Decision ID: 1d147dad-bae1-44d2-9160-f58c1daf9505
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1969 geborene
X._
war bei der Arbeitslosenkasse des Kantons
Zürich
als arbeitslos gemeldet,
als er am 23. Juli 2006 beim Fussballspielen stürzte und eine distale intraartikuläre Radiusfraktur links erlitt (Urk. 12/9
/176 ff.
). Am 27. Nov
em
ber 2008
meldete
sich
der Versicherte
unter Hinweis auf den Unfall
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 12/3). Diese holte in der Folge einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten ein (IK-Auszug, Urk. 12/7
und Urk. 12/15
), zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) bei (Urk. 12/9) und tätigte medizinische und erwerbliche Abkläru
ngen.
Die SUVA sprach dem Versicherten
mit Verfügung vom 25. Januar 2008 eine
Integritäts
entschädigung
für eine Integritätseinbusse von
7.5 % zu (Urk. 12/9 S. 105 f.)
,
welche mit
Einspracheen
tscheid
vom 22. September
2008 bestätigt wurde (Urk. 12/
9
S. 23 ff.)
.
Mit
Verfügung vom 19. Mai 2008
sprach sie dem Versi
cher
ten ausserdem
eine Invalidenrente
bei einer Beeinträchtigung der Erwerbs
fähigkeit von 13
%
ab 1. Mai 2008
zu (Urk. 12/9 S. 34 f.). Die IV-Stelle ver
neinte n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
mit Verfügung vom 21. Mai 2009 einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen (Urk. 12/24). Mit Verfügung vom
18. Juni 2009
sprach
sie
dem Versicherten
eine vom 1. November 2007 bis zum 30. April
2008
befristete ganze Invalidenrente
zu
(Urk. 12/27)
.
1.2
Am 27. Februar 2013 meldete sich der Versicherte unter
Angabe von
depressi
ve
n
Störungen erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 12/33). Die IV-Stelle
liess
einen aktuellen IK-Auszug des Versicherten
erstellen
(Urk. 12/37) und klärte die medizinischen und beruflichen Verhältnisse ab.
Sie ordnete sodann eine psy
chia
trische Begutachtung bei
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie FMH an (Urk. 12/44). Das Gutachten wurde am 19. Septem
ber 2013 erstattet (Urk. 12/49).
Gestützt auf die Schlussfolgerungen des Gut
achters und nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Januar 2015 einen Rentenanspruch
des Versi
cherten (Urk. 12/63).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
2. März 2015
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter seien weitere Abklärungen zu tätigen.
Subeventualiter
sei die Sache zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Er reichte einen Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 1. März 2015 ein (Urk. 3).
Mit Beschwerdeantwort vom 14. April
2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwer
de (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer am 15. April 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
ge
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Inva
liditätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu
nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr
eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen
. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge
richt (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Diese Grundsätze gelten auch
im Rahmen einer Neu
anmeldung zum
Leistungs
bezug
nach einer rückwirkend befristeten Zuspre
chung einer Invalidenrente (
vgl.
BGE 133 V 263).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde
zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
stän
den
kla
r unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne
oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokultu
rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
stän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden
kann.
Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein inva
li
di
sierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben
(BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_7
30/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was
vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialver
si
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
ach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
dem Beschwerde
führer sei
mit Verfügung vom 18. Juni 2009
eine bis 30. April
2008
befris
tete Rente
zugesprochen worden. Ab Mai 2008 habe bei einem Invaliditätsgrad von 13 % kein Anspruch mehr auf eine Rente bestanden. Aus
versicherungsme
dizinischer
Sicht ergäben sich keine wesentlichen neuen objektiven Befunde. Die Arbeitsfähigkeit liege in einer behinderungsangepassten Erwerbstätigkeit bei 100 %. Eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht liege nicht vor. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen im Wesentlichen geltend,
med.
pract
.
A._
diagnosti
ziere
neu
eine Depression und attestiere eine Erwerbs
unfähigkeit von 50 % für
jedwelche
Erwerbstätigkeit aus rein psychiatrischer Sicht. Die Ansicht
des
med.
pract
.
A._
sei plausibler als jene des Gutachters
Dr.
Y._
. Es sei nicht schlüssig, dass
Dr.
Y._
zwar anerkenne, dass die Symptome auch für ihn beobachtbar seien und sich klinisch nachweisen liessen, diesen aber den
Krank
heitswert
abspreche, nur weil sie erklärbar seien bzw. sich auf ein bestimmtes
Ereignis zurückführen liessen (Urk. 1).
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine
anspruchs
begrün
dende
Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu Recht verneint hat.
Ver
gleichsbasis
zu den mit der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2015 beurteilten Verhältnissen bildet der Sachverhalt, auf dessen Grundlage die
Ren
tenverfügung
vom 18. Juni 2009 erging.
Unbestritten ist, dass in soma
ti
scher Hinsicht unveränderte Verhältnisse vorliegen. Uneins sind sich die Parteien da
gegen bezüglich des psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
.
3.2
3.2.1
Der Verfügung vom 18. Juni
2009
, mit welcher rückwirkend eine vom 1. Novem
ber 2007 bis zum 30. April 2008 befristete Rente zugesprochen wurde,
lag
en im Wesentlichen
die Akten
der SUVA
, insbesondere der Bericht
des Kreis
arztes
,
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom
23. August 2007
(Urk.
12/9 S. 135 ff.
)
sowie die
Bericht
e
der
Klinik C._
vom
5. November
2007
,
3.
und 10. Dezember
2007
(Urk. 12/9 S.
110 f., S. 112 ff. und S. 120 ff.)
zugrunde.
3.2.2
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 23. August
2007 erhob
Dr.
B._
den folgenden Befund:
Trophik
von Vorderarmen und Händen
unauffällig, am Handgelenk links volar reizlose Narbe, d
ie Sensibilität in der linken Hand werde als weitgehend normal angegeben. Im Bereich des
Ulnasy
loids
und des TFCC bestehe links eine ziemliche
Druckdolenz
, auch Kompression
des
ulnocarpalen
Kompartimentes verursache Beschwerden, radial sei die Schmerz
haftigkeit dorsal wie volar deutlich geringer. Keine Überwärmun
g, keine
Reibegeräusche. Er
hielt fest,
die distale Radiusfraktur links habe sich am 23. Juli 2006 ereignet und sei nach Abschwellung mit einer Osteosynthese ver
sorgt worden. Durch den Zugang bedingt sei die Spaltung des Carpaltunnels. Die
Remobilisation
sei harzig verlaufen, das
Osteosynthesematerial
sei ein mög
licher Störfaktor gewesen und sei deshalb frühestmöglich im März 2007 ent
fernt worden. Dabei sei auch
die
Neurolyse
des
Medianus
erfolgt. Die vorher bestehenden
Dysästhesien
seien weitgehend abgeklungen. Die Beweglichkeit im Handgelenk sei ansprechend, die Kraft deutlich vermindert, die Kraft und die Koordination sollten geschult werden. Er habe die Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Eine ordentliche, wenn auch nicht volle Belastbarkeit des linken Handgelenkes sollte wieder erreicht werden (Urk. 12/9 S. 137 f.).
3.2
.3
Im Bericht der
Klinik C._
vom 5. Nov
em
ber 2007 betreffend die
handchirurgische
Untersuchung vom 30. Oktober 2007 wurden die folgen
den Diagnosen genannt:
Restbeschwerden bei St. n. distaler intraartikulärer Radiusfraktur links vom 23.07.06
St. n. primärer Repos
i
tion in Bruchspaltanästhesie am 23.07.06
St. n.
palmarer
Plattenosteosynthese mit Spaltung des Carpaltunnels am 28.07.06
St. n. Metallentfernung und
Neurolyse
des
Nervus
medianus
am 28.07.
07 bei störenden dorsalen Schrauben
Es wurde ausgeführt, es handle sich eindeutig um Restbeschwerden im Sinne einer Symptomausweitung bei St. n. distaler Radiusfraktur. Radiologisch finde sich zwar eine leichtgradige Stufe, die eigentlich klinisch eher zentral bzw. zentral
ulnar
dorsal zu Beschwerden führen dürfte. Prinzipiell sei von einer Korr
e
ktur-Osteotomie aufgrund des diffusen Beschwerdebildes eher abzuraten. Ein Versuch einer Reintegration des Beschwerdeführers in seine Tätigkeit als Service-Mitarbeiter zumindest zu 50 % sei zu empfehlen (Urk. 12/9 S.
110 f.).
3.2
.4
Im Bericht der
Klinik C._
vom 3. Dezember 2007 betreffend das neurologische Konsilium vom 2
3.
und 28. November 2007 wurden die folgen
den Diagnosen genannt:
mögliche leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI nach EFNS)
kein Anhalt für Schädigung des
N.
medianus
und
N.
radialis
links
leichtes
Sulcus
-
u
lnaris
-Syndrom links, vermutlich ohne klinische Folgen
Es wurde ausgeführt, beim Beschwerdeführer
bestünden
ein Schmerzsyndrom der linken Hand und eine Kraftminderung sowie eine diffuse
Sensibilitätsstö
rung
ohne Zuordenbarkeit zum Versorgungsgebiet eines bestimmten Nerven oder
einer Nervenwurzel. Auch die elektroneurographischen Untersuchungen beleg
ten keine Störung des
Nervus
medianus
oder
radialis
links. Die
Neurolyse
des
Nervus
medianus
im März 2007 habe offenbar hinsichtlich der im Gefolge des Unfalls e
ntstandenen objektivierbaren Sensibilitätsausfälle
eine Besserung ge
bracht. Allerdings fänden sich Hi
nweise auf ein leichtes
Sulcus
-
u
lnaris
-Syn
drom
links, für das jedoch die Beschwerden untypisch seien. Es handle sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Zufallsbefund, der nicht mit den Beschwer
den bzw. dem Unfall im Zusammenhang stehe. Derzeit resultiere, abgesehen von einem Schmerzsyndrom an der linken Hand, das mit hoher Wahrschein
lichkeit nicht aufgrund eines Nervenschadens entstanden sei, auf neurologi
schem Gebiet keine Einschränkung der Zumutbarkeit.
Nach den Kriterien der EFNS sei das Vorliegen einer leichten traumatischen
Hirn
verletzung
möglich, wenngleich nicht überprüfbar. Hinweise auf eine
hö
her
gradige
Schädigung des Gehirns ergäben sich jedoch aus dem vorliegenden unauffälligen MRI des Schädels vom 31. Oktober 2007 (eingeschlossen
Hämo
side
rinsequenzen
) nicht. Jedoch sei das Vorliegen einer MTBI möglich. Nach übli
chem Krankheitsverlauf seien in aller Regel die Folgen einer MTBI, einge
schlossen möglicher kognitiver Einschränkungen, nach einem Jahr abgeklun
gen. Dauerhafte und zum jetzigen Zeitpunkt fortbestehende Folgen der MTBI seien unwahrscheinlich. Für gewisse Inkonsistenzen sprächen auch die neurolo
gischen Untersuchungsbefunde, die zunächst auffällig gewesen seien, jedoch bei Ablenkung einen Normalbefund ergeben hätten. Somit sei aus neurologischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Störung nicht anzunehmen (Urk. 12/9 S. 113 f.).
3.2.5
Im Bericht der
Klinik C._
vom 10. Dezember 2007 betreffend
das Ergonomie-Trainingsprogramm vom 3. Oktober bis 9. November
2007 wurde
festgehalten, infolge Selbstlimitierung und ungenügender Kooperation im Trainingsprogramm hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funk
tion und Belastbarkeit nicht erreicht werden können. Das Ausmass der de
mon
strierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren patho
logischen Befunden und der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nur ungenügend erklä
ren.
Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb primär auf medizi
nisch-theoretische Überlegungen, ergänzt durch die Beobachtunge
n bei
den
Leis
tungstests
und im Trainingsprogramm. Eine weitergehende Einschränkung der Belastbarkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begründen. Eine leichte Arbeit ohne wiederholten Krafteinsatz der linken Hand sei dem Be
schwer
deführer ganztags zumutbar (Urk. 12/9 S. 123).
3.2.6
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin
,
hielt in seiner Stellung
nahme vom 24. Februar 2009 fest, die zuletzt ausgeführte Tätigkeit (wiederhol
tes Hantieren mit schweren Lasten; wiederholter Krafteinsatz der linken Hand) sei seit dem Unfall nicht mehr möglich. Eine adaptierte leichte Tätigkeit ohne wiederholten Krafteinsatz der linken Hand sei mit überwiegender Wahrschein
lichkeit zu 100 % gegeben. Dabei werde auch ein unfallfremdes
Lumboverteb
ralsyndrom
berücksichtigt (Urk. 12/17 S. 5).
3.3
3.3.1
Im Zeitpunkt der
rentenabweisenden
Verfügung vom 27. Januar 2015 präsen
tierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt:
3.3.2
Der Hausarzt des Beschwerdeführers, med.
pract
.
A._
, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH,
nannte
in seinem Bericht vom 6. Juni 2013 die folgen
den Diagnosen:
F 43.22
Angst und depres
sive Reaktion gemischt
F 51.5 Albträume, Angstträume
F 51.8
Nicht-org
anische Schlafstörungen
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % von
November 2009 bis auf wei
teres
(Urk. 12/40)
.
3.3.3
Im Gutachten vom 19. September 2013 stellte der Gutachter,
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, keine psychiat
risch
en Diagnosen gemäss ICD-10-
Klassifikation.
Er führte aus, es liessen sich keine Hinweise auf eine hirnorganische Störung feststellen, diese werde in den Akten ausdrücklich und nachvollziehbar ausgeschlossen. Die berufliche
Lebens
bewährung
des Beschwerdeführers könne bis zur Migration als unauffällig be
urteilt werden. Auch die Arbeitsfähigkeit in den ungelernten Tätigkeiten in der Schweiz könne den vorliegenden Daten nach als unauffällig beurteilt werden. Die Angaben des Beschwerdeführers zum Beginn und Auslöser der psychischen Beeinträchtigung seien weitgehend mit denen in den Akten ü
bereinstimmend. Demnach
seien
die juristische Untersuchung zum Vorwurf der Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2009, die anschliessende Verurteilung und die nun angeblich wieder neu aufzurollende Verhandlung sowie die neue Anzeige wegen eines Gewaltdeliktes als (einzige)
psychosoziale Belastungsmomente
zu beurteilen. Ob nach dem Unfall von 2006 eine Anpassungsstörung vorgelegen habe, wie es der Bericht des Hausarztes vom 7. Januar 2009 nahelege, sei aktuell nicht rekon
struierbar. Da dies aber zirka sieben Jahr
e
her sei und entsprechende Kriterien des ICD-10 nicht erfüllt seien, verzichte er auf die Diagnose eines „Status nach“.
Die Reaktion des Beschwerdeführers auf diese belastend
erlebten Momente könne
durchaus mit den anamnestisch berichteten und aktuell klinisch be
obachtbaren Symptomen umschrieben werden. Sie seien jedoch nicht Ausdruck einer psychischen Störung, sondern nachvol
lziehbare
normalpsychologische
Verhaltensweisen und Reaktionen auf die unsichere Zukunft, insbesondere in Bezug auf die juristische Aufarbeitung und Beurteilung der vorgeworfenen Delikte. Es liessen sich - im Sinne des ICD-10 - keine hinreichenden Kriterien einer der folgenden Störungen feststellen, die in den
Akten Erwähnung fänden:
Angst und depressive Reaktion gemischt, Albträume, Angstträume, nicht-orga
nische Schlafstörungen. Dies bedeute nicht, dass der Beschwerdeführer nicht als ängst
lich erlebt werden könne, gerade in Bezug auf seine
Legalbewährung
. Es sei durchaus möglich, dass der Explorand deswegen Schlafprobleme mit zum Teil Albträumen habe oder haben könne. Allerdings seien diese „Symptome“ keine Psychopathologie im engeren Sinne (im Sinne einer psychischen Störung), son
dern normalpsychologisch erklärbare nicht krankheitswertige Reaktionen. Ebenfalls liege keine posttraumatische Belastungsstörung vor, wie es die For
mu
lierung des Hausarztes in seinem Bericht vom Juni 2013 nahelege. Eine In
haf
tierung in einem Schweizer Gefängnis erfülle nicht die qualitativen Bedin
gung
en eines Traumas im Sinne des ICD-1
0.
Aus rein
versicherungspsychiatri
scher
Sicht sei der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig (Urk. 12/49 S. 9 ff.).
3.3.4
Dr.
Z._
stellte in seinem Bericht vom 1. März
2015 die folgenden Diag
nosen:
F 41.1 generalisierte Ängste
F 33.1 r
ezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi
sode
F 41.0 Panikattacken
F 60.6 ängstliche Persönlichkeitsstörung
Schlafstörungen
,
ausgelöst durch die Schmerzen in der Hand
St. nach Suizidversuchen
Er erhob die fol
genden Befunde: Zu Beginn der Be
h
a
ndlun
g (nach
U-Haft
aufent
halt
vom 4. August bis 2.
November
2009) auffälliges manisches Verhal
ten, Konzentrationsstörungen, Nervosität. Die Schlafstörungen, Gefühle der Un
ruhe und Rastlosigkeit, äusserste Gespanntheit hätten persistiert. Weiter
hin hätten
sich Zeichen einer grundsätzlichen Anpassungsstörung ergeben. Der Beschwer
de
führer sei ungerechterweise angezeigt worden und dann in U-Haft ge
kom
men. Er habe dabei sein Selbstverständnis verloren und sein Selbstwert
gefühl sei durch den Gefängnisaufenthalt stark dezimiert worden. Er fühle sich ohn
mächtig dem Ereignis gegenüber und habe das Vertrauen in die Umgebung verloren. Heute im Alter von 45 Jahren blicke er auf sein Leben zurück und
sehe, dass er wegen ausgeprägter Misstrauensgefühle
keine Beziehung zu ei
ner Frau aufbauen könne, was für seinen kulturellen Hintergrund sehr unge
wöhn
lich sei. Auch habe er keine Kinder, was ebenfalls für seinen kulturellen Hinter
grund etwas Unmögliches darstelle. Es scheine für ihn so, als sei dieser Traum
für ihn ein unerreichbares Ziel geworden, da er keiner Frau mehr ver
trauen kön
ne.
D
er Beschwerdeführer sei nicht arbeitsfähig (Urk. 3).
4.
4.1
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag das psychiatri
sche Gutachten vom 19. September 2013 zu überzeugen. Es
er
füllt sämtliche rechtsprechungs
gemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche
Ent
scheidungsgrundlagen
(vgl. E.
1.7
). Es beruht auf
einer
fachärztli
chen Untersu
chung
durch
den Gutachter
und
wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinrei
chend auseinander. Die Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge
ist ein
leuchtend
und
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
überzeugend
.
4.2
Der Gutachter kommt
nachvollziehbar
zum Schluss, dass keine psychiat
rischen Diagnosen gemäss ICD-10-
Klassifikation vorliegen.
Die Reaktion des Beschwer
deführers auf die psycho
sozialen Belastungsmomente sei
nicht Ausdruck einer psychischen Störung, sondern
eine
nachvollziehbare norma
lpsychologische Verhaltensweise und Reaktion
auf die unsichere Zukunft, insbesondere in Bezug auf die juristische Aufarbeitung und Beurteilung der vorgeworfe
nen Delikte. I
m Sinne des ICD-10
liessen sich
keine hinreichenden Kriterien der vom Hausarzt genannten Störungen
(Angst und depressive Reaktion gemischt, Albträume, Angstträume, nicht-organische Schlafstörungen
)
feststellen.
Eine Psychopatho
logie im engeren Sinne (im Sinne einer psychischen Störung) liege nicht vor.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Einschätzung des Hausarztes
med.
pract
.
A._
sei plausibler
(Urk. 1 S. 5)
, ist
ihm entgegenzuhalten, dass
dieser
– wie der Gutachter zutreffend festhält -
keinerlei Kriterien gemäss den klinisch-diagnostischen Leitlinien
zu ICD-10
erwähnt. Im Übrigen ist
darauf hinzuwei
sen, dass
med.
pract
.
A._
als Facharzt für Allgemeine Medizin nicht berufen ist, den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie dessen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen.
Auch im Bericht von
Dr.
Z._
fehl
t ein Bezug zu den
erforderlichen
ICD-Diagnose
kriterien
weitgehend.
Das von
ihm
beschriebene Beschwerdebild
ist im Wesent
lichen durch
psychosoziale
und
sozi
okulturelle
Faktoren
ausgelöst worden und seither von solchen geprägt
.
Namentlich zu erwähnen
sind
das strafrechtliche Verfahren und der damit zusammenhängende
Gefängnis
aufent
halt
.
So weist
Dr.
Z._
darauf hin, dass das Selbstwertgefühl des Be
schwerdeführers durch den Gefängnisaufenthalt stark dezimiert worden se
i und dass er wegen ausgeprägter Misstrauensgefühle
keine Beziehung zu einer Frau aufbauen könne, was für seinen kulturellen Hintergrund sehr ungewöhnlich sei.
Von den psychos
o
zialen und soziokulturellen Belastungen
zu unterscheidende
psychiat
rische
Befunde
erhebt
Dr.
Z._
hingegen
nicht. Wenn jedoch im We
sentlichen Befunde erhoben werden, welche in den psychosozialen und sozio
kulturellen Belastungen aufgehen, ist keine invalidisierende
Gesundh
eits
schädi
gung
gegeben (vgl. E.
1.4).
D
er Bericht beruht
im Übrigen vor
wiegend auf den Angaben des Beschwerdeführers, eine Würdigung der medizinischen
Vorak
ten
fehlt
und die attestierte Arbeitsunfähigkeit wird nicht begründet
.
In
Bezug auf Berichte von behandelnden
Ärzten
ist denn auch
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 4
65 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
In den Berichten der behandelnden Ärzte sind auch keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte ersichtlich, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_79/2008 vom 19. August 2008 E. 4.1 mit Hinweis).
Es besteht
somit
kein Anlass
,
das psychiatrische Gutachten
von
Dr.
Y._
in
Frage zu stellen
.
Weitere Abklärungen erübrigen sich.
4.3
Demzufolge
ist die Beschwerdegegnerin gestützt auf das psychiatrische Gutach
ten zu Recht davon ausgegangen,
dass i
m
massgebenden
Beurteilungszeitraum
kein IV-relevanter Gesundheitsschaden
und damit auch keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
ausgewiesen
ist
. Die Beschwerde erweist sich als un
begründet und ist abzuweisen.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege
für das vorliegende Verfahren
(Urk. 1).
Die
Voraussetzungen ge
mäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
sind erfüllt, wes
halb dem Gesuch zu entsprechen ist.
Gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
ist der Beschwerdeführer
zur Nachzahlung
verpflichtet, s
obald er
da
zu in der Lage ist.
5
.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
5
.3
Dem Beschwerdeführer
ist
in der Person von Rechtsanwalt
Bernhard
Zollinger
ein
unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen, welcher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Rechts
anwalt
Zollinger
machte mit Honorarnote vom 6. September 2016
eine
n Gesamtaufwand von 7.25
S
tunden und Barauslagen von Fr. 59.30 geltend
(Urk. 16
). Daraus resultiert eine Entschädigung
von insgesamt Fr.
1‘786.60
(inklusive
Mehrwertsteuer von 8 %). Der geltend gemachte Aufwand erscheint an
gesichts der Bedeutung der
Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses als angemessen, weshalb Rechts
anwalt
Zollinger
in diesem Umfang zu entschädigen ist.