Decision ID: e4cab7c4-ead7-5705-8cec-5718f676250a
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1982, arbeitete als Vorarbeiterin/Reinigungsfachfrau bei der
Y._
.
Am 3. März 2007 erlitt sie einen Unfall und verletzte sich am linken Knie (vgl. etwa Urk. 7/1 und Urk. 7/8/53). Am 20. Juni 2008 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf die Instabilität des linken Knies und
eine
(durch den Unfall ausgelöste) psychische Einschrän
kung zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung an (Urk. 7/2).
1.2
Nach Abklärung der beruflich-erwerblichen und medizinischen Verhältnisse (unter anderem Einholung des
bidisziplinären
Z._
-
Gutachtens vom 2. Dezember 2011 [Urk. 7/59] und
Beizug
der Akten der Schweizerischen
Unfallversicherungsan
stalt
[SUVA]), Erstellung von zwei Abklärungsberichten Beruf und Haushalt (Berichte vom 4. Mai 2009 [Urk. 7/29] und 19. Oktober 2010 [Urk. 7/42]) und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl. Urk. 7/74-75 und 7/77-86) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfü
gungen vom 8. August 2013 (Urk.
2/1-2; vgl. auch Urk. 7/91) mit Wirkung ab 1. März bis 30. April 2008 eine
Vier
telsrente
und vom 1. Januar 2009 bis 31. Januar 2010 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (samt Kinderrente) zu, verneinte aber für die Zeit dazwischen und danach einen Rentenanspruch. Dabei qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte ab 24. April 2008 (Geburt des
ersten
Kindes) als zu 65 % Erwerbstätige und zu 35 % im Haushalt Tätige (vgl. Urk. 7/91).
1.3
Die SUVA hatte der Versicherten mit
Einspracheentscheid
vom 28. September 2012 (Urk. 7/87) als Folge des am 3. März 2007 erlittenen Unfalls (Ausrutschen auf nassem Boden bei der Reinigungsarbeit) eine auf einem Invaliditätsgrad von 16 % basierende Invalidenrente zugesprochen.
2.
Mit Eingabe vom 6. September 2013 (Urk. 1) erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügungen der IV-Stelle vom 8. August 2013 mit dem sinngemäs
sen Antrag, es sei ihr eine unbefristete Invalidenrente zuzusprechen, und zwar mit der Begründung, dass sie mit der Qualifikation als Teilzeiterwerbstätige nicht einverstanden sei. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2013 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, wovon der Beschwer
deführerin am 14. Oktober 2013 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit
der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
-
messungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensentschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsa
chen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Ur
teil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom 8. November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 30. Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
1.5
1.5.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.5.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und
wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor
Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
1.7
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung der angefochtenen Verfügun
gen (Urk. 2/1-2 und Urk. 7/91) im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdeführe
rin seit 3. März 2007 (Beginn der einjährigen Wartezeit) erheblich in ihrer Ar
beitsfähigkeit eingeschränkt sei. Bis zur Geburt ihres ersten Kindes am 24. April 2008 hätte sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Vorarbeiterin Reinigung (100 %) ein Jahreseinkommen von Fr. 47‘417.10
erzielen
können (
Validenein
kommen
). Angesichts ihrer Gesundheitsbeeinträchtigung sei ihr aber lediglich noch eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit im Umfang von 50 % zumutbar gewesen, womit sie ein Einkommen von Fr. 25‘683.85 hätte erzielen können (Invalideneinkommen). Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 45 %, der Anspruch auf eine
Viertelsrente
gebe.
Ab dem 24. April 2008 habe sich infolge der Geburt des Kindes die Qualifika
tion der Beschwerdeführerin geändert. Ab diesem Zeitpunkt sei sie als zu 65 % Erwerbstätige und zu 35 % im Haushalt Tätige zu betrachten. Das
Validenein
kommen
reduziere sich auf
Fr.
30‘821.10 (65 % von Fr. 47‘417.10). Bei einem gleichbleibenden Invalideneinkommen von Fr. 25‘683.85 ergebe sich eine Ein
schränkung von 16,67 % beziehungsweise ein Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbs
bereich
von 10,84 %. Im Haushaltsbereich (35 %) sei eine Einschränkung von 31,68 % festgestellt worden, woraus ein Teilinvaliditätsgrad von 11,09 % resul
tiere. Insgesamt ergebe sich ab 24. April 2008 ein rentenausschliessender
Inva
liditätsgrad
von rund 22 %.
Ab 12. Januar 2009 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtert, sodass im Erwerbsbereich von einer 100%igen Einschränkung auszugehen sei. Bei gleichbleibender Einschränkung im Haushaltsbereich habe der Gesamtinvaliditätsgrad 76 % betragen. Somit habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente gehabt.
Seit dem 3
1.
(richtig: 30.) November 2009 habe sich ihr Gesundheitszustand wieder verbessert, sodass wieder eine leidensangepasste Tätigkeit im Rahmen von 50 % zumutbar sei. Angesichts eines (neu berechneten)
Valideneinkom
mens
von Fr. 31‘468.35 und eines (ebenfalls neu berechneten)
Invalidenein
kommens
von Fr. 26‘223.20 ergebe sich wiederrum eine Einschränkung im
Er
werbsbereich
(65 %) von 16,67 %, mithin ein Teilinvaliditätsgrad von 10,84 %. Angesichts eines ebenfalls gleichbleibenden Teilinvaliditätsgrades im
Haus
haltsbereich
von 11,09 % resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 22 %.
Im Rahmen des
vorliegenden
Prozesses hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass die Beschwerdeführerin weder die festgestellten Einschränkungen der Arbeitsfä
higkeit und im Betätigungsvergleich noch die massgeblichen Löhne zur Berech
nung der Validen- und Invalideneinkommen bestritten habe. Sie habe einzig geltend gemacht, dass sie bei guter Gesundheit nach wie vor zu 100 % arbeiten würde. Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 4. Mai 2009 habe sie allerdings ausgeführt, dass sie ab der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2008 vermutlich eine
Pensumsreduktion
auf 50 bis 80 % vorgenommen hätte. Nach der Geburt ihrer Zwillinge habe die Beschwerdeführerin während der Haushaltsabklärung vom 19. Oktober 2010 die früher gemachten Aussagen bestätigt. Angesichts dieser Aussagen der ersten Stunde sei es überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum zumindest in einem gewissen Ausmass reduziert hätte. Zudem spreche die allgemeine Lebenserfahrung dafür, dass eine Mutter mit drei kleinen Kindern nicht (beziehungsweise nur sehr schwer) zu 100 % erwerbstätig sein könne (Urk. 6).
2.2
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor, dass sie mit der Qualifika
tion als
Teilzeitserwerbstätige
nicht einverstanden sei. Bei guter Gesundheit würde sie gerne zu 100 % einer Erwerbsarbeit nachgehen und nicht bloss im Rahmen von 50 bis 80 %, wie es die Beschwerdegegnerin annehme. Dies habe sie auch der Abklärungsperson telefonisch mitgeteilt. Sie lege einen Bericht (vgl. Urk. 3) ihrer Psychiaterin,
Dr.
med.
A._
,
Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei,
in
dem der entsprechende Sachverhalt geschildet werde (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch au
f höhere bezie
hungsweise zeitlich weiter
gefasste
Rentenleistungen hat als diejenigen, die ihr mit Verfügungen vom 8. August 2013 zugesprochen worden sind (
Viertels
rente
vom 1. März bis 30. April 2008 und ganze Rente vom 1. Januar 2009 bis 31. Januar 2010). Dabei ist einzig umstritten, ob die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin zu Recht als Teilzeiterwerbstätige qualifiziert wurde.
3.
3.1
3.1.1
Im Rahmen der
bidisziplinären
Z._
-
Begutachtung (vgl. nachfolgend E. 3.1.3) diagnostizierte
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 5. Oktober 2011 (Urk. 7/59/7-16) eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
Typ (ICD-10 F60.31) sowie (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine iatrogene Tran
qu
i
lizer- und Hypnotika-Abhängigkeit (ICD-10 F13.8). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin im Umfang von 50 % arbeitsfähig. Die Min
derung der Arbeitsfähigkeit komme aufgrund von kognitiv-
mnestischen
Defizi
ten, erheblich herabgesetzter emotionaler Belastbarkeit, einer Störung des sozi
alen Verhalten
s
und erheblich verminderter Stress- und Frustrationstoleranz zustande. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht in erster Linie durch eine spezifische psychotherapeutische Behandlung erreicht werden. Eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sei möglich
und sollte angestrebt werden
(S. 8 f.).
3.1.2
Assistenzärztin
Dr.
med.
C._
und Oberarzt PD
Dr.
med.
D._
stellten in ihrem orthopädischen Teilgutachten vom 28. Oktober 2011 (Urk. 7/59/17-23) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6):
Chronische Vordere-Kreuzband-Instabilität Knie links mit/bei (ICD-10 M23):
-
St.n
. VKB-Plastik (
Bone-Tendon-Bone
) 1998 in
E._
-
St.n
. KAS links mit TME 2000
-
Re-VKB-Ersatzplastik mit
Patellasehnentransplantat
von kontra
-
la
teral 2004 links in
E._
-
KAS links mit TME 04.03.2007
-
St.n
.
Abszessexzision
Oberschenkel rechts 07/2007
-
KAS links mit
Débridement
VKB-Transplantat,
Schraubenentfer
nung
und Auffüllung der Bohrkanäle
tibial
und
femoral
mit
Be
ckenkammstücken
12.01.2009
-
St.n
.
arthroskopisch
assistierter vorderer Kreuzband Re-Re-Rekon
struktion links am 18.05.2009 mit
Semitendinosus
von kontralateral
Die Beschwerdeführerin erscheine - so die beiden Gutachter weiter - aufgrund der Kniegelenksinstabilität links psychisch sehr belastet. Sie fühle sich nicht ernst genommen und wünsche eine objektive Bestätigung ihres subjektiven
In
stabilitätsgefühls
. Klinisch lasse sich die chronische Instabilität des vorderen Kreuzbandes verifizieren. Die psychische Beschwerdesymptomatik sei damit zu erklären. Angesichts der klinisch erhobenen Befunde sei die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft zu 100 % arbeitsunfähig. Dies gelte auch für andere mittelschwere bis
schwere Tätigkeiten, da bei feh
len
der Stabilität im Kniegelenk Lasten nicht mehr angehoben werden könnten, das Laufen auf unebenen Böden und das Besteigen von Treppen und Leitern schwierig sei sowie die Schmerzen das Hocken, Knien und dergleichen nicht mehr erlaubten. Hingegen bestehe für leichte körperliche Arbeiten beziehungs
weise wechselseitig sitzende und stehende Tätigkeiten (wobei Gewichte bis 5 kg gehoben werden könnten) eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit (S. 6). Der Be
ginn dieser
Arbeitsfähigkeit
für leidensangepasste Tätigkeiten bestehe aus or
thopädischer Sicht sicher ab dem 18. Mai 2011, mithin zwei Jahre nach der letzten operativen
Intervention
(S. 7).
3.1.3
Anlässlich ihrer
bidisziplinären
Konsensbesprechung vom 3. November 2011 (
Z._
-
Gutachten; Urk. 7/59/24-25) kamen
Dr.
B._
,
Dr.
C._
und PD
Dr.
D._
z
um Schluss, dass die Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf als Reinigungskraft nicht mehr arbeitsfähig sei. Dabei handle es sich um einen mit medizinischen
Massnahmen
nicht wesentlich verbesserbaren Endzu
stand, für welchen ausschliesslich die orthopädischen Defizite verantwortlich seien. Ferner sei die Beschwerdeführerin derzeit für Tätigkeiten, die nachts oder unter Zeitdruck ausgeführt werden müssten und vermehrten Kundenkontakt
beinhalteten
, nicht arbeitsfähig. Aus
bidisziplinärer
Sicht bestehe in einer
be
hinderungsangepassten
Tätigkeit (leichte körperliche Arbeiten beziehungsweise wechselseitige sitzende und stehende Tätigkeiten, wobei nur Gewich
te unter
5 kg zu heben seien) eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
. Aufgrund von fehlenden
bidisziplinären
Beurteilungen in der Vergangenheit werde der Beginn der Ar
beitsunfähigkeit (beziehungsweise der teilweisen Arbeitsfähigkeit in
leidensan
gepassten
Tätigkeiten) auf den 3. November 2011 festgelegt.
3.1.4
Dr.
A._
und
lic
.
phil
F._
,
Fachpsychologe für Klinische Psychologie und Psychotherapie FSP, erklärten in ihrem Bericht vom 12. März 2012 (Urk. 7/63/5-8), dass psychiatrisch aufgrund der strukturellen Defizite sowie der bestehenden depressiven Störung von einer rund 50%igen Einschränkung aus
zugehen sei. Aus psychiatrischer Sicht sei eine möglichst einfache, gut struktu
rierte Tätigkeit zumutbar.
3.1.5
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin führte in seiner Aktenbeurteilung vom 16.
Dezember
2011 (Urk. 7/73/5-6) aus, dass das um
fangreiche
bidisziplinäre
Z._
-
Gutachten unter vollständiger Würdigung der vorhandenen Akten, nach ausführlicher Anamneseerhebung, genauem Eingehen auf die geschilderte
n
Beschwerden und umfassender Untersuchung erstellt wor
den sei. Die Gutachter seien zu plausiblen Diagnosen gekommen, äusserten sich allerdings nur zur Arbeitsfähigkeit ab dem Tag der Konsensbesprechung, nicht jedoch retrospektiv. Für die bisherige Tätigkeit im Reinigungsdienst bestehe plausibel und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab Mai 2008 (Abbruch ei
nes Arbeitsversuchs) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Für leidensangepasste Tätigkeiten sei aufgrund der Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von folgenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
auszugehen
: von Mai 2008 bis 11. Januar 2009 Arbeitsunfähigkeit von 50 %, vom 12. Januar 2009 bis 30. November 2009 Arbeitsunfähigkeit von 100 %, ab 1. Dezember 2009 Ar
beitsunfähigkeit von 50 %.
3.1.6
Dr.
G._
und
Dr.
med.
H._
,
Facharzt FMH für Neurologie, Psychiatrie und Psy
chotherapie sowie Notfallmedizin, vom RAD beantworteten am
19./
20. De
-
zember
2012 die ihnen gestellte Frage nach den Auswirkungen der psychischen Beschwerden auf die Tätigkeit im Aufgabenbereich Haushalt fol
gendermassen (Urk. 7/90/4): Angesichts einer psychiatrisch festgestellten Ar
beitsunfähigkeit von 50 % im Erwe
r
bsbereich sei es absolut nicht plausibel, dass im Haushalt eine höhere Arbeitsunfähigkeit vorliegen sollte. Die zur Minderung der funktionellen Leistungsfähigkeit führenden Einschrä
nkungen sollten sich gerade im H
aushaltsbereich wesentlich weniger auswirken als am Arbeitsplatz.
3.1.7
Dr.
A._
äusserte sich in ihrem Bericht vom 5. September 2013 (Urk. 3 = Urk. 7/109) dahingehend, die Beschwerdeführerin habe ihr erklärt, dass sie ihre
Aussage, wonach sie auch im Gesundheitsfall nach der Geburt der Kinder ledig
lich noch einer 50 bis 80%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, nicht so ge
meint gewesen sei. Nach dem Hausbesuch der Abklärungsperson habe sie diese telefonisch kontaktiert und ihr gesagt, dass es sich um ein Missverständnis ge
handelt habe. Sofern es ihre Gesundheit erlaubte, wäre sie bereit gewesen, die Kinder fremd betreuen zu lassen und zu 100 % zu arbeiten. Wie sich die Situa
tion - so
Dr.
A._
weiter - konkret dargestellt habe, könne wohl ausser den zwei Gesprächspartnerinnen (der Beschwerdeführerin und der
Abklärungsper
son
) niemand sagen. In den therapeutischen Sitzungen habe man immer wieder festgestellt, dass die Beschwerdeführerin
erhebliche
Kommunikationsschwierig
keiten habe. E
s scheine, dass sie Fragen nur bruch
stückhaft höre; ihre Antwor
ten hätten oft fassadenhaft, ohne innere Resonanz und paradox gewirkt. Bei Nachhaken und nach
Reflektieren
komme sie oft zu anderen Schlüssen. Zudem sei sie sehr bemüht, sich in einem guten Licht darzustellen. Es könne also durchaus sein, dass sie die Aussage so gemacht habe, um von sich ein gutes „Phantasiebild“ als sich kümmernde Mutter und Teilzeiterwerbstätige abzuge
ben. Wunsch und Realität klafften bei
Borderline
-Patienten sehr auseinander. Alle drei Kinder seien während der ganzen Woche in einer Kindertagesstätte. Die Beschwerdeführerin sehe sich ausserstande, ihre Kinder ohne stark ergän
zende Unterstützung zu versorgen.
3.2
3.2.1
Im Haushaltsbericht vom 4. Mai 2009 (Urk. 7/29) hielt die Abklärungsperson fest, die Beschwerdeführerin habe ihr erklärt, dass sie seit dem Unfall vom 3. März 2007 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Etwa im Mai 2007 habe sie einen Arbeitsversuch gewagt; dieser sei gescheitert, da die Schmerzen umgehend stark zugenommen hätten und das Bein angeschwollen sei. Sie habe nach wenigen Stunden kaum noch stehen können. Seither habe sie aus gesundheitlichen Gründen keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt und auch keine
Stellenbemü
hungen
unternommen. Bei guter Gesundheit hätte sie bis zur Geburt ihres Soh
nes weiterhin zu 100% gearbeitet. Danach hätte sie vermutlich eine
Pensumsre
duktion
vorgenommen. Die hypothetische Frage,
wie viel
sie heute arbeiten würde, sei sehr schwierig zu beantworten. Es sei immer klar gewesen, dass sie auch mit Kindern erwerbstätig bleiben würde, eventuell sogar zu 100 %. Ver
mutlich hätte sie jedoch eine geringe
Pensumsreduktion
angestrebt; am realis
tischsten sei aus Sicht der Beschwerdeführerin ein Teilzeitpensum von 50 bis 80 % ab Geburt des Sohnes. Mit der Kinderbetreuung hätte sie während ihrer Abwesenheit ihre Schwiegermutter oder einen Kinderhort beauftragt. Aufgrund der glaubwürdigen Aussagen der Beschwerdeführerin - so die Abklärungsperson
weiter - sei von folgender Qualifikation auszugeben: 100%ige Erwerbstätigkeit bis 23. April 2008 und 65%ige Erwerbstätigkeit (Durchschnitt von 50 und 80 %) ab der Geburt des Sohnes am 24. April 2008 (S. 2 f.).
Im Einzelnen wurden im Rahmen der Haushaltsabklärung folgende Einschränkun
gen/Behinderungen festgestellt (S. 4-6):
-
Haushaltführung (Planung, Organisation, Arbeitseinteilung, Kontrolle): keine Einschränkung.
-
Ernährung (Rüsten Kochen, Anrichten, Reinigungsarbeiten, Küche, Vorrat Kontrolle): Einschränkung von 55 % bei einer Gewichtung von 32 %, mithin eine Behinderung von 17,6 %. Der Ehemann der Beschwerdefüh
rerin und ihre Nichte würden ihr bei Reinigungsarbeiten helfen.
-
Wohnungspflege (Abstauben, Staubsaugen, Bodenpflege, Fenster putzen, Betten): Einschränkung von 18 % bei einer Gewichtung von 20 %, mithin eine Behinderung von 3,6 %. Sporadische Mithilfe der Nichte.
-
Einkauf und weitere Besorgungen (gewöhnlicher Einkauf, Post, Bank, Versi
cherungen, Amtsstellen): keine Einschränkung. Dem Ehemann der Beschwerdeführerin seien gewisse Aufgaben im Haushalt zumutbar.
-
Wäsche und Kleiderpflege (Waschen, Aufhängen, Bügeln, Flicken). Ein
schränkung von 34 % bei einer Gewichtung von 16 %, mithin eine Be
hinderung von 5,44 %. Mithilfe des Ehemannes.
-
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen:
Einschrän
kung von 28 % bei einer Gewichtung von 18 %, mithin eine Behinderung von 5,04 %. Mithilfe des Ehemannes.
-
Verschiedenes (etwa Pflanzenpflege): keine Einschränkung.
Total ergebe sich daraus eine Einschränkung im Haushaltsbereich von 31,68 %.
3.2.2
Im Haushaltsbericht vom 19. Oktober 2010 (Urk. 7/42) führte die
Abklärungsper
son
aus, die Beschwerdeführerin habe ihr erklärt, dass sich ihr
Gesundheitszustand
seit der letzten Haushaltsabklärung nicht wesentlich ver
bessert habe. Die Beschwerdeführerin habe ihr gegenüber ausgesagt, dass sich bezüglich der Frage, ob sie aktuell bei guter Gesundheit eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, nichts geändert habe, auch nicht durch die Geburt der Zwillinge im April 201
0.
Für sie sei die Ausübung einer Erwerbstätigkeit schon immer sehr wichtig
gewesen
. Wäre sie heute gesund, würde sie ganz bestimmt teiler
werbstätig sein und ein Pensum von 50 bis 80 % ausüben. Mit der
Kinderbe
treuung
würde sie ihre Schwiegermutter oder einen Kinderhort beauftragen.
Aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführerin - so die Abklärungsperson - sei trotz der Geburt der Zwillinge keine Qualifikationsänderung vorzunehmen. Es sei weiterhin von einer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 65 % (Durch
schnitt von 50 und 80 %) auszugehen (S. 1 f.).
Im Einzelnen wurden im Rahmen dieser Haushaltsabklärung folgende Einschrän
kungen/Behinderungen festgestellt, die nur unwesentlich von der früheren Beurteilung (vgl. oben E. 3.2.1) abwichen (S. 4-5):
-
Haushaltführung (Planung, Organisation, Arbeitseinteilung, Kontrolle): keine Einschränkung.
-
Ernährung (Rüsten Kochen, Anrichten, Reinigungsarbeiten, Küche, Vorrat Kontrolle): Einschränkung von 55 % bei einer Gewichtung von 32 %, mithin eine Behinderung von 17,6 %.
-
Wohnungspflege (Abstauben, Staubsaugen, Bodenpflege, Fenster putzen, Betten): Einschränkung von 12 % bei einer Gewichtung von 17 %, mithin eine Behinderung von 2,04 %. Mithilfe der Schwiegermutter. Auch dem Ehemann sei eine Mithilfe zumutbar.
-
Einkauf und weitere Besorgungen (gewöhnlicher Einkauf, Post, Bank, Versi
cherungen, Amtsstellen): keine Einschränkung. Mithilfe des Eheman
nes.
-
Wäsche und Kleiderpflege (Waschen, Aufhängen, Bügeln, Flicken). Ein
schränkung von 34 % bei einer Gewichtung von 16 %, mithin eine Be
hinderung von 5,44 %. Mithilfe des Ehemannes und der Schwiegermutter.
-
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen:
Einschrän
kung von 28 % bei einer Gewichtung von 26 %, mithin eine Behinderung von 7,28 %. Entlastungshilfe aus organisatorischen Gründen (Wahrneh
mung von ausserhäuslichen Terminen). Mithilfe des Ehemannes.
-
Verschiedenes (etwa Pflanzenpflege): keine Einschränkung.
Total ergebe sich daraus eine Einschränkung im Haushaltsbereich von 32,36 %.
3.2.3
Die Abklärungsperson bestätigte am 6. Dezember 2012, dass die Beschwerdeführe
rin anlässlich der beiden Hausbesuche erklärt habe, dass sie nach der Geburt des ersten Kindes beziehungsweise unverändert auch nach der Geburt der Zwillinge das Arbeitspensum auf 50 bis 80 % reduziert hätte. Diese Aussagen der Beschwerdeführerin seien glaubhaft und nachvollziehbar gewe
sen. Die nachträgliche Aussage, wonach sie nun doch weiter zu 100 % er
werbstätig geblieben wäre, sei gestützt auf die Aktenlage hingegen nicht glaub
haft (Urk. 7/90/3).
4.
4.1
Hinsichtlich der Statusfrage führte die Beschwerdeführerin aus, sie sei mit der Einschätzung, dass sie bei guter Gesundheit zu 50 bis 80 %
einer
Erwerbstätig
keit nachginge
,
nicht einverstanden sei. Bei guter Gesundheit würde sie zu 100 % arbeiten. Dies habe sie der Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin auch telefonisch mitgeteilt (Urk. 1).
Wie sich aus
den
oben in E. 3.2.1 und 3.2.2 wiedergegebenen Abklärungs
-
berich
ten ergibt, stellte die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Statusfrage auf die von der Beschwerdeführerin selbst gemachten
Aussagen
ab. Dabei ist
in Bezug auf die Aussage der Beschwerdeführerin
, wonach sie bei gu
ter Gesundheit ihr Pensum wahrscheinlich auf 50 bis 80 %
reduziert
hätte,
in beweisrechtlicher Hinsicht
zu
berücksichtigen
, dass sie diese Angabe nicht nur einmal, anlässlich des erst
en Abklärungsbesuchs gemacht
, sondern rund einein
halb Jahre später beim zweiten Besuch wiederholt hat. Von einer überstürzten oder unreflektierten Aussage, was offenbar
Dr.
A._
für möglich hielt (vgl. Urk. 3 und E. 3.1.7), kann somit nicht die Rede sein.
Dr.
A._
war - was aus den von ihr gewählten Formulierungen zu schliessen ist -
anscheinend
auch nicht bekannt, dass die Beschwerdeführerin die Angaben zur mutmasslichen Erwerbstätigkeit wiederholt hat. Im Übrigen erscheint es - wie die
Abklärungs
person
zu Recht ausführte - auch angesichts der allgemeinen Lebenserfahrung plausibel und nachvollziehbar, dass eine Mutter von drei kleinen Kindern ihre Erwerbstätigkeit reduziert. Die Aussagen der Beschwerdeführerin betreffend Re
duktion der Erwerbstätigkeit auf 50 bis 80 % wirken somit glaubhaft und nach
vollziehbar
und
keineswegs unreflektiert oder überhastet. Die Abklärungsperson bestätigte auf nochmalige Anfrage, die von ihr protokollierten Aussagen der Beschwerdeführerin (vgl. E. 3.2.3).
Angesichts des oben in E. 1.7 wiedergegebenen Beweisgrundsatzes de
r „Aussa
gen der ersten Stunde“, welcher auch in Bezug auf die Qualifikation zur An
wendung kommt (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2011 vom 1
5.
Mai 2012
E. 4.2),
erweist sich das Abstellen der Beschwerdegegnerin auf die von der Be
schwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärungen gemachten Aussagen als gerechtfertigt. Da die oben genannten Beweiswürdigungskriterien (siehe E. 1.6) auch für jenen Teil des Abklärungsberichts gelten, die den mutmasslichen Um
fang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häusli
chem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betreffen, kommt dem
Abklärungs
bericht
volle Beweiskraft zu. Auch das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, für die konkrete Berechnung von einem Erwerbsanteil von 65 % (Durchschnitt von 50 und 80 %) auszugehen, ist nachvollziehbar und korrekt. Dabei ist zu berück
sichtigen, dass das Ausüben einer Erwerbstätigkeit von 65 % neben der Betreu
ung von drei Kindern und dem Führen eines Fünfpersonen-Haushalts bereits am oberen Ende des
realistischerweise
Möglichen zu liegen scheint
(vgl. hierzu Ur
teil des Bundesgerichts 9C_582/2012 vom 2
7.
Mai 2013 E. 4.4)
. Die Beschwer
deführerin ist mithin zu Recht als zu 65 % Erwerbstätige und zu 35 % im Haus
halt Tätige qualifiziert worden.
4.2
Die von der Abklärungsperson durchgeführten Haushaltsabklärungen ergaben Einschränkungen im Haushaltsbereich von 31,68 % (E. 3.2.1) und 32,36 % (E. 3.2.2). Dabei wurden die von der Beschwerdeführerin geklagten
Gesund
heitsbeeinträchtigungen
, die Familien- und Wohnverhältnisse, die technischen
Einrichtungen
und die örtliche Lage sowie der Umstand, dass es ihrem Ehemann in gewissem Umfang zumutbar ist, bei der Hausarbeit mitzuhelfen, berücksich
tigt. Der Bericht befasst sich einlässlich mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentuale Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätig
keiten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Be
reichen, so dass er den erwähnten, von der Rechtsprechung geforderten Krite
rien entspricht (vgl. E. 1.6). Die
Dres
.
G._
und
H._
legten nachvollziehbar dar, weshalb auch die bei der Beschwerdeführerin festgestellten psychischen Gesundheitsbeein
trächtigungen zu keinen weitergehenden
Einschränkungen im
Haushaltsbereich
führten (vgl. E. 3.1.6). Darauf kann verwiesen werden. Im Üb
rigen wurden diese Feststellungen von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Zweifel gezogen.
Aus dem Gesagten folgt, dass den Haushaltsberichten auch insoweit volle Beweis
kraft zukommt, weshalb von Teilinvaliditätsgraden von 11,09 % (35 % von 31,68 %) respektive 11,33 % (35 % von 32,36 %) auszugehen ist. Die ge
ringfügig unterschiedlichen Teilinvaliditätsgrade gründen im Wesentlichen da
rauf, dass nach der Geburt der Zwillinge die Gewichtung des Faktors
Kinderbe
treuung
erhöht wurde. Auch das
ist
nachvollziehbar.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin zog weder die medizinische Beurteilung der vorliegen
den Gesundheitsbeeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit beziehungsweise die ihr noch zumutbaren Tätigkeiten noch die Berech
nung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich in Zweifel.
In medizin
i
scher Hinsicht ist festzuhalten, dass das
Z._
-
Gutachten vom 3. November 2011 (Urk. 7/59/24-25), einschliesslich der Teilgutachten von
Dr.
B._
vom 5. Oktober 2011 (Urk. 7/59/7-16) sowie von
Dr.
C._
und PD
Dr
.
D._
vom 28. Oktober 2
011 (Urk. 7/59/17-23), sämtliche
praxisge
mässen
Anforderungen an ein Gutachten erfüllt (vgl. dazu oben E. 1.8). Es ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben worden. Die darin ge
zogenen Schlüsse und Beurteilungen sind einleuchtend und nachvollziehbar. Hinzu kommen die Ergänzungen von
Dr.
G._
(vgl. oben E.
3.1.5), die ebenso einleuchtend und
aufgrund der Akten ausgewiesen
sind sowie
im Ergebnis das
Z._
-
Gutachten zu Gunsten der Beschwerdeführerin komplettierten. Demzufolge ist darauf abzustellen.
5.2
Aus dem Gesagten folgt, dass gestützt auf die Beurteilung von
Dr.
G._
und der
Z._
-
Gutachter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Erwerbsbereich von folgenden Einschränkungen auszugehen ist (siehe E. 3.1.3 und 3.1.5): Die bis
herige Tätigkeit im Reinigungsdienst ist der Beschwerdeführerin nicht mehr zu
mutbar. Für leichte körperliche Arbeiten beziehungsweise wechselseitige sit
zende und stehende Tätigkeiten, wo nur Gewichte unter 5 kg gehoben werden müssen,
besteht
e
ine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Lediglich für die Zeit v
om 12. Januar 2009 bis 30. November 2009
(Operation des Knies)
hat die Arbeits
unfähigkeit
100 %
betragen.
6.
6.1
Wie bereits ausgeführt wurde, zog die Beschwerdeführerin weder die von der Beschwerdegegnerin gestützt auf das ärztlicherseits formulierte
Zumutbarkeits
profil
und die
statistischen Werte ermittelte Inv
alideneinkommen noch die
Vali
deneinkommen
in Zweifel. Die ermittelten Werte sind denn auch korrekt. Es kann auf insoweit die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in den angefochtenen Verfügungen (Verfügungsteil 2 [Urk. 7/91]) verwiesen wer
den.
6.2
Demzufolge ergibt sich für die Zeit vom 1. März bis 30. April 2008 (
Erwerbsan
teil
100 %) gestützt auf ein
Valideneinkommen
von Fr.
47‘417.10 und ein
Inva
lideneinkommen
von Fr. 25‘683.85 eine Erwerbseinbusse von Fr. 21‘733.25, woraus ein Invaliditätsgrad von 45 % resultiert
(vgl. Urk. 7/91/2)
. Somit hat die Beschwerdeführerin im genannten Zeitraum Anspruch auf eine
Viertelsrente
,
die ihr die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 8. August 2013 (Urk. 2/1) auch bereits zugesprochen hat.
6.3
Für die Zeit vom 1. Mai 2008 bis Ende Dezember 2009 (Änderung der Qualifika
tion per 24. April 2008 [Geburt des ersten Kindes]) ergibt sich im
Erwerbsbe
reich
(65 %) gestützt auf ein
Valideneinkommen
von Fr. 30‘821.10 und ein
In
valideneinkommen
von Fr. 25‘683.85 eine Erwerbseinbusse von Fr. 5‘137.25 (vgl. Urk. 7/91/2). Es liegt eine Einschränkung von 16,67 % vor, was einen Teil-Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 10,84 % (65 % von 16,67 %) ergibt.
Angesichts eines Teil-Invaliditätsgrades von 11,09 % im Haushaltsbereich (vgl. oben E. 4.2) und eines solchen von 10,84 % im Erwerbsbereich liegt in Bezug auf den genannten Zeitraum ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 22 % vor. Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch der Beschwerde
führerin demzufolge insoweit zu Recht verneint.
6.4
Da sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab dem 12. Januar 2009 verschlechtert hatte
(Operation)
, ging die Beschwerdegegnerin von diesem Zeitpunkt an von einem Teil-Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 100 % aus und errechnete (bei unverändertem Teil-Invaliditätsgrad im Haushaltsbereich von 11,
09
%)
einen
Gesamtinvaliditätsgrad von 76 % (vgl. Urk. 7/91/2-3), was Anspruch auf eine ganze Invalidenrente gibt.
Die Beschwerdegegnerin sprach demzufolge der Beschwerdeführerin zu Recht mit Wirkung ab 1. Januar 2009 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 2/2). Soweit sie jedoch den Rentenanspruch bis Ende Januar 2010 befristete
ist ihr nicht zu
zustimmen. Wie die Beschwerdegegnerin selbst ausführte (vgl.
Urk.
7/91/3), hatte sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab „31. November 2009“ (richtig: 30. November 2009) verbessert (vgl. dazu E. 5.2), weshalb der Rentenanspruch noch bis Ende Februar 2010 (drei Monate [vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV]) andauerte. Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.5
Ab 1. März 2010
(beziehungsweise - wie soeben ausgeführt - bereits ab 30. November 2009)
ist demgegenüber wieder von einer 50%igen Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen (vgl. E. 5.2).
Es ergibt sich im Erwerbsbereich (65 %) gestützt auf ein
Valideneinkommen
von Fr. 31‘468.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 26‘223.20 eine Erwerbseinbusse von Fr. 5‘245.15 (vgl. Urk. 7/91/2). Es liegt eine Einschränkung von 16,67 % vor, was einen Teil-Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 10,84 % (65 % von 16,67 %) ergibt.
Angesichts eines Teil- Invaliditätsgrades von 11,33 % im Haushaltsbereich (vgl. oben E. 4.2) und eines solchen von 10,84 % im Erwerbsbereich liegt ein
renten
ausschliessender
Invaliditätsgrad von rund 22 % vor.
Der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ist somit ab März 2010 zu Recht verneint worden.
6.
6
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheis
sen ist, dass die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, der Beschwerdeführerin
auch
für den Monat Februar 2010 eine ganze Rente der Invalidenversicherung auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin, die lediglich einen unwesentlichen Teilerfolg er
zielt und zur Hauptsache unterliegt, zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).