Decision ID: 329dbf7f-6a21-4614-88e3-642afb8ac79b
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1950
geborene
X._
ist verheiratet und Vater von
D._
, geboren
am
«...»
1999,
und
E._
, geboren
am
«...»
2003 (Urk. 8/222/1)
.
Nach
dem
er sich
am
26
.
Oktober
2010 zum Bezug von
Zusatzleistungen
zu seiner Invalidenrente an
gemeldet hatte
(Urk. 8/1
; vgl. auch Urk. 8/211
), sprach ihm
d
ie
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV (nachfolgend: SVA),
mit Verfügung vom 30. November 2011
Zusatzleistungen
zu
(Urk. 8/66). Diese passte sie in den folgenden Jahren mehrmals
den
veränderten Gegebenheiten an (
Urk. 8/86, Urk. 8/95, Urk. 8/
97
,
Urk. 8/100, Urk. 8/151
, Urk.
8/177, Urk. 8/186, Urk. 8/201, Urk. 8/223)
, insbesondere auch der Ablösung der Invalidenrente durch eine AHV-
Altersr
ente (Urk. 8/211)
.
A
m 23. Dezember 2015
verfügte
sie
über
den Zusatzleistungsanspruch des Versicherten
(
bestehend aus
Ergänzungsleistungen zuzüglich Prämienpauschalen für die Krankenver
si
cherung und kantonale Beihilfen) ab 1. Januar 2016
(Urk. 8/238)
;
mit Verfügung vom 22. Juli 2016
berechnete sie diesen
neu (Urk. 8/313).
1.2
Nachdem der Versicherte am 11. November 2016 telefonisch mitgeteilt hatte, dass er eine Erbschaft
in
Y._
, bestehend aus einer Liegenschaft und weiterem Ver
mögen,
angetreten habe (Urk. 8/323
; vgl. auch Urk. 8/325
)
, nahm
die SVA
diesbe
züglich
diverse Unterlagen und Dokumente zu den Akten (Urk. 8/
324-333).
A
m 15. Dezember 2016
verfügte
sie
über
den
Zusatzleistungsanspruch ab 1. Januar 2017 (Urk. 8/334), noch ohne Berücksichtigung der Erbschaft
(Urk. 8/337). Nach Erhalt weiterer Unterlagen
(Urk. 8/339)
, unter anderem einer
Gutschriftsanzeige
der Bank des Versicherten über
Fr. 107'731.10
(Urk. 8/339
/4
),
berechnete
sie
den Zusatzleistungsanspruch
rückwirkend ab
Februar 2016
neu
, was zu einer Leis
tungseinstellung
auf diesen Zeitpunkt
und
einer
Rückforderung bereits erbrachte
r
Zusatzl
eistungen mit Verfügung vom 5. Januar 2017 führte
(Urk. 8/
341).
Die
An
rechnung
von
Vermögen
in Höhe
von Fr. 129'513.-- für die
unverteilte
Erbschaft sowie
von Fr. 109'683.-- für nicht selbstbewohntes Grundeigentum (Urk. 8/342/2) begründete
sie
damit, der Bruder des Versicherten
Z._
sei am 1.
Janu
ar 2016 verstorben und habe ihm eine Liegenschaft wie auch Bargeld hin
terlassen. Dieses Vermögen sei ab dem
M
onat
,
der dem Tod
des Erblassers
folge,
anzurechnen (Urk. 8/341/2).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechts
kraft, ebenso wie die Verfügung vom 22. September 2017
betreffend den An
spruch ab August 2017
,
mit welcher die SVA das erneute
Gesuch des Versicherten um Ausrichtung von Zusatzleistungen (Urk. 8/
345-
346; vgl. auch Urk.
348
)
ab
schlägig beurteilte (Urk.
8/
358
; vgl. Urk. 1 S. 3).
1.3
In der Folge
reichte der Versicherte der SVA weitere Unterlagen zur angefallenen
Erbschaft ein
(Urk. 8/362-369, Urk. 8/371-374,
Urk. 8/381,
Urk. 8/388
,
Urk. 8/397
,
Urk. 8/389-396, Urk. 8/398-
400
).
Mit Verfügung vom 14. Februar 2019 verneinte
die SVA
einen Anspruch des Versicherten auf Zusatzleistungen ab 1. Januar 2018
,
wobei sie
die geerbte Liegenschaft in
Y._
gestützt auf ein
y._
Ge
richtsurteil vom 27. September 2018 mit einem Verkehrswert von 210'000
.--
Euro
respektive Fr. 245'742.--
als Vermögen
anrechnete
. Zudem berücksichtigte sie ein Verzichtsvermögen in
der
Höhe von Fr. 14'067.--
(Urk. 8/405
; Urk. 8/408-409, Urk. 8/412, Urk. 8/415
).
Gegen die Verfügung vom 14. Februar 2019
erhob der Versicherte am 18. März 2019 Einsprache (Urk. 8/420)
,
die
er a
m 14. Mai 2019 ergänzte
(Urk. 8/425)
. Zu
dem
ersuchte
er
um Wiedererwägung der Verfügung vom 5. Januar 2017
sowie
um
Ausrichtung der Zusatzleistungen bereits ab dem 1. Januar 2016 (Urk. 8/426)
.
E
r
reichte
der SVA
eine übersetzte
Bestätigung einer
y._
Notarin
ein
,
wonach
die geerbte Liegenschaft frühestens am 27. September 2018 habe ver
äussert werden können (Urk. 8/427)
.
Am 17. Juli 2019
und am 13. August 2019
erliess die SVA
zwei
weitere, den Anspruch auf Zusatzleistungen ab 1. August 2019 verneinende Verfügung
en, wobei sie
den Sohn
D._
nach beendigter Lehre per 31. Juli 2019 aus der Berechnung
nahm
(Urk. 8/433
, Urk. 8/436
)
und
neu
ab
1. August 2019
den
Lehrlingslohn
der Tochter
E._
an
rechnete
(Urk. 8/442, Urk. 8/445).
Dagegen
erhob der Versicherte am 16. September 2019 ebenfalls Einsprache (Urk. 8/465)
unter Beilage weiterer Belege (Urk. 8/455-463)
.
Auf Anfrage der SVA (Urk. 8/471
; vgl. auch Urk. 8/481-484
) reichte
er in der Folge
zusätzliche
Unterlagen
zu den Akten
(Urk.
8/472-480).
M
it
Einspracheentscheid
vom 23. Juli 2020
hiess die SVA die Einsprachen
teilweise gut
(Urk. 2)
und
sprach
dem Versicherten
mit gleichentags erlassener
und im
Einspracheentscheid
be
stä
tigt
er Verfügung
(Urk.
8/504
)
für die Zeit
vom 1. Januar bis
30. September 2018 eine Prämienpauschale für die Krankenversicherung von Fr. 910.-- zuzüglich Fr.
110.-- für
ein
K
ind
, vom 1. Januar bis 30. September 2019
kantonale Beihilfen von Fr. 308.--
, vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2019 Ergänzungsleistungen von Fr. 188.--, eine Prämienpauschale für die Krankenversicherung von Fr. 932.-- zuzüglich Fr. 113.-- für ein Kind sowie kantonale Beihilfen von Fr. 404.--, und schliesslich ab 1. Januar 2020 Ergänzungsleistungen von Fr. 289.--, eine
Prämienpauschale für die Krankenversicherung von Fr. 938.-- zuzüglich
Fr. 114.--
für ein Kind und kantonale Beihilfen von Fr. 404.
-- zu
.
Auf das Gesuch um Wiedererwägung des Leistungsanspruchs vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezem
ber 2017 trat die SVA nicht ein (Urk. 2 S. 5).
2.
Gegen den
Einsprach
eentscheid
vom 23. Juli 2020
erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Mark A.
Glavas
, mit Eingabe vom 14. September 2020 Beschwerde und beantragte die Zusprechung
höherer
Zusatzleistungen
ab 1. Januar 2018
und
die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Neuberechnung des Zusatzleistungsanspruchs; eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2
und 8
).
Mit Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2020 beantragte die
SVA
die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7)
, was dem Beschwerdeführer am 27. Okto
ber 2020 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar 2021 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG)
,
der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
sowie des kantonalen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG)
in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wir
klicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Da der
Leis
tungs
an
spruch ab Januar 2018
bis zum Erlass des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 23. Juli 2020
Gegenstand des Verfah
rens bildet, finden die bis 31.
Dezember
2020 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung und werde
n in dieser Fassung zitiert.
1.2
Gemäss
Art. 9 Abs.
1
ELG
entspricht die jährliche Ergän
zungsleistung im Sinne
von Art. 3 Abs.
1
lit
. a ELG dem Betrag, um den die an
erkannten Ausgaben (Art.
10
ELG
)
di
e anrechenbaren Einnahmen (Art.
11 ELG) übersteigen. Die anerkannten
Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von Ehegatten
werden zusam
me
n
gerechnet (Art. 9 Abs.
2 ELG).
Bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kin
der
rente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHV) oder der Invalidenver
si
cherung (IV) begründen und mit den Eltern zusammenleben, erfolgt eine ge
mein
same Berechnu
ng der Ergänzungsleistung (Art. 9 Abs.
5
lit
. a
ELG in Verbindung mit Art. 7 Abs.
1
lit
. a
ELV
).
Kinder, deren anrechenbare Einnahmen die anre
chenbaren Ausgaben übersteigen, fallen für die Berechnung der jährlichen Ergän
zungsleistung
ausser
Betracht (Art. 9 Abs. 4 ELG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2
ELV; vgl. auch
Rz
3124.01 ff. der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialver
sicherungen über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, Stand 1. Januar 2018
[WEL]). Grund dafür ist, dass sich der Einbezug solcher Kinder beziehungsweise ihres Einnahmenüberschusses in die
Anspruchsberechnung negativ auswirken und zu einem tieferen EL-Anspruch führen würde (vgl.
Carigiet
/Koch, Ergän
zungsleistungen zur AHV/IV
, 3. Auflage, Zürich 2021, S. 1
8
1
Rz
453
).
1.3
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (Art. 11 Abs.
1
lit
. b ELG) sowie
ein Fünfzehntel,
bei Altersrentnerinnen und
Altersrentnern ein Zehntel des
Reinvermögens
, soweit es bei
Ehepaaren 60 000 Franken
übersteigt
(Art. 11 Abs. 1
lit
. c ELG)
. Ange
rechnet werden ferner Einkünfte und Vermögenswerte, auf
die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs.
1
lit
. g ELG). Sie werden in gleicher Weise in die EL-Berechnung einbezogen wie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die nicht verzichtet worden ist (BGE 142 V 12 E. 3.1
).
Eine Verz
ichtshandlung
liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat (BGE 140 V 267 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art. 9 Abs. 5
lit
. d ELG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen zeit
lich
massgebend
sowie das am 1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.
1.5
Im Kanton Zürich werden nebst den bundesrechtlichen Ergänzungsleistungen kan
tonale
Beihilfen (§ 1 Abs. 1
lit
. b sowie § 13-19 ZLG
) gewährt,
wobei sich
deren Berechnung
nach Art. 9 ff. ELG richtet, soweit im ZLG für die Beihilfe nichts Abweichendes geregelt ist (§ 15 ZLG
).
2.
2.1
Dem
angefochtenen
E
inspracheentscheid
ist zu entnehmen, dass die
SVA dem Beschwerdeführer
die
geerbte
Liegenschaft in
Y._
ab dem 1. Februar 2016 als
Vermögen
anrechnete. Dies begründete sie damit,
die Erbschaft sei in zeitlicher Hinsicht
ab dem
Tag
des Erwerbs
anlässlich des Todes
des Bruders des Versi
cherten,
Z._
,
am 1. Januar 2016
zu berücksichtigen
.
Ab dann habe der Beschwerdeführer die Liegenschaft beziehungsweise das
ihm aus der Erb
schaft zustehende L
iquid
ations- und Teilungsergebnis verkaufen können, mit Ausnahme
des Anteils der Tochter
E._
.
D
iese
sei
bei Erwerb
der Erbschaft minderjährig
gewesen
, wes
halb die Liegenschaft mit einem Verkaufsverbot belegt worden sei
, welches erst
nach
der Genehmigung
d
es Verkaufs
durch den zustän
digen Vormundschaftsrichter am 27. September 2018
weggefallen sei.
Damit sei
ab 1. Januar 2018
,
mithin ab Beginn des im
Einspracheverfahren
noch strittigen Zeitraums,
zunächst nur
die Quote
des Beschwerdeführers
von einem Drittel
in Höhe von Fr. 81'914.-- anzurechnen
. Ab dem 1. Oktober
2018
sei
zusätzlich der nunmehr ebenfalls
veräusserbare
Erban
teil von
E._
zu berücksichtigen
, was neu
anzurechnendes Vermögen von
Fr. 163'828.--
ergebe.
Da der Sohn
D._
ab dem
1. Januar 2018
bei der Zusatzleistungsberechnung nicht mehr zu berück
sichtigen sei, scheide sein Erbanteil von einem Drittel an der Liegenschaft aus der Berechnung aus.
Die Liegenschaft sei im Jahr 2019 zu einem Preis von 215'001.
