Decision ID: cd9a34a4-9569-4c78-8b40-262e1e9fd209
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Bauarbeiter bei der B._ AG angestellt
und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen
Unfallfolgen versichert, als er am 28. August 2013 einen Berufsunfall erlitt, bei welchem
er aus ca. drei Metern auf einen Betonboden stürzte und sich an beiden Füssen
verletzte (Suva-act. 1 i.V.m. 10 S. 1). Noch gleichentags wurde er im Spital C._
notfallmässig stationär aufgenommen (Suva-act. 10). In einem CT der oberen
Sprunggelenke (OSG) vom 29. August 2013 zeigten sich beidseits Frakturen der
Calcenei (Suva-act. 12 und 10 S. 1 und 4; vgl. ferner Suva-act. 16). Die behandelnden
Ärzte entschieden sich für eine konservative Therapie mittels Ruhigstellung in
Rückfussentlastungsgipsen und bescheinigten dem Versicherten eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 10 S. 1 ff.). Mit Schreiben vom 3. September 2013 teilte
die Suva dem Versicherten mit, dass sie ihre Versicherungsleistungen
(Kostenvergütung der Heilbehandlung und Taggeldleistungen) für die Folgen des
Berufsunfalls erbringe (Suva-act. 3). Eine bildgebende Untersuchung vom 5.
September 2013 ergab keinen Nachweis einer sekundären Dislokation der bekannten
Calcaneifrakturen (Suva-act. 14). Da sich die physiotherapeutische Mobilisation unter
Vollbelastung zwar langsam, aber unproblematisch gestaltete, entliessen die
behandelnden Ärzte des Spitals C._ den Versicherten am 7. September 2013 nach
Hause (Suva-act. 10 S. 1 ff.). Anlässlich einer Verlaufskontrolle vom 3. Oktober 2013
wurden die Gipse entfernt. In einer bildgebenden Untersuchung ohne Fixationsverband
zeigte sich eine gering dislozierte Fraktur des Tuber calcanei medial beidseits, jedoch
keine Sekundärdislokation (Suva-act. 13). Dem Versicherten wurde das Tragen von
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Spezialschuhen mit Fussbettung und Fersenpufferung empfohlen (Suva-act. 15 S. 2). In
einer bildgebenden Untersuchung im Spital C._ vom 31. Oktober 2013 zeigten sich
vergleichend zur Voruntersuchung vom 3. Oktober 2013 stationäre
Stellungsverhältnisse der mehrfragmentären und gering dislozierten Fraktur des Tuber
calcanei beidseits mit weiterhin abgrenzbaren Frakturspalten ohne Nachweis einer
sekundären Dislokation (Suva-act. 29). Ein CT vom OSG beidseits vom 16. Dezember
2013 ergab eine in geringer Fehlstellung subtotal knöchern-konsolidierte Fraktur des
Tuber calacanei medial beidseits ohne Nachweis einer Refraktur (Suva-act. 43).
A.b Vom _. Januar bis _. Februar 2014 nahm der Versicherte auf Zuweisung der Suva
an einer stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon teil (Suva-act. 48 S. 1 ff.),
in deren Rahmen am 7. Februar 2014 ein orthopädisches Konsilium durchgeführt
wurde. Dr. med. D._, Facharzt Allgemein- und Unfallchirurgie, hielt in seiner
Beurteilung fest, dass etwa fünf Monate nach dem Unfall nun beide Frakturen knöchern
konsolidiert seien, der Versicherte jedoch noch starke Schmerzen an der linken und
leichte Beschwerden an der rechten Ferse beklage. Nach Hinzuziehen des
Schuhtechnikers könne zusätzlich noch ein Puffer sowie eine Abrollhilfe bei den
Schuhen angebracht werden, was die Beschwerden eventuell noch bessern könnte.
Ansonsten stünden keine weiteren Massnahmen zur Verfügung. Die mit Olfen
durchgeführte Monotherapie könnte allenfalls vorübergehend noch ausgebaut werden.
Das geschilderte Beschwerdebild sei fünf Monate nach den erlittenen Frakturen noch
als adäquat zu bezeichnen. Bezüglich der Frakturen bestehe keine Belastungslimite
mehr, sondern nur im Rahmen der subjektiv geklagten Beschwerden (Suva-act. 48 S. 9
und 10). Im Austrittsbericht der Rehaklinik vom 19. Februar 2014 führten die
behandelnden Ärzte aus, die bisherige Tätigkeit als Z._ oder Y._ sei dem
Versicherten nicht zumutbar, da es sich dabei um eine schwere, ganztags stehende
oder gehende Arbeit handle. Eine leichte wechselbelastende Arbeit ohne Gehen in
unebenem Gelände, ohne Zwangspositionen für beide Füsse und ohne
längerdauerndes Treppensteigen sowie Ersteigen von Leitern und Gerüsten sei dem
Versicherten ganztags zumutbar. Auch sei zu erwarten, dass perspektivisch eine
leichte bis mittelschwere Tätigkeit möglich werde (Suva-act. 48 S. 1 ff.). Am 3. März
2014 hielt Suva-Kreisärztin Dr. med. E._, Fachärztin Neurochirurgie, fest, dass ein
Arbeitsversuch mit zwei bis drei Stunden mittelschwerer Arbeit ohne Besteigen von
Leitern und Gerüsten durchgeführt werden könne, wobei bei Erfolg eine mittelschwere
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Tätigkeit mit den von ihr erwähnten Einschränkungen halbtags durchgeführt werden
könne (Suva-act. 50). Anlässlich einer Besprechung vom 18. März 2014 erklärte sich
der Versicherte mit der Durchführung eines Arbeitsversuchs bei seiner bisherigen
Arbeitgeberin, in dessen Rahmen er für zwei bis drei Stunden pro Tag eine
mittelschwere Arbeit ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten und ohne Absteigen in
Gräben sowie ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände durchführen sollte, als
einverstanden (Suva-act. 55). Der Arbeitsversuch startete am _ 2014, musste jedoch
nach drei Tagen aufgrund zu starker Schmerzen abgebrochen werden (Suva-act. 65;
vgl. ferner Suva-act. 62).
A.c In einer MRT-Untersuchung des OSG links vom 2. Mai 2014 zeigte sich eine durch
mechanische Reizung bedingte Flüssigkeitsimbibierung des an die wenig verdickte
Plantarfaszie angrenzenden Fettgewebes bei leichter Fasciitis plantaris und ein kleiner
polylobulierter posteriorer Gelenksrezessus des unteren Sprunggelenks (USG) als
banaler Nebenbefund, im Übrigen eine altersentsprechend normale MRT des linken
Rückfusses (Suva-act. 76). Am 13. Mai 2014 berichtete Dr. med. F._, Chirurgie Spital
C._, dass der Versicherte ihn im Spital beim Gang zur Physiotherapie zufällig
angesprochen habe. Der Versicherte sei ausser sich gewesen, dass keine weiteren
Abklärungen durchgeführt worden seien bzw. eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert
worden sei. Aufgrund der vom Versicherten beklagen Beschwerden hätte er sich
erlaubt, diesen in seiner unfallchirurgischen Spezialsprechstunde zu beurteilen. In
seiner Beurteilung hielt Dr. F._ fest, dass er aufgrund der starken Druckdolenz mit
Ausstrahlung nach distal von einer Tibialis posterior Tendinitis retromalleolär im
osteofibrösen Kanal ausgehe. MR-tomographisch zeige sich hierbei jedoch kaum ein
Korrelat. Eine wesentliche Besserung der Symptomatik zeige sich auch nach erneut
angepasstem Schuhwerk nicht. Er empfehle das angepasste Schuhwerk höchstens
noch mit einer medialen Fussranderhöhung zu optimieren. Im Weiteren sollten
physiotherapeutische Dehnungen durchgeführt werden, wobei Ultraschall,
Iontophorese und Bindegewebsmassagen die Therapie unterstützten sollten.
Schliesslich sollte das insgesamt seltene hintere Tarsaltunnelsyndrom auf jeden Fall
neurologisch ausgeschlossen werden (Suva-act. 70). Am 28. Juli 2014 untersuchte Dr.
med. G._, Neurologie FMH, den Versicherten auf Zuweisung der Suva. Er hielt in
seiner Beurteilung fest, dass sich deutliche Hinweise auf eine Symptomausweitung
finden liessen, die eine schlüssige klinisch-neurologische Beurteilung erschweren
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würden. Er habe daher eine eingehende elektrophysiologische Untersuchung
durchgeführt, die beidseits keine Hinweise auf ein Tarsaltunnelsyndrom ergeben habe.
Auch für eine anderweitige Läsion eines peripheren Nervs am linken Fuss zeigten sich
keine Anhaltspunkte. Aus rein neurologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit
und gegenwärtig kein therapeutischer Handlungsbedarf (Suva-act. 86).
A.d Am 8. September 2014 untersuchte Dr. E._ den Versicherten. In ihrer Beurteilung
hielt sie fest, dass sie das aktuelle Beschwerdebild aufgrund der stattgehabten Fraktur
und der vorliegenden MRT-Untersuchung vom Mai 2014 vollumfänglich nicht erklären
könne. Sie empfehle, den Versicherten nochmals Dr. F._ zur Beurteilung der
beidseitigen Fussbeschwerden vorzustellen. Vor einer Vorstellung solle aufgrund der
seit über einem Jahr nach dem Unfall weiterhin bestehenden rechtsseitigen
Beschwerden ebenfalls eine MRT des rechten OSG und Rückfusses durchgeführt
werden. Der Versicherte gebe zudem ein ca. zweieinhalb Wochen zuvor erlittenes
Sturzereignis an, welches die beidseitigen Fussschmerzen verstärkt und neu zu
Schulterschmerzen rechts geführt habe. In der klinischen Untersuchung hätten sich bis
auf eine leichte Druckschmerzhaftigkeit im Sulcus bicipitalis links und eine bei der
aktiven Bewegung während der Untersuchung demonstrierte eingeschränkte
Schultergelenksabduktion rechts keine Auffälligkeiten gezeigt. Insbesondere seien die
Rotatorenmanschettentests negativ gewesen. Sie empfehle bei Persistenz der
Schulterbeschwerden in vier Wochen eine MRT der rechten Schulter durchzuführen
(Suva-act. 94). Am 9. September 2014 bat die Suva Dr. F._ den Versicherten für eine
Untersuchung aufzubieten und eine MRT zu veranlassen (Suva-act. 101). Eine MRT-
Untersuchung beider Rückfüsse vom 19. September 2014 im Spital C._ ergab
linksseitig eine regrediente Flüssigkeitsimbibierung im Bereich der Plantarfaszie, aktuell
ohne Hinweis auf eine Plantarfasciitis beidseits sowie ein in geringer Dislokation
konsolidiertes Fragment des Tuber calcanei links. Im Übrigen ein der
posttraumatischen Situation entsprechend normales MRT-Bild beider Rückfüsse
(Suva-act. 103). Am 2. Oktober 2014 erkundigte sich Dr. F._ bei der Suva über das
weitere Vorgehen. Er teilte mit, dass er den Versicherten nochmals aufbieten könne,
jedoch seien die Beschwerden für ihn aufgrund der Befunde nicht erklärbar. Er sei
Traumatologe. Vielleicht sollte ein Orthopäde den Versicherten untersuchen (Suva-
act. 109). In einem Bericht an die IV-Stelle vom 6. November 2014 führte Dr. F._ aus,
dass beim Versicherten seit dem Unfall eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe.
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Sämtliche Tätigkeiten mit sitzender Position könne der Versicherte jedoch durchführen,
kurze Transferwege seien ebenfalls möglich. Die Gehstrecke könne auf eine Stunde pro
Tag bei einer Arbeitszeit von achteinhalb Stunden begrenzt werden. Der Versicherte
gebe subjektiv eine stark eingeschränkte Belastbarkeit des Fusses eher links als rechts
an. Bei den ausgedehnten Abklärungen hätten sich jedoch keine medizinischen
Korrelate für die Beschwerden gezeigt (Suva-act. 123). Am 2. Februar 2015 wurde der
Versicherte in der Fusschirurgie der Klinik H._ untersucht. Die Ärzte hielten in ihrer
Beurteilung fest, dass die konservativ behandelte wenig dislozierte Calcanei-Fraktur
MR-tomographisch beidseits verheilt sei, dies jedoch in leichter Fehlstellung. Gewisse
Restbeschwerden medio-plantar seien dadurch insbesondere auf der linken Seite
möglich. Klinisch eher im Vordergrund stehe jedoch eine Baxter Neuropathie. Auch ein
Tarsaltunnelsyndrom wäre denkbar, gemäss der neurologischen Untersuchung durch
Dr. G._ jedoch nicht vorliegend. Mit einem operativen Vorgehen sei man äusserst
zurückhaltend. Als nächsten Schritt werde eine infiltrative Diagnostik, beginnend im
Bereich des Baxter Nervs und sequentiell, nach sechs Wochen auch im Bereich der
Plantarfaszie medio-plantar am Calcaneus empfohlen (Suva-act. 131). Am 17. Februar
2015 führte Dr. E._ aus, dass ein Tarsaltunnelsyndrom im Juli 2014 von Dr. G._
klinisch-elektrophysiologisch ausgeschlossen worden sei. Bei der
elektrophysiologischen Untersuchung vom 28. Juli 2014 habe Dr. G._ auch keine
neurographischen Veränderungen im Bereich der Nervi plantares laterales finden
können, von denen der Baxter-Nerv ein Ast darstelle. Letztlich verbleibe die
Möglichkeit einer Plantarfasciitis (Suva-act. 134). Am 11. März und 1. April 2015
wurden beim Versicherten im Spital C._ Infiltrationen des Plantarfaszienansatzes
durchgeführt, die jedoch ohne Erfolg blieben, weshalb die behandelnden Ärzte davon
ausgingen, dass kaum eine Plantarfasciitis für die Problematik verantwortlich gemacht
werden könne. Folglich brachen sie die Behandlung ab (Suva-act. 143 und 145).
A.e In ihrer kreisärztlichen Beurteilung vom 20. April 2015 führte Dr. E._ aus, dass
gewisse Restbeschwerden aufgrund des Unfallereignisses sicher nachvollziehbar
seien. Der volle Umfang der Beschwerdesymptomatik könne mit den Folgen des
Unfalls jedoch nicht erklärt werden. Weitere Therapieoptionen ergäben sich nicht.
Weitere Abklärungen seien ebenfalls nicht angezeigt. Es sei ein stabiler medizinischer
Zustand erreicht. Die angestammte rein stehende und gehende Tätigkeit als
Bauarbeiter mit der vom Versicherten geschilderten Gewichtsbelastung zwischen
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30-35 kg sei so nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Demgegenüber seien dem
Versicherten ganztags wechselbelastende, mittelschwere Tätigkeiten weiterhin
zumutbar. Die Erheblichkeitsgrenze einer Integritätsentschädigung sei nicht erreicht.
Als Begleitmassnahmen nach Fallabschluss sollten Schmerzmittel sowie die
orthopädische Schuhversorgung von der Suva übernommen werden (Suva-act. 147).
A.f Mit Schreiben vom 29. April 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
gemäss der Beurteilung des kreisärztlichen Dienstes von der Weiterführung der
medizinischen Behandlung keine namhafte Verbesserung mehr zu erwarten sei und der
medizinische Endzustand somit erreicht sei. Der Schadensfall werde abgeschlossen
und die Heilkostenleistungen würden per 31. Mai 2015 eingestellt. Auch nach dem
Fallabschluss würden jedoch Schmerzmittel (Dafalgan 1 g) sowie eine orthopädische
Schuhversorgung (1-2 Paar Schuhe pro Jahr) von der Suva vergütet. Das Taggeld
werde dem Arbeitgeber während der Kündigungsfrist ohne Präjudiz bis zum 31. Juli
2015 im Sinne eines Entgegenkommens ausgerichtet. Einen Anspruch auf eine
einmalige Integritätsentschädigung bestehe nicht. Der Anspruch auf eine Invalidenrente
werde geprüft (Suva-act. 153).
A.g Am 9. Juni 2015 verfügte die Suva die Ablehnung eines Rentenanspruchs und
einer Integritätsentschädigung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass
aufgrund der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. September 2014 sowie aufgrund der
medizinischen Unterlagen keine erhebliche Schädigung der Integrität vorliege. Weiter
hätten die medizinischen Abklärungen ergeben, dass dem Versicherten die
angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund des erlittenen Unfalls nicht mehr
uneingeschränkt zumutbar sei. Eine wechselbelastende, mittelschwere Tätigkeit sei
hingegen weiterhin vollumfänglich zumutbar. Unter Berücksichtigung der
unfallbedingten Einschränkungen sei es dem Versicherten gemäss der von ihr
geführten Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) weiterhin möglich, ein jährliches
Einkommen von Fr. 60'222.-- zu erzielen. Ohne Unfall könnte er jährlich Fr. 66'040.--
verdienen. Bei einer Einkommenseinbusse von 8.81 % bestehe kein Anspruch auf eine
Invalidenrente (Suva-act. 161).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. H. Graf,
Wil, am 10. Juli 2015 Einsprache erheben, worin er die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung und die Durchführung zusätzlicher Abklärungen beantragte. Zur Begründung
führte er im Wesentlichen an, einer allfälligen unfallbedingten psychiatrischen
Problematik sei bei den bisher getätigten Abklärungen keine Beachtung geschenkt
worden (Suva-act. 162).
B.b Mit Schreiben vom 18. November 2015 liess der Versicherte der Suva mitteilen,
dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Gemäss den Arztzeugnissen
seiner Hausärztin Dr. med. I._ bestehe seit dem 11. November 2015 eine
Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 172 ff.).
B.c In einem Verlaufsbericht vom 21. März 2016 bezeichnete Dr. I._ den
Gesundheitszustand des Versicherten für die Zeit ab dem 22. September 2015 als
stationär (Suva-act. 189) und legte einen Untersuchungsbericht der Orthopädie J._
vom 29. Februar 2016 bei. Darin war der untersuchende Arzt zur Beurteilung gelangt,
dass die Klinik beim Versicherten überhaupt nicht mit der Bildgebung korreliere. Der
Versicherte zeige diffuse Beschwerden im Bereich beider Füsse. Die Muskulatur zeige
aber keine Atrophien, die auf eine ausgeprägte Entlastung hindeuten würden.
Orthopädische Spezialschuhe mit einer Fersendämpfung seien der richtige Weg. Der
Versicherte sei mit diesen für rein sitzende Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Für
wechselnde Tätigkeiten im Stehen und Sitzen sei er zu 50 % und für rein stehende,
handwerkliche Tätigkeiten und Tätigkeiten mit längeren Gehstrecken zu 0 %
arbeitsfähig (Suva-act. 190).
B.d Am 28. März 2017 untersuchte Dr. med. K._, Neurologisches Zentrum L._, den
Versicherten wegen Kopfschmerzen. Sie hielt im entsprechenden Bericht fest, dass
leider keine fokussiert problemorientierte umfassende neurologische Abklärung habe
durchgeführt werden können, da zum Untersuchungszeitpunkt keine relevante
Krankengeschichte vorgelegen habe und der Versicherte für eine differenziert zu
erhebende Kopfschmerzanamnese nicht über genügend Deutschkenntnisse verfügt
habe (act. G 1.20).
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B.e Mit Einspracheentscheid vom 3. November 2017 wies die Suva die Einsprache
des Versicherten sowie mangels Einreichung entsprechender Belege auch dessen
Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren ab (Suva-
act. 196).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 4. Dezember 2017 durch Rechtsanwalt MLaw T. Regli,
Kreuzlingen, Beschwerde erheben mit den Anträgen, der angefochtene
Einspracheentscheid vom 3. November 2017 sowie die Verfügung vom 9. Juni 2015
seien aufzuheben und dahingehend abzuändern, dass ihm rückwirkend ab dem 1.
August 2015 eine unbefristete ganze Rente und eine Integritätsentschädigung im
Betrag von mindestens Fr. 13'208.-- zuzusprechen seien. Eventualiter sei die Sache zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Vorgabe, weitere
medizinische Abklärungen zu treffen und daraufhin neu über die Ansprüche auf
unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu entscheiden. Weiter sei ihm für das
Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu
gewähren und Rechtsanwalt T. Regli sei als unentgeltlicher Rechtsbeistand
einzusetzen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegnerin (act. G 1).
C.b Am 7. Dezember 2017 bewilligte der verfahrensleitende Richter die unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor Versicherungsgericht
(act. G 2).
C.c Am 12. Februar 2018 erstellte Dr. med. M._, Fachärztin für Chirurgie, Mitglied
FMH, im Auftrag der Suva eine Aktenbeurteilung (Suva-act. 205). Darin kam sie zum
Schluss, dass beim Beschwerdeführer als bleibende objektivierbare physische
Unfallfolgen in geringer Fehlstellung knöchern verheilte Frakturen der medialen
Tuberfragmente des Calcaneus beidseits, linksbetont, und radiologisch nachweisbare
knöcherne Fragmente nach stattgehabten Frakturen am Unterrand der Fersenbeine
beidseits in Lokalisation des Ursprungs der Plantaraponeurose, linksbetont, vorlägen.
Der medizinische Endzustand sei am 9. Juni 2015, dem Zeitpunkt des
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Verfügungserlasses, erreicht gewesen. Ab diesem Zeitpunkt sei von weiteren
medizinischen Massnahmen keine namhafte Erhöhung der Arbeitsfähigkeit mehr zu
erwarten gewesen. Der Beschwerdeführer sei ganztags für wechselbelastende,
vorwiegend sitzende, mittelschwere Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ohne zeitliche
Einschränkung und bei voller Leistung. Voraussetzung sei das Tragen der Spezial-
Stabilschuhe während der beruflichen Tätigkeiten. Rein stehende und/oder gehende
Tätigkeiten seien nicht zumutbar; in Wechselbelastung seien stehende und/oder
gehende Tätigkeiten über den Tag verteilt für insgesamt 50 % der Arbeitszeit (das
heisst während vier Stunden pro acht Stunden Arbeitstag) zumutbar. Tätigkeiten auf
Leitern oder Gerüsten, längerdauerndes Treppensteigen, Arbeiten mit
Zwangspositionen für beide Füsse sowie Arbeiten auf unebenem Gelände seien auch
im Spezial-Stabilschuh nicht zumutbar. Die bleibenden objektivierbaren physischen
Unfallfolgen rechtfertigten einen Integritätsschaden im Umfang von 10 % (Suva-
act. 205 S. 11 f.).
C.d In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2018 beantragte die Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) unter Hinweis auf die Beurteilung von Dr. M._
vom 12. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde im Rentenpunkt und die
Abweisung der Beschwerde in Sachen Integritätsentschädigung, soweit eine solche für
einen Integritätsschaden von mehr als 10 % geltend gemacht werde (act. G 6).
C.e In seiner Replik vom 11. Juli 2018 liess der Beschwerdeführer an den bereits
gestellten Anträgen festhalten und zum Bericht von Dr. M._ Stellung nehmen (act. G
14). Neu beantragte der Beschwerdeführer, er sei mündlich zum gesamten Sachverhalt
zu befragen (vgl. act. G 14 S. 3). Zudem reichte er Arztzeugnisse von Dr. I._ und Dr.
med. N._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welche ihm eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigten (act. G 14.29 und 30). Weiter legte er einen
Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 11. Mai 2018 bei (act. G 14.31).
C.f Mit Eingabe vom 22. August 2018 hielt die Beschwerdegegnerin sinngemäss an
den bereits gestellten Anträgen fest (act. G 16).
C.g Mit Schreiben vom 24. August 2018 teilte der verfahrensleitende Richter den
Parteien mit, dass keine Gründe erkennbar seien, den Beschwerdeführer mündlich zum
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Sachverhalt zu befragen, weshalb auf eine entsprechende Beweisvorkehr verzichtet
werde (act. G 17).
C.h Am 16. Oktober 2018 reichte der Beschwerdeführer eine erneute Stellungnahme
(act. G 18), einen Verlaufsbericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 20. Juli 2018
und eine E-Mail von Dr. med. O._, Schmerzzentrum KSSG, vom 16. Oktober 2018
ein (act. G 18.1.1). Mit Eingabe vom 12. November 2018 reichte der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers seine Honorarnote ein (act. G 20).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Nachdem vorliegend
ein Unfall aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, sind die bis 31. Dezember 2016
gültigen Bestimmungen anwendbar.
2.
Mit Schreiben vom 29. April 2015 hat die Beschwerdegegnerin die Einstellung der
Heilbehandlungsleistungen für den Unfall des Beschwerdeführers mit Ausnahme der
Vergütung von Schmerzmitteln und Spezialschuhen per 31. Mai 2015 und der
Taggeldleistungen per 31. Juli 2015 angekündigt. Sie hat die Leistungseinstellung im
Wesentlichen damit begründet, dass von weiteren medizinischen Behandlungen keine
namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (Suva-act. 153). Die
Beschwerdegegnerin hat also im genannten Schreiben einen Fallabschluss per 31. Mai
2015 bzw. 31. Juli 2015 vorgenommen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-
Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 143 f.). Die Einstellung der vorübergehenden
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Versicherungsleistungen hat der Beschwerdeführer, soweit aktenkundig, vor der
Beschwerdeerhebung nicht explizit beanstandet. Vielmehr hat er namentlich in seiner
Einsprache vom 10. Juli 2015 gegen die rentenablehnende Verfügung vom 9. Juni 2015
im Wesentlichen lediglich beantragt, es seien weitere Abklärungen vorzunehmen, die
gegebenenfalls Einfluss auf die Integritätsentschädigung sowie auf den Grad der
verbleibenden Arbeitsfähigkeit haben könnten (vgl. Suva-act. 162). Damit hat er indirekt
zum Ausdruck gebracht, dass er die Prüfung der Integritätsentschädigung und der
Rente wünscht und somit auch mit der Einstellung der vorübergehenden Leistungen,
welche einer Rentenprüfung bzw. Prüfung der Integritätsentschädigung vorangeht
(vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG), einverstanden ist. In seiner Beschwerde vom 4. Dezember
2017 kritisiert der Beschwerdeführer zwar den Fallabschluss indirekt, indem er
vorbringt, obwohl diverse Ärzte die Empfehlung abgegeben hätten, eine weitere
Behandlung in der Rehaklinik Bellikon durchzuführen, sei die Ärztin des
agenturärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin in ihrer Beurteilung vom 20. April
2015 zur Einschätzung gelangt, dass es keine weiteren Therapiemöglichkeiten mehr
gebe, keine weiteren Abklärungen mehr angezeigt seien und ein stabiler medizinischer
Zustand erreicht sei (act. G 1 S. 9). Gleichwohl beantragt er in der Beschwerde - wie
bereits im Einspracheentscheid - weder die Weiterausrichtung von
Heilbehandlungsleistungen noch von Taggeldleistungen. Vielmehr beantragt er eine
Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung (act. G 1 S. 2), womit er sich mit
dem Fallabschluss wiederum indirekt einverstanden erklärt, setzen diese von ihm
beantragten Leistungen doch einen solchen grundsätzlich voraus (vgl. dazu Art. 19
Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, a.a.O., S. 143 f.). Demnach
ist davon auszugehen, dass die formlose Mitteilung der Einstellung der
vorübergehenden Leistungen vom 29. April 2015 in Rechtskraft erwachsen (vgl. dazu
BGE 134 V 150 ff. E. 5.2 ff.) und somit der Zeitpunkt für eine Beurteilung des
Anspruchs auf eine Rentenleistung sowie eine Integritätsentschädigung erreicht ist
(vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, a.a.O.,
S. 143 f.). Im vorliegenden Verfahren einzig strittig und zu prüfen ist demnach der
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie eine
Integritätsentschädigung.
3.
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3.1 Anspruch auf eine Invalidenrente hat eine versicherte Person, wenn sie infolge des
Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid ist (Art. 18 Abs. 1 UVG). Um den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das
Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es
dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig
ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach
haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts
ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist es dem
Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf
versicherungsinterne Beurteilungen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4).
3.2 Unbestrittenermassen bestehen beim Beschwerdeführer physische Unfallrestfolgen
in Form von in leichter Fehlstellung verheilten Frakturen (vgl. insbesondere act. G 1 und
G 6 S. 5 ff.; Suva-act. 147 S. 1; 196 S. 6 und 205 S. 11). Während der
Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, dass er aufgrund der dadurch
bedingten Beschwerden und der durch den Unfall bewirkten psychischen
Beeinträchtigungen zu 100 % bzw. zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sei (vgl. act. G
1 S. 14 und 17), vertritt die Beschwerdegegnerin insbesondere mit Verweis auf die
Beurteilungen von Dr. E._ (Suva-act. 147) und Dr. M._ (Suva-act. 205) die Ansicht,
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dem Beschwerdeführer sei eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % zumutbar (vgl. act. G 6;
Suva-act. 196). Angesichts dessen, dass die Beschwerdegegnerin die Beurteilung von
Dr. M._ erst nach der Beschwerdeeinreichung eingeholt hat (vgl. Suva-act. 205 i.V.m.
act. G 1), ist zunächst zu prüfen, ob die Feststellungen von Dr. M._ bei der
Würdigung der medizinischen Unterlagen Berücksichtigung finden können.
4.
4.1 Der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem
Rechtsmittel kommt grundsätzlich Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht
also mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es
dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde
noch weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen. Allerdings wird das Prinzip
des Devolutiveffekts durch das Recht des Versicherungsträgers, seine Verfügung bis
zur Vernehmlassung in Wiedererwägung zu ziehen (Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1])
eingeschränkt. Hinter dieser Ausnahmeregelegung steht der Gedanke der
Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des Verfahrens. Die Verwaltung soll lite
pendente auf ihre Verfügung zurückkommen können, wenn sie sich, allenfalls im Lichte
der Vorbringen in der Beschwerde, als unrichtig erweist. Abklärungsmassnahmen der
Verwaltung lite pendente sind somit nicht schlechthin ausgeschlossen. Wegleitende
Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was noch als zulässiges
Verwaltungshandeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der
Sachverhaltsvervollständigung für die Streitsache und die zeitliche Intensität der
Abklärungsbedürftigkeit. Punktuelle Abklärungen (wie z.B. das Einholen von
Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch Rückfragen) sind nach der
Rechtsprechung zugelassen, nicht jedoch eine medizinische Begutachtung oder
vergleichbare Beweismassnahmen. Zeitraubende Abklärungen lassen sich nicht mehr
mit dem Grundsatz der Prozessökonomie in Einklang bringen (zum Ganzen BGE 136 V
5 E. 2.5 mit Hinweis; BGE 127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen; Urteil des
Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.2.3; Urteil des
Bundesgerichts 8C_410/2013, E. 5).
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4.2 Bei der Aktenbeurteilung von Dr. M._ handelt es sich um eine detaillierte und
umfangreiche Stellungnahme (vgl. Suva-act. 205) . Zudem stützt sich die
Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Anspruchs auf eine
Integritätsentschädigung auf die Einschätzung von Dr. M._, was sie dazu veranlasst
hat, im Beschwerdeverfahren neu eine Integritätsentschädigung von 10 % zu
beantragen (vgl. act. G 6 S. 2 und 10). Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E._ (Suva-
act. 94 und 147) hatte sie in ihrem Einspracheentscheid einen
entschädigungspflichtigen Integritätsschaden noch verneint (Suva-act. 196). Insofern
kommt der Beurteilung von Dr. M._ entscheidwesentlicher Charakter zu, was für eine
Verletzung des Devolutiveffekts spricht. Allerdings hat die Beschwerdegegnerin den
gesamten medizinischen Sachverhalt inklusive der Frage nach einem
Integritätsschaden bereits im Verwaltungsverfahren abklären lassen (vgl. insbesondere
Suva-act. 94 und 147). Im Einspracheverfahren hat der Beschwerdeführer im
Wesentlichen lediglich geltend gemacht, dass allfällige psychische Einschränkungen
nicht ausreichend abgeklärt worden seien (vgl. Suva-act. 162). Erst im
Beschwerdeverfahren hat er detaillierte Rügen hinsichtlich der Integritätsentschädigung
und anderer Punkte vorgebracht (vgl. act. G 1). Folglich ist es nachvollziehbar, dass die
Beschwerdegegnerin sich erst durch die Beschwerde dazu veranlasst gesehen hat,
den Sachverhalt erneut medizinisch beurteilen zu lassen. Mithin kann ihr nicht
vorgeworfen werden, dass sie die notwendigen Abklärungen in ein späteres Verfahren
verschoben hat. Auch ist die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung ohne
Mitwirkung des Beschwerdeführers erstellt worden und hat keine namhafte
Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursacht. Ausserdem hat der
Beschwerdeführer in seiner Replik zum Ausdruck gebracht, dass er die nach Ergreifen
des Rechtsmittels getätigten Abklärungen grundsätzlich begrüsst (act. G 14 S. 5).
Demnach ist davon auszugehen, dass er einer Aufhebung des Einspracheentscheids
und einer Rückweisung aus formellen Gründen gegenüber einem materiellen Entscheid
nicht den Vorzug geben würde. Schliesslich hat sich der Beschwerdeführer in seiner
Replik auch zu der neu eingeholten medizinischen Expertise von Dr. M._ äussern
können, weshalb sein rechtliches Gehör gewahrt worden ist. Aus allen diesen Gründen
rechtfertigt es sich, den Bericht von Dr. M._ aus verfahrensökonomischen Gründen
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen und somit in den materiellen
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Entscheid einzubeziehen (vgl. dazu auch Urteile des Bundesgerichts vom 16.
Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.5, und 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5.5).
5.
5.1 Die medizinischen Akten ergeben übereinstimmend das Bild, dass gewisse
Restbeschwerden aufgrund der in Fehlstellung verheilten Frakturen nachvollziehbar
sind, jedoch die seitens des Beschwerdeführers beklagten Beschwerden sich mit den
objektivierbaren Befunden nicht vollumfänglich erklären lassen (vgl. dazu insbesondere
Suva-act. 86, 94, 123, 134, 143, 145, 147, 190 und 205). Die ärztliche Beurteilung von
Dr. M._, wonach der Beschwerdeführer unter ausschliesslicher Berücksichtigung der
objektivierbaren physischen Unfallfolgen in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 %
arbeitsfähig sei (vgl. Suva-act. 205), ist nachvollziehbar und schlüssig. Aber auch
unabhängig von der Einschätzung von Dr. M._ wäre aufgrund der gesamten
Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es dem
Beschwerdeführer trotz physischer Restbeschwerden (ohne Berücksichtigung allfälliger
psychischer bzw. nicht objektivierbarer Beschwerden) zumutbar ist, eine adaptierte
Tätigkeit in einem Pensum von 100 % auszuüben. Die behandelnden Ärzte der
Rehaklinik Bellikon sind bereits in ihrem Austrittsbericht vom _. Februar 2014 zum
Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer in einer adaptierten Arbeit eine
ganztägige Betätigung zumutbar sei (Suva-act. 48 S. 2). Dr. D._ hatte im Rahmen des
orthopädischen Konsiliums vom 7. Februar 2014 ausdrücklich festgehalten, dass eine
Vollbelastung der Füsse theoretisch problemlos möglich wäre und eine
Belastungslimite nur im Rahmen der geklagten Beschwerden bestehe (Suva-act. 48
S. 10). Dr. G._ hat den Beschwerdeführer aus neurologischer Sicht als zu 100 %
arbeitsfähig eingestuft (Suva-act. 86). Kreisärztin Dr. E._ ist gestützt auf ihre
Untersuchung vom 8. September 2014 (vgl. Suva-act. 94) und die medizinische
Aktenlage ebenfalls zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer in einer
adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei (Suva-act. 147). Schliesslich sind auch
Dr. F._ (Suva-act. 123) sowie der untersuchende Arzt der Orthopädie J._ (Suva-
act. 190) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
ausgegangen. Gegenteilige ärztliche Einschätzungen lassen sich den Akten nicht
entnehmen. Namentlich stehen die hausärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr.
I._ einer solchen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht entgegen, da sich ihre Atteste
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nicht darüber aussprechen, ob sie sich auf die angestammte oder eine angepasste
Tätigkeit beziehen und inwiefern sie auch die nicht objektivierbaren Beschwerden
berücksichtigen (vgl. z.B. Suva-act. 173; vgl. dazu insbesondere auch Suva-act. 189
S. 3). Was das Adaptionsprofil betrifft, sind sich die Ärzte grundsätzlich darin einig,
dass dem Beschwerdeführer schwere handwerkliche Arbeiten, das Besteigen von
Leitern und Gerüsten, sowie ganztags gehende und stehende Tätigkeiten nicht mehr
möglich sind, während leichtere, vorwiegend im Sitzen auszuführende Tätigkeiten
zumutbar sind (vgl. Suva-act. 48, 86, 94,123 und 205). Gleichwohl divergieren die
Vorstellungen der Ärzte von einer optimal adaptierten Tätigkeit leicht. Insbesondere
erachten die einen eine vorwiegend sitzende Tätigkeit als besser geeignet, während die
anderen eine wechselbelastende Tätigkeit als optimal einstufen. Von der Einholung
einer weiteren diesbezüglichen medizinischen Einschätzung dürften angesichts der
zahlreichen vorliegenden ärztlichen Beurteilungen keine besseren Erkenntnisse mehr zu
erwarten sein. Ob es sich bei den dem Beschwerdeführer noch zumutbaren Tätigkeiten
um wechselbelastende Hilfsarbeitertätigkeiten oder eher rein sitzende Tätigkeiten
handeln muss, dürfte im vorliegenden Fall für die Bemessung der Invalidität unter
Beizug der Daten der schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für
Statistik (LSE, vgl. dazu E. 6.3.3) letztlich nicht von grosser Relevanz sein, da
anzunehmen ist, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Bereich der
Hilfsarbeitertätigkeiten für beide Formen ausreichende Tätigkeitsoptionen bereithält
(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014,
9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 3.
Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Nach dem Gesagten ist davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer gestützt auf die rein physischen Unfallfolgen in einer ideal
adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt,
bei einer solchen Schätzung hätten die von ihm geklagten Rücken- und
Kopfschmerzen keine Berücksichtigung gefunden (vgl. z.B. act. G 1 S. 14), ist dem
entgegenzuhalten, dass diese nun geltend gemachten Beschwerden im Austrittsbericht
des Spitals C._ vom 23. September 2013 (Suva-act. 10), in welchem der
Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall behandelt worden war, sowie auch in
den Verlaufseinträgen des Spitals C._ zu den Nachkontrollen bis zum 11. November
2013 (Suva-act. 35 S. 2) keinerlei Erwähnung finden. Vielmehr ist im soeben erwähnten
Austrittsbericht festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer keine Schmerzen im
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Bereich der Knie, des Beckens oder der Wirbelsäule angegeben habe (Suva-act. 10
S. 3). Folglich deutet nichts darauf hin, dass solche später allenfalls aufgetretenen
Beschwerden in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall stehen. Ganz generell
finden sich in den Akten kaum Hinweise auf Rücken- oder Kopfschmerzen. Allfällige
Rückenschmerzen werden im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom _. Februar 2014
erwähnt, indem als Probleme beim Austritt unter anderem Schmerzen lumbal, kranial
bis zervikal aufsteigend angegeben worden sind (Suva-act. 48 S. 1). Hinweise auf
diesbezügliche therapeutische Vorkehrungen oder darauf, dass den Rückenschmerzen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zukommen könnte, finden sich in diesem
Austrittsbericht aber ebenfalls nicht (Suva-act. 48). Hinsichtlich der Kopfschmerzen hat
der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. K._ eingereicht, die erwähnt hat, dass
sie aufgrund der mangelnden Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers keine
fokussiert problemorientierte umfassende neurologische Abklärung habe durchführen
können, und die ebenfalls keine objektivierbaren strukturellen Schädigungen erwähnt
hat, welche für den Kopfschmerz verantwortlich sein könnten (act. G 1.20) Jedenfalls
lassen sich die vom Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend gemachten Kopf-
und Rückenschmerzen gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit durch unfallkausale strukturelle Veränderungen objektivieren.
Anhaltpunkte dafür, dass der erhöhte Blutdruck einen Zusammenhang zum Unfall
aufweisen könnte (vgl. act. G 1 S. 14), liegen ebenfalls nicht vor.
5.2 Zu prüfen bleibt somit, ob die organisch nicht objektivierbaren Schmerzen sowie
eine allenfalls psychische Problematik (vgl. insbesondere act. G 14.31 und 18.1) mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen und somit in die
unfallversicherungsrechtliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteinzubeziehen sind. Für
die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge
im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten
oder Expertinnen angewiesen (BGE 112 V 32 E. 1a mit Hinweisen und BGE 129 V 181
E. 3.1). Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine
Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu
beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Bei physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als
rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die
adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Sind dagegen die
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Unfallfolgen, wie vorliegend, organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine
eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103
E. 5b/bb und 115 V 140 E. 6). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. act. G
1 S. 23) werden die Adäquanzkriterien an sich somit nicht medizinisch abgeklärt.
Vielmehr obliegt die Prüfung der adäquaten Kausalität dem Rechtsanwender. Falls die
adäquate Kausalität nicht gegeben ist, erübrigen sich auch weitere Abklärungen zum
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den nicht objektivierbaren bzw.
psychischen Beschwerden und dem in Frage stehenden Unfallereignis.
5.3 Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung anhand der Psycho-
Praxis (vgl. BGE 115 V 133 und 134 V 116 E. 6) vorgenommen (Suva-act. 196). Auch
hat die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass der vom
Beschwerdeführer erlittene Unfall als ein mittelschwerer Unfall einzustufen ist
(vgl. Suva-act. 196 S. 13), was auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird
(act. G 1 S. 24). Bei mittelschweren Unfällen genügt abhängig davon, ob einzelne
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, zur Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhangs ein von der Rechtsprechung entwickeltes Adäquanzkriterium
oder es müssen mehrere herangezogen werden. Als Kriterien nennt die
Rechtsprechung: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E.
6c). Die Parteien sind sich beide darin einig, dass das Kriterium der dramatischen
Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit nicht gegeben ist (vgl. act. G 1
S. 24; Suva-act. 196 S. 13 f.) Der Beschwerdeführer ist von ca. drei Metern Höhe auf
einen Betonboden gefallen (vgl. z.B. Suva-act. 1 und 10), weshalb dem Unfall eine
gewisse Eindrücklichkeit zwar nicht abgesprochen werden kann. Dabei ist allerdings zu
beachten, dass den meisten mittelschweren Unfällen eine gewisse Eindrücklichkeit
eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2).
Berücksichtigt man dies, ist den Parteien darin zuzustimmen, dass keine Umstände
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aktenkundig sind, die das Unfallereignis als besonders dramatisch oder besonders
eindrücklich erscheinen liessen, weshalb das Kriterium zu verneinen ist. Von schweren
oder besonders gearteten Verletzungen, welche geeignet sind, eine psychische
Fehlentwicklung auszulösen, kann angesichts der nach dem Unfall im Spital C._
gestellten Diagnosen (vgl. Suva-act. 10) auch nicht gesprochen werden, worin sich
ebenfalls beide Parteien einig sind (Suva-act. 196 S. 14; act. G 1 S. 24). Weiter liegt im
vorliegenden Fall keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vor. Der
Beschwerdeführer hat das Spital C._ nach relativ kurzer Zeit wieder verlassen
können (vgl. Suva-act. 10), und bereits im Jahr 2013 haben die Ärzte des Spitals C._
den Fall vorerst abgeschlossen (Suva-act. 35 i.V.m. 70). Zwar hat sich der
Beschwerdeführer von Januar bis Februar 2014 noch in die Rehaklinik Bellikon
begeben (Suva-act. 48). Danach haben die aktenkundigen ärztlichen Konsultationen
jedoch in grösseren Abständen und häufig auf Zuweisung der Suva stattgefunden,
wobei es zumeist um Abklärungen und nicht um eigentliche Behandlungen gegangen
ist. Abklärungsmassnahmen oder blossen ärztlichen Kontrollen, kreisärztlichen
Untersuchungen oder bildgebenden Untersuchungen zur Klärung der Beschwerden
kommt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht die Qualität einer
regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu, die zur Annahme einer besonders
langen Dauer der ärztlichen Behandlung führen könnte. Für die Frage der Dauer der
ärztlichen Behandlung wird auf die kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit
auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung
abgestellt. Eine Behandlung, die lediglich der Erhaltung des bestehenden
Gesundheitszustandes und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der
Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant (zum Ganzen vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Psychische
Aspekte bzw. organisch nicht hinreichend erklärbare Beschwerden sind im Rahmen
der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis grundsätzlich ohnehin
auszublenden, sodass namentlich die ärztlichen Konsultationen des
Beschwerdeführers bei Dr. N._ für das Kriterium der Behandlungsdauer nicht von
Bedeutung sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E.
4.6). Das Kriterium der ungewöhnlich lang dauernden Behandlung ist nach dem
Gesagten demnach ebenfalls zu verneinen. Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung
liegen nicht vor. Auch der Beschwerdeführer räumt ein, dass sich in den Akten kein
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expliziter Hinweis auf eine ärztliche Fehlbehandlung finde (act. G 1 S. 25). Die
Behauptung des Beschwerdeführers, dass ihm in der Rehaklinik Bellikon gesagt
worden sei, die Frakturen hätten anstelle der konservativen Behandlung operiert
werden sollen, womit es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Fehlstellung
gekommen wäre (vgl. act. G 1 S. 26), lässt sich aufgrund der Akten nicht belegen.
Vielmehr ist im Bericht der Klinik H._ zur Untersuchung vom 2. Februar 2015
beispielsweise sogar festgehalten worden, dass man mit einem operativen Vorgehen
äusserst zurückhaltend sein sollte (vgl. Suva-act. 131). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit
ist festzuhalten, dass die behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon bereits in ihrem
Austrittsbericht vom _. Februar 2014 zum Schluss gekommen sind, dass der
Beschwerdeführer hinsichtlich der physischen Unfallfolgen in einer adaptierten
Tätigkeit wieder ganztags arbeitsfähig sei (Suva-act. 48). Im _ 2014 hat denn auch ein
Arbeitsversuch bei der ehemaligen Arbeitgeberin stattgefunden (vgl. Suva-act. 55 und
65). Danach ist dem Beschwerdeführer in zahlreichen weiteren ärztlichen
Untersuchungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestiert
worden (vgl. E. 5.1). Das Kriterium der besonders langen Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit ist somit ebenfalls zu verneinen. Hinsichtlich des Heilverlaufs ist
zwar nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer diesen aus subjektiver Sicht als
schwierig und langwierig einstuft. Objektiv betrachtet sind den Akten jedoch keine
Hinweise auf besondere Komplikationen zu entnehmen. Vielmehr sind die Frakturen an
sich relativ problemlos konsolidiert, ohne dass es später zu Refrakturen gekommen
wäre. Auch enthalten die Akten keine Hinweise auf Wundheilungsstörungen oder
Infektionen. Folglich kann das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs bzw. der
erheblichen Komplikationen nicht bejaht werden. Selbst wenn dieses Kriterium als
gegeben betrachtet würde, wäre es jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise erfüllt. Was
das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, so ist zu berücksichtigen, dass die als
körperlich imponierenden, organisch jedoch nicht hinreichend erklärbaren
Beschwerden bei der Prüfung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis nicht in die
Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009,
8C_825/2008, E. 4.6). In mehreren ärztlichen Berichten ist von einer
Symptomausweitung die Rede und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden
lassen sich mit den objektivierbaren Unfallfolgen nicht vollumfänglich erklären
(vgl. Suva-act. 70, 86, 94, 147, 190 und 205). Andererseits ist dem Beschwerdeführer
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darin zuzustimmen, dass immerhin gewisse Restbeschwerden aufgrund der in
Fehlstellung verheilten Frakturen von den Ärzten als nachvollziehbar beschrieben
worden sind, weshalb das Kriterium der Dauerbeschwerden möglichweise erfüllt sein
könnte, jedoch mit Blick auf die medizinische Aktenlage jedenfalls nicht in besonders
ausgeprägter Weise (vgl. E. 5.1).
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass höchstens ein oder zwei
Adäquanzkriterien gegeben sind, jedoch keines in ausgeprägter Weise, sondern beide
eher nur marginal erfüllt sind. Angesichts dessen, dass der Unfall auch nicht im
Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegt, ist ein adäquater Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfallereignis und den nicht objektivierbaren Schmerzen bzw.
psychischen Leiden zu verneinen. Weitere medizinische Abklärungen bezüglich des
natürlichen Kausalzusammenhangs dieser Leiden oder deren Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit erübrigen sich somit aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht.
6.
6.1 Schliesslich gilt es die erwerblichen Auswirkungen der unfallbedingten
gesundheitlichen Einschränkungen zu prüfen. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die
Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
6.2
6.2.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der
Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder
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teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2,
je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).
6.2.2 Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen
Valideneinkommens auf Fr. 66'040.-- (vgl. Suva-act. 161 und 196; act. G 6 S. 10),
welches sich auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen
Jahreslohnes des Beschwerdeführers im Jahr 2015 stützt (Suva-act.154 und 155), ist
grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die
Berechnung des Validenlohns nichts ein (vgl. act. G 1 S. 29).
6.3
6.3.1 Mit der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Berechnung des
Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er macht geltend,
dass es ihm aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden und sprachlichen
Schwierigkeiten keineswegs möglich sei, ein solch hohes Einkommen zu erzielen.
Seine persönlichen Verhältnisse seien bei der Bestimmung des Invalideneinkommens
unberücksichtigt geblieben (vgl. act. G 1 und 14).
6.3.2 Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass das
Invalideneinkommen aufgrund fünf ausgewählter Arbeitsplätze entsprechend der
Suchabfrage der DAP-Arbeitsplätze korrekt ermittelt worden sei. Würde das Gericht
einen der angerufenen Arbeitsplätze als nicht zumutbar betrachten, wäre ihr
Gelegenheit einzuräumen, andere verwendbare DAP-Profile beizubringen. Weiter ist die
Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass es sich bei den ausgewählten DAP-Profilen um
Tätigkeiten handle, die weder besondere Sprachkenntnisse noch eine spezielle
Ausbildung voraussetzen würden. Auch würden Hilfsarbeitertätigkeiten
altersunabhängig nachgefragt, weshalb das Alter nicht lohnmindernd zu
berücksichtigen sei (act. G 6 S. 9 f.).
6.3.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
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an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-
Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Der
Beschwerdegegnerin kann grundsätzlich nicht vorgeschrieben werden, welche
Berechnungsmethode sie heranzuziehen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai
2008, 8C_319/2007, E. 8.1). Beide Berechnungsmethoden weisen Vor- und Nachteile
auf (vgl. BGE 129 V 475 ff. E. 4.2.1). Der Beizug der DAP-Daten zur Festsetzung des
Invalidenlohns ist demnach grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auffallend ist jedoch,
dass die fünf ausgewählten Arbeitsprofile häufig stehende Tätigkeiten umfassen bzw.
zumindest nicht genau eruiert werden kann, welcher Anteil nun stehend und welcher
sitzend verrichtet werden kann (vgl. Suva-act. 206). Angesichts der ärztlichen
Adaptionskriterien ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer rein stehende
oder zur Hauptsache stehende Tätigkeiten nicht zumutbar sind. Vielmehr sind für ihn
ideal adaptierte Tätigkeiten solche, die wechselbelastend bzw. vorwiegend sitzend
ausgeführt werden können (vgl. E. 5.1). Sollten die fünf von der Beschwerdegegnerin
ausgewählten DAP-Arbeitsplätze vorwiegend stehende Tätigkeiten beinhalten, wäre die
Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens möglicherweise nicht korrekt. Aus
diesem Grund ist für die Festlegung des Invalideneinkommens auf die statistischen
Daten der LSE 2014 (nominallohnbereinigt bis 2015) abzustellen. Eine Rückweisung an
die Beschwerdegegnerin für eine neue DAP-Abfrage, wie von dieser beantragt
(vgl. act. G 6 S. 9 f.), fällt vorliegend ausser Betracht, nachdem die Suva die DAP-
Erhebungen nicht mehr vornimmt. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2014 beträgt der
Medianlohn der im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Männer bei einer wöchentlichen
Arbeitszeit von 41.7 Stunden und hochindexiert auf das Jahr 2015 Fr. 66'633.-- (vgl.
Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Bei
den statistischen Daten der LSE handelt es sich allerdings lediglich um
Durchschnittszahlen, was sich vorliegend darin zeigt, dass der Validenlohn des
Beschwerdeführers sogar leicht unter dem statistischen Einkommen der LSE liegt. Die
Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass eine unterdurchschnittliche
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers der Grund für den unterdurchschnittlichen
Lohn gewesen wäre. Das tiefe Erwerbseinkommen ist folglich auf Zwänge des
unfallversicherungsrechtlich nicht massgebenden tatsächlichen Arbeitsmarktes
zurückzuführen. Wenn sich dem Beschwerdeführer die Möglichkeit geboten hätte, eine
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durchschnittlich entlöhnte Hilfsarbeitertätigkeit auszuüben, hätte er wohl davon
Gebrauch gemacht. Es ist davon auszugehen, dass die schlechten Deutschkenntnisse
des Beschwerdeführers, auf welche auch die ehemalige Arbeitgeberin hingewiesen hat
(vgl. z.B. Suva-act. 37 S. 1), das Erzielen des LSE-Lohnes massgeblich erschweren.
Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer nun auch noch mit gesundheitlichen
Beschwerden zu kämpfen hat, sodass sein Leistungsprofil eingeschränkt ist und er
damit im Vergleich zu anderen Arbeitnehmenden weniger flexibel ist und einer erhöhten
Rücksichtnahme bedarf. Aus allen diesen Gründen rechtfertigt sich im vorliegenden
Fall ein Tabellenlohnabzug von 10 %. Ausgehend vom LSE-Lohn von Fr. 66'633.--
resultiert demnach ein Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70.
6.4 Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 66'040.-- das ermittelte
Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse
von Fr. 6'070.30 und ein Invaliditätsgrad von 9.2 % (6'070.30 x 100 / 66'040). Folglich
besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
7.
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung hat. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG besteht ein Anspruch auf
eine Integritätsentschädigung, wenn die versicherte Person durch den Unfall eine
dauernde und erhebliche Schädigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen
Integrität erleidet. Als dauernd gilt ein Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich
während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang bestehen bleibt, und als
erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität unabhängig von der
Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV).
Gemäss Art. 25 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung
ausgerichtet, wobei sie entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft
wird. Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala für Integritätsentschädigungen. Die
Entschädigung für spezielle, nicht in der Skala aufgeführte Integritätsschäden wird
nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In Weiterentwicklung der
Skala des Anhang 3 zur UVV hat die medizinische Abteilung der Suva weitere
Bemessungsgrundlagen in Form von Tabellen erarbeitet, welche als Richtwerte dienen
können (vgl. BGE 116 V 157 E. 3a). Die Bemessung der Integritätsentschädigung
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beruht auf einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Beeinträchtigung der
Integrität, wobei subjektive Faktoren unberücksichtigt zu lassen sind (BGE 113 V 221 f.
E. 4). Da der Beschwerdeführer gewisse strukturelle Unfallfolgen in Form von in leichter
Fehlstellung verheilten Frakturen erlitten hat und damit einhergehend mit gewissen von
ärztlicher Seite als nachvollziehbar bezeichneten Beschwerden zu kämpfen hat, liegt
eine dauernde Schädigung der körperlichen Integrität vor. Unter Berücksichtigung,
dass der Verlust eines Fusses gemäss Anhang 3 zur UVV als Integritätsschaden von 30
% eingestuft wird und die Suva-Tabelle 2/2000 zu Integritätsschäden bei
Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten für schmerzhafte Funktionsstörungen
nach Luxationsfrakturen im Lisfranc oder nach Mittelfussfrakturen eine Entschädigung
von 10-20 % vorsieht, ist die Einschätzung von Dr. M._, wonach der
Beschwerdeführer einen Integritätsschaden im Umfang von 10 % erlitten hat
(vgl. Suva-act. 205), nachvollziehbar. Auch die Begründung überzeugt, wonach vom
Richtwert für eine mässige Fusswurzelarthrose (5-10 %) auszugehen und in Betracht
zu ziehen sei, dass vorwiegend der linke Fuss betroffen sei, an beiden Füssen keine
Bewegungseinschränkung, keine Deformität und keine Arthrose beständen, sondern
das Problem auf eine ausschliesslich linksbetonte Irritation des Ursprungs der
Plantarfaszie durch kleine knöcherne Fragmente fokussiere, weshalb im Quervergleich
mit Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten nach Calcaneusfraktur (Richtwert
5 bis 30 %) eine Integritätsentschädigung von 10 % für beide Füsse gerechtfertigt
erscheine (vgl. Suva-act. 205). Angesichts dessen, dass Dr. E._ die
Erheblichkeitsschwelle für einen Integritätsschaden als nicht erreicht betrachtet hat
(vgl. Suva-act. 147), dürfte die Einschätzung von Dr. M._ eher grosszügig ausgefallen
sein. Den Akten lassen sich jedenfalls keine Anhaltspunkte entnehmen, die eine 10 %
übersteigende bzw. gar eine 20%ige Entschädigung, wie vom Beschwerdeführer
gefordert (vgl. act. G 1 S. 31), rechtfertigen würden. Zusammenfassend ist somit
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % hat.
8.
8.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer eine
Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 10 %
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auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Zur Festsetzung und
Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in
der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30
HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die vom Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers eingereichte Kostennote von total Fr. 9'842.-- (act. G 20) erscheint
mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle als deutlich übersetzt. In der vorliegend zu
beurteilenden Angelegenheit erschiene bei vollem Obsiegen eine Parteientschädigung
von pauschal Fr. 4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Da der Beschwerdeführer jedoch nur teilweise obsiegt, hat er einen
reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entsprechend dem Ausmass des
Obsiegens (im Rentenpunkt unterliegt der Beschwerdeführer; hinsichtlich der
Integritätsentschädigung obsiegt er zum Hauptpunkt, nicht jedoch hinsichtlich der
beantragten Höhe) rechtfertigt sich vorliegend die Zusprache einer
Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer). Demnach hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- zu bezahlen. Der ungedeckte Teil der
Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- hat der Staat zufolge unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung zu übernehmen, wobei die Entschädigung um einen Fünftel zu
kürzen ist (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes des Kantons St. Gallen, sGS 963.79).
Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung pauschal mit Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
8.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
bis
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Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).