Decision ID: ad933ec7-05e1-4feb-bd10-022dfe4f6c01
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1946 geborene
X._
arbeitete ab Januar 1980 als Elektroingenieur und Geschäftsführer bei der von ihm gegründeten
A._
AG. Über diese war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 17. November 2007 liess er einen Zeckenbiss melden, welcher zu einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) geführt habe (Urk. 8/8/129). Auf
grund der damit einhergehenden massiven gesundheitlichen Beeinträchtigung musste der Versicherte vom 3. bis 26. Oktober 2007 im Kantonsspital
B._
hospitalisiert und anschliessend vom 26. Oktober bis 7. Dezember 2007 zur intensiven neurologischen Rehabilitation in die Rehaklinik
C._
verlegt werden (Urk. 8/8/126-128 und Urk. 8/8/73-82). Auch nach der Rehabilitation in
C._
war der Versicherte während rund 9 Monaten zunächst 100 % und ab September 2008 80 % arbeitsunfähig und die SUVA erbrachte entsprechende Leistungen (insbesondere Unfalltaggelder und Heilungskosten; Urk. 8/8/89 und 8/8/30).
Am 7. September 2008 meldete sich der Versicherte bei der Sozial-versicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an und beantragte eine Rente (Urk. 8/2). Die IV-Stelle klärte die medizinischen (Urk. 8/9 und 8/14) und erwerblichen (Urk. 8/7 und 8/15) Verhältnisse ab, zog die Akten der SUVA bei (Urk. 8/8/1-129) und sah zunächst die Erstellung eines Gutachtens durch die
D._
vor (Urk. 8/21). Da die SUVA eine erneute Abklärung zur Beurteilung des weiteren medizinischen Vorgehens in der Rehaklinik
C._
veranlasste, welche im März und Juni 2009 durchgeführt wurde, verzichtete die IV-Stelle einstweilen darauf, ein eige
nes Gutachten in Auftrag zu geben, und wartete den Bericht der Rehaklinik
C._
ab. Dieser wurde der IV-Stelle am 4. August 2009 zugestellt (Urk. 8/27 und 8/29). Gestützt auf den Bericht der Rehaklinik
C._
vom 29. Juni 2009 (Urk. 8/29) und auf die Aktenlage (Urk. 8/31) erliess die IV-Stelle am 31. August 2009 einen Vorbescheid und stellte ab dem 1. Oktober 2008 die Zusprache einer ganzen und ab dem 1. Oktober 2009 einer halben Invalidenrente in Aussicht (Urk. 8/33). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtskonsulent
Y._
, am 21. September 2009 Einwand und liess auch über den 1. Oktober 2009 hinaus die Ausrichtung einer ganzen Rente beantragen (Urk. 8/35 und 8/36).
Die IV-Stelle hielt an ihrem Entscheid fest (Urk. 8/39) und sprach dem Versicher
ten zunächst mit Verfügung vom 17. Dezember 2009 ab dem 1. Januar 2010 eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 8/42). In dieser Verfügung wies sie dar
auf hin, dass die Verfügungen für die Zeitperiode vom 1. Oktober 2008 bis 31. Dezember 2009 nach der Durchführung des Verrechnungsverfahrens erfol
gen würden (Urk. 8/42). Mit Verfügung vom 15. April 2010 (Urk. 8/43) sprach die IV-Stelle dem Versicherten alsdann ab dem 1. Oktober 2008 bis Ende Sep
tember 2009 eine ganze und mit gleichentags erlassener, zweiter Verfügung ab dem 1. Oktober 2009 bis zum 31. Dezember 2009 eine halbe Rente zu (Urk. 2).
2.
Gegen diese (zweite) Verfügung vom 15. April 2010 liess der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtskonsulent
Y._
, Beschwerde erheben und unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegne
rin beantragen, es sei die Verfügung vom 15. April 2010 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, aufgrund der eingereichten SUVA-Tag
geldabrechnungen und Unfallscheine eine ganze Rente bei einem Invaliditäts
grad von 80 % zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2010 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde. Im Rahmen der weiteren Stellungnahmen hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (Urk. 10 und 14).
Mit Verfügung vom 19. Januar 2012 (Urk. 21) wurde die Sammelstiftung Vita zum Prozess beigeladen und aufgefordert, zur eingereichten Beschwerde Stel
lung zu nehmen, andernfalls davon ausgegangen werde, dass die Beigeladene auf eine Stellungnahme verzichte. In der Folge verzichtete die Beigeladene auf eine Stellungnahme.
Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit für die Entscheidfindung erfor
derlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 15. April 2010 (Urk. 2), mit der dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2009 eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde, während die bereits am 17. Dezember 2009 ergangene Verfügung über den Rentenanspruch ab 1. Januar 2010 (Urk. 8/42) unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Da der Streitwert somit Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.3
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditäts
grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem In
validitätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Wird vom Zeitpunkt des Verfügungserlasses an rückwirkend eine Rente zugespro
chen und diese für eine weitere Zeitspanne gleichzeitig herabgesetzt oder aufgehoben, so sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen). Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist eine Rente für die Zu
kunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Grad der Invalidität der Person, die eine Rente bezieht, in
einer für den An
spruch erheblichen Weise ändert. Setzt die Verwaltung bei der Leistungszuspre
chung die Rente nach Massgabe der Veränderung des Invaliditätsgrades rück
wirkend herab oder hebt sie sie auf, richtet sich der Zeitpunkt der Rentenher
absetzung bzw. -aufhebung rechtsprechungsgemäss nach Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; BGE 125 V 413 f. E. 2d, 109 V 125, 106 V 16). Danach ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die an
spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mo
nate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (BGE 109 V 125 f. E. 4a; AHI 2001 S. 159 f. E. 1 und S. 278 E. 1a, 1998 S. 121 E. 1b, ZAK 1990 S. 518 E. 2 mit Hinweis).
2.
2.1
Unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen ist der Anspruch des Beschwer
deführers auf eine ganze Invalidenrente ab Oktober 2008 bis Septem
ber 2009. Streitig und zu prüfen ist, ob die ganze Invalidenrente per 1. Oktober 2009 auf eine halbe Invalidenrente herabgesetzt werden durfte.
2.2
Die IV-Stelle stützte die Herabsetzung der Invalidenrente insbesondere auf den Bericht der Rehaklinik
C._
vom 29. Juni 2009 (Urk. 8/29), den sie ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Anästhe
siologie) zur Stellungnahme unterbreitet hatte. Dieser war zum Schluss gekom
men, dass ab Juli 2009 nur noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, was die IV-Stelle zur entsprechenden Herabsetzung der Rente nach drei Monaten veranlasste.
Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, es sei ihm im Rahmen der genannten Abklärung durch die Rehaklinik
C._
von der Psychiaterin Dr. med.
F._
aus psychiatrischer Sicht nach wie vor eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Gestützt darauf richte die SUVA auch nach wie vor Taggeld
leistungen im Umfang von 80 % aus.
3.
3.1
Wie den von der IV-Stelle beigezogenen SUVA-Akten entnommen werden kann (Urk. 8/8/62), hatte der Beschwerdeführer im Sommer 2000 einen Verkehrsun
fall erlitten (SUVA-Schadenfall
...
). Im Rahmen der neuropsycholo
gischen Untersuchung im Dezember 2002 hatte man eine darauf zurückzufüh
rende leichte Beeinträchtigung der neurokognitiven Funktionen und eine mit
telschwere Veränderung der Gesamtpersönlichkeit, insbesondere im affektiven Ausdruck festgestellt. Aufgrund dieses Ereignisses hatte die SUVA eine Rente und eine Integritätsentschädigung je im Umfang von 25 % zugesprochen.
Nach der am 3. Oktober 2007 durch einen Zeckenbiss erlittenen
Meningo
-enzepha
litis wurden im Austrittsbericht der Rehaklinik
C._
vom 12. Dezember 2007 (Urk. 8/19) als aktuelle Probleme insbesondere eine
Hypos
mie
und eine minime Dysphonie, eine leichtgradige Gangunsicherheit, eine re
duzierte Gesamtbelastbarkeit und leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störungen mit Schwerpunkt bei den Aufmerksamkeitsfunktionen (Dauerauf
merksamkeit) bei ausgeprägter Ermüdbarkeit festgehalten. Dem Beschwerde
führer wurde eine Fahrkarenz von drei bis sechs Monaten auferlegt und auf
grund der leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörung eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 8/19 S. 2).
Der behandelnde Hausarzt Dr. med.
G._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedi
zin, attestierte in seinem undatierten Bericht (bei der IV-Stelle eingegangen am 1. Dezember 2008) vom 1. Oktober 2007 bis 31. August 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem 1. September 2008 ging er von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit aus und hielt fest, dass der Beschwerdeführer im Sinne einer funktionellen Therapie seit April 2008 regelmässig im Büro gewesen sei, jedoch aufgrund der anhaltenden kognitiven Defizite nach wie vor in sei
nem Konzentrationsvermögen, im Auffassungsvermögen und in der Anpas
sungsfähigkeit eingeschränkt sei. Dies führe zu einer raschen Ermüdbarkeit, eine längere Konzentration sei nicht möglich, komplexe Aufgaben würden Be
schwerdeführer überfordern und er brauche für alles sehr viel Zeit (Urk. 8/9 S. 2).
3.2
Im Auftrag der SUVA wurde der Beschwerdeführer im März und im Juni 2009 in der Rehaklinik
C._
neurologisch, neuropsychologisch und psychiatrisch abgeklärt mit dem Ziel, das weitere medizinische Vorgehen beurteilen zu kön
nen (vgl. Urk. 8/36 S. 1).
In der zusammenfassenden Beurteilung wurde ausgeführt, die kognitive Störung habe sich so weit gebessert, dass formal nur noch eine leichte neuropsycholo
gische Störung vorwiegend mit Einschränkungen der Aufmerksamkeitsaktivie
rung und -belastbarkeit
und geringfügigen Verhaltensauffälligkeiten bestehe. Demgegenüber klage der Beschwerdeführer nach wie vor über eine deutliche Beeinträchtigung kognitiver Leistungen. Obwohl die kognitiven Leistungen wie
der den Zustand vor der Enzephalitis, aber nach der leichten traumatischen Hirnverletzung erreicht hätten, so bestehe doch eine mindestens mittelgradige depressive Episode, die zu einer gedrückten Stimmung, zu Freudlosigkeit, einer Antriebsverminderung und zu Interessenverlust führe und mit hoher Wahr
scheinlichkeit für die Leistungsverminderung verantwortlich sei. Ausgehend vom Gesundheitszustand vor der Enzephalitis und nach dem Unfall vom 4. Juli 2000 bestehe zur Zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % "gemessen am Vorzu
stand aufgrund der mindestens mittelschweren depressiven Episode" (Urk. 8/29 S. 9 f.).
Demgegenüber attestierte die Psychiaterin Dr.
F._
im psychiatrischen Konsilium vom 5. Juni 2009 (Urk. 8/29 S. 16 ff.) aufgrund der festgestellten mindestens mittelschwer ausgeprägten
depessiven
Episode eine weiterhin beste
hende Arbeitsunfähigkeit von 80 % und empfahl den Beginn einer psychiatri
schen, vor allem eine Optimierung der psychopharmakologischen Behandlung.
Gestützt darauf richtete die SUVA weiterhin Taggelder im Umfang von 80 % aus (Urk. 3/4).
3.3
Gestützt auf diesen Bericht der Rehaklinik
C._
sowie aufgrund der Akten
lage ging Dr. med.
E._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst von Oktober 2007 bis August 2008 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % und anschliessend bis Juni 2009 von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % aus. Ab Juli 2009 erachtete er aufgrund der psychischen Befunde in bisheriger und angepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als gegeben (Urk. 8/31 S. 4) und die IV-Stelle erliess entsprechend diesen Angaben den Vorbescheid vom 31. August 2009 (Urk. 8/33).
Obwohl der Beschwerdeführer bereits in seinem Einwand vom 21. September 2009 darauf hinwies, dass die Psychiaterin Dr.
F._
eine aus psychiatri
scher Sicht weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit von 80 % attestiert habe und die SUVA gestützt darauf nach wie vor ein Unfalltaggeld im Umfang von 80 % ausrichte (Urk. 8/35), hielt Dr.
E._
(RAD) im Rahmen seiner erneuten Beurtei
lung an seiner Einschätzung fest (Urk. 8/39 S. 2). Dies begründete er damit, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % im (neurologischen) Bericht der Spezialsprechstunde Versicherungsmedizin der Rehaklinik
C._
vom 29. Juni 2009 auf der gesamten medizinischen Aktenlage basiere und in dieser Beurteilung unter anderem auch der erwähnte Bericht von Dr.
F._
be
rücksichtigt und
die darin gestellten Diagnosen und die Befunde zusammenge
fasst angeführt worden seien (Urk. 8/39 S. 2).
4.
Dieser Einschätzung ist nicht zuzustimmen. Auch wenn im neurologischen Be
richt der Rehaklinik
C._
, auf den sich die Beurteilung des RAD stützt, unter Ziff. V auch die psychosomatische Beurteilung von Dr.
F._
erwähnt und für die neurologische Stellungnahme berücksichtigt wurde (Urk. 8/29 S. 2), kann für die Beurteilung der invalidenversicherungsrechtlichen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nicht auf diese Beurteilung abgestellt werden. Dabei ist ins
besondere zu beachten, dass im Bericht der Rehaklinik
C._
die wider
sprüchlichen Aussagen zur Arbeitsunfähigkeit nicht diskutiert wurden, die in der Zusammenfassung festgehaltene niedrigere Arbeitsunfähigkeit von lediglich 50 % nicht begründet wurde und die Rehaklinik
C._
auch nicht den Auf
trag hatte, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen.
Gestützt auf den neurologischen Bericht der Rehaklinik
C._
vom 29. Juni 2009 lässt sich die von der IV-Stelle vorgenommene Herabsetzung einer ganzen auf eine halbe Rente somit nicht rechtfertigen. Vielmehr ist aus psychiatrischer Sicht nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % ausgewiesen, was weiter
hin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente gibt.
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 15. April 2010 ist aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist ab Oktober 2009 weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
5.
5.1
Abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Bewilli
gung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Verfah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Die Kosten sind auf Fr. 6
00
.-- an
zusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegne
rin auf
zuerlegen.
5
.2
Gemäss
Art. 61
lit
. g ATSG hat die im Verfahren vor dem kantonalen Versiche
rungsgericht obsiegende,
beschwerdeführende
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.
Die Parteientschädigung für die Vertretung vor dem Sozialversicherungsgericht ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und
nach
Massgabe
des Obsiegens auf Fr. 1’400.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.