Decision ID: 12f85172-0d96-4f1e-8040-8c9fe7a94066
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, arbeitete bei
Y._
AG im erlernten Beruf als Konstruktionsschlosser und war über die Arbeitgeberin obligatorisch
bei der Suva
unfallversichert, als er sich am 1
7.
Juli 1983 bei einem Motorradunfall
ein Polytrauma im Bereich des
rechten Bei
n
es
und linken Fuss
es
zuzog (
Urk.
13/1/59 und 71).
Der Versicherte
unterzog sich
nach dem Unfall wie auch
in den Folgejahren
diversen Operationen (vgl. Zusammenstellung in:
Urk.
13/183/1-2). Nach einer
von der Invalidenversicherung unterstützten Um
schu
lung
(
Urk.
13/
4/11-13) arbeitete
er
ab
1.
Januar 1988
für kurze Zeit
als ange
lernter Graveur (
Urk.
13/3/28).
Die Suva sprach
ihm
mit Verfügung vom 2
2.
April 1988 rückwirkend ab
1.
Januar 1988 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbs
unfähigkeit von 10
%
sowie eine Integritätsentschädigung
bei
einer Integritäts
e
inbusse von 30
%
zu (Urk.13/3/2
).
Revisionsweise Überprüfungen des Rentena
nspruchs im Nachgang zu mehreren
rückfallweisen Leistungsphasen der Unfallversicherung
führten mit Mitteilungen vom 2
9.
Januar 1990 (
Urk.
13/5/3),
2
4.
Dezember 1992 (
Urk.
13/6/8), 1
4.
Februar 1997 (
Urk.
13/9/34), 2
2.
März 2000 (
Urk.
13/9/10)
und
8.
Mai 2003 (
Urk.
13/9/2)
jeweils zur Bestätigung des bisherigen Rentenanspruchs.
Nach einem weiteren
operativen Eingriff vom
8.
Juli 2013
im Bereich des linken Fusses (
Urk.
13/38/1-2)
sprach die Suva dem Versicherten mit
Verfügung vom 1
6.
Februar 2015
eine zu
sätz
liche Integritätsentschädigung
bei
einer Integritätseinbusse von nunmehr insgesamt 37.5
%
zu (Ukr. 13/97) und richtete ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der dannzumal ausgeübten Tätigkeit
bei der
Z._
GmbH
(vgl. dazu:
Urk.
13/95/4)
weiterhin eine Invalidenrente von 10
%
aus (vgl. Rentenbescheinigungen:
Urk.
13/100, 13/102, 13/106
-107).
1.2
Am 1
3.
Februar 2019 meldete die
Z._
GmbH, bei welcher der Ver
sicherte seit
1.
Oktober 2013
respektive Juni 2009 (vgl.
Urk.
13/53/1) als
Ferti
gungsmitarbeiter angestellt war, eine
n
neuerlichen Rückfall (
Urk.
13/109). Am 1
4.
März 2019 unterzog
er
sich
einer Revisionsoperation im Bereich des rechten Femurs
(
Urk.
13/127). Die Suva anerkannte
ihre Leistungspflicht (
Urk.
13/132
). Ab
8.
Juli 2019 arbeitete der Versicherte wieder, wobei das zunächst aufge
nom
mene 100%-Pensum wegen Schmerzzunahme auf 50
%
reduziert wurde (Urk
.
13/14
8, 13/155).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte dem Versicherten nach einer orthopädischen Untersuchung durch
Dr.
med.
A._
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 2
4.
Oktober 2019 (
Urk.
13/179) mit Vorbescheid vom 1
5.
Januar 2020 die Ausrichtung einer halben
Invalidenrente ab Februar 2020 in Aussicht (
Urk.
13/186).
Nach V
orl
age an die V
ersicherungsmedizin (
Urk.
13/197) teilte die Suva dem Versicherten mit Schrei
ben vom 1
8.
Februar 2020 die Einstellung der Heilkostenleistungen per
1.
M
ärz 2020
und der Taggeldleistungen
ab
1.
April 2020
mit,
sei ihm doch seine
optimal angepasste
Tätigkeit bei der
Z._
GmbH wieder zu 100
%
zumut
bar
. Die Integritätsentschädigung von 37.5
%
habe weiterhin Gültigkeit
(
Urk.
13/201)
. Am 2
7.
März 2020 beurteilte der Kreisarzt
Dr.
med.
B._
,
Fach
arzt für Physikalische Medi
zin und Rehabilit
at
ion, den Fall gestützt auf die Akten (
Urk.
13/225). Mit Verfügung vom 3
0.
März 2020 hielt die Suva am mitge
teilten Fallabschluss per
1.
März 2020 (Heilkosten), respektive
1.
April 2020 (Tag
gelder)
,
und der unveränderten Integritätsentschädigung fest (
Urk.
13/227). Per 3
1.
Mai 2020 wurde dem Versicherten von Seiten der Arbeitgeberin
gekündigt (
Urk.
3/1-2,
13/231). Die
Einsprache
des Versicherten
vom
5.
Mai
2020
(
Urk.
13/234/1-2) wies die Suva mit
Entscheid vom 1
0.
Juni 2020 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am
9.
Juli 2020 Beschwerde erheben und die Zusprache einer Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 50
%
sowie eine Erhöhung der Integritätsentschädigung um mindestens 10
%
beantragen. Pro
zessual liess er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
3.
November 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12). Nachdem der Be
schwerdeführer mit Verfügung vom 1
8.
November 2020 zur weiteren Substanti
ierung seines prozessualen Gesuchs aufgefordert worden war (
Urk.
14), liess er dasselbe am
2.
Dezember 2020 zurückziehen (Urk 16).
Mit
der Replik vom 2
2.
Dezember 2020
liess der Beschwerdeführer sinngemäss eine 100%ige Rente beantragen
(
Urk.
18
S. 3
). D
ie Beschwerdegegnerin wich in
der Duplik vom 2
9.
Jan
u
a
r 2021
nicht vom Antrag auf Abweisung ab (
Urk.
22
), wovon
dem Be
schwerdeführer mit Verfügung vom
1.
Februar 2021 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
23).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten des
Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
(1. Januar 1984) ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach dem bisherigen Recht (
Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung,
KUVG) gewährt (Art. 118 Abs. 1 UVG). Für Versicherte der Suva gelten jedoch in den in Absatz 1 erwähnten Fällen vom Inkrafttreten des UVG an dessen Bestim
mungen, unter anderem über die Invalidenrenten und Integritätsentschädi
gun
gen, sofern der Anspruch erst nach dem Inkrafttreten des UVG entsteht (Art. 118 Abs. 2
lit
. c UVG).
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen
UVG
und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende U
nfall hat sich am 1
7.
Juli 1983, mithin unter der Gel
tung des KUVG
ereignet. N
achdem der mit Verfügung vom 2
2.
April 1988 bejahte Rentenanspruch wie auch
der Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung erst nach Inkrafttreten des UVG entstanden sind, finden
die
bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung und
werden
in dieser Fassung zitiert.
1.2
1.2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
).
In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 UVG, BGE 134 V 131).
1.2.2
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeits
fähig
keit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hin
gegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Entsprechend ist gegebenenfalls nicht nur der natürliche Kausalzu
sammenhang, sondern auch dessen Adäquanz für die Zukunft neu zu prüfen, wobei die im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gege
benen tatsächlichen Verhältnisse massgebend sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
halts
abklärung, Beweiswürdigung und – sofern Anhaltspunkte für eine Verände
rung der erwerblichen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung bestehen – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.3.1 und E. 5.4).
1.
3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahres
ver
dienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschä
digung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des
Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus ei
nem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte im angefochtenen Entscheid
einen
Renten
anspruch des Beschwerdeführers mit der Begründung
,
dieser
sei in seiner bis zum Rückfall zu 100
%
ausgeübten Tätigkeit bei der
Z._
GmbH ent
sprechend der
überzeugend
en kreisärztlichen Beurteilung
wieder zu 100
%
arbeits
fähig. Es sei schlicht nicht einsehbar, weshalb der RAD-Arzt
Dr.
A._
auf eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit an diesem aussergewöhnlich umfangreich angepassten A
rbeitsplatz geschlossen habe (
Urk.
2 S. 3 ff.). Mit der Beschwerde
antwort brach
te
sie sodann vor, es liege keine wesentliche Änderung des Ge
sund
heitsschadens seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
respektive dem Rück
fall im Jahre 2013 vor; der Beschwerdeführer sei nach wie vor in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig, weshalb eine revisionsweise Erhöhung der
bisherigen
Invalidenrente
von 10
%
zu Recht abgelehnt worden sei. Auch führe die Kündigung der Stelle bei der
Z._
GmbH zu keiner erheblichen Veränderung des Invaliditätsgrades, ergebe doch der von Seiten des Invalideneinkommens nunmehr gestützt auf die
vom Bundesa
mt für Statistik herausgegebene Schweizerische
Lohnstrukturerhebung (LSE)
durchge
führte Einkommensvergleich
einen Invaliditätsgrad von höchstens 11 bezie
hungs
weise 12
%
. Mangels Erheblichkeit der Veränderung sei keine höhere Rente geschuldet (
Urk.
12 S. 8 ff).
Was die verlangte revisionsweise Erhöhung der Integritätsentschädigung anbe
lange, erscheine unter Berücksichtigung der relevanten Suva-Tabelle 2 «Integri
täts
schaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten» die
bereits
zu
gesprochene Integritätsentschädigung von 37.5
%
als äusserst grosszügig (
Urk.
2 S
. 7 ff
.).
Den
geltend gemachten Beschwerden
sei
bereits umfassend Rechnung getragen worden und die Sesambeinarthrose begründe keine zusätzliche Ent
schä
digung (
Urk.
12 S. 12).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen zusammengefasst geltend machen, die
Be
schwerdegegnerin übergehe bei ihrem Entscheid zunächst die Tatsache, dass das seit 2008 bestehende Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per 3
1.
M
ai 2020 gekündigt worden sei. Dass er
zu 100% vermittlungs- respektive arbeitsfähig sein solle, widerspreche sodann den Beurteilungen von
Dr.
A._
und des ortho
pä
dischen Facharztes
Dr.
med.
C._
, Chefarzt Orthopädie/Traumatologie des Spitals
D._
, welche vielmehr auf
gar
keine Vermittlungsfähigkeit mehr schliessen liessen. Zwischenzeitlich sei denn auch die IV-Stelle zu
m
Schluss auf einen ganzen Rentenanspruch gelangt. Im Eventualstandpunkt liess der Be
schwer
deführer den von der Beschwerdegegnerin
mit Beschwerdeantwort
durch
geführten Einkommensvergleich bestreiten (
Urk.
18). Sodann sei die Integritäts
entschädigung um 10
%
zu erhöhen (
Urk.
1 S. 4)
.
2.3
Streitig und zu prüfen ist im Folgenden zunächst der Rentenanspruch des Be
schwerdeführers, wobei die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort so
wohl
sachverhaltlich
(
Urk.
12 S. 2) als auch erwägungsweise (
Urk.
12 S. 3) richtig
stellte
, dass mit dem angefochtenen Entscheid respektive der damit bestätigten Verfügung vom 3
0.
März 2020 die bisherige 10%ige Rente nicht aufgehoben
wo
rde
n war
, wovon sie fälschlicherweise im angefochtenen Entscheid noch aus
zugehen schien
(
Urk.
2 S. 2
lit
. D, S. 7). Zu prüfen gilt es daher zunächst, ob die Beschwerdegegnerin eine revisionsweise Erhöhung der Invalidenrente nach dem
per 3
1.
März 2020 erfolgten Fallabschluss
(Einstellung Taggelder)
, welcher seine
r
seits unbestritten blieb,
zu Recht
ablehnte.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer erlitt beim Motorradunfall vom 1
7.
Juli 1983 eine
dritt
gra
dig
offene Oberschenkelfraktur rechts, eine geschlossene Unterschenkel
trüm
mer
fraktur rechts
mit ausgeprägter Weichteilschädigung
,
eine Fraktur der
Meta
tarsale
V rechts
,
eine Kniebinnenläsion rechts
, eine nichtdislozierte
Tibiakopf
fraktur
rechts, eine
Navicularefraktur
der linke
n Hand und eine Verletzung des
linken Fusses mit Subluxationen in den MP-Gelenken I und Frakturen der
Metatarsale
II-IV sowie eine Luxation im MP-Gelenk V (vgl.
Urk.
13/3/76)
.
Die initiale Ver
sorgung
erfolgte im Kantonsspital
E._
(
Urk.
14/1/63).
Nach dem Unfall war der B
eschwerdeführer monatelang hospitalisiert
und unterzog sich
in der Folge
diversen weiteren Operationen (
Urk.
13/1/
46
-53, 56, 60,
vgl. auch Zusam
menfassung der Krankengeschichte in:
Urk.
13/183/1
)
. Bei Erlass der ursprüngli
chen Rentenverfügung vom 2
2.
April 1988 (
Urk.
13/3/2)
arbeitete
er
zu 100
% in der umgeschulten Tätigkeit als angelernt
er Graveur (
Urk.
(
Urk.
13/3/28).
3.2
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades
bildet die
Mitteilung vom 1
3.
Februar respektive die
Verfügung vom 1
6.
Februar 2015, mit
welchen der
am 2
1.
Februar 2013 gemel
dete Rückfall (
Urk.
13/13) abgeschlossen, dem Beschwerdeführer eine
zusätzliche
Integritätsentschädigung
von
7.5
%
zugesprochen und der bisherige Rentenan
spruch implizit bestätigt wurde (
Urk.
13/97
; vgl. auch nachfolgende Rentenbe
scheinigung:
Urk.
13/100
).
In medizinischer Hinsicht lag diesem Entscheid d
er
kreisärztliche Untersu
chung
s
ber
ich
t
von
Dr.
F._
vom 2
9.
Januar 2015 zugrunde
.
Gemäss anamnesti
schen Angaben des Beschwerdeführer
s
ging es nach der operativen Versorgung des linken Fusses mittels MP-I-
Arthrodese
,
Maceira
-Osteotomie
Dig
. II und III und
Transfixation Spickdraht
Dig
II/
III und IV links vom
8.
Juli 2013 (vgl. dazu:
Urk.
13/38/1-2) zwischenzeitlich gut. Die Abrollbewegung sei etwas behindert; er habe aber keine Schmerzen und könne uneingeschränkt gehen. Seine berufliche Tätigkeit als
Medizinalgerätetechniker
habe er wieder zu 100
%
aufgenommen und könne diese ohne Einschränkungen ausüben
. Im rechten Kniegelenk habe er zwar nach wie vor eine Beugeeinschränkung, an welche er sich aber gewöhnt habe (
Urk.
13/95/2).
Gestützt auf die Akten und
die
klinischen Befunde lag gemäss Beurteilung von
Dr.
F._
eine verminderte Abrollbarkeit des linken Fusses nach
Arthrodese
des Zehengrundgelenks links nach posttraumatischem
Hallux
rigidus
links bei Status nach Osteotomien der Zehen links bei posttraumatischen
Metatarsalgien
vor. Im Bereich der rechten unteren Extremität präsentiere sich ein unveränderter Status nach multiplen Verletzungen mit deutlicher Flexionseinschränkung des rechten Kniegelenks. Auch im Bereich der linken unteren Extremität habe sich keine wesentliche Veränderung ergeben. Der Beschwerdeführer habe sich hervor
ragend an die unfallbedingten Folgen adaptiert und komme gut mit der Situation zu Recht. Auch nach der im September 2013 durchgeführten
Operation
am linken Fuss bestünden keine Folgebeschwerden; an die Einschränkung der Abrollbarkeit habe er sich gewöhnt. Es bestehe bezüglich der
aktuell
ausgeübten Tätigkeit weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
13/95/3-4).
3.3
3.3.1
Nach der Rückfallmeldung vom 1
3.
Februar 2019 holte die Beschwerdegegnerin einen Bericht der Hausärztin
Dr.
med.
G._
vom 2
0.
Februa
r 2019 ein.
Diese
berichtete über am 1
2.
Februar 2019 akut einschiessende Schmerzen im
Gluteal-Trochanterbereich
und seither anhaltende Ruheschmerzen mit ein
hergehender Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
13/114/1).
3.3.2
Bei Vorliegen einer Abdukt
o
reninsuffizienz bei störendem Universalnagel Femur rechts mit störenden heterotopen Ossifikationen unterzog sich der Beschwer
de
führer am 1
4.
März 2019 einer tran
s
ossären Reinsertion der Abduktoren rechts und einer Sicherungscerclage
sowie
einer
Entfernung
der
Ossikfikationen
und
des Universalnagels
Femur rechts (
Urk.
13/127).
Nach einem zunächst erfreulichen postoperativen Verlauf (vgl.
Urk.
13/152) berichtete
der Operateur
Dr.
C._
am
6.
September 2019 über eine nunmehr symptomatische Coxarthr
ose und eine
Sesambeinarthrose oder Sesamoiditis, welche deutlich symptomführend sei. Da das Arbeiten mit Kniekontraktur rechts, Hüftarthrose rechts und symptomatischer Sesambeinarthrose
Fuss
links im angestammten Beruf nahezu nicht mehr möglich sei, habe er
eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit von 50
%
attestiert (
Urk.
13/157/2).
Mit Bericht vom 1
2.
Mai 20
20 sprach er sich wiederum für
eine 50%ige Arbeits
un
fähigkeit unfallbedingt aus (
Urk.
13/237/1-2).
3.4
Die orthopädische Untersuchung durch
Dr.
A._
vom 3
0.
Oktober 2019 führte zu folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
13/179/8):
-
chronische, schmerzhafte Belastungseinschränkung des gesamten rechten Beines mit
schmerz
frei
er geringer Bewegungseinschränkung des rechten Hüftgelenkes,
schmerz
frei
em erheblichem Beugedefizit des rechten Knie
ge
lenkes > 40° sowie
anamnestisch Schwellneigung des rechten Unter
schenkels bei
-
Zustand nach osteosynthetisch versorgter, offener Oberschenkel- und
Unter
schenkelfraktur rechts 1983 mit
Re-Fraktur des rechten Ober
schenkels nach Platte
nentfernung mit anschliessender Marknagelung 1989,
Marknagel-Entfernung und Rekonstruktion
-
/
Refix
a
tion
der
Abduk
torenmuskulatur
am 14.03.19
-
grossem
Osteophyten
im Kapselansatz am dorsalen
Tibiaplateau
rechts
-
a.e
. posttraumatischer Beinverkürzung rechts 1 cm
-
chronische Belastungsschmerzen des linken Fusses mit/bei
-
Z.n
.
Arthrodese
des Grosszehengrundgelenkes mit dorsal anliegender Platte und
Weil-Osteotomie des
Metatarsale
2 und 3 (2013)
-
aktenanamnestisch Arthrose der Sesambeine
.
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass
Dr.
A._
unter anderem den feststellten Arthralgien am rechten Handgelenk bei Verdacht auf eine degene
rative Läsion des Diskus
triangularis
bei (
Urk.
13/179/9).
Der Beschwerdeführer habe über ein Pulsieren und
eine
Schwellungsneigung im linken F
uss, ein
seit dem Unfall bestehende
s
Beugedefizit im rechten Knie mit dort lokalisierten Schmerzen beim Gehen, aber besonders beim Aufstehen nach längerem Sitzen, Schmerzen im Bereich des H
üftgelenkes ausstrahlend über den Oberschenkel bis zum Unterschenkel und in den Rücken und in letzter Zeit manchmal Schmerzen im rechten Handgelenk geklagt (
Urk.
13/179/1-2). Gestützt auf seinen umfassenden klinisch-orthopädischen Befund, die Akten mit unter anderem aktuellen bildgebenden Befunden des Beckens, des rechten Ober
schen
kels mit Hüftgelenk, beider Kniegelenke und des linken Fusses (vgl.
Urk.
13/179/8)
erachtete
Dr.
A._
die Einschätzung von
Dr.
C._
, wonach in der bis anhin ausgeübten Tätigkeit angesichts der nachvollziehbar deutlich einge
schränkten Belastbarkeit des rechten Beines, wodurch denn auch die Schmerzen speziell im Hüft-, Knie- und Unterschenkelbereich zunähmen, eine 50%ige Rest
arbeitsfähigkeit bestehe, als plausibel.
Wesentlich dafür, dass eine Tätigkeit in diesem Fall als optimal angepasst gelten könne, sei, dass keine schweren und mittelschweren
Lasten gehoben, getragen oder anderweitig hantiert werden müssten und die Körperhaltung von Zeit zu Zeit selbstbestimmt regelmässig zwischen Sitzen, Stehen und Gehen gewechselt werden könne. Eine wesentliche Zunahme der Arbeitsfähigkeit bis zum Erreichen des regulären Pensionsalters sei überwiegend wahrscheinlich nicht zu erwarten (
Urk.
13/179/9 f.).
3.
5
Nach Vorlage an die Versicherungsmedizin (
Urk.
13/183/3) veranlasste die Beschwerdegegnerin (
Urk.
13
/191/2) im
Spital H._
ein MRI des Hüft
ge
lenks mit der Frage nach dem Zustand des
Musculus
gluteus
medius
und der Adduktoren allgemein. Die entsprechende Untersuchung vom
3.
Februar 2020 führte zur Beurteilung,
es liege
, soweit
bei liegendem
Metall beurteilbar, eine geringe fettige Atrophie des
Musculus
gluteus
medius
rec
hts im Operationsgebiet
vor
(
Urk.
13/193). Mit Stellungnahme vom 1
8.
Februar
2020 sprach sich
Dr.
F._
anges
ichts der aktuellen MRI-Befunde
für das Vorliegen eines stabilen Gesundheitszustandes aus, der
Musculus
gluteus
sei
reinseriert
und gut
refixiert
, die leichte fokale fettige Atrophie sei so gering ausgeprägt, dass sich keine relevante Minderfunktion des Muskels annehmen lasse (
Urk.
13/197/3).
3.6
Seine ausführliche
Aktenbeurteilung vom 2
7.
März 2020
lautete dahingehend, dass
bei der Untersuchung durch
Dr.
A._
als auffälliger Befund an der rechten Hüfte insbesondere eine auf 90° eingeschränkte Flexion und eine eingeschränkte Innenrotation im Seitenvergleich festgestellt
worden sei
. Die übrigen Befunde seien bezüglich der Beweglichkeit im Seitenvergleich nicht bedeutend
,
die Opera
tionsnarben nicht
druckdolent
. Das Gangbild sei bis auf ein diskretes Hinken unauffällig gewesen und letztendlich werde ein relativ guter Verlauf auch nach der nochmals durchgeführten Revisionsoperation vom 1
3.
März 2019 beschrie
ben. Dies werde auch durch das MRI vom
3.
Februar 2020 bestätigt, welches ausser der leichten fokalen fettigen Atrophie insbesondere keine progressive
Coxarthrose
rechts, keine neuen Ossifikationen und keine entzündlichen Prozesse darstelle. Bei einem klinischen Befund mit nur diskretem Hinken, einer einge
schränkten H
üftgelenksflexion, einer Beinlängendifferenz von lediglich 1 cm und seitengleicher Muskulatur sowie der guten
Refixation
des
Musculus
gluteus
sei bezogen auf das Tätigkeitsprofil am aussergewöhnlich umfangreich angepassten Arbeitsplatz des Beschwerdeführers mit nur leichtesten Tätigkeiten, welche
frei
ausgewählt werden könnten und bei welchen
frei
zwischen Gehen und Stehen gewählt werden könne, eine zeitliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit auf 50
%
nicht begründbar. Am beschriebenen Arbeitsplatz sei eine 100%ige Tätigkeit wei
terhin zumutbar (
Urk.
13/225/8 ff.)
.
4.
4.1
Was zunächst das Vorliegen eines Revisionsgrundes (E. 1.2.2) anbelangt, ist der Beschwerdegegnerin darin
(
Urk.
12 S. 3)
zuzustimmen, dass die Invaliditäts
schät
zung der Invalidenversicherung gegenüber der Unfallversicherung rechtspre
chungs
gemäss keinerlei Bindungswirkung entfaltet (BGE 133 V 549 E. 6, 126 V 388 E. 2d, je mit Hinweisen). Entsprechend bildet denn auch eine
Rentenzu
sprache
der ersteren keinen Revisionsgrund für die Unfallversicherung.
Unabhängig von der Frage nach einer wesentlichen Veränderung des Gesund
heitszustandes
stellt aber
vorliegend die Kündigung der Arbeitsstelle des Be
schwerdeführers
durch die
Z._
GmbH per 3
1.
Mai 2020 einen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG
dar
. Im Vergleichszeitpunkt
Februar 2015 war der Beschwerdeführer zu 100
%
bei der
Z._
GmbH als
Medizinalgerätetechniker
tätig (
Urk.
13/95/2) und die Beschwerde
gegnerin, welche die Invalidität
von Seiten des Invalideneinkommens bereits ur
sprünglich aufgrund der konkreten beruflich-erwerblichen Situation ermittelte (
vgl.
Urk.
13/3/29), wich auch in
den
nachfolgenden revisionsweisen Überprü
fun
gen nicht von diesem Vorgehen ab.
Die Kündigung dieser Stelle
, welche zu
dem durch eine optimale Eingliederung i
n den Betrieb gekennzeichnet war
(vgl.
Urk.
13/145/2, 13/181),
hat nebst dem geänderten eingliederungsmässigen Status zur Folge, dass die In
validität neu nach der allgemeinen Einkommensver
gleichs
methode bezogen auf den allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmar
kt zu be
me
ssen ist (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
;
Urteil des Bundesgerichts 9C_530/2012 vom 2
1.
September 2012 E. 3).
Entsprechend
ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ohne Bindung an frühere B
eur
teilungen
umfassend
zu prüfen (vgl. E. 1.2.2).
4.2
Im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen zum Beweiswert eines Arzt
berichts (E. 1.4) erweist sich sodann der Bericht von
Dr.
A._
vom
3
0.
Oktober 2019 als für die streitigen Belange umfassende, auf allseitigen Untersuchungen beruhende und in Kenntnis der erforderlichen Akten ergangene ärztliche Beur
teilung, welche insbesondere auch die vom Beschwerdeführer geklagten Be
schwerden berücksichtigt und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet.
Dr.
A._
legte seiner B
eur
teilung nicht nur seine umfassend erhobenen klinischen Befunde zugrunde, sondern
auch aktuelle Röntgenaufnahmen des rechten Ober
schenkels und der Hüfte, der Kniegelenke und des linken Fusses
und
schloss nachvollziehbar auf eine zwischenzeitlich erhebliche Einschränkung der Belast
barkeit des rechten Beines, welche denn auch die Schmerzzunahme speziell im Hüftbereich
und
vom Kniegelenk bis zum Unterschenkel erkläre
. Sodann mass er den mittlerweile chronischen Belastungsschmerzen
im
linken Fuss unter Be
rücksichtigung der diesbezüglichen Befunde
nachvollziehbar
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bei
(
Urk.
13/179/9).
Entgegen de
m Dafürhalten von
Dr.
F._
, welcher sich mit der Schmerz
haftigkeit des Geschehens nicht auseinandersetzte,
erschöpfen sich die von
Dr.
A._
erhobenen klinischen Befunde denn auch keineswegs in einem diskreten rechtsseitigen Hinken und einer Einschränkung der Hüftbeweglichkeit. Vielmehr führte
Dr.
A._
unter anderem eine
auffällige Aussenrotationsstellung des rechten Fusses beim Gehen, eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit im rechten Fuss
gelenk, eine
gestörte Abrollbewegung links wie auch die fehlende Bodenbe
rührung sämtlicher Zehen links im Stand
und eine deutliche
Valgus
-Deviation der Zehen 2-5 von 30-40° im klinischen Befund
an (
Urk.
13/179/6
-7
).
Angesichts
der vom Beschwerdeführer
nunmehr
geklagten Schmerzen im
2013 operativ ver
sorgten
linken
Fuss (
Urk.
13/179/1), welche bei Fallabschluss im Jahr 2015
(noch)
nicht vorlagen (vgl. E. 3.2),
dürfen dieselben
nicht unbeachtet bleiben
. Dies gilt umso mehr, als
Dr.
C._
die neu diagnostizierte
Sesamoidarthrose
in seinem Bericht vom
6.
September 2019 als deutlich symptomführend beurteilte (E. 3.3.2).
Zwar kann nach höchstrichterlicher Rechtsprechung auch reinen Aktengutachten Beweiswert zuerkannt werden, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 9C_411/2018 vom 2
4.
Oktober 2018 E.
4.
2 mit Hinweis).
Nachdem
Dr.
F._
seiner Beurteilung
aber
offensichtlich nicht sämtliche von
Dr.
A._
und
Dr.
C._
erhobenen
und als relevant erachteten
Befunde zugrunde
legte und die zwischenzeitlichen Wechselwirkungen
der
unbestritten unfallkausalen strukturel
len Einschränkungen im rechten Bein, der Hüfte, dem rechten Knie und linken F
uss
im Gegensatz zu
Dr.
A._
und
Dr.
C._
zumindest nicht nachvoll
zieh
bar in seine Beurteilung einfliessen liess, drängen sich aufgrund seiner ab
wei
chenden Einschätzung
im Ergebnis
keine Zweifel an der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit von
Dr.
A._
auf
, welche
zudem
mit derjenigen von
Dr.
C._
korrespondiert. Dies gilt umso mehr, als
sich
Dr.
F._
einzig zur Restarbeits
fähigkeit am bisherigen, auch von ihm als aussergewöhnlich gut angepassten Arbeitsplatz äusserte (E. 3.5)
,
und keine medizinisch-theoretische Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit vornahm.
Entsprechend ist gestützt auf das von
Dr.
A._
formulierte Zumutbarkeitsprofil davon auszugehen, dass unter Berücksichtigung einzig der unfallkausalen gesundheitlichen Einschränkungen nach der zuvor erfolgten Revisionsoperation
vom 1
4.
März 2019 ab Juli 2019 in einer optimal angepassten Tätigkeit, bei welcher
keine schweren und mittelschweren Lasten gehoben, getragen oder anderweitig hantiert werden müssen und die Körperhaltung von Zeit zu Zeit selbstbestimmt regelmässig zwischen Sitzen, Stehen und Gehen gewechselt werden kann, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt.
Soweit der Beschwerdeführer aus einem im gerichtlichen Verfahren eingereichten Arztzeugnis
von
Dr.
C._
zu
Handen
des Regionalen Arbeitsvermittlungs
zentrums
(RAV)
vom
2.
September 2020 (vgl.
Urk.
19/3) eine höhere unfallbe
dingte Arbeitsunfähigkeit ableiten will
, lässt sich demselben keine Begründung für die darin postulierte 100%ige Vermittlungsunfähigkeit entnehmen, welche ein Abweichen von der Annahme der festgestellten und auch von
Dr.
C._
zuvor
vertretenen (E. 3.3.2) unfallbedingten 50%igen Restarbeitsfähigkeit rechtfertigen würde.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der auf 50% reduzierten R
est
arbeitsfähigkeit, wobei die Frage des Zeitpunkts einer revisionsweisen Rentener
höhung im Bereich der Unfallversicherung vom Bundesgericht in BGE 140 V 65 dahingehend beantwortet wurde, dass eine solche Erhöhung bei Rückfällen und Spätfolgen - wie bei der erstmaligen Rentenzusprechung - auf den Zeitpunkt des Abschlusses der ärztlichen Heilbehandlung (vgl.
Art.
19
Abs.
1 UVG)
respektive den Wegfall der Taggelder
, zu erfolgen habe (BGE 140 V 65 E. 4.2).
5.2
5.2.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invali
dität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Ein
gliederungsmassnahmen durch
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (sog.
Invalideneinkommen), in Beziehung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
5.2.2
Der Bundesrat hat gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVG in Art. 28 Abs. 4 UVV eine besondere Regelung getroffen für die Ermittlung des Invaliditätsgrades bei Versi
cherten, welche die Erwerbstätigkeit nach dem Unfall altershalber nicht mehr aufnehmen (Variante I) oder bei denen sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II). In diesen Fällen sind gemäss Art. 28 Abs. 4 UVV für die Bestimmung des Inva
lidi
tätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte
(Urteile des Bundesgerichts 8C_582/2020 vom 2. August 2021 E. 3 mit Hinweisen und 8C_799/2019 vom 17. März 2020 E. 2.3)
. Nach der Rechtsprechung liegt das mittlere Alter im Sinne dieser Bestimmung bei etwa «42 Jahren» oder zwischen «40 und 45 Jahren» und das vorgerückte Alter im Bereich von «rund 60 Jahren», wobei für letztes der Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend ist (BGE 122 V 418 E. 1b, 122 V 426).
Mit Blick auf
Art.
28
Abs.
4 UVV hat der Unfallversicherer nicht zu prüfen
,
ob und inwieweit eine versicherte Person
wegen
fortgeschrittenen Alters die ihr verbliebene medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit zu verwerten vermag (Urteil des
B
undes
gerichts 8C_603/2020 vom
4.
Dezember 2020 E. 3.3 mit Hin
weis).
5.2.3
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das hypothetische
Valideneinkommen
ausge
hend von der Annahme, der Beschwerdeführer
wäre
ohne Unfall als Schlosser respektive in der Met
allbranche tätig
, gestützt auf die
LSE 201
8.
Dabei ging sie
vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert
)
im privaten S
ektor im Komp
etenz
niveau 2 aus und liess offen, ob die
Rubrik
«
Metallerzeugung
»
(Ziffer 24-25)
oder die
Rubrik
«
Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren
»
(Ziffer 10-33)
zu Anwendung gelangt
(
Urk.
12 S. 9).
Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschwerdeführer im Unfall
zeitpunkt zwar noch als Schlosser angestellt (
Urk.
13/1/71), jedoch bereits einen Arbeitsvertrag für eine Stelle als
Magaziner
mit einer «Anwartschaft» auf den Magazinchefposten abgeschlossen hatte (vgl.
Urk.
13/3/29), ist auf die Rubrik Ziffer 10-33 und damit einen statistischen Bruttolohn von
Fr.
5'921.
-- (LSE 2018 Tabelle TA1) abzustellen, was
u
nter Berücksichtigung der
branchenspezifischen Wochenarbeitszeit
2020
von
41.3
Stunden
(Bundesamt für Statistik, Betriebs
übliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftabteilungen
[NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2020
) und der bis 20
20
eingetretenen Nominallohnentwicklung
ein Jahreseinkommen von Fr.
74'
391.75 ergibt
(
Fr.
5'921.
--
x
12 :
40 x 41.3 x
1
.00
8
x 1.006
[Nominallohnindex bei Männern gemäss der
vom Bundesamt für Statistik
herausgege
be
nen
Tabelle T1.1.15, 2016-2020
, im Wirtschaftszweig 10-33,
«
Ver
ar
beitendes Gewerbe/Herstellung von Waren
»
).
Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, das
Valideneinkommen
sei ge
stützt auf den der Überentschädigungsberechnung 1988 zugrunde gelegten mut
masslich entgangenen Verdienst pro Tag von
Fr.
151.60 zu berechnen (
Urk.
1
8
S.
3, 13/3/24
)
, besteht zwar eine direkte Beziehung zwischen dem letzteren und
dem
Valideneinkommen
(
Kieser
,
ATSG-Kommentar,
4.
Aufl
.
, 2020,
N 43 zu
Art.
69
). Unter Berücksichtigung der Nomi
n
allohnentwicklung bis in
s
Jahr 2002, in welchem der Beschwerdeführer 42 Jahre alt geworden ist und an welches das Vergleichseinkommen im Lichte von
Art.
28
Abs.
4 UVV anzupassen wäre
(E.
5.2.2
), des gemäss von der Beschwerdegegnerin für das Unfalljahr berück
sich
tigten mutmasslichen Lohnausfalls von
Fr.
108.63 pro Tag (ab 1
5.
August 1983, zuvor lediglich Fr 99.51
, vgl.
Urk.
13/3/24
)
resultierte aber ein Einkommen von
lediglich
Fr.
63'207.-- (Bundesamt für Statistik, T39,
Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne
, 1976-2009, Total Männer, 1983 [1186], 2002 [1933]), auf welches
nicht abzustellen ist.
5.3
5.3.1
Hinsichtlich der Festsetzung des Einkommens, das
der Beschwerdeführer
trotz
seiner
gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
noch zu erzielen ver
möchte (Invalideneinkommen), ist rechtsprechungsgemäss primär von der beruf
lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon
kret steht.
Nachdem der Beschwerdeführer seine bisherige Arbeitsstelle per 3
1.
Ma
i 2020 verloren hat und damit bereits im Zeitpunkt des Fallab
s
chlusses kein stabiles Arbeitsverhältnis mehr vorlag,
können Tabellenlöhne gemäss
LSE
herangezogen werden (BGE 129 V 472 E
. 4.2.1 mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das hypothetische Invalideneinkommen i
m
Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung, wonach in der
Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1,
«
Total Privater Sektor
»
,
im Kompetenz
niveau 1 beizuziehen sind
(in BGE 133 V 545 nicht publizierte E. 5.1 des Urteils 9C_237/2007 vom 2
4.
August 2007; Urteil
des Bundesgerichts
8C_386/2013 vom 1
5.
Oktober 2013 E. 6.2 und 6.3
),
zu Recht
gestützt auf das standardisierte monat
liche Einkommen für männliche Hilfskräfte von
Fr.
5'417.--
. Unter Berücksichti
gung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2020 von 41.7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2020 resultiert ein I
nvalide
neinkommen bei einem zumutbaren
Arbeitspensum von 50
%
von Fr.
34'461.80
(
Fr.
5'417 x 12 : 40 x 41.7 x 1.009 x 1.008
: 2
).
5.3.2
Was die vom Beschwerdeführer
postulierte
Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
anbelangt (
Urk.
18 S. 4), ist auf
die
von der Beschwerde
geg
nerin in der Vernehmlassung richtig wiedergegebene bundesgerichtliche Recht
sprechung hierzu zu verweisen (
Urk.
12 S. 10 E. 8.6).
Zu berücksichtigen ist vorliegend, dass dem Beschwerdeführer nach dem Verlust seiner Arbeitsstelle unfallbedingt eine leidensangepasste körperlich leichte, wechsel
belastende Tätigkeit, in welcher er die Körperposition von Zeit zu Zeit selbstbestimmt wechseln kann, zwar lediglich noch zu 50
%
, aber im Übrigen ohne grössere Einschränkungen zumutbar wäre. Ihm stehen in Anbetracht seiner Ausbildungen zum Konstruktionsschlosser, zum angelernten Graveur und seiner langjährigen Berufserfahrung unter anderem im Bereich Werkzeugunterhalt (
Urk.
13/3/65
)
, als angelernter Maschinengraveur (vgl.
Urk.
13/3/30), als Spedi
tions
angestellter (
Urk.
13/6/15), als Mitarbeiter in der Kunststoffabteilung mit Schweissaufgaben (
Urk.
13/9/5) und in seiner zuletzt über Jahre ausgeübten
Tätigkeit im Bereich Montage von Kleinteilen (
Urk.
13/181/1-2) verschiedene Stellen offen,
so dass
ohne weiteres anzunehmen ist, dass er auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt mit einem durchschnittlichen Lohn rechnen kann.
Rechtsprechungsgemäss ist
denn auch
der Umstand allein, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinweisen). Im Bereich der Hilfsarbeiten wirkt sich sodann das fortgeschrittene Alter auf dem hypothetischen ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) nicht zwingend lohnsenkend aus, werden doch Hilfs
arbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunab
hän
gig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Mit Blick auf Tabelle T
18 der LSE 2018 ist zwar davon auszugehen, dass
sich
bei Männern ohne Kaderfunktion zwischen dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50 bis 74
%
eines
100%-Pensums (
Fr.
5’897.-
-
) im Vergleich zu einem Vollzeit
pensum (
Fr.
6’138.-
-
)
eine Loh
ndifferenz von knapp 4
%
ergibt.
Da
dies
keine über
proportionale Lohn
einbusse
darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_610/2019 vom 2
0.
Novemb
er 2019 E. 4.2.3 mit Hinweisen)
und
keine anderweitigen Abzugsgründe ersichtlich sind,
besteht unter Berücksichtigung aller Umstände kein Anlass zu einem lei
dens
bedingten Abzug und
hat es mit dem unter 5.2.3 ermittelten In
validenein
kommen sein Bewenden.
5.4
Aus dem Vergleich dieses Einkommens
von
Fr.
34'461.80
mit dem
Validenl
ohn
von
Fr.
74'391.75
resultiert eine unfallbedingte Erwerbse
inbusse von (gerundet) 54
%
(= [
Fr.
74'
391.75
.-
-
./.
Fr.
34'461.80] : [74
'391.75
: 100]
). Die Beschwerde ist folglich insoweit gutzuheissen, als der
Beschwerdeführer
ab
1.
April 2020 (
Fallabschluss betreffend
Taggelder
, E. 5.1
)
Anspruch auf eine entsprechende Invalidenrente hat.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer
zudem
Anspruch auf eine revi
sions
weise Erhöhung der Integritätsentschädigung hat.
6.2
Gemäss
Art.
36
Abs.
4 UVV sind voraussehbare Verschlimmerungen des Inte
gritäts
schadens angemessen zu berücksichtigen. Revisionen der Integritätsent
schä
digung sind
aber
nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war. Eine voraussehbare Ver
schlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsent
schädigung eine Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des Int
egritätsschadens genügt hingege
n
nicht (
vgl. RKUV 1995 Nr. U 228 S. 192
).
6.3
Gestützt auf die medizinische Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
med.
I._
vom
8.
März 1988 (
Urk.
13/3/17) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom 2
2.
April 1988 eine I
ntegritätsentschädigung bei
einer Einbusse von 30
%
zu (
Urk.
13/3/2). Die Beurteilung von
Dr.
I._
erging unter Mitberücksichtigung
arthrotischer
Spätveränderungen im Bereich des rechten Beines sowie des Umstandes, dass der Verlust eines Beines oberhalb des Knie
gelenks gemäss Anhang 3 zur UVV zu einem I
ntegritätsschaden von 50
%
führt
.
Nach der operativen Versorgung der linken unteren Extremität mittels
Arthrodese
de
s
Zehengrundgelenkes und einer Osteotomie an den Zehen II und III sowie einer Transfixation mit Spickdraht
Dig
. II/IIII und IV
erachtete
Dr.
F._
mit Beurteilung vom 2
9.
Januar 2015
einen
zusätzlichen Integritätsschaden von 7.5
% für begründet. Dabei sei entsprechend
der
Suva-Tabelle 5 (gemeint wohl
: Suva-Tabelle 2: Integritätssch
aden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten) zu berücksichtigen, dass bei einem Zustand nach
Arthrodese
eines
Hallux
rigidus
ein Integritätsschaden von 5
%
zu berücksichtigen sei; ausserdem berücksichtigte
Dr.
F._
die verminderte Zehenbeweglichkeit mit einem Zuschlag von 2.5
%
(
Urk.
13/96/1), was denn auch
mit Verfügung vom 1
6.
Febru
ar 2015
in die revisionsweise Erhöhung der Integritätsentschädigung einfloss (
Urk.
13/97).
6.4
Angesichts der nur im Ausnahmefall möglichen Erhöhung einer Integritätsent
schädigung im Revisionsfall (E. 6.1), des Umstandes, dass
die
künftige
arthro
ti
sche
Entwicklung im Bereich der rechten unteren Extremität in der ursprün
gli
chen Beurteilung des Integritätsschadens durch
Dr.
I._
bereits
mitberücksich
tigt worden war
und leichte Arthrosen an sich sowie
Zehengru
ndgelenksarthrosen per se gemäss Suva-Tabelle
5
zu keinen Entschädigungen führen,
hat die
Be
schwer
degegnerin eine Erhöhung der Integritätsentschädigung
zu Recht
ohne Weite
rungen
abgelehnt.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
7.
Zusammenfassend ist der angefochtene Entscheid in teilweiser Gutheissung der Bes
chwerde insoweit aufzuheben, als damit eine revisionsweise Erhöhung der bisherigen Invalidenrente abgelehnt wurde und es ist festzustellen
, dass der Be
schwerdeführer ab
1.
April 2020 Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 54
%
hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzu
weisen.
8.
Entsprechend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Der Beschwerdeführer obsiegt in Bezug auf die beantragte Erhöhung des Invaliditätsgrades, wobei das Überklagen in diesem Zu
sammenhang keine Reduktion der Parteientschädigung rechtfertigt, hat es doch den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst (BGE 117 V 401 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_889/2011 vom
8.
Februar 2012 E. 7). Dagegen unterliegt der Beschwerdeführer in Bezug auf seinen Antrag auf Erhöhung der Integritäts
entschädigung. Entsprechend ist ihm eine um
10
%
reduzierte Partei
entschädi
gung von
Fr.
2'400.-- zuzusprechen.