Decision ID: 35fd2ab5-2d9c-4d1b-8c55-91412ed0a20c
Year: 2005
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M. und E. S. sind Eigentümer der Parzelle Nr. ... an der B-strasse in E.. Das
Grundstück ist gemäss Teilzonenplan vom 13. Mai 2003 der Wohnzone W2 zugeteilt.
Am 17. September 2003 reichten M. und E. S.-Grob beim Gemeinderat E. ein
Baugesuch zur Erstellung eines Einfamilienhauses mit Flachdach auf der Parzelle Nr.
2314 ein. Innert der Einsprachefrist gingen vier Einsprachen ein, die sich auf Strassen-
und Erschliessungsfragen bezogen. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2003 stellte der
Gemeinderat die Abweisung des Baugesuches in Aussicht. Am 3. Februar 2004 reichte
die Bauherrschaft ein Gesuch für ein überarbeitetes Bauprojekt mit einem Sheddach in
Form zweier flach geneigter Pultdächer ein. Am 14. April 2004 erteilte der Gemeinderat
die Baubewilligung für das überarbeitete Projekt.
Nach Baubeginn reichten E. und M. S. am 29. Juni 2004 zwei Gesuche für eine
Projektänderung ein. Beide Gesuche sahen eine Erweiterung des Grundrisses und eine
Vergrösserung und Freilegung des Ateliers vor. Das eine Gesuch sah zudem anstelle
des bewilligten Sheddaches ein Flachdach vor. Nachdem innert der Auflagefrist keine
Einsprachen erhoben worden waren, bewilligte der Gemeinderat E. am 19. Juli 2004
die Variante "Sheddach" und wies das Gesuch für die Variante "Flachdach statt
Sheddach" ab. Er begründete den Entscheid im wesentlichen damit, die Variante
"Flachdach" verstosse an der sehr exponierten Lage gegen das Verunstaltungsverbot.
B./ Gegen die Abweisung der Variante "Flachdach" erhoben E. und M. S. am 3. August
2004 Rekurs beim Baudepartement und beantragten, die Variante "Flachdach" sei zu
bewilligen.
Mit Entscheid vom 10. Dezember 2004 hiess das Baudepartement den Rekurs gut. Es
hob den ablehnenden Entscheid des Gemeinderates auf und wies die Streitsache zur
Erteilung einer Baubewilligung an den Gemeinderat zurück. Es führte aus, eine
verbotene Verunstaltung liege lediglich vor, wenn eine Baute oder Anlage als qualifiziert
unschön beurteilt werden müsse, was im vorliegenden Fall nicht gegeben sei. Der Kern
des Wohnquartiers L-bach befinde sich in einiger Entfernung und zeige in Bezug auf
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die Dachgestaltung ein sehr heterogenes Bild. Der umstrittene Bau vermöge auch mit
Flachdach das keine besonderen Qualitäten aufweisende Orts- und Landschaftsbild
nicht wesentlich zu beeinflussen.
C./ Mit Eingaben vom 22. Dezember 2004 und vom 18. Januar 2005 erhob der
Gemeinderat E. Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der
Rekursentscheid sei aufzuheben, unter Kostenfolge. Zudem seien auf dem Amtsweg
die Meinungen von Kreisplanerin A. und von Denkmalpfleger B. einzuholen, was das
Baudepartement unterlassen habe. Zur Begründung machte der Gemeinderat im
wesentlichen geltend, an der äusserst exponierten Lage auf einer Kuppe der markant
prägenden Landschaft müssten an die Ortsbild- und Landschaftsverträglichkeit
besondere, erhöhte Ansprüche gestellt werden. Verschiedene Experten seien zum
Schluss gekommen, dass sich das umstrittene Projekt mit dem Orts- und
Landschaftsbild nicht vertrage und damit dem Verunstaltungsverbot widerspreche. Das
Dörfchen L-bach präsentiere sich recht homogen. Die Bauarchitektur in L-bach wirke
landschaftsverträglich und beschreibe ein "landschlächtiges Image" ohne auffallende
Ausschläge. Diese relative Einheitlichkeit, Ruhe und Ausstrahlung dürfe nicht durch
Architektur-Firlefanz (Pseudo-"Architekturmoderne") gestört werden. Der bisherige
Baustil widerspiegle eine gewisse Mentalität und Identität der L-bach-Bewohner. Diese
in Idealen wurzelnden Werte dürften nicht zerstört werden. Unsere
Wegwerfgesellschaft habe keinen Anspruch darauf, über Jahrhunderte gewachsene
und verträglich gewandelte Strukturen und Erscheinungsbilder nach momentaner Lust
und Laune irreparabel zu schädigen oder gar zu zerstören. Es könne nicht angehen,
dass sachunkundige Juristen des Baudepartementes in die Kompetenzen des
Gemeinderates eingriffen oder dass ein möglicherweise fachunkundiger Mitarbeiter des
Hochbauamtes als blosser "Schreibtischtäter" agiere und auf abstrakter Grundlage ein
Urteil fälle. Das von der Bauherrschaft gewünschte Flachdach sei aus keinerlei
Sachgründen notwendig. Das geplante Projekt lasse sich jedoch auch mit Flachdach
an einem anderen Ort in der Gemeinde realisieren.
Mit Schreiben vom 25. Januar 2005 nahmen E. und M. S. zur Beschwerde Stellung. Sie
beantragen deren Abweisung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Sie führen
aus, ihr Projekt entspreche in allen Punkten den einschlägigen Vorschriften. Die
Parzelle Nr. ... liege in der Wohnzone W2, für die keinerlei weitergehenden
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Baubeschränkungen bestünden. Das Flachdach erweise sich als einzige zum Baustil
passende Dachgestaltung. Mit Flachdach wirke der Bau leichter und ruhiger.
Am 2. Februar 2005 äusserte sich das Baudepartement zur Streitsache. Es beantragt
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist es vollumfänglich auf seinen
Entscheid. Es macht zusätzlich geltend, die Einholung weiterer von der
Beschwerdeführerin beantragter Stellungnahmen der kantonalen Denkmalpflege oder
der Kreisplanerin sei nicht notwendig, zumal weder ein geschütztes Ortsbild vorliege
noch planerische Aspekte zu beurteilen seien.
Auf die weiteren Vorbringen der Beteiligten wird, soweit erforderlich, in den folgenden

Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Gemeinde E. ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 2 VRP; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 450 ff.; F. Rüdisüli, Die Legitimation der öffentlich-rechtlichen
Körperschaften im Beschwerdeverfahren, in: 20 Jahre Verwaltungsgericht des Kantons
St. Gallen, Nr. 12 der Schriftenreihe "Der Kanton St. Gallen heute und morgen", St.
Gallen 1986, S. 42 mit Hinweis auf VerwGE vom 3. März 1983 i.S. Pol. Gde. St. Gallen).
Die Beschwerdeeingaben vom 22. Dezember 2004 und 18. Januar 2005 wurden
rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2./ Der Gemeinderat E. hat die Baubewilligung für die strittige
Projektänderungsvariante "Flachdach" verweigert mit der Begründung, sie verstosse
am vorgesehenen exponierten Ort gegen das Verunstaltungsverbot von Art. 93 des
Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (sGS 731.1, abgekürzt
BauG).
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a) Gemäss Art. 93 Abs. 1 BauG sind Bauten und Anlagen, Ablagerungen und andere
Eingriffe in das Gelände, die das Orts- oder Landschaftsbild verunstalten, untersagt.
Bei der Beurteilung ist dem Charakter der Gegend und der Art der Zone Rechnung zu
tragen (Abs. 2).
Eine Verunstaltung darf nicht leichthin angenommen werden. Sie liegt nur vor, wenn
etwas qualifiziert Unschönes geschaffen wird. Sie bedeutet eine schwere Verletzung
ästhetischer Werte. Diese Voraussetzungen sind dann nicht erfüllt, wenn eine Baute
von einem ästhetisch ansprechbaren Durchschnittsbürger zwar als nicht schön
empfunden wird, diese aber keine positiv hässliche und ärgerliche Wirkung ausübt
(GVP 1998 Nr. 81; B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz.
1025). Es muss ein Gegensatz zu Bestehendem vorhanden sein, der erheblich stört
(BGE 82 I 108). Zu beachten ist zudem, dass sich aus der Ästhetik keine Regeln
ableiten lassen, denen die Eigenschaft von Rechtsnormen zukommt (vgl. VerwGE B
2004/146 vom 2. Dezember 2004 i.S. Pol. Gde. St. Gallen, zur Zeit in:
www.gerichte.sg.ch).
b) Beim Begriff der Verunstaltung handelt es sich um einen unbestimmten
Rechtsbegriff. Als solcher ist er grundsätzlich der Rechtskontrolle durch das
Verwaltungsgericht zugänglich (Art. 61 Abs. 1 VRP).
Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie besitze bei der Beurteilung der Frage, was
als verunstaltend zu betrachten sei, einen gewissen Ermessensspielraum und handle
mithin in ihrem eigenen Autonomiebereich. Soweit sie sich damit auf den Standpunkt
stellt, das Baudepartement habe sein eigenes Ermessen an das ihre gesetzt und damit
ihre Gemeindeautonomie verletzt, so kann ihr nicht beigepflichtet werden. Das
Verunstaltungsverbot entstammt nicht dem autonomen Recht der Politischen
Gemeinde, sondern ist Bestandteil des kantonalen Rechts. Es existiert in diesem Sinne
kein kommunaler Massstab dafür, was verunstaltend wirkt. Die Überprüfungsbefugnis
des Baudepartementes ist daher nicht eingeschränkt (vgl. Art. 46 Abs. 2 VRP e
contrario). Die Gemeinde ist demzufolge in ihrer Autonomie nicht verletzt, wenn das
Baudepartement als kantonale Rekursinstanz bei der Anwendung des
Verunstaltungsverbotes zu einem anderen Ergebnis kommt als die erstinstanzlich
verfügende Gemeindebehörde (vgl. VerwGE vom 27. Oktober 1976 i.S. Pol. Gde. St.
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Gallen). Die Gemeinde hat es jedoch gestützt auf Art. 93 Abs. 4 BauG in der Hand,
über die Anforderungen von Art. 93 Abs. 1 BauG hinausgehende, strengere
Vorschriften aufzustellen, welche positiv festlegen, welchen ästhetischen
Mindestanforderungen eine Baute in einer bestimmten Zone genügen muss, damit
nicht von einer Verunstaltung gesprochen werden kann (vgl. VerwGE vom 14. Mai 1976
i.S. H.). Derartige Vorschriften, etwa eine Schutzverordnung im Sinne von Art. 98 ff.
BauG, hat die Beschwerdeführerin für das Gebiet L-bach jedoch nicht erlassen.
c) Das Grundstück der Beschwerdegegner ist der Wohnzone W2 zugeteilt. Es liegt auf
einer Geländerippe in einem vor kurzem eingezonten und noch weitgehend
unüberbauten Gebiet am nordöstlichen Rand von L-bach, kommt also nicht inmitten
von vorhandenen Gebäuden zu stehen. Im vollständig überbauten Zustand wird das
strittige Gebäude rundum von anderen Bauten umgeben sein und damit trotz seiner
Lage auf dem Geländekamm nicht mehr besonders in Erscheinung treten.
d) Dem Augenscheinprotokoll der Vorinstanz und dem angefochtenen Entscheid ist zu
entnehmen, dass sich die Siedlung L-bach auf einem in süd-west/nord-östlicher
Richtung verlaufenden Geländekamm befindet. Sie besteht aus Ein- und
Mehrfamilienhäusern, von denen viele, insbesondere diejenigen in der Umgebung des
strittigen Objekts, in neuerer und neuester Zeit errichtet wurden. Die Dächerlandschaft
in L-bach ist sehr heterogen, sowohl bezüglich der Ausrichtung als auch der
Ausgestaltung und Farbgebung. So finden sich in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete
Dächer neben solchen, die nach Ost-West ausgerichtet sind; rote neben braunen und
grauen Dächern, Giebeldächer neben Walm- und Turmdächern und flach gewinkelte
neben steileren Dächern. Ein eigentliches Konzept liegt der Gestaltung offensichtlich
nicht zugrunde. Insbesondere kann auch nicht behauptet werden, die vorhandenen
Bauten seien Ergebnis einer über Jahrhunderte gewachsenen Struktur oder gar
Ausdruck einer bestimmten Mentalität.
e) Das von den Beschwerdegegnern geplante Haus besitzt die Form eines Kubus' mit
einem Kellergeschoss und zwei oberirdischen Geschossen. Der Abschluss des
Gebäudes mit einem Flachdach entspricht zwar nicht der herkömmlichen Architektur.
Flachdachbauten mögen mitunter auch deswegen nicht allen Betrachtern zu gefallen.
Sie haben sich aber in den letzten Jahren auch bei Einfamilienhäusern etabliert und
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entsprechen den ästhetischen Vorstellungen breiter Kreise. Im Lichte dieser
Entwicklung stellt das strittige Wohnhaus mit Flachdach keineswegs ein
aussergewöhnliches, allen gängigen Ästhetikvorstellungen zuwiderlaufendes Objekt
dar.
f) Die Beschwerdeführerin hat mit ihrer Beschwerde die Stellungnahmen des
Planungsbüros S + Partner AG sowie der R., Büro für Raumplanung AG, zum strittigen
Projekt eingereicht.
Die Verfasser beider Stellungnahmen kommen zum Schluss, dass das geplante
Gebäude mit einem Flachdach gesamthaft nicht ins Landschaftsbild passe bzw. dieses
störe. Sie befassen sich indessen nicht mit der entscheidenden Frage, ob es sich bei
der strittigen Gebäudevariante mit Flachdach um ein qualifiziert unschönes Bauwerk
handle, das in schwerwiegender Weise den gängigen Ästhetikvorstellungen
zuwiderläuft.
Der von der Vorinstanz beim Hochbauamt eingeholte Amtsbericht kommt zum Schluss,
dass das Flachdach dem Sheddach in jeder Hinsicht überlegen sei und es dazu
beitrage, einen einfachen, klaren Baukörper in der heterogenen Siedlung L-bach zu
plazieren.
g) Ein Augenschein oder weitere Amtsberichte der Kreisplanerin oder des
Denkmalpflegers vermöchten an der dargelegten Beurteilung und der bei den Akten
befindlichen Fotodokumentation nichts zu ändern. Auf die von der Beschwerdeführerin
beantragten Beweiserhebungen ist deshalb zu verzichten (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz.
622).
Fehl geht auch die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei in
Rechtsverweigerung verfallen, da sie im Rekursverfahren die vom Gemeinderat
beigezogenen Fachleute nicht erneut zugezogen habe, um Fragen des Ortsbild- und
Landschaftsschutzes kompetent beurteilen zu können. Im Streitfall sind nämlich Fragen
des Landschafts- oder Ortsbildschutzes nicht von entscheidender Bedeutung.
Ausschlaggebend ist einzig und allein, ob das Bauvorhaben qualifiziert unschön bzw.
verunstaltend wirkt. Diese Frage durfte die Vorinstanz nach dem Gesagten ohne Beizug
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von Fachpersonen verneinen, weshalb der Vorwurf der Rechtsverweigerung
unbegründet ist.
h) Nicht entscheidend für die Frage nach einer möglichen Verunstaltung durch ein
Bauprojekt ist das subjektive Empfinden einer Behörde (BGE 100 Ia 87 f.; ZBl 99/1998
S. 175). Die Ausführungen des Gemeinderates gehen an der Sach- und Rechtsfrage
vorbei. Die Behauptung, das Bauprojekt mit einem Flachdach widerspreche der
Mentalität der Bewohner, ist nicht entscheidend.
i) Zusammenfassend kann beim strittigen Projekt nicht von einer qualifiziert unschönen,
in erheblichem Gegensatz zum Vorhandenen stehenden, positiv hässlichen oder eine
ärgerliche Wirkung ausübenden Baute gesprochen werden. Das Projekt verstösst
daher nicht gegen das Verunstaltungsverbot nach Art. 93 Abs. 1 BauG. Das
Baudepartement hat daher die Gemeinde E. zu Recht angewiesen, die Baubewilligung
für die Variante "Flachdach" zu erteilen. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
3./ Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Art. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Die Beschwerdegegner beantragen eine Entschädigung. Auf eine solche haben sie
Anspruch (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Da sie nicht anwaltlich vertreten sind,
haben sie Anspruch auf eine angemessene Entschädigung ihres Zeitaufwands (Art.
98ter VRP in Verbindung mit Art. 263 Abs. 2 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2). Eine
Entschädigung von Fr. 500.-- erscheint angemessen.