Decision ID: 9f6e46d4-7e38-5d45-aa68-d7798e6f86a3
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 14. Oktober 2009 (Eingangsstempel) an die Schweizerische Botschaft in Colombo gelangte, wobei die  die Anschrift "The Ambassador, Canadian Embassy, Colombo" trug, und geltend machte, er sei unter dem Verdacht, ein Terrorist zu sein, inhaftiert gewesen und möchte nach Kanada gehen,
dass die Botschaft den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27.  2009 aufforderte, für den Fall, dass er die Angelegenheit weiter behandelt haben wolle, eine Reihe von Fragen zu beantworten und allfällige Beweismittel einzureichen beziehungsweise zu bezeichnen,
dass der Beschwerdeführer unter Beilage zahlreicher, in  abgefasster Dokumente (in Kopie) mit Eingabe vom 24.  2009 (Eingangsstempel) an die Botschaft gelangte und darin , er sei in B._ geboren, verheiratet und Vater eines (...) Sohnes,
dass er am (...) 2008 von der Polizei festgenommen, inhaftiert sowie gefoltert und am (...) 2008 vom Magistrate Court (...) durch einen Gerichtsentscheid ohne Auflagen freigelassen worden sei,
dass er in der Folge wiederholt von der Polizei und der (...) befragt worden sei,
dass er zwar unschuldig sei und niemals mit den LTTE (Liberation  of Tamil Eelam) Geschäfte gemacht habe, nach wie vor aber des Terrorismus verdächtigt werde, und es für ihn in Sri Lanka keine  gebe,
dass die Botschaft den Beschwerdeführer am 24. Februar 2010 zur Person befragte sowie zu seinen Asylgründen anhörte und dem BFM die Akten am 24. Februar 2010 übermittelte, wobei sie in einer  insbesondere darauf hinwies, dieser habe , er sei 2002 von den LTTE rekrutiert worden, habe die  ohne Probleme 2004 verlassen und sei anschliessend zu seiner Familie zurückgekehrt, welche etwas Land besitze,
dass er nach seiner Inhaftierung im Jahre 2008 ohne Anklage und Konditionen freigelassen worden und in sein Dorf zurückgegangen sei,
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zwar die Behörden immer wieder einmal vorbeikommen würden, aber keine akute Bedrohung festzustellen sei,
dass der Beschwerdeführer über Unterkunft und Einkommen verfüge, sein Gesuch von einem Bekannten getippt worden sei und ersterer ausgeführt habe, es werde erzählt, man könne in die Schweiz, die er in keiner Art und Weise situieren könne, gehen,
dass das BFM mit Entscheid vom 6. August 2010 die Einreise in die Schweiz nicht bewilligte und das Asylgesuch ablehnte,
dass diese Verfügung dem Beschwerdeführer gemäss den  Akten durch die Botschaft am 18. August 2010 eröffnet wurde,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. September 2010 (Eingangsstempel Botschaft vom 15. September 2010,  Bundesverwaltungsgericht vom 6. Oktober 2010), Beschwerde  und darin, ohne irgendetwas neues vorzubringen, darum ersucht, in die Schweiz oder in ein anderes Land gehen zu können,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) , das BFM zu den Behörden nach Art. 33 VGG gehört und daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts ist, eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht daher für die Beurteilung der  Beschwerde zuständig ist und auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz  hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist,
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dass auf die frist- und formgerecht (die Rechtsmitteleingabe ist zwar in englischer Sprache abgefasst, was aber vom  in Verfahren wie dem vorliegenden ausnahmsweise und insbe- sondere aus prozessökonomischen Gründen toleriert wird) somit  ist (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet wurde,
dass die Schweiz gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG Flüchtlingen  Asyl gewährt und als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei als  Nachteile namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen gelten, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken,
dass das BFM ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen kann, wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet  kann, wobei Vorbringen glaubhaft gemacht sind, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält, und unglaubhaft insbesondere Vorbringen sind, die in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
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te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG),
dass das Bundesamt gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes bewilligt, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu  oder in ein anderes Land auszureisen, und gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen kann, , die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht, die Einreise zu bewilligen,
dass bei diesem Entscheid für die Erteilung einer Einreisebewilligung restriktive Voraussetzungen gelten, wobei den Behörden ein weiter  zukommt und neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische  und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche  die voraussichtlichen Eingliederungs- und  in Betracht zu ziehen sind (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.- g. S. 131 ff.; die dort beschriebene Praxis hat nach bloss  Änderungen bei der letzten Totalrevision des  nach wie vor Gültigkeit),
dass das Bundesamt in seinem Entscheid zu Recht darauf hinweist, dass einer Person nur dann die Einreise in die Schweiz zwecks  des Sachverhalts gestützt auf Art. 20 Abs. 2 bewilligt werden , wenn dieser nicht zuzumuten sei, im Wohnsitz- oder im  zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen,
dass indessen die vorgebrachten Benachteiligungen nicht  seien, da es sich dabei um geringfügige Eingriffe in das tägliche Leben des Bescherdeführers handle, welche ihn nicht als  im Sinne des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) erscheinen liessen, und an dieser Beurteilung auch die eingereichten Dokumente nichts ändern könnten, da sie lediglich die Vorbringen des Beschwerdeführers stützten, dessen Glaubhaftigkeit indessen nicht in Frage gestellt werde,
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dass der Beschwerdeführer deshalb nicht schutzbedürftig im Sinne des Asylgesetzes (Art. 3 AsylG), das Asylgesuch abzulehnen und die Einreise nicht zu bewilligen sei,
dass sich die Rechtsmitteleingabe des Beschwerdeführers  in einer Wiederholung seiner bereits gemachten  erschöpft und auch keine Verletzung von prozessualen Rechten geltend gemacht wird,
dass zwar auch das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass die Situation in Sri Lanka nach Beendigung des langjährigen Krieges nicht schlagartig besser geworden ist und es nach wie vor zu  kommt, aber gestützt auf breit abgesicherte Erkenntnisse , dass sich die allgemeine Sicherheitslage und die  zwischenzeitlich doch schrittweise verbessert haben,
dass indessen den vorliegend geltend gemachten Vorkommnissen kein Verfolgungscharakter zukommt und die schweizerische Gesetzgebung nicht vorsieht, Asylsuchenden, welche im Ausland ein Asylgesuch , die Einreise unabhängig von einer Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG – und damit der Aussicht auf Asylgewährung in der Schweiz – schon deshalb zu bewilligen, weil sie sich in einer schwierigen  befinden, wie das vom Beschwerdeführer, der gern in ein anderes Land gehen möchte, angeführt wird,
dass in Übereinstimmung mit der Vorinstanz, der zudem vorliegend auch keine formellen Unzulänglichkeiten entgegenzuhalten sind, ohne weiteren Begründungsaufwand der Schluss zu ziehen ist, der  habe in seinem Heimatland keine asylrelevanten  zu befürchten,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist, eine aktuelle und unmittelbare Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG  konkrete Hinweise auf eine künftige, asylrelevante Verfolgung und eine damit einhergehende, begründete Verfolgungsfurcht darzutun und ihm ein weiterer Verbleib im Heimatland zuzumuten ist,
dass das Bundesamt demnach die Einreise in die Schweiz zu Recht nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt hat,
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dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die angefochtene  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt, angemessen ist (Art. 106 AsylG) und die Beschwerde daher abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen wären, (Art. 63 Abs. 1 VwVG), aus verwaltungsökonomischen Gründen sowie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) vorliegend jedoch auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist.
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