Decision ID: ba3ccdf9-8fd9-4af9-8d95-467d8c02f1ee
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
R._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Bortoluzzi, Münchhaldenstrasse 24,
Postfach, 8034 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1978 geborene R._ meldete sich am 8./10. Februar 2006 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung,
Umschulung, Wiedereinschulung, Arbeitsvermittlung und eine Rente. Er sei von 2001
bis 2003 bei einer Fassaden-Unternehmung tätig gewesen und sei seither in einer
Strassenbau-Unternehmung angestellt. Seit einem Unfall am 6. Dezember 2003 leide er
an einem persistierenden lumbospondylogenen Schmerzsyndrom bei St. n.
Auffahrkollision mit Distorsion der thoraco-lumbalen Wirbelsäule.
A.b Am 17. Februar 2006 reichte die Unfallversicherung auf Ersuchen die Akten ein.
Danach hatte der Versicherte am 6. Dezember 2003 einen Unfall erlitten, bei welchem
ein nachfolgender Wagen (nach Angaben der Insassen jenes Autos mit ca. 50 bis
60 km/h) auf das vor einer Ampel anhaltende Auto auffuhr, in welchem er als Beifahrer
sass.
A.c Das Rehabilitationszentrum Klinik Valens (Dr. med. A._), wo sich der Versicherte
vom 29. September bis 25. Oktober 2005 aufgehalten hatte, gab im Arztbericht vom
27. Februar 2006 (IV-act. 14) als Diagnosen bekannt:
1. Persistierendes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei St. n. Auffahrkollision mit
Distorsion der thoraco-lumbalen Wirbelsäule am 6.12.03
- intermittierend pseudoradikuläre Ausstrahlungen glutaeal und in die Beine bds.
- MRI BWS/LWS (14.9.04), CT LWS (16.6.04), Rx HWS/BWS/LWS ap/seitl. und
Funktionsaufnahmen (1.9.04): Normalbefund
- in Verbindung mit Verhaltensfaktoren und psychologischen Faktoren
- mittelgradige depressive Symptomatik mit V. a. Anpassungsstörung
- Tendenz zu maladaptiv suppressivem Schmerzbewältigungsstil
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2. St. n. transitorischem unklarem Halbseitensyndrom rechts
- DD im Rahmen von Diagnose 1
- MRI HWS (13.1.05): Normalbefund.
Der Versicherte sei vom 6. Dezember 2003 bis 25. Oktober 2005 zu 100 %
arbeitsunfähig gewesen und sei seither bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig. Die
bisherige Tätigkeit als Strassenbauer sei nicht mehr zumutbar. Nach Absprache mit
dem Arbeitgeber könne aber ein Einstieg mit leichten Arbeiten ganztags mit
verminderter Leistung (50 %) durchgeführt werden. Die Arbeitsfähigkeit könne durch
konsequente Einhaltung der Gewichtslimite bei der Ausübung leichterer Arbeiten
ganztags mit reduzierter Leistung verbessert werden. Wechselbelastende, leichte bis
mittelschwere Arbeit, bei welcher der Umgang mit Maximalgewichten von 15 kg nur
selten und vorgeneigtes Stehen nur manchmal vorkomme und die bei Bedarf
unterbrochen werden könne, sei ganztags zumutbar. Vermindert leistungsfähig sei der
Versicherte dabei durch den Umstand der Einhaltung der Gewichtslimite von 15 kg.
Dem beigelegten Bericht an die Unfallversicherung vom 29. November 2005 war zu
entnehmen gewesen, dass der Versicherte nach mehrfach gescheiterter Reintegration
in den Berufsalltag in die Klinik zugewiesen worden war.
A.d Am 13. März 2006 stellte die Unfallversicherung die Leistungen verfügungsweise
ein, da keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorlägen. Die noch geklagten
Beschwerden seien organisch als Folge des Unfalls nicht mehr erklärbar; psychische
Gründe seien dafür verantwortlich. Die Unfallversicherung sei für diese Auswirkungen
nicht entschädigungspflichtig.
A.e In der Arbeitgeberbescheinigung vom 27. März 2006 gab die Bauunternehmung an,
der Versicherte sei seit dem 1. April 2003 als Bauarbeiter angestellt und sei seit
Dezember 2004 (recte: 2003) unfallbedingt zu 100 % und zu 50 % abwesend.
A.f In seinem Arztbericht vom 22. März 2006 (IV-act. 20) gab Dr. med. B._,
Spezialarzt für Chirurgie FMH, bekannt, es lägen als Diagnosen vor ein persistierendes,
lumbospondylogenes Syndrom mit Zeichen der Chronifizierung, ein Status nach
transitorischem unklarem Halbseitensyndrom rechts und eine depressive
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Symptomatologie. Nach dem Unfall sei eine konservative Therapie eingesetzt worden.
Anfangs sei der Versicherte noch seiner Arbeit nachgegangen, dann habe er immer
häufiger über Beschwerden geklagt. Arbeitsversuche seien nach kurzer Zeit
gescheitert. Es sei zu einer Chronifizierung mit Depressionen und Schlafstörungen
gekommen. Verschiedene Medikamente zeigten keine Wirkung mehr und selbst
Morphiumpräparate hälfen dem Versicherten nicht viel. Vom 6. Dezember 2004 (recte:
2003) bis 1. Februar 2004 sei er zu 100 %, anschliessend bis zum 15. Februar 2004 zu
50 % arbeitsunfähig gewesen. Vom 4. Oktober bis 12. Dezember 2004 habe eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 %, anschliessend bis 28. Februar 2005 eine solche von
100 %, dann bis 5. Juni 2005 von 50 %, bis 8. Juni 2005 von 75 %, bis 7. August 2005
von 100 %, und bis 13. November 2005 von 50 % vorgelegen. Seither sei der
Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. Weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit
sei dem Versicherten noch zumutbar. Er könne weder lange sitzen noch stehen. Er sei
physisch und psychisch in einem Erschöpfungszustand.
A.g Die Unfallversicherung wies am 25. Mai 2006 eine gegen ihre Verfügung vom
13. März 2006 erhobene Einsprache, mit welcher die Aufhebung der Verfügung und die
Weiterausrichtung der Leistungen auf der Grundlage einer Arbeitsunfähigkeit von
100 % beantragt worden war, ab. Der Kreisarzt hatte am 8. Februar 2006 berichtet,
aufgrund der körperlichen Situation sei der Versicherte (für eine leichtere Arbeit ohne
Tragen oder Heben von Lasten über 10 bis 15 kg, in Wechselbelastung mit Vermeiden
von längerer Tätigkeit in vornübergeneigter Körperhaltung) als voll arbeitsfähig zu
beurteilen.
A.h Auf Anraten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung
(Dr. med. C._) wurde am 10. Juli 2006 eine bidisziplinäre (rheumatologische/
psychiatrische) Abklärung veranlasst.
A.i Am 17. Juli 2006 teilte die Ehefrau des Versicherten mit, dieser sei in der Klinik Gais
untersucht worden und es sei dabei festgestellt worden, dass er kein psychisches,
sondern ein rein physisches Problem habe. Es sei ein Bericht einzuholen.
A.j Anstelle eines Arztberichtes reichte die Klinik Gais ein psychiatrisches Gutachten
vom 14. Juli 2006 (IV-act. 35-6 ff./8) ein, das sie (Dr. med. D._, Psychiatrie und
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Psychotherapie FMH) zuhanden der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung des
Arbeitgebers erstellt hatte. Es sei keine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert
festzustellen. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung könne
ausgeschlossen werden.
A.k Die Vorsorgeeinrichtung erklärte am 30. August 2006, der Arbeitgeber des
Versicherten sei daran interessiert, ihn weiterhin zu beschäftigen. Die IV möge sich mit
ihm in Verbindung setzen und allfällige berufliche Massnahmen in die Wege leiten. Der
Versicherte sei in leichter Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsfähig.
A.l Am 6. September 2006 erstattete Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie, das psychiatrische Gutachten (IV-act. 41). Es liege eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
sicherlich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 % ab März 2006. Die
Grundlagen zur Beurteilung der "willentlichen Schmerzüberwindung" seien aufgelistet
und es falle in die Zuständigkeit der IV, sie zu gewichten. Eine psychiatrische
Behandlung finde nicht statt und werde vom Versicherten abgelehnt. Von einer
Auseinandersetzung mit seiner Schmerzproblematik und vom Aufbau einer
Tagesstruktur (sozialpsychiatrisches Ambulatorium) könnte er profitieren.
A.m Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen,
gab im rheumatologischen Gutachten vom 18. September 2006 (IV-act. 42) unter
Mitberücksichtigung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. E._ als Diagnosen an:
1. Somatoforme Schmerzstörung mit Fixation auf Schmerz und Schmerzerleben ohne
organisch belegbare Schmerzursache
- auslösend 06.12.2003 Heckauffahrunfall, unfalltechnisch als leicht bis mittelschwer
beurteilt
ohne nachweisbare ossär/diskoligamentäre Schädigung, radiologisch und im MRT
wiederholt thorakal und lumbal geprüft unauffällig
- Schmerzausweitung auf Ganzkörperhalbseitenschmerz rechts mit streng halbseiten-
rechtsbegrenztem Hypästhesie-/Schmerzsyndrom rechts mit nicht fassbarer Ursache
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2. Aus psychiatrischer Sicht anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Aufgrund der klinischen Untersuchung und der unauffälligen radiologischen
Abklärungsbefunde und unter Annahme einer gewissen muskulären Dysbalance bei
längerer attestierter Arbeitsunfähigkeit sei der Versicherte für körperlich schwere Arbeit
ungeeignet. Für körperlich leichte bis knapp mittelschwere Arbeit reiche die
Restarbeitsfähigkeit aus, sofern die Arbeit in ergonomischer Körperhaltung, je teils
sitzend, stehend und gehend, und nicht vorwiegend vorgebeugt oder gebückt zu
verrichten sei, die Möglichkeit zum Haltungswechsel biete und nicht mit Lastenheben
repetitiv über 7.5 kg und einmalig über ca. 12 kg verbunden sei. Zeitlich seien dem
Versicherten mindestens 90 % (eines Pensums) zumutbar. Der Rest diene der
Einschaltung von mehreren kurzen Zwischenpausen, sofern das nicht durch
Arbeitswechsel erfolgen könne. Der Versicherte erreiche eine zumindest anfangs leicht
eingeschränkte, im Gesamten aber mindestens zu 80 % auswertbare Leistung. Dabei
bleibe die psychiatrische Beurteilung vorbehalten.
A.n Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen ging - gestützt auf
eine Einschätzung des RAD (Dr. med. G._, Fachärztin für Psychiatrie) vom
20. November 2006 (IV-act. 44) - von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von
50 % aus (IV-act. 46) und veranlasste eine Eingliederungsberatung. Der IV-Eingliede
rungsberater berichtete am 22. Dezember 2006 (IV-act. 49), der Versicherte werde
noch bis Ende Januar 2007 UV-Taggelder beziehen. Auf jenen Termin hin habe der
Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Der
Versicherte sei beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet und wolle
dort Unterstützung bei der Stellensuche finden; im Übrigen wünsche er einen schnellen
Rentenentscheid. Zu vergleichen seien ein Valideneinkommen von Fr. 46'329.-- und ein
Invalideneinkommen von Fr. 18'532.-- (bei einem Minderverdienst von 20.6 % und je
10 % Teilzeit- und Leidensabzug). Bei der Sachbearbeitung wurde daraufhin von einem
Invaliditätsgrad von 61 % (Fr. 59'085.-- im Vergleich zu Fr. 23'328.--) und einem
Anspruchsbeginn ab 6. Dezember 2004 ausgegangen (IV-act. 54).
