Decision ID: 00f0815f-4bf5-48f9-ab2b-15325694127f
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Q._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, c/o procap, Froburgstrasse 4,
Postfach, 4601 Olten,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1958 geborene Q._ meldete sich am 13. März 2006 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an. Er gab an, zuletzt als (ungelernter)
Bauarbeiter bei einer Bauunternehmung tätig gewesen zu sein. Seit dem 14. Januar
2005 sei er arbeitsunfähig (act. G9.1.1).
A.b Nach Angaben des Arbeitgebers war der Versicherte vom 1. Juni 2003 bis 31. Mai
2005 für Bauarbeiten im Tiefbau angestellt. Aus wirtschaftlichen Gründen habe der
Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis am 17. Dezember 2004 auf den 28. Februar 2005
gekündigt. Der Versicherte sei ab dem 14. Januar 2005 arbeitsunfähig gewesen
(act. G9.1.12).
A.c Dr. med. A._, Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
diagnostizierte in ihrem Arztbericht vom 13. April 2006 mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine seit Januar 2005 bestehende depressive Störung mit somatischen
Symptomen sowie chronische Kopfschmerzen. Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit seien ein St.n. Facialisparese 1979 und ein St.n. Q-Fieber und Hepatitis
Januar 2005. Der Versicherte ziehe seine Beachtung aus dem Umstand, dass er auf
dem Bau viel und gut arbeite. Im Winter 2004/2005 habe er sich schwach gefühlt, dann
seien
Q-Fieber und Hepatitis diagnostiziert worden. Seither sei er nie mehr gesund gewesen.
Da er nicht mehr arbeiten könne, fühle sich der sehr kooperative, sehr ängstliche, auf
somatisches Empfinden fixierte Versicherte wertlos. Er sei enttäuscht und verzweifelt,
wenn er durch eine Therapie nicht die frühere Leistungsfähigkeit wiedergewinne.
Besonders nach der Rehabilitation sei er depressiv gewesen. Er sei in seiner
angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter seit dem 14. Januar 2005 zu 100 %
arbeitsunfähig. Eine andere Tätigkeit sei dem Versicherten nicht zumutbar (act. G9.1.7).
A.d Die Klinik Gais, wo sich der Versicherte vom 16. Januar 2006 bis 17. Februar 2006
zur Rehabilitation aufgehalten hatte, diagnostizierte gemäss ihrem Arztbericht vom
5. Mai 2006 eine mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom und
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Symptomen einer somatoformen Schmerzstörung (schleichender Beginn Anfang 2005)
und einen chronischen Kopfschmerz vom Mischtyp (seit Jahren). Die weiteren
Diagnosen, ein Zustand nach Q-Fieber 2005 und nach idiopathischer Fazialisparese
rechts 1979 sowie die arterielle Hypertonie hätten keinen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Er sei derzeit und auch weiterhin zu 100 %
arbeitsunfähig. Unter der Annahme einer erfolgreichen integrativen psychiatrisch/
psychotherapeutischen Behandlung mit angemessener und ausreichender
antidepressiver und begleitender neuroleptischer Medikation sowie regelmässigen
stützenden Gesprächen sei mittelfristig eine Besserung des psychischen Zustandes mit
eventuellem Wiedererlangen zumindest einer Teilarbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit denkbar (act. G9.1.13).
A.e Dr. med. B._, Innere Medizin FMH, gab in seinem Arztbericht vom 11. Juli 2006
an, es bestünden die Diagnosen einer chronisch rezidivierenden Cephalaea rechts, bei
Status nach idiopathischer Facialisparese rechts 1975, sowie eines Verdachts auf ein
psychosomatisches Leiden mit angstbetonter reaktiver Depression. Ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit seien der Status nach Q-Fieber mit Begleithepatitis Februar bis
März 2005 sowie eine Hypertonie. Während der Versicherte als Bauarbeiter vollständig
arbeitsunfähig sei, könne ihm aus somatischer Sicht eine leichte, körperlich wenig
anstrengende Tätigkeit in einem reduzierten zeitlichen Rahmen, der später allenfalls
ausgeweitet werden könne, und mit verminderter Leistungsfähigkeit zugemutet werden
(act. G1.9.16). Wie den Beilagen zu entnehmen war, war der Versicherte wegen
ausgeprägten Nachtschweisses und unklarer Sensationen im Bereich der Stirn vom
5. bis 13. April 2005 auf der Abteilung Allgemeine Innere Medizin im Kantonsspital
St. Gallen hospitalisiert gewesen. Mit Austrittsbericht vom 18. April 2005 wurden ein
Verdacht auf eine Angststörung mit konsekutiver mittelgradiger depressiver Störung,
eine positive Coxiella burnetii-Serologie, chronische Kopfschmerzen vom Mischtyp
sowie ein Status nach idiopathischer Facialisparese 1979 diagnostiziert (act.
G9.1.16-10/18). Im Oktober und November 2005 war der Versicherte ferner drei Mal
wegen exacerbierender Kopfschmerzen auf der Klinik für Neurologie am Kantonsspital
St. Gallen untersucht worden (act. G9.1.16-8/18 bis 16-18/18). Im Bericht vom
19. Oktober 2005 hatte die Klinik für Neurologie bekannt gegeben, in der
Gesamtsituation mit einer bekannten Angststörung und der depressiven Episode trete
die Kopfschmerzsymptomatik in den Hintergrund bzw. es dränge sich der Gedanke an
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eine Somatisierungsstörung auf. Bestärkt werde diese Annahme durch die
narzisstische Persönlichkeit, die den Arbeitsprozess nur ganz – wie früher – oder gar
nicht bewältigen könne und wolle. Je länger ein chronifiziertes Schmerzsyndrom oder
ein depressives Syndrom bestehe, umso schwieriger werde eine kurative Therapie, so
dass eine stationäre Rehabilitation vorzuschlagen sei.
A.f Der Regionale Ärztliche Dienst der Invalidenversicherung (RAD) hielt am
21. Oktober 2006 fest, es sei soweit nachvollziehbar, dass der Versicherte wegen des
psychischen Leidens allseits als voll arbeitsunfähig beurteilt werde, während die Frage
der Therapie aber offen sei. Insbesondere zur weiteren Abklärung der Arbeitsfähigkeit
und der Ausschöpfung des zumutbaren therapeutischen Potentials und ihren
Wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei eine ergänzende Anfrage an die Klinik Gais zu
tätigen. Am 9. Januar 2007 befürwortete der RAD schliesslich eine
polydisziplinäreBegutachtung (act. G9.1.24). Nach einer Untersuchung am 20. Juni
2007 erstattete das beauftragte Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) am 27. August
2007 sein Gutachten. Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine
leichte depressive Episode sowie chronische Kopfschmerzen unklarer Aetiologie
angegeben. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine
Schmerzverarbeitungsstörung, eine residuelle deutliche periphere Facialisparese
rechts, eine arterielle Hypertonie und eine anamnestisch positive Coxiella burnetii-
Serologie. Aus neurologischer Sicht könnten dem Versicherten aufgrund der
chronischen Kopfschmerzen körperlich schwere und mindestens anhaltend
mittelschwere Tätigkeiten und damit auch die angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter
seit dem 14. Januar 2005 bleibend nicht mehr zugemutet werden. Ebenso sollten
Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten wegen der Gangunsicherheit mit Schwindelgefühl
vermieden werden. Körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten in
abwechslungsreicher Stellung sowie administrative Arbeiten seien dem Versicherten
jedoch aus neurologischer Sicht ganztags zumutbar, wobei die Leistungsfähigkeit
aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs um 20 % eingeschränkt sei. Aus
psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %; es
könne dem Versicherten zugemutet werden, eine seinen körperlichen Einschränkungen
angepasste Tätigkeit zu 80 % auszuüben. Aufgrund der Schmerzverarbeitungsstörung
bestehe eine ausgeprägte Selbstlimitierung und Dekonditionierung. Die
Kontaktfähigkeit innerhalb der Familie sei aber gut und wäre bei einer mittelgradigen
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Depression mehr eingeschränkt. Ferner seien dem Versicherten trotz subjektiv starker
Beschwerden Flugreisen möglich. Es sei davon auszugehen, dass sich die Depression
unter der psychiatrischen Behandlung und der antidepressiven Medikation etwas
gebessert habe. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
könne nicht bestätigt werden. Hierfür fordere die ICD-10 das Vorliegen von schweren
psychosozialen oder deutlichen emotionalen Belastungssituationen, was beim
Versicherten nicht der Fall sei. Die depressiven Symptome seien nicht von genügender
Ausprägung, Intensität und Dauer, um zusätzlich eine depressive Störung zu
diagnostizieren. Eine mittelgradige oder gar schwere depressive Störung liege nicht
vor. Der Versicherte sei nicht suizidal. Es bestünden keine Konzentrationsstörungen.
Serumspiegelmessungen hätten zudem gezeigt, dass der Versicherte die angegebenen
Psychopharmaka nicht oder kaum einnehme, was die Einschätzung stütze, dass er
sich selber nicht für relevant depressiv halte. Aufgrund offensichtlicher Fehlangaben
seien seine Aussagen in Zweifel zu ziehen. Als medizinische Massnahme wurde
vorgeschlagen, die Gesprächstherapie bei Dr. A._ sowie die antidepressive Therapie
(angepasst) fortzusetzen. Berufliche Massnahmen könnten wegen mangelnder
Motivation des Versicherten nicht empfohlen werden (act. G9.1.34).
A.g Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2007 stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St Gallen dem Versicherten eine Abweisung des
Leistungsbegehrens in Aussicht, da der Invaliditätsgrad 36 % betrage (act. G9.1.43 f.).
Dagegen wandte der Versicherte am 14. November 2007 ein, er könne nicht arbeiten
(act. G9.1.45). Am 12. Dezember 2007 verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
die Abweisung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (act. G9.1.46).
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von der procap für den Betroffenen am 28.
Januar 2008 erhobene vorsorgliche Beschwerde, mit welcher beantragt wird, die
angefochtene Verfügung aufzuheben und den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
nochmals zu prüfen. Vor dem Gutachten sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in
angestammter und adaptierter Tätigkeit ausgewiesen gewesen, so dass dem
Beschwerdeführer ab Januar 2006 bis zur Neubeurteilung eine ganze Rente zustehe.
Für die Zeit danach sei mindestens ein Abzug von 20 % vom Tabellenlohn
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zuzugestehen. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung für die
Gerichtskosten zu bewilligen und er sei von der Pflicht zur Leistung eines
Kostenvorschusses zu befreien. In der Beschwerdeergänzung vom 3. April 2008
beantragt Advokat lic. iur. Martin Boltshauser, procap, als Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem
Beschwerdeführer eine Invalidenrente zuzusprechen. Es sei nicht hinreichend geklärt,
ob eine mittelgradige oder nur eine leichte Depression vorliege. Dem ABI-Gutachten
stünden alle anderen ärztlichen Berichte entgegen, die von einer mittelgradigen
Depression und einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ausgingen. Vor der
Auftragserteilung habe auch der RAD das bestätigt. Aus dem ABI-Gutachten sei nicht
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer aufgrund der psychiatrischen Behandlung eine
Besserung des Gesundheitszustandes erfahren habe. Das werde auch von der
behandelnden Psychiaterin nicht bestätigt. Auf die Beurteilung des ABI könne daher
nicht ohne weiteres abgestellt werden. Bezüglich einer allfälligen Besserung wäre eine
Rückfrage bei den behandelnden Ärzten angezeigt. Obwohl die Gutachter den
Gesundheitszustand erst ab dem Begutachtungszeitpunkt hätten einschätzen können,
lehne die Beschwerdegegnerin eine Rente ab. Weil die Gutachter von einer
gesundheitlichen Verbesserung durch die Therapie ausgehen würden und der
Beschwerdeführer seit 14. Januar 2005 unbestrittenermassen 100 % arbeitsunfähig
sei, hätte er bei Abstellen auf das Gutachten ab Januar 2006 bis mindestens drei
Monate nach dem Begutachtungszeitpunkt Anspruch auf eine Invalidenrente. Die
Angelegenheit sei zu zusätzlichen medizinischen Abklärungen zurückzuweisen.
C.
Der RAD nahm am 18. April 2008 zur Beschwerdebegründung Stellung, indem er als
eindeutig bezeichnete, dass bei der Begutachtung eine leichte depressive Episode
vorgelegen habe. Das gehe aus dem Psychostatus hervor und sei auch
verschiedentlich nachvollziehbar begründet worden. Zum zeitlichen Verlauf sei
indessen eine Rückfrage an das ABI zu richten. Mit Antwortschreiben vom 23. April
2008 führte das ABI aus, die gestellte Diagnose sei im Gutachten genau begründet
worden und es habe diesbezüglich auch eine Auseinandersetzung mit den früheren
ärztlichen Einschätzungen stattgefunden. Aufgrund der Akten sei davon auszugehen,
dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht im Januar 2006
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eingetreten sei. Damals habe gemäss dem beschriebenen Psychostatus
wahrscheinlich (und höchstens) eine mittelgradige depressive Störung vorgelegen. Eine
vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit lasse sich dadurch nicht nachweisen. Die
depressive Störung habe sich dann offensichtlich aufgrund des natürlichen Verlaufs
und wahrscheinlich aufgrund der Behandlung bis zur Untersuchung vom Juni 2007
progredient gebessert. Deshalb sei über die Zeit von Januar 2006 bis Juni 2007
gemittelt eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in adaptierten Verweistätigkeiten zu
bestätigen. Ab Juni 2007 sei die Erhöhung auf 80 % Arbeitsfähigkeit eingetreten. Der
RAD erachtete diese Angaben für gut nachvollziehbar. Sie deckten sich auch mit den
allgemeinen Erfahrungen mit versicherten Personen mit derartigen
Gesundheitsschäden und seien zudem höchstrichterlich bestätigt worden.
D.
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Mai 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Der Meinung der neutralen ABI-Experten sei ein grösserer
Stellenwert beizumessen als derjenigen der behandelnden Ärzte. Letztere hätten
offenbar nicht überprüft, ob der Beschwerdeführer die verordneten Psychopharmaka
tatsächlich einnehme, und hätten sich bei ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung von dessen
diesbezüglichen Falschangaben leiten lassen. Die psychiatrische Diagnose stütze sich
auf die subjektiven (und kaum überprüfbaren) Angaben des Beschwerdeführers.
Serumspiegelmessungen dagegen seien objektiv. Drei der getesteten Wirkstoffe seien
überhaupt nicht nachweisbar gewesen. Es stehe fest, dass der Beschwerdeführer bei
der Begutachtung nur unter dem Einfluss von Cymbalta gestanden und nur einen
leichten depressiven Eindruck gemacht habe. Seine Angaben zum Befinden und den
Schmerzen seien, da er Falschangaben zur Medikamenteneinnahme gemacht habe,
mit Vorsicht zu geniessen. Der sogenannte Leidensabzug werde bereits vollständig mit
der Berücksichtigung der um 20 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit abgegolten.
Der Invaliditätsgrad betrage 27 % (act. G9). - Das Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung ist am 22. September 2008 zurückgezogen worden.
E.
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Mit Replik vom 12. November 2008 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
unter Hinweis auf eine beigelegte Stellungnahme von Dr. A._ vom 16. Oktober 2008
vor, im ABI-Gutachten herrsche aufgrund einer ungenauen Abklärung bezüglich der
verordneten Medikamente und der allenfalls nachgewiesenen oder nicht
nachgewiesenen Substanzen ein Durcheinander. Der Beschwerdeführer habe (nebst
Cymbalta) Dalmador, Demetrin und Paspertin (die letzten beiden vom ABI nicht geprüft)
gekannt. Ein restriktiver Gebrauch sei von ihm erwartet worden. Dass Dalmador nicht
nachgewiesen worden sei, sei ein Zeichen der guten Kooperation. Zyprexa hingegen
sei gar nicht verordnet gewesen. Weshalb Fluoxetin habe nachgewiesen werden
wollen, das in der Zusammenstellung gar nicht figuriere, sei unverständlich. Das ABI
habe es zu Unrecht unterlassen, mit der behandelnden Ärztin Rücksprache zu nehmen.
Der Vorwurf, der Beschwerdeführer habe falsche Angaben zur Medikamenteneinnahme
gemacht, sei nicht haltbar. Die seit längerer Zeit behandelnde Ärztin nehme ausführlich
Stellung zur Diagnose einer mittelschweren oder schweren Depression. In ihrem
Schreiben zeige sie, dass sie keineswegs nur auf die subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers abstelle, sondern eine differenzierte Beurteilung abgeben könne.
Dass der Meinung der neutralen ABI-Experten ein grösserer Stellenwert beizumessen
sei, treffe hier nicht zu. Zu bedenken sei, dass die psychiatrische Exploration einer
Momentaufnahme entspreche. Der infolge des Durcheinanders mit der
Medikamenteneinnahme gezogene falsche Schluss habe wohl auch die
Diagnosestellung beeinflusst. Des Weiteren habe Dr. A._ die Flugreisen des
Beschwerdeführers ausdrücklich befürwortet und ihn dazu ermutigt (act. G15).
F.
In ihrer Duplik vom 17. November 2008 weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass
Dr. A._ die letzte Einnahme von Zyprexa auf den 5. Juni 2007 datiere, während der
Beschwerdeführer beim ABI angegeben habe, dieses Medikament vor fünf Tagen (also
am 15. Juni 2007) abgesetzt zu haben. Die Reihe widersprüchlicher Angaben reisse
also nicht ab. Dass man wenige Tage nach dem Absetzen Olanzapin (den betreffenden
Wirkstoff) habe messen wollen, erscheine legitim. Die Medikamentenpläne zu prüfen,
sei nicht möglich, da sie nicht vorgelegt worden seien. Fest stehe, dass der
Beschwerdeführer zum Begutachtungszeitpunkt nur das Medikament Cymbalta
eingenommen habe und trotzdem nur einen leicht depressiven Eindruck gemacht habe.
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Hätte er zusätzlich das von Dr. A._ verschriebene Medikament Dogmatil
eingenommen, wäre sein Zustand noch besser gewesen (act. G17).

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 12. Dezember 2007 entwickelt hat, sind die auf den
1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Streitgegenstand bildet vorliegend zunächst die Rentenfrage. Die
Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung entsprechende Leistungen
abgelehnt, der Beschwerdeführer lässt im Gerichtsverfahren (wie schon in der IV-
Anmeldung) einzig eine Rente beantragen. Ergäbe sich allerdings, dass ohne
Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage steht, so gehörte zum
Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu
Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der
erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll,
sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
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arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH).
3.2 Die Beschwerdegegnerin stützt den angefochtenen Entscheid in erster Linie auf
das ABI-Gutachten vom 27. August 2007, worin eine leichte depressive Episode und
chronische Kopfschmerzen diagnostiziert worden sind. Schwere und anhaltend
mittelschwere Tätigkeiten und Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sind für
unzumutbar erklärt worden. Eine Arbeit in einer adaptierten Tätigkeit ist noch zu 80 %
als zumutbar erachtet worden.
3.3 In den Akten liegen daneben ferner etwa die Berichte der beiden Kliniken am
Kantonsspital St. Gallen, wo je der Verdacht auf eine Angststörung mit konsekutiver
mittelgradiger depressiver Störung geäussert, aber keine Arbeitsfähigkeitsschätzung
abgegeben worden ist. Die Klinik Gais hat als Diagnose (nebst dem Kopfschmerz, im
Wesentlichen) eine mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom mit
Symptomen einer somatoformen Schmerzstörung bezeichnet. Bei Eintritt sei die
psychosomatische Symptomatik ausgeprägt, bei Austritt sei der Beschwerdeführer in
leicht gebessertem und stabilerem psychischem Zustand gewesen. Die Klinik für
psychosomatische Rehabilitation hat ihm nach einer stationären Behandlungsdauer
von einem Monat eine Arbeitsunfähigkeit bei Austritt von weiterhin 100 % bei
skeptischer Prognose attestiert. Bei einer erfolgreichen psychiatrischen Behandlung
stehe aber mittelfristig eine Besserung mit eventuellem Wiedererlangen mindestens
einer Teilarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit in Aussicht. Dr. B._ hat am 11. Juli
2006 erklärt, obwohl der Beschwerdeführer somatisch wieder völlig gesund geworden
sei, habe er durch die infolge der Erkrankung aufgetretene Verunsicherung und die
Insuffizienzgefühle mit Angst trotz Arbeitsversuchen auf tiefem Belastungsniveau und
eines Rehabilitationsaufenthalts die Arbeitsfähigkeit oder auch nur Teilarbeitsfähigkeit
nicht wieder erlangen können. Die Ursache liege in einer erheblichen Angststörung und
einer reaktiven Depression. Die behandelnde Psychiaterin Dr. A._ hat den
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Beschwerdeführer gemäss ihrem Arztbericht vom 13. April 2006 wegen einer
depressiven Störung mit somatischen Symptomen und chronischen Kopfschmerzen
ebenfalls für gänzlich arbeitsunfähig gehalten.
3.4 In seinem ergänzenden Schreiben vom 23. April 2008 hat das ABI dargelegt, die
depressive Störung des Beschwerdeführers habe sich im Zeitablauf offensichtlich
progredient gebessert. Zunächst habe gemäss dem von der Klinik Gais beschriebenen
Psychostatus wahrscheinlich (und höchstens) eine mittelgradige depressive Störung
vorgelegen und es sei für die Zeit vor der Begutachtung gemittelt von einer
Arbeitsfähigkeit von 50 % in adaptierten Verweistätigkeiten auszugehen.
3.5 In ihrer Stellungnahme vom 16. Oktober 2008 hält Dr. A._ dafür, der
Beschwerdeführer schwanke zwischen den Zuständen einer mittelschweren und einer
schweren depressiven Störung, im zweiten Fall gelegentlich mit psychotischen
Symptomen. Sie stellt sich auf den Standpunkt, auch bei der Begutachtung habe
(noch) eine mittelschwere Depression vorgelegen. Die Frage, ob sich eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes im Zeitablauf ergeben habe, wird demnach
von den Fachpersonen unterschiedlich beurteilt. Doch selbst unter der Annahme einer
Verbesserung differieren die übrigen ärztlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit
erheblich mit dem Ergebnis der Begutachtung.
3.6 Dr. A._ hält dafür, von den psychotischen Symptomen spreche der
Beschwerdeführer aus Scham und mangelndem Vertrauen nur selten und nur zu
Menschen, die er gut kenne. Dass er zu der seit längerem behandelnden Ärztin offener
gesprochen haben könnte als zu den Gutachtern, ist nicht auszuschliessen. Dr. A._
stellt sich ausserdem auf den Standpunkt, die vielfältigen, vom ABI erwähnten
Symptome reichten vollauf zur Diagnose einer mittelschweren Depression (sc. wohl:
mit höherer Arbeitsunfähigkeit). Das ABI hat tatsächlich etliche psychiatrischen
Symptome aufgenommen, allerdings bei der Erhebung der Anamnese und der
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers. Massgebend erscheint indessen, was es
- enger - als psychopathologischen Befund festgehalten hat: Der Beschwerdeführer
habe rasch etwas angespannt gewirkt, teilweise auch resigniert und enttäuscht. Die
Stimmung sei depressiv gewesen, Mimik und Gestik herabgesetzt. Die affektive
Modulationsfähigkeit sei leicht eingeschränkt gewesen. Die Aufmerksamkeit, die
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Auffassung und das Gedächtnis seien aber nicht beeinträchtigt gewesen. Wahnhafte
Störungen, Sinnestäuschungen, Halluzinationen und Ich-Störungen seien nicht
vorhanden gewesen. Bei der Beurteilung wurde dargelegt, es bestünden
Schlafschwierigkeiten und eine Antriebsstörung. Der Beschwerdeführer ziehe sich in
der Familie zurück und habe kaum mehr Kontakte zu seinen früheren Kollegen. Der
soziale Rückzug sei auch durch die Reaktion der Kollegen bedingt. Die
Kontaktfähigkeit innerhalb der Familie sei gut und wäre bei einer mittelgradigen
Depression mehr eingeschränkt. Das ABI schliesst, die depressiven Symptome seien
nicht von genügender Ausprägung, Intensität und Dauer, um zusätzlich eine depressive
Störung zu diagnostizieren. Dr. A._ hält bezüglich der Kontaktfähigkeit dagegen, der
Beschwerdeführer sei vom Kontakt zur Familie rasch überfordert und ziehe sich auch
dort zurück. Das sei auch in der Heimat nicht anders gewesen, da er sich schäme, als
schwacher, kranker Mann gesehen zu werden. Diese Darstellung der behandelnden
Ärztin erscheint zumindest ebenfalls denkbar.
3.7 Zur Begründung der Diagnose einer lediglich leichten depressiven Episode und der
entsprechenden Arbeitsfähigkeitsschätzung mit 80 % erwähnt das ABI-Gutachten
weiter etwa, dass dem Beschwerdeführer trotz subjektiv starker Beschwerden
Flugreisen möglich seien. Diesbezüglich erklärt Dr. A._, der Hausarzt und sie hätten
dem Beschwerdeführer "eine Kur" zuhause anempfohlen und diese Flugreise sei (unter
Zusatzmedikation) in erster Linie auf ihr Drängen hin zustande gekommen. Auch zu der
Flugreise, die er wegen des Todes seiner Mutter unternommen habe, habe er viel
Ermutigung gebraucht. Aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer Flugreisen
gemacht hat, lässt sich unter diesen Umständen entgegen der Annahme des ABI nichts
für einen positiven psychischen Zustand ableiten.
3.8 Des Weiteren nahm das ABI aufgrund der Serumspiegelmessungen an, dass der
Beschwerdeführer die angegebenen Psychopharmaka nicht oder kaum einnehme, und
erachtete dies als Hinweis darauf, dass er sich selber nicht für relevant depressiv halte.
Getestet hat es Fluoxetin/Norfluoxetin, dessen Spiegel massiv unterhalb des
therapeutischen Referenzbereichs lag. Zwei Tabletten waren gemäss der Wiedergabe
des ABI aus dem Medikamentenverordnungsblatt, welches bei der psychiatrischen
Untersuchung vorgelegt worden war, einzunehmen. Bei den anlässlich der
internistischen/allgemeinmedizinischen und der neurologischen Abklärung des ABI
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aufgenommenen Aufzählungen figurierte das Medikament nicht. Dr. A._ gab an, der
Beschwerdeführer habe es am 14. Mai 2007 zuletzt eingenommen, und es sei nicht
mehr verordnet gewesen. Das könnte eventuell erklären, weshalb offenbar bei der
Abklärung am 20. Juni 2007 nur, aber immerhin noch Spuren davon gefunden wurden.
Des Weiteren wurde im ABI der Olanzapin-Spiegel bestimmt und das Mittel nicht
gefunden. Bei der internistisch/allgemeinmedizinisch erhobenen Liste wurde Zyprexa
als verordnet bezeichnet. Bei der psychiatrischen und der neurologischen
Untersuchung hatte der Beschwerdeführer angegeben, dieses Medikament vor fünf
bzw. vor wenigen Tagen abgesetzt zu haben. Dr. A._ gab an, er habe es am 5. Juni
2007 zuletzt eingenommen, und auch dieses Mittel sei nicht mehr verordnet gewesen.
Es könnte somit aus dem Testergebnis höchstens abzuleiten sein, der
Beschwerdeführer habe dieses Medikament allenfalls früher trotz Verordnung nicht
eingenommen. Das lässt sich aber bei der vorhandenen Aktenlage nicht beurteilen.
Geprüft und nicht gefunden wurde ferner Flurazepam, der Wirkstoff von Dalmadorm.
Dalmadorm war gemäss allen vom ABI wiedergegebenen Auflistungen verordnet.
Dr. A._ erklärte, das Schlafmittel ab 5. Juni 2007 nur (noch?) in Reserve abgegeben
zu haben. Hier gilt demnach das zu Zyprexa Dargelegte. Gemessen und nicht
nachgewiesen wurde ferner die Sulpirid-Konzentration. Für Dogmatil gab es gemäss
der psychiatrischen und der neurologischen Erhebung und gemäss Dr. A._ eine
Verordnung, hingegen war das Medikament gemäss der internistischen/
allgemeinmedizinischen Liste nur in Reserve einzunehmen. Ob die Nichteinnahme
vorwerfbar sei, erscheint angesichts dieses letzteren Umstands wiederum zweifelhaft.
3.9 In Anbetracht der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der
Sprachschwierigkeiten des Beschwerdeführers sowie der insgesamt grossen Anzahl
wechselnder Medikamente kann es in der Frage der Medikamenteneinnahme beim
Beschwerdeführer durchaus zu Schwierigkeiten und Missverständnissen gekommen
sein. Abgesehen davon, dass Schlüsse aus Serumspiegelmessungen ohnehin nur mit
besonderer Vorsicht getroffen werden können, da der Blutspiegel aus individuellen
Gründen um einen Faktor 20 variieren kann (vgl. J. John Mann, Drug Therapy, The
Medical Management of Depression, in New England Journal of Medicine, October 27,
2005, 1829), muss aber beanstandend festgestellt werden, dass die drei Gutachter des
ABI von verschiedenen Annahmen zur Medikamentenverordnung ausgegangen sind,
ohne Rücksprache untereinander oder mit der behandelnden Psychiaterin zu nehmen.
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Diese berichtet, sie habe ab 5. Juni 2007 eine (vierte, nochmals mehr oder weniger)
abweichende Variante der Verordnung abgegeben. Nach der Aktenlage rechtfertigt es
sich jedenfalls nicht, dem Beschwerdeführer vorzuwerfen, er habe (vorsätzlich)
Fehlangaben gemacht.
3.10 Stützt das ABI seine Beurteilung unter den dargelegten Umständen mit der
angenommenen Fähigkeit des Beschwerdeführers zu Flugreisen und mit der Annahme,
er halte sich, da er einen Teil der verordneten Medikamente nicht einnehme, selber
nicht für relevant depressiv, und wird bei der Begutachtung dafürgehalten, aufgrund
offensichtlicher Fehlangaben seien die Aussagen des Beschwerdeführers in Zweifel zu
ziehen, so erscheint die Beweiskraft des Gutachtens als geschwächt. Es vermag nicht
ohne Weiteres gegen die übrigen medizinischen Einschätzungen, insbesondere die
ausreichend distanziert erscheinende Beurteilung der behandelnden Psychiaterin,
durchzudringen. Insgesamt hat das Gericht erhebliche Zweifel daran, ob das ABI die
gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers hinreichend abgeklärt hat. Vor allem
wurde trotz Anlasses keine Rücksprache mit der behandelnden Psychiaterin gepflogen.
Damit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers genügend zuverlässig beurteilt
werden kann, ist eine ergänzende psychiatrische Abklärung im Sinne eines
Obergutachtens erforderlich.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2007 teilweise zu schützen. Die Sache ist
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). In Anbetracht des unterdurchschnittlichen
Aufwandes erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- als angemessen. Bei einer
Rückweisung zur Abklärung ist praxisgemäss für die Kostenfolgen von einem vollen
Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen (vgl. zur Parteientschädigung ZAK 1987
S. 266 E. 5a). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von
bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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St.Galler Gerichte
Fr. 400.-- zu bezahlen. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
4.3 Der Beschwerdeführer hat als obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch
auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG). Vorliegend erscheint eine (volle) Parteientschädigung von
Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG