Decision ID: 0e30f976-5a94-5e37-9601-375f35a5e72d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1968
, gelernter Koch
mit Zusatzausbildung als Kellner und Restaurationsleiter
(
Urk.
5/15/18-20
)
,
meldete sich zunächst zur Früherfassung
(
Urk.
5/2)
und anschliessend am 31. Oktober 2013 (Eingangsdatum) unter Hin
weis auf chronische Schmerzen sowie Depression bei der Sozialversicherungsan
stalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsb
ezug an (Urk. 5/7). Die IV
Stelle
gewährte dem Versicherten
in der Folge
Eingliederungsmassnahmen (Arbeitsvermittlung)
und per
1.
Februar 2014 fand der Versicherte eine neue An
stellung
, was zum Abschluss der Arbeitsvermittlun
gsmassnahmen führte (
Urk.
5/19). Er
war
bis
September 2015
(letzter Arbeitstag im August 2014)
bei der
A._
AG als CO-Leiter
einer Filiale
angestellt
(
Urk.
5/17
,
Urk.
5/76/6
,
Urk.
5/33
). Mit Eingabe vom 2
4.
März 2015 meldete sich
X._
erneut zum Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle an (
Urk.
5/25). Die IV-Stelle erteilte dem Versicherten Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining (
Urk.
5/35)
sowie
ein an
schliessendes Aufbautraining
(
Urk.
5/43,
Urk.
5/51)
unter
Ausrichtung von Taggeldleistungen (
Urk.
5/39,
Urk.
5/46,
Urk.
5/54
)
.
Mit Mittei
lung vom 1
9.
Februar 2016 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmassnahmen ab,
mit der Begründung, dass die vereinbarten Ziel
e
nicht erreicht worden seien
(
Urk.
5/
62).
Zur Prüfung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse holte die IV-Stelle unter anderem ein psychiatrisches Gutachten bei
Dr
.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welches am 1
9.
Okto
ber
2016 erstattet wurde (
Urk.
5/76). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
7.
Dezember 2016 [
Urk.
5/84]
, Einwand vom 1
2.
Januar 2017 [
Urk.
5/86]) sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom
1.
März 2017 (
Urk.
5/91 [Verfügungsteil 2],
Urk.
5/92 =
Urk.
2)
eine ganze Invalidenrente für den Zeitraum
1.
Februar bis 3
1.
Juli 2016 und ab
1.
März 2016 eine unbefristete halbe Invalidenrente zu.
2.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
1.
März 2017 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine höhere Rente zuzusprechen (Urk. 1 S.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Mai 2017 beantragte die Beschwer
degegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
7.
Mai 2018 mitgeteilt wurde (
Urk.
6).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4
Abs. 1
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E.
5.3 und E.
6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwend
baren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditäts
grades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl.
BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine be
fristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmit
telverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugs
zeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zuspre
chung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen be
ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegeben
en
falls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, der Beschwer
deführer habe vom
1.
Februar bis 3
1.
Juli 2016 Anspruch auf eine ganze und ab
1.
August 2016 auf eine
unbefristete
halbe Rente der Invalidenversicherung. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass dem Beschwerdeführer nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen
gar
keine Tätigkeit, ab
1.
April 2016 eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 20
%
und ab
1.
Mai 2016 im Umfang von 60
%
zumutbar sei. Aus dem Vergleich des Einkommens vor Eintritt des Ge
sundheitsschadens mit
dem
Tabellen
lohn für Hilfsarbeiten
ergebe sich ein Inva
liditätsgrad von 56
%
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er sehe sich nicht in der Lage, eine 60%-Anstellung anzutreten, da bereits geringe Belastungen zur völligen Überfor
derung führ
t
en (
Urk.
1).
3.
Dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober
2016 (Urk. 5/76) können folgende Diagnosen entnommen werden
(
Urk.
5/76/13)
:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD- 10 F33.1) mit
Somatisierungsneigung
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit
emotional-instabiler und ängstlich-vermeidender Färbung (ICD 10 Z73.1)
Zur Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
B._
fest, aufgrund der Beschwerden von Seiten der rezidivierenden depressiven Störung sowie der akzentuierten Persön
lich
keitszüge mit ängstlich-vermeidender und emotional-instabiler Färbung, ins
be
sondere der subjektiv geklagten Verspannungen und Schmerzen im Körper, Über
forderung, Müdigkeit und Energiemangel, lasse sich unter Berücksichtigung der aktuellen Untersuchungsbefunde aus psychiatrischer Sicht für eine alternative Arbeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40
%
begründen. Eine zu
sätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit bestehe nicht
.
Die Coping-Strate
gien seien schwierig zu beurteilen. Einerseits gebe der Beschwerdeführer zu ver
stehen, dass er im Momen
t sicher nicht arbeiten könne, dann wiederum gebe er eine Arbeitsfähigkeit zwischen 30
%
und 50
%
, maximal sogar 60
%
, an. Es scheine jedoch, dass er ein positives Selbstbild habe und sich irgendwann einmal im ersten Arbeitsmarkt integrieren wolle. Bis 2011 habe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
bestanden. Nach dem Verkauf der Firma habe er einen neuen Vorgesetzten erhalten, mit dem es in der Folge zu wiederholten Konflikten gekommen sei, was zu Arbeitsunfähigkeiten geführt habe (August 2011 bis April 2012; Februar 2012 bis April 2012; Juli 2013 bis Januar 2014). Über das Ausmass der Arbeitsunfä
higkeit in diesen Perioden könnten retrospektiv keine genauen Angaben gemacht werden, insbesondere seien die Angaben im
curriculum
vitae
widersprüchlich. Von Februar 2014 bis August 2014 (letzter Arbeitstag im ersten Arbeitsmarkt) habe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
bestanden. In der Folge sei der Beschwer
deführer dekompensiert. Während der
Hospitalisation
vom 2
3.
Oktober 2014 bis 1
3.
Januar
2015 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden. Von Oktober
2015 bis Januar 2016 sei ein
Beschäftigungsprogramm bei C._
erfolgt. Im a
nschliessenden Aufbautraining bei C._
ab Februar
2016 sei der
Beschwerde
führer
erneut wegen Überforderung sowohl depressiv wie auch
soma
ti
sierend
de
kompensiert (Verspannungen und Schmerzen im Körper). Die Symp
to
matik habe sich nach dem wohl zu abrupten Abbruch des Aufbautrainings ver
schlecht
ert. In der Folge habe sich sein Zustand jedoch wieder verbesser
t. Die Arbeitsfähigkeit vom 14.
Januar
2016 bis 3
0.
April
2016 sei retrospektiv nur schwer zu beurteilen. Seit Mai 2016 bestehe der jetzige psycho-physische Zustand des Beschwerdefüh
rers. Seit Mai 2016 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
bei einer Leistungsfä
higkeit von
100
%
für eine einfache Arbeit. Bezüglich der ange
stamm
ten Tätig
keit als Geschäftsführer in einem Gastronomiebetrieb bestehe eine Arbeitsunfä
higkeit von 100
%
. Mit dieser Tätigkeit wäre der Beschwerdeführer mit Sicherh
eit überfordert, da er die verlangte Verantwortung nicht mehr tragen könnte. Eine Arbeit in einem grösseren Team sei für ihn nicht mehr zumutbar, insbesondere auch dann, wenn er sich mit einem Vorgesetzten nicht verstehe, von diesem ge
kränkt fühle. Im Bericht des
Psych
iatriezentrum
D._
, vom 27.
Mai
2016 werde eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
ab April
2016 ange
geben. Für den Monat April könne dieser Einschätzung beigepflichtet werden. Ab Mai 2016 habe sich jedoch der Zustand des Beschwerdeführers verbessert. Seither liege eine Ar
beitsfähigkeit von 60
%
vor. Die Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 20
%
wi
derspreche auch der heutigen Angabe des Beschwerdeführers, dass er 30
%
bis 50
%
, maximal 60
%
, arbeitsfähig sei (
Urk.
5/76/14-17).
4.
4.1
Das
psychiatrische
Gutachten vom
1
9.
Oktober 2016
basiert auf umfassenden Un
tersuchungen. De
r
Gutachter tätigte sorgfältige, umfassende Abklärungen, be
rücksichtigte die geklagten Beschwerden und begründete
seine
Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
.
Er
legte die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation ein
leuchtend dar und begründete
seine
Schlussfolgerungen nachvollziehbar.
Das Gutachten erfüllt daher grundsätzlich die rechtsprechungsgemässe
n Anfor
derungen an eine beweiskräftige ärztliche Stellungnahme (vgl. E.
1.4
).
4.2
Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht
wegen der rezidivierenden depressiven Störung
bis am 3
1.
März
2016 sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig war. Gestützt auf den Bericht des Psychiatriezentrums
D._,
vom 2
7.
Mai 2016 (vgl.
Urk.
5/69) kam der Gutachter zum Schluss, dass ab
1.
April
2016 von einer 20%igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen sei. A
b
1.
Mai
2016 ist der Beschwerdeführer
l
aut der Einschätzung des Gutachters als 60
%
arbeitsfähig zu erachten (40%
ige
Arbeitsunfähigkeit, vgl.
Urk.
5/78). In Anbe
tracht der gutachterlichen Einschätzung
basierend auf den erhobenen Befunden und den festgestellten funktionellen Einschränkungen
erscheint eine Verbesse
rung der Arbeitsfähigkeit auf 60
%
in angepasster Tätigkeit per
1.
Mai
2016 und die Gesamteinschätzung des Gutachters schlüssig und nachvoll
ziehbar.
Nebst dem depressiven Zustandsbild diagnostizierte Dr.
B._
auch noch akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich vermeidender und emotional in
stabiler Färbung. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass akzentuierte Persönlich
keitszüge als Z-Diagnose (ICD-10 Z73.1) keinen rechtserheblichen Gesundheits
schaden zu begründen vermögen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember
2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni
2012 E. 3.1). Dazu bedürfte es zumindest einer Persönlichkeitsstörung (Urteil des Bun
desgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen).
Im Rahmen der Ressourcenprüfung wurde sie in
des vom Gutachter berücksichtigt (
Urk.
5/13 ff.).
Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, er fühle sich subjektiv nicht fähig, ein 60%-Pensum anzutreten, so ist dies für die invalidenversicherungsrechtliche Be
urteilung seines psychiatrischen Gesundheitszustands nicht massgebend, zumal
der Gutachter gestützt auf die erhobenen
Befunde und
die
funktionellen Ein
schränkungen
überzeugend
zum Schluss kam, dass
ab
1.
Mai 2016
maximal eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
gegeben sei
.
Bei der invali
denversicherungsrechtlichen Beurteilung eines Gesundheitsschadens ist ein ob
jektivierter Massstab anzulegen.
4.3
Nach dem Gesagten ist vom
1.
August 2014 bis 3
0.
April 2016 von einer 100%igen respektive 80%igen Arbeitsunfähig
keit und ab
1.
Mai 2016 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
5.
5.1
Nicht strittig ist die
Zusprache
einer ganzen Rente ab
1.
Februar 2016
. Zu diesem Zeitpunkt
waren
die sechsmonatige Wartefrist seit der Anmeldung zum Leis
tungsbezug gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG und das erforderliche Wartejahr, welches im
August 2014
begann (Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG),
jedenfalls
erfüllt. Während des Bezugs von Taggeldern während der Durchführung von Eingliederungsmassnah
men (in
casu
1
9.
Mai
2015 bis 1
6.
Februar 2016 [Urk.
5/39,
Urk.
5/46,
Urk.
5/54]
)
konnte
der
Anspruch auf
eine Rente nicht entstehen (vgl. Art. 29
Abs.
2
und Art. 47 Abs.
2
IVG).
Ab Mai
2016 kann angenommen werden, dass die Verbesse
rung des Gesundheitszustands voraussichtlich längere Zeit dauern wird.
Es bleibt im Fo
lgenden angesichts der ab dem 1. Mai
2016 bestehenden
6
0%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit
den Invaliditätsgrad
seit diesem Zeit
punkt
zu bemessen
.
5.2
Die Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin
mittels Einkommensvergleich
ab
1.
Mai
2016
ergab einen Invaliditätsgrad von
56
%
, was im Ergebnis nicht Anlass zur Korrektur gibt.
Die Herabsetzung der ganzen Rente per 3
1.
Juli 2017 auf eine halbe Rente unter Beachtung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist demnach recht
mässig. Zusammenfassend wurde dem
Beschwerdeführer
zu Recht
eine
vom 1.
Februar
2016 bis zum 3
1.
Juli
2017
befristete
ganze Rente und ab
1.
August
2016 eine unbefristete halbe Rente
der Invalidenversicherung
zuge
sprochen.
Dies führ
t zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.