Decision ID: a4c21130-1c37-45a1-bc27-a39c17feeb38
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Vereinbarung sei weder ein unternehmerisches Risiko im Sinne von wesentlichen Investitionen oder Verlustrisiken auszumachen, noch könne von einer wirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Unabhängigkeit die Rede sein. Auch wenn A._ frei sei, wie er seine Zeit einteile und die Vereinbarung wenig über die zu erbringenden Dienstleistungen aussage, so sei doch in Ziff. 2 des Vertrages ein eindeutiges Weisungsrecht des Arbeitgebers und Unterordnungsverhältnis von A._ auszumachen. Auch die für A._ zuständige Ausgleichskasse für das schweizerische Bankgewerbe habe bestätigt, dass es sich im vorliegenden Sachverhalt eindeutig um unselbständiges Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 5 AHVG handle. Folglich habe die B._ AG die geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge direkt mit der zuständigen Ausgleichskasse des schweizerischen Bankgewerbes abzurechnen.
 A._ sei am 20. August 2012 als Gesellschafter und Geschäftsführer der C._ GmbH ins Handelsregister des Kantons Graubünden eingetragen worden. Als verantwortliches Organ der Gesellschaft verfüge A._ über Mitbestimmungs- und Entscheidungsbefugnisse. Ein unabhängiges Handeln in eigenem Namen werde durch diese organisatorische Einbindung weitgehend ausgeschlossen. Zusätzlich sei zwischen der C._ GmbH und A._ per 1. Juli 2012 ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen worden. Gemäss Vertrag werde A._ beauftragt, die Buchhaltung, die Jahresabschlüsse sowie die Steuererklärungen zu erstellen. Das vereinbarte Honorar betrage Fr. 500.-- für das Geschäftsjahr 2011 beziehungsweise Fr. 1‘000.-- für die folgenden Jahre. Gemäss Businessplan betrage die Jahresentschädigung an A._ indes Fr. 5‘000.--. Folglich gehe die Funktion von A._ über die im Dienstleistungsvertrag umschriebene Tätigkeit hinaus. Als Organ und Geschäftsführer sei er mit der strategischen und operativen Geschäftsführung betraut. Zudem sei die im Dienstleistungsvertrag vereinbarte sechsmonatige Kündigungsfrist ein typisches Merkmal des Arbeitsvertrages. Auch Koordinationsgesichtspunkten sei bei Erwerbstätigen, die gleichzeitig mehrere erwerbliche Tätigkeiten für denselben Arbeit- oder Auftraggeber ausübten, Rechnung zu tragen. A._ sei weder haupt- noch nebenberuflich als selbständiger Treuhänder tätig. Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit spreche die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Auftraggebende in eigenem Namen, ohne indessen von diesen abhängig zu sein. Massgebend sei dabei nicht die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Arbeitgebenden anzunehmen, sondern die tatsächliche Auftragslage. Zur Vermeidung eines aufgesplitterten Versicherungsverhältnisses sollten daher verschiedene Erwerbstätigkeiten für denselben Arbeit- oder Auftraggeber nicht teils
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als selbständige, teils als unselbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert werden, zumal A._ die Voraussetzungen für eine selbständige Tätigkeit nicht erfülle. Somit habe die C._ GmbH die Sozialversicherungsbeiträge auf dem gesamten an A._ ausgerichteten Arbeitsentgelt direkt mit der Ausgleichskasse abzurechnen.
 Die D._ SA bezwecke den Betrieb von einem oder mehreren Pflegeheimen in der Planungsregion N._. A._ sei Präsident des Verwaltungsrates der Gesellschaft. Zudem sei er auch Mitglied des Stiftungsrates der E._, welche unter anderem die Errichtung und den Betrieb der Heime für pflegebedürftige Personen bezwecke. Neben den ordentlichen Aufgaben als Verwaltungsratspräsident der D._ SA, als Mitglied des Stiftungsrates der E._ und der Baukommission sei A._ vorwiegend mit spezifischen Fragen der Finanzierung rund um das Pflegeheim beschäftigt sowie für wichtige Personalfragen verantwortlich. Die Sitzungsgelder und Entschädigungen würden von der D._ SA respektive der E._ ausgerichtet. Die umschriebene Tätigkeit entspreche dem Gesellschaftszweck der D._ SA. Somit befasse sich A._ in der Ausübung seiner Funktionen als Verwaltungsratspräsident und als Stiftungsratsmitglied in erster Linie mit dem jeweiligen Zweck der Trägerschaft des Alters- und Pflegeheims D._. Die Tätigkeit von A._ leite sich unmittelbar aus seiner Stellung in der Gesellschaft als Organ und Präsident des Verwaltungsrates ab, zu welcher er in einem Unterordnungsverhältnis stehe. Als verantwortliches Organ der Gesellschaft verfüge er über Mitbestimmungs- und Entscheidungsbefugnisse. Gemäss eigenen Angaben sei er auch für wichtige Personalfragen zuständig. Dadurch übernehme er direkte Führungsaufgaben. Ein unabhängiges Handeln in eigenem Namen werde durch diese organisatorische Einbindung weitgehend ausgeschlossen. Entgelte, namentlich Honorare, Tantiemen, Saläre und andere feste Vergütungen der Verwaltungsratsmitglieder sowie Sitzungsgelder, die einer versicherten Person als Organ einer juristischen Person zukämen, gehörten zum massgeblichen Lohn. Somit habe auch die D._ SA die Sozialversicherungsbeiträge für die entrichteten Arbeitsentgelte direkt mit der Ausgleichskasse abzurechnen.
3. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 29. Juli
2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
mit folgenden Anträgen:
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„1. Die angefochtenen Einspracheentscheide der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden vom 24. Juni 2013 und die diesen zugrundeliegenden Feststellungsverfügungen vom 31. Januar 2013 in Sachen  B._ AG  C._ GmbH  D._ SA
seien aufzuheben.
2. Es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer bei seinen unternehmerischen Tätigkeiten für  die B._ AG  die C._ GmbH  die D._ SA
sozialversicherungsrechtlich einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht.
3. Eventualiter seien die angefochtenen Einspracheentscheide der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden vom 24. Juni 2013 und die diesen zugrundeliegenden Feststellungsverfügungen vom 31. Januar 2013 in Sachen B._ AG, C._ GmbH und D._ SA aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer bei seinen unternehmerischen Tätigkeiten für die B._ AG und die C._ GmbH sozialversicherungsrechtlich einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht.
4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, mit
Blick auf seine grossen Freiheiten in der sachlichen und zeitlichen
Arbeitsorganisation bei der Ausführung seiner Mandate sowie der
wirtschaftlichen Unabhängigkeit von einem einzigen grossen
Auftraggeber würden in Bezug auf die drei zur Diskussion stehenden
Mandate eindeutig die für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechenden
Gesichtspunkte überwiegen. Dies zumal er auch ein hinreichendes Mass
an unternehmerischem Risiko trage. Zudem führe er seine Mandate
allesamt über seine zu diesem Zweck gegründete Einzelunternehmung.
4. Die Ausgleichskasse (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Vernehmlassung vom 29. August 2013 auf Abweisung der Beschwerde.
Begründend führte sie aus, der Zweck des Einzelunternehmens A._
weiche vom Beratungsmandat bei der K._, welches der
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Beschwerdeführer entsprechend seiner vertraglichen Vereinbarung mit
der B._ AG vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 betreut habe,
unverkennbar ab. Das Einzelunternehmen A._ habe vom 1. Juli bis
31. Dezember 2012 gesamthaft Fr. 33‘811.35 eingenommen. Über 90 %
davon (= Fr. 30‘985.25) würden von der B._ AG stammen. Die
B._ AG sei somit im Jahr 2012 der einzig lukrative Auftraggeber des
Beschwerdeführers gewesen. Auch die Ausgleichskasse für das
schweizerische Bankgewerbe betrachte die Tätigkeit des
Beschwerdeführers nicht als selbständige Tätigkeit, zumal vorliegend
auch die Beschäftigung von eigenem Personal als charakteristisches
Merkmal der selbständigen Erwerbstätigkeit nicht gegeben sei.
5. Am 11. September 2013 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest und bekräftigte und vertiefte im Wesentlichen seine bereits
in der Beschwerde geäusserte Argumentation.
6. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 19. September 2013 unter
Verweis auf ihre Vernehmlassung und die angefochtenen
Einspracheentscheide auf die Einreichung einer Duplik.
7. Am 11. Februar 2014 lud das Gericht die B._ AG, die C._
GmbH sowie die D._ SA im Sinne von Art. 40 VRG zum Verfahren
bei, stellte den Beigeladenen Kopien der Rechtsschriften zu und gab
ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme. Hiervon machten die
Beigeladenen am 17. Februar (C._ GmbH), am 18. Februar
(D._ SA) beziehungsweise am 3. März 2014 (B._ AG)
Gebrauch.
8. Am 13. März 2014 nahm der Beschwerdeführer zu den Stellungnahmen
der drei Beigeladenen Stellung und wies nochmals darauf hin, dass er in
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den drei zu beurteilenden Tätigkeiten durch Einsatz von Arbeit und
Kapital (Beratung) in frei bestimmter Selbstorganisation (keine
Weisungsgebundenheit, keine Eingliederung) und nach aussen sichtbar
(Einzelunterschrift) selbständig am wirtschaftlichen Verkehr teilnehme.
Folglich gehe er bei den drei zu beurteilenden Tätigkeiten auch
sozialversicherungsrechtlich einer selbständigen Erwerbstätigkeit als
Unternehmer nach.
9. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 13. März 2014
auf die Einreichung einer Stellungnahme.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf die angefochtenen Einspracheentscheide wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann gegen
Einspracheentscheide in jedem Kanton bei einem Versicherungsgericht
als einzige Instanz Beschwerde erhoben werden. In Abweichung von
Art. 58 Abs. 1 ATSG ist bei Beschwerden gegen Verfügungen und
Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen das
Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse zuständig (Art. 84
AHVG). Gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden
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gegen Einspracheentscheide in Sozialversicherungssachen, die gemäss
Bundesrecht der Beschwerde unterliegen. Vorliegend wurden die
angefochtenen Einspracheentscheide vom 24. Juni 2013 von der AHV-
Ausgleichskasse des Kantons Graubünden mit Sitz in Chur erlassen.
Folglich ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden örtlich und
sachlich zuständig. Als Adressat der angefochtenen
Einspracheentscheide ist der Beschwerdeführer beschwerdelegitimiert
(Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die vom Beschwerdeführer
erbrachten unternehmerischen Tätigkeiten für die B._ AG, die
C._ GmbH sowie die D._ SA als selbständige oder
unselbständige Erwerbstätigkeiten zu qualifizieren sind beziehungsweise,
ob die dafür erhaltenen Entgelte Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 AHVG
darstellen und somit als Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit
zu betrachten sind, oder ob es sich bei den Entschädigungen um
Gegenleistungen für eine selbständige Erwerbstätigkeit handelt. Nicht
streitig und nicht zu prüfen ist demgegenüber die
sozialversicherungsrechtliche Stellung des Beschwerdeführers als
Präsident der Gemeinde O.1._, als Stiftungsrat der E._, als
Verwaltungsrat der D._ SA und als Geschäftsführer der C._
GmbH. Diesbezüglich liegt unbestrittenermassen eine unselbständige
Erwerbstätigkeit vor. Ebenfalls nicht Streitgegenstand des vorliegenden
Verfahrens bilden einerseits die Verwaltung der Liegenschaften F._
(O.2._) und des Hotels Restaurant G._ (O.2._) sowie
anderseits die Projektierung für die Schaffung eines Nutzungsgartens für
das Hotel Restaurant G._ auf einem separaten Grundstück. Denn
diese vom Beschwerdeführer ausgeführten Tätigkeiten (vgl.
Dienstleistungsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und H._
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vom 15. August 2012 [beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 12];
Vereinbarung zwischen dem Beschwerdeführer und H._ vom 23. Juli
2013 [Bf-act. 13]) bilden offenkundig nicht Gegenstand der drei
angefochtenen Einspracheentscheide vom 24. Juni 2013. Folglich braucht
die Frage, ob es sich bei diesen Tätigkeiten um auf Erwerb ausgerichtete
Tätigkeiten handelt beziehungsweise letztlich, ob diese Tätigkeiten als
selbständig oder unselbständig zu qualifizieren sind, im vorliegenden
Beschwerdeverfahren nicht beantwortet zu werden.
2. In formeller Hinsicht ist zunächst was folgt festzuhalten: Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat eine Ausgleichskasse bei
Ablehnung des Gesuchs einer versicherten Person um Anschluss als
Selbständigerwerbender und Eintrag im Register eine einsprachefähige
Verfügung und gegebenenfalls einen beschwerdefähigen
Einspracheentscheid zu erlassen (Art. 49 Abs. 1, Art. 52 Abs. 2 und
Art. 56 Abs. 2 ATSG). Diese sind, soweit bekannt, grundsätzlich auch
dem oder den allenfalls abrechnungs- und beitragszahlungspflichtigen
Arbeitgebern zu eröffnen (vgl. BGE 132 V 257 E.2.5). Diesen formellen
Anforderungen ist die Beschwerdegegnerin vorliegend vollumfänglich
nachgekommen, hat sie doch sowohl die Verfügungen vom 31. Januar
2013 betreffend Beitragsstatus als auch die angefochtenen
Einspracheentscheide vom 24. Juni 2013 sowohl dem heutigen
Beschwerdeführer als auch den potentiellen Arbeitgebern B._ AG,
C._ GmbH und D._ SA zugestellt.
3. a) In materieller Hinsicht gilt es – anhand der gefestigten Lehre und
Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen selbständiger und
unselbständiger Erwerbstätigkeit aus AHV-beitragsrechtlicher Sicht – zu
entscheiden, ob vorliegend der Betrachtungsweise des
Beschwerdeführers (Qualifikation als Selbständigerwerbender) oder
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derjenigen der Beschwerdegegnerin (Taxation als
Unselbständigerwerbender) bezüglich der Einnahmen aus den
unternehmerischen Tätigkeiten für die B._ AG, die C._ GmbH
und die D._ SA gefolgt werden kann.
b) Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger richtet
sich unter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum
erzielte Erwerbseinkommen aus selbständiger oder unselbständiger
Erwerbstätigkeit hervorgeht. Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als
massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Als Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes
Einkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete
Arbeit darstellt. Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung beruht die
AHV-beitragsrechtliche Unterscheidung, ob eine selbständige oder eine
unselbständige Tätigkeit vorliegt, auf einer unabhängigen
sozialversicherungsrechtlichen Begriffsbildung. Diese braucht sich
insbesondere nicht mit dem, was üblicherweise unter einer (un-
)selbständig erwerbenden Person verstanden wird, zu decken (BGE
122 V 169 E.3b, 119 V 161 E.2, 104 V 126 E.3a; Urteil des
Bundesgerichtes 9C_459/2011 vom 26. Januar 2012 E.2). Die Frage, ob
im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt,
beurteilt sich nicht schematisch aufgrund der Rechtsnatur des
Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr
die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse
vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche
Qualifikation zu bieten, ohne aber ausschlaggebend zu sein. Bei der
Beurteilung des Beitragsstatus besteht auch keine Bindung an die
Angaben der Steuerbehörden. Auch sie stellen lediglich ein Indiz im
Rahmen der Würdigung der gesamten wirtschaftlichen Gegebenheiten
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dar (vgl. KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 3.
Aufl., Zürich 2012, Art. 5 AHVG Rz. 8; FORSTER, AHV-Beitragsrecht,
Diss., Zürich/Basel/Genf 2007, § 15 Ziff. 2.7 S. 423; RÜEDI, Die
Abgrenzung zwischen selbständiger und unselbständiger
Erwerbstätigkeit, in: Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St.
Gallen 1998, S. 136 ff.; vgl. auch Wegleitung über den massgebenden
Lohn [WML] in der AHV, IV und EO, gültig ab 1. Januar 2008, Stand
1. Januar 2014, Rz. 1016-1031; Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2011
vom 26. März 2012 E.3). Weil vielfach die Merkmale beider Erwerbsarten
zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser
Merkmale im konkreten Fall überwiegen (vgl. BGE 123 V 162 E.1).
c) Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von
einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher und arbeitsorganisatorischer
Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt (vgl.
BGE 119 V 161 E.2, 110 V 72 E.4; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichtes H 276/02 vom 14. April 2003 E.3.1). Das
wirtschaftliche und arbeitsorganisatorische Abhängigkeitsverhältnis
Unselbständigerwerbender kommt namentlich zum Ausdruck beim
Vorhandensein eines Weisungsrechts, eines Unterordnungsverhältnisses,
der Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, eines Konkurrenzverbots
und einer Präsenzpflicht (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 5 AHVG Rz. 11).
Selbständige Erwerbstätigkeit liegt indessen im Regelfall dann vor, wenn
der Beitragspflichtige durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei
bestimmter Selbstorganisation und nach aussen sichtbar am
wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu
erbringen oder Produkte zu schaffen, deren Inanspruchnahme oder
Erwerb durch finanzielle oder geldwerte Leistungen abgegolten wird (vgl.
BGE 115 V 161 E.9a). Charakteristische Merkmale der selbständigen
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Erwerbstätigkeit sind die Tätigung erheblicher Investitionen, die
Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung von
eigenem Personal (vgl. BGE 122 V 169 E.3c). Besonderes Gewicht
kommt dabei grundsätzlich dem Unternehmerrisiko zu. Als Merkmale für
das Bestehen eines Unternehmerrisikos gelten erhebliche Investitionen,
Verlusttragung, Inkasso- und Delkredererisiko, Unkostentragung, Handeln
in eigenem Namen und auf eigene Rechnung, Beschaffung von
Aufträgen, Beschäftigung von Personal und eigene
Geschäftsräumlichkeiten (vgl. WML Rz. 1014).
d) Fachleute, die einmalig oder wiederholt als Berater zur Lösung von
bereichsspezifischen oder organisatorischen Problemen hinzugezogen
werden, ohne eindeutig in einem Arbeitsverhältnis zum Auftraggeber zu
stehen, gelten rechtsprechungsgemäss regelmässig als
selbständigerwerbende Personen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 5 AHVG
Rz. 47; BGE 110 V 72 E.4b). Da für diese typische
Dienstleistungstätigkeit häufig keine besonderen Investitionen anfallen,
tritt hier das Unternehmerrisiko als eines der zentralen heranzuziehenden
Unterscheidungsmerkmale für die Abgrenzung der selbständigen von der
unselbständigen Erwerbstätigkeit (vgl. vorstehend E.3c) in den
Hintergrund. Mehr Gewicht erhält dagegen die Frage der
betriebswirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit. Dabei
ist bei Beratungsmandaten eine unabhängige Stellung oft unabdingbar,
damit die mit der Beratertätigkeit verbundenen Ziele erfüllt werden können
(vgl. Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes H 77/04 vom
19. Mai 2005 E.3.2, H 381/99 vom 26. September 2001 E.2).
e) Die Tätigkeit als Organ einer juristischen Person gilt grundsätzlich als
unselbständige Tätigkeit. Dies gilt etwa bezüglich des Verwaltungsrates
einer Aktiengesellschaft (vgl. dazu Art. 7 lit. h der Verordnung über die
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Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Davon zu
unterscheiden ist indes die Tätigkeit, welche die betreffende natürliche
Person nicht in ihrer Funktion als Organ für die jeweilige juristische
Person erbringt. Wie diese beitragsrechtlich zu bewerten ist, hängt davon
ab, ob sie im Rahmen der Organfunktion geleistet wird oder nicht. So
kann beispielsweise ein Anwalt, der Verwaltungsrat einer Gesellschaft ist
(= unselbständige Tätigkeit), zugleich als selbständig erwerbender Anwalt
für die betreffende Aktiengesellschaft tätig sein (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 5
AHVG Rz. 91 und 115; vgl. auch BGE 105 V 113).
f) Wenn eine versicherte Person gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, ist
jedes Erwerbseinkommen dahin zu prüfen, ob es aus selbständiger oder
unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt, selbst wenn die Arbeiten für
eine und dieselbe Firma vorgenommen werden. Da eine versicherte
Person grundsätzlich selbständig wie auch unselbständig erwerbend für
verschiedene Firmen oder sogar für denselben Betrieb sein kann, vermag
die Tatsache, dass eine beitragspflichtige Person bereits mit einer
Ausgleichskasse als selbständigerwerbende Person abrechnet, ihre
beitragspflichtige Stellung nicht zu präjudizieren (vgl. Art. 12 Abs. 2
ATSG). Dabei ist zu bedenken, dass die gleichzeitige Tätigkeit für
mehrere Personen oder Gesellschaften, ohne indessen von diesen
abhängig zu sein, für die Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
spricht (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 5 AHVG Rz. 14; vgl. auch BGE
122 V 172).
4. Vorliegend bestreitet der Beschwerdeführer seine
sozialversicherungsrechtliche Stellung als Präsident der Gemeinde
O.1._, als Stiftungsrat der E._, als Verwaltungsrat der D._
SA und als Geschäftsführer der C._ GmbH nicht. Diesbezüglich liegt
denn auch unbestrittenermassen eine unselbständige Erwerbstätigkeit
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vor. Daraus dürften aber, wie der Beschwerdeführer in seiner
Beschwerde ausführt, keine Schlüsse für seine weiteren Tätigkeiten
gezogen werden, denen er als Unternehmer mit seiner
Einzelunternehmung nachgehe, zumal eine Einzelfallbetrachtung
vorzunehmen sei. Dies gelte sowohl für die Beratungstätigkeit betreffend
K._ (Mandat der B._ AG), welche nicht einmal ansatzweise mit
den unselbständigen Tätigkeiten zusammenhänge, als auch für die
Treuhand- und Beratungstätigkeiten für die C._ GmbH und die
D._ SA, welche er unabhängig von seinen organschaftlichen
Pflichten gestützt auf privatrechtliche Verträge übernommen habe.
Wirtschaftlich sei er auf keines der drei zu beurteilenden Mandate im
besonderen Masse angewiesen. Er erwirtschafte durch seine
unselbständige Tätigkeit als Gemeindepräsident und die weiteren
Tätigkeiten genug Einkommen, um wirtschaftlich nicht vom Mandat der
B._ AG abhängig zu sein. Daneben sei im Übrigen auch ein
substantielles Vermögen vorhanden.
5. a) Hinsichtlich der Beratungstätigkeit der K._ beziehungsweise des
Mandats der B._ AG liegt dem Gericht die Vereinbarung zwischen
der B._ AG und dem Beschwerdeführer vom 20. Juni 2012 vor (vgl.
Bf-act. 18, beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 3). Daraus geht
hervor, dass der Beschwerdeführer gegenüber der B._ AG
Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Beratungsmandat bei der
K._ erbringt, wobei die Vertragsparteien weitere Dienstleistungen
vereinbaren können. Der Beschwerdeführer verpflichtet sich, das Mandat
nach den Instruktionen und im Interesse von B._ AG auszuüben,
zudem wird die Ansprechperson genannt. Die Entschädigung beläuft sich
auf Fr. 160.-- pro Stunde. Zusätzlich vergütet die B._ AG dem
Beschwerdeführer die ihm im Rahmen seiner externen Tätigkeit für die
B._ AG entstandenen Auslagen. Der Beschwerdeführer muss
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monatlich Rechnung für seine Bemühungen stellen. Für die Abgabe der
gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge wie AHV, ALV und
Vorsorgeeinrichtungen sowie für die korrekte Deklaration der relevanten
Steuereinkommen respektive Ablieferung der MWST ist der
Beschwerdeführer verantwortlich. Vereinbart wurde eine Vertragsdauer
vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013, wobei die Vereinbarung vom 20. Juni
2012 durch die Auftragsbestätigung (inkl. AGB des Beschwerdeführers)
vom 1./5. März 2013 ersetzt wurde und damit die Vertragsdauer
verlängert wurde (vgl. Bf-act. 19).
b) Die Beschwerdegegnerin leitet aus den Umständen, dass mit der
Ausübung dieser Beratungstätigkeit keine nennenswerten,
selbstgetragenen Unkosten anfielen, die Miete der Geschäftsräume
monatlich lediglich Fr. 100.-- betrage und damit kein unternehmerisches
Risiko erkennbar sei, die Beratungstätigkeit wesentlich an das exklusive
Expertenwissen und die Person des Beschwerdeführers geknüpft sei und
damit erhöhte Anforderungen an die Anerkennung des Status als
Selbständigerwerbender zu stellen seien und in Ziff. 2 der Vereinbarung
vom 20. Juni 2012 ein eindeutiges Weisungsrecht und
Unterordnungsverhältnis auszumachen sei, eine unselbständige
Erwerbstätigkeit ab. Insbesondere könne keine Rede sein von einer
wirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Unabhängigkeit (vgl.
Einspracheentscheid vom 24. Juni 2013 [Bf-act. 1]).
Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass dem
Kriterium des unternehmerischen Risikos − obwohl er entgegen der
beschwerdegegnerischen Auffassung sehr wohl ein bedeutendes
unternehmerisches Risiko trage (Tragen von Unkosten für Personal und
Miete, Einsatz von eigenem Personal, Einstehen müssen für Verluste aus
der Insolvenz von Kunden und aus unsorgfältiger Dienstleistung
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beziehungsweise aus Fehldispositionen) − vorliegend kein
entscheidendes Gewicht beizumessen sei. Vielmehr sei auf das Kriterium
der betriebswirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit
abzustellen, da für die vom Beschwerdeführer erbrachten
Dienstleistungen naturgemäss keine besonderen Investitionen anfielen.
Dieses spreche klar für eine selbständige Erwerbstätigkeit, da der
Beschwerdeführer in der Ausübung seiner Tätigkeit (Arbeitsort,
Arbeitszeit, Arbeitsorganisation) und auch in finanzieller Hinsicht frei und
nicht von der B._ AG abhängig sei und überdies im Rahmen der
verschiedenen Mandate stets als Unternehmer mit der Firma des
Einzelunternehmens aufgetreten sei und auch eine Buchhaltung und eine
Jahresrechnung erstellt habe.
c) Wie vorstehend dargestellt (vgl. E.3c und 3d) ist das Unternehmerrisiko
nach der Rechtsprechung nicht allein entscheidend dafür, ob von
unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit auszugehen ist. Von
Bedeutung ist vielmehr die Gesamtheit der Umstände des konkreten
Einzelfalls, insbesondere auch Art und Umfang der wirtschaftlichen und
arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit vom Auftrag- oder Arbeitgeber. Bei
Tätigkeiten im Bereich der Dienstleistungen, die ihrer Natur nach nicht
notwendigerweise bedeutende Investitionen erfordern, kommt der
arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit gegenüber dem Investitionsrisiko
erhöhtes Gewicht zu, wie der Beschwerdeführer richtig vorbringt (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes 9C_930/2012 vom 6. Juni 2013 E.6.2,
9C_1029/2012 vom 27. März 2013 E.4.1 und 4.3). Folglich ist für die
vorliegend zu beurteilende Frage, ob die Beratungstätigkeit des
Beschwerdeführers für die B._ AG als selbständige oder
unselbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, das Kriterium der
betriebswirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit mehr
zu gewichten als jenes des unternehmerischen Risikos, da für die vom
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Beschwerdeführer erbrachten Dienstleistungstätigkeiten naturgemäss
keine besondere Investitionen anfallen.
d) Dennoch hat der Beschwerdeführer vorliegend auch ein gewisses
unternehmerisches Risiko zu tragen. So verfügt er für die Ausübung
seiner Tätigkeiten über eigene Geschäftsräumlichkeiten in O.2._, für
die er monatlich Fr. 100.-- zu bezahlen hat (vgl. Mietvertrag vom 16. Juli
2012 [Bf-act. 9]). Daneben fallen im Zusammenhang mit der Ausübung
seiner Mandate weitere Ausgaben und Unkosten an, wie beispielsweise
Kosten für Büromaterial und Telekommunikation, Transportkosten, etc.
(vgl. dazu insbesondere die Jahresrechnung vom 1. Juli bis
31. Dezember 2012 [Bf-act. 11).]. Sodann hat der Beschwerdeführer auch
für allfällige Verluste aus der Insolvenz von Kunden einzustehen.
Entsprechend besteht vorliegend − zumindest ein gewisses −
unternehmerisches Risiko, welches bereits auf eine selbständige
Erwerbstätigkeit schliessen lässt.
e) In Bezug auf das Kriterium der wirtschaftlichen und
arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit ist sodann was folgt zu beachten:
Die Vereinbarung zwischen dem Beschwerdeführer und der B._ AG
vom 20. Juni 2012 (vgl. Bf-act. 18) enthält weder Vorschriften über den
Arbeitsort, noch solche über die Arbeitszeit und die Arbeitsorganisation.
Folglich kann der Beschwerdeführer sowohl die Organisation seiner
Arbeit als auch die Arbeitszeit und den Arbeitsort frei wählen, mithin die
Tätigkeit in seinen Geschäftsräumlichkeiten in O.2._ ausüben.
Sodann ist die Tatsache, dass der Beschwerdeführer weder über einen
Besucher- noch über einen Mitarbeiter-Badge der B._ AG verfügt
und damit kein Zugang zu den Räumlichkeiten der B._ AG hat, ein
Indiz dafür, dass er nicht in die Arbeitsorganisation der B._ AG
eingegliedert ist. Darüber hinaus hat der Beschwerdeführer im Rahmen
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des Mandats auch keinen Zugriff auf die technischen und wirtschaftlichen
Ressourcen und Dienstleistungen der B._ AG. Vielmehr stellt der
Beschwerdeführer sämtliche für die Erfüllung des Mandats erforderlichen
Ressourcen (Infrastruktur, Büromaterial, etc.) selbst zur Verfügung, was
offenkundig auf eine selbständige Erwerbstätigkeit schliessen lässt. Dies
wurde von der B._ AG in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2014
explizit bestätigt. Darin führte die B._ AG aus, der Beschwerdeführer
verfüge seit seinem Ausscheiden aus der B._ AG über kein Büro
mehr in den Räumlichkeiten von B._ AG. Er habe auch keine
Zugangsberechtigung und keinen Zugangsbadge mehr. Seine
Dienstleistungen erbringe er primär bei der K._ und ansonsten in
seinen eigenen Räumlichkeiten. Ausserdem verfüge der
Beschwerdeführer seit seinem Ausscheiden aus der B._ AG auch
über keine E-Mail Adresse von B._ AG mehr. Sodann trete der
Beschwerdeführer ausserhalb des Mandats bei der K._ nicht als
Vertreter oder gar als Mitarbeiter von B._ AG auf.
Weiter spricht aber auch das Nichtbestehen einer regelmässigen Pflicht
zu Berichterstattung an den Auftraggeber, die Tatsache, das der zeitliche
Umstand der Beratertätigkeit in der erwähnten Vereinbarung nicht
festgelegt ist sowie das stete Auftreten des Beschwerdeführers unter der
Firma seiner Einzelunternehmung gegen eine unselbständige
beziehungsweise für eine selbständige Erwerbstätigkeit. Sodann weist
auch der Umstand, dass in der Vereinbarung vom 20. Juni 2012 keine
Kündigungsfristen geregelt sind, auf eine selbständige Tätigkeit hin, kann
doch der Auftrag gemäss Art. 404 des Bundesgesetzes betreffend die
Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Obligationenrecht
[OR]; SR 220) jederzeit widerrufen oder gekündigt werden. Schliesslich
bestehen auch keine für die unselbständige Erwerbstätigkeit typischen
besonderen Treuepflichten oder Ausschliesslichkeitsvereinbarungen,
- 20 -
weshalb der Beschwerdeführer ohne Weiteres gleichzeitig für mehrere
Auftraggeber tätig sein kann. Ebenfalls gegen eine wirtschaftliche
Abhängigkeit spricht, dass beim Beschwerdeführer bei Dahinfallen des
Vertragsverhältnisses mit der B._ AG nicht dieselbe Situation eintritt,
wie dies beim Stellenverlust einer arbeitnehmenden Person der Fall wäre,
da der Beschwerdeführer neben der Beratungstätigkeit bei der B._
AG noch über weitere Mandate über das Einzelunternehmen verfügt und
daneben auch Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (z.B.
Tätigkeit als Gemeindepräsident) erzielt.
Eher auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit lässt hingegen das unter
Ziff. 2 der Vereinbarung vom 20. Juni 2012 geregelte Weisungs- und
Instruktionsrecht der B._ AG gegenüber dem Beschwerdeführer
schliessen. Darin ist aber − wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt
− weder eine arbeitsvertragliche Weisungsgebundenheit, noch ein
arbeitsvertragliches Unterordnungs- oder Subordinationsverhältnis zu
erblicken. Vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass ein Berater als
Beauftragter gemäss Instruktion des Auftraggebers handelt, da dieser den
Umfang und den Inhalt des Auftrags definiert. So regelt denn auch
Art. 397 Abs. 1 OR, dass der Beauftragte − wenn der Auftraggeber für die
Besorgung des übertragenen Geschäfts eine Vorschrift gegeben hat − nur
insofern davon abweichen darf, als nach den Umständen die Einholung
einer Erlaubnis nicht tunlich und überdies anzunehmen ist, der
Auftraggeber würde sie bei Kenntnis der Sachlage erteilt haben.
Demgegenüber hat der Arbeitgeber im Rahmen eines Arbeitsvertrages
gegenüber seinen Arbeitnehmern ein viel weitergehendes generelles
Weisungsrecht, welches nicht nur Weisungen an einen einzelnen
Arbeitnehmer in Bezug auf die Erfüllung der Arbeit, sondern auch
generelle Weisungen im Betrieb umfasst (vgl. Art. 321d OR). Für eine
gewisse Kontrolle spricht sodann auch die Tatsache, dass der
- 21 -
Beschwerdeführer monatlich mit der B._ AG abrechnen muss. Aus
einer monatlichen Vergütung nach Zeitaufwand und der Abrechnung von
Auslagenersatz darf indes gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung
nicht auf eine Abhängigkeit des Beschwerdeführers geschlossen werden,
umso weniger, als solche Modalitäten beispielsweise bei selbständig
erwerbenden Anwälten, Ärzten oder anderen (Dienst-
)Leistungserbringern durchaus üblich sind (vgl. Urteil des
Bundesgerichtes 9C_1029/2012 vom 27. März 2013 E.4.2). Ebenfalls
eher für eine unselbständige Erwerbstätigkeit spricht der Umstand, dass
gemäss Jahresrechnung vom 1. Juli bis 31. Dezember 2012 (vgl. Bf-
act. 11, Bg-act. 14) über 90 % der Einnahmen der
beschwerdeführerischen Einzelunternehmung von der B._ AG
stammen (Fr. 30‘985.25 der gesamthaften Einnahmen von Fr. 33‘811.35).
Wenn die Beschwerdegegnerin daraus ableitet, dass die B._ AG im
Jahr 2012 der einzig lukrative Auftraggeber des Beschwerdeführers
gewesen ist, trifft dies zwar grundsätzlich zu. Indessen kommt dieser
Tatsache keine entscheidende Bedeutung zu, zumal die Jahresrechnung
wie erwähnt lediglich den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2012
betrifft und der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als selbständiger
Unternehmer erst vor kurzem aufgenommen hat. Überdies ist der
Beschwerdeführer − wie der definitiven Veranlagungsverfügungen der
Kantons-, Gemeinde- und direkten Bundessteuer (vgl. Bf-act. 30) zu
entnehmen ist − wirtschaftlich weder auf das Mandat der B._ AG
noch auf sonstige Mandate angewiesen ist.
Was die Beschwerdegegnerin schliesslich aus dem Hinweis, dass der
Zweck des beschwerdeführerischen Einzelunternehmens („Fördern und
Führen von Projekten und Unternehmen, die insbesondere der Erhaltung
und Schaffung von Arbeitsplätzen in der O.3._, vor allem in der Val
O.1._, dienen“) vom Beratungsmandat, welches der
- 22 -
Beschwerdeführer in leitender Stellung für die B._ AG betreut,
unverkennbar abweicht, für sich ableiten möchte, ist nicht ersichtlich.
Denn wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, ergäbe sich selbst bei
einer Diskrepanz von der umschriebenen Zwecksetzung der
Einzelunternehmung und dem Mandat, welches der Beschwerdeführer für
die B._ AG betreut, keine Vermutung für eine unselbständige
Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers.
f) Unter Würdigung der gesamten Umstände überwiegen vorliegend die für
eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechenden Kriterien. Der
Beschwerdeführer ist bei der Führung des Mandats der B._ AG über
sein Einzelunternehmen weder arbeitsorganisatorisch (Arbeitszeit,
Arbeitsort, Arbeitsorganisation) noch wirtschaftlich von der ehemaligen
Arbeitgeberin abhängig. Schliesslich besteht − wie gesehen − weder eine
Weisungsgebundenheit, noch eine Eingliederung in eine fremde
Arbeitsorganisation, noch eine über Gebühr hinausgehende
Rechenschaftspflicht und auch keine wirtschaftliche Abhängigkeit in dem
Sinne, dass das wirtschaftliche Überleben des Beschwerdeführers vom
Mandat der B._ AG abhängen würde. Zum gleichen Schluss kam im
Übrigen in einem ähnlich gelagerten Fall das Kantonsgericht Basel-
Landschaft. Obwohl das entsprechende, rechtskräftige Urteil für das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden keinerlei Verbindlichkeit zu
entfalten vermag, kann ihm eine gewisse Aussagekraft dennoch nicht
abgesprochen werden. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft hatte den
Fall zu beurteilen, wo ein ehemaliger Arbeitnehmer der B._ AG nach
der Auflösung des Arbeitsverhältnisses ein Mandat als „Freelancer“ für
die Beratung an einem Projekt mit einem Kunden der B._ AG
angenommen hatte. Dabei wurde ebenfalls eine entsprechende
Beratervereinbarung mit der B._ AG geschlossen. Obwohl der
Auftragnehmer weder über separate Geschäftsräumlichkeiten noch über
- 23 -
eine eigene Einzelunternehmung verfügte, kam das Kantonsgericht
Basel-Landschaft unter Würdigung der gesamten Umstände zum
Schluss, dass die für eine selbständige Tätigkeit sprechenden Kriterien
überwiegen würden (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft
710 10 98 / 229 vom 24. September 2010). Unter Berücksichtigung der
vorstehenden Ausführungen hat dies erst recht in der vorliegenden
Konstellation zu gelten, wo der Beschwerdeführer über eigene
Geschäftsräumlichkeiten sowie eine eigene Einzelunternehmung verfügt
und dabei sämtliche für die Erfüllung des Mandats erforderlichen
Ressourcen selbst zur Verfügung stellt. Folglich erweist sich der
Entscheid der Beschwerdegegnerin, die Tätigkeit des Beschwerdeführers
für die B._ AG als unselbständig zu qualifizieren, als nicht rechtens,
was zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids bezüglich
der Tätigkeit für die B._ AG und zur Gutheissung der Beschwerde in
diesem Punkt führt.
g) An diesem Ergebnis vermag weder die Tatsache, dass die
Ausgleichskasse für das schweizerische Bankgewerbe die
beschwerdeführerische Tätigkeit bei der B._ AG als unselbständige
Erwerbstätigkeit qualifiziert (vgl. Schreiben der Ausgleichskasse für das
schweizerische Bankgewerbe vom 15. August 2012 [Bg-act. 6]), noch der
beschwerdegegnerische Hinweis, wonach sich an der Art und dem Inhalt
der Tätigkeit des Beschwerdeführers für die B._ AG nach Auflösung
seines Arbeitsverhältnisses per 30. Juni 2012 nichts Wesentliches
geändert habe, weshalb an die Anerkennung des Status als
Selbständigerwerbender erhöhte Anforderungen zu stellen seien, etwas
zu ändern. Denn einerseits begründet die Ausgleichskasse für das
schweizerische Bankgewerbe ihre gegenteilige Auffassung in erwähntem
Schreiben mit keinem Wort. Anderseits war der Beschwerdeführer
während seiner arbeitsrechtlichen Anstellung bei der B._ AG Partner
- 24 -
sowie Mitglied der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates. Im
Rahmen seiner Geschäftsleitungs-Funktionen eines COO (Chief
Operating Officer) und eines CFO (Chief Financial Officer) war er im
Wesentlichen für die Internen Dienste (Rechnungswesen, Informatik,
Personalwesen, Rechtsdienst, etc.) mit über 300 Mitarbeitenden
verantwortlich. Zusätzlich zu diesen Geschäftsleitungs-Funktionen
betreute er im Nebenamt als verantwortlicher Partner und Mandatsleiter
das Beratungsmandat bei der K._. Seit dem Ausscheiden aus der
B._ AG per 30. Juni 2012 betreut der Beschwerdeführer im
vorstehend erwähnten Beratungsmandat „einzig“ noch das Projekt
„Verselbständigung der K._“. Über strategische Kompetenzen
verfügt er indessen nicht mehr, weshalb er denn auch keine strategischen
Aufgaben innerhalb der B._ AG mehr wahrnimmt (vgl. dazu die
Stellungnahme der B._ vom 3. März 2014). Entsprechend haben
sich Art und Inhalt der beschwerdeführerischen Tätigkeit bei der B._
AG nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses sehr wohl wesentlich
geändert.
6. a) Hinsichtlich der unternehmerischen Tätigkeiten für die C._ GmbH
besteht zwischen dem Beschwerdeführer und der C._ GmbH ein
Dienstleistungsvertrag vom 15. August 2012 (vgl. Bf-act. 26). Diesem ist
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer als Unternehmer beauftragt
wird, die Buchhaltung der C._ GmbH zu führen sowie die
Jahresabschlüsse und die Steuererklärungen zu erstellen. Das Honorar
beläuft sich auf Fr. 500.-- für die Buchhaltung, den Jahresabschluss und
die Steuererklärung für das Geschäftsjahr 2011 sowie Fr. 1‘000.-- für die
folgenden Jahre. Der Vertrag wurde rückwirkend per 1. Juli 2012
abgeschlossen und kann gegenseitig mit einer Frist von sechs Monaten
gekündigt werden.
- 25 -
b) Die Beschwerdegegnerin leitet aus der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer als verantwortliches Organ der Gesellschaft mit der
strategischen und operativen Geschäftsführung betraut sei und damit
über Mitbestimmungs- und Entscheidungsbefugnisse verfüge, was ein
Handeln in eigenem Namen weitgehend ausschliesse, eine
unselbständige Erwerbstätigkeit ab. Dies zumal die Funktion des
Beschwerdeführers über die im Dienstleistungsvertrag umschriebene
Tätigkeit hinausgehe und im Dienstleistungsvertrag eine sechsmonatige
Kündigungsfrist vereinbart worden sei (vgl. Einspracheentscheid vom
24. Juni 2013 [Bf-act. 2]).
Diesen Ausführungen hält der Beschwerdeführer entgegen, dass die
Tätigkeit als Geschäftsführer der C._ GmbH von der Treuhand- und
Beratungstätigkeit, welche er als Unternehmer unabhängig von seinen
organschaftlichen Pflichten übernommen habe, zu unterscheiden sei.
Hinsichtlich dieser Treuhand- und Beratungstätigkeit bestehe keine
Abhängigkeit infolge organisatorischer Einbindung. Vielmehr sei der
Beschwerdeführer in sachlicher, örtlicher und zeitlicher Hinsicht völlig frei,
wie er seine Verrichtungen organisieren wolle. Es bestehe weder ein
Instruktionsrecht noch eine Weisungsgebundenheit noch ein
Unterordnungsverhältnis. Im Weiteren bestehe auch keine
Rechenschaftspflicht, da eine Pauschale vereinbart worden sei, und auch
eine wirtschaftliche Abhängigkeit sei angesichts des bescheidenen
Honorars ausgeschlossen. Sämtliche massgebenden und einschlägigen
Kriterien sprächen somit für eine selbständige Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers.
c) Der Beschwerdeführer wurde am 20. August 2012 unstrittig als
Gesellschafter und Geschäftsführer der C._ GmbH ins
Handelsregister des Kantons Graubünden eingetragen (vgl.
- 26 -
Handelsregisterauszug der C._ GmbH [Bf-act. 24]). Hinsichtlich der
Tätigkeit als Geschäftsführer der C._ GmbH bestreitet der
Beschwerdeführer die sozialversicherungsrechtliche Stellung nicht.
Diesbezüglich liegt denn auch offenkundig eine unselbständige
Erwerbstätigkeit vor, beziehungsweise läge eine unselbständige
Erwerbstätigkeit vor, wenn der Beschwerdeführer für die Tätigkeit als
Geschäftsführer der C._ GmbH eine Entschädigung erhielte, was
aber gemäss der Jahresrechnung 1. Juli bis 31. Dezember 2012 (vgl. Bf-
act. 11) nicht der Fall zu sein scheint. Von diesen Tätigkeiten als
Organperson zu unterscheiden sind indessen die Tätigkeiten, welche der
Beschwerdeführer gestützt auf den Dienstleistungsvertrag vom
15. August 2012 (vgl. Bf-act. 26) übernommen hat, mithin die Führung der
Buchhaltung der C._ GmbH sowie die Erstellung der
Jahresabschlüsse sowie der Steuererklärungen, für welche der
Beschwerdeführer im Geschäftsjahr 2011 mit Fr. 500.-- beziehungsweise
mit Fr. 1‘000.-- in den Folgejahren honoriert wurde respektive wird. Auch
hinsichtlich dieser unternehmerischen Tätigkeiten für die C._ GmbH
gilt, − wie bereits hinsichtlich des Beratungsmandats für die B._ AG
− dass ein gewisses unternehmerisches Risiko gegeben ist, welches der
Beschwerdeführer über seine Einzelunternehmung trägt (vgl. dazu
vorstehend E.5d). Sodann gilt in Bezug auf das Kriterium der
betriebswirtschaftlichen und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit auch
hier, dass weder eine Einbindung in die Arbeitsorganisation der C._
GmbH noch eine Rechenschaftspflicht besteht, und auch der zeitliche
Umfang der Treuhand- und Beratungstätigkeit nicht festgelegt worden ist.
Der Beschwerdeführer ist sowohl in sachlicher, als auch in örtlicher und
zeitlicher Hinsicht frei, wie er seine Tätigkeit organisieren will. Sodann
ergeben sich aus dem Dienstleistungsvertrag vom 15. August 2012 weder
ein ausdrückliches Weisungs- noch ein Instruktionsrecht, und es besteht
überdies auch kein Unterordnungsverhältnis. Das bescheidene Honorar
- 27 -
von Fr. 500.-- für das Geschäftsjahr 2011 beziehungsweise von
Fr. 1‘000.-- für die Folgejahre lässt sodann auch keine Rückschlüsse auf
eine wirtschaftliche Abhängigkeit zu. Einzig die vereinbarte
sechsmonatige Kündigungsfrist weist auf eine unselbständige
Erwerbstätigkeit hin. Unter diesen Umständen überwiegen auch
hinsichtlich der unternehmerischen Tätigkeit für die C._ GmbH −
soweit der Beschwerdeführer nicht als Organ auftritt − die für eine
selbständige Tätigkeit sprechenden Kriterien, was durch die
Stellungnahme der C._ GmbH vom 17. Februar 2014 noch
zusätzlich bestätigt wird.
d) Die vorliegende Konstellation, wo der Beschwerdeführer neben der
Tätigkeit als Organ für die Gesellschaft als Unternehmer unabhängig von
seinen organschaftlichen Pflichten weitere Tätigkeiten erbringt, lässt sich
durchaus vergleichen mit der Situation, in der ein Verwaltungsrat einer
Aktiengesellschaft zugleich als Rechtsanwalt für die betreffende
Gesellschaft tätig ist. Diesbezüglich hat das Bundesgericht festgehalten,
dass die anwaltliche Tätigkeit als selbständige Erwerbstätigkeit zu
qualifizieren ist, wenn die Tätigkeit nicht mit dem Amt als Verwaltungsrat
verbunden ist, sondern ebenso gut losgelöst von diesem Mandat erfolgen
kann (BGE 105 V 113 E.3; vgl. auch vgl. KIESER, a.a.O., Art. 5 AHVG
Rz. 115; WML Rz. 1028). Gleiches muss im vorliegenden Fall gelten, und
zwar auch dann, wenn der Beschwerdeführer für seine Tätigkeiten als
Organperson beziehungsweise als Gesellschafter und Geschäftsführer
der C._ GmbH keine Einkünfte erzielen sollte.
e) Der von der Beschwerdegegnerin gestützt auf den Businessplan, welcher
Einnahmen der C._ GmbH von gesamthaft Fr. 5‘000.-- vorsieht,
gezogene Schluss, wonach die Differenz zur vertraglichen Honorierung
von Fr. 500.-- beziehungsweise von Fr. 1‘000.-- als Entgelt für die
- 28 -
Tätigkeit als Geschäftsführer und somit als Entgelt aus unselbständiger
Erwerbstätigkeit zu qualifizieren sei, überzeugt nicht. Einerseits verkennt
die Beschwerdegegnerin, dass es sich bei einem Businessplan lediglich
um eine Erwartungshaltung und Kalkulationsbasis, nicht aber um eine
Darstellung der tatsächlichen Einnahmen handelt. Anderseits ist der
Jahresrechnung 1. Juli bis 31. Dezember 2012 (vgl. Bf-act. 11) zu
entnehmen, dass der Beschwerdeführer aus seiner Tätigkeit für die
C._ GmbH im Jahr 2012 tatsächlich lediglich Fr. 500.--
eingenommen hat. Selbst wenn aber der Beschwerdeführer für die
Tätigkeit als Geschäftsführer der C._ GmbH eine Entschädigung
(unselbständige Erwerbstätigkeit) erhalten würde, würde dies nichts an
der Tatsache ändern, dass die Treuhand- und Beratungstätigkeit, welche
der Beschwerdeführer als Unternehmer unabhängig von seinen
organschaftlichen Pflichten für die C._ GmbH erbringt, als
selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren wäre. Denn bei einem
versicherten, der gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, ist jedes
Erwerbseinkommen dahin zu prüfen, ob es aus selbständiger oder
unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt, selbst wenn die Arbeiten für
eine und dieselbe Gesellschaft vorgenommen werden. Es kann demnach
nicht auf den überwiegenden Charakter einer Gesamttätigkeit ankommen.
Eine solche Gesamtbeurteilung ist weder gesetzlich vorgesehen noch aus
Gründen der Praktikabilität notwendig. Vielmehr sind die verschiedenen
Tätigkeiten einzeln zu prüfen und die betreffenden Beiträge sind
entsprechend der Qualifikation dieser Arbeitsbereiche zu erheben (vgl.
BGE 104 V 126, vgl. auch WML Rz. 1028).
f) Folglich erweist sich auch der beschwerdegegnerische Entscheid, die
Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der C._ GmbH als
unselbständig zu qualifizieren, als nicht rechtens, was zur Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids bezüglich der Tätigkeit für die
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C._ GmbH und zur Gutheissung der Beschwerde in diesem Punkt
führt.
7. a) Wie dem Handelsregisterauszug der D._ SA (vgl. Bf-act. 28) zu
entnehmen ist, ist der Beschwerdeführer seit dem 20. August 2012
Verwaltungsratspräsident der Gesellschaft, die unter anderem den
Betrieb von einem oder mehreren Pflegeheimen in der Planungsregion
N._ bezweckt. Daneben ist der Beschwerdeführer seit dem
30. August 2011 Mitglied des Stiftungsrates der E._, welche die
Errichtung und den Betrieb der „E._“ für pflegebedürftige Personen,
insbesondere aus den drei Gemeinden O.4._, O.1._ O.5._
bezweckt (vgl. Handelsregisterauszug der E._ [Bf-act. 27]).
b) Der Beschwerdeführer bestreitet bezüglich dieser ordentlichen Aufgaben
als Mitglied des Stiftungsrates der E._ und der zugehörigen
Baukommission sowie als Verwaltungsratspräsident der D._ SA
seinen sozialversicherungsrechtlichen Status als unselbständig
Erwerbender nicht. Für diese Aufgaben werde er von beiden
Gesellschaften mit Sitzungsgeldern und Entschädigungen entlöhnt.
Darüber hinaus sei er indes über seine Einzelunternehmung mit der
Beratung beziehungsweise einem Consulting der D._ SA betraut
worden, wobei diese Beratung in einem projektspezifischen Bereich
erfolge und nichts mit dem ordentlichen Geschäftsgang zu tun habe.
Diesbezüglich trete er denn auch nicht als Organ der Gesellschaft,
sondern über seine Einzelunternehmung als selbständiger Erbringer von
Dienstleistungen auf. Bei der Ausübung dieser Tätigkeit sei er in
sachlicher, örtlicher und zeitlicher Hinsicht frei. Es bestünde weder ein
Instruktionsrecht, noch eine Weisungsgebundenheit noch ein
Unterordnungsverhältnis. Angesichts des bescheidenen Honorars sei
auch eine wirtschaftliche Abhängigkeit ausgeschlossen. Folglich sprächen
- 30 -
auch hier sämtliche massgebenden und einschlägigen Kriterien für eine
selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers.
Demgegenüber vertritt die Beschwerdegegnerin die Auffassung, dass der
Beschwerdeführer neben den ordentlichen Aufgaben als
Verwaltungsratspräsident sowie als Mitglied des Stiftungsrates und der
Baukommission vorwiegend mit spezifischen Fragen der Finanzierung
rund um das Pflegeheim beschäftigt sowie für wichtige Personalfragen
verantwortlich sei. Diese Tätigkeiten würden dem Gesellschaftszweck der
D._ SA entsprechen. Somit befasse sich der Beschwerdeführer in
der Ausübung seiner Funktionen primär mit dem Zweck der Trägerschaft
des Alters- und Pflegeheims D._. Als verantwortliches Organ der
Gesellschaft verfüge er über Mitbestimmungs- und
Entscheidungsbefugnisse, was ein Handeln in eigenem Namen
ausschliesse (vgl. Einspracheentscheid vom 24. Juni 2013 [Bf-act. 3]).
c) Aus der Auftragsbestätigung des Beschwerdeführers vom 23. Juli 2013
(vgl. Bf-act. 29) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer von der D._
SA beauftragt wurde, verschiedene Projekte (Leitung des Projektteams
für die Integration der I._, Mitarbeit bei der Entwicklung des Projekts
„Alterswohnungen“ 0.6._, Beratung in finanziellen Fragen des
Betriebs und der Projekte) beratend zu begleiten. Dabei verpflichtete sich
der Beschwerdeführer, den Auftrag gemäss den Vorgaben des
Verwaltungsrates gewissenhaft durchzuführen und diesen in
regelmässigen Abständen über den Fortschritt zu informieren. Der
Stundenansatz beträgt Fr. 100.--, wobei Fahr- und Verpflegungsspesen
gemäss effektiven Auslagen verrechnet werden. Für Telefon- und E-Mail
sowie Fotokopien werden 3 % des Honorars in Rechnung gestellt. Die
Rechnungsstellung an den Auftraggeber erfolgt monatlich. Die vom
Beschwerdeführer eingereichte Auftragsbestätigung vom 23. Juli 2013 ist
- 31 -
jedoch von der D._ SA nicht unterzeichnet. Indessen hat die
D._ SA als Beigeladene im vorliegenden Beschwerdeverfahren mit
ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2014 die von ihr am 19. Dezember
2013 unterzeichnete Auftragsbestätigung eingereicht. Darüber hinaus
bestätigte die D._ SA in ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2014
explizit, dass sie beim Beschwerdeführer verschiedene Dienstleistungen
eingekauft habe, so insbesondere die Ausarbeitung einer Vereinbarung
zwischen der Gemeinde O.5._ und der D._ SA betreffend
Übernahme der Geschäftsführung und des Geschäftsbetriebes des
Alters- und Pflegeheims I._ in 0.6._ per 1. November 2013
beziehungsweise per 1. Januar 2014, die Ausarbeitung einer
Vereinbarung betreffend den Bau von betreutem Wohnen in 0.6._
sowie die Beratung in personalrechtlichen Fragen. Weiter bestätigte die
D._ SA in der erwähnten Stellungnahme, dass mit dem
Beschwerdeführer kein Arbeitsvertrag, sondern ein Auftrag mit
periodischer Rechnungsstellung bestehe. Es stünden ihm keine
Geschäftsräumlichkeiten bei der D._ SA zur Verfügung, und es
bestünden auch keine Vorschriften über Arbeitsort, Arbeitszeit und
Arbeitsorganisation.
d) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen gilt, − wie bereits
bezüglich des Beratungsmandats für die B._ AG und für die C._
GmbH − dass auch hinsichtlich der unternehmerischen Tätigkeit für die
D._ SA, ein gewisses unternehmerisches Risiko gegeben ist,
welches der Beschwerdeführer über seine Einzelunternehmung trägt (vgl.
vorstehend E.5d). In Bezug auf das Kriterium der betriebswirtschaftlichen
und arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit gilt sodann auch hier, dass
keine Einbindung in die Arbeitsorganisation der D._ SA und nur eine
eingeschränkte Rechenschaftspflicht gegenüber dem Auftraggeber
besteht. Sodann ist auch der zeitliche Umfang der Beratungstätigkeit nicht
- 32 -
festgelegt worden. Auch hier ist der Beschwerdeführer sowohl in
sachlicher als auch in örtlicher und zeitlicher Hinsicht frei, wie er seine
Tätigkeit organisieren will. Es besteht weder ein ausdrückliches
Instruktions- beziehungsweise Weisungsrecht, noch ein
Unterordnungsverhältnis. Dementsprechend überwiegen auch hinsichtlich
der unternehmerischen Tätigkeit für die D._ SA − soweit der
Beschwerdeführer nicht als Verwaltungsratspräsident der D._ SA
oder als Mitglied des Stiftungsrates der E._ auftritt − die Kriterien,
welche für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechen. Dies zumal sich
auch die vorliegende Situation, wo der Beschwerdeführer neben der
Tätigkeit als Organ für die Gesellschaft als Unternehmer unabhängig von
seinen organschaftlichen Pflichten weitere Tätigkeiten erbringt, wiederum
mit der Situation vergleichen lässt, in der ein Verwaltungsrat einer
Aktiengesellschaft zugleich als Rechtsanwalt für die betreffende
Gesellschaft tätig ist (vgl. dazu vorstehend E.6d). Folglich erweist sich
auch der beschwerdegegnerische Entscheid, die Tätigkeit des
Beschwerdeführers bei der D._ SA als unselbständig zu
qualifizieren, als nicht rechtens, was zur Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids bezüglich der Tätigkeit für die D._ SA und zur
Gutheissung der Beschwerde auch in diesem Punkt führt.
8. a) Zusammenfassend ergibt sich unter Würdigung der gesamten Umstände,
dass in Bezug auf die drei Mandate bei der B._ AG, der C._
GmbH sowie der D._ SA die für eine selbständige Erwerbstätigkeit
sprechenden Gesichtspunkte überwiegen. Dies zumal der
Beschwerdeführer über seine Einzelunternehmung − wie gesehen − auch
ein gewisses Mass an unternehmerischem Risiko zu tragen hat und
überdies − obwohl erst am Beginn der selbständigen Erwerbstätigkeit
stehend − bereits für verschiedene Auftraggeber tätig ist. Folglich ist der
Beschwerdeführer für seine Tätigkeit für die B._AG, die C._
- 33 -
GmbH sowie die D._ SA als Selbständigerwerbender zu
qualifizieren. Demnach erweist sich die Beschwerde vom 29. Juli 2013 als
begründet und ist gutzuheissen. Die angefochtenen
Einspracheentscheide vom 24. Juni 2013 erweisen sich demgegenüber
als nicht rechtens, was zu deren Aufhebung führt.
b) Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale
Beschwerdeverfahren in sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten
gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. Gemäss Art. 61
lit. g ATSG hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und
nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Der in der Honorarnote
vom 15. April 2014 geltend gemachte Aufwand von 25.5 h erscheint dem
Gericht vor dem Hintergrund, dass in vorliegendem Beschwerdeverfahren
drei separate Einspracheentscheide angefochten wurden und überdies
ein zweifacher Schriftenwechsel stattgefunden hat, als angemessen. Die
Beschwerdegegnerin hat den obsiegenden Beschwerdeführer somit
aussergerichtlich mit Fr. 7‘091.55 (25.5 h x Fr. 250.-- [= Fr. 6‘375.--],
zuzüglich 3 % Spesen [Fr. 191.25] sowie 8 % MWST von Fr. 6‘566.25 [=
Fr. 525.30]) zu entschädigen.