Decision ID: f52bdba7-fbd8-530a-9000-efdb3fb2259d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
arb
ei
te
te
seit dem
1.
Februar 2008
(Lebenslauf,
Urk.
15/24, und IK-Auszug,
Urk.
15/34)
für die
Z._
und war dadurch bei der
Pensionskasse der
Z._
berufsvorsorge
ver
sichert
(Arbeitgeberbericht,
Urk.
15/12)
, als er sich am
10
.
September 2009 bei der SVA Aargau, IV-Stelle, zum Leistungsbezug anmeldete
(
Urk.
15/9)
. Mit Ver
fügung vom 1
2.
März 2010
(
Urk.
15/19) verneinte
die IV-Stelle mit der Begrün
dung, es liege keine gesundheitliche Beeinträchtigung vor, welche die Arbeits
fähigkeit dauernd einschränke, einen Leistungsanspruch
.
Ab
dem 1
6.
August 2010
war
X._
bei der
A
._
angestellt und dadurch bei der
Personalvorsorge
Y._
berufsvorsorgeversichert
(Arbeitgeberbericht,
Urk.
15/36)
. Am
1
3
.
Mai 2013
meldete er sich
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug a
n
(Urk.
15/20)
. Nach Vornahme erwerblicher und medizinischer Abklärungen, in deren Rahm
en unter anderem ein Gutachten bei
Dr.
B
._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothera
p
ie, (Gu
tachten vom 2
6.
Juni 2014, Urk.
15/59)
eingeholt wurde, sprach
ihm
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 29.
Januar 2015
(
Urk.
15/75)
mit Wirkung ab
1.
Dezember
2013
bei einem Inva
liditätsgrad von 65
%
eine
Dreiviertels
rente
zu.
Mit Mitteilung vom
6.
Oktober 2015 (
Urk.
15/101)
stellte die IV-Stelle einen unveränderten Invaliditätsgrad fest
.
1.2
X._
wandte sich
im Anschluss an die
Rentenzusprache
durch die Invalidenversicherung
an die
Personalvorsorge
Y._
und ersuchte um Leistungen der beruflichen Vorsorge. Nachdem diese ihre Leistungs
pflicht verneint hatte (
Einspracheentscheid
vom
4.
März 2016, Urk.
2/13), wandte sich
der Versicherte
an die
Pensionskasse der
Z._
. Dies lehnte eine Leistungspflicht ebenfalls ab (Schreiben vom 1
7.
August 2015,
Urk.
2/5).
2.
Mit Eingabe vom 2
4.
August 2017 (
Urk.
1) erhob
X._
Klage gegen die
Personalvorsorge
Y._
(Beklagte 1) und die
Pen
sionskasse der
Z._
(Beklagte 2) und beantragte:
„1.
Es sei festzustellen, welche der beiden Beklagten leistungspflichtig ist.
2.
Eventualiter sollt
e
weder die Beklagte 1 noch die Beklagte 2 leistungs
pflichtig sein, sei der zuständige BVG-Versicherer zu eruieren.
3.
Die Beklagte 1 sei zu verpflichten, dem Kläger ab dem
1.
Dezember 2013 die gesetzlich und reglementarisch vorgesehenen Leistungen auf einem
Invaliditätsgrad von 65
%
auszurichten bzw. die Beklage 2 sei zu verur
teilen, dem Kläger ab dem
1.
Dezember 2013 die gesetzlich und regle
mentarisch vorgesehenen Leistungen auf einem Invaliditätsgrad von 65
%
auszuricht
e
n.
4.
Es sei das IV-Dossiers des Klägers beizuziehen.
5.
Es seien dem Kläger zu Lasten der als leistungspflichtig erkannten Be
klagten die gesetzlich und reglementarisch geschuldeten Renten, inkl.
Zins zu
5
%
ab heute, zuzusprechen.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten 1 resp. der Beklagten 2.“
Die
Beklagten
beantragten mit Klageantworten vom 2
6.
September 2017 (Be
kl
a
gte 1,
Urk.
6) und vom
2.
Oktober 2017 (Beklagte 2,
Urk.
8)
jeweils
die Abwei
sung der gegen sie selber gerichteten Klage.
Nachdem mit Verfügung vom
4.
Oktober 201
7
(
Urk.
11) die Akten der Eidge
nössischen Invalidenversicherung
in Sachen des Klägers
beigezogen worden waren
(
Urk.
15/1-110), hielt der Kläger mit Rep
lik vom 2
9.
November 2017 (Urk.
18) an seinen Anträgen fest. Während die Beklagte
2
auf das Erstatten einer Duplik verzichtete (
Urk.
21)
,
beantragte die Beklagte 1 mit Duplik vom 2
1.
März 2018 (
Urk.
23) erneut die Abweisung der gegen sie gerichteten Klage. Der
Duplik
verzicht
der Beklagten 2 und die Duplik der Beklagten 1 wurde den Parteien mit Verfügung vom 2
6.
März 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
25).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG, in Verbindung mit § 2 Abs. 2
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).
1.2
Nach
Art.
24
Abs.
1 BVG hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Inva
li
denrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn er mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn
er mindestens zur Hälfte und auf eine
Viertelsrente
, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist. Gemäss
Abs.
1 von
Art.
26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (
Art.
29
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Die Invalidenleistungen nach BVG werden von der
jenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zu
sammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl.
Art.
23 BVG
).
1.
3
Der Anspruch setzt einen engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses bestandenen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (
Art.
28 und 29 IVG
in Verbindung mit
Art.
26
Abs.
1 BVG; BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22).
Um den zeitlichen Konnex zu unterbrechen, was die Leistungspflicht der in Be
tracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen entfallen lässt, sind zwei Vorausset
zung
en erforderlich, die kumulativ gegeben sein müssen: In einer anderen als der an
gestammten, dem Leiden besser angepassten Tätigkeit muss während einer be
stimmten nach den Umständen zu bemessenden Zeitdauer (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22) eine (annähernd) vollständige Arbeitsfähigkeit von über 80
%
bestehen (
BGE 144 V 58
). Diese Tätigkeit muss bezogen auf die angestammte die Erzielung eines den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliessenden Einkommens erlauben (Urteil 9C_623/2017 vom 2
6.
März 2018 E. 3 mit Hinwei
sen).
Eine Vorsorgeeinrichtung, die ihre Leistungspflicht damit bestreitet, die Arbeits
fähigkeit sei bereits zu Beginn des Vorsorgeverhältnisses gesundheitlich bedingt eingeschränkt gewesen, trägt hierfür die Beweislast (
Art.
8 ZGB; Urteil 9C_658/2016 vom
3.
März 2017 E. 6.1 mit Hinweisen). Umgekehrt hat der Leis
tungs
ansprecher die Folgen von Beweislosigkeit zu tragen, wenn er geltend macht,
der enge zeitliche Konnex zwischen einer vorbestandenen berufsvorsorge
recht
lich relevanten Arbeitsunfähigkeit (Einbusse an funktionellem Leistungsver
mögen im bisherigen Beruf von mindestens 20
%
; Urteil 9C_147/2017 vom 2
0.
Februar 2018 E. 4.4) sei während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses unter
brochen worde
n (Urteil des Bundesgerichts 9C_630/2017 vom
9.
Mai 2018
E. 3
).
2.
2.1
Der Kläger erklärte zur Begründung seiner Klage im Wesentli
chen
(
Urk.
1 und
Urk.
18)
, er habe bei der
A._
, wo er am 1
6.
August 2010 zu arbeiten begonnen habe, zunächst eine Probezeit bestehen müssen. Seine Leistungen während der
Probezeit seien gemäss
Mitarbeiterbeur
teilung vom 15.
November 2010 sehr gut gewesen. Auch in den weiteren Mit
arbeiterbeurteilungen seien seine Leistungen mit sehr gut qualifiziert worden. Seine Leistungen seien sogar so gut gewesen, dass ihm im Januar 2012 eine einmalige Zulage in Höhe von Fr. 1'000.-- ausgerichtet worden sei. Ab Juli 2012 hätten seine Krankheitsabsenzen stark zugenommen und ab Dezember 2012 sei er dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig gew
esen. Aufgrund der eingehenden medi
zinischen Abklärungen
durch die IV-Stelle
sei erstell
t
, dass er seit Dezember 2012 zu 50
%
in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sei. Dementsprechend habe ihm die IV-Stelle ab Dezember 2013 eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen. Da er im Zeitpunkt des Eintritts der langandauernden Arbeitsunfähigkeit, das heisse im Dezember 2012, bei der Beklagten 1 versichert gewesen sei, sei diese leistungs
pflichtig. Erst ab Juli 2012 habe eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als
20
%
be
standen.
Er bestreite nicht
, dass er schon vor Antritt des Arbeitsverhältnisses teilweise
an
psychischen Beschwerden
gelitten
habe.
