Decision ID: 74700e40-0bfa-5e5b-bdde-3889a49e8c55
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 1943, ist als Arbeitnehmer bei der von ihm geführten B._ AG tätig
und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert.
A.b Am 29. Februar 2012 zog sich der Versicherte bei einem Sturz beim Skifahren eine
Unterschenkel-Torsionsfraktur rechts mit querer Tibiafraktur im mittleren Schaftbereich
und hoher Fibulafraktur zu (Suva-act. 1, Suva-act. 11, Suva-act. 8 bis Suva-act. 10).
A.c Mit Verfügung vom 12. Juni 2012 lehnte die Suva den Anspruch des Versicherten
auf Leistungen der Unfallversicherung mit der Begründung ab, dass für den
Nichtberufsunfall vom 29. Februar 2012 kein Versicherungsschutz bestehe, da der
Versicherte keine genauen Angaben betreffend seine wöchentliche Arbeitszeit machen
könne (Suva-act. 20).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Rechtsschutzversicherung des Versicherten, die
C._ Rechtsschutz AG, Zürich, am 10. Juli 2012 Einsprache. Sie machte im
Wesentlichen geltend, gemäss der Empfehlung Nr. 7/87 der Ad-hoc-Kommission
Schaden der UVG-Versicherer vom 17. November 2008 (nachfolgend: Ad-hoc
Empfehlung Nr. 7/87) sei bei unregelmässigen Arbeitszeiten für die Berechnung der
wöchentlichen Arbeitszeit der Durchschnitt eines Jahres herbeizuziehen. Der gemäss
dem Kontoblatt "Erlös aus Arbeiten" der B._ AG des Jahres 2011 errechnete
Stundenlohn von Fr. 70.-- sei ein hoher Stundenansatz, der darauf hindeute, dass von
eher mehr als acht Stunden Wochenarbeitszeit auszugehen sei (Suva-act. 24).
B.b Mit Einspracheentscheid vom 3. August 2012 wies die Suva die Einsprache ab. Sie
führte im Wesentlichen aus, die Ad-hoc Empfehlung Nr. 7/87 könne im vorliegenden
Fall nicht angewendet werden, da der Versicherte keine Stundenlisten führe und
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gemäss der Empfehlung die effektiven Arbeitsstunden zählen würden. Mit dem
einspracheweise eingereichten Kontoblatt lasse sich nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass von einer wöchentlichen
Arbeitszeit von mindestens acht Stunden auszugehen wäre. Zudem habe der
Versicherte bei der telefonischen Besprechung vom 15. November 2010 angegeben,
lediglich eine bis zwei Stunden pro Woche zu arbeiten (Suva-act. 27).
C.
C.a Am 14. September 2012 erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch
Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber, St. Gallen, Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 3. August 2012 mit den Anträgen, dieser und die Verfügung
vom 12. Juni 2012 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Heilbehandlung und
Taggelder, auszurichten. Zur Begründung stellte der Beschwerdeführer verschiedene
Berechnungen an und reichte die Erfolgsrechnung der B._ AG des Jahres 2011,
verschiedene Rechnungen an Kunden sowie Listen von geleisteten Arbeiten ein,
welche eine wöchentliche Arbeitszeit von 9.1 Stunden belegen sollten. Im Weiteren
führte der Beschwerdeführer aus, er habe bei der Suva Prämien sowohl für Berufs- als
auch für Nichtberufsunfälle bezahlt, woraus er habe schliessen dürfen, auch gegen
Nichtberufsunfälle versichert zu sein. Selbst wenn eine wöchentliche Arbeitszeit von
mindestens acht Stunden verneint würde, seien die Leistungen für den
Nichtberufsunfall entsprechend gestützt auf Treu und Glauben auszurichten (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. November 2011 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 3. August 2012. Für die Anwendbarkeit der Bestimmungen
der Ad-hoc Empfehlung Nr. 7/87 seien echtzeitliche Aufzeichnungen über die vom
Versicherten absolvierten Arbeitsstunden erforderlich. Die nachträglich angefertigten
Aufstellungen seien blosse Parteibehauptungen und würden jeglicher Beweiskraft
entbehren. Selbst bei Berücksichtigung der angegebenen Stundenanzahl werde eine
wöchentliche Arbeitszeit von mindestens acht Stunden nicht erreicht. Im Weiteren
könne der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin trotz
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fehlender Deckung Prämien für Nichtberufsunfälle in Rechnung gestellt hatte, nichts zu
seinen Gunsten ableiten (act. G 5).
C.c Mit Replik vom 5. Dezember 2012 hielt der Beschwerdeführer an den Anträgen
gemäss Beschwerde fest. Die eingereichten Aufstellungen seien beweistauglich. Es
könne mit den erzielten Erträgen, gestellten Rechnungen und erledigten Arbeiten belegt
werden, wie hoch die geleistete Anzahl Arbeitsstunden sei. Die zitierten Notizen der
Telefongespräche vom 15. und 16. November 2010 seien hingegen reine
Parteibehauptungen. Hinsichtlich der Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung
führte der Beschwerdeführer an, die Beschwerdegegnerin hätte die automatisch
ausgelösten Rechnungen spätestens nach dem Unfall korrigieren müssen, da damit
der Anschein erweckt worden sei, dass auch für Nichtberufsunfälle eine Deckung
bestehe (act. G 8).
C.d Mit Duplik vom 21. Januar 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf
Abweisung der Beschwerde fest. Die konkrete Berechnung der wöchentlichen
Arbeitszeit habe strikt nach den Vorgaben der Ad-hoc Empfehlung Nr. 7/87 zu erfolgen,
welche der Beschwerdeführer nicht zu erfüllen vermöge. Im Weiteren habe er am 17.
April 2012 zugegeben, sich an die telefonische Besprechungen vom 15. und 16.
November 2010 erinnern zu können, und angegeben, dass er sich aufgrund dieser
Gespräche gegen Nichtberufsunfälle bei der Krankenkasse habe versichern lassen (act.
G 10).
C.e Auf die Ausführungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
eingereichten Aufstellungen wird, soweit entscheid-notwendig, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
Unbestritten ist, dass das Ereignis vom 29. Februar 2012, bei welchem der
Beschwerdeführer aufgrund eines Sturzes beim Skifahren eine Unterschenkel-
Torsionsfraktur rechts erlitt, als Nichtberufsunfall zu betrachten ist. Streitig und zu
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prüfen ist hingegen, ob er im Rahmen der für die B._ AG ausgeübten Tätigkeit auch
für solche Nichtberufsunfälle bei der Beschwerdegegnerin versichert war.
2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt.
2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 UVG und Art. 13 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sind teilzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer nicht gegen Nichtberufsunfälle versichert, sofern ihre wöchentliche
Arbeitszeit bei einem Arbeitgeber nicht mindestens acht Stunden beträgt.
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht haben von
sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts
zu sorgen. Dabei sind rechtserheblich alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt,
ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. Der
Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in
den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen). Die Mitwirkungspflicht bildet eine gewisse Ergänzung und Einschränkung
des Untersuchungsgrundsatzes, darf aber nicht zu dessen Aufhebung führen. Die
Mitwirkungspflicht bedeutet, dass die Person, die aus einem Begehren gegenüber dem
Sozialversicherungsträger Rechte ableitet oder zur Auskunft verpflichtet ist, bei der
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken hat. Besondere Bedeutung hat die
Mitwirkungspflicht dann, wenn der Sachverhalt ohne Mitwirkung der betroffenen
Person gar nicht (weiter) abgeklärt werden kann (Th. Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 443 ff.). Der Untersuchungsgrundsatz
schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus.
Wenn es sich jedoch als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, greift die Beweisregel
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Platz, dass die Parteien eine Beweislast insofern tragen, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b, 115 V 142 E. 8a).
2.4 Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn es von
ihrem Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den
Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen). Angewendet auf den
konkreten Fall bedeutet dies, dass die Beweislast hinsichtlich des Vorliegens eines
Versicherungsschutzes im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 29. Februar 2012 beim
Beschwerdeführer liegt; er hat mithin zu beweisen, dass er mindestens acht Stunden
pro Woche gearbeitet hat.
3.
3.1 Den vorliegenden Akten sind bezüglich der geleisteten wöchentlichen Arbeitszeit
keine klaren Aussagen zu entnehmen. In der Unfallmeldung vom 16. März 2012 gab
der Beschwerdeführer an, bei einem vertraglichen Beschäftigungsgrad von 20% acht
Stunden pro Woche zu arbeiten. Der Arbeitseinsatz erfolge unregelmässig (Suva-act.
1). Im Rahmen des Gesprächs mit einem Aussendienstmitarbeiter der
Beschwerdegegnerin vom 17. April 2012 gab der Beschwerdeführer an, im Bereich der
Liegenschaftsverwaltung, Bauführung und Bauberatung im Rahmen von 20% tätig zu
sein. Im Weiteren führte er aus, er führe keine Stundenlisten und arbeite zum Teil mehr,
zum Teil weniger als acht Stunden pro Woche. Sodann führte der Beschwerdeführer
aus, aufgrund von Telefonaten mit der Beschwerdegegenerin am 15. und 16.
November 2010 habe er die Unfalldeckung bei der Krankenkasse eingeschlossen
(Suva-act. 15). Dies erscheint angesichts der internen Stellungnahme der
Prämienabteilung der Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2012, gemäss welcher der
Beschwerdeführer während der telefonischen Besprechung vom 15. November 2010
ausgeführt hat, lediglich eine bis zwei Stunden pro Woche zu arbeiten (Suva-act. 18),
folgerichtig. Schliesslich hat der Beschwerdeführer laut Protokoll des Telefonats mit
der Beschwerdegegnerin vom 1. Juni 2012 angegeben, er wisse, dass er die im
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Minimum geforderte Arbeitszeit von acht Stunden pro Woche nicht erreiche (Suva-act.
19).
3.2 Insgesamt lässt sich somit aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, dass er mindestens acht Stunden
pro Woche gearbeitet hat, zumal den Akten darüber hinaus auch keine Anhaltspunkte
zu entnehmen sind, die geeignet wären, die von der Beschwerdegegnerin im
Zusammenhang mit den Stundenangaben des Beschwerdeführers eingereichten
Protokolle vom 17. April 2012, 31. Mai 2012 und 1. Juni 2012 (Suva-act. 15, Suva-act.
18, Suva-act. 19) in Zweifel zu ziehen.
3.3 Im Weiteren lässt sich auch aufgrund der eingereichten Unterlagen, wie
insbesondere der Erfolgsrechnung der B._ AG (act. G 1.6) sowie der Aufgabenlisten
und Kundenrechnungen (act. G 1.7 bis act. G 1.10), nicht rechtsgenüglich erhärten,
dass von einer, für eine Nichtberufsunfalldeckung vorausgesetzten, wöchentlichen
Arbeitszeit von mindestens acht Stunden auszugehen ist, zumal insbesondere den
Aufgabenlisten (act. G 1.9, act. G 1.10) lediglich der ungefähre Arbeitsaufwand ohne
Datumsangabe zu entnehmen ist. Insgesamt sind die vorliegenden Unterlagen zu
wenig substantiiert, als dass ihnen hinsichtlich der in Frage stehenden wöchentlichen
Arbeitszeit die im Rahmen des Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
geforderte Aussagekraft zugestanden werden könnte. Dass der Beschwerdeführer
einziger Arbeitnehmer der von ihm geführten B._ AG ist, genügt vor dem Hintergrund
der dargelegten widersprüchlichen Angaben nicht, ein Wochenpensum von mindestens
acht Arbeitsstunden als überwiegend wahrscheinlich zu erachten. Schliesslich ergeben
sich auch aufgrund der für die Prämienberechnung deklarierten Jahreslohnsumme von
Fr. 3600.-- für das Jahr 2011 (Suva-act. 41) keine Anhaltspunkte in Bezug auf die
wöchentliche Arbeitszeit.
3.4 Insgesamt kann aufgrund der vorliegenden Akten keine rechtsgenügliche Aussage
bezüglich der Anzahl der vom Beschwerdeführer wöchentlich geleisteten
Arbeitsstunden getroffen werden. Eine genaue Berechnung effektiv geleisteter
Arbeitsstunden im Rahmen der Ad-hoc-Empfehlung Nr. 7/87 fällt entsprechend von
Vornherein ausser Betracht.
4.
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4.1 Im Weiteren stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund des
Umstands, dass die Beschwerdegegnerin Prämien sowohl für Berufsunfälle als auch
für Nichtberufsunfälle in Rechnung stellte, davon ausgehen konnte, auch für
Nichtberufsunfälle versichert zu sein; es ist mithin zu prüfen, ob die Voraussetzungen
für die Berufung des Beschwerdeführers auf den Vertrauensschutz gegeben sind.
4.2 Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. Art. 9 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]), der eine
Person in ihrem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können
falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine
vom materiellen Recht abweichende Behandlung der rechtsuchenden Person gebieten.
Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall, wenn die Behörde in einer
konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat, wenn sie für die
Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende
Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte, wenn
die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte, wenn
sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht
ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können und wenn die gesetzliche Ordnung
seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (BGE 131 V 480 E. 5 mit
Hinweisen).
4.3 Gemäss Protokoll der Besprechung vom 17. April 2012 (Suva-act. 15) war dem
Beschwerdeführer bekannt, dass er bei der Unfallversicherung über keinen
Versicherungsschutz für Nichtberufsunfälle verfügte, weshalb er nach eigenen Angaben
die Deckung bei der Krankenkasse einschloss (Suva-act. 15). Die Unrichtigkeit der
zugestellten Prämienrechnungen wäre für ihn somit ohne Weiteres erkennbar gewesen,
zumal die Prämienrechnungen, wie von der Beschwerdegegnerin nachvollziehbar und
glaubhaft dargelegt, automatisiert aufgrund von vom Beschwerdeführer falsch
eingetragenen Lohnsummen erstellt worden sind (Suva-act. 18, Suva-act. 39, Suva-
act. 41). Darüber hinaus ist dem Sachverhalt nicht zu entnehmen und wurde auch nicht
geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer Dispositionen getätigt hat, welche nicht
ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können. Die Berufung des
Beschwerdeführers auf einen Anspruch auf Versicherungsleistungen gestützt auf Treu
und Glauben verfängt daher nicht.
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5.
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass aufgrund der vorliegenden Unterlagen
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass der Beschwerdeführer
mindestens acht Stunden pro Woche gearbeitet hat. Da dem Beschwerdeführer der
Nachweis der behaupteten wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens acht Stunden
nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gelingt,
hat er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Die Beschwerdegegnerin hat ihre
Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung daher zu Recht verneint.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 3. August 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss wird beantragt:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 27.03.2013 Art. 8 Abs. 2 UVG und Art. 13 UVV. Der Nachweis einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens acht Stunden konnte nicht erbracht werden, weshalb eine Leistungspflicht für Nichtberufsunfälle von der Unfallversicherung zu Recht verneint wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. März 2013, UV 2012/72).
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