Decision ID: 70ea14e2-e03a-44b7-ab22-29062f4baa27
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1964, meldete sich am 26. März 2001
unter Hinweis auf
ein chronisches Rückenleiden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe
zug an (Urk. 8/9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 26. März 2003 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 8/33).
1.2
Der Versicherte meldete sich am 20. Oktober 2004 unter Hinweis auf ein chroni
sches Rückenleiden sowie eine Diskushernie erneut bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/43). Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 16. August 2005 (Urk. 8/57) einen Rentenanspruch mangels Erfüllung der einjährigen Wartezeit. Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/59, Urk. 8/63
64)
h
ies
s
die IV-Stelle gut (Urk. 8/74) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 23. März 2006 (Urk. 8/87) bei einem Invaliditätsgrad von 64 % eine Dreivier
telsrente ab 1. Februar 2005 zu.
1.3
Im Rahmen einer im Juli 2010 eingeleiteten Rentenrevision (vgl. Urk. 8/102) teilte
die Stelle
dem Versicherten am 25. Februar 2011 mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 8/116).
1.4
Im Januar 2013 erfolgte eine erneute Rentenrevision (vgl. Urk. 8/121, Urk. 8/126). Die IV-Stelle stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Juni 2013 (Urk. 8/127 = Urk. 8/132) die
Aufhebung der Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen der Änderungen des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung vom 18. März 2011 (SchlB IVG) in Aussicht
.
Nachdem der Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (vgl. Urk. 8/137), holte die IV
Stelle bei der medizinischen Abklärungsstelle Y._ (Medas) ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 19. August 2014 erstattet wurde (Urk. 8/166/1-25). In der Folge stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Dezember 2015 (Urk. 8/188 = Urk. 8/191), welcher den Vorbescheid vom 24. Juni 2013 ersetzte, gestützt auf das Medas-Gutachten die Einstellung der Rente in Aus
sicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwand (Urk. 8/192, Urk. 8/194), worauf
hin die IV-Stelle am 25. Februar 2016 einen neuen Vorbescheid erliess und dem Versicherten die wiedererwägungsweise Aufhebung der Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 in Aussicht stellte (Urk. 8/199 = Urk. 8/202). Dagegen erhob der Versicherte wiederum Einwand (Urk. 8/205). Mit Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 8/209 = Urk. 2) hielt die IV
Stelle an ihrem Vorbescheid fest und hob die Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 wiedererwägungsweise auf, was zur Aufhebung der bisher ausgerichteten Rente führte.
2.
Der Versicherte erhob am 9. Juni 2016
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 9. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), namentlich die bisherige Dreiviertelsrente, auch weiterhin zu gewähren. Eventuell sei die Beschwerde
gegnerin zu verpflichten, ihm eine Rente nach IVG zu gewähren. Ausserdem sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2016 (Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 3 oben) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt. Ferner wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass das Gericht einen weiteren Schriftenwechsel nicht als erforderlich erachte, es ihm jedoch unbenommen sei, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen ein
zureichen (Urk. 17).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbe
einflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit. f
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
) und die bisherige Invaliden
rente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Ver
gleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.4
Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Renten
verfü
gung lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Ver
waltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a mit Hin
weisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gege
benenfalls mit der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 2
4.
Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. No
vember 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).
Bei der Beurteilung, ob eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit zulässig sei, ist vom Rechtszustand auszugehen, wie er im Zeitpunkt des Verfü
gungserlasses bestanden hat, wozu auch die seinerzeitige Rechtspraxis gehört; eine Praxisänderung vermag aber kaum je die frühere Praxis als zweifellos unrichtig erscheine
n zu lassen (BGE 125 V 383 E. 3
).
1.5
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechts
regeln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung not
wendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbe
messung, Arbeitsunfähigkeits-schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfra
gen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfü
gung
denkbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. August 2011 E. 2.5.1)
1.6
Der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrund
satz beherrscht (
Art.
61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass im Rahmen des im Jahr 2010 eingeleiteten Revisionsver
fahrens Hinweise für einen Revisionsgrund vorgelegen hätten. So habe der Beschwerdeführer im ersten halben Jahr 2008 Fr. 39‘000.-- erzielt und somit eine höhere Arbeitsfähigkeit umsetzen können als ihm im Jahr 2005 attestiert worden sei. Dies zeige sich aus dem hohen Lohn, welcher ihm in dieser Zeit ausbezahlt worden sei. Weitere Abklärungen, insbesondere auch aus medizini
scher Sicht, wären somit zwingend notwendig gewesen wären. Die Arztberichte vom September 2010 beziehungsweise Januar 2011 würden dabei den beweis
rechtlichen Anforderungen nicht genügen. Es hätte nicht abschliessend darauf abgestellt werden dürfen, zumal diese auch nie dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vorgelegt worden seien. Indem die erforderlichen Abklärungen unterlassen worden seien, hätten sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass die Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 sicherlich nicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Es werde insbesondere bestritten, dass damals zwingend weitere Abklärungen notwendig gewesen wären. Im Rahmen des Revisionsver
fahrens seien im Jahr 2010 ein
Auszug aus dem individuellen Konto
(IK-Aus
zug), zwei Arbeitgeberfragebogen sowie aktuelle medizinische Unterlagen ein
geholt und auch überprüft worden. Der entsprechende Entscheid im Rahmen der Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 sei somit zumindest vertretbar gewesen. Der Beschwerdegegnerin seien seine Einkommensverhältnisse stets hinreichend bekannt gewesen. Ausserdem entspreche es nicht den tatsächlichen Verhältnissen, dass er zwischen Januar und Juni 2008 ein Einkommen von Fr. 39‘000.-- erzielt haben soll, diesen Betrag habe er für das gesamte Jahr 2008 erhalten. Zudem seien damals von der Beschwerdegegnerin Arztberichte einge
holt worden, welche sich eindeutig und glaubhaft zur gesundheitlich unverän
derten Situation mitsamt entsprechend unveränderter Arbeitsfähigkeit geäussert hätten. Es seien keine Hinweise für die Notwendigkeit weiterer Abklärungen medizinischer Art gegeben gewesen. Der Untersuchungsgrundsatz sei demnach nicht in relevanter Weise verletzt worden. Im Übrigen halte das Medas-Gutach
ten aus dem Jahr 2014 explizit fest, dass seit der erstmaligen Rentenzusprache keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden habe (S. 9 f. Ziff. 22-30)
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Revisionsmitteilung vom 25. Februar 2011 zwei
fellos unrichtig und die wiedererwägungsweise
Aufhebung
der Rente rechtens war.
3.
3.1
Der Rentenzusprache vom 23. März 2006 (Urk. 8/87) lagen im Wesentlichen die folgenden Berichte zugrunde.
3.2
PD Dr. med.
Z._
, Facharzt für Rheumatologie und für Physikalische Medizin und Rehabilitation, nannte in seinem Bericht vom 23. November 2004 (Urk. 8/46/1-2) ein lumbospondylogenes Syndrom bei Verhebetrauma und eine kleine Diskushernie L4/5 media
n
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. A). Der Beschwerdeführer sei vom 7. Juli bis 9. September 2004 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 10. September 2004 bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten in wechselnder Stellung (Ziff. D.7, vgl. Ziff. B).
3.3
Die Ärzte der A._ erstatteten das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag
gegebene Verlaufsgutachten am 27. Juni 2005 (Urk. 8/50), und nannten folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
chronifiziertes lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei/mit
-
leichter linkskonvexer thorakolumbaler Skoliose
-
kleine
r
Diskushernie L4/5 median ohne Neurokompression (MRI
23. Februar 2004)
-
minime
r
Osteochondrose L4/5
-
symptomatische Knick-Spreizfüsse beidseits
-
atopischer Pruritus
Der Beschwerdeführer leide seit 1996 nach Heben einer schweren Marmorplatte unter lumbovertebralen teils spondylogenen Beschwerden. Trotz multiplen physiotherapeutischen Ansätzen sowie Infiltrationen seien die Beschwerden unverändert gleich stark vorhanden. Im klinischen Untersuch bestehe eine explizite Schmerzhaftigkeit des lumbosakralen Übergangs. Bildgebend bestehe kaum ein entsprechendes Korrelat, um die Schmerzhaftigkeit genügend erklären zu können. Aufgrund der bisherigen Therapieresistenz trotz verschiedensten Ansätzen bestehe eine ausgeprägte Chronifizierung sowie eine Schmerzverar
beitungsproblematik. Aufgrund der chronifizierten Situation sei der Beschwer
deführer in der angestammten Tätigkeit als Reiniger seit März 2005 zu 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit mit Wechselbelastung mit Sitzen/Stehen/Laufen bestehe hingegen eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (S. 3).
3.4
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, legte in seiner Stellungnahme vom 13. Juli 2015 (Urk. 8/56/3) dar, dass gestützt auf das Verlaufsgutachten der
A._
(vgl. vorstehend E. 3.3) ab März 2005 eine Restarbeitsfähigkeit in angepasster wechselbelastender Tätigkeit mit Sitzen, Stehen und Gehen im Umfang von 50 % ausgewiesen sei. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht nötig.
3.5
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer in der Folge – nachdem dieser Einsprache (Urk. 8/59, Urk. 8/63-64) gegen die rentenverneinende Verfü
gung vom 16. August 2005 (Urk. 8/57) mangels
Erfüllung der
einjährigen War
tezeit erhoben hatte – mit
Einspracheentscheid vom 4. November 2005 (vgl. Inhaltsverzeichnis der IV-Akten, Urk. 8/74) beziehungsweise mit
Verfü
gung vom 23. März 2006 (Urk. 8/87) eine Dreiviertelsrente ab 1. Februar 2005 zu. Die Beschwerdegegnerin gin
g dabei davon aus, dass dem
Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartezeit eine angepasste Tätigkeit zu 50 % zumutbar sei. Für die Bemessung des Valideneinkommens stützte
sie
sich
ferner
auf die Lohnan
gaben des früheren Arbeitsgebers
C._
(vgl.
Arbeitgeberfragebogen vom 16. November 2004, Urk. 8/45) und ermittelte ein Valideneinkommen von Fr. 72‘800.-- (Fr. 5‘600.-- x 13) für das Jahr 200
4.
Für die Bemessung des Inva
lideneinkommens zog sie den standardisierten Durchschnittslohn für Hilfsar
beiten für das Jahr 2004 heran und errechnete unter Berücksichtigung eines leidesbedingten Abzuges von 10 % sowie einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 26‘247.--. Da
raus
resultierte
ein Invaliditätsgrad von 64 % (Urk. 8/74 S. 3).
4.
4.1
Im Anschluss an die
im Juli 2010 eingeleitete Rentenrevision (vgl. Urk. 8/102)
ergingen die nachfolgenden Berichte
.
4.2
Im ausgefüllten Revisionsfragebogen vom 24. Juli 2010 (Urk. 8/102) gab der Beschwerdeführer an, dass er weniger arbeiten könne und sein Pensum auf 20 % gesenkt habe (Ziff. 2.2). Bei der D._ arbeite er zwei Stunden pro Tag, mithin zehn Stunden pro Woche (Ziff. 2.6).
4.3
Dr. med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in sei
nem Bericht vom 9. September 2010 (Urk. 8/104/2-5) ein chronisches lumbo
spondylogenes Schmerzsyndrom seit 1996 mit/bei Verhebetrauma als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer sei seit dem 21. Juli 2006 bis auf Weiteres in der angestammten Tätigkeit als Putz
hilfe zu 64 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6).
4.4
PD Dr.
Z._
führte in seinem Bericht vom 25. Januar 2011 (Urk. 8/113) bei gleich gebliebener Diagnose (Ziff. 1.1, vgl. vorstehend E. 3.2) aus, dass die Rückenprobleme des Beschwerdeführers immer gleich seien. Er habe beim Auf
stehen Rückenschmerzen wie auch bei längerem Sitzen (Ziff. 1.4). Die Arbeits
unfähigkeit sei gleich wie bisher, der Beschwerdeführer arbeite 20 % (Ziff. 1.6).
4.5
Aus dem IK-Auszug vom 3. August 2010 (Urk. 8/103) ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2006 bis 2009 bei der
F._
tätig war. Dabei erzielte er von Januar bis Dezember 2006 ein Einkommen von
Fr. 8‘750.--, von Januar bis Dezember 2007 ein Einkommen von Fr. 15‘000.--, von Januar bis Juni 2008 ein Einkommen von Fr. 39‘000.-- sowie von Januar bis Dezember 2009 ein Einkommen von Fr. 12‘750.--.
Aus dem Arbeitgeberfragebogen der
F._
vom 20. Dezember 2010 (Urk. 8/111) geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer dort vom 1. Juni 2006 bis 31. Dezember 2009 während zwei Stunden pro Tag, mithin zehn Stun
den pro Woche, beschäftigt war (Ziff. 2.1, Ziff. 2.9) und dabei seit dem 1. Januar 2009 ein monatliches Einkommen von Fr. 1‘000.-- erzielte (Ziff. 2.10, vgl. Ziff. 2.12).
Ausserdem geht aus dem Arbeitgeberfragebogen der
D._
vom 20. Dezember 2010 (Urk. 8/110) hervor, dass der Beschwerdeführer dort vom 1. Januar bis 31. Juli 2010 während ebenfalls zwei Stunden pro Tag, mithin zehn Stunden pro Woche, beschäftigt war (Ziff. 2.1, Ziff. 2.9) und dabei auch ein monatlichen Einkommen von Fr. 1‘000.-- erzielte (Ziff. 2.10).
Schliesslich ist der Verfügung vom 8. Oktober 2010 des Bezirksgerichts Zürich betreffend Eheschutz/Getrenntleben (Urk. 8/107 = Urk. 8/108) zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gemäss den Lohnabrechnungen der Monate April und Mai 2010 monatlich ein Einkommen von Fr. 1‘000.-- zuzüglich Kinderzu
lagen von Fr. 400.-- erzielt hat. Dasselbe Einkommen sei in der Steuererklärung 2009 für das gesamte Jahr 2009 deklariert worden (S. 7 Ziff. 5.3.1).
4.6
Am 25. Februar 2011 teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 8/116).
5.
5.1
Im Rahmen der im Juli 2010 eingeleiteten Rentenrevision holte die Beschwerde
gegnerin somit einen IK-Auszug, zwei Arztberichte und zwei Arbeitgeberfrage
bogen ein (vgl. vorstehend E. 4.1-4.4). Aus dem IK-Auszug geht hervor, dass der Beschwerdeführer bei der
F._
von Januar bis Juni 2008 ein Einkommen von Fr. 39‘000.-- erzielt hat, was ein monatliches Einkommen von Fr. 6‘500.-- (Fr. 39‘000.-- : 6) erg
ä
b
e.
Das monatliche Einkommen des Beschwerdeführers betrug gemäss dem Arbeitgeberfragebogen der
F._
ab 1. Januar 2009 hingegen Fr. 1‘000.-- im Monat, was auch mit dem IK-Auszug für das Jahr 2009 übereinstimmt. Angaben zum Lohn im Jahr 2008 fehlen jedoch im genannten Arbeitgeberfragebogen. Auch aus der Verfügung betreffend Ehe
schutz/Getrenntleben des Bezirksgerichts Zürich wird nur das monatliche Ein
kommen in den Jahren 2009 und 2010 von Fr. 1‘000.-- genannt, Angaben zum Lohn im Jahr 2008 fehlen (vgl. vorstehend E. 4.4).
D
er Beschwerdeführer
hätte demnach
von Januar bis Juni 2008 eine viel höher
e Arbeitsfähigkeit umgesetzt
, als ihm noch bei der Rentenzusprache im Jahr 200
6
attestiert worden war. So wurde ihm bei der Rentenzusprache ein Invalidenein
kommen von Fr. 26‘247
.-- bei einer 50
%igen Arbeitsfähigkeit angerechnet
(vgl. vorstehend E. 3.5). Das gemäss IK-Auszug erzielte Einkommen im ersten halben Jahr 2008 wäre daher aufgerechnet auf ein ganzes Jahr, mithin Fr. 78‘000.-- (Fr. 39‘000.-- x 2), sogar höher als das ohne Gesundheitsschaden als Mitarbeiter im R
einigungsdienst erzielte Einkommen von Fr. 72‘800
.-- im Jahr 2004
(vgl. vorstehend E. 3.5)
.
5.2
Der Beschwerdeführer machte zwar zu Recht geltend, dass er im ganzen Jahr 2008 ein Einkommen von Fr. 39‘000.-- und nicht nur während sechs Monaten erzielt habe (vgl. Urk. 1 S. 9 Rz 23). So geht aus den im Vorbescheidverfahren eingereichten Lohnabrechnungen der
F._
für das Jahr 2008 hervor, dass der Beschwerdeführer im ganzen Jahr 2008 ein Einkommen von Fr. 39‘000.--, mithin Fr. 3‘000.-- pro Monat plus ein
en
13. Monatslohn, erzielt hat (Urk. 8/203), womit sich der IK-Auszug für das Jahr 2008 als falsch erweist. Diese Unterlagen lagen jedoch zum Zeitpunkt der im Jahr 2010 eingeleiteten Rentenrevision nicht vor, weshalb diese für die Beurteilung der zweifellosen Unrichtigkeit der Rentenbestätigung vom 25. Februar 2011 nicht berücksichtigt werden können. Denn bei der Beurteilung, ob eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit zulässig sei, ist vom Rechtszustand auszugehen, wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses beziehungsweise der Rentenbestätigung mittels Mitteilung bestanden hat (vgl. vorstehend E. 1.3-1.4).
5.3
Nach dem Gesagten lagen somit im Jahr 2010 klare Hinweise für einen Revisions
grund vor. Nur durch weitere Abklärungen hätte die erhebliche Lohndifferenz im Jahr 2008 zwischen dem erzielten Einkommen gemäss IK
Auszug und den Lohnangaben gemäss Arbeitgeberfragebogen und der Verfü
gung betreffend Eheschutz/Getrenntleben des Bezirksgerichts Zürich abgeklärt werden können und somit auch die Frage, ob tatsächlich ein Revi
sions
grund ausgewiesen war oder nicht. Insbesondere hätten auch weitere medizinische Abklärungen getätigt werden sollen, da nur zwei Arztberichte eingeholt wurden (vgl. vorstehend E. 4.3-4.4), die nicht dem RAD vorgelegt worden sind.
Die nachträglich eingereichten Lohnabrechnungen des Jahres 2008 zeigen, dass zwingend weitere Abklärungen notwendig gewesen wären. Denn im Jahr 2010 lagen keine Hinweise für einen fehlerhaften IK-Auszug vor. Ausserdem hätte die Beschwerdegegnerin auch bei Vorliegen dieser Lohnabrechnungen im Jahr 2010 weitere Abklärungen tätigen müssen, denn auch das tatsächlich erzielte monat
liche Einkommen von Fr. 3‘000.-- lag deutlich über den Lohnangaben im Arbeitsgeberfragenbogen von Fr. 1‘000.-- und dem angenommenen Invaliden
einkommen von Fr. 26‘247.--.
Indem die Beschwerdegegnerin keine weiteren Abklärungen getätigt hat, son
dern die zugesprochene Dreiviertelsrente im Februar 2011
bestätigt hat, hat sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt (vgl.
vorstehend E. 1.6). Die Rentenbestä
tigung mit Mitteilung vom 25. Februar 2011 ist damit als zweifellos unrichtig einzustufen.
Da deren Berichtigung angesichts des geldwerten Charakters der
(Dauer-)
Leistung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4), war die Beschwerdegegnerin unter dem Blickwinkel der Wiedererwägung befugt, darauf zurückzukommen.
6.
6.1
S
ind im Wiedererwägungsverfahren
die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt, ist auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen, und es ist unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein neuer Entscheid zu fällen. Mit anderen Worten ist der Rentenanspruch ex nunc et pro futuro ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurtei
len (BGE 140 V 514 E. 5.2).
6.2
Im Rahmen des im Januar 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 8/121, Urk. 8/126) gingen die nachfolgenden Berichte ein.
6.3
PD Dr.
Z._
diagnostizierte in seinem Schreiben vom 11. Februar 2013 (Urk. 8/120) wiederum ein lumbospondylogenes Syndrom bei Verhebetrauma und eine kleine Diskushernie L4/5 media
n
, und verwies auf seine früheren Berichte (Ziff. 3, vgl. vorstehend E. 3.2, E. 4.4).
6.4
In seinem Schreiben vom 7. August 2013 (Urk. 8/133/1-2) an die frühere Rechts
vertreterin des Beschwerdeführers führte PD Dr.
Z._
aus, dass das Beschwerdebild des Beschwerdeführers seit Jahren das Gleiche sei. Gemäss dem neusten Computertomographie (CT)-Befund vom 30. Juli 2013 (vgl. Urk. 8/133/3) bestehe ein habituell enger Spinalkanal, in der Höhe von LWK4/5 breitbasige Bandscheibenvorwölbungen bei Facettenarthrose und Flavumhyper
trophie, eine rezessal relative Einengung für den Verlauf der L5 beidseits, eine mögliche Irritation L4 rechts auf der Höhe von L3/4 und eine relative Ein
engung für den Verlauf der L3 intervertebral ohne Hinweis auf eine Kompression. Der CT-Befund korreliere mit den subjektiven Beschwerden des Beschwerdeführers. Es bestehe keine Möglichkeit, den Beschwerdeführer in einer Putzarbeit einzusetzen, in einer angepassten Tätigkeit in wechselnder Stellung sei er jedoch zu 50 % arbeitsfähig (S. 1).
6.5
Die Ärzte der Medas erstatten das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gege
bene polydisziplinäre Gutachten am 19. August 2014 (Urk. 8/166/1-25)
gestützt auf di
e ihnen überlassenen Akten (S. 2
ff. Ziff. 2), die Ang
aben des Beschwer
deführers (S. 11 ff. Ziff. 3
) und die am
1. und 3. Juli 2014
(
vgl.
S. 1 Mitte) durchgeführte
n internistischen und rheumatologischen (S. 14 ff. Ziff. 4) sowie psychiatrischen (S. 17 f. Ziff. 5.3
)
Untersuchungen.
Die Gutachter
nannten folgende Diagnose mit Einschränkung auf die Arbeitsfä
higkeit (S. 21 Ziff. 6.1.1):
-
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei
-
konstitutionell engem Spinalkanal auf Höhe L4/5 und Diskusprotru
sion L4/5 beidseits mit möglicher Irritation der Wurzel L4 rechts rezessal
Als Diagnose ohne Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine leichte Periarthropatia humeroscapularis der Supraspinatssehne (S. 21 Ziff. 6.1.2).
Der Beschwerdeführer habe rund zehn Jahre lang bis im Januar 2004 in einem vollen Pensum als Reinigungsmitarbeiter gearbeitet. Internistisch seien keine Gesundheitsprobleme bekannt. Rheumatologisch sei seit einem MRI vom Februar 2004 mit Darstellung einer kleinen Diskushernie L4/5 stets von einem lumbospondylogenen Schmerzsyndrom ausgegangen worden. Ein ähnlicher Befund sei im Juli 2013 in einem CT festgestellt worden, zudem ein konstitu
tionell relativ enger Spinalkanal mit möglicher Irritation der Wurzel L4 rechts. Unbestritten sei, dass seit 2004 deswegen eine verminderte Rückenbelastung bestehe, so dass die ursprüngliche Tätigkeit in einem Reinigungsinstitut seither nicht mehr zumutbar gewesen sei. Warum für körperlich leichte Tätigkeiten lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als möglich angesehen worden sei, bleibe unklar. Psychiatrisch sei keine Morbidität erhoben worden. Polydiszipli
när bestehe somit weiterhin, mithin seit Januar 2004, eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft oder in vergleichbaren rücken
belastenden Tätigkeiten (S. 23 Ziff. 7.1.1). Für körperlich leichte, rückenadap
tierte Tätigkeiten ohne regelmässiges Bücken oder Heben von Lasten regel
mässig über zirka 8-10 kg und ohne vorgeneigte Zwangshaltungen werde die Arbeitsfähigkeit wegen dabei nötiger Pausen und möglicherweise etwas ver
langsamter Bewegungsabläufe auf 80 % bezogen auf ein Pensum von 100 % geschätzt. Diese Einschätzung gelte spätestens seit der aktuellen Begutachtung. Aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht sei dem Beschwerdeführer die Willensanstrengung voll zumutbar
. Er leide an keiner relevanten psychi
schen Störung, die seine Willensanstrengung beeinträchtige
(S. 23 Ziff. 7.2).
Die Gutachter führten schliesslich aus, dass es sich im Wesentlichen um einen unveränderten Gesundheitszustand handle, jedoch um eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte adaptierte Tätigkeiten (S. 24 Ziff. 8.1).
6.6
RAD-Arzt Dr. B._ führte in seiner Stellungnahme vom 28. August 2014 (Urk. 8/187/4) aus, dass das Medas-Gutachten umfassend und schlüssig sei. In der angestammten Tätigkeit bestehe daher weiterhin seit dem Jahr 2004 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und seit der Begutachtung bestehe für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Es handle sich um einen seit Ren
tenbeschluss unveränderten Gesundheitsschaden, aber um eine andere Beurtei
lung der angepassten Restarbeitsfähigkeit.
6.7
PD Dr.
Z._
führte in seinem Schreiben vom 9. Oktober 2014 (Urk. 8/175) an die frühere Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers aus, dass es seit seiner letzten Stellungnahme im Februar 2013 (vgl. vorstehend E. 6.3) keine neuen Informationen gegeben habe. Im Februar 2014 habe der Beschwerdeführer über Knieschmerzen geklagt und er zeige rechts eine beginnende Gonarthrose. Betreffend die Arbeitsfähigkeit bleibe seine Stellungnahme gleich wie im letzten Jahr.
6.8
Aus dem Bericht des G._ vom 6. Januar 2016 (Urk. 8/195) geht hervor, dass gleichentags ein MRI der Halswirbelsäule durchgeführt wurde und degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule mit Retrospondylophyten und osteodiskären Komplexen mit konsekutiver Ein
engung der Intervertebralforamina C4/5 bis C6/7 vorlägen.
6.9
Dr. med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie des Bewegungsapparates, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2016 (Urk. 8/198/3) in Bezug auf das MRI der Halswirbelsäule vom Januar 2016 (vgl. vorstehend E. 6.8) aus, dass die degenerativen Verände
rungen insbesondere distal beschrieben worden seien, wie sie als normaler Alterungs
prozess vorkämen. Eine klinische Auswirkung mit Beeinträchtigung der Funktiona
lität könne daraus nicht abgeleitet werden.
7.
7.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache mittels Verfügung vom 23. März 2006 (Urk. 8/87) im Wesentlichen gleich geblieben ist, weshalb keine wesentliche Änderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG und somit kein Revisionsgrund vorliegt (vgl.
Urk. 1 S. 11 Rz 29, Urk. 2 S. 2 unten). So legten auch die Medas-Gutachter dar, dass es sich im Wesentlichen um einen unveränderten Gesundheitszustand handle, jedoch um eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für körperlich leicht
e,
adaptierte Tätigkeiten (vgl. vorstehend E. 6.5).
7.2
Das Medas-Gutachten wurde unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und in Kenntnis der Vorakten erstattet und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden aus
führlich begründet. Die Beurteilung durch die Medas-Gutachter ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungsgrundlagen (vgl. vorstehend E. 1.7) vollumfänglich, so dass für die Ent
scheidfindung darauf abgestellt werden kann.
7.3
Die Gutachter begründeten die seit der Rentenzusprache weiterhin bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit in einem Reini
gungsinstitut mit der verminderten Rückenbelast
barkeit
infolge des chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndroms (vgl. vorstehend E. 6.5).
Auch
i
hre Einschätzung, wonach für körperlich leichte, rückenadaptierte Tätigkeiten ohne regelmässiges Bücken oder Heben von Lasten regelmässig über zirka 8-10 kg und ohne vorgeneigte Zwangshaltungen eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestehe, erscheint nachvollziehbar und schlüssig. Warum bei der Rentenzuspra
che bei gleicher Diagnose lediglich von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten ausgegangen wurde (vgl. vorstehend E. 3.5), ist dem Medas-Gutachten folgend nicht nachvollziehbar.
7.4
Der Befund des
G._
vom Januar 2016 betref
fend
das
MRI der Halswirbelsäule (vgl. vorstehend E. 6.8) vermag
angesichts der überzeugenden Einschätzung des
RAD-Arzt
es
Dr.
H._
(vgl. vorstehend E. 6.9) an der Einschätzung der Medas-Gutachter nichts zu ändern.
7.5
Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit in einem Reinigungsinstitut weiterhin nicht zumutbar ist. Für körperlich leichte, rückenadaptierte Tätigkei
ten ohne regelmässiges Bücken oder Heben von Lasten regelmässig über zirka 8-10 kg und ohne vorgeneigte Zwangshaltungen besteht hingegen seit der Begutachtung, mithin seit Juli 2014 (vgl. vorstehend E. 6.5), eine 80%ige Arbeitsfähigkeit.
8.
8.1
Zu prüfen bleibt, wie sich das Leistungsvermögen des Beschwerdeführers in wirt
schaftlicher Hinsicht auswirkt.
8.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validenein
kommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
8.3
Für die Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin das bei der Rentenzusprache gestützt auf die Lohnangaben des früheren Arbeitsgebers
C._
berechnete Valideneinkommen von Fr. 72‘800.-- für das Jahr 2004 heran (vgl. vorstehend E. 3.5), was unter Berücksichtigung der allgemei
nen Lohnentwicklung für Männer für die Jahre 2005 bis 2014 ein Validenein
kommen von Fr. 81‘931.-- ergab (Urk. 2 S. 3 oben, vgl. Urk. 8/197). Die Berech
nung des Valideneinkommens ist nicht zu beanstanden und wurde vom Beschwerdeführer auch nicht substantiell bestritten (vgl. Urk. 1 S. 12 f. Rz. 32
35), weshalb darauf abzustellen ist.
8.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE
133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Bei
zug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
8.5
Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt (vgl. Urk. 8/166/1-25 S. 11 Ziff. 3.1.1-3.1.2). In seiner angestammten Tätigkeit als Reinigungsangestellter ist er nicht mehr arbeitsfähig. Für körperlich leichte, rückenadaptierte Tätigkei
ten ohne regelmässiges Bücken oder Heben von Lasten regelmässig über zirka 8-10 kg und ohne vorgeneigte Zwangshaltungen besteht hingegen seit Juli 2014 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. vorstehend E. 7.5). Die Beschwerde
gegnerin hat deshalb zu Recht für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors gemäss LSE 2012 abgestellt und unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohn
entwicklung für Männer im Jahr 2013 in der Höhe von 0.8 % und im Jahr 2014 in der Höhe von 0.7 % sowie unter Berücksichtigung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden ein Invalidenein
kommen von Fr. 66‘158.-- (Fr. 5‘210.-- x 12 x 1.008 x 1.007 : 40 x 41.7) bei einem Pensum von 100 % errechnet, was bei einem Pensum von 80 % Fr. 52‘927.-- ergibt (Urk. 2 S. 3 Mitte, vgl.
Urk. 8/197).
8.6
Zu prüfen bleibt, inwieweit vom Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist. Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerde
führer keinen leidensbedingten Abzug (vgl. Urk. 2 S. 4 oben), wohingegen der Beschwerdeführer einen leidesbedingten Abzug von mindestens 15 % als gerechtfertigt erachtete. Nach Ansicht des Beschwerdeführers sollte berücksich
tigt werden, dass er über keine Ausbildung verfüge, keine schweren Arbeiten mehr verrichte
n
und nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein könne (vgl. Urk. 1 S. 12 Rz 34).
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer Verminderung des hypotheti
schen Invalidenlohnes, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4
). Die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Reinigungsmitarbeiter
war keine Schwerar
beit, sondern eine mittelschwere Arbeit, weshalb sich aufgrund dieses Faktors kein leidensbedingter Abzug rechtfertigt.
Sodann ist eine mangelnde berufliche Ausbildung nicht beim leidensbedingten Abzug, sondern bei der Bestimmung des Kompetenzniveaus des herangezoge
nen Tabellenlohnes zu berücksichtigen. Dem wurde hier Rechnung getragen, indem die Tabellenlöhne auf dem niedrigsten Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art, vgl. vorstehend E. 8.5), wel
ches keine Berufsausbildung erfordert, verwendet wurden
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_427/2011 vom 15. September 2011 E. 5.2).
Die Rechtsprechung anerkennt unter dem Titel Beschäftigungsgrad bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbs
tätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 (Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2). Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teil
zeitarbeit vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierenden Tabellen T2* in der LSE 06 S. 16 und T6* in der LSE 04 S. 25; Urteil des Bundesgerichts
9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1.2 mit Hinweisen
).
Dies ist jedoch nach den neuesten statistischen Erhebungen nicht mehr der Fall. So ist aufgrund
der statistischen Durchschnittswerte der LSE 2012 bei einer
Teilzeit
arbeit
bei Männern
zwischen 75
%
und 89 % nicht von einem proportional unterdurch
schnittlichen Einkommen auszugehen
(vgl. die Tabelle Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor zusammen, Total Männer ohne Kaderfunktion im IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014
)
.
Demnach rechtfertigt sich kein leidensbedingter Abzug.
8.7
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 81‘931.-- mit dem Invalidenein
kommen von Fr. 52‘927.-- ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 29‘004.-- und damit einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 35 %.
8.8
Die Aufhebung der bisher ausgerichteten Dreiviertelsrente ist somit nicht zu beanstanden. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.
9.
9.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensauf
wand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Die Kosten sind ausgangsgemäss de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltli
cher Prozessführung jedoch einstweilen auf
die Gerichtskasse zu nehmen. Der
Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht von
§
16
Abs.
4
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hingewiesen.
9.2
Mit Honorarnote vom 11. Januar 2017 (Urk. 20, vgl. Urk. 19) machte der
unent
geltliche Rechtsvertreter de
s
Beschwerdeführer
einen zeitlichen Aufwand von 13.10 Stunden
sowie Barauslagen von
Fr. 98.25
(ohne Mehrwertsteuer) geltend, was als angemessen erscheint. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenan
satzes von Fr. 220.-- und unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 8 % beläuft sich damit die E
ntschädigung, die Rechtsanwalt Dr. Kaspar Saner
aus
zurichten ist, auf Fr. 3‘218.70.
Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht von § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.