-- Euro (richtig: 215'000.-- Euro; vgl. Urk. 8/479/2)
veräussert worden
.
Vom Verkaufserlös
sei
en
dem Beschwe
rdeführer am 26. September 2019
Fr. 53'723.24 (49'566.--
Euro
) überwiesen worden
. Ab dem 1. Oktober 2019 sei die Liegenschaft desha
lb aus der Berechnung zu nehmen
.
D
afür
sei
der Verkaufspreis beim Vermögen anzurech
nen.
Weil
der Anteil von
E._
in Höhe
von 71'667.
-- Euro
auf ein Sperrkonto in
Y._
überwiesen worden sei, sei er ab 1. Oktober 2019 nicht mehr anzu
rechnen
.
Der dem
Beschwerdeführer effektiv
ausgezahlte
Betrag von
49'566.
-- Euro
erkläre sich dadurch
,
dass
von seinem Anteil in Höhe von 71'667.
-- Euro
Kosten von 22'000.--
Euro
, die
bei
der
A
bwicklung d
er
Erbschaft entstanden seien,
abgezogen worden seien. Erben
würden für
solche
Kosten
in der Regel solidarisch haften. Eine adäquate Gegenleistung für die Übernahme des Kosten
anteils der anderen beiden Erben
sei
nicht ersichtlich. Jeder der drei Erben hätte einen Anteil von 7'333.
-- Euro
tragen müssen
(Urk. 2 S.
3 f.)
. Daher sei dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2019 zusätzlich ein Verzichtsvermögen in Höhe von 14'666.
-- Euro
(2 x 7'333.--
Euro
) anzurechnen (Urk. 2 S.
4
).
In der Beschwerdeantwort hielt die SVA ergänzend fest, s
elbst wenn die unbelegte
Behauptung des Beschwerdeführers zutreffe, dass er die Kosten von 14'666.--
E
uro
gemäss
y._
Recht alleine
habe
übernehmen müsse
n
,
hätte
er inter
nen Regress auf die beiden anderen Erben nehmen
müssen
, um die von ihm be
zahlten Kosten auszugleichen (Urk. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den St
andpunkt,
sein Erban
teil von einem Drittel an
d
er Liegenschaft in
Y._
hätte nicht bereits ab dem Todestag seines Bruders berücksichtigt werden dürfen
(Urk. 1 S. 2).
Da seine beiden Kinder
,
die Miterben mit einer Quote von je
einem Drittel
seien
,
min
derjährig gewesen seien, sei die Liegenschaft mit einem gerichtlichen Verkaufs
verbot belegt worden, welches bis zur Volljährigkeit der Tochter bestanden habe. Dadurch sei er gezwungen gewesen, die Liegenschaft zu behalten, obwohl er die Wohnung im Jahr 2016 nicht habe vermieten können und in diesem Jahr Auf
wände in Höhe von Fr. 22'753.
--
entstanden seien.
Die Liegenschaft habe erst ab dem 27. September 2018 verkauft werden können
(Urk. 1 S. 3 f.)
.
Entgegen der Ansicht der SVA sei
es nicht
realistisch,
dass er seinen Anteil und denjenigen seines Sohnes bereits vor dem Ablauf des Verkaufsverbots hätte ver
äussern können.
Denn zum einen habe gemäss den behördlichen Anordnungen kein Verkauf zu einem Preis von weniger als 210'000.--
Euro
erfolgen dürfen, was den Käuferkreis stark eingeschränkt habe
(Urk. 1 S. 5)
.
Ferner habe der Staat ein gesetzliches Vorkaufsrecht gehabt (Urk. 1 S. 4).
Zudem habe
nach
y._
Recht keine notarielle Übertragung eines Erbteils erfolgen dürfen, solange das Verkaufsverbot bestanden habe
. Die Annahme, dass ein Käufer einen voll
stän
digen Er
b
teilungsanspruch
an einer Liegenschaft kaufe, ohne dass dies nota
riell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werde, sei lebensfremd. Er habe stets alles in seiner Macht Stehende unternommen, um die Liegenschaft zu ver
kaufen
, der Verkauf sei aber durch die
y._
Behörden gestoppt worden
. In diesem speziellen Fall dürfe die Liegenschaft deshalb erst im Zeitpunkt des Verkaufs beim Vermögen angerechnet werden (Urk. 1 S. 5 f.)
, zumal ausländische Liegenschaften praxisgemäss nicht
berücksichtigt
werden
dürften, wenn diese nicht verwertbar seien (Urk. 1 S. 4)
.
Sein Verkehrswertanteilsanspruch und der
jenige seiner Tochter von insgesamt Fr. 163'828.
-- seien folglich
erst ab Dezember 2018
anzurechnen
(Urk. 1 S. 6).
Selbst wenn die Liegenschaft bereits vorher
dem
Vermögen
zugerechnet
werde, so dürfe kein hypothetischer Liegenschaftsertrag angerechnet werden, da er trotz Suchbemühungen im Jahr 2016 keinen Mieter habe finden können.
Die Liegen
schaft habe renoviert werden müssen, um in einem verkaufsfähigen Zustand zu sein, und habe deshalb nicht vermietet werden können (Urk. 1 S. 6).
Nach dem Verkauf der Liegenschaft habe der Notar ihm die vollständigen Gebühren aufer
legt. Deshalb habe er nur noch 49'566.
--
Euro
vom Verkaufserlös erhalten, wäh
rend
seine
n
beiden Kindern je
ein
Betrag von 71'666.--
Euro
ausb
ezahlt
worden sei
.
Als er sich gegen die vollständige Kostenübernahme zu wehren versucht habe, habe ihm der Notar mitgeteilt, dass er die Kosten gemäss
y._
Recht übernehmen müsse.
Folglich
dürfe ihm nur der effektiv erhaltene Betrag von Fr. 53'723.24 angerechnet werden. Alternativ sei die SVA gestützt auf Art. 43 ATSG aufzufordern, direkt bei den lokalen Behörden in
Y._
die R
echtslage abzu
klären (Urk. 1 S. 7).
Schliesslich dürfe ihm ab dem 1. Januar 2018 auch kein Vermögensverzicht von neu Fr. 6'850.-- angerechnet werden. Trotz mehrfachem Hinweis habe die SVA unberücksichtigt gelassen, dass sein Sohn im Jahr 2017 volljährig geworden und deshalb in der Steuererklärung 2017 nicht mehr mitberücksichtigt worden sei. Dies habe nochmals eine Vermögensabnahme von Fr. 22'343.-- bedeutet. Er habe stets unnötige Ausgaben vermieden und könne seine Ausgaben beziehungsweise die Vermögensverminderung belegen (Urk. 1 S. 7).
3.
Aus den Akten geht hervor, dass
Z._
am
6. Januar 2016
verstarb
(Urk. 8/330
/1
).
Mit
eigenhändigem Testament vom 13. Juli 2015 (Urk. 8/330/2-3
), am 14. Januar 2016 von einer Notarin eröffnet (Urk. 8/329),
vermachte
er
dem Beschwerdeführer – seinem Bruder – und dessen Kindern
D._
und
E._
seine
Eigentumswohnung
in der
V
ia
B._
in
A._
sowie
den Betrag
von 70'000.--
Euro
aus
seinem Finanz
vermögen
. Zudem
ernannte
er
den Beschwer
deführer
zum
Testamen
t
svollstrecker
und
vermachte
ihm allfällig verbleibendes Vermögen nach Verteilung der Anteile
der
übrigen Erben und Bezahlung der Bestattungskosten (Urk. 8/329/3-4
; vgl. auch
Urk. 8/332,
Urk. 8/
348, Urk. 8/367, Urk. 8/369
, Urk. 8/381
).
Gemäss «
Dichiarazione
di
successione
» des
Ministerio
delle
finanze
vom
7. April 2016
(Urk. 8/378) sowie «
Avviso
di
liquidazione
dell’imposta
;
irrogazione
delle
sanzioni
»
vom 17. Mai 2016 samt Beilagen
(Urk. 8/379)
wies das
Nachlass
ver
mögen
nebst
zwei
Liegenschaften
Bankguthaben beziehungsweise Finanzver
mö
gen im
Wert von
301'623.
--
Euro
auf
(Urk. 8/378/1, Urk. 8/378/5
, Urk. 8/379/6
)
.
Vorgesehen war die folgende Verteilung
: D
er Beschwerdeführer
sollte
zusammen mit seinen beiden Kindern den Betrag von 70'000.--
Euro
(also je 23'333.33
Euro
)
erhalten
. Nach Abzug der
Anteile der übrigen Erben von insgesamt
140'000.--
Euro
sollte
ihm
(allein)
zudem
der Restb
etrag von Fr.
91'623.--
zukommen
, aus dem er
als Testamentsvollstrecker
vorab die Erbschafts- und Bestattungskosten bestreiten
sollte
(Urk. 8/
378/5
, Urk. 8/379/5
; vgl. auch Urk. 8/339/4
)
.
Zudem
sollte ihm und
seinen
beiden Kindern
je ein
Drittel der
Eigentumswohnung
an der Via
B._
in
A._
übertragen werden
(Urk. 8/378/4
, Urk. 8/379/5; vgl. auch
Urk. 8/374
).
Gemäss Bestätigung der Notarin Dr.
C._
(
Urk. 3 =
U
rk. 8/427
)
hatte
E._
erst am 9. August 2017
vom
y
._
Generalkonsulat Zürich in der Funktion als Vormundschaftsrichter die Gen
ehmigung erhalten, die Erbschaft mit Errichtung eines Inventars anzunehmen
.
Am 10. August 2017 erklärten der Beschwerdeführer und seine Frau als Inhaber des elterlichen Sorgerechts namens und auf Rechnung von
E._
die Annahme der Erbschaft. Am 13. September 2017 wurde ein Inventar des Nachlasses erstellt und zur Aufnahme in das Erbfol
ge
register beim Landgericht
A._
hinterlegt. Dieses genehmigte mit Verfügung vom 27. September 2018
(Urk. 8/399)
nach erfolgter Stellungnahme des zustän
digen Vormundschaftsrichters
und nach Ernennung eines Sonderpflegers die Ver
äusserung des Anteils von
E._
an der
Immobilie.
Die Notarin hielt fest, vor
her sei
nach
y
._
Recht eine Veräusserung der gesamten Immobilie im Interesse der minderjährigen
E._
nicht möglich
gewesen
(Urk. 3
= Urk. 8/427
, Urk. 8/399; vgl. auch
Urk. 8/397/2,
Urk. 8/400).
Laut Verfügung
des Landgerichts
A._
vom 27. September
2018 wies die Eigen
tumswohnung an der Via
B._
in
A._
einen Verkehrswert von
nicht weniger als
210'000.--
Euro
auf (Urk. 8/399/2-3). Gemäss Bestätigung der Notarin
Dr.
C._
war die Immobilie Gegenstand einer «Erklärung über das kul
turelle Interesse» und unterlag einem gesetzlichen Vorkaufsrecht der zuständigen Behörden.
Dadurch wurde
ein Verkauf der Wohnung nicht sofort wirksam, son
dern
unterlag
der aufschiebenden Bedingung der Nichtausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts des Staates innerhalb einer Frist von sechzig Tagen nach Ver
trags
abschluss
(Urk. 3
S. 2 = Urk. 8/427 S. 2
).
Am 1. August 2019 bestätigte der Treuhänder
des Beschwerdeführers
,
dass
die Eigentumswohnung an der Via
B._
in
A._
aufgrund eines bereits im Jahr 2017 unterzeichneten Kaufvertrags am 13. Juni 2019
zu einem Preis von
215'000.
-- Euro
veräussert
wurde
. Vom Verkaufserlös erhielten die Miterben
D._
und
E._
je einen Drittel (71'667.--
Euro
), während
gemäss schriftlicher Be
stätigung des Treuhänders vom 1. August 2019
vom Anteil des Beschwer
de
führers bereits geleistete Anzahlungen des Verkäufers im Umfang von 15'000.--
Euro
abgezogen
sowie
Gebühren und Restzahlungen
im Betrag von 7'000.--
Euro
beglichen
worden seien
, so dass ihm nur noch 49'666.
--
Euro
zugestanden hätten
(Urk. 8/479/2).
Dieser Betrag wurde dem Beschwerdeführer
am
26. September 2019
auf ein Bankkonto in der Schweiz
gutgeschrieben
. Der Anteil der Tochter
E._
wurde auf ein Sperrkonto in
Y._
eingezahlt
(
Urk. 8/473
/2
;
vgl. auch
Urk. 2 S. 5,
Urk. 8/461-463
, Urk. 8/479)
.
4
.
4
.1
Strittig ist
zunächst
, ab welchem
Zeitpunkt
die geerbte
Liegenschaft in
Y._
als
Vermögen anzurechnen ist.
4
.2
Da Ergänzungsleistungen die Deckung der laufenden Lebensbedürfnisse bezwe
cken, dürfen nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene
Vermö
gens
werte berücksichtigt werden, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2016
vom 1. März 2016
E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen).
Der Anteil an einer
unverteilten
Erbschaft ist bei der Berechnung der Ergänzungsleistung (EL) als Vermögen zu berücksichtigen, und zwar ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Erbschaft mit dem Tode des Erblassers (Art. 560 Abs. 1
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches;
ZGB
).
Damit soll zum einen eine rechtsmissbräuchliche Inanspruchnahme von Ergänzu
ngsleistungen verhindert werden: Würde man auf den Zeitpunkt der Erbteilung abstellen, könnten die EL-berechtigten Personen versucht sein, die Erbteilung möglichst lange hinauszuzögern, um weiter Ergänzungsleistungen beziehen zu können (vgl.
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 232
Rz
593).
Zudem liegt dieser Rechtsprechung die Überlegung zu Grunde, dass die Erbschaftsgegenstände bis zur Teilung der Erb
schaft zwar im Gesamteigentum der Miterben stehen, den Erben aber eine An
wartschaftsquote im Sinne des Anspruchs jedes Gesamteigentümers auf das ihm in der Erbteilung zustehende Liquidations- und Teilungsergebnis
zukommt
. Über den so verstandenen
Erba
nteil kann jeder
Erbe gemäss der ausdrücklichen Rege
lung in Art. 635 ZGB individuell verfügen, beispielsweise durch Abtretung und Verpfändung
(
ZAK 1992 S. 326 f.
)
, und zwar auch dann ohne öffentliche Beur
kundung, wenn vom Veräusserungsvertrag Grundstücke betroffen sind
(
vgl. Schaufelberger/Keller Lüscher in: Basler Kommentar Zivilgesetzbuch II, 6. Auf
lage, Basel 2019, Art. 635
Rz
8 ff.)
. Schwierigkeiten bei der Realisierung recht
fertigen noch kein Abgehen von dieser Regel (Urteil
e
des
Bundesgerichts
9C_999/2009 vom 7. Juni 2010 E. 1.1 sowie P 8/02
vom 12. Juli 2002 E. 3b).
4
.3
Da der Erblasser
y
._
Staatsangehöriger
mit Wohnsitz
in
Y._
war und sich das gesamte Nachlassvermögen in
Y._
befand
(Urk. 8/330/1
, Urk. 8/378)
, fragt sich allerdings, ob der Nachlass schweizerischem Erbrecht unterstand
und die wiedergegebene Rechtsprechung uneingeschränkt anwendbar ist
.
Die Schweiz und
Y._
haben betreffend das auf internationale Erbfälle an
wendbare Recht einen bilateralen Staatsvertrag geschlossen (Niederlassungs- und Kon
sularvertrag zwischen der Schweiz und
Y._
vom 22.
Juli
1868; SR
«...»
).
Art. 17 Abs. 3 dieses Staatsvertrags
statuiert
für Streitigkeiten zwischen den Erben eines in der Schweiz verstorbenen
Bürgers aus
Y._
den Gerichts
stand am letzten Wohnsitz des Erblassers in
Y._
.
Für den Nachlass eines Schweizers mit letztem Wohnsitz in
Y._
sind
gemäss
Art. 17 Abs. 4 des Staats
vertrags die
schweizerischen
Gericht
e
zuständig. Nach der bundesgericht
lichen Rechtsprechung ist der Staatsvertrag auch anwendbar, wenn der Erblasser in seinem Heimatstaat verstirbt, jedoch Vermögenswerte im anderen Staat hinter
lässt.
Zudem statuiert Art. 17 Abs. 3 des Vertrages auch die Anwendbarkeit des materiellen Rechts des Heimatstaates (BGE 98 II 88 E. 2; vgl. auch Kren
Kost
kiewicz
, Grundriss des schweizerischen internationalen Privatrechts, Bern 2012, S. 394
Rz
1602
f.
).
Da
im hier zu beurteilenden Fall
keine dieser Konstellationen vorliegt, gelangen die Kollisionsnormen des
schweizerischen
Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht (IPRG) zur Anwendung (Art. 1 Abs. 2 IPRG e
con
trario
; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 5C.2/2003 vom 22. Juli 2003 E. 2).
Gemäss
Art. 91 Abs. 1 IPRG untersteht der Nachlass einer Person mit letztem Wohnsitz im Ausland dem Recht, auf welches das Kollisionsrecht des Wohnsitz
staates verweist
.
Für die Anwendbarkeit von Art. 91 Abs. 1 IPRG wird die Zu
ständigkeit schweizerischer Gerichte zur Nachlassabwicklung vorausgesetzt.
War der Erblasser wie vorliegend Ausländer und befindet sich kein Nachlassvermögen
in der Schweiz, ist eine schweizerische Zuständigkeit nur im Rahmen der Beur
tei
l
ung einer erbrechtlichen Vorfrage möglich
(vgl. Kren
Kostkiewicz
, a.a.O., S. 412
Rz
1653 ff.)
. Dies ist
hier
der Fall.
Art. 46 Z
iff. 1 des
y
._
diritto
inter
na
zi
onale
privato
hält fest, dass die
Rechtsnachfolge von Todes wegen
dem Recht
des Staates
unterliegt
, dem der Erbl
asser im Zeitpunkt seines Todes angehö
rte.
Mithin unterstand der Nachlass
y
._
Erbrecht.
Die sich stellenden Rechts
fragen des ausländischen Rechts sind, soweit möglich, von Amtes wegen abzu
klären (BGE 109 V 75 E. 3c).
4
.4
4.4.1
Wird der Erblasser von mehr als einer Person beerbt, bilden diese
auch nach
y.
_
_
Recht
eine Erbengemeinschaft. Es besteht zwischen den Miterben aber keine Gesamthand; es gelten vielmehr die allgemeinen sachenrechtlichen Regeln der
Bruchteilsgemeinschaft
. Jeder Erbe kann über seinen Erbanteil oder einen Teil desselben allein verfügen, ihn belasten oder
veräussern
, nicht aber über seinen Anteil an einzelnen Gegenständen. Zulässig ist
allerdings
die schuldrecht
liche Verpflichtung eines Miterben zum Verkauf eines ihm später zuzuteilenden Nachlassgegenstandes beziehungsweise eines Anteils daran (Wiedemann/
Pertot
,
Ballerini
,
Erbrecht in
Y._
, in:
Süss
[Hrsg.], Erbrecht in Europa, 4.
Aufl., Basel 2020
, S. 836
Rz
257 sowie
Fn
405).
4.4.2
Fest steht damit, dass der Beschwerdef
ührer auch nach dem anwendbaren y
._
Erbrecht
im hier strittigen Zeitraum ab 1. Januar 2018
über den ihm verbleibenden
Nachlass
anteil
seines am 1. Januar 2016 verstorbenen Bruders verfügen konnte
,
wobei der Erbanteil
zur Hauptsache aus seinem Drittel an der Eigentumswohnung in
A._
bestand
. Selbst
wenn eine
Veräusserung
aus den vom Beschwerdeführer genannten Gründen
–
Einschränkung des Käuferkreises
durch den behördlich angeordneten Verkaufspreis von mindestens
210'000.--
Euro
sowie
das staatliche Vorkaufsrecht (Urk. 1 S. 4 f.)
–
und dem bis zum
27. Septem
ber 2018
andauernden Verkaufsverbot der gesamten Immobilie im Interesse der minderjährigen Tochter
E._
(Urk. 3 sowie nachfolgende Erwägung
4.5
)
zu praktischen Problemen geführt hätte, hätte er seinen
eigenen
Erban
teil
grund
sätzlich
verpfänden und dadurch in l
iquide Mittel
umwandeln können.
Auf jeden Fall
rechtfertigen
Schwierigkeiten bei der Realisierung
nach der
Rechtsprechung
keine andere Betrachtungsweise
(vorstehend E. 4.1).
Sodann wird vom Be
schwer
deführer nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich, weshalb
die (hypo
thetisch
)
aus dem
Verkauf
beziehungsweise der Verpfändung der Immobilie gelösten liqui
den Mittel
nicht hätte
n
aus
Y._
in die Schweiz transferiert werden können (Urk. 1 S. 4).
Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die SVA
dem Beschwerde
führer ab 1. Januar 2018 den Gegenwert seines Anteils an der Immobilie als Vermögen an
gerechnet hat; die
betragliche
Höhe des anzurechnenden Vermögens wird nachfolgend noch zu prüfen sein.
4.5
Weil die minderjährige
Tochter
E._
vom
Landgericht
A._
erst mit Ver
fügung vom 27. September 2018
(Urk. 8/399)
die Bewilligung erhielt,
ihren Anteil
an der Immobilie zu
v
eräussern
(Urk. 3 S. 2 = Urk. 8/427/2)
,
berücksichtigte
die SVA diesen erst ab
dem 1. Oktober 2018
beim Vermögen
(Urk. 2
S. 4
)
.
Da
der
E._
zukommende Anteil am Verkaufserlös auf
ein Sperrkonto in
Y._
überwiesen
werden musste
, worüber sie nicht verfügen konnte
(
Urk. 8/465/2,
Urk. 8/478/1,
Urk. 8/479/2)
, rechnete
die SVA
diesen ab 1. Oktober 2019 nicht mehr an (Urk. 2 S. 4).
Konsequenterweise hätte die SVA
den Anteil an der Immobilie
auch im Zeitintervall vom
1. Oktober 2018 bis 30. September 2019
nicht anrech
nen dürfen
, da anzunehmen ist, dass auch
ein
in diesem Zeitraum erzielter Ver
kaufserlös auf
ein
Sperrkonto hätte überwiesen werden müssen
. Insofern is
t die Beschwerde
gutzuheissen
.
4.6
Die SVA berücksichtigte den Sohn
D._
sowie seinen Erbanteil ab 1. Januar 2018 gestützt auf
Rz
3124.01 ff. der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversi
cherungen über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL)
in der ab 1. Januar 2021 gültigen Fassung
, wonach Kinder mit einem Reinvermögen von mehr als Fr. 50‘000.-- bei der Berechnung
der Ergänzungsleistungen
ausser
Be
tracht fallen, nicht mehr bei der Zusatzleistungsberechnung (Urk. 2 S. 4).
Die SVA übersah dabei, dass die neuste, ab
1. Januar 2021
gültige Version der WEL sich auf
den neu geschaffenen
Art.
9a Abs. 1 Bst. c ELG
in der ab 1. Januar 2021 gültigen Version bezieht.
Die neue Rechtslage ab 1. Januar 2021
ist nach dem in Erwägung
1.1
Gesagten
aber
auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar.
Inwiefern die Auszahlung des ihm zukommenden
Anteil
s
am Verkaufserlös
(Urk.
8/463, Urk. 8/479/2
) einen Einfluss auf die Berücksichtigung des Sohns
D._
bei der Zusatzleistungsberechnung hat, wird die SVA deshalb anhand der
vor
stehend in Erwägung 1.2 genannten
massgeblichen
Rechtsgrundlagen (inklusive den
Rz
3124.01 ff. der WEL
in den
anwendbaren
,
bis zum 31. Dezember 2020
gültigen Fassung
en
) noch abzuklären haben.
Dabei wird sie zu prüfen haben, ob die anrechenbaren Einnahmen von
D._
die anerkannten Ausgaben erreichen oder übersteigen (
Rz
3124.01 der WEL, Stand 1. Januar 2018).
4.7
Zusammenfassend steht fest, dass der Erbanteil
des
?
eschwerdeführers
an der Immobilie in
A._
beziehungsweise dessen Gegenwert ab 1. Januar 2018 beim Vermögen anzurechnen ist, und dass
die Quote
der Tochter
E._
weg
en der U
nmöglichkeit, diese
zu
veräussern
, während des ganzen strittigen Zeitraums nicht angerechnet werden darf. Ob der Anteil des Sohns
D._
an der Eigentums
wohnung ab 1. Januar 2018
bei der Zusatzleistungsberechnung zu berücksich
tigen
ist, wird die SVA weiter abzuklären haben.
5.
5.1
Unbestrittenermassen
betrug
der
als Vermögen anzurechnende
Verkehrswert der
Eigentumswohnung
an der Via
B._
in
A._
vor der Veräusserung
ge
mäss
Feststellungen
in der Verfügung des Landgerichts
A._
vom 27.
Septem
ber 2018 210'000.--
Euro
(Urk. 8/399/2)
beziehungsweise, umge
rech
net
mit
dem Wechselkurs vom 31. Dezember 2017, Fr. 245'742.
--
(Urk. 2 S.
3
, Urk. 8/502/1)
. Nach dem
bereits Ausgeführten
ist
nicht zu beanstanden, dass die
SVA dem Be
schwerdeführe ab dem
1. Januar 2018 seine Quote von einem Dritte
l in Höhe von Fr. 81'914.-- an
rechnet
e
(Urk. 2 S. 4
f.
, Urk.
8/504/11-25
).
Ob auch der Anteil des Sohns
D._
in gleicher Höhe ab diesem Datum anzurechnen ist, wird die SVA noch abzuklären haben
(vorstehende E. 4)
.
Ebenfalls
zu Recht nicht bestritten
ist, dass die SVA die Eigentumswohnung ab
1. Oktober 2019
wegen des am
26. September 2019
überwiesenen
Verkaufs
preises
(Urk. 8/473/2)
aus der Berechnung genommen und dafür den Verkaufserlös als Vermögen angerechnet hat
(Urk. 2 S. 4
.
, Urk. 8/504/5-8)
.
Strittig und zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer ab
1. Oktober 2019 d
er effektiv ausgezahlte Betrag von
49'656.66
Euro
beziehungsweise
Fr.
53'723.-- (
Urk. 1 S. 7,
Urk. 2 S. 4
f.
, Urk. 8/473/2, Urk. 8/504/8)
oder
wegen seines Anspruchs auf
ein
en
Drittel
des Verkaufserlöses von
215'000.--
Euro
zusätzlich ein Verzichtsvermögen in
Höhe von zwei Dritteln der
nur
von seinem Anteil abge
zogenen Kosten und Gebühren in
der
Höhe von 22'000.--
Euro
, also von 14'666.--
Euro
respektive Fr. 15'867.-- (Urk. 2 S. 4
f.
, Urk. 8/479/2, Urk. 8/504/8)
,
anzurechnen ist.
5.2
Am
1. August 2019
gab der Treuhänder des Beschwerdeführers der SVA an, dem Beschwerdeführer seien 22'000.--
Euro
von seiner Quote des Verkaufserlöses von 71'666.--
Euro
abgezogen worden.
Davon seien 15'000.--
Euro
Anzahlungen
(wohl des Kaufpreises)
gewesen, 7'000.--
Euro
seien für Gebühren und Restzah
lungen geschuldet gewesen (Urk. 8/479/2).
D
er Tre
uhänder reichte
allerdings
keine Belege ein,
mit welchen
die geltend gemachte Verwendung der 22'000.-- Euro bewiesen werden könnte
(Urk. 8/479)
.
D
er
Hinweis
des Beschwerdeführers, der
y
._
Notar habe ihm
als Vater seiner beiden Kinder die vollständigen
Gebühren
auferlegt, wobei er erfolglos versucht habe, sich dagegen zu wehren
(Urk. 1 S. 7
; vgl. auch Urk. 8/479/2
)
,
ist durch nichts weiter belegt.
Damit
ist die Sachdarstellung
des Beschwerdeführe
r
s zur
Verwendung der 22'000.-- Euro
nicht
erwiesen
.
Es
ist
insbesondere
nicht anzunehmen
,
dass
dieser Betrag zur
Begleichung der Bestattungskosten
verwendet wurde,
die gemäss Testament vom Beschwerdeführer
allein
zu
tragen
sind
(Urk. 8/329/3-4)
.
Gemäss
y
._
Erbrecht haftet jeder Erbe für die mit dem Erbfall oder später entstehenden Schulden im Innenverhältnis mangels abweichender testamenta
rischer Regelung nach Massgabe seiner Quote (Wiedemann/
Pertot
/
Ballerini
, a.a.O., S. 835
Rz
250 f.).
Deshalb
besteht
jedenfalls bei der gegenwärtigen Aktenlage
kein Grund,
allfällige beim Verkauf der Eigentumswohnung entstan
dene Kosten und
Gebühren
nicht
gemäss
Erbquote
gleichmässig auf den Be
schwerdeführer und seine zwei Kinder
aufzuteilen
.
Bei dieser Aktenlage
hätte die SVA dem B
eschwerdeführer kein Verzichts
ver
mögen in Höhe von zwei Dritteln der 22'000.-- Euro
anrechnen dürfen, ohne weitere Abklärungen zu treffen. Dies
e
wird sie nachzuholen haben und den Be
schwerdeführer unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht aufzufordern haben, die
Verwendung der vom Verkaufserlös abgezogenen 22'000.-- Euro zu belegen
und nötigenfalls eine notarielle Bestätigung (analog derjenigen der Notarin
Dr.
C._
betreffend d
ie rechtlichen Hürden beim Verkauf der Eigentums
wohnung
[Urk. 3]) einzureichen, wonach er diesen Betrag nicht anteilsmässig seinen beiden Kindern belasten konnte. In diesem Sinne ist die Beschwerde gut
zuheissen.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer bemängelt sodann, dass ihm
ab 1. Januar 2018 ein hypo
thetischer Liegenschaftsertrag (in Höhe von zunächst Fr. 4'095.
--
und Fr. 8'191.--
vom 1.
Oktober
2018 bis 30.
September
2019) angerechnet wurde (
vgl.
Urk.
8/504/11-25)
,
und
macht geltend,
eine Vermietung der Liegenschaft sei wegen der
für den Verkauf
nötigen Renovationsarbeiten nicht möglich gewesen (Urk. 1 S
. 6)
6.2
Bei nicht selbst bewohnten, nicht vermieteten
ausländischen
Liegenschaften ist derjenige Ertrag
massgeblich
und als Verzichtseinkommen anzurechnen, der bei Vermietung der Liegenschaft tatsächlich erzielt werden könnte, also ein markt
konformer Mietzins.
Kein Verzicht ist anzurechnen, wenn es unzumutbar und objektiv unmöglich ist, die Immobilie entgeltlich zu vermieten,
etwa
weil das Haus wegen eines ernsthaften Mangels nicht bewohnbar ist
(
Urteil des Bundes
gerichts P 33/05 vom 8. November 2005 E. 3-4;
vgl.
auch
Carigiet
/Koch,
a.a.O.
,
S.
240 und 242
sowie
Rz
3433.03 der
WEL, Stand 1. Januar 2018
).
6.3
Die
Beschwerdegegnerin
hat bisher nicht abgeklärt, ob beziehungsweise für wel
chen Zeitraum die Beh
auptung des Beschwerdeführers
,
die Wohnung in
A._
habe nicht vermietet werden können,
zutrifft.
Den Akten ist zu entnehmen, dass zumindest Anfang 2016 Renovationsarbeiten getätigt wurden (Urk. 8/384/1-2).
Es
lässt sich nicht ausschliessen
,
dass die Wohnung
vor dem Verkauf bezie
hungsweise
be
vor
sie für eine
Vermietung
geeignet war
,
erst instand gestellt
werden musste. Nach Lage der Akten ist unklar, wie lange dies der Fall war
und ob die Wohnung ab dem 1. Januar 2018
effektiv
hätte vermietet werden können
.
Laut dem Treuhänder wurde der Kaufvertrag über die Eigentumswohnung schon im Jahr 2017 abgeschlossen
(Urk. 8/479/2)
. Der Vertrag liegt aber nicht bei den Akten, weshalb ebenfalls offen ist, ob und inwiefern
gegeben
en
falls
nach
A
b
schluss des Kaufvertrags
und
bis zu
dessen
Vollzug
eine
Vermietung
ausser Betracht fiel
.
Vor der Anrech
n
ung eines hypothetischen Mietertrags hätte
die SVA den Beschwerdeführer
auffordern müssen, die behauptete
Unmöglichkeit einer Vermietung z
u belegen. Dies wird sie nachzuholen haben, was in diesem Punkt und in diesem Sinne ebenfalls zur Gutheissung der Beschwerde führt.
Sollten die Abklärungen ergeben, dass tatsächlich ein hypothetischer Mietzins anzurechnen ist, wird die SVA zudem zu berücksichtigen haben, dass der Erbanteil der Tochter
E._
nach dem in Erwägung
4.5
Gesagten im massgeblichen Zeitraum nicht angerechnet werden darf, da der Veräusserungserlös nur auf ein Sperrkonto über
wiesen werden ko
nnte;
möglicherweise
gilt dies
auch für den auf sie entfallenden
hypothetischen Miet
ertrag
, was gegebenenfalls noch abzuklären sein wird
.
Zu
de
m wird
die SVA
nochmals die Höhe
des anzurechnenden Anteils des Beschwer
de
führers am hypothetischen Miet
ertrag
(entsprechend einem Drittel)
zu überprü
fen haben. Der angerechnete Betrag von Fr. 4'095.-- entspricht nämlich nicht einem Drittel des in der Aktennotiz vom 23. Juli 2020 ermittelten Liegenschaftsertrags abzüglich der Gebäudeunterhaltskosten (
vgl.
Urk. 8/502
/1
).
7.
7.1
Der Beschwerdeführer bestreitet schliesslich, dass ihm die SVA ab 1. Januar 2018
ein
Verzichtsvermögen in Höhe von Fr. 6'850.-- anrechnen durfte (Urk. 1 S. 7, Urk. 2 S. 4 f., Urk. 8/504
/17-25).
7.2
Die SVA
ermittelte eine
Reduktion des Vermögens von Fr.
155'174.63
per
31.
Dezember 2016
auf Fr.
68
’
125.78
per
31. Dezember 2017
(Urk. 8/408
/1
) und
nahm die Differenz von Fr. 87'048.85
zum Anlass, die Gründe für den Vermö
gen
s
rückgang näher abzuklären (Urk.
8/388
; vgl. auch Urk. 8/351/4, Urk. 8/352/1, Urk. 8/386/4
). Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers
(Urk. 8/397/1-2)
ging sie davon aus, dass der Rückgang des Vermögens im Umfang von Fr.
80
’
198.30
durch diverse Ausgaben
(Rechnungen sowie
von der SVA ermittelte
«
natürliche Vermögensabnahme
»
im Betrag von Fr. 52'577.--)
erklärbar sei
(
Urk.
2 S. 5, Urk. 8/401,
Urk.
8/408/2
). Den verbleibenden Betrag von Fr.
6'850.--
stufte sie als Vermögensverzicht ein
(Urk. 2 S. 5, Urk. 8/504/17-25)
.
7.3
D
er Beschwerdeführer
bringt
vor,
sein Sohn
sei
im Jahr 2017 volljährig
geworden und dementsprechend nicht mehr in seiner Steuererklärung für das Jahr 2017 be
rücksichtigt worden
, was eine Vermögensabnahme in Höhe von Fr. 22'343.-- von Ende 2016 bis Ende 2017 erkläre
(Urk. 1 S. 7
; vgl. auch Urk. 8/453/2
).
Wie es sich damit verhält, kann
offen bleiben
.
Der
Vergleich des Vermögensstandes des Beschwerdeführers
und seiner Familie von Fr.
216'049.--
per 31.
Dezember
2016 gemäss Steuererklärung 2016
(Urk.
8/351/4)
mit dem in den Steuererklärungen des Beschwerdeführers und s
eines Sohnes
D._
per 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Vermögen
s
von kumu
liert
Fr.
154'610.-- (Fr. 115'283.-- + Fr. 39'327.
--
[Urk. 8/386/4, Urk. 8/387/4
)
ergibt
eine Vermögensabnahme von lediglich Fr. 61'439.--, also fast Fr.
20'000.
—
weni
ger, als die SVA ermittelt hat.
Dabei fällt insbesondere auf, dass die SVA in ihrer Berechnung vom 14. Februar 2019 Vermögen des Sohnes
D._
aus Wert
schriften von rund Fr. 8'
5
00.-- per 31. Dezember 2017 berücksichtigte (Urk. 8/408/1), während im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuererklärung 2017 ebensolches Vermögen in Höhe von rund Fr. 16'
2
00.-- deklariert wird (Urk.
8/387/6
; vgl. auch Urk. 8/397/1
)
, was bereits für sich allein für einen um rund Fr. 8'000.-- geringeren Vermögensrückgang spricht
. Gestützt auf die Steuer
er
klärungen wäre daher eher nicht von einem Vermögensverzicht im Jahr 2017 auszugehen.
Zudem
fehlen
konkrete
Anhaltspunkte für eine Schenkung oder einen ähnlichen Sachverhalt,
was es
nahelegen würde, dass der als Verzicht an
gerechnete Betrag von Fr. 6'850.-- im Jahr 2017 ohne adäquate Gegenleistung veräussert worden wäre.
D
as System der Ergänzungsleistungen
bot
nach der vor
liegend massgeblichen, bis Ende 2020 gültigen Rechtslage
(vgl. vorstehend E. 1.1)
keine Handhabe dafür, eine wie auch immer geartete «Lebensführungskontrolle» vorzunehmen und danach zu fragen, ob der Beschwerdeführer und seine Familie im Jahr 2017 innerhalb einer «Normalitätsgrenze»
im Sinne der von der SVA ermittelten «natürlichen Vermögensabnahme»
oder aber über ihre Verhältnisse gelebt haben (vgl.
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 242 f.).
Insgesamt ist damit ein Ver
mögensverzicht in Höhe von Fr. 6'850.-- im Jahr 2017 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Sache ist daher an die Durchführungsstelle zu
rückzuweisen, damit sie den Zusatzleistungsanspruch ab 1. Januar 2018 ohne Anrechnung eines Verzichtsvermögens von Fr. 6'850.
--
neu berechne. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.
8.
8.1
Zusammenfassend ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass
der ange
fochtene
Einspracheentscheid
vom 23. Juli 2020 aufzuheben und
die Sache
zur
weiteren Abklärung beziehungsweise Neuberechnung des Zusatzleistungs
an
spruchs
ab 1. Januar 2018 im Sinne der Erwägungen 4.7, 5.2, 6.3 und 7.3
sowie
anschliessender Neuverfügung
an die SVA zurückzuweisen ist.
8.2
Nach § 34 Abs. 1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist dem Beschwerdeführer eine Prozess
entschädigung von Fr. 2'400.
-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
)
zuzusprechen.