Decision ID: ba935d2f-43eb-597a-91c5-d3deb5ddcfae
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Am 1. September 2015 hat A._ (nachfolgend: Versicherter) bei der Arbeit bei der
B._ AG ein Quetschtrauma an der adominanten linken Hand erlitten (Diagnose: Os
metacarpale II-IV Schaftfrakturen Hand links; Fremdakten 2, 15-1). Aufgrund dessen
wurde er am 7. September 2015 operiert und zwei Tage danach aus dem Spital C._
entlassen, wobei ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bis 11. Oktober 2015
bescheinigt wurde (Fremdakten 3, 15). In der Folge wurden die 100%-igen
Arbeitsunfähigkeitsatteste laufend durch die behandelnden Ärzte verlängert (vgl. u.a.
Fremdakten 32-2, 36-2). Am 14. März 2016 wurde das komplette
Osteosynthesematerial operativ entfernt (Fremdakten 43-3) und anschliessend
weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (vgl. u.a. Framdakten 43-2,
46-2).
A.b Am 25. Mai 2016 wurde der Versicherte von med. pract. D._, Fachärztin für
Chirurgie FMH, kreisärztlich untersucht. In ihrem Bericht führte sie im Wesentlichen
aus, dass gewisse Restbeschwerden noch zugestanden werden könnten, dass aber
grundsätzlich eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gegeben sei. Initial
sollten eher leichte Tätigkeiten durchgeführt werden und gegebenenfalls auch
Tätigkeiten an der Abkantmaschine vorerst ausgenommen werden, da beim
Versicherten die Angst bestehe, eine erneute Verletzung zu erleiden. Eine schnelle
Steigerung der Präsenz und auch der Leistung dürfe erwartet werden (Fremdakten 54).
A.c Ab dem 31. Mai 2016 bescheinigten die behandelnden Ärzte mit kurzem
Unterbruch eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (Fremdakten 56-2, 65-3). In diesem
Umfang wurde der Versicherte an seiner Arbeitsstelle eingesetzt. Eine weitere
Steigerung konnte indes vorerst nicht erzielt werden (Fremdakten 61, 69).
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A.d Am 27. Juli 2016 berichteten Ärzte des Spitals C._ von einem deutlich
gebesserten Zustand mit insbesondere verbesserter robuster Handkraft, sodass
sicherlich in vier Wochen eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein sollte
(Fremdakten 76-3). Der Beurteilung eines verbesserten Zustands schloss sich med.
pract. D._ mit Bericht vom 5. Oktober 2016 an. Es bestehe weiterhin ein diskret
eingeschränkter Faustschluss, der aber deutlich besser sei als im Mai 2016. Auch die
Kraftentfaltung bei Faustschluss sei viel besser. Eine ganztägige Präsenz am
Arbeitsplatz sei noch verfrüht, es sei eine stufenweise Steigerung anzustreben: zwei
Wochen 60% mit einer weiteren Steigerung alle zwei Wochen und volle Arbeitsfähigkeit
spätestens Ende des Jahres 2016. Der weitere Heilverlauf sei abzuwarten und der
Endzustand derzeit noch nicht erreicht (Fremdakten 77).
A.e In der Folge wurde der Versicherte für eine konsiliarische Beurteilung an
Fachspezialisten der Klinik E._ zugewiesen. Die Beurteilung von Dr. med. F._,
Oberarzt Handchirurgie der Klinik E._, erging am 22. Dezember 2016 (Fremdakten
89), jene vom rheumatologischen Chefarzt PD Dr. med. G._ am 1. Februar 2017
(Fremdakten 99). Dr. F._ beurteilte die angegebene Belastungseinschränkung als
nachvollziehbar und erachtete eine Steigerung der Belastbarkeit als nicht möglich
(Fremdakten 89-3). Dr. G._ war der Ansicht, dass noch kein Endzustand erreicht sei.
Er hielt es für unsicher, ob eine Reintegration im Rahmen einer vollen Arbeitsfähigkeit in
der angestammten Tätigkeit realisierbar sei. Aktuell sah er keine Möglichkeit, die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten von 50% zu erhöhen (Fremdakten 99-2).
B.
B.a Im Februar 2017 meldete sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 4).
B.b Im Mai und Juni 2017 kam es zu mehreren Besprechungen, an welchen der
Versicherte, die Arbeitgeberin (B._ AG), der Case-Manager der Suva sowie die IV-
Eingliederungsberaterin H._ anwesend waren (Fremdakten 109, 112). Zum Zwecke
des Arbeitsplatzerhalts unterschrieben in der Folge der Versicherte, I._ für die B._
AG sowie die IV-Eingliederungsberaterin Ende Mai / Anfang Juni 2017 einen
Eingliederungsplan, gemäss welchem ein volles zeitliches Arbeitspensum erreicht und
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die Einsetzbarkeit im Betrieb sowie die Möglichkeit einer Weiterbildung als CNC-
Bediener geklärt werden sollten (IV-act. 20, 22). Am 13. Juli 2017 kam es zu einer
weiteren Besprechung. H._ hielt fest, dass die CNC-Kurse noch im Verlaufe des
Jahres 2017 besucht werden sollten und damit baldmöglichst abschliessende
Abklärungen (Nutzen, Inhalt, Kosten des Kurses) vorzunehmen seien. Dem Versicherten
wurde eröffnet, dass die Suva ab August 2017 von einer vollen Arbeitsleistung
ausgehe, womit die Taggeldleistungen per 31. Juli 2017 eingestellt würden. Der
Versicherte zeigte sich mit diesem Vorgehen in dem Sinne nicht einverstanden, als die
behandelnden Ärzte ihm weiterhin eine lediglich 50%-ige Arbeitsfähigkeit bescheinigen
würden und der Gesundheitszustand auch nicht durch Kursbesuche verbessert werden
könne (Fremdakten 125).
B.c Mit Vorbescheid vom 24. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Leistungsbegehrens auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen in Aussicht, da
der Versicherte seit Mai 2017 wieder im ursprünglichen 100% Pensum bei der B._
AG arbeite und das Angebot von zielgerichteten Kursen in der Bedienung von
komplexen CNC-Maschinen nicht angenommen habe (IV-act. 26).
B.d Mit Bericht vom 30. Oktober 2017 schätzte Dr. med. J._, Orthopädie K._, die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf 80% bei ganztägiger Präsenz. Es sei dem
Versicherten, nachdem ein signifikantes Karpaltunnelsyndrom durch den Neurologen
ausgeschlossen worden sei, eine weitere Belastung der Hand zumutbar. Die Narben
seien weiterhin reizlos, die Funktion gut. Die beim letzten Mal noch vorhandene
Schwellung sei weg und ein voller Faustschluss möglich (Fremdakten 146).
B.e Am 3. Januar 2018 verfügte die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 27).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtete sich die vorliegende Beschwerde vom 5. Februar
2018. Der Rechtsvertreter des Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer),
Rechtsanwalt lic. iur. Daniel J. Senn, St. Gallen, beantragte, dass die angefochtene
Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 3. Januar 2018
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen sei, das Abklärungsverfahren
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wieder aufzunehmen. Dem Beschwerdeführer sei für den Fall des Unterliegens die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (act. G 1). Mit der Beschwerde liess der Beschwerdeführer einen
Bericht von Dr. med. L._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin
(SGSM), vom 24. Januar 2018 einreichen, gemäss welchem eine Resteinschränkung
der linken Hand nachvollziehbar und im bisherigen Beruf keine volle Arbeitsfähigkeit
mehr zu erwarten sei. Weitere Behandlungsmassnahmen gebe es leider nicht (act. G
1.2). Am 7. Februar 2018 liess der Beschwerdeführer die Lohnabrechnungen für die
Monate August bis Dezember 2017 (act. G 2.1), am 14. Februar 2018 zudem einen
Bericht von Dr. G._ vom 7. Dezember 2017 einreichen (act. G 5.1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 8).
C.c Mit Verfügung vom 15. März 2018 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die Befreiung von den
Gerichtskosten und die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung,
entsprochen (act. G 9).
C.d In der Replik vom 23. Mai 2018 liess der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde festhalten (act. G 14).
C.e Mit Eingabe vom 31. Mai 2018 hielt die Beschwerdegegnerin vollumfänglich an
ihrem Antrag und ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest. Auf eine
begründete Duplik verzichtete sie (act. G 16).
C.f Am 3. September 2018 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine
Honorarnote ein (act. G 18).

Erwägungen
1.
Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 3. Januar 2018, worin die
Beschwerdegegnerin das Gesuch des Beschwerdeführers um berufliche Massnahmen
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und Rentenleistungen abgewiesen hat. Der Beschwerdeführer hält die Abweisung
bezüglich Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen für verfrüht. Es seien
weitere Abklärungen vorzunehmen. Konkret ist der Anspruch auf eine
arbeitsplatzsichernde Aus-bzw. Weiterbildung, allenfalls Umschulung umstritten. Nicht
bestritten ist, dass kein Anspruch auf eine Rente besteht. Diesbezüglich ist die
Verfügung vom 3. Januar 2018 rechtskräftig geworden.
2.
2.1 Nachdem kein rentenbegründender Invaliditätsgrad zur Diskussion steht, bestand
grundsätzlich keine Eingliederungspflicht seitens der Beschwerdegegnerin im Sinne
des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" (vgl. dazu Art. 28 Abs. 1 lit. a des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Zu prüfen bleibt
aber, ob ein (weitergehender) Eingliederungsanspruch zugunsten des
Beschwerdeführers bestand.
2.2 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Die versicherte Person hat in der
Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen,
notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen
bestmöglichen Vorkehren. Das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit
sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 132 V 225
E. 4.3.1). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen
beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung und
Arbeitsvermittlung, Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Anspruch auf Umschulung auf eine neue
Erwerbstätigkeit besteht, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann
(Art. 17 Abs. 1 IVG). Invalid in diesem Sinne ist ein Versicherter, wenn er wegen der Art
und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens in den bisher ausgeübten und in
den für ihn ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offenstehenden noch zumutbaren
Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von
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etwa 20% erleidet. Dabei bemisst sich die Einbusse an dem vor Eintritt des
Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen (ULRICH MEYER/MARCO
REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Zürich 2014, S.
201, mit weiteren Hinweisen).
2.3 Die Annahme der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer arbeite seit Mai
2017 wieder mit 100%-iger Leistung bei der B._ AG, ist offensichtlich falsch. Dies
belegen die Lohnabrechnungen von August bis Dezember 2017 (act. G 2.1). Der
Beschwerdeführer erhielt in diesem Zeitraum lediglich eine 80%-ige Entlöhnung
(monatlich brutto Fr. 3'360.-- anstatt der vor dem Unfall erzielten Fr. 4'200.-- [IV-act.
16-5]). Damit ist zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses (bei medizinischem
Endzustand, vgl. dazu den Bericht von Dr. L._ vom 24. Januar 2018, act. G 2.1 und
von Dr. G._ vom 7. Dezember 2017, act. G 5.1) von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit auszugehen. Eine Erwerbseinbusse von 20% in Bezug
auf die angestammte Tätigkeit ist aufgrund dieser Ausführungen im
Verfügungszeitpunkt überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen und diese
Voraussetzung für einen Umschulungsanspruch grundsätzlich gegeben.
3.
3.1 Ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (inkl. Umschulung) setzt eine
subjektive Eingliederungsfähigkeit bzw. einen Eingliederungswillen der versicherten
Person voraus (Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2012, 9C_559/2012, E.
5). Erscheint diese Voraussetzung als nicht erfüllt, bedarf es vorgängig keines Mahn-
und Bedenkzeitverfahrens (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2016,
8C_569/2015, E. 5.1 mit Hinweisen).
3.2 Seitens der Beschwerdegegnerin ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer
durch seinen Unfall von Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 IVG unmittelbar betroffen
war (vgl. Beschwerdeantwort vom 13. März 2018, III.3.). Entsprechend wurde am 9.
Juni 2017 ein Anspruch auf Arbeitsplatzerhalt als Teil der Arbeitsvermittlung – sei es im
Sinne von Massnahmen der Frühintervention nach Art. 7d IVG oder nach Art. 18 Abs. 1
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lit. b IVG (Arbeitsvermittlung im Rahmen der ordentlichen Massnahmen beruflicher Art)
– bejaht (IV-act. 22) und für sechs Monate gewährt (vgl. dazu den Eingliederungsplan
[IV-act. 20-2]). Weiter wurden dem Beschwerdeführer und dessen Arbeitgeberin
anlässlich der gemeinsamen Gespräche Weiterbildungsmassnahmen, namentlich
CNC-Kurse, angeboten (Fremdakten 112, 125). Deren grundsätzliche Geeignetheit –
und auch Notwendigkeit – zur Erhaltung und / oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit
wurde von der Beschwerdegegnerin nie in Abrede gestellt und eine Prüfung der
Kostentragung angeboten. Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Arbeitgeberin
wurden mehrfach auf diese Möglichkeit hingewiesen. Im Gespräch vom 13. Juli 2017
hielt die Eingliederungsverantwortliche fest, dass die geeigneten Kurse innert einer
befristeten Zeit zu absolvieren seien (Fremdakten 125). Der Beschwerdeführer hat auf
diese Eingliederungsbemühungen, insbesondere auch auf den konkreten Vorschlag
bezüglich Besuch eines CNC-Kurses bis Ende des Jahres 2017, nicht mehr reagiert.
Auch auf den Vorbescheid vom 24. Oktober 2017 (IV-act. 26), aus welchem hervorgeht,
dass der Beschwerdeführer das Angebot für zielgerichtete Kurse nicht annehme,
folgten keine Einwände. Spätestens nach dem Vorbescheid wäre indes eine Reaktion
zu erwarten gewesen, wenn der Beschwerdeführer tatsächlich ernsthaft an beruflichen
Massnahmen interessiert gewesen wäre. Dass dies überwiegend wahrscheinlich nicht
der Fall war, ergibt sich auch aus den Gesprächsberichten der Suva und dem
Assessement- und Verlaufsprotokoll der Beschwerdegegnerin. Aus diesen geht hervor,
dass der Beschwerdeführer prioritär seinen früheren Gesundheitszustand ohne
Beschwerden an der linken Hand wünsche und er dies durch die vorgeschlagenen
nichtmedizinischen Massnahmen als nicht erreichbar sehe (Fremdakten 125-2, IV-act.
24-5). Gestützt auf das Gesagte zeigte der Beschwerdeführer bis zum
Verfügungszeitpunkt (3. Januar 2018) in Bezug auf (weitere) arbeitsplatzerhaltende
Massnahmen bzw. auf Tätigkeiten, welche die linke Hand weniger belasten, keinen
Eingliederungswillen bzw. er war (noch) nicht bereit, dafür entstehende Bemühungen
auf sich zu nehmen. Daran ändern die geltend gemachten Sprachschwierigkeiten
nichts. Der Beschwerdeführer war anlässlich der Besprechungen immer in der Lage, in
der deutschen Sprache Auskunft über den Heilverlauf zu erteilen, weshalb davon
auszugehen ist, dass er in den wesentlichen Zügen auch die Ausführungen in Bezug
auf die Eingliederungsmassnahmen verstanden hat. Unter diesen Umständen ist die
fehlende subjektive Eingliederungsfähigkeit zum Verfügungszeitpunkt überwiegend
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wahrscheinlich erstellt, womit die Voraussetzungen für (weitere)
Eingliederungsmassnahmen im Verfügungszeitpunkt nicht gegeben waren. Es bleibt
dem Beschwerdeführer indes unbenommen, sich erneut bei der Beschwerdegegnerin
anzumelden, sollte sich seine Einstellung seit Verfügungserlass geändert haben.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 3. Januar 2018 nicht zu beanstanden
und die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
4.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]). Der Vertreter des Beschwerdeführers hat eine nach Zeitaufwand
(16.92 h zu Fr. 250.--) bemessene Honorarnote über Fr. 4'737.95 (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht (act. G 18). Ein Honorar nach
Zeitaufwand sieht die Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten des
Kantons St. Gallen (HonO; sGS 963.75) im Verfahren vor dem Versicherungsgericht
grundsätzlich nicht vor. Nachdem die Honorarnote nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO
tarifkonform ist und sie sich im Rahmen dessen bewegt, was praxisgemäss bei einem
Fall wie diesem zugesprochen wird, kann trotzdem darauf abgestellt werden. Das
Honorar ist aber um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 Anwaltsgesetz [AnwG; sGS
963.70]). 16.92 h zu Fr. 200.-- ergibt ein Honorar von Fr. 3'384.--. Zuzüglich
Barauslagen (4%) und Mehrwertsteuer (7.7%) resultiert eine Entschädigung von Fr.
3'790.35. Der Beschwerdeführer hat seinem Rechtsvertreter einen Kostenvorschuss
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von Fr. 1'000.-- geleistet (act. G 18). Dieser ist ihm nicht zurückzuerstatten, sondern
anzurechnen (vgl. Ziff. 5.2 der vom st. gallischen Kantonsgericht erlassenen "Richtlinien
zur unentgeltlichen Rechtspflege im Zivilprozess und für die Privatklägerschaft im
Strafprozess" vom Mai 2011, die vom Versicherungsgericht praxisgemäss analog
angewendet werden). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers mit Fr. 2'790.35 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).
4.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).