Decision ID: da86901d-740d-5c61-8be0-0030b3a392b1
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
E._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, procap, Froburgstrasse 4,
Postfach, 4601 Olten,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Die 1953 geborene E._ beantragte am 9./12. Dezember 2005 Leistungen der
Invalidenversicherung, insbesondere Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit und
eine Rente. Sie sei gelernte Kindergärtnerin und stehe seit 1989 in der gegenwärtigen
Anstellung. Sie leide seit November 2004 an einer psychotisch depressiven Störung
und sei vom 1. November 2004 bis 14. August 2005 vollständig arbeitsunfähig
gewesen, seit 15. August 2005 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % (11 Stunden
pro Woche; IV-act. 1). Die Schulgemeinde A._ gab in der Arbeitgeberbescheinigung
vom 27. Dezember 2005 an, die Versicherte besitze einen Lehrauftrag für ein
reduziertes Pensum von 17 (von 24) Lektionen pro Woche (entsprechend einem
Pensum von 70.8 %). Nach Eintritt des Gesundheitsschadens habe sie die Arbeit ab
1. November 2004 einstellen müssen und leiste nun seit 1. August 2005 wieder ein
Pensum von 45.8 % (11 Lektionen). Eine Erhöhung des Pensums sei gegenwärtig
aufgrund des Gesundheitszustands nicht möglich (IV-act. 9).
A.b Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte
gemäss dem Arztbericht vom 23. Dezember 2005 als Hauptdiagnose eine gemischte
schizoaffektive Störung, aktuell seit November 2004. Ohne Einfluss seien ein Morbus
Bechterew und eine erhebliche Niereninsuffizienz bei Zystenniere. Die Versicherte sei
vom 1. November 2004 bis 14. August 2005 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und sei
seither zu 50 % arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand der Versicherten sei
besserungsfähig und berufliche Massnahmen seien angezeigt. Vor 30 Jahren habe die
Versicherte eine manisch-depressive Episode erlebt (mit stationären Hospitalisationen).
Seither sei sie bis Dezember 2003 mit Lithium behandelt worden (Abbruch der
Behandlung wegen der Zystenniere). In den letzten 15 Jahren sei sie in der gleichen
Schulgemeinde als Kindergärtnerin tätig gewesen; in den letzten elf Jahren mit einem
Pensum von 17 Stunden pro Woche. Nach Antritt eines Bildungsurlaubes am
1. November 2004 sei sie auf dem Hinflug nach I._ erkrankt, dort hospitalisiert und
nach der Rückkehr in die Schweiz wegen ihres psychotischen Zustandbildes am
29. November 2004 in die Psychiatrische Klinik Wil eingewiesen worden. Nach
Klinkaustritt am 11. März 2005 sei sie in der Tagesklinik Wil betreut und anschliessend
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im November 2005 zur Weiterbehandlung zu ihm zugewiesen worden. Die Versicherte
sei damals frei von psychotischen Störungen gewesen, habe aber unter Akathisie,
Tremor, Steifigkeit, rascher Erschöpfbarkeit, Antriebsarmut und verminderter affektiver
Schwingungsfähigkeit gelitten. In einer ersten Phase würden jetzt die Neuroleptika und
anderen Medikamente zur Verbesserung der Befindlichkeit umgestellt unter dem
Vorbehalt, dass sich dabei die psychische Gesundheit nicht verschlechtere. Zurzeit sei
die Versicherte wieder in der Lage, rund 11 Stunden pro Woche als Kindergärtnerin zu
arbeiten, allerdings mit reduzierter Leistung. Bis zum Abschluss der medikamentösen
Umstellung und Anpassung sei an eine weitere Verbesserung nicht zu denken. Die
Versicherte habe in den vergangenen 16 Jahren nie voll gearbeitet (maximal 17 von 24
Stunden/Woche). Möglicherweise sei dieses reduzierte Pensum bereits Ausdruck der
verminderten Leistungsfähigkeit wegen der körperlichen und psychischen Leiden
gewesen, doch das könne er nicht abschliessend sagen. Im März 2006 werde zum
Zustand der Versicherten wieder Stellung genommen werden können (IV-act. 11).
