Decision ID: ff1e9fc2-ca51-4cb2-bc72-f0aeca858348
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Das Kantonsspital St. Gallen schrieb im November 2010 im Rahmen der
Erweiterung des Hauses 24 zum Logistikzentrum (Zentralsterilisation, Kantonsapotheke
und zentrale Logistik) die neue Zentralsterilisation im Amtsblatt vom 2. November 2010
bzw. unter www.simap.ch im offenen Verfahren aus. Den Auftrag teilte sie in vier
Bereiche auf. Gemäss Ausschreibung waren auch Angebote für alle Lose möglich.
Varianten waren ebenfalls zugelassen. Die Losaufteilung sah dabei wie folgt aus:
Los 1: Reinigungs- und Desinfektionsgeräte sowie Containerwaschanlage (BKP 771.0
RDG und CWA)
Los 2: Dampfsterilisationsgeräte 9 STE und 18 STE (BKP 772.0)
Los 3: Niedertemperatur EO-Gassterilisator und Plasmasterilisator (BKP 771.1)
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Los 4: Zentrale Dosier- und Umpumpstation (BKP 771.8)
Innert Ausschreibungsfrist bis 17. Dezember 2010 reichten unter anderem die Getinge
ALFA AG, Rheinfelden, und die Belimed Sauter AG, Sulgen, Offerten ein. Während die
erstere nur für die Lose 1 und 2 offerierte, machte die Belimed Sauter AG für alle
Bereiche Angebote. Die mit der Submission beauftragte Firma empfahl im
Auswertungsbericht vom 3. März bzw. 26. April 2011, den Auftrag insgesamt an die
Belimed Sauter AG zu vergeben. Das Kantonsspital erliess die entsprechenden
Zuschlagsverfügungen am 18. April 2011, wobei sie die Lose 1 und 4 in einer einzigen
Verfügung zusammenfasste. Die Zuschläge begründete sie damit, dass die
berücksichtigte Anbieterin das beste Preis-Leistungsverhältnis ausweise.
B./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 29. April 2011 erhob die Getinge ALFA AG
gegen die Zuschlagsverfügungen betreffend die Lose 1 und 2 beim Verwaltungsgericht
Beschwerde, wobei sie beantragt, die Zuschlagsverfügung kostenpflichtig aufzuheben
und die Aufträge ihr zu vergeben bzw. das Verfahren zum neuen Entscheid oder zur
erneuten Durchführung des Verfahrens zurückzuweisen. Weiter beantragte sie die
Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerden. Die Vorinstanz ihrerseits
beantragt mit Eingabe vom 5. Mai 2011, es sei ohne weiteren Schriftenwechsel
kostenpflichtig über die Anträge der Beschwerdeführerin zu entscheiden und dem
Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung sei höchstens gegen umgehende
Sicherheitsleisung stattzugeben. Die berücksichtigte Anbieterin beantragte am 5. Mai
2011, dass der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung erteilt werde. Am 10. Mai
2011 ersuchte die Beschwerdeführerin um Einsicht in die Auswertungsmatrix und in
den Auswertungsbericht.
Der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts erteilte den Beschwerden mit Verfügung
vom 11. Mai 2011 die aufschiebende Wirkung, untersagte der Vorinstanz einstweilen
den Vertragsabschluss, gewährte der Beschwerdeführerin beschränkte Einsicht in die
Akten und lud die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin ein, zur Beschwerde
materiell Stellung zu nehmen. Die Kosten für diesen Beschluss auferlegte er der
Vorinstanz und verpflichtete diese, die Beschwerdeführerin für das Zwischenverfahren
ausseramtlich zu entschädigen. Das Begehren um Verpflichtung zu einer
Sicherheitsleistung wies er ab.
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Die Stellungnahmen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin datieren vom 23. Mai
2011, wobei erstere unter anderem beantragt, die Beschwerde kostenpflichtig
abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Die Beschwerdegegnerin
verlangt, dass die Beschwerden unter Kostenfolge abgewiesen und die Zuschläge
bestätigt würden. Das Gericht stellte am 30. Mai 2011 klar, dass die
Beschwerdeantwort so bearbeitet werden müsse, dass sie den Verfahrensbeteiligten
zugestellt werden könne. In der Folge verwies die Vorinstanz am 1. Juni 2011 darauf,
dass sie den anderen Beteiligten bereits eine Version der Beschwerdeantwort mit
abgedeckten Geschäftsgeheimnissen zugestellt habe. Der Beschwerdeführerin nahm
am 20. Juni 2011 nochmals Stellung.
Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den folgenden Erwägungen dargelegt und
gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 2 Abs. 1
lit. a und Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche
Beschaffungswesen, sGS 841.1, abgekürzt EGöB). Das Kantonsspital St. Gallen ist als
Spitalverbund eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt (Art. 2 Abs. 1 des
Gesetzes über die Spitalverbunde, sGS 320.2) und somit nach Art. 1 Abs. 1 lit. c des
Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1) Teil der Staatsverwaltung, die der
Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen unterliegt.
1.2. Anfechtungsgegenstand der Beschwerdeverfahren B 2011/95 und B 2011/96 sind
zwei Zuschlagsverfügungen der gleichen Ausschreibung mit denselben
Verfahrensbeteiligten. Die beiden Beschwerden werfen dabei die gleichen
Tatbestands- und Rechtsfragen auf und beziehen sich auf den gleichen
Streitgegenstand. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Beschwerden in einem einzigen
Entscheid zu behandeln (GVP 1972 Nr. 30).
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1.3. Die Beschwerdeführerin ist als unterlegene Anbieterin zur Beschwerde legitimiert
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Daran ändert nichts, dass sie
nach Meinung der Vorinstanz wegen des beträchtlichen Punkterückstands so oder so
nicht berücksichtigt werden könnte. Ob die Beschwerdeführerin zu Recht erheblich
schlechter bewertet wurde, steht nicht von vornherein fest, sondern muss vorliegend
zuerst geprüft werden. Die Beschwerden wurden sodann fristgerecht eingereicht und
enthalten ein Rechtsbegehren sowie eine Begründung, womit die zeitlichen, formalen
und inhaltlichen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 15 Abs. 3 der Interkantonalen
Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, abgekürzt IVöB).
1.4. Die Vorinstanz macht geltend, die Beschwerden seien ungenügend substantiiert,
weshalb darauf nicht eingetreten werden könne.
1.4.1. Das Verwaltungsgericht leitet in ständiger Rechtsprechung aus Art. 16 IVöB ab,
dass die Beschwerdeinstanz eine angefochtene Verfügung nicht von Amtes wegen auf
allfällige Sachverhaltsmängel oder Rechtswidrigkeiten überprüft, sondern dass vom
Beschwerdeführer im einzelnen darzulegen ist, inwiefern die Verfügung mangelhaft sein
soll. Ein Beschwerdeführer muss in seiner Eingabe mithin dartun, in welchen Punkten
der angefochtene Entscheid auf einem unrichtigen oder unvollständig festgestellten
Sachverhalt beruht oder inwiefern Rechtsnormen unrichtig oder in Überschreitung bzw.
Missbrauch des Ermessens angewendet wurden (Galli/Moser/Lang/Clerc, Praxis des
öffentlichen Beschaffungsrechts, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2007, Rz. 913 mit
Verweis auf GVP 1999 Nr. 37, S. 108 mit Hinweisen). Die Begründung der Beschwerde
ist mithin Gültigkeitserfordernis des Rechtsmittels (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 48 Abs. 1 VRP). Im öffentlichen Beschaffungswesen kann sie deshalb nicht
nachträglich bzw. innert einer Nachfrist vorgebracht werden (VerwGE B 2010/168 vom
14. Oktober 2010 E. 1.6., in: www.gerichte.sg.ch).
1.4.2. Der Beschwerdeführer kann seine Beschwerde allerdings nur dann begründen,
wenn die angefochtene Verfügung ihrerseits begründet ist (Art. 41 Abs. 1 der
Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.11, abgekürzt VöB).
Aus diesem Grund verlangt Art. 41 Abs. 3 VöB, dass in der Zuschlagsverfügung kurz zu
erläutern sei, weshalb das berücksichtigte Angebot mit Bezug auf die
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Zuschlagskriterien das wirtschaftlich günstigste ist. Die Begründung hat dabei
insbesondere den Preis des berücksichtigten Angebots oder die tiefsten und höchsten
Preise der in das Vergabeverfahren einbezogenen Angebote zu beinhalten. Das
Verwaltungsgericht hat die Anforderungen an die Begründung einer
Zuschlagsverfügung in zahlreichen Urteilen umschrieben und seine Praxis dazu
publiziert (vgl. statt vieler GVP 2000 Nr. 24; VerwGE B 2008/213 vom 21. April 2009 E.
2., in: www.gerichte.sg.ch). Nicht hinreichend ist eine Begründung dann, wenn sie
lediglich die Aussage umfasst, ein bestimmtes Angebot sei das wirtschaftlich
günstigste. Die Auftraggeberin muss in der Begründung einer Verfügung vielmehr kurz
darlegen, weshalb sie das Angebot einer bestimmten Unternehmung als das
wirtschaftlich günstigste qualifiziert. Anbieter müssen aufgrund der Verfügung bzw.
deren Begründung darüber in Kenntnis gesetzt werden, aus welchen Motiven die
Vergabebehörde ein Angebot als das wirtschaftlich günstigste qualifiziert.
1.4.3. Vorliegend halten die angefochtenen Zuschlagsverfügungen einzig das Ergebnis
der Bewertungen bzw. die Erkenntnis fest, dass die Beschwerdegegnerin das beste
Preis-Leistungsverhältnis angeboten habe. Diese Äusserung ist jedoch völlig inhaltsleer
bzw. eine Selbstverständlichkeit, ansonsten ihr die Aufträge nicht hätten vergeben
werden können. Die wesentlichen Tatsachen, auf die sich diese Behauptung stützt,
bleiben dagegen verborgen. Dazu kommt, dass die Lose 1 und 4 in ein und derselben
Verfügung mit einem gesamthaft festgelegten Preis zugeschlagen wurden, obwohl es
die Ausschreibung ausdrücklich zugelassen hat, dass nur für ein Los offeriert werde.
Aus der entsprechenden Begründung ging somit nicht einmal die Preisspanne für das
offerierte Los 1 hervor. Der Beschwerdeführerin war es daher schlichtweg unmöglich,
die Zuschlagsverfügungen substantiiert anzufechten.
1.4.4. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz am 26. April 2011 versucht hat, ihren
Beschluss der Beschwerdeführerin mündlich zu erläutern (VerwGE B 2010/90 vom
30. November 2010 E. 2.2., in: www.gerichte.sg.ch; BR 2/2011 S. 128 [S48]). Damit
kann es offen bleiben, ob die Vergabestelle an jener Besprechung dazu überhaupt in
der Lage war, was die Beschwerdeführerin ausdrücklich bestreitet. Zweifel bestehen
insofern, als an jener Unterredung auf Seiten der Vergabestelle niemand vom
fachlichen Auswertungsteam anwesend war und die materiellen Einwände der
Beschwerdeführerin somit gar nicht beantwortet werden konnten.
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1.4.5. Dazu kommt, dass sich die Vorinstanz selbst im Beschwerdeverfahren noch
strikt geweigert hat, Einblick in die Bewertungsunterlagen zu gewähren. Als
Geschäftsgeheimnis werden aber einzig jene Tatsachen geschützt, die den
kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich eines Geschäfts oder
Unternehmens betreffen. Akteneinsicht darf deshalb nur soweit beschränkt werden, als
Geheimhaltungsgründe vorliegen (Art. 16 Abs. 1 VRP und Art. 11 lit. g IVöB). Die
unterlegenen Bewerber haben aber grundsätzlich Anspruch auf Bekanntgabe jener
Elemente, die von Gesetzes wegen zur Begründung des Zuschlags angeführt werden
müssen. Aus diesem Grund nimmt das Verwaltungsgericht im öffentlichen
Beschaffungswesen regelmässig nur die eigentliche Offerte einer konkurrierenden
Anbieterin von der Akteneinsicht aus (BR 2/2011 S. 133 [S60]). Klar nicht unter die
schützenswerten Geheimnisse fällt insbesondere die Bewertung der Offerten durch die
Vergabestelle mit den entsprechenden Bewertungstabellen und -berichten.
1.4.6. Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtenen Verfügungen mangelhaft
begründet und somit formell fehlerhaft sind. Dieser Mangel konnte indes vor
Verwaltungsgericht geheilt werden. Die Vorinstanz hat in ihren Vernehmlassungen vom
5. Mai und 23. Mai 2011 zu den Rügen der Beschwerdeführerin Stellung genommen
und die angefochtenen Bewertungen aktenmässig dokumentiert. Von einer Aufhebung
des Zuschlags und einer Rückweisung an die Vorinstanz kann daher abgesehen
werden; die Mangelhaftigkeit der Zuschlagsverfügung ist allerdings bei der
Kostenauflage zu berücksichtigen (Art. 95 Abs. 2 VRP). Die Beschwerdeführerin hat
ihre Beschwerde sodann nachträglich umfassend begründen können, so dass sich das
Gericht mit der Streitsache inhaltlich auseinandersetzen kann. Die
Gültigkeitsvoraussetzung der erforderlichen Begründung ist damit erfüllt. Auf die
Beschwerde ist deshalb einzutreten.
2. Die Vorinstanz verlangt einen zweiten Schriftenwechsel.
2.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein Teilaspekt des allgemeinen
Grundsatzes des fairen Verfahrens von Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101).
Demzufolge ist den Verfahrensbeteiligten von jeder dem Gericht eingereichten
Stellungnahme Kenntnis zu geben und die Gelegenheit zu geben, sich dazu äussern zu
können, und zwar unabhängig davon, ob sie neue Tatsachen oder Argumente enthält
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und ob sie das Gericht tatsächlich zu beeinflussen vermag (BGE 133 I 100). Träger
dieses Anspruchs sind private Beschwerdeführer. Dass auch der verfügenden Behörde
ein solcher Anspruch zukommt, ergibt sich weder aus dem Grundsatz des rechtlichen
Gehörs noch aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Der Anspruch auf
rechtliches Gehör ist ein Recht, das in erster Linie Privatpersonen zusteht, nicht der
Behörde, deren Verfügung angefochten wird. Eine Vorinstanz bzw. eine verfügende
Behörde wird daher nicht zwingend gleich behandelt wie eine am
Beschwerdeverfahren beteiligte Privatperson. Grundsätzlich findet im
Beschwerdeverfahren ein einfacher Schriftenwechsel statt, wobei die
Beschwerdeführerin das Recht hat, sich zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz zu
äussern (Art. 53 VRP).
2.2. Aus dem Gesagten folgt, dass die (anwaltlich vertretene) Vergabestelle zu keiner
Duplik aufzufordern ist (BR 2/2011 S. 126 [S44]). Würde sie sich demgegenüber von
sich aus zu Tatsachen äussern, welche die Beschwerdeführerin neu vorbringt, wären
diese Vorbringen aber zulässig und zu berücksichtigen. Eine solche nachträgliche
Stellungnahme seitens der Vorinstanz liegt konkret aber nicht vor.
3. Die Beschwerdeführerin hat nebst dem verlangten Angebot eine
Unternehmervariante eingereicht. Dieses zusätzliche Angebot basiert auf einem
neuartigen Gerätemodell, mit dem die verlangte Reinigungskapazität statt mit fünfzehn
Geräten mit elf erzielt werden kann. Eine solche Variante ist nach Art. 27 Abs. 1 VöB
grundsätzlich zulässig und gemäss Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich erlaubt
(vgl. Art. 27 Abs. 3 VöB). Die Vergabestelle hat aber explizit fünfzehn Reinigungs- und
Desinfektionsgeräte verlangt. Somit kann ihr - zumindest in rechtlicher Hinsicht - nicht
vorgeworfen werden, dass sie nebst der Hauptofferte der Beschwerdeführerin nicht
auch die Unternehmervariante berücksichtigt bzw. geprüft hat (Art. 27 Abs. 2 VöB).
4. Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen,
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden.
Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB).
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4.1. Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen
Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Im Beschwerdeverfahren gegen
Verfügungen im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens wird somit nur geprüft,
ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht und damit rechtswidrig
gehandelt hat. Solange die Behörde ihren Entscheid innerhalb des ihr zustehenden
Ermessensspielraums getroffen hat, ist dem Verwaltungsgericht somit eine Korrektur
verwehrt, selbst wenn es einen anderen Entscheid ebenfalls als zweckmässig oder
sogar als angemessener erachten würde. Die Behörde darf aber nicht willkürlich
entscheiden, sondern ist an die in Verfassung und Gesetz enthaltenen
Rechtsgrundsätze gebunden. Im Streitfall bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht
den Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu respektieren hat, wenn diese beim
Erlass der Zuschlagsverfügung von sachlichen und vernünftigen Überlegungen
ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen (vgl. statt vieler GVP
1999 Nr. 37, S. 108 mit Hinweisen; VerwGE B 2008/161 vom 19. Februar 2009 E. 2., in:
www.gerichte.sg.ch).
4.2. Die Beschwerdeführerin verlangt in ihren beiden Beschwerden an zahlreichen
Stellen, dass eine gerichtliche Expertise darüber eingeholt werde, welcher Anbieter das
vorteilhafteste Angebot unterbreitet habe. Im öffentlichen Beschaffungswesen ist es
aber nicht Sache des Gerichts bzw. eines gerichtlich bestellten Gutachters zu
entscheiden, welche Offerte objektiv die beste bzw. zweckmässigste sei. Vielmehr ist
es an der Vergabestelle, im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens zu entscheiden,
welches Angebot ihr am geeignetsten erscheint. Dem Gericht obliegt es sodann, einzig
zu überprüfen, ob der entsprechende Zuschlag anhand der bekanntgegebenen
Zuschlagskriterien sachlich und nachvollziehbar vergeben wurde. Solange das Gericht
den Sachverhalt der Vergabe ohne die Sachkunde eines Fachmanns feststellen kann,
hat es daher selbstständig darüber zu entscheiden, ob der Zuschlag sachlich und
nachvollziehbar begründet ist. Dies ist vorliegend der Fall, weshalb auf den Beizug
eines Gutachters zu verzichten ist.
5. Nach Art. 34 Abs. 1 VöB erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag.
5.1. Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist nicht identisch mit dem preisgünstigsten
bzw. preislich tiefsten Angebot. Bei der Wirtschaftlichkeit können neben dem Preis
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weitere Kriterien berücksichtigt werden (GVP 1999 Nr. 37, S. 108 mit Hinweis). Art. 34
Abs. 2 VöB beinhaltet eine beispielhafte Aufzählung von Kriterien, darunter Preis,
Qualität, Erfahrung sowie Sicherung des Ausbildungsstandes einer Berufsgattung.
Gemäss Art. 34 Abs. 3 VöB sind die Kriterien und allfällige Unterkriterien im Rahmen
der Ausschreibung in der Reihenfolge ihrer Bedeutung oder mit ihrer Gewichtung
bekannt zu geben.
5.2. Dem Auftraggeber wird mit Art. 34 Abs. 2 VöB ein weiter Ermessensspielraum
eingeräumt. Die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien ist einer Rechtskontrolle
deshalb nur beschränkt zugänglich. Das Verwaltungsgericht kann nur eingreifen, wenn
einzelne Kriterien in unzulässiger Weise ausser Acht gelassen oder fehlerhaft
angewendet wurden (anstelle vieler: GVP 2006 Nr. 58, S. 187).
5.3. Gemäss Ausschreibungsunterlagen wurden nachstehende Zuschlagskriterien
ausgewählt und wie folgt gewichtet:
1. Qualität/Funktion/Technische Werte 50 Prozent
2. Serviceleistung/Kundendienst/Fachkompetenz/Qualifikation Fachpersonal/
Referenzen 20 Prozent
3. Preis (Life Cycle Kosten [über eine Betriebsdauer von fünf Jahren
berechnet]) 30 Prozent
5.3.1. Die Vorinstanz räumt ein, dass die offerierten Anlagen in den technischen
Kernbelangen, d.h. in der Desinfektions- und Sterilisationsleistung - qualitativ nahezu
identisch sind. Unterscheidungsmerkmale ortet sie in erster Linie bei den
Abmessungen, in der Handhabung sowie bei anderen technischen Merkmalen. Die
Beschwerdeführerin offerierte zwar bezüglich des Loses 1 am günstigsten, für den
Teilbereich Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) gab ihr die Vorinstanz aber
insgesamt siebzehn Punkte weniger als der Beschwerdegegnerin. Das Gleiche gilt für
den Teilbereich Container- und Waschanlagen (CWA), wo der Unterschied sogar 27
Punkte ausmacht. Dabei gab es einen Abzug von fünf Punkten bei den Kosten, da die
offerierte Anlage der Beschwerdeführerin nach Meinung der Vergabestelle enthärtetes
Wasser (EW 0-9) und vollentsalztes Wasser (< 5mS/cm) braucht. Die höchsten Abzüge
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erfuhr das Angebot der Beschwerdeführerin in Bezug auf das Kriterium Qualität, weil
ihre Anlage mit einer Höhe von 2,80 m nicht ohne Projektänderung und somit nicht
ohne entsprechende Mehrkosten in den vorgesehen Raum von 2,30 m eingebaut
werden kann. Als nachteilig wurden sodann die geringere Dimension des Bodenablaufs
und der maximale Wasserbedarf/min mit 200 l (gegenüber 120 l bei der
Zuschlagsempfängerin) gewertet. Bei den Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG)
fiel negativ ins Gewicht, dass die Abluftmengen zehn Mal höher waren als beim
Angebot der Beschwerdegegnerin, die im vorliegenden Projekt gar nicht bewältigt
werden können. Weiter hätte die unterlegene Anlage ihrer Ansicht nach eine
zusätzliche Wasseraufbereitung erfordert, die im projektierten Bauvorhaben weder vom
Platz noch von den Kosten her vorgesehen war. Schliesslich punktete die
Beschwerdegegnerin bei den Qualitäts- und Servicekriterien insofern besser, als ihr
Produkt aus Sicht der Vergabestelle eine sehr grosse Anwenderfreundlichkeit
verspricht, einen geringen Platzbedarf ausweist und über eine innovative Technik
verfügt.
5.3.2. Beim Los 2 wertete die Vergabestelle wegen den hinzugerechneten
Betriebskosten selbst den von der Beschwerdeführerin offerierten Preis nicht als den
besten. Beim Qualitätskriterium fielen die langen Chargenzeiten und die höhere
Lärmbelastung negativ ins Gewicht. Zu weiteren Punkteabzügen kam es beim Kriterium
Service, weil die Kosten für die Validierung, Revalidierung höher waren und die
Beschwerdeführerin über deutlich weniger Servicestellen und weniger Fachpersonal als
die Beschwerdegegnerin verfügt. Dies führte insgesamt zu einem Punkteunterschied
von 34.
5.4. Die Beschwerdeführerin beanstandet den Abzug von fünf Punkten beim Kriterium
Preis, den sie beim Los 1 erlitten hat und rügt, dass unter dem Preiskriterium der
Verbrauch (nochmals) gewertet wurde.
5.4.1. Im Vergaberecht gilt der Grundsatz der Transparenz, dessen Gewährleistung
auch Voraussetzung dafür ist, dass der Grundsatz der Gleichbehandlung der Anbieter
überhaupt erst umgesetzt werden kann (Galli/Moser/Lang/Clerc, a.a.O., Rz. 613). In
diesem Sinn wird verlangt, dass alle für die Zuschlagserteilung massgeblichen
Zuschlagskriterien unter Einschluss ihrer Gewichtung und allfälliger Subkriterien bereits
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in der Ausschreibung definiert werden. Die Bekanntgabe der Zuschlagskriterien ist für
die Vergabebehörde bindend. Entsprechend ist es ihr grundsätzlich verwehrt,
angekündigte Kriterien nach erfolgter Ausschreibung, insbesondere nach Eingang der
Angebote, wesentlich abzuändern. Sie verhält sich zudem vergaberechtswidrig, wenn
sie bekannt gegebene Kriterien ausser Acht lässt, die bekannt gegebene
Bedeutungsfolge umstellt, andere Gewichtungen vornimmt oder nachträglich
zusätzliche Kriterien heranzieht, die sie nicht bekannt gegeben hat (VerwGE B
2008/161 vom 19. Februar 2009 E. 2.1., in: www.gerichte.sg.ch).
5.4.2. Vorliegend hat die Vergabestelle die bekannt gegebenen Zuschlagskriterien
nachträglich weiter aufgesplittet. Das Preiskriterium, das sie in den
Ausschreibungsunterlagen als "Preis (Life Cycle Kosten [über eine Betriebsdauer von
fünf Jahren berechnet])" angegeben und mit 30 % gewichtet hat, wurde schliesslich in
Preis & Life Cycle Kosten (25 %) sowie in Verbrauch (5 %) unterteilt. Der Verbrauch
stellte beim Merkmal Qualität (50 %) nochmals ein Unterkriterium dar, das seinerseits
als "Qualität/Funktion/Technische Werte" angekündigt und mit einer Gewichtung von
50 % vorgesehen war, dann aber in die Unterkriterien technische Werte (15 %),
Verbrauch (25 %) und Funktion (10 %) unterteilt wurde.
