Decision ID: 6c167e3c-64f6-43e4-8df2-cd962bb7a8e1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend
Veruntreuung etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom
15. November 2013 (GG130020)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 27. August 2013
(Urk. 51) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 68 S. 35 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1
Abs. 1 StGB.
2. Vom Vorwurf des Wuchers im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte
freigesprochen.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 50.–
(insgesamt Fr. 9'000.–) sowie mit einer Busse von Fr. 1'800.–.
4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
Die Busse ist zu bezahlen.
5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-
freiheitsstrafe von 18 Tagen.
6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger aus dem eingeklag-
ten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des
Umfanges des Zivilanspruchs wird der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses ver-
wiesen.
7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 3'000.00 Gebühr Anklagebehörde
Die Kosten werden im Umfang von vier Fünfteln dem Beschuldigten auferlegt und im
Übrigen auf die Gerichtskasse genommen.
Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die
Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
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8. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'100.–
(inkl. MwSt.) für die anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger für das gesamte Verfahren eine
Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 14'400.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen.
10. (Mitteilungen.)
11. (Rechtsmittel.)"
Berufungsanträge:
a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 101):
1. Der Beschuldigte sei in allen Anklagepunkten, also auch bezüglich der
mehrfachen Veruntreuung von Schuld und Strafe freizusprechen.
2. Die Zivilansprüche des Privatklägers seien vollumfänglich abzuweisen.
3. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens der
Vorinstanz seien auf die Staatskasse zu nehmen.
4. Dem Beschuldigten sei für das erstinstanzliche Verfahren eine angemesse-
ne volle Umtriebsentschädigung im Betrag von CHF 16'483.50 auszurichten.
5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
7. Dem Beschuldigten sei für das Berufungsverfahren eine angemessene
Prozessentschädigung von CHF 4'460.60 (8% MwSt. im Betrag von
CHF 329.10 eingeschlossen) zuzüglich die Aufwendungen für die
Berufungsverhandlung auszurichten.
b) der Privatklägerschaft (Urk. 103):
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
Zusprechung einer angemessenen Prozessentschädigung für das Berufungs-
verfahren.
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Erwägungen:
I. Prozessgeschichte
1. Zum Verfahrensgang vor erster Instanz kann auf das angefochtene
Urteil verwiesen werden (Urk. 65 S. 5 = Urk. 68 S. 5 [nachfolgend: Urk. 68]).
2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht, vom
15. November 2013 wurde der Beschuldigte der mehrfachen Veruntreuung im
Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer
bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 50.– sowie einer Busse von
Fr. 1'800.– bestraft; vom Vorwurf des Wuchers im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Abs. 1
StGB wurde der Beschuldigte freigesprochen (Urk. 68 S. 35 f.). Gegen diesen
Entscheid liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 17. November 2013
fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 60). Die Anklagebehörde meldete – eben-
falls innert Frist – mit Eingabe vom 25. November 2013 Berufung an (Urk. 61).
3. Nach Zustellung des begründeten Urteils zog die Anklagebehörde ihre
Berufung am 3. März 2014 zurück (Urk. 70). Der Beschuldigte liess innert Frist die
Berufungserklärung vom 10. März 2014 einreichen und stellte gleichzeitig einen
Beweisantrag (Urk. 72). Mit Präsidialverfügung vom 12. März 2014 wurde dem
Privatkläger B._ (nachfolgend: "Privatkläger") sowie der Anklagebehörde
Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder um begründet ein
Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen sowie um zum Beweisantrag des
Beschuldigten Stellung zu nehmen (Urk. 74). Mit Eingabe vom 28. März 2014
liess der Privatkläger erklären, dass er keine Anschlussberufung erhebe;
bezüglich Beweisantrag des Beschuldigten verwies er auf die Ausführungen im
vorinstanzlichen Urteil in dessen Ziffer 2.9.5 (Urk. 76). Die Anklagebehörde liess
sich innert Frist (vgl. Urk. 75) nicht vernehmen. Am 2. Mai 2014 gingen bei der
Kammer das einverlangte Datenerfassungsblatt, Steuerunterlagen sowie die
Lohnabrechnungen des Beschuldigten ein (Urk. 82/1-3). Mit Kurzbrief vom 2. Mai
2014 wurden die Eingabe der Staatsanwaltschaft vom 3. März 2014 sowie jene
des Privatklägervertreters vom 28. März 2014 dem Beschuldigten zur
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freigestellten Stellungnahme bis 12. Mai 2014 zugesandt (Urk. 84). Der
Beschuldigte liess sich innert Frist nicht (mehr) vernehmen.
4. Mit Präsidialverfügung vom 26. Mai 2014 wurde der Beweisantrag des
Beschuldigten auf Einholung einer schriftlichen Auskunft bei der Zürcher Pfand-
leihkasse über die Auslösung der vom Privatkläger im Jahr 2011 als Sicherheit für
ein Darlehen hinterlegten Uhr "Rolex Datejust" gutgeheissen (Urk. 85). Die ent-
sprechende Anfrage erging unter dem gleichen Datum (Urk. 87) und wurde von
der Zürcher Kantonalbank namens der Zürcher Pfandleihkasse am 12. Juni 2014
unter Beilage diverser Unterlagen beantwortet (Urk. 88; Urk. 90/1-2). Mit Präsidi-
alverfügung vom 17. Juni 2014 wurde den Parteien Frist zur diesbezüglichen frei-
gestellten Vernehmlassung angesetzt (Urk. 91). Der Privatkläger erklärte mit
Schreiben vom 20. Juni 2014 seinen Verzicht auf Stellungnahme, unter Vorbehalt
von Äusserungen hierzu im Rahmen der Parteivorträge (Urk. 93).
5. Am 22. Juli 2014 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 16. Oktober
2014 vorgeladen (Urk. 95).
Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte in
Begleitung seines erbetenen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. X._ sowie der
Privatkläger in Begleitung seines Vertreters Rechtsanwalt Dr. iur. Y._ (Prot.
II. S. 6).
Zu Beginn der Verhandlung waren keine Vorfragen zu entscheiden (Prot.
II S. 7).
II. Prozessuales
1. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung
(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in
Rechtskraft (SCHMID, StPO Praxiskommentar, 2. Auflage, Zürich/St.Gallen 2013,
N 1 zu Art. 402; Art. 437 StPO).
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2.1. Die Anklagebehörde hat ihre rechtzeitig erhobene Berufung am
3. März 2014 zurückgezogen (Urk. 70), was vorzumerken ist.
2.2. Der Beschuldigte hat das erstinstanzliche Urteil mit Ausnahme des in
Dispositiv-Ziffer 2 ergangenen Freispruchs und der durch die Vorinstanz in
Dispositiv-Ziffer 7 Abs. 1 vorgenommenen Kostenfestsetzung vollumfänglich
angefochten (Urk. 72 S. 2; Prot. II S. 8). Der nicht von der Berufung erfasste
Freispruch betreffend Wucher im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erwächst
in Rechtskraft (SCHMID, StPO Praxiskommentar, a.a.O., N 1 zu Art. 402; Art. 437
StPO), wovon vorab Vormerk zu nehmen ist.
3. Dem Antrag des Beschuldigten auf Beweisergänzung (Urk. 72 S. 3)
wurde mit Präsidialverfügung vom 26. Mai 2014 entsprochen (Urk. 85). Im
Übrigen wurde keine neuen Beweisanträge gestellt (Prot. II S. 9).
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III. Sachverhalt
A Anklagevorwurf
1. Gemäss Anklageschrift vom 27. August 2013 sah sich der Beschuldigte
A._ (nachfolgend "Beschuldigter") mit folgenden Vorwürfen konfrontiert (Urk.
51 S. 2 ff.): Er habe am 14. April 2011 als Vertreter der C._ GmbH, ...strasse
..., D._, für welche Gesellschaft er als Vorsitzender der Geschäftsführung mit
Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen sei, auf dem Gebiet des Kan-
tons Zürich mit dem Privatkläger einen Darlehensvertrag geschlossen. Demge-
mäss habe die C._ GmbH dem Privatkläger ein Darlehen über EUR 15'000.–
gewährt, rückzahlbar bis spätestens am 20. Mai 2011, bei einem vom Privatkläger
zu leistenden Darlehenszins von 10% für diese fünf Wochen. Nach diversen Er-
suchen des Privatklägers um Aufschub der Rückzahlung habe dieser schliesslich
am 24. November 2011 für die Darlehensvaluta von EUR 15'000.– in den Ge-
schäftsräumlichkeiten der C._ GmbH an der ...strasse ... in D._ einen
Betrag von EUR 10'000.– an E._, Ehefrau des Beschuldigten, und am 13.
Dezember 2011 einen Betrag von EUR 8'000.– an den Beschuldigten persönlich
als jeweilige Vertreter der C._ GmbH geleistet.
Im Rahmen der Vertragsschliessung sei der Beschuldigte als Vertreter
der C._ GmbH mit dem Privatkläger des Weiteren übereingekommen, dass
dieser für die ihm gewährte Darlehensvaluta von EUR 15'000.– entsprechende
Sicherheiten einzurichten habe. In der Folge habe der Privatkläger am 14. April
2011 in den Geschäftsräumlichkeiten der C._ GmbH an der ...strasse ... in
D._ als Sicherheiten für das Darlehen den Fahrzeugschein und die Schlüssel
des Motorbootes der Marke "Boesch 510 Sport de Luxe" (Stamm-Nr. ...), welches
ca. einen Wert von CHF 50'000.– aufgewiesen habe und sich im Zeitpunkt der
Übergabe des Fahrzeugscheins und der Schlüssel zum Zwecke der Restauration
noch in der Werft "F._" an der ...strasse ... in ... befunden habe, sowie den
Fahrzeugausweis für sein Fahrzeug der Marke "BMW 330Ci Cabrio", Kennzei-
chen ..., an E._, Ehefrau des Beschuldigten, zu Handen des Beschuldigten
übergeben.
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Nachdem der Privatkläger das Fahrzeug der Marke "BMW 330Ci Cabrio"
entgegen der ursprünglichen Vereinbarung mit dem Beschuldigten zwischen-
zeitlich verkauft gehabt habe, habe er dem Beschuldigten am 15. August 2011 auf
dem Gebiet der Stadt Zürich als neue (zusätzliche) Sicherheiten einen Pfand-
schein der Pfandleihkasse der Zürcher Kantonalbank für eine Uhr der Marke
"Rolex Datejust" (Ref. ...) im Wert von ca. CHF 6'000.– sowie die Dokumente für
seinen Bootsanhänger Marke "Stöger 1700 A" (Fahrgestell-Nr. ...) im Wert von
ca. CHF 10'000.– übergeben, wobei der Privatkläger in der gleichzeitig hand-
schriftlich verfassten Zusatzvereinbarung zum Darlehensvertrag vom 14. April
2011 festgehalten habe, dass sämtliche Sicherheiten in das Eigentum des Be-
schuldigten übergehen würden, sofern keine Rückzahlung des Darlehens bis am
31. Dezember 2011 durch B._ erfolge.
Anstelle der ordnungsgemässen Aufbewahrung der diversen lediglich als
Sicherheiten übergebenen Gegenstände und vereinbarungsgemässer Rückgabe
an den Privatkläger nach restlos erfolgter Rückzahlung des Darlehens inklusive
Zins habe der Beschuldigte vor Eintritt der vereinbarten "Verfallsklausel" per
31. Dezember 2011 über das Motorboot samt Bootsanhänger und auch die Uhr
"Rolex Datejust" verfügt. So habe er das Motorboot zu einem nicht weiter
bekannten Zeitpunkt nach dem 11. August 2011 in der Werft "F._" abgeholt,
dieses zunächst an die Anlegestelle "..." in Zürich verbracht und schliesslich (in
den Sommermonaten 2012) zu einem Preis von Fr. 17'600.– an G._ in ...
verkauft. Zudem habe der Beschuldigte, ebenfalls bereits am 17. August 2011,
die Uhr "Rolex Datejust" gegen Zahlung von CHF 1'055.– bei der Pfandleihkasse
der ZKB ausgelöst und diese hernach in den Sommermonaten 2012 für einige
CHF 100.– auf dem Flohmarkt auf dem ... in Zürich an eine nicht weiter bekannte
Drittperson verkauft.
Der Beschuldigte habe über diese Sicherheiten verfügt, obwohl er
gewusst habe, dass durch den Privatkläger per 24. November 2011 und
13. Dezember 2011 in den Geschäftsräumlichkeiten der C._ GmbH an der
...strasse ... in D._ bereits eine vollumfängliche Rückzahlung des Darlehens
inklusive Zins erfolgt sei.
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2. Soweit sich der Anklagevorwurf um die Zinsmodalitäten und die
angebliche Notlage des Privatklägers drehte, welche der Beschuldigte bewusst
ausgenützt haben soll, wurde dieser von der Vorinstanz als nicht erstellt erachtet
(Urk. 68 S. 23). Dementsprechend erging unter dem Titel "Wucher" ein Freispruch
(Urk. 68, Dispositiv-Ziffer 2). Weiterhin konfrontiert sieht sich der Beschuldigte
indes mit dem Vorwurf, die als Sicherheit für das Darlehen übergebenen Gegen-
stände veruntreut zu haben.
3. Die Vorinstanz sah den Sachverhalt diesbezüglich als erstellt an. Sie
hielt dafür, dass weder auf die Aussagen des Privatklägers noch auf diejenigen
des Beschuldigten abgestellt werden könne, um den Sachverhalt gemäss
Anklageschrift zu erstellen. In beiden Aussagen lägen Widersprüche vor, welche
kein in sich stimmiges Bild ergeben würden. Hingegen sei aufgrund der Aussage
von H._, der E-Mails, der SMS und der Quittungen erstellt, dass der Privat-
kläger und der Beschuldigte am 14. April 2011 einen Vertrag über ein Darlehen in
der Höhe von EUR 15'000.– mit einer Laufzeit bis zum 20. Mai 2011 geschlossen
hätten. Ebenso sei erwiesen, dass der vereinbarte Zinssatz 10% der Darlehens-
summe für fünf Wochen betragen habe und dass als Sicherheiten das Fahrzeug
"BMW 330 Ci Cabrio", das Motorboot "Boesch 510 Sport de Luxe", der Bootsan-
hänger "Stöger 1700 A" und die Uhr "Rolex Datejust" bestellt worden seien. Zwar
lasse sich der genaue Zeitpunkt der Bestellung der jeweiligen Sicherheiten nicht
mehr bestimmen, doch sei dieser für den eingeklagten Tatbestand unerheblich.
Relevant sei, dass die Sachen als Sicherheiten dem Beschuldigten anvertraut
worden seien. Weiter sei erwiesen, dass der Privatkläger im November und De-
zember 2011 insgesamt EUR 18'000.– zurückbezahlt habe und dadurch 20%
Zinsen für acht Monate bezahlt habe. Von Anfang an unbestritten gewesen sei,
dass der Beschuldigte das Boot, den Bootsanhänger und die Uhr trotz Rückzah-
lung verkauft habe. Damit bestehe für die Vorinstanz kein vernünftiger Zweifel da-
ran, dass sich der in der Anklageschrift vorgeworfene Sachverhalt in Bezug auf
die bezüglich des Darlehens und der Sicherheiten relevanten Punkte tatsächlich
verwirklicht habe (Urk. 68 S. 23).
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4. Da der Beschuldigte die ihm noch vorgeworfenen Taten nach wie vor
bestreitet (vgl. Urk. 100 S. 4 ff. und Urk. 101), ist der eingeklagte Sachverhalt zu
erstellen.
B Beweiswürdigung
1.1. Die heute zu beurteilenden Taten wurden vom Privatkläger am
9. August 2012 gegen den Beschuldigten zur Anzeige gebracht (Urk. 1). Gleich-
zeitig erhob der Privatkläger gegen die C._ GmbH, handelnd durch ihren
Geschäftsführer bzw. den Beschuldigten, Zivilklage auf Herausgabe der angeblich
vom Beschuldigten veruntreuten Gegenstände (Urk. 1 S. 10).
1.2. Der Gang der Untersuchung und damit der produzierten Beweismittel
erweist sich insofern als atypisch, als die Anklagebehörde zunächst bei der
Verteidigung und der Rechtsvertretung des Privatklägers einen mehrfachen
Schriftenwechsel durchführte (Urk. 6; Urk. 11; Urk. 14; Urk. 19; Urk. 22; Urk. 27),
bis die Privatklägerschaft am 19. März 2013 die Staatsanwaltschaft auffordern
liess, "endlich die erforderlichen Untersuchungshandlungen an Hand zu nehmen"
(Urk. 30 S. 3). Dies führt(e) dazu, dass ein grosser Teil der Sachdarstellungen via
Anzeige und Stellungnahmen des Vertreters des Privatklägers (Urk. 1; Urk. 13;
Urk. 21; Urk. 30) und des Verteidigers (Urk. 9; 16; Urk. 16; Urk. 25; Urk. 36)
zusammengetragen wurden, bevor es am 5. Juni 2013 zur ersten formellen
Einvernahme des Beschuldigten (Urk. 31) und des Privatklägers (Urk. 32) kam.
Am 6. Juni 2013 ersuchte die Staatsanwaltschaft die Verteidigung wie auch die
Rechtsvertretung des Privatklägers abermals um schriftliche Klärung bzw.
Präzisierung des Sachverhalts (Urk. 33; Urk. 34). So kam es zu weiteren
Stellungnahmen via Parteivertretungen (Urk. 36; Urk. 37).
Zwar kann sich die Staatsanwaltschaft für das gewählte Vorgehen auf
Art. 145 StPO abstützen, doch ist es vorliegend mehr als fraglich, ob die hier
praktizierte Vorgehensweise auch sinnvoll war. Einvernahmen erfolgen grund-
sätzlich mündlich zu Protokoll und in direkter Begegnung der einvernehmenden
mit der einzuvernehmenden Person (Godenzi, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber,
ZH-Kommentar zur StPO, 2. Auflage 2014, Art. 145 N 1). Die Beweiserhebungs-
methode des schriftlichen Berichts i.S.v. Art. 145 StPO unterliegt strikter Subsidia-
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rität, da sie das Verfahrensziel der Wahrheitsfindung und die Gewährung der
Teilnahmerechte gefährdet. Vorab ist bei der hier gewählten Vorgehensweise
nicht klar, welches die originären Despositionen der Kontrahenten gewesen wä-
ren, zumal die Stellungnahmen durch die Vertreter verfasst wurden.
An Aussagen liegen sodann jene von E._ (Ehefrau des Beschuldig-
ten) und von H._ (Bootsbauer) vor, welche Drittpersonen als Auskunftsper-
sonen einvernommen wurden (Urk. 38; Urk. 39).
An Beweismitteln hatte die Vorinstanz sodann diverse Urkunden zur
Prüfung vorliegen (Urk. 2/3-15; Urk. 10/1-2; Urk. 17/1-3; Urk. 26/1-2; Anhang von
Urk. 37; Anhang von Urk. 44).
Zweitinstanzlich wurden die Beweismittel ergänzt (Urk. 85; Urk. 87) um
die Auskunft der Zürcher Pfandleihkasse über die Auslösung der vom Privatkläger
im Jahr 2011 hinterlegten Uhr "Rolex Date-just" (Urk. 88; Urk. 90/1-2).
2.1. Mit den Grundsätzen der Beweiswürdigung, namentlich der Würdi-
gung von Aussagen, hat sich die Vorinstanz ausführlich und korrekt befasst, so
dass auf die entsprechenden Erwägungen zu verweisen ist (Urk. 68 S. 6 ff.;
Art. 82 Abs. 4 StPO). Zu den Ausführungen betreffend die generelle Glaub-
würdigkeit des befragten Privatklägers und der Auskunftsperson H._ ist
anzumerken, dass ein Hinweis auf die Art. 303 bis Art. 305 StGB nicht per se zu
einer erhöhten Glaubwürdigkeit der einvernommenen Person führt. Im Übrigen
sind die Erwägungen zur generellen Glaubwürdigkeit des Privatklägers, des
Beschuldigten und der Auskunftsperson H._ jedoch zutreffend, weshalb auf
sie verwiesen werden kann (Urk. 68 S. 8 f.).
2.2. Zu ergänzen ist, dass auch die Ehefrau des Beschuldigten, E._,
in Anwesenheit des Beschuldigten und des Privatklägers als Auskunftsperson
einvernommen wurde (Urk. 38). Als Ehefrau des Beschuldigten sowie Gesell-
schafterin und Geschäftsführerin der mit ihm geführten "C._ GmbH" (Urk.
2/2) kann auf ihrer Seite ein Interesse, im Sinne des Beschuldigten und allenfalls
auch der gemeinsamen Firma auszusagen, wohl nicht von der Hand gewiesen
werden.
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2.3. Entscheidend ist aber richtigerweise vielmehr der materielle Gehalt
der Ausführungen, mithin die Glaubhaftigkeit der jeweiligen Aussagen und ob
diese anhand weiterer (objektiver) Umstände verifizierbar sind. Dies ist
nachfolgend zu prüfen.
3.1. Der Anklagevorwurf entspricht im Wesentlichen der vom Privatkläger
eingereichten Strafanzeige (Urk. 1). Der Beschuldigte bestreitet die gegen ihn
verbleibenden Vorwürfe. Als zutreffend bezeichnet er, dass die C._ GmbH
dem Privatkläger ein Darlehen über EUR 15'000.– gewährt hat. Dem Anklage-
sachverhalt hält er zusammenfassend folgende Darstellung entgegen (Urk. 9;
Urk. 16; Urk. 31; Urk. 36; Urk. 44; Urk. 45; Urk. 55; Urk. 57; Urk. 100; Urk. 101):
Einen schriftlichen Vertrag über das Darlehen habe es nicht gegeben. Vielmehr
sei mündlich vereinbart worden, dass das Darlehen bis längstens 1 Jahr gewährt
werde, mit einem Zins von 10 % bzw. 9 % (Urk. 9 S. 3; Urk. 100 S. 5 f.). Der
Privatkläger hätte das Darlehen mithin erst im April 2012, Ende März oder
April 2012 zurückzahlen müssen (Urk. 55 S. 6). Als Sicherheit für das Darlehen
hätten sie das BMW Cabrio des Privatklägers vereinbart (Urk. 55 S. 10; Urk. 100
S. 5 f.). Es stimme nicht, dass das Boot samt Anhänger und die Uhr als neue
Sicherheiten dazu gekommen seien, nachdem der Privatkläger das Auto (verein-
barungswidrig) verkauft gehabt habe (Urk. 55 S. 11; Urk. 110 S. 8). Er habe gar
nichts vom Verkauf des Autos gewusst; er habe den Ausweis und damit die
Sicherheit noch gehabt. Vom Verkauf des BMW habe er erst im Verfahren erfah-
ren (Urk. 55 S. 11; Urk. 110 S. 8). Das Boot und den Anhänger habe er vom
Privatkläger in Zürich für Fr. 17'000.– käuflich erworben, ebenso die Uhr, nach-
dem ihn der Privatkläger immer wieder um Kreditgewährung ersucht habe
(Urk. 31 S. 4; Urk. 100 S. 8). Das Boot habe er im eigenen Namen und nicht im
Namen der C._ GmbH gekauft (Urk. 31 S. 5), und zwar durch Barzahlung
(Urk. 55 S. 14). Die Bezahlung dieses Betrages durch ihn an den Privatkläger sei
mit gleichzeitiger Übergabe von Fahrzeugausweis und Schlüssel des Bootes
durch den Privatkläger an ihn in den Geschäftsräumlichkeiten der C._ GmbH
erfolgt. Bezüglich des Trailers habe der Privatkläger noch etwas vorkehren
müssen, da dieser das "Papier" nicht mehr gefunden habe (Urk. 31 S. 4). Die Uhr
habe er bei der Kantonalbank im Pfandbüro abgeholt. Für diese Uhr habe er
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insgesamt Fr. 1'500.– oder Fr. 1'700.– bezahlt. Einen Teil dieses Betrages habe
er dem Privatkläger irgendwo unterwegs gegeben. Den Rest habe er ja bei der
Pfandleihkasse für die Auslösung der Uhr bezahlen müssen (Urk. 31 S. 9). Der
Privatkläger sei dabei gewesen, dieser habe das Geschäft abgewickelt (Urk. 55
S. 16 f.). Da er dem Privatkläger die entsprechenden Kaufpreise bezahlt habe für
das Motorboot samt Anhänger und die Uhr, habe er frei über diese Gegenstände
verfügen können (vgl. hierzu im Einzelnen auch die Stellungnahmen der Verteidi-
gung [Urk. 9; Urk. 16; Urk. 36; Urk. 45; Urk. 57] und die Aussagen des Beschul-
digten persönlich [Urk. 31; Urk. 44; Urk. 55; Urk. 100]).
3.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschuldigten ausführlich
gewürdigt. Auf diese Würdigung ist vorab zu verweisen; es ist ihr im Ergebnis zu-
zustimmen (Urk. 68 S. 14 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Es trifft insbesondere zu, dass
sich der Beschuldigte in einige Widersprüche verstrickt hat und in seinen Aus-
sagen auch zahlreiche Ungereimtheiten zu finden sind. Insbesondere erscheint es
mehr als unüblich, dass eine GmbH, an der auch eine Drittperson, nämlich die
Ehefrau des Beschuldigten, beteiligt ist (Urk. 2/2), ein Darlehen über den doch
namhaften Betrag von EUR 15'000.– aufgrund bloss mündlicher Vereinbarung
gewährt. Dieses Vorgehen widerspricht nicht zuletzt auch den vom Beschuldigten
selber stipulierten Anforderungen an eine korrekte Buchhaltung (Urk. 9 S. 4). Die
vorgelegten Belege über den angeblichen Bargeldbezug korrelierten sodann nicht
mit dem behaupteten Zahlungsdatum, wie die Vorinstanz richtigerweise festhielt
(vgl. hierzu Urk. 68 S. 14). Gleiches ist mit Bezug auf die vom Beschuldigten
gemäss seiner Darstellung später gekauften Gegenstände, nämlich das Boot
samt Anhänger und die Uhr, zu sagen, auch wenn er diese als Privatperson
erstanden haben will. Es fehlen hierzu von seiner Seite jegliche Belege über den
Kauf. Weiter gehen die Behauptungen des Beschuldigten zur Rückzahlung des
Darlehens auch nicht ohne weiteres auf, wie die Vorinstanz richtig festhielt
(Urk. 68 S. 14). Der in diesem Zusammenhang behauptete und vom Privatkläger
bestrittene Schmuckverkauf ergibt ebenfalls nicht viel Sinn, zumal der Privatkläger
ja einerseits ständig finanzielle Schwierigkeiten und andererseits gar keine Ver-
wendung für einen Verlobungsring hatte (Urk. 32 S. 20; Urk. 56 S. 8 f.). Auch
zahlenmässig verblieben hier Unklarheiten (Urk. 68 S. 20 ff.). Schliesslich
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erscheint auch die Darstellung des Beschuldigten zum Bootskauf und -verkauf an
sich fragwürdig, hätte er doch bei den gegebenen Zahlen innert kürzester Zeit
einen Verlust eingefahren. So will er dem Privatkläger Fr. 17'000.– und H._
von der Bootswerft Fr. 6'000.– bezahlt haben, um das Boot kurze Zeit später für
Fr. 17'600.– an eine Drittperson zu verkaufen (Urk. 31 S. 4 ff.; Urk. 100 S. 12 f.).
Seine hierfür anlässlich der Berufungsverhandlung angeführten Gründe, dass
aufgrund der Schwangerschaft seiner Ehefrau keine Verwendung für das Boot
bestanden habe und dieses aufgrund der hohen Stand- und Versicherungskosten
mit Verlust habe verkauft werden müssen (Urk. 100 S. 12 f.), lassen seine Aus-
führungen nur unwesentlich glaubhafter erscheinen. Ein nicht nachvoll-
ziehbares Geschäft besteht auch bei der angeblich käuflich erworbenen Uhr.
Auch dort hätte er einen Verlust erzielt, indem er dem Privatkläger insgesamt
Fr. 1'500.– oder Fr. 1'700.– bezahlt haben will, wofür es wiederum an Belegen
oder einer Quittung der zwei Vertragsparteien fehlt. Wenn er diese Uhr dann
später für ein paar hundert Franken – wiederum ohne Beleg – am ... auf dem
Flohmarkt verkauft haben will (Urk. 31 S. 6), so ist auch dieses Geschäft nicht
nachvollziehbar, zumal sich der Beschuldigte ja offenbar nicht in einer
finanziellen Notlage befand. Bezüglich der Uhr ist weiter davon auszugehen, dass
er als Goldschmied ein allenfalls beschädigtes Glas (Urk. 31 S. 6; Urk. 100 S. 13)
selber repariert hätte oder es zu relativ günstigen Konditionen hätte reparieren
lassen können, um alsdann doch noch einen Gewinn zu erzielen. Schliesslich
liegt es auch nicht gerade auf der Hand, dass der Inhaber eines Goldschmiede-
geschäfts auf dem Platz Zürich eine Uhr auf dem Flohmarkt verkauft, auch wenn
der Beschuldigte geltend macht, sein Geschäft verkaufe eben nur selber her-
gestellte Schmuckstücke und keine Uhren (Urk. 31 S. 6). Abschliessend ist noch
auf die teilweise widersprüchlichen Erklärungen des Beschuldigten zum E-Mail-
Verkehr mit dem Privatkläger im vorinstanzlichen Urteil zu verweisen, welche
auch nicht der Klärung dienten und mit denen er folglich seiner Darstellung auch
nicht weiter zum Durchbruch zu verhelfen vermag (Urk. 68 S. 14), wobei der
Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung geltend machte, dass seine
widersprüchlichen Aussagen vor Vorinstanz darauf zurückzuführen seien, dass er
anlässlich der Befragung nicht genau aufgepasst habe (Urk. 100 S. 4).
- 15 -
3.3. Insgesamt ergibt sich, dass die Darstellung des Beschuldigten auf-
grund seines beschriebenen Geschäftsgebarens und der diversen Widersprüche
mit der Vorinstanz nicht ohne weiteres als glaubhaft erscheint. Auch die durch
den Beschuldigten während der Berufungsverhandlung getätigten Äusserungen
zur Sache (Urk. 100 S. 4 ff.) vermögen hieran nichts zu ändern.
Allerdings ist es nicht Aufgabe des Beschuldigten, seine Unschuld zu bewei-
sen, sondern Sache der Strafverfolgungsbehörde bzw. des Sachgerichts, seine
Schuld zu beweisen. Es ist daher anhand der weiteren Beweismittel nachfolgend
zu prüfen, ob sich der Sachverhalt gemäss Anklageschrift verwirklicht hat.
4.1. Die Vorinstanz hat die Sachverhaltsdarstellung des Privatklägers,
welche sich aus seinen eigenen Aussagen und den Stellungnahmen seines
Vertreters ergibt, korrekt wiedergegeben, weshalb zur Vermeidung von
Wiederholungen vorab auf diese zu verweisen ist (Urk. 68 S. 9 ff.; Art. 82 Abs. 4
StPO).
4.2. Im Rahmen der Aussagenwürdigung hat die Vorinstanz die
vorhandenen Widersprüche aufgezeigt (Urk. 68 S. 11 f.) und den Schluss
gezogen, dass sich der Sachverhalt mit den Aussagen des Privatklägers auch
nicht erstellen lasse (Urk. 68 S. 11 f. und S. 16). Diesem Fazit ist im Ergebnis zu-
zustimmen.
Die Tatsache, dass der Privatkläger als Darlehensnehmer den angeblich
vorhandenen schriftlichen und unterzeichneten Darlehensvertrag vom 14. April
2011 nicht vorzulegen vermochte, spricht eher für die Behauptung des
Beschuldigten und der Auskunftsperson E._, welche die Existenz eines
schriftlichen Vertrages bestreiten (Urk. 31 S. 9 bzw. Urk. 38 S. 3 f.). Der Privat-
kläger reichte zur Untermauerung seines Standpunktes ein nicht unterzeichnetes
Vertragsexemplar ein, dessen Wortlaut mit dem unterzeichneten identisch sei
(Urk. 2/3). Allerdings führt dieser an Sicherheiten nebst dem Fahrzeugausweis für
den BMW noch den Schiffsausweis und den Motorbootschlüssel auf (Urk. 2/3).
Die zwei letztgenannten Sicherheiten sollen aber gemäss eigener Darstellung des
Privatklägers erst nachträglich gestellt worden sein, nachdem er – der Privat-
kläger – vereinbarungswidrig den BMW aufgrund finanzieller Engpässe für
- 16 -
Fr. 8'500.– verkauft habe (Urk. 32 S. 5). Der Verkauf soll erst im Juli 2011
stattgefunden haben (Urk. 32 S. 12). Diesen Widerspruch vermag der Privatkläger
mit seinem Hinweis, dass er da von seinem Rechtsvertreter offenbar falsch
verstanden worden sei (Urk. 32 S. 11), nicht überzeugend aufzulösen. Abgesehen
davon, dass die dort aufgeführten Sicherheiten nicht mit seinen eigenen
Aussagen übereinstimmen, bestehen auch Widersprüche in zeitlicher Hinsicht.
Der Vertrag über die Darlehensgewährung (und die Sicherheiten) soll vom
14. April 2011 datieren. In seiner ersten Einvernahme gab der Privatkläger zu
Protokoll, er sei am besagten Tag pünktlich um 14 Uhr in den Geschäfts-
lokalitäten der C._ GmbH eingetroffen, wo er die im Vertrag angeführten
Dokumente/Schlüssel sowie zwei von ihm in Anwesenheit von E._ vor Ort
unterzeichnete Exemplare des Darlehensvertrags übergeben habe (Urk. 32 S. 4).
Weil er keinen gegengezeichneten Vertrag erhalten habe, habe er dem Beschul-
digten am 14. April 2011 zur Sicherheit noch eine E-Mail geschrieben, in welcher
er die vereinbarten Konditionen nochmals schriftlich festgehalten habe (Urk. 32 S.
5). Der später eingereichte E-Mail-Ausdruck enthält allerdings als Versandzeit
"09:50:58 MESZ" des genannten Tages, was einem Zeitpunkt vor der Vertragsun-
terzeichnung in der Firma C._ GmbH entspricht (Urk. 32, Anhang 1). Auch
diesen Widerspruch bezeichnete der Privatkläger lapidar als Irrtum (Urk. 32 S. 8),
was als Erklärung nicht überzeugt. Das gilt umso mehr, als der Verteidiger des
Beschuldigten an der Einvernahme vom 5. Juni 2013 eine textlich gleichlautende
E-Mail einreichte, welche nicht nur mit einer anderen Versandzeit und Zeitbe-
zeichnung ("08:50 AM") versehen ist, sondern auch mit ausgeschriebenem Datum
bzw. Tag ("Thursday, April 14, 2011, 08:50 AM; Urk. 32 Anhang 2). Die Erklärung
des Privatklägers für die unterschiedlichen Zeitangaben, wonach es sich beim
Beschuldigten wohl um jene von London handeln dürfte (Urk. 32 S. 8; vgl. auch
Prot. II S. 11), vermag die genannten Widersprüche nicht aufzulösen, zumal es
auch um mehr als nur die Uhrzeit geht. Weiterhin widersprüchlich bleibt, dass in
dieser Bestätigung als Sicherheit wiederum nur das Boot bzw. der zugehörige
Bootsschein genannt wird, wohingegen gemäss angeblichem Vertragsdoppel vom
14. April 2011 der Schiffsausweis, der Motorbootschlüssel und der Fahrzeugaus-
weis für den BMW aufgeführt werden. Gemäss Strafanzeige will der Privatkläger
die drei Sicherheiten sodann am 20. Mai 2011 dem Beschuldigten übergeben ha-
- 17 -
ben (Urk. 1 S. 5). Dieses Datum macht schliesslich mit dem behaupteten Rück-
zahlungstermin vom 20. Mai 2011 überhaupt keinen Sinn, wären diese Sicherhei-
ten ja in diesem Zeitpunkt obsolet geworden. Diese Ungereimtheit erklärt der Pri-
vatkläger abermals mit einem Missverständnis in der Instruktion seines Rechts-
vertreters (Urk. 32 S. 12), was nicht überzeugt.
Das Nichtvorhandensein des behaupteten Vertrages vom 14. April 2011
mutet sodann nicht nur insofern merkwürdig an, als der Privatkläger als
ehemaliger Wirtschaftswissenschafts-Student mit finanziellen Angelegenheiten
bewandert, international tätiger Geschäftsmann und faktischer Vermögens-
verwalter ist, indem er sich um den Nachlass des Vaters bzw. das Erbe der
Familie kümmerte (Urk. 32 S. 9). Vor diesem Hintergrund wäre anzunehmen,
dass er über ihn betreffende finanzielle Verpflichtungen ordentlich dokumentiert
ist. Eine entsprechende Dokumentation wäre im Übrigen insofern sehr in seinem
Interesse gelegen, als er – immer nach seiner Darstellung – für den gewährten
Kredit Sicherheiten gestellt hätte, die einen weitaus höheren Betrag aufwiesen als
der Darlehensbetrag. Der hierzu als Grund angeführte Vertrauensbeweis durch
den Beschuldigten ergibt – mit der Vereidigung (Urk. 57 S. 9) – wenig Sinn
(Urk. 32 S. 10).
Nicht überzeugender macht es die vom Privatkläger erst an der
Einvernahme vom 5. Juni 2013 vorgetragene Geschichte über einen angeblichen
zweiten, handschriftlichen Vertrag. Diesen will er im Juli/August 2011 in
Anwesenheit des Beschuldigten und I._ aufgesetzt haben. Dies soll am Tag
gewesen sein, als es zur Übergabe des Fahrzeugausweises des Bootsanhängers
und des Pfandleihscheins bezüglich der Uhr gekommen sei (Urk. 32 S. 10 f. und
S. 16 f.). Der Vertrag sei im Doppel von ihm erstellt worden. Sein Exemplar sei
leider nicht mehr auffindbar (Urk. 32 S. 16). Der Beschuldigte bestritt ohnehin jeg-
lichen schriftlichen Vertrag. Da diese angebliche Zusatzvereinbarung in der Straf-
anzeige und den zahlreichen vorherigen schriftlichen Stellungnahmen der
Rechtsvertretung unerwähnt blieb und der Privatkläger diesen auch in der Unter-
suchung nicht vorlegen konnte, erscheint auch dessen Existenz mehr als fraglich.
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Der Privatkläger sagte erst in der zweiten Einvernahme ("Gerade fällt mir
ein...", Urk. 32 S. 16), dass er in dieser Vereinbarung festgehalten habe,
sämtliche Sicherheiten würden in das Eigentum des Beschuldigten übergehen,
sofern keine Rückzahlung bis am 31. Dezember 2011 durch ihn erfolge. Dieser
zeitlich nach hinten verlegte Rückzahlungstermin hätte in der ganzen Darstellung
einen zentralen Punkt dargestellt, so offenbar auch aus Sicht des Privatklägers,
der hierzu meinte: "Dies stellt auch Grund dar, dass ich so erpicht darauf war,
A._ das Geld unbedingt vor dem 31. Dezember 2011 zurückzuzahlen" (Urk.
32 S. 17). Auf die Frage der Anklagebehörde, wieso dieser doch nicht unwesentli-
che Teil bisher in sämtlichen schriftlichen Eingaben seines Rechtsvertreters un-
erwähnt geblieben sei, sagte er: "Zwischen mir und meinem Anwalt wurde dies
kommuniziert. Allerdings wurde dies wohl nicht erwähnt, da ich bereits über kein
unterzeichnetes Exemplar des ursprünglichen Darlehensvertrags verfügte und es
komisch ausgesehen hätte, wenn dann die Existenz gar noch eines zweiten
Schriftstücks behauptet wird, über welches ich ebenfalls nicht verfügte" (Urk. 32
S. 17). Die behauptete Strategie macht keinen Sinn. Das Nichterwähnen eines
gewichtigen Arguments bzw. hier eines Zusatzvertrags mit anderen Rückzah-
lungs- und Verfallbedingungen spricht vielmehr dafür, dass dieser zweite hand-
schriftliche Vertrag wohl (ebenfalls) nicht existierte.
Soweit sich der Privatkläger schliesslich zur Untermauerung seines
Standpunktes auf den E-Mail-Verkehr mit der Auskunftsperson H._ stützt,
muss mit der Verteidigung gesagt werden (Urk. 57 S. 3), dass der Inhalt der
E-Mails die Version des Privatklägers eher widerlegt als bestätigt, da niemand,
der sich noch als rechtmässiger Eigentümer eines Bootes sieht und dieses als
veruntreut betrachtet, davon sprechen würde, dieses zurückzukaufen, wie im
E-Mail vom 9. Mai 2012 geschrieben (Urk. 2/10c). Im Gesamtkontext kann dies
nicht bloss als "missglückte Formulierung" betrachtet werden, wie der Privatkläger
argumentiert (Urk. 13 S. 4).
4.3. Nicht mit der Darstellung des Privatklägers vereinbar ist sodann der
Umstand, dass er nach Anzeigeerstattung den Beschuldigten nochmals um einen
Kredit gefragt hat (Urk. 32 S. 14). Mit dem Verteidiger ist hierzu zu sagen, dass
- 19 -
sich so niemand verhält, der angeblich um Zehntausende von Franken geschädigt
worden sein soll (Urk. 25 S. 3).
4.4. Insgesamt sind die Aussagen des Privatklägers derart von
Widersprüchen und nicht überzeugenden Erklärungsversuchen gespickt, dass
diese als unglaubhaft bezeichnet werden müssen. Damit lässt sich der Sach-
verhalt gemäss Anklageschrift jedenfalls nicht erstellen, wie auch die Vorinstanz
festhielt (Urk. 68 S. 12 und S. 16).
5.1. Die Ehefrau des Beschuldigten, E._, wurde nur als Auskunfts-
person einvernommen, aber in Gegenwart des Beschuldigten und des Privatklä-
gers (Urk. 38 S. 1). Sie ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin der C._
GmbH (Urk. 28 S. 2). In dieser Funktion habe sie mit dem Privatkläger zu tun ge-
habt im Zusammenhang mit dem Kredit. Sie verneinte, dass es im Vorfeld der
Darlehensgewährung – wie vom Privatkläger behauptet – zu einem gemeinsamen
Nachtessen mit dem Privatkläger und ihrem eigenen Vater gekommen sei (Urk.
38 S. 3 und S. 7). Von einem unterzeichneten Darlehensvertrag wusste sie nichts
(Urk. 38 S. 4). Der Privatkläger sei einmal bei ihr im Geschäft gewesen, als er ei-
nen Teil des Geldes zurückbezahlt habe. Sie sei es gewesen, die den Erhalt einer
Rückzahlung von EUR 10'000.– durch ihn quittiert habe (Urk. 38 S. 4 f.). Diese
Quittung liegt als Urk. 2/8 bei den Akten. Sicherheiten habe er ihr nie
ausgehändigt (Urk. 38 S. 5 f.).
5.2. Die Auskunftsperson E._ wurde nach Hinweis auf die Strafbe-
stimmungen von Art. 303-305 StGB einvernommen. Ihre Aussagen sind nicht
sehr ergiebig, fördern aber weder eigentliche Widersprüche noch konkrete Belas-
tungen des Beschuldigten zu Tage. Gegenteils wird im Kern dessen Darstellung
bestätigt. Einen Schmuckkauf durch den Privatkläger, wie ihn der Beschuldigte
behauptet hatte, wurde von ihr nicht erwähnt. Andererseits findet die Sachver-
haltsdarstellung des Privatklägers und damit die nach wie vor gegen den Be-
schuldigten bestehenden Veruntreuungshandlungen darin keine Bestätigung.
6.1. Der Bootsbauer bzw. hier Bootsrestaurateur H._ wurde ebenfalls
(nur) als Auskunftsperson einvernommen (Urk. 39). Der Beschuldigte und der Pri-
vatkläger wohnten der Einvernahme bei (Urk. 39 S. 1). Die Vorinstanz hat seine
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Aussagen im angefochtenen Urteil wiedergegeben; auf diese ist zu verweisen
(Urk. 68 S. 16; Art. 82 Abs. 4 StPO).
6.2. Mit der Vorinstanz kann gesagt werden, dass die inhaltliche Konstanz
des für die Auskunftsperson subjektiv Wichtigen auffällt (Urk. 68 S. 16 f.), so
betreffend den Ablauf des Auftrages für die Restauration des Bootes. Auffallend
ist aber auch, dass sich die Auskunftsperson immer wieder in ihren schriftlichen
Unterlagen absichern wollte, bevor sie bei der Staatsanwaltschaft Aussagen
machte, woraufhin der Staatsanwalt sie aufforderte, ihre eigenen Erinnerungen
wiederzugeben (Urk. 39 S. 3). Sodann ergeben sich in den Aussagen der
Auskunftsperson einige Ungereimtheiten. So sagte sie aus, es sei ihr vom
Beschuldigten ein Darlehensvertrag vorgelegt worden. Sie erinnere sich nicht an
den genauen Betrag. Aufgeführt gewesen seien das Boot, irgendein Auto und
eine Uhr als Sicherheit (Urk. 39 S. 5). Im eingereichten, nicht unterzeichneten,
Darlehensvertrag vom 14. April 2011 war die Uhr allerdings nicht als Sicherheit
aufgeführt (act. 2/3). Auf Vorhalt des vom Privatkläger eingereichten, wenn auch
nicht unterzeichneten Vertragsdoppels sagte die Auskunftsperson: "Ich habe das
Gefühl, die Darstellung beim mir vorgelegten Darlehensvertrag war anders. Ich
meine, das Layout war anders. Mir fällt gerade auf, dass im Inhalt des mir von
Ihnen vorgelegten Vertrages keine Uhr aufgeführt ist." (Urk. 39 S. 5). Diese
Umstände sprechen zwar dafür, dass durch den Beschuldigten allenfalls ein
Vertragsdokument vorgelegt wurde, um das Schiff herauszubekommen, dass es
sich aber auch um ein anderes Dokument gehandelt haben könnte.
Im Zusammenhang mit der Würdigung der Aussagen der Auskunfts-
person H._ ist zu beachten, dass das fragliche Boot ca. im September 2009
zu ihm gekommen sei. Die Auskunftsperson habe eine Offerte gestellt über
Fr. 32'000.–, worauf der Privatkläger um Bedenkzeit ersucht habe. Der Privat-
kläger habe am 14. Dezember 2010 eine Anzahlung geleistet, worauf sie mit den
Reparaturarbeiten begonnen habe. Der Arbeitsaufwand habe ca. 240 Stunden
betragen. Der Kontakt zum Privatkläger sei im Verlaufe des Frühlings 2011
abgebrochen. Die Arbeiten seien damals zu 80 % oder 90 % abgeschlossen
gewesen (Urk. 39 S. 3 f.). Im Zeitpunkt der Kontaktaufnahme durch den
Beschuldigten habe sie vergeblich versucht, mit dem Privatkläger bzw.
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Bootseigner in Kontakt zu treten (Urk. 39 S. 4). Ein oder zwei Monate nachdem
der Beschuldigte das Boot abgeholt habe, habe sich der Privatkläger mit einer
neuen Telefonnummer gemeldet. Der Privatkläger habe ihr "den Fall" geschildert
und gesagt, dass er das Geld inkl. Zinsen wieder zurückbezahlt habe (Urk. 39
S. 4). Dass die Auskunftsperson unter diesen doch aussergewöhnlichen
Umständen keine Kopien der vom Beschuldigten angeblich vorgelegten
Dokumente angefertigt hat (Urk. 39 S. 8), wirft Fragezeichen auf und
insbesondere eben auch die Möglichkeit, dass gar kein Darlehensvertrag
vorgezeigt wurde.
Sodann ist zu bemerken, dass der Privatkläger am 12. Dezember 2011
gemäss E-Mail-Verkehr mit der Auskunftsperson H._ Kontakt aufnahm um
bestätigen zu lassen, "dass mein Boesch bei Ihnen bezahlt und abgeholt worden
ist" (Urk. 2/10a). In der Folge schilderte der Privatkläger die genauen Umstände
der Kreditgewährung, Rückzahlung und der Sicherheiten (Urk. 2/10c). Daraus
ergibt sich, dass die Auskunftsperson über die Hintergründe des Darlehens
detailliert unterrichtet wurde, und zwar auch über Belange, die den Boots-
restaurateur eigentlich nicht näher zu interessieren hatten (z.B. betr. die Rolex-
Uhr, die genauen Modalitäten des Darlehens). Dies bedeutet, dass die
Kenntnisse der Auskunftsperson über "den Fall" vor allem aus der (faktischen)
Instruktion durch den Privatkläger stammten und bei der Einvernahme somit nicht
primär eigene Wahrnehmungen im Vordergrund standen.
Entgegen der Ansicht der Vorinstanz hatte die Auskunftsperson durchaus
ein eigenes Interesse, im Sinne des Privatklägers, ihres offenbar langjährigen
Kunden, auszusagen. Zum einen hatte sie keine Dokumente in den Händen,
welche die Berechtigung zur Bootsherausgabe rechtfertigten, was ihr Geschäfts-
gebaren als fragwürdig erscheinen lässt und für sie schlechte Karten im Fall eines
Rückgriffs oder einer anderen Einschätzung der Eigentumsverhältnisse betreffend
das (ohne Entgegennahme der vorgelegten Papiere) herausgegebene Boot
bedeuten könnte. Mit den Vorwürfen des Privatklägers konfrontiert (Urk. 2/10d),
war es für sie sodann einfacher, sich auf dessen Seite zu stellen und faktisch den
Beschuldigten zu belasten.
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Sodann wurde die Auskunftsperson – gemäss ihrer Darstellung – mit
einer grösseren offenen Rechnung für die von ihr erbrachten Arbeiten am Boot
zurückgelassen. Am 9. Mai 2012 erkundigte sich die Auskunftsperson per E-Mail
beim Privatkläger, bis wann sie mit dem Geld rechnen könne (Urk. 2/10c). Der
Privatkläger antwortete ihr gleichentags: "Ich bin bereit, dass wir dann, nachdem
sie das Boot zurueckerhalten haben, das Boot zurueckzukaufen." (Urk. 2/10c).
Dieser Dialog vermochte bei der Auskunftsperson berechtigte Hoffnung
erwecken, dass ihr erbrachter Arbeitsaufwand durch den Privatkläger dennoch
dereinst bezahlt werden könnte, was ein weiterer Beweggrund sein kann, zu
dessen Gunsten auszusagen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass auch die Aussagen der Auskunfts-
person H._ erhebliche Widersprüche und Ungereimtheiten aufweisen. Sie
hat sodann – wie dargelegt – ein eigenes finanzielles Interesse am Ausgang des
Verfahrens und stand insoweit in einer indirekten Abhängigkeit des Privatklägers.
Um ihn auf ihrer Seite zu haben und mit Blick auf die erhoffte Begleichung der
offenen Rechnung für die Reparaturarbeiten am Boot, machte es für die
Auskunftsperson am meisten Sinn, für den Privatkläger und damit faktisch gegen
den Beschuldigten auszusagen. Wie der Standpunkt des Privatklägers war,
wusste sie aufgrund der von ihm erhaltenen detaillierten E-Mails. Die
Veruntreuungshandlungen lassen sich damit – entgegen der Schlussfolgerung
der Vorinstanz (Urk. 68 S. 16 f. und S. 23) – auch nicht mit den Aussagen der
Auskunftsperson und der zwischen ihr und dem Privatkläger geführten
Korrespondenz erstellen.
7. Soweit von der Vorinstanz zur Sachverhaltserstellung auf die E-Mails
des Privatklägers an den Beschuldigten abgestellt wird (vgl. Urk. 68 S. 17),
wurden relevante Ungereimtheiten bereits bei der Würdigung der Aussagen des
Privatklägers aufgezeigt (so betr. Versandzeit, dann diese in Relation zum Datum
der angeblichen Vertragsunterzeichnung, weiter betr. Inhalt, Tagesbezeichnung).
Richtig ist, dass sich auch der Beschuldigte unterschiedlich zu diesen E-Mails
äusserte, indem er deren Existenz teilweise bestritt, dann wieder auf diese Bezug
nahm und zum Teil nicht wusste, ob er diese empfangen habe, wie die Vorinstanz
dargelegt hat (Urk. 68 S. 18). Anlässlich der Berufungsverhandlung machte der
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Beschuldigte nun geltend, dass es zu diesen Widersprüchen gekommen sei, da
er anlässlich der Befragung vor Vorinstanz nicht genau aufgepasst habe (Urk. 100
S. 4). Dies erscheint wenig glaubhaft. Die E-Mails sind jedoch als Ganzes ohne-
hin nicht geeignet, die Veruntreuungshandlungen gemäss Anklageschrift zu er-
stellen, womit der Vorinstanz auch in diesem Punkt nicht zugestimmt werden
kann (Urk. 68 S. 19 und 23). Auch wenn eher schwer vorstellbar ist, dass der
Privatkläger die E-Mails allesamt selbst erstellt hat, einzig um sie vor Gericht ein-
zureichen, sowie dass der Beschuldigte kein einziges dieser E-Mails erhalten hat,
kann letzteres – zumindest betreffend einzelner E-Mails – vorliegend nicht gänz-
lich ausgeschlossen werden. Nachdem die Privatklägerschaft auf die beweis-
mässige Verifizierung der E-Mails – z.B. mittels Beweisantrag auf entsprechende
Nachforschungen bei den Internet-Providern – verzichtet hat, kann die Kenntnis-
nahme der E-Mails durch den Beschuldigten somit nicht rechtsgenügend erstellt
werden.
8.1. Was weiter den SMS-Verkehr zwischen dem Privatkläger und dem
Beschuldigten betrifft, erachtete die Vorinstanz die SMS, deren Echtheit und
deren Versand vom Beschuldigten bestritten wurden, insgesamt als detailgetreu
und mit den eingereichten E-Mails übereinstimmend. Insbesondere der hohe
Detailgrad dieser SMS, insbesondere was die Thematik mit dem Bruder des
Beschuldigten betreffe, spreche gegen eine Fälschung und dafür, dass diese
Kommunikation tatsächlich so zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger
abgelaufen sei. Eine Fälschung aller E-Mails und SMS in einer derartigen
Detailtreue würde darüber hinaus eine hohe kriminelle Energie voraussetzen. Es
bestünden keine Anhaltspunkte, weshalb dies dem Privatkläger unterstellt werden
könnte. Es sei deshalb unglaubhaft, dass diese nachträglich erstellt worden seien.
Das Gericht sei deshalb von der Echtheit der SMS überzeugt (Urk. 68 S. 20).
8.2. Der Beschuldigte bestätigte, dass zwischen ihm und dem Privat-
kläger gewisse SMS "hin- und hergegangen" seien (Urk. 9 S. 2). Soweit der
Privatkläger unter anderem als Beweismittel SMS-Abschriften vorlege, werde die
Richtigkeit dieser Angaben aber grundsätzlich bestritten, da solche SMS
Aufzeichnungen sowohl im Gerät als auch bei der Abschrift manipuliert werden
könnten. Er selber habe diese Aufzeichnungen nicht mehr, so dass er sie nicht
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überprüfen könne. Er könne nur aus der Erinnerung von Fall zu Fall angeben, an
was er sich erinnern könne. An Mitteilungen gemäss der Abschrift könne er sich
so nicht erinnern (Urk. 9 S. 2).
Der Einwand der Verteidigung wurde zu Recht erhoben. Zwar lässt sich
der Abschrift ein grundsätzlich stimmiger Gesprächsverlauf entnehmen
(Urk. 2/12), aber die Echtheit der SMS lässt sich – trotz des unbestrittenermassen
vorhandenen Detailgrades der Kommunikation – überhaupt nicht verifizieren.
Folglich ist auch nicht objektivierbar, ob diese Kommunikation tatsächlich so und
auch zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger stattgefunden hat. Damit
ist – in Abweichung der vorinstanzlichen Einschätzung (Urk. 68 S. 20 und 23) –
auch die SMS-Abschrift nicht als taugliches Beweismittel zur Sachverhalts-
erstellung anzusehen.
9. Mit Bezug auf die vorgelegten Quittungen der Darlehensrückzahlung
und des Schmuckverkaufs wies die Vorinstanz auf die vorhandenen
Ungereimtheiten hin. Auf diese ist zu verweisen (Urk. 68 S. 20 ff.; Art. 82 Abs. 4
StPO). Die Rückzahlung des Darlehens ist an sich nicht bestritten. Mit Bezug auf
den Differenzbetrag und den Schmuckkauf kann auf die Erwägungen bei der
Aussagenwürdigung des Beschuldigten verwiesen werden (Ziff. III. B 3.2 des vor-
liegenden Urteils).
10. Die im Berufungsverfahren eingeholte schriftliche Auskunft bei der
Zürcher Pfandleihkasse über die Auslösung der vom Zivilkläger im Jahr 2011 als
Sicherheit für ein Darlehen hinterlegten Uhr "Rolex Datejust" (Urk. 85) fällt bei der
Sachverhaltserstellung insofern neutral aus, als nicht mehr eruierbar war, wer der
Vorweiser des Versatzscheines war und die genannte Uhr ausgelöst hat
(Urk. 88). Dem Beschuldigten kann damit nicht widerlegt werden, dass er
zusammen mit dem Privatkläger bei der Pfandleihkasse vorsprach.
11. Im Sinne einer Gesamtwürdigung ist festzuhalten, dass mit der
Vorinstanz der Sachverhalt aufgrund der Aussagen des Beschuldigten und des
Privatklägers nicht erstellt werden kann.
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Hingegen vermögen auch die Aussagen der Auskunftspersonen und die
übrigen bei den Akten liegenden Beweismittel keinen überzeugenden Beitrag für
die Erstellung des eingeklagten Sachverhalts zu leisten.
Insgesamt sind zwar Anhaltspunkte gegeben, die für die Veruntreuungs-
handlungen des Beschuldigten im Sinne des Anklagevorwurfs sprechen. So sind
insbesondere das selber behauptete Geschäftsgebaren und das widersprüchliche
Aussageverhalten des Beschuldigten ein Indiz dafür, dass sich das Geschehen
anders als von ihm dargelegt abgespielt haben könnte bzw. er die gestellten
Sicherheiten tatsächlich unberechtigterweise eingelöst und eben nicht
unabhängig vom Darlehen für sich privat käuflich erworben hat. Andererseits
ergeben sich bereits für sich betrachtet anhand der widersprüchlichen Aussagen
des immer wieder Ausflüchte suchenden Privatklägers erhebliche Zweifel, dass
sich das Geschehen tatsächlich so abgespielt hat, wie es in der Anklageschrift
geschildert ist. Der Privatkläger, der sich gemäss eigener Zugabe im Rahmen
dieses Darlehensschuldverhältnisses vertragswidrig verhalten hat, indem er
seinen als Sicherheit gestellten BMW verkauft hat, vermochte insbesondere für
seine Darstellung keinen der behaupteten zwei schriftlichen und gegen-
gezeichneten Verträge vorzulegen. Aufgrund seiner offenbar ständigen finanziel-
len Engpässe und der bemerkenswerten Liste der gegen ihn laufenden Betrei-
bungen (Urk. 17/3), kann ein Motiv für eine konstruierte Geschichte zur Wieder-
erlangung der verkauften Gegenstände nicht ganz von der Hand gewiesen wer-
den. Nicht zuletzt hätte die vom ihm angestrengte Strafuntersuchung auch dazu
dienen können, (weiteren) Prozessstoff und Beweismittel in dem von ihm gleich-
zeitig gegen die Firma des Beschuldigten in der gleichen Sache eingeleiteten
Zivilverfahren (Urk. 1 S. 10) zu sammeln. Dass diese Klage nicht weiterverfolgt
wurde, ändert an dieser möglichen Motivation nichts.
Somit ist vorliegend zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass sich der
Sachverhalt im Zusammenhang mit den Veruntreuungen gemäss Anklageschrift
zugetragen hat, aber doch recht unwahrscheinlich. Es verbleiben daran mithin
erhebliche und nicht überwindbare Zweifel. Da sich – wie oben erwähnt – die
fehlende Nachweisbarkeit von Tatsachen nicht zum Nachteil des Beschuldigten
- 26 -
auswirken darf, ist er in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vom
Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung freizusprechen.
IV. Zivilansprüche
1. Nach Art. 122 Abs. 1 StPO kann der als Privatkläger konstituierte
Geschädigte zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat adhäsionsweise geltend
machen, wobei er diese nach Art. 123 StPO zu beziffern und kurz zu begründen
hat. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat das Gericht über die
anhängig gemachte Zivilklage zu entscheiden, es sei denn, der Sachverhalt
erweise sich diesbezüglich als nicht spruchreif. Diesfalls ist die Zivilklage auf den
Weg des Zivilprozesses zu verweisen (vgl. Art. 126 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. d
StPO). Dabei hat das Gericht im Falle eines Freispruchs keine Beweis-
erhebungen für die Zivilklage mehr zu machen (BSK StPO, Basel 2014, DOLGE,
Art. 126 N 19 und 41).
2. Die Voraussetzungen der Gutheissung eines Schadenersatz-
anspruches bestimmen sich dabei nach Art. 41 OR. Voraussetzung für die
Zusprechung von Schadenersatz ist demnach, dass ein Schaden vorliegt, welcher
durch ein widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten adäquat kausal verursacht
wurde.
3. Da sich der vorliegende Sachverhalt in zivilrechtlicher Hinsicht als
nicht spruchreif erweist, ist das Schadenersatzbegehren des Privatklägers auf
den Zivilweg zu verweisen.
V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung an sich (Dispositiv-Ziffer 7
Abs. 1) ist nicht angefochten (Prot. II S. 8) und zu bestätigen, hingegen sind die
Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens aus-
- 27 -
gangsgemäss auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 und 2 StPO;
Art. 428 Abs. 1 StPO).
2.1. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch
auf Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer
Verfahrensrechte, Entschädigung der wirtschaftlichen Einbussen, die aus ihrer
notwendigen Beteiligung am Strafverfahren entstanden sind und Genugtuung für
besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhältnisse, insbesondere
bei Freiheitsentzug (Art. 429 Abs. 1 lit. a-c StPO). Zu den Entschädigungen für
Aufwendungen zur Wahrung der Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO)
gehören primär die Kosten der frei gewählten Verteidigung, wenn die Verbei-
ständung angesichts der tatsächlichen oder rechtlichen Komplexität des Falls
geboten war (Schmid, Handbuch StPO, 2. Aufl., N. 1810).
2.2. Vorliegend war der Beizug einer anwaltlichen Verteidigung gerecht-
fertigt.
2.3. Der Beschuldigte beantragt für das erstinstanzliche Verfahren eine
Umtriebsentschädigung von Fr. 16'483.50 (Urk. 72 S. 2). Vor Vorinstanz veran-
schlagte er einen Aufwand für die Verteidigung von 60.45 Stunden à Fr. 250.–
(Urk. 57 S. 23). Dies erweist sich insbesondere in Anbetracht des für die Vertre-
tungen sehr aufwändig geführten Vorverfahrens – wo die Sachverhaltsabklärung
mit dem mehrfachen Schriftenwechsel zu Beginn faktisch zu einem grossen Teil
an die Rechtsvertretungen delegiert wurde – als angemessen. Dem Beschuldig-
ten ist für das Untersuchungsverfahren und das erstinstanzliche Gerichtsver-
fahren somit eine Prozessentschädigung von Fr. 16'483.50 aus der Gerichtskasse
zuzusprechen.
3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
4.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).
4.2 Der Beschuldigte dringt mit seinen Anträgen in der Sache vollumfäng-
lich durch. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Berufung zurückgezogen, die Privat-
klägerschaft hat weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben, jedoch
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Anträge in der Sache gestellt, mit welchen sie vollumfänglich unterliegt. Aus-
gangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens somit im Umfang von
3⁄4 dem Privatkläger aufzuerlegen und – zufolge des Rückzugs der Berufung durch
die Staatsanwaltschaft – im Umfang von 1⁄4 auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5. Für das Berufungsverfahren beantragt der Beschuldigte die Ausrich-
tung einer Entschädigung von Fr. 4'462.– auf der Basis eines Aufwands von
16.15 Stunden à Fr. 250.– (inklusive der hierbei zudem bereits berücksichtigten
Barauslagen von Fr. 94.– und der MwSt. in Höhe von 8%; Urk. 102). Dieser für
den Zeitraum vor der Berufungsverhandlung geltend gemachte Betrag erscheint
angemessen. Für die Berufungsverhandlung ist sodann ein zusätzlicher Aufwand
von fünf Stunden, entsprechend Fr. 1'250.–, zu entschädigen, wobei wiederum
8% MwSt., entsprechend Fr. 100.–, zu berücksichtigen sind. Die Prozessent-
schädigung des Beschuldigten für das Berufungsverfahren ist folglich auf insge-
samt Fr. 5'812.– festzusetzen.
6. Die Art. 429 ff. StPO betreffend die Entschädigung des Beschuldigten
gelten kraft Verweises in Art. 436 Abs. 1 StPO auch im Berufungsverfahren. Wie
bereits zum erstinstanzlichen Verfahren erläutert (Ziff. V. 2.), hat die beschuldigte
Person, insbesondere wenn sie freigesprochen wird, gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. a
StPO Anspruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene
Ausübung ihrer Verfahrensrechte. Art. 432 Abs. 1 StPO sieht dabei vor, dass die
obsiegende beschuldigte Person gegenüber der Privatklägerschaft Anspruch auf
angemessene Entschädigung der durch die Anträge im Zivilpunkt verursachten
Aufwendungen hat. Wenn die beschuldigte Person im Schuldpunkt obsiegt und es
sich um ein Antragsdelikt handelt, so können die antragstellende Partei oder die
Privatklägerschaft, sofern sie mutwillig oder grob fahrlässig vorgegangen sind und
dadurch den guten Ablauf des Verfahrens behindert oder dessen Durchführung
erschwert haben, gemäss Art. 432 Abs. 2 StPO dazu verpflichtet werden, der
beschuldigten Person die Aufwendungen für die angemessene Ausübung der
Verfahrensrechte zu ersetzen. Die Verteidigungskosten betreffend den Strafpunkt
gehen also grundsätzlich zu Lasten des Staates. Der Grundsatz, dass die
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Verantwortung für die Strafverfolgung dem Staat obliegt, ist dabei gemäss
Bundesgericht u.a. für solche Situationen zu korrigieren, in denen das Verfahren
mehr im Interesse der Privatklägerschaft geführt wurde. Handelt es sich um eine
Entschädigung, welche anlässlich eines Berufungsverfahrens gewährt wird,
müssen die kraft Verweises von Art. 436 Abs. 1 StPO anwendbaren
Bestimmungen angesichts dieser speziellen Situation ausgelegt werden (Urteil
des Bundesgerichts 6B_802/2011 vom 8. November 2012, übersetzt in Pra 2013
Nr. 60). Auch wenn die Privatklägerschaft – im Unterschied zum zitierten Ent-
scheid des Bundesgerichts – vorliegend keine Berufung erhoben hat, liegt auf-
grund des Engagements der Privatklägerschaft im Berufungsverfahren auch vor-
liegend eine vergleichbare Situation vor, wie sie in Art. 432 StPO umschrieben ist.
Der Privatkläger ist somit zu verpflichten, dem Beschuldigten 3⁄4 der
Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren (Fr. 4'359.–) zu bezahlen. Im
Umfang von 1⁄4 ist die Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren
(Fr. 1'453.–) dem Beschuldigten aus der Gerichtskasse zu bezahlen.