Decision ID: caacae70-bb98-500f-b161-0e63d0dfab95
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der 1977 im Kosovo geborene A._ gelangte erstmals im Dezem-
ber 1998 in die Schweiz und stellte hier ein Asylgesuch. Nach Abweisung
dieses Gesuchs im Dezember 1999 tauchte er unter, wurde im August
2000 jedoch anlässlich einer Polizeikontrolle festgenommen und in sein
Heimatland ausgeschafft. Gleichzeitig wurde gegen ihn eine bis August
2003 dauernde Einreisesperre verhängt. Am 18. Oktober 2004 reiste er
erneut und ohne Visum in die Schweiz ein. Er heiratete am 15. November
2004 eine hier niederlassungsberechtigte Landsfrau, (...), die am 6. Okto-
ber 2004 den gemeinsamen Sohn B._ zur Welt gebracht hatte.
Der Kanton Aargau erteilte A._ im Januar 2005 eine Aufenthalts-
bewilligung, die in den darauffolgenden zwei Jahren anstandslos verlän-
gert wurde. Im März 2007 trennte sich das Ehepaar nach einer Ehedauer
von rund 2 Jahren und 4 Monaten. Im November desselben Jahres er-
suchte A._ um weitere Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilli-
gung. Die Scheidung der Ehegatten (...) wurde am 30. Oktober 2008
rechtskräftig. Dabei erhielten die Eltern das gemeinsame Sorgerecht über
den Sohn; die Obhut wurde ihnen jedoch entzogen und den Grosseltern
mütterlicherseits übertragen.
B.
Am 27. Juli 2009 unterbreitete die kantonale Behörde das von A._
am 27. November 2007 eingereichte Verlängerungsgesuch dem BFM zu
Zustimmung. Dieses erwog, seine Zustimmung zu verweigern, und ge-
währte dem Gesuchsteller hierzu mit Schreiben vom 14. August 2009 das
rechtliche Gehör. A._ äusserte sich in seiner Stellungnahme vom
1. September 2009 dahingehend, dass er seine Integrationsbemühungen
durch verschiedene Kurse intensiviert und seit dem 24. August 2009 eine
temporäre Anstellung habe. Vor allem wolle er sich, auch finanziell, um
seinen Sohn kümmern. Zu ihm habe er eine enge Beziehung, auch wenn
er ihn aufgrund des angespannten Verhältnisses zu seinen Schwiegerel-
tern nicht spontan besuchen könne. Mit anwaltlicher Hilfe wolle er sich
aber nun um eine Ausweitung des Besuchsrechts bemühen. Vom Kosovo
aus könnte er seinen Sohn in keinerlei Hinsicht unterstützen.
C.
Mit Verfügung vom 30. Oktober 2009 verweigerte das BFM die Zustim-
mung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies A._
aus der Schweiz weg. Die Vorinstanz führte aus, vorliegend seien die alt-
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rechtlichen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121) anwend-
bar, da das Verfahren noch vor Inkrafttreten des Ausländergesetzes vom
16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) eingeleitet worden sei. Inhaltlich
wurde die Verfügung damit begründet, dass die eheliche Gemeinschaft
vor Ablauf von fünf Jahren aufgelöst worden und damit auch der sich aus
Art. 17 Abs. 2 ANAG ergebende Anspruch auf Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung erloschen sei.
Der Sohn B._ habe als niedergelassener Ausländer zwar ein ge-
festigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz, wodurch sein Vater gestützt
auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 der Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) grundsätzlich ein Recht auf Aufenthalt
geltend machen könne. Letzteres erfordere jedoch mehr als ein nur in
beschränktem Rahmen bestehendes Besuchsrecht. Vielmehr müsse die
Beziehung des Ausländers zu seinem anwesenheitsberechtigten Kind in
wirtschaftlicher und affektiver Beziehung besonders eng sein. Dies sei
vorliegend nicht der Fall. A._ bezahle für seinen Sohn lediglich
monatliche Alimente von Fr. 300.- . Er sei auch nur berechtigt, jeden zwei-
ten Sonntag das Besuchsrecht auszuüben und B._ während drei
Wochen im Jahr zu sich zu nehmen; tatsächlich fänden die Besuche noch
seltener statt. Dem nicht obhutsberechtigten Vater sei es daher zuzumu-
ten, sein Besuchsrecht von der Heimat aus wahrzunehmen und den Kon-
takt ansonsten via Telefon und Mail aufrecht zu erhalten. Zudem habe
A._ wiederholt gegen die schweizerische Rechtsordnung verstos-
sen; auch deshalb dürfe der sich aus Art. 8 EMRK ergebende Anspruch
auf Anwesenheit beschränkt werden.
Da sich aus der Vater-Sohn-Beziehung kein Aufenthaltsanspruch ergebe,
sei die beantragte Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach freiem
Ermessen gemäss Art. 4 ANAG zu beurteilen. Bei einer Verlängerung
nach Auflösung der Ehe gehe es darum, Härtefälle zu vermeiden. Die re-
lativ kurze Aufenthaltsdauer von A._ in der Schweiz würde für ihn
bei einer Ausreise jedoch zu keiner besonderen Härte führen. Zudem sei
bei ihm weder eine besonders enge Beziehung zur Schweiz noch eine
aussergewöhnliche Integration erkennbar, sei er doch mehrfach im Straf-
register verzeichnet und habe Fürsorgegelder im Umfang von mehr als
Fr. 40'000 bezogen. Es reiche auch nicht aus, dass er sich seit Januar
2006 um eine Erwerbstätigkeit bemühe und seitdem mehrere temporäre
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Arbeitseinsätze geleistet habe. Schliesslich sei der Vollzug seiner Weg-
weisung möglich, zulässig und zumutbar.
D.
Mit dem Antrag, diese Verfügung aufzuheben, erhob A._ am 2.
Dezember 2009 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Er macht
geltend, ihm dürfe im Hinblick auf Art. 8 EMRK nicht vorgeworfen werden,
dass er lediglich ein spärlich ausgestaltetes Besuchsrecht wahrnehmen
und nicht mehr als den gerichtlich festgelegten Kindesunterhalt von
Fr. 300.- bezahlen könne. Die gegenwärtige Obhutsregelung beruhe auf
einer im November und Dezember 2007 vorgenommenen psychiatri-
schen Begutachtung beider Kindeseltern durch die Psychiatrischen
Dienste Aargau AG (PDAG). Das Gutachten über die Kindesmutter zeige,
dass diese psychisch nicht in der Lage sei, die Obhut für den gemeinsa-
men Sohn zu tragen; sie lehne das Kind auch ab. Er, der Kindesvater, sei
zwar für durchaus fähig befunden worden, sich um das Kind zu kümmern;
dass ihm die Obhut nicht überlassen worden sei, habe daran gelegen,
dass er habe arbeiten und Geld verdienen müssen. Warum die Obhut
hingegen den Eltern der Kindesmutter zugeteilt worden sei, bleibe unver-
ständlich, da deren Verhältnis zur eigenen Tochter – so das Gutachten –
von Gewalt geprägt gewesen sei. B._ habe bei seinen Grosseltern
Verhaltensauffälligkeiten entwickelt und spreche nicht viel; derzeit besu-
che er eine heilpädagogische Tagesschule. Die abweisende Haltung von
B._s Grosseltern sei Grund dafür gewesen, dass er seinen Sohn
nicht regelmässig habe besuchen geschweige denn sein Besuchsrecht
weiter ausdehnen können; vielmehr habe er dem Kind zuliebe Auseinan-
dersetzungen mit den Grosseltern vermieden. Für B._ werde nun
eine geeignete Fremdplatzierung gesucht, denn den Grosseltern solle die
Obhut über das Enkelkind entzogen werden. Könnte er selbst von Behör-
denseite mit Unterstützung rechnen, so würde er selbst die Obhut für sei-
nen Sohn übernehmen und sich dementsprechend organisieren.
Die Vorinstanz habe in ihrem Entscheid nicht berücksichtigt, dass er, der
Beschwerdeführer, der Einzige in der Familie sei, der zu B._ in af-
fektiver Hinsicht eine normale Beziehung habe. Er stelle gewissermassen
den ruhenden Pol dar, den sein Sohn dringend benötige. Es sei ihm da-
her nicht zuzumuten, sein Besuchsrecht vom Kosovo her auszuüben;
auch könnten über diese Entfernung hinweg keine angemessenen Kon-
takte via Mail oder Telefon gepflegt werden. Dafür sei der Sohn zu klein;
er rede auch nicht viel. Zudem könne die Erreichbarkeit sehr willkürlich
sein.
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Die geschilderte Situation mache auch deutlich, dass ein Härtefall vorlie-
ge. Wenn die Vorinstanz ihm, A._, vorwerfe, keine besonders en-
ge Beziehung zur Schweiz zu haben bzw. sich nicht in aussergewöhnli-
cher Weise integriert zu haben, so sei dies auf die speziellen Umstände
zurückzuführen, die er bei seiner Einreise in die Schweiz vorgefunden
habe. Er habe seiner damaligen Ehefrau und dem gemeinsamen Kind
beistehen wollen, habe aber seine Familie wirtschaftlich nicht hinreichend
unterstützen können. Trotz intensiver Suche habe er keine feste Arbeits-
stelle, sondern nur temporäre Beschäftigungen gefunden und sei daher
auf Fürsorgegelder der Wohngemeinde angewiesen gewesen. Um besse-
re Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, habe er Deutschkurse be-
sucht und verstehe mittlerweile fast perfekt Schwiizerdütsch. Seine inten-
sive Arbeitssuche sei vom RAV positiv registriert worden. Er sei sich der
Verantwortung seinem Kind und seiner Schulden dem Staat gegenüber
bewusst und werde alles daran setzen, mittels Arbeit seine finanzielle Si-
tuation zu verbessern. Aufgrund seiner aktuellen aufenthaltsrechtlichen
Situation ständen ihm derzeit aber nur temporäre Stellen offen. Festzu-
halten sei immerhin, dass gegen ihn bisher keine einzige Betreibung er-
folgt sei.
Vor dem gesamten Hintergrund dürften die gegen ihn verhängten Vorstra-
fen nicht ausschlaggebend sein. Sie beruhten zum einen auf der rechts-
widrigen Einreise im Jahr 2004, zum anderen auf Strassenverkehrsdelik-
ten, in einem Fall einhergehend mit einer falschen Anschuldigung. Grund
für die Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz sei gewesen, dass
sein internationaler Führerausweis gesperrt worden sei, da er diesen
nicht fristgerecht in einen schweizerischen umgetauscht habe; trotzdem
sei er weiterhin Auto gefahren, weil er sonst nicht an seinen Arbeitsplatz
hätte gelangen können.
E.
In ihrer Vernehmlassung vom 19. Januar 2010 verweist die Vorinstanz auf
den Inhalt der angefochtenen Verfügung und beantragt die Abweisung
der Beschwerde.
F.
Mit Eingabe vom 8. November 2010 teilt der Beschwerdeführer mit, sein
Sohn sei seit einigen Wochen im Kinderheim (...) platziert. Sie beide ver-
brächten jedes zweite Wochenende zusammen; B._ freue sich auf
den Besuch beim Vater und kehre jeweils zufrieden ins Heim zurück. Der
Kontakt werde allerdings dadurch erschwert, dass er, A._, im
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Rahmen der jetzigen Beschäftigungsmöglichkeiten auch Arbeitseinsätze
am Wochenende leisten müsse. Mit der Verlängerung seiner Aufenthalts-
bewilligung dürfte er jedoch deutlich bessere Chancen auf dem Arbeits-
markt haben; dies käme dann auch in finanzieller Hinsicht seinem Sohn
zugute.
G.
Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Beschwerdeführer mit Verfügung
vom 27. Januar 2012 die Möglichkeit zu Schlussbemerkungen einge-
räumt. Dieser verweist in seiner darauffolgenden Stellungnahme vom
27. Februar 2012 auf sein bisheriges Vorbringen. Zusätzlich reicht er Un-
terlagen zur aktuellen Situation ein (Arbeitsbestätigung, Betreibungsregis-
terauszug sowie Kurzberichte der Amtsvormundschaft des Bezirks Brugg
und des Kinderheims [...]).
H.
Der weitere Akteninhalt – einschliesslich der der beigezogenen fremden-
polizeilichen Akten – wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägungen Be-
rücksichtigung finden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbe-
halt der in Art. 32 genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Verfü-
gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-
zember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 aufge-
führten Behörden erlassen wurden. Darunter fallen Verfügungen des
BFM, welche sowohl die Zustimmung zur Erteilung bzw. Verlängerung ei-
ner Aufenthaltsbewilligung als auch die Wegweisung betreffen. Das Bun-
desverwaltungsgericht entscheidet endgültig, soweit nicht die Beschwer-
de in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen
steht (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 und 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt.
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1.3. Als Adressat der Verfügung ist der Beschwerdeführer zu deren An-
fechtung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerechte
Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).
2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde als
Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden
(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-
verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62
Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann
die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen
gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 und Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts A-2682/2007 vom 7. Oktober 2010 E. 1.2 und
1.3).
3.
Am 1. Januar 2008 traten die neuen gesetzlichen Bestimmungen des
Ausländergesetzes und seine Ausführungsbestimmungen in Kraft. In Ver-
fahren, die vor diesem Zeitpunkt anhängig gemacht wurden, bleibt nach
der übergangsrechtlichen Ordnung des Ausländergesetzes das alte mate-
rielle Recht anwendbar, wobei es ohne Belang ist, ob das Verfahren auf
Gesuch hin – so explizit Art. 126 Abs. 1 AuG – oder von Amtes wegen er-
öffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2).
Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer das massgebliche Ge-
such um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung am 23. November
2007, also vor Inkrafttreten des Ausländergesetzes, gestellt. Somit ist
gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG das bisherige Recht, d.h. das Bundesgesetz
über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer und die darauf abge-
stützten, per 1. Januar 2008 ebenfalls aufgehobenen Verordnungen an-
wendbar (vgl. Art. 91 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulas-
sung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]). Dass die
kantonale Behörde das Verlängerungsgesuch des Beschwerdeführers
dem BFM erst nach rund anderthalb Jahren, im Juli 2009, zur Zustim-
mung unterbreitete, ändert daran nichts. Demgegenüber findet das neue
Verfahrensrecht Anwendung (vgl. Art. 126 Abs. 2 AuG).
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4.
Die Kantone sind zuständig für die Erteilung und Verlängerung von Bewil-
ligungen (Art. 15 Abs. 1 und 18 ANAG sowie Art. 51 der Verordnung vom
6. Oktober 186 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer [BVO, AS
1986 1791] ). Vorbehalten bleibt jedoch die Zustimmung durch das BFM.
Dessen Zustimmungserfordernis ergibt sich im vorliegenden Fall aus
Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über das Zustimmungsverfahren im Auslän-
derrecht (AS 1983 535) in Verbindung mit den Weisungen und Erläute-
rungen des BFM über Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt (ANAG-
Weisungen, 3. Auflage, Bern Mai 2006). Letztere sehen in Ziffer 132.4
Bst. f vor, dass die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines Aus-
länders oder einer Ausländerin nach Auflösung der ehelichen Gemein-
schaft mit einem ausländischen Ehegatten oder nach dessen Tod dem
BFM zur Zustimmung zu unterbreiten ist, falls der Ausländer oder die
Ausländerin nicht aus einem Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt.
Gemäss Art. 19 Abs. 5 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949
zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
(ANAV, AS 1949 228) darf eine entsprechende kantonale Bewilligung erst
ausgestellt werden, wenn die Zustimmung des BFM vorliegt; sie gilt an-
sonsten als ungültig.
5.
Gemäss Art. 4 ANAG entscheidet die zuständige Behörde, im Rahmen
der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach
freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung.
Auf die Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung besteht
grundsätzlich kein Anspruch, es sei denn, die ausländische Person oder
ihre in der Schweiz lebenden Angehörigen können sich auf eines Son-
dernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrages berufen (BGE 133
I 185 E. 2.3 S. 189, 131 II 339 E. 1 S. 342 f. mit Hinweisen).
5.1. Aufgrund der am 15. November 2004 erfolgten Heirat mit einer in der
Schweiz niederlassungsberechtigten Landsfrau verfügte A._ ur-
sprünglich über einen gesetzlichen Anspruch auf Erteilung und jeweilige
Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Mit der Trennung der Ehe-
gatten nach rund zwei Jahren und vier Monaten – somit vor Ablauf der in
Art. 17 Abs. 2 AuG genannten Fünfjahresfrist – ist dieser Anspruch erlo-
schen.
5.2. Im Falle des Beschwerdeführers fällt in Betracht, dass er Vater eines
Kindes ist, das in der Schweiz über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht
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verfügt. Er hat aufgrund dessen geltend gemacht, die Verweigerung sei-
nes weiteren Aufenthalts stelle eine Verletzung des durch Art. 8 EMRK
geschützten Rechts auf Familienleben dar.
6.
Art. 8 Abs. 1 EMRK – gleichbedeutend ist Art. 13 Abs. 1 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV,
SR 101) – gewährleistet das Recht auf Achtung des Privat- und Familien-
lebens. Hat ein Ausländer nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwe-
senheitsrecht in der Schweiz und wird die zu ihnen bestehende intakte
Beziehung tatsächlich gelebt, so kann Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt sein,
wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit sein Fami-
lienleben vereitelt wird (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f. mit Hinweis). Der
entsprechende Schutz gilt jedoch nicht absolut; vielmehr gestattet Art. 8
Abs. 2 EMRK einen Eingriff in das von Abs. 1 geschützte Rechtsgut,
wenn er gesetzlich vorgesehen und unter den dort aufgeführten Voraus-
setzungen – insbesondere sicherheits- und ordnungspolitischer Art –
notwendig ist. Insofern erfordert der Eingriff eine Abwägung der sich ge-
genüberstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und
den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung; diese müssen jene in
dem Sinne überwiegen, dass sich der Eingriff in das Privat- und Familien-
leben als notwendig erweist (vgl. BGE 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249 mit Hin-
weisen).
6.1. Bei dieser Interessenabwägung fällt es zugunsten der um Aufenthalt
ersuchenden Person ins Gewicht, wenn diese mit der in der Schweiz an-
wesenheitsberechtigten Person zusammenlebt. Im Verhältnis zwischen
getrennt lebenden Eltern und ihren minderjährigen Kindern gilt dies je-
denfalls für den Elternteil, dem die elterliche Sorge bzw. Obhut zusteht
(vgl. BGE 137 I 247 E. 4.2.1 und E. 4.2.2 S. 250 f. mit Hinweisen). Der
nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte Elternteil kann die familiäre Bezie-
hung von vornherein nur in einem beschränkten Rahmen – innerhalb des
ihm eingeräumten Besuchsrechts – ausüben. Hierfür ist regelmässig nicht
erforderlich, dass er sich dauernd im gleichen Land wie das Kind aufhält;
vielmehr genügt es üblicherweise den Anforderungen von Art. 8 EMRK,
wenn er das Besuchsrecht – unter den geeigneten Modalitäten – vom
Ausland her ausüben kann. Ein weitergehender Anspruch kann sich dann
ergeben, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders
enge Beziehung zum Kind besteht, diese wegen der Distanz zum Heimat-
land des Ausländers praktisch nicht mehr aufrecht erhalten werden könn-
te und das bisherige Verhalten des Betroffenen in der Schweiz zu keiner-
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lei Klagen Anlass gegeben hat (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5, 22 E. 4a/b
S. 25 f. sowie Urteile des Bundesgerichts 2C_578/2011 vom 1. Dezember
2011 E. 3.4.3 und 2C_877/2010 vom 17. März 2011 E. 2.2.2 je mit Hin-
weisen). Die geforderte besondere Intensität der affektiven Beziehung
wird in der Regel nur dann bejaht, wenn ein grosszügig ausgestaltetes
Besuchsrecht eingeräumt ist und dieses kontinuierlich, spontan und rei-
bungslos ausgeübt wird (Urteil des Bundesgerichts 2C_799/2010 vom
20. Februar 2011 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
6.2. A._ leistet für seinen Sohn B._ Unterhaltszahlungen
von monatlich Fr. 300.- . Er und die Kindesmutter teilen sich die elterliche
Sorge. Beiden wurde jedoch die Obhut über das gemeinsame Kind ent-
zogen, so dass der Beschwerdeführer seine väterlichen Kontakte ledig-
lich im Rahmen des ihm eingeräumten Besuchsrechts pflegen kann. Auf-
grund dessen stellt sich die Frage, ob er, wie behauptet, in wirtschaftli-
cher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zu seinem
Sohn unterhält.
6.2.1. Den Akten zufolge entsprechen die vom Beschwerdeführer geleis-
teten Kinderalimente seinen finanziellen Möglichkeiten bzw. seinem Er-
werbseinkommen. Zwar handelt es sich dabei um keinen besonders ho-
hen geschweige denn für die Heimunterbringung des Kindes ausreichen-
den Betrag; andererseits hat der Beschwerdeführer glaubhaft dargetan,
dass er mit Verbesserung seiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt und da-
mit einhergehender Verbesserung seiner Einkommenssituation auch hö-
here Unterhaltsbeiträge für seinen Sohn leisten könnte. Somit kann in
wirtschaftlicher Hinsicht von einer grösstmöglich engen Beziehung zwi-
schen Vater und Sohn ausgegangen werden.
6.2.2. Ebenso wenig soll in Abrede gestellt werden, dass zwischen Vater
und Sohn eine intakte und gelebte Beziehung besteht. Das gerichtlich in
Auftrag gegebene Gutachten der PDAG vom 21. November 2007 bestä-
tigt insoweit, dass A._ im Umgang mit seinem Sohn routiniert und
vertraut wirke (siehe Beschwerdebeilage 6 S. 6). Allerdings ist die Be-
suchsregelung sehr eingeschränkt und konnte in dem Zeitraum, als das
Kind noch unter Obhut der Grosseltern stand, nur sporadisch wahrge-
nommen werden. Der dem kantonalen Migrationsamt übersandte Bericht
der Amtsvormundschaft Brugg vom 20. April 2009 hält diesbezüglich fest,
A._ sei laut gerichtlicher Regelung berechtigt, den Sohn an den
Sonntagen der geraden Kalenderwochen zu sich auf Besuch zu nehmen
und jährlich 3 Wochen Ferien mit ihm zu verbringen; in Wirklichkeit hätten
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die Kontakte wegen der Spannungen mit den Schwiegereltern nur spora-
disch und wohl weniger als einmal pro Monat stattgefunden. Aus diesem
Bericht kann abgeleitet werden, dass regelmässige Besuche offensicht-
lich erst dann erfolgen konnten, nachdem B._ nicht mehr bei sei-
nen Grosseltern lebte. So hat der Beschwerdeführer dem Bundesverwal-
tungsgericht am 8. November 2010 mitgeteilt, sein Sohn sei seit mehre-
ren Wochen im Kinderheim untergebracht und verbringe, nachdem die
Heimleitung den Kontakt befürwortet habe, jedes zweite Wochenende mit
ihm. Die zuletzt eingereichte Stellungnahme des Kinderheims (...) vom
20. Februar 2012 bejaht eine herzliche Vater-Sohn-Beziehung und führt
aus, A._ kümmere sich an den gemeinsamen Wochenenden voll-
umfänglich um die Bedürfnisse des Kindes und sei eine wichtige Bezugs-
person. Die gleiche Einschätzung enthält auch der Bericht der Amtsvor-
munds vom 13. Februar 2012.
6.3. Auch wenn der Beschwerdeführer in seinen Eingaben von gemein-
samen Wochenenden mit seinem Sohn spricht und diese Formulierung
auch von anderer Seite verwendet wird, bleibt festzustellen, dass auf-
grund der bisher offensichtlich nicht abgeänderten gerichtlichen Besuchs-
regelung jeweils nur die Sonntage der zweiten und vierten Woche im Mo-
nat betroffen sind. Diese – für den Beschwerdeführer offensichtlich erst
seit Herbst 2010 durchsetzbare – Regelung entspricht damit nicht einmal
der Besuchsregelung, welche zwischen getrennt lebenden oder geschie-
denen Elternteilen üblich ist und die beiden Tage jedes zweiten Wochen-
endes umfasst. Schon letztgenannte Regelung gilt nicht als grosszügig
ausgestaltetes Besuchsrecht, das im Sinne der oben dargelegten Recht-
sprechung für eine besondere Intensität der affektiven Beziehung zwi-
schen Vater und Kind sprechen würde; eine solche Beziehung kann folg-
lich erst recht nicht im Verhältnis von A._ zu seinem Sohn ange-
nommen werden. Der Beschwerdeführer hat bezüglich der Ausübung
bzw. Ausgestaltung der Besuche auch keine weiteren Präzisierungen
vorgenommen. Ebenso wenig kann seinen Schlussbemerkungen, die vor
allem auf die Beschwerdeeingabe verweisen, entnommen werden, dass
sich am zeitlichen Umfang der Besuche innerhalb der vergangenen an-
derthalb Jahre etwas geändert hat. Zudem scheint der Beschwerdeführer
von der ihm mit dem Scheidungsurteil eingeräumten Möglichkeit, seinen
Sohn für drei Wochen im Jahr ferienhalber zu sich zu nehmen, keinen
Gebrauch gemacht zu haben. Die zusammen mit den Schlussbemerkun-
gen eingereichten Berichte des Kinderheims und des Amtsvormunds
sprechen lediglich dafür, dass der Kontakt zwischen Vater und Sohn seit
dessen Aufnahme im Kinderheim regelmässig gepflegt wird.
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6.4. Im vorliegenden Fall macht der zeitliche Umfang der ausgeübten Be-
suchsregelung – zwei Sonntage pro Monat – deutlich, dass die von der
bisherigen Rechtsprechung dargelegten Kriterien für eine besonders en-
ge affektive Vater-Kind-Beziehung nicht erfüllt werden. Dennoch stellt sich
die Frage, ob dem Beschwerdeführer – ohne sein von Art. 8 Abs. 1 EMRK
geschütztes Familienleben zu verletzen – zuzumuten ist, sein Besuchs-
recht vom Heimatland auszuüben, ist doch im vorliegenden Fall die fami-
liäre Konstellation eine andere als diejenige, die der zitierten Rechtspre-
chung (E. 6.1) zugrunde liegt.
7.
Die Frage, ob der nicht obhutsberechtigte Elternteil in affektiver Hinsicht
eine besonders enge Beziehung zum Kind unterhält und dementspre-
chend ein grosszügig ausgestaltetes Besuchsrecht ausübt, hat sich bis-
her dann gestellt, wenn das Kind unter der Obhut des anderen Elternteils
stand. Eine solche Konstellation, bei der zumindest eine der beiden El-
tern-Kind-Beziehungen – üblicherweise die der Mutter zum Kind – durch
das Zusammenleben geprägt wird, existiert im vorliegend Fall nicht; viel-
mehr ist der Kontakt beider Elternteile zu dem im Kinderheim lebenden
Sohn B._ nur zeitlich beschränkt möglich. In welchem Umfang die
Kindesmutter bisher die Beziehung zu B._ gepflegt hat bzw. ge-
genwärtig weiterhin unterhält, ergibt sich aus den Akten nicht. Anlässlich
ihrer Begutachtung durch die PDAG hat sie allerdings geäussert, keine
Gefühle für den Sohn zu haben (vgl. S. 6 des Gutachtens vom 5. Dezem-
ber 2007). Dass sich hieran wenig geändert hat, steht zu vermuten, zu-
mal auch im neuesten Bericht des Amtsvormunds vom 13. Februar 2012
ein regelmässiger Kontakt zwischen Mutter zur Kind verneint wird. Der
amtsvormundschaftliche Bericht führt weiterhin aus, die Kindesmutter ha-
be mittlerweile einen neuen Partner und mit diesem ein gemeinsames
Kind, und betont angesichts dessen die für B._ umso grössere
Wichtigkeit, den Kontakt zum Vater beibehalten zu können.
7.1. Vor dem aufgezeigten Hintergrund wird deutlich, dass der Beschwer-
deführer, auch wenn er sein Besuchsrecht nur an zwei Tagen im Monat
ausübt, das einzige Familienmitglied ist, zu dem der jetzt siebeneinhalb-
jährige B._ eine intakte und vertrauensvolle Beziehung unterhält.
Diese Beziehung würde erheblich eingeschränkt, wenn der Beschwerde-
führer in sein Heimatland zurückkehren müsste und das Besuchsrecht in
noch eingeschränkterem Rahmen als bisher ausüben könnte. Damit ein-
hergehend würden auch das Wohl und Familienleben des Kindes beein-
trächtigt werden. Das Übereinkommen vom 20. November 1989 über die
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Rechte des Kindes (UNO-KRK, SR 0.107) und die hier relevanten Vorga-
ben von Art. 3 und Art. 16 sind zwar nur programmatischer Natur und ge-
währen keinen unmittelbaren Anspruch auf eine ausländerrechtliche Be-
willigung; dennoch sind diese Vorgaben – ebenso wie diejenigen nach
Art. 11 BV – bei der Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 Abs. 2
EMRK zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.2 S. 157 mit Hin-
weisen; MARC SPESCHA in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht,
Zürich 2008, S.495). Vorliegend fällt ins Gewicht, dass der Sohn des Be-
schwerdeführers nicht die Möglichkeit hätte, seinen Vater bei einer Rück-
kehr ins Heimatland zu begleiten; vielmehr können beide, Vater und
Sohn, das gemeinsame – und für den Sohn derzeit offenbar ausschliess-
liche – Familienleben lediglich in der Schweiz pflegen. Eine Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers würde schliesslich
auch dazu beitragen, dass dieser seine Vaterrolle nicht nur in finanzieller
Hinsicht, sondern auch im persönlichen Umgang mit dem Kind mehr als
bisher ausfüllen könnte. In diesem Zusammenhang muss ebenfalls be-
rücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer – zusammen mit der
Kindesmutter – die elterliche Sorge über den Sohn behalten hat.
7.2. Angesichts dieser Erwägungen sind die Interessen von Vater und
Sohn, ihr familiäre Beziehung in der Schweiz weiterführen zu dürfen, als
schützenswert anzusehen. Es stellt sich lediglich die Frage, ob überwie-
gende öffentliche Interessen gegen einen Verbleib des Beschwerdefüh-
rers sprächen und den Eingriff in sein Familienleben rechtfertigen würden.
Als derartige Interessen nennt Art. 8 Ziff. 2 EMRK unter anderem – und
hier lediglich in Betracht kommend – die nationale oder öffentliche Si-
cherheit, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Aufrechterhaltung der
Ordnung sowie die Verhütung von Straftaten.
7.2.1. Der Beschwerdeführer ist seit Juli 2008 in der Lage, ohne Unter-
stützung durch die Fürsorge für den eigenen Lebensunterhalt aufzukom-
men, und trägt auch zum Kindesunterhalt bei. Seit Mitte Oktober 2010
steht er in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in einer Käserei (vgl. Ar-
beitsbestätigung vom 24. Februar 2012). Gegen ihn liegen keine Betrei-
bungen vor, und es sind auch keine Verlustscheine registriert (vgl. Betrei-
bungsregisterauszug vom 3. Februar 2012). Sein Strafregisterauszug
weist zwar drei Verurteilungen auf, zu denen sich der Beschwerdeführer
auch in seiner Rechtsmitteleingabe geäussert hat (vgl. Sachverhalt D am
Ende); die Delikte aus den Jahren 2004 und 2007 sind jedoch angesichts
ihres Hintergrunds und angesichts der verhängten Strafen (bedingte Ge-
fängnisstrafe von 20 Tagen und einer Busse von 300 Franken, Geldstrafe
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von 30 Tagessätzen, gemeinnützige Arbeit von 360 Stunden und Busse
von 1000 Franken) als nicht besonders schwerwiegend anzusehen. Zu-
dem kann angenommen werden, dass sich der Beschwerdeführer künftig
straffrei verhalten wird. Angesichts seiner bisherigen Erwerbstätigkeit darf
auch angenommen werden, dass er die ehemals bezogenen Fürsorge-
gelder – soweit noch geschuldet – zurückerstatten wird.
7.2.2. Aufgrund dieser Situation scheinen öffentliche Interessen, die ei-
nen Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Recht des Be-
schwerdeführers auf Achtung seines Familienlebens erlauben würden,
nicht bzw. nur in geringem Ausmass tangiert zu sein. Im Rahmen der In-
teressenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist daher festzustellen,
dass das private Interesse des Beschwerdeführers öffentliche Interessen
an einer restriktiven Zuwanderungspolitik deutlich überwiegt.
8.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene
Verfügung gegen Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verstösst. Sie ist
daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und der Verlängerung
der kantonalen Aufenthaltsbewilligung ist die Zustimmung zu erteilen.
9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), und dem Beschwerdeführer ist ge-
stützt auf Art. 64 VwVG zu Lasten der Vorinstanz eine angemessene Par-
teientschädigung zuzusprechen. Diese ist in Anwendung von Art. 7 ff. des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 2'000.-
(inkl. MwSt.) festzusetzen.
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