Decision ID: 890d4f29-50f5-5f8d-900d-671cc64a1bec
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie aus D._ (Provinz Dohuk, Nordirak) mit letztem Wohnsitz in Z._, verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 6. September 2007 und gelangte zunächst in die Türkei, von wo aus er durch unbekannte Länder herkommend am 1. Oktober 2007 illegal in die Schweiz einreiste. Noch am selben Tag stellte er (...) ein Asylgesuch und wurde dort am 23. Oktober 2007 summarisch befragt. Das Bundesamt hörte den Beschwerdeführer am 1. November 2007 ausführlich zu seinen Asylgründen an.
Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im  geltend, nach Abschluss der Sekundarschule im Jahre 2001 ohne Arbeit zu Hause in Z._ bei den Eltern gelebt zu haben. Etwa im Jahre 2005 habe er angefangen, Kühlschränke zu reparieren. Das Geschäft sei mangels Aufträgen zu Beginn des Jahre 2007 nur noch harzig gelaufen. Anfangs Februar 2007 sei er dann auf Anraten seiner Kollegen und entgegen dem Wunsch seines Vaters den Peschmerga beigetreten und habe zunächst in K._ (Provinz Dohuk) Patrouillen- beziehungsweise Wachdienst geleistet. Anfangs August 2007 sei er nach zahlreichen Problemen sowie terroristischen Attentaten in R._ nahe M._ dorthin versetzt worden, wo er dieselben Aufgaben ausgeübt habe wie zuvor in K._. Seinen Dienst in R._ habe er jedoch als gefährlich empfunden und Angst um sein Leben gehabt, weshalb er, ohne seinen Vorgesetzten um Erlaubnis zu fragen, sich vor Ablauf seines Zweijahresvertrages von der Perschmerga-Gruppe abgesetzt habe. Wegen seiner Desertion habe er befürchtet festgenommen, vor Gericht gebracht und zu mindestens zwei Jahren Gefängnis verurteilt zu werden. Aus diesen Gründen habe er am 6. respektive 7. September 2007 sein Heimatland verlassen.
Als Nachweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer seine  Identitätskarte vom 22. Februar 1994 zu den Akten.
B. Das BFM stellte mit Verfügung vom 8. November 2007 fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das
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Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
C. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2007 an das Bundesverwaltungsgericht liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde erheben und beantragen, die vorinstanzliche Verfügung sei  und das Asylgesuch sei gutzuheissen. Ferner sei darauf zu , ihn aus der Schweiz wegzuweisen und er sei vorläufig . In prozessualer Hinsicht sei ihm die vollumfängliche  Rechtspflege mit dem unterzeichnenden Anwalt als  Rechtsbeistand zu gewähren.
D. Am 10. Dezember 2007 teilte der Instruktionsrichter dem  mit, er dürfe den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig verzichtete der Instruktionsrichter auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und verlegte den Entscheid über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) auf den Urteilszeitpunkt. Im  wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, innert Frist eine  seiner Fürsorgeabhängigkeit einzureichen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wies der Instruktionsrichter ab.
E. Nach gewährter Fristerstreckung reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Dezember 2007 das Original der  zu den Akten.
F. Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 9. Januar 2008  an seiner Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die vorinstanzliche Stellungnahme wurde dem  am 10. Januar 2008 ohne Replikrecht zur Kenntnis .
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
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3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Die Vorinstanz führt zur Begründung ihres ablehnenden  im Wesentlichen aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers  nicht glaubhaft. Die Schilderungen über die Vorfälle, die den  zum Verlassen des Landes bewogen hätten  über seine Tätigkeit als Peschmerga in K._ und R._ seien stereotyp, distanziert und oberflächlich ausgefallen und liessen jede Substanz und Differenziertheit vermissen. Den Aussagen des Beschwerdeführers habe die durch persönliche Wahrnehmung erfahrene subjektive Prägung gefehlt, weshalb die Vorbringen von jeder beliebigen Person hätten nacherzählt werden können, die über die grundlegenden Gegebenheiten informiert sei. Bereits diese unsubstanziierten Aussagen liessen massive Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Ausführungen aufkommen. Im Weiteren habe der Beschwerdeführer angegeben, von Kollegen zur Aufnahme der Peschmergatätigkeit überredet worden zu sein, dies obwohl sein Vater sich stets dagegen gestellt habe. Über den Willen des Vaters hätte der Beschwerdeführer sich jedoch kaum hinweggesetzt, wenn er persönlich nicht absolut von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt gewesen wäre. Zumal ein Peschmerga an der Waffe ausgebildet und militärisch geschult werde, hätte dem Beschwerdeführer bereits bei Dienstantritt bewusst sein müssen, dass die Tätigkeit ein bestimmtes Gefahrenpotential in sich berge, welches er bewusst in Kauf nehme. Die Möglichkeit eines allfälligen Einsatzes ausserhalb des ehemaligen kurdischen Autonomiegebietes hätte der Beschwerdeführer daher in Betracht ziehen müssen wie auch jene, dass er in Kampfhandlungen verwickelt werden könne. Hinsichtlich der angeblichen Verlegung seines Einsatzortes nach R._ sei sodann zu bemerken, dass es sich bei diesem Ort um einen Vorort von B._ handle und dieser nicht wie angegeben in der Nähe von M._ liege. Sollte indessen ein gleichnamiger Ort in der Umgebung von M._
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existieren, sei dennoch nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer dort als Peschmerga beschäftigt gewesen sei. So habe der Beschwerdeführer für die Zeit vor seiner Verlegung angegeben, in R._ seien viele Jeziden getötet worden und zahlreiche weitere Zwischenfälle hätten sich ereignet. Nach seiner Versetzung hätten sämtliche Probleme aufgehört, wobei er nicht wisse warum. Die Angabe des Beschwerdeführers, wonach während seiner Dienstzeit in R._ sich nichts Besonderes ereignet habe, sei bezeichnend, da er sonst nicht am einfachen Muster seiner Geschichte mit den vagen und stereotypen Aussagen hätte festhalten können. Dem Beschwerdeführer müsse offenbar bewusst gewesen sein, dass er anderfalls nach detaillierten Angaben über seine Erlebnisse befragt worden wäre, welche er angesichts des konstruierten Sachverhalts offensichtlich nicht hätte angeben können. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer sich in seinen Vorbringen über die angebliche Ermordung von Dienstkameraden widersprochen, zumal er anlässlich der summarischen Erstbefragung von zwei, während eines Einsatzes in R._ getöteten Arbeitskollegen, mithin einem Vorfall gesprochen habe. Bei der direkten Bundesanhörung habe der Beschwerdeführer indessen nur von einem am 28. August 2007 getöteten Kollegen berichtet und erst auf Vorhalt hin die Ermordung eines zweiten Freundes, worüber er etwa am 16. August 2007 erfahren haben soll, gesprochen. Ungeachtet dessen, dass der Beschwerdeführer auch bei der direkten Bundesanhörung erfahrungsgemäss von sich aus vom zweiten getöteten Freund hätte berichten sollen, wenn dieses Vorbringen der Wahrheit entsprochen hätte, könne aus seinen Aussagen geschlossen werden, dass aufgrund der angegebenen Daten die beiden Freunde beziehungsweise Arbeitskollegen bei zwei verschiedenen Vorfällen umgebracht worden seien. Diese Vorbringen stünden somit im Widerspruch zu der Aussage anlässlich der summarischen Erstbefragung, wonach alles während des Einsatzes in R._ bei nur einem einzigen Vorfall passiert sei. Schliesslich vermittelten weitere Auffälligkeiten, wie zum Beispiel die beiden Daten des Dienstantritts als Peschmerga am 5. Februar 2007 und die Desertion aus R._ am 5. September 2007 den Eindruck der freien Erzählung der Asylvorbringen. Die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Ausführungen des Beschwerdeführers würden durch diese realitätsfremden und ungereimten Aussagen bestätigt.
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4.2 In der Beschwerde wird demgegenüber die Qualifikation der  als zu Unrecht erfolgt gerügt. So sei der Beschwerdeführer -  dem Rat seines Vaters, aber aus Furcht vor Repressalien - auf Druck von Freunden zu den Peschmerga gegangen und sei damit  Mitglied der KDP geworden. Der Beschwerdeführer sei  kein fanatischer Krieger gewesen. Er habe seinen Dienst  normal ausgeübt und vor allem Wache geschoben. Erst  August 2007, als er nach R._ nahe M._ versetzt worden sei, wo kriegerische Zustände geherrscht hätten, habe er Angst um sein Leben bekommen und sei desertiert. Die Folgen seiner Desertion habe er seinerzeit zu wenig bedacht. Angesichts der mittelalterlichen Sitten, welche noch heute im Irak herrschen würden, konnte der Beschwerdeführer als Deserteur mit keinem ordentlichen Verfahren vor einem Militärgericht rechnen, weshalb er unzweifelhaft an Leib und Leben gefährdet gewesen sei. Aber auch heute noch habe der Beschwerdeführer begründete Furcht vor Verfolgung. So seien die Führer der Peschmerga und der KDP noch immer im Amt und würden einen Teil der nordirakischen Regionalregierung bilden. Damit seien sie durchaus in der Lage, noch heute gegen den Beschwerdeführer vorzugehen. Darüber hinaus würde der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr als Feind der KDP und der nordirakischen Peschmerga betrachtet, weshalb seine Verfolgung nicht nur strafrechtlich, sondern auch politisch relevant sei. Gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung der allgemein bekannten Fakten über die konkreten Verhältnisse in seiner Heimat seien dessen Vorbringen somit durchaus glaubhaft und die Verfolgung sei rechtsgenügend dargetan.
5. Nach eingehender Prüfung der Akten gelangt das  gestützt auf die nachfolgenden Ausführungen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt.
5.1 In der angefochtenen Verfügung weist die Vorinstanz darauf hin, der Beschwerdeführer sei - insofern seine Angaben geglaubt werden könnten - entgegen dem ausdrücklichen Wunsch seines Vaters den Peschmerga beigetreten, was er nicht gemacht hätte, wäre er nicht persönlich absolut von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt gewesen. In seiner Beschwerdeeingabe hält der Beschwerdeführer diesen  entgegen, er habe zwar gegen den Willen des Vaters,  aus Furcht vor Repressalien sowie auf Druck seiner Kollegen
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den Peschmergadienst aufgenommen. Die Ausführungen des  finden in den Akten keinerlei Stütze. So gab der  anlässlich der direkten Bundesanhörung an, der Dienst bei den Peschmerga sei ihm von Kollegen „empfohlen“ worden. Die Kollegen seien Mitglieder der KDP gewesen und hätten ihn  für die Partei „rekrutieren“ wollen. Zur Aufnahme der  hätten ihn die Kollegen „überredet“, dies obwohl ihm sein Vater wiederholt gesagt habe, er solle eine andere Arbeit suchen, da man als Perschmerga bewaffnet seinen Dienst leisten müsse. Gefragt nach dem ausschlaggebenden Grund für den Eintritt in den  machte der Beschwerdeführer geltend, die KDP können einen beschuldigen, Anhänger der Islamisten zu sein, wenn man nicht Perschmerga werde. Ihm seien diesbezüglich viele Leute bekannt, die nicht hätten Perschmerga werden wollen und nun von der KDP  würden. Eingehend nach konkreten Personen gefragt, war der Beschwerdeführer indessen nicht in der Lage, auch nur einen  zu nennen. Im Weiteren gab der Beschwerdeführer an, keins  Geschwister sei je ein Peschmerga gewesen. Probleme hätten die Geschwister deswegen keine gehabt. Als Grund für den Umstand, weshalb beispielsweise sein älterer Bruder H. nicht den Peschmerga beigetreten sei, nannte der Beschwerdeführer dessen Arbeit als Plattenleger (vgl. Akte A8/11, S. 2 f.). Die protokollierten Aussagen des Beschwerdeführer enthalten somit - im Widerspruch zu seinen  in der Beschwerdeschrift - keinerlei Hinweise auf das Vorliegen einer Situation, welche ihn entgegen seinem Willen oder aus Furcht vor nicht näher dargelegten Repressionsmassnahme seitens der KDP zur Aufnahme der Peschmergatätigkeit gezwungen hätten.
5.2 In ihren Erwägungen qualifiziert die Vorinstanz die Schilderungen des Beschwerdeführers betreffend seine Peschmergatätigkeit und die geltend gemachte Desertion als unglaubhaft. Der Beschwerdeführer erachtet seine Angaben - nach summarischer Wiederholung seiner bisherigen Vorbringen - als rechtsgenügend dargetan und seine  unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse in seinem  als glaubhaft dargestellt. Den vom BFM konkret dargelegten Widersprüchen in seinen Ausführungen hält der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe indessen nichts Stichhaltiges entgegen, wobei weitere Ungereimtheiten in den Aussagen des  die vorinstanzliche Einschätzung bestätigen. So gab der  anlässlich der direkten Bundesanhörung  an, am 5. Februar 2007 der Peschmerga beigetreten zu sein (vgl.
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Akten A1/10, S. 3 und A8/11, S. 2). Anfangs August 2007 sei er nach R._ versetzt worden (vgl. Akten A1/10, S. 6 und A8/11, S. 4). Am 5. September 2007 habe er fünf oder sechs Tage vor seinem Urlaub seinen kranken Dienstfreund X. nach Z._ begleitet, wo er vom gewaltsamen Tod seines Dienstkollegen B., welcher sich am 28. August 2007 ereignet hatte, erfahren habe (vgl. Akte A8/11, S. 5 f.). Auf den Wiederspruch zu seinen Vorbringen anlässlich der summarischen Erstbefragung, wonach zwei Arbeitskollegen bei einem terroristischen Angriff, mithin einem einzigen Vorfall, getötet worden seien, aufmerksam gemacht, machte der Beschwerdeführer geltend, ein zweiter Freund names Y. sei ebenfalls auf der Strecke zwischen M._ und R._ getötet worden, wovon er am 16. August 2007 erfahren habe. Damals sei er zu Hause gewesen (vgl. Akte A8/11, S. 10). Die Angaben des Beschwerdeführers stehen im Widerspruch zueinander, zumal er zuvor ausgeführt hatte, anfangs August 2007 nach R._ versetzt worden und erst fünf bis sechs Tage vor Beginn seines Urlaubs zusammen mit seinem kranken Dienstfreund I. nach Z._ zurückgekehrt zu sein. Am 16. August 2007 konnte sich der Beschwerdeführer aufgrund seiner Stationierung in R._ seit anfangs August 2007 nicht in Z._ zu Hause aufgehalten haben. Im Weiteren gab der Beschwerdeführer anlässlich der summarischen Erstbefragung an, in R._ hätten viele Terroristen sie angegriffen, wobei seine zwei Kollegen ermordet worden seien. Es habe nur diesen einen Vorfall gegeben (vgl. Akte A1/10, S. 6). Anlässlich der direkten Bundesanhörung erklärte der Beschwerdeführer demgegenüber, nie persönlich von Terroristen angegriffen worden zu sein (vgl. Akte A8/11, S. 7). Ferner sei der getötete B. nicht in derselben Gruppe wie er gewesen und auch hinsichtlich des Freundes Y. kann aus den Angaben des Beschwerdeführers geschlossen werden, dass er im Zeitpunkt der Tötung des Freundes weder in dessen Gruppe stationiert noch am Ereignisort persönlich anwesend war. In Übereinstimmung mit der vorinstanzlichen Einschätzung lassen somit auch diese Ausführungen darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer nie als Peschmerga in R._ tätig war. Schliesslich gab der Beschwerdeführer auch an, nach seiner Versetzung nach R._ hätten die Probleme vor Ort aufgehört (vgl. Akte A8/11, S. 6). Dennoch will der Beschwerdeführer in der Nacht ab und zu Explosionen von terroristischen Angriffen gehört habe, was einen weiteren Widerspruch darstellt (vgl. Akte A8/11, S. 7). Nach dem Gesagten kann dem Beschwerdeführer somit nicht geglaubt werden, dass er als Peschmerga in R._ tätig
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war. Der Beschwerdeführer bringt vor, wegen der gefährlichen Lage in R._ aus dem Peschmergadienst vor Ablauf der zweijährigen Dienstzeit, zu welcher er sich vertraglich verpflichtet habe, eigenmächtig ausgetreten zu sein (vgl. Akte A8/11, S. 7). Diesbezüglich ist jedoch festzustellen, dass der Beschwerdeführer seinen Einsatz für die Peschmerga nicht glaubhaft darlegen konnte, weshalb auch die Begründung für seinen angeblich vorzeitigen Vertragsabbruch nicht geglaubt werden kann.
5.3 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzustellen, dass die Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft zu qualifizieren sind. Die geltend gemachte Furcht, bei einer Rückkehr in den Irak aus den vorgebrachten Gründen einer  asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt zu sein, erscheint  unbegründet.
5.4 Bei dieser Sachlage erübrigt es sich auf die weiteren  in der Beschwerde näher einzugehen, da diese am Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, Asylgründe im Sinne von Art. 3 AsylG nachzuweisen oder  zu machen. Damit erfüllt er die Flüchtlingseigenschaft nicht, und die Vorinstanz hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
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nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2
7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer - wie in den vorstehenden Erwägungen  - nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
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ner Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Die  Sicherheits- und Menschenrechtslage im kurdischen Nordirak, die im zur Publikation vorgesehenen Urteil des  BGVE E-6982/2006 vom 22. Januar 2008 Gegenstand einer  Beurteilung bildet, lässt den Wegweisungsvollzug zum  Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.3
7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
Das Bundesverwaltungsgericht ist im zur Publikation vorgesehenen Urteil BVGE E-4243/2007 vom 14. März 2008 aufgrund einer  Beurteilung der Situation in den nordirakischen Provinzen , Suleymaniya und Erbil zum Schluss gekommen, dass dort keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die politische Lage nicht dermassen angespannt ist, dass eine Rückführung in diese Provinzen generell als unzumutbar betrachtet werden müsste. Zudem ist die  mit Direktflügen aus Europa und aus den Nachbarstaaten . Damit entfällt das Element der unzumutbaren Rückreise via  und anschliessend auf dem Landweg durch den von Gewalt  Zentralirak.
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Zusammenfassend wurde im erwähnten Entscheid festgehalten, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs für alleinstehende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus den Provinzen Dohuk, Suleymaniya oder Erbil stammen und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibeziehungen verfügen, in der Regel zumutbar ist. Für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern sowie für Kranke und Betagte ist dagegen bei der Feststellung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs grosse Zurückhaltung angebracht (a.a.O. E. 7.5 und insbesondere E. 7.5.8).
7.3.2 Der Beschwerdeführer stammt aus Dohuk, wo er eigenen  zufolge seit 1997 bis zu seiner Ausreise am 6. September 2007 gelebt und zwei Jahre als Reparateur von Tiefkühlern und  gearbeitet hat. Zudem verfügt er in Dohuk mit seinen Eltern und sechs Geschwistern über ein familiäres Beziehungsnetz. Angesichts seines Alters (...) und seiner beruflichen Erfahrung ist davon auszugehen, er werde sich in seiner Heimat wieder in den  integrieren können, wobei ihm sein älterer Bruder H., welcher als Plattenleger tätig ist, behilflich sein kann. Des Weiteren wird ihm die Rückkehrhilfe der Schweiz den Aufbau einer neuen  erleichtern. Schliesslich sind keine individuellen Gründe , aufgrund derer geschlossen werden könnte, der  gerate im Falle der Rückkehr in eine existenzbedrohende , weshalb der Vollzug der Wegweisung - übereinstimmend mit dem BFM - als zumutbar zu bezeichnen ist.
7.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
7.4 Sodann obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
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9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist daher abzuweisen.
10.
10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
10.2 Da die Beschwerde im Zeitpunkt ihrer Einreichung nicht als  bezeichnet werden konnte und die Bedürftigkeit des  belegt ist, ist das Gesuch um unentgeltliche  (Art. 65 Abs. 1 VwVG) gutzuheissen und der Beschwerdeführer davon zu befreien, die Verfahrenskosten zu tragen.
(Dispositiv nächste Seite)
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