Decision ID: 42e04da1-2223-57ea-931c-4ed7f38e89cb
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war im Rahmen eines Einsatzvertrags mit der B._ GmbH (vgl. UV-act. 155,
S.1, nach UV-act. I-3) bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er bei einem
Arbeitseinsatz als Schaler am 9. Juli 2010 von einer umfallenden Leiter am Kopf und
den Schultern getroffen wurde. Der Versicherte trug beim Unfall einen Helm (UV-act.
I-84, S. 4). Er klagte in der Folge über starke Rückenbeschwerden und Schmerzen am
Knie aufgrund einer beim Unfall erfolgten Abdrehbewegung (Telefonnotiz vom 6.
August 2010, UV-act. I-7; Schadenmeldung vom 21. Juli 2010, UV-act. I-2). Der
behandelnde Dr. med. C._, Arzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, erwähnte unter Hinweis
auf eine von ihm am 15. Juli 2010 durchgeführte Diagnostik eine Schädelprellung mit
leichter Commotio, eine Verstauchung und Zerrung der HWS und LWS sowie eine
Prellung mit Innenbandzerrung am linken Knie. Eine von ihm veranlasste neurologische
Untersuchung (vgl. UV-act. I-19) habe im Bereich des Kopfes keine neurologische
Schädigung ergeben. Eine durchgeführte Kernspintomographie habe degenerative
Veränderungen der Bandscheibe L1/2 mit angedeuteter Protrusion gezeigt.
Unfallbedingte Folgeschäden seien hier nicht festzustellen (Bericht vom 21. September
2010, UV-act. I-25; zu den Ergebnissen der Kernspintomographie vom 27. Juli 2010
siehe UV-act. I-63). Die Suva erbrachte in der Folge Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen.
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A.b Vom 3. November bis 14. Dezember 2010 befand sich der Versicherte zur
stationären Behandlung in der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden
medizinischen Fachpersonen berichteten, es bestünden persistierende, belastungs-
und bewegungsabhängige Schmerzen am linken Knie. Das MRI vom 23. November
2010 (UV-act. I-85, S. 2) zeige einen Meniskusriss im medialen Hinterhorn links. Dieser
Befund sei mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Traumafolge. Die zusätzlich seitens des
Versicherten geltend gemachten Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich und in der
LWS seien eher im Hintergrund gestanden und seien mit Ausnahme der
Kreuzschmerzen insgesamt rückläufig gewesen. Für den vom Versicherten besonders
zu Beginn des stationären Aufenthalts geklagten Schwindel bestehe kein organisches
Korrelat. Die angestammte Tätigkeit als Einschaler hielten die medizinischen
Fachpersonen der Rehaklinik Bellikon nicht mehr für zumutbar. Eine leidensangepasste
mittelschwere Arbeit sei dem Versicherten ganztags zumutbar (Austrittsbericht vom 28.
Dezember 2010, UV-act. I-84). Gestützt auf diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stellte
die Suva dem Versicherten in Aussicht, dass spätestens am „1. April 2010“ (richtig: 1.
April 2011, UV-act. I-83) von einer vollen Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt auszugehen sei und spätestens dann die Taggeldleistungen eingestellt
würden (Schreiben vom 23. Dezember 2010, UV-act. I-80). Der Versicherte zeigte sich
damit nicht einverstanden (Telefonnotiz vom 30. Dezember 2010, UV-act. I-83).
A.c Dr. med. D._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
Klinik E._, führte am 29. März 2011 am linken Knie des Versicherten eine
Kniegelenksarthroskopie mit Nachresektion des Innenmeniscushinterhorns durch
(Operationsbericht vom 31. März 2011, UV-act. I-191, S. 2). Sechs Wochen nach der
Operation stellte Dr. D._ noch ein deutliches muskuläres Defizit am (linken)
Oberschenkel fest und bescheinigte aufgrund der noch eingeschränkten Belastbarkeit
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 12. Mai 2011, UV-act. I-136; zu
der von Dr. D._ bis 26. Juni 2011 bescheinigten Arbeitsunfähigkeit siehe auch den
Unfallschein in UV-act. I-143 sowie dessen Bericht vom 23. Juni 2011, UV-act. I-147).
Die Suva anerkannte weiterhin eine Leistungspflicht für den Gesundheitsschaden am
linken Kniegelenk (Schreiben vom 5. Juli 2011, UV-act. I-145). Das Leistungsgesuch für
die vom Versicherten geltend gemachten Rückenbeschwerden wies sie hingegen
mangels (natürlicher) Unfallkausalität mit Verfügung vom 6. Oktober 2011 ab (UV-act.
I-170). Die dagegen vom Versicherten am 11. Oktober 2011 erhobene Einsprache (UV-
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act. I-171) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2011 ab (UV-act.
I-178). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
A.d Ab November 2012 nahm der Versicherte eine Tätigkeit als Bauschreiner auf und
war dadurch wiederum bei der Suva obligatorisch unfallversichert. Am 3. Dezember
2012 drehte er sich bei der Arbeit um und schlug den rechten Ellbogen an einem Tisch
an, der mit Glassplittern versehen war. Dabei zog er sich Schnittverletzungen sowie
Beschwerden am Ellbogen zu. Am 18. Dezember 2012 trug er zusammen mit einem
Arbeitskollegen ein ca. 70 kg schweres Fenster um ein Fahrzeug. Bei der Umlagerung
der Last vom linken auf den rechten Arm habe er einen Zwick im Rücken verspürt. Es
habe sich angefühlt, als ob etwas zerreissen würde (siehe zum Ganzen die
Besprechungsnotiz vom 11. Januar 2013, UV-act. I-222, und die Telefonnotiz vom 21.
Januar 2013, UV-act. II-9, sowie die Angaben des Versicherten in UV-act. I-238, S. 37
f.). Der behandelnde Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, berichtete am
3. Januar 2013, am rechten Ellbogen bestünde ein Knötchen in der Bursa. Beim
Verhebetrauma vom 18. Dezember 2012 habe der Versicherte über Schmerzen im
rechten Trapezius mit Ausstrahlung in die linke Flanke geklagt. Eine Behandlung mit
NSAR habe eine leichte Linderung gebracht. Wegen der Fehlbelastung im
Zusammenhang mit der Muskelzerrung des Trapezius habe nun auch das linke Knie
wieder vermehrt zu schmerzen begonnen (UV-act. I-219; siehe auch den Bericht von
Dr. F._ vom 6. Februar 2013, UV-act. II-48, S. 3, mit dem Hinweis, dass nach einer
am rechten Ellbogen durchgeführten Bursektomie der Heilungsverlauf problemlos
gewesen sei). Die Suva vertrat den Standpunkt, dass es sich beim Vorfall vom 18.
Dezember 2012 nicht um ein versichertes Ereignis handle, weshalb sie das
Leistungsgesuch des Versicherten für die von ihm darauf zurückgeführten
Rückenbeschwerden abwies (Verfügung vom 31. Januar 2013, UV-act.I-238, S. 14 f.).
Dagegen erhob der Versicherte am 5. Februar 2013 Einsprache (UV-act. I-238, S. 6 ff.).
Für die auf das Unfallereignis vom 3. Dezember 2012 zurückzuführenden
Ellbogenbeschwerden rechts erbrachte die Suva Taggeldleistungen, die sie per 15.
März 2013 einstellte. Zur Begründung führte sie aus, dass die Ellbogenbeschwerden ab
15. März 2013 nicht mehr zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt führen würden (Schreiben vom 13. März 2013, UV-act. I-237,
S. 4 f.). Dagegen erhob der Versicherte am 20. März 2013 „Einspruch“ (UV-act. II-53).
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A.e Kreisarzt Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates FMH, gelangte im Untersuchungsbericht vom 19. April 2013
(Untersuchung des Versicherten vom 16. April 2013) bezüglich des linken Knies und
der Ellbogenbeschwerden rechts zur Auffassung, dass auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (UV-act. I-249; vgl. auch die
Stellungnahme von Dr. G._ vom 3. und 6. Mai 2013, UV-act. I-268 und UV-act.
I-271).
A.f Am 23. April 2013 unterzog sich der Versicherte einer von Dr. D._ am linken Knie
durchgeführten Arthroskopie mit Spülung (UV-act. I-269). Nach dem Eingriff sei der
Versicherte beschwerdefrei gewesen. Für eine postoperative Phase bis 27. Mai 2013
bescheinigte Dr. D._ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Prognostisch ging er davon
aus, dass der Versicherte sowohl mit Blick auf das linke Knie als auch den Rücken ab
27. Mai 2013 (Eintrag vom 1. Mai 2013, UV-act. I-269-2; siehe auch den Bericht vom 3.
Mai 2013, UV-act. I-274) bzw. ab 3. Juni 2013 (Eintrag vom 24. Mai 2013, UV-act.I-280,
S. 2) über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügen werde. Der Versicherte meldete der
Suva am 31. Mai 2013, dass er seit 3. Juni 2013 wieder zu 100% arbeitsfähig sei und
sich bereits für eine neue Beschäftigung bei der H._AG gemeldet habe (UV-act.
I-283).
A.g Am 2. Juni 2014 fand eine neuerliche Untersuchung durch Kreisarzt Dr. G._
statt. Er diagnostizierte eine Kniedistorsion links am 9. Juli 2010 mit/bei Arthroskopie
mit Spülung am 23. April 2013 bei stabilem Randmeniskus medial im Seiten- und
Vorderhornbereich bei Status nach partieller Hinterhornresektion ohne Knorpelschaden
bei intraoperativ regelrechtem Knorpel retropatellar und lateral. Dieser
Gesundheitsschaden begründe eine Residualsymptomatik mit Belastungsschmerzen
am linken Kniegelenk. Nach Abschluss der laufenden Physiotherapie-Massnahmen
könnten keine weiteren Massnahmen mit Aussicht auf eine wesentliche Besserung des
Zustands empfohlen werden. Am linken Kniegelenk werde die Erheblichkeitsgrenze zur
Ausrichtung einer Integritätsentschädigung nicht erreicht. Die angestammte Tätigkeit
als Maurer/Schaler sei dem Versicherten nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Eine
leidensangepasste leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeit könne der Versicherte
vollschichtig durchführen (UV-act. I-311).
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A.h Bezüglich des auf den Unfall vom 9. Juli 2010 zurückzuführenden
Gesundheitsschadens am linken Kniegelenk verfügte die Suva die Einstellung der
Heilbehandlungsleistungen offenbar per Datum Verfügungserlass (vgl. UV-act. I-363)
sowie die Abweisung der Gesuche um eine Integritätsentschädigung und um
Taggeldleistungen (Verfügung vom 28. Juli 2014, UV-act. I-331). Dagegen erhob der
Versicherte am 30. Juli 2014 Einsprache (UV-act. I-333; siehe auch die ergänzenden
Eingaben vom 11. August 2014, UV-act. I-335, und vom 12. August 2014, UV-act.
I-340, S. 2 f.). Die Suva widerrief am 10. Oktober 2014 die angefochtene Verfügung.
Erneute Abklärungen hätten ergeben, dass folgende Arbeitsunfähigkeiten zumindest
teilweise auf Kniebeschwerden zurückzuführen seien: 100% vom 19. März bis 21. April
2014, 50% vom 22. April bis 19. Mai 2014, 100% vom 20. Mai bis 30. Juni 2014. Man
werde der Krankentaggeldversicherung die entsprechenden Taggelder zurückvergüten.
Die Heilkostenbehandlungen blieben per 28. Juli 2014 eingestellt. Es werde noch
geprüft, ob ab 1. Juli 2014 weitere Versicherungsleistungen (Invalidenrente und
Integritätsentschädigung) ausgerichtet werden könnten (UV-act. I-363).
A.i Kreisarzt Dr. G._ hielt bezogen auf das Knieleiden in der Stellungnahme vom 15.
Oktober 2014 daran fest, dass die Erheblichkeitsschwelle für eine
Integritätsentschädigung nicht erreicht werde (UV-act. I-370). Dr. med. I._,
Orthopädie J._, konnte weder bildgebend noch klinisch eine Erklärung für die vom
Versicherten geklagten Knieschmerzen finden (Bericht vom 19. November 2014, UV-
act. 391). Diese Betrachtungsweise wurde vom für eine Zweitmeinung beigezogenen
Dr. med. K._, Orthopädie J._, geteilt (Bericht vom 4. Dezember 2014, UV-act.
I-397). Mit Verfügung vom 23. Dezember 2014 sprach die Suva dem Versicherten ab 1.
Juli 2014 für die organisch nachweisbaren Folgen des auf den Unfall vom 9. Juli 2010
zurückzuführenden Leidens am linken Knie eine 13%ige Invalidenrente zu und wies das
Gesuch um eine Integritätsentschädigung ab (UV-act. I-402). Sie widerrief diese
Verfügung auf Ersuchen des Versicherten am 9. Januar 2015 und stellte die Prüfung
der Einwände des Versicherten und des von ihm angerufenen „Ombudsman der
Privatversicherung und der Suva“ in Aussicht (UV-act. I-409).
A.j Kreisarzt Dr. med. L._, Facharzt u.a. für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten
FMH, nahm in der Aktenbeurteilung vom 27. Januar 2015 den Standpunkt ein, dass die
vom behandelnden Dr. med. M._, Spezialarzt FMH für Ohren- Nasen- und
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Halsheilkunde, nachgewiesene cochleo-vestibuläre Funktionsstörung (siehe hierzu den
Bericht von Dr. M._ vom 8. Januar 2014, UV-act. I-399, S. 3) nicht mit der
notwendigerweise erforderlichen Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang mit
dem Unfallereignis vom 9. Juli 2010 stehe (UV-act. I-426).
A.k Auf Anfrage der Suva vom 14. Januar 2015 (UV-act. I-434, S. 1) teilte Dr. I._ mit,
dass er die Beurteilung des Kreisarztes Dr. G._ teile. Er denke, dass es
zwischenzeitlich zu einer deutlich psychosomatischen Überlagerung und
Schmerzverarbeitungsstörung gekommen sei (Stellungnahme vom 29. Januar 2015,
UV-act. I-434, S. 2; siehe auch den Bericht vom 13. Januar 2015, UV-act. I-427). Dr.
med. N._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, Suva, Versicherungsmedizin, gelangte in der
orthopädisch-chirurgischen Aktenbeurteilung vom 13. April 2015 zum Schluss, gestützt
auf die übereinstimmende Beurteilung aller Ärzte sei von einer Weiterbehandlung des
Knieleidens keine namhafte Besserung mehr zu erwarten. Die von Dr. G._
vorgenommene Arbeitsfähigkeits- und Integritätsschadenbeurteilung seien korrekt (UV-
act. I-457).
A.l Mit Verfügung vom 9. Juni 2015 sprach die Suva dem Versicherten für die
verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 9. Juli 2010 ab 1. Juli 2014 eine
13%ige Invalidenrente zu. Das Gesuch um eine Integritätsentschädigung wies sie ab
(UV-act. I-467). Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2015 Einsprache (UV-act.
I-474). Die Suva hiess diese insoweit teilweise gut, als sie die Invalidenrente von 13%
auf 14% erhöhte. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 30.
Juli 2015, UV-act.I-477).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 30. Juli 2015 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 28. August 2015. Der Beschwerdeführer beantragt darin sinngemäss
dessen Aufhebung, die Erhöhung der Invalidenrente und die Ausrichtung einer
Integritätsentschädigung. Im Wesentlichen macht er geltend, dass auch die
Rückenverletzungen, die psychischen Schäden und die Gleichgewichtsstörung auf den
Unfall vom 9. Juli 2010 zurückzuführen und bei der Leistungsbemessung zu
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berücksichtigen seien. Des Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer die Bestimmung
der Vergleichseinkommen (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 12. Oktober
2015 die Abweisung der Beschwerde. Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und die
Beurteilung des Integritätsschadens seien vom Kreisarzt korrekt vorgenommen
worden. Den geltend gemachten psychischen Beschwerden fehle die adäquate
Kausalität bezogen auf den Unfall vom 9. Juli 2010. Das Leistungsgesuch für die
Rückenproblematik sei mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2011 rechtskräftig
abgewiesen worden und bilde nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens. Die
Gleichgewichtsstörungen und Schwindelerscheinungen seien nicht unfallkausal. Der
Einkommensvergleich sei korrekt vorgenommen worden (act. G 3).
B.c In der Replik vom 11. November 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an
der Beschwerde fest (act. G 5).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 7).
B.e Am 4. März 2016 (act. G 8), 21. Juni 2016 (act. G 10) und 11. Januar 2017 (act. G
12) hat der Beschwerdeführer weitere Eingaben eingereicht. Hierzu hat sich die
Beschwerdegegnerin am 24. Januar 2017 geäussert (act. G 14). Der Versicherte hat am
30. Januar 2017 weitere Unterlagen bezüglich der Lendenwirbelsäule ins Recht gelegt
(act. G 16).

Erwägungen
1.
1.1 Zunächst ist der Streitgegenstand in sachlicher Hinsicht festzulegen. Im
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt der
Einspracheentscheid den mit Beschwerde anfechtbaren Gegenstand. Umgekehrt fehlt
es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung,
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wenn und insoweit kein Einspracheentscheid ergangen ist (vgl. zum Ganzen BGE 131 V
164 f. E. 2.1).
1.1.1 Sowohl der angefochtene Einspracheentscheid (UV-act. I-477) als auch die
diesem vorangegangene Verfügung vom 9. Juni 2015 (UV-act. I-467) enthalten
Entscheide über einen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung ausschliesslich mit Bezug auf das Unfallereignis vom 9. Juli
2010. Nicht Bestandteil waren die sich aus den Ereignissen vom 3. und 18. Dezember
2012 (siehe hierzu vorstehende lit. A.d) allenfalls ergebenden Leistungsansprüche (vgl.
auch die Auffassung der Beschwerdegegnerin in act. G 3, II. Rz 1). Diese bilden
Gegenstand des im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung (28. August 2015) offenbar
noch hängigen Einsprache- bzw. Verwaltungsverfahrens (siehe hierzu lit. A.d am
Schluss). In damit zu vereinbarender Weise hat denn auch der Beschwerdeführer im
Beschwerdeverfahren keine auf die beiden Unfälle von Dezember 2012
zurückzuführenden Ansprüche geltend gemacht (vgl. act. G 1).
1.1.2 Nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bildet des
Weiteren die am 20. Juni 2016 beantragte Übernahme der Kosten für eine
kernspintomographische Untersuchung des linken Kniegelenks (act. G 10), weshalb
darauf nicht einzutreten ist. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die
Beschwerdegegnerin die Kosten der am 3. Oktober 2016 durchgeführten
kernspintomographischen Untersuchung übernommen hat (Schreiben vom 3. Januar
2017, act. G 14.1).
1.1.3 In der Replik vom 11. November 2015 macht der Beschwerdeführer erstmals
einen Integritätsschaden aufgrund des erlittenen Zahnschadens geltend (act. G 5, S. 3).
Nachdem die Beschwerdegegnerin die Kosten der von Dr. med. dent. O._, Zahnarzt,
vorgenommenen Erweiterung der vorhandenen Unterkieferteilprothese um den
ausgefallenen Zahn 41 (siehe dessen Bericht vom 7. September 2010, UV-act. I-16)
übernommen hatte (Schreiben vom 21. Oktober 2010, UV-act. I-49), bildete der
Zahnschaden nicht mehr Gegenstand einer weiteren Leistungsprüfung. Insbesondere
bildet die Prüfung eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung für den
Zahnschaden nicht Bestandteil des Einspracheentscheids vom 30. Juli 2015 (UV-act.
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I-477). Auf das Gesuch um Ausrichtung einer Integritätsentschädigung für den
Zahnschaden ist daher mangels Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten.
1.2 In zeitlicher Hinsicht gilt es zu beachten, dass die gerichtliche Überprüfung eines
Einspracheentscheids nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich auf
den bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieses Einspracheentscheids (vorliegend: 30. Juli
2015) eingetretenen Sachverhalt beschränkt ist und nachträgliche
Sachverhaltsänderungen nicht berücksichtigt werden (BGE 129 V 169 E. 1 mit
Hinweis). Diesen ist gegebenenfalls im Rahmen eines Anpassungsverfahrens
Rechnung zu tragen. Die vom Beschwerdeführer am 20. Juni 2016 - und damit nach
dem massgebenden Zeitpunkt vom 30. Juli 2015 - gegenüber Dr. med. P._, Zentrum
Q._, geklagte Verschlechterung der Kniegelenksfunktion (act. G 10) bildet daher nicht
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens und es ist auf die damit
verbundenen Anträge des Beschwerdeführers nicht einzutreten. Gleiches gilt bezüglich
der am 23. Mai 2016 erfolgten Operation am rechten Knie, der am 13. Oktober 2016
festgestellten stellenweise drittgradigen Chondropathie am linken Knie (siehe hierzu
act. G 12) und den vom Beschwerdeführer am 30. Januar 2017 eingereichten
Untersuchungsberichten vom 17. Januar 2017 (act. G 16), weshalb sich Ausführungen
hierzu erübrigen.
1.3 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden nach dem Gesagten
ausschliesslich die geltend gemachten Ansprüche des Beschwerdeführers auf eine
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung für Gesundheitsschäden, die einen
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 9. Juli
2010 haben. Was die vom Beschwerdeführer auf das Unfallereignis vom 9. Juli 2010
zurückgeführten Rückenbeschwerden anbelangt, so hat die Beschwerdegegnerin
zutreffend darauf hingewiesen (act. G 3, III. Rz 4.3; vgl. auch act. G 14), dass sie das
Leistungsgesuch mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2011 mangels natürlicher
Unfallkausalität bereits rechtskräftig abgewiesen hat (UV-act. I-178). Eine gerichtliche
Überprüfung dieses leistungsabweisenden Einspracheentscheids ist daher nicht mehr
möglich. Eine Neubeurteilung eines Leistungsanspruchs für die vom Beschwerdeführer
auf das Unfallereignis vom 9. Juli 2010 zurückgeführten Rückenbeschwerden kann nur
durch die Beschwerdegegnerin und nur dann vorgenommen werden, wenn ein
Rückkommenstitel gegeben ist (Wiedererwägung [Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes
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über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts {ATSG; SR 830.1}] oder
prozessuale Revision [Art. 53 Abs. 2 ATSG]). Diese Thematik bildete nicht Gegenstand
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 30. Juli 2015. Deshalb kann sie auch
nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden. Somit ist auf die
Beschwerde bezüglich der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für den vom
Beschwerdeführer mit Bezug auf das Unfallereignis vom 9. Juli 2010 geltend
gemachten Rückenschaden nicht einzutreten.
2.
Umstritten und zu prüfen ist zunächst der Umfang des Rentenanspruchs des
Beschwerdeführers für Anfechtungsgegenstand bildende Gesundheitsschäden, die
einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 9.
Juli 2010 haben (siehe vorstehende E. 1.1 ff.).
2.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst
voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
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dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V
181 E. 3.1 f.).
2.3 Ist eine versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der (definitive)
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.4 Aus den Akten ergibt sich (siehe etwa den Untersuchungsbericht von Kreisarzt Dr.
G._ vom 4. Juni 2014, UV-act. I-311, S. 4, und die Aktenbeurteilung von Dr. N._
vom 13. April 2015, UV-act. I-457, S. 6 f.) und es ist zwischen den Parteien
unbestritten, dass der medizinische Endzustand der im vorliegenden
Beschwerdeverfahren Gegenstand bildenden unfallbedingten Gesundheitsschäden
(siehe vorstehende E. 1.1 ff.) im Zeitpunkt des Rentenbeginns vom 1. Juli 2014 erreicht
war. Dem Beginn einer definitiven Rente standen auch keine
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung entgegen (vgl. UV-act. I-377, S.
2).
2.5 Der Beschwerdeführer rügt, dass die Beschwerdegegnerin bei der
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung verschiedene auf das Unfallereignis vom 9. Juli 2010
zurückzuführende Gesundheitsschäden ausser Acht gelassen habe (act. G 1). Soweit
die vom Beschwerdeführer angeführten Gesundheitsschäden überhaupt Gegenstand
des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden (vgl. vorstehende E. 1.1 ff.), ist das
Folgende zu beachten:
2.5.1 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geklagten Leiden (act. G 1, Ziff. 3) gilt
es zu berücksichtigen, dass bereits Dr. D._ am 1. Juni 2011 festhielt, ganz sicher
seien die (Knie-)Schmerzen durch die psychische Belastungssituation aggraviert (UV-
act. I-141). Dr. F._ hielt die Schmerzangaben des Beschwerdeführers für (somatisch)
„schwer nachvollziehbar“ (UV-act. I-237, S. 10). Dr. I._ berichtete am 29. Januar
2015, dass es zwischenzeitlich zu einer deutlich psychosomatischen Überlagerung und
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Schmerzverarbeitungsstörung gekommen sei (UV-act. I-434, S. 2; zum fehlenden
klinischen und bilddiagnostischen Korrelat für die vom Beschwerdeführer geklagte
Beschwerdesymptomatik siehe auch die Telefonnotiz vom 8. Januar 2015, UV-act.
I-413; vgl. auch den Bericht der Klinik E._ vom 17. Dezember 2014, UV-act. I-416, S.
2). Im Bericht vom 2. Juli 2015 vertrat Dr. D._ die Auffassung, es liege eindeutig eine
Schmerzverarbeitungsstörung vor. Er habe dem Beschwerdeführer erneut mitgeteilt,
dass die durchgeführten Untersuchungen keine derart schweren krankhaften
Veränderungen gezeigt hätten, die seine Schmerzen erklären könnten (UV-act. I-473, S.
1). In damit zu vereinbarender Weise berichteten die im Schmerzzentrum am
Kantonsspital St. Gallen (KSSG) behandelnden medizinischen Fachpersonen mit Bezug
auf das linke Knie von einem chronifizierten nozizeptiven Schmerzsyndrom mit
somatischen und sicherlich auch psychischen Faktoren und äusserten einen Verdacht
auf eine dekompensierte Schmerzverarbeitungsstörung (Bericht vom 20. Juli 2015, act.
G 1.7). Vorliegend kann offen bleiben, ob das organisch nicht nachweisbare Leiden
bzw. die Schmerzverarbeitungsstörung die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Denn wie die
Beschwerdegegnerin mit in allen Punkten zutreffenden Ausführungen im
angefochtenen Einspracheentscheid unter Hinweis auf die einschlägige
Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 115 V 133) dargelegt hat und worauf
verwiesen wird, ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den organisch nicht
nachweisbaren Beschwerden und dem Unfall vom 9. Juli 2010 zu verneinen. Es handelt
sich dabei um einen Unfall im mittleren Bereich, der nicht besonders eindrücklich war.
Dramatische Begleitumstände liegen nicht vor (vgl. UV-act. I-7 und UV-act. I-84, S. 4).
Die erlittenen somatischen Verletzungen waren weder schwer noch erfahrungsgemäss
geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Es liegen weder eine ärztliche
Fehlbehandlung noch erhebliche Komplikationen vor. Ein schwieriger Heilungsverlauf
und eine lange belastende ärztliche Behandlung sind in Bezug auf die objektivierbaren,
auf das Unfallereignis vom 9. Juli 2010 zurückzuführenden Beschwerden ebenfalls
nicht gegeben. Des Weiteren beeinflussten schon bald nach dem 9. Juli 2010 -
abgesehen von postoperativen Phasen - die organisch nicht nachweisbaren Leiden die
Arbeitsfähigkeit (siehe zum Ganzen UV-act. I-477, S. 13). Der Beschwerdeführer bringt
nichts vor, das eine andere Betrachtungsweise nahe legen würde.
2.5.2 Der Beschwerdeführer wendet ausserdem ein, dass er aufgrund der Einnahme
starker Schmerzmittel für sein linkes Knie ständig an Gleichgewichtsstörungen und
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Schwindelanfällen leide (act. G 1, Ziff. 4). Wie sich aus der vom Beschwerdeführer
eingeholten Stellungnahme von Dr. M._ vom 25. November 2014 ergibt, besteht kein
überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen der Medikamenteneinnahme
und den vom Beschwerdeführer geklagten Leiden. Dr. M._ hielt einen solchen
Zusammenhang für „eher unwahrscheinlich“ (UV-act. I-399, S. 1). Zudem berichtete Dr.
M._ am 8. Januar 2014, dass der Beschwerdeführer „erste“
Gleichgewichtsstörungen „vor einigen Wochen“ (UV-act. I-399, S. 3) und damit erst
mehrere Jahre nach dem Unfallereignis vom 9. Juli 2010 bemerkt habe. Vor diesem
Hintergrund leuchtet die Schlussfolgerung von Dr. L._ ein, dass zwischen den vom
Beschwerdeführer geklagten Gleichgewichtsstörungen und Schwindelbeschwerden
und dem Unfallereignis vom 9. Juli 2010 kein natürlicher Kausalzusammenhang besteht
(Aktenbeurteilung vom 27. Januar 2015, UV-act. I-426). Aus den Ausführungen von Dr.
M._ ergeben sich über die Medikamenteneinnahme hinaus keine Hinweise für eine
überwiegend wahrscheinliche natürliche Unfallkausalität. Damit kann die Frage nach
der adäquaten Unfallkausalität offen bleiben. Gleiches gilt für die Frage, ob die
geklagten Gleichgewichtsstörungen und Schwindelbeschwerden bezogen auf
leidensangepasste Tätigkeiten überhaupt zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
führen.
2.6 Mit Blick auf die unfallkausale Kniedistorsion links am 9. Juli 2010 hat Kreisarzt Dr.
G._ gestützt auf eine eigene Untersuchung und in Würdigung der Voraktenlage
schlüssig dargelegt, weshalb dem Beschwerdeführer eine körperlich leichte bis
mittelschwere leidensangepasste Tätigkeit vollschichtig zumutbar und mit den
bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen vereinbar ist (UV-act. I-311). Diese
Einschätzung wurde sowohl von Dr. N._ bestätigt (UV-act. I-457) als auch von Dr.
I._ (UV-act. I-434, S. 2), den medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik Bellikon
(UV-act.I-84, S. 2) und Dr. med. R._, Fachärztin für Rheumatologie (UV-act. I-447, S.
1), geteilt. Weder aus den Vorbringen des Beschwerdeführers noch aus dem Bericht
des Schmerzzentrums am KSSG vom 20. Juli 2015 (act. G 1.7) gehen Aspekte hervor,
die Zweifel an dieser medizinischen Aktenlage zu begründen vermögen. Entgegen der
Sichtweise des Beschwerdeführers ergeben sich aus den Akten, insbesondere aus
dem Bericht des Schmerzzentrums am KSSG vom 20. Juli 2015 (act. G 1.7), keine
Hinweise, dass sich das unfallbedingte Knieleiden vor dem angefochtenen
Einspracheentscheid vom 30. Juli 2015 wesentlich verschlechtert hat. Vielmehr
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berichtete Dr. D._, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Sprechstunde vom 2.
Juli 2015 unverändert die gleichen Beschwerden wie bei sämtlichen vorangehenden
Konsultationen beklagt habe (UV-act. I-473, S. 1).
2.7 Nach dem Gesagten ist auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten nachfolgend im Rahmen eines Einkommensvergleichs
(Art. 16 ATSG) der Invaliditätsgrad zu bestimmen.
2.7.1 Zwischen den Parteien ist das von der Beschwerdegegnerin für das Jahr 2014
ermittelte Valideneinkommen von Fr. 73‘440.-- (UV-act. I-469, S. 3; vgl. auch UV-
act.I-477, S. 13) unbestritten. Aus den Akten ergibt sich nichts, was gegen die
Richtigkeit dieses Betrags spricht.
2.7.2 Da die ausgewählten DAP-Löhne keine aussagekräftige Grundlage bildeten,
zog die Beschwerdegegnerin (zugunsten des Beschwerdeführers) im angefochtenen
Einspracheentscheid zur Bestimmung des Invalideneinkommens den LSE-Lohn für
Hilfsarbeiter bei und gewährte einen Tabellenlohnabzug von 5% aufgrund der
unfallbedingten Einschränkungen (UV-act. I-477, E. 6b, S. 14). Weil der
Beschwerdeführer die ihm zumutbare 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten nicht verwertet, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf den LSE-
Hilfsarbeiterlohn abgestellt. Dieser hat im Jahr 2014 Fr. 66‘453.-- betragen (vgl. Anhang
2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV; Download
der aktuellsten Version unter: <https://www.ahviv.ch/Portals/0/Documents/Webshop/
Aktualisierte%20Anh%C3%A4nge.pdf>, abgerufen am 8. August 2017). Der Beizug
des statistischen Hilfsarbeiterlohns ist vom Beschwerdeführer an und für sich
unbestritten geblieben. Allerdings fordert er einen höheren Tabellenlohnabzug.
2.7.3 Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig
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(BGE 126 V 79 E. 5b). Dem Beschwerdeführer sind körperlich leichte bis mittelschwere,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne überwiegendes Stehen, ohne häufiges Einnehmen
der Kniebeugung und ohne überwiegendes Gehen im Gelände zumutbar. Zeitweises
Treppensteigen und Steigen auf Leitern und Gerüste sind möglich (UV-act. I-311, S. 5).
Die qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind damit nicht derart
gravierend, dass auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
und Art. 16 ATSG) erhebliche lohnwirksame Einschränkungen zu befürchten wären.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er bloss noch
Hilfsarbeitertätigkeiten verrichten könne und diese in der Regel schlechter bezahlt
würden (act. G 1, S. 4), übersieht er, dass bei der Bestimmung des
Invalideneinkommens der durchschnittliche Hilfsarbeiterlohn und nicht der
durchschnittliche Lohn von Fachkräften herangezogen wird. Der im Zeitpunkt des
angefochtenen Einspracheentscheids 57-jährige Beschwerdeführer (zum
Geburtsdatum siehe UV-act. I-2) steht zwar im fortgeschrittenen Alter. Allerdings hatte
er in diesem Zeitpunkt noch eine Aktivitätsdauer von etwas mehr als 7 Jahren vor sich.
Der Beschwerdeführer verfügt noch über erhebliche Ressourcen (zum zumutbaren
Arbeitsprofil siehe UV-act. I-311, S. 5; zu seinen Alltagsaktivitäten/Hobbies und
insbesondere zu seinen PC-Kenntnissen siehe act. G 1.7, S. 2; siehe auch das
Abschlusszeugnis des Lehrgangs Kaufmann der Grundstücks- und
Wohnungswirtschaft vom 30. Juni 2005, UV-act. I-255, S. 3, die Ausbildungsnachweise
betreffend den im Jahr 2001 absolvierten Lehrgang „Haus Technik & Management“,
UV-act. I-255, S. 4; sowie den Lebenslauf in UV-act. I-255, S. 10 f.), die ihn von einem
durchschnittlichen, gänzlich ungelernten Hilfsarbeiter abheben und auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt lohnwirksame Vorteile darstellen. Im Rahmen einer
Gesamtwürdigung erscheint daher der von der Beschwerdegegnerin gewährte
Tabellenlohnabzug von 5% sämtlichen Umständen angemessen. Der
Beschwerdeführer legt im Übrigen weder konkret dar noch ist erkennbar, inwiefern er
als deutscher Staatsbürger einen Lohnnachteil bei einer Hilfsarbeitertätigkeit zu
befürchten hat. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bezogen auf den vom
Beschwerdeführer erzielten Lohn aufgezeigt hat (act. G 3, Rz 4.5), erzielte er denn auch
während seiner Erwerbstätigkeit in der Schweiz keine unterdurchschnittlichen
Einkommen.
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2.7.4 Unter Berücksichtigung eines 5%igen Tabellenlohnabzugs und einer
100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten resultieren ein
Invalideneinkommen von Fr. 63‘130.-- (Fr. 66‘453.—x 0.95), eine Erwerbseinbusse von
Fr. 10‘310.-- (Fr. 73‘440.-- - Fr. 63‘130.--) und ein Invaliditätsgrad von 14% (Fr.
10‘310.-- / Fr. 73‘440.--). Der Beschwerdeführer hat damit - wie von der
Beschwerdegegnerin zugesprochen - ab dem unbestritten gebliebenen Rentenbeginn
vom 1. Juli 2014 Anspruch auf eine 14%ige Invalidenrente.
3.
Zu prüfen bleibt das Begehren des Beschwerdeführers um Zusprache einer
Integritätsentschädigung.
3.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet.
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach
der Schwere des Integritätsschadens. Art. 36 Abs. 1 UVV bestimmt, dass ein
Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen
Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche,
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig
oder stark beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209). Voraussehbare
Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt.
Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser
Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV). Eine voraussehbare
Verschlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der
Integritätsentschädigung eine Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und
damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des
Integritätsschadens genügt hingegen nicht. Diese Prognose im Sinn einer
fallbezogenen medizinischen Beurteilung über die voraussichtliche künftige
Entwicklung der Gesundheitsbeeinträchtigung ist, wie die Beurteilung der einzelnen
Integritätsschäden an sich, eine Tatfrage, die der Arzt bzw. die Ärztin zu beurteilen hat
(Urteile des Bundesgerichts vom 14. Januar 2013, 8C_244/2012, E. 4.2 mit weiteren
Hinweisen und vom 6. September 2010, 8C_32/2010, E. 2.6.2 mit Hinweisen).
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3.2 Nach der Beurteilung von Dr. G._ erreichen die unfallbedingten
Gesundheitsschäden weder unter dem Aspekt der Funktionsstörungen an den unteren
Extremitäten noch mit Hinblick auf eine Arthrose die erforderliche Erheblichkeitsgrenze
(Stellungnahme vom 14. Oktober 2014, UV-act. I-370). Diese Beurteilung wurde sowohl
von Dr. N._ (UV-act. I-457) als auch von den Dres. I._ (UV-act. I-434, S. 2) und
R._ (UV-act. I-447, S. 1) geteilt. Dr. N._ hat zudem plausibel ausgeführt, dass auch
unter dem Gesichtspunkt „Gelenksinstabilitäten“ kein Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung resultiert (UV-act. I-457, S. 6). Der Beschwerdeführer benennt
keine konkreten Mängel, die geeignet wären, diese medizinischen Einschätzungen in
Zweifel zu ziehen. Aus seinem blossen Hinweis auf den die
militärversicherungsrechtliche Leistungspflicht betreffenden BGE 117 V 71 E. 3 (act. G
1, S. 5) lässt sich nichts ableiten, das Zweifel an den vorliegenden nachvollziehbaren
medizinischen Beurteilungen auszulösen vermöchte.
3.3 Der Beschwerdeführer fordert sodann für den von ihm geklagten Tinnitus, die
Störungen des Gleichgewichts und die psychischen Folgen eine
Integritätsentschädigung (act. G 5, S. 3). Wie bereits vorstehend ausgeführt, fehlt den
organisch nicht nachweisbaren Leiden jedenfalls der adäquate (E. 2.5.1) und den
Gleichgewichtstörungen der natürliche Kausalzusammenhang (E. 2.5.2) mit dem
Unfallereignis vom 9. Juli 2010. Letzteres gilt auch für den geklagten Tinnitus, wie den
Ausführungen von Dr. M._ entnommen werden kann (UV-act. I-399, S. 1). Hinzu
kommt, dass der Beschwerdeführer etwa anlässlich der Rehabilitation in Bellikon noch
keinen Tinnitus beklagte (UV-act. I-84 und UV-act. I-86) und dieser gemäss Aktenlage
offenbar erstmals gegenüber Dr. M._ anfangs 2014 erwähnt wurde (UV-act. I-399, S.
3). Kreisarzt Dr. L._ kam daher zutreffend zum Schluss, dass aus
otorhinolaryngologischer Sicht kein leistungsbegründender Schaden aus dem
Unfallereignis vom 9. Juli 2010 resultiert habe (UV-act.I-426). Im Licht dieser
Verhältnisse kann offen bleiben, ob diese vom Beschwerdeführer geklagten Leiden
eine dauernde erhebliche Schädigung der Integrität begründen.
3.4 Des Weiteren ist zu beachten, dass weder aus der medizinischen Aktenlage noch
aus den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. G 5) konkrete Hinweise
hervorgehen, die im massgebenden Zeitpunkt der Rentenfestsetzung (Art. 24 Abs. 2
UVG; vorliegend 1. Juli 2014, UV-act. I-467, S. 1) eine wesentliche Verschlimmerung
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des Integritätsschadens hätten befürchten lassen. Die nicht näher begründeten
Ausführungen des Beschwerdeführers gehen vor diesem Hintergrund nicht über eine
reine Spekulation hinaus.
3.5 Demnach hat die Beschwerdegegnerin das Gesuch um eine
Integritätsentschädigung für die vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden,
psychischen Beeinträchtigungen und otorhinolaryngologischen Leiden zu Recht
abgewiesen.
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).