Decision ID: 592f7f3c-7236-422e-8608-46ee899e9456
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1967 geborene
X._
ist gelernte
kaufmännische Angestellte und arbeitete
seit
dem Jahr 2000
bei der
Y._
AG in einem Pensum von
60-
10
0 %
(Urk. 6/8-10
, Urk. 6/
28, Urk. 6/31/4-5
, Urk. 6/51/3
)
. Am 30. Dezember 2013 erlitt die Versicherte einen Unfall, als sie beim Skifahren stürzte
(Urk.
6
/5/33-34). Dabei zog sie sich am rechten Bein eine Zwei-Etagen Unter
schenkelfraktur mit mehrfragmentärer
Tibiakopffraktur
zu, welche gleichentags
mit einem gelenk
überbrückenden Fixateur extern
primär
versorgt wurde
n
(
Urk. 6/5/70,
Urk.
6
/5/82-83).
Nach Entfernung des Fixateurs und operativer Ver
sorgung mit einer Doppelplattenosteosynthese am
3. Januar 2014 (Urk. 6/5/80-81)
trat
ein
Wundinfekt (vgl. Urk. 6/5/49-52)
auf, welche
r
diverse operative
Eingriffe
nach sich zog
(
Urk. 6/5/44-52
,
Urk. 6/5/73-75).
Am 28. Mai 2014 meldete sie sich bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungs
bezug an (Urk. 6/3).
Mit Mitteilung
en
vom 22. August 2014
(Urk. 6/18) und vom 28. September 2015 (Urk. 6/37)
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund
ihres
Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Eingliederungs
massnahmen möglich seien und ihr Rentenanspruch geprüft werde.
Nach weite
ren Operationen (Urk. 6/
41/
77-78, Urk. 3/2, Urk. 3/3) wurde am 11. Mai 2016
an der rechten Tibia eine Marknagelosteosynthese durchgeführt
(Urk. 6/42/25-26
).
Am 15. Mai 2017 trat die Versicherte eine auf ein Jahr befristete Anstellung
als Verwaltungsassistentin beim Kanton
Z._
in einem 80%-Pensum an (Urk. 6/46, Urk. 6/48).
Am 20. Dezember 2017 wurde bei der Versicherten eine Haushalts
abklärung durchgeführt (Urk. 6/51).
Mit Vorbescheid vom 2. Mai 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Zusprache einer ganzen – jeweils befristeten – Invalidenrente vom 1. Dezember 2014 bis am 31. Mai 2015 und vom 1. August 2015 bis am 31. Dezember 2016 sowie einer
Viertelsrente
vom 1. Januar bis am 31. März 2017 in Aussicht (Urk. 6/56). Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. Mai
2018 sinngemäss Einwand (Urk. 6/58)
.
Mit Verfügung vom 16. September 2019 sprach die IV-Stelle der Versicherten vom 1. Dezember 2014 bis am 31. Mai 2015 eine ganze Invalidenrente, vom 1. Juni bis am 31. Oktober 2015 eine
Viertelsrente
, vom 1. November 2015 bis am 31. Dezember 2016 eine ganze Invalidenrente und ab dem 1. Januar 2017 befristet bis am 31. März 2017 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (
Urk. 6/64-66 =
Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 3. Oktober 2019 Beschwerde und beantragte, die Berechnungen des Invaliditätsgrades seien neu zu überprüfen und ent
sprechend
anzupassen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der
Beschwer
deführerin
am 14. November 2019 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 88a Abs. 1
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgaben
bereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditäts
bedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre
chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs
anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2
006 E. 2.3.2 je mit Hinweisen).
1.3.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mung
en (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
IVV
) analog anzuwenden (BGE
133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder
Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich
des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeit
punkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt
vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre
chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146; vgl.
Art.
27 und 27
bis
IVV in der seit dem
1.
Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV, in Kraft seit
1.
Januar 2018) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Auf
gabenbereich (vgl. Art. 27 IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
be
reich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilin
validitäten
(BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der
IVV
vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invali
ditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am
16. September 2019
und somit nach Inkraft
treten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung ihres Entscheides aus, die
Be
schwerdeführerin
sei vor dem Unfall vom 30. Dezember 2013 zu 80 % erwerbs
tätig und zu 20 % im Haushalt tätig gewesen. Im Zeitpunkt des Ablaufs der Wartezeit sei
ihr
die Ausübung der angestammten oder auch der angepassten Tätigkeit aufgrund des Unfalls noch nicht möglich gewesen. Bei einer Ein
schränkung im Erwerbsbereich von 100 % sowie im Aufgabenbereich des Haus
haltes von 54.6 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 91 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Dezember 201
4.
Ab dem 15. Februar 2015 sei es der
Beschwerdeführerin
aus medizinischer Sicht möglich gewesen, eine vorwiegend sitzende Tätigkeit 4 Stunden pro Tag auszuüben. Bei einer Einschränkung im Erwerbsbereich von 41 % sowie einer Einschränkung im Haushalt von 54.6 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 44 % und mit Wirkung ab dem 1. Juni 2015 ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Seit dem 26. August
2015 sei aufgrund weiterer notwendiger Operationen wiederum eine volle Arbeits
unfähigkeit ausgewiesen. Im Aufgabenbereich des Haushaltes bestehe weiterhin eine Einschränkung von 54.6 %, womit ein Invaliditätsgrad von 91 % und mit Wirkung ab dem 1. November 2015 wiederum Anspruch auf eine ganze Inva
lidenrente bestehe. Ab Oktober 2016 sei der
Beschwerdeführerin
die Ausübung der angestammten
wie
auch einer angepassten Tätigkeit im Pensum von 50 % möglich gewesen. Im Aufgabenbereich des Haushaltes habe die Einschränkung ab Oktober 2016 noch 27.3 % betragen, womit ein Invaliditätsgrad von 45 % und
ab Januar 2017
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
bestehe. Ab Januar 2017 sei der
Beschwerdeführerin
die Ausübung der angestammten Tätigkeit vollumfän
g
lich möglich und zumutbar. Auch im Aufgabenbereich des Haushaltes bestehe
ab diesem Zeitpunkt
keine Einschränkung mehr. Dementsprechend
sei
die
Viertels
rente
per 31. März 2017
zu befristen
(Urk. 2).
2.2
Dahingegen
vertritt die
Beschwerdeführerin
den Standpunkt, die Berechnungen des Invaliditätsgrades
per 1. Januar und 1. April 2017 seien
nicht korrekt. So sei sie – mit Verweis auf die der Beschwerde beigelegten Arztberichte
(Urk. 3/1-11)
– vom 1. Januar bis am 24. Juni
2016,
vom 1. September bis am 31. Dezember 2016 und vom 24. Oktober bis am 19. November 2017
zu
100
%
arbeitsunfähig gewesen. Darüber hinaus habe vom 20. November bis am 10. Dezember 2017 bei einem Pensum von 80 % eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % bestanden
(Urk. 1).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort führte die
Beschwerdegegnerin
aus,
die
Beschwer
de
führerin
stütze sich
für die 100%ig
e Arbeitsunfähigkeit vom 1. September bis am 31. Dezember 2016 auf
die
Arbeitsunfähigkeitszeugnis
se
von Prof.
A._
vom 23. August 2016
und
vom 15. November 201
6.
Der angefochtenen Verfügung liege
aber der Bericht von Prof.
A._
vom 2. September 2016 zugrunde, wo eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als KV-Angestellte im Moment als sicherlich möglich bezeichnet
werde
. Prof.
A._
habe nur deshalb weiterhin eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestiert, weil es der
Beschwerdeführerin
aufgrund der Umstände kaum möglich sei, eine Stelle zu finden
,
und weil eine Reduktion der Arbeits
unfähigkeit für sie als alleinerziehende Mutter mit einer empfindlichen Einbusse ihres monatlichen Einkommens verbunden wäre. Es werde deshalb an einer 50%igen Arbeitsfähigkeit vom 1. September
bis am 31. Dezember 2016 festge
halten. Aus der vom 24. Oktober bis
am
10. Dezember
2017
bescheinigten Arbeits
unfähigkeit
resultiere kein Rentenanspruch
, da gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst ab drei Monate
n zu berücksichtigen sei (Urk. 5
).
2.4
Strittig ist insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin den vormaligen
A
nspruch der
Beschwerdeführerin
auf eine ganze Invalidenrente zu Recht ab dem 1. Januar 2017 auf eine
Viertelsrente
reduziert und
einen Rentenanspruch
ab dem
1.
April 2017
gänzlich
verneint hat.
Dabei
ist zu berücksichtigen, dass
eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete Invalidenrente einerseits die Zuspre
chung der Leistung und andererseits de
ren Aufhebung oder Herabsetzung
umfasst
(BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche
Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt inte
gral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Pun
kte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V
413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Entsprechend
ist im Folgenden nicht nur die
Abstufung und die Befristung
der Rente
im Jahr 2017
, sondern auch die nicht
explizit
in Frage gestellte Zusp
rache der
ganzen Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2014, deren Reduktion auf eine
Viertelsrente
per 1. Juni 2015 sowie deren Erhöhung auf eine ganze Invaliden
rente ab dem 1. November 2015
einer gerichtlichen Prüfung zu unterziehen.
3.
3.1
Die Ärzte des K
antonsspitals
B._
stellten
in ihrem Bericht vom
31. Dezember 2013 folgende Diagnose (Urk. 6/5/82):
-
Z
wei-Etagen-Unterschenkelfraktur
mit mehrfragmentärer
Tibiakopffraktur
Am 30. Dezember wurde d
er
Beschwerdeführerin
ein gelenksüberbrückender Fixateur extern am rechten Knie implantiert.
Die definitive operative Sanierung finde in 4-6 Tagen statt, je nach Schwellungszustand (Urk. 6/5/82-83).
Am 3. Januar 2014 wurde
im
Kantonsspital
B._
der Fixateur extern entfernt und eine offene Reposition und Doppelplattenosteosynthese der rechten Tibia mit einer lateralen Arthrotomie des Knieg
e
lenks sowie einer lateralen Meniskus-
Refixation
durchgeführt
(Urk. 6/5/80-81).
3.2
Nachdem ein
Wundinfekt
nachgewiesen worden war
(Urk. 6/5/
49
-52)
, folgten ab dem 14. Januar
2014
multiple Operationen (vgl.
detaillierter
Verlauf in Urk. 6/5/73
f.
und Urk. 6/5/54-55
). Im Bericht von PD Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie und Chefarzt am
Kantonsspital
D._
,
vom
13. Februar 2014
wurde auf einen sehr weichen Knochen im Bereiche des Tibiakopfes hingewiesen, welcher eine vorsichtige Nachbehandlung erfordere. Bis zur gesicherten Wundheilung habe eine Mobilisation der
Beschwerdeführerin
ausschliesslich in Streckstellung mit einer Teilbelastung von 15 kg zu erfolgen. Nach gesicherter Wundheilung könne eine vorsichtige Mobilisation im Knie
gelenk strikte im schmerzfreien Bereich erfolgen (Urk. 6/5/73-75).
Die Ärzte des
D._
attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 30. Juni
2014 (Urk.
6/5/4-5, Urk. 6/5/38-39).
3
.3
Dr. med.
E._
, Assistenzart am
D._
,
erachtete die
Beschwerdeführerin
in seinem Bericht vom
2. Oktober 2014
als in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig bis Mitte November 201
4.
Einschränkend würden sich die Knieschmerzen sowie die Teilbelastungen für mindestens 6 Wochen auswirken. Bei
regelrechtem Verlauf sei die Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit ab November/Dezember 2014 zu reduziertem Pensum möglich. Im weiteren Verlauf sollte die Wiederaufnahme zu 100 % möglich sein, falls keine weiteren Kompli
kationen auftreten würde
n. Derzeit müsse das Bein ruhig
gestellt
werden
und dürfe nach der Operation vom 23. September 2014
(vgl. Urk. 6/21/85-86)
nur teilbelastet werden (Urk. 6/19/2-3).
3.4
Am 19. November 2014 berichtete
PD Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Chefarzt am
D._
, der
Beschwerdeführerin
gehe es
sehr gut. Sie klage nur über sehr wenig Schmerzen, die Unterschenkelkrämpfe hätten deutlich nachgelassen seit sie regel
mässig Magnesium einnehme. An Stöcken mit einer Teilbelastung von 15 kg sei sie gut
mobil und
besuche
regelmässig die Physiotherapie. Die Beweglichkeit habe sich dabei in letzter Zeit deutlich verbessert. Die Teilbelastung von 15 kg sollte weiter eingehalten und die Physiotherapie weitergeführt werden. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit mindestens bis Mitte Januar 2015 (Urk. 6/21/77-78).
3.5
Am 1
2
. Januar 2015 berichtete
PD
Dr.
A._
über soweit gute Verhältnisse. Der
Beschwerdeführerin
gehe es sehr gut, sie
klage
über gelegentliche belastungs
unabhängige Schmerzen im Bereich der
Peronealmuskulatur
.
Sie habe das Bein bisher mit etwa 15 kg belastet und sei an Stöcken gut mobil.
Die Teilbelastung
könne auf 20 kg gesteigert werden, die Physiotherapie sollte weitergeführt werden
. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 %
bis am 15. April 201
5.
Im Prinzip wäre eine Wiederaufnahme der Arbeit als Bankfachfrau in einem Teilpensum ohne stehende Tätigkeit möglich. Aufgrund der Freistellung bei ihrem jetzigen Arbeitgeber sei jedoch das Finden einer neuen Stelle in der aktuellen Situation wohl illusorisch (Urk. 6/2
4
).
3.6
In seiner Stellungnahme vom 16. Februar 2015
führte
der beratende Arzt der Unfallversicherung
Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, die Fibula und die Platte würden als stabilisierendes Element am Bein bestehen. Die
Spongiosa
plastik
sehe gut aus und trage zur Stabilisierung der Extremität bei. Dennoch bleibe die Gehfähigkeit auf einige 100 m beschränkt. Die
Beschwerdeführerin
müsse das Bein entlasten, die maximal zugestandene Belastung betrage 20 kg. Es bleibe abzuwarten, wie die Konsolidation fortschreite. Dafür würden noch Monate erforderlich sein.
Da die bisherige Funktion als Bankangestellte laut Unterlagen mit verschiedenen Aufgaben, vermutlich auch mit Gehen und Stehen verbunden sei, bestehe dafür weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. Eine ausschliesslich sitzend auszuführende Tätigkeit sei denkbar mit einer Fortbewegung über wenige 100 m nur mit Krücken und Teilentlastung des rechten Beines. Der Maximal
einsatz
dafür
betrage 4 Stunden pro Tag. Dies gelte ab sofort. Eine stockfreie limitierte Gehfähigkeit sei für die zweite Jahreshälfte 2015 zu erhoffen. Genaueres lasse sich
heute nicht sagen (Urk. 6/26).
3.7
Nachdem sich im CT ein Osteosyntheseversagen mit mehreren gebrochenen Schrauben gezeigt hatte, nahm
PD
Dr.
A._
am
27. August 2015
eine Osteo
synthesematerialentfernung inklusive aller gebrochenen Schrauben sowie eine externe Stabilisierung über einen Ringfixateur vor. Bis auf weiteres sei eine Teilbelastung von 15 kg einzuhalten. Der Ringfixateur sollte bis zur stabilen ossären Konsolidierung des mit Spongiosa gefüllten Defektes
so
belassen werden können (Urk. 6/41/
91-92).
3.8
Am 14. September 2015 berichtete
PD
Dr.
A._
über schöne Wundverhältnisse und reizlose
Pinaustrittsstellen
. Es sei weiterhin eine Teilbelastung von 15 kg einzuhalten, der Ringfixateur müsse sicherlich für einige Monate getragen werden (Urk. 6/41/87-88). In seinem Bericht vom 21. September 2015 hielt
PD
Dr.
A._
fest, es gehe der
Beschwerdeführerin
gut. Es bestehe eine Arbeitsun
fähigkeit von 100 %, bis auf weiteres sei eine Teilbelastung von 15 kg
einzu
halten (Urk. 6/41/85-86).
3.9
Nachdem am 17. November 2015 ein erneuter operativer Eingriff stattgefunden hatte (Urk. 6/41/77-78)
,
führte
PD
Dr.
A._
i
n seinem
Bericht
vom 22. Dezember 2015 aus, es
würden sich
soweit gute Verhältnisse
zeigen
. Es gelte weiterhin eine Teilbelastung von 15 kg
einzuhalten
. Im schmerzfreien Bereich könne eine Mobilisation des Knies stattfinden. Die nächste Kontrolle in seiner Sprechstunde inklusive Röntgen finde in 2 Monaten statt, etwa im April 2016
werde
erneut mitte
ls
CT bilanziert (Urk. 6/41/69
-70
).
Die
Beschwerdeführerin
sei vom 1. Januar bis am 31. März 2016 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 3/1).
3.10
Am 9. März 2016 entfernte
PD
Dr.
A._
einen gebrochenen Pin und nahm eine Erweiterung der Hautinzision sowie ein
Débridement
am proximalen Unter
schenkel lateral vor (Urk. 3/2). Am 24. März 2016 wurd
e am
D._
eine weitere Operation
durchgeführt (Urk. 3/3). Im Austrittsbericht vom 24. März 2016
wies
PD
Dr.
A._
auf die Notwendigkeit einer Teilbelastung von 15 kg für 6 Wochen hin. Er
attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 5. Mai
2016 (Urk. 6/42/34-35) und verlängerte diese hernach bis am 29. Mai 2016 (Urk. 3/4).
3.1
1
Am 11. Mai 2016 wurde
an der rechten Tibia eine Marknagelosteosynthese durch
geführt.
Es bestehe ab sofort eine Teilbelast
barkeit
von 15 kg (
Urk. 3/5
). Im Austrittsbericht vom 13. Mai 2016 berichtete
PD
Dr.
A._
über einen postope
rativ komplikationslosen Verlauf.
M
it
Hilfe der Physiotherapie
habe
bei erlaubter
15 kg Teilbelastung eine erfolgreiche Mobilisation stattgefunden. In den intra
operativ gewonnenen Proben habe kein Bakterienwachstum nachgewiesen wer
den können. Bei Austritt habe sich die
Beschwerdeführerin
mobil und beschwer
de
arm gezeigt (Urk. 6/42/22-23).
Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
ab dem 10. Mai bis am 24. Juni 2016
(Urk. 3/6).
3.12
Am 23. August 2016 attestierte
PD
Dr.
A._
der
Beschwerdeführerin
eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit vom
1.
b
is am 30. September 2016 (Urk. 3/7).
Dem Bericht von
PD
Dr.
A._
vom 2. September 2016 lassen sich 4 Monate nach dem letzten Eingriff eine fortschreitende ossäre Konsolidierung des ehemaligen Defek
tes entnehmen. Der Knochen scheine hier nun langsam auch zu
Kortikalisieren
und es zeigten sich keine Hinweise für eine Lockerung des Nagels. Die Teilbe
lastung sei deshalb auf
25 kg bis maximal 30 kg gesteigert
worden, die Phy
siotherapie soll
e fortgeführt und allenfalls mit einer Stosswellentherapie zur verbesserten Knochenheilung kombiniert werden. Die Arbeitsunfähigkeit sei bis zum 30. September 2016 auf 100 % beziffert worden, als KV-Angestellte sollte dann eine Arbeitsfähigkeit wieder möglich sein, obwohl es ihr natürlich schwer
fallen werde nach diesem langen unfallbedingten Ausfall
i
m Berufsleben wieder richtig Tritt fassen zu können. Die nächste Kontrolle inklusive CT finde in circa 3 Monat
en statt (Urk. 6/42/18-19). In
einem Schreiben an die Unfallversicherung ergänzte
PD
Dr.
A._
,
der
Beschwerdeführerin
sei es aufgrund des langen unfall
bedingten Arbeitsausfalles und der sehr komplexen chirurgischen Behandlung trotz grossen Bemühungen nicht gelungen, eine Stelle als KV-Angestellte finden zu können. Solange sie nicht ohne Stöcke voll mobil sein werde, sei dies auch schwierig, da der Heilungsverlauf noch nicht abschliessend beurteilt werden könne.
A
us unfallchirurgischen Gründen
sei
eine Teilarbeitsfähigkeit von circa 50 % als KV-Angestellte im Moment sicherlich möglich
. Aufgrund der g
enannten Umstände werde es für d
ie
Beschwerdeführerin
aber kaum möglich sein, so eine Stelle zu finden. Als alleinerziehende Mutter wäre aber eine Reduktion dieser Arbeitsunfähigkeit mit einer empfindlichen Einbusse ihres monatlichen Einkom
mens verbunden. Deshalb werde die Arbeitsunfähigkeit gerne bis auf weiteres bei 100 % belassen (Urk. 6/42/16)
.
Am 15. November 2016 attestierte
PD
Dr.
A._
der
Beschwerdeführerin
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 1. Oktober bis am 31. Dezember 2016 (Urk. 3/8).
3.
13
Am 24. Oktober 2017 wurde am
D._
eine weitere Operation durchgeführt.
Es
wurde
präoperativ
festgehalten, dass es der
Beschwerdeführerin
unter Vollbelas
tung
klinisch
sehr gut gehe. Um die definitive ossäre Konsolidierung zu erreichen und den Knochenstock für eine allfällige spätere prothetische Versorgung des Kniegele
nkes zu verbessern, sei entschie
den worden, die Knochendefekte im Tibiakopf und vor allem
den Anschluss-Non Union mittels autologer
Spongio
saplastik
aufzufüllen. Es bestehe eine Teilbelastung von 15 kg, je nach Beschwer
den könne diese frühzeitig gesteigert werden (Urk. 3/9). Ab dem 24. Oktober 2017 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/10).
Vom
20. November
bis am 10. Dezember 2017 bestehe eine Arbeitsunf
ähigkeit von 40 %
(Urk. 3/11).
3.14
In seinem Bericht vom 25. Mai 2018 führte
PD
Dr.
A._
aus, es gehe der
Be
schwerdeführerin
rund ein halbes Jahr
nach
dem letzten Eingriff soweit gut, sie arbeite zu 80 % in der Verwaltung. Sie sei gut mobil, nehme keine Schmerzmittel mehr, klage aber abends nach der Arbeit über
Beschwerden im
Bereiche des rechten Knies beziehungsweise des
Unterschenkel
s
sowie auch
über
Verspan
nungen im Becken-
und
Wirbelsäulenbereich. Die Physiotherapie sei inzwischen ebenfalls sistiert worden. Im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 9. Februar
2018 habe sich
eine deutliche periostale Kallusbildung gezeigt, wobei der ursprün
gliche Non-union-Bereich noch nicht komplett konsolidiert sei. Aktuell seien jedoch keine weiteren Massnahmen notwendig, da sich eine deutliche Progredienz der Kallusbildung zeige und die
Beschwerdeführerin
relativ asympto
matisch sei
.
Sie
habe sich nach dieser sehr schweren Verletzung mit einem komplikationsträchtigen Verlauf sehr gut erholt und arbeite auch wieder in ihrem angestammten Pensum (Urk. 6/63/17-19).
4.
4.1
Die
Beschwerdeführerin
er
litt am 30
. Dezember 2013 einen Unfall,
bei dem sie sich eine
Unterschenkelfraktur mit mehrfragmentärer
Tibiakopffraktur
zuzog (E. 3.1
).
Im Januar 2014 wurde ein Wundinfekt
festgestellt
, welcher zahlreiche weitere operative Eingriffe nach sich zog und den Heilungsverlauf massgeblich verzögerte (E. 3.2).
Auch der sehr weiche Knochen im Bereich des Tibiakopfes erforderte eine vorsichtige Nachbehandlung. Eine Mobilisation der
Beschwerde
führerin
konnte ausschliesslich in Streckstellung mit einer Teilbelastung von 15 kg erfolgen (E. 3.2).
Vom 1. bis am 15. März 2014 absolvierte die
Beschwer
deführerin
eine stationäre Rehabilitation in der Reha
k
lini
k
G._
(Urk. 6/5/67-69).
Am 28. April 2014 berichteten die Ärzte des
D._
über einen
erfreulichen Verlauf mit guten Weichteilverhältnissen, normalen Laborpara
metern
und von sich im CT ergebenden Zeichen einer beginnenden Konsolidierung. Es folgte eine weitere Ruhigstellung im Fixateur externe für weitere 2 Monate (Urk.
6/5/36-37).
D
en Berichten der Ärzte des
D._
vom 2. Oktober
respektive
vom 19. November 2014 lassen sich bei regelrechtem Verlauf
deutliche Verbes
serung
en
der Beweglichkeit
mit einer Schmerzreduktion entnehmen. Infolge der anhaltenden
Teilbelastung von 15 kg
und der
Schmerzen wurde aber nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
bis Mitte Januar 2015
attestiert
(E. 3.3, E. 3.4).
PD
Dr.
A._
berichtete am 12. Januar 2015
über
nur noch
gelegentlich auftretende
belastungsunabhängige Schmerzen
. Die Teilbelastung könne auf
20 kg gesteigert werden. Die Wiederaufnahme der Arbeit als Bankkauffrau in einem Teilzeitpensum ohne stehende Tätigkeit erachtete er als im Prinzip möglich (E. 3.5). In seiner Stellungnahme vom 16. Februar 2015 befürwortete auch Dr.
F._
ab sofort
eine Arbeitsfähigkeit in einem Teilzeitpensum
, wobei er diese auf
eine ausschliesslich sitzende
Tätigkeit mit einer Fortbewegung über wenige 100 m nur mit Krücken und Teilentlastung des rechten Beines für maxi
mal 4 Stunden pro Tag beschränkte (E. 3.6).
Damit ist
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeit
en
vom 30. Dezember 2013 bis am 1
5
. Februar 2015 mit dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit erstellt. Soweit
PD
Dr.
A._
darüber hinaus eine bis am
15. April 2015 andauernde Arbeitsunfähigkeit attestierte (E. 3.5), widerspricht dies einerseits seiner Einschätzung, wonach der
Beschwerdeführerin
die Tätigkeit als Bankkauffrau ohne stehende Tätigkeit ab dem 12. Januar 2015 im Prinzip wieder möglich sei
. Andererseits erweist sich seine Beurteilung
deswegen
invali
denversicherungsrechtlich
nicht als massgeblich, weil
er
die fortdauernde Arbeits
unfähigkeit
mit
erschwerten Bedingungen auf dem freien
Arbeitsmarkt
und damit mit invaliditätsfremden
Faktoren
begründete (vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_438/2013 vom 11.
Februar 2014 E.
5.3
mit Hinweisen
).
4.2
Gestützt auf die Stellungnahme von Dr.
F._
schloss die
Beschwerde
geg
nerin
auf eine ab dem 15. Februar 2015 eingetretene massgebliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen
(vgl. E. 2.1). Die Einschätzung von Dr.
F._
steht in Einklang mit de
m in den Vorberichten
des
D._
geschilderten
regelrechten Verlauf mit einer deutlichen Steigerung der Beweglichkeit, einer Reduktion der Schmerzen sowie der Wadenkrämpfe und einer damit zusam
men
hängenden Steige
rung der Teilbelastung (E. 3.3-
3.5). Ferner wird
sie
auch durch die von der
Beschwerdeführerin
anlässlich des Stand
ortgesprächs vom
14. April 2015
geäusserte
Selbsteinschätzung
bestätigt, wonach Sitzen
gut gehe
und ein
60 %
-Pensum
als Einstieg sicher
lich möglich
sei
(Urk. 6/38/4).
Die
Beschwerde
führerin
nahm denn auch ab dem 1. Mai 2015 an einem zweimonatigen Integra
tionsprogramm bei der bisherigen Arbeitgeberin teil
(Urk. 6/41/49-50)
und be
warb sich für Stellen mit einem Pensum von mindestens 60 %
(Urk. 6/30, Urk. 6/41/47).
Die von der
Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Stellungnahme von Dr.
F._
ab Februar 2015
angenommene
Arbeitsfähigkeit von 4 Stun
den pro Tag in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit wurde von der
Beschwer
deführerin
sodann beschwerdeweise auch nicht beanstandet (Urk. 1).
Die Ein
schät
zung von Dr.
F._
erweist sich nach dem Gesagten als schlüssig
, womit ab dem 1
6
. Februar 2015 eine
für den Rentenan
spruch massgebliche Ver
änderung
in den tatsächlichen Verhältnissen (vgl.
E. 1.3
.2
) eingetreten und ab diesem Zeitpunkt
von
eine
r
Arbeitsfähigkeit von 4 Stunden pro Tag in einer vor
wiegend sitzenden Tätigkeit
auszugeh
en ist.
4.3
Am 25. August 2015 informierte die Beschwerdeführerin
die fallführende Unfall
versicherung
darüber, dass sie infolge starker Knieschmerzen und einer Schwel
lung
notfallmässig
PD
Dr.
A._
aufgesucht habe (Urk. 6/41/43). Das angefertigte CT zeigte mehrere gebrochene Schrauben, woraufhin
PD
Dr.
A._
am 27. August
2015 eine Osteosynthesematerialentfernung
mitsamt
aller gebrochenen Schrauben
sowie eine externe Stabilisierung über einen Ringfixateur vornahm
(E. 3.7).
Daraufhin folgten verschiedene weitere operative Eingriffe
bei
einem instabilen Gesundheitszustand (Urk. 6/54/5) und einer Teilbelastung von 15 kg (E. 3.8-3.10).
Nachdem am 11. Mai 2016
an der rechten Tibia
eine Marknagelosteosynthese
durchgeführt
wo
rde
n war
,
zeigte sich ein komplikationsloser Verlauf (E. 3.11) mit einer am 2. September 2016 berichteten fortschreitenden ossären Konsolidierung des ehemaligen Defektes und einer Steigerung der Teilbelastung von 15 kg auf 25 kg bis maximal 30 kg (E. 3.12).
Im Einklang mit
PD
Dr.
A._
(E. 3.8-3.12) gelangte auch Dr. med.
H._
, Facharzt FMH für Chirurgie, in
seinen Stellungnahmen für den Regionalen Ä
rztlichen Dienst (RAD; Stellungnahmen
vom 14. Januar 2016 [Urk. 6/54/5] und vom 18. September 2017 [Urk. 6/54/7]) zum
Schluss, dass die Beschwerdeführerin
vom 27. August
2015 bis am 30. September
2016
zu 100 % arbeitsunfähig war.
Damit ist eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit
vom 27. August 2015 bis am 30. September 2016 mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
4.4
In seinem Bericht vom 2. September 2016 führte
PD
Dr.
A._
aus, dass der
Beschwerdeführerin
ab dem 1. Oktober 2016 wieder eine Arbeitsfähigkeit als KV-Angestellte möglich sein sollte
, was sich mit Blick auf den guten Verlauf nach der Operation vom 11. Mai 2016 als schlüssig erweist
(E. 3.12). Di
e
Annahme einer
erhebliche
n
Verbesserung des Gesundheitszustandes stimmt auch damit überein, dass die
Beschwerdeführerin
am
12. September 2016 gegenüber der Unfallversicherung angab, fast keine Schmerzen mehr zu haben
(Urk. 6/42/5
, vgl. auch Urk. 6
/42/8
)
.
Nichts für sich zu gewinnen
ver
mag die
Beschwerdeführerin
mit dem Verweis auf eine von
PD
Dr.
A._
bis am 31. Dezember 2016
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(vgl.
E. 2.2
). So legte
PD
Dr.
A._
in seinem Schreiben vom 2. September 2016
unmissverständlich
dar
, dass sich die über den 30. September 2016 hinaus attestierte
vollumfängliche
Arbeitsunfähigkeit mit erschwerten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt
sowie mit der sozialen Stellung der
Beschwerdeführerin
als alleinerziehende Mutter
und somit mit invaliditäts
fremden Faktoren begründe
(
E. 3.12;
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_438/2013 vom 11.
Februar 2014 E.
5.3
mit Hinweisen).
Aus unfallchirurgischen Gründen attestierte
PD
Dr.
A._
eine
50%ige
Arbeitsfähigkeit
als KV-Angestellte
(E. 3.12).
Dar
aufhin
gelangte
RAD-Arzt Dr.
H._
in Würdigung der Aktenlage zur
nachvollziehbaren Einschätzung, dass
bei der Beschwerdeführerin
ab dem 1. Okto
ber 2016 eine 50%ige Arbeitsfähigke
it
bestehe
(Urk. 6/54/7),
worauf abzu
stellen ist.
4.5
Gemäss der Stellungnahme von RAD-Arzt
H._
vom 18. September 2017
dauerte die 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober bis am 31. Dezember 2016 (Urk. 6/54/7). Die
Beschwerdegegnerin
ging sodann von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Januar 2017
aus. Eine
uneingeschränkte
Arbeitsfähig
keit der
Beschwerdeführerin
ab dem 1. Januar 2017
korrespondiert mit
der Tatsache,
dass
sie sich
per 1. Januar 2017 beim RAV für eine Stelle von 80-100 %
anmeldete
(Urk. 6/51/3) und am 15. Mai 2017 eine vorerst auf ein Jahr befristete Anstellung
beim Kanton
Z._
im 80 %-Pensum
antrat (Urk. 6/46).
Dieses Arbeitspensum wurde von der
Beschwerdeführerin
hernach vollumfänglich ge
leistet
(Urk. 6/48)
und
seitens PD Dr.
A._
wurde
bis zum operativen Eingriff vom 24. Oktober 2017
– soweit ersichtlich –
keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit
mehr attestiert
.
Auch die Ausführungen im Operationsbericht vom 25. Oktober 2017, wonach es der
Beschwerdeführerin
klinisch unter Vollbelas
tung sehr gut gehe,
sprechen sich gegen eine
bis dahin
aufgetretene
Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit
aus
.
Die am 24. Oktober 2017 durchgeführte Operation
erfolg
te sodann auch nicht auf
grund
einer Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes, sondern
wurde durchgeführt
,
um
die Knochendefekte im Tibiakopf und vor allem den Anschluss-Non Union mittels autologer
Spon
gio
saplastik
aufzufüllen
und
die definitive ossäre Konsolidierung zu erreichen
sowie
den Knochenstock für eine allfällige spätere prothetische Versorgung des Kniege
lenkes zu verbessern (E. 3.13).
Im Nachgang zur Operation vom 24. Oktober 2017
attestierte
PD
Dr.
A._
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
ab dem 24. Oktober
2017
sowie eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit vom 20. November bis am 10. Dezem
ber 2018 (E. 3.13).
Hernach führte die
Beschwerdeführerin
ihr 80 %-Pensum
wieder vollumfänglich aus
(Urk. 6/51/3).
In seinem Bericht vom 25. Mai 2018 hielt
PD
Dr.
A._
fest, es würde der
Beschwerdeführerin
soweit gut gehen und
sie arbeite zu 80 % in der Verwaltung. Sie sei gut mobil, nehme keine Schmer
z
mittel mehr und die Physiotherap
ie sei inzwischen sistiert worden. Die
Be
schwer
deführerin
habe sich sehr gut erholt und es seien keine weiteren Mass
nahmen notwendig (E. 3.14). Bei der vorübergehenden
(teilweisen)
Arbeitsun
fähigkeit vom 24. Oktober bis am 10. Dezember 2017 handelt es sich – wie die
Be
schwer
degegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort korrekt ausführte (Urk. 5) – man
gels einer Dauer von mindestens 3 Monaten nicht um eine massgebliche Veränderung
in den
tatsächlichen
Verhältnisse
n
(
E. 1.3.1
)
, womit
ihr
im vorliegenden Kontext
keine Relevanz zukommt
. Vielmehr ist in Würdigung der Aktenlage festzuhalten, dass ab dem 1. Januar 2017 keine
massgebliche
Einschränkung in der Arbeits
fähigkeit
mehr
zu erstellen
ist
.
Dass die Anstellung beim Kanton
Z._
beendet wurde
,
ist
sodann nicht auf gesundheitliche Gründe, sondern auf Differenzen mit dem Vorgesetzten zurückzuführen
(Urk. 6/63/9)
.
4.6
Zusammengefasst
bestand bei der
Beschwerdeführerin
vom 30. Dezember 2013
bis am 15. Februar
2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
(E. 4.1)
.
V
om 16. Febru
ar bis am
26
. August 2015
war
die
Beschwerdeführerin
in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit
4 Stunden pro Tag
arbeitsfähig
(E. 4.2-4.3)
. Zwi
schen dem
2
7
. August 2015
und dem
30
. September 2016
bestand wiederum
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
(E. 4.3)
sowie vom 1. Oktober bis am 31. Dezember 2016 eine
solche
von 50 % in
sämtlichen
Tätigkeit
en
(E. 4.4-4.5).
Weitere
anspruchsrelevante
Zeiten
von
Arbeitsunfähigkeit
sind nicht erstellt.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die gesundheitliche Beeinträchtigung i
n
erwerblicher Hinsicht auswirkt
.
In Anbetracht
der Anmeldung de
r
Beschwerdeführer
in
vom
28. Mai 2014 (Urk. 6/3)
und dem Beginn des Wartejah
res am 30
.
Dezember 2013
(vgl. Sachverhalt E. 1
)
stellt
der 1.
Dezember 2014 den
Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns dar (Art. 28 Abs. 1
lit
. b und Art. 29 Abs. 1 IVG).
I
m vorliegenden Beschwerdeverfahren ist zu Recht unstrittig geblieben, dass
– in Abweichung zur im Haushaltsabklärungsbericht vom 20. Dezember 2017 vorge
nommenen Qualifikation vor dem 1. Januar 2017 (Urk. 6/51/4)
–
die
Beschwer
deführerin
durchgehend als
zu
80 % im Erwerb und als zu 2
0 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren ist
(E. 2.1-2.2
).
Die
Zeiten der Arbeitsunfähigkeit
beschla
gen
ausnahmslos
den Zeitraum vor dem 1. Januar 2018
, weshalb das bis
Ende 2017 gültig gewesene
Berechnungsmodell der gemischten Methode
anzuwenden ist (E. 1.4).
5.2
In Anwendung desselben resultiert
ab Dezember 2013
im Erwerbsbereich auf
grund der 100%igen Arbeitsunfähigkei
t bei einem Erwerbsanteil von 8
0 % eine
8
0%ige Teilinvalidität (100
% x 0.8
).
Bei einer
zu Recht unbestritten gebliebenen
Einschränkung im Haushalt von
54.6
% (Urk. 6/
51/9 Ziff. 6.8
)
ergibt sich ein
Teilinvaliditätsgrad von
10.92
% (
54.6 x 0.2
)
, womit der
Beschwerdeführerin
– basierend auf einem
Invaliditätsgrad von
gerundet 91
% –
ab Dezember 2014 (frühestmöglicher Rentenbeginn
; E. 5.1
)
ein
Anspruch
auf eine
ganze Rente
der Invalidenversicherung
zusteht
(E. 1.2)
.
5.3
Die im Februar 2015 eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustandes (E. 4.2) ist ab dem 1. Juni 2015 (Zeitpunkt der Verbesserung plus 3 Monate,
E. 1.3.1
) zu berücksichtigen. Zu diesem Zeitpunkt war es der
Beschwerdeführerin
aus medi
zinischer Sicht zumutbar, eine vorwiegend sitzende Tätigkeit
– und somit auch ihre bisherige Tätigkeit (vgl. Urk. 6/10/5) –
4 Stunden pro Tag
auszuüben
. Bei einer allgemeinen Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche (Urk. 6/10/2) entspricht dies einer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 47.6 % (100
%
: 42
h
x [4 h x 5]).
Im Erwerbsbereich besteht demnach
ausgehend von dem bis 31.
Dezember 2017 anwendbaren Ber
e
chnungsmodell (E. 1.4)
eine Einschränkung von
gerundet
4
1
% und damit
ein Teilinvaliditätsgrad von 32
.
80
%
(
vgl. ent
sprechende Berechnung der Beschwerdegegnerin in Urk. 2 S. 9
). Unter Berück
sichtigung der nach wie vor bestehenden Einschränkung im Haushalt von 54.6
% (Urk. 6/
51/9
Ziff. 6.8
)
und dem hieraus resultierenden Teilinvaliditätsgrad von
10.92
% (
54.6
%
x 0.2
)
ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet
44
%. Dementsprechend
setzte
die
Beschwerde
gegn
erin
die ganze Rente zu Recht per
1. Juni 2015 auf eine
Viertelsr
ente
der Invalidenversicherung
herab
(E. 1.2)
, was von der Beschwerdeführerin denn auch nicht in Frage gestellt wurde (Urk. 1)
.
5.4
Im August 2015
kam es
zu einer erheblichen Verschlechterung des Gesund
heits
zustandes der
Beschwerdeführerin
(E. 4.3)
, was in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. November 2015 zu berücksichtigen ist
. Aufgrund der 100%igen Arbeitsunfähigkeit resultiert im Erwerbsbereich eine 80%ige Teilinva
lidität (100 % x 0.8). Zusammen mit dem unveränderten Teilinvaliditätsgrad im Haushaltsbereich von 10.92 % ergibt sich ein Invalid
itätsgrad von gerundet 91 % und
damit
wiederum
ein Anspruch auf eine ganze Rente der Invaliden
ver
siche
rung ab dem 1. November 2015
(E. 1.2)
.
5.5
Ab Oktober 2016 war
die
Beschwerdeführerin
in ihrer
bisherigen Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig
(E. 4.4).
Diese Verbesserung ist
ab dem 1. Januar 2017
bei der Rentenbemessung
zu berücksichtigen (
E. 1.3.1
).
Dabei ist von einem
Validenein
kommen
von Fr. 76'594.50
, das die Beschwerdeführerin in einem 80%-Pensum im Jahr 2017 in der angestammten Tätigkeit voraussichtlich erzielt hätte, aus
zugehen (vgl. Arbeitgeberfragebogen mit der Bestätigung eines Bruttojahres
loh
nes von Fr. 55'800.-- bei einem 60%-Pensum im Jahr 2014, Urk. 6/10/1-2; Nomi
nallohnentwicklung von 105.1 [2014] auf 108.2 % [2017], vgl.
Bundesamt für Statistik,
Nominallohnindex, Frauen 2011-2018, Tabelle T1.2.10, Wirtschafts
zweig K Ziffer 64-66: Fr. 55'800.-- : 6 x 8 : 105.1 % x 108.2 %).
Nachdem das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin mit der
Y._
AG gemäss Aktenlage per 30. Juni 2015 aufgelöst wurde (vgl. Urk. 6/51/3), sind für die Berechnung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der Schweize
rischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 heranzuziehen, wobei das standardisierte mona
tliche Einkommen für
Frauen im Sektor Dienstleistungen, Ziffer 64-66,
im
Kompetenzniveau 3 von Fr. 7'043.-- heranzuziehen ist
. Dieses monatliche Ein
kommen ist unter Berücksichtigung der durchschnit
tlichen Arbeitszeit im Jahr
von 41
,5
Stunden pro Woche
(
vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-201
8
,
Ziffer 64, 66
)
und unter Berücksichtigung der
Nominallohnent
wick
lu
ng bei Frauen im Sektor Finanz- und Versicherungsdienstleistungen bis ins Jahr 2017
(
107.5 % [2016
] auf
108.2 %
[
2017]; vgl.
Bundesamt für Statistik,
Nominallohnindex
, Frauen 2011-2018, Tabelle T1.2.10) auf ein Jahreseinkom
men
für eine 50
%ige Tätig
keit hochzurechnen, was Fr. 44'128.15 ergibt (Fr. 7'043.-- x 12 : 40 x 41,5 : 107.5 % x
108.2 % x 0.5) und sich nahezu mit dem von der Beschwerdeführerin ab 15. Mai 2017 erzielten Einkommen beim Kanton
Z._
deckt (Urk. 6/46/1).
Aus der Gegenüberstellung mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 76'594.50 resul
tiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 32'466.35 und damit eine Einschränkung im Erwerb von 42.5 %, was zu einem Teilinvaliditätsgrad von 34 % (42.5 % : 0.8) führt.
Aufgrund
der seit der Verbesserung ab Oktober 2016 bestehenden Ein
schränkung im Aufgabenbereich von 27.3 % (Urk. 6/51/9 Ziff. 6.8) und des daraus resultierenden Teilinvaliditätsgrades von 5.46 % (27.3 % x 0.2) ergibt sich ein
Invaliditätsgrad von gerundet 40
%
, wobei zu Gunsten der Beschwerde
führerin zu berücksichtigen ist, dass das Ausmass der Einschränkungen im Haus
halt ab 1. Oktober 2016 angelehnt an die um 50 % verbesserte Arbeitsfähigkeit pauschal erfolgte (vgl. Urk. 6/51/4 ff.), weshalb allenfalls gewisse Einschrän
kung
en nicht prozentgenau erfasst wurden.
Gestützt darauf verfügt die
Beschwerde
führerin
ab dem 1. Januar 2017
über
einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung
(E. 1.2)
.
5.6
Ab dem 1. Januar 2017 war die Beschwerdeführerin wieder in rentenaus
schlies
sen
dem Mass arbeits- und erwerbsfähig
(E. 4.5)
,
womit
ab dem 1. April 2017
(E. 1.3.1)
kein Rentenanspruch mehr besteht und die
Viertelsrente
entsprechend
per 31. März 2017 zu befristen
ist
.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid im Ergebnis als zutreffend. Die Beschwerde ist abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzulegen und ausgang
sgemäss der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).