Decision ID: f423e3ea-1d12-548c-9ecf-72c795eabbf4
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Den Akten zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein aus B._ in der Provinz C._ stammender Staatsangehöriger aus Ruanda, der ethnischen Gruppe der Tutsi angehörend, seinen  am 26. Oktober 2006 auf dem Landweg. Über D._, E._, F._ und G._ sei er am 2. November 2006 im Flughafen H._ eingetroffen, wo er gleichentags ein Asylgesuch einreichte und in der Folge am 5. November 2006 von der Flughafenpolizei und am 8. respektive am 9. November 2006 vom BFM befragt wurde. Mit Verfügung des BFM vom 10. November 2006 wurde dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz zur Prüfung seines Asylgesuchs bewilligt. Am 15. November 2006 wurde er im I._ summarisch befragt.
Nach der Kurzbefragung im I._ wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 30. November 2006 für den Aufenthalt während des Asylverfahrens dem Kanton J._ zugewiesen. Am 18. Januar 2007 wurde er von der zuständigen kantonalen Behörde zu seinen Asylgründen angehört.
Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im  aus, seine Eltern seien im Jahre 1994 beim Genozid in  ums Leben gekommen. Ihm sei die Flucht ins damalige Zaire (die heutige Demokratische Republik Kongo, Kongo [Kinshasa]) gelungen, wo er sich bei einer Bekannten seiner Mutter aufgehalten habe. Im Y._ sei er in seine Heimatregion zurückgekehrt, wo er bis zu seiner Ausreise geblieben sei. Im Jahre Z._ hätten er und sein Bruder eine Vorladung zum Gacaca-Gericht erhalten, um vor diesem betreffend den Völkermord als Zeugen auszusagen. In der Folge seien er und sein Bruder von den Tätern, die ihre Eltern ermordet hätten, mehrmals bedroht worden, weil ihre Anwesenheit für diese eine Gefahr dargestellt habe. Er habe daraufhin bei den Behörden um Schutz ersucht, indem er eine Beschwerde deponiert habe. Die Behörden hätten ihnen versichert, dass sie geschützt würden. Dennoch habe er sich nicht in Sicherheit, sondern ständig bedroht gefühlt. Er sei denn auch im W._ von einem Unbekannten mit dem Tode bedroht worden, sollte er vor dem Gacaca-Gericht eine Aussage machen. Etwa zwei Monate später sei er auf dem Heimweg von drei Männern überfallen und misshandelt worden. Aufgrund dieser
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Vorfälle und weil er in einer Umgebung gewohnt habe, wo er beinahe nur noch von Gegnern umgeben gewesen sei, habe er sich zur Ausreise entschlossen. Im Radio habe er immer wieder Meldungen von Todesfällen unschuldiger Leute gehört, die auf unerklärliche Weise ermordet worden seien. Dies habe in ihm grosse Angst ausgelöst, weiter an seinem Wohnort zu bleiben. Auf die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
B. Mit Verfügung vom 28. März 2007 – eröffnet am 30. März 2007 –  das BFM das Asylbegehren des Beschwerdeführers ab und ordnete gleichzeitig die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an. Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers die Anforderungen von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die  nicht erfüllten, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft  müsse. Ferner sei der Vollzug der Wegweisung als zulässig,  und möglich zu erachten.
C. Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 30. April 2007 beantragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die  von Asyl. Es sei die Unzulässigkeit und die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht sei die  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und es sei von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. Auf die Begründung wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
D. Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 14. Mai 2007  dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass er den Ausgang des  in der Schweiz abwarten könne. Die Beurteilung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde auf den Urteilszeitpunkt verwiesen. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass in Ermangelung einer Fürsorgebestätigung die prozessuale Bedürftigkeit des Beschwerdeführers nur behauptet wer-
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de, weshalb ihm Frist zur Einreichung einer aktuellen  angesetzt wurde, unter Androhung der Weiterführung des  aufgrund der Aktenlage im Unterlassungsfall. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurde verzichtet.
E. Mit Eingabe vom 21. Mai 2007 reichte der Beschwerdeführer eine Für - sorgebestätigung der K._ gleichen Datums zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwal  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
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ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3. 3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung des ablehnenden  im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe sich  des Erhalts einer Vorladung seitens der ruandischen , seiner Reaktion auf den Erhalt der Vorladung (Meldung beim ) sowie des Zeitpunktes, wann er letztmals bedroht worden sei, in Widersprüche verstrickt, weshalb erste Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieser Vorbringen aufkommen würden. Weiter habe er behauptet, bei den ruandischen Behörden Klage wegen Übergriffen von  eingereicht zu haben. Der Beschwerdeführer habe sich zu diesen Klagen jedoch aber wenig detailliert geäussert. So habe er die genaue Anzahl sowie die Daten der Einreichung dieser Klagen nicht gekannt. Zudem lasse sich seinen Aussagen am Flughafen und vor dem Kanton auch nicht entnehmen, bei welchen ruandischen Behörden genau  Klagen eingereicht worden seien. Auch zu den vermeintlichen  von Drittpersonen habe er bloss pauschale Aussagen , zumal er die genauen Daten dieser Vorfälle nicht gekannt und den Ablauf der Ereignisse wenig erlebnisreich geschildert habe. Die Angreifer habe der Beschwerdeführer nur allgemein beschrieben und eine konkrete Reaktionsweise auf die Angreifer lasse sich seinen  nicht entnehmen. Zudem gehe aus diesen nicht hervor, wo , wie, durch wen und wie lange er allfällige Verletzungen dieser vermeintlichen Übergriffe ärztlich habe behandeln lassen. Überdies habe er überhaupt keine Beweismittel (Zeugenaussagen, Beweisauf-
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nahmen, Protokoll, etc.) beigebracht, welche seine diesbezüglichen Vorbringen belegen würden. Ferner seien die Aussagen über die  Funktionsweise, den Aufbau, die Anzahl sowie die Organisation der Gacaca-Gerichte auf den verschiedenen Verwaltungsebenen nur allgemein ausgefallen. Diese wenig detaillierten Aussagen würden die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers verstärken.
Der Beschwerdeführer habe sich gemäss Passeintrag offenbar bereits im Juni Z._ für berufliche Zwecke in L._ aufgehalten, sei aber anschliessend freiwillig nach Ruanda zurückgekehrt. Falls er in seiner Heimat tatsächlich irgendwelchen Übergriffen von unbekannten Drittpersonen ausgesetzt gewesen wäre, hätte er sich wohl kaum so verhalten. Vielmehr hätte eine tatsächlich verfolgte Person den Auslandaufenthalt zur Einreichung eines Asylgesuches oder der Weiterreise in einen anderen Staat benutzt. Auch sei nicht nachvollziehbar, wieso der Beschwerdeführer mit seiner Ausreise bis Oktober 2006 zugewartet habe, zumal die genannten Übergriffe bereits im Jahre Z._ eingesetzt hätten. Die angeführten Behelligungen seitens der genannten Drittpersonen vermöchten daher auch im Lichte der Verhaltensweise des Beschwerdeführers nicht zu überzeugen.
3.2 Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer in seiner  im Wesentlichen vor, aus den Anhörungsprotokollen werde ersichtlich, dass es sich bei ihm tatsächlich um ein Opfer des Genozids handle, zumal er die Erlebnisse so detailliert und präzise  beschreiben können, dass an diesen kein Zweifel bestehen könne. Er sei insgesamt vier Mal über seine Asylgründe befragt worden. Auf dem Flughafen habe er in seiner Muttersprache mit dem Übersetzer gesprochen, im I._ auf Französisch, was  zur Folge gehabt habe. Die Anhörung vom 8. November 2006 sei deswegen sogar abgebrochen worden. Demzufolge seien die ihm angelasteten Widersprüche eher bei der Übersetzung respektive durch inkorrekte Interpretation entstanden. Weil er in der Öffent lichkeit gesagt habe, er werde die Täter anzeigen und suche die Gerechtigkeit, habe man angenommen, er werde auch vor dem Gacaca-Gericht eine Aussage machen, weshalb er bedroht und angegriffen worden sei. Obwohl er das Datum des Angriffs nicht gewusst habe, habe er das ungefähre Datum angegeben, weil der Befrager dies von ihm verlangt habe. Deshalb seien auch die Unterschiede entstanden. Er habe klar
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und deutlich gesagt, wie und wann das Gacaca-Gericht im Jahre Z._ in seinem Bereich eingeführt worden sei, und auch  dargestellt, wie die Täter auf freiem Fuss seien, oder dass man überhaupt nicht wisse, wer als mutmasslicher Täter in Frage komme. Er werde versuchen, zum Beleg seiner Vorbringen entsprechende  in die Schweiz schicken zu lassen. Da sich die Verfahren der Gacaca-Gerichte hinziehen würden und Täter unbehelligt neben  des Genozids lebten, sorge dies für ein Klima der Angst. Zudem hätten Zeugen des Gerichts mit Repressionen zu rechnen respektive hätten bereits solche Repressalien erlitten, wobei die ruandische  nicht imstande sei, diese Menschen zu schützen.  Menschenrechtsberichte über die politische Situation und die  bei der Durchführung der Gacaca-Prozedere würden seine  bestätigen. Da er nicht das gleiche Schicksal wie seine Eltern habe erleiden wollen, habe er die Flucht aus seiner Heimat ergriffen. Seine Aussagen seien insgesamt schlüssig, plausibel und ernsthafte Nachteile objektiv begründet sowie nachvollziehbar, weshalb sie als asylrelevant zu qualifizieren seien.
3.3 Nach Würdigung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Erwägungen der Vorinstanz zur fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers zutreffen und die Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, die Begründung des BFM in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. So zeigte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Gründe, weshalb aufgrund der Aktenlage die Vorbringen des  einerseits klarerweise als widersprüchlich, unsubstanziiert,  und allgemein sowie andererseits sein Verhalten als unlogisch und somit als unglaubhaft zu erachten sind, in schlüssiger Weise auf. Der Einschätzung des BFM, die vom Beschwerdeführer geltend  Ausreisegründe seien unglaubhaft, ist somit beizupflichten.
Eine Überprüfung der Akten ergibt, dass die Aussagen zum Zeitpunkt der angeblichen letzten Bedrohung durch Drittpersonen und seinen Kontakten mit den ruandischen Behörden respektive dem Gacaca- in vielerlei Hinsicht Unstimmigkeiten aufweisen und daher nicht den Eindruck vermitteln, er habe das Geschilderte tatsächlich selbst erlebt.
Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang vor, er sei  vier Mal über seine Asylgründe befragt worden. Dabei habe es
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sprachliche Probleme gegeben, welche sogar zum Abbruch der  vom 8. November 2006 geführt hätten. Demzufolge seien die ihm angelasteten Widersprüche eher bei der Übersetzung respektive durch inkorrekte Interpretation entstanden. Diesen Einwänden kann jedoch vorliegend nicht gefolgt werden. Zwar trifft es zu, dass der  mehrere Male befragt wurde, jedoch nicht vier Male zu seinen Asylgründen. So wurde er anlässlich der Befragung im  vom 5. November 2006 lediglich zu den Personalien und den  Reiseumständen aus seiner Heimat einvernommen, nicht  zu seinen Asylgründen. Ebenso trifft es zu, dass er anlässlich der Befragung im I._ vom 15. November 2006 auf Französisch befragt wurde und in diesem Zusammenhang sprachliche Probleme erwähnte. Diesbezüglich ist jedoch zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Kurzbefragung im I._ nur in wenigen Sätzen über seine Asylgründe sprach und dabei im  auf die Aussagen seines Bruders verwies (vgl. A25/8, S. 4). Hinzu kommt, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf seine im I._ gemachten Aussagen gar keinen Bezug nahm, sondern diesbezüglich nur die Vorbringen beim Kanton (vgl. A31/17) und der BFM-Befragung vom 9. November 2006 (vgl. A20/10) . Soweit der Beschwerdeführer auf den Umstand hinweist, dass die Befragung vom 8. November 2006 wegen sprachlicher Probleme sogar habe abgebrochen werden müssen, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal das BFM selber auf dem  Protokoll vermerkte, dass dieses nicht verwertet werden könne (vgl. A15/6). Der Einwand, die von der Vorinstanz vorgehaltenen  seien bei der Übersetzung respektive durch inkorrekte Interpretation entstanden, erweist sich daher aufgrund obiger  als unbegründet.
Weiter vermögen – angesichts der in der Tat sehr allgemein und  ausgefallenen Asylvorbringen in den wesentlichen Teilen seiner Begründung – alleine die Hinweise des Beschwerdeführers in seiner Rechtsmitteleingabe, wonach er klar und deutlich über die Einführung des Gacaca-Gerichts im Jahre Z._ gesprochen und auch plausibel die momentane Situation von Tätern dargestellt habe, seine Vorbringen nicht in einem anderen, glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen und die vorinstanzliche Einschätzung umzustossen. Bezeichnenderweise war der Beschwerdeführer denn auch nicht in der Lage, während des Asylbeschwerdeverfahrens irgendwelche Belege einzureichen, die seine Asylgründe zu stützen vermocht hätten,
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obwohl er die Einreichung solcher Dokumente in seiner Beschwerdeschrift noch in Aussicht gestellt hatte.
Auch wenn es nach den Erkenntnissen des  bei Verfahren vor Gacaca-Gerichten aufgrund von Korruption oder anderen Einflüssen teilweise zu Problemen kam und nicht  werden kann, dass Genozid-Opfer, welche als Zeugen vor diesen Gerichten aussagten, seitens von des Genozids Verdächtigten oder Verurteilten Repressalien ausgesetzt werden könnten, ist  festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer aufgrund der  seiner Asylvorbringen nicht gelingt, entsprechende  oder Befürchtungen, flüchtlingsrechtlich relevanten Nachteilen ausgesetzt zu werden, auch nur glaubhaft zu machen.
3.4 Die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen vermögen mithin nach dem Gesagten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen. Der Beschwerdeführer konnte nicht glaubhaft machen, dass er in der Vergangenheit Opfer einer flüchtlingsrechtlich  Verfolgung geworden ist, und es besteht auch kein hinreichender Anlass für die Annahme, er müsse eine solche im Falle der Rückkehr nach Ruanda befürchten. Es gelingt ihm insgesamt nicht, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat. Es erübrigt sich unter diesen Umständen, auf weitere Ausführungen in der Beschwerdeschrift näher einzugehen, da sie an obiger Einschätzung nichts zu ändern vermögen.
4. 4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
4.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
5. 5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsver-
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hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt  ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner  ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).
5.2 5.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat ent - gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
5.2.2 Das BFM wies in seiner angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG
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verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Ruanda ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
5.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Ruanda dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR, [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Das ist jedoch vorliegend nicht der Fall, zumal der Beschwerdeführer die angeblich auf dem Genozid von 1994 fussenden Vorbringen nicht glaubhaft machen konnte. Sodann lassen sich auch aus der Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zur  der Tutsi keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung entnehmen.
5.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
5.3 5.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
5.3.2 Dem Genozid von 1994 in Ruanda fielen gegen eine Million  und Ruanderinnen, vorwiegend Tutsi und moderate Hutu, zum Opfer. Mehr als zwei Millionen Menschen flohen ins umliegende , vor allem ins damalige Zaire und nach Tansania; weitere  Millionen Ruanderinnen und Ruander galten als . In den folgenden Jahren beruhigte sich die Lage in Ruanda  und der grösste Teil der ins Ausland Geflüchteten kehrte wieder
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in ihre Heimat zurück. Im August 1998 brach im Osten von Kongo (Kinshasa) eine sich rasch ausbreitende Rebellion gegen die  von Laurent-Désiré Kabila aus. Ruanda beteiligte sich ebenfalls an den kriegerischen Auseinandersetzungen, offiziell, um dorthin  Reste der Hutu-extremistischen Interahamwe-Milizen zu . Unter südafrikanischer Vermittlung schlossen der Nachfolger von Laurent-Désiré Kabila, sein Sohn Joseph Kabila, und der anfangs 2000 gewählte ruandische Präsident Paul Kagame im Juli 2002 einen Friedensvertrag, in dem sich Ruanda zum Abzug aller Truppen von kongolesischem Boden, und Kongo (Kinshasa) zum Einstellen der  der Hutu-Rebellen sowie zu deren Entwaffnung und  in Zusammenarbeit mit der UNO verpflichtete. Der  Truppenabzug aus Kongo (Kinshasa) war im Oktober 2002  abgeschlossen und die Situation im ruandisch-kongolesischen Grenzgebiet hat sich in den letzten Jahren – trotz vereinzelter  zwischen Angehörigen von Truppen der kongolesischen Regierung und dem Tutsi-General Laurent Nkunda – weiter . Wie erwartet wurde Ruandas Präsident Paul Kagame anlässlich der Präsidentschaftswahlen vom 9. August 2010 in seinem Amt mit überwältigender Mehrheit bestätigt. Zwar stiegen im Vorfeld dieser Präsidentschaftswahlen die innenpolitischen Spannungen wieder an. Im Grossraum Kigali wurden mehrere Anschläge mit Handgranaten verübt, welche auch Todesopfer forderten. Insbesondere wurde der  der nicht registrierten Grünen Partei – unter noch  Umständen – am 14. Juli 2010 tot aufgefunden. UNO- Ban Ki Moon forderte in der Folge eine Aufklärung des Falles. Dennoch kann unter den heute bestehenden Verhältnissen bezüglich Ruanda keinesfalls von einer Situation allgemeiner Gewalt oder von kriegerischen Ereignissen, welche für den Beschwerdeführer bei  Rückkehr in die Heimat eine konkrete Gefahr darstellen würden, gesprochen werden.
5.3.3 Sodann bestehen auch keine anderen Hinweise, dass der  bei seiner Rückkehr nach Ruanda in eine konkrete, seine Existenz bedrohende Situation geraten könnte. Der  ist jung, verfügt über eine achtjährige Schulbildung, diverse Sprachkenntnisse sowie Berufserfahrungen als (...) und (...) (vgl. A11/34, S. 8; A25/8, S. 2; A31/17, S. 5 f.). Ausserdem verfügt er in seiner Heimat über nahe Verwandte (Geschwister), welche ihm bei der Reintegration behilflich sein können (A31/17, S. 4 f.).
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5.3.4 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Ruanda als zumutbar zu erachten.
5.4 Schliesslich ist der Vollzug der Wegweisung des  auch als möglich im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG zu , da keine praktischen Vollzugshindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr nach Ruanda entgegenstehen könnten, und der Beschwerdeführer verpflichtet ist, bei den heimatlichen Behörden die allenfalls erforderlichen Reisepapiere für sich zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG).
5.5 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvoll - zug zu bestätigen. Die Vorinstanz hat diesen zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
7. 7.1 Der Beschwerdeführer ersucht um die Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Danach kann die Beschwerdeinstanz eine bedürftige Partei, deren Begehren nicht aussichtslos erscheinen, auf Gesuch davon befreien, Verfahrenskosten zu bezahlen. Aus der Tatsache, dass sich ex post zeigt, dass der  keine prozessualen Erfolgschancen hatte, ergibt sich zwar noch nicht zwingend, dass die Beschwerde aussichtslos war. Dennoch müssen vorliegend die Gewinnaussichten des  als von allem Anfang an beträchtlich geringer eingestuft  als die Verlustgefahren und können gar als kaum ernsthaft  werden. Dies bedeutet nach bundesgerichtlicher , dass der Streitfall als aussichtslos zu bezeichnen ist. Deshalb ist das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  abzuweisen.
7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und
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auf insgesamt Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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