Decision ID: 794ab582-bd33-57bd-b9fe-33fc06a06811
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Z._ meldete sich am 21. Januar 2004 zum Bezug von IV-Leistungen
(Arbeitsvermittlung, Rente) an, da er an Schulter- und Rückenbeschwerden leide (act.
G 5.1.6). Im Arztbericht vom 1./2. März 2004 (act. G 5.1.8) stellte Dr. med. A._,
Facharzt FMH für Innere Medizin, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit: 1. ein zervikozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts
mit/bei muskulärer Dysbalance, flachbogiger Diskusprotrusion C5/C6 sowie C6/C7,
Streckfehlhaltung der HWS, muskulärem Thoracic-outlet-Syndrom; 2. ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom rechts bei kleinvolumiger medianer Diskushernie L4/5 mit
Kontakt zur Nervenwurzel L5 bds., kleinvolumiger Diskushernie medio-linkslateral L5/
S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links, spondylarthrotischen Veränderungen L5/S1,
ISG-Dysfunktion rechts; 3. ein subacromiales Impingement Schulter rechts sowie 4.
eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Bauarbeiter sei der Versicherte vom 2. Dezember 2002 bis 31. Dezember 2003 zu
100% arbeitsunfähig gewesen; seit 1. Januar 2004 betrage die Arbeitsunfähigkeit 50%.
Unter "therapeutische Massnahmen/Prognose" führte er aus, er bezweifle, ob er
Versicherte überhaupt arbeitsfähig sei; er halte ihn für 100% arbeitsunfähig (act. G
5.1.8-5 f.). Dem Bericht von Dr. A._ lag, neben anderen Arztberichten, ein Bericht der
Klinik Valens vom 28. Oktober 2003 bei, wo sich der Versicherte vom 18. September
bis 9. Oktober 2003 zur stationären Therapie aufgehalten hatte. In diesem Bericht
wurde dem Versicherten für die angestammte Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Für eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende
Tätigkeit mit Heben bis maximal 17.5 kg horizontal ohne Arbeiten über Kopf betrage
die Arbeitsfähigkeit 100% (act. G 5.1.8-12). Mit Verfügung vom 27. Mai 2004 wies die
IV-Stelle die Begehren des Versicherten betreffend berufliche Massnahmen und eine
Invalidenrente ab (act. G 5.1.14).
A.b Nachdem der Versicherte durch das RAV Kenntnis von der ablehnenden Verfügung
erlangt hatte, erhob er, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, am
12. Oktober 2004 Einsprache (act. G 5.1.15), welche er am 2. Dezember 2004
begründen liess (act. G 5.1.23). Im Rahmen eines Einsatzprogramms sei ihm eine
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Arbeitsleistung von 50% attestiert worden. Seit dem Aufenthalt in der Klinik Valens
habe sich sein Gesundheitszustand verschlechtert. Er habe Anspruch auf mindestens
eine halbe Invalidenrente. Am 6. Dezember 2004 reichte der Vertreter des Versicherten
zudem einen Bericht von Dr. med. B._, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH,
vom 22. April 2004 ein, welcher ausführte, die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei mit
50% für leichte, wechselbelastende körperliche Tätigkeiten aus rheumatologischer
Sicht adäquat (act. G 5.1.24). Mit Verfügung vom 16. Dezember 2004 widerrief die IV-
Stelle ihre Verfügung vom 27. Mai 2004 und stellte weitere Abklärungen in Aussicht
(act. G 5.1.37).
A.c Am 13./14. März 2006 wurde der Versicherte im AEH (Zentrum für Arbeitsmedizin,
Ergonomie und Hygiene AG, Zürich) von Dr. med. C._, FMH Innere Medizin, und Dr.
med. D._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie, untersucht
und begutachtet und es wurde eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL) durchgeführt (act. G 5.1.58). Die psychiatrische Begutachtung erfolgte am 30.
