Decision ID: 13a22b12-64d9-4b12-9784-654a378e3a95
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X hatte seinen Wohnsitz in den Jahren 2002 und 2003 in B SG. Er war
Wochenaufenthalter in Z, wo er seit 1985 ein möbliertes Zimmer gemietet hatte. Bis am
31. Januar 2002 war er als IT-Supporter und EDV-Berater am Spital in Z tätig. Vom 16.
April 2002 bis 30. November 2003 war er als arbeitslos beim RAV in Z angemeldet.
B.- In den Steuererklärungen 2002 und 2003 deklarierte X ein steuerbares Einkommen
von Fr. 10'455.-- (2002) und Fr. 15'868.-- (2003), wobei er jeweils einen Abzug von Fr.
6'000.-- für Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung bei Wochenaufenthalt geltend
machte. Das kantonale Steueramt veranlagte X für die direkte Bundessteuer mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 19'200.-- (2002) und Fr. 25'000.-- (2003). Bei den
auswärtigen Verpflegungskosten für den Wochenaufenthalt wurde lediglich für den
Monat Januar 2002 ein reduzierter Abzug bei Verbilligung durch den Arbeitgeber von
Fr. 21.-- pro Arbeitstag, insgesamt Fr. 420.--, zugelassen. Die am 7. Januar 2009
erhobenen und am 17. Januar 2010 begründeten Einsprachen hiess das kantonale
Steueramt mit Entscheiden vom 25. März 2010 teilweise gut und veranlagte X für die
direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 18'900.-- (2002) und
Fr. 24'800.-- (2003). Der Abzug für die auswärtige Verpflegung wurde auf Fr. 420.-- im
Jahr 2002 belassen.
C.- Gegen die Einsprache-Entscheide erhob X mit Eingabe vom 24. April 2010
Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, die Kosten für
auswärtige Verpflegung bei Wochenaufenthalt seien für das Jahr 2002 ab 16. April
2002 bis Dezember 2002 in der Höhe von Fr. 4'250.-- (für 8 1⁄2 Monate von Fr. 6'000.--/
Jahr), zusammen mit dem Monat Januar 2002 insgesamt in der Höhe von Fr. 4'670.--
zum Abzug zuzulassen. Für das Jahr 2003 seien vom 1. Januar bis 30. November 2003
Kosten für auswärtige Verpflegung bei Wochenaufenthalt in der Höhe von Fr. 5'500.--
(für 11 Monate von Fr. 6'000.--/Jahr) zum Abzug zuzulassen; unter Kosten und
Entschädigungsfolge.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 12. August 2010 die kostenfällige
Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine
Vernehmlassung.
D.- Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 24. April 2010 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer,
SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- Der Rekurrent macht zunächst geltend, da die Angelegenheit betreffend der Abzüge
für Verpflegung bei Wochenaufenthalt einen erhöhten Erklärungsbedarf benötige, habe
er von der zuständigen Steuerkommissärin telefonisch verlangt, ihr sein Anliegen
persönlich vortragen zu können, bevor ein Einsprache-Entscheid gefällt werde. Sie
habe sich einverstanden erklärt. Einen Termin hätten sie noch nicht abmachen können,
da die Steuerkommissärin jeweils nur Mittwoch- und Donnerstagvormittag im Büro in B
sei und er zu jener Zeit (Januar bis März 2010) nur selten in B gewesen sei. Es habe ihn
daher erstaunt, als er am 26. März 2010 die Einsprache-Entscheide erhalten habe. Das
Recht auf persönliche Vorsprache sei ihm also nicht gewährt worden.
Die Vorinstanz wendet dagegen ein, eine persönliche Vorsprache sei weder in der
Einsprache-Begründung noch telefonisch explizit verlangt worden. Dennoch sei der
Beschwerdeführer vor Zustellung des Einsprache-Entscheids mit Mail vom 25. März
2010 über die nicht gewährten Abzüge betreffend auswärtige Verpflegung informiert
worden. Telefonisch habe er sich erst am 15. April wieder gemeldet und mitgeteilt,
dass er eine Beschwerde in Erwägung ziehe.
Im Einspracheverfahren überprüft die Einsprachebehörde die Veranlagungsverfügung
auf ihre Rechtsmässigkeit und Richtigkeit, um sie in einem neuen Entscheid zu
bestätigen, aufzuheben oder abzuändern. Die Einsprache gilt als echtes Rechtsmittel
und verleiht dem Einsprecher einen Rechtsanspruch auf uneingeschränkte
Überprüfung der Veranlagungsverfügung und auf Behebung sämtlicher festgestellter
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Mängel. Im Einspracheverfahren haben die Steuerbehörden grundsätzlich die gleichen
Befugnisse, wie im Veranlagungsverfahren (Art. 134 Abs. 1 DBG); darüber hinaus kennt
das kantonale Recht die Norm, dass dem Einsprecher auf Verlangen Gelegenheit zu
geben ist, seine Einsprache mündlich zu begründen und er einen Anspruch darauf hat,
seine Beweismittel vorzulegen (Art. 181 Abs. 2 des Steuergesetzes, sGS 811.1,
abgekürzt: StG). Das DBG kennt ein solches Recht auf mündliche Begründung nicht.
Ein tatsächlicher Antrag auf persönliche Vorsprache und mündliche Begründung ist aus
den Akten nicht ersichtlich. Am 7. Januar 2009 erhob der Beschwerdeführer
vorsorglich Einsprache, ohne irgendeinen Antrag zu stellen (act. 9/1.5). Daraufhin
wurde er von der Vorinstanz dazu aufgefordert, die Einsprache schriftlich zu begründen
(act. 9/1.6). Aus der daraufhin eingereichten Einsprachebegründung vom 17. Januar
2010 ist ebenfalls kein Antrag auf eine zusätzliche mündliche Vorsprache und
Begründung zu erkennen. Der Beschwerdeführer wies nur darauf hin, man könne ihn
für allfällige Fragen kontaktieren. Er hat damit nicht explizit verlangt, seine Einsprache
mündlich begründen zu können. Zudem erklärt er in der Beschwerdeeingabe selbst,
während der ihm bekannten Präsenzzeiten der Steuerkommissärin keine Zeit für eine
Vorsprache gehabt zu haben. Es ist also auch ihm anzulasten, dass er keine
Gesprächsmöglichkeit wahrgenommen hat. Deshalb hat die Vorinstanz keine
Verfahrensfehler begangen, indem sie die Einsprache-Entscheide verfasste, ohne
vorher persönlich mit dem Beschwerdeführer zu sprechen.
3.- Umstritten ist, ob der Abzug für auswärtige Verpflegung bei Wochenaufenthalt nur
für den Monat Januar 2002 oder auch für die Zeit vom 16. April 2002 bis 30. November
2003, während der der Beschwerdeführer beim RAV Z als arbeitslos gemeldet war,
gewährt werden kann.
a) Der Beschwerdeführer macht geltend, in einer früheren Steuereinschätzung seien für
die Dauer der Arbeitslosigkeit (1. Dezember 1997 bis 30. April 2000) die Auslagen für
auswärtige Verpflegung bei Wochenaufenthalt akzeptiert worden. Die Umstände seien
damals genau die gleichen gewesen. Seit 1985 sei er im Raum Z berufstätig. Während
der Erwerbslosigkeit habe er aufgrund der besseren Arbeitsmarktlage weiterhin im
Raum Z Stellen gesucht. Daher habe er sich beim RAV in Z zur Arbeitsvermittlung
angemeldet. Dies habe im Vergleich mit einer Anmeldung beim RAV im St. Galler
Rheintal den Vorteil gebracht, dass die Arbeitsvermittler in Z den Stellenmarkt in Z
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besser kennen und zu vielen dortigen Personalchefs gute Kontakte pflegen würden. Ein
Aufenthalt während der Woche in Z sei für ihn also notwendig gewesen, da er
kurzfristig vom Arbeitsamt angeordnete Termine, Kurse, Vorstellungsgespräche etc.
habe wahrnehmen müssen. Auch aus Gründen der Vermittelbarkeit sei seine
Anwesenheit während der Woche in Z nötig gewesen. Ein Aufenthalt während der
Woche an seinem gesetzlichen Wohnsitz in B hätte eine fehlende Vermittelbarkeit
dargestellt und zwangsläufig zu Sanktionen, d.h. Einstelltagen, durch die
Arbeitslosenkasse geführt. Die Verpflegung habe er gezwungenermassen auswärts
eingenommen, da eine Rückkehr an den Wohnort aus zeitlichen Gründen nicht möglich
und nicht zumutbar gewesen sei. Der Zeitaufwand mit öffentlichen Verkehrsmitteln von
Z nach B betrage pro Weg ca. drei Stunden.
Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, durch den Wegfall der Erwerbstätigkeit
per 31. Januar 2002 könne nicht mehr von einem notwendigen Wochenaufenthalt am
Arbeitsort ausgegangen werden. Vom 1. Februar 2002 bis 31. Dezember 2003 habe
der Beschwerdeführer Arbeitslosentaggelder bezogen. Grundvoraussetzung für den
Abzug der Mehrkosten für auswärtige Verpflegung seien eine zu grosse Entfernung des
Wohn- bzw. Aufenthaltsortes zum Arbeitsort oder schlechte Verkehrsverbindungen. Ab
dem 1. Februar 2002 sei der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit mehr
nachgegangen. Somit habe ab diesem Zeitpunkt kein Arbeitsort mehr bestanden.
Zudem könnten die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohn-
bzw. Aufenthaltsstätte nur bei Vorliegen einer unselbständigen Erwerbstätigkeit als
Berufskosten in Abzug gebracht werden. Für Auslagen, welche bei Arbeitslosigkeit
anfielen, sei der Pauschalabzug von Fr. 1'900.-- zum Abzug zugelassen worden.
b) Der Abzug der Berufskosten ist in Art. 26 DBG geregelt. Da diese Bestimmung mit
Art. 39 StG identisch ist, rechtfertigt es sich, zur Auslegung auch die Rechtsprechung
und Literatur zum St. Galler Steuergesetz heranzuziehen. Entsprechend dem
Grundsatz der Gesamtreineinkommensbesteuerung können die für die Ausübung einer
unselbständigen Erwerbstätigkeit notwendigen Aufwendungen steuerlich in Abzug
gebracht werden, soweit sie vom Arbeitnehmer selber getragen werden. Allgemeine
Voraussetzung für die Anerkennung von Berufsauslagen als abzugsfähige
Aufwendungen (Gewinnungskosten) ist deren Notwendigkeit. Als notwendig gelten
grundsätzlich alle Aufwendungen, deren Vermeidung dem Steuerpflichtigen nicht
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zugemutet werden kann (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st.
gallische Steuerrecht, 6. Auflage 1999, S. 40 f.). Darunter sind jene Kosten zu
verstehen, welche unmittelbar für die Erzielung des Einkommens aufgewendet werden
und die in einem direkten kausalen Zusammenhang dazu stehen (ASA 53 S. 102; Höhn/
Waldburger, Steuerrecht Band 1, 9. Auflage 2001, S. 344).
Nach Art. 26 Abs. 1 lit. a-d DBG können von den Einkünften aus unselbständiger
Erwerbstätigkeit die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und
Arbeitsstätte, die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte
und bei Schichtarbeit, die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten
sowie die mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und
Umschulungskosten abgezogen werden. Für die Berufskosten nach Abs. 1 lit. a bis c
werden Pauschalansätze festgelegt, wobei dem Steuerpflichtigen der Nachweis
höherer Kosten offen steht (Abs. 2). Die Pauschalansätze sind im Anhang zur
Verordnung des EFD über den Abzug von Berufskosten der unselbständigen
Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer (SR 642.118.1, abgekürzt:
BerufskostenV) geregelt. Nach Art. 9 Abs. 1 der BerufskostenV können
Steuerpflichtige, die an den Arbeitstagen am Arbeitsort bleiben und dort übernachten
müssen (sog. Wochenaufenthalt), jedoch regelmässig für die Freitage an den
steuerlichen Wohnsitz zurückkehren, die Mehrkosten für den auswärtigen Aufenthalt
abziehen. Für den Abzug der notwendigen Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung
betrug der Pauschalansatz gemäss Anhang der BerufskostenV für die Jahre 2002 und
2003 Fr. 28.-- (voller Abzug) bzw. Fr. 21.-- (gekürzter Abzug bei Verbilligung durch
Arbeitgeber).
c) Zunächst ist festzuhalten, dass die in einer früheren Steuerperiode getroffenen
Verfügungen grundsätzlich keine Verbindlichkeit für spätere Veranlagungen entfalten.
Die Steuerbehörde kann vielmehr im Rahmen jeder Neuveranlagung eines
Steuerpflichtigen sowohl die tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage
vollumfänglich überprüfen und, soweit erforderlich, abweichend würdigen (Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage 2009, N 6 zu Art. 131
DBG mit Hinweisen, unter anderem auf Urteil des Bundesgerichts 2P.153/2002 vom
29. November 2002, E. 4.2). Der Beschwerdeführer kann daher aus der Gewährung des
Abzugs für die auswärtige Verpflegung während der Dauer der Arbeitslosigkeit in
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vergangen Jahren nichts zu seinen Gunsten für die Steuerjahre 2002 und 2003
ableiten.
d) Der Rekurrent war bis 31. Januar 2002 in Z unselbständig erwerbstätig. Vom 16.
April 2002 bis 30. November 2003 war er als arbeitslos beim RAV in Z gemeldet (act.
2/3). Er hatte in Z Wochenaufenthalt. Als Gewinnungskosten können wie erwähnt
lediglich notwendige Kosten, die im Zusammenhang mit der Berufsausübung
angefallen sind, von den Einkünften abgezogen werden. Der Beschwerdeführer war
aber im fraglichen Zeitraum (April 2002 bis und mit November 2003) gerade nicht
erwerbstätig, sondern auf Stellensuche. Deshalb handelt es sich bei den von ihm
geltend gemachten Mehrkosten für auswärtige Verpflegung nicht um
Verpflegungskosten nach Art. 26 Abs. 1 lit. b DBG, sondern allenfalls um Kosten der
Stellensuche, welche zu den übrigen Berufskosten (Art. 26 Abs. 1 lit. c) zählen (vgl.
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage 2009, N 40 zu
Art. 26 DBG; VRKE I/1-2008/98 vom 9. Januar 2009, S. 8). Darunter fallen die Kosten
für Bewerbungsschreiben sowie für eventuelle auswärtige Verpflegung und andere
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Stellensuche. Die von der Vorinstanz
zugelassene gesamte Pauschale für die übrigen Berufskosten von Fr. 1'900.-- ist
grosszügig und nicht zu beanstanden. Vermag die Pauschale im Einzelfall die
Berufsauslagen nicht abzudecken, steht dem Pflichtigen die Möglichkeit offen, anstelle
der Pauschale die notwendigen, tatsächlichen Aufwendungen geltend zu machen. In
diesem Fall hat er jedoch die tatsächlichen Auslagen einzeln zu belegen bzw. glaubhaft
zu machen (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 43 f.). Der Rekurrent hat
keine Belege eingereicht, weder bezüglich notwendiger auswärtiger Verpflegung noch
über Anzahl und Häufigkeit der vom RAV angeordneten Termine, Kurse und
Vorstellungsgespräche. Es ist auch nicht einzusehen, weshalb eine arbeitslose Person
sich ständig an dem Ort aufhalten sollte, wo sie beim RAV angemeldet ist. Die Pflichten
eines Arbeitslosen bestehen insbesondere darin, Arbeit zu suchen und seine
diesbezüglichen Bemühungen nachzuweisen (vgl. Art. 17 Abs. 1 des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes, SR 837.0, abgekürzt: AVIG). Auf Weisung der
zuständigen Arbeitsvermittlungsstelle hat er zudem an arbeitsmarktlichen Massnahmen
teilzunehmen die seine Vermittlungsfähigkeit fördern, Beratungsgespräche und
Informationsveranstaltungen zu besuchen und Unterlagen für die Beurteilung seiner
Vermittlungsfähigkeit zu liefern (Art. 17 Abs. 2 AVIG). Er muss sicherstellen, dass er in
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der Regel innert Tagesfrist von der zuständigen Amtsstelle erreicht werden kann (Art.
21 Abs. 1 Satz 2 der Arbeitslosenversicherungsverordnung, SR 837.02, abgekürzt:
AVIV). Eine Verpflichtung, sich dauernd am Ort der Arbeitsvermittlungsstelle
aufzuhalten, besteht demnach nicht. Es ist auch nicht anzunehmen, dass der
Beschwerdeführer täglich Termine beim RAV, Kurse oder Vorstellungsgespräche in Z
hatte. Soweit ihm an den Tagen, an denen seine Anwesenheit in Z "berufsnotwendig"
war, Kosten für die auswärtige Verpflegung entstanden sind, werden diese durch die
Pauschale für Berufskosten aufgefangen. In dem die Vorinstanz die Aufwendungen für
das auswärtige Zimmer zur Gänze zusätzlich zuliess, hat sie ihr Ermessen grosszügig
zu Gunsten des Steuerpflichtigen ausgeübt.
e) Zusammenfassend ergibt sich, dass der von der Vorinstanz beim Beschwerdeführer
zugelassene Pauschalabzug für übrige Berufskosten von Fr. 1'900.-- sämtliche Kosten
der Stellensuche deckt. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten vom
Beschwerdeführer zu tragen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr.
600.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, ABl 2010, S. 4042 ff.). Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 500.-- ist zu verrechnen.