Decision ID: 3c95acb7-fb3d-4e10-9abc-fbd350d6a735
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft seit mehreren Jahren eine Strafuntersuchung gegen
A. wegen qualifizierter Geldwäscherei führte;
- A. mit Eingabe vom 16. Juni 2019 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafan-
zeige gegen C., [...] Staatsanwältin des Bundes im Strafverfahren gegen A.,
einreichte;
- A. C. in der Anzeige vorwarf, sie habe sich im Zusammenhang mit der Be-
schlagnahme eines Schuldbriefes über CHF 1,1 Mio., lastend auf der Woh-
nung [...], der vorsätzlichen Widerhandlung gegen das BVG schuldig ge-
macht (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, Urk. 1);
- die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft am 25. Juli 2019 B. als
ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes mit der Verfahrungsführung
beauftragte;
- mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 12. Februar 2021 der a.o. Staatsan-
walt des Bundes die Strafanzeige vom 16. Juni 2019 nicht anhand nahm
(act. 1.1);
- dagegen A. mit Eingabe vom 27. Februar 2021 Beschwerde bei der Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt und die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung beantragt (act. 1);
- die Verfahrensakten mit Schreiben vom 3. März 2021 von der Beschwerde-
gegnerin angefordert wurden (act. 2), welche mit Schreiben vom 11. März
2021 (mit Eingang vom 15. März 2021) eingereicht wurden (act. 3);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390
Abs. 2 StPO e contrario).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
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- die weiteren Eintretensvoraussetzungen angesichts des Verfahrensaus-
gangs vorliegend offen bleiben können;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen
und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-
lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
- die Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer Nichtanhandnahmeverfü-
gung ausführt, dass nicht ersichtlich sei, wie sich C. im Zusammenhang mit
der Beschlagnahmung des Schuldbriefes strafbar gemacht haben soll
(act. 1.1 S. 2);
- der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin zwar vorwirft, seine Anzeige
nicht sorgfältig gelesen zu haben; er geltend macht, die Strafanzeige und
Prozessakten würden ganz klare Beweise für die Verfehlungen und Geset-
zeswiderhandlungen enthalten (act. 1 S. 4);
- der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde allerdings nicht konkret darlegt,
inwiefern die Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Nichtanhandnahme der
Strafsache verfügt haben soll;
- der Strafanzeige des Beschwerdeführers auch kein konkreter Sachverhalt
entnommen werden kann, der in irgendeiner Art und Weise einen hinreichen-
den Tatverdacht gegen C. begründen könnte; im Wesentlichen der Be-
schwerdeführer seine Strafanzeige mit seiner persönlichen Wahrnehmung
der gegen ihn angeordneten Zwangsmassnahme begründet;
- bei dieser Sachlage sich ein Beizug der Strafakten [...] erübrigt;
- die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Strafuntersuchung eröffnet hat;
- sich bereits aus diesem Grund die vom Beschwerdeführer aus der Nichtan-
handnahme gefolgerten Vorwürfe der Arbeitsverweigerung, Gehörsverlet-
zung etc. gegen die Beschwerdegegnerin als unbegründet erweisen;
- damit die Beschwerde ohne Weiteres abzuweisen ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu
tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
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- diese auf Fr. 2‘000.-- festzusetzen sind (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8
Abs. 1 BStrKR).
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