Decision ID: d232d09c-f13e-54d9-983e-a544fb362578
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 19. Dezember 1984. Am 26. Mai
2007 lenkte er einen Personenwagen mit einer Atemalkoholkonzentration von 0,78
Gew.-‰, weshalb er mit Verfügung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des
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Kantons St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) vom 6. August 2007 verwarnt
wurde.
B.- Am Freitag, 6. Mai 2011, um 22.20 Uhr, stürzte X mit seinem Fahrrad in A und blieb
verletzt liegen. Die herbeigerufene Polizei stellte Alkoholmundgeruch fest, worauf eine
Blutprobe angeordnet wurde. Die Auswertung ergab für den Zeitpunkt des Ereignisses
eine minimale Blutalkoholkonzentration von 1,82 Gew.-‰.
C.- Das Strassenverkehrsamt eröffnete aufgrund dieses Vorfalls ein
Administrativmassnahmeverfahren und ordnete mit Zwischenverfügung vom 29. Juni
2011 eine verkehrsmedizinische Untersuchung von X an. Einem allfälligen Rekurs
wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes B vom 5. Juli 2011 wurde X unter anderem
wegen Führens eines Fahrrades in fahrunfähigem Zustand zu einer Busse von Fr.
600.-- verurteilt. Dagegen erhob der Betroffene Einsprache.
D.- Gegen die Zwischenverfügung des Strassenverkehrsamtes erhob X mit Eingabe
seines Rechtsvertreters vom 11. Juli 2011 und Ergänzung vom 25. August 2011 Rekurs
bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die Verfügung der Vorinstanz
vom 29. Juni 2011 sei ersatzlos aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zudem sei dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit verfahrensleitender
Verfügung vom 12. Juli 2011 erteilte der Abteilungspräsident dem Rekurs die
aufschiebende Wirkung. Die Vorinstanz verzichtete am 5. September 2011 auf eine
Vernehmlassung.
Mit Verfügung des Untersuchungsamtes B vom 8. November 2011 wurde das
Strafverfahren gegen den Rekurrenten wegen Führens eines Fahrrades in
fahrunfähigem Zustand eingestellt. Dazu nahmen die Vorinstanz mit Schreiben vom 18.
November 2011 und der Rekurrent mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8.
Dezember 2011 Stellung. Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung der
Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 11. Juli 2011 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 25. August 2011 in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 , 45, 47 und 48 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den
Rekurs ist einzutreten.
2.- Im Rekurs ist umstritten, ob die Vorinstanz zu Recht an der Fahreignung des
Rekurrenten zweifelte und mit der angefochtenen Zwischenverfügung eine
verkehrsmedizinische Begutachtung anordnete.
a) aa) Führerausweise dürfen nicht erteilt werden, wenn der Bewerber an einer die
Fahreignung ausschliessenden Sucht leidet (Art. 14 Abs. 2 lit. c des
Strassenverkehrsgesetzes; SR 741.01, abgekürzt: SVG). Sie sind zu entziehen, wenn
festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht
mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person
der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet,
welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG), wie beispielsweise
Alkohol-, Betäubungs- und Arzneimittelabhängigkeit (vgl. Botschaft zur Änderung des
Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März 1999, in: BBl 1999 S. 4462 ff., S. 4491).
Trunksucht ist anzunehmen, wenn die betroffene Person regelmässig so viel Alkohol
konsumiert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird und sie diese Neigung zum
übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu
kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn
die Person nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr
ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe liegende Gefahr besteht, dass sie im
akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (vgl. BGE 129 II 82
E. 4.1). Der Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich somit nicht mit dem
medizinischen Begriff der Alkoholabhängigkeit. Dieses Verständnis der Trunksucht
erlaubt, auch bloss suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein
Alkoholmissbrauch vorliegt, vom Führen eines Motorfahrzeuges fernzuhalten (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 1C_140/2007 vom 7. Januar 2008, E. 2.1; 6A.31/2003 vom 4.
August 2003, E. 5.1; BGE 129 II 82 E. 4.1).
bis
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bb) Bestehen Bedenken über die Eignung eines Führers, so ist er gemäss Art. 14 Abs.
3 SVG einer neuen Prüfung zu unterwerfen. Die blosse Anordnung einer verkehrs
medizinischen Abklärung der Fahreignung (im Hinblick auf die Prüfung eines allfälligen
Sicherungsentzuges) setzt konkrete Anhaltspunkte dafür voraus, dass der fragliche
Inhaber des Führerausweises mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist,
sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeuges zu setzen, der das sichere Führen
nicht mehr gewährleistet (vgl. BGE 127 II 122 E. 3c; 124 II 559 E. 3d, je mit Hinweisen).
Da der Sicherungsentzug tief in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen eingreift,
ist eine genaue Abklärung des Vorliegens von Trunksucht in jedem Fall und von Amtes
wegen vorzunehmen. Nach der Rechtsprechung gehören zu den für den Nachweis der
Trunksucht erforderlichen Abklärungen etwa eine gründliche Prüfung der persönlichen
Verhältnisse, welche namentlich die Einholung von Fremdberichten von Hausarzt,
Arbeitgeber und Familienangehörigen umfasst, eine einlässliche Aufarbeitung der
konkreten Trunkenheitsfahrten, eine Alkoholanamnese, d.h. die Erforschung des
Trinkverhaltens (Trinkgewohnheiten und Trinkmuster) des Betroffenen und seine
subjektive Einstellung dazu sowie eine umfassende, eigens vorzunehmende körperliche
Untersuchung mit besonderer Berücksichtigung von alkoholbedingten
Hautveränderungen usw. (BGE 129 II 82 E. 6.2.2; 124 II 559 E. 4d–g und E. 5a; Urteil
des Bundesgerichts 6A.8/2007 vom 1. Mai 2007, E. 2.5). Das Ausmass der
behördlichen Nachforschungen, namentlich die Frage, ob ein medizinisches Gutachten
eingeholt werden soll, richtet sich grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls
und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde (BGE 129 II 82 E. 2.2). Das
Bundesgericht hat die Notwendigkeit der Einholung eines medizinischen Gutachtens
bejaht bei einem kombinierten Konsum von Alkohol und verschiedenen
Betäubungsmitteln (BGE 129 II 335 E. 4c), bei einem Fahrzeuglenker, der mit
mindestens 1,74 Gew.-‰ gefahren und ein Jahr später mit mindestens 1,79 Gew.-‰
rückfällig geworden war (BGE 126 II 361 E. 3c), sowie bei einem Fahrzeuglenker mit
einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 3,0 Gew.-‰, der bereits früher
Alkoholwerte in dieser Grössenordnung aufgewiesen hatte (BGE 125 II 396 E. 2).
Nach dem von der Expertengruppe Verkehrssicherheit herausgegebenen Leitfaden
"Verdachtsgründe fehlender Fahreignung" für die Administrativ-, Justiz- und
Polizeibehörden vom 26. April 2000 (nachfolgend: Leitfaden) ist bei Personen, die
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während der letzten fünf Jahre vor der aktuellen Trunkenheitsfahrt bereits einmal in
angetrunkenem Zustand gefahren sind und beim erneuten Fahren in angetrunkenem
Zustand eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,6 Gew.-‰ aufweisen, die
Fahreignung abzuklären, da in diesen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine
Abhängigkeitsproblematik bestehe (Ziff. II/1). Im Zeitpunkt der Ausarbeitung des
Leitfadens galt die Fahrunfähigkeit wegen Alkoholeinwirkung (Angetrunkenheit) noch
als erwiesen, wenn der Grenzwert von 0,8 Gew.-‰ überschritten war. Seit der
entsprechenden Gesetzesänderung, die am 1. Januar 2005 in Kraft trat, gilt die
Fahrunfähigkeit wegen Alkoholeinwirkung (Angetrunkenheit) jedoch in jedem Fall als
erwiesen, wenn der Fahrzeugführer eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 oder mehr
Gew.-‰ aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen
Blutalkoholkonzentration führt (Art. 1 Abs. 1 der Verordnung der Bundesversammlung
über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr, SR 741.13). Damit ist nach dem
Leitfaden auch bei Personen, die innerhalb von fünf Jahren eine erste Trunkenheitsfahrt
mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Gew.-‰ oder mehr und eine zweite mit
einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Gew.-‰ begangen haben, vom Vorliegen
ernsthafter Zweifel an der Fähigkeit, Fahren und Trinken trennen zu können,
auszugehen.
b) Der Rekurrent macht im Wesentlichen geltend, beim Vorfall vom 6. Mai 2011 sei er
nicht mit dem Fahrrad gefahren, sondern habe dieses lediglich neben sich her
gestossen. Somit habe er den Straftatbestand des Führens eines Fahrrades in
fahrunfähigem Zustand nicht erfüllt. Dies sei mittlerweile auch im Strafverfahren
festgestellt worden. Die rechtskräftige Einstellungsverfügung komme einem Freispruch
gleich. Die Einstellung sei nicht mangels Beweisen, sondern mangels eines
Tatverdachts erfolgt. Die Argumentation der Vorinstanz verstosse gegen die
Unschuldsvermutung, da sie dem Rekurrenten trotz Freispruch ein strafbares Verhalten
unterstelle und administrativrechtliche Massnahmen daran knüpfe.
Die Vorinstanz bringt vor, die Tatsache, dass der Rekurrent im Strafverfahren mangels
Beweisen freigesprochen worden sei, ändere nichts am Umstand, dass er innerhalb
von vier Jahren bereits zum zweiten Mal mit Alkohol verkehrsauffällig geworden sei.
Fahreignungsabklärungen seien stets verschuldensunabhängig. Vorliegend bestehe mit
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hoher Wahrscheinlichkeit eine Abhängigkeitsproblematik, die umfassend abzuklären
sei.
c) Anlass für die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung war der Vorfall
vom 6. Mai 2011. Die Vorinstanz ging in der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni
2011 davon aus, dass der Rekurrent an jenem Abend ein Fahrrad in fahrunfähigem
Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,82 Gew.-‰ gelenkt und
damit einen Selbstunfall verursacht habe. Aufgrund der Tatsache, dass er bereits zum
zweiten Mal im Strassenverkehr im Zusammenhang mit Alkohol auffällig geworden sei,
beständen begründete Zweifel an der Fahreignung (act. 2/1). Während der Rekurrent
mit Strafbescheid des Untersuchungsamtes B vom 5. Juli 2011 noch wegen Führens
eines Fahrrades in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 3 SVG) verurteilt worden war,
wurde das Strafverfahren auf seine Einsprache hin mit Verfügung vom 8. November
2011 mangels hinreichenden Tatverdachts in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a der
Strafprozessordnung (SR 312.0, abgekürzt: StPO) eingestellt. Der Rekurrent hatte
erfolgreich geltend gemacht, das Fahrrad auf dem Nachhauseweg nicht gelenkt,
sondern gestossen zu haben, als er stürzte (act. 16). Diese Einstellungsverfügung
kommt einem Freispruch gleich (vgl. Art. 320 Abs. 4 StPO). Der Rekurrent ist damit
innerhalb von fünf Jahren nicht zweimal in angetrunkenem bzw. fahrunfähigem Zustand
gefahren, weshalb die Voraussetzungen gemäss Leitfaden für eine Abklärung der
Fahreignung nicht gegeben sind.
Im Zusammenhang mit der Verfügung eines vorsorglichen Führerausweisentzugs hat
das Bundesgericht zwar erwogen, dass der vorsorgliche Führerausweisentzug wie der
Sicherungsentzug unabhängig von einem Verschulden erfolgten. Aufgrund des grossen
Gefährdungspotenzials, welches dem Führen eines Motorfahrzeugs eigen sei,
erlaubten schon Anhaltspunkte, die den Fahrzeugführer als besonderes Risiko für die
anderen Verkehrsteilnehmer erscheinen liessen und ernsthafte Bedenken an seiner
Fahreignung erweckten, den vorsorglichen Ausweisentzug. Ein strikter Beweis sei nicht
erforderlich (BGE 125 II 492 E. 2). Gleich verhält es sich grundsätzlich auch bei der
Anordnung von Massnahmen zur Abklärung der Fahreignung. Im vorliegenden Fall ist
mittlerweile jedoch rechtskräftig festgestellt, dass der Rekurrent am 6. Mai 2011 kein
Fahrrad in fahrunfähigem Zustand gelenkt und damit keine Gefährdung für die
Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer dargestellt hat.
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Unabhängig davon liegen auch sonst nicht genügend Anhaltspunkte dafür vor, dass
der Rekurrent mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, sich in einem
Zustand ans Steuer eines Fahrzeuges zu setzen, der das sichere Führen nicht mehr
gewährleistet. Bei der Trunkenheitsfahrt vom 26. Mai 2007 war die
Atemalkoholkonzentration mit 0,78 Gew.-‰ im Vergleich zur Blutalkoholkonzentration
beim aktuellen Vorfall von mindestens 1,82 Gew.-‰ nicht übermässig hoch.
Blutalkoholwerte von über 1,6 Gew.-‰ weisen bei Fehlen von adäquaten
Ausfallerscheinungen auf eine bereits länger andauernde tägliche Aufnahme von
wesentlich mehr als 80 Gramm Alkohol hin, was die Fahreignung in Frage stellt. Als
Folge des übermässigen Alkoholkonsums wies der Rekurrent jedoch an jenem Abend
Ausfallserscheinungen auf. Er stürzte beim Schieben des Fahrrades und konnte sich
anschliessend nicht mehr an den Vorfall erinnern. Dies spricht nicht dafür, dass er über
die Alkoholtoleranz eines Gewohnheitstrinkers verfügt. Anderweitige Umstände, die auf
normabweichende Trinkgewohnheiten mit Suchtproblematik beim Rekurrenten
hinweisen würden, sind nicht aktenkundig.
d) Der Rekurs ist folglich gutzuheissen und die Zwischenverfügung der Vorinstanz vom
29. Juni 2011 aufzuheben.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Staat zu
tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- erscheint
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die
Finanzverwaltung ist anzuweisen, dem Rekurrenten den Kostenvorschuss von
Fr. 1'500.-- zurückzuerstatten.
Bei diesem Verfahrensausgang hat der Rekurrent Anspruch auf volle Entschädigung
der ausseramtlichen Kosten (Art. 98 VRP und Art. 98 VRP; GVP 1983 Nr. 56; vgl.
Leuenberger/Uffer-Tobler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, Bern 2010, Rz. 10.36 ff.),
soweit diese aufgrund der Rechts- und Sachlage als notwendig und angemessen
erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). Im Rekursverfahren war der Beizug eines
Rechtsbeistandes geboten. Der Rechtsvertreter hat eine Kostennote eingereicht, worin
er ein Pauschalhonorar von Fr. 1'400.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 56.-- (4%) sowie
Mehrwertsteuer von Fr. 116.50 (8%) ausweist (act. 24). Im Verfahren vor der
Verwaltungsrekurskommission wird das Honorar als Pauschale ausgerichtet, wobei der
bis ter
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Rahmen zwischen Fr. 1'000.-- und Fr. 12'000.-- liegt (Art. 22 Abs. 1 lit. b der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75; abgekürzt:
HonO). Innerhalb dieses Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO).
Angesichts des umfangmässig bescheidenen Aktendossiers sowie des getätigten
Aufwands erscheint das geltend gemachte Honorar von Fr. 1'572.50 (Barauslagen und
Mehrwertsteuer inbegriffen, Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 HonO) als angemessen;
entschädigungspflichtig ist der Staat (Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt).