Decision ID: d22066b5-b592-4780-bea3-ff7ceeb5e363
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 22.03.2019 Art. 2 Abs. 2 ELG, Art. 14 Abs. 1 und 2 ELG, Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG, Art. 14 Abs. 2 VKB-SG. Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten.In Art. 14 Abs. 1 ELG hat der Bundesgesetzgeber Krankheits- und Behinderungskosten aufgezählt, die die Kantone im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung mindestens vergüten müssen. Gestützt auf Art. 14 Abs. 2 i.V.m. Art. 2 Abs. 2 ELG können die Kantone darüberhinausgehende Kostenübernahmen vorsehen und dabei abgesehen von der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmässigkeit weitere Kriterien bestimmen.Transportkosten zum nächstgelegenen Behandlungsort werden unabhängig davon, ob die Behandlungskosten durch die obligatorische oder durch die freiwillige Krankenversicherung übernommen werden, vergütet, sofern sie wirtschaftlich und zweckmässig sind. Rückweisung zur weiteren Sachverhaltsabklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. März 2019, EL 2018/51).
Entscheid vom 22. März 2019
Besetzung
Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-
Studerus; Gerichtsschreiberin Annemarie Haase
Geschäftsnr.
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EL 2018/51
Parteien
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Matthias Gmünder,
Gmünder Frischknecht & Partner, Bahnhofstrasse 7, 9630 Wattwil,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle,
Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
Gegenstand
Ergänzungsleistung zur IV (Krankheitskostenvergütung)
Sachverhalt
A.
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A.a A._ bezog seit Dezember 2004 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer IV-Rente. Am
28. September 2015 reichte sie Belege über Transportkosten für Fahrten nach B._ zu
Arztterminen bei ihrem neuen Arzt Dr. med. C._, Innere Medizin FMH, Manuelle
Medizin SAMM, Akupunktur-TCM ASA, zur Rückvergütung ein (20. April, 12. Mai, 18.
Mai und 27. Mai 2015). Dr. C._ erklärte am 9. Oktober 2015, eine Behandlung bei ihm
in B._ sei notwendig, weil diverse ärztliche Beurteilungen der unter einem komplexen
Schmerzsyndrom leidenden Versicherten bislang nur frustrane Resultate gebracht
hätten. Die Schmerzzustände hätten erst durch eine interdisziplinäre Beurteilung
internistisch/infektiologisch/manualtherapeutisch/TCM/homöopathisch) ursächlich
beschrieben werden können. Da der Versuch der Behandlung in der Umgebung der
Versicherten an der fehlenden Fachkompetenz der involvierten Ärzte gescheitert sei,
habe er die Behandlung und Beurteilung selbst übernehmen müssen. Inzwischen habe
die Versicherte durch seine Behandlung neue Hoffnung geschöpft.
A.b Mit einer Verfügung vom 23. Oktober 2015 vergütete die EL-Durchführungsstelle
die von der Beschwerdeführerin angegebenen Kosten. Sie wies jedoch darauf hin, dass
die Transportkosten nach B._ zu Dr. C._ künftig nicht mehr übernommen werden
könnten, da davon ausgegangen werde, dass ein Arzt in der Nähe die gleiche
Behandlung anbieten könne.
A.c Ende Oktober 2015 reichte die Versicherte u.a. weitere Belege über die im Oktober
2015 angefallenen Transportkosten nach B._ in Höhe von Fr. 84.--/Tag ein. Am 3.
November 2015 wies die EL-Durchführungsstelle u.a. die Kostenübernahme für die
Fahrten nach B._ mit Hinweis auf die im Rahmen der Verfügung vom 23. Oktober
2015 gemachten Ausführungen ab. Gegen diese Verfügung vom 3. November 2015
erhob die Versicherte am 17. November 2015 eine Einsprache.
A.d Nachdem die Versicherte am 3. Dezember 2015 die monatliche Abrechnung der
Transportkosten eingereicht hatte, gemäss welcher sie für die Fahrten zu Dr. C._
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nach B._ am 10., 19. und 25. November 2015 je Fr. 84.-- bezahlt hatte (act. G
3.1/44), sprach die EL-Durchführungsstelle ihr mit einer Verfügung vom 8. Dezember
2015 u.a. diese Transportkosten für November 2015 in Höhe von insgesamt Fr. 252.--
zu (act. G 3.1/41). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.e Mit einem Einspracheentscheid vom 10. März 2016 hiess die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache der Versicherten gegen die Verfügung vom 3.
November 2015 teilweise gut, indem sie die Transportkosten nach B._ für Oktober
2015 übernahm. Zur Begründung führte sie aus, dass die Versicherte am 9. und 26.
Oktober 2015 noch keine Kenntnis von der Verfügung vom 23. Oktober 2015 habe
haben können, weshalb die Kosten für diese Fahrten noch vergütet werden müssten.
Grundsätzlich sei jedoch das Angebot an kompetenten Ärzten, die eine wirksame
Behandlung anbieten könnten, im Raum D._/E._/F._ derart gross, dass davon
ausgegangen werden müsse, die Versicherte könne einen geeigneten Arzt finden.
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte am 15. April 2016 eine
Beschwerde erheben (EL 2016/23). Sie liess beantragen, der Einspracheentscheid der
EL-Durchführungsstelle vom 10. März 2016 betreffend EL-Krankheitskosten sei
insofern aufzuheben, als ihr (der Versicherten) ab November 2015 bis auf Weiteres die
Kosten des Bahntransportes 2. Klasse E._ nach B._ zu gewähren seien.
B.b Das Versicherungsgericht St. Gallen hob den angefochtenen Einspracheentscheid
mit einem Entscheid vom 28. September 2017 in Bezug auf die Abweisung der
Übernahme der Transportkosten nach B._ auf und wies die Sache zur weiteren
Sachverhaltsabklärung an die EL-Durchführungsstelle zurück. Diese habe in Erfahrung
zu bringen, welcher individuellen ärztlichen Behandlung die Versicherte aufgrund ihres
Gesundheitszustandes bedürfe. Im Anschluss daran sei abzuklären, ob die individuell
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auf die Versicherte zugeschnittene Behandlungsmethode tatsächlich nur in B._ und
G._ angeboten werde bzw. ob die Versicherte tatsächlich alle für sie in Frage
kommenden Behandlungsstellen in der Ostschweiz ausgeschöpft habe. Dazu sei
insbesondere die IV-Stelle zur Unterstützung bei der Sachverhaltsabklärung
beizuziehen (act. G 3.3/58).
C.
C.a Auf eine Anfrage an den RAD zur Unterstützung bei der weiteren
Sachverhaltsabklärung erklärte Dr. med. H._, Allgemeine Innere Medizin FMH, vom
RAD am 31. Oktober 2017, die Versicherte leide an einem psychosomatischen
Symptomenkomplex mit chronischen Schmerzen und psychischen Problemen. Die bei
der Versicherten durch Dr. C._ angewandte Therapieform der autonomen
Regulationsdiagnostik nach Dr. med. Klinghardt sei keine schulmedizinisch-
wissenschaftliche, sondern eine alternative Behandlungsmethode. In der Schweiz gebe
es einige Therapeuten auf diesem Gebiet (eine entsprechende Liste sei abrufbar unter:
http://www.verein-neurobiologie.ch/ typo3/index.php?id=225), wobei die EL-
Durchführungsstelle zu beurteilen habe, ob diese weniger weit entfernt praktizierten als
Dr. C._. Abgesehen davon stelle sich jedoch grundsätzlich die Frage, ob die EL-
Durchführungsstelle die Kosten für alternative Therapien übernehme und, falls dies zu
bejahen sei, ob sie auch die in diesem Zusammenhang anfallenden Transportkosten
übernehme. Sollte dies der Fall sein, stelle sich die Frage, ob es sinnvoll sei, der
Versicherten einen anderen Therapeuten zuzuweisen, den sie nicht kenne und zu dem
sie erst ein Vertrauensverhältnis aufbauen müsse (act. G 3.3/48).
C.b Am 15. März 2018 liess die Versicherte geltend machen, es seien noch zwei
Positionen offen, für welche sie keine Vergütungen bzw. lediglich Teilvergütungen
erhalten habe. Dazu gehörten die Fahrtkosten zu Dr. C._ nach B._. Sie sei von Mai
2015 bis Juli 2016 bei ihm in Behandlung gewesen und habe diese lediglich deshalb
abgebrochen, weil der Plafond der Krankenkassen für diese Sonderbehandlung
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erschöpft gewesen sei. Dr. C._ habe dann einen Teil der Behandlungskosten aus
dem "eigenen Sack bezahlt". In dieser Zeit habe sie wöchentlich drei bis fünf Mal nach
B._ reisen müssen, weshalb sie ein Halbtax-Abonnement für die 2. Klasse E._ -
B._ gehabt habe. Die Kosten von insgesamt Fr. 6'150.-- (Fr. 410.-- x 15 Monate)
seien ihr über die Ergänzungsleistungen zu vergüten. Nachdem die Therapie nicht mehr
von Dr. C._ durchgeführt worden sei, habe sie sich in I._ von einem chinesischen
Arzt akupunktieren lassen. Auch darauf habe sie gut angesprochen, weshalb die
Krankenkasse die daraus entstehenden Kosten wie auch die Kosten für die
darauffolgende Akkupunkturtherapie im TCM E._ übernommen habe. Die EL-
Durchführungsstelle habe deshalb auch die mit den Leistungsabrechnungen der
Krankenkasse für den Zeitraum von August 2015 bis April 2016 und von März bis
Oktober 2017 nachgewiesenen Selbstkosten in Höhe von insgesamt Fr. 7'839.85 zu
übernehmen (richtig wären Fr. 7'840.20. Im Rahmen der auf der
Krankenkassenabrechnung vom 2. Oktober 2017 handschriftlich durchgeführten
Berechnung des "Selbstbehalts" hat die Beschwerdeführerin bzw. deren
Rechtsvertreter nämlich versehentlich einen Rechnungsbetrag von insgesamt Fr.
3'226.-- [anstelle von Fr. 3'226.35] und somit einen "Selbstbehalt" von Fr. 1'185.--
[anstelle von Fr. 1'185.35] notiert und ist deshalb von einem niedrigeren "Selbstbehalt"
ausgegangen; act. G 3.3/42-1 f.). Dazu liess die Versicherte Timesheets von Dr. C._,
zwei Monatskarten bei der SBB 2. Klasse (GA/AG) für Februar und März 2016, diverse
Leistungsabrechnungen ihrer Krankenkasse sowie alte Arztberichte von Dr. C._
einreichen (act. G 3.3/42-5 ff.).
C.c Die EL-Durchführungsstelle wies das Gesuch der Versicherten um Übernahme der
Transportkosten nach B._ sowie die Übernahme der Kosten für die
Akupunkturbehandlungen am 3. Mai 2018 ab. Zur Begründung führte sie aus, dass
über die Ergänzungsleistungen nur Transportkosten zu einer medizinischen
Behandlung vergütet würden, die die "Grundversicherung" der Krankenkasse (gemeint
ist die obligatorische Krankenversicherung) oder die Ergänzungsleistung übernehme.
Weil die Behandlungen durch Dr. C._ sowie die Akupunkturbehandlungen gemäss
den eingereichten Leistungsabrechnungen der Krankenkasse durch die
Alternativversicherung übernommen worden seien, könnten weder die Transportkosten
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nach B._ noch die Kosten für die Akupunkturbehandlungen über die
Ergänzungsleistungen vergütet werden. Weitere Abklärungen betreffend die ärztliche
Behandlungsmethode von Dr. C._ seien deshalb nicht nötig (act. G 3.3/41).
C.d Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 9. Mai 2018 eine Einsprache
erheben. Ergänzend zu ihrer bisherigen Argumentation liess sie insbesondere
ausführen, dass nicht ersichtlich sei, weshalb die EL-Durchführungsstelle davon
ausgehe, sie müsse gestützt auf Art. 14 Abs. 2 der st. gallischen Verordnung über die
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten lediglich die für die über die
Grundversicherung ihrer Krankenkasse vergüteten therapeutischen Massnahmen
anfallenden Transportkosten übernehmen. Die EL-Durchführungsstelle habe diese
zwingende Norm auf unzulässige Art und Weise interpretiert. Es sei nämlich nicht
sachgerecht, einem EL-Bezüger die Übernahme der Kosten für die für ihn
überlebenswichtigen Therapien deshalb zu verweigern, weil diese nur durch eine
Nebendeckung der Krankenkasse versichert seien (act. G 3.3/39). Am 23. August 2018
liess die Versicherte durch Dr. C._ ausgestellte Rechnungen für den
Behandlungszeitraum vom 28. August 2015 bist 30. Juli 2016 sowie
Leistungsabrechnungen der Krankenversicherung betreffend die Behandlungen durch
Dr. C._ während des Zeitraums vom 1. Oktober 2015 bis 9. August 2018 einreichen.
Gemäss den Leistungsabrechnungen hatte die Krankenkasse die Kosten der
Behandlung vom 9. Oktober 2015, vom 10. November bis 18. Dezember 2015, vom 4.
Januar bis 13. Januar 2016, vom 19. Januar bis 15. März 2016, vom 17. März bis 14.
April 2016, vom 25. April bis 2. Juni 2016, vom 6. Juni bis 11. Juli 2016 und vom 30.
Juli bis 16. August 2016 im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung
übernommen (act. G 3.3/20-1 f.).
C.e Mit einem Einspracheentscheid vom 11. September 2018 hiess die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache der Versicherten teilweise gut. Weil die Versicherte
gemäss den eingereichten Leistungsabrechnungen in der Zeit zwischen Oktober 2015
und Juli 2016 insgesamt an 15 Tagen Behandlungen bei Dr. C._ in B._ in Anspruch
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genommen habe, deren Kosten die obligatorische Krankenversicherung übernommen
habe, davon bislang jedoch mit der Verfügung vom 8. Dezember 2018 (recte: 2015)
lediglich die Transportkosten von je Fr. 84.-- für drei Tage übernommen worden seien,
seien die Transportkosten für 12 weitere Tage in Höhe von Fr. 1'008.-- zu vergüten. Die
Kosten für die Akupunkturbehandlungen könnten hingegen nicht übernommen werden,
weil die EL nur die Kosten vergüte, für die auch die obligatorische
Krankenpflegeversicherung leistungspflichtig sei (act. G 3.3/16).
D.
D.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend
Beschwerdeführerin) am 8. Oktober 2018 eine Beschwerde erheben. Sie liess u.a. die
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die Vergütung der am 15.
März 2018 beantragten Transportkosten von Fr. 150.-- (recte: Fr. 6'150.--) sowie der
anteiligen Kosten der medizinischen Behandlungen von Fr. 5'454.85 (recte: gemäss
Begründung wohl vielmehr Fr. 7'840.20) beantragen. Zur Begründung liess sie
ergänzend zu der Argumentation in ihren bisherigen Eingaben ausführen, das ELG sehe
zwar die Möglichkeit der Kantone vor, die Vergütung der Krankheitskosten auf die im
Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung erforderlichen
Ausgaben zu beschränken, doch habe der st. gallische Gesetzgeber die
bundesrechtliche Regelung betreffend die Vergütung der Krankheitskosten im
kantonalen ELG zu stark eingeschränkt. Insbesondere erscheine die Aufstellung des
zusätzlichen Kriteriums der medizinischen Notwendigkeit bundesrechtswidrig.
Abgesehen davon greife die im st. gallischen ELG vorgesehene Ausnahmeregelung für
Leistungen, die wie im konkreten Fall ausserhalb des Geltungsbereichs der
obligatorischen Sozialversicherungen erbracht worden seien, weil die medizinische
Notwendigkeit der Behandlungen durch Dr. C._ sowie auch der aktuellen
Akupunkturbehandlungen angesichts des Krankheitsbildes sowie der
Kostenbeteiligung der Krankenkasse ausgewiesen sei. Auch seien die strittigen
Behandlungen günstiger und gleichzeitig wirksamer gewesen als ein aufgrund des
komplexen Krankheitsbildes alternativ erforderlicher stationärer Aufenthalt bzw.
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Arztbesuche und Medikamente, womit auch die Wirtschaftlichkeit und die
Zweckmässigkeit gegeben seien (act. G 1).
D.b Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte am 19.
November 2019 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die

Erwägungen im Einspracheentscheid vom 11. September 2018, auf die vorliegenden
Akten des Verwaltungsverfahrens sowie die Verfügung vom 3. Mai 2018 (act. G 3).
Erwägungen
1.
Im Rahmen des angefochtenen Einspracheentscheides vom 11. September 2018 hat
die Beschwerdegegnerin Transportkosten, die aufgrund von zwölf im Rahmen der
obligatorischen Krankenversicherung übernommenen Behandlungen in B._
entstanden sind, mit Fr. 84.--/Tag vergütet. Die Übernahme der von der
Beschwerdeführerin geltend gemachten, von Mai 2015 bis Juli 2016 entstandenen
Transportkosten in Höhe von insgesamt Fr. 6'150.-- (15 × Fr. 410.-- [Preis für ein
Monatsabo]) sowie der Krankheitskosten in Höhe von insgesamt Fr. 7'840.20 (vgl. act.
G 3.3/42) hat die Beschwerdegegnerin abgelehnt (act. G 3.3/16). Strittig ist somit im
vorliegenden Beschwerdeverfahren, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf die
Vergütung von Krankheitskosten in Höhe von Fr. 7'840.20 und einen Anspruch auf die
Vergütung der Transportkosten in Höhe von Fr. 6'150.-- für die von Mai 2015 bis Juli
2016 durchgeführten und teilweise durch die Zusatzversicherung übernommenen
Behandlungen bei Dr. C._ in B._ hat.
2.
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2.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die geltend gemachten Kosten in Höhe von insgesamt
Fr. 7'840.20 für die medizinischen Behandlungen von August 2015 bis April 2016 und
von März bis Dezember 2017 (vgl. act. G 1) durch die EL übernommen werden
müssen.
2.2 Gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30) vergüten die
Kantone den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung
ausgewiesene, im laufenden Jahr entstandene Kosten für die Kostenbeteiligung nach
Art. 64 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10). Während
der Art. 64 KVG die Modalitäten der Kostenbeteiligung der versicherten Personen
regelt, bestimmt der Art. 1 KVG den Geltungsbereich des Gesetzes und somit den
Rahmen, in welchem diese auch für die Ergänzungsleistungen relevante
Kostenbeteiligung stattfindet. So regelt das KVG die soziale Krankenversicherung,
welche die obligatorische Krankenpflegeversicherung und die freiwillige
Taggeldversicherung umfasst. Die gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG vergütungsfähigen
Kostenbeteiligungen beziehen sich also auf Leistungen der Krankenkassen, die
Gegenstand der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind (vgl. auch RALPH
JÖHL, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches
Sozialversicherungsrecht, Band XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Rz 266). Das st.
gallische Ergänzungsleistungsgesetz (sGS 351.5; ELG-SG) sieht in seinem Art. 1 Abs. 1
grundsätzlich vor, dass sich der Anspruch auf ordentliche Ergänzungsleistungen nach
der Bundesgesetzgebung richtet. Gemäss Art. 4bis Abs. 1 ELG-SG beschränkt sich
der Anspruch auf die Vergütung der ausgewiesenen Krankheits- und
Behinderungskosten nach Art. 14 Abs. 1 Bst. a bis g des ELG auf die im Rahmen einer
wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung erforderlichen Ausgaben,
soweit diese nicht Versicherer oder Dritte decken. Art. 4bis Abs. 2 ELG-SG anerkennt
Pflichtleistungen, die von Versicherern der obligatorischen Sozialversicherung
angerechnet wurden, als wirtschaftlich und zweckmässig. Kosten, die den
Leistungskatalog einer obligatorischen Sozialversicherung übersteigen, werden
demnach in der Regel nicht vergütet. Eine Ausnahme von dieser Regelung hat der st.
gallische Gesetzgeber in Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG vorgesehen, gemäss welchem die
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Kosten für Leistungen, die ausserhalb des Geltungsbereichs der obligatorischen
Sozialversicherungen erbracht wurden, ausnahmsweise vergütet werden, wenn deren
medizinische Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit nachgewiesen
sind.
2.3
2.3.1 Im Schreiben vom 15. März 2018 hat die Beschwerdeführerin in Bezug auf die
Krankheitskosten in Höhe von Fr. 7'840.20 unter dem Titel "Aktuelle Therapie und
ärztlicher Kostenanteil zu Lasten von A._" auf die beiliegenden
Krankenkassenabrechnungen verwiesen. Gemäss Art. 15 lit. a ELG muss die
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten innert 15 Monaten nach
Rechnungsstellung geltend gemacht werden. Diese Frist ist in Bezug auf die am 15.
März 2018 erstmalig geltend gemachten, aus den Krankenkassenabrechnungen vom
20. November 2015, 27. Januar 2016, 17. Februar 2016, 30. März 2016 und 25. Mai
2016 hervorgehenden Krankheitskosten bereits abgelaufen gewesen. Ein allfälliger
Vergütungsanspruch ist somit verwirkt.
2.3.2 In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin am 15. März 2018 geltend
gemachten, aus den genannten Krankenkassenabrechnungen hervorgehenden und im
Rahmen des Selbstbehalts entstandenen Kosten von Fr. 5'118.85 ist die Beschwerde
ebenfalls ohne Weiteres abzuweisen.
2.3.3 In Bezug auf die übrigen Krankenkassenabrechnungen vom 2. Juni 2017, 24.
Mai 2017, 2. Oktober 2017, 15. Dezember 2017, 10. Januar 2018 und 7. Februar 2018
ist festzuhalten, dass die Krankenkasse der Beschwerdeführerin die Rechnungen von
J._ (Fr. 446.90), von Dr. med. K._ (Fr. 163.35 abzüglich nicht versicherter Kosten
von Fr. 15.--) und von der Apotheke Dr. L._ (Fr. 46.10) direkt bezahlt und dabei
keinen Selbstbehalt der Beschwerdeführerin berücksichtigt hat. Diese bereits
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vollumfänglich durch die Krankenkasse übernommenen Kosten in Höhe von insgesamt
Fr. 641.35 können nicht nochmals durch die EL-Durchführungsstelle vergütet werden,
da sie das Vermögen der Beschwerdeführerin ja gar nicht belastet haben. Auch in
diesem Betrag ist die Beschwerde also abzuweisen.
2.3.4 Zu prüfen bleibt, ob die im Rahmen des von der freiwilligen
Krankenversicherung der Beschwerdeführerin vorgesehenen Selbstbehalts durch die
Beschwerdeführerin getragenen Krankheitskosten in Höhe von Fr. 2'065.-- sowie die
nicht von der Krankenkasse übernommenen Kosten für "SALVIA Wild Tropfen" von Fr.
15.-- durch die EL vergütet werden müssen.
2.4 Gemäss Art. 16 ELG werden die Leistungen nach Art. 14 ELG durch die Kantone
finanziert. In Art. 2 Abs. 2 ELG gewährt der Bundesgesetzgeber den Kantonen die
Freiheit, über den Rahmen des ELG hinausgehende Leistungen zu bezeichnen und
dafür besondere Voraussetzungen festzulegen. Der in Art. 14 Abs. 1 ELG aufgeführte
Leistungskatalog kann unter diesen Umständen nicht als abschliessend betrachtet
werden, sondern muss vielmehr als eine "Mindestaufzählung" zugunsten der EL-
Bezüger interpretiert werden, in deren Umfang die Kantone in jedem Fall Leistungen
erbringen müssen. In diesem Zusammenhang wird erkennbar, dass die beiden Sätze in
Art. 14 Abs. 2 ELG voneinander getrennt betrachtet werden müssen. Der Art. 14 Abs. 2
Satz 1 ELG gewährt den Kantonen nämlich i.V.m. Art. 2 Abs. 2 ELG die Freiheit, auch
ausserhalb der Leistungen, die die Kantone gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG auf jeden Fall
vergüten müssen, eine Übernahme von Krankheits- und Behinderungskosten
vorzusehen. Der Art. 14 Abs. 2 Satz 2 ELG schreibt den Kantonen hingegen sowohl bei
der Beschränkung der in Art. 14 Abs. 1 ELG vorgesehenen "Mindestaufzählung", als
auch bei der Erweiterung derselben eine Beschränkung der Vergütungspflicht auf jene
Kosten vor, die durch eine wirtschaftliche und zweckmässige Behandlung entstanden
sind.
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2.5 Der st. gallische Gesetzgeber hat also in Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG die Möglichkeit
der Ausrichtung von ausserhalb der in Art. 14 Abs. 1 ELG aufgezählten, auf jeden Fall
durch die Kantone zu übernehmenden Leistungen liegender Krankheits- und
Behinderungskosten vorsehen dürfen. Mit anderen Worten hat er die
Kostenübernahme nach Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG grundsätzlich auf Leistungen
ausdehnen dürfen, die nicht zumindest teilweise durch die obligatorische
Krankenversicherung gedeckt sind. Diesbezüglich ist der Vollständigkeit halber
anzumerken, dass die EL-Durchführungsstelle bei der Bestimmung der im Rahmen des
Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG anrechenbaren Leistungen nicht durch den in den Art. 3 ff. der
Verordnung über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den
Ergänzungsleistungen (sGS 351.53; VKB) vorgesehenen Leistungskatalog beschränkt
ist. Auf Bundesebene ist die "Minimalliste" der durch die Kantone zu vergütenden
Krankheits- und Behinderungskosten nämlich auf Gesetzesstufe erlassen worden,
weshalb eine allfällige Ausdehnung dieser Liste auf kantonaler Ebene ebenfalls auf
Gesetzesstufe zu erfolgen hätte. Der st. gallische Gesetzgeber hat auf Gesetzesstufe
jedoch weder eine weiterführende Auflistung vorgesehen, noch hat er die
entsprechende Kompetenz an den st. gallischen Verordnungsgeber delegiert. Daher
muss davon ausgegangen werden, dass der auf der Verordnungsstufe in Art. 3 ff. VKB
erlassene Leistungskatalog nicht abschliessend ist, sodass gestützt auf die kantonale
Gesetzesnorm Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG auch darüber hinausgehende Leistungen
übernommen werden können. Nach dem Gesagten könnten die durch die
Beschwerdegegnerin geltend gemachten, im Rahmen des Selbstbehalts entstandenen
Kosten für nicht durch die obligatorische Krankenversicherung übernommenen
Behandlungen also grundsätzlich vergütet werden. Allerdings hat der st. gallische
Gesetzgeber in Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG die Möglichkeit der Kostenübernahme
eingeschränkt und verlangt, dass die Leistungen nicht nur die Kriterien der
Wirtschaftlichkeit und der Zweckmässigkeit, sondern zusätzlich auch das Kriterium der
medizinischen Notwendigkeit erfüllen müssen. Die Beschwerdeführerin hat geltend
gemacht, dass das Kriterium der medizinischen Notwendigkeit – unabhängig davon,
dass die konkreten Behandlungen es in ihrem Fall erfüllten – bundesrechtswidrig sei,
weil die Übernahme von Leistungen gemäss Art 14 Abs. 2 ELG nur im Rahmen einer
wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung beschränkt werden dürfe.
Wie bereits erwähnt, hat der Bundesgesetzgeber in Art. 14 Abs. 2 Satz 2 ELG
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tatsächlich vorgesehen, dass die durch die Kantone gestützt auf Art. 14 Abs. 1 ELG
übernommenen Krankheits- und Behinderungskosten (damit sind sowohl die im
Bundesgesetz aufgezählten, als auch die durch die Kantone bestimmten, darüber
hinausgehenden Krankheits- und Behinderungskosten gemeint) die Voraussetzungen
der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmässigkeit erfüllen müssen. Weil der st. gallische
Gesetzgeber gestützt auf Art. 14 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 2 ELG in Art. 4bis Abs.
3 ELG-SG jedoch ausnahmsweise auch eine über die in Art. 14 Abs. 1 ELG
aufgezählten Leistungen hinausgehende Kostenübernahme vorsieht, ist es ihm
aufgrund der expliziten Ermächtigung in Art. 2 Abs. 2 ELG gestattet gewesen, mit der
medizinischen Notwendigkeit ein weiteres Kriterium vorzusehen. Es ist deshalb zu
prüfen, ob der durch die Beschwerdeführerin geltend gemacht Selbstbehalt in Höhe
von Fr. 2'065.-- sowie die von der Krankenkasse nicht übernommenen Kosten von Fr.
15.-- medizinisch notwendig, wirtschaftlich und zweckmässig gewesen sind.
2.6 In Bezug auf die medizinische Notwendigkeit ist zu berücksichtigen, dass die
Krankenversicherungen, unabhängig davon, ob sie obligatorisch, halbprivat oder privat
sind, die ihnen zur Verfügung stehenden Gelder nur für vom Versicherungszweck
abgedeckte Leistungen und ausserdem ökonomisch sinnvoll nutzen müssen. Deshalb
besteht kein Zweifel daran, dass sie ausschliesslich Kosten für Leistungen
übernehmen, die medizinisch notwendig sind. Weil es sich bei den im Umfang von Fr.
2'065.-- geltend gemachten Kosten um Selbstbehalte bei grösstenteils durch die
freiwillige Krankenversicherung der Beschwerdeführerin übernommenen
Behandlungskosten handelt, steht deshalb mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die betreffenden Leistungen medizinisch
notwendig gewesen sind. Auch die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit sind
aufgrund der Übernahme der Behandlungskosten durch die freiwillige
Krankenversicherung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, weil kein
Grund zur Annahme besteht, dass sie sinnlose oder überteuerte Leistungen
übernehmen würde. Der Selbstbehalt der Beschwerdeführerin in Höhe von Fr. 2'065.--
muss somit gestützt auf Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG im Rahmen der Krankheits- und
Behinderungskosten vergütet werden. In diesem Umfang ist die Beschwerde
gutzuheissen.
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2.7 Die medizinische Notwendigkeit der Kosten von Fr. 15.-- für die "SALVIA Wild
Tropfen" kann hingegen nicht ohne Weiteres bejaht werden. Es handelt sich dabei um
Tropfen, die bei Zahnfleischbluten und Mund- und Rachenentzündungen sowie
übermässigem Schwitzen und Nervosität Anwendung finden und ohne ärztliche
Verordnung in Apotheken und Drogerien erhältlich sind (vgl. https://compendium.ch/
mpro/mnr/3116/html/de#7100, zuletzt abgerufen am 26. März 2019). Aus der
Krankenkassenabrechnung vom 2. Oktober 2017 geht hervor, dass die Kosten für
diese Tropfen im Rahmen der Rechnung für die Behandlungsperiode vom 3. bis 4. Juli
2017 von Fr. 163.35 aufgeführt gewesen sind. Von dieser Rechnung sind jedoch nur Fr.
148.35 von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen worden. In Bezug
auf die SALVIA Wild Tropfen ist festgehalten worden, dass diese Leistung nicht
versichert sei (act. G 3.3/42-14). Weil die Krankenkasse diese Kosten also explizit
ausgeschlossen hat, erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass die
medizinische Notwendigkeit weder aus Sicht der obligatorischen noch aus der Sicht
der freiwilligen Krankenversicherung ausgewiesen gewesen ist. Die entsprechenden Fr.
15.-- können somit nicht im Rahmen des Art. 4bis Abs. 3 ELG-SG übernommen
werden. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist diesbezüglich abzuweisen.
3.
3.1 Weiter hat die Beschwerdeführerin geltend gemacht, ihr seien die aufgrund der
medizinisch notwendigen Behandlungen in B._ entstandenen Transportkosten in
Höhe von insgesamt Fr. 6'150.-- zu vergüten. Weil sie während der 15 Monate, in
denen sie bei Dr. C._ in Behandlung gewesen sei, wöchentlich drei bis fünf Mal nach
B._ habe fahren müssen, habe sie ein "Bahnabonnement mit Halbtax 2. Klasse,
E._ - B._" für monatlich Fr. 410.-- gekauft (act. G 3.3/42). Konkret handelt es sich
um die im Zeitraum von November 2015 bis Juli 2016 entstandenen Transportkosten,
weil die von Mai bis Juli 2015 angefallenen Transportkosten (vgl. act. G 3.3/42-1 f.)
aufgrund der Verwirkung gemäss Art. 15 ELG von vornherein nicht mehr vergütet
werden können und die im August, September und Oktober 2015 entstandenen Kosten
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bereits in der Vergangenheit vergütet worden sind (vgl. act. G 3.1/7, 56; vgl. auch E.
2.3). Die Beschwerde ist deshalb in Bezug auf die geltend gemachten Transportkosten
für Mai bis Oktober 2015 abzuweisen.
3.2 Gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. e ELG besteht ein Anspruch auf die Übernahme der
ausgewiesenen, im laufenden Jahr entstandenen Kosten für Transporte zur
nächstgelegenen Behandlungsstelle. In Art. 14 VKB-SG hat der st. gallische
Verordnungsgeber nicht nur die Vergütung der durch einen Notfalltransport oder durch
eine notwendige Verlegung entstandenen Transportkosten, sondern auch der Kosten
für Transporte zum nächstgelegenen medizinischen Behandlungsort vorgesehen.
Letztere werden gemäss Art. 14 Abs. 2 VKB-SG im Umfang der den Preisen der
öffentlichen Transportmittel der 2. Klasse für Fahrten auf dem direkten Weg
entsprechenden Kosten vergütet. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung zur
damals noch ausschliesslich bundesrechtlichen Regelung der
Krankheitskostenvergütung durften die Transportkosten nur dann vergütet werden,
wenn sie die unvermeidliche Folge einer notwendigerweise auswärts vorzunehmenden
Behandlung darstellten, die ihrerseits zu abziehbaren Krankheitskosten geführt hatte
(vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 15. November 2002, P
32/02, E.5.1). Weil mittlerweile jedoch die Kompetenz zur Bezeichnung der in Art. 14
Abs. 1 ELG aufgezählten Kosten bei den Kantonen liegt, ist diese Praxis nicht mehr
massgebend. Im Art. 14 Abs. 1 lit. e ELG und im Art. 1 ELG-SG lassen sich keine
Hinweise darauf finden, dass die Übernahme der Transportkosten ausschliesslich auf
jene medizinischen Behandlungen beschränkt wäre, die gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG
abzugsfähig sind. Deshalb besteht kein Grund zur Annahme, dass die Vergütung der
Transportkosten nur bei jenen medizinischen Behandlungen möglich sein soll, die
durch die obligatorische Krankenversicherung gedeckt sind. Somit sind beispielsweise
Transportkosten zu Zahnbehandlungen oder zu ärztlich angeordneten Badekuren zu
übernehmen, auch wenn diese Behandlungen nicht unter den Leistungskatalog der
obligatorischen Krankenversicherung zu subsumieren sind. Deshalb ist einzig auf die in
Art. 14 Abs. 1 lit. e und Abs. 2 ELG sowie in Art. 14 Abs. 2 ELG-SG genannten Kriterien
abzustellen. Zunächst ist also zu prüfen, ob die geltend gemachten Transportkosten
entstanden sind, weil die Beschwerdeführerin sich zu einer medizinischen Behandlung
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nach B._ begeben hat, und ob es sich dabei um den nächstgelegenen
Behandlungsort gehandelt hat. Anschliessend sind die Transportkosten auf ihre
Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit zu überprüfen.
3.2.1 Die Fahrten nach B._ zur Therapie bei Dr. C._ können zweifellos als
Fahrten zu einem medizinischen Behandlungsort qualifiziert werden, denn die Kosten
der Behandlungen bei Dr. C._ sind ja von der Krankenversicherung der
Beschwerdeführerin übernommen worden (act. G 3.3/20). Ob diese Kostenübernahmen
im Rahmen der obligatorischen oder der freiwilligen Krankenversicherung erfolgt sind,
spielt dabei keine Rolle. Krankenversicherungen übernehmen (auch ausserhalb der
obligatorischen Versicherungsdeckung) nämlich ausschliesslich die infolge der
Durchführung medizinischer Behandlungen entstandenen Kosten (vgl. auch E.2.6).
Allerdings steht noch nicht fest, ob Dr. C._s Praxis in B._ tatsächlich als
nächstgelegener medizinischer Behandlungsort qualifiziert werden kann. Zur
Beantwortung dieser Frage hatte das Gericht die Sache in der Vergangenheit an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. In diesem Zusammenhang hatte es der
Beschwerdegegnerin aufgetragen abzuklären, welcher individuellen ärztlichen
Behandlung die Versicherte aufgrund ihres Gesundheitszustandes bedurfte und ob die
individuell auf die Beschwerdeführerin zugeschnittene mögliche Behandlungsmethode
tatsächlich wie behauptet nur in B._ und G._ angeboten wurde bzw. ob die
Versicherte tatsächlich alle für sie in Frage kommenden Behandlungsstellen in der
Ostschweiz ausgeschöpft hatte (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 28.
September 2017 in Sachen EL 2016/23, E.3.1). Auf eine entsprechende Anfrage der
Beschwerdegegnerin beim Regionalen ärztlichen Dienst (RAD) hatte RAD-Arzt Dr. med.
H._, Allgemeine Innere Medizin FMH, erklärt, dass es grundsätzlich einige
Therapeuten in der Schweiz gebe, die ebenfalls die von Dr. C._ bei der
Beschwerdeführerin angewandte Therapieform der autonomen Regulationsdiagnostik
nach Dr. med. Klinghardt anböten (vgl. http://www.verein-neurobiologie.ch/typo3/
index.php?id=225), dass sich jedoch die Frage stelle, ob es sinnvoll sei, der
Beschwerdeführerin einen anderen Therapeuten zu verordnen, den sie nicht kenne und
zu dem sie neu ein Vertrauensverhältnis aufbauen müsste (act. G 3.3/48). Vorliegend
steht nicht zur Debatte, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar gewesen wäre, sich
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auf einen anderen Therapeuten einzulassen, sondern einzig, ob B._ – aus objektiver
Sicht, jedoch unter der Berücksichtigung ihrer subjektiven gesundheitlichen Situation –
der nächstgelegene Behandlungsort gewesen ist. Gemäss der von Dr. H._
angegebenen, offenbar nicht abschliessenden Therapeuten-Liste (Dr. C._ selbst ist
beispielsweise nicht aufgeführt) gibt es einige Therapeuten in den Kantonen Zürich und
St. Gallen, die die von Dr. C._ angewandte Therapieform ebenfalls anbieten.
Allerdings handelt es sich bei diesen Therapeuten bis auf eine Ausnahme nicht um
Ärzte. Dr. C._ hatte am 17. März 2016 explizit darauf hingewiesen, dass seine
besondere Ausbildung (Facharzt für Innere Medizin FMH, Manuelle Medizin SAMM,
TCM Akupunktur ASA, Ernährungslehre, Phytotherapie, Craniosacralmedizin,
Homöopathie und autonome Regulationsdiagnostik nach Dr. Kling¬hardt) bei jeder
Sitzung zur Beurteilung und Therapie herangezogen werden müssten (act. G
3.3/105-38). Ausserdem spricht die Tatsache, dass die aufgrund der Behandlung durch
Dr. C._ entstandenen Kosten teilweise durch die obligatorische und teilweise durch
die halbprivate bzw. private Krankenversicherung übernommen worden sind, dafür,
dass es bei der medizinischen Behandlung eben nicht ausschliesslich auf die Fähigkeit
Dr. C._s auf dem Gebiet der autonomen Regulationsdiagnostik (Kostenübernahme
durch "Alternativversicherung"), sondern damit kombiniert auch auf seine
schulmedizinischen Kenntnisse (Kostenübernahme durch "Grundversicherung")
angekommen ist. Der von Dr. H._ angegebenen Therapeuten-Liste ist zu entnehmen,
dass ein Dr. med. M._, Praktischer Arzt FMH, aus N._ ebenfalls die autonome
Regulationsdiagnostik anbietet. Dr. M._s Leistungsangebot deckt sich jedoch nicht
vollständig mit demjenigen von Dr. C._, der insbesondere auch Facharzt der Inneren
Medizin sowie der manuellen Medizin ist. Ausserdem wäre es unverhältnismässig,
Transportkosten nach N._ zu übernehmen und die Vergütung von Transportkosten
nach B._, welches nur 31 km weiter entfernt liegt und für die Beschwerdeführerin je
nach Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sogar schneller zu erreichen ist
(E._ - B._: 1h 48min, E._ - N._: 1h 23min bzw. 1h 54min), zu verweigern. Dass
es im näheren Umkreis des Wohnorts der Beschwerdeführerin weitere Fachärzte gibt,
die eine ähnliche Kombination an medizinischen Behandlungsmethoden anbieten wie
Dr. C._, ist insbesondere unter der Berücksichtigung dessen, dass auf der von Dr.
H._ angegebenen Liste von 27 der die autonome Regulationsdiagnostik anbietenden
Therapeuten lediglich einer auch schulmedizinisch ausgebildet ist, nicht überwiegend
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wahrscheinlich. Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass es sich bei Dr.
C._'s Klinik in B._ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um den nächstgelegenen
Behandlungsort gehandelt hat.
3.2.2 Weiter stellt sich die Frage, ob die geltend gemachten Transportkosten
wirtschaftlich und zweckmässig gewesen sind. Gemäss Art. 14 Abs. 2 VKB werden
Kosten vergütet, die den Preisen der öffentlichen Transportmittel (2. Klasse) für Fahrten
auf dem direkten Wege entsprechen. Den eingereichten Abrechnungen der
Transportkosten ist nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin Umwege
gemacht hätte und sich diese ebenfalls vergüten lassen wollte. Sie hat lediglich die für
die Hin- und Rückfahrt mit Bus und Bahn (jeweils in der zweiten Klasse) entstandenen
Kosten von Fr. 84.--/Tag bzw. den Preis der Monats-Generalabonnemente der zweiten
Klasse geltend gemacht. Grundsätzlich kann die Wirtschaftlichkeit deshalb bejaht
werden. Weil die Kosten ausserdem dazu geführt haben, dass die Beschwerdeführerin
zu ihrem nächstgelegenen Behandlungsort gelangt ist, sind sie auch zweckmässig
gewesen.
3.3 Nachdem feststeht, dass die durch den Transport zum nächstgelegenen
Behandlungsort bei Dr. C._ in B._ entstandenen Kosten im Sinne von Art. 4bis Abs.
3 ELG-SG wirtschaftlich und zweckmässig gewesen sind (vgl. E.3.2.2), stellt sich noch
die Frage, in welcher Höhe diese Kosten tatsächlich entstanden sind. Insbesondere ist
zu klären, ob unter der Berücksichtigung der Häufigkeit der getätigten Fahrten die
Übernahme der Kosten eines monatlichen Abonnements gerechtfertigt gewesen ist.
Die Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, sie sei in der Zeit von Mai 2015 bis Juli
2016 ca. 104 Mal bei Dr. C._ gewesen (vgl. act. G 3.3/42). Gemäss den eingereichten
Rechnungen von Dr. C._ ist sie im massgeblichen Zeitraum von November 2015 bis
Juli 2016 jedoch nur am 25. November 2015, am 14. und 18. Dezember 2015, am 13.
Januar 2016, am 18., 22. und 25. Februar 2016, am 3., 15. und 17. März 2016, am 12.
April 2016, am 2. Juni 2016, am 6. Juni 2016 und am 11. und 30. Juli 2016, also 15 Mal
in der Praxis in B._ gewesen. An den übrigen in den Rechnungen aufgeführten 19
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Tagen hat Dr. C._ lediglich Medikamente, z.B. "LACDIGEST Kautabl 100 Stk",
"COBANTRIL Susp 500 mg 10 ml", COBANTRIL Kautabl 250 mg 3 Stk", "SINUPRET
FORTE Drag 20 Stk", "FLAMAZINE Creme 50 g", "DER-MED Extra Mild liq pH 5.5 Disp
500ml", "VERMOX Tabl 500 mg 100 Stk" oder "ärztliche Leistungen in Abwesenheit
der Patientin" berechnet (vgl. act. G 3.3/20). Grundsätzlich ist nicht davon auszugehen,
dass die Beschwerdeführerin an diesen Tagen nach B._ gefahren ist, nur um bei Dr.
C._ Tabletten oder Cremes abzuholen. Allerdings liegen zusätzlich zu den
Rechnungen sogenannte Time-Sheets (act. G 3.3/42-7 ff.) vor, denen an weit mehr als
den insgesamt 34 in den Rechnungen aufgeführten Tagen Notizen wie "ta Infusion",
"eg Infusion" und "sh Infusion" zu entnehmen sind (act. G 3.3/42-7 ff.). Auf diese Time-
Sheets hat die Beschwerdeführerin denn auch ihre Argumentation betreffend die
häufigen Besuche bei Dr. C._ gestützt. Abgesehen davon liegen die aus den
eingereichten Rechnungen hervorgehenden Beträge weit unter den durch die
Krankenkasse übernommenen Behandlungskosten (vgl. act. G 1.3.19 ff., act. G 3.3/20).
Insgesamt bestehen deshalb Zweifel daran, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum
von November 2015 bis August 2016 tatsächlich nur an 15 Tagen bei Dr. C._
gewesen ist. Vielmehr erscheint es als durchaus möglich, dass sie auch an weiteren
Tagen von Dr. C._ in B._, beispielsweise zum Zwecke der Durchführung von durch
die Krankenkasse übernommenen Infusionen, behandelt worden ist. Diesbezüglich
widersprechen die Time-Sheets allerdings teilweise den Rechnungen von Dr. C._. So
ist zwar im Time-Sheet für den 6. Juni 2017 eine Konsultation vermerkt, die auch in der
Rechnung verzeichnet wurde, für den 11. Juli 2017 sieht das Time-Sheet jedoch statt
der gemäss Rechnung durchgeführten Konsultation einzig eine "ta Infusion" vor. Dass
die Beschwerdeführerin wie behauptet 104 Mal bei Dr. C._ in B._ gewesen ist,
lässt sich also anhand der vorliegenden Akten nicht nachvollziehen. Bei dieser
Aktenlage kann nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, wie oft die Beschwerdeführerin tatsächlich zum
Zwecke einer durch die Krankenkasse übernommenen ärztlichen Behandlung in B._
gewesen ist und wie hoch demnach die Vergütung der Transportkosten im
massgebenden Zeitraum ausfallen muss. Folglich erweist sich der massgebliche
Sachverhalt in Bezug auf die Transportkosten nach B._ als ungenügend abgeklärt.
4.
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4.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde betreffend die Übernahme des
Selbstbehalts der Beschwerdeführerin in Höhe von Fr. 2'065.-- gestützt auf Art. 4bis
Abs. 3 ELG-SG gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 11.
September 2018 ist diesbezüglich als rechtswidrig aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin den Selbstbehalt in Höhe von Fr.
2'065.-- zu vergüten. In Bezug auf die übrigen geltend gemachten Behandlungskosten
von insgesamt Fr. 5'775.20 ist die Beschwerde – ebenfalls gestützt auf Art. 4bis Abs. 3
ELG-SG – abzuweisen (vgl. E.2). Weil diese Beurteilung der Beschwerde betreffend die
Übernahme der geltend gemachten Behandlungskosten grundlegend in Anwendung
des kantonalen Rechts erfolgt, ist auch der kantonale Rechtsmittelweg vorgesehen.
Allfällige diesbezügliche Beschwerden sind also an das Verwaltungsgericht zu richten.
4.2 In Bezug auf die Übernahme der Transportkosten nach B._ in Höhe von Fr.
3'690.-- ergibt sich gestützt auf Art. 11 Abs. 1 lit. e ELG, dass der massgebliche
Sachverhalt nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit feststeht. Der Einspracheentscheid ist diesbezüglich also in
Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen. Weil es nicht die
Aufgabe des Versicherungsgerichtes sein kann, ein Versäumnis hinsichtlich der
ureigensten Aufgabe der Beschwerdegegnerin, nämlich der Sachverhaltsabklärung,
nachzuholen, ist die Sache betreffend die Übernahme der Transportkosten von
November 2015 bis Juli 2016 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde zur weiteren
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei hat sie abzuklären, wie
häufig die Beschwerdeführerin Dr. C._ in B._ tatsächlich für durch die
Krankenkasse übernommenen Leistungen im Zeitraum von November 2015 bis August
2016 hat aufsuchen müssen bzw. ob sie ihn monatlich so häufig aufgesucht hat, dass
anstelle der Vergütung der einzelnen Fahrten die Vergütung eines Monatsabonnements
sinnvoll erscheint. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
die daraus entstandenen Transportkosten unter Berücksichtigung der in Art. 14 Abs. 2
VKB i.V.m. Art. 11 Abs. 2 Satz 1 ELG aufgestellten Kriterien der Wirtschaftlichkeit und
Zweckmässigkeit zu vergüten. In Bezug auf die übrigen geltend gemachten
Transportkosten von Mai bis Oktober 2015 in Höhe von angeblich Fr. 2'460.-- ist die
Beschwerde abzuweisen (vgl. E.3). Weil die Beurteilung der Beschwerde betreffend die
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Vergütung der Transportkosten grundlegend gestützt auf Bundesrecht erfolgt ist, ist
der bundesrechtliche Rechtsmittelweg vorgesehen. Allfällige diesbezügliche
Beschwerden sind also in Form von Beschwerden in öffentlichen Angelegenheiten an
das Bundesgericht zu richten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat eine Kostennote in Höhe von Fr. 3'360.25
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht. Diese Kosten erweisen sich als
angemessen. Weil im vorliegenden Fall der geteilte Rechtsmittelweg gilt (vgl. E.4.1 und
E.4.2), ist auch die Parteientschädigung aufzuteilen. Im vorliegenden
Beschwerdeverfahren erscheint der Vertretungsaufwand in Bezug auf den
bundesrechtlichen (Transportkosten) und den kantonalrechtlichen (Behandlungskosten)
Teil der Beschwerde etwa gleich hoch, weshalb eine hälftige Aufteilung der
Parteientschädigung vorzunehmen ist. Die Beschwerdegegnerin hat der
Beschwerdeführerin somit in Bezug auf die Behandlungskosten 1⁄2 der Parteikosten,
also Fr. 1'680.15, und in Bezug auf die Transportkosten ebenfalls 1⁄2 der Parteikosten,
nämlich Fr. 1'680.15 (jeweils inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer), zu bezahlen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).