Decision ID: 5dc81e65-e34c-4bcd-ab52-9fb3eaa2ec27
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975, hat keinen Beruf erlernt, ist Vater von drei Kin
dern (geboren 2002, 2004 und 2006) und lebt seit 1992 in d
er
Schweiz, wo er verschiedenen Hilfstätigkeiten nachging (
Urk.
6/3
Ziff. Ziff.
3.1,
Ziff.
4.1,
Ziff.
5.2,
Ziff.
5.4). Ab August 2008 war er als arbeitslos gemeldet (
Urk.
6/13).
Am 11. Juni 2009 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente, berufliche Massnahmen) an (
Urk.
6/3
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Arztberichte (
Urk.
6/15-16,
Urk.
6/20-21,
Urk.
6/34,
Urk.
6/41), Arbeitgeberberichte (
Urk.
6/14,
Urk.
6/17-18)
sowie
Auskünfte bei der Arbeitslosenkasse (
Urk.
6/13) ein und veranlasste ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten, welches am
2.
Dezember 2010 erstattet wurde (
Urk.
6/52).
1.2
Mit Vorbescheid vom 31. Januar 2011 (
Urk.
6/59) stellte die IV-Stelle die Aus
richtung einer ganzen Invalidenrente vom 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011 in Aussicht, wogegen der Versicherte am 25. Februar 2011 einen Einwand erhob (
Urk.
6/62), welchen er am 8. April 2011 ergänzend begründete (
Urk.
6/65). Am 2
2.
Juni 2011 (
Urk.
6/71) reichte
d
er
Versicherte
einen weiteren Arztbericht (
Urk.
6/70) ein. Am 29. August 2011 nahm der
am
von der IV-Stelle beauftrag
te
n Gutachten beteiligte Psychiater
Stellung zu den Eingaben des Versicherten (
Urk.
6/78). Dazu äusserte sich der Versicherte am 5. Januar 2012 (
Urk.
6/81).
Nach Einholen eines weiteren Arztberichts (
Urk.
6/90) und Gewährung des rechtli
chen Gehörs (
Urk.
6/92) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfü
gung vom 4. Juli 2012 (
Urk.
6/96-97 =
Urk.
2) bei einem ermittelten
Invalidi
tätsgrad
von 100
%
für die Zeit von 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011 eine ganze Invalidenrente zu. Hernach ging sie von einem Invaliditätsgrad von 28
%
aus.
2.
Gegen die Verfügung vom 4. Juli 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am
5. Sep
tember 2012 Beschwerde und beantragte, ihm sei ab 1. Oktober 2010 eine ganze, unbefristete Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell seien weitere
Sach
verhaltsabklärungen
vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss mit
Be
schwerdeantwort
vom 11. Oktober 2012 (
Urk.
5) auf Abweisung der Be
schwerde, was dem Beschwerdeführer am 21. März 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Bestimmungen betreffend den Beginn und Um
fang des Rentenanspruchs (Art. 28 und Art. 29 des Bundesgesetzes über die In
validenversicherung, IVG) sowie die gesetzlichen Grundlagen betreffend Be
messung und Veränderung des Invaliditätsgrads (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV; Art. 88
bis
IVV) sind im ange
fochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (
Urk.
Verfügungsteil 2 S. 1). Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar.
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete Invalidenrente um
fasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhe
bung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hin
weisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinwei
sen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten geblie
benen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Renten
anspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit 1. Oktober 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt und ihm nach Ablauf der einjährigen Wartefrist weder seine angestammte noch eine behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar ge
wesen seien, womit ab Oktober 2009 Anspruch auf ganze Rente bestanden habe (Verfügungsteil 2 S. 1 unten). Gestützt auf das von ihr eingeholte Gutachten sei
alsdann
von einer Verbesserung des Gesundheitszustands auszugehen, wobei der Beschwerdeführer in seiner angestammten, schweren Tätigkeit weiterhin zu 70
%
eingeschränkt, ihm aber seit dem Zeitpunkt der Begutachtung im Novem
ber 2010 eine behinderungsangepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei. Gestützt darauf ermittelte die Beschwerdegegnerin - unter Gewährung eines
lei
densbedingten
Abzugs vom Invalideneinkommen von 10
%
- für die Zeit ab April 2011 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 28
%
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber gel
tend, dass der medizinische Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt worden sei und auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gutachten
, insbesondere das psychiatrische Teilgutachten
- aus näher dargelegten Gründen (S. 4 ff.
Ziff.
10-15) - nicht abgestellt werden könne (S. 4
Ziff.
9, S. 6
Ziff.
16).
Sein Gesundheitszustand habe sich
deutlich verschlechtert (S. 6
Ziff.
18). Für den Fall, dass auf die
derzeit
vorliegenden
medizinischen Akten abgestellt werden
sollte,
stellte er sich
sodann
auf den Standpunkt, dass der von der
Beschwerde
gegnerin
vorgenommene
Abzug vom Tabellenlohn
bei der Ermittlung des
Inva
lideneinkommens
zu tief
sei
und
den Umständen nicht Rechnung
trage
(S.
7 f.
Ziff.
21).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Be
schwerdeführer
s
auf eine ganze Rente zu Recht per Ende März 2011 befristet hat
und in diesem Zusammenhang namentlich die Frage, ob
gestützt
auf die
vorlie
genden medizinischen Akten
von
eine
r
Verbesserung des Gesundheits
-
zustands des Beschwerdeführers ausgegangen werden kann.
Unbestritten ist die rückwir
kend vom
1.
Oktober 2010 bis 31. März 2011 zugesprochene ganze Rente. Diese ist aber dennoch in die gerichtliche Prüfung einzubeziehen, da diese den Ren
tenanspruch für den gesamten verfügungsweise gerege
lten Zeitraum zu erfassen hat (vorstehend E
. 1.
3
).
3.
3.1
Der
Zusprache
der befristeten Rente lagen folgende im Hinblick auf die
Ar
-
beitsfä
higkeit
des Beschwerdeführers relevante
medizinische Berichte zu
grunde:
3.2
Dr.
med.
Y._
, Oberarzt Orthopädie,
Z._
, nannte in seinem Bericht vom 10. Juli 2009 (
Urk.
6/16) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1)
eine
Lumboischialgie
links bei Status nach Bandscheibenoperation L5/S1 rechts
(mikrochirurgische
Sequesternuk
leotomie
vom 4. Dezember 2007, vgl.
Ziff.
1.4
). Er führte aus,
nach
Behandlungsab
schluss
am 4. März 2008 seien ab Dezember 2008 linksbetonte
lumboischial
giforme
Beschwerden ohne sensomotorisches Defizit aufgetreten.
kernspinto
mografisch
habe sich eine kleine mediane
Rezidivhernie
L5/S1 gezeigt (
Ziff.
1.4). Eine Arbeitsunfähigkeit sei aktuell nicht mehr gegeben, der Be
schwerdeführer werde wied
er einen Arbeitsversuch starten (
Ziff.
1.6-7).
Am 25. September 2009
(
Urk.
6/20)
berichtete
Dr.
Y._
von einer Progredienz der Lumbalgien und Ischialgien linkseitig (
Ziff.
1.4). Er führte aus, die aktuelle Magnetresonanztomographie (MRI) habe linksseitig einen progredienten Befund ergeben. Für den 1. Oktober 2009 sei eine Operation geplant (
Ziff.
1.5).
Seitens der
Z._
sei
keine Arbeitsunfäh
igkeit
mehr
bescheinigt worden
(
Ziff.
1.6).
Am 8. Dezember 2009 (
Urk.
6/
21
) berichtete
Dr.
Y._
, am 1. Oktober 2009 sei eine mikrochirurgische Dekompression und
Nukleotomie
L5/S1 links erfolgt (
Ziff.
1.1). Der postoperative Verlauf sei komplikationslos gewesen mit Besse
rung der Symptomatik (
Ziff.
1.4). Bis 31. Dezember 2009 sei eine Arbeitsunfä
higkeit bescheinigt worden (
Ziff.
1.6).
Am 19. August 2010 (
Urk.
6/41) berichtete
Dr.
Y._
, bei persistierenden Be
schwerden sei am 29. April 2010 eine mikrochirurgische Revision und Re-De
kompression L5/S1 beidseits mit Re-
Nukleotomie
von links durchgeführt wor
den. Bei der klinischen Verlaufskontrolle Mitte Juni
2010
habe der Beschwer
deführer über eine Zunahme der Beschwerden sowohl lumbal als auch bezüglich der Ischialgie linksseitig berichtet (
Ziff.
1.4). Die Arbeitsunfähigkeit s
e
i
bis
25. Juli 2010 verlängert worden (
Ziff.
1.6). Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht sehe er keinen weiteren Therapieansatz. Die Prognose sei schlecht, die Einschätzung des Beschwerdeführers schwierig geworden. In einer angepassten Tätigkeit sollte eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
erreicht werden (
Ziff.
1.11).
3.3
Am
2.
Dezember 2010 erstatteten
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt Orthopädie FMH, und
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
C._
, ein
ortho
pädisch
-psychiatrisches
Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/52/1-20). Sie stützten sich auf die ihnen zur Verfügung gestellten Akten, ihre am 16. November 201
0
durchgeführte orthopädische (S. 3 ff) und psychiat
rische (S. 7 ff., vgl. auch
Urk.
6/52/21-33) Untersuchung sowie die Ergebnisse aktueller Bildgebungen (vgl. S. 1 f.
Ziff.
1.2).
D
ie Gutachter
nannten
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
-
fähig
keit
(S. 17 f.
Ziff.
7.1):
Diskusprotrusion
L4/5 mit linksseitiger
Rezessusstenose
und
Beein
-
trächti
gung
der Nervenwurzel L5
Diskushernie L5/S1
dorsomedial
mit Beeinträchtigung der Nervenwurzel S1 rechts
Zustand nach mikrochirurgischer Sequester- und
Nukleotomie
L5/S1 rechts im November 2007
,
mikrochirurgische
r
Dekompression und
Nuk
leotomie
L5/S1 links im Oktober 2009
sowie
mikrochirurgische
r
Revision und Redekompression L5/S1 beidseits mit
Renukleotomie
von links
im April
2010 und
epiduraler
Fibrose
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter
Nikotinabusus
sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge (S. 18
Ziff.
7.2).
Die Gutachter führten aus, die lumbalen Schmerzen und die abnormen Untersu
chungsbefunde der LWS könnten auf die im MRI sichtbare
Diskusprotrusion
L4/5 mit linksseitiger
Rezessusstenose
und Beeinträchtigung der Nervenwurzel L5 sowie die Rezidiv-Diskushernie L5/S1
dorsomedial
mit Beeinträchtigung der Nervenwurzel S1 rechts und die
epidurale
Fibrose
bei Zustand nach dreimaliger Voroperation zurückgeführt werden. Im psychischen Zustand liessen sich ledig
lich Hinweise für seit Jahren bestehende akzentuierte Persönlichkeitszüge erhe
ben. Daneben werde seit Anfang 2008 eine subjektive Verschlechterung der
psychischen Verfassung angegeben und es liessen sich im Zusammenhang mit den körperlichen Beschwerden sowie den damit einhergehenden Beeinträchti
gungen eine Verschärfung der akzentuierten Persönlichkeitszüge mit vermehrter Reiz- und Erregbarkeit feststellen. Diese Verhaltensauffälligkeiten hätten sich seit etwa sechs Monaten wieder gebessert. Daneben liessen sich keine depressi
ven Störungen oder andere psychische Erkrankungen mit Krankheitswert diag
nostizieren. Aufgrund von Par
t
nerproblemen und Konflikten im Umgang mit anderen Personen befinde sich der Beschwerdeführer seit etwa zehn Jahren in psychologischer oder psychotherapeutischer Behandlung. Bei fehlenden psy
chischen Störungen mit Krankheitswert sei keine Beeinträchtigung der emotio
nalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität und der Dauerbelastbarkeit anzu
nehmen und auch die Schmerzverarbeitung und die Schmerzbewältigung
sei
nicht gestört. Somit verfüge der Beschwerdeführer ausreichend über die not
wendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und diese seien, so
fern sie nicht organisch begründbar seien, mit einer zumutbaren
Willensan
strengung
ausreichend überwindbar (S. 17 Mitte).
Für die bisherige Tätigkeit als Lagerist und Hilfsarbeiter sei die Arbeitsfähigkeit aus orthopädisch-psychiatrischer Sicht bei voller Stundenpräsenz auf 30
%
(Ar
beitsunfähigkeit 70
%
) festzulegen, dies ab dem Zeitpunkt der Begutachtung. Zudem habe mindestens seit dem 26. November 2007 während mindestens drei Monaten und seit dem 1. Oktober 2009 gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eine volle Arbeitsunfähigkeit (Arbeitsfähigkeit 0
%
) im Rahmen der postoperati
ven Rehabilitation
en
bestanden (S. 18
Ziff.
8.1). Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig inklinierte und
reklinierte
sowie ro
tierte Körperhaltungen eingenommen werden und Gegenstände über fünf Kilo
grammen gehoben oder getragen werden müssten, könnten gesamthaft bei vol
ler Stundenpräsenz seit dem Zeitpunkt der Begutachtung vollumfänglich (Ar
beitsunfähigkeit 0
%
) zugemutet werden. Ab dem 26. November 2007 habe während mindestens drei Monaten und erneut seit dem 1. Oktober 2009 bis zum Zeitpunkt der Begutachtung auch in adaptierten Tätigkeiten gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eine volle Arbeitsunfähigkeit (Arbeitsfähigkeit 0
%
) be
standen (S. 18
Ziff.
8.2).
3.
4
Am 5. April 2011 (
Urk.
6/70) berichtete die Hausärztin des Beschwerde
führers,
Dr.
med.
D._
. Sie führte aus, als Nicht-Orthopädin und Nicht-Psychi
aterin keine Stellungnahme
zum Gutachten des
C._
vom
2.
Dezember 2010
abgeben
zu können
. Es fehlten
aber
folgende Diagnosen:
Helicobacter
positive Gastritis 2001
Clusterheadache
, Globusgefühl 2009
Handgelenksarthritis links nach Überbelastung im November 2008
Thoraxwandschmerz
im Mai 2007
Peritonsillarabszess
im März 2008
chronische Prostatitis seit 1998
3.
5
Pract
. med.
E._
, Oberärztin Wirbelsäulenchirurgie,
F._
, bei welcher der Beschwerdeführer
am 25. März 2011 (vgl.
Urk.
6/76/3-5)
und am 28. Juni 2011 vorstellig geworden war
, berichtete am 25. August 2011 (
Urk.
6/76/1-2).
Als
Diagnose nannte sie eine persistierende
Lumboischialgie
linksbetont bei
Osteochondrose
L5/S1
sowie
Narbengewebe beziehungsweise
ei
nen fraglichen
kleine
n
Reprolaps
L5/S1
(MRI vom 28. Juni 2011, vgl. S. 1 un
ten)
bei Status nach den drei bereits bekannten operativen Eingriffe
n (S. 1 Mitte). Sie führte aus,
dass auf Grund der vielen Voroperationen und der persis
tierenden Beschwerden
ihres Erachtens das Segment L5S1 nun fusioniert wer
den
sollte. Sie denke, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Befundes als La
gerist nicht vermittelbar sei, vielleicht aber in einem Bereich, in dem keine kör
perliche Belastung mit Tragen von Gegenständen schwerer als fünf bis zehn Kilogrammen erforderlich sei (S. 1 unten, S. 2 oben).
3.
6
In seiner Stellungnahme vom
29. August 2011
(
Urk.
6/78) führte
Dr.
B._
aus,
nebst den im Gutachten beschriebenen akzentuierten
Persönlichkeitszügen mit vermehrter Reizbarkeit und Erregbarkeit hätten sich keine depressiven Stö
rungen oder andere psychische Störungen mit Krankheitswert erheben lassen. Auch bei einer zweimaligen psychiatrischen Untersuchung hätten keine anderen psychiatrischen Diagnosen gestellt werden können, da der Untersuchungsbe
fund eindeutig gewesen sei. Wenn der Beschwerdeführer, wie im Einwand des Rechtsvertreters vom 8. April 2011 (vgl.
Urk.
6/65) beschrieben, im März 2011 einen Selbstmordversuch durchgeführt habe, könne nicht ohne weiteres auf eine Depression geschlossen werden. Vor allem in Belastungssituationen könnten bei einer reizbaren, erregbaren Persönlichkeit auch selbstaggressive Handlungen mit Suizidversuchen auftreten. Sollte sich im Verlauf nach der psychiatrisch-gutachterlichen Untersuchung tatsächlich eine depressive Störung entwickelt haben, die von einer psychiatrischen Fachstelle bestätigt werde, sei eine psychi
atrische Kontrolluntersuchung zu empfehlen. Aus der Stellungnahme von
Dr.
D._
vom 5. April 2011 (vgl. vorstehend E. 3.4) ergäben sich keine neuen Aspekte (S. 2).
3.7
A
m 20. Januar 2012
wurde
in der
F._
eine diagnostische und
thera
peutische Infiltration
p
eritrochanter
links durchgeführt, dies aufgrund ei
nes
diagnostizierten
Trochanterschmerzes
links mit Verdacht auf Bursitis
tro
chanterica
(
Operationsbericht vom 21. Januar 2012
,
Urk.
6/86).
3.
8
Dr.
med.
G._
, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 27. Februar 2012
(
Urk.
6/90/5)
, dass beim Be
schwerdeführer in den letzten Jahren aus psychiatrischen Gründen keine Ar
beitsunfähigkeit über einen nennenswerten Zeitraum
vorgelegen habe.
4.
4.1
Das
C._
-Gutachten
vom Dezember 2010 (vorstehend E. 3.3)
ist für die streiti
gen Belange umfassend
, beruht auf eigenen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in K
enntnis der
Vorakten
abgegeben.
D
er am Gutachten beteiligte Orthopäde
Dr.
A._
legte i
n Würdigung der
Vorakten
,
der bildgebenden
sowie
seiner
sorgfältig erhobenen
klinischen Be
funde
(
vgl.
Urk.
6/52/4 f.
Ziff.
4
)
in nachvollziehbarer und schlüssig begründe
ter Weise dar, dass der
Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht
nach den
operativen Eingriff
en
vom Oktober 2009
und vom April 2010
im Rahmen der postoperativen Rehabilitation
en
weder
in der angestammten
noch
in einer
lei
densangepassten
Tätigkeit
arbeitsfähig
gewesen sei
,
jedoch
ab dem Zeitpunkt
seiner Untersuchung
von einer wiedererlangten Arbeitsfähigkeit von 30
%
in den angestammten Tätigkeiten als Lagerist und Hilfsarbeiter und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeite
n - verstanden als wechselbelastende Tätigkeiten, welche in temperierten Räumen ausgeübt wer
den können und bei welchen nicht häufig inklinierte,
reklinierte
sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen und mit Gegenstände schwerer als fünf
Kilo
grammen hantiert werden müsse
- ausgegangen werden k
önne
(
Urk.
6/52/5 f.
Ziff.
5.3-6).
Vor de
m
Hintergrund der
anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers (
Urk.
6/52/9 ff.
Ziff.
3.2) sowie d
e
m
anlässlich der Begutachtung
erhobenen psychischen Status (
Urk.
6/52/12 f.
Ziff.
3.3) erweist sich sodann auch die Ein
schätzung des am Gutachten beteiligten Psychiaters
Dr.
B._
, wonach beim Beschwerdeführer kein krankheitswertige
s
psychisches Leiden mit Auswirkun
g
en
auf die Arbeitsfähigkeit bestehe
, als nachvollziehbar und über
zeugend.
D
as
C._
-Gutachten
genügt
damit
den praxisgemässen Kriterien, weshalb grundsätzlich darauf abzustellen ist.
4.2
Der Beschwerdeführer machte unter Hinweis auf einen Selbstmordversuch im März 2011 geltend,
Dr.
B._
habe seinen Gesundheitszustand v
öllig unzu
treffend eingeschätzt
(
Urk.
1 S. 5
Ziff.
12).
In
Kenntnis dieses Umstands bestä
tigte
Dr.
B._
in
seiner Stellungnahme vom August 2011 (vorstehend E. 3.6)
,
dass beim Beschwerdeführer
a
nlässlich der Begut
achtung
keine depressiven oder andere
n
psychische
n
Störungen mit Krankhei
tswert zu erheben gewesen seien. Sodann legte er in nachvollziehbarer Weise dar
, dass aufgrund des Selbstmordversuchs des Beschwerdeführers nicht ohne Weiteres auf eine De
pression geschlossen werden könne
und in Belastungssituationen bei einer reiz
baren, erregbaren Persönlichkeit, wie sie beim Beschwerdeführer vorliege, selbstaggressive Handlungen mit Suizidversuchungen auftreten könnten.
A
us den Akten ergeben sich des Weiteren
keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdeführer nach Erstattung des
C._
-Gutachtens in psy
chiatrische Behandlung begeben
beziehungsweise die Therapie bei seiner ihn seit Jahren behandelnden Psychiaterin
Dr.
G._
(vgl.
Urk.
6/52/11 Mitte) inten
siviert hätte, was gegen eine relevante Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustands beziehungsweise das Vorliegen einer relevanten psychi
schen Störung spricht.
Den Akten sind sodann
auch
keine Anhaltspunkte für die angeblich
e (vgl.
Urk.
6/65 S. 4 Mitte)
psychiatrische
Hospitalisation
nach dem Suizidversuch
zu entnehmen
. Festzuhalten ist schliesslich
, dass die
Beschwerde
gegnerin
nach Kenntnis des Suizidversuchs - ihrer
Abklärungspflicht nach
kommen
d - einen ergänzenden Bericht bei
Dr.
G._
einholte. Mit Blick darauf, dass auch
Dr.
G._
in ihrem Bericht vom
Februar 2012
(vorstehend E. 3.8)
angab, dass beim Beschwerdeführer in den letzten Jahren aus psychiatrischen Gründen keine Arbeitsunfähigkeit über einen nennens
wer
ten Zeitraum vorgelegen habe, ist
nicht zu beanstanden
, dass die
Beschwerde
gegnerin
im Verfügungszeitpunkt
weiterhin auf das
C._
-Gutachten abstellte und das Vorliegen eines relevanten psychischen Gesundheitsschadens verneinte.
4.3
Zum
Vorbringen
des Beschwerdeführers, wonach auf die psychiatrische Beurtei
lung durch
Dr.
B._
nicht abgestellt werden könne, da dieser nicht im Be
sitze eines
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
sei
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
11)
gilt es zu bemerken, dass r
echtsprechungsgemäss nicht verlangt
wird
, dass ein me
dizinischer Gutacht
er eine FMH-Ausbildung nachweisen kann; e
ine im Ausland erworbene Fachausbildung g
enügt (BGE 137 V 210 E. 3.3.2,
Urteil des Bundes
gerichts 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 2.4 mit Hinweisen).
Da
Dr.
B._
über eine österreichische Fachausbildung
verfügt
, welche
in der Schweiz anerkannt wurde
(vgl. www.medregom.admin.ch),
ist
seine fachliche Qualifikation zur Erstattung eines Gutachtens
nicht in F
rage
zu stellen
.
4.4
Ferner kritisierte d
er Beschwerde
führer
, dass
Dr.
B._
seine Beurteilung auf nur ei
ne einzige Untersuchung stütz
e
(
Urk.
1 S. 5
Ziff.
14)
. N
ach der Rechtspre
chung des Bundesgerichts
lässt sich
ein genereller Zeitrahmen für eine psychi
atrische
Untersuchung nicht verbindlich angeben. Der Zeitaufwand für eine sol
che Untersuchung schwanke in weiten Grenzen, je nach Fragestellung und zu beurteilender Psychopathologie (Urteil des Bundesgerichts I 58/06 vom 13. Juni 2006 E
2.
1 mit Hinweisen).
Sodann sehen d
ie
(nach Erstattung des
C._
-Gut
achtens ergangenen)
Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der
Eid
genössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesellschaft für Psy
chiatrie und Psychotherapie (SGPP)
vom Februar 2012 nicht zwingend mehrere Untersuchungstermine vor, sondern es wird eine mehrfache Exploration unter gewissen Umständen lediglich empfohlen (S. 12).
Vor diesem Hintergrund sowie mit Blick darauf, dass
Dr.
B._
anlässlich seiner Begutachtung keine An
haltspunkte für das Vorliegen eines relevanten psychiatrischen Leidens, na
mentlich auch nicht für ein depressives Geschehen
,
hatte, is
t es der
Beweiswer
tigkeit
seiner
gutachterlichen Einschätzung nicht abträglich, dass
er
den Be
schwerdeführer lediglich einmal exploriert hat.
4.5
Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf den operativen Eingriff vom
20. Januar 2012 (vgl. vorstehend E. 3.7)
schliesslich
eine Verschlechterung seines physischen Gesundheitszustands geltend machte
(
Urk.
1 S. 6
Ziff.
15)
, ist fest
zuhalten, dass
anlä
sslich der erwähnten Operation unter Lokalanästhesie die Hüfte des Beschwerdeführers zu diagnostisch-therapeutischen Zwecken infil
triert wurde, es sich mithin um einen verhältnismässig kleinen Eingriff handelte, welcher
seine
Arbeitsfähigkeit überwiegend wahrscheinlich nicht massgebend
und jedenfalls nicht längerdauernd
beeinträchtigt haben dürfte. Dafür spricht nicht zuletzt der Umstand, dass im Operationsbericht keine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers steht der Ein
griff vom 20. Januar 2012 einem Abstellen auf
das
C._
-Gutachte
n
daher nicht entgegen.
4.6
Zusammenfassend ist der Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass
der Beschwerdeführer ab Oktober 2009
gesundheitsbedingt weder in seinen
an
gestammten noch in angepassten Tätigkeiten
arbeitsfähig war,
sich
sein
Ge
sundheitszustand
aber
spätestens
im Zeitpunkt der Begutachtung im
C._
so
weit verbessert hatte, dass ihm
seine angestammten Tätigkeiten wieder im Umfang von 30
%
sowie
eine leidensangepasste Tätigkeit
wieder vollumfänglich
zumutbar war
en. Damit ist
eine revisionsrelevante Verbesserung des Gesund
heitszustands ausgewiesen
.
5.
5.1
Nachdem die
C._
-Gutachter dem Beschwerdeführer ab Oktober 2009 bis zum Zeitpunkt ihrer Begutachtung eine volle Arbeitsunfähigkeit sowohl in de
n an
gestammten als auch in
angepassten Tätigkeit attestierten,
ist
für die Zeit
ab Oktober 2010
(Ablauf der einjährigen Wartezeit, vgl.
Urk.
6/57)
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ausgewiesen.
5.2
Der Invaliditätsgrad
für die Zeit ab Mitte November 2011 (Verbesserung des Gesundheitszustands)
ist
unbestrittenermassen
anhand der allgemeinen Methode des Ei
nkommensvergleichs zu bestimmen. Gemäss bundesgerichtlicher Recht
-
spre
chung
ist für die Ermittlung des
Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im
massgebenden
Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empi
rischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsscha
den
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
5.3
Die Beschwerdegegnerin
stellte
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den Lohn ab, welchen der Beschwerdeführer in seiner Anstellung als Lagerist bei der
H._
erzielt hatte (
Fr.
71‘400.-- im Jahr 2005
, vgl.
Urk.
6/14/3
Ziff.
2.10
), und errechnete unter
Berücksichtigung
der
Nominalloh
nentwicklung
bis
ins
Jahr 2010 ein massgebendes
Valideneinkommen
von
Fr.
78‘
134.--
(
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S. 2 oben, vgl. auch
Urk.
6/56). Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Valideneinkommen
blieb unbestritten
.
Aus den Akten ergibt sich, dass die
H._
das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer, welches 1996 begonnen hatte (
Urk.
6/14
Ziff.
2.1), am 27. September 2006, mithin vor Eintritt des Gesundheitsschadens, per 31. Januar 2007 aus wirtschaftlichen Gründen auflöste (
Urk.
6/14/9).
Vor diesem Hintergrund
steht fest
, dass der Beschwerdeführer ohne Gesund
heitsschaden
nicht mehr bei der
H._
tätig
wäre,
weshalb zur Ermittlung des
Valideneinkommens
nicht unbesehen auf
den
dort erzielten Lohn abgestellt werden kann.
Angesichts der Tatsache
, dass der Beschwerdeführer in seiner da
ra
u
ffolgenden, befr
isteten Anstellung als Mitarbeiter Lager/Wareneingang
bei der
I._
in der Zeit von Jun
i 2007
bis Juli 2008
ein Einkommen von rund
Fr.
72‘868.-- (
Fr.
33‘904.90 +
Fr.
38‘962.90) erzielte (
Urk.
6/17
Ziff.
2.1-2 und
Ziff.
2.10), was einem Jahreslohn von rund
Fr.
62‘458.-- (
Fr.
72‘868.-- : 14 x 12), entspricht, erscheint
der von der Beschwerdegegnerin angenommene
Va
lidenlohn
als
(
zu
)
hoch.
V
on weitergehenden Ausführungen zum
Validenein
kommen
kann vorliegend allerdings
abgesehen werden
, da
- wie im Folgenden dargelegt - auch unter Berücksichtigung des von der Beschwerdegegnerin er
mittelten
Valideneinkommens
ab Mitte November 2011
kein
rentenbegründen
der
Inv
aliditätsgrad mehr resultiert.
5.4
Zur
Bemessung des Invalideneinkommens
ist unbestrittenermassen
auf
die vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
abzustellen, da
der Beschwerdeführer
nach Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
keine neue Erwerbstätigkeit
aufgenommen hat
(
vgl.
BGE 126 V 75 f.
E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1
).
Mit Blick darauf,
dass der Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung verfügt und
er gemäss gut
achterlicher Einschätzung in der Lage ist, angepasste Tätigkeiten im Sinne von leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit
en auszuüben
(vgl. vorstehend E. 3.3), ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf den standardisierten Durchschnittslohn der Männer für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtli
chen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors
abstellte
(Tabelle A1, Niveau 4, Total)
. Aus
gehend vom diesem Tabellenlohn gemäss den LSE 2008
,
unter Be
rücksichtigung der
massgebenden
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2010 ermittelte die Beschwerdegegnerin ein
nicht zu beanstandendes
Invalideneinkommen von
Fr.
62‘674
.--
in dem
dem
Beschwerdeführer ab Mitte November 2011 zumutba
ren 100
%
-Pensum
(
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S. 2 oben,
Urk.
6/56).
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens
25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Vorliegend fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführ zwar einfache und repeti
tive Tätigkeiten ausüben kann, er dabei aber aufgrund des von den
C._
-Gut
achtern erstellten Belastungsprofils
(vgl. vorstehend E. 3.3)
zusätzlich einge
schränkt ist
und damit
im Vergleich zu Arbeitnehmern, welche für
alle vom Anforderungsniveau 4 der LSE erfassten
Hilfsarbeitertätigkeiten voll leistungs
fähig und entsprechend einsetzbar sind, eine gewisse lohnmässige Benachteili
gung
erfährt
.
Diesem Umstand trug die Beschwerdegegnerin durch Gewährung eines Abzugs vom Invalidenlohn von 10
%
angemessen Rechnung.
Für
einen höheren Abzug, insbesondere nicht für
den vom Beschwerdeführer geltend
gemachten Maximalabzug von 25
%
,
besteht kein Raum, zumal d
er Beschwerdeführer mit Jahrgang 1975
jungen Alters
ist
, bereits seit 1992 in der Schweiz
lebt
und
seither über eine
praktisch
lückenlose Erwerbsbiografie
in unterschiedlichen Branchen und bei unterschiedlichen Arbeitgebern verfügt
(vgl.
Urk.
6/12
und
Urk.
6/52/2 f.
)
. Vor diesem Hintergrund
ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 7
Ziff.
21)
insbesondere
nicht
überwiegend wahrscheinlich davon
aus
zugehen,
dass sich
seine
Nationalität lohnmindernd auswirkt.
Soweit
d
er
Beschwerdeführer
schliesslich geltend machte, in einer allfällig neuen Tätigkeit über keine berufliche Erfahrung zu verfügen (
Urk.
1 S
. 7
Ziff.
21)
,
gilt es zu bemerken
, dass diesem Umstand bereits durch das Abstellen auf das Anforderungsniveau 4 der LSE Rechnung getragen wurde, da die dort erfassten Tätigkeiten - im Unterschied zu
m
Anforderungsni
veau
3 - gerade keine Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen.
Das
massgebende Invalideneinkommen
ist somit mit der Beschwerdegegnerin auf rund
Fr.
56‘407.-- festzusetzen
(
Fr.
62‘674
.-- x 0.9)
.
5.
6
Der
Vergleich des
von der Beschwerdegegnerin
ermittelten
hypothetischen
Vali
deneinkommens
von
Fr.
78‘134.--
(vgl. vorstehend E.
5.3
) mit dem hypotheti
schen Invalidenlohn von
Fr.
56‘407.--
(vorstehend E. 5.
5
)
ergibt eine
Einkom
menseinbusse
von
Fr.
21‘727.--
und damit einen
rentenausschliessenden
Invali
ditätsgrad
von
28
%
.
Unter Berücksichtigung der Frist gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV hat die
Beschwer
-
de
gegnerin
die Rente des Beschwerdeführers somit zu Recht per Ende März 2011 aufgehoben.
D
i
e angefochtene
Verfügung
erweist sich somit als
rechtens,
was zur
Abweisung
der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), auf
Fr.
800.-- anzuse
tzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.