Decision ID: db32eed9-e6a9-495d-b56d-d42611542970
Year: 2004
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Anlässlich einer Kontrolle durch den Grenzwachposten in Z._ (GR) vom 29. August 2004 stellte der Zollbeamte ein mitgeführtes und  Funkgerät im Fahrzeug von A._ fest. Die vorgezeigte Amateurfunkkonzession sowie das Gerät wurden durch das  gestützt auf Art. 52 Fernmeldegesetz (FMG, SR 784.10) und Art. 19 Abs. 3 VStrR vorläufig beschlagnahmt (BK act. 2.1).
B. Am 6. September 2004 verfügte das Bundesamt für Kommunikation ( „BAKOM“) die Eröffnung eines Verwaltungsstrafverfahrens wegen Widerhandlung gegen Art. 52 Abs. 1 lit. b und e FMG und gleichzeitig die Beschlagnahme des Funkgeräts (BK act. 2.2, 2.4).
C. Mit nicht persönlicher unterzeichneter Eingabe vom 12. September 2004 erhob A._ beim BAKOM Beschwerde gegen die Beschlagnahme mit dem Antrag auf umgehende Rückgabe des Funkgeräts, Erstellung einer Konzession, die bei allen Amtstellen in der Schweiz anerkannt werde sowie einer schriftlichen Entschuldigung (BK act. 1). Die Vizedirektorin des BAKOM hielt in ihrer Stellungnahme vom 20. September 2004 an der Zwangsmassnahme fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (BK act. 2). Auf Zustellung derselben und  einer Frist zur Einreichung einer allfälligen Beschwerdereplik  A._ nicht (BK act. 5).
Auf die Ausführungen in Beschwerde und Beschwerdevernehmlassung wird nachfolgend, soweit erforderlich, näher Bezug genommen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gegen Zwangsmassnahmen und damit zusammenhängende Amtshand-
lungen und Säumnisse des Direktors der beteiligten Verwaltung (hier der Vizedirektorin des Beschwerdegegners) kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 26 Abs. 1 VStrR; Art. 28 Abs. 1 lit. b SGG). Die Beschlagnahme ist eine Zwangsmassnahme im Sinne dieser Bestimmungen (Art. 45 ff. VStrR).
1.2 Gemäss Rückschein der Post wurde die Beschlagnahmeverfügung vom Beschwerdegegner am 6. September 2004 der Post übergeben und am 8. September 2004 dem Beschwerdeführer ausgehändigt (BK act. 2.7). Die dreitägige Frist des Art. 26 Abs. 3 VStrR ist am Samstag, 11. September
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beziehungsweise am Montag, 13. September 2004 (Art. 1 des  über den Fristenlauf an Samstagen, SR 173.110.3) abgelaufen. Die der Post mit diesem Datum (Poststempel) übergebene Beschwerde ist  fristgerecht erfolgt. Der Beschwerdeführer hat es unterlassen, die  eigenhändig zu unterschreiben. Dies ist insofern für das  nicht entscheidend, als es sich bei der eigenhändigen Unterschrift  um einen heilbaren Mangel handelt, andererseits der  durch die Zahlung des Kostenvorschusses von Fr. 500.-- innert der ihm gesetzten Frist seinen Willen zu Führung einer Beschwerde bestätigt hat (BK act. 3, 4).
1.3 Der Beschwerdeführer beantragt die Herausgabe der . Gemäss Beschlagnahmeverfügung (BK act. 2.4) wurde die  nicht formell beschlagnahmt. In der Vernehmlassung hat der  explizit erklärt, diese Konzession habe sich als ordnungsgemäss erwiesen und werde deshalb dem Beschwerdeführer umgehend . Die Amateurfunkkonzession ist nicht Gegenstand der  Beschlagnahmeverfügung, weshalb diesbezüglich nicht auf die  einzutreten ist. Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die , soweit damit die Erstellung einer anders formulierten  verlangt wird, da es auch diesbezüglich an einem anfechtbaren Beschwerdegegenstand (ablehnende Verfügung) fehlt. Der Beschwerde nicht zugänglich ist schliesslich der Antrag des Beschwerdeführers, die  Behörden hätten sich zu entschuldigen.
Einzutreten ist auf die Beschwerde, insoweit sie sich gegen die  des Funkgeräts richtet.
2. 2.1 Der Beschwerdeführer wendet gegen die Rechtmässigkeit der Beschlag-
nahme ein, er verfüge über eine auch für abgeänderte Geräte gültige . Im Übrigen sei das Gerät vom Werk her mit  ausgestattet, die vom Beschwerdegegner beanstandet würden.  habe er mit diesem Gerät bisher noch keine Funkgespräche geführt, da er es erst seit einer Woche (vor der Beschlagnahme) besessen habe. Der Beschwerdegegner wendet dagegen ein, das Gerät könne gemäss seinen ersten technischen Überprüfungen auch auf nicht öffentlichen  genutzt werden, was einen Tatverdacht begründe. Die  Prüfung der Frage der konkreten Strafbarkeit erfolge erst im  Strafverwaltungsverfahren.
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2.2 Gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. a und b VStrR sind Gegenstände, die als  von Bedeutung sein können, sowie Gegenstände und , die voraussichtlich der Einziehung unterliegen, mit Beschlag zu belegen. Voraussetzung für Zwangsmassnahmen gemäss Art. 45 ff. VStrR, unter anderem auch für die Beschlagnahme, ist ein hinreichender  gegenüber dem Inhaber der mit Beschlag belegten Gegenstände  einem Dritten. Dabei sind an die Verdachtsgründe zu Beginn der  keine hohen Anforderungen zu stellen (BGE 125 IV 222 E. 2c). Zudem stellt diese Beschlagnahme lediglich eine provisorische  Massnahme zur vorläufigen Sicherstellung der allenfalls der  unterliegenden Vermögenswerte dar. Sie greift dem Entscheid  die endgültige Einziehung nicht vor, und die zivilrechtlichen  an den Vermögenswerten bleiben durch sie unberührt (BGE 120 IV 365 E. 1c).
2.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist die Zulässigkeit der  der Grundeinstellung einer Funkanlage bzw. die Berechtigung dazu für den Entscheid über die Beschlagnahme nicht entscheidend. Die individuelle Abänderung von Funkanlagen ist für eine bestimmte Kategorie von Amateurfunkkonzessionären unbestritten zulässig (Art. 27 Abs. 5 FKV, SR 784.102.1). Entscheidend ist vielmehr, ob das fragliche Gerät auf einer unzulässigen Frequenz arbeitet und der Verdacht besteht, es sei auf  Frequenzen gesendet/empfangen worden. Für die Frage der  der Frequenz massgeblich ist die Verordnung des BAKOM über Frequenzmanagement und Funkkonzessionen (VFKV, SR 784.102.11). Nach Darstellung der Vorinstanz als der dafür spezialisierten und mit der Überwachung und Kontrolle in diesem Bereich betrauten Behörde ist dies mit Bezug auf das beschlagnahmte Funkgerät der Fall (siehe auch  die in Art. 7 VFKV freigegebenen Funkfrequenzbänder, andererseits die vom fraglichen Gerät eingestellten Frequenzen, BK act. 2.3) Als  für die Einstellung einer unzulässigen Frequenz wird die Frequenz 158.625 (Nachrichtenkanal bei Schadenereignissen und Unfällen) erwähnt. Dass das fragliche Gerät im Zeitpunkt der Sicherstellung angeschlossen war, begründet ausserdem den Verdacht seiner Benutzung. Gesamthaft ist dies ausreichend für den Verdacht, der Beschwerdeführer habe im Sinne von Art. 52 Abs. 1 lit. e FMG eine Fernmeldeanlage betrieben, die den  nicht entsprach. Die Unschuldsvermutung bleibt gewahrt.
2.4 Im Verwaltungsstrafrecht sind Zwangsmassnahmen auch bei blossen  zulässig. Ausgenommen sind sie einzig bei reinen  (Art. 45 Abs. 2 VStrR). Die Voraussetzungen der  als bloss vorläufiger Massnahme zum Zwecke der Sicherstellung einer allfälligen Einziehung, sei es im Sinne von Art. 46 Abs. 1 lit. b oder
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Art. 46 Abs. 2 VStrR, sind hier ebenfalls erfüllt. Je nach Ausgang des  kann nicht zum Voraus ausgeschlossen werden, dass eine  des Funkgeräts unter dem einen oder anderen der genannten Rechtstitel in Frage kommt, weshalb sich eine vorzeitige Herausgabe nicht rechtfertigt. Obschon das vorliegende Verwaltungsstrafverfahren eine  Übertretung zum Gegenstand hat, ist die Aufrechterhaltung der  nicht unverhältnismässig. Es ist nämlich davon auszugehen, dass das Verwaltungsstrafverfahren rasch zum Abschluss gebracht werden kann.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit auf sie eingetreten wird.
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die  unter Anrechnung des von ihm geleisteten Kostenvorschusses zu tragen (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 245 BStP und Art. 156 Abs. 1 OG). Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.-- angesetzt. (Art. 3 des  vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem , SR 173.711.32).
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