A.o Der RAD (Dr. med. H._) schlug auf Anfrage (betreffend die Erfüllung der
Rechtsprechungskriterien) am 31. Mai 2007 vor, den Versicherten im eigenen Dienst
psychiatrisch zu untersuchen, um die zumutbare Arbeitsfähigkeit festzulegen (IV-
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act. 57). Dr. G._ gab in der Folge in ihrem Untersuchungsbericht vom 16. August
2007 (IV-act. 66) bekannt, aus rein psychiatrischer Sicht sei keine Diagnose zu stellen.
Nach aktuellen Gesichtspunkten, Kenntnis der umfangreichen Aktenlage und eigener
psychiatrischer Untersuchung seien die Kriterien der im Gutachten von Dr. E._
erhobenen Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht
vollständig erfüllt, da, wie bereits von Dr. D._ dargelegt, die geforderten
schwerwiegenden emotionalen und psychosozialen Belastungsfaktoren nicht vorlägen.
Unabhängig davon seien auch die von der Rechtsprechung geforderten Kriterien, bei
welchen eine zumutbare Willensanspannung ganz oder teilweise zu verneinen sei, nicht
mit entsprechendem Schweregrad und entsprechender Intensität vorhanden. Es lägen
deutliche Hinweise für Aggravation vor. Aus rein psychiatrischer Sicht sei der
Versicherte voll arbeitsfähig (spätestens ab dem 7. Juli 2006, der Untersuchung durch
Dr. D._).
A.p Der RAD (Dr. H._) erklärte am 3. September 2007, aus somatischer Sicht bestehe
für eine Tätigkeit mit den vorgegebenen Bedingungen eine Arbeitsfähigkeit von 80 %,
und zwar spätestens ab dem Gutachten vom 18. September 2006. Für die Zeit davor
wäre allenfalls auf den rechtsgültigen Beschluss der Unfallversicherung abzustellen.
A.q Mit Vorbescheid vom 24. September 2007 (IV-act. 75 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Rechtsvertreter des
Versicherten in Aussicht, dessen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 28 %
abzuweisen.
A.r Am 25. September 2007 (IV-act. 74) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
mit, die Arbeitsvermittlung werde im Einverständnis mit dem Versicherten
abgeschlossen.
A.s Der Versicherte liess in seiner Stellungnahme zum Vorbescheid am 26. Oktober
2007 beantragen, es sei ihm ab dem 6. Dezember 2004 eine Dreiviertelsrente
zuzusprechen, eventualiter sei eine erneute interdisziplinäre Begutachtung
durchzuführen. Nach der Begutachtung durch die Dres. F._ und E._ sei (auch für
die IV-Stelle) klar gewesen, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vorliege. Der RAD,
der sich dezidiert in diesem Sinne geäussert gehabt habe, sei angefragt worden, sich
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zur Diagnose der somatoformen Schmerzstörung und der zumutbaren
Willensanstrengung zu äussern, und habe daraufhin prompt einen Rückzieher gemacht
und die Diagnose verneint. Man müsse zum Eindruck gelangen, die IV-Stelle hole so
lange weitere Gutachten ein, bis eines vorliege, das dem Versicherten die
Arbeitsunfähigkeit abspreche. Sollte nicht auf das bidisziplinäre Gutachten abgestellt
werden, sei ein Obergutachten einzuholen. Auch der Einkommensvergleich sei
unzutreffend.
A.t Mit Verfügung vom 31. Oktober 2007 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen den Rentenanspruch des Versicherten bei einem
Invaliditätsgrad von 28 % (Valideneinkommen Fr. 59'202.--, Invalideneinkommen
Fr. 42'500.--) ab. Die Arbeitsfähigkeit betrage aus versicherungsmedizinischer Sicht in
einer angepassten Tätigkeit 80 %.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Mario Bortoluzzi für
den Betroffenen am 5. Dezember 2007 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, dem Beschwerdeführer in Aufhebung des
Einspracheentscheids (recte: der angefochtenen Verfügung) ab 6. Dezember 2004 eine
Dreiviertelsrente auszurichten, eventualiter eine erneute interdisziplinäre Begutachtung
durchzuführen. Nachdem der Beschwerdeführer bis Ende Januar 2004 zunächst
vollständig arbeitsunfähig gewesen sei, habe er bei seinem bisherigen Arbeitgeber
verschiedene Arbeitsversuche mit unterschiedlichen Pensen unternommen. So habe er
etwa vom 16. Februar bis 1. Oktober 2004 voll und nach einem kurzen Aussetzen
schon vom 4. Oktober 2004 bis zum 13. Dezember 2004, als er die Arbeit wieder habe
niederlegen müssen, wieder zu 50 % gearbeitet. Zwischenhinein sei er in der Klinik
Valens und im Spital Walenstadt gewesen. Bis zum 13. März 2006 sei die
Unfallversicherung für die Folgen der Arbeitsunfähigkeit aufgekommen. Die
Beschwerde gegen die Einstellung der Leistungen habe schliesslich zurückgezogen
werden müssen. Die Taggeldversicherung habe bis zur Auflösung des
Arbeitsverhältnisses auf den 31. Januar 2007 die vertraglichen Leistungen, stets
ausgehend von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 %, erbracht. In der Erwartung, es
werde in Kürze eine Verfügung über eine halbe Rente ergehen, wie es dem
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Rechtsvertreter des Beschwerdeführers telefonisch in Aussicht gestellt worden sei,
habe sie noch eine Zeitlang Vorschuss geleistet und der Versicherte habe sich beim
RAV zur Arbeitsvermittlung im Umfang von 50 % angemeldet. Die Beschwerdegegnerin
habe eine Neubeurteilung durch den eigenen RAD vornehmen lassen - vorliegend
sogar durch die Ärztin, welche das Gutachten als nachvollziehbar bezeichnet gehabt
habe. Der RAD kenne die an ihn gestellte Erwartung. Die Abweichung von der früheren
Einschätzung werde mit der Kenntnis der Aktenlage und der eigenen psychiatrischen
Untersuchung zu begründen versucht. Die Aktenlage sei aber unverändert geblieben.
Die RAD-Ärztin könne über die Zeit vor der Untersuchung keine Angaben über eigene
Wahrnehmungen machen. Für den Zeitpunkt des Beginns der attestierten vollen
Arbeitsfähigkeit könne jedenfalls nicht auf den 7. Juli 2006 abgestellt werden, ergebe
sich doch ein Widerspruch zur Beurteilung durch Dr. E._. Selbst bei Massgeblichkeit
des Berichts der RAD-Ärztin stellte sich die Frage eines befristeten Rentenanspruchs.
Insgesamt könne aber nicht in Abweichung von einem beweistauglichen Gutachten auf
einen internen Bericht abgestellt werden. Werde nicht auf das Gutachten abgestellt, sei
eine Oberbegutachtung nötig. Die Feststellung im RAD-Bericht, die Kriterien für die
Diagnostizierung einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung seien nicht erfüllt,
sei unhaltbar. Die gegenteilige Begründung von Dr. E._ sei einiges differenzierter.
Was die Frage der zumutbaren Willensanspannung betreffe, habe der
Beschwerdeführer eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er immer wieder
Arbeitsversuche unternommen habe, bis es - ärztlich festgestellt - nicht mehr
gegangen sei. Er sei auch beim RAV angemeldet, seit September 2007 aufgrund einer
vermeintlichen vollen Arbeitsfähigkeit. Im Rahmen des gegenwärtigen
Einsatzprogramms des RAV werde abgeklärt, ob er die Arbeitsfähigkeit verwerten
könne. Es liege eine Komorbidität vor, welche eine über das Geleistete hinausgehende
willentliche Schmerzüberwindung verhindere. Weshalb ein primärer Krankheitsgewinn
nicht habe erhoben werden können, habe die RAD-Ärztin nicht begründet. Die
Berechnung des Invalideneinkommens sei ferner zu beanstanden, da zumindest
rudimentäre Abklärungen zu den in Frage kommenden Verweisungstätigkeiten hätten
erfolgen müssen. Es sei auch unrealistisch, dass der Beschwerdeführer mit einer
solchen Tätigkeit bei 100 % gleich viel sollte verdienen können wie früher auf dem Bau,
stünden ihm doch nur noch schlecht bezahlte Bereiche wie Verkauf, Gastgewerbe oder
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Reinigung offen. Das Invalideneinkommen in der unterdurchschnittlich entlöhnten
Grossregion Ostschweiz dürfe nicht über Fr. 4'000.-- pro Monat liegen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Aus dem Umstand, dass sie im internen
Entscheidungsprozess zunächst einer offensichtlich unvollständigen (nämlich die Frage
der Zumutbarkeit der Schmerzüberwindung nicht beantwortenden) Beurteilung gefolgt
sei, und dies bekannt geworden sei, lasse sich weder unter dem Aspekt der
Anspruchsvoraussetzungen noch des Vertrauensschutzes etwas für den
Beschwerdeführer ableiten. Der Vorwurf, sie würde so lange Abklärungen treffen, bis
eine Begutachtung der versicherten Person die Arbeitsunfähigkeit abspreche, sei
absurd. Diesfalls hätte sie den Begutachtungsauftrag am 25. Juli 2007 angesichts des
Gutachtens der Klinik Gais storniert. Die begutachtenden Psychiater hätten eine
psychische Erkrankung einhellig ausgeschlossen. Ob Dr. E._ eine zutreffende
Diagnose gestellt habe oder nicht, könne offen bleiben. Jedenfalls müsste dieser eine
invalidisierende Wirkung abgesprochen werden. Der Beschwerdeführer habe Dr. E._
unter anderem berichtet, er brauche alle zwei Tage eine Spritze und beim Unfall sei ein
Auto mit über 100 km/h in seinen Wagen gerast. Dies sei krass tatsachenwidrig. Es
seien bewusste Falschaussagen anzunehmen. Ausserdem habe Dr. F._ festgestellt,
dass der Beschwerdeführer beim Untersuch mit kleinen Schritten gegangen sei, beim
Verlassen der Praxis aber einen deutlich ausgreifenderen, nur noch leicht hinkenden
Gang gezeigt habe. Inkonsistenzen hätten ferner etwa bei Rückenbeweglichkeit/
Verspannungen und bei der Messung der Faustschlusskraft festgestellt werden
müssen. Auch die RAD-Ärztin habe deutliche Aggravationszeichen festgestellt. Die
Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers müsse in Frage gestellt werden. Die Diagnose
einer psychischen Erkrankung, die sich primär auf verbale Schilderungen stütze, sei
daher mit besonderer Vorsicht zu prüfen. Die Annahme einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit um 50 % könne jedenfalls nicht überzeugen. Bei der aktuellen
Beweislage könne der beweisbelastete Beschwerdeführer keine psychische Krankheit
nachweisen. Weitere Abklärungen seien nicht angezeigt. Ausgewiesen sei eine
Arbeitsunfähigkeit von höchstens 20 %. Der Beschwerdeführer habe lohnmässig nie
das Hilfsarbeiter-Durchschnittsniveau erreicht, so dass ein Vergleich aufgrund allein der
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Arbeitsfähigkeit und weiterer Nachteile zu machen sei. Ein (Leidens- und Teilzeit-)
Abzug von 10 % erscheine angemessen, womit sich ein Invaliditätsgrad von 28 %
ergebe.
D.
Mit Replik vom 2. April 2008 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vor, die
Beschwerdegegnerin scheine zu Unrecht davon auszugehen, dass die Zumutbarkeit
einer Schmerzüberwindung nicht durch den Arzt, sondern durch die Verwaltung zu
beurteilen sei. Die RAD-Ärztin habe bereits (am 20. November 2006) zur Frage der
zumutbaren Willensanstrengung Stellung genommen. Die Behauptung, als die
Beschwerdegegnerin noch von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen sei,
habe zur Frage der Zumutbarkeit der Schmerzüberwindung noch keine Stellungnahme
vorgelegen, sei unzutreffend. Die RAD-Ärztin habe richtig erkannt, dass sich Dr. E._
zur Zumutbarkeit geäussert habe, auch wenn er deren Beurteilung als in die
Zuständigkeit der IV fallend bezeichnet habe. Es frage sich, wie auf eine "Gutachterin"
abgestellt werden könne, die aufgrund des gleichen Aktenstandes zu einer diametral
entgegengesetzten Beurteilung gelangen könne. Falls der Beschwerdeführer dem
Gutachter gegenüber tatsächlich eine Geschwindigkeit des auffahrenden Wagens
angegeben haben sollte, so sei das sowenig mit einer Absicht erfolgt, den Sachverhalt
zu seinen Gunsten unwahr darzustellen, wie die Angabe des falschen Unfalldatums. Zu
erwähnen sei auch, dass er nicht sehr gut Deutsch spreche und damit vielleicht auch
sein subjektives Empfinden habe ausdrücken wollen. Die angeblichen Zeichen der
Simulation seien im Gutachten der Dres. F._ und E._ berücksichtigt worden, die
dennoch zur Einschätzung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % gelangt seien. Das
Valideneinkommen 2006 habe Fr. 59'878.-- betragen. Es habe sich inzwischen
bestätigt, dass das Invalideneinkommen Fr. 4'000.-- pro Monat kaum übersteigen
werde. Im Rahmen des Einsatzprogramms habe der Beschwerdeführer probehalber als
Heizungsisoleur gearbeitet und hätte diesen Lohn erhalten, wenn er die verlangte
Leistung hätte erbringen können. Selbst bei nur 20 % Einschränkung und 10 % Abzug
erreiche der Invaliditätsgrad bei einem Invalideneinkommen von Fr. 34'560.-- 42 %.
E.
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Die Beschwerdegegnerin hat am 14. April 2008 an ihrem Antrag festgehalten und im
Übrigen auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.
F.
Mit einer nachträglichen Eingabe vom 11. März 2009 reicht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers einen Bericht der Klinik Valens vom 4. Februar 2009 samt einem
Bericht Psychosomatik vom 3. Februar 2009 ein. Der Beschwerdeführer sei im
November 2008 von seinem behandelnden Arzt Dr. B._ erneut in jene Klinik
eingewiesen worden. Der Arzt gelange zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
arbeitsunfähig sei, und äussere Zweifel daran, dass er seinerzeit in der Lage gewesen
sein sollte, eine adaptierte Tätigkeit zu 80 % auszuüben. Der Bericht strafe auch den
Standpunkt Lügen, dass der Beschwerdeführer nicht das Zumutbare zur
Schmerzüberwindung unternommen habe. In dem Bericht vom 4. Februar 2009 hatte
Dr. med. I._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation und FMH
Rheumatologie, erklärt, im Vordergrund stehe nun wirklich die psychiatrische Seite mit
einer Anpassungsstörung mit längerdauernder depressiver Reaktion. Der
Beschwerdeführer habe auf ihn einen konsistenten Eindruck gemacht. Er habe denn
auch immer intensiv gearbeitet, um seine Familie durchzubringen, und zwar
übermässig und auf einem Gebiet, für das er als nicht arbeitsfähig beurteilt worden sei,
was irgendwann zu einer Implosion habe führen müssen. Es wäre für ihn aber auch
sehr schwierig, die postulierte Tätigkeit zu 80 % auszuüben, zumal jene Beurteilung
ohne eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit erfolgt sei,
rein theoretisch, auf dem Pult des älteren Begutachters, aus seiner Sicht ohne
entsprechende ergonomische Erfahrung. Der arbeitsunfähige Beschwerdeführer sei zur
Früherfassung und Frühintervention nochmals an die Beschwerdegegnerin zu
verweisen. Bei dem engagierten Beschwerdeführer bestehe ein gutes Potential, eine
Tätigkeit zu finden, die seiner körperlichen und psychischen Situation entspreche.
Dr. med. K._, Psychosomatik, hatte am 3. Februar 2009 angegeben, der
Beschwerdeführer sei auch nach seiner Kündigung im Jahr 2007 noch bis Mitte
Dezember 2008 weiterhin mit einem vollen Pensum als Temporärarbeiter im
Strassenbau tätig, dabei aber ständig überlastet gewesen. Auch unter erheblicher
Schmerzmedikation und Aufbietung aller Willensanstrengung sei es für ihn in den
letzten Monaten immer schwieriger geworden, die Schmerzen zu kontrollieren und es
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sei zusätzlich zur Entwicklung zunehmender psychischer Beschwerden gekommen.
Diagnostisch sei am ehesten von einer Anpassungsstörung mit längerdauernder
depressiver Reaktion auszugehen. Offenbar habe sich der psychische
Gesundheitszustand seit der Untersuchung durch Dr. G._ im Juli 2007
verschlechtert. Ohne eine Änderung der anhaltenden beruflichen Belastungssituation
sei eine weitere Verschlechterung der Symptomatik absehbar. Entscheidend sei, den
Beschwerdeführer möglichst rasch in eine angepasste berufliche Tätigkeit zu
integrieren. Dazu benötige er qualifizierte berufsberaterische Betreuung. Um eine
drohende Invalidisierung abzuwenden, seien die Möglichkeiten beruflicher
Massnahmen abzuklären.
G.
Die Beschwerdegegnerin hat am 27. März 2009 Stellung genommen und
dafürgehalten, die Berichte von Dr. I._ und Dr. K._ würden mit grosser Klarheit die
Richtigkeit der angefochtenen Verfügung bestätigen. Es sei dem Beschwerdeführer
möglich gewesen, längere Zeit in einem vollen Pensum zu arbeiten, und zwar sogar in
seiner angestammten Tätigkeit. In einer adaptierten Tätigkeit sei er unzweifelhaft voll
arbeitsfähig gewesen. Dass er durch die glaubhafte Überforderung im angestammten
Beruf depressiv verstimmt sei, erscheine nachvollziehbar. Aus dem Bericht von
Dr. K._ ergebe sich aber klar, dass die Verschlechterung nach Erlass der
angefochtenen Verfügung eingetreten sei. Es sei daher richtig gewesen, dass der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ihn am 11. März 2009 neu angemeldet habe.
H.
Am 27. Mai 2009 hat die Unfallversicherung die am 25. Mai 2009 von der
Gerichtsleitung angeforderten Akten eingereicht. Mit Eingabe vom 6. Juli 2009 hält der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dafür, die Aussage von Dr. K._, wonach sich
der Zustand des Beschwerdeführers seit der Untersuchung durch Dr. G._
verschlechtert habe, könnte nur stehen gelassen werden, wenn von einer damals
korrekten Beurteilung durch Dr. G._ auszugehen wäre. Das sei aber nicht der Fall.
Vielmehr gehe es dem Beschwerdeführer seit der Beurteilung durch Dr. G._ im
Sommer 2007 unverändert schlecht. Der Beschwerdeführer solle nun dafür gestraft
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werden, dass er unter Inkaufnahme unerträglicher Schmerzen im Strassenbau
weitergearbeitet habe, wo er als arbeitsunfähig eingestuft gewesen sei, wodurch sich
sein ohnehin bedauernswerter Zustand nur noch verschlimmert habe. Dieser
beeinträchtigte Gesundheitszustand sei aber nicht erst nachträglich eingetreten. Von
einer "Neuanmeldung" am 11. März 2009 könne keine Rede sein. Die entsprechenden
Berichte seien der Beschwerdegegnerin von den Ärzten der Klinik Valens im noch nicht
abgeschlossenen Verfahren zugestellt worden. - Die Beschwerdegegnerin hat am
25. September 2009 auf eine ergänzende Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 31. Oktober 2007 entwickelt hat, sind die auf den
1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad von 28 %
abgelehnt. Der Beschwerdeführer hatte im Verwaltungsverfahren berufliche
Massnahmen beantragt, lässt aber in diesem Verfahren einzig Rentenleistungen
beantragen. Die Arbeitsvermittlung war gemäss einer Mitteilung (im Einverständnis des
Beschwerdeführers) eingestellt worden. Strittig ist demnach zunächst der
Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein
solcher in Frage steht, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die
Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine
allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in Anspruch
genommen habe.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
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besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der
erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll,
sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH).
2.3 Aufgrund der Aktenlage kann davon ausgegangen werden, dass körperlich
anstrengende Arbeit für den Beschwerdeführer nicht mehr geeignet ist. Zur
somatischen Seite des Gesundheitszustands liegen (aus der Zeit vor Erlass der
angefochtenen Verfügung, und abgesehen von derjenigen von Dr. B._) Beurteilungen
durch die Klinik Valens, Dr. F._ und den Kreisarzt vor, wonach übereinstimmend kein
erhebliches Substrat vorhanden ist. Gemäss dem Bericht der Klinik Valens vom
27. Februar 2006 ist (nach einer Einstiegsphase) wie gemäss dem kreisärztlichen
Bericht vom 8. Februar 2006 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
auszugehen, gemäss Dr. F._ von einer Arbeitsunfähigkeit von höchstens 20 %. Es
kann daher darauf abgestellt werden, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
für eine adaptierte leichte Tätigkeit somatisch betrachtet nicht zu mehr als 80 % (recte
20 %) eingeschränkt ist.
2.4 Unter psychiatrischem Aspekt liegen das Gutachten von Dr. D._ vom 14. Juli
2006, das (Teil-) Gutachten von Dr. E._ vom 6. September 2006 sowie das RAD-
Gutachten von Dr. G._ vom 16. August 2007 vor. Dr. D._ und Dr. G._ stellten
fest, eine Diagnose mit Krankheitswert sei nicht zu stellen und der Beschwerdeführer
sei aus psychiatrischer Sicht voll arbeitsfähig. Insbesondere hielten sie dafür, eine
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anhaltende somatoforme Schmerzstörung liege nicht vor. Dr. E._ hingegen
diagnostizierte eine solche Schmerzstörung und attestierte dem Beschwerdeführer
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Zur Diagnose gehört nebst dem andauernden,
schweren und quälenden Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine
körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann, dass der Schmerz in
Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auftritt, die
schwerwiegend genug sein sollten, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten
zu können. Die Folge ist meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder
medizinische Hilfe und Unterstützung (Dilling/Freyberger, Taschenführer zur ICD-10-
Klassifikation psychischer Störungen, 4. A., Bern 2008, F45.4, S. 195).
2.5 Nach Auffassung von Dr. D._ waren die (erforderlichen) psychosozialen
Hintergründe nicht vorhanden. Aus der Familien- und der persönlichen Anamnese
ergäben sich auch keine Hinweise auf irgendwelche traumatischen oder Verlust-
Erfahrungen, die auf die Suche nach Halt hindeuteten. Im Rahmen der chronischen
Schmerzen sei die Schlafqualität des Beschwerdeführers leicht beeinträchtigt,
phasenweise auch seine Stimmung; es könne aber keine Rede von einer
psychiatrischen Erkrankung sein. Dr. G._ bezieht sich auf diese Beurteilung und
bestätigt, die geforderten schwerwiegenden emotionalen und psychosozialen
Belastungsfaktoren lägen nicht vor. Dr. E._ anderseits erklärte, nebst den dramatisch
dargestellten Schmerzen fänden sich Symptome wie gestörter Schlaf, gereizte
Stimmung und Streit mit der Ehefrau, alles Symptome, die direkt als
Begleiterscheinungen der Schmerzen zu verstehen seien. Es gebe zwar keine
offensichtlichen dramatischen psychosozialen Begleitumstände, aber es dürfe nicht
übersehen werden, dass der Beschwerdeführer aus einem Kulturkreis komme, wo es
besonders schwer ertragen werde, dass die Ehefrau dem Ehemann überlegen sei.
Durch den Unfall sei die körperliche Arbeitskraft des Beschwerdeführers - also seine
einzige Ressource, zumal die seelisch-geistigen Fähigkeiten gering seien (keine
Ausbildung und keine Introspektionsfähigkeit) - gefährdet worden, was zu einer
erheblichen Verunsicherung geführt habe. Aufgrund der ganzen Begleitumstände und
der fehlenden somatischen Grundlagen für die Schmerzen ergebe sich die genannte
Diagnose.
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2.6 Ob die sozialen Auswirkungen der Gefährdung der körperlichen Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers, welche Dr. E._im Unterschied zu den andern beiden
Fachärzten als (die Diagnose begründenden) Konflikt beschreibt, die Diagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu rechtfertigen mag, ist eine
medizinische Frage. Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen der Spezialärzte
kann nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit beurteilt werden, ob eine solche
Störung vorliegt oder nicht. Die Frage kann vorliegend aber offen bleiben, wie sich aus
dem Folgenden ergibt.
3.
3.1 Dr. E._ hielt fest, der Beschwerdeführer sei so in seiner Schmerzwelt gefangen,
dass es "kaum vorstellbar" sei, dass er mehr als zu 50 % ausser Hauses arbeite. Er
attestierte in der Folge zwar aufgrund dieses Leidens eine Arbeitsfähigkeit von
sicherlich 50 % ab März 2006, relativierte diese Einschätzung aber in gewisser Weise,
wenn er schrieb, die Grundlagen zur Beurteilung der "willentlichen
Schmerzüberwindung" habe er aufgelistet und es sei Sache der Beschwerdegegnerin,
sie zu gewichten.
3.2 Dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung - wohl: für sich allein - eine
lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt,
fällt nach der Rechtsprechung nur in jenen Fällen in Betracht, in denen die Störung
nach Einschätzung des Arztes eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten
Person die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei
objektiver Betrachtung - und unter Ausschluss von Einschränkungen der
Leistungsfähigkeit, die auf aggravatorisches Verhalten zurückzuführen sind - sozial-
praktisch nicht mehr zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist. Die
Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in
den Arbeitsprozess setzt jedenfalls das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch
ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und
Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und
Konstanz erfüllter Kriterien voraus. So sprechen unter Umständen (1) chronische
körperliche Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter
oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener
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sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht
mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber
entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die
Krankheit"]) oder schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz
konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen
(auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der
versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der somatoformen
Schmerzstörung. Entscheidend ist, ob die betroffene Person, von ihrer psychischen
Verfassung her besehen objektiv an sich die Möglichkeit hat, trotz ihrer subjektiv
erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen (zum Ganzen: vgl. BGE 130 V 352).
3.3 Vorliegend kann zunächst davon ausgegangen werden, dass ein somatischer
Befund weitgehend fehlt. Nach übereinstimmenden fachärztlichen Angaben besteht
ausserdem keine begleitende psychische Erkrankung, d.h. also keine psychiatrische
Komorbidität. Als Begleitumstände erwähnt Dr. E._ einen relativ protrahierten Verlauf,
einen gewissen sozialen Rückzug und zwei gescheiterte stationäre
Behandlungsversuche (knapp zwei Monate Valens und sechs Tage Walenstadt). Diese
Faktoren sind allerdings nach der Aktenlage nicht intensiv ausgeprägt in Erscheinung
getreten. Das lässt sich in Bezug auf den beschriebenen "gewissen Rückzug" anhand
des Berichts von Dr. G._ festhalten, welche ihre Befragung offenbar intensiver den
sozialen Aktivitäten gewidmet oder hierzu mehr Informationen vom Beschwerdeführer
erhalten hat. Was die Behandlung betrifft, muss erwähnt werden, dass in der Klinik
Valens eine Selbstlimitierung festgestellt worden war. Bei diesen Gegebenheiten ist für
den hier massgeblichen Zeitraum im Ergebnis mit Dr. D._ und der RAD-Ärztin davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer über die Ressourcen verfügt, um unter rein
psychiatrischem Aspekt vollumfänglich einer angepassten Erwerbstätigkeit nachgehen
zu können. Allenfalls bedarf er der Unterstützung beim Umgang mit den erforderlichen
Schmerzmitteln. Zu erwähnen ist, dass die Gutachter - mit der oben erwähnten
Ausnahme - übereinstimmende Befunde erhoben haben. Dass Dr. G._ das
Gutachten von Dr. E._ mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % zunächst als
nachvollziehbar erachtet hatte, während sie später eine abweichende Auffassung
vertrat, nimmt in der Beweiswürdigung keine ausschlaggebende Bedeutung ein. Ihre
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spätere Beurteilung basierte nicht nur auf einer Kenntnisnahme von den Akten, sondern
auch auf einer detaillierten Aufnahme der Anamnese und eigener Untersuchung.
3.4 Insgesamt ist demnach von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
angepasster Tätigkeit von 80 % auszugehen. Auf die abweichende Beurteilung durch
Dr. B._, der sein Attest einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auf einen physischen und
psychischen Erschöpfungszustand des Beschwerdeführers zurückführt, kann dagegen
nicht abgestellt werden. Dass der Beschwerdeführer verschiedene Arbeitsversuche
unternommen, sie aber jeweils wieder abgebrochen hatte, spricht nicht gegen diese
Annahme, kann doch nicht ausgeschlossen werden, dass sie in ungeeigneter Tätigkeit
erfolgten. Nichts anderes ergibt sich für den hier massgebenden Sachverhalt auch aus
den ärztlichen Berichten, die mehr als ein Jahr nach Verfügungserlass erstellt wurden.
Dr. I._ hat am 4. Februar 2009 berufliche Massnahmen für angezeigt erachtet, weil
ein gutes Potenzial zur Eingliederung bestehe. Auch wenn gewisse Zweifel am früheren
Postulat einer Arbeitsfähigkeit von 80 % durchscheinen, so richtet sich die Beurteilung
doch auf den damals aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, bei
welchem "nun" die psychiatrische Seite im Vordergrund stehe. Ein Rückschluss auf
eine andere Arbeitsfähigkeitsschätzung in der Vergangenheit braucht nicht gezogen zu
werden. Dr. K._ berichtete von der Entwicklung zunehmender psychischer
Beschwerden in den letzten Monaten, also einer Veränderung im Zeitablauf. Dieser
Angabe muss keine Abhängigkeit zur Beurteilung durch Dr. G._ beigemessen
werden. Wie Dr. I._ und Dr. K._ erklärten, war der Beschwerdeführer im Übrigen in
jüngerer Zeit wieder vollzeitlich im Strassenbau tätig. Er hat damit wiederum Einsatz
und Arbeitswillen gezeigt, hat sich aber mit der Wahl dieser ungeeigneten Tätigkeit
wohl überfordert. Dass immerhin eine gewisse Leistungsfähigkeit zum Ausdruck kam,
kann aber unterstellt werden, ohne dem Beschwerdeführer seine Arbeitsmotivation
zum Nachteil gereichen zu lassen. Weitere Abklärungen zum vorliegend zeitlich
relevanten Sachverhalt sind nach dem Dargelegten nicht erforderlich. Die am 11. März
2009 im hängigen Verfahren eingereichten Unterlagen vermögen allenfalls im
Zusammenhang mit einem Verfahren der Neuanmeldung von Belang zu sein.
4.
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4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie
möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige
Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die
Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K.
vom 23. März 2009, 8C_515/2008).
4.2 Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass das tatsächliche Einkommen des
Beschwerdeführers nicht das Niveau des statistischen Durchschnitts für Hilfstätigkeiten
erreicht habe. Sie stützt sich dabei auf den IK-Auszug. Im Jahr 2003, an dessen Ende
(6. Dezember) der Unfall geschehen ist, war für den Beschwerdeführer insgesamt (aus
zwei Arbeitsverhältnissen) ein Einkommen von Fr. 56'439.-- abgerechnet worden. Im
Jahr davor lag das Einkommen (damals noch von der Fassaden-Unternehmung) tiefer.
Ein langfristiger Vergleich aus einer Zeit vor dem Unfall ist nicht möglich. Angepasst um
die Nominallohnentwicklung von 0.4 % im Baugewerbe auf die Verhältnisse im Jahr
2004 ergibt sich (aus der Basis 2003) ein Betrag von Fr. 58'083.--. Der
durchschnittliche Verdienst von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten im
privaten Sektor für das Jahr 2004 betrug demgegenüber gemäss den Tabellenlöhnen
(Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik, LSE 2004; keine
regionalen Löhne, vgl. 8C_742/2008) Fr. 57'258.-- (12mal Fr. 4'588.--, umgerechnet auf
41.6 statt 40 Stunden pro Woche [vgl. T2.5.2]). Die Differenz ist nicht von
ausschlaggebender Bedeutung.
4.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ -
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint,
gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
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solches effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V
472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Der
Beschwerdeführer war zunächst noch bis Januar 2007 angestellt geblieben, hat aber
hernach keine angepasste Tätigkeit aufgenommen. Er hat kein für die
Invaliditätsbemessung repräsentatives Einkommen erzielt, so dass auf die
Tabellenlöhne zurückzugreifen ist.
4.4 Abgestellt werden kann auf den allgemeinen Durchschnitt für Hilfsarbeiten. Eine für
den Beschwerdeführer angepasste Tätigkeit besteht hauptsächlich darin, dass die
Arbeit in ergonomischer Körperhaltung, in wechselnder Position und ohne repetitives
Heben von Lasten über 7.5 kg oder einmaliges Heben von Lasten über ca. 12 kg
erledigt werden kann. Diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers setzen ihm nicht so einschränkende Bedingungen, dass ein
ausgeglichener Arbeitsmarkt nicht ausreichend viele entsprechende Stellen beinhalten
würde. Dieser als ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt (eine Fiktion, vgl. BGE
129 V 480 E. 4.2.2) beinhaltet nämlich von seiner Struktur her sowohl bezüglich der
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes einen Fächer verschiedenartiger Stellen (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S O. vom 22. November 2006, U 303/06). Er hat rein
hypothetischen Charakter und dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität
voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Dass der Beschwerdeführer
nicht in der Lage sein sollte, mehr als einen Lohn von Fr. 4'000.-- pro Monat zu
erzielen, wie er es in einer probehalber ausgeübten Tätigkeit hätte erhalten können, ist
nicht ersichtlich.
4.5 Die Beschwerdegegnerin hat vom Tabellenlohn einen Abzug von 10 % gemacht,
was nicht zu beanstanden ist. Auf diese Weise ergibt sich ein Jahreseinkommen von
Fr. 51'532.--. Nach Berücksichtigung der auf 80 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit
ergibt sich, ausgehend vom massgebenden Tabellenwert von Fr. 57'258.-- (vgl. E. 4.2
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hiervor), ein Invalideneinkommen von Fr. 41'226.--. Der Invaliditätsgrad beträgt
demnach 29 % bzw. 28 %.
4.6 Wenn sich der Beschwerdeführer in Bezug auf das Valideneinkommen auf die
Einkommensverhältnisse nach Eintritt des Unfalls beruft, ist darauf hinzuweisen, dass
diese keinen Anlass zu einer anderen Betrachtung geben. So lag die AHV-Basis 2004
bei Fr. 46'461.20. Und selbst wenn von einem Monatslohnniveau von Fr. 4'606.-- (mal
13; Fr. 59'878.--) bei einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre (vgl. Replik S. 8),
ergäbe sich ein Ausfall von nicht rentenbegründendem Ausmass (31 %).
4.7 Ein Rentenanspruch besteht daher nicht. Da der Beschwerdeführer nach dem
Unfall ab Mitte Februar 2004 wieder (mehr als einen Monat lang, nämlich bis Ende
September 2004) voll arbeitsfähig war und bereits die Klinik Valens, wo sich der
Beschwerdeführer vom 29. September bis 25. Oktober 2005 aufgehalten hatte, eine
ganztägige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten festgestellt hatte (IV-act. 14-4/12),
lässt sich auch ein vorübergehender Rentenanspruch nicht begründen.
4.8 Inwiefern sich Möglichkeiten ergeben, den Beschwerdeführer durch (neurechtliche)
berufliche Eingliederungsmassnahmen zu unterstützen, ist in diesem Verfahren nicht zu
entscheiden.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
bis
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG