Decision ID: a28351e9-42a6-44c4-9599-71643bec3b58
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1989, ist ausgebildete Dentalassistentin (Urk.
8/3 Ziff. 5.3), arbeitete jedoch seit November 2013 in einem Pensum von 100 % als Sachbearbeiterin (Urk. 8/3 Ziff. 5.4). Am 18. Januar 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf eine
lymph
ozytäre
Colitis sowie starke Bauchbeschwerden erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/3 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zog die Akten des zuständigen Kranken
-
taggeldversicherers
bei (Urk. 8/4, Urk. 8/19, Urk. 8/27). Mit Schreiben vom 17. Februar 2017 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 31. Mai 2017 (Urk. 8/15).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/29, Urk. 8/33, Urk. 8/36) ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. April 2018
einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 8/42 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 8. Mai 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
1.
April 2018 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben, soweit darauf ein
zutreten sei. Eventuell sei eine neue polydisziplinäre Abklärung durchzuführen,
nachdem der medizinische Zustand definitiv geworden sei (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.1-2).
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7)
, worauf mit Verfügung vom 21. Juni 2018 ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde (Urk. 12)
. Am
10. Juli 2018 erstattete die Beschwerdeführerin die Replik
und hielt an den gestellten Anträgen fest
(Urk. 13), wohingegen die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 21. August 2018 aus
drücklich auf das Einreichen einer Duplik verzichtete (Urk. 16). Dies wurde der Beschwerdeführerin am 22. November 2018 mitgeteilt, wobei gleichzeitig die von ihr am 29. September 2018 eingereichten Unterlagen (Urk. 17-18) der Beschwer
degegnerin zugestellt wurden (Urk. 19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen
Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen
(BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 11. April 2018 (Urk. 2) ging die Be
schwer
degegnerin davon aus, dass keine psychischen oder körperlichen Einschrän
kungen ausgewiesen seien, die sich dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Die letzte Tätigkeit als Sachbearbeiterin sei zu 100 % zumutbar (S. 1). Bezüglich des
gastroenterologischen
Gesundheitszustandes hielt die Beschwerdegegnerin fest, es sei eine gesicherte Diagnose notwendig, eine Verdachtsdiagnose wie die einer funktionellen Dyspepsie genüge nicht. Zudem seien noch nicht alle Behand
lungsoptionen ausgeschöpft. Für die Beurteilung des psychischen Gesundheits
zu
standes könne auf den vertrauensärztlichen Bericht von Dr.
Y._
abgestellt werden (S. 2).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdegegnerin gehe selber davon aus, dass der medizinische Zustand noch nicht definitiv gewor
den sei, und zwar sowohl bezüglich des somatischen als auch des psychischen Leidens. Aus diesem Grund hätte über d
ie Rente noch gar nicht entschie
den werden dürfen (Urk. 1 S. 2 Ziff. II.4).
Im Rahmen der Replik vom 10. Juli 2018 (Urk. 13) führte die Beschwerdeführerin ergänzend aus, gemäss der Stellungnahme des RAD entspreche das
gastroen
te
ro
logische
Gutachten nicht den Anforderungen und müsse ohnehin wiederholt werden.
Da
sich die Beurteilungen durch die Fachpsychiaterin Dr.
Z._
sowie durch den Gutachter Dr.
Y._
diametral widersprechen würden, werde ein Gerichtsgutachten beantragt (S. 2 Ziff. II.2). Dies gelte erst recht, da die Beschwerdegegnerin selber davon ausgehe, dass noch kein definitiver Zustand ein
getreten sei. Davon erhoffe sie sich auch eine definitive Abklärung ihrer Be
schwer
den und Diagnosen, da offensichtlich nicht einmal diese festst
ünd
en
(S. 2 Ziff. II.3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist demnach der Leistungsanspruch der
Beschwerdeführerin und dabei insbesondere die Frage, ob der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt wurde.
3.
3.
1
Dr.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Gas
troenterologie, führte in seinem Bericht vom 14. September 2016 (Urk. 8/4/6-7) aus, die
G
a
stroduodenoskopie
sei unauffällig verlaufen. Bekannt seien eine
lym
phozytäre
Colitis und eine
Ileitis
, wobei die Beschwerdeführerin zuerst nur kurz
fristig auf
Budenofalk
angesprochen habe. Aktuell leide sie nicht mehr an Durch
fällen, es bestünden jedoch weiterhin Bauchschmerzen. Es liege ein protrahiertes, ätiologisch nicht sicher geklärtes entzündliches Zustandsbild vor (S. 1). Er schlage vor, dass
die Beschwerdeführerin für einige Wochen mit
Bud
e
nofalk
9mg weiter
behandelt werde. Sinnvoll erscheine zudem eine Schmerztherapie mit
Novalgin
und/oder Spasmolytikum. Ansonsten empfehle er zuzuwarten, für weitere Abklä
rungen würden derzeit die Argumente fehlen (S. 2).
3.
2
Ein am 3. Oktobe
r 2016 im Zentrum B._
durchge
führtes MRI des Schädels sowie
Anglo
nativ ergab einen altersentsprechenden normalen
kraniozerebralen
Befund. Insbesondere konnte kein Korrelat für eine zerebrale Manifestation eines Morbus
Behçet
festgestellt werden (Urk. 8/19/60).
3.
3
Am 24. Oktober 2016 nannte der Hausarzt
Dr.
C._
, Fach
arzt für Allgemeine Medizin, folgende Diagnosen (Urk. 8/4/15-16 Ziff. 5):
-
lymphozytäre
Colitis
und
Ileitis
-
protrahiertes, ätiologisch nicht sicher geklärtes entzündliches Zustands
bild
Die Beschwerdeführerin
berichte
übe
r seit längerer Zeit bestehenden
Durchfall,
verbunden mit Bauchschmerzen, Krämpfen, Übelkeit ohne Erbrechen, zudem etwas
Fieber. Unter
Bud
e
nofalk
9mg habe sich die Situation kurzfristig verbessert, nach einer Reduktion sei es allerdings rasch wieder zu erneuten Durchfällen und Bauch
schmerzen gekommen. Aktuell seien die Durchfälle verschwunden, die Bauchschmerzen würden aber immer noch persistieren (Ziff. 3). Die gegenwärtige Tätigkeit werde durch die starken Bauchschmerzen, die allgemeine Müdigkeit und Schwäche eingeschränkt
(Ziff. 5.2). Am 28. Juni sowie
8.
u
nd 12. August 2016 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden, vom 13. August bis 4. Septem
ber 2016 sei die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeitsfähig gewesen (Ziff. 8). Aktuell arbeite die Beschwerdeführerin wieder (Ziff. 11).
3.
4
Die behandelnde Psychiaterin
Dr. Z._
, Fachärztin für Psy
chiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht vom 8. November 2016 (Urk. 8/4/1-5) folgende Diagnosen (Ziff. 5):
-
posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1)
-
rezidivierende mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F33.1)
-
emotional
instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31)
-
lymphozytäre
Colitis und
Ileitis
-
gastroenterologisch
nicht sicher geklärtes entzündliches Zustandsbild, Verdacht auf Morbus
Behçet
, Ver
dacht auf
Po
r
phyrie
Die Beschwerdeführerin sei bereits mehrfach stationär psychiatrisch behandelt worden. Im Jahre 2014 sei es mit dem Selbstmord des Freundes am 9. März 2014 sowie dem plötzlichen Tod der ersten Bezugsperson nach einer Gehirnblutung am 23. September 2014 zu zwei schweren emotionalen Belastungen gekommen. Den
n
och
habe die Arbeitsfähigkeit durchgehend erhalten werden können. Während der bisherigen ambulanten psychiatrischen Behandlung sei es zu keinen Selbst
verletzungen gekommen. Die durchgehende Müdigkeit
und
mangelnde Belast
bar
keit auch für Alltagsaktivitäten sowie die unterschiedlichen Ausprägungen der Darmbeschwerden würden die Beschwerdeführerin in den letzten Monaten enorm belasten (Ziff. 3).
Es handle sich um ein starkes somatisches Leiden mit immer wiederkehrenden Darmkrämpfen. Die Beschwerdeführerin sei sehr arbeitswillig und trotz der Beschwerden an ihrem Arbeitsplatz anwesend. Der Vorgesetzte habe Verständnis für ihre gesundheitlichen Einschränkungen, sodass sie einen Teil ihrer Tätigkeit als
Home Office
-Arbeit erledigen könne. Aufgrund ständiger Durch
fälle sei
die Anwesenheit am Arbeitsplatz in einem Grossbüro deutlich belastender als das «Beschwerden haben» zu Hause. Ihres Erachtens stehe eine seltene somatische Diagnose im Vordergrund (Ziff. 3.3). Derzeit sei die Beschwer
deführerin zwischen 50 % und 70 % arbeitsunfähig. Es bestehe jedoch durch
gehend eine Teilarbeitsfähigkeit (Ziff. 8).
3.
5
In ihrem Bericht vom 25. Januar 2017 (Ur
k. 8/19/37-40) führte Dr. Z._
bei unveränderten Diagnosen (Ziff. 2) aus, das somatische Leiden sei leider unverändert. Die Beschwerdeführerin leide unter einer Antriebsminderung, Freudlosigkeit, der Frage nach dem Sinn des Lebens sowie einer dauerhaften Leistungsinsuffizienz (Ziff. 4). Es bestehe eine durchgehende Teilarbeitsfähigkeit, eine volle Arbeitsfähigkeit sei derzeit nicht abschätzbar (Ziff. 4.1). Aufgrund der starken Bauchschmerzen sowie ständiger psychophysischer Erschöpfung und Müdigkeit sei die Beschwerdeführerin
zu
50 % arbeitsunfähig (Ziff. 6).
3.
6
In ihrem Bericht vom 9. Februar 2017 (Urk. 8/19/46-47) nannten die Ärzte des Universitätsspitals
D._
, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, folgende Diagnosen (S. 1):
-
hochgradiger Verdacht auf begleitende funktionelle Beschwerden bei DG 2, am ehesten im Sinne einer funktionellen Dyspepsie
-
lymphozytäre
Colitis
-
Vitamin-D-/Folsäuremangel
-
PTBS bei vielen Kindheitstraumata
/sozialen Traumata
-
rezidivierende mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom
, derzeit remittiert
-
emotional instabile Persönlichkeitsstörung, derzeit gut integrierbar
-
Anpassungsstörung nach dem Verlust des Freundes durch Selbstmord und plötzlicher Tod des besten Freundes im September 2014, in Remission
Nach Durchführung der Funktionsdiagnostik sei von funktionellen Beschwerden im Sinne einer funktionellen Dyspepsie auszugehen. Im Nahrungsbelastungstest hätten bei FODMAP-Belastung Symptome provoziert werden können, so dass von einer FODMAP-Unverträglichkeit ausgegangen werden könne. Der Beschwerde
führerin sei die gute Prognose der funktionellen Dyspepsie noch einmal erklärt worden. Am 17. März 2017 habe die Beschwerdeführerin einen Termin bei der Ernährungsberatung (S. 1).
3.
7
In ihrem Bericht vom 8. Juni 2017 (Urk. 8/27/63-64) führten die Ärzte des
D._
bei unveränderten Diagnosen aus, das MRI zeige einen Normalbefund, eine Erklä
rung für die Beschwerden habe sich nicht gefunden. Das normale
Calprotectin
spreche gegen eine entzündliche Darmerkrankung. Die
lymphozytäre
Colitis
erkläre ihres Erachtens die wechselnde Symptomatik der Beschwerdeführerin nicht. Eine
Porphyrie
passe ebenfalls nicht zu allen Beschwerden. Es sei daher unverändert von funktionellen Beschwerden auszugehen. Die bisherigen Thera
pie
versuche hätten keinen Erfolg gebracht. Aufgrund des hohen Leidensdruckes wolle sich die Beschwerdeführerin nochmals in der Gastroenterologie
E._
vorstellen (S. 2).
