Decision ID: 0937c619-9cea-4356-bfd4-216ac6c7b2e5
Year: 2020
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

unberücksichtigten Sachverhalten entsprächen. Die Diagnosen im Bericht
des Rheumatologen aus E._ entsprächen weitestgehend denjenigen,
die bereits im von den Gutachtern gewürdigten Bericht vom Dezember
2017 (recte: Januar 2018) dargestellt worden seien. Wesentliche
Verschlechterungen oder unberücksichtigte Sachverhalte würden nicht
beschrieben. Dr. med. C._ beschreibe in seinem Bericht vom
7. November 2018 die radiologischen Befunde der Lendenwirbelsäule und
des rechten Knies als leichtgradig über das in diesem Alter übliche Mass
hinausgehend, während diejenigen der Hals- und Brustwirbelsäule
altersentsprechend seien. Im Übrigen habe Dr. med. C._ in seinem
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ausführlichen Bericht vom 8. Februar 2018 der Versicherten in angepasster
Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert.
18. Mit Verfügung vom 14. Januar 2019 bestätigte die IV-Stelle ihren
Vorbescheid und wies das Leistungsbegehren von A._ ab. Zur
Begründung gab sie an, dass A._ die gesetzliche Wartefrist von einem
Jahr mit einer andauernden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich
mindestens 40 % nicht erfüllt habe. Selbst wenn die einjährige Wartefrist
erfüllt worden wäre, bestünde kein Anspruch auf Rentenleistungen, da
A._ bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer leidensangepassten
Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte. Zum
Einwand von A._ hielt die IV-Stelle hauptsächlich fest, dass ihre
Vorbringen die RAD-Abschlussbeurteilung nicht umzustossen vermöchten.
19. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe
vom 14. Februar 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden. Sie beantragte, die angefochtene Verfügung vom 14. Januar
2019 sei aufzuheben und es sei ihr ab 1. Juli 2018 eine ganze, eventualiter
eine in der Höhe noch zu bestimmende, Invalidenrente auszurichten.
Eventualiter sei eine Untersuchung durch unabhängige Sachverständige
(Rheumatologe, Orthopäde, Psychiater etc.) hinsichtlich ihrer
Erwerbsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit durchzuführen.
Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Vornahme von
weiteren Abklärungen zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht wurde um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung
ersucht. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen
aus, dass das Ergebnis des Gutachtens nicht akzeptiert werden könne. Sie
habe sich nach der orthopädisch-traumatologischen Untersuchung in
ärztliche Notfallbehandlung begeben müssen, weil sie im Bereich der
Wirbelsäule extrem starke Schmerzen verspürt habe. Ausserdem leide sie
nachweislich an einer Kombination von ganz verschiedenen Krankheiten,
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weshalb nicht einzusehen sei, dass die körperlichen Leiden überhaupt
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben sollten. Im orthopädisch-
traumatologischen Gutachten seien unzählige Diagnosen gar nicht
aufgeführt, was an der Qualität des Gutachtens stark zweifeln lasse. Es
würden genau vier Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
festgehalten, obschon die Dres. med. F._ und C._ aufgrund
neuster MRI/MRT-Befunde einen ganzen Katalog von Diagnosen
aufgeführt hätten. Dr. med. D._ habe im Übrigen bereits im August
2017 verschiedene Befunde am rechten Knie (Chondropathie III-IV) und an
der Lendenwirbelsäule (relevante Diskopathien) diagnostiziert. Die
Chondropathie im Stadium III-IV, mithin ein schwerwiegender
Knorpelschaden, sei mehrfach ausgewiesen und wenn nun im Gutachten
eine geringgradige Chondropathie erwähnt werde, so widerspreche dies
jeglicher Faktenlage. Es mache den Anschein, als ob die neusten
MRI/MRT-Bilder nicht in die Abklärung miteinbezogen worden seien, denn
eine derart diametrale Diagnosestellung zu den Berichten von anderen
Fachärzten sei schlicht nicht erklärbar. Im Gutachten seien die
Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht genügend berücksichtigt
worden. Die neu diagnostizierte sowie ausgewiesene Beckeninstabilität
(inkl. Leistenbruch) und die beidseits festgestellten Enthesiopathien an den
Glutealsehneninsertionen am Trochanter major (Bericht von Dr. med.
O._ vom 25. Januar 2019) seien sodann auch zu berücksichtigen und
hätten auf das multiple Beschwerdebild sowie die Arbeitsfähigkeit einen
weiteren negativen Einfluss. Die IV-Stelle verhalte sich ferner
widersprüchlich, da im Gutachten erwähnt werde, dass keine
hinreichenden pathologischen Ursachen festgestellt werden könnten. Die
Dres. med. C._, F._ und D._ hätten degenerative
Veränderungen an der Lendenwirbelsäule und am rechten Knie anerkannt,
welche über das altersentsprechende Mass hinausgingen. Somit lägen
durchaus pathologische Befunde für die Schmerzsymptomatik vor,
weshalb weitergehende Abklärungen notwendig seien. Es sei schliesslich
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nicht nachvollziehbar, weshalb kein rheumatologisches Gutachten in
Auftrag gegeben worden sei. Die orthopädische Abklärung sei für die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht genügend.
20. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Vernehmlassung vom 28. Februar 2019 unter Verweis auf die
angefochtene Verfügung vom 14. Januar 2019 auf Abweisung der
Beschwerde. Ergänzend führte sie aus, dass die in der Beschwerde mit
Verweis auf den Bericht von Dr. med. O._ vom 25. Januar 2019
geltend gemachten Leistenbeschwerden vorliegend keine Beachtung
finden könnten, da sich diese Beschwerden nicht auf den am 14. Januar
2019 gegebenen Sachverhalt bezögen. Um den Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin und seine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu
beurteilen, könne auf das I._-Gutachten vom 21. September 2018
abgestellt werden. Den gegenteiligen Ausführungen der
Beschwerdeführerin sei nicht zu folgen. So sei nicht ersichtlich, inwiefern
der Notfallbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 3. September 2018
das I._-Gutachten in Frage zu stellen vermöchte. Insbesondere
ergäben sich aus diesem Bericht keine Hinweise auf eine seit dem 27.
August 2018 eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands.
Dasselbe gelte bezüglich der Berichte der Dres. med. F._ und
C._ vom 23. November 2018 bzw. 7. Dezember 2018. Bei diesen
Berichten handle es sich lediglich um andere Beurteilungen des bereits von
den Gutachtern der I._ AG beurteilten Gesundheitszustands. Die
Dres. med. F._ und C._ hätten es zudem unterlassen, sich mit
den zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit festgelegten Indikatoren
auseinanderzusetzen. Sodann seien sie als somatische Fachärzte nur
eingeschränkt kompetent, somatisch-psychiatrische Beurteilungen
vorzunehmen, weshalb ihre diesbezüglichen Einschätzungen betreffend
Arbeitsunfähigkeit nicht zu überzeugen vermöchten. Ferner habe sich die
Gutachterin der I._ AG ausdrücklich mit der Einschätzung von Dr.
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med. C._ auseinandergesetzt. Im Übrigen liessen sich die von den
Dres. med. F._ und C._ in einem ganzen Katalog aufgeführten
Diagnosen ohne Weiteres unter den fünf Diagnosen des I._-
Gutachtens einordnen. Die Gutachter der I._ AG hätten aufgrund der
Befunde richtigerweise bloss eine geringgradige retropatellare
Chondropathie rechts (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit)
diagnostiziert. Schliesslich sei weder ersichtlich noch dargelegt, weshalb
die orthopädische I._-Expertin fachlich nicht bzw. ungenügend
qualifiziert sein solle, um das Leiden der Beschwerdeführerin in
somatischer Hinsicht zu beurteilen. Die somatische I._-Expertin sei
nämlich auch Fachärztin für orthopädische Rheumatologie. Vor diesem
Hintergrund sei der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht
verneint worden.
21. Am 1. April 2019 hielt die Beschwerdeführerin replicando an ihren Anträgen
fest und nahm zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin Stellung.
22. Am 12. April 2019 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren
Anträgen fest und äusserte sich zur Replik der Beschwerdeführerin.
23. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie
auf die angefochtene Verfügung vom 14. Januar 2019 wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 14.
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Januar 2019 stellt eine solche anfechtbare Verfügung und folglich ein
taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressatin der
strittigen Verfügung ist die Beschwerdeführerin berührt und sie weist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59
ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m.
Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin
den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab dem 1. Juli 2018 zu Recht
verneint hat.
3.1. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 %
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 % invalid sind (lit. c).
3.2. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die
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voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invalidenversicherung Folge
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen
Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).
4.1. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie
folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente,
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu
mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und
auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
4.2. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist
Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die
Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen
könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der
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Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 144 I 21 E.2.1, 142 V 290 E.4, 141 V 15
E.3.2, 128 V 29 E.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_225/2019 vom
11. September 2019 E.2).
5.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und
bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person
noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E.3.1 f., 132 V 93 E.4;
Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2015 vom 20. August 2015 E.4.1).
5.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien
Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel
– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
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umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten
begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c).
5.3. Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen
Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E.3b mit
zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E.4.4 f.). So ist den
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer
Spezialärztinnen und -ärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit
der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E.3b/bb mit Hinweisen). In Bezug
auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht auch der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 E.3a
und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351
E.3b/ee, 122 V 157 E.1c, 135 V 465 E.4.4; Urteil des Bundesgerichts
8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).
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6.1. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung vom
14. Januar 2019 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts
neben der RAD-Abschlussbeurteilung vom 4. Oktober 2018 auf das
bidisziplinäre I._-Gutachten vom 21. September 2018 ab. Gestützt
darauf kommt sie zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin das
Wartejahr aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
als Pflegeassistentin von lediglich 30 % ab 5. Juli 2017 nicht erfüllt habe,
weshalb kein Anspruch auf Rentenleistungen bestehe. Zudem stellt die
Beschwerdegegnerin im Sinne einer Eventualbegründung fest, dass selbst
bei Erfüllung des Wartejahres kein Anspruch auf Rentenleistungen
bestünde, zumal in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit ebenfalls
eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe, womit die Beschwerdeführerin ein
rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 77). Streitig ist somit die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in angestammter sowie
adaptierter Tätigkeit, wobei insbesondere am orthopädischen
Teilgutachten der I._ AG Kritik geübt wird. Diese Kritik vermag
allerdings – wie nachfolgend aufgezeigt wird – nicht zu verfangen.
6.2. Das I._-Gutachten vom 21. September 2018 beruht auf eingehenden
Explorationen und berücksichtigt – entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführerin – die von ihr beklagten Beschwerden umfassend (vgl.
in psychischer Hinsicht Bg-act. 54 S. 20 ff. und in orthopädischer Hinsicht
Bg-act. 54 S. 37 ff.). Die Beurteilung der Gutachter erfolgte in Kenntnis der
Vorakten, insbesondere auch der Einschätzungen und Diagnosen der
Dres. med. F._, C._ und D._ (vgl. Bg-act. 54 S. 13 ff. Ziffern
4, 6, 8, 13 und 18), und die Schlussfolgerungen wurde gestützt auf die
eigenen Untersuchungen und – entgegen der in der Beschwerde
vertretenen Ansicht – die aktenkundigen MRIs (vgl. Bg-act. 54 S. 13 f.
Ziffern 4 und 10 sowie S. 43 f.) getroffen. In dem von der
Beschwerdeführerin kritisierten orthopädisch-traumatologischen
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Teilgutachten wird schlüssig dargelegt, dass aufgrund der klinischen und
radiologischen Befunde aus orthopädisch-traumatologischer Sicht keine
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten.
Begründend führte die Gutachterin Dr. med. L._ nachvollziehbar aus,
dass sich im Rahmen der Untersuchung eine eingeschränkt demonstrierte,
spontan frei bewegliche Wirbelsäule mit harmonischer Kyphose der
Brustwirbelsäule und vermehrter Lordose der Lendenwirbelsäule bei
massiver Adipositas gezeigt habe. Es seien nahezu über der gesamten
Wirbelsäule Druck- und Klopfschmerzangaben sowie Schmerzangaben bei
nahezu sämtlichen Bewegungen erfolgt. Hinweise auf das Vorliegen einer
Reizung zervikaler, thorakaler und lumbaler Nervenwurzeln hätten bei
fehlender Schon- und Fehlhaltung, fehlendem paravertebralem
Muskelhartspann, fehlendem sensomotorischen Defizit beider oberer
Extremitäten, seitengleich vorführbaren Gangvarianten und der Hocke,
beidseits negativem Zeichen nach Lasègue und Bragard sowie
seitengleich auslösbarem Patellarsehnen- und Achillessehnenreflex nicht
bestanden. Das MRI der Hals- und Brustwirbelsäule vom 18. Januar 2018
sei bis auf altersentsprechende degenerative Veränderungen in den
Segmenten HWK4-7 sowie BWK4-11 unauffällig. Eine Kompression
neuraler Strukturen bestehe nicht. Im MRT der Lendenwirbelsäule vom 9.
August 2017 würden sich ebenfalls nur altersbedingte degenerative
Veränderungen in den Segmenten LWK4-SWK1 ohne
Nervenwurzelaffektion darstellen. Anhand der klinischen und
radiologischen Untersuchungsbefunde seien die von der
Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen weder in der Art noch in
dem Ausmass von gutachterlicher Seite nachvollziehbar. Eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ergebe sich
dadurch nicht. Sodann seien die Gelenke beider oberer Extremitäten
allesamt frei beweglich. Auch hier seien diffuse, anatomisch und funktional
nicht nachvollziehbare Schmerzangaben während der Untersuchung
erfolgt. Hinweise auf das Vorliegen einer Epikondylitis humeri radialis oder
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ulnaris hätten bei negativem Provokationstest beidseits nicht bestanden.
Gegen eine schmerzbedingte Schonung beider Arme sprächen auch die
normal entwickelte Muskulatur der Arme sowie die vorhandene
Beschwielung beider Hände, die auf einen regelmässigen Gebrauch
hindeuteten. Auch sämtliche Gelenke beider unterer Extremitäten seien frei
beweglich gewesen. Am rechten Kniegelenk seien Druckschmerzangaben
über dem medialen und lateralen Gelenkspalt sowie Schmerzangaben bei
der Überprüfung auf das Vorhandensein einer retropatellaren
Chondromalazie erfolgt. Im MRI des rechten Kniegelenks vom 9. August
2017 hätten sich nur geringgradige degenerative Veränderungen
dargestellt. Die beschriebene 3.-4.-gradige Chondropathie der
femoropatellaren Gelenkfläche sei lediglich umschrieben vorhanden, der
Knorpelüberzug der retropatellaren Gelenkfläche sei vollkommen intakt. Im
medialen und lateralen Kompartiment des rechten Kniegelenks habe bei
nur geringen degenerativen Veränderungen im Bereich des
Innenmeniskushinterhorns überhaupt kein Korrelat für die von der
Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden bestanden. Die im MRI
ebenfalls beschriebenen prae- und infrapatellären Bursitis-Zeichen
deuteten lediglich auf ein häufiges Knien mit dem rechten Kniegelenk hin.
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich anhand dieser
klinischen und radiologischen Befunde jedoch nicht. Der angegebene
Kraftverlust in beiden Armen und Beinen lasse sich zu keinem Zeitpunkt
der hiesigen Untersuchung verifizieren. Die lediglich bedarfsweise
Einnahme von Analgetika stehe in Übereinstimmung mit dem hier
erhobenen altersentsprechenden orthopädisch-traumatologischen
Untersuchungsbefund. Von orthopädisch-traumatologischer Seite seien
lediglich Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit zu stellen:
pseudoradikuläres Lumbalsyndrom bei geringgradigen
Facettengelenksarthrosen LWK4-SWK1 beidseits, geringgradiges
Zervikal- und Thorakalsyndrom ohne radikuläre Reizung, geringgradige
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retropatellare Chondropathie rechts und massive Adipositas (vgl. Bg-act.
54 S. 43 ff.).
Insofern hat sich die Gutachterin Dr. med. L._ eingehend mit den
beklagten Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates der
Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Ihre Ausführungen zur
Beurteilung der medizinischen Situation sind einleuchtend und die
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet. Wenn nun
die behandelnden Dres. med. C._ und F._ die degenerativen
Veränderungen der Lendenwirbelsäule und am rechten Knie insbesondere
gestützt auf die MRI-Untersuchung vom 9. August 2017 als "leicht über das
in diesem Alter übliche Mass hinausgehend" (vgl. Bg-act. 71 S. 24 f.) bzw.
als "eher belastungsbedingt nach kontinuierlicher belastender Arbeit als
Pflegeassistentin" (vgl. Bg-act. 71 S. 23) oder als tiefgreifender
Knorpeldefekt (vgl. Bg-act. 73 S. 2) bezeichnen, ist der sich darauf
abstützenden Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass ärztliche
Beurteilungen von der Natur der Sache her unausweichlich
Ermessenszüge aufweisen, die es zu respektieren gilt (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_699/2018 vom 28. August 2019 E.4.4.2 mit
Hinweisen). Es kann daher nicht angehen, eine medizinische
Administrativexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu
unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig
geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 9C_4/2015 vom 5. Mai 2015 E.3.2). Letztere bringen
vorliegend denn auch nichts vor, was bei der Begutachtung unerkannt oder
ungewürdigt geblieben sein soll (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_379/2019 vom 21. August 2019 E.2). Vielmehr ist der
Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, dass die in den Berichten der
Dres. med. C._ und F._ gestellten Diagnosen bereits vor der
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Begutachtung bekannt gewesen und – wie aus dem Aktenauszug erhellt
(vgl. Bg-act. 54 S. 13 ff. Ziffern 6, 8, 13 und 18) – auch in die Beurteilung
eingeflossen sind. Diagnostische Abweichungen der behandelnden Ärzte
begründen auch rechtsprechungsgemäss nicht schon Zweifel an der lege
artis erstellten Expertise der orthopädischen Gutachterin Dr. med. L._
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_465/2019 vom 12. November 2019
E.6.2.2). Letztere leitet denn auch die von ihr gestellten Diagnosen
nachvollziehbar her und begründet schlüssig, weshalb diese keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten.
6.3. Soweit Dr. med. C._ darüber hinaus moniert, dass dem hohen
Leidensdruck der Beschwerdeführerin mit Ganzkörperbeschwerden zu
wenig Rechnung getragen worden sei (vgl. Bg-act. 73), ist auf die
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen
(Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten
fachmedizinischen Expertin anderseits hinzuweisen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_317/2019 vom 30. September 2019 E.2.3 mit Hinweis).
Aus dem orthopädisch-traumatologischen Teilgutachten geht
nachvollziehbar hervor, dass die Art und das Ausmass der angegebenen
Beschwerden durch die Untersuchungsergebnisse nicht erklärt werden
könnten (vgl. Bg-act. 54 S. 8 und 46). Es bestünden
Verdeutlichungstendenzen sowie eine ausgeprägte subjektive
Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin mit Tendenz zur
Selbstlimitierung. Im Rahmen der orthopädisch-traumatologischen
Untersuchung seien nahezu ubiquitär diffuse, anatomisch und funktional
nicht nachvollziehbare Schmerzangaben erfolgt. Widersprüche bestünden
zwischen der Art und dem Ausmass der angegebenen Beschwerden zu
den geringgradig, altersentsprechenden degenerativen Veränderungen in
den vorhandenen kernspintomographischen Untersuchungsbefunden und
zur lediglich bedarfsweisen Einnahme von Analgetika (vgl. Bg-act. 54 S. 46
f.). Darüber hinaus geht auch aus dem Bericht von Dr. med. F._ vom
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23. November 2018 hervor, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des
letzten Rehabilitationsaufenthalts in der Klinik E._ nur gerade eine
Woche die multimodalen Therapien in Anspruch genommen habe, bevor
sie – eine Verlängerung des Aufenthalts ablehnend – die Klinik mit
gleichbleibendem Allgemein- und Lokalbefinden bzw. sogar mit vermehrten
Schmerzen verlassen habe (vgl. Bg-act. 71 S. 20 ff.). Insofern ist der
Leidensdruck zu relativieren und auch die vornehmlich auf den subjektiven
Angaben der Beschwerdeführerin bzw. teilweise auch auf
invalidenfremden Faktoren beruhenden Berichte zur Notfalluntersuchung
im Kantonsspital Graubünden vom 3. September 2018 (vgl. Bg-act. 71 S.
26 f.) und von Dr. med. C._ vom 13. März 2019 (vgl.
beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 11) vermögen insoweit weder das
I._-Gutachten in Frage zu stellen noch weisen sie eine danach
eingetretene, dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustands aus.
6.4. Im Übrigen steht die gutachterlich ausgewiesene psychisch bedingte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % im Einklang mit den in den
Akten liegenden fachärztlichen Einschätzungen (vgl. insbesondere Bericht
von Dr. med. H._ vom 28. Juni 2018, Bg-act. 38 S. 1 ff.).
6.5. Sodann sind rechtsprechungsgemäss die im kantonalen Gerichtsverfahren
neu aufgelegten Berichte zu bildgebenden Untersuchungen, die erst nach
Verfügungserlass durchgeführt wurden, grundsätzlich unbeachtlich (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E.5.3).
Dies trifft vorliegend insoweit auf den Bericht von Dr. med. O._ zum
durchgeführten MRI des Beckens bzw. der Leisten vom 25. Januar 2019
zu, als darin eine Leisten- bzw. Rezidivhernie rechts im Sinne einer grossen
indirekten Hernie mit properitonealem Fettgewebe ohne Darmanteile
diagnostiziert wird (vgl. Bf-act. 5). Im Bericht von Dr. med. O._ vom 3.
Dezember 2018 wurde die Diagnose einer Rezidivhernie im Bereich der
rechten Leiste lediglich als Verdachtsdiagnose gestellt (vgl. Bg-act. 71
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S. 19). Ausserdem geht aus den medizinischen Akten nicht hervor,
inwiefern bzw. ob sich dieses Leiden dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit
auswirkt. Soweit im MRI-Bericht vom 25. Januar 2019 als Befund
beidseitige Enthesiopathien an den Glutealsehneninsertionen am
Trochanter major festgehalten werden, führt Dr. med. O._ im Rahmen
der Beurteilung selbst an, dass vor allem neben der Leistenhernie rechts
und der deutlichen Adipositas keine weitere Pathologie im Bereich der
Hüftgelenke oder der Muskulatur nachweisbar sei (vgl. Bf-act. 5).
Im Übrigen ist die Becken- bzw. Hüftproblematik der Beschwerdeführerin
bereits aus dem Bericht von Dr. med. F._ vom 9. Januar 2018 im Sinne
einer Gluteus medius Insuffizienz (vgl. Bg-act. 14) und somit auch der
orthopädischen Teilgutachterin Dr. med. L._ bekannt gewesen (vgl.
Bg-act. 54 S. 14 Ziffer 8). Letztere hat im Rahmen der eigenen
Befunderhebung auch das Becken der Beschwerdeführerin untersucht und
dabei unter anderem Folgendes ausgeführt: Im Stehen
Beckengeradestand; bei der Überprüfung des Trendelenburg-Zeichens
werde der Einbeinstand beidseits sehr unsicher demonstriert, während das
Gangbild flüssig sei, auch bei Vorführung der Gangvarianten;
Druckschmerzangaben über beiden Iliosakralgelenken, beidseits
negatives Patrick-Zeichen; keine Verkürzung der Adduktoren und
Ischiocruralmuskulatur, normal entwickelte Ober- und
Unterschenkelmuskulatur; keine Schmerzsensationen im Bereich des
Nervus cutaneus femoris lateralis beidseits, kein Leisten-Druckschmerz,
kein Trochanter-Klopfschmerz beidseits, keine Rötung oder Überwärmung
im Hüftgelenksbereich beidseits, freie Beweglichkeit beider Hüftgelenke
(vgl. Bg-act. 54 S. 42 f.). Angesichts dieser Befundlage ist nicht zu
beanstanden, wenn die Gutachterin Dr. med. L._ diesbezüglich keine
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt hat.
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6.6. Soweit die Beschwerdeführerin ferner moniert, die orthopädische
Abklärung durch die Gutachterin Dr. med. L._ sei ungenügend
gewesen und es hätte ein rheumatologisches Gutachten in Auftrag
gegeben werden müssen, vermag sie nicht durchzudringen. Sie bringt
denn auch nichts gegen die Einschätzung der I._ AG vor, wonach es
sich bei den in den Akten liegenden Befunden praktisch ausschliesslich um
orthopädische Diagnosen handle (vgl. Bg-act. 46). Zudem ist nicht
ersichtlich und wird auch nicht dargelegt, inwiefern die orthopädische
Gutachterin Dr. med. L._ mit der Zusatzqualifikation "Orthopädische
Rheumatologie" (vgl. Bg-act. 54 S. 51) nicht in der Lage gewesen sein
sollte, die gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin in
somatischer Hinsicht fachärztlich zu beurteilen.
6.7. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde pauschal auf ihren
Einwand verweist, ist darauf hinzuweisen, dass die darin vorgebrachten
Beschwerden im I._-Gutachten vom 21. September 2018
berücksichtigt wurden (vgl. vorstehende E.6.2) und die zusammen mit dem
Einwand eingereichten medizinischen Berichte die Einschätzungen der
I._-Gutachter – wie bereits dargelegt – nicht in Zweifel zu ziehen
vermögen (vgl. vorstehende E.6.2 ff.). Auch verfängt das Vorbringen der
Beschwerdeführerin nicht, wonach sich die Beschwerdegegnerin
widersprüchlich verhalte, wenn sie ausführe, dass die Beschreibung im
Gutachten einer "chronischen Schmerzpatientin ohne organische Befunde,
die die Schmerzen zu erklären vermöchten" keineswegs heisse, dass die
Beschwerdeführerin keine pathologischen Beschwerden aufweise (vgl. Bg-
act. 77 S. 2). Vielmehr geht aus der Konsensbeurteilung im Gutachten
hervor, dass die Beschwerdeführerin über chronische Schmerzen klage,
ohne dass jedoch eine hinreichende pathophysiologische Ursache für
diese Beschwerden habe festgestellt werden können. Mit anderen Worten
seien die von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen anhand
der klinischen und radiologischen Untersuchungsbefunde weder in Art
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noch in Ausmass nachvollziehbar (vgl. Bg-act. 54 S. 5). Dies schliesst aber
das Vorliegen von geringgradigen, altersentsprechenden degenerativen
Veränderungen, wie sie denn auch im orthopädischen Teilgutachten ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert werden (vgl. Bg-act. 54
S. 45), nicht aus.
7. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin
und die von ihr beigebrachten medizinischen Berichte nicht geeignet sind,
den Beweiswert des I._-Gutachtens vom 21. September 2018 zu
schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die
Beschwerdegegnerin auf die im besagten Gutachten attestierte 70%ige
Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit
abgestellt hat. Wird dabei – wie von der Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung – die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med.
G._ vom 4. Oktober 2018 zugrunde gelegt, wonach die
Arbeitsunfähigkeit von 30 % ab Juli 2017 zu gelten habe (vgl. Bg-act. 78 S.
13), besteht mangels Erfüllung der einjährigen Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit.
b IVG, in casu Beginn ab 5. Juli 2017) kein Anspruch auf eine
Invalidenrente. Selbst wenn – entsprechend dem I._-Gutachten (vgl.
Bg-act. 54 S. 8) – von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % erst ab März 2018
ausgegangen würde und das Wartejahr somit erfüllt wäre [(239 Tage à 100
% + 126 Tage à 30 % / 365 Tage) = 76 %], müsste ein Rentenanspruch
verneint werden, zumal vorliegend nicht bestritten wird, dass die
Beschwerdeführerin bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten
Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte. Die
angefochtene Verfügung vom 14. Januar 2019 erweist sich somit als
rechtmässig, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der dagegen
erhobenen Beschwerde vom 14. Februar 2019 führt. Vor diesem
Hintergrund kann in antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragte
Einholung eines polydisziplinären Sachverständigengutachtens verzichtet
werden, zumal das streitberufene Gericht aufgrund der bereits
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abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und annehmen
kann, dass diese Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht
geändert würde (vgl. BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3).
8.1. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das
Beschwerdeverfahren – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen
aus der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--
festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher
Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in Berücksichtigung
des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 700.-- fest. Gemäss Art. 73
Abs. 1 VRG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden
Partei auferlegt. Vorliegend unterliegt die Beschwerdeführerin, weshalb sie
grundsätzlich die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- zu tragen hätte.
Allerdings hat sie in ihrer Beschwerde vom 14. Februar 2019 bzw. im
entsprechenden Gesuch vom 26. Februar 2019 den prozessualen Antrag
gestellt, es sei ihr für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die
unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren. Dieser
Antrag ist folglich zu prüfen. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht
keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
8.2. Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die
erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege,
wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur
Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf
unentgeltlichen Rechtsbeistand (vgl. auch Art. 61 lit. f ATSG und Art. 76
VRG; BGE 134 I 166 E.3 mit Hinweisen).
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8.3. Vorliegend erscheint der Rechtsstreit weder offensichtlich mutwillig noch
von vornherein aussichtslos. Auch ist die Vertretung durch einen Anwalt
notwendig oder doch zumindest geboten, zumal es sich bei der
Beschwerdeführerin um eine Laiin handelt. Ausserdem ist die finanzielle
Bedürftigkeit der Sozialhilfe empfangenden Beschwerdeführerin
ausgewiesen (vgl. dazu im Detail Gesuchsangaben vom 26. Februar 2019
samt Beilagen), weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung
und Verbeiständung stattzugeben ist. Demzufolge gehen die
Gerichtskosten von Fr. 700.-- (vorläufig) zulasten der Gerichtskasse und
als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wird
Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti eingesetzt.
8.4. Die Bemessung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters
richtet sich nach kantonalem Recht (vgl. KIESER, ATSG-Kommentar,
4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 Rz. 194), d.h. vorliegend – gemäss
Art. 76 Abs. 3 VRG – nach der Anwaltsgesetzgebung. Art. 5 Abs. 1 der
Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und
Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) sieht für den
berechtigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung einen Stundenansatz
von Fr. 200.-- vor. Die eingereichte Honorarnote des Rechtsvertreters der
Beschwerdeführerin ist somit lediglich zu einem reduzierten Stundenansatz
von Fr. 200.-- (statt Fr. 250.--) zu genehmigen, wobei der geltend gemachte
Aufwand von 11.15 Stunden angemessen erscheint. Daraus ergibt sich
eine Entschädigung von insgesamt Fr. 2'474.-- (11.15 Std. à Fr. 200.-- =
Fr. 2'230.-- + Fr. 67.-- [3 % Kleinspesenpauschale] + Fr. 177.-- [7.7 %
MWST] = Fr. 2'474.--), die (vorläufig) zulasten der Gerichtskasse gehen.
8.5. Hinzuweisen ist noch auf den Vorbehalt in Art. 77 Abs. 1 VRG, wonach die
erlassenen Gerichtskosten und die Kosten für die Rechtsvertretung zu
erstatten sind, wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse
der Beschwerdeführerin dereinst verbessern sollten.
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