Decision ID: bec4a553-23d2-5b53-b598-011beca82af1
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 4. September 2006 hat die IV-Stelle Bern das Gesuch von S._ um Gewährung einer Invalidenrente abgewiesen.
B. Gegen diese Verfügung hat S._ (nachfolgend: die ) am 29. November 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern erhoben.
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Dezember 2006 ersuchte das  des Kantons Bern die IV-Stelle Bern, das Zustelldatum der angefochtenen Verfügung zu belegen.
D. Mit Vernehmlassung vom 22. März 2007 legte die IV-Stelle Bern mit  auf die Ergebnisse ihrer postalischen Nachforschungen dar, dass die angefochtene Verfügung der Beschwerdeführerin am 12. September 2006 zugestellt worden sei.
E. Mit Verfügung vom 28. März 2007 gab das Verwaltungsgericht des  Bern beiden Parteien Gelegenheit, sich bis zum 18. April 2007 zur Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu äussern. Die  wurde explizit darauf aufmerksam gemacht, dass gemäss den  die angefochtene Verfügung am 12. September 2006 zugestellt und die Beschwerde am 29. November 2006 auf der Post aufgegeben worden sei, so dass sich unter diesen Umständen die Beschwerde als verspätet erweise und deshalb nicht darauf eingetreten werden könne.
F. Mit Eingabe vom 12. April 2007 beantragte die IV-Stelle Bern, auf die  nicht einzutreten, weil sie verspätet sei. Die Beschwerdeführerin äusserte sich in keiner Form zur Frage der Rechtzeitigkeit ihrer .
G. Am 11. Juni 2007 verfügte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Überweisung der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht wegen örtlicher Unzuständigkeit.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die  Anordnung ist zweifellos als Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG ist nicht .
1.2 Nach Art. 33 Bst. i VGG ist die Beschwerde beim  zulässig gegen Verfügungen kantonaler Instanzen, soweit ein  dies vorsieht. Vorliegend wird eine Verfügung der IV-Stelle Bern
3
angefochten. Es ist daher zu prüfen, ob das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung dieser Beschwerde befugt ist.
1.2.1 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in  Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im  der Beschwerdebeurteilung Geltung haben, sofern keine  Übergangsbestimmungen zur Anwendung kommen (BGE 130 V 1 E. 3.2).
1.2.2 Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) in der Fassung gemäss Ziff. IV 2 der Änderung vom 16. Dezember 2005, in Kraft seit dem 1. Januar 2007, knüpft die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts an die , dass das Anfechtungsobjekt eine Verfügung der IV-Stelle für  im Ausland ist. Damit ist das Bundesverwaltungsgericht  nicht zuständig zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen kantonaler IV-Stellen.
1.2.3 Nach der bis am 31. Dezember 2006 geltenden Fassung von Art. 69 Abs. 2 IVG war die Eidgenössische Rekurskommission der Alters-, - und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden  die zuständige Beschwerdeinstanz bei Beschwerden gegen  und Einspracheentscheide "von Personen im Ausland".  für die Zuständigkeit der Eidgenössischen Rekurskommission war der Wohnsitz des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der .
1.2.4 In den Übergangsbestimmungen des VGG beziehungsweise des IVG nicht geregelt ist der Fall, dass eine bereits anhängig gemachte Beschwerde am 31. Dezember 2006 in die Zuständigkeit der Eidgenössischen  gefallen ist, das Bundesverwaltungsgericht aber aufgrund einer Änderung der spezialgesetzlichen Grundlage per 1. Januar 2007 nunmehr nicht zuständig ist.
Da die Rückweisung des Beschwerdeverfahrens an das  des Kantons Bern zu einem formalistischen Leerlauf führen und dem Grundsatz der Prozessökonomie widersprechen würde (dazu Urteile des Bundesgerichts vom 16. Juni 2002, I 8/02, E. 1.1 und 2.4, sowie vom 5. Februar 2007, I 817/05, E. 5; BGE 121 V 116) sowie mit Blick auf die Zwischenverfügung des kantonalen Verwaltungsgerichts wird das  vorliegend vom Bundesverwaltungsgericht an die Hand genommen.
2. Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist.
4
3. Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist eine Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der angefochtenen Verfügung einzureichen.
Nach Art. 38 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG beginnt eine Frist am Tag nach ihrer Mitteilung an die Parteien zu laufen.
In Anwendung des am 1. Juni 2002 in Kraft getretenen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten  über die Freizügigkeit (APF, SR 0.142.112.681), seines Anhangs II sowie des Art. 86 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 kann eine  innerhalb der Frist einer Poststelle, einem Träger der  oder einem Gericht eines (anderen) Mitgliedstaates übergeben werden.
Gemäss Art. 40 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG kann eine gesetzliche Frist nicht erstreckt werden. Die Wiederherstellung der Frist ist nach Art. 41 ATSG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG nur dann , wenn die gesuchsstellende Person unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln, innerhalb von 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung  wird.
3.1 Die angefochtene Verfügung wurde der Beschwerdeführerin  am 12. September 2006 zugestellt. Die 30-tägige  begann somit am 13. September 2006 zu laufen. Die Beschwerde ist gemäss dem Poststempel auf dem Briefumschlag am 29. November 2006 der italienischen Post übergeben worden.
Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, sie sei im Sinne von Art. 41 ATSG unverschuldeterweise abgehalten worden, die Beschwerde  der gesetzlichen Frist einzureichen. Eine Wiederherstellung der Frist ist deshalb ausgeschlossen.
3.2 Die Beschwerde erweist sich somit im Ergebnis offensichtlich als . Es ist deshalb im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG).
4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 63 Abs. 1 VwVG in  mit Art. 6 Bst. b des Reglements über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [, SR 173.320.2]).
5