Decision ID: 2c7e4d10-b15f-4d82-86a2-a4548205643c
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene
X._
meldete sich am 20. Oktober 1983 zum Bezug von Leistungen (berufliche Massnahmen, Invalidenrente) der Eidgenös
sischen Invalidenversicherung (IV) an (vgl. Urk.
7/9). Die IV-Kommission des Kantons Zürich traf daraufhin berufliche, erwerbliche und medizinische Abklä
rungen. Nachdem sie das Begehren um berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 22. August 1984 abgewiesen hatte, verfügte sie am 20. September 1984 für die Dauer vom 1. August 1983 bis 31. Januar 1984 eine auf einem
Invaliditäts
grad
von 70 % beruhende ganze und für die Dauer vom 1. Februar bis 30. April 1984 eine auf einem Invaliditätsgrad von 50 % basierende halbe Rente (vgl. Urk. 7/9 f.
, Urk. 7/50 S. 3 und S. 5
).
1.2
Am 9. März 1989 stellte
X._
erneut ein Gesuch um Leistungen der IV (vgl. Urk. 7/14 S. 1). Im Rahmen ihrer daraufhin getroffenen einschlägigen Abklärungen liess ihn die IV-Kommission des Kantons Zürich im November 1989 von den Ärzten des
Y._
polydisziplinär untersuchen (vgl. Gutachten vom 18. Dezember 1989, Urk. 7/15).
In der Folge wies sie das Rentenbegehren – unter Hinweis auf einen unter 40 % liegenden Invaliditätsgrad – ab (vgl. Präsidialbeschluss vom 17. Januar 1990, Urk. 7/19).
1.3
Am 28. April 1994 stellte
X._
abermals ein Leistungsbegehren (Urk. 7/25).
Nachdem sie ihn im Frühjahr 1995 in der
Z._
hatte abklären lassen (Urk. 7/40), sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ihm mit Verfügung vom 10. November 1995 (Urk. 7/51) für die Periode vom 1. Januar 1994 bis 31. März 1995 aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100 % eine ganze Rente zu.
Die vom Versicherten
hiegegen
im Prozess Nr. IV.9
5
.00
617
erhobene Beschwerde (Urk. 7/53) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 8. Dezember 1997 (Urk. 7/72) in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung inso
weit aufhob, als sie eine Befristung der Rente per 31. März 1995 vorsah, und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach weiteren einschlägigen Ab
klärungen über den Invaliditätsgrad ab 31. März 1995 neu verfüge. Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine polydisziplinäre Untersuchung des Versicher
ten durch die Ärzte des
A._ (
vgl. Expertise vom 5. Januar 1999, Urk. 7/80) und hielt danach mit Verfügung vom
15. Juni 1999 (Urk. 7/86) an der Befristung der Rente per 31. März 1995 fest. Nachdem der Versicherte am 16. August 1999
im Prozess Nr. IV.99.00454
hiegegen
ebenfalls
Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7/88), verfügte die IV-Stelle am 3. November 1999 – in Wiedererwägung der fraglichen Verfügung – auch über den 1. April 1995
hinaus eine
(nun
halbe
)
Rente (Urk.
7/97
); das hiesige Gericht schrieb den Prozess Nr. IV.99.00454 daraufhin mit Verfügung vom 8. November 1999 (Urk. 7/98) als gegenstandslos geworden ab.
Im Rahmen des im Oktober 2001 von Amtes wegen veranlassten Revisionsverfahrens (Urk. 7/101) bestätigte die IV-Stelle den Anspruch auf eine halbe Rente mit Mitteilung vom 4. April 2002 (Urk. 7/105).
1.4
Unter Hinweis auf eine erhebliche Verschlecht
erung seines Gesundheitszustand
s ersuchte
X._
die IV-Stelle am 20. Oktober 2003
um
Erhöhung der Rente (Urk. 7/109), was die
IV-Stelle
– nach Durchführung entsprechender Ab
klärungen – mit Verfügung vom 30. September 2004 (Urk. 7/115) beziehungs
weise
Einspracheentscheid
vom 7. Dezember 2004 (Urk. 7/123) ablehnte.
Die
hiegegen
vom Versicherten am 24. Januar 2005 im Prozess Nr. IV.2005.00082 erhobene Beschwerde (Urk. 7/126 S. 3 ff.) hiess das hiesige Gericht
, nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. No
vember 2005 (Urk. 7/12) auf ein
erneutes
Rentenerhöhungsgesuch des Versicherten
(Urk. 7/130) nicht eingetreten war,
mit U
rteil vom 20. März 2006
(Urk. 7/140)
in dem Sinne gut, dass es den fragli
chen
Einspracheentscheid
aufhob und die Sache
an die IV-Stelle
zurückwies, damit diese weitere Abklärungen treffe und hernach über den Rentenanspruch des Versicherten neu verfüge.
Aufgrund der zwischenzeitlich eingeholten medi
zinischen Berichte
sprach ihm die IV-Stelle
in der Folge
mit Verfügung vom 19. Juni 2006 (Urk. 7/152) mit Wirkung ab 1. Juni 2005 eine auf einem
Invali
ditätsgrad
von 100 % beruhende ganze Rente zu.
Im Rahmen
der aufgrund des Urteils des hiesigen Gerichts vom 20. März 2006 im Prozess Nr. IV.2005.00082 (Urk. 7/140) getroffenen Abklärungen
liess die IV-Stelle den Versicherten im Herbst 2006 von den Ärzten der MEDAS
B._
polydisziplinär untersuchen (vgl. Gutachten vom 30. Oktober 2006, Urk. 7/163).
