Decision ID: 65eacfcc-d3ab-44fa-8fe6-b8ca88151573
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1967 geborene
X._
war
zuletzt
vom 30. August 2011 bis zum 31. März 2012 bei der
Y._
in
Z._
als
Lagermit
ar
beiter
tätig
, wobei der let
zte effektive Arbeitstag der 1.
Februar 2012 war
(Urk. 9/11).
Am 24.
Oktober 2012 meldete er sich unter Hinweis auf eine Epi
lepsie
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leis
tungs
bezug
an.
Diese liess
in der Folge
einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten erstellen (IK-Auszug, Urk. 9/10)
,
holte medizinische Be
richte ein und klärte die erwerblichen Verhältnisse ab
.
Nach durchgeführtem
Vor
be
scheidverfahren
(Urk. 9/20-30
)
verneinte
sie
mit Verfügung vom
8.
Januar 2014 einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 9/33).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 5. Februar 2014 Beschwerde
und beantragte, es seien ihm berufliche
Eingliederungs
massnahmen zu gewäh
ren
(Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom
14.
März 2014
beantragte die IV-Stelle die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
8),
was dem Beschwerdeführer am 17.
März 2014
mitgeteilt wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet
sind, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind.
Massnahmen beruflicher Art sind die Berufsberatung, die erstmalige beruf
liche Ausbildung, die Umschulung, die Arbeitsvermittlung, die
Einarbei
tungs
zu
schüsse
und die Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3
lit
. b IVG).
1.2
Arbeitsunfähige (Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederun
gsfähig sind, haben gemäss Art. 18 Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche
eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im
Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle ver
anlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung er
gibt
, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
2
.
2
.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die IV-Stelle, den medizinischen Unter
lagen könne entnommen werden, dass beim Beschwerdeführer infolge Epilepsie
eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliege. Aufgrund der Anfallsfreiheit seit
Mai 2010 bestehe
jedoch
keine qualitative und quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter.
Ein
Ge
sund
heits
schaden
im Sinne des Gesetzes liege damit nicht vor
. Berufliche Ein
glie
de
rungsmassnahmen seien daher nicht möglich
(Urk. 2).
2
.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein,
er fühle sich in seinen beruflichen
Möglichkeiten eingeschränkt, da er nicht mehr als Lagermitarbeiter arbeiten dürfe.
Wegen der Epilepsie könne er nicht im Schichtbetrieb, nicht auf Leitern und Hochregalen und nicht an rotierenden Maschinen arbeiten. Er leiste
frei
willige Einsä
tz
e
bei der
A._
in
B._
und benötige
Unterstützung
der
Invalidenversicherung, um
eine Festanstellung zu erhalten (Urk. 1 und Urk. 3)
.
3
.
3
.1
Im Bericht des
C._
vom
20.
April 2011 wurde
die Diagnose einer Epilepsie unklarer Ätiologie mit einfach- und komplex-fo
ka
len Anfällen (ICD-10 G40.2) gestellt. Es wurde festgehalten, rein anamnes
tisch sei
bei teils ungenauen Angaben des Beschwerdeführers sowie Fehlen der Unter
lagen
der bisherigen Behandlung und Diagnostik keine genaue
Syndrom
z
uordnung
ge
lungen.
Bei dem vom Beschwerdeführer und seiner Partnerin ge
schilderten
An
fallsereignis
vom März 2010 könne es sich um einen komplex
-
fokalen Anfall gehandelt haben. Möglich sei auch ein generalisiertes
Krampfer
eignis
mit klo
ni
schen Entäusserungen. Diesbezüglich lägen jedoch unterschied
liche
Angaben von
Seiten der
damaligen
behandelnden Ärzte und der
damals
anwesenden
Lebens
partnerin
vor. In den bisherigen kernspintomographischen Untersuchungen des Schädels hätten sich keine richtungsweisenden Befunde gezeigt
.
D
ie
craniocere
brale
Kernspintomographie vom 8. November 2010 zeige sich insbesondere hin
sichtlich fokaler
,
potentiell
epileptogener
Läsionen unauf
fällig. Auch ein aktu
elles Standard-EEG zeige sich im Wesentlichen unauffällig
,
in
sbesondere hätten sich keine epi
lepsietypischen
Potenziale oder
iktalen
Paro
xysmen gefunden, was
das Vorliegen einer Ep
ilepsie allerdings nicht aus
schliesse
. Bei derzeit berich
te
ter
stabiler Anfallsfreiheit seit März 2010 bestehe für den Beschwerdeführer aktuell Fahrtauglichkeit für das Führen motorisierter Fahrzeuge der Kategorie B. Er sei da
rüber informiert worden, dass diese Fahr
tauglichkeit bei Auftreten erneuter epilepsieverdächtiger Symptome umgehend erlösche. Des Weiteren bestünden
dies
falls
Einschränkungen für das Arbeiten in sturzgefährdenden Höhen oder an verletzungsgefährdenden Maschinen
(Urk. 9/9 S. 8
ff.)
.
Im Bericht des
C._
vom 16.
Februar 2012 wur
den folgende Diagnosen gestellt:
Epilepsie mit einfach- und komplex-fokalen Anfällen unklarer Ätiologie (ED 2007, ICD-10 G40.2)
Anfallsphobische Entwicklung (ICD-10 F40.2)
Laboranalytisch
hypochrome
mikrozytäre
Anämie unklarer Genese
Es wurde ausgeführt, es liege eine Epilepsie mit einfach- und komplex-fokalen Anfällen unklarer Ätiologie vor. Ein zerebrales MRI aus dem Jahr 2010 habe keinen Hinweis auf eine
epileptogene
Läsion ergeben. Unter einer
antikonvulsi
ven
Medikation bestehe Anfallsfreiheit seit Mai 201
0.
Damals sei ein komplex-fokaler Anfall nach
Adhärenzproblematik
aufgetreten. Aus
epileptologischer
Sicht bestehe weiterhin Fahreignung für Fahrzeuge der Kategorie B. Der Be
schwerdeführer sei darüber orientiert, dass im Falle eines Anfall
s
rezidivs die Fahreignung mit sofortiger Wirkung
aufgehoben sei (Urk. 9/9 S. 11
f.)
Im Bericht
des
C._
vom
6. November 2012
wurde
festgehalten
, aus
epileptologischer
Sicht bestünden bei stabiler
Anfalls
freiheit
seit Mai 2010 keine qualitativen oder quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Sollte jedoch ein
Rezidivanfall
auftreten, bestünde mit so
for
tiger Wirkung eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dann wäre der Beschwerdeführer nicht geeignet für Arbeiten in ungesicherter Höhe
(Leitern, Gerüste), Arbeiten an gefahrenträchtigen Maschinen und Geräten, Tä
tig
keiten, die das Führen eines fahrausweispflichtigen Motorfahrzeuges erfor
dern so
wie Tätigkeiten, die die alleinige Verantwortung für Schutzbefohlene um
fassen
(Urk. 9/9
S.
3
).
3.2
Dr.
med.
D._
, FMH Neurologie,
nannte in seinem Bericht vom
2
6
. April 2013
über eine im Rahmen einer Zweitmeinung auf Wunsch des Pa
ti
en
ten durchgeführte Untersuchung
die Diagnose einer Epilepsie, wahrscheinlich s
ymp
tomatisch, mit einfach-/komp
lex-fokalen Anfällen seit 2007 und hielt fest, das
s dia
g
n
ostisch keine neuen Erkenntnisse vorlägen. An der Richtigkeit der
Diag
nose bestünden keine berechtigten Zweifel. Die Anamnese, die Phäno
meno
logie der Anfälle und die Veränderungen im EEG passten gut zu einer
Tem
po
rallappenepilepsie
. Die Fahreignung sei unter Annahme persistierender Auren und
in Anbetracht der EEG-Auffälligkeiten mit grosser Zurückhaltung zu beur
teilen
;
die Kollegen der
Epiklinik
hätten die Fahreignung im Januar 2013 als gegeben erachtet
(Urk. 9/17 S. 6)
.
3.3
Dr.
med.
E._
, FMH Allgemein
e M
edizin,
gab
in
ihrem
Formu
lar
b
ericht
vom 4.
Mai 2013 an
, beim Beschwerdeführer bestehe seit Januar 2011 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als Lagerist. Er könn
e keinen Nachtdienst und keine Schichtarbeit leisten und nicht auf Leitern steigen. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei ihm im Umfang von ca. drei
ein
halb Stun
den pro Tag zumutbar (Urk. 9/17
S. 2 f.
).
3.4
Dr.
med.
F._
, FMH Neurologie,
führte
in ihrem Bericht vom 5. Dezember 2013
aus
, die aktuelle neuropsychologische Untersuchung zeige bei dem
allseits orientierten Rechtshänd
er mit leichter
Anosodiaphorie
in Bezug auf seine kognitiven Einschränkungen, aber ohne Hinweis auf ein
interiktuales
Verhaltenssyndrom, folgende kognitive Befunde:
Visuo
-konstruktiv planerische Schwierigkeiten, leichte
Dysgraphie
und
Dyskalkulie
, nicht sprachlich betonte Gedächtnisschwäche, leicht eingeschränktes sprachliches konzeptuelles Denken und Umstellen sowie ein eingeschränktes Arbeitstempo bei
konzentrativen
Auf
gaben. Diese Befunde entsprächen leichten vorbestehenden
Teilleistungsschwä
chen
, die zusammen mit der Epilepsie im Rahmen einer frühkindlich erworbe
nen
zerebralen Entwicklungsstörung zu beurteilen seien.
Aufgrund der kogniti
ven
Leistungsschwächen und der Epilepsie sei der
Beschwerdeführer
bei der Vermitt
lung einer geeigneten Arbeitsstelle auf Hilfe angewiesen, insbesondere da er die bisherige Tätigkeit als Lagerarbeiter wegen der epilepsiebedingten Einschrän
kungen nicht mehr ausführen dürfe. Seine Vermittelbarkeit auf dem freien Ar
beitsmarkt sei dadurch erheblich limitiert
. Für einfache Tätigkeiten unter struk
turierten Arbeitsbedingungen bestehe eine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit um ca. 30 %
(Urk. 9/30).
3.5
Dr.
D._
führte in seinem Schreiben
vom
4. Februar 2014 an die IV-Stelle
aus,
aus ärztlicher und
epileptologischer
Sicht bestünden beim Beschwerdefüh
rer
eindeutige und relevante Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, welche be
rück
sichtigt werden müssten und eine berufliche Eingliederungsmassnahme sinnvoll erscheinen liessen. Einerseits bestünden bei einer
Temporallappen
epilepsie
mit
an
zunehmend persistierenden Auren generelle, die berufliche
Ge
fahren
exposi
tion
betreffende Einschränkungen (d.h. keine Arbeiten, welche an die Fahreignung oder gefährliche Maschinen gebunden
seien
oder eine ander
weitige
Gefahr
ex
po
sition
wie z.B. Gerüste, Leitern etc. mit sich
brächten
), an
dererseits sei die Mög
lichkeit krankheitsinhärenter neuropsychologischer Defi
zite auch dann nicht ganz
ausser Acht zu lassen, wenn sich diese im neuropsy
chologischen Unter
such nich
t einwandfrei von einer allfällig vorbestehenden Teilleistungsschwäche ab
grenzen l
ie
sse
n
(Urk. 5/1).
4.
4.1
Damit ein Anspruch
auf
Massnahmen beruflicher Art
bejaht werden kann, müssen
die allgemeinen Voraussetzungen für Leistungen der In
validen
ver
siche
rung
gemäss Art.
4 ff. u
nd Art.
8 IVG, das heisst insbesondere eine
leistungs
spe
zifi
sche
Invalidität
(Art. 4 Abs.
2 IVG)
gegeben sein
.
Nur d
er Anspruch auf Ar
beitsvermittlung
steht
gemäss Art. 18 IVG
schon
den arbeitsunfähigen Versi
cher
te
n zu, wobei das Gesetz auf Art.
6 ATSG verweist. Die Arbeitsunfähigkeit darf nicht bloss vorübergehender Natur sein, sondern hat quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen zu sein, dass sie den Versicherten bei der Arbeitssuche er
heblich be
hindert.
Ist die fehlende berufliche Eingliederung im Sinne der Ver
wer
tung einer bestehenden Arbeitsfähigkeit nicht auf gesundheitlich bedingte
Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen, fällt die Arbeitsver
mitt
lung
nicht in die Zuständigkeit der
Invalidenversicherung
, sondern gegebenenfalls
in den Bereich
der Arbeitslosenversicherung (Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
2.
Auflage, Zürich Bas
el Genf 2010, S. 204
f.).
4.2
Gemäss der Beurteilung des
C._
bestehen beim Beschwerdeführer bei stabiler Anfallsfreiheit seit Mai 2010 keine qualitativen oder quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Auch die Fahreignung für Fahrzeuge der
Kategorie B ist weiterhin gegeben.
Die von den Ärzten des
C._
genannten qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (keine Arbeiten in un
gesicherter Höhe und an gefahrenträchtigen Maschinen und Geräten, keine Tätigkeiten, die das Führen eines fahrausweispflichtigen Motorfahrzeuges erfor
dern
,
sowie keine Tätigkeiten, die die alleinige Verantwortung für Schutzbefoh
lene umfassen) gelten nur im Falle eines Anfall
s
rezidivs (Urk. 9/9).
Aktenkundig
ist, d
ass der Beschwerdeführer seit Mai 2010 anfallsfrei ist
.
Dementsprechend
b
e
steht
im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses
keine
Arbeitsunfä
hig
keit. Die von
der Hausärztin
Dr.
E._
attestierte 60%ige Arbeitsunfähigkeit
(Urk.
9/17
)
ist
nicht nachvollziehbar.
Selbst w
enn der Beschwerdeführer keinen Nachtdienst und keine Schichtarbeit leisten kann und nicht auf Leitern steigen darf, führt dies nicht
per se
zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Andere
Gründe für
die
postulierte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lassen sich dem
Be
richt von
Dr.
E._
nicht entnehmen.
Auch die von
Dr.
F._
attestierte Ein
schränkung der Ar
beitsfähigkeit um ca. 30 % ist weder begründet noch
nach
vollziehbar
.
Soweit
Dr.
F._
ausführt, der Beschwerdeführer dürfe die bishe
rige Tätigkeit als La
gerarbeiter wegen der epilepsiebedingten Einschränkungen nicht mehr ausfüh
ren
(Urk.
9/30
)
, stimmt dies nicht mit der
Einschätzung der Fachärzte der spezialisierten Klinik
überein. Aufgrund der
be
reits seit längerem
bestehenden
Anfallsfreiheit könnte der Beschwerdeführer derzeit grundsätzlich die Tätigkeit als Lagerarbeiter ausführen.
Auch
Dr.
D._
erwähnt lediglich
die
epilepsiebedingten
Einschränkungen, die ge
genwärtig gar nicht bestehen
(keine
Arbeiten, welche an die Fahreignung oder gefährliche Maschinen gebunden sind
oder eine anderweitige Gefahrexposition wie zum Beispiel Gerüste, Leitern etc.
mit sich bringen
, Urk. 5/1
)
.
Dr.
D._
stellt zwar fest, dass die Fahreignung mit
grosser Zurückhaltung zu beurteilen sei, hält
indessen
nicht fest, dass diese nicht
mehr
gegeben sei
(Urk. 9/17 S. 6)
. Wäre er zu diesem Schluss gelangt,
hätte es
sich
denn auch
aufgedrängt
,
dem Strassenverkehrsamt
eine Meldung im Sinne von
Art. 15d des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) zu erstatten
. Somit kann
ge
stützt auf die Ak
ten
die
Fahreignung
des Beschwerdeführers
als
gegeben
er
ach
tet
werden
.
Aus den Akten geht
weiter
hervor, dass der Beschwerdeführer lediglich wenige Mo
nate als Lagerarbeiter tätig war und diese Stelle auch nicht aus ge
sundheitlichen Gründen verloren hat (Urk.
9/11
). Davor hat
te
er zahlreiche an
de
re Tätigkeiten ausge
übt
(Urk.
9/8 und Urk. 9/10
)
.
Die Tätigkeit als Lagerar
bei
te
r kann somit vorliegend nicht als angestammte Tätigkeit bezeichnet werden.
Dem
Beschwer
deführer
steht
auf dem ausgeglichenen hypothetischen Arbeitsmarkt
vielmehr
ein weites Spektrum
zumutbarer
Hilfsarbeitertätigkeiten in sämtlichen Branchen
offen, bei welchen
keine
Schichtarbeit geleistet werden muss.
Um eine
solche Arbeitsstelle zu finden, ist der Beschwerdeführer nicht auf die spezifi
sche
n
Fachkenntnisse der mit der Invalidenversicherung betrauten Behörden angewie
se
n.
4.3
Nach dem Gesagten
ist der Beschwerdeführer derzeit als vollständig arbeitsfähig zu qualifizieren.
Die
schwierige Vermittelbarkeit
beruht
nicht auf
gesundheitli
chen
Gründen,
weshalb
kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 Abs. 1 IVG
besteht
.
Eine
Invalidität beziehungsweise
eine
drohende In
va
lidität
ist
ebenfalls
nicht gegeben,
womit
auch kein Anspruch auf
an
dere
allenfalls in Betracht fallende
Massnahmen beruflicher Art ausgewiesen ist.
Die angefochtene Verfügung erweist sich
daher
als rechtens,
was zur Abwei
sung der Beschwerde führt
.
4.4
Sollten künftig
beim Beschwerdeführer
epilepsie
bedingte
Symptome auftreten, die
aus medizinischer Sicht
zu
den genannten Einschränkungen
im Berufsprofil
,
-
insbesondere zum Verlust der Fahreignung
-
führen,
steht es
ihm
frei,
er
neut
ein Gesuch um
Arbeitsvermittlung beziehungsweise
Gewährung
anderer
allen
fall
s
in Frage kommender
berufliche
r
Massnahmen
bei der
Beschwerdegeg
nerin
zu
stellen
.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.