Decision ID: 04f603bf-dec4-49d3-8276-389197446231
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Quaderstrasse 5, Postfach
26, 7002 Chur,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a Am 18. Oktober 2006 meldete sich der 1955 geborene A._ bei der
Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte eine Rente. Er
gab an, er leide seit 2 Jahren an Rückenschmerzen bei Status nach einer
Diskushernien-Operation. Seit dem 1. April 1981 bis zum 31. Dezember 2006 sei er
noch bei der B._ AG angestellt, mit einem monatlichen Einkommen von Fr. 4'460.--
(IV-act. 1). Der Arbeitgeber bestätigte am 2. November 2006, dass der Versicherte als
Hilfs-/ Betriebsarbeiter Lager vom 1. April 1981 bis zum 31. Dezember 2006 zu 100%
angestellt sei. Dabei verdiene der Versicherte seit 1. Januar 2006 monatlich Fr. 4'460.--
(IV-act. 7).
A.b Mit Arztbericht vom 16. Januar 2007 hielt der Hausarzt Dr. med. C._, Innere
Medizin FMH, zusammenfassend aufgrund der Berichte des Kantonsspitals St. Gallen
als Diagnose einen Status nach lumbaler Diskushernie, Operation L5/S1 links, Rückfall
seit Oktober 2006 fest. Dabei attestierte er dem Versicherten ab dem 9. Oktober 2006
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 14).
A.c Am 1. Februar 2007 wurde im Bericht der Neurochirurgie des Kantonsspitals
St. Gallen als Diagnose eine lumbale Diskushernie L5/S1 links festgehalten, welche am
18. Oktober 2004 operiert worden sei. Des Weiteren wurde im Bericht angegeben,
leichte Tätigkeiten mit änderbarer Position seien dem Versicherten mindestens 4
Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 15).
A.d Mit Stellungnahme des RAD am 2. April 2007 fasste Dr. D._ den
Gesundheitszustand des Versicherten anhand der vorliegenden Arztberichte
zusammen. Im Weiteren schlug er zur Klärung der offenen Fragen eine
rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung durch die Klinik Valens vor (IV-act. 16).
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A.e Im Zeitraum vom 18. Juli bis 23. August 2007 wurde der Versicherte internistisch,
rheumatologisch sowie psychiatrisch untersucht und begutachtet. Zudem wurde eine
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) vorgenommen. Als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Ärzte der Klinik Valens im Gutachten
vom 17. Dezember 2007 ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links, sowie
als Differentialdiagnose ein leichtes Nervenirritationssyndrom S1 links fest.
Darüberhinaus gaben sie an, eine behinderungsgeeignete leichte und
wechselbelastende Arbeit mit dem Hantieren von Lasten bis 10 kg könnte der
Versicherte uneingeschränkt in einem normalen Arbeitspensum ausüben (IV-act. 26).
A.f Am 18. Januar 2008 gab der RAD mit Stellungnahme an, das Gutachten sei
umfassend, widerspruchsfrei und werte die Gesundheitsschäden in nachvollziehbarer
Weise. Dem Versicherten sei eine leichte Arbeit mit Lasten bis 10 kg,
Wechselbelastung, kein vermehrtes Gehen und Treppensteigen, keine repetitiven
Tätigkeiten, kein Arbeiten in Kühlräumen im Umfang von 100% möglich. In der
angestammten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 32).
A.g Mit Vorbescheid vom 8. Februar 2008 wurde dem Versicherten die Abweisung
seines Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt. Dies begründete die IV-Stelle damit,
dass der Versicherte aufgrund seiner vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
einen Invaliditätsgrad von 15% aufweise und deshalb keine rentenbegründende
Erwerbseinbusse erleide (IV-act. 37).
A.h Am 25. Februar 2008 reichte der Versicherte dagegen Einwand ein. Er erklärte, er
leide an chronischen Nervenschmerzen und könne deshalb keiner geregelten Arbeit
nachgehen. Das zumutbare Erwerbseinkommen, wie es von der IV-Stelle festgestellt
worden sei, könne er nicht erwirtschaften (IV-act. 39).
A.i Mit Verfügung vom 10. März 2008 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des
Versicherten im Sinne des Vorbescheids ab (IV-act. 40).
B.
