Decision ID: b1026163-032b-45d9-b998-934e736d5129
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1962 geborene
X._
studierte Betriebsökonomie an der
Y._
, als sie am
25. Januar 1999
an akuter schwerer demyelinisierender
Myelitis
erkrankte.
A
m 27. März 1999
meldete sie sich
unter Hinweis auf
eine seit der Erkrankung
bestehende
Geh- und Bewegungsbehinderung
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(Urk. 10/2)
. Nach Ab
lehnung der Abgabe von Hilfsmitteln für die Fortbewegung
(Urk. 10/14)
gewährt
e
ihr
die IV-Stelle mit
Verfügung vom 2. Juli 1999
b
erufliche Mass
nahmen
für
die Fortsetzung des
Studium
s
der Betriebsökonomie
(Urk. 10/15)
. Am
19. Juli 1999
verfügte sie sodann die leihweise Abgabe eines
Arbeitsstuhl
es
(Urk. 10/18)
.
1.2
Mit
Abschluss des Studiums meldete sich
X._
a
m 9. November 2000
wiederum
zum Leistungsbezug an und machte zusätzlich
eine
allgemeine Muskels
chwäche,
eine
eingeschränkte Motorik
sowie
Gefühlsstörungen am Kör
per
geltend
(Urk. 10/25
, Urk. 10/81/30
)
.
Mit
Verfügung vom 22. Februar 2002
sprach die IV-Stelle
der
inzwischen
ab 1. Januar 2001 bei der
Z._
zu einem Pensum von 80 % als Projektleiterin erwerbstätigen Versicherten
eine
Viertelsrente ab Dezember 2000
zu
(
Urk. 10/32,
Urk. 10/43)
. Diese Rente wurde
am 16. September 200
4 revi
sionsweise bestätigt
(Urk. 10/52)
.
Im Dezember 2006
schloss
die Versicherte an der
A._
berufsbegleitend
den
Studiengang
Master
in Corporate Communication Management ab (Urk. 10/81/29).
Am 3. Mai 2007 teilte
sie
der IV-Stelle mit, dass sie per 1. Juni 2007 eine vollzeitliche Kaderstelle
bei der
B._
antreten
werde
(Urk. 10/54, Urk. 10/56). Daraufhin wurde die Rente mit Verfügung vom
4. Oktober 2007
aufgrund
der
veränderten
erwerblichen
Ver
hältnisse eingestellt
(Urk. 10/63)
.
Während
der
Anstellung
bei der
B._
erlangte
die Versicherte
an der Y._
das
Certificate of Advanced Studies in Leadership (Urk. 10/81/28).
Per Ende April 2011 kündigte sie
die
Anstellung
und war danach arbeitslos
(
Urk. 10/76,
Urk. 10/81/6-7).
Am 1. Januar 2012 konnte sie
bei der
C._
eine
bis Ende September 2012
befristete Stelle als Abteilungsleiterin im Bereich Unter
nehmenskommunikation zu einem Pensum von 80 % antreten (Urk. 10/74).
1.3
A
m 7. Juni 2012
meldete sich
X._
erneut
bei der IV
Stelle zum Leistungsbezug an und machte
eine
seit 9. Mai 201
2 bestehende
50%ige
Arbeitsunfähigkeit wegen eines
akuten Ausbruch
s
von Rücken- und Bein
schmerzen
geltend
(Urk. 10/68)
.
Infolge
An
tritt
s
einer
wiederum
befristeten
Anstellung
bei der
Z._
zu einem
Pensum von 50 % per 20. November 2012
(Urk. 10/87)
schloss die IV-Stelle mit
Verfügung vom 19. Dezember 2012
die
Arbeitsver
mittlung ab
(Urk. 10/88).
Sodann
führte
sie
Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht durch. Insbesondere wurde die Versicherte
durch den
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
der IV-Stelle
orthopädisch
und neurolo
gisch
untersucht (Bericht
e
vom 19. April
beziehungsweise 3. Juni
2013; Urk. 10/104
, Urk. 10/109
).
Gestützt darauf stellte
die Verwaltung
mit Vorbe
scheid vom 27. Juni 2013 die Verneinung des Rentenanspruchs
wegen einer die Wartezeit nicht auslösenden Arbeitsunfähigkeit
in Aussicht (Urk. 10/111). Nach Eingang der Stellungnahme der Versicherten
vom 13. August 2013 (Urk. 10/117)
verfügte sie am
19. September 2013
im angekündigten Sinne
(Urk. 2).
Am 14. Oktober 2013 wurde die Versicherte am Rücken operiert (Urk. 3/9).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
9.
September 2013
erhob
X._
am
21. Oktober 2013
Beschwerde
mit dem Rechtsbegehren um
Zusprechung
der gesetzlichen
Leistungen ab 1. Januar 2012
mit einer Erhöhung ab Mai 2012
, um Einholung eines gerichtlichen neurologisch/orthopädischen
Gutachten
s sowie um
Sistierung
des Verfahrens
bis zum Abschluss der postoperativen Reha
bilita
tion
(Urk. 1 S. 2)
.
Am 22. Oktober 2013 legte sie weitere ärztliche Stellung
nahmen ins Recht (Urk. 5).
Mit
Beschwerdeantwort vom 28. November 2013
schloss die Verwaltung auf
Abweisung
der Beschwerde
(Urk. 9)
.
Eine Kopie dieser Eingabe wurde am 29. Januar 2014 der
Beschwerdeführerin
zugestellt
. Weiter wurde sie darauf hingewiesen, dass das
Sistierungsgesuch
zu einem späteren Zeitpunkt
behandelt
werde
(Urk.
11).
