Decision ID: fdd33713-dd90-5f8d-8b88-215c68f26cd0
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1952, bezieht seit
Februar 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invalidenrente (
Urk.
7/D). Mit Verfügung vom
8.
Dezem
ber 2015 (
Urk.
3/1) legte die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
Y._
den Anspruch des Versicherten ab Januar 2016 auf monatlich
Fr.
3‘545.-- fest.
Die dagegen am
2.
Februar 2016
erhobene Ein
spra
che
wies
die Durchführungsstelle mit
Einspracheent
scheid
vom
4.
Februar 2016 (
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
4.
Februar 2016 (
Urk.
2) erhob der Versi
cherte am
9.
März 2016 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
April 2016 (
Urk.
6) beantragte die
Beschwerde
gegnerin
die teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur neuen
Entscheidfindung
, was dem Beschwerdeführer am
1
3.
April 2016
zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begeh
ren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt di
e erforderlichen Auskünfte ein.
Soweit versicherte oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach
kommen, so kann der Versicherungsträger
gemäss
Art.
43
Abs.
3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten
beschliessen
. Dazu muss er diese Personen schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, wobei eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen ist.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerde im Wesentlichen auf den Standpunkt,
da der Sachverhalt unvollständig und überdies unzutreffend fest
gestellt worden sei, sei die Angelegenheit zur neuen
Entscheidfindung
zurück
zuweisen (
Urk.
1 S. 6 oben).
2.2
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Beschwerdeantwort unter anderem fest, nach Überprüfung der Akten sei den Anträgen des Beschwerdeführers zuzu
stimmen (
Urk.
6 S. 2 oben).
2.3
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zu weiteren Abklärungen
übereinstim-mende
Anträge (
vgl.
Urk.
1 S. 1
;
Urk.
6) vorliegen und diese mit der Akten- und Rechtslage im Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass
der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom
4.
Februar 2016
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme der notwendigen Ab
klärungen und zum neuen Entscheid zurückzuweisen ist.
3.
3.1
Das vorliegende Verfahren ist kostenlos (
Art.
61
lit
. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des S
ozialversicherungsrechts, ATSG).
3.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
.
In Bezug auf die vom Beschwerdeführer beantragte Prozessentschädigung (vgl.
Urk.
1 S.
1)
ist zu bemerken
,
dass sowohl
in §
34
Abs.
1
GSVGer
als auch in
Art.
61
Abs.
2
lit
. a ATSG vo
m
Ersatz der Parteikosten die Rede ist. Dazu zählen in erster Linie die Vertretungskosten, das heisst der Aufwand und die
Baraus
lagen
der Vertretung. Daraus folgt, dass
grundsätzlich nicht entschädigt wird, wer seine Interessen im Beschwerdeverfahren selber wahrnimmt, unabhängig davon, ob es sich bei der nicht vertretenen Person um einen Anwalt oder um einen ju
ristischen Laien handelt. Davon wird eine Ausnahme gemacht, wenn es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt und die
Inte
ressenwah
rung
einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der einzelne üblicher- oder
zumutbarerweise
nebenbei z
ur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 129 V 116 f. E. 4, 119 V 134 f. E. 4d). Eine solche Ausnahme ist vorliegend nicht ersichtlich und wird durch den Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht, weshalb dem Beschwerdeführer kein Anspruch auf eine
Prozessent
schä
digung
zusteht.