Decision ID: 0f616d3b-cc8b-47d2-b012-45c7d27ce6e5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1977,
war seit
1.
September 2011 mit einem Pensum von 80 % als Marketingleiterin bei der
Y._
tätig (vgl. Arbeitsvertrag, Urk. 6/
55-56
).
Ab dem 1
5.
Mai 2013 war die Versicherte wäh
rend ihrer
Schwangerschaft arbeitsunfähig und bezog vom 3
1.
Mai bis
1.
August 2013 Krankentaggelder sowie vom 2
3.
bis 3
0.
Juni 2013
Leistungen der Unfallversicherung.
Vom
2.
August
bis
7.
November 2013 erhielt die Versi
cherte Mutterschaftsentschädigung
(vgl.
Urk.
6/35-38 S. 1 unten;
Urk.
6/315
).
Mit Schreiben vom 3
0.
Oktober 2013 kündigte die
Y._
das Arbeits
verhältnis mit der Versicherten unter Einhaltung der gesetzlichen Kündi
gungsfrist auf den nächstmöglichen Termin (
Urk.
6/33), mithin auf den 2
8.
Fe
bruar 201
4.
In der Folge meldete sich
X._
am
7.
November 2013 beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Stellenvermittlung an
(
vgl.
Urk.
2 S. 1 unten
)
.
Am
9.
November 2013 bestätigte die
Y._
der Versicherten, dass sie freigestellt werde (
Urk.
6/34).
Am 1
1.
November 2013 stellte die Versicherte
bei der SYNA Arbeitslosenkasse Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (vgl.
Urk.
6/35-38 S. 1 unten).
1.2
Am
2
7.
Dezember 2013
meldete sich
die Versicherte
bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich zum Bezug von Insolvenzentschädigung für
die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013 sowie für den Zeitraum
vom
8.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014
an
(
Urk.
6/255-256)
.
Mit Verfügung des Konkur
sgericht
s
des Bezirksgerichts Zürich
vom 2
3.
Januar 2014 wurde nicht auf das
Konkursbe
geh
ren
der Versicherten eingetreten (
Urk.
6/271-272).
Die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
zahlte der Versicherten am 1
1.
März 2014
Insolvenzentschädi
gung
für offene Lohnforderungen betreffend den Zeitraum
vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013 in der Höhe von
Fr.
10‘233.55
aus (
vgl.
Urk.
2 S. 1 unten
).
Am
2.
April
2014 wurde über
die
Y._
der Konkurs eröffnet (
vgl.
Urk.
6/24).
Mit Verfügung vom 2
9.
April 2014 forderte
d
ie
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
die ausbezahlte Insolvenzentschädigung zurück (
Urk.
6/
119-121
). Dagegen erhob die Versicherte am 1
2.
Mai 2014 Einsprache (
Urk.
6/
111-112
).
1.
3
Mit Verfügung vom
8.
Mai 2014 verneinte
die SYNA Arbeitslosenkasse einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für den Zeitraum
vom
8.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
6/35-38).
Am 1
2.
Ma
i 2014 gab
die Versicherte
ihre Forderungen
aus dem Arbeitsverhältnis im Kon
kurs des Arbeitgebers ein (Urk.
6/39-41
).
Am folgenden Tag
stellte
sie
einen neuen Antrag auf Insolven
zentschädigung für die Zeit vom
8.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
6/
45-46
).
Diesen wies die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
mit Ver
fügung vom 1
6.
Mai 2014 ab (
Urk.
6/
47-49
). Dagegen erhob die Versicherte am
4.
Juni 2014 Einsprache (
Urk.
6/
43-44
).
1.4
Mit Einspracheentscheid vom 2
5.
August 2014 vereinigte die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
die beiden Verfahren und wies
beide
Einsprachen vollum
fänglich ab (
Urk.
6/25-29 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 1
9.
September 2014 Beschwerde gegen den Ein
sprache
entscheid vom 2
5.
August 2014 (
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
, diese
r
sei aufzuheben und es sei ihr
eine Entschädigung
zuzusprechen,
unter Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
(
Urk.
1 S.
1 oben).
Die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
ersuchte mit Beschwerdeantwort vom
3.
Oktober 2014 (
Urk.
5) um Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
9.
Oktober 2014 zur Kenntnis gebracht
, mit dem Hin
weis, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen worden sei und der strittige Betrag somit nicht vor Vorliegen eines rechtskräftigen Ent
scheides zurückzuerstatten sei
(
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 51 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn:
a)
gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder
b)
der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offen
sichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder
c)
sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben
oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub (
Art.
58 AVIG).
Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in
Art.
51
Abs.
1 und
Art.
58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196).
1.2
Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforde
rungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach
Art.
3
Abs.
2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen (
Art.
52
Abs.
1 AVIG).
Die Insolvenzentschädigung deckt ausnahmsweise Lohnforderungen nach der Konkurseröffnung, solange die versicherte Person in guten Treuen nicht wissen konnte, dass der Konkurs eröffnet worden war, und es sich dabei nicht um Masseschulden handelt. Die maximale Bezugsdauer nach
Art.
52
Abs.
1 AVIG darf nicht überschritten werden (
Art.
52
Abs.
1
bis
AVIG).
1.3
Die Insolvenzentschädigung ist eine Lohnausfallversicherung bei Zahlungsun
fähigkeit des Arbeitgebers. Sie setzt eine Lohnforderung der versicherten Person gegenüber dem insolventen Arbeitgeber voraus. Unter Lohnforderung im Sinne von
Art.
52
Abs.
1 AVIG ist grundsätzlich der
massgebende
Lohn gemäss
Art.
5
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG)
zu verstehen,
einschliesslich
der geschuldeten Zulagen. Als zweiseitiger Vertrag verpflichtet der Arbeitsvertrag den Arbeitnehmer oder die Arbeitneh
merin zur Leistung von Arbeit und den Arbeitgeber zur Entrichtung eines Loh
nes. Die Rechtsfolge besteht aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht darin, dass die Lohnforderung grundsätzlich an die Leistung von Arbeit gebun
den ist. Der Schutzzweck der Insolvenzentschädigung erstreckt sich daher nur auf tatsächlich geleistete, aber nicht
entlöhnte
Arbeit; sie erfasst nicht Lohnfor
derungen wegen (ungerechtfertigter) vorzeitiger Auflösung des Arbeitsverhält
nisses und für noch nicht bezogene Ferien. Diese Praxis stützt sich auf den Gesetzeswortlaut und den klaren Willen des Gesetzgebers. Dem Tatbestand der geleisteten Arbeit hat die Rechtsprechung diejenigen Fälle gleichgestellt, in denen der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nur wegen Annahmeverzugs des Arbeitgebers im Sinne von
Art.
324 OR keine Arbeit leisten konnte. Solange der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin in einem ungekündigten Arbeitsver
hältnis steht, hat er oder sie einen Lohnanspruch, der gegebenenfalls einen Anspruch auf Insolvenzentschädigung rechtfertigen kann (BGE 132 V 82 E. 3.1 mit Hinweis).
1.4
Laut
Art.
95
Abs.
1 AVIG richtet sich die Rückforderung ausser in den Fällen nach
Art.
55 und
Art.
59c
bis
Abs.
4 AVIG nach
Art.
25
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
. Gemäss
Art.
25
Abs.
1 ATSG
sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse
Härte vorliegt.
Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massge
bend (
Art.
25
Abs.
2 ATSG).
1.5
Art.
25
Abs.
1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen unrechtmässi
gen Bezug der Leistung. Die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung kann sich beispielsweise aus der Wiedererwägung oder der Revision der
leis
tungs
zusprechenden
Verfügung ergeben, wobei die Korrektur rückwirkend erfolgen muss. Bei Leistungen, welche durch formlose Entscheide zugesprochen wurden, sind Rückforderungen ebenso möglich wie bei verfügungsweise fest
ge
setz
ten Leistungen (vgl. Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2009, N 12 ff. zu
Art.
25).
Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 122 V 270 E. 2;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss
Art.
95 AVIG (BGE 122 V 270 E. 2).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist
einerseits die Rückforderung
zu viel ausbezahlter Insol
venzentschädigung
im Betrag
von Fr. 10‘233.55
(
und damit
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Insolvenzentschädigung
für d
en
Zeit
raum
vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013
)
.
Andererseits
ist ein Anspruch auf
Insolvenzentschä
digung
für die Zeit vom
8.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014 zu prüfen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte im
angefochtenen Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
geltend,
ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung bestehe praxisgemäss nur dann, wenn für den geltend gemachten Lohnanspruch auch tatsächlich Arbeit geleistet worden sei (S. 3 Mitte).
Angesichts der höchstrichterlichen Rechtspre
chung bestehe
bei einer Freistellung und damit vom
9.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014 kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung (S. 3 unten). Für die Zeit von März bis Mai 2013 könne von Vornherein kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung bestehen, da es sich bei diesem Zeitraum nicht um die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses der Beschwerdeführerin mit der
Y._
gehandelt habe (S. 4 oben).
2.3
Die Beschwerdeführerin
führte
in ihrer Beschwerde (
Urk.
1)
aus
,
ihr Arbeitsver
hältnis sei auf den frühestmöglichen Termin nach Ende ihres
Mutterschaftsur
laubes
gekündigt worden.
Da s
ie alles
richtig
habe
machen wollen, habe sie
sich am
7.
November 2013 sofort beim RAV als arbeitslos gemeldet und ihre Arbeitsbemühungen immer nachgewiesen. Die SYNA Arbeitslosenkasse habe ihren Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung jedoch verneint (S. 1 unten).
Dies stehe im Widerspruch zur Begründung der Beschwerdegegnerin (S. 2 oben). Es sehe so aus, als ob sich die SYNA Arbeitslosenkasse und die
Beschwerdegeg
nerin
ihr Anliegen einander
gegenseitig
zuschieben würden und sie mit ihren Ansprüchen zwischen Stuhl und Bank falle. Insgesamt sei ihr während sieben Monaten kein Lohn bezahlt worden (S. 2 Mitte).
3.
3.1
Massgebend für die Abgrenzung des Anspruchs auf Insolvenzentschädigung von demjenigen auf Arbeitslosenentschädigung ist, ob die versicherte Person in der fraglichen Zeit vermittlungsfähig war (
Art.
15
Abs.
1 AVIG) und die
Kon
trollvorschriften
(
Art.
17 AVIG) erfüllen konnte. Ist dies zu bejahen, so besteht kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Wer ungerechtfertigt fristlos ent
lassen wird und aus diesem Grund nicht mehr arbeitet, ist grundsätzlich
ver
mittlungsfähig
, weshalb sein Leistungsanspruch nach den für die
Arbeitslo
senentschädigung
geltenden Voraussetzungen (
Art.
8 ff. AVIG) zu prüfen ist, auch wenn ihm noch Lohnforderungen wegen vorzeitiger Auflösung des Arbeitsverhältnisses zustehen. In solchen Fällen besteht zwar kein anrechenba
rer Arbeitsausfall im Sinne von
Art.
11
Abs.
3 AVIG, wie er für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung vorausgesetzt ist (
Art.
8
Abs.
1 lit. b AVIG); bestehen Zweifel darüber, ob die versicherte Person für die Zeit des Arbeitsaus
falls Lohn- oder Entschädigungsansprüche im Sinne von
Art.
11
Abs.
3 AVIG hat, wird ihm jedoch gemäss
Art.
29 AVIG Arbeitslosenentschädigung ausbe
zahlt und es gehen die Ansprüche des Versicherten samt dem gesetzlichen
Kon
kursprivileg
im Umfang der ausgerichteten Taggeldentschädigungen auf die Arbeitslosenkasse über
(
Urteil des Bundesgerichts
C 214/04 vom 1
5.
April 2005
E. 3.1 mit Hinweisen).
Um zu bestimmen, ob Arbeitslosen- oder Insolvenzentschädigung in Frage kommt, ist somit darauf abzustellen, ob die versicherte Person in der fraglichen Periode vermittlungsfähig war und die Kontrollvorschriften befolgen konnte. Diese Grundsätze gelten auch bei ungerechtfertigter fristloser Entlassung (
Art.
337c OR) und wenn das Arbeitsverhältnis zur Unzeit aufgelöst wird (
Art.
336c OR). In diesen Fällen weist die versicherte Person eine genügend grosse Verfügbarkeit auf, um eine zumutbare Arbeit anzunehmen und sich den Kontrollvorschriften zu unterziehen. Keine andere Betrachtungsweise hat bei der Freistellung während der Kündigungsfrist Platz zu greifen (
BGE 132 V 82 E. 3.2 mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung wurde unter anderem mit
Urteil
des Bundesgerichts 8C_614/2014
vom 1
2.
Dezember 2014
bestätigt.
3.2
Vorliegend
steht fest, dass
der Beschwerdeführerin am 3
0.
Oktober 2013 (per Ende Februar 2014) gekündigt wurde und sie nach Ende ihres
Mutterschaftsur
laubes
freigestellt wurde.
Folglich
handelt
es
sich um einen
Fall der Freistellung während der Kündigungsfrist.
Damit
besteht im Sinne der zitierten Rechtspre
chung
kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung.
Die Beschwerdeführerin stand dem Arbeitsmarkt n
ach Ende ihr
es Mutterschaftsurlaubes unbestrittener
massen zur Verfügung und war auch in der Lage, die Kontrollvorschriften zu erfüllen. So meldete sie sich am
7.
November 2013 beim RAV zur Stellenver
mittlung an
und wies in der Folge gemäss eigenen Angaben ihre
Arbeitsbemü
hungen
nach (vgl.
Urk.
1 S. 1 unten).
Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Insolvenzentschädigung für die Zeit vom
8.
November 2013 bis 2
8.
Februar 2014 somit zu Recht verneint.
3.3
Nach dem Gesagten
vermag die
– hier allerdings nicht Anfechtungsgegenstand bildende
leistungsablehnende Verfügung der SYNA Arbeitslosenkasse vom
8.
Mai 2014 nicht zu überzeugen.
Wie
erwähnt
(E. 3.1),
zahlt die Kasse
gemäss
Art.
29 AVIG
Arbeitslosenentschädigung aus
, wenn sie begründete
Zweifel dar
über
hat
, ob die versicherte Person für die Zeit des Arbeitsausfalls
gegenüber
ihr
em bisherigen Arbeitgeber
Lohn- oder Entschädigungsansprüche im Sinne von
Art.
11
Abs.
3 AVIG hat
oder ob sie erfüllt werden.
Gemäss ihren eigenen Angaben erhob die Beschwerdeführerin Einsprache gegen die Verfügung der SYNA Arbeitslosenkasse vom
8.
Mai 2013, hat indessen
zu
mindest bis zur Beschwerdeerhebung
am 1
9.
September 2014
noch keinen Entscheid erhalten (vgl.
Urk.
1 S. 2 Mitte).
Ein allfälliger Anspruch
auf
Arbeits
losenentschädigung
gegenüber der SYNA Arbeitslosenkasse kann jedoch
– wie bereits erwähnt
im vorliegenden Verfahren
in Sachen der Beschwerdeführerin
gegen
die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
(
Beschwerdegegnerin
)
nicht beurteilt werden
.
3.
4
Auch fü
r die Zeit vor der Freistellung –
welche
seitens des Arbeitgebers
mit Schreiben vom
9.
November 2
013 (
Urk.
6/34) bestätigt wurde –
kann der Be
schwerdeführerin keine
Insolvenzentschädigung
ausgerichtet werden
. Fest steht, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum
vom
3
1.
Mai bis und mit
7.
November 2013 Krankentaggelder, Unfalltaggelder sowie
Mutterschaftsent
schädigung
be
zog.
W
enn und insoweit die versicherte Person
(
in der massgebli
chen Zeit
spanne
)
in den Genuss von gesetzlichen oder vertraglichen
Lohnersatzeinkünf
ten
gelangt
, besteht indessen kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung
(vgl. Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches
Bundesver
waltungsrecht
, SBVR, Soziale Sicherheit,
2.
Auflage 2007, S. 2
365
Rz
617
).
3.
5
Schliesslich besteht auch für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013 kein An
spruch auf Insolvenzentschädigung, deckt diese doch Lohnforderungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses (vgl. E. 1.2).
Festzuhalten ist, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die gesetzlichen Bestimmungen (
Art.
95
Abs.
1 AVIG in Verbindung mit
Art.
25
Abs.
1 ATSG) berechtigt ist, zu Unrecht ausbezahlte Leistungen zurückzufordern (vgl. vorste
hend E. 1.4).
Da der Zeitraum
vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013 nicht in die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses mit der
Y._
fällt, hat die Beschwerdeführerin für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf eine Insolven
zentschädigung.
Bei der für
den Zeitraum
vom
1.
März bis 3
0.
Mai 2013 ausge
richteten Insolvenzentschädigung
im Betrag von
Fr. 10‘233.55
handelt es sich
somit
um
eine
u
nrechtmässig bezogene Leistung
(vgl. vorstehend E. 1.
5)
, welche im Sinne von
Art.
25
Abs.
1 ATSG zurückzuerstatten
ist
.
Die Beschwerdegegnerin hat ihren Rückforderungsanspruch rechtzeitig geltend gemacht und auch die Höhe der Rückforderung ist nicht zu beanstanden.
3.
6
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid der
Arbeitslosen
kasse
des Kantons Zürich vom
2
5.
August 201
4
(
Urk.
2) als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.