Decision ID: 773fe63d-bf2f-4527-bbf9-530e4f4f769b
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 2./13. Juli 2007 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er sei angelernter Hilfsschlosser und bis 1997 als
Hilfsarbeiter tätig gewesen. Er leide an Bronchialasthma und habe ca. 1988 einen
doppelten Fersenbeinbruch erlitten. Seit Anfang 2005 stehe er auch (wegen
verschiedenster Störungen) in psychiatrischer Behandlung und er habe ausserdem
Rückenschmerzen.
A.b Gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) hatte der Versicherte von
1970 bis 1986 verschiedene Arbeitgeber gehabt und hatte 1984 und 1985 sowie ab
1990 als Selbständigerwerbender abgerechnet.
A.c Auf Anfrage, welche Leistungen er beantrage, gab der Versicherte an, das nicht
beantworten zu können. Er sei ja seit Monaten krank und könne keiner normalen
Tätigkeit nachgehen. Er leide an einem Burnout und es fehle ihm der Atem (act. 14). Im
September 2007 teilte er mit, er sei zurzeit sehr angeschlagen.
A.d Das Spital M._ reichte verschiedene Berichte aus den Jahren 1986
(Calcaneusfraktur rechts, Zerrung der Plantaraponeurose linker Fuss) und 1994 (St. n.
konservativ behandelter Calcaneusfraktur rechts, periphere Neuropathie bei
Aethylabusus) ein (act. 20).
A.e Dr. med. B._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, reichte am
12. September 2007 (act. 21) sein Einweisungszeugnis für den Versicherten vom
9. März 2005 an die Klinik C._ und sein Schreiben vom 11. Juni 2007 an Dr. med.
D._, FMH Innere Medizin, ein. In dem Einweisungszeugnis hatte der Arzt berichtet,
der Versicherte leide an Angst und depressiver Stimmung gemischt. Die Angststörung
sollte durch Training behandelt werden. Dr. D._ hatte er mitgeteilt, er habe den
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Versicherten seit November 2005 nicht mehr gesehen. Nach seiner Auffassung habe er
damals immer noch an einer Angststörung gelitten und besitze wenig
Krankheitseinsicht und eine Fähigkeit zu psychotherapeutischer Bearbeitung sei nicht
ersichtlich.
A.f Die Klinik C._ hatte Dr. B._ mit Schreiben vom 1. September 2005 (act. 23)
nach dem Klinikaufenthalt des Versicherten vom 6. Juni bis 9. Juli 2005 als Diagnosen
bekannt gegeben: Angst und depressive Störung gemischt, Asthma bronchiale und
V.a. orthostatische Dysregulation. Bis zum 17. Juli 2005 sei der Versicherte nicht
arbeitsfähig gewesen. Für die Zeit danach sollte eine Neubeurteilung durch Dr. B._
oder den Hausarzt erfolgen. Aus psychiatrischer Sicht werde ihm prognostisch eine
Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % zugesprochen.
A.g Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am
21. September 2007 (act. 25) dafür, es sei - vorbehältlich ausgeprägter Befunde der
Atemwege - zu erwarten, dass der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit voll
arbeitsfähig sei. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen betrage höchstens
50 %, sehr wahrscheinlich rein medizinisch betrachtet weniger. Aus den vorhandenen
Unterlagen gehe zusammenfassend kein schwerwiegender Gesundheitsschaden mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hervor.
A.h Dr. med. E._, Innere Medizin, Pneumologie FMH, benannte in seinem IV-
Arztbericht vom 1. Oktober 2007 (act. 29) als Diagnosen eine reduzierte körperliche
Leistungsfähigkeit bei Alkohol- und Tabakabusus, intermittierend auch
Benzodiazepine-Gebrauch, chronische, nicht obstruktive Bronchitis, anamnestisch
intermittierend asthmatisch, und Fussgelenksarthrosen. Der Versicherte sei während
der ganzen Betreuungszeit seit März 1982 psychisch auffällig und wechselnd
alkoholabhängig gewesen, es bestünden anhaltender Tabakabusus und eine
Borderline Persönlichkeit. Der Versicherte sei im Jahr 2005 selbständigerwerbend
einem J._ nachgegangen. Bei körperlicher Schwäche und Willensschwäche dürfte
ein Vermittlungsproblem vorliegen. Körperlich höchstens mittelschwer belastende
Arbeiten ohne Inhalationsnoxen seien zumutbar; es bestehe dabei eventuell eine
verminderte Leistungsfähigkeit. Eventuell sei eine ergänzende Abklärung angezeigt. -
Beigelegt war unter anderem ein Bericht von Dr. med. F._, Kardiologie und
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Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 23. Februar 2005, wonach eine
Anstrengungsdyspnoe extrakardialer Genese und kardiovaskuläre Risikofaktoren
(Hypercholesterinämie und Nikotinabusus) vorlägen. Ein Trainingsmangel dürfte für die
Anstrengungsschwäche mitverantwortlich sein.
A.i Dr. D._ gab im IV-Arztbericht vom 21. Oktober 2007 (act. 32) an, es lägen als
Diagnosen vor (verkürzt wiedergegeben): eine auffällige, dissoziale Persönlichkeit mit
narzisstischen Elementen; eine Angststörung mit wenig Krankheitseinsi
cht (gemäss Dr. B._), ein intermittierend auftretendes lokales Lumbalsyndrom
(gemäss Prof. G._), eine Arthrose des unteren Sprunggelenks rechts (gemäss
Dr. H._), eine Anstrengungsdyspnoe und reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit bei
Alkohol- und Tabakabusus, St. n. intermittierendem Benzodiazepinabusus (gemäss
Dr. E._) und eine chronische nicht obstruktive Bronchitis, anamnestisch
intermittierend asthmatisch (gemäss Dr. E._). Als Diagnose ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe der Verdacht auf orthostatische Dysregulation. Er behandle
den Versicherten seit Januar 2006. Seit damals sei dem Versicherten eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 bis 80 % zu attestieren, wahrscheinlich sei er auch schon
früher arbeitsunfähig gewesen. Er sei als J._ selbständigerwerbend gewesen, sei seit
ca. acht Jahren arbeitslos und seit ca. zwei Jahren Sozialhilfeempfänger. Er leide an
Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Mangel an
Selbstvertrauen, Rücken- und Fussschmerzen, Atemnot, psychischer Inkonstanz und
Unzuverlässigkeit und Mangel an Selbstbeherrschung. Eine geregelte Arbeit sei unter
diesen Umständen nicht realisierbar. Kurz dauernde, nicht verpflichtende Tätigkeiten
ohne Verantwortung, ohne Erfolgs- und Zeitdruck seien in geschütztem Rahmen
möglicherweise zumutbar. Ein Arbeitsversuch in geschütztem Rahmen könnte die
Erwerbsfähigkeit verbessern.
A.j Der RAD erklärte am 6. November 2007 (act. 33), es lägen keine tiefgreifenden
Ausnahmefaktoren vor, die eine volle Arbeitstätigkeit des Versicherten in einer Arbeit
als Ungelernter, bei welcher die körperlichen Einschränkungen beachtet würden, für ihn
oder für einen potentiellen Arbeitgeber als unzumutbar würden erscheinen lassen.
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A.k Am 6. November 2007 (act. 34) wurde ein Auftrag an die IV-
Eingliederungsberatung vorgesehen, da aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung
bei der Stellensuche bestehe. - Mit Mahnung vom 4. Januar 2008 (act. 43) forderte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Versicherten unter
Fristansetzung und Androhung von Säumnisfolgen auf, verlangte Unterlagen
einzureichen und einen Termin mit dem Eingliederungsberater zu vereinbaren. Er habe
wiederholt Unterlagen nicht eingereicht und ausserdem einen Termin mit dem
Eingliederungsberater nicht eingehalten. Nachdem die Vertreterin des Sozialamtes für
ihn um Fristerstreckung ersucht hatte, reichte er Unterlagen ein. Im Fragebogen
betreffend die Anstellungsverhältnisse gab er am 5. Januar 2008 (act. 45) an, er werde
sofort nach K._ eine Anstellung annehmen. Er sei bereit, eine ihm zumutbare Stelle
anzutreten. Der Eingliederungsberater habe sich im Übrigen nicht an den vereinbarten
Termin gehalten. - Im Schlussbericht der Eingliederungsberatung vom 11. Februar
2008 (act. 53) wurde festgehalten, der Versicherte plane in Kürze die Aufnahme einer
selbständigen Erwerbstätigkeit. Er benötige Eingliederungsberatung und
Arbeitsvermittlung nicht. Er könne sich nicht vorstellen, in einem Betrieb tätig zu sein.
Die Eingliederung werde in seinem Einverständnis abgeschlossen. - Anschliessend
wurde eine medizinische Begutachtung veranlasst.
A.l Im polydisziplinären Gutachten des BEGAZ Begutachtungszentrums BL vom
7. August 2008 (act. 65) wurden als Diagnosen erwähnt (erstens) eine dysthyme
Störung, (zweitens) der Verdacht auf Agoraphobie, (drittens) eine Störung durch
Alkohol mit möglicher Persönlichkeitsänderung, (viertens) eine Persönlichkeitsstörung
mit schizoiden und psychoneurotischen Anteilen, (fünftens) intermittierende lumbale
Schmerzen mit/bei klinisch Hyperkyphose thorakal, diskreter rechtskonvexer thorakaler
Skoliose und radiologisch mässigen Spondylarthrosen L3-S1 (11.09.2006, 09.07.2008),
und (sechstens) intermittierende Schmerzen rechter Fussknöchel mit/bei St. n.
traumatischer Kalkaneusfraktur und Druckdolenz im Verlauf der Peronaeussehne als
Hinweis für eine mögliche Tendovaginitis. Es bestehe seit mindestens Januar 2006 eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 % in jeglicher Tätigkeit. Schwere körperliche Tätigkeiten
seien nicht mehr zumutbar. Der Versicherte sollte dringend den Alkoholkonsum
stoppen. Das werde aber kaum möglich sein. Grundsätzlich sei ihm aber zumutbar,
eine Anstrengung aufzubringen, um den Konsum zu bremsen. In wie weit dadurch
allerdings eine relevante Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erzielt werden könne,
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müsse bezweifelt werden, da deutliche Anzeichen für eine sekundäre psychische
Schädigung bestünden, die nicht mehr reversibel seien. Im Gutachten wurde
festgehalten, die Anamneseerhebung habe sich äusserst schwierig gestaltet. Bei der
ersten Beurteilung vom 17. Juni 2008 sei ein Alkoholspiegel von 2.1 Promille gemessen
worden.
A.m Der RAD hielt am 26. August 2008 (act. 68) dafür, da der Versicherte am Begut
achtungstag 2.1 Promille Blutalkoholgehalt gehabt habe, könne der
Gesundheitsschaden nicht schlüssig beurteilt werden. Zur Klärung der verwertbaren
Restarbeitsfähigkeit sei eine ausreichende Suchtmittelabstinenz nötig. Der Versicherte
habe daher in Erfüllung seiner Schadenminderungspflicht eine Alkoholabstinenz von
mindestens sechs Monaten Dauer nachzuweisen.
A.n Mit Schreiben vom 16. September 2008 (act. 69) forderte die Sozialversicherungs
anstalt/IV-Stelle den Versicherten dazu auf, innert Frist anzugeben, durch wen er die
mindestens sechs Laborkontrollen durchführen lassen werde, welche er zum Nachweis
von im Norm- bzw. Toleranzbereich liegenden Blutwerten durchführen zu lassen habe.
- Die Vertreterin des Sozialamtes erklärte am 21. Oktober 2008 (act. 72), Dr. D._
werde den Versicherten im Spital M._ zum Entzug und zur stationären
Nachbetreuung anmelden. Der Versicherte schrieb am 5. November 2008 (act. 76), er
sei an diesem Tag im Spital M._ untersucht worden. Anfangs Januar 2009 solle er
demgemäss für zehn bis fünfzehn Tage dort und anschliessend für die nächsten
Monate in die Institution I._ eintreten. Am 16. März 2009 (act. 80) schrieb der
Versicherte, der einwöchige Entzug im Spital M._ habe sich erst an diesem Tag
festsetzen lassen. Er dauere vom 17. bis 23. März 2009. Am 23. März 2009 begann die
stationäre Behandlung im I._ (act. 81). Es wurde von dort gemeldet, der Versicherte
sei am 1. August 2009 rückfällig geworden, habe sich aber ansonsten immer an die
Auflagen gehalten. Im Austrittsbericht vom 8. Oktober 2009 (act. 94) wurde
festgehalten, der Versicherte habe sich während des Aufenthalts vom 23. März bis
24. September 2009 körperlich und psychisch stärken können. Er habe sich aktiv um
eine Arbeitsstelle bemüht und habe nun eine feste Anstellung zu 50 % im Hausdienst
eines L._. Sein Arbeitseinsatz sei sehr geschätzt worden, er habe auch gute
Sozialkompetenzen gezeigt, sei ruhig, umgänglich und hilfsbereit gewesen. - Der RAD
befürwortete am 20. Oktober 2009 (act. 95) eine Verlaufsbegutachtung.
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A.o Am 7. Januar 2010 erstattete das BEGAZ Begutachtungszentrum BL das in
Auftrag gegebene Gutachten (act. 108). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit wurden erwähnt: (erstens) ein Zervikal- und intermittierendes
Lumbalsyndrom mit/bei aktuell diskret eingeschränkter Beweglichkeit der
Halswirbelsäule bei Muskelhartspann der linken Musculi scaleni, radiologisch mässigen
Spondylarthrosen L3-S1 (11.09.2009, 09.07.2008), und klinisch deutlicher
Hyperkyphose thorakal sowie diskreter rechtskonvexer thorakaler Skoliose, (zweitens)
eine Persönlichkeitsstörung mit psychoneurotischen Anteilen und (drittens)
intermittierende Schmerzen im Bereich des rechten äusseren Fussknöchels mit/bei St.
n. traumatischer Calcaneusfraktur und mässiger Druckdolenz im Verlauf der
Peronaeussehne rechts. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ein
persistierender Alkoholkonsum in möglicherweise nicht schädigendem Ausmass, eine
leichte Agoraphobie, arterielle Hypertonie und anamnestisch Asthma bronchiale bei
Nikotinabusus. Schwere körperliche Tätigkeiten seien dem Versicherten nach wie vor
und wohl andauernd nicht mehr zumutbar. In einer den körperlichen Leiden adaptierten
Tätigkeit bestehe ab dem Begutachtungstermin eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %
bezogen auf ein ganztägiges Arbeitsvolumen. Die aktuell durchgeführte Tätigkeit (im
geschützten Rahmen) sei dem Versicherten zu maximal 50 % zuzumuten. Aus
psychiatrischer Sicht sei es zu einer Besserung der gesundheitlichen Situation
gekommen. Ein geschützter Arbeitsplatz sei unter diesem Gesichtspunkt nicht nötig,
doch bestünden aufgrund der Persönlichkeitsstörung gewisse Einschränkungen
bezüglich der Wahl des Arbeitsplatzes.
A.p Nachdem der RAD angenommen hatte, die Arbeitsfähigkeit von 70 % liege ab
Januar 2010 vor, stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 22. Januar 2010 (act. 112 f.) eine Abweisung seines
Leistungsgesuchs in Aussicht. Ein Rentenanspruch bestehe bei einem Invaliditätsgrad
von 30 % nicht. - Mit Schreiben vom 3. Februar 2010 (act. 116-1) ersuchte der
Versicherte unter anderem um Zustellung der Begutachtungsakten, um sie mit seinem
Rechtsvertreter besprechen zu können. Es sei nachgewiesen, dass er nicht mehr als
50 % arbeiten könne. Nach vier Stunden Arbeit im Hausdienst würden die Schmerzen
im Rücken und in den Fersen unerträglich. Innerhalb der im Vorbescheid bis
22. Februar 2010 angesetzten Frist, nämlich am 15. Februar 2010 (act. 119), ersuchte
Rechtsanwalt lic. iur. Martin Würmli für den Versicherten um Akteneinsicht und erhob
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nach Fristablauf am 25. Februar 2010 (act. 127) vorsorglich Einwand gegen einen
allfälligen Vorbescheid. Er habe die Akteneinsicht noch nicht erhalten. Gemäss
Schreiben vom 17. Februar 2010 (act. 121) hatte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle die Akten zugestellt. - Am 26. Februar 2010 (act. 128) verfügte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids. - Am 3. März 2010
(act. 130) monierte der betreffende Rechtsvertreter, er habe immer noch keine
Akteneinsicht erhalten. Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle versandte die Akten am
8. März 2010 (nochmals; act. 132).
B.
Gegen die Verfügung vom 26. Februar 2010 richtet sich die vom damaligen
Rechtsvertreter für den Betroffenen am 6. April 2010 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei eine halbe Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dem Beschwerdeführer seien ausserdem die
unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Der
Eventualantrag werde gestellt, weil der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden
sei, indem er keinen begründeten Einwand habe erheben können. Die Klinik C._ habe
dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert, Dr. D._ am
21. Oktober 2007 gar eine solche von bis zu 80 %. Dem Beschwerdeführer seien nur
noch kurzdauernde, nicht verpflichtende Tätigkeit ohne Verantwortung, ohne Erfolgs-
und ohne Zeitdruck zumutbar. Gemäss dem (ersten) Gutachten sei der Beschwerde
führer zu einer gewissen Leistung in der Lage, doch müsse aufgrund der komplexen
Störung eine verminderte Leistung angenommen werden. Eine einfach strukturierte
Tätigkeit sei zu 50 % möglich. Die psychische Problematik sei gemäss dem
psychiatrischen Teilgutachten chronifiziert und therapeutisch nicht mehr behandelbar.
Der Beschwerdeführer leide auch gegenwärtig noch an einer erheblichen
Alkoholproblematik. Eine Behandlung in der Institution I._ habe keine wesentliche
Besserung ergeben. Ab Anfang Oktober 2009 habe er in dem L._ zu 50 % gearbeitet
und der RAD habe festgehalten, unter Abstinenzbedingungen könne er eine
Arbeitsfähigkeit in diesem Ausmass realisieren. Das Gutachten vom Januar 2010
komme auf S. 14 zum Schluss, diese Tätigkeit sei als ideal einzustufen. Die
Arbeitsunfähigkeit werde aber trotzdem auf 30 % festgesetzt. Es werde festgestellt, die
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ausgeübte Tätigkeit sei nicht leidensangepasst. Dieser Argumentation könne nicht
gefolgt werden. Es gebe wohl keinen Arbeitsplatz, wo der Beschwerdeführer auf mehr
Verständnis und Rücksichtnahme treffen könne, als denjenigen in dem L._. Wie eine
adaptierte Tätigkeit aussehen sollte, lasse die Beschwerdegegnerin denn auch offen,
wohl, weil es eine solche nicht gebe. Selbst auf dem sekundären Arbeitsmarkt könne
der Beschwerdeführer seine Leistung nicht genügend erbringen. Er habe seine
Tätigkeit jeweils wegen der Schmerzen nach vier Stunden einstellen müssen. Der
Beschwerdeführer habe ein Arbeitstagebuch geführt; daraus gehe hervor, wie er immer
wieder zu arbeiten versucht habe, wie es aber letztlich nicht möglich gewesen sei. Es
dränge sich daher eine Arbeitsabklärung in einer BEFAS auf. Es sei alles in allem eine
halbe Rente geschuldet. Bei der Berechnung (des Invaliditätsgrads) sei zudem ein
Leidensabzug von 25 % vorzunehmen. Der Beschwerdeführer könne aufgrund seiner
Einschränkungen und seiner mangelnden Ausbildung nur sehr schwer eine
Arbeitstätigkeit finden.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2010 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Eine allfällige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör durch verspätete Aktenzustellung könne als geheilt angesehen werden. Für
körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne repetitives
Arbeiten mit den Armen in und über der Horizontalen und ohne Arbeiten, welche eine
Zwangshaltung der Halswirbelsäule bedingten, habe das Gutachten vom Januar 2010
rheumatologisch betrachtet eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert. Die Tätigkeit im
Hausdienst des L._ stelle danach dagegen keine ideal angepasste Tätigkeit dar. Es
gebe dabei ungünstige Belastungen für das Achsenskelett. Der psychiatrische
Gutachter habe einen psychopathologisch völlig unauffälligen Exploranden
vorgefunden. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei zu bestätigen, wobei die
schizoiden Anteile weniger stark im Vordergrund stünden. Die dysthyme Störung habe
sich nicht mehr feststellen lassen, hingegen noch die agoraphobische Tendenz, die
aber die Arbeitsfähigkeit nicht relevant tangiere. Der Alkoholkonsum scheine gemäss
dem Gutachter zu persistieren, aber in weitaus geringerem Ausmass. Für angepasste
Tätigkeiten sei dem Beschwerdeführer eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Ein
schränkung der Belastungs- bzw. Leistungsfähigkeit von 30 % attestiert worden. Es
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lasse sich psychopathologisch nicht begründen, dass der Beschwerdeführer nur in
einer geschützten Umgebung und nur halbtags arbeiten könne. Dem Gutachten sei
voller Beweiswert zuzusprechen. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt, der massgeblich sei,
umfasse auch Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen
Behinderte mit einem sozialen Engagement von Seiten des Arbeitgebers rechnen
könnten. Er kenne also durchaus Stellen, die den gesundheitsbedingten
Einschränkungen des Beschwerdeführers Rechnung tragen würden. Dass keine
Tätigkeit im Team oder unter vielen Menschen in Frage komme, schliesse eine
erwerbliche Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
keineswegs aus. Die letzten, im IK eingetragenen Einkommen des Beschwerdeführers
aus selbständiger (Neben-)Erwerbstätigkeit könnten nicht als repräsentative Basis zur
Ermittlung des Valideneinkommens angesehen werden und sein Verdienst am
geschützten Arbeitsplatz bilde nicht ab, was er trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung
auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verdienen in der Lage wäre. Validen- wie
Invalideneinkommen seien deshalb ausgehend vom selben Tabellenlohn der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu
bestimmen. Der Invaliditätsgrad entspreche dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter
Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn. Dass der Beschwerdeführer über
keine nennenswerte Bildung verfüge, sei bei den Hilfsarbeiterstellen nicht von
Bedeutung. Es seien auch keine lohnwirksamen Umstände ersichtlich, die direkt mit
der gesundheitlichen Beeinträchtigung in Zusammenhang stünden und einen
(behinderungsbedingten) Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigten, zumal die
somatischen Befunde die Arbeitsfähigkeit nur in qualitativer Hinsicht einschränkten und
den Auswirkungen des psychischen Leidens mit der Einschränkung von 30 %
hinreichend Rechnung getragen worden sei. Da die Restarbeitsfähigkeit von 70 %
ganztägig verwertet werden könne, bestehe keine Grundlage für einen Teilzeitabzug.
Auch das Alter rechtfertige schliesslich keinen Abzug, da Hilfsarbeiten auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt würden. Ein
Abzug lasse sich daher nicht begründen. Der Invaliditätsgrad betrage 30 %.
D.
Anstelle einer Replik beantragt der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
mit Schreiben vom 31. Mai 2010 das Einholen eines Berichts des Arbeitgebers des
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Beschwerdeführers. Daraus solle hervorgehen, welche Arbeiten der Beschwerdeführer
erledigt habe und wie seine Einsatz- und Arbeitsfähigkeit erlebt worden sei. Es dränge
sich eine Arbeitsabklärung auf.
E.
Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 7./10. Juni 2010 auf die Erstattung
einer Duplik verzichtet.
F.
Am 29. Juli 2010 hat der bisherige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine
Mandatsübergabe angezeigt.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 26. Februar 2010, also unter
der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie
er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Die danach
eingetretenen Rechtsänderungen (IV-Revision 6A) sind nicht mehr zu berücksichtigen.
Der massgebliche Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision
zurück. Soll auf bestimmte Sachverhalte nicht neues Recht Anwendung finden,
sondern das aufgehobene Recht massgebend bleiben, muss eine geltende Norm die
Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für bestimmte Sachverhalte anordnen. Die
5. IV-Revision enthält keine die Rente betreffende übergangsrechtliche Bestimmung.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine
ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007;
zum Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
i/S M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Vorliegend sind für den allfälligen
Rentenbeginn angesichts des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit (nach der gegenwärtigen
Aktenlage im Jahr 2006) und der Anmeldung von 2007 die bis zum 31. Dezember 2007
gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die
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Invaliditätsbemessung hat sich indessen materiell keine Änderung der Rechtslage
ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin das
Leistungsgesuch des Beschwerdeführers, insbesondere einen Rentenanspruch,
abgewiesen. Die Eingliederungsberatung und Arbeitsvermittlung hat sie im Februar
2008 abgeschlossen (vgl. act. 53). Der Beschwerdeführer lässt in diesem Verfahren im
Hauptstandpunkt einzig Rentenleistungen beantragen. Ergäbe sich allerdings, dass
ohne Eingliederungsmassnahmen ein solcher Anspruch in Frage steht, so gehörte zum
Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu
Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
Der Beschwerdeführer lässt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör
geltend machen, weil er erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung Akteneinsicht
erlangt habe. Der verfassungsrechtliche Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) beinhaltet
unter anderem das Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Ent
scheids zur Sache zu äussern und Einsicht in die Akten zu nehmen (BGE 132 V 368
E. 3.1). Die Beschwerdegegnerin räumt ein, die Zustellung des Schreibens vom
17. Februar 2010 mit Beilage nicht für restlos sicher annehmen und nicht beweisen zu
können. Bei dieser Beweislage ist von einer Verletzung des Gehörsanspruchs auszu
gehen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ungeachtet der Erfolgsaussichten
der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung
führen. Die Verletzung kann aber unter Umständen auch geheilt werden. Es stehen
einander das Interesse an einem rechtmässigen Verfahrensablauf und dasjenige an
einer möglichst beförderlichen Behandlung des Leistungsanspruchs gegenüber. Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen geht in ständiger Praxis davon aus, dass
das letztgenannte Interesse jedenfalls dann überwiegt, wenn die Beschwerde führende
versicherte Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur die rein verfahrens
rechtliche Beurteilung und damit die Aufhebung der verfahrensrechtlich rechtswidrigen
Verfügung und die Rückweisung zum Erlass einer neuen Verfügung (vgl. den Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S W. vom 12. Februar 2008, IV
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2006/205, mit Hinweisen; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen i/S A. vom 9. Juni 2011, IV 2009/115). Indem der Beschwerdeführer
im Hauptantrag die Leistungszusprechung beantragt, bevorzugt er die materielle
Behandlung der Streitsache vor einer rein verfahrensrechtlich begründeten
Rückweisung. Von einer Aufhebung der Verfügung aus formellem Grund ist daher
abzusehen.
3.
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.2 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, die Rente für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe
des jeweiligen Invaliditätsgrads unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE 106 V 16;
BGE 109 V 125; vgl. Art. 88a IVV). - Bei der rückwirkenden stufenweisen
Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenherabsetzung oder -
aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a Abs. 1 IVV. Art. 88 Abs. 2 IVV findet keine
Anwendung (BGE 106 V 16). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende
Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder
Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem
angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
4.
4.1 Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der
erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll,
sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
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nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH).
4.2 Zum Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegen
verschiedene Arztberichte und zwei medizinische Gutachten vor. Das erste Gutachten
vom August 2008 bescheinigt dem Beschwerdeführer infolge der Problematik von
Seiten des Bewegungsapparates eine volle Arbeitsunfähigkeit für schwere körperliche
Tätigkeiten. Aufgrund der psychischen Krankheiten bestehe seit spätestens Januar
2006 eine Arbeitsunfähigkeit (für jegliche, also auch rheumatologisch als angepasst zu
betrachtende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit) von 50 %.
4.3 Psychiatrisch gesehen waren damals eine dysthyme Störung, der Verdacht auf
eine Agoraphobie, eine Störung durch Alkohol mit möglicher
Persönlichkeitsveränderung und eine Persönlichkeitsstörung mit schizoiden und
psychoneurotischen Anteilen als von Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit betrachtet
worden.
4.4 Der RAD lehnte ein Abstellen auf das Ergebnis dieser Begutachtung ab, weil der
Beschwerdeführer am Begutachtungstag 2.1 Promille Blutalkoholgehalt aufgewiesen
habe. Dieser Wert war bei der Erhebung der allgemeinen Vorgeschichte am 17. Juni
2008 festgestellt worden. Der betreffende Gutachter hatte festgehalten, der
Beschwerdeführer stehe deutlich unter Alkoholeinfluss. Beim Beschwerdeführer war
damals und bei der rheumatologischen Begutachtung vom 8. Juli 2008 ein deutlicher
foetor aethylicus festgestellt worden. Bei der psychiatrischen Untersuchung vom
19. Juni 2008 war von einem süsslichen Atemgeruch berichtet worden. Wie hoch die
Alkoholspiegel an den beiden diesbezüglichen Untersuchungstagen gewesen waren,
ist nicht gemessen worden. Gemäss der psychiatrischen Expertise war das
Bewusstsein damals aber klar, die Orientierung allseits erhalten gewesen. Es hatten
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sich keine Hinweise auf relevante kognitive Schwierigkeiten ergeben. Dass auf das
Ergebnis der rheumatologischen und insbesondere psychiatrischen Expertise von
vornherein nicht sollte abgestellt werden können, weil sie aufgrund der Trunkenheit
kein brauchbares Ergebnis hatte liefern können, braucht somit nicht angenommen zu
werden.
4.5 Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese wird gemäss
Art. 7 Abs. 1 ATSG verstanden als der durch die Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
oder Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.
Die Invalidität kann nach Art. 4 Abs. 1 IVG Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit
oder Unfall sein. Sucht als solche begründet noch keine Invalidität im Sinn des
Gesetzes. Denn die Diagnose einer Sucht oder Suchtmittelabhängigkeit lässt nicht
schon darauf schliessen, dass der versicherten Person eine Abstinenz nicht mehr
möglich wäre; ebenso wenig ist Suchtmittelabhängigkeit notwendigerweise mit Arbeits-
oder Erwerbsunfähigkeit verbunden (vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S G. vom 22. Juni 2001, I 454/99, zur Drogensucht). Der
Alkoholismus wird invalidenversicherungsrechtlich erst relevant, wenn er eine Krankheit
oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder
psychischer, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten
ist, oder wenn er selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (Bundesgerichtsentscheid i/S
S. vom 20. März 2008, 8C_480/07). Diesfalls ist auf den gesamten, unter
Mitberücksichtigung der Folgen der Suchtmittelabhängigkeit bestehenden Arbeits-
bzw. Erwerbsunfähigkeitsgrad abzustellen (vgl. etwa die Entscheide des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S E. vom 9. Juli 2002, I 257/01, und i/S O.
vom 8. August 2006, I 169/06).
4.6 Der Beschwerdeführer leidet, wie beiden Gutachten zu entnehmen ist, an einer
Persönlichkeitsstörung, die seine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Der Psychiater hatte
bei der ersten Begutachtung dargelegt, der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner
komplexen psychischen Problematik nicht in der Lage, eine volle Leistung in der freien
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Wirtschaft zu erbringen. Seine Leistungsfähigkeit sei sehr schwankend. Es sei zwar
sehr schwierig, den Zustand des Beschwerdeführers eindeutig zu beschreiben, doch
sei am ehesten anzunehmen, dass ein sekundärer übermässiger Alkoholkonsum
bestehe, um die Ängste anzugehen. Bei der Prognose hatte er festgehalten, es seien
mittlerweile auch sekundäre psychische Störungen aufgetreten. - Auf die Würdigung
dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung wird zurückzukommen sein (vgl. unten E. 5.4).
5.
5.1 Bei der zweiten Begutachtung wurde dem Beschwerdeführer für eine den
körperlichen Leiden adaptierte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % attestiert.
5.2 Ein Vergleich der rheumatologischen Diagnosen zeigt, dass neu ein
Zervikalsyndrom mit aktuell diskret eingeschränkter Beweglichkeit der Halswirbelsäule
dazugekommen ist. Die adaptierte Tätigkeit wurde in der Folge so umschrieben, dass
auch dauerndes oder repetitives Arbeiten mit den Armen in oder über der Horizontalen
und Arbeiten, das eine Zwangshaltung der Halswirbelsäule bedingt, ausgeschlossen
sein sollten. Eine weitergehende Veränderung der Arbeitsfähigkeit aus
rheumatologischer Sicht wird nicht ersichtlich.
5.3 Bei der zweiten psychiatrischen Begutachtung wurde einzig noch die
Persönlichkeitsstörung mit psychoneurotischen Anteilen als Hauptdiagnose erfasst (die
schizoiden Anteile stünden weniger im Vordergrund). Die dysthyme Störung sei nicht
mehr vorhanden. Anstelle der Störung durch Alkohol mit möglicher Persönlichkeitsver
änderung wurde neu ein persistierender Alkoholkonsum in möglicherweise nicht
schädigendem Ausmass diagnostiziert und zusammen mit der leichten Agoraphobie
unter die Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eingereiht. Entsprechend
wurde von einem erfreulichen Verlauf berichtet.
5.4 Die Darlegungen im zweiten, im Abstand von rund eineinhalb Jahren erstellten
Gutachten deuten auf eine gesundheitliche Besserung im Zeitablauf hin. Zwischen den
beiden Begutachtungen hatte denn auch eine Behandlung (von der Dauer etwa eines
halben Jahres) in einer Institution stattgefunden. Auch in diesem zweiten Gutachten
wurde aber festgehalten, der Alkoholkonsum scheine (in einem weitaus geringeren
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Mass) zu persistieren. Hinweise auf sekundäre Wesensveränderungen im Rahmen des
Alkoholkonsums würden sich nicht finden lassen, weshalb anzunehmen sei, dass die
frühere Diagnose im Rahmen des akuten Alkoholkonsums interpretiert werden müsse
und eine direkte Folge davon gewesen sei. Es fragt sich deshalb, ob aufgrund der
jüngeren Darlegungen - im Nachhinein - darauf geschlossen werden könne, dass der
Alkoholsucht von Anfang an keine die Arbeitsfähigkeit tangierende Wirkung
zugekommen sei. Das lässt sich indessen nicht sagen. Der begutachtende Psychiater
hatte damals wie erwähnt die Arbeitsunfähigkeit auf die komplexe psychische
Problematik des Beschwerdeführers zurückgeführt. Er nahm einerseits einen
sekundären übermässigen Alkoholkonsum an und stellte anderseits das Vorliegen
sekundärer psychischer Störungen fest. Der neuen Beurteilung während eines
positiven Verlaufs lassen sich keine Indizien entnehmen, die es rechtfertigen könnten,
die Schlussfolgerungen umzustürzen, welche bei der ersten Begutachtung für den
damaligen Sachverhalt gezogen wurden. Das gilt auch, wenn berücksichtigt wird, dass
der damalige (wohl höhere) Alkoholspiegel die medizinische Beurteilung mitbeeinflusst
hat. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass schon im Jahr 1994
eine periphere Neuropathie bei Aethylabusus diagnostiziert worden war (der
Beschwerdeführer hatte in jenem Jahr im Übrigen einen stationären Entzug im Spital
M._ absolviert).
5.5 Im Übrigen hatten auch andere ärztliche Berichte dem Beschwerdeführer damals
eine Arbeitsunfähigkeit von (mindestens) 50 % bescheinigt. Dass er die suchtbedingte
Arbeitsunfähigkeit damals schon ohne medizinische Massnahmen im Sinn der
Selbsteingliederungspflicht hätte überwinden können, kann nicht angenommen
werden.
5.6 Es ist somit darauf abzustellen, dass der Beschwerdeführer gemäss den
Begutachtungsergebnissen für eine den körperlichen Leiden adaptierte Tätigkeit ab
Januar 2006 ununterbrochen zu 50 % arbeitsunfähig war.
5.7 Da angesichts der jede Tätigkeit betreffenden hälftigen Arbeitsunfähigkeit nicht
erwartet werden konnte, dass geeignete und verhältnismässige Eingliederungs
massnahmen den erwerblichen Erfolg des Beschwerdeführers als Invalider wesentlich
hätten steigern können, ist festzustellen, dass nach Ablauf eines Wartejahres nach
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Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG im Januar 2007 ein Rentenanspruch entstanden ist. Nach jener
Bestimmung entsteht der Rentenanspruch nämlich frühestens in dem Zeitpunkt, in
dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war. Für
die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird sodann nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in
adaptierter Tätigkeit (ab Januar 2006) ergibt sich bei den vorliegenden Verhältnissen in
jedem Fall ein Rentenanspruch. Wird davon ausgegangen, dass ein ausgeglichener
Arbeitsmarkt, wie er für die Invaliditätsbemessung massgebend ist, realistischer Weise
Arbeitsmöglichkeiten umfasst, die den damaligen medizinisch notwendigen
Anforderungen des Beschwerdeführers entsprechen, so sind Validen- und
Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen und entspricht
der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines
allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S K. vom 6. Mai
2008, 8C_772/07; BGE 129 V 472 E. 4.2.3). Denn die tatsächlichen Erwerbsverhältnisse
des Beschwerdeführers taugen als Grundlage für die Bemessung seines
Valideneinkommens nicht. Er war nach Angaben in der Anmeldung als Hilfsschlosser
angelernt worden und hatte gemäss IK-Auszug wie erwähnt von 1970 bis 1986
verschiedene Arbeitsstellen innegehabt. Er gab an, er habe eine N._-Unternehmung
und einen O._ geführt [...]. Seit 2003 gehe er keiner regelmässigen Arbeit mehr nach.
Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass er nach der
medizinischen Aktenlage an einer Persönlichkeitsstörung leidet, welche somit
möglicherweise schon lange von Einfluss auf die Erwerbsbiographie war. - Die
Beschwerdegegnerin wird den Rentenanspruch noch festzusetzen haben.
5.8 Zu berücksichtigen wird in der Folge sein, dass der Beschwerdeführer nach der
Aktenlage ab dem 17. März 2009 im Spital war (vgl. act. 94-1) und in der
Suchtbehandlung stand, weshalb in dieser Zeit (bis 24. September 2009) von voller
Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist.
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5.9 Was die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit betrifft,
bestand nach der Aktenlage somit zusammenfassend ab Januar 2006 eine solche von
50 % und anschliessend vom 17. März 2009 bis Ende September 2009 eine solche von
100 %.
6.
Was das zweite Gutachten betrifft, zeichnet es wie erwähnt ein erheblich besseres Bild
von der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als das frühere. Nicht nur, dass die
dysthyme Störung nicht mehr vorhanden sei, auch eine Störung durch Alkohol mit
möglicher Persönlichkeitsveränderung wurde nicht mehr diagnostiziert, während zuvor
von deutlichen Anzeichen für eine nicht mehr reversible sekundäre psychische
Schädigung berichtet worden war. Da in jenem Gutachten, das sich in die damalige
Aktenlage widerspruchsfrei eingliederte und nachvollziehbar erscheint, erhebliche
Beeinträchtigungen geschildert wurden, fragt sich, ob die im jüngeren Gutachten zur
Diagnose und zur Arbeitsfähigkeit getroffenen Feststellungen ausreichend eine
dauerhafte, erhebliche Verbesserung des gesundheitlichen Zustands zu beweisen
vermögen. Zu bedenken ist, dass die medizinischen Untersuchungen weniger als zwei
Monate nach dem Austritt aus der sechsmonatigen stationären Behandlung (am
17. November 2009) einsetzten. Damals konnten beim Beschwerdeführer eine
optimistische Einstellung und eine gute Motivation vorgefunden werden, die durch den
gelungenen Einstieg in eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz mit einem
Pensum von 50 % im Hausdienst eines L._ (ab Oktober 2009) und die dort erhaltene
Anerkennung gestützt wurde. Der Beschwerdeführer traute sich damals auch zu, in
eine Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt [...] zu wechseln. Die Gutachter schlossen
bei diesen Gegebenheiten, dem Beschwerdeführer sei medizinisch eine angepasste
Tätigkeit zu 70 % zumutbar, ohne dass er auf einen Arbeitsplatz in einer geschützten
Werkstätte angewiesen wäre. Ob allerdings die unter stationären Bedingungen mit
engmaschiger Kontrolle und Betreuung in der Institution I._ erreichte Verbesserung
nach dem Austritt längere Zeit würde gehalten werden können, wie es für eine für den
Rentenanspruch zu berücksichtigende Änderung im Sachverhalt erforderlich ist, hat
sich damals noch nicht zeigen können. Es bestehen daran angesichts der so viele
Jahre zurückreichenden wechselnden Alkoholabhängigkeit - Dr. E._ hatte
angegeben, der Beschwerdeführer sei bereits bei Behandlungsbeginn bei ihm im Jahr
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1982 psychisch auffällig gewesen - gewisse Zweifel. Wie die Anstellung am
geschützten Arbeitsplatz verlaufen ist und wie hoch der Verdienst war, wurde nicht
erhoben. Im ersten Arbeitsmarkt hatte der Beschwerdeführer jedenfalls noch nicht Fuss
fassen können. Am 26. Februar 2010 erging bereits die angefochtene Verfügung. Ob
aber die im Gutachten vom 7. Januar 2010 festgestellte Erhöhung der Arbeitsfähigkeit
von ausreichender Dauer sein würde, so dass sie eine Rentenherabsetzung
rechtfertigte, konnte zum Zeitpunkt ihres Erlasses im Februar 2010 noch nicht
abgesehen werden. - Dies wird die Beschwerdegegnerin noch zu erheben haben.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2010 teilweise gutzuheissen und die Sache
ist im Sinn der Erwägungen zur Verfügung über den Rentenanspruch ab 1. Februar
2007 sowie zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und allfälliger
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.2 Dieser Verfahrensausgang entspricht einem vollen Obsiegen des Beschwerde
führers. Auch die Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und an
schliessender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus
prozessualer Sicht in Bezug auf die Kosten ein vollständiges Obsiegen dar (vgl.
SVR 1995 IV Nr. 51 S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Die Bewilligung der unentgeltlichen
Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) vom 21. Mai 2010 ist damit obsolet geworden.
7.3 Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die
Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1
VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.
7.4 Der Beschwerdeführer hat bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenüber der
Beschwerdegegnerin Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff.
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VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem leicht
unterdurchschnittlichen Aufwand (mit lediglich einfachem Schriftenwechsel)
angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht