Decision ID: f1c75a36-786d-4b63-8e4f-3b8beea424f8
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
arbeitete seit
dem
1
4.
Juli 1999
als Chauffeur
bei der
Y._
und war dabei bei der
Berner Allgemeine
Ver
siche
rungs
-Gesellschaft (heute:
Allianz Sui
sse Versicherungs-Gesellschaft [Alli
anz])
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 27. April 2000 tätlich angegriffen wurde.
X._
zog sich dabei eine Verletzung der rechten Schulter zu (Unfallmeldung UVG vom
8.
Mai 2008,
Urk.
9/1). Das
Z._
diagnostizierte eine
Akromionfraktur
rechts und eine Fraktur des
Glenoids
(Arztzeugnis UVG vom 3
1.
Mai 2000,
Urk.
9/7).
Der Unfallversicherer
erbrachte bis am 1
4.
Januar 2001 Taggeldleistungen und kam
bis zum vorläufi
gen Behandlungsabschluss per 5.
März 2001
für die
Heilbe
handlungskosten
auf
(Schreiben der Allianz vom 20.
April 2004,
Urk.
9/58)
.
Am 1
5.
August 2003 musste sich
X._
wegen progredienter Beschwer
den einer Schulteroperation unterziehen
, bei der das Osteosynthese-Material am vorderen
Glenoidrand
rechts entfernt wurde
(Operationsbericht,
Urk.
9/31
). Die Allianz erbrachte erneut Heil
behandlungs
kosten und Taggelder
.
Am
7.
Januar 2004 meldete sich
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/44
).
Mit
Verfügung vom 1
7.
Juni 2004
stellte die Allianz
ihre Leistungen für Heilbehandlung per 16. Februar
2004 und die Taggelder per 29.
Februar 2004 ein und verneinte einen Anspruch
von
X._
auf eine Rente der Unfallversicherung (
Urk.
9/64).
Hier
gegen erhob
X._
am 23.
Augu
st 2004 Einsprache (
Urk.
9/76),
auf welche
die Allianz mit
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Januar 2005 nicht eintrat (
Urk.
9/82).
Mit Verfügung vom
7.
Februar 2005 sprach die Allianz
X._
eine Integritätsentschädigung von 12,5
%
, das heisst Fr. 13‘350.-- zu (
Urk.
9
/89)
.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädisc
he Chirur
gie, nahm am 1
4.
April 2005
bei
X._
eine Schulterarthroskopie
rechts
vor
(Operationsbericht,
Urk.
9/99)
. Die Allianz erbrachte
hierauf
Heilbehand
lungs
- und Taggeldleistungen und
gab
am 1
8.
Mai 2005
zur
Abklärung der Unfallkausalität
der Schulterbeschwerden und der darau
s
folgenden Operation
bei
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, ein Gut
achten in Auftr
ag (
Urk.
9/111), welches am 28.
Juni 2005 erstattet (
Urk.
9/114) und am
8.
September 2005 ergänzt wurde (
Urk.
9/121). Am 3
0.
September 2005 nahm
A._
bei
X._
erneut eine Schulterarthroskopie
rechts
vor (
Urk.
9/125).
Mit Verfügung vom
2
1.
März 2006
stellte die Allianz
ihre
Taggeldleistungen per 3
1.
Dezember 2005 ein. Heilbehandlungsleistungen erbrachte sie weiterhin (
Urk.
9/156). Hiergegen erhob
X._
am
3.
Mai 2006 Einsprache (
Urk.
9/161).
Am 1
8.
Mai 2006 führte
A._
wie
derum eine Schulterarthroskopie
rechts
durch (
Urk.
9/164). Nachdem
B._
am 2
9.
August
2006 gegenüber der Allianz eine Stellungnahme abgegeben hatte (
Urk.
9/174), wies die Allianz die Einsprache vom
3.
Mai 2006 am 1
9.
Juni 2007 ab (
Urk.
9/184).
Die von
X._
hiergegen am 1
7.
August 2007 erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
0.
Juli
2009 gut und stellte fest,
dass
X._
für die Zeit vom
1.
Januar 2006 bis 3
1.
März
2006 Anspruch auf Taggelder auf der Basis einer 100%igen und ab
1.
April 2006 auf der Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit hat (Prozess Nr.
UV.2007.00353).
Die
IV-Stelle
gewährte
X._
mit Verfügung
en
vom 2
5.
Juni 2009 mit Wirkung ab
1.
Januar 2003 eine
Viertelsrente
.
M
it Verfügung vom 1
9.
Oktober
2009 sprach die Allianz
X._
mit Wirkung ab
1.
November 2008 eine auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
beruhende Rente
zu
(
Urk.
9/23
8
).
1.2
Im Oktober 2009 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein
und gab bei
C._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und
Rheumaerkran
kungen
, und
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie, ein
bidisziplinäres
Gutachten in Auftrag, welches am
4.
April
2011 erstattet wurde
(
Urk.
23-24)
.
Mit
Schreiben vom 1
7.
Mai 2011 teilte die Allianz
X._
mit, dass sie beabsichtigten
,
die Rente auf eine auf einem
Invaliditäts
grad
von 28
%
beruhende Rente herabzusetzen. Im Weiteren wies sie ihn darauf hin, dass sie bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
den Invaliditätsgrad auf
grund eines Rechnung
sfehlers falsch berechnet hätte
, dieser habe korrekterweise 42
%
betragen (
Urk.
9/256).
Mit Verfügung vom 12.
September 2011 setzte die Allianz die Rente von
X._
mit Wirkung ab
1.
Juli 2011
auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 28
%
beruhende Rente herab (
Urk.
9/269). Hiergegen erhob
X._
am 1
3.
Oktober 2011 Einsprache
und beantragte, es sei ihm weiterhin eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 42
%
auszurichten
(
Urk.
9/271
). Mit Verfügung vom 1
8.
Oktober 2011 stellte die IV-Stelle die Rente von
X._
ein.
M
it
Einspracheentscheid
vom 1
6.
Januar 2012
hiess die
Allianz die Einsprache von
X._
insoweit gut, als sie den Invaliditätsgrad auf 29
%
festsetzte
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
am 1
6.
Februar 2012 durch Rechtsanwalt Domi
nique
Chopard
Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm weiterhin eine Invalidenrente von 42
%
auszurichten (
Urk.
1
).
Die Beschwerdegegnerin er
such
te mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
März 2012 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Mit Replik vom 1
1.
Juli 2012 liess der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen festhalten (
Urk.
14). Mit Eingabe vom
1
2.
Juli 2012
(
Urk.
16)
reichte er zudem einen Operationsberic
ht von
A._
vom 30.
März 2012 (
Urk.
17/1) und
einen Bericht
des
E._
vom 24.
Februar 2012 ein (
Urk.
17/2). Die
Beschwerdegegnerin schloss mit
Duplik vom
2
7.
Juli 2012 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
20), was dem Beschwerdeführer am 3
1.
Juli 2012 mitgeteilt wurde (
Urk.
21).
3.
Mit heutigem Urteil wurde die vom Beschwerdeführer gegen die
Rentenein
stel
lung
der IV-Stelle erhobene Beschwerde abgewiesen (Prozess Nr. IV.2011.01249).
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Rente
des Beschwerdeführers
auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 29
%
beruhende Rente herabgesetzt hat.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 ATSG).
In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 UVG, BGE 134 V 131).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 60
%
arbeitsfähig sei, wobei die Einschränkung unfallbedingt
sei
(
Urk.
9/238). Sie berief sich dabei auf das Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
0.
Juli 2009, welches sich
seinerseits
insbesondere
auf ein Gutachten der
F._
vom
4.
September 2008
stützte
(E. 4.1)
.
Die
F._
diagnostizierte in ihrem Gutachten vom
4.
September 2008
(
Urk.
22)
mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine septische und posttraumatische
Omarth
rose
rechts bei (a) Zustand nach
Glenoidfraktur
und
Akromionfraktur
vom
2.
Mai 2000, anschliessend multiple Operationen (
initial
Rekonstruktion,
Oste
o
synthesematerialentfernung
, mehrere
Schulterarthroskopien mit
Débridement
,
Bizepstenotomie
,
Akromioplastik
und Spülungen) und (b)
glenohu
m
e
raler
Dys
funktion und muskulärer
Dysbalance
(sekundär) und (2) ein chronisches
zer
vi
kovertebrales
und
zervikospondylogenes
Syndrom bei (a)
pseudoradikulären
Be
gleitsensationen
und (b) muskulä
r
er
Dysbalance
(sekundär bei Diagnose 1) und (3) ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei (a) Flachrücken und leich
ter Wirbelsäulenfehlform, (b) muskulärer
Dysbalance
, (c) leichte
n
Spondylarth
rosen
der LWS und (d)
pseudoradikulären
Begleitsensationen. Ohne Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit seien (1) eine posttraumatische Belastungsstörung und (2) eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
(S. 18)
. Für eine ge
eignete Tätigkeit sei der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht min
dest
ens zu 60
%
arbeitsfähig
. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit setze sich zum einen aus einer Reduktion des zeitlichen Pensums von 20
%
und zum an
deren
einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von maximal 20
%
zusam
men
. Relevant sei überwiegend die septische und posttraumatische
Omarthrose
rechts. Das Profil der Verweistätigkeit müsse Folgendes beinhalten: Die Belas
tungen für die obere Extremität und Hände sollten in Lendenhöhe
höchstens
leichte bis maximal kurzfristig schwere Belastungen beinhalten. Ab Brusthöhe, höchstens vorübergehend, leichte Belastungen und
Arbeiten
über Brusthöhe, respektive
über Kopfhöhe,
müss
t
en konsequent gemieden werden. Prinzipiell
sei
die dauernde Belastung der rechten oberen Extr
emität zu minimieren, das heisst,
d
as
monotone
Bedienen
von Maschinen in Produktionen oder von
Steu
erungs
ele
menten
oder ähnliche
m
mit der oberen Extremität
sollte
nicht ko
n
stant aus
geführt werden
. Heben und Tragen von Lasten
sei
bis Lendenhöhe
bis
maximal 5 Kilogramm, bis Brusthöhe
bis
maximal 2 Kilogramm
möglich
. Die Exposition der oberen rechten Extremität für unvorhersehbare äussere Gewalt, resp.
