Decision ID: a5b17d46-1c5f-47c4-8441-5805dc873cf2
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
C._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
berufliche Massnahmen und Rente
Sachverhalt:
A.
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A.a C._, geboren 1952, meldete sich am 5. Februar 2007 wegen Rückenproblemen
zum Bezug von IV-Leistungen an (act. G 4.1). Der behandelnde Arzt, Dr. med. A._,
Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, stellte im Arztbericht vom 24. April 2007
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom, eine pseudoradikuläre Irritation L5/S1 rechts, eine
osteochondrische Degeneration L5/S1, eine leichte Spinalkanalverengung L4/5 und
eine Tendinopathie Ischiokruralgruppe rechts. Für die Dauer vom 3. April bis 21. Mai
2006 attestierte er dem Versicherten für die angestammte Tätigkeit als Service-
Techniker (act. G 4.14) eine 100%ige und für die Zeit danach bis auf weiteres eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Verrichtung von anderen Tätigkeiten wie etwa
Büroarbeiten sei dem Versicherten wahrscheinlich ganztags ohne
Leistungseinschränkung zumutbar (act. G 4.16.1 ff.). Die RAD-Ärztin Dr. med. B._,
Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin, kam in der Stellungnahme vom 2. Juli 2007 zum
Schluss, dass der Versicherte für eine leichte körperliche Tätigkeit mit
Wechselbelastung (sitzend, stehend, gehend, keine Zwangshaltungen, insbesondere
nicht in vorgeneigter Rumpfhaltung, kein Bücken) über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
verfüge (act. G 4.21.2).
A.b Gemäss Bericht des Berufsberaters vom 14. November 2007 blieb der Versicherte
bei seiner bisherigen Arbeitgeberin, der D._, zu 50% angestellt, allerdings in einem
neuen Tätigkeitsfeld als Spezialist und Springer. Der Berufsberater bezeichnete den
Versicherten als ohne berufliche Massnahmen eingegliedert. Da er seit über 30 Jahren
als Handwerker tätig gewesen sei, sei eine berufliche Umstellung auf eine Bürotätigkeit
irreal. Ausserdem würde dies eine aufwendige Qualifikation bedingen – der Versicherte
wäre bei Abschluss allfälliger beruflicher Umstellung 58-jährig und auf dem ersten
Arbeitsmarkt kaum mehr wettbewerbsfähig. Mit beruflichen Massnahmen könne keine
bessere Eingliederung erreicht werden. Falls dem Einkommensvergleich eine volle
zumutbare Arbeitsfähigkeit zugrunde gelegt werde, sei ein maximaler Leidensabzug zu
gewähren, da der Versicherte wegen erhöhter Pausenbedürftigkeit, der Verlangsamung
und der mangelnden Belastbarkeit in allen körperlich-handwerklichen Arbeiten und der
mangelnden Umstellfähigkeit im Alter gegenüber gesunden Mitbewerbern deutlich
weniger leistungs- und wettbewerbsfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt sei (act.
G 4.25.2).
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A.c Mit Vorbescheiden vom 6. Dezember 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Ablehnung eines Anspruchs auf berufliche Massnahmen sowie – aufgrund des
ermittelten Invaliditätsgrades von 36% – auf Rentenleistungen in Aussicht. Dabei stellte
sie im Rahmen der Invaliditätsbemessung das Einkommen aus einer 100%igen
Tätigkeit als L._ dem Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmer in der Schweiz für
einfache und repetitive Arbeiten gemäss Lohnstrukturerhebung gegenüber und
gewährte beim Invalideneinkommen einen Leidensabzug von 10% (act. G 4.30 und
4.32).
B.
B.a Gegen diese Vorbescheide erhob der Versicherte am 22. Januar 2008 Einwand und
beantragte die nochmalige Überprüfung des Invaliditätsgrades. Bei der Bestimmung
des Invalideneinkommens sei mindestens ein 20%iger Leidensabzug vorzunehmen.
Sofern bei der IV-Stelle die Auffassung bestehe, dass ihm (dem Versicherten) eine
Neueingliederung zuzumuten sei, seien ihm berufliche Massnahmen zu gewähren (act.
G 4.35).
B.b Am 25. Januar 2008 verfügte die IV-Stelle entsprechend den Vorbescheiden. Den
Anspruch auf berufliche Massnahmen lehnte sie mit der Begründung ab, dass der
Versicherte nach wie vor angemessen eingegliedert sei. Sollte er bei einer allfälligen
Stellensuche eine Arbeitsvermittlung durch die IV wünschen, werde er um eine
entsprechende Mitteilung gebeten (act. G 4.37). Die Rentenablehnung begründete sie
damit, dass die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades auf Grund
eines höheren Leidensabzuges vorliegend nicht zulässig sei. Wenn eine versicherte
Person nebst dem Umstand, dass sie nur noch körperlich leichte Tätigkeiten ausüben
könne, keine bedeutenden weiteren, gesundheitlich bedingten Einschränkungen des
Leistungsvermögens vorweise, sei ein Leidensabzug von 10% vorzunehmen (act.
G 4.38).
C.
C.a Gegen diese Verfügungen richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 25. Februar 2008. Der Beschwerdeführer beantragt darin sinngemäss die
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Aufhebung der Verfügungen und eine Überprüfung seines Rentenanspruches bzw.
seines Anspruches auf berufliche Massnahmen. Der Beschwerdeeingabe legt er einen
Bericht der behandelnden Ärzte des Palliativzentrums des Kantonsspitals St. Gallen
(nachfolgend: KSSG) vom 18. Dezember 2007 bei (act. G 1.3). Nach diesem Bericht
verfüge er im Gegensatz zur Einschätzung der RAD-Ärztin nur noch über eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit. Die medizinische Situation sei nicht hinreichend geklärt, weshalb die
Beschwerdegegnerin genaue medizinische Abklärungen durchführen müsse. Ferner
rügt er den beim Einkommensvergleich vorgenommenen Leidensabzug als zu tief. Sein
langjähriger Arbeitgeber habe sich monatelang um eine leidensadaptierte Tätigkeit für
ihn bemüht. Schliesslich habe eine leichte Tätigkeit gefunden werden können. Diese
Tätigkeit sei ihm jedoch aufgrund seiner Beschwerden nur zu 50% zumutbar. Um seine
Restarbeitsfähigkeit optimal verwerten zu können, seien ihm berufliche Massnahmen
zu gewähren (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 28. April 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Beschwerdeabweisung. Sie bringt vor, dass die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der
behandelnden Ärzte des KSSG sich lediglich auf die Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit beziehe. Diesbezüglich sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
anerkannt. Gestützt auf die Einschätzung des RAD und der dieser zugrunde liegenden
medizinischen Akten sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten
Tätigkeit erstellt. Es liege auch keine Veränderung des Gesundheitszustandes vor, die
neuerliche Abklärungen rechtfertigen würde. Die Begrenzung des Leidensabzuges sei
korrekt. Da die Gewährung beruflicher Massnahmen zu keiner besseren Eingliederung
führen könne, sei deren Ablehnung zu Recht erfolgt (act. G 4).
C.c Der Beschwerdeführer gibt in der Replik vom 6. Juni 2008 an, dass sich sein
Gesundheitszustand nicht verbessert habe. Es bestehe auch in einer leichten Tätigkeit
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Übrigen lautet die Begründung im
Wesentlichen gleich wie diejenige der Beschwerde (act. G 6). Der Replik liegt u.a. ein
Bericht der behandelnden Ärzte des Palliativzentrums des KSSG vom 7. Mai 2008 bei
(act. G 6.3).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer begründeten Duplik
verzichtet (act. G 8).
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Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass
der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467
E. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Weil die angefochtenen Verfügungen am
25. Januar 2008 ergingen, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG,
der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall zur Anwendung.
2.
Streitig und zu prüfen sind die Fragen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
Rentenleistungen und/oder berufliche Massnahmen hat. Nach der Rechtsprechung des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist die richterliche Überprüfung einer
Verwaltungsverfügung grundsätzlich auf den Zeitraum bis zum Erlass dieser Verfügung
beschränkt; nachträgliche Sachverhalts- und Rechtsänderungen werden nicht
berücksichtigt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 28. August 2003,
I 596/02, E. 1.1). Die angefochtenen Verfügungen sind am 25. Januar 2008 (act.
G 4.37 f.) ergangen. In der vorliegenden Angelegenheit ist daher lediglich der bis zum
25. Januar 2008 eingetretene Sachverhalt zu beurteilen.
2.1 Gemäss Art. 16 ATSG werden Rentenleistungen nur erbracht, wenn die versicherte
Person nicht oder nur in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann
(„Eingliederung vor Rente“). Es hat demnach zunächst eine Selbsteingliederung bzw.
eine durch eine Sozialversicherung übernommene Eingliederung zu erfolgen, bevor
allenfalls eine Rente beansprucht werden kann (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar,
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Vorbemerkungen Rz 33 mit Hinweisen). Die Verwaltung hat von Amtes wegen
abzuklären, ob vor der Gewährung oder Weiterausrichtung einer Rente
Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (BGE 99 V 48, BGE 126 V 243 E. 5).
Demgemäss ist zunächst der Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche
Massnahmen zu prüfen. Sollten sich dabei die Voraussetzungen für
Eingliederungsmassnahmen als nicht gegeben erweisen, wäre in einem zweiten Schritt
über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.3 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind,
die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Der Anspruch
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die
gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8
Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in
Massnahmen beruflicher Art. Die Massnahmen beruflicher Art bestehen in:
Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung
sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. a und lit. b IVG). In der Regel besteht nur ein
Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen
Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen
Vorkehren (BGE 110 V 102 E. 2). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so
weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124
V 110 E. 2a mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG gehen
bis
bis
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Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Diese werden nur erbracht,
wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder
verbessert werden kann.
3.
3.1 Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht
und der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG).
3.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Beweiswürdigung hat frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, zu erfolgen, wobei die Beweismittel objektiv zu
prüfen sind. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung
des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht.
Erweist sich im strittigen Verfahren die Sachlage als ungenügend abgeklärt, erfolgt in
der Regel eine Rückweisung an den Versicherungsträger (Kieser, ATSG-Kommentar, 2.
Aufl., Rz 62 zu Art. 61).
Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle
Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
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sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Was Berichte von behandelnden Ärzten angeht,
so darf diesen nicht zum Vorneherein jede Glaubwürdigkeit abgesprochen werden.
Indes muss die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher
zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.
Im vorliegend zu beurteilenden Fall hat die Beschwerdegegnerin ausgehend von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten eine Erwerbseinbusse bzw.
einen Invaliditätsgrad von 36% ermittelt (act. G 4.38.2). Der Beschwerdeführer stellt
sich auf den Standpunkt, dass die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer
leidensadaptierten Tätigkeit nicht abschliessend geklärt sei (act. G 1).
4.1 Für den zu beurteilenden Zeitraum bis 25. Januar 2008 äussern sich im
Wesentlichen folgende medizinische Akten zur Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers: der Bericht von Dr. A._ vom 24. April 2007 (act. G 4.16.1 ff.), die
RAD-Stellungnahme vom 2. Juli 2007 (act. G 4.21) und der Bericht des
Palliativzentrums des KSSG vom 18. Dezember 2007 (act. G 1.3). Ferner äusserte sich
auch der IV-Berufsberater zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. Bericht
vom 14. November 2007; act. G 4.25).
4.2 Dr. A._ attestierte dem Beschwerdeführer seit 15. Mai 2006 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Service-Techniker. Eine Umschulung auf
eine Bürotätigkeit erachtete er als "ev. möglich". Die Ausübung einer Bürotätigkeit sei
dem Beschwerdeführer wahrscheinlich ganztags zumutbar. Es bestehe hierfür keine
verminderte Leistungsfähigkeit. Eventuell seien ergänzende medizinische Abklärungen
angezeigt (act. G 4.16.1 ff.).
4.3 Die RAD-Ärztin bezeichnete in der Stellungnahme vom 2. Juli 2007 den
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als stabil. In der angestammten Tätigkeit
bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Eine angepasste (Wechselbelastung sitzend,
stehend, gehend, keine Zwangshaltungen, insbesondere nicht in vorgeneigter
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Rumpfhaltung, kein Bücken) leichte körperliche Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu
100% zumutbar (act. G 4.21.2).
4.4 Die behandelnden Ärzte des Palliativzentrums des KSSG gaben im Bericht vom
18. Dezember 2007 an, der Beschwerdeführer könne körperlich unverändert seiner
50%igen Tätigkeit als Liftmonteur nachgehen. Zwei bis drei Mal monatlich könne er
auch Volleyball spielen. Eine Arbeitsintensivierung der aktuell gut managebaren
50%igen Arbeitstätigkeit werde nicht als sinnvoll angesehen, da der Beschwerdeführer
Pausen bzw. Erholungsphasen nach wie vor dringend benötige, um die aktuelle Arbeit
als Liftmonteur weiterführen zu können. Eine Arbeitsintensivierung werde
wahrscheinlich zu einer Schmerzexazerbation mit totalem Arbeitsausfall führen (act.
G 1.3).
4.5 Der IV-Berufsberater berichtete am 14. November 2007, dass der
Beschwerdeführer weiterhin im Rahmen von 50% angestellt bleiben könne. Er werde
als Spezialist und Springer 4 Stunden täglich eingesetzt (Spezialaufgaben in der
technischen Unterstützung der Servicemonteure, Zudienarbeiten, technische
Vorabklärungen, Austausch von Lift-Kleinteilen, Service von Alarmsystemen,
Kleinreparaturen). Mit dieser Tätigkeit erziele er einen Jahresverdienst von Fr. 41'314.--
(= 50% des aktuellen Lohnes). Dank Entgegenkommen der Arbeitgeberin könne der
Beschwerdeführer seine Fachkenntnisse behinderungskonform einsetzen. Mit
beruflichen Massnahmen könnte keine bessere Eingliederung erreicht werden. Bei
einer anderen Tätigkeit müsse eine erhöhte Pausenbedürftigkeit, eine Verlangsamung
und mangelnde Belastbarkeit in allen körperlich-handwerklichen Arbeiten und eine
mangelnde Umstellfähigkeit im Alter berücksichtigt werden. Diese Umstände würden
den maximal zulässigen Leidensabzug rechtfertigen (act. G 4.25.2).
4.6 Aus den genannten Akten geht nicht fassbar hervor, welche Aufgaben der
Beschwerdeführer nach der internen Arbeitsplatzumplatzierung verrichtet.
Insbesondere ist nicht klar, welche gesundheitlichen Anforderungen die neue
Beschäftigung stellt. Ferner sind die medizinischen Akten hinsichtlich der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit widersprüchlich. Während die
RAD-Ärztin und Dr. A._ im Rahmen einer Kurzbegründung von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten ausgehen - wobei letzterer weitere
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Abklärungen "eventuell" für angezeigt hält - (act. G 4.16.1 ff.; act. G 4.21.2), erachten
die Ärzte des Palliativzentrums des KSSG eine Arbeitsintensivierung über ein 50%iges
Pensum hinaus als nicht zumutbar (act. G 1.3). Auch der IV-Berufsberater geht
namentlich wegen der erhöhten Pausenbedürftigkeit von Einschränkungen in einer
leidensadaptierten Tätigkeit aus (act. G 4.25.2). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus
medizinischer Sicht weist demnach weiteren Abklärungsbedarf auf. Die gilt umso mehr,
als bisher offenbar keine auf eigenständigen Untersuchungen beruhende fachärztliche
Beurteilung vorgenommen worden ist.
4.7 Die Beschwerdegegnerin wird nach dem Gesagten insbesondere die Fragen zu
beantworten haben, ob es sich bei der aktuellen Tätigkeit des Beschwerdeführers um
eine leidensadaptierte Tätigkeit handelt und in welchem Pensum diese Tätigkeit vom
Beschwerdeführer zumutbarerweise ausgeübt werden kann. Erst wenn die Fragen zur
Arbeitsfähigkeit und zur Ausschöpfung der bestehenden Arbeitsfähigkeit am
gegenwärtigen Arbeitsplatz beantwortet sind, ist allenfalls zu prüfen, ob und welche
berufliche Eingliederungsmassnahmen in Betracht fallen. Vor diesem Hintergrund
erweist sich auch die Rentenfrage als noch nicht spruchreif. Insbesondere kann die
Frage offen gelassen werden, ob der vorgenommene Abzug vom Invalideneinkommen
– wie vom Beschwerdeführer gefordert und vom Berufsberater empfohlen (act.
G 4.25.2) – zu erhöhen ist.
5.
5.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen vom
25. Januar 2008 aufgehoben. Die Sache ist zur weiteren Abklärung im Sinn der
Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin
vollumfänglich. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu
bis
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bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss des Beschwerdeführers von Fr. 600.-- ist
diesem zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG