Decision ID: ddeded5e-4937-4f51-9be9-9427fc1e288a
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
wurde 1965 geboren. Nach dem Ab
schluss ihr
er Lehre als Zahntechnikerin
im Jahr 1984
kam sie
in die Schweiz
(Urk.
10/1/1
, 10/13
und 10/1
4
/3)
.
M
it Unterbrüchen
war sie
für verschiedene Ar
beitgeber tätig, vorwiegend in der Elektronikbranche
(Urk.
10/13 und 10/14/3
).
V
om
1.
April bis zum 3
0.
November 2008
arbeitete sie in
der
Elektro
nikpro
duk
tion
.
Unmittelbar danach trat sie
eine neue Anstellung als
Produkti
onsmitar
bei
ter
in
bei der
Y._
AG
an, die ihr per Ende Februar 2009 g
e
kündigt wurde
(Urk.
10/1/3 ff.
,
10/8/6
und 10/66/3
).
Am
2
2.
Mai 2010
meldete sich
X._
bei der Invali
denver
si
cherung an und ersuchte um Massnahmen für die berufliche Einglie
derung so
wi
e
um Ausrichtung einer Rente (Urk.
10
/1). Die Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zog darauf
die
Akten des
Taggeldversicher
ers
(
Urk.
10/2)
,
der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
10/11)
und
diverse
medizinische Unterlagen bei
(Urk.
10/12,
10/14
und
10/15
). Überdies holte sie
Arbeitge
ber
aus
künfte
(Urk. 6/15)
und einen IK-Auszug
(Urk.
10/13)
ein
. Am
2
8.
September
201
0
teilte die IV-Stelle
der
Versicherten mit, dass keine berufli
chen Einglie
de
rungsmass
nahmen möglich seien (Urk.
10
/2
1
).
Sie gab
bei der
Z._
ein rheu
matologisch-internistisches Gutachten in Auftrag, welches am 1
4.
Nove
mber 2011 erstattet wurde (Urk.
10/13)
. Nach weiteren medizinischen Abklärungen (
Urk.
19/43)
erliess
die IV-Stelle
am
5.
März
2012 einen negativen Vor
bescheid (Urk.
10
/
4
8), gegen welchen
X._
Einwand
er
h
e
b
en liess
(
Urk.
10/52 und 10/59
).
Ihre Rechtsvertreterin reic
hte in der Folge einen neuen
Ar
z
t
bericht (
Urk.
10/66)
und weitere
Unterlagen
ein (vgl.
Urk.
10/75)
,
worauf die
IV-Stelle aktuelle medizinische
Berichte
beizog (
Urk.
10/77 bis 10/79) und
bei
der
Z._
ein neues
ergänzendes
rheumatolo
gisch-psychiatrisches
Gutachten
vom
1.
November 2012
einholte
(vgl.
Urk.
10/
81).
Mit Verfügung vom
2.
August 2013
(
vgl. Urk.
2/1 und
10/93) sprach die IV-Stelle
X._
ab dem
1.
August 2013
eine halbe Invalidenrente
und mit einer weiteren Verfügung vom
1
2.
August 2013
(
vgl.
Urk.
2/2 und
10/106)
für die Zeit vom 1.
Dezem
ber 2011 bis zum 3
1.
Juli 2013
ebenfalls
eine halbe Invalidenrente zu
.
2.
Gegen die beiden Verfügungen
liess
X._
mit Eingabe vom
1
6.
September
2013 Beschwerde erheben (Urk. 1).
Ihre Rechtsvertreterin
ver
langte,
die angefochtene
n
Verfü
gung
en
sei
en
dahingehend abzuändern, dass der
Beschwerdeführer
in ab dem
1.
Novem
ber 2010 eine
Viertels
rente
und ab dem
1.
Dezember 2011
eine
Dreiviertels
rente
aus
zurichten sei
. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge
n zuzüglich Mehrwertsteuer
zu
lasten der
Beschwerdegeg
ne
rin
(Urk.
1 S. 2).
Mit
Zuschrift vom
1.
Oktober 2013 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin neue medizinische Unter
lagen ein (vgl.
Urk.
6 und 7).
Die IV-Stelle schloss am
1
7.
Oktober
2013 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 9
).
In der Folge ersuchte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin um Beiladung von deren
vormaliger
Pensionskasse, der
Axa
Winterthur (
Urk.
12). Mit Zuschrift vom
9.
Dezember 2013 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwer
deführerin einen neuen ärztlichen Bericht e
i
n (vgl.
Urk.
14 und 15). Davon hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 3
0.
Dezember 2013 Kenntnis erhal
ten
(
Urk.
16).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
und die neu eingereich
ten Unterlagen
wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
In prozessualer Hinsicht beantragt die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, die
Pensionskasse
Axa
Winterthur
sei beizuladen, da die Warte
zeit
nicht wie in
der Begründung zu den angefochten Verfügungen
festgehalten am 21.
Septem
ber
2009, sondern bereits im Oktober 2008 zu laufen begonnen habe (
Urk.
1 S. 9
f.
und
12 S. 2
).
1.
2
Das Gericht kann von Amtes wegen oder auf Antrag Dritte zum Verfahren bei
laden, wenn diese ein schutzwürdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens ha
ben oder wenn eine Partei ein schutzwürdiges Interesse an der Beiladung des Dritten geltend macht (
§
14
Abs.
1 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
;
GSVGer
).
Die Beiladung
einer anderen Sozialversicherungsträgerin
,
nament
lich einer Pensionskasse,
erscheint
stets
geboten, wenn
deren
Leistungs
pflicht
im Sinne von
Art.
49
Abs.
4
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
berührt ist
(Volz, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z
ü
rich,
2.
Auflage, Zürich 2009
,
§
14
Rz
. 14)
.
Die durch die Rechtsprechung näher umschriebene Bindungswirkung der
Inva
li
di
tätsbemessung
der Ersten Säule (Invalidenversicherung) für die Zweite Säule
(berufliche Vorsorge) ist in den
Art.
23 ff. des Bundesgesetzes über die Berufliche
Alters-, Hinterl
assenen- und Invalidenvorsorge (
BVG
)
positivrecht
lich
ausdrück
lich verank
ert (BGE 115 V 208, 118 V 35 E
. 2 und 3 sowie seithe
rige Urteile). Das zeigt sich darin, dass sich der Anspruch auf eine Invaliden
rente der obli
ga
torischen beruflichen Vorsorge an den sachbezüglichen Vo
raussetzungen des
Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) orien
tiert (
Art.
23 BVG), die
Höhe der berufsvorsorgerechtlichen Rente analog zu derjenigen nach IVG be
stimmt wird (
Art.
24 Abs. 1 BVG) und schliesslich für den Beginn des An
spruchs
auf eine BVG-Invalidenrente gestützt auf
Art.
26
Abs.
1 BVG sinngemäss die entsprechenden invalidenversicherungsrechtlichen Bestimmungen (
Art.
29 IVG
;
unter anderem zur Eröffnung der Wartezeit, vgl.
Art.
29
Abs.
1
lit
. b IVG
) gel
ten
. Diese gesetzliche Konzeption fusst auf der Überlegung, die Organe der (obli
ga
to
rischen) beruflichen Vorsorge von eigenen, aufwendigen Abklärungen freizu
stellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festlegung des An
spruchs auf eine Invalidenrente entschei
dend waren. Indem die
Invaliditäts
be
messung
der Invalidenversicherung für die Organe der (obligatorischen) be
ruf
lichen Vorsorge prinzipiell bindend ist, ist sie geeignet, die Leistungspflicht des
BVG-Versicherers in grundsätzlicher, zeitli
cher und
masslicher
Hinsicht im Sinne
von
Art.
49
Abs.
4 ATSG (unmittelbar) zu berühren
(BGE 132 V 1 E. 3.2 und 3.3.1)
.
Die Verbindlichkeitswirkung erstreckt sich – wie erwähnt – allerdings nur auf
diejenigen Feststellungen und Beurteilungen im IV-Verfahren, welche dort für die
F
estlegung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung ent
schei
dend
waren und über die demnach effektiv zu befinden war; andernfalls haben die
Organe der beruflichen Vorsorge die Anspruchsvoraussetzungen ih
rerseits frei zu
prüfen. Die Festsetzung des Beginns des Rentenanspruches durch die Invalide
n
ver
sicherung schliesst sodann nicht aus, dass die den Anspruch auf
Inva
li
den
leistungen
nach BVG begründende Arbeitsunfähigkeit (in geringerem
Ausmass) schon mehr als ein Jahr zuvor eingetreten ist
(Urteil des Bundesge
richt
s 9C_
414/2007 vom 2
5.
Juli 2008 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Die Beschwerdeführerin meldete sich am 2
2.
Mai 2010 bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/1).
Es
steht
somit ein Rentenan
spruch ab
November 2010 zur Diskussion (
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG
; vgl. auch
Urk.
1 S. 12
).
Hinsichtlich der Wartezeit ist somit
lediglich zu prüfen, ob die Beschwer
de
füh
rerin
im fraglichen
Zeitpunkt
(im November 2010)
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig
war
(
Art.
28 Abs. 1
lit
. b IVG).
Dies trifft unbestritten zu (vgl.
Urk.
10/2/1,
10/11/3
ff.,
10/12 und 10/15/3).
Es
besteht
kein Anlass, den Ver
lauf der Arbeits
unfähigkeit für die Zeit
vor November 2009
detailliert
zu un
tersuchen und sich dazu zu äussern. Soweit die Beschwerdegegnerin dies
in der Begründung ihrer Verfügung
en
dennoch tat,
namentlich
indem sie
den Beginn der einjährigen
Warte
zeit
auf den
21.
September 2009
festlegte
(Urk.
10/86/1)
,
sind ihre Fest
stellungen und Beurteilungen für die
Axa
Winterthur
nicht ver
bindlich (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C
_
414/2007 vom 2
5.
Juli 2008 E.
2.4 mit Hinwei
sen).
Die allein Rechtsverbindlichkeit erlangenden Dispositive der angefochtenen Ver
fügungen beschränken sich denn auch darauf, der Beschwer
deführerin ab dem 1. August 2013
und
für die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis zum 3
1.
Juli 2013
je
eine halbe Invalidenrente zuzusprechen.
Es ist folglich darauf zu verzichten, die
Axa
Winterthur
, bei welcher die
Beschwerdeführerin
nur
bis
Ende November 2008
versichert war
(
Urk.
10/57)
,
beizuladen.
2
.
2.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4 Abs. 1
des Bun
des
ge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
2
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2
.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
)
, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3
.
Zur Begründung ihrer Verfügungen
hielt die Beschwerdegegnerin fest
, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit dem 2
1.
September 2009 (Beginn der einjährigen Wartezeit) erheblich eingeschränkt sei. Aufgrund der medizini
schen Beurteilung sei
sie
in ihrer angestammten Tätigkeit
seit September 2009
zu 100
%
arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit, zum Beispiel Kontroll-
und
Überwachungstätigkeiten, leichte Lagertätigkeiten oder
Maschinenbedie
nung
,
sei sie von September 2009 bis November 2011 zu 70
%
arbeitsfähig ge
wesen
und seit Dezember 2011
sei sie für solche
zu 50
%
arbeitsfähig.
Die
Be
schwer
degegnerin
nahm
für die beiden Zeiträume
Einkommensvergleiche
vor
und er
mittelte Invaliditätsgrade von 35
%
und von 54
%
. Dementsprechend ge
langte
sie zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin ab dem
1.
Dezember 2011 An
spruch
auf eine halbe
Invalidenrente habe (vgl. Urk.
10/86).
Demgegenüber ver
tritt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin den Standpunkt, dass der Be
gin
n der Warte
zei
t auf Oktober 2008 festzulegen sei (
Urk.
1 S. 9 f.). Sie
be
anstandet das den Berechnungen des Invaliditätsgrades zu Grunde gelegte
V
ali
deneinkommen
und macht geltend, es sei
beim Invalideneinkommen
ein
Lei
densabzug
von
15
%
zu gewähren
(
Urk.
1
S.
10 ff.).
Überdies macht sie neu gel
tend, es sei einer seit August 2012 eingetretenen Verschlechterung des Ge
sund
heitszustandes Rechnung zu tragen (vgl.
Urk.
6 S. 1 f. und 14 S. 1 f.).
4
.
4
.1
Es ist unbestritten und aufgrund der medizinischen Unterlagen erstellt, dass die Beschwerdeführer
in
an
einer HIV-Infektion im CDC Stadium A2 mit möglicher HIV-assoziierter Spondylarthritis,
Synovitiden
der MCP, PIP und OSG (
sonogra
phisch
03/2011),
Enthesitiden
der Endphalangen und leichten produktiven Ver
änderungen der PIP sowie an einer rezidivierenden depressiven Störung
leidet
,
die
ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen
(
vgl.
Urk.
10/38/12
und 10/81/5
)
.
Im Ein
klang mit
den Begutachtenden
der
Z._
ist auch ohne
W
eiteres davon aus
zu
gehen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund
der degenerativen Verände
rung
en ihrer Fingergelenke
nicht mehr in der Lage ist, ihre
r
zuletzt ausgeübten
fein
motorischen
manuellen
Tätigkeit
(Anfertigung von medizinischen Sonden; vgl.
Urk.
10/17/1)
nachzugehen
(Urk.
10/38/12,
10/38/15
, 10/38/40
,
10/81/6
und 10/81/29
).
Überdies ist
insoweit unbestritten
und mit dem Gutachten der
Z._
vom 1
4.
November 2011 belegt
, dass
für leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende
und nicht speziell feinmotorisch anspruchsvolle Tätigkeiten zuerst eine
Restarbeitsfähigkeit von 70
%
bestand, wobei sich die Reduktion der Ar
beits
fähigke
it aus der raschen Ermüdbarkeit
, de
m
er
höhten Pausenbedarf
sowie aus der
Notwendigkeit regelmässiger
Therapiean
wendung
zum Erhalt der Leistungs
fähigkeit ergab (
Urk.
10/38/15).
Ab
Dezember 2011
war die Beschwerdeführerin gemäss dem
ebenfalls unbestrittenen und schlüssigen Gutachten der
Z._
vom
1.
November 2012, das unter anderem auf einer
rheumatologischen und psy
chiatrischen
Untersuchung der Beschwerde
führerin am 15. August 2012 basiert (vgl.
Urk.
10/81/1)
,
wegen
einer Ver
schlechterung ihres Gesundheitszustandes in
einer
angepasste
n körperlich leichten
Tätigkeit
ohne Beanspruchung der
Fein
motorik
der kleinen Fingerge
lenke
lediglich noch zu 50
%
arbeitsfähig
(
Urk.
10/81/6)
.
4.2
Die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin
macht im Beschwerdeverfahren un
ter Einreichung
neuer medizinischer Unterlagen
neu
geltend,
der gesundheit
liche
Zustand der Beschwerdeführerin habe sich seit ihrer Begutachtung im Au
gust 2012
erheblich verschlechtert
(
Urk.
6 S.
1 f. mit Hinweis auf
Urk.
7
/1 und 7/2
so
wie
Urk.
14 S.
1 f.
mit Hinweis auf
Urk.
15
).
Es ist daher zu prüfen,
ob und
in
wie
fern sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit ihrer
letzten gutachterlichen
Untersuchung
a
m 15.
August 2012
bis zum Erlass der ange
foch
tenen Verfügungen vom
2.
und
12.
August 2013
verändert hat.
Dem Gutachten der
Z._
vom
1.
November 2012
, das
unter anderem aufgrund
der Untersuchung vom 1
5.
August 2012
erstattet wurde,
ist zu entnehmen, dass
sich
der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin
vorwiegend, wenn nich
t
gar
ausschliesslich a
us rheumatologischer Sicht verschlechtert habe. Der klinische
und der radiomorphologische Verlauf hätten gezeigt, dass die
initial
als dege
nerativ interpretierten diffusen Arthralgien auf eine möglicherweise schleichend progrediente HIV-assoziierte Spondylarthritis zurückzuführen sei
en
. Diese Diag
nose sei für die Bestimmung der restlichen Arbeitsfähigkeit führend (
Urk.
10/81/5
). Aus psychiatrischer Sicht
sei
eine rezidivierende depressive Stö
rung, aktuell mittelgradige Episode,
zu diagnostizieren
. Auch dieser
sei eine
Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit zu
zu
messen, jedoch in
einem kleineren Aus
mass als der
rheumatologische
n
Erkrankung (Urk. 10/81/5).
In rheumatolo
gi
scher
Hinsicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angepasster Tätig
keit, wäh
rend aufgrund der aktuellen depressiven Episode aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
auszugehen sei
, die sich nach dem Abklingen der depressiven Episode wieder auf 100
%
erhöhen werde (
Urk.
10/81/6 und 10/81/8)
.
Bei einer
bidisziplinären
Betrachtung sei von
eine
r
restliche
n
Arbeits
fähigkeit von 50
%
in angepasster Tätigkeit
auszugehen
, wel
che der Beschwer
de
führerin die Gelegenheit
gebe
, die notwendigen Pausen
ein
zulegen und dazu
auch ihre verminderte körperliche und psychische Belastbar
keit zu berück
sich
tigen (Urk. 10/81/6).
Aus dem
provisorischen Kurzaustrittsbericht
der Assistenzpsychologin
lic
. phil.
A._
vom
B._
,
C._
,
vom 2
7.
August 2013
(
Urk.
7/1)
geht hervor
, dass die Beschwerde
füh
rerin vom
6.
bis zum 2
7.
August 2013 nach einer Tablettenintoxikation in fraglich suizidaler Absicht auf der Akutstation in Behandlung war. Es
wurden
lediglich die bekannten, aber
keine neuen Diagnosen gestellt, die eine weitere medizinische Abklärung als geboten
hätten
erscheinen l
a
ssen.
Zur Arbeits
fähig
keit wurden keine Angaben gemacht.
Insbesondere
enthält der
Bericht
auch
kei
ne
r
lei
Anhaltspunkte
für eine
seit der
letzten gutachterlichen
Untersu
chung
vo
m
1
5.
August 2012 (vgl.
Urk. 10/81/1)
bis zum
Zeitpunkt des Erlasses der
ange
foch
tenen Verfügung
en
vom
2.
und vom 12. August 2013
hinreichend dauer
hafte
Änderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
,
die zu be
rück
sichtigen wäre (Art.
88a
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung [IVV];
vgl. BGE
121 V 264 mit Hinweis auf
BGE 109 V 125).
D
ie Terminbestätigung der
D._
vom 6.
Se
ptem
ber 2013 für ein Vorgespräch nach der Anmeldung
für den Eintritt in die
Tagesklinik enthält weder Angaben zur Arbeitsfähigkeit noch zum Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin (
Urk.
7/2).
Zur Beurteilung der geltend ge
machten gesundheitlichen Ver
änderung ist er folglich ungeei
g
n
et.
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie, hie
lt in seinem Bericht vom
2.
Dezember 2013 (
Urk.
15) fest, dass er die Beschwer
de
führerin seit März 2013
ambulant
psychiatrisch behandle. Er habe bei ihr nebst einer rezidivierenden depressiven Störung leichten bis mittleren Grades (ICD-10: F 32.1) mit rasch wechselnder Symptomatik und Angstsymptomen
auch
eine
Panikstörung (ICD-10: F
41.0) diagnostiziert.
D
ie Tagesklinik, welche die Be
schwer
deführerin an z
wei Halbtagen pro Woche aufsuch
e, habe
ebenfalls
Panik
attacken
festgestellt
.
Die Behandlung mit 30 mg
Remeron
habe zu einer Ver
besserung der Schlafqualität und einer leichten Verbesserung der depressi
ven Symptomatik geführt.
Es seien der Beschwerdeführerin in der Tagesklinik über
dies schrittweise Entspannungstechniken zur Reduktion der inneren Unruhe und frühzeitigen Unterbrechung der Panikattacken vermittelt worden, was eine erste positive Wirkung gezeigt habe (
Urk.
15 S.
2).
Er gehe
von einer
sicher seit März 2013 bestehenden
psychisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähig
keit in
einer belastungsadäquaten Tätigkeit (Berücksichtigung der körperlichen Defizite)
v
on mindestens 50
%
, eher von 70
% aus.
Mit sehr grosser Wahr
scheinlichkeit
habe diese Leistungseinschränkung aber schon während mehrerer Monate zuvor bestanden (
Urk.
15 S. 4).
Die neu gestellte Diagnose einer Panikstörung, welche nun
zusätzlich zur
rezidi
vierenden depressiven Störung vorliege
n soll, wird im Bericht von Dr.
E._
nicht nachvollziehbar begründet. Überdies werden
in demselben
zum Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht nur vage Angaben gemacht. Gestützt auf den Bericht von
Dr.
E._
lässt sich die geltend
gemachte Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes folglich nicht
bejahen. Dieser ist jedoch zumindest geeignet, weitere psychiatrische Ab
klä
rung
en als geboten erscheinen zu lassen, a
uch wenn man als Erfahrungstat
sache be
rücksichtigt, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
recht
liche
Vertrauensstellung
in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien
tin
nen und Patienten aussagen (BGE 125 351 E. 3b/cc.)
. Namentlich wird zu
prüfen sein,
ob sich der
psychische
Gesundheitszustand
der Beschwerdefüh
rerin
nach
ihrer gutachterlich
en Untersuchung vom 15.
August 2012 (
Urk.
10/81/1)
in Folge einer
inzwischen
aufgetretenen Panikstörung
massge
blich verschlech
tert hat.
Da die
ses
neu geltend
gemachte
Leiden
und
seine
Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bis anhin überhaupt nicht
thematisiert
wurden, wird die
Be
schwer
degegnerin
die notwendigen Abklärungen zu veranlassen
ha
ben. I
nsbe
sondere
wird
ein
Bericht der
von Dr.
E._
erwähnten
Tagesklinik bei
zuziehen
sein
.
Ungeachtet
der noch offenen medizinischen Fragen
lässt sich der bis zum 1
5.
August 2012
rechtsgenügend
erstellte
Sachverhalt bereits heute be
urteilen.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin meldete sich am 2
2.
Mai 2010 bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/1). Es steht
– wie einleitend bemerkt (vgl.
E.
1.3 hiervor) –
ein Rentenanspruch ab dem
1.
November 2010 zur Dis
kussion.
Für den Einkommensvergleich sind daher
die Zahlen betreffend das Jahr
201
0 massgeblich (BGE 129 V 222 E.
4.2).
5
.
2
Da die Beschwerdeführerin seit
dem
1.
März 2009
arbeitslos war
(vgl. Urk.
10/1/5)
,
ermittelte die Beschwerdegegnerin das hypothetische
Validenein
kommen
anhand der Tabelle TA
1
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 201
0.
Sie ging vom
standardisierte
n
Mo
natslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden)
in der Herstellung von Datenverarbeitun
g
sgeräten, elektronische
n und opti
schen Erzeugnissen, U
h
ren (Ziffer 26, Anforderungsniveau 4) für Frauen von
Fr.
4‘554.-- aus und rechnete
diesen
auf die im Jahr 2010 betriebsübliche wö
chentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden hoch. Dementsprechend
hätte
die Be
schwerdeführerin im Jahr 2010 mit einem Arbeitspensum von 100
%
ein
Vali
deneinkommen
von
Fr.
56‘834.-- erzielen können (
vgl.
Urk.
10/45, 10/84 und 10/86
).
Demgegenüber vertritt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin den Standpunkt, dass ihre Mandantin in ihrer bisherigen Tätigkeit ein Jahresein
kommen von
Fr.
62‘100.
-- zu generieren vermöchte
. Dies ergebe sich aus dem IK-Auszug, gemäss welchem die Beschwerdeführerin bereits seit dem Jahr 2003 jeweils einen Jah
resverdienst von mindestens Fr.
60‘000.-- erreicht habe. Das
Valideneinkommen
sei gestützt auf diesen bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit
Anfang
des Jahres 2009 konstant erhaltenen Lohn festzulegen (
Urk.
1 S. 10).
Für die Ermittlung des Einkommens, welches die Versicherte ohne Invalidität er
zielen könnte (
Valideneinkommen
), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, im vorliegenden Fall am
1.
November 2010, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tat
sächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigen
falls
der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tä
tigkeit
ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein (BGE 129 V 222 E.
4.3.1 mit Hin
weisen).
Zuletzt war die Beschwerdeführerin bei der
Y._
AG ang
estellt (
vgl.
Urk.
10/1/4, 10/8,
und
10/13/1
).
Dieses Arbeitsverhältnis wurde
noch in
ne
r
halb der Probezeit
aufgelöst, da
die Beschwerdeführerin
die ihr übertragenen Ar
bei
ten nicht nach den Vorstellungen ihrer Arbeitgeberin
erledigte
(
Urk.
10/8/1).
Diese hielt schriftlich fest, dass die Beschwerdeführerin aus ge
sundheitlichen Gründen ihre Arbeit nicht mit der verlangten äussersten Präzi
sion ausführen könne
(Urk.
10/66/3).
Weder die fachliche Eignung noch das Verhalten der Be
schwerdeführerin wurden in Frage gestellt.
Es
erscheint
daher
als
überwiegend wahrscheinlich
, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheit
liche Beeinträch
ti
gung
, namentlich die beginnenden rheumatologischen Be
schwerden
in den Finger
gelenken
(vgl.
Urk.
10/12/6, 10/12/7
und 10/81/29
)
,
nach wie vor bei der
Y._
AG tätig wäre. Dort hätte sie mit ei
nem Arbeitspensum von 100
%
im Jahr 2009 ein Bruttoeinkommen von
Fr.
59‘800.-- erzielt (
Fr.
4‘600.
--
x 13; vgl. Urk.
10/1/4,
10/8/2 f.
, 10/13/1 und 10/13/3
).
Auf diesen Verdienst ist als Basis abzustellen
, zumal er nicht wesent
lich von den Ein
künften der letzten beiden Jahre
zuvor
(2007 und 2008) ab
weicht (
Urk.
10/13/3
; vgl. auch
Urk.
10/1/4
)
.
Unter
Berücksichtigung der bis 2010 eingetretenen no
mi
nellen Entwicklung der Löhne
in der Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten, optischen Geräten und Uhr
en (
0,7
%
, vgl.
Bundesamt für Statistik [BFS],
Schweizerischer Lohnindex nach Branche [2005 = 100; im Internet abrufbar], T1.05, D
Ziff.
33)
ergibt sich ein massgeblicher
Validenlohn
von
Fr.
60‘
219
.--
.
5.3
Hinsichtlich des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin in Betracht, dass der Beschwerdeführerin gemäss der medizinischen Beurteilung eine
behin
derungsangepasste
Tätigkeit wie zum Beispiel Kontroll- und
Überwachungstä
tigkeiten
, leichte Lagertätigkeiten oder Maschinenbedienung
bis
Ende November
2011
in einem Pensum von 70
%
und
danach in einem Pensum
von 50
%
zu
mutbar seien.
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens für eine angepasste Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt könne auf die Tabelle TA
1 der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010
abgestellt werden.
Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für einfache und repetitive Tätigkeiten (
Anforderungsni
veau
4) für Frauen habe im Jahr
2010
Fr.
4‘225.
--
betragen.
Dieser Betrag sei auf die im Jahr 2010 betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden hochzurechnen. Daraus resultiere ein Bruttoeinkommen von
Fr.
52‘728.--. Ge
messen am noch zumutbaren Pensum von 70
%
resultiere ein
Invalidenein
kommen
von Fr. 36‘910.--
für das Jahr 2010
(vgl.
Urk.
10/84 und 10/86).
Zu Recht hat die Beschwerdeführerin das Abstellen auf den Tabellenlohn
und
die Berechnungen der Beschwerdegegnerin
nicht in Frage gestellt (
Urk.
1 S.
10 f.
;
BGE 126 V 75 E.
3.
b/
bb
). Sie macht jedoch geltend, nebst den spezifischen An
forderungen an eine angepasste Tätigkeit sei d
em
Alter und der nicht in der Schweiz erfolgte
n
Ausbildung mit einem
Invalidi
tätsabzug
von 15
%
Rechnung zu tragen (
Urk.
1 S.
11).
Das Alter der 1965 geborenen Beschwerdeführerin fällt mit Blick auf den massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmark
t nicht ins Gewicht
(vgl. LSE 2010 TA9, Anforderungsniveau 4, Frauen, Median [
Fr.
4‘230.--] und 40-49 Jahre [
Fr.
4‘277.--]; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_939/2008
vom
4.
Februar 2009 E. 2.4)
.
Der
Umstand, dass die im Ausland absolvierte Lehre
als Zahntechnikerin
nicht mit einem entsprechenden Abschluss in der Schweiz gleichzustellen ist
,
wird
mit der Anwendung des
Anforderungsniveaus 4
(ein
fache und repetitive Tätigkeiten) bereits hinreichend berücksichtigt.
Es ist auch sonst kein persönliches oder berufliches Merkmal erfüllt, das einen Ab
z
ug
vom Tabellenlohn
als
geboten erscheinen liesse.
Auf einen solchen ist daher zu ver
zichten.
5.4
Eine Gegenüberstellung der beiden für das Jahr 2010
massgebenden
Vergleichs
ein
kommen
ergibt einen Invaliditätsgrad von
38,7
%
([
Fr.
60‘219.-- -
Fr.
36‘910.--
] :
Fr.
60‘219.-- x 100)
.
Es erweist sich somit als korrekt, dass die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin für die Zeit vom
1.
November 2010
bis Ende
November
2011 keine Invalidenrente zugesprochen hat.
5.5
Auf
g
rund der ab
1.
Dezember
2011 auf 50
%
reduzierten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
hat die Beschwerdegegnerin
eine neue
Invaliditätsbemes
sung
vorgenommen
. Dieser
hätte sie
ein hypothetisches
Valideneinkommen
von
Fr.
60‘
821
.
--
im Jahr 2011
zu Grunde legen
müssen
(Fr.
60‘219.-- x 1.0
1
[
No
minallohnbereinigung
]; vgl.
Die Volkswirtschaft, Das Magazin für Wirtschafts
politik, 7/8-2014, S.
93, Tabelle B
10.2).
Aus den bereits erwähnten Gründen
durfte die Beschwerdegegnerin beim
Invalideneinkommen
auf einen Abzug ver
zichten
. Es ist folglich von einem
Invalideneinkommen von Fr.
26‘627.
--
im Jahr 2011
auszugehen
(
Fr.
52‘728.
-- x 1.01 [Nominallohnbereinigung
;
vgl. Die Volkswirtschaft, Das Magazin für Wirtschaftspolitik, 7/8-2014, S. 93, Tabelle B 10.2
] :100 x
50
)
.
Daraus
resultiert ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von
Fr.
33‘592.--, was einem Invaliditätsgrad von 55,8
%
entspricht ([
Fr.
60‘219.-- -
Fr.
26‘627.--
] :
Fr.
60‘219.-- x 100). Die Beschwerdegegnerin hat folglich
inso
weit
richtig festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem
1.
Dezember
2011
– bis zu einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse –
keinen
eine halbe In
validenrente
übersteigenden Rentenanspruch
hat.
5.6
Da der medizinische Sach
verhalt lediglich bis zum 1
5.
August 2012 erstellt ist und die geltend ge
machte gesundheitliche Verschlechterung noch der weiteren Abklärung durch die Beschwerdegegnerin bedarf, steht heute lediglich fest, dass der Beschwer
deführerin bis Ende Oktober 2012 nicht mehr als eine halbe In
va
lidenrente zu
steht (
Art.
88a
Abs.
2 IVV; vgl. BGE 121 V 264 mit Hinweis auf
BGE 109 V 125). Ihre Beschwerde ist folglich in dem Sinne
teilweise
gutzu
heissen
,
dass die
ange
fochtenen Verfügungen vom
2.
und 1
2.
August 2013
auf
zuheben sind
, soweit mit ihnen ab dem 1. November 2012 ein
die
halbe In
va
li
denrente übersteigen
der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint wurde
. Die
Sache
ist
an die IV-Stelle zurück
zuweisen
, damit diese, nach erfolgter Ab
klä
rung im
Sinne der Erwägungen,
darüber entscheiden kann, ob die Beschwer
de
führerin
in der Zeit ab
1.
November 2012 über eine
n die
halbe Invalidenrente übersteigenden Rentenanspruch verfügt. Im Übrigen ist die Be
schwerde abzu
weisen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
unabhängig vom St
reitwert im Rahmen von
Fr.
200.--
bis
Fr.
1‘000.--
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Die Kosten sind
den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen, da die Rückweisung zu weiteren Abklä
rungen für die Zeit ab dem 1
5.
August 2012 (zur Prüfung einer
Rentener
höhung
ab
1.
November 2012) als teilweises Obsiegen zu werten ist (vgl.
BGE
137 V 57 E. 2.1 mit Hinweisen).
6.2
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend erscheint es gerechtfertigt, der Be
s
chwerdeführerin eine Prozessentschädigung zuzusprechen, die sich auf die Hälfte
jener Entschädigung beläuft, die sie bei vollständigem Obsiegen erhielte. Vorliegend
erscheint eine reduzierte Prozessentschädigung von
Fr.
900.--
(in
klusive Barauslagen und 8
%
Mehrwertsteuer) als angemessen (
§
34
Abs.
3
des
Gesetz
es
über das Soz
ialversicherungsgericht
GSVGer
).