Decision ID: cdc475d0-5438-5cb6-b311-894d5fde63d0
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Januar 2006 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe keine berufliche Ausbildung
absolviert und zuletzt als Allrounderin in einem Altersheim (Reinigung, Küche)
gearbeitet. Im Rahmen einer Haushaltsabklärung führte sie aus, dass sie ohne die
Gesundheitsbeeinträchtigung vollzeitig erwerbstätig wäre. Sie habe ihr Arbeitspensum
aus gesundheitlichen Gründen im März 2004 auf 45 Prozent reduzieren müssen. Die
Abklärungsperson hielt fest, dass die Versicherten als Vollerwerbstätige zu qualifizieren
sei (IV-act. 29). Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle
(MEDAS) Ostschweiz im März 2007 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 31). Die
Sachverständigen führten aus, die Versicherte leide an einer leichten depressiven
Episode mit somatischen Symptomen, an einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung, an einem maladaptiven Überzeugungs- und Bewältigungsmuster im
Zusammenhang mit den Schmerzen, an einem diffusen chronischen, nacken- und
kreuzbetonten Schmerzsyndrom mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden sowie –
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – an einer massiven Adipositas bei einem BMI
von 38 und an einer Femoropatellararthrose. Körperlich schwere Tätigkeiten und
Tätigkeiten mit häufigem Bücken oder Lastenheben über zehn Kilogramm seien der
Versicherten nicht mehr zumutbar. Körperlich leichte bis vereinzelt mittelschwere
rückenadaptierte Tätigkeiten ohne besondere Stressbelastungen oder
Zwangshaltungen seien zu 60 Prozent zumutbar, wobei sich vor allem die psychischen
Faktoren einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Die IV-Stelle verglich das
von der letzten Arbeitgeberin angegebene Erwerbseinkommen für ein Vollzeitpensum
mit dem Medianwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne in der Ostschweiz. Da das letzte
Erwerbseinkommen als unterdurchschnittlich zu qualifizieren war, setzte die IV-Stelle
den Ausgangswert des Invalideneinkommens auf den Betrag des Valideneinkommens
herab. Unter Berücksichtigung der von den Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz
angegebenen Einschränkung von 40 Prozent resultierte ein Invaliditätsgrad von 40
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Prozent. Mit einer Verfügung vom 16. August 2007 sprach sie der Versicherten eine
Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Februar 2006 zu (IV-act. 42).
A.b Im April 2011 ersuchte die Versicherte um eine Erhöhung der Rente (IV-act. 44). Sie
gab an, ihr Gesundheitszustand habe sich stark verschlechtert. Sie habe sich in der
Klinik B._ stationär psychiatrisch behandeln lassen müssen. Auch ihr behandelnder
Psychiater Dr. med. C._ bestätige eine Verschlechterung. Dieser hatte am 30. März
2011 geltend gemacht (IV-act. 45), in den letzten Monaten sei es zu einer
Verschlechterung des psychischen Zustandes gekommen. Vom 17. Januar 2011 bis
zum 18. Februar 2011 sei deshalb eine stationäre Behandlung erfolgt. Die Ärzte hätten
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent attestiert. Die Versicherte leide an einer
rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode und
mit somatischen Symptomen, an einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung sowie an
einem chronifizierten Schmerzsyndrom bei bekannten Wirbelsäulenveränderungen. Sie
sollte mindestens eine halbe IV-Rente erhalten. Im Mai 2011 notierte Dr. med. D._
vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), die Versicherte habe eine
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht (IV-act. 46). Im
September 2011 empfahl er eine Verlaufsbegutachtung durch die MEDAS Ostschweiz
(IV-act. 53). Das entsprechende Gutachten wurde am 2. März 2012 erstellt (IV-act. 57).
Die Sachverständigen führten aus, die Versicherte leide nach wie vor an einer
somatoformen Schmerzstörung. Eine depressive Störung liege nicht mehr sicher vor,
denn die entsprechenden angegebenen Symptome seien möglicherweise auf ein
obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom zurückzuführen. Darin sei allenfalls eine relevante
somatische Begleiterkrankung im Sinne der Foerster’schen Kriterien zu erblicken.
Diesbezüglich seien bislang allerdings noch keinerlei Abklärungen erfolgt. Deshalb
könne zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht noch nicht abschliessend Stellung
genommen werden. Zudem seien Abklärungen hinsichtlich eines Diabetes mellitus zu
tätigen und die Gabe von Remeron© zu überdenken. Der RAD-Arzt Dr. D._ notierte
am 26. März 2012, der Gesundheitszustand sei instabil; die behandelnden Ärzte seien
anzuweisen, Abklärungen betreffend das möglicherweise vorliegende obstruktive
Schlaf-Apnoe-Syndrom und den möglicherweise vorliegenden Diabetes mellitus zu
tätigen (IV-act. 58).
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A.c Der Allgemeinmediziner Dr. med. E._ hatte bereits am 17. Januar 2012
bezugnehmend auf einen Kurzbericht des fallführenden Sachverständigen der MEDAS
Ostschweiz ausgeführt (IV-act. 62), die Versicherte sei nicht nüchtern zur Untersuchung
bei der MEDAS Ostschweiz erschienen. Die Blutzuckerwerte seien daher nicht
aussagekräftig. Eine erneute Untersuchung im nüchternen Zustand habe Werte im
Normbereich ergeben. Das interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin des
Kantonsspitals St. Gallen berichtete am 10. April 2012, dass keine respiratorische
Schlafstörung vorliege (IV-act. 70). Am 9. Juli 2012 teilte der Psychiater Dr. C._ mit
(IV-act. 75), dass er die Auffassung des psychiatrischen Sachverständigen med. pract.
F._ nicht teile. Trotzdem habe er versuchsweise kein Remeron© mehr abgegeben.
Die Schlafstörung der Versicherten habe sich dadurch nicht verbessert; die
psychischen Symptome hätten zugenommen. Am 20. August 2012 nahm der RAD-Arzt
Dr. med. G._ Stellung zum psychiatrischen Teilgutachten des Sachverständigen
F._ (IV-act. 76). Er führte aus, das Gutachten leide an verschiedenen Widersprüchen.
Diverse Angaben seien unspezifisch, die Begründungen und Schlussfolgerungen seien
nicht überzeugend. Zu den verwirrenden Ausführungen des Sachverständigen
betreffend die Foerster’schen Kriterien nehme er gar nicht mehr Stellung. Damit seien
„längst nicht alle Mängel“ erwähnt worden. Er empfehle eine psychiatrische
Neuevaluation. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete der Psychiater Dr. med. H._ am 11.
Februar 2013 ein psychiatrisches Gutachten (IV-act. 85). Er führte aus, die
Untersuchung und die Anamneseerhebung seien durch eine mangelnde Kooperation
der Versicherten geprägt gewesen. Diese habe sich nicht angestrengt, ohne dass dafür
ein medizinischer Grund ersichtlich gewesen wäre. Sie habe betreffend die zu
klärenden Sachfragen keine oder nur sehr knappe Auskünfte – „ja“, „nein“, „ich weiss
nicht“ – erteilt. Zu Beginn der Untersuchung sei sie gebeugt im Stuhl gesessen, habe
geschluchzt, geweint und demonstrativ unbeholfen, theatralisch gewirkt. Auch ganz
einfache Fragen, wie etwa jene nach ihrem Geburtsdatum, habe sie nicht beantwortet,
obwohl kein medizinischer Grund ersichtlich gewesen sei, der dies verunmöglicht
hätte. In der Gesamtschau des während der dreistündigen Untersuchung beobachteten
Verhaltens sei ein nicht authentisches Verhalten der Versicherten identifizierbar
gewesen, das die gesamte psychiatrische Untersuchung beherrscht habe.
Diagnostisch liege nur eine – sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende –
anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor. Ob je eine abgrenzbare affektive
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Störung vorgelegen habe, sei ungewiss. Jedenfalls hätten sich aktuell die
Veränderungen der Stimmung gut der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
zuordnen lassen. Bei der aktuellen Untersuchung hätten eine nicht authentische
Beschwerdeschilderung und ein Mangel an Kooperation ganz im Vordergrund
gestanden. Eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei nicht
nachweisbar. Eine eigene gutachterliche Beurteilung für die Vergangenheit sei wegen
der Inkonsistenzen zwischen den Inhalten der Akten und den Ergebnissen der jetzigen
Untersuchung nicht möglich. Den bisherigen psychiatrischen Stellungnahmen lasse
sich keine angemessene Konsistenzprüfung entnehmen. Zwar seien teilweise
Inkonsistenzen erwähnt worden. Diese seien aber nicht beurteilend aufgegriffen
worden. Im Vergleich zum Referenzzeitpunkt März 2007, wie er sich aus dem
damaligen Gutachten der MEDAS Ostschweiz ergebe, sei eine Veränderung des
Gesundheitszustandes nicht nachweisbar. Der RAD-Arzt Dr. G._ notierte am 28.
Februar 2013 (IV-act. 86), dass das Gutachten von Dr. H._ überzeugend sei. Es liege
keine nachweisbare, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten beeinflussende Krankheit
vor. Eine Veränderung des Gesundheitszustandes habe aber nicht nachgewiesen
werden können. Gleichentags notierte ein Mitarbeiter des Rechtsdienstes (IV-act. 87),
dass ein Revisionsgrund vorliege, weil die im Gutachten der MEDAS Ostschweiz
diagnostizierte leichte depressive Episode nicht mehr habe nachgewiesen werden
können. Zudem könnte der Fall auch „nach 6a abgehandelt“ werden, da bei der
Erstbegutachtung offensichtlich die Schmerzen im Vordergrund gestanden hätten.
A.d Mit einem Vorbescheid vom 6. März 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie die Aufhebung der Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung
folgenden Monats vorsehe (IV-act. 90). Zur Begründung führte sie an, die
medizinischen Abklärungen hätten klar gezeigt, dass sich der Gesundheitszustand
verbessert habe und dass nun wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe.
Dagegen liess die Versicherte am 5. April 2013 einwenden (IV-act. 94), aus den
Berichten von Dr. C._ gehe klar hervor, dass sie zu mindestens 50 Prozent
arbeitsunfähig sei. Sie habe daher einen Anspruch auf eine halbe Rente. Die
psychiatrische Tagesklinik I._ berichtete am 24. Juli 2013 (IV-act. 101), die
Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig
mittelgradigen Episode und mit einem somatischen Syndrom, an einer Panikstörung
und an einer selbstunsicheren und ängstlichen Persönlichkeitsstörung. Anamnestisch
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verschlechtere sich die depressive Episode seit dem Jahr 2007; das Schmerzerleben
nehme zu. Die Tagesstruktur sei komplett verloren gegangen. Der Versicherten werde
nach dem Austritt aus der Tagesklinik wohl nur noch ein Arbeitspensum von etwa 20
Prozent zumutbar sein. Der RAD-Arzt Dr. G._ notierte am 27. August 2013 (IV-act.
102), der Bericht der Tagesklinik sei hinsichtlich der Diagnosen widersprüchlich. Die
Beurteilung sei mit dem erhobenen Befund nicht vereinbar. Die Diagnose der
Persönlichkeitsstörung sei nicht begründet worden. Ausführungen zu den
Panikattacken fehlten. Es empfehle sich, die behandelnden Ärzte zu einer
Stellungnahme zum Gutachten von Dr. H._ aufzufordern. Die Tagesklinik berichtete
am 16. August 2013 (IV-act. 104), dass die Versicherte die am 17. Juni 2013
begonnene teilstationäre Behandlung auf eigenen Wunsch abgebrochen habe, da sie
sich überfordert gefühlt habe. Sie sei vollständig arbeitsunfähig. Zum Gutachten von
Dr. H._ könne keine Stellung genommen werden. Der RAD-Arzt Dr. G._ notierte am
29. Oktober 2013 (IV-act. 105), es bleibe bei der bisherigen Beurteilung auf der
Grundlage des psychiatrischen Gutachtens von Dr. H._. Dem Bericht der Tagesklinik
lasse sich weder bezüglich der Panikstörung noch der Persönlichkeitsstörung eine
Begründung entnehmen. Zur Frage einer affektiven Störung habe sich Dr. H._ bereits
ausführlich geäussert. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Ärzte der Tagesklinik
keine Stellung zum Gutachten hätten nehmen können. Am 7. November 2013 nahm die
Tagesklinik Stellung dazu (IV-act. 109). Sie begründete die Diagnosen einer
Panikstörung und einer Persönlichkeitsstörung und wies darauf hin, dass es nicht die
Aufgabe der behandelnden Ärzte sei, umfangreiche Dossiers durchzusehen und zu
kommentieren. Das Gutachten sei zudem verfasst worden, bevor die Versicherte die
Behandlung in der Tagesklinik begonnen habe. Mit einer Verfügung vom 22. November
2013 hob die IV-Stelle die Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung
folgenden Monats auf (IV-act. 110).
B.
B.a Am 16. Dezember 2013 erhob die Versicherte (nachfolgend: die
Beschwerdeführerin) eine Beschwerde (act. G 1). Sie beantragte die Aufhebung der
Verfügung vom 22. November 2013, die Zusprache einer Dreiviertelsrente und
eventualiter die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung
weiterer Abklärungen. Zur Begründung führte sie aus, auf den Bericht von Dr. H._
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könne nicht abgestellt werden. Dieser habe sie nämlich schon im März 2007 im
Rahmen einer Begutachtung untersucht. Er habe sie unfreundlich empfangen und sei
das ganze Gespräch hindurch unfreundlich gewesen. Der Psychiater der MEDAS
Ostschweiz habe dagegen ehrlicherweise eingeräumt, dass er den
Arbeitsfähigkeitsgrad nicht abschätzen könne. Er habe aber auf depressive Symptome
hingewiesen. Auch die behandelnden Ärzte hätten eine depressive Störung und eine
weitgehende Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Der Sachverständige Dr. H._ stehe mit
seiner Einschätzung alleine. Die Beschwerdeführerin habe nichts gegen eine
Oberbegutachtung einzuwenden.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 31. Januar
2014 die Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie aus, das
Gutachten von Dr. H._ sei überzeugend. Der behandelnde Psychiater Dr. C._
attestiere gerichtsnotorisch regelmässig zu hohe Arbeitsunfähigkeitsgrade. Die
behandelnden Ärzte hätten sich nicht einmal mit dem Gutachten von Dr. H._
auseinander gesetzt. Der Umstand, dass Dr. H._ die Beschwerdeführerin bereits
einmal untersucht habe, belege keine Befangenheit, sondern biete vielmehr Hand zu
einem guten Quervergleich. Die von Dr. H._ beschriebene Aggravation stelle gemäss
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine versicherte
Gesundheitsbeeinträchtigung dar. Von einer weiteren Begutachtung sei nichts zu
erwarten.
B.c Die Beschwerdeführerin hielt am 6. März 2014 an ihren Anträgen fest (act. G 8).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 10).

Erwägungen
1.
Verändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers wesentlich, ist die Rente
gemäss dem Art. 17 Abs. 1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen,
herabzusetzen oder aufzuheben. Mit einer solchen Rentenrevision soll also der
Tatsache begegnet werden, dass sich der für den Rentenanspruch relevante
Sachverhalt nach der formell rechtskräftigen Zusprache der Rente wesentlich geändert
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und damit die ursprünglich richtige Rentenzusprache nachträglich unrichtig hat werden
lassen, weil sich diese nach der Sachverhaltsveränderung nicht mehr auf den aktuellen,
massgebenden, sondern nur noch auf einen „veralteten“ Sachverhalt hat stützen
können (vgl. Ralph Jöhl, Die Revision nach Art. 17 ATSG, in: JaSo 2012, S. 153 ff.). Für
die Beantwortung der Frage, ob eine revisionsrechtlich relevante
Sachverhaltsveränderung eingetreten ist, ist der aktuelle Sachverhalt mit dem
Sachverhalt zu vergleichen, der der ursprünglichen Rentenzusprache zugrunde gelegt
worden ist. Ergibt dieser Vergleich keine wesentliche Veränderung des Sachverhaltes,
liegt kein Revisionsgrund vor, womit auch eine Rentenrevision nicht zulässig sein kann.
Dies gilt auch dann, wenn der unverändert gebliebene Sachverhalt anders als im
ursprünglichen mit der Rentenzusprache beendeten Verwaltungsverfahren beurteilt
werden müsste, weil die ursprüngliche Rentenzusprache in diesem Fall nicht
nachträglich unrichtig geworden, sondern schon von Beginn weg unrichtig gewesen
ist. In einem solchen Fall muss eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder eine
prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) geprüft werden; eine Revision (Art. 17 Abs.
1 ATSG) ist aber nicht zulässig.
2.
2.1 Die ursprüngliche Rentenzusprache hat sich in medizinischer Hinsicht auf das
Gutachten der MEDAS Ostschweiz und insbesondere auf das darin enthaltene
psychiatrische Teilgutachten gestützt. Dieses ist übrigens entgegen der Behauptung
der Beschwerdeführerin nicht von Dr. H._, sondern von Dr. J._ verfasst worden.
Dieser hat eine leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen, eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie ein maladaptives Überzeugungs- und
Bewältigungsmuster im Zusammenhang mit den Schmerzen diagnostiziert. Er hat
ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe ein depressives Zustandsbild gezeigt. Dieses
sei allerdings eher nur leichtgradig ausgeprägt gewesen. Im Vordergrund hätten die
Schmerzen gestanden, auf die die Beschwerdeführerin fixiert gewesen sei. Teilweise
habe sie die gestellten Fragen nicht beantwortet. Sie habe nur andeutungsweise
depressiv und mehr demonstrativ gewirkt. Ihr könne zugemutet werden, ihre
Beschwerden grösstenteils mit einer Willensanstrengung unter Kontrolle zu halten, ihr
Verhalten anzupassen, sich zu aktivieren und bei einer entsprechenden Diät ihr
Gewicht zu reduzieren. Weiter sei ihr die Aufgabe ihrer regressiven Tendenzen und die
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Betreuung ihres Kleinkindes zumutbar. Gesamthaft sei der Arbeitsunfähigkeitsgrad auf
etwa 35–40 Prozent zu schätzen. Rückblickend hat Dr. H._ die Zuverlässigkeit dieser
Angaben rund sechs Jahre später bezweifelt. Er hat beanstandet, dass sich Dr. J._
nicht mit Inkonsistenzen auseinander gesetzt habe, obwohl er solche beschrieben
habe, und dass er kaum Befunde angegeben habe. Die Frage, ob sich der
Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert habe, könne nicht beantwortet werden,
weil ungewiss sei, ob Dr. J._ sich teilweise von den Beschwerdeangaben der
Beschwerdeführerin habe täuschen lassen. Bei der aktuellen Untersuchung hätten
jedenfalls keine relevanten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen objektiviert
werden können. Diese Ausführungen wecken allerdings keine wesentlichen Zweifel an
der Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens von Dr. J._. Dieses ist zwar
tatsächlich eher knapp ausgefallen, enthält aber eine ausreichende Befundschilderung.
In dieser hat Dr. J._ auf die von ihm festgestellten Inkonsistenzen hingewiesen. In
seiner Beurteilung ist er darauf, insbesondere auf das demonstrative Verhalten der
Beschwerdeführerin in der Untersuchung, zurückgekommen. Explizit hat er darauf
hingewiesen, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar sei, ihre Schmerzüberzeugung
zu überwinden, das heisst ihr Verhalten zu ändern und einer Erwerbstätigkeit
nachzugehen. Folglich besteht kein Grund zur Annahme, er hätte diesem Umstand bei
der Arbeitsfähigkeitsschätzung keine Rechnung getragen. Eine Aggravation schliesst
selbstverständlich das gleichzeitige Vorliegen einer relevanten psychischen
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht ohne weiteres aus. Da Dr. H._ die
Beschwerdeführerin erst im Dezember 2012 persönlich untersucht hat, hat er sich
bezüglich ihres Gesundheitszustandes nur auf die Akten der Fachärzte stützen können,
die die Beschwerdeführerin damals untersucht haben. Dagegen hat sich Dr. J._
damals im März 2007 im Rahmen einer persönlichen Untersuchung selbst ein Bild vom
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschaffen können. Gesamthaft
betrachtet vermag seine Arbeitsfähigkeitsschätzung trotz der von Dr. H._
geäusserten Vorbehalte nach wie vor zu überzeugen, weshalb mit dem erforderlichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt ist, dass die
Beschwerdeführerin bei der ursprünglichen Rentenzusprache an einer somatoformen
Schmerzstörung und an einer leichten depressiven Störung gelitten hat und deswegen
zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist.
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2.2 Im Rahmen seiner Untersuchung im Dezember 2012 hat Dr. H._ die depressive
Störung nicht mehr nachweisen können. Der Grund dafür ist allerdings nicht gewesen,
dass die Beschwerdeführerin nachweislich nicht mehr an einer depressiven Störung
gelitten hätte. Vielmehr hat die Beschwerdeführerin mit ihrem von Dr. H._
anschaulich beschriebenen theatralischen Verhalten eine aussagekräftige
Untersuchung verunmöglicht. Sie hat keine oder nur ganz knappe Auskünfte erteilt,
ganz einfache Fragen nicht beantwortet, ganz einfache Aufgaben nicht gelöst und sich
während der gesamten Untersuchung nicht authentisch verhalten. Auch die Tochter
der Beschwerdeführerin hat auf die Frage nach den ihrer Mutter zumutbaren Aktivitäten
ausweichend und vage geantwortet und gereizt reagiert. Das nicht authentische
Verhalten hat sich gemäss Dr. H._ ungünstig auf die Befundsicherheit ausgewirkt.
Zahlreiche psychopathologischen Merkmale gelten laut dem Sachverständigen als
nicht nachgewiesen, weil eine nicht authentische Beschwerdeschilderung eine
Objektivierung der Befundmerkmale verhindert hat. Abgesehen vom demonstrativen,
aggravatorischen Verhalten der Beschwerdeführerin hat Dr. H._ in seinem Gutachten
weder eine Beeinträchtigung einer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung noch das
Fehlen einer solchen mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit belegen können. Seine Beurteilung ist im Grunde nichts weiter als
das Eingeständnis, dass er aus medizinischer Sicht nicht mit ausreichender Sicherheit
Stellung zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nehmen könne.
Konsequenterweise hätte Dr. H._ die Untersuchung abbrechen müssen, sobald er
sich sicher gewesen ist, dass von der Beschwerdeführerin weder aussagekräftige
Angaben noch ein aussagekräftiges Verhalten zu erwarten sei. Das Attest einer
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit kann jedenfalls nicht als hinreichend medizinisch
begründet qualifiziert werden, da Dr. H._ den Wegfall der depressiven Störung
respektive die für eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit notwendige psychische
Gesundheit nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit hat nachweisen können.
2.3 Bereits der psychiatrische Sachverständige F._ hatte im Übrigen im März 2012
weder das Vorhandensein noch den Wegfall der depressiven Störung sicher
nachweisen können. Er hatte damals zwar – wenig überzeugend und retrospektiv
fälschlicherweise – ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom und einen Diabetes
mellitus als mögliche Ursachen für die depressiven Symptome genannt. Der Nachweis,
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dass die Beschwerdeführerin weder an einem Schlaf-Apnoe-Syndrom noch an einem
Diabetes mellitus leidet, bedeutet aber nicht, dass damit gestützt auf das Gutachten
des Sachverständigen F._ eine depressive Störung nachgewiesen wäre. Vereinzelte
depressive Symptome rechtfertigen nämlich nicht in jedem Fall die Diagnose einer
depressiven Störung mit Krankheitswert. Dem Gutachten des Sachverständigen F._
lässt sich entnehmen, dass er trotz der von ihm festgestellten depressiven Symptome
die früher diagnostizierte depressive Störung als nicht mehr nachgewiesen, aber auch
nicht als nachweislich weggefallen erachtet hat. Allerdings ist die Aussagekraft dieses
Gutachtens nur sehr gering. Der RAD-Arzt Dr. G._ hat überzeugend begründet
dargelegt, weshalb es in medizinischer Hinsicht nicht nachvollziehbar und damit auch
nicht aussagekräftig ist. Dies ist schliesslich auch der Grund dafür gewesen, dass die
Beschwerdegegnerin Dr. H._ mit einer weiteren Begutachtung beauftragt hat.
Hinsichtlich der Berichte der Klinik B._ und des behandelnden Psychiaters Dr. C._
hat Dr. H._ überzeugend dargelegt, weshalb diese nicht zu überzeugen vermögen.
Die Berichte der Tagesklinik I._ enthalten ebenfalls keine überzeugenden Angaben
zur psychiatrischen Diagnose und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, denn
die behandelnden Ärzte haben aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine
Stellungnahme zum Gutachten von Dr. H._ verweigert. Eine erfolgversprechende
Behandlung setzt eine umfassende Kenntnis der Krankengeschichte voraus, weshalb
zum Behandlungsauftrag der Ärzte der Tagesklinik wohl auch das Studium der (mässig
umfangreichen) Vorakten gehört hätte. Zudem hat die Aufforderung der
Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme zum Gutachten zwar auch auf eine
Auseinandersetzung mit der dort abgegebenen, anderslautenden Beurteilung abgezielt,
aber sie hat zur Hauptsache bezweckt, eine Stellungnahme zum massiv abweichenden
Verhalten der Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung und anlässlich der
Behandlung zu erhalten. Davon hätte wohl auch für die Therapie ein relevanter
Erkenntnisgewinn erwartet werden können. So lässt sich nun aber den Berichten der
Tagesklinik nicht entnehmen, ob die behandelnden Ärzte den von Dr. H._ und Dr.
J._ beschriebenen Inkonsistenzen genügend Beachtung geschenkt haben, ob sie
eine versicherungsmedizinisch massgebende Zumutbarkeitsbeurteilung abgegeben
haben und weshalb sie zu einer völlig anderen Einschätzung als Dr. H._ gelangt sind.
Die Ärzte der Tagesklinik haben zudem ihre Diagnosen und ihre
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Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht überzeugend begründet, wie der RAD-Arzt Dr. G._
aufgezeigt hat.
2.4 Keiner der bei den Akten liegenden medizinischen Berichte beweist also den
Wegfall oder das Weiterbestehen der depressiven Störung. Damit liegt allerdings noch
keine objektive Beweislosigkeit hinsichtlich des Vorhandenseins der depressiven
Störung vor. Anders als Dr. H._, der an der verweigerten Kooperation der
Beschwerdeführerin gescheitert ist, sind die Ärzte der psychiatrischen Tagesklinik
nämlich in der Lage gewesen, eine Beurteilung des psychischen
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin abzugeben und zur Arbeitsfähigkeit
Stellung zu nehmen. Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist zwar aus den oben
angeführten Gründen nicht überzeugend, doch belegen die Berichte, dass es möglich
gewesen ist, die Beschwerdeführerin lege artis zu untersuchen. Deshalb kann von einer
weiteren Begutachtung ein relevanter Erkenntnisgewinn hinsichtlich des
Vorhandenseins der depressiven Störung erwartet werden. Allerdings ist damit zu
rechnen, dass die Beschwerdeführerin sich im Rahmen einer weiteren Begutachtung
der Untersuchung ebenso sehr verweigern könnte wie bei der Exploration durch Dr.
H._. Darin wäre eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung
im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG zu erblicken. Um auf eine solche allfällige
Mitwirkungspflichtverletzung reagieren zu können, müsste die Beschwerdeführerin vor
einer erneuten Begutachtung zur Mitwirkung bei der Untersuchung gemahnt werden.
Zusammen mit dieser Mahnung wäre sie auf die Rechtsfolgen der Verletzung ihrer
Mitwirkungspflicht hinzuweisen. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht als mögliche
Rechtsfolgen das Nichteintreten (womit der Abbruch des Verfahrens ohne einen
materiellen Entscheid gemeint sein muss) oder den Entscheid aufgrund der Akten vor.
Ein Verfahrensabbruch („Nichteintreten“) wäre allerdings kontraproduktiv, denn er hätte
zur Folge, dass es bei der laufenden Rente bliebe. Auch ein Entscheid aufgrund der
Akten würde zu einem unerwünschten Ergebnis führen, denn ohne eine weitere
Begutachtung wäre nicht bewiesen, dass die bei der ursprünglichen Rentenzusprache
vorhandene depressive Störung remittiert wäre, weshalb ein Revisionsgrund nicht mit
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt wäre und
die Rente folglich aufgrund der Akten weiter ausgerichtet werden müsste. Das
Bundesgericht geht in einer solchen Verfahrenssituation von einer Umkehr der
Beweislast aus, kann aber nicht erklären, auf welcher gesetzlichen Grundlage diese
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beruhen sollte. Ein solcher Kunstgriff ist allerdings auch gar nicht notwendig, weil
(lückenfüllend) eine dritte Option, nämlich der Leistungsstopp, zur Verfügung steht.
Dabei handelt es sich nicht um eine materielle Rentenaufhebung, sondern vielmehr um
eine (vorläufige) Einstellung der Rentenzahlungen, also im weitesten Sinn um eine
vorsorgliche Massnahme während des laufenden Revisionsverfahrens (vgl. zum
Ganzen Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 169
ff.). Für die Invalidenversicherung sieht zudem der Art. 7b Abs. 1 IVG eine Kürzung oder
eine Verweigerung der Leistungen bei einer Verletzung der Schadenminderungspflicht
vor. Der Gesetzgeber scheint allerdings die Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4
ATSG) und die Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung (Art. 43 Abs. 3 ATSG)
vermengt zu haben, obwohl diese beiden Pflichten keine gegenseitigen
Berührungspunkte aufweisen und obwohl der Art. 21 Abs. 4 ATSG und der Art. 43 Abs.
3 ATSG gänzlich unterschiedliche Probleme regeln und infolgedessen auch gänzlich
unterschiedliche Massnahmen bei einer Verletzung der entsprechenden Pflicht
vorsehen (vgl. BBl 2005 4560). Jedenfalls liesse sich vom Wortlaut her eine
Leistungseinstellung bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der
Sachverhaltsabklärung auch mit dem Art. 7b Abs. 1 IVG begründen. Entscheidend ist,
dass der (vorläufige) Leistungsstopp das geeignete „Druckmittel“ darstellt, um eine
versicherte Person (doch noch) zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung zu
bewegen. Die Beschwerdeführerin wäre also vor einer weiteren Begutachtung zur
Mitwirkung bei der Untersuchung zu mahnen und darauf hinzuweisen, dass die
Rentenzahlungen gestoppt würden, wenn sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht
nachkomme.
2.5 Zusammenfassend erweist sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Da die
Sachverhaltsabklärung die ureigenste Aufgabe der Verwaltung darstellt, kann es nicht
die Aufgabe des Versicherungsgerichtes sein, die von der Beschwerdegegnerin in
Verletzung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) versäumte Abklärung
nachzuholen und ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben. Deshalb ist die
Sache zur Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung in der Form einer erneuten
Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die
Beschwerdeführerin, wie oben aufgezeigt, zur Mitwirkung bei einer weiteren
psychiatrischen Begutachtung anhalten und sie darauf hinweisen, dass die Rente
eingestellt werde, wenn sie bei der Begutachtung nicht mitwirke. Erst nach dem
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St.Galler Gerichte
Abschluss der Sachverhaltsabklärung wird feststehen, ob ein Revisionsgrund im Sinne
des Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben ist und welche Auswirkungen dieser gegebenenfalls
auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin hat. Die Beschwerdegegnerin wird
folglich nach dem Abschluss der Sachverhaltsabklärung eine neue Revisionsverfügung
zu erlassen haben.
3.
Die Aufhebung einer Verfügung und die Rückweisung der Sache zur weiteren
Abklärung sind rechtsprechungsgemäss im Hinblick auf die Verteilung der
Verfahrenskosten als ein vollständiges Obsiegen der Beschwerde führenden Partei zu
qualifizieren. Deshalb sind die gemäss dem Art. 69 Abs. 1 IVG zu erhebenden und
angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken
festzusetzenden Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die nicht
anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.