Decision ID: 1a62bacc-39f0-4208-a60e-0dd363909472
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ war seit 1993 bei der B._ als Automechaniker im 100 %-Pensum
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 3. Juni 2014 verletzte er
sich bei einem Radwechsel am linken Handgelenk und Daumen (Suva-act. 1; Schaden-
Nr. 9.34919.14.9).
A.a.
Bereits im September 2013 hatte sich der Versicherte beim Zusammendrücken
eines Abfallsackes an der rechten Hand eine Schnittverletzung zugezogen, die bei der
Diagnose Glassplitterverletzung Nervus medianus rechts, Differenzialdiagnose
Karpaltunnelsyndrom, operativ versorgt wurde. In der Folge litt der Versicherte im
Bereich der rechten Hand an residuellen Sensibilitätsstörungen der Langfinger II bis IV
(vgl. zum Ganzen Suva-act. 3, 10, 17, 23, 54; Schaden-Nr. 9.37110.13.8).
A.b.
Im Juli 2014 wurde der Versicherte auf Zuweisung seines Arztes in der Orthopädie
C._ vorstellig. Am 30. Juli 2014 diagnostizierte Dr. med. D._, Facharzt für
Handchirurgie, eine Ruptur der Extensor pollicis longus-Sehne (EPL-Sehne) links. Am
16. September 2014 wurde am linken Daumen eine Indicis-Transposition durchgeführt
(vgl. zum Ganzen die Berichte vom 31. Juli und 21. August 2014 sowie den
Operationsbericht vom 17. September 2014; Suva-act. 3, 8, 17). Nachdem es in der
A.c.
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Folge zu einer Re-Ruptur der EPL-Sehne gekommen war, erfolgte am 15. Oktober
2014 eine Rekonstruktion mittels Flexor carpi radialis (FCR)-Sehnentransplantat
(Bericht vom 28. Oktober 2014, Suva-act. 18).
Dem Versicherten wurde ab dem 7. Juli 2014 eine 100%ige, ab dem 2. Dezember
2014 eine 70%ige und ab dem 22. Dezember 2014 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert. Ab dem 12. Januar 2015 war der Versicherte versuchsweise wieder zu
100 % arbeitsfähig; per 1. Februar 2015 wurde die Arbeitsfähigkeit auf 80 % festgelegt
(Suva-act. 29, 32 f.). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlungskosten und Taggelder; Suva-act. 14, 20).
A.d.
Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. August 2015 kam
Dr. med. E._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, zum Schluss, dass der Versicherte aufgrund der
Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten Hand und der Funktionseinschränkung des
linken Daumens in seiner beruflichen Tätigkeit als Automechaniker bei
feinmechanischen Tätigkeiten leicht- bis mittelgradig eingeschränkt sei.
Montagearbeiten mit Heben von schweren Gegenständen seien dem Versicherten laut
eigenen Angaben ohne Einschränkungen möglich. Insgesamt sei der Versicherte
aufgrund der Einschränkungen bei feinmechanischen Arbeiten unter Berücksichtigung
des Arbeitsprofils (20 % Bürotätigkeit, 80 % Montagetätigkeit und feinmechanische
Tätigkeiten) zu 80 % arbeitsfähig. Mittelschwere bis schwere Montagetätigkeiten seien
dem Versicherten uneingeschränkt zumutbar (IV-act. 54). Der Kreisarzt schätzte den
Integritätsschaden aufgrund der partiellen Schädigung des Nervus medianus rechts auf
5 % (Suva-act. 55).
A.e.
Die Suva stellte die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. September 2015 ein
(vgl. das Schreiben vom 28. September 2015, Suva-act. 58).
A.f.
Anlässlich der persönlichen Besprechung vom 22. Oktober 2015 wurde
festgehalten, dass unter Berücksichtigung der ca. 70%igen manuellen Werkstattarbeit
aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse eine Einbusse von 14 bis 15 % gegeben sei.
Diese Einbusse sei nur wegen der Betriebsstruktur und der verständnisvollen Haltung
der Mitarbeiter in einem minimalen Ausmass gehalten. In einer fremden Werkstatt wäre
A.g.
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B.
C.
D.
die Einbusse um einiges höher bzw. die Tätigkeit gar nicht mehr realisierbar (Suva-act.
63).
Mit Verfügung vom 30. November 2015 sprach die Suva dem Versicherten aus
gehend von einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 67'840.00 ab dem 1. Oktober
2015 eine Invalidenrente von 15 % und eine Integritätsentschädigung von 5 % zu
(Suva-act. 65 f.).
A.h.
Im Oktober 2017 informierte die Arbeitgeberin die Suva, dass sich das Pensum des
Versicherten seit September 2017 um ca. zwei bis drei Wochenstunden erhöht habe
(Suva-act. 85).
A.i.
Im Rahmen der im August 2019 eingeleiteten Rentenrevision überprüfte die Suva
die Arbeits- und Verdienstverhältnisse des Versicherten und holte Informationen bei
dessen Arbeitgeberin ein (vgl. Suva-act. 88 f., 91, 93 ff.).
B.a.
Gestützt auf diese Abklärungen hob die Suva die Invalidenrente mit Verfügung
vom 9. April 2020 per 1. Juni 2020 auf. Sie führte an, dass die Erwerbsfähigkeit des
Versicherten nicht mehr in einem ins Gewicht fallenden Ausmass beeinträchtigt sei. Da
der Versicherte inzwischen mit einem erweiterten Aufgabenbereich ein
Invalideneinkommen von Fr. 67'600.00 erziele, ergebe sich gegenüber einem
Valideneinkommen von Fr. 71'500.00 lediglich noch eine unfallbedingte
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 5 % und damit kein Rentenanspruch mehr
(Suva-act. 96).
B.b.
Die dagegen am 24. April 2020 erhobene und am 29. Mai 2020 begründete
Einsprache (Suva-act. 97, 100) wies die Suva mit Entscheid vom 7. Juli 2020 ab (Suva-
act. 102).
C.a.
Gegen diesen Einspracheentscheid vom 7. Juli 2020 erhob der Beschwerdeführer
am 7. September 2020 Beschwerde und beantragte, die Verfügung und der
D.a.
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Erwägungen
1.
Einspracheentscheid seien aufzuheben und es sei eine polydisziplinäre Begutachtung
bzw. ein Obergutachten durch eine unabhängige Stelle anzuordnen und der Beweis
über die unfallbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers im Beruf und im
Haushalt zu erheben. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, die Prüfung der
Rentenberechtigung des Beschwerdeführers aufgrund des Beweisergebnisses erneut
vorzunehmen (act. G 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2020 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
D.b.
Mit Replik vom 3. Dezember 2020 und Duplik vom 18. März 2021 hielten die
Parteien an ihren Anträgen fest und bestätigten im Wesentlichen ihre Standpunkte
(act. G 7 und act. G 13).
D.c.
Auf Aufforderung des Versicherungsgerichts vom 16. Juli 2021 beantwortete die
Arbeitgeberin am 14. September 2021 Fragen zur Lohnentwicklung des
Beschwerdeführers und reichte die angeforderten Unterlagen ein (act. G 15, G 18). Mit
Schreiben vom 8. Oktober 2021 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung (act. G 20).
Der Beschwerdeführer liess sich nicht vernehmen (vgl. act. G 21).
D.d.
Streitig und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Einstellung der
Unfallversicherungs-Invalidenrente durch die Beschwerdegegnerin.
1.1.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Eine Leistungspflicht
des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE
129 V 181 f. E. 3.1 f.). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum
Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung
des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
1.2.
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Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG). Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 % des versicherten
Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich
verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Im Bereich der obligatorischen
Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung
gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 140 V 87 E. 4.3). Die
Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 134 V 132 f. E. 3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung
einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG bildet die
letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht.
1.3.
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
1.4.
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs
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2.
Der Beschwerdeführer leidet seit dem Unfallereignis vom Juni 2014 an einer
Funktionsbeeinträchtigung des linken Daumens. Zusätzlich bestehen aufgrund einer
Glassplitterverletzung vom September 2013 Sensibilitätsstörungen im Bereich der
rechten (dominanten [Suva-act. 10]) Hand (vgl. u.a. den Bericht über die kreisärztliche
Abschlussuntersuchung vom 18. August 2015, Suva-act. 55). Eine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustands seit der ursprünglichen Rentenzusprache vom
30. November 2015 ergibt sich weder aus den vorliegenden Akten noch wird eine
solche von den Parteien geltend gemacht (vgl. auch das Besprechungsprotokoll vom
20. Februar 2020, Suva-act. 91). Auf die vom Beschwerdeführer beantragte
Begutachtung (act. G 1 Ziff. 2 der Anträge) ist vor dem Hintergrund, dass keine
Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen vorliegen, zu verzichten.
3.
pflichtgemäss zu würdigen. Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).
Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob sich im Fall des Beschwerdeführers die
erwerblichen Auswirkungen des gleich gebliebenen Gesundheitszustands seit der
Rentenzusprache vom 30. November 2015 (Suva-act. 65) erheblich verändert haben
(vorstehende E. 1.3).
3.1.
Der Beschwerdeführer ist seit dem Jahr 1993 bei der B._. als Automechaniker im
100 %-Pensum angestellt. Gemäss den von der Arbeitgeberin eingereichten
Lohnblättern hatte er vor dem Unfallereignis in den Jahren 2011 und 2012 einen
vereinbarten Jahreslohn von je Fr. 66'019.20 erzielt (Monatslohn Fr. 5'078.40 x 13; act.
G 18.9 f.). Im Jahr 2013 belief sich der vereinbarte Monatslohn auf Fr. 5'116.75 (wobei
wohl wegen einer bereits im September 2013 eingetretenen anhaltenden
Arbeitsunfähigkeit mit UV-Taggeldbezug nur ein geringer 13. Monatslohn von
Fr. 617.60 ausbezahlt wurde; act. G 18.8). Im Zeitpunkt des Unfalls im Jahr 2014 sowie
im Jahr 2015 belief sich der Jahreslohn auf Fr. 65'377.00 (Fr. 5'029.00 x 13; vgl. Suva-
3.2.
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act. 59, 61 f., act. G 18.2). Nachdem für das Jahr 2016 ein etwas geringerer Jahreslohn
von Fr. 56'090.00 ausgewiesen ist, belief sich das vereinbarte Jahresgehalt im Jahr
2017 auf Fr. 60'670.00, wobei es ab September 2017 durch eine Verkleinerung des
Teams zu einem Mehreinsatz des Beschwerdeführers und damit verbundener
Erhöhung des Monatslohns von Fr. 4'500.00 auf Fr. 5'000.00 kam (vgl. Suva-act. 85,
act. G 18.4). In den folgenden Jahren steigerte sich der Bruttojahreslohn des
Beschwerdeführers auf Fr. 62'524.20 (2018; act. G 18.3), Fr. 67'600.00 (2019; act. G
18.2) und schliesslich auf Fr. 68'900.00 (2020; act. G 18.2, IV-act. 89, 95,). Im Gespräch
vom 28. Februar 2020 teilte die Arbeitgeberin der Beschwerdegegnerin mit, dass die
Erhöhung des Lohnes auf der inzwischen erlangten besseren Ausbildung des
Beschwerdeführers im Elektronik-Diagnostik-Bereich sowie auf der entsprechend
grösseren Einsatzbereitschaft in jedem Bereich des Betriebs basiere. Der mutmassliche
Lohn eines Mitarbeiters mit den Kenntnissen und Fähigkeiten des Beschwerdeführers
sei auf mindestens Fr. 5'500.00 x 13 zu schätzen (IV-act. 91). Auf Nachfrage des
Versicherungsgerichtes gab die Arbeitgeberin an, dass der Beschwerdeführer seit der
Wiederaufnahme seiner Arbeitstätigkeit mit Status nach Unfall zu 100 % angestellt
gewesen sei, wobei Leistungseinbussen zu verzeichnen seien. Der Beschwerdeführer
erhalte den Lohn, den er aufgrund seiner Anstellungsdauer, seiner Erfahrung sowie
seines Ausbildungsstatus verdiene, dies unter Berücksichtigung seiner
Beeinträchtigung wegen der Unfallfolgen (act. G 18).
Gemäss den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS)
erzielte ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im privaten Sektor Dienstleistungen,
Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen (Sektor 3, Ziff. 45-47) im
Kompetenzniveau 2 im Jahr 2018 einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'377.00.
Angepasst an die Nominallohnentwicklung (vgl. Nominallohnindex, 2011-2020, T1.10,
BFS: Ziff. 45 2018: 105.4; 2020: 107.0) und unter Berücksichtigung der
betriebsüblichen Arbeitszeit im Jahr 2020 von 42.3 Stunden (Ziff. 45, Tabelle
T03.02.03.01.04.01, BFS) ergibt sich für das Jahr 2020 ein durchschnittlicher
Jahresverdienst von Fr. 69'270.00. Damit weicht der vom Beschwerdeführer im Jahr
2020 effektiv erzielte Jahreslohn von Fr. 68'900.00 nicht wesentlich vom
entsprechenden Tabellenlohn der LSE ab. Dieses Ergebnis steht auch nicht im
Widerspruch zu den Daten des statistischen Lohnrechners Salarium des BFS: Danach
verdient ein 55-jähriger Mann mit Aufenthalts-/Niederlassungsbewilligung, ohne
abgeschlossene Berufsausbildung, ohne Kaderfunktion, mit 27 Dienstjahren in der
Reparatur und dem Handel von Automobilen und Motorrädern in der Ostschweiz
monatlich rund Fr. 5'900.00, d.h. jährlich rund Fr. 70'000.00 (Median,
3.3.
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4.
Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 7. Juli 2020 nicht zu
beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung. Der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin ist ebenfalls
keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. BGE 126 V 143).
5.
Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid für diese stellvertretend
von einem mitwirkenden Richter unterzeichnet (Art. 39 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).