Decision ID: ed517b6e-fa0c-4f70-a351-4121dc3db701
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die B._ AG ist Eigentümerin der aneinander angrenzenden Grundstücke Nrn. 001._
und 1010._, Grundbuch C._. Das Grundstück Nr. 001._ ist mit einer Garagenzeile
überbaut, die auf dem Grundstück Nr. 1010._ mit drei weiteren Garagen fortgesetzt
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wird. Gegen das Gesuch der B._ AG, es sei ihr auf dem Grundstück Nr. 1010._ die
Verlängerung der Garagenzeile um drei zusätzliche Garagen und zwei Parkplätze zu
bewilligen, erhob A._ – Eigentümer des an die Grundstücke Nrn. 001._ und 1010._
angrenzenden, mit der "D._" überbauten Grundstücks Nr. 002._ – Einsprache. Mit
Beschluss vom 23. Januar 2019 hiess der Gemeinderat der Politischen Gemeinde C._
die öffentlich-rechtliche Einsprache, soweit darauf einzutreten war, teilweise gut (Ziffer
1) und lehnte das Baugesuch ab (Ziffer 4). Die privatrechtliche Einsprache wies er ab
(Ziffer 2) und setzte eine dreissigtägige Frist zur Einleitung des zivilrechtlichen
Verfahrens an (Ziffer 3). Die Entscheidgebühr von CHF 700 wurde der B._ AG auferlegt
(Ziffer 5).
B.
Gegen den Entscheid des Gemeinderates erhoben sowohl A._ als auch die B._ AG
durch ihre Rechtsvertreter Rekurs beim Baudepartement (seit 1. Oktober 2021: Bau-
und Umweltdepartement). A._ beantragte die Aufhebung von Ziffer 2 des
angefochtenen Entscheides und die Gutheissung der privatrechtlichen
Immissionseinsprache (Verfahren 19-0001). Die B._ AG beantragte die Aufhebung der
Ziffern 1, 4 und 5 des angefochtenen Entscheides mit der Anweisung an die Gemeinde,
ihm die Baubewilligung – eventualiter unter Auflagen – zu erteilen (Verfahren 19-0002).
Beide stellten ihre Anträge unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Im Anschluss an den vom Baudepartement am 14. Januar 2020 in der Angelegenheit
durchgeführten Augenschein nahmen die Parteien Vergleichsgespräche auf. Die
Rekursverfahren wurden sistiert. Die B._ AG reichte ein neues Baugesuch ein, gegen
welches A._ wiederum Einsprache erhob. Die Rekursverfahren blieben sistiert. Am
25. Februar 2021 beurteilte der Gemeinderat das neue Baugesuch. Gegen diesen
Entscheid wurde wiederum Rekurs beim Baudepartement erhoben (Verfahren
21-0003). Die B._ AG zog am 1. Juni 2021 ihren Rekurs im Verfahren 19-0002 zurück.
A._ vertrat am 18. Juni 2021 gegenüber dem Baudepartement die Auffassung, sein
Rekurs im Verfahren 19-0001 sei "somit, im Ergebnis, in der Sache gegenstandslos"
geworden. Soweit er nicht als gegenstandslos angesehen werden sollte, ziehe er den
Rekurs wegen nachträglichen Wegfalls der Beschwer zurück. Für beide
Rekursverfahren beantragte A._ eine ausseramtliche Entschädigung.
Am 19. Juli 2021 schrieb das Baudepartement die Rekurse 19-0001 und 19-0002 ohne
Verfahrenskosten zu erheben zufolge Rückzugs ab. In beiden Verfahren wurden die
Rekurrenten verpflichtet, die Gegenpartei jeweils ausseramtlich zu entschädigen: Im
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Verfahren 19-0001 wurde das Begehren von A._ um Ersatz der ausseramtlichen
Kosten abgewiesen sowie eine Entschädigung von CHF 3'250 zugunsten der B._ AG
festgelegt (Dispositiv Ziffer 3) und im Verfahren 19-0002 eine solche von CHF 3'380
zugunsten von A._ verfügt.
C.
A._ (Beschwerdeführer) erhob gegen die Abschreibungsverfügung des
Baudepartements (Vorinstanz) im Rekursverfahren 19-0001 vom 19. Juli 2021 mit
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 1. August 2021 (Poststempel: 02.08.21) und
Ergänzung vom 15. September 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem –
zusammengefassten – Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen sei
der Rekurs nicht wegen Rückzugs, sondern wegen Gegenstandslosigkeit
abzuschreiben. Sein Gesuch um Entschädigung der ausseramtlichen Kosten von
CHF 3'250 zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer im Rekursverfahren sei
gutzuheissen, jenes der B._ AG (Beschwerdegegnerin) abzuweisen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 8. November 2021, die
Beschwerde sei abzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 10. Januar 2022 beantragte die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge
abzuweisen. Die Beschwerdeführerin nahm zu den Vernehmlassungen am 9. Februar
2022 Stellung. Die Vorinstanz äusserte sich dazu am 25. Februar 2022.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer,
dessen Gesuch um Entschädigung seiner ausseramtlichen Kosten im Rekursverfahren
mit der angefochtenen Verfügung abgewiesen und der seinerseits zur Entschädigung
der ausseramtlichen Kosten der Verfahrensgegnerin verpflichtet wurde, ist zur
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Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerde gegen die Abschreibungsverfügung vom 19. Juli 2021 wurde mit Eingabe
vom 1. August 2021 (Poststempel: 02.08.2021) rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 15. September 2021 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin sind sich einig, dass die Entschädigung
ausseramtlicher Kosten im Rekursverfahren 19-0001 aufgrund der Sach- oder
Rechtslage als notwendig im Sinn von Art. 98 Abs. 2 VRP erscheint. Umstritten ist, ob
zu Recht der Beschwerdeführer und Rekurrent verpflichtet wurde, die Beschwerde-
und Rekursgegnerin zu entschädigen, oder ob nicht vielmehr er einen solchen
Anspruch gegenüber jener hat. Der Beschwerdeführer geht dabei – zusammengefasst
– davon aus, sein Rekurs vor der Vorinstanz sei nicht zufolge Rückzugs, sondern aus
einem von der Beschwerdegegnerin verursachten Grund gegenstandslos geworden.
Die Vorinstanz ist demgegenüber der Auffassung, die Beschwerdegegnerin habe
lediglich ihren Rekurs zurückgezogen. Entsprechend sei – anders als bei einem
Rückzug des Baugesuchs – weder der angefochtene kommunale Beschluss
dahingefallen noch das Rekursverfahren gegenstandslos geworden. Vielmehr sei
letzteres infolge Rückzugs abgeschrieben und der kommunale Beschluss mit Vorbehalt
der Ziffer 2 – Abweisung der privatrechtlichen Einsprache – rechtskräftig geworden. Die
Rechtshängigkeit des vom Beschwerdeführer angestrengten Rekursverfahrens
(19-0001) sei davon unberührt geblieben und der Rekurs habe erst aufgrund des
Rückzugs abgeschrieben werden können.
2.1.
Gemäss Art. 98 VRP wird die ausseramtliche Entschädigung den am Verfahren
Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt. Die Vorschriften der
Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) über die
Parteientschädigung finden gemäss Art. 98 VRP sachgemässe Anwendung. Inwiefern
ein Beteiligter obsiegt, ist aufgrund der gestellten Anträge zu beurteilen (vgl. VerwGE B
2011/88 vom 18. Oktober 2011 E. 2.2.2). Bei einer Abschreibung infolge
Gegenstandslosigkeit gilt die Grundregel, dass derjenige als unterlegener Beteiligter zu
betrachten ist, der die Gegenstandslosigkeit verursacht hat, falls der Grund für das
Gegenstandsloswerden des Prozesses dem Verhalten einer Partei zuzuschreiben ist.
2.2. bis
ter
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Die Beschwerdegegnerin macht – zu Recht – nicht geltend, der Beschwerdeführer sei
zur Erhebung des Rekurses gegen die Abweisung seiner privatrechtlichen
Immissionseinsprache nicht befugt gewesen, weil das Baugesuch unabhängig von der
Begründetheit dieser Einsprache abgelehnt worden sei. Hingegen ist sie der
Auffassung, sie habe sich mit dem Beschwerdeführer geeinigt, dass beide Beteiligte je
ihren Rekurs bei der Vorinstanz zurückziehen. Eine solche Vereinbarung ist nicht
aktenkundig und wird vom Beschwerdeführer bestritten. Zumal eine solche
Abmachung vor allem im Hinblick auf eine einvernehmliche Lösung bezüglich der
Entschädigung ausseramtlicher Kosten getroffen worden wäre, ist davon auszugehen,
dass sie in schriftlicher Form vorliegen würde. Ebenso wenig sind der Gegenstand des
neuen Baugesuchs und dessen Beurteilung durch die Beschwerdebeteiligte bekannt.
Zumal auch dagegen vor der Vorinstanz ein Rekurs anhängig gemacht wurde, ist nicht
davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin es im Einvernehmen mit dem
Beschwerdeführer eingereicht hat. Mithin ist auch nicht davon auszugehen, dass sich
die beiden Parteien im Lauf des Verfahrens vergleichsweise geeinigt und in diesem
Zusammenhang übereingekommen wären, ihre ausseramtlichen Kosten
wettzuschlagen.
2.4.
Zusammengefasst ist festzuhalten: Wird die Ablehnung eines konkreten Baugesuchs
Ansonsten ist auf den mutmasslichen Prozessausgang abzustellen (vgl. VerwGE B
2018/75 vom 21. März 2019 E. 4.1).
Der Gemeinderat der Beschwerdebeteiligten hat das Baugesuch der
Beschwerdegegnerin, um welches sich der vorliegende Streit ursprünglich gedreht hat,
am 23. Januar 2021 mangels Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften
abgelehnt (Ziffern 1 und 4 des Beschlusses). Mit der Abschreibung des von der
Beschwerdegegnerin dagegen angehobenen Rekursverfahrens (19-0002) zufolge
Rückzugs des Rechtsmittels wurde die Abweisung des Baugesuchs rechtskräftig. Ob
das Bauvorhaben nicht nur öffentlich-rechtliche Normen verletzt, sondern darüber
hinaus auch noch dem privaten Nachbarrecht widerspricht, ist nicht von Belang. Damit
ist das Gesuch, welches dem Entscheid des Gemeinderates vom 23. Januar 2021
zugrunde lag, rechtskräftig abgewiesen. Auch eine im öffentlich-rechtlichen
Baubewilligungsverfahren erhobenen privatrechtlichen Einsprache nach Art. 684 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210) entbehrte damit einer Grundlage.
2.3.
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rechtskräftig, so wird dagegen gerichteten hängigen Rechtsmitteln, die sich auf
Art. 684 ZGB stützen (seien es nun Einsprache, Rekurs oder Beschwerde), die
Grundlage entzogen. Mit Eintritt der Rechtskraft eines abgelehnten Baugesuchs
werden die Rechtsmittel gegenstandslos, verlieren die Beteiligten doch jedes rechtliche
Interesse an einem Entscheid (vgl. dazu PK VRP/SG-Kamber, Art. 57 N 8). Mit dem
neuen Baugesuch und dem deswegen erfolgten Rückzug des Rekurses im Verfahren
19-0002 hat die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens
19-0001 verursacht, sodass sie als unterliegende Beteiligte zu betrachten ist (siehe
auch mit Hinweisen VerwGE B 2014/70 vom 27. November 2015 E. 2.3). Damit ist der
Anspruch des Beschwerdeführers auf Entschädigung seiner ausseramtlichen Kosten
im Rekursverfahren 19-0001 ausgewiesen. Daran würde sich selbst dann nichts
ändern, wenn die Vorinstanz auf den Rekurs des Beschwerdeführers mangels
Beschwer nicht hätte eintreten können, da diese mit dem Rückzug des Rekurses
19-0002 durch die Beschwerdegegnerin und der damit rechtskräftig gewordenen
Ablehnung des Baugesuchs dahingefallen ist. Auch diesfalls wäre das Rekursverfahren
19-0001 seiner Grundlage beraubt, sodass die Kostenfolgen nach dem
Verursacherprinzip (vgl. Art. 94 Abs. 1 VRP; VerwGE B 2018/26 und B 2018/108 vom
12. Januar 2019 E. 4.2.3) der Beschwerdegegnerin anzulasten wären.
2.5.
Der Beschwerdeführer beantragt, Ziffer 1 des Dispositivs des angefochtenen
Entscheides "Der Rekurs ... wird zufolge Rückzugs abgeschrieben" sei mit der
Wendung "Der Rekurs ... wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben" zu
ersetzen. Der Rückzug des Rechtsmittels ist einer nebst anderen Gründen, die zur
Gegenstandslosigkeit des Verfahrens führen und dessen Abschreibung zur Folge
haben (vgl. Art. 57 Abs. 1 VRP). Der vom Beschwerdeführer beantragte Wortlaut
schlösse eine Gegenstandslosigkeit des Rechtsmittels zufolge Rückzugs nicht aus. Der
Grund, der zur Gegenstandslosigkeit führt, ist in erster Linie ein Begründungselement.
Rechtswirkungen entfaltet einzig der Umstand, dass das Rechtsmittel abgeschrieben
wird. Wird ein Rechtsmittel zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben, lassen sich
daraus regelmässig auch keine eindeutigen Schlüsse hinsichtlich der Kostenfolgen
ziehen, zumal im Einzelfall zu klären ist, wer die Gegenstandslosigkeit verursacht hat
(vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 773). Auf die Aufhebung und Neuformulierung von Ziffer 1 des Dispositivs des
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angefochtenen Entscheides im Sinn des Antrags des Beschwerdeführers wird deshalb
verzichtet. Festzuhalten ist immerhin, dass die Gegenstandslosigkeit des Rekurses
nicht auf den Rückzug des Rechtsmittels durch den Beschwerdeführer zurückzuführen
war.
3.
Zu prüfen bleibt die Höhe der Entschädigung. Der Beschwerdeführer macht Kosten
von CHF 3'250 zuzüglich vier Prozent pauschale Barauslagen und 7,7 Prozent
Mehrwertsteuer geltend. Gemäss Art. 7 Verordnung über die Bearbeitung von
Rekursverfahren vor den Departementen (sGS 951.11, RekV) wird die
Parteientschädigung für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte nach den Vorschriften
der Honorarordnung (sGS 963.75, HonO) festgelegt. Vor Verwaltungsbehörden beträgt
das Honorar gemäss Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. a HonO CHF 500 bis CHF 6'000.
Innerhalb dieses Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen Umständen,
namentlich nach Art und Umfang der notwendigen Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO).
Bei der Bemessung fällt vorliegend in erster Linie in Betracht, dass dem
Beschwerdeführer im Streit um die Bewilligung des Baugesuchs der
Beschwerdegegnerin vor der Vorinstanz bereits im Rekursverfahren 19-0002 eine
Entschädigung für seine ausseramtlichen Kosten von CHF 3'380 zuzüglich
Mehrwertsteuer zugesprochen wurde. Die Höhe entsprach dem Antrag des
Beschwerdeführers. Die Vorinstanz hielt fest, sie sei tarifkonform und überschreite das
für durchschnittlich schwierige Rekursverfahren (mit Rekursaugenschein) praxisgemäss
festgesetzte mittlere Honorar nicht (vgl. act. 12/37). Der Aspekt der privatrechtlichen
Immissionen war zwar nicht Gegenstand des Rekursverfahrens 19-0002. Jedoch ist zu
berücksichtigen, dass die privat- und die öffentlich-rechtlichen Aspekte einer
Baustreitigkeit üblicherweise in ein- und demselben Verfahren beurteilt werden. So
wurde denn auch in den beiden Rekursverfahren der Schriftenwechsel koordiniert und
ein Augenschein durchgeführt. Zwar liegt die Festsetzung der ausseramtlichen
Entschädigung im Ermessen der Vorinstanz, welches vom Gericht lediglich auf
Rechtsfehler hin überprüft werden kann. Indessen rechtfertigt es die
Verfahrensökonomie, dass das Verwaltungsgericht die Angelegenheit nicht zur
Bemessung der Entschädigung an die Vorinstanz zurückweist. Unter den dargelegten
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Umständen erscheint eine zusätzliche Entschädigung des Beschwerdeführers im
Rekursverfahren 19-0001 von CHF 1'000 zuzüglich pauschale Barauslagen von
CHF 40 und Mehrwertsteuer als angemessen.
4.
Die Beschwerde ist dementsprechend teilweise gutzuheissen. Die Ziffer 3 des
Dispositivs der angefochtenen Verfügung ist aufzuheben. Das Begehren der
Beschwerdegegnerin um Ersatz der ausseramtlichen Kosten im Rekursverfahren
19-0001 ist abzuweisen. Das entsprechende Begehren des Beschwerdeführers ist
gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den Beschwerdeführer für
das Rekursverfahren 19-0001 mit CHF 1'040 zuzüglich Mehrwertsteuer zu
entschädigen.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer zwar im Grundsatz,
nicht jedoch in Bezug auf die von ihm beantragte Höhe der ausseramtlichen
Entschädigung. Daher erscheint es gerechtfertigt, ihm die amtlichen Kosten zu einem
Drittel und der Beschwerdegegnerin zu zwei Dritteln aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12), wovon der Beschwerdeführer CHF 500 und
die Beschwerdegegnerin CHF 1'000 zu tragen hat. An den Anteil des
Beschwerdeführers ist der von ihm geleistete Kostenvorschuss von CHF 2'000
anzurechnen. CHF 1'500 sind ihm zurückzuerstatten.
6.
Der überwiegend obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine anteilige
Parteientschädigung im Beschwerdeverfahren (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP). Bei
vollem Obsiegen wären ermessensweise pauschal CHF 1'500 zuzusprechen.
Entsprechend den Anteilen des Obsiegens ergäbe sich für den Beschwerdeführer eine
Entschädigung von CHF 1'000 und für die ebenfalls anwaltlich vertretene
Beschwerdeführerin von CHF 500. Folglich hat die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer ausseramtlich mit der Differenz, also mit CHF 500 zuzüglich vier
Prozent pauschale Barauslagen (CHF 20) und Mehrwertsteuer, zu entschädigen.
bis
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