Decision ID: 16843f8c-f604-4337-a2c3-d247f83d5757
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ reichte am 28. Februar 2008 bei den Sozialen Diensten St. Gallen ein
Gesuch um Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen für ihre Tochter (geboren am 23.
April 2006) ein, welches ab 1. Dezember 2007 bewilligt wurde (vgl. act. G 3.1.1f., 3 S.
2). Mit Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 21. November 2008 wurde das
Scheidungsurteil zwischen A._ und B._ in dem Sinne abgeändert, als der Vater
verpflichtet wurde, an den Unterhalt der Tochter folgende monatliche und
vorauszahlbare Beiträge zu bezahlen: während seiner Arbeitslosigkeit, maximal bis
Ende März 2009 Fr. 500.--, bis zum erfüllten 6. Altersjahr der Tochter Fr. 600.-- und bis
zu ihrem ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung Fr. 650.-- (act. G 3.1.1).
A.b Am 21. November 2012 verfügten die Sozialen Dienste St. Gallen, dass die
gerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge von Fr. 600.-- monatlich vom 1. Januar bis
30. April 2012 mit Fr. 600.-- pro Monat bevorschusst würden. Die gerichtlich
festgesetzten Unterhaltsbeiträge von Fr. 650.-- monatlich würden ab 1. Mai 2012 mit
Fr. 650.-- pro Monat bevorschusst (act. G 3.1.2).
A.c Am 8. Dezember 2016 wandte sich A._ schriftlich an die Sozialen Dienste mit
dem Ersuchen, dass diese ihrem geschiedenen Ehemann eine Wohnmöglichkeit
erteilen mögen. Nach seiner Haftentlassung am 24. September 2016 habe sie ihm eine
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erste Hilfestellung geboten und ihn provisorisch bei sich aufgenommen. Nun lebe er
schon bald drei Monate bei ihr und ihrer Tochter, was kein Zustand bleiben könne, da
er im Zimmer der gemeinsamen Tochter und jene bei ihr im Bett schlafe. Auch sei sie
nicht mehr einverstanden, dass seine Nothilfe auf ihr Bankkonto überwiesen werde.
Dies sei absolut unnötig, denn wenn er alleine wohnen würde, müsste ihm das Geld
auch bar ausgehändigt werden, da er ohne Papiere kein Bankkonto eröffnen könne
(act. G 3.1.4).
A.d Mit E-Mail vom 20. Dezember 2016 wandte sich A._ erneut unter Bezug auf ein
Schreiben vom 12. Dezember 2016 an die Sozialen Dienste. Sie habe mit Bestürzung
gelesen, dass ihr die Alimentenbevorschussung nicht zustehen solle, weil ihr Ex-Mann
bei ihr wohne. Die Scheidung liege bald zehn Jahre zurück und sie müsse betonen,
dass sie und ihr Ex-Mann keine Beziehung miteinander führten. Sie habe ihn lediglich
bei sich aufgenommen, da er viereinhalb Jahre in Haft gewesen sei und es für ihn keine
andere Unterbringungsmöglichkeit gegeben habe. Er habe keine Papiere und die ganze
Klärung seiner Papiere sei am Laufen. Zwar sei das Sozialamt involviert worden und
habe ihm monatlich eine Nothilfe von Fr. 250.-- gezahlt. Es habe ihm zugesichert, er
könne sich eine Wohnung suchen, welche das Sozialamt bezahle. Da er über keine
gültigen Papiere verfüge, habe er aber wenig Glück bei der Wohnungssuche gehabt.
Erst tags zuvor habe es geklappt und er habe einen Mietvertrag für ein Zimmer
erhalten, so dass er nun im Begriff sei auszuziehen (act. G 3.1.6)
A.e Mit Revisions-Verfügung vom 28. Dezember 2016 entschieden die Sozialen
Dienste, dass die gerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge von Fr. 650.-- pro Monat
für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2016 nicht bevorschusst würden, weil
kein Anspruch auf Vorschüsse bestehe, wenn die Eltern zusammenwohnten. Ab 1.
Januar 2017 würden die Unterhaltsbeiträge wieder bevorschusst. Die zu viel
bezogenen Vorschüsse für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2016 von
insgesamt Fr. 1‘950.-- (3 Monate à Fr. 650.--) seien zurückzuerstatten. Die
Rückerstattung erfolge durch Verrechnung mit den laufenden Vorschüssen für die
Monate Januar bis und mit März 2017 (act. G 3.1.7).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung richtet sich der vorliegende Rekurs von A._ vom 3.
Januar 2017 mit dem sinngemässen Antrag auf deren Aufhebung. Zur Begründung
macht die Rekurrentin geltend, dass sie ihren Ex-Mann lediglich deshalb bei sich
aufgenommen habe, weil ihm nach seiner Haftentlassung niemand anderes diese
Hilfestellung angeboten habe. Da seine Ausschaffung zurück nach C._ noch in der
Schwebe sei, habe ihn das Migrationsamt ans Sozialamt verwiesen, welches ihn
informieren sollte, wie es mit ihm weitergehe. Dort habe er jedoch wenig
Entgegenkommen erfahren. Es sei ihr so vorgekommen, als dass das Sozialamt froh
gewesen sei, dass sie ihn aufgenommen habe, denn ihm sei nicht aktiv geholfen
worden. Da er keinen Job, kein Einkommen und keine Papiere habe, habe sie lediglich
Nothilfe geleistet. Er habe ihr nichts bezahlt, im Gegenteil habe sie ja diese drei Monate
auch noch für ihn aufkommen müssen. Für sie sei die Situation von Anfang an zuviel
gewesen und sie habe absolut keine Hilfe von Seiten des Sozialamtes gespürt. Sie sei
nicht zuständig gewesen für die Wohnsituation ihres geschiedenen Ehemanns. Das
Sozialamt habe seit Ende September gewusst, dass er bei ihr wohne und im
Einwohneramt sei auch alles am 26. September 2016 gemeldet worden, um nicht den
Eindruck zu erwecken, dass er „untertauchen“ wolle. Sie habe ihm lediglich eine
momentane Bleibe verschafft, nichts ahnend, was sie sich damit eingebrockt habe (act.
G 1).
B.b Mit Rekursantwort vom 18. Januar 2017 beantragt die Vorinstanz eine Abweisung
des Rekurses. Sie hält daran fest, dass gemäss Gesetz für die Zeit, während der die
Rekurrentin mit ihrem geschiedenen Ehemann zusammen gewohnt habe, kein
Anspruch auf Alimentenbevorschussung bestehe (act. G 3).

Erwägungen
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2016
ein Anspruch auf Bevorschussung der gerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge
bestand oder ob die Vorinstanz die Rückerstattung der bereits ausgerichteten
Vorschüsse zu Recht verfügt hat.
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1.2 Gemäss Art. 293 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) bestimmt
das öffentliche Recht, unter Vorbehalt der Unterstützungspflicht der Verwandten, wer
die Kosten des Unterhaltes zu tragen hat, wenn weder die Eltern noch das Kind sie
bestreiten können (Abs. 1). Ausserdem regelt das öffentliche Recht die Ausrichtung von
Vorschüssen für den Unterhalt des Kindes, wenn die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht
nachkommen (Abs. 2). Nach Art. 2 Abs. 1 des Gesetzes über Inkassohilfe und
Vorschüsse für Unterhaltsbeiträge (GIVU; sGS 911.51) hat das Kind für die Dauer der
Unterhaltspflicht der Eltern, längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr, Anspruch auf
Vorschüsse für elterliche Unterhaltsbeiträge, wenn diese in einem vollstreckbaren Urteil
oder in einem Unterhaltsvertrag nach Art. 287 ZGB festgesetzt sind (lit. a) und trotz
angemessener Inkassoversuche nicht rechtzeitig eingehen (lit. b). Art. 3 Abs. 1 lit. f.
GIVU bestimmt, dass kein Anspruch auf Vorschüsse besteht, wenn die Eltern
zusammenwohnen.
2.
Vorliegend ist der Wortlaut von Art. 3 Abs. 1 lit. f GIVU klar. Wohnen die Eltern eines
Kindes zusammen, besteht kein Anspruch auf Vorschüsse für elterliche
Unterhaltsbeiträge. Es stellt sich daher die Frage, ob der scheinbar klare Wortlaut auch
den wahren Sinn dieser Gesetzesnorm wiedergibt. Für die Normen des
Verwaltungsrechts gelten die üblichen Methoden der Gesetzesauslegung. Zur
Anwendung gelangen die grammatikalische, historische, zeitgemässe, systematische
und teleologische Auslegungsmethode (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. Zürich/St. Gallen 2016, N 177).
Gemäss der bundesgerichtlichen Praxis steht im Verwaltungsrecht die teleologische
Auslegungsmethode im Vordergrund: „Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst
heraus, d.h. nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden
Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verständnismethode ausgelegt werden.
Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der
Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und
konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen
Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Dabei befolgt das
Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab,
die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Ordnung zu unterstellen (BGE
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140 I 310 E. 6.1). Vom eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut darf allerdings
nur dann abgewichen werden, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass der
scheinbar klare Wortlaut nicht dem „wahren Sinn“ der Norm entspricht (BGE 140 II 131
E. 3.2). Dabei erachtet das Bundesgericht meist Sinn und Zweck einer Norm als
massgeblich, wie sie sich auf Grund der Anschauungen zur Zeit der Rechtsanwendung
für die Normadressaten ergeben (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., N 179).
3.
3.1 Die Alimentenbevorschussung ist zusammen mit der Inkassohilfe das wichtigste
Instrument der Sicherung des Kinderunterhalts (CYRILL HEGNAUER, Grundriss des
Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, Rz 23.15). Das Kind soll nicht erst Anspruch auf
öffentliche Hilfe haben, wenn es Not leidet, sondern sobald seine Eltern mit der
Erfüllung der Unterhaltspflicht säumig sind (BBl 1974 II 66). Die familienrechtliche
Unterhaltspflicht wird somit durch die Alimentenbevorschussung ergänzt. Bei dieser
leistet das Gemeinwesen dem Kind Zahlungen auf Rechnung der kraft Urteils oder
Vertrages geschuldeten, aber nicht oder nicht rechtzeitig bezahlten Unterhaltsbeiträge
und fordert sie vom säumigen Elternteil zurück. Weder das Kind noch der andere
Elternteil haften für die Rückzahlung (vgl. HEGNAUER, a.a.O., Rz 23.13). Sinn und
Zweck der Alimentenbevorschussung ist es somit, dass das Inkassorisiko von
Kinderunterhaltsbeiträgen nicht dem Kind, sondern dem Gemeinwesen obliegt.
3.2 Dass der Gesetzgeber bestimmte Fälle festlegte, bei deren Eintreffen kein
Anspruch auf Übernahme dieses Inkassorisikos besteht, dient einerseits der
Missbrauchsverhinderung. Andererseits wird konkret mit dem Ausschlussgrund des
elterlichen Zusammenwohnens aber auch der familiären Unterstützungspflicht
Rechnung getragen, welche der Unterstützung durch das Gemeinwesen vorgeht. So
haben gemäss Art. 276 Abs. 1 ZGB in der bis 31. Dezember 2016 gültigen und
vorliegend anwendbaren Fassung die Eltern für den Unterhalt des Kindes
aufzukommen. Der Unterhalt wird durch Pflege und Erziehung oder durch Geldzahlung
geleistet (Art. 276 Abs. 2 aZGB). Auch die unverheiratete Mutter kann die tatsächliche
Obhut auf Zusehen dem Vater überlassen (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des
Kindesrechts und des übrigen Verwandschaftsrechts, Bern 1999, N 26.06). Die Eltern
können selbst nach eherichterlicher Zuteilung der elterlichen Sorge und Obhut an einen
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Elternteil im gegenseitigen Einvernehmen vereinbaren, dass die tatsächliche Obhut
beim nicht sorgeberechtigten Elternteil liegen solle, wobei diese Vereinbarung nur auf
Zusehen hin Gültigkeit hat (CYRIL HEGNAUER, Berner Kommentar, Supplement zu Art.
276-295 ZGB, N 102 ff. zu Art. 276). Wohnen nun die Eltern zusammen, ist davon
auszugehen, dass sie sich für die Zeit des Zusammenwohnens selber einigen, wer
welche Beiträge an den Unterhalt des Kindes leistet. Die Gemeinde wird daher aus der
Pflicht genommen, sich in die familiären Vereinbarungen und Pflichten einzumischen.
3.3 Vorliegend wurde B._ nach Erfüllung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe im 2017
aus der Vollzugseinrichtung entlassen. Da er keine Ausweispapiere, kein Geld, kein
Einkommen und keinen Job gehabt habe, habe die Rekurrentin ihn im Sinne einer
Nothilfe bei sich zur momentanen Bleibe aufgenommen (vgl. G 3.1.6). Wie die
Rekurrentin im Rahmen der Rekursschrift geltend macht, habe sich B._ am 26.
September 2016 beim Einwohneramt gemeldet und auch das Sozialamt habe seit Ende
September 2016 gewusst, dass er bei ihr untergekommen sei. Das Migrationsamt habe
ihm gesagt, dass es bis zu einem Entscheid über seine Ausschaffung eine Weile
dauern werde (act. G 1). Er habe zwar sofort begonnen, eine Wohnung zu suchen, da
er jedoch keine gültigen Papiere gehabt habe und die Wohnung durch das Sozialamt
bezahlt werde sollte, habe er lange Zeit Mühe gehabt, bis er endlich ein Zimmer
gefunden habe (vgl. act. G 3.1.6). Diese Ausführungen sind konkludent und erscheinen
glaubhaft. So ist auch dem Schreiben der Sozialen Dienste vom 17. November 2016 zu
entnehmen, dass B._ einen Antrag auf eine eigene Wohnung gestellt hatte (act. G
1.3). Zudem ersuchte die Rekurrentin die Sozialen Dienste mit Schreiben vom 8.
Dezember 2016, dass ihrem Ex-Mann dringend eine Wohnmöglichkeit vermittelt werde.
Sie habe ihm lediglich eine erste Hilfestellung geboten und ihn nach der Haftentlassung
provisorisch bei sich aufgenommen. Da er jedoch im Zimmer der gemeinsamen
Tochter und diese bei ihr im Bett schlafen müsse, sei dies ein unhaltbarer Zustand. Da
sie seit bald zehn Jahren geschieden seien, sehe sie sich nicht in der Pflicht, weiter für
ihn zu sorgen (act. G 3.1.4). Damit ist offensichtlich, dass von Beginn an sowohl für die
Rekurrentin als auch ihren Ex-Mann klar war, dass seine Aufnahme in ihrer Wohnung
lediglich von kurzer Dauer und zur Überbrückung einer Notlage sein sollte. Eine
Neuaufteilung der elterlichen Pflichten war bei dieser prekären Situation weder
möglich, noch fand sie statt. Sodann kann nicht von einem "Zusammenwohnen" im
Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. f. GIVU ausgegangen werden. Vielmehr hielt sich der
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Kindsvater lediglich vorübergehend - am Schluss effektiv für drei Monate - und ohne
Absicht eines längeren Verbleibens in der Wohnung der Rekurrentin auf. Auch ein
Missbrauchstatbestand ist nicht ersichtlich.
3.4 Zusammenfassend ist im vorliegenden Fall nicht von einem Zusammenwohnen der
Eltern im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. f GIVU auszugehen, weshalb der Anspruch auf
Alimentenbevorschussung auch für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2016
gegeben war.
4.
Gestützt auf die obigen Erwägungen ist der Rekurs gutzuheissen und die angefochtene
Verfügung vom 28. Dezember 2016 aufzuheben. Zudem ist festzustellen, dass auch in
der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2016 Anspruch auf
Alimentenbevorschussung besteht. In kantonalrechtlichen Verfahren hat in
Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder
teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Vom Gemeinwesen werden in der
Regel keine amtlichen Kosten erhoben, wenn es nicht überwiegend finanzielle
Interessen verfolgt (Art. 95 Abs. 3 VRP). Zwar hat die Leistungsverwaltung in der Regel
- wie auch vorliegend - finanzielle Auswirkungen, trotzdem ist hier nicht von
überwiegend finanziellen Interessen im Sinne der genannten Bestimmung auszugehen.
Es sind demzufolge keine Gerichtskosten zu erheben.