Decision ID: 4b9f3d9a-054d-46f4-bdff-a6390f1beb7a
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1940,
ist verheiratet und war vor seiner Pensionie
rung als Universitätsprofessor tätig (
Urk.
1 S. 4). Seit dem
Jahr
1999 war er
zudem
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse als
Selbstän
digerwerbstätiger
angeschlossen (vgl. Urk. 7/8).
A
m
3.
Dezember 2015
erhielt
die
Ausgleichskasse
eine auf einer Ermessensveranlagung beruhende Steuermeldung
des Kantonale
n
Steueramt
s
Zürich
(Urk. 7/23)
.
Davon ausgehend ermittelte die Ausgleichskasse ein von
X._
im Jahr 2013
aus
selbständiger Erwerbstätigkeit erzieltes beitragspflichtiges Einkommen in der Höhe von Fr. 240’500.--
(
Urk. 7/23/1, Urk. 7/27
)
.
M
it Nachtragsverfügung vom 18.
Dezem
ber 2015
setzte
s
ie
die
von
X._
für das Jahr 2013 zu entrichte
n
den
persönlichen Beiträge
(inkl. Verwaltungskosten)
beziehungsweise
die FAK-Bei
träge
auf Fr.
23
'
911
.
20
respektive
Fr. 1'512.--
fest
(
Urk. 7
/
27
)
.
G
egen
diese Ver
fü
gung
erhob
X._
am 1
8.
Januar 2016 Einsprache (Urk.
7/33). In der
Folge reichte er im Rahmen eines Nachsteuerverfahrens beim zuständigen Steueramt eine Steuererklärung für das Jahr 2013 ein (Urk.
7/42, Urk.
7/46/1)
. Auf Anfrage der Ausgleichskasse hin, teilte ihr das Kantonale Steueramt Zürich am 2
9.
März 2017 mit, dass es für das Steuerjahr bei der Ermessenseinschätzung gemäss dem ursprünglichen Ein
schät
zungsentscheid bleibe (
Urk.
7/61
/1)
.
Mit
Einspracheentscheid
vom 13. Juli 2018
wies die Ausgleichskasse
die Einsprache von
X._
vom 18.
Januar 2016
ab
(
Urk.
2).
2.
2.1
Dagegen erhob
X._
am
6.
September 2018 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 1
3.
Juli 2018 sei sein beitragspflichtiges Einkommen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2013 von
Fr.
265'536.-- auf
Fr.
16'750.-- herabzusetzen und der AHV-Bei
trag darauf zu erheben. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerde
g
egnerin zwecks Erlass einer neu
en Nachtragsverfügung zurückzuweisen und die Beschwerdegegnerin sei zu diesem Zweck anzuweisen, das beitragspflichtige Ein
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers für das Jahr 2013 neu festzusetzen (
Urk.
1 S. 2
, mit Beilagen [
Urk.
3/1-18]
).
2.2
Die Beschwerdegegnerin beantragte m
it Beschwerdeantwort vom 1
5.
Oktober 2018
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6, unter Beilage der Kassenakten [Urk.
7/1-90])
.
2.3
Mit Gerichtsverfügung vom
7.
November 2018 wurde dem Beschwerdeführer
Gelegenheit gegeben
, um
Belege zu
(allfällige
n
) Einkünfte
n
wie beispielsweise an beide Ehe
partner ausbezahlte
AHV-
und
Pensionskassen-Renten,
Einkommen aus
unselbständige
r Erwerbstätigkeit der Ehepartner sowie Liegenschaften- und Wert
schriftenerträge einzureichen (
Urk.
8).
Daraufhin reichte d
er Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2
9.
November 2018 Unterlagen
zu den Einkünften des Jahres 2013 ein (
Urk.
10,
Urk.
11/19-22).
2.4
Die Beschwerdegegnerin teilte mit Eingabe vom
3.
Januar 2019 mit, dass sie auf das Einreichen eine Stellungnahme zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. November 2018 verzichte (
Urk.
13).
Dies wurde
dem Beschwerdeführer am 8. Januar 2019
mitgeteilt
(Urk. 14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Vom Einkommen aus selbst
ändiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben
(Art. 3
und 8 f.
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenver
siche
rung
,
AHVG; Art. 2 und 3 des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG;
Art.
26 und 27
des
Bundesgesetz
es
über den Erwerbsersatz für Dienst
leisten
de und bei Mutterschaft
,
EOG
;
Art.
16
Abs.
2 und
Abs.
4 des
Bundesgesetz
es
über die Familienzulagen
,
FamZG
,
§
5
Abs.
1 des Einführungsgesetzes des Kantons Zürich zum Bundesgesetz über die Familienzulagen, EG
FamZG
).
1
.2
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).
Zur Ermittlung des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist nament
lich vom hierdurch erzielten rohen Einkommen der Zins des im Betrieb einge
setzten eigenen Kapitals abzuziehen. Der Zinssatz entspricht der jährlichen Durch
schnittsrendite der Anleihen der nicht öffentlichen inländischen Schuldner in Schweizer Franken (
Art.
9
Abs.
2
lit
f. AHVG).
1.3
Alsdann sind die steuerlich zulässigen Abzüge der Beiträge nach
Art.
8 AHVG sowie
Art.
3
Abs.
1 IVG und nach
Art.
27
Abs.
2 EOG von den Ausgleichskassen zum von den Steuerbehörden gemeldeten Einkommen hinzuzurechnen. Das ge
meldete Einkommen ist dabei nach Massgabe der geltenden Beitragssätze auf 100 Prozent aufzurechnen (
Art.
9
Abs.
4 AHVG).
1.
4
Gemäss Art. 22
der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVV)
werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Erwerbs
einkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigen
kapitals.
1.
5
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge
Selbständigerwerbender
massgebende Erwerbsein
kom
men aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Nach der Rechtsprechung begründet jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. Da die Ausgleichskassen an die Angaben der Steuerbehörden gebunden sind und das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmässigkeit zu überprüfen hat, darf das Gericht von rechtskräftigen Steuer
taxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer ent
halten, die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche Um
stände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozial
versi
che
rungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuertaxation genügen
hiezu
nicht; denn die ordentliche Einkommens
ermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis das Sozial
versicherungs
gericht nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen ein
zugreifen hat. Die
selbstän
digerwerbenden
Versicherten haben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche Beitragspflicht, in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 110 V 83 E. 4 und 370 f., 106 V 129 E. 1, 102 V 27 E. 3a; AHI 1997 S. 25 E. 2b mit Hinweis).
Die Grundsätze betreffend die Verbindlichkeit von Steuermeldungen gelten auch hinsichtlich einer steuerlichen Ermessenstaxation. Die auf einer rechtskräftigen Ermessensveranlagung beruhende Steuermeldung ist somit für das AHV-Durch
führungsorgan
beziehungsweise
das Sozialversicherungsgericht ebenfalls verbind
lich, obschon
die Ermessenseinschätzung einer im ordentlichen Veranlagungs
verfahren ergan
genen, auf Grund von konkreten Positionen errechneten Taxation an Genauigkeit nachsteht (
Urteil des Bundesgerichts H 210/06 vom 22. Juni 2007 E. 3.3;
ZAK 1988 S. 298 E. 3 mit Hinweisen).
Können
die kantonalen Steuerbehörden keine Meldung erstatten, so haben die Ausgleichskassen das für die Beitragsfestsetzung massgebende Erwerbseinkom
men und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der ihnen
zur Verfü
gung stehenden Daten selbst einzuschätzen. Die Beitragspflichtigen haben den Ausgleichskassen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und auf Verlagen Unterlagen einzureichen (
Art.
23
Abs.
5 AHVV).
1
.
6
Zu ergänzen ist, dass die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuer
behörden für die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen auf die Bemessung des
massgebenden
Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt sind. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Quali
fikation und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und geg
ebenenfalls solches aus selbständiger oder aus unselb
ständiger Tätig
keit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitrags
pflichtig ist. Im Sinne dieser Grundsätze entfällt die Bindungswirkung einer Steuer
mel
dung über ein durch Ermessenstaxation festgesetztes Gesamteinkommen, sofern
diese
s
Einkünfte
beider Ehe
gatten und/oder Lohn beinhaltet
.
Diesfalls
ist die Aus
gleichskasse gehalten, das Einkommen im Sinne von
Art.
24 AHVV
selber zu ermitteln
(Urteil des Bundesgerichts H 400/00 vom 2
3.
Dezember 2002 E. 2
mit weiteren Hinweisen
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2011 vom 1
9.
Januar 2012 E. 5
, Urteil des Einzelrichters am Sozialversicherungsgericht AB.2010.00021 vom
2.
September 2011 E. 4.2
).
2.
2.1
Das vom Kantonalen Steueramt Zürich der Beschwerdegegnerin am
3.
Dezember 2015 gemeldete Einkommen in der Höhe von
Fr.
300'000.-- und das im Betrieb investierte Eigenkapital im Betrag von
Fr.
2'100'000.--
beruht auf einer Ermes
senstaxation (Urk. 7/23; s. a. die entsprechenden Veranlagungsverfügungen nach Ermessen des Kantonalen Steueramtes Zürich
betreffend die direkte Bundessteuer und die Staats- und Gemeindesteuer 2013 vom 1
3.
Oktober 2014 [
Urk.
3/6-7]).
Beim
s
teuerbaren
Einkommen von
Fr.
300'000.-- handelt es sich um ein Gesamt
einkommen beider Ehegatten (vgl.
Urk.
3/6-7) und das vom St
eueramt gemeldete
,
im Betrieb investierte Eigenkapital entspricht betragsmässig dem steuerbaren Vermögen des Ehepaars
X._
gemäss der Ermessensveranlagung für die Staats- und Gemeindesteuer vom 1
3.
Oktober 2014 (
Urk.
3/7).
2.2
Zur Ermittlung der Einkünfte des Beschwerdeführers aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit sind daher in einem ersten Schritt
vom
gemeldeten
Gesamteinkommen
in der Höhe
von Fr.
300'000.-- die
übrigen
Einkünfte des Beschwerdeführers
und seiner Ehefrau des Jahres 2013 abzuziehen.
Mit Gerichtsverfügung vom
7. No
vem
ber 2018 wurde dem Beschwerdeführer
Gelegenheit gegeben
, um Belege zu (allfälligen) Einkünften wie beispielsweise an beide Ehepartner ausbezahlte
AHV-
und
Pensionskassen-Renten, Einkommen aus unselbständiger Erwerbs
tätig
keit der Ehepartner sowie Liegenschaften- und Wertschriftenerträge einzu
reichen (Urk. 8).
Der Beschwerde
führer und seine Ehefrau haben
daraufhin
ihre im Jahr 2013 erzielten Einkünfte aus Renten und Pensionen (
Urk.
11/19), aus unselbständiger Tätigkeit (
Urk.
11/20) sowie aus Wertschriften (
Urk.
11/21)
nach
vollziehbar
mit Unterlagen belegt. Darauf kann
abgestellt werden
und
es sind keine Weiterungen nötig, zumal die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme zu diesen Unterlagen verzichtet hat (
Urk.
13).
Aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen ergeben sich die folgenden
Einkünfte im Betrag von total Fr. 270'759.30
(
Urk.
11/19-21)
:
-
Renten und Pension des Ehepaars
X._
im
Betrag von total Fr. 192'081.-
-
Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit des Ehepaars
X._
in der Höhe von total Fr. 26'575.30
-
Ertrag aus Wertschriften im Betrag von Fr. 52'103.--
Werden diese Einkünfte vom Einkommen gemäss Ermessenstaxation im Betrag Fr. 300'000.-- abgezogen, so
resultiert
in einem Zwischenschritt
ein Betrag von
Fr. 29'240.70 (Fr. 300'000.-- minus Fr. 270'759.30). Die entspricht vorliegend dem
(reinen) Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit. Der Beschwerde
führer
bringt vor, dass sein im Jahr 2013 erzieltes Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit gemäss seiner Betriebsrechnung Fr. 16'750.-- betragen habe (Urk. 1 S. 14, Urk. 10 S. 3, Urk. 11/22). Er verweist auf seine «Betriebsrechnung 1.
Januar - 31.
Dezember 2013 (Soll-
Methode)»
(
Urk.
11/22). Dazu reichte der
Beschwerde
führer zwar Unterlagen
zum geltend gemachten Betriebsertrag 2013 von Fr. 32'900.-- ein (vgl.
Urk.
11/22), der Betriebsaufwand 2013, welcher gemäss dem Beschwerdeführer Fr.
16'150.-- betragen haben soll (
Urk.
11/22), wurde aber nicht belegt. Das Gericht muss diesbezüglich keine weiteren Abklärungen tätigen.
Obwohl ihm diese Unterlagen bereits im Steuerverfahren zur Verfügung gestan
den haben, hat der Beschwerdeführer keine Steuererklärung eingereicht (
vgl.
Urk.
3/6-7).
Deshalb konnten die Steuerbehörden das vom Beschwerdeführer im Jahr 2013 erzielte Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit nicht be
stimmen. Es ist nicht die Aufgabe des Sozialversiche
rungs
gerichts
,
das im Steuer
ver
fahren Versäumte nachzuholen und im vor
lie
gen
den Verfahren eine Steuer
ein
schätzung
zu den Einkünften des Beschwerdeführers aus selbständiger Er
werbs
tätigkeit
zu erstellen.
Ausgangspunkt für die folgenden Erwägungen bleibt daher ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in der Höhe von Fr. 29'240.70.
2.3
Aufgrund der Überlegungen zum gemeldeten Gesamteinkommen wäre vorliegend grundsätzlich auch
beim von der Steuerbehörde gemeldeten
,
im Betrieb inves
tierten Eigenkapital von Fr.
2'100'000.--
(vgl.
Urk.
7/23)
das Privatvermögen des Beschwerde
führe
rs und seiner Ehefrau ab
zu
ziehen. Die vorliegenden Akten spre
chen aber dafür,
dass das im Betrieb investierte
Eigenkapital per 3
1.
Dezember 2013 überwiegend wahrscheinlich
Fr.
0.-- betragen hat. Zum einen
deklarierte
das Ehepaar
X._
in
einer
nachträglich im Rahmen eines Nachsteuer
verfahrens (vgl. Urk.
1
S. 7-8)
am 2
0.
Februar 2016 ausgefüllten Steuererklärung für das Jahr 2013
ein
steuerbares Gesamtvermögen in der Höhe von
Fr. 2'491'191.--
, bestehend aus Wertschriften und einem Per
s
onenwagen
(Urk. 3/1
6 S. 4
; vgl. auch die vom Beschwerdeführer
eingereichten
Konto- und Steueraus
zügen
[
Urk.
11/21
]
).
Zum anderen bestand die selbständige Tätigkeit des Be
schwer
de
führers im Jahr 2013 in einer Beratertätigkeit für drei verschiedene Auf
trag
geber, wodurch er einen Ertrag von
Fr.
32'900.--
erwirtschaftete
(
Urk.
11/22).
In der erwähnten
Steuerklärung
gab der Beschwerdeführer an, dass
kein Ge
schäfts
- oder Beteili
gungskapital in Betrieben mit kaufmännischer Buchhaltung
bestehe (Urk. 3/16 S. 4)
.
Dies ist nachvollziehbar.
Gemäss den vor
liegenden Akten hat das im Betrieb des Beschwerdeführers als selbständiger Berater per 3
1.
Dezember
2013 investierte
Eigenkapital
somit
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
Fr.
0.--
betragen. Damit entfällt aber auch ein Zinsabzug (
Art.
9
Abs.
2
lit
. f AHVG).
2.
4
Weil der 1940 geborene Beschwerdeführer im Jahr 2013 das AHV-Rentenalter 65 (
Art.
21
Abs.
1
lit
. a AHVG) bereits erre
icht hatte, ist vom vorliegend
ermittelten Einkommen von Fr. 29'240.70 der Freibetrag für AHV-Altersrentner in der Höhe von Fr. 16'800.-- (Art. 6
quarter
Abs. 2 AHVV) abzuziehen, wodurch ein Betrag von Fr. 12'440.70 resultiert.
2.5
Schliesslich sind
die
AHV/IV/EO-Beiträge
g
emäss der Formel in Randziffer 1170 der
Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen
(BSV) über die Bei
träge der
Selbständigerwerbenden
und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und
EO (
WSN
; Stand
1.
Januar 2019)
sowie unter Berücksichtigung des für ein Ein
kom
men in der Höhe von Fr. 12'400 im Jahr 2013 anwendbaren Beitragssatzes von 5.223 (vgl. die Beitrags
tabellen
Selbständigerwerbende
und Nichterwerbs
tätige AHV/IV/EO des BSV, gültig ab
1.
Januar 2013)
aufzurechnen
:
(
Fr.
12'4
41
.-- x 100)
=
Fr.
13'
126.60
(100 - 5.223)
2.6
Dieser Betrag ist
auf die nächsten 100 Franken abzurunden (
Art.
8
Abs.
1 Satz 2 AHVG).
Damit resultiert ein beitragspflichtiges Einkommen 2013 von Fr. 13'
1
00.--.
3.
Demnach ist der angefochtene
Einsprach
e
entscheid
vom 1
3.
Juli 2018 (
Urk.
2) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Es ist festzustellen, dass das
beitragspflicht
ig
Einkommen des Beschwerdeführers aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit 2013 Fr. 13'
1
00.-- betragen hat. Die Beschwerdegegnerin hat gestützt darauf die vom Beschwerdeführer zu entrichtenden AHV/IV/EO- und FAK-Bei
träge zu erheben.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
Der vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf
eine
Prozessentschädi
gung. Die Höhe der gerichtlich
festzusetzenden Entschädigung bemisst nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (
§
34
Abs.
3
des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht
,
GSVGer
)
. Zwar obsiegte der Beschwerde
führer nur teilweise. Im vorliegenden Verfahren wurde aber das beitragspflichtige
Ein
kommen von
Fr.
240'500.-- (Nachtragsverfügung der Beschwerdegegnerin vo
m 1
8.
Dezember 2015 [
Urk.
7/27/1]) auf
Fr.
13'
1
00.-- reduziert, weshalb es sich recht
fertigt, dem Beschwerdeführer eine ungekürzte Prozessentschädigung zuzu
sprechen. Die Prozessentschädigung ist auf
Fr.
3'000.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.