3.
8
Am 23. August 2017 erstattete
Dr.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sein im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstelltes Gutachten (Urk.
8/27/65-73), für welches er sich auf die vorhandenen Akten, eine eigene Untersuchung sowie einen Austausch mit der behandelnden Psychiaterin Dr.
Z._
stützte (S. 1).
Die Beschwerdeführerin zeige sich als eine Persönlichkeit, die von einer belasteten Kindheit und zwei schweren Schicksals
schlägen im Jahr 2014 geprägt worden sei. Damals habe sich ihr Exfreund nach der Trennung erschossen und einige Monate später sei ihr bester Freund an einer Hirnblutung verstorben. Trotz dieser Belastungen habe sie ihre Arbeit voll fort
setzen können. Seit Mitte 2013 stehe sie bei Dr.
Z._
in ambulanter Behandlung (S. 7
unten
). Im März 2016 seien abdominale Beschwerden aufge
treten, die zu zahlreichen
gastroenterologischen
Abklärungen geführt hätten. In der Anamnese würden sich keine Hinweise auf damalige neue psychische Belas
tungen finden. Auch die behandelnde Psychiaterin habe kein psychosomatisches Leiden diagnostiziert. Ab dem 13. August 2016 hätten die Bauchschmerzen zu einer zunehmenden Arbeitsunfähigkeit geführt, bis sie als voll arbeitsunfähig eingeschätzt worden sei und die Kündigung erhalten habe. In der Folgezeit falle im positiven Funktionsniveau auf, dass die Beschwerdeführerin ihren eigenen Haushalt weitergeführt, drei Reisen nach Mauritius unternommen und sich aus
giebig nicht nur
um ihren eigenen Hund gekümmert
, sondern auch noch tagsüber den Hund eines Kollegen betreut habe
. Die Kriterien sowohl
einer anhaltenden Schmerzstörung als auch einer som
a
toformen autonomen Funktionsstörung seien nicht erfüllt. Bei der Untersuchung sei aufgefallen, dass die Beschwerdeführerin während dieser zwei Stunden weder über aktuelle Bauchschmerzen geklagt habe noch eine Schmerzreaktion in Mimik oder Körperhaltung zu beobachten gewesen sei. Zusammengefasst finde sich kein aktueller psychischer Gesundheitsschaden, es seien keine psychiatrischen Einschränkungen erkennbar
(S. 8).
Die behan
delnde
Psychiaterin Dr.
Z._
gebe keine Diagnose an, zu deren Symp
tomen die Bauchschmerzen gehörten. Es bleibe daher unklar, auf welche Diag
nose sie ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stütze. Möglicherweise beurteile Dr.
Z._
fachfremd. Im kritischen Überblick über die Angaben von Dr.
Z._
müsse man feststellen, dass die Hauptdiagnose einer PTBS nicht nachvollziehbar sei. Die übrigen Diagnosen würden darüber hinaus als remit
tiert bezeichnet, seien also für den aktuellen Zustand wenig relevant
. Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit bleibe unklar
(S. 7 Mitte).
3.
9
Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstatteten die Ärzte des Stadtspitals
F._
, Gastroenterologie und Hepatologie, am 23. Oktober 2017 ein
dreiseitiges
Gutachten (Urk. 8/27/19-21).
Da
bei nannten sie folgende Diagnosen (Ziff. 3):
-
Verdacht auf funktionelle Dyspepsie
-
lymphozytäre
C
olitis
-
PTBS und andere psychi
atri
sche Diagnosen
Da die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen in der Nacht nicht schlafen beziehungsweise nur sehr spät einschlafen könne, sei es ihr unmöglich, früh am Morgen aufzustehen. Zudem könne sie sich aufgrund der Schmerzen sowie der Übel
keit bei der Arbeit nicht konzentrieren. Die Beschwerdeführerin könne sich vorstellen, teilweise zu Hause zu arbeiten, damit sie liegen könne, wenn sie sich nicht wohl fühle (Ziff. 4). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit seien der Beschwer
deführerin vier Stunden pro Tag zumutbar, sie könne eine Produktionsleistung von 50 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit erbringen (Ziff. 5). Auch in einer leidensangepassten Tätigkeit könnten der Beschwerdeführerin vier Stunden pro Tag zugemutet werden, sie könne eine Produktionsleistung von 50 % erbringen (Ziff. 6). Die diagnostischen Abklärungen und Ernährungsanpassungen seien ausgeschöpft. Vor kurzem sei eine Therapie mit
Flatulex
begonnen worden, wobei
die Beschwerdeführerin einen
Benefit
bemerkt habe. Zusätzlich habe sie alter
nativ-
medizinische Therapiemassnahmen begonnen, welche zu einer leichten
Regre
dienz
der Beschwerden geführt hätten. Eine Akupunktur habe keine Verbesserung gebracht, Osteopathie jedoch habe die Beschwerden deutlich gebessert. In Zukunft
wolle die Beschwerdeführerin zusätzlich eine Hypnosetherapie versuchen (Ziff.
7). Die Beschwerdeführerin sei während des gesamten Gesprächs sehr ruhig und kooperativ gewesen, es bestehe kein Zweifel an der Compliance (Ziff. 8-9).
3.
10
Aus dem Feststellungsblatt vom 7. Dezember 2017 (Urk. 8/28) ergibt sich, dass
Dr.
G._
, Facharzt für Chirurgie, RAD, am 4. Dezember 2017 festhielt, das Gutachten von Dr.
Y._
sei schlüssig, die angeführten medizini
sche Fakten seien nachvollziehbar und es könne auf diese abgestellt werden. Am 6. Dezember 2017 führte der zuständige Kundenberater der Beschwerdegegnerin sodann aus, es würden keine Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen.
Die von der Beschwerdeführerin g
eklagten Beschwer
den (
lymphozytäre
Colitis
) würden sich ebenfalls nicht dauerhaft auf die Arbeits
fähigkeit auswirken. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sachbearbeiterin sei voll zumutbar, ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe daher nicht (S.
4 f.
).
3.
11
Am 12. Januar 2018 führte Dr.
G._
in Bezug auf das
gastroenterologische
Gutachten
aus, um eine versicherungsmedizinisch begründete Einwirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu haben, müsse die Diagnose gesichert sein, eine Verdachts
diag
nose wie die einer funktionellen Dyspepsie könne dies nicht. Es sei fraglich, ob die
lymphozytäre
Colitis
bis zur letzten Option therapiert worden sei und alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft seien. Es werde jedoch erwähnt, dass die Osteopathie zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden geführt habe. Dies bedeute, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes durchaus im Rahmen des Möglichen
liege
und noch kein Endzustand erreicht sei. Auch sei noch keine Schmerzklinik involviert, welche die abendlichen und nächtlichen Bauchschmer
zen adäquat behandeln könne. Auch werde in der Beschreibung des Tagesab
laufes im psychiatrischen Gutachten - eine solche fehle im
gastroenterologischen
Gutachten - ein Zubettgehen zwischen 24 und drei Uhr festgehalten, was auch bei einer gesunden Person mit einer normalen Arbeitszeit zu einem Schlafdefizit
und konsekutiv zu Konzentrationsstörungen führe. Eine Schlafhygiene sei dringend
zu empfehlen. Das
gastroenterologische
Gutachten über knapp drei A4-Seiten erfülle nicht die versicherungsmedizinischen Kriterien eines Gutachtens, es würden mit knappen Antworten die vorgegebenen Fragen beantwortet, eine genaue und verständliche Plausibilisierung der 50%igen Einschränkung werde jedoch nicht gegeben. Es werde weiterhin empfohlen, alleine auf das psychia
trische
Gutachten abzustellen (Urk. 8/41 S. 3).
3.
12
In ihrer Stellungnahme vom 28. Februar 2018 (Urk. 8/35) führte Dr.
Z._
aus, im fachfremden
gastroenterologischen
Gutachten des Stadtspitals
F._
vom 23. Oktober 2017 werde die Arbeitsfähigkeit auf 50 % geschätzt.
Der RAD-Arzt Dr.
G._
anerkenne jedoch die Verdachtsdiagnose einer funktio
nellen Dyspepsie nicht und
schlage vermehrte Schlafhygiene sowie einen Aufent
halt in der Schmerzklinik vor. Dr.
G._
beharre auf der Einschätzung des Psychiaters Dr.
Y._
(S. 1).
Im fachpsychiatrischen Gutachten
von Dr.
Y._
würden viele Mängel auffallen, die offensichtlich zu Fehleinschätzungen geführt hätten. Die Beschwerdeführerin leide an einer
Traumafolgestörung
und sei schon mehrfach stationär psychiatrisch behandelt worden (S. 2 f.). Sie empfehle eine polydisziplinäre Begutachtung zur tatsächlichen psychiatrischen Erhebung und Zuordnung der Gesundheitsstörung sowie zur versicherungsmedizinischen Ein
schät
zung der Leistungsfähigkeit (S. 4).
3.
13
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte (Urk. 8/4/8-14
, Urk. 8/19/23-27
,
Urk. 8/19/42-45
, Urk. 8/19/50-54, Urk. 8/19/61-62
, Urk. 8/27/22-23
, Urk. 8/27/38-
41, Urk. 8/27/46-50, Urk. 8/27/57-
64, Urk. 8/27/76-82
) enthalten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen relevanten Angaben und insbesondere keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf deren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens damit
, dass keine psychischen oder körperlichen Einschränkungen ausgewiesen seien, die sich dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten
(E. 2.1)
.
Aufgrund der bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen ist davon auszugehen, dass
die Arbeitsfähigkeit insbesondere durch die
Bauchschmerzen
eingeschränkt ist
. So führte der psychiatrische Gutachter Dr.
Y._
aus, die Bauchschmerzen hätten ab August 2016 zu einer zunehmenden Arbeitsunfähigkeit geführt, bis die Be
schwerdeführerin als arbeitsunfähig eingeschätzt worden sei und die Kündigung erhalten habe (E. 3.8). Ebenso hielt die Beschwerdeführerin selber im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung die bestehenden Symptome für ein eigentliches körperliches Leiden (vgl. Urk. 8/27/69 oben).
Auch die behandelnde Psychiaterin Dr.
Z._
erwähnte gegenüber Dr.
Y._
, bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit seien die Darmschmerzen inbegriffen, darüber hinaus seien auch die Verhältnisse am letzten Arbeitsplatz nicht mehr tragbar gewesen (vgl. Urk. 8/27/69 Mitte).
4.2
Was den somatischen Gesundheitszustand betrifft, führte die Beschwerde
geg
nerin insbesondere aus, es sei keine gesicherte Diagnose ausgewiesen und es seien noch nicht alle Behandlungsoptionen ausgeschöpft.
In den medizinischen Unterlagen werden übereinstimmend
einerseits
die Ver
dachtsdiagnose einer funktionellen Dyspepsie sowie
andererseits
die gesicherte Diagnose einer
lymphozytären
Colitis
genannt (E. 3.1, E. 3.3, E. 3.6-7, E.
3.9). Ausschlaggebend sind jedoch weniger die gestellten Diagnosen als vielmehr das funktionelle Leistungsniveau der Beschwerdeführerin. Diesbezüglich äusserten sich mit Ausnahme des Hausarztes Dr.
C._
, welcher in seinem Bericht vom 24. Oktober 2016 eine lediglich vorübergehende Arbeitsunfähigkeit von 50 % atte
stiert hatte (E. 3.3), einzig die Ärzte des Stadtspitals
F._
in ihrem
Kurz-
Gutachten vom 23. Oktober 201
7.
Dabei führten sie aus, s
owohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit
bestehe
eine
Restarbeitsfähigkeit von 50 %.
D
ie Beschwerdeführerin könne in der Nacht aufgrund der Schmerzen nicht schlafen beziehungsweise nur sehr spät einschlafen und sich aufgrund der Schmerzen sowie der Übelkeit nicht konzentrieren
(E. 3.9)
. Darüber hinaus fehlt jedoch eine nachvollziehbare und plausible Begründung der attestierten Arbeits
unfähigkeit. Insbesondere machten die Ärzte keine Angaben dazu, in welcher Häufigkeit und Stärke die Bauchschmerzen auftreten. Unklar bleib
en
auch das
verbleibende Belastungsprofil sowie
die Frage,
welche Anforderungen eine leiden
s
angepasste Tätigkeit erfüllen muss.
Zudem hielten die Ärzte zwar fest, dass Osteo
pathie die Beschwerden deutlich gebessert habe, machten jedoch keine weiteren Angaben dazu, in welchem Zeitpunkt und inwiefern eine Besserung eingetreten ist.
Insgesamt erfüllt das
Kurz-
Gutachten der Ärzte des Stadtspitals
F._
vom
23.
Oktober 2017 die praxisgemäss an ein Gutachten
zu stellenden
Anforde
rungen
nicht und die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin kann gestützt darauf nicht abschliessend beurteilt werden.
Der Vollständigkeit
halber
ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin neben einer medikamentösen Behandlung sowie Ernährungsanpassungen auch alternativ-medizinische Therapiemassnahmen wie Akupunktur, Osteopathie und Hypnosetherapie ergriffen hat (vgl. E. 3.9) und darüber hinaus im November 2018 eine ambulante Behandlung in der Schmerzklinik
H._
angefangen hat (vgl.
Urk. 18 S. 1 unten). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann somit nicht
gesagt werden, dass sie noch nicht alle Behandlungsoptionen ausgeschöpft hat.
4.3
Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes
diagnostizierte die behand
elnde Psychiaterin Dr.
Z._
in ihren Bericht vom 8. November 2016
und vom
25. Januar 2017
eine PTBS, eine rezidivierende mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom sowie eine emotionale instabile Persön
lich
keits
störung (E. 3.4-
5). Im Februar 2017 bezeichneten die fachfremden Ärzte des
D._
sowohl die depressive Störung als auch die emotional instabile Persönlich
keitsstörung und die Anpassungsstörung als in Remission (E. 3.6).
In der Folge prüfte
Dr.
Y._
diese Diagnosen
in seinem Gutachten vom 23. August 2017
,
wobei er diesbezüglich auf einen Bericht von Dr.
Z._
vom 28. Novem
ber
2016 verwies (vgl. Urk. 8/27/70 Ziff. 3 oben). Dieser Bericht liegt jedoch nicht bei den Akten
,
zudem
erscheint
diese Diagnosestellung
unter
Berücksichtigung der beiden
aktenkundig
en Berichte von Dr.
Z._
auch
als
wenig nach
vollziehbar.
Es bleibt damit unklar, gestützt auf welche Grundlage sich Dr.
Y._
mit den medizinischen Vorberichten auseinandergesetzt hat.
Hinzu kommt, dass a
ufgrund der umfangreich durchgeführten, dabei jedoch weit
gehend ergebnislos gebliebenen Abklärungen der Bauchschmerzen nicht ausge
schlossen
ist
, dass diese in einem engen Zusammenhang mit dem psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stehen. Nachdem keine
überzeugen
den
medizinischen Berichte vorliegen, gestützt auf welche die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus
gastroenterologischer
und psychiatrischer
Sicht schlüssig beurteilt werden kann, erweist sich der
medizinische Sac
hverhalt als zu
wenig abgeklärt
, als dass der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin schlüssig
beurteilt werden könnte
. Es sind daher
weitere Abklärungen notwendig, um die verbliebene Restarbeitsfähigkeit festzustellen. Zu diesem Zweck ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, welche
gestützt auf eine neue
bidiszi
plinäre
,
gastroenterologische
-psychiatrische Begutachtung über den Leistungsan
spruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben wird.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Ver
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens
der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen sind.
5.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese
werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr.
1’900
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.
Damit wird der Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2) gegenstandslos.