Decision ID: 164c853c-f286-445a-8c7c-81abe227ea88
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1952, arbeitete ab August 2009 vollzeitlich bei der Y._ und war im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert.
Am 31. Mai 2010 meldete X._ der Suva, dass ihm am 21. Mai 2010 bei der Arbeit ein Schachtdeckel, den er für eine Kontrolle geöffnet habe, wegen Nässe aus den Händen geglitten sei und er deswegen eine Muskelzerrung am Rücken erlitten habe (Urk. 9/100). Des Weiteren meldete er am 7. September 2010, dass er sich am 14. August 2010 beim schnellen Anheben von Kisten ei
nen Rückenmuskel gezerrt habe (Urk. 9/1). Mit Verfügung vom 19. November 2010 und Einspracheentscheid vom 13. April 2011 (Urk. 9/23) verneinte die Suva ihre Leistungspflicht, da die gemeldeten Beschwerden nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad auf das Ereignis vom 21. Mai 2010 zurück
zuführen seien und das Ereignis vom 14. August 2010 die gesetzlichen Anfor
derungen an den Unfallbegriff nicht erfülle (vgl. die Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. Z._ vom 16. November 2010, Urk. 9/13). X._ erhob Beschwerde, worauf das Sozialversicherungsgericht den angefochtenen Ein
spracheentscheid mit Urteil vom 31. Oktober 2012 aufhob und die Sache an die Suva zurückwies, damit sie nähere Abklärungen zum Hergang des Ereignisses vom 14. August 2010 und zu dessen Beitrag zum Akutwerden der Rücken
symptomatik treffe und die Frage beantworte, ob die Rückensymptomatik als Spätfolge des Ereignisses vom 21. Mai 2010 zu qualifizieren sei (Urk. 9/38
E. 2.3.4; Prozess Nr. UV.2011.00127).
Unterdessen hatte die Y._ das Arbeitsverhältnis mit X._ am 20. Januar 2011 auf Ende April 2011 aufgelöst (Urk. 9/95 S. 15).
1.2
Gestützt auf das Urteil vom 31. Oktober 2012 befragte die Suva den Versicher
ten am 25. Januar 2013 an seiner Wohnadresse zu den Ereignissen vom 21. Mai und vom 14. August 2010 (vgl. die Aufzeichnungen in Urk. 9/44, Urk. 9/45 und Urk. 9/47), holte bei Dr. Z._ eine Kausalitätsbeurteilung ein (beantworteter Fragenkatalog vom 6. Februar beziehungsweise vom 13. März 2013, Urk. 9/50 und Urk. 9/54) und eröffnete dem Versicherten daraufhin mit Verfügung vom 26. März 2013, dass sie die Ereignisse vom 21. Mai und vom 14. August 2010 als Unfälle anerkenne, dass sie jedoch über den 2. November 2010 hinaus keine Leistungen erbringe, da spätestens ab dann der Zustand wieder erreicht sei, wie er sich auch ohne diese Ereignisse eingestellt hätte (Urk. 9/55). Im Einsprache
verfahren liess die Suva eine Magnetresonanztomographie der Lendenwirbel
säule erstellen (Bericht des A._ vom 29. Oktober 2013, Urk. 9/75), liess den Versicherten am 6. Februar 2014 durch den Kreisarzt Dr. med. B._ untersuchen und liess auf dessen Anraten hin (Notizen von Dr. B._ vom 10. Februar 2014, Urk. 9/77) eine neurologische Abklärung in der C._ durchführen (Bericht vom 18. März 2014, Urk. 9/80). In teil
weiser Gutheissung der Einsprache sprach sie dem Versicherten daraufhin mit Entscheid vom 11. September 2014 die Versicherungsleistungen aufgrund der Ereignisse vom 21. Mai und vom 14. August 2010 für den Zeitraum bis Ende 2012 zu (Urk. 9/87).
Nachdem der Einspracheentscheid unangefochten geblieben war, beschaffte die Suva Unterlagen bei der ehemaligen Arbeitgeberin des Versicherten (vgl. die Lohnabrechnungen für August bis Oktober 2010 in Urk. 9/92), bei der Helsana Versicherungen AG (Helsana), wo die Arbeitgeberin ihre Angestellten für ein Krankentaggeld von 80 % des Lohnausfalls versichert hatte (vgl. die Tag
geldabrechnungen für August 2010 bis November 2011 in Urk. 9/107 und Urk. 9/108), und bei der Unia Arbeitslosenkasse, wo der Versicherte innert einer Rahmenfrist vom 11. Januar 2012 bis zum 10. Januar 2014 Arbeitslosentag-
gel
der bezogen hatte (vgl. die Taggeldabrechnungen für Januar 2012 bis Januar 2013 in Urk. 9/106). Aufgrund dieser Angaben setzte sie das Taggeld auf Fr. 166.15 fest und erbrachte auf dieser Basis ihre Leistungen (vgl. als Beispiel die Taggeldabrechnung vom 23. Oktober 2014, Urk. 9/111 S. 2). Bei dieser Berechnung blieb sie auch, nachdem die ehemalige Arbeitgeberin des Ver
sicherten an sie gelangt war und sie um Erhöhung des Taggeldes auf Fr. 260.30 entsprechend dem Ansatz der Helsana ersucht hatte (vgl. die Korrespondenz vom Oktober 2014 in Urk. 9/111-112, vom Januar 2015 in Urk. 9/121 und vom April 2016 in Urk. 9/131-132).
1.3
Mit Schreiben vom 7. Januar 2015, adressiert an den Kreisarzt Dr. med. D._, teilte X._ der Suva mit, dass sich seine ehemalige Arbeitgeberin weigere, ihm Zahlungen aus der Unfall-Zusatzversicherung zu leisten, mit der sie ihn für die restlichen, nicht durch die obligatorische Unfallversicherung gedeckten 20 % des Lohnausfalls versichert habe. Er vermutete, dass der Zusatzversicherer diese Leistungen wegen des Zeitablaufs von mehr als vier Jahren seit dem Ereignis vom 14. August 2010 seinerseits nicht mehr erbringe, und erhob des
halb gegenüber der Suva eine Forderung von Fr. 26‘981.43 für die entgangenen Leistungen, da die Suva die Verzögerung zu verantworten habe (Urk. 9/120). Mit einem weiteren Schreiben vom 3. Februar 2015 wiederholte der Versicherte sein Schadenersatzbegehren unter Hinweis auf bereits früher ergangene Korres
pondenz (Urk. 9/123), unter anderem auf zwei Briefe an die Suva vom 30. November 2012 und vom 14. August 2013 (Urk. 9/123 S. 3 und Urk. 9/123 S. 2). Die Suva lehnte das Begehren mit Schreiben vom 27. April 2015 ab und verwies auf ihre Abklärungen, die sie nach einem Unfallereignis vom 18. Dezember 2010 gemacht hatte und die am 5. April 2012 zu einer Anerken
nung ihrer Leistungspflicht geführt hatten (Urk. 9/124). Der Versicherte ant
wortete am 14. Mai 2015, die geltend gemachte Schadenersatzforderung betreffe nicht den Schadenfall vom 18. Dezember 2010 mit einer Schnittwunde an der rechten Ferse, sondern den Rückenschaden (Urk. 9/125). Die Suva blieb mit Brief vom 11. Juni 2015 bei ihrer Ablehnung (Urk. 9/127) und kleidete ihren Entscheid auf den Antrag des Versicherten hin (Urk. 9/129) in die Verfü
gung vom 29. März 2016 (Urk. 2 = Urk. 9/130).
2.
X._ erhob gegen die Verfügung vom 29. März 2016 mit Eingabe vom 6. April 2016 beim Sozialversicherungsgericht Beschwerde (Urk. 1) und ersuchte um Abklärung, von wem er das Unfall-Zusatz-Taggeld zu bekommen habe (Urk. 1 S. 3). Das Gericht wertete dieses Ersuchen als rechtsgenüglichen Antrag und forderte die Suva mit Verfügung vom 27. April 2016 zur Beantwortung der Beschwerde auf (Urk. 6). Diese schloss in der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). X._ liess die ihm ange
setzte Frist zur Replik (Verfügung vom 1. Juni 2016, Urk. 10) unbenützt ver
streichen (Verfügung vom 14. Juli 2016, Urk. 12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Gemäss Art. 78 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) haften f
ür Schäden, die von Durchführungs
organen oder einzelnen Funktionären von Versicherungsträgern einer ver
sicherten Person oder Dritten widerrechtlich zugefügt wurden,
die öffentlichen Körperschaften, privaten Trägerorganisationen oder Versicherungsträger, die für diese Organe verantwortlich sind. Die zuständige Behörde entscheidet gemäss Art. 78 Abs. 2 ATSG durch Verfügung über Ersatzforderungen. Art. 78 Abs. 4 ATSG erklärt für das Verfahren die Bestimmungen des ATSG als anwendbar (Satz 1), ohne dass jedoch ein Einspracheverfahren durchgeführt würde (Satz 2). Des Weiteren werden die Art. 3-9, 11, 12, 20 Abs. 1, 21 und 23 des Verantwort
lichkeitsgesetzes (Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördenmitglieder und Beamten, VG) als sinngemäss anwendbar erklärt (Satz 3).
Bei der Verantwortlichkeit nach Art. 78 ATSG handelt es sich um eine Kausalhaf
tung. Sie besteht somit unabhängig von einem Verschulden (Art. 3 Abs. 1 VG in Verbindung mit Art. 78 Abs. 4 ATSG), es muss aber eine wider
rechtliche Handlung vorliegen und ein Kausalzusammenhang zwischen der widerrechtlichen Handlung und dem Schaden bestehen. Dabei ist eine Vermö
gensschädigung für sich allein rechtsprechungsgemäss noch nicht rechtswidrig, sondern sie ist es erst dann, wenn sie auf ein Verhalten zurückgeht, dass unab
hängig von seiner Wirkung auf das Vermögen von der Rechtsordnung verpönt wird. Die Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen, die auf einer fehler
haften Rechtsanwendung beruht, fällt nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht unter den Begriff der Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG (Urteile des Bundesgerichts 8C_283/2016 vom 24. Januar 2017 E. 4.1 und 9C_143/2014 vom 22. Juli 2014 E. 3, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Gegenstand der Verfügung vom 29. März 2016 ist eine Forderung des Beschwer
deführers von Fr. 26‘981.43 gegenüber der Beschwerdegegnerin. Der Beschwerdeführer begründete diese Forderung damit, dass ihm in der Höhe dieses Betrags die Leistungen aus einer Zusatzversicherung entgangen seien, welche die ehemalige Arbeitgeberin für ihre Arbeitnehmer abgeschlossen habe, damit der unfallbedingte Lohnausfall beziehungsweise der versicherte Verdienst zu 100 %, statt lediglich zu 80 % entschädigt werde. Er nahm an, der Ver
sicherungsanspruch sei verjährt oder verwirkt, und brachte dies in Zusammen
hang mit der Zeitdauer, welche die Beschwerdegegnerin benötigt hatte, um ihre Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 14. August 2010 anzuer
kennen (Urk. 1 S. 3, Urk. 9/120, Urk. 9/123 S. 1). Der Beschwerdeführer erblickte also im Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Festlegung ihrer Versicherungsleistungen ein Verhalten, das ihre Haftbarkeit für den geltend gemachten Verlust der Forderung von Fr. 26‘981.43 begründet.
2.2
2.2.1
Die Haftbarkeit der Beschwerdegegnerin hängt davon ab, ob die Voraussetzun
gen gemäss Art. 78 Abs. 1 ATSG erfüllt sind.
Wie die Beschwerdegegnerin indessen in der Beschwerdeantwort zutreffend aus
führte (Urk. 8), ist schon nicht nachgewiesen, dass dem Beschwerdeführer überhaupt ein Schaden in der geltend gemachten Höhe von Fr. 26‘981.43 ent
standen ist. So sind keine Belege dafür vorhanden, dass der Beschwerdeführer in seinem Arbeitsverhältnis mit der Y._ tatsächlich für den unfallbedingten Lohnausfall in der Höhe von 100 % des versicherten Verdiens
tes - also über die Taggeldhöhe des Versicherungsobligatoriums nach dem Bun
desgesetz über die Unfallversicherung (UVG) hinaus (Art. 17 Abs. 1 UVG: 80 % des versicherten Verdienstes) - versichert war; dies ergibt sich weder aus den Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin (Urk. 9/92), noch aus der Korrespondenz zwischen der Arbeitgeberin und der Beschwerdegegnerin über die Taggeldhöhe, worin das Unfalltaggeld der Beschwerdegegnerin mit dem Krankentaggeld der Helsana verglichen wurde, das indessen ebenfalls nur 80 % des Lohnausfalls abdeckte (vgl. Urk. 9/111-112, Urk. 9/121 und Urk. 9/131
132).
Dementsprechend ist auch nicht bekannt, wer der Versicherungsträger einer allfälligen Zusatzversicherung ist. Auf jeden Fall kann es entgegen der Äusse
rung des Beschwerdeführers im Brief an die Beschwerdegegnerin vom 30. November 2012 (Urk. 9/123 S. 3) nicht die Beschwerdegegnerin selbst sein, da diese von Gesetzes wegen keine Zusatzversicherungen führen darf (vgl. Art. 66 UVG). Dies hat die Beschwerdegegnerin in einer Notiz über ein Telefon
gespräch mit dem Beschwerdeführer vom 10. Dezember 2012 richtig festgehal
ten (vgl. Urk. 9/41).
Ebenso wenig gibt es schliesslich Angaben darüber, ob der Zusatzver
sicherungs
anspruch gegenüber dem Zusatzversicherer überhaupt gel
tend gemacht worden ist, und demzufolge ist unbekannt, ob und aus welchen Gründen der Zusatzversicherer den Anspruch abgelehnt hat. Der Beschwerde
führer nannte in seinem Schreiben vom 7. Januar 2015 nämlich nur die Arbeit
geberin als Person, die nicht zahle, und beim Hinweis, der Zusatzversicherer erbringe wegen des Zeitablaufs keine Leistungen, handelt es sich lediglich um eine Vermutung („möglicherweise“; Urk. 9/120).
2.2.2
Aber auch wenn sich die Vermutung des Beschwerdeführers bestätigte, seine Ansprüche aus einer Zusatzversicherung zum Versicherungsobligatorium des UVG seien verjährt oder verwirkt, so ist kein widerrechtliches Verhalten der Beschwerdegegnerin erkennbar, das zu diesem Anspruchsverlust geführt hätte.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers im Schreiben an die Beschwerde
gegnerin vom 14. Mai 2015 (Urk. 9/125 S. 2) musste die Leistungs
pflicht der Beschwerdegegnerin nämlich nicht feststehen, damit der Versiche
rungsfall dem Zusatzversicherer, der den Bestimmungen des
Bundesgesetz
es
über den Versicherungsvertrag (VVG)
untersteht, angemeldet werden konnte. Die zweijährige Frist nach Art. 46 Abs. 1 VVG ab der Entstehung des Anspruchs auf die einzelnen Leistungen (vgl. Graber in: Honsell et al. [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, VVG, Basel 2001, Art. 46 VVG, S. 737 Rz 11) kann und muss vielmehr - in Form der Anmeldung des Anspruchs beim Zusatz
versicherer - unabhängig davon gewahrt werden, ob der Unfall-Zusatzver
sicherer den Unfallbegriff und die weiteren Voraussetzungen für die Leistungs
pflicht in seinen Versicherungsbedingungen gleich definiert wie das UVG oder ob er seine Leistungspflicht sogar vom Entscheid des Unfallversicherers nach UVG abhängig macht. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin daher die notwen
digen Abklärungen zu wenig speditiv veranlasst hätte und ihr deshalb eine widerrechtliche Rechtsverzögerung vorzuwerfen wäre, so könnte diese Wider
rechtlichkeit nicht als kausal für einen Schaden durch Verjährung oder Verwir
kung des Zusatzversicherungsanspruchs eingestuft werden. Von vornherein nicht als widerrechtlich zu qualifizieren ist im Übrigen der Umstand, dass der anspruchsverneinende erste Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. April 2011 gerichtlich als unrichtig befunden und aufgehoben worden war. Dies ergibt sich aus der zitierten Rechtsprechung, wonach die fehlerhafte Rechtsanwendung grundsätzlich nicht als widerrechtlich im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG zu betrachten ist (vgl. vorstehend E. 1).
Es ist des Weiteren auch nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin Pflich
ten im Zusammenhang mit der Meldung des Versicherungsfalls an einen allfäl
ligen Unfall-Zusatzversicherer gehabt und solche Pflichten verletzt hätte. Im UVG ist kein Recht und erst recht keine Pflicht des UVG-Versicherers statuiert, einen gemeldeten Versicherungsfall von sich aus einem VVG-Zusatzversicherer bekanntzugeben; das Recht nach Art. 97 Abs. 1 lit. b UVG, Daten unter bestimmten Voraussetzungen an Dritte weiterzugeben, gilt nur, wenn es sich bei diesen Dritten um Organe anderer Sozialversicherungen handelt. Damit die Beschwerdegegnerin den allfälligen Unfall-Zusatzversicherer hätte informieren können, wäre deshalb gestützt auf Art. 97 Abs. 6 lit. b UVG eine Einwilligung des Beschwerdeführers nötig gewesen. Der Beschwerdeführer machte jedoch weder geltend, er selbst habe die Beschwerdegegnerin ersucht, den Unfall-Zusatzversicherer zwecks Fristwahrung zu kontaktieren, noch brachte er vor, der Zusatzversicherer habe mit seiner Einwilligung bei der Beschwerdegegnerin vorgesprochen und diese habe es unterlassen, dem Zusatzversicherer die erfor
derlichen Informationen zukommen zu lassen. Insbesondere sind den beiden Briefen des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin vom 30. November 2012 und vom 14. August 2013 (Urk. 9/123 S. 3 und Urk. 9/123 S. 2) keine Anweisungen zum Tätigwerden gegenüber einem Zusatzversicherer zu entneh
men.
2.2.3
Zusammengefasst ist somit nicht nachgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG durch widerrechtliches Verhalten den Verlust eines Zusatzversicherungsanspruchs des Beschwerdeführers verursacht hat.
2.3
Mit diesen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.