie dar, sie habe vom Mietzins Fr. 40.-- für den Abstellplatz abgezogen.
Tatsächlich hat sie entgegen der Begründung vom Total der Mietausgaben beider
Mitbewohnerinnen lediglich einen Betrag von Fr. 20.-- in Abzug gebracht, was auch für
einen Abzug für von den Ergänzungsleistungen ebenfalls nicht zu berücksichtigenden
TV-/Radio-Anschluss-Gebühren (diese gehören in den allgemeinen Lebensbedarf;
Bundesgerichtsentscheid 9C_69/2013 E. 7) sprechen könnte. - In der
Korrekturverfügung vom 24. Februar 2016 hat die Beschwerdegegnerin dargelegt, es
sei ihr entgangen, den Abzug für die Garage von Fr. 130.-- vorzunehmen, obwohl sie
im Verfügungstext geschrieben habe, den Abstellplatz nicht berücksichtigen zu können
und hierfür einen Abzug vornehmen zu müssen.
6.
6.1 Der Beschwerdeführerin ist zuzubilligen, dass sie sich der Unrechtmässigkeit der
entgegengenommenen Ergänzungsleistungen nicht bewusst gewesen ist und nicht
etwa absichtlich zu hohe Leistungen bezogen hat.
6.2 Die Beschwerdegegnerin hält aber dafür, bei zumutbarer Sorgfalt hätte die
Beschwerdeführerin den Rechtsmangel erkennen müssen. Ihr fehle der gute Glaube
(beim Bezug der Leistung), weil ihr mit Verfügung vom 7. April 2014 mitgeteilt worden
sei, dass nur der Mietzins der Wohnung abgezogen werden könne. Ausserdem hätte
sie den Fehler in der Verfügung erkennen müssen, weil sich ihr EL-Anspruch damit um
monatlich Fr. 190.-- erhöht habe, ohne dass der Mietzins erhöht worden wäre oder
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eine andere Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse stattgefunden hätte (vgl.
Verfügung vom 14. September 2016, act. 14). Im angefochtenen Einspracheentscheid
bringt die Beschwerdegegnerin vor, das damalige EL-Berechnungsblatt habe im
Vergleich zum früheren eine um Fr. 4'560.-- (entsprechend Fr. 380.-- pro Monat)
höhere Miete ausgewiesen, während die Mietzinsanpassung ohne Auslagen für
Garagen- und Abstellplatz nur Fr. 1'440.-- pro Jahr oder monatlich Fr. 120.--
ausgemacht habe. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin ihr auf ihre Nachfrage hin
die Unterlagen zur Anpassung des Mietzinses pflichtwidrig nicht eingereicht und
dessen Zusammensetzung nicht angegeben.
7.
Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, indem sie bei der Meldung der
Mietzinserhöhung Zahlungsnachweise von zweimal Fr. 855.-- pro Monat (für sich und
ihre Mitbewohnerin) einreichte, ohne darauf hinzuweisen, dass darin Kosten von je Fr.
130.-- für Garagen enthalten sind, ihre Meldepflicht objektiv verletzt hat. Ausserdem
hätte sie auf die Garagenmiete auch nach Erhalt der fehlerhaften Verfügung vom 7.
April 2014, worin die Beschwerdegegnerin geschrieben hatte, sie habe für den
Abstellplatz Kosten von Fr. 40.-- bzw. wegen gemeinsamer Benützung von Fr. 20.--
pro Monat in Abzug gebracht, hinweisen müssen. Denn die Verletzung der Melde- oder
Auskunftspflicht ist nur eine der Formen eines schuldhaften Verhaltens, das die
Berufung auf den guten Glauben ausschliesst. Auch wenn von der ansprechenden
Person in der Regel nicht erwartet werden kann, dass sie die
Ergänzungsleistungsberechnung vollständig nachzuvollziehen vermag, muss ein
Bezugsberechtigter nach der Rechtsprechung, um sich nicht dem Vorwurf einer
Sorgfaltspflichtverletzung auszusetzen, die Berechnungsblätter, welche den
Verfügungen über Ergänzungsleistungen beigelegt sind, im Rahmen seiner
individuellen Möglichkeiten auf offensichtliche Fehler hin kontrollieren (vgl.
Bundesgerichtsurteile vom 21. Juni 2016, 9C_269/2016, und vom 19. Januar 2011,
9C_921/2010). Gleiches ist für die Prüfung der Begründung einer Verfügung
anzunehmen.
8.
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8.1 Aufgrund der konkreten vorliegenden Umstände sind diese Nachlässigkeiten
indessen nicht als so schwere Pflichtverletzung zu würdigen, dass der
Beschwerdeführerin die Berufung auf ihren guten Glauben zu verweigern wäre.
8.2 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Lauf der EL-
Bezugszeit schon wiederholt Verfügungen zugestellt bekommen hat, in denen kein
Abzug für Garagenkosten gemacht worden sind: So waren ab April 2003 Kosten für
eine Garage und für einen Abstellplatz mit der ausdrücklichen Begründung in die EL-
Berechnung eingeschlossen worden, dass alles zusammen gehöre. Nach
zwischenzeitlichen Verfügungen ohne Berücksichtigung von Garagenkosten
berücksichtigte die Beschwerdegegnerin ab Oktober 2009 solche Ausgaben in ihren
EL-Berechnungen erneut (Verfügungen ab 22. Oktober 2009). Selbst nach ihrer
persönlichen Vorsprache vom 5. Oktober 2011 anlässlich einer periodischen
Überprüfung 2011 und nochmaliger Einreichung des damaligen Mietvertrags erhielt sie
zunächst noch eine entsprechende Verfügung vom 28. Dezember 2011. Durch
Verfügung vom 23. Mai 2012 wurde ihr dann mitgeteilt, die Kosten für den Abstellplatz
könnten nicht mehr übernommen werden, und es wurde ein Abzug gemacht (Fr. 40.--
von den gesamten, gemeinsamen Mietausgaben, im Ergebnis Fr. 20.--).
8.3 Welche Abzüge bei den diversen EL-Berechnungen und Verfügungen von den
tatsächlichen Ausgaben der Beschwerdeführerin unter dem Titel der Miete jeweils
vorgenommen wurden, ob für Abstell- und/oder Garagenplätze (ganz oder zur Hälfte
für nur eine Mitbewohnerin) oder für TV-/Radio-Anschluss-Gebühren, war, wie die
Aktenlage zeigt, kaum nachvollziehbar.
8.4 Des Weiteren ist die fehlerhafte Verfügung vom 7. April 2014 ergangen, nachdem
die Beschwerdeführerin wiederum persönlich bei der Beschwerdegegnerin
vorgesprochen hatte und diese ihr geschrieben hatte, welche Angaben sie noch zu
liefern habe. Auf die Notwendigkeit des Einreichens eines Belegs für die
Mietzinserhöhung, also eines Mietvertrags oder einer Mietvertragsänderung, hatte die
Beschwerdegegnerin nicht hingewiesen und schliesslich wie erwähnt auch ohne
solchen Beleg verfügt. Dass die Beschwerdeführerin auf einen Einwand gegen die
Verfügungsbegründung verzichtete, erscheint bei der aufgezeigten Vorgeschichte nicht
als gravierende Sorgfaltspflichtverletzung.
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8.5 Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bei der Mietzinserhöhung nicht
unverzüglich ein Anpassungsgesuch gestellt bzw. diese Erhöhung nicht sofort
gemeldet hatte, obwohl sich die Verzögerung zu ihren Lasten auswirkte, stellt zudem
einen Hinweis darauf dar, dass sie mit der Beurteilung der massgeblichen
ergänzungsleistungsrechtlichen Fakten konkret überfordert gewesen war.
8.6 Was die finanziellen Auswirkungen betrifft, ist ferner festzuhalten, dass die
Erhöhung des anrechenbaren Mietzinses und damit des EL-Anspruchs der
Beschwerdeführerin durch die fehlerhafte Verfügung nicht Fr. 4'560.-- pro Jahr oder Fr.
380.-- pro Monat, sondern wie in der Verfügung und oben erwähnt Fr. 2'280.-- pro Jahr
oder monatlich Fr. 190.-- ausmachte (von pro Jahr Fr. 7'860.-- - nach Abzug
Abstellplatz - ausgehend, auf Fr. 10'140.--). Tatsächlich musste die
Beschwerdeführerin demgegenüber insgesamt pro Jahr Fr. 1'380.-- oder monatlich Fr.
115.-- mehr Mietkosten bezahlen (Anstieg von jährlich Fr. 8'100.-- [Fr. 1'140.--
einschliesslich Abstellplatz und Fr. 210.-- Nebenkosten] auf Fr. 9'480.-- [Fr. 1'200.--
und Fr. 250.-- Nebenkosten einschliesslich TV-/Radio-Anschluss-Gebühren und Fr.
130.-- Garagenmiete] bzw. von monatlich Fr. 675.-- auf Fr. 790.--). Der Unterschied
zwischen Berechnung und tatsächlichen Ausgaben (einschliesslich Garage) war
demnach nicht so auffällig wie im Einspracheentscheid angenommen.
9.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin die Sorgfaltspflicht
zwar nicht ausreichend erfüllt, sie aber nicht grob vernachlässigt hat. Sie kann sich
daher auf ihren guten Glauben berufen. Da sie nach der Aktenlage zurzeit einen EL-
Anspruch hat (vgl. Verfügung vom 19. Dezember 2016), ist auch die zweite
Erlassvoraussetzung der grossen Härte (vgl. Art. 5 ATSV) erfüllt.
10.
10.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 20. Dezember 2016 gutzuheissen und
der Beschwerdeführerin ist die Rückforderung von Fr. 3'120.-- (gemäss
Einspracheentscheid vom 21. Juni 2016) zu erlassen.
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10.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
10.3 Hingegen hat die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS
951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
angemessen.