Decision ID: 0a6b980a-ae96-4de0-a659-209cb2dfcf7e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 28. Mai 2019 (EE180098-L)
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Rechtsbegehren: (vgl. Wiedergabe in Urk. 58 S. 2 ff.)
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht  vom 28. Mai 2019:
(Urk. 55 S. 63 ff. = Urk. 58 S. 63 ff.)
1. Vom Getrenntleben der Parteien ab 1. August 2018 wird Vormerk genommen.
2. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für den Sohn C._ folgende monatliche Unterhaltsbeiträge als Barunterhalt zu bezahlen; zahlbar  im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats:
− CHF 1'616.– für August 2018;
− CHF 1'294.– für September 2018;
− CHF 186.– für Oktober 2018;
− CHF 10.– für November 2018 bis Ende Januar 2019;
− CHF 310.– ab Februar 2019 für die weitere Dauer des .
3. Es wird festgehalten, dass sich die Parteien dazu verpflichtet haben,  Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für kieferorthopädische  [Zahnspangen], Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc.) je hälftig zu übernehmen soweit die Kosten nicht von einer Versicherung oder Dritten  werden und sofern sich die Parteien über diese Kosten geeinigt haben.
4. Der Antrag des Gesuchsgegners, dass ohne Zustimmung der Gegenpartei die  Kinderkosten von derjenigen Partei zu tragen sind, die die Kosten veranlasst, ist abzuweisen.
5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für sich persönlich für August 2018 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 429.– zu bezahlen.
Ab September 2018 sowie für die weitere Dauer des Getrenntlebens wird das  der Gesuchstellerin um Zusprechung von Ehegattenunterhalt abgewiesen.
6. Es wird festgehalten, dass sich beide Parteien dazu verpflichtet haben, auf erstes Verlangen die Unterschriften für eine Passverlängerung von C._ zu leisten.
7. Es wird festgehalten, dass sich der Gesuchsgegner dazu verpflichtet hat, den  von C._ der Gesuchstellerin auf erstes Verlangen herauszugeben und die Gesuchstellerin wird dazu verpflichtet, dem Gesuchsgegner Zug um Zug gegen Aushändigung des Reisepasses von C._ die Identitätskarte von C._ .
8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 6'000.–.
9. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
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10. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
11. ... (Schriftliche Mitteilung)
12. ... (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage)
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 57 S. 2 f.):
"1. Es sei Ziffer 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 28. Mai 2019, Ge-
schäftsNr. EE180098-L, vollumfänglich aufzuheben und es sei wie folgt zu :
'Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner für den Sohn C._
folgende monatliche Unterhaltsbeiträge als Barunterhalt zu bezahlen; zahlbar  monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats:
- CHF 748 für September 2018
- CHF 896 für Oktober 2018
- CHF 1'344 ab 1. November 2018 für die weitere Dauer des Getrenntlebens
- Es wird festgestellt, dass für den Monat August 2018 keine Unterhaltsbeiträge
an den Barunterhalt von C._ geschuldet sind.
- Manko Barunterhalt Oktober 2018 CHF 947; Manko Barunterhalt November
2018 bis Januar 2019 CHF 499, Manko Barunterhalt ab Februar 2019 CHF 32.'
2. Es sei Ziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 28. Mai 2019, Ge-
schäftsNr. EE180098-L, vollumfänglich aufzuheben und es sei wie folgt zu :
'Das Gesuch der Gesuchstellerin um Zusprechung von Ehegattenunterhalt wird ab-
gewiesen.'
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Berufungsbe-
klagten.
Prozessualer Antrag:
1. Es sei der vorliegenden Berufung gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO die aufschie-
bende Wirkung zu erteilen.
2. Es sei die Vorinstanz zur Vernehmlassung aufzufordern, weshalb die Bedarfszah-
len gemäss Tabelle auf Seite 35, Ziff. 4.1. des Urteils vom 28. Mai 2019 nicht mit den Bedarfszahlen gemäss Unterhaltsberechnung S. 54 bis 59 des Urteils vom 28. Mai 2019 übereinstimmen.
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3. Es seien die erstinstanzlichen Akten mit der GeschäftsNr. EE180098-L beim  Zürich, 5. Abteilung, beizuziehen."
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 68 S. 2):
"Die Berufung des Gesuchsgegners und Berufungsklägers sei abzuweisen und das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung, vom 28. Mai 2019 sei zu bestätigen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten des Gesuchsgegners und Berufungsklägers."

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien haben am tt. Januar 2014 geheiratet und sind Eltern des Soh-
nes C._, geboren am tt.mm.2014 (Urk. 1 S. 5; Urk. 9 S. 5). Seit 1. August
2018 leben die Ehegatten getrennt. Mit Gesuch vom 20. März 2018 machte die
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) bei der Vorin-
stanz ein Eheschutzbegehren anhängig (Urk. 1). Im Verlauf des erstinstanzlichen
Verfahrens schlossen die Parteien eine "Teil-Trennungsvereinbarung" zu den
Kinderbelangen (ausgenommen Unterhalt), der Zuteilung der ehelichen Wohnung
und der Aufteilung von Hausrat und Mobiliar (Urk. 24), welche die Vorinstanz mit
Teilurteil vom 25. Juni 2018 genehmigte resp. vormerkte (Urk. 25). Der weitere
Prozessverlauf kann dem erstinstanzlichen Urteil entnommen werden (Urk. 55
S. 5 ff. = Urk. 58 S. 5 ff.). Am 28. Mai 2019 erliess die Vorinstanz den eingangs
wiedergegebenen Entscheid (Urk. 58 S. 63 ff.).
2. Dagegen erhob der Gesuchsgegner und Berufungskläger (fortan Gesuchs-
gegner) am 13. Juni 2019 innert Frist (vgl. Urk. 56/1) Berufung mit den vorstehend
zitierten Anträgen (Urk. 57 S. 1 f.). Sein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung wurde mit Verfügung der Kammerpräsidentin vom 19. Juni 2019 abge-
wiesen. Gleichzeitig wurde ihm Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses ange-
setzt (Urk. 64), den er rechtzeitig leistete (Urk. 65). Mit Eingabe vom 30. Juli 2019
erstattete die Gesuchstellerin die Berufungsantwort (Urk. 68), zu welcher der Ge-
suchsgegner mit Eingabe vom 23. August 2019 Stellung nahm (Urk. 73). Auf Er-
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suchen der Parteien wurde ihnen je mit Verfügungen vom 17. September 2019
(Urk. 77; Urk. 78) und 22. Oktober 2019 (Urk. 84; Urk. 85) Frist zur Ausübung des
Replikrechts angesetzt, das die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 30. September
2019 (Urk. 80-82/10), der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 6. November 2019
(Urk. 86-88/2) wahrnahm. Die jeweiligen Schriften wurden der Gegenseite zur
Kenntnisnahme zugestellt, Letztere mit Verfügung vom 12. November 2019 mit
dem Hinweis, dass eine weitere Replikeingabe angesichts des fortgeschrittenen
Verfahrens innert nicht erstreckbarer Frist zu erfolgen hätte (Urk. 89). Weitere
Eingaben der Parteien erfolgten nicht.
3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-56). Das Verfahren
erweist sich als spruchreif.
II.
1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefoch-
tenen Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Dispositiv-
Ziffern 1, 3, 4, 6 und 7 des vorinstanzlichen Urteils blieben unangefochten und
sind damit in Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorzumerken.
2. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutzverfahrens
und insbesondere das Erfordernis der blossen Glaubhaftmachung der rechtser-
heblichen Tatsachen kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen
Entscheid verwiesen werden (Urk. 58 S. 11 f., E. II.A.).
3.1. Im vorliegenden Berufungsverfahren liegt der Ehegatten- und Kinderunter-
halt im Streit (Urk. 58 S. 63 f., Dispositiv-Ziffer 2 und 5).
Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache,
mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-
schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung;
BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). Betreffend den Kinderunterhalt
gelten die Offizial- und Untersuchungsmaxime (Art. 58 Abs. 2 ZPO; Art. 296
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Abs. 1 und 3 ZPO). Trotz Untersuchungs- und Offizialmaxime haben die Parteien
das Tatsächliche vorzutragen und bei der Sammlung des massgebenden Pro-
zessstoffs mitzuwirken. Insbesondere obliegt es ihnen, dem Gericht das Tatsa-
chenmaterial mit vollständigen und bestimmten Behauptungen zu unterbreiten
und die Beweismittel zu bezeichnen (Mitwirkungspflicht; BGer 5A_357/2015 vom
19. August 2015, E. 4.2). Das Gericht ist indes nicht an die Anträge und tatsächli-
chen Vorbringen der Parteien gebunden (Breitschmid, a.a.O., Art. 280 N 5; vgl.
auch BGE 128 III 411 E. 3.2.1). Bezüglich der persönlichen Unterhaltsbeiträge der
Ehegatten gilt einerseits der Dispositionsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO), anderer-
seits aber auch die beschränkte Untersuchungsmaxime gemäss Art. 272 ZPO
(OGer ZH LY150052 vom 21.01.2016, S. 5 ff., OGer ZH LY110022 vom
29.11.2011, S. 5 f.). Sind – wie vorliegend – sowohl Kinder- als auch Ehegatten-
unterhaltsbeiträge festzulegen, ist eine gemeinsame Berechnung durchzuführen
(Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. A., Bern 2014, S. 104 N 2.61).
Somit schlägt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime auch hinsichtlich der
Ermittlung (allfälliger) Ehegattenunterhaltsbeiträge durch.
3.2. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange können die Parteien im Berufungs-
verfahren auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn die Vo-
raussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349
E. 4.2.1). Die zahlreichen von den Parteien erstmals im Berufungsverfahren ein-
gereichten Urkunden (Urk. 61/2-5; Urk. 71/2-11; Urk. 75/1-19; Urk. 82/1-10;
Urk. 88/1-2) sowie die daraus abgeleiteten Vorbringen sind somit im vorliegenden
Berufungsverfahren zu berücksichtigen.
III.
A. Einkommen Gesuchstellerin
1.1. Die Vorinstanz rechnete der Gesuchstellerin für August 2018 bis Oktober
2018 ein monatliches Nettoeinkommen (inkl. Überzeitentschädigung und
13. Monatslohn) von Fr. 5'518.–, ab November 2018 von Fr. 5'764.– an. Zum Mo-
natslohn der Zeitspanne August 2018 bis Oktober 2018 hielt sie fest, die Gesuch-
stellerin habe von Juli 2014 bis Ende September 2018 beim Amt für Justizvollzug
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des Kantons Zürich in einem Pensum von 60% gearbeitet. Die einmalige Abgel-
tung für geleistete Überstunden von Fr. 1'282.95 sei mit Verweis auf die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung (BGer 5P_172/2002 vom 6. Juni 2002, E. 2.1.1)
beim regelmässigen Einkommen anzurechnen und mit einem Durchschnittswert
von monatlich Fr. 25.– (Juli 2014 bis September 2018 = 51 Monate) zu berück-
sichtigen. Die Ferienentschädigung sei dagegen nicht beim Lohn anzurechnen.
Weiter habe die Gesuchstellerin per Ende September 2018 ihr Arbeitsverhältnis
gekündigt und im November 2018 ihre gegenwärtige Arbeitsstelle bei der D._
angetreten. Es sei davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin ihre vormalige
Stelle freiwillig aufgegeben und damit die Verminderung ihrer Eigenversorgungs-
kapazität selbst verschuldet habe, weshalb ihr für Oktober 2018 der bisherige
Lohn von Fr. 5'518.– anzurechnen sei. Bei der D._ arbeite sie seit November
2018 wiederum zu einem Arbeitspensum von 60%. Vorläufig sei ihr kein höheres
Pensum zumutbar (Urk. 58 S. 18 ff.), weshalb ihr ab 1. November 2018 das tat-
sächlich erzielte Einkommen von Fr. 5'764.– inkl. 13. Monatslohn anzurechnen
sei (Urk. 58 S. 22).
1.2. Der Gesuchsgegner rügt, das angesparte Ferienguthaben der Gesuchstelle-
rin sei als Lohnbestandteil zu berücksichtigen. Sie habe es während des Zusam-
menlebens generiert, weshalb sie nicht allein davon profitieren könne, zumal der
Gesuchsgegner seine gesamten Vorleistungen aus erarbeiteter Überzeit aus den
Jahren vor der Geburt von C._ für die Zeit nach der Geburt der Familie zur
Verfügung gestellt habe. Die von der Vorinstanz berücksichtigte Zeitspanne von
51 Monaten (Juli 2014 bis September 2018) sei willkürlich festgesetzt. Vielmehr
sei auf den letzten Lohnausweis (Urk. 41/1) und damit auf die Dauer Januar bis
September 2018 abzustellen (Urk. 57 S. 5). Da die Gesuchstellerin im Oktober
2018 ohne Weiteres an ihrer angestammten Stelle hätte bleiben und dabei das
überschüssige Ferien- bzw. Überzeitguthaben beziehen können, sei vom Gutha-
ben der Oktoberlohn abzuziehen und die Restanz auf die Monate Januar bis Ok-
tober aufzurechnen, wodurch sich ein für August bis Oktober 2018 anzurechnen-
des Erwerbseinkommen von Fr. 6'245.05 ergebe (Urk. 57 S. 6; Urk. 73 S. 3 f.).
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1.3. Die Gesuchstellerin schliesst sich den Erwägungen der Vorinstanz an
(Urk. 68 S. 3 ff.).
1.4. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, sind ausbezahlte Ferienentschädi-
gungen nicht im Einkommen der Ehegatten zu berücksichtigen (vgl. auch Jann
Six, a.a.O., S. 133 N 2.129). Der Einwand des Gesuchsgegners, er habe seine
vor C._s Geburt erarbeitete Überzeit im Rahmen eines Sabbaticals der Fa-
milie zur Verfügung gestellt, verfängt nicht, zumal sich auch die Gesuchstellerin
ihre Überzeit anrechnen lassen muss. Insofern ist keine Schlechterstellung des
Gesuchsgegners ersichtlich. Ferner hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt,
dass die Behauptung, die Gesuchstellerin habe sowohl ihre Überzeit als auch das
Ferienguthaben über die Jahre der Anstellung akkumuliert, unbestritten blieb
(Urk. 47; Urk. 49; Urk. 58 S. 18). Die zugrunde gelegte Zeitspanne von 52 Mona-
ten erweist sich daher als sachgerecht. Weitere Abklärungen dazu waren nicht
angezeigt (Urk. 57 S. 5). Unangefochten und überzeugend ist ferner die Erwä-
gung der Vorinstanz, wonach der Gesuchstellerin während ihrer selbstverschulde-
ten Stellenlosigkeit im Monat Oktober 2018 das bisherige Einkommen anzurech-
nen sei. Damit ging die Vorinstanz für die Monate August 2018 bis Oktober 2018
zutreffend von einem Nettoeinkommen der Gesuchstellerin von monatlich
Fr. 5'518.– (Fr. 5'493.– + Fr. 25.– Anteil Überzeitentschädigung) aus.
2.1. Der Gesuchsgegner rügt weiter, die Vorinstanz habe der Gesuchstellerin für
die Zeit ab November 2018 in Überschreitung ihres Ermessens ein Arbeitspen-
sum von 60% angerechnet. Im Wesentlichen macht er geltend, angesichts der
Betreuung von C._ durch Kindergarten, Hort und den Gesuchsgegner im
Umfang von insgesamt 80% sei der Gesuchstellerin ohne Weiteres ein Pensum
von mindestens 70% möglich und zumutbar. Dies sei ihr im Zeitpunkt der Stellen-
suche in E._ aufgrund des damals bereits feststehenden Betreuungsmodells
und der Fremdbetreuungszeiten durch das "Tagi" klar gewesen (Urk. 73 S. 5). Es
könne nicht allein auf das gelebte Rollenmodell abgestellt werden, nachdem sich
die Betreuungssituation von C._ aufgrund dessen Einschulung und Wohn-
sitzwechsels nach E._ massgeblich verändert habe. Das Einkommen der
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Gesuchstellerin betrage somit bei Anrechnung eines 70%-Pensums monatlich
Fr. 6'590.– netto inkl. 13. Monatslohn (Urk. 57 S. 7; Urk. 73 S. 4 ff.).
2.2. Die Gesuchstellerin führt dazu aus, sie leiste ihr 60%-Pensum am Dienstag
von ca. 9 Uhr bis 16.35 Uhr, jeden zweiten Mittwoch ab ca. 9 Uhr den ganzen
Tag, jeden Donnerstag den ganzen Tag und jeden zweiten Freitag den ganzen
Tag. Eine Erhöhung des Pensums sei bereits vor dem Hintergrund der tatsächli-
chen Betreuung von C._ nicht möglich und vom Gesuchsgegner auch nicht
gewünscht (Urk. 9 S. 27). Der Gesuchstellerin sei daher ab November 2018 ein
Nettoeinkommen von Fr. 5'764.– anzurechnen (Urk. 68 S. 5).
2.3. Es ist unbestritten und belegt, dass die Gesuchstellerin seit 1. November
2018 in der Funktion als Vizepräsidentin der D._ mit einem Arbeitspensum
von 60% angestellt ist (Urk. 35). Weiter blieb unangefochten, dass die Gesuch-
stellerin während des gesamten Zusammenlebens der Parteien ein 60%-Pensum
innehatte (Urk. 9 S. 33; Urk. 58 S. 21; Urk. 57 S. 6 f.; Urk. 73 S. 4 ff.). Zu prüfen
ist, ob der Gesuchstellerin angesichts der veränderten Verhältnisse aufgrund ih-
res Umzugs nach E._ ein höheres Pensum anzurechnen, mithin möglich und
zumutbar, ist.
Gemäss ab Umzug nach E._ geltender Betreuungsvereinbarung der
Parteien betreut der Gesuchsgegner C._ von Mittwochnachmittag bis Frei-
tagmorgen (ungerade Kalenderwochen) und von Donnerstag ab Ende Kindergar-
ten bis Sonntag 17 Uhr (gerade Kalenderwochen; Urk. 24 S. 2, Ziff. 2.4.1.). Aus
den Unterlagen der Kindertagesstätte ergibt sich, dass die Parteien für C._
jeweils an zwei Wochentagen die Mittagsbetreuung und an zwei Wochentagen
die Mittags- und Nachmittagsbetreuung gebucht haben (Urk. 31/8; Urk. 71/2;
Urk. 71/4; Urk. 71/11). Dabei handelt es sich offenbar um den minimalen Betreu-
ungsumfang dieser Tagesstätte (Urk. 73 S. 9; Urk. 80 S. 6). Tatsächlich genutzt
wird das Angebot jedoch von beiden Parteien in geringerem Umfang (Prot. I
S. 52, S. 54; Urk. 68 S. 5; Urk. 73 S. 10; Urk. 86 S. 6). Die Gesuchstellerin be-
hauptet, sie betreue C._ jeweils am Montag bis Kindergartenbeginn um 8.30
Uhr und ab 12 Uhr, am Dienstag bis Kindergartenbeginn und ab 17 Uhr, am Mitt-
wochmorgen bis Kindergartenbeginn und jeden zweiten Mittwoch ab 12 Uhr, je-
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den zweiten Donnerstag bis Kindergartenbeginn und jeden zweiten Freitag ab 12
Uhr (Urk. 68 S. 5). Mit Eintritt in das zweite Kindergartenjahr hat offenbar ein
Wechsel der Arbeitstage von Dienstag auf Montag stattgefunden (Urk. 71/4+5),
was den Umfang der in Anspruch genommenen Fremdbetreuung jedoch nicht
tangiert. Der Gesuchsgegner behauptet implizit, C._ werde an den Betreu-
ungstagen der Gesuchstellerin länger als von ihr angegeben im "Tagi" betreut
(Urk. 73 S. 6, Tabelle). Belege dazu finden sich indes keine bei den Akten, insbe-
sondere ergibt sich nichts dergleichen aus der Mailkorrespondenz mit der Tages-
stätte (Urk. 71/4+5; Urk. 75/2+3; Urk. 82/1+2). Vielmehr waren und sind sich die
Eltern offenbar darin einig, dass C._ wenn immer möglich von ihnen persön-
lich betreut und nur während ihrer notwendigen Abwesenheit in die Fremdbetreu-
ung gegeben wird (Urk. 86 S. 7; vgl. auch Urk. 82/1+2 S. 2). Insgesamt erscheint
daher glaubhaft, dass die Gesuchstellerin C._ nicht länger fremdbetreuen
lässt, als sie arbeitsbedingt abwesend ist. Weiter blieb unbestritten, dass die Ge-
suchstellerin (je nach Verkehr) rund eine halbe Stunde Arbeitsweg hat (Urk. 80
S. 4, Urk. 86 S. 6). Selbst wenn demnach der Ansicht des Gesuchsgegners ge-
folgt wird, wonach die Gesuchstellerin C._ montags, dienstags und mitt-
wochs sowie jeden zweiten Donnerstag zu Beginn der Auffangzeit um 8 Uhr statt
erst um 8.30 Uhr im Kindergarten abliefern könnte, wäre ihr an diesen Tagen ein
Arbeitsantritt vor 8.30 Uhr nicht möglich (Urk. 73 S. 6; Urk. 80 S. 4). Aufgrund des
dargestellten Betreuungskonzepts durch Kindergarten, "Tagi" und Gesuchsgeg-
ner und unter Berücksichtigung des halbstündigen Arbeitswegs stehen der Ge-
suchstellerin somit wöchentlich 3 Stunden, entweder am Mittwoch- oder Freitag-
morgen von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr, für weitere Arbeitsleistung zur Verfügung.
Dies lässt eine Aufstockung ihrer Arbeitszeit um 10% nicht zu. Damit hat der Ge-
suchsgegner nicht glaubhaft dargetan, dass die Gesuchstellerin aufgrund der tat-
sächlichen Betreuung von C._ ein Arbeitspensum von 70% leisten könnte
(Urk. 73 S. 6). Die Erhöhung des Fremdbetreuungsumfangs von C._, die ein
Arbeitspensum von 70% bei der Gesuchstellerin möglich machen würde, ist auch
vom Gesuchsgegner nicht gewollt (Urk. 9 S. 27; Urk. 86 S. 5 ff.). Damit kann of-
fenbleiben, ob der Gesuchstellerin im Zeitpunkt der Stellensuche aufgrund der
bestehenden Angebote eine Anstellung zu 80% möglich gewesen wäre resp. ob
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sie an der angestammten Stelle ihr Pensum erhöhen kann. Es bleibt demnach –
zumindest einstweilen (vgl. Urk. 58 S. 21) – beim von der Gesuchstellerin bis an-
hin ausgeübten Arbeitspensum von 60% und dem ab 1. November 2018 ange-
rechneten monatlichen Einkommen von Fr. 5'764.– inkl. 13. Monatslohn.
B. Einkommen Gesuchsgegner
1. Der Vorderrichter erwog, der Gesuchsgegner sei seit über fünfzehn Jahren
bei der F._ AG angestellt. Während sein Arbeitspensum vor C._s Ge-
burt ca.120% betragen habe (Urk. 9 S. 5, 9), habe er es nach der Geburt auf 80%
reduziert und den Sohn unter der Woche an einem vollen Tag alleine betreut. Per
September 2018 habe er das Arbeitspensum weiter auf 70% verringert. Aufgrund
der Betreuungsvereinbarung der Parteien vom 20. Juni 2018 (Urk. 24) ergebe
sich für den Gesuchsgegner unter der Woche unter Berücksichtigung von
C._s Kindergarten- bzw. Hortaufenthalt im Ergebnis kaum ein grösserer Be-
treuungsaufwand als damals, als die Parteien noch zusammengelebt hätten. Da-
her sei dem Gesuchsgegner ein Arbeitspensum von 80% zumutbar (Urk. 58
S. 22 ff.). Die per September 2018 vorgenommene Pensumsreduktion auf 70%
hielt die Vorinstanz für rechtsmissbräuchlich und teilweise in Schädigungsabsicht
erfolgt. Weil der Gesuchsgegner überdies über Vermögen verfüge, mit dem er die
vorübergehende Einkommensreduktion überbrücken könne, sei bei ihm rückwir-
kend ab September 2018 von einem Arbeitspensum von 80% auszugehen
(Urk. 58 S. 26) und – entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin – der Lohn für ein
80%-Pensum, nicht für ein 100%-Pensum anzurechnen (Urk. 58 S. 26 f.). Hin-
sichtlich der Einkommenshöhe berücksichtigte die Vorinstanz zwar keine Dividen-
denerträge (Urk. 58 S. 27 ff.), jedoch anteilsmässige Boni (Urk. 58 S. 29 f.) sowie
die ausbezahlten Pauschalspesen als Lohnbestandteil, da diesen keine effektive
Auslagen gegenüberstünden (Urk. 58 S. 30 ff.). Entsprechend rechnete die Vorin-
stanz dem Gesuchsgegner für den Monat August 2018 ein Nettoeinkommen von
insgesamt Fr. 9'878.– an (Fr. 8'088.50, zuzüglich Fr. 687.– Anteil 13. Monatslohn
[Fr. 8'088.50 + Fr. 160.– : 12], Fr. 400.– Spesen und Fr. 703.– Bonus). Ab Sep-
tember 2018 ging die Vorinstanz von einem Nettoeinkommen des Gesuchsgeg-
ners von Fr. 8'491.– aus. Sie bestimmte dieses anhand des auf 80% aufgerech-
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neten ausbezahlten Einkommens bei einem Arbeitspensum von 70% von
Fr. 6'881.– (Fr. 6'001.– + Geschäftsauto Fr. 160.– : 70% x 80% - Geschäftsauto
Fr. 160.–) zuzüglich Anteil 13. Monatslohn von Fr. 587.– (Fr. 6'881.– + Ge-
schäftsauto Fr. 160.– : 12), zuzüglich Fr. 703.– Bonus sowie Spesen von
Fr. 320.– (Urk. 58 S. 33 f.). Ab 1. Februar 2019 sei aufgrund einer Bonusreduktion
auf monatlich Fr. 543.– von einem anrechenbaren Nettoeinkommen des Ge-
suchsgegners von Fr. 8'331.– auszugehen (Urk. 58 S. 34).
2. Arbeitspensum Gesuchsgegner
2.1. Der Gesuchsgegner rügt zum rückwirkend angerechneten Arbeitspensum
von 80%, die Vorinstanz habe verkannt, dass er sein Arbeitspensum per Septem-
ber 2018 gerade im Wissen um den geplanten Umzug der Gesuchstellerin nach
E._ reduziert habe. Er habe damit die Betreuung von C._ gewährleisten
wollen für den Fall, dass dieser wie beantragt bei ihm in Zürich bleibe. Zudem las-
se die im Juni 2018 abgeschlossene Betreuungsvereinbarung (Urk. 24, Urk. 25)
kein Arbeitspensum über 70% zu. Die Vorinstanz habe weder den Weg Zürich-
E._ berücksichtigt, den der Gesuchsgegner jede ungerade Kalenderwoche
an zwei Arbeitstagen und jede gerade Kalenderwoche an einem Arbeitstag zu-
rücklege, noch den Umstand, dass der Gesuchsgegner als Führungsperson einen
erhöhten Koordinationsaufwand für die beiden Homeoffice-Halbtage pro Woche in
E._ habe. Der Umzug von C._ nach E._ sei für Sohn und Vater mit
einem herben Verlust des persönlichen Kontakts einhergegangen, dem der Ge-
suchgegner zur Vermeidung des drohenden Bezugsverlusts mit viel zeitlichem
Aufwand (Unterhalt Zweitwohnung, Reisezeiten, Homeoffice) bestmöglich entge-
genwirke. Die Vorinstanz aberkenne ihm schliesslich das Recht, seine Ferien mit
seinem Sohn persönlich zu verbringen (Urk. 57 S. 7 ff.; Urk. 73 S. 12 f.).
2.2. Die Gesuchstellerin hält daran fest, dass der Gesuchsgegner ohne Rück-
sprache mit ihr sein Arbeitspensum bei der F._ AG, bei der sein Vater Ver-
waltungsratspräsident sowie er und sein Bruder Mitglied des Verwaltungsrats und
der Geschäftsleitung seien, per 1. September 2018 auf 70% reduziert habe. Dazu
habe die Betreuungsvereinbarung der Parteien vom 20. Juni 2018 (Urk. 24,
Urk. 25) keinen Anlass gegeben. Es rechtfertige sich deshalb, ihm das ursprüngli-
- 13 -
che Pensum von 80% unverändert ab 1. September 2018 anzurechnen, zumal
ihm eine Rückkehr zum ursprünglichen Pensum ohne Weiteres zumutbar und
möglich sei (Urk. 68 S. 7 f.; Urk. 80 S. 6).
2.3. Gemäss Teil-Trennungsvereinbarung der Parteien vom 20. Juni 2018 be-
treut der Gesuchsgegner C._ in einer Woche jeweils von Mittwochnachmittag
bis Freitagmorgen und in der nächsten von Donnerstagmittag bis Sonntagabend
(Urk. 24 S. 2 Ziff. 2.4.1). Unter der Woche findet die Betreuung in E._ statt.
Es ist glaubhaft, dass C._s Wohnortswechsel nach E._ vom Gesuchs-
gegner ein höheres Mass an Koordination und Flexibilität erfordert, als dies für die
Betreuung zuvor notwendig war. Um am Alltag seines Sohnes teilnehmen und die
Betreuung auch unter der Woche gewährleisten zu können, muss der Gesuchs-
gegner nunmehr einmal wöchentlich von Zürich nach E._ und zurück reisen,
wobei er einmal beide Wege, einmal einen Weg an einem Arbeitstag und somit
zulasten seiner Arbeitszeit zurücklegt. Dahingegen fällt der mit dem Konzept ein-
hergehende eine (nicht zwei, Urk. 57 S. 8) Homeoffice-Halbtag wohl weniger ins
Gewicht. Zwar leuchtet ein, dass für den Gesuchsgegner damit eine Einschrän-
kung der Verfügbarkeit von Terminen verbunden ist (Urk. 73 S. 12), indes ist da-
von auszugehen, dass er einen halben Tag Homeoffice in seiner Tätigkeit als In-
formatiker und Führungsperson ebenfalls nutzbringend einsetzen kann. Der tat-
sächliche Betreuungsaufwand des Gesuchsgegners beläuft sich unter der Woche
auf zwei Halbtage. Abgesehen vom erwähnten Zeitverlust aufgrund des Reise-
wegs Zürich-E._ ergibt sich somit für den Gesuchsgegner unter der Woche
unter Berücksichtigung von C._s Kindergarten- und Hortaufenthalt am Mitt-
woch, Donnerstag bzw. Freitag kein wesentlich höherer Betreuungsaufwand als
während des Zusammenlebens der Parteien, als der Gesuchsgegner C._ am
Montag ganztags betreute. Auch wenn die wöchentlichen Fahrten von Zürich
nach E._ und zurück eine Mehrbelastung des Gesuchsgegners darstellen,
rechtfertigen sie noch keine Reduktion seines Arbeitspensums um 10%. Ebenso
wenig vermag dies die angeführte Ferienbetreuung. Es ist der Vorinstanz beizu-
pflichten, dass kein Anspruch erwerbstätiger Eltern besteht, ihre Kinder während
der Schulferien durchgehend persönlich zu betreuen. Dies ergibt sich bereits aus
dem Missverhältnis der jährlichen Anzahl Ferienwochen von Schulkindern (13
- 14 -
Wochen) gegenüber dem jährlichen gesetzlichen Ferienanspruch arbeitstätiger
Eltern (4, eventuell 5 Wochen; Urk. 58 S. 25). Indem die Vorinstanz dem Ge-
suchsgegner ein über seinen Ferienanspruch hinausgehendes Recht zum Feri-
enbezug abspricht, hat sie demnach ihr Ermessen nicht überschritten (Urk. 57
S. 8; Urk. 58 S. 25). Insgesamt erscheint somit dem Gesuchsgegner ein Arbeits-
pensum von 80% möglich und zumutbar.
2.4. Weiter überzeugt die Argumentation des Gesuchsgegners nicht, er habe mit
seiner Pensumsreduktion die Betreuung von C._ in Zürich sicherstellen wol-
len (Urk. 57 S. 7 f.). Zwar trifft zu, dass sein Antrag im Eheschutzverfahren ur-
sprünglich auf Zuteilung der Obhut an ihn lautete (Urk. 9 S. 37). Dies allein recht-
fertigt es jedoch nicht, vor Kenntnis der Auffassung des Gerichts Fakten zu schaf-
fen und die eigene Leistungsfähigkeit herabzusetzen, zumal dem Gesuchsgegner
hatte bewusst sein müssen, dass dadurch allfällige Kinderunterhalts- resp. Ehe-
gattenunterhaltsbeiträge vermindert würden. Die bestrittene Behauptung, die Ab-
machung der Parteien habe immer vorgesehen, die Betreuung von C._ mit
Eintritt in den Kindergarten neu zu regeln (Urk. 73 S. 12; Urk. 80 S. 6; Urk. 68
S. 6 f.), ist für die vorgenommene Pensumsreduktion auf 70% zu wenig substanti-
iert. Auch lässt sich aus der Bestätigung des bezogenen Sabbaticals (Urk. 10/36)
nichts zugunsten der vom Gesuchsgegner behaupteten Abmachung ableiten, er
werde nach Ablauf des gestaffelten Sabbaticalbezugs eine (weitere) Reduktion
von 80% auf 70% vornehmen. Insgesamt ist daher die Würdigung der Vorinstanz
zutreffend, wonach die Pensumsreduktion des Gesuchsgegners zumindest teil-
weise in Schädigungsabsicht erfolgte und damit nicht zu schützen ist. Die hypo-
thetische Anrechnung eines Arbeitspensums von 80% seit September 2018 er-
scheint vor diesem Hintergrund als sachgerecht. Dass der Gesuchsgegner über
Vermögen verfügt, um die vorübergehende Einkommensreduktion zu überbrü-
cken (Urk. 58 S. 26), blieb ungerügt.
3. Bonus
3.1. Der Gesuchsgegner moniert, die Vorinstanz habe ihm einen Bonus als fixen
Lohnbestandteil angerechnet, ohne sich mit den Arbeitsverträgen von 2003
(Urk. 10/2) und 2018 (Urk. 10/29) zu befassen. Die Leistungsprämie sei in keinem
- 15 -
dieser Verträge garantiert und jedes Jahr abhängig vom Geschäftsergebnis. Rich-
tigerweise sei sodann nur vom tatsächlich erzielten Einkommen eines 70%-
Pensums auszugehen und damit von einem Bonus von Fr. 6'060.– brutto, mithin
von monatlich Fr. 474.– netto (Urk. 57 S. 9; Urk. 73 S. 13).
3.2. Die Gesuchstellerin will dem Gesuchsgegner ab Februar 2019 – wie die Vor-
instanz – gestützt auf sein 80%-Pensum einen Bonus von monatlich Fr. 542.–
netto anrechnen (Urk. 68 S. 8).
3.3. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gehören zum Netto-
einkommen nicht nur der feste Lohnbestandteil, sondern auch effektiv bezahlte
Provisionen, Gratifikationen bzw. Boni. Werden Einkommensbestandteile unre-
gelmässig bzw. in unregelmässiger Höhe (z.B. Provisionen, Trinkgelder, Akkord-
lohn) oder gar nur einmal (z.B. 13. Monatslohn) ausbezahlt, ist von einem
schwankenden Einkommen auszugehen und auf den Durchschnittswert einer als
massgebend erachteten Zeitspanne abzustellen (vgl. statt vieler BGer
5A_686/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.3; BGer 5A_724/2018 vom 14. März
2019, E. 5.3.1).
3.4. Es trifft zu, dass aus den Arbeitsverträgen des Gesuchsgegners mit der
F._ AG vom 15. Juli 2003 (Urk. 10/2) und vom 20. April 2018 (Urk. 10/29)
keine Vereinbarung über Bonuszahlungen hervorgeht. Wie sich jedoch aus den
eingereichten Lohnausweisen und Lohnabrechnungen des Gesuchsgegners so-
wie dessen eigenen Angaben ergibt, wurden ihm bei einem 100%-Pensum im
Jahr 2016 Fr. 8'000.– und in den Jahren 2017 und 2018 je Fr. 9'000.– ausbezahlt
(Urk. 33 S. 13; Urk. 3/28; Urk. 34/28; Urk. 34/23; Urk. 50/2). Zutreffend ging die
Vorinstanz daher bei der Bonuszahlung von einem effektiv ausbezahlten Lohnbe-
standteil aus. Bis Ende Januar 2019 stellte sie auf den im Jahre 2018 tatsächlich
ausbezahlten Bonus von Fr. 9'000.– brutto ab, resp. unter Berücksichtigung der
Sozialabzüge von 6.23% (Urk. 34/23) auf monatlich Fr. 703.– netto (Urk. 68
S. 29). Diese Berechnungsweise blieb unangefochten (Urk. 57 S. 9; Urk. 73
S. 13). Moniert wurde die Anrechnung eines 80%-Pensums statt des tatsächli-
chen 70%-Pensums ab Februar 2019, was jedoch unter Hinweis auf die vorste-
henden Erwägungen zum dem Gesuchsgegner anrechenbaren hypothetischen
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Einkommen (vgl. vorstehend E. III.B.2.3.-2.4.) nicht zu beanstanden ist. Es ist da-
her ab Februar 2019 auf den durchschnittlichen jährlichen Bonus des Gesuchs-
gegners, umgerechnet auf ein 80%-Pensum, abzustellen. Somit ist seinem Ein-
kommen ab diesem Zeitpunkt ein jährlicher Bonus von Fr. 8'666.– brutto bei ei-
nem 100%-Pensum, mithin von monatlich Fr. 542.– netto bei einem 80%-Pensum
(Fr. 578.– abzüglich 6.23% Sozialabzüge) anzurechnen.
4. Spesen
4.1. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz habe die monatlich ausbezahlten
Pauschalspesen von Fr. 400.– als Lohnbestandteil angerechnet. Er habe im erst-
instanzlichen Verfahren jedoch ausführlich dargelegt, dass den Spesen effektive
Auslagen gegenüberstünden (Urk. 9 S. 34; Urk. 33 S. 13; Prot. I S. 50 f.). Es liege
in der Natur der Sache, dass gerade Belege über Kleinstbeträge unter Fr. 50.–
wie Kundengeschenke und -essen nicht gesammelt würden, da sie mit den Pau-
schalspesen abgedeckt seien. Während der Gesuchsgegner in der Berufungs-
schrift noch ausführte, er habe keine zusätzlichen Spesen abgerechnet, insbe-
sondere auch solche nicht, die den Betrag von Fr. 50.– übersteigen würden
(Urk. 57 S. 9), anerkennt er in seiner Stellungnahme vom 23. August 2019, ein-
malig im Mai 2018 Kleinspesen unter Fr. 50.– geltend gemacht zu haben
(Urk. 43/6), woraus jedoch keine entsprechende regelmässige Spesenhandha-
bung abgeleitet werden könne (Urk. 73 S. 13).
4.2. Die Gesuchstellerin will dem Gesuchsgegner die Pauschalspesen als Lohn
anrechnen, da ihnen keine belegten Ausgaben gegenüberstünden (Urk. 68 S. 8 f.;
Urk. 80 S. 6).
4.3. Der Gesuchsteller ist bei der F._ AG als Geschäftsleiter angestellt
(Urk. 10/29). Wie aus den im Recht liegenden Lohnabrechnungen hervorgeht,
wurden ihm unter dem Titel "Spesen pauschal" bis August 2018 monatlich
Fr. 400.–, ab September 2018 monatlich Fr. 300.– vergütet (Urk. 43/3-9;
Urk. 50/2). Gemäss "Spesen Zusatzreglement F._ AG leitendes Personal
und Projektleiter" sind mit der ausgerichteten Pauschalentschädigung für Spesen
sämtliche Kleinausgaben bis zur Höhe von Fr. 50.– pro Ereignis abgegolten
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(Urk. 43/2 Ziffer III.). In der erstinstanzlichen Befragung auf die Spesen angespro-
chen, gab der Gesuchsgegner an, er lade öfters Klienten zum Mittagessen ein,
wobei er zwischen Fr. 150.– und Fr. 200.– ausgebe, was zwei bis drei Mal pro
Monat vorkomme. Im Kontakt mit Kunden trage er oft einen Anzug, weshalb er
pro Jahr ein bis zwei Anzüge kaufe (Prot. I S. 50 f.). Bei beiden Ausgaben handelt
es sich jedoch gerade nicht um Kleinbeträge von unter Fr. 50.– pro Ereignis, die
gemäss Spesen Zusatzreglement mit den Pauschalspesen abgedeckt sind. Da-
gegen trifft dies auf den in den Rechtsschriften erwähnten Wein zu (Urk. 9 S. 34;
Urk. 33 S. 13), wobei weder behauptet noch ohne Weiteres glaubhaft erscheint,
dass der Gesuchsgegner für dieses Kundengeschenk monatlich durchschnittlich
Fr. 400.– resp. Fr. 300.– ausgibt. Andere Kleinausgaben wurden nicht geltend
gemacht. Zwar erscheint lebensnah, dass die entsprechenden Quittungen ange-
sichts der pauschalen Entschädigung durch den Arbeitgeber nicht aufbewahrt
werden. Die Höhe der durchschnittlichen, tatsächlich getätigten Kleinausgaben
hätte der Gesuchsgegner jedoch beziffern können und müssen. Mangels substan-
tiierter Angaben gelingt es dem Gesuchsgegner somit nicht, glaubhaft zu machen,
dass den vergüteten Pauschalspesen tatsächliche Ausgaben gegenüberstehen.
Es ist daher der Vorinstanz beizupflichten, wonach die Spesenpauschale des Ge-
suchsgegners als versteckter Lohn zu qualifizieren und im Umfang von Fr. 400.–
bis August 2018, danach im Umfang von Fr. 320.– (entsprechend einem 80%-
Pensum) dessen Einkommen anzurechnen ist.
5. Zusammengefasst beträgt das Nettoeinkommen des Gesuchsgegners für
August 2018 Fr. 9'878.– (Fr. 8'088.50 + 687.– Anteil 13. Monatslohn + Fr. 400.–
Spesen + Fr. 703.– Bonus). Für die Monate September 2018 bis Januar 2019 ist
beim Gesuchsgegner wie ausgeführt entgegen seiner Pensumsreduktion auf 70%
ein Arbeitspensum von 80% anzurechnen und damit von einem Nettoeinkommen
von monatlich Fr. 8'491.– auszugehen (Fr. 6'881.– + Fr. 587.– Anteil 13. Monats-
lohn + Fr. 320.– Spesen + Fr. 703.– Bonus). Ab Februar 2019 sind ihm
Fr. 8'331.– anzurechnen (Fr. 6'881.– + Fr. 587.– Anteil 13. Monatslohn + Fr. 320.–
Spesen + Fr. 543.– Bonus). Auch insofern dringt der Gesuchsgegner demnach
mit seiner Berufung nicht durch.
- 18 -
6. Unangefochten blieb das Einkommen von C._. Die Kinderzulage be-
trägt Fr. 200.– und wird der Gesuchstellerin ausbezahlt, ab 1. November 2018 zu-
sammen mit der Erziehungszulage von Fr. 197.65 (Urk. 58 S. 34; Urk. 30 S. 3).
C. Bedarf
1. Die Vorinstanz ging von folgenden Bedarfspositionen der Parteien und von
C._ aus (Urk. 58 S. 35):
Bedarf Gesuchstellerin Gesuchsgegner C._ bei GSin C._ bei GG
1. Grundbetrag CHF 1'350.– CHF 1'350.– CHF 300.– CHF 300.– 2. Miete + NK bis 30.09.18 bis 31.01.19 ab 01.02.19
CHF 1'070.–
CHF 1'577.– CHF 2'591.– CHF 2'233.–
CHF 535.–
CHF 789.– CHF 1'295.– CHF 1'117.–
3. Krankenkasse (KVG und VVG) CHF 525.– CHF 454.– CHF 181.–
4. zusätzliche Gesundheitskosten CHF 54.– CHF 48.– CHF 17.–
5. Versicherungen CHF 63.– CHF 53.–
6. Serafe CHF 30.– CHF 30.–
7. Kommunikationskosten CHF 122.– CHF 81.– 8. Fremdbetreuung bis 31.08.2018 bis 30.09.2018 bis 30.10.2018 ab 01.11.2018 ab 01.02.2019
CHF 470.– CHF 405.– CHF 310.– CHF 295.– CHF 320.–
9. Zusätzliche Kinderkosten CHF 50.– CHF 50.–
10. Auswärtige Verpflegung CHF 132.– CHF 176.–
11. Mobilität CHF 150.– CHF 13.– 12. Parkplatz ab 01.11.2018
CHF 150.– CHF 210.–
CHF 150.–
13. Steuern bis. 31.08.2018 bis 30.09.2018 bis. 31.10.2018 ab 01.11.2018 ab 01.02.2019
CHF 1'000.– CHF 800.– CHF 500.– CHF 600.– CHF 650.–
CHF 1'350.– CHF 1'200.– CHF 1'500.– CHF 1'550.– CHF 1'400.–
Total bis. 31.08.2018 bis 30.09.2018 bis. 31.10.2018 ab 01.11.2018 ab 01.02.2019
CHF 4'646.– CHF 4'446.– CHF 4'146.– CHF 4'306.– CHF 4'356.–
CHF 5'282.– CHF 5'132.– CHF 6'446.– CHF 6'496.– CHF 5'988.–
CHF 1'553.- CHF 1'488.– CHF 1'393.– CHF 1'378.– CHF 1'403.–
CHF 1'139.– CHF 1'645.– CHF 1'652.– CHF 1'467.–
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2. Wohnkosten
2.1. Die Gesuchstellerin moniert, die Vorinstanz berücksichtige beim Gesuchs-
gegner (ab Februar 2019) monatliche Mietkosten von insgesamt Fr. 3'310.– und
damit doppelt so hohe Wohnauslagen wie bei ihr. Es erschliesse sich nicht, wes-
halb der Gesuchsgegner eine 4 1⁄2-Zimmerwohnung in Zürich benötige, wenn er
doch mit C._ nur zwei Wochenenden (d.h. vier Nächte pro Monat) dort ver-
bringe. Ebenso unverständlich sei, dass der Gesuchsgegner sich nicht bemüht
habe, die Wohnkosten in E._ tief zu halten, sei diese Zweitwohnung doch
beinahe gleich teuer wie die Hauptwohnung der Gesuchstellerin (Urk. 68 S. 9).
2.2. Der Gesuchsgegner wendet dagegen ein, auch eine kleinere Wohnung sei
im Raum Zürich kaum zu einem Mietzins zu finden, der unter demjenigen von
Fr. 1'790.– für die Wohnung am G._-weg liege. In E._ habe er eine 2-
Zimmerwohnung in der Nähe von C._s Kindergarten und seinen neuen Kin-
dergartenkontakten angemietet (Urk. 73 S. 14).
2.3. Der Gesuchsgegner wohnte bis Ende September 2018 in der Familienwoh-
nung an der H._-strasse in Zürich zu einem Mietzins von Fr. 2'306.– zuzüg-
lich Fr. 60.– Nebenkosten (Urk. 33 S. 4 f.; 58 S. 38 f.). Zusätzlich mietet er seit
Oktober 2018 aufgrund des Aufenthaltsortswechsels von C._ eine 2-
Zimmerwohnung an der I._-Strasse ... in E._ zu einem Mietzins von
Fr. 1'520.– inkl. Nebenkosten (Urk. 34/3). Per 1. Februar 2019 zog er in Zürich um
in eine 4 1/2-Zimmerwohnung am G._-weg ... zu einem Mietzins von monat-
lich Fr. 1'790.– inkl. Nebenkosten, zuzüglich Fr. 40.– Kabelanschluss (Urk. 10/26;
Urk. 33 S. 5). Damit übersteigen die Wohnkosten des Gesuchsgegners von ins-
gesamt Fr. 3'350.– ab Februar 2019 diejenigen der Gesuchstellerin um rund
Fr. 1'700.–, was in etwa dem Mietzins der E._ Wohnung des Gesuchsgeg-
ners entspricht. Dass er diese zum Hauptwohnsitz dazu mietet, liegt im Umzugs-
wunsch der Gesuchstellerin im Laufe des Eheschutzverfahrens begründet. Die
Miete der Zweitwohnung ist ihm daher zuzugestehen, zumal sie offenbar die An-
forderungen an die Ausübung des Besuchsrechts von Vater und Sohn erfüllt und
in Gehdistanz zur Wohnung der Gesuchstellerin sowie zum dem Kind bekannten
Umfeld liegt. Die Miete für die eher grosse Wohnung in Zürich fällt vergleichswei-
- 20 -
se moderat aus und ist – wie der Gesuchsgegner zu Recht festhält – wohl auch
mit einer kleineren, aber noch für die Besuchswochenenden von C._ geeig-
neten Wohnung im Raum Zürich kaum zu unterbieten. Damit bleibt es bei den
Wohnkosten des Gesuchgegners im ihm angerechneten Umfang, welche die vor
Erstinstanz anerkannten Nebenkosten für die Wohnung an der H._-
strassevon Fr. 60.– und die Kosten für den Kabelanschluss für die Wohnung am
G._-weg von Fr. 40.– mitumfassen (vgl. Urk. 58 S. 38 f.).
3. Krankenkasse C._
3.1. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz habe die Krankenkassenprämie für
C._ bei der Gesuchstellerin eingerechnet, obwohl aktenkundig sei, dass er
seit jeher und auch aktuell sowohl dessen Prämie von Fr. 181.– als auch die un-
gedeckten Krankheitskosten von Fr. 17.– bezahle (Urk. 34/12-14; Urk. 58). Beide
Positionen seien daher beim Bedarf "C._ bei Gesuchsgegner" anzurechnen.
Sofern die Kosten weiterhin bei der Gesuchstellerin berücksichtigt würden, sei
festzustellen, dass der Gesuchsgegner von August 2018 bis Dezember 2018
Fr. 997.10, von Januar bis 3. Juni 2019 Fr. 1'131.85, total somit Fr. 2'128.95 be-
zahlt habe (Urk. 57 S. 11).
3.2. Die Gesuchstellerin anerkennt, dass der Gesuchsgegner bis und mit Juli
2019 C._s Krankenkassenprämien und ungedeckten Gesundheitskosten
übernommen hat, nicht aber den bis Juni 2019 behaupteten Gesamtbetrag
(Urk. 68 S. 10).
3.3. Die von der Gesuchstellerin anerkannte Kostenübernahme rechtfertigt es,
die Krankenkassenprämien von C._ von monatlich Fr. 181.– und dessen Ge-
sundheitskosten von monatlich Fr. 17.– bis und mit Juli 2019 bei C._s Be-
darfszahlen beim Gesuchsgegner zu berücksichtigen. Per 1. August 2019 wurde
die Krankenkasse von C._ auf die Gesuchstellerin übertragen (Urk. 71/6).
Von diesem Zeitpunkt an übernimmt sie dessen Krankenkassen- und Gesund-
heitskosten, eine Behauptung, die anerkannt und – entgegen der Ansicht des Ge-
suchsgegners – angesichts der fehlenden Novenschranke bei umfassender Un-
tersuchungsmaxime zuzulassen ist (vgl. dazu vorstehend E. II.3.2.; Urk. 68 S. 10;
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Urk. 73 S. 15). Folglich rechtfertigt es sich, die entsprechenden Kosten ab August
2019 in C._s Bedarf bei der Gesuchstellerin anzurechnen. Die weiteren Ar-
gumente des Gesuchsgegners, er werde von der Krankenkasse nicht über
C._s medizinischen Belange informiert, wenn er nicht mehr dessen Versiche-
rung zahle (Urk. 73 S. 17 f.), sind sachfremd und für die vorliegende Bedarfsbe-
rechnung irrelevant.
4. Zusätzliche Gesundheitskosten
4.1. Der Gesuchsgegner behauptet, er habe vor Erstinstanz ausführlich seine
regelmässige ärztliche Behandlung wegen seiner unklaren Thrombose und sei-
nen Rückenproblemen belegt (Urk. 34/9+10). Aus dem Auszug der Krankenkasse
für die Steuererklärung 2018 würden wiederum ungedeckte Gesundheitskosten
von Fr. 4'137.05 ersichtlich (Urk. 61/2). Bis Dezember 2018 sei daher von unge-
deckten Kosten von monatlich Fr. 266.–, ab 1. Januar 2019 von Fr. 84.– auszu-
gehen (Urk. 57 S. 10; Urk. 73 S. 15).
4.2. Dem hält die Gesuchstellerin entgegen, da die Vorinstanz bereits für das
Jahr 2018 die erst ab Januar 2019 geltenden höheren Krankenkassenprämien
des Gesuchsgegners von Fr. 454.– pro Monat (statt Fr. 322.– pro Monat) ange-
rechnet habe, habe sie beim Gesuchsgegner indirekt ungedeckte Krankheitskos-
ten von Fr. 132.– pro Monat berücksichtigt. Es könne daher von vornherein unter
diesem Titel einzig ein Betrag von Fr. 134.– (Fr. 266.– ./. Fr. 132.–) angerechnet
werden. Da jedoch gänzlich unklar sei, wie der Gesuchsgegner zum ungedeckten
Gesundheitskostenbetrag von monatlich Fr. 266.– (2018) resp. Fr. 84.– (ab 2019)
gelange, sei von der Berechnungsweise im angefochtenen Entscheid auszugehen
(Urk. 68 S. 10; Urk. 80 S. 6).
4.3. Der Gesuchsgegner weist im Berufungsverfahren nunmehr pauschal zusätz-
liche Gesundheitskosten für das Jahr 2018 im Umfang von Fr. 4'137.05 aus
(Urk. 61/2). Wie sich daraus die von ihm geltend gemachten monatlichen Kosten
errechnen, hat er indes nicht dargelegt (Urk. 57 S. 10; Urk. 73 S. 15; Urk. 33
S. 6). Es ist nämlich daran zu erinnern, dass Versicherte nicht krankenkassen-
pflichtige Leistungen selbst bezahlen müssen, wobei die medizinische Notwen-
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digkeit von Fall zu Fall zu beurteilen wäre. Aus der Leistungsabrechnung der
J._ vom 8. Dezember 2018 ergeben sich für den massgeblichen Zeitraum
August bis Dezember 2018 zusätzliche Gesundheitskosten des Gesuchsgegners
von Fr. 1'778.– (Urk. 34/10), mithin durchschnittliche monatliche Kosten von
Fr. 236.–. Nach Abzug der von der Vorinstanz monatlich zu viel zugestandenen
Fr. 132.– (Urk. 58 S. 40; Urk. 34/11; Urk. 61/2) rechtfertigt es sich, dem Gesuchs-
gegner von August 2018 bis Ende Januar 2019 für ungedeckte Gesundheitskos-
ten monatlich Fr. 104.– (Fr. 236.– ./. Fr. 132.–) anzurechnen.
Aufgrund der Angaben des Gesuchsgegners, er müsse zur Zeit wegen sei-
ner unklaren Thrombose regelmässig zum Arzt und ca. alle zwei Jahre zufolge
seiner Rückenprobleme in die Physiotherapie (jeweils 16 Termine; Prot. I
S. 48 ff.), schätzte die Vorinstanz seine regelmässigen Gesundheitskosten für die
Zukunft auf jährlich Fr. 3'000.–. Die für das Jahr 2018 ausgewiesenen ungedeck-
ten Gesundheitskosten übersteigen diese Schätzung zwar (Urk. 61/2), mangels
Detailaufstellung ist deren Zusammensetzung jedoch unklar. Für das Jahr 2017
belegte der Gesuchsgegner Kosten von Fr. 3'453.–, wobei Fr. 2'068.– auf einen
(ausserordentlichen) Krankenhausaufenthalt entfielen (Urk. 34/9). Insgesamt er-
weist sich daher die von der Vorinstanz vorgenommene Schätzung von
Fr. 3'000.– für dem Gesuchsgegner regelmässig anfallende Gesundheitskosten
als den gesamten Umständen angemessen. Ab Februar 2019 sind ihm somit
nach Abzug der Kostenbeteiligung der Krankenkasse jährlich Fr. 570.– (Fr. 300.–
Franchise + Selbstbehalt von 10% von Fr. 2'700.–), monatlich demnach Fr. 48.–
im Bedarf anzurechnen.
5. Versicherungen
5.1. Der Gesuchsgegner moniert, es sei nicht korrekt, dass der Kleinfamilienbei-
trag für die Regamitgliedschaft (Fr. 40.– jährlich) im Bedarf der Gesuchstellerin
eingerechnet worden sei. Er habe jeweils die Versicherungsprämien für die ganze
Familie bezahlt, weshalb bei ihm unter dem Titel Versicherungen insgesamt
Fr. 56.– statt Fr. 53.–, bei der Gesuchstellerin Fr. 52.– (statt Fr. 63.–) zu berück-
sichtigen seien (Urk. 57 S. 11 f.; Urk. 73 S. 18 ff.).
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5.2. Die Beiträge für Rega und Paraplegikerstiftung fallen nach der Trennung bei
den Parteien getrennt an. Dass die Gesuchstellerin den Beitrag für eine "Kleinfa-
miliengönnerschaft" der Rega bezahlt, ist belegt und wird vom Gesuchsgegner
mittlerweile nicht mehr angezweifelt (Urk. 71/8-10; Urk. 86 S. 12). Die Vorwürfe
des Gesuchsgegners zum behaupteten unlauteren Vorgehen der Gesuchstellerin
bei der Umschreibung der Mitgliedschaft und dem Entzug der Betreuungsrechte
des Gesuchgegners (Urk. 73 S. 18 ff.; Urk. 86 S. 12 f.) sind sachfremd und für die
Bedarfserhebung der Parteien irrelevant. Es bleibt somit bei den von der Vorin-
stanz angerechneten Beträgen.
6. Kommunikationskosten
6.1. Der Gesuchsgegner will der Gesuchstellerin für den Zeitraum August bis
Ende Oktober 2018 lediglich Kommunikationskosten von Fr. 87.– (Fr. 8.– Mail-
hosting und Fr. 79.– UPC Abo) statt der im angefochtenen Entscheid berücksich-
tigten Fr. 122.– anrechnen, denn sie habe für die Zeit von Januar bis September
2018 von ihrem vormaligen Arbeitgeber einen Beitrag von insgesamt Fr. 360.–
bzw. monatlich Fr. 40.– an die Handykosten erhalten (Urk. 41/1; Urk. 57 S. 12;
Urk. 73 S. 20; Urk. 86 S. 13).
Die Gesuchstellerin anerkennt die Vergütung von monatlich Fr. 40.– wäh-
rend der Monate August und September 2018, wehrt sich jedoch gegen deren
hypothetische Anrechnung für Oktober 2018 nach Auflösung ihres Arbeitsverhält-
nisses (Urk. 68 S. 11; Urk. 80 S. 10).
Aufgrund des anerkannten Kostenbeitrages sind die Kommunikationskosten
der Gesuchstellerin für die Monate August und September 2018 auf Fr. 87.– zu
reduzieren. Dies gilt überdies für den Monat Oktober 2018, ist doch von der un-
angefochten gebliebenen Prämisse im vorinstanzlichen Entscheid auszugehen,
wonach die Gesuchstellerin für den Monat Oktober 2018 so zu stellen ist, wie
wenn sie noch immer an ihrer vormaligen Arbeitsstelle beim Amt für Justizvollzug
des Kantons Zürich gearbeitet hätte (vgl. Urk. 58 S. 20). Damit wäre im Oktober
2018 auch ein Kostenbeitrag für das Mobilfunktelefon erfolgt, der bei den Kom-
munikationskosten der Gesuchstellerin in Abzug zu bringen ist.
- 24 -
6.2. Weiter behauptet der Gesuchsgegner, die ihm angerechneten Kommunika-
tionskosten von Fr. 81.– würden nur bis Ende September 2018 zutreffen. Nach
Bezug der Zweitwohnung in E._ habe er weitere Kommunikationskosten von
Fr. 39.– für den Internetanschluss belegt (Urk. 33 S. 8; Urk. 34/20), weshalb ihm
ab 1. Oktober 2018 Kommunikationskosten von monatlich Fr. 120.– anzurechnen
seien (Urk. 57 S. 12; Urk. 73 S. 20).
Die bei den Akten befindlichen Rechnungen von K._ beschlagen die
Monatsgebühren für "K._ ..." für eine Mobiltelefonnummer für den Zeitraum
von November 2018 bis Juli 2019, mit Ausnahme der Rechnungsperioden März
und April 2019 (Urk. 34/20; Urk. 75/16). Ob diese Gebühren jedoch die behaupte-
ten – und bestrittenen (Prot. I S. 39; Urk. 73 S. 20) – Internetkosten des Ge-
suchsgegners in E._ betreffen, wird aus ihnen nicht ersichtlich. Es fehlt somit
an deren Glaubhaftmachung, weshalb sie keinen Eingang in die Bedarfsrechnung
des Gesuchsgegners finden.
7. Fremdbetreuungskosten
7.1. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz habe statt der belegten Hortkosten
von monatlich Fr. 292.– gestützt auf eigene Berechnungen und ohne Einforde-
rung detaillierter Unterlagen höhere Hortkosten veranschlagt. Auszugehen seien
von den anerkannten Fr. 292.– (Urk. 57 S. 12 f.; Urk. 73 S. 20).
7.2. Die Gesuchstellerin wendet ein, die Fremdbetreuungskosten würden vom
Einkommen und Vermögen der Gesuchstellerin abhängen. Ersteres könne mit
Blick auf die festzusetzenden Unterhaltsbeiträge vor Vorliegen eines rechtskräfti-
gen Entscheids nicht effektiv beziffert werden. Entsprechend habe sie eine Schät-
zung vorgenommen (Urk. 68 S. 11; Urk. 80 S. 10).
7.3. Die Gesuchstellerin hat im Berufungsverfahren die "Verfügung Elternbeitrag"
des Erziehungsdepartements des Kantons L._, Fachstelle Tagesbetreuung,
eingereicht (Urk. 71/11). Daraus wird ersichtlich, dass der Elternbeitrag von mo-
natlich Fr. 292.– auf einem massgeblichen Jahreserwerbseinkommen der Ge-
suchstellerin von Fr. 68'932.– beruht, zuzüglich Fr. 6'675.– entsprechend 10%
- 25 -
des anrechenbaren Vermögens (Urk. 71/11 S. 2 f.). Liegt das aktuelle monatliche
Einkommen der Gesuchstellerin während mehr als drei Monaten um mehr als
20% über dem in der Berechnung aufgeführten Einkommen, ist die Gesuchstelle-
rin zu einer Meldung an die Fachstelle innert diesen drei Monaten verpflichtet
(Urk. 71/11 S. 1). Eine Neuberechnung des Elternbeitrages erfolgt somit erst
dann, wenn das monatliche Einkommen während mehr als drei Monaten um mehr
als 20% vom zugrunde gelegten Einkommen abweicht (Urk. 71/11 S. 1). Dies ist
vorliegend nicht der Fall. Werden die mit diesem Urteil zugesprochenen Unter-
haltsbeiträge zum Einkommen der Gesuchstellerin hinzugerechnet, erfährt ihr
Einkommen während mehr als drei Monaten keine Steigerung von 20%. Folglich
ist eine Erhöhung der Fremdbetreuungskosten im heutigen Zeitpunkt nicht glaub-
haft. Damit ist mit dem Gesuchsgegner von monatlichen Fremdbetreuungskosten
für C._ bei der Gesuchstellerin von Fr. 292.– auszugehen.
8. Auswärtige Verpflegung
Wie vorstehend ausgeführt, ist bei der Gesuchstellerin von einem Arbeits-
pensum von 60%, beim Gesuchsgegner von einem solchen von 80% auszugehen
(vgl. E. III.A.2.2, III.B.2.3). Dem Ansinnen des Gesuchsgegners, die Kosten für die
auswärtige Verpflegung seien entsprechend den von ihm behaupteten Arbeits-
pensen anzupassen, ist folglich nicht nachzukommen (Urk. 57 S. 13; Urk. 73
S. 21; Urk. 86 S. 13).
9. Mobilität
9.1. Der Gesuchsgegner rügt, ihm seien unter diesem Titel Fr. 446.– statt der
beim Lohn in Abzug gebrachte Privatanteil von Fr. 160.– anzurechnen. Die Nut-
zung der beiden Firmenfahrzeuge durch die Parteien (Geschäftsfahrzeug sowie
seit August 2018 regelmässig privat genutztes Poolfahrzeug) sei noch nicht ab-
schliessend geregelt. Es sei notorisch, dass keine Firma einer in Trennung leben-
den Familie nach der Auflösung des gemeinsamen Haushaltes zwei Firmenfahr-
zeuge zur Verfügung stelle. Die F._ AG sei bereit, das Firmenfahrzeug für
die Dauer der Trennung der Gesuchstellerin (entsprechend Fr. 498.–) zur Verfü-
gung zu stellen, was zur Folge habe, dass der Gesuchsgegner für die erweiterte
- 26 -
Privatnutzung des Poolfahrzeugs die Kosten von monatlich Fr. 446.– zu über-
nehmen habe (Urk. 57 S. 13 f.; Urk. 73 S. 21).
9.2. Die Gesuchstellerin wendet dagegen ein, das Firmenfahrzeug sei für sie ge-
kauft und von ihr bereits während der Ehe fast ausschliesslich für den Arbeitsweg,
den Weg zur Krippe und die Fahrten von Zürich nach E._ genutzt worden.
Dafür würden dem Gesuchsgegner Fr. 160.– pro Monat vom Lohn abgezogen,
welche – da sie beim Einkommen nicht berücksichtigt würden – auch nicht bei
dessen Ausgaben aufzuführen seien. Nebst dem Firmenfahrzeug habe die Fami-
lie seit jeher das Poolfahrzeug der Familien-AG benützt, ohne je dafür etwas be-
zahlt zu haben (Prot. I S. 30 f.; Urk. 68 S. 12; Urk. 80 S. 10).
9.3. Aufgrund des im Recht liegenden Auszugs der Finanzbuchhaltung der
F._ AG sowie der Belege zu An- und Verkauf der Fahrzeuge Volvo und
Renault Mégane (Urk. 75/17-19) ist glaubhaft, dass es sich beim von der Gesuch-
stellerin genutzten Fahrzeug um ein Firmenfahrzeug der Arbeitgeberin des Ge-
suchsgegners handelt. Für die erweiterte Nutzung des Poolfahrzeugs fielen bis-
lang gemäss übereinstimmenden Angaben der Parteien keine Kosten an. Belege,
die eine diesbezügliche Änderung glaubhaft machen, liegen keine im Recht. Auch
liegt insofern nicht Notorietät vor, unterliegt die fragliche Regelung doch einzig der
Disposition der Vertragsparteien. Entsprechend fehlt es an glaubhaft gemachten
Kosten für die erweiterte Nutzung des Poolfahrzeugs. Mit der Vorinstanz ist dem
Gesuchsgegner dafür kein zusätzlicher Betrag im Bedarf anzurechnen.
9.4. Weiter moniert der Gesuchsgegner, es seien in seinem Bedarf zu Unrecht
keine Kosten für das Motorrad berücksichtigt worden. Dieses gehöre zum eheli-
chen Lebensstandard (Urk. 57 S. 14).
9.5. Dass es sich beim fraglichen Motorrad um ein Kompetenzstück handelt, be-
hauptet selbst der Gesuchsgegner nicht. Dessen Betriebskosten sind daher unter
Hinweis auf die vorliegend zur Anwendung gelangende zweistufige Berech-
nungsmethode nicht beim Bedarf zu berücksichtigen, sondern wären aus dem
Überschuss zu decken.
- 27 -
10. Parkplatz
10.1. Der Gesuchsgegner macht geltend, die Vorinstanz habe zwar die Kosten
für den Parkplatz am G._-weg, zu Unrecht aber nicht diejenigen für die Park-
karte in E._ von monatlich Fr. 32.– in seinem Bedarf berücksichtigt. Der Preis
für die Parkkarte sei zudem per 1. März 2019 massiv erhöht worden, koste doch
eine Halbtageskarte nunmehr Fr. 12.– (statt vormals Fr. 6.–), eine Tageskarte
Fr. 20.– (statt vormals Fr. 10.–; Urk. 34/7; Urk. 61/4). Der Gesuchsgegner bezahle
seit 1. März 2019 daher Fr. 32.– pro Woche für die Parkkarten in E._, mithin
Fr. 128.– pro Monat. Ihm seien somit von 1. Oktober 2018 bis Ende Januar 2019
Parkkosten von Fr. 32.–, für Februar 2019 von Fr. 182.– (Fr. 150.– Parkplatz
G._-weg, Fr. 32.– Parkplatz E._) und ab 1. März 2019 von Fr. 278.–
(Fr. 150.– Parkplatz G._-weg, Fr. 128.– Parkplatz E._) anzurechnen
(Urk. 57 S. 15; Urk. 73 S. 21 f.).
10.2. Die Gesuchstellerin bestreitet, dass monatliche Kosten von Fr. 32.– bzw.
Fr. 128.– für das Parkieren in E._ entstehen (Urk. 68 S. 13). Da der Gesuch-
steller auf ein Auto angewiesen ist, um den Sohn in E._ zu betreuen, braucht
er auch eine Parkmöglichkeit. Der Gesuchsteller hat vor Vorinstanz Kopien von
sechs Parkkarten mit Datum zwischen dem 6. Dezember 2018 und 17. Januar
2019 eingereicht (Urk. 34/7). Von Oktober 2018 bis Februar 2019 können ihm da-
her monatliche Parkkosten von Fr. 32.– im Bedarf angerechnet werden. Dass der
Gesuchsteller auch ab März 2019 Besuchsparkkarten bezieht und – angesichts
der massiven Verteuerung – keine günstigere Variante in Frage kommt, hat er
nicht belegt und damit nicht glaubhaft gemacht. Eine Erhöhung der im Bedarf zu
berücksichtigenden Parkkosten in E._ kommt daher nicht in Frage. Die Kos-
ten für den Parkplatz am G._-weg in Zürich fallen seit 1. Februar 2019 an
und sind ab diesem Zeitpunkt zu berücksichtigen.
11. Steuern
11.1. Der Gesuchsteller führt aus, die Vorinstanz habe die Steuerlasten der Par-
teien aufgrund falscher Unterhaltsbeiträge berechnet. Gestützt auf seine Ausfüh-
rungen vor Erstinstanz sei bei ihm von einer monatlichen Steuerlast von
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Fr. 1'200.–, bei der Gesuchstellerin von einer solchen von Fr. 750.– auszugehen
(Urk. 57 S. 15; Urk. 73 S. 22).
11.2. Die steuerliche Belastung der unterhaltsberechtigten Person steht im Zeit-
punkt des gerichtlichen Entscheides regelmässig noch nicht fest. Sie kann nur
geschätzt werden. Im summarischen Eheschutzverfahren kann grundsätzlich
nicht verlangt werden, dass das Gericht eine exakte Berechnung der zu bezah-
lenden Steuern vornimmt. Dennoch werden die mutmasslichen Steuern oftmals
mittels der von den Verwaltungen zur Verfügung gestellten Steuerrechnern ermit-
telt. Dabei ist bezüglich des zu veranschlagenden Einkommens vom mutmassli-
chen Resultat der Unterhaltsbeitragsberechnung auszugehen. Die Gesuchstelle-
rin wird aufgrund ihres Umzugs während laufendem Jahr 2018 für die gesamte
Steuerperiode 2018 in L._ besteuert (vgl. § 8 Abs. 3 i.V.m. § 40 Abs. 2 Steu-
ergesetz Kanton L._, SG 640.100).
Ausgehend von den zu schätzenden Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträ-
gen für das Jahr 2018 von rund Fr. 2'000.– und dem Bruttojahreseinkommen der
Gesuchstellerin von rund Fr. 72'000.– ist bei der Gesuchstellerin für das Jahr
2018 insgesamt von einem Bruttojahreseinkommen von rund Fr. 74'000.– auszu-
gehen. Beim Steuerrechner der Eidgenössischen Steuerverwaltung wurden fol-
gende Parameter ausgewählt: Zivilstand - Einelternfamilie; Kinder - eines; Kon-
fession - keine; Gemeinde - E._. Unter Berücksichtigung der Kinder- und
Versicherungsabzüge auf Bundes- und Kantonsebene resultiert eine jährliche
Steuerbelastung von insgesamt Fr. 5'701.– (http://www.estv2.admin.ch/d/dienst-
leistungen/steuerrechner/2018/bs.php). Für das Jahr 2019 beläuft sich der Unter-
haltsanspruch des Kindes bei der Gesuchstellerin auf rund Fr. 2'500.–, danach
auf rund Fr. 4'000.–. Zusammen mit dem Erwerbseinkommen der Gesuchstellerin
von rund Fr. 80'000.– brutto ergibt sich für 2019 ein Bruttojahreseinkommen der
Gesuchstellerin von rund Fr. 83'000.–. Daraus resultiert eine jährliche Steuerbe-
lastung von insgesamt Fr. 7'811.–. Zwecks Vermeidung weiterer Unterhaltsperio-
den ist von einer durchschnittlichen Steuerbelastung der Gesuchstellerin von
1. August 2018 bis 31. Januar 2019 von monatlich Fr. 500.–, ab 1. Februar 2019
von Fr. 700.– auszugehen.
- 29 -
11.3. Beim Gesuchsgegner ist im Jahre 2018 von einem Bruttojahreseinkommen
von rund Fr. 120'000.– auszugehen (Urk. 3/23; Urk. 34/23). Davon sind die Un-
terhaltsbeiträge von rund Fr. 2'000.– abzuziehen, wodurch ein Bruttoeinkommen
von Fr. 118'000.– resultiert. Der Gesuchsgegner als Unterhaltspflichtiger kann
keine Kinderabzüge vornehmen (vgl. § 34 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 31 Abs. 1 lit. c Zür-
cher Steuergesetz). Entsprechend wurden beim Steuerrechner der Eidgenössi-
schen Steuerverwaltung folgende Parameter ausgewählt: Zivilstand - alleinste-
hend; Kinder - 0; Konfession - keine; Gemeinde - Zürich. Unter Berücksichtigung
der Versicherungsabzüge auf Bundes- und Kantonsebene resultiert damit eine
jährliche Steuerbelastung von insgesamt Fr. 17'716.– (http://www.estv2.ad-
min.ch/d/dienstleistungen/steuerrechner/2018/zh.php). Für das Jahr 2019 ist beim
Gesuchsgegner von einem Bruttojahreseinkommen von gerundet Fr. 103'000.–
auszugehen (Fr. 106'000.– abzgl. Unterhaltsbeiträge Fr. 2'500.–). Daraus ergibt
sich eine jährliche Steuerbelastung von insgesamt Fr. 14'142.–. Die durchschnitt-
liche Steuerbelastung des Gesuchsgegners ist demnach von 1. August 2018 bis
31. Januar 2019 auf Fr. 1'400.–, ab 1. Februar 2019 auf Fr. 1'200.– zu schätzen.
12. Nicht berücksichtigte Kosten
12.1. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz habe die Kosten für die beiden
Umzüge und die Ausgaben für die temporären Unterkünfte zwischen August 2018
bis Oktober 2018 für die Betreuung von C._ in E._ nicht in seinem Be-
darf angerechnet. Dabei handle es sich um trennungsbedingte Mehrkosten, die in
der Höhe von Fr. 375.– ab 1. August 2018 bis 31. Juli 2020 im Bedarf des Ge-
suchsgegners zu berücksichtigen seien (Urk. 57 S. 16; Urk. 73 S. 22).
12.2. Die behaupteten Umtriebskosten sind weder substantiiert behauptet noch
belegt. Darüber hinaus fehlt es an deren Regelmässigkeit. Sie finden daher kei-
nen Eingang in die Bedarfsrechnung.
13. Die übrigen Bedarfspositionen der Parteien wurden im Berufungsverfahren
von keiner Partei beanstandet und erweisen sich überdies als angemessen. Hin-
sichtlich der weiteren Bedarfspositionen des Kindes kann auf die zutreffenden und
unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 58
- 30 -
E. II.4.1-4.2). Insgesamt ist von folgenden Barbedarfen der Parteien und C._
auszugehen:
Bedarf Gesuchstellerin Gesuchsgegner C._ bei GSin C._ bei GG
1. Grundbetrag CHF 1'350.– CHF 1'350.– CHF 300.– CHF 300.– 2. Miete + NK bis 30.09.2018 bis 31.01.2019 ab 01.02.2019
CHF 1'070.–
CHF 1'577.– CHF 2'591.– CHF 2'233.–
CHF 535.–
CHF 789.– CHF 1'295.– CHF 1'117.–
3. Krankenkasse (KVG und VVG) bis 31.07.2019 ab 01.08.2019
CHF 525.–
CHF 454.–
CHF 181.– CHF 181.–
4. zusätzliche Gesundheitskosten bis 31.01.2019 ab 01.02.2019 bis 31.07.2019 ab. 01.08.2019
CHF 54.–
CHF 104.– CHF 48.–
CHF 17.–
CHF 17.–
5. Versicherungen CHF 63.– CHF 53.–
6. Serafe CHF 30.– CHF 30.– 7. Kommunikationskosten bis 31.10.2018 ab 01.11.2018
CHF 87.– CHF 122.–
CHF 81.–
8. Fremdbetreuung CHF 292.–
9. Zusätzliche Kinderkosten CHF 50.– CHF 50.–
10. Auswärtige Verpflegung CHF 132.– CHF 176.–
11. Mobilität CHF 150.– CHF 13.– 12. Parkplatz bis 31.10.2018 bis 31.01.2019 ab 01.02.2019
CHF 150.– CHF 210.–
CHF 32.– (inkl. CHF 182.– Okt. 18)
13. Steuern bis 31.01.2019 ab 01.02.2019
CHF 500.– CHF 700.–
CHF 1'400.– CHF 1'200.–
Total bis 30.09.2018 (Phase 1 + 2) bis 31.10.2018 (Phase 3) bis 31.01.2019 (Phase 4) bis 31.07.2019 (Phase 5) ab 01.08.2019 (Phase 6)
CHF 4'111.– CHF 4'111.– CHF 4'206.– CHF 4'406.– CHF 4'406.–
CHF 5'238.– CHF 6'284.– CHF 6'284.– CHF 5'820.– CHF 5'820.–
CHF 1'177.– CHF 1'177.– CHF 1'177.– CHF 1'177.– CHF 1'375.–
CHF 1'337.– CHF 1'843.– CHF 1'843.– CHF 1'665.– CHF 1'467.–
- 31 -
14. Unterhaltsberechnung
14.1. Die Vorinstanz unterscheidet von August 2018 bis Januar 2019 nicht weni-
ger als vier Unterhaltsphasen, was angesichts des summarischen Charakters des
Eheschutzverfahrens überaus detailliert ist. Die gewählte Abstufung liegt jedoch
noch innerhalb des dem Eheschutzrichter zustehenden Ermessens und erweist
sich nicht als willkürlich, weshalb sich der Berufungsentscheid daran zu orientie-
ren hat. Aufgrund der zulässigen Noven zu C._s Krankenkassen- und Ge-
sundheitskosten (vgl. vorstehend E. III.C.3.3) ist überdies eine sechste Phase ab
1. August 2019 auszuweisen.
14.2. Wie nachstehend zu zeigen sein wird, ist die Gesuchstellerin in sämtlichen
Phasen in der Lage, mit ihrem Einkommen den eigenen Bedarf zu decken. Ein
Betreuungsunterhalt ist somit nicht geschuldet.
14.3. Phase 1 (August 2018)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'518.– CHF 9'878.– CHF 200.– CHF 0.–
abz. Bedarf - CHF 4'111.– - CHF 5'238.– - CHF 1'177.– - CHF 1'337.–
Überschuss CHF 1'407.– CHF 4'640.– - CHF 977.– - CHF 1'337.–
Den Parteien verbleibt nach Deckung ihres Bedarfs und desjenigen von
C._ gemeinsam in der Phase 1 ein Überschuss von Fr. 3'733.– (Gesamtein-
kommen von Fr. 15'596.– ./. Bedarf der Parteien von Fr. 9'349.– ./. Bedarf von
C._ von Fr. 2'514.–). Dieser Überschuss ist entsprechend dem von der Vor-
instanz angewandten Prinzip "grosse Köpfe - kleine Köpfe" den Parteien zu je
40% und C._ zu je 10% bei der Gesuchstellerin und beim Gesuchsgegner
zuzuteilen. Entsprechend resultiert ein Bedarf der Gesuchstellerin persönlich inkl.
Überschussanteil von Fr. 5'604.– (Fr. 4'111.– + Fr. 1'493.– Überschuss), des Ge-
suchsgegners von Fr. 6'731.– (Fr. 5'238.– + Fr. 1'493.– Überschuss) sowie von
C._ von Fr. 1'550.– bei der Gesuchstellerin (Fr. 1'177.– + Fr. 373.– Über-
- 32 -
schuss) und von Fr. 1'710.– beim Gesuchsgegner (Fr. 1'337.– + Fr. 373.– Über-
schuss).
Der Gesuchstellerin fehlt bei einem Monatseinkommen von Fr. 5'518.– der
Betrag von Fr. 86.–, um ihren Bedarf samt Überschuss zu decken. C._ fehlt
bei der Gesuchstellerin unter Anrechnung seines Einkommens von monatlich
Fr. 200.– Kinderzulagen ein Betrag von Fr. 1'350.–. Der Gesuchsgegner ist folg-
lich zu verpflichten, der Gesuchstellerin für den Monat August 2018 an den Unter-
halt von C._ den Betrag von Fr. 1'350.– und der Gesuchstellerin persönlich
an deren Unterhalt den Betrag von Fr. 85.– zu bezahlen.
14.4. Phase 2 (September 2018)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'518.– CHF 8'491.– CHF 200.– CHF 0.–
abz. Bedarf - CHF 4'111.– - CHF 5'238.– - CHF 1'177.– - CHF 1'337.–
Überschuss CHF 1'407.– CHF 3'253.– - CHF 977.– - CHF 1'337.–
In der Phase 2 verbleibt den Parteien nach der Deckung ihres eigenen Be-
darfs und demjenigen von C._ ein Überschuss von Fr. 2'346.– (Gesamtein-
kommen von CHF 14'209.– ./. Bedarf der Parteien von Fr. 9'349.– ./. Bedarf
C._ von insgesamt Fr. 2'514.–). Unter Zuteilung dieses Überschusses zu je
40% an die Parteien und zu je 10% an C._ beim jeweiligen Elternteil resul-
tiert ein persönlicher Barbedarf der Gesuchstellerin inkl. Überschuss von
Fr. 5'049.– (Fr. 4'111.– + Fr. 938.– Überschussanteil) sowie ein solcher des Ge-
suchsgegners von Fr. 6'176.– (Fr. 5'238.– + Fr. 938.– Überschussanteil). C._
Barbedarf inkl. Überschussanteil beträgt bei der Gesuchstellerin Fr. 1'411.–
(Fr. 1'177.– + Fr. 234.– Überschuss) und beim Gesuchsteller Fr. 1'571.–
(Fr. 1'337.– + Fr. 234.– Überschuss).
Der Gesuchstellerin verbleibt in der Phase 2 bei einem monatlichen Ein-
kommen von Fr. 5'518.– nach Abzug ihres Barbedarfs inkl. Überschuss ein Be-
trag von Fr. 469.–, den sie zur Deckung von C._ Barbedarf zu verwenden
- 33 -
hat. C._ fehlt bei der Gesuchstellerin unter Anrechnung seines Einkommens
von Fr. 200.– und dem Beitrag der Gesuchstellerin (Fr. 469.–) Fr. 742.– zur De-
ckung seines Barbedarfs, die vom Gesuchsgegner zu zahlen sind. Er ist somit zu
verpflichten, der Gesuchstellerin in der Phase 2 an den Unterhalt von C._ ei-
nen Betrag von Fr. 740.– zu bezahlen. Da die Gesuchstellerin ihren persönlichen
Bedarf inkl. Überschuss aus ihren eigenen Mitteln decken kann, schuldet ihr der
Gesuchsgegner keinen persönlichen Unterhalt.
14.5. Phase 3 (Oktober 2018)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'518.– CHF 8'491.– CHF 200.– CHF 0.–
abz. Bedarf - CHF 4'111.– - CHF 6'284.– - CHF 1'177.– - CHF 1'843.–
Überschuss CHF 1'407.– CHF 2'207.– - CHF 977.– - CHF 1'843.–
Nach der Deckung ihres Bedarfs sowie desjenigen von C._ gemeinsam
verbleibt den Parteien in der Phase 3 ein Überschuss von Fr. 794.– (Gesamtein-
kommen von Fr. 14'209.– ./. Bedarf der Parteien von Fr. 10'395.– ./. Bedarf
C._ insgesamt von Fr. 3'020.–). Wird der Überschuss entsprechend den vor-
stehenden Phasen verteilt (40% Parteien, 20% C._), ergibt sich ein persönli-
cher Bedarf der Gesuchstellerin inkl. Überschuss von Fr. 4'429.– (Fr. 4'111.– +
Fr. 318.– Überschuss), sowie einen solchen des Gesuchsgegners von Fr. 6'602.–
(Fr. 6'284.– + Fr. 318.– Überschuss). C._ verfügt bei der Gesuchstellerin
über einen persönlichen Bedarf inkl. Überschuss von Fr. 1'256.– (Fr. 1'177.– +
Fr. 79.– Überschuss), beim Gesuchsgegner über einen solchen von Fr. 1'922.–
(Fr. 1'843.– + Fr. 79.– Überschuss).
Der Gesuchstellerin verbleibt bei einem monatlichen Einkommen von
Fr. 5'518.– ein Betrag von Fr. 1'089.–, den sie zur Deckung von C._s Unter-
halt zu verwenden hat. Unter Berücksichtigung seines Einkommens von Fr. 200.–
weist C._ bei der Gesuchstellerin nach Anrechnung ihres Beitrags von
Fr. 1'089.– einen Überschuss von Fr. 33.– auf. Angesichts des geringen Betrages
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ist dieser bei der Gesuchstellerin zu belassen. Der Gesuchsgegner hat die ent-
sprechende Unterdeckung für C._ aus seinem Überschuss zu bezahlen.
Folglich ist für Phase 3 weder Kinderunterhalt noch Ehegattenunterhalt geschul-
det.
14.6. Phase 4 (1. November 2018 bis 31. Januar 2019)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'764.– CHF 8'491.– CHF 398.– CHF 0.–
abz. Bedarf - CHF 4'206.– - CHF 6'284.– - CHF 1'177.– - CHF 1'843.–
Überschuss CHF 1'558.– CHF 2'207.– - CHF 779.– - CHF 1'843.–
In der Phase 4 verbleibt den Parteien nach der Deckung ihres eigenen Be-
darfs sowie desjenigen von C._ gemeinsam ein Überschuss von Fr. 1'143.–
(Gesamteinkommen Fr. 14'653.– ./. Bedarf der Parteien von Fr. 10'490.– ./. Be-
darf von C._ von Fr. 3'020.–). Nach Verteilung dieses Überschusses im Ver-
hältnis von 40% für die Eltern und 20% für das Kind ergibt sich ein persönlicher
Bedarf der Gesuchstellerin inkl. Überschussanteil von Fr. 4'663.– (Fr. 4'206.– +
Fr. 457.– Überschuss) und einen solchen des Gesuchsgegners von Fr. 6'741.–
(Fr. 6'284.– + Fr. 457.– Überschuss). C._ steht bei der Gesuchstellerin ein
persönlicher Bedarf inkl. Überschuss von Fr. 1'292.– (Fr. 1'177.– + Fr. 115.–
Überschuss), beim Gesuchsgegner ein solcher von Fr. 1'958.– (Fr. 1'843.– +
Fr. 115.– Überschuss) zu.
Der Gesuchstellerin verbleibt in Phase 4 bei einem monatlichen Einkommen
von Fr. 5'764.– ein monatlicher Betrag von Fr. 1'101.–, den sie für den Unterhalt
von C._ zu verwenden hat. C._ weist bei der Gesuchstellerin bei einem
Einkommen von Fr. 398.– und dem Beitrag der Gesuchstellerin von Fr. 1'101.–
einen Überschuss von Fr. 207.– auf. Beim Gesuchsgegner ergibt sich demge-
genüber bei einem Einkommen von Fr. 8'491.– und nach Deckung seines Bedarfs
sowie desjenigen von C._ samt Überschussanteil eine Unterdeckung von
Fr. 208.–. Die Gesuchstellerin ist somit zu verpflichten, dem Gesuchsgegner in
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der Phase 4 an den Unterhalt von C._ einen Betrag von monatlich Fr. 210.–
zu bezahlen.
14.7. Phase 5 (1. Februar 2019 bis 31. Juli 2019)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'764.– CHF 8'331.– CHF 398.– CHF 0.–
abz. Bedarf -CHF 4'406.– - CHF 5'820.– - CHF 1'177.– - CHF 1'665.–
Überschuss CHF 1'358.– CHF 2'511.– - CHF 779.– - CHF 1'665.–
Der Überschuss der Parteien in der Phase 5 beträgt nach der Deckung ihres
Bedarfs sowie desjenigen von C._ Fr. 1'425.– (Gesamteinkommen von
Fr. 14'493.– ./. Bedarf der Parteien von Fr. 10'226.– ./. Bedarf von C._ von
Fr. 2'842.–). Nach Zuteilung dieses Überschusses im Verhältnis 40% an die Par-
teien, 20% an C._, resultiert ein persönlicher Bedarf der Gesuchstellerin inkl.
Überschuss von Fr. 4'976.– (Fr. 4'406.– + Fr. 570.– Überschuss) sowie des Ge-
suchsgegners von Fr. 6'390.– (Fr. 5'820.– + Fr. 570.– Überschuss). C._s
Bedarf beträgt bei der Gesuchstellerin inkl. Überschuss Fr. 1'320.– (Fr. 1'177.– +
Fr. 143.–), beim Gesuchsgegner Fr. 1'808.– (Fr. 1'665.– + Fr. 143.– Überschuss).
Die Gesuchstellerin verfügt bei einem Monatseinkommen von Fr. 5'764.–
nach der Deckung ihres persönlichen Bedarfs inkl. Überschuss über Fr. 788.–,
welche für C._s Barbedarf zu verwenden sind. C._ fehlt bei der Ge-
suchstellerin bei einem Einkommen von Fr. 398.– sowie dem Beitrag der Gesuch-
stellerin von Fr. 788.– ein Betrag von monatlich Fr. 134.–. Entsprechend ist der
Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von
C._ in der Phase 5 den Betrag von gerundet Fr. 135.– zu bezahlen. Der Ge-
suchstellerin persönlich schuldet der Gesuchsgegner keinen Unterhalt.
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14.8. Phase 6 (ab 1. August 2019)
Gesuchstellerin Gesuchsgegner
C._ bei GSin
C._ bei GG
Einkommen CHF 5'764.– CHF 8'331.– CHF 398.– CHF 0.–
abz. Bedarf -CHF 4'406.– - CHF 5'820.– - CHF 1'375.– - CHF 1'467.–
Überschuss CHF 1'358.– CHF 2'511.– - CHF 977.– - CHF 1'467.–
In der Phase 6 bleibt es wie in Phase 5 bei einem Überschuss von
Fr. 1'425.– (Gesamteinkommen von Fr. 14'493.– ./. Bedarf der Parteien von
Fr. 10'226.– ./. Bedarf von C._ von Fr. 2'842.–), der zu 40% an die Parteien
und zu 20% an das Kind zu verteilen ist. Während der Bedarf der Gesuchstellerin
und des Gesuchsgegners inkl. Überschussanteil gleich bleibt wie in Phase 5, be-
trägt derjenige von C._ bei der Gesuchstellerin neu Fr. 1'518.– (Fr. 1'375.– +
Fr. 143.– Überschuss) und beim Gesuchsgegner Fr. 1'610.– (Fr. 1'467.– +
Fr. 143.– Überschuss).
Der Gesuchstellerin verbleibt gemäss dieser Berechnung bei ihrem Ein-
kommen von Fr. 5'764.– monatlich ein Betrag von Fr. 788.–, den sie für den Un-
terhalt von C._ zu verwenden hat. Bei C._ resultiert bei der Gesuchstel-
lerin unter Anrechnung seines Einkommens von Fr. 398.– und des Beitrages der
Gesuchstellerin von Fr. 788.– ein monatlicher ungedeckter Bedarf von Fr. 332.–.
Der Gesuchsgegner ist somit zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Unter-
halt von C._ in der Phase 6 den Betrag von gerundet Fr. 330.– zu bezahlen.
Der Gesuchstellerin persönlich ist nach wie vor kein Unterhalt geschuldet.
15. Vernehmlassung Vorinstanz
Der Gesuchsgegner beantragt in prozessualer Hinsicht das Einholen einer
Vernehmlassung der Vorinstanz zur Frage, weshalb die Bedarfszahlen gemäss
Tabelle des angefochtenen Urteils (Urk. 58 S. 35, E. II.C.4.1) nicht mit den Be-
darfszahlen gemäss der Unterhaltsberechnung im Urteil (Urk. 58 S. 54 ff.,
E. II.C.4.4) übereinstimmen. Die Bedarfspositionen in der Tabelle entsprechen
den nachfolgenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid (Urk. 58 S. 35 ff.).
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Unzutreffend sind hingegen einzelne von der Vorinstanz errechnete Totale in der
Tabelle (vgl. vorstehend E. III.C.1.5), was zu einer fehlerhaften Berechnung der
Barunterhalte von C._ und der Gesuchstellerin führte. Vorliegend überprüfte
die Berufungsinstanz den angefochtenen Entscheid im Rahmen der geltend ge-
machten Berufungsgründe (unrichtige Rechtsanwendung, unrichtige Sachver-
haltsfeststellung) und hat im Sinne der vorstehenden Erwägungen einen neuen
Sachentscheid zu fällen, der den erstinstanzlichen Entscheid ersetzt. Die bean-
tragte Vernehmlassung erübrigt sich aus diesem Grund.
16. Fazit
Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beurteilung der
Arbeitspensen der Parteien sowie deren Einkommen durch die Vorinstanz als zu-
treffend. Demgegenüber sind einzelne Bedarfspositionen der Ehegatten und des
Kindes anzupassen, was zu einer Senkung des Ehegattenunterhalts sowie des
Kindesunterhalts führt. Darüber hinaus ist die Gesuchstellerin in der Phase 4 zur
Zahlung von Kinderunterhalt zu verpflichten. Insgesamt dringt der Gesuchsgegner
mit seiner Berufung demnach teilweise, allerdings nur in geringem Umfang, durch
(vgl. nachstehend E. IV.2.2).
IV.
1. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318
Abs. 3 ZPO).
Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 6'000.– fest, was unange-
fochten blieb. Die Gerichtskosten wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und
die Parteientschädigungen wettgeschlagen, mit der Begründung, in strittig geführ-
ten Eheschutzverfahren obsiege in der Regel keine Partei vollständig bzw. hätten
beide Parteien gleichermassen das Recht, ihre eigenen Interessen zu vertreten
(Urk. 58 S. 63).
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Neben den vorliegend angepassten Unterhaltsbeiträgen lagen vor Erstin-
stanz zur Hauptsache weitere Kinderbelange im Streit, welche mit Teilvereinba-
rung geregelt wurden. Insgesamt erscheint daher die hälftige Kostenteilung im
erstinstanzlichen Verfahren gerechtfertigt. Die entsprechenden Dispositiv-Ziffern 8
bis 10 des angefochtenen Entscheids sind zu bestätigen.
2. Zweitinstanzliche Entscheidgebühr und Parteientschädigung
2.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 12 Abs. 1
und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 und 6 Abs. 2 lit. b der Gebührenverordnung des Oberge-
richts vom 8. September 2010 (GebV OG) auf Fr. 5'500.– festzusetzen.
2.2. Im Berufungsverfahren umstritten war der Ehegatten- und Kindesunterhalt.
Der Gesuchsgegner beantragte die vollumfängliche Aufhebung seiner Unterhalts-
pflicht (Fr. 1'616.– + Fr. 1'294.– + Fr. 186.– + Fr. 30.– [Fr. 10.– x 3 Monate] +
Fr. 5'580.– [Fr. 310.– x 18 Monate] = Fr. 8'706.– + Fr. 429.–) und die Leistung von
Unterhaltszahlungen der Gesuchstellerin an ihn für den Sohn C._ (Fr. 748.–
+ Fr. 896.– + Fr. 28'244.– [Fr. 1'344.– x 21 Monate] = Fr. 29'868.–). Weiter er-
suchte er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Berufung. Die Gesuch-
stellerin beantragte die Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zulasten des Gesuchsgegners.
Der Gesuchsgegner unterliegt hinsichtlich seiner Anträge zu den Unterhalts-
beiträgen zu 93% und hinsichtlich seines Gesuchs um Erteilung der aufschieben-
den Wirkung vollumfänglich. Angesichts seines nahezu vollständigen Unterlie-
gens sind ihm die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen.
2.3. Ausgangsgemäss hat der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin für das zweit-
instanzliche Verfahren eine volle Parteientschädigung zu bezahlen. Diese ist in
Anwendung von § 13 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit §§ 5 Abs. 1, 6 Abs. 3 und 11
Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010
(GebV OG) auf Fr. 5'000.– zuzüglich Mehrwertsteuer festzusetzen.
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