Decision ID: bfec281a-5804-547d-9ce6-9239043c09d2
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Februar 2013 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Das kantonale Spital und Pflegeheim Appenzell
berichtete im März 2013 (IV-act. 9), die Versicherte habe vom 1. April 2012 bis zum 31.
Dezember 2012 als Pflegefachfrau für es gearbeitet. Das Kantonsspital St. Gallen gab
im März 2013 an (IV-act. 13), die Versicherte sei von Januar 2005 bis Dezember 2011
als diplomierte Pflegefachfrau angestellt gewesen. Die psychiatrische Klinik
Münsterlingen teilte im Mai 2013 mit (IV-act. 16), die Versicherte leide an einer
emotional instabilen Persönlichkeitsstörung mit einer narzisstischen Akzentuierung und
an einer sekundär entwickelten Abhängigkeitserkrankung mit einem Alkohol- und
Opiatabusus. Die Krankheitsentwicklung reiche bis in die Jugendzeit zurück. Die
Versicherte sei wiederholt alkoholisiert am Arbeitsplatz erschienen und habe Opiate
zum Eigengebrauch aus dem Medikamentenschrank entwendet. Das habe dann zur
Kündigung geführt. Die am 9. Januar 2013 begonnene stationäre Behandlung in der
psychiatrischen Klinik Münsterlingen sei nach wiederholten Alkoholabstürzen am 21.
Mai 2013 sistiert worden. Die ambulant behandelnde Psychiaterin Dr. med. Kunz
berichtete im September 2013 (IV-act. 22), sie behandle die Versicherte seit Ende Mai
2011. Zu Beginn habe diese noch im erlernten Beruf als Pflegefachfrau arbeiten
können. Ab dem 1. Januar 2013 sei sie dann aber vollständig arbeitsunfähig gewesen.
Im September 2015 notierte Dr. med. Kübler vom IV-internen regionalen ärztlichen
Dienst (RAD; IV-act. 53), die Versicherte sei spätestens seit Dezember 2012 vollständig
arbeitsunfähig. Überwiegend wahrscheinlich habe sie aber auch schon in den Jahren
2011 und 2012 faktisch kein volles Pensum mehr bewältigen können. Laut den Akten
sei die Versicherte schon in der Zeit vom 11. Dezember 2010 bis zum 17. Februar 2011
zum ersten Mal stationär psychiatrisch behandelt worden.
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A.b Mit einem Vorbescheid vom 14. Oktober 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten
mit (IV-act. 56), dass sie ihr mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2013 eine ganze Rente
zusprechen werde. In der Begründung wies sie darauf hin, dass das Wartejahr am 1.
Dezember 2012 zu laufen begonnen habe. Sie bediente unter anderem auch die
kantonale Versicherungskasse Appenzell Innerrhoden mit einer Kopie dieses
Vorbescheides (vgl. IV-act. 58). Gegen diesen Vorbescheid wurden keine Einwände
erhoben. Mit einer Ver¬fügung vom 11. Januar 2016 sprach die IV-Stelle der
Versicherten mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2013 eine ganze Rente zu (IV-act. 63).
B.
B.a Am 5. Februar 2016 erhob die kantonale Versicherungskasse Appenzell Inner-
rhoden (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen die Verfügung
vom 11. Januar 2016 (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die Zusprache einer
Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2011 und eventualiter die
Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung „bezüglich des Eintrittes der
Arbeitsunfähigkeit und der zeitlichen Entstehung des Anspruchs auf IV-Leistungen“ an
die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin). Zur Begründung führte er an, die
Feststellungen in der angefochtenen Verfügung tangierten die Leistungspflicht der
Beschwerdeführerin, weshalb diese zur Beschwerdeerhebung legitimiert sei. Die
Beschwerdegegnerin habe den Zeitpunkt des Beginns des sogenannten Wartejahres
falsch festgelegt, denn die Versicherte (nachfolgend: die Beigeladene) sei nicht erst ab
Dezember 2012, sondern schon ab Dezember 2010 ohne einen wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen. Das
Wartejahr habe folglich im Dezember 2011 geendet.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 2. Mai 2016 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, nach der Lage der Akten sei die
Beigeladene im Jahr 2012 nochmals für eine längere Zeit uneingeschränkt arbeitsfähig
gewesen, weshalb das Wartejahr überwiegend wahrscheinlich erst im Dezember 2012
zu laufen begonnen habe.
B.c Die Beschwerdeführerin liess am 15. August 2016 an ihren Anträgen festhalten
(act. G 8).
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B.d Am 25. Oktober 2016 wies die Rechtsschutzversicherung der Beigeladenen darauf
hin, dass diese am 13. August 2016 verstorben sei (act. G 13). Am 28. November 2016
teilten die Erben der Beigeladenen mit, dass sie auf eine Stellungnahme verzichteten
(act. G 15). Der Eingabe lag eine Erbbescheinigung bei (act. G 15.1).

Erwägungen
1.
1.1 Zur Erhebung einer Beschwerde gegen eine Verfügung einer IV-Stelle ist laut dem
Art. 59 ATSG berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 Abs. 1
ATSG). Praxisgemäss wird die Beschwerdelegitimation bejaht, wenn ein praktisches
oder rechtliches Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung geltend
gemacht werden kann. Ein solches Interesse ist gegeben, wenn die allfällige
Gutheissung der Beschwerde einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder
anderweitiger Natur vermeidet, wobei der Beschwerdeführer aber stärker als
jedermann von der angefochtenen Verfügung betroffen sein und in einer
beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen muss (vgl. etwa UELI
KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 59 N 9 f., mit Hinweisen).
1.2 Entgegen einer anders lautenden Praxis des Bundesgerichtes (vgl. etwa BGE 132
V 1 oder das Urteil 9C_66/2015 vom 9. Juni 2015, E. 1.3) geht das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen davon aus, dass keine gesetzliche
Grundlage für eine Bindung der beruflichen Vorsorgeeinrichtung an eine Verfügung der
IV-Stelle existiert. Zwar heisst es in den Art. 23 f. BVG, dass der Invaliditätsgrad „im
Sinne der Invalidenversicherung“ massgebend sei, und im Art. 26 BVG, dass sich der
Rentenbeginn nach den Bestimmungen des IVG richte, aber damit lässt sich jene
strikte Bindungswirkung, wie sie das Bundesgericht postuliert, nicht begründen. Aus
der Botschaft des Bundesrates zum BVG vom 19. Dezember 1975 (BBl 1976 I 149 ff.)
geht hervor, dass der Gesetzgeber mit den erwähnten Formulierungen nur eine
Reduktion des Sachverhaltsabklärungsaufwandes der beruflichen
Vorsorgeeinrichtungen angestrebt hat. Ihm ist nämlich bewusst gewesen, dass die
Invaliditätsdefinition (und damit der Invaliditätsgrad) sowie der Rentenbeginn in der
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beruflichen Vorsorge in zahlreichen Fallkonstellationen von der Invaliditätsdefinition und
dem Rentenbeginn in der Invalidenversicherung abweichen können (reglementarische,
vom Gesetz abweichende Invaliditätsdefinitionen, Teilerwerbstätigkeit, Aufschub der
Rente bei Vorhandensein einer Krankentaggeldversicherung, verspätete Anmeldung
etc.; vgl. BBl 1976 I 232). Der Gesetzgeber hat also gar keine einheitliche
Sachverhaltswürdigung angestrebt (die eine Bindungswirkung erfordert hätte), sondern
nur die Sachverhaltsabklärung erleichtern wollen. Diese Erleichterung wird bereits
erreicht, wenn die berufliche Vorsorgeeinrichtung die Akten der Invalidenversicherung
einsehen kann. Dafür braucht es keine Bindungswirkung. Schon vor zehn Jahren ist
deshalb in der Lehre die Ansicht vertreten worden, die angebliche positiv-rechtliche
Verankerung der Bindungswirkung könne „offensichtlich“ nicht aus den Art. 23 ff. BVG
abgeleitet werden worden (UELI KIESER, Bindungswirkung der
Invaliditätsschätzungen, in: Sozialversicherungsrechts¬tagung 2008, S. 74 f.); die
Praxis des Bundesgerichtes sei von Beginn weg unausgegoren gewesen und führe nur
zu Konfusionen im Bereich des koordinationsrechtlichen Beschwerderechtes (FRANZ
SCHLAURI, Koordinationsfragen in der Unfallversicherung – de lege lata und ferenda,
in: SZS 2008, S. 234 f.).
1.3 Zudem ist die Annahme, der BV-Gesetzgeber habe im BVG den IV-Stellen
irgendwelche Pflichten auferlegen wollen, unhaltbar. Wenn der Gesetzgeber die IV-
Stellen hätte in die Pflicht nehmen wollen, hätte er entsprechende Bestimmungen ins
IVG eingefügt, wie er dies beispielsweise bezüglich den Ergänzungsleistungen getan
hat (vgl. Art. 57 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 41 Abs. 1 lit. k IVV). Eine gesetzliche Grundlage
für die vom Bundesgericht postulierte Bindungswirkung kann auch nicht im Art. 49
Abs. 4 ATSG erblickt werden, der die IV-Stellen verpflichtet, ihre Verfügungen auch
jenen anderen Sozialversicherungsträgern zu eröffnen, deren Leistungspflicht von der
IV-Verfügung tangiert wird, denn diese Pflicht bezieht sich augenscheinlich auf die
intersystemische Leistungskoordination (Art. 64 ff. ATSG); sie enthält keinen Hinweis
auf eine Bindungswirkung zwischen den Sozialversicherungsträgern. Im Übrigen erklärt
das BVG das ATSG als nicht anwendbar. Wenn es aber selbst zwischen zwei dem
ATSG unterstellten Sozialversicherungsträgern keine Bindungswirkung (mehr) gibt (vgl.
BGE 131 V 362 und BGE 133 V 549 betreffend das Verhältnis zwischen der Invaliden-
und der Unfallversicherung), kann es erst recht keine Bindungswirkung zwischen einem
dem ATSG unterstellten und einem nicht dem ATSG unterstellten
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Sozialversicherungsträger geben. Daran ändert das Streben nach einem einheitlichen
Invaliditätsbegriff nichts, das vom Bundesgericht für das Verhältnis zwischen der
Invalidenversicherung und der beruflichen Vorsorge nach wie vor als Begründung für
eine angebliche Bindungswirkung angeführt wird, obwohl die Art. 7 f. und 16 ATSG im
Anwendungsbereich des BVG nicht massgebend sind. Die Einheitlichkeit des
Invaliditätsbegriffs kann nicht über eine Bindungswirkung und damit einhergehend über
ein Beschwerderecht der beruflichen Vorsorge im Invalidenversicherungsverfahren
erreicht werden, sondern muss auf einem anderen Weg gewährleistet werden.
Naheliegend wäre beispielsweise die Harmonisierung mittels administrativer
Weisungen betreffend die Zusammenarbeit der Unfall-, der Invaliden-, der Militär- und
der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung. Offensichtlich ist
aber kein Sozialversicherungszweig von Gesetzes wegen verpflichtet, auf die
Invaliditätsschätzung eines anderen Rücksicht zu nehmen (vgl. dazu den Entscheid IV
2006/68 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 20. November 2007, E. 1h).
1.4 Wenn es allerdings eine Bindungswirkung gäbe, wie das Bundesgericht annimmt,
dann müsste auch eine generelle Regel betreffend das verfahrensrechtliche Vorgehen
der IV-Stellen und der beruflichen Vorsorgeeinrichtungen existieren. Augenscheinlich
kann eine Vorsorgeeinrichtung nämlich nicht auf das Dispositiv einer
(rechtsgestaltenden) Rentenverfügung einer IV-Stelle abstellen, denn dieses lautet auf
einen bestimmten Frankenbetrag, der ab einem bestimmten Datum monatlich
geschuldet ist. Nur in der Verfügungsbegründung kann eine Vorsorgeeinrichtung
Angaben zum Invaliditätsgrad und zum Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit finden.
Eine Verfügungsbegründung wird aber rechtsprechungsgemäss nie formell
rechtskräftig und damit auch nie direkt verbindlich. Folglich kann eine
Verfügungsbegründung per se keine Bindungswirkung entfalten. Gäbe es eine
Bindungswirkung zwischen der Invalidenversicherung und der beruflichen Vorsorge,
dann müssten einzelne Teile der Begründung einer IV-Rentenverfügung – nämlich der
Invaliditätsgrad und der Beginn der relevanten Arbeitsunfähigkeit – verbindlich werden
können. Das wäre verfahrensrechtlich nur in Form von entsprechenden
Feststellungsverfügungen (vgl. Art. 49 Abs. 2 ATSG) möglich. An diesen
Feststellungsverfügungen könnten nur die beruflichen Vorsorgeeinrichtungen und die
beruflich vorsorgeversicherten Personen ein schützenswertes Interesse haben, da
diese einen massgeblichen Einfluss auf die Invalidenleistungen der beruflichen
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Vorsorge hätten; im IV-Verfahren bestünde dagegen kein schützenswertes Interesse an
solchen Feststellungen, da für die versicherte Person und die IV-Stelle natürlich nur das
rechtsgestaltende Dispositiv der Verfügung betreffend die Leistungen der
Invalidenversicherung massgebend ist. Die Existenz einer Bindungswirkung würde also
zwingend eine Pflicht der Invalidenversicherung voraussetzen,
Feststellungsverfügungen über den Invaliditätsgrad und über den Beginn der
relevanten Arbeitsunfähigkeit ausschliesslich zuhanden der möglicherweise
leistungspflichtigen beruflichen Vorsorgeeinrichtungen und der beruflich
vorsorgeversicherten Personen zu erlassen. Diese Feststellungsverfügungen würden es
den beruflichen Vorsorgeeinrichtungen und den beruflich vorsorgeversicherten
Personen erlauben, in einem IV-Verfahren respektive in einem IV-Beschwerdeverfahren
über Sachverhaltswürdigungen zu streiten, die nur für das Verhältnis zwischen der
beruflichen Vorsorgeeinrichtung und der beruflich vorsorgeversicherten Person
massgebend wären. Hätte der Gesetzgeber dies tatsächlich gewollt, hätte er eine
generelle Pflicht der IV-Stellen zum Erlass solcher Feststellungsverfügungen
vorgesehen. Nur solche Feststellungsverfügungen könnten es nämlich der versicherten
Person und der beruflichen Vorsorgeeinrichtung ermöglichen, im IV-
Beschwerdeverfahren über jene Tatbestandselemente zu streiten, die dann später im
Verfahren betreffend die berufsvorsorgerechtlichen Leistungen massgebend wären. Im
BVG-Verfahren wäre es dagegen nicht mehr zulässig, über jene Tatbestandselemente
zu streiten. Worin der Vorteil einer solchen verfahrensrechtlich verworrenen Lösung
liegen sollte, ist nicht ersichtlich. Obwohl das Bundesgericht die Beibehaltung
respektive die Aufgabe seiner Praxis zur angeblichen Bindungswirkung wiederholt
geprüft hat, hat es sich bislang – soweit überblickbar – noch nicht eingehend mit den
verfahrensrechtlichen Konsequenzen seiner Rechtsprechung auseinandergesetzt. Es
handelt sich dabei um neue Gesichtspunkte und damit um eine bessere Erkenntnis des
geltenden Rechtes, womit die Voraussetzungen für eine Rechtsprechungsänderung
(vgl. BGE 137 V 282 E. 4.2 S. 291 f. mit zahlreichen Hinweisen) erfüllt sind. Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat deshalb in seinem (formell
rechtskräftigen) Urteil IV 2015/154 vom 23. August 2017 die Existenz der vom
Bundesgericht postulierten Bindungswirkung zwischen der Invalidenversicherung und
der beruflichen Vorsorgeeinrichtung verneint.
2.
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2.1 Das Begehren der Beschwerdeführerin zielt vorliegend zwar auf eine Abänderung
des Dispositivs der angefochtenen Verfügung ab, nämlich auf eine Zusprache der
Rente auf einen früheren Zeitpunkt hin. Die Beschwerdeführerin kann aber
offensichtlich kein schützenswertes Interesse daran haben, dass der Versicherten auch
für die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis zum 30. November 2013 eine Rente der
Invalidenversicherung zugesprochen wird. Ihr einziges Interesse besteht in der
„Verschiebung“ des Beginns des Wartejahres, weil diese die Beschwerdeführerin von
ihrer Leistungspflicht befreien könnte, wenn eine Bindungswirkung im Sinne der
bundesgerichtlichen Praxis bestünde. Die vorliegende Beschwerde richtet sich also bei
richtiger Betrachtung nicht gegen die Verfügung vom 11. Januar 2016, sondern sie zielt
vielmehr auf eine Feststellung bezüglich des Rentenbeginns ab. Da vor dem
Hintergrund der obigen Ausführungen kein schützenswertes Interesse an einer solchen
Feststellung besteht, kann insofern nicht auf die Beschwerde eingetreten werden. Weil
sich die Beschwerde aber auch nicht gegen die Verfügung vom 11. Januar 2016
richtet, fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand. Das bedeutet, dass nicht auf die
Beschwerde eingetreten werden kann.
2.2 Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Diese Kosten sind durch den von dieser geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Die
nicht anwaltlich vertretene Beigeladene respektive deren Erben, die auf eine
Stellungnahme verzichtet haben, haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.