Decision ID: 5a9f8cad-f3bf-4b0b-a07f-d99a1d969771
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanne Friedauer, c/o Kieser Senn Partner,
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,
gegen
1. Sammelstiftung H._,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Walter Wagner, Poststrasse 23,
9001 St. Gallen,
2. Sicherheitsfonds BVG, Geschäftsstelle, Postfach 1023, 3000 Bern 14,
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Beklagte,
und
Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstellte Zürich, Binzstrasse 15, Post-
fach 2855, 8022 Zürich
Beigeladene,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a K._ war ab 1. August 2000 bei der A._ vollzeitlich als Sanitärmonteur
angestellt und dadurch bei der H._ (nachfolgend: H._) berufsvorsorgeversichert.
Nachdem die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 18. Dezember 2000 auf den 31.
Januar 2001 gekündigt hatte, meldete sich der Versicherte ab 1. Februar 2001 zum
Bezug von Arbeitslosentaggeldern bei der Arbeitslosenversicherung an (Anmeldung
vom 29. Januar 2001 [act. G 29: ALV-Akten]). In der Arbeitgeberbescheinigung vom 14.
Februar 2001 wurde als Kündigungsgrund vermerkt, dass der Versicherte im Zeitpunkt
der Kündigung oder während der Kündigungsfrist an der Arbeitsleistung infolge
Krankheit seit dem 20. November 2000 verhindert gewesen sei (act. G 29). Aufgrund
des ALV-Leistungsbezugs ab Februar 2001 war er bei der Stiftung Auffangeinrichtung
BVG berufsvorsorgeversichert. Der Hausarzt Dr. med. B._ bescheinigte im
Arztbericht vom 25. Oktober 2001 zu Handen der Invalidenversicherung für die Zeit
vom 13. bis 16. November 2000, vom 27. Februar bis 19. März 2001 und vom 3. bis 8.
Juli 2001 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Seit 9. Juli 2001 habe bis auf weiteres eine
50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Der Arzt verwies diesbezüglich auf eine psychische
Erkrankung (act. G 13.1/7;act. G 24: IV-Akten). Im Nachgang zu einem Aufenthalt in der
Psychiatrischen Klinik Münsterlingen (act. G 13.1/4) arbeitete der Versicherte ab 24.
April 2001 vollzeitlich bei der C._ als Hilfssanitärmonteur. Dadurch war er bei der
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Sammelstiftung I._ berufsvorsorgeversichert. Diese Sammelstiftung wurde vom
Sicherheitsfonds BVG in Liquidation gesetzt mit der Folge einer allfälligen
Leistungszuständigkeit des Sicherheitsfonds BVG (act. G 1.1/6). Die Arbeitgeberin
kündigte den Arbeitsvertrag infolge Arbeitsmangel mit Schreiben vom 18. Juli 2001 auf
den 31. August 2001, worauf sich der Versicherte am 6. August 2001 ab 1. September
2001 erneut zum Leistungsbezug bei der Arbeitslosenversicherung anmeldete (act. G
29).
A.b Am 18. Juli 2001 hatte sich der Versicherte auch bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug angemeldet (act. G 13.1/6). Mit Verfügung vom 15. Juli 2004
sprach ihm die IV ab 1. Juli 2002 nach Ablauf der seit 3. Juli 2001 laufenden einjährigen
Wartefrist bei einem IV-Grad von 50% eine halbe IV-Rente zu (act. G 24). Auf Grund
einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gewährte ihm die IV mit Verfügung
vom 24. November 2005 mit Wirkung ab 1. Juli 2004 auf der Basis eines 100%igen IV-
Grades eine ganze Rente (act. G 24). Mit Schreiben vom 18. Januar und 23. März 2007
verneinten sowohl die H._ als auch der Sicherheitsfonds BVG ihre
Leistungszuständigkeit aus beruflicher Vorsorge (act. G 1.1/6f).
B.
B.a Am 11. Februar 2008 liess der Versicherte durch Rechtsanwältin lic.iur. S.
Friedauer, Zürich, gegen die H._ (Beklagte 1) und den Sicherheitsfonds BVG
(Beklagte 2) Klage erheben mit den Anträgen, die Beklagte 1 sei zu verpflichten, dem
Kläger mit Wirkung ab 1. Juli 2004 eine IV-Rente basierend auf einem IV-Grad von
100% von mindestens Fr. 12'419.-- und drei Kinderrenten in der Höhe von mindestens
Fr. 2'484.-- zu bezahlen (Antrag 1). Sollte Antrag 1 der Klage nicht gutgeheissen
werden, so sei die Beklagte 2 zu verpflichten, dem Kläger ebenfalls mit Wirkung ab
dem 1. Juli 2004 eine jährliche IV-Rente basierend auf einem IV-Grad von 100% von
mindestens Fr. 10'812.-- und zusätzlich drei Kinderrenten pro Jahr von mindestens Fr.
2'162.-- zu bezahlen (Antrag 2). Weiter seien die nachzuzahlenden Rentenbetreffnisse
ab dem 11. Februar 2008 zu verzinsen (Antrag 3) - unter Entschädigungsfolgen
zulasten der Beklagte 1 resp. eventualiter zu Lasten der Beklagten 2. Die
Rechtsvertreterin führte in der Begründung unter anderem aus, dass der Kläger seit
dem 27. Februar 2001 aus psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit massgeblich
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eingeschränkt sei und diese Erkrankung schlussendlich zur Invalidität geführt habe. Der
sachliche Kausalzusammenhang sei diesbezüglich im Gegensatz zum zeitlichen
unbestritten. Der Entscheid der Invalidenversicherung sei keiner der involvierten
Vorsorgeeinrichtungen eröffnet worden, weshalb er betreffend die Frage, bei welchem
Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sei, keine Bindungswirkung entfalte.
Während des Klinikaufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Weil
die Arbeitsfähigkeit vom 20. März bis 2. Juli 2001 lediglich 69 Tage betrage, werde
damit der zeitliche Zusammenhang durch die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit
nicht unterbrochen, nachdem sich der Kläger lediglich zu 50% arbeits- und
vermittlungsfähig gemeldet habe. Deshalb sei er zum Zeitpunkt der Hospitalisation
noch bei der Beklagten 1 vorsorgeversichert gewesen und diese sei leistungspflichtig
(act. G 1).
B.b Die Beklagte 2 beantragte in ihrer Klageantwort vom 10. März 2008 die
Abweisung der Anträge 2 und 3 der Klage, soweit in Verbindung mit Antrag 2 stehend.
Zur Begründung legte sie unter anderem dar, auf Grund schlüssiger medizinischer und
arbeitsrechtlicher Hinweise in den IV-Akten sei davon auszugehen, dass der Kläger
bereits vor Eintritt in die Vorsorgeeinrichtung der Beklagten 2 durchgehend zu
mindestens 20% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen und dass die
Wiederaufnahme der Arbeit bei der C._ lediglich als Arbeitsversuch und nicht als
dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit zu werten sei (act. G 6).
Die Beklagte 1, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. W. Wagner, St. Gallen, beantragte
in ihrer Klageantwort vom 9. Mai 2008 die vollumfängliche Abweisung der Klage, unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers. Zur Begründung legte der
Rechtsvertreter unter anderem dar, aus den Akten gehe nicht hervor, dass der Kläger
ab 1. Februar 2001 lediglich zu 50% arbeitsfähig und vermittlungsfähig gewesen sei.
Eine erhebliche, offensichtliche und dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
habe erst ab 3. Juli 2001 bestanden. Eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit sei
gemäss dem Arztzeugnis von Dr. B._ während dem Versicherungsverhältnis mit der
Beklagten 1 nicht attestiert worden. Auch wenn die Gesundheit des Klägers bei der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Rolle gespielt habe, habe keine funktionelle
Leistungseinbusse festgestellt werden können. Die belegte Arbeitsunfähigkeit vom 13.
bis 16. November 2000 könne jedenfalls nicht als dauerhaft qualifiziert werden. Durch
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die Wiederaufnahme einer vollen Erwerbstätigkeit wäre bei einem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit am 27. Februar 2001 die zeitliche Konnexität gebrochen.
Schliesslich sei mit Ausrichtung der Arbeitslosentaggelder ab 1. Februar 2001 ein
neues Vorsorgeverhältnis begründet worden, weshalb die Beklagte 1 auch keine
Nachdeckung zu leisten habe. Die Beklagte 1 habe daher keine Leistungen zu
erbringen, selbst wenn der vorsorgerechtlich massgebende Zeitpunkt der Invalidität
(Arbeitsunfähigkeit) auf den 27. Februar 2001 festgesetzt werde. Für den Beginn der
invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit seien grundsätzlich die Feststellungen der IV
verbindlich (act. G 13).
B.c Mit Replik vom 16. Juni 2008 hielt die Rechtsvertreterin des Klägers an ihren
Anträgen fest. Sie führte ergänzend aus, dass die Beklagte 2 leistungspflichtig wäre,
falls tatsächlich davon ausgegangen werde, dass der Kläger nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses bei der A._ zu 100% arbeits- und vermittlungsfähig gewesen sei.
Dann hätte die Invalidenversicherung das Wartejahr zu Recht auf den Juli 2001
eröffnet, weil die längere Zeit dauernde volle Arbeitsfähigkeit den zeitlichen
Zusammenhang unterbrochen hätte. Die Rechtsvertreterin beantragte deshalb die
Beiladung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG in dieses Verfahren (act. G 18).
B.d In der Duplik vom 3. Juli 2008 hielt die Beklagte 1 an ihren Standpunkten fest und
beantragte die Edition der Akten der Arbeitslosenkasse des Kantons Thurgau (act. G
21).
Die Beklagte 2 bestätigte in der Duplik vom 3. Juli 2008 ihren Antrag und ihre
Ausführungen. Selbst wenn vorübergehend eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben
gewesen wäre, müsste der zeitliche Kausalzusammenhang zwischen der spätestens im
Februar 2001 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit (mit Hospitalisation) und der
anschliessenden Invalidität dennoch bejaht werden. Diesfalls wäre dem Umstand
Rechnung zu tragen, dass der Kläger seit mehreren Jahren an schweren psychischen
Beschwerden leide, die immer wieder zu Arbeitsunfähigkeiten und zweimal zu einem
Klinikaufenthalt geführt hätten (act. G 22).
B.e Das Gericht zog in der Folge die Akten der IV-Stelle des Kantons Thurgau (act.
G 24) und des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenkasse, Frauenfeld (act.
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G 29), bei, welche den Parteien zur Einsicht und allfälliger Stellungnahme zugesandt
wurden. Im Schreiben vom 10. September 2008 führte die Beklagte 2 aus, aus den
Akten der Arbeitslosenkasse gehe hervor, dass der Kläger bereits während seiner
Anstellung bei der A._ und damit während der Versicherungszeit bei der Beklagten 1
massgeblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Die Arbeit bei der
C._ sei lediglich als Arbeitsversuch und nicht als dauerhafte Wiedererlangung der
Erwerbsfähigkeit zu betrachten. Schliesslich könne gemäss der Rechtsprechung der
Zeit der Arbeitslosigkeit bei voller Vermittlungsfähigkeit nicht die gleiche Bedeutung
beigemessen werden wie Zeiten der effektiven Erwerbstätigkeit (act. G 31). Der Kläger
liess in der Stellungnahme vom 22. September 2008 festhalten, dass ihn sein Hausarzt
ab 1. Februar 100% arbeitsfähig geschrieben habe, damit er nach erfolgter Kündigung
Leistungen der Arbeitslosenversicherung habe beziehen können. Damit stelle sich der
Sachverhalt etwas anders dar als in der Klageschrift vom 11. Februar 2008 aufgeführt,
was jedoch nichts an den grundlegenden Ausführungen bezüglich des Anspruchs des
Klägers gegenüber der Beklagten 1 sowie am Eventualantrag gegenüber der Beklagten
2 ändere. Der Kläger sei bereits während dem Arbeitsverhältnis bei der A._ zwischen
dem 20. November 2000 und 31. Januar 2001 arbeitsunfähig gewesen, was der Kläger
sowie die Arbeitgeberin gegenüber der Arbeitslosenversicherung bestätigt hätten (act.
G 32). Der Rechtsvertreter der Beklagten 1 nahm im Schreiben vom 22. September
2008 sowie in einer nachträglichen Eingabe vom 23. September 2008 Stellung. Er legte
unter anderem dar, der Arbeitgeberbescheinigung der A._ vom 14. Februar 2001
lasse sich entgegen den klägerischen Behauptungen nirgends entnehmen, dass der
Kläger zwischen dem 20. November 2000 und dem 31. Januar 2001 aus
Krankheitsgründen arbeitsunfähig gewesen sei. Diese Behauptung stehe auch in
krassem Widerspruch zu dem Arztbericht von Dr. B._ vom 25. Oktober 2001. Aus der
falsch zitierten Arbeitgeberbescheinigung könnten keine Rechte abgeleitet werden (act.
G 33 und 35).
B.f Dr. med. D._, FMH Psychiatrie/Psychotherapie, beantwortete eine Anfrage des
Versicherungsgerichts vom 2. Februar 2009 (act. G 37) mit Schreiben vom 9. Februar
2009 dahingehend, dass er keine Auskunft über den Kläger geben könne, da es mehr
als 10 Jahre her sei, seit dieser in seiner Sprechstunde gewesen sei, und er seither
nichts mehr von ihm gehört habe. Die Aktenaufbewahrungspflicht dauere 10 Jahre und
nicht länger (act. G 38).
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B.g Am 19. Februar 2009 lud das Versicherungsgericht die Stiftung
Auffangeinrichtung BVG zum Verfahren bei (act. G 40).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2005 trat die 1. BVG-Revision, welche auch eine Änderung der
Leistungsvoraussetzungen bei Invalidität (Art. 23 BVG) und der Leistungshöhe (Art. 24
BVG) mit sich brachte, in Kraft. Gemäss Art. 23 BVG, in Kraft gestanden bis 31.
Dezember 2004, haben Anspruch auf Invalidenleistungen Personen, die im Sinne der IV
zu mindestens 50 Prozent invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren
Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Nach Art. 23 lit. a BVG (neue
Fassung) haben (im Obligatoriumsbereich) Anspruch auf Invalidenleistungen Personen,
die im Sinn der IV zu mindestens 40 Prozent invalid sind und bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren.
Anspruch auf eine volle Invalidenrente hat die versicherte Person, wenn sie im Sinn der
IV zu mindestens 70 Prozent invalid ist. Bei mindestens 60 prozentiger Invalidität
besteht Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Der Anspruch auf eine halbe Rente setzt
einen Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent voraus und derjenige auf eine
Viertelsrente einen solchen von mindestens 40 Prozent (Art. 24 Abs. 1 BVG). - In
zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467). Vorliegend sprach die Invalidenversicherung dem Kläger mit Wirkung ab Juli 2002
eine halbe Rente zu (act. G 13.1/8). Soweit mit Blick auf den IV-Rentenentscheid davon
auszugehen ist, dass das Klageverfahren Leistungsansprüche ab Juli 2002 betrifft, ist
das bis 31. Dezember 2004 gültig gewesene Recht der obligatorischen beruflichen
Vorsorge anzuwenden, soweit ihm neben den reglementarischen Regelungen der
Beklagten eine eigenständige Bedeutung zukommt. Die Frage, ob eine der Beklagten
leistungspflichtig ist und wenn ja, ab welchem Zeitpunkt, ist nachstehend zu prüfen.
2.
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2.1 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der
Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich,
dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in
der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist. Aufgrund von Art. 6 BVG steht
es den Vorsorgeeinrichtungen frei, den Invaliditätsbegriff bereits in der obligatorischen
Versicherung zugunsten des Versicherten zu erweitern oder Invalidenrenten schon bei
einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% auszurichten. Die Vorsorgeeinrichtungen
sind frei in der Wahl des Invaliditätsbegriffs; sie haben sich aber an eine einheitliche
Begriffsanwendung zu halten. Gehen sie ausdrücklich oder unter Hinweis auf das
Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie
hinsichtlich des versicherten Ereignisses an die Invaliditätsbemessung der IV-Stellen
gebunden, es sei denn, dass diese sich als offensichtlich unhaltbar erweist (vgl. BGE
126 V 308; BGE 115 V 208 und 215; BGE 118 V 35 Erw. 2b/aa; BGE 120 V 106 Erw.
3c). In BGE 129 V 73 wurde eine Bindungswirkung der
invalidenversicherungsrechtlichen Feststellungen für die Vorsorgeeinrichtung verneint,
wenn sie nicht spätestens im Vorbescheidsverfahren (Art. 73 IVV), bzw. nach dessen
(vorübergehender) Ersetzung durch das Einspracheverfahren in der Zeit von 1. Januar
2003 bis 31. Dezember 2006, angelegentlich der Verfügungseröffnung in das
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wird. Hält sich die
Vorsorgeeinrichtung demgegenüber an das invalidenversicherungsrechtlich Verfügte,
ist das Problem des Nichteinbezugs des Vorsorgeversicherers ins IV-Verfahren
gegenstandslos. In diesem Fall kommt ohne Weiterungen die vom Gesetzgeber
gewollte, in den Art. 23ff BVG zum Ausdruck gebrachte Verbindlichkeitswirkung unter
Vorbehalt offensichtlicher Unrichtigkeit des IV-Entscheids zum Zuge. Stellt somit die
Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise ab,
muss sich die versicherte Person diese grundsätzlich entgegenhalten lassen, soweit
diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend war (vgl.
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. August 2000 [B 50/99], Erw.
2b), und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im IV-Verfahren beteiligt
war oder nicht (vgl. dazu Urteil des EVG i/S F. vom 9. Februar 2004 [B 39/03], Erw. 3.1).
2.2 Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt des versicherten Ereignisses
bis
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angeschlossen war. Dieser Zeitpunkt fällt mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat. Die Versicherteneigenschaft muss
nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. Für eine
einmal - aus während der Versicherungsdauer aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit -
geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst
wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert.
Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen
Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 118 V 35 Erw. 5; 123 V 262
Erw. 1a). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte
Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit invalid wird. Damit
kommt der Schutz der zweiten Säule zum Tragen, wonach das Invaliditätsrisiko auch
dann gedeckt sein muss, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit
eintritt, während welcher die leistungsanbegehrende Person unter Umständen dem
Obligatorium nicht mehr unterstanden hat (BGE 118 V 35 Erw. 2b/aa; BGE 120 V 112
Erw. 2b). Damit die frühere Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig bleibt, ist allerdings
nicht nur erforderlich, dass die Arbeitsunfähigkeit zu einer Zeit einsetzte, als die
versicherte Person ihr angeschlossen war, sondern auch, dass zwischen dieser
Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ein direkter und enger Zusammenhang besteht.
Zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität muss sowohl ein sachlicher als
auch ein zeitlicher Zusammenhang bestehen. Der sachliche Zusammenhang ist
gegeben, wenn der invalidisierende Gesundheitsschaden der gleiche ist, wie er sich
bereits während der Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung manifestierte. Die zeitliche
Konnexität setzt voraus, dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der
späteren Invalidität bzw. deren Verschlimmerung keine längere Periode der
Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu
würdigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische
ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, welche die versicherte Person zur
Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 262 Erw. 1c S. 264, 120 V
112 Erw. 2c/aa-bb S. 117 f., mit Hinweisen).
2.3 Gemäss dem Reglement der Beklagten 1 vom 3. März 1998 (act. G 1.1/3) liegt
Erwerbsunfähigkeit vor, wenn die versicherte Person durch ärztlichen Befund objektiv
nachweisbar ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere, ihrer Lebensstellung,
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ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben
kann, oder wenn sie im Sinne der Invalidenversicherung invalid ist. Der Anspruch auf
Invaliditätsleistungen setzt in jedem Fall voraus, dass die versicherte Person bei Eintritt
der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität führte, aufgrund des Reglements
versichert war (Ziffer 2.4.1 des Reglements). Die Auszahlung der Invalidenrente beginnt,
wenn die Erwerbsunfähigkeit während der festgesetzten Wartefrist gedauert hat. Die
Höhe der Invalidenrente wird entsprechend dem Grad der Erwerbsunfähigkeit
festgelegt. Eine Erwerbsunfähigkeit von weniger als 25% gibt keinen Anspruch auf
Leistungen und eine solche von 66 2/3% auf die volle Invalidenrente. Ist die Erhöhung
des Invaliditätsgrades auf die gleiche Ursache zurückzuführen wie die bisherige
Teilinvalidität, für welche die versicherte Person Leistungen der Stiftung bezieht, so
werden die bereits laufenden Invaliditätsleistungen ohne neue Wartefrist dem neuen
Grad angepasst (Ziffer 2.4.2 des Reglements).
Die Beklagte 2 trat aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der Sammelstiftung I._ in
sämtliche Rentenverpflichtungen der letzteren ein (vgl. Art. 56 Abs. 1 lit. b BVG).
Anwendbar ist somit das Vorsorgereglement der Sammelstiftung I._ vom 14. Februar
1998 (act. G 1.1/5). Dieses umschreibt den Begriff der Erwerbsunfähigkeit/Invalidität in
gleicher Weise wie das Reglement der Beklagten 1 (Art. 2 des Vorsorgereglements).
Die Invalidenleistungen richten sich nach dem Grad der Erwerbsunfähigkeit. Dieser
entspricht mindestens dem von der IV festgestellten Invaliditätsgrad. Die Höhe der
Erwerbsunfähigkeitsleistungen wird dem Grad der Erwerbsunfähigkeit angepasst. Eine
Erwerbsunfähigkeit von zwei Dritteln und mehr gibt Anspruch auf die vollen Leistungen.
Eine Erwerbsunfähigkeit von weniger als einem Viertel gibt keinen Anspruch auf
Leistungen (Art. 7 Abs. 2 des Vorsorgereglements). Der Anspruch auf Leistung entsteht
in der Regel, sobald die effektive Dauer der Erwerbsunfähigkeit die Wartefrist von 24
Monaten für die Renten und von drei Monaten für die Befreiung von der Beitragspflicht
überschritten hat. Perioden der Erwerbsunfähigkeit aus gleicher Ursache können dabei
zusammengezählt werden, sofern die Unterbrüche gesamthaft einen Drittel der
Wartefrist nicht übersteigen (Art. 7 Abs. 3 des Vorsorgereglements).
3.
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3.1 Im Bericht der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen vom 24. August 1998 wurde
beim Kläger eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen und
somatischem Syndrom sowie psychosenahen Zuständen festgestellt (act. G 24). Dr.
med. E._, Oberarzt der Psychiatrischen Klinik, diagnostizierte im Nachgang zu einem
stationären Aufenthalt des Klägers vom 27. Februar bis 6. März 2001 im Bericht vom
29. März 2001 eine larvierte Depression mit zahlreichen Beschwerden bei
rezidivierender depressiver Störung (ICD-10 F33.11), eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, hypochondrischen und narzistischen Zügen
(ICD-10 F61.0) sowie einen schädlichen Gebrauch von Schlafmitteln (ICD-10 F 13.1).
Nach Angaben des Klägers sei dieser nach dem Wechsel des Arbeitsplatzes im
Spätsommer letzten Jahres auch am neuen Arbeitsplatz ausländerfeindlich gemobbt
worden. Er habe Enttäuschung und Zorn in sich hineingefressen und sei deshalb Mitte
November 2000 wieder krank geworden. Neben Nackenverspannung, schwerem Atem
und wandernden Körperschmerzen habe er unter Schlafstörungen, Unruhe und sehr
lästigem Gedankenkreisen gelitten. Der Kläger konnte am 6. März 2001 in gut
gebessertem Zustand aus der Klinik entlassen werden (act. G 13.1/4). Am 15. Januar
2003 berichtete Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie, Externer Psychiatrischer
Dienst (EPD) , die bestehenden Störungen hätten sich beim Kläger über Jahre bzw.
Jahrzehnte entwickelt. Eine genaue Terminierung sei nicht möglich. Die Beschwerden
dürften in der jetzigen Ausprägung zumindest seit der zweiten Hospitalisation vom 27.
Februar bis 6. März 2001 in der Klinik Münsterlingen bestehen. In den letzten Jahren
hätten immer wieder kurzfristig auftretende gänzliche oder teilweise
Arbeitsunfähigkeiten in der Tätigkeit als Installateur vorgelegen. Der Patient habe im
Jahr 1998, nachdem er bereits mehrere Jahre von seinem Hausarzt antidepressiv
behandelt worden sei, erstmals den EPD aufgesucht. Zum damaligen Zeitpunkt hätten
depressive Beschwerden mit somatischem Syndrom bestanden. Der Kläger befinde
sich seit dem 26. April 2003 in regelmässiger ambulanter psychiatrischer Behandlung
(act. G 1.1/3). Gestützt auf eine psychiatrische Begutachtung des Klägers
diagnostizierte Dr. med. G._, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie, am 13.
März 2004 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, hypochondrischen
und narzisstischen Zügen, eine rezidivierende depressive Störung mit somatischem
Syndrom sowie einen Schlafmittelabusus. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit aus
psychischen Gründen schwanke zwischen 40 und 50%. Dies gelte sowohl für die
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Tätigkeit im Sanitärinstallateurbereich als auch für andere Tätigkeiten. Der Beginn der
Arbeitsunfähigkeit in diesem Umfang datiere - soweit rückwirkend eruierbar - im
Frühling 2001. Die laufende psychiatrische Behandlung sei unbedingt fortzusetzen (act.
G 13.1/5).
3.2 Zu prüfen ist konkret zum einen die Frage, ob beim Kläger während des von 1.
August 2000 bis 31. Januar 2001 dauernden Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten 1
eine Arbeitsunfähigkeit aufgetreten ist, welche in sachlichem und zeitlichem
Zusammenhang mit der von der IV ab Juli 2002 anerkannten Invalidität steht. Unter
Arbeitsunfähigkeit ist die gesundheitlich bedingte Einbusse an funktionellem
Leistungsvermögen im bisherigen Beruf zu verstehen. Die Arbeitsunfähigkeit muss
erheblich, offensichtlich und dauerhaft sein. Die Erheblichkeit wird in der Regel dann
bejaht, wenn die Einschränkung mindestens 20% beträgt (vgl. Bundesamt für
Sozialversicherung, Mitteilungen über die berufliche Vorsorge, Nr. 44 Rz 258 mit
Hinweis auf EVG-Urteil vom 7. Oktober 1998 i/S M.B. [B 48/97]). Die Ermittlung der
Arbeitsunfähigkeit geht von ärztlichen Bewertungen aus. Wenngleich diese für das
Gericht nicht verbindlich sind, so sollen sie dennoch nicht ohne hinreichenden Grund
umgestossen oder abgeändert werden. Der Beurteilungsspielraum, der dem Arzt oder
der Ärztin zukommt, ist auch vom Gericht zu respektieren (RSKV 1983, S. 266). Für die
Festlegung des Beginns und des Grads der Arbeitsunfähigkeit ist somit grundsätzlich
die nach ärztlicher Beurteilung medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit massgebend.
Der von einer versicherten Person effektiv erbrachten Arbeitsleistung kann jedoch
soweit Bedeutung zukommen, als durch sie eine widersprechende ärztliche Beurteilung
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an Beweiskraft verlieren kann (Entscheid des st.
gallischen Versicherungsgerichts vom 25. Februar 2003 i/S G.D. [BV 2002/2] Erw. 3b).
Während für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 23 BVG die Einbusse
an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf massgeblich ist, beurteilt sich
der zeitliche Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 23 BVG
und der später eingetretenen Invalidität nach der Arbeitsfähigkeit in einer der
gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten zumutbaren Tätigkeit. Darunter fallen
auch leistungsmässig und vom Anforderungsprofil her vergleichbare Tätigkeiten. Diese
Tätigkeiten müssen jedoch bezogen auf die angestammte Tätigkeit die Erzielung eines
rentenausschliessenden Einkommens erlauben (BGE 134 V 20 Erw. 5.3).
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3.3 Mit Blick auf die in Erw. 2.3 dargelegten Reglementsbestimmungen ist
festzuhalten, dass die Beklagte 1 einen Invaliditätsbegriff verwendet, der grundsätzlich
von demjenigen der IV abweicht, wobei allerdings alternativ auf die
Invaliditätsbemessung durch die IV verwiesen wird. Die Verfügung vom 15. Juli 2004
wurde der Beklagten 1 nicht zugestellt (act. G 13.1/8). Eine Bindung an die Festlegung
der rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit und den IV-Grad durch die IV ist somit zu
verneinen. Die IV-Verfügung geht von einer krankheitsbedingten Reduktion der
Arbeitstätigkeit seit 3. Juli 2001 aus (act. G 13.1/8). Nachdem die Verbindlichkeit der
Festsetzung des Beginns des Wartejahrs (Juli 2001) durch die IV-Stelle zu verneinen
ist, sind der Eintritt der massgeblichen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit sowie ein
allfälliger Anspruch gegenüber den Beklagten 1 auf Invalidenleistungen von dieser bzw.
vom angerufenen Versicherungsgericht selbständig abzuklären und festzulegen. Dabei
sind auch die im IV-Verfahren produzierten Akten mitzuberücksichtigen. Hinsichtlich
des von der IV vorgenommenen Einkommensvergleichs bzw. der festgelegten IV-Grade
(50% ab Juli 2002 bzw. 100% ab Juli 2004) besteht dagegen kein Anlass für eine
selbständige Festlegung in diesem Verfahren, zumal Anhaltspunkte für eine
offensichtliche Unrichtigkeit weder aus den Akten ersichtlich sind noch geltend
gemacht werden.
3.4 Dr. B._, bei welchem der Kläger seit 1990 in Behandlung stand, bescheinigte
im Arztbericht vom 25. Oktober 2001 zu Handen der Invalidenversicherung unter
anderem, ein psychischer Gesundheitsschaden liege seit 1991 vor. Der Arzt bestätigte
für einzelne Zeiträume im Jahr 1997 und danach für die Zeit vom 25. April bis 8. Mai
2000, vom 13. bis 16. November 2000, vom 27. Februar bis 19. März 2001 und vom 3.
bis 8. Juli 2001 eine volle Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen. Vom 9. bis 13.
Mai 2000 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit 9. Juli 2001 habe bis
auf weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorgelegen (act. G 13.1/7). Zuhanden der
Arbeitslosenversicherung hatte Dr. B._ am 5. Februar 2001 die volle Arbeits- und
Vermittlungsfähigkeit ab 1. Februar 2001 bestätigt (Arztzeugnis in act. G 29). Die
Feststellung der A._ in der Arbeitgeberbescheinigung zuhanden der
Arbeitslosenversicherung vom 14. Februar 2001, wonach der Kläger "vom 20.11.00
bis ?" krankheitsbedingt an der Arbeitsleistung verhindert gewesen sei (act. G 29),
findet sich im Arztzeugnis von Dr. B._ nicht bestätigt. Immerhin ist in diesem
Zusammenhang festzuhalten, dass in der Lohnabrechnung der A._ für November
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2000 "Kranktage mit Abzug ML" im Betrag von Fr. 118.60 (4 Stunden x Fr. 29.65) als
Lohnabzug berücksichtigt wurden. Dieser Abzug steht - mit Blick auf die ihm zugrunde
liegende Dauer - in keinem Zusammenhang mit den ärztlich bescheinigten
Arbeitsunfähigkeiten, für welche soweit ersichtlich (vgl. Prämien-Abzüge in den
Lohnabrechnungen) eine Krankentaggeldversicherung bestand. Die A._ vermerkte
sodann auch in den Lohnabrechnungen für den Dezember 2000 und für Januar 2001
unter der Rubrik "Kranktage mit Abzug ML" Abzüge von Fr. 622.65 (21 Stunden x Fr.
29.65) und Fr. 681.95 (23 Stunden x Fr. 29.65) und damit Arbeitsunterbrüche von je
knapp drei Tagen, welche sich im Arztzeugnis von Dr. B._ ebenfalls nicht vermerkt
finden und damit offenbar - als kurzzeitige Arbeitsunfähigkeiten bzw. Abwesenheiten -
keinen Arztbesuch zur Folge hatten. Vor dem Hintergrund der für Januar 2001
vermerkten "Kranktage mit Abzug ML" (23 Stunden x Fr. 29.65) ist auch die
Feststellung des Klägers im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 29. Januar
2001 (Ziffer 23) zu sehen, wonach er bei Ablauf der Kündigungsfrist, d.h. Ende Januar
2001, krankheitsbedingt an der Arbeit verhindert gewesen sei (act. G 29). Sowohl die
erwähnten, in den Monaten November 2000 bis Januar 2001 vom Lohn abgezogenen
Krankheitsstunden als auch die ärztlich belegte Arbeitsunfähigkeit vom 13. bis 16.
November 2000 können für sich allein nicht als Beleg für den Eintritt einer dauerhaften
Arbeitsunfähigkeit qualifiziert werden. Hieran vermag der von der Beklagten 2 erwähnte
(act. G 6 S. 6) Umstand nichts zu ändern, dass der im Entwurf des Arbeitszeugnisses
vom 25. April 2001 noch enthaltene Hinweis betreffend gesundheitliche Gründe für die
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der A._ in der definitiven Fassung
fallengelassen wurde (vgl. Beilagen zu dem am 5. September 2001 ausgefüllten
Fragebogen für den Arbeitgeber in act. G 29). Denn das Bestehen von
gesundheitlichen Einschränkungen belegt für sich allein noch keinen Eintritt einer
rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit während des Vorsorgeverhältnisses bei der
Beklagten 1.
Gegenüber Dr. E._, Psychiatrische Klinik, hatte der Kläger anlässlich seiner
Hospitalisation vom 27. Februar bis 6. März 2001 unter anderem angegeben, er sei am
27. November 2000 mit dem 9jährigen Sohn in den Libanon geflogen. Der Sohn sei auf
Drängen der Ehefrau dann wieder zurückgeflogen. Er selbst sei am 25. Januar 2001
zurückgekommen. In Beirut habe er mindestens zehnmal ein amerikanisches
Universitätskrankenhaus aufsuchen müssen. Dort sei er medikamentös behandelt
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worden. Seit Ende Januar (2001) sei er wieder arbeitslos, was ihn aber nicht sonderlich
bedrücke. Zum einen sei er dem Mobbing nicht mehr ausgesetzt; zum anderen sei er
schliesslich krank (act. G 13.1/4 S. 2 und 5). - Diese Schilderung lässt sich mit den
vorangehend dargelegten, von der A._ und Dr. B._ bestätigten Gegebenheiten
nicht ohne weiteres in Einklang bringen. Wenn es zutrifft, dass der Kläger von 27.
November 2000 bis 25. Januar 2001 tatsächlich im Libanon war, so konnte er während
dieser Zeit seine Arbeitsfähigkeit gar nicht unter Beweis stellen, und eine allfällige
(dauernde) Arbeitsunfähigkeit konnte - bis zur Beendigung des Vorsorgeverhältnisses
bei der Beklagten 1 - nicht zu Tage treten. Damit lässt sich ein Eintritt einer
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache später zur Invalidität führte, während der Dauer des
Versicherungsverhältnisses bei der Beklagten 1 auch aus diesem Grund nicht
überwiegend wahrscheinlich belegen bzw. hat als beweislos zu gelten. Die Tatsache
einer medikamentösen Behandlung im Libanon vermag für sich allein einen solchen
Beweis nicht zu erbringen. Eine Abklärung des Gerichts beim Psychiater Dr. D._,
Goldach, vom Februar 2009 ergab im Übrigen, dass der Kläger offenbar schon länger
als zehn Jahre, also seit mindestens 1999, dort nicht mehr behandelt worden war (act.
G 40). Auch daraus lassen sich somit im vorliegenden Zusammenhang keine
beweisrelevanten Tatsachen ableiten. Wie erwähnt ging Dr. F._ im Bericht vom 15.
Januar 2003 davon aus, dass die Beschwerden in der aktuellen Ausprägung zumindest
seit der Hospitalisation vom 27. Februar bis 6. März 2001 bestehen würden (act. G
1.1/3). Der Gutachter Dr. G._ setzte den Beginn der Arbeitsunfähigkeit - soweit
rückwirkend eruierbar - auf Frühling 2001 (act. G 13.1/5).
3.5 Soweit - entgegen der vorstehend geschilderten medizinischen Aktenlage -
davon auszugehen wäre, dass eine mindestens 20%ige, psychisch bedingte dauernde
Arbeitsunfähigkeit, welche später zur Invalidität führte, bereits vor dem
Vorsorgeverhältnis bei der Beklagten 1 eingetreten war, müsste der zeitliche
Zusammenhang zwischen dieser Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität durch
die immerhin fünfmonatige Tätigkeit bei der A._ als unterbrochen gelten. Nachdem
sich der Kläger jedoch unmittelbar im Anschluss an das Arbeitsverhältnis bei der A._
auf den 1. Februar 2001 bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet hatte und
dadurch auch im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert war (vgl. Art. 22a Abs. 3
AVIG sowie BVG-Abzug auf den ALV-Abrechnungen ab Februar 2001 [act. G 29]), kam
bezüglich des bis Ende Januar 2001 dauernden Vorsorgeverhältnisses bei der
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Beklagten 1 auch die Nachdeckungsfrist des Art. 10 Abs. 3 BVG bzw. Art. 331a Abs. 2
OR - konkret für den Monat Februar 2001 - nicht mehr zum Zug.
3.6 Anlässlich der Antragstellung bei der Arbeitslosenversicherung per 1. Februar
2001 erklärte sich der Kläger - in Übereinstimmung mit der Bestätigung von Dr. B._ -
für voll vermittlungsfähig (vgl. ALE-Antrag und Kontrollausweis für Februar 2001 in act.
G 29). Erst mit Beginn des Klinikaufenthalts am 27. Februar 2001 wurde ärztlicherseits
eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 19. März 2001 bescheinigt. Die Arbeitsunfähigkeit,
welche später aus demselben (psychiatrischen) Grund zur Erwerbsunfähigkeit führte,
ergab sich somit grundsätzlich während der Dauer der Arbeitslosigkeit. Dies war
offensichtlich auch die Auffassung des Gutachters Dr. G._, wenn er den Beginn der
Arbeitsunfähigkeit auf den Frühling 2001 datierte (vgl. act. G 13.1/5 S. 5f). Der
Umstand, dass die Arbeitslosenkasse des Kantons Thurgau am 12. Dezember 2001 -
elf Monate nach der ALV-Antragstellung - gegenüber der IV-Stelle eine lediglich
50%ige Vermittlungsfähigkeit bescheinigte (act. G 13.1/1), vermag hieran nichts zu
ändern: Die Arbeitslosenkasse bescheinigte - entgegen der offenbar vom Kläger
vertretenen Auffassung (act. G 1 S. 4) - lediglich die Tatsache des ALV-
Leistungsbezugs ab 1. Februar 2001, nicht jedoch eine auf diesen Zeitpunkt bezogene
Vermittlungsfähigkeit. Die unabhängig davon bestätigte Vermittlungsfähigkeit von 50%
hatte sich offensichtlich erst im Nachgang zur Bestätigung einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit durch Dr. B._ ab 9. Juli 2001 (act. G 13.1/7) und damit für einen
Zeitraum lange nach Antragstellung ergeben. Nach Beendigung des Klinikaufenthalts
hatte der Arzt wie erwähnt für die Zeit von 20. März bis 2. Juli 2001, d.h. für gut drei
Monate, keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestätigt (act. G 13.1/7). Die ALE-Taggelder ab
Februar 2001 wurden denn auch soweit ersichtlich auf der Basis eines (ungekürzten)
versicherten Verdienstes von Fr. 4'821.-- berechnet; die Kürzung auf die Hälfte, d.h. auf
Fr. 2'411.--, ergab sich erst für die Taggeldabrechnungen ab September 2001, d.h. für
die diejenigen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der C._ (vgl.
Taggeldabrechnungen für Februar bis April 2001 und September bis November 2001 in
act. G 29). Wenn der Kläger nunmehr im Schreiben vom 22. September 2008
behaupten lässt, dass ihn sein Hausarzt ab 1. Februar 100% arbeitsfähig geschrieben
habe, damit er nach erfolgter Kündigung Leistungen der Arbeitslosenversicherung habe
beziehen können (act. G 32 S. 2), so vermag er für diese Äusserung keinen Beweis zu
liefern. Die Äusserung erscheint umso weniger plausibel, als sich ein Anlass für die Be
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stätigung einer vollen Arbeitsunfähigkeit erst mit dem Klinikeintritt am 27. Februar
2001, bei welchem es sich im Übrigen um eine Selbsteinweisung des Klägers
gehandelt hatte (act. G 13.1/4 S. 2), ergab.
3.7 Ausgehend von einem Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit mit Beginn
des Klinikaufenthalts am 27. Februar 2001 (bis 19. März 2001), und damit während der
Arbeitslosigkeit, bleibt zu prüfen, ob der zeitliche Zusammenhang zwischen dieser
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität durch den erwähnten gut dreimonatigen
Zeitraum der vollen Arbeitsfähigkeit (vom 20. März bis 2. Juli 2001; act. G 13.1/7) mit
Arbeitslosigkeit bis 23. April 2001 und anschliessender Tätigkeit bei der C._ als
unterbrochen anzusehen ist. Zu berücksichtigen sind in diesem Zusammenhang die in
der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse (SZS 2003 S. 509
[B 23/01]; Urteil des EVG i/S I. [B 73/00] vom 28. Mai 2002, Erw. 3a/bb). Einen
Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs hat die Rechtsprechung etwa bei einer
über 17 Monate (SZS 2003 S. 510 [B 4/02]) oder mehr als zwei Jahre (Urteil des EVG i/
S A. [B 51/05] vom 7. September 2006, Erw. 4.1 und 5.3) hinweg bestehenden
Erwerbstätigkeit ohne nennenswerte Arbeitsunterbrüche und ohne reduzierte
Arbeitsleistung angenommen. In einem Fall erachtete das Eidgenössische
Versicherungsgericht den zeitlichen Zusammenhang - unter Berücksichtigung der
Umstände des Einzelfalls - bereits durch eine sechsmonatige Zeitspanne mit voller
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als unterbrochen (SZS 2002 S. 153 [B 19/98]; ähnlich
Urteil des EVG i/S Pensionskasse D. [B 100/05] vom 8. Februar 2006, Erw. 3.2
[Unterbruch durch über viermonatige volle Erwerbstätigkeit]). Die vertraglich
festgesetzte Pflicht zur Erbringung von Arbeit und die dafür vorgesehene Entlöhnung
sowie weitere im Rahmen des Arbeitsverhältnisses getroffene Vereinbarungen sind in
der Regel als den realen Gegebenheiten entsprechend zu werten. Nur bei Vorliegen
besonderer Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage
tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage - etwa in dem Sinn, dass ein
Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle
Arbeitsleistung hat erbringen können - in Betracht gezogen werden, wobei aber
äusserste Zurückhaltung geboten ist. Andernfalls bestünde die Gefahr, in
Spekulationen zu verfallen, mit der Folge, dass sich der Versicherungsschutz des
Arbeitnehmers verflüchtigen würde, indem dieser jeweils an die Vorsorgeeinrichtung
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des früheren Arbeitgebers verwiesen werden könnte (Urteil des EVG vom 28. Mai 2002
i/S I. Erw. 3a bb [B 73/00]). Findet beispielsweise jemand nach langer Arbeitslosigkeit
eine neue Stelle, bei welcher die Entlöhnung geringer als das hochgerechnete
Einkommen bei einem früheren Arbeitgeber ausfällt, lässt allein diese tiefere Besoldung
noch nicht auf eine gesundheitsbedingte Einschränkung des Leistungsvermögens
schliessen (Urteil des EVG vom 21. November 2002 i/S H. Erw. 3.4 [B 23/01]; vgl. auch
Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 28. November 2005 i/S A.L.R.
[BV 2004/26], bestätigt durch Urteil des EVG vom 9. März 2007 [B 7/06]); Entscheid
des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 14. März 2005 i/S M.S. [BV 2003/25],
bestätigt durch Urteil des EVG vom 7. September 2006 [B 51/05]).
Die bei der C._ am 24. April 2001 aufgenommene vollzeitliche Tätigkeit konnte der
Kläger bis zum erneuten Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 3. Juli 2001 lediglich
während gut zwei Monaten ausüben. Die Löhne für April (Anteil) bis Juni 2001 (im
Stundenlohn berechnet) und der versicherte Jahreslohn weisen für diese Monate zwar
nicht auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hin (vgl. act. G 1.1/4; act. G 13.1/2).
Die Arbeitgeberin hatte das Arbeitsverhältnis allerdings - noch während laufender
Probezeit - bereits am 18. Juli 2001 auf Ende August 2001 gekündigt, wobei sie als
Kündigungsgrund Arbeitsmangel angab (Arbeitgeberbescheinigung vom 31. August
2001 mit Beilagen in act. G 29). Welches auch immer der Grund für diese Kündigung
war, ein zeitlicher Unterbruch zu der während der vorangehenden Arbeitslosigkeit
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit (vom 27. Februar bis 19. März 2001) kann mit Blick
auf die nur gut zweimonatige Tätigkeit und die geschilderten Umstände der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht als belegt gelten. Dies selbst dann nicht,
wenn der Monat mit Arbeitslosigkeit und voller Arbeitsfähigkeit vom 20. März bis 23.
April 2001 hinzugerechnet und damit von einem insgesamt gut dreimonatigen
Unterbruch ausgegangen würde.
3.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeit, welche ab 1. Juli
2002 zur Invalidität des Klägers führte, nach Lage der Akten nicht während des
Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten 1 eintrat. Der zeitliche Zusammenhang
zwischen der während der anschliessenden Arbeitslosigkeit eingetretenen
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität (aus medizinisch gleichem Grund) wurde
durch die Tätigkeit bei der C._ (Vorsorgeverhältnis bei der Beklagten 2) nicht
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unterbrochen. Ein Anspruch des Klägers auf reglementarische Leistungen der
Beklagten 1 und 2 ist daher zu verneinen.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Klage gegen die Beklagte 1 und 2
abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die Beklagte 1
beantragte die Ausrichtung einer Entschädigung. Als Vorsorgeeinrichtung hat sie
praxisgemäss keinen diesbezüglichen Anspruch, soweit - wie vorliegend - die
Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist
(BGE 112 V 356, SZS 1995, 114; BGE 126 V 143, 128 V 323). Der Antrag auf
Ausrichtung einer Parteientschädigung ist deshalb abzuweisen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG