Decision ID: e812d911-c13e-4dde-9e13-1e1c6f3c1fb3
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, arbeite
te
als
Gebäudereini
ger
b
ei der
Y._
und war in dieser Eigenschaft
bei der Schweize
rischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 28. Juli 2010 bei der Arbeit auf einer Rampe ausrutschte und mit dem Fuss umknickte (Unfallmeldung vom 4. August 2010, Urk. 10/1). Die Erstbehandlung im
Z._
ergab
einen dreifachen
Knöchel
bruch
rechts;
dieser wurde
anlässlich des dortigen stationären Aufent
halts
(
28. Juli bis 4. August 2010
)
operativ versorgt (Urk. 10/5 und Urk. 10/7
). Am 1. Februar 2011 nahm der Versicherte seine berufliche Tätigkeit zu 25 % und am 4. April 2011 zu 50 % wieder auf (Urk. 10/53). Am 8. Juli 2011
wurde das
Osteosynthesematerial
entfernt.
Danach
war der Versicherte wieder zu 100 % arbeitsunfähig
(Urk. 10/54)
.
Am 25. Januar 2012
teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass sie die
Heilungs
kosten
- und Taggeldleistung
en per 31. März 2012 einstellen
und ab 1. April 2012 prüfen werde, ob Anspruch auf langfristige Versicherungs
leistungen bestehe (Urk. 10/75).
Mit Verfügung vom 12. April 2012 verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von 15 % zu (Urk. 10/94). Hiergegen erhob dieser am 14. Mai 2012 (Urk. 10/98) Einsprache, worauf die SUVA am 21. Juni 2012 ihren Entscheid bestätigte (Urk. 2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gewährte im Rahmen von Frühi
nterventionsmassnahmen einen vom
25. bis 28. Juni 2012 dauernden Staplerfahrer-Grundkurs (Mitteilung v
om 20. April 2012; Urk. 10/96).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 21. Juni 2012 (Urk. 2) erhob
X._
am 22. August 2012 Beschwerde und beantragte,
dieser sei
aufzuheben und es seien ihm über den 1. April 2012 hinaus
Heilbe
handlungskosten
zu erstatten sowie Taggelder auszurichten, eventu
ell sei ihm eine Übergangsrente
, subeventuell eine Invalidenrente von mindestens 10 % zu
zusprechen (Urk. 1).
Am 8. Oktober 2012 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er von der IV-Stelle bei der Stellensuche beraten und unterstützt werde (Mit
teilung Arbeitsvermittlung vom 3. Oktober 2012, Urk. 8), worüber die
Be
schwer
de
gegnerin
am 16. Oktober 2012 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 12).
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 2012 schloss
diese
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was dem Beschwerdeführer am 1. November 2012 mitge
teilt wurde (Urk. 15).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien sowie auf die Akten ist, soweit für die
Ent
scheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin
schloss den Fall per 31.
März 2012 ab, da von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustands mehr zu erwarten sei; daher bestehe kein Anspruch auf die Aus
richtung von Taggeldern oder Heilbehandlungskosten über dieses Datum hin
aus, auch wenn die Eingliederungsmassnahmen der IV noch nicht abgeschlos
sen seien (Urk. 2/7 f.).
Sie ermittelte einen Invaliditätsgrad von 6,29 % und
ver
neinte
in der Folge
einen Rentenanspruch
. Sie stützte sich
dabei
auf die medizi
nische Beurteilung und das Zumutbarkeitsprofil von
Kreisarzt Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie FMH,
und legte der
Bemessung
des
Invaliden
ein
kommens
fünf DAP-
Profile
(Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeits
plätzen
[DAP]
der SUVA)
zugrunde
(Urk. 2/5 f.)
.
1.2
Der Beschwerdeführer stellte sich auf den Standpunkt, dass der Fall nicht hätte abgeschlossen werden dürfen, solange die Eingliederungsmassnahmen der IV nicht beendet seien
(Urk. 1/5)
.
Mindestens sei ihm eine Übergangsrente nach Art. 30 UVV zuzusprechen (Urk. 1/6). Zum Rentenanspruch führte er aus, die Beschwerdegegnerin hätte aus verschiedenen Gründen das Invalideneinkommen
nicht aufgrund der DAP-
Zahlen
ermitteln dürfen. Vielmehr seien hierfür die
Tabellenlöhne nach
den
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
heranzuzuziehen; hierbei
rechtfertige sich ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn von 20 %, woraus ein
Invalidi
tätsgrad
von über 10 % resultiere.
1.3
Zu prüfen ist nachfolgend,
ob die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 31. März 2012 abgeschlossen und den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente verneint
hat
.
2.
2.1
Nach Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
gewährt die Unfallversicherung – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten.
2.2
Ist eine versicherte
Person
infolge eines Unfalles zu mindestens 10 Prozent inva
lid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversi
cherungsrechts
[ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 7 Abs. 1 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperli
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt.
Für die Bestimmung des In
validitätsgrades wird nach Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Ein
gliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbs
ein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3
Übt die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbs
tä
tigkeit aus,
können nach der Rechtsprechung zur Bestimmung des Invalideneinkommens entweder LSE-Tabellenlöhne oder die DAP-Blätter heran
gezogen werden
.
Keine der beiden Methoden hat bei der Invaliditätsbemessung generell Vorrang.
Unter der Bezeichnung DAP führt die SUVA eine interne Dokumentation zu ausgewählten Arbeitsplätzen mit Angaben zu den
ausbil
dungsmässigen
und körperlichen Anforderungen, der betriebsüblichen Arbeits
zeit und dem Verdienst sowie zum konkreten Aufgabenbereich (
Arbeitsplatzbe
schrieb
). Diese Dokumentation dient nicht der Vermittlung von Arbeitsplätzen, sondern der Invaliditätsbemessung anhand zumutbarer konkreter Arbeitsmög
lichkeiten (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Unbeachtlich ist folglich, ob ein dokumen
tierter Arbeitsplatz frei oder besetzt ist, weil die Invaliditätsbemessung auf der Fiktion eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes beruht (BGE 129 V 472 E. 4.2.2).
Das Bundesgericht hat die Anforderungen an die Invaliditätsbemessung
gestützt auf DAP-Profile
in BGE 129 V 472 E. 4
.2.2
ausführlich umschrieben.
So setzt das Abstellen auf DAP-Löhne insbesondere voraus, dass zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben gemacht werden über die Gesamt
zahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden doku
mentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe (BGE 129 V 472 E. 4.2.2).
2.4
Laut Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszu
standes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Ein
gliede
rungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind.
Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin.
Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über die Entstehung des Rentenan
spruchs, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten ist, der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung jedoch erst später gefällt wird (Art. 19 Abs. 3 UVG). Rechtsprechungsgemäss bezieht
sich der in Art. 19 Abs. 1 Satz
1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV indessen nur auf Vorkehren, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallver
sicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen
(
statt vieler
Urteil des Bundesgerichts U
79/07 vom 21. Februar 2008, E.
3.2.2).
3.
3.1
Dr.
A._
berichtete von der kreisärztlichen Untersuchung am 5. Dezember 2011, dass der Beschwerdeführer am 28. Juli 2010 auf einer
Rampe ausge
rutscht sei und einen dreifachen Knöchelbruch
erlitten habe, welche
r
reponiert und mit Osteosynthese versorgt worden sei. Es
sei
zu einem protrahierten Ver
lauf mit Schwellung, eingeschränkter Beweglichkeit und Belastungsschmerzen
gekommen
. Am 8. Juli 2011
sei
das
Osteosynthesenmaterial
entfernt
worden
. In der Folge
habe
es wenig Fortschritte
gegeben,
trotz Physiotherapie und obwohl der Beschwerdeführer sich aktiv und kooperativ gezeigt und auch wieder eine Teil
erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Der Befund am rechten oberen Sprung
gelenk präsentiere sich wie folgt: verbreiterte Kontur, reizlose Narben medial und lateral über den
Knöcheln
, etwas verbreitert. Eing
e
schränkte Beweglichkeit. Belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen.
Belastungs
abhängige
Schwellung. Leichte Reizsituation mit Überwärmung. Erhaltenes Muskel- und Sehnenrelief. Gelenkstabilität ohne Befund. Bildgeben
d
seien die Frakturen konsolidiert und in guter Stellung.
Zumutbar seien dem Beschwerdeführer hinsichtlich der Beschwerden im rechten Sprunggelenk wechselbelastende Tätigkeiten
, und zwar vollzeitlich und
voll
schichtig
. Zusatzbelastungen seien vereinzelt bis 25 kg statisch und
kurzstreckig
gehend von 10–15 kg möglich. Zumutbar seien Gehen mehrere Male pro Arbeits
zeit 200–500 m, Stehen ohne ausschliessliche Belastung des rechten Bei
nes, Sitzen mit der Möglichkeit aufzustehen und herumzugehen. Nicht zumut
bar seien hingegen kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen,
die
aus
schliessliche axiale Belastung des rechten Beins, ferner Schläge und Vibra
tionen, sodann Gehen ausschliesslich auf unebenem Untergrund. Unzumutbar
seien auch Leitern- und Gerüstarbeit sowie repetitives Treppensteigen und häufige kniende, kauernde und bodennahe Tätigkeiten (Urk. 10/68).
3.2
Aus dem Bericht von Dr.
A._
geht hervor und wird auch von keiner Seite bestritten
(Urk. 1/7)
, dass der Beschwerdeführer aufgrund des am 28. Juli 2010 erlittenen Knöchelbruchs im Rahmen des
beschriebenen
Zumutbarkeitsprofils vollzeitlich arbeitsfähig ist.
Über diese unfallb
edingten Einschränkungen hinaus
bestehen am rechten Bein weitere Beschwerden (Hitzegefühl), was laut Dr. med.
B._
, Facharzt
für
Angiologie
FMH und Innere Medizin FMH, auf eine chronische Veneninsuffizienz bei
primärer Stamm- und Seitenast
varikose der
Vena
saphena
magna zurückzuführen ist
, und damit für die vorliegende unfall
versicherungsrelevanten Fragestellungen keine Bedeutung hat
(Bericht vom 7. Mai 2012, Urk. 10/97)
.
3.3
Das mutmassliche Invalideneinkommen des Beschwerdeführers hat die
Beschwer
degegnerin
anhand von fünf dem genannten Zumutbarkeitsprofil sowie den Fähigkeiten und Kenntnissen des Beschwerdeführers entsprechenden DAP-Blätter
n
festgelegt. Bei diesen Arbeitsstellen
(Urk. 10/88)
handelt es sich um eine Stelle als Betriebsmitarbeiter (DAP-Nr. 386823), als
Hilfsarbei
ter/
Einpacker
(DAP-Nr. 355607), als
Elektriker/
technischer Angestellter (DAP-Nr. 8510), als Elektronik-Montagemitarbeiter (DAP-Nr. 6349) sowie als Prüfer (DAP-Nr. 10047).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erfordern die ausgewählten Stellen keine spezielle Ausbildung
;
es ist davon auszugehen, dass
der jeweilige Stelleninhaber
im Rahmen der üblichen Einarbeitungszeit
in
die Arbeitsabläufe
innerhalb des Betriebs eingeführt und angelernt
wird
.
Auch sonst ist nicht ersichtlich, inwiefern die ausgewählten Stellen nicht
mit
dem Zumutbarkeits- und Fähigkeitsprofil des Beschwerdeführers
zu vereinbaren sein sollen
. Vielmehr entspricht d
as
Vorgehen
der Beschwerdegegnerin bei der Aus
wahl der DAP-Profile sowie deren Anwendung bei der Invaliditätsbemessung
durchwegs
den
rechtsprechungsgemässen Vorgaben
an die Ermittlung des
Inva
lideneinkommens
anhand von DAP-Profilen
(E. 2.3)
. Die Beschwerdegegnerin hat
gestützt auf die DAP-Profile
ein
zumutbarerweise
noch erzielbares
Invali
deneinkommen
von Fr. 62
‘
131.45 ermittelt und durch die Gegenüberstellung mit dem unbestrittenen
Valideneinkom
m
en
von
Fr.
66‘300.-- einen
Invaliditäts
grad
von 6,29 % errechnet, was nicht zu beanstanden ist.
4.
Aus
der medizinischen Aktenlage ist ersichtlich, dass zum Zeitpunkt des
Fallab
schlusses
durch die Beschwerdegegnerin per 31. März 2012 von einer Fort
setzung der ärztlichen Behandlung hinsichtlich der Folgen des am 28. Juli 2010 erlittenen Knöchelbruchs
keine namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen
war (vgl. E. 3.1).
Die Beschwerdegegnerin musst
e
auch den Abschluss von Ein
gliederungsmassnahmen der IV nicht abwarten, bezieht sich
doch
der
in Art. 19 Abs. 1 Satz
1 UVG vorbehaltene
Abschluss allfälliger Eingliederungsmass
nahmen der IV rechtsprechungsgemäss nur auf Vorkehren, welche geeignet sind
,
den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen
(
E. 2.4
)
. Dies trifft insbesondere auf die
blosse Arbeitsvermittlung (
Urk. 7-8) nicht zu, verfolgt diese doch lediglich das Ziel, die Realisierung des vorhandenen Leistungsvermögens auf dem konkret in Betracht fallenden Arbeitsmarkt zu fördern, ohne dass davon Auswirkungen auf die für die Invaliditätsbemessung ausschlaggebende Zumutbarkeit einer (hypotheti
schen) Erw
erbstätigkeit zu erwarten wären.
D
er wenige Tage dauernde Ausbil
dungsgang „Staplerfahrer“
bildet als Massnahme im Rahmen der
Frühinterven
tion
(Art. 7d Abs. 2
lit
. b IVG)
sodann zum einen k
eine eigentliche Eingliede
rungsmassnahme nach Art. 8 ff. IVG
; zum anderen
vermag
auch
der Kurs
keine
Auswirkung auf
das
hypothetisch
unfallbedingt auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
zumutbarerweise
erzielbare
Invalideneinkommen
und damit auf den Invaliditätsgrad zu zeitigen.
Die Beschwerdegegnerin hat den Fall somit zu Recht per 31. März 2012 abgeschlossen
.
5.
Zur beantragten Übergangsrente nach Art. 30 UVV ist Folgendes zu sagen:
Die Übergangsrente ist ein (vorläufiges) Surrogat für eine allenfalls folgende (defi
nitive) Invalidenrente nach Art. 18 ff. UVG in Fällen, in
denen
von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes des Versicherten mehr zu erwarten ist, der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung jedoch erst später gefällt wird. Damit eine
Übergangs
rente
nach Art. 19 Abs. 3 UVG ausgerichtet werden kann, muss der ausstehende Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung Vorkehren beschlagen, wel
che einer Eingliederungsproblematik aufgrund eines unfallkausalen
Gesund
heitsschadens
gelten.
Rechtsprechungsgemä
ss
kann sich sodann der in Art. 19 Abs.
1 erster Satz UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger
Eingliederungsmass
nahmen
der IV, soweit es um berufliche
Massnahmen
geht, nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (
Urteil des Bundesge
richts 8C_423/2008 vom 10. Juli 2009, E. 5.3
m.w.H
.
).
Dies trifft auf die vor
liegenden
Eingliederungsmassnahmen
der IV (Staplerkurs und Arbeitsvermitt
lung) wie gesehen
(E.
4
)
nicht zu, weshalb ein Anspruch auf eine
Übergangs
rente
, auch abgesehen davon, dass es ohnehin an einem
anspruchsbegründenen
Invaliditätsgrad mangelt (E. 3),
zum Vornherein nicht in Betracht kommt.
6
.
Zusammengefasst erweist sich der
Einspracheentscheid
vom
21. Juni 2012 (Urk. 2)
als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.