Decision ID: 5fcb82f9-672a-4cf2-813f-cd26a596765a
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X besitzt den Führerausweis der Kategorie B seit dem 2. Dezember 1974. Am
Donnerstag, 10. Dezember 2015, um 08.20 Uhr bog er in Niederuzwil von der
Felseggstrasse in die Brumoosstrasse Richtung Uzwil nach rechts ab. Im
Strafverfahren wurde festgestellt, dass er beim Überqueren des Radweges mit einem
jugendlichen Mofalenker kollidiert sei.
Mit Strafbefehl vom 3. Februar 2016 wurde X wegen des Vorfalls vom 10. Dezember
2015 vom Untersuchungsamt Gossau der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln
schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 300.– verurteilt. Diese Verfügung
erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
B.- Am 17. Februar 2016 eröffnete das Strassenverkehrsamt gegenüber X ein
Administrativmassnahmeverfahren. Mit Verfügung vom 8. März 2016 wurde ihm wegen
mangelnder Rücksichtnahme beim Abbiegen mit Kollisionsfolge der Führerausweis für
sämtliche Kategorien, mit Ausnahme der Spezialkategorien G und M, für einen Monat
entzogen.
C.- Gegen diese Verfügung erhob X mit Schreiben vom 14. März 2016 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, vom Führerausweisentzug abzusehen.
Das Strassenverkehrsamt verzichtete am 12. April 2016 auf eine Vernehmlassung.

Auf Xs Ausführungen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben (Art. 41 lit. g und 45 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Der Rekurs gegen die
Verfügung des Strassenverkehrsamtes vom 8. März 2016 wurde mit Schreiben vom 14.
März 2016 rechtzeitig innerhalb der vierzehntägigen Rekursfrist (Art. 47 Abs. 1 VRP)
erhoben. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 48 VRP), weshalb darauf einzutreten ist.
bis
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2.- a) Nach Strassenverkehrsdelikten befindet das Strafgericht über die strafrechtlichen
Sanktionen (Freiheitsstrafe, Geldstrafe, Busse) und die Verwaltungsbehörde in einem
separaten Verfahren über Administrativmassnahmen (insbesondere
Führerausweisentzug, Verwarnung). Die Zweispurigkeit des Verfahrens ist zulässig,
kann aber – bei fehlender Koordination – dazu führen, dass derselbe Lebensvorgang zu
voneinander abweichenden Sachverhaltsfeststellungen von Verwaltungs- und
Justizbehörden führt und die erhobenen Beweise abweichend gewürdigt und rechtlich
beurteilt werden. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, hat die Verwaltungsbehörde
gemäss konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich mit ihrem
Entscheid zuzuwarten, bis ein rechtskräftiges Strafurteil vorliegt. Denn das
Strafverfahren bietet durch die verstärkten Mitwirkungsrechte des Beschuldigten, die
umfassenderen persönlichen und sachlichen Ermittlungsinstrumente sowie die
weiterreichenden prozessualen Befugnisse besser Gewähr dafür, dass das Ergebnis
der Sachverhaltsermittlung näher bei der materiellen Wahrheit liegt als im nicht
durchwegs derselben Formstrenge unterliegenden Verwaltungsverfahren. An die
rechtliche Würdigung durch das Strafgericht ist die Verwaltungsbehörde nur dann
gebunden, wenn diese stark von der Würdigung von Tatsachen abhängt, die dem
Strafgericht besser bekannt sind als der Verwaltungsbehörde. Für den Betroffenen
bedeutet dies auf der anderen Seite, dass er nicht das Verwaltungsverfahren abwarten
darf, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweisanträge zu stellen, sondern nach
Treu und Glauben verpflichtet ist, dies bereits im Rahmen des Strafverfahrens zu tun
und allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen. Dies gilt insbesondere dann, wenn
der Beschuldigte aufgrund der Schwere des ihm vorgeworfenen Delikts mit einem
Führerausweisentzugsverfahren zu rechnen hat (BGE 119 Ib 158 E. 2c/bb und 3c/bb,
123 II 97 E. 3c/aa; VRKE IV-2009/152 vom 27. Mai 2010 im Internet abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch).
Massgeblich ist also grundsätzlich der Sachverhalt, wie er im Strafverfahren festgestellt
wurde. Nach konstanter Rechtsprechung darf die Verwaltungsbehörde von den
tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil nur dann abweichen, wenn sie Tatsachen
feststellt und ihrem Entscheid zu Grunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren
oder die er nicht beachtet hat, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt, deren Würdigung
zu einem anderen Entscheid führt, wenn die Beweiswürdigung durch den Strafrichter
den feststehenden Tatsachen klar widerspricht, oder wenn der Strafrichter bei der
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Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht sämtliche Rechtsfragen abgeklärt hat,
namentlich die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat (BGE 124 II 103
E. 1c; VRKE IV-2012/126 vom 21. März 2013).
b) Der Rekurrent bestreitet in tatsächlicher Hinsicht, dass es am Donnerstag, 10.
Dezember 2015, zu einer Kollision zwischen seinem Personenwagen und dem
Mofalenker gekommen sei. Er habe nachweisbar keine Verkehrsregeln verletzt. Das
Mofa sei vorher schon beschädigt gewesen. Die Hüftschmerzen des Mofalenkers seien
ebenfalls vorbestehend gewesen. Mit diesen Einwänden rüttelt der Rekurrent an den
Grundfesten des Strafbefehls, weshalb er sie im Strafverfahren hätte vorbringen
müssen. Im Strafverfahren wurde festgestellt, dass er beim Rechtsabbiegen den
Mofalenker zufolge momentaner Unaufmerksamkeit übersehen habe und es zu einer
Kollision gekommen sei. Von diesem Sachverhalt ist auch im
Administrativmassnahmenverfahren auszugehen, und zwar auch deshalb, weil er den
polizeilichen Vorhalt anerkannt hatte. Die Vorinstanz wies zudem zu Recht darauf hin,
es sei nicht nachvollziehbar, weshalb er dem Mofalenker vor Ort Fr. 100.– als
Schmerzensgeld übergeben habe, wenn er keine Verkehrsverletzung begangen haben
wolle.
3.- a) Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt:
SVG) wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen
das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 741.01,
abgekürzt: OBG) ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder
eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a
SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG).
Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine
geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes
Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung
begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Ist die Verletzung von
Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1
lit. a SVG). Die mittelschwere Widerhandlung nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG stellt einen
Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer
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leichten Widerhandlung und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren
Widerhandlung gegeben sind (BGE 135 III 138 E. 2.2.2).
b) Im Strafbefehlsverfahren wurde festgestellt, dass der Rekurrent am 10. Dezember
2015, während er nach rechts von der Brumoosstrasse in die Felseggstrasse Richtung
Uzwil abbog, einen Mofalenker übersah und mit diesem kollidierte. Nach Art. 34 Abs. 3
SVG hat der Automobilist, der seine Fahrrichtung ändern will, auf den Gegenverkehr
und auf die ihm nachfolgenden Fahrzeuge Rücksicht zu nehmen. Wer nach rechts
abbiegt und dies gemäss Art. 39 Abs. 1 SVG rechtzeitig angibt, erfüllt seine
Rücksichtspflicht (Giger, OFK-SVG, 8. Aufl. 2014, SVG 34 N 16). Die Zeichengebung
entbindet den Fahrzeugführer jedoch nicht von der gebotenen Vorsicht (Art. 39 Abs. 2
SVG). Nach der Rechtsprechung muss sich der nach rechts abbiegende
Fahrzeuglenker grundsätzlich durch geeignete Vorkehren nach rückwärts vergewissern,
ob er das Manöver gefahrlos durchführen kann (BGE 127 IV 34 E. 2b S. 39 f. mit
Hinweisen). Nur wer sich vorschriftsgemäss an den rechten Strassenrand hält und nach
rechts abbiegen kann, ohne zuvor brüsk zu bremsen oder nach der Gegenseite
ausholen zu müssen, ist zur Beobachtung des nachfolgenden Verkehrs nicht
verpflichtet, denn wo nach der Verkehrslage objektiv keine Gefahr besteht, hat der sich
ordnungsgemäss verhaltende Strassenbenützer nach dem Vertrauensgrundsatz auch
nicht mit einer solchen zu rechnen (BGE 127 IV 34 E. 2b S. 39 f., 97 IV 34 S. 35).
Verläuft ein Radweg wie vorliegend in einem Abstand von nicht mehr als 2 m entlang
einer Fahrbahn für den Motofahrzeugverkehr, haben die Motorfahrzeugführer der
anliegenden Fahrbahn dem Rad- und Mofalenker beim Abbiegen den Vortritt zu
gewähren (Art. 40 Abs. 5 und Art. 42 Abs. 4 der Verkehrsregelnverordnung, SR 741.11,
abgekürzt: VRV). Der Fahrzeuglenker muss in solchen Fällen alle Vorkehren treffen, um
den sich daraus ergebenden Gefahren begegnen zu können. Er darf erst abbiegen,
wenn er durch aufmerksame Beobachtung des rückseitigen Verkehrs die Gewissheit
erlangt hat, dass er nicht mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kollidieren werde (BGE
127 IV 34 E. 2b S. 40, 97 IV 34 S. 36, 91 IV E. 2b S. 19 f.).
c) Der Rekurrent bog nach rechts ab und überquerte dabei den Radweg. Er hätte sich
vor diesem Fahrmanöver vergewissern müssen, dass sich keine Verkehrsteilnehmer auf
dem Radweg befinden. Daher hätte er erst abbiegen dürfen, nachdem der Mofalenker
vorbeigefahren war. Dies gilt umso mehr, als er diesen gemäss Polizeirapport kurz vor
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der Verzweigung überholt hatte. Der Rekurrent verletzte dadurch seine
Rücksichtspflicht und damit Art. 34 Abs. 3 SVG. Zu prüfen ist, ob die Widerhandlung
als mittelschwer (Art. 16b SVG) oder als leicht (Art. 16a SVG) einzustufen ist.
Diesbezüglich sind die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sowie das Verschulden
zu klären.
d) Die Vorinstanz stufte das Verhalten des Rekurrenten als mittelschwere
Widerhandlung im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ein. Zur Begründung wird in der
angefochtenen Verfügung ausgeführt, dass der Rekurrent durch sein Fehlverhalten
schuldhaft einen Verkehrsunfall verursacht und dabei einen anderen
Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet habe. Damit liege eine mittelschwere
Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften vor.
Gegen die Qualifikation des Verhaltens als mittelschwere Widerhandlung wird im
Rekurs im Wesentlichen vorgebracht, dass der Rekurrent, bevor er nach rechts
Richtung Uzwil abgebogen sei, weder einen Mofalenker noch andere
Verkehrsteilnehmer gesehen habe. Den Ausführungen des Rekurrenten zufolge wäre es
auch für andere Verkehrsteilnehmer nicht möglich gewesen, den Mofalenker zu sehen.
e) Eine leichte Widerhandlung im Sinn von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG setzt voraus, dass
der Lenker durch die Verkehrsregelverletzung eine geringe Gefahr für die Sicherheit
anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Nach der
Rechtsprechung müssen beide Voraussetzungen kumulativ gegeben sein (BGE 135 II
138 E. 2.2.3). Ein besonders leichter Fall liegt dann vor, wenn die Verletzung von
Verkehrsregeln eine besonders geringe Gefahr für die Sicherheit anderer geschaffen
hat und den fehlbaren Fahrzeuglenker nur ein besonders leichtes Verschulden trifft (vgl.
BGer 6A.52/2005 vom 2. Dezember 2005 E. 2.2.3; Philippe Weissenberger, Kommentar
SVG und OBG, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 16a N 22). Die Auslegung des
besonders leichten Falls orientiert sich an den Verkehrsverletzungen, die nach dem
Ordnungsbussengesetz erledigt werden und keine Administrativmassnahmen nach
sich ziehen (vgl. BGer 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 4.2.).
f) Eine Gefahr für die Sicherheit anderer liegt vor, wenn die körperliche Integrität einer
Person entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Im Recht der
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Administrativmassnahmen wird zwischen der einfachen und der erhöhten abstrakten
Gefährdung unterschieden. Erstere zieht keine Administrativmassnahme nach sich (vgl.
Art. 16 Abs. 2 SVG). Von einem solchen Fall ist jedoch nur dann auszugehen, wenn
keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten hätten betroffen werden können.
Führte das Verhalten hingegen zu einer Verletzung eines Rechtsguts oder einer
konkreten oder einer erhöhten abstrakten Gefährdung der körperlichen Integrität, hat
dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die neuen
Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum
Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43 ff.). Für die Abstufung
innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der Verwirklichung der
Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder
Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte Gefährdung (vgl. BGE 118
IV 285 E. 3a).
g) Der Rekurrent überquerte beim Rechtsabbiegen den Radweg. Dabei stiess er mit
einem vortrittsberechtigten, in die gleiche Richtung fahrenden Mofalenker zusammen.
Er gefährdete den Mofalenker konkret, weshalb nicht mehr von einer geringen
Gefährdung gemäss Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG auszugehen ist. Die Annahme einer
leichten Widerhandlung scheidet damit aus. Vielmehr ist durch die vom Rekurrenten
begangene Verkehrsregelverletzung eine Gefahr für die Sicherheit anderer gemäss Art.
16b Abs. 1 lit. a SVG geschaffen worden. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern,
dass der Mofalenker keine äusserlich sichtbaren Verletzungen erlitt (BGer 1C_267/2010
vom 14. September 2010 E. 3.3). Letzteres ist vor allem glücklichen Umständen zu
verdanken. Mithin ist mit der Vorinstanz von einer mittelschweren Widerhandlung im
Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG auszugehen.
4.- Zu prüfen bleibt die Dauer des Führerausweisentzugs von einem Monat.
a) Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind
gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen,
namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als
Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.
Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Diese beträgt
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gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG nach einer mittelschweren Widerhandlung einen
Monat.
b) Die vorinstanzlich verfügte Entzugsdauer von einem Monat entspricht der
gesetzlichen Mindestentzugsdauer, die nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
zu Art. 16 Abs. 3 SVG selbst bei einer beruflichen oder persönlichen Angewiesenheit
des Betroffenen auf den Führerausweis und bei einem ungetrübten automobilistischen
Leumund nicht unterschritten werden darf (vgl. BGE 132 II 234 E. 2.3.).
Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung auch hinsichtlich der Entzugsdauer
von einem Monat zu bestätigen. Daran ändern auch die Ausführungen des Rekurrenten
zu seiner Wohnsituation nichts.
5.- Zusammenfassend ist der Rekurs abzuweisen. Dem Verfahrensausgang
entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1‘200.– erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122
der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1‘200.– ist
zu verrechnen.