Decision ID: 17febf8f-4437-4ec9-ba8c-74b11b0a65c9
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ruedi Bollag, Im Lindenhof, Postfach 41,
9320 Arbon,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente und berufliche Massnahmen
Sachverhalt:
A.
A.a S._, geboren 1958, meldete sich am 28. November 2006 zum Bezug von IV-
Leistungen (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Rente) an. Er
berichtete, seit März 2006 an den Folgen eines Myokardinfarktes, an Diabetes mellitus
Typ II sowie an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom zu leiden (act. G 3.2; in
diesem Entscheid werden die Akten aus dem Verfahren IV 2008/231 angegeben,
soweit nicht anders vermerkt). Der Versicherte war bis zum 3. März 2006 als
Bauarbeiter tätig (act. G 3.12.1).
A.b Im Arztbericht vom 27. November 2006 diagnostizierte Dr. med. A._, Facharzt
FMH für Kardiologie, u.a. eine hypertensive und koronare Herzkrankheit, einen
Diabetes mellitus Typ II, eine akute Lumbalgie sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren
(Hypertonie, Diabetes mellitus, Status nach Nikotinabusus). Er hielt den Versicherten
aus kardiologischer Sicht für seine bisherige Arbeit im Rahmen von 50% arbeitsfähig.
Diese verbliebene Restarbeitsfähigkeit werde aber durch die aktuelle
Rückensymptomatik "verhindert". Er empfahl, für den Versicherten möglichst bald eine
Umschulung zu organisieren, damit "nicht jetzt schon eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit" resultiere (act. G 3.16.9 ff.). Dr. med. B._, Facharzt FMH für
Innere Medizin/Rheumatologie, stellte im Arztbericht vom 23. Januar 2007 folgende
Diagnosen: ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein leichtes cervico-
thorakovertebrales Syndrom, eine hypertensive und koronare Herzkrankheit, einen
Diabetes mellitus Typ II, einen Pleuratumor mit Verdacht auf Pleurafibrome sowie eine
Adipositas. Er hielt den Versicherten aus rheumatologischer Sicht für die schwere
Arbeit im Tiefbau nicht mehr einsetzbar. Für eine leichte Arbeit, teils sitzend, teils
stehend, bestehe aber aus rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit (act.
G 3.16.13 ff.). Der behandelnde Arzt, Dr. med. C._, diagnostizierte im Arztbericht vom
27. Februar 2007 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom, eine hypertensive und koronare Herzkrankheit sowie einen
Status nach Infarkt und Implantation eines Stents am 10. April 2006. Den
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Gesundheitszustand des Versicherten beschrieb er als sich verschlechternd. Die
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Leichte Arbeiten, die abwechselnd
stehend, sitzend oder gehend ausgeübt werden könnten, seien zumutbar (act. G 3.16.1
ff.).
A.c Der RAD-Arzt Dr. med. D._ kam in der Stellungnahme vom 23. März 2007 zum
Schluss, dass beim Versicherten in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine
Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe (act. G 3.17.2).
A.d Im zu Handen des Krankentaggeldversicherers des Versicherten verfassten Bericht
vom 1. Juni 2007 diagnostizierte Dr. med. C._ zusätzlich eine Cataracta praesenilis
beidseits. Er hielt fest, dass dauernd eine Leistungseinschränkung infolge des Status
nach Herzinfarkt bleiben werde. In einer leichten abwechslungsweise stehenden und
sitzenden Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 3.33.2 f.).
A.e Am 7. August 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass die
Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da er sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle,
obwohl aus medizinischer Sicht bezüglich einer leidensadaptierten, leichteren,
wechselbelastenden Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert werde (act. G 3.45).
Gleichentags stellte die IV-Stelle mittels Vorbescheid die Abweisung des
Rentengesuches in Aussicht (act. G 3.47). Der Versicherte informierte die IV-Stelle am
27. August 2007, dass er bereit sei, einen Arbeitsversuch für eine leichte Arbeit zu
machen (act. G 3.51).
A.f Die IV-Stelle verfügte am 28. September 2007 entsprechend dem Vorbescheid vom
7. August 2007. Unter Berücksichtigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
leidensangepassten Tätigkeiten sowie eines Abzuges vom Invalideneinkommen von
10% ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 15% (act. G 3.58).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob S._ am 26. Oktober 2007 Beschwerde. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge beantragte er die Ausrichtung einer ganzen Rente;
eventualiter sei u.a. ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen (act. G 3.67.7 ff.). In der
Beschwerdeergänzung vom 16. November 2007 rügte der Beschwerdeführer, dass die
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vorhandenen vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren
Wechselwirkungen nicht gesamthaft beurteilt worden seien. Der Kardiologe verweise
auf die Probleme des Rückens, der Rheumatologe auf die Herzproblematik. Hinzu
kämen noch Diabetes und allenfalls Augenprobleme. Vor diesem Hintergrund sei eine
interdisziplinäre Begutachtung unumgänglich. Es bestünden Anhaltspunkte für ein
psychisches Leiden, weshalb bei der beantragten interdisziplinären Begutachtung auch
die psychische Seite zu untersuchen sei. Ferner sei es "überlegenswert", dass parallel
zu den ergänzenden Untersuchungen an einem geschützten Ort ein Arbeitsversuch
unternommen würde (act. G 3.67.2 ff.).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 15. Januar
2008 die Beschwerdeabweisung. Sie machte geltend, der diagnostizierte Diabetes
mellitus sei nicht invalidisierend, weil dieser medikamentös gut eingestellt werden
könne. Der diagnostizierte Katarakt präsenilis rechts könne durch eine Operation
behoben werden. Die entsprechende Kostenübernahme sei dem Beschwerdeführer
bereits zugesprochen worden. Aus den Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte für ein
(invalidisierendes) psychisches Leiden; der Beschwerdeführer sei nicht in
psychiatrischer Behandlung, weshalb eine entsprechende Abklärung nicht erforderlich
sei. Gestützt auf die medizinische Aktenlage sei zu Recht davon ausgegangen worden,
dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig
sei. Es bestehe ferner keine Veranlassung für einen Arbeitsversuch in einer geschützten
Werkstätte, da die ärztlichen Aussagen hinsichtlich einer Verweisungstätigkeit
aussagekräftig genug seien und der Beschwerdeführer einen Arbeitsversuch ohnehin
nur dazu benützen würde, seine Arbeitsunfähigkeit zu "beweisen" (act. G 3.76.1 ff.).
B.c In der Replik vom 8. Februar 2008 veränderte der Beschwerdeführer sein
bisheriges Rechtsbegehren dahingehend, dass er nicht mehr die Ausrichtung einer
ganzen, sondern einer halben Rente beantragte. Die Begründung der Replik lautete im
Wesentlichen gleich wie diejenige der Beschwerdeergänzung vom 16. November 2007
(act. G 3.83.2 ff.).
C.
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C.a Mit Vorbescheid vom 21. Januar 2008 teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer
mit, dass mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit kein Anspruch auf berufliche
Massnahmen bestehe (act. G 3.78).
C.b Gegen diesen Vorbescheid erhob der Beschwerdeführer am 8. Februar 2008
Einwand mit dem Antrag, es seien berufliche Eingliederungsmassnahmen
durchzuführen. Er brachte vor, dass er jede Tätigkeit ausüben möchte, die sein
Gesundheitszustand erlaube (act. G 3.81.1 ff.).
D.
D.a Im Verfahren bezüglich berufliche Massnahmen verfügte die Beschwerdegegnerin
am 6. Mai 2008 entsprechend dem Vorbescheid vom 21. Januar 2008 und wies das
Leistungsbegehren ab (act. G 3.91).
D.b Gegen diese Verfügung erhob S._ am 16. Mai 2008 Beschwerde. Darin
beantragte er unter Kosten- und Entschädigungsfolge, es seien berufliche
Eingliederungsmassnahmen durch die Beschwerdegegnerin durchzuführen. Er brachte
vor, dass er alles dazu beitragen werde, um wieder beruflich integriert werden zu
können (act. G 1).
D.c In der Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Beschwerdeabweisung. Sie begründete ihr Begehren damit, dass der
Beschwerdeführer in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit voll
arbeitsfähig sei. Er mache zwar geltend, er sei eingliederungswillig; er habe bis jetzt
jedoch seinen Worten keine Taten folgen lassen. Es liege bei ihm weiterhin eine
subjektive Eingliederungsunfähigkeit vor. Allein aus diesem Grund habe der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Ferner habe er
bei der Suche nach einer geeigneten Stelle keine behinderungsbedingten
Schwierigkeiten, weshalb keine Arbeitsvermittlung zu gewähren sei. Aufgrund seiner
vollen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten benötige der Beschwerdeführer auch
keine Integrationsmassnahmen (act. G 3).
D.d Mit Replik vom 19. August 2008 stellte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht
das Gesuch, die hängigen Beschwerdeverfahren betreffend Renten und
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Eingliederungsmassnahmen seien gemeinsam zu behandeln. In beiden Verfahren
müsse zuerst die Frage der dem Beschwerdeführer verbliebenen Restarbeitsfähigkeit
geklärt werden. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei
nicht eingliederungsfähig, stimme mit den Tatsachen nicht überein. Denn dieser
versuche alles, um seine Restarbeitsfähigkeit zu verwerten. Er befolge sämtliche
Weisungen des RAV und befinde sich auf intensiver Arbeitssuche (act. G 5).
D.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik in beiden
Beschwerdeverfahren (IV 2008/231 act. G 7 und IV 2007/414 act. G 13).

Erwägungen:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer beantragte im Beschwerdeverfahren betreffend berufliche
Massnahmen mit Replik vom 19. August 2008 (IV 2008/231 act. G 5) sinngemäss die
Vereinigung mit dem Verfahren IV 2007/414 betreffend Rente. In beiden Verfahren
stehen sich dieselben Parteien gegenüber. Dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente"
folgend ist in einem ersten Schritt über die berufliche Eingliederung des
Beschwerdeführers zu befinden. Von diesem Entscheid abhängig ist die Frage, ob über
die Rentenberechtigung des Beschwerdeführers bereits entschieden werden kann. Da
die Streitgegenstände der Verfahren IV 2007/414 und IV 2008/231 somit eng
zusammenhängen, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen.
1.2 Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Es
ist zu beachten, dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1). Ferner ist bei der Beurteilung auf den bis zum
Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen
(BGE 121 V 366 E. 1b). Daraus ergibt sich, dass auf die Verfügung vom 28. September
2007 betreffend Rente (act. G 3.58) die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden
materiellen Bestimmungen und auf die Verfügung vom 6. Mai 2008 betreffend
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berufliche Massnahmen (act. G 3.91) die ab dem 1. Januar 2008 in Kraft stehenden
materiellen Bestimmungen anzuwenden sind.
2.
2.1 Vorab ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf die Gewährung von beruflichen
Massnahmen zu prüfen.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.3 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind,
die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Der Anspruch
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die
gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8
Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in
Massnahmen beruflicher Art. Die Massnahmen beruflicher Art bestehen in:
Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung
sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. a und lit. b IVG). In der Regel besteht nur ein
Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen
Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen
Vorkehren (BGE 110 V 102 E. 2). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so
weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124
bis
bis
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V 110 E. 2a mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG gehen
Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Diese werden nur erbracht,
wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder
verbessert werden kann.
2.4 Die Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle, nicht des begutachtenden Arztes
oder der begutachtenden Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der
Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit
erforderlich. Der medizinischen Fachperson obliegt die Beantwortung der Frage,
inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch
das Leiden eingeschränkt ist. Dabei gilt es als selbstverständlich, dass sie sich vor
allem zu jenen Funktionen äussert, die für die nach ihrer Lebenserfahrung im
Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind
(so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten
kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der
Berufsberatung dagegen haben zu beurteilen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten
aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten
der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende
Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 20 E. 2b). Bei
Zweifeln über den Umfang des möglichen Arbeitspensums und die zumutbaren
Tätigkeiten ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung oftmals eine weitere
medizinische Stellungnahme angezeigt (Urteil des Bundesgerichts vom 22. September
2008 i.S. M., 8C_119/2008, E. 6.2).
2.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung
des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht
uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE
125 V 195 E. 2 mit Hinweisen). Die behördliche und richterliche Abklärungspflicht
umfasst nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet wird. Vielmehr bezieht
sie sich auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand)
rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren
Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden
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ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte
zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen
oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass
besteht (BGE 110 V 53 E. 4a in fine).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, berufliche Massnahmen
seien nicht durchführbar, weil sich der Beschwerdeführer für jegliche Arbeitstätigkeit
als arbeitsunfähig halte. Dementgegen ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass
die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit zuerst umfassend abgeklärt werden müsse und
nach dieser Abklärung ein Entscheid über berufliche Massnahmen zu erfolgen habe.
3.2 Aus den Akten geht hervor, und es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in
seinem angestammten Beruf als Bauarbeiter aufgrund seiner Leiden nicht mehr
arbeitsfähig ist. Hinsichtlich der Beurteilung der Leistungsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit geht die Beschwerdegegnerin von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit aus; der Beschwerdeführer vertritt hingegen die Auffassung, es
bestehe auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
Dabei macht er geltend, dass die medizinische Situation nicht hinreichend geklärt sei.
Namentlich mangle es an einer interdisziplinären Einschätzung.
3.2.1 In den medizinischen Akten liegen u.a. Berichte von Dr. med. A._ vom 27.
November 2006 (act. G 3.16.9 ff.), von Dr. med. B._ vom 23. Januar 2007 (act.
G 3.16.13 ff.), von Dr. med. C._ vom 27. Februar 2007 (act. G 3.16.1 ff.), vom 1. Juni
2007 (act. G 3.33.2) und vom 11. Januar 2008 (act. G 3.81.5) sowie Stellungnahmen
des RAD-Arztes vom 23. März 2007 (act. G 3.17.2) und vom 22. Februar 2008 (act.
G 3.88).
3.2.2 Aus kardiologischer Sicht beurteilte Dr. med. A._ den Beschwerdeführer für
seine bisherige Arbeit im Rahmen von 50% als arbeitsfähig. Diese Leistungsfähigkeit
werde aber durch die aktuelle Rückensymptomatik verhindert. Diesbezüglich scheine
eine Kontaktaufnahme mit der IV-Stelle sinnvoll, um beim Patienten möglichst bald eine
Umschulung organisieren zu können, damit nicht jetzt schon eine vollständige
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Arbeitsunfähigkeit resultiere (act. G 3.16.9). Dr. med. A._ äussert sich hingegen nicht
ausdrücklich zur Frage der Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Dem
Bericht ist aber zu entnehmen, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit im angestammten
Beruf nicht – zumindest nicht wesentlich – durch belastungsabhängige Faktoren
begründet ist. So führt der Kardiologe aus, dass keine belastungsabhängige Angina
pectoris habe festgestellt werden können. Es sei im Rahmen der Fahrrad-Ergometrie
zu keinen ST-Veränderungen und keiner Symptomatik gekommen. Der Blutdruck sei
unter Belastung lediglich gering angestiegen (act. G 3.16.9). Vor diesem Hintergrund
bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die im Hinblick auf die bisherige Tätigkeit
attestierte – scheinbar nicht belastungsabhängige – teilweise Arbeitsunfähigkeit auch in
leidensadaptierten Tätigkeiten – zumindest teilweise – zu beachten wäre. Ferner lassen
sich dem kardiologischen Bericht keine näheren Angaben bezüglich der Umschreibung
einer leidensangepassten Tätigkeit und der Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit
entnehmen.
3.2.3 Dr. med. B._ beurteilte den Beschwerdeführer für die bisherige schwere Arbeit
als nicht mehr einsetzbar. Für eine leichte Arbeit, teils sitzend, teils stehend, bestehe
aber aus rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit. Nach Auffassung von
Dr. med. B._ dürfte auch das Problem der doch recht schweren kardialen Erkrankung
mit entsprechender Angst einen Einfluss auf das Beschwerdebild haben (act.
G 3.16.15). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hat Dr. med. B._ jedoch
ausschliesslich gestützt auf die rheumatologischen Befunde vorgenommen. Von ihm
vermutete zusätzliche Einschränkungen aufgrund der als "doch recht schwer"
bezeichneten kardialen Erkrankung hat er dabei ausser Acht gelassen. Er äussert sich
auch nicht zur medizinischen Einschätzung von Dr. med. A._.
3.2.4 Der behandelnde Arzt, Dr. med. C._, gab im Bericht vom 27. Februar 2007 an,
dass die bisherige Tätigkeit dem Beschwerdeführer nicht mehr zugemutet werden
könne. Andere Tätigkeiten, d.h. leichte Arbeiten, mit abwechselndem Stehen, Sitzen
und Gehen, seien ihm jedoch zumutbar. Den Gesundheitszustand bezeichnete der Arzt
als sich verschlechternd. Das Ereignis des Herzinfarktes zusammen mit der schweren
Arbeit, den rezidivierenden Rückenbeschwerden und dem zunehmenden Diabetes
mellitus hätten die berufliche und körperliche Integrität des Beschwerdeführers in Frage
gestellt (act. G 3.16.1 ff.). Im zu Handen der Krankenversicherung erstellten Bericht
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vom 1. Juni 2007 mass Dr. med. C._ - in Abweichung zum Bericht vom 27. Februar
2007 - dem diagnostizierten Diabetes mellitus Typ II Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit
zu. Es werde eine dauernde Leistungseinschränkung aufgrund des Status nach
Herzinfarkt bleiben. Zusätzlich werde der Diabetes seine Spuren hinterlassen.
Angesichts der gesundheitlichen Beschwerden, namentlich in Mitberücksichtigung des
Diabetes, bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit (leichte Arbeit, teils sitzend,
teils stehend) eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 3.33.2 f.). Der Bericht vom
27. Februar 2007 ist insoweit unvollständig und unklar, als Dr. med. C._ darin die
Angabe unterlassen hat, in welchem zeitlichen Rahmen eine leidensangepasste
Tätigkeit dem Beschwerdeführer zugemutet werden könne (Stunden pro Tag). Er
verneinte lediglich die Frage, ob in diesem zeitlichen Rahmen eine verminderte
Leistungsfähigkeit bestehe (act. G 3.16.5 f.). Bezüglich der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit stellt der Bericht vom 27. Februar
2007 daher keine zuverlässige Grundlage dar. Im Vergleich zum Bericht vom
27. Februar 2007 lässt sich der ärztlichen Stellungnahme vom 1. Juni 2007 insofern
eine gesundheitliche Verschlechterung entnehmen, als dass sich der "zunehmende"
Diabetes (act. G 3.16.4) neu einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Im
Bericht vom 1. Juni 2007 beantwortet Dr. med. C._ die Frage des zumutbaren
Arbeitspensums in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausdrücklich und attestiert hierfür
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 3.33.2 f.).
3.2.5 Der RAD-Arzt kam in der Stellungnahme vom 23. März 2007 gestützt auf die ihm
vorgelegenen Arztberichte, insbesondere von Dr. med. B._, zum Schluss, dass für
eine leichte, rückenadaptiert wechselbelastende, teils sitzende, teils stehende Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 3.17.2). In der Stellungnahme vom
22. Februar 2008 bestätigte der RAD-Arzt diese Beurteilung und verneinte eine seither
eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes (act. G 3.88.1 f.). Auch die
Stellungnahmen des RAD vermögen keine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu bilden. So hat Dr. med.
C._ in Bericht vom 27. Februar 2007 die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des
Rheumatologen nicht explizit bestätigt, sondern die Frage bezüglich des zumutbaren
Pensums offen gelassen und erst im Bericht vom 1. Juni 2007 ausdrücklich
anderslautend beantwortet. Auf den Arztbericht vom 1. Juni 2007 nimmt der RAD-Arzt
nicht Bezug, so dass davon auszugehen ist, er habe seine Stellungnahme ohne
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Kenntnis dieses Berichtes abgegeben. Ferner vermag der RAD-Arzt die Frage, wie sich
die kardiologischen Befunde auf eine leidensadaptierte Tätigkeit auswirken, ebenfalls
nicht schlüssig zu beantworten. Des Weiteren hat es der RAD-Arzt unterlassen,
allfällige Wechselwirkungen zwischen den rheumatologischen und kardiologischen
Befunden zu beurteilen.
3.3
3.3.1 Aufgrund der zitierten Arztberichte lassen sich die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit – und damit dessen Anspruch auf berufliche Massnahmen bzw. auf
eine Invalidenrente – nicht schlüssig beurteilen. Insbesondere mangelt es nebst einer
kardiologischen Einschätzung für eine leidensadaptierte Tätigkeit an einer
erforderlichen interdisziplinären Gesamtwürdigung des vielfältigen Beschwerdebildes.
Es findet sich in den gesamten Akten keine auf eigenen Untersuchungen beruhende, in
Kenntnis der wesentlichen medizinischen Unterlagen ergangene interdisziplinäre
fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Weitere medizinische Abklärungen sind
daher unumgänglich. Ungeklärt sind auch die Schwere des Diabetes sowie die sich
aufgrund des Diabetes allenfalls ergebenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
Ebenfalls ist zu klären, ob die Augenproblematik (Cataracta praesenilis rechts; act.
G 3.27.1) im Zusammenhang mit der Umschreibung der leidensangepassten Tätigkeit
von Bedeutung ist.
3.3.2 Was die umstrittene Frage einer psychiatrischen Abklärung anbelangt trifft es
zwar zu, dass die involvierten Ärzte nicht selbst eine psychiatrische Diagnose mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt haben – wozu sie als Nicht-Psychiater
ohnehin nicht berufen wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2008
i.S. B., 9C_355/2008, E. 3.3). Aufgrund der Angaben von Dr. med. C._ (gewisse
Unsicherheit im Umgang mit der Krankheit und subjektive Einschränkung [act.
G 3.16.4]) und von Dr. med. B._ ("recht schwere kardiale Erkrankung mit
entsprechender Angst" [act. G 3.16.15]; vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom
23. März 2007 [act. G 3.17.2]) ist das Vorliegen psychiatrischer Auffälligkeiten nicht
auszuschliessen. Die Beschwerdegegnerin hat sich mit diesem zu klärenden Aspekt in
keiner Weise befasst. Sie wird dies im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung noch
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nachzuholen haben, damit festgestellt werden kann, ob psychiatrische Auffälligkeiten
bestehen, ob ihnen Krankheitswert zukommt und ob die Arbeitsfähigkeit dadurch
beeinträchtigt wird.
3.3.3 Nach dem Gesagten können sich die angefochtenen Verfügungen vom
28. September 2007 (betreffend Rente; act. G 3.58) und vom 6. Mai 2008 (betreffend
berufliche Massnahmen; act. G 3.91) auf keine zuverlässige medizinische Grundlage
stützen. Die Sache ist daher zu entsprechenden Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.4 Die Beschwerdegegnerin vertritt des Weiteren die Auffassung, berufliche
Massnahmen kämen schon deshalb nicht in Frage, weil der Beschwerdeführer sich
nicht arbeitsfähig fühle und damit die subjektive Eingliederungsfähigkeit nicht gegeben
sei. Sie vermag sich dabei auf vereinzelte Aussagen des Beschwerdeführers zu
stützen, dass er sich krank und nicht arbeitsfähig fühle (act. G 3.34 und 3.72). Es trifft
zu, dass Eingliederungsmassnahmen eine entsprechende Motivation der
einzugliedernden Person verlangen. Ohne Eingliederungsbereitschaft ist eine
Eingliederungsmassnahme ungeeignet (vgl. dazu Ulrich Meyer-Blaser, Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum IVG, S. 56 f.). Vorliegend kann die Frage, ob der
Beschwerdeführer subjektiv eingliederungsfähig ist, indes nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit verneint werden. Denn die Beschwerdegegnerin fällte ihren
Entscheid trotz anderslautender Empfehlungen der mit dem Beschwerdeführer
befassten Ärzte (act. G 3.16.9 und 3.16.1 f., 3.18.1) und entgegen den teilweise
anderslautenden Beteuerungen des Beschwerdeführers sowie seinen Bemühungen in
Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) St. Gallen (vgl.
act. G 3.81.4) ohne genügende Abklärung und Würdigung der sich aus den
medizinischen Berichten ergebenden Befunden. Ins Gewicht fällt, dass die
medizinische Aktenlage hinsichtlich der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit nicht
genügend geklärt ist. Bei einer solchen besonderen Problematik (Zweifel über den
Umfang des möglichen Arbeitspensums und über zumutbare Tätigkeiten) bedarf die
Frage der beruflichen Massnahmen einer vertieften Abklärung gestützt auf valide
medizinische Beurteilungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008
i.S. M., 8C_119/2008, E. 6.2).
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3.5 Die Sache ist demnach an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die
gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit interdisziplinär abkläre und hernach erneut über dessen
Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine Invalidenrente verfüge. Dabei wird
sie darzulegen haben, welche leidensbedingten Tätigkeiten dem Beschwerdeführer in
welchem Umfang noch zumutbar sind, welches Invalideneinkommen sich damit
erzielen lässt und welcher Invaliditätsgrad folglich resultiert.
4.
4.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerden werden die Verfügungen vom
28. September 2007 (betreffend Rente) und vom 6. Mai 2008 (betreffend berufliche
Massnahmen) aufgehoben. Die Sache ist zur weiteren Abklärung im Sinne der
Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
4.2 Die beiden Beschwerdeverfahren sind kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.--
erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6), weshalb die Beschwerdegegnerin die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- zu bezahlen hat. Der vom Beschwerdeführer im
Verfahren IV 2007/414 entrichtete Kostenvorschuss ist diesem zurückzuerstatten.
4.3 Bei diesem Ausgang der (vereinigten) Verfahren hat der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise
festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand
Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1).
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote
verzichtet. Er hat für die beiden Beschwerden und Repliken zweifellos einige Zeit
aufwenden müssen. Der Bedeutung und Komplexität der Streitsache angemessen
erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
bis
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG