Decision ID: 6dafbea0-15bb-4dd5-ace4-7f1ebaee9045
Year: 2005
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. M._, geboren 1978, vom 15. Oktober 2003 bis 31. Mai 2004 als Lagerarbeiter bei der A._ AG in _ tätig und über diese bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unter anderem gegen die Folgen von Berufsunfällen versichert, stürzte am 10. Februar 2004 bei der Arbeit von einem Verladecontainer aus zwei Metern Höhe und verletzte sich dabei am Rücken (Urk. 8/1/1 Ziff. 3, Ziff. 4, Ziff. 6 und Ziff. 9 und Urk. 8/1/3). Die SUVA erbrachte in der Folge Leistungen (Heilungskosten und Taggelder).
Mit Verfügung vom 30. Juli 2004 stellte sie ihre Leistungen (Heilungskosten und Taggelder) gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 7. Juli 2004 per 31. März 2004 ein (Urk. 8/23).
Gegen die Verfügung vom 30. Juli 2004 erhob die SWICA Gesundheitsorganisation, Krankenversicherer von M._, am 5. August 2004 eine vorsorgliche Einsprache (Urk. 8/24), die sie mit Schreiben vom 16. August 2004 zurückzog (Urk. 8/26). Am 27. August 2004 erhob der Versicherte eine Einsprache (Urk. 8/27). Mit Entscheid vom 4. Oktober 2004 (Urk. 8/30 = Urk. 2) wies die SUVA die Einsprache ab.
2. Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2004 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 3. Januar 2005 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung und die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen über den 31. März 2004 hinaus. Das Gesuch, es sei ihm in der Person von Rechtsanwalt Dr. André Largier, Zürich, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben (Urk. 1 S. 2), zog der Versicherte am 14. Januar 2005 wieder zurück (Urk. 6). Mit Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2005 beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Am 8. Februar 2005 wurde der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 10).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hat die massgebende Rechtssprechung zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden, zum natürlichen Kausalzusammenhang bei krankhaftem Vorzustand und zum Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der Begründung zum angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt, weshalb darauf, mit den nachstehenden Ergänzungen, verwiesen werden kann (Urk. 2 S. 2).
1.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
2. Strittig ist, ob zwischen dem erlittenen Unfall vom 10. Februar 2004 und den Beschwerden des Beschwerdeführers im Zeitpunkt, auf den die Beschwerdegegnerin den Fall als abgeschlossen erachtete (31. März 2004), ein rechtserheblicher Kausalzusammenhang besteht. Dies ist aufgrund der vorhandenen medizinischen Unterlagen zu beurteilen.
3.
3.1 Am 10. Februar 2004, dem Unfalltag wurde der Beschwerdeführer in der Notfallstation des Spitals B._ ambulant behandelt. Dr. med. C._, Assistenzärztin, stellte die Diagnose einer Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) mit Schmerzexazerbation bei bekanntem chronischem Lumbovertebralsyndrom. Sie verschrieb eine Analgesietherapie. Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte sie nicht (Urk. 8/2).
Am darauffolgenden Tag fand eine Untersuchung in der Chirurgischen Klinik des Spitals B._ statt. Dr. med. D._, Assistenzarzt, stellte dieselbe Diagnose wie Dr. C._ (vgl. Urk. 8/7) und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit bis 14. Februar 2004. Danach sei diese vom Hausarzt festzulegen (Urk. 8/7).
3.2 Vom 3. bis 27. März 2004 war der Beschwerdeführer in der Rheumaklinik des Universitätsspitals R._ hospitalisiert (Urk. 8/13 S. 1). Dr. med. E._, Oberarzt, und Dr. med. F._, Assistenzarzt, nannten in ihrem Bericht vom 25. März 2004 folgende Diagnosen (Urk. 8/13 S. 1):
„- Status nach Rückenkontusion bei Sturz von Lastwagenhebebühne auf Betonboden (zwei Meter Höhe) am 10.02.04
- MRI LWS 09.03.04; Spondylolyse L5/S1 mit Anterolisthesis L5/S1 und leichtgradiger Einengung der Intervertebralforamina bds., keine Diskushernie
- Haltungsinsuffizienz und muskuläre Dysbalance.“
In ihrer Beurteilung führten die Ärzte aus, der Beschwerdeführer habe bei seinem Sturz aus zwei Metern Höhe am 10. Februar 2004 eine Rückenkontusion erlitten. Unmittelbar nach dem Unfall habe er wenig Rückenschmerzen verspürt. Diese hätten in der Folge zugenommen und der Beschwerdeführer habe den Notfall der Chirurgie des Spitals B._ aufgesucht. Eine ossäre Läsion habe anhand der Röntgenbilder ausgeschlossen werden können. Trotz ausgebauter medikamentös-analgetischer Therapie sei es nach einer kurzen Besserung wiederum zu einer Schmerzzunahme tief lumbal mit Ausstrahlung in die rechte Gesässhälfte und vom rechten lateralen Oberschenkel bis zum rechten Knie gekommen. Zur weiteren Beurteilung sei ihnen der Beschwerdeführer notfallmässig zugewiesen worden. Im Status hätten sie einen Shift nach links mit deutlichem Schonhinken und Entlastung der rechten Hüfte sowie Druckdolenzen über den Prozessus spinosi lumbal (L4-S1) sowie vor allem der paravertebralen Muskulatur rechts, am rechten Beckenkamm und rechten Gesäss gefunden. Neurologisch liege eine diskrete, nicht dermatombezogene Hyposensibilität am rechten ventralen Oberschenkel vor. Die Laboruntersuchungen seien unauffällig gewesen. In den mitgebrachten Röntgenbildern der LWS fänden sich Hinweise auf eine Anterolisthesis L5/S1 bei möglicher Spondylolyse L5/S1 (Urk. 8/13 S. 1).
Sie hätte ein subakutes lumbospondylogenes Syndrom rechts bei Status nach Rückenkontusion mit Anterolisthesis L5/S1 diagnostiziert und mit einer intensiven medikamentös-analgetischen und physikalischen Therapie begonnen. Dabei hätten jedoch nur geringe Fortschritte erzielt werden können. Der Beschwerdeführer klage immer noch über persistierende tief lumbale Rückenschmerzen, wobei sich allerdings die spondylogene Symptomatik weitgehend zurückgebildet habe. Zum Ausschluss einer Diskushernie, Beurteilung der Spinalkanalbreite sowie der Spondylolyse hätten sie am 9. März 2004 eine MRI-Untersuchung der LWS durchgeführt. Dabei habe sich die Anterolisthesis L5/S1 mit leichtgradiger Einengung der Intervertebralforamina und Spondylolyse beidseits bestätigt. Hingegen hätten sich keine Diskushernien und Frakturen gezeigt. Funktionsaufnahmen der LWS seien bei eingeschränkter Inklination nicht konklusiv verwertbar gewesen. Im Verlauf des stationären Aufenthaltes sei es dann zunehmend unter den oben genannten Massnahmen zu einer Beschwerdebesserung gekommen. Bis zum Austrittstag habe der Beschwerdeführer - bei residuellen lumbalen Schmerzen - keine spondylogene Symptomatik mehr gezeigt. Die medikamentös-analgethische Therapie habe sukzessive reduziert werden können. Es sei dem Beschwerdeführer empfohlen worden, das konservative Therapiemanagement bei bisher gutem Ansprechen fortzusetzen (Urk. 8/13 S. 1 f.).
Der Beschwerdeführer sei bis 11. April 2004 zu 100 % arbeitsunfähig und vom 12. April bis 2. Mai 2004 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. In der Zeit der 50 %igen Arbeitsfähigkeit sollte er möglichst halbtags mit einer Gewichtslimite von vorerst 10 kg eingesetzt werden. Anschliessend sollte die Arbeitsfähigkeit schrittweise gesteigert werden (Urk. 8/13 S. 2).
3.3 Dr. med. G._, Praktischer Arzt, stellte am 7. Juni 2004 die Diagnosen eines Status nach LWS-/Beckenkontusion und Status nach einer leichten Schulterkontusion rechts (Urk. 8/10/1 Ziff. 1). Trotz fortgesetzter physikalischer und medizinisch-therapeutischer Therapie in der Rheumaklinik des Universitätsspitals R._ lägen anhaltende, massive, dolente Muskelverspannungen rechts lumbal vor, die bis ins rechte Becken und in den Oberschenkel ausstrahlten. Radikuläre Zeichen lägen nicht vor (Urk. 8/10/1 Ziff. 2).
3.4 Am 6. Juli 2004 fand die kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. H._, Facharzt für Chirurgie FMH, SUVA-Kreisarzt, statt. In seinem Bericht vom 7. Juli 2004 wies Dr. H._ darauf hin, dass der Beschwerdeführer eine Vorgeschichte mit dreimaligem Sturz auf den Rücken, unter anderem am 12. November 2002, mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit aufweise. Er habe dannzumal eine Stelle als Lagermitarbeiter bei der Post angenommen (Urk. 8/19 S. 3).
Am 10. Februar 2004 sei er von einer Laderampe auf den Rücken gefallen und habe sich rechtsseitig eine Kontusion im LWS-Bereich zugezogen. Die klinischen und bildgebenden Abklärungen hätten keine posttraumatischen Verletzungen ausser Kontusionen ergeben, jedoch seien die vorbestehenden, degenerativen Veränderungen und Stellungsveränderungen L5/S1 mit Spondylolyse L5/S1 mit Anterolisthesis L5/S1 bei leichtgradiger Einengung der Intervertebralforamina beidseits bestätigt worden (Urk. 8/19 S. 3).
Trotz ambulanten und stationären Therapien habe sich subjektiv keine Verbesserung der Beschwerden ergeben. Hingegen sei in den Berichten eine eindeutige Verbesserung der Symptomatik dokumentiert, erstmalig vom Hausarzt mit vollständiger Arbeitsfähigkeit per 1. März 2004 (Urk. 8/19 S. 3).
Am 28. Februar 2004 habe der Beschwerdeführer einen symptomatischen Rückfall mit Blockierung der ganzen Wirbelsäule erlitten, so dass er die Arbeit am 1. März 2004 nicht wie geplant habe aufnehmen können und notfallmässig im Universitätsspital R._ habe behandelt werden müssen. Nach einem stationären Aufenthalt vom 3. bis 27. März 2004 hätten eine eindeutige Besserung der Symptomatik und beim Austritt unspezifische lumbale Schmerzen vorgelegen. Daher sei weiterhin eine ambulante Physiotherapie und medizinisch-therapeutische Behandlung zur Stabilisierung der Muskulatur durchgeführt worden. Zur Arbeitsfähigkeit seien keine Angaben gemacht worden. Bei minimaler Symptomatik sei eine vollständige Arbeitsfähigkeit anzunehmen (8/19 S. 3).
Es bestehe ein tief lumboradikuläres Syndrom L5/S1 rechts mit Verspannung der Wirbelsäulenmuskulatur und ausstrahlenden Schmerzen im Gesäss, Oberschenkel bis lateralem Unterschenkel und Sensibilitätsstörungen in den Dermatomen L5/S1. Zudem lägen ein asymmetrisches Gangbild und eine Belastungsintoleranz vor. Nachgewiesen seien Stellungsveränderungen der Wirbelkörper L5/S1 mit Anterolisthesis und Einengung der Intervertebralforamina beidseits ohne nachgewiesene posttraumatische Veränderungen (Urk. 8/19 S. 3).
Der Zustand im Beurteilungszeitpunkt sei nicht mehr auf das Unfallereignis vom 10. Februar 2004 zurückzuführen. Die Kontusion der lumbalen Region rechtsseitig sei bereits mit Bestätigung der Arbeitsfähigkeit per 1. März 2004 als abgeheilt bestätigt worden. Dies werde mit dem Rückfall der Symptomatik, ohne Bezug zum Unfallereignis oder neuem Ereignis nach Abschluss der Rehabilitation und Behandlung in der Rheumaklinik des Universitätsspitals, anlässlich derer eine minimale Symptomatik ausgewiesen gewesen sei, bestätigt (Urk. 8/19 S. 4).
Mit der Untersuchung vom 6. Juli 2004 könne der Status quo sine per 1. März 2004 festgelegt werden. Bei medizinisch nicht nachvollziehbarer Rückfallkausalität am 28. Februar 2004 seien allfällig aus administrativ-juristischen Gründen zu übernehmende Folgen spätestens mit Austritt aus der Behandlung im Universitätsspital am 27. März 2004 zu beenden, da der Vorzustand dann erreicht gewesen sei (Urk. 8/19 S. 4).
Die unfallbedingten Behandlungen seien abgeschlossen. Krankheitsbedingt (degenerative Veränderungen der Wirbelsäule L5/S1) bestehe weiterhin ein lumboradikuläres Syndrom rechtsseitig, welches abklärungs- und behandlungsbedürftig sei. Es seien eine Behandlung mit Schmerzmitteln, ein Muskelaufbautraining und allenfalls physiotherapeutische Massnahmen angezeigt (Urk. 8/19 S. 4).
Die Arbeitsunfähigkeit sei aufgrund der Unfallfolgen sistiert und im Unfallschein mit 0 % angegeben. Aufgrund der Symptomatik sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % krankheitsbedingt nachvollziehbar. Diese werde im Rahmen der Unfallfolgen nicht abschliessend beurteilt (Urk. 8/19 S. 4).
3.5 Im Rahmen der Weiterbehandlung der Rückenbeschwerden wurde der Beschwerdeführer von seinem Hausarzt Dr. G._ an PD Dr. med. I._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, überwiesen. Dieser hielt in seinem Bericht vom 12. November 2004 fest, auf Grund der Spondylolyse mit Spondylolisthesis L5, welche nun seit zwei Jahren symptomatisch sei, sei grundsätzlich eine unfallkausale Genese der Spondylolyse zu verneinen. Die Beschwerden seien durch die Beanspruchung mit Sturz aufs Gesäss wahrscheinlich temporär noch verstärkt worden, sodass eine vorübergehende Verschlechterung des Vorzustandes von der Beschwerdegegnerin zu Recht übernommen worden sei. Längerfristig sei hingegen nicht von einer solchen Übernahme auszugehen. Um eine Standortbestimmung bezüglich der Wurzelfunktionen zu haben, sei eine Wurzelmessung L5/S1 notwendig, dies auch im Hinblick auf die Frage, ob eine operative Behandlung aus neurologischer Sicht weiterhin zurückgestellt werden könne (Urk. 8/37 S. 2).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte die Verneinung der Frage, ob die am 1. April 2004 noch bestehenden Rückenbeschwerden auf den Unfall vom 10. Februar 2004 zurückzuführen sind, auf die kreisärztliche Beurteilung vom 7. Juli 2004 (Urk. 8/19). Gemäss dieser Beurteilung sei der Beschwerdeführer bereits vor dem genannten Unfall drei Mal gestürzt und zumindest infolge des Sturzes vom 12. November 2002 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Beim Sturz von der Laderampe am 10. Februar 2004 habe er sich eine rechtsseitige Kontusion im LWS-Bereich zugezogen. Die klinischen und bildgebenden Abklärungen hätten keine posttraumatischen Verletzungen ausser Kontusionen ergeben. Bereits per 1. März 2004 sei - durch die Attestierung einer Arbeitsfähigkeit von 100 % - die Abheilung der Kontusion der lumbalen Region bestätigt worden. Spätestens mit dem Austritt aus der Rheumaklinik des Universitätsspitals am 27. März 2004 sei der Vorzustand erreicht gewesen. Jedoch seien die vorbestehenden, degenerativen Veränderungen und Stellungsveränderungen L5/S1 mit Spondylolyse L5/S1 mit Anterolisthesis L5/S1 bei leichtgradiger Einengung der Intervertebralforamina beidseits bestätigt worden. Der Zustand im Juli 2004 sei nicht mehr auf das Unfallereignis zurückzuführen (vgl. vorstehend Erw. 3.4).
4.2 Neben der Beurteilung durch den Kreisarzt Dr. H._ äusserte sich einzig PD Dr. I._ zur Frage der Kausalität. Diese Beurteilung ergibt indessen kein anderes Bild. Auch PD Dr. I._ verneinte den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 10. Februar 2004 und den noch vorhandenen Rückenbeschwerden. Er führte in diesem Sinne aus, dass eine unfallkausale Genese der Spondylolyse zu verneinen sei. Die Beschwerden seien durch die Beanspruchung mit Sturz aufs Gesäss wahrscheinlich verstärkt worden, sodass eine vorübergehende Verschlechterung des Vorzustandes von der Beschwerdegegnerin zu Recht übernommen worden sei (Urk. 8/37 S. 2).
Es kann daher nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die am 1. April 2004 noch bestehenden Rückenbeschwerden auf das Unfallereignis vom 10. Februar 2004 zurückzuführen sind. Die Kausalität war spätestens ab dem genannten Zeitpunkt nicht mehr gegeben. Denn gemäss der Ansicht des Kreisarztes waren die durch die Rückenkontusion bedingten Beschwerden bereits am 1. März 2004 abgeklungen. Die Kausalität für den „Rückfall“ vom 28. Februar 2004 war aus medizinischer Sicht nicht gegeben. Vielmehr liegt beim Beschwerdeführer ein krankhafter Vorzustand, ein durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule L5/S1 bedingtes, rechtsseitiges lumboradikuläres Syndrom, vor und der Sturz vom 10. Februar 2004 führte lediglich zu einer vorübergehenden Verschlechterung dieses Vorzustandes.
Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Umstand, dass sein Gesundheitszustand sehr labil und die Unfallfolgen nicht ausgeheilt gewesen seien, zeige sich darin, dass er 28. Februar 2004 beim Aussteigen aus dem Bett Beschwerden bemerkt habe (vgl. Urk. 1 S. 6), geht fehl, erlitt der Beschwerdeführer doch beim Unfall vom 10. Februar 2004 eine Kontusion der LWS, die zu einer vorübergehenden Verschlechterung des vorbestehenden rechtsseitigen lumboradikulären Syndroms führte. Der Rückfall der Symptomatik beim Aussteigen aus dem Bett am 28. Februar 2004, der zu einer stationären Behandlung in der Rheumaklinik des Universitätsspitals R._ führte, stand nicht in Bezug zum Unfallereignis oder einem neuen Ereignis nach Abschluss der Rehabilitation und Behandlung in der Rheumaklinik des Universitätsspitals R._. Diesbezüglich ist vielmehr von einem Ereignis, das durch den krankheitsbedingten Vorzustand ausgelöst wurde, auszugehen (vgl. Urk. 8/19 S. 4).
Auch das Argument des Beschwerdeführers, die Beurteilung durch PD Dr. I._ stehe dem Standpunkt der Beschwerdegegnerin entgegen, da dieser zwar auch eine vorbestehende Spondylolyse bestätige, doch es ebenfalls für wahrscheinlich halte, dass der Sturz auf das Gesäss vom 10. Februar 2004 einen Beschwerdeschub ausgelöst habe, der im November 2004 noch nicht abgeheilt gewesen sei (vgl. Urk. 1 S. 6), ist nicht korrekt. PD Dr. I._ erachtete - wie bereits erwähnt - die Beschwerden durch die Beanspruchung mit Sturz auf das Gesäss als wahrscheinlich temporär noch verstärkt, sodass eine vorübergehende Verschlechterung des Vorzustandes vorgelegen habe (Urk. 8/37 S. 2). Ein einen Beschwerdeschub auslösendes Ereignis sah er bezüglich des Unfalls vom 10. Februar 2004 nicht.
5. Nach dem Gesagten besteht kein rechtsgenügender Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 10. Februar 2004 und den noch bestehenden Rückenbeschwerden. Vielmehr liegt beim Beschwerdeführer ein behandlungsbedürftiger, krankhafter Vorzustand vor.
Der Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2004 ist somit rechtmässig, und die Beschwerde ist abzuweisen.