Decision ID: 76eef00b-508f-4385-a1f6-044fa73c59f8
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherte) war ab 10. März 2003 bei der C._ AG als
Betriebsmitarbeiterin tätig, bis das Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2014 mittels
Aufhebungsvereinbarung aufgelöst wurde (IV-act. 15-2 und 7 f.). Per 1. August 2014
meldete die Versicherte sich bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) an. Als Grund für
die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nannte die Versicherte am 22. August 2014
gegenüber der ALV die infolge Trennung vom Ehemann nicht mehr gewährleistete
Kinderbetreuung (act. G1.12-1 f.). Die ALV verneinte mit Verfügung vom 19. September
2014 die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten, da sie mangels zeitlicher Verfügbarkeit
aufgrund der Betreuung ihrer Kinder nicht in der Lage sei, eine zumutbare Arbeit
aufzunehmen (act. G12.2).
A.a.
Am 27. Februar 2015 stellte die Versicherte einen neuerlichen Antrag auf
Arbeitslosenentschädigung und erklärte, in der Zwischenzeit eine Kinderbetreuung
gefunden zu haben (act. G12.3-2 und 4). Am 9. März 2015 teilte ihr die ALV mit, dass
ihr Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gegeben sei (act. G12.4). Laut
Abrechnung Februar 2015 vom 13. März 2015 eröffnete die ALV eine Rahmenfrist für
den Leistungsbezug ab dem 26. Februar 2015 (act. G12.6).
A.b.
Am 9. April 2015 schloss die Versicherte mit der damaligen D._ AG
(nachfolgend: Arbeitgeberin) einen ab 1. Mai 2015 gültigen Arbeitsvertrag als
vollzeitliche Mitarbeiterin Media Spezialitäten ab (act. G1.2). Mit Aufnahme dieses
Arbeitsverhältnisses am 1. Mai 2015 trat sie in ein berufsvorsorgerechtliches
Versicherungsverhältnis mit der Personalvorsorgeeinrichtung der D._ AG (seit 15.
A.c.
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Dezember 2021: Personalvorsorgeeinrichtung der B._ AG [act. G7.1]; nachfolgend:
Vorsorgeeinrichtung) ein (act. G1.2 und 1.3).
Ab dem 8. Juni 2015 wurde der Versicherten von ihrem Hausarzt Dr. med. E._
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis vorerst 12. Juni 2015 attestiert (act. G19.1
unten sowie Fremdakten der Eidgenössischen Invalidenversicherung [IV; fremd-act.]
1-1).
A.d.
Am 9. Juni 2015 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis noch während
der Probezeit per 19. Juni 2015 (act. G1.4). Sie erklärte später gegenüber der IV, die
Arbeitsleistung und -fähigkeiten hätten nicht gestimmt (IV-act. 23-1).
A.e.
Am 11. Juni 2015 nahm die Versicherte eine ambulante psychiatrische Behandlung
im Psychiatrie-Zentrum F._ (nachfolgend: Psychiatrie-Zentrum) in G._ auf (vgl.
Bericht vom 30. Oktober 2015 in fremd-act. 3-26). Dort wurde ihr eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit bis vorläufig 30. Juni 2015 attestiert, welche in der Folge fortlaufend
verlängert wurde (fremd-act. 1-2, 1-5 bis 1-9).
A.f.
Am 2. November 2015 meldete die Versicherte sich unter Hinweis auf eine seit 8.
Juni 2015 bestehende Arbeitsunfähigkeit und ein seit 11. Juni 2015 bestehendes
psychisches Leiden bei der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).
A.g.
Am 13. März 2017 wechselte die Versicherte die Behandlung vom Psychiatrie-
Zentrum zu Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (IV-act. 179
und 391-4).
A.h.
Am 5. Mai 2017 teilte die Visana Services AG (nachfolgend: Visana) als
Krankentaggeldversicherung der Arbeitgeberin (vgl. fremd-act. 3-3) der Versicherten
mit, dass ihr maximaler Leistungsanspruch aus der Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung am 22. Juni 2017 erreicht sein werde (fremd-act. 4-1).
A.i.
Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. med. I._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie sowie für Allgemeinmedizin, am 25. März 2019 ein psychiatrisches
Gutachten (IV-act. 349). Er diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeitsstörung,
abhängig, unreif, regressiv vermeidend, eine rezidivierend depressive Störung mit
schweren und mittelschweren Episoden, gegenwärtig mittelschwer, und eine iatrogene
A.j.
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Benzodiazepin-Abhängigkeit (IV-act. 349-38). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit,
ungelernt, in Produktion, Verpackung und Gastronomie bestehe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 349-45). In einer angepassten Tätigkeit betrage die
Arbeitsfähigkeit 50 % (IV-act. 349-46).
Mit Vorbescheid vom 3. Februar 2020 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Juni 2016 in Aussicht, wobei die
Rentenleistungen zeitweise wegen Bezuges eines IV-Taggeldes eingestellt würden (IV-
act. 362).
A.k.
Dagegen erhob die Vorsorgeeinrichtung am 3. März 2020 vorsorglich Einwand,
ohne eine Begründung anzuführen (IV-act. 372). Am 6. April 2020 teilte sie der IV-Stelle
mit, dass sie zum Schluss gekommen sei, im vorliegenden Fall nicht zuständig zu sein.
Sie bitte deshalb um Streichung aus dem Verteiler (IV-act. 378).
A.l.
Am 1. Mai 2020 teilte die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft
(nachfolgend: Mobiliar) als Kollektiv-Krankentaggeldversicherung des J._ der IV-
Stelle mit, dass sie für die Versicherte aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit ab 20.
November 2019 Taggeldleistungen erbringe (IV-act. 384). Laut Krankmeldung und
"Vorlage Kranken an den beratenden Arzt" war die Versicherte vom 3. April 2019 bis
29. Februar 2020 mit 50%igem Arbeitspensum als Verkäuferin beim J._ angestellt,
wobei sie ab dem 20. November 2019 krankgeschrieben wurde (IV-act. 391-1 und
391-5). Am 6. Juni 2020 antwortete die IV-Stelle der Mobiliar dahingehend, dass die
von der Versicherten für den J._ ausgeübte Tätigkeit im Verkauf nicht den Kriterien
einer zumutbaren Tätigkeit entspreche. Es werde zur Kenntnis genommen, dass die
Versicherte vorübergehend zu 100 % arbeitsunfähig sei, eine Beteiligung werde jedoch
abgelehnt, da sich dies aufgrund einer nicht adaptierten Arbeitsstelle entwickelt habe.
Es werde von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit ausgegangen. Die
Versicherte habe auch während dieser Periode [der vollständigen Arbeitsunfähigkeit]
Anspruch auf eine halbe Rente der IV (IV-act. 395).
A.m.
Mit Verfügung vom 7. Juli 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. August
2020 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 54 % eine halbe Invalidenrente zzgl.
zwei Kinderrenten zu und wies darauf hin, dass sie die rückwirkende Verfügung später
A.n.
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B.
erhalten werde (IV-act. 403). Die Verfügung vom 7. Juli 2020 wurde unter anderem der
Vorsorgeeinrichtung eröffnet (IV-act. 403-2).
Mit Schreiben vom 9. Juli 2020 gelangte die Procap Z._ als Vertreterin der
Versicherten an die Vorsorgeeinrichtung und ersuchte sie um Berechnung der
Invalidenrente der Versicherten (act. G1.5). Am 30. Juli 2020 teilte die
Vorsorgeeinrichtung der Procap Z._ mit, dass der für die Invalidenrente ursächliche
Gesundheitsschaden nicht während der Versicherungszeit mit der Vorsorgeeinrichtung
eingetreten und sie deshalb nicht zuständig sei (act. G1.6). Am 31. August 2020 wies
die Procap Z._ die Vorsorgeeinrichtung darauf hin, dass für die Zuständigkeit der
Pensionskasse nicht der Eintritt des Gesundheitsschadens massgebend sei, sondern
der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig bat sie um Ausstellung einer Erklärung
zum Verzicht auf die Einrede der Verjährung (act. G1.7; vgl. weiteres Schreiben vom 5.
November 2020 in act. G1.8).
A.o.
Mit Verfügung vom 8. September 2020 sprach die IV-Stelle der Versicherten auch
vom 1. Juni 2016 bis 31. Juli 2020 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 54 % eine
halbe Invalidenrente zzgl. zwei Kinderrenten zu (IV-act. 404). Diese Verfügung wurde
der Vorsorgeeinrichtung gemäss Verteiler nicht eröffnet (IV-act. 404-3).
A.p.
Am 23. November 2020 erklärte die Vorsorgeeinrichtung gegenüber der
Versicherten, dass ihr gegenüber im laufenden Invaliditätsverfahren auf die Einrede der
Verjährung bis zum 30. November 2021 verzichtet werde (act. G1.9).
A.q.
Am 21. Oktober 2021 erhob Advokat C. Robin von der Procap Schweiz für die
Versicherte (nachfolgend: Klägerin) Klage gegen die Vorsorgeeinrichtung (nachfolgend:
Beklagte) mit den Anträgen, die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die sich
aufgrund der IV-Verfügung vom 7. Juli 2020 ergebende reglementarische
Invalidenrente auszurichten, ihr auf den Invalidenleistungen einen Verzugszins von 5 %
spätestens ab dem Zeitpunkt der Klageeinreichung zu bezahlen und die Befreiung von
der Beitragspflicht zu gewähren, soweit dies reglementarisch vorgesehen sei; unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten (act. G1).
B.a.
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Erwägungen
1.
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist
unbestrittenermassen gegeben (vgl. Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG; SR 831.40] in Verbindung mit Art.
65 Abs. 1 lit. e des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
2.
Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der
Klägerin auf eine Invalidenrente gegenüber der Beklagten.
Die Beklagte erstattete am 5. Januar 2022 die Klageantwort und beantragte unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen die Abweisung der Klage vom 21. Oktober 2021
(act. G7).
B.b.
Mit Replik vom 17. März 2022 und Duplik vom 6. April 2022 hielten sowohl die
Klägerin als auch die Beklagte an den vorerwähnten Begehren fest (act. G12 und 14).
B.c.
Mit Schreiben vom 21. Juni 2022 ersuchte das Versicherungsgericht die Klägerin
um Entbindung von Dr. E._ vom Arztgeheimnis, die Einreichung einer Aufstellung
ihres Krankenversicherers für die Zeit von Juni 2014 bis Mai 2015 und eine allfällige
Stellungnahme zu den Akten der IV (act. G16). Am 7. Juli 2022 nahm die Klägerin
Stellung und liess dem Gericht die Entbindungserklärung und die
Leistungszusammenstellung Pflege der Visana zukommen (act. G17 bis 17.2). Am 19.
Juli 2022 ersuchte das Versicherungsgericht Dr. E._ um Dokumente (act. G18),
welche am 5. September 2022 beim Versicherungsgericht eingingen (act. G19) und
gleichentags den Parteien zur Kenntnis und allfälligen Stellungnahme zugestellt wurden
(act. G20). Die Beklagte äusserte sich am 16. September 2022 dazu (act. G21), die
Klägerin liess sich nicht vernehmen. Die Stellungnahme der Beklagten wurde der
Klägerin am 27. September 2022 zur Kenntnis zugestellt (act. G22).
B.d.
bis
Nach Art. 23 lit. a BVG hat (im Obligatoriumsbereich) Anspruch auf
Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge, wer im Sinne der Invalidenversicherung
zu mindestens 40 % invalid ist und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache
2.1.
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/ecc2e31c-f065-49f9-b872-9f66cb24a00e/b6240896-269b-4cb0-b176-168452e60eae?source=document-link&SP=7|nzfa1e https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/ecc2e31c-f065-49f9-b872-9f66cb24a00e/b6240896-269b-4cb0-b176-168452e60eae?source=document-link&SP=7|nzfa1e
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3.
Die Klägerin war vom 1. Mai bis 19. Juni 2015 bei der Arbeitgeberin angestellt und
zur Invalidität geführt hat, versichert war. Nach Art. 24 Abs. 1 BVG (in der bis am 31.
Dezember 2021 gültig gewesenen, hier anwendbaren, Fassung) setzt der Anspruch auf
eine volle Invalidenrente eine mindestens 70%ige Invalidität im Sinn der IV voraus (lit.
a). Eine Dreiviertelsrente kommt zur Ausrichtung bei mindestens 60%iger Invalidität (lit.
b). Eine halbe Rente wird bei mindestens hälftiger Invalidität (lit. c) und eine
Viertelsrente bei mindestens 40%iger Invalidität ausgerichtet (lit. d). Dieser Regelung
entspricht Art. 10 Ziff. 4 des Reglements der Beklagten (nachfolgend: Reglement; gültig
ab 1. Januar 2016 und gemäss Art. 34 Ziff. 1 anwendbar für den vorliegenden Fall, in
welchem die IV ab 1. Juni 2016 einen Rentenanspruch gewährte [vgl. IV-act. 404]; act.
G7.4). Gemäss Art. 10 Ziff. 1 des Reglements ist invalid, wer durch ärztlichen Befund
objektiv nachweisbar aus gesundheitlichen Gründen (Krankheit, Unfall oder Gebrechen)
seine bisherige oder eine andere ihm zumutbare Tätigkeit ganz oder teilweise nicht
mehr ausüben kann und deshalb sein Arbeitsverhältnis vor Erreichen des
Rücktrittsalters aufgelöst oder sein Lohn herabgesetzt wird.
Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, bei der die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren
Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Für den Eintritt einer
Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG ist - wie für die Eröffnung der
Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die IV (IVG; SR 831.20;
Art. 29 IVG) - die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf
massgeblich; sie ist relevant, wenn sie mindestens 20 % beträgt (BGE 144 V 58 E. 4.4).
Der Anspruch setzt einen engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen
der Arbeitsunfähigkeit, die während des Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der
einmonatigen Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestanden hat, und der
allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (BGE 134 V 20 E. 3.2). Der
sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur
Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen derselbe ist, wie er der
Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 138 V 409 E. 6.2). Die zeitliche Konnexität
setzt voraus, dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität
bzw. deren Verschlimmerung keine längere Periode der Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei
sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zu würdigen, namentlich die Art des
Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit
veranlassten (BGE 123 V 264 f. E. 1c, 120 V 117 ff. E. 2c/aa f. mit Hinweisen).
2.2.
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&subcollection_mI33=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=%22Art.+23+lit.+a+BVG%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-20%3Ade&number_of_ranks=0#page20 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&subcollection_mI33=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=%22Art.+23+lit.+a+BVG%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-V-409%3Ade&number_of_ranks=0#page409
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dabei angesichts ihres Alters (Jahrgang 198_) und des vereinbarten Jahreslohns von Fr.
59'700.-- der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstellt (Art. 2 Abs. 1 BVG; Art. 5
der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
[BVV 2; SR 831.441.1] in der ab 1. Januar 2015 in Kraft stehenden Version). Soweit die
Beklagte gestützt auf Art. 2 Abs. 2 lit. d ihres Vorsorgereglements (act. G7.4), der Art. 1j
Abs. 1 lit. b und Art. 1k lit. a BVV 2 entspricht, geltend macht, es sei keine endgültige
Aufnahme der Klägerin erfolgt, da das Anstellungsverhältnis der Klägerin mit der
Arbeitgeberin keine drei Monate gedauert habe (act. G7 Rz. 18 und 31), kann ihr nicht
gefolgt werden, zumal zwischen der Klägerin und der Arbeitgeberin kein befristeter
Arbeitsvertrag vorlag. Die Klägerin war damit unter Berücksichtigung von Art. 10 Abs. 1
und 3 BVG vom 1. Mai bis 19. Juli 2015 bei der Beklagten berufsvorsorgerechtlich
versichert.
4.
Streitig ist, wann bei der Klägerin die relevante Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
% auftrat, welche in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang zu der von der IV-
Stelle ab 1. Juni 2016 anerkannten Invalidität von 54 % steht (IV-act. 404).
Die IV stützte sich bei der Rentenzusprache in medizinischer Hinsicht auf das
Gutachten von Dr. I._ vom 25. März 2019 (vgl. Feststellungsblatt in IV-act. 360-1 f.),
welcher die Diagnosen kombinierte Persönlichkeitsstörung, abhängig, unreif, regressiv
vermeidend, rezidivierend depressive Störung mit schweren und mittelschweren
Episoden, gegenwärtig mittelschwer und iatrogene Benzodiazepin-Abhängigkeit
(Xanax) erhob (IV-act. 349-38). Dr. I._ attestierte der Klägerin in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als ungelernte Produktions-, Verpackungs- und
Gastronomiemitarbeiterin im ersten Arbeitsmarkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
infolge von auf der Komorbidität von Persönlichkeitsstörung und rezidivierend
depressiver Störung basierenden Funktionseinschränkungen (IV-act. 349-45). In einer
angepassten Tätigkeit erachtete er die Klägerin als für sechs Stunden täglich
arbeitsfähig mit einer um 10 bis 20 % geminderten Leistung infolge erhöhten Pausen-
und Anleitungsbedarfs, was gesamthaft einer Arbeitsfähigkeit von 50 % entspreche (IV-
act. 349-46).
4.1.
Den Beginn der langdauernden Krankheit legte die IV-Stelle auf den 8. Juni 2015
(IV-act. 360-1 und IV-act. 358). Davon abweichend war sie im Verlauf des
Abklärungsverfahrens noch vom Trennungsdatum der Klägerin von ihrem Ehemann im
August 2014 ausgegangen (Protokoll der interdisziplinären Besprechung vom 28. Mai
2019; IV-act. 352), wie dies im Rahmen des Klageverfahrens von der Beklagten
4.2.
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postuliert wird (act. G7 Rz. 19). Dies wohl gestützt auf Dr. I._s Gutachten (vgl. in
diesem Zusammenhang auch die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes
der IV vom 5. April 2019 in IV-act. 350), welchem u.a. zu entnehmen ist, dass die von
Dr. [...] (wohl: Dr. H._) auch beschriebene ängstlich depressive Entwicklung und
Anpassungsstörung seit mindestens Juni 2014 bestehe (IV-act. 349-39). Die Klägerin
sei vom Hausarzt und vom Psychiatrie-Zentrum von Juni 2014 bis 31. Januar 2016 100
% arbeitsunfähig geschrieben worden (IV-act. 349-41). Die Klägerin habe mit Beginn
der schweren depressiven Episode 2014 erst hausärztliche Behandlung und dann
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufgenommen (IV-act. 349-42). Das
Krankheitsbild sei durch die anhaltende Trennungssituation, den Entzug des
Sorgerechts und die massive Verbitterung/Kränkungssituation ausgelöst worden (IV-
act. 349-43). Die ab 2014 infolge fehlenden familiären (elterlichen) und
partnerschaftlichen Supports eingetretene rezidivierend depressive Störung und die
Komorbidität aus den beiden Grunderkrankungen habe zu einer Demaskierung der
Persönlichkeitsstörung geführt (IV-act. 349-47). Dieses Gutachten datiert jedoch vom
März 2019 und damit lange nach dem massgeblichen Zeitraum von Juni/August 2014
bis Juni 2015. Dementsprechend beginnt denn der Aktenauszug laut Gutachten von Dr.
I._ auch erst am 18. Juni 2015 (IV-act. 349-4). Da aufgrund der im Klageverfahren
eingereichten Akten unklar war, ob die Klägerin sich bereits im Jahr 2014 in ärztliche,
allenfalls gar psychiatrische Behandlung begeben hatte, holte das
Versicherungsgericht vom Hausarzt Dr. E._ die Krankengeschichte der Klägerin für
die Zeit von Juni 2014 bis Juni 2015 ein (vgl. Schreiben vom 19. Juli 2022 in act. G18)
und ersuchte die Klägerin um Einreichung einer Aufstellung ihrer Krankenversicherung
für diesen Zeitraum (vgl. Schreiben vom 21. Juni 2022 in act. G16). Diese Unterlagen
zeigen, dass die Klägerin Dr. E._ am 25. Juni 2014 wegen einer Gastroenteritis
konsultiert hatte, woraufhin er sie für diesen Tag arbeitsunfähig schrieb (act. G19.1 und
19.3). Am 27. Juni 2014 suchte die Klägerin laut Leistungszusammenstellung Pflege
ihrer Krankenpflegeversicherung einen Dr. med. M._ (bei dem es sich laut
Medizinalberufsregister um einen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin handelt) auf,
wobei das Behandlungsende mit 27. Juni 2014 angegeben wird (act. G17.3). Am
24. Dezember 2014 hielt Dr. E._ in seinen Verlaufseinträgen fest, dass die Versicherte
seit ca. zwei Monaten an wechselnden Kopfschmerzen mit teils Ausstrahlung leide. Die
Schmerzen seien teils brennenden Charakters und von Kribbeln in den Händen
begleitet. Der Arzt stellte eine mögliche psychische Überlagerung fest und verschrieb
der Klägerin Eisentabletten und Magnesium. Eine Krankschreibung erfolgte nicht
(act. G19.1 und 19.3). Die nächste Konsultation datiert vom 4. Juni 2015 und fand nach
einem Kreislaufkollaps der Klägerin statt. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde ihr für einen
Tag attestiert (act. G19.1 und G19.3). Am 8. Juni 2015 überwies Dr. E._ die Klägerin
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dann ans Psychiatrie-Zentrum und attestierte ihr eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
(act. G19.1 und 19.5). Der erste Termin im Psychiatrie-Zentrum fand am 11. Juni 2015
statt (vgl. Sachverhalt A.f) und bei Dr. H._ am 13. März 2017 (vgl. Sachverhalt A.h).
Hinweise auf eine psychiatrische Behandlung vor Juni 2015 ergeben sich aus den
Akten nicht. Damit kann von den psychiatrischen Fachärzten offensichtlich nichts
Echtzeitliches über die Situation vor Juni 2015 in Erfahrung gebracht werden. Bei den
Ausführungen der psychiatrischen Fachärzte hinsichtlich des Jahres 2014/Anfang 2015
(IV-act. 14-1: die Versicherte sei seit Anfang 2015 durch ihren Hausarzt zu 100 %
krankgeschrieben worden; IV-act. 179-2: ab 2014 nicht mehr arbeitsfähig; IV-
act. 179-3: 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 26. Juni bis 6. Juli 2014) handelt es sich
überwiegend wahrscheinlich um Ungenauigkeiten, jedenfalls lassen sich alle diese
Angaben mittels der vorstehend dargelegten umfassenden echtzeitlichen
medizinischen Unterlagen nicht erklären.
Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass die IV den Beginn der zu einer
Invalidenrente berechtigenden Arbeitsunfähigkeit der Klägerin am 8. Juni 2015 und
nicht bereits im Jahr 2014 sah. Es ist nämlich nicht entscheidend, seit wann ein
Gesundheitsschaden vorliegt, sondern seit wann die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache
zur Invalidität führt, eingetreten ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2008,
B 152/06, E. 4.3 mit Hinweisen). Es besteht kein Anhaltspunkt dafür, dass die Klägerin
seit Juni 2014 nicht mehr in der Lage gewesen wäre, lohnrelevant zu arbeiten (vgl.
beklagtisches Vorbringen in act. G7 Rz. 26). Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses
mit der C._ AG erfolgte auf Wunsch der Klägerin aus privaten Gründen, um nach der
Trennung von ihrem Ehemann die Kinderbetreuung übernehmen zu können (vgl.
act. G12). Nach der Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses kümmerte die Klägerin
sich um ihre beiden Kinder und meldete sich nach dem Auffinden einer
Kinderbetreuung Ende Februar 2015 bei der ALV an (act. G12.3). Aus dem Entzug der
Obhut für die beiden Kinder (vgl. IV-act. 357) auf eine Arbeitsunfähigkeit zu schliessen
(vgl. Vorbringen in act. G14 Rz. 7) geht nicht an. Jedenfalls für Februar und März 2015
rechnete die ALV keine "Krankentaggelder", sondern normale Taggelder ab (vgl.
act. G12.6 f.). Aus den in den Akten fehlenden weiteren ALV-Taggeldabrechnungen
kann sodann nicht auf eine Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden, wie die Beklagte
dies anregt (vgl. Vorbringen in act. G14 Rz. 7 f.). Angesichts der vorstehend erläuterten
Krankengeschichte der Klägerin (vgl. E. 4.2) bestehen entgegen der Ansicht der
Beklagten (vgl. act. G21) auch keine anderen Anhaltspunkte dafür, dass eine länger als
einzelne Tage dauernde Arbeitsunfähigkeit vor dem 8. Juni 2015 attestiert worden
wäre. Am 1. Mai 2015 trat die Klägerin sodann in das Arbeitsverhältnis mit der
Arbeitgeberin und dessen Auflösung erfolgte erst, nachdem die Klägerin
4.3.
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5.
Zu prüfen bleiben die Höhe und der Beginn der Invalidenrente. Mit IV-Verfügung vom 8.
September 2020 wurde der Klägerin ab 1. Juni 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 54
% eine halbe Rente zzgl. zwei Kinderrenten zugesprochen (IV-act. 404). Diese
Verfügung blieb unangefochten und wurde von den Parteien auch im vorliegenden
Gerichtsverfahren nicht in Frage gestellt. Gemäss Art. 10 Ziff. 2 Satz 1 des Reglements
(act. G7.4) ist für die Festlegung des Invaliditätsgrads der Entscheid der IV
massgebend. Die Berechnung des Invaliditätsgrads durch die IV-Stelle wurde von den
Parteien nicht in Frage gestellt und ist nach Lage der Akten nicht zu beanstanden,
womit grundsätzlich von einem ab 1. Juni 2016 anspruchsbegründenden
Invaliditätsgrad von 54 % auszugehen ist. Hinsichtlich des Rentenbeginns legt Art. 10
Ziff. 6 des Reglements fest, dass die Invalidenrente mit dem Anspruch auf eine
Leistung der IV beginne, frühestens aber nachdem der Lohn oder das ihn ersetzende
Kranken- oder Unfalltaggeld, an dessen Kosten sich die Firma mindestens zur Hälfte
beteiligt hat, nicht mehr ausbezahlt wird. Dies steht in Einklang mit der Regelung des
BVG (vgl. Art. 34a BVG sowie Art. 24 BVV 2). Laut Lohnkonto 1. Januar bis 31.
Dezember 2015 der Arbeitgeberin bezahlte die Arbeitgeberin für Mai 2015
Krankentaggeldversicherungsbeiträge von Fr. 42.80, wovon sie Fr. 21.15 der Klägerin
übertrug und für Juni 2015 Fr. 36.30, von denen sie Fr. 17.95 der Klägerin überwälzte
(IV-act. 23-6). Folglich ist die Voraussetzung der hälftigen Beteiligung der Arbeitgeberin
erfüllt. Die Taggeldzahlungen der Visana endeten am 22. Juni 2017 (vgl. Sachverhalt
A.i). Dieses Datum stimmt auch mit dem der IV-Verfügung zu entnehmenden Ende der
Taggeldzahlungen durch die Visana überein (IV-act. 404-2). Art. 26 Abs. 1 BVG
verweist bezüglich des Beginns des Anspruchs auf Invalidenleistungen auf die
entsprechenden Bestimmungen des IVG (Art. 29 IVG). Diese wiederum sehen vor, dass
die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt wird, in dem der Rentenanspruch
entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG). Folglich besteht der Anspruch der Klägerin gegenüber der
Beklagten ab Juni 2017, wobei die Rente ab dem 1. Juni 2017 auszurichten ist. Laut
Art. 10 Ziff. 7 des Reglements hat ein invalider Versicherter, der Kinder hat, die bei
seinem Tod Anspruch auf Waisenrenten hätten, für jedes dieser Kinder Anspruch auf
eine Kinderrente in der Höhe einer Waisenrente. Für die Kinder eines teilinvaliden
krankgeschrieben wurde (vgl. Sachverhalt A.c und A.e). Vor diesem Hintergrund ist
sowohl der zeitliche als auch der sachliche Konnex zwischen der am 8. Juni 2015
während des Arbeitsverhältnisses mit der Arbeitgeberin aufgetretenen massgeblichen
Arbeitsunfähigkeit und dem zu einer Erwerbsunfähigkeit von 54 % (vgl. vorstehend
E. 4) führenden psychischen Gesundheitsschaden der Klägerin erstellt. Entsprechend
ist die Beklagte grundsätzlich leistungspflichtig zu erklären.
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Versicherten werden die Kinderrenten entsprechend der Invalidenberechtigung
festgesetzt. Praxisgemäss sind die kantonalen Berufsvorsorgegerichte nicht gehalten,
die Rentenberechnung detailliert vorzunehmen, sondern es reicht aus, wenn sie nur
dem Grundsatz nach über den Leistungsanspruch entscheiden und die Sache zur
Ermittlung des Rentenbetrags an die zuständige Vorsorgeeinrichtung überweisen. Dies
hat das Bundesgericht insbesondere mit Hinweis auf die Gebote der Einfachheit und
Raschheit des Verfahrens nach Art. 73 Abs. 2 BVG begründet, wobei es auch die Nähe
zum Sozialversicherungsprozess betont hat (BGE 129 V 450 E. 3.4). Die Sache ist
damit zur Festsetzung der Rentenbeträge (Invalidenrente für die Klägerin und zwei
Kinderrenten für N._ und O._) und zur Überentschädigungsberechnung an die
Beklagte zu überweisen.
6.
Die Klägerin beantragte eine Beitragsbefreiung, soweit reglementarisch Anspruch
darauf bestehe. Näher begründete sie diesen Antrag nicht (vgl. act. G1 und G12). Laut
Art. 6 Ziff. 4 des Reglements der Beklagten dauert die Beitragspflicht, solange ein Lohn
ausbezahlt wird [...]. Bei Unfall, Krankheit, Mutterschaftsurlaub oder Militärdienst
werden die Beiträge weiterhin erhoben, indem sie entweder vom weiter ausgerichteten
Lohn oder vom Lohnersatz (Taggeld) abgezogen werden. Laut Art. 6 Ziff. 5 des
Reglements vermindern sich sodann für einen teilinvaliden Versicherten, der weiterhin
in einem Arbeitsverhältnis mit der Firma steht, die zu leistenden Beiträge entsprechend
der Invalidenberechtigung (act. G7.4). Das Reglement enthält also keine Regelung
hinsichtlich der Beitragsbefreiung einer teilinvaliden Versicherten, die nicht mehr in
einem Arbeitsverhältnis mit der Firma steht - wie dies bei der Klägerin der Fall ist. Die
gesetzliche Regelung lautet dahingehend, dass die Vorsorgeeinrichtung das
Alterskonto einer invaliden Person, der sie eine Rente ausrichtet, für den Fall eines
Wiedereintrittes in das Erwerbsleben bis zum Rentenalter weiterführen und das
Altersguthaben der invaliden Person verzinsen muss (Art. 14 Abs. 1 und 2 BVV 2; vgl.
zum Ganzen Hans-Ulrich Stauffer, N 10 ff. zu Art. 15 mit Hinweisen, in: Marc Hürzeler/
Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Berufliche Vorsorge, Basler Kommentar, 2021). Da die
Beklagte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Ansicht vertrat, dass die Klägerin
ihr gegenüber keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, äusserte sie sich zum
Antrag auf Beitragsbefreiung nicht weiter (vgl. act. G 7 und 14). Vor diesem Hintergrund
rechtfertigt sich auch diesbezüglich eine Überweisung an die Beklagte (vgl. BGE 129 V
453 E. 3.4 f. und den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 15. April 2019, BV
2018/4, E. 3). Sie wird die Beitragsbefreiung nach Massgabe der vorgenannten
Bestimmungen zu prüfen haben.
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7.
8.