Decision ID: 36b055f0-2e42-5fde-a269-3213f5115548
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Am 14. April 2011 meldete sich B._ zum Bezug von IV-Leistungen an. In der
Anmeldung gab er an, er übe als Hauptbeschäftigung die Tätigkeit als Lehrer aus und
sei nebenbei als [...] tätig (IV-act. 5; zur Früherfassungsmeldung vom 9. März 2011
siehe IV-act. 1). Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom 21. April 2011 gab der
behandelnde Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
gegenüber RAD-Ärztin Dr. med. D._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, an, der Versicherte leide hauptsächlich an einer depressiven Störung mit
ängstlichen Zügen (ICD-10: F32). Seit Januar 2011 bestehe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Im Mai 2011 sei eine Wiederaufnahme der Arbeit (als
Sekundarlehrer) im Teilzeitpensum geplant (Protokoll vom 21. April/6. Mai 2011, IV-act.
25). Am 13. Mai 2011 erstattete Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin,
spez. Herz-, Kreislaufkrankheiten, im Auftrag der A._ eine vertrauensärztliche
Beurteilung. Darin gelangte er zur Auffassung, aus somatischer Sicht sei der
Versicherte zu 100% arbeitsfähig (Fremdakten). Ebenfalls im Auftrag der A._ wurde
der Versicherte am 6. Juli 2011 von Dr. med. F._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, begutachtet. Die Gutachterin stellte die Diagnose einer
mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1), zum Teil remittiert. Sie
bescheinigte für die Tätigkeit als Lehrperson eine 65%ige Arbeitsunfähigkeit. Da sich
sein psychischer Zustand in den letzten Monaten verbessert habe und es
vorauszusehen sei, dass sich eine zusätzliche Besserung einstellen werde, sei die
Diskussion um eine behinderungsangepasste Tätigkeit bis zur völligen Stabilisierung
des psychischen Zustands verfrüht (Gutachten vom 14. September 2011,
Fremd¬akten).
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A.b Am 25. Oktober 2012 berichtete Dr. C._, ab Mai 2012 habe der Versicherte
wieder als Lehrer einsteigen können. Bei verschiedenen lehrerspezifischen
Belastungssituationen zeige sich eine Überforderung, vor allem in Konfliktsituationen
und im Multitasking. Seit August 2012 arbeite er zu ca. 57% mit 16 Wochenlektionen
(IV-act. 51; vgl. auch den Verlaufsbericht vom 31. Mai 2013, IV-act. 68). Schon ab Mai
2011 war der Versicherte im Rahmen eines Arbeitsversuchs im bisherigen Beruf zu
einem Pensum von 50% tätig gewesen (IV-act. 59-1).
A.c Mit Mitteilung vom 25. März 2013 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche
Massnahmen ab. Zur Begründung brachte sie vor, dass der Versicherte weiterhin bei
seinem bisherigen Arbeitgeber in seiner angestammten Tätigkeit arbeite mit einem
Pensum von 16 Wochenlektionen. Zudem gehe er nach wie vor seiner
nebenberuflichen Tätigkeit als [...] nach und fühle sich damit angemessen eingegliedert
(IV-act. 63).
A.d Der behandelnde Dr. med. G._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
berichtete am 24. Juni 2013, der Versicherte leide an einer "Burnout-Situation/
depressive Entwicklung" und an einem paroxysmalen tachykarden Vorhofflimmern.
Letzteres sei stressinduziert. Für die angestammte Tätigkeit bescheinigte er dem
Versicherten eine 60%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 70-7 f.). RAD-Ärztin Dr. med. H._,
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in der Stellungnahme vom
4. September 2013 aus, der Versicherte leide an einer leicht ausgeprägten depressiven
Symptomatik bei Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1).
Aktuell seien ihm 16 Wochenlektionen und (noch konkret zu ermittelnde) Stunden für
Elternabende und Zusatzprojekte möglich. Weitere 5 bis 6 Stunden pro Woche seien in
der bisherigen Tätigkeit als [...] möglich (IV-act. 74).
A.e Mit Vorbescheid vom 18. Oktober 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen. Zur Begründung gab sie an, bei mittelgradig
depressiven Episoden sei von der grundsätzlichen Fähigkeit auszugehen, mit der
zumutbaren Willensanstrengung die subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung
vollumfänglich zu überwinden. Es liege deshalb kein invalidisierender
Gesundheitsschaden vor (IV-act. 77). Dagegen erhob der Versicherte am 29. November
2013 Einwand (IV-act. 87), dem er u.a. das von der A._ eingeholte psychiatrische
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Gutachten von Dr. med. I._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 29. Januar 2013 beilegte. Darin diagnostizierte dieser eine "chronifizierte
mittelgradige depressive Episode" (ICD-10: F32.1) und bescheinigte seit 1. August
2012 eine 35%ige Berufsunfähigkeit (vorher vom 13. Dezember 2010 bis 8. Mai 2011
eine 100%ige und vom 9. Mai 2011 bis 31. Juli 2012 eine 45%ige Berufsunfähigkeit,
IV-act. 88). Am 7. Januar 2014 erhob die A._ Einwand gegen den Vorbescheid (IV-
act. 94). RAD-Ärztin Dr. med. J._, Fachärztin für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, hielt in der Stellungnahme vom 31. März 2014 fest, gemäss RAD-Ärztin
Dr. H._ und Dr. I._ sei die bisherige Tätigkeit als Klassenlehrer aufgrund der
funktionellen Einschränkungen nachvollziehbar eingeschränkt (IV-act. 97). Am 1. Mai
2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 100).
B.
B.a Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde der A._ vom 27. Mai 2014. Die
Beschwerdeführerin beantragt darin deren Aufhebung und die Rückweisung der Sache
an die Beschwerdegegnerin, damit diese nach Vornahme der erforderlichen
Abklärungen über den Rentenanspruch des Versicherten neu verfüge; unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt sie vor, die gutachterliche
Beurteilung von Dr. I._ sei beweiskräftig und die von ihm bescheinigten
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien invalidisierend. Aus den Akten ergebe sich
jedoch nicht, ob und in welchem Ausmass der Versicherte in seiner Nebentätigkeit als
[...] eingeschränkt sei. Sie hält des Weiteren die von der Beschwerdegegnerin
vorgenommene Bestimmung der Grundlagen für den Einkommensvergleich für falsch
(act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. August
2014, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Sie macht geltend, die
Beschwerdeführerin sei nicht zur Erhebung einer Beschwerde gegen die Verfügung
vom 1. Mai 2014 berechtigt. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, müsste sie
abgewiesen werden. Denn selbst wenn der von Dr. I._ bescheinigten 35%igen
Arbeitsunfähigkeit eine invalidisierende Bedeutung nicht abgesprochen würde,
resultierte kein Rentenanspruch, zumal nicht erkennbar sei, weshalb der Versicherte in
seiner Nebenerwerbstätigkeit mehr als 35% eingeschränkt sei (act. G 4).
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B.c In der Replik vom 2. September 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an
der Beschwerde fest (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat die Frist für eine Duplik unbenützt ablaufen lassen
(act. G 7).
B.e Mit Schreiben vom 10. November 2014 hat das Versicherungsgericht den
Versicherten zum Prozess beigeladen (act. G 8). Dieser äusserte sich mit Eingabe vom
23. Januar 2015 zum Beschwerdeverfahren (act. G 11).

Erwägungen
1.
Umstritten und vorab von Amtes wegen zu prüfen ist die Frage, ob die
Voraussetzungen für ein Eintreten auf die Beschwerde erfüllt sind.
1.1 Gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch
die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren
Aufhebung oder Änderung hat.
1.2 Die Beschwerdeführerin richtet dem Beigeladenen im Rahmen der weitergehenden
beruflichen Vorsorge seit 1. April 2013 eine Berufsinvalidenrente (§ 19 der Statuten [...])
und einen Überbrückungszuschuss (§ 23 der Statuten) aus (act. G 1.10 f.). Aufgrund
der Koordinationsbestimmung von § 57 der Statuten ("Verhinderung ungerechtfertigter
Vorteile") und der Verpflichtung, dass der Beigeladene die bezogenen
Überbrückungsleistungen im Fall einer rückwirkenden Rentenzusprache durch die
Beschwerdegegnerin zurückzuerstatten (§ 23 Abs. 4 der Statuten) sowie der
Beschwerdeführerin im Umfang der Rückerstattung gegenüber der
Beschwerdegegnerin ein direktes Forderungsrecht hat (§ 23 Abs. 5 der Statuten), ist
die Beschwerdeführerin durch die abweisende Rentenverfügung vom 1. Mai 2014 im
Sinn von Art. 59 ATSG berührt und zur Beschwerde legitimiert. Daran ändert nichts,
dass die Beschwerdeführerin (vorerst) Leistungen aus der weitergehenden beruflichen
Vorsorge erbringt, hat doch eine Beurteilung im Gesamten zu erfolgen (vgl. Entscheid
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des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. April 2015, IV.
2014.00406, E. 2). Deshalb und da sämtliche übrigen Eintretensvoraussetzungen
unbestrittenermassen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
In materieller Hinsicht ist der Rentenanspruch des Beigeladenen umstritten.
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
2.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
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mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
Zwischen den Parteien ist die Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens von Dr.
I._ unbestritten. Die Beschwerdeführerin hält diesbezüglich lediglich noch die Frage
nach den Beeinträchtigungen in der Nebentätigkeit als [...] für abklärungsbedürftig (act.
G 6, Rz 13, und IV-act. 94-2).
3.1 Zunächst ergibt sich aus dem IK-Auszug, dass der Beigeladene im Rahmen seiner
Nebenerwerbstätigkeit als [...] in den Jahren 2010, 2011, 2012 und 2013 je Verdienste
zu erzielen vermochte, die im Vergleich mit den Einkommensverhältnissen vor Eintritt
der (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Lehrperson im Jahr 2010 keine
relevante Verdiensteinbusse ergeben (vgl. insbesondere die IK-Einträge der Jahre
2006, 2007 und 2009, IV-act. 99). Auch wenn diese Einträge möglicherweise
Bruttoerträge umfassen, wie der Beschwerdeführer gegenüber der
Beschwerdegegnerin am 21. Mai 2014 erklärte (IV-act. 107), so ändert dies nichts
daran, dass ungefähr gleiche Verhältnisse vor und nach Eintritt der teilweisen
Arbeitsunfähigkeit als Lehrperson gegeben sind. Darüber hinaus sind Schwankungen
auch mit der Art der Beschäftigung verbunden (Aufträge von verschiedenen
Auftraggebern, vgl. IK-Auszug vom 8. April 2014, IV-act. 99, und Assessmentprotokoll
vom 7. Juli 2011, IV-act. 27). Aus den abgerechneten Erwerbseinkommen dieser
Nebentätigkeit ist zumindest bis Ende 2013 keine Beeinträchtigung bzw.
Erwerbsunfähigkeit abzuleiten. Die Frage, ob später, das heisst seit dem Jahr 2014
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in diesem Erwerbsbereich eingetreten ist,
kann offen bleiben. Denn weder aus den Akten noch den Ausführungen der
Prozessbeteiligten geht hervor, dass die Einschränkung in dieser Zeit höher als im
Haupterwerb als Sekundarlehrer (35%ige Arbeitsunfähigkeit; siehe hierzu IV-act. 88-9)
gewesen wäre.
3.2 Diese Sichtweise deckt sich mit der medizinischen Aktenlage und den damaligen
Angaben des Beigeladenen. So berichtete Dr. G._ am 17. Dezember 2010, die
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bestehende [...] Tätigkeit sei idealerweise weiterzuführen, da diese psychosomatisch
entlastend wirke (IV-act. 6-2; vgl. auch die Angabe des Beigeladenen, die Ärzte hätten
ihm empfohlen, im [...] weiterhin aktiv zu sein, IV-act. 27-1, sowie die Ausführungen
von Dr. F._ im Gutachten vom 14. September 2011, S. 15, Fremdakten). Der
Beigeladene berichtete, dass er als [...] weiterhin in einem Umfang von 15% tätig sei
(IV-act. 2-3 und IV-act. 2-4 unten, worin die Eingliederungsberaterin im Protokoll zum
Gespräch mit dem Beigeladenen vom 28. März 2011 festhielt, "die AUF sei für
schulische Belange" und eine Arbeitsunfähigkeit sei den Arbeitgeberinnen der
Nebenerwerbstätigkeit nicht mitgeteilt worden; siehe auch IV-act. 23-2, IV-act. 27-1,
IV-act. 50 und IV-act. 59-1). Die Arbeit als Lehrperson belaste ihn demgegenüber mehr
und sei anspruchsvoller (IV-act. 27-1 und IV-act. 29-1; zu den "verschiedenen
lehrerspezifischen Belastungssituationen" und der sich dabei zeigenden Überforderung
siehe IV-act. 51-4 und IV-act. 54; vgl. auch IV-act. 58-1, IV-act. 68-3 und IV-act. 70-8).
Ein weiterer Abklärungsbedarf besteht nicht, weshalb auf weitere
Abklärungsmassnahmen verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl.
BGE 122 V 162 E. 1d).
4. Zu bestimmen bleibt damit der Invaliditätsgrad.
4.1 Nachdem die längerdauernde Arbeitsunfähigkeit am 13. Dezember 2010 begonnen
hat (vgl. IV-act. 88-9) und die Anmeldung am 14. April 2011 (IV-act. 5-9) erfolgte, ist der
frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. Dezember 2011 festzusetzen (Art. 28 Abs. 1
lit b IVG; vgl. auch die damit einhergehende Betrachtungsweise der
Beschwerdeführerin, act. G 1, Rz 25). Für die Zeit ab 1. Dezember 2011 bis 31. Juli
2012 bescheinigte Dr. I._ dem Beigeladenen für die Tätigkeit als Lehrperson eine
45%ige Berufsunfähigkeit. Keine Stellung nahm er zu allfälligen quantitativen
Beeinträchtigungen in der Tätigkeit als [...] (IV-act. 88-9). Wie bereits erwähnt, ergeben
sich für diesen Zeitraum aus den Akten keine Hinweise, die auf eine (teilweise)
Arbeitsunfähigkeit bezogen auf den Beruf als [...] sprechen (siehe vorstehende E. 3.1
f.). Der Beigeladene war damals zu rund 86% im Haupterwerb als Lehrperson und im
Restpensum von rund 14% der Nebenerwerbstätigkeit als [...] beschäftigt (IV-act. 1,
IV-act. 7 und IV-act. 23-2). Die betragliche Bestimmung der Vergleichseinkommen kann
vorliegend offen gelassen werden. Da die bisherigen Tätigkeiten zur Bestimmung des
Invaliditätsgrads herangezogen werden können und die Vergleichseinkommen gestützt
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auf betraglich symmetrische Grundlagen zu bestimmen sind, kann ein Prozentvergleich
vorgenommen werden (siehe zum Prozentvergleich etwa Urteil des Bundesgerichts
vom 6. April 2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Bei einer 45%igen
Arbeitsunfähigkeit als Lehrperson resultiert ein (Teil-)Invaliditätsgrad von aufgerundet
39% (45% x 86%). Da im Bereich der Nebenerwerbstätigkeit keine Beeinträchtigung
der Erwerbsunfähigkeit besteht, beträgt auch der Gesamtinvaliditätsgrad 39%.
Angesichts dessen, dass die Realisierung der Restarbeitsfähigkeit in den bisher vom
Beigeladenen ausgeübten Tätigkeiten zumutbar ist und keine Gründe für eine
lohnwirksame Benachteiligung ersichtlich sind, besteht kein Anlass für einen
Tabellenlohnabzug.
4.2 Auch für die Zeit ab 1. August 2012, für die Dr. I._ eine 35%ige
Arbeitsunfähigkeit für die Lehrtätigkeit bescheinigte (IV-act. 88-9), kann die
Bestimmung der Vergleichseinkommen offen gelassen werden. Denn selbst wenn
zugunsten des Beigeladenen davon ausgegangen würde, diese Einschränkung gälte
auch für die Nebenerwerbstätigkeit, kann aufgrund der symmetrischen Grundlagen für
die Bestimmung der Vergleichseinkommen wiederum ein Prozentvergleich
vorgenommen werden. Ein Tabellenlohnabzug ist nicht angezeigt (vgl. vorstehende E.
4.1). Der Prozentvergleich ergibt vorliegend für die Zeit ab 1. August 2012 einen nicht
rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 35%.
4.3 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der Beigeladene im
Einwand vom 29. November 2013 die Auffassung vertrat, es "scheint klar zu sein, dass
meine Einkommenseinbusse die für die Invalidenversicherung relevante Schwelle von
40% nicht erreicht. (Was ich eigentlich schon von Anfang an vermutet und meinen
SVA-Sachbearbeiterinnen gegenüber mehrfach ausgedrückt habe)" (IV-act. 87-1).
Schliesslich geht offenbar auch die Beschwerdeführerin von einem Invaliditätsgrad von
(lediglich) 33% aus (siehe deren "Entscheid zu den Invalidenleistungen" vom 19. April
2013, act. G 1.10).
4.4 Angesichts dieser Verhältnisse kann offen bleiben, ob dem depressiven Leiden
eine invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit zukommt, was die
Beschwerdegegnerin bestreitet (IV-act. 100).
5.
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5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die vollständig unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.--
wird ihr daran angerechnet.