Decision ID: 6a1292b5-c0f8-4da2-bf8d-99cbbd80f56c
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene
X._
war zuletzt als private Haushaltshilfe / Reinigungsangestellte
für zwei verschiedene Arbeitgeber
tätig. Am 2
3.
Oktober 2013 meldete sie sich unter Hinweis auf eine generalisierte Arthrose bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizi
nische Abklärungen
und
führte eine Abklärung im Haushalt durch
(Urk.
8/18
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8
/
24
) wies sie das
Rentenbe
gehren
mit
Verfügung vom 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
1.
Juni 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte, die Verfügung vom 1
2.
Mai 2015 sei aufzuheben und es sei ihr eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Am
4.
September
2015 (Urk.
7
) beantragte die IV-Stelle die Abwei
sung der Beschwerde,
was der Beschwerde
führer
in mit Verfügung vom
9
.
September
2015
zur Kenntnis ge
bracht
wurde
(Urk.
9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis
wird
zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im
Haushalt) ermittelt. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Inva
lidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbe
reich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtinva
lidität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
2) damit
,
dass
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit zu 21
%
erwerbstätig wäre. In einer angepassten Tätigkeit sei sie zu 100
%
arbeitsfähig
und
im Haushalt zu 18
%
eingeschränkt, was einen
renten
ausschliessenden
Gesamtinvaliditätsgrad von 17
%
ergebe.
In der
Beschwerde
antwort
(
Urk.
7) führte sie aus, dass die Beschwerdeführerin seit 2005 ihr
Arbeits
pensum
nicht wesentlich verändert habe. Wegen ihrer Rückenproblematik sei sie
erst seit 2011 in Behandlung. Es treffe damit nicht zu, dass sie einzig aufgrund ihrer gesundheitlichen Beschwerden nicht in einem höheren Pensum erwerbs
tätig gewesen sei. Vielmehr sei überwiegend wahrscheinlich, dass sie auch bei guter Gesundheit lediglich zu 21
%
erwerbstätig wäre.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(Urk. 1)
, s
ie sei im Erwerbsbereich zu 100
%
arbeitsunfähig. Die Einschränkung im
Haus
haltsbereich
könne nicht eins zu eins auf
jenen
umgewälzt werden. So könne man die Arbeit im Haushalt selbst einteilen und von den Angehörigen eine
Mitarbeit
erwarten, was im Erwerbsbereich nicht möglich sei
(S.
3)
.
Bei guter Gesundheit würde sie zudem nicht
n
ur zu 21
%
, sondern zu 50
%
erwerbstätig sein. Anlässlich der Haushaltabklärung habe sie die diesbezügliche Frage falsch
verstanden. Sie leide seit vielen Jahren unter gesundheitlichen Beschwerden und
habe in den letzten Jahren einzig aus diesem Grund lediglich zu 21
%
gearbeitet
(S. 4)
.
3.
3.1
Vorliegend ist erstellt und aufgrund der Akten ausgewiesen, dass die Beschwer
deführerin im Haushalt zu 18
%
eingeschränkt ist. Umstritten ist jedoch unter anderem
ihre
Qualifikation.
3.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen
Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträch
tigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern
in welchem Pensum sie hypothetisch, das
heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3
mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei
gungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai
2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E.
3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbemes
sungsmethode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind in
dessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen F
olgerun
gen, die aus
schliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des
Bu
ndesgerichts 9C_287/2013 vom 8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
3.3
3.3.1
Die Beschwerdeführerin ist Mutter dreier mittlerweile 35, 32 und 30jährige
r
Töchter
und vierfache Grossmutter
(
Urk.
8/18 S. 4). Seit ihrer Einreise in die Schweiz war sie stets erwerbstätig, dies bis Ende 2005 jeweils in einem erheb
lichen Umfang (Urk. 8/7).
Daraufhin reduzierte sie ihre Arbeitstätigkeit und war a
b Januar 2006 mit einem Arbeitspensum von
gut
1
4
% (6 Stunden pro Woche) als Reinigungsfrau für
Frau
Y._
(Urk. 8/7 S. 2 f. und
Urk.
8/10
S. 2 f.) und ab Januar 2008 zusätzlich in einem
durchschnittlich
knapp
10
%-Pensum
(4
Stunden pro Woche)
als Reinigungsfrau für
das Ehepaar
Z._
tätig (
Urk.
8
/7 S.
3 und
Urk.
8/9).
Zusätzlich arbeitete sie von März 2008 bis Dezember 2009 in einem vernachlässigbar geringen Pensum
von
zuletzt etwa
2
%
für Herrn
A._
(
Urk.
8/7 S. 2 f.).
Anlässlich der Haushaltabklärung vom
11.
November 2014 (
Urk.
8/18) gab die Beschwerdeführerin zu Protokoll, dass sie ohne Gesundheitsschaden weiterhin
an den beiden bisherigen Arbeitsstellen die Reinigung vornehmen würde. Sie habe immer etwas dazu verdienen wollen, damit man sich noch zusätzlich etwas
leisten könne. Die zwei Stellen hätte sie daher wie gehabt weiterhin beibehalten. Zusätzliche Stellen hätte sie keine gesucht, da das für sie so gestimmt habe (S.
4).
Hiervon ist grundsätzlich auszugehen
.
3.3.2
Die Beschwerdeführerin gab an, seit über 20 Jahren unter Rücken- und
Nacken
schmerzen
zu leiden (
Urk.
8/13/11)
.
Der „versicherte Verdienst" sei in den Jahren
ständig gesunken (Urk. 1 S. 4).
Soweit ersichtlich
,
suchte sie jedoch wegen ihren diesbezüglichen Beschwerden erst am 1
5.
März 2011 erstmals einen Arzt auf (
Urk.
8/13 S.
1).
Dass die Reduktion des Arbeitspensums per 2006 aus gesund
heitlichen Gründen erfolgt wäre, ist nicht aktenkundig.
Zu berücksichtigen ist diesbezüglich, dass (nicht echtzeitliche) nachträgliche Annahmen und spekula
tive Überlegungen, wie etwa eine nach Jahren rückwirkend festgelegte medi
zinisch-theoretisch
e Arbeitsunfähigkeit zum
rechts
genüglichen
Nachweis einer relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht ausreicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_419/2013 vom 9. Januar 2014 E. 2.2). Eine solche liegt
indes gar nicht vor.
Im Zeitpunkt des Auftretens der gesundheitlichen Beschwer
den war sie damit bereits während fünf Jahren
aus nicht medizinischen Grün
den
durchschnittlich zu höchstens 25
%
erwerbstätig (
Urk.
8/7,
Urk.
8/9 und Urk. 8/10). Konkrete Bemühungen, ihr Pensum zwischen 2006 und 2011 länger
fristig zu erhöhen, sind weder behauptet noch
belegt
. Eine geplante Ausweitung der Erwerbstätigkeit auf gar 50
%
ist ebenso wenig dokumentiert.
3.3.
3
Die Töchter der Beschwerdeführerin sind bereits seit einiger Zeit ausgezogen und nicht mehr unterstützungsbedürftig. Der Ehemann der Beschwerdeführerin
erzielt ein Nettoeinkommen von Fr. 5‘400.--. Die Beschwerdeführerin steuerte
mit ihrer Erwerbstätigkeit
in den letzten Jahren
ungefähr weitere Fr.
1‘000.
-- pro Monat
an den Unterhalt des Ehepaares bei (Urk.
8/18 S.
4
f.
).
Dem gegenüber stehen unter anderem Mietzinsen von Fr. 1‘446.-- und
Kranken
kassenprämien
von
Fr.
674.-- (
Urk.
8/18 S. 4).
Bei dieser finanziellen Situation ist nicht davon auszugehen, dass das Ehepaar zwingend auf ein
en höheren
Ver
dienst
der Beschwerdeführerin angewiesen gewesen wäre.
Eine mehr als 25%ige Erwerbstätigkeit
bei guter Gesundheit lässt sich
jedenfalls auch
daraus nicht ableiten.
3.3.
4
Die Beschwerdeführerin machte geltend,
s
ie
leide seit vielen Jahren unter
ge
sundheitlichen Beschwerden, sei jedoch erst seit 2014 aufgrund einer Ver
schlechterung ihres Zustandes voll arbeitsunfähig.
D
ie
anlässlich der
Haushalt
abklärung
gestellte Frage bezüglich ihrer beruflichen Situation ohne
Gesund
heitsschaden
habe sie fälschlicherweise dahingehend
verstanden, in welchem
Umfang sie erwerbstätig wäre, wenn sich ihre bereits bestehenden gesund
heit
lichen Beschwerden nicht weiter verschlechtert hätten, nicht jedoch inwiefern sie erwerbstätig wäre, wenn sie gar keine gesundheitlichen Beschwerden hätte (
Urk.
1 S. 4).
Nachdem die Beschwerdeführerin
wie bereits dargelegt
schon
vor dem erstma
ligen Auftreten
der
gesundheitliche
n
Beschwerden während fünf Jahren zu durchschnittlich höchstens 25
%
erwerbstätig war,
überzeugt dieser Einwand
n
icht.
Vielmehr ist weiterhin auf ihre Aussage der ersten Stunde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2011 vom 15. Mai 2012 E. 4.2 mit Hinweis)
abzustellen,
gemäss
welcher sie auch ohne gesundheitliche Beschwerden nach wie vor im selben Umfang und lediglich
für ihre
beiden
letzten
Ar
beitgeber tätig wäre.
3.3.
5
Die Summe der einzelnen Aspekte der erwerblichen Umstände der Beschwerde
führerin legen
damit
nahe, dass sie bei intakter Gesundheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit von
höchstens
2
5
%
nachgeg
angen wäre. Ausschlaggebend ist - neben ihrer Aussage der ersten
Stunde in eben diesem Sinne - ihre Erwerbsbiografie, gemäss welcher sie
im Zeit
punkt des
Auftreten
s
der gesundheitlichen Beschwerden bereits während fünf Jahren
aus nicht medizinischen Gründen
durchschnittlich in höchstens diesem Umfang erwerbstätig war. Die
Beschwerdeführerin ist damit
(höchstens)
als zu
25
% erwerbs- und zu
75
% im H
aushalt
tätig zu qualifizieren.
4.
Die Beschwerdeführerin machte geltend, in ihrer Erwerbstätigkeit zu 100
%
ein
geschränkt zu sein. Wie bereits dargelegt, ist sie
in ihrem Aufgabenbereich
zu 18
%
eingeschränkt, was bei einer Gewichtung zu 75
%
einen
Teilinvaliditäts
grad
von 13.5 % ergibt. Selbst
wenn die Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich
vollständig eingeschränkt
wäre, ergäbe dies einen rentenausschliessenden
Ge
samtinvaliditätsgrad
von 39
%
(13.5
%
+ 25
%
x 100 %). Es erübrigt sich damit
die Überprüfung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich
.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen.
5
.
Die Kosten des Verfahrens (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) sind
auf Fr.
5
00.--
festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.