Decision ID: ab859536-3f0a-585e-acb1-33fd1ad6bc1c
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ beantragte in der am 30. Juni 2009 unterzeichneten Anmeldung die
Gewährung von IV-Leistungen (IV-act. 1). Der leistungspflichtige
Krankentaggeldversicherer stellte der IV-Stelle am 20. Juli 2009 das von ihr eingeholte
bidisziplinäre (psychiatrisch-rheumatologische) Gutachten des IME Institut für
medizinische und ergonomische Abklärungen vom 16. Juni 2009 zu (IV-act. 12). Darin
führten med. pract. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
C._, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, aus, die Versicherte leide aus
rheumatologischer Sicht an einem chronifizierten lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom sowie an einem intermittierenden spondylogenen Schmerzsyndrom
links bei gleichzeitiger chronifizierter Schmerzstörung. Aus psychiatrischer Sicht sei
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) zu diagnostizieren. Für eine
leidensangepasste Tätigkeit bestehe aus rheumatologischer Sicht eine mindestens
50%ige Arbeitsfähigkeit. Psychiatrischerseits wurde für jegliche Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Fremdakten).
A.b Der behandelnde PD Dr. med. D._, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Lumboischialgie und bescheinigte für die
angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin Packerei (siehe hierzu IV-act. 4-3 und IV-
act. 25) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Dezember 2008 (Bericht vom 29. Juli
2009, IV-act. 16). Im Bericht vom 17. Dezember 2009 gab die seit 18. September 2009
behandelnde Dr. med. E._, Oberärztin am Psychiatrischen Zentrum St. Gallen, an,
die Versicherte leide an einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1), einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.0) sowie an einem
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lumboradikulären Reizsyndrom L5 links bei Anulus-Riss L5/S1 und leichter Protrusion
ohne Nervenwurzelkompression. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte ca. 50%
arbeitsunfähig aufgrund einer immer noch bestehenden depressiven Symptomatik, die
einerseits mit einer Schmerzstörung einhergehe, andererseits mit einer Kränkung, die
sie durch die Kündigung der Arbeitgeberin per Ende März 2009 erlebt habe (IV-act. 34).
RAD-Arzt Dr. med. F._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, gelangte in Würdigung der Aktenlage zum Schluss, die
Versicherte verfüge für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit (Stellungnahme vom 20. Januar 2010, IV-act. 36). Die IV-Stelle
gewährte daraufhin Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Mitteilung vom
22. Januar 2010, IV-act. 37).
A.c Im Nachgang zu einer internen Besprechung vom 5. Mai 2010 unter Einbezug
von RAD-Arzt Dr. med. G._, Facharzt u.a. für Arbeitsmedizin (IV-act. 48), forderte die
IV-Stelle die Versicherte im Schreiben vom 17. Mai 2010 unter Hinweis auf die
Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht auf, sich alle zwei Wochen zu einer
fachärztlichen psychiatrischen Behandlung zu begeben und sich nach Massgabe der
behandelnden Fachperson einer ausreichend langen und suffizienten medikamentösen
Behandlung zu unterziehen. Sodann habe sich die Versicherte während dieser Zeit
einmal monatlich einer Blutuntersuchung zu unterziehen, damit die eingesetzte
Medikation auf die Einnahme überprüft werden könne (IV-act. 51). Am 30. Juli 2010
informierte Dr. E._ die IV-Stelle telefonisch, die Versicherte stehe bei ihr seit 25. Juni
2010 regelmässig jede zweite Woche in psychiatrischer Behandlung. Die erste
Blutuntersuchung werde am 2. August 2010 durchgeführt (IV-act. 56). Im Bericht vom
11. Oktober 2010 bescheinigte sie der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(IV-act. 58). Im Schreiben vom 12. November 2010 machte die IV-Stelle die Versicherte
erneut darauf aufmerksam, sie müsse sich monatlich einer Blutuntersuchung
unterziehen und entsprechende Ergebnisse einreichen (IV-act. 60). Am 19. November
2010 erhielt die IV-Stelle die Ergebnisse der am 3. August und 27. Oktober 2010
angefertigten Blutanalysen (IV-act. 63).
A.d Die IV-Stelle gewährte am 29. April 2011 eine Kostengutsprache für eine
berufliche Abklärung im Kleideratelier H._ für die Dauer vom 19. April bis 19. Juli
2011 (IV-act. 84; zur Taggeldverfügung vom 11. Mai 2011 siehe IV-act. 87). Am
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20./21. Juni 2011 berichtete Dr. E._, die depressive Symptomatik habe sich im
Rahmen der laufenden Behandlung sehr gebessert. Seit Januar 2011 bescheinigte sie
der Versicherten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Die Arbeit im Belastungstraining gefalle
der Versicherten sehr (IV-act. 95). Aufgrund des bisherigen Aufbaus und der
Verbesserung des Zustands der Versicherten (IV-act. 100) erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für eine Verlängerung der beruflichen Abklärung im Kleideratelier
H._ für die Dauer vom 20. Juli bis 21. Oktober 2011 (Mitteilung vom 25. August 2011,
IV-act. 107; zur entsprechenden Taggeldverfügung vom 14. September 2011 siehe IV-
act. 117). Im Schlussbericht vom 18. Oktober 2011 führte die berufliche
Abklärungsperson aus, die Versicherte habe sich bemüht, regelmässig zu arbeiten.
Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über 50% sei nicht möglich gewesen (IV-act. 122;
siehe auch das Arbeitszeugnis vom 18. Oktober 2011, IV-act. 120). Die
Eingliederungsverantwortliche schloss die Eingliederungsberatung ab, da die
Verlängerung der beruflichen Massnahme im Kleideratelier H._ nicht den
gewünschten Erfolg gebracht habe (Schlussbericht vom 18. November 2011, IV-
act. 124). Am 30. November 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-act. 126).
A.e Im Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2011 bezeichnete Dr. E._ den
Gesundheitsverlauf als stationär und bescheinigte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-
act. 128). Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte im Medizinischen Center
Maienfeld bidisziplinär (rheumatologisch-psychiatrisch) begutachtet (Untersuchungen
vom 12. und 30. März 2012). Die Experten Dr. med. I._, Facharzt u.a. für
Rheumatologie, und Dr. med. J._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), und ein chronifiziertes
zervikolumbales Schmerzsyndrom links mit/bei: kernspintomografisch mässigen,
altersentsprechenden degenerativen Veränderungen, Anulusriss links, Wurzelzyste
L5/6 rechts, ohne sichere Ausfälle, eine Haltungsinsuffizienz mit muskulärer
Dysbalance und Wirbelsäulenfehlhaltung (ICD-10: M54.4 und M53.1). Die Diagnose
einer somatoformen Schmerzstörung schloss Dr. J._ aus. Aus rheumatologischer
Sicht sei der Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit mit der Möglichkeit, auf
50 Minuten Arbeitsleistung eine 10-minütige Pause und eine Positionsänderung
durchzuführen, halbtags zumutbar. Die mittelgradige depressive Episode begründe
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eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei jeder in Frage kommenden
Tätigkeit (Gesamtgutachten vom 30. April 2012, IV-act. 136-1 ff.; zum internistisch-
rheumatologischen Teilgutachten vom 24. März 2012 siehe IV-act. 136-11 ff. und zum
psychiatrischen Teilgutachten vom 11. April 2012, IV-act. 136-44 ff.). RAD-Ärztin und
RAD-Arzt Dres. med. K._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und L._,
Facharzt für Allgemeinmedizin, vertraten in der Stellungnahme vom 6. Juni 2012 die
Auffassung, aus versicherungsmedizinischer Sicht könne auf die Beurteilung der
Dres. I._ und J._ abgestellt werden (IV-act. 139).
A.f Am 7. September 2012 führte die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt der Ver
sicherten durch. Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, die Versicherte sei im
Gesundheitsfall als voll Erwerbstätige zu qualifizieren, weshalb sie die Frage nach der
im Haushalt bestehenden Einschränkungen offen liess (Abklärungsbericht vom
28. Januar 2013, IV-act. 153). Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten und einem unterdurchschnittlichen Valideneinkommen
ermittelte die IV-Stelle einen 48%igen Invaliditätsgrad und stellte der Versicherten mit
Vorbescheid vom 27. Februar 2013 die Zusprache einer Viertelsrente mit Wirkung ab
1. Januar 2010 in Aussicht. Für die Dauer vom 30. April bis 30. September 2011 werde
die Rente (wegen ausgerichteter Taggeldleistungen) eingestellt. Ab 1. Oktober 2011
habe sie (wieder) Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 158). Dagegen erhob die
Versicherte am 18. April 2013 Einwand und beantragte die Ausrichtung einer
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% (IV-act. 159).
Mit 4 Verfügungen vom 25. Juni 2013 sprach die IV-Stelle der Versicherten
entsprechend dem Vorbescheid eine Viertelsrente zu (IV-act. 165).
B.
B.a Gegen die Verfügungen vom 25. Juni 2013 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 20. August 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin insoweit
deren Aufhebung, als ihr Begehren auf Zusprache einer Invalidenrente basierend auf
einem Invaliditätsgrad von mehr als 48% abgewiesen werde. Es sei ihr eine
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auszurichten;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Im Wesentlichen rügt sie die Bemessung der
Vergleichseinkommen durch die Beschwerdegegnerin (act. G 1).
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 3. Oktober
2013, es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf
Rentenleistungen habe. Es sei auf jeden Fall das Verfahren einer reformatio in peius
durchzuführen. Zur Begründung bringt sie vor, die Beschwerdeführerin leide nicht an
einem invalidisierenden Leiden. Aus rechtlicher Sicht sei von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen, womit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiere
(act. G 4).
B.c In der Einladung zur Replik vom 17. Oktober 2013 führte die Verfahrensleitung
hinsichtlich des Antrags Ziff. 2 der Beschwerdeantwort aus, dass das
Versicherungsgericht nur dann eine reformatio in peius androhen werde, wenn es
selbst eine solche ins Auge fasse bzw. vom Bundesgericht im Rahmen einer
Rückweisung dazu verpflichtet werde (act. G 5).
B.d Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 18. November 2013 unverändert
an der Beschwerde fest. Ergänzend macht sie geltend, es bestehe keine
Rechtfertigung, der medizinisch bescheinigten Arbeitsunfähigkeit eine invalidisierende
Wirkung abzusprechen (act. G 6).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act.
G 8).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin.
1.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
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auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist
(BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen
und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige
Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
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In medizinischer Hinsicht stützte sich der angefochtene Entscheid auf die
gutachterliche Einschätzung der Dres. I._ und J._ vom 30. April 2012 (siehe
insbesondere die Begründung im Verfügungsteil 2, IV-act. 166). Die
Beschwerdeführerin brachte keine Mängel an der gutachterlichen Beurteilung vor. Bei
der Würdigung des Gutachtens fällt ins Gewicht, dass es auf eigenständigen
Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen
Vorakten wurden verwertet und diskutiert. Die von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden wurden gewürdigt. Die Bescheinigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten leuchtet sodann vor dem Hintergrund der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht
berücksichtigt worden wären. Es bestehen keine Zweifel an der gutachterlichen
Beurteilung, weshalb darauf abzustellen ist. Daran ändert die ausschliesslich vom
Rechtsdienst stammende, nicht näher begründete Kritik in der Beschwerdeantwort an
der rheumatologischerseits bescheinigten Arbeitsunfähigkeit nichts ("nicht plausibel
begründet", act. G 4, Rz 1.2), zumal der RAD die gutachterliche Einschätzung
begründet bestätigt hat (IV-act. 139). Im Übrigen deckt sich die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I._ mit derjenigen des rheumatologischen
Teilgutachtens des IME vom 16. Juni 2009 (Fremdakten, S. 7 f. des IME-Gutachtens).
3.
Erst im Beschwerdeverfahren bringt die Beschwerdegegnerin vor, die medizinisch
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sei aus rechtlicher Sicht nicht von Bedeutung, da es an
einem invalidisierenden Gesundheitsschaden mangle. Es sei aus rechtlicher Sicht
vielmehr von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 4, Rz 1.2 f.), wobei
sie an anderer Stelle im Widerspruch hierzu wiederum von "invalidisierenden Leiden"
spricht (act. G 4, Rz 2).
3.1 Das regelmässig anzutreffende Verhalten der Beschwerdegegnerin, erst im
Beschwerdeverfahren die invalidisierende Wirkung der von den Gutachtern und vom
RAD bestätigten Arbeitsunfähigkeit zu verneinen (anstatt vieler siehe etwa Entscheide
des Versicherungsgerichts vom 25. November 2010, IV 2010/87, E. 3.1, vom
2. September 2013, IV 2011/255, E. 4, und vom 29. Januar 2014, IV 2012/309, E. 3.2),
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ist mit dem von Verfassungs wegen von der Verwaltung zu berücksichtigenden Gebot,
sich im Rechtsverkehr redlich, vertrauenswürdig und rücksichtsvoll zu verhalten (Art. 5
Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]), nicht vereinbar. Dieses widersprüchliche
Vorgehen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 31. Januar 2013, IV 2011/26, E. 3.2, in diesem Kontext durch Urteil des
Bundesgerichts vom 2. Dezember 2013, 8C-139/2013, E. 2.2.2 f., bestätigt) wirft ein
ungünstiges Licht auf ihre Abklärungs- und Entscheidpraxis (siehe auch Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Januar 2009, 8C_348/2008, E. 4.3), zumal beschwerdeführende
Parteien mit der Verneinung der "invalidisierenden Wirkung" erst im mit Kostenrisiken
behafteten Beschwerdeverfahren konfrontiert werden. Im Übrigen ist dieses Verhalten
auch unter dem Aspekt des rechtlichen Gehörs nicht unbedenklich. Dieses
widersprüchliche Verhalten der Beschwerdegegnerin ist - je nach Ausgang des
Verfahrens - bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen zu berücksichtigen (vgl.
betreffend Kostenfolgen Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2013,
8C_139/2013, E. 3).
3.2 Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, das chronifizierte
zervikolumbale Schmerzsyndrom links (ICD-10: M54.4 und M53.1) stelle ein
pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild dar (act. G 4,
Rz 1.1 f.). Ob diese Sichtweise zutrifft, nachdem im Gutachten vom 30. April 2012 die
Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren
syndromalen Zustands ausdrücklich ausgeschlossen wurde (IV-act. 136-8 und -81 mit
Hinweis auf "einen wesentlichen organisch fassbaren Kern"), erscheint fraglich, kann
indessen offen bleiben. Denn selbst wenn ein entsprechendes Beschwerdebild bejaht
würde, besteht in Berücksichtigung der im amtlich zu publizierenden Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Juni 2015, 9C_492/2014, begründeten Praxisänderung kein
Anlass, dem "chronifizierten Rückenschmerzleiden" (IV-act. 139-2) eine invalidisierende
Wirkung abzusprechen.
3.2.1 Dabei fällt zunächst ins Gewicht, dass der RAD die gutachterliche Beurteilung
"aus versicherungsmedizinischer Sicht" bestätigte (Stellungnahme vom 6. Juni 2012,
IV-act. 139-2).
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3.2.2 Das Leiden hat sich als grundsätzlich behandlungsresistent erwiesen. Nach
gutachterlicher Auffassung ist die gegenwärtige ambulante psychiatrische,
psychotherapeutische und medikamentöse Behandlung sinnvoll. Eine wesentliche
Verbesserung des Zustands und damit auch der Arbeitsfähigkeit könne jedoch nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Aus rheumatologischer Sicht
seien "höchstens Massnahmen und Erhebung allgemeiner Dekonditionierung sinnvoll".
Daneben seien es vor allem schmerztherapeutische Massnahmen, die eine
Verbesserung der Belastbarkeit bringen könnten (IV-act. 136-7). Der RAD teilte diese
Auffassung und führte aus, die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische
Massnahmen nicht relevant verändert werden (IV-act. 139-2). Auch Dr. E._ sprach
von einer therapeutisch nur schwer zu beeinflussenden Störung (IV-act. 128-1).
3.2.3 Was die Frage nach der Konsistenz anbelangt, so wird in den früheren Akten
somatischerseits von einer Symptomausweitung bzw. einer Diskrepanz zwischen
Angaben der Beschwerdeführerin und dem objektiven Befund berichtet (Bericht
Dr. D._ vom 29. Juli 2009, IV-act. 16-3, und IME-Gutachten, S. 7, Fremdakten).
Indessen wies bereits der rheumatologische IME-Gutachter in diesem Zusammenhang
darauf hin, dass das Schmerzerleben wahrscheinlich durch das depressive Leiden
negativ beeinflusst werde (IME-Gutachten, S. 7, Fremdakten). Sodann legte auch
Dr. E._ dar, die Wahrnehmung der somatischen Schmerzkomponente sei depressiv
verstärkt (IV-act. 58-2), was von Dr. J._ bestätigt wurde (IV-act. 136-9 und -84).
Dr. I._ bezeichnete die Grundstimmung bei der Befragung wie auch bei der
Untersuchung als konsistent (IV-act. 136-34). Dr. J._ verneinte Hinweise auf eine
willentliche Herbeiführung oder massive Verdeutlichung psychischer oder körperlicher
Störungen im Sinn einer Aggravation (IV-act. 136-77). Damit ist davon auszugehen,
dass allfällige Verdeutlichungstendenzen auf das depressive Leiden zurückzuführen
sind. Entscheidend ist weiter, dass der RAD Hinweise auf ein suboptimales
Leistungsverhalten bzw. relevante Inkonsistenzen ausdrücklich verneint hat (IV-
act. 139-2) und auch die Beschwerdegegnerin keine gegenteiligen Gesichtspunkte
benennt. Hinzu kommt, dass sich die Beschwerdeführerin im Rahmen der versuchten
Wiedereingliederung motiviert zeigte ("Sie behilft sich selber, wechselt wenn nötig die
Position beim Putzen. Möchte gerne wieder arbeiten.", IV-act. 99-1; "Sie war
motiviert", IV-act. 122-2; zur sehr guten Zielerreichung bei der Tätigkeit im
Kleideratelier H._ siehe IV-act. 122-3 sowie das Arbeitszeugnis vom 18. Oktober
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2011, IV-act. 120) und sich den empfohlenen medizinischen Behandlungen unterzogen
hat (siehe etwa IV-act. 128-1). Schliesslich lässt sich den Akten entnehmen, dass das
Leiden auch zu erheblichen Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens
führt und dass die derzeitige soziale Situation stark vom "Niveau sozialer Aktivität" vor
Eintritt des Gesundheitsschadens (zur Wesentlichkeit dieses Aspekts siehe Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Juni 2015, 9C_492/2015. E. 4.4.1) abweicht (IV-act. 136-71 f.
und 136-74 f. [glaubhafte fremdanamnestische Angaben der Tochter der
Beschwerdeführerin] und IV-act. 153-10).
3.2.4 Aus vorstehender Erwägung geht sodann hervor, dass das ausgewiesene
mehrjährige depressive Leiden erheblichen Einfluss auch auf das Schmerzerleben hat
(siehe nachstehende E. 3.3.1 ff.) und damit - unabhängig von der Frage nach dessen
Selbstständigkeit - als (zusätzlicher) ressourcenhemmender Faktor zu anerkennen ist
(vgl. amtlich zu publizierendes Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2015,
9C_492/2014, E. 4.3.1.3).
3.2.5 In Anbetracht dieser Umstände besteht hinsichtlich des chronifizierten
Rückenschmerzleidens kein Anlass, bei der Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit von der
beweiskräftigen medizinischen Einschätzung der Folgen des Gesundheitsschadens
abzuweichen. Es ist damit allein mit Blick auf die rheumatologische Beurteilung von
einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen.
3.3 Dem depressiven Leiden spricht die Beschwerdegegnerin den Charakter eines
invalidisierenden Gesundheitsschadens mit der Begründung ab, es handle sich dabei
um eine reaktive Begleiterscheinung zur Schmerzstörung. Eine solche Depression
entspreche keiner invalidisierenden psychischen Komorbidität, weil kein von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbarer verselbstständigter und
pathologischer Gesundheitsschaden vorliege. Weil zusätzlich psychosoziale Umstände
(Kündigung der Arbeitsstelle Ende 2008) das Bild (mit-)prägten, sei bei der Annahme
einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (act. G 4, Rz 1.3).
3.3.1 Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin stützen sich hauptsächlich auf eine
durch das bereits erwähnte amtlich zu publizierende Urteil 9C_492/2015 überholte
Rechtsprechung. Darin führte das Bundesgericht aus, dass namentlich nicht mehr an
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der Betrachtungsweise des von der Beschwerdegegnerin u.a. referenzierten Urteils
9C_210/2012 festgehalten werde. Es gelangte zur Auffassung, dass bei
Zusammenfallen von Depression und Schmerz eine Gesamtbetrachtung stattzufinden
habe. Eine allfällige Konnexität zwischen Schmerzleiden und Depression führt aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht (mehr) zur Bedeutungslosigkeit der
depressiven Erkrankung (E. 4.3.1.1). Vor diesem Hintergrund erübrigt sich eine nähere
Auseinandersetzung mit der Argumentation der Beschwerdegegnerin.
3.3.2 Im Licht der geänderten bundesgerichtlichen Praxis und einer
Gesamtbetrachtung ist entscheidend, dass sich das mittelgradige depressive
Geschehen wie ein roter Faden seit Jahren durch die medizinische Aktenlage
(einschliesslich der Beurteilung durch den RAD, IV-act. 139-2) zieht (IME-Gutachten
vom 16. Juni 2009, S. 8 ff., Fremdakten; IV-act. 58, IV-act. 95 und 136-44 ff.). Es führt
nicht bloss zu einer reduzierten Belastbarkeit (zu den von Dr. J._ aufgeführten
depressiven Symptomen siehe IV-act. 136-80 f.; siehe auch zum Einfluss des
depressiven Leidens auf die Arbeitsfähigkeit IME-Gutachten vom 16. Juni 2009, S. 14,
Fremdakten), sondern hat auch einen wesentlichen Einfluss auf die Schmerzen (siehe
vorstehende E. 3.2.3 f.). Das depressive Leiden ist behandlungsresistent (siehe
vorstehende E. 3.2.2). Die angesichts dieser Verhältnisse als erheblich zu bezeichnende
depressive Erkrankung ist - wie bereits erwähnt (siehe vorstehende E. 3.2.4) -
zumindest als ressourcenhemmender Faktor bei der Beurteilung des Schmerzleidens
im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen.
3.3.3 Daran ändert der Hinweis der Beschwerdegegnerin, Teilursache des depressiven
Leidens sei die Kündigung der Arbeitsstelle, nichts. Denn es ergibt sich weder aus den
Akten noch den Ausführungen in der Beschwerdeantwort (act. G 4, Rz 1.3), dass das
depressive Leiden im Wesentlichen in einer durch die Kündigung bedingten Kränkung
aufgeht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2014, 9C_118/2014,
E. 4.2.2). Bereits im IME-Gutachten wurden "nichtmedizinische Probleme, welche die
Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen" verneint (S. 16 Fremdakten). Dr. J._
verneinte das Bestehen schwerwiegender psychosozialer Probleme hinsichtlich des
Schmerzleidens. Wohl seien im Verlauf psychosoziale Probleme aufgetreten. Diese
seien jedoch als Folge und nicht als Ursache der chronischen Schmerzen zu sehen (IV-
act. 136-81). Es besteht kein Anlass, bezüglich des depressiven Leidens eine davon
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abweichende Beurteilung vorzunehmen. Im Übrigen sprechen die wechselseitige
Beeinflussung zwischen der depressiven Störung und dem Schmerzleiden sowie der
weit zurückliegende Zeitpunkt der Kündigung gegen eine andere Betrachtungsweise.
3.3.4 Die Frage, ob das depressive Leiden einen selbstständigen bzw.
verselbstständigen Gesundheitsschaden darstellt, der für sich allein zu einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit führt, kann offen bleiben. Denn selbst wenn dies bejaht würde, so ist
von der Beschwerdeführerin unbestritten und ergibt sich aus der Konsensbeurteilung
der Dres. I._ und J._, dass den depressionsbedingten Einschränkungen bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung kein (teil-)additiver Effekt zu den Beeinträchtigungen des
Rückenschmerzleidens (50%ige Arbeitsunfähigkeit; siehe vorstehende E. 3.2.5)
zukommt.
4.
Ausgehend von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
bleibt der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
4.1 Vorliegend kann offen bleiben, welches der von den Parteien ins Feld geführten
Valideneinkommen zutreffend ist. Denn aus den Akten ergibt sich (IV-act. 10 und IV-
act. 25) und ist unbestritten (die Beschwerdeführerin macht ein Valideneinkommen für
das Jahr 2011 von Fr. 50'353.-- geltend, act. G 1, Rz 5, S. 7; in der Beschwerdeantwort
hielt die Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen für das Jahr 2011 von
Fr. 51'441.-- für zutreffend, act. G 4, Rz 2), dass die Beschwerdeführerin im Vergleich
zum statistischen Hilfsarbeiterinnenlohn nicht überdurchschnittlich verdient hat. Selbst
ein zu ihren Gunsten durchgeführter Prozentvergleich führt zum gleich hohen
Rentenanspruch, wie wenn zu ihren Lasten auf das in der angefochtenen Verfügung
berücksichtigte Valideneinkommen (Fr. 42'299.-- für das Jahr 2011, IV-act. 156 und IV-
act. 165) abgestellt wird. Denn bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist, was
die Beschwerdegegnerin inzwischen in der Beschwerdeantwort anerkannt hat, ein
Tabellenlohnabzug gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin hält einen 10%igen Abzug
allein mit Blick auf das eingeschränkte Spektrum (nur noch leichte Hilfstätigkeiten) für
gerechtfertigt (act. G 4, Rz/3 ). Angesichts der erheblich einschränkenden qualitativen
Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit (IV-act. 136-6) erscheint ein
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10%iger Abzug angemessen, zumal u.a. ein bei der quantitativen Bestimmung der
Restarbeitsfähigkeit noch nicht berücksichtigter zusätzlicher Pausenbedarf besteht
("mit der Möglichkeit nach 50 Minuten 10 Minuten Pausen einschalten zu können", IV-
act. 136-6). Die 196_ geborene Beschwerdeführerin steht zwar im fortgeschrittenen
Alter. Indessen hatte sie im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2013
bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters noch eine Aktivitätsdauer von
mehr als zehn Jahren vor sich, weshalb der Faktor Alter nicht zusätzlich über den
bereits gewährten Abzug hinaus zu berücksichtigen ist. Es bestehen auch keine
weiteren Umstände, die eine Erhöhung des Abzugs rechtfertigen. Insbesondere besteht
entgegen der Sichtweise der Beschwerdeführerin (act. G 1, S. 9) kein Anlass für die
Auffassung, dass sie im Hilfsarbeiterinnensektor aufgrund ihrer Nationalität (die
Beschwerdeführerin verfügt über das Schweizer Bürgerrecht, IV-act. 1-1) oder der
mangelnden Berufsbildung einen relevanten Lohnnachteil zu befürchten hat.
4.2 Im Rahmen eines Prozentvergleichs resultiert bei einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit und einem 10%igen Tabellenlohnabzug ein Invaliditätsgrad von 55%
(50% + [50% x 10%]). Bei Berücksichtigung der von der Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung herangezogenen, parallelisierten Vergleichseinkommen (vgl.
IV-act. 166-2) ergibt sich bei einem Tabellenlohnabzug von 10% ein
Invalideneinkommen von Fr. 19'986.-- (Fr. 22'207.-- x 0,9), eine Erwerbseinbusse von
Fr. 22'313.-- (Fr. 42'299.-- - Fr. 19'986.--) und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet
53% ([Fr. 22'313.-- / Fr. 42'299.--] x 100). Die Beschwerdeführerin hat ab dem
unbestritten gebliebenen 1. Januar 2010 Anspruch auf eine halbe Rente. Bei der
Rentenausrichtung wird die Beschwerdegegnerin die bereits ausbezahlten
Taggeldleistungen und die Koordinationsnorm von Art. 43 Abs. 2 IVG zu beachten
haben (zu den Taggeldleistungen für die Dauer vom 19. April bis 19. Juli 2011 und vom
20. Juli bis 23. Oktober 2011 siehe IV-act. 87 und IV-act. 117).
5.
5.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde sind die Verfügungen vom 25. Juni
2013 aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist mit Wirkung ab 1. Januar 2010 eine
halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.). Der von der
Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr
zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier
zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.