Decision ID: 2ebfc3ea-c5b6-4c4d-af3b-291923af31fe
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 19
62 geborene
X._
war vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Oktober 2009 als Raumpflegerin bei der
Y._
in einem Pensum von ca. 40 % tätig
, wobei der letzte effektive Arbeitstag der 8. September 2008 war
(Urk. 9/13).
Am 9. September 2008 rutschte die Versicherte im Badezimmer aus und zog sich dabei
Kontusionen am Schädel und an der Wirbelsäule zu (Urk. 9/21
)
.
Für die Folgen dieses Unfalles erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung, Taggelder)
, welche sie im Febr
uar 2009 einstellte (Urk. 9/21 S
. 11)
.
Am 26. Oktober 2009 meldete sich
die Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an
(Urk. 9/3).
Diese zog
die Akten
der Unfall
versicherung
(Urk. 9/21
)
sowie der Krankentaggeldversicherung (Urk. 9/22) bei
, holte einen Auszug aus dem Indivi
duellen Konto der
Versicherten ein (IK-Auszug, Urk. 9/9) und tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Am 11.
August 2010 wurde die Versicherte
in der Abklärungsstelle
Z._
polydisziplinär
begutachtet
(Urk. 9/27). Am 1. November 2010 wurde die Arbeitsvermittlung im Einverständnis mit der Versicherten
vor
zeitig
beendet (Urk. 9/33).
In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Januar 2011 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 9/45), was mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. Mai 2012 bestätigt wurde (Urk. 9/53).
Am 1. Juli 2013 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Schmerzen der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule sowie krankhaftes Übergewicht erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 9/57).
Nachdem die Versi
cherte weitere medizinische Berichte eingereicht hatte, trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren ein und ordnete eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung
(Allgemeine Innere Medizin / Rheumatologie / Psychiatrie)
bei der
Medas
A._
an (Urk. 9/
79 und
Urk. 9/
82).
Das Gutachten wurde am 30. Juli 2014 erstattet (Urk. 9/85)
.
Gestützt auf die Schlussfolgerungen der Gutachter stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 21. November 2014 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 9/93). Im Rahmen des
Ein
wandverfahrens
holte die IV-Stelle eine Stellungnahme des psychiatrischen Gut
achters ein (Urk. 9/109)
. Mit Verfügung vom 14. November 2016 verneinte sie einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 9/118).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
16. Dezember 2016
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr mit Wirkung ab 1. Dezember 2013 eine ihrer Erwerbsunfähigkeit entsprechende IV-Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Eingabe vom 9. März 2017 zog die Beschwerdeführerin das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück (Urk. 10). Mit Eingabe vom 5. Mai 2017 reichte sie weitere
medizinische Berichte
ein, welche der Beschwerdegegnerin am 8. Mai 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (Urk. 14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweige
rt, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri
sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest
gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz
lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionel
len Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in wel
chem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines rentenbe
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141
V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.4
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die
Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturel
len Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklä
rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige
Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.6
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrens
standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist
im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält
(BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu
prü
-
fen
, ob die beigezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gen
gutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen
Berich
-
ten
– eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, die Abklärungen hätten ergeben,
dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätig
keit als Raumpflegerin nicht mehr zumutbar sei. Eine körperlich leichte bis gele
gentlich mittelschwere Tätigkeit, welche nicht kniend sei, sei jedoch zu 100 % zumutbar
. Aufgrund der medizinischen Beurteilung
bestehe kein IV-relevanter Invaliditätsgrad
(Urk. 2)
.
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
machte dagegen im Wesentlichen geltend,
die Ärzte des
B._
seien in somatischer Hinsicht
zum Schluss gekommen, dass sie auch in einer leichten angepassten Tätigkeit nur zu 50 % arbeitsfähig sei. In psychischer Hinsicht lägen zahlreiche fundierte Facharztbe
richt
e
vor, welche eine schwere Depression diagnostizierten und eine voll
e
Arbeitsunfähigkeit attestierten
. Es stehe auch fest, dass sie an einer somatoformen Schmerzstörung leide. Es sei durch sorgfältige und umfassende Abklärung des Sachverhalts anhand eines strukturierten Prüfungsrasters abzuklären, ob es ihr noch zumutbar sei, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Das
Medas
-Gutachten erfülle die Kriterien, die an medizinische Grundlagen gestellt würden, nicht und sei nicht verwertbar (Urk. 1 S. 3 ff.).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom
1. Juli 2013
(
Urk. 9/57
) eingetreten. Es gilt somit zu prüfen, ob sich die tatsäch
lichen Verhältnisse im massgebenden Zeitraum zwischen der Verfügung vom
24. Januar 2011,
mit welcher ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde (Urk.
9/45
), und der angefochtenen Verfügung vom
14. November 2016
(Urk. 2), insofern verändert haben, dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invali
denrente besteht.
3.2
Die vom hiesigen Gericht bestätigte
rentenab
weisende
Verfügung vom
24. Januar 2011
basierte in medizinischer Hinsicht insbesondere auf dem von der Beschwer
degegnerin eingeholten polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom
13. September 2010
(Urk.
9/27
).
Darin wurden die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt
(Urk. 9/27 S. 19)
:
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne radikuläre Sympto
matik (ICD-10 M54.5)
-
Chronische Knieschmerzen rechts (ICD-10 M79.66)
-
Chronische Nacken-Schulterschmerzen beidseits ohne radikuläre Sympto
matik (ICD-10 M54.2)
Es wurde ausgeführt,
a
us Sicht des Bewegungsapparates könnten aufgrund der anamnestischen Angaben, der erhobenen Untersuchungsbefunde sowie der bild
gebenden Diagnostik ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik und chronische Nacken- und Schulterschmerzen beid
seits
ohne radikuläre Symptomatik diagnostiziert werden. Weiter bestünden chro
nische Knieschmerzen rechts mit deutlicher
Schmerzregredienz
seit der intraarti
kulären Infiltration. Die von der Beschwerdeführerin angegebenen, äusserst dif
fusen Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde keinesfalls vollständig begründen, so dass deutliche Hinweise für eine erhebliche, nicht-organische Beschwerdekomponente bestünden. Aufgrund der erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen könnten der Beschwerdeführerin körperlich schwere und mittelschwere
Tätigkeiten und somit auch die angestammte Tätigkeit bleibend nicht mehr zugemutet werden. Für körperlich leichte Tätigkeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig realisierbar. Aus psychiatrischer Sicht könne aufgrund der anamnestischen Angaben sowie der erhobenen Befunde lediglich eine Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert werden, woraus keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden könne. Es könne der Beschwerdefüh
rerin trotz der geklagten Beschwerden zugemutet werden, weiterhin einer ihren körperlichen Einschränkungen angepasste Tätigkeit uneingeschränkt nachzuge
hen. Aus allgemein internistischer Sicht könnten lediglich Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden, so dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkei
t attestiert werden könne (Urk. 9/27 S. 20 f.)
3.3
Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 14. November 2016 präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt:
3.3.1
Im Austrittsbericht der
C._
vom 28. November 2012
betreffend den Aufenthalt vom
5.
bis 16. November 2012 wurden die folgenden Diagnosen gestellt:
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung
-
Mittelgradige depressive Episode
-
Adipositas
Es wurde
festgehalten
, die starke Medikamentenabhängigkeit und die beobachtete Entzugssymptomatik nach Reduktion der bisherigen analgetischen Medikation hätten zu einer ablehnenden Haltung gegenüber der stationären Behandlung sei
tens der Beschwerdeführerin geführt. Auch die angesprochene antidepressive Behandlung in einer psychiatrischen Klinik habe die Beschwerdeführerin abge
lehnt. Es wäre sinnvoll, die Beschwerdeführerin fü
r
eine stationäre psychiatrische Behandlung zu motivieren, um zunächst eine antidepressive
Therapie konsequent durchzuführen. Die
Beschwerdeführerin habe im A
llgemeinen und auch in den klinisch psychologischen Gesprächen sehr auf die generalisierte Schmerzthematik und die Kopfschmerzproblematik fokussiert gewirkt und habe sich kaum davon distanzieren können. Sie sei oft wenig präsent, eher affektarm und kognitiv deut
lich eingeschränkt gewesen, v.a. auch bezüglich Erinnerungsvermögen. In Paar
gesprächen hätten sich zudem viel Überforderung und Hilflosigkeit sowie Zukunftssorgen
auch beim Ehemann und gleichzeitig unrealistische Erwartungen in Bezug auf einen Rehabilitationsaufenthalt
verdeutlicht
(z.B. Möglichkeiten wegen finanziell enger Situation). Offen bleibe, wie weit in diesem Zusammen
hang ein
sekundärer Krankheitsgewinn
mit
zuberücksichtigen
sei
(Urk. 9/67 S. 4
ff.).
3.3.2
Im Bericht des
B._
vom 17. Mai 2013 wurden die folgenden Diagnosen
genannt
:
-
Lumbovert
eb
r
ales
Syndrom m/b
-
m
ehrsegmentalen Bandscheibenprotrusionen vor allem L4/
5 mit Kon
takt zur Nervenwurzel L
4 ohne Kompression (
D._
20.10.10
)
-
Knieschmerzen
re
. m/b
-
Femoro
-
Tibial
-Arthrose
medialbetont
-
Femoro
-Patellararthrose (
E._
19.02.09)
-
St. n. Sturz im Badezimmer 09.09.08 m/b
-
Schädel-Wirbelsäulenprellung
-
schwere depressive Episode (ICD-10, F32.2)
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
-
Adipositas per magna (E66.0, BMI=44)
Es wur
de ausgeführt,
aus schmerztherapeutischer Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Bei einer angepassten leichten Tätigkeit und Vermeidung von monoformen Belastungsmustern und ohne schwe
res Heben sei die Beschwerdeführerin ca. 50 % arbeitsfähig. A
us chirurgischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für alle Tätigkeiten mit schwerem Heben oder Tragen von Lasten sowie in WS-belastenden Tätigkeiten und in Zwangshaltung,
für langandauerndes reines Stehen, insbesondere in vorübergeneigter Körperhal
tung, für all
e
Tätigkeiten mit repetitive
n
Rumpf- oder HWS-rotierenden Stereo
typien sowie Arbeiten überwiegend im Überkopfbereich nicht geeignet. Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten in WS-adaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, insbesondere kein Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5 kg kurzfristig und 2 kg län
gerfristig. Aus orthopädischer Sicht könne keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit attestiert werden
. Auch a
us rheumatologischer Sicht sei sie zu 100 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht sei sie
jedoch
zu
100 % arbeitsunfähig (Urk.
9/59
).
3.3.3
Im
Medas
-Gutachten vom 30. Juli 2014 wurden die folgenden Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gestellt
(Urk. 9/85 S. 10 f.)
:
-
Fortgeschrittene Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
rechts
-
Lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei
-
Kurzbogiger linkskonvexer Lumbalskoliose
-
Spondylarthrosen L2/3 bis L5/S1
-
Mediolinkslateraler
Diskushernie L4/5 mit Nervenwurzelverlagerung L5 links
Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert wurden die Folgenden genannt:
-
Ausgeprägte
Dysthymia
mit maligner Regression und Migrations
-
hinter
grund
(ICD F 34.1)
-
Pseudohemisyndrom
links (Hypästhesie) mit Symptomausweitung seit
-
Sturz am 9.9.
2008 mit Schädel-, Schulter und Wirbelsäulenkontusion
-
Nikotinabusus
(4 Zigaretten täglich)
-
Adipositas
(BMI 42)
Der rheumatologische Gutachter
,
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Rheu
matologie,
führte aus,
die 52-jährige übergewichtige Beschwerdeführerin, ehe
mals als
Reinigungsangestellte, Zimmermädchen, Küchengehilfin und Angestellte im Paketdienst der Post tätig, klage über anhaltende, linksbetonte Schmerzen am Rumpf und an den Extremitäten, die durch einen Sturz im Bad vor über fünf Jahren (9.
September
2008) manifest geworden s
eien
.
Die permanent vorkom
menden Beschwerden seien nicht positions- und bewegungsabhängig und könn
ten von der Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Alltagsbewältigung nicht prä
zisiert werden. Die Selbstlimitierung und übertriebene Schonung
seien im Vor
dergrund, so dass durch die Immobilisation und durch die
fixierte Leistungshem
mung im eigenen Haushalt eine allgemeine
Dekonditionierung
eingetreten sei. Das schmerzorientierte Verhalten beherrsche die Grundbefindlichkeit und eine
auffällige Therapieresistenz in der Vergangenheit sei sowohl in der Zürcher Tagesklinik (1
9.
Oktober bis
23.
November 20
11) als
auch anlässlich eines stati
onären Aufenthaltes in der
C._
(5
.
b
is 16. November 20
12) zum Vorschein gekommen, so dass eine gezielte heilgymnastische Behandlung verun
möglicht werde.
Objektiv bestehe eine ausgeprägte Gonarthrose und
Femoropa
tellararthrose
rechts,
die kernspintomographisch bereits am 18. Februar 2009 erfasst worden sei
. Der Knorpel in diesem grossen gewichttragende
n
Gelenk zeige nicht nur einen Substanzverlust sondern auch Schädigungen, die bis auf den darunterliegenden Knochen reichten. Die ausgedehnten degenerativen Verände
rungen beträfen sowohl das mediale
Femorotibialgelenk
als auch den lateralen A
nteil des
Femoropatellargelenkes
. Mit einer langsamen Progredienz sei
in Zukunft
zu rechnen, wobei die Übergewichtigkeit
diesen umschriebenen Krank
heitsprozess eher beschleunigen werde. Die Belastungstoleranz in aufrechter Hal
tung sei somit deut
lich reduziert. Ob wirklich ein
Panvertebrales Syndrom vor
liege, sei schwierig festzustellen, da die dynamische Untersuchung bei fehlender Kooperation
keineswegs vollständig gelinge. Die kurzbogige Torsionsskoliose im Lumbalbereich sei
prognostisch ungünstig wegen mangelnder Kompensations
möglichkeit und die axiale Belastbarkeit in diesem Wirbelsäulenabschnitt werde durch die vorliegende
Fehlform
deutlich herabgesetzt. Zudem lägen
Spondylar
throsen
im Bereich der unteren Lumbalsegment
e
vor, was kernspintomographisch bereits am 5. November 2008 aufgezeigt worden sei und wodurch statische Beschwerden (z.B. bei starker
Reklination
), aber auch bewegungsabhängige Symptome entstehen könnten. Die genannten Veränderungen müssten bei der Beurteilung der beruflichen Belastbarkeit hinreichend berücksichtigt werden. Die Koinzidenz der fortgeschrittenen Gonarthrose rechts mit der lumbalen
Fehlform
sowie den degenerativen Veränderungen im untersten Wirbelsäulenabschnitt beschränke die Belastungstoleranz im aufrechten Gang. Zusammenfassen
d
sei aus rheumatologischer Sichtweise
durch
die ausgeprägte Gonarthrose rechts sowie die Wirbelsäulenfehlform begleitet von Arthrosen der kleinen W
irbelge
lenke im Lumbalabschnitt
die Wiederaufnahme der unveränderten bzw. nicht angepassten Berufstätigkeit als Reinigungsangestellte verunmöglicht. Auch andere Berufstätigkeiten, die vorwiegend stehen
d
ausgeführt würden und solche, bei denen wiederholt schwere Gewichte (
über
10 kg) gehoben werden müssten, seien nicht mehr zumutbar.
Die konservativ therapeutischen Möglichkeiten (phy
siotherapeutische und orthopädisch-technische Massnahmen) seien noch keines
wegs ausgeschöpft
und könnten die funktionelle Kapazität zur Alltagsbewälti
gung fassbar verbessern. Abgese
he
n von den vielfältigen Behandlungsoptionen erschwere die
fehlende Motivation sowie die deutliche Tendenz zur Schonung und Immobilisation eine Rehabilitatio
n und somit auch die Wiederaufnahme jeg
licher Berufstätigkeit.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe eine
Symptomaus
weitung und eine Aggravation
, ein primär chronifizierter Krankheitsverlauf, ein
e
progrediente Symptomatik seit einem Bagatellunfall sowie völlig unbefriedigende Behandlungsergebnisse.
In der zuletzt ausgeübten Berufstätigkeit als Reinigungsangestellte mit einem 40
bis
50 %-Pensum sei die Versicherte nicht mehr arbeitsfähig infolge der fortge
schrittenen Gonarthrose, v.a. rechts ausgeprägt und bei gleichzeitigem Vorliegen einer lumbalen
Fehlform
mit Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke. Im eigenen Haushalt jedoch sei die zumutbare Arbeitsfähigkeit auf 75 % zu beurteilen, da lediglich Schwerarbeiten, die ausschliesslich im Stehen ausgeführt werden müss
ten, nicht mehr zumutbar seien. Für leidensangepasste Tätigkeiten, d.h. für leich
tere bis mittelschwere manuelle Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend ausgeführt werden könnten und bei denen nicht eine kniende Arbeitsposition eingenommen werden müsse, sei die Arbeitsfähigkeit in vollem Umfang gegeben
(Urk. 9/85 S. 20 ff.)
.
Der psychiatrische Gutachter
,
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychi
atrie und Psychotherapie,
führte aus, die Angaben der Beschwerdeführerin seien widersprüch
lich
. Auf die Frage nach der Berufstätigkeit des Ehemannes habe sie angegeben, keine Ahnung zu haben. Später habe sie eingeräumt, dass er im Stras
senbau tätig gewesen sei. Erstaunlicherweise habe sie die Jahre der Geburten ihrer Kinder nicht gewusst, welche Mütter kaum je vergässen. Auf die Fragen habe sie mehrheitlich mit dem Hinweis geantwortet, dass sie sich nicht erinnere, dass sie keine Ahnung habe und auch bei einem etwas suggestiveren Fragestil sei es nicht zu einem besseren Informationsfluss gekommen. Die Versicherte sei d
umpf, des
interessiert und apathisch gewesen, habe aber immerhin halbwegs überzeugend darlegen können, dass ihr
Funktionsniveau bereits im Kosovo sehr niedrig gew
e
sen sei und sich beim Vergleich der Zeiträume vor und nach der Erkrankung nur wenig verschlechtert
habe. Eine umfassende Beurteilung aller möglichen psychi
atrischen Sympto
me habe unterbleiben müssen, da
sie nicht besser habe mitma
chen wollen oder können.
Ausführlich zu psychiatrischen Aspekten Stellung nehme nur das
B._
. Dort werde nicht unterschieden zwischen dem Migrati
onshintergrund und den krankhaften Anteilen im engeren Sinne. Es werde kein Unterschied gemacht zwischen der Persönlichkeit und den zusätzlichen Dimensi
onen, die sich im seelischen Bereich erst in den letzten Jahren manifestiert hätten.
Sehr eindrücklich habe die Beschwerdeführerin geschildert, dass sie schon in ihrer Heimat nie differenziert Stellung habe nehmen müssen zu irgendwelchen Belan
gen ihres Lebens. Sie verfüge über
praktisch kein Abstraktionsvermögen
. Auch
schwerst
depressive Patienten könnten Angaben zum früheren Leistungsniveau machen und gewisse Kernelemente blieben auch dann erhalten, wenn ein Patient im Rahmen einer Depression zum Beispiel das Bett kaum mehr verlasse
n könne. Zu erwähnen seien etwa
die Jahrgänge der Ge
burten
.
Sie habe
schon immer auf einem minimalen Niveau funktioniert
und sei durch gewisse Körpersensationen vollständig aus dem Erwerb
sleben herausgefallen, v.a.
weil sie persönlichkeitsbe
dingt und durch ihre
soziale
Randständigkeit
u
nd
ihre mangelnde Bildung über
keinerlei Ressourcen verfüge, die zu einer problemlosen Bewältigung der Schwie
rigkeiten hätten führen müssen.
Das Auswandern, der Wechsel des soziokulturel
len Umfeldes alleine könne nicht die Grundvoraussetzung für eine somatoforme Schmerzstörung abgeben. Es liege eben gerade kein
Konfli
kt im Sinne eines ungewöhnlichen Ereignisses oder einer nicht vorhersehbaren Belastung vor, son
dern sie sei den voraussehbaren und üblichen Schwierigkeiten ausges
et
zt, die nach einem Ortswechsel fast zwangsläufig aufträten.
Persönlichkeitsbedingt ver
füge sie über kein Potenzial, diese zu erwartende und in diesem Sinne normale Aufgabe zu bewältigen.
Immer schon sei sie sozial weitestgehend isoliert gewesen
und habe von medizinischen Dienstleistungen nicht profitieren können. Eine
spe
zifisch psychiatrische Reduktion der Arbeitsfähigkeit liege nicht vor.
Medizinisch theoretisch und unter ausschliesslicher Berücksichtigung der psychiatrischen
Aspekte könne sie in Bereichen Lohnarbeit verrichten, die aufgrund ihrer Persön
lichkeit möglich seien (Urk. 9/85 S. 25 ff.).
3.3.4
In seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2015 zu den Einwänden der Beschwerde
führerin führte der psychiatrische Gutachter
Dr.
G._
aus, zum Hinweis, dass der Tod der Tochter der Beschwerdeführerin nicht in die Überlegungen einbezo
gen worden sei, sei festzuhalten, dass sie ihm gegenüber explizit verneint habe, dass es zu irgendwelchen Besonderheiten in der Entwicklung der Nachkommen gekommen sei und das
s
belastende Faktoren für ihr Beschwerdebild auslösend gewesen seien. Es sei anzunehmen, dass sie das Ereignis verarbeitet habe. Für eine vollständige
Skotomisierung
des Ereignisses hätten sich keine Hinweise ergeben. Bei solchen Vorgängen im Sinne einer pathologischen Verdrängung fän
den sich in aller Regel eindrückliche emotionale Begleitvorgänge beim Ansp
re
chen der Thematik, etwa Dissoz
iationen. Solche habe er nicht beobachten kön
nen.
Ein einschneidendes Lebensereignis sei für die Diagnose der Schmerzstörung erforderlich und der Tod der Tochter genüge gemäss seinen Untersuchungen den Kriterien nicht (Urk. 9/109).
3.3.5
Im Bericht der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin des
H._
vom
5.
April 2016 betreffend die
Hospitalisation
vom 2
1.
bis 30. März 2016 wurden die folgenden Diagnosen genannt:
-
Somatoforme Schmerzstörung mit chronischem
Panverteb
r
alsyndrom
und
multilokulären
Schmerzen
a.e
. im Rahmen Diagnose 2
-
schwere depressive Entwicklung
-
medial betonte Gonarthrose beidseits
-
chronische gastrointestinale Beschwerden
-
Adipositas Grad II
-
Vitamin D-Mangel
Es wurde ausgeführt, die stationäre Aufnahme sei nach Selbstvorstellung mit generalisierten Schmerzen auf der Notfallstation erfolgt. Die Aufnahme auf die medizinische
Bettenstation sei primär bei hohem Leidensdruck erfolgt. In der Zusammenschau der Befunde sei von einer Schmerzexazerbation bei vorbekann
ter chronischer Schmerzsituation, möglicherweise im Rahmen einer psychischen Dekompensation, ausgegangen worden.
Die Beschwerdeführerin sei am 30. März 2016 in zufriedenstellendem Allgemeinzustand wieder nach Hause entlassen wor
den (Urk. 13/4).
3.3.6
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Rheumatologie und Innere Medizin,
nannte in ihrem Bericht
vom
21. Februar 2017 betreffend die Konsultation vom 17. Oktober 2016 die folgenden Diagnosen:
-
schweres Fibromyalgie-Syndrom
-
chronisches
cervikoradikuläres
Schmerzsyndrom C6 links
-
s
chwere depressive Episoden
-
chronisches
Panvertebralsyndrom
-
chronische
Cephalgien
-
chronische Schulterschmerzen links
-
chronische Polyarthralgien
Dr.
I._
hielt fest, aufgrund von stark immobilisierenden multifokalen Schmer
zen bei oben erwähnten Diagnosen sowie ausgeprägter Müdigkeit und Erschöp
fungszustand ebenfalls wegen schweren depressiven Episoden sei die Beschwer
deführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Eine berufliche Integration sei
nicht möglich (Urk
. 13/1).
4.
4.1
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag das
polydiszip
linäre
Gutachten vom
30. Juli 2014
zu überzeugen. Es erfüllt die rechtspre
chungsgemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grundlagen (vgl. E.
1.5
). Es beruht auf
fachärztli
chen Untersuchung
en
durch
die Gutachter
und
wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
und unter
Beizug
eines Dolmetschers
abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge
ist einleuchtend und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
nach
vollziehbar
.
4.2
In somatischer Hinsicht geht aus dem Gutachten hervor,
dass eine
fortgeschrit
tene
Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
rechts
,
eine kurzbogige linkskon
vexe Lumbalskoliose mit
Sponylarthrosen
L2 bis S1 und
mediolinkslateraler
Dis
kushernie L4/5 mit Ne
rvenwurzelverla
gerung L5 links sowie ein
Pseudoh
e
misy
ndrom
links (Hypästhesie) bei Symptomausweitung mit Aggravation und Selbst
limitierung seit Sturz am 9. September 2008 mit Schädel-
,
Schulter
-
und Wirbel
säulenkontusion besteh
en
.
Gemäss Gutachter liegen keine radikulären Ausfaller
scheinungen vor.
Ob
ein Panvertebrales Syndrom
vorliege, sei schwierig festzu
stellen, da die dynamische Untersuchung bei
fehlender Kooperation
keineswegs vollstä
ndig gelinge.
Was das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin in physischer Hinsicht anbelangt, legt
e
Dr.
F._
einleuchtend dar, dass sie
infolge der fortgeschrit
tenen Gonarthrose, v.a. rechts ausgeprägt, und bei gleichzeitigem Vorliegen einer lumbalen
Fehlform
mit Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke in der zuletzt aus
geübten Berufstätigkeit als Rei
nigungsangestellte mit einem 40 bis 50
%-Pensum nicht mehr arbeitsfähig
sei
. Für leidensangepasste Tätigkeiten, d.h. für leichtere bis mittelschwere manuelle Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend ausgeführt wer
den könnten, und bei denen nicht eine kniende Arbeitsposition eingenommen werden müsse, sei die Arbeitsfähigkeit in vollem Umfang gegeben (Urk. 9/85 S.
20 f.
).
Soweit die Beschwerdeführerin moniert, der Gutachter nehme zu Unrecht keine
Stellung zur Einschätzung des
B._
, wonach
sie
auch in
ein
er leichten angepassten
Tätigkeit nur zu 50 % arbeitsfähig sei (Urk. 1 S. 4) ist
darauf hinzuweisen
, dass
die Beschwerdeführerin gemäss Bericht des
B._
vom 17. Mai 2013 sowohl aus orthopädi
scher als auch aus rheumatologischer Sicht als 100 % arbeitsfähig beurteilt wird (Urk. 9/59 S. 6). Lediglich aus schmerzthe
rapeutischer Sicht wird eine 50
%-
ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert, wobei dieser Einschätzung keine objektiven Befunde, sondern nur die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin zugrunde liegen.
Das MRI vom 6. Juni 2016 ergab eine grosse Diskusextrusion C5/6 links
intraforamina
l
mit Kompression der C6-Wurzel
.
Dr.
med.
I._
, Fachärz
tin FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, attestiert jedoch
nicht deshalb
,
sondern
wegen multifokalen Schmerzen, ausgeprägter Müdigkeit und Erschöp
fungszustand sowie wegen sch
w
eren depressiven Episoden
,
eine 100 % Arbeits
unfähigkeit
(Urk. 13/1)
. Sie stützt sich somit ebenfalls lediglich auf die subjekti
ven Angaben der Beschwerdeführerin.
Auch die weiteren im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte, soweit sie sich auf den Sachverhalt vor der angefochtenen Verfügung beziehen,
vermögen die Beurteilung von
Dr.
F._
nicht zu entkräften.
Es kann deshalb ohne weiteres davon ausge
gangen werden, dass sich in somatischer Hinsicht der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
seit der Begutachtung im
Z._
(
Urk. 9/27
) nicht massgeblich
verschlechtert
hat.
4.3
4.3.1
Aus p
s
ychiatrischer Sicht
geht aus dem Gutachten hervor, dass die Beschwerde
führerin an einer ausgeprägten
Dysthymia
mit maligner Regression und Migrati
onshintergrund (ICD F 34.1) leidet.
Der Gutachter
begründete die Diagnose ausführlich und verneinte die
vom
behandelnden Psychiater
des
B._
gestell
te
n
Diagnosen einer
schweren depressiven Episode
sowie einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
.
Er wies darauf hin
,
dass
die Ärzte des
B._
nicht zwischen dem Migra
tionshintergrund und den krankhaften Anteilen im engeren Sinne unterscheide
n würden
. Diese Differenzierung sei im
Rahmen von Berichterstattungen von Therapeuten auch nicht notwendig. Er stellte
ausgeprägte psychosoziale Belas
tungsfaktoren
fest
und gelangte sodann zum
nachvollziehbar
begründeten Schluss, dass die Beschwerdeführerin durch ihre psychischen Beschwerden nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
4.3.2
Gemäss
der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind grundsätzlich sämt
liche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (
BGE 143 V 418
E. 6)
.
Die medizinischen
Akten, ins
besondere die Expertise des
Dr.
G._
,
erlauben
eine schlüssige Beurteilung
gestützt auf die
massgebenden
Standardi
ndikatoren. Eine Ergänzung des medizi
nischen Sachverhalts erübrigt sich daher.
Invaliditätsfremde psychosoziale Faktoren sind bei der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
auch nac
h der geänderten Rechtsprechung
weiterhin
auszuscheiden
. Entsprechend ist bei sämtlichen psychischen Leiden beim Indikator der Ausprä
gung
der diagnoserelevanten Befunde
festzustellen, ob die Schwere des Krank
heitsgeschehens auf einen (versicherten) Gesundheitsschaden oder auf nicht ver
sicherte Faktoren zurückzufü
hren ist (vgl. BGE 141 V 281 E.
3.4.2.1).
Eine
fach
ärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert
muss
u
mso ausge
prägter vorhanden sein
, je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen. So kann eine depressive Symptomatik chronifiziert, damit durchaus verselbständigt sein und dennoch im Rahmen des gesamten Beschwerdebildes nicht genug ins Gewicht fallen, als dass auf eine längerdauernde Erwerbsunfähigkeit geschlossen werden dürfte (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_140/2014 vom 7. Januar 2015 E. 3.3 mit Hinweisen).
Dies gilt umso mehr
als
vorliegend
die Feststellungen
des rheumatologischen Gutachters
Dr.
F._
– wie bereits diejenigen des
ortho
pädischen
Vorgutac
hters
des
Z._
– auf ein
aggravatorisches
Verhalten der Beschwerdeführerin hindeuten.
Der p
sychiatrische Gutachter
Dr.
G._
diagnos
tiziert
e
ein
e
ausgeprägte
Dysthymia
mit maligner Regression und Migrationshin
tergrund
und
weist auf
die
soziale
Randständigkeit
der Beschwerdeführerin
und ihre
mangelnde Bildung
hin.
Sie habe schon in ihrer Heimat nie differenziert Stellung nehmen müssen zu irgendwelchen Belangen des Lebens.
Sie verfüge über
praktisch kein Abstraktionsvermögen
(Urk. 9/85 S. 26
).
Ausschlaggebend sei der Migrationshintergrund und die Grundvoraussetzungen der Persönlichkeit und nicht ein
psychiatrisches Leiden im engeren S
inne
(Urk.
9/85 S. 27
)
.
Somit
ist vorliegend - unter Ausklammerung dieser psychosozialen Faktoren - von einem
eher
geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung auszugehen.
4.3.3
Weitere wichtige Indikatoren für die Ermittlung der Schwere eines Gesundheits
schadens sind Verlauf und Ausgang von durchgeführten Therapien. Scheitern lege
artis
und mit optimaler Kooperation durchgeführte Therapien, deutet dies auf eine negative Prognose hin
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).
Hinsichtlich des Therapieverlaufs
weist
Dr.
G._
darauf hin
, dass die Beschwer
deführerin Psychotherapie in deutscher Sprache in Anspruch nehme, was kaum zu einer Verbesserung führen könne. Im Übrigen sei sie praktisch nicht psycho
therapierbar
, da nicht ein psychiatrisches Leiden im engeren Sinne bestehe (Urk. 9/85 S. 27 f.).
Eine langjährige Chronifizierung des Leidens bei einem somatisch fixierten Krankheitskonzept mit wenig intellektuellen Ressourcen führt
e
zwar insgesamt zu einer schlechten Prognose mit geringen Erfolgsaussich
ten. Selbst wenn deshalb von einer Behandlungsresistenz auszugehen
wäre
, kann daraus jedoch nicht gefolgert werden, dass das Leiden die funktionelle Leistungs
fähigkeit einschränkt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 21. März 2018 E. 5.2.1).
4.3.4
Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge der psychischen Störung zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen
Störungen (Indikator „Komorbiditäten“) ist festzuhalten, dass Störungen unab
hängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist (
BGE 143 V 418
E.
8.1).
Der Gutachter
Dr.
G._
sah
keine psychiatrische Komorbidität mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit als gegeben an.
Eine körperliche Begleiterkrankung
besteht zwar
, hat jedoch
in einer angepassten Tätigkeit keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
.
4.3.5
Des Weiteren bestehen keine Hinweise auf strukturelle Defizite im Sinne einer Persönlichkeits
störung
(Komplex der Per
sönlichkeit, vgl. BGE 141 V 281
E.
4.3.2), welche im Rahmen der umfassenden Ressourcenprüfung negativ ins Gewicht fal
len könnten
.
Ein sozialer Rückzug ist
zwar
vorhanden,
wobei
Dr.
G._
zutreffend
darauf hin
w
ies
, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund ihres Migrationshintergrundes schon immer sozial weitestgehend isoliert gewesen
sei (Urk. 9/85 S.
27
).
Sie verfügt indessen
über ein intaktes Familienleben und erhält
Unterstützung
durch
ihren
Ehemann und
ihre
erwachsene
n
Kinder
.
Damit enthält der soziale Lebenskontext (Komplex
„
sozialer Kontext
“
; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3)
durchaus Ressourcen
,
auf die die Beschwerdeführerin zurückgreifen kann
.
Hinsichtlich des Gesichtspunkts
gleichmässige
Einschränkung des Aktivitätsni
veaus in allen ve
rgleichbaren Lebensbereichen
ist fes
t
zuhalten,
dass aus dem Gut
achten hervorgeht, dass eine Symptomausweitung und Aggravation besteht (Urk. 9/85 S. 22).
Die
Selbstlimitierung
und
übertriebene Schonung
stünden
im Vordergrund, so dass durch die Immobilisation und durch die
fixierte Leistungs
hemmung
eine
allgemeine
Dekonditionierung
im eigenen Haushalt eingetreten sei (Urk. 9/85 S. 20).
Die k
onservativ therapeutischen
Mass
n
a
hmen
seien keines
wegs ausgeschöpft und könnten die funktionelle Kapazität zur Alltagsbewälti
gung verbessern.
Die fehlende Motivation sowie die deutliche Tendenz zur Scho
nung und Immobil
i
sation erschwer
t
e
n
eine Rehabilitation und somit auch die Wiederaufnahme jeglicher Berufstätigkeit (Urk. 9/85 S. 21). Der psychiatrische Gutachter
Dr.
G._
weist im Übrigen darauf hin, dass die Beschwerdeführerin
schon immer auf einem minimalen Niveau funktioniert
habe (Urk. 9/85 S.
27
).
4.3.6
Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkei
t erstellt, dass die psychische Stö
rung
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
hat
und die geltend gemachten Ein
schränkungen anders begründet sind als durch eine versicherte Gesundheitsbe
einträchtigung.
Selbst wenn eine somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizie
ren wäre – wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht (Urk. 1 S. 4 ff.) – würde sich daran nichts ändern.
Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoreti
sche Arbeitsfähigkeit sind hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
4.4
Demzufolge ist
gestützt
auf
das polydisziplinäre Gutachten
mit dem Be
weisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist und sich somit ihr Gesund
heitszustand seit der letzten Rentenabweisung nicht wesentlich verschlechtert hat.
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).