Decision ID: 8bdc990b-cfb9-42c8-9e0f-9db12818cd03
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
meldete sich am 10. April 2012 zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration, Rente) der Eidgenössischen Inva
lidenversicherung an (Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbliche sowie medizinische
Ab
klärungen. Am 3. Mai 2012 teilte sie dem Versicherten mit, dass sich berufliche Massnahmen derzeit nicht
als
notwendig erwiesen (Urk. 7/10).
Nachdem sie ihn
am 7. Januar 2013 von Dr. med.
Y._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV,
hatte
untersuchen
lassen
(vgl. Bericht
vom 11. Januar 2013, Urk. 7/20), ver
fügte sie – nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7/27)
-
am 18. März 2014
die Abweisung des Rentengesuchs
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 14 %
(Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess
X._
am 8. Mai 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
„1.
Es sei die Verfügung vom 18.03.2014 aufzuheben.
2.
Es sei die Angelegenheit zwecks Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerde
gegnerin
.“
Die IV-Stelle schloss am 6. Juni 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Beschwer
deantwort
, Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 10. Juni 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalidenein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte
,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men
). Der Ein
kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
1.5
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbstständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art.
16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtl
ichen Löhne herangezogen werden
.
Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und
verhältnismässig
kurz
fristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den wäh
rend einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011
vom 29. März 2012 E. 3,
E. 4.1
f.).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Rentenverweigerung – unter Hinweis auf
d
ie
Ergeb
nisse
der am
7. November 2013 [richtig: 7. Januar 2013 (vgl. Urk. 7/20)]
erfolgen Untersuchung
durch den RAD-Arzt Dr.
Y._
– damit, dass
der
Be
schwerdeführer
unter
Berücksichtigung
auch
der neu festgestel
lten linksseitigen Gonarthrose
in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein 14 % unter dem
Valideneinkommen
liegendes Salär zu generieren (Urk. 2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die IV-Stelle habe bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit lediglich die aus der AC-Gelenks- und der Gonarthrose resultierende
n
funktionellen
Einschränkungen berücksichtigt. Tatsächlich sei er indes auch durch die durch die
arthrotischen
Veränderungen
bedingten Schmerzen
und zu
dem durch
die Beschwerden im Zusammenhang mit der Distorsion der
Halswir
belsäule
(HWS)
in seinem Leistungsvermögen beeinträchtigt.
D
ie
Beschwerde
gegnerin
habe es sodann
unterlassen, abzuklären, ob
überhaupt
und gegebe
nenfalls welche Stellen
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorhanden seien, die dem für ihn noch in Betracht fallenden Zumutbarkeitsprofil entsprächen
.
Die Sache sei daher an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese die zur Fest
stel
lung des Invaliditätsgrad
s erforderlichen
erwerblichen und medizinischen
Abklärungen treffe (Urk. 1 S. 4 f.).
3.
3.1
Am 28. September 2012 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag seines
Kran
ken
taggeld
versicherers
von Dr. med.
Z._
,
Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, untersucht. Dieser stellte in seinem Bericht vom 29. Oktober 2012 nachstehende Diagno
s
en (Urk.
7
/16 S.
3):
Chronische therapieresistente Schulterbeschwerden bei
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie rechts,
subacromialer
Bursektomie
,
Acromioplastik
und
arthroskopischer
AC-Gelenksresek
tion
vom 14. November 2011
postoperative
r
Kapsulitis
ansatznahe
r
Tendinopathie
und Ausdünnung der
Supraspinatussehne
mit geringfügiger Bursitis
subdeltoidea
(MRI Juli 2012)
Anamnestisch Spannungskopfschmerzen
Status nach HWS-Schleudertrauma
Einschränkung der Kniebeweglichkeit links
Ursächlich für die Arbeitsunfähigkeit seien die chronischen Restbeschwerden im Bereich der rechten Schulter mit Entwicklung einer
Kapsulitis
nach der Opera
tion vom November 201
1.
Betreffend die geringfügige
Kapsulitis
, die sich allen
falls noch
günstig entwick
le,
falle ein erneuter operativer Eingriff in Betracht. Der - rechtsdominante – Beschwerdeführer kö
nne den rechten Arm derzeit nicht richtig
einsetzen;
das Tragen von Lasten und repetitive Bewegungen seien ihm nicht möglich. I
nsofern lasse sich kaum eine leidensangepasste Tätigkeit finden (Urk. 7/16 S. 3).
3.2
Gestützt auf die Ergebnisse seiner orthopädischen Untersuchung vom 7. Januar 2013 stellte der RAD-Arzt Dr.
Y._
am 11. Januar 2013
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/20 S. 7):
Restbeschwerden rechte Schulter bei Zustand nach
arth
roskopischer
Opera
tion mit
subacromialer
Bursektomie
,
Ac
romioplastik
und AC
-Gele
nk
sr
esektion am 14. November 2011 sowie anschliessender posto
perativer
Kapsulitis
Keinen Einfluss auch die Arbeitsfähigkeit hätten nachstehende Diagnosen:
Chronisches minimales Streckdefizit und reizfreie Operationsnarben lin
kes Kniegelenk nach früherer zweimaliger Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes
(VKB)
und Teilresektion des Innenmeniskus
Chronisch rezidivierende Lumbalgie und
Lumboischial
g
ie
mit aktueller Irritation des rechten
Iliosakralgelenks
(ISG) bei anamnestisch bekannten Diskushernien im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule (LWS)
Chronisch rezidivierendes
Zervikalsyndrom
mit funktionell unwesentli
cher Bewegungseinschränkung nach rechts
Seit dem operativen Eingriff vom 14. November 2011 bestehe in der ange
stammten Tätigkeit als selbständiger Maler eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit, wobei eine Besserung in den nächsten ein bis zwei Jahren noch möglich sei. In einer leidensangepassten Tätigke
it
habe bereits ab
Frühjahr
2012 wieder eine
50%
ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Nun sei dem Beschwerdeführer eine Ver
weistätigkeit wieder
zu 100 %
zumutbar
(Urk. 7/20 S. 8).
3.3
Die Ärzte der
A._
,
Manuelle Medizin,
stellten am 9. Januar 2013 folgende Diagnosen (Urk. 7/21 S. 1):
Restbeschwerden im Sinne einer postoperativ aufgetretenen
Kapsulitis
der Schulter rechts
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie rechts,
subacromialer
Bursektomie
,
Acromioplastik
und
arthroskopischer
AC-Gelenksresek
tion
vom 14. November 2011
Chronische LWS-Beschwerden bei
fremdanamnestisch degenerativen Veränderungen der unteren LWS
Chronische
zervikospondylogene
Beschwerden
Status nach Auffahrunfall vor zwei Jahren
Als Maler sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Weitere Behandlungsmassnahmen seien nicht vorgesehen (Urk. 7/21 S. 1 f.).
3.4
Das MRI des linken Knies vom 9. April 2013 ergab eine fortgeschrittene
Varus
gonarthrose
mit
Chondropathie
nach ausgedehnter
Teilmeniskektomie
innen mit Degeneration im verbliebenen
Hinterhorn
. Es bestünden ein Status nach Revi
sion einer nun intakten VKB-Plastik,
interkondylär
mit Verda
cht auf ein
Impin
gementsyndrom
, sowie
ein komplexer Aussenmeniskusriss mit mässigem Begleiterguss mit
synovialer
Proliferation
und
Fibroostose
am
Patellaoberrand
(Urk. 7/24).
3.5
Am 10. Juni 2013 stellten die Ärzte der
A._
,
Rheumatologie und Rehabilitation, folgende Diagnosen (Urk. 7/35 S. 1):
Symptomatische medial betonte Gonarthrose links
b
ei Status nach traumatischer Meniskusläsion
Status nach Kreuzbandplastik und
Teilmeniskektomie
1987 und 1990
Persistierende Scherzen im Bereich des Schultergelenks rechts
d
ifferentialdiagnostisch postoperativ aufgetretene
Kapsulitis
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie,
subacromialer
Bursek
tomie
,
Acromioplastik
und
arthroskopischer
AC-Gelenksresek
tion
im November 2011
Die dem Beschwerdeführer schon lange bekannten rezidivierenden Beschwerden im Bereich des linken Knies hätten seit einiger Zeit
deutlich zugenommen. Es komme nun mehrmals täglich zu schmerzhaften Blockadeereignissen. Zudem
träten
zunehmend auch bei längerem Stehen, bei längerem Gehen oder etwa beim abwärts Laufen Schm
erzen oder ein Druck
fühl
auf. Auch längeres Ver
harren in gleicher Position könne teilweise Schmerzen auslösen (S. 1). Dem Beschwerdeführer seien eine medikamentöse Behandlung mit
Condrosulf
sowie eine Physiotherapie empfohlen und die Option einer Infiltrationstherapie erläu
tert worden. Bei Beschwerdepersistenz könne sich dieser jederzeit für die
Injek
tionsbehandlung
anmelden (S. 2).
3.
6
Nach Kenntnisnahme der
aktuellen
Berichte
der
A._
(Urk. 7/35)
hielt der RAD-Arzt Dr.
Y._
am 13. September 2013 fest, die linksseitige Gon
arthrose
schränke das
Leistungsvermögen
nun ebenfalls ein
.
Eine
leidensange
passte
Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer weiterhin zu 100 % zumutbar. Das Belastungsprofil sei allerdings insofern zu ergänzen
, als eine Verweistätigkeit auch kein Knien, Hocken und Kauern sowie kein häufiges Treppensteigen bein
halten dürfe (Urk. 7/38 S. 2).
4.
4.1
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in der angestammten
– selbständigen - Erwerbst
ätigkeit
als Maler
seit 14. November 2011 zu 100 % arbeitsunfähig ist (
vgl. etwa
Urk.
7/20 S. 8, Urk. 7/21
S. 2
und Urk. 7/38 S. 2;
Urk. 2).
4.2
Was die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit anbelangt, ge
langte der RAD-Arzt Dr.
Y._
gestützt auf die Ergebnisse seiner fundierten orthop
ädischen Untersuchung vom 7. Januar 2013
und aufgrund der
aktenkun
digen medizinischen Berichte
zum Schluss, dass die vorhandenen Gesundheits
störungen sich insofern einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirk
t
en, als der Beschwerdeführer – vollzeitlich - nur noch in der Lage sei, einer
körperlich leichten
Tätigkeit
ohne Heben und Tragen von Lasten
von mehr als 8 bis 10 kg bis
Hüft
höhe beziehungsweise von mehr als 2 bis 3 kg
bis
Brusthöhe, ohne Arbeiten in Schulterhöhe
und
darüber, ohne häufiges Rumpfbeugen nach vorne oder hinten, ohne Rumpfdrehungen, ohne Knien, Hocken und Kauern und ohne häufiges Treppensteigen nachzugehen
(
Urk. 7/20 S. 8 und Urk. 7/38 S. 2). Dies vermag angesichts der erhobenen Befunde ohne
Weiteres
zu überzeugen.
Von
einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
einerseits auf
grund der Schmerzen im Zusammenhang mit der Gon- sowie der
AC-Gelenks
arthrose
und andererseits wegen der HWS-Beschwerden (Urk. 1 S. 4) ist nach Lage der Akten nicht auszugehen. Schmerzen an sich begründen nämlich rechtsprechungsgemäss noch keine Arbeitsunfähigkeit
(vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3)
; und den aus den
arthrotischen
Veränderungen resultierenden funktionellen Einschränkungen
wurde mit dem vom RAD-Arzt Dr.
Y._
formu
lierten Anforderungsprofil
(Urk. 7/20 S. 8 und Urk. 7/38 S. 2)
– unbe
strittenermassen (Urk. 1 S. 4) – angemessen Rechnung getragen. Was sodann
die Beschwerden im Bereich der HWS anbelangt, sind diese gemäss dem Beschwerdeführer auf ein 2009 beziehungsweise 2010 (Urk. 7/8 S. 2, Urk. 7/16 S. 2) erlittenes Schleudertrauma zurückzuführen, aufgrund dessen er damals die (insbesondere auch den HWS-Bereich) physisch belastende Arbeit als Maler nur für zwei Wochen ausgesetzt habe (Urk. 7/20 S. 1).
In den aktenkundigen medi
zinischen Berichten wurde ihm aufgrund der HWS-Beschwerden
denn
auch nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Angesichts dieser Gegebenheiten und der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer
eine aufgrund des Schleudertraumas be
stehende Arbeitsunfähigkeit
am
27. April 2012
explizit
verneinte (Urk. 7/8 S. 2) und
eine Verschlechterung der entsprechenden Symptomatik
weder dokumen
tiert ist noch
geltend
gemacht wurde
,
erscheint eine dadurch bedingte (zusätzli
che) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit jedenfalls
als nicht überwiegend wahrscheinlich
(
zur invalidisierenden Wirkung
von
HWS-Verletzung
en
ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle
vgl.
BGE 136 V 279
)
.
Dass weitere medi
zinische Abklärungen zu einem anderen Ergebnis führten, ist nicht anzuneh
men, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen
).
Die IV-Stelle ging demnach zu
Recht von
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer dem von RAD-Arzt Dr.
Y._
formulierten Anforderungsprofil entspre
chenden Verweistätigkeit aus (Urk. 2)
.
Angesichts der unter Berücksichtigung der vorhandenen Einschränkungen noch bestehenden Leistungsfähigkeit ist nicht davon auszugehen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt dem Beschwer
deführer keine Arbeitsgelegenheiten mehr bietet (Urk. 1 S. 4). Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass
das Bundesgericht wiederhol
t darauf hin
gewiesen
hat
, dass körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten auf dem allein massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus vorhanden sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_606/2012
vom 3. Dezember 2012
E.
3.5 mit Hinweisen).
Nämliches kann betreffend Tätigkeiten, wie sie dem Beschwerde
führer noch zumutbar sind, gesagt werden.
So ist dieser etwa noch – beidarmig – in der Lage, jeder körperlich nicht belastenden sitzenden (und grundsätzlich auch stehenden) Hilfsarbeitertätigkeit nachzugehen. Anzumerken ist, dass der Versicherer der versicherten Person
, selbst bei funktioneller
Einarmigkeit
(wie sie beim Beschwerdeführer klarerweise nicht vorliegt)
und Zumutbarkeit ledi
g
lich noch leichter Tätigkeiten
keine konkreten Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten
präsentieren
muss
(
Urk. 1 S. 4;
vgl.
hiezu
etwa Urteil des Bun
desgerichts 9C_418/2008 vom 17. September 2008
E.
3.2.1 f.
)
.
Anlass zu weite
ren Abklärungen besteht folglich auch diesbezüglich nicht (Urk. 1 S. 4).
4.3
Bei der Ermittlung
des Invaliditätsgrades ging die Beschwerdegegnerin
gestützt auf den
Durchschnittswert der vom Beschwerdeführer
- vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
im November 2011 -
in den Jahren 2008 bis 2010
gemeldeten Jahreslö
hn
e
(vgl. Urk. 7/26 S. 5
; vgl. auch IK-Auszug,
Urk.
7/9
)
zuzüglich
der
darauf ausgerichtete
n
AHV-Beiträge
in der Höhe von 9,5 %
für das
vorliegend massgebende
Jahr 2012
von einem
Validen
lohn
von Fr. 58‘567.--
aus (Urk. 2 S. 2).
Bei der Berechnung des Invalideneinkommens von Fr.
50‘539.05
stellte sie korrekterweise auf den Tabellenwert für Hilfsarbeiten für das Jahr 20
10
ab
und gelangte so – unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung
und
der im Jahr 201
2
betriebsüblichen wöchentlichen
Arbeitszeit
zu einem
hypothetischen Einkommen von Fr.
62‘393.89
(
Urk.
7/25/2)
.
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gewährte sie zusätzlich zu dem bereits im
Vorbescheidverfahren
– für die AC-Gelenksarthrose
-
vorgenommenen
Abschlag
von 10 %
einen
weiteren
10%igen
leidensbedingten
Abzug für die Gonarthrose
. Allerdings
reduzierte sie bei der Ermittlung des Invalidenlohns das
ursprünglich berechnete
Invaliden
einkommen
um 10 %, statt einen – angesichts der bestehenden Einschränkun
gen als grosszügig zu wertenden – 20%igen Abzug vom
Einkommen von Fr. 62‘393.89
vorzunehmen. Da auch der bei korrektem Vorgehen resultierende Invaliditätsgrad von
15 %
(bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
49‘915.--)
statt
von
14 % rentenausschliessend ist, erweist sich die angefochtene Verfü
gung
(Urk. 2)
im Ergebnis als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr.
700
.--
dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.