Decision ID: 085cda93-7ce6-5a54-8579-bfae452eddbb
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, Angehöriger der kurdischen Ethnie, verliess seinen  nach eigenen Angaben am 3. Juli 2001 und gelangte von A._ auf dem Luftweg gleichentags in die Schweiz, wo er am 4. Juli 2001 ein Asylgesuch stellte. Am 13. Juli 2001 wurde der Beschwerdeführer in der Empfangsstelle B._ erstmals befragt. Für die Dauer des Verfahrens wurde er dem Kanton B._ zugewiesen. Am 10. August 2001 wurde der Beschwerdeführer von der zuständigen kantonalen Behörde zu seinen Asylgründen angehört.
Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, er habe sich politisch nicht betätigt. Sein Vater habe Bücher der "Devrimci" gelesen, wegen seiner  Gesinnung aber keine Probleme gehabt. Als Kurde habe der  eigentlich keinen Militärdienst leisten wollen, sei dann aber am 22. Februar 1999 dennoch eingerückt. In dieser Zeit sei der Führer der Kurdischen  PKK, Öcalan, verhaftet worden, was den Beschwerdeführer zu Diskussionen mit Soldaten veranlasst habe. Dabei sei er zufolge einer Denunziation drei Tage in Arrest gesetzt und nachfolgend von C._ nach D._ versetzt worden. Dort habe er erneut mit Soldaten Probleme gehabt. Er sei desertiert, jedoch  am Busbahnhof erwischt worden. Dieses Mal sei er sieben Tage in Haft  und in dieser Zeit misshandelt worden. Er sei dann noch etwa drei Monate in D._ geblieben, bevor man ihn nach E._ versetzt habe. Dort sei er schlecht behandelt worden, und er sei erneut desertiert. Wiederum habe man ihn erwischt. Diesmal sei er vom Militärgericht in F._ zu 63 Tagen Haft verurteilt worden. Während Verbüssung der Haftstrafe sei er wieder gefoltert worden. Er sei zuletzt im Militärkrankenhaus gewesen und habe mit Anzeige gegen seine Vorgesetzten gedroht, worauf man ihn in die psychiatrische Abteilung verlegt habe. Etwa am 22. November 2000 sei ihm die Flucht aus der Klinik gelungen. Er sei zunächst nach A._ und danach auf dem Luftweg in die Schweiz gelangt.
Mit Schreiben vom 5. Dezember 2001 und 28. Januar 2002 forderte das  den Beschwerdeführer zum Einreichen von Beweismitteln betreffend das  vor dem Militärgericht auf. Der Beschwerdeführer reichte am 3.  2002 sowie am 12. März 2002 zwei Dokumente - ein Gerichtsurteil sowie ein weiteres militärisches Dokument - zu den Akten. Die mit Verfügung des  vom 14. März 2002 verlangte Übersetzung in eine der Amtssprachen wurde nicht eingereicht; der Beschwerdeführer teilte diesbezüglich mit Schreiben vom 21. März 2002 mit, für die Übersetzungskosten nicht aufkommen zu können.
B. Mit Verfügung vom 23. April 2002 - eröffnet am 25. April 2002 - stellte das  fest, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht stand und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig  es die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Den Vollzug der Wegweisung in das Heimatland qualifizierte das Bundesamt als zulässig, zu-
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mutbar und möglich.
C. Mit Eingabe vom 27. Mai 2002 an die vormals zuständige Schweizerische  (ARK) beantragte der Beschwerdeführer durch seinen  die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Gewährung des Asyls. Eventuell sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht in sein  zurückgeschafft werden könne, sei die Verfügung zur ergänzenden  des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen und seien die Akten zwecks Beantragung einer vorläufigen Aufnahme dem Bundesamt für Ausländerfragen vorzulegen. Dem Beschwerdeführer sei eine gesetzliche Nachfrist zur Beibringung von Beweismitteln anzusetzen, und es seien von Amtes wegen folgende Beweismassnahmen zu treffen: eine ergänzende Befragung des Beschwerdeführers, die Übersetzung des aktenkundigen Gerichtsurteils des  vom 8. Februar 2002 (recte: 2000), die Anhörung von fünf (in der  namentlich genannten) Zeugen, das Einholen eines psychiatrischen Gutachtens betreffend posttraumatische Belastungsstörung sowie eines , das Edieren des politischen Datenblattes über den  durch die Schweizer Botschaft. In formeller Hinsicht wurde zudem die  Prozessführung unter Beiordnung des bevollmächtigten Rechtsvertreters beantragt. Auf die Begründung der Rechtsbegehren im Einzelnen wird, soweit , in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Mit der Beschwerdeschrift liess der Beschwerdeführer einen Bericht G._ vom 16. Januar 2002 sowie einen Bericht einschliesslich Zusammenfassung der Krankengeschichte der medizinischen Universitätsklinik H._vom 12. März 2002 zu den Akten reichen.
D. Der zuständige Instruktionsrichter wies mit Verfügung vom 17. Juni 2002 das  um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ab. Hinsichtlich des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde auf einen  Zeitpunkt verwiesen. Die Anträge, es seien verschiedene Personen im  des Beschwerdeführers als Zeugen durch den Schweizer Botschafter zu befragen sowie das gesamte militärrechtliche Dossier beim zuständigen  durch die Botschaft zu edieren, wurden abgewiesen. Dem  wurde zur Einreichung der angebotenen Beweismittel eine Frist von dreissig Tagen ab Erhalt der Verfügung angesetzt. Weiter wurde er aufgefordert, innert der selben Frist einen Arztbericht einzureichen, der sich zur Frage der Existenz  Folterspuren äussere. Der Entscheid über die weiteren Beweisanträge  auf einen späteren Zeitpunkt festgelegt. Dem Beschwerdeführer wurde eine summarische Übersetzung des Gerichtsurteils vom 8. Februar 2002 in Kopie zur Kenntnis gebracht sowie eine Frist zur allfälligen Stellungnahme respektive  angesetzt.
E. Am 12. Juli 2002 reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung (einschliesslich deutscher Übersetzung) des Zeugen I._. vom 7. Juni 2002 sowie einen ärztlichen Attest von Dr. med. J._vom 27. Juni 2002 ins Recht.
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F. Das Bundesamt beantragte in der Vernehmlassung vom 19. Juli 2002 die  der Beschwerde. Diese Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer am 24. Juli 2002 zur Kenntnis gebracht.
G. Am 6. Juni 2003 reichte der Beschwerdeführer einen ärztlichen Verlaufsbericht G._vom 2. Juni 2003 zu den Akten.
H. Mit Erklärung vom 14. Dezember 2004 zog der Beschwerdeführer die Beschwerde vom 27. Mai 2002 zurück, worauf die ARK das Beschwerdeverfahren mit  vom 20. Dezember 2004 als gegenstandslos geworden abschrieb.  wurde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege , da der Beschwerdeführer über ein Sicherheitskonto verfüge, dessen  allfällige Verfahrenskosten zu decken vermöge.
I. Mit Schreiben vom 31. März 2005 überwies das BFM eine vom Beschwerdeführer als Wiedererwägung bezeichnete Eingabe vom 24. März 2005 an die ARK zur  unter dem Titel einer Revision.
Der Eingabe waren ein medizinischer Verlaufsbericht von G._vom 28. Februar 2005 sowie ein Arztbericht K._vom 7. März 2005 beigelegt.
J. Die ARK nahm die Eingabe vom 24. März 2005 als Gesuch um Wiederaufnahme des Beschwerdeverfahrens entgegegen und hiess dieses mit Urteil vom 11. April 2005 gut. Der Abschreibungsbeschluss vom 20. Dezember 2004 wurde .
K. Mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 19. April 2005 wurde dem  Gelegenheit gegeben, sich innert Frist zur Aktenlage nach der  zu äussern.
Der Beschwerdeführer liess am 28. April 2005 ein Gesuch um Fristerstreckung einreichen, da er zwischen dem 18. Januar 2005 und 29. März 2005 hospitalisiert gewesen und seit dem 14. April 2005 erneut in stationärer Behandlung sei, was durch ein beigelegtes Arztzeugnis vom 27. April 2005 der K._ belegt werde.
Innert erstreckter Frist wurde am 6. Juni 2005 der in Aussicht gestellte ärztliche Verlaufsbericht der K._, datierend vom 24. Mai 2005, zu den Akten gereicht.
L. Mit ergänzender Vernehmlassung vom 22. Juni 2005 führte das Bundesamt unter anderem aus, die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des  könnten auch im Herkunftsland adäquat behandelt werden, und bean-
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tragte die Abweisung der Beschwerde.
Diese Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer am 27. Juni 2005 unter  einer Frist zur allfälligen Gegenäusserung (Replik) zur Kenntnis gebracht. Der Beschwerdeführer liess am 12. Juli 2005 eine von K._ formulierte Stellungnahme, datierend vom 6. Juli 2005, einreichen.
M. Mit Schreiben vom 6. September 2005 reichte der Rechtsvertreter einen weiteren ärztlichen Verlaufsbericht der K._ ein und beantragte eine allenfalls zeitlich limitierte humanitäre Aufenthaltsbewilligung, da der Beschwerdeführer nur bei einer gewissen Sicherheit über seinen künftigen Aufenthalt in der Schweiz emotional und gesundheitlich stabilisiert werden könne.
N. Am 18. Januar 2006 wurde ein weiterer Bericht G._ vom 16. Januar 2006, mit Schreiben vom 1. Februar 2006 ein ärztlicher Bericht von Dr. med. J._., datierend vom 31. Januar 2006, und am 22. August 2006 erneut ein Bericht G._, datierend vom 9. August 2006, ins Recht gelegt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu  Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ARK hängig gewesenen Rechtsmittel. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der Beschwerdeführer ist  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist  einzutreten.
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3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem  oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, , Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer  Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile  namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder  glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr  mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Die Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung vom 23. April 2002 fest, dem Gerichtsurteil vom 8. Februar 2000 seien keine Anhaltspunkte für eine politisch motivierte  zu entnehmen. Zudem falle auf, dass der im Urteil beschriebene Sachverhalt nicht mit den Äusserungen des Beschwerdeführers übereinstimme. Weitere , die auf eine politisch oder ethnisch motivierte Verfolgung schliessen , habe der Beschwerdeführer trotz entsprechenden Aufforderungen nicht . Sodann sei festzuhalten, dass das Recht des Staates, von den  die Leistung von Militärdienst zu verlangen sowie die Verweigerung  Leistung unter Strafandrohung zu stellen, rechtsstaatlich legitim sei. Eine  Militärdienstpflicht werde erst dann asylrechtlich relevant, wenn der Pflichtige dadurch in einer von Art. 3 AsylG geschützten Eigenschaft getroffen werden solle. Dies sei vorliegend nicht der Fall gewesen. Die Bestrafung von Refraktären und Deserteuren sei sodann im Militärstrafgesetz geregelt und betreffe alle männlichen türkischen Staatangehörigen gleichermassen. Dass kurdische Refraktäre oder  wegen ihrer Ethnie härter bestraft würden, sei dem Bundesamt bis anhin nicht bekannt. Daraus, dass der Beschwerdeführer wegen angeblicher Desertion respektive verspätetem Einrücken in Haft gewesen sei, könne er für seine Person keine Asylrelevanz herleiten. In Würdigung der gesamten Umstände würden  konkrete Anhaltspunkte dafür fehlen, dass der Beschwerdeführer mit  Wahrscheinlichkeit flüchtlingsrechtlich relevante Nachteile zu befürchten habe. Die Vorbringen genügten daher insgesamt den Anforderungen an die  nicht.
4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei zwar vor Einrücken in den Militärdienst nicht wegen politischen Aktivitäten verfolgt worden. Allerdings habe er in seinem Heimatdorf gelegentlich Flugblätter der PKK verteilt. Zudem sei sein Vater - wenn auch ohne deswegen Nachteile zu erleiden - ein  Sympathisant der PKK gewesen. Diese Ergänzungen seien hinsichtlich der späteren Probleme im Militärdienst in Erwägung zu ziehen. Weiter sei zu , dass der kurdische Heimatort des Beschwerdeführers nicht zu den kurdischen Stammesgebieten gehöre. Die Kurden würden in diese Dörfer zwangs-
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ausgesiedelt; sofern sie sich nicht politisch manifestieren würden, seien keine  Sanktionen zu befürchten. Jeder Verdacht auf politische Aktivität würde  von den Militärbehörden mit aller Härte verfolgt.
Der Beschwerdeführer halte daran fest, dass er von der Militärjustiz nicht wegen Verletzung der Ausgangsregeln, Rückkehrpflicht aus dem Urlaub oder wegen  verfolgt und bestraft worden sei, sondern weil er als Kurde mit anderen  Militärkollegen Kritik an der Unterdrückung der Kurden geübt habe und dann denunziert worden sei. Die Erwägungen des aktenkundigen Urteils würden keineswegs den Sachverhalt wiedergeben, der zur Bestrafung geführt habe. Die Justiz der Türkei entspreche nicht dem Justizstandard westeuropäischer Staaten und betreibe eine allen rechtsstaatlichen Grundsätzen spottende Rechtsprechung. Der Beschwerdeführer sei in der Haft massiv gefoltert worden, wofür es Zeugen gebe; er sei darum bemüht, selber Bestätigungen dieser Zeugen einzureichen. Aus dem ärztlichen Bericht vom 16. Januar 2002 gehe hervor, dass der Verdacht auf eine postraumatische Belastungsstörung bestehe und dass der  von traumatisierenden Erlebnissen im Gefängnis gesprochen habe, die er nicht näher habe benennen wollen. Vorgehaltene Ungereimtheiten habe der  namentlich bei der kantonalen Fremdenpolizei glaubhaft erklären können. Insgesamt schienen die Ungereimtheiten, welche ihm angelastet würden, derart geringfügig, dass diese vielmehr auf die Glaubwürdigkeit des Kerngehalts als auf das Gegenteil schliessen liessen. Zusammenfassend sei glaubhaft , dass der Beschwerdeführer während des Militärdienstes namentlich wegen seiner kurdischen Ethnie, vor allem aber auch, weil er seine politischen Ansichten zum Ausdruck gebracht habe, von den Militärbehörden bedroht, geschlagen und gefoltert worden sei; im Falle einer Rückkehr würde er weiterhin von der Polizei bedroht und hätte er mit rein politisch motivierten Festnahmen zu rechnen.
4.3
4.3.1 Zur Begründung seines Asylgesuches führte der Beschwerdeführer bei der  (Protokoll Empfangsstelle S. 4 f.) aus, er habe am 22. Februar 1999 den Militärdienst begonnen. Er habe einige Diskussionen mit Dienstkollegen  und die kurdische Sache verteidigt. Die Kollegen hätten ihn angezeigt,  gegen den Beschwerdeführer eine dreitägige Zellenhaft angeordnet worden sei; dies sei im Jahr 2000 geschehen. Danach sei er nach D._ versetzt worden. Da sein Dossier dort bekannt gewesen sei, habe er sich zum Desertieren entschlossen, sei jedoch bereits am Busbahnhof erwischt und zur Einheit  worden. Danach sei er nach E._ versetzt worden. Dort habe er wegen Fahnenflucht eine siebentägige Haft verbüssen müssen und sei gefoltert worden. Zwischen der ersten und zweiten Haft sei etwa ein Monat vergangen. Erneut sei er aus dem Militärdienst desertiert. In L._ sei er in einem Kaffeehaus erwischt worden. Er sei beim Militärgericht angeklagt und zu 63 Tagen Haft verurteilt worden; während dieser Haft habe man ihn alle vier bis fünf Tage gefoltert. Nach der Haft sei er ins Spital eingeliefert worden. Er sei zwei Monate in einer normalen Abteilung gelegen. Um zu verhindern, dass er gegen seine  eine Strafanzeige einreiche, habe man ihn in die psychiatrische Klinik . Dort sei ihm nach acht bis neun Monaten die Flucht gelungen. Er sei nach A._ geflüchtet; erst nach einiger Zeit habe er seine Familie informiert,
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worauf diese ebenfalls nach A._ gekommen sei. Der Beschwerdeführer sei sechs oder sieben Monate lang in A._ geblieben. In dieser Zeit habe die Familie für ihn die Ausreise organisiert.
4.3.2 Bei der kantonalen Anhörung legte der Beschwerdeführer zunächst  dar, den Militärdienst am 22. Februar 1999 angetreten zu haben. Er sei in C._ stationiert gewesen. Als Kurde habe er Probleme gehabt und sei deswegen drei Tage in die Arrestzelle gekommen. Nach etwa drei Monaten sei er nach D._ geschickt worden. Da die Akten ebenfalls übermittelt worden seien, habe er wieder Probleme mit Soldaten bekommen. Er sei geflohen, jedoch erwischt worden und für sieben Tage in Arrest gekommen. In D._ sei er etwa drei Monate geblieben, bevor er nach E._ versetzt worden sei. Auch dort habe man ihn schlecht behandelt, weshalb er in eine Depression geraten und erneut von der Einheit desertiert sei. Er sei nach L._ gegangen. Dort habe man ihn in einem Kaffeehaus festgenommen. Er sei zunächst zur Einheit nach E._ zurückgeführt und von dort zum Militärgericht nach F._ gebracht worden, wo er zu 63 Tagen Haft verurteilt worden sei. Während der rund zweimonatigen Haft habe man ihn vier oder fünf Mal gefoltert. Noch vor Ablauf der Haftzeit von 63 Tagen sei er ins Militärspital gekommen. Er sei etwa eineinhalb Monate in der urologischen Abteilung gewesen. Er habe gedroht, sich beim Menschenrechtsverein zu beschweren, worauf er in die psychiatrische Abteilung verlegt worden sei. Etwa am 22. November 2000 sei ihm die Flucht gelungen. Er sei in einem Taxi nach A._ gelangt und mit Hilfe des Taxifahrers habe er als erstes seine Familie telefonisch informiert und einen Treffpunkt vereinbart. Die Eltern seien nach A._ gekommen und hätten die Ausreise organisiert; nach sechs oder sieben Monaten sei er ausgereist.
4.3.3 Diesen in Erwägungen 4.3.1. und 4.3.2. beispielhaft erwähnten Ausführungen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine Asylgründe insgesamt zeitlich und inhaltlich deutlich unterschiedlich dargelegt hat. Selbst in Berücksichtigung der im Rahmen des rechtlichen Gehörs gemachten Angaben, wonach die erste  im Jahr 1999, die übrigen Ereignisse alle im Jahr 2000 geschehen seien (vgl. Protokoll Fremdenpolizei S. 22), lassen sich die Vorbringen insgesamt nicht in ein stimmiges Bild bringen. Der Beschwerdeführer will bei Antritt des  im Februar 1999 etwa drei Monate lang in C._ stationiert gewesen sein und in dieser Zeit die erste Haft erlebt haben. Nach diesen drei Monaten,  etwa Ende Mai 1999, sei er nach D._ gekommen. Gegen Ende dieser Stationierung sei er für sieben Tage in Arrest gekommen. In D._ sei er ebenfalls etwa drei Monate, damit bis etwa Ende August 1999, gewesen, bevor er nach E._ versetzt worden sei. Gemäss diesen zeitlichen Ausführungen wäre jedoch auch die zweite, siebentägige, Haft im Jahr 1999 erfolgt, was nicht mit der im Rahmen des rechtlichen Gehörs gemachten Aussage übereinstimmt, nur die erste Haft sei im Jahr 1999 erfolgt. Gemäss den Aussagen in der Empfangsstelle hätte der Beschwerdeführer die zweite Haft von sieben Tagen  nicht in D._, sondern erst in E._ verbüsst (vgl. Protokoll Empfangsstelle S. 4 und oben E. 4.3.1). Weiter sind seine Aussagen auch inhaltlich widersprüchlich ausgefallen. Beispielsweise hat der Beschwerdeführer einmal angegeben, nach seiner Flucht aus dem Spital im November 2000 habe er sich zunächst einige Zeit in A._ aufgehalten, bevor er seine Familie
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kontaktiert und informiert habe (vgl. Protokoll Empfangsstelle S. 4). Andererseits will er unmittelbar nach der Ankunft in A._ mit Hilfe des Taxifahrers die Eltern telefonisch kontaktiert und mit ihnen einen Treffpunkt vereinbart haben (vgl. Protokoll Fremdenpolizei S. 16). Als ungereimt erweisen sich auch seine Angaben, er sei als Gefangener in der psychiatrischen Abteilung des Militärspitals gewesen, dabei während eines Abendessens aus dem Esssaal geflohen, während er andererseits festhielt, im Esssaal hätten sich nur die Psychiatriepatienten, nicht aber die Verurteilten oder Gefangenen aufgehalten (vgl. Protokoll Fremdenpolizei S. 15); namentlich letztere Aussage ist als Indiz dafür zu werten, dass der Beschwerdeführer nicht als Gefangener der Militärbehörden, sondern allenfalls als gewöhnlicher Patient in dieser Abteilung gewesen wäre. Insgesamt entbehren die oben aufgeführten ungereimten und widersprüchlichen Angaben der Glaubhaftigkeit.
Sodann stimmt auch das eingereichte Gerichtsurteil vom 8. Februar 2000 inhaltlich und zeitlich nicht mit den Angaben des Beschwerdeführers überein. Der  hat geltend gemacht, nach dem letzten Fluchtversuch sei er vom Militärgericht in E. zu 63 Tagen Haft verurteilt worden. Nach oder kurz vor Ende dieser Haftzeit - auch diese Angaben sind nicht übereinstimmend - sei er ins Militärspital gebracht und nach etwa eineinhalb Monaten in die psychiatrische Abteilung verlegt worden. Dort sei ihm etwa am 22. November 2000 die Flucht gelungen. Dass sich diese Flucht aus E._ sowie nachfolgend die Flucht aus dem Spital im Jahr 2000 ereignet haben sollen, wurde vom Beschwerdeführer - wie oben ausgeführt - im Rahmen des rechtlichen Gehörs mit Nachdruck bestätigt, indem er ausführte, ausser der ersten (dreitägigen) Haft seien alle Ereignisse im Jahr 2000 erfolgt. Gemäss diesen Aussagen wäre das Urteil, vom 8. Februar 2000 datierend, jedoch vor Verwirklichung des Tatbestandes gefällt worden. Selbst ausgehend davon, die angeblichen Fluchtversuche aus D._ und E._ hätten sich im Jahr 1999 ereignet, wären die diesbezüglichen Angaben des Beschwerdeführers nicht mit dem Urteil in Einklang zu bringen. Gemäss den Angaben bei der kantonalen Befragung (vgl. auch oben) will der Beschwerdeführer etwa im August 1999 nach E._ verlegt worden sein. Der hier erfolgte Fluchtversuch könnte daher nicht vor August 1999 datieren, während der Fluchtversuch in D._ gegen Ende der dortigen Stationierung (vgl. Protokoll Fremdenpolizei S. 22), mithin im Laufe des Monats August 1999, erfolgt wäre. Das Urteil bezieht sich demgegenüber auf einen Vorfall zwischen dem 29. Juni und 27. Juli 1999 und zwar auf eine Festnahme wegen unerlaubten Fernbleibens vom Dienst, nachdem der Beschwerdeführer nach gewährtem Diensturlaub nicht respektive zu spät zur Einheit zurückgekehrt sei. Damit ist dieses Urteil sowohl zeitlich als auch inhaltlich in keinen Zusammenhang mit den Vorbringen des Beschwerdeführers zu bringen. Der Einwand in der Rechtsmitteleingabe, wonach der Inhalt des Urteils den wahren Sachverhalt nicht wiedergeben würde, was angesichts dessen, dass es sich in der Türkei um eine "faschistoide Justiz" handle, die allein der Durchsetzung des politischen Regimes diene und kurdenfeindlich sei (vgl. Beschwerde S. 8), vermag die zahlreichen erheblichen Widersprüche nicht zu relativieren. So ist der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge politisch nicht aktiv gewesen - der Einwand in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer habe im Heimatdorf Flugblätter verteilt, muss als nachgeschoben beurteilt werden
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- und hat sich gemäss Akten auch sonst in keiner Weise exponiert. Dass ihm wegen des als "Revolutionär" bekannten Vaters Probleme erwachsen seien, hat der Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. Soweit in der Rechtsmitteleingabe (S. 7 f.) festgehalten wird, der Beschwerdeführer bestreite, dass er - wie im Urteil aufgeführt - Urlaub gehabt habe, zudem sei er in M._ festgenommen worden, mithin nicht in Richtung Heimatdorf, sondern in Richtung Westküste geflohen, um das Land zu verlassen, was die Angst vor weiterer Folter dokumentiere, ist diesen Ausführungen entgegen zu halten, dass der Beschwerdeführer bei den mündlichen Befragungen keine Festnahme in M._, sondern nur eine Festnahme in D._ beim Busbahnhof sowie eine solche in L._ genannt hat (vgl. Protokoll Empfangsstelle S. 4; Protokoll Fremdenpolizei, S. 8). Die diesbezüglichen Ausführungen sind damit ebenfalls nicht glaubhaft. Nicht nachvollziehbar erscheint, weshalb die türkischen Militär- und Justizbehörden beim politisch völlig unauffälligen Beschwerdeführer einen derart hohen Aufwand betrieben haben sollen, der letztlich zu dem in der Beschwerde nunmehr als fingiert bezeichneten Urteil geführt haben soll. Der diesbezügliche Einwand in der Rechtsmitteleingabe ist als unbehelflich zu qualifizieren. In diesem Zusammenhang fällt zudem Folgendes auf: Der Beschwerdeführer hat dieses Urteil vom 8. Februar 2000 als Beweismittel im erstinstanzlichen Verfahren eingereicht und gegenüber der Vorinstanz unter anderem erklärt, eine Übersetzung in eine Amtssprache sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. Es ist jedoch nicht einzusehen, weshalb er nicht bereits zu jenem Zeitpunkt mindestens darauf hingewiesen hat, das Urteil gebe nicht die - angeblich - wahren Begebenheiten wieder, die er mündlich vorgetragen habe. Dass der Beschwerdeführer erst auf Beschwerdeebene vorbringt, das Urteil sei inhaltlich falsch, erweckt den Eindruck, er versuche so nachträglich den  zu seinen Gunsten anzupassen.
4.3.4 In einer Gesamtwürdigung ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sich zu zentralen Punkten seiner Asylbegründung wiederholt in widersprüchlicher Weise geäussert hat, womit diese Asylgründe nicht geglaubt werden können. Mit dieser nun auf Beschwerdestufe erfolgenden Qualifikation der Verfolgungsvorbringen als unglaubhaft erübrigt es sich, auf die behaupteten Misshandlungen  Folterungen - mit welchen sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung allerdings zu Unrecht nicht auseinandergesetzt hat, da sie nicht Unglaubhaftigkeit der Vorbringen, sondern fehlende Asylrelevanz der Bestrafung von Refraktären und Deserteuren festgestellt hatte - weiter einzugehen. An der oben festgestellten Unglaubhaftigkeit der Vorbringen vermögen nach dem Gesagten weder der  des Beschwerdeführers (vgl. dazu hinten) noch das eingereichte Bestätigungsschreiben vom 7. Juni 2006 etwas zu ändern. Letzteres ist vielmehr als Gefälligkeitsschreiben zu beurteilen, zumal darin konkretere Angaben  in zeitlicher Hinsicht fehlen. Bezeichnenderweise hat der  die weiteren in Aussicht gestellten Beweismittel bis heute nicht eingereicht. Ebenso wenig vermögen die aktenkundig gemachten Arztberichte, welche dem Beschwerdeführer unter anderem eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) attestieren, zu einem anderen Schluss zu führen. Diesen Arztberichten ist unter anderem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer offenbar bereits in der Türkei unter psychischen Problemen gelitten hat (vgl. ärztliche Stellungnahme
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K._ vom 6. Juli 2005), mithin die aktuellen gesundheitlichen Probleme in früheren, jedoch im Rahmen des vorliegenden Asylverfahrens nicht offen gelegten, Vorkommnissen gründen. Diesen Problemen respektive den eingereichten Arztberichten wird im Rahmen der Prüfung der Wegweisung und deren Vollzugs entsprechend Rechnung zu tragen sein.
4.4 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren  in der Beschwerde einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern . Der Sachverhalt ist genügend erstellt; die noch hängigen Beweisanträge ( betreffend Anordnung medizinischer Gutachten) sind abzuweisen.  folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an;  ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht , so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20]).
5.2 Der Vollzug ist nicht möglich, wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann. Er ist nicht , wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des  in seinen Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine konkrete Gefährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 ANAG).
Diese Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind alternativer Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. die diesbezüglich in Entscheide und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2] publizierte und vom Bundesverwaltungsgericht weitergeführte Praxis). Gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme steht dem weggewiesenen  wiederum die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgewicht offen (vgl. Art. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG). In diesem Verfahren wäre dann der Wegweisungsvollzug vor dem Hintergrund sämtlicher  von Amtes wegen nach Massgabe der in diesem Zeitpunkt herrschenden  (vgl. EMARK 1997 Nr. 27) zu prüfen.
5.3 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine fremdenpolizeiliche  noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. diesbezüglich auch die zu bestätigende Praxis der ARK unter EMARK 2001 Nr. 21).
http://www.ark-cra.ch/emark/1997/9727205PUB.htm http://www.ark-cra.ch/emark/1997/9727205PUB.htm http://www.ark-cra.ch/emark/1997/9727205PUB.htm
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5.4 Aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, wird auf den Vollzug der Wegweisung auch verzichtet, wenn die  in den Heimatstaat für den Betroffenen eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann angesichts der im Heimatland herrschenden  politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine  allgemeiner Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomente, wie beispielsweise einer notwendigen medizinischen Behandlung, angenommen werden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668).
5.4.1 Im Hinblick auf die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Wegweisung in die  der Türkei werden kontinuierlich umfassende Analysen zur allgemeinen  vorgenommen. Der Vollzug der Wegweisung abgewiesener  in die Provinz L._, aus welcher der Beschwerdeführer stammt, wird dabei als grundsätzlich zumutbar qualifiziert. Vor diesem Hintergrund lässt sich eine Situation, welche den Beschwerdeführer als "Gewalt- oder de-" qualifizieren würde, in der Türkei nicht bejahen. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer kurdischer Ethnie ist, liesse allein nicht auf das Bestehen einer konkreten Gefährdung im oben genannten Sinne schliessen.
5.4.2 Hingegen hat der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene auf seine  Situation hingewiesen und dazu entsprechende ärztliche Berichte zu den  reichen lassen. Bezüglich der Objektivität dieser von verschiedener Seite  einlässlichen Berichte sind bei der vorliegenden Aktenlage keine  anzubringen. Aufgrund dieser ärztlichen Berichte ist glaubhaft gemacht, dass der Beschwerdeführer unter schwerwiegenden psychischen Problemen leidet, die ihren Ursprung auch in früheren - nach dem oben Gesagten allerdings  nicht asylrelevanten - Vorkommnissen haben (vgl. ärztliche Stellungnahme K._ vom 6. Juli 2005). Es wurde auch die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erhoben (Bericht G._ vom 16. Januar 2002) und dieser in späteren Berichten bestätigt. Dabei konnten sich die beurteilenden Fachärzte jeweils nur auf die Angaben des Beschwerdeführers stützen, welche in ihrer Gesamtheit jedoch den Anforderungen an das Glaubhaftmachen - wie oben festgestellt - klar nicht genügen.
Die verschiedenen ärztlichen Berichte und Atteste kommen übereinstimmend zum Schluss, dass der Beschwerdeführer vordergründig unter einer psychosozialen  stehe, welche rezidivierendes Erbrechen bei Mallory-Weiss- zur Folge habe. Die seit Beginn der ärztlichen Behandlung und Beurteilung im Jahr 2002 beschriebene depressive Entwicklung habe sich fortgeführt und . Die Erkrankung sei verbunden mit verschiedenen somatischen  und habe wiederholt zu akuter Suizidalität geführt. In den ausführlichen Arztberichten wird von einer komplexen Trauma-Folgestörung gesprochen, bei der es zu depressiven Krisen verbunden mit psychotischen Störungen und fehlender Impulskontrolle komme (vgl. Verlaufsbericht G._ vom 28. Februar 2005). Den Berichten ist zudem einheitlich zu entnehmen, eine dauerhafte Stabilisierung sei angesichts der ungewissen Zukunft nicht möglich (vgl. Kurzbericht G._ vom 16. Januar 2006). Die manifesten psychischen und körperlichen Störungen könnten jeweils nur mittels Gesprächen und Medikation wieder für einige Wochen
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stabilisiert werden (vgl. Attest von Dr. med. J._ vom 31. Januar 2006,  G._ vom 9. August 2006).
Zusammenfassend ist den Berichten der beurteilenden Fachärzte zu entnehmen, dass es im Fall einer Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland voraussichtlich zu einer Retraumatisierung verbunden mit erneuter akuter Suizidalität kommen würde. Bei dieser Sachlage kann letztlich die Frage der Behandelbarkeit einer PTBS in der Türkei offenbleiben, da der Vollzug der Wegweisung aufgrund des schlechten psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eine konkrete (Eigen-) Gefährdung bedeuten würde. Der Vollzug erweist sich vorliegend unter Würdigung aller Umstände als unzumutbar.
5.4.3 Nach dem Gesagten ist die verfügte Wegweisung, soweit deren Vollzug , als unzumutbar zu beurteilen und die Vorinstanz ist anzuweisen, den  in der Schweiz vorläufig aufzunehmen (vgl. Art. 14a Abs. 1 und 4 ANAG), nachdem sich aus den Akten keine Hinweise auf das Vorliegen von  im Sinne von Art. 14a Abs. 6 ANAG ergeben.
Die Frage des Vorliegens weiterer Vollzugshindernisse kann bei dieser Sachlage offen bleiben.
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung soweit die Fragen des Asyls und der Wegweisung als solche betreffend, Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist daher in diesen Punkten . Hingegen ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit gegen den Vollzug der Wegweisung gerichtet.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die reduzierten Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf insgesamt Fr. 300.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG; Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11.  2006 [VGKE, SR 173.320.2]).
Dem Beschwerdeführer ist für das teilweise Obsiegen im Verfahren vor dem  praxisgemäss eine reduzierte Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG) zuzusprechen. Die dazu eingereichte Kostennote in Höhe von Fr. 2'503.80 (inkl. Auslagen und MWSt) erscheint sowohl bezüglich des Zeitaufwandes wie auch des Stundenansatzes als angemessen (vgl. Art. 10 VGKE). Für das teilweise Obsiegen im Beschwerdeverfahren reduziert sich dieser Betrag entsprechend; mithin ist dem Beschwerdeführer eine anteilmässige Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1'251.90 auszurichten.
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