Decision ID: 8a270078-8b3c-4254-8898-6af0e667bf99
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 09.12.2011 Art. 95 Abs. 1 AVIG, Art. 25 Abs. 1 ATSG, Art. 53 Abs. 2 ATSG. Rückerstattung von Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung. Wird ein deklarierter Zwischenverdienst falsch auf die jeweiligen Kontrollperioden verteilt, liegt eine falsche Rechtsanwendung vor, welche die ursprünglichen Taggeldabrechnungen als zweifellos unrichtig erscheinen lässt. Unter Vorbehalt der Erheblichkeit (vorliegend bejaht) liegt damit ein Wiedererwägungsgrund vor (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Dezember 2011, AVI 2010/106). Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und  Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach Entscheid vom 9. Dezember 2011 in Sachen A._, Beschwerdeführerin, gegen UNIA Arbeitslosenkasse Zentralverwaltung Zürich, Strassburgstrasse 11, 8004 Zürich, Beschwerdegegnerin, betreffend Rückerstattung von Taggeldleistungen (Zwischenverdienst) Sachverhalt:
A.
A._ meldete sich per 1. Mai 2008 zum Bezug von Leistungen der
Arbeitslosenversicherung an (act. G 3.1/26). Ihre letzte Stelle bei der B._ verlor sie
infolge schlechter Auftragslage per 30. April 2008 (act. G 3.1/27). In der Folge arbeitete
sie jedoch im Stundenlohn weiter bei der selben Arbeitgeberin, was von der
Arbeitslosenkasse Unia als Zwischenverdienst betrachtet und jeweils entsprechend
abgerechnet wurde (act. G 3.1/3.4 ff.). Mit Verfügung vom 10. September 2009 forderte
die Unia Arbeitslosenkasse Fr. 3'298.95 für im Zeitraum vom Mai 2008 bis April 2009
zu viel ausbezahlte Leistungen zurück. Es sei übersehen worden, dass die
Arbeitgeberin den Lohn jeweils Mitte Monat abrechne und beim Ausfüllen der
Zwischenverdienstbescheinigungen nicht die effektiv geleisteten Arbeitsstunden
berücksichtigt habe. Bei der Berechnung des Zwischenverdienstes sei aber der
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gesamte während einer Kontrollperiode erzielte Verdienst zu berücksichtigen (act. G
3.1/3).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 5. Oktober 2009/6. November 2009, mit
welcher im Wesentlichen bemängelt worden war, die Berechnung der Rückforderung
sei intransparent, wurde mit Entscheid vom 6. Oktober 2010 abgewiesen (act. G 3.1/1,
3.1/2 und 3.1/11).
B.
B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 8. November
2010 mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Zur
Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, die Unia habe stets sämtliche
Zwischenverdienst-Abrechnungen erhalten. Sie (die Beschwerdeführerin) sei zu keiner
Zeit in der Lage gewesen, einen Fehler in der Datenverarbeitung zu erkennen. Sie habe
auch keinerlei Leistungen "unrechtmässig" bezogen. Demgegenüber habe die Kasse
an keiner Stelle erklärt, wie der Fehler bei der Verarbeitung der korrekt und rechtzeitig
übermittelten Daten habe passieren können. Schliesslich habe es die
Beschwerdegegnerin versäumt, sie auf die Möglichkeit des Erlasses hinzuweisen oder
gleich im Sinn von Art. 3 Abs. 3 ATSV den Verzicht auf die Rückforderung zu verfügen
(act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 24. November 2010 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde. Die Kasse habe die mangelnde Transparenz im
Einspracheverfahren mit Belegen und Erklärungen behoben und dargestellt, wie die
Rückforderung berechnet worden sei. Im Übrigen begründe die Beschwerdeführerin
ihre Beschwerde in keiner Weise. Vielmehr bestreite sie lediglich die Feststellungen
zum Sachverhalt. Schliesslich treffe nicht zu, dass der Hinweis auf die
Erlassmöglichkeit fehle (act. G 3).

Erwägungen:
1.
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Nach Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) in
Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen
zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in
verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für
die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese
Voraussetzungen sind nun in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im
Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung
zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene
Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige
Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die
versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue
Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht
möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese
zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.
Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen
Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist
bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli
Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Art. 53 N 28b). Taggeldabrechnungen der
Arbeitslosenversicherung, die nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet
werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] C 7/02 vom 14. Juli 2003, BGE 125 V 476 E. 1; 122 V 368 E. 2 mit
Hinweisen). Sind formell oder formlos zugesprochene Leistungen noch nicht
rechtskräftig geworden, kann die Verwaltung innert 30 Tagen darauf zurückkommen,
ohne dass - wie dies im Falle des Zurückkommens auf rechtskräftige Verfügungen der
Fall ist - die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder Revision erfüllt sein
müssen. Die Frist von 30 Tagen läuft ab Erlass der zu berichtigenden Verfügung oder
ab Leistungsausrichtung (vgl. Kreisschreiben über Rückforderung, Verrechnung, Erlass
und Inkasso [KS-RVEI], April 2008, Rz A2 ff.). Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf
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demnach das Zurückkommen auf eine faktische Verfügung, z.B. auf eine
Taggeldabrechnung, eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder
einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3).
2.
2.1 Vorliegend kam die Beschwerdegegnerin im September 2009 auf die
Taggeldabrechnungen betreffend die Monate Mai 2008 bis April 2009 zurück, die
spätestens am 22. Mai 2009 erlassen worden waren (act. G 3.1/3.44 ff.). Nach dem in
Erwägung 1.1 Gesagten bedurfte sie hierfür in sämtlichen Fällen eines
Rückkommenstitels. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich weder in der Verfügung
vom 10. September 2009 noch im angefochtenen Einspracheentscheid vom 6. Oktober
2010 noch in der Beschwerdeantwort vom 24. November 2010 explizit zum Vorliegen
eines solchen. Sie führte in der Verfügung vom 10. September 2009 lediglich aus, es
sei übersehen worden, dass die von der Arbeitgeberin angegebenen Einkommen nicht
mit den Abrechnungsperioden (Kalendermonaten) übereinstimmten, sondern jeweils
Mitte Monat abgerechnet worden seien.
2.2 Vorliegend beruht die Rückforderung darauf, dass die Beschwerdegegnerin in ihren
ursprünglichen Verfügungen jeweils nicht beachtet hat, dass die Arbeitgeberin der
Beschwerdeführerin die Arbeitsstunden jeweils von Mitte Monat zu Mitte Monat
abgerechnet hat. Ein Grossteil der Rückforderung ergibt sich daraus, dass die
Beschwerdeführerin - deren Einkommen häufig an oder über der Grenze zur finanziell
zumutbaren Arbeit lag - nach der Neuberechnung neben den vorher schon nicht
anspruchsberechtigten Monaten (vgl. act. G 3.1/3.3 und 3.1/8) nun in weiteren drei
Monaten aus der Anspruchsberechtigung herausgefallen ist (Juni 2008, August 2008
und April 2009), während sie im Gegenzug nur in einem Monat neu einen Anspruch
hatte (Oktober 2008 [vgl. act. G 3.1/3.3]). Sie verlor also netto die
Anspruchsberechtigung für weitere zwei Monate oder rund Fr. 3'000.--.
Zwar ist mit der Beschwerdeführerin festzustellen, dass dies nicht auf einen Fehler von
ihr oder von ihrer Arbeitgeberin zurückzuführen ist. Indessen ist gemäss Art. 18a AVIG
in Verbindung mit Art. 27a AVIV die Kontrollperiode als Kalendermonat definiert.
Gemäss Art. 24 Abs. 1 AVIG gilt sodann als Zwischenverdienst jedes Einkommen aus
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unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person
innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz
des Verdienstausfalls. Es liegt somit nicht im Belieben der Parteien, den
Zwischenverdienst bei der einen oder anderen Kontrollperiode anzurechnen. Vielmehr
ist die Arbeitslosenentschädigung (Kompensationszahlung) monatlich bzw. je
Kontrollperiode zu ermitteln. Entsprechend sind auch die im jeweiligen Monat
erarbeiteten Einkünfte als Zwischenverdienst anzurechnen, weil sich nur so der von der
Arbeitslosenversicherung zu deckende Arbeits- und Verdienstausfall ermitteln lässt. Es
ist auch für jede einzelne Kontrollperiode zu prüfen, ob der anzurechnende
Zwischenverdienst die Höhe der mutmasslichen Arbeitslosenentschädigung übersteigt
und insoweit kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht.
Indem die Beschwerdegegnerin zunächst die von der Arbeitgeberin deklarierten
Arbeitsstunden nicht korrekt auf die jeweiligen Kontrollperioden angerechnet hat, hat
sie die einschlägigen Gesetzesbestimmungen falsch angewendet. Nach ständiger
Rechtsprechung des Bundesgerichts bzw. früher des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts stellt die Leistungszusprache auf Grund falscher oder
unzutreffend verstandener Rechtsregeln bzw. auf Grund nicht oder unrichtig
angewendeter massgeblicher Bestimmungen in der Regel eine zweifellose Unrichtigkeit
dar (vgl. statt vieler BGE 126 V 399 E. 2b/bb). Vorliegend besteht kein Anlass von
dieser Rechtsprechung abzuweichen, weshalb die ursprüngliche Leistungszusprache
als offensichtlich unrichtig anzusehen ist. Im Weiteren ist beim fraglichen Betrag von
rund Fr. 3'300.-- das Kriterium der erheblichen Bedeutung der Berichtigung ohne
Weiteres erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht die Rückforderung des zu
viel ausbezahlten Betrags verfügt. Nachdem die Höhe der Rückforderung nicht
bestritten ist, und eine summarische Prüfung ebenfalls keinen Anlass zur Korrektur
gibt, ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.
2.3 Von Amtes wegen zu prüfen ist im Weiteren die Frage der Verwirkung der einzelnen
Rückforderungsbeträge. Gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG erlischt der
Rückforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die
Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf
von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Nachdem die Leistungen
im Zeitraum von Juni 2008 bis Mai 2009 ausbezahlt wurden (act. G 3.1/3.45 - 3.68) ist
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die absolute Verwirkungsfrist (bzw. die absoluten Verwirkungsfristen) ohne Weiteres
eingehalten. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin
ihren Irrtum jeden Monat hätte bemerken können und müssen. So hat die Arbeitgeberin
auf jeder Bescheinigung über Zwischenverdienst angegeben, dass der jeweilige
abgerechnete Zwischenverdienst auf Arbeitsstunden im nämlichen und im
vergangenen Kalendermonat beruht (act. G 3.1/3.5 ff.). Jede dieser Bescheinigungen
stellt damit einen (zweiten) Anlass dar, anlässlich dessen die Beschwerdegegnerin
ihren Irrtum hätte bemerken müssen, zumal die Auszahlungen durch fast monatlich
wechselnde Sachbearbeiter vorgenommen worden waren (act. G 3.1/3.45 - 3.68). Es
kann mithin nicht davon ausgegangen werden, der einmal begangene Fehler habe sich
über den gesamten Zeitraum von zwölf Monaten fortgesetzt, womit bis Mai 2009 noch
gar kein zweiter Anlass für die Irrtumsaufdeckung vorgelegen habe (vgl. dazu z.B.
Entscheid des Bundesgerichts vom 15. Mai 2008 [8C_824/2007] E. 3.2.2 mit
Hinweisen). Nachdem die Rückforderungsverfügung am 10. September 2009 ergangen
ist (act. G 3.3), sind die Rückforderungen betreffend die Kontrollperioden Mai und Juni
2008, deren entsprechende Bescheinigungen über Zwischenverdienst im Juni bzw. Juli
2008 eingereicht worden waren, verwirkt (act. G 3.1/3.5 und 3.8). Während für den Juli
2008 keine Rückforderung resultiert, gelangte die Bescheinigung über
Zwischenverdienst für den August 2008 erst nach dem 10. September 2008 in Kenntnis
der Beschwerdegegnerin und war somit zum Zeitpunkt der Rückforderungsverfügung
noch nicht verwirkt (act. G 3.1/3.15). Der Rückforderungsbetrag reduziert sich damit
um Fr. 1'876.50 auf Fr. 1'422.45.
2.4 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin habe sie
nicht auf die Möglichkeit des Erlasses hingewiesen bzw. hätte in Anwendung von Art. 3
Abs. 3 ATSV direkt den Erlass verfügen müssen. Dem ist jedoch entgegen zu halten,
dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 10. September 2009 auf die
Erlassmöglichkeit hingewiesen hat (act. G 3.1/3.1) und dass auf Grund der Aktenlage
(insbesondere auf Grund des Zwischenverdiensteinkommens der Beschwerdeführerin
zuzüglich der Kompensationszahlungen sowie des Erwerbseinkommens des
Ehemannes, der nach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin als Gipser arbeitet
[act. G 1]), wohl nicht ohne Weiteres auf das Vorliegen einer grossen Härte geschlossen
werden kann. Der Beschwerdegegnerin kann deshalb kein Vorwurf gemacht werden,
dass sie nicht gleich den Erlass verfügt hat. Indessen ist die Beschwerdegegnerin
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anzuweisen, den entsprechenden impliziten Antrag als Erlassgesuch an die Hand zu
nehmen. Die Streitsache ist diesbezüglich an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.
3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der
Rückforderungsbetrag unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom
6. Oktober 2010 auf Fr. 1'422.45 festzusetzen. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin verlangt sodann die Ausrichtung einer
Parteientschädigung. Sie ist im vorliegenden Verfahren nicht mehr anwaltlich oder
anderweitig qualifiziert vertreten. Ausserdem kann nicht davon ausgegangen werden,
dass der Umfang ihrer Bemühungen den Rahmen dessen überschreitet, was der
einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen
Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 110 V 132 E. 4d). Mithin ist ihr keine
(teilweise) Parteientschädigung zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht