Decision ID: 5499ce28-4a3d-4d69-9513-386aba457556
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1951 geborene
X._
meldete sich erstmals am 19. Januar 1994 unter Hinweis auf ein
Zervikalsyndrom
der Halswirbelsäule bei der Eidgenössi
schen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Rente) an (Urk. 7/18).
Im Rahmen ihrer Abklärungen holte die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter anderem
das Gutachten des
Y._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 30. April 1998 (Urk. 7/70), sowie jenes vom
Y._
, Neurologische Klinik, vom 24. August 1998 (Urk. 7/85) ein.
Mit Verfügung
en
vom
16.
März 1999 sprach die IV-Stelle der Versicherten
rückwirkend
für die Zeit vom
1
. Oktober 1993 bis zum
30
.
September 1998 eine befristete ganze Invalidenrente zu (Urk. 7/87, Urk. 7/88
, Urk. 7/89
).
Diese
Verfügungen
wurde
n
mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.
1999.00219
vom
14. Dezember 2000
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde
insoweit
aufgehoben,
als die Rente auf den 30.
September 1998 befristet
worden war
, und es w
urde
festgestellt, dass die
Versicherte
für die Zeit vom 1. Oktober 1993 bis
zum
30. November 1998 Anspruc
h auf eine ganze Rente der Inva
lidenversi
cherung
ha
be
. Im Übrigen wurde die Beschwerde
gegen die Verfügungen vom 16. März 1999
abgewiesen (Urk. 7/
103/15
).
1.2
Am 15. Januar 2009 meldete sich die Versicherte erneut zum Rentenbezug an (Urk. 7/114). Die IV-Stelle tätigte daraufhin erwerbliche sowie medizin
ische Abklärungen. Unter anderem liess sie die Versicherte
am 11. Januar 2010
durch ihren
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
untersuchen (Bericht vom 24. Februar 2010,
Urk.
7/134-135).
Gestützt darauf errechnete die IV-Stelle einen
Invalidi
tätsgrad
von 33 % und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 16. März 2010 die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht
(Urk. 7/
139).
Hierge
gen erhob die
Versicherte
am 29. April 2010 Einwand
(Urk. 7/
143). Am 1. Juli 2010 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne
(Urk. 7/
147). Dieser Ent
scheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3
Am 4. November 2011 meldete sich die
Versicherte
unter Beilage des Berichts von med.
pract
.
Z._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 5. Mai 2011 erneut zum Rentenbezug an
(Urk. 7/
151-152). Die IV-Stelle nahm medizinische sowie erwerbliche Abklärungen vor und zog die Akten der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
bei.
Mit Vorbescheid vom 17. September 2012 stellte sie der Versicherten die Ausrichtung einer befristeten halben Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. September 2012 in Aussicht
(Urk. 7/
179).
Dagegen erhob die
Versicherte
am 22. Oktober
2012 Einwand
(Urk. 7/
185)
. Daraufhin
holte die IV-Stelle weitere Berichte und Auskünfte bei den behandelnden Ärzten ein
(Urk. 7/
190, 7/192, 7/206) und gab der Versicherten am 21. Juni 2013 Gelegenheit, sich dazu zu äussern
(Urk. 7/
207)
.
Diese liess sich am 4. September 2013 vernehmen
(Urk. 7/
215).
Mit Verfügung vom 24. Januar 2014 sprach die IV-Stelle der Versicherten wie angekündigt
für die Zeit
vom 1. Mai bis am 30. September 2012
eine
befristete halbe Invalidenrente zu. Weiter hielt sie fest, die
Versicherte
beziehe seit dem 1.
April 2013 eine AHV-Rente
(Urk. 7/
217,
Urk. 7/
227).
2.
Gegen die Verfügung vom 24. Januar 2014
(Urk.
2) erhob die
Versicherte
am 25. Februar 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei bezüglich der Befristung der Rente per 30. September 2012 aufzuheben und es sei ihr über den 30. September 2012 hinaus eine angemessene Rente mindestens bis Ende März 2014 zuzusprechen. Eventualiter sei eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
einzuholen
(Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer
Beschwerdeantwort
vom 1. April 2014 auf Abweisung der Beschwerde
(Urk.
6). Die Beschwerdeführerin hielt in ihrer Replik vom 21. August 2014 an den gestellten Anträgen vollumfänglich fest
(Urk.
12 S. 2). Die
Beschwerde
gegnerin
verzichtete am 3. September 2014 auf das Einreichen einer Duplik
(Urk.
14), was der Beschwerdeführerin am 4. September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk.
15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009
,
E. 2).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV
), so ist im
Beschwerdever
fahren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006
,
E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. Februar 2011 erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit
sei sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigungsangestellte wieder zu 50 % arbeitsfähig gewesen. Nachdem die Anmeldung zum
Leistungs
bezug
am 7. November 2011 erfolgt sei, sei der Anspruch auf eine halbe Invali
denrente am 1. Mai 2012 entstanden. Bezüglich der Unfallfolgen bestehe gemäss den von der Suva vorgenommenen Abklärungen
ab dem 1. Juli 2012 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit als Reinigungsangestellte, weshalb die Rente per Ende September 2012
aufzuheben respektive
zu befristen sei. Eine zusätzli
che, psychiatrisch bedingte relevante Arbeitsunfähigkeit sei nicht ausgewiesen (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte
hiergegen
vor,
eine dauerhafte relevante Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei ausgewiesen.
Seit Anfang 2011 sei sie aus psychiatrischer Sicht infolge einer depressiven Symp
tomatik zu 50 % arbeitsunfähig.
Daneben lägen somatische Beeinträchtigungen diversester Art vor.
Unfallbedingt sei sie bis Ende August 2012 zu 50 % arbeits
unfähig gewesen.
Die Suva habe
nämlich
ihre Taggeldleistungen erst per Ende August 2012 eingestellt. Des Weiteren sei
en im August sowie im Oktober 2012 die ersten beiden Schübe einer
Sigmadivertikulitis
aufgetreten.
Anfang Januar 2013
dann der dritte, wegen welchem
sie vom 11. Januar bis 17. März 2013
z
u 100 % arbeitsunfähig gewesen sei und habe operiert werden müssen
. Insgesamt liege somit auch nach dem 1. Juli 2012
noch eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 und 100 % vor
(Urk. 1 S. 3-4
, Urk. 12 S. 2-3
).
3.
3.1
Laut Unfallmeldung vom
9
.
Februar
2011 stürzte die Beschwerdeführerin
am 1.
Februar 2011 auf dem Trottoir
(Urk. 7/157/60). Dabei zog sie sich
ein
Distor
sionst
rauma
im linken
Rückfuss
zu. Im weiteren Verlauf wurde zudem
eine
Par
tialläsion
des Spring-Ligaments mit Zerrung der
tibiotalaren
Ligamente
entdeckt
(Urk. 7/157/14,
7/157/42-43).
3.
2
Die behandelnde
Psychiaterin med.
pract
.
Z._
diagnostizierte in ihrem Bericht
vom 5. Mai 2011
rezidivierende mittelschwere bis schwere depressive Episoden, gegenwärtig mittelschwer (ICD-10: F33.1)
,
sowie eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1;
Urk. 7/151
/1).
Sie
beschrieb,
bei der Beschwerde
führerin habe sich bei rezidivierenden Aborten bei vorhandenem Kinderwunsch im Alter von 30 bis 40 Jahren
eine zunehmende Verunsicherung und Angst entwickelt. Zusätzlich sei sie als arbeitende und den Haushalt versorgende Frau und
durch
die ständigen Konflikte mit ihrem Ehepartner
inklusive
durch dessen ständiges Fremdgehen belastet gewesen.
Auch im Zusammenhang mit der Herz
erkrankung und diesbezüglichen Untersuchungen verspüre sie eine verstärkte Angst, da ihr Bruder bei demselben Eingriff verstorben sei.
Des
Weiter
en
habe sich in einer äussersten Stresssituation ein unverschuldeter Auffahrunfall ereig
net. Die Beschwerdeführerin sei wegen einer Konzentrationsverminderung, ver
minderter Belastbarkeit, schnellerer Erschöpfung und einer Verlangsamung zu 50 % arbeitsunfähig (Urk. 7/151/2-4).
Am 15. Mai 2013 gab med.
pract
.
Z._
der IV-Stelle bekannt, die Beschwer
de
führerin sei seit Mai 2011 nicht mehr bei ihr in Behandlung gewe
sen beziehungs
weise nur noch sporadisch in der Praxis aufgetaucht, weshalb sie keinen aktuellen Bericht erstatten könne (Urk. 7/206).
3.
3
Am 25. November 2011 wurde die Beschwerdeführerin durch Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, kreisärztlich untersucht. Dr.
A._
berichtete, die Beschwerdeführerin klage über Schmer
zen plantar am linken Rück- und Mittelfuss. Bei der klinischen Untersuchung falle zuerst ein erhebliches Schmerzdemonstrationsverhalten auf. Daneben zeige sich teils ein dysfunktionales Verhalten und es müsse eine dysfunkti
o
nale Schmerzverarbeitung postuliert werden. Durch die angegebene Schmerzhaf
tigkeit sei die klinische Untersuchung stark erschwert. Eine erhebliche objekti
vierbare klinische Pat
hologie, die das Beschwerdebild
erklären könnte, könne aber nicht festgestellt werden. Die
vorhandene
Schwellung sei höchstens mini
mal und die muskuläre Situation spreche für eine normale Belastung des linken Beines in den letzten sechs Monaten. Als objektivierbarer klare
r
pathologischer Befund bleibe der nach wie vor bestehende
Bone
bruise
im
Processus
posterior
tali
. Dies
er
erkläre Schmerzen im dorsalen Bereich des Rückfusses.
Dr.
A._
schloss damit, er habe mit der Beschwerdeführerin vereinbart, dass sie die Arbeit ab 1. Dezember 2011 zu 50 % aufnehme
n werde
(Urk. 7/157/14-15).
3.
4
Dr. m
ed.
B._
, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie des Bewegungsapparates
, Klinik
C._
, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2011 einen Zustand nach Inversionstrauma des linken Fusses sowie einen
Bone
bruise
Processus
posterior
tali
links. In ihrer Beur
teilung hielt sie fest, die Beschwerdeführerin sei bis auf Weiteres zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 7/168/98). Gleichentags
teilte
sie
der Suva telefonisch mit, sie halte die Arbeitsaufnahme zu 50 % aus medizinischer Sicht für möglich
, die Beschwerdeführerin sei jedoch nicht damit einverstanden
(Urk. 7/168/91).
Am 23. Januar 2012 gab sie an, die Arbeitsfähigkeit sei weiter
hin mit 50 % einzuschätzen, dies sicher noch bis Ende Februar 2012 (Urk. 7/168/106). Am 2. April 2012 bewertete sie die Arbeitsunfähigkeit weiter
hin mit 50 %, gab jedoch an, ab dem 1. Mai 2012 werde die Beschwerdeführerin versuchen, ihre Arbeit wieder vollumfänglich aufzunehmen (Urk. 7/168/110).
Dem Bericht von Dr.
B._
vom 23. Mai 2012 ist sodann zu entnehmen, die Beschwerdeführerin habe am 3. Mai 2012 ein erneutes Trauma am linken Fuss erlitten. Sie sei weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig.
Am 17.
August 2012 berich
tete Dr.
B._
, die MRI-Untersuchung vom 19. Juni 2012 habe keine neuen Pathologien
respektive kein Korrelat für ein neuerliches Trauma
gezeigt. Ab 1.
Juli 2012 sei ihres Erachtens mit einer vollumfänglichen Arbeitsaufnahme zu rechnen gewesen (Urk. 7/170
, Urk. 7/171/1, Urk. 7/171/4
).
3.
5
A
m 24. August 2012 erfolgte eine
erneute kreisärztliche Untersuchung durch Dr.
A._
.
Dieser
hielt in seiner Beurteilung fest,
die Beschwerdeführerin klage aktuell über gleichbleibende, dauernde Schmerzen diffus im linken
Rück
fuss
,
dies sowohl bei Belastung als auch in Ruhe. In den letzten zwei bis drei Monaten hätten sich die Beschwerden nach den Angaben der Beschwerdeführe
rin bis zum linken Knie ausgedehnt. Die klinische Untersuchung sei stark erschwert. Es zeige sich ein massives Schmerzdemonstrationsverhalten.
Es
sei keine trophische Störung und auch keine wesentliche Schwellung objektivierbar
und
bezüglich Beweglichkeit sei einzig die Dorsalextension leicht eingeschränkt
gewesen
. Im Röntgenbild persistiere das Knochenmarködem im
Processus
posterior
tali
. Bei praktisch vollständiger Beschwerdefreiheit im Frühling 2012 während der Akupunktur-Behandlung könne es aber offensichtlich nicht für die heute wieder bestehenden Beschwerden verantwortlich gemacht werden. Insge
samt könne das Beschwerdebild aktuell medizinisch nicht mehr unfallkausal als Folge einer strukturellen Verletzung erklärt werden. Bezüglich
der
vollen Arbeitsfähigkeit ab 1. Juli 2012 schliesse er sich der Beurteilung von Dr.
B._
an
(
Bericht vom 27.
August 2012
, Urk. 7/175/
32-33
).
3.
6
Der ab Oktober 2012 behandelnde Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, nannte in seinem Bericht vom 3. Dezember 2012 als Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Entwicklung sowie chronische Schmerzen am linken Sprunggelenk. Er gab an, diese Leiden wirkten sich in einer raschen Ermüdbarkeit sowie in einer Verminderung der Konzentration aus, weshalb er ihr bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit als Putzfrau attestierte. Zudem gab er an, dabei bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. Behinderungsangepasst sei eine leichte Arbeit, welche während vier Stunden pro Tag zumutbar sei (Urk. 7/190/1-4). Am 4. März 2013 gab Dr.
D._
der IV-Stelle an, die Beschwerdeführerin sei seit längerer Zeit nicht mehr bei ihm in Behandlung gewesen, weshalb er
keinen aktuellen Bericht erstatten
könne (Urk. 7/192).
3.
7
RAD
-Arzt Dr. med.
E._
, Facharzt für Anästhesiologie, befand in seiner
Stellungnahme vom 21. Juni 2013
, bezüglich der somatischen Beschwerden könne man sich dem kreisärztlichen Bericht von Dr.
A._
vom 27. August 2012 anschliessen, wonach ab dem 1. Juli 2012 sowohl in bisheriger als auch in angepasster Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Zu den geltend gemachten psychischen Beschwerden hielt er fest, im Bericht von med.
pract
.
Z._
vom 5. Mai 2011 sei als Therapie einzig 50
mg
Zoloft
angeführt, wobei es sich um eine bescheidene Dosierung handle
. Der Behandlungszeitraum werde
nicht erwähnt und Befunde für eine Begründung der Diagnosen sowie der angegebenen 50%igen Arbeitsunfähigkeit würden fast gänzlich fehlen. Eine psychiatrisch bedingte relevante Arbeitsunfähigkeit sei durch diesen Bericht nicht ausgewiesen. Allgemeinmediziner Dr.
D._
habe als Befunde lediglich eine leichte Schwellung im linken oberen Sprunggelenk bei freier Beweglichkeit
sowie eine rasche Ermüdbarkeit angegeben. Eine fachärztliche psychiatrische Behandlung habe er offenbar nicht für notwendig befunden. Nach dem Gesagten liege ab dem 1. Juli 2012 wieder eine 100%ige Arbeitsfä
higkeit vor
(Urk. 7/216/3)
.
3.
8
Am 4. Februar 2014 berichtete Dr. med.
F._
, Facharzt für
Psychi
atrie und Psychotherapie
, die Beschwerdeführerin befinde sich seit dem 11. April 2013 in
seiner ambulant-psychiatrischen
Behandlung. Es liege eine depressive Symptomatik im Rahmen einer Anpassungsstörung bei psychosozia
ler Belastungssituation (Status nach Scheidung, Probleme mit dem Ex-Mann, finanzielle Schwierigkeiten) vor. Sie habe eine antidepressive und beruhigende Medikation erhalten (Urk. 3/3).
3.9
Dr. med.
G._
, Fachärztin für Allgemeinmedizin, attestierte der Beschwerdeführerin vom 11. Januar bis am 21. Februar 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/5-7). Vom 21. bis am 27. Februar 2013 war die Beschwerd
eführerin im
Y._
, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, hospitalisiert. Nach einem dritten Schub einer
Sig
madivertikulitis
wurde am 21. Februar 2013 eine
Sigmaresektion
durchgeführt (Urk. 3/8). Hernach wurde sie bis zum 17. März 2013 vollumfänglich arbeits
unfähig geschrieben (Urk. 3/9).
4.
4.1
Wegen
de
s
Unfall
s
vom 4. Februar 2011 hatte sich im Vergleich zur letzten
Ren
tenverfügung
vom
1. Juli 2010
(Urk. 7/
147)
eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ergeben. Im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns sechs Monate nach der Neuanmeldung zum
Leis
tungsbezug
vom November 2011 (Art. 29 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
,
IVG
), im Mai 2012, lag gemäss sämtlichen ärztlichen Berichten eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit
respektive eine 50%ige Arbeitsfähig
keit in der bisherigen Tätigkeit vor (vgl. vorstehende E. 3.2 bis E.
3.4
sowie den Bericht von Dr.
G._
vom 27. Juni 2011, wonach ab
dem Zeitpunkt der Berichterstattung die Arbeit wieder zu 50
% aufgenommen werden konnte,
Urk.
7/168/53
). Dementsprechend ist die unbestritten gebliebene
Zusprache
einer halben Invalidenrente ab 1. Mai 2012 nicht zu beanstanden.
4.2
Strittig ist, ob sich die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin per 1. Juli 2012 wieder verbessert hat.
Kreisarzt
Dr.
A._
erhob anlässlich seiner Untersu
chung vom 24. August 2012 die
Befunde (Urk. 7/175/30-32) und berücksich
tigte sowohl den aktenmässigen Verlauf (Urk. 7/175/26-29) als auch die Anga
ben der
Beschwerdeführerin zu ihren Beschwerden und zur Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/175/29-30). Dr.
A._
kam zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei ab dem 1. Juli 2012 nicht mehr in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.
Dies überzeugt angesichts der kaum vorhandenen objektiven Befunde. So
zeigten die Röntgenbilder des oberen Sprunggelenks auch unter Belastung unauffällige
osteoartikuläre
Verhältnisse, insbesondere eine normale Knochenstruktur und keine Hinweise auf ein dystrophes Geschehen (Urk. 7/175/31)
. Auch war kein Korrelat für ein Inversions- oder
Eversionstrauma
auszumachen (Urk. 7/175/28, Urk. 7/
171/4).
Die MRI
Untersuchung ergab einzig ein diskretes
Knochenmark
ödem
im
Processus
posterior
tali
(Urk. 7/175/28-29
, Urk. 7/171/4
), welches jedoch
gemäss der nachvollziehbaren Überlegung von Dr.
A._
nicht als Grund für die aktuell geklagten Beschwerden in Frage kommt, da
es auch im Zeitpunkt
d
er praktisch vollständigen Beschwerdefreiheit im Frühling 2012 vor
handen war (Urk. 7/175/33).
Beim von Dr.
A._
beobachteten massiven
Schmerz
demonstrationsverhalten
und positiven
Waddell
-Zeichen
(Urk. 7/175/30, Urk. 7/175/32) ist denn auch
nicht erstaunlich
, dass die medizi
nische Beur
teilung nicht mit den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Arbeitsfähigkeit übereinstimmt.
Ferner erachtete auch die
behandelnde
Ärztin Dr.
B._
eine vollumfängliche Arbeitsaufnahme per 1. Juli 2012 für möglich (Urk. 7/170).
Dem aus somatischer Sicht widersprechende Arztberichte sind nicht vorhanden.
Dr.
D._
attestierte der Beschwerdeführerin erst ab Oktober 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/190/2).
Die Fortzahlung der Taggelder bis Ende August 2012 erfolgte
gemäss dem Schrei
ben der Suva vom 31. August 2012
ausdrücklich „
kulanterweise
“, weil die kreisärztliche Untersuchung erst kurz zuvor stattgefunden hatte (Urk. 7/17
3
). Keineswegs kann daraus
- wie die Beschwerdeführerin es tun möchte (Urk. 1 S.
4 Ziff. 9
, Urk. 12 S. 3 Ziff. 4
) -
abgeleitet werden,
sie
sei erst nach dem 1. Juli 2012 wieder voll arbeitsfähig gewesen.
4.
3
Weitere somatische Erkrankungen wurden im Bericht des
Y._
vom
27. Februar 2013
zwar genannt (Urk. 3/
8
), jedoch wurde der Beschwerdeführerin einzig aufgrund der
Sigmadivertikulitis
beziehungsweise nach der
Sigmaresektion
für eine
beschränkte
Zeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert
(Urk. 3/5-7, Urk. 3/9)
. Dafür, dass sich die
im Bericht genannten
unfallfremden somatischen Beschwerden
(
Sigmadivertikulitis
, Colon
irritabile
, Adipositas Grad I etc.)
dauerhaft einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswir
ken würden, wie die Beschwerdeführerin dies geltend macht (Urk. 1 S.
4 Ziff. 9, Urk. 12 S. 2 Ziff. 3
), liegen keine Anhaltspunkte vor.
4.
4
4.4.1
Die Beschwerdeführerin macht
e
weiter geltend,
aus psychiatrischer Sicht zu 50
% arbeitsunfähig zu sein (Urk. 1 S.
3-4 Ziff. 4-8, Urk. 12 S.
2 Ziff. 4
).
Med.
pract
.
Z._
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 5. Mai 2011 zwar rezidi
vierende depressive Episoden, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1)
,
und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1). Beides bei einem Status nach traumatisierenden Erfahrungen, welche indes die diagnostischen Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht erfüllten (Urk. 7/151/1).
Als Befunde hielt med.
pract
.
Z._
fest, die Beschwerdeführerin sei wach, allseits orientiert, ihr formales Denken sei geordnet und es bestünden keine Anhalts
punkte für ein psychotisches Erleben oder für Ich-Störungen. Stimmungsmässig sei sie bedrückt, es bestünden eine Grundanspannung, Erschöpfung, Schmerzen am Körper, Schlafschwierigkeiten, Zukunftsängste, Existenzängste und eine Grundängstlichkeit, jedoch keine Suizidalität (Urk. 7/151/3).
Die geklagten Beschwerden führte med.
pract
.
Z._
nicht separat auf, weshalb nicht erkenn
bar ist, ob
sich
die genannten Befunde
überhaupt von den geklagten Beschwer
den unterscheiden oder ob sie
einzig auf den Angaben und dem subjektiven Erleben der Beschwerdeführerin beruhen
.
Jedoch kann n
ur eine
aus objektiver Sicht nicht überwindbar
e
Erwerbsunfähigkeit
zu einer Invalidität führen
(Art. 7 Abs. 2 ATSG)
.
Eine solche ist durch die genannten Angaben im Bericht nicht dargetan.
Auch die zur Begründung für die 50%ige Arbeitsunfähigkeit angege
benen Einschränkungen („Konzentrationsverminderung, verminderte Belastbar
keit, schnellere Erschöpfung, verlangsamt“; Urk. 7/151/4) wurden nicht näher dokumentiert, weshalb fraglich ist, ob sie objektiv festgestellt oder von der Beschwerdeführerin
geklagt
wurden
.
Ein kritisches Überprüfen der angegebenen Beschwerden wäre bei der Beschwerdeführerin jedoch
unabdingbar, da sie
bei den kreisärztlichen Untersuchungen
ein massives
Schmerzdemonstrationsver
halten
aufwies (vorstehende E. 3.3 und 3.5).
Insgesamt ist kein
medizinisches Substrat (fach-)ärztlic
herseits schlüssig festgestellt, das
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
nachgewiesenermassen
wesentlich beeinträchtigt
,
wie dies erforderlich wäre (E.
1.1 vorstehend).
Dr.
E._
merkte zum Bericht von med.
pract
.
Z._
zudem an, dass der
Behand
lungszeitraum
nicht angegeben sei und dass sich die Therapie auf 50 mg
Zoloft
beschränke, was bei einer Steigerungsmöglichkeit bis auf 200 mg als bescheiden anzusehen sei (Urk. 7/216/3).
Nach der Berichterstattung vom 5. Mai 2011 war die Beschwerdeführerin nicht mehr bei med.
pract
.
Z._
in Behandlung (Urk. 7/206), was auf einen nicht allzu grossen
tatsächlichen
Leidensdruck schliessen lässt
(vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom 03. Juni 2015, E. 4.4.2).
Ferner bedingt die Annahme einer
invalidisieren
de
n
Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung
, dass
eine konsequente
Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent aus
weist
(
Urteil des Bun
desge
richts
8C_774/2013 vom
3.
April 2014
,
E.
4.2 mit Hinweisen).
Diese Voraussetzung ist bei der nur temporären Therapie beziehungsweise beim Fehlen einer
fachärztlich durchgeführten
psychothera
peutischen Therapie im relevanten Zeitraum von Mai 2012 bis März 2013 sowie bei der von Dr.
E._
angeführten Steigerbarkeit der Medikation nicht gegeben. Gestützt auf den Bericht von med.
pract
.
Z._
ist somit nicht von einer andauernden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen.
4.4.2
Anhand der von Dr.
D._
in seinem Bericht vom 3. Dezember 2012 ange
gebenen Befunde einer leichten Schwellung im linken oberen Sprungge
lenk sowie einer raschen Ermüdbarkeit lässt sich die von ihm angegebene 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/190/2) nicht nachvollziehen, weshalb
die RAD-Beurteilung
überzeugt
, wonach
auch mit diesem Bericht keine Arbeitsun
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgewiesen ist
(Urk. 7/216/3)
.
Im Übrigen liess sich die Beschwerdeführerin auch durch Dr.
D._
nicht regelmässig behandeln, sondern war laut den Angaben von Dr.
D._
vom 4. März 2013
zu jenem Zeitpunkt
bereits länger nicht mehr bei ihm in Behandlung gewesen (Urk. 7/192).
4.4.3
Im Beschwerdeverfahren wurde neu der Bericht von Dr.
F._
eingereicht, bei dem sich die Beschwerdeführerin seit April 2013 in psychiatrischer Behandlung befand (Urk. 3/3).
Dr.
F._
hielt fest, die depressive Symptoma
tik
liege
im Rahmen einer Anpassungsstörung bei psychosoziale
r
Belastungs
si
tuation
(Urk. 3/3).
Eine
Anpas
sungsstörung
ist
im Grenzbereich dessen zu si
tuieren, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und
als
potentiell invalidisierendes Lei
den gelten kann
(Urteil des Bundesgerichts
9C_636/2007 vom 28. Juli 2008, E.3.3.2
mit Hinweis).
Dr.
F._
attestierte der Beschwerdeführerin soweit aktenkundig denn auch keine Arbeitsunfähig
keit. Des Weiteren betonte er das Vorliegen psychosozialer Belastungsfaktoren. Solche
wurden
bereits zuvor
dokumentiert. So hatte med.
pract
.
Z._
eben
falls viele belastende äussere Faktoren
angegeben,
wie beispielsweise den
Tod
des
Bruder
s der Beschwerdeführerin anlässlich einer Operation
,
rezidivierende
Aborte, Eheprobleme
und einen Auffahrunfall (Urk. 7/151/2-4)
.
Bei derart
augenfälligen
psychosoziale
n
und soziokulturelle
n
Faktoren
müsste
eine fach
ärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert
in ausgeprägter Form vorhanden sein (vgl. vorstehende E. 1.1).
Dies ist bei einer
Anpassungs
störung
nach dem Gesagte
n
nicht der Fall, weshalb auch durch diesen Bericht keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgewiesen ist.
4.5
Bezüglich des über den März 2013 hinaus
beantragten
Invaliden
r
enten
an
spruchs
(Urk.
1 S. 2)
ist anzumerken, dass
die Beschwerdeführerin seit
dem 1.
April 2013 eine AHV-Rente
bezieht
(Urk. 7/
216/4,
Urk. 7/
218/2).
Die Beschwerdeführerin
vollendete ihr 62. Altersjahr im März 2013
(Urk. 7/
121). Im Falle eines Vorbezugs der AHV-Rente nach Vollendung des 62. Altersjahrs
ent
steht
d
er Rentenanspruch am ersten Tag des Monats nach Vollendung des
62.
Altersjahres
(Art. 40 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Alters-
und
Hin
terlassenenversicherung
;
AHVG)
. M
ithin
entstand er
am 1. April 2013
.
M
it der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente der Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
erlischt
d
er
Anspruc
h auf eine Invalidenrente (Art.
30 IVG), wes
halb ab April 2013 auch aus diesem Grund kein
Anspruch auf eine Invaliden
rente
bestehen kann.
4.
6
Nach dem Gesagten
(vorstehende E. 4.2 bis 4.4)
ist
ab dem 1. Juli 2012 kein invalidisierender Gesundheitsschaden mehr ausgewiesen,
weshalb die halbe Invalidenrente zu Recht
nach dreimonatigem Andauern
der Verbesserung
(vgl. Art. 88a
Abs. 1
IVV)
per Ende September 2012
befristet wurde. Dementspre
chend ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
6
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
der Beschwer
deführerin
aufzuerlegen.