Decision ID: ada5eba1-051d-48f3-a260-b518c6f33f8f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X._
war seit 1991 als Maschineneinrichter tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsan
stalt
(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert
(
Urk.
9/1)
. Am 2
7.
Februar 2008
verspürte er einen heftigen Schmerz im linken Kniegelenk, nachdem er
an seinem Arbeitsplatz
während einer Stunde am Boden gekniet hatte und ihm beim Aufstehen der linke Fuss leicht weggerutscht war (
Urk.
9/5). Die in der Folge diagnostizierte mediale
Meniskushinterhornläsion
links
wurde am 19.
März 2008 (
Urk.
9/3)
arthroskopisch
saniert.
Nachdem mit Ausnahme einer kleinen
Bakerzyste
weitgehend normale Verhältnisse im linken Kniegelenk zur Darstellung gekommen waren (
Urk.
9/10),
der Beschwerdeführer seine Tätigkeit wieder vollumfänglich aufgenommen hatte (
Urk.
9/9),
die Beschwer
den aber persistierten (Bericht von
Dr.
med.
Y._
, FMH orthopädische Chirurgie vom
3.
September 2008,
Urk.
9/11), untersuchte Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, den Versicherten am 1
3.
Oktober 2008 (
Urk.
9/16).
Mit Schreiben vom 2
3.
September 2010 (
Urk.
9/48)
kündigte
die SUVA
die Einstellung
ihre
r
Tag
geldleistungen
per
1.
November 2010
an
.
Nach diversen Zusatzuntersuchungen infolge Beschwerdepersistenz
wurden eine posttraumatische
Gonarthrose
links sowie der Verdacht
auf
e
ine
extraartikuläre
pigmentierte
villonoduläre
Synovi
alitis
(PVNS) genannt (
Bericht der
A._
vom 2
7.
Juni 2011,
Urk.
9/58).
Gestützt auf die Einschätzung von Kreisarzt
Dr.
Z._
vom 1
2.
August 2011 (
Urk.
9/65), wonach
X._
eine angepasste Tätig
keit ganztags zumutbar sei, sprach die SUVA dem Versicherten bei einer Erwerbsunfähig
keit von 22
%
mit Wirkung ab 1.
November 2010 eine Invali
denrente zu (Verfügung vom 2
3.
September 2011,
Urk.
9/81).
Die hiergegen am 2
0.
Oktober
2011
(
Urk.
9/87) bzw. 3
0.
November 2011 (
Urk.
9/91) erhobene Einsprache hiess
die SUVA mit Entscheid vom
28. Dezember 2011
(
Urk.
2)
insofern gut, als sie
die
Invalidenrente auf 24
%
erhöhte, im Übrigen die Ein
sprache aber abwies.
2.
Dagegen liess
X._
am 2
0.
Januar 2012 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei
en
ihm
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
eine Invalidenrente von mindestens 26
%
sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 15
%
,
zu erbringen sowie die zukünftigen Heilbehandlungskosten für das linke Knie weiterhin zu über
nehmen. Eventualiter sei eine Begutachtung betreffend die Kausalität der PVNS mit dem Unfallereignis vom 2
7.
Februar 2008 durchzuführen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
April 2012 (
Urk.
8 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
9/1-97) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 1
4.
August 2012 (
Urk.
15)
hielt der Beschwerdeführer an
seinen
Anträgen fest,
ersuchte
aber
unter Hinweis auf
seine derzeitige effektive
Beschäftigung im Umfang von 70
% (
Urk.
1 S. 4) um entsprechende Erhöhung der Invalidenrente (
Urk.
1 S. 6). Mit Duplik vom 17.
September 2012 (
Urk.
19)
schloss
die Beschwerdegegnerin
unverändert auf Beschwerdeabweisung
.
Mit Eingabe vom
4.
März 2013 (
Urk.
21), der Beschwerdegegnerin am
6.
März 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
23), zeigte der Beschwerdeführer an, dass er nunmehr in unbefristeter Anstellung tätig sei, infolge seiner Kniebeschwerden jedoch nur ein Pensum von 80
%
zu verrichten im Stande sei. Gestützt auf die effektiven Einkommensverhältnisse bestehe mithin Anspruch auf eine Invali
denrente
von 29
%
(
Urk.
24).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Auf die Beurteilung von Kreisarzt
Dr.
Z._
abstellend, wonach dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit ganztags möglich und die Verdachtsdiagnose einer
PVNS
nicht überwiegend wahrscheinlich als
unfall
kausal
zu betrachten sei (
Urk.
2 S
. 4,
7), ermittelte die Beschwerdegegnerin mit Hilfe von DAP-
Blättern
ein Invalideneinkommen von
Fr.
61‘424.--.
In
Gegen
überstellung mit dem
Valideneinkommen
von Fr.
81‘200.--
errechnete sie
einen
Invaliditätsgrad von
gerundet 24
%
(
Urk.
2 S.
8).
Einen Integritätsschaden
hielt
die Beschwerdegegnerin
als nicht ausgewiesen (
Urk.
2 S. 9-10).
1.2
Hiergegen
liess der Beschwerdeführer
vorab ausführen, indem sich die
Beschwer
degegnerin
mit seinen Einwänden im
Einspracheverfahren
nicht aus
einandergesetzt habe, habe sie den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (
Urk.
1 S. 5). Sodann
brachte
er
insbesondere vor,
die PVNS
sei
mangels Hin
weisen auf eine rein krankheitsbedingte Ursache und mit Blick auf die perma
nent bestehenden Entzündungen nach der Kniegelenksoperation klar als Unf
allfolge zu qualifizieren, könn
e Ursache einer PVNS
doch
ein entzündliches oder auch spontanes Geschehen sein. Weil die Beschwerdegegnerin den Beweis dafür, dass die PVNS mit überwiegender Wahrscheinlichkeit krankheitsbedingt sei, nicht habe erbringen können, habe sie weiterhin für die Behandlungskosten des linken Kniegelenks aufzukommen (
Urk.
1 S. 7-8).
Zudem
sei
en
eine
post
traumatische
Gona
rthrose
, eine komplexe
Bakerzyste
sowie eine Instabili
t
ät im linken Knie ausgewiesen, weshalb Anspruch auf eine I
ntegritätsentschädigung
in Höhe von mindestens 15
%
bestehe (
Urk.
1 S. 8).
Was schliesslich den Ren
tenanspruch betreffe, so sei das
Valideneinkommen
zumindest in Höhe des ver
sicherten Verdienstes von
Fr.
82‘902.-- festzusetzen, was zu einem
Invaliditäts
grad
von 26
%
führe (
Urk.
1 S. 10).
Replic
ando
brachte der Beschwerdeführer zur Kenntnis, dass er
am
1.
Juni 2012 eine Arbeitsstelle angetreten habe, welche einer nach Ansicht der Beschwerdegegnerin weiterhin
ausübbaren
Tätigkeit völlig
entspreche. Weil ein 100%-Pensum aufgrund der tagsüber verstärkt auf
tretenden Knieschmerzen nicht möglich
,
sondern bloss
ein 70%-Pensum
durchführbar
sei (
Urk.
15 S. 4), sei von einem Invalideneinkommen von
Fr.
45‘500.-- und damit von einem Invaliditätsgrad von 45
%
auszugehen (
Urk.
15 S. 6).
Schliesslich machte der Beschwerdeführer
am
4.
März 2013
aktenkundig
(
Urk.
21)
, er sei nun
mehr
in
einem
unbefristeten
80%-Pensum
tätig, wobei die Leistungse
inschränkung weiterhin durch seine Kniebeschwerden begründet sei.
Unter Berücksichtigung der Schichtzulage betrage das
Invaliden
einkommen
mithin jährlich
Fr.
58‘883.--, was verglichen mit dem
an die
Nomi
nallohnentwicklung
angepassten
Valideneinkom
m
en
von Fr. 87‘034.-- zu einem Invaliditätsgrad von 29
%
füh
re
.
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der
gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
lei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
2.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
3.
3.1
Nachdem der Beschwerdeführer aufgrund des sich am 2
7.
Februar 2008 (
Urk.
9/1) zugetragenen Ereignisses heftige Schmerzen im linken Knie verspürte, notierte
Dr.
med.
B._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, am 1
4.
März 2008 (
Urk.
9/2) hinsichtlich des Befun
des am linken Knie,
Arthrosezeichen
oder Hinweise auf eine
Osteonekrose
ergä
ben sich nicht. Hingegen seien auf den MRI-Aufnahmen polyzystische Verän
derungen in der
Poplitea
und im dorsalen distalen Oberschenkel sowie ein
Kno
chenödem
im
Tibiakopf
zu erkennen. Der postmediale Meniskus sei
transmural
gerissen.
Dr.
B._
diagnostizierte eine mutmasslich teils chronische, teils akute
meniskale
Schädigung des
Corpushinterhorn
s
medial links, einen
synovialen
Reizzustand sowie eine heftige
osteochondrale
und
ligamentäre
Reaktion medial
femorotibial
.
Am 1
9.
März 2008 erfolgte eine operative Sanierung der
Menis
kusläsion
mittels
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
(Bericht von
Dr.
Y._
,
Urk.
9/3). Mit Eintrag in die Krankengeschichte
vom 2. April 2008
(
Urk.
9/4) stellte Dr.
B._
die Arbeitswiederaufnahme ab Anfang Mai zu 100
%
in Aus
sicht.
3.2
Mit Bericht vom
4.
Juni 2008 (
Urk.
9/7) erhob
Dr.
Y._
leicht
druckdolente
Arthroskopieportale
sowie eine
Quadrizeps
-Insuffizienz und empfahl die Durc
hführung einer intensiven
kräftigenden Therapie. Vorerst bestehe noch für zwei bis vier Wochen eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
. Ab
1.
Juli 2008
sei
sicherlich
von einer
volle
n
Arbei
tsfähigkeit
auszugehen
. Am
2.
Juli 2008 (Ur
k.
9/8) berichtete
Dr.
Y._
, das MRI zeige intakte Verhältnisse nach
Teil
meniskektomie
ohne wesentliche Knorpelschädigung
(MRI-Untersuchung vom 3
0.
Juni 2008,
Urk.
9/10)
.
Ligamentär
sei das Gelenk stabil. Das
Knochenmarks
ödem
in der Tibia sei möglicherweise auf die Operation oder das Unfallereignis zurückzuführen, dürfte aber eher keinen Krankheitswert besitzen.
Zusätzlich zeige sich eine kleine
Bakerzyste
, welche dem
antero
-medialen Knieschmerz des Beschwerdeführers entsprechen könnte.
Dr.
Y._
hielt dafür, intraartikulär bestehe nun eine regelrechte Situation ohne Kniegelenkserguss, so dass derzeit keine weiteren Therapien von Nöten seien. Er habe dem Beschwerdeführer erklärt, dass er ab dem
3.
Juli 2008 einen vollständigen Arbeitsversuch unter
nehmen solle. Im Wissen darum, dass der Beschwerdeführer noch nicht schmerzfrei sei und noch eine gewisse
antero
-mediale Schwellungsneigung bestehe, schliesse er die Behandlung ab.
Am 3.
September 2008 (
Urk.
9/11)
notierte
Dr.
Y._
, der Beschwerdeführer berichte noch immer über eine Schmerzpersistenz, obwohl er wieder arbeite.
Die erneute MRI-Bildgebung zeige einen regelrecht
desezierten
Meniskus medial
.
E
ine wesentliche
Knorpelschädi
gung
habe nicht eruiert werden können.
Unter Umständen könnte
die kleine
Bakerzyste
einen Teil der Schmerzen
erklären
. Weil mittels nochmaliger Arth
roskopie mit allenfalls vollständiger
Meniskektomie
eine gänzliche
Schmerzbe
freiung
nicht garantier
t werden
könne, empfeh
le er vorab eine kreisärztliche Untersuchung
.
3.3
Kreisarzt
Dr.
Z._
untersuchte den Beschwerdeführer a
m 1
3.
Oktober 2008 (
Urk.
9/16) und erhob den Verdacht auf einen vorderen
Knieschmerz
links im Rahmen einer möglicherweise
durch das Unfallereignis
aktivierten beginnenden
Retropa
tellar
ar
throse
.
Die
Indikation für eine weitere Operation
bestehe aktuell nicht.
Der Kreisarzt
empfahl
die Durchführung weiterer Therapien (Tragen der Orthese; Behandlung mittels
Chondrosulf
und NSAR, Physiotherapie mit gezieltem Aufbau der
Quadrizepsmuskulatur
)
für die Dauer von drei bis vier Monaten
und hielt den Beschwerdeführer in der
angestammte
n
Tätigkeit als
Maschineneinsteller
von Spritzgussmaschinen unverändert
für
vollständig arbeitsfähig.
3.4
Die am 2
7.
November 2008 (
Urk.
9/18) durchgeführte Ultraschalluntersuchung der Kniegelenke visualisierte
eine
polyzystische Raumforderung im dorsalen Kniegelenk links sowie kleine Verkalkungen im Ansatzbereich des Ligamentum
patella
rechtsseitig bei ansonsten unauffälligem Ultraschall.
3.5
Gemäss Angaben des Arbeitgebers des Beschwerdeführers vom 2
1.
Januar 2009 (
Urk.
9/20),
am 2
4.
März 2009
durch
Dr.
med.
C._
, Spezialarzt FMH für Rheumatologie und Physikalische Therapie
bestätigt
(
Urk.
9/21), bestand ab dem 19. Dezember 2008 eine vollständige Arbeitsfähigkeit.
3.6
Dr.
Y._
notierte mit Bericht vom 1
5.
Januar 2010 (
Urk.
9/26), der Beschwerde
führer habe offenbar trotz
Myocardinfarkt
in seiner angestammten Tätigkeit weitergearbeitet, nun aber die Kündigung erhalten. Er sei der Mei
nung, dass er in einem anderen Betri
eb kaum mehr arbeiten könne, da
das Kniegelenk gelegentlich Schmerzen verursache, er daneben aber auch an einer Müdigkeit leide. Der Arzt hielt fest, der Beschwerdeführer verspüre beim
Gera
deausgehen
wenig
Beschwerden und die stechenden Schmerzen seien ver
schwunden. Gelegentlich trete noch eine Schwellung dorsal auf.
Dr.
Y._
erhob weder einen Erguss noch Meniskuszeichen. Eine kleine
Bakerzyste
liess sich ertasten.
Unter Hinweis auf den Bericht von
Dr.
Y._
und die letztmals am 22. Dezember 2009 erfolgte Untersuchung des Beschwerdeführers
, anlässlich derer er eine beginnende
Gonarthrose
links diagnostiziert hatte,
schrieb
Dr.
C._
am 2
0.
Februar 2010 (
Urk.
9/27), es bestehe nach wie vor keine Arbeitsunfähigkeit.
3.7
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, machte am 1
9.
März 2010 (
Urk.
9/32) unveränderte, belastungsabhängige Knieschmerzen des Beschwerdeführers aktenkundig und verwies diesen zur konsiliarischen Untersuchung an die
A._
. Er erklärt
e, es stelle sich die Frage, in
wieweit die Kniebeschwerden durch die
vor
besteh
ende
Gonarthrose
bedingt und in
wieweit unfallbedingte Veränderungen beteiligt seien. Zu erwähnen sei überdies, dass gleichzeitig diverse Beschwerden bei Zustand nach Myokardinfarkt und
Somatisierungsstörung
bestünden.
3.8
Dr.
med.
E._
, Oberärztin,
A._
, untersuchte am 20. Mai 2010 (
Urk.
9/38) das linke Knie des Beschwerdeführers, welches sich schmerzfrei und ohne Erguss zeigte. Die Meniskuszeichen waren bei forcierter Prüfung
geringgradig
positiv,
der
Lachmantest
negativ mit sattem Anschlag. Die Seitenbänder präsentierten sich stabil. Die zusätzlich durchgeführte Rönt
genuntersuchung visualisierte regelrechte Verhältnisse ohne
wesentliche dege
nerative
Veränderungen. Die Ärztin hielt dafür, aufgrund der momentanen Situation und bisherigen Bildgebung sei kein morphologisches Korrelat für die massiven Schmerzen und Einschränkungen auszumachen, so dass eine Tätig
keit mit wechselnden Positionen vorstellbar wäre.
Inwieweit auch eine psychische Überforderung eine Rolle spiele, könne sie nicht beurteilen.
Dr.
E._
attestierte
weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Auch anlässlich der Untersuchung vom 2
0.
Juli 2010 (
Urk.
9/41) liess sich
bei schmerzfreiem, normalem Gehen
ein weitgehend unauffälliger Befund ohne Erguss und mit freier, indolenter Flexion/Extension am linken Knie erheben.
Bei Verdacht
auf eine
Kniegelenksinstabilität wurde eine Weiterabklärung ins Auge gefasst und eine Schiene zur externen Stabilisierung verordnet.
Obwohl
in der Folge
die Schiene zu einer deutlichen Linderung des
Instabilitäts
gefühls
zu führen vermochte, liess sich mittels Spannungsaufnahmen weder sagittal noch
mediolateral
eine Bandläsion objektivieren
(Bericht vom 1
7.
August 2010, Urk. 9/46)
. Die Ärzte berichteten, dass, w
eil die noch geklag
ten Beschwerden auch nicht auf eine Läsion des Restmeniskus zurückzuführen seien, die Indikation für eine
Reintervention
sehr zurückhaltend gestellt werden
müsse
.
Während in der bisherigen, physisch beanspruchenden Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestehe, sei eine wechselbelastende respektive primär sitzende Tätigkeit durchaus zu 100
%
möglich.
Mangels Ansprechen auf eine intraartikuläre Infiltration schlossen die Ärzte sodann eine intraartikuläre Genese der Schmerzen aus, so dass letztlich die
Aetiologie
der Symptomatik unklar bleibe (Bericht
A._
vom 19. Oktober 2010,
Urk.
9/51).
Weil die im J
u
li
gezeigte Signalalteration im Bereich der
Bakerzyste
- primär als Einblutung interpretiert - auch als PVNS betrachtet werden könnte und
der Beschwerdeführer nachdrücklich eine Schwellungstendenz schildere, sei
eine Verlaufsuntersuchung mittels MRI geplant.
Der Kniegelenksbefund zeigte sich am 1
7.
Dezember 2010 (
Urk.
9/54) unverän
dert zur Voruntersuchung.
Das MRI vom 1
6.
Dezember 2010 visualisierte die
poplitealen
Herde unverändert in ihrer Grösse, wobei weiterhin eine PVNS in Erwägung zu ziehen sei. Ansonsten waren die Befunde unauffällig, insbeson
dere ohne Meniskusläsion. Die Kniegelenkspunktion lieferte keinen
Keimnach
weis
. Bei fehlenden Hinweisen für eine intraartikuläre Beteiligung sei die Klinik mit dem Befund nicht vereinbar und eine Resektion damit nicht indiziert.
Am 2
7.
Juni 2011 (
Urk.
9/58)
hielten die Ärzte der
A._
schliess
lich
fest, es bestünden zwei Probleme: unfallbedingte posttraumatische
gon
arthrotische
Beschwerden sowie der Verdacht auf einen PVNS-Herd mit statio
närem Befund.
3.9
Im Auftrag der Invalidenversicherung
wurde
der Beschwerdeführer am 2
9.
März 2011 (
Urk.
9/61) im
F._
untersucht
. Deren Gutachter hielten hinsichtlich des linken Kniegelenks fest, ausser einer kleinen
Bakerzyste
ergäben sich auf radiologischer Ebene keine Auffälligkeiten. In Anbetracht des klinisch objektiv weitgehend
blanden
Befundes sei auf die Anfertigung neuer Bilddokumente verzichtet worden. Die vom Beschwerdefüh
rer angegebenen Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologi
schen Befunde
nicht klar begründen. Sodann sei
der Leidensdruck des Beschwerdeführers nicht klar fassbar: So habe er berichtet, mit dem Auto bloss Strecken von maximal 20 km zurück
legen zu können
. Ausgerechnet am
Unter
suchungstag
habe er aber eine Distanz von 100 km mit dem Fahrzeug zurück
gelegt und am Nachmittag einzig eine Tablette
Panadol
eingenommen, obwohl er
seinen Angaben zufolge
bedarfsweise drei bis manchmal sogar acht Tabletten
täglich
konsumiere. Mithin bestehe insgesamt der Verdacht auf eine
Schmerz
ausweitung
. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass die angestammte Tätigkeit, wo
Lasten von bis zu 30 kg hätten bewegt werden müssen,
aus orthopädischer Sicht
nicht mehr zumutbar sei. Eine leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit unter Wechselbelastung könne der Beschwerdeführer jedoch uneinge
schränkt ausüben, wobei das Heben und Tragen von Last
en über 15 kg zu ver
meiden sei. In einer solcherart angepassten Tätigkeit bestehe spätestens ab August 2010 eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit
(
Urk.
9/61 S. 17
, 20
).
Soweit der Verdacht auf eine PVNS geäussert worden sei, sollten radiologische Verlaufskontrollen sowie gegebenenfalls eine
arthro
skopische
Reevaluation
erfolgen (
Urk.
9/61 S. 18).
3.10
Kreisarzt
Dr.
Z._
nahm am 1
2.
August 2011 (
Urk.
9/65) zu den aktuellen Berichten Stellung. Hinsichtlich der Verdachtsdiagnose einer PVNS, welche bislang noch nicht definitiv gesichert worden sei, hielt er dafür, es handle sich dabei um einen
krankheitsbedingten Aspekt. Sollte eine PVNS vorliegen oder später nachgewiesen werden, so wäre deren Behandlung nicht durch den Unfallversicherer zu tragen. Der weitere Verlauf habe
sodann
gezeigt, dass die Kniebinnenverhältnisse günstig und die Beschwerden nicht mehr richtig erklär
bar seien.
Mithin sei eindeutig anzunehmen, dass mögliche Folgen des
Unfaller
eignisses
minim seien. Die vorstellbaren Restfolgen des Unfalles korrelierten im Hinblick auf kniebelastende Tätigkeiten mit der von den Gutachtern des
F._
erstellten Zumutbarkeit
sbeurteilung
, wobei diesbezüglich zu berücksichtigen sei, dass diese Einschätzung auch unfallfremde Erkrankungen miteinbeziehe. Der Kreisarzt hielt abschliessend fest, dass angesichts des
blanden
Verlaufs bezüg
lich Unfallfolgen am linken Knie eine mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit ganztags zumutbar sei, wobei sitzende Tätigkeiten maximal einen Fünftel der täglichen Arbeitszeit ausmachen dürften. Repetitive oder länger andauernde Tätigkeiten in kniender oder hockender Position seien zu vermeiden. Da bislang nachweisbare, erhebliche und bleibende Schädigungen nach
der partiellen
Meniskektomie
nicht beschrieben
worden
seien, sei keine
Integritätsentschädi
gung
zu leisten.
4.
4.1
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, d.h. eine Darstellung des vom Versicherungs
träger als relevant erachteten Sachverhal
tes und der rechtlichen Erwä
gungen (
Art.
49
Abs.
3 Satz 2 ATSG). Gemäss
Art.
52
Abs.
2 Satz 2 ATSG werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof
fene Person ihn gegebenen
falls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwal
tung ausdrücklich mit jeder
tatbe
ständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinander setzen muss; viel
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (
BGE 134 I 83 E. 4.1;
BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
Aus der Begründung des angefochtenen Entscheides geht mit genügender Klar
heit hervor, worauf sich die Beschwerdegegnerin gest
ützt hat. So hielt sie fest, die
Einschätzung von Kreisarzt
Dr.
Z._
, wonach eine allfällige PVNS als nicht überwiegend unfallkausal zu betrachten sei,
sei
nachvollziehbar
(Urk. 2
S.
4)
. Hinsichtlich der Frage nach einer Integritätsentschädigung verwies sie
gleichermassen
auf
dessen
Bericht, welcher eine nachweisbare, entschädigungs
pflichtige Folge aus dem Unfallgeschehen verneinte. Schliesslich war für den Beschwerdeführer
auch
ohne weiteres erkennbar, dass die Beschwerdegegnerin
-
seinem
Einwand folgend (
Urk.
9/91 S. 5) - das
Valideneinkommen
unter Berücksichtigung von Überzeit und
neu zusätzlich in Aufrechnung der
„
Sams
tagseinsätze
“ und „Wochenend-Tage Pikett-Bereitschaft“
festsetzte (
Urk.
2 S. 8). Der B
eschwerdeführer war damit ohne w
eiteres in der Lage, den Entscheid der Beschwerdegegnerin anzufechten
.
E
ine
Verlet
zung der Begründungspflicht
und damit des rechtlichen Gehörs hat sich die Beschwerdegegnerin nicht
zuschulden kommen lassen
.
4.2
Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, ihm sei nur mehr ein
Arbeitspen
sum
von 70
%
bzw. 80
%
zumutbar (
E. 1.2
), kann ihm
ebenfalls
nicht gefolgt werden. Aus den ärztlichen Berichten ergibt sich und
ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit als Maschineneinrichter nicht mehr ausüben kann.
Desgleichen
erhellt aber auch, dass sich für die von ihm noch geklagten Kniebeschwerden ein morphologisches Korrelat nicht
hatte finden lassen
(E. 3.8) und eine angepasste Tätigkeit spätestens ab August 2010
(E. 3.8 - 3.9) uneingeschränkt zumutbar
war
.
Dass Kreisarzt
Dr.
Z._
in Anbetracht dieser medizinischen Aktenlage eine mittelschwere
wechselbelas
tende
Tätigkeit für ganztags zumutbar hielt (E. 3.10), ist mithin in keinerlei Hinsicht zu bean
standen. Hinweise, welche gegen die Zuverlässigkeit seiner Einschätzung sprä
chen, sind weder ersichtlich
,
noch wurden solch
e vom Beschwerdeführer genannt.
Sodann hat die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh
rers
den Beweis für
den Wegfall der natürlichen Kausalität für eine allfällige PVNS
nicht
zu erbringen
. Das Vorliegen
eine
r
solche
n ist
weder mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit erstellt, noch
wären
Anhaltspunkte für eine
unfall
kausale
Entstehung auszumachen (
Urk.
9/58; E.
3.10). Eine
Anspruchsbegrün
dung
gestützt auf die Verdacht
sdiagnose einer PVNS entfällt
- auch hinsichtlich allfälliger weiterer Heilbehandlungen -
so
mit o
hne weiteres.
Zusammenfassend ist damit darauf abzustellen, dass dem Beschwerdeführer eine
leidensangepasste
Beschäftigung ganztags möglich ist.
4.3
Zu prüfen bleibt, wie sich die auf eine angepasste Tätigkeit eingeschränkte
Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
4.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkom
men
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkommens
differenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fragli
chen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonne
nen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b mit Hinweisen; BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
4.3.2
Weil der Beschwerdeführer seine verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutba
rer Weise voll ausschöpf
t
(E. 4.2
; BGE 135 V 297 E. 5.2
), ka
nn sein mit einem 70%- bzw. 80%
-Pensum erzielter, tatsächlicher Verdienst entgegen sei
nem Vorbringen
(E. 1.2)
nicht
m
it dem Inv
alideneinkommen gleichgesetzt
wer
den
.
Mithin kann offen bleiben, ob die von ihm derzeit ausgeübte Beschäfti
gung dem oben genannten Zumutbarkeitsprofil entspricht
.
4.3.3
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinko
mmens fünf DAP-Blätter zugrunde
gelegt (Urk.
9/77
) und ein hypothetisches
Invalidenein
kommen
von
Fr.
61‘424.-- ermittelt (
Urk.
9/77-78
,
Urk.
2 S. 8
). Dieses Vorgehen ist
vom Beschwerdeführer insoweit nicht beanstandet worden (
Urk.
9/91 S. 6,
Urk.
1)
, wofür
mit Blick auf
die
Kontrollrechnung mittels
Tabellenwerten (LSE 2010, Tabelle TA1,
Total
Niveau 4, Männer, Median: Fr.
4‘901
.--
x 12 : 40 x 41.7
[betriebs
übliche Arbeitszeit
2011
; Die Volksw
irtschaft,
10-2013,
Tabelle B
9.2,
S. 94]
: 2150 x 2171 [
Nominal- und Reallohnindex Männer 2010 bzw. 2011, Die Volkswirtschaft, Tabelle B10.3] =
Fr.
61‘
910.40
; kein leidensbedingter Abzug [Kündigun
g aus wirtschaftlichen Gründen,
Urk.
9/47,
hätte ohnehin
eine
Stellensuche
erforderlich gemacht; vollschichtige Arbeitsfähigkeit;
mittleres Lebensalter
; grosses Spektrum an leichten bis mittelschweren
leidensangepass
ten
Tätigkeiten
]
)
denn auch kein Anlass besteht
.
4.3.4
Der Beschwerdeführer
wendet
weiter
ein
, das
Va
lideneinkommen
sei
höher als der von der Beschwerdegegnerin mit
Fr.
81‘200.-- (
Urk.
2 S. 8) ermittelte
Vali
d
enlohn
zu veranschlagen
. D
ie Beschwerdegegnerin
stützte sich hierzu auf die
Angaben
der früheren Arbeitgeberin
des Beschwerdeführers
, wonach
dieser
im Jahr 2011 ein jährliches Einkommen von
Fr.
76‘700
.--
(
Fr.
5‘900.-- x 13;
Urk.
9/68), ein Entgelt von Fr.
2‘500.--
bis
Fr.
3‘000.--
pro Jahr
im Rahmen von
Überzeit
(
Urk.
9/70) sowie von Fr. 2‘000.-- mittels Samstagseinsätzen und Wochenend-Piketttagen (
„analog 2010“,
Urk.
9/93)
erzielt hätte.
Das Vorbringen
des Beschwerdeführers, das
Valideneinkommen
sei einiges höher als der versicherte Verdienst
anzusetzen (
Urk.
15 S. 5), vermag nicht durchzudringen. Aus den von der früheren Arbeitgeberin aufgelegten Abrech
nungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in den dem Ereignis vom 2
7.
Februar 2008 vorangehenden zwölf Monaten von relativ hohen
Überstun
denentschädigungen
und einer Vielzahl von
Samstagseinsätzen
sowie
Wochen
end-Piketttagen
profitieren konnte (
für das Jahr 2007 insgesamt Fr.
8‘569.40,
Urk.
9/68).
Anhaltspunkte dafür, dass die
diesbezüglichen
Angaben der vorma
ligen Arbeitgeberin für das Jahr 2011 (Ur
k.
9/70,
Urk.
9/93) in Zweifel zu zie
hen wären, sind keine auszumachen. Im Gegenteil ist a
ngesichts dessen, dass sich die
frühere
Arbeitgeberin
des Beschwerdeführers
im Jahr 2010 offenbar in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befand (
Urk.
9/47),
vielmehr
nach
vollziehbar, dass sich dieser Posten (Überstunden, Samstagseinsätze,
Wochen
endpikett-Dienst
)
im Jahr 2011
erheblich reduziert hätte
.
Im Übrigen
wäre der Beschwerdeführer u
nabhängig von dem
sich am 28.
Februar 2008 zugetragenen
Unfallereignis gehalten gewesen, eine neue Beschäftigung zu suchen, erfolgte die Kündigung doch aus wirtschaftlichen
und nicht aus gesundheitlichen Grün
den (
Urk.
9/47).
Unter Berücksichtigung all dieser Gegebenheiten
gibt
die Ermittlung des
Validen
einkommens
durch die Beschwerdegegnerin zu keiner Beanstandung Anlass und hat die Beschwerdegegnerin zu Recht aus dem Vergleich von Vali
den- und Invalideneinkommen eine Erwerbseinbusse von (gerundet) 24
%
ermittelt.
4.4
Fehlt es den geklagten Kniebeschwerden an einem morphologischen Korrelat und
vermag die Verdachtsdiagnose einer PVNS einen Anspruch gegen die Beschwerdegegnerin nicht zu begründen (E. 4.2), so
besteht kein Grund, von der Einschätzung von
Kreisarzt
Dr.
Z._
, wonach es an nachweisbaren, erhebli
chen und bleibenden Schädigungen mangle (E. 3.10), abzuweichen.
Eine Integritätsentschädigung ist
demnach
nicht geschuldet.
5
.
Zusammenfassend erweist sich damit der
Einspr
acheentscheid
der
Beschwerdegeg
nerin
vom
2
8.
Dezember 2011
in allen Teilen als rechtens, wes
halb die Beschwerde
vollumfänglich abzuweisen ist.