Decision ID: 26fa255b-ac7a-4393-b931-660ab2669cd4
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1983, leidet an einer Muskeldystrophie (
Erstma
nifestation
im zwölften Lebensjahr, progredienter Verlauf, Urk. 11/145
/3
, Urk. 11/170
/3
). Sie bezieht wegen dieses Leidens
verschiedene
Hilfsmittel sowie eine
Hilflosenentschädigung
leichten
Grades (seit Januar 2010)
respektive eine
Hilflosenentschädigung
mittleren
Grades (
seit April 2010;
Urk. 11/81, Urk. 11/83). Mit Vorbescheid vom 11. Mai 2015 (Urk. 11/194) stellte ihr die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ausserdem die Ausrichtung einer halben Rente mit Wirkung ab November 2014 in Aussicht.
Die Versicherte ist s
eit Mai 2014 bei der
Y._
GmbH
in
einem
60
%
-Pensum erwerbstätig
(Urk. 11/155, Urk.
11/148
).
1.2
Am
11. Oktober 2012 (Urk. 11/101)
erteilte
die IV-Stelle
Kostengutsprache
in der Höhe
von Fr. 13‘737.60 für im Februar
desselben Jahres
durchgeführte invaliditätsbedingte Änderungen am
damaligen
Motorfahrzeug
der Beschwer
deführerin, einem
VW Caddy
Maxy
(Urk. 11/90:
Einbau eines
Ladeboys
sowie
einer
elektrische
n
Heckklappe
).
1.3
Am 14
. März 2014
teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie aufgrund der Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
den VW Caddy
Maxy
nicht mehr selbständig bedienen könne, weitere Anpassungen an diesem Fahr
zeug nicht möglich seien,
sie desh
alb das Fahrzeug ersetzen müsse und
um
Kostengutspra
che
für invaliditätsbedingte Änderungen am
neuen Motorfahrzeug
, einem
Mer
cedes-
Benz
Viano
,
sowie für
Fahrstunden
ersuche
(Urk. 10/110-111).
Nach getätigten Abklärungen und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
über
nahm
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 24. März 2015 (Urk. 2)
Kosten für
inva
liditätsbedingte
Änderungen am Mercedes-Benz
Viano
(inklusive
Getriebeauto
mat
) im Umfang von
Fr. 26‘655.90
s
owie die
K
osten
für die Umschulung
auf die Handbedien
ung in der Höhe von Fr. 600.--
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 7. Mai 2015 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte
, es sei ihr für die Änderungen am Fahrzeug
Fr. 35‘051.10, eventualiter
einen
Fr. 2
6‘655.90 übersteigenden Betrag, zuzusprechen
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2015 (Urk. 10 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 11/1-195) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 16. Juni 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Gemäss
Art.
21 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwe
cke der funktionellen Angewöhnung bedarf (Abs. 1). Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, haben im Rah
men einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Abs. 2).
Die Versicherung gibt die Hilfsmittel zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung ab
(Abs. 3).
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 IVG hat der Bundesrat in
Art.
14
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
an das Eidgenössische Departement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise auf
geführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut
Art.
2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (
Abs.
1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sin
d (Abs. 2; BGE 122 V 212 E. 2a).
1.2
Gemäss
Ziff.
10.05 (ohne *) des Anhangs zur HVI besteht ein Anspruch bei
invali
ditätsbedingten
Abänderungen von Motorfahrzeugen.
Gemäss
Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversi
cherung (KHMI)
werden
Abänderungskosten an Neuwagen höchstens alle zehn Jahre oder alle 200‘000 Kilometer, an Occasionsfahrzeugen höchstens alle sechs Jahre einmal übe
rnommen
. Erfolgt der Fahr
zeugwechsel vor Ablauf dieser Frist, so hat jeweils auf dem ursprünglichen Rechnungsbetrag ein pro
rata
-Abzug zu erfolgen
(
Rz
. 209
6
des KHMI, Stand 1. Januar 2015).
Die Regelung in
Rz
. 209
6
KHMI dient dem Schutz der Versicherung vor unge
rechtfertigter Inanspruchnahme. Versicherte, deren Fahrzeug invaliditätsbedingt und damit auf Kosten der Versicherung abgeändert werden muss, sollen wäh
rend jedenfalls sechs
bzw. zehn
Jahren das einmal abgeänderte Fahrzeug benut
zen. Es soll nicht (vollumfänglich) Sache der Versicherung sein, die gleiche Anpassung erneut zu finanzieren, wenn Versicherte vor Ablauf der üblichen Verwendungsdauer das Fahrzeug wechseln
(vgl. Urteil des
Sozialversicherungs
gericht
IV.2008.00597 vom 18. Mai 2010, E. 2.5 sowie Entscheid des Kantons
gerichts Basel-Landschaft vom 30. Januar 2014 720 13 309, E. 4.2)
.
1.3
Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die
Durchfüh
rungsorgane
, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen).
2
.
2
.1
Die
von der Beschwerdegegnerin erteilte
Kostengutsprache von insgesamt Fr. 26‘655.90 (
nebst der Kostengutsprache für die Fahrstunden im Umfang von Fr. 600.--
)
stellt sich wie folgt zusammen:
Die Umbaukosten
(
Kassetten
lift
, 6-Weg-Sitzverstellung, Funkfernbedienung, Stossbremse, Fuss
fest
stellbremse, Batterie versetzen, Alubleche zwischen
Sitz
schienen
)
belaufen sich gemäss Rechnung vom 10. Juni 2014 auf Fr. 30‘813.
50
(Urk. 11/174/5 f.). Dazu kommen gemäss Kaufvertrag des Autos die Kosten für die elektrische
n
Schiebetüren von Fr. 1‘745.30 und die Kosten für den elektrisch
verstellbaren Fahrersitz von Fr. 1‘192.30 (vgl. Urk. 11/113).
Gestützt auf die
fachtechnischen
Beurteilungen
der
Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft
Hilfs
mittelberatung
für Behinderte und Betagte (SAHB)
(vgl. Urk. 11/
131
und Urk. 11
/174
)
brachte die Beschwerde
gegnerin
von
diesen Kosten
Fr. 8‘395.20
als pro
rata
-
Anteil des früheren Umbaus zum Abzug
(d
amalige Kostengutsprache von Fr. 13‘737.60
÷
vorgesehene Betriebsdauer von
72
×
verbleibende
Betriebs
dauer
von
44
Monaten
, vgl. Urk. 11/90/3, Urk. 11/101, Urk. 11/174/5 f.
) und
beschränkte
die Kostengutsprache
für die invaliditätsbedingten Änderungen
somit
auf Fr. 25‘355.90
(Fr. 33‘751.10 – Fr. 8‘395.20)
.
A
usserdem
übernahm sie K
osten
im Umfang von Fr. 1‘300.--
für den Automatikantrieb
.
2
.2
Die Beschwerdeführerin
machte beschwerdeweise geltend
, die im KHMI festgehal
tene Regel bezüglich
des pro
rata
-Abzuges
sei nicht sachgerecht, wenn – wie im vorliegenden Fall
–
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
den Grund für
den vorzeitigen Fahrzeugwechsel bilde
.
I
nvaliditätsbedingte Änderungen seien nach IVG und HVI ohne Einschränkungen bezüglich der Gebrauchsdauer durch di
e Beschwerdegegnerin zu tragen
(
Urk.
1 S. 4 ff.).
S
elbst wenn die in der KHMI festgehaltene Regel
jedoch
anwendbar wäre
, so die Beschwerdeführerin weiter
, sei der Kostenbeitrag zu erhöhen, da für
die Berech
nung des
pro
rata
-
Abzug
es
auf den Antragszeitpunkt für den Umbau des VW
Caddy
Maxy
im März 2011 abzustellen sei (Urk. 1 S. 6 ff.). Ausserdem seien die Kosten der Spezialanfertigung des
Ladeboys
bei der Berechnung des pro
rata
-Abzuges
nicht zu berücksichtigen, da dieser
Ladeboy
ins IV-D
epot zurückge
bracht worden sei
und
unterdessen
von
einer anderen versichert
en Person
benutzt werde
(Urk. 1 S. 10 f.
, Urk.
7
).
2.3
Nicht strittig sind
vorliegend
die Kosten von Fr. 1‘300.-- für ein Automatikge
triebe sowie die
Umschulungskosten
im Betrag von
Fr.
600.--
.
Strittig und zu prüfen ist hingegen der Anspruch auf
Übernahme
der
– ungekürz
ten -
Kosten für die behinderungsbedingten Änderungen an dem
Motorfahrzeug Mercedes-
Benz
Viano
im Umfang von Fr. 33‘
751.10
(
vgl. E. 2.1
).
3.
3.1
3.1
.1
Im Rahmen der erstmaligen Kostengutsprache für
die Änderungen
am
Motorfahr
zeug
VW
Caddy
Maxy
wurde in der fachtechnischen Beurteilung der
SAHB
vom 29. August 2012 (Urk. 11/97) dafürgehalten,
die Beschwerdeführerin könne
ohne Hilfe von Drittpersonen
den Rollstuhl mit Hilfe des
Ladeboys
in das Motorfahrzeug verladen
,
in das Fahrzeug steigen
und
ihr Motorfahrzeug lenken
.
Der Kostenvoranschlag werde für einfach und zweckmässig im Sinne des Geset
zes erachtet.
3.1
.2
Aus den Akten ergibt sich ausserdem, dass die behandelnde Ärztin der Beschwer
deführerin, Dr. med.
Z._
, FMH für Allgemeinmedizin, mit Bericht vom 23. April 2012 (Urk. 11/1) zuhanden der IV-Stelle bestätigte, dass die Beschwerdeführerin
aktuell und auch in den kommenden Jahren
in der Lage sei, das Fahrzeug
mit Hilfe des
Ladeboy
s
und der
elektrische
n
Heckklappe zu bedienen.
3.2
3.2
.1
Mit Gesuch vom 16. März 2014 (Urk. 11/111) teilte die Beschwerdeführerin mit, aufgrund einer gesundheitlichen Verschlechterung in den letzten zwei Jahren könne sie ihr
Motorf
ahrzeug und die eingebaute Verladungshilfe für den Roll
stuhl nicht mehr
selbständig
bedienen. Eine weitere Anpassung des
Motorfahr
zeuges
VW Caddy
Maxy
sei nicht möglich. Nach Absprache mit dem Strassen
verkehrsamt habe sie sich für
ein Motorfahrzeug der Marke
Mercedes
-Benz
Viano
entschieden.
3.2
.2
Aus der beigelegten Verfügung des Strassenverkehrsamtes des Kantons Zürich vom 11. März 2014 (Urk. 11/115) ergibt sich, dass
das Strassenverkehrsamt
diverse technische Anpassungen verfügt
e
(Grossraum-Limousine,
Getriebeauto
mat
, Servolenkung,
seitliche
Hebebühne für den Rollstuhl, Einbau eines elektri
schen Schwenksitzes
, zusätzliche Handstossbremse).
3.2
.3
Die SAHB hielt nach durchgeführten Abklärungen
am
14. Mai 2014 (Urk. 11/131)
fest
, die Beschwerdeführerin könne mittlerweile nicht mehr stehen und sei voll
ständig
auf den Rollstuhl angewiesen. Die Kraft in den Beinen
sei noch ausreichend
, um das Gaspedal normal zu betätigen, jedoch nicht mehr
,
um zu bremsen. Das Transferieren ins Auto könne die Beschwerdeführerin ohne technische Unterstützung nicht mehr bewerkstelligen
.
Das bis anhin verwendete Motorfahrzeug könne die Beschwerdeführerin nicht mehr selbständig benutzen und es lasse sich nicht weiter anpassen. Die Beschwerdeführerin habe ein neues Motorfahrzeug gekauft, das als geeignet erachtet
werde
und zurzeit angepasst werde.
Die SAHB empfahl die
grundsätzliche
Übernahme
der
Änderungskosten
des neuen Motorfahrzeuges
im Umfang von Fr.
33‘751.10, jedoch unter Abzug eines Pro
rata
-Abzuges von Fr. 8‘395.20
(vgl. E. 2.1).
4.
4.1
Nicht zu beanstanden ist, dass die Parteien davon ausgingen, die
behinderungsbe
dingten
Änderungen an dem
neuen
Motorfahrzeug Mercedes-
Benz
Viano
im Umfang von Fr. 33‘
751.10
erfüllten grundsätzlich die im Rah
men der Hilfsmittel normierten gesetzlichen Anforderungen
(vgl. E. 1.1)
. Wäh
rend die Beschwerd
egegnerin jedoch einen
p
ro
rata
-
Abzug vornahm, erachtete die Beschwerdeführerin einen solchen im vorliegenden Fall als unzulässig
(vgl. E. 2.2)
.
4.2
Der Auffassung der
Beschwerdegegnerin
kann nicht gefolgt werden. Mit Blick auf die gemachten Ausführungen (E. 3) wird klar, dass die Ursache für das neu
erliche Gesuch um Kostenübernahme der Abänderungen am
Fahrzeug Merce
des-
Benz
Viano
vom
1
4
. März 2014
der sich verschlechternde
Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin
war
.
Es liegt mithin kein
ungerechtfertigte
r
früh
zeitige
r
Wagenwechsel
vor
, welcher gemäss
Rz
.
2096 KHMI zum
p
ro
rata
-Abzug führt. Diesbezüglich ist grundsätzlich zu beachten, dass der
p
ro
rata
-Abzug lediglich dem Schutze der Versicherung vor ungerechtfertigten Forde
rungen von versicherten Personen dient
(vgl. E. 1.2)
. In dieser Hinsicht ist diese Regelung auch einleuchtend und nicht zu beanstanden. Sie kann aber nur für vorzeitige Fahrzeugwechsel gelten, die aus invaliditätsfremden Gründen erfol
gen (vgl.
Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 30. Januar 2014 720 13 309, E. 6.2 und
Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 1
8.
Mai 2010,
IV.2008.00597, E.
2.5). Solche Gründe
sind vorlie
gend aber nicht gegeben
. Vielmehr ist seit der letztmaligen
Zusprache
der
Kos
tenübernahme
für die baulichen Änderungen des Motorfahrzeugs
VW Caddy
Maxy
im Februar 2012 eine
– nicht vorhersehbare (E. 3.1.2) -
Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten, welche die Neuan
schaffung erforderlich machte. Es handelt sich damit um eine
invaliditätsbe
dingt
notwendige Anschaffung
im Sinne von Art.
21 IVG, auf welche die Beschwerdeführerin ohne Einschränkung im Sinne eines
p
ro
rata
-Abzugs Anspruch hat. Die entsprechende Bestimmung des Kreisschreibens kann daher in Bezug auf den vorliegenden Fall nicht als überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben verstanden werden und kommt nicht zur Anwendung (vgl. E. 1.3).
5
.
Die angefochtene Verfügung ist
somit
in Gutheissung der Beschwerde dahinge
hend abzuändern, dass der Umfang der K
ostengutsprache
(neb
st
Umschulungs
kosten
von
Fr. 600.--
)
Fr.
35‘051.10
(inklusive Automatikgetriebe)
beträgt.
6
.
6
.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
6
.2
Die vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt au
f Art. 61
lit
. g ATSG in Verbin
dung mit § 34 Abs. 1 und 3
des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
(
GSVGer
)
Anspruch auf eine
E
ntschädigung. Diese ist unter Berücksich
tigung der Bedeutung
der Streitsache und der Schwie
rigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘900.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.