Decision ID: 18dcffb1-af64-4464-941e-84d7b4771780
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. August W. Stolz, Neugasse 7, 9620 Lichtensteig,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
A.
A.a S._ (Jahrgang 1948) meldete sich am 5. Dezember 2005 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an. Er gab dabei an, den Beruf als Bäcker in
Österreich erlernt zu haben (IV-act. 2). Der Versicherte legte seiner Anmeldung
verschiedene Dokumente bei. Aus diesen ging hervor, dass er nach der Bäckerlehre in
verschiedenen Tätigkeiten an verschiedenen Orten gearbeitet hatte (IV-act. 8). Gemäss
dem Auszug des individuellen Kontos (IK) war sodann ersichtlich, dass der Versicherte
seit Mai 1996 teilweise und seit dem Jahr 2000 vollumfänglich einer selbständigen
Erwerbstätigkeit nachging (IV-act. 16). Dr. med. A._, FMH Allgemeine Medizin,
berichtete der IV-Stelle am 11. Mai 2006, der Versicherte leide seit 1996 an einer COPD
und seit Sommer 2004 an einer Angina pectoris. Seine Leistungsfähigkeit sei deshalb
eingeschränkt. Grössere Anstrengungen würden zu einer Angina pectoris führen.
Sodann leide er an Panikattacken und Schlafstörungen. Die Arbeitsunfähigkeit habe
vom 18. bis 24. August 2004 100%, vom 25. August bis 16. November 2004 50% und
vom 17. bis 28. November 2004 wieder 100% betragen. Danach sei der Versicherte
bis zum 3. März 2005 50% und vom 4. bis 14. März vollumfänglich arbeitsunfähig
gewesen. Seit 15. März 2005 bestehe eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit bis auf
Weiteres. Der Versicherte arbeite zu 50% als selbständiger Masseur und
Physiotherapeut. Für leichte Arbeiten wäre eine höhere Arbeitsfähigkeit erzielbar (IV-
act. 32). In der Beilage befand sich ein Arztbericht von Dr. med. B._, FMH Innere
Medizin/Kardiologie vom 14. Dezember 2004. Darin hatte Dr. B._ angegeben, der
Versicherte leide an einer koronaren Herzkrankheit bei St. n. RCA-Rekanalisation/PCI
am 18. November 2004 und einer stabilen Rezidiv-Angina pectoris CCS II (nicht
limitierend) sowie an erhöhten kardiovaskulären Risikofaktoren wie Hypertonie,
Nikotinabusus, Hypercholesterinämie und leichter Adipositas. Sodann bestünden
atypische Thoraxschmerzen (zusätzlich, muskulo-skelettal), eine chronisch obstruktive
Pneumopathie, eine Oberbauchsymptomatik (DD: Reflux), eine Herniotomie (1998,
vorgängig zweimalig rechts), ein subdepressives Naturell sowie ein benigner
Lagerungsschwindel. Die Fahrradergometrie sei bei 90 Watt auf Grund einer thorakalen
Enge abgebrochen worden. Diese Enge habe bis fünf Minuten nach der Erholung
angedauert (IV-act. 33). Dr. A._ ergänzte in seinem Verlaufsbericht vom
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12. Dezember 2006 bei unveränderter Diagnose und Arbeitsfähigkeitsgrad in der
bisherigen Tätigkeit, dem Versicherten sei eine körperlich weniger strenge Arbeit
zeitlich unbeschränkt möglich (IV-act. 56).
A.b Am 17. November 2006 wurde eine Abklärung vor Ort für Selbständigerwerbende
durchgeführt. Dabei gab der Versicherte an, er habe bis Mitte der 90-iger Jahre aktiv
Velosport betrieben und Bergrennen und Rundfahrten absolviert. Er habe
überdurchschnittlich viel gearbeitet. Die Herzkrankheit habe seit August 2004
ununterbrochenen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Aktuell sei er viel schneller
erschöpft. Sein Arbeitspensum von 50 Stunden pro Woche habe er auf ein Teilpensum
von rund 50% reduzieren müssen. Seine Therapiepraxis für Alternative Medizin sei vor
Eintritt der gesundheitsbedingten Einschränkung von Montag bis Freitag von 08.00 bis
12.00 Uhr und von 13.30 bis 20.00 -21.00 Uhr geöffnet gewesen. Seit Herbst 2004
hätten die Öffnungszeiten reduziert werden müssen. Am Montag vormittag sei die
Praxis geschlossen. Von Dienstag bis Donnerstag sei die Praxis sechs bis sieben
Stunden lang geöffnet. Er benötige viel mehr Pausen. Am Freitag sei die Praxis stark
reduziert geöffnet. Bis zur Trennung von der Ehefrau im September 2006 habe diese in
derselben Praxis ein Nagelstudio betrieben. Seit Oktober 2006 sei dies nicht mehr der
Fall und er habe die Betriebskosten allein zu tragen. In der Buchhaltung seien beide
Geschäfte enthalten. Die Abklärungsperson ermittelte eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 63).
A.c Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. C._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, mit
der Begutachtung des Versicherten (IV-act. 65). Dieser erstattete am 29. August 2007
das Gutachten. Als Hauptdiagnosen (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) führte Dr.
C._r an:
- Koronare Herzkrankheit mit funktionellen 1-Gefässbefall
- St. n. RCA-Rekanalisation mittels PCI und 4-Stent-Applikation am 18. November
2004
- St. n. akutem infero-posteriorem STEMI am 24. Juni 2006 mit Akut-PCI der distalen
RCA am Universitätsspital Zürich (Late-Stent-Trombosis)
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- Kardiovaskuläre Risikofaktoren: Hypercholesterinämie, Hypertonie, St. n.
Nikotinabusus, intestinale Adipositas
- Chronisch obstruktive Pneumopathie (zurzeit FVC von knapp 70% und FEV1 von
knapp 70%).
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden:
- atypische Thoraxschmerzen myoskelettal zusätzlich zu den zeitweise pectangenösen
Episoden
- Oberbauchsymptomatik mit Verdacht auf Refluxösophagitis
- Benigner Lagerungsschwindel, insbesondere bei Kopfreklination auftretend
- St. n. Herniotomie beidseits 1998, vorgängig zweimalig rechts.
Dr. C._ führte aus, der Versicherte sei seit seiner Berufsausbildung als Bäcker in
verschiedenen beruflichen Anstellungen tätig gewesen. Seit März 1999 arbeite er als
selbständiger paramedizinischer Therapeut in den Bereichen Akupressur, Akupunktur,
Yoga und Massage (asiatische und Entspannungsmassage). Anfangs des Jahrs 2007
habe er eine GmbH gegründet und arbeite nun zusammen mit zwei Therapeutinnen.
Am 24. Juni 2007 habe der Versicherte einen Herzinfarkt erlitten. Eine Woche nach der
PCI-Intervention im Universitätsspital Zürich habe der Versicherte seine Tätigkeit
vorerst mit zwei Klienten vormittags und nachmittags (je eine Stunde Einsatz pro Klient)
wieder aufgenommen. Der Versicherte habe angegeben, seit der Intervention vom
24. Juni 2007 sei er kardial mehrheitlich beschwerdefrei. Er fühle sich besser als vor
der Intervention. Gelegentlich habe er ein Ziehen über der Brust. Eigentliche
pektanginöse Beschwerden habe er nicht mehr, entsprechend sei sein Nitroglycerin-
Konsum zurückgegangen. Er fühle sich allgemein deutlich besser seit dem Stopp von
Psychopharmaka trotz durchgemachter Scheidung und geschäftlicher Neuorientierung.
Dr. C._ führte weiter aus, der Versicherte habe anlässlich der Fahrradergometrie
beim Kardiologen Dr. B._ vom 20. August 2007 gute Resultate gezeigt. Bei einer
Sollarbeitskapazität von 124 Watt habe er problemlos 170 Watt leisten können. Die
Kreislaufparamter und die O -Sättigung seien auch unter Belastung normal geblieben. 2
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Dr. B._ habe dies als ein gutes Interventionsresultat beurteilt. Ein diskretes thorakales
Klemmen sei bei 90 Watt bis 170 Watt nur wenig zunehmend gewesen. Nach drei
Minuten Erholung sei es spontan verschwunden. Der Versicherte fühle sich allgemein
besser als vor der Reintervention. Dr. C._ führte weiter aus, dass der Versicherte
nach Sistieren des Nikotinabusus 13 kg Körpergewicht zugenommen habe. Unter
optimalem medikamentösem Ausbau sowie regelmässigem Training (Nordic Walken,
leichtes Joggen und Schwimmen) sei die Prognose bezüglich Herz-Kreislauf-
Erkrankung nicht ungünstig. Immerhin bestehe eine Arbeitsbelastung, die über dem
Soll liege und bezüglich Ischämie formal negativ bleibe. Die Kreislaufregulation und die
Kreislauferholung seien regelrecht. Auch die aktuelle Lungenfunktionsprüfung zeige
unter Symbicort-Behandlung eine deutlich verbesserte Lungenfunktion bezüglich FVC
und FEV1. Beide Werte lägen bei knapp 70%, weshalb eine COPD Stadium II vorliege.
Die Atemnot und die Ermüdbarkeit bei Anstrengungen zwinge den Versicherten,
Pausen einzulegen, dies insbesondere über die Mittagszeit, wo er bis zu drei Stunden
aussetze. Pektangenöse Beschwerden träten während der beruflichen Tätigkeit keine
auf. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20% oder mehr bestehe seit
18. August 2004. Die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten in zeitlich etwas
reduziertem Ausmass ohne weiteres zumutbar, wenn er sich dabei nicht
überanstrengen müsse. Auch administrative Büroarbeiten dürften keine Probleme
verursachen. Der Versicherte habe selbst angegeben, acht bis neun Stunden
Präsenzzeit zu haben. Vormittags behandle er zwei bis drei und nachmittags zwei bis
vier Klienten, wobei er jeweils eine Stunde pro Klient benötige. Somit arbeite er, nebst
den administrativen und organisatorischen Arbeiten im Betrieb, während vier bis sieben
Stunden, also im Durchschnitt fünf bis fünfeinhalb Stunden pro Tag in seinem
Kerngeschäft als Therapeut. Dies entspreche einem Pensum von 65-70% bezogen auf
eine vollzeitige Arbeitsfähigkeit als Therapeut. Der Versicherte habe zahlreiche Berufe
schon ausgeführt. Keiner sei jedoch besser geeignet als der zurzeit ausgeübte als
Therapeut und Heiler, wo er die Einsätze planen könne. Der körperliche Einsatz sei nur
bedingt intensiv und könne durch den Versicherten selbst gesteuert werden (IV-act.
69). Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete das Gutachten als
ausführlich und nachvollziehbar (IV-act. 71).
A.d Mit Vorbescheid vom 20. September 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung seines Rentengesuchs in Aussicht. Sie führte dazu aus, gemäss ihren
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Unterlagen bestehe in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit eine
durchschnittliche zumutbare Erwerbsfähigkeit von 65 bis 70%. Das Valideneinkommen
sei auf der Grundlage des abgerechneten AHV-pflichtigen Einkommens des Jahres
2003 ermittelt worden, indem das gemeldete Einkommen aus dem Jahr 2003 unter
Berücksichtigung der Teuerung und der Reallohnentwicklung auf das Jahr 2007
hochgerechnet worden sei. Das zumutbare Erwerbseinkommen ohne Behinderung
betrage pro Jahr Fr. 32'105.--, mit Behinderung Fr. 21'671.--, woraus sich einer
Erwerbseinbusse von Fr. 10'434.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 33%
ergebe. Da der Invaliditätsgrad unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch (IV-act.
77). Dagegen erhob der Versicherte am 8. Oktober 2007 mündlich bei der IV-Stelle
"Einsprache" (IV-act. 78). Der Versicherte reichte innert Nachfrist keine Begründung
ein. Mit Verfügung vom 14. November 2007 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des
Versicherten gemäss ihrem Vorbescheid ab (IV-act. 82).
B.
B.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 14. Dezember 2007 Beschwerde
erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 14. November 2007 sowie die
Zusprache mindestens einer halben Rente. Eventuell sei eine nochmalige umfassende
medizinische Abklärung bezüglich seiner Arbeitsunfähigkeit anzuordnen. Schliesslich
sei ihm für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Letzteres wurde dem Beschwerdeführer mit
Zwischenverfügung vom 12. Februar 2008 gewährt (G act. 7). Der Beschwerdeführer
gab an, es bestehe keine Erwerbsfähigkeit von 65 bis 70%. Wie er bereits im
Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 21. Dezember 2006 (richtig
17. November 2006) ausgeführt habe, könne er seine Tätigkeit als Therapeut nur noch
zu 50% ausführen und habe deshalb auch reduzierte Öffnungszeiten der Praxis
eingeführt. Er benötige vermehrt Pausen. Diese Angaben würden auch im
Verlaufsbericht von Dr. A._ vom 12. Dezember 2006 festgehalten. Auch Dr. B._,
der ihn am 10. Dezember 2007 zuletzt untersucht habe, könne bestätigen, dass er nach
wie vor gesundheitliche Probleme habe. Dr. B._i sei der Meinung, dass die
gesundheitliche Situation noch einmal umfassend, insbesondere bezüglich der zu
behandelnden Angina pectoris, abgeklärt werden müsse. Der Beschwerdeführer gab
weiter an, die Schlussfolgerungen von Dr. C._ seien falsch, weil die Behandlung von
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zwei bis drei Klienten am Vormittag und zwei bis vier Klienten am Nachmittag keiner
Tätigkeit von durchschnittlich fünf bis fünfeinhalb Stunden pro Tag entspreche. Wie
aus dem Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende hervorgehe, beschränke sich
seine Tätigkeit hauptsächlich auf den Montagnachmittag und Dienstag bis Donnerstag.
Die Öffnung der Praxis am Freitag sei stark eingeschränkt. Aktuell benötige er den
Freitag zu Erholung. Die fünf bis fünfeinhalb Stunden pro Tag seien deshalb nur noch
an vier Tagen pro Woche möglich. Es könne deshalb höchstens von einer
Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen werden. Dies ergebe sich auch aus den
Buchhaltungsunterlagen, die bereits für das Jahr 2005 eine massgebliche
Erwerbseinbusse gegenüber den Vorjahren ausweisen würden (G act. 1). Am
15. Januar 2008 reichte der Beschwerdeführer seine Jahresrechnung 2006 ein, welche
einen Umsatz von Fr. 73'037.-- auswies. In diesem Umsatz waren im Gegensatz zu
2005 auch Krankentaggelder von Fr. 23'532.-- enthalten (G act. 4.2).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 8. Februar
2008 die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, der Beschwerdeführer habe bei
der Abklärung in seinem Betrieb am 27. November 2006 (richtig 17. November 2006)
sowie bei der Begutachtung am 21. August 2008 (richtig 2007) ein effektives Pensum
von weit mehr als 50% angegeben. Er arbeite nämlich nebst den administrativen und
organisatorischen Arbeiten im Betrieb während vier bis sieben Stunden mit Klienten.
Mit der administrativen und organisatorischen Arbeit arbeite der Beschwerdeführer
somit rund fünf bis acht Stunden pro Tag. Das effektiv geleistete Pensum liege deshalb
eher bei 75%. Medizinisch-theoretisch sei die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit kaum eingeschränkt. Selbst wenn diese Tätigkeit körperlich zu streng und
dadurch nur noch zu 50% zumutbar wäre, hätte der Versicherte keinen Anspruch auf
eine Rente der Invalidenversicherung. Gemäss dem Hausarzt sei dem
Beschwerdeführer eine körperlich leichte Tätigkeit zu 100% zumutbar. In einer anderen
leichten Tätigkeit würde er auf Grund der seit 1996 als Therapeut erwirtschafteten
bescheidenen Einkommen keine Erwerbseinbusse erleiden. Aus den bisherigen
Einkommenszahlen als Selbständigerwerbender sei im Übrigen keine Erwerbseinbusse
ersichtlich. Somit bestehe auch aus diesem Grund kein Anspruch auf eine Rente (G
act. 5).
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B.c Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 3. März 2008 an seinen Anträgen
fest. Darin macht er geltend, die Einkommen gemäss IK-Auszug seien für die
Berechnung der Arbeitsfähigkeit insofern nicht massgebend, als bereits im Jahr 2004
Leistungen aus der Krankentaggeld-Versicherung hinzugekommen seien, weshalb die
Einkünfte aus der effektiven Tätigkeit entsprechend geringer seien. Sodann sei der im
Gutachten von Dr. C._ erwähnte Bericht von Dr. B._ überholt, habe sich doch die
Meinung von Dr. B._ nach dem letzten Besuch des Beschwerdeführers am
10. Dezember 2007 geändert. Der Beschwerdeführer arbeite lediglich noch an drei bis
dreieinhalb Tagen in der Woche, worauf abzustellen sei. Sodann sei beim
Einkommensvergleich nicht auf das Betriebsergebnis, sondern auf den "Erlös aus
Arbeit" (richtig Umsatz) abzustellen. Die Berechnung der Beschwerdegegnerin könne
deshalb nicht stimmen. Der Beschwerdeführer sei deshalb nochmals medizinisch
abzuklären. Entsprechend seiner Erwerbseinbusse von mindestens 50% sei ihm eine
50%-Invalidenversicherungsrente auszurichten (G act. 8).
B.d In der Duplik vom 10. März 2008 hält die Beschwerdegegnerin dem entgegen, für
den Einkommensvergleich seien die im IK verbuchten Einkommen als
Selbständigerwerbender massgebend. Es gehe nicht an, im Schadenfall (Invalidität)
plötzlich ein höheres Valideneinkommen geltend zu machen und zuvor möglichst tiefe
AHV-Prämien bezahlen zu wollen. Sie halte deshalb an ihren Ausführungen in der
Beschwerdeantwort und an ihrem Antrag vollumfänglich fest (G act. 10).

Erwägungen:
1.
1.1 Vorliegend ist die Rentenabweisung der Beschwerdegegnerin vom 14. November
2007 zu beurteilen, weshalb die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen der
5. IV-Revision nicht anwendbar sind.
1.2 Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Umstritten ist dabei insbesondre die Wahl der
Methode zur Invaliditätsbemessung.
2.
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2.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG
anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall
bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119). Es kann ferner auch eine
Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V
312 E. 3a). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht
zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für
Nichterwerbstätige (aArt. 28 Abs. 2 IVG; Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich
anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen
der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu
bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1; AHI 1998 S. 119).
2.2 Der Beschwerdeführer hat im 2006 die Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau
beendet und im Januar 2007 eine GmbH gegründet. Er arbeitet nun zusammen mit
zwei weiteren Therapeutinnen. Dies stellt eine grundlegende Änderung der
wirtschaftlichen Verhältnisse dar. Angaben zu früher erwirtschafteten Einkommen sind
daher für die Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommens nicht mehr relevant.
Eine Erfolgsrechnung der GmbH liegt nicht vor, der bezahlte Lohn ist nicht bekannt.
Eine zuverlässige Schätzung des Validen- oder Invalideneinkommens ist an Hand der
Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise der IK-Auszüge nicht möglich, weshalb die
ausserordentliche Bemessungsmethode anzuwenden ist.
3.
bis
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3.1 Anlässlich der Abklärung vor Ort und Stelle hat der Beschwerdeführer angegeben,
er sei in sämtlichen Bereichen zu 50% eingeschränkt. Diese Einschätzung beruht
hauptsächlich auf der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers zum
Abklärungszeitpunkt am 17. November 2006. Der Hausarzt hat in seinem
Verlaufsbericht vom 12. Dezember 2006 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dr.
C._ hat anlässlich der Begutachtung vom 21. August 2007 eine höhere
Arbeitsfähigkeit für zumutbar erklärt. Die Abklärung vor Ort ist deshalb im Einzelnen zu
überprüfen.
3.2 Der Beschwerdeführer leidet seit vielen Jahren an einer Lungenkrankheit und seit
2004 auch an einer Herzkrankheit. Dr. C._ hat in seinem Gutachten vom 29. August
2007 die bisherige Tätigkeit im Ausmass von 65 bis 70% als ideal erachtet, wenn sich
der Beschwerdeführer dabei nicht überanstrengen müsse. Auch die administrativen
Büroarbeiten seien ohne Probleme zumutbar (IV-act. 69). Diese gegenüber der
hausärztlichen Angaben erhöhte Arbeitsfähigkeitsschätzung ist nachvollziehbar und
schlüssig, weil eine Verbesserung des Gesundheitszustands aktenkundig ist. Seit der
Akutbehandlung am Universitätsspital Zürich vom 24. Juni 2007 hat sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nachhaltig verbessert. Noch bei der
Untersuchung vom 14. Dezember 2005 bei Dr. B._ hat der Beschwerdeführer die
Fahrradergometrie bei einer Belastung von 90 Watt abbrechen müssen. Die thorakale
Enge hat fünf Minuten lang angedauert. Beim Untersuch vom 20. August 2007
hingegen hat er die Fahrradergometrie bis zur Ausbelastung von 170 Watt durchfahren
können. Ein leichtes Klemmen ist kurz nach Abschluss der Untersuchung
verschwunden. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse sind denn auch besser
gewesen. Sodann hat der Beschwerdeführer selbst angegeben, er fühle sich besser
und er habe bei seiner Tätigkeit keine pektanginösen Beschwerden mehr. Auch die
Lungenkapazität hat sich deutlich verbessert. Die Schätzung einer leicht gesteigerten
Arbeitsfähigkeit von 50% auf 65 bis 70% ab dem Zeitpunkt der Begutachtung im
August 2007 ist unter diesen Umständen nachvollziehbar und begründet.
3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Berechnung von Dr. C._ widerspreche
seinen Angaben in der Abklärung vor Ort und sei deshalb nicht korrekt. Die Ermittlung
einer 50%igen Einschränkung anlässlich der Abklärung beruht auf den Angaben des
Beschwerdeführers und somit auf seiner Selbsteinschätzung. Dem Gutachten von
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Dr. C._ kann dagegen unterstellt werden, dass es objektiv ist. Sodann entspricht das
anlässlich der Begutachtung geleistete tatsächliche Pensum der ärztlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Der Beschwerdeführer hat nämlich bei der Abklärung vor
Ort für Selbständigerwerbende vom 17. November 2006 angegeben, vor Eintritt der
gesundheitlichen Einschränkungen habe er 50 Stunden pro Woche, also 10 Stunden
pro Tag, gearbeitet. Aktuell würde er noch im Umfang von 50% tätig sein (IV-act. 63).
Anlässlich der Begutachtung am 21. August 2007 hat der Beschwerdeführer
angegeben, während sieben bis acht Stunden pro Tag in der Praxis präsent zu sein
und vormittags zwei bis drei und nachmittags zwei bis vier Klienten zu betreuen. Dr.
C._ hat dazu ausgeführt, der Beschwerdeführer sei somit rein therapeutisch fünf bis
fünfeinhalb Stunden pro Tag tätig (IV-act. 69). Zählt man zu diesen fünf bis fünfeinhalb
Stunden die organisatorische und administrative Tätigkeit hinzu, entspricht das etwa
der angegebenen Präsenzzeit von sieben bis acht Stunden pro Tag. Aufgerechnet auf
die vor Eintritt des Gesundheitsschadens geleistete 50-Stunden-Woche ist die Angabe
eines Pensums von 65 bis 70% deshalb korrekt.
3.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, eine neue Abklärung sei erforderlich. Er
beruft sich dabei auf den Verlaufsbericht des Hausarztes, worin eine Arbeitsfähigkeit
von 50% attestiert wurde, sowie auf einen Arztbesuch bei Dr. B._ vom 10. Dezember
2007. Wie bereits gezeigt, hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit Juni 2007 nachhaltig verbessert, weshalb nicht auf die vorgängige hausärztliche
Einschätzung abgestellt werden kann. Sollte der Beschwerdeführer eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend machen wollen, so wird eine
solche nicht begründet. Allein die Tatsache eines Arztbesuchs bei Dr. B._ vom 10.
Dezember 2007 vermag den Bedarf einer erneuten Begutachtung nicht zu begründen.
Auf das sorgfältige und nachvollziehbare Gutachten von Dr. C._ kann abgestellt
werden.
3.5 Zur Ermittlung des Invaliditätsgrads ist der Betätigungsvergleich zu prüfen und das
Ergebnis anschliessend erwerblich zu gewichten. Vorliegend kann jedoch nicht auf den
Abklärungsbericht vor Ort und Stelle für Selbständigerwerbende abgestellt werden,
weil der Beschwerdeführer unterdessen die Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau
beendet, zwischendurch alleine gearbeitet und im Januar 2007 eine GmbH gegründet
hat. Er arbeitet nun zusammen mit zwei Therapeutinnen. Die wirtschaftlichen
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Verhältnisse und damit auch die Arbeitsaufteilung haben sich somit markant geändert.
Sodann stimmen die Angaben der subjektiven Leistungsfähigkeit im Abklärungsbericht
nicht überein mit der später eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes,
weshalb nicht auf diese Angaben der Leistungseinschränkung abgestellt werden kann.
Eine erneute Abklärung kann jedoch unterbleiben, weil die erwerbliche Gewichtung
vorliegend auch ohne genaue Aufteilung der einzelnen Bereiche durchgeführt werden
kann. Die Bereiche 'Administrative Tätigkeiten', 'Telefondienst' und 'Rechnungen'
sowie 'Vorbereitungsarbeiten' und 'Aktenstudium' sind körperlich sehr leichte
Tätigkeiten und dem Beschwerdeführer gemäss der ärztlichen Beurteilung von Dr.
A._ wie Dr. C._ uneingeschränkt zumutbar. Der Bereich 'Verschiedene Massagen
und Behandlungen' ist insofern eingeschränkt, als sich der Beschwerdeführer bei der
Massagearbeit körperlich nicht überanstrengen darf. In diesem Bereich ist die
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers entsprechend der Einschätzung von Dr.
C._ um 30 bis 35% reduziert. Die 'Weiterbildung' ist bei körperlich nicht
anstrengenden Heiltätigkeiten nicht eingeschränkt. Bei der erwerblichen Gewichtung
der Einschränkung von insgesamt 30 bis 35% kann festgestellt werden, dass der
Beschwerdeführer verschiedene Behandlungsmethoden anbietet, die körperlich
unterschiedlich belastend sind. Sodann arbeiten zwei weitere Therapeutinnen im
Betrieb, sodass neu die Möglichkeit besteht, anstrengendere Massagetätigkeiten zu
delegieren und sich auf körperlich leichtere Therapiearbeit zu konzentrieren. Dabei
kann davon ausgegangen werden, dass Akupunktur sowie Akupressur nicht als
körperlich strenge Tätigkeiten gelten, weshalb sich der Beschwerdeführer
beispielsweise auf diese Behandlungsmethoden konzentrieren könnte. Oder er wählt
solche Yogaübungen aus, die körperlich nicht anstrengend sind. Die anstrengende
Massagetätigkeit ist schliesslich an die mitarbeitenden Therapeutinnen zu delegieren.
Die Restarbeitsfähigkeit kann damit besser verwertet werden. Dies ist dem
Beschwerdeführer unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht (vgl. AHI 1998 S.
119) auch zumutbar. Es ist zu erwarten, dass sich durch solche angezeigten und
zumutbaren Massnahmen, wenn auch nicht die medizinische Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers, so doch die erwerbliche Umsetzung seiner Restarbeitsfähigkeit
wesentlich verbessern lässt. Insgesamt folgt daraus, dass mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass ab dem Zeitpunkt der
Begutachtung im August 2007 bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 65 bis 70%
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und bei einer Delegationsmöglichkeit anstrengender Arbeit in erwerblicher Hinsicht ein
Ausfall von deutlich unter 40% resultiert, weshalb kein Anspruch auf eine
Invalidenrente besteht (vgl. zur erwerblichen Gewichtung auch den Entscheid IV 2007/4
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Mai 2008 i/S. H).
4.
4.1 Bis zur Begutachtung lag jedoch eine ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 50% vor, weshalb zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer einen befristeten
Rentenanspruch hat. Nach dem hier anwendbaren Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht ein
Rentenanspruch (frühestens) in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 %
arbeitsunfähig gewesen war. Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b
IVG ist die durch den Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Die einjährige Wartezeit gilt als
eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124
E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die
versicherte Person an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll
arbeitsfähig war (Art. 29 IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von
Arbeitsunfähigkeit sind zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; BGE 117 V 26 E. 3b; BGE
121 V 264; Entscheid des Bundesgerichts vom 2. März 2000 i/S. C. [I 307/99]).
4.2 Entsprechend der ausserordentlichen Bemessungsmethode ist ein Invaliditätsgrad
vor Gründung der GmbH ebenfalls anhand des Betätigungsvergleichs sowie einer
erwerblichen Gewichtung zu prüfen. Die vorliegenden Akten erlauben nämlich keine
zuverlässige Schätzung des Validen- und Invalideneinkommens. Der Umsatz des
Beschwerdeführers wurde zusammen mit dem geschäftlichen Erfolg der Ehefrau
buchhalterisch erfasst, sodass keine Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers allein möglich ist, ohne dass ein unverhältnismässig hoher
Aufwand betrieben werden müsste. Sodann sind die wirtschaftlichen Folgen der
Aufgabe der Zusammenarbeit mit der Ehefrau invalidenrechtlich nicht zu
berücksichtigen.
ter
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4.3 Der Beschwerdeführer war in seiner angestammten Arbeit ab dem 18. August 2004
zu 100%, anschliessend ab 26. August 2004 zu 50% und vom 17. bis 28. November
2004 nochmals zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Seither besteht eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit, die nochmals durch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 4. bis 14.
März 2005 unterbrochen worden ist. Im August 2005 lief damit ein Wartejahr mit einer
durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 55.5% ab (1 x 100 + 11 x 50%
Arbeitsunfähigkeit). Beim Kardiologen haben bis zum Herzinfarkt im Juni 2007 und der
danach eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes halbjährliche
Kontrollen stattgefunden. Dr. B._ hat bei gut ausgebauter Medikation ein
Fahrradergometrieergebnis bis 130 Watt gefunden (IV-act. 69). Der Hausarzt hat in
seinem Verlaufsbericht vom 12. Dezember 2006 angegeben, den Beschwerdeführer
alle vier Wochen zu sehen. Körperlich weniger strenge Arbeiten seien dem
Beschwerdeführer zeitlich unbegrenzt zumutbar. Weiter hat er ausgeführt, ohne
körperliche Anstrengung liege eine gute Leistungsfähigkeit vor (IV-act. 56). Daraus
folgt, dass sich die Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 50% hauptsächlich auf
die körperlich anstrengende Massagetätigkeit beschränkt. Dem Beschwerdeführer war
es bei dieser Leistungsbeurteilung sicher zumutbar, bei seinem Arbeitsablauf gewisse
geringfügige Optimierungen betreffend körperlich uneingeschränkten Tätigkeiten
vorzunehmen. Dem Gericht erscheint daher eine qualitative und gestützt darauf auch
eine wirtschaftliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit von über 40% oder gar 50%
nicht überwiegend wahrscheinlich. Damit in Übereinstimmung sind auch die Angaben
des Beschwerdeführers anlässlich der Abklärung vor Ort für Selbständigerwerbende
am 17. November 2006. Gemäss den reduzierten Öffnungszeiten war am Freitag
sozusagen geschlossen (20%) und am Montag nachmittag ebenso (10%). Sodann
waren während der Arbeit von sechs bis sieben Stunden vermehrt Pausen nötig (IV-act.
63). Im Vergleich zur vorangehenden Präsenzzeit von sieben bis acht Stunden pro Tag
stellt dies insgesamt noch keine Einschränkung von über 40 oder gar 50% dar. Sodann
kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer über genügend Arbeit
verfügte und keine unproduktive Zeit generiert hat, was ihm (unabhängig von der
privatrechtlichen wirtschaftlichen Stellung seiner Ehefrau) im Unternehmen einen
Umsatz von jedenfalls mehr als 60% ermöglicht haben muss. Unter diesen Umständen
ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Herz- und Lungenkrankheit allein eine
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Einkommenseinbusse von über 40% verursacht haben, weshalb der Beschwerdeführer
auch keinen vorübergehenden Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die
Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge der am 12. Februar
2008 bewilligten unentgeltlichen Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. Der
Staat ist zufolge der ebenfalls am 12. Februar 2008 bewilligten unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des
Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem
unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl.
Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Die Parteientschädigung bemisst
sich gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der
Schwierigkeit des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Gekürzt um 20% beträgt sie Fr. 2'800.--. Wenn die wirtschaftlichen
Verhältnisse es gestatten, kann der Beschwerdeführer jedoch zur Nachzahlung der
vom Staat entschädigten Gerichts- und Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs.
1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG