Decision ID: 39924d80-97db-5e1c-a47b-c7599c18e9b9
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Regierungsrat des Kantons Zürich (Vorinstanz) entschied mit Be-
schluss vom 13. März 2013 (RRB 278/2013) über die Genehmigung von
Tarifverträgen von Zürcher Spitälern und setzte für Zürcher Spitäler, für
welche kein behördlich genehmigter Tarifvertrag vorlag, mit Wirkung ab
1. Januar 2012 Tarife fest. Unter anderem setzte die Vorinstanz im ange-
fochtenen Beschluss die Tarife der acht im Rubrum aufgeführten und durch
den Verband Zürcher Spitäler (VZK) vertretenen Spitäler sowie für die 47
im Rubrum aufgeführten und durch die tarifsuisse ag vertretenen Kranken-
versicherungen (Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse) hoheitlich wie folgt fest:
– Basisfallwert (Fallpauschale für Schweregrad 1.0,
inklusive Investitionsanteil) CHF 9'480.-
– Tagespauschale für unbewertete DRG CHF 2'533.-.
Bei der Bestimmung der Tarife der nicht-universitären Zürcher Spitäler ging
die Vorinstanz von einem Vergleich der schweregradbereinigten Fallkosten
(ohne Anlagenutzungskosten) dieser Spitäler aus (Benchmarking). Ge-
stützt auf die von der Gesundheitsdirektion ermittelten Fallkosten 2010 der
öffentlichen und öffentlich subventionierten Zürcher Spitäler ermittelte die
Vorinstanz die für das Benchmarking relevanten Betriebskosten. Dazu wa-
ren Kostenanteile, welche nicht von der obligatorischen Krankenpflegever-
sicherung (OKP) zu tragen sind, auszuscheiden (Mehrkosten und Arztho-
norare für die Behandlung von Zusatzversicherten, Kalkulatorische Zinsen
auf dem Umlaufvermögen, Kosten von Behandlungen, welche nicht über
SwissDRG-Fallpauschalen vergütet werden, Kosten gemeinwirtschaftli-
cher Leistungen, insbesondere der Forschung und universitären Lehre).
Abzüge wegen Überkapazitäten oder Intransparenz wurden nicht vorge-
nommen. Aufgrund der jeweiligen benchmarking-relevanten Betriebskos-
ten, der Fallzahlen und des Schweregrades (Case Mix) ermittelte die Vo-
rinstanz die schweregradbereinigten Fallkosten (benchmarking-relevanter
Basiswert) jedes Spitals. Der benchmarking-relevante Basiswert des Spi-
tals auf dem 40. Perzentil wurde als Benchmark bestimmt (CHF 8'408.-).
Unter Berücksichtigung diverser Zuschläge (Anlagenutzungskosten
[10 %], Teuerung von 2010 bis 2012 [0.76 %], Korrekturen aufgrund der
strukturierten Besoldungsrevision im Kanton Zürich [0.73 %] und für Fall-
zusammenführungen [1%]; Gesamtzuschlag [12.49 %]) errechnete die Vo-
rinstanz für das Jahr 2012 und für die nicht-universitären Spitäler einen
Referenzwert von CHF 9'460.- (vgl. zum Benchmarking BVGE 2014/36
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 6
[betreffend dasselbe Anfechtungsobjekt]). Innerhalb der Kategorie «nicht-
universitäre Spitäler» differenzierte die
Vorinstanz zwischen Spitälern mit allgemein zugänglicher Notfallstation ei-
nerseits und Spezialkliniken ohne Notfallstation mit Leistungsauftrag für e-
lektive Behandlungen andererseits. Der Basisfallwert für Spitäler mit Not-
fallstation wurde auf CHF 9'480.- und derjenige für Spitäler ohne Notfall-
station auf CHF 9'280.- festgesetzt.
B.
Mit Eingabe vom 22. April 2013 liessen die im Rubrum aufgeführten acht
Spitäler sowie die Wilhelm Schulthess-Stiftung und das See-Spital, vertre-
ten durch Prof. Dr. Urs Saxer und lic. iur. Thomas Rieser, Rechtsanwälte,
gegen den RRB 278/2013 Beschwerde erheben (Akten im Beschwerde-
verfahren C-2277/2013 [im Folgenden: BVGer C-2277/2013 act.] 1). Im
Hauptbegehren beantragten sie die Aufhebung der Dispositivziffer I des
RRB 278/2013 (Festsetzung des Basisfallwertes) und die Rückweisung
der Sache an die Vorinstanz zur Durchführung eines schweizweiten Preis-
vergleichs. Im Eventualbegehren beantragte sie die Festsetzung einer Fall-
pauschale (Basisfallwert) von CHF 9'890.-.
Zur Begründung wurde geltend gemacht, die Verknüpfung von Genehmi-
gungsverfahren und Festsetzungsverfahren und das Vorgehen der Vor-in-
stanz habe die Vertragsverhandlungen der Tarifpartner blockiert und wider-
spreche dem Grundsatz des Vertragsprimates. Der festgesetzte Tarif sei
zu tief und gefährde Versorgungssicherheit und -qualität. Das beim 40.
Perzentil festgesetzte Effizienzmass sei zu streng, sachgerecht sei das 50.
Perzentil. Aus verschiedenen Gründen seien Zuschläge notwendig. Der
ausschliesslich innerkantonale Betriebsvergleich und das separate Bench-
marking der Universitätsspitäler würden die nicht-universitären Zürcher
Spitäler benachteiligen. Die Umwandlung von Staatsbeiträgen in verzinsli-
che Darlehen und die ungenügende Abgeltung der gemeinwirtschaftlichen
Leistungen durch den Kanton führe zu einer Benachteiligung der Zürcher
Spitäler. Da öffentliche Spitäler und Zweckverbandspitäler bisher keine Ge-
winne und Rückstellungen hätten machen dürfen, seien sie gegenüber
ausserkantonalen Spitälern und Privatkliniken benachteiligt. Ein Zuschlag
sei auch zur Sicherung von Qualität und Innovation notwendig. Die Vo-
rinstanz habe die Zuschläge zum Benchmark für Teuerung, Besoldungsre-
vision und Fallzusammenführungen falsch berechnet.
C.
Im Namen der 47 im Rubrum aufgeführten Krankenversicherer liess die
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 7
Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur.
Vincent Augustin, am 22. April 2013 Beschwerde gegen 22 Zürcher Spitä-
ler erheben (Akten im Beschwerdeverfahren C-2259/2013 [im Folgenden:
BVGer C-2259/2013 act.] 1). Tarifsuisse beantragte in ihrem ersten Be-
schwerdeantrag bezüglich der im Rubrum aufgeführten Spitäler die Aufhe-
bung der Dispositiv-Ziffer I. des RRB 278/2013 und die Festsetzung der
Basisfallwerte wie folgt:
– GZO AG, Spital Wetzikon CHF 8'452 evtl. höchstens CHF 8'730.-
– Spital Uster CHF 8'974.-
– Spital Limmattal CHF 8'504.- evtl. höchstens CHF 8'711.-
– Spital Bülach CHF 8'974.-
– Spital Zollikerberg CHF 8'612.- evtl. höchstens CHF 8'955.-
– Spital Männedorf AG CHF 8'974.-
– Spital Affoltern CHF 8'974.-
– Paracelsus-Spital Richterswil CHF 8'974.-.
Im Weiteren sei Dispositiv-Ziffer III. des angefochtenen Beschlusses be-
züglich Tagespauschalen für unbewertete DRG aufzuheben, und diese sei
auf höchstens CHF 2'006.- festzusetzen (Beschwerdeantrag 2).
Zur Begründung ihrer Anträge liess tarifsuisse im Wesentlichen ausführen,
der festgesetzte Tarif sei unwirtschaftlich, in verschiedener Hinsicht seien
die benchmarking-relevanten Fallkosten bundesrechtswidrig ermittelt wor-
den, ein einheitlicher Rechnungslegungsstandard und eine ausreichende
Transparenz der Kosten- und Leistungsdaten sei nicht gegeben, es seien
Intransparenzabzüge vorzunehmen. Der beim Benchmarking von der Vo-
rinstanz gewählte Effizienzmassstab auf dem 40. Perzentil sei bundes-
rechtswidrig; diesbezüglich sei der Empfehlung der Preisüberwachung zu
folgen, oder der Benchmark sei höchstens beim 25. Perzentil anzusetzen.
Der Tarif dürfe höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leis-
tung decken, selbst wenn ein Spital an sich wirtschaftlich arbeite und seine
schweregradbereinigten Fallkosten (benchmarking-relevanter Basiswert)
unter dem Benchmark lägen.
D.
Im Verfahren C-2259/2013 erhielten die Vorinstanz sowie die durch den
VZK vertretenen Spitäler Gelegenheit, eine Vernehmlassung respektive
Beschwerdeantwort einzureichen (BVGerC-2259/2013 act. 2).
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 8
D.a Mit Vernehmlassung vom 30. Mai 2013 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde der tarifsuisse (BVGer C-2259/2013 act. 16).
D.b Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2015 beantragte der VZK die Ab-
weisung der Beschwerde der Krankenversicherungen (BVGer
C-2259/2013 act. 19).
E.
Die Wilhelm Schulthess-Stiftung und das See-Spital haben gegen den
RRB 278/2013 mit weiteren Eingaben Beschwerde erhoben (Verfahren
C-2214/2013 und C-2290/2013). Die Instruktionsrichterin trennte die Be-
schwerden dieser Spitäler mit Verfügung vom 12. Juni 2013 (BVGer
C-2277/2013 act. 11) vom Verfahren C-2277/2013 ab, um sie mit deren
separat geführten Beschwerdeverfahren (C-2214/2013 und C-2290/2013)
zu vereinigen. Betreffend die rubrizierten Spitäler (nachfolgend als VZK-
Spitäler bezeichnet) wurde die Beschwerde unter der Geschäftsnummer
C-2277/2013 weitergeführt.
F.
Der mit Verfügung vom 19. Juni 2013 (BVGer C-2277/2013 act. 12) bei den
VZK-Spitälern eingeforderte und auf CHF 8'000.- bestimmte Kostenvor-
schuss ging am 21. Juni 2013 beim Gericht ein (BVGer C-2277/2013 act.
14).
G.
Der mit Verfügung vom 27. Juni 2013 (BVGer C-2259/2013 act. 24) bei der
Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse eingeforderte und auf CHF 8'000.- be-
stimmte Kostenvorschuss ging am 1. Juli 2013 beim Gericht ein
(BVGer C-2259/2013 act. 25).
H.
Mit Zwischenverfügung vom 27. Juni 2013 trennte die Instruktionsrichterin
das Beschwerdeverfahren der tarifsuisse gegen die VZK-Spitäler vom Ver-
fahren C-2259/2013 ab und führte es unter der Nummer C-3616/2013 wei-
ter (BVGer C-2259/2013 act. 24; Akten im Beschwerdeverfahren
C-3616/2013 [im Folgenden: BVGer C-3616/2013 act.] 2).
I.
Im Verfahren C-2277/2013 erhielten die Vorinstanz sowie tarifsuisse Gele-
genheit, eine Vernehmlassung respektive Beschwerdeantwort einzu-
reichen (BVGer C-2277/2013 act. 12).
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 9
I.a Mit Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2014 beantragte tarifsuisse die Ab-
weisung der Beschwerde der VZK-Spitäler (BVGer C-2277/2013 act. 17).
I.b Mit Vernehmlassung vom 22. Juli 2013 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde der VZK-Spitäler (BVGer C-2277/2013
act. 18).
J.
Mit Zwischenverfügung vom 26. Juli 2013 vereinigte die Instruktionsrichte-
rin die Verfahren unter den Geschäftsnummern C-2277/2013 und
C-3616/2013 (Akten des Bundesverwaltungsgerichts in den vereinigten
Verfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 19).
K.
Der im Verfahren C-1698/2013 eingeholte Bericht der SwissDRG AG vom
16. September 2013 (inkl. Beilagen zur Berechnungsmethode, zur Erhe-
bung 2010 und betreffend Plausibilisierungen) wurde im vorliegenden Ver-
fahren zu den Akten genommen und den Verfahrensbeteiligten mit Verfü-
gung vom 3. Oktober 2013 zugestellt (BVGer-act. 21.
L.
Auf Einladung der Instruktionsrichterin reichte die Preisüberwachung am
1. November 2013 ihre Stellungnahme ein (BVGer-act. 22). Sie erläuterte
ihre Prüfmethodik. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung sei anhand einer zwei-
stufigen Methode durchzuführen. Dabei seien die relevanten Kosten zu er-
mitteln und im Benchmarking zu vergleichen. Mit der Tarifstruktur
SwissDRG Version 1.0 seien die Voraussetzungen für ein gesamtschwei-
zerisches Benchmarking aller Spitäler gegeben. Die Preisüberwachung
empfahl für die VZK-Spitäler die folgenden Basisfallwerte:
– GZO AG, Spital Wetzikon CHF 8'730.-
– Spital Uster CHF 8'974.-
– Spital Limmattal CHF 8'711.-
– Spital Bülach CHF 8'974.-
– Spital Zollikerberg CHF 8'955.-
– Spital Männedorf AG CHF 8'974.-
– Spital Affoltern CHF 8'974.-
– Paracelsus-Spital Richterswil CHF 8'974.-.
M.
Auf Einladung der Instruktionsrichterin nahm am 16. Dezember 2013 das
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 10
Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Fachbehörde Stellung
(BVGer-act. 24).
N.
Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, zu den eingereichten Be-
richten Stellung zu nehmen (BVGer-act. 25).
N.a Am 31. Januar reichten die VZK-Spitäler ihre Stellungnahme ein und
bestätigten die gestellten Anträge (BVGer-act. 29)
N.b Am 3. Februar 2014 reichte die Vorinstanz ihre Stellungnahme ein und
teilte mit, sie halte am angefochtenen Beschluss fest (BVGer-act. 30).
N.c Tarifsuisse bestätigte mit Eingabe vom 5. Februar 2014 die gestellten
Beschwerdeanträge (BVGer-act. 31).
O.
Mit Instruktionsverfügung vom 18. Februar 2014 (BVGer-act. 32) wurde der
Schriftenwechsel unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen abge-
schlossen.
P.
Am 14. März 2014 reichten die VZK-Spitäler eine ergänzende Stellung-
nahme ein (BVGer-act. 33). Diese wurde den übrigen Verfahrensbeteilig-
ten zur Kenntnisnahme zugestellt (BVGer-act. 34)
Q.
Mit Teilurteil vom 18. Juni 2015 (erster Teilentscheid; BVGer-act. 36) wurde
die Beschwerde C-3616/2013 der tarifsuisse, soweit sie die Tagespau-
schale der VZK-Spitäler betrifft (Antrag 2), teilweise gutgeheissen. Dispo-
sitiv-Ziffer III des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses wurde aufge-
hoben. Der Antrag auf Festsetzung der Tagespauschale durch das Gericht
wurde abgewiesen. Betreffend die Tagespauschale wurde die Sache zur
erneuten Durchführung des Festsetzungsverfahrens an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen.
R.
Mit Verfügung vom 30. Juni 2015 wurden die Beschwerde führenden Par-
teien eingeladen, Schlussbemerkungen einzureichen und mitzuteilen, ob
an der Beschwerde festgehalten werde (BVGer-act. 40).
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 11
S.
Tarifsuisse teilte am 28. Juli 2015 mit, sie ziehe ihre Beschwerde zurück
und halte an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde der VZK-Spitä-
ler fest (BVGer-act. 43).
T.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-
ten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen
der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 12

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Prozessvoraussetzungen und Kognition
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier
Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen gegeben sind und auf eine Be-
schwerde einzutreten ist.
1.1.1 Den angefochtenen RRB 278/13 vom 13. März 2013 hat die Vor-in-
stanz gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG
kann gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 47 KVG beim
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden. Das Bundesver-
waltungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl.
auch Art. 90a Abs. 2 KVG).
1.1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge-
mäss Art. 37 VGG und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach den
Vorschriften des VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des
VGG und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG.
1.1.3 Anfechtungs- und Streitgegenstand ist der RRB 278/13 vom
13. März 2013, mit welchem der Regierungsrat den Basisfallwert gemäss
SwissDRG Version 1.0 inklusive Investitionskostenzuschlag und Anteil des
Wohnkantons der VZK-Spitäler für die tarifsuisse mit Wirkung ab 1. Ja-
nuar 2012 hoheitlich festsetzte.
1.1.4 Sowohl die VZK-Spitäler als auch tarifsuisse sind primäre Adressa-
tinnen des angefochtenen Beschlusses und zur Beschwerde legitimiert
(vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
1.1.5 In beiden Verfahren wurden die Kostenvorschüsse rechtzeitig geleis-
tet (BVGer C-2277/2013 act. 14; BVGer C-2259 act. 25).
1.1.6 Auf die frist- und formgerecht erhobenen Beschwerden ist einzutre-
ten (vgl. Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).
1.2 Die Beschwerdeführerinnen können im Rahmen des Beschwerdever-
fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs
oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-
dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-
messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). Im Kontext von
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 13
Tarifstreitigkeiten prüft das Bundesverwaltungsgericht mit umfassender
Kognition, welche aber mit Zurückhaltung ausgeübt wird (vgl. Art. 53 Abs.
2 Bst. e KVG; BVGE 2014/3 E. 1.4 und BVGE 2014/36 E. 1.5).
2.
Anwendbares Recht
2.1 Am 1. Januar 2009 ist die KVG-Revision zur Spitalfinanzierung (Ände-
rung vom 21. Dezember 2007, AS 2008 2049) in Kraft getreten. Per 1. Ja-
nuar 2012 wurde der Systemwechsel bei der Spitalfinanzierung vollzogen
(vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. Dezember 2007
[Spitalfinanzierung]). Der angefochtene Beschluss ist somit aufgrund des
revidierten KVG und dessen Ausführungsbestimmungen zu beurteilen.
2.2 Spitäler sind nach Art. 39 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 35) KVG zur
Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)
zugelassen, wenn sie die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzun-
gen gemäss Bst. a-c erfüllen, der von einem oder mehreren Kantonen ge-
meinsam aufgestellten Planung für eine bedarfsgerechte Spitalversorgung
entsprechen (Bst. d) und auf der nach Leistungsaufträgen in Kategorien
gegliederten Spitalliste des Kantons aufgeführt sind (Bst. e).
2.3 Gemäss Art. 43 KVG erstellen die (zugelassenen) Leistungserbringer
ihre Rechnungen nach Tarifen oder Preisen (Abs. 1). Tarife und Preise wer-
den in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern (Tarifver-
trag) vereinbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zustän-
digen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Be-
messung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Abs. 4). Die
Vertragspartner und die zuständigen Behörden achten darauf, dass eine
qualitativ hoch stehende und zweckmässige gesundheitliche Versorgung
zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Abs. 6). Der Bundesrat kann
Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte
Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufstellen. Er sorgt für die Ko-
ordination mit den Tarifordnungen der anderen Sozialversicherungen
(Abs. 7).
2.4 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungser-
bringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver-
sicherer oder deren Verbände anderseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarif-
vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung
oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat
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Seite 14
(Art. 46 Abs. 4 Satz 1 KVG). Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Ta-
rifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billig-
keit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 Satz 2 KVG). Kommt zwischen Leis-
tungserbringern und Versicherern kein Tarifvertrag zustande, so setzt die
Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47
Abs. 1 KVG).
2.5 Art. 49 KVG trägt den Titel "Tarifverträge mit Spitälern". Obwohl sich
diese Bestimmung nach ihrem Wortlaut (nur) an die Tarifparteien richtet,
sind die darin verankerten Grundsätze auch bei einer hoheitlichen Festset-
zung im Sinne von Art. 47 KVG zu beachten (BVGE 2014/3 E. 2.7).
2.5.1 Nach Abs. 1 des Art. 49 KVG vereinbaren die Vertragsparteien für die
Vergütung der stationären Behandlung einschliesslich Aufenthalt und Pfle-
geleistungen in einem Spital (Art. 39 Abs. 1) oder einem Geburtshaus
(Art. 29) Pauschalen. In der Regel sind Fallpauschalen festzulegen. Die
Pauschalen sind leistungsbezogen und beruhen auf gesamtschweizerisch
einheitlichen Strukturen. Die Vertragsparteien können vereinbaren, dass
besondere diagnostische oder therapeutische Leistungen nicht in der Pau-
schale enthalten sind, sondern getrennt in Rechnung gestellt werden. Die
Spitaltarife orientieren sich an der Entschädigung jener Spitäler, welche die
tarifierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität ef-
fizient und günstig erbringen.
2.5.2 Die gestützt auf Art. 49 Abs. 2 KVG von den Tarifpartnern und den
Kantonen eingesetzte SwissDRG AG ist für die Erarbeitung und Weiterent-
wicklung der Tarifstruktur zuständig. Die Tarifstruktur und deren Anpassun-
gen sind vom Bundesrat zu genehmigen (Art. 49 Abs. 2 Satz 5 KVG). Die
ab 1. Januar 2012 im akutsomatischen Bereich anwendbare Version 1.0
der Tarifstruktur SwissDRG wurde vom Bundesrat am 6. Juli 2011 geneh-
migt (vgl. Medienmitteilung des Bundesrates vom 6. Juli 2011 "Bundesrat
genehmigt die neue Tarifstruktur SwissDRG").
2.5.3 Laut Art. 49 Abs. 3 KVG dürfen die Vergütungen nach Abs. 1 keine
Kostenanteile für gemeinwirtschaftliche Leistungen enthalten. Dazu gehö-
ren insbesondere die Aufrechterhaltung von Spitalkapazitäten aus regio-
nalpolitischen Gründen (Bst. a) sowie die Forschung und universitäre
Lehre (Bst. b).
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 15
2.5.4 Die Spitäler verfügen über geeignete Führungsinstrumente; insbe-
sondere führen sie nach einheitlicher Methode zur Ermittlung ihrer Be-
triebs- und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer Leistungen eine Kos-
tenrechnung und eine Leistungsstatistik. Diese beinhalten alle für die Be-
urteilung der Wirtschaftlichkeit, für Betriebsvergleiche, für die Tarifierung
und für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kantonsregierung und
die Vertragsparteien können die Unterlagen einsehen (Art. 49 Abs. 7 KVG).
2.5.5 Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bundesrat in Zusammenarbeit
mit den Kantonen schweizweit Betriebsvergleiche zwischen Spitälern an,
insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität. Die Spitäler
und die Kantone müssen dafür die nötigen Unterlagen liefern. Der Bundes-
rat veröffentlicht die Betriebsvergleiche.
2.6 Gestützt auf Art. 43 Abs. 7 KVG hat der Bundesrat Art. 59c KVV erlas-
sen (in Kraft seit 1. August 2007; AS 2007 3573). Nach dessen Abs. 1 prüft
die Genehmigungsbehörde (im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG), ob der Ta-
rifvertrag namentlich folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif darf
höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken
(Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung
erforderlichen Kosten decken (Bst. b). Ein Wechsel des Tarifmodells darf
keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). Gemäss Art. 59c Abs. 3 KVV sind
diese Grundsätze bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 KVG sinngemäss an-
zuwenden.
3.
Grundsatzurteile zum neuen Spitalfinanzierungsrecht
3.1 Streitig ist die vorinstanzliche Festsetzung eines Basisfallwerts für die
leistungsbezogenen und auf der SwissDRG-Tarifstruktur beruhenden Fall-
pauschalen (Art. 49 Abs. 1 Satz 2 und 3 KVG). In zwei Grundsatzurteilen
hat das Bundesverwaltungsgericht verschiedene auch im vorliegenden
Verfahren umstrittene Fragen beurteilt (BVGE 2014/3, BVGE 2014/36).
3.2 Im System der neuen Spitalfinanzierung bilden die individuellen Kosten
eines Spitals die Grundlage für das Benchmarking beziehungsweise für die
Ermittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten und der schwere-
gradbereinigten Fallkosten (benchmarking-relevanter Basiswert). Der Ba-
sisfallwert hat aber nicht diesen Kosten zu entsprechen, da kein Kostenab-
geltungsprinzip gilt. Die frühere – gestützt auf aArt. 49 Abs. 1 KVG entwi-
ckelte – Praxis zu den anrechenbaren Kosten ist nicht mehr anwendbar
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 16
(BVGE 2014/3 E. 2.8.5). Effizienzgewinne von Spitälern (mit einem bench-
marking-relevanten Basiswert unterhalb des gesetzeskonform bestimmten
Benchmarks) sind nicht unzulässig (BVGE 2014/3 E. 2.9.4.4 und 2.9.5).
Art. 59c Abs. 1 Bst. a KVV, wonach der Tarif höchstens die transparent
ausgewiesenen Kosten der Leistung decken darf, ist in dem Sinne geset-
zeskonform auszulegen, dass es sich bei den "ausgewiesenen Kosten der
Leistung" nicht um die individuellen Kosten des Spitals, dessen Tarif zu
beurteilen ist, handelt, sondern um die Kosten des Spitals, welches den
Benchmark bildet (und an dessen Tarif sich die Spitaltarife gemäss Art. 49
Abs. 1 Satz 5 KVG zu orientieren haben; BVGE 2014/3 E. 2.10.1).
3.3 Die Tarifbestimmung nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG erfolgt aufgrund
eines Vergleichs mit anderen Spitälern, welche die versicherte Leistung in
der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen. Zur Ermittlung
und Auswahl dieser als Referenz massgebenden Spitäler ist grundsätzlich
ein Fallkosten-Betriebsvergleich notwendig (vgl. BVGE 2014/36 E. 3.6 und
E. 6.7).
3.4 Die Bestimmung, wonach Betriebsvergleiche nur unter vergleichbaren
Spitälern durchzuführen sind (aArt. 49 Abs. 7 KVG) ist im revidierten Recht
nicht mehr enthalten. Die möglichst hohe Transparenz und breite Ver-
gleichbarkeit der Spitaltarife gehörte zu den Zielsetzungen der Gesetzes-
revision. Das System der einheitlichen Tarifstruktur eröffnet grundsätzlich
die Möglichkeit von Betriebsvergleichen über die Grenzen der Spitaltypen
und -kategorien hinaus (BVGE 2014/36 E. 3.8).
3.5 In BVGE 2014/36 wird dargelegt, welche Voraussetzungen zur Ver-
gleichbarkeit der Fallkosten idealtypisch gegeben sein müssen (E. 4) und
welche dieser Voraussetzungen noch fehlen beziehungsweise verbessert
werden müssen (E. 5). Zu den Voraussetzungen, die fehlen beziehungs-
weise verbessert werden müssen, gehören insbesondere die schweizweit
durchzuführenden Betriebsvergleiche zu Kosten (Art. 49 Abs. 8 KVG), die
Vereinheitlichung der Kosten- und Leistungsermittlung (Art. 49 Abs. 7 KVG)
und die Verfeinerung der Tarifstruktur. Hinsichtlich der künftigen Preisbil-
dung ist es unabdingbar, dass die Verpflichtung zur Erstellung der Betriebs-
vergleiche, insbesondere hinsichtlich der Kosten, baldmöglichst umgesetzt
wird. Auch in der Einführungsphase ist jedoch eine auf die vom Gesetzge-
ber angestrebten Ziele ausgerichtete Preisbestimmung erforderlich. Den
Tarifpartnern, Festsetzungs- und Genehmigungsbehörden verbleibt die
Möglichkeit, ersatzweise auf möglichst aussagekräftige vorhandene Daten
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 17
abzustellen und erkannte Mängel mit sachgerechten Korrekturmassnah-
men zu "überbrücken". Vor diesem Hintergrund wird das Bundesverwal-
tungsgericht – zumindest in der Phase der Einführung der leistungsbezo-
genen Fallpauschalen – den Vorinstanzen bei der Umsetzung der Preisbil-
dungsregel nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG beziehungsweise bei der
Durchführung des Benchmarkings einen erheblichen Spielraum einzuräu-
men haben. Erscheint das Vorgehen der Vorinstanz als vertretbar, ist der
Entscheid selbst dann zu schützen, wenn andere Vorgehensweisen als
besser geeignet erscheinen, die vom Gesetzgeber angestrebten Ziele zu
erreichen (BVGE 2014/36 E. 5.4, vgl. auch BVGE 2014/3 E. 10.1.4).
3.6 Weiter prüfte das Gericht, welche Korrekturmassnahmen in einer Über-
gangsphase sachgerecht und vertretbar sein können (BVGE 2014/36 E. 6).
So kann beispielsweise die Auswahl einer repräsentativen Teilmenge
(Stichprobe) vertretbar sein, obwohl für den Betriebsvergleich idealerweise
von der Grundgesamtheit aller akutsomatischen Spitäler auszugehen wäre
(E. 6.1). Zur Bildung von Benchmarking-Gruppen (z.B. nach Spitalkatego-
rie) hat das Gericht unter anderem erwogen, eine solche stehe im Wider-
spruch zur Grundidee eines schweizweiten, möglichst breit abgestützten
Betriebsvergleichs (E. 6.6.1). Es stellte fest, dass für die zukünftige Ent-
wicklung in der Preisfindungspraxis die Kategorisierung wenig zielführend
sei, zumal bereits die Kategorienbildung Probleme verursache (E. 6.6.4).
Dennoch könne in einer Einführungsphase der Entscheid einer Kantonsre-
gierung, für spezielle Spitäler (z.B. Universitätsspitäler) auf einen eigenen
Betriebsvergleich abzustellen, geschützt werden (E. 6.6.6). Zudem ist bei
der Preisgestaltung unter Umständen der spezifischen Situation der Leis-
tungserbringer Rechnung zu tragen, so, dass – ausgehend von einem Re-
ferenzwert – aus Billigkeitsgründen differenzierte Basisfallwerte verhandelt
oder festgesetzt werden müssen (vgl. dazu BVGE 2014/36 E. 6.8, s.a.
E. 3.4 und E. 22.3 ff.).
3.7 Obwohl das Benchmarking idealtypisch kostenbasiert und nicht auf-
grund der verhandelten Preise zu erfolgen hat, sind Ausnahmen vom
Grundsatz des Fallkostenvergleichs möglich. Solange für einzelne Kan-
tone verwertbare Kostendaten fehlen, ist für eine Übergangsphase allen-
falls auch die Orientierung an festgesetzten oder genehmigten Tarifen an-
derer Spitäler zu tolerieren. Im Rahmen eines solchen Preisbenchmarkings
müsste jedoch geprüft werden, wie weit bei der Gestaltung der Vergleichs-
tarife Verhandlungsspielräume beansprucht wurden, ob spitalindividuelle
Besonderheiten berücksichtigt wurden, und ob diese auch für das zu beur-
teilende Spital gleichermassen zutreffen. Bei Preisvergleichen besteht die
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 18
Gefahr, dass sich der Vergleich auf überhöhte oder unwirtschaftliche Ver-
handlungsergebnisse bezieht. Andererseits könnte ein Spital bereit sein,
günstige Tarife der OKP zu akzeptieren, wenn sein Trägerkanton bereit ist,
entsprechende Lücken durch Subventionen zu schliessen. Die Orientie-
rung an solchen Tarifen wäre nicht sachgerecht. Ein Preisbenchmarking
kann nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Voraussetzungen sach-
gerecht sein. Die Verlässlichkeit der verwendeten Vergleichsdaten ist ab-
hängig davon, wie sehr die gesetzlichen Vorgaben anlässlich der Geneh-
migung beachtet wurden. Die Festsetzung oder Genehmigung von Tarifen
anhand einer Orientierung an bereits genehmigten oder festgesetzten Ta-
rifen setzt eine bundesrechtskonforme Wirtschaftlichkeitsprüfung der Ver-
gleichstarife voraus (BVGE 2014/36 E. 6.7, vgl. auch BVGE 2014/3
E. 10.3.2).
4.
Das Beschwerdeverfahren C-3616/2013 (Beschwerde der tarifsuisse) ist,
soweit es nicht durch das Teilurteil vom 18. Juni 2015 erledigt wurde, zu-
folge des Beschwerderückzuges vom 28. Juli 2015 gegenstandslos gewor-
den und abzuschreiben.
5.
Die VZK-Spitäler machen geltend, die Verknüpfung von Genehmigungs-
verfahren und Festsetzungsverfahren widerspreche dem Grundsatz des
Vertragsprimates.
Das Bundesverwaltungsgericht hat festgehalten, dass die hoheitliche Fest-
setzung eines Tarifs im Rahmen der Nichtgenehmigung unzulässig sei
(BVGE 2014/36 E. 24). Da zwischen den VZK-Spitälern und der tarifsuisse
kein Tarif vereinbart war, ging der hoheitlichen Festsetzung des Tarifs der
VZK-Spitäler keine Nichtgenehmigung voraus. Eine Konstellation, wie sie
im Entscheid BVGE 2014/36 (vgl. auch Urteil C-2255/2013; Urteil des
BVGer C-2273/2013 und C-3615/2013 vom 8. Juni 2015; Urteil des BVGer
C-2290/2013 und C-3619/2013 vom 16. Juni 2015) vorlag und zur Aufhe-
bung des Festsetzungsentscheides führte, besteht bezüglich der VZK-Spi-
täler nicht.
6.
Die VZK-Spitäler lassen ausführen, die festgesetzten Tarife seien generell
zu tief und würden nicht ausreichen, um langfristig eine qualitativ hochste-
hende, innovative und patientenfreundliche Versorgung auf heutigem Ni-
veau betreiben zu können. Nach dem neuen KVG sei bei der Bestimmung
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 19
von Tarifen nicht auf Kosten, sondern auf Preise abzustellen. Der Vergleich
mit Preisen von Spitälern zeige, dass die Tarife im Kanton Zürich zu tief
angesetzt seien. Dies zeige auch der Vergleich mit den Tarifen, welche mit
den Einkaufsgemeinschaften HSK und Assura/Supra ausgehandelt wor-
den seien.
Zur Tarifbestimmung ist ein Fallkosten-Betriebsvergleich notwendig (BVGE
2014/3 E. 10 und 2014/36 E. 3.6, Urteile des BVGer C-4460/2013 vom
29. Oktober 2014 E. 3.2.3; C-4190/2013 vom 25. November 2014 E. 3.4).
Die besonderen Voraussetzungen, welche in Ausnahmefällen ein Preis-
benchmarking rechtfertigen könnten, sind vorliegend nicht gegeben.
(BVGE 2014/36 E. 6.7 und E. 12; Urteil C-2273/2013 E. 5; Urteil
C-2290/2013 E. 4).
7.
In ihrer Beschwerde bemängeln die VZK-Spitäler das von der Vorinstanz
vorgenommene Benchmarking, namentlich die von der Vorinstanz ge-
troffene Auswahl der in den Vergleich einbezogenen Spitäler (Benchmar-
king beschränkt auf nicht-universitäre Spitäler des Kantons Zürich), die Er-
mittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten und die Bestimmung
des Effizienzmassstabes beim 40. Perzentil.
7.1 Mit Bezug auf den RRB 278/2013 setzte sich das Gericht mit dem Vor-
gehen der Vorinstanz bereits in verschiedenen Urteilen auseinander. Es
entschied, dass die Beschränkung des Benchmarkings auf die nicht-uni-
versitären Spitäler des Kantons Zürich in casu während der Einführungs-
phase der neuen Spitalfinanzierungsregeln toleriert werden könne
(BVGE 2014/36 E. 6.6 und 9.6; vgl. auch Urteil C-2273/2013 E. 6.2; Urteil
C-2290/2013 E 5.2).
7.2 Weiter hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Vo-
rinstanz ihr Ermessen weder unter- noch überschritten habe, indem sie den
Benchmark auf dem 40. Perzentil festgesetzt hat.
7.3 In einer Auseinandersetzung mit diversen Rügen im Zusammenhang
mit der Ermittlung der benchmarking-relevanten Basisfallwerte prüfte das
Gericht namentlich, ob die Vorinstanz auf das verwendete Datenmaterial
abstellen durfte (BVGE 2014/36 E. 13), und ob OKP-fremde Kostenanteile
wie kalkulatorische Zinsen (BVGE 2014/36 E. 15) oder Kosten gemeinwirt-
schaftlicher Leistungen (BVGE 2014/36 E. 16) sachgerecht ausgeschieden
wurden.
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 20
7.4 Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation und der Schwierigkeiten
in der Einführungsphase des neuen Rechts wurde das von der Vorinstanz
vorgenommene Benchmarking der nicht-universitären Spitäler nicht bean-
standet. Dabei wurde festgehalten, dass von einem Benchmark von
CHF 8'408.- auszugehen ist (BVGE 2014/36 E. 17). Dies wurde auch in
den Urteilen C-2290/2014 E. 5.2 und C-2273/2013 E 6.6 bestätigt. Damit
ist auch für die Bestimmung der Tarife der VZK-Spitäler vom Benchmark
von CHF 8'408.- auszugehen.
8.
Die VZK-Spitäler bemängeln in verschiedener Hinsicht die Bestimmung
der Zuschläge, welche von der Vorinstanz zum Ausgleich der Teuerung
zwischen 2010 und 2012, der Steigerung der Personalkosten aufgrund der
2010 in Kraft getretenen Besoldungsrevision und zur Kompensation der
Reduktion der Fallzahl durch Fallzusammenführungen infolge der neuen
Tarifstruktur vorgenommen hat. Sie macht ausserdem geltend, aus ver-
schiedenen Gründen seien weitere Zuschläge vorzunehmen.
8.1 Im Grundsatzentscheid BVGE 2014/36 hat das Gericht festgestellt, die
von der Vorinstanz vorgenommenen Zuschläge für die Kostensteigerung
aufgrund der Zürcher Besoldungsrevision und der Fallzusammenführun-
gen lägen in deren sachgerechtem Ermessen (BVGE 2014/36 E. 18.2 und
18.3). Weiter stellte das Gericht fest, der von der Vorinstanz zur Kompen-
sation der Teuerung vorgenommene Zuschlag entspreche der Rechtspra-
xis gemäss BVGE 2014/3 E. 8.1 und sei nicht zu beanstanden (Urteil
C-2273/2013 E. 7.1; Urteil C-2290/2013 E. 6.2).
8.2 Vom VZK wird geltend gemacht, aufgrund der Regelung in § 29 Abs. 4
des Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes des Kantons Zürich vom
2. Mai 2011 (LS 813.20, SPFG), wonach bisherige Staatsbeiträge in ver-
zinsliche und zu amortisierende Darlehen umgewandelt würden, hätten
Zürcher Spitäler erhebliche Mehrkosten zu tragen, was einen weiteren Zu-
schlag von 5 % rechtfertige. Die Regelung des SPFG entspricht dem Sys-
tem der neuen Spitalfinanzierungsordnung, wonach auch die Anlagenut-
zungskosten mit den leistungsorientierten Fallpauschalen abgegolten wer-
den (vgl. POLEDNA/VOKINGER/WITTWER, Spitalsubventionen und neue Spi-
talfinanzierung, in: Jusletter vom 18. August 2014, S. 5 ff.). Gemäss der für
das Jahr 2012 geltenden Übergangsregelung (Abs. 4 der Schlussbestim-
mungen der Änderungen der KVV vom 22. Oktober 2008) erfolgt die Ab-
geltung der Anlagenutzungskosten mit einem Zuschlag von 10 %. Für ei-
nen weiteren Zuschlag besteht kein Raum (Urteil C-2290/2013 E. 6.3).
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 21
8.3 Zur Bildung von Eigenkapitalreserven für die Finanzierung künftiger In-
vestitionen machen die VZK-Spitäler unter dem Titel «Unternehmerlohn»
einen Zuschlag von 1 % geltend. Die Anlagenutzungskosten werden ge-
mäss der für das Jahr 2012 geltenden Übergangsregelung mit den Zu-
schlag von 10% pauschal vergütet, unbeschadet ob Investitionen im Tarif-
jahr erfolgen oder Mittel für zukünftige Investitionen zurückgestellt werden.
Ein zusätzlicher unternehmerischer Zuschlag für künftige Investitionen
wäre diesem System fremd. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vo-
rinstanz keinen entsprechenden Zuschlag vorgenommen hat (vgl. Urteil
C-2290/2013 E. 6.4).
8.4 Da auf der Kostengrundlage von 2010 ein Spitalbetrieb nach den Qua-
litätsanforderungen des KVG nicht möglich sei, macht der VZK unter den
Titeln «Innovation» und «Qualitätssicherung» einen weiteren Zuschlag gel-
tend. Soweit zur Erreichung von Innovation Forschung betrieben wird, kön-
nen die entsprechenden Kosten nicht den Fallpauschalen belastet werden
(Art. 49 Abs. 3 Bst. b KVG). Bei der Preisbestimmung nach den Regeln der
neuen Spitalfinanzierung wird die qualitativ hochstehende gesundheitliche
Versorgung (Art. 43 Abs. 6 KVG) entsprechend dem Standard der medizi-
nischen Wissenschaft vorausgesetzt (BVGE 2014/36 E. 3.5). Qualitätssi-
cherung und Innovation sind Teile des Versorgungsauftrages, und die ent-
sprechenden Kosten sind bereits im Referenzwert enthalten. Ein Zuschlag
unter diesem Titel wäre systemfremd, und dessen Ablehnung durch die Vo-
rinstanz ist nicht zu beanstanden (vgl. C-2290/2013 E. 6.5).
8.5 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die von der Vo-
rinstanz berechneten Zuschläge nicht zu beanstanden sind. Auch die nicht
erfolgte Berücksichtigung weiterer Zuschläge ist nicht zu bemängeln. Für
Zürcher Spitäler errechnete die Vorinstanz ein Total der allgemeinen Zu-
schläge von 12.49 %. Nach Aufrechnung dieser Zuschläge zum Bench-
mark von CHF 8'408.- gelangte sie zu einem Referenzwert für nicht-uni-
versitäre Spitäler von gerundet CHF 9'460.-. Bei der Bestimmung des Tarifs
der Zürcher Stadtspitäler durfte die Vorinstanz im Rahmen des ihr in der
Einführungsphase zugestandenen Ermessens von einem Referenzwert
von CHF 9'460.- ausgehen (BVGE 2014/36 E. 20; vgl. auch Urteile
C-2273/2013 E. 7.2 und C-2290/2013 E. 6.6). Von diesem Referenzwert
ist auch bei der Bestimmung des Tarifs der VZK-Spitäler auszugehen.
9.
Ausgehend vom Referenzwert von CHF 9'460.- setzte die Vorinstanz den
Basisfallwert für nicht-universitäre Spitäler mit Notfallstation auf
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 22
CHF 9'480.- und denjenigen der nicht-universitären Spitäler ohne Notfall-
station auf CHF 9'280.- fest. Das Bundesverwaltungsgericht hat sich mit
Bezug zum angefochtenen RRB 278/2013 mit der Differenzierung der Ta-
rife zwischen Spitälern mit und ohne Notfallstation auseinandergesetzt und
festgehalten, weder die Differenzierung an sich noch deren Quantifizierung
sei zu beanstanden (BVGE 2014/36 E. 21, vgl. auch Urteil C-2290/2013
E. 7.3). Sämtliche VZK-Spitäler verfügen über einen Leistungsauftrag mit
Basispaket für Chirurgie und innere Medizin, welcher die Führung einer
Notfallstation voraussetzt (Zürcher Spitalliste 2012 Akutsomatik [gültig ab
1. Januar 2012] und Strukturbericht zur Spitalplanung 2012 des Kantons
Zürich vom September 2011, S. 26 f. < http://www.gd.zh.ch > Themen >
Behörden & Politik > Spitalplanung / Spitallisten > Akutsomatik >, abgeru-
fen am 13. August 2015). Für die VZK-Spitäler ist von einem Betrag von
CHF 9'480.- auszugehen.
10.
Gründe, welche aufgrund der spezifischen Situation einzelner Leistungs-
erbringer aus Billigkeitsgründen Tarifdifferenzierungen erforderlich machen
würden, wurden von den VZK-Spitälern nicht geltend gemacht (BVGE
2014/36 E.6.8).
11.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz die Ba-
sisfallwerte der VZK-Spitäler im Rahmen ihres Ermessens auf den Betrag
von CHF 9'480.- festsetzen durfte. Die von den VZK-Spitälern gestellten
Anträge sind abzuweisen.
12.
Zu befinden ist abschliessend über die Verfahrenskosten und Parteient-
schädigungen.
12.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der
Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden
die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Wird ein Verfahren
gegenstandslos, so werden die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei
auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Den Vo-
rinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2
VwVG). Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der
Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl.
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 23
Art. 63 Abs. 4bis VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitig-
keit vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.3). Das für die Kostenverteilung massge-
bende Ausmass des Unterliegens ist aufgrund der gestellten Rechtsbegeh-
ren zu beurteilen (MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kom-
mentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008,
Rz. 13 zu Art. 63). Dabei ist auf das materiell wirklich Gewollte abzustellen
(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43).
12.2 Das Beschwerdeverfahren C-3616/2013 wurde vom Beschwerdever-
fahren C-2259/2013 abgetrennt. Im ersten Teilentscheid vom 18. Juni 2015
wurde festgehalten, über die Verfahrenskosten und die Parteientschädi-
gungen sei im zweiten Teilurteil zu befinden. Mit ihrem Antrag auf Aufhe-
bung des Festsetzungsbeschlusses und Festsetzung auf höchstens CHF
2'006.- betreffend die Tagespauschale obsiegt tarifsuisse teilweise. Durch
den Rückzug des Antrages betreffend die Festsetzung des Basisfallwerts
hat tarifsuisse zur Vereinfachung des Beschwerdeverfahrens beigetragen;
sie hat jedoch die Verfahrenskosten für den einschlägigen Verfahrensauf-
wand zu tragen. Die Verfahrenskosten im abgetrennten Verfahren werden
auf CHF 3'000.- bestimmt. Tarifsuisse werden Verfahrenskosten in der
Höhe von CHF 2'000.- auferlegt. Von den VZK-Spitälern sind CHF 1'000.-
zu tragen. Da tarifsuisse im (von C-2259/2013 abgetrennten) Verfahren
C-3616/2013 keinen Kostenvorschuss geleistet hat, sind ihr CHF 2'000.- in
Rechnung zu stellen.
12.3 Die Beschwerde der VZK-Spitäler ist vollumfänglich abzuweisen. Die
Verfahrenskosten im Verfahren C-2277/2013 werden auf CHF 7'000.- be-
stimmt und den VZK-Spitälern auferlegt. Dieser Betrag wird dem Kosten-
vorschuss (CHF 8'000.-) entnommen. Der Restbetrag von CHF 1'000.- wird
zur Begleichung der Verfahrenskosten im Verfahren C-3616/2013 verwen-
det (vgl. E. 12.2).
12.4 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die obsiegende Partei Anspruch auf
eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver-
hältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Obsiegt die Partei nur teil-
weise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2
VGKE), wobei auch die Verursachung der Gegenstandslosigkeit zu be-
rücksichtigen ist (Art. 15 i. V. m. Art. 5 und 7 Abs. 2 VGKE). Die Entschädi-
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 24
gung wird der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Na-
men die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Ge-
genpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG).
12.5 Im Beschwerdeverfahren C-3616/2013 hat tarifsuisse durch Rückzug
des ersten Rechtsbegehrens die teilweise Gegenstandslosigkeit bewirkt.
Bezüglich des zweiten Rechtsbegehrens obsiegt sie teilweise. Beide Par-
teien haben Anspruch auf reduzierte Parteientschädigungen. Da die
Rechtsvertreter keine Kostennoten eingereicht haben, sind die Parteient-
schädigungen aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2
VGKE). Für tarifsuisse ist zu beachten, dass ihre Beschwerde
C-2259/2013 gegen mehrere Spitäler gerichtet ist, und im abgetrennten
Verfahren C-3616/2013 lediglich der Tarif der VZK-Spitäler beurteilt wird.
Mit Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2013 (C-2259/2013 act. 19) nahm der
VZK auch für weitere Spitäler Stellung. Für tarifsuisse erscheint eine Par-
teientschädigung in der Höhe von CHF 1'000.- (inkl. MWST und Auslagen),
für die VZK-Spitäler eine solche in der Höhe von CHF 2'000.- angemessen.
Nach Verrechnung beträgt die im Verfahren C-3616/2013 von tarifsuisse
an die VZK-Spitäler zu leistende Parteientschädigung CHF 1'000.-.
12.6 Im Beschwerdeverfahren C-2277/2013 unterliegen die VZK-Spitäler
als Beschwerdeführerinnen. Tarifsuisse obsiegt vollumfänglich und hat An-
spruch auf eine Parteientschädigung. Der Rechtsvertreter hat keine Kos-
tennote eingereicht. Eine Parteientschädigung in der Höhe von
CHF 4'000.- erscheint angemessen. Diese ist den VZK-Spitäler aufzuerle-
gen (Art. 64 Abs. 2 VwVG).
13.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-
gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die
das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. I VGG in Verbin-
dung mit Art. 53 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG unzuläs-
sig. Der vorliegende Entscheid ist endgültig.
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 25
Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.
C-2277/2013, C-3616/2013
Seite 26