Decision ID: 7a86d517-b392-5b1d-939b-a2cc5fed9a16
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der aus Sri Lanka stammende A._ und dessen Ehefrau J._ (geboren 1963 bzw. 1978, nachfolgend: Gesuchsteller)  am 11. Januar 2008 bei der Schweizerischen Botschaft in  um eine Einreisebewilligung für einen dreimonatigen  bei P._ (Schwester des Gesuchstellers, nachfolgend: Beschwerdeführerin) in Liestal. Nach formloser Verweigerung leitete die Schweizerische Vertretung das Gesuch an die Vorinstanz zur  und zum formellen Entscheid weiter.
B. Nachdem das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft bei der Beschwerdeführerin ergänzende Einkünfte eingeholt und an das BFM weitergeleitet hatte, wies die Vorinstanz das Einreisebegehren mit  vom 26. Februar 2008 ab. Zur Begründung wurde im  ausgeführt, infolge der wirtschaftlichen und soziokulturellen  in der Herkunftsregion, aber auch unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse könne die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise der Gesuchsteller nicht als gesichert betrachtet .
C. Mit Rechtsmitteleingabe vom 31. März 2008 beantragt die  die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die  der nachgesuchten Besuchervisa an die Gesuchsteller. Dabei wird die unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  sowie die willkürliche Beweiswürdigung gerügt. Die Vorinstanz habe es insbesondere unterlassen, die konkreten Umstände des  zu prüfen und zu würdigen. Der Gesuchsteller sei seit Januar 2003 bei einer Firma als Büroangestellter tätig und verdiene 12'000 Rupien im Monat. Daneben sei er Eigentümer eines grossen Stückes Land und besitze Vieh. Zudem sei er gesellschaftlich verankert. Schliesslich lebe er zusammen mit seiner Mutter, die 69 Jahre alt und bei schlechter Gesundheit sei. Während des geplanten Besuches in der Schweiz kümmere sich eine Nachbarin um sie. Bei  dieser individuellen Verhältnisse müsse – trotz der relativ  politischen und ökonomischen Verhältnisse – daher von einer  Wiederausreise ausgegangen werden.
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D. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 20. Mai 2008 die Abweisung der Beschwerde und hält fest, dass zwar die bezüglich der familiären und der beruflichen Situation gemachten Ausführungen durchaus zutreffen mögen. Ausschlaggebend sei jedoch, dass die  im Krisengebiet Sri Lankas wohnhaft seien und allein schon daher an deren fristgerechten Wiederausreise grundsätzlich  Zweifel bestehen würden.
E. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Replik vom 9. Juni 2008  an den gestellten Begehren fest und bringt ergänzend vor, dass die Gesuchsteller derzeit gar nicht in der Krisenregion wohnen würden.
F. Auf den weiteren Akteninhalt wird, sofern rechtserheblich, in den  eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden  Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM betreffend Verweigerung der , welche vom Bundesverwaltungsgericht endgültig  werden (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  berechtigt. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50–52 VwVG).
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2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist  Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht  und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines  (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten  2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3. Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie alle anderen  auch – grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und  die Einreise zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher  handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).
4. Am 1. Januar 2008 sind das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie die dazu gehörigen Ausführungsverordnungen (u.a. die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren [VEV, AS 2007 5537]) in Kraft getreten. In der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 wurde dem Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen  der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin (SR 362) zugestimmt. Die entsprechenden  (darunter das Abkommen vom 26. Oktober 2004  der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaft über die Assoziierung  Staates bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands [SAA, SR 0.360.268.1]) sind sodann für die Schweiz am 12. Dezember 2008 definitiv in Kraft getreten. Seitdem ist
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die Schweiz verpflichtet, den übernommenen Schengen-Besitzstand anzuwenden und umzusetzen, wie u.a. die Bestimmungen zur  Visapolitik, auf die verschiedentlich in EG-Rechtsakten  wird. Durch die Übernahme des Schengen-Besitzstandes wurden im AuG entsprechende Anpassungen notwendig (vgl. u.a. Art. 2 Abs. 4 AuG, wonach die Bestimmungen über das Visumverfahren und über die Ein- und Ausreise nur gelten, sofern das Schengen-Recht keine abweichenden Bestimmungen enthält). Im Weiteren ist die VEV total revidiert worden (Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204], in Kraft seit 12. Dezember 2008). Art. 57 VEV sieht vor, dass hängige Verfahren nach dem neuen, übergeordneten (Schengen-)Recht fortgeführt werden. Das bedeutet, dass die Schweiz ungeachtet der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 126 Abs. 1 AuG völkerrechtlich verpflichtet ist, auf Verfahren, die am 12. Dezember 2008 hängig sind, das neue Recht anzuwenden (zum Vorrang des internationalen Rechts: vgl. BGE 131 II 352 E. 1.3.1 [mit Hinweis auf Rechtsprechung und zitierte Doktrin], 119 V 171 E. 4; RAINER J. SCHWEIZER, Zur Einleitung: Das Bundesverwaltungsgericht im System der öffentlich-rechtlichen Rechtspflege des Bundes, in:  Ehrenzeller/Rainer J. Schweizer (Hrsg.), Das : Stellung und Aufgaben, St. Gallen 2008, S. 24).
5. 5.1 Bezüglich der Einreisevoraussetzungen für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten verweist Art. 2 Abs. 1 VEV auf die Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex [SGK, ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1–32]). Art. 5 Abs. 1 SGK präzisiert die  für Drittstaatsangehörige. Diese benötigen zur Einreise ein oder mehrere gültige Reisedokumente und – sofern sie der Visumspflicht unterliegen – ein gültiges Visum (Bst. a und b). Sie müssen den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Bst. c). Im Weiteren dürfen sie nicht im Schengener  (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die  Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines  darstellen (Bst. d und e).
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5.2 Die Einreisevoraussetzungen gemäss Schengener Grenzkodex entsprechen im Wesentlichen Art. 5 Abs. 1 Bst. a–d AuG. Das in Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK genannte Erfordernis, Zweck und Umstände des  Aufenthalts zu belegen, wird in Art. 5 Abs. 1 AuG nicht explizit erwähnt. Demgegenüber verlangt Art. 5 Abs. 2 AuG, dass im Falle  nur vorübergehenden Aufenthalts für die gesicherte  Gewähr zu bieten ist. Dies stellt jedoch kein zusätzliches im  Recht verankertes Erfordernis dar und steht daher nicht im  zum Schengener Grenzkodex. Die Angabe des  Aufenthaltszwecks stellt nämlich zugleich eine  dar, nach Erfüllung dieses Zwecks wieder ausreisen zu wollen. Erfolgen widersprüchliche oder unglaubwürdige Angaben zum , so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der  Gesuchsteller nicht willens ist, nach Ablauf des geplanten  den Schengenraum fristgerecht zu verlassen. In diesem Sinne äussert sich auch die Gemeinsame Konsularische Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden (GKI, ABl. C 326 vom 22.12.2005, S. 1–149), die eine analoge Auslegung vornimmt. Die GKI verlangt hinsichtlich des Entscheids über den Visumsantrag die  des Migrationsrisikos; es muss geprüft werden, "ob der  die Absicht hat, in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten mit Hilfe eines zu Touristik-, Studien-, Geschäfts- bzw. zu  ausgestellten Visums einzuwandern und sich dort “ (vgl. ABl. C 326, S. 10). Die laut Art. 5 Abs. 2 SGK zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltszwecks in Frage kommenden  werden beispielhaft in Anhang I des Schengener Grenzkodex .
5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass die nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK erforderliche Überprüfung des Aufenthaltszwecks dieselbe Fragestellung aufwirft wie die Überprüfung des in Art. 5 Abs. 2 AuG genannten Merkmals der gesicherten . Es kann daher an die bisherige Praxis und Rechtsprechung bezüglich des letztgenannten Merkmals angeknüpft werden.
6. Das Schengen-Recht nimmt eine Differenzierung in Bezug auf die  von Drittstaatsangehörigen vor. Die Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7) verweist in Art. 1 Abs. 1 und 2 auf die Anhänge I
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und II, welche jeweils eine Liste von Drittländern enthalten. In  I sind diejenigen Drittstaaten aufgelistet, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im Besitz eines Visums sein müssen; Anhang II dagegen führt  Drittländer auf, deren Staatsangehörige von der Visumspflicht  sind. Als Staatsangehörige von Sri Lanka unterliegen die  damit der Visumspflicht.
7. 7.1 Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der  keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen machen. Dabei sind sämtliche Umstände des Einzelfalles zu würdigen.
7.2 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise können sich aus der allgemeinen Lage im Herkunftsland der  oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw. Regionen mit politisch oder  vergleichsweise ungünstigen Verhältnissen können darauf , dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.
7.3 Die Wirtschaft Sri Lankas ist 2007 real um 7,4% gewachsen. Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 1350 USD, das Bruttoinlandprodukt (BIP) 27 Mrd. USD. Für 2008 wird erneut ein hohes Wirtschaftswachstum von über 6% erwartet. Ein Problem für die weitere wirtschaftliche  ist zunehmend die Inflation, die 2007 mit einer Jahresrate von deutlich über 15% nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Arbeitslosigkeit beträgt seit längerer Zeit ungefähr 7%. Die  Entwicklung Sri Lankas weist allerdings grosse regionale Unterschiede auf. Wirtschaftliches Zentrum ist die Region rund um , die fast die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt. Demgegenüber bleiben breite Bevölkerungsschichten vor allem im Norden und Osten des Landes von vergleichsweise schwierigen  und sozialen Lebensbedingungen betroffen (Quelle: - und Reiseinformationen auf der Webseite des Auswärtigen , www.auswaertiges-amt.de, Stand: November 2008, besucht am 24. Februar 2009).
Darüber hinaus hat sich die Sicherheitslage im ganzen Land seit An-
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fang 2006 wieder verschlechtert, nachdem erneut Kämpfe zwischen dem Militär und der "Liberation Tigers of Tamil Eelam" (LTTE)  sind. Davon besonders betroffen sind der Osten und Norden Sri Lankas; Anschläge kommen jedoch auch in der Hauptstadt  vor. Zudem hat die Regierung am 3. Januar 2008 das  mit der LTTE offiziell per 16. Januar 2008 gekündigt; seither haben die Gefechte im Norden des Landes zugenommen und das politische Klima ist sehr gespannt (Quelle: Reisehinweise auf der Webseite des Eidgenössischen Departements für Auswärtige  [EDA], www.eda.admin.ch, Stand: 12. Februar 2009, besucht am 24. Februar 2009; vgl. auch BVGE 2008/2 E. 7.2 bis 7.5).
In den vergangenen Wochen und Monaten ist die srilankische Armee in die letzten von den tamilischen Rebellen kontrollierten Gebiete  und hat die LTTE weiter zurückgedrängt. Doch auch wenn der Armeechef in einer jüngeren Fernsehansprache erklärte, das Ende des 25-jährigen Bürgerkriegs sei in greifbare Nähe gerückt, so ist  Ankündigung angesichts der vielen gleichartigen Erklärungen in den vergangenen Monaten zu relativieren. Es ist schwer , über welche Reserven die LTTE noch verfügen. Zudem gibt es seit dem Beginn der jüngsten Offensive im Norden keine  Berichte aus dem Kriegsgebiet mehr, da Journalisten und Helfern der Zugang dorthin verwehrt wird (zur neuesten Entwicklung vgl. Neue Zürcher Zeitung vom 27. Januar 2009, S. 3).
7.4 Die Tendenz zur Auswanderung zeigt sich erfahrungsgemäss  stark bei jüngeren und ungebundenen Personen, aber auch sozial eingebundene Menschen reiferen Alters fassen oft diesen Weg ins Auge. Ein bestehendes soziales Beziehungsnetz (Freunde oder Verwandte) im Ausland ist ein wichtiges Element, das den  noch akzentuieren kann. Es gilt nach Möglichkeit zu , dass Gesuchsteller ihre Anwesenheit in der Schweiz –  der ursprünglichen Absichtserklärung – dazu nutzen, ein  einzureichen oder die fristgerechte Wiederausreise auf andere Weise zu umgehen. Die schwierige Lage des Landes spiegelt sich im Übrigen in der schweizerischen Asylstatistik wider, in der Sri Lanka im Jahre 2008 mit 1'262 Gesuchen die fünftgrösste Gruppe von  stellte. Nachdem die Anzahl der Gesuche 2007 im Vergleich zum Jahr 2006 schon um fast 90% zugenommen hatte, stieg die  der Gesuche 2008 wegen der Eskalation des bewaffneten Konflik-
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tes im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 98.4% (vgl. BFM- 2008 vom 12. Januar 2009, S. 4 und 9).
8. 8.1 Neben solchen allgemeinen Umständen und Erfahrungen sind bei der Risikoanalyse auch sämtliche Gesichtspunkte des konkreten  in Betracht zu ziehen. Obliegt einem Gesuchsteller bzw. einer Gesuchstellerin im Heimat- oder ständigen Aufenthaltsstaat  eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre , kann dieser Umstand durchaus die Prognose für eine  Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt muss bei  und Gesuchstellerinnen, die keine der erwähnten  haben, die sie von einer möglichen Emigration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das Risiko eines  nicht vorschriftsgemässen Verhaltens nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt hoch eingeschätzt werden.
8.2 Bei den Gesuchstellern handelt es sich um ein kinderloses  (45 bzw. 30 Jahre alt), das aus Vavuniya – und somit aus dem Norden Sri Lankas – stammt. Familiäre Verpflichtungen bestehen  gegenüber ihrer 70-jährigen Mutter, welche bei schlechter  sein soll, jedoch während der Abwesenheit der Gesuchsteller von einer Nachbarin betreut werden kann. Der Gesuchsteller ist seit 2003 bei der gleichen Firma als Büroangestellter tätig und verdient  12'000 LKR (srilankische Rupien) im Monat. Dies stellt –  den Vorbringen der Beschwerdeführerin – kein  Einkommen dar. Die derzeitigen monatlichen  in Sri Lanka variieren zwischen 12'000 LKR (z.B. ) und 16'000 LKR (Buchhaltungs-Assistent auf einer Botschaft in Colombo). Allerdings ist der Gesuchsteller gemäss den auf  eingereichten Belegen Eigentümer eines grossen Stücks Land (u.a. eine Bananenplantage), besitzt eine Herde mit 42 Ziegen und zwölf Kühen und ist auch gesellschaftlich verankert (u.a. in der Kirche engagiert). Auf den ersten Blick spricht dies durchaus für eine gewisse Verwurzelung und für eine günstige Prognose in Bezug auf eine anstandslose Wiederausreise der Gesuchsteller nach einem  Besuchsaufenthalt. Andererseits spricht die oben geschilderte schwierige Sicherheitslage, was insbesondere auch für die  der Gesuchsteller gilt, gegen eine günstige Prognose. Gemäss Abklärungen der Schweizerischen Botschaft in Colombo vom Oktober 2008 im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren, welches eben-
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falls beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemacht worden ist (C-5277/2008), ist die Lage in Vavuniya sehr unübersichtlich und  sich zunehmend. Die Zivilbevölkerung leidet u.a. unter , Folterung, Entführungen, "Disappearances" und . Es herrscht ein Klima der Angst und des  Misstrauens, so dass die erwähnten Übergriffe kaum je gemeldet werden. Zudem ist die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen  knapp und wird zunehmend schwieriger. Nicht zuletzt aufgrund der Menschenrechtsverletzungen hat die Zahl der Asylsuchenden, die aus Vavuniya stammen, stark zugenommen. In einem dem  vom BFM zur Kenntnis gebrachten Fall hat ebenfalls ein Ehepaar aus Vavuniya, welches früher mehrmals in der Schweiz zu Besuch gewesen war und dem im März 2008 wiederum eine  ausgestellt worden war, im Oktober 2008 in der Schweiz Asylgesuche gestellt.
8.3 Angesichts dieser Sachlage und den unlängst mit Personen aus dem Herkunftsgebiet der Gesuchsteller gemachten Erfahrungen ist – trotz der in casu unbestrittenen beruflichen, gesellschaftlichen und  Bindungen – nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz  schloss, es sei nicht genügend Gewähr für die fristgerechte  nach einem Besuchsaufenthalt gegeben. Im Übrigen stellt ein zurückbleibendes Familienmitglied für sich allein ohnehin noch  Garantie für eine anstandslose Rückkehr dar. Die Erfahrung zeigt vielmehr, dass es – nebst allfälliger wirtschaftlicher Umstände – in der Regel die sicherheitspolitischen Verhältnisse sind, die letztlich über Verbleib oder Wegzug entscheiden, wobei sogar eine vorübergehende Trennung von Familienangehörigen, die dann später nicht selten , in Kauf genommen wird. Wie bereits erwähnt, ist die  im Norden Sri Lankas prekär, weshalb man in Bezug auf das Herkunftsgebiet – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – sehr wohl von einem Krisengebiet sprechen kann. Diese Einschätzung teilt ferner auch das EDA, indem es von Reisen ins gesamte Gebiet nördlich der Strassen A12 und A11 (Puttalam – Anurudhapura – ) abrät, wozu auch Vavuniya gehört (Quelle: Reisehinweise auf der Webseite des EDA, www.eda.admin.ch, Stand: 12. Februar 2009, besucht am 24. Februar 2009).
9. Aus den vorangegangenen Erwägungen folgt, dass die angefochtene
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Verfügung im Lichte von Art. 49 VwVG rechtmässig ist. Die  ist daher abzuweisen.
10. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die  sind auf Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).
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