Decision ID: da46d43b-7f30-4b10-a319-dad541cc2ab2
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am (...). August 2022 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass das SEM mit Verfügung vom 13. September 2022 – eröffnet am
16. September 2022 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR
142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz
in die Niederlande anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-
schwerdeführer verfügte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2022 gegen
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und
dabei beantragt, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, seine Flücht-
lingseigenschaft sei anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren,
dass eventualiter festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung un-
zulässig, unzumutbar und unmöglich und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen sei,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses sowie um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands ersucht,
dass die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
26. September 2022 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3
AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-
sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das
Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4
E. 2.2, je m.w.H.),
dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-
währung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochtenen
Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfah-
rens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge nicht
einzutreten ist,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
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dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-
nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-
gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist,
(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort
aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien;
vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-
ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende
erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-
lin-III-VO),
dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back)
demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach
Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1
m.w.H.),
dass der nach Dublin-III-Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet
ist, einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abge-
lehnt wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt
hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Auf-
enthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder auf-
zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-
rodac"-Datenbank ergab, dass dieser am (...) 2019 in Deutschland, am
(...) 2020, (...) 2021 und (...) 2021 in den Niederlanden und am (...) 2021
wiederum in Deutschland um Asyl ersucht hatte,
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dass er anlässlich des Dublingesprächs vom 19. August 2022 angab, vor
seinen Asylgesuchen in Deutschland und den Niederlanden etwa acht
Jahre in Italien gelebt zu haben,
dass dem Beschwerdeführer am 19. August 2022 das rechtliche Gehör zu
einem allfälligen Nichteintretensentscheid und zur Möglichkeit einer Über-
stellung nach Deutschland, Italien oder in die Niederlande sowie zum me-
dizinischen Sachverhalt beziehungsweise zu seiner gesundheitlichen Situ-
ation gewährt wurde,
dass der Beschwerdeführer erklärte, in den Niederlanden nur zwei Asylge-
suche gestellt zu haben und zwar am (...) 2020 und am (...) 2021,
dass er des Weiteren angab, bis dato keinen negativen Asylentscheid er-
halten zu haben,
dass grundsätzlich nichts gegen die Überstellung in die Niederlande spre-
che, er jedoch in die Schweiz gereist sei, um hier ein Asylgesuch zu stellen,
dass er auch in Deutschland keine Probleme gehabt habe, ihm aber dort
gesagt wurde, die Niederlande seien für sein Asylgesuch zuständig,
dass er in Italien hingegen dieselben Probleme gehabt habe wie in seinem
Heimatland,
dass er dort wegen eines Erbstreites mit seinem Cousin bedroht worden
sei,
dass er an Schlafproblemen leide, sich Sorgen machen würde, verängstigt
sei, niemandem vertrauen könne und auf Medikamente ([...]) angewiesen
sei, die er nicht erhalte,
dass er in Italien in (...) Behandlung gewesen sei, in Holland Medikamente
erhalten habe und in der Schweiz noch nicht untersucht worden sei,
dass die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers anlässlich des Dublin-
gesprächs den Antrag auf psychologische Begutachtung und medizinische
Abklärung unter Beiziehung eines Dolmetschers stellte,
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dass das SEM die deutschen Behörden am 22. August 2022 um Wieder-
aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b, c oder
d Dublin-III-VO ersuchte,
dass die deutschen Behörden dieses Gesuch am 25. August 2022 mit der
Begründung ablehnten, sie seien für das Asylgesuch nicht zuständig und
die niederländischen Behörden hätten ihr Wiederaufnahmegesuch akzep-
tiert,
dass das SEM daraufhin am 25. August 2022 die niederländischen Behör-
den um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18
Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte,
dass die niederländischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am
8. September 2022 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO zu-
stimmten,
dass damit die Zuständigkeit der Niederlande gegeben und implizit darge-
legt worden ist, dass das Asylverfahren in den Niederlanden abgeschlos-
sen wurde,
dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-
nahmebedingungen für Antragsteller in den Niederlanden wiesen systemi-
sche Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-
VO auf, weshalb eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die ge-
nannte Bestimmung nicht angezeigt ist,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a
Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311)
konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-
mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür
gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer Anspruch
besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich zuständi-
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gen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm des Völ-
kerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil des
BVGer E‐2851/2021 vom 28. Juni 2021 E. 8.4.1; je m.H.),
dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, wonach er an psychi-
schen Beschwerden und an Schlafstörungen leide und in der Schweiz ar-
beiten möchte, implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO res-
pektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,
dass die Niederlande Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR
0.142.301) sind und ihren diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nachkommen,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass zwar die Vermutung, die Niederlande hielten ihre völkerrechtlichen
Verpflichtungen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber
konkreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die vom Betroffenen glaubhaft
darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.),
dass der Beschwerdeführer kein Risiko dargetan hat, die niederländischen
Behörden würden sich weigern ihn (...) aufzunehmen,
dass die Niederlande gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO auch nach
Abschluss des Asylverfahrens bis zu einem allfälligen Wegweisungsvoll-
zug oder einer Regelung des Aufenthaltsstatus zuständig bleiben, und
keine begründeten Hinweise vorliegen, dass die niederländischen Behör-
den ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen würden,
dass allfällige neue Asylgründe und Wegweisungshindernisse bei den zu-
ständigen niederländischen Behörden geltend zu machen sind, und den
Akten keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, die Niederlande
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würden in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missachten
und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben
oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet
ist,
dass der Beschwerdeführer ausführt, an psychischen Problemen und
Schlafstörungen zu leiden,
dass ein Verstoss gegen Art. 3 EMRK gemäss neuerer Praxis des EGMR
aber auch vorliegen kann, wenn eine schwer kranke Person durch die Ab-
schiebung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Ziel-
staat – mit einem realen Risiko konfrontiert würde, einer ernsten, raschen
und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands
ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen
Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR
Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10,
§§ 180–193 m.w.H.),
dass dies im vorliegenden Fall auf die Situation des Beschwerdeführers,
der an (...), leidet, offensichtlich nicht zutrifft,
dass die Niederlande über eine ausreichende medizinische Versorgung
verfügen und dort der Zugang zur notwendigen psychischen und medizini-
schen Behandlung gewährleistet ist,
dass der Beschwerdeführer anlässlich des Dublingesprächs vom 19. Au-
gust 2022 im Übrigen selbst ausführte, in den Niederlanden die notwendi-
gen Medikamente erhalten zu haben,
dass es dem Beschwerdeführer demnach offensteht, dort nötigenfalls er-
neut medizinische Betreuung in Anspruch zu nehmen beziehungsweise
dass die gegebenenfalls weiteren erforderlichen medizinischen Abklärun-
gen auch in den Niederlanden möglich sind und die Verfügbarkeit von Me-
dikamenten gewährleistet ist,
dass mithin kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die Überstellung
des Beschwerdeführers in die Niederlande würde gegen Art. 3 EMRK oder
andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Landesrecht
verstossen,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine
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gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG)
durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- o-
der Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung in die Niederlande angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde – soweit darauf einzutreten ist – aus diesen Gründen
abzuweisen und die Verfügung des SEM zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als
gegenstandslos erweist,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass das Gesuch um amtliche Verbeiständung im Sinne von Art. 102m
Abs. 1 AsylG mangels Erfüllung der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1
VwVG ebenfalls abzuweisen ist,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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