Decision ID: 81c14936-7e9e-4f48-ab9e-325063b35fec
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 23. Mai 2016 bei der C._ AG als
Bereiterin angestellt und dadurch bei der Solida Versicherungen AG (nachfolgend:
Versicherer) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert (act. G 1.1).
A.a.
Am 10. November 2016 wurde die Versicherte beim Öffnen der Boxentüre von
einem Pferd in die Hand gebissen (vgl. dazu die Schadenmeldung UVG der
Arbeitgeberin vom 10. November 2016; act. G 7.1/A1). Die Versicherte begab sich
umgehend in das Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG), wo sie stationär
aufgenommen wurde. Die behandelnden Ärzte, Prof. Dr. med. D._ und Dr. med.
E._, Assistenzarzt, diagnostizierten einen Pferdebiss Dig V Hand rechts (dominant)
mit offener Luxation des DIP-Gelenks und 100% Durchtrennung Extensorsehne
(Übergang Zone 1/2) und Dr. E._ führte noch am Unfalltag eine Transfixation des
DIP-Gelenks mit zwei Kirschnerdrähten und eine Dermatotenodese der Extensorsehne
durch. Im postoperativen Verlauf zeigte sich ein nekrotisches Hautareal im Bereich der
Wunde (act. G 7.1/M1). Am 15. November 2016 wurde die Versicherte bei
A.b.
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Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis 27. November 2016 nach Hause
entlassen (act. G 7.1/M2).
Anlässlich der klinischen Nachkontrolle am 17. November 2016 diagnostizierten
Prof. D._ und Dr. E._ eine Zunahme der Hautnekrose Ulna Höhe Mittelglied DIP-
Gelenk (act. G 7.1/M3). Am 21. November 2016 fand eine zweite Operation mit einem
Débridment Dig V Hand rechts und Defektdeckung mit Vollhaut der rechten Leiste statt
(act. G 7.1/M4). Der Versicherten wurde bis 11. Dezember 2016 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. G 7.1/M6).
A.c.
Bei der ambulanten Nachuntersuchung vom 28. November 2016 zeigte sich am
Kleinfinger rechts eine eingeheilte Vollhaut ohne Hinweis auf Infekt oder
Transplantatverlust (act. G 7.1/M8). In einer weiteren Verlaufskontrolle am
9. Dezember 2016 erhoben Prof. D._ und Dr. E._ den Befund, dass die Vollhaut
vollständig angeheilt sei (act. G 7.1/M9). Anlässlich der ambulanten Nachuntersuchung
vom 6. Januar 2017 zeigte sich eine Wunddehiszenz von 1 mm dorsal und es wurden
die Kirschnerdrähte entfernt. Ansonsten war die Wunde trocken und reizlos verheilt
(act. G 7.1/M10). Bei einer ambulanten Untersuchung vom 12. Januar 2017, nachdem
die Versicherte wenige Tage zuvor den Notfall aufgesucht hatte, zeigte sich die Wunde
dorsal weiterhin minim dehiszent, ohne Hinweis auf einen Infekt und reizlos (act. G 7.1/
M11). Anlässlich der Nachkontrolle am 19. Januar 2017 war die Wunde dorsal trocken,
reizlos und verschlossen (act. G 7.1/M18). In der klinischen Verlaufskontrolle am
2. Februar 2017 wurde weiterhin eine Einschränkung der Beweglichkeit im PIP- und
DIP-Gelenk festgestellt (act. G 7.1/M19).
A.d.
Am 31. Januar 2017 hatte die Versicherte ihr Arbeitsverhältnis mit der C._ AG
auf den 28. Februar 2017 gekündigt (act. G 7.1/A39).
A.e.
Am 17. Februar 2017 wurde die Versicherte vom Vertrauensarzt des Versicherers,
Dr. med. F._, Praktischer Arzt FMH, FA manuelle Medizin FMH und FA
Vertrauensarzt FMH, begutachtet. Im gleichentags verfassten Gutachten
diagnostizierte dieser einen schmerzhaften, mässig dystrophen Kleinfinger mit
eingeschränkten und passiven Funktionen im PIP- wie auch im DIP-Gelenk. Gemäss
Dr. F._ lag zu diesem Zeitpunkt noch kein Endzustand vor und er empfahl eine
A.f.
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Evaluation des weiteren Heilverlaufs nach weiteren drei Monaten. Zum aktuellen
Zeitpunkt könne der Versicherten eine Tätigkeit als professionelle Bereiterin nicht
zugemutet werden, weil durch die Schmerzen im Kleinfinger rechts das Halten der
Zügel und Führen eines Pferdes nicht möglich seien. Die andauernde
Arbeitsunfähigkeit von 100% sei daher plausibel. Die Ergotherapie sollte auch in G._
- wohin die Versicherte zurückzukehren beabsichtigte (act. G 7.1/A36) - bis im Herbst
weiterhin einmal bis höchstens zweimal pro Woche durchgeführt werden. In einer
angepassten Tätigkeit könne der Versicherten ab etwa Anfang Mai 2017 die Arbeit zu
50% und ab September 2017 zu 100% zugemutet werden. Es müsse mit
Zuverlässigkeit angenommen werden, dass der Wert des Kleinfingers reduziert bleiben
werde. Die Beweglichkeit im PIP-Gelenk sei aktuell deutlich eingeschränkt und eine
wesentliche Verbesserungsmöglichkeit werde wahrscheinlich nicht vorhanden sein.
Unter diesen Umständen könne zu diesem Zeitpunkt ein Integritätsschaden von 5%
geschätzt werden. Anlässlich der Untersuchung durch Dr. F._ hatte die Versicherte
ausserdem angegeben, dass sie sich aus Angst vor Pferden nicht mehr vorstellen
könne, als Bereiterin zu arbeiten. Aus diesem Grund habe sie sich in G._ für eine
Ausbildung zur Röntgenassistentin angemeldet, welche im September 2017 beginne.
Dr. F._ befand, dass der Versicherten als Röntgenassistentin eine volle
Leistungsfähigkeit zugemutet werden könnte (act. G 7.1/M20).
Anlässlich einer Verlaufskontrolle am KSSG am 27. Februar 2017 berichtete die
Versicherte, dass sie gelegentlich noch leichte Schmerzen dorsal im Bereich der
Wunde und im Bereich des DIP-Gelenks bei Belastung spüre. Prof. D._ und Dr. E._
stellten in der Beweglichkeit im PIP-Gelenk eine bleibende Einschränkung vor allem der
Flexion fest und empfahlen die Fortführung der intensiven Ergotherapie zur
Verbesserung der Beweglichkeit im PIP-Gelenk. Im DIP-Gelenk zeige sich weiterhin
keine Beweglichkeit, was aufgrund des Traumas und der konsekutiven Vernarbung
jedoch durchaus erklärbar sei (act. G 7.1/M22).
A.g.
Laut Unfallschein UVG war der Versicherten bis 27. Februar 2017 eine
Arbeitsunfähigkeit zu 100% attestiert worden, ab 28. Februar 2017 wurde ihr eine
solche von 50% bescheinigt (act. G 7.1/M24).
A.h.
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B.
Mit Verfügung vom 28. Februar 2017 teilte der Versicherer der Versicherten
gestützt auf die Evaluation von Dr. F._ vom 17. Februar 2017 und unter Hinweis auf
die Schadenminderungspflicht mit, dass als Bereiterin eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit während sicherlich eines weiteren halben Jahres ausgewiesen sei. In
einer angepassten Tätigkeit könne der Versicherten jedoch ab 1. Mai 2017 wieder eine
Arbeitsfähigkeit im Rahmen von 50% zugemutet werden. Ab 1. September 2017 sei in
einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Im Sinne
einer angemessenen Anpassungszeit sei man bereit, Taggeldleistungen im bisherigen
Rahmen bis am 31. Mai 2017 auszurichten. Die erwerbliche Einbusse ab 1. Juni 2017
betrage 34%, ab dem 1. September 2017 bestehe keine erwerbliche Einbusse mehr,
weshalb die Taggeldleistungen ab diesem Zeitpunkt vollständig eingestellt würden. Für
die unfallbedingten Heilungskosten komme man weiterhin auf (act. G 7.1/A50). Auf
Anfang März 2017 zog die Versicherte nach G._ (act. G 7.1/A45).
A.i.
Mit Schreiben vom 15. März 2017 erhob die Versicherte Einsprache gegen die
Verfügung vom 28. Februar 2017. Gestützt auf die Beurteilung des Vertrauensarztes
des Versicherers könne sie infolge des Unfalls nicht mehr als Bereiterin tätig sein. Eine
angepasste Tätigkeit sei in ihrem Beruf nicht möglich. Aus diesem Grund sei sie nun
gezwungen, einen komplett anderen Beruf zu erlernen. Weil sie in der Schweiz
diesbezüglich keine Möglichkeit zur Fortbildung bekommen habe, sei sie nach G._
zurückgekehrt. Sie forderte die Ausrichtung eines einmaligen Schmerzensgeldes, da
ihre Lebensqualität durch die Verletzung lebenslang tangiert sei. Weiter beantragte sie
die Übernahme der Ausbildungskosten und der Kosten für den Lebensunterhalt für die
Dauer der Ausbildung in G._ in der Höhe von Fr. 1'000.- pro Semester, respektive
Fr. 8'000.- für die gesamte Ausbildungsdauer (act. G 7.1/A59).
B.a.
Mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2018 wies der Versicherer die
Einsprache betreffend Dauer und Höhe des Taggeldanspruchs ab und trat auf den
Antrag um Eingliederungsmassnahmen nicht ein. Angekündigt wurde ein späterer
Entscheid über eine Integritätsentschädigung (act. G 1.1).
B.b.
Mit Schreiben vom 24. Januar 2018 bat die Versicherte um eine schnellstmögliche
Abklärung der Integritätsentschädigung (act. G 1.3). Mit Verfügung vom
B.c.
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C.

Erwägungen
1.
Die Beschwerdeführerin hatte gemäss Wegzugsbestätigung der Gemeinde I._ vom
8. Mai 2016 bis 28. Februar 2017 Wohnsitz im Kanton St. Gallen (act. G 7.1/A45).
Danach ist sie nach G._ zurückgekehrt, wo sie zum Zeitpunkt der
30. Januar 2018 legte der Versicherer den Integritätsschaden auf 5% fest, was eine
Entschädigungssumme von Fr. 7'410.- zur Folge hatte (act. G. 7.1/A64). Diese
Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Am 13. Februar 2018 erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 16. Januar 2018. Sie forderte
aufgrund der verminderten Lebensqualität und der notwendigen Umschulung eine
weitere Entschädigung des Versicherers (nachfolgend: Beschwerdegegnerin).
C.a.
In der Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2018 beantragte der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. Martin Bürkle, Zürich, die Beschwerde vom
13. Februar 2018 sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act.
G 7).
C.b.
Mit Replik vom 28. Juni 2018 machte B._, als Vertreter der Beschwerdeführerin
geltend, dass auf das Gutachten von Dr. F._ nicht abgestellt werden könne, und
reichte seinerseits ein Gutachten einer Ärztin aus G._, Dr. H._, in einer
beglaubigten Übersetzung ein. Er erachte es als angemessen, dass die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin entweder eine höhere
Integritätsentschädigung oder eine weitere Entschädigung auszahle (act. G 9).
C.c.
Mit Schreiben vom 9. Juli 2018 bestätigte B._ gegenüber dem
Versicherungsgericht seine unentgeltliche Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin
(act. G 11).
C.d.
In der Duplik vom 10. August 2018 hielt der Vertreter der Beschwerdegegnerin
vollumfänglich am Antrag aus der Beschwerdeantwort fest (act. G 15).
C.e.
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Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hatte. Gemäss Art. 58 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) ist damit das angerufene Gericht am letzten schweizerischen Wohnsitz der
Beschwerdeführerin örtlich zuständig.
2.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR. 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.20) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen
Folgen eines Unfalls vom 10. November 2016 zur Diskussion. Es finden daher die bis
31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
3.
Für die Umschreibung des Prozessthemas ist nach den Regeln über den
Anfechtungs- und Streitgegenstand zu verfahren. Mit Bezug auf den
Anfechtungsgegenstand ist festzuhalten, dass im verwaltungsrechtlichen
Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen sind, zu
denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer
Verfügung – Stellung genommen hat. Streitgegenstand im System der nachträglichen
Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch den
vorinstanzlichen Entscheid bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der
Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet (BGE 130
V 502 E. 1.1).
3.1.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 16. Januar 2018 (act. G 7.1/A62; vgl. dazu Ueli Kieser,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 52 N 60). Diesem liegt die
Verfügung vom 28. Februar 2017 zugrunde (act. G 7.1/A50).
3.2.
Die Beschwerdegegnerin hatte unbestrittenermassen ursprünglich ihre
Leistungspflicht bezüglich des Ereignisses vom 10. November 2016 anerkannt und
während der medizinisch instabilen Schadensphase Heilkostenleistungen und
Taggelder erbracht (vgl. act. G 7.1/A2, act. G 7.1/12). In der Verfügung vom
28. Februar 2017 legte sie fest, der Beschwerdeführerin Taggelder im bisherigen
Rahmen bis am 31. Mai 2017 auszurichten. Ab dem 1. Juni 2017 ging sie jedoch bei
3.3.
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4.
Die Beschwerdeführerin beantragt insbesondere in der Replik vom 28. Juni 2018 (act.
G 9) eine höhere Integritätsentschädigung. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens bildet - wie bereits erwähnt - ausschliesslich der
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. Januar 2018 (act. G 7.1/A62;
vgl. Erwägung 3.2). Nicht Anfechtungsgegenstand bildet demgegenüber die zeitlich
später erlassene Verfügung vom 30. Januar 2018 betreffend Integritätsentschädigung
(act. G. 7.1/A64). Soweit die Beschwerdeführerin die Ausrichtung einer höheren
Integritätsentschädigung fordert, kann mithin im vorliegenden Beschwerdeverfahren
auf dieses Rechtsbegehren nicht eingetreten werden. Die Verfügung vom
30. Januar 2018 betreffend Integritätsentschädigung ist im Übrigen nach Angabe der
Beschwerdegegnerin (act. G 7 Rz. 28) unangefochten in Rechtskraft erwachsen (vgl.
dazu auch G 7.1/A65).
5.
Soweit die Beschwerdeführerin beschwerdeweise eine weitere Entschädigung im Sinne
eines Beitrags an die Kosten ihrer offenbar in G._ am 1. September 2017
begonnenen Ausbildung zur Röntgenassistentin beantragt, ist festzuhalten, dass die
Beschwerdegegnerin auf einen entsprechenden Antrag im angefochtenen
Einspracheentscheid (act. G 7.1/A62) im Ergebnis richtigerweise nicht eingetreten ist.
der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit zu
50% und ab dem 1. September 2017 zu 100% aus. Darauf basierend ermittelte sie ab
dem 1. Juni 2017 eine erwerbliche Einbusse von 34% und ab dem 1. September 2017
keine Erwerbseinbusse mehr, weshalb sie die Taggelder ab diesem Zeitpunkt
vollständig einstellte. Sie anerkannte indessen weiterhin einen Anspruch auf
Heilbehandlungsleistungen (act. G 7.1/A50). Mit Einsprache vom 15. März 2017 erklärte
die Beschwerdeführerin, sie wolle erreichen, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten
für eine Ausbildung sowie die Kosten für den Lebensunterhalt während der Dauer der
Ausbildung übernehme (act. G 7.1/A58). Im angefochtenen Einspracheentscheid vom
16. Januar 2018 trat die Beschwerdegegnerin auf die Einsprache nicht ein, sofern und
soweit von der Beschwerdeführerin die Übernahme von Eingliederungsmassnahmen
beantragt werde. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (act. G 7.1/A62, insbesondere
Ziff. 4.e.). In der Beschwerde vom 13. Februar 2018 (act. G 1) sowie in der Replik vom
28. Juni 2018 (act. G 9) macht die Beschwerdegegnerin geltend, sie würde es als
angemessen betrachten, wenn die Beschwerdegegnerin nebst einer
Integritätsentschädigung eine weitere Entschädigung auszahlen würde.
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Dies, wenngleich sie in den Erwägungen unter Ausdehnung des
Anfechtungsgegenstands (in der Verfügung vom 30. Januar 2018 hatte sich die
Beschwerdegegnerin dazu nicht geäussert) eigentlich eine materiell-rechtliche Prüfung
vorgenommen und damit ihr Nichteintreten falsch begründet hat. Der Vollständigkeit
halber ist materiell-rechtlich dennoch anzufügen, dass das schweizerische
Unfallversicherungsrecht - wie von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid (act. G 7.1/A62) und von ihrem Rechtsvertreter in der
Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2018 (act. G 7) zutreffend festgestellt - keine
beruflichen Eingliederungsmassnamen kennt. Berufliche Eingliederungsmassnahmen
sind nach der schweizerischen Rechtsordnung nur im Rahmen der
Invalidenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) vorgesehen. Zuständig für Eingliederungsmassnahmen ist also die
Invalidenversicherung, wobei berufliche Eingliederungsmassnahmen grundsätzlich nur
im Inland gewährt werden (Art. 9 Abs. 1 IVG).
6.
Bereits in der Einsprache vom 15. März 2017 (act. G 7.1/A58) machte die
Beschwerdeführerin nicht explizit geltend, die Taggeldkürzung ab dem 1. Juni 2017
bzw. die Taggeldeinstellung ab dem 1. September 2017 - wie sie in der Verfügung vom
28. Februar 2017 festgelegt worden war - sei unrechtmässig erfolgt. Die verfügte
Taggeldkürzung bzw. -einstellung ist damit grundsätzlich rechtskräftig geworden.
Dennoch äusserte sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid zur Frage eines allfälligen weiteren Taggeldanspruchs der
Beschwerdeführerin. Diese stellte indessen auch in der Beschwerde vom 13. Februar
2018 (act. G 1) keinen ausdrücklichen Antrag auf weitere Taggelder. Selbst wenn aus
der Beschwerde ein solcher Antrag herausgelesen würde, wären - wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen - weitere, über die Verfügung vom 28. Februar
2017 hinausgehende Taggeldansprüche zu verneinen.
6.1.
Ist eine Versicherte oder ein Versicherter infolge eines Unfalles voll oder teilweise
arbeitsunfähig, so hat sie oder er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). Eine Person
gilt demnach als arbeitsunfähig, wenn sie infolge eines Gesundheitsschadens ihre
bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur noch beschränkt oder nur unter der Gefahr, ihren
Gesundheitszustand zu verschlimmern, ausüben kann (BGE 114 V 281 E. 1c; RKUV
1987 Nr. U 27 S. 393 E. 2b je mit Hinweisen). Bei langer Dauer wird jedoch auch die
6.2.
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zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt
(Art. 6 Satz 2 ATSG). Ist das Ausweichen auf einen anderen Tätigkeitsbereich
zumutbar, bemisst sich der Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des
gesamten Arbeitsmarktes und gegebenenfalls einer Anpassungszeit (Alexandra Rumo-
Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 123 f.). Die Arbeitsunfähigkeit ist regelmässig ärztlich zu
bestätigen (vgl. dazu Kieser, a.a.O., N 36 ff. zu Art. 6). Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person
arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
Zur Arbeitsunfähigkeit in medizinischer Hinsicht stützt sich die
Beschwerdegegnerin auf das Gutachten von Dr. F._ vom 17. Februar 2017. Dr. F._
kommt darin zum Schluss, dass zum Zeitpunkt der Begutachtung noch Unfallrestfolgen
vom Unfallereignis vom 10. November 2016 in Form eines schmerzhaften, mässig
dystrophen Kleinfingers mit eingeschränkten und passiven Funktionen im PIP-Gelenk
wie auch im DIP-Gelenk bestünden. Die angestammte Tätigkeit als professionelle
Bereiterin könne der Beschwerdeführerin mit dem aktuellen Zustand nicht gemutet
werden. Eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei deshalb
plausibel. Laut Dr. F._ könnte der Beschwerdeführerin jedoch in einer angepassten
Tätigkeit ab etwa Anfang Mai 2017 die Arbeit wieder zu 50% und ab September 2017
zu 100% zugemutet werden. Geeignet seien Arbeiten bei normaler Zimmertemperatur
mittelschwer, mit Ausschluss einer rein monotonen Tätigkeit mit der rechten Hand (act.
G 7.1/M20). Es sind den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, aufgrund deren
diese Arbeitsfähigkeitsschätzung in Zweifel zu ziehen wäre. Ab September 2017 sieht
Dr. F._ die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin nur noch in qualitativer
Hinsicht eingeschränkt. Mit dem definierten Zumutbarkeitsprofil mit eingeschränktem
Einsatz der rechten Hand wird der medizinischen Problematik der Beschwerdeführerin
umfassend Rechnung getragen. Unter den erwähnten limitierenden Bedingungen ist
denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben zu erachten. Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. F._ mitsamt
Zumutbarkeitsprofil überzeugt und auf diese abgestellt werden kann. An dieser
Beurteilung vermag auch das Gutachten von Dr. H._ vom 5. Juni 2018, welches der
Vertreter der Beschwerdeführerin mit der Replik vom 28. Juni 2018 (act. G 9) in einer
beglaubigten Übersetzung eingereicht hat, nichts zu ändern. Dieses ist nicht
beweiskräftig hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit oder -unfähigkeit der
Beschwerdeführerin. Wie bereits der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin
6.3.
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überzeugend in der Duplik (act. G 15) ausgeführt hat, nimmt das Gutachten eher zu
den Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben und im bisherigen Beruf als Bereiterin
Stellung.
6.4.
Art. 6 Satz 2 ATSG setzt voraus, dass ein Wechsel in eine andere Tätigkeit bei
langer Dauer einer Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Schadenminderungspflicht
zumutbar ist (Kieser, a.a.O., N 76 zu Art. 6). Dabei ist zu prüfen, ob dem Versicherten
ein Berufswechsel sowohl in objektiver wie auch in subjektiver Hinsicht zumutbar ist
(vgl. dazu Markus Schmid in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Kommentar zum
Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 16 N 12). Als lange Dauer einer Arbeitsunfähigkeit
im Sinne von Art. 6 Satz 2 ATSG ist gemäss gesetzgeberischem Willen eine
Arbeitsunfähigkeit mit einer Dauer von mehr als 6 Monaten zu verstehen, wobei die
Umstände im Einzelfall massgebend sind (Kieser, a.a.O., N 74 zu Art. 6). In seinem
Gutachten vom 17. Februar 2017 (act. G 7.1/M20) hat Dr. F._ drei Monate nach dem
Unfallereignis vom 10. November 2016 eine andauernde Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit festgestellt. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin
kann damit als langandauernd im Sinne von Art. 6 Satz 2 ATSG anzusehen, weshalb
die Zumutbarkeit des Wechsels in eine adaptierte Tätigkeit zu prüfen ist.
6.4.1.
In objektiver Hinsicht muss die ins Auge gefasste Tätigkeit in medizinisch-
theoretischer Hinsicht im Einzelfall möglich sein und auf dem konkreten Arbeitsmarkt in
ausreichender Zahl angeboten werden (Kieser, a.a.O., N 77 zu Art. 6). Das von Dr.
F._ beschriebene Zumutbarkeitsprofil lässt ein breites Spektrum von möglichen
Tätigkeiten zu, welche zudem sogleich ohne Eingliederung ausgeübt werden können.
Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin gemäss Angaben im Lebenslauf (act. G 7.1/
A38) ein Studium als Agraringenieurin in G._ absolviert, was die Möglichkeiten trotz
ihrer begrenzten Kenntnis der deutschen Sprache nochmals ausweiten sollte.
6.4.2.
In subjektiver Hinsicht ist die Vermittlungsfähigkeit zu prüfen. Hier ist
sicherzustellen, dass der in Aussicht genommene Wechsel nicht einen unzumutbaren
sozialen Abstieg in sich schliesst (Kieser, a.a.O., N 78 zu Art. 6). Auch das Alter, die Art
und Dauer der bisherigen Berufstätigkeit und die persönlichen und familiären
Verhältnisse können eine Rolle spielen (Schmid, a.a.O., N 14 zu Art. 16). Es ist offen, ob
die gemäss Lebenslauf in G._ erworbenen Qualifikationen, auch aufgrund der
Sprachkenntnisse, in der Schweiz wirtschaftlich unbeschränkt verwertbar sind (act.
G 7.1/A38). Dennoch ist die Beschwerdeführerin als vermittlungsfähig anzusehen,
6.4.3.
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wenngleich sie allenfalls Tätigkeiten aus dem Kompetenzniveau 1 in Betracht ziehen
muss. Gegenüber dem Beruf als Bereiterin führt dies jedoch nicht zu einem
unzumutbaren sozialen Abstieg. Die Beschwerdeführerin verfügt aufgrund ihrer
Herkunft aus G._ über kein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Bereiterin. In einer
angepassten Tätigkeit würde sie zudem mindestens das Lohnniveau einer Bereiterin
erreichen (vgl. nachfolgende Erwägung 5.3). Die Beschwerdeführerin ist ausserdem mit
Jahrgang 1985 noch jung und hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Aus den Akten
ist sodann nicht ersichtlich, dass sie familiäre Pflichten hat. Schliesslich ist zu
bemerken, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Umschulung auch selbst den
Wunsch eines Berufswechsels angezeigt hat.
6.5.
Bei Annahme einer zumutbaren Verweistätigkeit in der Taggeldphase gilt es
einen Einkommensvergleich vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichtes vom
7. Dezember 2007, 8C_320/2007, E. 6.4 f. in fine). Dabei wird der Grad der
Arbeitsunfähigkeit anhand der Gegenüberstellung beider hypothetischer
Erwerbseinkommen, dem Validen- und dem Invalideneinkommen, rechnerisch ermittelt.
6.5.1.
Hinsichtlich des Einkommens in der bisherigen Tätigkeit ist in der Regel auf den
vertraglich vereinbarten Lohn vor dem Unfallereignis abzustellen. In diesem Sinne stellt
die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 16. Januar 2018 zurecht auf den
unmittelbar vor dem Unfall bezogenen Lohn ab (act. G 1.1). Es ist davon auszugehen,
dass die Beschwerdeführerin den Beruf als Bereiterin in der Schweiz ohne das
Unfallereignis noch einige Zeit weiter als Vollzeittätigkeit ausgeübt hätte, wenngleich
sie gemäss Lebenslauf erst knapp zwei Jahre vor dem Unfallereignis in die Schweiz
eingereist war (act. G 7.1/A38). Es stellt sich jedoch aufgrund des im Arbeitsvertrag
festgelegten Lohnes (act. G 7.1/A10) die Frage, ob die Beschwerdeführerin in ihrer
Tätigkeit als Bereiterin unterbezahlt war. Gemäss Lohnbuch 2016 existiert für
Bereiterinnen in der Schweiz kein Gesamtarbeitsvertrag (Philipp Mühlhauser, Das
Lohnbuch 2016, Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne in der Schweiz,
Zürich 2016, S. 604). Allerdings hat der Verband für Berufsreiter und professionelle
Reitbetriebe, Swiss Horse Professionals, Lohnempfehlungen herausgegeben. So wird
für eine Pferdewartin EBA ein Bruttolohn von Fr. 3'000.- empfohlen und für eine
Pferdefachfrau EFZ ein solcher von Fr. 3'500.- (jeweils ohne 13. Monatslohn) (Philipp
Mühlhauser, a.a.O, S. 604). Für eine Bereiterin EFZ/Pferdespezialistin liegt eine
Lohnempfehlung von Fr. 5'000.- vor. Die Beschwerdeführerin verfügt zwar über kein
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Bereiterin, kann aber mit einem reichen
6.5.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/14
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Erfahrungsschatz im Umgang mit Pferden aufwarten. Andererseits handelt es sich um
nicht-bindende Lohnempfehlungen und das Lohnniveau in der Pferdebranche ist ein
häufig beklagtes Problem (vgl. zum Beispiel den Artikel in der Zeitschrift Beobachter
von Bernhard Raos, Der Traum vom Pferdeberuf, https://www.beobachter.ch/umwelt/
flora-fauna/arbeitsmarkt-der-traum-vom-pferdeberuf, abgerufen am
30. September 2019). Es kann somit bezweifelt werden, ob die Beschwerdeführerin
aufgrund von fehlender formaler Qualifikationen und trotz der ausgewiesenen
Erfahrung, auf einem von Lohndumping geprägten Markt einen wesentlich höheren
Bruttolohn, als den arbeitsvertraglich festgelegten Bruttomonatslohn von Fr. 3'200.-
respektive von Fr. 2'400.- netto nach Ablauf der Probezeit (act. G 7.1/A10) hätte
erzielen können.
Hinsichtlich des Einkommens in einer zumutbaren Tätigkeit ist, nachdem die
Beschwerdeführerin aufgrund einer freiwillig aufgenommen Ausbildung nicht
erwerbstätig ist, auf statistische Werte abzustellen. Die Beschwerdegegnerin stellt
dabei zurecht auf die Lohnstrukturerhebung 2014 (LSE 2014) und auf den für Frauen im
Kompetenzniveau 1 erzielbaren Lohn von Fr. 4'300.- ab. Unter Berücksichtigung des
Nominallohnindexes bis 2016 und der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41.7
Stunden ergibt sich somit ein Jahreseinkommen von Fr. 54'494.45. Es stellt sich
allerdings noch die Frage, ob allenfalls das Invalideneinkommen anhand der
Lohnverhältnisse in G._ berechnet werden müsste, da die Beschwerdeführerin seit
September 2017 nach G._ zurückgekehrt ist. Grundsätzlich gilt, dass zwischen dem
Einkommen aus der bisherigen und dem Einkommen in einer zumutbaren Tätigkeit ein
Parallelismus bestehen muss, sich daher beide auf einen örtlich gleichermassen
festgelegten Arbeitsmarkt beziehen müssen (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] vom 4. Juli 2003, U 68/03, E. 5.3). Die unterschiedlichen
Lohnniveaus und Lebenshaltungskosten zwischen verschiedenen Ländern lassen
indessen keinen objektiven Einkommensvergleich zu (BGE 110 V 277 E. 4b). In diesem
Sinne kann vorliegend auf die schweizerischen Lohndaten abgestellt werden.
6.5.3.
6.6.
Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der
Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der
Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die veränderten
Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen,
während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt (RKUV 2000 Nr. KV 112 S.
6.6.1.
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7.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom
16. Januar 2018 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde
abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG).