Decision ID: 4dad329f-cadf-4969-91b7-594b5277bee5
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980, arbeitete in einem Pensum von 100
%
als Sekretä
rin und war in dieser Eigenschaft bei der SWICA Versicherungen AG (nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 7. Februar 2008 bei einem Auffahrunfall eine HWS-Distorsion, Grad III (Urk. 8/3; Urk. 8/15) erlitt (Schadensmeldung UVG vom 25. Februar 2008, Urk. 8/1). Die SWICA vergütete in der Folge die Heilbehandlungskosten und entrichtete Taggelder. Am 25. Februar 2008 nahm die Versicherte ihre be
rufliche Tätigkeit wieder in einem Pensum von 50 % (Urk. 8/10), ab 1. Mai 2008 zu 70 % (Urk. 8/22), ab 18. August 2008 zu 80 % (Urk. 8/43) und ab 26. Januar 2009 wieder zu 100 % auf (Urk. 8/58). Weiterhin unterzog sie sich regelmässi
gen Physio- und Craniosacral-Therapiebehandlungen (Urk. 8/83; Urk. 8/90; Urk. 8/101).
Nachdem die SWIC
A die Versicherte bei der
Y._
neurologisch-rheumatologisch hatte begut
achten lassen (Expertise vom 2
1.
Januar 2011, Urk. 8/139), teilte sie ihr am 8. Februar 2011 (Urk. 8/
1
40) mit, dass sie den Leistungsfall per 28. Februar 2011 abschliessen werde, da sie die noch bestehenden Beschwerden als nicht mehr unfallkausal erachte. Nachdem die Versicherte hierzu am 15. April 2011 Stellung genommen hatte (Urk. 8/144), verfügte die SWICA am 8. Ju
n
i 2011 die Leistungseinstellung per 28. Februar 2011 (Urk. 8/145). Die dagegen erhobene Einsprache vom 11. Juli 2011 (Urk. 8/148) wies die SWICA mit Einspracheent
scheid vom 27. Oktober 2011 ab (Urk. 2).
2.
2.1
Hiergegen erhob
X._
am 30. November 2011 Beschwerde und bean
tragte die
Weiterausrichtung der
gesetzlichen Leistungen (Urk. 1), währenddem die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2012 (Urk. 7) auf Abweisung
der Beschwerde schloss.
2.2
Mit Replik vom 6. Mai 2013 (Urk. 14) reichte die Beschwerdeführerin die folgen
den medizinischen Unterlagen ein:
interdisziplinäre neurochirurgisch/neuroradiologische Beurteilung der bildge
benden Befunde durch das
Z._
, Chirurgische Klinik und Poliklinik, vom 18. Oktober 2012 (Bericht unterzeichnet von
Dr.
med.
A._
, Oberarzt Neurochirurgie, und
Dr.
med.
B._
, Leitende Ärztin Insti
tut für Radiologie, Urk. 15/1)
Beantwortung eines Fragebogens zu diesen Befunden durch Dr.
A._
vom 11. April 2013 (Urk. 15
/3
).
Ergänzend beantragte sie die Kostenübernahme der beiden privaten Gutachten des
Z._
vom 1
8.
Oktober 2012 und 1
1.
April 2013 in Höhe von
Fr.
4‘000.--resp.
Fr.
750.-- durch die Beschwerdegegnerin.
Mit Duplik vom 7. Juni 2013 (Urk. 19) schloss die Beschwerdegegnerin weiter
hin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 12. Juni 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 20).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie auf die Akten ist, soweit für die Entscheid
findung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene
gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht
– gestützt auf die entsprechenden medizinischen Berichte –
im Rahmen der ihm obliegenden Be
weis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.4
1.4.1
Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange um
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a)
.
1.4
.2
Die Frage des Beweiswertes stellt sich auch bei den anzuwendenden medizi
nisch-diagnostischen Methoden. Diese müssen wissenschaftlich anerkannt sein, damit der mit ihnen erhobene Befund eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage zu bieten vermag. Als wissenschaftlich anerkannt gilt eine Untersuchungsart, wenn sie von Forschern
und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis anerkannt ist (BGE 134 V 231 E. 5.1).
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin
über den 2
8.
Februar 2011 hinaus Anspruch auf
Leist
ungen der Beschwerdegegnerin hat.
Gestützt auf die Berichte der
Z._
-Ärzte machte die Beschwerdeführerin geltend, es lägen organisch nachweisbare Unfallfolgen in Form pathologischer Veränderungen (insbesondere Mikroinstabilität bei kleiner Bandläsion) im Bereich des kranio
zervikalen Übergangs vor, welche
für die festgestellte Skoliose und der mit ihr einhergehenden Beschwerden
ursächlich seien (
Urk.
1,
Urk. 14/8
f.
). Die Be
schwer
degegnerin legte ihrem Einspracheentscheid die
Y._
-Expertise zu
grun
de und führte an, dass die unfallkausalen Beschwerden nachweislich abge
klun
gen und die
zurzeit Beschwerden verursachende
Skoliose
auf unfallfremde degenerative Ursachen zurückzuführen seien (
Urk. 2/3 sowie Urk. 19
).
3.
3.1
Im
Z._
-Bericht
(Urk. 15/1)
gaben
die Ärzte
an
, dass bei der Beschwerdeführe
rin eine Wirbelsäulenskoliose als Ausgleichsskoliose bestehe, die sich mit der Läsion des rechten Ligamentum alare pars atlantis erklären lasse (S. 19). Die Funktionsaufnahmen des Dens sprächen für eine ligamentäre Läsion de
s cran
io
cervikalen Übergangs (S. 16), was eine Mikroinstabilität im Segment C1/C2
diese werde durch die seitlich transoralen Funktionsaufnahmen des Dens deutlich (S. 18)
mit Auswirkung bei der Kopfseitwärtsneigung zur Folge habe.
3.2
Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 231 E. 5.2 ausgeführt, dass über die diag
nostische Bedeutung der mittels funktion
eller Magnetresonanztomographie (fMRT)
erhobenen Befunde
und deren Eignung für die Beurteilung der Unfall
kausalität von Beschwerden nach HWS-Distorsionen die ä
rztlichen Meinungen auseinander
gingen. Dies gelte auch hinsichtlich Läsionen der Kopfgelenkbänder, insbesondere der Ligamenta alaria. Teils werde der Aussagewert von fMRT-Befunden grundsätzlich in Frage gestellt, weil Untersuchungen ergeben hätten, dass auch bei Personen ohne HWS-Distorsionen Breitenasymmetrien der Liga
menta alaria ausgesprochen häufig seien und die Bänder oft unregelmässige Konturen aufweisen, weshalb entsprechende Befunde in der Regel keinen zu
verlässigen Schluss auf durch Schleudertrauma bewirkte Bandläsionen zulies
sen. Verschiedene Autoren wiesen zudem auf Schwierigkeiten bei der Interpre
tation der fMRT-Befunde hin, insbesondere wenn es um den Nachweis leichterer Läsionen und die Beurteilung des Schweregrades von Bandverletzungen gehe. Teils werde die Signifikanz des Befundes für eine durch Schleudertrauma ver
ursachte Läsion generell oder unter bestimmten Voraussetzungen bejaht.
Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass die fachärztlichen Meinungen hinsichtlich des Aussagewertes von fMRT-Untersuchungen des kraniozervikalen Übergangs, insbesondere auch der Ligamenta alaria, stark auseinandergingen. Ein breit abgestützter Konsens, welcher gestatten würde, diese Abklärungsme
thode als zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach HWS-Traumen zu betrachten, läge nicht vor
(
BGE 134 V 231
E.
5.3)
.
Das Bundesgericht hielt zudem fest, dass zu einer andern Beurteilung umso weniger Anlass bestehe, als die Frage, welche Bedeutu
ng fMRT
-Befunden bei Beschleunigungstraumen der HWS beizumessen sei, Gegenstand von Dis
kussionen in der Kommission „Whiplash-associated Disorder“ der Schweizeri
schen Neurologischen Gesellschaft gebildet hätte. Dabei sei festgestellt worden, dass funktionsradiologische Methoden von der Kooperation des Patienten ab
hängig seien und unter günstigen Untersuchungsbedingungen Hinweise auf eine Instabilität geben könnten. Deren Zusammenhang mit klinischen Be
schwerden (z.B. Nackenschmerzen) sei nach Meinung der Kommission bisher nicht hinreichend untersucht worden. Unter Hinweis auf u.a. diese Stellung
nahme würden in den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neu
rologie zum Beschleunigungstraum
a
der HWS funktionell bildgebende Verfah
ren als diagnostische Mittel generell nicht empfohlen (
BGE 134 V 231
E. 5.4 m.w.H.)
fMRT-Untersuchungen sind nach der Rechtsprechung daher kein geeignetes Beweismittel zur Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach HWS-Traumen (E. 5.4)
.
Gleiches muss auch für die vorliegenden Dens-Funktionsauf
nahmen gelten,
mittels derer die
Z._
-Ärzte in ihrer Expertise eine
ligamentäre Läsion des craniocervikalen Übergangs
aufgezeigt und damit den Ursprung
der
schmerzverursachende
n
Skoliose erklärt haben.
3.3
Weder die interdisziplinäre neurochirurgisch/neuro
radio
logische Beurteilung der bildgebenden Befunde durch die
Z._
-Ärzte vom 18. Oktober 2012 (Urk. 15/1) noch die Ausführungen von
Dr.
A._
vom 11. April 2013 (Urk. 15/3
)
vermögen s
omit das Vorhandensein eines or
ganischen Korrelats für die noch geklagten Beschwerden zu belegen,
weil sich ihre Kernaussagen auf diagnosti
sche Metho
den stütz
en, die nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung a
ls Be
weismit
tel nicht geeignet sind.
Die beantragte Kostentragung
(Urk. 14
S.
2 und
S.
12)
u
nter dem Titel von Art. 45 Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
fällt damit ausser Betracht, weil
das als Beweismittel
zum
Vornherein ungeeignete Privatgutachten
für die Beurteilung des Anspruchs
weder unerlässlich
war
,
noch
Bestandteil nachträg
lich zugesprochener Leistungen
bildete
.
4.
4.1
In der
Y._
-Expertise
(Urk. 8/139), auf die sich der angefochtene Einsprache
entscheid (Urk. 2) stützt,
wurden insbesondere die folgenden Diagnosen genannt
(S. 24)
:
Leichte Fehlstatik der Hals- und Brustwirbelsäule
Leichte Asymmetrie der Kopfgelenke
Kyphosierung der HWS auf Höhe C4/5 (6°)
Linkskonvexe Skoliose der BWS (11°)
Leicht bis mässig ausgeprägte degenerative Veränderungen der HWS
Breitbasige Diskusprotrusion C6/7
Leichte Diskusprotrusion C3/4 und C4/5
Muskuläre Dysbalance der Nacken- und Schultergürtelmuskulatur
Die Gutachter gaben an, dass eine Neigung zu schmerzhaften Verspannungen bei langdauernder, sitzender Tätigkeit, die nicht durch kurze Pausen unterbro
chen werden könne, aufgrund der erhobenen klinischen und radiologischen Befunde, vor allem der leichten Fehlstatik von Hals- und Brustwirbelsäule und der muskulären Dysbalance erklärbar sei. Auch ihre Intensität, wie sie von der Beschwerdeführerin geschildert werde, sei glaubhaft. Die Arbeitsfähigkeit sei dadurch nicht eingeschränkt, wohl aber gewisse sportliche Aktivitäten. Der Un
fall vom 7. Februar 2008 sei indes mit weitaus überwiegender Wahrscheinlich
keit heute nicht mehr ursächlich für die gesundheitlichen Störungen. Er könne auch nicht als Mitursache bezeichnet werden
(S. 25)
.
Aufgrund der radiologischen Dokumentation der Halswirbelsäule müsse eine gewisse Fehlstatik (Asymmetrie der Kopfgelenke, leichte Kyphosierung) vorbe
standen haben. Ebenso sei mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Diskusprotrusionen vorbestehend gewesen seien. Eine traumatische Ge
nese könne mit praktischer Sicherheit ausgeschlossen werden, da die Protrusio
nen auf mehreren Etagen gefunden worden seien und offensichtlich klinisch keine Progredienz aufwiesen. Diese Beobachtung stimme auch mit der konven
tionellen radiologischen Verlaufsdokumentation überein, die keine progrediente Verschmälerung eines Zwischenwirbelraumes über einen Zeitraum von fast drei Jahren erkennen lasse. Neu im Verlauf sei eine leichte Skoliosierung der oberen Brustwirbelsäule aufgetreten, die jedoch als idiopathisch und nicht als trauma
tisch bezeichnet werden müsse. Die zeitliche Koinzidenz sei – beim Fehlen von strukturellen Veränderungen an der Brustwirbelsäule, insbesondere von ossären oder diskogenen Pathologien – als zufällig zu bezeichnen. Der Unfall vom 7. Februar 2008 habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines kli
nisch stummen Vorzustandes geführt, ohne Nachweis einer traumatischen Schädigung
(S. 26)
.
Der Status quo sine sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens zwölf Monate nach dem Unfall vom 7. Februar 2008 erreicht gewesen. Beschwerden in der Art der heute noch bestehenden wären
möglicherweise auch ohne den Unfall vom 7. Februar 2008 aufgetreten. Dies beziehe sich vor allem auf die Beschwerden im oberen Brustwirbelsäulenbereich, wo sich seit dem Unfall eine leichte Skoliose – unfallfremd – ausgebildet habe. Es sei anzunehmen, dass hier der heutige hauptsächliche Ausgangspunkt der Beschwerden liege. Diese seien nicht mehr auf den Unfall vom 7. Februar 2008 zurückzuführen, sondern hätten
sich aufgrund der vorbestehenden und zwischenzeitlich ohne Kausalzusammen
hang mit dem Unfall aufgetretenen degenerativen Veränderungen entwickelt. Eine unfallbedingte Gesundheitsschädigung bestehe nicht mehr. Ferner habe die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 7. Februar 2008 keinen Integritäts
schaden erlitten
(S. 26 ff.)
.
4.2
Mit der
Y._
-Expertise liegt eine medizinische Beurteilung
des strittigen Kausal
zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 7. Februar 2008 und den noch bestehenden Beschwerden
vor,
die
sämtlichen höchstrichterlichen Anforderungen an die Beweiswertigkeit genügt
(E.
1.4
hiervor)
. Die Gutachter hatten vollständige Kenntnis der Vorak
ten, nahmen
je
eine ausführliche
neuro
logische und rheumatologische Anamneseerhebung
vor
(S.
12
f. und S.
13
ff.)
und untersuchten die Beschwerdeführerin unter dem Aspekt der beiden invol
vierten Disziplinen. In der zusammenfassenden Beurteilung (S. 19
ff.) haben sie sich eingehend mit den erhobenen
klinischen und radiodiagnostischen
Befun
den aus
einander
gesetzt und
plausibel
und s
chlüssig aufgezeigt, dass die noch bestehenden Beschwerden spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis vom 7. Februar 2008 nicht mehr auf dieses zurückgeführt werden können
, da die heute Schmerzen verursachende leichte Skoliose idiopathischer Natur ist
. Die
se
Beurteilung der medizinischen Situation sowie die Schlussfolgerungen sind be
gründet und nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Leistungs
pflicht mangels natürlicher Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom
7.
Februar 2008 und den noch bestehenden Beschwerden
drei Jahre nach die
sem Ereignis
per
28. Februar 2011
zu Recht
verneint hat
.
4.3
Im Übrigen sind in Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin ihre bishe
rige Arbeitsstelle gekündigt hatte (
Urk.
8/85), in der Lage war, eine neue Tätig
keit anzutreten (
Urk.
8/89) sowie diese offenbar auch erfolgreich auszuüben
,
und ab
1.
Juli 2009 wieder vollständig arbeitsfähig ist (
Urk.
8/92,
Urk.
8/139 S.
12)
,
von weiteren Behandlungen keine erheblichen Verbesserungen des Gesund
heitszustandes mehr zu erwarten, was sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Besserung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bestimmt (BGE 134 V 109 E. 4). Der Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin war mithin angezeigt und rechtens. Weitere Leistungen sind nicht mehr geschuldet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_403/2011 vom 1
1.
Oktober 2011, E. 3).
Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass auch die Annahme, die noch geklagten Beschwerden wären noch immer oder zumindest teilweise auf das fragliche Unfallereignis zurückzuführen, zu keinem anderen Schluss führte. Gemäss ärztlicher Einschätzung erlitt die Beschwerdeführerin eine HWS-Distor
sion (
Urk.
8/3) und klagte in der Folge weitgehend über ein bei Schleudertrauma typisches Beschwerdebild (BGE 117 V 306 E. 4b;
Urk.
8/21,
Urk.
8/57 S. 3,
Urk.
8/139 S. 14), während es an organisch objektiv ausgewiesenen unfallkau
salen Verletzungen mangelt. Bei dem von der Beschwerdeführerin erlittenen Unfall handelt es sich rechtsprechungsgemäss höchstens um einen mittel
schweren Unfall im Grenzbereich zu einem leichten Unfall. Mithin müsste zur Bejahung der Adäquanz der noch geklagten Beschwerden mit dem fraglichen Unfallereignis ein einzelnes Kriterium in besonderes ausgeprägter Weise gege
ben oder müssten verschiedene Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein (BGE 134 V 109 E. 10.3), was vorliegend aber ohne weiteres verneint werden kann.
5.
Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen.