Decision ID: 9e241239-03f7-5b68-8d48-e34d20ca9ee3
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer, ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamili-
scher Ethnie, suchte am 10. Februar 2016 in der Schweiz um Asyl nach.
Mit Verfügung vom 6. Dezember 2018 stellte das SEM fest, der Beschwer-
deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch
ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Wegweisungsvollzug
an. Auf die hiergegen erhobene Beschwerde vom 25. Januar 2019 trat das
Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-462/2019 vom 30. Januar 2019
nicht ein.
A.b Mit Eingabe vom 4. Februar 2019 liess der Beschwerdeführer durch
seinen vormaligen Rechtsvertreter beim SEM ein Mehrfachgesuch einrei-
chen. Das SEM stellte mit Verfügung vom 20. Februar 2019 erneut fest,
dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, lehnte
sein Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Weg-
weisungsvollzug an. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde
vom 22. März 2019 wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil
D-1417/2019 vom 13. Mai 2019 ab.
A.c Mit Eingabe vom 3. Juli 2019 reichte der Beschwerdeführer beim SEM
ein Wiedererwägungsgesuch ein. Dieses wies das SEM mit Verfügung vom
12. Juli 2019 ab. Der Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.d In der Folge liess der Beschwerdeführer mit Eingabe eines neuen
Rechtsvertreters vom 23. Juni 2021 ein "Qualifiziertes Wiedererwägungs-
gesuch eventualiter 2. Asylgesuch gemäss Art. 111c AsylG" einreichen. Mit
Verfügung vom 19. Juli 2021 trat das SEM auf das Mehrfachgesuch nicht
ein und ordnete die Wegweisung sowie den Wegweisungsvollzug an. Die-
se Verfügung erwuchs ebenfalls unangefochten in Rechtskraft.
B.
B.a Mit Eingabe vom 1. Oktober 2021 liess der Beschwerdeführer durch
den rubrizierten Rechtsvertreter beim SEM eine als "Demande d'asile mul-
tiple" bezeichnete weitere Eingabe einreichen.
B.b Dabei liess er im Wesentlichen ausführen, er sei bei einer Rückkehr
nach Sri Lanka aufgrund seiner exilpolitischen Tätigkeiten gefährdet. Na-
mentlich habe er eine Gedenkkundgebung, welche am (...) 2021 in
B._ stattgefunden habe, organisiert, an dieser teilgenommen und
dort einen seit 2006 verschwundenen Kollegen vertreten. Er spiele eine
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wichtige Rolle bei der Arbeit des (...), welches (...) werde. Aufgrund seines
Engagements sei er ins (...) des (...) befördert worden und stehe dem (...)
nahe. Mitläufer würden weder (...) aufgenommen noch dazu ausgewählt,
eine verschwundene Person zu vertreten. Die sri-lankischen Behörden
seien gut in der Lage, die Führungspersonen in weissen Hemden von ein-
fachen Mitläufern in der Menge zu unterscheiden. Im Weiteren seien seit
den 1980er Jahren zahlreiche Personen in Sri Lanka Opfer von gewaltsa-
mem Verschwindenlassen durch die Behörden geworden. Bei einer Rück-
kehr nach Sri Lanka drohe ihm dasselbe Schicksal. Zudem sei er krank
und seine Eltern seien alt und arm. Es gebe niemanden, der für seinen
Lebensunterhalt und die medizinischen Behandlungen aufkommen würde.
Der Wegweisungsvollzug sei deshalb unzumutbar.
Der Eingabe lagen insbesondere diverse Beweismittel im Zusammenhang
mit der exilpolitischen Tätigkeit des Beschwerdeführers, "(...)" vom (...)
2021, ein USB-Stick mit zwei Videos sowie diverse Medienberichte bei.
B.c Mit Verfügung vom 6. Dezember 2021 – eröffnet am 15. Dezember
2021 – trat das SEM auf das Mehrfachgesuch nicht ein, verfügte die Weg-
weisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz, ordnete den Wegwei-
sungsvollzug an, wies das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten ab,
erhob eine Gebühr in Höhe von CHF 600.– und lehnte den Antrag um wei-
tergehende Instruktionsmassnahmen, namentlich die Durchführung einer
Anhörung und die Vornahme von Abklärungen über die Schweizerische
Botschaft in Colombo, ab.
C.
Mit Eingabe vom 19. Dezember 2021 liess der Beschwerdeführer gegen
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben
und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das
SEM sei anzuweisen, auf das Mehrfachgesuch einzutreten. In prozessua-
ler Hinsicht wurde beantragt, es sei festzustellen, dass der Beschwerde
aufschiebende Wirkung zukomme, es sei die unentgeltliche Prozessfüh-
rung zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
zu verzichten.
D.
Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte mit Schreiben vom 20. Dezem-
ber 2021 den Eingang der Beschwerde.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls –
in der Regel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31];
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 3
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerde-
führer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die
angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur
Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG
und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Gemäss Art. 111c Abs. 1 AsylG hat die Eingabe von Asylgesuchen, die in-
nert fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft des Asyl- und Wegweisungs-
entscheides eingereicht werden, schriftlich und begründet zu erfolgen. Der
Beschwerdeführer hat am 10. Februar 2016 das erste Mal in der Schweiz
um Asyl nachgesucht. Die Verfügung des SEM vom 6. Dezember 2018 er-
wuchs in Rechtskraft, nachdem das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil
D-462/2019 vom 30. Januar 2019 auf die Beschwerde nicht eingetreten
war. Die Eingabe vom 1. Oktober 2021 wurde vom SEM deshalb korrek-
terweise als Mehrfachgesuch entgegengenommen.
4.
Prüfungsgegenstand ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht
auf das neue Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Die
Beschwerdeinstanz enthält sich – sofern sie den Nichteintretensentscheid
als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prüfung; sie
hebt die angefochtene Verfügung auf und weist die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurück (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 m.w.H.).
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5.
Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel
in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (Spruchkörper; Art. 21
Abs. 1 VGG). Das Gericht kann – wie vorliegend – auch in solchen Fällen
auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1
AsylG).
6.
6.1 Asylgesuche, die innert fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft des
Asyl- und Wegweisungsentscheides eingereicht werden, haben gemäss
Art. 111c Abs. 1 AsylG schriftlich und begründet zu erfolgen.
6.2 Kommt eine asylsuchende Person im Rahmen eines Mehrfachgesuchs
ihrer Begründungspflicht offensichtlich nicht nach, hat die Behörde auch in
Verfahren, in denen nicht ohnehin schon die speziellen Voraussetzungen
der Art. 31a Abs. 1–3 AsylG vorliegen, die Möglichkeit, auf das Gesuch ge-
stützt auf Art. 111c Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG nicht einzutre-
ten (vgl. BVGE 2014/39 E. 7.1).
7.
7.1 Das SEM hält in der angefochtenen Verfügung fest, Mehrfachgesuche
müssten gehörig begründet sein, so dass die Behörde in der Lage sei, über
das Gesuch entscheiden zu können, auch ohne dass sie die gesuchstel-
lende Person vorher anhöre. Sofern eine asylsuchende Person ihrer Be-
gründungspflicht nicht nachkomme, habe die Behörde gemäss Art. 111c
Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG neben der formlosen Abschrei-
bung die Option, auf das Gesuch nicht einzutreten. Die Fotografien von der
Teilnahme an der Gedenkkundgebung in B._ und die Erläuterungen
dazu würden nicht als Nachweis dafür taugen, dass der Beschwerdeführer
ein hoher Exponent der sri-lankischen Diaspora sei, welcher von den hei-
matlichen Behörden als Gefahr für den Einheitsstaat Sri Lanka wahrge-
nommen werde. Bei näherer Betrachtung der Fotos sei nämlich festzustel-
len, dass das Engagement von allen darauf erkennbaren Personen als nie-
derschwellig zu bezeichnen sei. Dass der Beschwerdeführer effektiv Ver-
anstaltungen organisiert und in einer öffentlich wahrnehmbaren Weise Per-
sonen tamilischer Ethnie für Protestkundgebungen mobilisiert habe, gehe
aus seiner umfassenden Eingabe hingegen nicht hervor. Es handle sich
dabei um blosse Behauptungen. Letztlich vermöge er einzig nachzuwei-
sen, dass er an einer Veranstaltung präsent gewesen sei. Mitläufertätigkei-
ten von untergeordneter Bedeutung wie etwa das Tragen von Flaggen
reichten für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht aus, da diese
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Tätigkeiten das Verfolgungsinteresse des tamilischen Staats nicht auszu-
lösen vermöchten. An dieser Feststellung vermöchten auch die weiter ein-
gereichten Internetauszüge mit Bildern und die aufgeführten Internetlinks
nichts zu ändern, zumal der Beschwerdeführer diese in keinen erkennba-
ren Zusammenhang mit seiner Person gestellt habe. Sodann würden die
eingereichten Berichte zur aktuellen Situation in Sri Lanka und die einge-
reichte Namensliste keinen direkten Bezug zu ihm aufweisen. Dabei
handle es sich nicht um neue Beweismittel, welche eine Neubeurteilung
seiner konkreten Gefährdungslage rechtfertigen könnten. Zusammenfas-
send sei es ihm mit seiner Eingabe nicht gelungen, gehörig zu begründen,
dass er aufgrund des Anlasses vom (...) 2021 in Sri Lanka als separatis-
tisch gesinnte Person, welche die LTTE im Ausland wiederzubeleben ver-
suche, gesucht werde. Weitere Instruktionsmassnahmen, wie die Durch-
führung einer Anhörung und die Vornahme weiterer Abklärungen über die
schweizerische Botschaft in Colombo, seien angesichts der klaren Akten-
lage nicht angezeigt. Im Weiteren sei der Wegweisungsvollzug als zuläs-
sig, zumutbar und möglich zu erachten. Soweit der Beschwerdeführer da-
rauf verweise, er sei krank, seien seinem Gesuch keine weiteren Informa-
tionen zu seinem Gesundheitszustand und einer allfälligen medizinischen
Behandlung zu entnehmen.
7.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, im Mehrfachgesuch sei dar-
gelegt worden, dass der Beschwerdeführer an der Seite des (...) an einer
grossen Gedenkkundgebung in B._ teilgenommen habe. Fotos
seien auf der (...) und auf Facebook veröffentlicht worden. Das Mehrfach-
gesuch sei begründet und das SEM habe den Sachverhalt unrichtig und
unvollständig erstellt. Es stelle zu Unrecht auf das Profil des Beschwerde-
führers ab. Indem sich dieser mit in Sri Lanka ausgeschriebenen Personen
gezeigt habe, habe er gegen das Dekret des sri-lankischen Verteidigungs-
ministeriums verstossen. Zudem habe er das Verbot der Gedenkveranstal-
tungen missachtet. Im Weiteren habe er vom (...) 2021 an Gedenktagen
des (...) teilgenommen. Die Erwägungen des SEM seien unseriös. Es
werde um einen Schriftenwechsel ersucht, damit das SEM seine bei der
"näheren Betrachtung" angewandten Kriterien aufzeigen könne. Der Be-
schwerdeführer habe im Zusammenhang mit den Veranstaltungen mit
C._ zusammengearbeitet. Allein der Umstand, dass sich Letzterer
mit dem Beschwerdeführer gezeigt habe, belege die Stellung, welche er
(der Beschwerdeführer) innerhalb des (...) einnehme. Das SEM habe den
Nichteintretensentscheid aufgrund einer unvollständigen Feststellung der
relevanten Fakten getroffen.
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Seite 7
8.
8.1 Das SEM hält in der angefochtenen Verfügung einleitend fest, unter
welchen Umständen es ihm offenstehe, ein Mehrfachgesuch formlos ab-
zuschreiben oder auf ein solches nicht einzutreten. Im Anschluss zeigt es
indessen hinsichtlich der exilpolitischen Tätigkeiten des Beschwerdefüh-
rers nicht auf, aus welchen Gründen es das vorliegende Gesuch als nicht
ausreichend begründet erachtet. Vielmehr legt es im Rahmen einer rudi-
mentären materiellen Prüfung dar, weshalb es die neu vorgebrachten exil-
politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers als nicht flüchtlingsrechtlich
relevant erachtet.
8.2 Unter Hinweis auf die zusammengefasst wiedergegebenen Ausführun-
gen in der Eingabe vom 1. Oktober 2021 (vgl. Bst. B.b) ist das Mehrfach-
gesuch – zumindest – in Bezug auf die geltend gemachten exilpolitischen
Tätigkeiten des Beschwerdeführers als gehörig begründet zu erachten.
Davon scheint entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfü-
gung auch das SEM ausgegangen zu sein, nachdem es sich in seinem
Entscheid vom 6. Dezember 2021 materiell mit den diesbezüglichen Vor-
bringen des Beschwerdeführers auseinandersetzte. Damit bleibt kein
Raum für einen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 111c Abs. 1 AsylG in
Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 VwVG.
9.
Nach dem Gesagten ist das SEM zu Unrecht auf das Mehrfachgesuch vom
1. Oktober 2021 nicht eingetreten und hat damit Bundesrecht verletzt
(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Die angefoch-
tene Verfügung vom 6. Dezember 2021 ist aufzuheben und das SEM ist
anzuweisen, auf das Mehrfachgesuch einzutreten und dieses – wie es dies
in seinen Erwägungen im Ergebnis denn auch tut – auch formal materiell
zu behandeln.
10.
Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in
der Beschwerdeschrift einzugehen, weil sie Gegenstand des wiederaufzu-
nehmenden materiellen Verfahrens sein werden und das SEM sich damit
zu befassen haben wird.
11.
Mit diesem Urteil sind die Anträge um Feststellung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses gegenstandslos geworden.
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12.
12.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), womit das Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gegen-
standslos geworden ist.
12.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens
in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm
notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Es wurde
keine Kostennote zu den Akten gereicht, weshalb die notwendigen Partei-
kosten aufgrund der Akten zu bestimmen sind (Art. 14 Abs. 2 in fine
VGKE). Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren
(Art. 9–13 VGKE) ist dem Beschwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine
Parteientschädigung von Fr. 700.– (inkl. Auslagen) zuzusprechen.
(Dispositiv nächste Seite)
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