Decision ID: c9c4bbf3-b5fd-42f3-9d73-912a240224a3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1953, machte eine Lehre als
Autospeng
ler
und bezieht seit 2011 Sozialhilfe.
Unter Hinweis auf
Rücken
beschwerden
meldete sich
der
Versicherte
am 2
7.
September 2012
bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab.
Nach
durchgeführtem Vorbescheid
verfahren (
Urk.
7/26-
40)
verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
5.
Januar 2015 einen Rentenanspruch (
Urk.
7/41
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am
5.
Februar 2015
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom
5.
Januar 2015
(
Urk.
2) und beantra
gte, diese sei aufzuheben (S.
2
Ziff.
1
) und es sei
en
ihm
die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen auszu
richten
(S.
2
Ziff.
2
), eventuell sei
en weitere medizinische Abklärungen vorzu
nehmen und ihm sodann die ihm zustehenden Leistungen auszurichten
(S.
2
Ziff.
3
).
Die IV-Stelle beant
ragte mit Beschwerdeantwort vom
5.
März 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
1
7.
März 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetz über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
tels
rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwer
defall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
n
enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücks
ichtigt, in Kenntnis der Vor
ak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
5.
Januar 201
5
(
Urk.
2) davon aus, dass
die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 0
%
betrage,
der Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit jedoch zu 100
%
arbeitsfähig sei (S.
1).
Sie ermittelte einen Invaliditätsgrad von 10
%
(S.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer hielt dem beschwerdeweise (
Urk.
1) entgegen, dass er zwar eine Lehre als
Autospengler
abgeschlossen habe
, jedoch weder über wei
tere Qualifikationen noch Fähigkeitsausweise verfüge. Aufgrund seiner gesund
heitlichen Einschränkungen sei es ihm nicht mehr möglich, mittelschwere bis
schwere Tätigkeiten auszuüben. Es seien ihm, wenn überhaupt, nur noch leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Es sei daher nicht davon auszugehen, dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit noch verwertbar sei
(S.
4)
.
Ausserdem seien die medizinischen Akten ungenügend, insbesondere in Bezug auf die noch bestehende Restarbeitsfähigkeit (S. 6).
2.3
Strittig und
zu prüfen ist somit die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers so
wie deren Verwertbarkeit,
mithin der Anspruch auf Leistungen der Invaliden
versicherung.
3.
3.1
Die Ärzte der
Klinik
Z._
berichteten am
8.
Februar 2012 über die ambu
lante Wirbelsäulensprechstunde im Sinne einer
klinischen Verlaufskontrolle nac
h
der
Facettengelenksinfiltration L3-5 beid
seits vom
2.
Dezember 2011 (
Urk.
7/4). Sie nannten folgende Diagnose:
chronische
Zervikalgie
und Lumbalgie
Sie führten aus, dass
die Infiltration
eine subjektive Besserung der Beschwerden gebracht
habe
. Eine akute
Schmerzexazerbation
sei seit Dezember 2011 nicht mehr aufgetreten. Ausstrahlungen in Arme oder Beine bestünden nicht. Es be
stehe eine
Gewichtslimite
beim Heben von schweren Gegenständen über 7 kg.
Die
Durchführung von Umzügen bei mehreren Stockwerken ohne Lift sollte re
duziert werden, generell
seien
rückenbelastende Tätigkeiten nicht sinnvoll
(S. 1)
.
Das
MRI und Röntgen
vom
1
6.
August 2011 hätten eine
multisegmentale Dege
neration
gezeigt
. Es bestünden
F
oramenstenosen
C3/4, C4/5, C5/6, eine
Dis
kusdegeneration
L3/4, L4/5 und geringer
L5/S1,
eine
Osteochondrose
L3/4 bis L5/S1, l
eichte
Spondylarthrosen
L3/4 und L4/5
, jedoch k
eine Neurokompression
(S. 2)
.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berich
tete am 2
7.
November 2012 (
Urk.
7/13) und führte aus, der Beschwerdeführer habe
eine
schwierige Rückensituation und könne sicherlich nicht auf Dauer regelmässig mehr als 10 kg tragen.
Er sei sich nicht bewusst, wieso
der Be
schwer
deführer
Leistungen der
IV beantrage, es sei doch so, dass
der Be
schwer
deführer
nicht in einem Endstadium einer Invaliditätssituation sei, vom Rücken her könne er medizinisch noch therapiert werden.
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am
4.
Januar 2013 Stellung (
Urk.
7/25/2-3) und führte aus, dass beim Beschwerde
führer keine
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor
liegen wür
den,
welche nachvollziehbar die funktionelle Leistungsfähigkeit beeinträchtigen
würden. O
ffensichtlich
sei
bisher
auch
kei
ne Arbeitsunfähigkeit
attestiert wor
den
(S. 1)
.
Es sei aus den Akten nicht ersichtlich, welc
her beruflicher Tätigkeit der Be
schwerdeführer
früher nachgegangen sei, offensichtlich sei er derzeit als Hilfs
kraft bei Umzügen tätig.
Im Hinblick auf die Diagnosen sei dies ungünstig im Sinne einer drohenden Invalidität, da ansonsten für Tätigkeiten mit entspre
chendem Belastungsprofil keine wesentliche Einschränkung bestehe (=
Arbeits
unfähigkeit
0
%
).
Dem Beschwerdeführer seien
körperlich leichte bis gelegent
lich mittelschwere Arbeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, ohne häufiges Bücken oder Verdrehen des Rumpfes
und o
hne Arbeiten
über dem Kopf zumutbar (S. 2).
3.4
Die Ärzte der
Klinik C._
berichteten am
9.
Oktober 2013 über die ambu
lante
Kosultation
vom
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/35/7-8) und nannten folgende Diagnosen:
lumbo
vertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen der
L
endenwirbel
säule
(L
WS
)
keine sensomotorischen Defizite der unteren Extremitäten
Status nach Sakralblock (2
1.
August 20
13) mit verzögertem Anspre
chen
Sie
berichteten über
ein u
nauffälliges Gangbild,
ein
en
problemlosen
Fersen- und Zehenspitzengang,
sowie negative
Babinski
und
Lasègue
.
Das
MRI
der
LWS
vom
7.
Oktober 20
13
habe ein
en
im Vergleich zu 2011 weit
ge
hend sta
tionären
Befund mit Bandscheibenhöhenminderung L3/4 und L4/5 so
wie
leichtgradige
Osteochondrose
bei Verdacht auf
Schmorlsche
Knöt
chen in Boden und Deckplatte L3/4
gezeigt
.
Es bestünden m
inime
Facettengelenksarth
rosen
L3/4 und L4/5
(S. 1 f.)
.
Es sei e
rfreulich, dass
der Beschwerdeführer
keine Schmerzmittel mehr einneh
men
müsse
(S. 2)
.
3.5
Dr.
A._
berichtete erneut am 2
8.
Oktober 2013 (
Urk.
3/4
=
Urk.
7/22) und führte aus, dass die Rückensituation es nicht gestatte, Gewichte von mehr als 5 kg zu tragen. Auch die Fusssituation sei so, dass belastende Arbeiten nicht durchgeführt werden sollten. Die Abklärungen, welche vor Jahren gemacht worden seien, seien so gravierend, dass die Rückensituation de facto desolat sei. Der Beschwerdeführer sei zu beurteilen.
3.6
Die Ärzte der
Klinik C._
berichtete
n
am 3
0.
Oktober 2014 (
Urk.
3/3) und
empfahlen die Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähig
keit (EFL), da die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der ambulanten Sprechstunde nicht möglich sei.
3.7
Dr.
B._
, RAD, nahm am 2
2.
November 2014 Stellung (
Urk.
7/40/2-3) und führte
aus, dass der inzwischen eingetroffene Arztbericht der
Klinik C._
die schon bekannten medizinischen Tat
sachen bestätige
. Von einer „de facto deso
laten Rückensituation“ könne demnach keine Rede sein, vielmehr handle es sich bei der im August 2013 zur präsakralen Infiltration Anlass ge
benden
Schmerz
symptomatik
um einen auf leichten bis max
imal
mittelgradigen degenerativen Veränderungen beruhenden lumbalen Rückenschmerz, welcher durch die Infil
tration erfolgreich verringert worden sei. An der
versicherungs
medizinischen
Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit und dem medi
zinisch-theo
re
tisch möglichen beziehungsweise zumutbaren Belastungsprofil ändere sich nichts.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere auf die Stellungnah
men des RAD-Arztes Dr.
B._
(vgl. vorstehend E.
3.3 und E.
3.7) ab, wonach dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei.
4.2
Die Würdigung der me
dizinischen Akten ergibt, dass die RAD-Stellungnahmen (vgl. vorstehend E.
3.3 und E.
3.7) die vom Beschwerdeführer geklagten Be
schwer
den in angemessener Weise berücksichtigen, in Kenntnis der und in Aus
einandersetzung mit den Vorakten erstattet wurden und der konkreten medizi
nischen Situation Rechnung tragen.
So stehen sie in Übereinstimmung mit den Berichten der Ärzte der Klinik
C._
und der
Klinik
Z._
, welche
ausserdem
auf allseitigen Untersuchun
gen des Beschwerdeführers beruhen.
So zeigte RAD-Arzt
Dr.
B._
nachvollziehbar auf, dass beim Beschwerdeführer lediglich Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit gestellt worden seien
. Weiter setzte er sich differenziert mit den beruflichen Tätigkeiten des Be
schwerdeführers auseinander und führte aus, dass seine Tätigkeit als Hilfskraft bei Umzügen im Hinblick auf die Diagnosen ungünstig sei.
RAD-Arzt
Dr.
B._
machte ausserdem darauf aufmerksam, dass aus dem neu eingereichten Bericht der
Klinik C._
medizinisch nichts Neues hervorgehe und demnach nicht von einer desolaten Rücke
nsituation gesprochen wer
den könne, wie dies
Dr.
A._
geltend mache.
Die RAD-Stellungnahmen leuch
ten in der Darlegung der medizinischen Zu
sammen
hänge ein und die vorge
nommenen Schlussfolgerungen zu Gesund
heits
zustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich
und nachvollzieh
bar be
grün
det. So begründete RAD-Arzt
Dr.
B._
einlässlich und sorgfältig, dass es sich bei der Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers gemäss der durchge
führten MRI und Röntgen lediglich um einen lumbalen Rückenschmerz handle, welcher auf leichten bis maximal mittelgradigen degenerativen Veränderungen beruhe. Überdies zeigte er in nachvollziehbarer W
eise auf
,
dass die Symptoma
tik des Beschwerdeführers durch eine Infiltration erfolgreich habe verringert werden können und
dass bei Tätigkeiten mit entsprechendem Belastungsprofil für den Beschwerdeführer keine wesentlichen Einschränkungen bestünden.
Die RAD-Stellungnahmen
erfüll
en
damit die praxisgemässen Kriterien an den
Beweis
wer
t
eines medizinischen Berichts
(vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfäng
lich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
4.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt worden, und es seien deshalb weitere Abklärun
gen zu treffen, vermag dies nicht zu überzeu
gen. So ist festzuhal
ten, dass
der phy
si
sche Gesundheitszustand sowie die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers in den Beur
teilungen gebührend be
rücksichtigt wurden. Der
Beschwerdeführer ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
ten
lage unzutreffend beziehungs
weise unvollständig sein soll.
Da der Sachverhalt nach
dem Gesagten durch genügende
medizinische Ein
schätzungen
von verschiedenen Ärzten
abgeklärt wurde, erweisen sich die vor
liegenden medizinischen Akten als ausrei
chend.
Daran vermag auch der Bericht von
Dr.
A._
, wonach bis jetzt keine grossen Abklärungen stattgefunden und die Abklärungen von vor Jahren eine desolate Rückensituation be
schrieben hätten (vgl. vorstehend E.
3.5), nichts zu ändern. So vermag sein Be
richt inso
fern nicht zu überzeugen, als er selber zuvor in seinem Bericht von
November
2012
(vgl. vorstehend E.
3.2)
noch ausführte, dass er nicht verstehe, aus welchen
Gründen sich der Beschwerdeführer bei der Invalidenversicherung angemeldet habe, zumal er vom Rücken he
r noch therapiert werden könne. Ausserdem gab auch er als Einschränkung des Beschwerdeführers lediglich eine
Gewichtslimite
von 10 kg
an. Weitere Befunde oder Einschränkungen nannte
Dr.
A._
in seinen Berichten nicht, welche die Einschätzung und Beur
teilung des RAD-Arztes
Dr.
B._
umzustossen vermöchte
n
.
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug a
uf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte er nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
RAD-Arzt
Dr.
B._
umzustossen ver
möchten. Auf weitere Abklä
rungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.4
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist nicht ersichtlich, dass beim Beschwerdeführer ein Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, der eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit begründen kann. Viel
mehr ist aufgrund der
überzeugenden, nachvollziehba
ren und ausfüh
r
lich be
gründeten Einschätzung der Ärzte der Klinik
C._
sowie der
Klinik
Z._
und des RAD-Arztes
Dr.
B._
davon auszugehen, dass beim Beschwer
deführer eine
unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit
gemäss beschriebenem Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 3.7)
vorliegt.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt die Rechtsfrage, ob der Beschwerdeführer angesichts seines Alters nach allgemeiner Lebenserfahrung in einem als ausgeglichen unterstell
ten Arbeitsmarkt noch als vermittelbar gelten kann.
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertbarkeit auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist (vgl. BGE 107 V 17 E.
2c).
D
er Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Ar
beits
markt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemes
sen,
sondern hängt ab von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweistätigkeiten massgebend sind
(vgl. Urteile des Bundesgerichts
9C_124/2010 E. 5.1 vom 2
1.
September 2010, 9C_427/2010 E. 2.4.1 vom 1
4.
Juli 2010,
I617/02 E. 3.2.3 vom 1
0.
März 2003).
5.2
Zur Beantwortung der Frage
nach dem Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter zu beant
worten ist,
hat das Bundesgericht im Jahr 2012 die Rechtsprechung dahinge
hend präzisiert, dass
au
f das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerb
stät
igkeit abzustellen sei (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3).
Demnach gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit als ausgewiesen, so
bald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige
Sachver
halts
feststellung
erlauben.
Vorliegend geht bereits aus dem Bericht der Ärzte der
Klinik
Z._
vom
8.
Februar 2
012 (vgl. vorstehend E. 3.1) hervor, dass dem Beschwerdeführer Tä
tigkeiten mit einer
Gewichtslimite
beim Heben von schweren Gegenständen über 7 kg zumutbar, und generell rückenbelastende Tätigkeiten nicht sinnvoll sind. Auch
Dr.
A._
bestätigte diese Einschätzung
in seinem B
ericht von Novemb
er 2012 (vgl. vorstehend E. 3.2), wobei er ausführte, dass der Beschwer
deführer sicherlich nicht auf Dauer regelmässig mehr als 10 kg tragen sollte. RAD-Arzt
Dr.
B._
führte in seiner Stellungnahme vom
4.
Januar 2013 (vgl. vorstehend E. 3.3) aus, dass bisher keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei und präzisierte ein für den Beschwerdeführer geltendes Belastungsprofil ent
sprechend den vorliegenden Arztberichten. Somit kann davon ausgegangen werden, dass spä
testens die RAD-Stellungname vom
Januar 2013 Klarheit über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers verschaffte. Sie bildet demnach die – den Anforderungen an die Beweiskraft genügende – medizinische Grundlage für den Rentenentscheid. Für die Rentenberechtigung ist somit die Verwertbarkeit der (Rest)Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt der RAD-Stellungnahme entscheidend.
5.3
Der im Februar 1953 geborene Beschwerdeführer war in dem für die Beurtei
lung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit massgebenden Zeitpunkt der Erstattung der RAD-Stellungnahme (Januar 2013
)
beinahe 60 Jahre al
t
, was für sich allein die Verwertbarkeit noch nicht ausschliesst.
So hat das Bundesgericht einen 60-jährigen Versicherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war, als zwar nicht leicht
ver
mittelbar
erachtet. Es sah jedoch mit Bezug auf den hypothetischen ausgegli
chenen Arbeitsmarkt gleichwohl Betätigungsmöglichkeiten, da der Versicherte zwar sachlich eingeschränkt (nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen zumutbar), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (vgl. Urteil des Bundesge
richts I
376/05 E.
4.2 vom
5.
August 2005).
Unter anderem mit Blick auf eine Aktivitätsdauer von immerhin noch sieben Jahren war eine erwerbliche Umset
zung der Leistungsfähigkeit auch einem 58-jährigen, kaufmännisch ausgebil
de
ten Versicherten möglich und zumutbar, der aufgrund hochgradiger
Inneno
hr
schwerhörigkeit
auf einen besonderen Anforderungen genügenden Arbeits
platz angewiesen war (vgl. Urteil des Bundesgericht I 819/04 E.
2.2 vom 2
7.
Mai 2005). Als arbeitsmarkttauglich angesehen wurde auch die Restarbeitsfähigkeit eines 60-jährigen Versicherten mit einer unter anderem wegen rheumatologi
scher und kardialer Problematik um 30 Prozent eingeschränkten Leistungsfä
higkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 304/06 E. 4.2 vom 2
2.
Januar 2007), gleichviel wie diejenige eines gleichaltrigen Versicherten, dem trotz verschiede
ner Rückenschäden ein vergleichsweise weites Spektrum zumutbarer Hilfstätig
keiten offen stand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 E. 4.3 vom 2
8.
Mai 2009).
Verneint hat das Bundesgericht demgegenüber die Verwertbar
keit der Restarbeitsfähigkeit eines über 61-jährigen Versicherten, der über keine Berufsausbildung verfügte, bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50
%
zumutbaren feinmotorischen Tätigkeiten keinerlei Vorkenntnisse be
sass, dessen Teilarbeitsfähigkeit weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen unterlag und dem von den Fachleuten der Berufsberatung die für einen Berufs
wechsel erforderliche Anpassungsfähigkeit abgesprochen wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 392/02 E. 3 vom 2
3.
Oktober 2003). A
l
s unverwertbar erachtet wurde auch die 50%ige, durch verschiedene Auflagen zusätzlich limitierte Ar
beitsfähigkeit eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeits
fähigkeit einschränkenden Beschwerden (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 401/01 E. 4c und d vom
4.
April 2002).
5.4
Im Lichte der dargelegten Grundsätze und der relativ hohen Hürden für die An
nahme einer unve
rwertbaren Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen ist festzu
halten, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung des im massgebenden Zeit
punkt
knapp
60
-jäh
r
igen Beschwerdeführers nicht derart beschaffen oder ge
häuft auf
tretend sind,
dass sich der Schluss rechtfertigt, eine Anstellung sei nicht mehr realistisch. Ausserdem begünstigt der Umstand, dass der Beschwer
deführer bei einer angepassten Tätigkeit an eine langjährige Berufserfahrung in Hilfstätig
keiten anknüpfen kann
, seine Eingliederungsaussichten, zumal ihm weiterhin ein breites Spektrum an Tätigkeiten offen steht. Die
Anstellungs
chancen
im vom Gesetzes wegen als ausgeglichen zu betrachtenden Arbeits
markt sind somit insgesamt noch intakt.
5.5
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom 5
.
Januar 2015
erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.