B.a Die Beschwerde vom 24. April 2008 des Rechtsvertreters des Versicherten, Dr. iur.
Jean-Pierre Menge, richtet sich gegen die Verfügung vom 10. März 2008 (act. G1). Der
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Rechtsvertreter beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und es sei dem
Beschwerdeführer eine ganze unbefristete IV-Rente zuzusprechen. Dies begründet er
damit, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt habe,
indem sie in ihrer Verfügung nicht auf die gegen den Vorbescheid vorgebrachten
Einwände eingegangen sei. Des Weiteren hält der Rechtsvertreter fest, sei der
Beschwerdeführer lediglich rheumatologisch und psychiatrisch von Ärzten begutachtet
worden. Die geschilderten Beschwerden des Beschwerdeführers hätten aber auf jeden
Fall auch durch einen Neurologen sowie durch einen Neurochirurgen untersucht
werden müssen. Zudem sei das im Gutachten aufgezeigte Bild eines für den
Beschwerdeführer geeigneten Arbeitsplatzes mit zu vielen Einschränkungen
verbunden, als dass noch von einem uneingeschränkten normalen Arbeitspensum
ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer sei gemäss Gutachten denn auch
zurzeit nicht arbeitsfähig, da zuerst ein stationäres Work Hardening erfolgen müsse.
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008 (act. G4) beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dabei macht sie geltend, die
Begründungspflicht als Bestandteil des rechtlichen Gehörs bedeute nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, dass sich die Behörde mit der
tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen
habe. Sie könne sich vielmehr auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Da
der Beschwerdeführer in seinem Einwand auch nicht auf neue Fakten hingewiesen
habe, sei die IV-Stelle nicht verpflichtet gewesen, sich mit diesen Vorbringen
auseinanderzusetzen. Es liege demnach keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.
Im Weiteren sei nicht ersichtlich, weshalb ein neurologisches und neurochirurgisches
Ergänzungsgutachten erfolgen solle. Es sei bereits ein ganzheitliches Gutachten erstellt
sowie der Beschwerdeführer auch durch die Neurochirurgie des Kantonsspitals
St.Gallen untersucht worden. Dabei sei stets eine lumbale Diskushernie L5/S1
diagnostiziert worden, welche am 18. Oktober 2004 operiert worden sei. Zudem sei der
Beschwerdeführer auch einer EFL unterzogen worden. Aufgrund der in der klinischen
Untersuchung festgestellten somatischen Befunde sowie der im Rahmen der EFL
festgestellten körperlichen Defizite sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
eingeschränkt. Diese Einschränkungen seien in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
alle berücksichtigt worden. Deshalb entspreche das Gutachten den Anforderungen der
Rechtsprechung. Die IV-Stelle stütze sich somit zu Recht auf dieses Gutachten.
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Letztlich führt die Beschwerdegegnerin an, da der Einkommensvergleich vom
Beschwerdeführer nicht beanstandet worden sei, sei die Verfügung folglich rechtens.
B.c Am 22. August 2008 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Replik
(act. G8) an den gestellten Rechtsbegehren fest. Er führt dabei an, im Gutachten der
Klinik Valens seien keine neurologischen und neurochirurgischen Untersuchungen
verzeichnet. Ein polydisziplinäres Gutachten habe aber auch diese Bereiche zu
erfassen. Es genüge nicht, nur auf die Vorakten zu verweisen und darauf abzustellen.
Zudem sei die EFL nicht von einer Arztperson vorgenommen worden und zu wenig
aussagekräftig. Des Weiteren könne noch immer nicht von einem uneingeschränkten
normalen Arbeitspensum in adaptierter Tätigkeit gesprochen werden. Die
Beschwerdeantwort habe die Widersprüche nicht ausräumen können. Auf das zuerst
zu erfolgende stationäre Work Hardening sei die Beschwerdegegnerin ausserdem gar
nicht eingegangen.
B.d Die Beschwerdegegnerin hat am 1. September 2008 auf die Einreichung einer
Duplik verzichtet (act. G10).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die anlässlich der 5. IV-Revision vorgenommenen
Änderungen des IVG und anderer Erlasse in Kraft getreten. Die angefochtene
Verfügung wurde von der Beschwerdegegnerin am 10. März 2008 erlassen. Zu
beurteilen ist ein Sachverhalt, der sich vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision entwickelt
hat. Aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln ist es gerechtfertigt, auf
den vor dem 31. Dezember 2007 zu beurteilenden Sachverhalt die damals geltenden
Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt die neuen Normen anzuwenden (vgl. BGE 130
V 446 E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergeben sich dadurch keine substanziellen
Änderungen. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt des Rentenbeginns,
der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (neuArt. 28
Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach neuArt. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es
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fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht
für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind.
Das Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben des Bundesamtes für
Sozialversicherungen (Nr. 253 vom 12. Dezember 2007), wenn der Rentenanspruch vor
dem 1. Januar 2008 entstanden ist, altes Recht angewendet (vgl. Entscheide des
Bundesgerichts vom 28. August 2008, 8C_373/2008, und vom 9. März 2009,
8C_491/08). Angesichts der IV-Anmeldung sowie des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im
Oktober 2006 ist ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers vor dem 1.
Januar 2008 entstanden. Demzufolge können vorliegend die bis zum 31. Dezember
2007 gültig gewesenen Bestimmungen angewendet werden.
1.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Beschwerdegegnerin habe seinen Anspruch auf
rechtliches Gehör verletzt. Mit Einwand vom 25. Februar 2008 habe er angegeben,
aufgrund seines therapieresistenten chronischen Nervenschmerzes zu 100%
arbeitsunfähig zu sein. Die Beschwerdegegnerin habe sich damit jedoch nicht
auseinandergesetzt. In der Verfügung vom 10. März 2008 habe sie lediglich
festgehalten, dass der Beschwerdeführer gegen den Vorbescheid keine konkreten
Einwände vorgebracht hätte, weshalb sie nicht weiter darauf eingegangen sei. Die
Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist vorweg zu prüfen. Gemäss
Rechtsprechung darf sich die Verwaltung nicht darauf beschränken, die vom
Versicherten im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwände tatsächlich zur
Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Vielmehr hat sie ihre Überlegungen dem
Betroffenen gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den
entscheidwesentlichen Einwänden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die
Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann
(BGE 124 V 183 E. 2b). Mit Verfügung vom 10. März 2008 hat die Beschwerdegegnerin
keine Gründe dargetan, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers als irrelevant
bewertet wurden. Damit hat die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör des
Beschwerdeführers verletzt.
1.3 Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die
Verwaltung kann nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie abgesehen werden,
wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse des Versicherten an einer
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möglichst beförderlichen Beurteilung seines Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE
116 V 187 E. 3d). Diese verfahrensökonomischen Gründe rechtfertigen es, von einer
Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
kann sodann als geheilt gelten, wenn der Betroffene zudem die Möglichkeit erhält, sich
vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die
Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 124 V 183 E. 4a; Kneubühler, Die
Begründungspflicht, Eine Untersuchung über die Pflicht der Behörden zur Begründung
ihrer Entscheide, Bern 1998, S. 216). Das Verfahren vor der vorliegend angerufenen
Instanz erfüllt diese Voraussetzungen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Zudem beantragt der
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht nur die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung, sondern auch die Zusprechung einer ganzen IV-Rente und damit einen
materiellen Entscheid. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs kann somit mit dem
vorliegenden Verfahren als geheilt betrachtet werden.
2.
2.1 Streitig ist ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Für die
Bemessung des massgeblichen Invaliditätsgrades einer erwerbstätigen versicherten
Person wird gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der
Anspruch einer versicherten Person auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie
mindestens zu 70% und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid
ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, besteht Anspruch auf eine halbe
Rente und bei mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Um die für den Einkommensvergleich relevante prozentuale Arbeitsfähigkeit
ermitteln zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261f. E. 4). Das
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Gericht hat den Sachverhalt objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Richter bei Gutachten nach
der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen
Experten abzuweichen, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Expertise
widersprüchlich ist, wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in
überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt oder wenn
gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Richter als triftig
genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen (BGE 125 V
353 E. 3b).
3.
3.1 Der angefochtenen Verfügung vom 10. März 2008 wurde das interdisziplinäre
Gutachten der Klinik Valens vom 17. Dezember 2007 zugrunde gelegt. Nachfolgend ist
daher auf die medizinische Aktenlage einzugehen.
3.2 Die Ärzte der Klinik Valens gaben im Gutachten vom 17. Dezember 2007 als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers den Status
nach Diskushernien-Operation L5/S1 links, ein chronisches lumbospondylogenes
Syndrom links sowie als Differentialdiagnose ein leichtes Nervenirritationssyndrom S1
links an. Zur adaptierten Tätigkeit hielten die Gutachter fest, beim Beschwerdeführer
bestehe eine körperliche Leistungsfähigkeit, welche einer leichten und
wechselbelastenden Arbeit mit Hantieren von Lasten bis maximal 10 kg (Heben
horizontal) entspreche. Dabei seien aber Arbeiten auf Schulterhöhe und über Kopf
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sowie im vorgeneigten Stehen und Sitzen regelmässig durch Positionswechsel zu
unterbrechen. Arbeiten, die mit regelmässigem Gehen und Treppen steigen verbunden
sind, sollten nur selten während eines Tages vorkommen. Aufgrund dieser
Einschränkungen solle eine behinderungsgeeignete Tätigkeit nicht repetitiv sein, der
Arbeitstakt dürfe nicht durch Maschinen angegeben werden und der Beschwerdeführer
solle nicht in der Produktionsstrasse eingesetzt werden, wo andere Mitarbeiter direkt
auf seine "Produktivität" angewiesen seien. Ausserdem befinde sich ein adaptierter
Arbeitsplatz in einem Gebäude mit ausgeglichenem Raumklima. Tätigkeiten in
Kühlräumen seien nicht günstig. Nach Absolvieren eines auf die körperliche
Leistungsfähigkeit ausgerichteten multimodalen stationären
Rehabilitationsprogrammes im Sinne eines Work Hardenings könne die
behinderungsangepasste Tätigkeit dem Beschwerdeführer in einem normalen Pensum
von 8 Stunden pro Tag zugemutet werden.
3.3 Im interdisziplinären Gutachten wird in der Beurteilung angeführt, nach erfolgter
Diskushernien-Operation L5/S1 links am 18. Oktober 2004 habe beim
Beschwerdeführer im Rahmen der Schmerzexazerbation im Sommer 2006 kein
Diskushernienrezidiv festgestellt werden können. Es habe sich in der Bildgebung auch
keine anderweitige Ursache für eine Nervenwurzelkompression gezeigt. Aus diesem
Grund sei von den Neurochirurgen ein operatives Vorgehen abgelehnt und eine
konservative Therapie mit ambulanten Physiotherapien und Medikamenten empfohlen
worden. Dies habe die Beschwerden des Beschwerdeführers aber nicht lindern
können. Darüber hinaus geben die Ärzte der Klinik Valens im Gutachten an, beim
Beschwerdeführer bestehe aufgrund der aktuell klinisch-rheumatologischen
Untersuchung ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links. In Kenntnis der
anamnetischen Angaben könne ein rezidivierendes Irritationssyndrom S1 links nicht mit
vollständiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Aktuell würden sich jedoch keine
Zeichen für ein lumboradikuläres Ausfallsyndrom vorfinden. Die im Rahmen der
klinischen Untersuchung festgestellte Sensibilitätsminderung des ganzen linken Beines
könne nicht auf eine zentrale oder periphere neurologische Pathologie zurückgeführt
werden. Sie sei als Epiphänomen im Rahmen des chronischen lumbospondylogenen
Syndroms zu interpretieren. In der psychiatrischen Beurteilung des Beschwerdeführers
wird angeführt, die Begutachtung habe keinerlei Hinweise auf eine Psychopathologie
ergeben. Auch bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) habe sich
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kein psychopathologischer Befund gezeigt. Das Gutachten hält darauf fest, beim
Beschwerdeführer handle es sich somit klar um ein somatisches Problem ohne
Hinweise auf Symptomausweitung und ohne Nachweis einer psychiatrischen
Komorbidität.
3.4 Insgesamt entspricht das vorliegende Gutachten der Klinik Valens den
Anforderungen der Rechtsprechung. Das interdisziplinäre Gutachten, das
psychiatrische Teilgutachten sowie der EFL-Bericht sind umfassend, medizinisch
fundiert und schlüssig begründet. Sie wurden in Kenntnis der Vorakten sowie unter
Beachtung der geklagten Beschwerden vorgenommen. Anhand der Beurteilungen
sowie Diagnosen lässt sich ausserdem die erfolgte Arbeitsfähigkeitsschätzung einer,
unter der Voraussetzung eines erfolgreich absolvierten Work Hardenings, vollen
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit objektiv nachvollziehen (vgl. BGE 125 V 352
E. 3a).
3.5 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt, die Schlussfolgerungen des
Gutachtens seien zum Teil widersprüchlich und nicht umfassend. Die Begutachtung sei
lediglich rheumatologisch und psychiatrisch erfolgt. Die Beschwerden des
Beschwerdeführers, hätten aber auf jeden Fall auch durch einen Neurologen sowie
durch einen Neurochirurgen spezialärztlich untersucht werden müssen. Dies auch vor
dem Hintergrund der im Kantonsspital St. Gallen erfolgten Operation und der gestellten
Differentialdiagnose im Gutachten, wonach ein rezidivierendes Irritationssyndrom S1
links nicht ausgeschlossen werden könne. Zudem könne aufgrund des
Beschwerdebildes auch eine Nervenwurzelkompression nicht ausgeschlossen werden.
Im Weiteren bringt der Rechtsvertreter in der Beschwerdeschrift vor, es bestehe ein
unüberbrückbarer Widerspruch bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es könne nicht
sein, dass bei mittelschweren Tätigkeiten eine erhebliche Einschränkung vorliege, der
Beschwerdeführer bei leichten Tätigkeiten jedoch nicht eingeschränkt sein solle.
Ausserdem sei gemäss Gutachten ein geeigneter Arbeitsplatz für den
Beschwerdeführer mit so vielen Einschränkungen verbunden, dass nicht mehr von
einem uneingeschränkten normalen Arbeitspensum gesprochen werden könne. Da
zuerst auch noch ein stationäres Work Hardening zu erfolgen habe, sei der
Beschwerdeführer zurzeit offensichtlich nicht arbeitsfähig.
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3.6 Das Erfordernis einer neurologischen bzw. neurochirurgischen Untersuchung des
Beschwerdeführers wurde im Gutachten der Klinik Valens implizit verneint. Das
Gutachten führt dazu aus, es hätte bei den Untersuchungen der Neurochirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen keine Ursache für eine Nervenwurzelkompression gefunden
werden können. Deshalb sei auch ein operatives Vorgehen abgelehnt und eine
konservative Therapie empfohlen worden. Dabei stützen sich die Ärzte der Klinik
Valens auf die Berichte der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 31.
Oktober und 21. November 2006. Auch aufgrund der in der Anamnese des Gutachtens
beschriebenen Therapieergebnisse ergeben sich keine Hinweise auf eine neurologische
Ursache. Die am 10. Januar und 15. Mai 2007 durchgeführten CT-gesteuerten
Nervenwurzelinfiltrationen hätten beim Beschwerdeführer zu keiner Besserung geführt.
Es sei zwischenzeitlich aber ein kongenital enger Spinalkanal und eine breitflächige
Diskushernie L4/5 sowie L5/S1 beidseits diagnostiziert worden. Zudem sei darauf auch
die Möglichkeit eines neuropathischen Schmerzsyndroms diskutiert und eine
Behandlung mit Lyrica eingeleitet worden. Diese habe gemäss Beschwerdeführer
jedoch nicht geholfen und sei deshalb wieder abgesetzt worden. Des Weiteren geben
die begutachtenden Ärzte in ihrer Beurteilung an, die festgestellte
Sensibilitätsminderung des ganzen linken Beines könne nicht auf eine zentrale oder
periphere neurologische Pathologie zurückgeführt werden. Diese Angaben machen
ersichtlich, dass die in der klinischen Untersuchung erhobenen Befunde von den
Gutachtern auch auf neurologische Ursachen hin geprüft wurden. Da sich dabei jedoch
keine Anhaltspunkte ergeben haben, welche eine neurologische Begutachtung
notwendig gemacht hätten, wurde im Rahmen des interdisziplinären Gutachtens auf
eine spezialärztliche Begutachtung durch einen Neurologen oder Neurochirurgen
verzichtet. Die interdisziplinäre Begutachtung hat damit insgesamt den neurologischen
Aspekt nicht vernachlässigt, sondern nach Würdigung ein zusätzliches neurologisches
Gutachten für unnötig befunden. Da die Klinik Valens auch über eine Klinik für
Neurologie verfügt, kann davon ausgegangen werden, dass eine allfällig notwendige
neurologische Untersuchung auch durchgeführt worden wäre.
3.7 Mit der interdisziplinären Begutachtung in der Klinik Valens wurde beim
Beschwerdeführer auch eine EFL durchgeführt. Gemäss Gutachten hat sich beim
Beschwerdeführer anhand der Evaluation ergeben, dass eine deutliche
Kraftverminderung im linken Bein und Fuss, eine deutlich eingeschränkte Belastbarkeit
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der unteren Wirbelsäule beim Heben von Gewichten und in statischen Positionen, eine
Funktionsstörung und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie das
Auftreten von Muskelkrämpfen in der linken Wade und in der Fussmuskulatur
bestehen. Damit wurden jegliche Auswirkungen der in den medizinischen Berichten
gestellten Diagnosen des Beschwerdeführers bei der Evaluation berücksichtigt. Als
Schlussfolgerungen führt das Gutachten auf, in der angestammten Tätigkeit des
Beschwerdeführers als Stapler- und Kranfahrer resultiere keine volle Arbeitsfähigkeit
mehr. Das in der Tätigkeit beinhaltete Hantieren von Lasten könne dem
Beschwerdeführer im Zeitrahmen von 1,5 Stunden nur für leichte Gewichte bis 7,5 kg
zugemutet werden. Zudem könne dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als
Produktionsmitarbeiter in der Betonvorfabrikation definitiv nicht mehr zugemutet
werden. Denn die Belastungsanforderungen würden über der körperlichen
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers liegen. Allgemein entspreche dem
Beschwerdeführer momentan die Leistungsfähigkeit einer wechselbelastenden,
leichten Tätigkeit mit seltenen Gewichtsbelastungen von 10 kg. Diese adaptierte
Tätigkeit würde dem Beschwerdeführer uneingeschränkt in einem normalen
Arbeitspensum möglich sein. Dazu müsse eine stationäre muskuloskelettale
Rehabilitation während drei bis vier Wochen absolviert werden. Die Durchführung der
EFL wurde von einer ergotherapeutischen Fachperson unter ärztlicher Leitung
vorgenommen. Dabei wurde die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
mit den physischen Anforderungen an seinem ehemaligen Arbeitsplatz verglichen.
Darüber hinaus konnten Empfehlungen in Bezug auf die funktionelle Rehabilitation und
Reintegration abgegeben werden. Damit erfüllt die vorliegende EFL die nötigen
Anforderungen an eine valide Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 16. Januar 2009,
8C_547/2008 E. 4.2.1). Aus rechtlicher Sicht ist daher der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers anhand der vorgenommenen interdisziplinären Begutachtungen
sowie der Evaluation genügend abgeklärt.
3.8 Gemäss interdisziplinärem Gutachten der Klinik Valens vom 17. Dezember 2007
beträgt die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in behinderungsangepasster
Tätigkeit 100%. Die wirtschaftliche Verwertbarkeit der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit
auf dem als ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine Einschätzung der
Chancen der versicherten Person, trotz der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen
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bezüglich Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art der Tätigkeit von einem
durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es geht dabei um die
konkrete Beurteilung der für die versicherte Person realistischerweise noch
vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsmarktchancen (BGE 132 V 398
E. 3.2). Vorliegend geht das Gericht aufgrund der Einschränkungen des
Beschwerdeführers davon aus, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine
zumutbare Arbeitsgelegenheit finden kann. Die Anpassung einer Tätigkeit an die
Beschwerden und Einschränkungen des Beschwerdeführers bezieht sich gemäss
Gutachten vor allem darauf, dass die bisher ausgeübten schweren Arbeiten nicht mehr
erbracht und nur noch leichte Tätigkeiten verrichtet werden können. Solche adaptierte
Tätigkeiten hält der ausgeglichene Arbeitsmarkt vielfältig offen. Die festgestellten
Einschränkungen stehen daher nicht im Widerspruch zur vollen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit. Im Gutachten vom 17. Dezember 2007
empfahlen die Ärzte dem Beschwerdeführer ein vorgängiges Rehabilitationsprogramm,
um eine Arbeitsfähigkeit von 100% zu erreichen. Dieses sei im Sinne eines Work
Hardenings zu absolvieren. In der Zeitschrift Rheuma-Nachrichten wird Work
Hardening definiert als ein interdisziplinäres, stark strukturiertes und zielorientiertes
Behandlungskonzept, in welchem physische Konditionierung und Arbeitssimulation zur
Anwendung kommen, mit dem Ziel, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die versicherten
Personen trainieren dabei intensiv in simulierten Arbeitssituationen, um später wieder
ins Berufsleben einsteigen zu können. Mittels Leistungskapazitätstest wird sodann
auch die Arbeitsfähigkeit festgelegt und eine Empfehlung zur beruflichen
Wiedereingliederung abgegeben (vgl. Rheuma-Nachrichten 2009 Nr. 50, S. 15,
gefunden am 20. Oktober 2009 unter http://www.rheuma-schweiz.ch/downloads/
rheumanachrichten/
50/Rheumanachrichten_50_15.pdf). Work Hardening ist demzufolge ein aufwendiges
und zeitintensives Rehabilitationsprogramm, welches die Einsatzfähigkeit des
Beschwerdeführers am Arbeitsplatz verbessern soll. Es bildet daher Teil der beruflichen
Rehabilitation (vgl. Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) und Work
Hardening, gefunden am 20. Oktober 2009 unter http://www.unfallchirurgen.at/
download/
agenda/27_wassipaul.pdf).
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3.9 Es erscheint plausibel, dass der Beschwerdeführer nach erfolgreich absolvierter
Rehabilitation eine 100%ige Arbeitsfähigkeit aufweisen kann. In den Beurteilungen der
Klinik Valens ist nirgends von einer bereits bestehenden 100%igen Leistungsfähigkeit
die Rede. Vielmehr wird durchgehend vorausgesetzt, der Versicherte müsse "vor
Wiederaufnahme der Arbeit eine stationäre muskuloskelettale Rehabilitation während
drei bis vier Wochen absolvieren" (IV-act. 26-18; 26-22; 26-24). Dies ausgehend von
"der Tatsache, dass die therapeutischen Massnahmen noch nicht ausgeschöpft
wurden" und "dass sich die Leistungsfähigkeit relevant steigern lässt" (IV-act. 28-3).
Solange diese Massnahme, die als Eingliederung zu verstehen ist, nicht durchgeführt
worden ist, kann eine abschliessende Beurteilung der Erwerbsfähigkeit des
Beschwerdeführers nicht erfolgen. Deshalb ist auch ein zukünftiger Rentenanspruch
des Beschwerdeführers erst nach erfolgter Eingliederung einzuschätzen. Eine allfällige
Rentenzusprache für die Zeit bis zur Absolvierung des Rehabilitationsprogramms kann
hingegen von der Beschwerdegegnerin bereits vor der Rehabilitationsmassnahme
geprüft und gegebenenfalls verfügt werden. Im Rahmen der Schadenminderung hat
der Beschwerdeführer die Pflicht, sich Eingliederungsmassnahmen, wie z.B. dem Work
Hardening, zu unterziehen. Die Verwaltung kann deshalb eine entsprechende
Mitwirkung des Beschwerdeführers verlangen. Würde er sich dieser widersetzen,
könnte ihm die Beschwerdegegnerin, unter Einräumung einer Überlegungsfrist in einem
Mahn- und Bedenkzeitverfahren, vorübergehend oder dauernd die Leistungen
(namentlich Taggeld-/Rentenleistungen) kürzen oder verweigern (Art. 21 Abs. 4 ATSG).
Als medizinische Vorkehr ist das Work Hardening wohl durch die Krankenversicherung
zu bezahlen. Die IV hätte aber wohl Taggelder auszurichten.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 10. März 2008 teilweise gutzuheissen und die Sache
zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Sinne der Erwägungen und zur
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (ZAK
1987 S. 268 E. 5a). Der obsiegende Beschwerdeführer hat deshalb Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten. Dieser bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). In Anwendung dieser Kriterien
wird die von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Parteientschädigung auf
Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Die unterliegende
Beschwerdegegnerin hat auch für die gemäss Art. 69 Abs. 1 IVG geschuldeten
Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand.
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- ist dem Verfahrensaufwand angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG