Decision ID: 3d5bd5ed-10b6-5582-a053-c7c61c563fcc
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 6. Januar 2006 wegen Rückenbeschwerden und
psychischer Krankheit zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Im Auftrag der IV-
Stelle erstattete Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am
5. Februar 2007 ein Verlaufsgutachten über den Versicherten (zu seiner Erstbeurteilung
vom 7. Oktober 2005 siehe IV-act. 20-5 ff.). Er diagnostizierte eine mittelgradige
depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) und ging davon aus,
dass ab Spätherbst 2005 eine zunehmende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten aufgetreten sei. Seit 2 oder 3 Monaten
bestehe aus rein psychiatrischer Sicht eine mindestens 80%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-
act. 33, insbesondere S. 28 und 33). Auf der Grundlage dieser gutachterlichen
Beurteilung sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 27. November
2007 und 7. Januar 2008 mit Wirkung ab 1. Februar 2007 bis 30. November 2007 eine
halbe und ab 1. Dezember 2007 bei einem 82%igen Invaliditätsgrad eine ganze Rente
zu (IV-act. 48 ff.).
A.a.
Am 2. Juli 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass eine von Amtes
wegen eingeleitete Überprüfung keine für den Rentenanspruch relevante Änderung am
Invaliditätsgrad ergeben habe (IV-act. 58).
A.b.
Im Rahmen eines im April 2011 von Amtes wegen eingeleiteten
Revisionsverfahrens gab der Versicherte am 27. April 2011 an, sein
Gesundheitszustand sei unverändert (IV-act. 59). Der behandelnde Dr. med. C._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychiatrie, berichtete am 9. Mai 2011, der
A.c.
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Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verbessert. Er diagnostizierte eine
hypochondrische Störung und eine asthenische Persönlichkeitsstörung. Dem
Versicherten bescheinigte er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 63).
Die medas Ostschweiz erstattete der IV-Stelle am 31. Januar 2012 ein
polydisziplinäres Gutachten. Die Gutachter kamen darin zum Schluss, dass spätestens
ab dem Zeitpunkt der Begutachtung kein Gesundheitsschaden mehr bestehe, der
versicherungsmedizinisch betrachtet Funktionseinschränkungen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit begründe (IV-act. 69).
A.d.
Im Vorbescheid vom 12. Dezember 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Einstellung der Rente mit der Begründung in Aussicht, dass keine Invalidität mehr
gegeben sei (IV-act. 71). Dagegen erhob der Versicherte am 23. Januar 2013 Einwand
(IV-act. 83). Seit 8. Januar 2013 wurde der Versicherte in der Klinik D._ ambulant
psychiatrisch behandelt. Die behandelnden medizinischen Fachpersonen attestierten
im Arztbericht vom 15. April 2013 eine ca. 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Als Diagnosen
hielten sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10: F33.10), fest, die anamnestisch seit Jahren bestehe (IV-act. 89). Der IV-Arzt
Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in der Stellungnahme
vom 22. April 2013 aus, die Akten liessen vermuten, dass es sich um eine psychische
Reaktion auf die angekündigte Renteneinstellung handle (IV-act. 90).
A.e.
Am 29. April 2013 trat der Versicherte zur stationären Behandlung in die Klinik
F._ ein (IV-act. 92). Auf telefonische Nachfrage gab die zuständige Ärztin der IV-Stelle
am 10. Mai 2013 zur Auskunft, es sei aufgrund der Sprachprobleme schwierig, Zugang
zum Versicherten und somit eine geeignete Therapie zu finden (IV-act. 93). Am 28. Mai
2013 trat der Versicherte auf eigenen Wunsch aus der Klinik F._ aus (IV-act. 95). Die
dort behandelnde Psychologin diagnostizierte im Bericht vom 30. Mai 2013 eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1),
eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) sowie eine Panikstörung (episodisch
paroxysmale Angst; ICD-10: F41.0; IV-act. 98). Im Bericht vom 6. August 2013
befanden die medizinischen Fachpersonen der Klinik F._, die Frage zum zeitlichen
Ausmass einer adaptierten Tätigkeit könne aufgrund der nur kurzen Hospitalisation
nicht abschliessend beurteilt werden (IV-act. 104-7). Mit Verfügung vom 7. August 2013
A.f.
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ordnete die IV-Stelle die Aufhebung der Rente auf Ende des der Verfügung folgenden
Monats an (IV-act. 102). Die dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde vom
13. September 2013 (IV-act. 106-2 ff.) hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid
vom 27. Oktober 2015, IV 2013/450, IV 2015/40, teilweise gut. Es hob die
angefochtene Verfügung vom 7. August 2013 auf und wies die Sache zur ergänzenden
Abklärung und zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die IV-Stelle zurück. Es
gelangte zur Auffassung, das Gutachten der medas Ostschweiz überzeuge in
somatischer Hinsicht. Aus psychiatrischer Sicht sei das medas-Gutachten vom
31. Januar 2012 zwar nachvollziehbar begründet und in sich schlüssig. Aufgrund der
danach ergangenen Berichte behandelnder psychiatrischer Fachpersonen könne
indessen nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer vom Zeitpunkt
der Begutachtung in der medas Ostschweiz bis zur Verfügung vom 7. August 2013
dauernd zu 100% arbeitsfähig gewesen sei. Deshalb erscheine eine
Verlaufsbegutachtung in psychiatrischer Hinsicht angebracht (IV-act. 124).
Ein Mitarbeiter der IV-Stelle, der sich als solcher gegenüber dem Versicherten
nicht zu erkennen gab, besuchte diesen nach vorgängigen telefonischen Kontakten am
17. Februar 2016 auf dem Gelände der G._ beim H._, um Wahrnehmungen über
dessen Tätigkeiten im Autoverkauf zu machen. Der Mitarbeiter der IV-Stelle hielt in der
Aktennotiz vom 18. Februar 2016 fest, der Versicherte habe den Eindruck hinterlassen,
«der Chef auf dem Platz» zu sein. Dieser habe sehr geschäftstüchtig und agil gewirkt.
Er sei in der Lage gewesen, mehrere Kunden zu gleicher Zeit an sich zu binden und sie
zu beraten. Dabei habe er in «keinster» Weise einen depressiven Eindruck hinterlassen
(IV-act. 144).
A.g.
Die an der Klinik D._ behandelnden medizinischen Fachpersonen
diagnostizierten im Bericht vom 18. März 2016 (Datum Posteingang IV-Stelle) eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10:
F33.10), eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) und eine generalisierte
Angststörung (ICD-10: F41.1). Der Versicherte verfüge über eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 149). Am 6. April 2016 fand in der IV-Stelle ein Gespräch mit
dem Versicherten statt, wo er u.a. zu seinem Gesundheitszustand, seinen
Alltagsaktivitäten und zum Autohandel befragt wurde (IV-act. 150; siehe auch die
Aktennotizen vom 13. April 2016, IV-act. 153 und IV-act. 158). Der Versicherte nahm
A.h.
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B.
am 13. Mai 2016 Stellung zu seiner Tätigkeit und machte im Wesentlichen geltend, es
handle sich hierbei «um einen Zeitvertreib» zugunsten seines Bruders, der ohne
jeglichen Verdienst erfolgt sei (IV-act. 165; zur Würdigung durch die IV-Stelle siehe die
Aktennotiz vom 27. Juni 2016, IV-act. 171).
Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. med. I._, Facharzt für Neurologie,
Psychiatrie, Psychotherapie, am 17. März 2017 ein psychiatrisches Gutachten über den
Versicherten. Er gelangte zur Auffassung, dass eine aktuell bestehende spezifische
psychiatrische Gesundheitsstörung nicht nachgewiesen werden könne. Plausibel
erscheine, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten, wie im medas-
Gutachten aus dem Jahr 2012 dargestellt, seit 2005 gebessert und zum Zeitpunkt der
damaligen Untersuchung (September 2011) keine durch eine psychiatrische
Gesundheitsstörung bedingte Arbeitsunfähigkeit mehr vorgelegen habe. Er (Dr. I._)
halte es vor dem Hintergrund der aktuell gut erkennbaren verzerrten Selbstdarstellung
des Versicherten für nicht nachgewiesen, dass ab September 2011 bis heute eine
psychiatrisch begründete anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (IV-act. 183).
Dr. med. J._, Fachärztin für Neurologie, Mitarbeiterin der IV-Stelle, hielt das
psychiatrische Gutachten von Dr. I._ für aussagekräftig (Stellungnahme vom 24. Mai
2017, IV-act. 184).
A.i.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (zum Vorbescheid vom 18. August
2017 siehe IV-act. 185 und zum Einwand des Versicherten vom 18. September 2017
siehe IV-act. 190) verfügte die IV-Stelle am 24. November 2017 die revisionsweise
Einstellung der Rentenleistungen «per September 2013» (IV-act. 193).
A.j.
Gegen die Verfügung vom 24. November 2017 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 10. Januar 2018. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter
Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache mindestens
einer halben Rente über den September 2013 hinaus. Eventualiter sei die
Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im
Wesentlichen bringt der Beschwerdeführer vor, die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der
medas Ostschweiz und von Dr. I._ seien mangelhaft und nicht beweiskräftig (act.
G 1). Mit der Beschwerde reicht der Beschwerdeführer eine Stellungnahme des in der
B.a.
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Klinik D._ behandelnden Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 18. Dezember 2017 ein, worin sich dieser kritisch zum Gutachten
von Dr. I._ äussert (act. G 1.2).
Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018
die Abweisung der Beschwerde. Sie hält die Beurteilungen der Gutachter der medas
Ostschweiz und von Dr. I._ für beweiskräftig. Gestützt auf die darin beschriebene
gesundheitliche Verbesserung und bescheinigte Arbeitsfähigkeit sei die Rente zu Recht
eingestellt worden (act. G 5).
B.b.
Das Versicherungsgericht entspricht am 8. März 2018 dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von
den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das
Beschwerdeverfahren (act. G 6).
B.c.
In der Replik vom 15. Juni 2018 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 12).
B.d.
Wegen der Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer (vgl. act.
G 16) sistiert das Versicherungsgericht am 30. Oktober 2018 das Beschwerdeverfahren
(act. G 18 ff.).
B.e.
Das Untersuchungsamt L._ ordnet mit Verfügung vom 20. Dezember 2019 die
Einstellung des Strafverfahrens wegen Betrugs, unrechtmässigen Bezugs von
Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe sowie wegen Vergehens
gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung an (act.
G 24.1).
B.f.
In der Duplik vom 28. Februar 2020 beantragt die Beschwerdegegnerin, die
angefochtene Verfügung sei zu Ungunsten des Beschwerdeführers zu korrigieren,
indem die Rente per 1. April 2011 eingestellt werde. Aus den sich aus den Strafakten
ergebenden Aktivitäten sei zu schliessen, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers bereits seit Januar 2011 verbessert habe (act. G 28; zu den
miteingereichten Akten des Strafverfahrens siehe act. G 28.1).
B.g.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der Renteneinstellung und deren Zeitpunkt. Für die massgebenden rechtlichen
Grundlagen ist auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 27. Oktober 2015,
IV 2014/450 und IV 2015/40, E. 2.2 und E. 3.1 zu Beginn, zu verweisen (IV-act. 122).
2.
Der Beschwerdeführer hält in der Stellungnahme vom 20. Mai 2020 unverändert
an der Beschwerde fest (act. G 36). Hierzu äussert sich die Beschwerdegegnerin am
17. Juni 2020 (act. G 38).
B.h.
Die der Rentenzusprache zugrundeliegenden Beeinträchtigungen der
Arbeitsfähigkeit wurden im Wesentlichen auf den erheblichen sozialen Rückzug
zurückgeführt (zum vom Beschwerdeführer damals geltend gemachten Rückzug in sein
Zimmer und den einsamen Waldspaziergängen siehe IV-act. 33-16 unten; zur
Bezeichnung als «sozial zurückgezogenen Patienten» siehe IV-act. 33-34). Die
Anwesenheit seiner Familie mache ihn häufig nervös, weswegen er es immer öfter
bevorzuge, allein zu sein (IV-act. 33-19 Mitte). Er müsse sich mehrfach pro Tag zum
Ausruhen hinlegen, schlafe dann teilweise für mehrere Stunden ein (IV-act. 33-17).
Zudem wurden kognitive Defizite berücksichtigt, die dazu führten, dass der
Beschwerdeführer überhaupt nicht mehr Auto fuhr, nicht einmal mehr kurze Fahrten
(IV-act. 33-18). Sein Gedächtnis sei in dem Sinn eingeschränkt, dass er sich an
mehrere Sachen nicht erinnern könne (zur reduzierten Konzentration und
Aufmerksamkeit siehe IV-act. 33-20 f.; zur diagnostischen Einordnung dieser Befunde
in den damaligen medizinischen Unterlagen siehe die Ausführungen des
Versicherungsgerichts im Entscheid vom 27. Oktober 2015, IV 2014/450 und
IV 2015/40, E. 3.1, IV-act. 122).
2.1.
Das Versicherungsgericht hat im Entscheid vom 27. Oktober 2015, IV 2014/450
und IV 2015/40, E. 3.2 ff. (IV-act. 122), ausführlich dargelegt, dass die
(Verlaufs-)Beurteilung der medas Ostschweiz sowohl in somatischer als auch
psychiatrischer Hinsicht (E. 3.5 des Entscheids, IV-act. 122) überzeugt und
beweiskräftig ist. Darauf kann verwiesen werden, zumal der Beschwerdeführer seither
keine objektiv relevanten Gesichtspunkte vorbrachte, welche diese Betrachtungsweise
in Zweifel zu ziehen vermögen. Solche sind auch nicht ersichtlich. Die damalige
2.2.
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Rückweisung erfolgte denn auch ausschliesslich mit Blick auf den Gesundheits- und
Arbeitsfähigkeitsverlauf ab Januar 2013 (E. 5 des Entscheids, IV-act. 122), was der
Beschwerdeführer zu verkennen scheint (act. G 12, III. Rz 4 letzter Abschnitt). Im
Übrigen räumt der Beschwerdeführer selbst ein, dass sich seine gesundheitliche
Situation seit der Rentenzusprache allmählich stabilisiert und in diesem Sinn auch
verbessert habe (act. G 1, IV. Rz 4).
Zu beurteilen bleiben damit der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit ab
Januar 2013. Die Beschwerdegegnerin vertritt gestützt auf die gutachterliche
Beurteilung von Dr. I._ die Ansicht, dass sich der Gesundheitszustand seit der
medas-Begutachtung (September 2011) nicht mehr verschlechtert und seither keine
relevante Arbeitsunfähigkeit mehr vorgelegen habe. Der Beschwerdeführer hält diese
gutachterliche Einschätzung aus verschiedenen Gründen nicht für beweiskräftig (act.
G 1, IV. Rz 5 ff.).
2.3.
Der Beschwerdeführer rügt, die Ausführungen von Dr. I._ bezüglich der
kognitiven Leistungsfähigkeit seien widersprüchlich. So habe er (der
Beschwerdeführer) entgegen der Darstellung von Dr. I._ sehr wohl konkrete Beispiele
für kognitive Probleme im Alltag geschildert (act. G 1, IV. Rz 5; vgl. auch act. G 12, III.
Rz 2). Bereits der psychiatrische Gutachter der medas Ostschweiz legte in seiner
beweiskräftigen Beurteilung (siehe vorstehende E. 2.2) schlüssig dar, dass die
mnestischen und kognitiven Funktionen des Beschwerdeführers keine groben
Auffälligkeiten aufweisen würden. Auf Anfrage habe der Beschwerdeführer zwar
angegeben, an Konzentrationsstörungen zu leiden, doch diese seien während der
Untersuchung nicht objektivierbar gewesen (IV-act. 69-23). Im Bericht der Klinik F._
vom 30. Mai 2013 wurde in damit zu vereinbarender Weise festgehalten,
Aufmerksamkeit und Gedächtnis würden nicht beeinträchtigt wirken. Die Konzentration
sei (lediglich) leicht beeinträchtigt (IV-act. 98-2). Auch im Bericht der Klinik D._ vom
16. Februar 2016 wurde im Rahmen der Befunderhebung ausgeführt, dass keine
Hinweise auf Störungen der mnestischen Funktionen bestünden und die Auffassung
sowie Konzentration erhalten seien (IV-act. 149-3). Lediglich beim Fragebogen wurde in
Widerspruch hierzu und ohne nähere Begründung eine Einschränkung beim
Konzentrationsvermögen und Auffassungsvermögen angekreuzt (IV-act. 149-6). Dies
weckt allerdings aufgrund der Widersprüchlichkeit zum Befund und der fehlenden
Begründung für die Einschränkung keine Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung
von Dr. I._. Dieser hat sich die vom Beschwerdeführer empfundenen kognitiven
Defizite detailliert schildern lassen (IV-act. 183-10 oben). Trotz ausführlicher
Untersuchungen (einschliesslich mehrerer Testverfahren) waren indessen auch bei der
2.3.1.
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Begutachtung von Dr. I._ keine relevanten kognitiven Defizite zu objektivieren (IV-
act. 183-14 und 16 f.). Vielmehr zeigten sich deutliche Hinweise auf ein auffälliges
Fehlverhalten und ein nicht authentisches Leistungsverhalten, die sogar auf eine
bewusstseinsnahe Verzerrung der (tiefen) Selbstdarstellung deuten (IV-act. 183-17
unten). Hinzu kommt, dass sich aus dem dokumentierten Verhalten des
Beschwerdeführers beim Autohandel keine Anzeichen für erheblich beeinträchtigte
Funktionen finden liessen (siehe hierzu nachstehende E. 2.3.4).
Aus der Sicht des Beschwerdeführers erhob Dr. I._ keine sorgfältige Anamnese
(act. G 1, IV. Rz 6). Zunächst legt der Beschwerdeführer weder dar noch ist erkennbar
(siehe zu den biografischen Angaben das Gutachten der medas Ostschweiz vom
31. Januar 2012, IV-act. 69-22 unten, sowie den Bericht der Klinik D._ vom
16. Februar 2016, IV-act. 149-3), dass sich in der Zeit vor seiner Einreise in der
Schweiz (1988) Umstände ereignet hätten, die für die psychiatrische Beurteilung
relevant wären und Dr. I._ nicht bekannt gewesen waren. Solche ergeben sich
namentlich auch nicht aus der nicht auf konkrete Umstände eingehenden
Stellungnahme von Dr. K._ vom 18. Dezember 2017 (act. G 1.2). Zu beachten ist
ausserdem, dass sich Dr. I._ ein hinreichendes Bild über die Zeit vor der Einreise
machte, wie sich der auszugsweisen Wiedergabe der Vorakten entnehmen lässt (IV-
act. 183-3 oben).
2.3.2.
Entgegen der nicht näher begründeten Auffassung des Beschwerdeführers (act.
G 1, IV. Rz 9, und act. G 12, III. Rz 3 und Rz 4) stellt der Umstand des inzwischen
anerkanntermassen fehlenden sozialen Rückzugs sehr wohl ein wichtiges Indiz für die
Beurteilung seiner Leistungsfähigkeit dar. Zudem verkennt der Beschwerdeführer (act.
G 12, III. Rz 6), dass das Verhalten eines Menschen im Alltag wichtige Rückschlüsse
auf sein Funktionsniveau und die Konsistenz seines Aussageverhaltens im Kontext
versicherungsleistungsrelevanter medizinischer Abklärungsmassnahmen zulässt. Die
Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen
Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP; Stand: 16. Juni 2016/
Korrigenda vom 17. Oktober 2016) weisen denn auch darauf hin, dass sich aus der
Beschreibung des Tagesablaufs häufig Hinweise auf Interessen, Aktivitäten,
Alltagsgewohnheiten (z.B. Urlaub, Mobilität, soziale Vernetzung) und damit Potential
und Ressourcen, jedoch auch Diskrepanzen zu anderen Angaben oder zum Verhalten
in der Untersuchung ergeben. Die Analyse der Interaktion der Bezugspersonen rund
um die Symptomatik gibt Aufschluss über mögliche modulierende Faktoren (S. 16 der
Leitlinien). Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, da bei der ursprünglichen
2.3.3.
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Rentenzusprache der vom Beschwerdeführer beklagte soziale Rückzug bzw. der damit
einhergehende Funktionsverlust im Vordergrund stand (siehe vorstehende E. 2.1).
Ausserdem rügt der Beschwerdeführer die Ressourcenbeurteilung von Dr. I._
(act. G 1, IV. Rz 10). Von Bedeutung ist vorab, dass bereits im beweiskräftigen
Gutachten der medas Ostschweiz auf ein «eigenes, selbstlimitierendes
Krankheitskonzept» des Beschwerdeführers (IV-act. 69-29) hingewiesen wurde,
weshalb einer objektiv-kritischen Beurteilung der Ressourcen und Funktionsfähigkeit
eine grosse Bedeutung zukommt. Deshalb bildet auch das tatsächliche Verhalten des
Beschwerdeführers, wie er es in Alltagssituationen zeigt, in denen er sich ausserhalb
eines versicherungsrechtlichen Kontexts wähnt, eine wichtige Beurteilungsgrundlage
für die Ressourcenbeurteilung und die Konsistenz der Leidensangaben. Gestützt auf
eigene Wahrnehmungen führte die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin in der
Aktennotiz vom 18. Februar 2016 (IV-act. 144) nachvollziehbar aus, dass der
Beschwerdeführer im Umgang mit allfälligen Kaufinteressenten kontaktfreudig war und
bezüglich der zum Verkauf stehenden verschiedenen Objekte kompetent und die
Wünsche der Interessenten berücksichtigende Auskünfte zu erteilen vermochte (etwa
bezüglich eines für eine Junglenkerin passenden Fahrzeugs). Die anlässlich des
Strafverfahrens durchgeführten verdeckten Ermittlungen bestätigten diesen Eindruck,
worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist (act. G 28, III. Rz 5): Der
Beschwerdeführer «vermittelte, dass er sich gut mit Fahrzeugen und im Betrieb
auskennt. Zudem erweckte er den Anschein, dass er sich um die Kundschaft
kümmert» (Schlussbericht vom 27. Februar 2019, act. G 28.1-S3, S. 4 oben). Das
gleiche Bild vermittelt auch der Einsatzbericht vom 20. April 2019 (act. G 28.1-Z6): «Die
ZP [Zielperson; der Beschwerdeführer] schien sämtliche Tätigkeiten, die im
Zusammenhang mit dem Autoverkauf stehen, zu bewerkstelligen. Jeder Kunde schien
sich an ihn zu wenden. Zudem kannte er sich auf dem Gelände bestens aus. [...] Die
ZP konnte ebenfalls die Fahrzeugdokumente punktgenau heraussuchen» (act. G 28.1-
Z6, S. 2; zum den konkreten Kundschaftsinteressen entsprechenden Verkaufsangebot
siehe act. G 28.1-Z6, S. 1). Anlässlich der verdeckten Abklärung vom 2. Mai 2018
wurden ähnliche Wahrnehmungen festgehalten, die den Eindruck der
Abklärungsperson nachvollziehbar erscheinen lassen, dass sich der Beschwerdeführer
sehr gut auf dem gesamten Gelände und besonders im Container (der als Büro diene)
ausgekannt habe. Er habe jeweils nur einen kurzen Augenblick benötigt, um
Dokumente, Fahrzeugschlüssel usw. zu besorgen (act. G 28.1-Z9). Auch wenn die
Ergebnisse der verdeckten Ermittlung nicht mehr den Sachverhalt bis zur
angefochtenen Verfügung (24. November 2017) erfassen, stimmen sie mit den von der
2.3.4.
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Beschwerdegegnerin vorgenommenen früheren Abklärungsergebnissen und der
Einschätzung von Dr. I._ überein und lassen - mangels erkennbarer Verbesserung
des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers in der Zeit nach der Verfügung -
Rückschlüsse auf den vorliegend massgebenden Zeitraum zu. Die verdeckten
Ermittlungen wurden zudem bloss wenige Monate und damit relativ kurze Zeit nach
dem 24. November 2017 durchgeführt. Zugunsten der Beweiskraft des Gutachtens von
Dr. I._ spricht zudem, dass der psychiatrische medas-Gutachter die Ressourcen
bzw. Arbeitsfähigkeit gleich beurteilte.
Des Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer die diagnostische
Schlussfolgerung von Dr. I._ (act. G 1, IV. Rz 11). Dieser gelangte gestützt auf
eingehende persönliche Untersuchungen des Beschwerdeführers, in Würdigung der
Aktenlage, in Berücksichtigung der ausgewiesenen Diskrepanzen und des
selbstlimitierenden Krankheitskonzepts des Beschwerdeführers (siehe vorstehende
E. 2.3.4 und IV-act. 69-23) sowie mit einlässlicher Begründung zum Schluss, dass eine
psychiatrische Krankheit nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht
werden könne. Diese Beurteilung deckt sich mit der beweiskräftigen Beurteilung des
psychiatrischen medas-Gutachters (siehe hierzu vorstehende E. 2.2). Aus den
Berichten der behandelnden medizinischen Fachpersonen gehen keine objektiv
relevanten Gesichtspunkte hervor, die an dieser Einschätzung Zweifel entstehen
lassen. Vielmehr fällt auf, dass deren Beurteilungen in einer unkritischen Übernahme
der tiefen Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers aufgehen und teilweise in sich
widersprüchlich sind (siehe hierzu vorstehende E. 2.3.1). Es fehlt in diesen Berichten
ausserdem eine erkennbare objektive Konsistenz- und Ressourcenprüfung, wie sie
angesichts der ausgewiesenen Diskrepanzen für eine verlässliche Diagnosestellung
und Arbeitsfähigkeitsschätzung erforderlich sind. Unter diesen Umständen ist die
abweichende Beurteilung der Behandelnden auch nicht geeignet, den Beweiswert des
Gutachtens von Dr. I._ zu erschüttern.
2.3.5.
Der Beschwerdeführer bestreitet zudem, dass er bewusstseinsnah Beschwerden
verdeutliche (act. G 1, IV. Rz 12). Auch der psychiatrische Gutachter der medas
Ostschweiz stellte in seiner beweiskräftigen Einschätzung (siehe vorstehende E. 2.2)
Widersprüche zwischen den subjektiven Angaben und den anamnestisch erhobenen
Daten sowie dem klinischen Befund fest. Die Diskrepanz spreche für eine
Verdeutlichungstendenz (IV-act. 69-23). Anlässlich der Begutachtung durch Dr. I._
wurde diese Einschätzung bestätigt. Sie wird darüber hinaus durch die Erkenntnisse im
Strafverfahren gestützt (siehe hierzu vorstehende E. 2.3.4), die sich mit der gegenüber
medizinischen Fachpersonen vorgetragenen Leidensangaben und -präsentation (siehe
2.3.6.
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etwa IV-act. 183-16 ff., -19 und -21 oder die gegenüber den medizinischen
Fachpersonen der Klinik D._ geltend gemachten Einschränkungen, IV-act. 149-4)
nicht vereinbaren lassen. Ein Mangel am Gutachten von Dr. I._ ist folglich auch unter
diesem Gesichtspunkt nicht dargetan.
Gestützt auf die Gutachten der medas Ostschweiz vom 31. Januar 2012 (IV-
act. 69) und von Dr. I._ vom 17. März 2017 (IV-act. 183) ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers «spätestens» im Zeitpunkt der Untersuchungen in der medas
Ostschweiz (September 2011, IV-act. 69-1) verbesserte und seither keine
längerdauernde, rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit mehr auftrat (IV-act. 69-25, und IV-
act. 183-21 f.). Es fehlen Hinweise, die darauf schliessen liessen, dass das
Valideneinkommen des Beschwerdeführers über den LSE-Hilfsarbeiterlöhnen liegt
(siehe zur monetären Bemessung der Vergleichseinkommen die überzeugenden
Feststellungen der Beschwerdegegnerin in IV-act. 40). Vor diesem Hintergrund kann
eine konkrete betragliche Ermittlung der im Zeitpunkt der Renteneinstellung
massgebenden Vergleichseinkommen unterbleiben, da bei einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit selbst bei Gewährung des nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung höchstzulässigen Tabellenlohnabzugs von 25% (BGE 126 V 75)
offensichtlich kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 40% resultiert.
2.4.
Nach ständiger Rechtsprechung dauert der mit der revisionsweise (Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]) verfügten Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente der
Invalidenversicherung verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung der
Beschwerde - wie ihn die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 7. August 2013
angeordnet hatte (IV-act. 102-6) - bei Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zu
weiteren Abklärungen auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis
zum Erlass der neuen Verwaltungsverfügung an (Urteil des Bundesgerichts vom
21. November 2017, 9C_567/2017, E. 2.2.1, mit Hinweis u.a. auf BGE 129 V 376
E. 4.3). Unter diesen Umständen ist die per 30. September 2013 angeordnete
revisionsweise Renteneinstellung, wie sie bereits mit der Verfügung vom 7. August
2013 angeordnet wurde (IV-act. 102), zu bestätigen, da auch keine Anhaltspunkte
ersichtlich sind, dass die Beschwerdegegnerin die rentenaufhebende Verfügung ohne
hinreichende Abklärung der Revisionsvoraussetzungen bloss deshalb erlassen hätte,
um rechtsmissbräuchlich einen möglichst frühen Revisionszeitpunkt zu provozieren.
Eine zeitlich noch weiter zurückgehende Renteneinstellung, wie sie von der
Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 28. Februar 2020 beantragt wurde (act. G 28),
2.5.
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3.
ist vorliegend nicht angezeigt. Denn die Anzahl der vom Beschwerdeführer im Januar
2011 bzw. in den Folgemonaten veranlassten Motorfahrzeugprüfungen (act. G 28.1,
S96) war insgesamt nicht derart ausgeprägt, dass darin eine im Sinn von aArt. 88
Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; in der
vorliegend anwendbaren bis 31. Dezember 2012 gültigen Fassung) i.V.m. aArt. 77 IVV
meldepflichtige dauerhafte wesentliche Änderung des Gesundheitszustands, der
Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit erblickt werden könnte. Ausserdem könnten allenfalls zu
Unrecht vor Oktober 2013 ausbezahlte Rentenbetreffnisse zufolge zwischenzeitlichen
Ablaufs der absoluten fünfjährigen Verwirkungsfrist von Art. 25 Abs. 2 ATSG ohnehin
nicht mehr zurückgefordert werden. Wie sich aus der Einstellungsverfügung des
Untersuchungsamts L._ vom 20. Dezember 2019 ergibt, konnte dem
Beschwerdeführer ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht nachgewiesen werden
(act. G 24.1), womit eine längere absolute Verwirkungsfrist ausser Betracht fällt.
bis
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.3.1.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden
Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
3.2.
bis
Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'500.--bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat
keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit
erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist
um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit
hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
3.3.
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