Decision ID: 983c7bf7-622e-41cb-b2b3-4c9fdff36bcc
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- A und B X-Y wohnen in C. A X-Y ist als selbständiger Schreiner tätig und Inhaber
zweier Einzelunternehmen. Das Einzelunternehmen "X Montagen und Innenausbau"
bezweckt Schreinermontagen von Küchen, Türen, Schränken und Fenstern sowie den
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Handel mit Waren aller Art. Das Unternehmen mit Sitz in D SZ wurde am 9. April 2008
im Handelsregister eingetragen. Weiter gehört A X-Y das Einzelunternehmen "X
International Management" an der F-Strasse in C, welches seit dem 17. Dezember
2001 im Handelsregister eingetragen ist und Unternehmensberatung, insbesondere
Vermittlung von Finanzanlagen sowie Handel mit Waren aller Art bezweckt. B X-Y ist
als SBB-Reiseberaterin angestellt und ausserdem Eigentümerin eines Geschäftshauses
an der F-Strasse in C.
B.- A und B X-Y deklarierten für die Steuerperiode 2007 ein steuerbares Einkommen
von Fr. 120'647.-- sowie ein steuerbares Vermögen von Fr. 125'663.--. Die
Veranlagungsbehörde erkannte dabei einen Mietaufwand für einen "Bürositzplatz" in D
SZ von Fr. 1'200.-- bei den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit des
Ehemannes nicht an. Zur Begründung führte sie an, der gemietete Bürositzplatz in D
SZ genüge für die Begründung eines sekundären Steuerdomizils nicht, da die Angaben
im Mietvertrag eindeutig auf eine Briefkastenfirma hinweisen würden. Deshalb finde
keine Steuerausscheidung mit D SZ statt. A und B X-Y wurden am 21. April 2009 mit
einem steuerbaren Einkommen von Fr. 121'800.-- und mit einem steuerbaren
Vermögen von Fr. 147'000.-- veranlagt. Das kantonale Steueramt wies die gegen diese
Veranlagung erhobene Einsprache mit Entscheid vom 9. Februar 2011 ab.
C.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben A und B X-Y mit Eingabe vom 7. März
2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die Einkünfte aus
selbständiger Erwerbstätigkeit seien mittels Steuerausscheidung im Kanton Schwyz zu
besteuern.
Mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2011 beantragte die Vorinstanz, der Rekurs sei
abzuweisen. Zur vorinstanzlichen Vernehmlassung nahmen die Rekurrenten mit
Eingabe vom 26. Mai 2011 Stellung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird,

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 7. März 2011 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist
einzutreten.
2.- Im Rekurs ist umstritten, ob der zivilrechtliche Sitz der Einzelfirma des Rekurrenten
im Kanton Schwyz steuerrechtlich anzuerkennen ist und damit für das Jahr 2007 alle
oder ein Teil der Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit nicht im Kanton St. Gallen,
wo die Rekurrenten wohnen, sondern im Kanton Schwyz steuerbar sind.
a) Die Vorinstanz führt im Einsprache-Entscheid im Wesentlichen aus, der Geschäftsort
in D SZ entspreche nicht den tatsächlichen Verhältnissen und erscheine eher als
künstlich geschaffen. Der Rekurrent habe als selbständiger Schreiner hauptsächlich für
zwei Auftraggeber gearbeitet und für diese insgesamt neun Rechnungen ausgestellt.
Praktisch alle Rechnungen seien auf die Adressen "X International" oder "X A" in C
ausgestellt. Auch die Mehrwertsteueranmeldung beziehungsweise die entsprechende
Rechnung laute auf "A X, Innenausbau und Montagen, C". Zudem sei auf einem Foto
ein Büroarbeitsplatz in D ersichtlich, welcher über ein Laptop und ein Handy verfüge.
Die Rechnung der Swisscom laute auf "X International Management, F-Strasse, C".
Schliesslich handle es sich bei der Liegenschaft E in D um ein Einfamilienhaus, welches
R gehöre, und die Miete für den Bürositzplatz betrage Fr. 1'200.-- im Jahr.
Im Rekurs wird geltend gemacht, den Mietraum in D brauche A X-Y für die Erledigung
seiner administrativen Arbeiten. Der Grund für den dortigen Geschäftssitz sei, dass er
in jener Umgebung die meisten Aufträge erhalte beziehungsweise erledige. Nach
Abschluss des Mietvertrages seien sämtliche Rechnungsadressen den neuen
Gegebenheiten angepasst worden. Da der ursprüngliche Name (X International oder X
A) des Einzelunternehmens "X Montagen und Innenausbau" vom Handelsregisteramt
nicht akzeptiert worden sei, habe der Eintrag erst per 9. April 2008 vorgenommen
werden können. Die Mehrwertsteuer werde zudem erst seit Oktober 2007 abgerechnet,
die Anmeldung sei aber bereits im Januar 2007 erfolgt, weshalb die Adresse nicht
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rechtzeitig geändert worden sei. Das Büro in D sei mit einem Computer inklusive
entsprechende Peripheriegeräte (z.B. Drucker, externe Festplatte) ausgestattet. Die
Telefonate würden mittels Handy erledigt.
Die Vorinstanz hält in der Vernehmlassung vom 2. Mai 2011 fest, die am Bürositzplatz
in D vorhandenen Geräte, wie Laptop, Handy und allenfalls ein Drucker seien derart
mobil, dass diese ohne weiteres transportiert werden könnten und von überall damit
gearbeitet werden könne. Es könne daher nicht von festen Anlagen und Einrichtungen
gesprochen werden. Das Einsatzgebiet des Rekurrenten umfasse neben dem Kanton
Schwyz insbesondere auch den Kanton Zürich. Der Domizilwechsel sei für das
Geschäft deshalb gar nicht nötig gewesen. Die sehr bescheidene Bürotätigkeit von
etwa 15 Debitorenrechnungen lasse sich zudem ebenfalls von überall aus erledigen.
Schliesslich liessen auch die Punkte im Mietvertrag auf ein Briefkastendomizil in D
schliessen, weshalb die Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit am
Hauptsteuerdomizil in C zu erfassen seien.
In der dazu eingereichten Stellungnahme vom 26. Mai 2011 halten die Rekurrenten
fest, da sie den Raum in D lediglich gemietet hätten, sei es nicht in ihrem Interesse,
dort Einrichtungen zu verbauen. Zudem könne auch ein Computer mit einem
Towergehäuse problemlos transportiert und eingerichtet werden. Im gemieteten Büro
würden zudem Pläne der verschiedenen Baustellen, Materiallisten und anderes
Papiermaterial lagern. Ein weiterer Grund für das externe Büro bestehe darin, dass der
Rekurrent dadurch Beruf und Familienleben ganz klar trennen könne. Er könne im Büro
konzentrierter arbeiten und habe dadurch eine enorm höhere Produktivität, als wenn
ihn die Kinder zu Hause unnötig beschäftigen. D als Standort habe er deshalb gewählt,
weil die meisten Aufträge aus jener Umgebung kämen.
b) aa) Gemäss Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche Personen aufgrund persönlicher
Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder
Aufenthalt im Kanton haben. Die Steuerpflicht endet nach Art. 19 Abs. 2 StG unter
anderem mit dem Wegfall der im Kanton steuerbaren Werte. Die Steuerausscheidung
erfolgt im Verhältnis zu anderen Kantonen nach den Grundsätzen des Bundesrechts
über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 16 Abs. 1 StG). Zu
beachten ist insbesondere die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot der
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Doppelbesteuerung gemäss Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt: BV). Gemäss Art. 15 Abs. 1
StG ist die Steuerpflicht bei persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt, erstreckt sich
aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des
Kantons.
Die Rekurrenten haben Wohnsitz in C SG, weshalb sie aufgrund persönlicher
Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen unbeschränkt steuerpflichtig sind (vgl. Art. 3 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und
Gemeinden [SR 642.14, abgekürzt: StHG]). Daneben ist der Rekurrent Inhaber einer
Einzelunternehmung in D SZ. Damit fragt sich, inwieweit die Einkünfte aus dieser
selbständigen Erwerbstätigkeit mittels Steuerausscheidung im Kanton Schwyz zu
besteuern sind.
bb) Gemäss Art. 14 Abs. 3 StG gilt als Betriebsstätte eine feste Geschäftseinrichtung,
in der die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens oder ein freier Beruf ganz oder
teilweise ausgeübt wird. Nach Art. 7 der Steuerverordnung (sGS 811.11) sind
Betriebsstätten insbesondere Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Werkstätten,
Verkaufsstellen, ständige Vertretungen, Bergwerke und andere Stätten der Ausbeutung
von Bodenschätzen sowie Bau- und Montagestellen von wenigstens zwölf Monaten
Dauer. Die Umschreibung entspricht im Ergebnis jener der massgebenden
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Doppelbesteuerungsverbot. Danach setzt
eine Betriebsstätte eine ständige körperliche Anlage voraus, die Teil des
ausserkantonalen Unternehmens bildet und in der dieses eine qualitativ und quantitativ
erhebliche Tätigkeit entfaltet (vgl. BGE 134 I 303 E. 2.2 mit Hinweisen). Damit eine
Tätigkeit qualitativ und quantitativ erheblich ist, muss sie einerseits zum eigentlichen
Geschäftsbetrieb gehören, wobei hierzu in erster Linie sämtliche der Produktion und
dem Kundenkontakt dienenden Tätigkeiten zählen. Es darf sich jedoch vor dem
Hintergrund der Gesamttätigkeit des Unternehmens nicht nur um eine unwesentliche,
bloss untergeordnete oder nebensächliche Funktion handeln, soll doch eine
unerträgliche Zersplitterung der Steuerpflicht vermieden werden (vgl. BGE 110 Ia 190
E. 3; BGE 2P.249/2006 vom 29. Januar 2007 E. 3.2., VerwGE vom 19. Oktober 2006,
in: SGE 2006 Nr. 22 E. 3b und www.gerichte.sg.ch).
http://www.gerichte.sg.ch
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cc) Der Sitz des Einzelunternehmens muss nicht mit dem Wohnsitz von dessen Inhaber
übereinstimmen (vgl. Meier-Hayoz/Forstmoser, Schweizerisches Gesellschaftsrecht,
10. Aufl. 2007, S. 757). Befindet sich der Wohnsitz des Selbständigerwerbenden in
einem anderen Kanton als der Geschäftsort, steht die Besteuerung des Unternehmens
dem Kanton zu, in welchem sich der Geschäftsort befindet. Der
Selbständigerwerbende wird m.a.W. am Geschäftsort aufgrund wirtschaftlicher
Zugehörigkeit beschränkt steuerpflichtig (Art. 4 Abs. 1 StHG). Inhaber von Einzelfirmen
unterliegen deshalb der beschränkten Steuerpflicht in demjenigen Kanton, in welchem
sich der zivilrechtliche Sitz der Einzelfirma befindet. Falls der Ort der wirklichen Leitung
der Gesellschaft jedoch nicht mit dem formellen zivilrechtlichen Sitz übereinstimmt,
besteht die Anknüpfung für die beschränkte Steuerpflicht am Ort der wirklichen Leitung
respektive am Ort, wo sich feste Anlagen und Einrichtungen befinden (vgl. Bauer-
Balmelli/Nyffenegger, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1,
2. Aufl. 2002, N 3 zu Art. 4 StHG; Duss/Greter/von Ah, Die Besteuerung Selbständig-
erwerbender, Zürich 2004, S. 116).
Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, das in einer
Geschäftsniederlassung mit ständigen Einrichtungen erzielt wird, und das dieser
Tätigkeit dienende Vermögen sind nach der Rechtsprechung am Geschäftsort zu
versteuern. Eine Niederlassung ausserhalb des Wohnsitzkantons kann allerdings nicht
schon aufgrund einer bloss formalen Erklärung (z.B. Handelsregistereintrag,
Briefkasten oder Postfach) angenommen werden. Vielmehr muss sich die dortige
Tätigkeit in ständigen körperlichen Anlagen und Einrichtungen entfalten, welche aber
nicht im Eigentum des Inhabers zu stehen haben. Eine Geschäftsniederlassung wird
verneint, wenn sie den wirklichen Verhältnissen nicht entspricht und als künstlich
geschaffen erscheint. Dann sind Berufseinkommen und Erwerbsvermögen am
Hauptsteuerdomizil steuerbar. Wird ein solches Spezialdomizil geltend gemacht, so
fordert die Praxis weiter, dass sich die Erwerbstätigkeit hauptsächlich am Geschäftsort
abspielt. Bei Tätigkeiten, die ihrer Natur nach nicht überwiegend von an sich
vorhandenen ständigen Anlagen und Einrichtungen aus erbracht werden, sondern
dezentral bei diversen Kunden beziehungsweise Abnehmern, kann es nicht darauf
ankommen, wo diese wohnhaft sind. Es genügt, dass die übrigen Tätigkeiten (z.B.
Vorbereitungs- sowie administrative Arbeiten) vorwiegend am Geschäftsort ausgeübt
werden (vgl. BGE 2C_726/2010 vom 25. Mai 2011 E. 2.2. mit weiteren Hinweisen).
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReference=CH%2F642.14%2F4%2F1
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c) Das Einzelunternehmen "X Montagen und Innenausbau" hat gemäss Handelsregister
seit 9. April 2008 seinen Sitz in D; seine Geschäftsadresse lautet "E, 0000 D". Der
Rekurrent schloss bereits am 1. Juni 2007 mit dem dort wohnenden R einen
Mietvertrag über eine "Bürositzplatzmitbenützung" an besagter Adresse ab. Gemäss
Mietvertrag bestimmt der Vermieter unter anderem die zeitliche Benutzung des
Bürositzplatzes. Zudem sei dessen Briefkasten für den Mieter zur Mitbenützung
bestimmt, wobei der Vermieter dem Mieter die Post zusende, könne dieser die Post vor
Ort nicht abholen. Zudem muss der Rekurrent seinem Vermieter adressierte und
frankierte Couverts für die Zustellung der Post zur Verfügung stellen (act. 7/II/04). Der
Rekurrent reichte zwei Fotos ein, worauf insbesondere ein Laptop, ein Handy, ein
Briefumschlag und Post-it-Haftzettel ersichtlich sind (act. 7/II/05).
aa) Als erstes erscheint es fraglich, ob für das Jahr 2007 bereits eine beschränkte
Steuerpflicht im Kanton Schwyz bestehen kann, da zu jenem Zeitpunkt das
Einzelunternehmen noch gar nicht im Handelsregister eingetragen war. Die Frage kann
jedoch offen bleiben, da der Rekurrent geltend macht, bereits im Jahr 2007 als Inhaber
der Einzelfirma tätig gewesen zu sein, und ein Eintrag im Handelsregister zur Aufnahme
der Tätigkeit nicht erforderlich ist.
bb) Die Regelung im Mietvertrag vom 1. Juni 2007, wonach insbesondere der Vermieter
die zeitliche Benutzung des Bürositzplatzes bestimmt, ist unüblich (act. 2/2). Typisches
Merkmal bei der Miete ist vielmehr, dass der Vermieter dem Mieter die vermietete
Sache während der Dauer des Mietverhältnisses im ungestörten Gebrauch zu belassen
hat (vgl. R. Weber, in: Basler Kommentar zum Obligationenrecht, Band I, 4. Aufl. 2011,
Art. 253 N 3). Vorliegend ist der Rekurrent dagegen auf den Vermieter angewiesen, um
seinen Bürositzplatz zu benutzen. Aber auch die Einrichtung des Bürositzplatzes lässt
darauf schliessen, dass dieser vom Rekurrenten kaum in nennenswertem Umfang
genutzt wird. Die abgebildeten Geräte lassen sich ohnehin nicht eindeutig dem
Rekurrenten zuordnen und sind zudem keine ortsfesten Anlagen. Schliesslich verfügt
das Büro nicht über einen Festnetzanschluss für den Rekurrenten, was doch für eine
gewisse Dauerhaftigkeit sprechen würde. Die Auftragsentgegennahme per Mobiltelefon
ist hingegen überall möglich.
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cc) Als Beweis ihrer Geschäftstätigkeit in D reichten die Rekurrenten diverse
Rechnungen ein. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Feststellung der Vorinstanz,
wonach beinahe sämtliche Rechnungen auf die Adressen "X International" oder "X A"
in C ausgestellt seien (act. 2/1 S. 3 oben), aus den Akten nicht ersichtlich ist. Gleiches
gilt für die Ausführungen der Vorinstanz, wonach die Rechnung der Swisscom auf die X
International Management lautet. Eine Rechnung des Swisscom befindet sich nicht in
den Akten, und die vom Rekurrenten eingereichten Rechnungen lauten alle auf
"Montagen + Innenausbau, X International Management, E, 0000 D". Auffallend ist
dabei, dass fünf Rechnungen vor dem 1. Juni 2007, also vor Abschluss des
Mietvertrages datieren (act. 2/5-9). Sodann wurden die Rechnungen nicht unter der
Firma einer der beiden Einzelunternehmungen des Rekurrenten ausgestellt, sondern
unter einer Bezeichnung, die Elemente der Firmen beider Einzelunternehmen aufweist.
Die "X International Management", die in ähnlicher Form auf den Rechnungen
aufgeführt ist, hat ihren Sitz an der F-Strasse in C. Bei dieser Adresse handelt es sich
um das im Eigentum der Rekurrentin stehende Geschäftshaus (act. 7/I/08). Aus den
eingereichten Rechnungen lässt sich somit nichts zugunsten einer Betriebsstätte in D
SZ herleiten.
dd) Die Rekurrenten bringen ausserdem vor, das Einzelunternehmen erhalte die
meisten Aufträge aus der Umgebung des Firmensitzes beziehungsweise die meisten
Aufträge würden dort erledigt. Den eingereichten Rechnungen ist zu entnehmen, dass
der Rekurrent vorwiegend im Kanton Zürich, vereinzelt im Kanton Schwyz, aber auch
im Kanton St. Gallen tätig ist (act. 2/5-17). Zutreffend ist, dass die Hauptauftraggeber
ihren Sitz in G und H und damit im Kanton Schwyz haben. Da die Arbeiten eines
selbständigen Schreiners üblicherweise jedoch weder am Sitz der Auftraggeber noch
am Geschäftsort der Einzelfirma ausgeführt werden, ist der Umstand, dass die
Hauptauftraggeber ihren Sitz im Kanton Schwyz haben, nicht ausschlaggebend.
ee) Weiter brachten die Rekurrenten vor, sie hätten beim Verkehrsamt Schwyz die
Verkehrssteuern für das Geschäftsauto bezahlt. Richtig ist, dass die Rekurrenten ein
Fahrzeug mit dem Kennzeichen SZ 12345 im Kanton Schwyz eingelöst haben
(act. 2/27). Es wurde jedoch lediglich eine Fahrzeugeinlösung für die Periode vom
21. Juli 2008 bis 31. Dezember 2008 belegt (act. 2/27). Die Prämienabrechnung für die
Motorwagenversicherung der "Zurich Versicherung" betrifft dieselbe Periode (act.
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2/31). Aufgrund der Benutzung eines Fahrzeugs mit Schwyzer Kennzeichen kann für
die Steuerperiode 2007 daher ebenfalls nichts zugunsten der Rekurrenten hergeleitet
werden.
ff) Schliesslich stellte die Rekurrentin der Einzelfirma "X Montagen + Innenausbau"
diverse Büroarbeiten in Rechnung. Als Absenderadresse erscheint dabei diejenige ihres
Geschäftshauses beziehungsweise der Einzelfirma "X International Management" in C
(act. 2/35). Obwohl sämtliche Pläne und Unterlagen angeblich in D lagern, war es der
Rekurrentin möglich, das Führen der Buchhaltung, Rechnungskontrollen und -
begleichungen, Mehrwertsteuerabrechnungen, Korrespondenzen etc. von C aus zu
erledigen.
Aufgrund der dargelegten Umstände entspricht der Firmensitz des Einzelunternehmens
des Rekurrenten in D im Kanton Schwyz in keiner Weise den wirklichen Verhältnissen.
Das Einkommen des Rekurrenten aus seiner Tätigkeit als selbständiger Schreiner ist
somit nicht am Firmensitz in D zu besteuern, sondern in C. Die für den Bürositzplatz
bezahlte Miete in Höhe von Fr. 1'200.-- kann daher mangels geschäftsmässiger
Begründetheit (Art. 40 Abs. 1 StG) nicht in Abzug gebracht werden. Die angefochtene
Steuerveranlagung von A und B X-Y mit einem steuerbaren Einkommen von
Fr. 121'800.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 147'000.-- ist folglich korrekt.
Daher ist der Rekurs abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von den
Rekurrenten zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu verrechnen.