Decision ID: 8fe0a849-b034-4b11-8274-0e13b1e927ee
Year: 2016
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. Das Strafgericht Basel-Landschaft entschied mit Urteil vom 2. Juli 2015 unter anderem Folgendes:
"1. A._ wird der einfachen Körperverletzung (zum Nachteil von B._), der fahr-
lässigen einfachen Körperverletzung (zum Nachteil von C._), der Sachentzie-
hung, der Sachbeschädigung (zum Nachteil der D._ AG), des Hausfriedens-
bruchs (begangen am 14. Juni 2014), der Zechprellerei, der Widerhandlung ge-
gen das Waffengesetz sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt,
als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,
Hauptabteilung Sissach, vom 19. Dezember 2013,
zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 10.--,
unter Anrechnung der vom 22. Juli 2014 bis zum 10. September 2014 und der am
30. September 2014 ausgestandenen strafprozessualen Haft von insgesamt 52
Tagen, sowie
zu einer Busse von Fr. 300.--,
im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren Stelle eine Ersatz-
freiheitsstrafe von 3 Tagen,
in Anwendung von Art. 123 Ziff. 1 StGB, Art. 125 Abs. 1 StGB, Art. 141 StGB, Art.
144 Abs. 1 StGB, Art. 149 StGB, Art. 186 StGB, Art. 33 Abs. 1 lit. a WG, Art. 19a
Ziff. 1 BetmG (teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) sowie Art.
34 StGB, Art. 49 Abs. 1 und Abs. 2 StGB, Art. 51 StGB und Art. 106 StGB.
2. A._ wird von der Anklage der Gefährdung durch Sprengstoffe ohne verbreche-
rische Absicht, der mehrfachen Nötigung, der mehrfachen Drohung, der versuch-
ten Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, der fahrlässigen einfa-
chen Körperverletzung (zum Nachteil von E._), der Sachbeschädigung (zum
Nachteil der F._), des mehrfachen Hausfriedensbruchs (begangen am 10.
Juni 2014 und 13. Juni 2014), der Beschimpfung, des Missbrauchs einer Fern-
meldeanlage sowie der Widerhandlung gegen das Ausländergesetz freigespro-
chen.
3. a. Die gegen A._ am 14. Januar 2011 von der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft neben einer Busse von Fr. 800.-- bedingt ausgesprochene Geldstrafe
von 40 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, unter Anrechnung der ausgestandenen Unter-
Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht
suchungshaft von 20 Tagen, bei einer Probezeit von 2 Jahren, durch den Ent-
scheid der Staatsanwaltschaft vom 29. März 2012 um 1 Jahr verlängert, wird in
Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB nicht vollziehbar erklärt.
b. Die gegen A._ am 26. Mai 2011 vom Strafgerichtspräsidium Basel-Landschaft
bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, unter
Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 4 Tagen, bei einer Pro-
bezeit von 2 Jahren, durch das Urteil der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft
vom 19. Dezember 2013 um 1 Jahr verlängert, wird in Anwendung von Art. 46
Abs. 2 StGB nicht vollziehbar erklärt.
c. Die gegen A._ am 19. Dezember 2013 von der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft, als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Strafgerichtspräsidiums Ba-
sel-Landschaft vom 26. Mai 2011, neben einer Busse von Fr. 300.-- bedingt aus-
gesprochene Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 70.--, unter Anrechnung
der ausgestandenen Untersuchungshaft von 117 Tagen, bei einer Probezeit von 3
Jahren, wird in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB nicht vollziehbar erklärt. Hin-
gegen wird der Beurteilte verwarnt und die Probezeit um 1 1⁄2 Jahre verlängert.
Für die Dauer der Probezeit wird Bewährungshilfe angeordnet (Art. 46 Abs. 2
StGB i.V.m. Art. 44 Abs. 2 StGB und Art. 93 StGB).
4. a. Die nachfolgend aufgeführten beschlagnahmten Gegenstände werden in Anwen-
dung von Art. 69 Abs. 1 und Abs. 2 StGB zur Vernichtung eingezogen:
− Schmetterlingsmesser;
− Aluminiumrohr (mit Kabelbindern versetzt);
− 1.42 Gramm Marihuana.
b. Das beschlagnahmte Apple iPhone, weiss (IMEI XY), wird nach Rechtskraft unter
Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf Art. 267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO dem
Beurteilten zurückgegeben.
A._ wird unter Androhung der Einziehung im Unterlassungsfalle eine Frist von
drei Monaten ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils angesetzt, um das Mobilte-
lefon nach telefonischer Vorankündigung beim Strafgericht abzuholen.
5. a. A._ wird bei der Anerkennung der nachfolgend genannten Zivilforderungen
behaftet:
− F._, Fr. 2'071.70;
− G_ AG, Fr. 830.--, die Mehrforderung wird auf den Zivilweg verwiesen;
− D._ AG, Fr. 172.--.
b. Folgende Schadenersatzforderungen werden in Anwendung von Art. 126 Abs. 2
Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht
StPO auf den Zivilweg verwiesen:
− B._, Fr. 408.60;
− C._, unbezifferte Zivilforderung;
− E._, unbezifferte Zivilforderung.
c. Die Genugtuungsforderung von B._ in Höhe von Fr. 500.-- wird abgewiesen.
6. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorverfahrens von
Fr. 21'200.60, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 2'000.--, den
Expertisekosten des gerichtlichen Verfahrens von Fr. 910.50 und der Gerichtsge-
bühr von Fr. 6'000.--.
Zwei Drittel der Verfahrenskosten gehen zu Lasten des Staates. Der in Anwen-
dung von Art. 426 Abs. 1 StPO grundsätzlich vom Beurteilten zu tragenden Drittel
der Verfahrenskosten geht in Anwendung von Art. 425 StPO sowie § 4 Abs. 3
GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu Lasten des Staates.
Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil verlangt (Art. 82 Abs.
2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr auf Fr. 3'000.-- ermässigt (§ 4 Abs. 1
GebT).
7. Das Honorar des amtlichen Verteidigers in Höhe von insgesamt Fr. 11'576.90
(inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrichtet."
B. Gegen dieses Urteil hat die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine , nach Eröffnung des Urteilsdispositivs mit Schreiben vom 6. Juli 2015 die Berufung .
C. In ihrer begründeten Berufungserklärung vom 16. Oktober 2015 beantragte die  was folgt:
"1. Es sei A._– unter Aufhebung von Buchstabe D. 1. Ziff. 2. / 2.2.2, Ziff. 4. / 4.2.1
b., 4.2.2 c., Ziff. 8. / 8.2.2, Ziff. 9. / 9.2.2 b., Ziff. 10. / 10.1.2 a. und b., Ziff.10.2.2, Ziff.
11. / 11.1.2. a. und c., Ziff.11.2.1. b. und Ziff. 11.2.2.b. des Urteils des Strafgerichts
Basel-Landschaft vom 2. Juli 2015 – der Sachbeschädigung zum Nachteil der
F._, der Nötigung, der versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefähr-
lichen Gegenstand zum Nachteil von H._, der Widerhandlung gegen das Aus-
ländergesetz, der Gefährdung durch Sprengstoffe ohne verbrecherische Absicht, der
Drohung, der Nötigung, der Beschimpfung zum Nachteil von B._ sowie der Dro-
hung, der Nötigung, der Tätlichkeiten zum Nachteil von I._ schuldig zu erklären.
2. Es sei die Strafart zu ändern und das Strafmass angemessen zu erhöhen.
Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht
3. Es sei unter Aufhebung von Buchstabe D. III. Ziff. 2 des Urteils des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 2. Juli 2015 die Vorstrafen vom 14. Januar 2011, vom 26. Mai
2011 und vom 19. Dezember 2011 zu widerrufen.
4. Unter grundsätzlicher o/e-Kostentragungspflicht zu Lasten des Beschuldigten, seien die Verfahrenskosten zufolge offensichtlicher Uneinbringlichkeit auf die Staatskasse
zu nehmen."
D. Demgegenüber stellte der Beschuldigte in seiner Berufungsantwort vom 25. Januar 2016 folgende Rechtsbegehren:
"1. Es sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen.
2. Es sei dem Berufungsgegner auch für das zweitinstanzliche Verfahren die amtliche
Verteidigung zu bewilligen.
3. Unter o/e-Kostenfolge."
E. Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts , Abteilung Strafrecht, betrifft, so wurde dem Beschuldigten mit Verfügung vom 1. Februar 2016 die amtliche Verteidigung mit Advokat Simon Berger für das zweitinstanzliche Verfahren bewilligt.

F. Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht,  die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sowie der Verteidiger des Beschuldigten,  Simon Berger. Der Beschuldigte bleibt der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung trotz ordnungsgemässer Vorladung fern. Beide Parteien halten an ihren bereits schriftlich gestellten Anträgen vollumfänglich fest. Auf die Parteivorträge wird, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
I. Formelles
1. Zuständigkeit und Eintreten
[...]
2. Nichterscheinen des Beschuldigten
Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht
Zunächst ist festzustellen, dass der Beschuldigte trotz ordnungsgemässer Vorladung nicht zur heutigen Hauptverhandlung vor Kantonsgericht erschienen ist. In casu hat jedoch einzig die Staatsanwaltschaft Berufung erhoben, was dazu führt, dass die strafrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts – trotz des Nichterscheinens des Beschuldigten – im Abwesenheitsverfahren ein Urteil zu fällen hat (vgl. Art. 407 Abs. 1 und 2 StPO).
3. Gegenstand des Berufungsverfahrens
Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten.
In casu liegt einzig eine Berufung der Staatsanwaltschaft vor; der Beschuldigte hat weder  noch Anschlussberufung erhoben.
Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich zunächst gegen die Freisprüche hinsichtlich folgender Fälle der Anklageschrift:
– Fall 1: Sachbeschädigung zum Nachteil der F._ – Fall 3: Nötigung und versuchte Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand zum
Nachteil von H._ – Fall 7: Widerhandlung gegen das Ausländergesetz – Fall 8: Gefährdung durch Sprengstoffe ohne verbrecherische Absicht – Fall 9: Drohung, Nötigung und Beschimpfung zum Nachteil von B._ – Fall 10: Drohung, Nötigung und Tätlichkeiten zum Nachteil von I._
Überdies beanstandet die Staatsanwaltschaft die Strafzumessung sowie den Nichtwiderruf der Vorstrafen.
II. Materielles
1. Allgemeines
Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt es Art. 82 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die  der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflichten. Hingegen ist auf neue  Vorbringen und rechtliche Argumente einzugehen, die erst im Rechtsmittelverfahren vorgetragen werden.
2. Fall 1 der Anklageschrift: Sachbeschädigung zum Nachteil der F._
Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht
2.1. Gemäss Anklageschrift vom 26. Februar 2015 wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, am 17. September 2013, ca. 23:15 Uhr, am Bahnhof in K._ eine Leuchtanzeigetafel mit der Aufschrift "K._" beschädigt zu haben, indem er entweder mutwillig ein Bierrugeliglas in die Leuchtanzeigetafel geworfen oder anlässlich einer aus Spass geführten Rangelei mit einem Kollegen und unter Inkaufnahme einer Sachbeschädigung derart heftig mit einem Bierrugeliglas herumgestikuliert habe, dass dieses 3.9 m in die Luft geflogen sei und die Leuchtanzeigetafel beschädigt habe.
Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten vom Vorwurf der Sachbeschädigung zum Nachteil der F._ frei. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Beschuldigte habe nicht damit rechnen müssen, dass er anlässlich einer Rangelei mit einem Bierglas in der Hand eine in etwa vier  Höhe angebrachte Leuchtanzeigetafel treffen könnte. Gegen einen gezielten Wurf spreche namentlich das Verhalten des Beschuldigten nach dem Schadensereignis. Hätte der  die Leuchtanzeigetafel absichtlich beschädigt, hätte er sich vermutlich – wie dies sein  getan habe – vom Bahnhof entfernt, und nicht die Polizei angerufen und am Tatort auf  Eintreffen gewartet. Mangels zusätzlicher Indizien sei dem Beschuldigten ein absichtlicher Wurf des Bierglases gegen die Leuchtanzeigetafel nicht rechtsgenüglich nachzuweisen. Es sei zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass ihm das Bierglas aufgrund der  mit seinem Kollegen unabsichtlich entglitten sei und in der Folge die Leuchtanzeigetafel  habe.
2.2 Die Staatsanwaltschaft beantragt demgegenüber im Fall 1 der Anklageschrift einen Schuldspruch wegen Sachbeschädigung und stellt sich auf den Standpunkt, es könne nicht nachvollzogen werden, inwiefern ein aus der Hand rutschendes Bierrugeliglas eine rund 4 Meter in der Höhe angebrachte Anzeigetafel beschädigen könne. Vorliegend könnten keine Gegenindizien den Rückschluss entkräften, dass sich aufgrund einer derart heftigen Rangelei mit einem Bierglas in der Hand die Beschädigung des Bahnhofsschildes für den Beschuldigten als so wahrscheinlich aufdrängt habe, dass diese vernünftigerweise nicht anders als eine  des tatbestandsmässigen Erfolges ausgelegt werden könne. Aufgrund des Umstandes, dass der Beschuldigte die in Frage stehende Sachbeschädigung selber der Polizei gemeldet habe, könne nicht auf einen fehlenden Eventualvorsatz geschlossen werden.
2.3.1 Der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB macht sich schuldig, wer eine , an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. Der subjektive Tatbestand setzt Vorsatz voraus, wobei  genügt (vgl. PHILIPPE WEISSENBERGER, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 144 N 103).
Bezüglich des Sachverhaltes steht aufgrund des insoweit von den Parteien nicht bestrittenen Beweisergebnisses der Vorinstanz (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 10 f.) fest, dass die Leuchttafel durch ein fliegendes Bierglas aus der Hand des Beschuldigten beschädigt worden ist. Das  des Beschuldigten erfüllt klarerweise den objektiven Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB. Zu prüfen gilt es nachfolgend, ob der Beschuldigte mindestens mit Eventualvorsatz  hat.
Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht
2.3.2 Für den Nachweis des Vorsatzes kann sich das Gericht – soweit der Täter nicht geständig ist – regelmässig nur auf äusserlich feststellbare Indizien und auf Erfahrungsregeln stützen, die ihm Rückschlüsse auf die innere Einstellung des Täters erlauben. Zu den äusseren Umständen, aus denen der Schluss gezogen werden kann, der Täter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen, zählen namentlich die Grösse des dem Täter bekannten Risikos der  und die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung. Je grösser dieses Risiko ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto eher darf gefolgert werden, der Täter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 134 IV 26, E. 3.2.2 mit Hinweisen). Der Richter darf vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolges als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1, E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis). Eventualvorsatz kann indessen auch vorliegen, wenn der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs nicht in diesem Sinne sehr wahrscheinlich,  bloss möglich war. Doch darf nicht allein aus dem Wissen des Täters um die Möglichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. Vielmehr müssen weitere Umstände hinzukommen (BGE 133 IV 9, E. 4.1 mit Hinweisen). Solche Umstände liegen  vor, wenn der Täter das ihm bekannte Risiko nicht kalkulieren und dosieren kann (vgl. BGE 133 IV 1, E. 4.5 mit Hinweisen; Urteil 6B_617/2013 vom 4. April 2014, E. 2.3).
Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der Täter den Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein. Der Richter darf vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich , dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 133 IV 222, E. 5.3 mit Hinweisen).
2.4 Entgegen dem Einwand der Staatsanwaltschaft kann das Verhalten des Beschuldigten nach der Tat durchaus gewisse Rückschlüsse auf die innere Einstellung der Täterschaft liefern (vgl. Entscheid des Obergerichts Zürich UE130057 vom 17. April 2013, E. 2.6. a). Dass der , nachdem die Leuchttafel durch ihn beschädigt worden war, die Polizei anrief und auf deren Eintreffen am Bahnhof K._ wartete, kann durchaus als Indiz zu seinen Gunsten  werden. Die eingetretene Beschädigung der Leuchttafel kann grundsätzlich sowohl durch einen gezielten Wurf als auch durch ein heftig aus der Hand geschleudertes Bierglas verursacht worden sein. In casu liegen neben den Angaben des Beschuldigten sowie der  der Polizei Basel-Landschaft keine weiteren Beweismittel vor. Dem Beschuldigten kann bei dieser Beweislage ein gezieltes Werfen des Bierglases gegen die Leuchttafel nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden. Vielmehr ist in dieser Konstellation gemäss dem  Grundsatz "in dubio pro reo" von der Version des Beschuldigten auszugehen, wonach ihm das Bierglas im Rahmen einer scherzhaften Rangelei aus der Hand gerutscht ist (act. 861).
Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht
Unter der Annahme eines hektischen Geschehens im Rahmen der scherzhaften Rangelei  dem Beschuldigten und seinem Kollegen ist die Erkenntnis der Vorinstanz, wonach der Beschuldigte nicht damit habe rechnen müssen, dass das von ihm gehaltene Bierglas  weggeschleudert werde, dass es die in rund vier Metern Höhe angebrachte  beschädigen könnte, nicht zu beanstanden. Selbst wenn der Beschuldigte die Zerstörung der Leuchttafel für möglich gehalten hätte, so kann aufgrund der vorliegenden Beweislage nicht davon ausgegangen werden, er habe eine Beschädigung dieser billigend in Kauf genommen. Vielmehr zeigt das Beweisergebnis, dass der Beschuldigte – sofern er die Leuchttafel  wahrgenommen hat – aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit darauf vertraut hat, dass die Leuchttafel während der Rauferei – selbst wenn er die Kontrolle über das Bierglas verlieren sollte – nicht beschädigt werde. Eventualvorsätzliches Handeln scheitert somit am  Nachweis des subjektiven Tatbestands von Art. 144 StGB. Demnach ist das Urteil der Vorinstanz bezüglich des Falls 1 der Anklageschrift zu bestätigen, was insofern in diesem Punkt zur Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft führt.
3. Fall 3 der Anklageschrift: Nötigung und versuchte Körperverletzung mit einem
gefährlichen Gegenstand zum Nachteil von H._
3.1. In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten unter Ziffer 3.a vorgeworfen am 25. März 2014, zwischen ca. 13:15 Uhr und 13:25 Uhr eine Nötigung begangen zu haben. Er habe H._ wissentlich und willentlich am Bahnhof in K._, beim dortigen Taxistandplatz  einer Auseinandersetzung bedroht, indem er rennend und schreiend mit einem mit zwanzig Kabelbindern und einem Elektrokabel versehenen Aluminiumrohr auf H._ losgegangen sei. Dabei habe er in Kauf genommen, dass H._ aufgrund seines Verhaltens die Flucht ergreife und zum am Bahnhof befindlichen M._ renne.
3.2. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten im Fall 3 der Anklageschrift vom Vorwurf der Nötigung frei und erwog hinsichtlich des Sachverhaltes, es sei von einem wechselseitigen  auszugehen. H._ sei im Begriff gewesen, den Beschuldigten anzugreifen. Der  habe diesem Angriff mit einem Gegenangriff zuvorkommen wollen. Zu diesem Zweck sei er mit einer Metallstange in der Hand auf H._ zugerannt.
In der Folge habe H._ seinen Angriff abgebrochen und sei geflüchtet. Bei dieser  sei es offensichtlich, dass es dem Beschuldigten darum gegangen sei, sich der von H._ gesuchten Konfrontation zu stellen. Da sich der Beschuldigte jedoch von H._ nicht habe einschüchtern lassen und keine Angst vor einer Konfrontation gehabt habe, sei H._ vor ihm geflüchtet. Mangels anderweitiger Indizien sei zu Gunsten des Beschuldigten von dieser  auszugehen. Nicht erstellt sei, dass er mit einer Stange gegen die von H._ gehaltene Werbetafel geschlagen habe.
3.3.1 Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden  durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch eine andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit dazu bestimmt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Gewalt im Sinne von Art. 181 StGB wird gemeinhin als physische Einwirkung auf die Rechtssphäre
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eines anderen definiert. Bei der Androhung ernstlicher Nachteile stellt der Täter dem Opfer die Zufügung eines Übels in Aussicht, dessen Eintritt er als von seinem Willen abhängig erscheinen lässt (vgl. GÜNTER STRATENWERTH/GUIDO JENNY/FELIX BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 7. Aufl. 2010, § 5 N 6–8; zum Ganzen BGE 122 IV 322 E.1a m.w.H.). Das Gesetz nennt in Art. 181 StGB auch das Zwangsmittel "durch andere Beschränkung der ". Diese Generalklausel ist einschränkend zu interpretieren. Die Einschränkung muss, wie das Bundesgericht formuliert, "das üblicherweise geduldete Mass an Beeinflussung in ähnlicher Weise eindeutig überschreiten, wie es für die vom Gesetz ausdrücklich genannte Gewalt oder die Androhung ernstlicher Nachteile gilt" (BGE 134 IV 216, E. 4.1; STEFAN TRECHSEL/THOMAS FINGERHUTH, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 181 N 7). Subjektiv ist Vorsatz erforderlich, der sich auf die Beeinflussung und das abgenötigte Verhalten beziehen muss. Eventualdolus genügt, eine weitergehende Absicht ist nicht erforderlich (BGE 120 IV 17, E. 2C; TRECHSEL/FINGERHUTH, a.a.O., Art. 181 N 14). Die Rechtswidrigkeit der Nötigung folgt nicht aus der blossen Verwirklichung des Tatbestandes, sondern bedarf einer zusätzlichen Begründung. Eine Nötigung ist somit nur dann rechtswidrig, "wenn das Mittel oder der Zweck unerlaubt ist oder wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im richtigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen Mittel und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist" (BGE 120 IV 17, E. 2bb).
3.3.2 Die Staatsanwaltschaft macht bezüglich der Nötigung im Wesentlichen geltend, die Feststellung des Strafgerichts, der Beschuldigte habe einerseits die Konfrontation mit H._ gesucht, sei aber diesem andererseits schreiend mit einer mit Kabelbindern versetzten  in der Hand nachgerannt, um damit lediglich den Angriff von H._ abzuwehren, sei widersprüchlich. Die Zeugin J._ habe bereits das Geschehen auf dem Parkplatz beobachten können. Diese habe jedoch gegenseitige Angriffe der beiden Kontrahenten in keiner Weise .
3.3.3 H._ gab in der Einvernahme vom 26. März 2014 zu Protokoll, er sei wütend auf den Beschuldigten gewesen, weil dieser Unwahres über ihn verbreitet habe. Er habe ihn vom  K._ aus angerufen und aufgefordert, dorthin zu kommen. Zudem habe er den  als "Hundesohn" bezeichnet. Nach ca. 20 Minuten sei der Beschuldigte beim Bahnhof erschienen und habe beim dortigen Parkplatz auf ihn gewartet. H._ sei auf ihn zugegangen und habe mit ihm reden wollen. Der Beschuldigte habe eine Stange in der Hand gehalten (act. 961). Diese Aussagen decken sich weitgehend mit denjenigen des Beschuldigten (act. 909 ff.; 979 ff.; 993 ff; 1019 ff.) und sind somit als glaubhaft einzustufen. Dies gilt allerdings nicht für die Deposition von H._, wonach er mit dem Beschuldigten nur habe reden wollen. Denn unter Berücksichtigung der Vorgeschichte, namentlich der Beleidigungen, die H._  dem Beschuldigten ausgesprochen hatte und der Aufforderung, umgehend am Bahnhof zu erscheinen, ist vielmehr davon auszugehen, dass H._ eine tätliche Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten zumindest billigend in Kauf nahm.
Die Zeugin J._ hat nur das Wegrennen von H._ beobachten können und nicht das zuvor Vorgefallene. Demnach hat sie das Geschehen nur punktuell wahrgenommen. Zudem ist der
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Beweiswert ihrer Aussagen als erheblich eingeschränkt zu beurteilen, da sie sich aufgrund des vergangenen Zeitablaufs sehr unsicher war ("Es ist ganz schwierig, weil es so lange her ist.", act. 1015). "In dubio pro reo" ist bei dieser Beweislage von der Version des Beschuldigten , wonach H._ in feindseliger Stimmung auf den Beschuldigten zugegangen ist, und dieser in der Annahme, H._ würde ihn tätlich angreifen, sich dazu entschlossen hat, diesem Angriff mit einem Gegenangriff zuvorzukommen und dadurch H._ in die Flucht zu schlagen. Das Beweisergebnis zeigt im Weiteren, dass H._ zielgerichtet auf den Beschuldigten , obwohl er sah, dass der Beschuldigte eine Stange in der Hand hielt. Es ist somit  von H._ von einer bewusst in Kauf genommenen (tätlichen) Auseinandersetzung . In einer solchen Konstellation bleibt in rechtlicher Hinsicht für eine nachfolgende  – wenn einer der beiden Kontrahenten in die Flucht geschlagen wird – kein Raum. Anders wäre der Fall möglicherweise zu beurteilen, wenn der Beschuldigte die , welche er mit sich führte, zunächst vor H._ versteckt hätte.
Der vorinstanzliche Freispruch vom Vorwurf der Nötigung ist somit in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft zu bestätigen.
3.4.1 Hinsichtlich der versuchten einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen  gemäss Ziffer 3.b. der Anklageschrift gab der Beschuldigte zu Protokoll, er habe H._ nicht geschlagen (act. 909 ff.; 979 ff.; 993 ff; 1019 ff.). Ebenso schildert H._ (act. 959 ff.; 969 ff.) nicht, von seinem Kontrahenten geschlagen worden zu sein. Diesen Aussagen  sind auf der sichergestellten Videosequenz der Überwachungskamera (act. 947 ff.) keine Schläge zu sehen.
J._ gab zu Protokoll, der Beschuldigte sei H._ hinterhergerannt und habe ihn , wobei sie nicht wisse, ob H._ zuvor etwas getan habe (act. 1015). Sie schilderte überdies einen Schlag mit einer Stange auf die von H._ behändigte Werbetafel. Allerdings wurde bereits oben festgestellt, dass sich die Zeugin aufgrund des Zeitablaufs bezüglich ihrer Depositionen sehr unsicher war (vgl. 3.3.3 sowie act. 1015).
Bei dieser Beweislage kann bezüglich des angeklagten Schlags gegen die Werbetafel mit einer Stange – entgegen den Aussagen der beiden direkt Beteiligten – nicht einzig auf die Aussagen von J._ abgestellt werden. Der Umstand, dass der Beschuldigte seinem Kontrahenten die Werbetafel vor die Füsse geworfen hat, spricht ebenfalls indiziell gegen seinen , wobei in diesem Zusammenhang zu dessen Gunsten nicht davon auszugehen ist, dass er H._ treffen wollte, bzw. dies in Kauf genommen hätte. Dies ergibt sich eindeutig aus dem Videomaterial. Zusammenfassend sind Schläge – weder per Faust noch mit der  (auch nur gegen die Werbetafel) – gemäss dem strafprozessualen Grundsatz "in dubio pro reo" nicht erstellt. Ebensowenig lässt sich ein Verletzungsvorsatz rechtsgenüglich . Somit sind bezüglich Fall 3 der Anklageschrift die durch die Vorinstanz erfolgten  von den Tatbeständen der Nötigung (Art. 181 StGB) sowie der Körperverletzung (Art. 123 StGB) in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft zu bestätigen.
Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht
Ohnehin nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet der vorinstanzliche Schuldspruch hinsichtlich der Sachbeschädigung.
4. Fall 7 der Anklageschrift: Widerhandlung gegen das Ausländergesetz
[...]
5. Fall 8 der Anklageschrift: Gefährdung durch Sprengstoffe ohne verbrecherische
Absicht
5.1 Der Sachverhalt hinsichtlich des Falls 8 der Anklageschrift ist im Wesentlichen  und erstellt. In casu ist einzig die Sprengstoffqualität des vom Beschuldigten verwendeten Feuerwerkskörpers "Flashing Thunder" bestritten.
5.2 Die Staatsanwaltschaft macht diesbezüglich geltend, durch den Knall des detonierten Feuerwerkskörpers habe C._ eine Gehörsverletzung erlitten, welche zu einer  Hörverminderung und zu einem mehrtätigen Spitalaufenthalt geführt habe. Zudem habe E._ aufgrund der Explosion ein akustisches Trauma mit Druck auf dem Ohr erlitten.  dieser Verletzungen sei es als erstellt zu erachten, dass der Feuerwerkskörper "Flashing Thunder" zur Zerstörung geeignet gewesen sei, weswegen dieser als Sprengstoff im Sinne des Tatbestandes zu gelten habe.
5.3 Nach Art. 224 Abs. 1 StGB ist strafbar, wer vorsätzlich und in verbrecherischer Absicht durch Sprengstoffe oder giftige Gase Leib und Leben von Menschen oder fremdes Eigentum in Gefahr bringt. Die in diesem Tatbestand genannten Sprengstoffe werden in Art. 5 des  über explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoffgesetz, SprstG; SR 941.41) definiert als "einheitliche chemische Verbindungen oder Gemische solcher Verbindungen, die durch , mechanische Einwirkung oder auf andere Weise zur Explosion gebracht werden können und die wegen ihrer zerstörenden Kraft, sei es in freier oder verdämmter Ladung, schon in  geringer Menge gefährlich sind". Knallpatronen, die bloss dem Vergnügen , sind pyrotechnische Gegenstände im Sinne von Art. 7 des Sprengstoffgesetzes und fallen grundsätzlich nicht unter die Art. 224 ff. StGB. Dies gilt indessen nur dann, wenn sie nicht zum Zweck der Zerstörung verwendet werden (BGE 104 IV 235, 236). Werden solche Knallpatronen eigens zum Zwecke der Zerstörung eingesetzt, sind sie als Sprengstoff zu qualifizieren, und ihre Verwendung fällt unter die Strafbestimmungen der Art. 224 ff. StGB (vgl. BRUNO ROELLI / PETRA FLEISCHANDERL, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 224 N 4).
5.4 Der vom Beschuldigten verwendete Feuerwerkskörper "Flashing Thunder" ist als  Gegenstand zu qualifizieren, welcher nur zum Vergnügen dient und daher  nicht unter das Sprengstoffgesetz fällt (vgl. auch die Abklärungen der Polizei , Fachstelle Waffen und Sprengstoff, act. 1223), es sei denn, er wäre in casu konkret zum Zweck der Zerstörung eingesetzt worden. Was die Verwendung im vorliegenden Fall be-
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trifft, so wurde der Feuerwerkskörper vom Beschuldigten im Freien am Bahnhof K._ am Gleis 1 gezündet und in Richtung der sich dort befindlichen Schliessfächer geworfen, wobei keinerlei Sachbeschädigungen entstanden sind. Es besteht überdies auch kein Hinweis darauf, dass der Beschuldigte dadurch irgendwelche Sachwerte zu beschädigen beabsichtigt hat.
Der Umstand, dass C._ am linken Ohr ein Knalltrauma mit einem vorübergehenden akuten Tinnitus und einer vorübergehenden Hörminderung erlitten hat, führte zur zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsenen Verurteilung des Beschuldigten wegen fahrlässiger einfacher  (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 30 ff.). Die Zerstörung im Sinne vom Art. 224 Abs. 1 StGB bezieht sich indessen nicht auf Gehörschädigungen aufgrund des Knalls des . Die körperliche Unversehrtheit wird diesbezüglich durch die  abschliessend geschützt. Vorliegend ist demnach nicht von einem Einsatz zum Zwecke der Zerstörung – wie beispielsweise bei einer gezielten Sprengung eines Briefkastens (vgl.  BRUNO ROELLI / PETRA FLEISCHANDERL, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 224 N 4) – auszugehen. Somit ist der vom Beschuldigten eingesetzte Feuerwerkskörper vorliegend  der konkreten Verwendung nicht als Sprengstoff im Sinne von Art. 224 Abs. 1 StGB zu qualifizieren. Das Urteil der Vorinstanz ist demnach bezüglich Fall 8 der Anklageschrift zu , was insofern auch in diesem Punkt zur Abweisung der Berufung der  führt.
6. Fall 9 der Anklageschrift: Drohung, Nötigung und Beschimpfung zum Nachteil von
B._
[...]
7. Fall 10 der Anklageschrift: Drohung, Nötigung und Tätlichkeiten zum Nachteil von
I._
[...]
8. Zusammenfassung
Gemäss vorstehenden Erwägungen ist der Beschuldigte der Sachentziehung, der Zechprellerei, der Sachbeschädigung zum Nachteil der D._ AG, der Widerhandlung gegen das , der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der einfachen  zum Nachteil von B._, des Hausfriedensbruchs, der fahrlässigen einfachen Körperverletzung zum Nachteil von C._ sowie der mehrfachen Tätlichkeiten zum Nachteil von I._ schuldig zu sprechen.
Demgegenüber ist der Beschuldigte von der Anklage der Sachbeschädigung zum Nachteil der F._, der versuchten Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, der mehrfachen Nötigung (zum Nachteil von H._, B._ sowie I._), des mehrfachen , der Widerhandlung gegen das Ausländergesetz, der fahrlässigen einfachen Körperver-
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letzung zum Nachteil von E._, der mehrfachen Nötigung (zum Nachteil von B._ und I._), der Beschimpfung sowie des Missbrauchs einer Fernmeldeanlage freizusprechen.
9. Strafzumessung
9.1 Die Staatsanwaltschaft wendet sich sodann gegen die Strafhöhe und führt hierzu  aus, die gegen den Beschuldigten ausgesprochene Strafe sei zu mild.  erachtet die Staatsanwaltschaft das Verschulden des Beschuldigten unter  der Tat- und Täterkomponenten sowie der Vielzahl der Delikte entgegen der Ansicht des Strafgerichtes nicht mehr als leicht. Mit Hinblick auf die Art der zahlreichen und durch das  als erfüllt beurteilten Tatbestände, könne nicht mehr von "lästiger Kleinkriminalität"  werden. Dies insbesondere, da der Beschuldigte mehrfach Menschen verletzt oder anderweitig geschädigt habe und aufgrund seines Gesamtverhaltens davon auszugehen sei, dass die Rechtsordnung für ihn keine Geltung habe. Die Spezialprävention bezwecke vor allem die Sicherung und Resozialisierung des einzelnen Straftäters, während die Generalprävention auf Verbrechensvorbeugung in Bezug auf die Gesamtheit der Bevölkerung ausgerichtet sei. Inwiefern vor diesem Hintergrund eine unbedingte Geldstrafe überhaupt auf den Beschuldigten eine resozialisierende Wirkung haben solle, könne nicht nachvollzogen werden. Es sei davon auszugehen, dass eine Geldstrafe wiederum keine resozialisierende Wirkung auf den  haben werde, weswegen eine unbedingte Freiheitsstrafe auszusprechen sei.
9.2 Das Gericht misst die Strafe innerhalb des massgeblichen abstrakten Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB).
Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Bei der  der einzelnen zu beachtenden Komponenten innerhalb des Strafrahmens steht dem Gericht ein erheblicher Ermessensspielraum zu (STEFAN TRECHSEL/HEIDI AFFOLTER-EJISTEN, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 47 StGB N 35; BGE 129 IV 21).
Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere  Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Bildung einer  nach Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens . Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des
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Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe des schwersten Delikts festzulegen, indem es alle diesbezüglichen straferhöhenden und strafmindernden Umstände einbezieht. In einem zweiten Schritt hat es die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. Auch dort muss es den jeweiligen Umständen Rechnung tragen (BGer 6B_865/2009 vom 25. März 2010, E. 1.2.2 mit Hinweisen).
Das Gericht muss die für die Strafzumessung und – soweit erforderlich – die für die Wahl der Strafart erheblichen Umstände und deren Gewichtung in der Begründung aufführen. Es muss somit die Überlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen wiedergeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 134 IV 20). Um die Strafzumessung überprüfen zu können, müssen sämtliche Tat- und Täterkomponenten so erörtert werden, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Punkte  fanden und ob und in welchem Masse sie strafmindernd oder -schärfend in die Waagschale fielen (vgl. BGE 127 IV 10, E. 2). Das Gericht ist nicht verpflichtet, im Urteil in  Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit es bestimmte  Tatsachen straferhöhend oder strafmindernd berücksichtigt hat. Es muss von Bundesrechts wegen auch nicht etwa eine "Einsatzstrafe" beziffern, die es bei Fehlen bestimmter - und Strafmilderungsgründe sowie anderer gewichtiger Faktoren ausgefällt hätte (BGE 121 IV 56, 127 IV 105). Wo es indessen – insbesondere unter Anwendung des  (StGB Art. 49) – nicht möglich ist, ohne Angabe der Höhe der jeweiligen Strafen in  die für die Strafzumessung massgeblichen Gesichtspunkte und ihre Gewichtung mit der nötigen Klarheit darzustellen, muss aber ausnahmsweise eine Einsatzstrafe angegeben ; es muss also mit Zahlenangaben operiert werden, damit sich überprüfen lässt, ob die Strafzumessung mit dem Bundesrecht im Einklang steht (BGE 118 IV 121, 127 IV 105; BGer 6B_579/2008 vom 27. Dezember 2008, E. 4.4). Dem Sachgericht verbleibt aber ein weites  (BGE 134 IV 19 f. 135 IV 134 f., 136 IV 61, 138 IV 120 [nicht publizierte E. 2.2.1]). Das Gericht ist auch nicht an die Praxis anderer Kantone gebunden (BGE 124 IV 47). Das  ist zu qualifizieren und mit Blick auf Art. 50 StGB im Urteil ausdrücklich zu , wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist. Das Bundesgericht drängt in seiner aktuellen Praxis vermehrt darauf, dass Formulierung des  und Festsetzung des Strafmasses auch begrifflich im Einklang stehen (Urteile des Bundesgerichtes 6B_524/2010 und 6B_626/2011 vom 8. Dezember 2011, E. 4.4.; 6B_1096/2010 vom 7. Juli 2011, E. 4.2.; 6B_1048/2010 vom 6. Juni 2011, E. 3.2.).
9.3 Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Geld- und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Das Gericht kann somit auf eine  nur erkennen, wenn es im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss eine  ausfällen würde (BGE 138 IV 120 E. 5.2).
9.4 Wie sich aus den obigen Erwägungen ergibt, hat sich der Beschuldigte der einfachen Körperverletzung (zum Nachteil von B._), der fahrlässigen einfachen Körperverletzung (zum Nachteil von C._), der mehrfachen Tätlichkeiten (zum Nachteil von I._), der Sachentzie-
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hung, der Sachbeschädigung (zum Nachteil der D._ AG), des Hausfriedensbruchs, der Zechprellerei, der Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie der mehrfachen  gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht.
9.5 Hinsichtlich der Ausführungen zur Schuldfähigkeit, welche von der Staatsanwaltschaft nicht angefochten worden sind, kann auf das Urteil der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 43 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Dementsprechend ist beim Beschuldigten für sämtliche Delikte, für die er zu verurteilen ist, von einer vollumfänglichen Schuldfähigkeit .
9.6 Ausgangspunkt hinsichtlich der Strafzumessung bildet die einfache Körperverletzung  Art. 123 Ziff. 1 StGB als materiell schwerste Straftat, welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bedroht ist.
Bei den Strafschärfungsgründen ist derjenige der Deliktsmehrheit gemäss Art. 49 StGB zu . Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe führen indessen nicht zu einer  Erweiterung des Strafrahmens. Der ordentliche Strafrahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55, E. 5.8). Das ist vorliegend nicht der Fall. Für die auszufällende Strafe ist deshalb vom Strafrahmen der einfachen  auszugehen, welche eine Freiheitsstrafe von höchstens 3 Jahren vorsieht.
Bezüglich der Einstandstat (einfache Körperverletzung [Art. 123 Ziff. 1 StGB]) ist zu beachten, dass das von B._ erlittene Schädel-Hirn-Trauma in relativ kurzer Zeit verheilte, weswegen das objektive Verschulden als leicht einzustufen ist.
9.7 In einem nächsten Schritt ist eine Bewertung des subjektiven Tatverschuldens für die Einstandstat vorzunehmen. Dabei sind grundsätzlich das Motiv und weitere subjektive  zu berücksichtigen. Egoistische bzw. verwerfliche Beweggründe, ein Handeln aus eigenem Antrieb etc. wirken verschuldenserhöhend, während beispielsweise ein Handeln mit Eventualvorsatz (statt direktem Vorsatz), eine verminderte Schuldfähigkeit, ein  Versuch oder die in Art. 48 StGB genannten Strafmilderungsgründe  zu gewichten sind (vgl. HANS MATHYS in SJZ 100/2004 S. 173 ff., S. 181). In casu hat der Beschuldigte zumindest in Kauf genommen, B._ zu verletzen.
Das Verhalten des Beschuldigten hinsichtlich der Einsatzstrafe ist als unbedachte bzw.  Verhaltensweise, wie sie im Fall von gleichgelagerter Delinquenz häufig anzutreffen ist, zu beurteilen. In Abwägung der verschiedenen Faktoren steht das Verschulden für die  im Ergebnis als leicht da.
9.8 Hinsichtlich der Täterkomponenten hat das Strafgericht das Vorleben und die  Verhältnisse des Beschuldigten bis zum Urteilszeitpunkt zutreffend dargelegt und  (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 45 f.), worauf an dieser Stelle grundsätzlich zu verweisen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO). Namentlich ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte mehrfach vor-
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bestraft ist, wobei er während der Probezeit sämtlicher Vorstrafen delinquierte. Die Vorstrafen haben ihn offensichtlich nicht von der Begehung neuer Straftaten abhalten können, was stark straferhöhend zu berücksichtigen ist.
Im Rahmen des Nachtatverhaltens sowie des Verhaltens im Strafverfahren gilt es zunächst zu erwähnen, dass der Beschuldigte unentschuldigt, ohne irgendeine Information gegenüber  Verteidiger, nicht zur heutigen Hauptverhandlung erschienen ist. Dieses Verhalten lässt auf eine gewisse Uneinsichtigkeit schliessen. Leicht strafmindernd ist seine teilweise  zu berücksichtigen. Eine aufrichtige Reue ist beim Beschuldigten jedoch nicht zu . Immerhin ist zu seinen Gunsten zu konstatieren, dass seit seiner Haftentlassung keine strafbaren Handlungen mehr aktenkundig sind.
9.9 Die Gesamtbewertung der Täterkomponenten zeigt, dass die festgelegte hypothetische verschuldensangemessene Strafe zu erhöhen und auf 120 Tage festzusetzen ist, was mit der Formulierung des Verschuldens auch begrifflich im Einklang steht.
9.10 Im Strafbereich von 6 bis 12 Monaten kommen sowohl eine Geld- als auch  Freiheitsstrafe in Betracht (Art. 34 Abs. 1 und Art. 40 Satz 1 StGB). Aus dem  folgt, dass bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen im Regelfall  gewählt werden soll, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn am wenigsten hart trifft. Bei der Wahl der Sanktionsart sind als wichtige Kriterien aber die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 82, E. 4.1; BGE 134 IV 97, E. 4.4.2; vgl. auch Entscheide des Bundesgerichtes 6B_721/2009 vom 18.  2010, E. 4., 6B_218/2010 vom 8. Juni 2010, E. 3.2., 6B_449/2011 vom 12. September 2011, E. 3.6.1).
Aufgrund der Höhe der heute auszufällenden Strafe kommt demnach eine Sanktion in der Form einer Freiheitsstrafe nur ausnahmsweise in Betracht, die Regelsanktion in diesem Bereich ist die Geldstrafe (Art. 40 und Art. 41 Abs. 1 StGB, BGE 134 IV 97).
Der vom Beschuldigten durch sein deliktisches Handeln verschuldete Erfolg erscheint  sämtlicher Delikte in casu als eher gering. Vorliegend liegen nicht derart gravierende  vor, dass anstelle der Regelsanktion der Geldstrafe eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden müsste.
Soweit die Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Strafart einwendet, es könne davon  werden, dass eine Geldstrafe wiederum keine resozialisierende Wirkung auf den  haben werde, weswegen eine unbedingte Freiheitsstrafe ausgesprochen werden sollte, ist ihr zu entgegnen, dass in casu erstmals eine unbedingte Geldstrafe ausgesprochen wird. Soweit der Verurteilte die Geldstrafe nicht bezahlt und sie auf dem Betreibungsweg (Art. 35 Abs. 3 StGB) uneinbringlich ist, tritt an deren Stelle eine Freiheitsstrafe (vgl. Art. 36 Abs. 1 StGB). Es ist somit davon auszugehen, dass die Strafe eine Wirkung haben wird.
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9.11 Die festgelegte Einsatzstrafe für die schwerste Tat ist unter Einbezug der weiteren  Taten (fahrlässige einfache Körperverletzung zum Nachteil von C._, , Sachbeschädigung zum Nachteil der D._ AG, Hausfriedensbruch, Zechprellerei sowie Widerhandlung gegen das Waffengesetz) in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass der Beschuldigte in einem relativ  Zeitraum mehrfach delinquierte und dabei sowohl das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Hausrecht als auch das Eigentum anderer nicht respektierte.
Betreffend die Sachbeschädigung ist zu Gunsten des Beschuldigten verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass er lediglich einen geringen Sachschaden (CHF 172.‒) verursacht hat. Das Verschulden bezüglich sämtlicher hinzutretender Delikte ist als nicht sehr gravierend zu beurteilen. Bezüglich der Täterkomponenten ergeben sich betreffend diese weiteren Straftaten keine substantiellen Abweichungen zur Haupttat (vgl. obenstehend II. 9.6 ff.), weshalb sich an der Gesamtbewertung der Täterkomponenten nichts Wesentliches ändert. Die dort dargelegten subjektiven Komponenten kommen auch bei diesen Delikten zum Tragen.
9.12 Aufgrund einer Gesamtwürdigung aller tat- und täterbezogenen Umstände und somit nach Festlegen der hypothetischen verschuldensangemessenen Strafe für das Hauptdelikt und Festlegung der Strafen für die Nebendelikte ist nach erfolgter Asperation gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB festzustellen, dass eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je CHF 10.‒ als - und tatangemessene Strafe dasteht. Zufolge der neu hinzutretenden Übertretung ( Tätlichkeiten zum Nachteil von I._) ist die von der Vorinstanz wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ausgesprochene Busse von CHF 300.‒ auf CHF 500.‒ zu erhöhen, wobei im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse an deren Stelle eine  von 5 Tagen tritt.
Der Beschuldigte ist somit in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je CHF 10.‒ sowie zu einer Busse von CHF 500.‒ zu verurteilen.
10. Widerruf
10.1 Schliesslich wendet sich die Staatsanwaltschaft gegen den Nichtwiderruf des  Strafaufschubs der Vorstrafen. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach bei der Prüfung der Bewährungsaussichten des Täters eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände  sei, widerspreche der bundesgerichtlicher Rechtsprechung. Würde man dem  des Strafgerichtes folgen, hätte der Beschuldigte bereits einen erheblichen Teil der Strafe verbüsst. Der Beschuldigte sei in den Jahren 2011 zweimal, im Jahre 2013 einmal wegen  Straftaten zu bedingten Geldstrafen bei verlängerten Probezeiten verurteilt worden. Dies habe ihn in der Vergangenheit nicht daran gehindert, während diesen Probezeiten  weitere einschlägige Straftaten zu begehen. Zudem habe der Beschuldigte im vorliegenden Strafverfahren in kurzer Zeit eine hohe Anzahl von Straftatbeständen begangen, weswegen auch aus diesem Grund weitere Delikte zu befürchten seien.
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Vor diesem Hintergrund könne nicht mehr vom Fehlen einer ungünstigen Prognose  werden.
10.2 Gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den  Teil der Strafe, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder  begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er weitere Straftaten verüben wird. Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, verzichtet das Gericht auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern. Für die Dauer der verlängerten Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen (Art. 46 Abs. 2 StGB).
10.3 Die Begehung eines Verbrechens (Art. 10 und Art. 140 StGB) während der Probezeit wie hier bildet einen möglichen Widerrufsgrund. Allerdings führt ein während der Probezeit  Verbrechen nicht zwingend zum Widerruf des bedingten Strafaufschubs. Dieser soll nach Art. 46 Abs. 1 StGB nur erfolgen, wenn "deshalb", also wegen der Begehung des neuen Delikts, zu erwarten ist, dass der Täter weitere Straftaten verüben wird. Das heisst, dass die Prognose seines künftigen Legalverhaltens in solchem Fall erneut gestellt werden muss (BGE 134 IV 140 E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen). Dabei steht dem Richter ein Ermessensspielraum zu (BGE 133 IV 201 E. 2.3 zur bedingten Entlassung). Vom Widerruf soll abgesehen werden können, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Täter weitere Straftaten begehen wird. Mit  Worten ist eine bedingte Strafe oder der bedingte Teil einer Strafe nur zu widerrufen, wenn von einer negativen Einschätzung der Bewährungsaussichten auszugehen ist, d.h. aufgrund der erneuten Straffälligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht (BGE 134 IV 140 E. 4.3 mit Hinweisen).
Die Prüfung der Bewährungsaussichten des Täters ist anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich.  Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und , das Bestehen sozialer Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheides zu berücksichtigen (BGE 134 IV 140 E. 4.4 mit Hinweisen). Der Richter kann zum Schluss kommen, dass vom Widerruf des  Vollzugs für die frühere Strafe abgesehen werden kann, wenn die neue Strafe  wird. Auch das Umgekehrte ist zulässig: Wenn die frühere Strafe widerrufen wird, kann unter Berücksichtigung ihres nachträglichen Vollzugs eine Schlechtprognose für die neue Strafe im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB verneint und diese folglich bedingt ausgesprochen werden (BGE 134 IV 140 E. 4.5; ROLAND M. SCHNEIDER / ROY GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 46 N 36).
10.4 Hinsichtlich der ungünstigen Prognose, welche in casu nicht angefochten wurde, kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil der Vorinstanz,
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S. 27, Erwägung II.3.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anders als die Vorinstanz geht die strafrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts indessen nicht davon aus, dass allein der unbedingte Vollzug der neuen Geldstrafe ausreichen wird, um den Beschuldigten von der Begehung weiterer  abzuhalten. Hierzu bedarf es – in Anbetracht der hartnäckig fortgesetzten Delinquenz des Beschuldigten über Jahre trotz wiederholt bedingt auferlegten Geldstrafen – vielmehr einer für den Beschuldigten klar spürbaren Sanktion und nicht bloss des Vollzugs der neuen Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 10.‒. Mithin sind die gemäss Ziffer 3 a bis c der  Erkenntnis für nicht vollziehbar erklärten bedingt ausgesprochenen Geldstrafen vorliegend allesamt zu widerrufen. Nur durch diesen Widerruf besteht Hoffnung, dass sich der  inskünftig von der Begehung weiterer Straftaten abhalten lässt.
In Anwendung von Art. 46 Abs. 1 StGB für vollziehbar zu erklären sind somit:
– die gegen A._ am 14. Januar 2011 von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft neben
einer Busse von CHF 800.‒ bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 30.‒, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 20 Tagen, bei  Probezeit von 2 Jahren, durch den Entscheid der Staatsanwaltschaft vom 29. März 2012 um 1 Jahr verlängert;
– die gegen A._ am 26. Mai 2011 vom Strafgerichtspräsidium Basel-Landschaft bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je CHF 30.‒, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 4 Tagen, bei einer Probezeit von 2 Jahren, durch das Urteil der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 19. Dezember 2013 um 1 Jahr ;
– die gegen A._ am 19. Dezember 2013 von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 26. Mai 2011, neben einer Busse von CHF 300.‒ bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 120  zu je CHF 70.‒, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 117 Tagen, bei einer Probezeit von 3 Jahren.
III. Kosten
[...]
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