Decision ID: d16b7f41-6371-44ac-a247-6fd16d4b19a2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1960 geborene
X._
reiste im Jahr 1971 in die Schweiz ein (Urk. 7/1/1) und
verletzte sich am 2. April 2003 bei der Ausübung seiner beruf
lichen Tätigkeit als Produktions- und Lagermitarbeiter am Meniskus des rechten Knies
. Die Arbeitsstelle
wurde ihm
aufgrund von Umstrukturierungen per Ende
Dezember 2003
gekündigt
(Urk. 7/36/44)
.
Danach war der Versicherte nicht mehr
erwerbstätig
(Urk. 7/130/44)
.
1.2
Mit Verfügung vom 23. März 2005 stellte die SUVA ihre
Taggeld
leistungen
per 1. Mai 2005 ein, wogegen der Versicherte Einsprache erhob. Die SUVA wies die Einsprache mit Ent
scheid vom 25. Mai 2005 ab
. Dagegen erhob der Versicherte am 12. August 2005 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
(Urk. 7/36/46
)
.
Dieses wies die Beschwerde des Versicherten mit Urteil
vom 24. Februar 2006 ebenfalls ab, soweit es darauf eintrat. Es hielt im We
sent
lichen fest, bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 und weniger Prozent be
stehe kein
Taggeldanspruch (Art. 25 Abs. 3 der Verord
nung über die Unfallver
sicherung [UVV])
. Aufgrund der schlüssigen und nachvollziehbaren Beurteilung der Ärzte der Klinik
Y._
sei auf deren Bericht abzustellen und davon auszu
gehen, dass der Versicherte sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Schlosser und
Magaziner
unter Einhaltung einer zusätzlichen Pause von 1 Stunde pro Tag als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit vollständig ar
beitsfähig sei.
Wenn
wegen der zusätzlichen einstündigen Pause pro Tag von einem um circa 12 % reduzierten zumutbaren Arbeitspensum in der ange
stammten Tätig
keit auszu
gehen sei, liege beim Versicherten keine
Taggeldleis
tung
be
gründende Arbeits
unfähigkeit von mehr als 25 % vor
. Dieses
Urteil er
wuchs unangefochten in Rechtskraft (Urk. 7/36/43 ff. [UV.2005.264]).
1.3
Nachdem sich der Versicherte am 15. Februar 2005 bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung angemeldet hatte
(Urk. 7/1)
, wies diese das Gesuch um eine Rente
mangels Erfüllung des gesetzlichen Wartejahres mit Verfügung vom 4. Juli 2005
ab (Urk. 7/18). Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten wurde von der IV-Stelle am 27. September 2005 teilweise gutgeheissen
,
indem di
e Ver
fü
gung vom 4. Juli 2005 aufgehoben und fest
ge
stellt wurde
,
das
Urteil des
Sozi
alversicherungs
gerichts
des Kantons Zürich
betreffend di
e Leistungen der SUVA
(vgl. vorstehende Ziffer)
sei abzuwarten (Urk. 7/32)
.
1.
4
Mit Verfügung vom 26. Januar 2007 sprach die SUVA dem Versi
cherten basie
rend auf einem Invaliditätsgrad von 12 % ab 1. Mai 2005 eine monatliche Rente
von Fr. 698.20 beziehungsweise ab 1. Januar 2007 von Fr. 713.40 sowie ge
stützt auf eine Integritätseinbusse von 5 % eine
Integritäts
entschädigung
von Fr. 5'340.
--
zu
(Urk. 7/39)
.
Die vom V
ersicherten dagegen erhobene
Einsprache
wies die
SUVA mit Entsch
eid vom 18. Juni 2007 ab (Urk. 7/41/2 ff.
).
Mit Urteil vom 26. Februar 2009 wies auch das Sozialversicherungsgericht die gegen den SUVA-Entscheid erhobene Beschwerde ab
. Das Sozialversicherungsgericht hielt
fest,
b
eim Versicherten verbleibe als Restfolge des Unfalles vom 2. April 2003 eine begin
nende mediale
Gonarthrose
rechts.
Bei der beim Beschwerdeführer vor
handenen Knieproblematik ergebe sich eine Leistungseinschränkung von
12 %
. Da der Beschwerdeführer aus gesundheitlicher Sicht nach wie vor in der Lage
sei, in seiner angestammten Tätigkeit als Schlosser und
Magaziner
mit einem Pen
sum von 88 % erwerbstätig zu sein, genüge für die Ermittlung des
Inva
liditätsgrades
die Gegenüberstellung
blosser
Prozentzahlen. Daraus resultiere ein
Invaliditäts
grad
von 12 %
.
Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft
(Urk. 7/63
[UV.2007.319]).
1.
5
Am 30. Juli 2008 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Schmerzen im rechten Knie sowie im Rücken (lumbal und
cervical
) erneut bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/43).
Unter Be
rücksichtigung dieser
neuen
Anmeldung
klärte die
IV-Stelle die
erwerblichen und medizini
schen Verhältnisse
weiter
ab
und veranlasste die Begutachtung des Versicherten
durch das
Zentrum Z._
. Das
Zentrum Z._
erstattete sein Gutachten am 11. Dezember 2009 (Urk. 7/66 ff.). Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/75 ff.) sowie nach weiteren Abklärungen (Urk. 7/94
ff.
) mit Verfügung vom 7. April 2011 einen Anspruch auf e
ine Invalidenrente. Die IV-Stelle befand
da
bei über das am 15. Februar 2005
vom Versicherten
gestellte Gesuch (vgl. vor
stehende Ziff. 1.3) sowie über die mit Neuanmeldung vom 30. Juli 2008 geltend gemachte Verschlechterung
seines
Gesundheitszustandes
. Sie hielt fest, ab Mai 2005 habe ein Invaliditätsgrad von 12 % bestanden, ab Februar 2009
be
stehe
ein
Invaliditätsgrad
von 28 % und ab Januar 2010 von 35 % (Urk. 7/104).
Ge
gen die Verfügung vom 7. April 2011 wurde
keine Beschwerde erhoben
.
1.