5.4.3. Auf Grund der bekannt gegebenen Zuschlagskriterien ist es somit nicht
nachvollziehbar, wieso der Verbrauch sowohl bei der Qualität als auch beim Preis und
somit doppelt bewertet wurde. Auch die Vorinstanz äussert sich nicht dazu, weshalb
sie das Unterkriterium Verbrauch beim Preis mit 5 Prozent und bei der Qualität
nochmals mit 25 Prozent bewertet hat. Zu den entsprechenden Punkteabzügen beim
Preiskriterium führt sie einzig aus, dass sich am Gesamtergebnis selbst dann nichts
ändern würde, wenn die Beschwerdeführerin (beim Los 1) die Maximalpunktzahl
erreicht hätte. Beim Los 2 rechnet sie beim Anschaffungswert Betriebskosten
(Wartungs- und Servicekosten) dazu, womit die Beschwerdeführerin kostenmässig vom
zweiten auf den dritten Platz abrutscht. Während sich die Betriebskosten unter die Life
Cycle Kosten subsumieren lassen, stehen die Verbrauchskosten in keinem Bezug zu
den in der Ausschreibung vorgängig festgelegten Preiskriterien, zumal der Wasser-,
Dampf- und Stromverbrauch wie gesagt im Rahmen der Qualität nochmals bewertet
und mit 25 Prozent gewichtet wurde.
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Mithin wurde die Begründung des Zuschlags bezüglich der Verbrauchskosten ohne
jeglichen Bezug zu den in der Ausschreibung festgelegten Zuschlagskriterien verfasst,
weshalb die Vergabestelle das Angebot der Beschwerdeführerin beim Los 1 bezüglich
des Preises im Vergleich zur Beschwerdegegnerin zu Unrecht um fünf Punkte
schlechter bewertet hat. Demgegenüber ist der Einwand der Beschwerdeführerin nicht
stichhaltig, dass der Auswertungsbericht zwei Daten aufweise. Unklar ist insbesondere,
inwiefern das Transparenzprinzip verletzt worden sein sollte, indem der
Auswertungsbericht offenbar nach einem Gespräch zwischen der Beschwerdeführerin
und der Vergabestelle nochmals überarbeitet worden ist. Es spricht jedenfalls nichts
dafür, dass die Zuschlagskriterien wegen dieser Unterredung, das heisst nach erfolgter
Ausschreibung bzw. nach Eingang der Angebote, noch wesentlich abgeändert worden
sind.
5.5. Die Beschwerdeführerin wehrt sich dagegen, dass ihre Produkte qualitativ
schlechter beurteilt wurden als jene der Beschwerdegegnerin.
5.5.1. In Bezug auf das Los 1 hält der Auswertungsbericht zur Offerte der
Beschwerdeführerin zusammenfassend fest, dass die angebotenen Reinigungs- und
Desinfektionsgeräte prozessrelevante Defizite und einen zu hohen Abluftanfall
ausweisen würden. Bezüglich der Container- und Wagenwaschanlage wird die
Baubreite und die Verrohrung bemängelt und dass die erforderliche Wasserqualität und
Dampfleistung nicht vorgesehen und der Abluftanschluss von oben unmöglich seien.
Bei den Dampfsterilisatoren werden die langen Chargenzeiten und die Lärmbelästigung
im Packraum beanstandet.
5.5.2. Die RDG-Geräte der Beschwerdeführerin sind 20 cm breiter als jene der
Beschwerdegegnerin, was die Vergabestelle hinsichtlich der Montage und der
Bedienung, vor allem zu Spitzenzeiten, als ungünstiger erachtet. Diese Beurteilung liegt
in ihrem Ermessen, zumal die Mehrbreite bei fünf Geräten durchaus ins Gewicht fallen
kann. Die Ausmasse (Breite x Tiefe x Höhe) der CWA-Geräte betragen beim Angebot
der Beschwerdeführerin 192,4 cm x 270 cm x 280 cm, während jene der
Beschwerdegegnerin 265 cm x 195 cm x 241 cm messen. Nachdem sich beide
Gerätetypen für die vorgesehene Raumhöhe von 230 cm als grundsätzlich zu hoch
erweisen, ist der Unterschied in der Höhe von 40 cm offensichtlich von Bedeutung,
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weshalb die Angebote auch hier unterschiedlich bewertet werden durften. Bezüglich
des geringer dimensionierten Bodenablaufs beim CWA-Gerät erhält die
Beschwerdeführerin weniger Punkte, weil dieser nach Meinung der Vorinstanz dazu
führt, dass die Maschinen - bei einem ohnehin grösseren Abwasseranfall - weniger
schnell entleert werden können. Zwar macht die Beschwerdeführerin dazu geltend, ihr
Gerät funktioniere insofern anders als jenes der Beschwerdegegnerin, als bei ihrem
System die Abwasserführung über eine Abwasserpumpe in einen internen Behälter
geführt werde, von wo das Wasser unter Umständen wiederverwendet werden könne
und deshalb nicht das ganze Abwasser abgeführt werden müsse. Die
Beschwerdeführerin übersieht bei diesem Einwand aber, dass gemäss
Ausschreibungsunterlagen der Verbrauch gemäss Verfahrensvorgabe anzugeben war
und sie sich somit bei ihren Selbstangaben behaften lassen muss. Andernfalls hätte sie
ausdrücklich vermerken müssen, dass bei ihrem Verfahren das Spülwasser bis zehn
Mal wiederverwendet werden könne und um wie viel sich die Abwassermenge
dementsprechend verringern werde, ansonsten die Produkte anhand der
Ausschreibungsunterlagen nicht verglichen werden konnten. Auch bezüglich der
Dampfleistung, die mit 100 kg/h im Vergleich zur Beschwerdegegnerin zehn Mal höher
ausfällt, muss sie sich bei ihren Angaben behaften lassen. Mithin ist es nicht willkürlich,
dass die Vorinstanz das Angebot der Beschwerdegegnerin diesbezüglich besser
bewertet hat, auch wenn die Beschwerdeführerin beim durchschnittlichen
Dampfverbrauch vermerkt hat, dass der Verbrauch vom gewählten Programm und
Verfahren abhänge.
5.5.3. Die Abluftmenge der RDG-Anlage demgegenüber hat die Beschwerdeführerin
versehentlich rund zehn Mal zu hoch angegeben. Sie macht im Beschwerdeverfahren
geltend, dass eine solch überhöhte Menge technisch gar nicht möglich sei. Auch im
Auswertungsbericht der Vorinstanz wird eine solche Abluftmenge als technisch nicht
machbar beurteilt, zumindest nicht im Rahmen des vorliegenden Projekts. Mithin stellt
sich die Frage, ob die Vergabestelle zur Berichtigung verpflichtet gewesen wäre.
5.5.3.1. Nach Art. 31 VöB prüft der Auftraggeber nach einheitlichen Kriterien und
korrigiert dabei offensichtliche Schreib- und Rechnungsfehler. Sind Angaben eines
Angebots unklar, kann er vom Anbieter Erläuterungen mündlich oder schriftlich
verlangen, deren Ergebnis aber schriftlich festzuhalten ist. Kalkulationsfehler können
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nachträglich nur korrigiert werden, wenn es sich dabei um einen offensichtlichen
Rechnungsfehler handelt (Galli/Moser/Lang/Clerc, a.a.O., Rz. 461). Dazu zählen
insbesondere Additions-, Subtraktions-, Multiplikations- oder Divisionsfehler,
grundsätzlich aber nicht Fehler bei den Einheitspreisen (Handbuch Öffentliches
Beschaffungswesen im Kanton St. Gallen, 9. Kapitel Zuschlag, Ziff. 3, in:
www.beschaffungswesen.sg.ch -> Vergabeverfahren -> Zuschlag -> Prüfung der
Angebote; GVP 2001 Nr. 19, S. 63). Ist der Fehler offensichtlich, muss er aus Gründen
der Gleichbehandlung zwingend berichtigt werden, soweit er auf Grund des Gesagten
überhaupt zulässig ist. Versteckte Fehler dagegen können und dürfen nicht berichtigt
werden. Für die Abgrenzungsfrage, ob der Fehler offensichtlich oder versteckt war, ist
darauf abzustellen, ob die Auftraggeberin den Fehler tatsächlich erkannte oder ihn im
Rahmen einer ordnungsgemässen Offertprüfung hätte erkennen müssen (BR 1/2002,
S. 12 Ziff. 4).
5.5.3.2. Der Auswertungsbericht bezeichnet das Angebot der Beschwerdeführerin als
"bekannte Technik". Obwohl die angegebene Abluftmenge völlig aus dem Rahmen fiel
und zwar so stark, dass sie konkret gar nicht bewältigbar und nicht einmal theoretisch
möglich ist, hat die Vergabestelle keine weiteren Abklärungen vorgenommen. Dazu
hätte sie aber lediglich die Produktedokumentation der Beschwerdeführerin
konsultieren müssen, die Bestandteil der Offerte war (vgl. Offerte der
Beschwerdeführerin, Register 9 / Produktespezifikation / Betriebsmittel / Abluft). Mit
der Korrektur der entsprechenden technischen Angabe wäre die Offerte nachträglich
nicht verändert, sondern bloss richtig gestellt worden. Der fachkundig vertretenen
Vorinstanz muss deshalb vorgeworfen werden, dass ihr der offensichtliche Fehler
(50'000 l/min. statt 5'833 l/min) hätte auffallen müssen und sie deshalb gehalten
gewesen wäre, das Angebot der Beschwerdeführerin von sich aus zu bereinigen bzw.
zumindest die Beschwerdeführerin dazu aufzufordern, ihr Angebot diesbezüglich in
technischer Hinsicht zu erläutern. Somit erweist sich die Schlechterbewertung des
Unterkriteriums Verbrauch (Abluft) gegenüber der Beschwerdeführerin um fünf Punkte
als nicht sachgerecht.
5.5.4. Die Vergabestelle bemängelt beim Angebot der Beschwerdeführerin wie bei
anderen Anbietern die vorausgesetzte Wasserqualität. Im Beschwerdeverfahren
konkretisiert sie, dass die Geräte der Beschwerdeführerin speziell enthärtetes und
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vollentsalztes Wasser für Kalt- und Warmwasser verlangen würden. Demgegenüber
muss ihrer Ansicht nach beim Angebot der Beschwerdegegnerin das Wasser nicht
extra enthärtet und entsalzen werden.
5.5.4.1. Die Stadt St. Gallen bezieht relativ weiches Bodenseewasser (Wasserhärte 16
°fH bzw. 9 °dH). Während die Beschwerdeführerin für die RDG als maximal/minimal
zulässige Härte 8,5 °fH bzw. 0 °fH sowie in den Erläuterungen max. 5 dH angibt, setzt
die Beschwerdegegnerin an gleicher Stelle 20 °fH bzw. 7 °fH ein. Die
Beschwerdeführerin macht nun geltend, bei ihrem Produkt sei gleichwohl keine
zusätzliche Entsalzungs- und Entkalkungsanlage nötig. Zum einen habe sie die
Wasserhärte nur deshalb mit 5 °dH angegeben, weil die Vergabestelle in den
Ausschreibungsunterlagen selber vermerkt habe, dass das zur Verfügung stehende
Wasser bereits enthärtet sei. Zum anderen handle es sich dabei lediglich um den Wert,
der für den Reinigungsgrad optimal sei. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits empfehle in
der öffentlich zugänglichen Produktespezifikation sogar eine Wasserhärte von lediglich
3 °dH.
5.5.4.2. Ob das Angebot der Beschwerdeführerin eine Entsalzungs- und
Enthärtungsanlage voraussetzt, wie die Vorinstanz behauptet, geht aus den Akten nicht
schlüssig hervor. Hätte die Beschwerdeführerin den maximal angegebenen Wert von
5 °dH jedoch tatsächlich als blossen Idealwert verstanden haben wollen, hätte sie dies
entsprechend vermerken müssen, zumal nicht der Ideal-, sondern ausdrücklich der
Maximalwert gefragt war. Klar ist zudem, dass beim Produkt der Beschwerdeführerin
bei nicht enthärtetem Trinkwasser mehr Spülgänge mit einer höheren Konzentration an
Reinigungsmitteln nötig sein werden, was im Rahmen des Qualitätskriteriums unter
dem Unterkriterium Verbrauch durchaus berücksichtigt werden darf. Zumindest beim
CWA-Gerät empfiehlt die Beschwerdeführerin beim letzten Spülgang selbst
ausdrücklich vollentsalztes Wasser, um eine Verschleppung auf dem Spülgut zu
verhindern. Zudem musste der Beschwerdeführerin auf Grund des auszufüllenden
Leistungsverzeichnisses klar sein, dass die ausschreibende Behörde die benötigte
Wasserhärte bewerten werde. Mit Blick auf das Leistungsverzeichnis ist es daher
grundsätzlich zulässig und sachgerecht, dass im Rahmen des Zuschlagskriteriums
Qualität Geräte mit einer grösseren Toleranzspannweite bei der Wasserhärte bzw. beim
Salzgehalt besser bewertet wurden als Geräte, die auf Grund der Offerte auf eine
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weniger hohe Wasserhärte ausgelegt sind. Es ist nicht sachwidrig, wenn einzelne
Eigenschaften eine höhere Einstufung zur Folge haben, die aber die
Mindestvoraussetzungen ebenfalls erfüllen. Insbesondere ist es unnötig, in der
Ausschreibung bei sämtlichen Kriterien darauf aufmerksam zu machen, dass eine
bessere Qualifikation in einzelnen Bereichen zu einer höheren Bewertung führen werde.
Andernfalls müsste die Vorinstanz ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Erfüllung
gewisser Mindestanforderungen ohne weiteres eine maximale Bewertung zur Folge
habe (vgl. dazu VerwGE B 2010/165 vom 9. November 2010, E. 4.6.5., in:
www.gerichte.sg.ch). Ein solcher Hinweis fehlt hier aber. Die entsprechende
Schlechterbewertung des Angebots der Beschwerdeführerin betreffend das
Unterkriterium Verbrauch ist deshalb nicht missbräuchlich, selbst wenn das
verwendete Trinkwasser nicht vorgängig speziell enthärtet und entsalzen werden
müsste.
5.5.4.3. Die Beschwerdeführerin gibt in ihrer Offerte den geschätzten Verbrauch von
Warmwasser an, während die Beschwerdegegnerin an gleicher Stelle ausführt, dass
ihre CWA-Geräte nur über Kaltwasser laufen würden. Somit ist es nicht willkürlich, dass
die Vergabestelle diese Angaben entsprechend gewürdigt hat, auch wenn die
Beschwerdeführerin nun nachträglich geltend macht, dass auch ihr Gerät nicht
zwingend Warmwasser brauche.
5.5.5. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass ihr Angebot betreffend Funktionalität
gegenüber demjenigen der Beschwerdegegnerin abfalle. Bei den bewerteten
Unterkriterien handle es sich einzig um unbedeutende Unterschiede.
5.5.5.1. Die Vorinstanz zieht die ausgewählten Geräte der Beschwerdegegnerin unter
anderem deshalb vor, weil sie die farbige Touch Screen-Bedienung als
benutzerfreundlicher einstuft als das Bedienpanel mit Folientastatur mit hinterlegten
Drucktasten, welche die Beschwerdeführerin angeboten hat. Diese Einschätzung liegt
in ihrem Ermessen. Dass sie Wert auf farbige Displays legen würde, ging bereits aus
den entsprechenden Fragen in den Ausschreibungsunterlagen hervor.
5.5.5.2. Nebstdem, dass die Vorinstanz begründet hat, dass die Bedienung der Geräte
auf Grund des Gesagten einfacher sei, bewertet sie die Produkte der
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Beschwerdegegnerin auch deshalb besser, weil diese kompakter seien und keine
platzintensiven Zusatzinstallationen erfordern würden. Wieso die 20 cm schmäleren
Geräte einfacher zu bedienen sein sollen, erklärt sie aber nicht und ist auch sonst nicht
nachvollziehbar, wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet. Sodann wurde
bereits gesagt, dass auf Grund der Unterlagen nicht feststeht, dass beim Angebot der
Beschwerdeführerin eine Entkalkungs- und Entsalzungsanlage notwendig sei.
Feststeht nur, dass bei ihren Geräten mehr Spülgänge und eine höhere Konzentration
an Reinigungsmittel nötig sind, was aber bereits beim Verbrauch gewürdigt wurde.
Somit erweist sich auch der Abzug wegen der schlechteren Bedienung und allfälliger
Zusatzinstallationen bzw. der Unterschied beim Los 1 von 7 Punkten (RDG) bzw. 6
Punkten (CWA) nicht im vollen Umfang als gerechtfertigt.
5.5.5.3. Bei den Chargenzeiten handelt es sich sowohl bei den Angaben der
Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegnerin um ungefähre Zeiten, weil diese
insbesondere vom Verschmutzungsgrad und von der Art des Beladungsgutes
abhängen. Während die Beschwerdeführerin bei ihren Angaben ausdrücklich darauf
hingewiesen hat, dass sich ihre Zeiten auf Kunststoffteile beziehen, die fürs Trocknen
augenscheinlich mehr Zeit brauchen als Metallteile, hat die Beschwerdegegnerin eine
Spannweite angenommen, die insgesamt unter den Zeiten der Beschwerdeführerin
liegen. Die Vorinstanz durfte somit zu Recht annehmen, dass die Laufzeiten bei den
Geräten der Beschwerdegegnerin entsprechend ihren Angaben in jedem Fall kürzer
sein würden. Die Vorinstanz hat sodann beim Angebot der Beschwerdegegnerin als
besondere Zeitersparnis gewertet, dass ihre Offerte einen zentralen Vorlagebehälter
beinhaltet, der die Verwendung von unterschiedlichen Gebinden mit unterschiedlichen
Fassungsvermögen überflüssig macht. Dagegen wendet die Beschwerdeführerin zwar
ein, dass auch sie einen solchen Behälter, den so genannten Boostertank, offeriert
habe. Im Leistungsverzeichnis finden sich dazu aber keine Angaben bzw. die
Beschwerdeführerin hat dort lediglich ausgeführt, dass ihre Vorlagedosierbehälter fünf
bis sechs Liter umfassen würden, was von der Form und Grösse abhänge. Somit
erweist sich die Besserbewertung des Angebots der Beschwerdegegnerin auch
bezüglich der Chargenzeiten als nachvollziehbar.
5.5.5.4. Zur Schlechterbewertung betreffend Lärmbelästigung führt die
Beschwerdeführerin aus, sie habe die Ausschreibungsunterlagen so verstanden, dass
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mit dem Maximalpegel der maximale Gerätewert bzw. ohne Abdeckung gemeint sei.
Mit Abdeckung weise auch ihr Gerät bloss einen Maximalpegel von 55 dB auf. Dazu ist
aber zu sagen, dass sie in ihrer Offerte selber angegeben hat, dass ihre Geräte
schallisoliert seien. Die Vergabestelle durfte somit zu Recht annehmen, dass sich der in
diesem Zusammenhang angegebene Schallpegel von 62 +/- 3 dB auf schallisolierte
Geräte bezieht, weshalb der Punkteabzug nicht zu beanstanden ist.
5.6. Schliesslich wehrt sich die Beschwerdeführerin dagegen, dass die
Beschwerdegegnerin auch beim Zuschlagskriterium Service besser abgeschnitten hat.
5.6.1. Die Vergabestelle kam in diesem Zusammenhang zum Schluss, dass bei den
RDG-Geräten der Beschwerdegegnerin der Servicezugang auf der Vorderseite
unterhalb der Kammer sowie der Auszug für den Zugang zu Steuerung und Elektronik
sie im Betrieb weniger stark einschränke als das beim Gerätetyp der
Beschwerdeführerin der Fall wäre. Diese bestreitet, dass die meisten Servicearbeiten
von der Seite her ausgeführt werden müssten. Mithin ist offen, ob der Unterschied von
fünf Punkten für die Wartung bei den RDG-Geräten gerechtfertigt ist. Bei den CWA-
Geräten erhielt die Beschwerdeführerin für die Wartung einen Punkt mehr. Beim Los 2
verlangte die Vergabestelle ausdrücklich einen Wartungsplan, damit sie sich ein Bild
über die Wartungsarbeiten und -kosten machen konnte. Diese Begründung ist
nachvollziehbar, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass das Angebot der
Beschwerdeführerin wegen der wenig aussagekräftigen Unterlagen entsprechend
schlechter bewertet wurde als dasjenige der Beschwerdegegnerin mit ihrem gut
dokumentierten Wartungsplan.
5.6.2. Die Beschwerdeführerin rügt beim Los 2, dass die Kosten für die Validierung/
Revalidierung und Schulung statt beim Preiskriterium im Rahmen der Serviceleistungen
beurteilt wurden. Nachdem die Vergabestelle vorab bekannt gegeben hatte, dass sie
die Life Cycle Kosten auf eine Betriebsdauer von fünf Jahren berechnen und im
Rahmen des Preises bewerten werde, ist der Einwand der Beschwerdeführerin
begründet. Dies gilt allerdings auch für das Los 1, wo die Beschwerdeführerin den
gleichen Einwand dank ihrer Besserbewertung nicht vorgebracht hat.
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5.6.3. Die Beschwerdeführerin erachtet auch die Bewertung der Servicestellen und des
Fachpersonals als willkürlich. Die Vergabestelle hat das Angebot der
Zuschlagsempfängerin diesbezüglich deshalb besser beurteilt, weil diese die höhere
Anzahl an Kundendienststellen und den grösseren Bestand an qualifiziertem
Fachpersonal in der näheren Umgebung hat. Diese Bewertung ist sachlich
nachvollziehbar, auch wenn die Beschwerdeführerin den beschriebenen
Leistungsumfang und den verlangten Service mit ihren Technikern, die im nahen
Gossau stationiert sind, ebenfalls zu erfüllen vermag und im Bedarfsfall sogar auf über
800 qualifizierte Mitarbeiter ihrer Unternehmensgruppe zurückgreifen könnte, die
regelmässig in Deutschland trainiert werden.
6. Aus dem Gesagten folgt, dass die Bewertungen der Verfahrensbeteiligten bis auf die
erwähnten Ausnahmen im Rahmen des Ermessensspielraums der Vorinstanz liegen. Zu
korrigieren ist beim Los 1 das Zuschlagskriterium Preis, das die Vorinstanz hinsichtlich
des Verbrauchs vergaberechtswidrig ohne Bezug zu den vorab festgelegten
Zuschlagskriterien unterteilt bzw. im Rahmen der Qualität nochmals bewertet hat.
Dafür hat die Vergabestelle die (Re-)Validierungs- und Schulungskosten bei den
Serviceleistungen taxiert, obwohl diese auf Grund der Ausschreibungsunterlagen beim
Preis bzw. beim Unterkriterium Life Cycle Kosten hätten berücksichtigt werden
müssen. Dies ist beim Los 2 bezüglich des Servicekriteriums entsprechend
anzupassen. Beim Qualitätskriterium wäre die Vergabestelle gehalten gewesen, beim
Angebot der Beschwerdeführerin betreffend die RDG-Geräte die offensichtlich falsche
Abluftmenge zu berichtigen und entsprechend zu bewerten. Beim Unterkriterium
Funktion ist der Punkteabzug nur bezüglich der farbigen Touch Screen-Bedienung und
-Anzeige gerechtfertigt, nicht aber bezüglich der kompakteren Bauweise der Geräte
und allfälliger platzintensiven Zusatzinstallationen. Dementsprechend ist bei beiden
Losen das Qualitätskriterium hinsichtlich der Funktion zu überprüfen.
7. Nachdem feststeht, in welchen Punkten die Vergaben fehlerhaft sind, stellt sich die
Frage, ob die entsprechenden Korrekturen am Gesamtergebnis etwas ändern könnten.
Dies wäre namentlich dann der Fall, wenn die Beschwerdeführerin die
Beschwerdegegnerin überrunden würde, wenn sie bei den fehlerhaften (Unter-)Kriterien
die Maximalpunktezahl erreichen würde.
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7.1. Zur entsprechenden Überprüfung ist die Bewertung der Angebote der
Beschwerdeführerin bei den nachfolgenden Unterkriterien wie folgt zu korrigieren bzw.
anzupassen:
Los 1:
RDG Qualität Verbrauch 25 statt 9,6
Funktion 10 statt 6,1
Preis Verbrauch 5 statt 1,9
CWA Qualität Funktion 10 statt 2,5
Preis Verbrauch 5 statt 3,5
Los 2:
9STE Qualität Funktion 10 statt 5,7
Service Serviceleistung 10 statt 7
18STE Qualität Funktion 10 statt 5,7
Service Serviceleistung 10 statt 7
7.2. Dies führt zu folgendem theoretischen Gesamtergebnis:
Los 1:
RDG Qualität 41 (statt 22)
Service 15
Preis 30 (statt 27)
Total 86 (statt 64, Beschwerdegegnerin aber 81)
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CWA Qualität 31 (statt 23)
Service 13
Preis 28
Total 72 (statt 64, Beschwerdegegnerin aber 91)
158 (Beschwerdegegnerin aber 172)
Los 2:
9STE Qualität 41 (statt 37)
Service 14 (statt 11)
Preis 30 (statt 25)
Total 85 (statt 73, Beschwerdegegnerin aber 95)
18STE Qualität 48 (statt 43)
Service 14 (statt 11)
Preis 25
Total 87 (statt 79, Beschwerdegegnerin aber 91)
172 (Beschwerdegegnerin aber 186).
7.3. Aus dieser Aufstellung folgt somit, dass die Beschwerdegegnerin die wirtschaftlich
günstigeren Angebote eingereicht hat, selbst wenn die Offerten der
Beschwerdeführerin in den fehlerhaften Bereichen mit der höchst möglichen Punktzahl
bewertet werden.
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8. Zusammengefasst ergibt sich, dass sich die angefochtenen Zuschlagsverfügungen
insgesamt als rechtmässig erweisen. Die Beschwerden sind demnach als unbegründet
abzuweisen.
9. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht