Decision ID: 765e8be2-79c4-5c18-8bc0-a52c1a74a068
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 11. März 2015 beim Regierungsstatthalteramt
Thun ein Baugesuch ein für folgendes Vorhaben: "Projekt zur Verbesserung des
Mobilfunkempfangs im Zug. Antennenkabel entlang der Bahntrasse, installiert an Pfosten
auf einer Höhe von ca. 1.3 m (ähnlich einem Zaun) und wo örtlich erforderlich Antennen an
existierenden oder neuen Masten von 7 m Höhe". Betroffen ist die Bahnstrecke zwischen
Münsingen und Uttigen, Bahnkilometer 120.67 bis 130.84. Gegen das Bauvorhaben erhob
unter anderem der Beschwerdeführer 1 Einsprache. Am 11. August 2015 reichte die
Beschwerdegegnerin eine Projektänderung ein, die unter anderem eine Reduktion des
Projektperimeters in den Gemeinden Kiesen und Uttigen von Bahnkilometer 130.84 auf
Bahnkilometer 130.1 beinhaltete. Nachdem die Projektänderung publiziert worden war,
erhob auch die Beschwerdeführerin 2 Einsprache gegen das Bauvorhaben. Der
Beschwerdeführer 1 hielt an seiner Einsprache fest. Mit Gesamtentscheid vom 4. Februar
2016 erteilte das Regierungsstatthalteramt Thun die Baubewilligung.
2. Dagegen reichten der Beschwerdeführer 1 am 1. März 2016 und die
Beschwerdeführerin 2 am 2. März 2016 je eine Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und
Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen beide, der Gesamtentscheid
vom 4. Februar 2016 sei aufzuheben und das Baugesuch sei nicht zu bewilligen.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Gleichzeitig räumte es dem
Beschwerdeführer 1 eine kurze Nachfrist ein, seine nicht korrekt unterschriebene
Beschwerde zu verbessern. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) beantragt
in seiner Stellungnahme vom 10. März 2016 die Abweisung der Beschwerden. Mit
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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Schreiben vom 10. März 2016 reicht der Beschwerdeführer 1 eine korrekt unterschrieben
Beschwerde nach. Das Amt für Berner Wirtschaft (beco) stellt in seiner Beschwerdeantwort
vom 14. März 2016 keinen Antrag, erachtet die Beschwerden aber sinngemäss als
unbegründet. Das Regierungsstatthalteramt Thun beantragt in seiner
Beschwerdevernehmlassung vom 16. März 2016, auf die Beschwerde der
Beschwerdeführerin 2 sei nicht einzutreten und die Beschwerde des Beschwerdeführers 1
sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Gemeinden Wichtrach und Münsingen
verweisen in ihren Stellungnahmen vom 1. April 2016 auf ihre Amtsberichte und verzichten
auf weitere Stellungnahmen. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer
Beschwerdeantwort vom 1. April 2016, die beiden Beschwerden seien abzuweisen, soweit
darauf einzutreten sei. Die Gemeinde Kiesen verweist in ihrer Stellungnahmen vom
31. März 2016 auf ihre bisherigen Eingaben und verzichtet auf eine weitere
Stellungnahme.
4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Eintreten
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann
er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen
den Gesamtentscheid zuständig.
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
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b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer 1 hat sich als Einsprecher am
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist mit seinen Anliegen unterlegen. Er war gestützt
auf Art. 35a BauG zur Einsprache legitimiert und ist damit auch zur Beschwerde befugt,
dies ist unbestritten. Seine Beschwerde war zwar anfänglich nicht rechtsgültig
unterzeichnet. Diesen Mangel hat er jedoch innert der eingeräumten Nachfrist (vgl. Art. 33
Abs. 2 VRPG4) behoben. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde des
Beschwerdeführers 1 wird daher eingetreten.
c) Das Regierungsstatthalteramt Thun ist in Ziff. 2.14 des angefochtenen Entscheids
zum Ergebnis gekommen, dass die Beschwerdeführerin 2 nicht zur Einsprache legitimiert
sei. Dies weil sie gegen das ursprüngliche Projekt nicht Einsprache erhoben habe und
hinsichtlich der Projektänderung, gegen die sie Einsprache erhoben habe, nicht mehr als
jedermann betroffen sei. Dementsprechend hat das Regierungsstatthalteramt in Ziff. 2.15
des angefochtenen Entscheids die Rügen der Beschwerdeführerin 2 nicht behandelt und
ist somit auf ihre Einsprache nicht eingetreten.
Im Streit um die eigene Verfahrenslegitimation ist eine Person, die sich am Verfahren
beteiligen will, Partei und als Adressatin einer Nichteintretensverfügung formell beschwert.
Sie ist damit zur Anfechtung dieser Verfügung befugt, unbesehen darum, ob sie in der
Sache selber, d.h. im Streit um den Anspruch auf Verfahrensbeteiligung, Erfolg haben wird.
Im Beschwerdeverfahren um einen Prozessentscheid wird die umstrittene formelle Frage
somit zur materiellen, zum Streitgegenstand dieses Verfahrens.5
d) Die Beschwerdeführerin 2 macht in ihrer Beschwerde hinsichtlich ihrer Legitimation
geltend, sie sei keine 100 m von der projektierten Anlage entfernt wohnhaft und durch die
Reduktion bzw. Verkleinerung des Projektperimeters nun noch mehr als die Allgemeinheit
von der Projektänderung betroffen.
Die Beschwerdeführerin 2 hat gegen das ursprüngliche Bauvorhaben keine Einsprache
erhoben. Erst gegen die Projektänderung vom 11. August 2015 hat sie am 30. September
2015 Einsprache erhoben. Bei Projektänderungen kann zwar erneut Einsprache erhoben
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 65 N. 6
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werden. Die Einsprachemöglichkeit beschränkt sich dabei jedoch auf den Gegenstand der
Projektänderung. Gegen das ursprüngliche Bauvorhaben kann daher nicht mehr
Einsprache erhoben werden, soweit es von der Projektänderung nicht betroffen ist.6
Die Einsprache der Beschwerdeführerin 2 vom 30. September 2015 richtete sich nicht
gegen die Projektänderung, sondern gegen das Bauvorhaben an sich. Zudem ist sie durch
die Projektänderung nicht unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen,
insbesondere ergibt sich eine solche Betroffenheit nicht aus einer Verkleinerung des
Projektperimeters in Kiesen.
Soweit die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 hinsichtlich ihrer Legitimation überhaupt
genügend begründet ist, ist sie jedenfalls in der Sache nicht stichhaltig. Das
Regierungsstatthalteramt Thun ist zu Recht nicht auf ihre Einsprache eingetreten. Die
Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 gegen den vorinstanzlichen
Nichteintretensentscheid wird daher abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Allerdings decken sich die materiellen Rügen der Beschwerdeführerin 2 mit den Rügen des
Beschwerdeführers 1, so dass diese in der Sache dennoch geprüft werden.
e) Soweit die Beschwerdeführerin 2 mit ihrer Beschwerde Rechtsverwahrung anmelden
will, kommt sie damit zu spät, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Eine
Rechtsverwahrung muss im Baubewilligungsverfahren angemeldet werden, im
Baubeschwerdeverfahren ist dies nicht mehr möglich. Allerdings hat die Rechtsverwahrung
ohnehin keine unmittelbare Rechtswirkung, sie bezweckt lediglich die Orientierung über
Privatrechte (vgl. Art. 32 BewD7). Mittelbar kann die Unterlassung der Rechtsverwahrung
den Verlust oder die Herabsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen zur Folge haben, wenn
die Bauherrschaft nachzuweisen vermag, dass sie bei rechtzeitiger Kenntnis dem Einwand
hätte Rechnung tragen können.8 Da die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeschrift
Kenntnis von den Einwänden der Beschwerdeführerin 2 erhalten hat, greifen diese
mittelbaren Rechtswirkungen auch dann, wenn der Bauentscheid keinen förmlichen
Hinweis auf die Rechtsverwahrung enthält.
6 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 32-32d N. 13; Matthias Spack, Grenzen der Projektänderung, in KPG-Bulletin 4/2014 S. 163 ff, Ziff. 3 7 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 8 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35-35c N. 3
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2. BLN-Objekt
a) Der Beschwerdeführer 1 rügt, das Schutzziel aus dem Natur- und
Heimatschutzgesetz für das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von
nationaler Bedeutung (BLN) werde durch das Bauvorhaben verletzt. Dies nicht nur optisch,
sondern auch strahlungstechnisch.
b) Zwei Abschnitte des Bauvorhabens auf den Bahnkilometern 129.100 und 129.950
sowie 130.575 und 130.9509 liegen innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1314 "Aarelandschaft
Thun-Bern". Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar
des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung,
jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen
Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. Ein Abweichen von der
ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe
nur in Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige
Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 NHG10). Das
Erteilen einer Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage stellt eine Bundesaufgabe im Sinn
von Art. 2 NHG dar. Das NHG und seine Ausführungserlasse sind somit direkt
anwendbar.11
"Die gesetzliche Forderung nach einer in besonderem Masse ungeschmälerten Erhaltung
darf nicht im Sinne eines absoluten Veränderungsverbots missverstanden werden.
«Ungeschmälerte Erhaltung» bedeutet nicht, dass am bestehenden Zustand eines
Inventar-Objekts überhaupt nichts mehr geändert werden darf: (...) Die geforderte
«ungeschmälerte Erhaltung (oder jedenfalls grösstmögliche Schonung)» bezieht sich denn
auch auf die gemäss Art. 5 Abs. 1 NHG verlangte Umschreibung der Objekte und vor allem
auf die Gründe für ihre nationale Bedeutung: Eingriffe in Inventar-Objekte «dürfen die in
der Bedeutung des Objekts verankerten Schutzziele nicht gefährden». Ungeschmälerte
Erhaltung verdient in besonderem Masse das, was die Objekte so einzigartig oder typisch
macht, dass ihnen nationale Bedeutung zuerkannt wurde. Das geht auch aus Art. 6 Abs. 2
NHG hervor. Dort ist klar die Rede von der ungeschmälerten Erhaltung «im Sinne der
9 Vgl. Fachbericht Landschaft und Raumplanung des AGR vom 10. Dezember 2015, Vorakten pag. 194 ff. 10 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) 11 VGE 2014/226 vom 16.3.2016, E. 3.1 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung
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Inventare». Ziel von Art. 6 NHG ist die Erhaltung des schutzwürdigen Zustands und das
Weiterführen der dieser Beschaffenheit angepassten Nutzung. Der Zustand der
betroffenen Objekte soll gesamthaft betrachtet unter dem Gesichtspunkt des Natur- und
Heimatschutzes nicht verschlechtert werden, und allfällige geringfügige Nachteile müssen
durch anderweitige Vorteile mindestens ausgeglichen werden."12
c) Die Beschreibung des BLN-Objekts Nr. 1314 lautet wie folgt: "Ehemals von
wechselnden Läufen der Aare eingenommener Talboden mit strömendem Fluss,
Altwassern, Schilffeldern, Riedmatten und teilweise felsigen Steilufern. Hervorragende
Bedeutung als Band von Feuchtbiotopen innerhalb einer durch Gewässerkorrektionen und
Drainagen entwässerten Landschaft. Vielfaltige Avifauna, natürliche Laichgebiete der
Fische. Wichtige Grundwasservorkommen." Die Schutzziele eines BLN-Objekts müssen
gestützt auf die im Inventarblatt beschriebene Bedeutung konkretisiert werden.13 Auch
wenn die Entwürfe der überarbeiteten Objektblätter noch nicht verbindlich verabschiedet
sind, kann als Anhaltspunkt darauf zurückgegriffen werden. Im Entwurf des überarbeiteten
Objektblatts Nr. 1314 werden die Schutzziele wie folgt umschrieben: Die
zusammenhängende und reich strukturierte Flusslandschaft erhalten; die Qualitäten des
Flusses als Lebensraum für charakteristische und gefährdete Arten, insbesondere für
strömungsliebende Fischarten sowie für Amphibien, erhalten; die Dynamik der frei
fliessenden Aare zulassen; das zusammenhängende Auensystem in seiner Dynamik und
mit seinen Lebensräumen sowie deren charakteristischen und gefährdeten Pflanzen- und
Tierarten erhalten; die Moorbiotope in Fläche und Qualität sowie mit ihren
charakteristischen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten erhalten; die besonderen,
landschaftlich prägenden Reliefformen und geomorphologischen Elemente wie
Grundwasseraufstösse, Giessen, Schotterterrassen, Erosionskanten und Altläufe erhalten;
die Vernetzungsfunktion der Lebensräume erhalten; die Wälder, insbesondere die
Auenwälder, in Qualität und Ausdehnung erhalten; die standortgerechte landwirtschaftliche
Nutzung, insbesondere der Streuewiesen, erhalten.14
d) Das Bauvorhaben wird auf dem bestehenden Bahntrassee bzw. an dessen Rand
realisiert. Der Bereich mit den beiden Abschnitten im Bereich des BLN-Objekts befindet
12 Jörg Leimbacher, in Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6 N. 5 und 6 13 Jörg Leimbacher, in Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6 N. 7 14 www.bafu.admin.ch > alle Themen A-Z > BLN > Anhörung zur Totalrevision "Verordnung über das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (VBLN)" > BE: BLN-Objekte > BLN 1314
http://www.bafu.admin.ch
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sich in einem sogenannten Antennen-Korridor. In diesen Bereichen wird der
Mobilfunkdienst nicht über ein Antennenkabel, sondern über herkömmliche Mastantennen
abgewickelt. Auf den beiden Abschnitten im Bereich des BLN-Objekts ist daher kein über
dem Boden installiertes Antennenkabel vorgesehen. Geplant sind lediglich zwei Radio Site
(RS)-Cabinets (Nr. 19 und 20) sowie vier Antennen (Nr. 23 bis 26). Zudem wird in einem
Kabelkanal entlang des Bahntrassees ein Strom- und Glasfaserkabel verlegt. Bei den RS-
Cabinets handelt es sich um Gehäuse auf einem Fundament mit einer Gesamthöhe über
Boden von 1.83 m, einer maximalen Breite von 1.70 m und einer Tiefe von maximal
0.80 m. Die Antennen werden an bestehenden Fahrleitungsmasten montiert, ebenso die
Kabelverbindungen der Antennen mit den RS-Cabinets.
Diese geringfügigen Neuanlangen im Bereich des bestehenden Bahntrassees haben
keinen Einfluss auf die in der Beschreibung des BLN-Objekts Nr. 1314 genannten
Elemente. Mit Blick auf die aus der Beschreibung des BLN-Objekts Nr. 1314 ableitbaren
Schutzziele tangiert das Bauvorhaben das BLN-Objekt somit nicht, es bleibt dadurch
ungeschmälert erhalten. Die Flusslandschaft und die darin eingebetteten Lebensräume
werden dadurch nicht tangiert. Die BVE teilt die entsprechende Einschätzung des
Fachberichts Landschaft und Raumplanung des AGR vom 10. Dezember 2015.
Soweit der Beschwerdeführer 1 geltend macht, nichtionisierende Strahlung mache sich
auch durch gestörtes Wachstum von Pflanzen bemerkbar, kann auf das Bundesgericht
verwiesen werden, welches es abgelehnt hat, mit Blick auf die Tierwelt über die NISV15
hinausgehende Emissionsbegrenzungen zu verlangen.16 Diese Rechtsprechung des
Bundesgerichts lässt sich auf die Pflanzenwelt übertragen, so dass auch hier keine über
die NISV hinausgehenden Emissionsbegrenzungen verlangt werden können. Dies muss
hier umso mehr gelten, als sich aus den Standortdatenblättern ergibt, dass die vier im
Gebiet des BLN-Objekts geplanten Antennen mit relativ bescheidener Leistung bewilligt
werden: Die Antennen Nr. 23, 24 und 26 lediglich mit einer summierten Sendeleistung von
320 WERP, die Antenne Nr. 25 mit einer summierten Sendeleistung von 2'005 WERP. Dies
führt zu einer Ausschöpfung des Immissionsgrenzwerts am höchstbelasteten Ort für den
kurzfristigen Aufenthalt (OKA) von 20.2 % am Standort der Antennen Nr. 23 und 24 bzw.
von 34.9 % am Standort der Antennen Nr. 25 und 26. Demzufolge liegt hier keine relevante
15 Verordnung des Bundesrates vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) 16 BGer 1C_450/2010 vom 12.04.2011, E. 3; BGer 1C_338/2007 vom 24.04.2008, E. 3 und 4
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Beeinträchtigung des BLN-Objekts mit seinem vielfältigen Lebensraum vor, weder optisch
noch strahlungstechnisch.
e) Zwar sind die Böschungen im Aaretal gemäss Amtsbericht Naturschutz der Abteilung
Naturförderung (ANF) vom 8. Mai 2015 bekannt für ihre Reptilienpopulationen. Soweit das
Bauvorhaben diese Böschungen beansprucht, geht dieser Lebensraum verloren. In den
beiden Projektabschnitten innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1314 dürfte dies allenfalls bei
den beiden RS-Cabinets Nr. 19 und 20 der Fall sein, diese sind an der Böschung des
Bahntrassees geplant. Der mit dem Projekt verbundene Verlust an Reptilienlebensraum
wird jedoch durch den Bau von drei Steinlinsen kompensiert. Gemäss Amtsbericht
Naturschutz kann dadurch der Flächenverlust ausgeglichen werden.
Soweit darin eine Abweichung von der ungeschmälerten Erhaltung des BLN-Objektes
liegen sollte, wird das BLN-Objekt unter Einbezug der Ersatzmassnahme (Steinlinsen)
jedenfalls grösstmöglich geschont. Die Versorgung einer wichtigen Bahnstrecke mit
zeitgemässem Mobilfunkdienst stellt ein Interesse von nationaler Bedeutung dar. Dies auch
dann, wenn es über die reine Grundversorgung hinausgeht. Aufgrund des geringen
Flächenverlusts im Bereich der Böschungen ist das Interesse am Mobilfunkdienst im
Vergleich mit dem Interesse am Reptilienlebensraum mindestens gleich- oder höherwertig.
Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung, sollte ein solches überhaupt vorliegen,
ist hier gemäss Art. 6 Abs. 2 NHG somit zulässig.
f) Demzufolge liegt in Bezug auf das BLN-Objekt Nr. 1314 keine Verletzung der
Vorschriften des NHG vor. Das BLN-Objekt bleibt grundsätzlich ungeschmälert erhalten
oder wird unter Einbezug von angemessenen Ersatzmassnahmen jedenfalls grösstmöglich
geschont. Diese Rüge ist daher unbegründet, das Bauvorhaben ist insoweit
bewilligungsfähig.
3. Zonenkonformität und Erschliessung
a) Der Beschwerdeführer 1 rügt, das Bauvorhaben sei gemäss Art. 22 RPG17 weder
zonenkonform noch erschlossen. Die industriell-gewerbliche Anlage zwecks
17 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
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Gewinnoptimierung der Beschwerdegegnerin erfülle die entsprechenden Voraussetzungen
zum Bauen ausserhalb der Bauzone nicht. Er befürchtet zudem Schäden an
Uferschutzzonen und Auenwäldern.
b) Es ist unbestritten, dass das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone nicht
zonenkonform ist. Soweit das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone liegt, wurde dafür
vom AGR eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG erteilt. Nach dieser Bestimmung
kann die Errichtung von Bauten und Anlagen, die dem Zweck der Nutzungszone nicht
entsprechen, bewilligt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort
ausserhalb der Bauzonen erfordert und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.
Das Bauvorhaben beinhaltet ein Pilotprojekt, mit welchem die schlechte
Mobilfunkverbindung in Zügen verbessert werden soll. Zentrales Element dieses Projekts
ist ein Spezialkabel, das unmittelbar entlang des Bahntrassees installiert wird und als
Antenne dient. Soweit sich das Bahntrassee ausserhalb der Bauzone befindet, ist das
Bauvorhaben somit aus objektiven Gründen auf den vorgesehenen Standort ausserhalb
der Bauzone angewiesen. Der Beschwerdeführer 1 bringt nichts vor, was diese positive
Standortgebundenheit in Zweifel ziehen würde.
c) Soweit der Beschwerdeführer 1 Schäden an Uferschutzzonen und Auenwäldern
befürchtet, macht er damit implizit geltend, dass dem Bauvorhaben überwiegende
Interessen entgegenstehen. Das Bauvorhaben wurde von diversen kantonalen Fachstellen
auf seine Umweltverträglichkeit geprüft, insbesondere auch durch die ANF mit Amtsbericht
Naturschutz vom 8. Mai 2015 und durch den Oberingenieurkreis II mit Amtsbericht
Wasserbaupolizei vom 28. April 2015. Sämtliche Amts- und Fachberichte haben dem
Bauvorhaben unter Auflagen zugestimmt. Gestützt auf diese zustimmenden Amts- und
Fachberichte ist das AGR zum Ergebnis gekommen, dass dem Bauvorhaben keine
überwiegenden Interessen entgegenstehen. Durch die vorgesehene Installation in die
bestehenden Bahnbauten werde die Anlage gut integriert und trete so wenig in
Erscheinung. Die umliegende Landschaft werde von weiteren Eingriffen verschont, da die
Anlage auch durch die anderen Mobilfunkbetreiberinnen genutzt werden könne.
Die BVE teilt diese Einschätzung. Das Bauvorhaben wird auf dem bestehenden
Bahntrassee und teilweise unter Inanspruchnahme bestehender Infrastruktur wie
beispielsweise bestehender Lärmschutzwände und Fahrleitungsmasten gebaut. Neu sind
vor allem die Pfähle im Bereich der Maschendrahtzaunkorridore. Diese fügen sich jedoch
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gut in das bestehende Bahntrassee mit den Fahrleitungen ein. Das Bauvorhaben bringt
daher kaum neue Auswirkungen auf Raum und Umwelt. Zwar erzeugt das Bauvorhaben
zusätzliche nichtionisierende Strahlung. Diese ist jedoch relativ bescheiden, da
insbesondere das Strahlungskabel mit einer sehr geringen Sendeleistung von höchstens 6
WERP betrieben wird. Soweit das Projekt neue Antennen mit einer höheren Sendeleistung
vorsieht, wurde die Einhaltung der NISV-Grenzwerte mit Standortdatenblättern
nachgewiesen. Das beco als zuständige Fachbehörde ist in seinen Amtsberichten vom
20. April und 9. September 2015 zum Schluss gekommen, dass das Bauvorhaben die
Vorschriften der NISV erfüllt. Auch der Beschwerdeführer 1 vermag keine konkreten
Schäden an Uferschutzzonen und Auenwäldern zu benennen, die der Erteilung einer
Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG entgegenstehen würden. Soweit das
Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone liegt, wurde diese Ausnahmebewilligung
demzufolge zu Recht erteilt.
d) Der Beschwerdeführer 1 vermag auch nicht zu begründen, inwiefern das Gebiet für
das Bauvorhaben ungenügend erschlossen wäre. Art. 19 Abs. 1 RPG verlangt eine für die
betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt. Da Mobilfunkanlagen keinen Verkehr auslösen
und nicht wartungsaufwendig sind, sind an ihre Erschliessung keine übertriebenen
Anforderungen zu stellen.18 Die Voraussetzung der Erschliessung stellt für die Bewilligung
von Mobilfunkanlagen daher kaum ein Problem dar. Erforderlich sind insbesondere
Stromanschluss und Zugänglichkeit für technisches Personal.19 Vorliegend ist das gesamte
Projekt entlang der Bahnlinie und damit entlang einer Erschliessungsanlage geplant. Die
Beschwerdegegnerin verweist denn auch darauf, dass der benötigte Zugang mit den
bestehenden Erschliessungsanlagen gewährleistet sei, insbesondere über das
Bahntrassee, aber auch über bereits existierende Flurwege. Diese Rüge erweist sich
demnach als unbegründet.
Im Übrigen ist fraglich, ob der Beschwerdeführer 1 in Bezug auf diese Rüge überhaupt
legitimiert ist. Er kann nur Rügen in Rechtsbereichen erheben, die seit mindestens zehn
Jahren Gegenstand seines statutarischen Zwecks bilden (Art. 35c Abs. 3 BauG). Der
statutarische Zweck des Beschwerdeführers beschränkt sich auf die
Umweltschutzgesetzgebung des Bundes, was raumplanungsrechtliche Rügen nicht
miteinschliesst.
18 Hans Rudolf Trüeb, Der Bau von Fernmeldeanlagen, Baurechtstagung 2001, S. 99 ff., Ziff. 5.2 19 Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Auflage, Zürich 2008, S. 89
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4. Ungenügende Sachverhaltsabklärung
a) Der Beschwerdeführer 1 rügt eine ungenügende Sachverhaltsabklärung. Zur Frage,
ob das Bauvorhaben den Schutzzielen für das BLN-Objekt und für das kantonale
Schutzgebiet entspreche, hätte ein Gutachten der Kommission zur Pflege der Orts- und
Landschaftsbilder (OLK) eingeholt werden müssen.
b) Soweit das Bauvorhaben im BLN-Objekt Nr. 1314 liegt, wäre die OLK zwar
grundsätzlich zuständig, eine Beurteilung zum Landschaftsschutz abzugeben (vgl. Art. 2
Abs. 1 Bst. a OLKV20). Die Baubewilligungsbehörde konsultiert die zuständigen kantonalen
Fachstellen aber nur dann, wenn gegen ein Vorhaben Bedenken oder Einwände bestehen,
die nicht offensichtlich unbegründet sind (Art. 22 Abs. 1 BewD). Da im BLN-Gebiet kaum
neue Anlagen geplant sind und sich diese im Bereich des bestehenden Bahntrassees
befinden (vgl. oben Erwägung 2.d), ist eine Beeinträchtigung des Landschaftsbilds
ausgeschlossen. Der entsprechende Einwand des Beschwerdeführers 1 ist daher
offensichtlich unbegründet, weshalb auf eine Konsultation der OLK verzichtet werden
konnte.
Soweit der Beschwerdeführer 1 ein kantonales Schutzgebiet anspricht, dürfte er damit das
kantonale Naturschutzgebiet Aarelandschaft Thun-Bern meinen. Für Fragen des
Naturschutzes ist die OLK aber nicht zuständig, weshalb auch insofern keine Konsultation
angezeigt war.
c) Weiter erachtet der Beschwerdeführer 1 die von der Beschwerdegegnerin deklarierte
Sendeleistung als unglaubwürdig. Bildlich gesprochen, könnten mit einer Leistung, die
lediglich 1/8 einer Nachttischlampe entspreche, nicht 550 m eines Gleistrassees beleuchtet
werden. Diesbezüglich sei eine unabhängige und glaubwürdige Expertise unabdingbar.
20 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV; BSG 426.221)
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d) Es ist weder Sache der Baubewilligungsbehörde noch des beco zu beurteilen, ob die
beantragte Sendeleistung technisch sinnvoll ist. Dies ist die Aufgabe der Anlagebetreiberin.
Lässt sie sich eine zu tiefe Sendeleistung bewilligen, hat sie die entsprechenden
Konsequenzen zu tragen. Zu dieser Frage muss demnach keine unabhängige Expertise
eingeholt werden. Abgesehen davon ist hier keine Missachtung der bewilligten
Sendeleistung absehbar. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort vom
1. April 2016 ausführlich dargelegt, weshalb die beantragte Sendleistung ausreicht.
Zur Sicherstellung der Einhaltung der bewilligten Sendeleistung werden gemäss
Beschwerdegegnerin auch die Leaky Feeder (Strahlungskabel) in ihrem
Qualitätssicherungssystem geführt und analog herkömmlicher Kleinzellen überwacht.
Weshalb der Beschwerdeführer 1 in seiner Eingabe vom 16. April 2016 davon ausgeht,
dass dies hier nicht der Fall sein wird, ist nicht nachvollziehbar. Der Umstand, dass das
Strahlungskabel aufgrund seiner geringen Leistung keinen vorsorglichen
Emissionsbegrenzungen gemäss Anhang 1 NISV unterliegt, schliesst eine Überwachung
mit dem Qualitätssicherungssystem nicht aus.
Die Kritik des Beschwerdeführers 1 an diesem Qualitätssicherungssystem ist gemäss
ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts unbegründet.21 Daran vermögen auch die
vom Beschwerdeführer 1 genannten Kontrollmessungen aus dem Kanton Schwyz nichts
zu ändern. Dass bei Überschreitung von bewilligten Sendeleistungen keine
Strafbestimmungen bestehen, ist im Übrigen nicht richtig. Mit Art. 50 BauG existiert ein
einschlägiger Straftatbestand.
Demzufolge hat die Vorinstanz den Sachverhalt nicht ungenügend abgeklärt. Somit sind
sämtliche Rügen des Beschwerdeführers 1 unbegründet. Seine Beschwerde wird daher
abgewiesen und der angefochtene Gesamtentscheid wird bestätigt. Analoges gilt für die
praktisch gleich lautende Beschwerde der Beschwerdeführerin 2. Selbst wenn diese
Beschwerde inhaltlich zu behandeln wäre, wäre diese somit unbegründet und müsste
abgewiesen werden.
5. Kosten
21 BGer 1C_282/2008 vom 07.04.2009, E. 3; BGer 1C_685/2013 vom 6.3.2015, E. 7
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a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine
Pauschalgebühr von Fr. 200.-- bis Fr. 4'000.-- je Beschwerde erhoben (Art. 19 Abs. 1
i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV22). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschale für
die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 auf Fr. 1'800.-- festgelegt. Da die Beschwerde
der Beschwerdeführerin 2 lediglich hinsichtlich des vorinstanzlichen
Nichteintretensentscheids zu prüfen war, wird die Pauschale für ihre Beschwerde auf
Fr. 600.-- festgelegt. Insgesamt betragen die oberinstanzlichen Verfahrenskosten somit
Fr. 2’400.--.
Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen
Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei
diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden und sie haben
daher die sie betreffenden Verfahrenskosten zu tragen.
b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern
nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung
oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als
gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die obsiegende Beschwerdegegnerin war
nicht anwaltlich vertreten. Ihr sind daher keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes
entstanden (Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG). Somit sind keine Parteikosten zu sprechen.