Decision ID: 5939a78c-f427-4f01-ab36-652795276a7b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1965, arbeitet seit Oktober 2001 in einem Teilzeitpensum als Zustellerin/
Drucksachenverträgerin
bei der Y._ AG (Urk. 6/16). Am 1. Dezember 2014 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte wegen Knie- und Ellbogenbeschwerden rechts bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
an (Urk. 6/2; vgl. auch Urk. 6/1). Die IV-Stelle nahm medizinische und beruflich-erwerbliche Abklärungen vor. Nach durchgeführtem Vorbescheid-verfahren (Vorbescheid vom 16. März 2015, Urk. 6/24, und Einwand vom 14. April 2015, Urk. 6/34) verneinte sie mit Verfügung vom 21. Mai 2015 (Urk. 6/41) einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente. Die dagegen von der Versi
cherten am 2. Juni 2015 erhobene Beschwerde (Urk. 6/44) hiess das Sozialversi
cherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2015.00608 vom 31. August 2015 (Urk. 6/52) in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung vom 21. Mai 2015 aufhob und die Sache an die
IV-Stelle zurückwies, damit diese ergänzende medizinische Abklärungen vornehme und danach über den Renten
anspruch neu verfüge.
1.2
Daraufhin holte die IV-Stelle die Berichte der Klinik Z._ vom 15. Januar 2016 (Urk. 6/59) und vom 25. Januar 2016 (Urk. 6/62) ein und gab bei Dr. med. A._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein Gutachten in Auftrag, das diese am 30. Juni 2016 erstattete (Urk. 6/69). In der Folge beauftragte
die IV-Stelle ihren Abklärungs
dienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Abklärungsbericht vom 9. November 2016, Urk. 6/73). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 17. November 2016, Urk. 6/75, und Einwand vom 30. November 2016, Urk. 6/83) verneinte die
IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Februar 2017 (Urk. 2) einen Anspruch auf
IV-Leistungen.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 15. März 2017 Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 1):
1.
Es sei die Verfügung vom 2
4.
Februar 2017 aufzuheben.
2.
Es sei der Versicherten eine halbe IV-Rente zuzusprechen.
3.
Eventualiter sei
en
ein Gutachten über die funktionelle Leistungsfähigkeit sowie
eine Ergänzung der Haushaltabklärung einzuholen; zudem sei die orthopädische
Begutachtung in Anwesenheit eines Dolmetschers nochmals durchzuführen.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich
MWSt
, zu Lasten der
Beschwerdegegnerin.
In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwerdeführerin am 3. Mai 2017 angezeigt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren
Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensv
ergleich,
gemischte Methode
, Betätigungsvergleich
) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheits
schaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invalidi
tätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäfti
-
gungsgrad
Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchs
tens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 31 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass die Beschwerdeführerin, die zu 50 % im Erwerbs- und zu 50 % im Haushalts
bereich einzustufen sei, gemäss dem schlüssigen und nachvollziehbaren ortho
pädischen Gutachten von Dr. A._ in einer leichten körperlichen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Dies bedeute konkret, dass für die ausgeübte Tätigkeit als
Drucksachenverträgerin
aus medizinischer Sicht keine Einschränkung bestehe. Die Abklärung vor Ort habe ergeben, dass im Haushalt ebenfalls keine Einschränkung gegeben sei. Im Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass die Begutachtung bei Dr. A._ ohne Dolmetscher stattgefunden habe, da dieser kurzfristig abgesagt habe. Die Tochter der Beschwerdeführerin sei bei der Begutachtung für die Übersetzung aber dabei gewesen, und die Fragen hätten so klar gestellt und beantwortet werden können. Zusammenfassend sei festzu
halten, dass keine Erkrankung vorliege, welche zu einem länger dauernden Ausfall der Erwerbsfähigkeit führe bzw. Einschränkungen im Haushalt zur Folge habe. Aus diesem Grund habe die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente oder auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass sie nach der Schei
dung von ihrem Ehemann im Januar 2015 im Gesundheitsfall in einem 100%-Pensum erwerbstätig wäre. Die gemischte Methode dürfe nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom Februar 2016 ohnehin nicht mehr angewendet werden. Im Weiteren seien die Abklärungen durch Dr. A._ ungenügend gewesen. Die Untersuchung habe lediglich 40 Minuten gedauert, und es finde sich im Gutachten insbesondere keine substantielle Auseinandersetzung mit den anderslautenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte. Zudem sei das Gutachten auch deshalb nicht verwertbar, weil kein Dolmetscher anwesend gewesen sei. Nebst einer orthopädischen Begutachtung wäre auch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) erforderlich gewesen. Die Schlussfolgerungen im Haushaltabklärungsbe
richt vom 9. November 2016 seien sodann nachweislich falsch, zumal die zuständige Abklärungsperson davon ausgegangen sei, dass ihr der ganze Tag zur Verfügung stehe, um die Haushaltarbeiten zu erledigen (Urk. 1 S. 3 ff.).
3.
3.1
Dr. med. B._, FMH Allgemeinmedizin, Bezirksarzt des Bezirkes C._, hielt im Bericht vom 9. Oktober 2014 zuhanden des Bezirksgerichts C._ fest, dass die Beschwerdeführerin hauptsächlich an Knieschmerzen rechts leide. Zudem sei die Funktion des rechten Ellbogens beeinträchtigt. Die Knieschmerzen seien Folge einer übermässigen Abnützung (Arthrose), die Funktionseinbusse des Ellbogens Folge eines Unfalles im Jahr 1986. Die Knie
schmerzen rechts hätten 1996 erstmals zu einer Operation geführt. Weitere Ein
griffe seien 1998 und 2014 erfolgt. Trotzdem habe das Fortschreiten der Abnüt
zung nicht verlangsamt werden können. Die Ellbogenbeschwerden seien seit der unfallbedingten Operation von 1986 und der Zweitoperation von 1987 belastungsabhängig. Eine sitzende Tätigkeit ohne repetitive Belastungen des rechten Armes sei der Beschwerdeführerin allerhöchstens in einem 50%-Pen
sum möglich. Das rechte Knie müsse mit einer Knieprothese versorgt werden. Der Zeitpunkt der Operation sei noch nicht festgelegt (Urk. 6/1).
3.2
Dr. med. D._, FMH Orthopädische Chirurgie, von der Klinik Z._ berichtete am 12. Januar 2015, dass die letzte Beurteilung der Beschwerdefüh
rerin in seiner Sprechstunde am 26. April 2014 erfolgt sei. Dies, bei Status nach Kniearthroskopie rechts mit medialer TME bei medialer
Meniskopathie
mit
ret
ropatellärer
sowie medialer
Gonarthrose
mit
Chondromalazie
Grad II bis
partiell
III am 12. März 2014. Damals habe die Beschwerdeführerin nur noch minimale Restbeschwerden im medialen Kompartiment verspürt. Seit dem 9. April 2014 sei sie zu 100 % arbeitstätig gewesen. Die Frage der weiteren Arbeitsunfähigkeit seit der letzten Beurteilung am 26. April 2014 entziehe sich seiner Kenntnis (Urk. 6/8/6).
3.3
Med.
pract
. E._, FMH Innere Medizin, von der Klinik Z._ gab im Bericht vom 10. Februar 2015 an, dass die Beschwerdeführerin seit 2001 in einem 50%-Pensum als
Drucksachenverträgerin
tätig sei. Eine Erhöhung des Pensums sei nicht möglich. Bei langem Stehen und Gehen habe sie Knie
schmerzen. Auch eine wechselbelastende Tätigkeit sei ihr nur noch in einem 50%-Pensum möglich, wobei repetitive Belastungen des rechten Armes zu ver
meiden seien (Urk. 6/10/1-3).
3.4
Im Urteil IV.2015.00608 vom 31. August 2015 erwog das
Sozialversiche-rungsge
richt
, dass der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe
rin und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorhande
nen Berichte nicht schlüssig beurteilt werden könne (Urk. 6/52).
3.5
Med.
pract
. E._ erwähnte im Verlaufsbericht vom 15. Januar 2016 nebst den bereits bekannten Kniebeschwerden rechts und der Funktionseinschränkung des rechten Ellbogens neu auch vermehrte Knieschmerzen links (seit September 2015). Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei stationär. Sie arbeite nach wie vor in einem Pensum von 50 % als
Drucksachenverträgerin
. Ein höheres Pensum sei nicht möglich (Urk. 6/59).
3.6
Dr. D._ diagnostizierte im Bericht vom 25. Januar 2016 eine Retropatel
lararthrose Kniegelenk links. Er gab an, die Beschwerdeführerin sollte ihre körperliche und berufliche Aktivität trotz der vorliegenden Kniesymptoma
tik insgesamt ohne Einschränkung weiterführen können (Urk. 6/62).
3.7
Dr. A._ stellte im orthopädischen Gutachten vom 30. Juni 2016 folgende Diagnosen (Urk. 6/69/11):
(1)
eine beginnende posttraumatische Arthrose recht
e
s Ellbogengelenk mit einem
Streckdefizit von 5° und gutem funktionalem Ergebnis
(2)
eine beginnende
Pangonarthrose
des rechten Kniegelenks mit noch guter
Funktionsfähigkeit (0°-Achse des Kniegelenks)
(3)
eine
beginnende Gonarthrose linkes Kniegelenk bei physiologischer Beinachse
Dr. A._ erklärte, dass die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeits
markt für leichte körperliche Arbeit zu 100 % geeignet sei (Urk. 6/69/11).
3.8
Der Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin errechnete im Bericht vom
9. November 2016
eine Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushalt von
0 %
(Urk. 6/73).
3.9
Dr. D._ diagnostizierte im an med.
pract
. E._ gerichteten Bericht vom 31. August 2016 ein Ganglion
Dorsum
pedis
, wahrscheinlich
Lisfranc
-Ganglion, ausgeprägter
Hallux
valgus
rechts mit
Interphalangeus
-Komponente. Am 30. November 2016 würden die Ganglion-Resektion sowie die
Hallux
-Chi
rurgie durchgeführt (Urk. 6/70/1). Im Aufklärungsprotokoll (ohne Datum) gab Dr. D._ an, dass die Beschwerdeführerin danach für sechs bis acht Wochen zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 6/82).
3.10
Im Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 13. Januar 2017 bescheinigte Dr. F._ der Beschwerdeführerin vom 30. November 2016 bis zum 22. Januar 2017 eine 100%ige und ab dem 23. Januar 2017 für zehn bis 14 Tage eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/1).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung
in medizi
nischer Hinsicht in erster Linie auf das orthopädische Gutachten von Dr. A._ vom 30. Juni 2016 (Urk. 6/69).
4.2
Das Gutachten von Dr.
A._
basiert auf einer fachärztlich-orthopädischen Untersuchung und wurde in Kenntnis der und
in
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben.
Dr. A._
hat detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen auseinandergesetzt. Zudem hat sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach die
rechtsprechungsgemässen
Anfor
derungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent
scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.7
).
4.3
Dr. A._ erklärte im Wesentlichen
, dass
der Beschwerdeführerin aufgrund der beginnenden posttraumatischen Arthrose des rechten Ellbogengelenks, der beginnenden
Pangonarthrose
des rechten Kniegelenks sowie der beginnenden Gonarthrose des linken Kniegelenks nur noch leichte körperliche Tätigkeiten in einem 100%-Pensum zumutbar seien.
Vermieden werden müss
t
en stärke
re Belastungen des rechten Ell
bogens. Gewichte bis zu 5
kg seien
auf dem rechten Arm noch zumutbar. Eine verstärkte Belastung des
rechten Armes über 90° Abduktion sei
jedoch
zu vermeiden. Kniebelastende Tätigkeiten wie Arbeiten auf Leitern, kniende Tätigkeiten und Arbeiten überwiegend im Stehen müss
t
en
ebenfalls vermieden werden (Urk. 6/69/11).
Diese Beurteilung von Dr. A._, die auf einer eingehenden Untersuchung der Beschwerdeführerin beruht (Urk. 6/69/3-10) und die sie insbesondere auch in Kenntnis der zwischen Februar 2014 und Juni 2016 durchgeführten bildgeben
den Untersuchungen beider Knie und des Ellbogens rechts abgab (Urk. 6/69/10), ist angesichts der genannten Befunde und der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel.
4.4
Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 8) hat Dr. A._ dabei auch nachvollziehbar begründet, weshalb sie von den Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit von med.
pract
. E._ und Dr. B._ abwich. So wies Dr. A._ darauf hin, dass keine schweren Arthrosen beider Kniegelenke und des rechten Ellbogengelenks vorlägen und sie im Rahmen ihrer Untersuchung auch keine Bewegungseinschränkungen habe feststellen können. Infolgedessen sei aus ihrer Sicht die Indikation zur Implantation eines künstlichen Kniege
lenks beidseits nicht gegeben (Urk. 6/69/11). Dr. D._ gab im Bericht vom 25. Januar 2016 im Übrigen einzig an, dass längeres Knien sowie konse
quentes Bergauf- und Bergabwärtsgehen mit gewissen Restbeschwerden ver
bunden sei, während die berufliche Aktivität durch die Kniesymptomatik nicht eingeschränkt sein sollte (Urk. 6/62).
Im Weiteren ist der Beweiswert des Gutachtens von Dr. A._ nicht herabge
setzt, weil die (erwachsene) Tochter der Beschwerdeführerin (Urk. 6/2/2) als Übersetzerin mitwirkte (Urk. 6/69/4), nachdem der Französisch-Dolmetscher kurzfristig abgesagt hatte (Urk. 6/69/2). Das Bundesgericht hat in BGE 140 V 260 E. 3.3.1 zwar entschieden, dass der
Beizug
Angehöriger zur Übersetzung psychiatrischer Begutachtungsgespräche prinzipiell ausgeschlossen sei. Im sel
ben Entscheid hat es aber auch festgehalten, dass der Beweiswert eines solchen Gutachtens dann nicht geschmälert sei, wenn den Umständen nach auszu
schliessen sei, dass sich die Übersetzung durch Familienangehörige wesentlich auf die gutachtliche Beurteilung ausgewirkt habe (E. 3.3.3). Dies ist vorliegend der Fall. Dr. A._ wies einzig darauf hin, dass die Anamnese etwas schwierig gewesen sei, weil die Beschwerdeführerin nicht sehr gut Deutsch verstehe. Hier habe die Tochter aber als Übersetzerin dienen können (Urk. 6/69/4). Wie sich aus der ausführlichen Befunderhebung ergibt (Urk. 6/69/4-10), konnten sodann offensichtlich sämtliche erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden. Inwiefern es zu sprachbedingten Missverständnissen gekommen sein bzw. inwiefern sich die Übersetzung der Tochter negativ auf die Qualität des Gut
achtens ausgewirkt haben soll, hat die Beschwerdeführerin denn auch nicht substantiiert dargetan. Deren Einwand, Dr. A._ habe aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten die Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkung bei mehr als nur kurzzeitiger Belastung nicht berücksichtigt (Urk. 1 S. 5), vermag jedenfalls nicht zu überzeugen. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass es vorlie
gend – anders als in BGE 140 V 260 - nicht um eine psychiatrische Begutach
tung geht, sondern um eine orthopädische. Auch hier kommt einer guten Ver
ständigung zwischen Gutachter und versicherter Person
grosse
s Gewicht zu. Dies allerdings nicht in dem Masse wie bei einer psychiatrischen Begutachtung, zumal sich ein Gutachter im Rahmen einer somatischen Begutachtung auch auf die Resultate der körperlichen Untersuchung stützen kann. In diesem Sinne erwog denn auch das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil I 748/03 vom 3. März 2004 E. 2.1, dass bei somatischen Abklärungen nicht zum vornherein von einer Gehörsverletzung gesprochen werden könne, wenn trotz Verständigungsschwierigkeiten eine Begutachtung nicht in der Muttersprache des Versicherten oder unter
Beizug
eines Dolmetschers stattfinde. Entscheidend dafür, wie der sprachlichen Verständigung Rechnung getragen werden müsse, sei die Bedeutung der Abklärung als Entscheidungsgrundlage für die in Frage stehende Leistung.
Ferner
kommt es
für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grund
sätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung
an (Urk. 1 S. 8
);
massgebend
ist in erster Linie, ob die Expertise – was vorliegend der Fall ist - inhaltlich voll
ständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_664/2009 vom 6. November 2009 E. 3 und 9C_55/2009 vom 1. April 2009 E. 3.3 mit
Hinweisen). Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten weiteren Einwände (falsche
Grösse
der Beschwerdeführerin und falsche Schreibweise des Nachna
mens sowie des Vornamens der Tochter; Urk. 1 S. 8) sind
schliesslich
unterge
ordneter Natur und vermögen den Beweiswert des Gutachtens ebenfalls nicht zu erschüttern.
4.5
Aufgrund des von Dr. D._ im Bericht vom 31. August 2016 erwähnten Ganglions am rechten Fuss und des
Hallux
valgus
rechts, der in diesem Zusammenhang am 30. November 2016 erfolgten Operation und der damit ver
bundenen vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/70 und Urk. 3/1) ist sodann keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung aus
gewiesen.
4.6
Zur Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführerin die Tätigkeit als
Drucksa
chenverträgerin
noch zumutbar ist, hat sich Dr. A._ nicht explizit geäussert. RAD-Arzt Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, kam in der Stellung
nahme vom 26. Juli 2016 zum Schluss, dass für diese Tätigkeit keine Ein
schränkung bestehe (Urk. 6/74/4). Dies vermag indes nicht zu überzeugen. Gemäss Arbeitgeberbericht der Y._ AG vom 20. Februar 2015 muss die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Tätigkeit als
Drucksachenverträ
gerin
oft gehen und stehen sowie Gegenstände von 0 bis 10 kg heben oder tra
gen (Urk. 6/16/6). Mit Blick auf das von Dr. A._ erstellte Belastungsprofil, wonach der Beschwerdeführerin mit dem rechten Arm lediglich noch das Heben und Tragen von Gewichten bis zu 5 kg zumutbar und Arbeiten überwiegend im Stehen zu vermeiden sind (Urk. 6/69/11), kann die bisherige Tätigkeit nicht als behinderungsangepasst bezeichnet werden.
4.7
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass auf die Beurteilung von Dr. A._ abgestellt werden kann. Nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde
führerin die von Dr. A._ umschriebenen behinderungsangepassten Tätigkei
ten spätestens seit Mai 2014 (zwei Monate nach dem operativen Eingriff vom 12. März 2014; vgl. dazu auch den Bericht von Dr. D._ vom 12. Januar 2015, Urk. 6/8/6) wieder in einem 100%-Pensum zumutbar sind. Eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit ist diesbezüglich lediglich für die Zeit vom 30. November 2016 bis spätestens zum 5. Februar 2017 (Urk. 3/1) ausge
wiesen.
Soweit die Beschwerdeführerin
beantragt
, es seien weitere medizinische Abklärun
gen, insbeso
ndere die Durchführung einer EFL
, vorzunehmen
(Urk. 1 S. 8)
, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die medizi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund des
orthopädischen Gutach
tens von Dr. A._ (Urk. 6/69)
und der weiteren medizinischen Akten hinrei
chend abgeklärt.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Nach der Rechtsprechung darf
im Rahmen des bei (Teil-)Erwerbstätigen vorzu
nehmenden Einkommensvergleichs
ausnahmsweise von der ärztlich geschätzten Arbeitsfähigkeit ohne
Weiteres
auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen werden (
sogenannter Prozentvergleich;
vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_994/2010 vom 12. April 2011 E. 3.2.3). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die beiden Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind.
Da die Beschwerdeführerin nie auf ihrem erlernten Beruf als
Coiffeuse
gearbei
tet hat (Urk. 6/2/4, Urk. 6/6 und Urk. 6/73/2)
und sie in den letzten fünf Jahren von 2010 bis 2014 offenbar in einem Pensum von durchschnittlich ca. 40 % (16,66 Stunden pro Woche) als
Drucksachenverträgerin
bei der Y._ AG tätig war und damit ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 11‘349.55 erzielte (vgl. Urk. 6/6 und Urk. 6/16),
rechtfertigt es sich
zu Gunsten der Beschwerdeführerin
, sowohl für die Bemessung des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf den Lohn als Hilfsarbeiterin
abzustellen (
gemäss
der heranzuziehenden Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] 2012 des Bundesamtes für Statistik betrug dieser für Frauen bei einem 100%-Pensum pro Monat bei 40 Arbeitsstunden Fr. 4‘112.-- [Tabelle TA1]).
5.3
Sofern
man mit der Beschwerdeführerin davon ausgeht, dass sie als ganztägig erwerbstätig einzustufen ist (Urk. 1 S. 10), resultiert – Merkmale, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen (E. 1.4), liegen keine vor – keine
Erwerbseinbusse
und damit ein Invaliditätsgrad von Null.
Geht man mit der Beschwerdegegnerin von einer Qualifikation von 50 % Erwerbs- und 50 % Haushaltsbereich
aus, ergibt sich
ebenso wenig ein renten
begründender
(Gesamt-)Invaliditätsgrad
.
Die
Beschwerdeführerin
ist im
Haus
haltsbereich
gemäss
Abklärungsbericht vom 9. November 2016 (Urk. 6/73), dessen Beweiswert von der Beschwerdeführerin bestritten wird (Urk. 1 S. 9 f.),
nicht
eingeschränkt. Damit bei Anwendung der gemischten Methode
ein
ren
tenbegründender
Gesamtinvaliditätsgrad von
mindestens
40 %
resultieren würde, müsste die Behinderung im Haushaltsbereich mindestens 80 % betragen
(80 % x 0.5
=
40 %). Selbst wenn man nun aber einzelne Positionen des Abklärungsberichts vom 9. November 2016 (Urk. 6/73) in Frage stellen würde (Urk. 1 S. 9 f.), kann eine derartige Behinderung mit Blick auf das von Dr. A._ umschriebene, nicht sehr eingeschränkte Belastungsprofil von vorn
herein ausgeschlossen werden. Dies auch vor dem Hintergrund,
dass d
er Invali
ditätsgrad im Haushalts
bereich in der Regel
eher
geringer ist als derjenige im Erwerbsbereich, da im Haushalt hauptsächlich leichtere bis mittelschwere Tätig
keiten zu verrichten sind und es den Versicherten im Rahmen ihrer Schaden
minderungspflicht zumutbar ist, ihre Arbeit einzuteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).
5.4
Unabhängig davon, ob man die Beschwerdeführerin als ganztägig erwerbstätig oder als teilerwerbstätig einstuft (vgl. E. 1.2), ist ein Anspruch auf eine Rente deshalb zu verneinen.
Damit erübrigen
sich auch
weitere Erörterungen zum Urteil des
EGMR
in Sachen Di
Trizio
gegen die Schwei
z (7186/09) vom 2. Februar 2016.
Im Weiteren besteht auch kein Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen
(vgl. Art. 8 ff. IVG).
6.
Die angefochtene Verfügung vom 24. Februar 2017
(U
rk. 2), mit der ein Anspruch der Beschwerdeführerin
auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint wurde, erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwer
t festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.
7.2
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeich
net werden. Des Weiteren ist die
Beschwerdeführer
in bedürftig (Urk. 1 S. 10 ff. und Urk. 3/2-14
)
.
Antragsgemäss
(Urk. 1) ist ihr
deshalb die
unentgeltliche
Pro
zessführung zu bewilligen.
Die der
Beschwerdeführer
in
auferlegten Gerichts
kosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.3
Da zudem
die anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführerin geboten war, ist ihr
Rechtsanwältin
Korinna Fröhlich
al
s unentgeltliche
Rechtsvertreterin
zu bestellen. Rechtsanwältin Fröhlich
machte mit ihrer Honorarnote vom
25. Juli 2017 (Urk. 9) einen Aufwand von 7
Stund
en 35 Minuten und Barauslagen von Fr. 67.50
geltend. Bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert so eine Entschädig
ung von Fr. 1‘874.70
(inkl. Barauslagen und
MWSt
).
7.4
Kommt die
Beschwerdeführer
in
künftig in günstige wirtschaf
tliche Verhältnisse, so kann sie
das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichten (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungsgericht
,
GSVGer
).
Das Gericht
beschliesst
:
In Bewilligung des Gesuches vom
15. März 2017 wird der
Beschwerdeführer
in Rechts
anwältin
Korinna Fröhlich, Männedorf
, als
unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 600
.-- werden
der Beschwerdeführerin auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwer
deführerin, Rechtsanwältin Korinna Fröhlich, Männedorf, wird mit Fr. 1‘874.70
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hin
gewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Korinna Fröhlich
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.