Decision ID: 904a7f56-30ac-57d0-be7b-db9eeaf3c8a1
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1960, meldete sich am 5. April 2013 unter Hinweis auf Rückenbeschwerden und eine
Fussheberschwäche
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 14. Mai 2014 einen Rentenan
spruch (Urk. 6/24).
1.2
Der Versicherte meldete sich am 23. Oktober 2015 erneut zum Leistungsbezug an (vgl. Meldeformular Früherfassung; Urk. 6/33). Daraufhin klärte die IV-Stelle die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog Akten des Krankenversi
cherers bei (Urk. 6/41, Urk. 6/45).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/50; Urk. 6/53) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2016 erneut einen Rentenanspruch (Urk. 6/56 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 30. August 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Weiter sei ein neutrales Gutachten ein
zuholen. Eventuell sei das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu
rückzuweisen (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7). Am 8. Dezember 2016 reichte der Beschwerdeführer ein weiteres ärztliches Attest ein (Urk. 8-9), was der Be
schwerdegegnerin am 9. Dezember 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.5
D
en
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Be
weiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fach
personen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Ein
holung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016
vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in Wechselbelastung und ohne andauernde Zwangshaltung zu 100 % zumutbar seien (S. 1 unten). Die Unterla
gen seien umfassend und würden für die bisherige Tätigkeit als Koch eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bei 100%iger Präsenz ausweisen. Angepasste Tätigkei
ten seien nach wie vor zu 100 % zumutbar. Entsprechend bestehe weiterhin kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (S. 2 oben).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Stand
punkt (Urk. 1), wie bereits im Einwand vorgebracht, sei die Beurteilung, wonach ihm zu 100 % körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar seien, falsch. Prof. Dr. Y._ habe als ausgewiesener Spezialist die Arbeitsunfä
higkeit auf 50 % eingestuft. Der Beruf als Koch sei ja selber schon eine körper
lich leichte bis mittelschwere Tätigkeit. Dafür und für andere leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten sei er zu 50 % arbeitsunfähig (S. 5 unten). Zudem würden auch laut Regionalem Ärztlichen Dienst (RAD) zunehmende degenerative Ver
änderungen vorliegen (S. 6 oben). Trotz intensiven Behandlungen sei die Situa
tion nicht besser geworden, sondern habe sich stetig verschlechtert. Demzufolge sei die aktuelle Situation offensichtlich bereits wieder schlechter als noch von der Beschwerdegegnerin festgestellt, weshalb ein unabhängiges Gutachten in Auftrag zu geben sei (S. 6 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob und in welchem
Ausmass
sich der Gesund
heitszustand und die Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdeführer
s
seit der Verfügung vom
14. Mai 2014 (Urk. 6/24)
verändert haben.
3.
3.1
Der
(
ersten
)
leistungsverneinenden Verfügung
vom 14. Mai 2014 (Urk. 6/24)
lagen zur Hauptsache folgende Berichte zu Grunde:
3.2
Dr. med. Z._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 17. Mai 2013 (Urk. 6/11) als Diagnose ein persistierendes
lumbora
dikuläres
Schmerz- und sensomotorisches Ausfallsyndrom L5 rechts mit/bei kausal luxierter Diskushernie auf Höhe L4/5 rechts mit
rezessaler
Wurzelkom
pression L5 rechts. Dazu führte er unter anderem aus, der Beschwerdeführer habe ihm glaubhaft versichert, im Beruf als Koch zu 100 % arbeitsunfähig zu sein (S. 1 Mitte). Er sei nicht arbeitsmedizinisch ausgebildet, dennoch könne er sich kaum vorstellen, dass eine Verlagerung der beruflichen Tätigkeit innerhalb des Restaurationsbetriebes zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führe könnte (S. 1 unten). Diese Option müsste letztendlich mit einem qualifizierten Arbeitsmediziner im Detail evaluiert werden (S. 2 oben).
3.3
Dr. A._, Fachchiropraktik, Rückenzentrum
O._
,
führte im Bericht vom 11. Juli 2013 (Urk. 6/14/1-4) aus, er behandle den Beschwerdefüh
rer seit dem 1. Dezember 2011 (Ziff. 1.2) und nannte als Diagnosen ein
lumbo
radikuläres
Schmerz- und sensomotorisches Ausfallsyndrom L5 rechts und ein chronisch rezidivierendes
Zervikovertebralsyndrom
(Ziff. 1.1). Eine Arbeitsfä
higkeit sei von ihm keine attestiert worden (Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. In welchem Umfang eine behinderungsangepasste Tätig
keit möglich sei, könne momentan nicht abgeschätzt werden. Es bestehe im Moment eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.7).
3.4
Im Auftrag des
Krankenversicherers
erstatteten die Ärzte des
B._
am
28. August 2013
(
Urk. 6
/
19
/2-2
1
) ihren Bericht über eine funktionsorientierte medizinische Abklärung. Diese umfasste ein strukturiertes Interview, eine klinische Untersuchung, eine ange
passte Form der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähig
keit (EFL) sowie die Beurteilung der vorliegenden bildgebenden Untersuchungen und Akten. Darin werden folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
genannt (S. 1 unten f.):
-
chronisches
lumbospondylogenes
sowie Verdacht auf sensibles L5- und S1-Restsyndrom rechts
-
a
ktengestützt Status nach sensomotorischem Reiz- und Ausfa
lls
yn
drom L5 rechts
-
mediolateral
nach kaudal sequestrierte Diskushernie L4/5, Kompres
sion der Nervenwurzel L5 rechts
-
Diskusprotrusion
L5/S1 sowie eher geringgradig ausgeprägte
Fazetten
gelenksdegenerationen
im Bereiche der unteren Lendenwir
belsäule,
lumbosakrale
Übergangsstörung
-
leichte
Periarthropathia
humeroscapularis
vom
I
mpingementtyp
links
Die Ärzte führten dazu aus, in objektiver Hinsicht bestehe eine schmerzbedingte Einschränkung der Wirbelsäule in Lateralflexion und Extension, wobei sie ins
besondere in Lateralflexion in unbeobachteten Momenten aktiv besser funktio
niere. Dagegen sei die Flexion nur leichtgradig eingeschränkt, was zum negati
ven „
Slumptest
“ stehe und damit eine aktuelle radikuläre Reizproblematik aus
schliesse. In Bezug auf die Kraft in der Grosszehe seien die Befunde nicht kon
sistent gewesen und Atrophien würden im Bereich der rechten unteren Extre
mität nicht bestehen. Die aktuellen Rückenbeschwerden hätten am ehesten in Extension sowie kombinierter Extensions-Rotation (Quadrantentest) provoziert werden können, was auf eine gewisse
Fazettengelenksproblematik
hindeute, wogegen der radikuläre Reizaspekt im Hintergrund stehe (S. 2 unten). Im Be
reich der linken oberen Extremität bestehe bei positivem
Jobetest
und nicht ganz konsistentem schmerzhaftem Bogen zumindest ein Hinweis auf ein
Impin
gementsyndrom
der linken Schulter, welches am ehesten die geschilderten Be
schwerden erkläre. Hinweise auf eine
Rotatorenmanschettenläsion
oder eine ra
dikuläre Problematik von Seiten der Halswirbelsäule hätten sich dagegen nicht ergeben (S. 2 f.).
Im
Rahmen der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähig
keit
habe
der
Beschwerdeführer
in verstärktem Masse wie bei der klinischen Untersuchung ein dysfunktionales
Krankheit
sverhalten mit ungenügender Leis
tungsbereitschaft bei Abbruch deutlich unterhalb der ergonomisch sicheren Grenze, zum Teil auch der „minimal Performance" und erheblichen Inkonsisten
zen
gezeigt
.
Eine Beurteilung der Zumutbarkei
t aufgrund der EFL alleine und die Vorgabe eines differenzierten Anforderungsprofils
sei
demzufolge koopera
tionsbedingt nicht möglich und
müsse
auch aus medizinisch-theoretischen Überlegungen heraus erfolgen
(S. 3 oben)
.
Aufgrund der langen Arbeitsabsenz und des aus unserer Sicht deutlich unterdo
sierten Trainings mit
fünf bis zehn
Minuten täglich
und
letz
tl
ich im wirkungs
losen Bereich
,
sei
bei einer bereits vorhandenen zumutbaren Teilarbeitsfähigkeit von einer erheblichen Stei
gerungsfähigkeit
aus
zugehen
. Psychische Gründe
hätten
sich im Rahmen
der
Untersuchung nicht
ergeben
, welche eine
n
entspre
chend abgestuften Arbeitswiedereinstieg und eine Intensivierung des Trainings negativ beeinflussen würden. Aus organisch-strukturellen Gründen
würden
sich keine Vorbehalte für einen entsprechenden Aufbau
ergeben
. Die vom Hausarzt kritisch beurteilte Prognose
sei
in diesem Sinne
zu stützen
, dass die Arbeitsauf
nahme aufgrund der langen Arbeitsausfallsdauer und des dysfunktio
nalen
Krankheitsverha
l
tens negativ beeinflusst
werde
und deshalb möglichst rasch eine Eingliederung gesucht werden
müsse
, gegebenenfalls unter Begleitung durch die
I
nvalidenversicherung
(S. 3 oben)
.
Ein allfälliges arbeitsre
l
evantes Problem
habe
nicht erhoben werden
können
, da das Schmerzverhalten mit Selbstlimitierung des
Beschwerdeführers
während der
Tests im Vordergrund
gestanden habe
. Die Leistungsbereitschaft des
Beschwer
deführers
müsse
als nicht zuverlässig
beurteilt werden
. Die Beobachtungen bei den Tests
würden
auf eine deutliche Selbstlimitierung hin
weisen
. Die Konsistenz bei den Tests
sei
schlecht
gewesen
. Infolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz
seien
die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung nicht verwertbar. Es
sei
davon auszugehen, dass der
Beschwer
deführer
bei gutem
Effort
mehr leisten könnte, als was er bei den Leistungstests
gezeigt habe
. Die minimal erreichte Belastbarkeit
sei
in der Tabelle am Schluss des Berichts ersichtlich
(S. 3 Mitte)
.
Aufgrund der ausgeprägten Selbstlimitie
rung
könne
anhand der Tests allein keine Aussage bezüglich der Arbeitsfähig
keit gemacht werden. Die abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit er
folg
e
daher aus ärztlich-medizinischer Sicht
(S. 3 unten Ziff. 3.2)
.
Mindestens leichte bis mittelschwere Arbeiten seien dem Beschwerdeführerin ganztags zu
mutbar (S. 3 unten).
Die angestammte Tätigkeit als Koch
sei
dem
Beschwerdeführer
aufg
rund der aktuellen Gesundheitss
ituation medizinisch-theoretisch zu
sechs Stunden
zu
mutbar mit verm
ehrten Pausen aufgrund der über
wiegend stehend/gehenden Tätigkeit, des häufig vorkommenden vorgeneigten Stehens und Hantieren
s
von mittelschweren Lasten in unergonomischen Positionen, entsprechend einer
50%
igen Arbeitsfähigkeit.
Eine Arbeitsaufnahme sollte umgehend umgesetzt werden, was dem
Beschwerdeführer
auch so kommuniziert
worden sei
.
Unter Anpassung an die Arbeit sowie Durchführung der genannten empfohlenen Massnahmen
sei
mit der Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf eine Ganztagestä
tigkeit im Laufe von
vier
Monaten zu rechnen.
Die verlängerte Dauer begründe
sich aufgrund der bisher langen Arbeitskarenz sowie
eines
gewisse
n
Mass
es
an negativem Einfluss zu
Komorbiditäten
, welche für sich alleine jedoch keine Ar
beitsunfähigkeit begründen
würden (S. 4 unten)
.
Eine wechselbelastende Tätig
keit im Sinne des Wechsels zwischen Stehen/Gehen und Sitzen mit Hantieren von
Lasten bis maximal 15 kg, respektive
7.5 kg in unergonomischen Positio
nen, wären dem
Beschwerdeführer
bereits zum aktuellen Zeitpunkt ganztags zumutbar
(S. 4 unten)
.
Zur Umsetzung der Trainingsmassen sei diesbezüglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für mindestens drei Monate zu empfehlen, an
schliessend bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit unabhängig von der Wirksamkeit therapeutischer Massnahmen (S. 5 oben).
3.5
Im Verlaufsbericht vom 21. November 2013 führte der
Chiropraktor
Dr. A._ aus, s
eit
dem 29. Oktober
2012 besteh
e
eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit, bisher attestiert durch den
Hausarzt des Beschwerdeführers.
Nach
Dr. A._s
Einschätzung
sei
weiterhin keine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit möglich. Allerdings
sei
dem Beschwerdeführer
aufgrund der Abklärungen des
B._
eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50% im ange
stammten Beruf als Koch attestiert
worden
, mit Erhöhung auf volle Arbeitsfä
higkeit nach drei Monaten. Diese Einschätzung teile
er
nicht.
3.6
Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, führte im Bericht vom 15. Januar 2014 (Urk. 6/31/9-10 = Urk. 6/45/34-35) zuhanden des Hausarztes Dr. Z._ unter anderem aus, es bestehe ein chronifiziertes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom vorwie
gend
myofaszialer
Genese mit dysfunktionaler Krankheitsverarbeitung und Hinweisen für eine Ausweitungssymptomatik bei positiven
Waddel
-Zeichen. Neben dem
Schmerzgebahren
sei hierbei die nicht
myotomspezifische
generali
sierte Schwäche des rechten Beines auffällig, welche allenfalls im Sinne einer Schmerzhemmung erklärt werden könnte. Entsprechend den unspezifischen Befunden in der klinischen Untersuchung zeige sich in der aktuellen MR-Auf
nahme eine vollständige Ausheilung der vor einem Jahr vorliegenden, seques
trierten Diskushernie L4/5 mit damaliger Neurokompression der L5-Wurzel rechts. Eine weiterführende Diagnostik mittels elektrophysiologischer Testung sei daher nicht indiziert (S. 2 Mitte).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Koch ergebe sich aufgrund der aktuellen Befundlage keine Änderung zur Beurteilung der funktionsorientierten medizinischen Abklärung vom August 2013 durch das B._. Somit sei aktuell von einer funktionell bedingten Leistungsminderung der Arbeitsfähigkeit auszugehen, welche mittels adäquaten Trainings innert drei bis maximal sechs Monaten voll kompensierbar sein sollte (S. 2 Mitte).
3.7
Dr. med. D._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in der Stellungnahme vom 6. März 2014 (Urk. 6/21/3) aus, a
nalog
der
plausiblen und nachvollziehbaren
arbeitsmedizinischen
Abklärung
des B._
sei
der
Be
schwerdeführer
ab Untersuchungsdatum
im August
zu 80
%
arbeitsfähig
in der bisherigen Tätigkeit als Koch und zu 100
%
arbeitsfähig
in einer angepassten Tätigkeit. Diese
Arbeitsfähigkeit
sei
bei Fortführung einer intensiven Physio
therapie innerhalb von einigen Monaten auf 100
%
steigerbar.
3.8
In der Folge verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 14. Mai 2014 einen Rentenanspruch (Urk. 6/24).
4.
4.1
Die medizinische Sachlage, wie sie sich anlässlich der aufgrund der
Früherfas
sung mit Formular
vom
23. Oktober 2015 (Urk. 6/33)
erfolgten erneuten Prü
fung des Rentenanspruches darbot, stellt sich wie folgt dar:
4.2
Dr. med. E._, Fachärztin für
Chiurgie
, und Prof. Dr. med. Y._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be
wegungsapparates, führten im Bericht vom 4. November 2015 (Urk. 6/45/1-4) aus, die festgestellten Wirbelsäulenbeschwerden und klinischen Befunde be
dürften einer weiterführenden Abklärung. Um die diffusen neurologischen Ausfälle zu quantifizieren und wenn möglich
zuzuorden
, werde eine neurolo
gische und neurophysiologische Abklärung durchgeführt (S. 3 unten).
Nach der neurophysiologischen Untersuchung führten sie im Bericht vom 11. November 2015 (Urk. 6/45/61-62) aus, die Befunde der klinischen Untersu
chung, der Bildgebung und der neurophysiologischen Untersuchung würden die Diagnose eines radikulären Reiz- und sensorischen Ausfallsyndroms L5 bezie
hungsweise S1 rechts bestätigen (S. 1 unten). Im
Myogramm
würden sich dis
krete
Denervierungszeichen
in der S1-innervierten
Musulatur
zeigen. Die Be
handlung solle konservativ mit intensiver Physiotherapie weitergeführt werden. Eine Operationsindikation bestehe aktuell nicht. Es werde empfohlen, baldmög
lichst ein Arbeitsversuch zu 25 % zu beginnen. Die chronischen
Cervicalgien
würden aktuell nicht im Vordergrund stehen und hätten auch keine neurogene Komponente (S. 1 f.).
4.3
Im Auftrag des
Krankenversicherers
erstatteten die Ärzte des
B._
am
17.
No-vember
2015
(
Urk. 6
/
41
/
3
-2
3 = Urk. 6/45/6-26
)
einen
Bericht über eine
weitere fachärztliche Arbeitsfähigkeitsabklärung
. Diese
Abklärung
umfasste ein strukturiertes Intervie
w, eine klinische Untersuchung
sowie die Beurteilung der vorliegenden bildgebenden Untersuchungen und Akten.
Zusätzlich sei eine psy
chiatrisch-verhaltensneurologische Untersuchung erfolgt. Die Ärzte nannten im Abklärungsbericht folgende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 1 unten f.):
-
c
hronisches lumba
l
und zervikal betontes
Panvertebralsyndrom
-
mä
ssige degene
rative Veränderungen im Bereich
der unteren Halswir
be
l
säule sowie der unteren Lendenwirbelsäule
-
k
eine radikulären Reiz- oder Ausfa
l
lerscheinungen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 2 oben):
-
l
eichte
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopatica
beidseits
-
s
ubaffektives Zustandsbild ohne Krankheitswert und Störungs
charakter und fehlenden berufs
relevanten neurokognitiven Funktionsdefiziten bei intakter prämorbider Persön
l
ichkeitsstruktur
-
e
rhebliches dysfunktionales Krankheitsverhalten
-
Diabetes me
l
litus Typ 2
-
Adipositas
Dazu hielten sie fest, a
nlässlich der aktuellen Untersuchung
würden
hauptsäch
lic
h Beschwerden in der Lendenwirbelsäul
e mit nicht
dermatombezogenen
Aus
strahlungen ins rechte Bein geschildert in der oberen Hälfte der Schmerzskala mit gewisser Zunahme beim längeren Stehen
und Gehen
sowie nachts, jedoch fehlenden Angaben spezifischer
induzierender
Bewegungen.
Zu einer
Schmerz
minderung
komme es
lediglich durch Medikamenteneinnahme, jedoch nur in geringem Ausmass.
Es würden k
eine
neurologischen Ausfälle beschrieben
. Im zervikalen Bereich
bestünden
keine expliziten
Beschwerden, dagegen im Bereich
beider Schultern linksbetont (S. 3 oben).
In objektiver Hinsicht
habe
eine vergleichbare Beweglichke
it im Bereich der Lendenwirbel
säule wie auch der Halswirbelsäule (Schober und
Finger-Boden-Abstand [
FBA
]
und auch Drittelmethode) und erneut fehlende und beidseits le
diglich endgradig
schmerzhafte Nervendehnungstests ohne Ein
schränkung (
Slump
und
Upper
Limb
Tension Test [
ULLT
]
)
bestanden.
D
agegen
bestehe
be
reits bei geringer Flexion schmerzbedingt eingeschränkter
Straight Leg
Raise
(
SLR
)
beidseits
in starker Diskrepanz dazu. Die übrigen
zum Teil oberflächlichen Druck
schmerzhaftigke
i
ten bei bereits geringem Bewegungsumfang und Druck
seien
unverändert
gewesen
. Hinsichtlich beider Schultern
würden
schmerzhafte Provokationstests
bestehen
, allerdings ohne spezifische Zuordnung,
leicht
ver
besserter
Daumen-
Vertebra
-
prominens
-Abstand
(
DVPA
)
. Insgesamt
bestehe
er
neut
ein dysfunktionales
Krankheitsverhalten mit nunmehr 4/5 positiven
Wad
dell
-Z
eichen
. Die Gehfähigkeit
sei organisch nicht erklär
bar deutlich verlang
samt mit eher kleinschrittigem Gang und
Hinkmechanismus
rechts bei ins
ge
samt symmetrischer
Muske
l
trophi
k
der oberen und unteren Extremi
täten.
In ra
dio
l
ogischer Hinsicht
bestünden
eine resorbierte Diskushernie L4/5, im Wesent
lichen vergleichbare degenerative Befunde im Bereiche der unteren
Lendenwir
belsäule
sowie der unteren
Halswirbelsäule
, keine sichere Nervenwurzelkom
pression oder enge
r
Spinalkanal
(S. 3)
.
Zusammengefasst besteh
e
letztlich ein eher unspezifisches
Panvertebralsyndrom
lumbal
-
und
zervika
l
b
etont
sowie leichte
Periarthropathie
beider Schultern, ohne dass diese auf einze
l
ne strukturelle Probleme
reduziert werden können. A
us
psychiatrischer Sicht bestehe
eine subaffektive Problematik ohne Krank
heitswert und insgesamt
normale
neuropsychologische Tests ohne Hinweise auf relevante affektive oder kognitive Defizite. Auch
bestünden
in Hinblick auf
all
fällige vaskuläre
Probleme keine kognitiven Einschränkungen mit Krankheits
relevanz. Letztlich
sei
von einem unveränderten Gesundheitszustand gegenüber der Situation im August 2013 aus
zugehen
. Das indirekte
Halswirbelsäulen
-Trauma
habe aufgrund der zervikalen
Problematik höchstens interkurrent zu ei
ner Verschlechterung der Arbe
i
tsfäh
igkeit geführt,
welche zum heutigen Zeit
punkt wieder auf gleichem Niveau
sei
wie vor dem Unfall,
das heisse
im August 2013
(S. 3 Mitte)
.
Die
Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
sei
zum damaligen Zeit
punkt der Beurteilung im August 2013 auf 50
%
mit einer Verbesserung durch Anpassung und Training auf eine Ganztagestätigkeit festgelegt
worden
. Eine gewisse Anpassung
habe
statt
gefunden
und das Training
sei
wiederholt und auch aktuell wieder durchgeführt
worden
. Trotzdem
bestünden
die Probleme bei überwiegend stehend-gehender Tätigkeit weiter
(S. 3 unten)
. In leichter Korrek
tur zur damaligen Beurteilung
sei
aufgrund der überwiegend stehend-gehenden Tätigkeit sowie den wiederholten Arbeiten in vorgeneigter Haltung, wie auch dem wiederholten Hantieren von mittelschweren Gewichten
,
die
Tätigkeit als Koch zwar weiterhin ganztags zumutbar, allerdings mit vermeh
rt
en Pausen von
zwei Stunden
, entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 75
%
in der ange
stammten Tätigkeit
(S. 3 f. oben)
.
Davon
lieg
e
der Beschwerdeführer
allerdings aktuell
weit
weg, da aktuell keine Arbeitstätigke
i
t ausgeübt
werde. Trotz
dem
sei
eine Ganztagestätigkeit als Koch mit
zwei Stunden vermehrten Pausen zumut
bar, d
ies zumindest ab Untersuchungsdatum
(S. 4 oben)
.
Eine angepasste, wechselpositionierte Tätigkeit mit Hantieren von mitte
l
schweren Lasten und Wechsel zwischen Gehen und Stehen sowie Sitzen und nur kurz dauernden Ar
beiten in vorgeneigter Position und über Schulterhöhe
sei
zumindest ab Unter
suchungsdatum
ganztags
zumutbar (S. 4 Mitte)
.
Es
würden sich keine objektiven Anhalts
punkte
ergeben
, weshalb die Arbeitsfähig
keit nicht bereit
s
ab
1. Januar
2015
(Abschluss der Unfallbehand
lung)
im gleichen Masse gegeben
gewesen sei
.
Aus psychiatrisch-
verhaltens
neurologischer Sicht
ergebe
sich
zu keinem Zeitpunkt e
ine Arbeitsunfähigkeit. Unter Berücksichtigung normaler neurokognitiver Funktionen
würden
auch die
Ko
morbiditäten (Diabetes, Adipositas) nicht als Begründung für eine weiter re
duzierte
Arbeitsfähigkeit
ber
ü
cksichtigt werden
können (S. 4 Mitte
).
4.4
Dr. E._ und Prof. Y._ (vorstehend E. 4.2) führten im Bericht vom 9. Dezember 2015 (Urk. 6/48) aus, die Beschwerden seien unverändert. Die Physiotherapie
helfe zweitweise, aber nicht andauernd. Die Arbeitsfähigkeit sei vom Hausarzt auf 20 % bestätigt. Mehr sei vom Patient aus nicht möglich. In der heutigen Verlaufskontrolle würden sich unveränderte Befunde zeigen. Trotz intensiven physiotherapeutischen Bemühungen hätten sich die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht wesentlich verbessert. Wie im letzten Bericht erwähnt, bestehe zurzeit keine Operationsindikation. Die konservative Behandlung solle weiterhin ausgeschöpft werden. Der Beschwerdeführer arbeite gemäss eigenen Angaben zu 20 %. Aus Sicht der morphologischen Befunde an der Wirbelsäule sei der Beschwerdeführer aus ihrer Sicht als Koch zu 50 % arbeitsfähig.
4.5
Dr. D._ (vorstehend E. 3.7), RAD, führte in der Stellungnahme vom 7. Januar 2016 (Urk. 6/49/2-3) aus, g
esamthaft
habe
sich bei der aktuellen bildgebenden Diagnostik eine leichte Verschlechterung der bek
annten
degenerativen Verän
derungen an der Wirbelsäule, insbesondere im
Halswirbel
- und
Lendenwirbel
säulenb
ereich, gezeigt. Dadurch
sei
es
zu
einer Zunahme der
be
lastungs
-
abhängigen Rückenschmerzen gekommen. Ferner
habe
sich eine leichte
Periarthropathie
bei
der
Schultergelenke
gezeigt
, dies jedoch ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
. Bei der
Abklärung des B._
im August 2015
habe
ein psychischer
Gesundheitsschaden
mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
sowie kognitive Defizite ausgeschlossen werden
können
.
Aufgrund
der
zunehmenden degenerativen Veränderungen
sei der Beschwerdeführer
nachvollziehbar in der bisherigen überwiegend gehenden und stehenden Tätigkeit als Koch aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs und fehlender Besserung unter Physiotherapie zu 50
%
arbeitsunfähig
(s
iehe Arztbericht von Dr. Z._ vom 9. Dezember
2015
;
recte wohl Arztbericht von
Dr. E._
und
Dr. Y._ gleichen Da
tums
)
und in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100 % arbeitsfähig.
Das Ressourcenprofil entspr
e
ch
e
einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit in Wechselbelastung und ohne andauernde Zwangshaltung.
Von die
ser Arbeitsunfähigkeit könne ab Juni 2015 (Untersuchungszeitpunkt im B._) ausgegangen werden.
5.
5.1
Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, beurteilt sich durch einen Vergleich des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der rentenablehnenden Ver
fügung vom 14. Mai 2014 mit dem Gesundheitszustand im Zeitpunkt der an
gefochtenen Verfügung (Urk. 2).
Für die Beantwortung der Frage, ob
vorliegend
eine Verschlechterung des Gesund
heitszustands
des
Beschwerdeführer
s
in einer für den Anspruch rele
vanten Wei
se eingetreten ist, kann grundsätzlich auf den Abklärungsbericht des B._ vom 17. November 2015
abgestellt werden (vgl.
vorstehend
E.
4.3
): Dieses Gutachten entspricht den erforderlichen Kriterien an den Beweiswert einer Ex
pertise (vgl. E. 1.5).
Der
Beschwerdeführer wurde
seinen
geltend gemachten Be
schwerden entsprechend umfassend abgeklärt, das Gutachten beruht auf
fach
ärztlich-rheumatologischen
Untersuchungen
sowie eines zertifizierten
Arbeits
fähigkeits
-Assessment
s (
ZAFAS
)
, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben. Sodann sind die Darlegungen
der medizinischen Zusammenhänge
und die Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtend und die Schlussfolgerungen begründet.
Die Ärzte des
B._
kamen in ihrer Gesamtbeurteilung zum nachvollziehbaren Schluss,
dass von ei
nem unveränderten Gesundheitszustand gegenüber der Situation im August 2013 auszugehen sei. I
n leichter Korrektur zur Beurteilung im Jahr 2013
sei
aufgrund der überwiegend stehend-gehenden Tätigkeit sowie den wiederholten Arbeiten in vorgeneigter Haltung wie auch dem wiederholten Hantieren von mittelschweren Gewichten die Tätigkeit als Koch zwar weiterhin ganztags zu
mutbar, jedoch nur mit vermehrten Pausen von zwei Stunden, was einer Ar
b
eitsfähigkeit von 75 % entspreche
.
Eine angepasste, wechselpositionierte Tä
tigkeit mit Hantieren von mittelschweren Lasten und Wechsel zwischen Gehen und Stehen sowie Sitzen und nur kurz dauernden Arbeiten in vorgeneigter Po
sition und über Schulterhöhe sei zumindest ab Untersuchungsdatum ganztags zumutbar (vgl. vorstehend E. 4.3).
5.2
Von besonderem Gewicht und hinsichtlich der Diagnosestellung und Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit als ausgesprochen fallbezogen aufschlussreich er
scheint
vorliegend
der Umstand, dass
sowohl die fachärztlich-rheumatologische Abklärung von 2013 als auch diejenige von 2015 vom gleichen Arzt erstellt wurde
.
D
er
abklärende Rheumatologe PD Dr. med. F._
war somit in der Lage, den Sachverhalt von 2013 und denjenigen von 2015
aus eigener Anschauung umfassend zu würdigen und zu vergleichen.
Er
hat dies denn auch explizit getan, was
seine
Schlussfolgerungen ausgesprochen nachvollziehbar erscheinen lässt.
5.3
Soweit der Beschwerdeführer mit Verweis auf die Beurteilung durch Prof. Y._ vorbringt, dass er lediglich zu 50 % arbeitsfähig sei und diese Einschätzung auch für andere leichte bis mittelschwere Tätigkeiten gelte (Urk. 1 S. 5 unten), vermag dies nicht zu überzeugen. So bezog Prof. Y._ im Bericht vom 9. Dezember 2015 (vgl. vorstehend E. 4.4) die attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit explizit auf die Tätigkeit als Koch. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in ei
ner leidensangepassten
Tätigkeit nahm er indes keine vor. Weiter entspricht die Tätigkeit als Koch entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wohl kaum ei
ner dem Ressourcenprofil angepassten Tätigkeit (vgl. vorstehend E. 4.3 und
E. 5.1, sowie Beschreibung der individuellen Tätigkeit im Arbeitgeberbericht vom 17. Juni 2013; Urk. 6/13 S. 5 Ziff. 5).
Der Beschwerdeführer verkennt sodann, dass
e
s Aufgabe des Arztes
ist
, den Ge
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig
ist (BGE 125 V 256 E. 4).
Denn für die Bestimmung des Rentenanspruchs ist es - grundsätzlich unabhängig von der Diagnose und unbesehen der Ätiologie - massgebend, ob und in welchem Ausmass eine Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vorliegt (BGE
136 V 279
E. 3.2.1 S. 281; Urteil
8C_391/2015
vom 1
1.
August 2015 E. 3.3).
Die Berichte
von Prof. Y._
bieten hierfür keine genügende Grundlage, lassen sich daraus
doch
weder Angaben zu funktionellen Einschränkungen noch zu möglichen adaptierten Tätigkeiten ent
nehmen.
In gleichem Sinne kann der Beschwerdeführer auch aus dem Schreiben von Dr. Z._ vom 15. Dezember 2015 (Urk. 6/47), welcher sich seinerseits auf den Bericht von Prof. Y._ vom 9. Dezember 2015 bezieht, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Entsprechend vermögen die genannten Berichte bereits aus diesen Gründen keine Zweifel am Gutachten des B._ zu begründen.
R
echtsprechungsgemäss
ist
schliesslich
auch
zu
beachten
, dass die behandeln
den Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versi
cherten Person stehen und sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den
abschliessenden
Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objek
tiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten
gemäss
BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte – bezie
hungsweise
regelmässig
behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesge
richts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
5.4
Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, dass selbst
gemäss
RAD zunehmende degenerative Veränderungen vorliegen würden und dass die Situation trotz in
tensiven Behandlungen nicht besser geworden sei (vgl. Urk. 1 S. 6). Der Be
schwerdeführer hält damit zu Recht fest, dass der RAD offenbar eine leichte Verschlechterung der degenerativen Veränderungen anerkannte und entspre
chend von einer veränderten Arbeitsfähigkeit in dem Sinne ausging, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit gestützt auf die behandelnden Ärzte und in Abweichung zur Beurteilung des B._ nur noch im Umfang von 50 % zumutbar ist (vgl. vorstehend E. 4.5). In der angefochtenen Verfügung berücksichtigte die Beschwerdegegnerin diese Einschätzung des RAD
schliess
lich
jedoch nicht (vgl. Urk. 2). Im Übrigen gingen selbst die Ärzte des B._ in dem Sinne von einer Veränderung aus, dass die Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit (nur) noch im Umfang von 75 % zumutbar ist (vgl. vorste
hend E. 4.3 und E. 5.1).
5.5
Ob nun in der angestammten Tätigkeit von einer 50%igen oder einer 75%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, kann letztendlich offen bleiben, da der Be
schwerdeführer gestützt auf den Abklärungsbericht des B._ (vgl. vorstehend
E. 4.3) in einer leidensangepassten Tätigkeit nach wie vor vollzeitig arbeitsfähig ist. Daraus folgt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im relevanten Zeitraum nicht in einer anspruchsbegründenden Weise verändert hat. Damit ergeben sich hinsichtlich des mit Verfügung vom 14. Mai 2014 vor
genommenen Einkommensvergleichs (vgl. Urk. 6/24 S. 2) auch in erwerblicher Hinsicht keine Änderungen.
Schliesslich
verweist der Beschwerdeführer noch auf den nachträglich eingereich
ten Bericht von Dr. A._ vom 15. November 2016 (Urk. 9). Dr. A._ kommt darin - bei im Wesentlichen gleich gebliebener Befundlage - zum Schluss, dass längerfristig selbst für leichte Tätigkeiten eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit vorliege. Soweit der Beschwerdeführer damit eine weitere Ver
schlechterung geltend macht, verkennt er, dass e
ine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch objektivierbare Befunde belegt werden
muss
.
Zudem ist anzumerken, dass der Erlass des angefochtenen Entscheids
rechtspre
chungsgemäss
die Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 131 V 407 E.2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E. 1). Eine allfällig seither eingetretene Verschlechterung bildet daher nicht Gegenstand dieses Verfahrens.
5.6
Soweit der
Beschwerdeführer verlangt, es seien weitere Abklärungen durch
-
zufüh
ren, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und insbeson
dere die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdeführer
s
sind aufgrund der medizinisch
en Akten hinreichend abgeklärt.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.