Decision ID: 1ae03369-c85b-4a37-9559-57e9ab757dad
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Interpol Bukarest hat mit Fahndungs- und Verhaftsersuchen vom 5. Dezember 2007 um Verhaftung des rumänischen Staatsangehörigen A. ersucht zwecks Auslieferung zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten u.a. wegen Betruges (act. 3.2). A. wurde am 28. August 2009 bei seiner Einreise in die Schweiz festgenommen und auf Anordnung des Bundesamtes für Justiz (nachfolgend „Bundesamt“) in  Auslieferungshaft versetzt (act. 3.3). Anlässlich seiner  vom 28. August 2009 gab A. zu Protokoll, mit einer vereinfachten Auslieferung nicht einverstanden zu sein (act. 3.4). In der Folge erliess das Bundesamt am 1. September 2009 einen Auslieferungshaftbefehl, welcher A. am 2. September 2009 eröffnet wurde (act. 3.5). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
B. Mit Schreiben vom 10. September 2009 und Ergänzung vom 29. Septem-
ber 2009 ersuchte das rumänische Justizministerium die Schweiz um  von A. Seine Auslieferung wurde im Hinblick auf die  der Freiheitsstrafen von 3 Jahren und 6 Monaten aus dem  und vollstreckbaren Abwesenheitsurteil des Amtsgerichts Z. () vom 17. April 2002 i.V.m. dem Urteil des Berufungsgerichts Z. vom 22. Juli 2002 sowie von 3 Jahren aus dem rechtskräftigen und  Abwesenheitsurteil des Amtsgerichts Z. vom 17. Februar 2003 verlangt (act. 3.6). Auf Nachfrage des Bundesamtes vom 10. September 2009  die rumänischen Behörden unter Hinweis auf das rumänische  mit, dass der Beschwerdeführer im Falle seiner Auslieferung die Wiederaufnahme der Gerichtsverfahren verlangen könne (act. 3.9).  seiner Einvernahme vom 21. September 2009 erklärte A. erneut, sich der Auslieferung an Rumänien zu widersetzen (act. 3.7). Sein  nahm am 6. Oktober 2009 schriftlich zum rumänischen  Stellung (act. 3.10).
C. Am 20. Oktober 2009 erliess das Bundesamt einen Auslieferungsentscheid
und bewilligte die Auslieferung von A. an Rumänien für die dem  des rumänischen Justizministeriums vom 10.  2009, ergänzt am 29. September 2009, zugrunde liegenden Straftaten (act. 3.12):
Gemäss Urteil des Amtsgerichts Z. vom 17. April 2002 soll A. am 15. und 16. Mai 2000 in Z. unrechtmässig Telefonanschlüsse von zwei anderen Personen verwendet und auf diese Weise im Namen der Geschädigten Waren im Wert von ROL 4'471.750 bzw. ROL 4'352.590 bestellt haben,
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ohne diese zu bezahlen. Nach dem Urteil des Amtsgerichts Z. vom 17. Februar 2003 soll A. am 15. Juni 2000 in Z. unrechtmässig den  einer anderen Person verwendet und auf diese Weise Waren bestellt haben. In der Folge habe er die bestellten Waren im Wert von ROL 3'266.890 an einem Postschalter erhalten, wo er sich mit einer  Identitätskarte ausgewiesen habe.
D. Gegen den Auslieferungsentscheid vom 20. Oktober 2009 gelangt A. mit
Beschwerde vom 20. November 2009 an die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Er stellt den Hauptantrag, dass der  aufzuheben und die Auslieferung des Beschwerdeführers an Rumänien zu verweigern sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Im Eventualstandpunkt beantragt er, dass die Auslieferung an Rumänien unter der Bedingung zu bewilligen sei, dass Rumänien dem  das Recht zusichere, mit Bezug auf die beiden Urteile des  Z. ein neues Gerichtsverfahren zu verlangen, in welchem die durch die EMRK und dem UNO-Pakt II garantierten Rechte gewährleistet würden (act. 1 S. 2).
E. Das Bundesamt beantragt in seiner Beschwerdeantwort vom 27. November
2009 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 3), worüber der Beschwerdeführer am 30. November 2009 in Kenntnis gesetzt wird (act. 4).
F. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten
wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Für den Auslieferungsverkehr und die vorläufige Auslieferungshaft  der Schweiz und Rumänien sind primär das Europäische  vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1) sowie das zu diesem Übereinkommen am 15. Oktober 1975 ergangene erste  (1. ZP; SR 0.353.11) und das am 17. März 1978 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.353.12) massgebend. Wo  und Zusatzprotokolle nichts anderes bestimmen, findet auf das Verfahren der Auslieferung und der vorläufigen Auslieferungshaft  das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11; Art. 1 Abs. 1 lit. a IRSG; BGE 132 II 81 E. 1.1; 130 II 337 E. 1,
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je m.w.H.). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 123 II 595 E. 7c; Urteile des Bundesgerichts 1A.172/2006 und 1A.206/2006 vom 7. November 2006, E. 1.3).
2. Gegen Auslieferungsentscheide des Bundesamtes kann innert 30 Tagen
seit der Eröffnung des Entscheids bei der II. Beschwerdekammer des  Beschwerde geführt werden (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG; Art. 12 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 VwVG; Art. 28 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das , SGG, SR 173.71; Art. 9 Abs. 3 des Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht, SR 173.710). Der am Folgetag eröffnete Auslieferungsentscheid vom 20. Oktober 2009 wurde vom  mit Eingabe vom 20. November 2009 angefochten. Die Beschwerde erfolgte somit fristgerecht, weshalb darauf einzutreten ist.
3. Die II. Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebun-
den (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die Auslieferungsvoraussetzungen grundsätzlich mit freier Kognition. Art. 25 Abs. 6 IRSG beinhaltet jedoch keine ausdrückliche Verpflichtung der Beschwerdeinstanz, von Amtes  und um jeden Preis nach Argumenten zu suchen, welche – sei es zur Einschränkung, sei es zur Ausweitung der internationalen Rechtshilfe – von den Parteien, welche grundsätzlich an der Rechtsfindung mitzuwirken , nicht angedeutet wurden (s. BGE 112 Ib 576 E. 3 S. 586). Wie früher das Bundesgericht im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde  sich die II. Beschwerdekammer auch nur mit Tat- und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der Beschwerde bilden (vgl. BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4, je m.w.H.; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.789 vom 20. August 2007, E. 2.4; RR.2007.34 vom 29. März 2007, E.3;  MOREILLON, Entraide international en matière pénale, Basel 2004, Art. 25 IRSG, N. 22).
4. 4.1 Gegen den Auslieferungsentscheid lässt der Beschwerdeführer zur Haupt-
sache einwenden, die rumänischen Justizbehörden hätten ihn über die  vom April 2002 und Februar 2003 nicht in Kenntnis gesetzt (act. 1 S. 3 f.). Der dem Beschwerdeführer zugeteilte  nehme eine reine Alibifunktion wahr. Von einem fairen Verfahren  Art. 6 EMRK könne keine Rede sein (act. 1 S. 6). Es bestehe der dringende Verdacht, dass die rumänische Behörde bewusst ein  gefällt hätte, da gegen den Beschwerdeführer keinerlei Beweise vorgelegen hätten (act. 1 S. 4). Unter Würdigung aller Umstände sei das Auslieferungsersuchen deshalb abzuweisen (act. 1. S. 5).
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Bei Gutheissung des Auslieferungsersuchens beantragt der  die vom Bundesamt verlangte wortgetreue Zusicherung gemäss Schreiben vom 10. September 2009 (act. 1 S. 7). Ihm sei das Recht , dass im neuen Gerichtsverfahren die durch die EMRK und den UNO-Pakt II garantierten Rechte gewährleistet würden (act. 1 S. 2). In  Zusammenhang beanstandet der Beschwerdeführer, dass die von den rumänischen Behörden abgegebene Erklärung vom 29. September 2009 nicht wortgetreu mit der vom Bundesamt verlangten Zusicherung  (act. 1 S. 6). Gerade das Abwesenheitsurteil und die nicht  Zusicherung Rumäniens würden nach seiner Auffassung den  bestätigen, dass Rumänien dessen Recht auf ein faires Verfahren umgehen möchte (act. 1 S. 7).
4.2 Gestützt auf Art. 3 des 2. ZP zum EAUe kann die ersuchte Vertragspartei die Auslieferung zur Vollstreckung eines Abwesenheitsurteils ablehnen, wenn nach ihrer Auffassung in dem diesem Urteil vorangegangenen  nicht die Mindestrechte der Verteidigung gewahrt worden sind, die anerkanntermassen jedem einer strafbaren Handlung Beschuldigten . Die Auslieferung wird jedoch bewilligt, wenn die ersuchende  eine als ausreichend erachtete Zusicherung gibt, der Person, um  Auslieferung ersucht wird, das Recht auf ein neues Gerichtsverfahren zu gewährleisten, in dem die Rechte der Verteidigung gewahrt werden (vgl. auch Art. 37 Abs. 2 IRSG). Nach der Praxis des Bundesgerichts und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sind Abwesenheitsurteile grundsätzlich zulässig, sofern der in Abwesenheit Verurteilte (auch nach Eintritt der Vollstreckungsverjährung) die Aufhebung des  und die Durchführung des ordentlichen Verfahrens (Wiederaufnahme) verlangen kann (Urteil des Bundesgerichts 1A.150/2002 vom 4. September 2002, E. 3; BGE 129 II 56 E. 6.2; 127 I 213 E. 3a; 126 I 36 E. 1a; 122 I 36 E. 2; 122 IV 344 E. 3c und 5c; 117 Ib 337 E. 5a-b, je m.w.H.). Nach Ablauf der für die ordentlichen Rechtsmittel geltenden Fristen wird das  lediglich auflösend bedingt - unter Vorbehalt der  - rechtskräftig (BGE 122 IV 344 E. 3a).
4.3 Es ist vorliegend unbestritten, dass die fraglichen Gerichtsverfahren in  in Abwesenheit des Beschwerdeführers durchgeführt wurden. Auf Nachfrage des Bundesamtes teilten die rumänischen Behörden, konkret die Direktion Völkerrecht und Verträge, Abteilung Internationale Rechtshilfe in Strafsachen, unter Hinweis auf die massgeblichen Bestimmungen des rumänischen Strafverfahrensrechts mit, dass der Beschwerdeführer im  seiner Auslieferung die Wiederaufnahme der Gerichtsverfahren  könne (act. 3.9). Zur Rechtslage in Rumänien hat sich das  bereits früher einmal im Einzelnen geäussert und abschliessend fest-
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gehalten, „que le droit inconditionnel à un nouveau jugement en cas de condamnation par défaut est solidement ancré dans l’ordre jurdidique de l’Etat requérant“ (Urteil 1A.58/2006 vom 12. April 2006, E. 5.2). Unter  Umständen erweist sich die Erklärung der rumänischen Behörden vom 29. September 2009 als ausreichend und die vom Rechtsvertreter  Einholung einer formellen Garantieerklärung ist dementsprechend nicht erforderlich. Dies gilt auch insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der ersuchende Staat bisher in ähnlichen Fällen an die gegenüber der Schweiz eingegangenen Verpflichtungen gehalten hat, wie vom Bundesamt zu Recht hervorgehoben wurde (act. 1.1 S. 4 f.). Rumänien hat sodann  die EMRK wie auch den UNO-Pakt II ratifiziert und ist seit 2007  der EU. Nach dem im internationalen Rechtshilfeverkehr geltenden Vertrauensprinzip wird diesbezüglich das völkerrechtskonforme Verhalten von Staaten, die wie Rumänien mit der Schweiz durch einen  verbunden sind, vermutet, ohne dass die Einholung  Zusicherungen notwendig wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.70/2003 vom 8. September 2003, E. 6.3). Vorliegend bestehen zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass der ersuchende Staat dem  kein faires Verfahren im Sinne von Art. 6 EMRK gewährleisten . Im Lichte dieser Erwägungen erweist sich die Beschwerde sowohl im Haupt- wie auch im Eventualstandpunkt als unbegründet.
4.4 Kann der Beschwerdeführer die Wiederaufnahme der Gerichtsverfahren verlangen, welche in seiner Abwesenheit zu seiner Verurteilung führten, braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob in jenen Verfahren die  der Verteidigung gewahrt worden waren.
5. Andere Auslieferungshindernisse werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Die Auslieferung des Beschwerdeführers an Rumänien ist daher zulässig und die Beschwerde abzuweisen.
6. 6.1 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspfle-
ge zu gewähren (RP.2009.58, act. 1 S. 2 f.). Zur Begründung führt er aus, dass er sich seit dem 28. August 2009 in Auslieferungshaft befinde und nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um für die Kosten eines  aufzukommen (act. 3.2). Die Bedürftigkeit sei somit ohne weiteres erstellt. Im Weiteren sei der Beschwerdeführer auf die Unterstützung eines Rechtsanwalts angewiesen, da er weder deutsch spreche noch über Rechtskenntnisse verfüge (act. 3.2). Der Beschwerdeführer sei sodann nicht in der Lage, vom Gefängnis aus Belege zu seinen finanziellen  zu organisieren (act. 3.2).
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6.2 Die vom Bundesamt aufgrund von Art. 21 Abs. 1 IRSG gewährte amtliche Rechtsverbeiständung gilt nicht automatisch für das Verfahren vor der  des Bundesstrafgericht (Entscheid des  BH.2006.6 vom 18. April 2006, E. 6.1). Die II. Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf  von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG) und bestellt dieser einen Anwalt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Gemäss  Rechtsprechung sind Prozessbegehren als aussichtslos , wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich  und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Ob im Einzelfall genügende  bestehen, beurteilt sich nach den Verhältnissen zur Zeit, zu der das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt wird (BGE 129 I 129 E. 2.3.1; 128 I 225 E. 2.5.3; 124 I 304 E. 2c).
Es obliegt zudem grundsätzlich dem Gesuchsteller, seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzulegen und soweit als möglich zu belegen, wobei die Belege über sämtliche finanziellen Verpflichtungen des Gesuchstellers sowie über seine Einkommens- und  Aufschluss zu geben haben. Kommt der Gesuchsteller dieser  Pflicht zur Offenlegung seiner finanziellen Situation nicht nach bzw. ergeben die vorgelegten Urkunden und die gemachten Angaben kein kohärentes und widerspruchsfreies Bild seiner finanziellen Verhältnisse, so kann sein Gesuch mangels ausreichender Substanziierung oder mangels Bedürftigkeitsnachweis abgewiesen werden (vgl. ALFRED BÜHLER, Die , in: Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 189 f.; BGE 125 IV 161 E. 4a S. 165;  des Bundesstrafgerichts BH.2006.6 vom 18. April 2006, E. 6.1).
6.3 Wie sich aus den vorstehenden Ausführungen ergibt (E. 4 – 5), war die  klar unbegründet und hatte demgemäss keine Aussicht auf , weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bereits aus  Grunde abzuweisen ist. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seiner umfassenden Pflicht zur Offenlegung seiner finanziellen Situation nicht nachgekommen ist. So soll er gemäss seinen eigenen Angaben im Formular betreffend unentgeltliche Rechtspflege Schulden aus Darlehen in der Höhe von EUR 22'000.-- und im Übrigen kein Vermögen haben (act. 3).
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Gleichzeitig soll er bei einem Monatseinkommen von netto EUR 3'200.-- seine Eltern mit EUR 800.-- monatlich unterstützen, wobei er keine  Auslagen für Schuldzinsen oder für Schuldamortisationsraten haben soll (act. 3). Die gemachten Angaben ergeben kein kohärentes und  Bild seiner finanziellen Verhältnisse. Das Gesuch um  Rechtspflege wäre daher auch mangels genügender  androhungsgemäss abzuweisen gewesen. Der womöglich  wirtschaftlichen Situation, in der sich der Beschwerdeführer schon  seiner Verhaftung befindet, kann aber mit einer reduzierten  Rechnung getragen werden.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer  (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Für die  der Gerichtsgebühr gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 15 Abs. 1 lit. a SGG das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur . Die reduzierte Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem ).
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