Mit Eingabe vom
13. Februar 2015 teilte die Beschwerdeführerin dem Gericht mit, dass sie inzwischen
ein
zwe
ites M
al am Rücken operiert worden sei
. Aus
serdem sei
bei ihr
kürzlich eine Krebserkrankung i
m
fortgeschrittene
n
Stadium entdeckt worden, deren Behandlung einer Begutachtung aktuell entgegenstehe (Urk. 12). Am 27. Februar 2015 reichte sie weitere medizinische Berichte ein (Urk. 17). Unter Hinweis
darauf
, dass die Beschwerdeführerin am 16. Februar 2015 ein
Gesuch wegen Verschlechterung
gestellt habe
, welches nach rechts
kräftigem Entscheid in der vorliegenden Sache an die Hand genommen werde
, verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 9. März 2015 auf eine Stellungnahme (Urk. 22). Darüber wurde die Beschwerdeführerin am 29. April 2015 orientiert (Urk. 23).
Der m
it Verfügung vom 8. Juni 2015
zum Prozess bei
geladene
BVG-Versicherer liess sich innert der angesetzten Frist nicht ver
nehmen
(Urk. 24).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert oder aufgehoben, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzun
gen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im
Zusammen
hang mit
der
Neuanmeldung
analog zu einem Revisionsgesuch
glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidg
rundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1
). Hin
sichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
G._
chtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten b
egründet sind (BGE 134 V 231 E.
5.1
mit Hinweis auf 125 V 351 E.
3a). Der Beweiswert von
RAD
Berichten nach Art. 49 Abs.
2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Guta
chten genügen (BGE 137 V 210 E.
1.2.1). Auf das Ergebnis versicherungs
in
terner ärztlicher Abklärungen
zu denen die RAD-Berichte gehören
kann allerdings nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen
(BGE 139 V 225 E. 5.2, Bundesge
richtsurteile
8C_512/2014 vom 12. Januar 2015 E. 3.3.1 sowie
8C_197/2014
vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneint den Anspruch auf eine Invalidenrente
mit der Begründung
, dass die Beschwerdeführerin gemäss den RAD-Untersuchungsbe
richten seit Januar 2012 in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig
keit
(lediglich)
zu 20 % eingeschränkt sei. Da sie ab 1. Januar 2012 einer Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 80 % und vom 20. November 2012 bis 30. April 2013 einer solchen mit einem Pensum von 50 % nachgegangen sei, liege keine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 40 % während eines Jahres und [anschliessend] keine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit
vor (Urk. 2 S. 1).
2.2
Demgegenüber
macht
die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
geltend
,
auf die beiden RAD-Berichte
dürfe nicht abgestellt werden
(Urk. 1 S. 3-7
, S. 17 ff.
). Mit Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres sei vielmehr von den Angaben der behandelnden Ärzte auszugehen (Urk. 1 S. 7 f.).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung des Gesundheitszustandes bildet die letzte rentenverändernde (aufhe
bende) Verfügung vom
4.
Oktober 2007 (
Urk.
10/63), bei der - nach Wiederauf
nahme einer vollzeitlichen Tätigkeit (
Urk.
10/58) - implizit von einer vollum
fänglichen Arbeitsfähigkeit ausgegangen und ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad ermittelt wurde.
Bei der Rentenzusprechung
stellte die IV-Stelle auf
die Angaben des Hausarztes Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, im Bericht vom 21. No
vember 2000 (Urk. 10/27) sowie von
Oberarzt
Dr.
med.
E._
,
Leiter
des
Ambulatorium
s des
Zentrum
s
für Paraplegie
(damals noch ParaCare, Schweize
risches Behandlungs- und Forschungszentrum für Paraplegie)
der
Uni
versitäts
klinik
F._
im Bericht
vom 19.
Dezember 2000
(Urk.
10/26
; vgl. dazu das Feststellungsblatt vom
22. Januar 2001
, Urk.
10/29 S. 1
) ab, worin
ein Residual
zustand sensomoto
risch bei Status n
ach schwerer demyelinisierende
r
Myelitis mit
initial fast kompletter sensomotorischer Tetraplegie und sensori
schen Ausfällen im Perioralbereich sowie mit
aktuell
residueller Tetraplegie, sensomotorisch inkomplett unterhalb C2 diagnostiziert wurde
.
Da die Beschwer
deführerin per 1. Januar 2001 eine Stelle zu einem Pensum von 80 % ange
treten hatte, ging die Beschwerdegegnerin
in erwerblicher Hinsicht
von einer entsprechenden Arbeitsfähigkeit und
von dem dabei erzielten Einkommen als Invalideneinkommen
aus.
3.2
Infolge Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens nach Antritt einer Vollzeitstelle hob die Beschwerdegegnerin die Rente
im Oktober
2007
verfü
gungsweise auf
,
ohne den Verlauf des Gesundheitszustandes abzuklären.
4.
4
.1
PD Dr. med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
stellte
im Bericht
vom 25. Juni 2012 (Urk. 10/72
/1-5
)
die Diagnose eines
a
kute
n radikulären
Reizsyn
drom
s
L5 rechts bei Olisthesis L5
sowie eine
s
Status nach nekrotisierender cervikaler Myelitis 1999 und sensibel betonter Restparese sub C
4.
Keine
Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
mass er einem
Status nach Fibroadenom-Opera
tion
an der
rechte
n
Brust
sowie einem
Status nach Hysterektomie 2010
bei. Weiter führte er aus, bei bekannter Para-P
arese sub C4 nach Myelitis 1999
habe sich ein soweit stabiles Bild eingestellt, wobei jetzt eine zusätzliche Radi
kulo
pathie L5 rechts vorliege, welche der Beschwerdeführerin seit anfangs Jahr zu schaffen mache und die Leistungsfähigkeit seit 28. Februar 2012 auf zirka 50 % einschränke. Es seien vermehrte Pausen mit Wechselbelastung erforder
lich. Abschliessend stellte der berichtende Orthopäde fest, der Folgeschaden der Myelitis transversa sei nicht rekuperabel. Bezüglich der Radikulopathie sei eine Verbesserung denkbar.
4
.2
Der Hausarzt
Dr.
D._
stellte im Bericht
vom 26. Juni 2012 (Urk. 10/73
/2-5
)
folgende
Diagnosen:
-
Residualzustand sensomotorisch bei
-
Status nach schwerer demyelinisierender Myelitis mit
-
initial fast kompletter sensomotorischer Tetraplegie und sensorischen Ausfällen perioral
-
Rehabilitation Uniklinik
F._
, Paraplegikerzentrum 01-06.1999
-
Status nach autosomal-dominanter akuter nekrotisierender Enzephalopathie
-
Bilaterale Spondylolyse LWK5 mit Anterolisthesis Grad
2 nach Meyerding
-
Einengung der Neuroforamina mit Kompression der Nervenwurzel L5 rechts und Einengung der Nervenwurzel L5 links
Weiter führte
Dr.
D._
aus, die Spondylolyse L5 sei seit dem Jugendalter bekannt. Im Sommer 2011 sei eine Lumboischialgie aufgetreten, die sich mit Schwächegefühl im Bereich beider Beine, rechts ausgeprägter als links, schritt
weise verstärkt habe.
Eine am 16. Februar 2012 durchgeführte
Magnetreso
nanztomographie (MRI) der Lendenwirbelsäule habe eine Spondylol
i
st
h
esis L5 Meyerding Grad 2 mit einer massiv eingeengten Wurzel L5 beidseits ergeben. In
den letzten Monaten bestehe eine ausgeprägte körperliche Schwächesymptoma
tik mit psychischer Erschöpfung. Erst nach Reduktion des Arbeitspensums auf 50 % und intensiver Physiotherapie in der
Universitätsk
linik
F._
sei
en
eine teilweise Verbesserung der Schmerzsymptomatik in beiden Beinen sowie eine leichte Kraftverbesserung und ein leichter Rückgang des Erschöpfungszustandes eingetreten. Kräftemässig sei die Beschwerdeführerin doch noch sehr limitiert.
Sowohl
in
Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als auch mit Bezug auf eine angepasste Tätigkeit attestierte der Hausarzt eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit ab 9. September 2012 und ergänzte, dass mit einer entsprechenden Einschränkung auf lange Sicht zu rechnen sei.
4
.3
Im
Bericht
von Prof.
Dr. med.
H._
, Chefarzt und Direktor
des Zentrums für Paraplegie
(
damals Paraplegikerzentrum
)
der Universitätsklinik
F._
,
sowie von Assistenzärztin pract. med.
I._
vom 5. Juli 2012 (Urk. 10/75)
wurden
fol
gende
Diagnosen
genannt
:
-
Residuelle inkomplette Tetraparese sub C3, ASIA D bei
-
Status nach autosomal, dominanter nekrotisierender zervikaler Myelitis 1999
-
r
esiduelle zervikale Myelopathie
-
Radikulopathie L5/S1 b
e
i Listhese LWK
5/SWK1
-
Migräne
Dem Bericht lässt sich sodann entnehmen, dass die Beschwerdeführerin unter persistierenden Defiziten im Rahmen der inkompletten Tetraparese leide, insbe
sondere durch Reduktion der maximalen Kraft. Dies merke sie vor allem im Rahmen von Ausdauer, Grobkraft der Hand und Treppensteigen. Seit einiger Zeit
bestünden
vermehrt
b
elastungsabhängige lumbale, teilweise ausstrahlende Rückenschmerzen, welche die Leistungsfähigkeit im Alltag
zusätzlich und
deut
lich einschränkten. Insgesamt sei davon auszugehen, dass die grundlegende Symptomatik persistieren werde. Die Beschwerdeführerin habe als inkomplette Tetra
plegikerin
über lange Zeit diverse Defizite kompensiert und leide nun unter den Verschleisserscheinungen dieser Behinderung. Aktuell sei eine Operation der lumbosacralen Listhese nicht indiziert.
Die berichtenden Ärzte
attestierte
n eine
Arbeitsfähigkeit von
50 % seit 12. Juni 2012
und
begründeten
dies
damit, dass
die Leistungsfähigkeit
wegen der
ein
geschränkte
n
Kraft der oberen und unteren Extremitäten,
der
Koordinations
störung
und der
reduzierte
n
Belastbarkeit
deutlich vermindert sei.
4
.4
Im
Verlaufsbericht
vom 21. Dezember 2012 (Urk. 10/91) wiederholte der Ortho
päde
PD Dr.
G._
im Wesentlichen
die
bereits gestellten
Diagnosen
und wies darauf hin, dass die aktuelle Abklärung und Behandlung in der Universitätskli
nik
F._
erfolge.
4
.5
Auch Hausarzt
Dr.
D._
wiederholte im Verlaufsbericht
vom 27. Dezember 2012 (Urk. 10/92)
die
bisherigen
Diagnosen. Sodann gab er an, trotz intensiver, muskulärer Aufbauarbeit sei keine Besserun
g des Zustandes beziehungsweise
keine Schmerzreduktion aufgetreten. Am 2. Oktober sei eine Infiltration trans
foraminal S1 durchgeführt worden, die eine vorübergehende leichte Besserung der Schmerzsymptomatik gebracht habe. Eine operative Intervention sei mit verschiedenen Spezialisten diskutiert worden. D
er
Beschwerdeführerin sei aber von einer Operation
eher
abgeraten worden.
Abschliessend schätzte Dr.
D._
die Arbeitsfähigkeit auf 50 % ab
9. Mai 2012
, auf
0% vom
2.
bis 19. Oktober 2012
und anschliessend wieder auf
50 %
.
4
.6
4.6.1
Im
Untersuchungsbericht
vom 19. April 2013 (Urk. 10/104) diagnostizierte die
RAD-Ärztin med. pract.
J._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
eine
Lumbalgie bei Spondylolisthese
.
Weiter führte sie aus, im Gegensatz zum Bericht des Zentrums für Paraplegie vom 5. Juli 2012 fänden sich bei der heutigen Untersuchung keine Hinweise auf eine radikuläre Reizung. Eine wesentliche Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule sei auch in der vorliegenden Berichterstattung nicht dokumentiert. Es werde lediglich auf die Schmerzsymptomatik verwiesen. Aus orthopädischer Sicht bestehe hinsicht
lich der lumbalen Schmerzen ein deutliches Verbesserungspotential mit einer Schmerztherapie nach WHO-Schema. Die bisherige Medikation mit Paracetamol nach Bedarf könne aus ärztlicher Sicht weiter optimiert werden. Im Vorder
grund des medizinischen Sachverhaltes stehe jedoch die Einschränkung durch das neurologische Krankheitsbild. Die bisherige Tätigkeit als Betriebswirtin sei aus orthopädischer Sicht zugleich eine angepasste Tätigkeit. Angesichts der fehlenden radikulären Symptomatik und der geringen Schmerzsymptomatik bei freier Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule liessen sich aus orthopädischer Sicht keine Einschränkungen für die Tätigkeit als Betriebswirtin objektivieren. Dies
bezüglich bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %.
4
.
6.2
RAD-Arzt med. pract.
K._
, Facharzt für Neurologie, stellte im
Unter
suchungs
bericht vom 18. März 2013 (Urk. 10/109)
die Diagnosen eines
Zustand
s
nach autosomal-dominanter Myelitis (1999) mit sensomotorischer Residual
symptomatik
sowie einer
Lumboischialgie
.
Laut Bericht gab die Beschwerdeführerin während der Unters
uchung mit Bezug auf ihre Resso
u
r
cen an, derzeit zwar für acht Stunden in sitzender Tätigkeit arbeiten zu können, nach einer ganzen Tagesschich
t aber sehr erschöpft zu sein. S
ie benötige auch betriebsunübliche Pausen, um im Tagesablauf regenerieren zu können, wenn die Schmerzen zu stark auftreten würden. Laufen und Treppensteigen sei wegen der
unter Belastung auftretenden Rückenschmerzen nur
für kurze Distanzen
mög
lich. Kognitiv sei sie
l
eistungsfähig. Ideal wäre eine Teilzeit
b
eschäftigung von dreimal vier Stunde
n.
In seiner versicherungsmediz
inischen
Beurteilung kam der RAD-Arzt zum Schluss, dass sich a
us neurologischer Sicht keine Hinweise für einen Progress der vorgängigen Myelitis oder ein anderes neurologisches Krankheitsbild
fän
den
. Aus rein neurologischer Sicht sei somit keine Veränderung der Arbeitsfä
higkeit im Vergleich zu früher festzustellen. Die aktuellen Beschwerden im Sinne von
b
elastungsabhängigen lumboischialgieformen Schmerzen seien überwiegend wahrscheinlich als Wirbelsäulenleiden möglicherweise auch asso
ziiert mit einem langjährigen dysfunktionalen Bewegungsmuster in Folge der Residualsymptomatik der Myelitis zu diskutieren, wobei eine Beschwerdever
schlimmerung aufgrund einer depressiven Reak
tion auch mitbedingt
durch krank
heitsfremde Faktoren eine Rolle spiele.
Eine begleitende Psychotherapie könne zu einer weiteren Symptomlinderung beitragen.
Unter Berücksichtigung der Schmerzen sei festzustellen, dass die Erwerbsmöglichkeit der Beschwerde
führerin in bisheriger Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich stärker einge
schränkt sei als bisher. Das seitens der Beschwerdeführerin genannte Ressour
cenprofil sei plausibel. Die therapeutischen Optionen seien aber erkennbar noch nicht ausgeschöpft. Durch eine Optimierung der Schmerztherapie sei eine Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit möglich.
Im Behandlungskontext sei aufgrund der Kofaktoren eine Psychotherapie dringend zu empfehlen.
4.6.3
In der gemeinsamen
Stellungnahme vo
m 24. April 2013 (Urk. 10/110 S
4 f.)
kamen die beiden RAD-Ärzte
zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten und angepassten Tätigkeit
seit
März 2013 zu
80 %
arbeitsfähig
sei
.
4.6.4
Diese Einschätzung wurde von
med. pract.
K._
in der ergänzenden Stellung
nahme vom 24. Juni 2013 (Urk. 10/110 S. 4) insoweit ausgeweitet, als
bereits ab 1. Januar 2012
eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführe
rin anerkannt
werde
. Weiter stellte er fest, dass die gesundheitlichen Beein
trächtigungen darüber hinaus
in die Vergangenheit
zurück reichen würden, sie hätten aber von der Beschwerdeführerin offenbar ausreichend kompensiert wer
den können, so dass sich de facto keine längere Arbeitsunfähigkeit ergeben habe.
4.7
Prof.
Dr. med.