Selbst wenn
jedoch
die depressive Symptomatik
bei Stellenantritt
nicht vollständig remittiert gewesen wäre – wa
s
bestritten werde -, hätte
sich diese
im Arbeitsverhältnis mit der
A._
nicht nachteilig bemerkbar gemacht
.
So habe er – wie dargelegt -
in der Folge während länger
er
Zeit, das heisse
während fast zwei Jahren
,
bei einem 100%-Pensum
gesamthaft betrachtet sehr gute Leistungen erbracht. Der zeitliche Zusammenhang zur vor Eintritt bei der Beklagten bestandenen Arbeitsunfähigkeit sei
damit
unterbrochen worden.
2.
2
Die Beklagte 1 wendete dagegen im Wesentliche
n
ein
(
Urk.
6 und
Urk.
28)
, bereits kurz nach Eintritt
bei ihr
am 1
6.
August 2010 sei der Kläger krankheitshalber gehäuft vom Arbeitsplatz abwesend gewesen.
Ab November 2012 sei er zu 100
% arbeitsunfähig gewesen.
Den medizin
i
schen Beur
teil
ungen sei übereinstim
mend zu entnehmen, dass der Klä
ger an einer rezidivierenden depressi
v
en St
örung mit somatische
m
Syndrom, einer
anank
astischen
Persönlichkeitsstörung sowie einer Alkoholabhängigkeit leide
.
Seit 20
0
9 sei der Kläger ständig in ps
y
chiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung und
habe
wiederholt stati
o
när eingewi
e
sen werden
müssen
.
B
ei Aufnahme der Arbeitsstätigkeit in der
A._
im August 2010
habe
lediglich vordergründig eine Stabil
i
sierung des
Gesu
ndheitszustandes vorgelegen
. Effektiv sei der Gesundheitszustand zu
jenem Zeitpunkt nicht genügend konsolidiert gewesen und
es
habe ein hohes Rückfallrisiko bestanden. Dass kurz nach Stellenantritt
bei der
A._
nur
einzelne und erst ab 2011 gehäuft Absenzen vom Arbeits
platz bis hin zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit zufolge weiterer Krank
heits
schübe zu verzeichnen gewesen sei
en
, ändere nichts daran, dass die mani
f
e
sten Beschwerden des Klägers in einer seit geraumer Zeit vorbestandenen psy
chischen Erkrankun
g
gründeten.
Die Würdigung der
gesamten Umstände des vo
r
liegenden Einzelfalles, welche bei der Schubkrankheit des Klägers zu berück
sich
tigen seien, führe
dazu, dass von einer ununterbroch
e
n
en
,
teilweise virulent sowie teilweise latent
,
sei
t
jedenfalls dem Jahr 2009
bestehende
n
psychische
n
Erkrankung des Klägers auszu
g
ehen
sei
, welche ursächlich für die auftretende Arbeitsunfähigkeit und die daraus folgende Invalidität sei.
Der zeitliche Zusammen
hang mit dem ursprünglichen Gesundheitsschaden sei demnach nie unterbrochen worden, wes
halb sie
nicht leistungspflichtig
sei
.
2.3
Die Beklagte 2 machte geltend
(
Urk.
8)
, der Kläger sei während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses mit ihr zwar nicht durchgehend arbeitsfähig gewesen. Gemäss IV-Verfügung vo
m
1
2.
März 2010 seien die beantragten IV-Leistungen jedoch abgewi
e
sen worden, weil die Arbeitsfä
h
igkeit des Klägers nicht dauerhaft eingeschränkt gewesen sei. Diese Einschätzung habe sich als richtig heraus
gestellt, da der Kläger vom Sommer 2010 bis November 2012 während mehr als zwei Jahren voll arbeitsfähig gewesen sei. Sowohl der Kläger selbst als auch die damalige Arbeitgeberin seien offensichtlich vo
n
einer vollen Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus
gegangen. Im Übrigen habe
auch der Gutachter
Dr.
B
._
be
stätigt
, dass sich der Gesundheitszustand des Kläger
s
erst seit Dezember 2012 verschlechtert und sich die mittelgradige depressive Symptomatik in der Folge trotz Behandlung
chronifiziert
habe.
Somit sei der zeitliche Zusammenhang zu den Arbeitsunfähigkeiten während des Vorsorgeverhältniss
es mit
ihr unter
brochen worden.
3.
3.1
Es sind insbesondere die folgenden
ärztlichen
Berichte
für die Beurteilung der st
rittigen Fragen von Belang
:
3.2
Der behandelnden Psychiater des Klägers,
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
hielt mit Bericht an die
IV-Stelle
vom
6.
Juni 2013
(15/29)
folgende Diagnosen fest:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) mit Überlastung am Arbeitsplatz (ICD-10 Z56) auf dem Boden einer
-
anankastischen
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5)
-
Online-
Pornographiesucht
(ICD-10 F63.8)
-
Migräne und Spannungskopfschmerzen
-
Alkoholabhängigkeit, aktuell unter aversiver Medikation mit
Antabus
abstinent (ICD-10 F10.23)
-
Cannabisabhängigkeit, seit
Jahren abstinent (ICD-10 F12.20)
-
b
ekanntes
Restless
-
Leg
-
Syndrom
N
ach einer längeren Phase der
eingeschränkten Arbeitsfähigke
i
t
mit anschlies
send krankheitsbe
dingter Kündigu
n
g
bei d
er ehemaligen Stell
e bei der
Z._
sei es
dem Kläger per August 2010 gel
ungen, wie
der
einer 100
% Festanstellung
bei der
A._
zu finden. Die dortige Arbeitstätigkeit und das Arbeitsumfeld hätten sich als anregend und weniger auf Leistungsmaximierung ausgerichtet erwiesen als die frühere
S
tell
e
bei der
Z._
. Der Kläger habe jedoch nach kurzer Zeit der erfolgreichen Einar
beitung bald wieder immer mehr Aufträge entgegen
genommen
und habe sich so bei
b
ekannt perfektionistischem Arbeitsst
i
l bald wieder am Limit seiner Kräfte bew
egt
. Im Jahr 2011 sei es zu einer starken Anhäufung seiner Präsenz am Arbeitsplatz
und zu vermehrten psychosomatischen Beschwerden mit Nacken
schmerzen, Verspannungen der Schultern, Verdauungsstörung und Schlafbe
schwerden gekommen. Bei bekannter
zwanghafter
Persönlichkeitsstörung habe sich der Kläger mit teil
s
real hohen äusseren Arbeitsanforderungen, teils durch den überhöhten perfektionistischen Selbstanspruch massiv unter Druck gesetzt und
es seien
in
s
besondere im Herbst/Winter 2012 ve
rmehrte Besch
werden mit massivem sternalem Druckgefühl, Atemnot, Magenbrennen sowie
damit
verbun
den
Angst- und depressive
Beschwerden
aufgetreten
. Im Juli 2012 habe der Kläger eine kardial anmutende Krise mit starken sternalen Schmerzen und Atemnot sowie vernichtender Todesangst erlitten, welche während seiner Ferien in Österreich eine notfallmässige Behandlung zur Folge gehabt habe. Dabei sei
en
eine eigentliche kardiale Genes
e
sowie allfällige andere somatische Ursachen glück
licherweise ausgeschlossen worden. Die Beschwerden seien als psychoso
matisch und Ausdruck eines drohenden Burnouts (IC
D-10 Z73) interpretiert worden. In der Folge sei es dem Kläger anfänglich gelungen, seine 100%oige Arbeitsfähigkeit wied
er zu erlangen. Vom 2
7.
bis 28.
Oktober 2012
sei
wegen
Erschöpfungssymptomen und obigen psychosomatischen Beschwerden eine 50
%ige Arbeitsunfähigkeit ausgestellt worden. Im Dezember 2012 habe sich der psychische Zustand des K
lägers zunehmend verschlechtert. E
r habe unter wieder
hol
t
en Ängsten, einer raschen geistigen und körperlichen Erschöpfung, Konz
e
n
trations-
und Aufmerksamkeitsstörungen, Antriebsverlust und
zunehmenden Schla
f
störungen g
elitten. Er sei deshalb vom
3.
b
is 1
8.
Dezemb
er 2012 eine 50%ige und vom 19.
Dezember 2012 bis
5.
Mai 2013 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit attestiert worden.
Vom
6.
Mai bis
9.
Juni 2013 sei nun eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit ausgestellt worden. Dabei sei
realistischerweise
im günstigen Fall ein
e behutsame Erhöhung des Arbeitspensums mit Wied
erer
lang
ung der vollen Arbeitsfähigkeit etwa per März/April 2014 geplant.
3.3
Dr.
D._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, verfasste am 2
3.
Juni 2013 ein vertrauensärztliches Gutachten
zu Händen der
Be
klagten 1 (
Urk.
15/
31
)
. Sie stellte dabei die folgenden Diagnosen
(
Urk.
15
/31/8)
:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode (ICD-10 F33.1)
-
Persönlichkeitsstörung (
anankastisch
, übermässig leistungsbezogen, wahr
scheinlich auch abhängige Zü
ge
; ICD-10 F61).
-
Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent unter
Antabus
(ICD-10 F10.23)
Es bestehe eine Berufsunfähigkeit von 100
%
als Verantwortlicher Applikation. Der Kläger sei weiterhin im IT-Bereich Applikati
on für sämtliche
Tätigkeiten einsetzbar, jedoch nicht mehr als System-Verantwortlicher, sondern als Mit
arbeiter ohne übergeordnete Verantwortlichkeit. Er benötige eine angepa
sste Stelle insofern, als dass
eine mit dem Arbeitgeber resp. Vorgesetzten verbindlich vereinbarte Regelung der Arbeitszeit (keine Toleranz von Überzeit) sowie der Art und des Umfanges der Aufgaben (Vermeidung der Übernahme zusätzlicher Arbeit
durch den Versicherten) bestehe. Auch d
ie Vertret
ungen (Ferien, Krankheit) sollten
klar geregelt sein. Das Pensum soll
te
in Zukunft 80 und nicht mehr 100
%
be
tr
agen. Die Arbeitsfähigkeit, zurz
eit 30 bis 40
%
, soll
te
nach Massgabe des behan
delnden Psychiaters sukzessive erhöht werden. Bei erwartungsgemässem Verlauf sollte spätestens Ende Dezember 2013 ei
n Pensum von 80
%
erreicht sein (
Urk.
15/31/11)
.
Auf die Fragen der Beklagten 1
(
Urk.
15/31/12)
:
„
Bestanden schon vor dem 16.08.10 Einschränkungen be
züglich der AF? Wenn ja, welche
, seit wann und stehen diese in Zusammenhang mit der jetzigen AUF?
“
antwortete
Dr.
D._
, die Persönlichkeitsstörung habe bereits seit
der
Jugend bestanden. Wie bei
Per
sönlichkeitsstörungen der Cluster C-Gruppe zeige sich diese beim Kläger weniger in offensichtlich unpassendem Verhalten, sondern in einem für Auss
ens
tehen
de
zunächst schwierig durchschaubaren Selbst-Über
f
orderungsmuster, das typi
sc
her
weise
zu
Burnout und Erschöpfungsdep
r
ession prädisponiere. Die Depressionen stünden beim Kläger denn auch in engem Zusammenhang mit der dysfunk
tio
nalen Persönlichkeit im Sinne eines Circulus
vitiosus
. Hinzu komme noch die allgemein bekannte
Rezidivneigung
von Depressionen mit zunehmender Dauer und Häufigkeit der Episoden und
Chronifizierungstendenz
. Bei der ersten de
pressiven Episode im Jahr 2000 sei der Kläger etwa drei Monate arbeitsunfähig gewesen. Mit einem Abstand von etwa 4,5 Jahren sei im April 2005 die zweite depressive Episode mit einer Arbeitsunfähigkeit von etwa fünf Monaten
aufge
treten
. Nach vier weiteren Jahren sei die dritte depressive Episode mit einer etwa sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit, gefolgt von etwa drei Monaten Teilremission
mit wieder 100%iger Arbeitsunfähigkeit im April 2010 erfolgt. Von Mai bis Juli 2010 sei der Kläger in einem Integrationsprogramm ohne Arbeitstätigkeit ge
standen und da
b
ei sicher
noch
teil-arbeitsunfähig gewesen. Insgesamt habe somit eine über ein Jahr dauernde volle oder Teil-Arbeitsunfähigkeit bestanden. A
b Stellenantritt
bei der
A._
Mitte Aug
u
st 2010 bis E
nde 2010 habe der Kläger wieder voll arbeitsfähig geschienen (krankheits
be
dingte Absenzen an fünf Arbeit
stagen). A
b 2010 sei es jedoch zu abnorm hohen Fehlzeiten gekommen. Das Intervall habe somit nur etwa fünf Monat gedaue
r
t, bis sich wieder derselbe Kreislauf abzuzeichnen begonnen habe. Die gesundheit
liche Ausgangslage sei somit sic
her nicht konsolidiert gewesen und es habe grundsätzlich ein sehr
hohes
Rückfallrisiko eines bereits bekannten Leidens bestanden
(
Urk.
15/31/13)
.
3.4
Dr.
B
._
erhob in seinem Gutachten vom 2
6.
Juni 2014
(
Urk.
15/59)
die folgenden Diagnosen
(
Urk.
15/59/13)
:
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
chronifizierte
mittel
gradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
a
namnestisch
anankastische
Persönlichkeitsstörung mit überhöhten Leis
tungsansprüchen, Selbstüber
f
orderungstendenz und wiederholten Dekompensationen im Sinne eines depressiven Erschöpfungs
syn
droms/Burnouts (ICD-10 F60.5)
-
a
namnestisch Status nach Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig auch nach Absetzen des
Antab
us
bis auf Minimalkonsum abstin
ent, Status nach
Can
n
abisabusus
während der Militärzeit
-
a
namnestisch Online-
Pornographiesucht
(ICD-10 F6.8)
-
a
namnestisch
Restless
-Leg-Syndrom und Laktoseintoleranz
Aufgrund der
chronifizierten
mittelgradigen depressiven Episode im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung bestehe eine verminderte Konzentrations
fähigkeit (insbesondere Dauerkonzentrationsfähigkeit), eine verminderte Belast
bar
keit und eine verminderte Stresstoleranz. In Kombination mit der zwang
haften, selbstüberfordernden, perfektionistischen Persönlichkeit neige der Kläger zu überhöhten Arbeitseinsätzen mit nachfolgender Erschöpfung und Verstärkung der depressiven Erkrankung. Insgesamt gehe er von einer 50%igen Leistun
g
s
einsch
rän
kung au
ch
für adaptierte Tätigkeiten aus. Eine Tätigkeit in verant
wortlicher Position mit Leitungsfunktion und erhöhter Stressbelastung sei seines Erachte
n
s nicht mehr zumutbar und würde innert Kürze zu einer deutlichen Verstärkung der depressiven Symptomatik mit nachfolge
n
der Dekompensation führen.
Aufgrund der Kombination der Persönlichk
eitsstörung und der rezidivierenden depressiven Störung sei der Kl
ä
ger nicht in der Lage gewesen, die Tätigkeit als
Applikation Verantwortlicher mittel- bis langfrist
ig
auszuüben. Als verantwort
licher Informatiker mit erhöhter Stressbelastung bestehe seit Dezember 2012 ein
e vollständige Arbeitsunfähigke
i
t
. Bereits im
J
uli
2012 sei der Kläger für eine k
u
r
ze Phase vom behande
l
nden Psychiater
zu 50
%
krankgeschrieben worde
n
. Zu einer vollständigen Erh
ol
ung sei es in der Folge nicht mehr gekommen.
Im Anschluss an die Kündigung sei es zu einer weiteren Verschlechterung gekommen. In einer angepassten Tätigkeit (keine Führungsverantwortung/berechenbare Stressbelas
tung/abgegrenzte Tätigkeit/Möglichkeit zwischendu
r
ch Pausen einzu
sch
alten) gehe er von einer medizinisch-theoretisch 50%igen Restarbeitsfähigkeit aus
(
Urk.
15/59/14-15)
.
Auf die Frage der IV-Stelle, ob seit ihrer
Verfügu
ng vom 1
2.
März 2010 eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes bzw. der zumutbaren Arbeits
fähig
keit ausgewiesen sei, erklärte
Dr.
B._
: Ja, der Kläger sei 2010/2011 zwar mit Unterbrüchen berufstätig gewesen. Seit Dezember 2012 sei es aber zu einer Verschlechterung gekommen. Die mittelgradige depressive Symptomatik sei in der Folge
trotz Behandlung
chronifiziert
(
Urk.
15/59/16).
4.
4.1
Gestützt auf die Akten steht fest, dass der Kläger
– insbesondere -
an einer Persönlichkeitsstörung
(
anankastisch
)
sowie einer rezidivierenden depressiven Störung leidet
(vgl. E. 3.2 bis E. 3.4)
. Diese Erkrankungen führten bereits während des
Arbeitsverhältnisses mit der
Z._
und somit der Versicherungs
deckung bei der Beklagten 2 zu Arbeitsunfähigkeit
en
(vgl. Berichte de
r Tagesklinik
E._
vom 3.
November 2009,
Urk.
15/13
,
und von Dr.
C._
,
Urk.
15/14, sowie diverse
ä
rztliche Zeugnisse,
Urk.
15/12.2
)
.
Weiter steht fest
und
ist zwischen den Parteien unumstritte
n
(
Urk.
1 S. 11,
Urk.
6 S. 3 und S. 8, und
Urk.
8 S. 6)
, dass der Kläger – spätestens - ab Juli 2012 vermehrt Krankheits
ab
senzen
aufwies (vgl. Anwesenheitsspiegel,
Urk.
15/36/2,
Urk.
7/3 und
Urk.
2/20-21)
,
und – spätestens – ab Dezember 2012 in der angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig war
(vgl. insbesondere E. 3.4)
. Ebenfalls ausgewiesen und von den Parteien anerkannt ist, dass sowohl die während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1 und die während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 2 aufgetretene Arbeitsunfähigkeit sowie die Invalidität des Klägers in einem sachlichen Zusammenhang stehen.
Strittig und zu prüfen ist,
ob zwischen der während des Versiche
rungsver
hält
nisses mit der Beklagten 2 eingetreten
en
und der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit auch ein zeitlicher Zusammenhang besteht oder ob dieser
unterbrochen
wurde und somit die relevante Arbeitsunfähigkeit während des Versicherungsverhältnisses mit der Beklagten 1 eingetreten ist.
4.2
Der Kläger
war ab dem 1
6.
August 2010 in einem Pensum von 100
%
bei der
A._
angestellt
.
Den aktenkundigen
ärztlichen Berichten
ist zu entnehmen, dass
die Persönlichkeitsstörung und die rezidivie
rende depressive Störung des Klägers bei Stellenantritt weiterhin bestanden (vgl. E. 3.2 bis E. 3.4). So war der Kläger
denn auch
weiterhin bei Dr.
C._
in Behandlung
(
Urk.
15/29/3)
.
Wie sich aus den Mitarbeiterbeurteilungen der
A._
vom 15.
November 2010 (
Urk.
2/14), vom 1
8.
April 2011 (
Urk.
2/18) und vom
3.
Mai 2012 (
Urk.
2/19) ergibt, war es dem Kläger n
ichtsdestotrotz möglich
,
zumindest bis Ende März 2012 (Mitarbeiter
beur
teilung vom
3.
Mai 2012)
sehr gute
Arbeits
l
eistungen zu erbringen. Als Folge
davon wurde
ihm
mit Wirkung ab 1.
Juli 2011 eine Lohnerhöhung gewährt (
Urk.
2/16
) und
i
m Januar 2012 eine Einma
lzulage in Höhe von Fr. 1'000.
--
zugesprochen
(
Urk.
2/2)
.
Aus den aktenkundigen Abwesenheitsmeldungen ergibt sich, dass der Kläger
nach dem Arbeitsantritt am 1
6.
August 2010 erstmals im Oktober 2010 für vier Tage krank war (
Urk.
15/36.3/4). Im Jahr 2010 fehlte er zudem im November noch
einen Tag krankheitsbedingt (
Urk.
15/36.3/3).
Im Jahr 201
1
wies der Kläger etliche
Kurzabsenzen auf
(
Urk.
15/36.2/3
und
Urk.
8/3
).
Trotz der krankheitsbedingen Abwesenheiten hatte
er
im Jahr 2011
jedoch
eine Präsenzzeit von jedenfalls mehr als 80
%
,
war
er doch bei
240
effektiven Arbeitstagen (ohne Ferien-
und Feiertage
)
in etwa 40 Tage gesundheitsbedingt
abwesend
(34 ganze
Arbeitstage, 5 Tage Teilabsenz
und 12 Arztbesuche
; vgl.
Urk.
15/31/3
,
Urk.
15/36.2/3)
, wobei sich au
s den Akten nicht ergibt, was die
Ursache für die
gesundheitsbedingten
Abwesenheiten war.
Zusätzlich ist davon auszugehen, dass der Kläger
im Jahr 2011
Überzeit leistete, war es ihm doch im Januar und Februar 2012 möglich, 6
Tage Überzeit zu kompensieren (
Urk.
2/20).
Im Jahr 2012 reduzierten
sich zunächst die
krankheitsbedingten Abwesenheiten (
Urk.
2/20)
. I
m Anschluss an seine Sommerferien, im Rahmen welcher er
sich
in notfallmässige Behandlung begeben hatte (vgl. E. 3.2), war
der Kläger
jedoch
ab dem
9.
Juli 2012 für mehrere Wochen zumindest teilarbeitsunfähig (
Urk.
2/20)
.
Bis und mit Juni 2012 wie
s
er bei 104 effektiven Arbeitstagen
(ohne Ferien-, Feier- und Komp
ensationstage)
9
Tage krankheitsbedingte Abwesenheit auf
(
Urk.
2/20)
. Das heisst
,
er hatte eine Präsenzzeit von mehr als 90
%
.
Aus dem
Gesagten ergibt sich, dass es dem Kläger möglich war
,
zumindest bis
Ende März 2012
(
Mitarbeiterbeurteilung vom
3.
Mai 2012,
Urk.
2/19
), das heisst während
rund 20 Monaten
, sehr gute Arbeitsleistungen zu erbringen und er dabei stets eine
Arbeitsfähigkeit
in seiner angestammten Tätigkeit von mehr als 80
%
aufwies.
Der zeitliche Zusammenhang
zu der vor Antritt der Arbeitsstelle bei der
A._
(zwischenzeitlich) bestandenen
Arbeitsun
fähigkeit wurde daher – unabhängig davon, ob das Leiden des Klägers als Schubkrankheit qualifiziert wird
oder nicht
(verneinend das Urteil des hiesigen Gerichts BV.2016.00032 vom 1
6.
Juli 2018 E. 5.1; bejahend das Urteil das hiesigen Gerichts BV.2007.00089 vom 3
0.
September 2009 E. 1.2.2) –
trotz
der grundsätzlich weiterbestehenden Erkrankung
un
terbrochen. Die Beklagte 1 ist
somit
leistungspflichtig.
5.
Der vom Kläger geltend gemachte Invaliditätsgrad von 65
%
(
Urk.
1 S. 2) wird von der Beklagten 1 zu Recht nicht in Frage gestellt (vgl.
Urk.
6 und
Urk.
23
; vgl.
Urk.
15/75
). Die Beklagte 1 ist daher
antragsgemäss
zu verpflichten, dem Kläger
mit Wirkung ab
1.
Dezember 2013 eine Erwerbsinvalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 65
%
,
mithin
eine
Dreiviertelsrente
, auszurichten (
§
22 der bis 3
1.
August 201
4
gültig gewesenen Statuten der damaligen Ver
sicherungskasse für das Staatspersonal).
6.
Auf Invalidenleistungen sind Verzugszinsen geschuldet, wobei grundsätzlich
Art.
105
Abs.
1 des Obligationenrechts (OR) anwendbar ist (BGE 119 V 131 ff.) Danach ist der Verzugszins vom Tag der Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an geschuldet. Der Zinssatz beträgt 5
%
, sofern das Reglement der Vorsorgeeinrichtung keine andere Regelung kennt (BGE 119 V 135 E. 4c).
Gemäss
Reglement der Beklagten, gültig ab
1.
Januar 2017, welches vorliegend in Bezug auf den Verzugszinssatz anwendbar ist, werden sämtliche Forderungen gegenüber der Beklagten 1 im Verzugsfall zum jeweiligen BVG-
Mindestzinsatz
plus 1
%
verzinst (Anhang II
li
t
. C). Der BVG-Mind
estzinssatz beträgt seit dem 1.
Januar 2017 1
%
(
Art.
15
Abs.
2 BVG in Verbindung mit
Art.
12
lit
. j BVV 2). Der Kläger erhob am 2
4.
August 2017 Klage, womit
ihm
ab diesem Datum für die bis zu diesem Zeitpunkt fällig gewordenen
Rentenbetreffnisse
und für die übrigen ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum Verzugszinsen von 2
%
zuzusprechen sind.
7.
7.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Ausgangsgemäss ist die Beklagte
1
daher zu verpflichten,
dem Kläger
eine Prozessentschädigung von
Fr.
3‘3
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
7.2
Art.
73
Abs.
2 BVG schliesst einen Anspruch der obsiegenden Versiche
rungs
trägerin auf eine Prozessentschädigung zwar nicht aus. Indes werden den Trägern der beruflichen Vorsorge gemäss BVG beziehungsweise den mit
öffentlichrecht
lichen
Aufgaben betrauten Organisationen in Anlehnung an die Rechtsprechung zu
Art.
159
Abs.
2 des bis Ende 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz/OG) praxis
ge
mäss keine Parteientschädigung
en
zugesprochen. Es besteht kein Grund, bei der Beklagten 2
-
trotz ihres Antrags – anders zu verfahren (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b, 126 V 143 E. 4a, 118 V 158 E. 7 und 117 V 349 E. 8, je mit Hinweisen).