6
Mit Eingabe vom 13. Juni 2011 beantragte der Versicherte bei der IV-Stelle Massnahmen zur beruflichen Eingliederung (Urk. 7/105).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
wiederum
ab und veranlasste eine erneute
Begutachtung des Versicherten
, dieses Mal durch die Klinik
A._
. Die
se
erstattete ihr Gutachten
am 21. September 2012 (Urk. 7/130). Gestützt da
rauf verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/132 ff.
) mit Verfügung vom 19. Juni 2013 einen Anspruch
auf berufli
che
Eingliederung
smassnahmen sowie auf
eine Invalidenrente
(Urk. 2 [=
Urk. 7/142])
.
1.
7
Mit Schreiben vom 15. August 2013
ersuchte
der Versicherte
di
e IV-Stelle
um
Einladung zu einem Standortgespräch zwecks beruflicher Eingliederungs
mass
nahmen (Urk. 7/143). Die IV-Stelle lud den Versicherten am 20. August 2013 zu einem Gespräch ein
, welches am 30. August 2013 stattfinden sollte
(Urk. 7/144).
Der Versicherte sagte diesen Termin wegen Ferienabwesenheit ab (Urk. 7/145), wo
raufhin
er erneut zu einem Gespräch eingeladen wurde und zwar auf den 17. September 2013
(Urk. 7/146).
Auch diesen Termin sagte der Versicherte ab
(Urk. 7/148)
. Daraufhin
teilte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit, über das
Ge
such
werde erst nach Abschluss des
mittlerweile
hängig
gemachten Gerichts
ver
fahrens entschieden
(Urk.
7/149).
2.
Gegen den ablehnenden Entscheid der IV-Stelle vom 19. Juni 2013
erhob der Ver
sicherte mit Eingabe vom 21. August 2013 Beschwerde und beantragte, die an
ge
fochtene Verfügung sei aufzuheben und
es
sei
ihm
mindestens eine
Teilin
va
lidenrente
auszurichten
, eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung und zum Neuentscheid an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1)
. In prozessualer Hin
sicht beantragte der Beschwerde
führer
,
eventuell
seien aktualisierte medizi
ni
sche Berichte einzuholen.
Mit Beschwerde
antwort vom
2. Oktober 2013
(Urk. 6
) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Am
8. Oktober 2013
wurde dem Beschwerdeführer das Doppel der Beschwerdeantwort zuge
stellt (Urk. 8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebli
che
n Weise geändert
hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem
Revi
sionsfall
nach
Art.
17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
vorzugehen
,
(BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im
Beschwer
defall
obliegt die gleiche materielle
Prü
fungspflicht
auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E.
3a, 109 V 108 E.
2b).
1.2
Gesetz und Verordnung enthalten keine Vorschriften über die
materiell
recht
liche
Revision von Eingliederungsleistungen wegen einer seit ihrer Zusprechung eingetretenen Veränderung der Verhältnisse. Ebenso wenig ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen im Falle einer vorangegangenen Verweigerung von
Eingliederungsleistungen ein neues Gesuch entgegenzunehmen und zu prüfen ist.
In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass
Eingliede
rungs
leis
tungen
gleich wie Renten und
Hilflosenentschädigungen
zu behandeln sind und dass demzufolge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen
Verordnungs
bestim
mungen
in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen angewendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV betrifft - trotz seiner Stellung im Abschnitt E «Die Revision der Rente und der
Hilflosenentschädigung
» - zwar nicht die eigentliche
materiellrechtliche
Revision laufender Leistungen, sondern einen andern Sachverhalt, nämlich die Neuprüfung nach vorangegangener
Leis
tungsverweigerung
. Es rechtfertigt sich aber, die vorerwähnte Rechtspre
chung auch auf Art. 87 Abs. 3 IVV auszudehnen und diese Bestimmung ebenfalls in analoger Weise auf Eingliederungsleistungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verweisung auf Art. 87 Abs.
2 IVV ist daher, wenn eine
Eingliede
rungs
leistung
verweigert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E.
5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (BGE 125 V 410 E. 2b, 109 V 119 E. 3a; AHI 2000 S. 233 E. 1b).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung de
s strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Im angef
ochtenen Entscheid hielt die IV-
Stelle fest, gemäss den Abklärungen, insbesondere dem neuen Gutachten vom 21. September 2012
,
liessen sich keine relevanten Veränderungen im Gesundheitszustand seit 2009 erkennen. Die
me
dizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
habe sich
seit der Verfügung vom 7. April 2011 nicht verändert, es bestehe
somit
weiterhin ein Invaliditätsgrad von 35 %. Da sich der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig fühle, seien berufli
che Eingliederungsmassnahmen nicht möglich.
Zum Einwand des Beschwerde
führers werde wie folgt Stellung genommen: Die Beurteilung der Arbeitsfähig
keit stütze sich auf ein aktuelles Gutachten und darin seien alle aufgeführten
Diskrepanzen erklärt worden. Das Gutachten
sei schlüssig und nachvollziehbar. Neue medizinische Unterlagen, welche eine andere Beurteilung zuliessen, seien nicht eingereicht worden. Eine Unterstützung durch Eingliederungsmassnahmen
sei nicht willkürlich abgewiesen worden. Die Abweisung stütze sich auf die Aus
sagen im Gutachten. Sollte sich der Beschwerdeführer für Eingliederungs
mass
nahmen imstande fühlen, könne er sich für ein Standortgespräch schrift
lich melden (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend
, die
Be
schwerdegegnerin
habe ihm bereits in ihrer Verfügung vom 7. April 2011 eine zunehmende Verschlechterung des Gesundheitszustandes attestiert.
Zudem sei der Invaliditätsgrad über die Jahre
gestiegen.
Es sei auf den
Bericht
des
Zentrum
s
B._
vom 20. April 2012
abzustellen, in welchem
so
wohl auf
seine
somatischen als auc
h auf seine
psychosomatischen Leiden einge
gangen
werde
(Urk. 1 S. 4 f
f
.).
Im Gutachten der
Klinik A._
würden die im Bericht des
Zentrums
B._
erwähnten Beschwerden in Frage gestellt. Der Gutachter
der
Klinik A._
ziehe dabei oft Rückschlüsse au
s den
subjektiven Aussagen des B
eschwerdeführers. Es sei höchst fraglich, wenn aufgrund einer vielleicht zynischen oder aus Scham
geäusserten
Bemer
kung
des Beschwerdeführers
(
dass „jede Person
ab und zu depressiv
sei“
)
die Schlussfolgerung gezogen werde, eine schwere Depression liege nicht vor. Dr.
med. D._
des
Zentrums
B._
habe sich intensiv mit dem Gemütszustand des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Er habe nach
vollziehbar und schlüssig dargelegt, dass die Depressionen des Beschwerde
führers zunähmen und momentan als schwer einzustufen seien. Insbesondere das lang
jährige Verfahren und der Aussc
hluss aus dem beruflichen Alltag würden die Depressionen intensivieren, was die Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt habe
(Urk.
1
S. 7 f.)
. Auch die somatischen Befunde (anästhetische, wirbelsäulen-chirurgische und rheumatologische) seien im Bericht des
Zentrums
B._
nachvollziehbar, schlüssig und von Fachärzten beurteilt worden. Die Beschwerdegegnerin sei auf die Ausführungen in diesem Bericht nicht einge
gangen (Urk.
1
S. 8 f.).
Der Beschwerdeführer bringt im
Weiteren vor, anlässlich de
r
Beg
utacht
ung
der
Klinik A._
seien nicht genügend Abklärungen vorgenommen worden. Un
klar geblieben seien insbesondere die diagnostizierte
Impingement
-Sympto
ma
tik, die möglicherweise vorhandenen
cervikoradikulären
sowie
lumboradi
kulä
ren
Syndrome sowie die Symptomatik an den beiden operierten Händen (
nervus
ulnaris
).
Der Beschwerdeführer werde sich bemühen, selbst noch einmal einen MRI-Untersuch durchführen zu lassen
(Urk. 1 S. 9 ff.
).
Der Beschwerdeführer rügt
schliesslich
, die Beschwerdegegnerin habe sein fort
geschrittenes Alter nur ungenügend berücksichtigt. Es sei höchst unwahrschein
lich anzuneh
men, der Beschwerdeführer mit seinen gesundheitlichen Leiden, mangelhaften Deutschkenntnissen und der nicht vorhandenen Ausbildung habe noch reelle Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Es sei deshalb ein Leidensabzug
von 25 % ge
rechtfertigt (Urk.
1 S.
13 ff.
).
3.
3.1
Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zur in Rechtskraft erwachsenen Verfügung
der IV-Stelle
vom
7. April 2011 (Urk. 7/104)
kann auf das eingangs
erwähnte Gutachten de
s
Zentrum Z._
vom 11. Dezember 2009 (Urk. 7/66)
in den Fach
disziplinen
Orthopädie
und
Psychiatrie
verwiesen werden
.
Im Gutachten wurden
die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt
(Urk. 7/66/23
)
:
Discusdegeneration
C3/4 bei konstitutionell engem Spinalkanal C2 bis 4 mit dynamischer Spinalkanalstenose C3/4 mit
Myelonkompression
in Extension
Spondylarthrose
L3 bis S1 bei anlagebedingt engem Spinalkanal mit
bire
zessalen
Stenosen mit Beeinträchtigung der Nervenwurzeln L3 bis S1 beid
seits
Mässige
Acromioclaviculargelenksarthrose
mit
subacromialem
Impingement
und Teilruptur der
Supraspinatussehne
rechts
Acromioclaviculargelen
k
sarthrose
und Verdacht auf
Impingement
der linken Schulter
Adipositas
Sodann führten die Gutachter folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf:
Sta
tus nach medialer
Teilmeniskekt
omie
05/03 und Läsion des vorderen Kreuzbands rechts
Spreizfüsse
Diabetes mellitus
Dyslipidämie
In der interdisziplinären Zusammenfassung und Beurteilung führten die Gut
ach
ter aus, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an therapieresistenten
Na
cken
schmerzen
und lumbalen Schmerzen, welche die körperliche Leistungsfä
higkeit
einschränkten. Die Nackenbeschwerden und die lumbalen Beschwerden sowie die
abnormen Untersuchungsbefunde der Hals- und der
Lendenwirbel
säule
könn
ten im Wesentlichen durch die im MRI sichtbare dynamische
Spinal
kanalstenose
C3/4 mit
Myelonkompression
in Extension sowie die
Spondylar
throsen
L3 bis S1 mit
birezessalen
Stenosen und Beeinträchtigung der entspre
chenden
Ner
ven
wurzeln
erklärt werden. Die Hyposensibilität des gesamten rechten Beins hinge
gen könne bei
birezessalen
Stenosen L3 bis S1 nicht nach
vollzogen werden. Prognostisch ungünstig sei das Übergewicht, das zu einer vermehrten Belastung der abgenützten Lendenwirbelsäule führe. Die therapie
resistenten
Schulter
schmerzen
beidseits seien aufgrund der pathologischen ob
jektiven Befunde der
Schultern und der im MRI nachgewiesenen
Acromioclavi
culargelenksarthrose
mit
Impingement
rechts erklärt. Links könne aufgrund der klinischen Befunde und der im Röntgenbild dargestellten AC-Gelenksarthrose ebenfalls von einem
Impingement
der Schulter ausgegangen werden. Die inva
lidisierenden
Knie
ge
lenksschmerzen
rechts, welche nach einer medialen
Teil
meniskektomie
mit
Pli
ca
resektion
am 15. Mai 2003 durch
Dr.
E._
zugenommen hätten und auf konservative Therapie wie auch auf eine stati
onäre Rehabilitation in der Klinik in
Y._
2005 nicht
angesprochen hätten
, könnten bei quasi unau
f
fälligem MRI nicht objektiviert werden. Die im MRI sichtbare deutli
che Läsion des vorderen Kreuzbandes und die angegebene gelegentliche Insta
bilität des rechten Kniegelenks könne bei der Untersuchung nicht sicher bestä
tigt werden, wobei zu erwähnen sei, dass der Explorand eine sehr tiefe Schmerzschwelle habe, Verdeutlichungsbemühungen aufweise und nicht sehr kooperativ gewesen sei.
Eine Diagnose im Bereich der Psychiatrie mit Auswir
kung auf die Arbeits
fähigkeit, insbesondere eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, könne nicht gestellt werden. Bisher habe der Beschwerdeführer keiner psychiatrischen
oder psychotherapeutischen Behandlung bedurft und auch keine
Psychophar
ma
kotherapie
erhalten (Urk. 7/66/22).
Die Gutachter hielten sodann fest, die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit bei voller Stundenpräsenz werde seit dem Zeitpunkt der Begutachtung auf 40 % (Arbeitsunfähigkeit 60 %) festgelegt, da Tätigkeiten mit häufigen inkli
nierten und
reklinierten
sowie rotierten Körperhaltungen und regelmässigem Heben und Tragen von Lasten über 5 bis 10 kg und Arbeiten über der Horizon
talen nicht mehr vollumfänglich zumutbar seien (Urk. 7/66/23). Eine dieser Ein
schränkung angepasste körperlich leichte Tätigkeit in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werde, könne gesamthaft seit dem Zeitpunkt der Begutachtung bei voller Stundenpräsenz zu 90 % (Ar
beits
un
fähigkeit 10 %) zugemutet werden (Urk. 7/66/24).
3.2
Im Bericht des
Zentrums
C._
vom 9. Dezember 2011
führte
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende
somatoforme
Schmerz
s
törung
(ICD-10 F45.4) auf
. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
nannte er
Adi
positas (E66.0, BMI=32) und Diabetes mellitus Typ II. Der Beschwerdeführer sei zu 100 % arbeitsunfähig, auch für angepasste Tätig
keiten (Urk. 7/113/1 f.).
Nachdem ihn die IV-Stelle zur Begründung dieser Diagnose aufgefordert hatte, ergänzte
Dr.
D._
seinen Bericht am 23. März 2012 und führte aus, beim Be
schwerdeführer sei ein unüberwindbarer emotionaler Konflikt im Zusammen
hang mit der Schmerzverarbeitungsstörung vorhanden: Er sei seit dem Unfall
abhängig und nicht mehr autonom. Vor dem Unfall habe er
Fussball
gespielt, sei Motocross gefahren und habe Kollegen gehabt. Seit dem Unfall habe er sich zurückgezogen und deutlich weniger Kollegen. Er könne
nicht mehr
Fussball
spielen und sei von der Familie abhängig, wobei ihm diese oft auc
h beim An
ziehen helfen müsse. Er
könne nicht lange bei Kollegen bleiben und sage Besu
che ab. Daher sei der Konflikt zwischen Autonomie und Abhängigkeit deutlich
ausgeprägt und vorhanden. Der Beschwerdeführer habe unter anderem berich
te
t, er leide unter Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Rückzug,
Gedankenkrei
sen
,
Verlust von Selbstvertrauen, Schuldgefühlen und Appetitzunahme. Es be
stün
den
keine Vergesslichkeit, Konzentra
tionsstörungen oder Suizidgedanken. Der Be
schwer
deführer empfinde die Schmerzen als unüberwindbar. Die Schmer
zen seie
n derart im Vordergrund, dass das ganze Leben danach ausgerichtet sei. Es be
stehe eine Schmerzverarbeitungsstörung, welche durch eine Depression ver
stärk
t werde. Dies stelle ein weiteres Hindernis zur Loslösung vom Fokus auf die
Schmerzen dar. Der Beschwerdeführer nehme keine Psychopharmaka ein, er sehe
die psychische Störung nur wenig (Urk. 7/118/1 f.).
3.3
Im Bericht des
Zentrums
B._
vom 20. April 2012 führ
te
n fünf Fachärzte
(darunter auch
Dr.
med.
D._
)
verschiedener Disziplinen
(Chirurgie, orthopädische Chirurgie, Anästhesiologie, Physikalische Thera
pie/
Rheu
matologie und Psychiatrie)
die folgenden Diagnosen auf
(Urk. 7/119/1)
:
Periarthropathia
genu
re
. m/b
Status nach Distorsionstrauma am 8.5.02 (richtig: am 2.4.03)
Status nach posttraumatischem
anterior
knee
pain
re
. (Kli
nik
A._
23.11.04)
Status nach
arthroskopischer
Teilmeniskekto
mie
re
. 15.05.03 (
Dr.
M._
26.02.05)
Beginnende medial betonte
Gonarthrose
re
. (MRI Knie 08/04 und
Szinti
10/04 (Klinik
Y._
28.01.05)
Lumbospondylogenes
Syndrom m/b
intermittierendem
Lumboradikulärsyndrom
L5/S1 li. mehr als
re
.,
bei li.
mediolateraler
Diskusprotrusion
auf gleicher Höhe und bei dege
nerativen Veränderungen
mässiggradige
Spondylarthrose
L
4/5, L5/S1
re
. mehr als li. (
Dr. N._
11.04.08)
Cervikospondylogenes
Syndrom m/b
intermittierend
em
cervikoradikulärem
Syndrom C5/6 (
Dr.
N._
11.04.08)
PHS
(
Periarthropathia
humeroscapularis
)
calcarea
re
., PHS
Tendopa
thica
/
Supraspinatussehne
li. (
Dr.
N._
04.05.09)
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom li.
CTS (Karpaltunnelsyndrom) beidseits m/b
Status nach CTS-Operation li. am 02.09.05 mit
residueller
Symptoma
tik (
Dr.
L._
09.03.09)
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10, F45.4)
Mittelgradige depressive Episode (F32.1)
Adipositas (E66.0, BMI=31)
Diabetes mellitus Typ II
Die Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer
in der Konsens-Beurteilung
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
sowohl für die bisherige Tätigkeit als a
uch für an
gepasste Tätigkeiten
(Urk. 7/119/6).
3.4
Am 1. September 2011 sowie am 10. Oktober 2011 wurde der Beschwerdeführer am
Spital F._
ambulant untersucht. Im Bericht vom 9. November 2011 hielt
Dr.
med. G._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Me
dizin und Rheumatologie, fest, es bestünden drei Problemzonen (Knieschmer
zen,
lumbospondylogene
Schmerzen sowie chronische Schulterschmerzen). Was das rechte Kniegelenk anbelange, sei die Situation nach wie vor etwas unklar. Einerseits bestünden degenerative Veränderungen, welche wohl einen Teil der aktuellen Schmerzen, aber kaum die Beschwerden seit der Kniedistorsion erklä
ren
könnten, da davon auszugehen sei, dass sich die Arthrose erst im Verlauf entwickelt habe. Eine vom Beschwerdeführer angegebene Kniegelenkschwellung habe nicht nachgewiesen werden können, weshalb diesem geraten worden sei, sich bei manifester Kniegelenkschwellung unverzüglich zu weiterer Diagnostik zu melden. Im Bereich der HWS, wo eine Bewegungseinschränkung und leichte degenerative Veränderungen bestünden, hätten sich keine handfesten Hinweise für eine entzündliche Erkrankung aus dem Formenkreis der
Spondylarthropa
thien
finden lassen. Eine humorale Entzündungsaktivität liege nicht vor und das HLA B27 sei negativ. Die Therapie bleibe aktuell weiterhin symptomatisch ori
entiert (Urk. 7/119/7 ff.).
3.5
Im
Gutachten
der
Klinik A._
vom 21. September 2012 (Urk. 7/130)
der Ärzte
Dr.
med. H._
, Facharzt FMH Orthopädie und Traumatologie, und
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Ps
ychiatrie und Psychotherapie
,
wurden die folgenden Diagnosen mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit aufge
führt
(Urk. 7/130/38
f.
):
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
Spondylarthrose
L3 bis S1 bei anlagebedingter Spinalkanalstenose
Chronisches
cervico-spondylogenes
Schmerzsyndrom bei Spinalkanalstenose C2-C4
Schmerzhafte Bewegungseinschränkung von Seiten des rechten Kniegelen
kes aufgrund schmerzbedingter reflektorischer Schonhaltung bei beginnen
der
Gonarthrose
rechts bei Status nach
arthroskopischer
medialer
Teilmenis
kektomie
rechts am 15.05.03
Schmerzhafte Bewegungseinschränkung beider Schultergelenke bei klini
scher AC-Arthrose und
Impingementsymptomatik
beidseits
Mögliche
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Diverse psychosoziale Belastungen (primär Arbeitssituation / Arbeitslosig
keit, ICD-10 Z56, hinsichtlich der beruflichen Reintegration fehlende Ausbil
dung, ICD-10 Z55)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine beginnende
Coxarthrose
rechts
(Urk. 7/130/39)
.
Die Gutachter hielten fest, bei den aktuellen Untersuchungen könne ein lumba
les Schmerzsyndrom objektiviert werden.
Was die
Einschränkung der Beweg
lich
keit der lumbalen Wirbelsäule
anbelange, sei ein
Finger-Bodenabstand von 31 cm
festzustellen
, allerdings ohne Klettergriff und ohne Seitenausweichen
. Dies weise
auf eine gewisse
Verdeutlichungstendenz hin
. Die Befunde würden sich nicht mit den radiologisch nachweisbaren Veränderungen im Bereich der
lumbalen Wirbelsäule (MRI-Untersuch vom 1
9.
August 2010) vereinbaren
las
sen
. Die Veränderungen seien
im Wesent
lichen altersentsprechend
. Es bestün
den
zu
dem
objektivierbare Befunde im Bereich des rechten Knies mit einem
Streck
ungsdefizit
von 10° auf der rechten Seite und einem Beugedefizit von 45° ver
glichen zur Gegenseite. Die beiden Schultergelenke zeigten Hinweise auf eine
Impingementsymptomatik
bei bestehenden altersentsprechenden degenerativen Veränderungen ohne strukturelle Pathologien im Sinne einer Funktionseinbusse durch Läsionen der
Rotatorenmanschette
bei
dseitig. Eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit wegen Kniebeschwerden für alle Tätigkeiten sei aufgrund der im Verlauf erhobenen Befunde nicht ausgewiesen. Die lumbalen und zervikalen Beschwer
den sowie die Beschwerden in den beiden Schultergelenken seien auf geringe, altersentsprechende strukturelle Befunde zurückzuführen. Dass diese Beschwer
den in einem gewissen Umfang zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in be
lastenden Tätigkeiten führen könnten, sei nicht zu bezweifeln. Hingegen seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wechselnden Positionen ohne jegliche Einschränkungen zumutbar. Das scheine insbesondere der subjektiven Einschät
zung des Beschwerdeführers zu entsprechen, welcher spontan die Ansicht ge
äussert habe,
für die
Übernahme von empfohlenen (zumutbaren)
Alternativtä
tig
keiten
fehle ihm die nötige
Ausbildun
g
(Urk. 7/130/43 f.)
.
Sodann hielten die Gutachter fest, eine psychopathologische Diagnose lasse sich bei der aktuellen Untersuchung nicht stellen. Der Beschwerdeführer wirke im Wesentlichen resigniert und gewissermassen „ergeben“, jedoch nicht depressiv. Anamnestische Angaben würden keine Hinweise auf eine Depression erkennen lassen. Es werde auf die folgende Diskrepanz hingewiesen: Gemäss Bericht des
Zentrums
B._
müsste auf Grund des Hamilton
Depres
si
onsinventars
(Fremdrating) eine schwere Depression angenommen werden. Auf Grund aller Informationen sei allerdings nur eine leichte bis mittelgradige De
pression (im Sinne einer depressiven Episode) postuliert worden. Dass beim Be
schwerdeführer kaum eine Depression vorgelegen habe, decke sich offen
sicht
lich mit dessen subjektiven Angaben, wonach jedermann „ab und zu de
pressiv“ sei.
Es sei aber eine unvorteilhafte psychosoziale Situation des Be
schwerde
führers vorhanden, welche das subjektive Erleben der Beschwerden präge. Dabei sei es eine Ermessensfrage, ob auf dieser Grundlage eine
somato
forme
Schmerz
störung
diagnostiziert werde (Urk. 7/130/43 f.).
Die Gutachter kamen überein, dem Beschwerdeführer sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr zumutbar und es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer hin
gegen zu 100 % arbeitsfähig. Zumutbar seien leichte bis mittelschwere Tä
tig
keiten ohne Zwangshaltungen für die Hals- und Lendenwirbelsäule, ohne Heben und Tragen von Lasten von mehr als 10 Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne längeres Gehen auf unebenem Gelände und ohne repetitive Überkopfarbeiten (Urk. 7/130/45). Die angepasste Tätigkeit sei im vollen zeitlichen Rahmen zumutbar (Urk. 7/130/48).
D
ie Gutachter
führten
aus, es seien seit Jahren keine relevanten Änderungen
im Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
erkennbar, so auch nicht seit dem Gutachten vom 11. Dezember 2009 (Urk. 7/130/49). Eine Prognose im Hinblick auf eine Verbesserung des Gesundheitsschadens sei reserviert, sogar eher pessi
mis
tisch zu beurteilen (Urk. 7/130/51).
4.
4.1
Das Gutachten vom
21. September
2012 vermag die an eine beweiskräftige ärzt
li
che Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu
erfüllen (E. 1.4).
So tätigten die Gutachter sorgfältige
, umfassende Abklärungen, berücksichtig
ten die ge
klagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzung in nachvoll
zieh
barer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Hinweise, wel
che gegen die Verwertbarkeit des Gutachtens spräche
n, sind entgegen der An
sicht des
Beschwe
rdeführers
n
icht ersichtlich.
Weder
der Bericht des
Zentrums
B._
noch die
vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ar
gu
men
te bieten
Anlass, an der
Einschätzung der Gutachter zu zweifeln.
4.2
Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb die Gutachter eine Depression des Be
schwerdeführers fälschlicherweise verkannt haben sollten. Vom
psychiatri
schen Gutachter
auf
die früher gestellte
Diagnose einer Depression angesprochen, reagierte der Beschwerdeführer in der Untersuchung
vom 16. Juli 2012
mit einem verschmitzten Lachen und meinte, ab und zu sei jeder depressiv. Man habe ihn im
Zentrum
C._
auch nicht restlos verstanden. Keiner habe Italienisch gesprochen und man habe sich vorwiegend mithilfe von Gesten unter
halten. Als depressiv würde er sich nicht bezeichnen (Urk. 7/130/10).
Dr.
D._
, welcher
im Bericht des
Zentrums
B._
die Diagnose einer
mittelgradigen depressiven Episode (F32.1) gestellt hatte, hatte auch im Bericht des
Zentrums
C._
ei
ne Depression erwähnt (aber
noch
nicht diagnostiziert).
–
Nebenbei ist
anzumerken, dass es sich beim
Zentrum
B._
um eine Filiale des
Zentrums
C._
(Hauptsit
z) handelt (Urk. 118/1)
.
–
Es
ist
zwar
nicht
davon auszugehen
, dass sich
Dr.
D._
und der Beschwerdeführer hauptsächlich mithilfe von Gesten unterhal
ten haben; schliesslich
hielt
Dr.
D._
im Bericht des
Zentrums
B._
fest, der Beschwerdeführer spreche gut deutsch (Urk. 7/119/5). Doch kann
aus einer
allenfalls
ausweichenden
Antwort des Beschwerdeführers -
sei es aus Zynismus oder aus
Scham, wie dies
in der Beschwerde
geltend
ge
macht
wird
(Urk. 1 S. 7)
- nicht darauf geschlossen werden, dass die Gutachter eine im Zeit
punkt der Begutachtung vorliegende Depression
übersahen. Schliesslich sprachen im Zeitpunkt der Begutachtung keine Anhaltspunkte (mehr) für das Vorliegen ei
ner mi
ttelgradigen Depression
. Es kann auf
den Eindruck und
die Äusserungen des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung verwiesen werden.
Der
Be
schwerdeführer schilderte
am 16. Juli 2012
unter anderem, was er
tags zuvor
unternommen hatt
e.
Er sei um circa 06.00 Uhr aufgestanden und habe danach einen Kaffee getrunken. Dann sei er laufen gegangen (leichtes Laufen). Danach sei er zu einem Familienfest seiner Ehefrau gegangen, wo er die Zeit bis um circa 17.00 Uhr verbracht habe. Während des Festes sei er ein bisschen unterwegs
gewesen, habe Gespräche geführt. An einem sonstigen Tag mache er nicht viel, je nachdem, was ihm seine Schmerzen erlaubten. Weder ständiges Lie
gen noch Sitzen seien gut. Seit 5
Jahren sei er nicht mehr in Italien gewesen, er könne schlicht nicht reisen. Gelegentlich komme er schon ins Grübeln, aber seine Familie und die Enkelkinder gäben ihm Kraft und könnten die belastenden Ge
danken zerstreuen
(Urk. 7/130/9
f.)
.
D
er Schlaf sei unterschiedlich, d
as Einschla
fen gehe problemlos, allerdings sei er nach circa 1⁄2 Stunde wieder wach. Geweckt werde er von Schmerzen. Er habe Kontakte zu Kollegen.
Es seien zwar wenige
Kontakte
, dafü
r aber gut
e
und relativ intensiv
e
. Er sei insgesamt nicht besonders gesprächig und in Gesellschaft
eher jemand, der gerne zuhöre. Besondere Hobbies habe er nicht, aber Interesse an allem, was mit Autos zu tun habe. Er lese viele Autozeitschriften (Urk. 7/139/11).
Auch
das Verhalten und die Schilderungen des Beschwerdeführers anlässlich
der Unt
ersuchung vom
9.
August 2012 boten
keine Anhaltspunkte für die Annahme,
er
sei depressiv (Urk. 7/130/12). Ausserdem be
fand sich der Beschwerdeführer im Juni 2012, also kurze Zeit vor der Begutach
tung, in den Ferien (Urk. 7/124).
Sodann ist
darauf hinzuweisen, dass
die Gutachter berechtigterweise auf eine nicht erklärbare Diskrepanz im Bericht des
Zentrums
B._
hin
wiesen
.
In diesem Bericht wurde u
nter dem Titel „Neuropsycho
logi
sche Einschränkungen“ erwähnt, fremdbeurteilt durch das Medizinische Zen
trum
B._
sei die Depression schwer (HAMD=24), unter Einbezug aller Informationen leicht bis mittelgradig (Urk. 7/119/4)
.
Selbst wenn von die
ser Diskrepanz abge
sehen und davon ausgegangen
würde
, dass
Dr.
D._
im Be
richt vom 20. April 2012 zu Recht die Diagnose einer mittelgradigen de
pressi
ven Episode gestellt hätte
,
stellt
e
dies die Beurteilung des psychiatrischen Gut
achters
noch
nicht in Frage.
Dieser untersuchte den Beschwerdeführer erst ein paar Monate später und e
ine mittelgradig depressive Episode k
ann vorüberge
hender Natur sein.
Schliesslich hätte nach Rechtsprechung des Bundesgerichts selbst eine mittel
schwere depressive Störung nicht zwingend eine invalidisierende Wirkung. Die Annahme
einer invalidisierenden Wirkung
bedingt,
dass es sich
bei der Störung
nicht bloss um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um ein
selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Lei
den
handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie be
folgt wird,
deren Scheitern das Leiden als resiste
nt ausweist
(
Urteil des Bundes
geri
chts 8C_774/2013 vom 3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen
).
Wenn der Be
schwer
deführer vorbringt, er sei aufgrund des Unfalles und der daraus folgen
den
somatischen Beschwerden respektive Schmerzen zunehmend depressiv ge
wor
den (Urk. 1 S.
7), spricht dies nicht für ein vom Schmerzsyndrom losgelöstes Leiden. Ausserdem fand keine konseq
uente Depressionstherapie statt:
Dr.
D._
hielt
im Bericht des
Zentrums
C._
vom 23. März 2012 fest,
dass der Beschwerdeführer keine Psy
chopharmaka einnehme
(Urk. 7/118/2). Wenn
Dr.
D._
im Bericht des
Zentrums
B._
vom 20. April 2012
(rund einen Monat
später
)
beschreibt,
die bisherige
Einzel
the
rapie
habe keinen genügenden Erfolg gebracht
(Urk. 7/119/5),
genügt dies nicht für die Annahme einer
konsequenten Therapie. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde
ausserdem
nicht vor, er sei in psychiatrischer Behandlung oder nehme Psychopharmaka ein.
Die Einschätzung des psychiatrischen Gut
ach
ters, wonach eine unvorteilhafte psychosoziale Situation des Beschwerde
führers sein subjektives Erleben der Beschwerden präge, ist somit nachvoll
ziehbar
.
Damit besteht auch die Vermutung, dass
eine
mögliche
somatoforme
Schmerzstörung mit einer zumutbaren Wil
lensanstrengung überwindbar ist
.
4.3
In somatischer Hinsicht
stellten
die
Ä
rzte des
Zentrums
B._
im Gegensatz zu den Gutachtern im Wesentlichen auf die Schilde
rungen des Beschwerdeführers ab.
Die Schmerzproblematik stand
dabei
im Vor
der
grund
:
Dem Bericht des
Zentrums
B._
ist zu ent
neh
men,
dass
aus anästhetischer Sicht beim Beschwerdeführer im jetzigen Zu
stand
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bei hoher
Chronifizierung
und Schmerz-Ge
n
e
ralisierung
bestehe
. Aus wirbelsäulen-chirurgischer Sicht könne dem Be
schwer
deführer vor allem aufgrund der belastungsabhängigen Be
schwerden zur
zeit und bis auf weiteres keine Tätigkeit zugemutet werden. Von Seiten des rheumatologischen Fachgebietes sei der Beschwerde
führer zu 100 % arbeits
fähig, unter Berücksichtigung aller Facetten der Persönlichkeit des Pati
enten bestehe aus schmerztherapeutischer Sicht jedoch eine 100%ige Arbeits
unfähig
keit. Aus rein orthopädischer Sicht sei bezüglich der untersten Band
scheibe, wegen des
Luxates
, kaum mit einer wesentlichen Besserung zu rechnen. Der Patient könne aus orthopädischer Sicht in einer vorwiegend sitzend zu ver
rich
tenden leichten Arbeit noch halbtags oder mit Pausen zu etwas mehr als 50 % eingegliedert werden (Urk. 7/119/6).
Zur Einschätzung des Facharztes
für ortho
pädische Chirurgie
ist zu bemerken, dass dieser
insbesondere
auf ein
en
MRI
-Untersuch
der Lendenwirbelsäule vom 18. September 2010
(richtig vom 19. August 2010, vg
l. Urk. 7/93/5) abstellte,
welcher
eine alte Diskushernie mit
Luxat
nach kaudal bei L5/S1 zeig
te
(Urk. 7/119/6).
Dieser
MRI
-Befund
lag bereits
vor der Verfügung der IV-Stelle vom
7. April 2011 vor und wurde in der dama
ligen
Entscheidfindung
bereits berücksichtigt (vgl. Urk. 7/104/3).
Dr.
med. J._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin des Instituts für Rheu
matologie und Schmerztherapie
K._
, auf dessen Zuweisung hin der MRI-Bericht erstellt worden war, hielt in seinem Bericht vom 30. November 2010 fest, die Rückenschmerzen könnten
beim vorhandenen MRI-Befund vom 19. August 2010
nicht klar einem strukturellen
Korrelat zugewiesen werden (Urk. 7/95/
1). Im Bericht vom 4. Januar 2011 führte er deshalb aus, klinische Be
funde könnten nicht klar gefunden werden, es handle sich wahrscheinlich um eine Schmerzproblematik (Urk. 7/93/3). Der orthopädische Gutachter
der
Klinik A._
kam ebenfalls zum Schluss, die Befunde würden sich nicht mit den radiologisch nachweisbaren Veränderungen im Bereich der lumbalen Wirbel
säule (MRI-Untersuch vom 1
9.
August 2010) vereinbaren
lassen
(vgl.
E. 3.5 und
Urk. 7/130/43
)
.
Es ist daher von einer deutlichen Selbstlimitierung des Beschwer
deführers auszugehen, was sich
schliesslich nicht zuletzt auch aus der Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
im Bericht
des
Zentrums
B._
ergibt.
4.4
Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers, soweit er das Gutachten des
Zentrums Z._
vom 11. Dezember 2009 bemängelt
(Urk. 1 S. 9 f.)
, ist nicht einzugehen.
Das Gut
achten diente als Grundlage für die Verfügung der IV-Stelle vom 7.
April 2011 (Urk. 7/104), welche
unangefochten blieb. Der Beschwerdeführer hätte Gelegen
heit gehabt, sich im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens
zum besagten Gut
achten
zu äussern.
Dass die Rechtsschutzversicherung die Kosten für ein Rechts
mittel gegen die
Verfügung der IV-Stelle vom 7. April 2011
nicht über
nommen hatte, worauf der Beschwerdeführer hinweist (Urk. 1 S. 5), ist dabei un
erheblich. Es kann aber dennoch darauf hingewiesen werden, dass die Rechts
schutzver
sicherung eine Beschwerde als aussichtslos erachtete (Urk. 3).
Im Sinne des Gesagten
erübrigt
es
si
ch
,
die
Upright
MRI-Untersuche vom 2
3.
beziehungsweise 2
6.
November 2009
der Lendenwirbelsäule und des rechten
Schultergelenks
, welche
im Gutachten des
Zentrums Z._
berücksichtigt
wurden
(Urk. 7/66/8)
-
und
davon abgesehen
dem
Zentrum
B._
vor
lagen
(Urk. 7/119/3 f.
)
-, einzuholen
.
4.5
N
icht ersichtlich
ist
, weshalb
das Gutachten der
Klinik A._
nicht verwert
bar sein soll
te
, nachdem diese
kein neues bildgebendes Verfahren der
Lendenwir
belsäule
durchgeführt
habe (Urk. 1 S. 11)
.
Der Beschwerdeführer bringt vor,
es sei selektiv ein
Bericht ausgewählt
worden
, in welchem
nicht von e
iner
radikulären
Reizung ausgegangen werde
, während
in
andere
n
Berichte
n
teilweise eindeutig von einem
radikulären
Syndrom ausgegangen
und
eine
radikuläre
Reizung teil
weise ernsthaft in Betracht
gezogen werde
(Urk. 1 S. 11
und S. 9 f.
).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass eine Diagnose nicht alleine aufgrund eines
bildgeben
den
Verfahrens gestellt werden kann.
Als nächstes
hat eine
radikuläre
Reizung nicht zwangsläufig eine
(vollständig
e
)
invalidisierende Wirkung.
Dies erklärt auch, weshalb im Gutachten des
Zentrums Z._
trotz einer
Myelonkompression
und einer Beeinträchtigung der Nervenwurzeln zwischen
L3 bis S1
von einer
Arbeitsfähig
keit
des Beschwerdeführers
in angepasster Tätigkeit von 90 % ausgegangen wurde (Urk. 9/66/10).
Dass die
Gutachter der
Klinik A._
nicht auf die
se
älteren MRI-Befunde
,
sondern auf den
aktuelleren
MRI-Untersuch vom 19. August 2010 sowie die eigene
n Untersuchungen
abstellte
n
, ist nicht zu bean
standen.
Gemäss MRI-Untersuch vom 19. August 2010 bestand keine
Neurokom
pression
oder Nervenwurzelbeeinträchtigung
mehr
(Urk. 9/93/2, Urk. 9/93/5 und Urk. 9/130/38).
Ein vom
Beschwerdeführer
angekündigter a
ktuelle
r
MRI-Bericht der Wirbelsäule
(Urk. 1 S. 12)
wurde
zudem
nicht nachgereicht.
4.6
Dass das
Impingement
-Syndrom im Gutachten nicht in erf
orderlichem Mass ge
würdigt worden sein soll
(Urk. 1 S. 11), trifft nicht zu. Es wurde die Diagnose ei
ner schmerzhaften Bewegungseinschränkung beider Schultergelenke bei klini
scher AC-Arthrose und
Impingemen
tsymptomatik
beidseits gestellt.
Sodann wurde
empfohlen
, auf das Heben und Tragen von Lasten von mehr als 10
kg und auf repetitive Überkopfarbeiten
zu verzichten (vgl. E. 3.5)
.
Den Gutachtern lag ein aktueller Bericht des
Spital
s F._
vom 9. November 2011
mit dem Befund einer Gelenksonographie beider Schultern des Beschwerdeführers
vor (
Urk. 7/119/8 und
Urk. 7/130/21
f.).
An dieser Stelle drängt sich der Hinweis auf, dass der rheumatologische Facharzt des
Zentrums
B._
beim Untersuch der Schultergelenke eine
Diskrepanz zwischen gerichtetem und
ungerichtetem
Untersuchungsgang feststellte. Er berichtete, beide Schultern wür
den aktiv gegengehalten bei einer Abduktion von 90°, in der abgelenkten Untersuchung sei jedoch eine schmerzfreie uneingeschränkte Abduktion beider Schultergelenke möglich (Urk. 7/119/5).
Es
sind
daher
keine weiteren Abklä
rungen
notwendig
. Dies gilt auch für die
Nervus
-
ulnaris
-Symptomatik (Urk. 1 S. 11 f.).
Der Bericht von
Dr.
L._
vom 9. März 2009 lag den Gutachtern vor (Urk. 7/130/18)
,
und der orthopädische Gutachter untersuchte den Beschwerde
führer sorgfältig (Urk. 7/130/31 ff.).
4.7
Zum Schluss ist darauf hinzuweisen, dass
der psychiatrische Gutachter zu Recht darauf hinwies, es scheine insbesondere auch der subjektiven Einschätzung des Beschwerdeführers zu entsprechen, dass leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wechselnden Positionen
aus gesundheitlicher Sicht
zumutbar seien. Dieser habe spontan die Ansicht geäussert, für die Übernahme von empfohlenen (zumutba
ren) Alternativtätigkeiten fehle ihm die nötige Ausbildung (Urk. 7/130/43 f.).
4.8
Es
ist festzustellen,
dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdefüh
rers seit der ablehnenden Verfügung der IV-Stelle vom 7. April 2011 nicht we
sent
lich verändert hat und lediglich unterschiedliche Beurteilungen desselben Gesundheitszustandes vorliegen. Dies führt jedoch nicht zu einer
Neubeurtei
lung
des Rentenanspruchs (vgl. E. 1.2).
Damit erübrigt es sich, auf die Ausfüh
rungen des Beschwerdeführers zum Leidensabzug einzugehen (Urk. 1 S. 12 ff.), und es ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle
in der angefochtenen Verfü
gung vom
19. Juni 2013
einen Rentenanspruch verneinte.
4.9
Die IV-Stelle hielt berufliche
Eingliederungsmassnahmen
nicht für möglich (Urk. 2).
Vor dem Hintergrund
der ausgeprägten Krankheitsüberzeugung und dem Umstand
, dass
sich der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig fühlt
e
(Urk. 7/130/12
)
,
ist die angefochtene Verfügung auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.
Der
Umstand, dass der
Beschwerdeführer
nach Erlass der
ange
fochtenen
Verfügung
den von ihm erbetenen Termin für ein Standortgespräch zweimal verschieben liess (vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.6),
lässt diese auch im
Rück
blick
nicht als
falsch
erscheinen.
4.10
Die
Beschwerde ist somit abzuweisen
.
5
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).