Decision ID: f9f1f6f9-ba2a-4281-8af8-8f7b77871e28
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, absolvierte
bei einem Detailhandelsunternehmen
eine
Anlehre
an der Kasse und im Verkauf (
Urk.
6/1/4).
Zuletzt war sie vom 16.
Juli 200
1 bis zum 3
1.
März 2004 mit einem Pensum von
anfänglich
90 und
später
80 bzw.
83
%
beim
Y._
als Kassen- und V
erkaufsmitarbeiterin ange
stellt
;
der
letzte
effektive Arbeitstag
fiel auf den
2
7.
Oktober 2003
(
Urk.
6/
6
und 6/20
)
.
Am
31. August 2004
meldete sich die Versicherte
bei der
Sozialver
sicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1)
. Diese klärte die erwerblichen (vgl. Urk.
6/3
und
6/6
) und medizinischen (vgl. Urk.
6/7
, 6/14 und 6/15
) Verhältnisse ab.
Sie zog die Akten des Unfallversicherers betreffend
einen
am 1
4.
April 2003
von der Versicherten
erlittenen Autounfall bei (
Urk.
6/11
und 6/16-19
)
, darunter ein
polydisziplinäres Gutachten vom 2
3.
Febru
ar 2005
(
Urk.
6/16)
.
Überdies liess die IV-Stelle die beeinträchtigte Ar
beitsfähigkeit in Beruf und Haushalt abklären (
Urk.
6/21).
Ausgehend von
der
Qualifikation als zu 83
%
erwerbstätig und zu 17
%
im Haushalt tätig,
von
Einschränkungen
wegen psychischer Beschwerden
von
81
%
im erwerblichen Be
reich
und von 29 %
im Aufgabenbereich
sowie
einem Invaliditätsgrad von 7
2,16
% (vgl.
das Feststellungsblatt für den Beschluss vom 1
0.
August 2005,
Urk.
6/22
), sprach die IV-Stelle
der Versicherten ab dem 27
.
Oktober 2004
eine ganze Invalidenrente zu (Urk.
6
/
23 und 6/24
).
Im
Januar
20
07
leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine Rentenüberprüfung ein, indem sie der Versicherten den Fragebogen zur Revision der Invalidenrente zu
sandte, der am
22
.
Januar
20
07
ausgefüllt retourniert wurde (Urk.
6/26
). Die IV-Stelle
holte einen Verlaufsbericht vom behandelnden Hausarzt
Dr.
med. Z._
, Facharzt FMH
für
Innere Medizin, ein (
Urk.
6/29). Mit
Schreiben vom 28.
März
20
07
teilte sie der Versicherten
mit, dass sich keine
renten
relevanten
Änderungen ergeben hätten und sie weiterhin Anspruch auf die bis
herige ganze Invalidenrente habe (Urk.
6
/
31
).
Die IV-Stelle leitete
i
m
Juni
201
2
erneut ein Revisionsverfahren zur Überprü
fung des Rentenanspruches ein (Urk.
6
/
34
). Sie
nahm
zwei
von der Versicherten nicht unterzeichnete Schreiben zu
den Akten (Urk.
6
/
42 und
6/43
)
und holte einen Bericht von
Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 2
0.
Mai 2013 ein
(vgl. Urk.
6
/
48
).
Am 20. November 2013
besuchte die Abklärungsperson die Versicherte zuhause, um
die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
zu erheben
. Bei dieser Gelegenheit beantragte die Versicherte eine
Hilflosenentschädigung
, worauf zusätzlich ent
sprechende Abklärungen vorgenommen wurden (vgl.
Urk.
6/54 und 6/59).
Am
14. April 2014 gab
die IV-Stelle
bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auf
trag (Urk. 6/51), das er
a
m 20
.
Mai
2014
erstattete
(Urk.
6
/
52
). Mit
Vorbe
scheid vom
27
.
August
201
4
stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Verneinung eines Anspruchs auf
Hilflosenentschädigung
in Aussicht (Urk.
6
/
55
)
und erliess am 8.
Oktober 2014 eine entsprechende Verfügung (
Urk.
6/56)
.
Dr.
Z._
reichte am 2
8.
Januar 2015 einen weiteren Arztbericht ein (
Urk.
6/57) und die
Abklä
rungsperson
erstattete am 1
3.
April 2015 ihren Abklärungsbericht zur beein
trächtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Urk.
6/59). Mit Vorbescheid vom 15.
April 201
5
stellte die IV-Stelle der Versicherten die Aufhebung der Invalidenrente in Aussicht (
Urk.
6/62).
Dagegen liess die Versicherte Einwand er
heben (Urk.
6
/
64
), der in
der Folge ergänzend begründet wurde (Urk.
6
/
67
). Mit Verfügung vom
18
. Ju
ni
2015 hob die IV-Stelle wie angekündigt die ganze Invalidenrente auf Ende des der Zustel
lung der Verfügung folgen
den Monats auf (Urk. 2 =
6
/
69
). Einer Beschwerde gegen die Verfügung entzog sie die auf
schiebende Wirkung (Urk. 2 S. 3).
2.
Gegen die Verfügung vom
18. Juni
2015
liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt
Daniel
Christe
, mit Eingabe vom
19
.
August
201
5
(Urk. 1) Be
schwerde erheben mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe
ben und
die Sache sei zur Durchführung ergänzender Abklärungen und zum
Neu
entscheid
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
; unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am
22
.
Septemb
er 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
). Mit Verfü
gung vom
23
.
September
2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel ange
ordnet und dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Frist zur Einreichun
g einer Replik angesetzt (Urk. 7
).
Diese Frist wurde auf entsprechendes Ersuchen bis zum 2
7.
November 2015 erstreckt (
Urk.
10).
Mit Eingabe vom
2
5.
November 2015 wurde die Replik erstattet (
Urk.
11)
.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am
9.
Dezember 2015
auf
eine
Duplik.
Davon wurde der Gegenpartei
mit Verfü
gung vom 10
. Dezember 2015 Kenntnis gegeben (Urk. 1
4
).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein
(
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbs
un
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
glie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Er
werbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu be
messen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die
letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
sc
heid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine
leistungsbe
einflussende
Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV) und die bisherige Invaliden
rente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den
Ver
gleichszeitpunkt
einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.4
Das Sozialver
sicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen
einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, waru
m
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung zog die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen
in Betracht,
es sei auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B._
vom 20. Mai
2014 abzustellen, gemäss welchem der Versicherten die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin wieder zu 100
%
zumutb
ar sei. Im Haushalt
bestehe
gestützt auf den
Abklärungsbericht
eine Einschränkung von
13
%
. Nach der Geburt ihrer Drillinge sei die Versicherte
neu
als zu 30
%
erwerbstätig und zu 70
%
im Haushalt tätig zu qualifizieren. Dementsprechend ergebe sich ein
Inva
liditätsgrad
von 9
%
, der keinen Rentenanspruch mehr zu begründen vermöge
(vgl. Urk. 2).
In der Beschwerdeantwort
vertrat die Beschwerdege
gnerin
überdies
die Auffas
sung
,
auch
unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung gemäss dem Urteil
des Bundesgerichts
9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015 (BGE 141 V 281) sei das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B._
massgebend. Der während der Be
gutachtung festgestellte Psychostatus sei unauffällig gewesen. Im Weiteren stehe bei der Beschwerdeführerin ein erheblicher sekundärer Krankheitsgewinn
im Vordergrund. Zudem verfüge sie über zahlreiche Ressourcen, wie einen orden
t
lichen Tagesablauf, Reisen ins Heimatland für mehrere Wochen und ein intaktes Umfeld. Sie begebe sich lediglich ein- bis zweimal pro Monat in psy
chiatrische Behandlung, was gegen einen erheblichen Leidensdruck spreche. Mit der Verbesserung des Gesundheitszustands sei ein Revisionsgrund ausgewiesen. Ein solcher liege auch
mit
der Geburt der Drillinge im
Jahr
2011 vor
(Urk.
5
).
2.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin vorbringen, es erscheine zunächst fraglich, ob gestützt auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B._
vom 20. Mai
2014 überhaupt von einer wesentlichen Verbesserung ihres psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Insbesondere vermöge
das Gut
achten
der geänderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu genü
gen, da es die geforderte ergebnisoffene Beurteilung in Berücksichtigung der wesentlichen Faktoren nicht vornehme. Es sei daher erforderlich, die invalidi
sierende Wirkung der
diagnostizierten
somatoformen
Schmerzstörung abzuklä
ren.
Darüber hinaus
habe die Beschwerdegegnerin auch die Statusfrage nicht korrekt beurteilt, da
die Beschwerdeführerin
nach der Geburt ihrer Drillinge im Gesundheitsfall
unverändert
zu 83
%
erwerbstätig
wäre
(vgl. Urk. 1
und 11).
3.
3.1
Die letzte Rentenüberprüfung wurde mit der schriftlichen Mitteilung vom
28.
März 2007
abgeschlossen, mit welcher keine rentenrelevanten Ände
rungen
und dementsprechend weiterhin ein Anspruch auf eine ganze Invaliden
rente fest
gestellt wurden (Urk. 6/31
).
Es lag ihr
der
Bericht de
s
behandelnden Haus
arztes
Dr.
Z._
vom
19
.
März
200
7
zu Grunde
(Urk. 6/
29
)
. Der
aktuelle psychische Gesundheitszustand der aus psychischen Gründen berenteten Beschwerdeführerin
wurde
damals
nicht fachärztlich
untersucht
.
Ebenso wenig wurde ein aktueller IK-Auszug eingeholt.
Es mangelte somit an
ein
er rechtskonformen
Sachver
halts
ab
klärung
, weshalb
die schriftliche Mitteilung vom
28. März 2007
nicht als zeitliche Ver
gleichsbasis herangezogen werden
kann
für die Prüfung der Frage, ob bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
18. Juni
2015
eine
an
spruchs
relevante
Änderung eingetreten ist. Vielmehr hat sich der mass
gebende Vergleichszeitraum für eine Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG bis zum Zeitpunkt des Erlas
ses der rentenzusprechenden Verfü
gung
zurückzu
er
strecken
.
3.2
Die
Rentenzusprache
beruhte in medizinischer Hin
sicht auf dem
polydiszipli
nären
Gutachten vom 2
3.
Februar 2005
(
Urk.
6/16)
, insbesondere dem psychia
tri
schen Teilgutachten von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Ps
y
chi
atrie und Psychotherapie
, vom
6.
Dezember 2004
(vgl. das
Feststel
lungsblatt für den Beschluss vom
10
.
August
200
5
,
Urk. 6/
2
2). Darin
wurden die folgenden Diagnosen gestellt (
Urk.
6/16/8
und 6/16/35
):
-
Ängstlich-depressive posttraumatische Anpassungsstörung mit erhebli
ch
em somatischem Syndrom bzw. vegetativer Dysfunktion sowie disso
zia
tiven Phänomenen (ICD-10: F43.25) nach Unfall am 1
4.
April 2003, Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
-
aktuell anhaltende Depression etwa mittleren Schweregrades (ICD-10: F34.8)
-
Panikstörung (ICD-10: F41.0)
-
Chronisches Schmerzsyn
drom mit erheblichem psychischem
Anteil (ICD-10: F54)
-
Morbide Adipositas
-
Psychosoziale Belastungssituation (invalider Ehemann, Infertilität, Zuzug des im Familienrahmen von Geburt an adoptierten Neffen bzw. Adop
tivsohnes erst nach Invaliditätseintritt [Übersiedlung in die Schweiz vor ca. 6 Monaten], Arbeitsplatzverlust, fehlende Be
rufsausbildung), ICD-10: Z55, Z56 und Z63
.
Dr.
C._
attestierte
eine Arbeitsunfähigkeit f
ür sämtliche Tätigkeiten von 80
% und eine Einschränkung von etwa 25
%
im Haushalt (
Urk.
6/16/13
, 6/16/15
,
6/16/38
,
6/16/41-42
und 6/16/50-51
).
Um für sein Gutachten fremdanamnestische Auskünfte zu erhalten,
kontaktierte
Dr.
C._
telefonisch den Psychiater
Dr.
A._
, der die Versicherte bereits damals behandelte
. Insbesondere
ersuchte er
ihn
– offenbar erfolglos – um fremdanamnestische Angaben
zu
den
diagnostischen Kriterien für die
von ihm
gestellte
Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung
(Urk. 6/16/34)
.
Dr.
C._
gelangte in der Folge zum Schluss, es sei lediglich eine entspre
chen
de Verdachtsdiagnose zu stellen (
Urk.
6/16/35). Er informierte
Dr.
A._
während des fraglichen Telefongesprächs
auch
darüber, dass d
as
in
einer
Dosis
von 2 x 1 verordnete Medikament
Zoloft
(bzw.
Sertralin
) in der von der Ver
sicherten entnommenen Blutprobe nicht nachgewiesen werden konnte
(
Urk.
6/16/22
, 6/16/29 und 6/16/35)
.
Dr.
A._
habe
ihm darauf
entgegnet, er könne nicht kriminologisch vorgehen
,
er habe bisher keine
Medi
ka
men
ten
spiegel
untersucht. Er werde die Thematik mit
der Versicherten
be
sprechen. Ferner erörterten die beiden die therapeutischen Möglichkeiten, wobei sich
Dr.
A._
für eine stationäre Rehabilitationsbehandlung
in einer
poly
dis
ziplinär
arbeitenden Klinik
ausgesprochen habe
(
Urk.
6/16/
3
5
).
4.
4.1
Zur weiteren Entwicklung der medizinischen Verhältnisse lässt sich
den Akten
, soweit relevant,
entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin einer
Infertili
tätsbehandlung
unterzog und am 22. November 2011 Drillinge zur Welt brachte (
Urk.
6/43/1
und 6/52/15
).
Sie suchte einmal pro Monat
ihren Hausarzt Dr.
Z._
auf und nahm
Acetalgin
,
Mefenacid
,
Diasporal
und
Zantic
in un
be
kannter Dosierung ein (Urk.
6/34/3).
Zwei Mal pro Jahr absolvierte sie einen Physiotherapieblock (Urk. 6/42 und 6/43/3).
4.2
Dem Bericht von
Dr.
A._
vom 2
0.
Mai 2013 zufolge setzte die Beschwer
deführerin
auch
die
2004
bei ihm begonnene
psychiatrische und psycho
therapeutische
Behandlung fort. Sie erschien ein- bis zweimal pro Monat zur Gesprächstherapie und erhielt eine medikamentös
e antidepressive Therapie mit 1
0
0 mg
Sertralin
(
Urk.
6/48/2).
Dr.
A._
diagnostizierte
unverändert
eine seit dem Unfall bestehende post
t
raumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), eine gemischte Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10: F43.25) und eine andauernde
Per
sönlichkeitsänderung
nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0), vor allem mit un
flexiblem und unangepasstem Verhalten (
Urk.
6/
48
/
1
).
Anamnestisch hielt er eine Lärmempfindlichkeit, des Bedürfnis nach Schutz vor stärkerer Sonneneinstrahlung, Erinnerungs- und Gedächtnisbeeinträchtigungen
(vor allem das Vergessen von Terminen)
, die Abnahme
kognitiver
Leistungen, Einschränkungen bei der täglichen Fürsorge für sich selber (
sie
zieh
e
gelegent
lich zu viel oder zu wenig
an, wenn sie das Haus verlasse
) und eine Überfor
derung bei der alltäglichen Führung des Haushaltes
(Hilfe durch Ehe
mann, Schwester, Schwägerin und Mutter, seit Januar 2013 auch
für 6 Monate durch
eine Praktikantin)
fest
(
Urk.
6/48/2)
.
Seit der Gebu
r
t der Drillinge sei es zu einer Verschlechterung gekommen.
Die Versicherte
habe grosse Angst, bei den Kindern etwas falsch zu machen, zum Beispiel, sich beim Abzählen der Löffel Michpulver für die Zubereitung der Ba
bynahrung zu vertun.
S
i
e merke auch nicht, wenn ein Reifen
des Kinderwagens
keine Luft mehr habe. Die Arbeitsunfähigkeit betrage unverändert 100
%
(
Urk.
6/48/2).
4.3
Dr.
B._
stellte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 2
0.
Mai 2014
keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien die folgenden Diagnosen
(
Urk.
6/52/
30
):
Andauernde
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
Rezidivierende (chronische) Depression, remittiert (ICD-10: F33.4)
Soziokulturelle und psychosoziale Probleme (kranker Ehemann, fehlende Beruf
s
ausbildung, Sprachschwierigkeiten), ICD-10: Z55 und Z60.3.
Zur Begründung führte er an, es sei bei der Erhebung des Psychostatus im Vergleich zum Vorbefund durch den Vorgutachter
Dr.
C._
eine objektive Ver
besserung des psychischen Gesundheitszustandes fest
stellbar
(Urk. 6/52/25). Die Versicherte klage über keine Panikattacken mehr, welche im Gutachten von
Dr.
C._
noch diagnostiziert worden seien. Auch der behandelnde Psychiater
Dr.
A._
habe in seinem Bericht keine Panikstörung diagnostiziert. Im affektiven Bereich liessen sich nun keine depressiven Symptome mehr erheben. Die Grundstimmung der Explorandin sei ausgeglichen. Die
Schwingungs
fähig
keit
sei gegeben. Anamnestisch gebe sie noch eine Gedrücktheit im Zusammen
hang mit den Schmerzen an. Es sei jedoch eine gewisse Adaption an die Schmerzzustände zu bemerken. Ein genereller Interessenverlust und eine Freud
losigkeit lägen nicht vor. Die Versicherte möge von der Geburt ihrer drei leib
li
chen Kinder stimmungsmässig profitiert haben, nachdem sie wegen uner
fülltem Kinderwunsch jahrelang depressiv gewesen sei. Eine gewisse Antriebs
störung liege vor, die
se müsse
aus gutachterlicher Sicht
jedoch
drei anderen Faktoren zugeschrieben werden: Die Versicherte habe einen
bewe
gungsvermei
denden
Copingstil
ihrer Beschwerden. Zudem liege eine schwere Adipositas mit nach
folgender erheblicher
Dekonditionierung
vor. Die Lebensbiographie lasse über
dies erkennen, dass die Versicherte e
ine adynamische
Grundpersönlich
keits
struk
tur
aufweise. Damit sei keines der drei Hauptsymptome einer affekti
ven depressiven Störung erfüllt, so dass aktuell von einer remittier
t
en depressi
ven Störung (ICD-
10: F33.4) auszugehen sei (Urk.
6/52/26).
Wiederholt sei die Diagnose oder die Verdachtsdiagnose einer posttraumati
schen Belastungsstörung (PTBS) gestellt worden. Das klinische Erscheinungsbild der posttraumatischen Belastungsstörung sei gekennzeichnet durch eine Reihe von Einzelsymptomen wie Intrusi
onen, Flashbacks, belastende Alb
träume, ein erhöhtes psycho-physiologisches Erregungsniveau, emotionale Abstumpfung, zum Teil Amnesien, häufig auch Tendenzen zur erhöhten Reizbarkeit und
Hypervigilanz
. Hervorgerufen werde diese Störung mit einer Latenz von einigen Wochen bis zu sechs Monaten nach einem Belastung
sereignis von ausserge
wöhnlicher
Bedrohung mit katastrophalem Ausmass, welches bei nahezu jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde (
Urk.
6/52/26).
Abgesehen davon, dass das auslösende Ereignis im Falle der Explorandin als diskutabel erscheine, seien aktuell die weiteren Hauptkriterien einer PTBS in unzureichendem Masse vorhanden. Die Versicherte negiere auf spezielles Be
fragen
hin
Intrusionen, sie zeige kein Vermeidungsverhalten, ein allgemeiner emotionaler Taubheitszustand bestehe nicht und ein anhaltendes physiologi
sches
Hyperarousal
liege nicht vor. Es könne somit die Diagnose einer PTBS nicht gestellt werden (
Urk.
6/52/27).
Dr.
A._
habe eine andauernde Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10: F62.0 diagnostiziert. Eine solche Störung setze eine Extrembelastung voraus wie Folter, Erlebnisse in einem Konzentrationslager, Katastrophen oder andau
ernde lebensbedrohliche Situationen, wie zum Beispiel als Geisel oder in lang
an
dauernder Gefangenschaft mit Todesgefahr. Der erlebte Verkehrsunfall sei mit derartigen Lebensereignissen nicht vergleichbar und ungeeignet als auslö
sender Faktor, weshalb die Diagnose per se unrichtig sei (
Urk.
6/52/27). Darüber hinaus lägen auch die weiteren diagnostischen Merkmale weitgehend nicht vor, einzig ein chronisches Gefühl der Nervosität bei ständigem
Bedrohtsein
könnte unter Umständen
konzidiert
werden infolge der Schmerzen (
Urk.
6/52/28).
Aus psychiatrischer Sicht sei die Diagnose
einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung gemäss ICD-10: F45.4 zu stellen. Es liege eine Verletzung nach Halswirbelsäulendistorsion vor, die bei Fehlen neurologischer Symptome und struktureller Folgeschäden allenfalls nach Quebec Task Force 1-2 zu klassifi
zie
ren sei. Damit könne vom Fehlen einer organischen Schädigung ausgegan
gen werden. Für das Bestehen einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstö
rung
sprächen das somatische Krankheitskonzept der Versicherten, die rasche Symp
tomausweitung in Lokalisation und Intensität der
Schmerzen und
das Fehlen einer befriedigenden Wirksamkeit der
Schmerzmedikation oder anderer thera
peutischer Massnahmen (Physiotherapie). Es bestehe eine subjektive
Schmerz
intensi
tätssteigerung
auf psychosoziale und emotionale
Kontextfakto
ren
. Zudem
bestünden weiterhin multiple psychosoziale Belastungsfaktoren (in
valider Ehe
mann, fehlende Berufsausbildung, unzureichende Sprachkenntnisse).
Beurteile man die vorliegende Schmerzverarbeitungsstörung als sogenanntes
syndromales
Störungsbild, dann sei nach den bundesgerichtlichen Vorgaben bei einem sogenannten
pathogenetisch
bzw. ätiologisch unklaren
syndromalen
Zustand eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nur dann
anzunehmen
, wenn zusätzlich eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer gegeben sei (
Urk.
6/52/28).
Wende man zur Beurteilung der sogenannten zumutbaren Willensan
s
trengung zur Überwindung der psychischen Störungen aus
psychiatrisch-versicherungs
medizinischer
Sicht die bundesgerichtlich geforderten Foerster-Kriterien an, dann seien im Falle der Explorandin folgende Feststellungen zu treffen:
Ein Hinweis auf eine weitere schwere
psychi
sche Störung ergebe sich bei der Explorandin nicht.
Es liege keine chronische körperliche Begleiterkrankung mit einem mehrjäh
rigen Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohn
e längerfristige Remission vor.
Ein sozialer Rückzug in allen Bereichen des Lebens bestehe
nicht, da
die Versi
cherte
am sozialen Leben
t
eil
habe
.
Ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf im Sinne eines primären Krankheitsgewinns sei nicht gegeben. Vielmehr profitiere die Versicherte von einem erheblichen sekundären Krankheitsgewinn. Sie er
halte eine Rente, Hilfe im Haushalt und Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder. Sie habe kaum eigene Verpflichtungen und sei maximalst entlastet.
Auch das fünfte Kriterium, unbefriedigende Behandlungsergebnisse und gesche
i
terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und
Ei
genan
streng
ung
der versicherten Person
,
sei
weitgehend nicht erfüllt.
En
tspre
chende störungsspezifische Therapieversuche mit Stärkung der Ressourcen der Explo
randin seien nicht oder nicht in ausreichendem Masse erfolgt (
Urk.
6/52/29).
Ferner merkte
Dr.
B._
an, sämtliche
Bewertungen
im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit geschähen auf medizinisch-theoretischer Grundlage und implizierten keinesfalls rechtliche Aspekte.
Er habe in
seiner Beurteilung der beruflichen Leistungsfähigkeit im IV-relevanten Sinne soziokulturelle und psy
chosoziale Faktoren (wie z.B. Alter und Geschlecht, sprachliche Verständi
gungs
schwierigkeiten) ausgeschlossen
. Derartige Faktoren (
wie
Sprachschwie
rigkei
ten,
soziokulturelle Probleme und
invalider Ehemann) lägen vor und un
terhielten das psychopathologische Bild teilweise mit. Die Explorandin lebe entsprechende Belastungsfaktoren auf der psychischen Ebene aus (
Urk.
6/52/30).
Unter Abzug entsprechender psychosozialer und soziokultureller Anteile und unter Beachtung der genannten Vorgaben liege keine Fähigkeitsstöru
ng vor, die aus psychiatrisch-
versicherungsmedizinischer Sicht die Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in
einer
anderen
adaptierte
n
Tätigkeit mitte
l
- und langfristig u
m mehr als 20
%
beeinträchtige
(Urk.
6/52
/30).
Im Vergleich zur Vorbegutachtung durch
Dr.
C._
sei von einer Besserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen. Der Zeitpunkt der klinischen
Verbesserung sei mit dem Durchführungszeitpunkt des Gutachtens anzuneh
men, da die zuvor gestellten Diagnosen entweder nicht korrekt gewesen seien, wie er es anhand der ICD-10 Kriterien belegt habe, oder die Störungsbilder remittierten, jedoch ohne dass
in den Akten
psychopathologische Dokumen
ta
tionen hierfür vorlägen (
Urk.
6/52/31).
Es
sei von einer objektiven Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen (
Urk.
6/52/31).
Eine mindestens 20%ige Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit bestehe nicht
mehr
(
Urk.
6/52/32).
4.4
Der behandelnde Hausarzt
Dr.
Z._
erwähnte
in seinem Verlaufsbericht vom 2
8.
Januar 2015 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bestehende posttraumatische Belastungsstörung mit sozialer Pho
bie und ein chronisches
cervicoc
ephales
Syndrom, die seit 2004 bestünden (Urk. 6/58/1). Wegen
des
seit 2014
bestehenden
Diabetes mellitus erscheine die Versicherte
monatlich zur Durchführung einer Blutzuckerkont
rolle (Urk. 6/58/1 und 6/58/2
).
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung des
aktuel
len
medizi
nischen Sachverhalts auf das
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
B._
vom 20. Mai
2014
abstellen durfte.
5.2
Das zur Diskussion stehende Gutachten basiert auf
der
fachärztlichen Unter
su
chung der Beschwerdeführerin am
1
9.
Mai 2014
(Urk. 6/
52/1 und 6/52/3
). Es
wurde in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
erstattet (Urk. 6/
52/3 und 6/52/4-11
). Die gestellten Fra
ge
n beantwortet es umfassend. Überdies setzt es sich de
tailliert mit
(zum Teil)
anders
lau
tenden Beurteilungen, namentlich der
jeni
gen von Dr.
C._
und
Dr.
A._
, auseinander.
5.3
Gegen das Gutachten wu
rd
e
in der Beschwerdeschrift
vorgebracht, die von
Dr.
B._
erhobenen psychopathologischen Befunde stellten sich sehr ähn
lich dar wie
diejenigen
im Vorgutachten
von
Dr.
C._
. Bereits
im
Erstgut
achten
sei das Verhalten der Beschwerdeführerin mit häufigem Lächeln im Vergleich zu den angegebenen Beschwerden
als
inadäquat
beschrieben worden
. Auch damals hätten die als sehr stark empfundenen Schmerzen im Vordergrund gestanden.
Der Umstand, dass
Dr.
B._
keine wesentliche depressive Störung habe feststellen können, könne daher auch
bloss
auf eine
unter
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleichgebliebenen
Krankheits
zustandes
durch den Gutachter zurückzuführen sein. Darauf weise auch mit einiger Wahrscheinlichkeit hin, dass der bereits im Zeitpunkt der
Erstbegut
ach
tung
und der
Rentenzusprache
behandelnde Psychiater
Dr.
A._
keines
wegs von ei
ner
Verbesserung der psychischen Beschwerden ausgegangen sei, sondern eher noch von einer Verschlimmerung
. Diese
Ansicht
vertrete
im Übri
gen auch die Beschwerdeführerin selber (
Urk.
1 S. 4).
Hierzu ist zu bemerken,
dass
Dr.
C._
im
ersten
Gutachten
zum Psychostatus eine allgemeine Verlangsamung und eine leicht verlangsamte Psychomotorik
festhielt
.
Wegen einer angeblichen Gedächtnisschwäche mache die Versicherte oft unklare Angaben.
Die Stimmung sei überwiegend ernst-besorgt, aber nicht schwer depressiv herabgesti
mmt, insgesamt sehr wechselhaft:
E
inerseits mit Stöhnen und Ausdruck schweren Leidens und deutlichem Schmerzverhalten, andererseits aber auch mit häufigem inadäquatem Lächeln bei Beklagen schwe
ren Leidens (
Parathymie
im Sinne der belle
indifférence
)
,
t
eils werde er
heblicher Ärger spürbar. Verbal werde von „Explodieren“ gesprochen,
averbal
würden die Hände zu Fäusten geballt. Das Energieniveau wirke leicht reduziert. Das Denken sei verlangsamt, grübelnd-eingeengt auf Gesundheitsprobleme und auf die Über
zeugung, ungerecht behandelt worden zu sein. Psychovegetativ ängstlich-depressive Symptome wie gedrückte Stimmung, Tagesmüdigkeit mit Maximum am Abend, Ein- und Durchschlafstörungen,
Konzentrations
störun
gen
,
Entschei
d
ungsschwierigkeiten
, Unruhe, Verlust von Freude und Interesse, Obstipation,
Gewichtszunahme (bei vorbestehender Adipositas
permagna
), To
deswünsche, ferner
Schreckhaftigkeit und fragliche Panikattacken
seien zu vermerken
(Urk. 6/16/32-33).
Es
erweist sich
angesichts der geschilderten Ausführungen
als
zu
treffend
, dass
bereits
Dr.
C._
lediglich
mässige depressive Befunde erhoben hat. Dies brach
te er denn auch mit der von ihm verwendeten ICD-Codierung (ICD-10: F34.8) zum
Ausdruck (
Urk.
6/16/35). Dieselbe umfasst unter anderem Formen der De
pressi
o
n, die früher als „neurotisch“ bezeichnet wurden. Diese dü
r
fen nicht die Kriterien der
Zyklothymia
(ICD-10: F34.0), der
Dysthymia
(ICD-10: F34.1) oder der leich
ten (ICD-10: F32.0) bzw. mittelgradigen (ICD-10: F32.1) depressiven Episode erfüllen (vgl. Weltgesundheitsorganisation, Internationale Klassifika
tion psychi
scher Störun
gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnosti
sche Leitlinien,
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.] 9. Auflage 2014, Ziff. F34.8 S. 184).
Anlässlich
der aktuellen Begutachtung
stellte
Dr.
B._
zum Psychostatus
fest, die Versicherte klage
über
keine kognitiven Symptome. Während der Un
ter
su
chung seien keine Störungen des Kurz- oder Langzeitge
dächtnisses objek
tivier
bar
. Es werde auch
über
kein
e Konzentrationsstörung
g
eklagt.
D
ie Auf
merk
samkeit und die Konzentration während der Untersuchung seien gut; sie
falle
im Verlauf der etwa zweistündigen Untersuchung auch nicht ab. Der for
male
Gedanken
gang sei in Kohärenz und Stringenz intakt, im Tempo leicht ver
zögert. Das in
haltliche Denken sei nicht auf das subjektive Schmerzerleben fixiert.
Die Ex
plorandin
berichte über keine
Grübelzwänge
, kein
Gedanken
drängen
, jedoch über erhöhte Nervosität im Zusammenhang mit Schmerzen. Es bestehe keine Ratlosigkeit und keine Hoffnungslosigkeit. Auf der
Verhaltens
ebene
sei
die Versicherte
ausgeprägt vermeidend mit
F
ear-
avoidance
-Verhalten (Anmerkung: angstbesetztes Vermeidungsverhalten in Bezug auf Bewegungen) und
adynam
, wobei ein grosser Anteil hiervon der Adipositas geschuldet zu sein scheine und
typusbedingt
vorliege. Das Schmerzerleben werde
katastrophisiert
berichtet. Es bestehe eine ausgeprägte negative
Kontrollatt
ribution
bezüglich beruflicher und auch sonst
jeglicher Belastungen.
Während des
Untersuchungs
verlaufs
sei der Affekt nicht zum negativen Pol verschoben, es falle keine affektive Inkontinenz auf. Die Schwingungsfähigkeit sei weitgehend erhalten. Die Vitalgefühle schie
nen nicht gemindert. Der Affekt gegenüber der
Schmerz
wahrnehmu
ng
sei aus
geprägt
dysthym
. Es wü
rde
n
keine subjektive Lustlosigkeit und kein genereller Interessenverlust beklagt. Es bestehe kein sozialer Rückzug. Der Antrieb wirke im Untersuch vermindert. Psychomotorische Auffälligkeiten bestünden nicht. Eine
Libidostörung
werde von der Explorandin nicht thema
tisiert. Ein
Appetit
verlust
werde nicht beklagt. Das Selbstwertempfinden sei nicht gemindert. Es bestehe keine Ratlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit.
Ebenso wenig bestünden
Zukunftsängste. Es würden schmerzbedingte Ein- und
Durch
schlafstörungen
angegeben. Während der Exploration ergebe sich kein H
inweis auf suizidale Ideationen und es bestehe
keine Suizidalität (Urk.
6/52/21-23).
Vor diesem Hintergrund
erkannte
Dr.
B._
zutreffend
, im affektiven Bereich
liessen sich
keine depressiven Symptome mehr erheben
und keines der drei
Hauptsymptome (d.h. typischen Symptome) einer affektiven depressiven Stö
rung
sei
erfüllt
(
Urk.
6/52/26). Diese Beurteilung steht im Einklang mit dem Vor
be
richt des behandelnden Psychiaters
Dr.
A._
vom 2
0.
Mai
2013, der keine Diagnose einer depressiven Störung enthält, genauso wenig
wie
die Diag
nose einer Panikstörung (
Urk.
6/48/1). Letzteres hat auch
Dr.
C._
richtig er
kannt
(
Urk.
6/52/26) und
selbst ebenfalls
keine entsprechende Diagnose gestellt (
Urk.
6
/52/30)
, zumal die Versicherte ihm gegenüber von keinen Pani
kattacken mehr
berichtete
(
Urk.
6/52/26).
Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten,
dass aufgrund
der einleuchtenden und eingehend begründeten
gutachterlichen Ausführungen von
Dr.
B._
bereits insofern von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands auszugehen ist, als
die
ursprünglich
von
Dr.
C._
diagnostizierte
n
psychischen
Leiden
mit Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
nicht mehr vor
handen sind.
Aktuell liegt gemäss
Dr.
B._
lediglich noch eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) vor (
Urk.
6/52/30).
5.4
Diesbezüglich wurde
von Seiten der Beschwerdeführerin
gerügt
,
Dr.
B._
habe
der
diagnostizierten
anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung in Anwen
dung der Foerster-Kriterien und der früheren bundesgerichtlichen
Über
wind
barkeitspraxis
keine invalidisierende Wirkung
zugesprochen
. Unter Be
rück
sich
tigung der mit dem Urteil 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015 (BGE 141 V 281) geänderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung könne
seiner
gutachterli
chen Beurteilung nicht mehr gefolgt werden (
Urk.
1 S.
5)
.
Gemäss
der bis zum 3. Juni 2015 massgeblich gewesenen
bundesgericht
li
chen
Rechtsprechung
bestand
die Vermutung, dass die
Folgen
des hier zur Diskussion stehenden
Leidens mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind und in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von
Art. 4 Abs. 1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermögen
. Nur im Ausnahmefall, wenn die soge
nannten Foerster-Krite
rien in einem hin
rei
chenden Ausmass erfüllt waren, wur
den die Voraussetzun
gen für eine zu
mut
bare Willensanstrengung verneint und ein Wiedereinstieg in den Arbeits
pro
zess
als unzumutbar erachtet (vgl. BGE 139 V 547 E. 3, 131 V 49 E. 1.2 und 130 V
352
).
Das Bundesgericht hat diese Rechtsprechung mit Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 (BGE 141 V 281) geändert und d
as bisherige Regel-/
Ausnahme
mo
dell
durch ein
strukuriertes
Beweisverfahren er
setzt. An die Stelle des bis
herigen Kriterienkatalogs treten im Regelfall beachtli
che
Standard
indikatoren
. U
nter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer
Belastungs
fak
toren
einer
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) an
derseits soll das
tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen
ergebnisoffen
beur
teilt werden (
BGE 141
V 281
E. 3.6). Be
tont wird, dass die Aufgabe der
Über
windbarkeitsver
mutung
an den Regeln be
treffend die Zumutbarkeit nichts än
dert, namentlich nicht am Erfor
der
nis einer objektivierten
Beurteilungsgrund
lage
. Nach Art. 7 Abs. 2
zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus
objektiver Sicht nicht überwind
bar ist. Medizinisch-psychiat
risch nicht begründ
bare Selbsteinschätz
ungen und -limitierungen, wie sie ge
richtsnotorisch ärzt
li
cher
seits sehr oft unter
stützt wer
den – wobei erst noch häufig gar keine konse
quente Behandlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende
Gesundheitsbe
ein
träch
tigung
anzu
erkennen (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1).
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (be
treffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem
Verfahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen eine
r gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschli
essendes Ab
stellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 137 V 210 E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr
materiell-be
weisrechtlich
ge
änderten
Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezo
genen admi
ni
strativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gengut
achten – ge
gebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich
ten – eine schlüs
sige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Er
gänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8).
Entscheidend ist
, wie sich das von der Beschwerdeführerin präsentierte psy
cho
so
matische Leidensbild auf deren Arbeits- beziehungsweise Erw
erbsfä
higkeit aus
wirkt. Es ist daher
zu prüfen, ob das psychiatrische
G
utachten
von
Dr.
B._
– im Kontext mit den weiteren medizinischen Unterlagen – eine
schlüssige Beurteilung dieser Frage im Lichte der massgebli
chen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 erlaubt oder nicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Handha
bung des Katalogs der Standardindikatoren stets den Umständen des Einzelfalls gerecht werden muss, zumal er nicht mit einer abhakbaren Checkliste gleich
zusetzen ist (BGE 141 V 281 E. 4.1.1).
Im vorliegenden Fall ist wesentlich, dass Dr.
B._
bei der Begutachtung der
Beschwerdeführerin nur wenig ausgeprägte Befunde und Symptome erhoben hat
(vgl. Urk. 6/
52
/
20-23
), welche die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nicht we
sent
lich
einzuschränken vermögen
(
Urk.
6/52/30 und 6/52/32)
.
Ein wichtiger Indikator für den funktionellen Schweregrad ist der Behandlungs
erfolg beziehungsweise die Behandlungsresistenz, also Verlauf und Ausgang von Therapien. Psychische Störungen der hier interessierenden Art gelten nach der Rechtsprechung nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.2.1).
Zu diesem Punkt lässt sich dem Gutachten
von
Dr.
B._
entnehmen, dass
die Beschwer
deführerin bei ihrer psychiatrischen Untersuchung
erklärte
,
sie unter
ziehe sich ein- bis zweimal pro Monat der psychiatrisch-psychothera
peu
tischen Behandlung durch
Dr.
A._
.
M
orgens
nehme sie
100 mg
Sert
r
alin
ein, überdies erhalte sie
Dafalgan
3 x 500 mg,
Mefenacid
3 x 500 mg,
ein
en
Beu
tel
Magnesiocard
und
Zantic
150 mg 1-0-
1.
Zweimal jährlich
absolviere
sie
eine 9er-Serie Physiotherapie, aktuell seien diese Behandlungen beendet
(
Urk.
6/52/20).
Die
betreffenden
Angaben
der Beschwerdeführerin
steh
en
im Ei
n
klang mit den übrigen Akten
(
Urk.
6/34/3, 6/42, 6/43/3 und 6/48/2)
.
Aus den
selben geht
indessen nicht
hervor, dass d
ie ursprünglich von
Dr.
A._
als dringend indiziert erachtete stationäre
Rehabilitationsbe
handlung
in einer
poly
disziplinär
arbeitenden Klinik
(Urk. 6/16/35) stattfand
. Ebenso wenig
wurde eine
weitere
Kontrolle der Medikamentenspiegel (
Sertralin
und
Mefenamin
)
vor
ge
no
m
men
, welche sich aufgrund der Resultate der anlässlich der ersten Begut
ach
tung entnommenen Blutprobe aufgedrängt hätte (
Urk.
6/16/7, 6/16/22, 6/16/34-35 und 6/16/36).
Angesichts des beschriebenen Behandlungsverlaufs ist weder von einer Therapie
resistenz noch von einem tatsächlichen Leidensdruck, der unter dem Gesichtspunkt der Konsistenz zu berücksichtigen ist, auszugehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.2.1 und 4.4.2).
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass
Dr.
B._
eine Therapieresistenz ausdrücklich verneint hat (
Urk.
6/52/29
).
Nebst
der
somatoformen
Schmerzstörung
bestehen
keine gesundheitlichen Leiden
,
welche die
Ressourcen der Beschwerdeführerin namhaft ein
zuschränken vermöchten (
Urk.
6/52/30
und 6/58/1
)
.
Dem Komplex der Persönlichkeit kommt im vorliegenden Fall keine ents
cheid-we
sentliche Bedeutung zu
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.2).
Dafür
ist auf der Ressourcenseite zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin seit langem zahl
reiche Unterstützung durch ihr ausgeprä
gtes soziales Netzwerk geniesst. Dazu zählen
nicht nur
der
Ehemann und
der
Adoptivsohn
der Versicherten
, sondern auch diverse weitere Familienmitgli
e
der und Nachbarn
, zu denen
allen
sie gute Beziehungen pflegt
(
Urk.
6/16/25
, 16/42, 6/43/1, 6/48/2, 6/52/14, 6/52/15, 6/54 und 6/59)
.
In anderen Lebensbereichen ist die Beschwerdeführerin nicht in gleichem Masse einge
schränkt. So konnte sie in den Sommerferien
2013 für zweieinhalb Monate
mit ihrer Familie in die Heimat reisen
und ihre Eltern besuchen
(Urk. 6/
52
/14).
Mit der Abklärungsperson
führte
sie
am 2
0.
November 2013 ein
Gespräch von
rund
2 1⁄2
Stunden
, ohne dass eine Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder
sonstige Einschränkungen psychische
r Art zu beobachten waren (Urk.
6/59/8).
Insbesondere war
die Beschwerdeführerin
dazu in der Lage, sich
erfolgr
eich einer
Infertilitäts
behandlung zu unterziehen und im Alter von
im
merhin
46 Jahren Drillinge zu gebären (
Urk.
6/43/1 und 6/52/15), was
in der Regel eine
gute phy
sische und psychische Konstitution voraussetzt.
Unter Berücksichtigung der hier relevanten Indikatoren erscheint es als nach
voll
ziehbar, dass Dr.
B._
keine hinreichende psychische
Gesund
heits
schä
digung
mit funktionellen Einschränkungen, die eine Invalidität zur Folge haben, als gegeben erachtete und dementsprechend
aus psychiatrischer Sicht keine
Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit attestiert hat.
Sein
psychiatrische
s
G
utachten erweist sich somit als formell und materiell korrekt.
5.
5
Zusammenfassend
bleibt
zu bemerken
, dass nichts vorgetragen wurde, was das
psychiatrische Gutachten von
Dr.
B._
vom 20. Mai
2014
als
nicht schlüssig er
schei
nen liesse oder sonst in Zweifel zu ziehen vermöchte. Ebenso wenig ist etwa
s Derartiges aus den Akten ersicht
lich. Vielmehr erfüllt das Gutachten sämtli
che von der Rechtsprechung statu
ierten Anforderungen an ein medizi
ni
sches Gutachten (vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a).
D
ie Beschwerdegegnerin
hat daher zu Recht darauf abgestellt
.
6.
Mit dem
psychiatrischen
Gutachten
von
Dr.
B._
vom 20. Mai
2014
ist aus
gewiesen, dass k
ein
psychischer Gesundheitsschaden mehr besteht, der die Be
schwerdeführerin in ihrer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
in
invaliditätsrelevan
te
r
Weise
einschränkt.
Die von der Abklärungsperson ermittelte
Einschränkung von 13
%
im Aufgabenbereich (
Urk.
6/59/8) ist dementsprechend auf keinen
in
va
li
ditätsrelevanten
Gesundheitsschaden zurückzuführen. Die kontrovers disku
tierte Statusfrage ist unter diesen Umständen nicht zu beurteilen, da ohnehin kein
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad resultieren kann.
Es erweist sich des
halb
als korrekt, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch verne
int und di
e
ganze Invaliden
rente aufgehoben hat. Dies führt zur Abweisung der Be
schwerde
.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.