Decision ID: e2efd3ca-1702-4d2f-884a-5e460fb9f71f
Year: 2009
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. X._, geboren 1973, arbeitete seit dem 1. April 2001 als Chauffeur bei der Y._ AG in Z._ und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 12/1). Am 24. April 2005 - der Versicherte befand sich in gekündigtem Arbeitsverhältnis - erlitt X._ eine Schussverletzung im Gesicht einhergehend mit einer Trümmerfraktur des Sinus maxillaris, einer Dissektion der Aorta carotis interna und externa sowie einer partiellen Fazialisparese (Urk. 12/3). Gleichentags erfolgte im Spital A._ mittels Débridement der Ein- und Ausschussstelle die Primärversorgung der erlittenen Verletzung (Urk. 12/2). Zwei Tage später, am 26. April 2005, wurde der Schusskanal revidiert, indem ein sparsames Débridement, eine Osteosynthese des zerstörten Jochbeinpfeilers und sowohl die Kieferhöhle als auch der Schusskanal drainiert wurden (Urk. 12/4b, 12/7). Am 29. August 2005 (Urk. 12/18/1) teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass er gestützt auf den Unfallschein ab dem 1. September 2005 als zu 50 % arbeitsfähig betrachtet werde. Nachdem sich der weitere Verlauf nach der am 28. Oktober 2005 durchgeführten Osteosynthesematerialentfernung als komplikationslos erwiesen hatte (Bericht vom 8. Dezember 2005, Urk. 12/4b) und die Fazialisparese praktisch vollständig abgeklungen war (Bericht vom 23. September 2005, Urk. 12/27), stellte SUVA-Kreisarzt Dr. med. B._, Orthopädische Chirurgie FMH, auf somatischer Ebene eine gute Erholung fest und erachtete eine neurologische und psychiatrische Abklärung für angezeigt (Bericht vom 22. März 2006, Urk. 12/73/1-4). Nach Erstattung des Berichts der Neurologischen Klinik und Poliklinik, Spital A._, vom 8. Januar 2007 (Urk. 12/116), Beurteilung des Integritätsschadens durch die SUVA-Versicherungsmedizinerin Dr. med. C._, Fachärztin FMH für Innere Medizin, (Bericht vom 17. Juli 2007, Urk. 12/138) und nach Aufliegen des Gutachtens von Dr. med. D._, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 29. September 2007 (Urk. 12/152) stellte die SUVA mit Verfügung vom 30. November 2007 (Urk. 12/158) ihre Taggeldleistungen per 31. Dezember 2007 ein und verneinte einen Rentenanspruch, gewährte indes X._ zufolge einer Integritätseinbusse von 20 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.--. Dagegen liess der Versicherte am 8. Januar 2008 Einsprache erheben (Urk. 12/166). Mit Verfügung vom 29. Mai 2008 (Urk. 12/170) verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sowohl einen Anspruch von X._ auf berufliche Massnahmen als auch einen solchen auf eine Rente der Invalidenversicherung. Am 29. Oktober 2008 (Urk. 2) wies schliesslich die SUVA die Einsprache des Versicherten ab.
2.
2.1 Dagegen liess X._ am 25. November 2008 durch Rechtsanwalt Viktor Györffy Beschwerde erheben und beantragen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen. Ferner sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und Rechtsanwalt Györffy als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen (Urk. 1).
2.2 Mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2009 (Urk. 11 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-194) ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde. Mangels Noven erweist sich die Streitsache als spruchreif.
3. Die gegen die abweisende Verfügung der Invalidenversicherung vom 29. Mai 2008 (Urk. 12/170) erhobene Beschwerde bildet Gegenstand des Verfahrens IV.2008.00728 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
4. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Im angefochtenen Entscheid hatte die Beschwerdegegnerin unter Bezugnahme auf die Beurteilung der Ärzte der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Neurologen des Spitals A._ und des Psychiaters Dr. D._ dafürgehalten, der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig. Der davon abweichenden Einschätzung von Dr. F._ komme weniger Gewicht zu, handle es sich doch einerseits um den Hausarzt des Beschwerdeführers und habe der Arzt andererseits die Verminderung der Arbeitsfähigkeit mit psychischen Gründen erklärt, was durch das Gutachten von Dr. D._ jedoch überzeugend widerlegt worden sei. Anhaltspunkte für eine verminderte Leistungsfähigkeit bestünden keine. Weiterführende Untersuchungen in neuropsychologischer Hinsicht seien - entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers - nicht angezeigt, habe eine Kurztestung an der Neurologischen Klinik des Spitals A._ doch keinerlei Auffälligkeiten gezeigt (Urk. 2 S. 5). Auch eine Computertomographie des Schädels habe keinerlei Pathologien visualisiert. Sei der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2008 mangels organischer oder psychischer Unfallfolgen wieder voll arbeitsfähig, so bestehe kein Anspruch mehr auf Taggeldleistungen. Eine Rente sei ebenso wenig geschuldet (Urk. 2 S. 6). Endlich sei auf die Schätzung des Integritätsschadens durch die erfahrene Unfallärztin Dr. C._ abzustellen, berücksichtige sie doch die erhobenen Befunde und stehe die Beurteilung sowohl mit den gesetzlichen Bestimmungen als auch mit der Praxis der SUVA in Einklang. Da für die geltend gemachten hirnorganischen Störungen keine Hinweise bestünden, sei die Einschätzung von Dr. C._ auch diesbezüglich nicht zu beanstanden (Urk. 2 S. 8).
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2009 bekräftigte die Beschwerdegegnerin ihre bereits dargelegten Gründe (Urk. 11).
1.2 Demgegenüber liess der Beschwerdeführer vorbringen, der Sachverhalt sei nicht genügend abgeklärt. Namentlich seien die hirnorganischen Auswirkungen der Schussverletzung nicht hinreichend exploriert worden, wozu neurologische und psychiatrische Untersuchungen nicht genügten. Bei Verletzungen der Gehirnregion sei eine neuropsychologische Abklärung zur Feststellung der Arbeitsfähigkeit unerlässlich. Allfällige Funktionseinschränkungen im Rahmen des Gedächtnisses sowie der Konzentrationsleistung seien damit feststellbar und erlaubten einen Nachweis der Behinderungen im Arbeitsalltag. Mittels neuropsychologischer Untersuchung könnten etwaige Folgeschäden sichtbar gemacht werden, was nicht alleine gestützt auf neurologische und psychiatrische Abklärungen erfolgen könne. Anhaltspunkte für eine hirnorganische Auswirkung des Unfalles hätten sich bereits bei der psychiatrischen Exploration ergeben, seien beim Beschwerdeführer doch Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen bei andauernder Belastung aufgetreten. Überdies sei offengelassen worden, ob es zu Gefässverletzungen gekommen sei. Im Weiteren indiziere die partielle Fazialisparese, dass weitergehende Folgebeschwerden bestehen könnten (Urk. 1 S. 3). Die von der Neurologischen Klinik des Spitals A._ durchgeführte neuropsychologische Kurzuntersuchung sei insgesamt nicht geeignet, das Vorliegen hirnorganischer Folgeschäden auszuschliessen, zumal sich die Klinik durch den eingeschränkten Begutachtungsauftrag so oder so nicht veranlasst gesehen habe, neuropsychologische Abklärungen in die Wege zu leiten. Zudem habe es sich bei den beigezogenen Ärzten um Neurologen und nicht um Spezialisten mit Fachgebiet Neuropsychologie gehandelt (Urk. 1 S. 4). Schliesslich sei festzustellen, dass psychische Folgen, die geeignet seien, die Arbeitsfähigkeit zu beeinträchtigen, nicht ausgeschlossen werden könnten, sei das Gutachten von Dr. D._ doch nicht schlüssig. Obgleich verschiedene diesbezügliche Anzeichen bestünden, verneine der Psychiater nämlich das Vorliegen einer posttraumatischen Störung und setze sich damit in Widerspruch zur Beurteilung der Psychologin E._. Auf das Gutachten sei daher nicht abzustellen. Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin die Kopf- und Gesichtsschmerzen, an welchen der Beschwerdeführer immer noch leide, nicht berücksichtigt (Urk. 1 S. 4).
Endlich erweise sich der für den Integritätsschaden festgelegte Wert von insgesamt 20 % mit Blick auf die von der Neurologischen Klinik festgestellte Schädigung als eindeutig zu tief. Dies insbesondere dann, wenn für die Fazialisparese lediglich ein Wert von 2 % bzw. für die Hypästhesie in der rechten Gesichtshälfte ein solcher von 3 % in Anschlag gebracht werde. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer an ständigen Kopf- und Gesichtsschmerzen sowie an allfälligen hirnorganischen Beschwerden leide, was nicht berücksichtigt worden sei (Urk. 1 S. 6).
2.
2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Arbeitsunfähigkeit ist gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 Erw. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
3.
3.1 Laut Angaben der Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Spital A._, (Bericht vom 4. Mai 2005, Urk. 12/3) erlitt der Beschwerdeführer am 24. April 2005 einen Einschuss über der rechten Wange und einen Ausschuss paravertebral rechts auf Höhe des Mastoids mit Trümmerfraktur des Sinus maxillaris, Dissektion der Aortis carotis interna und externa sowie partieller Fazialisparese. Die Hirnnerven seien intakt, die Kieferbeweglichkeit und Okklusion normal geblieben. Nach erfolgter Revision der Kieferhöhlen, Débridement der Ein- und Ausschussstelle und antibiotischer Therapie sei der Beschwerdeführer am 4. Mai 2005 mit reizlosen Wundverhältnissen aus dem Krankenhaus entlassen worden.
3.2 Lic. phil. E._, Fachpsychologin für klinische Psychologie und Psychotherapie FSP, stellte mit Bericht vom 31. August 2005 (Urk. 12/21/1) die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nach Schussverletzung, hielt aber dafür, dass zwar aufgrund des bisherigen Verlaufes von einem prolongierten Heilungsverlauf auszugehen sei, die Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit indes gut sei.
3.3 Am 23. September 2005 (Urk. 12/27) notierte Dr. med. F._, Allgemeine Medizin FMH, Hausarzt des Beschwerdeführers, dass eine gute Primärheilung der Wunden, ein praktisch vollständiger Rückgang der Fazialisparese rechts sowie eine Rückbildung der Kiefersperre zu verzeichnen seien. Seitens der Gefässverletzung bestünden keine Komplikationen. Demgegenüber nenne der Beschwerdeführer weiterhin vermehrte Kopfschmerzen rechts, einen leichten Schwindel beim Aufstehen und bei Kopfbewegungen sowie einen verminderten Geschmackssinn der Zunge rechts und leichte Parästhesien rechts perioral. Derzeit werde der Beschwerdeführer mittels Antikoagulatien und Physiotherapie in Bezug auf die Kieferprobleme therapiert. Die (theoretische) Arbeitsfähigkeit beim zur Zeit arbeitslosen Beschwerdeführer sei ab dem 1. September 2005 mit 50 % festgelegt worden.
3.4 Dr. med. G._, leitender Arzt der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, Spital H._, erklärte am 23. September 2005 (Urk. 12/28/2), anlässlich der ambulanten Untersuchungen vom 7., 14. April, 25. Mai und 5. Juli 2005 sei keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Aus rheumatologischer Sicht habe in Bezug auf die Rückenschmerzen keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen.
3.5 Am 8. Dezember 2005 (Urk. 12/48/1) berichteten die Dres. med. I._ und J._, Klinik und Poliklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie, Spital A._, nach der Osteosynthesematerialentfernung vom 28. Oktober 2005 habe sich der weitere Verlauf bis anhin komplikationslos erwiesen. Subjektiv bestünden im Bereich des Hirnnerven V2 rechts eine Hypästhesie und eine dezente Schwellung. Die Mundöffnung sei jedoch uneingeschränkt, die Okklusion habituell und die Narbe im Oberkiefervestibulum rechts reizlos. Eine Arbeitsunfähigkeit sei letztmals während des stationären Aufenthaltes vom 28. Oktober bis zum 4. November 2005 attestiert worden. Abschliessend hielten die Ärzte fest, ein ästhetisches Defizit im Bereich der Ein- und Austrittstelle des Projektils werde verbleiben. Bezüglich der Hypästhesie und der Mundastschwäche könnten aktuell noch keine Angaben gemacht werden. Eine Regeneration sei zumindest partiell zu erwarten.
3.6 Mit Bericht vom 19. Dezember 2005 (Urk. 12/49/1) nannte E._ neben der posttraumatischen Belastungsstörung nach Schussverletzung eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion seit der Materialentfernung am 28. Oktober 2005 (ICD-10: F43.21). Aufgrund des Verlaufes, der Arbeitslosigkeit, des Alkoholkonsums, der schwankenden Compliance sowie der schwankenden Eigeninitiative sei die Prognose ohne zusätzliche Massnahmen hinsichtlich Tagesstruktur als eher ungünstig zu beurteilen.
3.7 Nach Durchführung eines Standortbestimmungskurses am 9. Januar 2006 im Rahmen des RAV hielt dessen Kursleitung fest (Urk. 12/68/1-3), der Beschwerdeführer habe aktiv teilgenommen und gerne Neues dazu gelernt. Insbesondere habe er seine PC-Kenntnisse schnell erweitern können. Er habe sich bei der Arbeit sehr initiativ und humorvoll gezeigt sowie mit seiner kooperativen Art zur guten Kursatmosphäre beigetragen. Im Bericht unter Ziffer 2, „Was kann ich gut“, notierte der Beschwerdeführer u.a., er sei flexibel, selbständig und besitze ein schnelles Lerntempo (Urk. 12/68/2).
3.8 Mit Bericht vom 4. Februar 2006 (Urk. 12/64) stellte Dr. F._ fest, dass sich nach der Metallentfernung noch ein Metallsplitter im Halsbereich befinde, der Beschwerdeführer subjektiv aber nicht störe. Indes leide er weiterhin an leichten Kopfschmerzen rechts mit leichtem Schwindel beim Aufstehen und bei schnellen Kopfbewegungen. Er sei psychisch unausgeglichen, nervös, teilweise aggressiv und erhöht erschöpfbar. Ferner habe er Konzentrationsschwierigkeiten. Er habe die Arbeit noch nicht wieder aufgenommen. Als möglichen bleibenden Nachteil nannte Dr. F._ eine diskrete neurologische Störung.
Telefonisch korrigierte Dr. F._ am 8. Februar 2006 seine Angaben bezüglich Arbeitsfähigkeit dahingehend, dass der Beschwerdeführer seit längerer Zeit als zu 50 % arbeitsfähig zu betrachten und beim RAV angemeldet sei (Urk. 12/65).
3.9 Anlässlich des Gespräches mit der Casemanagerin der SUVA, K._, brachte der Beschwerdeführer am 7. Februar 2006 (Urk. 12/57/1) vor, unter heftigen Kopf- und Nackenbeschwerden zu leiden, weshalb er starke Schmerzmedikamente einnehme. Er selber glaube nicht daran, dass die Schmerzen wieder verschwinden würden, weshalb er auch keinen Vorschlag für eine schmerzreduzierende Massnahme im Alltag formulieren könne.
Auf Nachfrage der Casemanagerin vom 7. Februar 2006 teilte Dr. F._ mit (Urk. 12/61), dass der Beschwerdeführer derzeit keine Schmerzmittel einnehme, da ein früherer Versuch keinen Erfolg gezeitigt habe. Dr. med. L._, Neurologie, Spital A._, habe in dieser Sache keinen eigentlichen Befund erheben und daher auch keine Therapie empfehlen können. Er, Dr. F._, könne sich die Kopf- und Nackenbeschwerden nicht erklären und daher ebenso wenig eine spezielle Therapie oder weitere Abklärungsmassnahmen empfehlen. Eine kreisärztliche Untersuchung wäre zu begrüssen.
3.10 Am 21. Februar 2006 (Urk. 12/70) berichteten die Dres. I._ und J._, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Spital A._, anlässlich der regulären Kontrolluntersuchung vom 19. Januar 2006 von einem subjektiv beschwerdefreien Beschwerdeführer und attestierten eine vollständige Arbeitsfähigkeit.
3.11 SUVA-Kreisarzt Dr. B._ stellte mit Bericht vom 22. März 2006 (Urk. 12/73/1-4) eine gute Erholung auf somatischer Ebene fest, wobei die Beweglichkeit der Halswirbelsäule durch eine verspannte Muskulatur zervikal eingeschränkt sei. Im Trigeminusgebiet beklage der Beschwerdeführer Dysästhesien, einschiessende Schmerzen, eine Verminderung des Geschmackssinnes, gebe wiederkehrende Albträume an und wirke depressiv. Er habe erzählt, dass er den vom RAV organisierten dreitägigen Kurs im Januar nur mit Mühe habe bewältigen können. Dr. B._ notierte, er wolle den Beschwerdeführer neurologisch sowie psychiatrisch abklären lassen. Schliesslich hielt der Arzt fest, dass das seit Frühjahr 2004 bestehende Lumbovertebralsyndrom abgeklungen sei, weshalb die Lendenwirbelsäule aus orthopädischer Sicht voll belastbar sei. Aktuell gelte der Beschwerdeführer als zu 50 % arbeitsfähig.
3.12 E._ führte am 28. April 2006 (Urk. 12/79) aus, der Verlauf sei fluktuierend. Insgesamt sei der Beschwerdeführer aber im Vergleich zum Behandlungsbeginn im Juni 2005 belastbarer und aktiver geworden. Er sei aber noch wenig stabil. Die Verarbeitung des existentiell lebensbedrohlichen Schussereignisses sei durch die damalige Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenbeschwerden und der Trennung von der Ehefrau erschwert worden. Dazu kämen die aktuelle Arbeitslosigkeit, der Umstand, dass der Beschwerdeführer alleine wohne, sowie seine kulturelle Entwurzelung. Alle diese Faktoren wirkten hemmend auf eine kontinuierliche Verbesserung. E._ erklärte, aus Sicht des sozialen Umfeldes wäre eine Beschäftigung von 50 % der weiteren Stabilisierung zuträglich.
3.13 Mit Arztzeugnis vom 12. Juli 2006 (Urk. 12/89) attestierte Dr. F._ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 24. April bis zum 18. August 2005, eine solche von 50 % vom 19. August 2005 bis zum 30. Juni 2006 sowie schliesslich eine Arbeitsunfähigkeit von voraussichtlich 75 % ab dem 1. Juli 2006.
3.14 PD Dr. med. M._, Radiologie, erhob am 17. Juli 2006 (Urk. 12/87) unauffällige Befunde betreffend die extra- und intrakraniellen Gefässe. Insbesondere hätten sich keine Anhaltspunkte für posttraumatische Stenosen oder eine Pseudoaneurysma-Bildung im Verlauf der Arteria Carotis interna oder externa visualisieren lassen. Das MRI des Schädels erweise sich als normal. Als Nebenbefund nannte der Arzt eine geringe Schleimhautschwellung des rechten Sinus maxillaris.
3.15 Am 30. August 2006 (Urk. 12/91/1-2) berichtete Dr. F._ zu Händen des vertrauensärztlichen Dienstes der SUVA, der Beschwerdeführer leide an chronischen wechselnden Kopfschmerzen rechts temporal mit konstantem Restschmerz. Zudem habe er bei schnellen Kopfbewegungen sowie in Reklination und Inklination der Halswirbelsäule Schwindel, ziehende Nackenschmerzen rechts und ein Spannungsgefühl. Überdies leide er an einer depressiven Stimmungslage, sei traurig-aggressiv mit fehlenden Zukunftsvisionen und habe sich sozial zurückgezogen. Angesichts dieses stationären Verlaufes erscheine bei den geklagten Restbeschwerden und dem psychischen Zustand im jetzigen Zeitpunkt eine Wiederaufnahme einer regelmässigen Erwerbstätigkeit illusorisch, wobei für die weitere Rehabilitation die psychische Entwicklung entscheidend sei.
3.16 Nach der Untersuchung vom 22. Juni 2006 notierte Kreisarzt Dr. med. N._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Bericht vom 9. Oktober 2006, Urk. 12/97), dass der Beschwerdeführer über starke Schmerzen im Gesicht und Nacken, Albträume - er wache mehrmals nachts auf und habe dann das Bild des Schützen vor sich - und anhaltende Frustration geklagt habe. Er sei frustriert, seine Stelle verloren zu haben, sehe derzeit keine persönliche Zukunft und sei oft zu Hause. Er habe eine Freundin aus seinem kulturellen Umfeld, wisse aber nicht, ob es eine gemeinsame Zukunft gebe. Daneben pflege er wohl Kontakt mit Kollegen, dies aber nicht mehr so häufig wie früher (Urk. 12/97/4). Dr. N._ hielt fest, dass der Beschwerdeführer während der ganzen Untersuchungszeit von 70 Minuten klar, besonnen und in allen Qualitäten orientiert gewesen sei. Das Denken und der sprachliche Ausdruck seien kohärent gewesen, wobei sich die Schilderungen auf die Schmerzen konzentriert hätten. Eine stark herabgesetzte Grundstimmung aufgrund einer schwerwiegenden Beeinträchtigung aus dem Formenkreis der Depression habe ebenso wenig vorgelegen wie eine Ängstlichkeit oder pessimistische Ablehnung sich selber gegenüber, welche für die Psychopathologie von schweren Depressionen typisch seien. Eine aktuelle Suizidalität sei zu verneinen. Demgegenüber hätten sich einzelnen Affekte einer gewissen pessimistischen Ängstlichkeit und ratlosen Hilflosigkeit erkennbar gezeigt, welche aber in plausiblem Zusammenhang mit der beruflichen und privaten Perspektive des Beschwerdeführers und seiner derzeitigen Lebenssituation stünden (Urk. 12/97/5). Zusammenfassend hielt Dr. N._ dafür, dass die erhobenen psychopathologischen Befunde nicht mehr spezifischer Ausdruck der anfänglich durch die Psychologin E._ diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung, sondern vielmehr Ausdruck einer persönlich vielfältig belasteten Lebenssituation seien. Die posttraumatische Belastungsstörung habe anlässlich der Untersuchung nur noch subsyndromal bestanden. Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Arzt die geschilderten Schmerzen und ein mildes depressives Zustandsbild (Urk. 12/97/7). Mit Verweis auf die bisherigen ärztlichen Beurteilungen, welche unter Berücksichtigung der Schmerzproblematik eine Arbeitsfähigkeit von 50 % auswiesen, erklärte der Arzt, angesichts der belastenden Lebenssituation sei in differentialdiagnostischer Hinsicht die Entwicklung einer somatoformen Schmerzstörung zu berücksichtigen. Betreffend das milde depressive Zustandsbild habe seine Untersuchung keine zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, welche nicht bereits in den bestätigten 50 % subsumiert wäre, ergeben (Urk. 12/97/7).
3.17 Mit Schreiben vom 21. Oktober 2006 (Urk. 12/102) zu Händen der SUVA stellte Dr. F._ klar, dass die Rückstufung der Arbeitsfähigkeit auf 25 % per 1. Juli 2006 aufgrund der misslungenen Arbeitsprogramme im Rahmen des RAV erfolgt sei, wo nach Angabe des Beschwerdeführers eine Tätigkeit von mehr als zwei Stunden täglich nicht möglich gewesen sei. Weitere Arbeitsversuche mit einem Pensum von 50 % seien von ihm vehement abgelehnt worden. Dr. F._ führte aus, auch er befürworte eine möglichst schnelle berufliche Rehabilitation im Rahmen von mindestens 50 %, und ergänzte, gemäss Bericht von Dr. N._ liege nur eine leichte Depression vor, weshalb ein weiterer Ausbau der Therapie keinen zusätzlichen Nutzen erbringe.
3.18 Im Gespräch mit K._, SUVA, erklärte Dr. F._ am 19. Dezember 2006 (Urk. 12/111), der Beschwerdeführer fühle sich absolut unfähig, einer Arbeit nachzugehen. Beim Beschwerdeführer handle es sich um einen klassischen Schmerzpatienten ohne eigentlichen somatischen Befund. Auch von dem noch ausstehenden neurologischen Gutachten sei kein somatischer Befund zu erwarten. Im Hinblick auf eine berufliche Wiedereingliederung des Beschwerdeführers sehe er schwarz. Abschliessend wurde vereinbart, dass eine versuchsweise Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Februar 2007 vertretbar sei.
3.19 Die Neurologische Klinik und Poliklinik des Spitals A._ erstattete am 8. Januar 2007 (Urk. 12/116) ihren Bericht betreffend das neurologische Konsilium. Die Dres. Prof. O._, und P._, Facharzt, diagnostizierten einen Status nach Schussverletzung mit (1) Fraktur der Kieferhöhlenwände und des Jochbeinpfeiler rechts, (2) Verletzung multipler Hirnnervenäste rechts mit residueller diskreter Fazialisastparese, (3) postraumatischen (symptomatischen) Gesichtsschmerzen, (4) möglichem Status nach traumatischer Dissektion der Aorta carotis interna/externa rechts und (5) posttraumatischer Belastungsstörung. Die Ärzte berichteten, dass der Beschwerdeführer auf Nachfrage (mit Ausnahme von persistierenden Schmerzen im Bereich der Ein- und Ausschussstelle) keine sonstigen Kopfschmerzen, keine Schwindelepisoden oder Doppelsehen genannt habe. Im Gespräch habe er differenzierte Beschwerdeangaben gemacht und über das längere Gespräch konzentriert und kooperativ gewirkt bei teilweise gedrückter Stimmungslage. In einer kurzen neuropsychologischen Testung seien intakte Sprachfunktionen und ein intaktes episodisches und semantisches Alt- sowie Kurzzeitgedächtnis gestestet worden. Eine eingehendere neuropsychologische Testung habe nicht stattgefunden (Urk. 12/116/3).
Abgesehen von lokalen Druckschmerzen im Narbenbereich und einer Hypästhesie/-thermoalgesie perioral, bukkal rechts sowie Geschmacksstörungen auf der rechten Seite erhoben die Ärzte keine auffälligen neurologischen Befunde. Sie führten aus, die posttraumatische Belastungsstörung und die posttraumatischen (symptomatischen) Gesichtsschmerzen, welche indes keine Anhaltspunkte für eine Neuropathie aufwiesen, stünden im Vordergrund der Beschwerden. Die funktionelle Beeinträchtigung der genannten Schmerzen sei indes schwierig zu beurteilen. Möglicherweise sei sie zu relativieren, da der Beschwerdeführer bislang Versuche einer Schmerztherapie abgelehnt habe und selbst bei einer Schmerzangabe von 10/10 weiterhin ein Gespräch führen könne und nicht sehr eingeschränkt wirke. Überdies sei ihm trotz dieser Schmerzen eine aktive Teilnahme an Kursveranstaltungen bescheinigt worden. Abschliessend hielten die Ärzte fest, aus neurologischer Sicht bestehe keine Indikation für weiterführende Abklärungen (Urk. 12/116/3). Bezüglich der Gesichtsschmerzen wiesen sie darauf hin, dass von einer mindestens drei Monate dauernden Behandlung mit einem schmerzdistanzierenden Antidepressivum mit einer weiteren Regredienz der Symptomatik zu rechnen sei (Urk. 12/116/5).
Zusammenfassend hielten Prof. Dr. O._ und Dr. P._ dafür, dass der Integritätsschaden - bestehend aus der Beeinträchtigung des Geschmacksinnes, der Nervusfazialisast-Verletzung sowie der residuellen Hypästhesie/-thermoalgesie - maximal 30 % entspreche. Eine sonstige Funktionsbeeinträchtigung bestehe aus neurologischer Sicht nicht (Urk. 12/116/5).
Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei für körperlich schwere Arbeiten um maximal 10 - 20 % reduziert. Eine Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit als Kellner oder Kurier bestehe demgegenüber nicht. Eine Arbeitsfähigkeit von 100 % sei sukzessiv anzustreben, wobei vorerst die psychischen Folgen der Gewalteinwirkung und mögliche Therapieansätze fachärztlich zu klären seien (Urk. 12/116/5).
3.20 Aufgrund unklarer Schmerzen im Oberkiefer erfolgte am 18. Mai 2007 in der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie, Spital A._, die Neurolyse des Nervus infraorbitalis rechts. Gemäss Austrittsbericht (Urk. 12/132) gestaltete sich der peri- und postoperative Verlauf komplikationslos, so dass der Beschwerdeführer bereits am 19. Mai 2007 die Klinik verlassen konnte. Vom 17. bis zum 27. Mai 2007 wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert.
3.21 Am 8. Juni 2007 (Urk. 12/133) notierte E._ neben der Diagnose eines Status nach posttraumatischer Belastungsstörung einen Verdacht auf eine somatoforme Komponente bei dysfunktionaler Schmerzverarbeitung von chronischen Gesichts- und Kopfschmerzen und die Differentialdiagnose einer andauernden Persönlichkeitsstörung nach Schussverletzung und Entwicklung eines chronischen Schmerzsyndroms. Seit dem 7. Juni 2005 befinde sich der Beschwerdeführer mit einem Abstand von einer bis vier Wochen bei ihr in Behandlung. Die Belastbarkeit des Beschwerdeführers sei während der Behandlungsstunden oftmals durch starke Kopf- und Nackenschmerzen beeinträchtigt gewesen. Häufig sei es auch zu unentschuldigten Absenzen gekommen. E._ führte ergänzend aus, die Angaben des Beschwerdeführers seien oft vage und unkonkret gewesen. Aufgrund der schwachen Eigeninitiative sei der Zugang zum Beschwerdeführer deutlich limitiert gewesen, und die Behandlungsziele hätten nur zu einem kleinen Teil erreicht werden können. Demgegenüber habe keine Verbesserung der Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Einschränkend komme hinzu, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Trauma wegen Kreuzschmerzen seit Längerem nicht mehr gearbeitet habe. Theoretisch sei eine Erwerbstätigkeit von 50 % aus psychischer Sicht zumutbar (Urk. 12/133/3). Die Psychologin vermerkte abschliessend, sie habe dem Beschwerdeführer klar gemacht, dass nur eine aktive Mitarbeit mit konkreten Zielen eine positive Entwicklung ermögliche und die psychotherapeutischen Optionen nun ausgeschöpft seien.
3.22 SUVA-Versicherungsmedizinerin Dr. C._ hielt mit Bericht vom 17. Juli 2007 (Urk. 12/138) dafür, dass der von den Ärzten des Spitals A._ ermittelte Integritätsschaden von 30 % zu hoch angesetzt sei. Liege nur ein halbseitiger Teilausfall des Geschmacksinnes vor, so erscheine ein Wert von 15 % als zu hoch. Im Weiteren sei ein Wert von 10 % für die nur noch sehr diskret nachweisbare Fazialisparese eindeutig überschätzt, stehe die Angabe von 10 % doch für einen vollständigen Ausfall eines Fazialisastes, was vorliegend eindeutig nicht zutreffe. Schliesslich handle es sich bei der Sensibilitätsstörung in der rechten Gesichtshälfte um eine leichtgradige Störung der Hautäste, weshalb ein Wert von 10 % ebenfalls zu hoch sei. Im Vergleich zu einem Wert von 20 % bei schwerer Trigeminusneuralgie sowie zu einer einseitigen, vollständigen Fazialisparese (30 %) sei der von den Neurologen geschätzte Wert von insgesamt 30 % nicht haltbar (Urk. 12/138/2). Ebenso erweise sich die Schätzung im Verhältnis zu einem Wert von 50 % für eine sehr schwere Gesichtsentstellung als zu hoch. Werde für die Geschmacksstörung der Wert von 15 % belassen - die kaum sichtbaren Narben auf der rechten Wangenseite und hinter dem rechten Mastoid seien zu Recht nicht berücksichtigt worden -, die Fazialisparese mit 2 % und die leichtgradige Störung von V2 und V3 mit 3 % beziffert, so ergebe sich ein Gesamtwert von 20 %, was vertretbar sei, im Vergleich zu einer schweren Trigeminusparese (20 %) aber immer noch hoch erscheine (Urk. 12/138/3).
3.23 Am 5. September 2007 (Urk. 12/149) berichtete Dr. F._, die vom Beschwerdeführer geklagten Kopf- und Nackenschmerzen seien praktisch ständig vorhanden und würden durch Bewegungen verstärkt. Ebenso leide er im Wangenbereich weiterhin an ständigen leichten Schmerzen. In psychischer Hinsicht habe der Beschwerdeführer nächtliche Albträume, eine depressive Stimmungslage und fehlende Motivation sowie chronische Müdigkeit angegeben (Urk. 12/149/1). Dr. F._ notierte, angesichts der fehlenden Motivation und psychischen Situation des Beschwerdeführers scheine eine berufliche Rehabilitation derzeit unmöglich. An der theoretischen Arbeitsfähigkeit (wohl: Arbeits
un
fähigkeit, vgl. auch Urk. 6) von 75 % sei festzuhalten, wobei die Prognose weniger durch die körperlichen Defizite als durch die psychische Entwicklung bedingt zu sein scheine (Urk. 12/149/2).
3.24 Dr. D._ erstattete am 29. September 2007 das von der SUVA in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten (Urk. 12/152/1-25). Er stützte sich dafür auf die ihm zur Verfügung gestellten Akten sowie auf die anlässlich der psychiatrischen Untersuchung des Beschwerdeführers am 18. September 2007 erhobenen Befunde und beantwortete sowohl Fragen der Beschwerdegegnerin als auch der Invalidendersicherung.
Der Psychiater führte aus, die Beschreibung der Beschwerden sei grösstenteils ungenau und vage geblieben. Der Beschwerdeführer habe angegeben, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen zu verspüren. Er leide ferner daran, dass er nicht mehr der sei, der er einmal gewesen sei. Heute nerve ihn alles. Er ertrage keinen Lärm und hasse sich selber (Urk. 12/152/2). Der Arzt notierte weiter, dass im Verlaufe des Untersuchungsgespräches eine defensive und verschlossene Haltung des Beschwerdeführers aufgefallen sei, welcher bemüht gewesen sei, das Gespräch immer wieder auf die von ihm beklagten Symptome zu lenken (Urk. 12/152/16). Zu Fragen betreffend seine tatsächliche Lebenssituation habe er praktisch keine Auskunft erteilt. Ohne Begründung habe er denn auch die Erhebung fremdanamnestischer Angaben verweigert, weshalb es ihm, Dr. D._, unmöglich gewesen sei, ein realistisches Bild der aktuellen Lebenssituation des Beschwerdeführers zu gewinnen (Urk. 12/152/15). Überdies habe der Beschwerdeführer am Anfang des Gespräches versucht, den Eindruck zu erwecken, er könne sich an Fakten aus der jüngsten Lebensgeschichte nicht mehr erinnern, was indes nach Insistieren auf eine Antwort jeweils problemlos möglich gewesen sei. Der Psychiater erhob insgesamt unauffällige psychische Grundfunktionen. Hinsichtlich Konzentration, Auffassung, Gedächtnisleistung und Urteilsvermögen hätten sich keine Einschränkungen gezeigt. Ebenso hätten Anzeichen für Ich-Erlebnisstörungen gefehlt. Der Beschwerdeführer habe lediglich mehrfach festgestellt, dass er wegen der Schmerzen einfach nicht mehr arbeiten könne und insgesamt lustlos sei (Urk. 12/152/16).
Dr. D._ kam zum Schluss, aufgrund der aktuellen psychopathologischen Befunde sei von einer tendenziösen Unfall- respektive Krankheitsreaktion mit deutlicher Aggravation auszugehen. Weder seien Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung noch solche einer depressiven Störung auszumachen. Der aktuelle psychopathologische Befund sei unauffällig, so dass die Diagnose einer psychischen Störung von Krankheitswert lediglich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers abgestützt werden könnte. Dafür, dass keine psychische Erkrankung mit Krankheitswert vorliege, sprächen die schwach dosierte antidepressive Therapie, der Umstand, dass eine von den Neurologen empfohlene intensive medikamentöse Schmerztherapie nicht realisiert worden sei, was auf eine erhebliche Symptomaggravation schliessen lasse, dass der Beschwerdeführer das ambulante Therapieangebot nur unzuverlässig wahrgenommen habe, dass trotz massiv geklagter Beschwerden ein stationärer Behandlungsversuch nicht in Frage gekommen sei, dass der Beschwerdeführer beim RAV-Kurs als aktiver Kursteilnehmer, welcher gerne Neues dazulerne, imponiert habe, dass seine Angaben zur aktuellen Lebenssituation sehr vage geblieben seien und er sein Einverständnis zur Erhebung fremdanamnestischer Angaben verweigert habe sowie, dass der Beschwerdeführer bereits vor der Schussverletzung der Auffassung gewesen sei, nicht mehr arbeiten zu können. Damit sei die vom Beschwerdeführer angegebene weitgehende Leistungsunfähigkeit weder medizinisch noch psychologisch nachvollziehbar. Die von ihm formulierte Motivationslosigkeit sei aller Wahrscheinlichkeit nach die Folge einer Begehrenshaltung beziehungsweise eines eingeengten Entschädigungsgedankens (Urk. 12/152/18-19).
Ob in den Wochen und Monaten nach dem Schussereignis die Symptomatik einer posttraumatischen Belastungsstörung vorgelegen habe, könne retrospektiv nicht mehr sicher beurteilt werden. Die Tatsachen jedoch, dass im Herbst 2005 eine Verschlechterung der Behandlungscompliance auffalle, der Beschwerdeführer im Januar 2006 aktiv und erfolgreich an einem RAV-Kurs teilgenommen und sich einer intensiven medikamentösen und stationären Therapie verschlossen haben, spreche gegen das Vorliegen einer anhaltenden posttraumatischen Belastungsstörung. So habe auch Dr. N._ bereits im Oktober 2006 keine Hinweise für eine posttraumatische Belastungsstörung erhoben. Endlich habe im Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung kein spürbarer Leidensdruck festgestellt werden können (Urk. 12/152/19-20).
Zusammenfassend hielt Dr. D._ fest, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischer Sicht nicht eingeschränkt sei (Urk. 12/152/21). In Beantwortung der Fragen der Invalidenversicherung führte er aus, für die von E._ formulierte Verdachtsdiagnose einer andauernden Persönlichkeitsveränderung hätten keine Anhaltspunkte gefunden werden können. Das vorliegende Beschwerdesyndrom sei Ausdruck einer im Rahmen einer tendenziösen Unfall- resp. Krankheitsreaktion bestehenden Begehrenshaltung, welche ansatzweise bereits vor dem Unfall vorhanden gewesen sei (Urk. 12/152/24).
3.25 Mit Bericht vom 28. August 2008 (Urk. 12/185) teilte Dr. F._ der Beschwerdegegnerin mit, die seit langer Zeit ununterbrochen durchgeführten Physiotherapien hätten - trotz Beschwerdelinderung über zwei bis drei Tage - nicht zu objektiv feststellbaren Veränderungen geführt. Eine Weiterführung der Therapien in loser Frequenz erscheine sinnvoll, nicht zuletzt auch im Sinne einer psychosozialen Stabilisierung. Die Gesichts- und Kopfschmerzen bestünden ebenfalls unverändert weiter, während die im März 2008 durchgeführte Septumkorrektur zu einer Besserung der Nasenatmung geführt habe.
4.
4.1 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist festzustellen, dass der medizinische Sachverhalt durch die Beschwerdegegnerin rechtsgenügend erstellt worden ist.
4.2 Hatten sich nach der Schussverletzung vom 24. April 2005 abgesehen von einer partiellen Fazialisparese die Hirnnerven intakt und die Kieferbeweglichkeit sowie Okklusion als normal erwiesen (Erw. 3.1), hielt Dr. F._ nach erfolgter Revision der Kieferhöhlen im September 2005 fest, die Fazialisparese sei praktisch vollständig regredient und seitens der Gefässverletzung seien keine Komplikationen zu erfassen (Erw. 3.2), ergab ein MRI des Schädels im Juli 2006 keine Pathologien sowie unauffällige Befunde betreffend die intra- und extrakraniellen Gefässe (Erw. 3.4) und bestätigte die neuropsychologische Kurztestung im Mai 2006 schliesslich intakte Sprachfunktionen sowie ein intaktes episodisches und semantisches Alt- und Kurzzeitgedächtnis (Erw. 3.19), so erweist sich das Vorbringen des Beschwerdeführers, die hirnorganischen Auswirkungen der Schussverletzungen seien nicht genügend exploriert worden (Erw. 1.2), als unbegründet. Dass der Beschwerdeführer - wie von ihm behauptet - in seiner Gedächtnis- und Konzentrationsleistung eingeschränkt sein soll, ergibt sich denn auch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad (Erw. 2.3) aus der umfangreichen ärztlichen Dokumentation. Im Gegenteil hielten die Neurologen des Spitals A._ fest, der Beschwerdeführer habe differenzierte Angaben gemacht und während des längeren Gespräches konzentriert und kooperativ gewirkt (Erw. 3.19). Das Vorliegen hirnorganischer Auswirkungen der Schussverletzung erscheint auch daher unwahrscheinlich, als der Beschwerdeführer im Rahmen des Standortbestimmungskurses des RAV seine PC-Kenntnisse schnell erweitern konnte, sich sehr initiativ zeigte und in der Selbstbeurteilung angab, er besitze ein schnelles Lerntempo (Erw. 3.7). Seine diesbezüglich gegenteiligen Aussagen gegenüber Dr. B._ - er habe den vom RAV organisierten Kurs nur mit Mühe bewältigen können (Erw. 3.11) -, sowie seine Angabe bei Dr. F._, er leide an Konzentrationsschwierigkeiten (Erw. 3.8), sind vor diesem Hintergrund nicht glaubhaft. Dies erst recht, als der Beschwerdeführer bei der Casemanagerin K._ vorbrachte, er leide unter heftigen Kopf- und Nackenbeschwerden, weshalb er mit starken Schmerzmitteln therapiert werde (Er. 3.9), währenddem Dr. F._ nur leichte Kopfschmerzen dokumentiert hatte (Erw. 3.8) und auf Nachfrage erklärte, der Beschwerdeführer nehme derzeit keine Medikamente ein, und angab, er, Dr. F._, könne sich die Kopf- und Nackenbeschwerden auch nicht erklären (Erw. 3.9). Zudem beschrieb Dr. N._ den Beschwerdeführer ebenfalls als klar, besonnen und sein Denken sowie den sprachlichen Ausdruck als kohärent (Erw. 3.16). Und endlich ist bemerkenswert, dass der Beschwerdeführer zu Beginn der Untersuchung bei Dr. D._ Erinnerungslücken vorzutäuschen versuchte, sich aber nach Insistieren des Untersuchers jeweils problemlos erinnern und die gestellten Fragen beantworten konnte (Erw. 3.24). Wenngleich Restbeschwerden wie Dysästhesien im Trigeminusgebiet, Gesichtsschmerzen und eine Verminderung des Geschmacksinnes (Erw. 3.11) nicht auszuschliessen und durchaus nachvollziehbar sind, bestand für die Beschwerdegegnerin mit Blick auf diese Aktenlage keinerlei Veranlassung, weitergehende neuropsychologische Untersuchungen anzuordnen.
4.3 Was die vom Beschwerdeführer vorgetragene Kritik am Gutachten von Dr. D._ betrifft (Erw. 1.2), ist festzuhalten, dass diese in jeder Hinsicht unbegründet ist. Vielmehr entspricht das psychiatrische Gutachten von Dr. D._ allen von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen (Erw. 2.2). Es ist umfassend, beruht auf eigenen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt. Der Gutacher setzte sich eingehend mit früheren ärztlichen Einschätzungen auseinander und legte begründet dar, weshalb er zu einem anderen Ergebnis kam. Die medizinischen Zusammenhänge und die daraus resultierenden Schlüsse und Beurteilung wurden einleuchtend und nachvollziehbar begründet. Zur Entscheidfindung kann daher auf das Gutachten abgestellt werden. Mithin ist erstellt, dass der Beschwerdeführer auch in psychischer Hinsicht in seiner Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist.
Entgegen der beschwerdeweise vorgetragenen Kritik trifft es nicht zu, dass sich Dr. D._ mit seiner Einschätzung in Widerspruch zu jener von E._ setzte: Noch im August 2005 hatte die Psychologin die Prognose der Arbeitsfähigkeit als gut bezeichnet (Erw. 3.2). Bei den späteren Beurteilungen durch E._ fällt auf, dass diverse sozialversicherungsrechtlich fremde - und damit nicht zu beachtende - Kriterien wie Arbeitslosigkeit, Alkoholkonsum, schwankende Compliance und Eigeninitiative, Trennung von der Ehefrau, alleine wohnen und kulturelle Entwurzelung Eingang in die Beurteilung fanden (Erw. 3.6; 3.12; 3.21), weshalb den Einschätzungen diesbezüglich die Relevanz und damit deren Beweiswert abgeht.
Dass das Gutachten von Dr. D._ in Einklang mit der übrigen Aktenlage steht, ergibt sich sodann aus dem Bericht von Dr. N._ vom 23. März 2006, welcher den Beschwerdeführer als klar, besonnen und mit kohärentem Denken und sprachlichem Ausdruck bezeichnete. Dr. N._ konnten denn auch keine Beeinträchtigungen aus dem Formenkreis der depressiven Erkrankungen feststellen, sondern bezeichnete die erhobenen Befunde als Ausdruck einer persönlich vielfältig belasteten Lebenssituation (Erw. 3.16). Endlich unterstreichen die Hinweise von E._, die Angaben des Beschwerdeführers seien oft vage, unkonkret und der Zugang zum Beschwerdeführer aufgrund der schwachen Eigeninitiative deutlich limitiert geblieben, sowie ihre Feststellung, die psychotherapeutischen Optionen seien ausgeschöpft (Erw. 3.21), die Einschätzung des Psychiaters D._ eher, als dass sie diese in Frage stellten. Vielmehr verstärken sie den von Dr. D._ gewonnen Eindruck einer Aggravation (Erw. 3.24). Vor diesem Hintergrund - die Akten liefern keinerlei Hinweise, welche die Beurteilung von Dr. D._ zu erschüttern vermöchten - und letztlich auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Beantwortung von Fragen über seine tatsächliche Lebenssituation vermied und die Erhebung fremdanamnestischer Angaben verweigerte (Erw. 3.24), besteht kein Grund, das genannte Gutachten in Zweifel zu ziehen.
4.4 Endlich vermögen die Vorwürfe des Beschwerdeführers auch mit Blick auf seine eigenen Feststellungen, er glaube nicht an ein Verschwinden der Schmerzen (Erw. 3.9), weshalb er einfach nicht mehr in der Lage sei zu arbeiten (Erw. 3.18, 3.24), und unter Beachtung der Tatsache, dass er ein Arbeitspensum von 50 % vehement ablehnte (Erw. 3.17), sowie mit Blick auf seine schwache Eigeninitiative (Erw. 3.21) und fehlende Motivation (Erw. 3.23) nicht zu greifen.
4.5 Da der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, die Taggeldleistungen per 31. Dezember 2007 einzustellen und einen Rentenanspruch zu verneinen, nicht zu beanstanden.
5. Zu prüfen bleibt schliesslich die Höhe der Integritätsentschädigung.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zu deren Bestimmung auf die Einschätzung von Dr. C._ (Erw. 3.22), welche mit Blick auf Anhang 3 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) und die SUVA-Tabellen 17 und 18 überzeugt. Darlegungen des Beschwerdeführers, weshalb von einer höheren Integritätsentschädigung auszugehen wäre, fehlen. Seine Rüge, die ständigen Kopf- und Gesichtsschmerzen sowie die sich aus einer neuropsychologischen Abklärungen allenfalls noch ergebenden Beeinträchtigungen seien ebenfalls zu berücksichtigen (Erw. 1.3), erweist sich als nicht dienlich, erklärten Prof. O._ und Dr. P._ - ihnen war durchaus bekannt, dass der Beschwerdeführer an Gesichtsschmerzen leidet - doch ausdrücklich, es bestünden keine weiteren Funktionsbeeinträchtigungen, welche zu berücksichtigen wären (Erw. 3.21). Dass an der Glaubhaftigkeit der Angaben des Beschwerdeführers betreffend seine Kopfschmerzen Zweifel angebracht sind und sich keine weiteren Untersuchungen mehr aufdrängen (Erw. 4.2), wurde bereits dargelegt.
Bei einer Integritätsentschädigung von insgesamt 20 % hat es daher sein Bewenden.
6. Zusammengefasst erweist sich der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 29. Oktober 2008 in allen Teilen als rechtens, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.
7. Weil die prozessuale Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ausgewiesen ist (Urk. 3 und 14), er nicht in der Lage war, den Prozess selber zu führen, und weil der Prozess nicht zum vornherein aussichtslos war, sind die Voraussetzungen der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Verbeiständung durch Rechtsanwalt Viktor Györffy erfüllt. Seinem Gesuch vom 25. November 2008 ist daher zu entsprechen.
8. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]). Rechtsanwalt Viktor Györffy machte mit Honorarnote vom 8. April 2009 (Urk. 15) einen Aufwand von 4 Stunden und 20 Minuten sowie Barauslagen von Fr. 37.50 und damit einen Gesamtaufwand von Fr. 972.90 inkl. MWSt geltend, was der Sache angemessen erscheint, weshalb Rechtsanwalt Viktor Györffy in diesem Umfang aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.