Decision ID: e95988b4-62b1-4100-93b9-e86089cb1168
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ bezog seit dem 1. Dezember 2008 Ergänzungsleistungen zu seiner AHV-
Rente (vgl. EL-act. 186 und 172, Dossier A). In der Anspruchsberechnung war von
Beginn an seine Ehefrau und damit auch deren Liegenschaften in B._
(Stockwerkeigentum Geschäftshaus) und in C._ (Einfamilienhaus) mitberücksichtigt
worden. Der Versicherte war bereits bei der erstmaligen Leistungszusprache auf seine
Meldepflicht hingewiesen worden (EL-act. 172-5, D. A). In der nicht abschliessenden
Liste der meldepflichtigen Veränderungen waren unter anderem die Aufnahme oder
Aufgabe einer Erwerbstätigkeit und der Liegenschafts- und Grundstücksverkauf
erwähnt worden. Der Versicherte wurde darauf hingewiesen, dass zu Unrecht
bezogene Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten seien. Dieser Grundsatz gelte auch
bei der Verletzung der Meldepflicht.
A.a.
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Im Rahmen der periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen im Jahr 2014
stellte die EL-Durchführungsstelle fest, dass die Berechnung der Ergänzungsleistungen
nicht mehr den effektiven finanziellen Verhältnissen entsprach. Die Schuldzinsen der
auf den Liegenschaften in B._ und in C._ lastenden Hypotheken hatten sich ab
1. Januar 2011 und die Hypothekarschuld ab 1. Januar 2012 reduziert. Das Ehepaar
hatte zwei Fahrzeuge erworben. Der Wert der Aktien der D._ AG (eigene Firma) war
angestiegen (Veranlagungsberechnung 2011: Fr. 30'000.--; Veranlagungsberechnung
2012: Fr. 50'000.--, siehe EL-act. 67-61 ff., D. A). Die Liegenschaft in B._ war per 4.
Juli 2013 mit einem Erlös von Fr. 334'300.-- verkauft worden. Die D._ AG war per
6. August 2013 aufgelöst worden. Die Ehefrau des Versicherten hatte ihre
Erwerbstätigkeit bei der D._ AG per 1. Juni 2013 aufgegeben und ab 16. August
2013 Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezogen (Feststellungsblatt vom 4.
Dezember 2015, EL-act. 50, D. A).
A.b.
Mit Verfügung vom 11. Dezember 2015 (EL-act. 38, D. A) passte die EL-
Durchführungsstelle die EL rückwirkend ab 1. Januar 2011 den neuen Einkommens-
und Vermögensverhältnissen an. Für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Mai 2013 und
ab 1. September 2013 bis 31. März 2015 resultierte ein Einnahmenüberschuss, für die
übrigen Monate ein Anspruch auf die sog. Minimalgarantie (Prämienpauschale
Krankenversicherung). Für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2015
resultierte eine Rückforderung in der Höhe von Fr. 27'332.--. Die EL-
Durchführungsstelle hatte die Rückzahlung eines Darlehens an die im Ausland lebende
Mutter der Ehefrau des Versicherten im Gesamtbetrag von Fr. 110'000.-- als
ungenügend belegt erachtet und ab dem 1. August 2013 ein Verzichtsvermögen von
Fr. 70'000.-- angerechnet. Ab dem 1. Januar 2014 hatte sie wegen eines erhöhten
Vermögensverbrauchs zusätzlich ein Verzichtsvermögen von Fr. 63'851.82
berücksichtigt. Und ab dem Folgemonat des 59. Altersjahres der Ehefrau des
Versicherten, d.h. ab dem 1. Mai 2015, hatte sie den Saldo des Freizügigkeitskontos
der Ehefrau beim Vermögen angerechnet.
A.c.
Ebenfalls mit Verfügung vom 11. Dezember 2015 forderte die EL-
Durchführungsstelle vom Versicherten die im Zeitraum 1. Januar 2012 bis und mit Juli
2015 vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten in der Höhe von Fr. 9'113.80
zurück (EL-act. 1, Dossier C).
A.d.
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Gegen die Rückforderungsverfügung betreffend die jährliche Ergänzungsleistung
erhob der Versicherte am 18. Januar 2016 Einsprache (EL-act. 27, D. A.). Am 30.
September 2016 stellte die EL-Durchführungsstelle dem Versicherten die Erhöhung der
Rückforderung um Fr. 688.-- auf Fr. 28'020.-- in Aussicht, da die Neuberechnung
ergeben habe, dass auch im August 2013 kein EL-Anspruch bestanden habe (EL-act.
8, D. A). Gleichzeitig räumte sie dem Versicherten die Möglichkeit ein, die Einsprache
zurückzuziehen. Der Versicherte hielt an seiner Einsprache fest (EL-act. 5, D. A). Mit
Entscheid vom 16. Dezember 2016 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab,
wobei sie die EL-Rückforderung auf Fr. 28'020.-- erhöhte. Wie angekündigt hatte sie
neu ab August 2013 zum bisher angerechneten Sparguthaben von Fr. 3'470.-- den
Nettoerlös der Liegenschaft in B._ von Fr. 189'720.-- als Vermögen angerechnet,
weshalb für den August 2013 neu ebenfalls ein Einnahmenüberschuss resultiert hatte.
Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte am 25. Januar 2017 Beschwerde (EL-
act. 3, D. A). Nachdem das Gericht den Versicherten am 18. Mai 2017 darüber
informiert hatte, dass der Gerichtsentscheid zu seinen Ungunsten ausfallen könnte (EL-
act. 7, Dossier B), zog der Versicherte die Beschwerde am 7. Juni 2017 zurück (EL-act.
3, D. B). Das Verfahren wurde in der Folge abgeschrieben (EL-act. 35, D. B).
A.e.
Mit "Mitteilung" vom 26. September 2017 forderte die EL-Durchführungsstelle im
Rahmen der "Umsetzung des rechtskräftigen Einspracheentscheides vom 16.
Dezember 2016" die für den Monat August 2013 zu viel bezahlten
Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 688.-- zurück (EL-act. 26, D. B).
A.f.
Am 19. Oktober 2017 stellte der Versicherte ein Gesuch um Erlass der
Rückforderung in der Höhe von Fr. 36'445.80 (EL-act. 37, D. B). Die Rückforderung
setzte sich aus der Rückforderung jährlicher Ergänzungsleistungen von Fr. 27'332.--
gemäss der Verfügung vom 11. Dezember 2015 und der Rückforderung von
Krankheits- und Behinderungskosten von Fr. 9'113.80 zusammen. Der Versicherte
machte geltend, dass er die Ergänzungsleistungen in gutem Glauben bezogen habe. Er
sei überzeugt gewesen, dass er auf das Vermögen seiner Ehefrau, mit der er seit der
Heirat 1996 in Gütertrennung lebe, kein Anrecht habe. Hätte er gewusst, dass beim
Verkauf der Liegenschaft seiner Ehefrau eine Meldepflicht bestehe, wäre er dieser
nachgekommen. Auch die Voraussetzungen der grossen Härte seien erfüllt.
A.g.
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Mit Verfügung vom 8. Februar 2018 wies die EL-Durchführungsstelle das
Erlassgesuch betreffend die Rückforderungen von insgesamt Fr. 37'133.80, d.h. auch
betreffend den Teil, um welchen sich die Rückforderung durch den
Einspracheentscheid erhöht hatte (Fr. 688.--), ab (EL-act. 25, D. B). Zur Begründung
hielt sie fest, dass die Ausgaben der Ehefrau sowie deren Liegenschaft und deren
Erwerbseinkommen stets in der EL-Berechnung berücksichtigt worden seien. Daher sei
die Angabe des Versicherten, er sei davon ausgegangen, dass die wirtschaftlichen
Verhältnisse seiner Ehefrau für die EL-Berechnung nicht relevant seien, nicht glaubhaft.
Der gute Glaube sei somit nicht gegeben.
A.h.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 4. März 2018 Einsprache (EL-act.
22, D. B). Mit Entscheid vom 28. August 2018 wies die EL-Durchführungsstelle die
Einsprache ab (act. G 1). Sie führte an, dem Versicherten hätte bewusst sein müssen,
dass bei der Berechnung des EL-Anspruchs die anerkannten Ausgaben und
anrechenbaren Einnahmen von verheirateten Ehepaaren zusammengerechnet würden,
zumal anhand der EL-Berechnungsblätter leicht erkennbar gewesen sei, dass die
Ehefrau stets in die Berechnung des Leistungsanspruchs miteinbezogen gewesen sei.
Dabei habe dem Versicherten insbesondere auch bewusst sein müssen, dass die im
Eigentum der Ehefrau stehenden Vermögenswerte nach Massgabe von Art. 11 Abs. 1
lit. c ELG als Einnahmen veranschlagt würden (Vermögensverzehr). Dies habe dem
Versicherten umso mehr bewusst sein müssen, als eine Neueinschätzung des im
Eigentum der Ehefrau stehenden Stockwerkeigentums durch das Steueramt schon
einmal eine EL-Neuberechnung und EL-Rückforderung ausgelöst habe (Verfügung vom
16. Dezember 2011). Ins Gewicht falle auch, dass sich auf sämtlichen
Leistungsverfügungen der Hinweis auf die Meldepflicht in Bezug auf Änderungen in
den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere bei der Erhöhung
oder Verminderung des Einkommens oder Vermögens, befunden habe. In Anbetracht
dieser Umstände sei dem Versicherten in Bezug auf die unterlassene Mitteilung über
den am 4. Juli 2013 erfolgten Verkauf des Stockwerkeigentums der Ehefrau eine
grobfahrlässige Meldepflichtverletzung vorzuwerfen. Im Zuge der rückwirkenden
Korrektur der Ergänzungsleistungen seien weitere Fehler in der Anspruchsberechnung
entdeckt und behoben worden. Dabei habe es sich überwiegend ebenfalls um
meldepflichtige Sachverhalte gehandelt, über die der Versicherte überhaupt nicht bzw.
A.i.
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B.

Erwägungen
1.
nicht rechtzeitig informiert habe. Auch in diesem Zusammenhang habe der Versicherte
die ihm obliegende Meldepflicht grobfahrlässig verletzt. Nach dem Gesagten liege in
Bezug auf die unrechtmässig bezogene EL ein "grobfahrlässiges" Verhalten des
Versicherten vor, welches den guten Glauben zerstöre.
Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
am 24. September 2018 Beschwerde (act. G 1). Er beantragte den Erlass der
Rückforderungen in der Höhe von Fr. 37'133.80. Er brachte vor, dass er sich in einer
schwierigen finanziellen Lage befinde. Er könne nicht nachvollziehen, dass ihm
vorgeworfen werde, "grobfahrlässig" gehandelt zu haben. Er sei davon ausgegangen,
dass bei der Gütertrennung andere Kriterien gälten und er keinen Anspruch auf das
Vermögen seiner Ehefrau habe. Ihm könne nur vorgeworfen werden, dass er sich zu
wenig um die ihm bis dato nicht bekannten Vorschriften gekümmert habe. Er sei im
guten Glauben gewesen, dass alle vom Staat erlassenen Berechnungen ihre Richtigkeit
hätten.
B.a.
Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am
18. Oktober 2018 die Abweisung der Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung verwies
sie auf die Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid.
B.b.
Am 17. Juli 2020 forderte das Gericht die Beschwerdegegnerin auf, die Akten
betreffend die Krankheits- und Behinderungskostenvergütungen einzureichen (act. G
8). Die angeforderten Akten gingen am 30. Juli 2020 beim Gericht ein (act. G 9).
B.c.
Die Beschwerdegegnerin hat mit zwei Verfügungen vom 11. Dezember 2015
jährliche Ergänzungsleistungen von Fr. 27'332.-- und Krankheits- und
Behinderungskosten von Fr. 9'113.80 zurückgefordert. Während die Verfügung
betreffend die Rückforderung von Krankheits- und Behinderungskosten unangefochten
in Rechtskraft erwachsen ist, hat der Beschwerdeführer gegen die Rückforderung der
jährlichen Ergänzungsleistungen Einsprache erhoben. Mit Einspracheentscheid vom
16. Dezember 2016 (welcher von der Beschwerdegegnerin fälschlicherweise als
1.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/15
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"Stellungnahme" betitelt worden ist) hat die Beschwerdegegnerin die Einsprache
abgewiesen und die Rückforderung, wie vorgängig angekündigt, um Fr. 688.-- auf
Fr. 28'020.-- erhöht. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hat der
Beschwerdeführer am 7. Juni 2017 zurückgezogen. Der Einspracheentscheid vom
16. Dezember 2016 ist damit in formelle Rechtskraft erwachsen. Die beiden
Rückforderungen sind deshalb im Beschwerdeverfahren nicht strittig.
Der Beschwerdeführer hat in seinem Gesuch vom 19. Oktober 2017 den Erlass
von insgesamt Fr. 36'445.80 beantragt. Dieser Betrag setzt sich aus der Rückforderung
jährlicher Ergänzungsleistungen von Fr. 27'332.-- gemäss der Verfügung vom 11.
Dezember 2015 und der Rückforderung von Krankheits- und Behinderungskosten in
der Höhe von Fr. 9'113.80 zusammen. Vom Wortlaut des Erlassgesuchs sind also die
Fr. 688.--, d.h. der Betrag, um den die Rückforderung jährlicher Ergänzungsleistungen
mit dem Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 erhöht worden war, nicht
erfasst. Allerdings ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer ein
Erlassgesuch bezüglich der Rückforderung jährlicher Ergänzungsleistungen von
Fr. 27'332.-- hätte stellen sollen, gleichzeitig aber auf den Erlass der für denselben
Zeitraum anfallenden Rückforderung jährlicher Ergänzungsleistungen von Fr. 688.--
hätte verzichten wollen. Dies gilt umso mehr, als der Grund für die Erhöhung der
Rückforderung um Fr. 688.-- im Einspracheverfahren, nämlich die Anrechnung des
Nettoerlöses der Liegenschaft in B._ ab August 2013 gewesen ist. Die verspätete
Meldung des Liegenschaftsverkaufs ist nämlich auch einer der Gründe für die
Rückforderung jährlicher Ergänzungsleistungen von Fr. 27'332.-- gewesen. Der
Beschwerdeführer vertritt bezüglich des Liegenschaftsverkaufs die Auffassung, er habe
nicht gewusst, dass er diesen hätte melden müssen, weshalb die Rückforderung zu
erlassen sei. Folgerichtig muss der Beschwerdeführer auch der Meinung gewesen sein,
dass ihm die Fr. 688.-- zu erlassen seien. Zu diesem Schluss ist auch die
Beschwerdegegnerin gekommen, hat sie doch in ihrer Verfügung vom 8. Februar 2018
sowie im Einspracheentscheid vom 28. August 2018 explizit den gesamten
Rückforderungsbetrag von Fr. 37'133.80 erwähnt. Auch der Beschwerdeführer selbst
hat sein Erlassgesuch in der Einsprache vom 4. März 2018 und in der Beschwerde vom
24. September 2018 auf den gesamten Rückforderungsbetrag von Fr. 37'133.80
bezogen. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit dem Gesuch
vom 19. Oktober 2017 um den Erlass der gesamten Rückforderung jährlicher
Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 28'020.-- sowie um den Erlass der
Rückforderung der Krankheits- und Behinderungskosten im Betrag von Fr. 9'113.80
ersucht hat.
1.2.
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2.
Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG,
SR 830.1). Diese Rückerstattungspflicht der versicherten Personen korreliert mit der
Rückforderungspflicht der Sozialversicherungsträger, die Ausfluss des
Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und des
Gleichbehandlungsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV) ist. In Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG ist eine
Ausnahme vom Grundsatz der Rückerstattungspflicht unrechtmässig bezogener
Leistungen vorgesehen: Unrechtmässig bezogene Leistungen müssen dann nicht
zurückerstattet werden, wenn sie in gutem Glauben empfangen worden sind und eine
grosse Härte vorliegt. Sind diese beiden Voraussetzungen kumulativ erfüllt, wird eine
versicherte Person von der Verpflichtung befreit, eine Leistung, auf die sie von
Gesetzes wegen keinen Anspruch gehabt hätte, die also gesetzeswidrig ist,
zurückzuerstatten. Die versicherte Person wird dadurch besser gestellt als alle anderen
Versicherten, die "lediglich" die gesetzlich vorgesehenen Leistungen erhalten haben.
Für die Beurteilung der Frage, ob die Leistungen gutgläubig bezogen worden sind, ist
deshalb ein strenger Massstab anzuwenden (zum Ganzen vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. April 2015, EL 2013/61 E. 2.1).
Der gute Glaube entfällt von vornherein, wenn der Leistungsbezüger um die
Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs gewusst hat, d.h. „bösgläubig“ gewesen ist.
Ein gutgläubiger Bezug ist auch dann zu verneinen, wenn die versicherte Person bei
gebührender Sorgfalt um die Unrechtmässigkeit der Leistungen hätte wissen müssen.
Die erforderliche Sorgfalt beurteilt sich dabei nach einem objektiven Massstab, wobei
aber das der versicherten Person in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare
(Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht ausgeblendet werden
darf. Hat die versicherte Person um die Unrechtmässigkeit der Leistungen nicht
gewusst und auch nicht darum wissen müssen, fehlt der gute Glaube, wenn die zu
Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine grobe Melde- oder
Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist (zum Ganzen siehe BGE 138 V 218 E. 4
mit Hinweisen). Von einer groben Verletzung der Auskunfts- und Meldepflicht ist
auszugehen, wenn der Leistungsbezüger nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit
aufgewendet hat, welches von einem verständigen Menschen in der gleichen Lage und
unter den gleichen Umständen verlangt werden muss (Urteil des Bundesgerichts vom
26. November 2006, 8C_759/2008 E. 3.5).
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3.
Der Grund für die Rückforderung ist die rückwirkende Anpassung verschiedener
Ausgaben- und Einnahmenpositionen gewesen. Bei den Ausgaben waren tiefere
Hypothekarzinsen und bei den Einnahmen ein höheres anrechenbares Vermögen (bzw.
ein grösserer Vermögensverzehr), höhere Vermögenserträge (aus Verzichtsvermögen)
und das von der Ehefrau bezogene Arbeitslosenversicherungstaggeld angerechnet
worden. Beim Vermögen waren verschiedene Berechnungspositionen angepasst
worden, nämlich das Sparguthaben, die Hypothekarschulden, die Wertschriften (Aktien
der Firma D._ AG), die beiden Fahrzeuge, das BVG-Freizügigkeitsguthaben der
Ehefrau und der Verkaufserlös der Liegenschaft in B._ respektive ein (indirekt) aus
dem Verkauf der Liegenschaft in B._ resultierender Vermögensverzicht.
3.1.
Der Beschwerdeführer hatte der Beschwerdegegnerin die Reduktion der
Hypothekarzinsen, den Anstieg des Sparguthabens, die Neubewertung der Aktien der
D._ AG, die Reduktion der Hypothekarschulden, den Erwerb der beiden Fahrzeuge,
die Erwerbsaufgabe der Ehefrau, den ALV-Taggeldbezug der Ehefrau und den Verkauf
der Liegenschaft in B._ nicht (rechtzeitig) gemeldet. Dadurch hatte die
Beschwerdegegnerin die entsprechenden Berechnungspositionen nicht rechtzeitig
anpassen können. Auch das angerechnete hypothetische Vermögen
(Vermögensverzehr) sowie der angerechnete hypothetische Ertrag aus dem
hypothetischen Vermögen ist auf die Meldepflichtverletzung zurückzuführen. Zudem
hätte die Beschwerdegegnerin das BVG-Freizügigkeitsguthaben der Ehefrau des
Beschwerdeführers rechtzeitig (d.h. ab 1. Mai 2015) anrechnen können, wenn sie
gewusst hätte, dass die Ehefrau ihre Erwerbstätigkeit bereits im Mai 2013 aufgegeben
hatte. Somit war auch die Anrechnung des BVG-Freizügigkeitsguthabens auf eine
Meldepflichtverletzung zurückzuführen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die
Rückforderung der jährlichen Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 28'020.-- hätte
vermieden werden können, wenn der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin die
Reduktion der Hypothekarzinsen, den Anstieg des Sparguthabens, die Neubewertung
der Aktien der D._ AG, die Reduktion der Hypothekarschulden, den Erwerb der
Fahrzeuge, die Erwerbsaufgabe der Ehefrau, den ALV-Taggeldbezug der Ehefrau und
den Verkauf der Liegenschaft in B._ (rechtzeitig) gemeldet hätte.
3.2.
Zu prüfen bleibt, ob darin eine grobe Verletzung der Meldepflicht zu erblicken ist.
Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, er sei aufgrund der ehevertraglich
vereinbarten Gütertrennung davon ausgegangen, dass er keinen Anspruch auf das
Vermögen seiner Ehefrau habe. Der Beschwerdeführer hätte spätestens im Zeitpunkt,
in dem er seine erste Leistungsverfügung mit der dazugehörigen
3.3.
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4.
Anspruchsberechnung in den Händen gehalten hatte, wissen müssen, dass der
Güterstand keinen Einfluss auf die Berechnung der Ergänzungsleistungen hatte, denn
seine Ehefrau war von Beginn an in die Anspruchsberechnung miteinbezogen worden.
Um dies zu erkennen, hätte ein Blick in die Berechnungsblätter ausgereicht. Hätte der
Beschwerdeführer also das von ihm zu erwartende Mindestmass an Aufmerksamkeit
aufgewendet, hätte er gewusst, dass er auch Veränderungen, die die Einnahmen oder
das Vermögen seiner Ehefrau betrafen, der Beschwerdegegnerin umgehend hätte
melden müssen. Auf seine Meldepflicht gegenüber der Beschwerdegegnerin war der
Beschwerdeführer bereits bei der ursprünglichen Leistungszusprache im Jahr 2008
sowie in jeder Revisionsverfügung hingewiesen worden. Dass es sich bei der Erhöhung
oder Verminderung des Einkommens oder Vermögens, der Aufnahme oder Aufgabe
einer Erwerbstätigkeit und dem Verkauf von Liegenschaften und Grundstücken um
meldepflichtige Veränderungen gehandelt hatte, war in den Verfügungsformularen
jeweils explizit erwähnt worden. Indem der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin
die Reduktion der Hypothekarzinsen, die Veränderungen beim Sparguthaben und bei
den Wertschriften, die Reduktion der Hypothekarschuld, den Erwerb der beiden
Fahrzeuge, die Erwerbsaufgabe der Ehefrau, den ALV-Taggeldbezug der Ehefrau sowie
den Verkauf der Liegenschaft in B._ nicht bzw. nicht rechtzeitig gemeldet hat, hat er
seine Meldepflicht in grober Weise verletzt. Bezüglich der Rückforderung jährlicher
Ergänzungsleistungen im Betrag von Fr. 28'020.-- ist der gute Glaube somit zu
verneinen. Da eine Rückforderung nur erlassen werden kann, wenn die
Voraussetzungen des gutgläubigen Bezugs und der grossen Härte kumulativ erfüllt
sind, sind die Erlassvoraussetzungen in Bezug auf die Rückforderung der jährlichen
Ergänzungsleistung von Fr. 28'020.-- nicht erfüllt.
Neben den jährlichen Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 28'020.-- hat die
Beschwerdegegnerin auch die im Zeitraum 22. Januar 2012 bis 24. Juli 2015
vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten vom Beschwerdeführer
zurückgefordert. Für das Jahr 2011 hat die Beschwerdegegnerin keine Krankheits- und
Behinderungskosten zurückgefordert, obwohl der Beschwerdeführer in diesem Jahr
keinen EL-Anspruch und somit nur Anspruch auf die Vergütung von Krankheits- und
Behinderungskosten hatte, die den Einnahmenüberschuss überstiegen (Art. 14 Abs. 6
ELG). Weshalb die Beschwerdegegnerin die für das Jahr 2011 vergüteten Krankheits-
und Behinderungskosten (vgl. Verfügung vom 24. August 2011 betreffend Krankheits-
und Behinderungskosten, EL-act. 63, D. C) nicht zurückgefordert hat, ist nicht
4.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/15
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nachvollziehbar. Dies kann jedoch offen bleiben, da hier nur der Erlass der effektiv
verfügten Rückforderung und nicht diese selbst strittig ist.
Die Rückforderung der Krankheits- und Behinderungskosten ist − zumindest
indirekt − auch auf die grobe Meldepflichtverletzung zurückzuführen. Hätte der
Beschwerdeführer nämlich die Veränderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen
Verhältnissen unverzüglich gemeldet, wären ihm die Krankheits- und
Behinderungskosten nicht vergütet worden. Zwar stellt sich vorliegend lediglich die
Frage nach dem Erlass der Rückforderung der Krankheits- und Behinderungskosten.
Sollte sich die Rückforderung der Krankheits- und Behinderungskosten jedoch
teilweise als unrechtmässig erweisen, müsste der gute Glaube bezüglich der zu
Unrecht zurückgeforderten Krankheits- und Behinderungskosten bejaht werden. Wenn
eine Leistungsausrichtung gesetzeskonform gewesen ist, fehlt es nämlich an der
notwendigen Kausalität zwischen der Meldepflichtverletzung und der Kostenvergütung.
Rechnet die EL-Durchführungsstelle beispielsweise rückwirkend ein zu hohes
Erwerbseinkommen an, so kann die versicherte Person selbstverständlich keine
Meldepflichtverletzung begangen haben, wenn das ursprünglich angerechnete tiefere
Erwerbseinkommen korrekt gewesen ist (siehe z.B. Urteil des Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen vom 23. Mai 2016, EL 2015/45 E. 3.2 und Urteil vom 4.
November 2015, EL 2014/23 und 25 E. 3.2). Somit ist als Nächstes zu prüfen, ob die
Rückforderung der vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten rechtmässig ist
(wobei die Rückforderung, ob richtig oder falsch, bestehen bleibt, da sie rechtskräftig
verfügt worden ist).
4.2.
Die Beschwerdegegnerin hat vom Beschwerdeführer sämtliche im Zeitraum 1.
Januar 2012 bis 11. Dezember 2015 (Eröffnung der entsprechenden
Rückforderungsverfügung) vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten
zurückgefordert. Dies wäre richtig gewesen, wenn Krankheits- und
Behinderungskosten jährlich (und nicht monatlich) abgerechnet würden, d.h. wenn am
Ende des Kalenderjahres der jährliche Einnahmenüberschuss berechnet und die den
Einnahmenüberschuss übersteigenden Krankheits- und Behinderungskosten vergütet
würden. Im "Standardfall", d.h. wenn ein EL-Bezüger während eines Kalenderjahres
durchgehend (wegen eines Ausgabenüberschusses) einen EL-Anspruch hat, spielt es
keine Rolle, ob die zu vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten jährlich oder
monatlich abgerechnet werden. In Fällen hingegen, in denen kein durchgehender EL-
Anspruch während eines Kalenderjahres besteht oder in welchen wegen eines
Einnahmenüberschusses lediglich ein Anspruch auf die Vergütung der Krankheits- und
Behinderungskosten, die den Einnahmenüberschuss übersteigen, besteht, spielt der
4.3.
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Abrechnungszeitraum eine zentrale Rolle. Gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG vergüten die
Kantone den Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung die im laufenden Jahr
entstandenen Krankheits- und Behinderungskosten. Auf diese Weise soll das Problem
der Berücksichtigung der insbesondere durch Krankheit entstehenden zusätzlichen
Lasten befriedigend gelöst werden (BBl 1970 I 141, S. 151). Der Zweck, den kranken
EL-Bezüger ständig von der Beanspruchung der Angehörigen oder der öffentlichen
oder privaten Fürsorge zu befreien, wird nicht erreicht, wenn die Vergütung der
Krankheits- oder Hilfsmittelkosten erst im folgenden Kalenderjahr oder erst erfolgt,
wenn der Versicherte die Kosten bereits selbst hat bezahlen müssen (vgl. ZAK 1971 S.
114; Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Soziale
Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, Rz. 237 S. 1924). Dass die Krankheits- und
Behinderungskosten laufend vergütet werden müssen, kann nur bedeuten, dass diese
monatlich abzurechnen sind, denn der effektive jährliche Einnahmenüberschuss steht
erst am Jahresende fest. Dass zwingend eine monatliche Abrechnung der zu
vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten erfolgen muss, geht beispielsweise
auch aus der Rückforderungsverfügung vom 11. Dezember 2015 betreffend
Krankheits- und Behinderungskosten hervor: Der Beschwerdeführer hat im Juni 2013
wegen eines Ausgabenüberschusses einen Anspruch auf eine laufende
Ergänzungsleistung gehabt (siehe Rückforderungsverfügung der jährlichen
Ergänzungsleistung vom 11. Dezember 2015). Trotzdem hat die Beschwerdegegnerin
von ihm die für diesen Monat vergüteten Krankheitskosten in der Höhe von Fr. 824.95
zurückgefordert (EL-act. 1-4, D. C.). Würden die zu vergütenden Krankheits- und
Behinderungskosten jährlich abgerechnet, wäre es also möglich, dass ein EL-Bezüger
in einem bestimmten Zeitraum zwar einen Anspruch auf eine laufende
Ergänzungsleistung, nicht aber auf die Vergütung der im gleichen Zeitraum
entstandenen Krankheits- und Behinderungskosten hätte, was dem Sinn und Zweck
des Art. 14 ELG offensichtlich widerspricht und zudem zu einer zufälligen und damit
unzulässigen Ungleichbehandlung führen kann. Eine jährliche Abrechnung der zu
vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten ist somit systemwidrig. Damit steht
fest, dass die zu vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten monatlich und
nicht jährlich abzurechnen sind.
Gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG vergüten die Kantone den Bezügern einer jährlichen
Ergänzungsleistung die im laufenden Jahr entstandenen Krankheits- und
Behinderungskosten. Die Krankheits- und Behinderungskosten werden für das
Kalenderjahr vergütet, in dem die Behandlung vorgenommen oder der Kauf getätigt
worden ist (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über die Vergütung von Krankheits-
und Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen, VKB, sGS 351.53).
4.4.
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St.Galler Gerichte
5.
Ausschlaggebend ist in zeitlicher Hinsicht also nicht das Rechnungsdatum, sondern
das Behandlungs- resp. das Kaufdatum. Zwar gibt die Beschwerdegegnerin in den
Verfügungen betreffend Krankheits- und Behinderungskosten jeweils das
Rechnungsdatum an, aber sie stellt de facto auf das Behandlungsdatum ab. Dies zeigt
sich beispielsweise daran, dass die Rechnung vom 1. Januar 2014 unter den
Rückforderungen für das Jahr 2013 verbucht worden ist (siehe EL-act. 1, D. C).
Aus dem Gesagten folgt, dass der Anspruch auf die Vergütung von Krankheits-
und Behinderungskosten für das laufende Jahr monatlich geprüft werden muss. In den
Monaten mit Ausgabenüberschuss bei der jährlichen Ergänzungsleistung hatte der
Beschwerdeführer einen Anspruch auf die Vergütung von Krankheits- und
Behinderungskosten. In den Monaten mit Einnahmenüberschuss bei der laufenden
Ergänzungsleistung hatte der Beschwerdeführer einen Anspruch auf die Vergütung der
Krankheits- und Behinderungskosten, soweit sie den Einnahmenüberschuss
überstiegen (Art. 14 Abs. 6 ELG). Für die zeitliche Zuordnung der zu vergütenden
Krankheits- und Behinderungskosten ist das Behandlungs- resp. Kaufdatum und nicht
das Rechnungsdatum massgebend. Die Beschwerdegegnerin hat in der
Rückforderungsverfügung vom 11. Dezember 2015 betreffend Krankheits- und
Behinderungskosten jeweils nur das Rechnungs-, nicht aber das Behandlungs- oder
Kaufdatum angegeben. Sie wird also die entsprechenden Behandlungs- oder
Kaufdaten noch ermitteln müssen. Darüber hinaus sind nicht alle Behandlungs- und
Kaufdaten aus den Akten ersichtlich: Für das Jahr 2013 liegt beispielsweise betreffend
die Kostenbeteiligung nach Art. 64 KVG (Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG) lediglich eine
Kostenzusammenstellung der Krankenversicherung bei den Akten, aus welcher die
entsprechenden Behandlungs- oder Kaufdaten nicht hervorgehen. Die
Beschwerdegegnerin wird also noch weitere Unterlagen bei der Krankenversicherung
einholen müssen. Demzufolge ist die Sache zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sollte sich herausstellen, dass ein Teil der
Rückforderung der Krankheits- und Behinderungskosten unrechtmässig gewesen und
diesbezüglich mangels eines Kausalzusammenhangs zwischen der
Meldepflichtverletzung und der Rückforderung der gute Glaube zu bejahen wäre,
müsste geprüft werden, ob die Voraussetzungen der grossen Härte erfüllt sind.
4.5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Ursache der im Zeitraum 1. Januar
2011 bis 31. Dezember 2015 zu viel bezahlten laufenden Ergänzungsleistungen im
Betrag von Fr. 28'020.-- in einer groben Verletzung der Meldepflicht seitens des
Beschwerdeführers liegt. Demzufolge ist der gute Glaube zu verneinen, und die
5.1.
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6.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).