Decision ID: 4522b6cf-8624-5905-a3bb-802bbebe7288
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein belarussischer Staatsangehöriger, am
28. Mai 2021 in der Schweiz ein Asylgesuch stellte,
dass er am 2. Juni 2021 eine Vollmacht zuhanden der Rechtsvertretung
"SOS Ticino – Caritas Schweiz" unterschrieb,
dass er am 4. Juni 2021 durch das Staatssekretariat für Migration (SEM)
zu seinen Personalien befragt wurde,
dass er anlässlich des am 9. Juni 2021 durchgeführten rechtlichen Gehörs
zur Anwendung der Rechtsbestimmungen des Dublin-Regimes angab, er
habe im Jahr 2019 in Deutschland ein Asylgesuch gestellt und dabei einen
positiven Entscheid erhalten, sei jedoch zwei oder drei Monate später nach
Belarus zurückgekehrt,
dass er bei dieser Gelegenheit weiter zu Protokoll gab, er sei im Februar
2021 aus Belarus in Richtung Russland ausgereist und im Mai 2021 im
Besitz eines gültigen polnischen Visums nach Polen gelangt,
dass das SEM dem Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs
vom 9. Juni 2021 mitteilte, es werde erwogen, auf sein Asylgesuch nicht
einzutreten und ihn nach Polen oder nach Deutschland wegzuweisen,
dass der Beschwerdeführer diesbezüglich zum einen geltend machte, er
habe Polen wieder verlassen, weil er dort durch den (implizit: belarussi-
schen) Geheimdienst KGB beobachtet werde, weshalb er auch nicht dort-
hin zurückkehren könne,
dass er zum anderen ausführte, er sei im Jahr 2019 in Deutschland durch
Araber und Afrikaner bedroht worden, weshalb er auch nicht dorthin zu-
rückkehren wolle,
dass das SEM mit jeweiligen Mitteilungen vom 9. Juni 2021 die zuständi-
gen polnischen sowie deutschen Behörden gestützt auf die einschlägigen
Staatsverträge des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Dublin-Re-
gime) um einen Informationsaustausch betreffend den Beschwerdeführer
ersuchte,
dass die zuständige polnische Behörde dem SEM mit Schreiben vom
21. Juni 2021 mitteilte, dem Beschwerdeführer sei durch Polen am
15. Februar 2021 ein bis zum 13. Juli 2021 gültiges Visum erteilt worden,
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dass am 30. Juni 2021 eine ärztliche Untersuchung des Beschwerdefüh-
rers durchgeführt wurde, die im Wesentlichen ergab, er leide an einer In-
fektion der Gehörgangshaut (Otitis externa), die mit Ohrentropfen zu be-
handeln sei,
dass eine weitere ärztliche Konsultation vom 28. Juli 2021 ergab, der Be-
schwerdeführer leide unter Anpassungsstörungen im Bundesasylzentrum
sowie zeitweiliger Angst- und Stresssymptomatik, wobei er eine medika-
mentöse antidepressive Behandlung ausdrücklich abgelehnt habe,
dass die zuständige deutsche Behörde dem SEM mit Schreiben vom 2. Au-
gust 2021 mitteilte, der Beschwerdeführer sei in Deutschland unbekannt,
dass das SEM mit Mitteilung vom 2. August 2021 die zuständige polnische
Behörde gestützt auf die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-
nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-
gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dub-
lin-III-VO) um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte,
dass die zuständige polnische Behörde am 5. August 2021 der Übernahme
des Beschwerdeführers zustimmte,
dass das SEM mit Verfügung vom 9. August 2021 (Datum der Eröffnung:
10. August 2021) gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes
(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
trat, dessen Wegweisung nach Polen sowie den Vollzug anordnete und ihn
anwies, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist
zu verlassen, wobei es festhielt, dass eine Beschwerde gegen diese Ver-
fügung keine aufschiebende Wirkung habe,
dass der Rechtsvertreter das Mandatsverhältnis am 10. August 2021 nie-
derlegte,
dass der Beschwerdeführer die Verfügung des SEM mit Eingabe vom
12. August 2021 (Datum der Aufgabe bei der Post: 13. August 2021) beim
Bundesverwaltungsgericht anfocht,
dass er mit Eingabe vom 16. August 2021 eine Ergänzung seiner Be-
schwerdeschrift einreichte,
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dass er mit diesen beiden Eingaben hauptsächlich beantragte, es sei die
genannte Verfügung aufzuheben und das SEM anzuweisen, auf sein Asyl-
gesuch einzutreten,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei
die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es seien ihm sinngemäss die
unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, inklu-
sive Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses, und die amtliche
Rechtsverbeiständung gemäss Art. 102m Abs. 1 Bst. a und Abs. 4 AsylG
zu gewähren,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls über Be-
schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet,
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG),
dass das Bundesverwaltungsgericht – mit einer vorliegend nicht zutreffen-
den Ausnahme – endgültig entscheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung besonders
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung hat, wo-
mit er zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG;
Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a
Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wird,
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen,
die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht
eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2),
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz, falls sie den Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet, einer selbständigen materiellen Prü-
fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer
Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 E. 3),
dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf Asylgesuche in der Regel
nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in einen Drittstaat ausreisen
können, der für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens
staatsvertraglich zuständig ist,
dass das SEM zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates
die Zuständigkeitskriterien gemäss der Dublin-III-VO prüft,
dass das SEM auf das Asylgesuch nicht eintritt, sofern die Prüfung der Zu-
ständigkeitskriterien zur Feststellung führt, dass ein anderer Mitgliedstaat
für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, und der betreffende Mit-
gliedstaat einer Übernahme zugestimmt hat oder von dessen Zustimmung
infolge unterlassener Antwort innerhalb der einschlägigen Frist auszuge-
hen ist (Art. 22 Abs. 7 sowie Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass die zuständige polnische Behörde am 5. August 2021 innert der dafür
vorgesehenen Frist (Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO) der Übernahme des Be-
schwerdeführers zustimmte,
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Polens somit gegeben ist und diese
vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a
Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311)
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konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-
mung aus humanitären Gründen auch dann behandeln kann, wenn dafür
gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass Polen Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden kann, Polen anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass der Beschwerdeführer mit der Beschwerdeschrift zwar geltend macht,
er sei aus Polen ausgereist, weil er durch Agenten des belarussischen KGB
gejagt worden sei, da sein Vater ein politischer Oppositioneller sei, der in
Belarus während zehn Jahren inhaftiert gewesen sei,
dass er weiter vorbringt, Polen sei für ihn kein sicherer Staat, da in vielen
post-sowjetischen Ländern, so auch in Polen, belarussische Agenten nach
Aktivisten aus Belarus suchen würden,
dass der Beschwerdeführer mit der ergänzenden Eingabe vom 16. August
2021 ausserdem geltend macht, sein Vater habe sich ebenfalls in Polen
aufgehalten, sei dort vor zwei Jahren jedoch durch den belarussischen
KGB festgenommen worden und befinde sich nun in Belarus in Haft,
dass er selbst vor seiner Ausreise aus Belarus an Demonstrationen teilge-
nommen habe und befürchte, bei einer Rückkehr nach Polen das gleiche
Schicksal wie sein Vater zu erleiden oder zur Zusammenarbeit mit dem
belarussischen Regime gezwungen zu werden,
dass er in diesem Zusammenhang den Ausdruck eines Online-Artikels der
Zeitung "Tagesspiegel" vom 27. Mai 2021 einreichte,
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dass der Beschwerdeführer des Weiteren geltend macht, im Rahmen des
rechtlichen Gehörs vom 9. Juni 2021 sei die Übersetzung durch einen te-
lephonisch zugeschalteten Dolmetscher erfolgt, was dazu geführt habe,
dass er seine Probleme nicht ausreichend habe wiedergeben können,
dass das SEM folglich den Sachverhalt nicht ausreichend abgeklärt habe,
weshalb eine erneute Anhörung durchzuführen sei,
dass jedoch entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers den Akten
keine konkreten Hinweise zu entnehmen sind, die im Rahmen des rechtli-
chen Gehörs vom 9. Juni 2021 durch einen telephonisch zugeschalteten
Dolmetscher erfolgte Übersetzung sei mangelhaft gewesen,
dass somit keine Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf
rechtliches Gehör zu erkennen ist, die eine Aufhebung der angefochtenen
Verfügung rechtfertigen würde,
dass auch sonst nicht ersichtlich ist, inwiefern der im vorliegenden Fall
massgebliche Sachverhalt durch die Vorinstanz nicht ausreichend abge-
klärt worden wäre,
dass das Bundesverwaltungsgericht des Weiteren in materieller Hinsicht
zur Beurteilung gelangt, dass keine Gründe für die Annahme ersichtlich
sind, der Beschwerdeführer würde in Polen, sollte er dort tatsächlich durch
Angehörige der belarussischen Geheimdienste behelligt werden, nicht den
allenfalls erforderlichen Schutz seitens der polnischen Behörden erlangen
können,
dass vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird, ein solcher
staatlicher Schutz würde ihm in Polen, falls erforderlich und von ihm tat-
sächlich verlangt, nicht zuteil werden,
dass in diesem Zusammenhang auf den vom Beschwerdeführer selbst ein-
gereichten Zeitungsartikel hinzuweisen ist, aus welchem hervorgeht, dass
belarussische Oppositionelle unter anderem in Polen ihre regimekritischen
Aktivitäten koordinieren, wobei sich dort zufolge Schätzungen etwa 20'000
belarussische Flüchtlinge aufhalten,
dass gemäss diesem Artikel bekannte belarussische Oppositionelle in Po-
len zwar von Beschattung durch den belarussischen KGB berichten, sei-
tens der polnischen Behörden aber auch Personenschutz erhalten,
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dass es auch dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, sich in Polen an die
dortigen Behörden zu wenden, sollte er aufgrund seiner eigenen regime-
kritischen Haltung oder wegen der oppositionellen Aktivitäten seines Vaters
konkrete Behelligungen durch die belarussischen Geheimdienste befürch-
ten,
dass des Weiteren keinerlei Gründe für die Annahme vorhanden sind, Po-
len werde im Falle des Beschwerdeführers den Grundsatz des Non-Refou-
lements missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein
Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1
AsylG gefährdet sind oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in
ein solches Land gezwungen zu werden,
dass den vorliegenden ärztlichen Zeugnissen nach den im vorinstanzlichen
Verfahren durchgeführten medizinischen Untersuchungen im Wesentli-
chen zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer wegen einer Infektion
der Gehörgangshaut behandelt wurde sowie unter einer Angst- und Stress-
symptomatik litt, die keine konkreten medizinischen Massnahmen erforder-
lich machte,
dass kein ausreichender Anlass zur Annahme besteht, wegen der erwähn-
ten gesundheitlichen Schwierigkeiten oder aus einem anderen Grund
drohe dem Beschwerdeführer im Falle seiner Überstellung nach Polen ein
Verstoss gegen Art. 3 EMRK (vgl. BVGE 2011/9 E. 7, mit Hinweisen auf die
damalige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
[EGMR]; vgl. aus der neueren Rechtsprechung das Urteil des EGMR Pa-
poshvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016 [Grosse Kammer], Be-
schwerde Nr. 41738/10, Ziff. 180–193, m.w.N.),
dass auch die aktuelle Lage im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pan-
demie (COVID-19) grundsätzlich nicht geeignet ist, die Durchführbarkeit
der Überstellung in Frage zu stellen,
dass es somit den kantonalen Behörden obliegt, der Entwicklung der Situ-
ation bei der Wahl des Zeitpunkts des Vollzugs in angemessener Weise
Rechnung zu tragen,
dass weder den Angaben des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Ver-
fahren noch in der Beschwerdeschrift sonstige konkrete Gründe zu entneh-
men sind, die gegen den Vollzug der Wegweisung nach Polen sprechen
könnten,
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dass dem SEM im Übrigen bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1
ein Ermessen zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine
Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106
Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist
und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung nach Polen angeordnet hat (Art. 32 Abs. 1 Bst. a AsylV 1),
dass die Beschwerde folglich abzuweisen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich die Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos
erweisen,
dass die mit der Beschwerdeschrift gestellten Gesuche um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege und amtlichen Verbeiständung abzuweisen
sind, da die hauptsächlichen Begehren – wie sich aus den angestellten
Erwägungen ergibt – als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen wa-
ren,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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