Belas
tungseinwirkungen
sei
strikt zu vermeiden
. Arbeiten auf
behelfsmäs
sigen
Arbeits
flächen
seien
nicht zumutbar. Zudem (aufgrund des chronischen
zer
vi
kovertebralen
und
zervikospondylogenen
Syndroms und des chronischen
Lum
bo
vertebralsyndroms
) sei die individuelle Wahl von Wechselpositionen günstig,
monotone kniende oder nach vorn gebeugte Tätigkeiten wie auch Tätigkeiten mit
repetitiven Torsions- und Schwenkbewegungen mit dem Rumpf seien un
günstig (S. 2
0
). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Auslieferungs
kraft
für
Kleinim
biss
- und Backbetr
ie
be könnten sie das Belastungsprofil nicht einschätzen (S.
19
).
2.2
2.2.1
Im aktuellen Revisionsverfahren
diagnostizierten
D._
und
C._
in ihre
n
Gutachten vom
4.
April 2011 (
Urk.
23-24
)
aus psychiatrischer Sicht mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(1) eine rezidivierende depressive Stö
rung, nicht näher bezeichnet, im Sinne einer atypischen monopolaren Depres
sion, gegenwärtig
leichtgradiger
Ausprägung
(ICD-10 F33.9) bei Status nach Anpassungsstörung im Jahr 2008, bestehend seit etwa 2009 und
(2) eine post
traumatische Belastungsstörung
(ICD-10 F43.1), aktuell geringe Symptomatik, bestehend seit mindestens 200
8.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4), bestehend seit mindestens 200
4.
Aus somatischer Sicht bestehe
(
1
) eine
Omarthrose
rechts, (
2
) ein chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der oberen und der unteren Wirbelsäule mit
spondylogener
Ausstrahlung, welches soma
tisch nicht ausreichend abstützbar
sei
, bei (a) diffuser Druckschmerzangabe, (b) im Januar 2011 elektrodiagnostisch diskrete Hinweise auf ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom links und auf eine
Thoracic
outlet
-Komponente links und (c) Schlaf
störungen, Müd
igkeit und Bauchschmerzen, (
3
) anamnestisch
ei
n
Reizmagen-Syndrom und (
4
) einen Verdacht auf eine subklinische Hypothyreose (
Urk.
24
S.
10
und
Urk.
23 S. 36
). Aus rein rheumatologischer Sicht sei der Beschwerde
führer für jegliche Tätigkeiten zu 100
%
eingeschränkt gewesen im Zeitraum vom 2
7.
April 2000 bis Ende 2000, vom 1
5.
August 2003 bis längstens November 2003, vom 1
4.
Mai 2005 bis längstens Mitte August 2005, vom
4.
bis 3
1.
De
zem
ber 2007 und vom
4.
September 2008 bis längstens Ende November 200
8.
Neben diesen Einschränkungen bestehe für die angestammte Tätigkeit als Chauffeur mit Auslieferung von Backprodukten seit dem Jahr 2004 eine Ein
schränkung von 10
%
, für das Jahr 2005 von 20
%
, für das Jahr 2006 von 30
%
und seit 2008 von 50
%
. Dieses zumutbare Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo über den Tag verteilt geleistet werden. Für eine angepasste Tätigkeit gälten die genannten 100%igen Arbeitsunfähig
keit
en
ebenfalls. Zudem bestehe
für eine angepasste Tätigkeit
seit dem Jahr 2007 eine 10%ige und seit dem Jahr 2008 eine 20%ige Einschränkung. In der interdisziplinären Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gelte für die Arbeitsfähig
keit in der angestammten Tätigkeit das somatisch-rheumatologische
Zumutbar
keitsprofil
. Für eine angepasste Tätigkeit könne bis 2007 vollumfänglich auf die Einschätzung aus somatisch-rheumatologischer Sicht und für die Jahre 2008 und 2009 vollumfänglich auf die Einschätzung aus psychosomatisch-psychiat
rischer Sicht abgest
ell
t werden und seit dem Jahr 2010 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
postuliert werden. Eine angepasste Tätigkeit sei in einem temperierten Raum auszuüben. Die Tätigkeit dürfe körperlich nur
leicht
gradig
belastend sein und es
müsse die Möglichkeit bestehen
, zwischen sitzen
der, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wünschenswert. Vermieden werden sollten der repetitive Handeinsatz oberhalb der Augenhöhe, sofern der rechte Ellbogen nicht abge
stützt werden könne, und Arbeiten, bei denen der rechte Arm Vibrationen aus
gesetzt sei. Die
Gewichtslimite
für bis Brusthöhe zu bewegende
Gewichte betrage 5 bis 7,5 Kilogramm und oberhalb der Brusthöhe bei beidseitigem Handeinsatz 4 bis 5 Kilogramm und bei rechtseitigem Handeinsatz 1 bis 2 Kilo
gramm. Das Schieben von Gestellen (mit Rollen) sei auch weiterhin zumutbar. Das Einhalten der Rückergonomie sei wünschenswert (
Urk.
24
S. 20-22).
2.2.2
A._
diagnostizierte
mit Bericht vom 2
3.
November 2011 (
Urk.
3/3)
eine
posttraumatische
Omarthrose
der rechten Schulter bei durchgemachtem
low
-grade Infekt mit
Propionibacterium
acnes
bei (a) Status nach
Glenoidfrak
tur
, behandelt im
Z._
mit Osteosynthese, (b) Status nach Metallentfernung und im Anschluss multiplen Operationen, (c) Status nach Schulterarthroskopie mit
Synovektomie
und
Akromioplastik
am 3
0.
September 2005, (d) Status nach er
neuter Schulterarthroskopie, subtotaler
Synovektomie
und multiplen
Gelenksbi
opsien
am 1
8.
Mai 2006, (e) Status nach Schulterarthroskopie und subtotaler
Synovektomie
rechts am
4.
Dezember 2007 und (e) Status nach
Schulterarth
roskopie
mit
glenohumeraler
Synovektomie
,
subacromialer
Bursektomie
und Entnahme von Geweb
e
proben Schulter rechts am 4. September 2008 und (2) und ein
cranio
-zervika
l
es Schmerzsyndrom bei
Disku
s
protrusion
C6/7 sowie Einengung C5/6 rechts. Der Beschwerdeführer sei seit dem
5.
Mai 2008 zu 100
%
arbeitsunfähig.
2.2.
3
A._
nannte mit Bericht vom
5.
Juli 2011
(
Urk.
9/263)
als Diagno
sen (1) einen an der rechten Schulter durchgemachten
low
-grade Infekt mit
Propionibacterium
acnes
sowie
Omarthrose
bei (a) Status nach
Glenoidfraktur
, behandelt im
Z._
mit Osteosynthese, (b) Status nach Metallentfernung und im Anschluss multiplen Operationen, (c) Status nach Schulterarthroskopie mit
Synovektomie
,
Akromioplastik
am 3
0.
September 2005, (d) Status nach erneuter Schulterarthroskopie, subtotaler
Synovektomie
und multiplen Gelenksbiopsien am 1
8.
Mai 2006, (e) Status nach Schulterarthroskopie
und subtotaler
Syno
vektomie
rechts am
4.
Dezember 2007 und (f) Status nach Schulterarthroskopie
mit
glenohumeraler
Synovektomie
,
subacromialer
Bursektomie
und Entnahme von Gewebsproben Schulter rechts am
4.
September 2008 und (2) ein
cranio
-zervikales Schmerzsyndrom bei
Diskusprotrusion
C6/7 sowie Einengung C5/6 rechts. Die Beurteilung der IV-Stelle respektive des Begutachters verstehe er nicht. Strukturell habe sich die rechte Schulter verschlechtert. Es sei eine
mäs
siggradige
posttraumatische Arthrose entstanden. Der Beschwerdeführer gebe Schmerzen an, welche strukturell vollumfänglich erklärt werden könnten. Er könne den rechten Arm zwar knapp heben, aber in keiner Art und Weise belas
ten. In diesem Zustand erachte er ihn als Dreher überhaupt nicht arbeitsfähig und in einer angepassten Tätigkeit höchstens
als
zu 50
%
,
mit nur Durchfüh
rung von leichten Tätigkeiten, allenfalls administrativen Tätigkeiten ohne Heben von Gewichten repetitiv über 1 Kilogramm.
2.2.4
Die
G._
untersuchte den Beschwerdeführer am
1
6.
Januar 2012 und diagnostizierte mit Bericht vom 3
0.
Januar 2012
(
Urk.
3/4)
an der rechten Schulter (1) ein
en
Status nach Schulterarthroskopie mit
Synovektomie
,
Akro
mioplastik
am 3
0.
September 2005,
(2)
einen
Status nach erneuter
Schulter
arth
roskopie
, subtotaler
Synovektomie
und multiplen Gelenksbiopsien am 1
8.
Mai 2006,
(3)
einen
Status nach Schulterarthr
oskopie und subtotaler
Syno
vektomie
rechts am
4.
Dezember 2007, (4)
einen
Status nach
Schulterarthrosko
pie
mit
glenohumeraler
Synovektomie
,
subacromialer
Bursektomie
und Ent
nahme von Geweb
e
proben Schulter rechts am
4.
September 2008, (5)
eine
posttraumatische
Omarthrose
bei durchgemachtem
low
-grade Infekt mit
Pro
p
i
on
i
bacterium
acnes
bei Status nach Metallentfernung und im Anschluss mul
tiplen O
perat
ionen und Status nach
Glenoidfraktur
, behandelt im
Z._
mit Oste
osynthese am
2.
Mai 2000 und
Osteosynthesematerialentfernung
am 1
5.
August 200
3.
Im Weiteren bestehe ein
cranio
-zervikales Schmerzsyndrom bei
Dis
kusprotrusion
C6/7 sowie Einengung C5/6 rechts. Die Beschwerden des Beschwerdeführers seien sehr gut nachvollziehbar, einerseits im Rahmen der Anamnese, andererseits im Rahmen der aktuellen und früheren Bildgebung. Es bestünden keine Zweifel an der or
ganischen Ursache der Probleme.
2.2.
5
Das
E._
nahm am 2
4.
Februar 2012 zum G
utachten von
D._
vom 4.
April 2011 Stellung
(
Urk.
17/2)
und diagnostizierte dabei (
1) eine posttrau
matische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), (2) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), (3) eine Schultergelenksarthrose mit/bei (a) Status nach Überfall am 2
7.
April 200
0
, (b) Status nach
Glenoid
- und
Akromionfraktur
am 2
7.
April 2000, (c)
Chondromalazie
a
nteile
Grad III im Bereich
Humeruskopf
, in den übrigen Ber
eichen
Grad II, (d) Status nach Rekonstruktion der vorderen
Glenoidrandfraktur
am
2.
Mai 2000, (e) Entfernung
Osteosynthesematerial
vorderer
Glenoidra
nd
rechts am 1
5.
August 2003, (f) Schulterarthroskopie am 1
4.
Mai 2005, (g) Schulterarthroskop
ie mit
Synovektomie
und
Akromioplastik
am 3
0.
September 2005, (h) Schulterarthro
s
kopie subtotale
Synovektomie
und multiplen Gelenksbiopsien
am 1
8.
Mai 2006
, (i) Schulterarthroskopie subtotale
Synovektomie
rechts am
4.
Dezember 2007, (j) Schulterarthroskopie mit
gleno
humeraler
Synovektomie
,
subacromialer
Bursektomie
und Entna
h
me von Gewe
beproben Schulter rechts am
4.
September 2008 und (k) Schultertotalprothe
se
rechts, vorgesehen am
7.
März 2012
,
(
4) Armschmerzen links mit/bei (a) leich
tem
Thoracic
-
outlet
-Syndrom
und
(b) leichtem
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom, (5) chronische Lumbalgien bei (a) L3/4 leichter bis mittelgradiger Einengung des Spinalkanals, (b) L4/5 leichter Einengung des Spinalkanals, mittelgradiger
Spondylarthrose
und
Recessus
lateralis
von L5 beidseits etwas eingeengt und (c) L5/S1 mittelgradige
r
S
pondylarthrose
und normal weitem
Spinalkanal und (6) ein chronische
s
Zervikalsyndrom
mit/bei (a)
Parästhesien
Dig
. IV und V rechts möglicherweise im Rahmen eines
geringgradigen
Thoracic
-
outlet
-Syndrom
s
, (b) leichter Einengung des
Neuroforamens
C5/6 rechts durch
unkarthrotische
Zacken und kleine
mediolaterale
intraforaminäre
Hernie,
Osteochondrose
C5/6 und ohne Hinweise auf relevante Läsion der Wurzel C6
und (c)
Diskusprotrusion
C6/7 sowie
foraminaler
Einengung C5/6 rechts. Der Beschwerdeführer sei für jede Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig.
2.2.
6
Am 3
0.
März 2012 setzte
A._
beim Beschwerdeführer eine
Schul
tertotalprothese
rechts ein
und
entnahm Geweb
e
proben
der
Schulter rechts.
Er hielt in seinem Operationsbericht als Diagnose
eine fortgeschrittene, posttrau
matische
Omarthrose
bei durchgemachtem
low
-grade Infekt mit
Propioni
bacterium
acnes
bei (a) Status nach
Glenoidfraktur
, behandelt im
Z._
mit Oste
osynthese, (b) Status nach Metallentfernung und im Anschluss multiplen Operationen, (
c
) Status nach Schult
erarthroskopie mit
Synovektomie
und
Akro
mioplastik
am 3
0.
September 2005, (
d
) Status nach erneuter
Schulterarthrosko
pie
, subtotaler
Synovektomie
und multiplen Gelenks
b
iopsien am 1
8.
Mai 2006, (
e
) Status nach Schulterarthroskopie und subtotaler
Synovektomie
rechts am
4.
Dezember 2007 und (
f
) Status nach Schulterarthroskopie mit
glenohumeraler
Synovektomie
,
subacromialer
Bursektomie
und Entnahme von Geweb
e
proben Schulter rechts am 4.
September 2008
, fest
(
Urk.
17/1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging im
Einspracheentscheid
vom 1
6.
Januar 2012 davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefü
hrers verbessert habe und er nun
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfä
hig sei. Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Gutachten von
C._
und
D._
vom
4.
April 2011 (
Urk.
2).
3.2
3.2.1
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Sozialversicherung einge
holten Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
). Vorliegend sind keine Indizien
ersichtlich
, welche gegen die Beweistauglichkeit der Gut
ach
ten von
C._
und
D._
vom
4.
April 2011 sprechen. Die Gutachten er
füllen die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, welche an
beweistaugli
che
medizinische Gutachten gestellt werden: Sie sind für die streitigen Belange um
fassend, beruhen auf eingehenden Untersuchungen, berücksichtigen auch die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 35
1
E. 3a).
3.2.2
Die Beweistauglichkeit der Gutachten wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Er wendet gegen die
Herabsetzung
der Rente vielmehr ein, dass aus den Gutachten gar keine Verbesserung seines Gesundheitszustandes hervorgehe
. Die Beschwerdegegnerin sei denn auch bereits bei der Festsetzung der ursprünglichen Rente davon ausgegangen, dass der Infekt der rechten Schulter abgeheilt sei
(
Urk.
1 und
Urk.
14).
D
ie retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch
C._
und
D._
weicht tatsächlich
von derjenigen der
F._
ab
. Diese retrospektive Einschätzung ist revisionsrechtlich jedoch nicht entschei
dend. Vielmehr ist relevant, wie
C._
und
D._
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Begutachtung beurteilen und ob sie ei
ne
seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
eingetretene Verbesserung
des Ge
sundheitszustandes des Beschwerdeführers rech
tsgenügend feststellen konn
ten.
Hierzu wendet der
Beschwerdeführer zu Recht
ein
, dass d
ie Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 1
9.
Oktober 2008 davon aus
gegangen sei
, dass bereits ab September 2008 kein Infekt
der rechten Schulter
mehr
vorgelegen
hatte (
Urk.
9/238 S. 2)
. Es kann offen bleiben, ob dies nicht offensichtlich
unrichtig
war
, hielt doch die
F._
noch eine septische Situation fest (
Urk.
22 S. 20)
.
Die
klinische Situation der rechten oberen Extremität hat sich
nämlich
unabhängig vom Bestehen eines Infekts verbessert. So erklärt
C._
betreffend d
i
e oberen Extremitäten
(
Urk.
24 S. 13)
: „So hat zwar das Ausmass der radiologisch doku
mentierten
Omarthrose
rechts, seit dem 11.04.
2005 zugenommen, was eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bedeutet. Die klinisch pathologi
schen Befunde im Bereich der oberen Extremität un
d
insbesondere im Bereich des rechten Schultergürtels sind jedoch aktuell deutlich weniger pathologisch ausgeprägt. S
o
hat sich die Bewegungseinschränkung im
glen
o
humeralen
Ge
lenk rechts für sämtliche Bewegungsamplituden deutlich zurückgebildet. So ist die rechte Schulter nicht mehr geschwollen und überwärmt, wobei damals (Zeitpunkt des
F._
-Gutachtens) noch eine
Infektsituation
in der rechten Schulter vorlag. So hat sich die Schulterbeweglichkeit links normalisiert
.
“
C._
legt also in schlüssiger Weise dar, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verbessert hat. Da die Gutachten von
C._
und
D._
wie ausgeführt
auch die übrigen Voraussetzungen an
beweistaugli
che
Gutachten erfüll
en
, bilde
n
sie
eine hinreichende Beurteilungsgrundlage.
3.3
A._
attestierte dem Besch
werdeführer mit Bericht vom 23.
Novem
ber 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit
5.
Mai 2008 (E. 2.2
.2) und mit Bericht vom
5.
Juli 2011
(E. 2.2.3) in der angesta
mmten Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit höchstens eine 50%ige Arbeitsfähigkeit und erklärte,
dass
er die Beurteilung der IV-Stelle respektive des
G
utachters nicht verstehe.
C._
erklärte hierzu am
6.
Sep
tem
ber 2011 (
Urk.
25
), dass er in seinem Gutachten vom
4.
April 2011 auch davon ausgegangen sei, dass die
Omarthrose
rechts zugenommen habe. Seines Erach
tens seien die geklagten Beschwerden jedoch nur teilweise auf objektivierbare somatisch-pathologische Befunde abstützbar.
Diese unterschied
liche Einschät
zung von
A._
und
C._
lässt sich ohne
Weiteres
durch die Verschiedenheit
ihrer Aufgaben, das heisst
ihres
Behandlungs-
bzw.
Begut
ach
tungsauftrag
s
erklären (vgl. dazu BGE 124 I 170 E.
4). Da es zudem auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen
gilt
, dass Hausärzte und behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 35
1
E.
3b/cc), vermag der Bericht von
A._
vom
5.
Juli 2011
die Ein
schätzung von
C._
nicht in Frage zu stellen.
Im Operationsbericht vom 3
0.
März 2012 (E. 2.2.
6
) macht
e
A._
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Da die Tatsache alleine, dass dem Beschwerdeführer eine Schulter
total
prothese eingesetzt wurde, auch keine Hinweise auf eine Änderung des massgebenden Sachverhalts gibt, stellt auch der Operationsbericht vom 3
0.
Mär
z 2012 die Einschätzung von
C._
nicht in Frage bzw. gibt keine Hinweise auf eine nachher eingetretene
,
eine gewisse Zeit andauernde
Verschlechterung
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
.
3.4
Die
G._
erklärte mit Bericht vom 3
0.
Januar 2012 (E. 2.2.4) wie
A._
, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sehr gut nachvollziehbar seien. Bei den von der
G._
erhobenen Befun
den fällt jedoch auf, dass sie wie auch
C._
im Vergleich zur Untersuchung der
F._
(
Urk.
22, Rheumatologisches Teilgutachten, S. 5)
eine verbesserte Be
weglichkeit der
rechten
Schulter feststellen konnte
, insbesondere
glenohumeral
.
Da
C._
die von ihm erhobene Verbesserung des Gesundheitszustandes massgeblich durch die verbesserten klinischen Befunde begründet und die
G._
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
macht
, stellt ihr Bericht die Einschätzung von
C._
ebenfalls
nicht in Frage.
3.5
Das
E._
attestierte dem Beschwerdeführer mit
Bericht vom 2
4.
Februar 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und kritisierte das Gutachten von
D._
(E. 2.2.
5
). Hierbei gilt es zu beachten, dass die ursprüngliche
Rentenzu
sprache
nicht gestützt auf einen
psychischen Gesundheitsschaden des Beschwerdefüh
rers erfolgte und es zumindest fraglich ist, ob psychische Beschwerden über
haupt in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2
7.
April 2000 steh
en
. Dies kann jedoch offen bleiben, da der Bericht des
E._
die Ein
schätzung von
D._
nicht in Frage
zu
stellen
vermag
.
Das
E._
legt nämlich nicht nur in keiner Weise dar, wie es die subjektiven Angaben des Be
schwerdeführers überprüft hat, sondern es erklärt vielmehr selber, dass gar nicht beabsichtigt werde,
den Zustand des Beschwerdeführers objektiv zu erfassen (
Urk.
17/2
S. 2
Ziffer 3
). Die vom
E._
erhobenen Vorwürfe erweisen sich
denn auch als haltlos. So stellt das
E._
beispielsweise
ohne irgendeinen Hinweis
die Qualität der
bei der Begutachtung anwesenden
Dolmetscherin in Frage
oder behauptet
ohne Grundlage
,
der Serumspiegel von
Venla
- und
Desmethylven
la
fa
xin
sei falsch wiedergegeben
worden
.
Betreffend Serumspiegel von
Venla
- und
Desmethylvenlafaxin
gilt es zu beachten, dass dieser
vorliegend
ohne
Revelanz
ist, da
D._
aus diesem
keine Schlüsse auf den Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers
zog
, sondern
lediglich empfahl
, die Dosis aus the
rapeutischen Zwecken zu steigern (
Urk.
23
S. 43)
.
3.
6
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Gutachten von
D._
und
C._
vom
4.
April 2011 abgestellt und von einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwer
deführers
und einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
ausgegangen ist.
4.
4.1
Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen.
Der
Beschwerdeführer
erzielte
gemäss den Angaben der
Y._
im Jahr 2002
als Chauffeur ein monatliches Einkommen von
Fr.
4'400.--, wobei er keinen Anspruch auf einen 1
3.
Monatslohn hatte
(vgl. Urteil des hiesigen Gerichts im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vom 2
1.
Dezember 2006 E. 6.2, Prozess-Nr. IV.2005.00896,
Urk.
9/181)
. Dies en
tspricht im Jahr 2002 einem
Jahreslohn von
Fr.
52'800.-- (
Fr.
4
'400.-- x 12) und im Jahr 2011
von
Fr. 58‘
815.
(Fr. 52‘800.
-- :
110,6 x 122,1 [Nominallohnindex des Bundes
amtes
für Statistik, Tabelle T1.1.93, D] : 100 x 100,9 [Nominallohnindex nach Geschlecht, 2011, des Bundesamtes für Statistik, Tabelle T1.1.10, C]).
4.2
4.2.1
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - be
sonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozi
allohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr erzielte Verdienst als
Invali
den
lohn
. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhn
e beigezogen werden (BGE 126 V 75
E. 3b). Vorliegend rechtfertigt es sich, auf die
Tabellen
löhne
abzustellen, da der Beschwerdeführer keiner Tätigkeit mehr nachgeht und er in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ein höheres Einkommen erzielen kann als in der angestammten Tätigkeit, in welcher er nur noch zu 50
%
ar
beitsfähig ist. Aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung für das Jahr 2010 (LSE 2010) ergibt sich für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor ein Bruttomonatslohn von
Fr.
4'901.-- (Tabelle TA1 S. 26). In Anbetracht der betriebsüblichen wöchent
lichen Arbeitszeit im Jahr 201
1
für alle Sektoren von 41,
7
Stunden (vgl. die Volkswirtschaft 7 - 2013 S. 94, Tabelle B 9.2) und in Anpassung an die
Nomi
nallohnentwicklung
(Nominallohnindex nach Geschlecht, 2011, des Bundesam
tes für Statistik, Tabelle T1.1.10, Total) ergibt dies für das Jahr 2011 ein Jahreseinkommen von
Fr.
61‘
925.
(
Fr.
4‘901.-- x 12 : 40 x 41,
7
: 100 x 101) für ein 100%-Pensum und Fr. 49
’54
0
.
für ein 80%-Pensum.
4.2.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
4.2.3
Die Beschwerdegegnerin nahm einen Abzug v
om Tabellenlohn von 15
%
vor (
Urk.
2). Da
der Beschwerdeführer nur noch
leichtgradig
körperlich belastende, mit einer
Gewichtslimit
e
für bis Brusthöhe von 5 bis 7,5 Kilogramm, oberhalb der Brusthöhe bei beidseitigen Handeinsatz von 4 bis 5 Kilogramm und bei rechtsseitigem Handeinsatz von 1 bis 2 Kilogramm, zwischen sitzender, stehen
der und gehender Körperhaltung
wechselnd,
mit Einhalten der
Rückenergono
mie
, mit
Vermeidung repetitiver Handeinsätze oberhalb der Augenhöhe, sofern der rechte Ellbogen nicht abgestützt werden kann, und ohne Vibrationen für den rechten Arm auszuübende Tätigkeiten in temp
erierten Räumen verrichten kann, scheint dies
– unter Berücksichtigung auch der übrigen relevanten Umstände
insgesamt
angemessen
. Es ergibt sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 42‘
109.
(
Fr. 49‘
540.
x 0,85)
.
4.3
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 58‘81
5
.
und einem
Invalideneinkom
men
von Fr.
42‘109.
resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 16‘
706.
und ein Invaliditätsgrad von gerundet 2
8
%
.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Rente des Beschwerdeführers per
1.
Juli 2011 auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 29
%
beruhende Rente herabgesetzt hat.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzu
weisen.