Decision ID: bb64b94c-aa7c-4e2d-86cd-28f6fafbaf05
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
arbeitete
von
Früh
ling
1988
bis Herbst 2002,
teilweise
i
m Rahmen
befristete
r
Arbeitsver
hältnisse
während der Sommersaison
,
in
verschiedenen
Funktionen (Küchen
-
und
Servicemitarbeiter,
Betriebsassisten
t
,
angelernter
Koch)
und
bei
wechselnden Arbeitgebern
im Restaurant
Y._
respektive
Z._
in
A._
(Urk. 10/5/4, Urk. 10/5/11-12, Urk. 10/5/14, Urk. 10/5/16)
.
Dabei verletzte er sich im
Rahmen eines Unfalle
s
vom
Oktober 2001
an der
linken
Hand
(Urk. 10/
55
/2).
Wegen einer
behandlungsbedü
rftigen
Diskushernie L5/S1, auf
grund derer ihm ab Oktober 2002 eine Arbeitsunfähig
keit von 100 % und ab Februar 2003 eine solche von 50 %
attestiert
worden war (Urk. 10/17 S. 1, Urk. 10/20 S. 4), meldete sich
der Versicherte
im März 2003
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung (
berufliche
Eingliederung
s
mass
nahmen
)
an (Urk. 10/6). Nach einem von Dezember 2003 bis Februar 2004
un
ter
nommenen Arbeitsversuch als Koch im Restaurant
B._
(Urk. 10/34/3, Urk. 10/78) wurde
er
im März 2004 wegen einer
trau
matisierten
Rhizarthrose
und einer Tend
ovaginitis am linken Daumen ope
riert (Urk. 10/41/4-5). Im Juni 2004 wurde die Diskushernie L5/S1 operat
iv be
handelt (Urk. 10/42/3-4).
Am 31.
August 2004
begab sich
X._
zu Dr. med.
M._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie
,
in Behandlung
(
Urk. 10/126
)
.
Nachdem
die
von Juni 2005 bis Januar 2006
gewährte
Arbeitsvermittlung
ohne Erfolg geblieben war
(Urk. 10/83, Urk. 10/103)
, sprach
die IV-Stelle
dem Versi
cherten
m
it Verfü
gung vom 7. März 2006 (Urk. 10/116), bestätigt durch
Ein
spracheentscheid
vom 24. Oktober 2006 (Urk. 10/130), für die Dauer vom 1. Oktober 2003 bis 31. Ja
nuar 2005 eine befristete ganze Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100 % zu.
Mit Urteil vom 2. März 2007 (Urk. 10/136) hob das hiesige Gericht den
Einspracheentscheid
vom 24. Oktober 2006 in teilweiser Gutheissung der dagegen gerichteten
Beschwerde (Urk. 10/131/3-5) auf und wies die Sache
zu
ergänzenden Ab
klärungen und neuer Entscheidung
an die IV-Stelle zurück.
Diese gab daraufhin
in der Klinik
C._
ein psychiatrisches Gutach
ten in Auf
trag, welches
Dr. med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
am 25. Februar 2008 (Urk. 10/155)
vor
legt
e. Mit unan
gefochten gebliebenen Verfügungen vom 20. Februar 2009 (Urk. 10/176-178) sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten eine halbe Invalidenrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 57 % ab Oktober 2003 zu.
1.
2
Nach
Zugang des
v
om Unfallversicherer eingeholte
n
interdisziplinären
Gutach
ten
s
de
r Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
E._
vom 5. Sep
t
ember
2009 (Urk. 10/182/8-55) leitete die IV-Stelle im Okto
ber 2009
vorzeitig
eine Re
ntenrevision ein (Urk. 10/183).
Im Zuge dieses Verfahrens stellte sie dem Versicherten
mit Vorbescheid vom 30. Dezember 2010 (
Urk.
10/203) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von
15 %
die Aufhe
bung der bisherigen halben Rente infolge Besserung des G
esundheitszustandes in Aussicht, wogegen de
r Versicherte am 27. Januar res
pektive 10. März 2011 Einwand erhob (Urk. 10/205, Urk. 10/209/1-3). Daraufhin
veranlasste die IV
Stelle
das
vom 22. Mai 2011 (Urk. 10/219/1-12) datierende G
utachten
von
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
welcher
be
reits an der Exploration im
E._
als Sachverständiger mitgewirkt hatte.
A
m 15. August 2012
verfügte
sie
im vorbeschiedenen Sinne
(Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob
X._
a
m 17. September 2012 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung
vom 15. August 2012
sei aufzuheben und es sei festzuhalten, dass er nach wie vor Anspruch auf eine halbe Invali
denrente habe.
Die IV-Stelle schloss
mit
Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2012 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 19. Oktober 2012 zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk. 11)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung
sowie die die Rentenrevision betreffenden rechtlichen Bestimmungen
(Art.
28 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die In
validenversicherung [IVG], Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des So
zialversicherungsrechts [ATSG]
, Art. 88a Abs. 1 und Art. 88
bis
Abs. 2
lit
.
a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) wurden in der angefochtenen Verfügung
zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1). Darauf kann –
mit den nachfolgenden Ergänzungen
–
verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
teilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspra
cheent
scheid
, welche oder welcher auf einer mate
ri
ellen Prüfung des Rentenan
spruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsab
klärung
, Beweiswürdigung und
In
validitäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die
rentenaufhebende Verfügung
damit
, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
per 2. Juli 2009
dem
Tag nach der
Erstbegutachtung
durch Dr.
F._
i
m
E._
(Urk. 10/182/39)
verb
essert habe
und
ab diesem Zeitpunkt aus rein psychi
atrischer Sicht keine Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit mehr
vorliege
.
Dem Beschwerdeführer sei nunmehr
eine
den so
matischen
Leiden
angepasste
Tätig
keit
zu 100 % zumutbar
.
Unter Berücksichtigung des
Bruttos
tundenlohnes,
wel
chen
er
im Rahmen seiner
aktuellen
Tätigkeit
beim
G._
erziele, ergebe sich
für das Jahr 2010
aufgerechnet auf ein
zumutbare
s
Vollzeit
pensum
ein
Invalideneinkommen von Fr. 64'75
6
.
--
.
Diesem sei ein
gestützt auf die Lohnan
gaben der
N._
ermitteltes
Valideneinkommen
von Fr. 76'038.-- gegenüberzustellen, woraus
sich
ein
nicht rentenbegründender
Invaliditätsgrad von 15 %
ergebe
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich
der Beschwerdeführer
zur Hauptsache
auf den Stand
punkt
,
seit der erstmaligen
Rentenzusprache
habe sich
sein Gesundheitszustand nicht nur in
körperli
cher, sondern auch in psychischer Hinsicht nicht wesentlich verände
rt.
Die b
eide
n
psychiatrischen
Gutachten von Dr.
F._
seien in verschiedener Hinsicht mangelhaft.
D
er Sachverständige
sei
im Rahmen der Zweitbeurteilung infolge
Vorbefasstheit
durch Mitwirkung am Gutachten
des
E._
befangen gewesen
.
Zudem
sei schleierhaft
, auf welche
r
Grundlage
die Beschwerdegegnerin
das mit Fr. 64'756
.
--
bezifferte Invalideneinkommen
fest
ge
legt
habe
.
Laut
Lohnausweis habe er im Jahr 2011 effektiv
lediglich
einen Ver
dienst von
Fr. 10'408.-- brutto
erzielt
(Urk. 1 S. 3 und
7 f.
, Urk.
3
).
2.3
Streitig und zu prüf
en ist, ob sich
der Gesundheitszustand
und die Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers
aus psychi
atri
scher Sicht verändert haben und wie sich eine
etwaige
Veränderung in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Dabei sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügungen vom 20. Feb
ruar
2009
(
Urk. 10/176-178
)
mit dem bei Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 15. August 2012 (Urk. 2)
vorherrschenden Verhältnissen
zu vergleichen.
Dagegen
steht
–
mit Blick auf die medizinische
Aktenlage zu Recht –
ausser
Fra
ge, dass
sich der Gesundheitszustand
in somatischer Hinsicht
im mass
geben
den Zeitraum
nicht wesentlich verändert hat und aus körperlicher Sicht weiter
hin von einer
100%igen
Arbeitsfähigkeit in einer den Rücken- und links
seitigen Handbeschwerden angepassten
Verwei
sungst
ätigkeit auszugehen ist
(vgl. ins
besondere Bericht der
H._
, Wirbelsäulen- und
Rücken
marks
chirurgie
, vom 27. Oktober 2004 [Urk. 10/53/3], Bericht von Dr. med.
I._
, Fach
arzt für Chirurgie, speziell Handchirurgie, vom 24. Januar 2005 [Urk. 10/62], Gutachten der
H._
, Hand- und Fusszentrum, vom 6. September 2005 [Urk. 10/106/5-10],
E._
-Gutachten vom 5. September 2009 [Urk. 10/182/8-55]).
3
.
3.1
Den Verfügungen vom 20. Februar 2009 (Urk. 10/176-178), mit welchen dem Beschwerdeführer basierend auf einem Invaliditätsgrad von 57 % rückwirkend ab Oktober 2003 eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde, lag – was den
vorliegend strittigen psychischen Gesundheitszustand betrifft – zur Hauptsache die von der Beschwerdegegnerin im Nachgang zum
U
rteil
des hiesigen Gerichts
vom 2.
März 2007 (
Urk.
10/136)
eingeholte
Expertise
der Klinik
C._
vom 25. Februar 2008 (Urk
. 10/155)
zu Grunde
.
Darin kam Dr.
D._
nach am 11. Januar 2008 erfolgter Untersuchung zum
Schluss
, aufgrund der von ihm erhobenen Diagnosen einer mittelgra
digen dep
ressiven Störung (ICD-10 F32.1) und einer Schmerzverarbeitungsstörung
bestehe
im Falle des Beschwerdeführers
ein
Restl
eistungsvermögen von etwa 60 % –
even
tuell
steigerbar
–
für den somatischen
Leiden
ange
passte Tä
tigkeiten
(S. 11 und 13).
3.2
3.2.1
Im vom Unfallversicherer
in Auftrag gegebenen
E._
-Gutachten vom 5. Sep
tember 2009 (Urk. 10/182/8-55),
welches
die Beschwerdegegnerin zur Einlei
tung des
aktuellen
R
evisionsverfahrens
bewogen
hatte, stellten die
invol
vierten
Ärzte
– nebst Dr.
F._
waren
Dr. med.
J._
, Facharzt für Rheuma
tolo
gie,
und
Dr. med.
K._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
mit der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 24./25. Juni und 1. Juli 2009 betraut – die
folgenden Diagnosen mit
Einfluss
auf die Ar
beitsfähigkeit
(S. 36 Ziff. 6.1)
:
Chronifiziertes
lumbospondylogenes
facettengelenksfortgeleitetes
belas
tungsabhängiges
Schmerzsyndrom links mit/bei
Status nach Diskektomie LWK5/SWK1 bei links
mediolateraler
Dis
kushernie
und Kompression der Nervenwurzel S1 links im Juni 2004
postoperativer
Osteochondrose
L5/S1 mit korrespondierenden
Spon
dylarthrosen
beidseits, konstitutionell steiler Kreuzbeinbasiswinkel
fehlenden
Hinweise
n
für eine Instabilität respektive
radikuläre
Reiz
symp
tomatik
S1-Narbe mit Abschwächung des Achillessehnenreflexes links und Hypästhesie im
Dermatom
S1 links
Belastungsbeschwerden im Bereich des linken Daumensattel- und
Grund
gelenks
Dig
. I mit/bei:
Status nach
Epping
-Plastik im März 2004
Status nach nicht richtunggebender Krafteinwirkung mit vorüber
ge
hen
der Verschlimmerung einer vorbestehenden
Rhizarthrose
links
Den übrigen Diagnosen
-
einer behandelten arteriellen Hypertonie, einer anam
nestisch vorhandenen
Hypercholesterinämie
, einer chronischen Dyspepsie mit
Refluxbeschwerden
bei chronischer NSAR-Einnahme, einer Migräne ohne Aura
sowie einem Status nach leicht bis mittelgradiger Episode (ICD-19 F32.0/F32.1)
massen die
Sachverständigen des
E._
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit bei (S. 37 Ziff. 6.2).
Sie
erklärten, aus internistischer
und psychiatrischer
Sicht
ergebe sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Insbesondere sei die
früher diagnostizierte
depressive St
örung unter Therapie remittiert
, und die
Diagnose einer
somatofor
men
Schmerzstörung
sei ebenfalls nicht zu stellen (vgl. im Einzelnen S. 32-36 Ziff. 5.2).
E
ine
Arbeitsunfähigkeit
be
stehe
dagegen
auf rheumatologische
m
Fachgebiet
.
Zusammenfassend und u
nter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und B
efunde sei der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Koch
aus rheumatologischer Sicht aufgrund von Belastbarkeitsverminderungen
lum
bosakral
und im Bereich des linken
Dau
mensattelgelenks
nicht mehr ein
setzbar. Hingegen sei er
aus interdisziplinärer Sicht in einer
der B
ehin
derung
angepasste
n
, rücken- und
daumenschonende
n
Ver
weis
ungs
tätigkeit
(körperlich leicht und wechselbelastend, ohne repetitives Heben von Gewichten über 15 Kilogramm, idealerweise im Wechsel zwischen sitzender und stehender Po
si
tion, ohne monotone
vornübergebückte
Haltung respektive LWS-Stellung und ohne grobmanuelle beziehungsweise monoton linkshanddominante
Arbeiten
)
ab sofort
zu
100 % arbeitsfähig
(S. 41-4
4
Ziff. 7.3
f.
und
7.7
).
3.2.2
Im
von der Beschwerde
gegnerin im
Vorbescheidverfahren
eingeholten psy
chiat
rischen
Gutachten vom 22. Mai 2011 (Urk
. 10/
219/1-12)
diagnostizierte
Dr.
F._
wiederum
nur
einen Status nach leicht- bis mittelgradige
r Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit
(S. 8 Ziff. 5)
.
Dr.
F._
konstatierte, insgesamt entspreche
das aktuelle psychopatholo
gi
sche Bild weitestgehend
den
im Rahmen
der
Erstbegutachtung vom 1. Juli 2009
erhobenen Untersu
chungsbefunden
. Es zeige sich
erneut
ein von multiplen psy
cho
sozialen Belastungsfaktoren (berufliche Situ
ation und Perspektive, finanziel
le Schulden, Gesundheitszustand der Ehefrau etc.) geplagter Beschwerdeführer, bei dem jedoch gemäss ICD-Klassifikation keine depressive Störung mehr vor
liege.
Die affektive Schwingungsfähigkeit sei erhalten, die kognitiven Funktio
nen seien intakt und das äussere Erscheinungsbild sei gepflegt. Das
Aktivitäts
niveau
des Beschwerd
eführers sei ausgesprochen hoch;
er bewältige alltägliche Verrichtungen im Haushalt, Einkäufe sowie die Versorgung
seines
14jährigen Soh
nes weitestgehend selbständig,
begleite die Ehefrau zu Arztterminen und sei vermutlich letztes Jahr nach
L._
gereist. Dieses Bild sei nicht mehr ver
einbar mit einer invalidisierenden affektiven (depressiven) Störung,
wie noch im
Arztbericht von Dr.
M._
vom 15. August 2006
(vgl. Urk. 10/126, Urk. 10/146)
und im psychiatrischen Gutachten der Klinik
C._
vom 25. Februar 2008
(vgl. E. 3.1 hiervor)
postuliert
worden sei
.
Auch fänden sich nach wie vor keine An
haltspunkte für eine Persönlichkeits- oder
somatoforme
Störung, und auch die Kriterien zur Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzs
törung seien nicht hinreichend erfüllt.
Seit etwa zwei Jahren nehme d
er Beschwerdeführer keine ambulant-psychiatrische oder regelmässige psychopharmakologische Be
handlung mehr i
n Anspruch (S. 8-10 Ziff. 6.1).
Aus rein psychiatrischer Sicht lasse sich
– so Dr.
F._
–
weder in der zu
letzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter, der Qualifikation und dem Habitus angepassten Verweisungstätigkeit
eine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit begründen (S. 1
0 Ziff. 6.2).
Überdies
äusserte sich
der psychiatrische Gut
achter
auch zur Kritik, welche
der Beschwerdeführer gegen sein anlässlich der Exploration im
E._
ergangenes psychiatrisches Teilgutachten erhoben hatte
(S. 11 f. Ziff. 6.5).
4
.
4
.1
Die fachärztliche Einschätzung von Dr.
F._
vom 5. September 2009 und 22. Mai 2011 (vgl. E. 3.2 hiervor) entspricht den praxisgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (
vgl. E.
1.4
hier
vor
)
.
Seine Ausführungen sind f
ür die
vorliegend
umstrittene Frage de
s
psychi
schen Gesundheit
szu
standes
und de
ss
en Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers umfassend; sie ergingen in Kenntnis der relevanten me
dizinischen
Vorakten
und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden wie auch der Er
gebnisse der eige
nen Untersuchungen des Beschwerdeführers. Alsdann vermag die Beurteilung von Dr.
F._
sowohl in der Darlegung der medizinischen Situation als auch in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Insbesondere legte
der Sachverständige
anhand der klinischen Befunde
und in Ausei
nandersetzung mit dem
Vorgutachten
von Dr.
D._
vom 25. Februar 2008
(vgl. E. 3.1 hiervor)
in jeder Hinsicht nachvollziehbar und schlüssig dar, dass
im Zeitpunkt seiner Untersuchungen keine
relevante psychische Stö
rung
mehr
gegeben war
.
Dementsprechend kann
für die
Entscheidfindung
auf die Einschätzung von Dr.
F._
abgestellt werden.
4.2
4.2.1
An diesem Schluss vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Insbesondere ist seinem Einwand,
Dr.
F._
sei anlässlich der
Zweitb
e
gutachtung
vom 17. Mai 2011 vorbefasst gewesen, da er ihn bereits am 1. Juli 2009 im Rahmen der Exploration im
E._
psychiat
risch untersucht
habe
(Urk. 1 S. 7 f.)
,
nichts abzugewinnen
.
4.2.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung begründet
eine Vorbefassung des Arztes, der erneut zur Begut
achtung beigezogen wird, nicht von vornherein den Anschein der Befangenheit
; dies gilt auch dann
,
wenn
er
zu (für eine Partei) un
günstigen Schlus
sfolgerungen gelangt war (BGE 132 V 93 E. 7.2.2
).
Entschei
dend ist, dass das Ergebnis der Begutachtung nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist zu bejahen, wenn der Sachverständige andere
Fra
gen zu beantworten oder sein erstes Gutachten lediglich zu erläutern oder zu ergänzen hat, nicht aber, wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise überprüfen sollte
.
Demnach darf einem Sachverständigen aufgegeben werden, sein erstes Gutachten zu vervollständigen und sich mit weiteren Arztberichten vertiefter auseinanderzusetzen. Befangenheit entsteht in einem solchen Fall erst, wenn weitere Umstände hinzutreten, beispielsweise das Gutachten nicht neu
tral und sachlich gehalten ist
(Urteil des Bun
desgerichts
8C_978/2012
vom
20. Juni 2013 E. 5.3.2 mit Hinweisen).
4.2.3
Aufgrund der Akten
sind
vorliegend
weder
Umstände
auszumachen
,
welche
ob
jektiv
den Anschein der Be
fangenheit
von Dr.
F._
wecken könnten
,
noch l
ässt sich die Schlüssigkeit seiner
fachärztlichen
Ausführungen
im
E._
Gut
a
chten
vom
5. September 2009
(S. 32-36 Ziff. 5.2)
ernsthaft
in Frage stellen.
Entgegen der
Darstellung
des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 7)
wurden
die Fest
stellungen des psychiatrischen Vorgutachters Dr.
D._
auf S. 35 des
E._
-Gutachtens
unter dem Titel "Psychiatrische Anamnese"
im Wesentli
chen zutref
fend wieder
gegeben
.
Letzterer
beurteilte
im Gut
ach
ten
der Klinik
C._
vom
25. Feb
ruar 2008
(Urk. 10/155), dass der Beginn der Arbeitsun
fähig
keit "soma
tisch und nicht psychiatrisch begründet" sei (S. 13 Ziff. 7.2) und aus psy
chiatri
scher Sicht beim Exploranden
eine
(
hernach
von Dr.
D._
mit 60 %
bezifferte)
"Ar
beitsfähig
keit für körperlich angepasste Tätigkeiten" bestehe (S. 13 Ziff. 7.3
1. Satz).
Im Weiteren
ist d
ie Tatsache
, dass der Beschwerdeführer am 25. Juni 2009 gegen
über dem rheuma
tologischen
E._
-
Gutachter
Dr.
J._
erklärte, "psychisch am Boden" zu sein (
S. 80
), im Lichte der übrigen medizinischen Aktenlage
nicht
ent
scheidwesentlich
. Der Beschwerdeführer vermag
deshalb
mit
der an sich zutreffenden Feststellung
,
Dr.
F._
habe sich
nicht aus
drücklich mit dieser Äusserung auseinander
gesetzt
(Urk. 1 S. 7, Urk. 10/209/2)
, nichts zu
sei
nen
Gunsten abzu
leiten.
Alsdann
verkennt
d
er
Beschwerdeführer
, dass
gemäss den Leitlinien
der Schwei
zerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psy
chischer Störungen (abgedruckt in: Schweizerische Ä
rztezeitung 2004, S.
1048 ff.) – diese
haben zwar nicht verbindlich-behördlichen Charakter, formulieren
jedoch
doch den fachlich anerkannten Standard für eine sachgerechte,
rechts
gleiche
psychiatrische Begutachtungspraxis in der Schweiz
–
testpsychologische
Untersuchungen eine Ergänzung der klinischen Erfassung des Exploranden sein
können
; entscheidend für die
Qualität des Gutachtens ist
jedoch
in jedem Fall die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese (IV. Teil,
Ziff.
7 der
Leit
linien; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_695/2009 vom 1
7.
Dezember 2009 E.
3.2.1
f. mit Hinweis).
Zusammenfassend bestand nach dem
Gesagten
a
ufgrund de
s
Einwandes
des Be
schwerdeführers
vom 10. März 2011
(
Urk.
10/209/1-3) für
Dr.
F._
kein Anlass, die Schlüssigkeit
seine
s
Erstgutachtens zu überprüfen.
Eine unzulässige Vorbe
fassung liegt nicht vor. An diesem Schluss
vermag
die Tatsache
, dass der Sachverständige
a
m 22. Mai 2011 dennoch zur darin geäusserten Kritik Stel
lung nahm (Urk. 10/219 S. 11 f.), nichts zu
ändern
.
Soweit
der Beschwerdefüh
rer einw
irft
,
der psychiat
rische
Experte
werde anlässlich
de
r
Zweitbegutachtung kaum
von seiner v
orbestehenden Meinung abweichen (Urk. 1 S. 7),
entgeht ihm
, dass
eine Aktualisierung der psy
chiatrischen Beurteilung
im Sinne einer
Ver
laufs
begut
achtung
(Urk. 10/215, Urk. 10/217 S. 1)
keine
neue
Perspektive
auf die gesundheitlichen Anspruchsgrundlagen
verlangt
.
4.3
Die
im laufenden Re
ntenre
visionsverfahren ergangenen Beri
chte von
Dr.
med.
O._
vom
2
./3. Februar 2010 (Urk. 10/190) und 13. September 2012 (Urk. 10/227) vermögen von vornherein zu keinem anderen Ergebnis zu führen,
da es ihr
als Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin
an der
zur Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes notwendigen Sachkunde
mangelt.
Diese wurden beschwerdeweise denn auch zu Recht nicht angerufen.
4.4
Nach dem Ausgeführten steht fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychischer Hinsicht seit der
Rentenzusprache
im Februar 2009
(Urk. 10/176-178)
bis zum Erlass der
vorliegend
angefochtenen Verfügung vom 15. August 2012
(Urk. 2) derart verbessert hat, dass er nunmehr in einer
den
somatischen Beeinträchtigungen angepassten Tätigkeit entsprechend dem von den
E._
-Gutachtern formulierten Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.2.1 hier
vor)
im Umfang von
100 % arbeitsfähig ist.
5
.
5
.1
Zu prüfen
bleiben die erwerblichen Auswirkungen des somatischen
Gesund
heits
schadens
.
5
.2
5
.2
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stan
dardi
sierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszuge
hen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berück
sichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt,
weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
betriebs
üb
liche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE
129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5
.2.2
Die Beschwerdegegnerin zog zur Bemessung des
trotz Gesundheitsschaden er
zielbaren Ein
kommen
s den
S
tundenlohn von Fr. 29.65
brutto
(
einschliesslich
Ferien- und Feiertagsentschä
di
gung sowie 13. Monatslohn) heran,
welchen
der Beschwerdeführer
gemäss
Arbeitsvertrag vom 19. Januar 2010 (Urk. 10/208)
im Rahmen
seiner Anstellung als Raumpfleger bei der Kinderkrippe
G._
ab 1. März 2010 verdiente,
nachdem er dort ab Januar 2009 die Stellvertretung für seine erkrankte Ehegattin übernommen hatte (Arbeitgeber
fragebogen vom 26. Oktober 2009 [Urk. 10/185 S. 1 Ziff. 2.1 und 2.2]
).
Gestützt d
arauf
ermittelte die
Bes
chwerde
gegnerin
für das Jahr 2010 ein
E
inkommen
von Fr. 64'755.60
bezogen auf
ein Vollzeitpensum
(Einkommensver
gleich vom 7. Dezember 2010 [Urk. 10/196]
).
Dieses Vorgehen
der Beschwerdegegnerin ist nicht statthaft und kann nicht be
stätigt werden
, da der Beschwerdeführer
die fragliche
Reinigungst
ätigkeit ohne vertraglich zugesichertes Pensum
beziehungsweise
auf Abruf verrichtete
, wobei er laut den
bei den Akten liegenden Lohnausweisen
effektiv
nur
einen
Bruchteil
des von der Beschwerdegeg
nerin festgelegten Invalidenein
kommens
– im Jahr 2010 einen Verdienst von Fr. 8'096.-- (Urk. 10/220/4) und im Jahr 2011 einen solchen von Fr. 10'408.-- (Urk. 3)
–
erzielte
.
Die tat
sächlich
en
Einkommens
zahlen
sind
indes für die Bemessung des Invalideneinkommens ebenso wenig massgebend, schöpft doch der
Beschwerdeführer
mit seiner
T
ätigkeit bei der
Kinderkrippe
G._
das
ihm zumutbare
Restarbeits
vermögen
(vgl. E. 4.4 hiervor)
nicht voll aus.
D
a es
im
hier
massgebenden Zeitraum bis zur angefochtenen Verfügung vom 15. August 2012 (Urk. 2)
an zuverlässigen tatsächlichen Einkommensangaben
für ein zumutbares Vollzeitpensum fehlt
, ist
d
as
Invalidene
inkommen anhand der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE 2010, Tabelle TA1) fest
zusetzen (vgl. E.
5
.2.1 hiervor)
.
Aus
ge
hend vom Zentralwert
für Männer
im Anforderungsniveau 4 (
einfache und repetitive
Tätigkeiten
)
von Fr.
4'901.- (LSE 2010
, Tabelle TA 1, "Total")
sowie a
ngepasst an die betriebsübliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7
Stunden
(vgl. Die Volkswirtschaft 12/2013, S. 90, Tabelle B 9.2
, "Total"
) und die geschlechterspezifische Nominallohnentwicklung
(vgl.
Entwicklung der Nomi
nal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, Schweiz 19
76
-201
2
; abrufbar unter
http://www.bfs.admin.ch)
ergibt sich für das Jahr 2012 ein
L
ohn von
rund Fr. 62'366.
-- (
Fr.
4'901.-- x
12 :
40 x 41.
7 : 2151 [Index 2010] x 2188 [Index 2012]
)
bei einem Beschäftigungsgrad von 100 %
.
Hiervon
ist
angesichts dessen
, dass
der Beschwerdeführer
aufgrund der
somatischen Beeinträchti
gungen
in seinem Tätigkeitsspektrum eingeschränkt ist, ei
n leidensbedingter Abzug von 10
% zu gewähren, womit das
zumutbare
rweise
erzielbare
Invali
denein
kommen
Fr.
56'130.-- (Fr. 62'366
.-- x 0.9)
beträgt.
5
.3
5
.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeit
punkt des frühest
möglichen Rentenbeginns (BGE 129 V 222)
beziehungsweise
der Erhöhung oder Herabsetzung der Rente im Falle
einer Revision (
Art.
88
bis
IV
V
) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tat
sächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigen
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen).
5
.3.2
Die Beschwerdegegnerin veranschlagte das
Valideneinkommen
gestützt auf die
A
ngaben der
N._
, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2003
Fr.
68'250.-- (Fr. 5'250.-- x 13)
verdient
hätte (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 10. August 2003 [Urk. 10/27 S. 2 Ziff. 16 und 20), und unter Berücksichtigung der
n
ominal
en L
ohnentwicklung auf Fr. 76'038.-- für das Jahr 201
0.
Diese Bemessung ist unbestritten geblieben, steht
indes
nicht im Einklang
mit der vorstehend dargelegten Rechtsp
rechung (vgl. E. 5.3.1 hiervor)
.
Nach Lage
der
Akten arbeitete der Be
schwerdeführer im Februar 2002 letztmals für die
N._
(Urk. 10/27 S. 1 Ziff. 4), über welche am 29. April 2002 der Konkurs eröffnet wurde (vgl. Internetauszug aus dem Handelsregister [Urk. 12]). Hernach war
der Beschwerdeführer
während der Sommersaison
im Rahmen eine
s
befristeten
Arbeitsverhältnisses
als Koch bei der
P._
angestellt
(vgl. Arbeitgeb
erfragebogen vom 28. März 2003 [
Urk. 10/14 S. 1 Ziff. 1, 3 und 6
]
; vgl. au
ch Urk. 10/5/4 und
Urk. 10/5/8-9) und
nach
Ver
trags
ende
ab Oktober 2002
wegen R
ückenbeschwerden
zu 100 % arbeitsunfähig ge
schrieben (Urk. 10/17 S. 1, Urk. 10/20 S. 4).
Unter diesen Umständen
erweist sich
die Annahme
der
Be
schwerdegegnerin
, der Beschwerdeführer
wäre
heute weiterhin
bei der
N._
tätig
, als verfehlt und das Abstellen auf dere
n Lohnangaben als unzutreffend.
5
.3.3
Bei einem
trotz
gesundheitlicher Beeinträchtigung
zumutbarerweise
noch reali
sier
baren Invalideneinkommen
von
Fr.
56'130.-- (vgl. E.
5
.2.2
hiervor)
müsste
der
Va
liden
lohn
mindestens Fr. 92'777.-- (Fr. 56'130.-- x 100 / 60.5) betragen, d
amit
der für einen Rentenanspruch mindestens erford
erliche Invaliditätsgrad von 40 % (Art.
28
Abs.
2 IVG
; zur Rundung vgl.
BGE 130 V 121 E.
3.2
)
erreicht würde.
Wie ein Blick in den Auszug aus dem für ihn geführten Individuellen Konto (IK; vgl. Urk. 10/15 und Urk. 10/112) ergibt, war der
Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens weit davon entfernt, ein
Jahrese
inkommen in
der genannten
Grössenordnung
zu erwirtschaften
.
Damit
erübrigt sich
vor
liegend
eine genaue Be
z
ifferung des
Validene
inkommens
und kann es bei der Feststellung bleiben, dass
der Beschwerdeführer bei Ausschöpfung seines beruf
lichen Leistungsvermögens jedenfalls keine rentenbegründende Erwerbseinbusse mehr erleidet.
6.
Folglich
erweist sich die rentenaufhebende Verfügung
vom 15. Au
gust 2012 (Urk. 2)
zumindest im Ergebnis
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Le
istungen in Abweichung von Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig, wo
bei die Kosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt werden.
Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens
sind die
Gerichtskosten
in Höhe von
Fr. 7
00.-- de
m
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen
.