Decision ID: a05d317d-89f9-4dad-be26-272b31af2994
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
ist der Ausgleichskasse für das schweizerische Bankge
werbe als
Selbständigerwerbender
angeschlossen
. Für das Beitragsjahr 2007 leistete er Akontozahlungen in Höhe von Fr. 550'000.--, für das Beitragsjahr 2008 in Höhe von Fr. 600‘000.-- und für die Beitragsjahre 2009 und 2010 in Höhe von jeweils Fr. 400‘000.-- pro Jahr (Urk. 7/1).
Das Steueramt des Kantons Zürich, Abteilung Di
rekte Bundessteuer, (Steueramt)
meldete der
Ausgleichs
kasse
am 3
0.
August 2012 für das Jahr 2007 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 2‘963‘754.-- (Urk. 7/2/1). Am 21. September 2012 mel
dete es ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
für das Jahr 2008
von Fr. 3‘006‘959.-- (
Urk.
7/2/2), für das Jahr 2009 ein solches von Fr. 1‘369‘413.-- (
Urk.
7/2/3) und für das Jahr 2010 ein solches von Fr. 1‘377‘847.-- (
Urk.
7/2/4). Mit Beitragsverfügungen vom 15. Oktober 2012 setzte die Ausgleichskasse die von
X._
zu entrichtenden Bei
träge (inkl.
Verwaltungskosten) für das Jahr 2007 auf Fr. 292‘
353.45
(
Urk.
7/
3/1), für das Jahr 2008 auf Fr.
288‘091.90
(
Urk.
7/
4
/2), für das Jahr 2009 auf Fr. 1
1
2‘570.75
(
Urk.
7/
4
/3) und für das Jahr 2010 auf Fr. 125‘
227.50
fest (
Urk.
7/
3/4) und hielt ein Guthaben zu seinen Gunsten von Fr. 257‘6
46.55
für das Jahr 2007 (Urk.
7/
4/1), von Fr.
311‘908.10
für das Jahr 2008 (
Urk.
7/
4/2), von Fr. 2
87‘429.25
für das Jahr 2009 (
Urk.
7/
4/3) und von Fr. 274‘
772.50
für das Jahr 2010 (
Urk.
7/
4/4) fest. Mit Vergütungszinsabrechnungen vom gleichen Tag sprach die Ausgleichskasse
X._
für die zu viel entrichten
den Beiträge Zinsen in Höhe 5
%
zu, wobei sie den Zinsenlauf jeweils auf das dem Beitragsjahr folgende Jahr beschränkte
(
Urk.
7/5/1-4).
Die
X._
zugesprochenen Zinsen beliefen sich so für das Jahr 2007 auf Fr. 12‘88
2.30
(
Urk.
7/5/1), für das Jahr 2008 auf Fr.
15‘595.40
(
Urk.
7/5/2), für das Jahr 2009 auf Fr. 14
‘
371.45
(
Urk.
7/5/3) und für das Jahr 2010 auf Fr. 13‘
738.60
(
Urk.
7/5/4). Am 2. November 2012 erhob
X._
gegen die Vergütungszinsen Einsprache und beantragte,
sein beitragspflichtiges Einkommen
für die Jahre 2008 und 2009
sei zu reduzieren, da auch sein Ein
kommen aus einer Verwaltungsratstätigkeit in Höhe von Fr. 9‘000.-- eingerech
net worden sei, für welches bereits Beiträge geleistet worden seien
,
und
es seien ihm bis zur Rückerstattung der von ihm geleisteten Akontozahlungen am 15. Oktober 2012 Vergütungszinsen zu erstatten (Urk. 7/6). Die Ausgleichskasse
hiess
die Einsprache mit
Einspracheentscheid
vom 8. Januar 2013
in dem Sinne gut, dass sie die Beiträge (inkl. Verwaltungskosten) für das Jahr 2008 auf Fr. 287‘149.70 (
Urk.
7/4/2) und für das Jahr 2009 auf 111‘627.55 (
Urk.
7/4/3) festsetzte und
die
X._
für die Beiträge des Jahres 2008 zustehenden Zinsen aufgrund der tieferen geschuldeten Beiträge auf Fr. 15‘642.50 (
Urk.
7/5/2) und diejenigen für das Jahr
2009 auf Fr. 14‘418.60 (
Urk.
7/5/3) erhöhte. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab
(Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 2
5.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte, es seien ihm auf den zu viel einbezahlten Beiträgen bis zur voll
ständigen Rückerstattung am 15. Oktober 2012 Zinsen zu entrichten (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Folge am 1
2.
April 2013, das Ver
fahren sei bis zur rechtskräftigen Erledigung des Beschwerdeverfahrens AB.2013.00007 zu sistieren, eventualiter sei Frist zur Einreichung der materiell begründeten Vernehmlassung anzusetzen (
Urk.
