Decision ID: 48ac63b9-ecbb-5c8f-abd8-3fb290c41d19
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ R. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 293 im Weiler S. in der Politischen
Gemeinde A. Seine Mutter M. ist Eigentümerin des benachbarten Grundstücks Nr. 292.
Dieses misst rund 10'800 m und ist mit dem Wohnhaus Vers.-Nr. 252 sowie der daran
angebauten Scheune Vers.-Nr. 253 überbaut. Auf dem Grundstück Nr. 293, welches
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290 m misst, steht das Wohnhaus Vers.-Nr. 254, welches an der Grundstücksgrenze
mit dem Wohnhaus Vers.-Nr. 252 zusammengebaut ist.
Westlich der erwähnten Grundstücke befindet sich der Landwirtschaftsbetrieb von W.
mit dem Grundstück Nr. 169 sowie dem Wohnhaus Vers.-Nr. 249 und der angebauten
Scheune Vers.-Nr. 677 sowie zwei weiteren Ökonomiegebäuden.
Die genannten Grundstücke sind allesamt der Landwirtschaftszone zugeordnet.
Ausserdem sind die überbauten Teile der den Weiler S. bildenden Grundstücke,
einschliesslich der Gebäude auf den Grundstücken Nrn. 169, 292 und 293, gemäss der
Schutzverordnung der Gemeinde A. vom 18. Mai 1989 (abgekürzt SV) dem
schützenswerten Ortsbild zugeordnet. Auf der Westseite der Scheune Vers.-Nr. 253
befindet sich ein Einzelbaum, der als schutzwürdiges Naturobjekt ausgeschieden ist.
Am 3. September 2007 stellten R. sowie E. bei der Gemeinde A. ein Baugesuch für den
Abbruch der Wohnhäuser Vers.-Nrn. 252 und 254 sowie der Scheune Vers.-Nr. 253
und den Wiederaufbau der Wohnhäuser. Während der Auflagefrist erhob W. durch
seinen Rechtsvertreter Einsprache gegen das Bauvorhaben und verlangte die
Ablehnung des Baugesuchs.
Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 1. Juli 2008 erteilte das Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation die Zustimmung zur Baubewilligung im Sinn der
Erwägungen. Es erwog, es sei hinreichend belegt, dass die landwirtschaftliche Nutzung
des Wohnhauses Vers.-Nr. 252 vor dem 1. Juli 1972 aufgegeben worden und das
Wohnhaus am Stichtag zonenfremd genutzt gewesen sei. In bezug auf das
Bauvorhaben habe dies die Konsequenz, dass das rechtliche Schicksal der
Wohnbauten Vers.-Nrn. 252 und 254 identisch sei und sich nach Art. 24c des
Raumplanungsgesetzes (SR 700, abgekürzt RPG) richte. Daher seien Änderungen an
Bauten zulässig, wenn die Identität der Baute einschliesslich ihrer Umgebung in den
wesentlichen Zügen gewahrt bleibe. Verbesserungen gestalterischer Art seien zulässig.
Massgeblicher Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität sei der Zustand, in
dem sich die Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Erlass- oder Planänderung befunden
habe. Ob die Identität der Baute oder Anlage im wesentlichen gewahrt bleibe, sei unter
Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen. Das Amt für Raumentwicklung und
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Geoinformation nahm einen Vergleich der früheren und der geplanten
Bruttogeschossflächen und Nebenflächen vor. Es hielt fest, es verlange bei Umbauten,
Erweiterungen und Wiederaufbauten ausdrücklich keine Kopie des bestehenden
Gebäudes. Neben der Flächenerweiterung werde in erster Linie die
Volumenerweiterung und die Dachgestaltung beurteilt. Diesen beiden Kriterien komme
für die Beurteilung der Wesensgleichheit besondere Bedeutung zu. Anstelle der beiden
aneinandergebauten Wohnbauten mit wiederum angebauter Scheune solle ein
Einfamilienhaus mit ähnlichem Grundriss und leichter Verschiebung um die Achse
(Rücksichtnahme auf Strassenabstand und geschützte Linde) erstellt werden. Im
Gegensatz zu den beiden Wohnhäusern mit zwei Vollgeschossen und einem
Dachgeschoss bei geringen Raumhöhen präsentiere sich das Bauvorhaben mit zwei
Vollgeschossen, wobei eines zumindest optisch als Dachgeschoss ausgestaltet sei.
Aus der Sicht der kantonalen Denkmalpflege werde das Projekt dem Schutzgedanken
des Ortes in keiner Weise gerecht. Es liege aber in der Natur der Sache, dass ein
Vergleich zwischen dem Ersatzobjekt in Form eines Einfamilienhauses gegenüber zwei
älteren kleineren Wohnbauten mit grosser Scheune hinken müsse. Unter
Berücksichtigung der bisherigen Praxis des Amts für Raumentwicklung und
Geoinformation erscheine das Projekt bezüglich des Kriteriums der Identität angesichts
der bisherigen Stellung (im Ortsbild), des Volumens und der Dachgestaltung der zu
ersetzenden Objekte zustimmungsfähig.
Die Baukommission A. erteilte mit Beschluss vom 31. Oktober 2008 die Baubewilligung
und wies die Einsprache von W. ab.
B./ Gegen die Baubewilligung und den ablehnenden Einspracheentscheid erhob W.
durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 17. November 2008 Rekurs beim
Baudepartement. In der Folge wurden Vergleichsgespräche geführt. Nachdem diese
gescheitert waren, reichte W. durch seinen Vertreter am 15. Juni 2009 die
Rekursergänzung ein. Darin rügte er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.
Ausserdem machte er geltend, das Wohnhaus Vers.-Nr. 252 sei am 1. Juli 1972 nach
wie vor landwirtschaftlich genutzt worden, weshalb Art. 24c RPG nicht zur Anwendung
komme. Sodann habe die kantonale Denkmalpflege als Fachinstanz das Bauvorhaben
ablehnend beurteilt; dieses verstosse gegen Art. 5 der Schutzverordnung. Das
Bauvorhaben gefährde zudem die geschützte Linde, und aus den
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Baugesuchsunterlagen sei nicht ersichtlich, mit welchen Massnahmen dieser
Gefährdung begegnet werden solle. Weiter sei zu bezweifeln, ob der Mindestabstand
zu dem nördlich des geplanten Neubaus verlaufenden eingedolten Gewässer
eingehalten sei. Sodann brachte er vor, die auf dem Grundstück Nr. 292 befindlichen
Quellen seien in der Gewässerschutzkarte eingetragen und im kantonalen
Quellenkataster aufgeführt. Es sei zu befürchten, dass durch die für den geplanten
Neubau erforderlichen Bauarbeiten und die Terrainveränderungen die Quellen
beschädigt würden. Es sei nicht ersichtlich, welche Schutzmassnahmen die
Baugesuchsteller zu treffen gewillt seien.
Das Baudepartement führte am 17. November 2009 einen Augenschein durch.
Mit Entscheid vom 19. Januar 2010 wies das Baudepartement den Rekurs von W. ab,
soweit es darauf eintrat. Es erwog, im Nachgang zum Augenschein seien dem Vertreter
des Rekurrenten sämtliche von seiten des Amts für Raumentwicklung und
Geoinformation eingereichten Vorakten zugestellt und Gelegenheit eingeräumt worden,
dazu Stellung zu nehmen. Damit sei eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt
worden. Weiter hielt das Baudepartement fest, die beiden Miteigentümerinnen des
Grundstücks Nr. 292 hätten vor dem 1. Juli 1972 die Milchwirtschaft und damit die
Viehhaltung aufgegeben. Anderweitige landwirtschaftliche Nutzungen am
massgebenden Stichtag seien nicht nachgewiesen. Das Amt für Raumentwicklung und
Geoinformation habe daher in seiner Verfügung vom 1. Juli 2008 zu Recht festgestellt,
dass das Wohnhaus Vers.-Nr. 252 auf dem Grundstück Nr. 292 vor dem 1. Juli 1972
nicht mehr landwirtschaftlich genutzt gewesen sei und das Bauvorhaben nach Art. 24c
RPG, der einen Abbruch und Wiederaufbau zulasse, beurteilt. Weiter hielt das
Baudepartement fest, das Bauvorhaben stehe im Einklang mit Art. 5 der kommunalen
Schutzverordnung. Soweit der Rekurrent eine Gefährdung der auf dem Grundstück
Nr. 292 gelegenen Quellen geltend mache, bestehe an diesen beiden Quellen kein
öffentliches Interesse, und deren Schutz sei daher ausschliesslich auf dem Weg des
Zivilrechts durchzusetzen. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, aus den
Baugesuchsunterlagen seien die Schutzmassnahmen für die Linde nicht ersichtlich,
nehme der Rekurrent keine eigenen Interessen, sondern Interessen der Allgemeinheit
wahr, wozu er nicht legitimiert sei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern er in den
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genannten Punkten mehr oder anders betroffen sein sollte als irgendein Dritter oder die
Allgemeinheit.
C./ Mit Eingaben vom 3. und 24. Februar 2010 erhob W. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Baudepartements vom
19. Januar 2010 sowie der Entscheid der Baukommission A. vom 31. Oktober 2008
seien aufzuheben und das Baugesuch sei abzuweisen, eventuell sei die Streitsache zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer rügt im wesentlichen eine Verletzung der
Schutzverordnung, eine Gefährdung der als Einzelbaum geschützten Linde und eine
Verletzung des Mindestabstands gegenüber einem eingedolten Gewässer. Nicht mehr
angefochten wird die Feststellung, dass das Gebäude Vers.-Nr. 252 am Stichtag 1. Juli
1972 nicht mehr landwirtschaftlich genutzt war.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 15. März 2010 die Abweisung
der Beschwerde.
Die Baukommission A. teilte in ihrer Stellungnahme vom 31. März 2010 mit, sie
verzichte auf eine Vernehmlassung und halte an der Erteilung der Baubewilligung
ausdrücklich fest.
Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Vernehmlassung vom 20. April 2010 die
Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz
und den Verfahrensbeteiligten Stellung zu nehmen. Er äusserte sich dazu aber nicht
mehr.
Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht einen Augenschein an Ort und Stelle
durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen, daran teilzunehmen
und sich zu äussern. Auf die Feststellungen anlässlich des Augenscheins wird, soweit
wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist grundsätzlich zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 3. und
24. Februar 2010 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist im Grundsatz einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz sei auf seinen Rekurs zu
Unrecht nicht eingetreten, soweit er den ungenügenden Schutz der Linde und die Rüge
des Nichteinhaltens eines Mindestabstands gegenüber einem eingedolten Gewässer
gerügt habe.
2.1. Die Legitimation eines Nachbarn zur Beschwerde in Bausachen ist nach ständiger
Rechtsprechung zu Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP davon
abhängig, ob bei ihm erstens räumlich die erforderliche enge nachbarliche Beziehung
zum Baugrundstück gegeben ist und ob er zweitens durch den Bewilligungsentscheid
unmittelbar und in höherem Masse als irgend jemand oder die Allgemeinheit in eigenen
Interessen beeinträchtigt ist. Das schutzwürdige Interesse besteht dabei im praktischen
Nutzen, den ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in seiner
rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt bzw. in der Abwendung materieller,
ideeller oder sonstiger Nachteile, die ein Bestand der angefochtenen Verfügung oder
des Entscheids mit sich bringen würde (vgl. GVP 1996 Nr. 59, 1993 Nr. 49; Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 386 ff.
mit Hinweisen; B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 934 f.;
VerwGE B 2009/131 vom 3. Dezember 2009 i.S. H., in: www.gerichte.sg.ch).
2.2. Die Vorinstanz erwog, soweit der Beschwerdeführer eine Gefährdung der auf dem
Grundstück Nr. 292 gelegenen Quellen geltend mache und er die Befürchtung äussere,
dass die Quellen mit den für den Neubau erforderlichen Bauarbeiten und
Terrainveränderungen beschädigt würden, habe der Gemeinderat A. mit Beschluss
vom 18. März 2008 das vom Beschwerdeführer gestellte Begehren um Ausscheidung
einer Grundwasserschutzzone um die beiden Quellen aufgrund eines fehlenden
öffentlichen Interesses abgewiesen. Dieser Beschluss sei nach dem Rückzug des vom
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Rekurrenten dagegen erhobenen Rekurses rechtskräftig geworden. Mit dem Amt für
Umwelt und Energie (AfU) sei davon auszugehen, dass an den beiden Quellen S. West
und Ost kein öffentliches Interesse bestehe und deren Schutz daher ausschliesslich
gestützt auf das Zivilrecht bzw. auf dem Zivilrechtsweg durchzusetzen sei. Dafür sei
das Baudepartement nicht zuständig, und diesbezüglich sei auf den Rekurs nicht
einzutreten. Soweit der Beschwerdeführer rüge, die Gemeinde habe es versäumt, in
ihrem Bewilligungsentscheid die nach dem Bundesgesetz über den Schutz der
Gewässer erforderlichen Schutzmassnahmen zu verfügen, nehme der
Beschwerdeführer keine eigenen Interessen, sondern solche der Allgemeinheit wahr,
wozu er nicht legitimiert sei. Es sei nicht ersichtlich und werde von seiten des
Beschwerdeführers auch nicht dargetan, inwiefern er in den genannten Punkten mehr
oder anders betroffen sei als irgendein Dritter oder die Allgemeinheit.
Das AfU hielt in einer gewässerschutzrechtlichen Verfügung vom 2. Juli 2007, die im
Zusammenhang mit der Erstellung einer Remise erging, gegenüber dem
Beschwerdeführer fest, dass Vorkehrungen zum Schutz allfälliger privater Quell- oder
Grundwasserfassungen sowie allfällige Entschädigungsfragen zwischen Bauherrschaft
und Nutzungsberechtigten auf privatrechtlicher Ebene zu regeln seien. Die
Baukommission A. erklärte u.a. diese Verfügung zum integralen Bestandteil ihrer
Baubewilligung. Der Beschwerdeführer rügt weder diesen Vermerk noch das Fehlen
eines solchen in der vorliegend streitigen Baubewilligung als Rechtsverletzung. Es ist
allerdings nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdeführer fragt, weshalb kantonale
Ämter in solchen Bereichen eine unterschiedliche Praxis anwenden. Der Hinweis auf
die Möglichkeit einer privatrechtlichen Regelung ist allerdings zutreffend und im
übrigen in öffentlich-rechtlicher Hinsicht ohne Verbindlichkeit. Es handelte sich dabei
um einen Hinweis, der im Sinne eines Entgegenkommens angebracht wurde. Es
besteht in diesem Punkt auch kein Grund zur Annahme, dass mit zweierlei Ellen
gemessen wird. Insbesondere handelt es sich nicht um eine rechtlich massgebende
Ungleichbehandlung.
In diesem Punkt ist die Vorinstanz somit zu Recht auf den Rekurs nicht eingetreten.
2.3. Im folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Rüge nicht
eingetreten ist, der Mindestabstand zu einem öffentlichen Gewässer sei nicht
eingehalten.
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2.3.1. In der Beschwerde wird geltend gemacht, nördlich des geplanten Neubaus
verlaufe ein eingedoltes Gewässer. Gemäss Art. 16 Abs. 2 der kommunalen
Bauordnung sei gegenüber eingedolten Gewässern ein Mindestabstand von 5,0 m
einzuhalten. Der Beschwerdeführer bezweifle, dass dieser Mindestabstand eingehalten
worden sei. Anlässlich des Augenscheins vom 9. Januar 2008 sei vereinbart worden,
dass die Lage dieses eingedolten Gewässers durch das Bauamt A. ermittelt werde.
Dies sei nie erfolgt. Es könne keine Rede davon sein, dass der Abstand rund
20 m betrage, wie im Entscheid des Gemeinderates vom 31. Oktober 2008 behauptet
werde. Das eingedolte Gewässer verlaufe nördlich des geplanten Neubaus und gehöre
zum Einzugsgebiet des Arneggerbaches. Das eingedolte Gewässer führe durch das
Grundstück des Beschwerdeführers. Werde dieses infolge der Nichteinhaltung des
Abstands verunreinigt, sei er mehr betroffen als irgendein Dritter oder die
Allgemeinheit.
2.3.2. Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Baureglements beträgt der Mindestabstand von
Bauten gegenüber öffentlichen uneingedolten Gewässern 10 m. Gegenüber
eingedolten Gewässern ist ein Mindestabstand von 5,0 m einzuhalten.
Der Mindestabstand von Bauten zu Gewässern ist eine öffentlich-rechtliche Vorschrift.
Der Beschwerdeführer ist grundsätzlich befugt, die Verletzung dieser öffentlich-
rechtlichen Bestimmung zu rügen. Würde er mit dieser Rüge durchdringen, trüge ihm
das erfolgreiche Rechtsmittel einen unmittelbaren Nutzen ein, indem die Bewilligung für
die streitige Baute verweigert werden müsste. Die Rüge ist daher materiell zu prüfen.
Soweit die Vorinstanz nicht darauf eingetreten ist, wird der Verfahrensmangel damit
geheilt.
2.3.3. Nach der Stellungnahme des Tiefbauamts vom 1. September 2009 handelt es
sich beim heute offenen Graben um ein öffentliches Gewässer. Dieser Graben sei in ein
Bachsanierungskonzept aufgenommen worden. Weitere Untersuchungen seien nicht
durchgeführt worden, da das Gewässer ausserhalb der Bauzone liege und für den
Wasserbau nicht bedeutend sei. Ein Augenschein habe ergeben, dass im Gebiet
oberhalb der offenen Strecke verschiedene Brunnen, Einläufe und Schachtanlagen
vorhanden seien. Die genaue Funktion der Anlagen und des Wasserflusses hätten aber
nicht eruiert werden können. Ob eine Leitung längs der bestehenden Gebäude Assek.-
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Nrn. 252, 253 und 254 Richtung Osten verlaufe und ob es sich dabei um ein Gewässer
oder um eine Meteorwasserleitung (Strassenentwässerung) handle, könne nicht
beurteilt werden.
2.3.4. Nach dem eingereichten Plan bzw. dem Plan, der Grundlage für die Beurteilung
des Tiefbauamts war, ist der Abstand von 20 m zu dem als öffentliches Gewässer
eingestuften offenen Graben bzw. Bachlauf eingehalten. Im Bereich des bestehenden
Gebäudes ist das Gewässer im Plan nicht eingezeichnet. Das Tiefbauamt stuft das
Gewässer offensichtlich in jenem Bereich, in dem es nicht in einem offenen Graben
verläuft, nicht als öffentlich ein. Auch auf dem vom Beschwerdeführer eingereichten
Plan (act. 4) ist das Gewässer mit demselben Verlauf eingezeichnet wie im Plan des
Tiefbauamts. Dem Gebäude entlang ist es nicht als öffentliches Gewässer
gekennzeichnet. Der Nachweis, dass der eingedolte Teil des Gewässers als
öffentliches Gewässer zu qualifizieren ist, ist nicht erbracht. Bei dieser Sachlage ist die
Rüge der Verletzung der Gewässerabstandsvorschriften unbegründet.
2.4. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine Gefährdung der als Einzelbaum
geschützten Linde auf dem Grundstück Nr. 292. Gemäss Art. 12 Abs. 2 der
Schutzverordnung dürften geschützte Einzelbäume nur beseitigt werden, wenn
besondere Umstände dies rechtfertigen. Solche Umstände seien nicht gegeben; es sei
offenkundig, dass durch die Bauarbeiten die Linde Schaden nehmen würde und nicht
erhalten werden könnte.
Die Vorinstanz ist auf die entsprechende Rüge nicht eingetreten. Der Beschwerdeführer
ist aber grundsätzlich berechtigt, die Verletzung eines durch einen öffentlich-
rechtlichen Erlass geschützten Objekts zu rügen. Es ist nicht entscheidend, ob er durch
die Beeinträchtigung des Baumes in seinen Interessen mehr als Dritte oder die
Allgemeinheit betroffen ist. Vielmehr ist er als Eigentümer des benachbarten
Grundstücks stärker als irgendwelche Dritte betroffen. Die Rüge ist daher materiell zu
prüfen. Soweit die Vorinstanz nicht darauf eingetreten ist, wird der Verfahrensmangel
damit geheilt.
Der Neubau wird gegenüber der Linde einen Abstand von rund 8 m aufweisen und
damit weiter entfernt sein als die bestehende Scheune mit rund 5 m. Die
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Beschwerdegegner sind verpflichtet, beim Abbruch und Neubau auf die Linde
Rücksicht zu nehmen und die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Baumes zu
treffen. Bei den Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Linde aufgrund der
Neubauarbeiten und Terrainveränderungen Schaden nehmen wird, handelt es sich im
wesentlichen um nicht näher substantiierte Behauptungen. Die Beschwerde erweist
sich in diesem Punkt als unbegründet.
3. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 5 der Schutzverordnung.
Nach dieser Bestimmung sind die geschützten Ortsbilder zu erhalten, soweit nicht
andere öffentliche Interessen überwiegen. Nach Art. 5 Abs. 2 der Schutzverordnung
sind Bauten und Anlagen der bestehenden Baustruktur (Firstrichtung, Dachform, Höhe
usw.), dem Charakter des Ortsbildes (Proportionen, Fassadengestaltung,
Baumaterialien, Farbgebung usw.) und ihrer Umgebung anzupassen.
3.1. Bezüglich der Frage, ob sich ein geplantes Wohnhaus gut in das Landschaftsbild
einfügt, hat die Vorinstanz in ihrer Praxis Eigentümer von Grundstücken im Gebiet einer
Schutzverordnung als rechtsmittellegitimiert betrachtet, ohne dass geprüft wurde, ob
deren konkrete eigene Interessen intensiver beeinträchtigt wurden als die Interessen
irgendwelcher Dritter. Dies entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Das
Bundesgericht hat im Rahmen eines staatsrechtlichen Beschwerdeverfahrens
entschieden, dass sich die Eigentümerin einer von einer Schutzverordnung erfassten
Baute im Schutzbereich der besagten Norm befindet und daher deren Verletzung im
Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde geltend machen kann (vgl. VerwGE B
2009/25 vom 15. Oktober 2009, in: www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf ZBl 2006
S. 422 ff.). Im vorliegenden Fall befindet sich die Liegenschaft des Beschwerdeführers
im Geltungsbereich der Schutzverordnung. Der Beschwerdeführer ist daher nach der
Praxis befugt, Verletzungen dieser Schutzverordnung, insbesondere die fehlende
Einordnung, zu rügen. Im übrigen umschreibt die Vorinstanz in der
Beschwerdevernehmlassung die Legitimation des im Bereich einer Schutzverordnung
liegenden Eigentümers zu restriktiv; die Legitimation ist nicht nur für solche Rügen zu
bejahen, mit denen die Verletzung von Normen mit nachbarschützendem Zweck
geltend gemacht wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 389).
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3.2. Nach der Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege vom 13. November 2007
kann das Projekt in keiner Weise dem Schutzgedanken des Ortes gerecht werden.
Einerseits solle ein "exemplarisches Gebäude" im Weiler S. entfernt werden, und
anderseits vermöge das Ersatzobjekt den erhöhten Anforderungen des Ortes nicht zu
genügen. Die Typologie der Baute wie auch deren architektonische Ausformung und
Konstruktion entsprächen weder dem Ursprungsbau noch der ortsüblichen Bauweise.
Aus denkmalpflegerischer Sicht sei das Projekt nicht bewilligungsfähig.
3.3. Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation nahm in seiner
raumplanungsrechtlichen Teilverfügung vom 1. Juli 2008 ausführlich zum Bericht der
Denkmalpflege Stellung. Es hielt fest, es liege in der Natur der Sache, dass ein
Vergleich zwischen dem Ersatzobjekt in Form eines Einfamilienhauses gegenüber zwei
älteren kleineren Wohnbauten mit grosser Scheune hinken müsse. Unter
Berücksichtigung seiner bisherigen Praxis erscheine das Projekt bezüglich des
Kriteriums der Identität nach Art. 24c RPG in Verbindung mit Art. 42 der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) angesichts der bisherigen
Stellung im Ortsbild, des Volumens und der Dachgestaltung der zu ersetzenden
Objekte zustimmungsfähig. Es werde Sache der Gemeinde A. sein, die
Übereinstimmung des Bauvorhabens mit den eigenen Schutzvorschriften zu prüfen
und die Einwände der Einsprecher und der kantonalen Denkmalpflege zu gewichten.
Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation hatte nicht die Anwendung der
Schutzverordnung, sondern die Identität der Baute nach Art. 42 RPV zu prüfen. Die
Baukommission A. übernahm die Beurteilung der Planungsbehörde. Sie erwog, der
Ersatzbau stelle lediglich einen Teil des geschützten Ortsbildes S. dar. Das Projekt
stimme in den wesentlichen Punkten mit den Anforderungen an die Erhaltung der
geschützten Ortsbilder überein. Anstelle der beiden aneinandergebauten Wohnbauten
mit angebauter Scheune solle ein Einfamilienhaus mit ähnlichem Grundriss und leichter
Verschiebung um die Achse (Rücksichtnahme auf Strassenabstand und geschützte
Linde) erstellt werden. Wie die beiden Wohnhäuser werde das Einfamilienhaus von
Dachaufbauten geprägt. Übernommen werde ebenfalls das Giebeldach. Anstelle des
bisherigen Balkons sei neu ein pergola-überdeckter Sitzplatz geplant. Das vorhandene
Volumen reduziere sich nicht zuletzt durch den Wegfall der Scheune. Das Projekt
entspreche einem in ländlichen Gebieten vertretenen konservativen Baustil. Zudem
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werde dem Raumplanungsgedanken in erster Güte Rechnung getragen, indem nämlich
aus bisher zwei Wohneinheiten nur noch eine Wohneinheit entstehe.
3.4. Die Vorinstanz erwog, im Weiler S. würden die Firstrichtungen praktisch sämtlicher
Gebäude unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen. Die Dachformen der Gebäude
seien nicht einheitlich; die Wohnhäuser wiesen teils Zwerchdächer auf, teils mit
Schleppgauben ausgestaltete Satteldächer mit jeweils unterschiedlicher Steilheit. Die
meisten landwirtschaftlichen Ökonomiebauten würden indessen Satteldächer
aufweisen, allerdings auch diese mit uneinheitlichen Neigungen. Bei einer neueren
kleinen Anbaute bestehe gar ein Pultdach. Die Fassadengestaltung und insbesondere
die Fenster der einzelnen Bauten würden stark voneinander abweichen. Es seien
Fenster im Hoch- und Querformat vorhanden wie auch solche mit und ohne Sprossen.
Während die meisten Gebäude Schlagläden hätten, seien auch Lamellenstoren
vorhanden; auch bezüglich der Balkone könne keine durchgehende Identität
festgestellt werden. An den Gebäuden seien zudem die unterschiedlichsten
Baumaterialien festgestellt worden: Eternit, Wellblech, Holzschindeln, verputztes und
unverputztes Mauerwerk und Holztäfelung. Sämtliche Wohnhäuser wiesen
unterschiedliche Farbgebungen auf; auch die landwirtschaftlichen Ökonomiebauten
seien farblich nicht einheitlich gestaltet. Zudem habe ein farblich grell gestaltetes
Graffiti auf einer von unterhalb der Baugrundstücke gut einsehbaren Mistplatte
festgestellt werden können. Insgesamt habe keine Einheitlichkeit der bestehenden
Baustruktur festgestellt werden können. Diese erweise sich bezüglich der in Art. 5
Abs. 2 der Schutzverordnung festgelegten baulichen Merkmale vielmehr als durchwegs
inhomogen, ohne dass irgendwelche prägenden Charakteristika oder eine spezielle
Qualität hätten festgestellt werden können. Art. 5 Abs. 3 der Schutzverordnung lasse
ausdrücklich Ersatzbauten am gleichen Standort zu. Weitere Bereiche des geschützten
Ortsbildes seien durch das Bauvorhaben nicht betroffen. Wie die beiden bestehenden
Wohnhäuser werde das Einfamilienhaus von Dachaufbauten geprägt. Es weise auf der
Südseite ein Zwerchdach, der angebaute Garagentrakt eine Giebelgaube auf.
Übernommen werde ebenfalls das Satteldach mit Firstrichtung Südwest-Nordost. Das
bestehende Wohnhaus weise auf der Südseite einen Balkon auf. Beim neuen
Wohnhaus sei dort ein pergolaüberdeckter Sitzplatz geplant. Das bestehende Volumen
reduziere sich nicht zuletzt durch den Wegfall der Scheune. Das Dach solle mit
dunkelgrauen Ziegeln eingedeckt, die Fassade weiss verputzt werden.
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Zusammenfassend ergebe sich damit, dass das Bauvorhaben in der Umgebung bereits
vorhandene bauliche Merkmale übernehme. Es entspreche einem in ländlichen
Gebieten vertretenen konservativen Baustil, der sich jedenfalls nicht wesentlich von
demjenigen der vorhandenen Bebauungsstruktur unterscheide. Wegen deren
Uneinheitlichkeit dürften an die verlangte Anpassung an die Umgebung keine
übersteigerten Anforderungen gestellt werden. Insbesondere deshalb sei es umso
weniger nachvollziehbar, dass und aus welchen Gründen die kantonale Denkmalpflege
in ihrer Stellungnahme zum Schluss gelangt sei, der Neubau sei unter
denkmalpflegerischen Aspekten nicht bewilligungsfähig. Die Begründung der
Baukommission bezüglich der Vereinbarkeit mit den Anforderungen von Art. 5 der
Schutzverordnung sei sachlich und nachvollziehbar.
3.5. Der Beschwerdeführer rügt, nach seiner Auffassung entspreche das
Neubauvorhaben den Vorgaben der Schutzverordnung nicht, und zwar schon deshalb,
weil es sich betreffend Geschosszahl, Dachform und Firstrichtung, Gebäudehöhe und
Grundfläche von der Altbaute erheblich unterscheide. Die Verschiebung der Situierung
und die vorgesehenen beträchtlichen Terrainveränderungen würden jedenfalls gegen
die Schutzverordnung verstossen. Zum Beweis beruft sich der Beschwerdeführer auf
eine Expertise. Weiter beruft er sich auf die Stellungnahme der kantonalen
Denkmalpflege. Deren Schlussfolgerung sei eindeutig. Es könne nicht von einem
blossen Stimmungsbild die Rede sein. Es werde festgehalten, dass die Typologie der
Baute wie auch deren architektonische Ausformung und Konstruktion weder dem
Ursprungsbau noch der ortsüblichen Bauweise entsprächen. Selbst wenn es zuträfe,
dass die Stellungnahme der Denkmalpflege unvollständig sei, hätte grundsätzlich in
einem ersten Schritt eine Ergänzung der Stellungnahme eingeholt werden müssen. Ein
unvollständiges oder nicht gehörig begründetes Gutachten sei von Amtes wegen zu
ergänzen oder erläutern zu lassen. Es lägen keine offensichtlichen Mängel oder
Widersprüche vor, die ein Abweichen von der Stellungnahme der kantonalen
Denkmalpflege rechtfertigen. Es handle sich um eine Fachinstanz, über deren
Auffassung sich die Vorinstanz nicht einfach hätte hinwegsetzen dürfen.
3.6. Das Verwaltungsgericht weicht nicht ohne Not von Amtsberichten fachkundiger
Verwaltungsstellen ab
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 978 mit Hinweis). Bei offensichtlichen Mängeln und
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Widersprüchen darf allerdings von Amtsberichten oder sachkundigen Auskünften der
Verwaltung abgewichen werden (vgl. GVP 2001 Nr. 12 mit Hinweisen). Dies gilt ebenso,
wenn ein Bericht kaum fachspezifische Aussagen enthält und im wesentlichen
unumstrittene Tatsachen würdigt und inhaltlich einem Stimmungsbild gleichkommt (vgl.
GVP 1997 Nr. 16). Der Bericht der Denkmalpflege entspricht einem solchen
Stimmungsbild. Anlässlich des Augenscheins konnte das Gericht feststellen, dass die
Vorinstanz die massgebenden Tatsachen zutreffend festgestellt und gewürdigt hat. Die
Dachformen der Gebäude sind nicht einheitlich; es sind verschiedene Typen zu finden.
Auch weichen die Fassadengestaltungen und insbesondere die Art der Fenster bzw.
die Läden bzw. Storen der einzelnen Bauten stark voneinander ab. Im übrigen können
zahlreiche unterschiedliche Baumaterialien und Aussenfarben festgestellt worden,
namentlich Eternit, Wellblech, Holzschindeln, verputztes und unverputztes Mauerwerk
und Täfer. Es besteht keine Einheitlichkeit der Baustruktur.
Hinzu kommt, dass das Gebäude der Beschwerdegegner nicht als Einzelobjekt
geschützt ist. Schutzobjekt ist das Ortsbild. Dieses wird durch die bestehenden Bauten
geprägt und nicht durch jene, welche im Zeitpunkt der Unterschutzstellung bestanden.
Es verhält sich so, dass das Gebäude der Beschwerdegegner wohl eine der letzten
Bauten ist, welche seit Jahrzehnten weitgehend unverändert belassen wurden.
Prägend für das Ortsbild ist sie im heutigen Zeitpunkt nicht. Die Rüge des
Beschwerdeführers, der Amtsbericht der Denkmalpflege hätte ergänzt werden müssen,
ist unbegründet. Wo nichts Schützenswertes vorhanden ist, erscheint eine Ergänzung
eines Amtsberichtes oder die Einholung einer weiteren Expertise zwecklos.
Unbegründet ist auch der Einwand des Beschwerdeführers, frühere Verletzungen der
Schutzverordnung würden eine erneute Missachtung nicht rechtfertigen. Der Charakter
eines Ortsbildes kann sich ändern, ohne dass bei Eingriffen an einzelnen Bauten
bereits von einem Verstoss gegen die Schutzverordnung gesprochen werden kann.
Massgebend ist ausschliesslich, ob das Vorhaben der Beschwerdegegner der
Schutzverordnung entspricht. Im vorliegenden Fall erfüllt das projektierte Gebäude das
Erfordernis einer guten Einfügung in das Ortsbild.
3.7. Die nichtlandwirtschaftliche Nutzung des Wohnhauses Vers-Nr. 252 am 1. Juli
1972 wird in der Beschwerde nicht mehr bestritten. Auf diesen Punkt ist daher nicht
weiter einzugehen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 16/18
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St.Galler Gerichte
4. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde abzuweisen ist.
4.1. In materieller Hinsicht ist der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen unterlegen.
Daher ist er grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 95 Abs. 1 VRP). Allerdings sind die
amtlichen Kosten teilweise der Vorinstanz aufzuerlegen, da diese auf einzelne Rügen zu
Unrecht nicht eingetreten ist (Art. 95 Abs. 2 VRP). Eine Entscheidgebühr in der Höhe
von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12).
Davon ist ein Anteil von Fr. 2'000.-- dem Beschwerdeführer, unter Verrechnung mit
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.--, und ein Anteil von Fr. 1'000.-- dem
Staat aufzuerlegen. Auf die Erhebung des Anteils des Staates ist zu verzichten (Art. 95
Abs. 3 VRP). Dem Beschwerdeführer ist der Rest des Kostenvorschusses von
Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.
Die Beschwerdegegner haben Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung
(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Der Vertreter der Beschwerdegegners hat keine
Kostennote eingereicht, weshalb die Entschädigung ermessensweise festzusetzen ist
(Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75,
abgekürzt HonO). Eine Entschädigung von Fr. 2'500.-- zuzügl. MWSt erscheint
angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO). Sie geht zulasten des Beschwerdeführers.
Demnach hat das Verwaltungsgericht