Decision ID: b8d46d87-b75d-4606-9517-9e3a278e7c2e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1966, war
zuletzt vom
1.
Juli bis
7.
Aug
u
s
t
2013
bei der
Y._
GmbH beziehung
sweise beim
Restaurant Z._
als Hilfsköchin tätig gewesen (Urk.
7
/25/73,
Urk.
7/25/65 und
Urk.
7/17), als sie
sich am 2
8.
Februar 2014 unter Hinweis auf thorakale und lumbale Schmerzen nach einem Unfall vom 1
5.
Juli 2013, bei welchem sie
auf
eine
r
Treppe
gestü
r
zt ist
, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
7/4,
Urk.
7/25/4
Ziff.
7.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog beim
zuständigen
Unfallversicherer
, der
Elips
Versicherungen AG, Triesen, Unterlagen zum Unfall der Versicherten vom 1
5.
Juli 2013 bei (
Urk.
7/25/1-80
und
Urk.
7/47
)
und
stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
4.
Oktober 2014 (
Urk.
7/49)
eine Verneinung ihres Anspruchs auf Versicherungsleistungen in Aussicht. Nach
dem die Versicherte am 1
3.
November 2014 (
Urk.
7/54 und
Urk.
7/61) dagegen Einwendungen erhoben hatte, liess
sie
die IV-Stelle
polydisziplinär
begutachten (Gutachten vom 1
3.
Juni 2016;
Urk.
7/125/1-85 und
Urk.
7/129
) und verneinte mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2017 (
Urk.
7/135) einen Anspruch der Versicher
ten auf Versicherungsleistungen.
1.2
Gegen die Verfügung vom 1
2.
Januar 2017 erhob die Versicherte
am
1.
Februar 2017
be
im hiesigen Gericht Beschwerde, welches mit
Entscheid vom 16. März 2017 (
Prozess N
r. IV.2017.00183
;
Urk.
7/147/1-7
) auf die Beschwerde
nicht ein
trat. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Mit
dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid
vom 1
8.
September 2017 (Prozess Nr. IV.
2
017.00650;
Urk.
7/148
/1-8) wies das hiesige Gericht die
Gesuche
der Versi
cherten vom
3.
April 2017
um Wiederherstellung der mit Verfügung vom 1
6.
Februar 2017 angesetzten Nachfrist und um Revision des Entscheids des hiesigen Gerichts vom 1
6.
März 2017 (Prozess Nr. IV.2017.00183)
ab
.
1.3
Am 1
0.
Oktober 2017 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Beschwer
den in ihren Beinen erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/150
Ziff.
6.1 und
Urk.
7/151 S. 2).
Nachdem die IV-Stelle mit
Mitteilung vom
4.
Januar 2017 (
Urk.
7/165/1-2)
festgehalten
hatte,
dass die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen gegenwärtig
nicht möglich sei, liess sie die Ver
sicherte erneut polydisziplinär begutachten (Gutachten vom
6.
November 2018;
Urk.
7/202/1-55). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/205,
Urk.
7/211)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 (Urk. 7/225 =
Urk.
2) erneut
einen Anspruch der Versicherten auf Versicherungs
leistungen.
Mit Mitteilung vom
7.
März 2019 (
Urk.
7/230) erteilte die IV-Stelle der Versicher
ten Kostengutsprache für die leihweise Abgabe eines Rollstuhls.
2.
Gegen die Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 (
Urk.
2)
erhob die Versicherte am 1.
April 2019 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie Anspruch auf eine halbe Invalidenrente habe; eventuell sei die Sache zu ergänzender Abklärung des Sachverhalts an die IV-Stelle zurückzuweisen. Gleichzeit
ig
ersuchte die Versicherte um unentgeltliche Prozess
führung und Rechtsvertretung (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Mai 2019 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde
, wovon der Beschwerdeführerin am 3
0.
August 2019 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente, wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die In
validenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung
ist von Amtes wegen zu prüfen
, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzustellen; wie im Revisionsverfahren bleiben allfällige, vorangehende
Nichteintretens
verfü
gungen
aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summarischen Begrün
dungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des geltend gemach
ten Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachver
haltsabklä
rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund
heitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungs
anspre
chende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Recht
sprechung zur Wieder
er
wägung oder prozessualen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen) – bei einer weiteren Neuanmeldung entgege
nhalten lassen (BGE 130 V 71 E.
3.2.3
; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.3 f.
).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Ja
nuar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.7
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfäl
ligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
1.8
Nach der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 des Zivilgesetzbuches, ZGB) obliegt es bei erstmaliger Rentenprüfung (sowie bei einer Neuanmeldung zum Leistungsbe
zug) der versicherten Person, die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungs
anspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (BGE 140 V 290
E. 4.1; 139 V 547 E. 8.1). Bleiben die Auswirkungen eines objektivierbaren wie auch eines nicht (bildgebend) fassbaren Leidens auf die Arbeitsfähigkeit trotz in Nach
achtung des Untersuchungsgrundsatzes sorgfältig durchgeführter Abklärungen vage und unbestimmt, ist der Beweis für die Anspruchsgrundlage nicht geleistet und nicht zu erbringen (BGE 140 V 290 E. 4.1 mit Hinweisen auf die Literatur).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
2
7.
Februar 2019
(Urk. 2) davon aus, dass
sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin
nach
einer Operation
vom
April 2017 vorübergehend verschlechtert habe, dass ihr die Ausübung einer angepassten Tätigkeit ab Januar 2018 jedoch im vollzeitlichen Umfang und ohne Einschränkungen zuzumuten sei, und dass sie dabei ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte, weshalb ein Anspruch auf Versicherungsleistungen zu verneinen sei
(S. 2).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
bringt
hiegegen
vor, dass
auf das polydisziplinäre Admi
nistrativgutachten vom
6.
November 2018
nicht abgestellt werden könne, weil dieses Unstimmigkeiten aufweise (
Urk.
1 S. 3). Sodann sei auch das Verhalten der Beschwerdegegnerin als widersprüchlich zu bezeichnen,
weil
sie
einerseits mit der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 einen Anspruch auf Versiche
rungsleistungen verneint habe
, und
ihr andererseits
mit Mitteilung vom
7.
März 2019
dennoch
Kostengutsprache für die leihweise Abgabe eines Rollstuhls erteilt
habe
.
Auf Grund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen, unter welchen sie leide, sei
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in
angepasste
n
Tätigkeit
en
auszugehen
.
Allerdings habe sie
mit
der
Unterstützung der Sozialen Dienste
ihrer Wohngemeinde
eine sogenannte «Basisbeschäftigung» im Umfang eines Arbeits
pensums von 50
%
antreten können
,
weshalb
höchstens
von
eine
r
Arbeitsfähig
keit
in angepassten Tätigkeiten im Umfang
von 50
%
auszugehen sei. Demnach sei
ein Anspruch auf eine halbe Rente ausgewiesen (Urk. 1 S. 4).
2.3
Streitig und zu prüfen ist daher, ob sich der anspruchsrelevante Sachverhalt im Vergleichszeitraum seit Erlass der
ursprünglichen rentenverneinenden
Verfügung vom
1
2.
Januar 2017 (
Urk.
7/135)
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2
7.
Februar 2019 (
Urk.
2)
erheblich beziehungs
weise in einer für den Rentenanspruch massgeblichen Weise verändert hat.
3.
3.1
Die ursprüngliche rentenverneinende Verfügung vom 1
2.
Januar 2017 (Urk. 7/135) erging im Wesentlichen gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der Ärzte der MEDAS
A._
vom 1
3.
Juni 2016 (Urk.
7/125/1-85) und dessen Ergänzung vom 2
9.
September 2016
(
Urk.
7/129).
3.2
In ihrem Gutachten
vom 1
3.
Juni 2016 (
Urk.
7/125/1-85)
erwähnten die Ärzte der MEDAS
A._
, dass die Beschwerdeführerin am
4.
und 1
4.
April 2016 internistisch,
neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch begutachtet worden sei (S. 2) und
stellten die folgenden Diagnosen (S. 30):
Diagnosen mit
Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit:
-
l
umbospondylogenes
Syndrom rechts (ICD-10 M 54.5)
-
s
chwere
Osteochondrose
L
5/S1 und Spondylarthrose mit
Faz
ettensyndrom
L5/S1 rechts und pseudoradikulärer Symptomatik. Keine radikuläre Symptomatik
Diagnosen ohne
Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit:
-
Kokzygodynie
/neuropathischer
Deafferentationschmerz
lumbosacral
nach Sturz am 1
5.
Juli 2013
•
a
ktuell ohne Schmerzangabe
-
i
nzidentelles
Aneurysma der Aorta
carotis
links (
supraclinoidales
Seg
ment
)
mit/bei:
•
e
ndovaskuläre
r
Exploration und Embolisation am 2
4.
September
2014
-
n
icht rupturiertes kleines Aneurysma linksseitig am Abgang der A
orta
choroidalis
anterior
-
(
f
remdanamnestisch)
Verdacht auf
Somatisierungsstörung und reaktive Depression
-
subjektiv empfundenes K
arpaltunnelsyndrom rechts möglich
-
c
hronische Bronchitis bei Nikotinabusus
-
Zerviko
brachialgie
rechts ohne radikuläre Symptomatik oder funktionelle Einschränkung
-
Hinweise auf dysfunk
tionale Krankheitsverarbeitung
Die Gutachter
hielten fest
, dass sich zwischen den subjektiven Beschwerden und den objektivierbaren Befunden mehrere Diskrepanzen gezeigt hätten. Zum einen
habe die Beschwerdeführerin
eine Schwäche im rechten Bein angegeben, welche im Liegen
nicht ge
prüft
und
nicht objektiviert
habe
werden
können
. Vor diesem Hintergrund
sei
die
bei der Exploration gezeigte Be
inschwäche rechts nicht nach
vollziehbar und es
müsse
differentialdiagnostisch eine Aggravation in Betracht gezogen werden. Dies auch, da die von
der Beschwerdeführerin d
emonstrierte Fallneigung mit den orthopädischen Untersuchungsergebnissen nicht
habe
in Einklang gebracht
werden können
. Insbesondere bestehe
sowohl bei den unteren, wie auch bei den oberen Extremitäten keine Muskelumfangdifferenz, welche man bei radikulärer Dauerschädigung oder Schonung des rechten Beines
beziehungs
weise
Armes zu erwarten hätte. Auch
sei die
Fusssohlenbeschwielung
bei
Spreiz
fuss rechts genauso ausgeprägt wie links
gewesen
, s
odass auch hier keine Scho
nung
beziehungsweise
Einschränkung
habe
objektiviert werden
können.
Des Weiteren
sei d
ie zirkuläre Fühlstörung (Hypästhesie) im Bein ätiologisch unklar, da die neuroradiologische Untersuchung keinen Hinweis auf ein die Sensibilitäts
störung erklärendes
zerebrovaskuläres
Ereignis
ergeben habe. D
ifferential
diagnostisch
müsste eine spinale L
ä
sion als Ursache für die Sensibilitätsstörung im
rechten Bein diskutiert werden. Dabei sei jedoch e
ine dissoziierte Sensibili
tätsstörung
zu
erwarten,
was vorliegend indes
nicht der Fall
sei (S. 24 f.).
Aus neurologischer Sicht bestehe auf Grund des
lumbospondylogenen
Syndroms eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe im Umfang von 20
%
. In einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwere
r
Lasten bestehe aus neurologischer Sicht indes keine Arbeitsunfähigkeit (S. 20). Die internistischen, orthopädischen und psychiatrischen Untersuchungen hätten weder in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe noch in Bezug auf angepasste Tätigkeiten eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ergeben. Demnach bestehe
aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 20
%
. Die Ausübung einer angepassten
wechsel
be
lastende
n
Tätigkeit ohne Heben und
Tragen von schweren Lasten
sei der Beschwerdeführerin indes im vollzeitlichen Umfang und ohne Einschränkungen zuzumuten (S. 25 f.).
3.3
In ihrer das
Gutachten vom 1
3.
Juni 2016 (
vorstehend E.
3.2
)
ergänzenden Stellungnahme vom 2
9.
September 2016 (
Urk.
7/129) erwähnten
die Ärzte der MEDAS
A._
, dass
sie in ihrem Gutachten der
Beschwerdef
ührerin seit dem Unfall vom 1
6.
Juli 2013 eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 20 % und in angepassten Tätigkeiten eine solche von 0
%
attestiert hätten (S. 2).
4
.
4
.1
Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 (
Urk.
2)
stellte sich der für die Beurteilung
einer revisi
onsrechtlich relevanten Verände
rung
massgebende medizinische Sachverhalt wie folgt dar:
4.2
Die Ärzte der Klinik
B._
,
Neurochirurgie, erwähnten im Austrittsbericht vom
2.
Mai 2017 (
Urk.
7/149/6-7), dass die Beschwerdeführerin vom 2
5.
April bis
2.
Mai 2017 hospitalisiert gewesen sei, und dass am 2
6.
April 2017
eine Spondy
lodese L5/S1 mit Dekompression
transforaminal
L5/S1 rechts und Cage-Implan
tation sowie Anlage einer
postero
-medialen beziehungsweise
postero
-lateralen Fusion durchgeführt worden sei. Sie stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
aktivierte, schwere, degenerative,
osteochondrotische
Veränderungen im Bereich L5/S1 mit/bei:
-
massiven lagerungs- und bewegungsabhängigen, tieflumbalen Schmerzen mit rechtsbetonter schmerzhafter diffuser Radikulopathie, ohne permanente sensomotorische Ausfälle, ohne Blasen-Mastdarm Störung
-
Status nach Infiltration L4/5 beziehungsweise mikrochirurgischer Dekompression L4/5 rechts vom 1
8.
September 2015 bei rechtsbetonter Lumbalkanalstenose
-
Status nach Treppensturz mit Gesässanprall am 1
5.
Juni 2013 bei anamnestisch vorher fehlenden lumbale
n
Beschwerden und seither massiver Schmerzexazerbation
Sie erwähnten, dass
die Indikation zur Spondylodese und Cage-Implantation im Segment L5/S1
bei einer
mehrjährig
en, symptomatischen, mittels
PET/CT
nach
weislich hochaktiven
Osteochondrose
im Segment L5/S1 und ausgeschö
pften konservativen Therapiemas
snahmen
gestellt worden sei.
Der operative Eingriff
sei komplikationslos durchgeführt wo
rden.
Es sei indes a
uf
G
rund der lan
gjähri
gen chronischen lumbalen B
eschwerden
sowie einer
sozial belasteten Gesamtsi
tuation
mit einem
längerfristigen Heilungsverlauf zu rechnen.
Der Beschwerde
führerin sei eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
vom 2
5.
April bis
6.
Juni
2017
attestiert worden (S. 2)
.
4.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, stellte in seinem Bericht vom 2
7.
Juni 2017
(
Urk.
7/164/6-8) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
diffuse Beinschwäche beidseits, mit myopathischen Veränderungen unklarer Zuordnung
(mittels Elektromyografie,
EMG)
-
Status nach
Sturz auf den Rücken am 1
5.
Juli
2013, mit seither
lumbo
radikulärem
Schmerzsyndrom beidseits, mit sensiblen Ausfällen L5 rechts und links sowie
zervikozephalem
Schmerzsyndrom mit Begleitschwindel
Der Arzt
hielt
fest, dass die EMG-Untersuchung der Beinmuskulatur einen auf
fälligen Befund ergeben habe mit einer deutlich verlängerten Einstichaktivität, mit
Denervationszeichen
und sogenannten pseudomyotonen Entladungen. Es handle sich hierbei um einen pathologischen Befund, welcher die Beinschwäche erkläre, sich vorerst diagnostisch aber noch nicht weiter zuordnen lasse. Das weitere Procedere wäre eine Muskelbiopsie und weitere EMG-Untersuchungen, insbesondere auch der oberen Extremitäten, was die Patientin wegen den generell starken Schmerzen aber zur
zeit nicht durchführen lassen wo
ll
e
. Bei der
lumbora
dikulären
Symptomatik habe die klinische Untersuchung sensible Ausfälle in den Segmenten L5 rechts und links ergeben. Die Motorik sei indes wegen einer wahr
scheinlich muskulär bedingten Paraparese nicht sicher beurteilbar gewesen. Neurologisch hätten sich keine Hinweise für eine relevante Läsion einer zervika
len Wurzel oder für eine Läsion am
Halsmark
oder Grosshirn ergeben (S. 2)
.
4.4
Die Ärzte der Rehaklinik
D._
erwähnten im Austrittsbericht vom 1
5.
September 2017 (
Urk.
7/149/10-12), dass die Beschwerdeführerin vom
2
2.
August
bis 1
9.
September
2017
hospi
talisiert
gewesen sei und stellten die fol
genden Diagnosen (S. 1):
-
chronisches
l
umboradikul
ä
res
Schmerzsyndrom
mit/bei:
-
Status nach
mikrochirurgischer Dekompression L4/5 rechts bei rechts
betonter Lumbalkanalstenose
vom
1
8.
September
2015
-
Status nach
Spondylodese L5/S1
vom
2
6.
April
2017 mit Dekompres
sion
transforaminal
L5/S1 re
chts
und Cage
-
Implantation
-
r
ezidivierende depressive Episoden
mit/bei:
-
schwere
r
psychosoziale
r
Belastungssituation
Sie führten aus, dass
es zu Beginn des Rehabilitationsaufenthalts
im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie
zu einer Verbesserung der
Muskelkraft des Rumpfes sowie der unteren und oberen Extremitäten
gekommen sei, dass indes gegen
Ende der Therapie eine nicht
dermatombezogene
Sensibilitätsminderung und Kraftlosigkeit des rechten Bein das Ausmass der Beweglichkeit
eingeschränkt habe, und dass sich die Beschwerdeführerin mit dem Rollstuhl
in die Therapien
habe
fahren
lassen
und fre
mde Hilfe für die Körperpflege
in Anspruch
genommen habe (S. 2).
4.5
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
erwähnte in ihrem Bericht vom 3
0.
Dezember 2017 (
Urk.
7/164/1-5), dass es nach dem Unfall vom 1
5.
März 2013 nicht gelungen sei, den Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin zu verbessern. Gegenwärtig müsse davon ausgegangen werden, dass der chronifizierte Endzustand erreicht worden sei, und dass mit einer weiteren Besserung nicht
zu rechnen sei
. Die Beschwerdeführerin sei in Bezug auf jegliche Erwerbstätigkeit im Umfang von 100
%
arbeitsunfähig und sei
zudem
vollum
fänglich auf
e
ine Unterstützung durch die Spitex angewiesen (Ziff. 1.11).
4.6
MU
Dr
.
F._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, Zentrum
G._
, diagnostizierte mit Bericht vom 2
4.
April 2018 (
Urk.
7/174/7-10) eine rezidivierende
depressive Störung
,
gegenwärtig mit
te
l
gradige Episode
, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige und erwähnte, dass gegenwärtig s
owohl aus somatischer
als
aus psychiatrischer Sicht
eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit bestehe
.
Die Beschwerdeführerin fühle
sich
zudem
auch phys
isch sehr instabil und kraftlos. Jegliche
physische Bewegung
stelle für sie
eine extreme Anforderung dar und
sei von starken Schmerzen begleitet. P
sychisch
leide sei unter einer
depressiven Symptomatik
, insbesondere
unter Konzentrationsstörungen und
unter einer Gedächtnisschwäche.
Diese physische und psychische Sc
hwäche führe
zu starken Ängsten bis
hin zu einer Blockade (S.
3).
4.7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurologie, stellte in seinem Bericht vom 1
5.
Juni 2018 (
Urk.
7/203/3) die folgenden Diagnosen:
-
chronische belastungsverstärkte rechtsbetonte tieflumbale Schmerzen mit funktioneller, deutlich rechts- und distal-betonter Kraftminderung und nicht dissoziierter Fühlstörung an den Beinen mit/bei:
-
Status nach Spondylodese L5/S
1
am 2
6.
April 2017
-
klinisch sehr milde Form einer
Myotonia
congenita
Thomsen mit/bei:
-
heterozygote
r
pathogene
r
Variante (molekulargenetischer Untersuch vom Mai 2018)
-
r
ezidivierende depressive Episoden bei schwere
r
psychosozialer Belastungs
situation
Dr.
H._
führte aus,
dass
die deutlich rechts- und distal-betonte Kraf
tminderung mit nicht dissoziier
ter Fühlstörung an den Beinen bei chronischen belastungsver
stärkten rechtsbetonten tieflumbalen Schmerzen als nicht
somato
-neurologi
sch sondern funktionell bedingt zu beurteilen sei. Die
veranlasste molokulargeneti
sche Untersuchung
habe eine heterozygo
t
e pathogene
Variante ei
ner
Myotonia
congenita
Thomsen e
r
geben
, wobei die klinische Ausprägung offenbar sehr mild
sei.
4.8
Die Ärzte des
I
nstituts
I._
erwähnten in ihrem
polydisziplinären
Gutachten vom
6.
November 2018 (
Urk.
7/202/1-55), dass die Beschwerdeführerin am 1
0.
und 1
1.
September 2018 internistisch, orthopädisch, neurologisch und psychiatrisch untersucht worden sei (S. 5), und stellten die fol
genden Diagnosen (S. 8 f.):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, anamnestisch mit Aus
strahlung ins rechte Bein mit/bei:
-
Status nach mikrochirurgischer Dekompression L4/5 von rechts am 1
8.
September 2015 und nach Dekompression
transforaminal
rechts sowie Spondylodese L5/S
1
am 2
6.
April 2017
-
Status nach degenerativen Veränderungen L5/S
1
-
in der neurologischen Untersuchung keine Hinweise für e
i
ne radikuläre Beteiligung
Diagnosen ohne Einfluss auf
die
Arbeitsfähigkeit
:
-
d
ysfunktionale Krankheitsverarbeitung nach Unfall und zwei Operationen
-
i
nzidentelles zerebrales Aneurysma
-
Adipositas
-
f
ortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch
mit/bei:
-
anamnestisch chronisch obstruktive
r
Lungenerkrankung
-
klinisch und subjektiv asymptomatisch
Die Gutachter führten aus, dass die Explorandin seit einem Unfall im Jahre 2013 an Rückenschmerzen leide, und dass sich die Schmerzen nach den beiden in den Jahren 2014 und 2017 durchgeführten Operationen nicht verbessert hätten. Daher sei anlässlich der orthopädischen Untersuchung ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom diagnostiziert worden. Eine radikuläre Symptomatik s
ie indes ausz
u
s
chliessen. Die Belastbarkeit der Wirbelsäule
sei
aufgrund der klinischen Befunde nach zwei Operationen vermindert. Körperlich schwere und mittel
schwere Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht daher nicht mehr zuzumuten. Aus neurologischer Sicht bestehe keine zusätzliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Bei der allgemeininternistischen Untersuchung sei eine Adipositas festgestellt worden. Aus
allgemeininter
nistischer Sicht
sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt.
Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung sei eine dysfunktionale Krankheits
verarbeitung
festgestellt
worden
, womit die subjektiven Beschwerden, welche bei den somatischen Untersuchungen nicht ausreichend
hätten
objektiviert werden
können, zu erklären seien
(S. 9). Dieser
subjektiven Krankheitsüberzeugung komme
indes
kein Krankheitswert zu
. Sie sei
durch eine psychiatrische Behand
lung kaum
zu
beeinflussen (S. 33).
Ein an
deres psychisches Leiden bestehe
nicht.
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
bestehe
nicht
und habe nie bestanden
. Die
Beschwerdeführerin verfüge
noch
über
Ressourcen für eine Erwerbstätigkeit. Sie betätig
e sich im Haushalt, pflege
soziale Kontakte und unter
nehme
auch Spaziergänge. Belastungsfaktoren
bestünden
in der psychosozialen Situation mit finanzieller Abhängigkeit vom Sozialamt. Auch die Integration in der Schweiz
sei
nicht optimal und die
Beschwerdeführerin habe
keine berufliche Ausbildung
absolviert
.
Zusätzlich erhalte sie
durch die Hilfe der Spitex und des Sohnes einen sekundären Krankheitsgewinn.
Bei der orthopädischen und neurologischen Untersuchung
seien
erhebliche Inkonsistenzen zwischen dem Verhalten und den Schmerzangaben der
Beschwer
deführerin auf der einen Seite und den
klinischen Befunde
n
während der Unter
suchung
auf der anderen Seite festzustellen gewesen
(S. 9)
.
Anlässlich der neu
rologischen Untersuchung habe das diskrepante Verhalten beim Prüfen des Lasègue zudem einen Anhaltspunkt für wesentliche bewusstseinsnahe Anteile dargestellt (S. 51).
Bei der psychiatrischen und allgemeininternistischen Untersu
chung
hätte sich
auch
Inkonsistenzen
ergeben (S. 9)
.
Auch seien Inkonsistenzen in
Bezug auf die Alltagsaktivitäten
festzustellen gewesen.
Insbesondere sei die
von der
Beschwerdeführerin
beanspruchte Hilfe der Spitex und der Heimphysio
therapie mit den klinischen
Einschränkungen nicht zu erklären.
A
uch
sei
die sub
jektive
Einschätzung der
Beschwerdeführerin
, ke
iner Erwerbstätigkeit mehr nach
gehen
zu können
,
nicht
mit den somatischen Befunden
zu erklären
(S. 9 f.)
.
Da es sich bei der von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Küche wahrscheinlich um eine körperlich schwere Tätigkeit gehandelt habe, sei ihr diese nicht mehr zuzumuten.
Im zeitlichen Verlauf sei
auf
die
nachvoll
ziehbare
Beurteilung durch
die Ärzte der
MEDAS
A._
vom April 2016, wonach in der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe eine Einschränkung im Umfang von 20
%
bestanden habe,
abzustellen
.
Der Gesundheitszustand der Wirbelsäule der Beschwerdeführerin habe sich mit
dem operativen Eingriff
vom
April 2017
indes
verä
ndert. Seit diesem Zeitpunkt sei
der Beschwerdeführerin eine mittelschwere Belastung
der Wirbelsäule
nicht mehr möglich
, weshalb
seit diesem Zeitpunkt
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit als Küchenmitarbeiterin
a
uszugehen
sei
.
Die
Ausübung
einer
körperlich leichte
n,
wechselbelastende
n Tätigkeit,
mit e
iner Hebe- und
Tragelimite
von fünf
Kilogramm
und ohne Zwangshaltungen des Rumpfes
, sei der Beschwerdeführerin jedoch
im (vollzeitlichen) Umfang
von
8
bis
8.5 Stunden
im Tag, ohne Leistungseinschränkung,
zuzumuten.
Eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit für
eine angepasste
Tätigkeit
habe
na
ch der Operation
vom
April 2017
höchstens
während
acht Monate
n bestanden
.
Ab
Januar 2018
sei
in Bezug auf angepasste Tätigkeiten
erneut von einer uneingeschränkten Arbeits
- und Leistungs
fähigkeit auszugehen (S. 10).
4.9
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, Regionaler Ärztlicher Dienst der
Beschwerdegegnerin (RAD), führ
t
e
in seiner Stellungnahme vom 2
2.
November 2018 (
Urk.
7/204/6) aus, dass die Beschwerdeführerin gemäss dem p
olydisziplinären Gutachten des
I._
vom
6.
November
2018 seit April 2017
unter einem chronischen
lumbovertebralen
Schmerzsyndrom, anamnestisch mit Ausstrahlung ins rechte Bein, ohne Arbeits
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
leide, und dass in
einer angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Hebe- und
Tragelimite
von
fünf
Kilo
gramm
, ohne Zwangshaltungen des Rumpfes
,
eine Arbeitsfähigkeit von
100
%
ab Januar 2018 bestanden habe
. Das Gutachten
sei
umfassend, berücksichtig
e
die gesamte Aktenlage, sowie sämtliche Beschwerden und Symptome
der Beschwer
deführerin, beruhe
auf eigenen Untersuchungen
und sei insgesamt schlüssig,
nachvollziehbar und plausibel,
weshalb
darauf abgestützt werden
könne
. Es
sei
daher
davon auszugehen, dass
nach der Operation im April 2017 zunächst eine volle
Arbeitsunfähigkeit
bestanden
habe
,
dass
ab Januar 2018
indes
in einer angepassten Tätigkeit wieder
eine
Arbeitsfähigkeit
im Umfang von 100
%
bestanden habe
.
4.10
In ihrer Stellungnahme vom 1
2.
Februar 2019 (
Urk.
7/217/1-2) führte
Dr.
E._
aus, dass die Beschwerdeführerin (
am 1
5.
Juni 2013
)
auf das Os
sacrum
gestürzt sei, und dass es im Verlauf der Rekonvaleszenz zu keiner Besserung
gekommen sei
.
In der Folge
sei
eine
lumbal instabile Diskushernie
, welche zu diesem Zeitpunkt
eigentlich ruhig
gewesen sei, operiert worden.
Mit dieser Ope
ration sei sie
a
ls Hausärz
tin
nicht
einverstanden gewesen.
In der Folge
hätten sich die Beschwerden verschlimmert
(S. 2). Die Beschwerde
führerin könne gegenwär
tig nur
noch
mit Hilfe von zwei Stöcken gehen und sei bei der
Körperpflege
auf Hilfe angewiesen. Sie könne sich auch
nicht alleine anz
iehen und brauche
Hilfe bei Haushaltsarbeiten und beim Kochen.
Sie sei zudem vollständig arbeitsunfähig (S. 1).
5.
5.1
Den erwähnten medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerde
führerin nach
Erlass der ursprünglichen rentenverneinenden Verfügung vom 1
2.
Januar 2017 (
Urk.
7/135)
am 2
6.
April 2017 erneut an ihrer Wirbelsäule operiert wurde. Dabei wurde eine Spondylodese L5/S1 mit Dekompression
trans
foraminal
L5/S1 rechts und Cage-Implantation durchgeführt (vorstehend E.
4.2
).
Während
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 2
7.
Juni 2017 (
vorstehend E.
4.3
)
eine
diffuse Beinschwäche beidseits, mit myopathischen Veränderungen unklarer Zuordnung
feststellte und erwähnte, dass
die EMG-Untersuchung der Beinmus
kulatur einen auffälligen Befund
mit einer deutlich verlängerten Einstichaktivität, mit
Denervationszeichen
und sogenannten pseudomyotonen Entladungen
erge
ben habe,
hielt
Dr.
H._
in seinem Bericht vom 1
5.
Juni 2018 (
vorstehend E.
4.7
)
fest, dass eine molekulargenetische Untersuchung eine
klinisch sehr milde Form einer
Myotonia
congenita
Thomsen
ergeben habe, dass die festgestellte
Kraf
tminderung mit nicht dissoziier
ter Fühlstörung an den Beinen bei chroni
schen belastungsverstärkten rechtsbetonten tieflumbalen Schmerzen
hingegen nicht auf dieses Leiden zurückgeführt w
e
rden könne, sondern
als
funktionell bedingt
zu beurteilen sei.
Demgegenüber gingen die
Gutachter des
I._
, welche
bei
m
Verfassen ihres
Gutachten
s
vom
6.
November 2018 (
vorstehend E.
4.8
)
keine Kenntnis des Berichts von
Dr.
H._
vom 1
5.
Juni 2018 (vorstehend E.
4.7
)
und der Ergebnisse, der von diesem veranlassten
molekulargenetische
n
Untersuchung
hatten
(
vgl.
Urk.
7/202
/1-55
S. 14
),
davon
aus,
dass anlässlich der ne
urologischen Untersuchung kein klinisches Korrelat für den von
Dr.
C._
anlässlich der
EMG-Untersuchung der Beinmuskulatur
erhobenen
auffälligen Befund,
festzu
stellen gewesen sei (
Urk.
7/202/1-55 S. 51).
5.2
In psychischer Hinsicht stellten die Ärzte der Rehaklinik
D._
am 1
5.
Sep
tember 2017 (vorstehend E.
4.4
) r
ezidivierende depressive Episoden
mit/bei
schwere
r
psychosoziale
r
Belastungssituation
fest.
MU
Dr
.
F._
diagnosti
zierte in ihrem Bericht vom 2
4.
April 2018 (vorstehend E.
4.6
) eine rezidivierende
depressive Störung
,
gegenwärtig mitte
l
gradige Episode
und attestiert
e
der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Grün
den. Demgegenüber gingen die die Ärzte des
I._
in ihrem Gutachten vom
6.
November 2018 (vorstehend E.
4.8
) davon aus, dass ein psychisches Leiden von Krankheitswert nicht ausgewiesen sei, und dass
bei der
Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht lediglich e
ine
die Arbeitsfä
higkeit nicht beeinträchtigende
,
dysfunktionale Krankheits
verarbeitung
beziehungsweise subjektive Krankheits
überzeugung bestehe.
5.3
Während die Ärzte der Klinik
B._
, Neurochirurgie, in ihrem Bericht vom
2.
Mai 2017 (vorstehende E.
4.2
) davon ausgingen, dass auf Grund einer
sozial belasteten Gesamtsituation mit einem längerfristigen Heilungsverlauf zu rechnen
sei, und
d
er
Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 2
5.
April bis
6.
Juni 2017
attestierten, attestierte
Dr.
E._
der Beschwerde
führerin in ihrem Bericht vom 3
0.
Dezember 2017 (vorstehend E.
4.5
)
und in ihrer
Stellungnahme vom 1
2.
Februar 2019 (
vorstehend E.
4.10
)
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit i
n Bezug auf jegliche Erwerbstätigkeit
aus somatischen Grün
den. Demgegenüber gingen die
Ärzte des
I._
in ihrem Gutachten vom
6.
Novem
ber 2018 (
vorstehend E.
4.8
)
davon aus
,
dass die Beschwerdeführerin durch ein
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
in
ihrer Arbeitsfähigkeit beein
trächtigt werde, und dass ihr
seit
der Operation vom
2
6.
April 2017
die Ausübung k
örperlich schwere
r
und mittelschwere
r
Tätigkeiten
und insbesondere auch der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe, bei welcher es sich
wahrscheinlich um eine körperlich schwere Tätigkeit gehandelt habe,
nicht mehr zuzumuten sei, dass ihr indes d
ie Ausübung einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Hebe- und
Tragelimite
von
fünf
Kilogramm
,
ohne Zwangshaltungen des Rumpfes
,
ab
1.
Januar 2018 erneut im vollzeitlichen
Umfang
und
ohne Leistungs
einschränkung
zuzumuten gewesen sei. Damit übereinstimmend ging auch
Dr.
J._
in seiner Stellungnahme vom 2
2.
November 2018 (
vorstehend E.
4.9
)
davon
aus, dass
der Beschwerdeführerin die Ausübung
einer angepassten, leich
ten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Hebe- und
Tragelimite
von
fünf
Kilogramm
, ohne Zwangshaltungen des Rumpfes
,
ab Januar 2018
uneinge
schränkt zuzumuten gewesen sei.
6.
6.1
6.1.1
Das Gutachten der
Ärzte
des
I._
vom
6.
November 2018
(vorstehend E.
4.8
)
erfüllt die praxisgemässen Anfor
derungen für eine beweis
kräf
tige medizinische Ent
schei
dung
sgrundlage (vgl. vor
ste
hend E
.
1.9
). Denn die Gutachter, welche als Fach
ärzte für
Allgemeine Innere Medizin, für Neurologie, für
Psychiatrie und Psychotherapie und für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates
(vgl.
Urk.
7/202/1-55 S. 12)
ü
ber
die
für die Beur
teilung der psychischen und somatischen Gesundheitsbe
einträchtigungen der Beschwer
de
führerin ange
zeigte
n
fachärztliche
n
Aus- und Weiter
bildungen verfügten, hatten Kennt
nis sämt
licher medi
zinischer Vorak
ten, setzten sich in ange
messe
ner Weise mit den geäusser
ten Beschwerden
aus
einan
der und be
gründeten
ihre Schlussfol
gerungen
in nachvoll
ziehbarer Weise
.
6.
1.
2
In inhaltlicher Hinsicht vermag zu über
zeugen, dass die Gutachter in
somatischer
Hinsicht davon ausgingen, dass die Belastbarkeit der Wirbelsäule der Beschwer
deführerin seit der Operation vom 2
6.
April 2017 vermindert sei, und dass ihr aus orthopädischer Sicht seit diesem Zeitpunkt die Ausübung körperlich schwerer und mittelschwerer Tätigkeiten
, unter Einschluss der
bisherige
n
Tätigkeit als Küchen
hilfe
,
nicht mehr zuzumuten sei
. Dabei
vermag
auch
zu überzeugen, dass sie davon ausgingen, dass die Arbeitsfähigkeit aus neurologische
n
Gründen
nicht zusätzlich beeinträchtigt
worden sei
. Daran ändert der Umstand, dass die Gutach
ter
beim Verfassen ihres Gutachtens, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
5.1
), keine
Kenntnis des Berichts von
Dr.
H._
vom 1
5.
Juni 2018 (vorstehend E.
4.7
) und der Ergebnisse der von diesem veranlassten molekulargenetische Untersu
chung
, wonach die Beschwerdeführerin unter einer
klinisch sehr milde
n
Form einer
Myotonia
congenita
Thomsen
leide,
hatten,
nichts. Denn
Dr.
H._
hielt
in seinem Bericht vom 1
5.
Juni 2018 (vorstehend E.
4.7
) fest, dass die
von
der Beschwerdeführerin geklagte,
mit den
chronischen tieflumbalen Schm
erzen in Zusammenhang stehende
Kraftminderung mit nicht dissoziierter Fühlstörung an den Beinen
nicht durch ein somatisches Leiden und insbesondere nicht durch die
sehr milde
Form einer
Myotonia
congenita
Thomsen
verursach
t
werde
, sondern als funktionell
und mithin als nicht organisch bedingt
zu beurteilen se
i.
Damit stimmt die Beurteilung durch die Gutachter des
I._
, wonach
die Arbeitsfähigkeit
nicht durch eine dem medizinischen Fachgebiet der Neurologie zuzurechnenden Gesundheitsschaden
beeinträchtigt werde
, insoweit mit der Beurteilung durch
H._
überein. Unter diesen Umständen vermag
es
der Umstand, dass die Gut
achter
des
I._
von den Ergebnissen der durch
Dr.
H._
veranlassten moleku
largenetischen
Untersuchungen keine Kenntnis hatten,
die Schlüssigkeit ihrer
Beurteilung
nicht in Zweifel zu ziehen.
6.1.3
In psychischer Hinsicht vermag zu
überzeugen, dass die Gutachter des
I._
die von ihnen festgestellten psychosozialen Belastungsfaktoren im Sinne einer f
inan
zielle
n
Abhängigkeit vom Sozialamt
, einer ungenügenden
Integration in der Schweiz
und einer fehlenden Berufsbildung
bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ausklammerten. Denn diesbezüglich gilt es zu beachten, dass nach der Rechtspre
chung ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nicht vorliegt, wenn die erhobenen psychischen Befunde in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden und gleichsam in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2), und dass demzufolge soziale Belastungen, die direkt negative funk
tionelle Folgen zeitigen, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern sind (BGE 143 V 409 E. 4.5.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_582/2017 vom 2
2.
März 2018 E. 5, 8C_746/2015 vom
3.
Februar 2016 E. 2.2 und 9C_146/2015 vom 1
9.
Januar 2016 E. 3.1). Sodann vermag zu überzeugen, dass die Gutachter, welche davon ausgingen
,
dass die Beschwerdeführer
in
aus psychiatrischer Sicht ausschliesslich unter einer
dysfunktionalen Krankheitsverarbeitung beziehungs
weise
unter einer
subjektiven Krankheitsüberzeugung
ohne
Krankheitswert
leide,
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus
psychischen Gründen verneinten.
6.1.4
Insgesamt erscheint die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des
I._
, wonach
der Beschwerdeführer
in
ab
2
6.
April 2017 die Ausübung körperlich schwerer und mittelschwerer Tätigkeiten
, unter Einschluss der
bisherige
n
Tätig
keit als Küchenhilfe
,
nicht mehr zuzumuten sei,
wonach ihr indes ab
1.
Januar 2018
die Ausübung einer angepassten
,
körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Hebe- und
Tragelimite
von
fünf
Kilogramm
,
ohne Zwangs
haltungen des Rumpfes, im vollzeitlichen Umfang, ohne Leist
ungseinschränkung
,
zuzumuten sei, als nachvollziehbar und vermag zu überzeugen.
6.2
Nich
t zu überzeugen vermag indes der Bericht von
MU
Dr
.
F._
vom 2
4.
April 2018 (vorstehend E.
4.6
),
da sich diesem
keine nachvollziehbare Be
gründung für die
darin postulierte vollständige
Arbeitsunfähigkeit
aus psychi
schen Gründen
entnehmen lässt.
Sodann lässt sich
der
Beurteilung
durch
MU
Dr
.
F._
k
eine
Auseinandersetzung mit den diagnostischen Kriterien der depressiven Störung (vgl.
Dilling
/
Mombour
/ Schmidt,
Internationale
Klassifika
tion psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V, Klinisch-diagnostische Leitlinien,
7.
Aufl., Bern 2010)
und mithin keine
nachvollziehbare Begründung der gestellten Diagnose einer rezidivierenden
depressiven Störung entnehmen.
Ergänzend gilt es diesbezüglich zu berück
sichtigen, dass es nach der Rechtspre
chung wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag der therapeu
tisch tätigen Fachärzte und Fachärztinnen und des Begutachtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjek
tiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteile des Bun
desgerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.4
und 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorlie
gend
nicht gegeben.
Aus den genannten Gründen kann auf die Beurteilung durch
MU
Dr
.
F._
vom
2
4.
April 2018 (vorstehend E.
4.6
) vorliegend daher nicht abgestellt werden.
6.3
Des Gleichen
sind
auch den Beurteilungen durch
Dr.
E._
keine nachvoll
ziehende
n
Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen zu
entnehmen.
Denn die Hausärztin der Beschwerdeführer attestierte dieser
im Wesentlichen aufgrund ihrer subjektiven Schmerzangaben eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Zudem gilt es d
iesbezüg
lich
d
ie Erfahrungstatsache zu beachten,
wonach
behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu
G
unsten ihrer Patienten aussagen dürften
(Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2012 vom 2
7.
Juni 2012 E. 3.3.2; BGE 135 V 465 E. 4.5). Demzufolge kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
Dr.
E._
vorliegend nicht abgestellt werden.
7.
7.1
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die
Gutachter
des
I._
vom
6.
November 2018 (vorstehend E.
4.8
)
sowie auf die grundsätzlich damit überein
stim
mende Beurteilung durch
Dr.
J._
vom 2
2.
November 2018 (vorstehend E.
4.9
) i
st demzufolge davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin in soma
tischer Hin
sicht
vom
1.
Januar 2018 bis
zum Zeitpunkt
des
Erlass
es
der ange
fochtenen Verfügung vom
2
7.
Februar 2019
(Urk. 2) die Ausübung angepasster, körperlich
leichte
r, wechselbelastender
Tätigkeiten
mit einer Hebe- und
Trageli
mite
von
fünf
Kilogramm, ohne Zwangshaltungen des Rumpfes,
im
Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinbusse zuzumuten
war, und dass die Beschwerdeführerin unter keinem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen
den
psychischen Gesundheitsschaden litt. Der Beschwerde
führerin war in gesund
heit
licher Hinsicht
zum Zeitpunkt bei Erlass der angefoch
tenen Verfügung
daher die Ausübung einer ihrer Ausbildung und be
ruflichen Erfahrungen entspre
chende
n
, leidensangepasste
n
, körperlich leichte
n
bis gelegentlich mittelschwere
n
, wechsel
belastende
n
Erwerbs
tätigkeit uneinge
schränkt und in vollzeitlichem Umfang zuzumuten.
7
.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änderten, besteht für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von einer Rück
weisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzu
sehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
7
.3
Auf die
Vorbringen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 4), wonach das Verhalten der Beschwerdegegnerin als widersprüchlich zu qualifizieren sei,
weil sie ihr unmittelbar
nach Erlass der angefochtenen leistungsverneinenden Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 (Urk. 2)
mit
Mitteilung vom
7.
März 2019 (
Urk.
7/230)
Kostengutsprache
für die le
ihweise Abgabe eines Rollstuhls erteilt habe, ist vor
liegend nicht näher einzugehen, weil die Mitteilung
vom
7.
März 2019
ausserhalb des Streitgenstandes des vorliegenden Verfahren
s
zu liegen kommt.
7.4
Da in psychischer Hinsicht
lediglich von einem
geringfügig
en
die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigenden
,
psychopatho
logischen Be
fund
,
ohne Krankheitswert
,
auszu
gehen ist, kann gemäss der erwähnten Rechtsprechung (vorstehend E
.
1.7
) aus Gründen der
Verhältnismässigkeit
von einem struktu
rier
ten Be
weis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden.
8.
8
.1
Im Folgenden sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
8
.2
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der
Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentver
gleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes
gerichts
9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil
8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls ent
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichti
gung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentver
gleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesge
richts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
8
.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des
hypotheti
schen
Renten
be
ginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidenti
scher Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der
Ver
gleichs
ein
kommen müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden
(BGE
129 V 222 E.
4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
8
.4
Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be
einträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne) abzustellen (vgl. AHI 1999 S. 240 E. 3b), wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevan
ten persönlichen und beruflichen Faktoren mit zu berücksichtigen sind (AHI 1999 S. 237, E. 3; Urteile des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 3.2.1, 9C_868/2013 vom 24. März 2014 E. 4.2.2, 9C_210/2011 vom 21. April 2011 E. 3.2.1.2). Nach der Rechtsprechung können
die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohn
strukturerhebun
gen (LSE)
heran
gezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE
129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird pra
xisgemäss auf die stan
dardisier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentral
wert (Median) aus
zuge
hen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu be
rück
sichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochen
stunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende be
triebs
üb
li
che Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f.
E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
8.5
In der LSE 2012 erfolgten vielfältige Anpassungen der erhobenen Daten an die entsprechenden Reglemente der Europäischen Union (EU). Neu wird darunter nun nach Berufen (
Skill
Levels) differenziert statt nach den bisherigen Anforderungs
niveaus 1 bis 4 der Stelle. Das Bundesgericht hat in BGE 142 V 178 E. 2.5.3 festgestellt, dass das statistische Einkommen nach TA1 Kompetenzniveau 1 der LSE 2012 bei den Männern gegenüber dem Tabellenlohn nach TA1 Anforde
rungsniveau 4 der LSE 2010 ein Plus von 6,3 Prozent, bei den Frauen ein Minus von 2,7 Prozent und beim Total ein Plus von 5,4 Prozent zeige, was nicht mit der Lohnentwicklung von 2010 bis 2012 übereinstimmt (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_343/2016 vom 12. September 2016 E. 6). Es hat erkannt, dass die LSE
2012 im Rahmen einer erstmaligen Invaliditätsbemessung (Art. 28 ff. IVG) und im Neuanmeldungsverfahren nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie grundsätzlich auch im Revisions
verfahren (mit Entstehung des potentiellen oder Veränderung des laufenden Rentenanspruchs im Jahr 2012 oder später) zur Festlegung der Vergleichsein
kommen nach Art. 16 ATSG dennoch grundsätzlich als Beweis geeignet ist (
BGE 142 V 178
E. 2.5.7 und E. 2.5.8.1;
vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2). Laufende, gestützt auf die LSE 2010 rechtskräftig zugesprochene Invalidenrenten dürfen aber nicht allein aufgrund der Tabellenlohnwerte gemäss LSE 2012 in Revision gezogen werden (BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1
)
.
Gemäss Bundesgericht dürfen für die Invaliditätsbemessung – zumindest bis auf Weiteres – nur die (unter anderem)
nach
dem Kompetenzniveau differenzierten TA1-Tabellen der LSE 2012 verwendet werden, hingegen nicht die TA1 b-Tabellen (BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.7).
8.6
Da vorliegend ein Rentenanspruch frühestens sechs Monate nach der
Neua
nmel
dung zum Leistungsbezug vom 1
0
. Oktober 201
7
(Urk.
7/150
) und
mithin frühes
tens im
April
201
8
entstehen k
o
nnte (Art. 29 Abs. 1 IVG)
, sind beim Einkommens
v
ergleich die Verhältnisse des
Jahres
2018
mass
ge
bend. Da
die
Beschwerde
führer
in
seit dem Jahre 2013
keine Erwerbs
tätigkeit mehr
ausgeübt hat
(vgl.
Urk.
7/156
),
ist
bei der Bemessung des
Validenein
kommens
auf Erfahrungs- und Durch
schnittswerte (Tabellenlöhne)
abzu
stellen.
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts
der
Tabelle
TA1
der LSE 2018
für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) für Frauen (Total; Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 201
8
;
www.bfs.admin.ch) von Fr.
4'371.--
resultiert
im Jahre 2018
unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2018 von insgesamt 41.7 Stunden (www.bfs
.
admin.ch; Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) sowie eines zumutbaren Beschäfti
gungsgrades von
10
0
%
ein
Valideneinkommen
von
(gerundet)
Fr.
54
’
681.--
(
Fr.
4’371
.--
x
12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stunden).
9.
9
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.
BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung
,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
9
.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil
e
des
Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
9
.3
Die Rechtsprechung gewährt einen Abzug auf dem Invali
den
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiter
tätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (
BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Gemäss
der Rechtsprechung ist indes der
Umstand allein, dass nur mehr leichte Arbeiten zumutbar sind,
selbst
bei
einer - hier nicht vorliegenden - eingeschränkten
Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten umfasst (Urteil
e des Bundesgerichts
8C_61/2018 vom 2
3.
März 2018
E. 6.5.2,
8C_439/2017 vom
6.
Oktober 2017 E. 5.5
und
8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2). Angesichts des Zumutbarkeitsprofils ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, auch wenn
die
Beschwerdeführer
in
über keine Berufsausbildung verfügt und bis
her
eine körperlich schwere Hilfstätigkeit
ausübte. Folglich können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als
ausserordentlich
zu bezeich
nen sind (Urteil
des Bundesgerichts
9C_421/2017 vom 1
9.
September 2017 E. 2.4 mit Hinweisen). Solche Umstände sind vorliegend nicht ersichtlich. Dass weitere abzugsrelevante Merkmale gegeben wären, macht
die
Beschwerdeführer
in
nicht geltend und ist nicht ersichtlich. Damit
erscheint
ein
Abzug
vom Tabellenlohn bei der Bemessung des
Invalideneinkommen
s
als nicht gerechtfertigt.
9
.4
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts
der LSE 2018
für
einfache Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) für
Frauen
(Total; Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 201
8
)
von Fr.
4'371.--
resultiert unter Berück
sichtigung einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2018 von insge
samt 41.7
Stunden (www.bfs.admin.ch; Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen)
daher
ein hypothetisches Invalideneinkommen im Jahre 2018 von (gerundet)
Fr.
54’681.-- (
Fr.
4’371.-- x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stun
den).
Der Vergleich mit dem
Valideneinkommen
in gleicher Höhe
ergibt
k
eine Erwerbseinbusse
und mithin
ein
en
Invaliditätsgrad von
0
%. Damit wird ein für den An
spruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von min
des
tens 40 % nicht erreicht.
10
.
10
.1
Nach Gesagtem steht fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin
im
massgeblichen
Vergleichszeitraum seit Erlass der ursprünglichen rentenverneinenden Verfügung vom 1
2.
Januar 2017 (
Urk.
7/135) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Februar 2019 (
Urk.
2)
zwar insofern ver
ändert beziehungsweise verschlechtert hat, dass ihr seit dem 2
6.
April 2017 die Ausübung körperlich schwerer und mittelschwerer Tätigkeiten, unter Einschluss der bisher ausgeübten Tätigkeit als Küchen
hilfe, nicht mehr zuzumuten war. Der Beschwerdeführerin war indes
die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit
ab
1.
Januar 2018
weiterhin
unverändert im vollzeitlichen Umfang z
uzumuten, weshalb
- bei einem Invaliditätsgrad von 0
%
-
ein leistungsbegrün
dender Mindestinvaliditätsgrad von 40
%
weiterhin unverändert nicht erreicht wurde.
10
.2
Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung vom
2
7.
Februar 2019 (
Urk.
2
)
mangels einer im revi
sionsrechtlichen Sinne erheblichen Veränderung der gesundheitlichen Verhält
nisse
im Vergleichszeitraum
vom 1
2.
Januar 2017
bis
2
7.
Februar 2019
einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin erneut verneinte,
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist
.
1
1.
11
.1
Zu prüfen bleiben d
ie
Gesuche der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung
(
Urk.
1 S. 2)
.
11
.2
Gemäss
Art.
29
Abs.
3 der Bundesverfassung (BV) hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Gemäss
Art.
61
lit
. f Satz 2 ATSG wird der
beschwerdeführenden
Person dort, wo es die Verhältnisse rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt.
§
16
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
bestimmt, dass e
iner Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offen
sichtlich aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten
zu
erlassen
ist. Laut
Abs.
2 dieser Bestimmung ist
einer Partei auf Gesuch eine unentgeltliche Rechtsvertretung
zu bewilligen,
wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren, ihr die nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als aussichtslos erscheint.
11
.3
Für die Beschwerdeführerin
, welche
von ihrer Wohngemeinde wirtschaftliche Hilfe bezieht (
Urk.
8), sind die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltli
chen Prozessführung
gemäss
§
16
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) vorliegend erfüllt
.
1
1.4
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
700.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind sie jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
11.5
Ihre
Beschwerde vom
1.
April 2019 (
Urk.
1), worin sie um unentgeltlich
e Rechts
vertretung ersuchte, hat die Beschwerdeführerin
eigenhändig verfasst und unter
zeichnet
. Eine
Vollmacht für eine Rechtsvertretung
hat die Beschwerdeführerin
erst am 1
6.
Mai 2019 unterzeichnet (vgl.
Urk
11).
Die Beschwerde
vom
1.
April 2019
genügte den Voraussetzungen
von
Art.
61
lit
.
b ATSG in Verbindung mit
§
18
Abs.
2
GSVGer
. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat
denn auch
mit Eingaben vom
9.
(
Urk.
9) und 1
7.
Mai 2019 (
Urk.
10) lediglich
noch
eine Unterstützungsbestätigung des Sozialamtes (
Urk.
8)
sowie
eine Vollmacht (
Urk.
11) eingereicht, ohne zum Streitgegenstand beziehungsweise zum Prozessthema
materiell
Stellung
zu nehmen, oder die
Ein
räumung einer Gelegenheit zu einer weiteren Stellungnahme in der Sache beziehungsweise die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels
zu beantragen
. Unter diesen Umständen war eine anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführerin in vorliegendem Verfahren weder erforderlich noch geboten, weshalb das Gesuch der Beschwerdeführerin vom
1.
April 2019 um unentgeltliche Rechtsvertretung
(
Urk.
1 S. 2)
mangels Gebotenheit einer Vertretung abzuweisen ist.