6
). Mit Verfügung vom 2
2.
April 2013 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um eine materiell begrün
dete Vernehmlassung einzureichen (
Urk.
8
). Dieser Aufforderung kam sie am
7.
Mai 2013 nach (
Urk.
10
). Am 1
9.
Juni 2013 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er mit einer Sistierung des Verfahrens einverstanden sei (
Urk.
1
4
). Das Verfahren wurde daraufhin mit Verfügung vom 2
6.
Juni 2013 bis zur rechts
kräftigen Erledigung des Beschwerdeverfahrens AB.2013.00007 sistiert (
Urk.
15
).
Nachdem das hiesige Gericht im Beschwerdeverfahren AB.2013.00007 am 2
1.
November 2014 ein Urteil erl
assen hatte
, welches unangefochten in Rechts
kraft
erwuchs
, wurde mit Verfügung vom 29. Januar 2015 die Sistierung des Verfahrens aufgehoben (
Urk.
17
). Gleichzeitig wurden die Steuerakten des Beschwerdeführers betreffend die Steuerperioden 2007 bis 2010 beigezogen (
Urk.
2
0
/1-4).
Mit Beschluss vom 1
3.
Mai 2015 wurde der Beschwerdeführer in Kenntnis gesetzt, dass das Gericht in Betracht ziehe, den angefochtenen
Einspracheent
scheid
vom
8.
Januar 2013 zu seinem Nachteil abzuändern
, da sich die von ihm geleisteten
Akontobeiträge
teilweise als rechtsmissbräuchlich erwiesen. Dem Beschwerdeführer
wurde Frist angesetzt, um hierzu Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen (
Urk.
21).
Am
2
3.
Juni 2015
(Urk.
26) teilte der Beschwerdeführer unter Beilage einer Aufstellung vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
27) mit
, dass
in den Jahren
2008
bis 2010
Rückstellungen in Höhe von
Fr. 18‘873‘910.-- bzw. Fr. 11‘122
‘000
.--
bzw. Fr. 19‘529‘320.
--
gebildet worden seien, wovon Fr. 3‘145‘652.-- bzw.
Fr. 500‘490.
-- bzw. Fr. 748‘624.--
auf ihn entf
allen seien.
Diese Rückstellungen seien bei der Beurteilung der geleisteten
Aktonzahlungen
und somit bei der Festsetzung des ihm zustehenden
Vergü
tungszinses
zu berücksichtigen
(
Urk.
26).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete
am 2
0.
Juli 2015
auf eine Stellungnahme hierzu (
Urk.
30), was dem Beschwer
deführer am 2
1.
Juli 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
31).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Vom Einkommen aus selbst
ändiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben
(Art. 3
und 8 f.
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenver
si
cherung
, AHVG
;
Art.
2 und 3
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenver
siche
rung, IVG
;
Art.
26 und 27
des
Bundesgesetz
es
über den Erwerbsersatz für Dienst
leistende und bei Mutterschaft,
EOG
).
Gemäss Art. 22 der Verordnung über
die Alters- und
Hinterlassenenver
sicherung
(AHVV) werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr fest
gesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigenkapitals.
Ermittelt wird das für die Bemessung der Beiträge massgebende
Erwerbsein
kommen
von den kantonalen Steuerbehörden; dies aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer bzw. für das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranla
gung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte (Art. 23 Abs. 1 AHVV). Die kantonalen Steuerbehörden übermitteln diese Angaben für jedes Steuerjahr laufend den Ausgleichskassen (Art. 27 Abs. 2 AHVV).
1.2
Im laufenden Beitragsjahr haben die beitragspflichtigen
Selbständigerwerben
den
nach Art. 24 AHVV periodisch
Akontobeiträge
zu leisten (Abs. 1). Die
Aus
gleichskassen
bestimmen die
Akontobeiträge
aufgrund des voraussichtlichen Einkommens des Beitragsjahres. Sie können dabei vom Einkommen ausgehen, das der letzten Beitragsverfügung zu Grunde lag, es sei denn
,
der Beitragspflich
tige mache glaubhaft, dieses entspreche offensichtlich nicht dem voraussichtli
chen Einkommen (Abs. 2). Zeigt sich während oder nach Ablauf des
Beitrags
jahres
, dass das Einkommen wesentlich vom voraussichtlichen Ein
kommen abweicht, so passen die Ausgleichskassen die
Akontobeiträge
an (Abs. 3). Die Beitragspflichtigen haben den Ausgleichskassen die für die Festset
zung der
Akontobeiträge
erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen auf Verlangen einzureichen und wesentliche Abweichungen vom voraussichtlichen Einkom
men zu melden (Abs. 4).
Die Ausgleichskassen setzen die für das Beitragsjahr geschuldeten Beiträge – in der Regel nach Eingang der Steuermeldung, vgl. Art. 27 AHVV und E. 1.1) – in
einer Verfügung fest und nehmen den Ausgleich mit den geleisteten
Akonto
beiträgen
vor (Art. 25 Abs. 1 AHVV). Die von den Beitragspflichtigen zu wenig entrichteten Beiträge sind innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen. Zuviel entrichtete Beiträge haben die Ausgleichskassen zurückzuerstatten oder zu verrechnen (Art. 25 Abs. 2 und 3 AHVV). Als Zahlungsperioden gilt für
Selbständigerwerbende
grundsätzlich das Vierteljahr (Art. 34 Abs. 1
lit
. b AHVV).
1.3
Nach Art. 26 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
(
ATSG;
anwendbar gestützt auf Art. 1 AHVG) sind für fällige
Bei
tragsfor
derungen
und Beitragsrückerstattungsansprüche Verzugs- und
Vergü
tungszin
sen
zu leisten. Der Bundesrat kann für geringfügige Beiträge und kurz
fristige Ausstände Ausnahmen vorsehen.
Gemäss Art.
41
ter
AHVV werden für nicht geschuldete Beiträge,
Vergütungszin
sen
ausgerichtet (
Abs.
1). Der Zinsenlauf beginnt im Allgemeinen am
1.
Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die nicht geschuldeten Beiträge bezahlt wurden (
Abs.
2).
Die Zinsen laufen bis zur vollständigen Rückerstattung (Abs. 4).
Wurden hingegen zu wenig
Akontobeiträge
bezahlt, so hat der Selb
ständigerwerbende auf den auszugleichenden persönlichen Beiträgen, die nicht innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung geleistet werden, erst ab Rechnungsstel
lung durch die Ausgleichskasse Verzugszinsen zu entrichten (Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. e AHVV). Falls die
Akontobeiträge
mindestens 25 % unter den tatsächlich geschuldeten Beiträgen liegen und nicht bis zum 1. Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres entrichtet werden, so beginnt die Pflicht zur Entrichtung von Verzugszinsen ab dem 1. Januar nach Ablauf des dem
Bei
tragsjahr
folgenden Kalenderjahres (Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV). Dasselbe gilt, wenn überhaupt keine
Akontobeiträge
(beispielsweise mangels Anmeldung) abgeliefert wurden (Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. b AHVV).
Der Satz für die Verzugs- und Vergütungszinsen beträgt 5 % im Jahr (Art. 42 Abs. 2 AHVV).
2.
Der Beschwerdeführer leistete für das Jahr 2007 Akontozahlungen in
Höhe von Fr. 550‘000.--,
für das Jahr 2008 von Fr. 600‘0000.-- und für die Jahre
2009 und 2010 in Höhe von jeweils Fr. 400‘000.-- (Urk. 7/1). Tatsächlich hatte er jedoch lediglich Beiträge in Höhe von Fr. 292‘3
53.45
für das Jahr 2007 (Urk.
7/3/1), von
Fr. 28
7‘149.70
für das Jahr 2008
(
Urk.
7/
3/2),
von
Fr.
111‘627.55
für das Jahr 2009 (
Urk.
7/
3/3) und
von
Fr. 125‘
227.50
für das Jahr 2010
zu leisten
(
Urk.
7/
3/4)
. Der Beschwerdeführer leistete somit Akonto
zahlungen
von
Fr. 257‘6
46.5
5
für das Jahr 2007 (Urk.
7/
4/1), von
Fr. 312‘850.30 (
Fr.
311‘908.10
+ Fr. 942.20)
für das Jahr 2008 (
Urk.
7/
4/2), von
Fr. 288‘372.45 (
Fr.
287‘429.25
+ Fr. 943.20)
für das Jahr 2009 (
Urk.
7/
4/3) und von Fr. 274‘
772.50
für das Jahr 2010 (
Urk.
7/
4/4)
zu viel. Die
Beschwerdegeg
nerin
zahlte dem Beschwerdeführer die zu viel geleisteten Beiträge nach Erhalt der Steuermeldungen am 15. Oktober 2012
bzw. im Januar 2013
zurück (Urk. 7/4/1-4) und sprach ihm jeweils für das dem Beitragsjahr folgende Jahr Vergütungszinsen in Höhe von 5 %, sprich
Fr. 12‘88
2.30
für das Jahr 2007 (
Urk.
7/5/1), Fr.
1
5‘
642.50
für das Jahr 2008 (
Urk.
7/5/2), Fr. 14‘
4
18
.60
für das Jahr 2009 (
Urk.
7/5/3) und Fr.
13‘738.60
für das Jahr 2010 (
Urk.
7/5/4)
, das heisst total Fr. 56‘682.--
zu. Für die Zeit nach Ablauf des dem Beitragsjahr fol
genden Jahres verneinte die Ausgleichskasse einen Anspruch auf
Vergütungs
zinsen
. Hiergegen richtet sich die Beschwerde des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Die vom Beschwerdeführer geleisteten Beiträge von Fr. 550‘000.-- für das Jahr 2007 hätten bei einem im Betrieb investierten Kapital von Fr. 6‘733‘016.-- (
Urk.
7/2/1)
gemäss der Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin (vgl. betreffend Zinsabzug vom investierten Eigenkapital das
kürzlich ergangene
Urteil des Bundesgerichts
9C_13/20
1
5
vom 1
1.
August 2015)
einem Einkommen von Fr. 5‘414‘454.35 ([Fr. 550‘000.-- : {0,095 x 1,0015} + Fr. 202‘020.--] x 0,905) entsprochen.
Die Akontozahlungen für das Jahr 2008 von Fr. 600‘000.-- wären bei einem im Betrieb investierten Eigenkapital von Fr. 8‘415‘366.--
gemäss der Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin
einem Einkommen von Fr. 5‘973‘805.45 ([Fr. 600‘000.-- : {0,095 x 1,0015} + Fr. 294‘560.--] x 0,905) gleichgekommen.
Die vom Beschwerdeführer
in
den Jahren 200
9
und
2010 jeweils geleisteten Beiträge von Fr. 400‘000.-- hätten bei einem im Betrieb investierten Eigenkapital von Fr. 13‘243‘025.-- (2009;
Urk.
7/2/3) bzw. Fr. 10‘374‘791.--
(
Urk.
7/2/4)
einem Einkommen in Höhe von Fr. 4‘100‘669.25 ([Fr. 400‘000.-- : {0,095 x 1,0025} + Fr. 331‘100.--] x 0,905) im Jahr 2009 und von Fr. 3‘988‘811.25 ([Fr. 400‘000.-- : {0,095 x 1,0025} + Fr. 207‘500.--] x 0,905) im Jahr 2010 entsprochen.
Der Beschwerdeführer leistete somit Beiträge für ein Einkommen welches im Jahr 2007 Fr. 2‘450‘
700
.35 (Fr. 5‘414‘454.35 - Fr. 2‘963‘
754
.-- [
Urk.
7/3/1]) bzw. rund 83
%
, im Jahr 2008 Fr.
2‘975‘846.45
(
Fr. 5‘973‘805.45
- 2‘9
97
‘
959
.-- [
Urk.
7/3/2]) bzw. rund
100
%
, im Jahr 2009 Fr. 2‘
740
‘
256.25
(Fr. 4‘100‘669.25
–
1‘360‘413
.
--
[
Urk.
7/3/3]) bzw.
rund
2
00
%
und im Jahr 2010 Fr. 2‘61
0
‘
964.25
(Fr. 3‘988‘811.25 - Fr. 1‘377‘
847
.-- [
Urk.
7/3/4]) bzw. rund 190
%
über seinem tatsächlichen Einkommen lag.
3.2
In den Vorjahren betrug das beitragspflichtige Einkommen (nach
Eigenkapital
zinsabzug
) Fr. 1‘8
07
‘
8
00.-- (2005; Urk. 1
1
/9) bzw. Fr. 3‘94
4‘1
00.--(2006;
Urk.
1
1
/8). Die definitive Beitragsfestsetzung dieser Beitragsjahre erfolgte indes erst am
1
2.
Dezember 2007
für die Periode 2005 bzw. am 1
4.
Juli 2009 für das Jahr 200
6.
Gemäss Auskunft der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren AB.2013.00007 lag es allein in der Hand der Beitragspflichtigen, die Höhe der
Akontobeiträge
zu bestimmen. Zwar versandte die Beschwerdegegnerin ab 2005 „provisorische Beitragsverfügungen“ für das laufende Jahr, die Beitragspflichti
gen waren jedoch aufgerufen, die vierteljährlich zu entrichtenden Akontozah
lungen im Laufe des Jahres anzupassen, sofern sich die Einkommenssituation verändern sollte.
3.3
Als Grund für seine viel zu hohen
Akontoleistungen
führt der Beschwerdeführer
in seiner Beschwerde vom 2
5.
Januar 2013 (
Urk.
1)
an, dass in den Jahren 2007 bis 2010
zusätzliche
Rückstellungen von Fr. 17‘000‘000.-- gebildet worden seien und er bis zur definitiven Einschätzung der Steuerbehör
den nicht habe wissen könne
n
, ob diese akzeptiert würden (Urk. 1).
Mit
seiner Stellungnahme vom 2
2.
Juni 2015 erklärte der Beschwerdeführer, in den Jahren 2008, 2009 und 2010 seien folgende Rückstellungen neu gebildet bzw. erhöht worden: 2008: Fr
.
18‘873‘910.--, 2009: Fr. 11‘122‘000.-- und 2010: Fr. 19‘529‘320.--. Hiervon seien im Jahr 2008 Fr. 3‘145‘652.--, im Jahr 2009 Fr.
500‘490.-- und im Jahr 2010 Fr. 748‘624.
--
auf ihn entfallen
(
Urk.
26 und
Urk.
27)
.
3.4
Gemäss Hilfsblatt A für Steuerpflichtige mit selbständigem Erwerb brachte der Beschwerdeführer im Jahr 2007 Fr. 707‘500.-- (
Urk.
2
0
/1) Rückstellungen von seinem Bruttoerwerbseinkommen in Abzug. Der Beschwerdeführer hatte somit betreffend den von ihm als Grund für die zu hohen Akontozahlungen ange
führten neu gebildeten Rückstellungen im Jahr 2007 höchstens ein Risiko in Höhe von Fr. 707‘500.--. Wenn die Steuerbehörden die deklarierten Rückstel
lungen des Beschwerdeführers nicht akzeptiert hätten, hätte sich sein Einkom
men aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Jahr 2007 auf Fr. 3‘671‘
254
.-- (
Fr.
2‘963‘
754
.-- + Fr. 707‘500.--) belaufen. Für ein Einkommen von
Fr. 3‘671‘
254
.-- hätte er
gemäss der Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts
9C_13/20
1
5
vom 1
1.
August 2015)
Beiträge in Höhe von insgesamt Fr. 366‘7
36.30
([Fr. 3‘671‘
254
.-- : 0,905 – Fr. 202‘020
.--]
= Fr. 3‘854.614.25; Fr. 3‘854‘600.-- {vgl.
Art.
8
Abs.
1 AHVG}
x
[0,095 x 1,0015]) leisten müssen. Er hätte somit auch dann, wenn die neu gebil
deten Rückstellungen von den Steuerbehörden nicht als geschäftsmässig begründet akzeptiert worden wären, Akontozahlungen von Fr. 183‘
263.70
zu viel geleistet (Fr. 550‘000 - Fr. 366‘
736.30
).
3.5
3.5.1
Gemäss Hilfsblatt A für Steuerpflichtige mit selbständigem Erwerb brachte der Beschwerdeführer im Jahr 2008 im Gegensatz zum Jahr 2007 keine Rückstel
lungen von seinem Bruttoerwerbseinkommen in Abzug (
Urk.
20/2
). Aus den Steuerklärungen der Jahre 2009 (
Urk.
2
0/3) und 2010 (Urk. 20
/4) gehen eben
fal
ls keine Rückstellungen hervor.
3.5.2
Im Juni 2011 fand am Sitz der
Y._
eine Buchprüfung des Kanto
nalen Steueramtes statt. Das Protokoll dazu datiert vom 2
2.
Februar 201
2
(
Urk.
20)
. Offensichtlich gestützt auf die Feststellungen des Revisors erfolgten dann auch die Einschätzungen 2007 bis und mit 2010.
Die vom Beschwerdeführer mit seiner Stellungnahme vom 2
3.
Juni 2015 einge
reichte
Aufstellung über die Bildung von Rückstellungen in den Jahren 2008, 2009 und 2010
(vgl.
Urk.
27)
finden sich nicht im ausgeführten Umfang im Protokoll des
Kantonalen
Steueramtes
vom 2
2.
Februar 2012
wieder
. So gehen aus der Analyse
Erfolgsrechnung
für die Jahre 2008, 2009 und 2010 Wertbe
richtigungen, Rüc
k
stellungen und Verlust in Höhe von Fr. 20‘0388‘098.
bzw. Fr. 270‘792.
--
bzw. Fr. 18‘896‘551.
--
hervor (S. 3), der Beschwerdeführer macht in seiner
Aufstellung
vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
27) demgegenüber
Rückstellun
gen von Fr. 18‘873‘910.
--
für das Jahr 2008, von
Fr. 11‘122‘000.
für das Jahr 2009 und von
Fr. 19‘529‘320.
-- für das Jahr 2010
geltend.
Es fällt zudem auf
, dass der Beschwerdeführer im R
ahmen seiner Beschwerde vom 25.
Januar 2013 (
Urk.
1)
noch von Rückstellungen vo
n insgesamt Fr. 17‘000‘000.--
für die Jahre 2007 bis 2010
sprach.
Hierzu
hielt
das Steueramt
gegenüber der
Beschwerde
gegnerin
mit Schreiben vom 13. März 2013 fest, dass eine Erhöhung der
Rück
stellungspositionen
im besagten Zeitraum von gesamthaft Fr. 17‘000‘000.-- den Steu
erakten nicht zu entnehmen sei
(Urk. 11/10).
Der Beschwerdeführer bringt
in keiner Weise
vor, inwieweit hinsichtlich der von ihm aufgelisteten, neuen bzw. erhöhten Rückstellungen ein namhaftes Risiko bestanden
hätte
, dass die Steuerbehörde diese nicht akzeptier
en könnten. Aus
der Bildung von
Rückstellungen alleine kann nicht geschlossen werden, dass ein erhöhtes Risiko bestanden hätte, dass diese von den Steuerbehörden aufge
rechnet würden.
Dies gilt umso mehr, als dem Protokoll des Steueramtes des Kantons Zürich zu entnehmen ist, dass bei der
Y._
auf die übervorsichtige Bewertung der Einzelwertberichtigungen verzichtet und nur noch die betriebswirtschaftlich notwendigen Rückstellungen gebildet
worden seien
(S. 8).
Ferner darf und muss auch im AHV-Beitragsabrechnungsverfahren davon aus
gegangen werden, dass ausschliesslich steuerlich begründete und grundsätzlich zum Abzug zugelassene Rückstellungen deklariert werden. Ob dies bei den vom Beschwerdeführer aufgelisteten Rückstellungen (
Urk.
27) nicht zutraf und daher diese Posten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht akzeptiert worden wären, lässt sich kaum überprüfen, weshalb von der Vermutung korrekter und plausibler Deklaration auszugehen ist. Jedenfalls steht fest, dass anlässlich der steuerlichen Buchprüfung einzig zu hohe Steuer- und AHV-Schulden aufgerechnet worden waren.
Nach dem Gesagten sind die vom Beschwerdeführer für die Steuerjahre 2008, 2009 und 2010 geltend gemachten Rückstellungen nicht nachvollziehbar, jedenfalls ist nicht ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer
mit hoher Wahr
scheinlichkeit
damit rechnen musste, dass ihm von den Steuerbehörden vorge
nommene Rückstellungen aufgerechnet würden und dadurch sich sein Einkom
men aus selbständiger Erwerbstätigkeit und somit auch sein beitragspflichtiges Einkommen erhöhen würde.
3.
6
Die Beschwerdegegnerin beschränkte den Zinsenlauf auf ein Jahr nach Ablauf der Beitragsperiode unter anderem in analoger Anwendung von Art. 41
ter
Abs. 3 AHVV (Urk. 2 S. 3). Diese Bestimmung betrifft Lohnbeiträge und ist insoweit nicht passend, als die effektiv ausbezahlten Löhne bzw. der Lohnanspruch Ende Jahr
masslich
feststehen. Das beitragspflichtige selbständige Erwerbseinkommen hängt indes auch von der Steuerveranlagung ab, ist daher nicht in allen Teilen immer genau berechenbar, und die rechtskräftige Steuereinschätzung kann sich zeitlich erheblich verzögern. Ferner verwies die Beschwerdegegnerin auf Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV. Den Bestimmungen zum Verzugszins kommen dem Grundgedanken nach dieselbe Funktion eines Schadensausgleichs wie beim Vergütungszins zu. Sie bezwecken unbekümmert um den tatsächlichen Nutzen und Schaden, den Zinsverlust des Gläubigers und den Zinsgewinn des Schuld
ners in pauschalisierter Form auszugleichen (vgl. BGE 134 V 202 E. 3.3.1
S. 206). Wohl sieht die Regelung über die Verzugszinsen (Art. 41
bis
AHVV) in dif
ferenzierter Weise
einen
unterschiedlichen Beginn des Zinsenlaufs vor und trifft hinsichtlich der
Selbständigerwerbenden
bei Unterlassung ihrer Melde
pflichten eine Unterscheidung je nach Ausmass der prozentualen Abweichung der Akon
tozahlungen zu den effektiv geschuldeten Beiträgen (vgl. E. 1.2). Indes fehlt eine analoge Bestimmung bei den Vergütungszinsen. Dass die
Mitwirkungs
pflichten
des
Selbständige
rwerbenden
im
Akontozahlungsver
fah
ren
(Art. 24 Abs. 4 AHVV) auch in Bezug auf die Vergütungszinsen zu berück
sichtigen sind, ist auch Ausfluss des Gebots des Handelns nach Treu und Glau
ben. Eine analoge Anwendung der Bestimmungen zum Verzugszins auf den
Vergü
tungszins
, was nur mit erheblichen Anpassungen des Verordnungstextes mög
lich ist, erscheint ohne entsprechende Grundlage in der Verordnung jedoch nicht opportun, ansonsten Vergütungszinsen jeweils schon bei einer 25%igen Abweichung (teilweise) hinfällig würden, was dem gesetzlich vorgeschriebenen Grundsatz (Art. 26 Abs. 1 ATSG) widerspräche, der den Bundesrat nur ermäch
tigt, für den umgekehrten Fall, das heisst bei geringfügigen Beiträgen oder kurzfristigen Ausständen, eine Ausnahmeregelung zu treffen (vgl. hierzu auch zur bis
Ende 2000 geltenden Vergütungs
zinsregelung: BGE 110 V 252 E. 4b S. 257).
3.
7
Nach Art. 2 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat jedermann in der Ausübung seiner Rechte und in der Erfüllung seiner Pflichten nach Treu und Glauben zu handeln. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung findet der offenbare Missbrauch eines Rechtes keinen Rechtsschutz. Art. 2 ZGB ist eine Grundschutznorm, welche der Durchsetzung der öffentlichen Ordnung und Sittlichkeit dient. Ihre Geltung erstreckt sich auf die gesamte Rechtsordnung mit Einschluss des öffentlichen Rechts sowie des Prozess- und Zwangsvollstreckungsrechts. Ein
Rechtsmiss
brauch
liegt insbesondere dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will. Der Grundsatz von Treu und Glauben ist in jeder Instanz von Amtes wegen anzuwenden, was auch für die Frage gilt, ob ein
Rechtsmiss
brauch
vorliegt (BGE 131 V 97 E. 4.3;
Häfelin
/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage,
Rz
. 716).
3.
8
3.
8
.1
Der Beschwerdeführer hat keinen sachlichen Grund dargetan, weshalb er für das Jahr 2007 Akonto
zahlungen geleistet hat, welche auch bei
Nichtberücksichti
gung
der von ihm geltend gemachten Rückstellungen um
Fr. 183‘263.70 (Fr. 550‘000
.--
- Fr. 366‘736.30)
zu hoch waren. Es fällt vielmehr auf, dass er, nachdem er zuvor am 3
0.
März und 2
9.
Juni 2007 Akontozahlungen von je
Fr. 75‘000.--, am 2
1
. August 2007 von Fr. 50‘000.-- und am 2
8.
September 2007 von Fr. 100‘000.-- geleistet hatte (
Urk.
7/1), am
10
. Dezember 2007 eine Akontozahlung von Fr. 1
5
0‘000.-- und am
28
. Dezember 2007 eine solche von Fr. 1
0
0‘000.-- leis
tete (Urk. 7/1). Zu diesem Zeitpunkt hatte
er
Kenntnis über den allgemeinen Geschäftsgang des Jahres 2
007, weshalb ihm die Grössenord
nung seines Einkommens hätte bekannt sein m
üssen. Es fällt zudem auf, dass
er
die zusätzlich
e
Zahlung vom 2
8.
Dezember 2007 leistete, nachdem ihm am 1
2.
Dezember 2007 mitgeteilt worden war, dass er für die Akontozahlungen des Jahres 2005 Anspruch auf Vergütungszinsen habe (vgl.
Urk.
11/9). Es ist daher davon auszu
gehen, dass
der Beschwerdeführer
zumindest die Zahlung vom
28
. Dezember 2007 in Höhe von Fr. 1
0
0‘000.-- einzig mit dem Zweck der Geld
anlage zu einem Zinssatz von 5 % leistete. Dies widerspricht Treu und Glauben und ist daher rechtsmissbräuchlich. Für diese Fr. 1
0
0‘000.-- hat der Beschwer
deführer daher keinen Anspruch auf Vergütungszinsen.
3.
8
.2
Betreffend die übrigen auch unter Berücksichtigung des Rückstellungsrisikos im Jahr 2007 zu viel geleisteten Beiträge, welche sich auf Fr.
83‘263.70
beliefen (
Fr. 183‘263.70
– Fr. 1
0
0‘000.--), hätte sich der Beschwerdeführer spätestens im Zeitpunkt der Ausfüllung des Hilfsblattes A zur Steuerklärung, ausgedruckt am
2
0.
Februar 2008
(
Urk.
2
0
/1), bewusst sein müssen, dass er diese
Akontobeiträge
zu viel leistete. Gemäss Art. 24 Abs. 4 AHVV wäre er verpflichtet gewesen, der Beschwerdegegnerin mitzuteilen, dass sein (deklariertes) Einkommen aus selb
ständiger Erwerbstätigkeit erheblich vom hypothetischen Einkommen, für wel
ches
Akontobeiträge
geleistet wurden, abweicht. Da er dies in Kenntnis der ihm zustehenden Vergütungszinsen unterlassen hat und es keinen andern sachlichen Grund als die reine Geldanlage zu einem Zinssatz von 5 % dafür gab, dass die zu hohen
Akontobeiträge
nicht zurückgefordert oder mit laufenden verrechnet wurden, handelte er diesbezüg
lich ebenfalls rechtsmissbräuchlich.
3.
8
.3
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer für die für das Jahr 2007 geleiste
ten Akontozahlungen Anspruch auf Vergütungszinsen von 5 % auf Fr. 1
57‘646.55
(Fr. 550‘000 – - Fr. 292‘3
53.45
- Fr. 1
0
0‘000.--) für die Zeit vom 1. Januar bis
2
0.
Februar 2008
und auf dem Betrag, welchen er zur Absicherung seiner Rückstellungen
maximal zu viel leisten durfte, das heisst Fr. 74‘382.85 (Fr. 366‘736.30
[
etrag
, welcher für das tatsächliche Einkommen zuzüglich Rückstellungen hätte geleistet werden müssen, vgl. E. 3.4]
- Fr. 292‘353.45
[Beiträge für das tatsächliche Einkommen]
)
für die Zeit vom 2
1. Februar
200
8
bis 15. Oktober 2012, was insgesamt
Vergütungszinsen von
Fr. 18‘399.10 (Fr. 157‘646.55 x 0,05 : 360 x 50 + Fr. 74‘382.85 x 0,05 : 360 x 1675)
ergibt.
3.
9
3.9.1
Die vom Beschwerdeführer in den Jahren 2009 und 2010 geleisteten Akontozah
lungen können als solche trotz des teilweise klaren Überschreitens der geschuldeten Summe nicht als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden. Hingegen fällt bei den Akontozahlungen für das Jahr 2008 auf, dass der Beschwerdeführer quartalsweise Fr. 100‘000.-
- einbezahlte, er jedoch am 23.
Dezember 2008 eine zusätzliche Zahlung von Fr. 200‘000.-- leistete. Im Dezember
2008
hatte der Beschwerdeführer Kenntnis über den allgemeinen Geschäftsgang
des Jahres 2008
und damit auch über die ungefähre Höhe seines Einkommens. Nachdem er weder im vorinstanzlichen
Einspracheverfahren
noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren einen sachlichen Grund für die Akonto
zahlung von Fr. 200‘000.
--
dargetan hat, ist davon auszugehen, dass diese Zahlung einzig zum Zweck der Geldanlage zu einem Zins von 5
%
ge
leistet wurde. Dies ist rechtsm
issbräuchlich, weshalb der
Beschwerdeführer für diese Fr. 200‘000.-- keinen Anspruch auf Vergütungszinsen hat.
3.9.2
Betreffend die übrigen Akontozahlungen der Jahre 2008 bis 2010 wäre der
Beschwerdeführer
nach Ausfüllen seiner Steuererklärung zur Meldung an die Beschwerdegeg
nerin verpflichtet gewesen wäre. Wie dargelegt (E. 3.5), hat der Beschwerdeführer für die Jahre 2008 bis 2010 in seinen Steuerklärungen keine Rückstellungen von seinem Bruttoerwerbseinkommen in Abzug gebracht und auch nicht dargetan, betreffend welche konkreten Rückstellungen ein ernsthaf
tes Risiko bestand, dass sie von den Steuerbehörden seinem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit aufgerechnet würden. Es besteht daher kein Anlass, de
n
Beschwerdeführer
nicht
auf
das von ihm
deklarierte Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
zu behaften
. Hieraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer
Anspruch auf Zinsen zu 5
%
auf den zu viel geleisteten Bei
trägen ab
1.
Januar des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres bis zum Ausfüllen der jeweiligen Steuererklärung
hat
. Das heisst konkret 5
%
auf Fr. 11
2‘850.30
(Fr. 400‘000.-- -
Fr.
28
7‘149.70
) vom 1. Januar 2009 bis
1
6.
März 2009
(
Urk.
20
/2)
,
5
%
auf Fr. 2
88
‘
372.45
(Fr. 400‘000.-- - Fr.
111‘627.55
) vom
1.
Januar 2010 bis
1
0.
Juni
2010 (
Urk.
20
/3) und 5
%
auf Fr. 274‘
772.50
(Fr. 400‘000.-- - 125‘
227.50
)
vom
1.
Januar 2011 bis
1
2.
April
2011 (
Urk.
20
/4)
, somit total Fr. 11‘492.10 (Fr. 112‘850.30 x 0,05 : 360 x 76
[Beiträge 2008]
+ Fr. 288‘372.45 x 0,05 : 360 x 160
[Beiträge 2009]
+ Fr. 274‘772.50 x 0,05 : 360 x 102
[Beiträge 2010]
).
3.
10
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Vergütungszinsen
in Höhe
von total Fr. 29‘891.20 (Fr. 11‘492.10 + Fr. 18‘399.10). In Anbetracht, dass dem Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin
Vergütungsz
insen
in Höhe
von total Fr. 56‘
68
2.--
(Fr. 12‘882.30 [
Urk. 7/
5/1; Beiträge 2007] + Fr. 15‘642.50 [
Urk. 7/
5/2; Beiträge 2008] + Fr. 14‘418.
6
0 [
Urk. 7/
5/3; Beiträge 2009] + Fr. 13‘738.60 [
Urk. 7/
5/4; Beiträge 2009]) entr
ichtet worden sind, erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Vergütungszinsen für die für die
Bei
tragsjahre
2007 bis 2010 geleisteten Akontozahlungen in Höhe von total Fr. 29‘891.20 hat
, abzuweisen ist
.