Decision ID: 4f7a63b4-42b9-5e48-9e02-4402c29273b4
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
Mit Entscheid vom 20. Februar 2015 sprach das Versicherungsgericht A._
(damals als ._ bezeichnet, nachfolgend: Versicherte), aufgrund psychischer Probleme
für die Zeit von Dezember 2009 bis November 2011 eine ganze Invalidenrente und ab
Dezember 2011 eine halbe Rente zu (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 20. Februar 2015, IV 2013/32; IV-act. 104; auf diesen
Entscheid wird auch für den Sachverhalt, der sich bis dahin ereignet hatte, verwiesen).
Mit Verfügungen vom 20. Oktober 2015 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen
(nachfolgend: IV-Stelle) der Versicherten die Renten entsprechend dem Entscheid des
Versicherungsgerichts zu (IV-act. 114 ff.).
A.a.
Am 12. September 2018 ging eine erneute Anmeldung der Versicherten für
berufliche Massnahmen und Rentenleistungen bei der IV-Stelle ein (IV-act. 122). Die
Versicherte hatte ihrer Anmeldung einen Bericht von med. pract. B._, Facharzt für
Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, vom 8. September 2018
beigelegt (IV-act. 123). Dieser hatte ausgeführt, dass die Versicherte seit dem Jahr
2011 immer wieder und zunehmend über akustische Halluzinationen (Stimmen, die ihr
befehlen würden, sich umzubringen), optische Halluzinationen (unbekannte Leute, die
sich in ihrer Wohnung aufhalten würden), anhaltende Suizidgedanken, Kraftlosigkeit,
Antriebslosigkeit, sozialen Rückzug, die Notwendigkeit einer Begleitung bei
auswärtigen Angelegenheiten, Panikzustände beim Aufenthalt unter vielen Menschen,
diverse somatische Schmerzen und gedankliche Einengung berichte. Auch unter
neuroleptischer Medikation habe sich die Symptomatik nicht verändert. Die
konsequente medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva habe ebenfalls keine
Besserung gebracht. Belastend sei auch, dass die Söhne der Versicherten in ständiger
Angst lebten, diese könnte Suizid begehen. Finanziell sei die Versicherte auf das
Einkommen des einen Sohnes angewiesen. Als Diagnose nannte med. pract. B._ ein
schizophrenes Residuum. Weiter beantragte er eine – auch rückwirkende –
A.b.
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Überprüfung des Invaliditätsgrades der Versicherten sowie die Prüfung des Anspruchs
auf eine Hilflosenentschädigung (IV-act. 123).
Am 29. November 2018 hielt der regionale ärztliche Dienst (RAD) fest, aus dem
neu eingereichten Bericht von med. pract. B._ könne weder abgeleitet werden, dass
sich der Gesundheitszustand erheblich verschlechtert habe, noch, dass keine
Veränderung des Gesundheitszustandes vorliege. Aufgrund der neuen Diagnose eines
schizophrenen Residuums, der hochdosierten antipsychotischen Medikation und der
geschilderten Einschränkungen des Aktivitätsniveaus könne nicht ausgeschlossen
werden, dass sich eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis entwickelt
habe. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei daher eine psychiatrische
Verlaufsbegutachtung bei Dr. med. C._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der
die Versicherte schon aus zwei Vorbegutachtungen kenne, angezeigt. Die von med.
pract. B._ angegebenen somatischen Schmerzen würden nicht durch entsprechende
Diagnosen begründet. Auch habe die Versicherte keine Berichte eingereicht, aus denen
sich eine Veränderung des somatischen Gesundheitszustandes ergebe. Daher sei eine
monodisziplinäre, psychiatrische Begutachtung ausreichend (IV-act. 126).
A.c.
Am 6. August 2019 erstattete Dr. C._ sein psychiatrisches Verlaufsgutachten (IV-
act. 133). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode mit
beginnender Chronifizierungstendenz, und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit
histrionischen, abhängigen und emotional-instabilen Anteilen (DD: eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit histrionischen, abhängigen und emotional-instabilen Zügen;
IV-act. 133 S. 22). Sodann kam Dr. C._ zum Schluss, dass in der angestammten
Tätigkeit als Hilfsarbeiterin und Raumpflegerin aus psychiatrischer Sicht seit
September 2011 unverändert eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestehe. Aktuell sei
diese Arbeit in einem Pensum von sechs bis sieben Stunden täglich bei einer
Leistungsminderung von etwa 30 % umsetzbar. Auch in adaptierten Tätigkeiten sei aus
psychiatrischer Sicht unverändert von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit umsetzbar in
einem Arbeitspensum von sechs bis sieben Stunden täglich bei einer
Leistungsminderung von etwa 30 % auszugehen (IV-act. 133 S. 23). Weiter hielt Dr.
C._ ausdrücklich fest, dass im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die der
Verfügung vom 20. Oktober 2015 zu Grunde gelegen habe, von einem im Wesentlichen
A.d.
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B.
unveränderten psychischen Gesundheitszustand auszugehen sei (IV-act. 133 S. 26). In
seiner Stellungnahme vom 9. August 2019 hielt der RAD fest, dass vollumfänglich auf
das psychiatrische Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 134).
Mit Vorbescheid vom 25. September 2019 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des gestellten Rentenerhöhungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 139).
A.e.
Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte, vertreten durch Procap, St.
Gallen-Appenzell, am 31. Oktober 2019 Einwand erheben und eine Fristerstreckung zur
Einreichung einer Ergänzung des Einwandes beantragen (IV-act. 145). Mit Schreiben
vom 29. November 2019 teilte Procap der IV-Stelle mit, dass sie der Versicherten
empfohlen habe, den Entscheid der IV-Stelle zu akzeptieren. Die Versicherte habe
insbesondere das Gutachten noch mit dem behandelnden Arzt besprechen wollen.
Leider habe sie sich nicht mehr, wie vereinbart, gemeldet. Auch sei sie telefonisch nicht
erreichbar. Aus diesem Grund werde um eine Fristerstreckung gebeten, damit die
Versicherte allenfalls selber eine Ergänzung des Einwands vornehmen könne (IV-
act. 148). Eine weitere Eingabe innert der seitens der IV-Stelle erstreckten Frist blieb
aus (vgl. IV-act. 149).
A.f.
Mit Verfügung vom 3. Januar 2020 wies die IV-Stelle das von der Versicherten
gestellte Rentenerhöhungsgesuch ab (IV-act. 150).
A.g.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
am 24. Januar 2020 Beschwerde und beantragte, ihr sei eine Erhöhung der bisher
ausgerichteten Invalidenrente zu gewähren. Weiter ersuchte sie um eine
Fristerstreckung, um einen Bericht ihres neuen Therapeuten, bei dem sie sich seit Ende
November 2019 in Behandlung befinde, nachreichen zu können. Weiter stellte sie ein
Gesuch um unentgeltliche Prozessführung im Verfahren vor Versicherungsgericht
(act. G 1 und 4).
B.a.
Mit Schreiben vom 29. Januar 2020 setzte das Versicherungsgericht der
Beschwerdeführerin zur Ergänzung ihrer Beschwerde eine Nachfrist bis zum 24.
Februar 2020 bei gleichzeitiger Androhung, dass bei unbenütztem Fristablauf die IV-
B.b.
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Erwägungen
1.
Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine revisionsweise
Erhöhung der früher zugesprochenen halben IV-Rente zu Recht abgelehnt hat.
2.
Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) ohne weiteres zur Beschwerdeantwort
aufgefordert würde (act. G 3). Innert der angesetzten Frist ging kein ärztlicher Bericht
ein.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. April 2020 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).
B.c.
Am 5. Mai 2020 entsprach der verfahrensleitende Richter dem Gesuch um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) für
das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. G 7).
B.d.
Die Beschwerdeführerin verzichtete in der Folge auf die Erstattung einer Replik
(act. G 8 f.).
B.e.
Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf
eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird grundsätzlich das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
2.1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
2.2.
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3.
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.1 mit Hinweis). Zeitlicher
Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte
der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands)
beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen
Revision (BGE 133 V 114 E. 5.4 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss
unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustandes für sich allein genommen keinen Revisionsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 144 I 103 E. 2.1). Eine
anspruchsbeeinflussende Änderung ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Um beurteilen zu können, ob eine Rentenrevision begründet ist, ist die Verwaltung
und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
2.3.
Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung vom 3. Januar
2020 gestützt auf das Gutachten von Dr. C._ vom 6. August 2019, dass sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit dem Referenzzeitpunkt
verschlechtert habe (vgl. IV-act. 150).
3.1.
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4.
Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, dass sich ihr
Gesundheitszustand stetig verschlechtert und chronifiziert habe. Sie bemängelt, dass
Dr. C._ in seinem Verlaufsgutachten vom August 2019 keine wesentliche
Verschlechterung festgestellt habe, sondern weiterhin von einer 50%igen
Restarbeitsfähigkeit ausgegangen sei. Auch teilt sie seine Einschätzung nicht, wonach
sie über Ressourcen verfüge, auf die sie bei einer Arbeitstätigkeit zurückgreifen könne.
Sie macht geltend, sie habe sich mehr und mehr zurückgezogen. Es gelinge ihr nicht,
am Morgen aufzustehen. Ihre Söhne würden den Haushalt komplett übernehmen.
Ohne ihre Söhne wäre sie schon längstens vereinsamt. Nur eine Nachbarin komme auf
Bitten ihrer Söhne hin und wieder auf Besuch. Es gelinge ihr nicht einmal, an einem
geschützten Arbeitsplatz zu arbeiten. Da sich ihr Gesundheitszustand trotz Therapie
nicht stabilisiert, sondern zunehmend verschlechtert habe, habe sie sich Ende
November 2019 für einen Therapeutenwechsel entschieden (act. G 1).
3.2.
Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen der Verlaufsbegutachtung durch Dr. C._
Gelegenheit erhalten, sich zu ihren Beschwerden und zu ihrer persönlichen Situation zu
äussern. Die von ihr geklagten Leiden sowie ihre soziale Situation haben Eingang in
das Gutachten gefunden (vgl. IV-act. 133 S. 9 ff.). So ist im Gutachten beispielsweise
beschrieben, die Beschwerdeführerin liege laut eigenen Aussagen viel auf dem Sofa
und mache nicht viel im Haushalt. Ihr jüngerer Sohn helfe ihr und eine Tante komme ab
und zu vorbei. Ihr Bruder habe ihr dabei geholfen, die Schulden abzubauen (IV-
act. 133-11). Sie habe Kontakt zu ihren Schwestern, zumindest telefonisch. Mit der
Schwester in Z._ telefoniere sie zwei bis dreimal in der Woche (IV-act. 133-9 f.). Auch
ist die Beschwerdeführerin zum Tagesablauf befragt worden. Sie koche das
Mittagessen und nehme es mit dem Sohn ein, der ihr auch beim Einkaufen und putzen
helfe. Später gehe sie mit dem Sohn spazieren, jedoch nicht jeden Tag. Auch koche sie
das Abendessen, welches gemeinsam eingenommen werde (IV-act. 133-11 f.).
Entgegen den in der Beschwerde vorgebrachten Behauptungen verfügt die
Beschwerdeführerin gemäss den in der Begutachtung getätigten eigenen Angaben also
nach wie vor über gewisse Ressourcen im Haushalt sowie der Tagesgestaltung und
pflegt auch soziale Kontakte (vgl. dazu auch IV-act. 133-17). Zudem hat Dr. C._
darauf hingewiesen, dass er bei der Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung
ein ausgeprägtes Krankheits-, Schon- und Vermeidungsverhalten beobachtet habe
(vgl. IV-act. 133-19). Die rein subjektive Wahrnehmung der Beschwerdeführerin
betreffend ihre Arbeitsfähigkeit ist nicht massgebend. Die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit ist primär eine ärztliche Aufgabe, wobei anhand der objektiven
4.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/9
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5.
Zusammenfassend ist gestützt auf das Gutachten von Dr. C._ vom 6. August 2019
von einem im Vergleich mit dem Entscheid des Versicherungsgerichts vom 20. Februar
2015 (IV-act. 105) bzw. der diesen Entscheid umsetzenden Rentenverfügungen vom
20. Oktober 2015 (vgl. IV-act. 114 ff.) bis zum Erlass der streitigen Revisionsverfügung
vom 3. Januar 2020 (IV-act. 150) unveränderten Arbeitsfähigkeitsgrad auszugehen.
Anhaltspunkte für relevante Veränderungen im erwerblichen Bereich liegen ebenfalls
nicht vor und werden auch nicht geltend gemacht. Folglich ist es nicht zu beanstanden,
dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2020 von einem
unveränderten Anspruch auf eine halbe Rente ausgegangen ist (vgl. IV-act. 150).
6.
Befunderhebung die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
zu bestimmen sind (vgl. E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. April 2014,
8C_101/2014, E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Überdies hat Dr. C._ bei seiner Einschätzung die Vorakten berücksichtigt (vgl. IV-
act. 133 S. 2 ff.), aber auch eigenständige Abklärungen vorgenommen (vgl. IV-act. 133
S. 12 f.). Das Gutachten hat sich auch mit der abweichenden Einschätzung von med.
pract. B._ auseinandergesetzt (vgl. dazu insbesondere IV-act. 133 S. 7 f., 15 f. und
25 f.) und den von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten
Standardindikatoren ausreichend Beachtung geschenkt (vgl. dazu insbesondere IV-
act. 133 S. 18 ff.). Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären. Sodann
leuchtet die von Dr. C._ bescheinigte Arbeitsfähigkeit in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Auf die Einreichung eines mit der Beschwerde zunächst in Aussicht gestellten
Berichtes des anscheinend seit November 2019 neu behandelnden Therapeuten (vgl.
act. G 1) hat die Beschwerdeführerin verzichtet. Nach dem Gesagten ist somit auf die
von Dr. C._ vorgenommene, nachvollziehbare Einschätzung einer seit September
2011 bestehenden 50%igen Arbeitsfähigkeit sowohl in angestammten als auch in
adaptierten Tätigkeiten abzustellen (vgl. IV-act. 133 S. 23) und von einem seit der
medizinischen Referenzsituation, die dem Entscheid des Versicherungsgerichts vom
20. Februar 2015 (IV-act. 105) bzw. der Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 20.
Oktober 2015 (IV-act. 114 ff.) zu Grunde liegt, im Wesentlichen unveränderten
Gesundheitszustand auszugehen (vgl. IV-act. 133 S. 26).
4.2.
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.6.1.
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