Decision ID: fae13dfd-5504-473f-b4f3-5b0b19a078dc
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Frei, Bahnhofstrasse 32a, Postfach,
8360 Eschlikon,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 30. Oktober 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act.
1). Sie gab an, sie sei seit 1992 als Betriebsmitarbeiterin für die B._ tätig. Die B._
bestätigte diese Angaben (IV-act. 12). Dr. med. C._ von der Klinik für Orthopädische
Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen gab am 2. Dezember 2008/27. Januar 2009 an
(IV-act. 23), die Diagnose laute: Status nach Hüftprothesen-Schaftwechsel
(unzementiert) links 4/2008 wegen Schaftlockerung nach Hüftprothese 1999. Die
Versicherte sei vom 8. April bis 17. August 2008 zu 100% arbeitsunfähig gewesen.
Seither bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Der postoperative Verlauf sei
komplikationslos gewesen. Es seien keine wesentlichen Funktionsausfälle zu erwarten.
Die Eingliederungsberaterin der IV-Stelle notierte am 23. Februar 2009 (IV-act. 24), die
angestammte Tätigkeit sei weitgehend adaptiert. Seit Dezember 2008 spreche nichts
mehr gegen eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit. Längerfristig sollte eine
Arbeitsfähigkeit von 100% erreicht werden. Dr. med. D._, Spezialarzt Orthopädische
Chirurgie, Sportmedizin (SGSM), St. Gallen, berichtete der IV-Stelle am 21. September
2009 (IV-act. 48), er habe folgende Diagnosen erhoben: Lumboischialgie links und
chronische proximale Adduktorenansatztendinose links bei St. n. mehrfacher
Voroperation bei Hüftdysplasie und TP-Implantation. Seit 2008 bestünden
belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste links, die in den Oberschenkel
ausstrahlten. Ausserdem bestünden seit Monaten lumbale Schmerzen mit
Ausstrahlung in den linken Fuss (ohne neurologische Ausfallerscheinungen).
Vorwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten mit häufigen unphysiologischen
Körperhaltungen und regelmässigem Heben oder Tragen von Lasten über 10 kg seien
nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Angepasst wäre eine körperlich leichte Tätigkeit,
wechselbelastend, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg. Dr. D._ empfahl
eine Begutachtung. In einem Bericht an den Hausarzt hatte er der Versicherten am 8.
September 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert (IV-act. 47). Dr. C._
berichtete der IV-Stelle am 6. Oktober 2009 (IV-act. 51), die Versicherte klage über
persistierende, eher muskuläre Beschwerden der Oberschenkelinnenseite
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(Adduktoren), über Rückenschmerzen links lumbal und über inguinale Beschwerden.
Das Ergebnis des Prothesenwechsels sei klinisch und radiologisch gut. Die
anhaltenden Beschwerden liessen sich nicht ganz erklären. Aus orthopädischer Sicht
sei die Versicherte zu 100% arbeitsfähig. In Bezug auf die inguinalen Beschwerden
empfehle er eine internistische/chirurgische Abklärung, allenfalls auch eine
gynäkologische Untersuchung. Am 20. und 21. Oktober 2009 erfolgte im SWICA
Gesundheitszentrum eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit der
Versicherten. Gemäss dem entsprechenden Bericht vom 22. Oktober 2009
(Fremdakten) bestanden objektivierbare Befunde im Bereich der linken Hüfte und der
Lendenwirbelsäule auf der Höhe L5/S1. Weiter wurde ausgeführt, die von der
Versicherten angegebenen und demonstrierten massiven Beschwerden und
funktionellen Einschränkungen hätten sich durch diese Befunde nicht erklären lassen.
Aufgrund der nicht plausiblen subjektiv empfundenen Beschwerden und der
ausgeprägten Selbstlimitierung während der Tests sei von einer Symptomausweitung
ausgegangen worden. Die Leistungsbereitschaft sei im Wesentlichen als nicht
zuverlässig zu beurteilen gewesen, denn die Versicherte sei nicht bereit gewesen, sich
bis an die beobachtbare funktionelle Limite belasten zu lassen. Sie habe viele Tests
von sich aus abgebrochen. Die Konsistenz bei den Tests sei schlecht gewesen. Man
sei davon ausgegangen, dass die Versicherte bei gutem Effort eine bessere Leistung
hätte erbringen können. Es sei der Versicherten zumutbar, den Arbeitsfähigkeitsgrad
am bestehenden Arbeitsplatz wieder auf 100% anzuheben. Die Ärzte empfahlen
abschliessend eine Wurzelinfiltration L5/S1. Dr. med. E._, Facharzt für
Neurochirurgie, berichtete der IV-Stelle am 20. Dezember 2009 (IV-act. 56), die
Versicherte leide an chronischer Lumbago mit linksseitiger Ischialgie, Osteochondrose
und Spondylarthrosen L5/S1, an einer linkskonvexen Skoliose der LWS/BWS nach
rechts und an einem St. n. mehrfachen Hüftoperationen bei Hüftdysplasie links. In der
aktuellen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Am 17. Mai 2010 gab Dr.
E._ an (IV-act. 71), er plane vorläufig eine konservative Therapie. Es sei möglich, dass
mittel- bis langfristig eine Wirbelsäulenoperation zur Diskussion stehen werde. Die
Restarbeitsfähigkeit betrage 50%. Mit einer Mitteilung vom 7. Juni 2010 verneinte die
IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, da sich die
Versicherte nicht in der Lage sehe, das Arbeitspensum zu steigern (IV-act. 78).
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A.b Die MEDAS Ostschweiz berichtete in einem von der IV-Stelle in Auftrag
gegebenen Gutachten vom 4. November 2010 (IV-act. 82), folgende Diagnosen seien
erhoben worden: Persistierende Periarthropathie und mögliche Narbenschmerzen,
lumbospondylogenes Syndrom bei mässigen degenerativen Veränderungen L4-S1 mit
Foramenstenose L5/S1 links und leichter linkskonvexer Skoliosefehlhaltung der LWS,
chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren und atypische
Angststörung bei langjähriger somatischer Erkrankung. Die Sachverständigen führten
weiter aus, die Versicherte habe über belastungsabhängige Schmerzen lumbal und in
der linken Leiste mit Ausstrahlung zum Oberschenkel seitlich mehr als an der
Innenseite, verbunden mit Müdigkeit und Kraftlosigkeit im linken Bein und vermehrten
Schmerzen nach der Arbeit, geklagt. Objektivierbare radikuläre Ausfälle hätten nicht
bestanden. Die anamnestischen Angaben einer Hyposensibilität der Zehen III-V links
sowie von Schmerzausstrahlungen an der Beininnen- und -aussenseite seien
möglicherweise auf eine Irritation der Wurzel S1 zurückzuführen. Das aktuelle
Röntgenbild zeige wie die früheren Aufnahmen eine normale Darstellung der ossären
Strukturen in den Hüftgelenken bei St. n. Hüfttotalprothese links mit langem Schaft und
ohne aktuelle Lockerungszeichen. An der LWS fänden sich eine leichte
Verschmälerung der Bandscheibe L4/5 sowie mässige Spondylarthrosen vorwiegend
L5/S1 und eine leichte linkskonvexe Skoliosefehlhaltung. Der psychiatrische
Sachverständige habe angegeben, eine adaptierte Tätigkeit sei einfach und angelernt
und stelle keine höheren Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz oder
die emotionale Belastbarkeit. Akkordarbeiten seien nur eingeschränkt geeignet. Zu
bevorzugen seien Tätigkeiten, welche die Möglichkeit böten, individuelle Pausen
einzulegen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung unter Berücksichtigung der somatischen
Faktoren und der erheblichen funktionellen Beschwerden ergab eine Einschränkung um
30% für die angestammte Tätigkeit und für Verweistätigkeiten mit einer körperlich
leichten bis vereinzelt mittelschweren Belastung. Wegen der Schmerzen seien
vermehrte Pausen zu empfehlen. Die Versicherte sollte den derzeitigen Arbeitsplatz
behalten können. Dr. med. F._ vom RAD betrachtete das Ergebnis der Begutachtung
als plausibel (IV-act. 85). Er wies darauf hin, dass aus psychiatrischer Sicht
verschiedene therapeutische Massnahmen empfohlen worden seien. Eine
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei dadurch aber nicht zu erwarten. Die IV-Stelle
ging davon aus, dass die Versicherte an ihrem bestehenden Arbeitsplatz bei einem
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Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% einen um lediglich 30% reduzierten Lohn erzielen
könne. Sie stützte sich dabei auf den Umstand, dass die B._ bei einem hausärztlich
attestierten Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% die Hälfte des früheren Lohn ausrichtete.
Mit einem Vorbescheid vom 9. März 2011 kündigte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 88). Die Versicherte liess am 14. April 2011
einwenden (IV-act. 91), die MEDAS Ostschweiz sei befangen gewesen und die
gesundheitlichen Schwierigkeiten seien in unzulässiger Weise bagatellisiert worden. Die
behandelnden Ärzte seien unisono auf eine Arbeitsunfähigkeit von 50% gekommen.
Deshalb müsse eine effektiv unabhängige Oberbegutachtung erfolgen. Die MEDAS
Ostschweiz habe sich nicht mit den abweichenden Einschätzungen der behandelnden
Ärzte auseinandergesetzt. Der Rechtsvertreter führte weiter aus, die
Beschwerdeführerin habe schon vier Hüftoperationen über sich ergehen lassen
müssen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Sachverständigen beruhe
auf einer angeblich möglichen Willensanstrengung. Das stehe im Widerspruch zur
Aussage dieses Sachverständigen, die Prognose sei nur vorsichtig als günstig
einzuschätzen. Wenn die Willensanstrengung zumutbar sei, dann müsse auch die
Prognose uneingeschränkt günstig sein. Es sei unzulässig, bereits jetzt davon
auszugehen, dass die Rehabilitation erfolgreich verlaufen werde. Stattdessen müsse
von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ausgegangen werden und dann sei der Erfolg der
Rehabilitation abzuwarten. Erst wenn dieser eingetreten sei, könne auf die
Arbeitsunfähigkeit von 25% zurückgekommen werden. Der aktuelle Arbeitsplatz sei
alles andere als adaptiert, da die Raumtemperatur 10-13°C betrage und da am
Fliessband gearbeitet werden müsse. Bei einer solchen Arbeit könne nicht nach Bedarf
eine Pause eingelegt werden. Der Rechtsvertreter der Versicherten verlangte die
Zusprache einer halben, eventualiter einer Viertelsrente. In einem dieser Stellungnahme
beigelegten Bericht vom 25. März 2011 (IV-act. 91-10) hatte Dr. med. G._, Facharzt
für Allgemeinmedizin FMH, Uzwil, angegeben, die Versicherte leide an einer starken
Coxarthrose. Mit einer Arbeitsfähigkeit von 50% sei die höchste Limite erreicht. Die
Arbeitsfähigkeit sei im Gutachten falsch eingeschätzt worden. Dr. F._ vom RAD
stellte am 3. Mai 2011 fest (IV-act. 92), dass Dr. G._ keine neuen objektivierbaren
medizinischen Befunde mitgeteilt habe. Mit einer Verfügung vom 3. Mai 2011 wies die
IV-Stelle das Rentengesuch der Versicherten ab (IV-act. 93).
B.
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B.a Die Versicherte liess am 30. Mai 2011 Beschwerde erheben und die Zusprache
einer halben, eventualiter einer Viertelsrente beantragen (act. G 1). Zur Begründung
verwies ihr Rechtsvertreter auf die Meinung des Staatsrechtsprofessors Jörg Paul
Müller, laut der die regelmässige Auftragserteilung an bestimmte Expertenbüros
EMRK-widrig sei. Auch die MEDAS Ostschweiz sei in diesem Zusammenhang als
befangen bezeichnet worden, weil sie ausschliesslich für die Invalidenversicherung
tätig sei. Schon der Anschein der Befangenheit genüge. Die Beschwerdegegnerin hätte
gerade so gut einen internen Gutachter nehmen können. Die Befangenheit ergebe sich
auch aus dem Gutachten selbst. Dieses bagatellisiere nämlich die gesundheitlichen
Schwierigkeiten in unzulässiger Weise. Deshalb werde eine Oberbegutachtung
beantragt. Die Schmerzen seien im Gutachten zuwenig berücksichtigt worden. Der
Versicherten sei eine Verdeutlichungstendenz (sekundärer Krankheitsgewinn) unterstellt
worden. Das sei nicht richtig, denn die B._ schätze die Versicherte als gute und
wertvolle Mitarbeiterin. Die Einschätzung durch die Krankentaggeldversicherung sei
falsch, die EFL wertlos. Sämtliche behandelnden Ärzte seien von einer anderen
Arbeitsfähigkeit als die Gutachter ausgegangen. Die behandelnden Ärzte hätten
aufgrund einer z.T. langjährigen Betreuung der Versicherten einen guten Einblick in
deren Leiden gehabt. Sie hätten ihre Einschätzungen detailliert und nachvollziehbar
begründet. Die Begutachtung sei demgegenüber nur eine Punktaufnahme gewesen.
Die Sachverständigen hätten sich nicht mit den abweichenden Einschätzungen der
behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. Sie hätten sich auch nicht zur Frage
geäussert, was die Belastung durch einen Beschäftigungsgrad von 70% für das
operierte Hüftgelenk bedeuten könne. Es sei unzulässig, bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von einer erfolgreichen Therapie der chronischen und
langjährigen Schmerzstörung auszugehen. Die Beschwerdeführerin erbringe bereits
eine über das Zumutbare hinausgehende Willensanstrengung, indem sie tagtäglich
Schmerz- und Rheumamedikamente einnehme und sich damit Magenprobleme
einhandle. Der aktuelle Arbeitsplatz bei der B._ sei nicht adaptiert.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 19. Juli 2011 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung verwies sie auf die höchstrichterliche
Rechtsprechung, laut der die Befangenheit nicht schon gegeben sei, wenn eine
MEDAS nur für die Verwaltung tätig sei; nötig sei die persönliche Befangenheit. Sie
führte sinngemäss aus, das Gutachten der MEDAS Ostschweiz enthalte keinen Hinweis
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auf eine Voreingenommenheit der beteiligten Ärzte. Die Rüge der Befangenheit sei
deshalb unbegründet. Die Diagnosen einer chronischen Schmerzstörung und einer
atypischen Angststörung seien nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den
somatoformen Schmerzstörungen und ähnlichen pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage darauf zu
prüfen, ob sie durch eine zumutbare Willensanstrengung überwunden werden könnten.
Diese Frage sei rechtlicher und nicht sachverhaltlicher bzw. medizinischer Natur. In
Bezug auf die medizinische Tatsachenfeststellung habe das MEDAS-Gutachten vollen
Beweiswert. Allerdings sei keine Arbeitsunfähigkeit anzunehmen, weil die durch die
Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit ausgelöste
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung durch eine zumutbare Willensanstrengung
vollumfänglich überwunden werden könne. Selbst wenn die effektiv ausgeübte
Tätigkeit nicht adaptiert wäre, könnte keine rentenbegründende Invalidität
angenommen werden, denn der ausgeglichene Arbeitsmarkt biete adaptierte
Tätigkeiten, welche die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens zuliessen.
B.c Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wandte am 5. September 2011 ein
(act. G 6), gemäss einem Bundesgerichtsentscheid vom 28. Juni 2011 könnten die
Abklärungsstellen versucht sein, möglichst weitgehend IV-freundliche Gutachten zu
erstellen, um sich dadurch weitere Aufträge zu sichern, und die IV-Stellen könnten
versucht sein, jene Abklärungsstellen zu beauftragen, bei denen sie sicher seien, dass
die Gutachten zu ihren Gunsten ausfielen. Demnach könne das Gutachten der MEDAS
Ostschweiz nicht unabhängig sein. In Bezug auf die Beweiskraft der Angaben der
behandelnden Ärzte auf der einen Seite und der Angaben der MEDAS Ostschweiz auf
der anderen Seite messe die Beschwerdegegnerin mit verschiedenen Ellen. Deshalb
sei ein Obergutachten notwendig. Bezeichnenderweise habe sich die
Beschwerdegegnerin nicht zur Frage der Zumutbarkeit der dauerhaften Einnahme von
Schmerz- und Rheumamitteln geäussert. Wenn die Beschwerdeführerin auf den
allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werde, sei von einem Tabellenlohn auszugehen
und ein Abzug zu machen. Bei einem Tabellenlohn von Fr. 51'367.70, einem
Arbeitsfähigkeits- bzw. Beschäftigungsgrad von 70% und einem zusätzlichen Abzug
von 20% resultiere ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 28'465.90. Das
Valideneinkommen belaufe sich auf Fr. 62'595.--, so dass ein Invaliditätsgrad von 54%
resultiere. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% betrage der Invaliditätsgrad sogar
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67%. Auch bei der aktuell bestehenden Situation sei ein Abzug von 20% vorzunehmen,
so dass ein Invaliditätsgrad von 44% resultiere.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 9. September 2011 auf eine Duplik (act.
G 8).

Erwägungen:
1.
Anspruch auf eine Invalidenrente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht
durch eine zumutbare Eingliederungsmassnahme wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG), die während eines Jahres ohne wesent
lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen sind
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und die nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid
sind (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Steht zum Vornherein fest, dass der Invaliditätsgrad die
Grenze von 40% (vgl. auch Art. 28 Abs. 2 IVG) nicht erreichen kann, weil es bereits an
einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit in der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit fehlt,
kann sowohl die Prüfung der Eingliederungsmöglichkeit als auch die Prüfung der
Erfüllung des sogenannten Wartejahrs unterbleiben. Davon ist die Beschwerdegegnerin
im vorliegenden Fall ausgegangen, denn sie hat sowohl bei der Bemessung des
Validen- als auch bei der Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens -
ausgehend von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% - auf den Lohn der
Beschwerdeführerin als Betriebsmitarbeiterin der B._ abgestellt. Daraus hat ein
Invaliditätsgrad von 30% resultiert, womit sich die Prüfung von
Eingliederungsmöglichkeiten und der Erfüllung des Wartejahrs erübrigt hat. Sollte die
Beurteilung ergeben, dass dieser von der Beschwerdegegnerin angestellte
Einkommensvergleich falsch sein und dass die behinderungsbedingte
Erwerbseinbusse die Marke von 40% erreichen könnte, weil der
Arbeitsunfähigkeitsgrad über 30% läge, das zumutbare Invalideneinkommen
ausgehend von einem durchschnittlichen Einkommen der Hilfsarbeiterinnen zu
ermitteln wäre und/oder ein Abzug vom Tabellenlohn erfolgen müsste, so könnte
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daraus - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - noch kein Anspruch auf
eine Invalidenrente abgeleitet werden. Vorab müsste nämlich geprüft werden, ob das
Wartejahr erfüllt sei.
2.
Die Beschwerdeführerin stellt als Erstes die Höhe der von der Beschwerdegegnerin
ermittelten Arbeitsunfähigkeit (30%) in Frage. Sie begründet das sowohl mit einer
Befangenheit der medizinischen Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz als auch
mit einer inhaltlich fehlerhaften medizinischen Abklärung. In Bezug auf den
Befangenheitsvorwurf kann auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl.
insbesondere BGE 137 V 210 ff.) verwiesen werden. Damit erübrigen sich
Ausführungen zu dem gegenüber der MEDAS Ostschweiz erhobenen generellen
Befangenheitsvorwurf. Zu prüfen bleibt, ob die vorliegenden Akten einen bestimmten
Sachverhalt mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
belegen. Die Beurteilung durch den rheumatologischen Sachverständigen stützt sich
auf die medizinischen Vorakten, die umfangreichen bildgebenden Abklärungen und
eine lege artis durchgeführte klinische Untersuchung. Sie deckt sich zudem
weitgehend mit dem Ergebnis der im Auftrag des Krankentaggeldversicherers
durchgeführten EFL, soweit diese trotz der mangelhaften Mitwirkung der
Beschwerdeführerin hat durchgeführt werden können. Die Differenz zu den Angaben
der behandelnden Ärzte betreffen nicht (oder nur in unbedeutenden Details) die
Diagnosen, sondern nur die Einschätzung der Schwere der daraus resultierenden
Schmerzen und Beschwerden bzw. deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin. Zwar fehlt im rheumatologischen Teil des Gutachtens tatsächlich
eine Auseinandersetzung mit den abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen der
behandelnden Ärzte, aber darin kann entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
kein schwerwiegender Mangel des Gutachtens erblickt werden. Die Differenzen
resultieren nämlich nur aus der unterschiedlichen Beurteilung der Objektivität der
Schmerz- und Beschwerdeangaben der Beschwerdeführerin. Erfahrungsgemäss ist
davon auszugehen, dass der rheumatologische Sachverständige der MEDAS
Ostschweiz bei einer Auseinandersetzung mit den abweichenden
Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte auf den Umstand hingewiesen
hätte, dass Ärzte, die sich im Rahmen
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eines Behandlungsauftrags mit einer Person befassen, dazu neigen (müssen), die
Schmerzschilderungen des Patienten ernst zu nehmen und sie dann auch in ihrer
Arbeitsfähigkeitsschätzung umzusetzen. Dies führt praxisgemäss dazu, dass den
Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte nur eine geringe
Überzeugungskraft beigemessen wird, so dass sie in aller Regel nicht geeignet sind,
die durch unabhängige Sachverständige ermittelte Arbeitsfähigkeit zu widerlegen oder
auch nur deren Überzeugungskraft so weit zu erschüttern, dass sie als nicht mehr
überwiegend wahrscheinlich qualifiziert werden muss. Es ist davon auszugehen, dass
der rheumatologische Sachverständige der MEDAS Ostschweiz im vorliegenden Fall so
argumentiert hätte. Seine Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugt, denn die
Begutachtung ist in jeder Hinsicht lege artis erfolgt und keiner der behandelnden Ärzte
hat seine abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugend begründet bzw.
überhaupt dargelegt, weshalb seine Arbeitsfähigkeitsschätzung richtig und diejenige
der MEDAS Ostschweiz falsch sei. Mit dem Argument, die Begutachtung sei eine
"Punktaufnahme" (d.h. wie sich die Beschwerdeführerin am Untersuchungstag
präsentiert habe) gewesen, die gezwungenermassen nur ein unzureichendes Bild der
gesundheitlichen Situation habe liefern können, während die behandelnden Ärzte sich
auf einen "Längsschnitt" hätten abstützen können (vgl. act. G 1, S. 7), kann weder die
Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzung des rheumatologischen
Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz erschüttern noch die
Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte als überwiegend wahrscheinlich
richtig erscheinen lassen, denn der Sachverständige hat über die schriftlichen und
bildgebenden medizinischen Vorakten und damit über die in der Therapie erworbene
Kenntnis vom Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verfügt. Die Begutachtung
ist also keine Momentaufnahme gewesen, auch wenn sie nur an einem Tag
stattgefunden hat. Zusammenfassend ist dem somatischen Teil des Gutachtens der
MEDAS Ostschweiz jene Überzeugungskraft beizumessen, die notwendig ist, um den
angegebenen Arbeitsfähigkeitsgrad (30%) mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdegegnerin kommt die höchstrichterliche Rechtsprechung zur
Arbeitsfähigkeitsschätzung bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage (vgl. Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
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Invalidenversicherung, bearbeitet von Ulrich Meyer, 2. A., S. 25 ff.) nicht zur
Anwendung, denn es besteht eine nachweisbare organische Grundlage für die vom
rheumatologischen Sachverständigen angegebene Arbeitsunfähigkeit. Es besteht keine
Veranlassung anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin ihre subjektive
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung (50%) durch eine zumutbare Willensanstrengung
vollständig überwinden könnte, denn eine Arbeitsunfähigkeit von 30% ist in der Form
insbesondere eines entsprechend erhöhten Pausenbedarfs objektiv ausgewiesen. Da
die somatische Komponente der Gesundheitsbeeinträchtigung allein bereits einen
objektiven Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30% zur Folge hat, kann offen bleiben, ob die
höchstrichterliche Rechtsprechung zu den psychischen Leiden, die durch
psychosoziale Belastungsfaktoren ausgelöst worden sind (vgl. U. Meyer, a.a.O., S. 23
f.), im vorliegenden Fall zur Folge hat, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
psychiatrischen Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz als nicht überzeugend
anzunehmen ist, d.h. dass aus psychiatrischer Sicht allein keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist. Die somatisch und die psychisch bedingte
Arbeitsunfähigkeit werden im Fall der Beschwerdeführerin nämlich nicht addiert, da sie
vor allem auf einem zusätzlichen Pausenbedarf beruhen, wobei davon auszugehen ist,
dass jede Pause nicht nur der körperlichen, sondern gleichzeitig auch der psychischen
Regeneration dient. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 30%
arbeitsunfähig ist.
3.
Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16
ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das
die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage
der Bemessung der beiden zu vergleichenden Einkommen bilden die Validen- und die
Invalidenkarriere. Die Validenkarriere besteht in der hypothetischen weiteren
vollzeitlichen Tätigkeit an dem Arbeitsplatz bei der B._, den die Beschwerdeführerin
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innegehabt hat, bevor die Gesundheitsbeeinträchtigung aufgetreten ist. Es gibt nämlich
keine Indizien dafür, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen "Gesundheitsfall"
beabsichtigt hätte, den Arbeitsplatz zu wechseln oder den Beschäftigungsgrad auf
weniger als 100% zu senken. Die Beschwerdegegnerin ist aufgrund des Umstands,
dass die Beschwerdeführerin auch nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung
weiter am bisherigen Arbeitsplatz verblieben ist, davon ausgegangen, dass auch die
Invalidenkarriere in dieser Tätigkeit für die B._ bestehe. Dagegen hat der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eingewendet, die tatsächlich ausgeübte
Tätigkeit sei nicht ideal behinderungsadaptiert, so dass das zumutbare
Invalideneinkommen nicht anhand des dort erzielbaren Lohns bemessen werden
könne. Er hat das mit der Raumtemperatur (10-13°C, max. 15°C) und mit der Arbeit am
Fliessband, das keine Pause erlaube, begründet. Demgegenüber haben die
Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz den bestehenden Arbeitsplatz als
grundsätzlich adaptiert betrachtet. Sie haben darauf hingewiesen, dass keine schweren
Gewichte gehoben oder getragen werden müssten und dass die Arbeit teils stehend
und teils sitzend ausgeübt werden könne. Als ideale Lösung ist die Möglichkeit
betrachtet worden, nach Bedarf Pausen einzulegen, aber die Sachverständigen haben
es auch als zumutbar betrachtet, ein Arbeitspensum von 70% ohne zusätzliche Pausen
zu absolvieren und dann nach der Arbeit eine verlängerte Arbeitspause einzulegen.
Selbst wenn die Beschwerdeführerin also an einem klassischen Förderband tätig sein
sollte, das weder eine vorübergehende Verlangsamung der Arbeit noch das Einschalten
einer kurzen, unplanmässigen Pause erlaubt, könnte daraus nicht auf eine
nichtadaptierte Tätigkeit geschlossen werden. Die tiefe Raumtemperatur ist zwar im
Gutachten als Belastungsfaktor bezeichnet, aber nicht als so bedeutsam gewertet
worden, dass sie den bestehenden Arbeitsplatz als nichtadaptiert erscheinen liesse.
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin diesen Arbeitsplatz nach dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung beibehalten hat, belegt diese Einschätzung durch den
Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz. Eine Erhöhung des Beschäftigungsgrads
von 50% auf 70% hätte also entgegen der vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung nicht zur Folge, dass der bestehende
Arbeitsplatz unzumutbar würde. Die Beschwerdegegnerin ist zu Recht davon
ausgegangen, dass der Verbleib an diesem Arbeitsplatz die zumutbare
Invalidenkarriere sei. Die Beschwerdegegnerin hat allerdings nicht abgeklärt, ob die
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B._ bereit wäre, den Beschäftigungsgrad der Beschwerdeführerin von 50% auf 70%
anzuheben. Angesichts der vom Rechtsvertreter betonten Wertschätzung, welche die
B._ der Beschwerdeführerin entgegen bringt, angesichts des Entgegenkommens der
B._, die eine als Folge des Auftretens einer Gesundheitsbeeinträchtigung notwendige
Reduktion des Beschäftigungsgrads ohne weiteres akzeptiert hat, und angesichts des
Umstands, dass keine betrieblichen Hindernisse für einen über 50% und unter 100%
liegenden Beschäftigungsgrad zu erkennen sind, kann tatsächlich mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen
werden, dass ein Anheben auf 70% möglich wäre, wenn die Beschwerdeführerin
darum ersuchen würde. Es besteht also entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters
der Beschwerdeführerin keine Veranlassung, als Invalidenkarriere nicht die effektiv
ausgeübte Tätigkeit, sondern eine durchschnittliche Hilfsarbeit heranzuziehen und zur
Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens auf den entsprechenden
Tabellenlohn abzustellen. Sowohl das Validen- als auch das zumutbare
Invalideneinkommen sind somit anhand des bei der B._ erzielbaren Lohns zu
ermitteln. Damit entfällt auch die Notwendigkeit eines zusätzlichen, d.h. über den
Arbeitsunfähigkeitsgrad hinausgehenden Abzugs vom Einkommen (sog.
Tabellenlohnabzug), denn es ist davon auszugehen, dass die B._ der
Beschwerdeführerin einen Lohn von 70% des Lohns bei einer Vollzeitbeschäftigung
ausrichten würde. Der Einkommensvergleich lässt sich also auf einen Prozentvergleich
reduzieren. Demnach beträgt der Invaliditätsgrad 30%, so dass die
Beschwerdegegnerin zu Recht einen Rentenanspruch verneint hat.
4.
Da sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig erweist, ist die Beschwerde
abzuweisen. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung, so dass auch dieses Begehren abzuweisen ist. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die unterliegende Beschwerdeführerin trägt
die entsprechenden Kosten. Die Gerichtsgebühr wird ausgehend von einem
durchschnittlichen Beurteilungsaufwand praxisgemäss auf Fr. 600.-- festgesetzt. Sie ist
durch den von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP