Decision ID: 2ac5cd01-e284-48f5-b7f3-e5c408c034fe
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Eheleute A. und B. G. -C. sind in Y. wohnhaft. A. G. und seine geschiedene
Ehefrau R. G. -I. sind je zur Hälfte Miteigentümer des Grundstücks Grundbuch Nr. 000
in Z. Dieses besteht aus dem Doppeleinfamilienhaus X-strasse 15a und 15b sowie
1030 m2 Boden. Der eine Teil (X-strasse 15b) wird von R. G. -I. bewohnt und weist
einen Mietwert gemäss amtlicher Schätzung von Fr. 31'860.-- auf; der andere ist für Fr.
30'000.-- pro Jahr fremdvermietet. A. G. und R. G. -I. sind seit 1990 geschieden. In der
Scheidungskonvention vom 11. August 1990 verpflichtete sich A. G. unter anderem, R.
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G. -I. gestützt auf Art. 151 aZGB einen Betrag von Fr. 5'000.-- bis zum Eintritt ins AHV-
Alter und hernach jeweils die Hälfte seiner AHV-Rente zu bezahlen. Weiter wurde in der
Konvention festgehalten, die Parteien seien je zur Hälfte Miteigentümer der
Liegenschaft X-strasse 15. Solange R. G. den einen Hausteil bewohne, habe A. G. von
den Frauenalimenten monatlich fix Fr. 3'000.-- an R. G. auszurichten. Den Rest (Fr.
2'000.-- zuzügl. Teuerung auf Fr. 5'000.--) habe A. G. als vereinbarten Mietzins auf ein
gemeinsames Liegenschaftskonto zu überweisen, ebenso die Mieteinnahmen aus dem
anderen Hausteil. Ab diesem Konto seien sämtliche Instandstellungs- und
Renovationskosten sowie die auf die Eigentümer fallenden öffentlich-rechtlichen
Gebühren zu begleichen, Steuern ausgenommen.
Die Eheleute A. und B. G. -C. deklarierten in der Steuererklärung 2002
Unterhaltsbeiträge an die geschiedene Ehefrau von A. G. im Betrag von Fr. 78'276.--.
Die Veranlagungsbehörde liess lediglich Fr. 50'130.-- zum Abzug zu. Dieser Betrag
setzte sich aus der jährlichen Zahlung von Fr. 36'000.-- sowie dem halben Mietwert der
von R. G. -I. benutzten Wohnung zusammen (Mietwert Fr. 31'860.-- abzüglich
Pauschale von Fr. 3'600.--; davon die Hälfte).
Mit Einspracheentscheid vom 25. August 2005 veranlagte das kantonale Steueramt als
Veranlagungsbehörde für die direkte Bundessteuer A. und B. G. -C. mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 164'400.-- zum Satz von Fr. 149'300.--.
B./ Gegen den Einspracheentscheid erhoben die Pflichtigen mit Eingabe vom 27.
Oktober 2005 Rekurs (recte Beschwerde) und beantragten unter anderem, als
Unterhaltsleistungen an R. G. -I. seien Fr. 63'276.-- zum Abzug zuzulassen (direkte
Zahlung von Fr. 36'000.-- zuzügl. Uebernahme Mietzinszahlung von Fr. 27'276.-- [12 x
Fr. 2'273.--]). In der Begründung wurde im wesentlichen vorgebracht, der
Steuerpflichtige habe die Hälfte der Einahmen aus der Liegenschaft zu versteuern,
könne aber die Hälfte der Unterhalts- und Verwaltungskosten sowie die Hälfte der
Schuldzinsen abziehen. Die Einnahmen und Ausgaben der gemeinsamen Liegenschaft
würden über ein gemeinsames Liegenschaftskonto verwaltet. Die
Veranlagungsbehörde habe die zwei Rechtsverhältnisse nicht klar getrennt, sondern
gehe von einer Nutzungsüberlassung des Eigenmietwertes aus. Dies sei unzutreffend;
das Scheidungsurteil spreche von einem Mietzins, den A. G. zu bezahlen habe.
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Die Verwaltungsrekurskommission wies die Beschwerde mit Entscheid vom 17. August
2006 ab. Sie erwog hinsichtlich der Unterhaltszahlungen, zwischen den Parteien sei
weder eine Nutzniessung noch ein Wohnrecht vereinbart worden. Folglich sei die Hälfte
des Eigenmietwertes des von der geschiedenen Ehefrau bewohnten Hausteils dem
Pflichtigen anzurechnen. Eigennutzung werde auch bei getrennter oder geschiedener
Ehe bejaht. Beim Pflichtigen stelle daher der hälftige Eigenmietwert der Liegenschaft X-
strasse 15b steuerbares Einkommen dar. Der Pflichtige ziehe denn auch effektiv einen
Nutzen aus der Liegenschaft, indem er Unterhaltsbeiträge im Umfang von Fr. 24'000.--
zuzüglich Teuerung pro Jahr nicht bar bezahlen müsse, sondern auf ein gemeinsames
Liegenschaftskonto zu überweisen habe, das dem Liegenschaftsunterhalt diene. Mit
der Ueberlassung seines hälftigen Miteigentums an der von der geschiedenen Ehefrau
bewohnten Wohnung habe er sich einer familienrechtlichen Pflicht entledigt, für die er
sonst anderweitig hätte einstehen müssen. Daher sei zu Recht der nach kantonalem
Recht gekürzte Eigenmietwert von Fr. 14'130.-- angerechnet worden.
C./ Mit Eingabe ihrer Vertreter vom 19. September 2006 erhoben A. und B. G. -C.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die vom Ehemann geleisteten
Unterhaltszahlungen von insgesamt Fr. 63'276.-- an die geschiedene Ehefrau seien
zum Abzug zuzulassen und die Einkünfte aus dem Doppeleinfamilienhaus seien wie
von der Vorinstanz festgestellt mit Fr. 12'337.-- zu veranlagen, eventualiter seien der
pauschale Liegenschaftsunterhalt und die Schuldzinsen entsprechend den
tatsächlichen Leistungen der Miteigentümer zu verteilen, falls dem Hauptantrag nicht
entsprochen werde. In der Begründung beharren die Beschwerdeführer auf ihrem
Standpunkt, als Unterhaltsbeitrag habe A. G. monatlich Fr. 3'000.-- auszurichten und
den Rest von Fr. 2'000.-- zuzüglich Teuerung auf Fr. 5'000.-- als vereinbarten Mietzins
auf ein gemeinsames Liegenschaftenkonto zu überweisen. Damit stehe fest, dass das
Scheidungsgericht nicht die Absicht gehabt habe, die Nutzung des Hausteils als
Naturalleistung des zu Unterhaltsbeiträgen verpflichteten A. G. zu qualifizieren. Das
Gericht habe diesen vielmehr angewiesen, einen Teil der Alimente im Namen und auf
Rechnung seiner geschiedenen Ehefrau auf ein gemeinsames Mietzinskonto zu
überweisen. Das Scheidungsurteil weise den Hausteil nicht zur Nutzung und zum
Gebrauch als Bestandteil der Alimentenverpflichtung an R. G. -I. zu und es räume A. G.
kein Recht ein, seine Unterhaltsverpflichtung in Form der Ueberlassung eines Anteils
am gemeinsamen Doppeleinfamilienhaus zu erfüllen. Für die Steuerbehörde bestehe
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keine Grundlage, Teile der von A. G. tatsächlich in bar geleisteten Unterhaltsbeiträge
als eine unentgeltlich zur Verfügung gestellte Immobilie zu qualifizieren und
steuerrechtlich entsprechend zu behandeln. Auf die weiteren Vorbringen der

Beschwerdeführer wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 20. Oktober 2006 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.
Auch das kantonale Steueramt als kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer
beantragt in seiner Vernehmlassung vom 13. November 2006 die Abweisung der
Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 1 Abs. 3
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt DBG). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert, und ihre
Beschwerdeeingabe vom 19. September 2006 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen, nachdem sie nachträglich rechtsgültig unterzeichnet
wurde (Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2./ Nach Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG werden die Unterhaltsbeiträge an den geschiedenen,
gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden Ehegatten sowie die Unterhaltsbeiträge
an einen Elternteil für die unter dessen elterlichen Gewalt stehenden Kinder, nicht
jedoch Leistungen in Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder
Unterstützungspflichten, von den Einkünften abgezogen. Für den Empfänger bilden
diese Unterhaltsbeiträge steuerbare Einkünfte (Art. 23 lit. f DBG).
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a) Aufgrund der Schätzungsmitteilung und des Scheidungsurteils ist davon
auszugehen, dass A. G. und R. G. -I. je zur Hälfte Miteigentümer des Grundstücks
Grundbuch Nr. 000, X-strasse 15a und 15b, in Z. sind und entgegen den Ausführungen
in der Beschwerde nicht Gesamteigentum vorliegt. Fest steht weiter, dass der Teil X-
strasse 15a für jährlich Fr. 30'000.-- fremdvermietet ist und der Mietwert des von R. G.
-I. bewohnten Teils gemäss der amtlichen Schätzung vom 26. November/4. Dezember
2001 Fr. 31'860.-- beträgt.
Die Veranlagungsbehörde hat A. G. als Ertrag aus der Nutzung des Grundstücks X-
strasse 15 einen Betrag von Fr. 29'130.-- angerechnet. Dies entspricht der Hälfte des
Ertrags aus der Fremdvermietung (Fr. 15'000.--) zuzüglich der Hälfte des um den
Abzug von Fr. 3'600.-- gemäss Art. 34 Abs. 3 des Steuergesetzes (sGS 811.1) und Art.
14 Abs. 2 der Steuerverordnung (sGS 811.11) reduzierten Eigenmietwerts des von R.
G. -I. bewohnten Hausteils (Fr. 14'130.--). Diese Zurechnung ist unbestritten. Sie beruht
darauf, dass die Ueberlassung eines Grundstücks an den geschiedenen Ehegatten als
Eigennutzung durch den überlassenden Ehegatten behandelt wird, sofern nicht
grundbuchlich eine Nutzniessung oder ein Wohnrecht eingetragen ist (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Zürich 2003, N 68 zu Art. 21 mit zahlreichen
Hinweisen). Als Unterhaltsbeitrag an die geschiedene Ehefrau liess die
Veranlagungsbehörde Fr. 50'130.-- zum Abzug zu. Dies entspricht der jährlichen
Zahlung von Fr. 36'000.-- aufgrund der Scheidungskonvention sowie der Hälfte des um
den Abzug von Fr. 3'600.-- reduzierten Anteils am Eigenmietwert des von R. G. -I.
bewohnten Hausteils (Fr. 14'130.--).
b) Aufgrund der vorliegenden Sachlage überlässt A. G. seiner geschiedenen Ehefrau
seinen Anteil am Grundstücksteil X-strasse 15b zur Nutzung. Dass das Ueberlassen
dieses Grundstückteils zur Nutzung als Unterhaltsleistung an die geschiedene Ehefrau
qualifiziert und nach Massgabe des amtlichen Mietwerts als steuerlich abzugsfähiger
Unterhaltsbeitrag berücksichtigt wird, ist nicht zu beanstanden. Ob eine zivilrechtliche
Nutzniessung oder ein Wohnrecht besteht, ist nicht ausschlaggebend. In diesem Fall
hätte ohnehin die geschiedene Ehefrau den gesamten Eigenmietwert der Wohnung zu
versteuern. Insbesondere ist auch nicht entscheidend, ob das Scheidungsgericht die
Absicht hatte, die Nutzung des Hausteils als Naturalleistung zu qualifizieren.
Auszugehen ist von den Modalitäten der Scheidungskonvention und den tatsächlichen
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Verhältnissen. Nach diesen erfüllt A. G. seine Unterhaltspflicht durch monatliche
Zahlungen von Fr. 3'000.-- in bar sowie einer Leistung von Fr. 2'273.-- auf ein
gemeinsames Liegenschaftskonto und der Ueberlassung der ihm und seiner
geschiedenen Ehefrau gemeinsam gehörenden Wohnung. In der
Scheidungskonvention wurde zwar die Zahlung als "vereinbarter Mietzins" bezeichnet.
Mit der Genehmigung dieser Konvention kann das Scheidungsgericht aber den
steuerlich massgebenden Wert der Naturalleistung nicht verbindlich festlegen. Die
Zahlung liegt erheblich über dem anteilmässigen halben Mietwert der Wohnung,
weshalb es unbeachtlich ist, dass sie in der Scheidungskonvention als vereinbarter
Mietzins bezeichnet wird. Mit dem Ueberlassen seines hälftigen Miteigentumsanteils an
der Wohnung erfüllt A. G. eine in der Konvention verankerte Pflicht. Die Zahlung auf
das gemeinsame Liegenschaftskonto kann aufgrund der vorliegenden Umstände nicht
gesamthaft als Unterhaltsleistung an die geschiedene Ehefrau qualifiziert werden. An
diesem Konto ist er nämlich mit R. G. -I. gemeinsam berechtigt. Die Zahlungen auf das
Liegenschaftskonto fliessen nicht ausschliesslich und unwiderruflich der geschiedenen
Ehefrau zu. Insoweit ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Zahlung
als teilweise Vermögensumschichtung qualifiziert hat. Der Umfang der abzugsfähigen
Unterhaltsleistungen ist nach den für das Steuerrecht massgebenden Grundsätzen zu
bestimmen. Daran ändert der Umstand nichts, dass im Scheidungsurteil der Hausteil
nicht zur Nutzung und zum Gebrauch an R. G. -I. zugewiesen und A. G. kein Recht
eingeräumt wurde, seine Unterhaltsverpflichtung durch Ueberlassung seines Anteils am
Wohnhaus zu erfüllen. Tatsache ist indessen, dass das Scheidungsurteil für den hier
vorliegenden Fall, dass R. G. -I. den Hausteil X-strasse 15b bewohnt, A. G. ermöglicht,
seine Unterhaltspflicht (u.a.) durch Ueberweisung eines bestimmten Betrags auf ein
gemeinsames Liegenschaftskonto zu erfüllen. In der Beschwerde wird denn auch
festgehalten, im Innenverhältnis der Miteigentümer sei es richtig, dass R. G. -I. für ihre
ausschliessliche Nutzung des einen Hausteils einen angemessenen Betrag auf das
gemeinsame Liegenschaftskonto überweise. Dieser Betrag ist aber nicht identisch mit
der Zahlung von Fr. 27'276.--, die A. G. im Namen von R. G. -I. auf das
Liegenschaftskonto leistet. Ob es im Sinn des Scheidungsurteils wäre, dass A. G.
seinen Anteil am Mietertrag von Fr. 14'130.-- gegen Barzahlungen von Fr. 27'276.--
eintauscht, ist nicht massgeblich. Zwar trifft es zu, dass A. G. mit der Zahlung auf das
Liegenschaftskonto das alleinige Verfügungsrecht an den geleisteten Beträgen verliert.
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Allein darauf kommt es aber nicht an, denn auch nach der Zahlung ist er mit seiner
geschiedenen Ehefrau gemeinsam an diesen Vermögenswerten berechtigt. In der
Beschwerde wird ausgeführt, dass A. G. und R. G. -I. aus dem Liegenschaftskonto den
Unterhalt des Doppeleinfamilienhauses bestreiten. Dies zeigt, dass die Zahlungen nur
teilweise an R. G. -I. fliessen und teilweise auch A. G. verbleiben.
Aus dem Gesagten folgt, dass der Hauptantrag der Beschwerdeführer als unbegründet
abzuweisen ist.
c) Als Eventualbegehren wird beantragt, der Anteil von A. G. an den Einkünften aus
dem Grundstück X-strasse 15 sei von Fr. 12'731.-- auf Fr. -9'270.-- zu reduzieren.
Die Vorinstanz hat bei A. G. von den Nettoeinnahmen aus dem Grundstück X-strasse
15 von insgesamt Fr. 29'130.-- (Fr. 15'000.-- Fremdmiete, Fr. 14'130.-- hälftiger
Eigenmietwert) für den Liegenschaftsunterhalt Fr. 5'826.-- sowie für Schuldzinsen Fr.
10'573.--, gesamthaft Fr. 16'399.--, zum Abzug zugelassen und damit Nettoeinnahmen
von gesamthaft Fr. 12'731.-- angerechnet. Das Eventualbegehren wird damit
begründet, die hälftige Aufteilung des Liegenschaftsunterhalts sowie der
Finanzierungskosten auf A. G. und R. G. -I. sei nicht gerechtfertigt, da A. G. mit seinen
monatlichen Ueberweisungen von Fr. 2'273.-- bzw. Fr. 27'276.-- pro Jahr und einem
Anteil von Fr. 15'000.-- an der Fremdmiete insgesamt Fr. 42'276.-- auf das
Liegenschaftskonto zahle, während seine geschiedene Gattin lediglich den Fremdanteil
von Fr. 15'000.-- für den gemeinsamen Unterhalt beisteuere. Damit leiste A. G. 74
Prozent des Liegenschaftsunterhalts. Um dem Grundsatz der Besteuerung nach der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gerecht zu werden, sei der höhere Anteil von A. G.
an den Unterhaltskosten in der Steuerveranlagung zu berücksichtigen.
Es ist indessen nicht ersichtlich, inwiefern die Berechtigung am gemeinsamen
Liegenschaftskonto entsprechend den einbezahlten Anteilen festgelegt ist. Zudem
stehen die Ausführungen zur Begründung des Eventualantrags im Widerspruch zu den
Darlegungen in der Beschwerdeeingabe an die Vorinstanz, wonach A. G. und R. G. -I.
zu gleichen Teilen am Liegenschaftskonto berechtigt seien. Beide Miteigentümer
leisten ihre Anteile von je Fr. 15'000.-- an der Fremdmiete. Der von A. G. auf Rechnung
von R. G. -I. bezahlte Betrag ist dieser im Umfang des Unterhaltsanteils (Anteil
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Mietwert) zuzurechnen, während nur die Differenz A. G. zuzurechnen ist. Daraus ergibt
sich, dass das Liegenschaftskonto praktisch hälftig bzw. zu weitgehend gleichen Teilen
von beiden Miteigentümern geäufnet wird. Dem Eventualbegehren ist daher nicht
stattzugeben.
d) Zusammenfassend ergibt sich aus dem Gesagten, dass die Beschwerde als
unbegründet abzuweisen ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 145 in Verbindung
mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art.
145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12).
Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 144 Abs. 4 DBG).