L._
,
damals
Teamleiter Wirbelsäulenchirurgie an der Uni
versitäts
klinik
F._
,
stellte im Bericht vom 5. Juli 2013 (Urk. 10/116/2-3
)
folgende
Diagnosen:
-
Isthmische Spon
d
ylolist
h
e
se L5 von aktuell 50 % mit:
-
Foramenstenose L5/S1 rechts, weniger links
-
s
ubjektiv progressive
n
Ischialgie-Schmerzen rechts, weniger links
-
Status
nach demyelinisierender Myeliti
s mit Tetraplegie, 1999
Grund der Untersuchung
waren laut Bericht
die seit anfangs 2012 zunehmen
den Beinschmerzen, welche
sich
trotz viele
r
Schmerzmittel inklusive Lyrica nicht
gebessert hätten
. Da
die Beschwerdeführerin
mit den Schmerzen nicht leben könne, wünsche
s
ie eine operative Behandlung. Chirurgisch bestehe nur
die
Möglichkeit einer Foramendekompression und Repositionsspondylodese L4 bis S1 von dorsal mit einer anschliessenden Arbeitsunfähigkeit von sechs Wochen. Ziel der Operation sei die Verbesserung der Beinschmerzen im Der
matom L5.
4.8
Im Bericht vom 13. September 2013 (Urk. 3/
7
) wiederholte Prof. Dr.
L._
die früher gestellten Diagnosen und ging von einer klaren Pathologie und von zuverlässigen Angaben der Symptomatik aus, weshalb er zum Schluss kam, dass nur die Möglichkeit einer Operation verbleibe, um die Nervenwurzel L5 beidseits zu dekomprimieren. Der Operationstermin
sei
für d
en 14. Oktober 2013 festge
legt
worden
.
4.9
Im Zeugnis
vom 21. Oktober 2013 (Urk. 6/1)
zu Handen der Invalidenver
siche
rung bestätigte Prof. Dr.
L._
die medizinische Indikation für die am 14. Oktober 2013 durchgeführte Operation (vgl.
dazu
Urk. 3/9).
5.
5.1
5.1.1
N
eben Hausarzt Dr.
D._
gehen
auch die Orthopädischen Chirurgen PD Dr.
G._
und
Prof. Dr.
L._
sowie
die
Neurologe
n
Prof. Dr.
H._
und
med. pract.
K._
von einem
die Arbeitsunfähigkeit einschränkenden radikulären Reizsyndrom beziehungsweise einer (Lumbo
)Ischialgie infolge
einer
Spon
dylolisthese L5
aus
.
Wegen der dadurch verursachten Schmerzen unterzog sich die Beschwerdeführerin schliesslich kurz nach Erlass der angefochtenen Verf
ü
gung einer Spondylodese L4/S1
(Urk. 3/9)
.
Demgegenüber fand die
RAD-Ärztin med. pract.
J._
bei der Untersu
chung keine Hinwe
ise
für
eine radikuläre Reizung (Urk. 10/104 S. 8). Sie unter
liess es allerdings, sich mit den
anderslautenden
früheren
(
fach
-)
ärztlichen
Stellungnahmen und mit den
Befund
en
von bildgebenden Untersuchungen (
ins
besondere das MRI der Lendenwirbelsäule vom 16. Februar 2012, Urk. 10/73/1-
5 S. 3 beziehungsweise Urk. 10/66/4-5 S. 2) auseinander zu setzen
,
d
ies
obwohl
selbst
med. pract.
K._
unter Berücksichtigung der lumboischialgieformen Schmerzen eine stärkere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als bisher
postu
lierte
und das von der Beschwerdeführerin beschriebene Ressourcen-Profil als plausibel einschätzte
(Urk. 10/109 S. 6)
. Dass die beiden RAD-Ärzte schliesslich
in der gemeinsam verfassten Stellungnahme vom 24. April 2013 (Urk. 10/110 S 4 f.)
ohne weitere Begründung
eine
lediglich
um
20 %
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestierten,
lässt sich wohl
nur
mit einer weitgehenden Aus
blendung der radikulären Reizung gemäss der Beurteilung von med. pract.
J._
erklären
.
5.1.2
Mit Bezug auf die von den RAD-
Ärzten erhobene
Kritik an der nicht aus
geschöpf
ten medikamentösen Behandlung lässt sich den Akten
sowie den Angaben der Beschwerdeführerin
entnehmen, dass
die Schmerzmedikation
in der Vergangenheit
wegen Nebenwirkungen oder Wirkungslosigkeit ver
schiedentlich angepasst werden musste
(
Urk. 10/73/8-9 S. 1,
Urk. 10/75 S. 6, Urk. 10/104 S. 2, Urk. 10/109 S. 2, Urk. 10/116/2-3 S. 1
)
.
5
.1
.3
Darüber hinaus kann den umfangreichen, eine Zeitspanne von über 15 Jahren abdeckenden Verwaltungsakten
entnommen werden
, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine leistungsorientierte Frau handelt, die alles daran gesetzt hatte, ihre gesundheitlichen Einschränkungen
so weit wie möglich
zu überwinden
.
Dab
ei ging sie immer wieder
an die
Grenzen ihrer Leistungsfähig
keit
und überschritt sie zeitweise
. Anhaltspunkte für eine Rentenbegehrlichkeit lagen
z
u
keinem Zeitpunkt vor.
Vielmehr scheint die Beschwerdeführerin ihre
Ressourcen plausibel einzuschätzen
;
d
ies deckt sich nicht nur mit der entspre
chenden Feststellung von med. pract.
K._
,
sondern auch mit der Ein
schätzung der behandelnden Ärzte.
5.1
.4
Unter diesen Umständen bestehen
nicht unerhebliche
Zweifel an der Zuver
lässig
keit und Schlüssigkeit der Schlussfolgerungen der beiden RAD
Ärzte. Ihren Angaben kommt somit nicht derselbe Beweiswert wie medizi
ni
schen Stellungnahmen zu, welche den von der Rechtsprechung umschriebe
nen Anfor
derungen an ein ärztliches Gutachten genügen (vgl. E. 1.6
hievor
). Darauf darf somit vorliegend nicht unbesehen abgestellt werden.
5.2
5.2.1
Bei Beschwerdeerhebung am 21. Oktober 2013 beantragte die Beschwerdeführe
rin die Einholung eines neurologisch/orthopädischen Gerichtsgutachten
s
.
Infolge der
am 14. Oktober 2013 durchgeführten Rückenoperation ersuchte sie jedoch um Sistierung des Verfahrens bis zum Abschluss der postoperativen Reha-Phase (Urk. 1 S. 2).
5.2.2
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsa
chen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitge
genstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurtei
lung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
5.2.3
Den
nach Verfügungserlass (19. September 2013) erstatteten
ärztlichen Stellung
nahmen lässt sich entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin am 4. November 2013
in der Universitätsklinik
F._
infolge
einer Sakrumfraktur einer Revisionsspondylodese Ilium-L4 unterziehen musste (Bericht Prof. Dr.
L._
und Oberarzt
Dr. med.
M._
vom 5. März 2014,
Urk. 13)
. Trotz
de
r
beiden
Operationen liess sich klinisch keine Besserung
der Beschwerden
nachweisen (Bericht Prof. Dr.
L._
und Dr.
M._
vom 17. September 2014, Urk. 18/11)
.
Im
Januar 201
5
erfolgte
n
interdisziplinäre Abklärungen
im
N._
(Berichte
vom 23. Januar 2015, Urk. 18/7
, 26. Januar 2015, Urk. 18/8, 29. Januar 2015, Urk. 18/6, sowie 4. Februar 2015, Urk. 18/9
)
.
Dabei wurde
zufällig ein P
leu
ra
e
r
guss gefunden. Spezifische Abklärungen im Spital Uster führten zur Diagnose eines hochgradigen
Verdacht
s
auf
ein
Ovarialkarzinom im Stadium IV, wahr
scheinlich ausgehend vom rechten Ovar mit
malignen P
leu
raergüssen beidseits (Adenokarzi
nomzellen), sowie Verdacht auf Pleu
rametastasen dorsal beidseits
, mit
mediastinale
n
, retroperitoneale
n
und iliakale
n
Lymphknotenmetastasen
sowie mit
Peritonealkarzinose
(Berichte vom 3. und 18. Februar 2015, Urk. 8/3 sowie Urk. 18/5).
Zur
weitere
n
operative
n
bzw.
onkologische
n
Therapie
wurde
die Beschwerdeführerin ins
Universitätsspital
Z
ü
rich
überwiesen
(vgl.
Urk. 18/1
2).
5.2.4
Angesichts
des
inzwischen dramatisch verschlechterten Gesundheitszustandes ist nicht anzunehmen, dass eine
medizinische
Begutachtung
der Beschwerde
führerin
während der laufenden onkologischen Therapie
zuverlässige Angaben über
ihre
Arbeitsfähigkeit in den Jahren 2012 (Neuanmeldung bei der Invali
denversicherung) und 2013 (rentenablehnende Verfügung) erlauben würde
(vgl. dazu auch Urk. 12)
. Andererseits
sind auch von einer
Begutachtung
erst
nach Abschluss der
voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmenden
Behandlung
keine für die vorliegend
relevanten Zeitspanne
wegweisenden Erkenntnisse zu erwarten
(antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 90 E. 4b und 122 V 157 E. 1d)
.
Unter diesen Umständen
ist
sowohl auf die Einholung eines Gerichtsgutachtens als auch
auf
eine förmliche Sistierung des Verfahrens zwecks späterer Einholung
eine
s Gerichtsgutachtens abzusehen
. Dementspre
chend ist
das Sistierungsgesuch der Beschwerdeführerin abzuweisen.
5.3
Aufgrund dieser
Überlegungen
ist festzu
halten
, dass
die
im Wesentlichen überein
stimmenden
Angaben der behandelnden Ärzte
(PD Dr.
G._
, Pro
f. Dr.
H._
und Dr.
D._
), welche der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeits
fähigkeit für die zuletzt ausgeübte und behinderungsangepasste Tätigkeit attes
tier
t
en, den
Gesundheitszustand
bzw. das objektive Leistungsvermögen
der Beschwerdeführerin
in den Jahren 2012 und 2013
am
besten wiederzugeben
bzw.
eher
zu überzeugen
vermögen
als die Schlussfolgerungen der RAD-Ärzte, weshalb d
arauf abstellend davon auszugehen
ist
, dass der Beschwerdeführerin die damals ausgeübte und angepasste Tätigkeit
ab 1. Januar 2012 zu 80 % und ab
28. Februar 2012 nur noch zu 50 % zumutbar war (
Urk. 10/66/1, Urk. 10/66/2-3 S. 2,
Urk. 10/72/1-5 S. 2
,
Urk. 10/73/1-5 S. 3, Urk. 10/73/8, Urk. 10/75 S. 6,
Urk.
10/91 S. 4
f.,
Urk. 10/92/1-7 S. 6). V
om
2.
bis zum 19. Oktober 2012
war sie
zu
100
%
a
rbeitsunfähig
(Urk. 10/92/1-7 S. 7).
Von
einem Beizug der Akten des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums oder wei
terer Berichte der behandelnden Ärzte (vgl. dazu Urk. 1 S. 8)
sind keine weiter
gehenden Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist
(antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 90 E. 4b und 122 V 157 E. 1d)
.
Eine
für die Neuanmeldung
erforderliche
wesentliche
Versch
l
echterung
des Gesundheitszustandes seit der Renten
aufhebung
im Jahre 200
7 ist somit
ausge
wiesen.
6.
6.1
Zum
Arbeitspensum der
Beschwerdeführerin im
Gesundheitsfall
ä
ussert
e
sich die Beschwerdegegnerin nicht ausdrücklich
. Die
Beschwerdeführerin
, welche zur Zeit der Neuanmeldung im Juni 2012 mit einem Pensum von 80 % erwerbstätig gewesen war,
macht demgegenüber
geltend
,
als Gesunde würde sie
vollzeitlich erwerbstätig
sein
(Urk.
1 S. 10).
Bei der Anstellung durch die
C._
habe sie a
us gesundheitlichen Überlegungen auf
ein
em
80 %
Pen
sum beharrt (Urk. 1 S. 12 f.).
6.2
Vom 1. Juni 2007 bis zur Kündigung per Ende April 2011 war die Beschwerde
führerin
für die
B._
vollzeitlich erwerbstätig und
anschliessend
arbeitslos (Urk. 10/56, Urk. 10/76, Urk. 10/81/6-7). Am 1. Januar 2012 trat sie bei der
C._
eine bis Ende September 2012 befristete Stelle zu einem Pensum von 80 % an (Urk. 10/74).
Die von der Beschwerde
führerin gelieferte Begründung für
ein reduziertes Pensum
wird
dadurch unter
mauert, dass
sie
sich
in der Folge
zum Orthopäden PD. Dr.
G._
in fachärztliche Behandlung
begeben hatte
, welcher
die
Arbeitsfähigkeit
ab
28. Februar 2012
auf
50 %
schätzte
(vgl. E. 5.3)
.
Sodann gingen auch die RAD-Ärzte von einer
allerdings lediglich um 2
0 %
reduzierten Arbeitsfähigkeit seit 1. Januar 2012
aus
(Urk. 10/110 S. 5).
6.3
Darüber hinaus liegen
keine
rlei
Anhaltspunkte dafür
vor
, dass die
qualifiziert
ausgebildete Beschwerdeführerin aus anderen als aus gesundheitlichen Gründen ihr Arbeitspensum reduziert
hätte.
D
iesbezüglich
ist den Akten zu entnehmen
, dass die
verheiratete
gewollt kinderlose Beschwerdeführerin
,
von ihren neben
beruflichen Tätigkeiten (Gemeinderat und Präsidium der örtlichen Musikschule) bereits
nach Ausbruch der
Myelitis
zurücktreten musste und eine Haushaltshilfe anstellt
e
(Urk. 10/32, Urk. 10/81/1-3 S. 3, Urk.
10/104 S. 3, Urk. 10/109 S. 2)
.
Ein
Aufgabenbereich im Sinne von Art. 28a Abs. 3 IVG
liegt nicht vor
.
6.4
Vor diesem Hintergrund ist
aufgrund der konkreten Situation und der
nachvoll
ziehbaren
Vorbringen der Beschwerdeführerin nach Massgab
e der allgemeinen Lebenserfahrung
mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass
sie
als Gesunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 100%ige Erwerbstätigkeit
ausgeübt hätte.
7.
7.1
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG entsteht der Rentenanspruch in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unter
bruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewe
sen ist. Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit gilt die einjährige Wartezeit in dem Zeitpunkt als eröffnet, in dem eine dauernde und erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist; erheblich kann sie bereits bei einem Grad von 20
%
sein (AHI 1998 S. 124,
I
411/96 E. 3c).
7.2
Das am 1. Januar 2012 begonnene Wartejahr lief Ende Dezember 2012 ab. Während dieser Zeit wurden der Beschwerdeführerin folgende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit attestiert:
-
20
% vom 1. Januar bis 27. Februar 2012 (RAD: Urk. 10/110
S. 5
)
-
50 % vom 28. Februar bis 8. Mai 2012 (PD Dr.
G._
: Urk. 10/72/1-5 S. 2
; Urk. 10/91 S. 4 f., Urk. 10/73/8; Prof. Dr.
H._
: Urk. 10/66/2-3 S. 2
)
-
50 % vom 9. Mai bis 1. Oktober 2012 (Dr.
D._
: Urk. 10/66/1, Urk. 10/73/1-5 S. 3, Urk. 10/92/1-7 S. 6 f.; Prof. Dr.
H._
: Urk. 10/75 S. 6
)
-
100 % vom
2.
bis 19. Oktober 2012 (Dr.
D._
: Urk. 10/92/1-7 S. 6 f.)
-
50 % ab 20. Oktober 2012
(Dr.
D._
: Urk. 10/92/1-7 S. 6 f.)
Nach ihren eigenen Angaben
erfüllte
die Beschwerdeführerin
entgegen de
n
Ein
schätzungen von PD Dr.
G._
und Prof. Dr.
H._
bis zum 8. Mai 2012
ihr 80%iges Arbeitspensum (Urk. 10/116/1)
.
Die
Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während der einjährigen Wartezeit
ergibt
ein
en
Wert von rund 42
%.
Ein
(
allfälliger
)
Anspruch auf eine Invalidenrente besteht somit ab 1.
Januar 2013
.
Dabei ist zu beachten, dass die Rentenhöhe bei Beginn des Rentenanspruchs sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der Arbeits
unfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig ist. Die durch
schnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Min
desthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugespro
chen werden kann (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_174/2013 vom 2
1.
Oktober 2013 E. 3.2 mit Hinweisen auf BGE 121 V 264 E. 6b/cc und 105 V 156 E. 2c/d).
8.
8
.1
Zu de
n
für die Invaliditätsbemessung
heranzuziehenden
Einkommensgrössen
führt die Beschwerdeführerin aus
,
sie wäre als Gesunde in einer Kaderposition erwerbstätig
gewesen, weshalb das Valideneinkommen im Bereich des durch
schnittlichen Lohnes in den Jahren 2008 bis 2010 festgesetzt werden müsse,
es sich
somit
auf
mindestens rund Fr. 211‘000.
bis Fr. 218
‘
000.
belaufe
. Mit Bezug auf das Invalideneinkommen macht sie geltend, dass bei Kaderstellen erfahrungsgemäss keine Teilzeitpensen akzeptiert würden, weshalb ihr nun sol
che Stellen verschlossen
blieben und die Entlöhnung der noch möglichen Tätig
keiten auf einem deutlich tieferen Niveau erfolge
n würde
(Urk. 1 S. 10).
8.2
Dem ist
zunächst
zu entgegnen, dass die Beschwerdeführerin ihre Anstellung bei der
B._
in erster Linie wegen
der bevorstehenden
Rück
stufung
im Rahmen
einer Reorganisation
kündigte
.
Zwar gab sie zusätzlich
gesundheitliche
Gründe
für die Stellenaufgabe
im April 2011
an
.
Eine medizi
nisch begründete Notwendigkeit eines Stellenwechsels ist
jedoch
in den
Akten nicht dokumentiert
, weshalb bei der Ermittlung des
(hypothetischen)
Validen
einkommens nicht vom damaligen Lohn ausgegangen werden
kann
.
Nachdem
die Beschwerdeführerin bei der
C._
als Ausbildungs
lei
terin ebenfalls eine Kaderstelle innehatte, ist von dem dort im Jahre
2012
in
einem Vollpensum erzielbaren Lohn von Fr. 140
‘
000.
auszuge
hen
,
was nach Hin
zurechnung
der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2013
e
in Validen
einkommen von Fr. 140‘
958.
ergibt
(vgl. Urk. 10/74/7-9
sowie Die Volks
wirtschaft 3/4-2015, Tabelle B 10.3 S. 89)
.
8.3
8.3.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E. 4.2).
8.3.2
D
ie Beschwerdeführerin
war
vom 20. November 2012
bis 30. April 2013 bei der
Z._
als Projektleiterin Werbung Professional zu einem Monatslohn von brutto Fr. 4‘300.
und vom 1. Juli bis 30. September 2013 bei
O._,
als Projektleiterin Sponsorin
g
& Partner
schaften zu einem Monatslohn von brutto
Fr. 4‘000.
angestellt
(Urk. 1 S. 10, Urk. 10/87, Urk. 10/113)
. Bei beiden Stellen handelte es sich von vornherein
um
befristete Anstellungen
mit mutmasslich
tiefere
r
Entl
ö
hnung im Vergleich zu einer
Festanstellung
. Angesichts
ihrer Ausbildung und jahrelangen
vielseitigen Berufspraxis sowie gestützt auf das medizinische Belastungsprofil ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin auch in Zukunft ein breites Spektrum an geeigneten Teilzeitstellen zur Verfügung stehen wird. Es kann daher von eine
m monatlichen Einkommen von Fr.
10‘162.
(bei einem Vollpensum)
für selbstständige und qualifizierte Arbeiten im Bereich der Ziel- und Strategiedefi
nition von Unte
r
nehmen (LSE 2010, S. 31, Tabelle T7S, Zeile
2
0
, Anforderungs
niveau 1+2) ausgegangen werden
(z
ur Möglichkeit der Anwendung einer anderen als der Tabelle TA1 vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 9C_841/2013 vom
7.
März 2014 E. 4.2 mit Hinweisen)
. U
nter Berücksichtigung der betriebsübl
i
chen Wochenarbeitszeit von 41,7
Stunden im Jahr 2010 sowie der Nominal
lohnentwicklung für Frauen bis ins Jahr 2013 (Die Volkswirtschaft 3/4-2015, Tabellen B 9.2 und B 10.3 S. 88 f.)
ergibt sich bei einem
Pensum von 50 %
ein massgebliches Jahreseinkommen von rund Fr.
65‘264.
.
8.3.3
Die Frage, ob und in welchem Ausmass dieser statistische Lohn zu korri
gieren ist, hängt von den gesamten persönlichen und beruflichen Umständen des kon
kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Natio
nalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad; BGE 126 V 75). Wegen ihrer Behinderung ist die Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt in Konkur
renz mit gesundheitlich nicht beeinträchtigten Bewerberinnen und Bewerbern benachteiligt, was sich negativ auf das Lohnniveau auswirkt. Aus diesen Grün
den erscheint
eine
Herabsetzung des statistischen Lohnes um 10 % als gerecht
fertigt, was zu einem hypotheti
schen Invalideneinkommen von rund Fr.
58‘738
.
führt.
8.4
Ein
Vergleic
h des Valideneinkommens von Fr. 140‘958.
mit dem Invalidenein
kommen von
Fr.
58‘738
.
entspricht
eine
r
Erwerbseinbusse von Fr.
82‘220
.
was
einen
Invaliditätsgrad von
rund 58
% ergibt.
Bei einer durchschnittlichen Arbeit
sunfähigkeit im Wartejahr von 42
%
(E. 7.2) und einem Inva
lidi
tätsgrad von 58
% ab
Januar 2013
hat die Beschwerdeführe
rin
zunächst
Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1.
Januar 2013
(Art. 2
8
IVG), welche in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab
1. April 2013
auf eine halbe Rente zu erhöhen ist
(vgl. hierzu BGE 121 V 264 E. 6 b/dd)
.
9.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
1‘0
00.
festzulegen und ausgangsge
mäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr.
3‘300.
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen (§ 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversi
cherungsgericht; GSVGer).