Decision ID: a2c6504f-2616-42c5-83a3-cee1b2ab8ed9
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Nico Gächter, rohner thurnherr wiget & partner,
Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 28. August 2006 zum IV-Leistungsbezug an (IV-act. 1). Der
behandelnde Dr. med. B._, Arzt für allgemeine Medizin, diagnostizierte eine
grossvolumige breitbasige mediane/paramediane rechtsseitige Diskushernie L4/5 mit
Nervenwurzelkompression, eine Claudicatio Spinalis L5 rechts, ein chronisches
cervicothoracales Syndrom bei Status nach BWS-Kontusion vor 5-6 Jahren und eine
Stammvarikosis. Seit 16. Januar 2006 sei der Versicherte für die angestammte Tätigkeit
als Bauarbeiter arbeitsunfähig (Bericht vom 19. September 2006, IV-act. 10). Mit
Vorbescheiden vom 16. Mai 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung
seiner Gesuche um berufliche Massnahmen (IV-act. 28) und Rentenleistungen (IV-
act. 29) in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte am 15. Juni 2007 Einwand und
reichte einen Bericht der behandelnden Dr. med. C._, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 26. Mai 2007 ein. Die Psychiaterin führte darin aus, der
Versicherte leide an einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43) mit in letzter Zeit
verstärkter Angst (ICD-10: F43.22) und einer progredienten mittelgradigen Depression
(ICD-10: F32.1) mit intermittierend auftretender Reizbarkeit (ICD-10: F63.8). Aus
psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 30; vgl. auch
den Verlaufsbericht von Dr. C._ vom 19./20. November 2007, worin ein
verschlechterter psychischer Zustand beschrieben wurde, IV-act. 37).
A.b Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 25. Januar 2008 durch Dr. med.
D._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, und am 11. März 2008 durch
Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, begutachtet. Im bidisziplinären
Gesamtgutachten vom 18. März 2008 (zum psychiatrischen Teilgutachten vom
13. März 2008 siehe IV-act. 43-8 ff.) gaben die Experten an, der Versicherte leide mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer mässigen mediorechtsseitigen
Diskushernie L4/5 und einer Spondylarthrose mit rechtsrezessaler Enge und leichter
Kompression der Nervenwurzel L5 rechts rezessal sowie an einer leichten relativen
diskogenen und spondylogenen Spinalkanalenge L4/5, einer mässigen
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Spondylarthrose L2 bis 4 und L5/S1, einer Präadipositas und seit ca. Mai 2006 an einer
mittelgradigen depressiven Episode. Die Gutachter bescheinigten interdisziplinär für
die angestammte Tätigkeit eine 65%ige und für eine leidensangepasste Tätigkeit eine
40%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 43; siehe auch das psychiatrische
Ergänzungsgutachten von Dr. E._ vom 15. Mai 2008, dem eine neuerliche, unter
Beizug einer Dolmetscherin erfolgte Untersuchung zugrunde lag, IV-act. 47).
A.c Im Zeitraum vom 11. bis 12. September 2009 und vom 25. September bis
2. Oktober 2009 liess die IV-Stelle den Versicherten observieren (siehe Ermittlungs
berichte vom 14. September 2009 und vom 6. Oktober 2009, IV-act. 61 f.). In
Würdigung der Observationsergebnisse gelangte RAD-Arzt Dr. med. F._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zum Schluss, eine Einschränkung der
Leistungsfähigkeit sei medizinisch nicht überzeugend ausgewiesen (Stellungnahme
vom 27. November 2009, IV-act. 63). Am 15. Dezember 2009 führte die IV-Stelle mit
dem Versicherten ein "Standortgespräch" durch und setzte ihn über die Observationen
sowie deren Ergebnisse in Kenntnis (IV-act. 64 f.). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 12. Januar 2010, IV-act. 68; Einwand vom
15. Februar 2010, IV-act. 73, und ergänzende Einwandbegründung vom 16. April 2010,
IV-act. 78) verfügte die IV-Stelle am 25. Mai 2010 ausgehend von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten die Abweisung des Rentengesuchs
(IV-act. 82). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 28. Juni 2010 (IV-act. 84) hiess
das Versicherungsgericht im Entscheid vom 7. August 2012, IV 2010/267, teilweise gut.
Es hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur ergänzenden
Abklärung (Neubeurteilung durch Dr. E._ unter Einbezug der
Observationsergebnisse) und zu neuer Verfügung an die IV-Stelle zurück (siehe hierzu
sowie ausführlich bis zum bis dahin eingetretenen Sachverhalt IV-act. 99).
A.d Am 5. Dezember 2012 untersuchte Dr. E._ den Versicherten erneut. Er
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte mittelgradige
depressive Störung (ICD-10: F33.1). Er bescheinigte (weiterhin) eine 40%ige
Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (Gutachten vom 6. Dezember
2012, IV-act. 108). RAD-Arzt Dr. med. G._, Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM,
hielt die Arbeitsunfähigkeitseinschätzung von Dr. E._ für plausibel (IV-act. 109). Der
zuständige Jurist der IV-Stelle hielt die Beurteilung von Dr. E._ nicht für
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aussagekräftig, da sich kein Hinweis ergebe, dieser habe die Observationsvideos
angeschaut (Stellungnahme vom 1. März 2013, IV-act. 110). Daraufhin beauftragte die
IV-Stelle das BEGAZ Begutachtungszentrum BL mit einer polydisziplinären
Begutachtung des Versicherten. Diese wurde am 7., 8. und 12. August sowie
16. September 2013 (allgemeininternistisch, orthopädisch, psychiatrisch und
rheumatologisch) durchgeführt. Die BEGAZ-Gutachter diagnostizierten mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine sonstige depressive Störung, gegenwärtig
leichte depressive Episode (ICD-10: F31.9), akzentuierte narzisstische
Persönlichkeitszüge mit dysphorischen Anteilen (ICD-10: Z73.1) und ein chronisches
Lumbovertebral-Syndrom mit anamnestisch intermittierender radikulärer
Reizsymptomatik L5 rechts bei bekannter Diskushernie LWK4/5 mediorechtslateral (mit
Spondylarthrosen distal-lumbal; ICD-10: M51.1). Aus gesamtgutachterlicher Sicht
ergebe sich, dass die angestammte Tätigkeit wegen des körperlichen Leidens nicht
mehr zumutbar sei. In einer leichten bis intermittierend mittelschweren,
rückenadaptierten Tätigkeit sei der Versicherte wegen des psychischen Leidens
fünf Stunden täglich arbeitsfähig. Eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten sei nicht möglich (Gutachten vom 30. September 2013,
IV-act. 123). RAD-Ärztin Dr. med. H._, Fachärztin für Neurologie, hielt die Beurteilung
der BEGAZ-Gutachter aus medizinischer Sicht für schlüssig (Stellungnahme vom
20. November 2013, IV-act. 124).
A.e Mit neuerlichem Vorbescheid vom 28. März 2014 stellte die IV-Stelle die
Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. In einer leidensangepassten Tätigkeit
bestehe aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine relevante Arbeitsunfähigkeit
(IV-act. 129). Dagegen erhob der Versicherte am 13. Mai 2014 Einwand (IV-act. 131).
Am 25. Juni 2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-
act. 132).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 25. Juni 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 27. August 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer Viertelsrente ab April
2007. Eventualiter sei ihm ab April 2007 bis 27. August 2013 eine Viertelsrente
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zuzusprechen. (Sub-)eventualiter sei die Angelegenheit zu ergänzenden medizinischen
und beruflichen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im
Wesentlichen bringt er vor, bei der Beurteilung des Rentenanspruchs sei auf die von
Dr. E._ für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte 40%ige Arbeitsunfähigkeit
abzustellen. Mit der Beschwerde reicht er u.a. einen ärztlichen Bericht vom 22. August
2014 betreffend die von ihm eingenommenen Medikamente ein (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 27. Oktober
2014 die Abweisung der Beschwerde. Es stehe aufgrund der Akten unzweifelhaft fest,
dass das vermeintliche Versagen als Versorger, mithin also die Arbeitslosigkeit, die
leichte Depression ausgelöst habe. Da diese Störung durch die psychosozialen
Belastungsfaktoren verursacht sei, sei sie im Rahmen der Leistungsprüfung nicht zu
berücksichtigen (act. G 4).
B.c In der Replik vom 15. Januar 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 28. Januar 2015 an der
beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass
der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
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467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
25. Juni 2014 ergangen (IV-act. 132), wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor
dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat (Anmeldung vom 28. August 2006, IV-act. 1). Daher und aufgrund
dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht
rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen
und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur
4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006,
I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen insoweit keine
materiellrechtlichen Folgen, als die 5. IV-Revision hinsichtlich des Begriffs und der
Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende
2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden, soweit nicht
anders vermerkt, die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG
wiedergegeben.
1.2 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). In Art. 7
Abs. 2 ATSG, der mit der 5. IVG-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist, wird
festgelegt, dass eine Erwerbsunfähigkeit nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht
nicht überwindbar ist. Damit wurde gesetzlich verankert, dass die Zumutbarkeit nicht
nach dem subjektiven Empfinden der versicherten Person, sondern nach objektiven
Gesichtspunkten zu beurteilen ist. Art. 7 Abs. 2 ATSG schreibt somit auf Gesetzesstufe
das Erfordernis der Objektivierbarkeit fest, was seit jeher galt (BGE 135 V 215 E. 7.3;
Thomas Gächter/ Eva Siki, Sparen um jeden Preis?, Kritische Würdigung der geplanten
Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision, in: Jusletter vom 29. November 2010, S. 3).
1.3 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das
Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der
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Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG
besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist.
Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet
sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
In einem ersten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt
(nunmehr) rechtsgenüglich abgeklärt worden ist.
2.1 Was das in Nachachtung des Entscheids des Versicherungsgerichts vom
7. August 2012, IV 2010/267 (IV-act. 100), von der Beschwerdegegnerin eingeholte
psychiatrische Gutachten vom 6. Dezember 2012 (IV-act. 108) anbelangt, so rügt die
Beschwerdegegnerin, Dr. E._ habe die Observationsvideos nicht angesehen. Es sei
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sein "Unwille spürbar", sich schon wieder mit dem Fall befassen zu müssen. Nachdem
davon auszugehen sei, dass die gestörte Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung
wesentlich am depressiven Geschehen beteiligt gewesen sei, seien die Chronifizierung
der Depression und die gleichbleibende Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht
nachvollziehbar (IV-act. 110).
2.2 Aus dem psychiatrischen Gutachten vom 6. Dezember 2012 geht hervor, dass
sich dieses auf die von der Sozialversicherungsanstalt gelieferten Unterlagen
insbesondere "die Überwachungs- und Übermittlungsberichte" stützt (IV-act. 108-3).
Damit wurde das Observationsmaterial hinreichend bei der medizinischen Beurteilung
miteinbezogen. Bei der kritischen Würdigung vorhandener Arztberichte diskutierte
Dr. E._ die Ergebnisse der Observation ("Gegenüber dem psychiatrischen Gutachten
des Sachverständigen vom 13.08.2008 [richtig: 13.03.2008] ergeben sich auch nach
ausführlichem Aktenstudium mit Berücksichtigung der Ermittlungsberichte nach
Observation und nach neuerlicher, ausführlicher psychiatrischer Exploration keine
neuen Aspekte. Es ist weiterhin eine chronifizierte mittelgradige depressive Störung mit
unveränderter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Auch die
Ergebnisberichte der Observation führen zu keiner Änderung der diagnostischen
Einschätzung und es sind bei einer mittelgradigen depressiven Episode Ressourcen
gegeben und durchaus verschiedene Restaktivitäten zumutbar. Trotzdem bestehen die
beschriebenen Einschränkungen der psychischen Belastbarkeit", IV-act. 108-13; siehe
auch IV-act. 108-15). Zwar lässt sich dem Gutachten nicht eindeutig entnehmen, ob
der Experte das Videomaterial im Bewegtbildmodus durchgesehen hat. Diese
offengebliebene Frage ist indessen nicht entscheidend, weshalb auf weitere
Abklärungen verzichtet werden kann. Denn die im Rahmen der Begutachtung
berücksichtigten Ermittlungsberichte enthalten dutzende Bildausschnitte und
schriftliche Erläuterungen zum beobachteten Verhalten des Beschwerdeführers (IV-
act. 61 f.). Aus einer Sichtung des Videomaterials im Bewegtbildmodus (act. G 4.2)
ergeben sich ferner keine zusätzlichen relevanten Aspekte. Solche werden von der
Beschwerdegegnerin auch nicht dargelegt.
2.3 Die Beschwerdegegnerin benennt keine Hinweise für eine voreingenommene oder
sonstwie sachfremde Begutachtung durch Dr. E._ und solche ergeben sich nicht aus
dem Gutachten vom 6. Dezember 2012. Wie das Bundesgericht klargestellt hat, bildet
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ein Observationsbericht für sich allein keine sichere Basis für
Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person. Er kann diesbezüglich höchstens
Anhaltspunkte liefern oder Anlass zu Vermutungen geben (siehe etwa Urteil des
Bundesgerichts vom 11. Oktober 2012, 9C_343/2012, E. 4.1.1 mit Hinweis). Dass
Dr. E._ im Gutachten auf die eingeschränkte Aussagekraft von Observationsmaterial
in genereller und mit der genannten Rechtsprechung zu vereinbarender Weise
hingewiesen hat (IV-act. 108-10), spricht vielmehr für die Qualität der Begutachtung.
Vor diesem Hintergrund entbehrt der von der Beschwerdegegnerin behauptete
gutachterliche "Unwillen" einer Grundlage (IV-act. 110).
2.4 Dr. E._ begründete im psychiatrischen Teilgutachten vom 13. März 2008 die
Einschränkungen der Leistungsfähigkeit mit dem depressiven Leiden (IV-act. 43-13).
Lediglich hinsichtlich der Prognose benannte er die (somatisch begründete) chronische
Schmerzsymptomatik als einen sich auf den weiteren Gesundheitsverlauf ungünstig
auswirkenden Faktor (IV-act. 47-2 und 43-14). Es stellt daher entgegen der Meinung
der Beschwerdegegnerin keinen Mangel am Gutachten vom 6. Dezember 2012 dar,
dass Dr. E._ - einzig und allein im Zusammenhang mit der Beurteilung des allfälligen
Vorliegens einer somatoformen Schmerzstörung - von einer Verbesserung der
körperlichen Beschwerden ausgegangen ist (IV-act. 108-11) und seine bisherige
Prognose abgeändert hat (siehe hierzu IV-act. 108-13). Der Vollständigkeit halber ist zu
bemerken, dass gestützt auf das BEGAZ-Gutachten seit Januar 2006 von einem
grundsätzlich unveränderten Zustand der ausgewiesenen körperlichen
Gesundheitsschäden auszugehen ist (IV-act. 123-42) und sich darüber hinaus keine
Hinweise für ein somatoformes Leiden ergeben
2.5 Die nicht näher begründete Auffassung von RAD-Arzt Dr. G._, Dr. E._ stütze
sich weitgehend auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers (IV-act. 109-2),
ist unzutreffend. Dr. E._ stützte sich bei seiner Beurteilung - wie bereits bei den
vorangegangenen - auf eine objektive Befunderhebung (siehe zum Psychostatus, IV-
act. 108-9 f.), mit deren Ergebnissen er sich bei der Begründung der "Defizite"
auseinandersetzte (IV-act. 108-11).
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2.6 Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung von Dr. E._ fällt ins Gewicht,
dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange
umfassend ist. Die Observationsergebnisse wurden verwertet und diskutiert. Die vom
Beschwerdeführer geklagten psychisch relevanten Leiden wurden umfassend
berücksichtigt und gewürdigt. Die Attestierung einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten wegen der depressiven Störung leuchtet in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Sodann würdigte Dr. E._
objektiv-kritisch die verbliebenen Ressourcen des Beschwerdeführers (IV-act. 108-11).
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. E._ wird des Weiteren von den BEGAZ-
Gutachtern bestätigt (Arbeitsfähigkeit von "5 Stunden täglich"; IV-act. 123), weshalb
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom Fortbestehen einer 40%igen
Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen ist. Dass der
psychiatrische BEGAZ-Gutachter eine abweichende Diagnose stellte (sonstige
depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode [ICD-10: F31.9], IV-
act. 123-39) ändert daran nichts, ist doch nicht die exakte Diagnose entscheidend,
sondern vielmehr die leidensbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit. Die im
BEGAZ-Gutachten vorgenommene ICD-Klassifizierung erweist sich im Übrigen
insoweit als falsch, als F31.9 für eine nicht näher bezeichnete bipolare affektive
Störung steht. Die Diagnosestellung bzw. die Einteilung des Schweregrads beruht
ferner u.a. auf unrichtigen Annahmen betreffend die Einnahme von Antidepressiva
(siehe hierzu IV-act. 123-55, die zutreffenden Ausführungen des Beschwerdeführers,
act. G 1, S. 8, und nachfolgende E. 3.5).
3.
Des Weiteren ist die umstrittene invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit des
psychischen Leidens bzw. von dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu prüfen.
3.1 Grundsätzlich bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die
Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens einer fachärztlichen, lege artis
auf die Vorgaben eines Klassifikationssystems abgestützten Diagnose. Im Rahmen der
freien Beweiswürdigung dürfe sich dabei die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht
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- weder über die den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden medizinischen
Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sich die ärztlichen Einschätzungen und
Schlussfolgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die
rechtsanwendenden Behörden hätten mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die
ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte
(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren)
mitberücksichtige, die vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus
unbeachtlich seien. Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen würden, sei bei der
Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen).
3.2 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass mangels Vorliegens eines einschlägigen
Beschwerdebilds die Rechtsprechung zu den syndromalen Gesundheitsschädigungen
(BGE 130 V 352) im vorliegenden Fall nicht zum Tragen kommt. Zu beurteilen sind
einzig depressionsbedingte Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten (zum Ausschluss eines somatoformen oder
vergleichbaren Leidens siehe IV-act. 108-11; vgl. auch die von den BEGAZ-Gutachtern
gestellten Diagnosen, IV-act. 123-39), wofür die erwähnte Rechtsprechung nicht
einschlägig ist (BGE 137 V 64).
3.3 Sodann gilt es den finalen Charakter der Invalidenversicherung zu beachten. Dies
bedeutet, dass bei der Leistungsprüfung nicht nach der Art und Genese eines die
Erwerbsunfähigkeit verursachenden Gesundheitsschadens gefragt wird. Der
Gesundheitszustand ist folglich immer gesamtheitlich zu betrachten. Selbst eine
Erwerbsunfähigkeit, deren psychogene krankhafte Grundlage (auch) durch eine
soziokulturelle Überforderung verursacht worden ist, fällt in den Geltungsbereich der
Invalidenversicherung, vorausgesetzt es handelt sich um ein verselbstständigtes
psychisches Leiden. Eine rentenbegründende Invalidität kann damit nicht allein mit
dem Hinweis auf das Vorhandensein soziokultureller oder psychosozialer
Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2014,
8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf Rechtsprechung
und Literatur).
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3.4 Vorliegend ist ein medizinisches Substrat für eine psychisch bedingte Invalidität
ärztlicherseits schlüssig und einhellig festgestellt (depressive Störung, siehe
vorstehende E. 2.6). Aus den Akten ergibt sich, dass es sich beim ausgewiesenen
depressiven Leiden um eine selbstständige, zumindest aber um eine verselbstständigte
Krankheit handelt, die nicht allein in psychosozialen und soziokulturellen Umständen
aufgeht. Dr. E._ führte aus, dass multiple exogene Belastungen (u.a. die
ausgewiesene erhebliche körperliche Beschwerdesymptomatik; IV-act. 108-10) zu der
beschriebenen chronifizierten mittelgradigen depressiven Störung geführt hätten.
Jedoch würden eindeutig die Symptome der depressiven Störung zur Einschränkung
der (bescheinigten) Arbeitsfähigkeit führen und nicht das Überwiegen von
psychosozialen Faktoren (IV-act. 108-14 f.). Damit setzte sich Dr. E._ mit den
psychosozialen und soziokulturellen Umständen schlüssig auseinander und es ergibt
sich, dass diese Faktoren nicht der von ihm bescheinigten Arbeitsunfähigkeit zugrunde
liegen. Diese Sichtweise wird von RAD-Arzt Dr. G._ bestätigt ("Bezüglich des Anteils
invaliditätsfremder Kausalfaktoren der Depression ist sich Dr. E._ derselben bzw. der
Multikausalität bewusst. Sie hätten jedoch zu einer eigenständigen, chronifizierten
Depression geführt."; des Weiteren legte RAD-Arzt Dr. G._ die Schlüssigkeit der
Ausklammerung der invaliditätsfremden Gesichtspunkte bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung durch Dr. E._ im Rahmen einer rechnerischen
Plausibilitätskontrolle dar, IV-act. 109-2). Der Einschätzung von Dr. E._ entspricht
ferner die Beurteilung durch den psychiatrischen BEGAZ-Gutachter. Dieser hielt das
Vorliegen einer depressiven Fehlentwicklung für "gesichert" (IV-act. 123-55), beschrieb
losgelöst von invaliditätsfremden Faktoren "funktionale Einschränkungen" (IV-
act. 123-56) und setzte sich mit den psychosozialen und soziokulturellen Umständen
auseinander (IV-act. 123-55), weshalb rechtsprechungsgemäss davon ausgegangen
werden kann, dass er solche Aspekte im Rahmen seiner Arbeitsunfähigkeitsschätzung
ausgeklammert hat (Urteil des Bundesgerichts vom 8. April 2013, 8C_651/2012, E. 5.3).
Im Übrigen ist es ohne weiteres nachvollziehbar, wenn Personen, die bereits an
erheblichen depressiv bedingten Beeinträchtigungen ihrer psychischen Ressourcen
leiden und krankheitsbedingt die angestammte Stelle und einen Grossteil der
körperlichen Leistungsfähigkeit verloren haben (zu den Auswirkungen des somatischen
Leidensbilds siehe IV-act. 123-38), durch ungünstige psychosoziale und soziokulturelle
Umstände sich zusätzlich belastet fühlen. Es erscheint daher der Sache nicht
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angemessen, jegliche invalidisierende Wirkung zu verneinen, sobald auch
psychosoziale oder soziokulturelle Belastungsfaktoren vorhanden sind, zumal sich aus
den Akten nicht ergibt, diese seien vorliegend primär verantwortlich für die
Aufrechterhaltung des depressiven Leidens. Da somit ein selbstständiger, zumindest
verselbstständigter Gesundheitsschaden im Sinn der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung besteht, ist für dessen Anspruchserheblichkeit nicht bedeutsam, ob
invaliditätsfremde Umstände bei seiner Entstehung eine massgebende Rolle spielten
(Urteil des Bundesgerichts vom 25. September 2013, 9C_415/2013, E. 4). Zu beachten
ist dabei, dass bei der Entstehung ein somatisch ausgewiesener erheblicher
Gesundheitsschaden mitbeteiligt war, der zu einem weitgehenden Verlust der
körperlichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers geführt hat (siehe hierzu etwa
die Ausführungen des rheumatologischen BEGAZ-Gutachters in IV-act. 123-37 sowie
zum Einklang der Schmerzangaben mit den diskogenen Beschwerden, IV-act. 123-36)
und der nicht als invaliditätsfremder Faktor betrachtet werden kann. Schliesslich legt
die Beschwerdegegnerin weder dar noch ist aus den Akten ersichtlich, dass ein
Wegfall der psychosozialen und/oder soziokulturellen Faktoren wie etwa der
Arbeitslosigkeit bzw. des vermeintlichen Versagens als Versorger (siehe die Auffassung
der Beschwerdegegnerin in act. G 4, Rz 6) die langjährige, grundsätzlich verfestigte
depressive Störung (unmittelbar) verschwinden lassen würde (vgl. zum Ganzen Urteil
des Bundesgerichts vom 7. Januar 2015, 9C_140/2014, E. 3.4.2; zu den geringen
prognostischen Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen einer einjährigen
konsequenten Therapie siehe nachstehende E. 3.5). Angesichts der genannten
Verhältnisse kann nicht der Schluss gezogen werden, das psychische Leiden gehe in
psychosozialen oder soziokulturellen Umständen auf (vgl. Urteile des Bundesgerichts
vom 25. September 2013, 9C_415/2013, E. 5.4, und vom 30. März 2011,
9C_1041/2010, E. 5.2).
3.5 Für die Annahme einer leistungsrelevanten depressiven Störung spricht ferner,
dass der Beschwerdeführer während vieler Jahre eine psychotherapeutische
Behandlung in Anspruch genommen hat und sich sein Leiden trotzdem nicht relevant
verbessert hat (IV-act. 43-14, 108-10 und -12), sondern ein verfestigter depressiver
Zustand eingetreten ist. Der inzwischen erfolgte Abbruch der psychotherapeutischen
Behandlung vermag sich nicht zuungunsten des Beschwerdeführers auszuwirken.
Denn wie er bereits gegenüber den BEGAZ-Gutachtern glaubhaft angegeben und in
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der Beschwerde weiter untermauert hat, erfolgte der Abbruch nicht freiwillig bzw. aus
motivationalen Aspekten, sondern aufgrund finanzieller Zwänge (IV-act. 123-12, -17,
-25 und act. G 1, S. 8). Entscheidend ist weiter, worauf der Beschwerdeführer
zutreffend hinweist, dass er - entgegen der nicht begründeten Annahme des
psychiatrischen BEGAZ-Gutachters (siehe zu dem von diesem fälschlicherweise
angenommenen Abbruch der antidepressiven Medikation IV-act. 123-55) - weiterhin
eine antidepressive medikamentöse Behandlung in Anspruch nimmt (act. G 1, S. 8, und
G 1.3; zur damit zu vereinbarenden Angabe [Deanxit] anlässlich der BEGAZ-
Begutachtung siehe IV-act. 123-14 und -50). Damit geht einher, dass der
psychiatrische BEGAZ-Gutachter festhielt, ein (wohl freiwilliger) Verzicht auf eine
psychiatrische Behandlung und Antidepressiva entspreche nicht den klinischen
Untersuchungsresultaten und der Psychopathologie (IV-act. 123-55). Abschliessend ist
zu bemerken, dass der von Dr. E._ bei Fortsetzung der psychotherapeutischen
Behandlung nicht ausgeschlossenen Möglichkeit einer gesundheitlichen Verbesserung
durch die kurzfristige Ansetzung eines Revisionstermins Rechnung getragen werden
kann. Auf jeden Fall kann es nicht angehen, in Antizipation einer möglichen zukünftigen
Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands einen Rentenanspruch gänzlich
zu verneinen, zumal Bedingung für eine Verbesserung eine einjährige Therapiedauer,
die prognostisch ist, lediglich zu einer 10%igen Leistungssteigerung führe (70%ige
Arbeitsfähigkeit, IV-act. 108-13). Der psychiatrische BEGAZ-Gutachter benannte im
Übrigen keine begründeten Therapievorschläge. Schliesslich ist zu ergänzen, dass
keine relevanten Hinweise für eine Verdeutlichung oder sogar Aggravation bestehen
(vgl. IV-act. 108 und 123; ausdrücklich vom rheumatologischen BEGAZ-Gutachter
verneint, IV-act. 123-36).
4.
Ausgehend von den der Verfügung zugrunde gelegten (IV-act. 132-5), vom
Beschwerdeführer unbestritten gebliebenen Vergleichseinkommen (Valideneinkommen
von Fr. 71'236.--, Hilfsarbeiterlohn als Grundlage für das Invalideneinkommen von
Fr. 61'776.--) resultiert bei einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten ein Invalideneinkommen von Fr. 37'066.-- (Fr. 61'776.-- x 0,6). Daraus
ergeben sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 34'170.-- (Fr. 71'236.-- - Fr. 37'066.--), ein
Invaliditätsgrad von aufgerundet 48% und damit ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
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Dem Beschwerdeführer bescheinigte Dr. E._ seit "etwa" Mai 2006 eine 40%ige
Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (IV-act. 108-12). Angesichts
dessen, dass der Beschwerdeführer am 28. April 2006 vom Hausarzt wegen einer
zunehmenden depressiven Symptomatik zur psychiatrischen Behandlung an Dr. C._
überwiesen wurde, ist der Beginn der Arbeitsunfähigkeit in Präzisierung der
gutachterlichen Angabe auf April 2006 anzusetzen. Damit hat der Beschwerdeführer
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, wie von ihm beantragt (act. G 1), ab 1. April 2007
Anspruch auf eine Viertelsrente.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 27. August 2014 gutzuheissen, die
angefochtene Verfügung vom 25. Juni 2014 aufzuheben und dem Beschwerdeführer
mit Wirkung ab 1. April 2007 eine Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Fest
setzung der Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss des
Beschwerdeführers von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der
Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
bis
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP