Decision ID: 96c896b6-3284-4f65-9a5e-fcbbef1ce039
Year: 2015
Language: de
Court: BS_APG
Chamber: BS_APG_001
Canton: BS
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
Das Betreibungsamt Basel-Stadt stellte auf Begehren des Kantons Basel-Stadt am 16. Juni 2015 in der Betreibung Nr. 15035375 einen Zahlungsbefehl gegen die A_ AG aus. Der Zahlungsbefehl wurde dieser am 26. Juni 2015 zugestellt. Mit Schreiben vom 6. Juli 2015 an das Betreibungsamt verlangte die A_ AG die Löschung der Betreibung. Das Betreibungsamt beschied der A_ AG mit Schreiben vom 9. Juli 2015, dass es dem Löschungsbegehren nicht nachkommen könne und deren Mitteilung auch nicht als Rechtsvorschlag betrachte. Daraufhin beantragte die A_ AG mit Beschwerde vom 22. Juli 2015 die Löschung der Betreibung bei der unteren Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 26. August 2015 ab, da die A_ AG nicht nachvollziehbar dartue, weshalb die Betreibung nichtig sein solle. Der Entscheid wurde der A_ AG am 8. September 2015 zugestellt.
Gegen diesen Entscheid erhob die A_ AG am 15. September 2015 Beschwerde an die obere Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt. Die Beschwerde enthält keinen Antrag. Der Instruktionsrichter der oberen Aufsichtsbehörde zog die vorinstanzlichen Akten bei und verzichtete darauf, eine Beschwerdeantwort einzuholen. Die Einzelheiten der Vorbringen der Beschwerdeführerin ergeben sich, soweit sie verständlich und für den Entscheid von Bedeutung sind, aus den nachfolgenden Erwägungen.

Erwägungen
1. 1.1 Gegen Entscheide der unteren Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung Beschwerde an die obere Aufsichtsbehörde erhoben werden (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG, SR 281.1]). Als solche amtet ein Ausschuss des Appellationsgerichts (§ 5 Abs. 3 des Gesetzes betreffend Einführung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [EG SchKG, SG 230.100]). Die Beschwerdeführerin ist vor der unteren Aufsichtsbehörde unterlegen und somit zur Beschwerde legitimiert. Das Rechtsmittel wurde rechtzeitig erhoben. Das Verfahren richtet sich nach Art. 20a SchKG; im Übrigen gelten die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) sinngemäss (§ 5 Abs. 4 EG SchKG).
1.2 Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen und muss einen Antrag enthalten (Art. 321 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit § 5 Abs. 4 EG SchKG). Gemäss Rechtsprechung handelt es sich bei der Begründung um eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung. Fehlt sie, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Verlangt wird, dass der Beschwerdeführer im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und gegebenenfalls die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (vgl. BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 3). Der Beschwerdeführer muss mit anderen Worten in der Beschwerde darlegen, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet (vgl. AGE BEZ.2015.13 vom 13. April 2015 E. 2).
Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin keinen förmlichen Antrag gestellt. Immerhin kann der Begründung entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin „die sofortige und vollständige Löschung“ der sie betreffenden Einträge im Betreibungsregister erwarte (vgl. Beschwerde, S. 2). Worauf sie diese Erwartung stützt, ist den inhaltlich unverständlichen und wirren Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht zu entnehmen. Sie setzt sich mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid nicht auseinander und legt auch nicht dar, an welchen Mängeln der Entscheid leide. Die Ausführungen genügen demnach den dargelegten Anforderungen an die Begründung nicht. Damit sind die Zulässigkeitsvoraussetzungen für das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht erfüllt.
2. Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Das Beschwerdeverfahren ist auch vor der oberen Aufsichtsbehörde grundsätzlich kostenlos. Bei böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Vertreter allerdings Bussen bis zu CHF 1'500.– sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Bereits die untere Aufsichtsbehörde wies die Beschwerdeführerin und ihren Verwaltungsrat auf die Kostenfolgen einer böswilligen oder mutwilligen Prozessführung hin und stellte ihnen in Aussicht, dass in weiteren solchen Beschwerdefällen entsprechende Bussen bzw. Gebühren und Auslagen auferlegt würden. Ungeachtet der Erwägungen der unteren Aufsichtsbehörde und ungeachtet deren Hinweises auf die Kostenfolgen einer böswilligen oder mutwilligen Prozessführung zog die Beschwerdeführerin den Entscheid an die obere Aufsichtsbehörde weiter und setzte damit ein unnötiges Verfahren in Gang. Sie hätte bei vernunftgemässer Überlegung ohne Weiteres erkennen können, dass ihre Beschwerde aussichtslos ist. Damit ist von mutwilliger Prozessführung auszugehen (vgl. BGer 5A_131/2013 vom 25. Juni 2013 E. 6.1; AGE BEZ.2015.46 vom 26. August 2015 E. 3, mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführerin werden deshalb die Gerichtskosten von CHF 500.– auferlegt.