Decision ID: 78d59c90-a8e3-5e5b-afa3-513079ee8578
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 15. August 2000 wegen eines Fibromyalgiesyndroms bei
der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von beruflichen
Massnahmen und Rentenleistungen an (IV-act. 1). Am 16. März 2001 beauftragte die
IV-Stelle die Kliniken Valens damit, die Versicherte rheumatologisch und psychiatrisch
zu begutachten (IV-act. 14 S. 1 und 17 S. 1). Im multidisziplinären Gutachten vom 11.
September 2001 führten die Sachverständigen aus, sie hätten die folgende Diagnose
erhoben: Primäres Fibromyalgiesyndrom in Verbindung mit psychiatrischen Faktoren
und Verhaltensfaktoren, namentlich einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
mittleren Grades, eines sorgfältig-gewissenhaften Persönlichkeitsstils mit
maladaptivem Coping-Verhalten sowie unbefriedigenden Behandlungsresultaten trotzt
lege artis und konsequent durchgeführter Behandlungen (IV-act. 17 S. 16 und 31). Zur
depressiven Symptomatik führte der psychiatrische Sachverständige aus, er könne
keine depressive Erkrankung feststellen, die über die Schmerzsymptomatik vorrangig
ihren Ausdruck finden würde. Die mit dem Schmerzsyndrom assoziierte Depressivität
sei jedoch so erheblich, dass er empfehle, sie klassifikatorisch gesondert zu erfassen.
Die Schwere dieser Depressivität beziffere er auf mittelgradig (IV-act. 17 S. 30). Der
psychiatrische Sachverständige attestierte der Versicherten sowohl in der bisherigen
als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 17 S.
32). Der rheumatologische Sachverständige ging von einer seit September 1999
bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und von
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einer seit Mitte Februar 2000 bestehenden 75%igen Arbeitsunfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit aus (IV-act. 17 S. 19). Insbesondere gestützt auf die
Begutachtung der Klinik Valens sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab 1.
November 2000 bei einem Invaliditätsgrad von 75 % eine ganze IV-Rente zu (IV-act. 22
ff.).
A.b Am 4. Januar 2007 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie bei einer im
Jahr 2006 eingeleiteten revisionsweisen Überprüfung des Invaliditätsgrades keine
rentenwirksamen Änderungen festgestellt habe, weshalb weiterhin ein Anspruch auf die
bisherige Invalidenrente bestehe (IV-act. 32 i.V.m. 28).
A.c Im März 2013 leitete die IV-Stelle gestützt auf die lit. a der Schlussbestimmungen
zur Änderung am Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) vom
18. März 2011 (sechste IV-Revision, erstes Massnahmenpaket) eine erneute
Überprüfung der Invalidenrente der Versicherten ein (vgl. IV-act. 35 i.V.m. 38). In einer
Stellungnahme vom 9. Juli 2013 führte der regionale ärztliche Dienst (RAD) aus, dass
die rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit der Versicherten überwiegend mit einem
Leiden im Sinne dieser Schlussbestimmungen der IV-Gesetzesrevision begründet
worden sei. Im bidisziplinären Gutachten der Klinik Valens habe nämlich aus
somatischer Sicht kein organisches, strukturelles Substrat genannt werden können,
das den Ganzkörperschmerz hätte erklären können. Eine schwere Affektstörung oder
eine Angststörung lägen ebenfalls nicht vor (IV-act. 43).
A.d In einem Vorbescheid vom 30. Juli 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie den Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf die Schlussbestimmungen
zur sechsten IV-Revision überprüft habe. Diese Überprüfung habe ergeben, dass die
Diagnosen, welche zur Rentenzusprache geführt hätten, zu den ätiologisch-
pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische
Grundlage gehörten. Den vorliegenden medizinischen Unterlagen seien keine
objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, die aus
versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründeten.
Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität, sonstige schwere
Funktionseinschränkungen oder andere Kriterien, welche eine Schmerzüberwindbarkeit
in Frage stellen würden, lägen nicht vor. Deshalb beabsichtige sie, die laufende Rente
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aufzuheben (IV-act. 47). Mit einem dem Vorbescheid beigelegten Schreiben bot die IV-
Stelle der Versicherten Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung an und
informierte sie darüber, dass sie im Falle einer Teilnahme an den
Eingliederungsmassnahmen bis zum Abschluss dieser Massnahmen, längstens jedoch
für zwei Jahre, von einer Weiterzahlung der bisherigen Rentenleistungen profitieren
würde (IV-act. 48).
A.e Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte am 12. August 2013 einwenden,
dass sie nicht davon überzeugt sei, ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen zu
können. Doch sei sie gerne bereit, die Situation nochmals zu überdenken, sobald sie
sämtliche Akten gesichtet habe (IV-act. 49).
A.f Am 26. August 2013 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie trotz ihrer
gesundheitlichen Probleme, die sehr ausgeprägt seien, versuchen wolle, aktiv an
beruflichen Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (IV-act. 53 S. 2). Mit einem
Schreiben vom 9. September 2013 lud die IV-Stelle die Versicherte auf den 2. Oktober
2013 zu einem Abklärungsgespräch ein (IV-act. 56). Am 18. September 2013 liess die
Versicherte den Einwand vom 12. August 2013 zurückziehen; sie kündigte an, dass sie
an der Berufsberatung vom 2. Oktober 2013 teilnehmen werde (IV-act. 57). Am 9.
Oktober 2013 unterzeichnete die Versicherte eine Zielvereinbarung mit dem Ziel der
Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der aktiven Stellensuche (IV-act. 60). Mit
einer Mitteilung vom 13. November 2013 gewährte die IV-Stelle der Versicherten eine
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 65). Zwischen November
2013 und Juli 2015 dokumentierte die Versicherte monatlich ihre
Bewerbungsbemühungen (IV-act. 67 ff.). Mit einer Mitteilung vom 14. September 2015
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine weiteren beruflichen Massnahmen
angezeigt seien (IV-act. 87).
A.g Am 7. und 8. September 2016 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von
der medexperts AG, St. Gallen, polydisziplinär (orthopädisch, psychiatrisch,
internistisch und neurologisch) begutachtet (IV-act. 104 und 105). In ihrer
polydisziplinären Zusammenfassung stellten die Sachverständigen als Hauptdiagnosen
mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein cervico-lumbales
Schmerzsyndrom radiologisch mit geringen degenerativen Veränderungen, eine
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rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit
somatischem Syndrom, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-
vermeidenden, selbstunsicheren und abhängigen Persönlichkeitsanteilen sowie eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung fest. Als Nebendiagnosen ohne wesentliche
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten die Sachverständigen episodische
Spannungskopfschmerzen, eine familiäre Belastung mit einem Kolonkarzinom sowie
myotendinotische Schultergürtel- und Beckengürtelbeschwerden bei einem
Fibromyalgiesyndrom seit 1999 (IV-act. 105 S. 43). Weiter kamen die Sachverständigen
zum Schluss, dass die Versicherte aus polydisziplinärer Sicht in der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Pflegehilfe beim Heben schwerer Lasten und aufgrund der psychiatrischen
Be¬einträchtigung eingeschränkt sei; sie sei zu 40 % arbeitsunfähig. Für adaptierte
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten betrage die Arbeitsfähigkeit ebenfalls 60 % (IV-
act. 105 S. 46 f.).
A.h Mit einem Vorbescheid vom 10. Oktober 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten
die Aufhebung der Rente per 31. Dezember 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 37 %
in Aussicht (IV-act. 109).
A.i Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte am 7. November 2016 (IV-act. 110)
bzw. am 11. November 2016 (IV-act. 112) einwenden, den Akten lasse sich nicht
entnehmen, dass sich ihre medizinische Situation verbessert hätte. Die
Sachverständigen schätzten ihre Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit neu auf
60 %. Weiter liess die Versicherte bemängeln, dass die IV-Stelle bei der Berechnung
des Invaliditätsgrades keine Parallelisierung der Einkommen durchgeführt habe,
obwohl sie anerkenne, dass ein Minderverdienst vorliege. Auch sei kein Abzug vom
Invalideneinkommen vorgenommen worden, obwohl sie, die Versicherte, selbst als
Valide einen geringeren Lohn als die hiesige Bevölkerung erhalten habe. Als
gesundheitlich Angeschlagene müsste sie erst recht mit einem gewaltigen
Minderverdienst rechnen, wenn sie überhaupt eine Anstellung erhielte. Überdies liess
die Versicherte für das Verwaltungsverfahren ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtverbeiständung stellen mit der Begründung, dass sie nicht in der Lage sei, für die
notwendige Rechtsvertretung aufzukommen (IV-act. 112).
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A.j Am 25. November 2016 verfügte die IV-Stelle die Aufhebung der Invalidenrente per
31. Dezember 2016. Zur Begründung führte sie an, dass gemäss der polydisziplinären
Abklärung sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine
zumutbare Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe. Für den Einkommensvergleich werde für
die Bestimmung des Invalideneinkommens auf den Tabellenlohn gemäss
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE, Schweiz, privater Sektor,
2011, Kompetenzniveau 4 für Frauen) abgestellt. Bei einem Pensum von 60 % sei es
der Versicherten zumutbar, ein Einkommen von Fr. 25'193.-- zu erzielen. Da die
Versicherte im Vergleich zur LSE-Tabelle vor Eintritt der Behinderung ein relativ tiefes
Einkommen erzielt habe, liege ein Minderverdienst vor. Bei einem Valideneinkommen
von Fr. 39'989.--, einem Invalideneinkommen von Fr. 25'193.--, einer Erwerbseinbusse
von Fr. 14'796.-- und einem Invaliditätsgrad von 37 % liege keine rentenbegründende
Erwerbsunfähigkeit vor. Zum Einwand merkte die IV-Stelle an, dass die Beurteilung des
Rentenanspruchs nicht im Rahmen der Revisionsbestimmungen, sondern im Rahmen
der Schlussbestimmungen der IV-Revision 6a durchgeführt worden sei. Gemäss diesen
Bestimmungen könne die Rente auch ohne das Vorliegen eines Revisionsgrundes
herabgesetzt oder aufgehoben werden. Die Parallelisierung bestehe darin, dass das
Invalideneinkommen dem Valideneinkommen angepasst werde. Im vorliegenden Fall
sei ein Minderverdienst von 29.52 % berücksichtigt worden. Gemäss der
höchstrichterlichen Praxis werde der Minderverdienst ab einer Grösse von 5 %
angerechnet. In diesem Rahmen könne nicht noch zusätzlich ein Abzug vom
Tabellenlohn vorgenommen werden (IV-act. 115).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
am 9. Januar 2017 Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung vom
25. November 2016 sei teilweise aufzuheben und ihr sei eine halbe IV-Rente zu
gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer zu
Lasten der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Überdies liess die
Beschwerdegegnerin für das vorliegende Verfahren sowie für das Verfahren vor der
Beschwerdegegnerin die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung
beantragen. Zur Begründung liess die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht
anführen, dass sie bereits im Vorbescheidverfahren vertreten gewesen sei, wobei eine
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unentgeltliche Rechtsverbeiständung beantragt worden sei. Dazu habe sich die
Beschwerdegegnerin gar nicht geäussert. Somit liege eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs und der Begründungspflicht vor. Allerdings bleibe abzuwarten, ob die
Beschwerdegegnerin dazu nachträglich Stellung nehmen werde. In materieller Hinsicht
liess die Beschwerdeführerin festhalten, dass ihre Rente nicht auf der Basis der
üblichen Rentenbestimmungen, sondern gestützt auf die Schlussbestimmung der IV-
Revision 6a gänzlich aufgehoben worden sei. Die Voraussetzungen der Revision
gemäss den Schlussbestimmungen 6a lägen jedoch nicht vor, da die mittelgradige
Depression nicht zu den syndromalen Beschwerden gehöre. Die Diagnose der
depressiven Anpassungsstörung sei bereits im Erstgutachten der Klinik Valens
diagnostiziert worden. Die Depression ziehe sich somit seit mindestens 15 Jahren wie
ein roter Faden durch ihr Leben. Sie sei nicht besser geworden, sondern habe sich nun
chronifiziert, weshalb die neuen Gutachter als Diagnose eine rezidiverende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Syndromen, erhoben
hätten. Weiter liess die Beschwerdeführerin ausführen, dass sie vor Eintritt der
Invalidität unterdurchschnittlich verdient habe, was auch die Beschwerdegegnerin
anerkenne und was belege, dass die "Personen aus B._" weniger als die "hiesige
Bevölkerung" verdienten. Sodann liess sie rügen, dass der von der
Beschwerdegegnerin vorgenommene 5%ige Abzug bei der Parallelisierung der
Einkommen einer verfehlten bundesgerichtlichen Praxis entspreche und als
diskriminierend zu qualifizieren sei, denn er betreffe praktisch nur die "Versicherten aus
B._", weil gerade diese "Bevölkerungsschicht" häufig weniger als die "hiesige
Bevölkerung" verdiene. Mit dieser 5%igen Schwelle würden die Versicherten aus der
Rentenberechtigung gekippt und doppelt benachteiligt bzw. diskriminiert, was gegen
das Gleichheitsgebot, das Fairnessgebot und das Willkürverbot der europäischen
Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) verstosse (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie vor,
bei der Invaliditätsbemessung sei zu berücksichtigen, dass eine versicherte Person
wegen invaliditätsfremder Gründe ein unterdurchschnittliches Valideneinkommen
erzielt habe, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass sie sich aus freien
Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau habe begnügen wollen. Denn
invaliditätsfremde Gesichtspunkte seien entweder bei keinem der
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Vergleichseinkommen oder bei beiden Vergleichseinkommen zu berücksichtigen. Die
Parallelisierung der Einkommen könne durch eine entsprechende Heraufsetzung des
Valideneinkommens oder durch Herabsetzung der statistischen Werte des
Invalideneinkommens vorgenommen werden. Im vorliegenden Fall könne die
Berechnung des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens ohne weiteres
nachvollzogen werden. Das an die Nominallohnentwicklung angepasste
Valideneinkommen liege aus invaliditätsfremdem Gründen um 34.52 % unter dem
Tabellenlohn für Hilfstätigkeiten. Das ermittelte Invalideneinkommen sei deshalb um
29.52 % reduziert worden, woraus entsprechend der 60%igen Arbeitsfähigkeit ein
jährliches Invalideneinkommen von Fr. 39'989.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 37
% resultiert habe. Soweit persönliche und berufliche Merkmale des konkreten
Einzelfalles bereits im Rahmen der Parallelisierung der Einkommen berücksichtigt
worden seien, könnten dieselben lohnbestimmenden Einflussfaktoren nicht zusätzlich
einen Abzug vom anhand statistischer Werte ermittelten Invalideneinkommen
rechtfertigen (act. G 3).
B.c Am 6. März 2017 hiess die verfahrensleitende Richterin das Gesuch um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für das
Verfahren vor Versicherungsgericht gut (act. G 4).
B.d In ihrer Replik vom 3. April 2017 hielt die Beschwerdeführerin an den in ihrer
Beschwerde gestellten Anträgen vollumfänglich fest. Sie führte im Wesentlichen aus,
dass sie mindestens eine Viertelrente erhalten müsse, wenn sie ihre Tätigkeit nur noch
zu 60 % ausüben könne. Wenn sie als Gesunde 34.52 % weniger als der Tabellenlohn
verdient habe, ihr Einkommen aber nur um 29.52 % parallelisiert würde, und sie
deshalb nur auf einen Invaliditätsgrad von 37 % gelange, handle es sich eindeutig um
eine Verletzung der EMRK-Garantien, weil gerade der willkürliche Sockel von 5 % sie
aus der Rentenberechtigung kippe. Sie leide schon lange Zeit an einer Depression und
sei in ihrer Denk- und Arbeitsweise verlangsamt, weshalb ihr auch ein Abzug vom
Tabellenlohn gewährt werden sollte, wobei sie insgesamt mindestens einen
Invaliditätsgrad von 40-50 % erreichen sollte. Wenn sie schon als Gesunde über einen
Drittel weniger als der Durchschnitt der übrigen "Rechtsgenossen" in einer
vergleichbaren Tätigkeit verdient habe, werde sie als gesundheitlich Angeschlagene
erst recht eindeutig weniger verdienen können. Die Frage der unentgeltlichen
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Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren habe die Beschwerdegegnerin in ihrer
Beschwerdeantwort nicht thematisiert. Deshalb werde davon ausgegangen, dass die
Beschwerdegegnerin die dazu in der Beschwerde getätigten Ausführungen genehmige
(act. G 6).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen
1.
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren können nur Rechtsverhältnisse
überprüft bzw. beurteilt werden, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde
vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit
bestimmt die Verfügung vom 25. November 2016 den Anfechtungsgegenstand.
Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (vgl. BGE
131 V 164 E. 2.1). Die Nichtgewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für
das Verwaltungsverfahren ist nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung.
Demnach kann auf das Begehren um die Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung für das Verwaltungsverfahren nicht eingetreten werden.
2.
Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. November 2016 hat die
Beschwerdegegnerin eine formell rechtskräftig zugesprochene, laufende Rente der
Beschwerdeführerin aufgehoben. In ihrer Begründung hat sie sich darauf gestützt, dass
die Beurteilung des Rentenanspruchs im Rahmen von Abs. 1 lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a durchgeführt worden sei, weshalb die
Rente auch ohne das Vorliegen eines Revisionsgrundes nach Art. 17 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) hätte herabgesetzt oder eingestellt werden können (IV-act. 115). Demgegenüber
hat sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt gestellt, dass die
Voraussetzungen für eine Anpassung gemäss den Schlussbestimmungen der IV-
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Revision 6a nicht erfüllt seien, da die mittelgradige Depression nicht zu den
syndromalen Beschwerden gehöre (vgl. act. G 1 S. 3).
3.
3.1 Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne eine nachweisbare organische Grundlage („Päusbonog“)
zugesprochen worden sind, werden gemäss dem Abs. 1 der lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a innerhalb von drei Jahren seit dem
Inkrafttreten der IVG-Revision 6a (am 1. Januar 2012) überprüft. Sind die
Voraussetzungen des Art. 7 ATSG nicht erfüllt, wird die Rente herabgesetzt oder
aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt
sind. Diese Bestimmung findet allerdings gemäss dem Abs. 4 der lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a keine Anwendung auf Personen, die im
Zeitpunkt des Inkrafttretens der IVG-Revision 6a das 55. Altersjahr zurückgelegt haben
oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren
eine Rente der Invalidenversicherung bezogen haben (vgl. zum Ganzen den Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. September 2017, IV
2015/58, E. 3.1). Das „Überprüfungsverfahren“ ist vorliegend im Jahr 2013 und damit
noch vor dem Ablauf der dreijährigen „Überprüfungsfrist“ eröffnet worden (vgl. IV-act.
35 i.V.m. 38). Die Beschwerdeführerin hat im Jahr 2012 das 55. Altersjahr noch nicht
vollendet gehabt (vgl. IV-act. 1 S. 1) und sie hat im Zeitpunkt der Eröffnung des
Verfahrens die Rente noch nicht seit mehr als 15 Jahren bezogen (vgl. IV-act. 22 ff.).
Weiter ist die ursprüngliche Zusprache einer Rente gestützt auf das Gutachten der
Klinik Valens vom 11. September 2001 erfolgt, laut dem die Beschwerdeführerin
damals an einem primären Fibromyalgiesyndrom in Verbindung mit psychiatrischen
Faktoren und Verhaltensfaktoren gelitten hat (vgl. IV-act. 17 S. 16 und 31), das ihr
gemäss den damaligen gutachterlichen Ausführungen eine Erwerbstätigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit nur zu 25 % ermöglicht hat (vgl. IV-act. 17 S. 19 und 31).
Demnach ist die ursprüngliche Rente gestützt auf ein pathogenetisch-ätiologisch
unklares syndromales Beschwerdebild ohne eine nachweisbare organische Grundlage
(sog. „Päusbonog“) zugesprochen worden. Dass dieses syndromale Beschwerdebild
auch noch eine depressive Reaktion nach sich gezogen hat, vermag daran nichts zu
ändern, hat doch der psychiatrische Gutachter der Klinik Valens ausdrücklich
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festgehalten, dass er keine depressive Erkrankung habe feststellen können, die über
die Schmerzsymptomatik vorrangig ihren Ausdruck finden würde (IV-act. 17 S. 30).
Demzufolge sind die in den Schlussbestimmungen der sechsten IVG-Revision
statuierten Voraussetzungen für eine „Überprüfung“ des Rentenanspruchs erfüllt
gewesen.
3.2 Der Sinn und Zweck des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-
Revision 6a besteht darin, formell rechtskräftig zugesprochene Renten der
Invalidenversicherung an eine Änderung der bundesgerichtlichen Praxis anzupassen.
Das Bundesgericht hat nämlich in einem Urteil aus dem Jahr 2004 (BGE 130 V 352) die
Vermutung aufgestellt, dass eine versicherte Person trotz einer somatoformen
Schmerzstörung uneingeschränkt erwerbstätig sein könne. Diese Vermutung hat nur
mit dem Nachweis widerlegt werden können, dass die sogenannten Foerster’schen
Kriterien (für eine positive Prognose) nicht erfüllt seien, was zur Folge gehabt hat, dass
bei somatoformen Schmerzstörungen oder anderen vergleichbaren Beschwerdebildern
kaum mehr Renten zugesprochen worden sind. Das Bundesgericht hat in einem
späteren Urteil festgehalten, dass diese Rechtsprechungsänderung keine
Herabsetzung oder Aufhebung von bereits formell rechtskräftig zugesprochenen
Renten rechtfertige (BGE 135 V 210). Mit dem Abs. 1 der lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a hat der Gesetzgeber die gesetzliche
Grundlage für die Anpassung der Renten aus der „Prä-Päusbonog-Ära“ an die
„Päusbonog-Praxis“ geschaffen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichtes des
Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2017, IV 2014/278, E. 3). Nun hat das Bundesgericht
allerdings zwischenzeitlich seine „Päusbonog-Praxis“ wieder aufgegeben (BGE 141 V
281). Diese Entwicklung hat der historische Gesetzgeber selbstverständlich nicht
vorhersehen können, weshalb die Überführung von Fällen aus der „Prä-Päusbonog-
Ära“ direkt in die „Post-Päusbonog-Ära“ aus historischer Sicht nicht vom Abs. 1 der lit.
a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a gedeckt zu sein scheint. Eine
sorgfältige Interpretation des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-
Revision 6a kann sich allerdings nicht mit einer bloss vordergründigen
Auseinandersetzung mit dem Willen des historischen Gesetzgebers begnügen, sondern
erfordert eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Sinn und Zweck der Bestimmung
aus historischer (und aus geltungszeitlicher) Sicht. Wie oben bereits dargelegt, ist die
Einführung des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a eine
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Reaktion auf den BGE 135 V 210 gewesen, in dem das Bundesgericht ausgeführt
hatte, nur der Gesetzgeber könne eine ausreichende Grundlage für die „Bereinigung
der Altlasten“ aus der „Prä-Päusbonog-Ära“ schaffen. Die Absicht des historischen
Gesetzgebers ist es gewesen, eine Modifikation jener formell rechtskräftigen
Verfügungen zu erlauben, die auf der Anwendung einer mittlerweile als gesetzwidrig
erachteten Praxis („Prä-Päusbonog“) beruht haben. Auf jene Fälle hat er die aktuelle
Praxis angewendet wissen wollen. Das ist zwar im Zeitpunkt des Inkrafttretens des
Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a noch die „Päusbonog-
Praxis“ gewesen. Hätte das Bundesgericht diese aber schon vor dem Inkrafttreten der
IVG-Revision 6a durch die „noch richtigere“ Praxis gemäss dem BGE 141 V 281 ersetzt
gehabt, hätte der Gesetzgeber nicht die Überführung der „Prä-Päusbonog-Fälle“ in die
„Päusbonog-Ära“, sondern die Anwendung der „Post-Päusbonog-Praxis“ auf die „Prä-
Päusbonog-Fälle“ vorgesehen, denn seine Absicht ist es ja gewesen, auf die in
Anwendung einer zwischenzeitlich als falsch erachteten Praxis ergangenen
Rentenzusprachen nachträglich die neue, richtige Praxis anzuwenden. Es besteht kein
Grund zur Annahme, dass der Gesetzgeber die Anwendung der „Päusbonog-Praxis“
vorgeschrieben hätte, wenn damals bereits die „Post-Päusbonog-Praxis“ eingeführt
gewesen wäre. Die direkte Überführung der Fälle aus der „Prä-Päusbonog-Ära“ in die
„Post-Päusbonog-Ära“ widerspricht folglich dem Willen des historischen Gesetzgebers
nicht. Sie ist vom (geltungszeitlichen) Sinn und Zweck des Abs. 1 der lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a – der „Bereinigung der Altlasten“ – und
auch vom Wortlaut der Bestimmung, der nicht explizit die Anwendung der
„Päusbonog-Praxis“ vorschreibt, gedeckt und sie drängt sich mit Blick auf den
Grundsatz, dass stets das aktuell geltende Recht auf den aktuellen Sachverhalt
angewendet werden muss (sog. Geltungsprinzip; vgl. RALPH JÖHL,
Übergangsrechtliche Probleme im Leistungsrecht der Sozialversicherung, St. Gallen
1996, S. 1 ff.), geradezu auf. Der Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-
Revision 6a erlaubt deshalb die Anwendung der „Post-Päusbonog-Praxis“ auf jene
formell rechtskräftigen Renten, die in Anwendung der „Prä-Päusbonog-Praxis“
zugesprochen worden sind, sofern die „Überprüfung“ rechtzeitig eingeleitet worden ist
und sofern die Voraussetzungen des Abs. 4 der lit. a der Schlussbestimmungen zur
IVG-Revision 6a erfüllt sind, was vorliegend, wie bereits geprüft, der Fall gewesen ist.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass selbst wenn die Voraussetzungen für eine
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revisionsweise Rentenanpassung nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt gewesen
wären (vgl. dazu Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18.
September 2017, IV 2015/58, E. 1 und 2), die Modifikation des Rentenanspruchs für die
Zukunft gestützt auf den Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision
6a rechtmässig wäre. Folglich muss der Rentenanspruch für die Zukunft gestützt auf
den aktuellen Sachverhalt im Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung,
gestützt auf die aktuell geltende „Post-Päusbonog-Praxis“ festgesetzt werden (zum
Ganzen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18.
September 2017, IV 2015/58, E. 3 und 4.1).
4.
4.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichen Arbeitsmarkt definiert.
4.2 Das Gutachten der medexperts AG enthält eine im Lichte der nun aktuellen „Post-
Päusbonog-Praxis" nachvollziehbare und gut begründete Schätzung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeführerin ist anlässlich der
Begutachtung eingehend zu ihrer Tagestruktur, zu ihrem sozialen Umfeld, zu ihrem
beruflichen Werdegang und zu ihren Beschwerden befragt worden. Weiter haben die
Sachverständigen die Angaben der Beschwerdeführerin und die erhobenen Befunde
auf ihre Konsistenz überprüft. Auch haben sich die Sachverständigen mit der
Voraktenlage sowie mit der abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung des
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Vorgutachtens auseinandergesetzt und die Ressourcen der Beschwerdeführerin bei
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Schliesslich haben die
Sachverständigen überzeugend und schlüssig dargelegt, dass die Beschwerdeführerin
in ihrer angestammten sowie in der bisherigen Tätigkeit ab dem Gutachtenszeitpunkt
zu 60 % arbeitsfähig ist. Auf die schlüssige Arbeitsfähigkeitsschätzung, welche im
Übrigen von keiner der Parteien angezweifelt worden ist, kann demnach abgestellt
werden (vgl. IV-act. 105).
4.3 Anzumerken gilt, dass der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin klar gewesen
sein musste, dass die neue Begutachtung unter Berücksichtigung der von der neuen
Rechtsprechung aufgestellten Kriterien ergehen würde. Denn der von der
Beschwerdegegnerin erstellte Fragenkatalog, welcher der Beschwerdeführerin
vorgängig zur Durchsicht und Stellungnahme zugeschickt worden war (vgl. IV-act. 97),
hat explizit auf die geänderte Rechtsprechung hingewiesen (vgl. IV-act. 101). Demnach
hätte die Beschwerdeführerin schon vor der Begutachtung die Möglichkeit gehabt, sich
zu den geänderten Kriterien zu äussern. Auch nach der Begutachtung hat sie im
Rahmen des Vorbescheidverfahrens und schliesslich im Rahmen der
Beschwerdeerhebung die Möglichkeit gehabt, sich zu der unter der neuen
Rechtsprechung ergangenen Begutachtung zu äussern. Ihr rechtliches Gehör
hinsichtlich der Änderung der Begutachtungskriterien ist somit gewahrt worden. Die
Beschwerdeführerin hat das Gutachten und dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung jedoch
weder im Einwand noch in ihrer Beschwerde kritisiert (vgl. act. G 1 und IV-act. 112).
5.
5.1 Ausgehend von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen.
5.2 Der Invaliditätsgrad ist anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln. Dabei
wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
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5.3 Bei der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2000 hat die
Beschwerdegegnerin für die Festsetzung des Valideneinkommens auf den von der
Beschwerdeführerin im bisherigen Pflegeberuf erzielten Verdienst abgestellt. Auch für
die Berechnung des Invalidenlohns hat sie als Grundlage das im Pflegeberuf erzielte
Einkommen herangezogen und dieses entsprechend der 75%igen Einschränkung
gekürzt (vgl. IV-act. 19 S. 2, 20 S. 2 und 22 S. 1). Das Abstellen auf den bisherigen
Verdienst zur Beurteilung der Invalidenkarriere ist unter Berücksichtigung der
Tätigkeitsoptionen, die der allgemeine und ausgeglichene Arbeitsmarkt beinhaltet,
möglicherweise nicht richtig gewesen, jedoch kann im vorliegenden
Rentenanpassungsverfahren nicht darauf zurückgekommen werden. Denn das
vorliegende Anpassungsverfahren ist eingeleitet worden, um die medizinische
Befundlage beweisrechtlich der veränderten Rechtsprechung anzupassen oder im
Rahmen von Art. 17 ATSG einer veränderten Sachverhaltslage anzupassen (vgl. E. 2).
Die Möglichkeiten für eine Invalidenkarriere der Beschwerdeführerin haben sich in
qualitativer Hinsicht nicht verändert, lediglich das zumutbare Pensum hat eine
Änderung erfahren. Insofern kann im vorliegenden Anpassungsverfahren nicht plötzlich
eine andere Invalidenkarriere und somit eine andere Berechnungsgrundlage für den
Invalidenlohn herangezogen werden. Ein allfälliger Fehler könnte nur in einem
Wiedererwägungsverfahren nach Art. 53 Abs. 2 ATSG korrigiert werden. Folglich ist
entsprechend der bei der ursprünglichen Rentenzusprache vorgenommenen
Berechnung von einem Validenlohn von Fr. 34'500.-- auszugehen. Als
Invalideneinkommen ist bei einem Pensum von 100 % ebenfalls von einem Gehalt von
Fr. 34'500.-- auszugehen (vgl. IV-act. 19 S. 2, 20 S. 2 und 22 S. 1). Da anzunehmen ist,
dass sich das Validen- und Invalideneinkommen gleichlaufend entwickeln, kann auf
eine entsprechende Indexierung vorliegend verzichtet werden. Entsprechend der
40%igen Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act.
105 S. 47) resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 20'700.--. Die Vornahme eines
Tabellenlohnabzugs erübrigt sich, da zur Beurteilung des Invalideneinkommens kein
Tabellenlohn herangezogen worden ist. (Würde jedoch auf einen Tabellenlohn
abgestellt, wäre ein solcher Abzug im vorliegenden Fall vorzunehmen, da es sich bei
der verbliebenen Arbeitsfähigkeit um einen Mittelwert handelt, der dem Umstand keine
Rechnung tragen würde, dass die Beschwerdeführerin ihre verbliebene
Leistungsfähigkeit nur schwankend und damit schwer planbar würde erbringen
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können. Für einen potentiellen, betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkenden
Arbeitgeber würden die Leistungsschwankungen und damit die schlechte Planbarkeit
hinsichtlich des täglichen Arbeitsergebnisses der Beschwerdeführerin einen
erheblichen betriebswirtschaftlichen Nachteil darstellen, die er lohnmindernd
berücksichtigen müsste. Zudem müsste er das Risiko von vermehrten
krankheitsbedingten Absenzen einkalkulieren. Dies würde zusammenfassend einen
praxisgemässen Tabellenlohnabzug von 15 % rechtfertigen.) Bei einer
Gegenüberstellung des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens resultiert
eine Erwerbseinbusse von Fr. 13'800.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 40 %
(13'800.00 x 100 / 34'500.00). Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Rentenleistung
zu Unrecht gänzlich eingestellt. Vielmehr hat die Beschwerdeführerin auch nach dem
31. Dezember 2016 weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente. Anzumerken ist, dass die
ursprünglich zugesprochene Rente entsprechend dem Abs. 3 der lit. a der
Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a grundsätzlich maximal während einer
Übergangszeit von zwei Jahren weiter ausgerichtet werden kann. Da im vorliegenden
Fall jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich auch der Sachverhalt
geändert hat, weshalb allenfalls auch eine Revision nach Art. 17 ATSG vorliegen
könnte, ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die ursprünglich
zugesprochene Rente erst unter Gewährung einer rund dreimonatigen Frist (vgl. Art.
88a Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) nach der
Begutachtung angepasst hat (vgl. act. G 1.1). Demnach hat die Beschwerdeführerin zu
Recht bis zum 31. Dezember 2016 eine ganze Invalidenrente erhalten. Ab dem 1.
Januar 2017 ist ihr eine Viertelsrente auszurichten.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde betreffend Invalidenrente dahingehend
gutzuheissen, dass der Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2017 eine Viertelsrente
zuzusprechen ist. Auf die Beschwerde betreffend die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren ist nicht einzutreten.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
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in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Für das
Nichteintreten hinsichtlich des Antrags um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtverbeiständung im Verwaltungsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben
(vgl. Art. 69 Abs. 1bis IVG). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist die
Gerichtsgebühr vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Für den Vertretungsaufwand hinsichtlich des Antrags um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege für das Verwaltungsverfahren ist keine
Parteientschädigung zuzusprechen.