Decision ID: 829f0ad7-ff95-54ee-a138-2471a491d5c3
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. X._ GmbH (nachfolgend: Abgabepflichtige) ist eine Gesellschaft mit beschränk�ter Haftung mit Sitz in _. Gemäss Handelsregistereintrag be�zweckt sie unter anderem den Kauf, den Vertrieb sowie den Verkauf al�ler Arten von technischen Produkten, ins�besondere von Computern, elektronischen Datenverarbeitungs�an�lagen, Software und allen ver�wandten Produkten und Bestandteilen sowie die Erbringung von Dienstleistungen und Lösungen aller Art auf dem Gebiet der Informa�tionstechnologie.
B. B.a Mit Schreiben vom 29. Januar 2009 gelangte die Abgabepflich�tige mit einem als «Wiedererwägungsgesuch für Zollerhebungen für Laser�jet MFP seit 1. Januar 2007» bezeichneten Schreiben an die Dienst�abtei�lung Luzern der Zollstelle Aarau. Sie ersuchte um Rücker�stattung von «Zoll�kos�ten» in der Höhe von Fr. 365'746.49 für die von ihr im Zeit�raum vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2008 importier�ten «Multi�funktionalen Laserdruckern» gemäss beigelegter Liste. Wei�tere Forde�rungen wurden vor�be�halten. Sie begründete ihr «Wiedererwägungsgesuch» damit, das Bundes�ver�wal�tungsgericht habe mit Entscheid vom 11. September 2008 (gemeint ist das Verfahren A-1772/2006) ihre «(...) Multifunktionsgeräte (Laser) als Printer (8471) ohne Zollansatz (wie vor dem 01.01.07) eingereiht und unter Anwendung der Anmerkung 3(b) (charakterisierende Haupt�tätig�keit)» klassifiziert. Weiter brachte sie vor, sie habe seit der Neu�ein�reihung der Geräte ab dem 1. Januar 2007 ihre multifunktionalen Laser Printer «noch immer» unter der Tarifnummer 8443 zu einem Zoll�ansatz von Fr. 49.-- je 100 kg eingeführt, da sie bis zum Vorliegen des bundes�ver�waltungsgerichtlichen Entscheids keine andere Möglich�keit gehabt habe, als diese Tarif�nummer anzuwenden.Unter Be�zug�nahme auf ihr bereits eingereichtes «Wiedererwägungs�gesuch» händigte die Abgabe�pflich�tige per  am 3. März 2009 eine nachgeführte Liste mit den seit dem 1. Ja�nuar 2007 eingeführten (...)-Multifunk�tions-Laser�druckern ein. Sie er�klär�te, gemäss dieser Liste be�liefen sich die «Zoll�ge�bühren» auf ins��ge�samt Fr. 970'331.92.
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B.b Mit Schreiben vom 10. März 2009 teilte die Zollkreisdirektion, der das «Wieder��erwägungsgesuch» zuständigkeitshalber zur Bearbeitung über�mittelt worden war, der Abgabepflichtigen mit, sie behandle das «Wieder�er�wägungsgesuch» als Beschwerde gegen die erfolgten Ein�fuhr�ver�an�la�gungen. Da das Gesuch den Anforderungen an eine Be�schwer�de nicht ent�spreche, werde der Abgabepflichtigen eine Nach�frist zur Begründung und Ergänzung der Beschwerde gesetzt. Die Zoll�kreis�direktion legte zu�dem dar, eine Zollrückerstattung falle angesichts der rechtlichen Grund�lagen ausser Betracht und wies die Abgabe�pflich�tige auf die Möglich�keit des Rückzugs der Beschwerde hin.
C. C.a Am 28. April 2009 ging bei der Zollkreisdirektion die Beschwerde�be�gründung ein. Die Abgabepflichtige be�an�tragte die Auf�hebung diverser (explizit aufgezählter) Veranlagungs�ver�fügungen vom 9., 10., 11., 12. und 19. März 2009 sowie derjenigen Veranlagungsver�fügungen, die zwischen dem 1. Dezem�ber 2008 und dem 30. Ja�nuar 2009 erlassen worden seien. Der mit diesen Ver�an�lagungs�verfügungen er�hobene Zoll�betrag sei ihr zurück�zu�er�statten (Rechtsbegehren Ziffer 1). Weiter seien alle seit dem 1. Ja�nuar 2007 er�gange�nen, nicht bereits von Ziffer 1 erfassten Veran�la�gungs�ver�fü�gun�gen zu wider�rufen, welche (...)- Multi�funktions�drucker so�wie alle in ihrer Funk�tions�weise ähn�lichen Vor�gänger- und Nachfolger�mo�delle in die Zoll�tarif�nummer 8443.3190 zu einem Tarif von Fr. 49.-- ein�reihten; der ent�sprechende Zollbetrag sei ihr zurückzuerstatten (Ziffer 2). Schliess�lich bean�tragte die Abgabe-pflichtige, es seien alle Zoll�stellen ver�bind�lich anzuweisen, die (...)-Multi�funktions�drucker (aus näher be�zeich�neten Serien) sowie alle in ihrer Funktions�weise ähn�lichen Vor�gänger- und Nach�folgemodelle mit sofortiger Wirkung in die Zoll�tarif�nummer 8443.3190 zu einem Tarif von Fr. 0.-- oder in eine andere Tarif�nummer, welche einen Tarif von Fr. 0.-- vorsehe, ein�zu�reih�en (Ziffer 3). In ver�fah�rens�leitender Hinsicht bean�tragte sie, die zu�künf�ti�gen Einfuhren von Waren der vorliegend im Streit liegenden Art seien bis zum Aus�gang des Beschwerde�ver�fah�rens provi�sorisch zu veranlagen.
Sie begründete ihre Rechtsbegehren haupt�sächlich damit, das Bundes�verwaltungsgericht habe entschieden, dass die Laserjet-Multi�funk�tions�drucker unter dem bis zum 31. De�zember 2006 geltenden Zolltarif in die Tarifnummer 8471.6000 einzureihen gewesen seien. Die frag�lichen Geräte hätten somit zollfrei eingeführt werden können. Mit der Revi�sion des Harmoni�sier�ten Systems würden
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Multi�funktions�drucker neu in die Tarifnummer 8443.31 ein�ge�reiht. Der Bundes�rat habe die Re�vision auf dem Verord�nungsweg um�ge�setzt und im Zuge dieser Umsetzung die Laser��funk�tions�drucker ab dem 1. Januar 2007 gleichzeitig neu mit einem Zoll�an�satz von Fr. 49.-- belastet. Mit dem Information Techno�logy Agree�ment der Welt�handels�organisation (WTO) vom 13. Dezem�ber 1996 sei die Eid�ge�nossen�schaft aber staats�ver�trag�lich zur Zollbe�freiung von �duk�ten ver�pflichtet. Für die Änderung des Zollan�satzes durch den Bundes�rat bestehe keine ge�nügende ge�setz�liche Grund�lage.
C.b Mit Entscheid vom 11. August 2009 wies die Zollkreisdirektion (Vor�instanz) die Beschwerde kostenpflichtig ab, soweit sie darauf ein�trat. Die be�an�trag�te pro�vi�sorische Veranlagung für ab Beschwerde�ein�gang vorge�nommene Ein�fuhr�ver�an�la�gungen wurde – «aus Gründen der Rechts�gleich�heit» – nicht be�willigt.
In ihrer Begründung legte die Vorinstanz im Wesentlichen dar, für die von der Beschwerdeführerin in Ziffer 1 ex�plizit aufgezählten Veran�la�gungs�ver�fü�gungen sei die Beschwerdefrist einge�halten. Für die in Ziffer 2 ge�nannten Veranlagungsverfügungen könne die Einhaltung der Be�schwer�de�frist mangels Bezugnahme auf kon�krete Ver�fügungen nicht ab�schliessend beurteilt werden. Somit seien diesbezüglich die gesetz�lichen Voraus�setzungen an die Beschwerdeschrift nicht erfüllt. Im Übrigen müsse die Be�schwerde ohnehin insgesamt abgewiesen werden, da die Tarif�nummer un�be�strittenermassen zu Recht ange�wandt worden sei und der ent�sprech�ende Zollansatz korrekt gewesen sei. Zur Prüfung der Ge�setzes- und Ver�fassungs�mässig�keit des Zollan�satzes sei sie nicht be�fugt.
D. D.a Mit Eingabe vom 28. September 2009 erhob die Abgabepflich�tige (Beschwerdeführerin) Beschwerde beim Bundesver�wal�tungs�ge�richt mit folgenden – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen ge�stellten – Rechtsbegehren:
«1. Es sei die Verfügung der Vorinstanz vom 11. August 2009 aufzuheben.
2. Es seien die Veranlagungsverfügungen: – Nr. 31528910.1 vom 9. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)-
Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S55011166R, S55011168R und S55011158R) zum Zollbetrag von CHF 1'773.65,
– Nr. 31711383.1 vom 11. März 2009 bezüglich Verzollungen von (...)- Multi�funktionsdruckern (Rechnungsnummer S50058606N) zum Zoll�be�trag von CHF 16.65,
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– Nr. 31643274.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55012578R) zum Zollbetrag von CHF 46.55,
– Nr. 31638955.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multifunk�tions�druckern (Rechnungsnummern S55012581R und S55012590R) zum Zollbetrag von CHF 96.60,
– Nr. 31647922.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multifunk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S55054139N und S50054141N) zum Zollbetrag von CHF 1'697.80,
– Nr. 31648836.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55012817R) zum Zollbetrag von CHF 348.30,
– Nr. 31652042.1 vom 10. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummern S50054131N, S50054127N und S50054129N) zum Zollbetrag von CHF 291.55,
– Nr. 31685840.1 vom 12. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tions�druckern (Rechnungsnummern S55013760R, S55013757R und S55013776R) zum Zollbetrag von CHF 709.05,
– Nr. 31695576.1 vom 12. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tions�druckern (Rechnungsnummer S55013694R) zum Zollbetrag von CHF 201.55,
– Nr. 31974028.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55018031R) zum Zoll�betrag von CHF 152.90,
– Nr. 31980977.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funk�tionsdruckern (Rechnungsnummer S55017999R) zum Zollbetrag von CHF 241.90,
– Nr. 32014490.1 vom 19. März 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funktions�druckern (Rechnungsnummer S55018397R) zum Zollbetrag von CHF 61.65,
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– Nr. 30173896.1 vom 28. Januar 2009 bezüglich Verzollung von (...)- Multi�funktionsdruckern (Rechnungsnummern S535513284 und S535513292) zum Zoll�betrag von CHF 330.75,
aufzuheben und der mit den genannten Zollveranlagungen erhobene Zoll�be�trag von insgesamt Fr. 5'968.90 zuzüglich Zinsen von 5% an die Beschwer�de�führerin zurückzuerstatten.
3. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.»
In ihrer Begründung brachte die Beschwerdeführerin in der Haupt�sache dieselben Argu�men�te vor, wie vor der Vorinstanz. Zusätzlich be�an�standete sie den vor�instanzlichen Kostenentscheid.
D.b Mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2009 schloss die Vor�ins�tanz auf Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1. Entscheide der Zollkreisdirektionen können gemäss Art. 31 in Ver�bin�dung mit Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes�verwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) grundsätzlich beim Bundesverwaltungsgericht ange�fochten werden. Im Ver�fahren vor dieser Instanz wird die Zollverwaltung durch die Ober�zoll�direktion (OZD) vertreten (Art. 116 Abs. 2 des Zoll�ge�setzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0]). Das Ver�fahren richtet sich – soweit das VGG nichts anderes bestimmt – nach den Vor�schriften des VwVG. Die Be�schwer�de�führerin ist durch den angefoch�tenen Ent�scheid berührt und hat ein schutz�würdiges Interesse an des�sen Auf�hebung (Art. 48 VwVG). Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid; dieser ersetzt allfällige Ent�scheide unterer Instanzen (sog. Devolutiveffekt; vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4; Urteil des Bundesver�wal�tungs�gerichts A-6124/2008 vom 6. Sep�tember 2010 E. 1.2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU�BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundes�ver�wal�tungs�gericht, Basel 2008, Rz. 2.7). Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der diversen, ein�zeln bezeichneten erstinstanzlichen Veranlagungsverfü�gungen be�an�tragt (vgl. Rechtsbegehren Ziffer 2), ist daher auf ihre Beschwerde nicht einzutreten.
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Auf die im Übrigen form- und fristgerecht ein�ge�reichte Be�schwer�de ist ein�zutreten.
1.2. Im vorliegenden Fall liegen die unter Bst. D.a ein�zeln aufgezählten Ein�fuhren von (...)-Multifunktionsdruckern, bei denen es sich unbe�strittener�massen um Geräte handelt, die nach der Laser��logie funktionieren, im Streit. Die Beschwerdeführerin bean�standet die Ein�reihung in die Tarifnummer 8443.3190 in grund�sätzlicher Hinsicht nicht. Was sie aber rügt, ist der damit verbundene Zollansatz von Fr. 49.-. Ihrer Auf�fassung nach müsste der «Nullsatz» gelten.
2. 2.1. Waren, die ins Zollgebiet oder aus dem Zoll�ge�biet verbracht werden, sind zollpflichtig und müssen nach dem ZG so�wie nach dem Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) veranlagt werden (vgl. Art. 7 ZG). Der Zollbetrag bemisst sich nach Art, Menge und Be�schaffenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem sie der Zollstelle an�ge�mel�det wird (Art. 19 Abs. 1 Bst. a ZG) und nach den Zollansätzen und Be�messungs�grundlagen, die im Zeitpunkt der Entstehung der Zollschuld gel�ten (Art. 19 Abs. 1 Bst. b ZG).
2.2. Alle Waren, die über die schweizerische Zoll�gren�ze ein- und aus�ge�führt werden, müssen nach dem Generaltarif ver�zollt werden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. den Anhängen 1 und 2 ZTG). Vorbehalten bleiben Ab�wei�chun�gen, die sich ergeben aus Staatsverträgen, besonderen Be�stim�mun�gen von Gesetzen sowie Verordnungen des Bundesrates, die sich auf dieses Gesetz abstützen (Art. 1 Abs. 2 ZTG).
2.2.1. Unter dem Begriff Generaltarif (vgl. Art. 3 ZTG) ist ein unter Be�ach�tung der inländischen Gesetzgebung und unter Berücksich�ti�gung der nati�o�na�len Bedürfnisse geschaffener Zolltarif zu verstehen. Er ent�hält die Tarif�nummern, die Bezeichnungen der Waren, die Ein�reih�ungs�vor�schrif�ten, die Zollkontingente sowie die höchstmöglichen Zoll�an�sätze, wie sie grösstenteils im GATT/WTO-Abkommen konso�li�diert wurden. Die Struktur des Generaltarifs basiert auf der Nomen�kla�tur des interna�ti�o�nalen Übereinkommens vom 14. Juni 1983 über das Har�mo�nisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren (nach�folgend: HS-Über�einkommen, SR 0.632.11; Urteil des Bundes�ver�wal�tungsgerichts A-8527/2007 vom 12. Oktober 2010
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E. 2.5.1.1; vgl. zum Ganzen auch Bot�schaft zu den für die Ra�ti�fi�zierung der GATT/WTO-Über�ein�kommen [Uruguay-Runde] not�wen�di�gen Rechts�an�passun�gen, BBl 1994 IV 1004 f.; vgl. auch Botschaft betreffend das Internationale Über�ein�kommen über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codie�rung der Waren [HS] sowie über die Anpassung des schwei�zerischen Zoll�tarifs, BBl III 1985 377 f.).
2.2.2. Der Generaltarif wird in der Amt�lichen Sammlung des Bundes�rechts (AS) nicht veröffentlicht. Die Ver�öffent�lichung erfolgt durch Ver�weis (Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundes�blatt [Publikations�gesetz, PublG, SR 170.512]). Der General�tarif kann bei der OZD ein�ge�sehen oder im Internet (unter www.ezv.admin.ch) abgerufen werden. Trotz fehlender Veröffentlichung in der AS kommt dem Ge�ne�ral�tarif Gesetzesrang zu (vgl. statt vieler: Ur�teil des Bundes�ver�wal�tungs�gerichts A-1753/2006 vom 23. Juni 2008 E. 2.2 mit Hin�weis).
2.3. 2.3.1. Die Ver�trags�sta�aten des HS-Übereinkommens (vgl. E. 2.2.1) sind ver�pflichtet, ihre Tarif�no�men�kla�turen mit dem Harmo�nisier�ten System (HS) in Über�ein�stimmung zu brin�gen und beim Er�stellen der nationalen Tarif�nomen�kla�tur alle Num�mern und Unter�num�mern des HS sowie die da�zu�ge�hö�ren�den Code�num�mern zu ver�wenden, ohne dabei etwas hin�zu�zufügen oder zu än�dern. Sie sind ver�pflichtet, die allgemeinen Vor�schrif�ten für die Aus�le�gung des HS sowie alle Ab�schnitt-, Ka�pi�tel- und Un�ter�num�mern-An�mer�kun�gen anzuwenden. Sie dürfen den Gel�tungs�be�reich der Ab�schnit�te, Ka�pi�tel, Nummern oder Unter�nummern des HS nicht ver�än�dern und sie haben die Num�mern�fol�ge des HS ein�zu�hal�ten (Art. 3 Ziff. 1 Bst. a des �ein�kommens).
Der «Rat über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens» (Art. 1 Bst. f des �kommens) kann Änderungen des HS-Über�ein��kommens empfehlen (Art. 16 des ). Der Bundes�rat ist ermächtigt, die empfohlenen Änderungen anzunehmen und den General�tarif anzupassen (Art. 9 Abs. 1 ZTG, Artikel�über�schrift: «Änderungen im Rahmen des Harmonisierten Systems»). Mit dem HS-Über�einkommen verpflichten sich die Vertragsparteien aus�schliesslich da�hin�gehend, ihre Tarifnomenklatur mit dem HS in Über�ein�stimmung zu bringen. Hingegen wird mit dem HS-Über�ein�kommen keinerlei Ver�pflich��tung in Bezug auf die Zoll�an�sätze über�nommen (Art. 9 des HS-Über�einkommens). Die Kompetenz des Bundesrates zur
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Anpassung der Nomenklatur des schweizerischen Generaltarifs an das HS bein�haltet demnach im Bereich der Empfehlungen des Rats des HS-Über�ein�kommens nicht gleichzeitig die Berechtigung, die Zollansätze materiell zu verändern.
2.3.2. Anlässlich der Revision des HS wurde die inter�nationale No�men�kla�tur per 1. Januar 2007 zum vierten Mal überarbeitet und ge�ändert. Im Rahmen dieser Revision wurden insbesondere bei den Com�pu�tern, der Halbleitertechnologie und der Unterhaltungselektronik (Zoll�tarif Ka�pitel 84, 85, 90) Nummern zusammengelegt respektive neu ge�schaffen (vgl. auch Medienmitteilung des Eidgenössischen Finanz�de�parte�ments EFD vom 6. Dezember 2004, «Bundesrat ge�nehmigt Empfeh�lungen des Weltzollrates», abrufbar unter www.ezv.admin.ch, Doku�mentation > Medieninformationen, zuletzt be�sucht am 1. Novem�ber 2010). Mit der Ver�ord�nung vom 28. Juni 2006 über die Änderung des Zoll�tarifs in den An�hängen 1 und 2 zum Zolltarifgesetz und über die An�passung von Er�lassen im Zu�sammen�hang mit dieser Änderung (AS 2006 2995; Ver��ord�nung mit den Anhängen zum ZTG, ab�ruf�bar unter www.ezv.admin.ch > Zoll�in�form�a�tion Firmen > Abferti�gungs�hilfen > Zoll���tarif-Tares, dort die Linkliste, zu�letzt be�sucht am 1. No�vem�ber 2010) hat der Bundesrat gestützt auf Art. 9 ZTG die vom Rat empfoh�lenen Ände�rungen an�genommen und den Generaltarif ent�sprech�end an�gepasst. Die Änderung des Generaltarifs ist per 1. Ja�nu�ar 2007 in Kraft ge�treten (vgl. Art. 5 der genannten Verordnung).
2.4. 2.4.1. Gestützt auf die langjährige Praxis der OZD wurden vor Inkraft�treten der vierten HS-Re�vi�sion Geräte der vor�liegend in Rede stehen�den Art (sog. «Laserjet-Multi�funk�tions�drucker») in die Tarif�nummer 9009.1200 eingereiht (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 49.-- je 100 kg brutto):
«Fotokopierapparate mit optischem Sys�tem oder für das Kon�taktverfahren und Thermokopierapparate: - elektrostatische Fotokopierapparate -- durch Wieder�gabe des Originalbildes auf die Kopie mittels eines Zwischen�trä�gers arbeitend (indirektes Verfahren)»
Diese Tarifnummer wurde im Rahmen der vier�ten HS-Revision (vgl. E. 2.3.2) aufgehoben. Mit Urteil vom 11. Sep�tem�ber 2008 im Ver�fah�ren A-1772/2006 ent�schied das Bundesver�wal�tungs�gericht allerdings, dass der�artige Ge�räte gemäss des bis Ende 2006 geltenden
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Zolltarifs in die Tarif�nummer 8471.6000 einzureihen sind (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 0.-- je 100 kg brutto):
«Auto�matische Daten�ver�arbei�tungs�maschinen und ihre Ein�heiten; mag�ne�tische oder optische Schrift�leser, Maschinen zum Auf�zeichnen von Daten auf Daten�träger in Form eines Codes und Maschinen zum Ver�arbei�ten dieser Daten, ander�weit weder genannt noch inbegriffen: - Ein- oder Aus�gabe�ein�hei�ten, auch wenn sie in einem ge�meinsamen Ge�häuse Speicher�ein�hei�ten enthalten»
An diesem Ergebnis – so das Bundesverwaltungsgericht – ändere der Um�stand nichts, dass ab dem 1. Januar 2007 derartige Geräte in die Tarif�nummer 8443.3100 fielen (Urteil des Bundes�ver�wal�tungs�ge�richts A-1772/2006 vom 11. September 2008 E. 3.2.5).
2.4.2. Im Rahmen der vierten HS-Revision wurde für derartige Multi�funk�tions�druckergeräte eine eigene Nummer geschaffen und in den schwei�zerischen Generaltarif implementiert. Die Tarif�nummer 8443.3100 sah vorerst für solche Waren im Generaltarif den Zollansatz von Fr. 49.-- je 100 kg brutto vor (vgl. Anhang 1 [S. 53] der Verordnung über die Änderung des Zolltarifs, vgl. oben E. 2.3.2):
«Maschinen und Apparate zum Drucken mittels Druck�platten, Druck�formzylindern und anderen Druckformen der Nr. 8442; andere Drucker, Kopierer und Fernkopierer, auch untereinan�der kombi�niert; Teile und Zubehör für diese Maschinen und Apparate: - andere Drucker, Kopierer und Fernkopierer, auch untereinander kombiniert: -- Ge�räte, die mindestens zwei der Funktionen Drucken, Kopieren oder Übertragen von Fernkopien verrichten und an eine automatische Da�tenverarbeitungsmaschine oder ein Netzwerk angeschlossen werden können»
Gestützt auf Art. 9 ZTG wurde mit Verordnung vom 15. Juni 2007 (AS 2007 2887) über die Änderung des Zolltarifs in An�hang 1 des Zolltarif�ge�setzes im Zu�sammenhang mit �strahldruckern die Tarif�nummer 8443.3100 unterteilt. Für Multi�funk�tionsgeräte, die nach der Tinten�strahl-Druck�technologie funk�ti�onie�ren, wurde die Tarif�nummer 8443.3110 (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 0.-- je 100 kg brutto), für die anderen Drucker (als Tinten�strahl�drucker) die Tarifnummer 8443.3190 (Zollansatz gemäss Generaltarif Fr. 49.-- je 100 kg brutto) geschaffen. Nach Angaben der Vor�instanz sollte mit dieser Anpassung ein Fehler bei der Umsetzung der vierten  korrigiert werden. Gemäss der Medien�mit�tei�lung vom 18. Juni 2007 des Staats�sekretariats für Wirt�schaft (SECO) war es das Ziel dieser Korrektur, «den schwei�zerischen Zolltarif für Tin�ten�strahldrucker zu senken, um den früheren Zu�stand wieder her�zu�stellen und die Zollabgaben, die vor der Ände�rung galten, wieder ein�zuführen» (Medienmitteilung abrufbar unter www.seco.admin.ch, Doku�mentation > Medieninformationen, zu�letzt be�sucht am 2. November 2010).
2.5. Am 13. Dezember 1996 erzielte die WTO-Ministerkonferenz eine Über�einkunft über die Zollbeseitigung auf Gütern der Informations�tech�no�logie («Ministerial Declaration of Trade in Information Techno�logy Pro�ducts», nachfolgend: IT-Abkommen). Mit dem Abschluss dieses Ab�kommens verpflichtete sich die Schweiz,
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Produkte, die unter eine be�stimmte Zolltarifnummer des HS fallen (Attachement A des Ab�kommens) und weitere, separat aufgelistete Produkte (Attachement B des Abkommens) von der Zollpflicht zu befreien (Art. 2 des IT-Ab�kommens). Der Zollabbau war in vier Stufen zu je 25% (per 1. Juli 1997, 1. Januar 1998, 1. Januar 1999 und Nullzölle per 1. Januar 2000) vorgesehen (vgl. dazu Botschaft zur Teilrevision der Schweizer WTO-Verpflichtungsliste im Bereich der Informationstechno�logie, BBl 1998 1066 ff.). Von diesem Abkommen erfasst ist na�ment�lich die Tarif�nummer 8471.60, also diejenige Nummer, in die das Bundesverwal�tungs�gericht Waren der vorliegend strittigen Art einreihte (vgl. E. 2.4.1). In der Folge passte der Bundesrat ge�stützt auf Art. 9a ZTG (Artikel�über�schrift: «Änderungen im Rahmen der WTO») die Zollansätze des General�tarifs ent�sprechend vorläufig an (Verordnung vom 19. No�vem�ber 1997 über die Änderung des Zolltarifs im Anhang zum ZTG [AS 1997 2632], Ver�ordnung vom 19. November 1997 über die In�kraft�setzung der im Rah�men der WTO vereinbarten Zollansätze des Ge�neral�tarifs [AS 1997 2633]). Die Änderungen wurden von der Bundes�ver�sammlung mit einem (nicht allgemeinverbindlichen) Bundes�beschluss genehmigt (Art. 13 Abs. 2 ZTG; Bundes�be�schluss vom 16. Juni 1998 über die Ge�neh�migung von zolltarifarischen Mass�nah�men, BBl 1998 IV 3604).
3. 3.1. Im vorliegenden Fall wendet sich die Beschwerdeführerin, wie be�reits erwähnt, nicht gegen die Einreihung der eingeführten Waren in die Tarifnummer 8443.3190. Sie beanstandet aber die damit ver�bunde�ne Zoll�belastung von Fr. 49.-- je 100 kg brutto. Die Beschwerdeführerin argumentiert, die Vor�ins�tanz sei bei der Umsetzung der HS-Revision im Jahre 2006 davon aus�ge�gangen, dass Geräte der von ihr eingeführten Art in die Tarif�nummer 9009.1200 mit einem Zoll�ansatz von Fr. 49.-- einzureihen seien. Kon�se�quenter�weise habe die Vor�instanz diese Waren im ab dem 1. Ja�nu�ar 2007 geltenden Generaltarif ebenfalls mit einem Zollansatz von Fr. 49.-- belegt. Das Bundes�ver�wal�tungs�gericht habe aber im Verfahren A-1772/2006 am 11. September 2008 entschieden, dass die Multi�funk�tions-Laser�drucker in die Tarif�nummer 8471 einzureihen seien. Der Zoll�ansatz dieser Tarifnummer sei Fr. 0.-- gewesen. Entsprechend sei die Einfuhr von Multifunktions-Laser�druckern unter dem alten General�tarif richtigerweise zollfrei ge�wesen. Die Zoll�be�lastung von Fr. 49.-- gemäss des ab dem 1. Ja�nu�ar 2007
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geltenden Generaltarifs stelle folglich eine neue und ver�fassungs- sowie ge�setzes�wid�rige Belastung dar. Der Bundesrat sei näm��lich nicht er�mäch�tigt, bei der Anpassung der nationalen Nomen�kla�tur an das HS neue Zölle ein�zu�führen. Im Übrigen verstosse die Be�las�tung auch gegen das IT-Ab�kommen der WTO, das für solche Geräte der Tarif�nummer 8471 die Be�seitigung der Zollbelastung ver�lange. Die Belas�tung sei folglich auch staatsvertragswidrig.
3.2. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, sie habe die �vi�sion richtig umgesetzt. In langjähriger Praxis seien die Multi�funktions-Laserdrucker in die Tarifnummer 9009.1200 eingereiht worden und hätten einer Zollbelastung von Fr. 49.-- unterlegen. Der Vor�wurf, es seien mit der HS-Revision neue Zölle eingeführt worden, treffe folglich nicht zu. Aus dem Urteil des Bundes�verwaltungsgerichts könne die Abgabepflichtige nichts zu ihren Gunsten ableiten, da dort nicht die Höhe der Zollbelastung, sondern einzig die Tarifeinreihung be�ur�teilt worden sei. Abgesehen davon habe sich im Rahmen der �vi�sion die Nomen�klatur im Bereich der Drucker, Kopierer, Fern�ko�pierer und Multi�funkti�ons�geräte derart grund�le�gend geändert, dass sich für den vor�liegen�den Fall auch deshalb nichts aus dem er�wähnten Urteil ableiten lasse. Im Weiteren sei der Bundesrat davon aus�ge�gangen, die Multifunktions-Laser�drucker seien – anders als die Tin�ten�strahl�drucker – nicht vom IT-Ab�kommen erfasst, weshalb auch keine staats�vertragswidrige Situation bestehe.
3.3. Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass die von der Be�schwerde�führerin eingeführten Waren gemäss des seit dem 1. Ja�nu�ar 2007 geltenden Generaltarifs in die Tarifnummer 8443.3190 ein�zu�reihen sind. Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich deshalb nicht ver�anlasst, die Tarifeinreihung näher zu untersuchen und hierüber ab�schliessend zu urteilen. Die Parteien gehen weiter überein�stimmend davon aus, dass es sich bei den im vorliegenden Fall strittigen Multi�funk�tions-Laserdruckern um Geräte handelt, die den�jenigen des Ver�fahrens A-1772/2006 entsprechen. Mit Urteil vom 11. September 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht im genannten Verfahren rechtskräftig entschieden, dass derartige Ge�räte bis Ende 2006 in die Tarifnummer 8471.6000 einzureihen waren (vgl. E. 2.4.2). Der Zollansatz dieser Tarifnummer war zwar nicht direkter Be�schwer�de�gegenstand jenes Verfahrens. Die zoll�freie Ein�fuhr derartiger Waren war allerdings die unmittelbare Reflexwirkung dieses Urteils. Es stellt sich weiter die Frage nach den Auswirkungen dieses
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Urteils auf das vorliegende Verfahren. Ihre Be�ant�wortung hängt vom Vorgehen bei der Um�setzung der vorliegenden HS-Revision ab bzw. davon, ob seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts die Rechts�lage massgeb�lich geändert worden ist:
Die diese HS-Revision umsetzende bundes�rät�liche Verordnung stützt sich einzig auf Art. 9 ZTG betreffend «Änderungen im Rahmen des Harmo�ni�sierten Systems». Die entsprechende Kompetenz gibt dem Bundesrat in diesem Zusammenhang nicht gleichzeitig die Berechti�gung, die Zollansätze im Generaltarif zu ändern (vgl. E. 2.3.1 und E. 2.3.2), was zwar nicht bedeutet, dass die hierfür zuständige Be�hörde im Zuge der HS-Revision, aber auf anderer und ent�sprech�ender Rechts�grundlage, die Zollansätze unter den gegebenen Voraus�setzungen materiell nicht hatte ändern bzw. erhöhen dürfen. Hiefür wäre aber der erkennbare Wille der zuständigen Behörde bzw. der entsprechende bundesrechtskonforme Rechtsetzungsakt erforder�lich, auf dieser anderen (genügenden) Rechtsgrundlage als Art. 9 ZTG über den Zollansatz zu bestimmen. Andernfalls hat für die strittigen Waren jener Zollansatz zu gelten, der dem gemäss Bundes�ver�wal�tungs�gericht rechtskräftig festgesetztem Tarif entspricht. Die HS-Revi�sion wurde vorliegendenfalls nun aber nicht zum An�lass für eine materielle Änderung der Zoll�an�sätze ge�nommen (vgl. auch die in E. 2.3.2 erwähnte Medien�mitteilung des EFD: «Die Zoll�ansätze sind nicht tangiert.»). Ein anderer, den Zoll�an�satz der Multi�funktions�-Laser�drucker be�treffen�der Erlass der hierfür zu�ständigen Behörde, der per 1. Ja�nuar 2007 in Kraft getreten wäre, ist nicht er�sichtlich und auch die Vor�instanz legt nichts Ent�sprech�en�des dar. Mangels Rechtsgrundlage für eine Zollansatzerhöhung seit dem rechtskräftigen Urteil des Bundes�verwaltungsgerichts lag per Ende 2006 der Zollansatz für die vor�liegend in Rede stehenden Waren bei Fr. 0.-- und nicht bei Fr. 49.-- pro 100 kg brutto. Dies gilt unge�achtet der Klärung der beiden aufgeworfenen Fragen, ob diese Geräte unter das �kommen der WTO fallen und ob dieses Ab�kommen direkt an�wend�bar ist (vgl. E. 2.5, vgl. auch E. 3.2). An diesem Ergebnis ändert auch die Ver�ord�nung vom 15. Juni 2007 über die Än�derung des Zoll�tarifs im Zu�sammen�hang mit Multi�funktions-Tinten�strahl�druckern (und anderen) nichts; auch diese stützt sich auf Art. 9 ZTG (vgl. E. 2.4.2, «Änderungen im Rahmen des Harmoni�sier�ten Systems»), also auf eine für die Erhöhung des Zollansatzes gemäss Generaltarif nicht hinreichende Norm. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gut�zu�heissen.
4. 4.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet zudem die vorinstanzliche Kos�ten�auflage in der Höhe von Fr. 9'000.--. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe ihr Ver�mö�gens�interesse im vorinstanzlichen Ver�fah�ren nicht insgesamt Fr. 970'331.92, sondern lediglich – gemäss Rechts�begehren Ziffer 1 (vgl. vorne Bst. C.a) – Fr. 5'968.90 be�tragen. Die Vor�ins�tanz habe in diesem Punkt aller�dings fälschlicherweise einen Be�trag von Fr. 7'988.85 berechnet. Dieses Versehen beruhe ver�mut�lich darauf, dass die Vor�ins�tanz in ihrem Ent�scheid die Aufzählung der an�ge�foch�tenen
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Ver�an�la�gungs�ver�fü�gun�gen um einige wenige Veran�la�gungs�verfügungen er�gänzt habe. An�ge�sichts ihres tatsächlichen Vermögensinteresses von Fr. 5'968.90 hätte die Spruch�gebühr gemäss Art. 2 Abs. 2 der Ver�ord�nung vom 10. Sep�tember 1969 über Kosten und Ent�schä�di�gungen im Ver�wal�tungs��ver�fahren (SR 172.041.0) lediglich zwischen Fr. 100.-- und Fr. 4'000.-- be�tragen dürfen. Dement�sprech�end gehe sie von einer – linear berechneten – Spruch�gebühr von un�ge�fähr Fr. 2'400.-- aus. Mit ihrer Beschwerde an die Vor�instanz habe sie aber auch ein Wiedererwägungsgesuch (Ziffer 2) und eine Aufsichts�be�schwerde (Ziffer 3) gestellt (vgl. Bst. C.a). Ob die Vor�ins�tanz hierüber überhaupt entschieden habe, ergebe sich nicht aus dem Ent�scheid�dispositiv. Sinngemäss ergebe sich aus den Erwägungen aller�dings, dass auf die An�träge gemäss Ziffern 2 und 3 aus formellen Gründen – nämlich mangels Ein�reichung der ent�sprechenden Anfech�tungs�objekte – nicht ein�getreten worden sei. Dabei verkenne die Vorinstanz jedoch, dass es sich bei Wiedererwä�gungs�gesuchen und Aufsichtsbeschwerden um form�lose Rechts�be�helfe handle und nicht um Beschwerden, die den An�for�derun�gen von Art. 52 VwVG genügen müssten. Die Kosten für die Be�hand�lung des Wiedererwägungs�ge�suches und der Aufsichts�be�schwer�de richte sich nach Art. 13 der Ver�ord�nung über Kosten und Ent�schä�di�gungen im Ver�wal�tungs�verfahren. Da�nach erscheine ihr eine Mini�mal�gebühr von je Fr. 100.-- als ange�messen.
4.2. Die Beschwerdeführerin verlangte mit Schreiben vom 29. Januar 2009, ergänzt mit E-Mail vom 3. März 2009, die Rückerstattung von Zoll�abgaben in der Höhe von Fr. 970'331.92 (vgl. Bst. B.a). Die Zoll�kreis�direktion teilte der Beschwerdeführerin am 10. März 2009 mit, dass sie das an sie weiter�ge�lei�tete «Wiedererwägungsgesuch» als Be�schwer�de behandeln werde (vgl. Bst. B.b), wo�rauf�hin die mittlerweile anwaltlich vertretene Be�schwer�de�füh�rerin auch eine als Beschwer�de be�zeich�nete Rechts�schrift ein�reichte (vgl. Bst. C.a), womit sie ihren Beschwer�de�willen bekundete. In Ziffer 2 ihrer Rechts�be�geh�ren bean�tragte sie expli�zit, «alle seit dem 1. Ja�nuar 2007 er�gange�nen, nicht von Ziffer 1 erfassten Ver�an�lagungs�ver�fügungen [...] zu wider�rufen und der mit den Zoll�ver�an�lagungen ge�mäss dieser Ziffer er�ho�be�ne Zollbetrag [...] zurück�zu�erstatten.» Im Falle der Gutheissung hätte die Be�schwer�de�füh�rerin somit die Zoll�ab�gabe in der genannten
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Höhe zurück�ver�langt. Wie die Vorins�tanz zu Recht aus�führt, verhält sich die Be�schwer�de�führerin wider�sprüchlich, wenn sie vor Bundesver�wal�tungsgericht nun be�haup�tet, es sei lediglich die Rück�erstattung von Fr. 5'968.90 (gemäss Ziffer 1) beantragt worden. Ihre Behauptung, bei der Eingabe vom 22. April 2009 habe es sich teil�weise auch um ein Wieder�erwägungsgesuch gehandelt, ist auch des�wegen wider�sprüch�lich, weil aus der Über�schrift (vgl. S. 2 der Ein�gabe vom 22. April 2009) unzwei�deutig hervorgeht, dass sie gegen die Ver�zollung von Druckern Beschwer�de erheben bzw. die Beschwerde vom 30. Januar 2009 (ge�meint ist das als «Wieder�er�wä�gungsgesuch» be�zeichnete Schreiben vom 29. Ja�nu�ar 2009) er�gänzen wollte. Ausser�dem hätte die Be�schwer�de�führerin sich, da ein Wiedererwä�gungs�ge�such an die ver�fügende Behörde zu richten ist (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All�ge�meines Verwaltungs�recht, 6. Aufl., Zürich/ Ba�sel/Genf 2010, Rz. 1828), bereits der Wei�ter�leitung an die Zoll�kreis�direktion – die Be�schwer�deinstanz ist – ent�gegen�stellen müssen, was sie nicht getan hat. Folglich ging die Vor�ins�tanz in jenem Ver�fahrensstadium kor�rekter�weise von einem Streitwert von Fr. 970'331.92 aus, weshalb nicht geklärt zu werden braucht, ob es sich bei dem (im vorinstanz�lichen Verfahren) in Ziffer 3 gestellten Rechts�be�geh�ren (vgl. Bst. C.a) tat�säch�lich um eine Aufsichts�beschwerde handelt.
Gemäss den Aus�füh�run�gen der Vorinstanz sieht ihre intern erlassene Richt�linie bei einem Streit�wert zwischen Fr. 900'000.-- und Fr. 1'000'000.-- eine Spruch�ge�bühr von Fr. 9'000.-- als Richtwert vor. Art. 2 Abs. 2 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Ver�wal�tungsverfahren sieht bei einem Strei�twert von Fr. 500'000.-- bis Fr. 1'000'000.-- eine Spruchgebühr von min�destens Fr. 5'000.-- und höch�stens Fr. 20'000.-- vor. Die vorinstanzlich auferlegte Spruch�ge�bühr be�wegt sich innerhalb des vorgegebenen Rahmens. (Über die Ver�le�gung der Kosten ist damit allerdings noch nicht entschieden [vgl. dazu unten E. 5.1]). Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb abzuweisen.
5. Entsprechend ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teil�weise gutzu�heissen, soweit darauf einzutreten ist, im Übrigen jedoch ab�zuweisen.
5.1. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens belaufen sich auf Fr. 4'000.- . Da die Beschwerdeführerin nur teilweise obsiegt, in einem unter�ge�ord�neten Punkt jedoch unterliegt, sind ihr ermässigte Ver�fah�rens�kos�ten im Um�fang von Fr. 1'000.-- aufzuerlegen
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(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vor�ins�tanz sind keine Kosten auf�zuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der im vorlie�gen��den Verfahren darüber hinaus ge�leis�tete Kos�ten�vor�schuss von Fr. 3'000.-- ist der Be�schwer�de�führerin zu�rück�zu�er�statten. Im Ver�fahren vor der Vorinstanz lag der Streitwert bei Fr. 970'331.92 (vgl. oben, E. 4.2). Die Beschwerdeführerin ist im vor�ins�tanzlichen Ver�fah�ren im Umfang von Fr. 5'968.90 durch�gedrungen. Somit obsiegt sie im Verhältnis zum Be�antragten nur marginal, weshalb ihr die im vor�ins�tanz�lichen Verfahren entstandenen Kosten vollständig aufzuerlegen sind.
5.2. Die Vorinstanz hat der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG). Für das Verfahren vor dem Bundes�ver�wal�tungs�ge�richt wird die Partei�ent�schä�di�gung er�messens�weise auf Fr. 4'500.-- (inkl. MWST und Auslagen) festgesetzt.
6. Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An�gelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 83 Bst. l des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, SR 173.110]).
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