Decision ID: 94df172b-6d29-4ee8-bb36-aab04a63fbff
Year: 2015
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Unangemessenheit sowie unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz gel-
tend. Die Berufungsklägerin führte im Wesentlichen an, dass wenn die Eltern – wie vorliegend –
keinen gemeinsamen Wohnsitz hätten, als Wohnsitz des Kindes der Wohnsitz des Elternteils
gelte, unter dessen Obhut das Kind stehe. Indem die Vorinstanz den Wohnsitz von C._ von
der Mutter zum Vater verlegt habe, habe sie der Mutter die Obhut über ihr Kind entzogen. Da-
gegen wehre sie sich, da die Entwicklung von C._ altersgerecht und erfreulich sei. Ausser-
dem habe sie ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Sohn, wobei sich Meinungsverschiedenheiten
im üblichen Rahmen hielten. Demgegenüber rechtfertige die Vorinstanz den Obhutsentzug da-
mit, dass nach Ansicht des Gerichts die Kommunikation mit Behörden und der Schule von
C._ unter der psychischen Erkrankung der Mutter leide. Die Vorinstanz stütze sich diesbe-
züglich auf einen Abklärungsbericht des Schulpsychologischen Dienstes über den Zeitraum
vom 22. März 2009 bis 9. Juni 2010, welcher jedoch fünf Jahre zurückliege und deshalb nicht
massgebend sein könne. Ebenso wenig lasse sich der Obhutsentzug gestützt auf das Gutach-
ten vom 28. Dezember 2014 damit begründen, dass falls die elterliche Sorge geteilt werden
müsse, das alleinige Sorgerecht dem Vater zukommen solle. Bei der Scheidung sei das ge-
meinsame Sorgerecht die Regel, wobei keine Gründe vorlägen, davon abzuweichen. Entgegen
der Ansicht der Vorinstanz rechtfertige sich der Obhutsentzug aufgrund der im Gutachten vom
28. Dezember 2014 festgestellten Persönlichkeitsstörung der Berufungsklägerin nicht, zumal
schlicht nichts vorliege, was der Berufungsklägerin in den vielen Jahren seit der Trennung der
Eltern in Bezug auf die Erziehung ihres Sohnes vorgeworfen werden könne. Nur konkrete Hin-
weise auf eine Unfähigkeit der Berufungsklägerin, sich gebührend um ihren Sohn kümmern zu
können, würden eine derart schwere Massnahme gegen sie rechtfertigen. Die Berufungskläge-
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rin wehre sich zudem auch gegen das dem Vater eingeräumte Recht, C._ an einem Tag der
Wochenenden, die er bei ihr verbringe, zu sich nehmen zu können. Es stehe auch ihr zu, "ihre"
Wochenenden ohne Rücksicht auf die Pläne des Vaters zusammen mit ihrem Sohn zu verbrin-
gen. Abschliessend wies die Berufungsklägerin auf die Wohnsituation des Vaters hin, welche
nicht den Regelungen der Vorinstanz entspreche, da es nicht genug Platz habe, um seinen
Sohn und seine Freundin zu beherbergen.
C. Mit Berufungsantwort vom 8. Mai 2015 beantragte der Kläger, vertreten durch Advokat,
LL.M. Dr. Erik Johner, die Abweisung der Berufung unter o/e Kostenfolge zu Lasten der Beru-
fungsklägerin. Weiter seien ihm der Kostenerlass sowie die unentgeltliche Prozessführung mit
dem Unterzeichnenden als Anwalt zu bewilligen. Zur Begründung führte der Berufungsbeklagte
aus, der vorinstanzliche Entscheid sei absolut korrekt. Der Berufungsklägerin solle nicht das
Kontaktrecht zu ihrem Kind entzogen werden, es werde lediglich der formelle Wohnsitz des
Kindes neu zum Vater verlegt. Der Ausdruck "Obhutsentzug" sei deshalb falsch. Die Beru-
fungsklägerin leide unter einer starken Persönlichkeitsstörung, weshalb es gut vorstellbar sei,
dass das Aufwachsen von C._ bei ihr nicht ganz einfach sei. Es falle besonders ins Ge-
wicht, dass die Berufungsklägerin durch die administrativen Belange mit Bezug auf C._
ganz offensichtlich stark überfordert sei. Sie habe auch grosse Mühe, Disziplin und eine Struk-
tur ins Leben ihres Sohnes zu bringen. In den Jahren 2013 und 2014 habe C._ beispiels-
weise den Schulanfang nach den Herbstferien jeweils verpasst, da die Mutter die Ferien über-
zogen habe. Die Schule sei darum kurz vor einer Gefährdungsmeldung gestanden. Zudem ha-
be die Berufungsklägerin Rechnungen für das Mittagessen und den Musikunterricht in der
Schule 2014 semesterlang nicht bezahlt. C._ sei aus diesem Grund teilweise aus dem Mu-
sikunterricht ausgeschlossen worden. Der Vater habe alle Ausstände bezahlen müssen und
erhalte seither Kopien von Rechnungen bzw. Mahnungen der Schule. Die Verlängerung der
Kostengutsprache durch den Kanton Basel-Landschaft sei von der Berufungsklägerin im 2012
erst auf Druck des Berufungsbeklagten, im 2014 gar nicht eingereicht worden. Nachdem der
Berufungsbeklagte von der Schule auf das Versäumnis hingewiesen worden sei, habe er alles
Nötige in die Wege geleitet und damit den Ausschluss von C._ aus der Schule verhindern
können. In der Folge sei es zweckdienlicher, den Wohnsitz von C._ beim Vater festzu-
schreiben, damit sich dieser um die administrativen Dinge kümmern könne. Bezüglich des Sor-
gerechts führt der Berufungsbeklagte aus, dass auch nach neuem Recht einem Elternteil das
alleinige Sorgerecht zugeteilt werden könne, weshalb der Gesundheitszustand der Ehefrau
nicht obsolet sei. Ferner sei das Betreuungsrecht des Vaters auszudehnen, was dem Wunsch
von C._ entspreche und im Gutachten vom 28. Dezember 2014 empfohlen worden sei. Der
Vater bemühe sich bereits intensiv, eine grössere Wohnung in der Nähe der Mutter zu finden.
Bei zwei 4.5 Zimmerwohnungen sei er derzeit in der engeren Wahl und warte auf Bescheid. Die
Wohnsituation könne also kein Hinderungsgrund für die von der Vorinstanz angeordnete aus-
gedehntere Betreuungssituation durch den Berufungsbeklagten darstellen, zumal C._ seit
Ende Februar 2015 über ein eigenes Zimmer bei ihm verfüge.
D. Mit Eingabe vom 15. Mai 2015 und im Nachgang zur Berufungsantwort vom 8. Mai 2015
reichte der Berufungsbeklagte mit Bezug auf das Gesuch um Kostenerlass und unentgeltliche
Prozessführung die in Aussicht gestellten aktuellen Kontoauszüge ein.
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E. Die Berufungsklägerin ersuchte mit Eingabe vom 10. August 2015 um Einholung eines
aktuellen Berichts beim Erziehungsbeistand, D._, betreffend die Entwicklung der Situation
zwischen den Eltern im Hinblick auf die Kinderbetreuung.
F. Mit Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, vom
11. August 2015 wurde dem Gesuch der Berufungsklägerin vom 10. August 2015 stattgegeben
und der Erziehungsbeistand, D._, ersucht, einen aktuellen Bericht zu erstatten.
G. Mit Eingabe vom 11. August 2015 reichte D._ einen Bericht ein und empfahl die Be-
treuungsregelung wie folgt anzupassen:
a. Jedes zweite Wochenende von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 20 Uhr ist C._ beim Va-
ter.
b. Dienstag und Donnerstag von 17 Uhr bis 21 Uhr ist C._ beim Vater (dabei sind die
unregelmässigen (Schicht-)Arbeitszeiten des Vaters zu berücksichtigen).
c. C._ verbringt fünf Wochen Ferien beim Vater.
d. Der Vater sei auf seiner Bereitschaft eine grössere Wohnung zu beziehen, zu behaften.
H. Zur Gerichtsverhandlung vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht,
erschienen die Parteien in Begleitung ihrer Rechtsbeistände. Das Gericht befragte die Ehegat-
ten persönlich zur Sache und unterbreitete ihnen alsdann einen Vergleichsvorschlag, der je-
doch nicht zustande kam. Anschliessend trugen die Rechtsvertreter ihre Parteivorträge vor,
worin sie an ihren schriftlichen Anträgen festhielten. Auf die Ausführungen in den Plädoyers

wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche
Massnahmen mit Berufung anfechtbar, wobei die Berufung gemäss Art. 311 Abs. 1 i.V.m.
Art. 314 Abs. 1 ZPO innert 10 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides bzw. seit der
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen ist.
Der begründete Entscheid vom 17. Februar 2015 wurde der Berufungsklägerin am 17. April
2015 zugestellt. Die Berufung ist mit der Eingabe vom 27. April 2015 somit rechtzeitig erklärt
worden. Da auch die übrigen Formalien erfüllt sind, ist auf die Berufung einzutreten. Für deren
Beurteilung ist gemäss § 5 Abs. 1 lit. a EG ZPO das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zuständig.
2. Zur Wahrung des Kindeswohls verankert Art. 296 ZPO für sämtliche Kinderbelange in
familienrechtlichen Angelegenheiten die Geltung des Untersuchungs- und Offizialgrundsatzes.
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Das Gericht soll unabhängig von Vorbringen und Anträgen der Prozessparteien eine für das
Kindeswohl möglichst ideale Entscheidung treffen (vgl. BEATRICE VAN DE GRAAF, Kurzkommen-
tar ZPO, 2. Aufl. 2014, Art. 296 ZPO N 1). Die Offizialmaxime gilt in diesen Angelegenheiten
auch vor der kantonalen Rechtsmittelinstanz (BGE 137 III 617 E. 4.5.2 mit weiteren Hinweisen).
3.1 Ist ein Scheidungsverfahren rechtshängig, trifft das Gericht nach den Bestimmungen über
die Wirkungen des Kindesverhältnisses die nötigen Massnahmen, wenn die Ehegatten minder-
jährige Kinder haben (Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 176 Abs. 3 ZGB). Für die Zuteilung der
Obhut an einen Elternteil gelten grundsätzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Die
Berufungsklägerin macht mit vorliegender Berufung geltend, die Vorinstanz habe ihr die Obhut
über ihren Sohn entzogen, indem sie den Wohnsitz von C._ zum Vater und Berufungsbe-
klagten verlegt habe. Im Rahmen der Gerichtsverhandlung führte der Rechtsvertreter der Beru-
fungsklägerin korrigierend aus, dass die Obhut 2008 der Mutter zugeteilt worden sei und allein
mit der Verlegung des Wohnsitzes zum Vater kein Obhutsentzug erfolgt sei, da es dafür einen
formellen Entzug bräuchte. Diesbezüglich sei jedoch kein Antrag gestellt worden.
3.2 Im Fall der Belassung der gemeinsamen elterlichen Sorge kann das Gericht entweder
einem Elternteil die alleinige Obhut zuteilen oder dann alternierende Obhut beider Elterneile
festlegen. Die Obhut umfasst nach dem neuen Recht nicht mehr das Aufenthaltsbestimmungs-
recht, sondern nur noch die Befugnis, mit dem minderjährigen Kind in häuslicher Gemeinschaft
zu leben und für seine tägliche Betreuung und Erziehung zu sorgen. Mit der Obhut ist damit die
Frage der Betreuung des Kindes im Alltag verbunden. Neben der Berücksichtigung der Anträge
der Eltern ist der Einbezug der Meinung des Kindes und die Berücksichtigung seiner Wünsche
und Bedürfnisse von vorrangiger Bedeutung. Wie unter dem bisherigen Recht wird die Obhut in
der Regel einem Elternteil zugeteilt, wenn die konkrete Betreuungsregelung vorsieht, dass er
hauptsächlich die Betreuung im Alltag wahrnimmt oder wahrnehmen wird. Wenn die konkrete
Regelung die Betreuung und Erziehung des Kindes durch beide Eltern zu mehr oder weniger
gleichen Teilen vorsieht, dann ist in der Regel alternierende Obhut festzulegen. Das Gericht
kann diesfalls den Aufenthaltsort des Kindes bestimmen und so den zivilrechtlichen Wohnsitz
(Art. 25 Abs. 1 ZGB) festlegen, wenn sich die Eltern darüber nicht einigen können. Die Obhuts-
zuteilung ist ferner entscheidend für die Begriffe, die für die Regelung des konkreten Betreu-
ungsarrangements verwendet werden: Bei alleiniger Obhut ist der persönliche Verkehr zu re-
geln, bei alternierender Obhut die Betreuungsanteile (vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE
COTTIER, Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, Art. 298 N 4 ff.).
3.3 Zwar lässt die Festlegung des Wohnsitzes sowie die von der Vorinstanz gewählte Termi-
nologie "Betreuungsanteile" (vgl. Ziff. 2 der Verfügung vom 17. Februar 2015) auf die Anord-
nung einer alternierenden Obhut schliessen. Betrachtet man jedoch objektiv, wie die Betreuung
tatsächlich aufgeteilt ist, wird klar ersichtlich, dass diese grösstenteils von der Mutter und Beru-
fungsklägerin wahrgenommen wird. C._ übernachtet abgesehen von jedem zweiten Wo-
chenende, das er mit seinem Vater verbringt, stets bei der Mutter. Selbst wenn er den Vater
unter der Woche zwei bis höchstens drei Mal abends besucht, ist offensichtlich, dass sich die
Betreuung durch die Eltern anteilsmässig nicht gleichgewichtig gestaltet, sondern die Mutter
einen deutlich grösseren Anteil übernimmt. Aufgrund dieser Verhältnisse kann nicht von einer
alternierenden Obhut ausgegangen werden, da diese die ungefähr hälftige Teilung der Betreu-
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ung vorsieht. Es ist daher in Abweichung von der Vorinstanz die alleinige Obhut eines Eltern-
teils festzulegen. Für die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil hat das Wohl des Kindes Vor-
rang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wünschen der Eltern. Ist die Er-
ziehungsfähigkeit bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem Kleinkinder und grundschul-
pflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die Möglichkeit hat und dazu bereit ist, sie
persönlich zu betreuen (BGer 5A_57/2014 vom 16. Mai 2014, E. 2.1).
3.4 Weder das psychiatrische Gutachten der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland vom
28. Dezember 2014 noch der Bericht des Erziehungsbeistandes vom 11. August 2015 sprechen
der Mutter die Erziehungsfähigkeit grundsätzlich ab. Weder aktuell noch in den vergangenen
sieben Jahren seit Aufnahme des Getrenntlebens liegen Anzeichen dafür vor, dass das Kin-
deswohl unter der Obhut der Mutter gefährdet worden ist. C._ besucht die Minerva Schule
in Basel und erbringt positive schulische Leistungen (vgl. Lehrerfragebogen vom 4. Dezember
2014). Mittlerweile legt er den Schulweg selbstständig mit dem öffentlichen Verkehr zurück und
geht auch allein zu seinem Vater. Im Gegensatz zum Vater von C._, der berufstätig ist, geht
die Mutter IV-bedingt keiner Erwerbstätigkeit nach, weshalb sie die Möglichkeit hat, ihren 11-
jährigen Sohn durchgehend persönlich zu betreuen. Bei der Zuteilung der Obhut ist insbeson-
dere auch dem Wunsch des Kindes Rechnung zu tragen. C._ hat sich dahingehend geäus-
sert, die Wohnsituation belassen und weiterhin bei der Mutter leben zu wollen, jedoch auch
mehr Zeit mit dem Vater zu verbringen. Dies kann gemäss dem Gutachten der Kinder- und Ju-
gendpsychiatrie Baselland vom 28. Dezember 2014 als Lösung seines Loyalitätskonfliktes ge-
genüber den Eltern gesehen werden. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, verfügt die Mutter
allerdings über gewisse Schwierigkeiten bei der Bewältigung von administrativen Angelegenhei-
ten. Ein Obhutsentzug allein aufgrund von Problemen administrativer Art rechtfertigt sich aber
nicht. Vielmehr ist der Auftrag des bereits eingesetzten Erziehungsbeistandes dahingehend zu
ergänzen, dass er die Mutter im Verkehr und in Belangen mit Behörden, Krankenkasse, Schule
etc. unterstützt sowie sicherstellt, dass der Vater diesbezüglich informiert wird. Die Mutter leidet
zudem an einer psychischen Erkrankung, trotzdem scheint sie nach wie vor in der Lage zu sein,
sich um ihren Sohn angemessen zu kümmern und für ihn zu sorgen. In Würdigung der erwähn-
ten Gesamtumstände und da C._ mehrheitlich von der Mutter betreut wird, gelangt das Kan-
tonsgericht zum Schluss, dass ihr die alleinige Obhut zuzuteilen ist, zumal auch keine triftigen
Gründe vorliegen, die eine Beschränkung ihrer Obhut rechtfertigen würden. Gemäss Art. 25
Abs. 1 ZGB befindet sich der Wohnsitz von C._ folglich bei seiner Mutter. Die Berufung ist
somit in diesem Punkt gutzuheissen.
3.5 In der Folge gilt es, den persönlichen Verkehr zu regeln. Bei der Festsetzung des Be-
suchsrechts geht es grundsätzlich nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen
den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit den Kindern in deren Interesse festzu-
legen. Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des Besuchsrechts gilt das Kindeswohl,
welches anhand der gegebenen Umstände zu beurteilen ist. Allfällige Interessen der Eltern ha-
ben zurückzustehen. Es ist allgemein anerkannt, dass die Beziehung der Kinder zu beiden El-
ternteilen sehr wichtig ist und bei deren Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen
kann. Was als angemessener persönlicher Verkehr zu verstehen ist, lässt sich grundsätzlich
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nur anhand der Umstände des Einzelfalles unter Berücksichtigung des Zwecks des Besuchs-
rechts bestimmen (BGE 123 III 445 E. 3b; BGer 5A_409/2008 vom 26. November 2008 E. 3.2).
Unter Berücksichtigung, dass C._ seinen Vater gerne öfters sehen würde, hat die Vor-
instanz vorgesehen, dass C._ an den Wochenenden, die er bei seiner Mutter verbringt, am
Samstag oder Sonntag, je nach Wunsch von C._, beim Vater ist. Dagegen hat sich die Mut-
ter und Berufungsklägerin zur Wehr gesetzt, weil diese Regelung zur Folge hätte, dass ihr kein
ganzes Wochenende mehr mit ihrem Sohn zustünde. Weiter hat die Vorinstanz vorgesehen,
dass C._ seinen Vater unter der Woche an zwei bis drei Abenden besuchen kann.
Der Erziehungsbeistand macht in seinem Bericht vom 11. August 2015 darauf aufmerksam,
dass Wochenenden auch für nicht erwerbstätige Personen einen speziellen Charakter hätten
und mögliche Freizeitaktivitäten anders gelagert seien respektive sich Besuche von Verwandten
und Bekannten eher anböten. Darüber hinaus stelle die offene Formulierung "je nach Wunsch
von C._ " eine Überforderung für ihn dar, da er sich sonst zwischen Vater und Mutter, die
ohnehin um seine Gunst konkurrierten, entscheiden müsse. C._ hätte zudem angegeben,
ihm sei es lieber, auch ein ganzes Wochenende mit seiner Mutter zu verbringen. Zudem hätten
Gespräche mit den Eltern und C._ gezeigt, dass aufgrund der gestörten Kommunikation
zwischen den Beteiligten die offen formulierte Regelung bezüglich der Abendbesuche unter der
Woche eine Überforderung darstelle. Es biete sich deshalb an, zwei fixe Abende festzulegen,
wobei bei Bedarf sporadisch auch ein dritter Abend dazukommen könne. Da C._ bis anhin
stets Diskussionen mit seiner Mutter gehabt habe, wenn er den Vater habe besuchen wollen,
liege eine klare Regelung auch in seinem Interesse. Der Erziehungsbeistand empfiehlt zudem
die hälftige Teilung der (Schul-)Ferien, wie es auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie im Gut-
achten vom 28. Dezember 2014 macht. Da er davon ausgegangen ist, der Berufungsbeklagte
habe nur fünf Wochen Ferien, hat er diese als Regel vorgeschlagen. Hinsichtlich der Wohnsitu-
ation des Vaters hat sich der Erziehungsbeistand dahingehend geäussert, dass die aktuelle
Wohnung zwar den Vorteil habe, ganz nahe bei der Wohnung der Mutter gelegen zu sein. Ein
bisschen mehr Platz sei jedoch im Sinne von C._ und seinem Vater, welcher sich momen-
tan auf Wohnungssuche befinde.
In seinem Bericht vom 11. August 2015 hat der Erziehungsbeistand das derzeitige Betreuungs-
arrangement evaluiert und schlüssige Empfehlungen unterbreitet, wie sich das Besuchsrecht im
Sinne des Kindeswohls in Zukunft gestalten könnte. Aufgrund der hohen Aktualität des Berich-
tes, welcher insbesondere auf die Wünsche von C._ eingeht, sind im Folgenden die darin
enthaltenen Vorschläge bei der Regelung der Betreuung grundsätzlich aufzunehmen.
Die anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 18. August 2015 durchgeführte Parteibefragung
hat ergeben, dass der Vater in zwei Jahren 50 wird und ihm infolgedessen sechs Ferienwochen
zustehen werden. Aufgrund seines hohen Gleitzeitsaldos ist es ihm aber bereits jetzt möglich,
sechs Wochen Ferien mit seinem Sohn zu verbringen. Auf seine Wohnsituation angesprochen
bestätigt der Berufungsbeklagte, zurzeit auf der Suche nach einer grösseren Wohnung zu sein.
Den Wunsch von C._ sowie den Bericht des Erziehungsbeistandes berücksichtigend und in
Anbetracht, dass der Mutter nach der vorinstanzlichen Regelung kein ganzes Wochenende
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mehr mit ihrem Sohn zustände, was eine nicht unbeträchtliche Einschränkung darstellt, wofür
auch der Vater im Rahmen der Gerichtsverhandlung Verständnis gezeigt hat, ist die Berufung in
diesem Punkt gutzuheissen und folglich der letzte Satz der Ziff. 2 der Verfügung des Zivilkreis-
gerichts Basel-Landschaft Ost vom 17. Februar 2015 zu streichen.
Im Weiteren ist daran festzuhalten, dass C._ jedes zweite Wochenende bei seinem Vater
ist, dies jeweils von Freitag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 20.30 Uhr, und zusätzlich auch unter der
Woche Zeit mit seinem Vater verbringen kann. Damit diesbezüglich nicht wie unter der jetzigen
Regelung die ganze Verantwortung bei C._ liegt, erscheint es zukünftig sinnvoller, zwei fixe
Tage zu bestimmen, an denen C._ seinen Vater sehen kann. In Anlehnung an den Vor-
schlag des Erziehungsbeistandes und unter Beachtung, dass C._ um 21.00 Uhr zu Bett
geht, wird deshalb festgelegt, dass C._ dienstags und donnerstags nach der Schule bis um
20.30 Uhr seinen Vater besucht. Im Rahmen der Parteianhörung sprach sich die Mutter dafür
aus, dass C._ nach der Schule nicht direkt seinen Vater besuchen, sondern zuerst zu ihr
heimkomme solle, damit sie sich versichern könne, dass es ihrem Sohn gut gehe und der Vater
tatsächlich zuhause sei. Die Einwände der Berufungsklägerin erscheinen unbegründet, da der
Vater aufgrund dieser Regelung die Besuche seines Sohnes einplanen und seine Arbeitszeiten
danach richten kann. Wie der Berufungsbeklagte während der Gerichtsverhandlung bestätigt
hat, ist es ihm möglich, seine Arbeitszeiten so zu regeln, dass ihn C._ nach dem Schulende,
derzeit dienstags um 15.05 Uhr und donnerstags um 15.50 Uhr, besuchen könne. Das Kan-
tonsgericht erachtet es daher als zweckdienlicher, wenn C._ direkt von der Schule zu sei-
nem Vater geht, zumal keine hinreichenden Gründe vorliegen, die die Anordnung einer abwei-
chenden Regelung nahelegen würden. Bezüglich der Ferien ist die hälftige Teilung vorzusehen,
da es im Kindeswohl liegt, viel Zeit mit dem Vater zu verbringen.
Weil die aktuelle Wohnung des Berufungsbeklagten nur über zwei Zimmer verfügt, wird er zur
Optimierung der Platzverhältnisse im Hinblick auf die Besuche und Übernachtungen von
C._ bei seiner Bereitschaft, eine grössere und günstige Wohnung zu beziehen, behaftet.
Diese sollte sich wie die bisherige möglichst in der Nähe der Wohnung der Mutter befinden.
Ziff. 5 der vorinstanzlichen Verfügung ist demnach entsprechend abzuändern.
Im Weiteren bleibt es den Eltern ausdrücklich vorbehalten, jederzeit weitergehende Regelungen
bezüglich des Besuchsrechts zu vereinbaren, wobei allfällige Uneinigkeiten mit Hilfe des Erzie-
hungsbeistandes zu bereinigen sind.
4.1 Abschliessend bleibt über die Prozesskosten und die Gesuche beider Parteien um Bewil-
ligung der unentgeltlichen Rechtspflege zu befinden. In Ziff. 2 der Verfügung vom 28. April 2015
resp. in Ziff. 4 der Verfügung vom 11. Mai 2015 wurde den Parteien mitgeteilt, dass die ent-
sprechenden Anträge mit der Hauptsache entschieden würden.
4.2 Gemäss Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn
sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos
erscheint (lit. b). Nach der basellandschaftlichen Gerichtspraxis gilt eine Partei nicht als mittel-
los, wenn ihr Einkommen grösser als das um 15 % des Grundbetrages und die laufende Steu-
erbelastung erweiterte betreibungsrechtliche Existenzminimum ist (vgl. KGE BL 400 13 57 vom
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30. April 2013 E. 3.1). Ist die Bedürftigkeit aufgrund der Einkommensverhältnisse der gesuch-
stellenden Person zu bejahen, ist zu prüfen, ob allenfalls bestehendes Vermögen der Bewilli-
gung der unentgeltlichen Prozessführung entgegensteht.
4.3 Für die Berechnung der Mittellosigkeit des Berufungsbeklagten ist von folgendem Grund-
bedarf auszugehen:
Monatlicher Grundbetrag, alleinstehender Schuldner 1‘200.00
Weitgehender persönlicher Verkehr mit C._ 100.00
15% Erweiterung bei Gesuch um uR 195.00
Mietzins 1‘050.00
Krankenkasse 396.00
Unumgängliche Berufsauslagen 350.00
Auslagen für auswärtige Verpflegung 210.00
Rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge 1‘150.00
Laufende Steuern 300.00
Erweiterter Grundbedarf CHF 4‘951.00
Dem erweiterten Grundbedarf von CHF 4‘951.00 steht das Einkommen (inkl. 13. Monats-
lohn/Gratifikation/Bonus) des Berufungsbeklagten von CHF 5‘495.00 gegenüber. Daraus resul-
tiert ein Überschuss von CHF 544.00. Dem Berufungsbeklagten wird die unentgeltliche Rechts-
pflege mit seinem Rechtsvertreter deshalb teilweise bewilligt. Aufgrund des resultierenden
Überschusses erachtet es das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, für ange-
messen, dass sich der Berufungsbeklagte während vier Monaten mit seinem Überschuss an
den Prozesskosten zu beteiligen und somit einen Selbstbehalt von CHF 2‘176.00 zu tragen hat.
Davon sind CHF 1‘000.00 für die Gerichtskosten und CHF 1‘176.00 für die Parteientschädigung
aufzuwenden.
4.4 Der Grundbedarf der Berufungsklägerin setzt sich wie folgt zusammen:
Monatlicher Grundbetrag, alleinerziehende Schuldnerin 1‘350.00
Monatlicher Grundbetrag, Kind über 10 Jahre 500.00
15% Erweiterung bei Gesuch um uR 293.00
Mietzins 1‘300.00
Krankenkasse 559.00
Verpflegung Schule 68.00
Musikunterricht 75.00
U-Abo 112.00
Laufende Steuern 100.00
Erweiterter Grundbedarf CHF 4‘357.00
Aufgrund des ausgedehnten Besuchsrechts beim Vater ist der monatliche Grundbetrag für
C._ auf CHF 500.00 zu reduzieren, zumal er zwei Mal pro Woche bei seinem Vater das
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Nachtessen einnimmt und sechs Wochen Ferien mit ihm verbringt. Wird der erweiterte Grund-
bedarf von CHF 4‘357.00 vom Einkommen der Ehefrau von CHF 4‘426.00, zusammengesetzt
aus einer IV-Rente in Höhe von CHF 2‘340.00, einer Kinderrente für C._ in Höhe von
CHF 936.00 und den Unterhaltszahlungen von CHF 1‘150.00, abgezogen, resultiert bei ihr nur
ein geringfügiger Überschuss von CHF 69.00. Aufgrund dessen und da ihre Begehren nicht als
aussichtslos erscheinen, ist der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege mit ihrem
Rechtsvertreter im Berufungsverfahren zu gewähren.
4.5 Im Weiteren bleibt über die Festlegung der Prozesskosten, bestehend aus den Gerichts-
kosten sowie der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), des Berufungsverfahrens zu befin-
den.
4.6 Zwar ist die Berufungsklägerin mit ihren Begehren durchgedrungen, das Gericht kann
jedoch gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO in familienrechtlichen Verfahren von den Verteilungs-
grundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen. Die vorstehenden
Erwägungen haben gezeigt, dass das Gericht aufgrund der Offizialmaxime von Amtes wegen
Massnahmen getroffen hat. So wurde der Auftrag des Erziehungsbeistandes zur Unterstützung
der Berufungsklägerin ausgeweitet und das Besuchsrecht des Vaters in Bezug auf die Ferien
ausgedehnt. Ebenso wurden die Besuchszeiten insofern verlängert, als C._ dienstags und
donnerstags bereits nach der Schule und nicht erst um 17.00 Uhr zu seinem Vater geht. Es
erscheint daher nicht angezeigt, dem Berufungsbeklagten die vollständigen Kosten aufzuerle-
gen. Er hat deshalb die Prozesskosten in Anwendung von Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO zu zwei
Dritteln zu tragen, die Berufungsklägerin zu einem Drittel. Die Gerichtsgebühr ist gestützt auf
§ 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. a GebT auf pauschal CHF 1‘500.00 festzusetzen. Zufolge Bewil-
ligung der unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Gerichtskosten der Berufungsklägerin zu
Lasten des Kantons.
4.7 Die teilweise Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege befreit den Berufungsbeklag-
ten nicht von der Bezahlung der Parteientschädigung an die Berufungsklägerin. Vielmehr hat
die unterliegende unentgeltlich prozessführende Partei der Gegenpartei eine Parteientschädi-
gung zu bezahlen (Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin macht
einen Aufwand von 12.5 Stunden à CHF 200.00 pro Stunde sowie Auslagen von CHF 13.40
geltend. Das Honorar beläuft sich somit auf insgesamt CHF 2‘714.40 (inkl. Auslagen von
CHF 13.40 und 8 % MWST von CHF 201.00). Dieses ist vollumfänglich zuzulassen und der
Ehemann, unter Berücksichtigung der obenstehenden Ausführungen (vgl. Ziff. 4.6), zu verpflich-
ten, der Berufungsklägerin eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 1‘000.00 zu bezahlen.
4.8 Im vorliegenden Fall wurde der obsiegenden Berufungsklägerin die unentgeltliche
Rechtspflege für das Berufungsverfahren bewilligt. Obsiegt die unentgeltlich prozessführende
Partei und ist die Parteientschädigung bei der Gegenpartei nicht oder voraussichtlich nicht ein-
bringlich, so wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt
(Art. 122 Abs. 2 ZPO). Dem Berufungsbeklagten wurde die unentgeltliche Rechtspflege mit ei-
nem Selbstbehalt von CHF 2‘176.00 bewilligt. Davon wird er CHF 1‘000.00 an die Gerichtskos-
ten und die restlichen CHF 1‘176.00 seinem Rechtsvertreter zu bezahlen haben, weshalb er
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nicht in der Lage ist, der Berufungsbeklagten deren reduzierte Parteientschädigung in der Höhe
von CHF 1‘000.00 zu entrichten. Zufolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit ist der Rechtsver-
treter der Berufungsbeklagten in diesem Umfang vom Kanton zu entschädigen. Die Differenz
resp. das Resthonorar von CHF 1‘714.40 ist ebenfalls aus der Gerichtskasse zu bezahlen, da
der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde.
4.9 Der unentgeltliche Rechtsbeistand des Ehemannes ist gestützt auf Art. 122 Abs. 1 lit. a
ZPO ebenfalls aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Dessen geltend gemachter Aufwand beläuft
sich ohne Hauptverhandlung auf 8.1 Stunden à CHF 200.00 sowie Auslagen von CHF 32.00.
Unter Hinzurechnung von 2.5 Stunden à CHF 200 für die Hauptverhandlung beträgt der Auf-
wand des Rechtsvertreters des Berufungsbeklagten 10.6 Stunden. Dies ergibt einen Gesamtbe-
trag von CHF 2‘324.15 (inkl. Auslagen von CHF 32.00 und 8 % MWST von CHF 172.15). Der
Berufungsbeklagte hat aufgrund seines Überschusses einen Selbstbehalt von CHF 1‘176.00 zu
übernehmen. Der restliche Betrag von CHF 1‘148.15 wird dem Rechtsvertreter des Berufungs-
beklagten aus der Gerichtskasse ausgerichtet.