Decision ID: 38f5a7e6-bf1c-441c-9631-5f6309dd7a1f
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene
X._
meldete sich nach diagnostiziertem Morbus
Ledderhose
und
Plantaraponeurose
rechts am 6. März 2003 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, an und beantragte eine Rente (
Urk.
8/2).
Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt ab. Sie ermittelte eine Aufgabenteilung von 39
%
Haushalts- und 61
%
Erwerbstätigkeit
(
Urk.
8/21). Mit Verfügung vom 24. Mai 2004 (
Urk.
8/24) und Einspracheentscheid vom
7. Februar 2005 (
Urk.
8/35)
verneinte
sie einen Anspruch der Vers
icherten auf
eine Invalidenrente
.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das
Sozialversiche
rungsgericht
mit Urteil vom 31. Oktober 2005 in der Weise gut, als dass es die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückwies (
Urk.
8/50). Die IV-Stelle veranlasste in der Folge eine medizinische Begutachtung. Die MEDAS
Y._
GmbH hielt in ihrem am 29. Oktober 2007 erstatteten Gutachten fest,
dass der Versicherten bei
invalidisierenden Fussschmerzen die angestammte Tätigke
it als
Servicekraft, Küchenhilfe, Buffetkraft oder zuletzt
als
Angestellte be
i
Z._
, nicht mehr zumutbar sei
. Für eine körperlich leichte Tätigkeit, welche überwiegend im Sitzen ausgeführt werden könne, bestünden keine Einschrän
kungen. Körperlich leichte Tätigkeiten überwiegend im Gehen oder Stehen seien maximal 3 Stunden täglich
(ca. 40
%
)
zumutbar. Dies betreffe sowohl die Erwerbs- als auch die Haushaltstätigkei
t (
Urk.
8/65). Eine erneute Abklärung der Einschränkung im Haushalt ergab eine unveränderte Aufgabenteilung. Die Ein
schränkung im Haushalt wurde auf 18
%
festgelegt (
Urk.
8/70)
, jene im erwerb
lichen Bereich auf 24
%
(
Urk.
8/71)
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfah
ren
entschied die IV-Stelle
am 25. Februar 2008
, dass die Versicherte be
i einem Invaliditätsgrad von 21,
66
%
keinen Anspruch auf eine Rente habe (
Urk.
8/79).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
2.
Am 20. Juni 2012 meldete sich die Versicherte mit der Diagnose Psoriasis
palmoplantaris
pusulosa
(Typ Barber-
Königsbeck
) und einer seit 17. Juni 2011 bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit erneut bei der IV-Stelle zum
Leis
tungsbezug
an
. Zudem machte sie Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein geltend
(
Urk.
8/82).
Der b
ehandelnde Dermat
ologe
Dr.
med.
A._
gab an, die Arbeitsunfähigkeit sei nicht primär aus dermatologischen Gründen gegeben (
Urk.
8/99).
Die IV-Stelle klär
te den Sachverhalt ab und veranlasste wiederum eine medizinische (rheumatologische) Begutachtung.
Dr.
med.
B._
stellte in seinem Gutachten vom
2.
Juli 201
3
eine im Vergleich zur Situation im Zeit
punkt der MEDAS
-
Begutachtung 2007 unveränderte medizinische Situation fest (
Urk.
8/114).
Am 1
2.
und 13. Juni 2013 unterzog sich die Versicherte einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL). Im Rahmen ihrer Abklä
rungen
über die
Einschränkung im Haushalt
stellte die IV-Stelle unveränderte Umstände fest (
Urk.
8/118).
Mit Vorbescheid vom
2.
September 2013 stellte
s
ie der Versicherten in Aussicht, sie werde das Leistungsbegehren bei einem
Invali
ditätsgrad
von 15
%
abweisen (
Urk.
8/122). Dagegen liess die Versicherte am
4. Oktober 2013 Einwände erheben und die Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes beantragen (
Urk.
8/125)
.
Mit Verfügung vom 29. April 2014
entschied
die IV-Stelle
im Sinne des Vorbescheids
und verneinte einen Anspruch der Versicherten auf
eine Invalidenrente
(
Urk.
8/139).
Mit Verfügung vom 28. Mai 2014 wies die IV-Stelle das Gesuch um unentgeltliche
Verbeistän
dung
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
mangels Bedürftigkeit ab (
Urk.
8/143).
3
.
Gegen die Verfügung vom 29. April 2014
liess
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Stephan
Breidenstein
, mit Eingabe vom 3. Juni 2014 Beschwerde erheben und
deren Aufhebung sowie
die Ausrichtung einer ange
messenen Rente in der Hö
he von mindestens einem Viertel beantragen. Eventu
aliter sei das Gutachten von
Dr.
B._
vom
2.
Juli 2013 vom Gutachter zu ergänzen bzw. zu präzisieren. Weiter liess sie die Aufhebung der Verfügung vom 28. Mai 2014 und die unentgeltliche
Verbeiständung
durch Rechtsanwalt Stephan
Breidensteim
im
Vorbescheidverfahren
beantragen. In prozessualer Hinsicht stellte sie beschwerdeweise ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtsver
tretung
durch ihren Rechtsvertreter (
Urk.
1).
Die IV-Stelle schloss mit Beschwerdeantwort vom
14. August 2014 auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
7).
Auf die Begründung der Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwä
gungen Bezug genommen.
Mit Verfügung vom 24. Oktober 2014 wies das Sozialversicherungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung
im Beschwerdeverfahren
mangels Bedürftigkeit ab (
Urk.
12).
Die von der Beschwerdeführerin gegen diesen Zwischenentscheid erhoben
e
Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesgerichts 9C_866/2014 vom 31. März 2015 abge
wiesen (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung)
.
2.
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), so ist im
Beschwerde
ver
-
fah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Renten
anspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Nach Art. 17
ATSG
sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demje
nigen zur Zeit der streitigen
Revi
sionsverfügung
(BGE 105 V 29).
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich geblie
bener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar.
3
.
3
.1
Gemäss Anmeldeformular vom 6. März 2003 (
Urk.
8/2) litt die Beschwerde
-
führe
rin
bereits im Zeitpunkt der Erstanmeldung an einer seltenen Binde
-
gewebserkrankung
beider Fusssohlen. Di
e damaligen Abklärungen erga
ben
, dass ihr eine rein stehende / gehende
mittelschwere
Tätigkeit nicht mehr
und leichte Tätigkeiten stehend /
gehend 3 Stunden täglich
zumutbar waren, was die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 24. Mai 2004 (
Urk.
8/24) festhielt. Eine in der Folge veranlasste MEDAS
-
Begutachtung bestätigte dieses
Abklä
-
rungsergebnis
(vgl. Gutachten vom 29. Oktober 2007 [
Urk.
8/65] S. 36 f.).
Neben der Fussproblematik wurde
n
ein
leichtgradiges
lumbospondylogenes
und ein
leichtgradiges
thorakospondylogenes
Schmerzsyndrom festgestellt (S. 19).
Nach Abklärung der Einschränkung im Haushalt, welche
wiederum
eine Auf
teilung der Aufgaben in 39
%
Haushalt und 61
%
Erwerbstätigkeit
ergab
(vgl. Abklärungsbericht vom 5. Dezember 2007 [
Urk.
8/70])
,
berechnete die Beschwerdegegnerin einen Invaliditätsgrad von 2
1,66
%
und verneinte deshalb mit Verfügung vom 25. Februar 2008 einen Rentenanspruch (
Urk.
8/79)
.
3
.2
Im Zuge der Neuanmeldung vom 20. Juni 2012 (
Urk.
8/82) machte die Beschwer
deführerin erneut die Probleme an beiden Fusssohlen geltend. Zudem hielt sie Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein fest (S.
8/82/
4). Der behandelnde Hautarzt
Dr.
A._
, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab Juni 2011, hielt aber fest, diese bestehe nicht primär als Folge der Hauterkrankung (
Urk.
8/99).
Eine
medizini
sche
Begutachtung im Juni 2013
ergab unter Berücksichtigung einer durchge
führten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) eine seit 2007 unveränderte medizinische Situation. Der Gutachter
Dr.
B._
, Facharzt für In
nere Medizin und Rheumatologie, hielt in seinem Gutachten vom
2.
Juli 2013 (
Urk.
8/114) fest, der Beschwerdeführerin seien bei
polyartikulären
Schmerzen, einem chronischen, belastungsabhängigen
lumbospondylogenen
Syndrom, einer
Pustulosis
palmaplantaris
rechts
und
einem metabolischen Syndrom bei einer Adipositas (BMI 39
,
5) nach wie vor körperlich schwere sowie stehend und gehend durchzuführende mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Eine körperlich leichte Tätigkeit sei vorwiegend sitzend ganztags, überwiegend gehend und stehend maximal drei Stunden pro Tag zumutbar. Daran habe sich seit 2007 nichts geändert (S. 30 – 35).
Eine Abklärung der Einschränkung im Haushalt ergab anhand der Akten einen unveränderten Status von 39
%
Haus
halts- und 61
%
Erwerbstätigkeit
und auch die Einschränkung wurde – gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen – unverändert mit 18
%
beziffert
(vgl. Abklärungsbericht vom 21. August 2013 [
Urk.
8/118]). Gestützt auf diese Abklärungen ermittelte die Beschwerdegegnerin
ausgehend von einer
Einkom
menseinbusse
im erwerblichen Bereich vom 12,91
%
mit Verfügung vom
29. April 2014 einen Invaliditätsgrad von 15
%
(
Urk.
8/139).
3
.3
Die Beschwerdeführerin beanstandet den unveränderten Status nicht. Weil dem neuesten Bericht über die Erhebung der Einschränkung im Haushalt
vom
21. August 2013 (
Urk.
8/118)
keine offensichtlichen Fehler zu entnehmen
sind
und die Begründung des unveränderten Status, das jüngste Kind der Beschwerde
führerin
sei
im Jahr 2007
bereits
14jährig gewesen und die
Beschwerdeführerin habe
ihr Pensum
trotzdem bei 39
%
belassen
, einleuchtet,
ist darauf abzustellen
.
Zu prüfen ist demnach
, ob sich der gesundheitliche Zustand seit der
renten
-
vernei
nenden Verfügung vom 25. Februar 2008 verändert hat, so dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Die Beschwerdeführerin bemängelt insbesondere die Beweiskraft des Gutachtens von
Dr.
B._
und macht damit sinngemäss geltend, es könne nicht auf das Gutachten abgestellt werden (
Urk.
1).
3
.
4
Für die Beweiskraft eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streiti
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5
.1,
125 V 351 E. 3).
3
.5
Das Gutachten von
Dr.
B._
(
Urk.
8/114) erfüllt diese Voraussetzungen. So war er in Kenntnis der Akten (S. 1 – 19)
,
untersuchte die Beschwerdeführerin
(S. 26 f.) und berücksichtigte ihre Angaben (S. 20 f.) ebenso wie seine Untersuchungs
ergebnisse und die Ergebnisse der EFL, welche er eigens für die Begu
t
achtung in Auftrag gegeben hatte (S. 33 f.).
Er setzte sich kritisch mit den Meinungen von
Dr.
A._
und
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabi
litation sowie Rheumatologie, auseinander und zeigte nachvollziehbar auf, dass
deren
Atteste einer dauernden Arbeitsunfähigkeit nicht überzeugend
sind, einerseits weil
Dr.
A._
ausdrücklich darauf hinwies, dass die
Arbeitsunfähig
keit
nicht aus dermatologischen Gründen gegeben sei, und
anderseits weil
Dr.
C._
als Begründung einzig Schmerzen ohne klare objektive Befunde
angab
(S. 35). Seine Beobachtungen stimmen mit den Schlussfolgerungen in der EFL überein (
Urk.
8/114 S. 56).
Das Gutachten von
Dr.
B._
ist beweiskräftig und es ist darauf abzustellen. Die Einwände der Beschwerdeführerin verfangen dagegen nicht.
So weist der Bericht über die EFL vom 26. Juni 2013 zwar darauf hin, dass unter Umständen
ergänzend
medizinische und versicherungsmedizinische Umstände zu berück
sichtigen seien (
Urk.
8/114-55), was die Beschwerdeführerin rügt (
Urk.
1 S. 2
)
,
jedoch räumte
Dr.
B._
nachvollziehbar
Zweifel darüber
aus,
ob
solche medi
zinischen Aspekte gegeben
seien
. Die Einwendung der Beschwerdeführerin, ihre Beschwerden hätten im Laufe des Testverfahrens zugenommen (
Urk.
1
S. 3), trifft
zu. Diese Angaben finden sich auf S. 10 des EFL-Berichts
Urk.
8/114-64). Der
Argumentation der
Beschwerdeführerin ist allerdings entgegenzuhalten, dass es nicht angeht, allein auf ihre Angaben abzustellen. Diese sind rein sub
jektiver Natur. Vielmehr ist die objektive Betrachtungsweise von
Dr.
B._
nachvollziehbar und einleuchtend,
wonach
sich die von der Beschwerdeführerin empfundene
Limitierung
mit objektiven Befunden nicht erklären lässt.
Was die Beschwerdeführerin im Nachhinein gegenüber ihrem Rechtsvertreter
zum
Ablauf der Tests äusserte (
Urk.
1
S. 3) ist nicht belegt. Zudem ist d
ie Beweis
-
maxime zu beachten, wonach bei sich widersprechenden Angaben
einer
Versicherten die sogenannten spontanen „Aussagen der ersten Stunde“ in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
-
rechtlicher oder andere
r Art beeinflusst sein könnten
(BGE 121 V 47 E. 2a).
Dass der Gutachter die Beschwerdeführerin nach der
durchgeführten EFL nicht noch einmal untersuchte, wie die Beschwerdeführerin rügt (
Urk.
1
S. 3), ist angesichts des mit seinen Schlussfolgerungen übereinstimmenden Ergebnisses
der EFL
nicht zu beanstanden. Die Abklärungspflicht umfasst nur alle für die Beurtei
lung des Anspruchs notwendigen Schritte.
Die von der Beschwerdeführerin ein
gereichten Bilder ihrer Fusssohlen sind eindrücklich. Jedoch leidet sie seit Jahren an dieser unverändert vorhandenen Erkrankung. Eine leichte,
leidensan
gepasste
Tätigkeit ist
ihr
aber dennoch – ebenfalls unverändert – zuzumuten. Diese sollte nicht ausschliesslich stehend und gehend sein, was ohne Weiteres einleuchtet. In diesem Zusammenhang
ist
die Beschwerdeführerin darauf
hin
zuweisen
, dass die im Januar 2013 dokumentierte Verschlechterung des Haut
bildes an den Fusssohlen auf das Absetzen der Medikamente zurückzuführen sein könnte (Bericht von
Dr.
A._
vom 25. Januar 2013 [
Urk.
8/114-42]). Die Beschwerdeführerin ist auf ihre Schadenminderungspflicht hinzuweisen, wonach sie vorerst selbst alles ihr Mögliche gegen eine drohende Arbeitsunfä
higkeit tun muss, bevor sie Leistungen zulasten der Versichertengemeinschaft beantragt. Dazu gehört auch die zumutbare Medikamenteneinnahme.
Dr.
A._
erwähnte in seinem Bericht ausdrücklich, dass die Beschwerdeführerin wieder das gewohnte Medikament einnehmen und allenfalls die Therapie anpassen solle. Auch die Einwendungen gegen das Zumutbarkeitsprofil zielen ins Leere. In beiden Vergleichszeitpunkten waren –
unter Berücksichtigung
des Leidens an den Fusssohlen – leichte, leidensangepasste und somit nicht rein stehende und gehende Tätigkeiten vollzeitig zumutbar.
Zusammenfassend ergibt sich, dass der Gesundheitszustand sich nicht verändert hat. Bei diesem Ausgang kann eine erneute Berechnung des Invaliditätsgra
des unterbleiben. Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch zu Recht ver
neint, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.
4
.
4
.1
Weiter
rügt die Beschwerdeführerin, die unentgeltliche Rec
hts
vertretung
im
Ver
waltungsverfahr
en
sei ihr zu Unrecht nicht bewilligt worden.
4.2
Gemäss Art. 37
Abs.
4 ATSG wird der gesuchstellenden Person im
Sozialver
-
siche
rungsverfahren
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die
Ver
-
hältnisse
es erfordern. Unentgeltliche
Verbeiständung
im
Verwaltungs
verfahren
wird gewährt, wenn die Partei bedürftig ist, die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen und die Vertretung im konkreten Fall sachlich geb
oten ist (vgl. Art. 29
Abs.
3 der Bundesverfassung; BV
).
4.3
Das Sozialversicherungsgericht hat das Gesuch der Beschwerdeführerin vom
3. Juni 2014 um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechts
-
vertre
tung
im Beschwerdeverfahren
mit
vom Bundesgericht bestätigter
Verfügung vom 24. Oktober 2014 mangels Bedürftigkeit abgewiesen
(
Urk.
12)
.
Es stellte dabei auf die Verhältnisse im Ze
itpunkt der Gesuchstellung (
3. Juni 2014
)
ab. Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf unentgeltliche Rechts
pflege im Verwaltungsverfahren ebenfalls m
angels Bedürftigkeit, wobei sie
ihrer Notbedarfsrechnung (
Urk.
8/137)
die
Zahlen vom 16. April 2014
zugrunde legte
. Die Beschwerdegegnerin ermittelte einen Einnahme
n
überschuss von
Fr.
1‘352.05 (
Fr.
5‘475.65 –
Fr.
4‘123.60
;
Urk.
8/137
), das
Sozialver
-
sicherungs
gericht
einen solchen von
Fr.
1‘235.-- pro Monat (
Urk.
12).
Die Bedürftigkeit und damit die
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen
Rechts
vertretung
im Verwaltungsverfahren sind
dam
it offensichtlich nicht erfüllt,
und zwar selbst dann nicht, wenn man auf den erweiterten Notbedarf abstellen würde, den die Beschwerdegegnerin der Berechnung in der angefochtenen Ver
fügung vom 28. Mai 2014 (
Urk.
2/2
)
zu Grunde gelegt hat
.
Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet, weshalb sie
auch diesbezüglich
abzuweisen ist.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.