A.c Dem Arztbericht der Psychiatrischen Klinik Wil vom 19. Januar 2006 ist zu
entnehmen, dass die Versicherte seit ca. 1973 an einer gemischten schizoaffektiven
Störung leide und 1992 erstmals ein Morbus Bechterew und 1998 eine
Niereninsuffizienz bei Zystenniere diagnostiziert worden seien. Die Versicherte sei vom
29. November 2004 bis 30. Juli 2005 zu 100 % und anschliessend bis zum
30. November 2005 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Infolge der unvollständig
remittierten schizoaffektiven Störung habe die Versicherte eine verminderte
Belastbarkeit bei der Arbeit als Kindergärtnerin, eine verstärkte Ermüdbarkeit und eine
verminderte Konzentrationsfähigkeit gezeigt. Auch die affektive Schwingungsfähigkeit
beim Umgang mit den Kindern sei eingeschränkt gewesen. Infolge des Morbus
Bechterew bestehe ferner eine stark verminderte körperliche Belastbarkeit und wegen
fluktuierender Gelenksentzündungen sei es wiederholt zu einer deutlich
eingeschränkten Mobilität gekommen. Die angestammte Tätigkeit sei zurzeit an ca. vier
Stunden täglich bei verminderter Leistungsfähigkeit, die schlecht in Prozenten
ausgedrückt werden könne, zumutbar. Auch andere Tätigkeiten mit wenig körperlicher
Belastung, die eine gute äussere Strukturierung aufwiesen und reduzierte soziale
Anforderungen stellten, wären der Versicherten zumutbar. Unter solchen Bedingungen
werde die Versicherte eine Arbeitszeit von vier bis sechs Stunden täglich bei
verminderter Leistungsfähigkeit bewältigen können. Die 50 %ige Arbeitsfähigkeit
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beinhalte sowohl eine reduzierte Dauer der Arbeit als auch eine reduzierte Leistung
während des Arbeitseinsatzes. In den nächsten Monaten sei mit einem Arbeitseinsatz
(als Kindergärtnerin) von maximal 12 bis 15 Stunden pro Woche bei etwas reduzierter
Leistungsfähigkeit zu rechnen. Die Prognose sei offen geblieben, doch scheine
längerfristig möglich, dass die Versicherte wieder ihr Pensum von 17 bis 18 Stunden
pro Woche werde bewältigen können. 1973 habe die Versicherte im Rahmen einer
psychosozialen Belastungssituation erstmals einen "Nervenzusammenbruch" erlitten.
Im Dezember 1974 sei sie wegen angetriebenem Verhalten sowie Verfolgungsideen
erstmals psychiatrisch hospitalisiert worden. Ab ca. Oktober 1976 habe sie dann
wieder teilweise auf ihrem Beruf arbeiten können. Seither sei sie unter konstanter
Medikation weitgehend stabil gewesen und habe, zuletzt bis November 2004, mit
einem reduzierten Wochenpensum als Kindergärtnerin gearbeitet. Im Alltag etwas
eingeschränkt gewesen sei sie durch eine zunehmende Lumbago ab ca. 1982, wobei
1992 ein Morbus Bechterew festgestellt worden sei. Etwas später sei zudem eine
progrediente Niereninsuffizienz bei Zystenniere festgestellt worden (IV-act. 14).
A.d In seiner Stellungnahme vom 9. Februar 2006 legte der Regionale Ärztliche Dienst
(RAD) der Invalidenversicherung (Dr. med. C._) dar, es sei mit einiger
Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Versicherte bereits seit 1976 aus
gesundheitlichen Gründen ein reduziertes Arbeitspensum bestritten habe. Unter der
Annahme, dass die Versicherte in der Vergangenheit bis zu ihrer Belastungsgrenze
gearbeitet habe, könne demnach eine hypothetische Leistungsminderung bzw.
Arbeitsunfähigkeit von ca. 30 % angenommen werden (Herabsetzung um 7 von 24
Lektionen pro Woche). In einer Verweisungstätigkeit dürfte die Arbeitsfähigkeit nicht
höher (als in der angestammten Tätigkeit) sein; ein Wechsel wäre auch nicht zumutbar.
Da die medikamentöse Einstellung noch nicht abgeschlossen sei, empfehle sich, den
Zustand in etwa einem Jahr zu überprüfen (IV-act. 15).
A.e Dr. B._ meldete der IV-Stelle am 5. Mai 2006 eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes der Versicherten. Sie könne nur noch 8 Lektionen im
Kindergarten unterrichten (IV-act. 18). In einem Bericht im Zusammenhang mit einer
vertrauensärztlichen Abklärung der Dienstfähigkeit teilte Dr. B._ dem Vertrauensarzt
am 10. Mai 2006 mit, die Versicherte sei mit einem Pensum von 11 Stunden pro Woche
eindeutig überfordert. Sie sei krankheitsbedingt zu 50 % arbeitsunfähig, bezogen auf
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ihr ursprüngliches Teilpensum von 17 Wochenlektionen (möglich seien noch 8
Lektionen), wobei jenes Teilpensum bereits Ausdruck einer krankheitsbedingten
Einschränkung der Leistungsfähigkeit gewesen sei (IV-act. 19).
A.f Am 7. Juni 2006 füllte die Versicherte den Fragebogen zur Rentenabklärung
betreffend Haushalt aus (IV-act. 20) und am 7. Juli 2006 erfolgte eine
Haushaltabklärung an Ort und Stelle. Im Bericht über die Abklärung wurde
festgehalten, die Versicherte habe angegeben, ihr sei auf 31. Juli 2006 das
Arbeitsverhältnis als Kindergärtnerin gekündigt worden, da die Zahl der Kinder in der
Gemeinde stetig abgenommen habe. Bei voller Gesundheit würde sie weiterhin mit 17
Wochenlektionen als Kindergärtnerin tätig sein (Anteil Erwerb 71 %). Sie habe Freude
am Beruf. Das Ehepaar sei kinderlos; die Versicherte wäre im Haushalt nicht
ausgelastet. Ausserdem sei ein Einfamilienhaus bezogen worden, auf dem eine
Hypothek laste. Im Haushalt wurde eine Einschränkung von rund 29 % erhoben, im
Erwerb liege sie bei 53 %; insgesamt ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 46 % (IV-act.
23-1 f./16). Dazu brachte die Versicherte am 19. Juli 2006 unter anderem vor, die
angerechnete Mitarbeit des Ehemannes übersteige das übliche und zumutbare Mass.
Sie und ihr Ehemann hätten ausserdem den Ausdruck "hälftiger zeitlicher
Mehraufwand" missverstanden, sie hätten damit mindestens den doppelten zeitlichen
Aufwand gemeint, und zwar in jeder Hinsicht (IV-act. 23-10 f./16). In seinem
Abschlussbericht hielt der Sachbearbeiter für erstaunlich, dass die Versicherte bis
heute eine Erwerbstätigkeit habe ausüben können. An seiner Berechnung anhand der
gemischten Methode hielt er trotz der Einwände der Versicherten fest (IV-act.
23-12/16).
A.g Mit einem Vorbescheid vom 3. November 2006 wurde der Versicherten mitgeteilt,
sie könne mit der Ausrichtung einer Viertelsrente ab 1. November 2005 rechnen. In
ihrem Erwerbsanteil von 71 % sei eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von
53 % zu verzeichnen, im Haushaltbereich sei eine Einschränkung von 29 % erhoben
worden. Dem Ehemann werde bei der Unterstützung im Haushalt im Rahmen der
Schadenminderungspflicht eine zumutbare Mithilfe von 1.5 Stunden täglich
angerechnet. Bei der Ermittlung der Behinderungsgrade sei diese Mitarbeit in Abzug zu
bringen. Anlässlich der Besprechung vor Ort sei dargelegt worden, was unter einem
"hälftigen zeitlichen Mehraufwand" zu verstehen sei, nämlich eine Arbeitsverrichtung
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von 1.5 Stunden anstelle von einer Stunde. Die Versicherte habe einen "doppelten
zeitlichen Mehraufwand" (von zwei Stunden statt einer Stunde) wiederholt verneint (IV-
act. 31).
A.h Dagegen liess die Versicherte am 29. November 2006 Einwand erheben und
Zusprechung einer ganzen Rente beantragen. Die gemischte Methode zur Bemessung
der Invalidität anzuwenden, sei falsch. Denn aufgrund des langjährigen
Krankheitsverlaufs und der daraus resultierenden verminderten Belastbarkeit sei es ihr
nie möglich gewesen, ein Pensum von 100 % zu versehen. Ohne Gesundheitsschaden
würde sie als kinderlose Frau aber zu 100 % arbeiten, aus Freude am Beruf und auch
aus finanziellen Gründen. Ausgehend von einem Vollpensum mit 24 Wochenlektionen
entspräche ein Pensum mit 8 Wochenlektionen einer Restarbeitsfähigkeit von 33 %.
Selbst wenn man aber von einer Aufteilung von Erwerbs- und Haushaltanteil im
Verhältnis von 70 % zu 30 % ausginge, wäre zu beachten, dass die Versicherte die
attestierte Restarbeitsfähigkeit in der freien Marktwirtschaft nicht verwerten könnte.
Dies habe die Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme eindrücklich festgehalten. Die
Restsymptomatik der gemischten sozioaffektiven Störung und die Medikation seien der
Versicherten anzumerken. Das bisherige Pensum habe sie nur dank viel Unterstützung
von verschiedenen Seiten und deshalb bewältigen können, weil die Klasse nur die
halbe Zahl an Kindern umfasst habe. Es sei sehr unrealistisch, von einer verwertbaren
Restarbeitsfähigkeit auszugehen. Wollte man diese Annahme trotzdem treffen, wäre ein
Abzug von 25 % bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen (IV-
act. 35).
A.i Mit Verfügung vom 25. Januar 2007 sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 46 % mit
Wirkung ab 1. November 2005 eine Viertelsrente zu (IV-act. 42 und 37). Der Einwand,
als Gesunde voll erwerbstätig zu sein, stehe im Widerspruch zu den Angaben bei der
Abklärung an Ort und Stelle. Ein höherer Beschäftigungsgrad als die angegebenen
71 % wäre wegen des pflegeaufwendigen Einfamilienhauses denn auch objektiv
gesehen auch in gesundem Zustand auf Dauer nicht zumutbar. Bei voller Gesundheit
müsste die Versicherte nach den Erhebungen täglich rund sechs Stunden für die
Haushaltarbeit einsetzen. Es liege keine medizinische Bestätigung vor, wonach die
Ausübung der reduzierten Tätigkeit als Kindergärtnerin im Umfang von 8 Lektionen
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nicht mehr zumutbar gewesen wäre. Die Stelle sei aus invaliditätsfremden Gründen
gekündigt worden. Das Valideneinkommen betrage Fr. 66'900.--, das
Invalideneinkommen Fr. 31'440.-- (der Ausfall somit 53 %). Bezogen auf einen Anteil
des Erwerbs von 71 % ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad von 38 % und aus dem
Haushaltteil ein solcher von 8 % (29 % Einschränkung bezogen auf einen Anteil von
29 %).
B.
Gegen diese Verfügung vom 25. Januar 2007 richtet sich die von Rechtsanwältin lic.
iur. Gabriela Grob Hügli, procap, für die Betroffene am 26. Februar 2007 erhobene
Beschwerde. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin beantragt, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei eine ganze
Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ab
Oktober 1976 sei es der Beschwerdeführerin wieder möglich gewesen, noch teilweise
als Kindergärtnerin zu arbeiten. Der langjährige Krankheitsverlauf und die
dazugekommenen Leiden (Lumbago, M. Bechterew, Niereninsuffizienz) hätten die
Übernahme eines Vollpensums verunmöglicht. Die Teilpensen seien daher nicht
freiwillig gewählt, sondern der durch die Erkrankungen verminderten Belastbarkeit
angepasst gewesen. Hierzu könne auf die Angaben des RAD und von Dr. B._
verwiesen werden. Die Beschwerdeführerin würde bei voller Gesundheit ein
Vollzeitpensum als Kindergärtnerin ausüben. Es gebe keinen Grund, der dagegen
spräche. Träfe die Argumentation der Beschwerdegegnerin mit dem Haushaltaufwand
im Einfamilienhaus zu, wäre es wohl keiner Frau möglich, neben dem Haushalt einer
Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Die Beschwerdeführerin könnte sich ausserdem
im hypothetischen Fall eine Haushalthilfe leisten. Anzuwenden sei der
Einkommensvergleich. Die Restarbeitsfähigkeit im angestammten Beruf betrage 33 %.
Die Remission des Grundleidens sei bisher ungenügend. Seit dem Ereignis im Jahr
2004 habe sich die Beschwerdeführerin auch im Wesen verändert, sie sei nicht mehr
belastbar und reagiere auf jede Veränderung mit inneren Spannungen. Neben den
psychischen lägen auch somatische Beschwerden vor (lumbale Rückenschmerzen,
schubweiser Verlauf des M. Bechterew; Schmerzen in beiden Fersen und Knien, so
dass eine sitzende Arbeit nur noch längstens eine Stunde möglich sei; Nierentätigkeit
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lediglich noch ca. 40 %). Es sei augenfällig, dass die Beschwerdeführerin zusätzlich in
der Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei und ihre Restarbeitsfähigkeit nur noch mit
unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten könne. An der letzten Arbeitsstelle habe sie
das Pensum mit acht Wochenlektionen nur deshalb bewältigen können, weil sie eine
Klasse mit tiefer Kinderzahl unterrichtet habe und ihr vom Arbeitgeber entsprechende
Unterstützung zugekommen sei. Es sei ihr nicht möglich, Verdienstmöglichkeiten zu
realisieren, die mit jenen einer gesunden Arbeitnehmerin mit gleichem Pensum
ebenbürtig seien. Die vorliegenden, die Lohnhöhe negativ beeinflussenden
persönlichen und beruflichen Umstände rechtfertigten daher den Maximalabzug vom
Invalideneinkommen. Es resultiere ein Anspruch auf eine ganze Rente.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. April 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin habe unterschriftlich bestätigt,
ohne Behinderung würde sie im bisherigen Ausmass von 17 Wochenlektionen als
Kindergärtnerin unterrichten. Dieser Aussage der ersten Stunde komme praxisgemäss
ein hoher Stellenwert zu. Eindeutige Gegenindizien gebe es nicht. Es lägen keine
Arztberichte aus der Zeit ab 1976 vor, die der Beschwerdeführerin eine teilweise
Arbeitsunfähigkeit als Kindergärtnerin attestierten. Die von Dr. B._ und vom RAD
erwähnte Möglichkeit genüge nicht. Denn es sei insbesondere bei psychischen
Störungen nicht möglich, rückwirkend für einen weit zurückliegenden Zeitraum die
Arbeitsfähigkeit zuverlässig einzuschätzen. Dazu komme, dass die Anforderungen an
den Nachweis einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsschädigung hoch seien.
Es bedürfe einer fachärztlich gestellten psychiatrischen Diagnose und dann bestehe
erst noch die Vermutung, dass mit der vorausgesetzten zumutbaren
Willensanstrengung die invalidisierenden Folgen der entsprechenden psychischen
Erkrankung überwindbar seien. Vorliegend sei bis Ende 2003 nicht einmal eine
gesicherte echtzeitliche Diagnose gestellt. Die geltend gemachten somatischen
Beschwerden seien nicht invalidisierend. Die Beschwerdeführerin selber habe eine
Arbeitsunfähigkeit erst ab November 2004 geltend gemacht. Auf weitere medizinische
Abklärungen könne verzichtet werden. Die Beschwerdeführerin habe im Jahr 2005 mit
dem Teilpensum von 71 % ein monatliches Einkommen von Fr. 4'735.70 erzielt, was
einem Valideneinkommen von Fr. 61'564.-- entspreche. Ein Abzug vom
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Invalideneinkommen rechtfertige sich nicht, denn es gebe keine medizinischen
Hinweise, dass die Beschwerdeführerin ihr reduziertes Arbeitspensum mit acht
Wochenlektionen nicht mit voller Leistungsfähigkeit ausführen könnte, zumal ihr eine
lange Erholungszeit zur Verfügung stehe. Das Invalideneinkommen mache daher
Fr. 28'971.-- (Fr. 61'564.-- x 8/17) aus. Der Invaliditätsgrad betrage im Erwerbsteil
53 % und gewichtet mit 0.71 38 %, zusammen mit demjenigen aus dem Haushalt (von
8 %) also 46 %.
D.
Mit Replik vom 7. Mai 2007 berichtet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, es
sei bei der Instruktion in sachverhaltsmässiger Hinsicht zu einem Missverständnis
gekommen, das zu berichtigen sei: Nach dem Ausbildungsabschluss habe die
Beschwerdeführerin in einem Vollpensum gearbeitet. Dann seien drei
Hospitalisationsphasen nötig gewesen und die Beschwerdeführerin habe ihre Stelle auf
ärztliches Anraten hin aufgegeben. Ab April 1977 (recte wohl: 1978) sei es ihr aber
aufgrund der Dauertherapie wieder möglich gewesen, ein Vollpensum auszuüben, wie
sich aus einem Bericht von Dr. med. D._, Sozialpsychiatrischer Dienst der
Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, vom 14. Juni 1985 ergebe. Ab ca. 1982 sei es
zu erheblichen Rückenschmerzen gekommen. Mit einem Bericht vom 5. Februar 1992
habe Dr. med. F._ ein lumbospondylogenes Syndrom diagnostiziert, und Prof. G._,
Kinderspital Zürich, habe am 6. Februar 1995 berichtet, der Bruder der
Beschwerdeführerin und sie selber seien an einem M. Bechterew erkrankt. Diese
beigelegten Berichte belegten, dass bei der Beschwerdeführerin die entsprechenden
Beschwerden seit mindestens 1982 bestanden hätten und diagnostiziert worden seien.
Das Vollpensum habe die Beschwerdeführerin behalten bis zu einem Wohnortswechsel
im Jahr 1987. Danach habe sie, um nicht länger arbeitslos zu bleiben, vorübergehend
eine Stelle als Verkäuferin angenommen. Im August 1989 habe sie dann eine Stelle als
Kindergärtnerin angeboten bekommen. Das Pensum habe zunächst 50 % betragen
und dann auf 71 % aufgestockt werden können. Das Teilpensum habe die
Beschwerdeführerin nicht freiwillig gewählt, sondern wegen der damaligen
Arbeitsmarktlage. Geplant sei jedoch immer gewesen, es wieder auf 100 % zu
erhöhen. Dass es dazu nicht gekommen sei, habe an der Erkrankung der
Beschwerdeführerin, insbesondere am M. Bechterew, gelegen. Mit den 17
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Wochenstunden habe die Beschwerdeführerin ihre gesundheitliche
Leistungsmöglichkeit voll ausgeschöpft. Dass aus der damaligen Zeit keine
Teilarbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliege, erstaune nicht, denn es habe ja keine
Reduktion des Pensums erfolgen müssen. Wäre die Beschwerdeführerin aber gesund
gewesen, hätte sie auf jeden Fall wieder ein volles Pensum übernommen. Der
Beschwerdeführerin sei es im Übrigen zum Zeitpunkt der Abklärung an Ort und Stelle
sehr schlecht gegangen. Der Beweiswert ihrer damaligen Aussagen sei in Zweifel zu
ziehen. Sie habe die Frage nach ihrer Erwerbstätigkeit so verstanden und beantwortet,
dass sie bei Ausbleiben des Vorfalls vom 1. November 2004 weiterhin ein Pensum von
17 Stunden pro Woche beibehalten hätte. Bis anhin sei es zu keiner Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit gekommen, was der Bescheinigung von Dr. B._ vom 11. Februar
2007 zu entnehmen sei, und die Beschwerdeführerin könne ihr früheres Arbeitspensum
von 17 Stunden pro Woche nicht bewältigen. Dem Bericht von Dr. D._ war zu
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit 1978 wieder voll und regulär und zur
Zufriedenheit aller als Kindergärtnerin arbeite. Dr. F._ hatte (1) ein
lumbospondylogenes Syndrom mit Psoassymptomatik links bei Spondylolyse L5,
Status nach Morbus Scheuermann, (2) ein cervikovertebrales bzw. cervikocephales
Syndrom bei Blockade der Kopfgelenke und (3) Coxa valga bds., Knochencyste linker
Schenkelhals, diagnostiziert. Er hatte Röntgenbefunde erhoben. Die spondylogene
Veränderung des M. Psoas erkläre die Beinbeschwerden links und wahrscheinlich die
Hüftsymptomatik links. Handschriftlich war bei den Diagnosen ergänzt worden, als
neue Diagnose seit 1993 bestehe ein M. Bechterew. Prof. G._ hatte festgehalten, die
Beschwerdeführerin leide am M. Bechterew. Dr. B._ hatte der Beschwerdeführerin
für das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) bestätigt, bei der Ausübung der
Restarbeitsfähigkeit von 30 % sei auch der Arbeitsweg zu berücksichtigen, der nicht
länger als 30 Minuten beanspruchen dürfe.
E.
Mit Duplik vom 24. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf eine
Stellungnahme des RAD (Dr. med. H._) vom 22. Mai 2007 und eine Beurteilung von
Fachmitarbeiter und Rechtsdienst vom 24. Mai 2007, der Beschwerdeführerin sei ab
November 2005 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Dr. H._ hatte erklärt, es scheine
überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin bereits seit 1982 an
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Rückenbeschwerden leide. Eine Reduktion des Pensums als Kindergärtnerin mit der
rückenbelastenden Tätigkeit an niedrigem Kindermobiliar sei daher nachvollziehbar. Bei
einer mit zunehmendem Alter fortschreitenden Degeneration hätten sich die
Rückenbeschwerden dann in den Jahren 1987 bis 1989 verstärkt gemeldet (IV-act. 48).
Der Fachmitarbeiter hatte am 23. Mai 2007 dafürgehalten, obwohl die Annahme einer
vollen Erwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall etwas realitätsfremd sei,
erkläre sich die Verwaltung mit dieser Qualifikation einverstanden. Gegen diese
Qualifikation spreche, dass die Beschwerdeführerin in einem pflegeaufwendigen
Einfamilienhaus mit zwei Etagen lebe, bereits 54 Jahre alt sei und angesichts der vollen
Erwerbstätigkeit ihres Ehemannes finanziell abgesichert sei. Der Rechtsdienst hatte
sich am 24. Mai 2007 auf den Standpunkt gestellt, es sei überwiegend wahrscheinlich,
dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer Rückenprobleme ab August 1989 nur in
einem Teilpensum habe arbeiten können, als Gesunde aber voll erwerbstätig gewesen
wäre. Im Einkommensvergleich seien einander ein Valideneinkommen von Fr. 86'710.--
und ein Invalideneinkommen von Fr. 28'971.-- gegenüberzustellen, womit sich ein
Invaliditätsgrad von 67 % ergebe.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 25. Januar 2007 entwickelt hat, sind die am 1. Januar
2008 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen nicht anwendbar.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin eine (Viertels-)Rente zugesprochen. In ihrem Leistungsgesuch
hatte die Beschwerdeführerin, die damals noch im Arbeitsverhältnis gestanden hatte,
auch berufliche Massnahmen beantragt. Bereits im Einwand auf den Vorbescheid hat
die Beschwerdeführerin (wie in diesem Verfahren) lediglich noch Rentenleistungen
beantragt. Zum Streitgegenstand gehört aber, weil der Einkommensvergleich zur
Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG erst nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist,
notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung eine allfällige Pflicht der
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Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe. Dass sie
vorliegend implizit von beruflichen Massnahmen abgesehen hat, lässt sich nicht
beanstanden, ist doch nicht zu erwarten, dass eine zumutbare Massnahme zur
Verfügung stünde, mit der sich eine Senkung des Invaliditätsgrades erreichen liesse.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung)
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so besteht
Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe
Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Der Eintritt des Rentenfalls wird daneben durch Art. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der
Rentenanspruch entsteht danach frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Ein wesentlicher Unterbruch der
Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte an mindestens dreissig
aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV).
2.3 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach
Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl.
BGE 106 V 16; BGE 109 V 125).
3.
3.1 Die Invalidität wird nach verschiedenen Methoden, insbesondere dem
Einkommensvergleich, der gemischten Methode oder dem Betätigungsvergleich
bis
ter
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bemessen. Die Anwendbarkeit einer Methode bestimmt sich danach, ob eine
versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als
Nichterwerbstätige einzustufen ist. Dies ergibt sich aus der Prüfung, was die
versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146; BGE 117 V 194; vgl. AHI
1997 S. 286; AHI 1996 S. 196). Das Bundesgericht stellt bei der Beurteilung des Status
- einzig - auf den Beweis der Erwerbsverhältnisse im Gesundheitsfall ab (Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S A. vom 4. Januar 2002, I 715/00), ohne die
Zumutbarkeit als zusätzliches Kriterium zu betrachten (vgl. Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8
Abs. 3 ATSG; hierzu Franz Schlauri, Das Rechnen mit der Arbeitsunfähigkeit in Beruf
und Haushalt in der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung in: Schaffhauser/
Schlauri, Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 343 f.).
3.2 In ihrer Duplik hält die Beschwerdegegnerin für überwiegend wahrscheinlich, dass
die Beschwerdeführerin als Gesunde vollzeitlich erwerbstätig (gewesen und geblieben)
wäre. Dieser Beurteilung kann aufgrund der Aktenlage gefolgt werden. Zu beachten ist
insbesondere, dass die Krankengeschichte der Beschwerdeführerin weit zurückreicht
und wohl von massgeblichem Einfluss auf den Verlauf der tatsächlichen erwerblichen
Laufbahn war. Weder ihre eigenen Angaben zu den Verhältnissen im für sie wohl kaum
mehr realistisch vorstellbaren hypothetischen Gesundheitsfall noch ihre Wohnsituation,
ihr Alter oder die volle Erwerbstätigkeit ihres Ehemannes rechtfertigten eine andere
Qualifikation der kinderlosen, gelernten Kindergärtnerin. Dass wegen der Aufwendigkeit
des Haushalts eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit daneben selbst für eine gesunde
Person auf Dauer unzumutbar wäre, kann nicht unwidersprochen bleiben, zumal auch
die Möglichkeit in Betracht gezogen werden kann, für die Bewältigung eines Haushalts
auch (auswärtige) Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Invalidität der
Beschwerdeführerin ist nach dem Einkommensvergleich zu bemessen.
4.
4.1 Für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person
noch zugemutet werden können, sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage
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(BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Aus den Akten geht hervor, dass die
Beschwerdeführerin seit Jahren an einer gemischten schizoaffektiven Störung, einem
Morbus Bechterew und einer Niereninsuffizienz leide. Dem Arztbericht von Dr. B._
vom 23. Dezember 2005 ist zu entnehmen, dass sie ab dem 1. November 2004 zu
100 % arbeitsunfähig war. Für die Zeit davor kann aufgrund der Aktenlage (mit den
Berichten von Dr. B._ vom 23. Dezember 2005 und vom 1. Mai 2006 sowie den
Stellungnahmen des RAD vom 9. Februar 2006 und vom 22. Mai 2007) davon
ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Kindergärtnerin bereits seit langem um etwa 30 % (29 %) eingeschränkt gewesen war.
Die Beschwerdeführerin hatte in dieser Zeit ein entsprechendes Pensum von rund
70 % ausgeübt und es kann davon ausgegangen werden, dass sie ein
Invalideneinkommen erzielen konnte, das dieser verbleibenden Arbeitsfähigkeit
entsprochen hat, bezieht sich die Arbeitsfähigkeit doch auf die bisherige Tätigkeit. Übt
nämlich eine versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus,
bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und
anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll
ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als
angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte
Verdienst als Invalidenlohn (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1). Aus diesem Grund ist
zunächst keine 40 % erreichende Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität aufgetreten, die
einen Rentenanspruch hätte entstehen lassen können.
4.2 Nach einer Dauer von zehn Monaten mit einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 30 %
(bzw. 29 %) und von zwei Monaten mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit konnte
indessen im Januar 2005 ein Wartejahr (mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit
von gut 40 %) ablaufen. Da im Januar 2005 auch ein 40 % übersteigender
Invaliditätsgrad vorlag, entstand ab 1. Januar 2005 ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
4.3 Weil die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 100 % und damit auch
eine entsprechende volle Erwerbsunfähigkeit weiter anhielt und eine
anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit
nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche
Unterbrechung drei Monate angedauert hat, ergibt sich ab 1. April 2005 ein Anspruch
auf eine ganze Rente. Die sinngemässe Anwendung von Art. 29 IVV vermag nicht zu bis
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einer früheren Anhebung zu führen, weil ein Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 70 % während eines Jahres nicht vorher erreicht wird (vgl. Rz 4012 und
4010 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH in der bis 31. Dezember
2007 gültig gewesenen Fassung).
4.4 Ab dem 1. bzw. 15. August 2005 verfügte die Beschwerdeführerin wieder über eine
gewisse Arbeitsfähigkeit. Dr. B._ bezeichnete diese mit 50 %, erwähnte aber, dass
es sich um die Fähigkeit handle, 11 Stunden pro Woche als Kindergärtnerin tätig zu
sein. Das entspricht einer Arbeitsfähigkeit von rund 46 % (11/24; Arbeitsunfähigkeit
54 %). Der Arzt hielt ferner dafür, die Beschwerdeführerin vermöge lediglich eine
reduzierte Leistung zu erbringen, quantifizierte diese Einschränkung allerdings nicht.
Auch die Psychiatrische Klinik Wil benannte eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, dazu
eine Stundenzahl von maximal 12 bis 15 Stunden und ebenfalls eine reduzierte
Leistungsfähigkeit. Es kann unter diesen Umständen angenommen werden, dass die
Beschwerdeführerin mit ihrem tatsächlich geleisteten Pensum von 11 Stunden pro
Woche ihre Arbeitsfähigkeit - demnach mit 46 % - maximal ausschöpfte. Bei einem
dem behinderungsbedingten Ausfall entsprechenden Invaliditätsgrad von 54 %
bestand noch Anspruch auf eine halbe Rente. Diese anspruchsbeeinflussende
Änderung der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung der Leistung
nach Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. BGE 121 V 275 E. 6b/dd; Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S A. vom 27. September 2006) von dem Zeitpunkt an zu
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere
Zeit dauern wird (vgl. Rz 4017 KSIH). Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich
weiterhin andauern wird. Ab dem 1. November 2005 hat die Beschwerdeführerin
demnach noch Anspruch auf eine halbe Rente.
4.5 Im Mai 2006 meldete Dr. B._ eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
der Beschwerdeführerin. Nach seiner Beurteilung war ihr lediglich noch ein Pensum
von acht Stunden pro Woche - entsprechend einem Drittel eines Vollpensums und
einer Arbeitsfähigkeit von einem Drittel - zumutbar. Dem Bericht über die Abklärung an
Ort und Stelle nach zu schliessen, ist die Verschlechterung im April eingetreten, als
nämlich die Pensenreduktion vorgenommen werden musste (act. 23-2/16). Ab 1. Juli
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2006, da die von dieser gesundheitlichen Verschlechterung bewirkte höhere Invalidität
drei Monate angedauert hat, ist die Rente zu erhöhen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Der
Beschwerdeführerin steht eine Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von rund
67 % zu.
4.6 Nach der Aktenlage ist das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin Ende Juli
2006 beendet worden. Durch den Verlust der Anstellung erfährt ein Invaliditätsgrad
zwar grundsätzlich keine Änderung (vgl. Urs Müller, Die materiellen Voraussetzungen
der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, N 572). Denn der von einem invaliden
Versicherten in einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich erzielte Verdienst bildet für sich
allein betrachtet in der Regel kein genügendes Kriterium für die Bestimmung seiner
Erwerbsunfähigkeit. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem
Umfang der Invalidität nur überein, wenn die Verdiensteinbusse die gesundheitlich
bedingte Einschränkung der auf dem in Frage kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt in zumutbarer Weise zu verwertenden Leistungsfähigkeit wiedergibt (nicht
veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S W.H.
vom 23. Oktober 2003). Vorliegend muss aber damit gerechnet werden, dass die
Beschwerdeführerin nach dem Verlust der während 17 Jahren innegehabten und
beibehaltenen Stelle für eine neue Anstellung in ihrem Beruf selbst auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt die Voraussetzungen nicht mehr mitbringt. Ihre
Arbeitsfähigkeit ist auf einen Drittel eines Vollpensums beschränkt. Ausserdem ist auch
ihre Leistungsfähigkeit während der noch zumutbaren Arbeitszeit (wenn auch schwierig
quantifizierbar) eingeschränkt. Dazu kommt, dass bis zum damaligen Zeitpunkt - und
wohl auch später - als Ausdruck einer ungenügenden Remission des Grundleidens
unter anderem noch eine Antriebsarmut und eine verminderte affektive
Schwingungsfähigkeit bestehen blieben, was selbst auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt im Berufsfeld der Beschwerdeführerin das Finden einer Stelle als
unrealistisch erscheinen lässt. Dasselbe gilt aufgrund der vorhandenen medizinischen
Gegebenheiten auch für andere erwerbliche Beschäftigungen, obwohl die
Psychiatrische Klinik Wil noch am 19. Januar 2006 eine (Teil-)Arbeitsfähigkeit für
andere Tätigkeiten angegeben hatte, nämlich für solche mit wenig körperlicher
Belastung, die eine gute äussere Strukturierung aufweisen und reduzierte soziale
Anforderungen stellen. Inzwischen ist eine gesundheitliche Verschlechterung
eingetreten. Die Rahmenbedingungen für eine neue Anstellung sind so einschränkend,
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dass eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht mehr angenommen werden
kann. Im Übrigen wäre der ausgebildeten Beschwerdeführerin ein Wechsel in eine
andere Tätigkeit nach überzeugender Auffassung des RAD auch nicht zumutbar. Unter
solchen Umständen besteht Anspruch auf eine ganze Rente, und zwar nach Ablauf von
drei Monaten ab 1. August 2006, das heisst (vgl. ZAK 1986 S. 345) ab 1. November
2006.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2007 teilweise zu schützen und der
Beschwerdeführerin ist für die Zeit ab 1. Januar 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente,
ab 1. April 2005 auf eine ganze Rente, ab 1. November 2005 auf eine halbe Rente, ab
1. Juli 2006 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. November 2006 auf eine ganze Rente
zuzusprechen.
5.2 Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die
Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1
VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Der
Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.--
zurückzuerstatten.
5.3 Die Beschwerdeführerin hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Die Entschädigung ist auf Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG