Decision ID: b5d74eb8-fa41-4962-af96-f83eac9d2d72
Year: 2006
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der mazedonische Staatsangehörige Miftar T., geboren 1982, gelangte 1994 im
Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz und nahm bei seinen Eltern in
Rorschach Wohnsitz. Im Jahr 2001 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt.
Am 9. Januar 2003 heiratete er in seinem Heimatstaat seine Landsfrau D. C., geboren
1984. Die Ehefrau reiste am 2. August 2003 in die Schweiz ein und erhielt eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Am 20. März 2005 gebar sie
den Sohn Ammar, der wie sein Vater eine Niederlassungsbewilligung erhielt.
Im Juni 2005 trennte sich Miftar T. von seiner Ehefrau und dem Kind.
Mit Verfügung vom 4. Oktober 2005 widerrief das Ausländeramt die
Aufenthaltsbewilligung von D. T. mit der Begründung, sie lebe von ihrem Ehemann
getrennt und habe keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung.
B./ Gegen den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung erhob D. T. durch ihre
Rechtsvertreterin Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom
3. März 2006 abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten wurde.
C./ Mit Eingaben ihrer Rechtsvertreterin vom 20. März und 7. April 2006 erhob D. T.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid sei
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aufzuheben, die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückzuweisen und die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien gemäss dem
zweitinstanzlichen Verfahrensausgang neu zu verlegen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Die zur Begründung vorgebrachten Ausführungen werden,

soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. April 2006 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 20. März 2006 und
deren Ergänzung vom 7. April 2006 erfüllen zeitlich, formal und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Insoweit ist auf die Beschwerde einzutreten.
Soweit die Beschwerdeführerin im Rekurs die Erteilung einer humanitären
Aufenthaltsbewilligung beantragte, ist die Vorinstanz auf das Begehren mangels
Anfechtungsobjekts nicht eingetreten. Die Vorinstanz ist ausserdem auch nicht
zuständig zur Erteilung einer solchen Bewilligung; sie könnte allenfalls die Weiterleitung
eines Antrags an das Bundesamt für Migration anordnen (Art. 51 lit. a der Verordnung
über die Begrenzung der Zahl der Ausländer, SR 823.21, abgekürzt BVO; BGE 119 Ib
97). In der Beschwerde wird die Aufhebung des vorinstanzlichen Rekursentscheids
beantragt; hinsichtlich der Anfechtung des Nichteintretensentscheids ist die
Beschwerde allerdings nicht begründet. Es wird nicht dargelegt, inwiefern der
Nichteintretensentscheid bezüglich des Begehrens um Erteilung einer humanitären
Aufenthaltsbewilligung rechtswidrig ist. Soweit also der Nichteintretensentscheid
angefochten wird, ist auf die Beschwerde mangels Begründung nicht einzutreten.
2./ Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die Behörde im Rahmen der
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gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung.
a) Ein Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht unter anderem dann,
wenn er mit einer Niedergelassenen verheiratet ist. Die Ehegattin eines
niedergelassenen Ausländers hat nach Art. 17 Abs. 2 ANAG Anspruch auf Erteilung
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen
wohnen.
Nachdem die Ehegatten seit Juni 2005 getrennt leben, hat die Beschwerdeführerin
keinen auf Art. 17 Abs. 2 ANAG beruhenden Anspruch auf Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung mehr.
b) Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung
verletze ihre Ansprüche aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Ihr Kind sei in die
Niederlassungsbewilligung des Vaters einbezogen. Soweit ihr die Obhut über das Kind
faktisch zustehe bzw. im laufenden Eheschutzverfahren zugesprochen werde, könne
sie daraus grundsätzlich einen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung
ableiten.
Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV gewährleisten das Recht auf Achtung des
Privat- und Familienlebens. Darauf kann sich im Rahmen eines ausländerrechtlichen
Bewilligungsverfahrens berufen, wer nahe Verwandte mit einem gefestigten
Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Dies trifft zu, wenn die verwandte Person das
Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine
Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch
beruht (vgl. statt vieler BGE 130 II 285). Soweit eine familiäre Beziehung tatsächlich
gelebt wird und intakt ist, wird das der zuständigen Behörde grundsätzlich eingeräumte
freie Ermessen beschränkt (vgl. BGE 129 II 218 f.).
Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK gilt nicht
absolut. Er verpflichtet die Behörden nicht in jedem Fall, eine Aufenthaltsbewilligung zu
erteilen (BGE 126 II 342). Vielmehr ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch
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Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er eine Massnahme darstellt, die in einer
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und
Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutze der
Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Pflichten anderer notwendig ist. Die
Konvention verlangt insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden Interessen
an der Erteilung der Bewilligung und den öffentlichen Interessen an deren
Verweigerung, wobei letztere in dem Sinn überwiegen müssen, dass sich der Eingriff
als notwendig erweist (BGE 122 II 6 mit Hinweis). Art. 8 EMRK ist durch die
Verweigerung einer ausländerrechtlichen Bewilligung zum Vornherein nicht verletzt,
wenn es für das in der Schweiz anwesenheitsberechtigte Familienmitglied zumutbar
erscheint, mit dem ausländischen Familienangehörigen, dem die Bewilligung verweigert
wird, auszureisen. Unter diesen Voraussetzungen kann die Interessenabwägung nach
Art. 8 Ziff. 2 EMRK unterbleiben bzw. davon ausgegangen werden, dass die
Zumutbarkeit der Ausreise im Rahmen der Interessenabwägung den Ausschlag gibt
(BGE 122 II 297; Urteil des Bundesgerichts 2A.508/2005 vom 16. September 2005, E.
2.2.1). Analoges gilt nach Art. 13 BV in Verbindung mit Art. 36 BV.
Es besteht ein öffentliches Interesse, dass Ausländer, bei denen nach kurzem
Aufenthalt in der Schweiz die familiären Voraussetzungen für die Erteilung der
Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die Schweiz wieder verlassen (VerwGE B 2004/163
vom 25. Januar 2005 i.S. D.H. mit Hinweis auf weitere Urteile, publ. in:
www.gerichte.sg.ch). Die Schweiz verfolgt in Bezug auf Niederlassung und Aufenthalt
von Ausländern eine restriktive Politik, dies namentlich im Interesse eines
ausgewogenen Verhältnisses zwischen schweizerischer und ausländischer
Wohnbevölkerung, der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Eingliederung
der in der Schweiz ansässigen Ausländer und der Verbesserung der
Arbeitsmarktstruktur sowie einer möglichst ausgeglichenen Beschäftigung (vgl. Art. 16
ANAG sowie Art. 1 der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer, SR
823.21). Diese gesetzgeberischen Ziele sind im Lichte von Art. 8 Ziff. 2 EMRK legitim
(vgl. BGE 120 Ib 24 f.).
Nach den Angaben der Beschwerdeführerin ist ein
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Eheschutzverfahren hängig, in dem sie die Obhut über ihren Sohn Ammar und
angemessene Unterhaltsbeiträge beantragt. Sie lebe mit ihrem Sohn bei ihren
Schwiegereltern in Rheineck. Dort stehe ihr und ihrem Kind eine eigene 4 1⁄2-Zimmer-
Wohnung in der Liegenschaft der Schwiegereltern zur Verfügung. Sie helfe ihrer
Schwiegermutter, die als IV-Rentnerin bei der Haushaltsbesorgung eingeschränkt sei.
Diese wiederum betreue ihr Kind, wenn sie Besorgungen machen müsse. Die Familie
der Schwiegereltern komme finanziell vollumfänglich für sie auf und werde dies auch
tun, falls ihr Ehemann keine Unterhaltsbeiträge zahlen werde.
Fest steht, dass der Sohn der Beschwerdeführerin über eine
Niederlassungsbewilligung verfügt. Die Frage der elterlichen Obhut ist offenbar noch
nicht entschieden. Der Sohn lebt aber faktisch bei der Beschwerdeführerin. Diese kann
daher grundsätzlich einen Anspruch gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK geltend machen.
Wie erwähnt, ist Art. 8 EMRK aber zum vornherein nicht verletzt, wenn es dem
anwesenheitsberechtigten Familienmitglied zumutbar ist, mit dem Ausländer, dem eine
Bewilligung verweigert wird, auszureisen. Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen,
dass es einem Kind zugemutet werden kann, seinen Eltern bzw. dem für ihn sorgenden
Elternteil ins Ausland zu folgen, wenn es sich noch in einem anpassungsfähigen Alter
befindet. Bei einem Kleinkind ist dies – besondere Umstände vorbehalten - der Fall
(BGE 122 II 297 f. mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall liegen keine intensiven
persönlichen Beziehungen des Kindes zu Personen mit Anwesenheitsrecht in der
Schweiz vor, welche einen Ausnahmefall im Sinne des zitierten Urteils begründen.
Solche Sonderfälle hat das Bundesgericht ohnehin nur ganz ausnahmsweise anerkannt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.435/2005 vom 2. März 2006, E. 4.2.2).
Gegenüber dem Kindsvater besteht keine solche intensive Beziehung. Dieser hat die
Familie verlassen und ist bislang nach Angaben in der Beschwerde auch seiner
finanziellen Verpflichtung zum Unterhalt der Familie nicht nachgekommen. Als knapp
vierzehnmonatiges Kleinkind ist der Sohn noch gar nicht in der Lage, zu seinem von
der Mutter getrennt lebenden Vater eine besonders intensive Beziehung zu pflegen.
Daran ändert sich auch dann nichts, wenn er auf gelegentliche Besuche des Vaters mit
Anhänglichkeit reagiert. Auf eine Zeugenbefragung zu diesem Umstand kann daher
verzichtet werden. Nach der Rechtsprechung kann die Beziehung zum nicht
sorgeberechtigten Elternteil nur in einem beschränkten Rahmen, nämlich durch
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Ausübung des Besuchsrechts, gelebt werden. Den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist
Genüge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland
her ausgeübt werden kann. Ein weitergehender Kontaktanspruch des Sohnes kann
nicht auf Art. 8 EMRK gestützt werden. Auch ist die Kinderrechtekonvention (SR 0.107)
nicht verletzt. Diese gewährt keine Ansprüche auf Aufenthalt und beeinträchtigt das
Recht der Staaten nicht, ihre Einwanderungsgesetze selbst auszugestalten (BGE 124 II
367). Die fraglichen Normen sind lediglich zur Untermauerung eines nach Art. 8 EMRK
potentiell bestehenden Aufenthaltsanspruchs heranzuziehen und im Rahmen der
Interessenabwägung zu berücksichtigen (VerwGE B 2004/163 vom 25. Januar 2005 i.S.
D.H.), was vorliegend gemacht wird (E. 2 c).
Im weiteren besteht in bezug auf die Schwiegereltern der Beschwerdeführerin keine
derart enge Beziehung des Kindes, die einen Anspruch nach Art. 8 EMRK begründen
könnte. Es handelt sich aufgrund der Darlegungen in der Beschwerde um die üblichen
intensiven familiären Kontakte, wie sie gemeinhin gepflegt werden, wenn verschiedene
Generationen in ein und demselben Haus bzw. Haushalt leben.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz eine Verletzung
von Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV zu Recht verneint hat.
c) Der Entscheid über den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung nach dem Wegfall der
familiären Voraussetzungen zu dessen Erteilung lag demnach im Ermessen des
Ausländeramts. Nach dessen Praxis wird die Aufenthaltsbewilligung in gewissen Fällen
zwar auch nach der Auflösung der Ehe bzw. der ehelichen Gemeinschaft verlängert. Als
massgebend werden dabei nach den Weisungen des Bundesamts für Migration (Ziff.
654) unter anderem die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, insbesondere wenn
Kinder vorhanden sind, die berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage
sowie das Verhalten und der Integrationsgrad betrachtet. Zu berücksichtigen sind
ferner die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt haben.
Nach der ständigen Praxis des Ausländeramts wird bei einer Dauer der ehelichen
Gemeinschaft von fünf Jahren und mehr in der Regel eine Jahresaufenthaltsbewilligung
nicht mehr widerrufen (ABl 2001 S. 32).
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Die Beschwerdeführerin lebt seit weniger als drei Jahren in der Schweiz. Sie hat die
gesamte Kindheit und Jugend in Mazedonien verbracht. Dort leben auch ihre Eltern.
Inwiefern diese ihre Tochter unmittelbar nach deren Rückkehr nicht in einem gewissen
Mass unterstützen können, ist aufgrund der Akten nicht belegt. Es wird in der
Beschwerde lediglich allgemein geltend gemacht, die Eltern hätten mit eigenen
persönlichen und wirtschaftlichen Problemen hart zu kämpfen; der Vater sei krank, und
das Einkommen reiche nicht aus, um die notwendigen Bedürfnisse zu decken. Solche
allgemeinen Ausführungen sind nicht geeignet, das Fehlen jeglicher sozialer
Anknüpfungsmöglichkeiten nach einer Rückkehr in den Herkunftsstaat zu belegen. Da
die Beschwerdeführerin festhält, ihr Schwiegervater sei weiterhin bereit, ein allfälliges
finanzielles Manko auszugleichen, kann er ihr diese Zuwendungen auch nach
Mazedonien überweisen, weshalb die Beschwerdeführerin nicht auf Leistungen der
Eltern angewiesen ist. Sodann bestehen in wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher
Hinsicht keine Gründe, die Aufenthaltsbewilligung der – nicht erwerbstätigen -
Beschwerdeführerin zu verlängern. Auch ergeben sich aus den Umständen der
Trennung der Eheleute keine konkreten Motive, den Aufenthalt der Beschwerdeführerin
in der Schweiz zu verlängern. Beim Entscheid über den Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung ist aufgrund der vorstehenden Ausführungen das
Kindesinteresse mitabzuwägen. Der Sohn der Beschwerdeführerin ist am 20. März
2005 geboren und damit in einem Alter, in dem eine Uebersiedlung in den
Herkunftsstaat der Mutter ohne besondere Probleme möglich ist. Dass die
Beschwerdeführerin als alleinerziehende Mutter in Mazedonien möglicherweise
sozialem Misstrauen oder gar Verachtung begegnen könnte, stellt unter den
gegebenen Umständen die Zumutbarkeit der Rückkehr nicht in Frage.
d) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass im Widerruf
der Aufenthaltsbewilligung kein Ermessensmissbrauch bzw. keine
Ermessensüberschreitung erblickt werden kann, weshalb die Beschwerde als
unbegründet abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten wird.
3./ Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr.
2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie ist mit
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu verrechnen.
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Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).