Decision ID: 0f8c76e0-5ec2-5ba1-92b5-200f27f189b3
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführer, Angehörige der tschetschenischen Ethnie muslimischen Glaubens aus O._, verliessen ihr Heimatland  eigenen Angaben im Jahr 2006 und gelangten nach Polen. Im Februar 2009 hätten sie Polen verlassen und seien mit dem Bus nach Österreich gefahren. Am X._ seien sie von Österreich her kommend in die Schweiz eingereist, wo sie gleichentags im P._ um Asyl nachsuchten. Am 27. April 2009 wurden der Beschwerdeführer, seine Ehefrau und die Kinder E._ und G._ dort gemäss Art. 26 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) befragt.
Der Beschwerdeführer machte anlässlich der Befragung geltend, im Oktober 2006 zusammen mit seiner Frau und seinen fünf Kindern nach Polen gereist zu sein und dort während zweier Jahre und vier Monaten gelebt zu haben. Sie hätten in Polen um Asyl nachgesucht, die Ersuchen seien jedoch abgelehnt worden. Im Februar 2009 seien er und seine Familie nach Österreich weitergereist, wo sie ebenfalls um Asyl nachgesucht hätten. Auch diese Gesuche seien abgewiesen worden. Er habe in Tschetschenien grosse Probleme gehabt und sein Leben sei dort in Gefahr. Er sei mehrfach festgenommen und  worden. Im Jahr 2001 hätten ihn die (...) gezwungen, für das (...) zu arbeiten, er habe sich aber geweigert und es drohe ihm deshalb eine Gefängnisstrafe. Er sei verdächtigt worden, mit gewissen Banden zusammengearbeitet, U._ sowie Lebensmittel geschmuggelt und verletzte Soldaten zur Behandlung transportiert zu haben. Er sei gezwungen worden, gewisse Papiere zu unterschreiben in einem Fall, welcher ihn betroffen habe. Er sei zunächst  gewesen und habe dem (...) bis Oktober 2006 Informationen über gewisse Personen und Waffen- sowie Lebensmittellieferungen gegeben. Dann aber habe er das Land verlassen. Die Beschwerdeführerin gab an, Russland nur wegen der Probleme ihres Mannes verlassen zu haben und wegen der Kinder in die Schweiz  zu sein. In Tschetschenien komme es immer wieder vor, dass Kinder und junge Männer einfach verschwinden würden.
Den Beschwerdeführern wurde anlässlich der Befragung am 27. April 2009 seitens des BFM das rechtliche Gehör zum Umstand gewährt, wonach sie nach vorinstanzlichen Erkenntnissen in Österreich und in
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Polen Asylgesuche eingereicht hätten und gestützt auf die  mutmasslich Polen und/oder Österreich für die Durchführung ihres Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständig sei, weshalb mutmasslich nicht auf ihr Asylgesuch eingetreten werde und sie aus der Schweiz nach Polen beziehungsweise Österreich weggewiesen würden. Die Beschwerdeführer nahmen dies zur Kenntnis, brachten aber ihren Unmut über die Zustände in Polen zum Ausdruck, was das Asylverfahren betrifft, und erklärten, sie wollten nicht nach Polen zurückkehren, da sie von dort nach Russland zurückgeschafft würden.
B. Mit Schreiben vom 25. August 2009 beantragten die , es sei ihnen Einsicht in die über sie geführten Akten betreffend das hängige Verfahren zu gewähren. Zudem beantragten sie, das BFM habe das Recht auf Selbsteintritt auszuüben und sich für die  Asylgesuche für zuständig zu erklären. Sie hielten fest, dass die Familie psychisch unter der nun seit mehreren Jahren  ungewissen Situation leide und bei einer Rückführung nach Polen aufgrund des dort abgeschlossenen Asylverfahrens mit einer Abschiebung nach Tschetschenien rechnen müsse. Im vorliegenden Fall sei die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in den  zu überprüfen.
C. Am (...) richtete das BFM an die zuständigen polnischen Behörden das Ersuchen, gestützt auf die einschlägigen Staatsverträge (Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen; DAA, SR 0.142.392.68); Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur  des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, der ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat [Dublin-II-VO]; Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit  zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]) die Beschwerdeführer wieder aufzunehmen.
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Mit Antwortschreiben der polnischen Behörde vom (...) stimmten diese einer Wiederaufnahme der Beschwerdeführer zu.
D. Mit Schreiben vom 25. September 2009 gewährte das BFM den  Einsicht in die über sie geführten Akten, mit  von act. A 42/3, bei welchem das öffentliche Interesse an der Geheimhaltung überwiege.
E. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2009 brachten die Beschwerdeführer vor, die hygienischen Zustände im polnischen Flüchtlingslager Q._, wohin sie mutmasslich gebracht werden sollten, seien sehr schlecht, so dass die Gefahr gross sei, dass sie sich bei einer Rückkehr nach Polen mit Hepatitis A anstecken und ernsthaft erkranken könnten.
F. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2009 reichten die Beschwerdeführer ärztliche Berichte nach. Der behandelnde Arzt R._ stellte betreffend den Beschwerdeführer mit Bericht vom 30. September 2009 unter anderem die Diagnose auf Verdacht einer posttraumatischen Belastungsstörung und verwies ihn an das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Universitätsspitals Zürich.
G. Mit Eingabe vom 4. Dezember 2009 reichten die Beschwerdeführer  „Beobachtungsbericht aus dem Schulbereich“ vom 27. November 2009 betreffend die Kinder G._ und I._ ein. Nach  des Oberstufenlehrers S._ würden beide Kinder psychologische Hilfe benötigen, da sie aufgrund ihrer schwierigen  unter grossem psychischem Druck stehen würden.
H. Mit Verfügung vom 6. Januar 2010 trat das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf die Asylgesuche nicht ein, wies die  aus der Schweiz nach Polen weg, ordnete den  Vollzug an und stellte gleichzeitig fest, einer allfälligen  komme keine aufschiebende Wirkung zu. Auf die Begründung der Verfügung wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den  eingegangen.
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I. Mit Eingabe vom 3. Februar 2010 erhoben die Beschwerdeführer durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde und beantragten, die  des BFM vom 6. Januar 2010 sei aufzuheben und das BFM sei anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für das vorliegende Asylgesuch für zuständig zu erklären. Es sei sodann im Sinne vorsorglicher Massnahmen die aufschiebende Wirkung zu  und die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, von einer  nach Polen abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Beschwerde entschieden habe. Sollten die  bereits nach Polen überstellt worden sein, sei das BFM anzuweisen, die Rückführung in die Schweiz zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht wurde um Verzicht auf die Erhebung eines  und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersucht.
J. Mit Telefax vom 3. Februar 2010 setzte der Instruktionsrichter des  den Vollzug der Wegweisung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme vorläufig aus.
K. Mit Eingabe vom 3. Februar 2010 teilte der Rechtsvertreter mit, den Vollzugsbehörden sei es gelungen, mit Ausnahme des  die ganze Familie am 2. Februar 2010 nach Polen . Den Beschwerdeführern sei die Möglichkeit genommen worden, mittels Beschwerde den Vollzug zu stoppen. Es gebe keinen  Grund, den Grundsatz der Einheit der Familie beim  nicht zu beachten. Die Situation in Polen sei beinahe aussichtslos, weshalb ihre Rückführung in die Schweiz zu veranlassen sei.
L. Mit Schreiben vom 12. Februar 2010 an das Bundesverwaltungsgericht teilte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit, die Überstellung seiner Mandanten nach Polen sei erfolgt, bevor der vom  am 3. Februar 2010 verfügte Vollzugsstopp hätte greifen können. Der Vater der Familie, welcher sich im Zeitpunkt der Verhaftung nicht im Durchgangszentrum befunden habe, sei nicht nach Polen gebracht worden und befinde sich nach wie vor in der
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Schweiz. Die Praxis des BFM sei nicht rechtmässig, wie das  mit Urteil vom 2. Februar 2010 entschieden habe. Dadurch werde das Recht auf effektiven Rechtsschutz verletzt. Die Vorinstanz habe somit gegen Art. 13 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verstossen, indem die Entscheideröffnung und der  gleichzeitig erfolgt seien. Dies führe zu einem schweren Nachteil, weil die Überstellung nicht habe verhindert werden können. Die angefochtene Verfügung des BFM sei, wie mit Beschwerde , aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Gestützt auf Art. 56 VwVG und das erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts seien seine Mandanten auf Kosten des BFM wieder in die Schweiz . Die sofortige Überstellung nach Polen sei  und habe für seine Mandanten unmittelbare Konsequenzen.  würden sich nun im Flüchtlingslager Q._ in (...) befinden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 1.3.1 Gemäss Ausführungen der Beschwerdeführer wurde die  Verfügung am 2. Februar 2010 eröffnet. Ein Beleg für die  befindet sich nicht in den Akten. Aufgrund der Aktenlage  jedoch keine Zweifel, dass die vorinstanzliche Verfügung am 2. Februar 2010 eröffnet wurde, weshalb auf einen Nachweis der Er-
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öffnung, der durch das BFM zu erbringen ist, verzichtet werden kann. Die Beschwerde ist somit frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 2 AsylG Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG).
1.3.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG ist zur Beschwerde , wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat. Praxisgemäss muss ein Beschwerdeführer nicht nur beim Einreichen eines Rechtsmittels, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung über ein aktuelles praktisches Interesse an der Überprüfung der von ihm erhobenen Rügen verfügen, damit das Gericht nicht über bloss theoretische Fragen entscheidet (vgl. BVGE 2009/9 E. 1.2.1 und BVGE 2007/12 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Danach liegt ein aktuelles praktisches Interesse an der Überprüfung nur dann vor, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der Beurteilung durch das Gericht noch besteht und durch die beantragte Aufhebung des angefochtenen Akts beseitigt würde. Das Interesse ist sodann schutzwürdig, wenn durch den  des Verfahrens die tatsächliche und rechtliche Situation des  noch beeinflusst werden kann. Dies trifft fraglos auf den sich in der Schweiz befindenden Beschwerdeführer zu.
Fraglich ist indessen, ob die sich bereits in Polen aufhaltenden übrigen Familienmitglieder noch ein schutzwürdiges Interesse haben, da die verfügte Überstellung bereits erfolgt ist. Gemäss dem Urteil des  E-5841/2009 vom 2. Februar 2010 kann ein Beschwerdeführer im vorliegend interessierenden Dublin-Verfahren grundsätzlich aber auch aus dem von der Vorinstanz als zuständig  Dublin-Staat eine Beschwerde einreichen oder den  in diesem Staat abwarten. Die bereits überstellte Person verliert ihr aktuelles Rechtsschutzinteresse allein durch den Vollzug der Wegweisung nicht (vgl. das zur Publikation vorgesehene Urteil BVGE E-5841/2009 vom 2. Februar 2010 E. 1.2.3 S. 15 f.).  ist demnach das aktuelle Rechtsschutzinteresse der Mutter und der Kinder selbst dann nicht weggefallen, wenn sie bereits nach Polen überstellt worden sind und sich nicht mehr in der Schweiz . Die Beschwerdeführer haben somit ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Verfügung beziehungsweise  Änderung; sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde , zumal auch die übrigen Voraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 VwVG erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des Schriftenwechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).
4. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu  (Art. 32-35 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die  zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. die diesbezüglich weiterhin zutreffende Rechtsprechung der  Asylrekurskommission (ARK) in Entscheidungen und  der ARK [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f. sowie Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-7878/2008 vom 31. Dezember 2008). Die Beschwerdeinstanz enthält sich einer selbständigen materiellen Prüfung und weist die Sache – sofern sie den Nichteintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück. Die Vorinstanz prüft die Frage der Wegweisung und des  materiell, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt.
5. 5.1 Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Februar 2010 wurde der Wegweisungsvollzug vorsorglich . Der Beschwerdeführer konnte in der Schweiz verbleiben, da er sich im Zeitpunkt, als die Vollzugsorgane beim Durchgangszentrum eintrafen, sich nicht dort befand. Die übrigen Familienmitglieder  vor der Vollzugsaussetzung nach Polen überstellt. Das  hielt mit Urteil E-5841/2009 vom 2. Februar 2010 fest, es fehle gegenwärtig an einer gültigen gesetzlichen Grundlage für den sofortigen Wegweisungsvollzug in Dublin-Verfahren (E. 4.3.3 S. 28). Es qualifizierte die beschriebene Praxis der Vorinstanz in Dublin- mangels expliziter gesetzlicher Grundlage und infolge Wider-
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spruchs zum AsylG, zum VwVG und zur Dublin-II-VO als nicht  (E. 4.5 S. 28). Im erwähnten Fall bestand die Notwendigkeit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung wegen begründeter  einer Verletzung von Art. 3 EMRK durch die Schweiz (), welche ihrerseits auf verschiedenen Indizien beruhe, dass die Lebens-, Unterbringungs- und Haftbedingungen in Griechenland menschenrechtswidrig seien und eine Abschiebung der  ins Heimatland drohen könnte. Berücksichtigt wurde zudem der Umstand, dass der effektive Zugang zum Asylverfahren in  mangelhaft sein könnte, was eine indirekte Verletzung des -Verbots zur Folge haben könnte (vgl. zur Publikation  Urteil BVGE E-5841/2009 E. 5.6 S. 31 f.).
5.2 Es stellt sich die Frage, ob den Beschwerdeführern durch das  der Vorinstanz beziehungsweise der kantonalen Behörden ( der Verfügung des BFM durch den Kanton an die  und gleichzeitig per Telefax an den Rechtsvertreter,  Wegweisungsvollzug sowie Überstellung in den als zuständig  Dublin-Staat) der effektive Rechtsschutz nach Art. 13 EMRK entzogen wurde.
5.3 Es ist festzustellen, dass vorliegend unter Hinweis auf das  Grundsatzurteil die in den Rechtsmitteleingaben vorgebrachte Unrechtmässigkeit der Vollzugspraxis des BFM im Wesentlichen  ist. Die Nichtbeachtung der oben in E. 5.1 dargelegten Grundsätze würde angesichts ihrer formellen Natur grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen. Indessen ist zu , dass die vorinstanzliche Verfügung vom 6. Januar 2010 und somit vor dem erwähnten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Februar 2010 datiert, weshalb die darin festgelegten  noch nicht beachtet werden konnten. Im Weiteren kann gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-2089/2009 vom 7. April 2009) - und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt - nicht davon  werden, die Beschwerdeführer würden im Fall einer  nach Polen der konkreten Gefahr („real risk“) ausgesetzt, in einer Art. 3 EMRK zuwiderlaufenden Weise behandelt zu werden. Eine  Wirkung im Sinne von Art. 107a AsylG wäre somit nicht gewährt worden. Es erscheint deshalb angezeigt, den  zu heilen, zumal den asylsuchenden Personen in materieller Hinsicht kein Nachteil erwachsen ist (vgl. hierzu EMARK 1999 Nr. 3
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E. 3.c S. 20 f.). Davon kann vorliegend aufgrund der Akten  werden. Zum Einen kann der entscheidwesentliche Sachverhalt aufgrund der Befragungsprotokolle als hinreichend erstellt erachtet werden, zum Anderen stand den Beschwerdeführern auch auf Beschwerdeebene die Möglichkeit offen, sich nochmals einlässlich zu ihren Gründen, die gegen eine Rückführung nach Polen sprechen, zu äussern. Die Beschwerdeführer konnten die vorinstanzliche Verfügung denn auch innert der gesetzlichen Beschwerdefrist anfechten. Zudem ergibt sich aus den Rechtsmitteleingaben keine Notwendigkeit,  Abklärungen im Sinne von Art. 41 AsylG zu veranlassen. Der verfahrensrechtliche Mangel kann vorliegend deshalb als geheilt  werden.
6. 6.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn  in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die  des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich  ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG).
6.2 Das BFM hielt zur Begründung seines Nichteintretensentscheids im Wesentlichen fest, ein Fingerabdruckvergleich habe ergeben, dass der Beschwerdeführer, dessen Ehefrau und dessen Tochter E._ in Polen im Rahmen von Asylgesuchen daktyloskopisch erfasst  seien. Anlässlich der Befragung vom 27. April 2009 hätten sie  Aufenthalt in Polen bestätigt und erklärt, dass sie von dort über Österreich, wo sie ebenfalls um Asyl nachgesucht hätten, in die Schweiz gereist seien. Folglich sei Polen zur Durchführung des  zuständig. Die polnischen Behörden hätten am (...) einer Übernahme der Beschwerdeführer zugestimmt. Auf die Asylgesuche sei somit nicht einzutreten.
Der Vollzug der Wegweisung nach Polen sei zulässig und möglich. Betreffend die Zumutbarkeit hielt das BFM fest, dass Polen seinen asylrechtlichen Verpflichtungen im Rahmen der Dublin-II-VO . Bezüglich der medizinischen Vorbringen sei festzuhalten, dass aus den Urteilen des österreichischen Asylgerichtshofs vom (...) hervorgehe, ein österreichischer Facharzt für Neurologie und Psychiatrie habe die beiden Eltern am (...) untersucht und keine belastungsabhängige krankheitswertige psychische Störung oder sonstige psychische Krankheitssymptome festgestellt. Angesichts dieser im Jahr 2009 erfolgten vertieften psychiatrischen Abklärungen
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sowie der Tatsache, dass die ärztliche Stellungnahme des  Facharztes für innere, psychosomatische und psychosoziale Medizin lediglich von einem Verdacht auf eine posttraumatische  ausgehe und zudem bis anhin keine weiteren  im Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des  Zürich erfolgt seien, sei auf das medizinische Abklärungsergebnis des österreichischen Arztes abzustützen.
Die psychiatrischen Abklärungen in Österreich, welche psychische Krankheitssymptome bei der Beschwerdeführerin verneint hätten,  lediglich die unter dem Punkt „Allfällige Bemerkungen“ des schweizerischen ärztlichen Berichtes gemachte Diagnose, dass die Ehefrau und fünf Kinder ebenfalls unter psychischen Kriegsfolgen  würden, in Frage stellen. Kriegsbedingte psychische Probleme der Kinder des erwähnten Ehepaars seien auch deshalb zu verneinen, weil, so müsse aus dem österreichischen Gerichtsurteil geschlossen werden, zum Zeitpunkt des österreichischen Asylverfahrens keine Wegweisungshindernisse aus psychischen Gründen geltend gemacht worden seien. Es könne davon ausgegangen werden, dass solche schon damals bestanden hätten und wie im Falle der Eltern auch geltend gemacht worden wären. All dies führe zum Schluss, dass das vom Oberstufenlehrer in seinem Schreiben vom 27. November 2009 geltend gemachte aggressive beziehungsweise unruhige Verhalten von G._ und I._ nicht mit der Situation im Heimatstaat in Beziehung stehe, sondern möglicherweise mit der unstabilen Situation der Familie, welche sich einer drohenden Wegweisung regelmässig durch den Wegzug in ein anderes Land entziehe.
Was schliesslich die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten für Asylbewerber in Polen betreffe, sei anzumerken, dass der vom  eingereichte Bericht zur Situation der tschetschenischen Asylbewerber von 2005 nicht geeignet sei, die heutige medizinische Versorgung der Asylbewerber in jenem Land in Frage zu stellen. Auch habe der Rechtsvertreter sein Vorbringen, dass sich die medizinische Situation seither nicht geändert habe, in keiner Weise begründet. Weiter liessen sich aus der Erkrankung einer Familie russischer  an Hepatitis A in einem polnischen Flüchtlingslager – wobei den eingereichten ärztlichen Berichten nach zu urteilen lediglich zwei der vier Kinder jener Familie, die früher in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt habe, erkrankt seien – keine allgemeinen Schlüsse bezüglich der medizinischen Situation der Asylsuchenden in Polen ableiten.
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Ganz im Gegenteil müsse aufgrund der vorliegenden Aktenlage davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführer während ihres Aufenthaltes in Polen die notwendige medizinische Betreuung erhalten hätten. Folglich dränge sich der Schluss auf, dass der polnische Staat in medizinischer Hinsicht seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachgekommen sei. Es sei davon auszugehen, dass die ärztliche und psychologische Betreuung der Asylsuchenden in Polen gewährleistet sei und die Beschwerdeführer dort über die notwendigen  verfügen würden. Dabei sei sicherlich zu , dass die medizinische Betreuung von Asylsuchenden nicht immer das optimalste Niveau erreiche, wie die langen Wartezeiten im Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Universitätsspitals  nur zu gut illustriere. In diesem Sinne würde das BFM die  nach Polen selbst im Fall einer erwiesenen posttraumatischen Belastungsstörung bejahen.
Überdies könne davon ausgegangen werden, dass Asylsuchende,  befürchten würden, ihre medizinische Versorgung sei im Heimat- oder Drittstaat nicht gewährleistet, erfahrungsgemäss diesbezügliche Vorbringen bereits bei der ersten Befragung respektive dem rechtlichen Gehör zur Wegweisung geltend machen würden. Die Eltern hätten zu diesem Zeitpunkt die zuvor im Rahmen des österreichischen Asylverfahrens vorgebrachten psychischen Probleme in keiner Weise erwähnt, sondern hätten lediglich auf innere Verletzungen  auf einen hohen Blutdruck hingewiesen. Weiter sei auch nicht nachvollziehbar, weshalb die Mutter die bei den österreichischen Behörden geltend gemachten Herzprobleme und starken  wie auch die Gehirnprobleme ihres Sohnes I._ im Rahmen des schweizerischen Asylverfahrens nicht geltend gemacht habe.  verschiedenen Ungereimtheiten führten zur Annahme, dass die  bewusst versuchen würden, mittels nicht existierender oder zumindest nicht schwerwiegender medizinischer Probleme den Vollzug der Wegweisung in einen Dritt- oder den Heimatstaat zu . In Anbetracht der Zumutbarkeit der Wegweisung nach Polen erübrige es sich schliesslich, die Zumutbarkeit der Wegweisung in den Heimatstaat beziehungsweise die dortigen Behandlungsmöglichkeiten sowie die Gewährung einer medizinischen Rückkehrhilfe zu prüfen, wie dies ersucht worden sei.
6.3 Gemäss den Akten steht fest, dass die Beschwerdeführer am 21. Oktober 2006 erstmals in Polen daktyloskopiert wurden. Bei dieser
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Sachlage ist Polen für die Durchführung der Asylanträge der  zuständig. Die polnischen Behörden stimmten einer Wiederaufnahme gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO am (...) zu.
6.4 Die Beschwerdeführer können somit ohne weiteres in den  (Polen) ausreisen, welcher für die Prüfung ihrer Asylanträge staatsvertraglich zuständig ist. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass Polen sich nicht an die massgebenden völkerrechtlichen , insbesondere an das Refoulement-Verbot oder die  Normen der EMRK halten würde. Im Vorfeld der Aufnahme in die Europäische Union (EU) wurde Polen, wie alle , vielmehr hinsichtlich der Einhaltung seiner  Verpflichtungen (auch im Asylbereich) überprüft, und hat mit der Aufnahme in die EU den acquis der EU im Bereich Menschenrechte übernommen.
In der Rechtsschrift wird indessen vorgebracht, die Situation  Asylbewerber und Flüchtlinge in Polen sei  und es müsse unter Berücksichtigung des in Polen erfolglos durchlaufenen Asylverfahrens davon ausgegangen werden, dass eine Rückführung nach Polen eine Abschiebung nach Tschetschenien nach sich ziehen würde. Es bestehe sodann die Gefahr, dass der  in Tschetschenien inhaftiert und gefoltert werde. Auch wenn nach der Dublin-II-VO alle Mitgliedstaaten als sichere Staaten für  gelten würden, die den Grundsatz des Non- achten, enthebe dies den einzelnen Staat nicht von der , Personen, welche Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention seien, vor der Abschiebung in die Gefahr zu schützen. Da das  in Polen noch nicht dem europarechtlichen Standard entspreche, bestünden vorliegend begründete Anhaltspunkte für eine Verletzung von Art. 3 EMRK bei einer Überstellung nach Polen, welche vermutlich die Abschiebung nach Tschetschenien zur Folge hätte.
Die allgemeine Kritik am polnischen Asylverfahren, insbesondere das Vorbringen, Polen erfülle die Mindestanforderungen an ein  Asylverfahren nicht, vermag nichts zu Gunsten der  zu bewirken, da diese Aussage nicht mit den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts zu vereinbaren ist. Es sind zudem keine Anhaltspunkte für eine Kettenabschiebung ersichtlich, zumal die  über zwei Jahre in Polen lebten und – auch wenn ihre
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Asylgesuche dort abgelehnt worden sein sollten – nicht konkret , es seien von den polnischen Behörden Bemühungen zum Vollzug einer allenfalls angeordneten Wegweisung nach Russland  worden. Da es im vorliegenden Verfahren lediglich darum geht, die Voraussetzungen einer Rückführung nach Polen im Rahmen der Dublin-II-VO zu prüfen, ist auf die Vorbringen in Bezug auf die  in Tschetschenien nicht weiter einzugehen.
6.5 Die Beschwerdeführer räumen zwar ein, dass gemäss den Kriterien der Dublin-II-VO Polen für die Durchführung des  zuständig sei. Sie beantragen indessen, das BFM habe das Selbsteintrittsrecht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO auszuüben, da die Lage für tschetschenische Asylsuchende in Polen sehr schlecht sei. Dies gehe aus dem Bericht „Die Situation tschetschenischer Asylbewerber und Flüchtlinge in Polen und Auswirkungen der  Dublin II“ aus dem Jahr 2005 hervor. Polen habe im  der Erstellung des Berichts gravierende Probleme im Sozial- und Gesundheitssystem aufgewiesen und es hätten grosse Defizite in der medizinischen und sozialen Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen bestanden. Psychosoziale und therapeutische Versorgung für Traumatisierte und Folteropfer seien in Polen nicht gewährleistet gewesen. Auch wenn dieser Bericht vor längerer Zeit erfasst worden sei, würden die Angaben mit dem übereinstimmen, was die  erlebt hätten. Die Situation habe sich bis heute nicht verbessert. Gemäss Jahresberichten von amnesty international sei die Lage insbesondere für Kranke und grosse Familien nach wie vor besorgniserregend.
Hierzu ist festzuhalten, dass gemäss allgemein zugänglichen Quellen Asylsuchende in Polen dieselben Leistungen in der  bekommen sollen wie polnische Staatsangehörige. Auch wenn die medizinische Versorgung von Asylsuchenden nicht in vollem Umfang gewährleistet sein sollte, spricht dies nicht gegen eine  nach Polen. Gemäss der Praxis des Europäischen  für Menschenrechte (EGMR) kann der Vollzug der Wegweisung eines abgewiesenen Asylsuchenden mit gesundheitlichen Problemen im Einzelfall einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen; hierfür sind jedoch ganz aussergewöhnliche Umstände vorausgesetzt (vgl. EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1. S. 211 f., mit einer Zusammenfassung der Rechtsprechung des EGMR). Vorliegend können solche ganz  Umstände („very exceptional circumstances“), wie sie
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der EGMR in seinem Urteil vom 2. Mai 1997 i.S. D. gegen  feststellte, wo neben einer kurzen Lebenserwartung  des an AIDS erkrankten Auszuweisenden erschwerend die  eines Todes unter extremen physischen und psychischen Leiden hinzukam (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.1.3), bei einer Rückkehr nach Polen insbesondere des Beschwerdeführers, bei dem der Verdacht einer posttraumatischen Belastungsstörung besteht, hinlänglich  werden, auch wenn der Standard in dortigen  Kliniken nicht jenem in der Schweiz entsprechen sollte. Der  der Wegweisung nach Polen erweist sich in Berücksichtigung  Aspekte somit als zulässig.
Das BFM verwies in der Begründung der angefochtenen Verfügung unter anderem auf einen Bericht eines österreichischen Facharztes für Neurologie und Psychiatrie, wonach bei den Eltern keine  krankheitswertige psychische Störung oder sonstige psychische Krankheitssymptome festgestellt worden seien. In der  wird vorgebracht, zu Ungunsten der Beschwerdeführer  auf ein Zeugnis eines österreichischen Arztes verwiesen, welches dem Rechtsvertreter gar nicht vorliege. Die Vorinstanz bezieht sich auf ein von den Beschwerdeführern selbst eingereichtes Beweismittel, nämlich die Entscheide des (...) (vgl. act. A 6/70), in welchen unter anderem gestützt auf den Bericht eines österreichischen Arztes das Bestehen schwerwiegender Erkrankungen verneint wurde. Dieses Beweismittel wurde gemäss dem vorinstanzlichen Aktenverzeichnis von einer Akteneinsicht nicht ausgenommen. In der Beschwerde wird zudem nicht vorgebracht, die laut Ziffer 6 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung editionspflichtigen Akten seien nicht vollständig zugestellt worden. Bei dieser Sachlage liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.
7. Das BFM ist in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG demnach zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer nicht eingetreten, weshalb es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der  sowie die eingereichten Beweismittel einzugehen. Die Anträge, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, das BFM sei anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für das vorliegende Asylgesuch für zuständig zu erklären, sind somit .
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8. 8.1 Das Nichteintreten auf ein Asylgesuch hat in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Vorliegend ist keine Ausnahme von diesem Grundsatz ersichtlich (vgl. EMARK 2001 Nr. 21). In Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ist die Frage nach der Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) des Nichteintretensentscheides. Auf die Frage einer drohenden Verletzung des Non-Refoulement-Gebots muss an dieser Stelle nicht weiter  werden.
8.2 Weiter stellt sich die Frage nach der Zumutbarkeit des  in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt von Art. 83 Abs. 1 und 4 AuG, sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen des Selbsteintrittsrechts oder gegebenenfalls – sofern sich Familienmitglieder in verschiedenen Dublin-Staaten befinden und allenfalls zusammengeführt werden sollten – bei der Ausübung der sog. Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin-II-VO).
8.3 Nach dem Gesagten sind die vom BFM verfügte Wegweisung und deren Vollzug zu bestätigen.
9. Den Beschwerdeführern ist es nicht gelungen darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
10. Mit dem Urteil in der Hauptsache sind die Gesuche um  der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. Der Antrag, die Beschwerdeführerin und die Kinder in die Schweiz , erweist sich nach dem Gesagten ebenfalls als .
11. Aufgrund vorstehender Erwägungen erweist sich die Beschwerde als aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist. Bei diesem  des Verfahrens sind die Kosten auf insgesamt Fr. 600.-- festzu-
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setzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).
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