Juni 2006 durch Dr. med. E._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an der Klinik
Gais (act. G 5.1.59). In den Gutachten vom 15. Mai 2006 und 2. August 2006 wurden
folgende Diagnosen gestellt: 1. ein chronisches Panvertebralsyndrom mit/bei
zervikozephalem und zervikobrachialem Schmerzsyndrom rechts, muskulärer
Dysbalance und Dekonditionierung, Streckhaltung, leichtgradiger Diskusprotrusionen
C5/6 und C6/7 (MRI der HWS vom 9. Januar 2006); 2. ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei muskulärer Dysbalance, kleinvolumiger
medianer Diskushernie L4/5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 bds., kleinvolumiger
Diskushernie mediolateral links L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links (CT der
LWS vom 15. Januar 1999); 3. rechtsseitige therapieresistente Schulterschmerzen mit/
bei latero-caudal-geneigtem Acromion, verdicktem Ligamentum coracoacromiale,
Eindellung des Supraspinatusmuskelbauches mit Bursitis subacromialis und leichter
Tendinose/Tendinitis der Supra- und Infraspinatussehne (MRI der Schulter vom 17.
April 2003); 5. ein chronischer Nikotinabusus; 6. eine Anpassungsstörung mit Ängsten,
Verstimmungen, Sorgen und Anspannungen (ICD-10: F43.23) sowie 7. eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4; act. G 5.1.58-11 und 5.1.59-4). Nach
einer interdisziplinären Konsensbesprechung führte Dr. C._ am 21. August 2006 aus,
aus rheumatologischer Sicht sei dem Versicherten die bisherige Tätigkeit langfristig
nicht mehr zumutbar. Unter Berücksichtigung von Wechselbelastungen sei ihm
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medizinisch-theoretisch eine leichte körperliche Tätigkeit ganztags zumutbar, mit
vermehrten Pausen von zwei bis drei Stunden, welche über den Tag verteilt seien. Mit
den vermehrten Pausen würden sowohl die rheumatologischen als auch die
psychiatrischen Beeinträchtigungen berücksichtigt (act. G 5.1.60).
A.d Im Schlussbericht vom 7./21. August 2007 hielt der Eingliederungsberater fest, der
Versicherte habe sich nicht ernsthaft um die Arbeitssuche bemüht. Beim letzten
Kontakt am 6. August 2007 habe er (der Versicherte) gesagt, dass er sich aus
gesundheitlichen Gründen subjektiv gar nicht arbeitsfähig fühle und er einen
Rentenentscheid wünsche (act. G 5.1.84). Am 16. November 2007 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten mit, eine Arbeitsvermittlung sei zur Zeit nicht möglich (act. G 5.1.89).
A.e Mit Vorbescheid vom 15. November 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, dass er keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (act. G 5.1.91).
Hiergegen erhob der Vertreter des Versicherten am 17. Dezember 2007 Einwand und
beantragte die Zusprache mindestens einer halben Invalidenrente. Er machte im
Wesentlichen geltend, das AEH-Gutachten sei widersprüchlich. Auf Seite 11 werde
ausgeführt, dem Versicherten seien leichte körperliche Tätigkeiten mit
Wechselbelastungen aus rheumatologischer Sicht halbtags zumutbar. Auf Seite 12
werde dagegen erklärt, dass der Versicherte aus rheumatologischer Sicht theoretisch
ganztags mit zwei Stunden vermehrten Pausen arbeiten könne (act. G 5.1.94). Am 18.
Februar 2007 nahm das AEH dazu Stellung und erachtete eine Korrektur seiner
Angaben für notwendig. Es sei gesamthaft von folgendem Zumutbarkeitsprofil
auszugehen: Leichte körperliche Tätigkeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung
seien ganztags zumutbar, wobei eine Leistungsminderung von 50% resultiere, welche
durch die anlässlich des Verzahnungsprogramms festgestellte Verlangsamung
während den Arbeitsabläufen, den bereits empfohlenen Kurzpausen sowie der
psychiatrischen Einschränkung begründet werde (act. G 5.1.101). Mit Stellungnahme
vom 20. Mai 2008 führte Dr. med. F._, Facharzt für Innere Medizin, Physikalische
Medizin und Rehabilitation, Rheumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der
Invalidenversicherung (RAD) aus, die vom AEH angebrachte Korrektur sei nicht
nachvollziehbar. Aus bidisziplinärer Sicht habe weiterhin eine adaptierte
Arbeitsfähigkeit von 70% Gültigkeit (act. G 5.1.108).
B.
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Mit Verfügung vom 16. Juni 2008 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des
Versicherten ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 30% ab (act. G 5.1.110).
C.
C.a Mit Eingabe vom 15. August 2008 erhebt der Vertreter des Versicherten
Beschwerde und beantragt, die Verfügung vom 16. Juni 2008 sei aufzuheben. Dem
Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab Dezember 2003 mindestens eine
Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die
Sache zwecks weiterer Untersuchungen (insbesondere Stellungnahme Dr. B._ und
FMRI) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zudem sei dem Beschwerdeführer
die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur
Begründung bringt er im Wesentlichen vor, es müsse beachtet werden, dass der
Beschwerdeführer diverse Unfälle bzw. Verhebetraumata erlitten habe. Der Rücken wie
der Nacken seien seit Jahrzehnten vorgeschädigt und litten an einem progredienten,
chronischen Geschehen. Eine akute Lumbalgie sei auch am 8. Januar 1999 nach dem
Heben eines Fernsehers aufgetreten, mit Ausstrahlung bis in den ersten Zeh des
rechten Fusses. Schon damals seien die Bandscheiben mit Kontakt zu den
Nervenwurzeln L5 beidseits, mit möglicher Irritation, wie auch Kontakt zur
Nervenwurzel S1 beschrieben worden. Diese Befunde hätten sich im Lauf der Zeit nicht
nur immer wieder bestätigt, sondern auch verschlechtert. Die neusten bildgebenden
Verfahren lägen bezüglich der LWS bereits zehn Jahre zurück; die HWS sei
verschiedentlich geröntgt worden, so auch am 9. Januar 2006, wo die Klinik
Stephanshorn von foraminaler Einengung mit entsprechender möglicher kurzstreckiger
Kompromittierung der auf jener Höhe austretenden Nervenwurzel C6 rechts
gesprochen habe. Somit liege entgegen der Auffassung des RAD somatisches Korrelat
vor. Es sei unumgänglich, betreffend die LWS neue Unterlagen beizuziehen.
Massgebend sei die Beurteilung auf Seite 11 des AEH-Gutachtens, wonach dem
Beschwerdeführer halbtags eine leichte körperliche Tätigkeit zumutbar sei. Beim
Invalideneinkommen sei ein Leidensabzug von 25% vorzunehmen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen an, es sei
nicht zu beanstanden, dass die AEH-Gutachter auf die Anfertigung von eigenen
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Röntgenbildern verzichtet hätten, denn sie hätten sich bei der Erstellung des
Gutachtens auf ergiebiges externes bildgebendes Material (Röntgenbefunde) stützen
können, das eine zuverlässige Beurteilung ermöglicht habe. Zu prüfen sei, ob die
Schlussfolgerungen der AEH-Gutachter in Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit für
der Behinderung angepasste Tätigkeiten aufgrund der erhobenen Befunde plausibel
und nachvollziehbar seien. Die AEH-Gutachter hätten am Bewegungsapparat nur
diskrete Beeinträchtigungen festgestellt, mit denen sie die vom Beschwerdeführer
geklagte Schmerzsymptomatik nicht hinreichend hätten erklären können. Aufgrund der
nicht verwertbaren Resultate der EFL sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer schon beim Einsatz im Verzahnungsprogramm nicht an die Grenzen
seiner Leistungsfähigkeit gegangen sei, sondern dass er vielmehr die berufliche
Abklärung dafür benutzt habe, seine subjektiv empfundene Teilerwerbsunfähigkeit
unter Beweis zu stellen. Dass die AEH-Gutachter die in der Stellungnahme attestierte
50%ige Einschränkung in der Leistungsfähigkeit mit den Erkenntnissen im Bericht des
Verzahnungsprogramms begründeten, vermöge aber allein schon deshalb nicht zu
überzeugen, weil eine somatisch bedingte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit einzig
mit entsprechenden objektivierbaren somatischen Befunden begründet werden dürfe.
Zu prüfen bleibe, ob beim Beschwerdeführer eine psychische
Gesundheitsbeeinträchtigung vorliege, die geeignet sei, eine Arbeitsunfähigkeit zu
bewirken. Dies sei vorliegend zu verneinen. Es sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei (act. G 5).
C.c Am 14. Oktober 2008 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Prozessführung bewilligt (act. G 6).
C.d Mit Replik vom 13. November 2008 hält der Vertreter des Beschwerdeführers an
seinen Anträgen fest (act. G 8).
C.e Mit Duplik vom 24. November 2008 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
fest (act. G 10).

Erwägungen:
1.
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Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E.
1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging am 16. Juni
2008, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten
Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und
aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch
nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals
geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-
Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1).
2.
2.1 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (aArt. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 IVG (bzw. Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember
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2007 in Kraft gestandenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies
bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den Umstand allein, dass sie von einer
Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wurden, ohne weiteres minder
beweiskräftig sind. Denn auch sie können nützliche Äusserungen zum medizinischen
Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein
vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht
eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die
Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in
rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen
wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten angeht, muss die
Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter aufgrund ihrer
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung eher dazu neigen, zu Gunsten ihrer Patienten
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auszusagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im
Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die
potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der
Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf
nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren
Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft
wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits
(BGE 124 I 175 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage
zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in
denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte
wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte
benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben
sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen).
3.
3.1 Streitig und zu prüfen ist vorab der Umfang der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers. Insbesondere ist umstritten, ob bzw. welche Einschätzung der
AEH-Gutachter diesbezüglich überzeugend ist.
3.2 In der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche
Arbeitsfähigkeitseinschätzung der AEH-Gutachter und von Dr. E._ nach der
interdisziplinären Konsensbesprechung abgestellt, wonach dem Beschwerdeführer
unter Berücksichtigung von Wechselbelastungen medizinisch-theoretisch eine leichte
körperliche Arbeit ganztags zumutbar sei, mit vermehrten Pausen von zwei bis drei
Stunden, welche über den Tag verteilt seien (act. G 5.1.60). Diese Gesamtbeurteilung
war vom RAD am 18. Oktober 2006 als überzeugend beurteilt worden (act. G 5.1.61),
und zwar auch noch, nachdem die AEH-Gutachter eingeräumt hatten, in somatischer
Hinsicht liege eine diskrepante Einschätzung zwischen Begründung und
Schlussfolgerung vor; Dr. E._ hielt an seiner Einzelbeurteilung fest (act. G 5.1.108,
106). In der Beschwerdeantwort macht die Beschwerdegegnerin neu geltend, das
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AEH-Gutachten erscheine (nur) insoweit plausibel, als dem Beschwerdeführer für die
zuletzt ausgeübte körperlich schwere Tätigkeit als Maurer eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert werde. Die vom rheumatologischen Gutachter
festgestellten diskreten leichtgradigen Befunde am Bewegungsapparat begründeten
aus somatischer Sicht jedoch weder eine 50%ige noch eine 20%ige Einschränkung in
der Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit. Aus somatischer Sicht sei deshalb von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. In psychiatrischer
Hinsicht bestünden keine Gründe, die für eine Unzumutbarkeit der
Schmerzüberwindung sprächen, weshalb die anhaltende somatoforme
Schmerzstörung ebenfalls keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit bewirke. Der
Beschwerdeführer sei in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (act. G 5).
3.3 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung obliegt die abschliessende
Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen
Leistungsfähigkeit (z.B. nur sitzende oder stehende Arbeiten, nur beschränktes Heben/
Tragen von Lasten etc.) in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin und nicht den
Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Allerdings hat das
Bundesgericht auch entschieden, mit Blick auf die notwendige enge, sich gegenseitig
ergänzende Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft und der Berufsberatung sei
einer leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jede Aussagekraft für die
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen (Urteil vom 4. Juli 2008,
9C_833/2007, E 3.3.2, mit Hinweis; s.a. 8C_364/2007). Im angeführten Urteil vom 4.
Juli 2008 stand das Ergebnis der beruflichen Abklärung in einer erheblichen Diskrepanz
zur medizinisch-theoretischen Einschätzung, weshalb das Bundesgericht die Sache zur
Einholung einer ergänzenden medizinischen Stellungnahme unter Einbezug der
beruflichen Abklärung zurückwies. Im vorliegenden Fall lag den AEH-Gutachtern das
Ergebnis der in der Zeit vom 29. März bis 29. Mai 2004 im Verzahnungsprogramm
durchgeführten Abklärung der beruflichen Leistungsfähigkeit bereits vor. Deren
Ergebnis bezogen die rheumatologischen Gutachter ausdrücklich in ihre Beurteilung
mit ein (vgl. Ziff. 4 des rheumatologischen Gutachtens, act. G 5.1.58.9-11), nachdem
die im Rahmen des Gutachtens durchgeführte eigene Evaluation der Leistungsfähigkeit
(EFL) aufgrund der ausgeprägten Schonhaltung und Selbstlimitierung nur ein bedingt
verwertbares Ergebnis gebracht hatte. Es geht nun nicht an, aufgrund bloss bedingt
bzw. nicht verwertbarer Ergebnisse einer einmalig durchgeführten EFL als Folge eines
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ausgeprägten Schonverhaltens bzw. einer Selbstlimitierung kurzerhand den Schluss zu
ziehen, jede Abklärung der beruflichen Leistungsfähigkeit zeitige derartige
(unverwertbare) Ergebnisse, wie die Beschwerdegegnerin anzunehmen scheint. Aus
dem Abklärungsbericht des Verzahnungsprogramms vom 3. Juni 2004 geht nicht
hervor, dass der Beschwerdeführer durch eine ausgeprägte Schonhaltung aufgefallen
wäre. Es wird vielmehr erklärt, dass die gesetzten Ziele (regelmässiger Arbeitsrhythmus
und Leistungsfähigkeit feststellen) zu 100% erreicht worden seien. Als Stärken werden
hervorgehoben, dass der Beschwerdeführer exakt arbeite, zuverlässig, korrekt,
ordentlich und willig sei. Im Gesamteindruck wird festgehalten, der Beschwerdeführer
sei ein zuverlässiger, flexibler und exakt arbeitender Mitarbeiter, der auch
Verantwortung übernehme. Er könne nur leichte manuelle Arbeiten ausführen. Dabei
arbeite er methodisch geschickt und könne mit maschineller Unterstützung seine
Leistungsfähigkeit erhöhen. Diese gehe jedoch nicht über 50%. Wenn am Schluss
angefügt wird, der Beschwerdeführer klage oder spreche häufig über seine Schmerzen
(act. G 5.1.32-12), so kann diese Bemerkung die Gesamtbeurteilung als solche nicht in
Frage stellen. Wäre an der Einschätzung der abgeklärten Leistungsfähigkeit von 50%
zu zweifeln, so wäre in erster Linie eine Rückfrage erforderlich gewesen. Davon gingen
die Gutachter indessen nicht aus. Sie erklären in Ziff. 4 ihres Gutachtens, dass
aufgrund des unveränderten Verlaufs seit der beruflichen Abklärung im Jahr 2004, an
der der Beschwerdeführer zufriedenstellend mitgewirkt habe, und der aktuellen
Untersuchungsresultate dem Beschwerdeführer leichte körperliche Tätigkeiten mit
Wechselbelastungen aus rheumatologischer Sicht halbtags zumutbar seien.
Demgegenüber führten sie in Ziff. 5 aus, dem Beschwerdeführer seien theoretisch
ganztags leichte körperliche Tätigkeiten mit vermehrtem Pausenbedarf von zwei
Stunden zumutbar. Zur Begründung verwiesen sie auf Ziff. 4 des Gutachtens, wo – wie
ausgeführt – von einer Halbtagsbeschäftigung ausgegangen wird. Auf Rückfrage der
Beschwerdegegnerin bzw. Hinweis auf die Diskrepanz zwischen Begründung in Ziff. 4
und Beurteilung in Ziff. 5 erklären die Gutachter nicht etwa, die Beurteilung in Ziff. 5 sei
gesamthaft zu bestätigen, sondern sie halten an der ausführlichen Begründung in Ziff.
4 fest und korrigieren insoweit Ziff. 5 im Gutachten (act. G 5.1.101). Diese korrigierende
Ergänzung kann nicht kurzerhand als unplausibel abgetan werden. Das AEH-Gutachten
einschliesslich der ergänzenden Erklärung vom 18. Februar 2008 erfüllt grundsätzlich
die Voraussetzungen, die nach der Rechtsprechung an ein beweistaugliches Gutachten
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gestellt werden, wie der RAD ursprünglich selber festgehalten hatte. Die nach der
Ergänzung des Gutachtens angebrachte Kritik des RAD vermag die Beweistauglichkeit
des Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. So leuchtet insbesondere nicht ein, dass der
RAD, ohne den Beschwerdeführer je untersucht oder mit den AEH-Gutachtern
Rücksprache genommen zu haben, eine plausiblere, von der Auffassung der Gutachter
abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vornehmen
können sollte. Der Hinweis auf angeblich fehlende strukturelle Läsionen (act. G 5.1.108)
ist schon deshalb wenig überzeugend, weil im AEH-Gutachten bezüglich der lumbalen
Wirbelsäule auf bildgebendes Material von 1999 abgestellt wird. Hinzu kommt, dass
die gutachterliche, rheumatologische Einschätzung auch im Einklang mit der
Einschätzung von Dr. B._ vom 22. April 2004 steht (act. G 5.1.24). Zwar äusserte sich
dieser Rheumatologe auch zur psychischen bzw. sozialen Situation des
Beschwerdeführers; er beschränkte sich indessen in seiner Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit ausdrücklich auf die rheumatologische Beurteilung (act. G 5.1.24).
Damit kann insgesamt davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in
einer adaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig ist (act. G 5.1.101-2). Es erübrigt sich,
zu prüfen, ob eine Einschränkung aus psychiatrischer Sicht von 30% besteht, wie Dr.
E._ begründete (act. G 5.1.106). Diese Einschränkung ist nämlich nicht zur somatisch
bedingten Einschränkung hinzu zu zählen, wie aus der interdisziplinären Beurteilung
hervorgeht, sondern darin einzuschliessen (vgl. act. G 5.1.60).
4.
Wie oben erwähnt (E. 2.1) wird der Invaliditätsgrad anhand eines
Einkommensvergleichs ermittelt. Da das Valideneinkommen des Beschwerdeführers
vorliegend tiefer ist als sein Invalideneinkommen, hat die Beschwerdegegnerin die
beiden Vergleichseinkommen zu Recht parallelisiert (act. G 5.1.87). Dieses Vorgehen
wird vom Beschwerdeführer denn auch gar nicht beanstandet. In diesem Fall
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung
eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Bundesgerichtsentscheid I 697/05 vom 9.
März 2007 E. 5.4, m.w.H.).
Während die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer keinen Leidensabzug
zugebilligt hat, verlangt dieser den maximal möglichen Abzug von 25%. Erfolgt
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aufgrund eines unterdurchschnittlichen Valideneinkommens eine Parallelisierung der
Vergleichseinkommen, so dürfen lohnbestimmende Umstände, die bereits bei der
Parallelisierung bzw. Heraufsetzung des Valideneinkommens in Anschlag gebracht
worden sind, nicht für die Begründung eines zusätzlichen Abzugs vom anhand
statistischer Werte ermittelten Invalideneinkommen herangezogen werden. Vielmehr
wird sich in solchen Fällen der Abzug in der Regel auf die Berücksichtigung
leidensbedingter Faktoren beschränken (BGE 134 V 329 f. E. 6.2). Vorliegend kann
somit lediglich berücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer nur noch einer
Teilzeittätigkeit nachgehen und nur noch leichte Arbeiten ausführen kann. Dies
rechtfertigt einen Abzug von insgesamt höchstens 10%. Bei einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit beläuft sich der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers somit auf
55%. Damit hat er Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
5.
5.1 Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die
angefochtene Verfügung vom 16. Juni 2008 ist aufzuheben und dem Beschwerdeführer
ist eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung des
Rentenbeginns und der Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin unterliegt, hat sie die
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im vorliegenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von
Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die bereits
bis
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bewilligte unentgeltliche Prozessführung wird bei diesem Verfahrensausgang
gegenstandslos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG