Decision ID: c3b6c8f3-2bc8-5a8e-8265-462939d41368
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführer den Iran am 10. Juli 2003 und gelangten am 13. August 2003 in die Schweiz, wo sie gleichentags ihre Asylgesuche einreichten. Am 18. August 2003 wurden die Beschwerdeführer in der Empfangsstelle Kreuzlingen . Das D._ hörte sie am 21. Januar 2004 zu den Asylgründen an.
Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, sie hätten in E._/F._ gelebt und dort ein Restaurant geführt. Seit März 2001 sei er Sympathisant der Studentenorganisation "Tahkim-". Er habe Couverts für die Organisation verteilt und sein Restaurant für Zusammenkünfte zur Verfügung gestellt. Während der Studentenunruhen im Sommer 2003 sei sein Restaurant durchsucht worden. Er habe noch vor dem Eintreffen der Sicherheitskräfte das Lokal verlassen können. Bei der folgenden Hausdurchsuchung sei belastendes Material der Organisation gefunden und dieses, sowie seine Identitätspapiere beschlagnahmt worden. Das Restaurant sei darauf für kurze Zeit geschlossen worden. Er habe sich bei einem Bekannten der Organisation versteckt und nach einer Woche das Heimatland in Richtung Türkei verlassen. Bei einer Rückkehr befürchte er, zu 10 bis 15 Jahren Gefängnis verurteilt zu werden.
Die Beschwerdeführerin machte geltend, am selben Tag, als das  durchsucht worden sei, sei auch ihr Haus durchsucht worden. Am folgenden Tag sei ein Elektriker zu ihr nach Hause gekommen und habe ihr mitgeteilt, ihr Ehemann sei in Gefahr, weshalb er das Land verlassen müsse. Rund drei Wochen später habe auch sie F._ über den Flughafen verlassen und sei in die Türkei geflogen, wo sie  Ehemann getroffen habe.
B. Im Rahmen weiterer Abklärungen hörte das BFF die  am 18. Mai 2004 ergänzend zu den Asylgründen an.
Dabei führte der Beschwerdeführer aus, er sei als Verbindungsmann für die Organisation tätig gewesen. Er habe verschlossene Couverts im Auftrag an verschiedene Personen weitergeleitet. Im Übrigen  er seine bisherigen Angaben.
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Die Beschwerdeführerin ihrerseits erklärte, sie habe den Iran wegen der Probleme ihres Ehegatten verlassen; persönlich habe sie keine Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden gehabt.
C. Mit Verfügung vom 26. Mai 2004 stellte das BFF fest, die  erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die  ab. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.
D. Mit Beschwerde vom 25. Juni 2004 an die damals zuständige  Asylrekurskommission (ARK) beantragten die , die Verfügung des BFF sei aufzuheben. Es sei die  festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
E. Mit Zwischenverfügung vom 12. Juli 2004 lehnte der Instruktionsrichter der ARK die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen  und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab. Gleichzeitig setzte er den Beschwerdeführern Frist zur Bezahlung  Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 600.--.
F. Mit Schreiben vom 20. Juli 2004 ersuchten die Beschwerdeführer um Einsicht in das Aktenstück A16 "Eingabe HWV" vom 27. Mai 2004. Am 21. Juli 2004 stellte der Instruktionsrichter den Beschwerdeführern das Aktenstück A16/2 in Kopie zu. Mit Eingabe vom 27. Juli 2004 reichten die Beschwerdeführer ihre Bemerkungen zu dessen Inhalt ein.
G. Am 27. Juli 2004 leisteten die Beschwerdeführer den  und gaben eine Beschwerdeergänzung zu den Akten.
H. Das BFF beantragte in der Vernehmlassung vom 23. August 2004 die Abweisung der Beschwerde.
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I. Mit Zwischenverfügung vom 7. Juli 2005 ersuchte der zwischenzeitlich neu zuständige Instruktionsrichter die Beschwerdeführer mitzuteilen, ob ihnen das Anhörungsprotokoll vom 18. Mai 2004 vollständig  worden sei. Innert der angesetzten Frist teilten die  am 12. Juli 2005 mit, ihnen seien die Fragen 66 bis 78, mithin Seite 7 des Protokolls, nicht zugestellt worden. Im Rahmen eines  Schriftenwechsels unterbreitete der Instruktionsrichter die Akten dem BFM zur erneuten Stellungnahme. In der ergänzenden  vom 8. August 2005 empfahl das BFM, die Seite 7 den  zur Unterschrift zu unterbreiten. Mit  vom 10. August 2005 stellte der Instruktionsrichter den  die Vernehmlassung vom 8. August 2005 sowie die Seite 7 des Protokolls vom 18. Mai 2004 zu und setzte ihnen Frist zur Unterzeichnung der genannten Seite sowie zum Einreichen allfälliger Bemerkungen. Innert der angesetzten Frist teilte der  mit, aufgrund von Übersetzungsfehlern sei er nicht bereit, die  7 zu unterzeichnen. Erneut unterbreitete der  der Vorinstanz die Akten zur Stellungnahme. In der weiteren Vernehmlassung vom 7. September 2005 beantragte das BFM die  der Beschwerde.
J. Mit Schreiben vom 24. April 2007 reichten die Beschwerdeführer eine Kopie der Grundstückseigentumsurkunde des Restaurants in E._ sowie Fotos des Gastbetriebes ein. Ferner gaben sie eine CD-ROM betreffend die Teilnahme des Beschwerdeführers an einer exilpolitischen Veranstaltung sowie je ein ärztliches Zeugnis betreffend die Beschwerdeführer von Dr. med. G._, Innere Medizin, Lungenkrankheiten, vom 1. April 2007 zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM beziehungsweise das damalige BFF gehört zu den  nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
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waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im  von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung besonders  und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführer sind daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Vorliegend ist die vorinstanzliche Vernehmlassung vom 7. September 2005 den Beschwerdeführern bisher nicht zur Kenntnis gebracht , weshalb sie ihnen mit diesem Urteil zuzustellen ist (vgl. Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG).
4. 4.1 4.1.1 Aufgrund der Akten ergibt sich, dass der Hilfswerksvertreter (HWV) am Ende der ergänzenden Befragung des Beschwerdeführers vom 18. Mai 2004 auf der für ihn bestimmten Bestätigung ausführte, die Anhörung habe aufgrund der schwierigen Befragungssituation nicht vollständig und korrekt durchgeführt werden können. Sodann stellte der HWV explizit eine schriftliche Begründung zuhanden des BFM in Aussicht. In einer dem Protokoll angehängten schriftlichen Stellungnahme äusserte sich der Befrager zu den Bemerkungen des HWV und wies diese als haltlos und unprofessionell zurück.  hielt er fest, der Beschwerdeführer sei nur unterbrochen worden,
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wenn er nicht auf gestellte Fragen eingegangen sei oder diese nur oberflächlich beantwortet habe.
4.1.2 Mit Schreiben vom 20. Mai 2004 nahm der HWV ausführlich zu den von ihm erhobenen Vorwürfen Stellung. Am 26. Mai 2004 übergab er seine Stellungnahme der Schweizerischen Post, welche am 27. Mai 2004 beim Bundesamt eintraf.
4.1.3 Mit Verfügung vom 26. Mai 2004 lehnte das BFF das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab. Die Verfügung erliess die Vorinstanz , ohne die vom Hilfswerksvertreter in Aussicht gestellte  abzuwarten, beziehungsweise ohne sich zu vergewissern, ob noch mit einer solchen zu rechnen sei.
4.1.4 Im Rahmen des dreifach geführten Schriftenwechsels zwischen der ARK und dem BFF/BFM hat sich die Vorinstanz zum Schreiben des HWV und den diesbezüglichen Ausführungen des  mit keinem Wort geäussert. Diese Vorgehens- und  hat sich das BFM im Folgenden anrechnen zu lassen.
4.2 Im Schreiben vom 20. Mai 2004 führte der HWV aus, er könne die Korrektheit der Befragung nicht bestätigen und beantragte die  derselben mit einem neu zusammengesetzten Team. Zur  führte er aus, während der Dauer der Anhörung habe der Befrager die Antworten des Beschwerdeführers oft unterbrochen und somit in seinen Ausführungen abgeschnitten. Dadurch seien die  nicht immer vollständig übersetzt und protokolliert worden. Die Verwirrung und das Unverständnis des Beschwerdeführers gegenüber der Befragungsmethode würden in dessen Antworten und Fragen zum Ausdruck kommen. Zahlreiche Antworten des Beschwerdeführers  unfertig, viele Fragen hätten wiederholt werden müssen und der Beschwerdeführer habe oft Rückfragen an die Dolmetscherin gestellt. Sodann sei nur eine von ihm, dem HWV, gestellte Zusatzfrage  worden, die weiteren seien teilweise ohne Begründung nicht gewährt worden. Auch sei ihm nicht erlaubt worden, den  auf Widersprüche anzusprechen. Schliesslich habe der Befrager seine Person als unprofessionell bezeichnet und erklärt, er würde  Arbeit schlecht machen.
4.3 Jede Anhörung hat sachlich, neutral und korrekt zu erfolgen. Die Durchsicht des Protokolls der ergänzenden Befragung des  durch die Vorinstanz vom 18. Mai 2004 zeigt, dass dies vor-
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liegend offensichtlich nicht der Fall war. Anhand einiger Textpassagen soll dies nachfolgend aufgezeigt werden.
F2: Wie viele Tage vor der Ausreise aus dem Iran sind Sie nicht mehr in der eigenen Wohnung gewesen?
A: Ca. 1 Woche. F3: Ich möchte eine genaue Angabe. A: Möchten Sie ein genaues Datum wissen als ich das Haus
verliess? F4: Meine Frage war ganz genau formuliert. Wiederholung der
Frage. A: Die letzte Woche, vor meiner Ausreise aus dem Iran, war ich
beim Schlepper. F5: Ich will genau wissen, wie viele Tage vor dem Verlassen des
Irans, Sie nicht mehr zu Hause in der eigenen Wohnung waren? A: Eine Woche vor meiner Ausreise aus dem Iran.
****
F21: Wo haben Sie ihre Frau wieder getroffen? A: Einen Monat ...... 3 Wochen nach meiner Ankunft in der Türkei. F22: Ich will von Ihnen genau wissen, wo Sie Ihre Frau getroffen haben. A: In der Türkei. F23: Beantworten Sie die Frage absichtlich nicht? A: In der Türkei. F24: Die Türkei ist gross. A: ...... F25: Wiederholung der Frage! A: In einem Haus in der Gegend von H._.
*****
F35: Wie kam Ihre Frau zu diesem Haus? A: Herrn I._ hat meine Frau dahin begleitet. F36: Mit welchem Verkehrsmittel? A: Von wo aus? F37: An einem bestimmten Tag, ist Ihre Frau in H._
eingetroffen. Wie kam sie zu diesem Haus? A: Ich war zu Hause, als es an die Haustüre klopfte, dann trat Herr
J._ und meine Frau herein und mein Kind war auch dabei und auch ein Kurde.
F38: Ich fragte Sie, mit welchem Verkehrsmittel Ihre Frau im Haus in H._ eintraf?
A: Ich glaube mit einem Taxi, vom Fughafen in H._.
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Zunächst ist festzustellen, dass die Antwort auf Frage 2, wie viele Tage vor der Ausreise der Beschwerdeführer sich nicht mehr in der eigenen Wohnung aufgehalten habe, klar war, nämlich eine Woche vor der . Für den Befrager war dies offenbar nicht so, denn er verlangte auf diese Antwort hin genauere Angaben. Der Beschwerdeführer  indes nicht, was der Befrager damit meinte und fragte nach, was er denn genau wissen möchte. Diese Frage blieb als solche . Vielmehr erklärte der Befrager, er habe die Frage ganz genau formuliert und wiederholte dieselbe. Dem Beschwerdeführer war  immer noch nicht klar, was der Befrager von ihm verlangte und wiederholte erneut Antwort 2. Mit entsprechenden Erklärungen oder Beispielen seitens des Befragers hätten die Unklarheiten  Unsicherheiten des Beschwerdeführers ohne weiteres  werden können. Die Vorgehensweise des Befragers gerade zu Beginn der Befragung war offensichtlich nicht geeignet, ein gutes und vertrauensvolles Klima für deren weiteren Verlauf zu schaffen.  zeigen die weiteren Fragen und Antworten, dass sich der Befrager nicht auf den Beschwerdeführer einlassen wollte. Nachdem der Beschwerdeführer auf die Frage 22, wo er seine Frau getroffen habe, mit "in der Türkei" antwortete, war ihm offenbar nicht klar, was der Befrager mit der nachfolgenden Frage 23 wollte. Vor diesem  kann nicht in guten Treuen davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer, wie ihm vom Befrager vorgehalten wird,  nicht antwortete. Auch die Passage F35 bis F38 zeigt auf, dass der Befrager in keiner Weise willens war, auf den  einzugehen. Denn anders können die gestellten Fragen nicht verstanden werden. Weiter ist aufgrund des Protokolls festzustellen, dass zahlreiche Fragen wiederholt wurden beziehungsweise der  Rückfragen stellen musste. Ebenso ist aufgrund des Protokolls zu schliessen, dass die Bundesanhörung von einem rüden Ton sowie ungeduldigen und unnötig belehrenden Befragungsstil  war. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die gesamte Befragungssituation zu einer erheblichen Verunsicherung des  führte und er unter diesen Umständen nicht in der Lage war, seine Asylvorbringen unbelastet, frei und vollständig . Dass die Befragung nicht einwandfrei durchgeführt wurde,  der HWV bereits direkt im Anschluss an die Anhörung. In  ausführlichen Schreiben vom 20. Mai 2004 konkretisierte der HWV seine Bemerkungen vom 18. Mai 2004. Der Beschwerdeführer sei in seinen Antworten vom Befrager oft unterbrochen worden. Die Vorgehensweise des Befragers habe zu Unverständnis und Verwirrun-
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gen beim Beschwerdeführer geführt, was sich in unfertigen Antworten, vielen Wiederholungen und Rückfragen geäussert habe. Insoweit  die Feststellungen des Bundesverwaltungsgerichts mit  des HWV überein. Insoweit ist auch festzuhalten, dass der HWV seiner Aufgabe korrekt nachgekommen ist. Vor diesem Hintergrund sind die Bemerkungen des Befragers, die Feststellungen des HWV seien haltlos sowie unprofessionell und würden jeglicher Grundlage entbehren, als nicht zutreffend zurückzuweisen. Vielmehr ist , dass der Befrager des Bundesamtes sich offenbar der Funktion des HWV nicht bewusst ist. Gemäss Art. 30 Abs. 4 AsylG beobachtet der HWV die Anhörung, hat aber keine Parteirechte. Er kann zur  des Sachverhalts Fragen stellen lassen, weitere Abklärungen anregen und Einwendungen zum Protokoll anbringen. Ihm obliegt , zu einem korrekten und fairen Verfahren beizutragen (vgl. ALBERTO ACHERMANN/CHRISTINA HAUSAMMANN, Handbuch des Asylrechts, 2. Aufl., Bern/Stuttgart 1991, S. 361). In Würdigung der vorstehenden  ist somit festzuhalten, dass die Befragung vom 18. Mai 2004 nicht korrekt verlaufen ist und die Sachverhaltsermittlung insoweit nicht richtig erfolgt ist.
4.4 Im Rahmen des Instruktionsverfahrens stellte sich sodann heraus, dass sich die Seite 7 des Protokolls der Befragung vom 18. Mai 2004 nicht bei den Akten befindet. In der Folge ersuchte der  die Beschwerdeführer mitzuteilen, ob ihnen ein vollständiges Befragungsprotokoll zustellt worden sei. Am 12. Juli 2005 erklärten die Beschwerdeführer, ihnen würde die Seite 7 des Protokolls der  vom 18. Mai 2004 fehlen. In der ergänzenden Vernehmlassung vom 8. August 2005 führte das BFM dazu aus, die besagte Seite  aus unerklärlichen Gründen im schriftlichen Ausdruck fehlen, auf dem Computer sei sie indes abgespeichert. Da die Rückübersetzung zu keinen Bemerkungen Anlass gegeben habe, könne davon  werden, dass auch diese Seite rückübersetzt und  worden sei. Entsprechend dem Vorschlag des BFM in der  unterbreitete der Instruktionsrichter in der Folge die  7 des Protokolls zur Unterschrift und Stellungnahme. In seiner  erklärte der Beschwerdeführer, die protokollierten Aussagen  nicht seinen Angaben entsprechen und weigerte sich, die Seite 7 zu unterzeichnen. Es bestehen zwar gewisse Zweifel daran, dass  und ausschliesslich auf Seite 7 wesentliche Teile der Aussagen des Beschwerdeführers nicht richtig übersetzt worden seien, denn im Rahmen der ganzen Befragung hat der Beschwerdeführer nur gerade
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eine Korrektur angebracht (vgl. A13, S. 11). Jedenfalls aber ist auf der im Nachhinein ausgedruckten und zu den Akten gelegten Seite 7 nicht ersichtlich, ob dem Beschwerdeführer die Seite 7 tatsächlich  wurde und ob der Beschwerdeführer bei der Rückübersetzung  Korrekturen angebracht hat, welche praxisgemäss  im Protokoll festgehalten werden (vgl. A 13, S. 11). In Anbetracht dieser Sachlage erscheint es, entgegen der vom BFM in der  vom 7. September 2005 vertretenen Ansicht, unerheblich,  die Aussagen des Beschwerdeführers Eingang in die  der angefochtenen Verfügung gefunden haben. Immerhin ist zu bemerken, dass dieser Einwand der Vorinstanz falsch ist, hat sie sich doch in ihrer Verfügung (S. 4 oben) ausdrücklich darauf , dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen sei, zur Studentenorganisation Tahkim e Wahdad konkrete Aussagen zu  und reicherte diese Feststellung mit Beispielen an - alles , die auf der besagten Seite 7 zu finden sind. Das Bundesamt hat die angefochtene Verfügung somit auf ein unvollständiges  abgestützt und damit den Sachverhalt nicht richtig .
4.5 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die angefochtene Verfügung auf ein nicht vollständiges (Fehlen einer Seite) und nicht korrekt (Art und Weise der Befragung) zustande gekommenes Befragungsprotokoll abgestützt hat. Damit hat es den rechtserheblichen Sachverhalt nicht richtig beziehungsweise unvollständig festgestellt.
4.6 Im Rahmen des Akteneinsichtsgesuchs edierte das BFF den  das Schreiben des HWV vom 20. Mai 2004 (A16), da als unwesentliche Akte klassifiziert, nicht. Auf Gesuch hin stellte die damals zuständige ARK den Beschwerdeführern das Aktenstück A 16 indes zu.
4.6.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 VwVG darf die Einsichtnahme in die  nur verweigert werden, wenn wesentliche Interessen des Bundes oder der Kantone, insbesondere die innere oder äussere Sicherheit der Eidgenossenschaft (Bst. a.), wesentliche private Interessen (Bst. b.) oder das Interesse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen Untersuchung (Bst. c.) die Geheimhaltung erfordern. Wird einer Partei die Einsicht in ein Aktenstück verweigert, muss ihr die Behörde nach Art. 28 VwVG von seinem wesentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich
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Kenntnis sowie Gelegenheit geben, sich dazu äussern und  zu bezeichnen. Die ARK hat als Vorgängerorganisation des Bundesverwaltungsgerichts im nach wie vor zutreffenden  Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  (EMARK) 1994 Nr. 1 festgehalten, dass unter das Akteneinsichtsrecht sämtliche Aktenstücke fallen, welche  geeignet sind, in einem konkreten Verfahren als Beweismittel zu dienen.
4.6.2 Vorliegend stellte das BFM den Beschwerdeführern die  des HWV zur ergänzenden Befragung (A 16) nicht zur  zu. Im Rahmen der Aktenedition wird vom BFM immer auch die Bestätigung des HWV ediert. Es ist daher nicht ersichtlich und geht aus der Begründung zur Aktenzustellung auch nicht schlüssig hervor, weshalb vorliegend eine bereits in der Bestätigung des HWV in  gestellte und in der Folge auch nachgereichte Stellungnahme den Beschwerdeführern vom BFM nicht ediert wurde. Dies gilt umso mehr, als es dem HWV obliegt, die Einhaltung eines korrekten und  Ablaufs der Anhörung zu beobachten (vgl. die weiterhin  Praxis der ARK in EMARK 1996 Nr. 13). Würde die Stellungnahme des HWV nicht der Akteneinsicht unterliegen, so käme dies einer  der Funktion des HWV gleich. Es ist somit festzustellen, dass das BFM mit seiner Vorgehensweise zusätzlich das  und somit den Anspruch auf rechtliches Gehör der  verletzt hat. Zwar hat der Instruktionsrichter den  das Schreiben des HWV vom 20. Mai 2004 ediert und ihnen Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äussern. Damit könnte die  des Anspruchs auf rechtliches Gehör grundsätzlich als geheilt betrachtet werden. In Anbetracht dessen aber, dass die Vorinstanz nicht nur diesen Anspruch der Beschwerdeführer verletzt hat, sondern - und dies ist vorliegend entscheidwesentlich - den Sachverhalt nicht richtig fest- und erstellt hat, erübrigen sich weitere Erwägungen zur Frage, ob vorliegend tatsächlich von einer Heilung der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör auszugehen ist.
4.7 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz  den Sachverhalt nicht richtig fest- beziehungsweise erstellt hat, andererseits den Anspruch auf rechtliches Gehör der  verletzt hat.
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5. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde , die Verfügung vom 26. Mai 2004 aufzuheben und die Sache zur erneuten ergänzenden Befragung des Beschwerdeführers und zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei wird das Bundesamt angewiesen, die erneute Anhörung durch einen  Befrager beziehungsweise ein neu zusammen gesetztes  vornehmen zu lassen.
6. 6.1 Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der am 27. Juli 2004  Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- ist den  zurückzuerstatten.
6.2 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine  für die ihnen erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 4 des  vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Den nicht vertretenen Beschwerdeführern sind aus dem vorliegenden Verfahren keine verhältnismässig hohen Kosten erwachsen, weshalb ihnen keine Parteientschädigung auszurichten ist.
(Dispositiv: nächste Seite)
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