Decision ID: 9deda491-3f50-49f9-9347-9317545dd8ba
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich 1987 erstmals bei der Invalidenversicherung an und ersuchte
um Berufsberatung und um eine Umschulung (IV-act. 2-1 ff.). Aufgrund seiner
Arbeitsunfähigkeit als Maurer im Umfang von 50 % wurde dem Versicherten durch die
IV-Stelle eine Umschulung zum Hochbauzeichner finanziert. Die Abschlussprüfung
bestand er jedoch trotz drei Versuchen (letztmaliger Versuch im Frühjahr 1995) nicht.
Mit Verfügung vom 12. Februar 1998 verneinte die IV-Stelle den Anspruch des
Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (IV-act. 99-1 f.). Dagegen erhob
der Versicherte am 13. März 1998 Rekurs an das Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen (IV-act. 100-1 ff.), welches diesen in der Folge mit Entscheid vom 23. Mai 2000
abwies (IV 1998/54). Das Eidgenössische Versicherungsgericht bestätigte mit Urteil I
432/00 vom 9. März 2004 die Abweisung des erstmaligen Gesuches des Versicherten
um IV-Rente sowie Arbeitsvermittlung letztinstanzlich (IV-act. 124-1 ff.).
A.b Bereits am 22. Juli 2002 hatte sich der Versicherte erneut zum Bezug einer Rente
der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen angemeldet (IV-
act. 126-1 ff.).
A.c Im Auftrag der IV-Stelle erstattete der Hausarzt Dr. med. B._, Facharzt für Innere
Medizin FMH, am 7. September 2005 einen Verlaufsbericht. Er diagnostizierte ein
chronisches Lumbovertebralsyndrom mit intermittierender lumbospondylogener
Komponente bds. und aktuell akuter Exazerbation des Lumbovertebralsyndroms bei
fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der unteren LWS mit degenerativen
Retroglissement L4 gegenüber L5, Discusprotrusion L4/5 und L5/S1, muskulären
Dysbalancen und segmentalen Dysfunktionen und attestierte eine 50 %ige "Invalidität".
Die Eigenständigkeit des Versicherten könne seines Erachtens durch die angemessene
IV-Berentung erhalten bleiben (IV-act. 131-1 f.).
A.d In einem ärztlichen Bericht vom 5. Juli 2005 an Dr. B._ hatte Dr. med. C._,
Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, im Wesentlichen ein
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chronisches Lumbovertebralsyndrom mit intermittierender lumbospondylogener
Komponente bds. und aktuell akuter Exazerbation des Lumbovertebralsyndroms bei
fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der unteren LWS diagnostiziert und
eine Arbeitsunfähigkeit als Maurer von 50 % attestiert (IV-act. 131-3 ff.).
A.e In einer internen Stellungnahme vom 25. November 2005 wurde vom IV-internen
regionalen ärztlichen Dienst (RAD) im Wesentlichen ausgeführt, aufgrund der sorg
fältigen rheumatologischen Beurteilung von Dr. C._ vom 5. Juli 2005 sei der Ver
sicherte in seiner bisherigen selbständigen Tätigkeit als Kundenmaurer nachvollziehbar
zu 50 % eingeschränkt. Die zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer leichten rücken
adaptierten Tätigkeit sei nicht geklärt, dürfte aber wesentlich höher liegen. Falls in einer
leichten, rückenadaptierten Tätigkeit bei hoher Arbeitsfähigkeit (wahrscheinlich 100 %)
aber ein relevant tieferer IV-Grad realistischerweise zu erwarten wäre, müsste die
zumutbare Arbeitsfähigkeit adaptiert rheumatologisch abgeklärt werden (IV-act.
132-1 f.).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. C._ am 15. Dezember 2005 einen Bericht.
Er attestierte eine volle Arbeitsfähigkeit für eine leichte Arbeit. Jedoch gebe der
Versicherte an, dass für ihn nur ein handwerklicher Beruf in Frage käme, da er für
Bürotätigkeiten völlig ungeeignet sei (IV-act. 135-2/2).
A.g Mit Verfügung vom 13. Januar 2006 wies die IV-Stelle das Rentengesuch bei
einem Invaliditätsgrad von 27 % ab (IV-act. 140-1 f.).
A.h Gegen diese Verfügung richtete sich die am 16. Februar 2006 erhobene
Einsprache, in der beantragt wurde, die angefochtene Verfügung sei auszuheben und
es sei dem Versicherten eine halbe Rente oder eine Rente nach Ergebnis der weiteren
Abklärungen zuzusprechen. Eventuell sei die Angelegenheit zur Durchführung weiterer
beruflicher Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventuell seien Ein
gliederungsmassnahmen zu verfügen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus
geführt, der Fall sei mangelhaft abgeklärt worden: Nach der Anmeldung vom 22. Juli
2002 sei über drei Jahre überhaupt nichts vorgekehrt und nachher seien nur die zwei
ärztlichen Gutachten eingeholt worden. Es stelle sich ebenfalls die Frage, warum keine
Eingliederungsmassnahmen vorgeschlagen worden seien. Auch die Berechnung des
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Validenlohnes sei nach Auffassung des Einsprechers nicht richtig. Ebenfalls dürfte ein
leidensbedingter Abzug im Maximalbereich von 25 % angemessen sein (IV-act.
143-1 ff.).
A.i Am 10. Juli 2006 erstatteten Dr. med. J._, Facharzt für Arbeitsmedizin, und Dr.
med. D._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, des RAD Ostschweiz
Bericht über eine interdisziplinäre Untersuchung vom 12. Juni 2006. Die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten als angestellter Maurer belaufe sich auf 0 %,
diejenige als selbständiger Maurer auf 50 % maximal. Die Arbeitsfähigkeit
leidensadaptiert belaufe sich auf 80 % (100 % quantitativ-zeitlich, 80 % qualitativ). Bei
einer leidensadaptierten Tätigkeit könnte aus arbeitsmedizinischer Sicht folgendes
Tätigkeitsprofil zum Tragen kommen: Überwiegend leichte, gelegentlich auch mittel
schwere körperliche Arbeit mit Heben, Tragen, Ziehen, Stossen, Schieben von Lasten
(regelmässig bis 5 kg, gelegentlich bis 10 kg, kurzfristig auch bis 15 kg). Vermeiden von
wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen, von Arbeiten mit erhöhter Eigen- und
Fremdgefährdung. Keine fordernde Arbeitsumgebung mit Hitze, Kälte, Nässe und
Zugluft, Vermeiden von Gefährdungen durch physikalische Ganzkörpereinwirkungen
wie Druck oder Vibrationen. Der Versicherte sei in einem 50 %igen Pensum als
selbständiger Maurer optimal eingliedert. Aus psychiatrischer Sicht gebe es keine Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 155-1 ff.).
A.j Nachdem die IV-Stelle in einer internen Stellungnahme vom 5. Oktober 2006 fest
gestellt hatte, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit nicht mehr zu 100 %,
sondern neu zu 80 % arbeitsfähig sei und ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestehe
(IV-act. 163-1), widerrief die IV-Stelle am 5. Oktober 2006 die angefochtene Verfügung
vom 13. Januar 2006. In der Verfügung vom 5. Oktober 2006 wurde festgehalten, dass
nach Durchführung von weiteren Abklärungen eine neue beschwerdefähige Verfügung
ergehen würde (IV-act. 165-1 f.).
A.k Mit Vorbescheid vom 2. April 2007 stellte die IV-Stelle die Verweigerung
beruflicher Massnahmen in Aussicht. Als Begründung wurde angeführt, dass der
Versicherte am 17. Januar 2007 mitgeteilt habe, er könne sich die Aufgabe der
selbständigen Erwerbstätigkeit nicht vorstellen, um eine Anstellung als Arbeitnehmer zu
suchen. Infolge dessen seien weitere berufliche Massnahmen nicht angezeigt (IV-act.
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181-1 f.). In einem weiteren Vorbescheid desselben Datums kündigte die IV-Stelle die
Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 27 % an (IV-act. 182
f.).
A.l Gegen die vorgesehenen Leistungsverweigerungen erhob der Versicherte am
15. Mai 2007 diverse Einwände. Er beantragte wiederum die Ausrichtung einer halben
Rente und eventuell einer Viertelsrente zuzüglich qualifizierender beruflicher Ein
gliederungsmassnahmen (IV-act. 185-1 ff).
A.m Im Schreiben der IV-Stelle vom 25. Mai 2007 wurde dem Versicherten im
Wesentlichen mitgeteilt, es werde im Rahmen der medizinischen Gesamtbeurteilung an
der bisher festgelegten Arbeitsfähigkeit von 80 % für leidensangepasste Tätigkeiten
festgehalten. Dem Versicherten sei es ohne Weiteres zuzumuten, eine geeignete
Erwerbstätigkeit in einem Arbeitnehmerverhältnis auszuüben, jedoch habe er die
bisherigen Bemühungen des Arbeitsvermittlers der IV-Stelle nur teilweise
wahrgenommen und eine konkrete Praktikumsstelle abgelehnt. Es werde auf das
diesbezügliche Beratungsprotokoll vom 25. Januar 2007 (IV-act. 175-1 ff.) verwiesen.
Bei künftig aktiver Eingliederungsbemühungen und Durchführung geeigneter
Massnahmen durch den Versicherten sei man jedoch bereit, nochmals berufliche
Massnahmen mit Schwerpunkt Einarbeitungsunterstützung prüfen zu lassen (IV-act.
187-1).
A.n Im Auftrag der IV-Stelle erstatteten K._, Leiter BEFAS, Dr. med. E._, Facharzt
für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, und F._,
Berufsberaterin und Psychologin FH, von der BEFAS-Appisberg am 22. Januar 2008
einen Schlussbericht über ihre Abklärung in der Zeit vom 26. November 2007 bis 21.
Dezember 2007. Im Wesentlich wurde ausgeführt, dass verschiedene berufliche
Massnahmen geprüft und vorgeschlagen worden seien; der Versicherte sei darin
angeleitet und instruiert worden, welche Tätigkeiten für ihn in Frage kommen und aus
Sicht der IV als angepasst gelten würden. Der Versicherte fühle sich nebst seiner
Geschäftstätigkeit nicht in der Lage, intensiv nach einer Anstellung zu suchen und
wünsche die Teilberentung (IV-act. 209-1 ff.).
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A.o Nach einem Briefwechsel zwischen der IV-Stelle und dem Rechtsvertreter des
Versicherten vom 6. und 22. Februar 2008 bezüglich beruflicher Wiedereingliederungs
massnahmen (IV-act. 212-1 f., 213-1 ff.) sowie nach Ergehens eines Zwischenberichtes
der IV-Stelle vom 4. August 2008 hinsichtlich der trotz mündlicher Vereinbarung fehlen
den Arbeitsbemühungsnachweise des Versicherten (IV-act. 216-1) erfolgte am
6. August 2008 ein Mahnschreiben der IV-Stelle mit Feststellung der fehlenden aktiven
Mitarbeit des Versicherten bei der Arbeitsvermittlung und Ansetzen einer letzten Frist
zwecks Einreichung des Nachweises von getätigten Arbeitsbemühungen (IV-act.
217-1 f.). Nach erfolgloser Abmahnung verweigerte die IV-Stelle in einer Mitteilung vom
12. November 2008 in der Folge die Arbeitsvermittlung (IV-act. 222-1 f.).
A.p Mit Vorbescheid vom 12. November 2008 stellte die IV-Stelle bei einem
Invaliditätsgrad von 37 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 225-1
f.).
A.q Dagegen erhob der Versicherte am 11. Dezember 2008 Einwand. Er beantragte
wiederum eine halbe, eventuell eine Viertelsrente, bemängelte die im Vorbescheid vor
genommene Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens und verwies erstmals
auf eine ebenfalls vorliegende psychische gesundheitliche Beeinträchtigung (IV-
act. 230-1 ff.).
A.r Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. B._ am 26. Juni 2009 einen ärztlichen
Bericht (IV-act. 238-2 f.). Er diagnostizierte ein chronisches lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei mehrsegmentaler Diskopathie sowie Claudicatio spinalis
symptomatic bds. bei ossär und diskogen bedingter, rezessal betonter Spinal
kanalstenose L4/L5 sowie eine Subdepressivität, die seit 2008 in gewissen Zeiten zu
einer eigentlichen Depression würde, und attestierte eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in
der bisherigen Tätigkeit (IV-act. 238-2 f.). Bezüglich der psychischen Komponente
stützte sich Dr. B._ auf die Diagnose von Dr. med. G._, Facharzt FMH Psychiatrie
und Psychotherapie, in dessen Arztbericht vom 2. Juni 2009. Dr. G._ berichtete von
einer "möglicherweise" bestehenden Subdepressivität, die sich in gewissen Zeiten zu
einer eigentlichen Depression verstärke (IV-act. 238-11).
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A.s Mit Verfügung vom 22. Juli 2009 lehnte die IV-Stelle den Antrag des Versicherten
auf Invalidenrente ab. Da der Invaliditätsgrad bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in
adaptierter Tätigkeit lediglich 37 % betrage, bestehe kein Rentenanspruch (IV-act.
241-1 f.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die am 14. September 2009 erhobene
Beschwerde, in der beantragt wird, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es
sei dem Beschwerdeführer rückwirkend ab Februar 2002 eine halbe Invalidenrente -
evtl. nach dem Ergebnis des Beweisverfahrens eine Viertels-, Dreiviertels- oder ganze
Rente - zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, sowohl der
Hausarzt Dr. B._ als auch der RAD-Arzt Dr. H._ würden davon ausgehen, dass der
Beschwerdeführer zwar in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig,
jedoch gleichzeitig in einem 50 %igen Pensum als selbständiger Maurer optimal ein
gegliedert sei. Auch aufgrund der erfolglosen Arbeitsbemühungen des Beschwerde
führers sei daher von einer 50 %igen Leistungsfähigkeit auszugehen. Im Weiteren sei
das von der Beschwerdegegnerin verfügungsmässig festgesetzte Valideneinkommen
von Fr. 76'658.-- zu tief angesetzt: Als Maurer Vorarbeiter könne der Beschwerdeführer
in der Baubranche Fr. 81'240.-- bzw. Fr. 92'856.-- verdienen. Das Invalideneinkommen
sei für den Beschwerdeführer als Teilinvaliden mit jahrelangen nicht erfolgreichen Ein
gliederungsversuchen auf Fr. 36'316.-- festzusetzen, was im Ergebnis einen
Invaliditätsgrad von über 50 % ergeben würde. Zudem sei dem Beschwerdeführer
sowohl ein Teilpensums- als auch ein Leidensabzug von max. 25 % zu gewähren,
woraus wieder eine halbe bis eine ganze Rente resultieren würde. Es sei schliesslich
nicht ersichtlich, weshalb verschiedentlich von Fachleuten darauf hingewiesen werde,
der Beschwerdeführer sei bei seiner jetzigen Teilzeittätigkeit als Kundenmaurer optimal
eingegliedert, der Lohnvergleich aber trotzdem nach einer nicht auffindbaren Arbeit
und nicht nach seinem Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit bemessen werde
(act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 12. November 2009 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im
Wesentlichen aus, trotz des mehrfachen Angebotes der Beschwerdegegnerin, dem
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Beschwerdeführer bei der Arbeitsvermittlung zur Seite zu stehen, habe sich der
Beschwerdeführer nicht motiviert gezeigt, sich anderweitig um eine Stelle zu bemühen.
Es sei im Weiteren nicht relevant, ob eine invalide Person unter den konkreten
gegenwärtigen Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werde, sondern ob sie die ihr
verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könne, wenn die verfügbaren
Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Daher sei davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit verwerten könnte. Die Beschwerdegegnerin sei somit beim
Invalideneinkommen zu Recht vom Tabellenlohn bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 %
ausgegangen. Das vom Beschwerdeführer erzielte Einkommen aus selbständiger
Tätigkeit sei für die Berechnung nicht relevant. Ein Abzug vom Invalideneinkommen sei
nicht vorzunehmen. Ein Teilzeitbeschäftigungsabzug rechtfertige sich nur, wenn der
Beschwerdeführer lediglich noch eine Teilzeitarbeit ausführen könne. Dies sei
vorliegend nicht der Fall. Das Valideneinkommen beruhe auf dem zuletzt erzielten Lohn
als Maurervorarbeiter plus Aufrechnung. Der Einkommensvergleich sei somit nicht zu
beanstanden (act. G 4).
B.c Am 3. Dezember 2009 erstattet der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
Replik. Er führt im Wesentlichen aus, es liege eine dreifache ärztliche Empfehlung vor,
dass der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als selbständiger Maurer mit einem 50
%ige Arbeitspensum optimal eingegliedert sei. Im Weiteren habe der
Beschwerdeführer deswegen grosse Vorbehalte bezüglich einer Eingliederung in einem
Anstellungsverhältnis, weil es aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sehr fraglich
sei, ob, wo und wann er eine leidensadaptierte zumutbare Tätigkeit finden würde. Es
sei auch absolut unzumutbar, dass der Beschwerdeführer seine optimale Eingliederung
von 50 % aufgebe, nur in der Hoffnung auf eine bloss theoretische, praktisch aber
nicht realisierbare 80 %ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. Ein
allgemeiner behinderungsbedingter Abzug sei vorliegend angebracht, weil der
Beschwerdeführer selbst bei ganztägiger Arbeitstätigkeit nur reduziert leistungsfähig
sei, eine zumutbare Arbeitstätigkeit fast nicht bzw. nicht zuletzt aufgrund eines neuen
Arbeitsumfeldes nur mit erheblichen Lohneinbussen auffindbar sei sowie erhöhte
Krankheitsanfälligkeit und die Gefahr von kurzfristigen Ausfällen bestehen würden.
Schliesslich sei dem Beschwerdeführer beim Valideneinkommen der Lohn eines
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Maurer-Vorarbeiters anzurechnen, welcher die faktische Lohnentwicklung
berücksichtige (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

Erwägungen:
1.
Die IV-Stelle verneinte 1998 unter Annahme einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierter Tätigkeit einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers (IV-act.
99-1 f.). Auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers im Jahr 2002 trat die
Beschwerdegegnerin ein und veranlasste in der Folge diverse Abklärungen. Streitig
und zu prüfen ist vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der
Invalidenversicherung.
2.
2.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Der
zu beurteilende Sachverhalt beschlägt teilweise den Zeitraum vor Inkrafttreten der 4.
und der 5. IV-Revision. Da sich die Definition der Invalidität und die damit
zusammenhängenden Begriffe mit diesen Revisionen nicht geändert haben, werden
nachfolgend die seit dem 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen wiedergegeben.
2.2 Invalidität im Sinne von Art. 8 ATSG ist die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
besteht gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der ab der 5. IV-Revision gültigen Fassung),
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
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wenn sie wenigstens zu 60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50
% vor, wird eine halbe Rente zugesprochen und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % eine Viertelsrente. Eine Invalidität von weniger als 40 % wird von der
Invalidenversicherung rentenmässig nicht entschädigt.
2.3 Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität
bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten
die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hin
sichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden
ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
Zunächst ist die medizinische Aktenlage zu würdigen.
Dr. H._ des RAD begründete die Einschätzung einer lediglich 80 %igen
Arbeitsfähigkeit folgendermassen: "Eine 20 %ige Minderung der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit in einem rückenadaptierten Tätigkeitsbereich resultiert
aus den unabdingbaren Rücksichten von Seiten des Rückens in einem körperlich
ausgerichteten Beruf. Das Achsenskelett/Rumpforgan ist Dreh- und Angelpunkt jeder
Bewegung. In jedem handwerklichen Beruf wird ein erhöhter betriebsunüblicher
Pausenbedarf notwendig sein". Im weiteren führte Dr. H._ aus, die Vergangenheit
habe gezeigt, dass der Beschwerdeführer in einem überwiegend geistig ausgerichteten
Berufsfeld nicht reüssieren könne. Der Beschwerdeführer werde damit auch zukünftig
ausschliesslich für körperlich ausgerichtete Tätigkeiten herangezogen werden können
(IV-act. 155-7). Es ist festzustellen, dass Dr. H._ mit seiner Ausführung, der
Beschwerdeführer könne nur handwerkliche Verweistätigkeiten ausführen, eine nicht
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medizinische Wertung vorgenommen hat. Dabei übersieht er, dass der allgemeine
Arbeitsmarkt auch körperlich leichte, rückenschonende Hilfsarbeiten kennt, die geringe
intellektuelle Anforderungen stellen. Die Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer
könne ausschliesslich für körperlich ausgerichtete Tätigkeiten herangezogen werden,
welche ihm (alle) nicht vollumfänglich zumutbar seien, erscheint daher nicht richtig.
Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. H._ für optimal leidensadaptierte Tätigkeiten
fehlt folglich. Seine gutachterlichen Befunde aber decken sich im Wesentlichen mit
jenen von Dr. C._, der den Beschwerdeführer am 15. Dezember 2005 in einer
rückenschonenden leichten Tätigkeit als voll arbeitsfähig bezeichnet hatte (IV-act.
135-2, 131). Eine eigentliche Verschlechterung seit der erstmaligen gerichtlichen
Beurteilung ist nicht ersichtlich. Der RAD-Arzt Dr. I._ bringt zwar vor, dass aufgrund
der allgemeinen medizinischen Erfahrung mit zunehmendem Alter auch eine
Beschwerdezunahme zu erwarten sei (IV-act. 161-1). Dieser pauschale Hinweis ist
indessen nicht konkret begründet, steht in keinem Zusammenhang mit den Aussagen
des Gutachters Dr. H._ und überzeugt daher nicht. Im Schlussbericht der BEFAS
Appisberg vom 22. Januar 2008 wurde eine Arbeitsfähigkeitsschätzung für optimal
leidensadaptierte, nicht schwerpunktmässig körperlich – handwerklich ausgerichtete –
Tätigkeiten abgegeben. Diesbezüglich wird ausgeführt, dass aufgrund der aktuellen
Beurteilung die Verwertung einer uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit
zumutbar und realisierbar sei (IV-act. 209-10). Auch diese Beurteilung widerspricht der
Mutmassung von Dr. I._, nach 2005 habe eine Verschlechterung stattgefunden (IV-
act. 161-1). Der Hausarzt Dr. B._ attestierte dem Beschwerdeführer im
Verlaufsbericht vom 25. Juni 2005 eine 50 %ige Invalidität (IV-act. 131-1).
Diesbezüglich ist zu wiederholen, dass es Aufgabe eines Arztes ist, ausschliesslich den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Dr. B._ kann somit nicht selber die Invalidität bzw. den Grad
der Invalidität festlegen, dies ist ausschliesslich Aufgabe der Verwaltung bzw. des
zuständigen Gerichtes. Im Weiteren ist festzustellen, dass die Einschätzung der 50
%igen Invalidität durch Dr. B._ einzig auf den Schmerzschilderungen und
wirtschaftlichen Überlegungen des Beschwerdeführers zu fussen scheint. Eine
eigentliche Arbeitsfähigkeitsschätzung hat Dr. B._ im Bericht nicht abgegeben. Er hat
auch nicht umschrieben, wie eine leidensangepasste Tätigkeit aussehen müsste.
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Schliesslich ist noch darauf hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss
die Arbeitsfähigkeit ihrer Patienten pessimistischer einschätzen als unabhängige
medizinische Sachverständige. Dies beruht unter anderem auf dem Therapieverhältnis,
das den Arzt dazu neigen lässt, die Beschwerdeschilderungen ihrer Patienten zu hoch
zu gewichten und deren subjektive Selbsteinschätzung zu übernehmen (vgl. Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2009/106 vom 7. Oktober 2010 E.
5.3). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag
kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes
abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts I 701/05 vom 5. Januar
2007, E. 2 mit zahlreichen Hinweisen). Jedenfalls ist der Verlaufsbericht von Dr. B._
nicht geeignet, Zweifel an der Einschätzung von Dr. C._ sowie der Sachverständigen
der BEFAS aufkommen zu lassen, die von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer optimal
leidensadaptierten Tätigkeit ausgehen. Darauf ist abzustellen.
4.
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss
Art. 28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des
Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt
werden; sie können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände
geschätzt werden (AHI 1998 S. 119).
4.2 Das vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen im Entscheid vom 23. Mai
2000 E. 2.c festgelegte Valideneinkommen von Fr. 67'400.-- für 1997 in einem
100 %igen Arbeitspensum als Maurer-Vorarbeiter sowie die Annahme eines durch
schnittlichen monatlichen Bruttolohns von Männern im privaten Sektor 2 Produktion für
einfache und repetitive Tätigkeiten im 100 %igen Arbeitspensum (Anforderungsniveau
4) von Fr. 4'503.-- (LSE 96 S. 17), aus welchem ein Invalideneinkommen von insgesamt
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Fr. 56'445.-- für 1997 (Fr. 4'503.-- x 12 x [41.7/40] x 1.002) resultiert, wurde vom Eid
genössischen Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche
Abteilung des Bundesgerichts) im Urteil vom 9. März 2004 bestätigt. Von diesen Daten
und Grundlagen des Jahres 1997 ist demnach auch im Folgenden auszugehen. Es gibt
namentlich keine Anhaltspunkte, dass die berufliche Karriere des Beschwerdeführers
im Gesundheitsfall anders verlaufen wäre, so dass ein höherer Validenlohn zu Grunde
gelegt werden müsste.
5.
5.1 Der Invaliditätsgrad ist damit auf der Basis einer im vollen Umfang gegebenen
Arbeitsfähigkeit in optimal leidensadaptierten Tätigkeiten zu bemessen. Es rechtfertigt
sich, für den Einkommensvergleich die Zahlen für das Jahr 2009 heranzuziehen. Das
Valideneinkommen im Jahr 2009 inklusiv Teuerung und Reallohnerhöhung beläuft sich
nach dem Gesagten auf Fr. 79'189.45 (Valideneinkommen 1997: Fr. 67'400.--,
Nominallohnindex Männer 1997: 1818 / 2009: 2136).
5.2 Seit Jahrzehnten, d.h. mindestens seit 1993, ist der Beschwerdeführer in seinem
angestammten Beruf als Maurer nur zu 50 % arbeitsfähig. Bereits im früheren
Rechtsmittelverfahren wurde festgehalten, dass dem Beschwerdeführer ein Wechsel in
eine adaptierte Tätigkeit, in welcher er über eine Arbeitsfähigkeit von 100 % verfügen
würde, zumutbar wäre. Trotzdem ist dieser Wechsel durch den Beschwerdeführer nie
erfolgt. Der Beschwerdeführer möchte seine selbständige Maurertätigkeit nicht
aufgeben. Einerseits ist dies verständlich, da eine optimal leidensangepasste Hilfsarbeit
nicht einfach zu finden ist. Andererseits muss bemerkt werden, dass er eine solche
Tätigkeit offenbar gar nicht aufzunehmen wünscht: Gemäss Schlussbericht BEFAS
vom 22. Januar 2008 wurde in den Gesprächen immer wieder deutlich, dass dem
Beschwerdeführer das Prestige seines Berufes sehr wichtig ist, und er andere
berufliche Möglichkeiten nicht gerne in Betracht ziehen will (IV-act. 209-8). Darauf kann
jedoch bei der Invaliditätsbemessung nicht Rücksicht genommen werden. Mit der
selbständigen Tätigkeit als Kundenmaurer schöpft der Beschwerdeführer seine
Arbeitsfähigkeit offensichtlich nur ungenügend aus; ein stabiles Einkommen kann nicht
generiert werden, gemäss Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. G._ kann
nicht von einer "professionellen Geschäftstätigkeit" gesprochen werden (IV-act.
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238-11). Vor diesem Hintergrund ist dem Beschwerdeführer die Aufgabe der
selbständigen Tätigkeit und der Wechsel in eine leichte, rückenschonende und nicht
hauptsächlich körperlich ausgerichtete Vollzeittätigkeit zumutbar. Obwohl der
Beschwerdeführer die Lehrabschlussprüfung als Hochbauzeichner nicht bestanden
hat, verschaffen ihm die im Rahmen seiner Umschulung erworbenen Kenntnisse
ebenso wie die langjährige Berufserfahrung als selbständiger Kundenmaurer durchaus
zusätzliche Qualifikationen, so dass ihm nicht nur Hilfsarbeiten offen stehen, sondern
auch leidensadaptierte unselbständige Tätigkeiten, die Berufs- und Fachkenntnisse
voraussetzen. Die durchschnittlichen Tabellenlöhne gemäss LSE 2008 (TA1, Niveau 4
und 3, Sektor 2 Produktion) betragen unter Berücksichtigung der betriebsüblichen
Arbeitszeit von 41.3 Stunden im Jahr Fr. 63'709.40 (Fr. 5'142.-- x 12 x [41.3/40], Niveau
4) bzw. Fr. 72'716.90 (Fr. 5'869.-- x 12 x [41.3/40], Niveau 3). Werden diese Beträge auf
das Jahr 2009 aufgerechnet (Fr. 63'709.40/Fr. 720716.90 x 1.021), ergeben sich die
statistischen Durchschnittslöhne 2009 in der Höhe von Fr. 65'047.30 (Niveau 4) und Fr.
74'243.95 (Niveau 3).
5.3 Gemäss der interdisziplinären RAD-Untersuchung vom 12. Juni 2006 ist der
Beschwerdeführer aus arbeitsmedizinischer Sicht nur für leichte bis maximal mittel
schwere körperliche Arbeiten arbeitsfähig unter Vermeidung von wirbelsäulen
belastenden Zwangshaltungen und Vermeidung von Arbeiten, die eine hohe Gang- und
Standsicherheit resp. ein Gleichgewicht erfordern, unter Vermeidung von Arbeiten mit
erhöhter Eigen- und Fremdgefährdung sowie mit Hitze, Kälte, Nässe und Zugluft und
unter Vermeidung von Gefährdungen durch physikalische Ganzkörpereinwirkungen wie
Druck oder Vibrationen (IV-act. 155-8). Nach der Rechtsprechung können die
statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu
tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der
Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412
E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei
handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78
E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
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Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad [BGE 129 V 481 E. 4.2.3, mit
Hinweisen]). Vorliegend erscheint angesichts der Einschränkungen des
Beschwerdeführers, die erhöhte Anforderungen an einen adaptierten Arbeitsplatz
stellen und eine entsprechende Rücksichtnahme des betreffenden Arbeitgebers
verlangen, ein Abzug als angemessen. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass der
Beschwerdeführer im Vergleich mit Mitbewerbern einen gewissen Lohnnachteil wird in
Kauf zu nehmen haben. Es rechtfertigt sich daher, einen Abzug von insgesamt
(höchstens) 10 % vorzunehmen. Somit reduziert sich das Invalideneinkommen um 10
% von Fr. 65'047.30 auf Fr. 58'542.55 (Niveau 4) bzw. von Fr. 74'243.95 auf Fr.
66'819.55 (Niveau 3).
5.4 Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen (Fr. 79'189.45) und
Invalideneinkommen (Fr. 58'542.55 bzw. Fr. 66'819.55) ergibt sich für 2009 ein
Invaliditätsgrad von höchstens 26 % (Niveau 4) bzw. 15.60 %, gerundet 16 %
(Niveau 3). Somit besteht kein Anspruch auf eine Rente.
6.
6.1 Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt.
Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Nach Art. 95
Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren
ganz oder teilweise abgewiesen werden. Angesichts des vollen Unterliegens des
Beschwerdeführers rechtfertigt es sich, ihm die Gerichtskosten unter Verrechnung mit
dem von ihm in selbiger Höhe geleisteten Kostenvorschuss gesamthaft aufzuerlegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP