Decision ID: 1bdb3ed2-6808-4795-9656-a6cb25ed1c7b
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
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A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Arbeitsloser und durch seine
Zwischenverdiensttätigkeit als Zügelmann bei der B._ AG bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als die Arbeitslosenkasse und die Arbeitgeberin der Suva am 24. Juli 2017
einen Unfall meldeten. Die Arbeitgeberin gab an, der Versicherte habe am 15. Juli 2015
während eines Zügeleinsatzes von einer Hebebühne steigen wollen, habe dabei einen
Fehltritt gemacht und sei mit dem linken Fuss weggeknickt (Suva-act. I/1 f.). Eine
Erstbehandlung war am Unfalltag durch Dr. med. C._, FMH Allgemeine Innere
Medizin, erfolgt, der nach einer röntgenologischen Untersuchung des oberen
Sprunggelenks (OSG) links ohne Hinweis auf eine frische ossäre Läsion eine OSG
Distorsion links am 15. Juli 2015 diagnostiziert und dem Versicherten ab dem 15. Juli
2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte (Suva-act. I/15, I/17). Mit
Schreiben vom 28. Juli 2015 sicherte die Suva dem Versicherten die gesetzlichen
Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. I/5). Bei fortbestehender
Arbeitsunfähigkeit und Schwellung des Rückfusses (vgl. Suva-act. I/20) wurde der
Versicherte durch seinen Hausarzt Dr. med. D._, Facharzt Innere Medizin FMH, für
eine MRT-Untersuchung dem Röntgeninstitut E._ zugewiesen. Dr. med. F._, FMH
Radiologie, hielt in der Beurteilung des Berichts zur MRT-Untersuchung vom 9.
September 2015 einen Status nach Ruptur des lateralen Bandapparates, eine Zerrung
des Ligamentums deltoideum und derPeronealsehnen sowie eine osteochondrale
Läsion des Talusdoms fest (Suva-act. I/27). Am 15. September 2015 wurde der
Versicherte durch Dr. med. G._, Orthopädie des Spitals H._, und Dr. med. I._,
Assistenzarzt Orthopädie, untersucht, die eine analgetische Medikation verordneten
und eine chirurgische Stabilisation für nicht indiziert hielten (Suva-act. I/32). Nachdem
sich anlässlich einer weiteren Untersuchung im Spital H._ durch Dr. med. J._,
Oberarzt Orthopädie, vom 29. September 2015 keine Verbesserung der Situation
gezeigt hatte (Suva-act. I/36), wurde am 5. Oktober 2015 eine intraartikuläre,
diagnostisch-therapeutische Infiltration des linken OSG durchgeführt (Suva-act. I/38),
welche allerdings keine Schmerzlinderung brachte (Suva-act. I/43). Am 2. November
2015 diagnostizierten die Ärzte des Spitals H._, Dr. med. K._, Assistenzärztin
Orthopädie, und Dr. G._ eine symptomatische OSG Instabilität nach
Distorsionstrauma links vom 15. Juli 2015 mit Ruptur des lateralen Bandapparates mit/
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bei kleiner osteochondraler Läsion des Talusdomes sowie Status nach diagnostisch-
therapeutischer Infiltration OSG links am 5. Oktober 2015 ohne Ansprechen (Suva-act.
I/43). Zur Behandlung der OSG Instabilität links führten Dr. G._ und Dr. J._ am 5.
November 2015 eine OSG-Arthroskopie sowie ein Débridement der anterioren
Syndesmose sowie eine laterale Stabilisation mittels Periostlappenplastik durch. Die
Ärzte verordneten eine Nachbehandlung mit Vacoped mit fixiertem OSG und voller
Belastung und bescheinigten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. I/45, I/50, I/
61). Suva-Kreisarzt Dr. med. L._, Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation
FMH, bejahte am 25. November 2015 einen überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhang der Operation zum Unfall vom 15. Juli 2015 (Suva-act. I/47).
A.b Mit Schadenmeldung UVG vom 1. Februar 2016 wurde der Suva ein weiteres
Ereignis vom 4. Januar 2016 gemeldet. Der Versicherte habe zu Hause zur Toilette
gehen wollen. Als er sich im Stehen umgedreht habe, habe er starke Schmerzen im
linken Knie bekommen und sei zu Boden gefallen. Er habe dabei die Vacoped-Orthese
getragen (Suva-act. II/4). Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals H._, Dr. I._ und
Dr. J._, hatten am 6. Januar 2016 in Bezug auf das linke Knie einen Verdacht auf eine
mediale Meniskusläsion geäussert. Eine Röntgenuntersuchung des linken Knies vom 8.
Januar 2016 hatte keine frischen ossären Läsionen hervorgebracht, jedoch eine unklare
Linie über dem Tibiaplateau lateralseits (Suva-act. II/1). Am 13. Januar 2016 war beim
Versicherten im Kantonsspital St. Gallen eine MRI-Untersuchung des linken Knies
durchgeführt worden. Im gleichentags von den untersuchenden Radiologen erstellten
Untersuchungsbericht war in der Beurteilung insbesondere eine Zerrung des vorderen
Kreuzbandes (nachfolgend: VKB) festgehalten worden (Suva-act. II/10). Am 8. Februar
2016 führte Dr. K._ beim Versicherten eine Punktion sowie eine diagnostisch-
therapeutische Infiltration des linken Knies durch (Suva-act. II/6). Am 24. Februar 2016
schilderte der Versicherte in einem Fragebogen der Suva nochmals den Hergang des
Ereignisses vom 4. Januar 2016 (Suva-act. II/11). Am 27. Februar 2016 folgte eine
Zweitbeurteilung durch Dr. med. M._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, spez. Sportmedizin (SGSM), Orthopädie
N._ (Suva-act. II/14). Mit Schreiben vom 7. März 2016 teilte die Suva dem
Versicherten mit, dass kein Unfall vorliege und die Suva demzufolge nicht
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leistungspflichtig sei (Suva-act. II/12). Am selben Tag fand eine klinische
Verlaufskontrolle durch Dr. K._ und Dr. G._ (Suva-act. II/18) und am 5. April 2016
eine Besprechung einer Suva-Mitarbeiterin mit dem Versicherten statt (Suva-act. II/20).
Anlässlich der Besprechung hielt die Suva-Mitarbeiterin das Ereignis vom 4. Januar
2016 entsprechend den Angaben des Versicherten nochmals schriftlich fest (Suva-act.
II/21). Mit Schreiben vom 12. April 2016 ersuchte der Versicherte, vertreten durch die
Helsana Rechtsschutz AG (nachfolgend: Helsana), die Suva um Anerkennung des
Ereignisses vom 4. Januar 2016 als Unfall und damit um eine Neubeurteilung des
Schadenfalls (Suva-act. II/22). Die Suva legte daraufhin den Schadenfall mit den
Fragen, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege und mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden könne, dass die diagnostizierte
Zerrung am linken Knie beim Abdrehen und nicht beim Sturz entstanden sei, ihrem
Kreisarzt Prof. Dr. med. O._, Orthopädische Chirurgie, vor, welche dieser am 19.
bzw. 29. April 2016 beantwortete (Suva-act. II/23 f.). Mit Schreiben vom 3. Juni 2016
ersuchte die Helsana die Suva um eine einsprachefähige Verfügung (Suva-act. II/26),
worauf Prof. O._ am 6. Juli 2016 nochmals zur Kausalität zwischen den geklagten
Kniebeschwerden links und dem vom Versicherten am 5. April 2016 geschilderten
Sachverhalt (Suva-act. II/29) Stellung nahm. Nachdem die Helsana die Suva mit
Schreiben vom 2. August 2016 abermals ersuchte, das Ereignis vom 4. Januar 2016 als
Unfall anzuerkennen (Suva-act. II/30), beurteilte Prof. O._ den Schadenfall im Auftrag
der Suva am 11. August 2016 (Suva-act. II/31) und 18. Oktober 2016 (Suva-act. II/32)
erneut. Er gelangte zum Schluss, dass unter Wertung aller medizinischen Fakten,
insbesondere des nicht geeigneten Ereignishergangs sowie des MRT-Befundes, nur
mit einer möglichen Wahrscheinlichkeit von einem kausalen Zusammenhang zwischen
der Zerrung des linken Kniegelenks und dem Ereignis vom 4. Januar 2016 auszugehen
sei (Suva-act. II/31 f.). Gestützt auf die kreisärztlichen Ausführungen eröffnete die Suva
dem Versicherte mit Verfügung vom 2. November 2016, dass die Kniebeschwerden
links weder auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche Körperschädigung
zurückzuführen seien und die angefragten Versicherungsleistungen deshalb nicht
erbracht werden könnten (Suva-act. II/34).
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A.c In Bezug auf die beim Unfall vom 15. Juli 2015 erlittene OSG-Verletzung links hatte
Suva-Kreisärztin Dr. med. P._, Fachärztin für Neurochirurgie, in einer Stellungnahme
vom 11. Juli 2016 erklärt, dass bei einem guten Verlauf sechs Monate postoperativ mit
einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Es liege jedoch kein aktueller klinischer
Befund des OSG vor. Für einen Fallabschluss empfehle sie eine kreisärztliche
Untersuchung (Suva-act. I/85).
B.
B.a Am 2. Dezember 2016 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 2.
November 2016 Einsprache (Suva-act. II/35).
B.b Am 20. Januar 2017 erklärte Prof. O._ in einer ergänzenden Stellungnahme zu
seiner Beurteilung vom 11. August 2016 in Bezug auf das Unfallereignis vom 15. Juli
2015, dass dieses die Kniebeschwerden nicht ausgelöst habe (Suva-act. I/93).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 wies die Suva die Einsprache vom 2.
Dezember 2016 ab (Suva-act. II/42).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 erhob die Helsana
Rechtsschutz AG für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 30. August
2017 Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 sei
aufzuheben und es sei die Sache an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu
weiteren medizinischen Abklärungen zurückzuweisen, damit sie hernach nochmals
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über die Ansprüche entscheide, unter Entschädigungsfolge zulasten der
Beschwerdegegnerin (act. G1).
C.b Am 31. August 2017 reichte Rechtsanwältin lic. iur. Evalotta Samuelsson, Zürich,
die Beschwerde als substituierende Rechtsvertreterin der Helsana ein (act. G2).
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G6). Sie stützte sich dabei
auf eine von PD Dr. med. Q._, Facharzt für Chirurgie FMH, Schwerpunkt für
Allgemeinchirurgie und Traumatologie, von der Abteilung Versicherungsmedizin der
Beschwerdegegnerin am 17. Oktober 2017 vorgenommene chirurgische Beurteilung
(Suva-act. II/49).
C.d Rechtsanwältin Samuelsson verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G10).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
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daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Debatte steht (vgl. dazu Erwägung
2), die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Seitens der Verfahrensparteien ist unbestritten, dass im vorliegenden
Beschwerdeverfahren eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bezüglich der
vom Beschwerdeführer beim Unfall vom 15. Juli 2015 erlittenen OSG-Verletzung
besteht (vgl. Suva-act. I/15). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens
bildet der Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 (Suva-act. II/42), in welchem die
Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für die Kniebeschwerden links des
Beschwerdeführers in Bezug auf das Ereignis vom 4. Januar 2016, aber auch bezüglich
des Unfalls vom 15. Juli 2015, geprüft hat. Bereits in der Einsprache vom 2. Dezember
2016 hatte jedoch der Beschwerdeführer beantragt, es seien ihm die gesetzlichen
Versicherungsleistungen für die Folgen des "Unfalls" vom 4. Januar 2016 zu gewähren
(Suva-act. II/35). Auch in der Beschwerde wird eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Kniebeschwerden links im Zusammenhang mit
dem Unfall vom 15. Juli 2015 in keiner Weise geltend gemacht, sondern nur auf das
Ereignis vom 4. Januar 2016 Bezug genommen (act. G1). Prof. O._ hat denn auch in
seiner Ergänzung vom 16. Januar 2017 zur ärztlichen Beurteilung vom 11. August 2016
(Suva-act. I/93) in Übereinstimmung mit den vorliegenden Akten schlüssig und
überzeugend erklärt, dass das Unfallereignis vom 15. Juli 2015 die Kniebeschwerden
links nicht ausgelöst habe. Der Beschwerdeführer sei laut Schadenmeldung UVG vom
24. Juli 2015 (Suva-act. I/1) während eines Zügeleinsatzes von einer Hebebühne
gestiegen, habe dabei einen Fehltritt gemacht und sei mit dem linken Fuss
weggeknickt. Im Rahmen der Erstuntersuchung vom 15. Juli 2015 sei ausschliesslich
über Beschwerden am linken OSG berichtet worden. Die Diagnose habe OSG-
Distorsion links gelautet (Suva-act. I/15). In den nachfolgenden medizinischen
Berichten der behandelnden Ärzte des Spitals H._ (vgl. Suva-act. I/32, I/43, I/45, I/62)
fänden sich keinerlei Hinweise auf eine Beteiligung des linken Kniegelenks am
Unfallereignis vom 15. Juli 2015. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass im
vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig die Leistungspflicht der
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Beschwerdegegnerin für das Ereignis vom 4. Januar 2016 und die seither geklagten
Kniebeschwerden links streitig und zu prüfen ist.
3.
3.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im
Sinne von Art. 4 ATSG voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, nicht beabsichtigte
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, psychischen oder
geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Auch ohne ungewöhnliche äussere
Einwirkung sind gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV folgende Körperschädigungen den Unfällen
gleichgestellt, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration
zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b),
Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f),
Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Allerdings ist auch hier
zumindest ein Geschehen entsprechend einem unfallähnlichen Geschehen gefordert,
d.h. ein Geschehen, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotential innewohnt
bzw. das mit einer plötzlich erhöhten Krafteinwirkung auf den menschlichen Körper
verbunden ist (BGE 129 V 467 E. 2.2, 4.2.2).
3.2 Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des
Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen
Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis
zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue
und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses
ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt
sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann
aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; THOMAS
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LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern
2014, § 70 N. 2 ff., N. 20; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; RKUV 1990 Nr. U
86 S. 50; Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG
Bundesgesetz über die Unfallversicherung [Hrsg. von MARC HÜRZELER/UELI
KIESER], Art. 6 UVG, N 9). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die
es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl.
dazu LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht).
3.3 Als weitere Voraussetzung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist sodann
die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem Unfall und der festgestellten
Gesundheitsschädigung verlangt (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1 mit
Hinweisen; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 53 ff.). Der Beweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels Angaben der medizinischen
Fachpersonen geführt. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine reine Rechtsfrage (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55, 58;
Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2). Bei
physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen
Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E.
3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45 ff.). Ob ein natürlicher
Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich ebenfalls nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).
3.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
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der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die
Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und
Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E.
3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 der
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen
Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche
streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen
tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als
schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung
eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7;
RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).
3.5 In beweisrechtlicher Hinsicht ist schliesslich allgemein zu beachten, dass der
Untersuchungsgrundsatz eine Beweislast im Sinn der Beweisführungslast
begriffsnotwendig ausschliesst. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die
Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt
Rechte ableiten wollte. Bei den Fragen, ob ein Unfallereignis bzw. ein unfallähnliches
Ereignis geschehen ist und ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang
zwischen einem Unfallereignis bzw. einem unfallähnlichen Ereignis und einer
Gesundheitsschädigung gegeben ist, liegt die Beweislast mithin bei der versicherten
Person. Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich
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erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der
Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/
HOLZER, a.a.O., S. 4, 55).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin liess zunächst den medizinischen Sachverhalt bzw. die
Kausalitätsfragen durch ihren Kreisarzt Prof. O._ prüfen und verneinte ihre
Leistungspflicht im Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 (Suva-act. II/42) gestützt
auf dessen Beurteilungen vom 19. April 2016 (Suva-act. II/23), 29. April 2016 (Suva-act.
II/24), 6. Juli 2016 (Suva-act. II/29), 11. August 2016 (Suva-act. II/31) und 18. Oktober
2016 (Suva-act. II/32). Erst nach Beschwerdeerhebung reichte sie, zusammen mit der
Beschwerdeantwort vom 3. November 2017 (act. G6), die versicherungsmedizinische
chirurgische Beurteilung von Dr. Q._ vom 17. Oktober 2017 (Suva-act. II/49) ein.
Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als
ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht also mit
Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem
Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere
oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der Rechtsprechung sind lediglich
punktuelle Abklärungen (wie z.B. das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen
oder auch Rückfragen) zugelassen. Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung
der Frage, was im kantonalen Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt,
bilden die inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche
Intensität allfälliger weiterer Abklärungsmassnahmen (vgl. BGE 136 V 6 E. 2.7 mit
Hinweis auf BGE 127 V 231 ff. E. 2b/aa und bb; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3.
Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 Rz 123).
4.2 Bei der 27-seitigen versicherungsmedizinischen chirurgischen Beurteilung von PD
Dr. Q._ handelt es sich um eine detaillierte und umfangreiche Stellungnahme. Zudem
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liess die Beschwerdegegnerin den massgeblichen medizinischen Sachverhalt nicht
bereits vor Erlass der Verfügung vom 2. November 2016 (Suva-act. II/34) und des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 28. Juni 2017 (Suva-act. II/42) kreisärztlich
umfassend abklären. Insbesondere die Frage der Ätiologie der Spongiosa-Mikrofraktur
des lateralen Femurkondylus und der Knochenmarködeme bzw. der Kausalität
derselben zum Ereignis vom 4. Januar 2016 sowie eine umfassende Prüfung des
Vorliegens organisch objektivierter Korrelate, welche einer in Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV
aufgeführten Körperschädigungen entsprechen könnten, wurden erst durch Dr. Q._
beantwortet bzw. vorgenommen (vgl. dazu auch nachfolgende Erwägungen 8 f.). Dies,
obwohl der Beschwerdeführer entsprechende Fragen bereits in einem Schreiben vom
2. August 2016 (Suva-act. II/30) und in der Einsprache vom 2. Dezember 2016 (Suva-
act. II/35) aufgeworfen hatte. Die Beschwerdegegnerin hat damit die notwendigen
Abklärungen in ein späteres Verfahren verschoben und den Devolutiveffekt
grundsätzlich verletzt. Angesichts dessen, dass die interne versicherungsmedizinische
Aktenbeurteilung ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers erstellt wurde und keine
namhafte zeitliche Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursachte, kann die
Einholung der fraglichen Beurteilung dennoch als zulässig betrachtet werden (vgl.
Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.5, und 15.
Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5). Die Aktenbeurteilung wurde dem Beschwerdeführer
zusammen mit der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt und er bzw.
sie hätten sich im Rahmen der Replik dazu äussern können, weshalb auch nicht von
einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen werden kann. Nachdem der
Beschwerdeführer auf eine Replik verzichtet und damit nicht zum Ausdruck gebracht
hat, dass er die versicherungsmedizinische chirurgische Beurteilung von Dr. Q._ vom
17. Oktober 2017 aus dem Recht gewiesen haben möchte und einer Aufhebung des
Einspracheentscheids und der Rückweisung zur Durchführung eines korrekten
Verfahrens gegenüber einem materiellen Entscheid den Vorzug geben würde,
rechtfertigt es sich, diese aus verfahrensökonomischen Gründen in den materiellen
Entscheid einzubeziehen.
5.
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Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Zweifel am Beweiswert der kreisärztlichen
Beurteilungen von Prof. O._ sind insoweit berechtigt, als darin teilweise zur
Ursächlichkeit einer Meniskusläsion Stellung genommen wird (Suva-act. II/29, II/31),
dieser medizinischen Frage indes keine Bedeutung zukommt. Die zunächst im
Untersuchungsbericht vom 15. Januar 2016 von Dr. I._ und Dr. J._ basierend auf
klinischen Symptomen und Zeichen gestellte Verdachtsdiagnose (Suva-act. II/1) konnte
im MRT vom 13. Januar 2016 nicht bestätigt werden (Suva-act. II/10), weshalb die
Diagnose in den nachfolgenden Untersuchungsberichten nicht mehr gestellt wurde
(Suva-act. II/2, f.). Die vorgenannten Beurteilungen von Prof. O._ sowie diejenige vom
29. April 2016 (Suva-act. II/24) enthalten jedoch auch Aussagen zur Kausalität
zwischen der im MRT-Untersuchungsbericht aufgeführten Zerrung des VKB und dem
hier streitigen Ereignis vom 4. Januar 2016 (Suva-act. II/10). Die Frage des
Beweiswerts der kreisärztlichen Beurteilungen kann letztlich deshalb offengelassen
werden, weil die chirurgische Beurteilung von Dr. Q._ vom 17. Oktober 2017 (Suva-
act. II/49) für die Beantwortung der vorliegenden Rechtsfragen (vgl. Erwägungen 8 f.)
ein überzeugendes Bild der dabei relevanten medizinischen Fragen abgibt.
6.
In der Folge gilt es materiell-rechtlich in einem ersten Schritt zu prüfen, ob in Bezug auf
das Ereignis vom 4. Januar 2016 von einem Unfall im Rechtssinn oder zumindest von
einem unfallähnlichen Ereignis ausgegangen werden kann. In einem zweiten Schritt ist
dann gegebenenfalls zu klären, welche Gesundheitsschäden überhaupt bestehen und
ob die Kausalität der nachgewiesenen Gesundheitsschäden zum Ereignis
rechtsgenüglich erstellt ist.
7.
Laut den im Wesentlichen übereinstimmenden Ereignisschilderungen in der
Schadenmeldung UVG vom 1. Februar 2016 (Suva-act. II/4), in dem vom
Beschwerdeführer am 24. Februar 2016 beantworteten Fragebogen (Suva-act. II/11)
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und in der schriftlich festgehaltenen Erklärung des Beschwerdeführers vom 5. April
2016 gegenüber der Beschwerdegegnerin (Suva-act. II/21) wollte der
Beschwerdeführer am 4. Januar 2016 im Stehen seinen Körper umdrehen, um zur
Toilette zu gehen, worauf er sofort einen starken Schmerz verspürt hat und zu Boden
gefallen ist. Wegen des früheren Unfalls vom 15. Juli 2015 trug er eine Vacoped-
Orthese. In der Erklärung vom 5. April 2016 wird ausserdem beschrieben, die Vacoped-
Orthese bzw. der Fuss hätten bei der Drehbewegung nicht nachgegeben, weshalb sich
der Beschwerdeführer das linke Knie verdreht habe (Suva-act. II/21). Unbestritten ist,
dass der Sturz zu Boden das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren
Faktors erfüllt (Art. 4 ATSG). Strittig ist hingegen, ob die vom Beschwerdeführer vor
dem Sturz durchgeführte Körperdrehung als Unfall oder zumindest als unfallähnliches
Ereignis zu qualifizieren ist. Als mögliche Gesundheitsschädigungen als Folge eines
Unfalls oder eines unfallähnlichen Ereignisses stehen laut medizinischen Akten (Suva-
act. II/2 f., II/10, II/49) und den Vorbringen des Beschwerdeführers (Suva-act. II/30, II/
35, act. G1) eine Läsion des VKB, Knochenmarködeme sowie eine
Spongiosamikrofraktur des lateralen Femurkondylus zur Diskussion. Wie die
nachfolgenden Erwägungen (Ziff. 8 f.) zeigen, ist jedoch eine VKB-Läsion überhaupt
nicht und was die Knochenmarködeme angeht, deren traumatische Verursachung nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Demnach
kann offengelassen werden, ob allenfalls auch die Drehung die Begriffsmerkmale eines
Unfalls oder eines unfallähnlichen Ereignisses erfüllt.
8.
8.1 Im MRT-Untersuchungsbericht vom 13. Januar 2016 (Suva-act. II/10) ist in der
Beurteilung - basierend auf dem Befund einer Signalstörung im kausalen Abschnitt des
in Kontinuität erhaltenden VKB des linken Knies - eine Zerrung des VKB links
festgehalten. Dr. Q._ kommt jedoch in seiner chirurgischen Beurteilung vom 17.
Oktober 2017 (Suva-act. II/49) zum Schluss, dass keine Hinweise für eine beim Ereignis
vom 4. Januar 2016 stattgehabte frische Läsion des VKB vorliegen würden. Auch Prof.
O._ ist der Ansicht, dass nur mit einer möglichen Wahrscheinlichkeit von einer
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Zerrung des linken Kniegelenks infolge des Ereignisses vom 4. Januar 2016
ausgegangen werden könne (Suva-act. II/24, II/29, II/31).
8.2
8.2.1 In überzeugender Weise analysiert Dr. Q._ zunächst das Ergebnis der MRT-
Untersuchung des linken Knies (Suva-act. II/10, Suva-act. II/49-16 ff.). Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird nämlich für die Annahme unfallkausaler
somatischer Restfolgen grundsätzlich eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht
verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind
Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den
Angaben des Patienten bzw. der Patientin unabhängig sind. Folglich wird von objektiv
ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen hauptsächlich dann gesprochen,
wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten - apparativen/
bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, MRT, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE
134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28.
Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 82 E. 5.4 mit Hinweisen). Dr.
Q._ geht allgemein anhand der betreffenden medizinischen Literatur auf das
Läsionsbild einer Kreuzbandverletzung, das Phänomen des Ödems/
Knochenmarködems im MRT, welches sich als Begleitpathologie bei vorderen
Kreuzbandrissen statistisch signifikant bildgebend manifestiere (vgl. dazu
PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 997), sowie den Unfallmechanismus und die echtzeitlich
erhobenen klinischen Befunde - ebenfalls entscheidende Beurteilungskomponenten für
die Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer am 4. Januar 2016 eine VKB-
Läsion erlitten hat - ein (Suva-act. II/49-20 ff.). Seine allgemeinen medizinischen
Ausführungen erscheinen schlüssig und zuverlässig erhoben und bilden eine
nachvollziehbare Grundlage für seine - nach Darstellung einer lückenlosen Anamnese -
vorgenommene Beurteilung, ob im konkreten Fall von einer VKB-Läsion auszugehen
ist. Diese Vorgehensweise überzeugt, indem sie durch die Einordnung des konkreten
Falles die Überprüfung bzw. Nachvollziehbarkeit der ärztlichen Schlussfolgerung
ermöglicht.
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8.2.2 Laut Ausführungen des Versicherungsmediziners wäre bei einer akuten Ruptur
des VKB im MRT eine Signalintensitätsanreicherung mit unterbrochenem Signal,
zusätzlich ein Knochenmarködem im lateralen, dorsalen Tibiaplateau und am lateralen
Femurkondylus (vgl. Erwägung 9.1.1) zu finden (Suva-act. II/49-21). In Bezug auf das
konkrete MRT-Befundergebnis vom 13. Januar 2016 stellt Dr. Q._ überzeugend fest,
dass ein Erguss als Hinweis auf eine intraartikuläre Blutung durch Zerreissung der
VKB-nahen Gefässe im Synovialmantel und eine Kontinuitätsunterbrechung als
typisches zusätzliches Zeichen einer frischen Ruptur eines Kreuzbandes fehlen würden
(Suva-act. II/49-22; vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 1092 f.). Das MRT vom 13.
Januar 2016 zeigt laut Dr. Q._ eine völlig normale Konsistenz des VKB (Suva-act. II/
49-17); die leichte Signalalterierung entspreche keiner Ruptur (Suva-act. II/49-24). Im
MRT-Untersuchungsbericht werden zwar mehrere Knöchenmarködeme im Kniegelenk
erwähnt, nicht jedoch im zentralen Kompartiment, wo die Signalstörung beim VKB
erhoben worden ist, d.h. nicht an der für eine VKB-Ruptur offensichtlich typischen
Stelle. Auch Dr. M._ ist im Übrigen im Untersuchungsbericht vom 27. Februar 2016
anhand der MRT-Bilder vom 13. Januar 2016 von strukturell unauffälligen Bändern
ausgegangen (Suva-act. II/14).
8.2.3 Ein Vergleich zwischen dem konkreten Bewegungsablauf und dem für eine
VKB-Läsion typischen Unfallmechanismus dient - wie bereits erwähnt - ebenfalls der
Beurteilung, ob im konkreten Fall von einer VKB-Läsion auszugehen ist. Laut Dr. Q._
ist in der medizinischen Literatur noch vieles in der genauen Beschreibung des
Unfallmechanismus für eine vordere Kreuzbandläsion unklar. Die im Wintersport
typische Verletzung komme durch eine sogenannte antero-posterior-Bewegung
zustande (der Körper bleibe bei gleichzeitiger Beschleunigung des Unterschenkels
nach vorn zurück). In Bezug auf den konkreten Fall stellt Dr. Q._ indessen
überzeugend fest, dass ein solcher Bewegungsmechanismus beim Beschwerdeführer
sicher nicht stattgefunden habe, weil dieser gemäss eigenen Aussagen ein
Verdrehtrauma erlitten habe (Suva-act. II/49-20, 22).
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8.2.4 Nicht zu bezweifeln ist sodann, dass eine bestimmte Verletzung in der Regel
mit typischen klinischen Befunden bzw. mit verletzungsspezifischen Symptomen
einhergeht und insofern die klinischen Befunde des konkreten Falls von Bedeutung
sind. Als typische Symptome einer VKB-Läsion nennt Dr. Q._, wie bereits erwähnt,
das Knochenmarködem sowie die in der medizinischen Literatur ausserdem erwähnte
Instabilität (Suva-act. II/49-22; vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 636 ff., 1093 ff.;
PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 209, 997). Anlässlich der klinischen Untersuchung vom 6.
Januar 2016 durch Dr. I._ und Dr. J._ zeigte sich ein linkes Knie mit reizlosen Haut-
und Weichteilverhältnissen, ein minimer intraartikulärer Erguss, eine leichte
Druckdolenz über dem medialen Gelenkspalt mit hier auslösbaren Meniskuszeichen
und ansonsten ein ligamentär stabil geführtes Kniegelenk (Suva-act. II/1). Ein
Meniskusriss konnte später, wie bereits erwähnt, weder radiologisch noch klinisch
objektiviert werden (Suva-act. II/10, II/14; vgl. Erwägung 5). Anlässlich der klinischen
Untersuchung vom 20. Januar 2016 präsentierte sich den vorgenannten Ärzten erneut
ein linkes Knie mit reizlosen Haut- und Weichteilverhältnissen und mit einem sehr
wenig intraartikulären Erguss sowie eine moderate Druckdolenz über dem medialen
Gelenkspalt. Im Lachmann-Test zeigte sich ein verlängerter Weg mit einem eher
federnden Anschlag (Suva-act. II/2). Die Befunde wiederholten sich anlässlich einer
Untersuchung bei Dr. I._ und Dr. G._ am 2. Februar 2016 (Suva-act. II/3). Dr.
M._, welcher den Beschwerdeführer am 25. Februar 2016 für eine Zweitbeurteilung
untersuchte, stellte inspektorisch ein unauffälliges Knie fest und erhob keinen Erguss.
Die Beweglichkeit war frei und die Seitenbänder waren stabil. Das VKB zeigte ein etwas
erhöhtes Spiel, dies aber symmetrisch zur Gegenseite. Schmerzen wurden im
proximalen Corpus Hoffa im Bereich der Patellaspitze angegeben (Suva-act. II/14). Eine
Gesamtbetrachtung zeigt mithin im Wesentlichen übereinstimmende oder - im Falle
von Dr. M._ - sogar geringere Befunde. Hinsichtlich der Befunde von Dr. M._ räumt
Dr. Q._ zwar ein, dass ein Erguss durch die Ruptur des Kreuzbandes bis zum
Untersuchungszeitpunkt bei effizienter, konservativer Therapie verschwunden sein
möge. Allerdings legt er überzeugend dar, dass die Instabilität eine Asymmetrie zur
gesunden Gegenseite erwarten lasse. Dies sei nicht der Fall. Er zieht die plausible
Schlussfolgerung, dass die vorgefundene Klinik nicht massiven Verletzungen des
Kniegelenks entspreche bzw. eine Kreuzbandläsion aufgrund der Klinik nicht zu
bestätigen sei (Suva-act. II/49-22).
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8.2.5 Die Diagnosen in den verschiedenen Untersuchungsberichten widerspiegeln
diese Schlussfolgerung oder machen zumindest deutlich, dass eine VKB-Läsion
höchstens möglich, jedenfalls aber nicht überwiegend wahrscheinlich bewiesen ist. So
fällt auf, dass Dr. I._ und Dr. J._ bzw. Dr. G._ im Untersuchungsbericht vom 15.
Januar 2016 zunächst gar keine VKB-Läsion (Suva-act. II/1), in denjenigen vom 29.
Januar bzw. 3. Februar 2016 aber - bei gleichen Befunden - eine (frische) VKB-Ruptur
Knie links diagnostizierten (Suva-act. II/2, II/3). Die Diagnose stützten die Ärzte zwar
offensichtlich auf das MRT-Untersuchungsergebnis vom 13. Januar 2016 (Suva-act. II/
10), doch lässt sich laut Dr. Q._ daraus gerade kein Nachweis für eine VKB-Läsion
entnehmen (vgl. Erwägung 7.2.2). Der Diagnose ist damit die Grundlage entzogen. Im
Übrigen fällt auf, dass Dr. I._ und Dr. G._ zusätzlich - wenn auch nur als
Differentialdiagnose - ohne Bezugnahme auf das VKB bloss eine Elongation Knie links
anführten (Suva-act. II/3). Dr. M._ diagnostizierte sodann ein Verdrehtrauma Knie
links am 4. Januar 2016, womit er eigentlich nur das Ereignis beschreibt, ohne
Nennung einer strukturellen Verletzung. Entsprechend hielt er in seinem
Untersuchungsbericht vom 27. Februar 2016 fest, dass das Ereignis vom 4. Januar
2016 zum Glück keine strukturell grössere Verletzung zur Folge gehabt habe. Wie
bereits in Erwägung 7.2.2 erwähnt, interpretierte er gerade die Bänder anhand der
MRT-Bilder als strukturell unauffällig (Suva-act. II/14). Im letzten aktenkundigen
Untersuchungsbericht vom 7. März 2016 diagnostizierten Dr. K._ und Dr. G._
schliesslich ebenfalls keine VKB-Ruptur, sondern eine symptomatische
Ansatztendinose Ligamentum patellae Knie links (Suva-act. II/18). Der offensichtlich nur
auf den früheren, unter anderem auch von Dr. G._ unterzeichneten
Untersuchungsberichten basierende Zusatz "St. n. frischer VKB-Ruptur Knie links vom
04.01.16" kann nicht als eine auf ärztlich erhobenen Befunden basierende Diagnose
betrachtet werden. Die gleichentags klinisch erhobenen Befunde wurden von den
Ärzten offensichtlich als Ansatztendinose und nicht als VKB-Ruptur gewertet.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch eine Gesamtbetrachtung der in den
medizinischen Akten festgehaltenen Diagnosen nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine VKB-Läsion schliessen lässt.
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8.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unabhängig von der Qualifikation des
Ereignisses vom 4. Januar 2016 als Unfall oder unfallähnliches Ereignis aufgrund der
überzeugenden und umfassenden Darlegungen von Dr. Q._ nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann,
dass der Beschwerdeführer anlässlich des Ereignisses vom 4. Januar 2016 eine VKB-
Läsion erlitten hat.
9.
Hinsichtlich der Knochenmarködeme ist, wie bereits erwähnt, deren traumatische
Verursachung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen.
9.1 Dr. Q._ hält in seiner chirurgischen Beurteilung vom 17. Oktober 2017 fest, dass
sich eine Knochenkontusion in einem Knochenmarködem manifestieren und
demgemäss traumatischen Ursprungs sein könne (Suva-act. II/49-21). Er erläutert
jedoch mit einleuchtender Begründung, weshalb im konkreten Fall nicht von einer
traumatischen, sondern von einer reaktiven Verursachung der erhobenen
Knochenmarködeme, ausgelöst durch einen Knorpelschaden, auszugehen sei (Suva-
act. II/49-23).
9.1.1 Dr. Q._ stellt im Einklang mit dem MRT-Untersuchungsbericht fest, dass die
Radiologen das subchondrale Knochenmarködem femoral im lateralen Kompartiment
im Zusammenhang mit einer assoziierten Knorpelläsion und einer geringen
Kondylendeformation gesehen hätten. Laut MRT-Untersuchungsbericht wurde sodann
im lateralen Kompartiment als weiterer Befund ein 1 cm grosser subkortialer
Knochenmarködembezirk am Übergang von der Trochlea femoris zur
Kondylenaussenseite erhoben. Vor diesem Hintergrund erkennt Dr. Q._ plausibel,
dass sich die Knochenmarködeme an der Stelle befänden, welche durch die Lage der
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dysplastischen Patella des Beschwerdeführers betroffen sei (Suva-act. II/49-23, vgl.
Suva-act. II/10: Trochleadysplasie; Befunde "Femoropatellar" und "Laterales
Kompartiment"). Das dysplastische femoropatelläre Gelenk führe zu einer tiefen Läsion
im Knorpel des lateralen Kondylus (Suva-act. II/49-24). Im Einklang mit dieser
Beurteilung wurde beim Beschwerdeführer in der MRT-Untersuchung eine
fortgeschrittene Gelenkknorpelzerstörung patellar und fokal femoral lateral bzw. eine
Chondropathie Grad 4 erhoben, welche laut medizinischer Literatur im Regelfall eine
degenerative Erkrankung des Gelenkknorpels darstellt (Suva-act. II/10; vgl. dazu
DEBRUNNER, a.a.O., S. 1047 ff.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 329; ROCHE LEXIKON,
a.a.O., S. 326). Dr. Q._ sichtete im MRT ausserdem am lateralen Rand des Kondylus
bereits Osteophyten, welche er - in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur
(DEBRUNNER, a.a.O., S. 58, 1070) - ebenfalls als Ausdruck einer fortgeschrittenen
Degeneration bzw. Abnützung bezeichnet (Suva-act. II/49-24). Angesichts des
Gesagten gelangt Dr. Q._ zum überzeugenden Ergebnis, dass beim
Beschwerdeführer von einer vorbestehenden retropatellären Arthrose und einer
Arthrose am lateralen Kondylus, bedingt durch eine femoropatelläre Dysplasie,
auszugehen ist (Suva-act. II/49-26). Seine Ausführungen zeigen nachvollziehbar die
umfassende - Knochenmarködeme einschliessende - degenerative Gesamtsituation im
linken Kniegelenk des Beschwerdeführers und ihren Zusammenhang zu dessen
femoropatellärer Dysplasie auf. Die Degenerationen reichen allein, ohne zusätzliche
traumatische Beteiligung, aus, um die Knochenmarködeme zu erklären. Dem
Beschwerdeführer gelingt es damit nicht zu beweisen, dass die Knochenmarködeme
überwiegend wahrscheinlich traumatisch bedingt sind.
9.1.2 Der im MRT-Untersuchungsbericht im Zusammenhang mit der Chondropathie
angeführte Zusatz "St. n. altem Trauma?" im MRT-Untersuchungsbericht vom 13.
Januar 2016 vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Abgesehen davon, dass er
nur als Frage formuliert ist, fällt eine posttraumatische Chondropathie angesichts ihrer
Ausprägung und des im Zeitpunkt der MRT-Untersuchung erst rund zwei Wochen
zurückliegenden Ereignisses vom 4. Januar 2016 offenkundig ausser Betracht.
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9.2 Als ungeklärt bezeichnet der Beschwerdeführer sodann die Genese der im MRT
zur Darstellung gelangten Spongiosamikrofrakturen. Dr. Q._ kommt jedoch auch
diesbezüglich zum überzeugenden Schluss, dass eine traumatische Genese derselben
durch den Osteophyten am lateralen Kondylusrand als Ausdruck einer
fortgeschrittenen Degeneration ausser Betracht falle. Das Knochenmark sei reaktiv,
nicht traumatisch (Suva-act. II/49-24). In der medizinischen Literatur wird die
Spongiosamikrofraktur als Defekt der Spongiosa umschrieben, der degenerativ bzw.
krankheitsbedingt auftritt (vgl. dazu beispielsweise PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1324,
"Osteoporose"). Der Begriff "Mikrofraktur" kann also nicht einer traumatischen
Verletzung gleichgestellt werden. Die Beurteilung einer reaktiven Entstehung der
Spongiosamikrofrakturen stimmt im Übrigen mit den Aussagen von Dr. Q._
betreffend der reaktiven Knochenmarködeme überein (vgl. Erwägung 8.2.2). Auch die
Spongiosamikrofrakturen sind demnach im Zusammenhang mit der umfassenden bzw.
fortgeschrittenen Gelenkknorpelzerstörung des Beschwerdeführers zu sehen.
9.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Beschwerdeführer beim Ereignis
vom 4. Januar 2016 traumatische Verletzungen erlitten hat.
10.
Angesichts der Darlegungen in den Erwägungen 8 f. ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen in Bezug
auf das Ereignis vom 4. Januar 2016 mangels einer traumatischen Ursache der
radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden abgelehnt hat. Da nicht zu erwarten ist,
dass weitere Abklärungen den erforderlichen Nachweis liefern können, ist auf solche zu
verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 162 E. 1d).
11.
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11.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. Juni 2017 abzuweisen.
11.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem
Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.
11.3
11.3.1 Gestützt auf die Schlussfolgerungen in Erwägung 4 (Verletzung des Devolutiv-
effekts; Verletzung bundesgerichtlicher Rechtsprechung [BGE 127 V 231 f. E. 2b])
erscheint es jedoch gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung
zuzusprechen. Wäre die chirurgische Beurteilung von Dr. Q._ nämlich nicht als
Beweismittel zugelassen worden, so wäre es zu einer Gutheissung und zu einer
Rückweisung an die Beschwerdegegnerin gekommen, was praxisgemäss einen
Anspruch auf eine volle Parteientschädigung ausgelöst hätte.
11.3.2 Bei Einreichung der Beschwerde vom 29. August 2017 wurde der
Beschwerdeführer durch die Helsana Rechtsschutz AG rechtlich vertreten. Die
berufsmässige Vertretung vor einem Gericht im Kanton St. Gallen ist jedoch - von
gewissen Ausnahmen abgesehen - grundsätzlich den in ein kantonales Anwaltsregister
eingetragenen Anwältinnen und Anwälten vorbehalten (Art. 10 Abs. 1 des
Anwaltsgesetzes des Kantons St. Gallen [AnwG; sGS 963.70]). Die Helsana
Rechtsschutz AG war demnach nicht legitimiert, für den Beschwerdeführer
berufsmässig eine Beschwerde beim Versicherungsgericht einzureichen. Ihr Aufwand
kann somit nicht entschädigt bzw. dem Beschwerdeführer dafür keine
Parteientschädigung zugesprochen werden. Am 31. August 2017 reichte
Rechtsanwältin Samuelsson eine Beschwerde als substituiierende Rechtsvertreterin
der Helsana Rechtsschutz AG ein. Ihre Legitimation zur berufsmässigen
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Beschwerdeeinreichung ist ausgewiesen. Gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. b der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO, sGS 963.75) beträgt
das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege vor Versicherungsgericht pauschal Fr.
1'500.-- bis Fr. 15'000.--, wobei es innerhalb dieses Rahmens nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, bemessen wird (Art.
19 HonO). Die Höhe der Parteientschädigung des Beschwerdeführers ist demnach
nach dem Vertretungsaufwand von Rechtsanwältin Samuelsson zu bemessen. Die von
ihr eingereichte Beschwerde ist inhaltlich identisch mit derjenigen der Helsana
Rechtsschutz AG und es fand nur ein einfacher Schriftenwechsel statt. In
Berücksichtigung dieser Sachlage ist eine pauschale Parteientschädigung von Fr.
500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.