Decision ID: 222e9096-09ea-4413-9cb8-2cd6d46ef9e6
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Rechtsverhältnis zu den Erben von C._ oder zum Beschwerdeführer gestanden. Im Jahr 1992 sei die Bewirtschaftung bei F._ und G._ gelegen. Der Gemeindevorstand habe nie einen Beschluss gefasst, wonach dem Beschwerdeführer die Bewirtschaftung zustehe. Die Bestätigung des Verantwortlichen für die Ausrichtung der Bewirtschaftungsbeiträge gegenüber den kantonalen Behörden sage nichts anderes aus, als dass eine bestimmte Person eine bestimmte Fläche bewirtschaftet habe. Daraus lasse sich nicht ableiten, diese Person sei der rechtmässige Bewirtschafter, geschweige denn begründe diese Bestätigung eine Verpflichtung des Grundeigentümers, diese Bewirtschaftung zu dulden. Die Tatsache, dass B._ die Bewirtschaftung dem Beschwerdeführer überlassen habe, ohne ausdrückliche Zustimmung des Gemeindevorstands, begründe keinen Anspruch des Beschwerdeführers, den fraglichen Parzellenteil zu bewirtschaften. Dass die einstigen Vorstandsmitglieder und Weidfachchefs vom unbewilligten Wechsel gewusst hätten, vermöge die Gemeinde nicht zu binden. Gebe es keinen gesetzlichen oder vertraglichen Anspruch auf Begründung des Bewirtschaftungsrechts zu Gunsten des Beschwerdeführers, seien die Beschwerden, soweit die Übertragung der Bewirtschaftung an den Beschwerdeführer verlangt werde, abzuweisen. Der Entscheid, B._ dürfe als Betriebsnachfolger von F._ den fraglichen Parzellenteil bewirtschaften, erweise sich als rechtmässig. Der Entscheid sei weder sachlich ungerechtfertigt noch gesetzes- oder vertragswidrig. Der massgebliche Sachverhalt sei im Zeitpunkt des Entscheids klar gewesen und der Beschwerdeführer habe sich mündlich und schriftlich dazu äussern können.
23. Am 30. Oktober 2013 beantragte B._ (nachfolgend
Beschwerdegegner) im Verfahren R 13 196 sinngemäss die Abweisung
der Beschwerde.
 Er gehe davon aus, dass der Gemeindevorstandsbeschluss vom 22. Mai 1992 nach wie vor in Kraft sei, denn G._ und H._ bewirtschafteten heute noch Teilstücke der Parzelle 3011. Der Beschluss sei nie widerrufen worden.
 Parzelle 1123 sei gegen Parzelle 3011 getauscht worden, weil diese näher beim Betrieb des Beschwerdeführers liege. Die Kündigung von K._ vom 24. Oktober 2006 habe zur Folge gehabt, dass der Beschwerdegegner mündlich reagiert habe und mit dem Beschwerdeführer die Abmachung getroffen habe, dass der Landtausch bestehen bleibe und er für die Mehrfläche von Parzelle
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1123 zusätzlich den Stall ausmisten werde. Am 21. August 2012 habe er dem Beschwerdeführer geschrieben, der Pachtlandtausch sei aufgehoben. Diesen Brief habe der Beschwerdeführer bis heute nicht beantwortet, weshalb der Beschwerdegegner davon ausgegangen sei, dass der Beschwerdeführer die Aufhebung akzeptiere. Die Kündigung von K._ vom 20. September 2012 habe er nur als juristische Absicherung durch diesen angesehen. Er sei davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe die Aufhebung des Landtausches akzeptiert.
24. Am 28. November 2013 (Poststempel) beantragte der Beschwerdegegner
auch im Verfahren R 13 231 sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.
 Der Tausch der Bewirtschaftung des Teils von Parzelle 3011 und Parzelle 1123 sei durch seinen Vater vorgenommen worden. Dieser habe die Beschwerdegegnerin über den Tausch nicht informiert. Der Tausch sei aber dem damaligen Weidfachchef G._ bekannt gewesen.
 Es stimme nicht, dass er die Bewirtschaftung des fraglichen Parzellenteils ohne Kündigung und ohne jegliche Information an den Beschwerdeführer vorgenommen habe. Er habe am 21. August 2012 den Beschwerdeführer über die Aufhebung des Pachtlandtausches orientiert. Dieser habe ihm bis heute nicht geantwortet. Zudem habe er schon im Vorjahr auch den Weidfachchef informiert.
 Am 6. Juli 2013 habe er gemäht, weil ihm der Weidfachchef mündlich bestätigt habe, dass der Entscheid zu seinen Gunsten ausgefallen sei.
25. In seiner Replik vom 15. Januar 2014 hielt der Beschwerdeführer in
beiden Verfahren an seinen Anträgen fest, ohne wesentlich neue
Gesichtspunkte vorzutragen.
26. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Schreiben vom 23. Januar 2014 an
ihren Anträgen fest und verzichtete unter Verweis auf ihre bisherigen
Ausführungen auf die Einreichung einer Duplik.
27. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Juni 2014 lud der
Instruktionsrichter F._ zum Verfahren bei. Dieser führte in seiner
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Stellungnahme vom 30. Juni 2014 aus, es sei mit dem Beschwerdeführer
ein Tausch der Teilparzelle 3011 gegen Parzelle 1123 vorgenommen
worden, da die Parzelle näher bei seinem Betrieb liege. Die Gemeinde sei
nicht schriftlich informiert worden, aber Weidfachchef G._ habe
natürlich Kenntnis von diesem Tausch gehabt, da er ein Teilstück von
Parzelle 3011 selber bewirtschafte. Er habe im Jahr 1997 seinen Betrieb
mit allen Rechten und Pflichten seinem Sohn B._ verkauft. Auch der
Beschwerdeführer sei darüber mündlich informiert worden und habe
zugestimmt, dass B._ alle bisherigen Pachtlandparzellen weiter
bewirtschafte. Auch der Pachtlandtausch sei darin inbegriffen gewesen,
denn es sei mit keinem Wort erwähnt worden, dass dem nicht so sei.
Auch die Gemeinde sei mündlich darüber informiert worden, dass der
Betrieb durch den Sohn übernommen worden sei und dass ab sofort alle
Rechte und Pflichten des Betriebs gegenüber der Gemeinde durch
B._ wahrgenommen würden.
28. Am 15. Juli 2014 führte der Beschwerdeführer dazu aus, mit ihm sei kein
Tausch bezüglich der Parzellen 3011 und 1123 vorgenommen worden.
Richtig sei, dass der Beschwerdeführer (recte wohl: die
Beschwerdegegnerin) die Gebrauchsleihe auf den Beschwerdeführer
übertragen habe und der Beschwerdegegner nie eine Bewirtschaftung der
Parzelle vorgenommen habe. Mangels Eigentümerstellung habe der
Beschwerdeführer über Parzelle 1123 gar nicht verfügen können. Der
Beschwerdeführer sei auch nicht über irgendeine behauptete
Gegebenheit informiert worden und habe schon gar nicht eine
Zustimmung zu einem Tausch oder eine Bewirtschaftung abgegeben. Aus
einer nicht geäusserten (nachträglichen) Behauptung könne eine
Zustimmung des Beschwerdeführers nicht dahingehend gefolgert werden,
dass er "mit keinem Wort erwähnt" habe, dass dies nicht so sei.
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie in den angefochtenen Entscheiden wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Mitgeteilt am

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 6 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) kann die zuständige Behörde die Verfahren im
Interesse einer zweckmässigen Erledigung durch verfahrensleitende
Verfügung bei getrennt eingereichten Eingaben zum gleichen
Gegenstand vereinigen. Voraussetzung für eine Verfahrensvereinigung
ist, dass den Eingaben derselbe Sachverhalt zugrunde liegt und sich die
gleichen Rechtsfragen stellen (vgl. BGE 128 V 124 E.1 mit weiteren
Hinweisen). Dies trifft vorliegend offensichtlich zu, weshalb der
Instruktionsrichter die beiden Verwaltungsgerichtsverfahren R 13 196 und
R 13 231 bereits mit prozessleitender Verfügung vom 7. November 2013
zusammenlegte. Folglich werden die Beschwerden auch mit einem Urteil
entschieden.
2. Anfechtungsobjekte des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden
einerseits der Entscheid vom 20. Juni 2013, mit welchem die
Beschwerdegegnerin den Beschluss vom 22. Mai 1992 bestätigt hat, und
anderseits der Wiedererwägungsentscheid vom 22. August 2013, mit
welchem die Beschwerdegegnerin das beschwerdeführerische
Wiedererwägungsgesuch abgewiesen hat. Streitig und zu prüfen ist
einerseits die Frage, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf
Begründung des Bewirtschaftungsrechts an der Teilparzelle 3011 geltend
machen kann. Anderseits ist die Frage zu beantworten, ob die
Beschwerdegegnerin das beschwerdeführerische
Wiedererwägungsgesuch mangels Änderung der Sach- und Rechtslage
seit dem 20. Juni 2013 zu Recht abgewiesen hat.
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3. Mit dem angefochtenen Entscheid vom 20. Juni 2013 hat der
Gemeindevorstand beschlossen, er wolle am Beschluss vom 22. Mai
1992 nichts ändern, wonach damals F._ die Bewirtschaftung
zugesprochen erhalten habe und ergänzte lediglich, dass diese allenfalls
auf den Betriebsnachfolger B._ übergegangen sei. Der
Beschwerdeführer beantragt nun im Verfahren R 13 196, der Entscheid
vom 20. Juni 2013 sei aufzuheben − gegebenenfalls in Aufhebung des
Beschlusses vom 22. Mai 1992 − und es sei ihm die weitere
Bewirtschaftung zu bestätigen. Eventualiter sei der angefochtene
Entscheid vom 20. Juni 2013 sowie gegebenenfalls derjenige vom
22. Mai 1992 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neuvergabe an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zu prüfen ist nachfolgend somit
die Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheids vom 20. Juni 2013.
4. Der Beschwerdeführer behauptet einerseits, aus dem Kaufrechtsvertrag
vom 3. Juni 1970 einen Rechtstitel zur Bewirtschaftung der Teilparzelle
3011 zu haben. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, trifft dies nicht zu.
a) Im erwähnten Kaufrechtsvertrag vom 3. Juni 1970 trat die
Erbengemeinschaft C._, als Verkäuferin auf. Der Beschwerdeführer
selber war nicht Mitglied der Erbengemeinschaft, wohl aber sein Vater
A._ sen. Die Erbengemeinschaft behielt sich im erwähnten
Kaufrechtsvertrag auch nach der Eigentumsübertragung bis auf Widerruf
durch die Käuferin (D._ AG) die unentgeltliche landwirtschaftliche
Nutzung am verkauften Grundstück vor. Am 16. Dezember 1988
verkaufte die E._ AG die Parzelle 3011 der Beschwerdegegnerin.
Schon dieser Verkauf − oder bereits ein vorliegend nicht dokumentierter
Verkauf der D._ AG an eine andere Käuferin − könnte als Widerruf
der damaligen Käuferin gemäss Kaufrechtsvertrag vom 3. Juni 1970
angesehen werden. Anfangs der Neunzigerjahre wurde nämlich die
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Parzelle 3011 unbestrittenermassen grösstenteils von F._ und zu
einem kleineren Teil von G._ bewirtschaftet. Demgegenüber
figurierten die Erben des C._ nicht unter den Bewirtschaftern. Wie
vorstehend bereits dargestellt schrieb die Beschwerdegegnerin im Jahr
1992 sodann die Parzelle 3011 zur Bewirtschaftung aus und beschloss
am 22. Mai 1992, die Parzelle im Rahmen einer Gebrauchsleihe zu
gleichen Teilen an G._, F._ und H._ zu vergeben.
Spätestens mit dieser Neuvergabe durch die Beschwerdegegnerin, gegen
welche sich A._ sen. nicht zur Wehr gesetzt hatte, hat das von der
Erbengemeinschaft C._ gestützt auf den Kaufrechtsvertrag vom
3. Juni 1970 beanspruchte unentgeltliche Bewirtschaftungsrecht an
Parzelle 3011 als erloschen zu gelten.
b) Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin – entgegen der
beschwerdeführerischen Auffassung – am 22. Mai 1992 gerade nicht
bestätigt, dass die Erbengemeinschaft C._ respektive dessen
Mitglied A._ sen. oder der Beschwerdeführer irgendwelche Vorrechte
aus den früheren Verträgen hätten. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin
gemäss Protokoll der Sitzung vom 22. Mai 1992 klar festgehalten, dass
sie keine Pachtverträge übernommen habe, andernfalls aber ohnehin
F._ der Pächter wäre, mit welchem aber kein Pachtverhältnis,
sondern auch nur eine Gebrauchsleihe bestehe. Diesbezüglich gehen alle
Beteiligten zu Recht davon aus, dass das Verhältnis zwischen der
Beschwerdegegnerin und den drei Landwirten, welchen mit Beschluss
vom 22. Mai 1992 das Bewirtschaftungsrecht an Parzelle 3011 zu
gleichen Teilen zugesprochen wurde, eine Gebrauchsleihe im Sinne von
Art. 305 ff. des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR;
SR 220]) darstellt. Verleiherin des hier interessierenden Teilstücks an
Parzelle 3011 war seit ihrem Erwerb im Jahr 1988 die
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Beschwerdegegnerin, während F._ sowohl vor, als auch – was
vorliegend entscheiden ist – nach der Verfügung des Gemeindevorstands
vom 22. Mai 1992 Entlehner der fraglichen Teilparzelle war. Folglich kann
aber der Beschwerdeführer aus dem Kaufrechtsvertrag vom 3. Juni 1970
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zu prüfen bleibt, ob er einen anderen
Rechtstitel beanspruchen kann.
5. a) Unbestrittenermassen hat der Beschwerdeführer die hier interessierende
Teilparzelle 3011 seit dem Jahr 1996 bewirtschaftet und ab dem Jahr
1997 auch die entsprechenden Flächenbeiträge beansprucht. Ebenso
unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin davon gewusst hat. Aus
diesen Tatsachen leitet der Beschwerdeführer auf S. 4 f. Ziff. 3 seiner
Beschwerdeschrift zunächst ab, die Beschwerdegegnerin habe ihm das
Bewirtschaftungsrecht nach 1993/1994 und vor 1997 selber eingeräumt.
Diese Behauptung ist indessen nicht belegt. Die behauptete Einräumung
des Bewirtschaftungsrechts an den Beschwerdeführer würde überdies
voraussetzen, dass die Beschwerdegegnerin gegenüber F._ das
Vertragsverhältnis beendet hätte. Einen solchen Beschluss hat die
Beschwerdegegnerin aber aktenkundig nicht gefasst.
b) In seiner Replik behauptet der Beschwerdeführer auf S. 4 Ziff. 2 in fine
sodann, F._ habe die ihm ursprünglich von der Beschwerdegegnerin
zugestandene Gebrauchsleihe mit allen Rechten und Pflichten an den
Beschwerdeführer übertragen und der Gemeindevorstand habe von
diesem Bewirtschafterwechsel offensichtlich Kenntnis gehabt. Auch diese
Behauptung ist wiederum unbelegt geblieben. Dass die Voraussetzungen
für eine solche rechtsgeschäftliche Vertragsübertragung damals erfüllt
gewesen wären, ist ebenfalls nicht erwiesen. Denn eine
rechtsgeschäftliche Vertragsübertragung erfordert drei
Vertragsbeziehungen, erstens den Vertrag, mit welchem eine bisherige
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Partei ausgewechselt werden soll (Grundvertrag), zweitens die
Verpflichtung zur Vertragsübertragung (Kausalverhältnis) sowie drittens
den einen Parteiwechsel herbeiführenden Vertrag (Übertragungsvertrag;
vgl. BAUER, Parteiwechsel im Vertrag: Vertragsübertragung und
Vertragsübergang, Diss., St. Gallen 2010, Rz. 597). Einerseits ist
vorliegend bereits die formlos mögliche Zustimmung der
Beschwerdegegnerin, des Beschwerdeführers und von F._ zu einer
solchen Vertragsübertragung nicht aktenkundig. Anderseits wird vom
Beschwerdeführer nicht einmal behauptet, dass die Zustimmung durch
die Beschwerdegegnerin zu einer solchen rechtsgeschäftlichen
Vertragsübertragung erfolgt sei.
c) Von niemandem bestritten ist dagegen die Tatsache, dass F._ die
fragliche Teilparzelle dem Beschwerdeführer zur Bewirtschaftung
überlassen hat. Dies kann in Anbetracht des bestehenden
Gebrauchsleihvertrages zwischen der Beschwerdegegnerin und F._
einzig im Rahmen eines Unterleihvertrages zwischen F._ und dem
Beschwerdeführer erfolgt sein. Ist aber F._ nach wie vor Entlehner
der fraglichen Teilparzelle, ist davon auszugehen, dass er diese dem
Beschwerdeführer 1996/1997 mittels Unterleihvertrag zur Bewirtschaftung
zur Verfügung stellte, dies unter ausdrücklicher (Unterzeichnung der
Flächenverzeichnisse durch den Weidfachchef) respektive
stillschweigender (Duldung) Zustimmung der Beschwerdegegnerin als
Grundeigentümerin und Entlehnerin. Von dieser Zustimmung der
Beschwerdegegnerin ist auszugehen, da nach der Aktenlage die
Beschwerdegegnerin klar Kenntnis von der Bewirtschaftung der
Teilparzelle 3011 durch den Beschwerdeführer hatte. Entlehner der
Teilparzelle 3011 ist nach dem soeben Ausgeführten somit nach wie vor
F._. Der behauptete Übergang des Gebrauchsleihvertrages von
F._ auf seinen Sohn B._ (Beschwerdegegner), ist nicht
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nachgewiesen, zumal auch F._ in seiner Stellungnahme vom
30. Juni 2014 nicht behauptet, es habe eine Universalsukzession
stattgefunden. Somit war der Beschwerdeführer seit dem Jahr 1997
Unterentlehner und Vertragspartner von F._ und bewirtschaftete die
fragliche Teilparzelle unter Zustimmung der Beschwerdegegnerin.
Gemäss dem angefochtenen Beschluss vom 20. Juni 2013 ist also nach
wie vor F._ Entlehner gegenüber der Beschwerdegegnerin als
Verleiherin respektive Unterverleiher gegenüber dem Beschwerdeführer
als Unterentlehner. Jedenfalls ist nach dem Ausgeführten – entgegen
seinen aktenwidrigen Behauptungen – nicht der Beschwerdeführer
Entlehner, sondern lediglich Unterentlehner, womit er auch aus seiner
langjährigen Bewirtschaftung der fraglichen Teilparzelle nichts für sich
ableiten kann.
6. Nach dem vorstehend Gesagten kann der Beschwerdeführer weder aus
dem Kaufrechtsvertrag vom 3. Juni 1970 noch aus der langjährigen
Bewirtschaftung der fraglichen Teilparzelle einen Rechtstitel geltend
machen, welcher zur Gutheissung der Beschwerde führten müsste. Es
bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Entscheid vom 20. Juni 2013 aus
anderen Gründen rechtswidrig ist. Der Beschwerdeführer bemängelt,
F._ bewirtschafte die fragliche Parzelle gar nicht mehr selber und
könne deshalb nicht mehr Entlehner sein. Weswegen aber die Tatsache,
dass der Entlehner die fragliche Teilparzelle nicht mehr selber
bewirtschaftet, zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen
soll, wird vom Beschwerdeführer nicht begründet, und ist auch nicht
ersichtlich. Der Entlehner kann nämlich jederzeit unter Zustimmung der
Beschwerdegegnerin, die vorliegend zumindest stillschweigend erteilt
wurde, das Recht zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung mittels
Unterleihvertrages weitergeben. Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten
abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass
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B._ den fraglichen Parzellenteil nie selber bewirtschaftet hat, zumal
der Beschwerdeführer auch diesbezüglich nicht ausführt, inwiefern diese
Tatsache zur einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen soll.
Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass der Gemeinde bei der
Auswahl der Bewirtschafter gemeindeeigener Parzellen ein grosser
Ermessensspielraum zusteht, sofern diese die dafür notwendigen
Eigenschaften in eigener Person (Entlehner) oder in Person Dritter
(Unterentlehner), für deren Verhalten der Entlehner wie für eine
Hilfsperson (Art. 101 OR) haftet, erfüllen (SCHÄRER/MAURENBRECHER, in:
HONSELL/VOGT/WIEGAND [Hrsg.], BSK Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011,
Art. 308 N. 2).
7. a) Folglich ist aber der angefochtene Entscheid vom 20. Juni 2013 weder
sachlich ungerechtfertigt noch gesetzes- oder vertragswidrig. Überdies
war der massgebliche Sachverhalt im Zeitpunkt des Entscheids klar und
der Beschwerdeführer konnte sich hierzu mündlich und schriftlich auch
mehrfach äussern. Ist somit kein Grund ersichtlich, weswegen der
angefochtenen Beschluss vom 20. Juni 2013 aufgehoben werden müsste
und darüber hinaus auch nicht ersichtlich ist, weswegen der Beschluss
vom 22. Mai 1992 widerrufen werden müsste, erweist sich die
Beschwerde im Verfahren R 13 196 als unbegründet.
b) Da der Beschwerdeführer überdies mit keinem Wort geltend macht,
inwiefern sich zwischen dem 20. Juni 2013 und dem 9. August 2013 die
Rechts- oder Sachlage geändert haben soll, was aber gemäss Art. 24
Abs. 2 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 VRG zwingende Voraussetzung für die
Wiedererwägung einer Verfügung wäre, erweist sich auch die
Beschwerde im Verfahren R 13 231 als unbegründet. Bereits die
Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen
Wiedererwägungsentscheid vom 22. August 2013 unter Ziff. 2.2 zu Recht
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aus, dass sich seit dem 20. Juni 2013 weder die Sach- noch die
Rechtslage geändert habe. Statt Wiederholungen kann auf diese
zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin verwiesen werden.
c) Zusammenfassend erweisen sich damit sowohl der
beschwerdegegnerische Entscheid vom 20. Juni 2013 in Sachen
Bewirtschaftung Teilparzelle 3011 als auch der beschwerdegegnerische
Wiedererwägungsentscheid vom 22. August 2013 als rechtmässig, was
zur deren umfassenden Bestätigung und im Resultat zur Abweisung der
Beschwerden führt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die
Gerichtskosten gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des
Beschwerdeführers. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-
rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78
Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn
sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen
besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der Beschwerdegegnerin keine
aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen wird. Dem privaten
Beschwerdegegner steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu, da er
nicht anwaltlich vertreten war.