Decision ID: 19ec9f82-2298-42c2-94a7-4c7f70568185
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, Hausfrau, meldete sich im
Januar
2012 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
9/1 und
Urk.
9/5). Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte
erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
9/9) sowie Berichte von den behandelnden Ärzten (
Urk.
9/10)
bei
. Am 2
2.
Juni 2012 fand eine psychiatrische Untersuchung beim Regionalen ärztlichen Dienst (RAD),
Dr.
med. Y._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, statt. In ihrem Untersuchungsbericht vom 2
6.
Juni 2012 kam die RAD-Ärztin zum Schluss, dass bei der Versicherten für Tätigkeiten auf d
em freien Arbeitsmarkt eine 100
%ige
Arbeits
un
fähigkeit anzunehmen sei
(
Urk.
6/69).
Am 2
9.
August 2012 führte die IV-Stelle bei der Versicherten aus
serdem eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch; gemäss dem
Abklärungsbericht vom
5.
September 2012 belaufe sich bei einem Anteil Haushalt von 100
%
das Ausmass der Einschränkung auf gegenwärtig 28
%
(
Urk.
9/15). Mit Schreiben vom 1
4.
November 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten
daraufhin
mit, bei einem Anteil Haushalt von 100
%
seien
derzeit keine beruflichen Massnahmen
möglich (
Urk.
9/17). Gleichentags erliess sie den Vorbescheid, in welchem sie die Ablehnung des Rentengesuchs in Aussicht stellte (
Urk.
9/19). Die Versicherte erhob dageg
en am 2
8.
November 2012 Einwand, wobei
eine Begründung desselben - auch innert angesetzter Nachfrist – nicht
erfolgte
(
Urk.
9/20). Die IV-Stelle verfügte schliesslich am 2
9.
Januar 2013 im Sinne des Vorbescheids und wies das Leistungsbegehren ab (
Urk.
9/22).
2.
Am 2
5.
Februar 2013 erhob die Versicherte bei der IV-Stelle Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben
und es sei ihr eine Rente zuzusprechen
(
Urk.
1/1
-
2)
. Die IV-Stelle überwies die Eingabe am
8.
März 2013 zuständigkeitshalber an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (
Urk.
4). In ihrer Beschwerdeantwort vom 1
9.
April 2013 stellte die Beschwerdegegnerin Antrag auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), was der Beschwerdeführerin am 2
3.
April 2013 angezeigt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei Versicherten mit vollendetem 2
0.
Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
un
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
8
Abs.
3 ATSG in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
1 IVG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.4
Die Feststellung des Gesundheitsschadens, das
heisst
die Befunderhebung und die gestützt darauf gestellte Diagnose, die Prognose und die Pathogenese sind Tatfragen, für deren Beantwortung im Verfahren betreffend Invalidenrente in der Regel Sachverständige beigezogen werden. Diese nehmen auch zu der durch die festgestellten Gesundheitsbeeinträchtigungen kausal verursachten Arbeits
unfähigkeit Stellung (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 f. mit Hinweisen). Die medi
zinischen Berichte sind frei zu würdigen, das
heisst
insbesondere ohne Berück
sichtigung förmlicher Regeln bezüglich ihrer Herkunft. Es besteht deshalb kein grundsätzlicher Anspruch der versicherten Person auf versicherungsexterne Be
gutachtung. Erlauben die Berichte der behand
elnden und all
fällig
beigezoge
ner
versicherungsinterner Fachärzte die Beurteilung des Rentenanspruchs, ist das Verfahren ohne Einholung eines versicherungsexter
nen Gutachtens
abzu
schliessen
. Ein solches ist allerdings anzuordnen, wenn auch nur geringe Zwei
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465).
1.5
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Um
fang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Auf
gabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb
seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stel
lungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen
Einschrän
kungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_086/2009 vom 11. Novem
ber
2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
2
.
2
.1
Dr.
Z._
, Allgemeine Medizin FMH, erwähnte in ihrem (undatierten) Arztbericht als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Depres
sion/Angstproblematik, bestehend seit 200
9.
Ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit seien ein Hypertonus sowie ein Status n
ach
akutem Koronarsyndrom mit
Stenteinlage
(
Mai 2009
)
.
Die behandelnde Ärztin führte aus, bei der Be
schwerdeführerin hätten sich im Jahr 2009 Angstprobleme und depressive Stimmungen entwickelt. Unter der eingeleiteten Medikation sei es anschliessend zu einer guten Stabilisierung gekommen. Seit Januar 2012 beklage sie nun eine
depressive Entwicklung. Es liege eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vor (
Urk.
9/10/1-4).
2
.2
Die
psychiatrische Einrichtu
ng A._
stellte in ihrem
Konziliarbericht
vom
6.
März 2012
zu Händen der Hausärztin
die Diagnose Verdacht auf defizitäre Persönlichkeitsstruktur mit akzentuierten
histrionischen
Anteilen vor dem Hintergrund einer Migrationsproblematik (ICD-10
: Z73.1). Die behandelnden Ärzte schilderten den Psychostatus dahingehend, die Beschwer
deführerin sei pünktlich und in gepflegtem Zustand im Beisein ihres Schwiegersohnes
bzw. ihrer Tochter
zu
den zwei
Termin
en
erschienen. Sie sei wach, bewusstseinsklar und zu allen vier Qualitäten vollständig orientiert gewesen. Im Gespräch hätten sich Konzentrations- oder Merkfähigkeitsstörungen gezeigt, wobei unklar bleibe, ob die Patientin die Fragen richtig verstanden habe. Ant
worten seien durch Übersetzen vermittelt worden. Im formalen Denken habe sie sich unauffällig präsentiert. Es seien allgemeine Ängste angegeben worden (Angst vor dem Tod). Zwänge seien nicht
eruierbar
gewesen. Es habe kein Anhalt für
ein psychotisches Erleben, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen bestanden. Im Kontakt sei sie kaum spürbar gewesen, sie habe leidend und abweisend gewirkt. Sie habe eine ausgeprägte Antriebsminderung und Lustlo
sigkeit angegeben. Weiter habe sie von Ein- und Durchschlafstörungen berich
tet, die mit
Temesta
gut auffangba
r seien. Der Appetit sei normal
. Die Angaben hätten sich teilweise widersprüchlich dargestellt. Ein Anhalt für akute Suizida
lität oder Fremdgefährdung sei nicht auszumachen gewesen (
Urk.
9/6-9).
2
.3
Dem RAD-Bericht vom 2
6.
Juni 2012
(
Urk.
9/13)
sind folgende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen: Rezidivie
rende depressive Störung, aktuell mittelgradige depressive Episode (F33.1)
,
sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01). Aus somatischer Sicht ergä
ben sich aus
den Akten
ein Hypertonus sowie ein St. n. akutem
Koronarsyn
drom
mit
Stenteinlage
05/2009.
In Bezug auf den Psychostatus legte die RAD-Ärztin dar, die Beschwerdeführe
rin habe sich bewusstseinsklar und allseits orientiert präsentiert. Im knapp anderthalbstündigen Gespräch seien leichte Konzentrationsstörungen aufgefallen. Der formale Gedankengang sei leicht verlangsamt, jedoch kohärent
gewesen
. Aktuel
l hätten
keine Anhaltspunkte für ein Wahnerleben oder für Sinnes
täuschungen bestanden. Auch
Ich-Störungen
hätten sich nicht erheben lassen. Affektiv sei eine Affektarmut zu verzeichnen gewesen
, eine Störung der Vitalgefühle, mittelgradige
Deprimiertheit
, leichte Hoffnungslosigkeit, mittelgradige Insuffizienzgefühle, mittelgradige Schuldgefühle der Tochter gegenüber, sowie eine leichte Affektlabilität. Die Versicherte habe mittelgradig antriebsgehemmt gewirkt. Von Suizidalität sei die Versicherte glaubhaft distanziert gewesen, auch eine Fremdgefährdung habe nicht bestanden.
In ihrer Beurteilung führte die RAD-Ärztin aus, als die fünft-älteste Tochter der Beschwerdeführerin die Oberstufe besucht habe, habe ihr diese erzählt, dass sie in der Kindheit von einem Cousin väterlicherseits sexuell missbraucht worden
sei
. Seitdem klage die Beschwerdeführerin, an einer Depression zu leiden, nicht mehr glücklich zu sein
.
S
eit ihrem Herzinfarkt vor drei Jahren
leide sie
zusätz
lich
auch unter
Ängsten. Sie mache sich Vorwürfe, dass sie ihrer Tochter nicht habe helfen können bzw. dass sie nicht auf den Missbrauch aufmerksam gewor
den sei. Sie leide an verschiedenen körperlichen Symptomen wie Kopfdruck oder Bauchdruck, die Stimmung sei schlecht, sie müsse ständig nachdenken, zudem habe sie Ängste in Tunneln, in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie kenne zwar in ihrer Wohngemeinde viele Frauen
, könne sich aber nicht mit diesen treffen, da sie in öffentlichen Räumen sofort Angst bekomme und nach Hause wolle. Zuhause fehle ihr häufig der Antrieb, um Hausarbeiten zu erledi
gen, der
Mann übernehme sehr vieles, auch die Gartenarbeiten. Sie habe eben
falls Angst, dass wenn sie unter Stress komme, einen Herzinfarkt erleiden könnte. Zudem habe sie Angst zu duschen, sie fürchte, sie könnte unter dem Wasser ersticken und wiederum einen Herzinfarkt erleiden. Gesamthaft seien sowohl die agoraphobische, die Herz-phobische wie auch die depressive Symptomatik derart ausgeprägt, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit ca. 2009 als zu 100
%
arbeitsunfähig auf dem freien Arbeitsmarkt zu erachten sei. Einschränkungen auf psychofunktionellem Leis
tungsniveau ergäben sich wie folgt: Die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen sei aufgrund
der depressiven Erschöpfbarkeit leicht- bis mittelgradig eingeschränkt.
Die Fähigkeit zur Planung
und Strukturierung von Aufgaben sei aufgrund
des depressiven Antriebsmangels und
der eingeschränkten Konzentra
tionsfähigkeit mittelgradig eingeschränkt. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit könne je nach Rahmenbedingung aufgrund der
agoraphoben
Ängste sowie der Ängste, durch Stress einen Herzinfarkt zu erleiden, mittel- bis
schwergradig
eingeschränkt sein. Die Durchhaltefähigkeit sei aufgrund der depressiven Energielosigkeit, des depressiven Antriebsmangels, der inneren Auseinandersetzung mit Schuldkonflikten mindestens mittel- bis
schwergradig
eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Selbstbehauptungsfähigkeit sei
en
aufgrund der Insuffizienz, der eingeschränkten Schwingungsfähigkeit und der bestehenden Ängste mindestens mittelgradig eingeschränkt.
Von Ein
schränkungen in der Haushaltsfähigkeit sei ebenfalls auszugehen, hier wäre allenfalls noch eine Haushalt
s
abklärung durch den Aussendienst vorzunehmen (
Urk.
9/13).
3.
3.1
Was den Erwerb
s
status der Beschwerdeführerin betrifft, hatte die Beschwerdegegnerin diese als Nichterwerbstätige bzw. als zu 100
%
im Haushalt tätig qua
lifiziert, eine Annahme, die aufgrund der Akten ausgewiesen ist. Zu prüfen bleibt im Folgenden, ob die Einschränkung im Haushalt bzw. die daraus resul
tierende Invalidität von der Beschwerdegegnerin korrekt ermittelt wurde.
3.2
Der Bericht der Abklärungsstelle der Beschwerdegegnerin vom
5.
September 20
12
(
Urk.
9/15) enthält eine eingehende Erhebung der Wohnverhältnisse sowie der im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten. In Überein
stimmung mit der diesbezüglichen Verwaltungspraxis wurden darin die im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten in sieben Aufgaben aufgeteilt (Haushaltführung, Ernährung, Wohnungspflege, Einkauf, Wäsche und Kleiderpflege, Kinderbetreuung, Verschiedenes) und anschliessend nach deren
prozentualen Bedeutung im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätigkeiten bewertet. In der Folge bemass die Abklärungsperson für jeden der sieben Tätig
keitsbereiche die konkrete Behinderung und ermittelte auf diese Weise eine Beeinträchtigung im Haushalt von gesamthaft 28
%
.
3.3
Gemäss Abklärungsbericht bewohnt die Beschwerdeführerin
zusammen
mit ihrem Ehemann (geboren 1944) und ihrer jüngsten Tochter (geboren 1995) eine 4 1/2-Zimmer-Wohnung.
Der Ehemann ist seit mehreren Jahren pensioniert und jeweils ganztags zuhause, die Tochter absolviert eine Lehre als Lagermitarbeiterin.
Die von der Beschwerdegegnerin angenommenen Anteile der einzelnen Aufgabenbereiche liegen durchwegs im Rahmen der im Kreisschreiben
über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung
(KSIH,
Rz
3086) vorgesehenen Prozentbereiche. I
nnerhalb der massgebenden Prozentbereiche
nahm die Abklärungsperson folgende
Gewichtung
en vor:
„Haushaltführung“ mit 5
%
(bei eine
m Richtwert von 2 -
5
%
)
,
"Ernährung" mit
4
0
%
(
bei einem
Richtwert
von
10 -
50
%
), "Wohnungspflege" mit
20
%
(bei einem
Richtwert
von
5 -
20
%
)
,
"Einkauf
und weitere Besorgungen
" mit
10
%
(bei einem
Richtwert von 5 -
10
%
)
, „Wäsche und Kleiderpflege“ 20
%
(bei einem
Richtwert von 5 – 20
%
)
,
„
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen
“
0
%
(
bei einem Richtwert von 0
-
30
%
) und
„
Verschiedenes
“
mit 5
%
(
bei einem Richtwert von 0
-
50
%
)
.
A
ngesichts
der dargestellten
Wohnverhältnisse
erscheinen diese Ge
wichtungen
angemessen.
Von der Beschwerdeführerin wurde denn auch nicht konkret dargelegt, inwieweit der Gewichtung der einzelnen Haushaltsbereiche nicht gefolgt werden könne.
3.4
Was die Einschränkungen in den einzelnen
Haushaltsaufgaben
betrifft, ist vorab festzuhalten, dass eine im Haushalt tätige Person i
m Sinne der Schadenmin
derungspflicht
von sic
h aus das ihr Zumutbare zur Ver
besserung der Arbeitsfä
hig
keit beizutragen hat (z.B. zweck
mässige Arbeitswei
se, Anschaffung geeigneter Haus
ha
ltseinrichtungen und –
maschinen
)
. Die Mehrarbeit kann für die Invaliditätsberechnung nur dann berücksichtigt werden, wenn die versicherte Person nicht alle Haushaltsa
rbeiten während der normalen Ar
beitszeit erledigen kann und deswegen Dritthilfe braucht (ZAK 1984, S. 143, E.
5). Sie hat ihre Arbeit entspre
chend einzuteilen und die Mithilfe von Familienangehörigen in An
spruch zu nehmen. Di
e Mithilfe der Familienangehöri
gen geht dabei weiter als der übliche Umfang, den man erwarten darf, wenn die versicherte Person nicht an einem Gesundheitsschaden leiden würde
(I 257/04 und BGE 130 V 97, E
.
3.3.3). Unterbleiben solche Vorkehren zur Schadensminderung, so wird die daraus resultierende
Leistungseinbusse im hauswirtschaftlichen Bereich bei der Invaliditätsbemessung nicht berücksichtigt.
3.5
Die Beschwerdegegnerin
hielt in ihrem
Abklärungsb
ericht fest, dass in allen Bereichen eine vermehrte Mithilfe des Ehemannes und
der Tochter
zumutbar sei.
Dem kann gefolgt werden
.
So ist dem Bericht zu entnehmen, dass der Ehe
mann pensi
oniert
,
ganztags zuhause und
gemäss eigenen Angaben körperlich gesund und ohne Gebrechen
ist
.
Die Zumutbarkeit vermehrter Mithilfe
gilt umso mehr für solche
Besorgung
en, die
leidensunabhängig
bereits bisher zur Hauptsache
durch den
Ehemann
erle
digt wurden.
Schliesslich
kann auch der
volljährigen
Tochter eine massgebende Mithilfe im Haushalt zugemutet werden
.
Was im Übrigen die Einschätzungen der behandelnden Ärzte bzw. des RAD betrifft, ergeben sich aus diesen ebenfalls keine Anhaltspunkte für die Fehler
haftigkeit des Haushaltsabklärungsberichts
. Namentlich ist darauf hinzuweisen, dass
Dr.
Z._
der von der Beschwerdeführerin angesprochenen Diag
nose eines Zustands nach akutem Koronarsyndrom mit
Stenteinlage
im Mai 2009
k
ein
en
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
bei
misst
. Mit Blick auf diesen Um
stand erscheint auch eine Einschränkung im Haushalt, die über das im Abklärungsbericht
bezifferte
Ausmass hinausgeht, nicht ausgewiesen.
Sodann ist zu be
achte
n, dass die RAD-Ärztin
Y._
hinsichtlich der von ihr festgestellten
psychiatrischen Befunde
/Diagnosen festhielt, es müsse
aufgrund derselben
auch von Einschränkungen in der Haushaltsfähigkeit ausgegangen werden. Zum tat
sächlichen Umfang dieser Einschränkung
en
nahm die Ärztin
keine Stellung, vielmehr hielt sie ausdrücklich fest, dass zur Klärung dieser Frage allenfalls eine Haushaltsabkl
ärung angezeigt sei. Gesamthaft
steht somit auch die RAD-Beur
teilung nicht im Widerspruch zu den Ergebnissen des Abklärungsberichts.
3.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Haushaltsabklärungsbericht vom
5.
September 2012 sowohl hinsichtlich seines Tatbestandes als auch hinsichtlich seiner Schlussfolgerungen überzeugt. Der Bericht bildet demnach in Bezug auf die vorliegenden Belange eine hinreichende Entscheidungsgrundlage, zumal die Einschätzungen der Abklärungsperson auf einer konkreten Umschreibung der Behinderung in der Erledigung der einzelnen Aufgaben beruh
en und zudem
mit den ärztlich festgestellten Beeinträchtigungen in Einklang stehen
.
Die angefochtene Verfügung, welche gestützt auf den Abklärungsbericht von einer Einschränkung bzw. einem Invaliditätsgrad von 28
%
ausgeht, erweist sich im Ergebnis als korrekt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
4.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die
Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Die Gerichtskosten sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.