Decision ID: a3ef70ee-fc20-5aa0-8155-ef7665678faf
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967,
meldete sich am 6. Februar 2009 unter Hinweis auf Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen sowie eine Schwäche der
rech
ten Seite nach einem
am 5. Juni 2008
erlittenen Unfall
bei der Invali
den
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/5 S. 7
Ziff.
6.2-6.3
). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zür
ich, IV-Stelle,
tätigte Abklärungen der
medi
zinische
n
und er
werbliche
n
Situation (Urk. 7/1-3;
Urk.
7/6; Urk. 7/8
12; Urk. 7/16-17;
Urk. 7/28
;
Urk.
7/49
)
und schloss m
it Verfügung vom
26. Sep
tember 2011 (Urk. 7/55) die Berufsberatung
ab. Nach weiteren Abklä
rungen im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
(
Urk.
7/60-61;
Urk. 7/65
68; Urk. 7/70; Urk. 7/74-75; Urk. 7/79; Urk. 7/81;
Urk.
7/85; Urk.
7/90) sprach die IV-Stelle dem Versicherten schliesslich mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
7/98;
Urk.
7/106) rückwirkend
eine befristete ganze Invalidenrente
von September 2011 bis Ende Juni 2013 zu.
Die dagegen vom Versicherten erhobe
ne Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 7.
September 2015 (Ver
fa
hren Nr. IV.2014.00363,
Urk.
7/140
) in dem Sinne gut, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.
1.2
In
der Folge
tätigte
die IV-Stelle
weitere Abklärungen (
Urk.
7/144; Urk.
7/149
50) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung, über welche am 1
0.
November 2016 berichtet wurde (
Urk.
7/166).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/169;
Urk.
7/173; Urk.
7/176) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
7/181 =
Urk.
2) einen Leistungsanspruch des Versicherten.
2.
Der Versicherte erhob am
5.
Juli 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 8.
Juni 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm auch nach Ende Juni 2013 eine angemessene Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S.
2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
September 2017 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
3.
November 2017 (
Urk.
10) zur Kenntnis gebracht und gleich
zeitig das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (vgl.
Urk.
1 S. 2) mangels Substantiierung ab
gewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch dur
chschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des ana
log anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstu
fung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte einen weiteren Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Invalidenrente mit der Begründung, dass gestützt auf das beweiskräftige Gutachten ab April 2013 eine Verbesserung des Gesundheits
zustandes ausgewiesen sei.
Seither sei
d
er
Beschwerdeführer
in einer angepass
ten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig und könne ein renten
aus
schliessendes Ein
kommen erzielen (
vgl.
Urk.
2
S. 1 f.
;
Urk.
6 S. 1 f.
).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
das Gutachten weise
keine
im April 2013 eingetretene
Verbesserung des Gesundheitszustandes nach. Es sei daher weiterhin nicht erstellt, dass er seither in einer angepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähi
g sei
(S. 4 f.
Ziff.
7)
. Ausser
dem sei ein leidensbedingter Abzug von
mindestens 15
%
zu gewähren (S. 5 f.
Ziff.
8). Schliesslich habe sich sein Gesundheitszustand seit dem im September 2016 erlittenen Unfall derart verschlechtert, dass er nun auch in einer angepass
ten Tätigkeit vo
llständig arbeitsunfähig sei. Daher
seien weitere Abklärungen zu veranlassen (S. 6 f.
Ziff.
9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer
über den Befristungs
zeitpunkt (Juni 2013) hinaus
Anspruch auf eine Rente der Invaliden
versicherung hat.
3.
3.1
Dem Urteil des hiesigen Gerichts vom
7.
September 2015 (
Urk.
7/140)
lag fol
gende medizinische Aktenlage zugrunde (vgl. E. 3 des genannten Urteils):
3.2
Die Ärzte der Rehaklinik
Y._
informierten im Austrittsbericht vom 9. Fe
bruar 2009 (Urk. 7/8/6-11) über den stationären Aufenthalt des Beschwerde
führers vom 4. Dezember 2008 bis 5. Februar 2009. Als Diagnose führten sie auf (S. 1):
-
Unfall vom 5. Juni 2008: frontale Auffahrkollision als Beifahrer; Pri
mär
diagnose: Halswirbelsäulen (HWS) – Distorsion
(Quebec Task Force)
QTF Klassifikation II
-
zervikovertebrales
Syndrom
-
Spannungskopfschmerz
-
lumbovertebrales
Syndrom
Die Ärzte gaben an, dass eine erhebliche Symptomausweitung habe beobachtet werden können. Die Resultate des physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen
Belastbarkeit nur teilweise ver
wertbar. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den wenig relevanten objektivierbaren pathologischen Befunden aus somatischer Sicht nur ungenügend erklären.
Die Tätigkeit als Kälteanlagen
mon
teur sei dem Beschwerdeführer aktuell nicht mehr zumutbar, da die Anfo
r
de
rungen durch das wiederholte Hantieren von sehr schweren Lasten zu hoch seien (S. 1). Eine andere (mindestens) mittel
schwere Arbeit sei dem Beschwer
de
führer ganztags zumutbar. Es sei derzeit nic
ht von einer erheblichen psychi
schen Störung auszugehen (S. 2). Die körperliche Untersuchung habe eine
geringgradige
Druckschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der gesamten HWS gezeigt. Die paravertebrale Muskulatur und der Oberarm des
Musculus
trapezius
seien noch deutlich verspannt. Die Beweglichkeit der HWS sei jedoch in allen Richtungen
frei
,
endgradig
etwas sch
merzhaft. Auch die Lendenwirbel
säule (LWS) sei von der Beweglichkeit her v
ollkommen unauffällig. Grob neu
ro
logisch sei der Beschwerdeführer ebenfalls unauffällig (S. 6).
3.3
Am 11. Mai 2009 erfolgte eine ärzt
liche Beurteilung durch den Suva
-Kreisarzt, Dr. med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie. In seinem Bericht (Urk. 7/68/37
38) führte Dr.
Z._
aus, dass der Beschwerdeführer sowohl klinisch in allen relevanten Fachrichtungen als auch bildgebend ausführlich abgeklärt worden sei. Eine traumatisch bed
ingte Läsion habe nicht dokumen
tiert werden können.
Anlässlich des stationären Aufenthaltes in der Rehaklinik
Y._
habe eine erhebliche Symptomauswe
itung und Selbstlimitierung beo
bachtet werden können. Bald ein Jahr nach dem Unfall sei von einer weiteren Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Es sei nun von einem Endzustand auszugehen (S. 2).
3.4
Dr. med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Med
izin, diagnosti
zierte mit Bericht vom 21. Juni 2009 (Urk. 7/16) ein
zervikovertebrales
sowie ein
lumbovertebrales
Syndrom und ein Spannungskopfweh, bestehend seit dem Unfall vom 5. Juni 2008 (S. 2 Ziff. 1.1). Die Prognose sei unklar (S. 3 Ziff. 1.4). Der Beschwerdeführer sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit dem 5. Juni 2008 zu 100 % arbeitsunfähig (S. 3 Ziff. 1.6).
3.5
Dr. med.
B._
, Facharzt f
ür Chirurgie und für Hand
chirur
gie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 11. Juli 2011 (Urk. 7/65/6) eine
Scaphoidfraktur
im mittleren Drittel aufgrund eines
Treppensturzes am 31. Mai 201
1.
Bisher sei keine Therapie erfolgt. Er a
ppliziere eine
Unterarmscaphoid
schiene
, welche für sechs Wochen getragen werden solle.
Mit Bericht vom 18. August 2011 (Urk. 7/65/7) informierte Dr.
B._
, dass in der Zeit der Ruhigstellung keinerlei Veränderung eingetreten sei, so dass er ein operatives Vorgehen für nötig erachte.
Die Operation zur
Scaphoidrekon
struktion
mit Beckenspongiosa und Beckenspan werde am 5. September 2011 im Spital
C._
erfolgen.
3.6
Dr.
B._
informierte mit Bericht vom 18. Oktober 2011 (Urk. 7/65/9) über die gipsfreie CT-Untersuchung am 13. Oktober 2011. Diese zeige leider einen Ausbruch des Fragments sowie eine Zusammensinterung der mit der Schraube fixierten
delead
(richtig:
delayed
)
union
und der
Spongiosaplastik
. Für eine nochmalige Fixation erfolge das Anlegen eines
Unterarmscaphoidgipses
für vier Wochen. Falls dann ein
Durchbau
vorhanden sei, so wäre eine Schrauben
ent
fernung und eine Abtragung des
exostotischen
Fragments nötig.
3.7
Mit erneutem Bericht vom 22. November 2011 (Urk. 7/65/10) führte Dr.
B._
aus, dass der
Spongiosablock
beziehungsweise der kortikale Anteil davon ausgebrochen und die
Scaphoidrekonstruktion
zusammengesintert sei. Dadurch habe sich der Kopf der HCS-Schraube in das
Trapezium
eingebohrt. Zudem habe sich eine erneute progressive
Scaphoidpseudarthrose
entwickelt. In dieser Situation sei eine erneute
Scaphoidrekonstruktion
nötig. Diese erfolge am 5. Dezember 2011 stationär im Spital
C._
.
3.8
Dr.
A._
gab mit Bericht vom 15. Januar 2012 (Urk. 7/66) an, dass er den Beschwerdeführer seit 2003 behandle und die letzte Kontrolle am 21. November
2011 erfolgt sei (S. 1 Ziff. 1.2) und führte die nachfolgend gekürzt angeführten Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1 Ziff. 1.1):
-
chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom, Status nach Unfall am 5. Juni 2008
-
invalidisierende Schmerzen Handgelenk rechts, Status nach Sturz am 31. Mai 2011, Status nach
Scaphoidrekonstruktion
rechts am 5. Sep
tember 2011
Dr.
A._
gab an, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Juni 2008 in der angestammten Tätigkeit als Heizungsmonteur zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 2 Ziff. 1.6). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, das heisse 8 Stunden pro Tag (S. 3 Ziff. 1.7).
3.9
Dr. med.
D._
, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, führte mit Schreiben vom 7. Februar 2012 (Urk. 7/75/8-9) als Diagnose einen Status nach fehlgeschlagener
Scaphoidpseudarthrose
-Operation rechts mit ausgebrochener
Herbertschraube
und geborstenem
kortikospongiösem
Knochentransplantat auf und berichtete unter anderem, der Beschwerdeführer habe am 22. Januar 2012 einen erneuten Unfall mit Traumatisierung des rechten Handgelenkes erlitten (S. 1 unten). Aufgrund der heutigen Untersuchung und der zur Verfügung ste
henden Angaben über den Vorzustand könne k
eine objektiv erfassbare Schädi
gung durch das erneute Handgelenks
trauma vom 22. Januar 2012 fest
gestellt werden. Es sei eine
Reoperation
mit Schraubenentfernung und
Spongiosaplastik
des
Scaphoides
notwendig (S. 2).
3.10
Dr. med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, Oberarzt,
F._
, Rheumaklinik, gab mit Bericht vom 26. März 2012 (Urk. 7/67/5-7) an, dass der Beschwerdeführer vom 27. Januar bis 15. März 2012 ambulant behandelt worden sei (S. 1 Ziff. 1.2) und führte die nachfolgend gekürz
t angeführten Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1 Ziff. 1.1):
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
persistierende Handgelenksschmerzen bei Status nach
Scaphoidfraktur
rechts
-
multilokuläre
Enthesiopathien
Dr.
E._
führte weiter aus, dass er keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt habe (S. 2 Ziff. 1.6). Es bestünden degenerative Veränderungen im Bereich der HWS, welche zu belastungsabhängigen Beschwerden mit Exazerbation bei vermehrter HWS-Endstellung führen könnten. Da das genaue Arbeitsbild in der bisherigen Tätigkeit nicht bekannt sei, sei der Einfluss darauf zurzeit nicht zu eruieren. In einer wechselbelastenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer diesbezüglich aber
zu 100 % arbeitsfähig. Weiter bestünden intermittierend
Enthesiopathien
bei muskulärer Verspannung/Überlastung. Diese könnten physiotherapeutisch sowie mittels
nichtsteroidalen
Antirheumatika (
NSAR) angegangen werden und wür
den nicht zu einer Arbeitsfähigkeitseinschränkung führen. Aufgrund der
Scaphoid
fraktur
, Schraubenlockerung und pers
istierenden mechanischen Schmer
zen sei die rechte Hand zurzeit nicht in einem manuell-fordernden Beruf einzusetzen. Hier sei eine weitere Operation geplant und die Arbeitsfähigkeit noch nicht abzusehen. Weitere Informatione
n seien vom Handchirurg einzuho
len (S. 2 Ziff. 1.7).
3.11
Im Operationsbericht vom 30. März 2012 (Urk. 7/79/6-7) führte Dr.
D._
aus, dass er die vollständig gelockerte und ins S
TT-Gelenk hineinragende
Herbert
schraube
entfernt habe. Weiter habe er die breite
Pseudarthrose
-Zone und das
avitale
Knochenmaterial ausgeräumt sowie das
Scaphoid
mittels exakt zurecht geschnitzten
kortikospongiösem
Span v
om rechten Beckenkamm und Ergän
zung durch eingebrachte
Spongiosachips
stabilisiert (S. 1).
3.12
Dr.
A._
beantwortete am 22. Mai 2012 (
Urk. 7/70) die von der Beschwer
degegnerin gestellten Zusatzfragen in dem Sinne, dass hinsichtlich des Schwächeanfalls vom Mai 2011 keine anderen als die orthopädischen und rheumatologischen Abklärungen erfolgt seien. Es gebe keine anderen relevanten Gesundheitsschäden, welche eine Arbeitsunfähigkeit begründen könnten.
3.13
Dr.
D._
gab mit Bericht vom 21. August 2012 (Urk. 7/74) an, dass er den Beschwerdeführer seit dem 2. Februar 2012 bis auf weiteres behandle (S. 1 Ziff. 1.2) und führte folgende Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit auf (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Scaphoidfraktur
rechts, Unfall am 5. Juni 2008 (richtig: 31. Mai 2011)
-
Schleudertrauma HWS, Rückentrauma (5. Juni 2008)
-
traumatisierte
Scaphoid
-Pseudoarthrose rechts bei Treppensturz am 5. Juni 2008 (richtig: 31. Mai 2011)
-
Traumatisierung rechte Hand, rechte Hüfte, HWS, Ende Dezember 2011 (auf Zebrastreifen von Auto angefahren)
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit dem 5. Juni 2008 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.6). Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei noch leicht eingesch
ränkt und es bestünden belas
tungsabhängige Schmerzen. Eine manuelle Arbeit sei noch nicht möglich. In welchem Umfang eine behinderungsangepasste Tätigkeit möglich sei, hänge nebst den Handgelenksproblemen von den anderen Diagnosen ab (S. 2 f. Ziff. 1.7). Die Frage, ob mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
beziehungsweise Erhöhung der Einsatzfähigke
it gerechnet werden könnte, ver
neinte Dr.
D._
in Bezug auf das Handgelenk (S. 3 Ziff. 1.9).
3.14
Mit Schreiben vom 25. Oktober 2012 (Urk. 7/75/5) informierte Dr.
D._
über den erfolgreichen Verlauf nach der vorgenommenen
Pseudarthrose
-Operation des
Scaphoides
rechts. Er gab weiter an, das
s sich nun Karpaltunnelbeschwer
den bemerkbar gemacht hätten und die klinischen Karpaltunneltests positiv seien.
Mit erneutem Bericht vom 13. Februar 2013 (Urk. 7/75/1-4) gab Dr.
D._
an, dass eine Befunderhebung nicht möglich sei, weil der Beschwerdeführer keine Termine mehr wahrgenommen habe (S. 2 Ziff. 1.4). Der Beschwerdeführer sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vom 25. Mai bis 31. Dezember 2012 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (S. 2 Ziff. 1.6). Zu den weiteren Fragen könne er keine Stellung nehmen, da der Beschwerdeführer nicht mehr erschienen sei (S. 2 ff.).
3.15
Dr.
A._
gab mit Bericht vom 15. April 2013 (Urk. 7/79/1-4) an, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kühlanlagenmonteur seit dem 5. Juni 2008 zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 2 Ziff. 1.6). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei der Be
schwerdeführer zu 100 % arbeits
fähig (S. 3 Ziff. 1.7).
3.16
Mit Bericht vom 25. April 2013 (Urk. 7/81/6-7) informierte Dr.
D._
über den am 24. April 2013 erfolgten Untersuch des B
eschwerdeführers und führte fol
gende Diagnosen auf (S. 1):
-
persistierende
Scaphoid-Pseudarthrose
rechts nach
Pseudarthrose
-Opera
tion mittels
kortikospongiösen
Span vom Beckenkamm und
Her
bert
schraube
-
Abrissfraktur am rechten Beckenkamm
nach zweimaliger Spongiosa-Ent
nahme, mit instabilem Knochenfragment und Desinsertion des Tensor
fasciae
latae
und des Sartorius
Der postoperative Verlauf scheine weitgehend ungestört, abgesehen von einem Ereignis beim Aussteigen aus dem Auto am
20. April 201
2.
Der Beschwerde
führer habe beim Ausführen einer Drehbewe
gung mit Belastung auf dem rech
ten Bein einen Knall und akute Schmerzen i
m Bereich des rechten Becken
kam
mes verspürt. Seither bestünden rezidivierende, teilweise sehr heftige Schmerzen im Bereich des rechten Beckenkammes. Eine am 13. Februar 2013 erfolgte MRI
Untersuchung des rechten Beckenkammes habe eine Abrissfraktur gezeigt. Ein 2–3 cm grosses Knochenfragment vom Beckenkamm sei etwa um 5
cm nach
caudal
verschoben. Der sehnige Ursprung des
M
usculus
tensor
fasciae
sei abge
rissen. Zusammen mit dem Knochenfragmen
t sei auch der Ursprung des
Mus
culus
sartorius
nach distal disloziert. Im Ber
eich der Abriss
stelle am Becken
kamm fänden sich entzündliche und ödematöse Veränderun
gen. Erschwert werde die Beurteilung dadurch, dass der Bes
chwerdeführer noch an Diskusher
nien L3/4 und L4/5 leide. Gemäss einem MRI-Befund vom 13. Februar 2013 bestünde jedoch keine
radikuläre
Nervenkompression (S. 1).
Die Beschwerden dauerten schon seit einem Jahr an und es zeige sich keine Besserungstendenz. Daher habe er dem Besch
werdeführer eine Revisionsopera
tion empfohlen, wobei wahrscheinlich das
abgerissene Knochenfragment ent
fernt werden müsse. Mit dem Handgelenk gehe es angesichts der ursprünglich desperaten Situation erstaunlich gut. Der Beschwerdeführer habe eine gute Beweglichkeit und es bestünden wenig Beschwerden. Radiologisch zeigten sich zwar degenerative Veränderungen im Radiokarpalgelenk. Das
Scaphoid
sehe jedoch konventionell radiologisch konsolidiert aus (S. 2).
3.17
Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), gab mit Stellungnahme vom 24. Juli 2013 an, der Beschwerdeführer sei ab Juni 2008 in der angestammten und jeglicher angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Februar 2009 (
Y._
) habe eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Kälteanlagenmonteur und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderu
ngsangepassten Tätigkeit bestan
den, wobei diese mittelschwer, ohn
e Zwangshaltungen und ohne Über
kopf
arbeiten sein sollte. Ab dem 5. September 20
11 (
Scaphoidfraktur
) habe wiede
rum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und jeglicher angepassten Tätigkeit bestanden. Ab dem 27. Januar 2012 (Untersuch
F._
) sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit immer noch zu 100 % arbeitsunfähig, in einer angepassten Tätigkeit allerdings wiederum zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Vom 29. März 2012 (Hand-OP) bis 14. April 2013 sei der Beschwerdeführer in jeglicher Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 15. April 2013 (Dr.
A._
) sei d
er Beschwerdeführer in der ange
stammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig und in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Die angepasste Tätig
keit müsse folgendes Belastungs
pro
fil beachten: körperlich leicht ohne körpe
rliche Zwangshaltungen insbeson
dere von Nacken und Rumpf, ohne Überkopfarbeiten, ohne Arbeiten, die die rechte Hand stark fein- und grobmotorisch fordern, Meidung von schlagend stossend vibrierenden Krafteinwirkungen. Wesentliche Veränderungen im Gesundheits
zustand seien nicht zu erwarten (Urk. 7/83 S.
6
f.).
3.18
Zu dieser medizinischen Aktenlage hielt das hiesige Gericht
im Wesentlichen
fest,
dass unbestrittenermassen und aufgrund der Akten sowohl die gestellten Diagnosen ausgewiesen seien als auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
in der bisherigen Tätigkeit als Kälteanlagenmonteur seit der frontalen Auffahr
kollision am
5.
Juni 2008 zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Gestützt auf die vor
liegenden Arztberichte lasse sich allerdings die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers in einer adaptierten Tätigkeit ab dem geltend gemachten Zeitpunkt der Verbesserung (April 2013) nicht abschliessend bestimmen. Dies wäre aller
dings erforderlich, um eine Befristung der Rente vorzunehmen. Weiter seien die Auswirkungen der Abrissfraktur am rechten Beckenkamm auf die Arbeitsfähig
keit unklar. Das hiesige Gericht kam daher zum Schluss, dass sich die vor
liegende Aktenlage für die abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unzulänglich erweise, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen sei, damit diese nach ergänzender Abklärung eine neue Beurteilung vornehme und über den Leistungsanspruch neu verfüge. In diesem Sinne sei die Beschwerde gutzuheissen (vgl.
Urk.
7/140
E. 4.1-4.5).
4.
4.1
Im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gerichts vom
7.
September 2015 (
Urk.
7/140) sind folgende
Berichte aktenkundig:
4.2
Die Ärzte der Uniklinik
G._
nannten mit Bericht vom 2
3.
November 2015 (
Urk.
7/144/6-9) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Thoraxkontusion
rechts apikal nach Sturz am 2
7.
Oktober 2014
-
Schulterkontusion rechts nach Sturz am 2
7.
Oktober 2014
-
Kontusion
der Brustwirbelsäule (BWS)
nach Sturz am 2
7.
Oktober 2014
-
Fazettengelenksarthrose
L4/5 beidseits bei Segmentdegeneration L4/5 und Diskushernie L4/5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 rechts
-
Status nach
Scaphoidfraktur
rechts und zweimaliger
Spongiosaentnahme
in den Jahren
2011/2012 mit Abrissfraktur Beckenkamm rechts und Sartoriusausriss rechts
Da sich der Beschwerdeführer weder
in der Uniklinik
G._
noch beim Chiro
praktiker vorgestellt habe, sei von
einem guten Verlauf auszugehen.
Es könne daher
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit von Seiten der
Lumbo
ischialgie
ausgegangen werden
.
S
eit dem 1
1.
November 2014
sei
d
er
Beschwer
deführer
in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (S. 2 ff.
Ziff.
1.4,
Ziff.
1.6-1.7,
Ziff.
1.9,
Ziff.
1.11).
4.3
Dem am
2.
Februar 2016 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht (
Urk.
7/150/1-5) von
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
sind folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Status nach Auffahrunfall vom
5.
Juni 2008 mit/bei:
-
Status nach
Scaphoidfraktur
rechts und zweimaliger
Spongiosaent
nahme
in den Jahren
2011/2012, Abrissfraktur Beckenkamm rechts und Sartoriusriss rechts
-
Zervikalsyndrom
mit
m
igräniformen
Kopfschmerzen
-
Schlafstörungen
-
l
umboradikuläres
Syndrom mit Segmentdegeneration L4/5 sowie Dis
kushernie L4/5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 rechts und per
sistierenden Blockaden und Schmerzen
-
Unfall vom 2
7.
Oktober 2014 mit Kontusion des
rechten
Thorax, der
rechten
Schulter sowie der BWS und mit anhaltenden
Schmerzen
-
d
epressives Syndrom mit anhaltenden Schlafstörungen im Rahmen der Diagnosen 1 und 2
Der Beschwerdeführer sei seit dem Jahr 2008 in der bisherigen Tätigkeit als Monteur vollständig arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
1.6). Seit dem Jahr 2013 arbeite er zirka 20 Stunden pro Woche. Er könne nur leichte Tätigkeiten mit der Möglich
keit von Pausen ausüben. Eine mittelschwere oder schwere Arbeit sei langfristig nicht möglich.
I
n einer leichten Tätigkeit
sei er seit
dem Jahr
2013
zu 30-40
%
arbeitsfähig
(S. 2 f.
Ziff.
1.7-1.11).
4.4
Am 1
0.
November 2016 erstatteten die Gutachter des
I._
ihr polydisziplinäres Gut
achten in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/166).
Dabei nannten sie
die
folgende
n
– hier gekürzt aufgeführten – Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 79 f.
Ziff.
6.1):
-
posttraumatische Arthrose im Bereich des rechten Handgelenks mit ein
hergehender Bewegungseinschränkung nach
Scaphoid-Pseudarthrose
mit/bei:
-
Status nach Sturz auf
die
extendierte Hand am 3
1.
Mai 2011
-
Status nach
Scaphoid
-Rekonstruktion rechts mit
kortikospongiösem
Span vom rechten vorderen Beckenkamm am
5.
September 2011
-
Status nach Revision im Bereich der rechtsseitig ausgebrochenen Her
bert-Schraube, Ausräumung der
Pseudarthrosezone
und Stabilisierung des rechten
Scaphoid
mittels
kortikos
pongiösem
Span am 3
0.
März 2012
-
p
ost
t
raumatischer Arthrose betont zwischen
Scaphoid
und Os
capita
tum
mit
einer
Chondropathie
Grad II
-
Synstose
der ersten Handwurzelreihe
-
beginnender Radiokarpalarthrose mit
subcondraler
Hypersklero
sierung
, entsprechend einer
Chondropathie
Grad I
-
Outlet-
Impingement
im Bereich des rechten Schultergelenks bei Ver
dacht einer
Weichteilkalzifikation
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom ohne
Radikulopathie
mit/bei:
-
Fazettengelenksarthrose
L4/5 beidseits
-
Osteochondrose
L4/5
-
fraglicher intermittierender Reizung
radikulär
L5 links
-
chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom ohne
Radikulopathie
mit multisegmentaler Segmentdegeneration mit spangenförmiger Über
brückung der
Intervertebralräume
C4/5 und C5/6 mit begleitender
Osteo
chondrose
-
Enthesiopathie
im Bereich des rechten Beckenkamms nach
Avulsions
fraktur
der Spina
iliaca
anterior
superior
sowie des Ursprungs des
Mus
culus
sartorius
am 2
0.
April 2012
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie einen epi
sodischen Spannungskopfschmerz
, psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1)
,
sowie psychische und Verhal
tensstörungen durch Opioide, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F11.1), auf (S. 80
Ziff.
6.2).
Der internistische Status sei unauffällig. Der Beschwerdeführer sei
normoton
,
normokard
und kardiopulmonal kompensiert. Das
Elektrokardiogramm (
EKG
)
zeige einen unauffälligen Erregungsablauf und die Spirometrie
ergebe ebenfalls Normalbefunde, weshalb
von einer uneingeschränkten kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit
auszugehen sei
. Auch der restliche internistische Status
sowie die Laboruntersuchungen
sei
en unauffällig
. Der Beschwerdeführer
sei in allen Tätigkeiten
vollständig
arbeitsfähig (S. 86
Ziff.
7.3).
In orthopädischer Hinsicht
hätten
die genannten Einschränkungen im Bereich der HWS und LWS, des rechten Schulter
- und Handgelenks
sowie des rechten Beckenkamms konstant reproduziert werden
können
. Es zeige sich ein Outlet-
Impingement
des rechten Schultergelenks. Am rechten Handgelenk
bestehe
eine
endgradig
eingeschränkte Radial-/
Ulnarabduktion
von 20-0-20° sowie ein Beuge
defizit von 10°. Radiologisch zeige sich eine inkomplette
Durchbauung
der ehemaligen
Scaphoidfraktur
mit einer zentralen
Lysezone
sowie eine post
traumatische Arthrose betont zwischen
Scaphoid
und Os
capitatum
als auch eine beginnende Radiokarpalarthrose mit
subchondraler
Hypersklerosierung
und vermindertem Gelenkspalt.
Als Nebenbefund sei
eine komplette
Synstose
des Os
trapezium
mit dem Os
trapezoideum
zu erwähnen
. Am rechten Beckenkamm zeige sich im Bereich der rechten Spina
iliaca
anterior
superior
ein verbliebener, deutlich lokal auslösbarer Druckschmerz mit verbliebener Hypermobilität der abgebrochenen
Crista
iliaca
. Im Bereich der HWS zeige sich radiologisch eine
multisegmentale Degeneration mit ventraler, spangenförmiger Überbauung der Segmente C4/5 und C5/6 mit begleitender
Fazettengelenksarthrose
. Im Hinblick auf die LWS zeige sich bei bekannter Diskushernie L4/5
sowohl
eine
Osteo
chondrose
im
gleichen
Segment als auch eine beidseitige
Unkovertebralarthrose
.
Für eine mehr als gelegentliche mittelschwere Tätigkeit sei der Beschwerde
führer nicht mehr arbeitsfähig. Die bisherige Tätigkeit als Subunternehmer in der Wartung von Klima- und Kälteaggregaten sei als suboptimal anzusehen, da dies prognostisch zu einer Progredienz der posttraumatischen Arthrose im Bereich des rechten Handgelenks führe.
I
n einer optimal angepassten, wechsel
belastenden Tätigkeit
sei er
zu 80
%
arbeitsfähig. Die Einschränkung von 20
%
ergebe sich
infolge
der reduzierten Bel
astbarkeit, Durchhaltefähigkeit und Arbeitsschnelligkeit sowie der Notwendigkeit von
vermehrten Pausen (S. 86 f.
Ziff.
7.3).
Aus neurologischer Sicht
liessen
sich keine Defizite objektivieren.
Eine
radiku
läre
sensible oder motorische Ausfallsymptomatik im Rahmen der degenerativen Veränderungen an der HWS und LWS
bestehe nicht
. Die Schmerzsymptomatik im Bereich des rechten Handgelenks
sei
ohne einen Hinweis auf eine neuro
path
ische Schmerzkomponente zurückzuführen
. Weder für den Schwindel noch
für
die Kopfschmerzen l
iege
ausweislich der unauffälligen
kraniellen
Kernspin
tomographie eine hirnorganische, morphologisch greifbare Läsion zugrunde. Es sei von einem Spannungskopfschmerz
ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
au
szugehen.
Aufgrund der degenerativen Wirbelsäulenveränderungen
sei der Beschwerdeführer in der
bisherige
n
körperlich schwere
n
Tätigkeit wahrschein
lich nicht mehr einsetzbar. Eine leichte bis mittelschwere, angepasste Tätigkeit
-
wie möglicherweise die derzeit in einem vollen Pensum ausgeübte Tätigkeit als Servicetechniker
- er
scheine prinzipiell zumutbar (S. 87 f.
Ziff.
7.3).
Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung seien die Angaben des Beschwer
deführers sehr widersprüchlich gewesen. Auch die Schmerzangaben seien v
age und undifferenziert gewesen. S
elbst auf Nachfragen
hin
könne er seine Schmer
zen nicht beschreiben und auch deren Stärke nicht angeben. Ein Leidensdruck sei ebenfalls nicht feststellbar, weder hinsichtlich der Mimik und Gestik noch hinsichtlich der Bewegungsabläufe. Auch die biographischen Angaben und jene zu den Lebensbedingungen seien lückenhaft und widersprüchlich. Die Validität seiner Aussagen dürfe
daher
bezweifelt werden. Die angegebenen Kopfschmer
zen könnten durch die Analgetika induziert sein. Aus rein psychiatrischer Sicht
liege
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
vor
(S. 88 f.
Ziff.
7.3).
Zusammenfassend kamen die Gutachter zum Schluss, dass der Beschwerde
führer
in
körperlich sc
hwere
n
Tätigkeiten wie der Mon
t
ag
e von Kältegeräten
seit dem am
5.
Juni 2008 erlittenen Auffahrunfall
überwiegend wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sei. In einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne Einnehmen von Zwangshal
tungen, mit nur gelegentlichen Überkopftätigkeiten und
wenig
Hyperlordo
sierung
der HWS sowie
ohne rotierende Bewegungen des rechten Handgelenks mit Gewichten über 2 kg sei der Beschwerdeführer zu 80
% arbeitsfähig. Die Einsc
hränkung von 20
%
ergebe sich aufgrund
der reduzierten Belastbarke
it und
Durchhaltefähigkeit,
der Notwendigkeit von
vermehrten Pausen sowie
der reduzierten
Arbeitsschnelligkeit.
In einer
solch
angepassten Tätigkeit sei er
seit
der im April 2013 durchgeführten handchirurgischen Verlaufsuntersuchung bei
Dr.
D._
bei vollem Pensum
zu 80
%
arbeitsfähig
(S. 89 f.
Ziff.
7.4-7.
7). Die
A
rbeitsfähigkeit lasse sich durch medizinische Massnahmen nicht verbessern (S.
90
Ziff.
7.8). Anhaltspunkte für eine Aggravation oder Simulation fänden sich zwar nicht, allerdings seien viele der Angaben widersprüchlich gewesen (S.
93
Ziff.
4). Es hätten
sowohl
in den Akten als auch im Rahmen der Begut
achtung
verschiedene Inkonsistenzen und Widersprüche
festgestellt werden können (S. 98
Ziff.
V.1).
4.5
Die Ärzte der Uniklinik
G._
nannten mit Bericht vom 1
8.
November 2016 (
Urk.
7/175/59-60) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Lumbo
ischialgie
rechtsbetont mit
Spinalkanalstenose L4/5 und
Fazetten
gelenksarthrose
L4/5 beidseits bei Segmentdegeneration L4/5
-
Status nach Abrissfraktur
spina
iliaca
anterior
superior
rechts nach zweimaliger
Spongiosaentnahme
für
Scaphoidfraktur
-
Status nach
Scaphoidfraktur
rechts und zweimaliger
Spongiosaentnahme
in den Jahren
2011/2012
Es werde eine
epidurale
Infiltration durchgeführt und der Beschwerdeführer werde sich selbständig beim Chiropraktiker für eine Behandlung melden (S. 2).
4.6
Mit Stellungnahme vom 2
6.
November
2016 empfahl RAD-Arzt
Dr.
F._
auf das Gutachten abzustellen. Für körperlich schwere Arbeiten, wie
die
Monta
ge von Kältegeräten, bestehe seit Juni 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Seit der im April 2013 durchgeführten handchirurgischen Verlaufsuntersuchung sei in einer angepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit (Pensum von 100
%
abzüglich reduzierter Leistungsfähigkeit von 20
%
) auszugehen (vgl.
Urk.
7/168 S. 4 ff.).
4.7
Am 2
3.
Mai 2017 erklärte der orthopädische Gutachte
r
des
I._
auf
Nachfrage
der Beschwerdegegnerin,
dass die von
Dr.
H._
aufgeführten ortho
pädischen
Diagnosen allesamt gewürdigt und in der Diagnoseliste explizit auf
ge
führt worden seien.
Dr.
H._
habe dem Beschwerdeführer in einer adap
tierten Tätigkeit keine quantitative Minderung der Leistungsfähigkeit attestiert (vgl. Schreiben vom 2
3.
Mai 2017,
Urk.
7/179 S. 2).
5.
5.1
Vorab
ist
festzuhalten, dass
aufgrund der
vorhandenen
Akten unbestrittener
massen
und gestützt auf die erhobenen Befunde nachvollziehbar
ausgewiesen ist, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Kälteanlagemonteur seit dem im Juni 2008 erlittenen Unfall
nicht mehr zumutbar ist (vgl.
Urk.
7/8/6-11 S. 1;
Urk.
7/16 S. 3
Ziff.
1.6;
Urk.
7/66 S. 2
Ziff.
1.6;
Urk.
7/74 S. 2
Ziff.
1.6;
Urk.
7/79/1-4 S. 2
Ziff.
1.6;
Urk.
7/83 S. 6 f.;
Urk.
7/150/1-5 S. 2
Ziff.
1.6;
Urk.
7/166 S.
89 f.
Ziff.
7.4-7.7
).
Auch hinsichtlich der Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit ist
erwiesen
,
dass
diesbezüglich
bereits ab Februar 2009 wie
derum eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit bestand
(vgl.
Urk.
7/8/6-11 S. 2).
Aktenkundig ist sodann weiter, dass sich
der Gesund
heits
zustand des Beschwer
deführers
im September 2011
aufgrund des nicht wunsch
gemäss verlaufenden Heilungsprozesses
nach
erfolgter
Scaphoidrekon
struktion
nachweislich
ver
schlechtert
,
weshalb
seither auch in einer angepassten Tätigkeit von einer voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit
ausgegangen wurde
(vgl.
Urk.
7/65/9-
10;
Urk.
7/74 S. 3
Ziff.
1.9
;
Urk.
7/75/8-9
;
Urk.
7/79/6-7
;
Urk.
7/83 S. 6 f.
).
Die Situation hinsichtlich des Handgelenks verbesserte sich allerdings im April 2013
wieder, ging es d
er Hand
gemäss Handchirurg
Dr.
D._
angesichts der
ursprünglich des
p
er
ate
n Situation erstaunlich gut
, der Beschwerdeführer
habe
eine gute Beweglichkeit und
es bestünden
wenig Beschwerden
(vgl.
Urk.
7/81/6-7 S. 2). Da
Dr.
D._
jedoch
keine Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähig
keit vornahm und auf die Beurteilung
durch
Dr.
A._
(vgl.
Urk.
7/66 S. 3
Ziff.
1.7;
Urk.
7/79/1-4 S.
3
Ziff.
1.7) nicht abgestellt werden k
onnte
, da dieser – jeweils ohne nähere Begründung – bereits
im Januar 2012
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als zumutbar erachtete und keine anderen Berichte vorl
agen
, welche seine Einschätzung stütz
t
en (vgl.
Urteil des hiesigen Gerichts vom
7.
September 2015,
Urk.
7/140 E.
4.2-
4.3
), liess sich
im
vormaligen Beschwer
de
v
erfahren
-
trotz der ausgewiesenen gesundheitlichen Ver
besse
rung
-
die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
de
führers in einer angepassten Tätig
keit ab
April 2013
nicht abschliessend bestimmen (vgl. E. 4.1 des ge
nannten Urteils).
5.2
Das von der Beschwerdegegnerin
aufgrund dessen
im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gericht
s
eingeholte
polydisziplinäre Gutachten
des
I._
(vorstehend E.
4.4)
erweist sich als
für die strittigen Belange umfassend
, werden die vorge
nommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand sowie Arbeitsfähigkeit
doch
ausführlich begründet und
beruht
es
auf den notwendigen Untersuchun
gen in internistischer, orthopädischer, neurologischer sowie psychiatrischer Hin
sicht mit jeweils ausführlicher Befundaufnahme. Das Gutachten wurde in Kenntnis sämtlicher
Vorakten
erstattet und die vom Beschwerdeführer geklag
ten Beschwerden wurden gebührend berücksichtigt.
Der konkreten medizini
schen Situation
trägt es angemessen Rechnung. Da das Gutachten den praxis
gemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (vorstehend E. 1.4) vollumfänglich entspricht, kann für die
Entscheidfindung
- der RAD-Stellung
nahme folgend (vgl.
Urk.
7/168 S. 4 ff.) - darauf abgestellt werden.
Die Gutachter legten in nachvollziehbarer Weise dar, dass
weder aus internisti
scher noch aus neurologischer oder psychiatrischer Sicht eine relevante Beein
trächtigung vorliegt und
lediglich die
in
orthopädisch
er Hinsicht
erhobenen Befunde
im Bereich der HWS und LWS, des rechten Schulter- und Handgelenks sowie des rechten Beckenkamms
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermögen
(vgl.
Urk.
7/166 S. 86 ff.
Ziff.
7.3)
. Es erscheint nachvoll
ziehbar, dass dem Beschwerdeführer deswegen die bisherige körperlich schwere Tätigkeit
als
Kälteanlagemonteur
seit dem im Juni 2008 erlittenen Unfall nicht mehr zumutbar ist
, was auch
bereits
sämtliche behandelnden Ärzte erkannten (vorstehend E. 5.1)
.
Ebenso
begründeten die Gutachter unter Bezugnahme auf die durch
Dr.
D._
im April 2013 erfolgte Verlaufsbegutachtung in schlüssi
ger Weise, dass dem Beschwerdeführer seither eine optimal angepasste Tätigkeit in Beachtung des Belastbarkeitsprofils wiederum zu 80
%
zu
mutbar ist (vgl.
Urk.
7/166 S. 90
Ziff.
7.5
).
5.3
Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 4 f. Ziff.
7) nichts zu ändern. Eine im April 2013 eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustandes ist – wie soeben aufgezeigt (vorstehend E.
5.1-
5.2) – aus
gewiesen. Der geltend gemachte Umstand, wonach die derzeitige Diagnoseliste im Vergleich z
u derjenigen vom
April 2013 länger geworden sei, beweist nichts Gegenteiliges. Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht sind nicht die Diagnosen und
deren Anzahl
entscheidend, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 294).
D
er
durch
Dr.
H._
erstellte Bericht
(
Urk.
7/150/1-5)
war
den Gutachtern des
I._
sodann
bekannt (vgl.
Urk.
7/166 S. 24
f.
)
und sämtliche
darin
aufgeführten orthopädischen Diagnosen wurden
gutachterlich
gewürdigt und in der Diagnoseliste aufgeführt
(vgl.
Urk.
7/166 S. 79 f.
Ziff.
6, S. 81 ff.
Ziff.
7.2
-7.3
; vgl. auch
Urk.
7/179 S. 2).
A
usserdem erwähnte
Dr.
H._
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit auch
ein depressives Syndrom mit anhaltenden Schlaf
störungen im Rahmen der Diagnosen 1 und 2 (vgl.
Urk.
7/150/1-5 S. 1
Ziff.
1.1) und somit eine fachfremde Diagnose, wobe
i unklar bleibt
, inwieweit sie dieser bei
ihrer
Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit Gewicht beimass.
Daher und im Hinblick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begut
achtungsauftrag und die Erfahrungstatsache, wonach behandelnde Ärzte auf
grund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. statt vieler Urteile des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1 und I 551/06 vom
2.
April 2007 E.
4.2), vermag
der Bericht von
Dr.
H._
keine Zweifel
an der schlüssigen und nachvollziehbaren gutachterlic
hen Beurteilung aufkommen zu lassen.
5.4
Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 2
1.
September 2016 erneut einen Unfall erlitt, als er einen kippenden Transportwagen aufhalten wollte und sich dab
ei am Arm und Rücken verletzte
(vgl. Unfallmeldung vom
3.
Oktober 2016,
Urk.
7/175/3), führt zu keiner abweichenden Beurteilung. Die Unfallfol
gen wurden zwar im Gutachten des
I._
nicht berücksichtigt, fanden die ent
sprechenden gutachterlichen Untersuchungen
doch
bereits im Juni 2016 und somit einige Monate vor dem Unfall statt (vgl.
Urk.
7/166 S. 1 unten).
Aller
dings waren die im Rahmen der auf den Unfall folgenden Untersuchungen erwähnten Diagnosen bereits allesamt bekannt und es wurden keine wesentli
chen, neuen Befunde e
rhoben. D
er Status quo sine war bereits am 17.
November 2016 wieder erreicht (vgl.
Urk.
7/175/59-60 S. 1;
Urk.
7/175/66). Eine seit der Begutachtung durch die Ärzte des
I._
eingetretene, massgebliche Verände
rung des Gesundheitszustandes, welche weitere Abklärungen rechtfertigen wür
de, ist nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
5.5
Zusammenfassend ist somit
festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer die bishe
rige Tätigkeit als Kälteanlagemonteur seit dem im Juni 2008 erlittenen Unfall nicht mehr zumutbar ist. In einer angepassten Tätigkeit war er indessen
bereits ab Februar 2009
wiederum zu 100
%
arbeitsfähig. Allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand im September 2011
nachweislich
und eine ange
passte Tätigkeit war ihm bis
zur Ende
April 2013
erfolgten handchirurgischen Verlaufsbegutachtung
ebenfalls nicht mehr zumutbar. Seither ist in einer ange
passten Tätigkeit in Beachtung des Belastungsprofils von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
6.
6.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen vorzunehmen, wobei der Beschwerdeführer unbestrittenermassen als zu 100
%
Erwerbstätiger
zu qualifizieren ist. Somit ist ein Einkommensvergleich nach
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG vorzunehmen.
6.2
Der von der Beschwerdegegnerin
unter Berücksichtigung von
Art.
29
Abs.
1 IVG
für die Zeit
sechs Monate
nach der
im Februar 2009 erfolgten Anmeldung zum Leistungsbezug
(Urk. 7/5
)
bis zur im September 2011 ausgewiesenen Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes vorgenommene Einkommens
ver
gleich (vgl.
Urk.
7/82 S. 1) ist nicht zu beanstanden und wurde vom Beschwer
de
führer auch nicht bestritten. In dieser Zeit konnte er somit ein renten
ausschliessendes Einkommen erzielen.
6.3
Für die Periode der vollständigen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten von September 2011 bis April 2013 bedarf es zur Invaliditätsbemessung keines Einkommensvergleichs, da der Invaliditätsgrad 100
%
beträgt.
6.4
Der
von der
Beschwerdegegnerin
für die Zeit ab der im April 2013 ausge
wiesenen
gesundheitlichen
Verbesserung vorgenommene Einkommens
vergleich (vgl.
Urk.
7/167)
ist
ebenfalls nicht zu beanstanden, womit
von
einem nicht mehr rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 37
%
auszugehen
ist
.
Der Beschwerdeführer rügte einzig das Nichtgewähren eines leidensbedingten Abzuges und beantragte einen solchen
von mindestens 15
%
aufgrund des einschränkenden Zumutbarkeitsprofils sowie der Tatsache, dass er keine körperli
che Schwerarbeit mehr verrichten könne und auf eine wechselbelastende Tätig
keit angewiesen sei
(vgl.
Urk.
1
S. 5 f.
Ziff.
8). In Anbetracht der Gesamt
umstände
ist
ein Leidensabzug allerdings
nicht gerechtfertigt. So
sind die Anfor
derungen an eine leidensangepasste Tätigkeit anhand des erstellten Zumut
barkeitsprofils nicht ungewöhnlich hoch. Der Umstand, dass dem Beschwerdeführer eine körperlich schwere Arbeit nicht mehr zumutbar ist, führt nicht automatisch zu einer weiteren Verminderung des hypothetischen Invali
denlohns, umfasst der Tabellenlohn im tiefsten Kompetenzniveau bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigk
eiten (vgl. statt vieler Urteil
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22
.
März 2017 E. 3.4.2
).
Auch d
er Umstand, dass
er
auf eine wechselbelastende
Tätigkeit angewiesen ist, ist im Hinblick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht abzugsrelevant (vgl.
Urteil
des Bundes
gerichts 8C_176/2012 vom
3.
September 2012 E. 8).
Wei
tere Gründe
,
welche
einen Abzug rechtfertigen würden
,
wurden nicht geltend gemacht und
sind
auch
nicht ersichtlich
.
6.5
Nach dem Gesagten
ergibt sich
somit
, dass dem Beschwerdeführer
in Beachtung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV (Berücksichtigung der Verbesserung erst nach drei Monaten) für die Z
eit vom
1.
September 2011 bis 3
1.
Jul
i 2013
eine ganze Inva
lidenrente
zusteht. Ab dem
1.
August
2013 hat
er
keinen Rentenanspruch mehr.
Das hiesige Gericht hat die
ursprünglich
rentenzusprechende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom Februar 2014 (
Urk.
7/98;
Urk.
7/106) vollumfänglich aufgehoben und die Sache
zur weiteren Abklärung
an die
se
zurückgewiesen
(vgl. Urteil des hiesigen Gerichts vom
7.
September 2015, Urk.
7/140 Dispositiv-Ziffer 1)
. Die damals erfolgte befristete
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente für die Zeit vom
1.
September 2011 bis 3
0.
Juni 2013 ist demzufolge noch nicht in Rechtskraft erwachsen.
Da sich diese
Rentenzusprache
nunmehr
– abgesehen von der zu früh berücksichtigten Verbesserung, fand die Verlaufsbegutachtung bei
Dr.
D._
doch erst am 2
4.
April 2013 statt (vgl.
Urk.
7/81/6-7 S. 1)
–
als korrekt herausstellte
, erweist sich die von der Beschwerde
gegnerin mit der vor
liegend angefochtenen Verfügung verfügte vollumfänglich Leistungsabweisung als
unzutreffend
. Die Beschwerde ist daher in dem Sinne teilweise gutzuheissen,
als
die angefochtene Verfügung mit der Feststellung aufzuheben ist, dass dem Beschwerdeführer für die Z
eit vom 1.
September 2011 bis 3
1.
Ju
l
i 2013 eine ganze Invalidenrente zusteht.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie den Parteien
im Verhältnis 3:1
aufzuerlegen.
Das Gesuch um unent
geltliche Prozessführung und Rechtsv
ertretung wurde
mangels Substantiierung
bereits rechtskräftig abgewiesen
(vgl. Verfügung vom 2
3.
November 2017,
Urk.
10)
.