Decision ID: 2373878b-07e1-40c8-9633-861333111280
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im August 2002 unter Angabe eines Rückenleidens erstmals
bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Im Auftrag der IV-Stelle wurde im August 2003
ein interdisziplinäres Gutachten erstellt (IV-act. 27). Die Gutachter hielten im
Wesentlichen fest, der Versicherte leide an einem chronischen thorako-
lumbospondylogenen Syndrom rechts (ICD-10 M54.4) sowie an einer chronischen
Periarthropathia humeroscapularis tendinopathica rechts (M75.0). Sie attestierten in
einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 27-16 ff.). Gestützt auf diese Beurteilung verneinte die IV-Stelle den
Rentenanspruch und wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 28. Januar 2004
ab (IV-act. 36). Der Versicherte zog die dagegen erhobene Einsprache am 15. Juli 2004
zurück (IV-act. 47).
A.b Im April 2006 stellte der Versicherte unter Angabe eines psychischen Leidens
erneut ein Gesuch um IV-Leistungen (IV-act. 54). Im Auftrag der IV-Stelle wurde im
September 2006 ein psychiatrisches Verlaufsgutachten erstellt. Der Gutachter hielt
fest, dass dem Versicherten die bisherige Tätigkeit zu 100% zumutbar sei (IV-act. 69).
Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 8. Januar 2007 ab (IV-
act. 78). Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die vom Versicherten
dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 17. Juli 2008 ab (IV-act. 94). Der
Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.c Am 27. Juni 2011 meldete sich der Versicherte wiederum zum Bezug von IV-
Leistungen an. Er gab an, unter Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen sowie
Bewegungseinschränkungen und Missempfindungen zu leiden (IV-act. 99). Die IV-
Stelle trat mit Verfügung vom 16. Dezember 2011 mangels Glaubhaftmachung einer
wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf das
Leistungsbegehren ein (IV-act. 125). Das Versicherungsgericht hiess die vom
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Versicherten dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 22. November 2012
gut, hob die Verfügung vom 16. Dezember 2011 auf und wies die Sache zur materiellen
Prüfung an die IV-Stelle zurück (IV-act. 140).
A.d Die IV-Stelle beauftragte in der Folge die Medizinische Abklärungsstelle Z._ mit
der Vornahme einer polydisziplinären Begutachtung des Versicherten (internistisch,
rheumatologisch, psychiatrisch; IV-act. 177). Im Gutachten vom 27. Oktober 2013
nannten die Gutachter im Wesentlichen folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit (vollständige Liste siehe IV-act. 186-59 f.):
· Chronisch subjektiv erlebtes Halbkörpersyndrom rechts, aus rheumatologischer Sicht
nicht in allen Aspekten spezifisch zuordenbar (IDC-10 M79), bestehend seit mehr als
zehn Jahren;
· Psychologische und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten, im
Erscheinungsbild einer Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung von gemischten
Gefühlen (reaktive Depression, Sorge, Anspannung, Ärger) entsprechend,
differentialdiagnostisch Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen/
Rentenbegehrlichkeit (ICD-10 F54) (erscheinungsmässig F43.23,
differentialdiagnostisch F68), sich entwickelnd in den letzten 10 Jahren.
Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gaben die
Gutachter an:
· Metabolisches Syndrom
- Diabetes mellitus Typ II, ungenügend eingestellt
- Arterielle Hypertonie, nicht medikamentös behandelt
- Adipositas mit BMI 28,4
· Zustand nach Klavikulafraktur 1979 (laut Akten)
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Die Gutachter hielten fest, aus internistischer Sicht bestünden keine Einschränkungen
und Krankheiten, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten hätten (IV-
act. 186-65). Aus rheumatologischer Sicht liessen sich die vom Versicherten
geschilderten Beschwerden und die erhobenen Untersuchungsbefunde keinem
systemisch-entzündlichen und keinem systemisch-metabolischen rheumatologischen
Grundleiden des Bewegungsapparates zuordnen. Es bestehe einerseits ein Zustand
nach HWS-Operation, andererseits ein Zustand nach Schulteroperation links. Ein
vormals aktives lumbovertebrales Syndrom erlange keine weitere Relevanz mehr. Die
im Verlauf wiederholt veranlassten, umfassenden radiologischen Bildgebungen lieferten
keine Veränderungen, die das Beschwerdebild umfassend erklären könnten. Die Anteile
des zervikalen und zervikozephalen Syndroms seien bei vier von fünf positiven
Waddell-Zeichen sowie bei Auffälligkeiten und Diskrepanzen überwiegend funktionell
und unspezifisch. Etwas differenzierter könne man eine AC-Gelenksreizung rechts mit
einer leichten subakromialen Impingement-Reizung rechts eingrenzen. Diese könne im
Sinne einer Periarthropathia humeroscapularis mit AC-Gelenksarthrose rechts bestätigt
werden. Die vor 10 Jahren erkannten, frakturäquivalenten Veränderungen des BWK12
und LWK1 seien damals bereits umfassend abgeklärt worden, wobei keine
Osteoporose-Situation habe bestätigt werden können. In der aktuellen Expertise hätten
sich keine Hinweise für ein solches aktives Geschehen mehr gefunden. Aus
versicherungsmedizinischer Sicht erlange dieser Zustand des thorakolumbalen
Übergangs keine weitere Bedeutung mehr. Bei etwas diffusen Angaben von Taubheits-
und Einschlafgefühlen in der Hohlhand rechts habe man ein angedeutet positives Tinel-
Zeichen feststellen können, welches jedoch vorerst keine weitere Bedeutung erlange.
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maschinenführer in einer Papierfabrik sei der
Versicherte aus rheumatologischer Sicht, bezogen auf den Bewegungsapparat, nicht
mehr arbeitsfähig. Diese Tätigkeit erfordere "Zwangshaltungen" und ergonomisch
ungünstige Haltungen. Auch mit Auslotung sämtlicher Hilfsmittel oder
Arbeitsplatzmassnahmen wäre die Situation wohl nicht genügend verbesserbar. In
einer geeigneten Verweistätigkeit sei er zu mindestens 80% arbeitsfähig, dies bei
einem zeitlich vollen Arbeitspensum. Aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs, eines
verlangsamten Arbeitstempos oder der Einhaltung ergonomischer Empfehlungen
könnte eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit resultieren, welche allerdings
maximal 20% betrage (IV-act. 186-64 f., 186-82 f.). Die psychiatrische Abklärung habe
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keine Hinweise auf das Vorliegen einer ernsthaften psychiatrischen Erkrankung oder
psychischen Störung mit Krankheitswert und Relevanz für die Beurteilung der
Leistungsfähigkeit aufgezeigt (IV-act. 186-65). Bei der Befunderhebung habe eine
chronische emotionale depressive Verstimmung mit vornehmlicher Traurigkeit im
Vordergrund gestanden. Ursächlich dafür seien vor allem die vom Versicherten
beklagten Schmerzzustände gewesen. Der Versicherte erlebe sich demgegenüber als
hilflos. Daneben hätten sich Tendenzen zum sozialen Rückzug, eine allgemeine Lust-
und Freudlosigkeit sowie Schlafstörungen, die aber vornehmlich schmerz- und nicht
depressionsbedingt seien, gefunden. Zentrale depressive Symptome wie bei einer
major depression fänden sich aktuell nicht; insbesondere lägen keine Antriebsstörung
mit Antriebshemmung oder -schwäche, keine bedeutsam verminderten Selbstwert-
oder Insuffizienzgefühle, keine bedeutsame Verarmung, Verflachung oder Labilität des
affektiven Erlebens, keine Denkstörungen (kreisendes Grübeln oder wahnhafte
Denkstörungen), keine depressionsbedingte Tagesschwankungen der Befindlichkeit,
keine Schuldgefühle, keine bedeutsame Hoffnungslosigkeit, keine wirkliche
Beeinträchtigung der Alltagsbewältigung und auch kein Mangel an Krankheitsgefühl/
Krankheitseinsicht vor. Die vom Versicherten beklagten kognitiven Einschränkungen
(Konzentrationsmangel, Vergesslichkeit) seien durch die klinische Untersuchung nicht
bestätigt worden. Die Untersuchung habe auch keine Hinweise auf das Vorliegen
psychotischer Erlebnisse ergeben. In der Persönlichkeit des Versicherten hätten sich
sodann keine Auffälligkeiten gefunden. Ausser den somatischen Krankheiten lägen
keine schwerwiegenden psychosozialen Belastungen vor (psychiatrisches
Teilgutachten vom 23. Juli 2013, IV-act. 186-107 ff.). Das Vorliegen einer depressiven
Störung im Sinne einer major depression (ICD-10 F32/F33) oder einer chronischen
depressiven Störung im Sinne einer Dysthymia habe folglich ausgeschlossen werden
können. Eine somatoforme Schmerzstörung könne diagnostisch nicht bestätigt
werden. Vielmehr bestehe beim Versicherten auf verschiedenen Ebenen ein gewisser
manipulativer Eindruck, der an eine Rentenbegehrlichkeit erinnere. Die gestellte
Diagnose gemäss IDC-10 F54 mit im Vordergrund stehenden, nicht schwerwiegenden
depressiven Symptomen, führe nicht per se zu einer Einschränkung der
Leistungsfähigkeit der betroffenen Personen. Ein jahrelanger Beschwerdeverlauf mit
Progredienz der Beschwerden könne aber geeignet sein, die willentliche
Überwindbarkeit im genannten Kontext abzuschwächen. Beim Versicherten sei davon
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auszugehen, dass durch das depressive Erscheinungsbild das Schmerzerleben
verstärkt und so vor allem im qualitativen Leistungsbereich eine Leistungseinbusse
resultiere. Diese werde als leicht eingestuft und liege bei maximal 20% der noch
erhaltenen Restleistungsfähigkeit aus anderen Ursachen. Die Einschränkung der
Leistungsfähigkeit betreffe alle Tätigkeitsbereiche, da die psychische Beeinträchtigung
und nicht die Arbeitsplatzsituation für die Leistungseinbusse verantwortlich sei (IV-
act. 186-65 ff.). Aus interdisziplinärer Sicht sei davon auszugehen, dass dem
Versicherten eine angepasste, leichte und wechselbelastende Tätigkeit ganztags
zumutbar sei, wobei eine Leistungseinschränkung von maximal 20% bestehe. Die
Leistungseinschränkungen aus dem psychiatrischen und rheumatologischen Gebiet
kumulierten sich nicht, da es sich nicht um eine Einschränkung der Arbeitszeit, sondern
um eine verminderte Leistungsfähigkeit handle (IV-act. 186-67). Die
Leistungseinschränkung könne mit einer ambulanten psychiatrischen Therapie und
einer Physiotherapie relevant beeinflusst und allenfalls auf 0% reduziert werden (IV-
act. 186-71).
A.e Mit Vorbescheid vom 17. Januar 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 197). Der Versicherte erhob
dagegen einen Einwand (IV-act. 199, 201). Er reichte folgende medizinische Unterlagen
ein: Operations- und Austrittsbericht des Spitals B._ vom 1. Mai 2014 betreffend
Operation an der Schulter rechts vom 29. April 2014 (IV-act. 204-4 f.), Bericht der Klinik
C._ vom 13. Juni 2014 betreffend Kontrolle der Schulter rechts (IV-act. 204-5), Attest
von Dr. med. D._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 28. Oktober
2014 (IV-act. 212) und vom 11. Mai 2015 (IV-act. 227-8 f.) betreffend die Diagnose
Cervicocraniales und -spondylogenes Schmerzsyndrom beidseits sowie Bericht von
Dr. med. E._, FMH Radiologie, vom 6. Mai 2015 betreffend Arthro-CT rechtes
Schultergelenk (IV-act. 227-10). Die IV-Stelle erhob weitere Informationen und
Unterlagen bei Dr. D._ (IV-act. 214) und bei der Klinik C._ (IV-act. 217).
A.f Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-
act. 229). In der Begründung führte sie insbesondere aus, dass seit dem Vorbescheid
vom 17. Januar 2014 keine erhebliche und anhaltende Verschlechterung des
Gesundheitszustands eingetreten sei, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke.
Der Invaliditätsgrad betrage 20%. Der Versicherte erhob dagegen Beschwerde (IV-
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act. 234). Er reichte einen CT-Bericht der Brustwirbelsäule (BWS) und der
Lendenwirbelsäule (LWS) von F._, FMH Radiologie, vom 30. Oktober 2015 sowie ein
ärztliches Attest von Dr. D._ vom 3. November 2015 ein (IV-act. 242). F._ stellte in
seinem CT-Bericht zuhanden von Dr. D._ eine Hyperkyphosierung der oberen BWS
bei Steilhaltung im mittleren BWS-Bereich, multisegmentale Osteochondrosen der
mittleren/unteren LWS mit begleitender Spondylosis deformans, eine harmonische
LWS-Lordose sowie eine angedeutete keilförmige Deformierung von LWK 1,
degenerativer Genese, fest. Eine Fraktur sei nicht nachweisbar. Des Weiteren
bestünden eine linkslaterale Diskushernie BWK 10/11 und hypertrophe
Spondylarthrosen LWK 5/SWK 1 (IV-act. 244-3). Dr. D._ führte im Attest vom
3. November 2015 als Diagnosen ein Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie
Th10/11 und multisegmentaler Degeneration (siehe CT vom 30. Oktober 2015), ein
cervicocraniales und -spondylogenes Schmerzsyndrom beidseits, eine
Wurzelreizsymptomatik L5 rechts bei Diskushernie rechts medio-lateral L5/S1 sowie
ein Impingement rechts mit Partialruptur Supraspinatus und Subscapularissehne, AC-
Gelenkarthrose, Hill-Sachs-Defekt und Status nach OP am 29. April 2014 auf. Sie
notierte, der Versicherte berichte aktuell über einen seit Monaten bestehenden
stechenden Schmerz im unteren Brustwirbelbereich sowie über Rotationsschmerz. Die
Gehstrecke sowie die Stehfähigkeit seien eingeschränkt. An der unteren
Brustwirbelsäule bestehe ein massiver Klopf- und Ausstrahlungsschmerz in das rechte
Bein. Im Verlauf der Jahre nach der Spondylodese der Halswirbelsäule (HWS) sei eine
starke Zunahme der Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit und eine
Schmerzzunahme zu verzeichnen. Dies decke sich mit den zunehmenden
degenerativen Veränderungen in den letzten 2 Jahren. Insbesondere die degenerativen
Veränderungen auf fast allen Etagen der HWS und jeweils auf beiden Seiten hätten zu
einer massiven Schmerzproblematik geführt. Die Beschwerden der Schulter hätten
durch die Schulteroperation am 29. April 2014 nur kurzzeitig reduziert werden können.
Trotz multimodaler Schmerztherapie mittels Medikation, Physiotherapie und
Infiltrationen sei keine Verbesserung erreicht worden. Die Arbeitsfähigkeit betrage
maximal 30%, mithin 2-3 Stunden täglich mit einer Pause von 10 Minuten nach jeder
Arbeitsstunde. Wechselbelastende Tätigkeiten ohne Tragen und Heben von Gewichten
sowie ohne Zwangshaltungen seien notwendig. Stark repetitive Tätigkeiten seien zu
vermeiden (IV-act. 244-1 f.).
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A.g Das Versicherungsgericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 29. November
2017 ab (IV-act. 247). Es hielt insbesondere fest, dass keine Hinweise bestünden, die
Zweifel an den gutachterlichen Schlussfolgerungen wecken würden (IV 2015/259,
E. 2.2.3). Der Zustand der rechten Schulter habe im Verfügungszeitpunkt mindestens
dem Zustand im Begutachtungszeitpunkt entsprochen bzw. die rechte Schulter habe
sich infolge der durchgeführten Operation (zwischenzeitlich) sogar verbessert (E. 2.3.3).
In Bezug auf die von Dr. D._ in den Attesten vom 28. Oktober 2014 und vom 11. Mai
2015 angegebenen lumbalen Rückenschmerzen (vgl. IV-act. 212, 227-8 f.) sei darauf
hinzuweisen, dass das Lumbovertebralsyndrom im Zeitpunkt der Z._-Begutachtung
inaktiv gewesen sei. Dass sich die Rückenproblematik in den knapp zwei Jahren
zwischen der Begutachtung und dem Erlass der Verfügung im vom Beschwerdeführer
geklagten Ausmass verschlechtert habe, sei nicht belegt. Eine objektive
Verschlechterung der Rückenproblematik sei nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit gegeben (E. 2.3.4). Der Entscheid erwuchs unangefochten in
Rechtskraft.
B.
B.a Mit Schreiben vom 12. Januar 2018 meldete der Versicherte der IV-Stelle eine
Verschlechterung seines Gesundheitszustands unter Beilage eines Attests von
Dr. D._ vom 11. Januar 2018 (IV-act. 249, 250). Das auf den 30. Januar 2018 datierte
Anmeldeformular für berufliche Integration/Rente reichte er nach. Er gab an, unter
Rückenschmerzen zu leiden; die Halswirbelsäule und die Wirbel 11 und 12 würden
starke Schmerzen erzeugen (IV-act. 255). Eine am 4. Januar 2018 von Dr. med. G._,
FMH Radiologie, durchgeführte CT der HWS/BWS/LWS ergab in Bezug auf die HWS
eine nach wie vor linksforaminale Enge mit möglicher Reizung der C5-Wurzel. Dr. G._
notierte, eine Spinalkanalstenose sei nicht nachzuweisen. Nach wie vor bestünden
mehrsegmentale degenerative Veränderungen. In Bezug auf die BWS und LWS gebe
es keinen Hinweis auf das Vorliegen einer Spinalkanalstenose oder einer
neuroforaminalen Neurokompression. An der LWS bestünden leichte degenerative
Veränderungen bei gering ausgeprägter Facettengelenkarthose auf Höhe LWK 4/5
sowie LWK 5/SWK 1. Auf Höhe BWK 10/11 bestehe eine unveränderte gering
ausgeprägte Osteochondrose mit Retrospondylophyten (IV-act. 251). Dr. D._ führte
im Attest vom 11. Januar 2018 dieselben Diagnosen wie im Attest vom 3. November
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2015 (vgl. act. 244-1 f.) auf. Zusätzlich nannte sie eine Tendovaginitis stenosans Dig. III
rechts. In Bezug auf das Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie Th10/11 und
multisegmentaler Degeneration ergänzte sie das Bestehen von Retrospondylophyten
Th10/11. Zudem präzisierte sie, dass es sich bei der Wurzelreizsymptomatik L5 rechts
bei einer Diskushernie rechts medio-lateral L5/S1 um ein intermittierendes
Radikulärsyndrom handle und dass das Impingement rechts die rechte Schulter
betreffe. In Bezug auf den Verlauf und die Arbeitsunfähigkeit wiederholte sie die
Ausführungen im Attest vom 3. November 2015. Zusätzlich führte sie aus, der
Versicherte habe seit Februar 2017 einen stechenden Schmerz im unteren
Brustwirbelbereich. Er leide zunehmend an Schlafstörungen und an Schwindel und
Herzrasen bei den Schmerzattacken. Die Gehstrecke betrage maximal 30 Minuten, die
Stehfähigkeit maximal 10 Minuten (IV-act. 250).
B.b Am 7. Februar 2018 hielt der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) fest, dass sich
Dr. D._ im Wesentlichen auf die Angaben des Versicherten abgestützt und nicht
hinterfragt habe, ob diese der objektiven Situation entsprächen. Auch der Befund der
Bildgebung sei nicht geeignet, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
glaubhaft zu machen (IV-act. 258).
B.c Mit Vorbescheid vom 8. Februar 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten das
Nichteintreten auf das Leistungsbegehren in Aussicht. Als Begründung hielt sie fest,
der Versicherte habe nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse
seit der letzten Verfügung vom 26. Juni 2015 wesentlich verändert hätten (IV-act. 261).
Der Versicherte erhob dagegen einen Einwand (IV-act. 263). Dr. med. H._, Facharzt
Neurochirurgie/Schmerztherapie, nannte in seinem Bericht vom 26. April 2018 die
Diagnosen Status nach ACIF-Operation C6/7 (ca. 2009 fecit Dr. I._) mit einer aktuell
deutlichen Anschlusspathologie C4/5 mit einer links betonten Foraminalstenose,
Facettengelenksarthrosen und einer Spontanfusion C5/6, ein unklarer rechts betonter
Schmerz am thorakolumbalen Übergangsbereich, ein Status nach LWK1-Fraktur
traumatisch sowie einen Verdacht auf Spinalkanalstenose Th 10/11 und möglich Th
11/12. Er hielt fest, dass der Hauptschmerz aktuell eher im thorakolumbalen
Übergangsbereich als im Bereich der HWS liege. In Bezug auf die HWS sei die Kraft
grobkursorisch unauffällig. Das Spurling-Manöver links sei negativ und rechts nicht
durchführbar gewesen. Wenn der Patient versucht habe, den Arm seitlich
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wegzustrecken, sei es zu einem Tremor und Blockade gekommen. Eine Reklination sei
praktisch nicht möglich gewesen. Die Kopfrotation sei beidseitig schmerzhaft gewesen.
Der Kinn-Sternum-Abstand habe 2 cm betragen. In Bezug auf die BWS/LWS habe ein
deutlicher Klopfschmerz im BWS/LWS-Übergangsbereich bestanden. Sowohl die
Reklination als auch die Inklination sei schmerzhaft gewesen. Eine radikuläre
Schmerzkomponente habe nicht bestanden. Um mehr Klarheit zu schaffen, werde er
ein MRI des thorakulumbalen Übergangs und der HWS machen (IV-act. 264-4 f.). In
seinem Bericht vom 7. Mai 2018 hielt Dr. H._ fest, dass das MRI der HWS vom
27. April 2018 eine breitbasige Protrusion C4/5 aufgezeigt habe. Das Myelon werde
erreicht, es sei leicht abgeflacht. Es bestehe keine eigentliche Kompression und nur
eine sehr diskrete Spinalkanaleinengung und foraminale Einengung. Das MRI der LWS
(inklusive thorakolumbaler Übergang) vom 30. April 2018 habe eine ausgeheilte ältere
LWK1-Fraktur gezeigt. Das Alignement sei leicht verändert mit vermehrter
Kyphosierung. Die in der CT-Untersuchung unklare Region sub Th9 bis zum
thorakolumbalen Übergang präsentiere sich im Wesentlichen unauffällig. Es bestehe
der Verdacht auf einen Status nach Morbus Scheuermann sowie auf eine diskrete
Segmentdegeneration L5/S1 mit Facettengelenksarthrosen und beidseitiger leicht links
betonter Rezessalstenose. Zusammenfassend sei zu sagen, dass weder für die
Symptomatik im Bereich der HWS noch im Bereich der unteren Extremitäten eine
wegweisende Pathologie vorliege. Er sehe in der jetzigen Situation keine
Behandlungsmöglichkeit (IV-act. 264-2 f.). Dr. med. J._, FMH Allgemeine Innere
Medizin, hielt im Schreiben vom 17. Mai 2018 zuhanden der IV-Stelle fest, die Berichte
von Dr. H._ dokumentierten die Komplexität der angegebenen Beschwerden bzw.
die Schwierigkeit, die Symptome zu objektivieren oder die Situation des Versicherten
umfassend und sachgerecht zu beurteilen. Der Versicherte berichte zudem über
Stürze. Diese seien neu und aufgrund der Beschreibung nicht auf ein epileptogenes
Geschehen zurückzuführen, sondern träten vielmehr im Sinne eines massiven
plötzlichen Einknickens aufgrund von Bewegungsapparats-Beschwerden auf.
Zusammenfassend komme er zum Schluss, dass neue Beschwerden zwar vorhanden,
aber nicht ausreichend dokumentierbar seien (IV-act. 264-1).
B.d Der RAD notierte am 19. Juni 2018, dass sich gemäss den Berichten von Dr. H._
und Dr. J._ die vom Versicherten vorgetragenen subjektiven Angaben und
Beschwerden eindeutig nicht objektivieren liessen. Somit bleibe es dabei, dass keine
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Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit
der Referenzsituation glaubhaft gemacht worden sei (IV-act. 265-3).
B.e Die IV-Stelle trat mit Verfügung vom 19. Juni 2018 mangels Glaubhaftmachung
einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf das
Leistungsbegehren ein (IV-act. 267).
B.f Am 27. August 2018 meldete sich der Versicherte erneut für Leistungen der
beruflichen Integration/Rente an. Er gab an, unter rheumatologischen und psychischen
Beeinträchtigungen zu leiden (IV-act. 272). Dr. J._ hielt im Bericht vom 3. August
2018 das Bestehen einer Cervicalgie, einer Lumbago am thoracolumbalen Übergang
sowie eine Periarthropathie der rechten Schulter fest. Er stellte eine konzise
Beschwerdeschilderung mit objektivierbaren degenerativen Veränderungen fest.
Bezogen auf den Bewegungsapparat sei der Versicherte im ursprünglichen Beruf nicht
arbeitsfähig. Auch in einer leichten Verweistätigkeit sei er, unter Berücksichtigung der
psychischen Komponente, nicht mehr arbeitsfähig. Streng rheumatologisch-theoretisch
sei eine sehr leichte, wechselbelastende Verweistätigkeit mit idealer
Arbeitsplatzergonomie unter einer verminderten Leistungsfähigkeit um 25-50%
denkbar (IV-act. 268). Dr. med. K._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, nannte im Bericht vom 15. August 2018 folgende Diagnosen: Rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), chronische
Schmerzstörung (mit somatischen und psychischen Faktoren, ICD-10 F45.41) sowie
Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung (mit anankastischen Anteilen und
ausgeprägtem Unrechtsbewusstsein und mit vorwiegend misstrauischen,
selbstvermeidenden, ängstlichen Anteilen, ICD-10 F61.0). Sie berichtete über
Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, ausgeprägtes formalgedankliches
Grübeln, Passivität, vermindertes Interesse, Vernachlässigung der
Freizeitbeschäftigung sowie Veränderung in der Selbstwahrnehmung. Der Versicherte
habe eine Erwartungshaltung anderen gegenüber sowie ein andauerndes Gefühl von
Nervosität und Bedrohung ohne wirkliche äussere Ursachen. Hinweise auf Wahn,
Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen bestünden nicht. Sie gehe von einer
depressiven Symptomatik aus, welche sich nach dem Tod der Mutter des Versicherten
verstärkt habe. Sie empfehle bei einem Verdacht auf eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung eine diagnostische Abklärung und die Aufnahme einer
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Behandlung der Schlafstörungen. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit sei deutlich
eingeschränkt. Sie gehe von einer Arbeitsfähigkeit von 20-30% auf dem ersten
Arbeitsmarkt aus (IV-act. 270).
B.g Der RAD notierte am 30. August 2018, sowohl Dr. J._ als auch Dr. K._ hätten
im Wesentlichen den gleichen Sachverhalt wie die Gutachter im Jahr 2013
beschrieben. Dr. K._ ordne das psychische Zustandsbild des Versicherten lediglich
diagnostisch anders ein (IV-act. 278).
B.h Mit Vorbescheid vom 31. August 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten das
Nichteintreten auf das Leistungsbegehren mangels Glaubhaftmachung einer
wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse in Aussicht (IV-act. 281). Der
Versicherte wandte dagegen im Wesentlichen ein, es sei für ihn kaum vorstellbar, dass
die neuen Arztberichte keine Verschlechterung des Gesundheitszustands belegten. Er
wünsche eine erneute Anmeldung in einer Z._-Klinik, um so einen neutralen Bericht
zu erhalten. Es seien neue psychische Leiden zum Vorschein gekommen, da seine Frau
im Jahr 2015 ihre Anstellung verloren habe und im Frühjahr 2018 seine Mutter
verstorben sei, zu der er eine enge und emotionale Beziehung gepflegt habe. Dies
führe zu schlaflosen Nächten. Die ganzseitige Lähmung der rechten Körperhälfte führe
zu immer häufigeren Stürzen (IV-act. 285).
B.i Mit Verfügung vom 11. Oktober 2018 trat die IV-Stelle mangels Glaubhaftmachung
einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf das
Leistungsbegehren ein (IV-act. 287).
C.
C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
8./9. November 2018 (Datum Beschwerdeschrift/Poststempel) Beschwerde mit dem
Antrag, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei aufzuheben
und es sei ihm eine Rentenleistung zu gewähren. Sollten die eingereichten Beweise
nicht ausreichend sein, sei ein aktuelles Z._-Gutachten zu erstellen. Als Beweismittel
reichte er einen Bericht von Dr. med. L._, Allgemeine Innere Medizin FMH spez.
Geriatrie, vom 3. August 2018 (erstellt am 23. August 2018, dieser ist identisch mit dem
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Bericht von Dr. J._ vom 3. August 2018, vgl. act. G 1.2, IV-act. 268) sowie den
Bericht von Dr. K._ vom 15. August 2018 (act. G 1.3, IV-act. 270) ein. Zur
Begründung machte er ergänzend zu den Einwänden im Vorbescheidverfahren geltend,
die Bewegungseinschränkungen seien stärker denn je. Ihm falle es schwer sich zu
bücken, den Oberkörper um die eigene Achse zu drehen, die Hände in die Luft zu
strecken, die Schulterblätter zu rotieren etc. Gewisse Bewegungen könne er gar nicht
oder nur bis zu einem stark eingeschränkten Radius vornehmen (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort die Abweisung
der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung hielt sie fest, der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers habe sich gemäss der Stellungnahme des RAD vom 30. August
2018 nicht wesentlich verändert. Auch der Bericht von Dr. L._ vom 23. August 2018
(dieser ist identisch mit dem Bericht von Dr. J._ vom 3. August 2018, vgl. act. G 1.2,
IV-act. 268) enthalte keine neuen Aspekte. Die den Beschwerdeführer behandelnden
Ärzte würden lediglich den gleich gebliebenen medizinischen Sachverhalt anders
beurteilen. Mangels der Glaubhaftmachung einer erheblichen Änderung des
Gesundheitszustands seien sie zu Recht nicht auf die Neuanmeldung des
Beschwerdeführers eingetreten.
C.c Der Beschwerdeführer reichte keine Replik ein (vgl. act. G 6).

Erwägungen
1.
1.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2018 ist die
Beschwerdegegnerin nicht auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
27. August 2018 eingetreten. Nachfolgend ist lediglich zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Wiederanmeldung eingetreten ist. Nicht
Gegenstand dieses Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerdeführer einen
Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei
ihm eine Rente zuzusprechen, ist darauf nicht einzutreten.
1.2 Gemäss Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV,
SR 831.201) wird eine neue Anmeldung für Rentenleistungen nur geprüft, wenn darin
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glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Damit soll verhindert werden,
dass sich die Verwaltung nach einer vorausgegangenen rechtskräftigen
Leistungsverweigerung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher
begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen
befassen muss (BGE 117 V 200 E. 4b). Da es sich beim Invaliditätsgrad nicht um ein
Sachverhaltselement, sondern um das Ergebnis einer Rechtsanwendung handelt, kann
er nicht direkt glaubhaft gemacht werden. Die Glaubhaftmachung einer relevanten
Veränderung muss sich deshalb - entgegen dem Wortlaut der genannten Bestimmung
- auf jene Sachverhaltselemente beziehen, die für die Invaliditätsbemessung relevant
sind. Die glaubhaft gemachte Veränderung eines solchen Sachverhaltselements muss
so erheblich sein, dass mit der Entstehung eines anspruchsbegründenden
Invaliditätsgrades zu rechnen ist, falls sich die Veränderung in einem anschliessenden
umfassenden Verwaltungsverfahren nachweisen lassen sollte. Die in Art. 87 Abs. 3 IVV
aufgestellte "Prüfungs-" bzw. Eintretenshürde ist also unter anderem dann
überwunden, wenn die sich neu anmeldende versicherte Person glaubhaft machen
kann, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat und dass damit ihr
Arbeitsunfähigkeitsgrad in einem erheblichen Ausmass angestiegen ist. Da das
Beweismass nur im Glaubhaftmachen besteht, muss es genügen, wenn die Indizien auf
den Eintritt einer solchen Verschlechterung des Gesundheitszustandes hindeuten
(Entscheid Versicherungsgericht St. Gallen vom 19. Juni 2018, IV 2017/450 E. 1.2). Die
Frage, ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad
erheblichen Tatsachen eingetreten sein könnte, beurteilt sich durch den Vergleich des
Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ersten Ablehnungsverfügung bestanden hat, mit
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 130 V 73 ff. E. 3).
1.3 Die Beschwerdegegnerin hat das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers am
26. Juni 2015 nach der materiellen Prüfung des Leistungsgesuchs vom 27. Juni 2011
abgewiesen. Sie hat sich dabei im Wesentlichen auf das Z._-Gutachten vom
27. Oktober 2013 gestützt, in welchem die Gutachter als Diagnosen mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisch subjektiv erlebtes Halbkörpersyndrom rechts, aus
rheumatologischer Sicht nicht in allen Aspekten spezifisch zuordenbar (IDC-10 M79),
sowie psychologische und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Krankheiten, im Erscheinungsbild einer Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung von
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gemischten Gefühlen (reaktive Depression, Sorge, Anspannung, Ärger) entsprechend,
differentialdiagnostisch Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen/
Rentenbegehrlichkeit (ICD-10 F54) (erscheinungsmässig F43.23,
differentialdiagnostisch F68) genannt hatten. Die Gutachter erachteten den
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit ganztags bei einer Leistungsminderung
von 20% als arbeitsfähig. Der Invaliditätsgrad betrug 20% (IV-act. 229).
2.
2.1 Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer mithilfe der Akten, welche sich auf seinen
Gesundheitszustand seit Erlass der rentenabweisenden Verfügung vom 26. Juni 2015
beziehen, eine relevante Verschlechterung seines Gesundheitszustands hat glaubhaft
machen können. Folgende Akten liegen im Recht: Zwei Atteste von Dr. D._ vom
3. November 2015 und 11. Januar 2018, ein CT-Bericht von F._ vom 30. Oktober
2015, ein CT-Bericht von Dr. G._ vom 4. Januar 2018, zwei Berichte von Dr. H._
vom 26. April 2018 und vom 7. Mai 2018, zwei Berichte von Dr. J._ vom 17. Mai 2018
und vom 3. August 2018 sowie ein Bericht von Dr. K._ vom 15. August 2018.
2.2 Dr. D._ nennt im Attest vom 3. November 2015 unter Bezugnahme auf den CT-
Bericht von F._ vom 30. Oktober 2015 als neue Diagnose ein
Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie Th10/11 und multisegmentaler
Degeneration. Die weiteren aufgeführten Diagnosen hatten bereits im
Verfügungszeitpunkt vom 26. Juni 2015 bestanden (vgl. IV-act. 212, 227-8 f., 244-1 f.)
und sind daher im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verschlechterung des
Gesundheitszustands unbeachtlich. In Bezug auf den Verlauf notierte Dr. D._, der
Versicherte berichte aktuell über einen seit Monaten bestehenden stechenden Schmerz
im unteren Brustwirbelbereich sowie über Rotationsschmerz. An der unteren
Brustwirbelsäule bestehe ein massiver Klopf- und Ausstrahlungsschmerz in das rechte
Bein. Die weiteren Ausführungen decken sich mit den Attesten vom 28. Oktober 2014
und vom 11. Mai 2015. Betreffend die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. D._ fest, diese
betrage maximal 30%, mithin 2-3 Stunden täglich mit einer Pause von 10 Minuten nach
jeder Arbeitsstunde. Wechselbelastende Tätigkeiten ohne Tragen und Heben von
Gewichten sowie ohne Zwangshaltungen seien notwendig. Stark repetitive Tätigkeiten
seien zu vermeiden (IV-act. 244-1 f.). Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist identisch mit
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jenen in den Attesten vom 28. Oktober 2014 und vom 11. Mai 2015 (vgl. IV-act. 212,
227-8 f.). Im Attest vom 11. Januar 2018 notierte Dr. D._ als neue Diagnose eine
Tendovaginitis stenosans Dig. III rechts und ergänzte, gestützt auf den CT-Bericht von
Dr. G._ vom 4. Januar 2018, in Bezug auf das Thorakovertebralsyndrom bei
Diskushernie Th10/11 und multisegmentaler Degeneration das Bestehen von
Retrospondylophyten Th10/11. In Bezug auf den Verlauf und die Arbeitsfähigkeit
wiederholte Dr. D._ die Ausführungen im Attest vom 3. November 2015. Zusätzlich
führte sie aus, der Versicherte habe seit Februar 2017 einen stechenden Schmerz im
unteren Brustwirbelbereich. Er leide zunehmend an Schlafstörungen und an Schwindel
und Herzrasen bei den Schmerzattacken. Die Gehstrecke betrage maximal 30 Minuten,
die Stehfähigkeit maximal 10 Minuten (IV-act. 250). Diesen ärztlichen Attesten sind
keine Hinweise auf eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers zu entnehmen. Aus Sicht des medizinischen Laien kann es sich bei
den oben aufgeführten Diagnosen möglicherweise tatsächlich um neue Diagnosen
handeln. Es ist jedoch nicht glaubhaft gemacht, dass diese für die
Arbeitsfähigkeitsschätzung relevant sind. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. D._
hat sich im entsprechenden Zeitraum nämlich nicht verändert. Dies weist darauf hin,
dass sie den möglichen neuen Diagnosen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit keine
Bedeutung zugemessen hat. Auch die vom Beschwerdeführer gegenüber Dr. D._
geäusserten Schmerzen sind nicht ausreichend belegt, um eine wesentliche
Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft zu machen. Der
Beschwerdeführer hatte bereits gegenüber dem rheumatologischen Gutachter, Dr.
med. M._, erklärt, dass er in der ganzen rechten Körperhälfte Schmerzen habe
(rheumatologisches Teilgutachten vom 5. August 2013, IV-act. 186-75). Inwiefern sich
der Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert haben soll, ist daraus nicht
ersichtlich. Zudem haben auch diese Angaben zu keiner abweichenden
Arbeitsfähigkeitsschätzung durch Dr. D._ geführt.
2.3 Dr. H._ hat mit Schreiben vom 26. April 2018 und vom 7. Mai 2018 zuhanden von
Dr. J._ über den Zustand der HWS, der BWS und der LWS berichtet. Diese beiden
Berichte beinhalten keine Angaben, die auf eine arbeitsfähigkeitsrelevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands hindeuten würden. So hat Dr. H._
explizit festgehalten, dass weder für die Symptomatik im HWS-Bereich noch im
Bereich der unteren Extremität eine wegweisende Pathologie vorliege (IV-act. 264-2).
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2.4 Dr. J._ hat im Schreiben vom 17. Mai 2018 zuhanden der Beschwerdegegnerin
festgehalten, der Beschwerdeführer berichte über Stürze. Diese seien neu und träten
gemäss der Beschreibung im Sinne eines massiven plötzlichen Einknickens aufgrund
von Bewegungsapparats-Beschwerden auf. Der Beschwerdeführer habe wegen der
Sturzfolgen einmal einen Notfallarzt aufgesucht (IV-act. 264-1). Dieser Bericht enthält
keine Hinweise, die eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands
glaubhaft machen. Obwohl Dr. J._ festgehalten hat, die Stürze seien neu, hat er keine
weiteren Abklärungen im Hinblick auf eine allfällige Therapie vorgenommen oder in die
Wege geleitet. Dies deutet darauf hin, dass er den Berichten des Beschwerdeführers
zwar Glauben geschenkt, diese aber nicht als schwerwiegend genug eingestuft hat, um
medizinische Abklärungen zu tätigen. Mit dem Schreiben von Dr. J._ vom 17. Mai
2018 ist daher keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft
gemacht worden. Im Bericht vom 3. August 2018 hat Dr. J._ das Bestehen einer
Cervicalgie, einer Lumbago am thoracolumbalen Übergang sowie eine Periarthropathie
der rechten Schulter festgehalten. Betreffend die Arbeitsfähigkeit hat er angegeben,
streng rheumatologisch-theoretisch sei eine sehr leichte, wechselbelastende
Verweistätigkeit mit idealer Arbeitsplatzergonomie unter einer verminderten
Leistungsfähigkeit um 25-50% denkbar (IV-act. 268). Der RAD hat dazu notiert,
Dr. J._ habe im Wesentlichen den gleichen Sachverhalt wie die Gutachter im Jahr
2013 beschrieben. "Anteile rezidivierender Zervikalgien und Zephalgien" seien bereits
im rheumatologischen Teilgutachten 2013 beschrieben worden. Dr. J._ beschreibe
eine "diffuse leichte taktile Dysästhesie der rechten Köperhälfte ohne sonstige
Hemisymptomatik". Dies entspreche dem im Gutachten beschriebenen "chronisch
subjektiv erlebten Halbköpersyndrom rechts". Bezüglich der Lumbago am
thorakolumbalen Übergang führe Dr. J._ aus, die Lumbago sei vom Versicherten "als
Dauerschmerz mit Zunahme bei raschen Bewegungen oder monotonen Belastungen
wie langes Sitzen" angegeben worden. Bei den Befunden beschreibe Dr. J._ eine
"antalgisch" (d.h. wegen Schmerzvermeidung) eingeschränkte Beweglichkeit
thorakolumbal mit lokaler Schmerzangabe und hier auch Klopfdolenz. Diese Befunde
entsprächen den Befunden der rheumatologischen Begutachtung 2013. Auch damals
sei die Untersuchung der BWS- und LWS-Beweglichkeit schmerzbedingt
eingeschränkt gewesen und habe nicht differenziert in den Freiheitsgraden erfolgen
können. Die von Dr. J._ genannte Bewegungseinschränkung der rechten Schulter
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werde ebenfalls bereits im rheumatologischen Teilgutachten 2013 beschrieben (IV-
act. 278-3 f.). Diese fachliche Einschätzung des RAD überzeugt. Betreffend die
Schulterbeschwerden ist zu ergänzen, dass die am 29. April 2014 durchgeführte
Operation gemäss den Attesten von Dr. D._ vom 11. Mai 2015, vom 3. November
2015 und vom 11. Januar 2018 nur vorübergehend zu einer Verbesserung geführt hat
(vgl. IV-act. 227, 244, 250). Das Versicherungsgericht hat dazu rechtsverbindlich
festgehalten, es sei davon auszugehen, dass der Zustand der rechten Schulter im
Verfügungszeitpunkt mindestens dem Zustand im Begutachtungszeitpunkt
entsprochen habe (IV 2015/259 E. 2.3.3). Hinweise, wonach sich die
Schulterbeschwerden im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom
11. Oktober 2018 im Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung verschlechtert hätten,
bestehen nicht. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Bericht von Dr. J._ vom
3. August 2018 keine Hinweise enthält, die eine relevante Verschlechterung des
Gesundheitszustands glaubhaft machen würden. Der Umstand, dass er die
Arbeitsfähigkeit aus rheumatologisch-theoretischer Sicht in einer sehr leichten
Verweistätigkeit bei einer verminderten Leistungsfähigkeit auf 50-75% schätzt und
damit tiefer liegt als die Gutachter, die den Beschwerdeführer in einer adaptierten
Tätigkeit ganztags bei einer Leistungsminderung von 20% als arbeitsfähig erachtet
haben, vermag daran nichts zu ändern. Eine tiefere Arbeitsfähigkeitsschätzung allein
genügt nicht, um eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands
glaubhaft zu machen.
2.5 Dr. K._ hat im Bericht vom 15. August 2018 zuhanden von Dr. J._ folgende
Diagnosen genannt: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige
Episode (ICD-10 F33.1), chronische Schmerzstörung (mit somatischen und
psychischen Faktoren, ICD-10 F45.41) sowie Verdacht auf kombinierte
Persönlichkeitsstörung (mit anankastischen Anteilen und ausgeprägtem
Unrechtsbewusstsein und mit vorwiegend misstrauischen, selbstvermeidenden,
ängstlichen Anteilen, ICD-10 F61.0) (IV-act. 274). Diese Diagnosen weichen von der
psychiatrischen Diagnose im Z._-Gutachten ab. Der RAD hat dazu notiert, der von
Dr. K._ beschriebene psychopathologische Status decke sich mit jenem des
psychiatrischen Teilgutachtens 2013. Dr. K._ beschreibe das gleiche psychische
Zustandsbild, welches sie diagnostisch anders einordne (IV-act. 278-4). Ein Vergleich
des psychopathologischen Status gemäss dem Bericht von Dr. K._ mit jenem des
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psychiatrischen Teilgutachtens weist jedoch – nebst den vom RAD zu Recht
festgestellten Übereinstimmungen – auf eine Verschlimmerung der Beschwerden hin.
So hat Dr. K._ über das Vorhandensein von Konzentrationsstörungen und
ausgeprägtem formalgedanklichem Grübeln berichtet (vgl. IV-act. 274-2), während der
psychiatrische Gutachter, Dr. med. N._, diese Befunde noch ausdrücklich verneint
hatte (vgl. psychiatrisches Teilgutachten vom 23. Juli 2013, IV-act. 186-108). Des
Weiteren hat Dr. K._ über Veränderung in der Selbstwahrnehmung berichtet; der
Beschwerdeführer habe eine Erwartungshaltung anderen gegenüber sowie ein
andauerndes Gefühl von Nervosität und Bedrohung ohne wirkliche äussere Ursachen.
Sie hat festgehalten, dass sie aktuell von einer depressiven Symptomatik ausgehe,
welche sich nach dem Tod der Mutter des Beschwerdeführers verstärkt habe (IV-
act. 274-2). Der psychiatrische Gutachter hatte noch keine diesbezüglichen Befunde
festgehalten. Des Weiteren hat Dr. K._ notiert, die Arbeitsfähigkeit sei aktuell deutlich
eingeschränkt und betrage 20-30% auf dem ersten Arbeitsmarkt. Diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung liegt signifikant tiefer als jene des psychiatrischen
Gutachters, welcher von einer reduzierten Leistungsfähigkeit von maximal 20%
ausgeht (vgl. IV-act. 186-67). Obwohl sich der Bericht von Dr. K._ auf das
Erstgespräch mit dem Beschwerdeführer stützt und dem Bericht somit eine
beschränkte Aussagekraft in Bezug auf den Verlauf des psychischen
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers zukommt, erscheint es angesichts der
neuen Befunde und Diagnosen sowie der deutlich tieferen Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. K._ plausibel, dass sich der psychische Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers seit der rentenabweisenden Verfügung vom 26. Juni 2015
wesentlich verschlechtert hat. Zu berücksichtigen ist dabei insbesondere der Umstand,
dass die Mutter des Beschwerdeführers im Frühjahr 2018 verstorben ist und der
Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben ein enges Verhältnis zu seiner Mutter
gepflegt hatte (act. G 1, IV-act. 285). Der Beschwerdeführer hat somit glaubhaft
gemacht, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand seit der rentenabweisenden
Verfügung vom 26. Juni 2015 wesentlich verschlechtert hat.
2.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in somatischer Hinsicht aufgrund
möglicher neuer Diagnosen und Befunde zwar Indizien für eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands bestehen, diese für sich alleine jedoch nicht ausreichen, um eine
relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft zu machen. In Bezug
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auf den psychischen Gesundheitszustand hat der Beschwerdeführer dagegen eine
relevante Verschlechterung glaubhaft gemacht. Die angefochtene
Nichteintretensverfügung vom 11. Oktober 2018 ist deshalb aufzuheben und durch den
verfahrensleitenden Entscheid zu ersetzen, dass auf die Neuanmeldung vom
27. August 2018 eingetreten wird. Die Sache ist zur Durchführung des
Verwaltungsverfahrens beziehungsweise zur Prüfung eines Leistungsanspruchs des
Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Bei sorgfältiger
Erfüllung der Untersuchungspflicht dürften die Abklärungen dabei wiederum den
Beizug von Fachspezialisten in den Gebieten der Allgemeinen Inneren Medizin, der
Rheumatologie und der Psychiatrie und Psychotherapie beinhalten.
3.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Entsprechend dem Beurteilungsaufwand
erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- als angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP
hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder
teilweise abgewiesen werden. Da die Beschwerdegegnerin vollumfänglich unterliegt,
hat sie diese Gerichtsgebühr zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher
Höhe wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.