In der Folge
verfügte sie – in Bestätigung ihrer Vorbescheide vom 15. und 16. März 2007 (Urk. 7/168 f.) – am 1
7.
beziehungsweise 18. Mai 2007 die
wie
dererwägungsweise
Aufhebung der
Verfügung vom 19. Juni 2006 (
Erhöhung der halben auf eine ganze Rente per Juni 2005;
Urk. 7/152)
und die Abweisung des Rentenerhöhungsgesuchs (Urk. 7/173 f.; vgl. auch Verfügung vom 19. Juli 2007 [Urk. 7/175]).
1.5
Am 30. Juli 2008 stellte
X._
erneut ein Rentenerhöhungsgesuch (Urk. 7/188).
Auf dieses trat die IV-Stelle – in Bestätigung ihres Vorbescheids vom 21. August 2008 (Urk. 7/194) – mit Verfügung vom 14. Oktober 2008 (Urk. 7/197) mangels Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung nicht ein.
1.6
Mit Eingabe vom 21. Juni 2010 (Urk. 7/215) stellte der Versicherte ein wei
teres Gesuch um Rentenerhöhung; nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7/225) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. Dezember 2010 (Urk. 7/226) auch darauf nicht ein.
Auf die
hiegegen
vom Versicherten im Pro
zess Nr. IV.2010.01232 erhobene Beschwerde (Urk. 7/227; vgl. auch Urk. 7/230) trat das hiesige Gericht, nachdem der Beschwerdeführer innert der ihm ge
währten Frist zur Verbesserung seiner Eingabe kein klares Rechtsbegehren ge
stellt hatte (Urk. 7/231 ff.), mit Beschluss vom 28. Januar 2011 (Urk. 7/235) nicht ein.
1.7
Am 15. Januar 2012 ersuchte der Versicherte die IV-Stelle abermals um Erhö
hung der Rente (Urk. 7/248).
Die IV-Stelle traf daraufhin erwerbliche, berufliche sowie medizinische Abklärungen und verfügte dann – in Bestätigung ihres Vor
bescheids vom 11. Juni 2012 (Urk. 7/261)
–
am 12. September 2012 die Ab
weisung auch dieses Gesuchs (
Keine Erhöhung der [halben] Rente;
Urk. 7/269).
1.8
Nachdem der Versicherte der IV-Stelle im September 2013 aktuelle Arztberichte hatte zukommen lassen (Urk. 7/271 f.),
traf die IV-Stelle weitere einschlägige Abklärungen und
liess ihn im Februar 2014 von den Ärzten der MEDAS
C._
polydisziplinär untersuchen (vgl. Expertise vom
2. April
2014, Urk. 7/286
).
Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7/292) ver
fügte sie daraufhin
am 10. Juli 2014
die Einstellung der Rente per Ende August 2014 (Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung
der IV-Stelle vom 10. Juli 2014
(Urk. 2) erhob
X._
am 28. Juli 2014 Beschwerde mit dem sinngemäss Antrag,
die halbe In
validenrente sei
ihm auch über den 31. August 2014 hinaus
auszurichten
(Urk. 1). Die IV-Stelle schloss am 9. September 2014 auf Abweisung der Be
schwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 6).
Replicando
liess der
(neu anwaltlich vertretene [
Urk. 14
]
) Beschwerdeführer am 19. Dezember 2014 – nun unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin –
an sei
nem Antrag
festhalten (Urk. 17 S. 2). Die IV-Stelle teilte am 4. Februar 2015 ihren Verzicht auf Einreichung einer
Duplik
mit (Urk. 21), was dem Beschwer
deführer am 9. Februar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
enanntes
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog
enanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sogenannte
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar
. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht
(BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.5
Nach
lit
. a Abs. 1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen
Schlussbestimmun
gen
der Änderung vom 1
8.
März 2011 des IVG (
6.
IV-Revision, erstes
Mass
nahmenpaket
; kurz:
lit
. a Abs. 1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
) werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgeho
ben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht er
füllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139
V 547 E. 3).
Die in
lit
. a Abs. 1
SchlB
6.
IV-Revision
vorgesehene Rentenherabsetzung bezie
hungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche
Rentenzusprache
aber bereits in Be
achtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der
Schluss
bestimmung
(BGE 140 V 8 E. 2).
Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von
lit
. a Abs. 1
SchlB
zur
6.
IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Be
schwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage be
ruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der
6.
IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von
BGE 139 V 547
E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom
8.
April 2014 E. 3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die Schlussbestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können. Ein organisch begründeter
Teil
der Arbeitsfähigkeit kann bei Anwend
barkeit der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Verände
rung im Sinne von Art. 17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwen
dungsbereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abgewichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der
Rentenzuspre
chung
war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Einschätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwer
den beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schlussbestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer
integralen
Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder -überprüfung) neben dem
syndromalen
Zustand eine davon unabhängige orga
nische oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („
nichtsyndromale
")
Gesund
heitsschädigung
die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht
mitverur
sacht
, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenan
spruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren
Beschwerde
bildes
bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel mög
lich (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Renteneinstellung – unter Hinweis auf das Gutach
ten der MEDAS
C._
vom
2. April
2014 (Urk. 7/286) – damit, dass der Beschwerdeführer aufgrund der
Periarthropathie
der Schulter beidseits als Ma
schinist zwar gänzlich arbeitsunfähig
, in einer
leidensangepassten Tätigkeit in
des nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei
(Urk. 2 S. 2)
.
Der Befund der MRI-Untersuchung vom 8. April 2014 lasse auf keine wesentliche Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes schliessen (Urk. 2 S. 3).
Aus psychi
scher Sicht habe sich der Gesundheitszustand verbessert, weshalb ein
Revisions
grund
vorliege (
Urk. 6
S. 2).
Bei der
-
von einer depressiven Symptomatik be
gleiteten
-
chronischen Schmer
z
störung handle es sich um ein
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Beschwerdebild ohne nachweisbare organi
sche Grundlage. Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht sei dieses
ange
sichts
der konkreten Gegebenheiten als überwindbar zu betrachten und dem
nach nicht von invalidisierender Wirkung
(Urk. 2 S. 2
, Urk. 6 S. 2
)
.
Da der Be
schwerdeführer
, der seine Restarbeitsfähigkeit seit 2003 nicht mehr verwertet habe,
aufgrund der
(schon seit 2007 bestehenden)
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ein dem
Valideneinkommen
äquiva
lentes Salär zu erzielen in der Lage sei
und ihm die Selbsteingliederung zumut
bar sei
, bestehe kein Rentenanspruch mehr (Urk. 2 S. 2
, Urk. 6 S. 2
f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sein
– physischer wie auch psychischer – Gesundheitszustand habe sich seit der
Ren
tenzusprache
nicht verbessert, sondern gar noch verschlechtert (Urk. 1, Urk. 17 S. 5 ff.). Die Rentenaufhebung sei überdies auch deshalb zu Unrecht erfolgt, weil die IV-Stelle vorgängig keine Eingliederungsmassnahmen durchgeführt habe, obwohl er im Zeitpunkt des Revisionsverfahrens das 55igste Altersjahr bereits zurückgelegt und
schon seit über
fünfzehn
Jahren eine Rente bezogen habe (Urk. 1 S. 8 ff.).
3.
3.1
3.1.1
Betreffend den Gesundheitszustand im Zeitpunkt der am
12. September 2012
verfügten
Abweisung des
am 15. Januar 2012 gestellten
Renten
erhöhungsge
suchs
(Urk.
7/
2
48, Urk. 7/269
) geht aus den medizinischen Akten Folgendes hervor:
Die Ärzte der Klinik
D._
, Wirbelsäulenzentrum, stellten am 13. Dezember 2011 folgende Diagnosen (Urk. 7/254 S. 9):
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit begleitender Schmerz- und Reizsymptomatik
im Bereich des rechten Beins mit/bei
multietageren
degenerativen Veränderungen im Bereich der Lenden
-
wir
belsäule
(LWS), Rotationsdrehgleiten L4/5
Höhergradige
Spinalkanalstenose L4/5
Restbeschwerden Schulter rechts mit
Periarthropathia
hume
ro
scapularis
bei/mit
Status nach
Limbus
v
erletzung
Schultergelenk rechts aufgrund eines
Verhebetraumas
zweimaliger Schulteroperation 1983
in der Klinik
D._
(
ventrocau
dale
Stabilisierung und dann
Osteosynthesematerialentfer
nung
)
dreimaliger Schulteroperation auswärts mit
-
Aufhebung der
Trillat
-Operation durch Osteotomie des
Kor
a
koids
und Aufrichtung desselben sowie Rotationsosteotomie nach
Weber,
Kapselshift
und
Refixation
sowie
Subscapularismobilisation
und
Repair
(12. Januar 2003)
-
Behandlung der
Scapula
alata
bei Lähmung des
Musculus
serratus
anterior
durch Muskelersatzplastik mit sternalem Anteil des
Musculus
pectorialis
major
unter
Goretex-Interponat
(3. März
1994)
-
Osteosynthesematerialentfernung
proximaler
Humerus
bei Status
nach Rotationsosteotomie nach Weber (27. November 1995)
Chronisches
Zervikobrachialgiesyndrom
beidseits, rechtsbetont
Depression
Adipositas
Urogenitale Dysfunktion mit
irritativen
Miktionsbeschwerden und erekti
ler Dysfunktion
Im Hinblick auf eine Linderung der Schmerz- und Reizsymptomatik sei dem Beschwerdeführer eine Sakralblockade
empfohlen worden
(S. 10).
3.1.2
Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
gab am 8. Januar 2012 an, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich massiv verschlechtert. Im Vordergrund stünden dabei die zunehmende Depres
sion mit suizidalen Gedanken und die zunehmende Behinderung an beiden Schultern (Urk. 7/247).
3.1.3
Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte am 27. Januar 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/250 S. 1):
Verdacht auf schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, ICD-10 F32.2
Chronifiziertes
Schmerzsyndrom Schulter, Rücken, Beine
Aufgrund der akuten Suizidalität sei der Beschwerdeführer am 27. Januar 2012 zur stationären Behandlung an die
G._
überwiesen worden (S. 1 f.).
3.1.4
In seinem Bericht vom 31. Januar 2012 stellte
der Allgemeinmediziner
Dr.
E._
nachstehende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/252 S. 6):
Polymorbides Krankheitsbild mit
Diffuse
n
Arthralgien unter zunehmender En
t
gleisung im Sinne einer
Er
schöpfungsdepression
mit suizidalem Gedankengut
Der Beschwerdeführer sei vor Jahren aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden. Sämtliche Versuche
, ihn als Gabelstaplerfahrer beruflich zu
reintegrieren
,
seien gescheitert.
Derzeit weise er eine Blockade beider Arme auf, welche mit einem
Bizepssehnenriss
links und einer chronischen Periarthritis rechts zu erklären sei. Zudem leide er an einer beginnenden Polyarthrose und einer zunehmenden
Er
schöpfungsdepression
mit suizidalen Gedanken. Aufgrund dieser Umstände und nach der Entgleisung der sozialen Situation der Familie erscheine eine Rückkehr ins Arbeitsleben unrealistisch (S. 6).
Dem Beschwerdeführer seien sämtliche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevanten Aktivitäten und auch di
e Arbeit als Gabelstaplerfahrer
nicht mehr zumutbar
(S. 4 und S. 7)
.
Sein
Konzentrati
ons
- und Auffassungsvermögen, seine Anpassungsfähigkeit und auch seine (psychische) Belastbarkeit seien eingeschränkt (S. 4).
Zwar sei eine Wiederein
gliederung kaum denkbar; eine Teilbelastung sei dem Beschwerdeführer aber nach der Einleitung einer psychiatrischen Behandlung
an sich
wieder
möglich (S. 7).
3.1.5
Am 23. März 2012 stellte
der Psychiater
Dr.
F._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/256 S. 1):
Mittelgradige depressive Episode, ICD-10 F32.1
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, ICD-10 F45.4
Polyätiologisches Schmerzsyndrom Schulter links
Chronisches
zervikobrachiales
Syndrom beidseits, rechtsbetont
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
Der Beschwerdeführer sei seit Dezember 2007
zu 100 % arbeitsunfähig und werde dies auch auf längere Sicht bleiben. Angesichts der Komorbidität des vorbestehenden chronischen Schmerzsyndroms sei vorerst nicht abzusehen, wie lange es bis zur Vollremission der Depression dauern werde
. Die Prognose sei sehr schlecht
(S. 2
f.
).
3.1.6
Nachdem sie den Beschwerdeführer vom 31. Januar bis 23. Februar 2012 statio
när behandelt hatten, stellten die Ärzte der
G._
am 18. April 2012 nachstehende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/257 S. 6):
Mittelgradige depressive Episode, ICD-10 F32.1
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, ICD-10 F45.4
Status nach fünfmaliger Schulteroperation
Restbeschwerden Schulter rechts mit
Periarthropathia
humeroscapularis
Polyätiologisches Schmerzsyndrom Schulter links
Chronisches
zervikobrachiales
Syndrom beidseits, rechtsbetont
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Die depressive Symptomatik und die
somatoform
anmutende
Symptomauswei
tung
seien als infolge der körperlichen Beschwerden aufgetretenes sekundäres Phänomen zu werten. Es sei mit einer guten Heilung der depressiven Störung und – bei optimalem Verlauf –
damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer wieder teilzeitlich arbeiten werde können. Die Einschränkung der Arbeitsfähig
keit sei vor allem körperlich bedingt (S. 6 und S. 8). Aus psychiatrischer Sicht sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit weiterhin zumutbar (S. 8).
3.1.7
In ihrer gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 16. Mai 2012 (Urk. 7/259 S. 4 f.) gelangten med.
pract
.
H._
, Fachärztin für Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie, und Dr. med.
I._
, Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin und für Allgemeine Medizin,
beide
Ärztinnen des
Regionalärzt
lichen
Diensts (RAD) der IV, zum Schluss,
dass es zu keiner Verschlechterung des Gesundheitszustands gekommen sei.
3.2
3.2.1
Die am
10. Juli 2014
verfügte Renteneinstellung (Urk. 2) beruht auf nachstehen
den ärztlichen Beurteilungen:
Nachdem sich der Beschwerdeführer vom 28. Juli bis 17. August 2013 stationär in der
J._
, Rehabilitationszentrum, hatte behandeln lassen, stellten die Ärzte im Austrittsbericht vom 27. August 2013 folgende Di
agnosen (Urk. 7/271 S. 1):
Generalisiertes Schmerzsyndrom, ICD-10 F45.4, mit/bei
Schulterschmerzen rechts mit/bei
Status nach Schulterarthroskopie rechts 2011 mit intraartikulärem
Dé
bridement
, Tenotomie der langen
Bizepssehne
,
Biopsieentnahme
bei Verdacht auf
Chon
drokalzinose
,
Bursektomie
und
Ac
romioplastik
Status nach
Limbusverletzung
Schultergelenk rechts aufgrund eines
Verhebetraumas
1983
Status nach zweimaliger Schulteroperation rechts in der Kli
nik
D._
1983
Status nach dreimaliger Schulteroperation durch Dr. med.
K._
-
letztmals 2003: Aufhebung der
Trillat
-Operation durch Osteotomie
des
Korakoids
und Aufrichtung desselben
sowie
Rotationsosteotomie nach Weber,
Kapselshift
und
Refixation
sowie
Subscapularismobilisation
und
Repair
am 12. Januar 2003
Schulterscherzen links mit/bei
MRI Schulter links: AC-Arthrose mit Zeichen einer leichten Bursitis
sub
deltoidea
/
subacromialis
,
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
Mittelgradige depressive Episode
a
ntidepressive
Therapie mit
Cymbalta
und
Seroquel
, im Februar 2012 eingeleitet
abgesetzt im Februar 2013 aufgrund „Drink
and
Drive“-
Incidents
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und atypische
Claudicatio
spina
lis-Symptomatik
mit begleitender Schmerz- und Reizsymptomatik im Bereich des rechten Beins mit/bei
multietageren
degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS,
Rota
tionsdrehgleiten
L4/L5
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Kar
d
iovaskuläre Risikofaktoren (CVRF): Adipositas, Ex-Nikotin
Urogenitale Dysfunktion mit
irritativen
Miktionsbeschwerden und erekti
ler Dysfunktion
Status nach Operation
D
ie psychosomatische Rehabilitation sei im Hinblick auf das Erlernen und Anwen
den von
Schmerzcoping
-Strategien und das Etablieren eines psychoso
matischen Krankheitsverständnisses erfolgt
(S. 2). Dem Beschwerdeführer, der über multiple Beschwerden im gesamten Bewegungsapparat klage, sei es bedau
erlicherweise nicht gelungen, sich für ein psychosomatisches Krankheitskonzept zu öffnen; eine wesentliche Verbesserung der Schmerzsituation habe sich daher nicht erzielen lassen. Was seine Arbeitsfähigkeit anbelange, bestehe derzeit keine Aussicht auf eine Wiedereingliederung an einem Arbeitsplatz (S. 3).
3.2.2
Dr. med.
L._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Me
d
izin, Sonographie SGUM, Manuelle Medizin SAMM, gab am 13. September 2013 – unter Hinweis auf den Austrittsbericht der
J._
vom 27. August 2013 (Urk. 7/271) – an,
mit
Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt
sei nicht zu rechnen
. Insgesamt sei der Beschwerdeführer sicherlich zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/273).
3.2.3
Dr. med.
M._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte am 19. Januar 2014 folgende Diagnosen
(Urk. 18/5 S. 1):
Mittelgradige depressive Episoden mit somatischen Symptomen, ICD-10 F32.11
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, ICD-10 F45.4
Aufgrund der körperlichen Behinderung, des mentalen Zustand
s
und der sozia
len Situation bleibe die Prognose schlecht. Es sei nicht vorstellbar, dass der Be
schwerdeführer zu einer sinnvollen Beschäftigung zurückkehren werde (S. 2).
3.2.4
Aufgrund der Ergebnisse der Mitte Februar 2014 durchgeführten
polydisziplinä
ren
Untersuchung
stellten die Ärzte der MEDAS
C._
in ihrem Gutachten vom 2. April 2014 nachstehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (Urk. 7/286 S. 65):
Periarthropathie
beidseits, Status nach diversen
arthroskopischen
und offe
nen Eingriffen bei degenerativen Veränderungen, ICD-10 M75.0
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, ICD-10 F33.00, im Sinne einer primären Störung (nicht direkte Folge der Schmerzen)
Chronische Sch
m
erzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, ICD-10 F45.41
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten folgende Diagnosen:
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei degenerativen Veränderun
gen der unteren LWS (
Spondylarthrose
,
Diskusprotrusionen
, relative Spinalkanalstenose L4/5)
Arterielle Hypertonie
Adipositas (BMI 31,4 kg/m
2
)
Eine den körperlichen Leiden angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer noch zumutbar, allerdings – aufgrund der psychischen Symptomatik – lediglich noch im Umfang von 70 bis 80 % (S. 67). Die Arbeitsprognose sei – auch auf
grund vieler invaliditätsfremder Faktoren (Migrationsproblematik, bescheidene Schul- und Deutschkenntnisse, vieljährige Erwerbsabstinenz, Selbstlimitierung, Alter, subjektive Krankheitsüberzeugung) - weiterhin schlecht (S. 68).
Aus psy
chiatrischer Sicht sei der Gesundheitszustand wechselhaft und instabil; gegen
über 2012, als der Beschwerdeführer sich stationär habe behandeln lassen, habe er sich eher verbessert. Hinsichtlich
der somatischen Beschwerden sei
an sich aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten
und komplikationslos verlaufenen
linksseitigen Schulterarthroskopie
eine relative Verbesserung anzunehmen, der Beschwerdeführer klage indes über eine – sich nicht objektivieren lassende – Verschlechterung. Die degenerativen Veränderungen hätten wohl eher etwas zugenommen (S. 68 f.).
3.2.5
Die MRI-Untersuchung der LWS vom 7. April 2014 ergab eine multisegmentale Degeneration. Als Hauptbefund liege eine schwere Spinalkanalstenose L3-L5 bei
Diskusprotrusionen
und schweren
Spondylarthrosen
vor
. Zudem bestünden schwere
Foramenstenosen
L4/L5 bilateral mit Einklemmung der L4-Wurzeln beidseits sowie ödematöse bandscheibenassoziierte
Wirbelkörperveränderun
gen
L4/L
5.
Die
Foramenstenosen
seien im Vergleich zur Voruntersuchung vom 20. April 2004 unverändert. Dagegen sei es zu einer deutlichen Zunahme der Spinalkanalstenosen L3-5 gekommen, und die ödematöse
bandscheibenassozi
ierten
Wirbelkörperveränderungen seien neu aufgetreten (Bericht
Klinik N._
, Radiologie, vom 8. April 2014, Urk. 7/294 S. 2 f.
).
3.2.6
Nach
K
enntnisnahme des Gutachtens der MEDAS
C._
vom 2. April 2014 (Urk. 7/286) hielt die RAD-Ärztin med.
pract
.
H._
am 14. April 2014 fest, es sei von keiner wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands seit 2006 beziehungsweise 2012 auszugehen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Be
schwerden bestehe seit dem Zeitpunkt der Begutachtung (auch) in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/291 S. 3).
Auf entsprechende Nachfrage der zuständigen Sa
chbearbeiterin der IV-Stelle hielt
die RAD-Ärztin med.
pract
.
H._
am 14. April 2014 fest, aus somati
scher Sicht sei es seit April 1995 zu keiner wesentlichen Veränderung gekom
men. Ein psychischer Gesundheitsschaden habe damals noch nicht bestanden. In psychischer Hinsicht sei es zu einer leichten Verbesserung gekommen, da diesbezüglich seit dem Begutachtungszeitpunkt eine rund 75%ige Arbeitsfähig
keit bestehe (Urk. 7/291 S. 4).
3.2.
7
Die Ärzte der Klinik
D._
,
Mu
s
kulo
-Skelettal Zentrum, Orthopädie, Obere Extremitäten, stellten am 4. Juli 20
14 nachstehende Diagnosen (Urk.
3/2 S. 1
):
Progression und irreparable
Rotatorenmanschetten
-Ruptur links mit/bei
Status nach dokumentierter Intervall-Läsion 2012 mit Zunahme im Verlauf, insbesondere der
Supraspinatussehnen
-Ruptur mit einem Defekt von 2 x 2,5 cm in der
Sagital
- und Frontalebene
cranio
-laterale
r
Partialruptur
der
Subscapularissehne
mit konsekutiver medialer Subluxation, also Luxation der langen
Bizepssehne
Am 6. Januar 2014 sei eine diagnostische und therapeutische
Schulterarthrosko
pie
links mit
arthroskopischem
Débridement
der
Rotatoren
manschette
,
Bursektomie
,
Acromioplastik
,
arthroskopischer
Tenotomie und
Te
nodese
der langen
Bizepssehne
mit einem
Corkscrew
-Anker und Setzen einer Stütznaht
Infraspinatus
durch einen Mini-Open-Zugang ebenfalls mit einem
Corkscrew
-Anker durchgeführt worden.
Die schwierige Situation zu Hause habe insofern Einfluss auf die gesundheitliche Situation, als der Beschwerdeführer wieder vermehrt über Schmerzen klage und seit der letzten Kontrolle wieder
an Beweglichkeit verloren habe (S. 1). Angesichts der bekannten irreparablen Schäden sei der Verlauf fünf Monate nach dem operativen Eingriff zufrieden
stellend, auch wenn nicht alle Restbeschwerden hätten behoben werden können. Sicher liege auch eine
Schmerzchronifizierung
vor. Auch bet
reffend die
Rü
ckens
ymptomatik
sei der Beschwerdeführer nicht beschwerdefrei. Chirurgische Therapieoptionen stünden keine zur Verfügung; die Voraussetzungen für eine inverse Schulterprothese auch auf der rechten, offensichtlich zunehmend symptomatisch werdenden Seite seien nicht erfüllt.
Aufgrund der vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
müsste der Beschwerdeführer an sich Anspruch auf eine
100%ige Invalidenrente
haben
(S. 2).
3.2.8
Die RAD-Ärztin med.
pract
.
H._
gelangte am 9. Juli 2014 zum Schluss, dass auch unter Berücksichtigung der Befunde der MRI-Untersuchung vom 8. April 2014 (Urk. 7/294 S. 2 f.) auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Ärzte der MEDAS
C._
vom 2. April 2014 (Urk. 7/286) abgestellt werden könne (Urk. 7/297 S. 2).
3.2.9
Am 24. September 2014 stellten die Ärzte der Klinik
D._
,
Muskulo
-Ske
lettal Zentrum, Fusschirurgie, folgende Diagnosen (Urk. 18/1 S. 1):
Osteochondrosis
d
issecans
medialer Talus, unklare Genese
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
Schulterschmerzen links bei
AC-Arthrose
Schulterschmerzen rechts bei
Zustand nach mehrfachen operativen Eingriffen
Mittelgradige depressive Episode
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Nikotinabusus
Der Beschwerdeführer habe vor zwei Monaten einen einschiessenden Schmerz im Bereich des Rückfusses rechts verspürt (S. 1). Die klinische und radio
logische
Untersuchung habe eine
Osteochondrosis
dissecans
Talus
medialseitig
rechts er
geben (S. 2).
3.2.10
Die Ärzte der Klinik
D._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Orthopädie, Obere Extremitäten, gelangten am 16. Oktober 2014 zum Schluss, dass
das prominente AC-Gelenk links im Rahmen einer aktivierten AC-Gelenksarthrose zu interpre
tieren sei. Anhaltspunkte für eine AC-Luxation bestünden keine. In Anbetracht auch der Gesamtproblematik beider Schultern sei lediglich eine symptomatische Therapie indiziert (Urk. 18/2 S. 2).
3.2.1
1
Auf entsprechende Anfrage der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hielt Dr.
L._
am 27. November 2014 fest, der somatische Gesundheitszustand habe sich seit der
Rentenzusprache
im Jahr 1995 insofern verschlechtert, als nun auch noch linksseitige Schulterbeschwerden bestünden (Urk. 18/3 S. 1).
Zudem sei schon über einen i
m lumbalen Bereich
bestehenden
Status nach Morbus Scheuermann gesprochen worden. Aktuell seien fortgeschrittene degenerative Veränderungen mit zunehmender
Spinalkanalstenosierung
festgestellt worden.
Im Weiteren leide der Beschwerdeführer an rechtsseitigen Fussschmerzen mit
Osteochondrosis
dissecans
. In psychischer Hinsicht habe er in den letzten Mo
naten jedenfalls eine depressive Grundstimmung aufgewiesen mit Antriebslo
sigkeit, schlechtem Schlaf und auch Traurigkeit (S. 2).
3.2.1
2
In ihrem Bericht vom 5. November 2014 gaben die Ärzte der Klinik
D._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Fusschirurgie, an, betreffend die nach wie vor the
rapieresistente
Osteochondrose
dissecans
Talus
medialseitig
rechts sei eine ope
rative Versorgung (Arthroskopie oberes Sprunggelenk mit
Mikrofrakturierung
der
Osteochondrose
-Herde rechts) angezeigt (Urk. 18/4 S. 2).
4.
4.1
Im Zeitpunkt
der Abweisung des am 15. Januar 2012 gestellten Renten
-
erhöhungs
gesuchs
(Urk. 7/248) beziehungsweise der Bestätigung des Anspruchs auf eine halbe Rente mit Verfügung vom 12. September 2012 (Urk. 7/269)
wies der Beschwerdeführer
– insbesondere im Bereich der Schultern und der LWS – organisch objektivierbare Befunde und damit (zumindest teil
weise) erklärbare
physisch
e
Beschwerden auf, die ihn jedenfalls in der ange
stammten und auch in anderen physisch belastenden Tätigkeiten in der Ar
beitsfähigkeit einschränkten
(vgl.
hiezu
insbesondere Bericht Klinik
D._
vom 13. Dezember 2011 [Urk. 7/254 S. 9 f.],
Berichte Dr.
E._
vom 8. und 31. Januar 2012 [Urk. 7/247 und Urk. 2/252]
sowie Bericht Dr.
F._
vom 23. März 2012 [Urk. 7/256])
.
Nebst diesen körperlichen Leiden bestand
en
– in Form einerseits einer depressiven Symptomatik (Urk. 7/254 S. 9, Urk. 7/247, Urk. 7/250 S. 1, Urk. 7/252 S. 6, Urk. 7/256 S. 1, Urk. 7/257 S. 6) und anderer
seits einer
somatoformen
Schmerzstörung (Urk. 7/256 S. 1, Urk. 7/257 S. 6) –
au
ch psychische Beeinträchtigungen
. Le
tztgenannter Diagnose massen die be
handelnden Ärzte, wie aus den zitierten medizinischen Berichten klar hervor
geht,
allerdings
im Verhältnis zur depressiven Störung
lediglich
untergeordnete
Bedeutung zu. Dass die
somatoforme
Schmerzstörung
und deren Auswirkungen auf das Leistungsvermögen
im Vorderg
r
und
gar der gesamten (physischen und psychischen) Symptomatik
beziehungsweise der daraus resultierenden Arbeits
unfähigkeit
gestanden hätte, wie dies die RAD-Ärztinnen med.
pract
.
H._
und Dr.
I._
, die beide
nicht über den Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie
verfügen, annahmen (vgl. Stellungnahme vom 16.
Mai 2012, Urk. 7/259 S. 4 f.
), findet keine Stütze in den
–
den beiden RAD-Ärztinnen
(mangels einer eigenen Untersuchung) ausschliesslich als
Beurteilungsg
rundlage dienenden –
w
eiteren medizinischen Berichten.
Zu bemerken
ist in diesem Zu
sammenhang,
dass die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 12. September 2012 (Urk. 7/269) – in Übereinstimmung mit der entsprechenden Einschätzung
von
med.
pract
.
H._
und
Dr.
I._
(Urk. 7/
259 S. 4)
–
explizit davon aus
ging, dass sich die gesundheitliche Beeinträchtigung (s
eit der Verfügung vom
18. Mai 2007 [
Urk. 7/174
]
)
nicht verändert habe. Die letztgenannte Verfügung erging, nachdem die IV-Stelle
–
in Nachachtung des Rückweisungsentscheids des hiesigen Gerichts im Prozess Nr. IV.2005.00082 (Urteil vom 20. März 2006, Urk. 7/140)
–
eine
polydisziplinäre Untersuchung durch die Ärzte der MEDAS
B._
veranlasst hatte. Diese ergab
indes
als
einzige relevante Diagnose eine – eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bedingende –
dezentrierte
Omarthrose
(vgl. Gutachten vom 30. Oktober 2006, Urk. 7/163)
, weshalb die Beschwerdegegnerin
das
damals
hängige
Revisionsgesuch
mit Verfügung vom 18. Mai 2007 (Urk. 7/174)
abwies und den Anspruch auf eine halbe Rente
– ausgehend (
aus
schliesslich
) von einer bildgebend nachweisbaren Gesundheitsschädigung und nicht etwa von einem
p
athogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Be
schwerdebild
ohne nachweisbare organische Grundlage
–
bestätigte
.
Da am 1
2.
September 2012 (
ebensowenig
wie am 1
8.
Mai 2007) keine Rente “bei
pa
thogenetisch-ätiologisch
unklaren Beschwerdebildern ohne nachweisbare orga
nische Grundlage gesprochen“ wurde, fällt e
ine
Rentenaufhebung gestützt auf
lit
. a Abs. 1
SchIB
IVG
6.
IV-Revision
(Urk. 2)
aus
ser
Betracht. Davon ging denn – zumindest implizit – im Rahmen der Beschwerdeantwort auch die IV-Stelle selbst aus, begründete sie die Rentenaufhebung doch (neu) mit einer erheblichen gesundheitlichen Besserung (Urk. 6).
4.
2
Dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der
Bestätigung der halben Rente (letztmals) mit Verfügung vom 12. September 2012 (Urk. 7/269)
wesentlich verbessert hat, erscheint auf
grund der zitierten medizi
nischen Berichte
indes
nicht als überwiegend
wahrscheinlich. So
gingen
die Gutachter der MEDAS
C._
zwar
von einer gewissen Besserung der linksseitigen Schulterbeschwerden aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Arthroskopie aus, hielten aber gleichzeitig fest, dass die degenerativen Verän
derungen eher zugenommen hätten
(vgl. Expertise vom 2. April 2014, Urk. 7/286 S. 68 f.)
, was
angesichts
de
r Befunde
der
– erst
nach der Begutach
tung
im Februar 2014
durchgeführten
–
MRI-Untersuchung vom 7. April 2014
(Urk. 7/294 S. 2 f.)
eindeutig zutrifft
.
In psychischer Hinsicht befanden die Ex
perten der MEDAS
C._
den
aktuellen
Gesundheitszustand zwar als „eher besser“
, weil di
e rezidivierende depressive Störung
weniger ausgeprägt vorhan
den sei
als
dies
im Zeitpunkt der gut dreiwöchigen stationären Behandlung in der
G._
Anfang 2012 (vgl. Urk. 7/257 S. 6 ff.)
der Fall gewesen sei. Gleichzeitig wiesen die genannten Ärzte aber darauf hin
, dass die fragliche Symptomatik
(wie es in der Natur der Diagnose einer rezidivierenden depressi
ven Störung liegt und nach Lage der Akten auch schon im Zeitpunkt des letzten Revisionsverfahrens der Fall gewesen war)
wechselhaft
und instabil sei (Urk. 7/286 S. 68 f.)
. Angesichts dieser gutachterlichen Einschätzung
und unter Berücksichtigung
der aktuellen bildgebenden Befunde
(Urk. 7/294 S. 2 f.)
sowie
der Beurteilungen
der behandelnden Ärzte
(vgl. insbesondere
Austrittsbericht
J._
vom 27. August 2013 [Urk. 7/271], Bericht Dr.
M._
vom 19. Januar 2014 [Urk. 18/5] und Berichte Klinik
D._
vom 4. Juli 2012 [Urk. 3/2] und vom 24. September 2014 [Urk. 18/1])
ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass d
ie RAD-Ärztin med.
pract
.
H._
eine seit 2006 beziehungsweise 2012 eingetretene
wesentliche Veränderung des Gesund
heitszustands explizit
verneinte
(vgl. Stellungnahme vom 14. April 2014, Urk. 7/291 S. 3).
Dass die Experten der MEDAS
C._
dem Beschwerde
führer lediglich noch eine rund 20 bis 30%ige Arbeitsunfähigkeit in einer
be
hinderungsangepassten
Tätigkeit bescheinigten (Urk. 7/286 S. 67), ist
folglich nicht etwa mit einer Verbesserung des funktionellen Leistungsfähigkeit seit der
Rentenverfügung vom
12. September 2012 (Urk. 7/269)
, sondern vielmehr mit der unterschiedlichen Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebe
nen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit zu erklären.
Ein materieller Revisionsgrund
(vgl.
hiezu
E. 1.4)
liegt demnach nicht vor.
4.3
Nach Lage der Akten leidet der Beschwerdeführer neu an rechtsseitigen
Fussbe
schwerden
, die mit einer
Osteochondrosis
dissecans
medialer Talus zu erklären sind (Urk. 18/1, Urk.
18/3 S. 2, Urk. 18/4). Ob und gegebenenfalls inwieweit sich diese Symptomatik in revisionsrechtlich
bedeutsamer
Weise auf die Arbeitsfä
higkeit auswirkt, kann vorliegend offen bleiben. Da
die Fussschmerzen erst zirka Mitte Juli 2014 auftraten (vgl. Urk. 18/1 S. 1) und damit
im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
vom
10. Juli 2014 (Urk. 2
; zur zeitlichen Grenze der Überprüfungsbefugnis vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2 mit Hinweisen
)
noch gar nicht vorhanden waren beziehungsweise
jedenfalls noc
h nicht drei Monate andauerte
n
(
zur Anspruchsrelevanz einer Verschlechterung der Er
werbsfähigkeit vgl.
Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversiche
rung [IVV]
),
fielen
sie bei der Beurteilung des weiteren Rentenanspruchs jeden
falls (noch)
ausser Betracht
.
Der Beschwerdef
ührer machte denn auch zu Recht
keinen Anspruch auf eine Erhöhung der bisherigen halben Rente geltend (Urk. 1, Urk. 17 S. 2).
4.
4
Nach dem Gesagten
(mangels Anwendbarkeit von
lit
. a Abs. 1
SchIB
IVG
6.
IV-Revision beziehungsweise eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG)
ergibt sich, dass d
ie Beschwerde
– mit der Feststellung, dass der Be
schwerdeführer auch über den 1. September 2014 hinaus Anspruch auf eine halbe Rente hat
–
gutzuheissen
ist
.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 900.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) zu verpflichten, dem
– seit 5. November 2014 – anwaltlich vertretenen (Urk. 14) Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu entrichten, wobei ein Betrag von Fr.
2‘100
.-- (inklu
sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.