Decision ID: f2697fe2-f26e-4a15-914a-e1bc61dfa290
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1965
, war
seit 1. Januar 2009 als Sachbearbeiter Einkauf / Lager
bei der
Firma Y._
beschäftig
t
(
Urk.
6/15
Ziff.
2.1 und 2.7) und
meldete sich
am 16. Februar 2011
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte
unter anderem ein
polydisziplinäres Gutachten ein, das
von den Ärzten des Begutachtung
sinstituts Z._
am 21. März 2012
erstattet wurde (
Urk.
6/50
).
Mit
Vorbescheid
vom 30. März 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache
einer befristeten Rente in Aussicht
(
Urk.
6/55
)
. Dagegen erhob dieser - unter Beilage eines Arztberichts (
Urk.
6/68) - am 11. Juli 2012 Einwände (
Urk.
6/69).
Mit Verfügung vom 9. Oktober
2012
sprach die IV-Stelle dem Versicherten
von September bis Dezember 2011 eine ganze Rente
zu (
Urk.
6/78
=
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
7. November 2012
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 9. Oktober 2012 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
von September bis Dezember 2011 eine ganze und ab Januar 2012 eine halbe Rente auszurichten (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2012 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 9. Januar 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3).
Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Ar
beitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging zur Begründung der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2 Verfügungsteil 2) davon aus, seit April 2010 sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit
als
Sachbearbeiter
Einkauf
/
Lager
- welche einer behinderungsangepassten Tätigkeit entspreche - eingeschränkt gewesen (S. 1 unten). Ab 1. September 2011 sei er im Umfang von 30
%
teilarbeitsfähig gewe
sen
, womit ein Invaliditätsgrad von 70
%
resultierte, von Januar bis Dezember 2012 sei er zu 75
%
arbeitsfähig gewesen, womit ein Invaliditätsgrad von 25
%
resultierte, und ab Januar 2013 sei er wieder voll arbeitsfähig gewesen (S.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in seiner Beschwerde (
Urk.
2) auf den Standpunkt, das eingeholte Gutachten weise - näher umschriebene (S. 6 ff.
Ziff.
6 ff.) - Mängel auf (S. 3 Mitte), die Beschwerdegegnerin habe den von ihm im
Einwandverfahren
eingereichten Arztbericht unzutreffend gewürdigt (S. 3 f.) und richtigerweise resultiere ein Invaliditätsgrad von 55
%
(S. 4 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers verhält, und auf welche Beurteilungen diesbezüglich abzu
stellen ist.
3.
3.1
Vom 28. April bis 23. Mai 2010 weilte der Beschwerdeführer stationär im
Spital A._
, worüber am 23. Mai 2010 berichtet wurde (
Urk.
6/12/1-3
=
Urk.
6/23/28-30
)
. Nach notfallmässiger Selbstzuweisung wurde eine
dilatative
Kardiomyopathie
bei
tachykardem
Vorhofflimmern diagnostiziert und mittels Elektrokonversion erfolgreich behandelt, wobei es allerdings zu ei
nem
kardiogenen
Schock kam (S. 1).
Vom 23. Mai bis 11. Juni 2010 weilte er in der
K
linik
B._
, wo
rüber am 10. Juni 2010 berichtet wurde
(
Urk.
6/12/4-8)
.
Am 5. August 2010 berichteten die Ärzte des
Spitals A._
über die am Vortag erfolgte Kontrolle
(
Urk.
6/12/9-
11 =
Urk.
6/23/23-25)
und führten unter anderem aus, im Vergleich zu den Vorbefunden der
K
linik
B._
sei der Verlauf weitgehend stationär (S. 2 oben).
Die Ärzte der Pneumologie des
Spitals A._
nannten in ihrem Bericht vom
9. Septem
ber 2010 (
Urk.
6/23/21-22
=
Urk.
6/50/40-41
)
als (weitere) Diagnose eine kom
plexe nächtliche Atemregulationsstörung mit vor allem
Cheyne
s
Stokes’schem
Atemmuster (S. 1
Ziff.
1).
Vom
4. bis 9. November 2010
weilte der Beschwerdeführer noch einmal statio
när im
Spital A._
, worüber am 1
2.
November 2011 berichtet wurde
(
Urk.
6/12/14-15 =
Urk.
6/23/15-17)
.
3.2
Im Bericht vom 16. Dezember 2010 an den Hausarzt (
Urk.
6/23/9-10) über die am 14. Dezember 2010 im
Spital A._
erfolgte Kontrolle wurde unter anderem aus
geführt, insgesamt finde sich ein sehr erfreulicher Verlauf nach
initial
Diagnose einer
dilatativen
Kardiomyopathie
mit
initial
hochgradig eingeschränkter linksventrikulärer Funktion. Diese habe sich im Verlauf zwar nicht normalisiert, es sei aber eine deutliche Befundverbesserung eingetreten (S. 1 unten).
3.3
Im Bericht vom 10. Mai 2011 an die Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6/23/1-5)
wurde als Datum der letzten Kontrolle im
Spital A._
der 11. Januar 2011 genannt (
Ziff.
1.2). Für die Tätigkeit als Logistikfacharbeiter / Leiter Einkauf wurde eine Arbeits
unfähigkeit von 70
%
auf Dauer attestiert (
Ziff.
1.6). Mit den aktuell geleisteten 3 Stunden täglich sei die Leistungsgrenze der körperlichen und geistigen Belast
barkeit des Patienten schon mehr als erreicht (
Ziff.
1.7).
3.4
Dr.
med. C._
, FMH Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
17. Mai 2011 (
Urk.
6/26)
aus, er behandle den Beschwerdeführer
seit
1996 (
Ziff.
1.2) und nannte als Diagnose eine
dilatative
Kardiomyopathie
(
Ziff.
1.1).
Vom 25. April 2010 bis 31. Januar 2011 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
in der Tätigkeit als Lagerchef bestanden (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätig
keit sei dem Beschwerdeführer aktuell zu 33
%
, entsprechend 3 Stunden / Tag, zumutbar (
Ziff.
1.7). Mit einer Erhöhung auf 50
%
könnte (ab fraglichem Zeit
punkt) gerechnet werden (
Ziff.
1.9).
3.5
Vom 6. bis 26. Juli 2011 weilte der Beschwerdeführer stationär
in der Klinik
D._
, worüber am 8. August 2011 berichtet wurde
(
Urk.
6/50/45-48)
. Zur Ar
beitsfähigkeit wurde ausgeführt, sie betrage wie vor der Rehabilitation ab 8. Au
-
gust
2011 wieder 33
%
(S. 4 Mitte).
3.6
3.6
.1
Am 2
1. März 2012
erstatteten die Ärzte des
Begutachtungsinstituts Z._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6/50/1-39)
, dies nach stationärer Untersuchung vom 9. bis 13. Januar 2012 (S. unten)
.
3.6
.2
Die Gutachter nannten
als
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (einzig) eine Adipositas (S. 34
Ziff.
7). Sodann nannte
n
sie folgende, hier ver
kürzt angeführte, Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 34 f.
Ziff.
8):
dilatative
Kardiomyopathie
unklarer Ätiologie; Erstdiagnose (ED) April 2010
Diabetes mellitus Typ 2; ED September 2008
arterielle Hypertonie
Hyperlipidämie
Status nach
Nikotinabusus
(70
packyears
)
dekompensiertes
autonomes Schilddrüsenadenom rechts (Szintigraphie De
zember 2011)
komplexe nächtliche Atemregulationsstörung mit vor allem
Cheynes-Stokes’schem
Atemmuster; ED September 2010
Status nach
cerebrovaskulärem
Insult im
Gyrus
frontalis
medius
links mit Aphasie am 20. Oktober 2010
keine Residuen
Agoraphobie ohne Panikstörung
3.6
.3
In ihrer Beurteilung führten die Gutachter unter anderem aus,
die kardiologi
sche Situation habe sich - ausgehend von einer linksventrikulären Auswurffraktion von 14
%
im April 2010 - im weiteren Verlauf sukzessive verbes
sert. Im November 2010 sei sie mit 45
%
noch leicht reduziert gewesen und an
lässlich der aktuellen Untersuchung habe sie bei 55
%
, also im Normbereich
,
gelegen (S. 35
Ziff.
9).
Es bestehe eine reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit. Diese sei aufgrund der Resultate der Untersuchungen aber in erster Linie auf die Adipositas (bei einem BMI von 42.2) zurückzuführen (S. 36 Mitte).
3.6
.4
Die bisherige Tätigkeit des Exploranden sei diejenige eines Logistik-Chefs, zustän
dig auch für den Einkauf. Es handle sich dabei um eine körperlich leichte Tätigkeit. Unter dieser Voraussetzung, wobei zwischendurch Aufstehen und Umhergehen zumutbar sei (wohl: möglich sein müsse), sei sie dem Exploranden zu 100
%
zumutbar (S. 37
Ziff.
10).
Aufgrund der Untersuchungsbefunde sei der Explorand in jeder körperlich leich
ten Tätigkeit vollschichtig einsetzbar. Wichtig sei, dass die Arbeitsfähigkeit schrittweise gesteigert werde, beginnend bei 50
%
(S. 37
Ziff.
11).
Zu der im Austrittsbericht der Klink
D._
im August 2011 attestierten Arbeitsunfä
higkeit (vorstehend E. 3.5) erklärten die Gutachter, sie sei für sie nach
-
vollziehbar (S. 38
Ziff.
14).
Der Beschwerdeführer teile grundsätzlich die gutachterliche Meinung, dass eine körperlich leichte Tätigkeit wieder möglich sei; er habe aber Bedenken geäus
sert, eine entsprechende Arbeitsstelle zu finden (S. 38 f.
Ziff.
16).
3.7
Am 6. Juli 2012 erstattete
Dr.
med. E._
, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin FMH, im Auftrag des Beschwerdeführers eine
second
opinion
(
Urk.
6/68)
, dies gestützt auf die ihm vorliegenden Akten und seine Untersuchung vom 28. Juni 2012 (S. 1).
Bei den von ihm genannten Diagnosen (S. 3 oben) sind keine nennenswerten Unterschiede zu den im
Z._
-Gutachten genannten Diagnosen ersichtlich (als BMI gab
Dr.
E._
nun einen Wert von 42.8 an
)
.
Dr.
E._
führte aus, die kardiologische Beurteilung (im
Z._
-Gutachten) erachte er als weitgehend korrekt. Die Untersuchung im
Spital A._
im Januar 2012 und durch ihn Ende Juni 2012 habe übereinstimmend eine nur noch leicht ein
geschränkte linksventrikuläre Funktion ergeben. Nicht eingegangen werde im
Z._
-Gutachten auf das Ausmass der ventrikulären Extrasystolen beim ergo
metrischen Belastungstest (S. 2 unten). Aus näher genannten Gründen könne doch von einer gewissen Leistungslimitierung ausgegangen werden, persönlich denke er aber, dass andere Faktoren wie die ausgeprägte Adipositas und der völlige Trainingsmangel eine entscheidendere Rolle spielten (S. 2 f.).
Im Gespräch beklage sich der Patient über vermehrte Müdigkeit und eine rasche Ermüdbarkeit. Seine Gattin berichte, dass er sich in den letzten 2 Jahren verän
dert habe, er sei antriebsarm und träge, früher sei er viel aktiver gewesen. So
dann führte
Dr.
E._
aus, eine gewisse depressive Grundstimmung scheine vorzuliegen. Das massive Übergewicht sei sicherlich auch ein limitie
render Faktor im Alltagsleben; früher habe der Patient anscheinend die Schwie
rigkeiten des Übergewichtes gut kompensieren können (S. 3 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
E._
aus, für eine körperlich leichte Ar
beit sei der Patient grundsätzlich normal arbeitsfähig. Vorerst empfehle er eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
, damit der Patient noch Zeit für eine Konditionierung mit einem regelmässigen Training habe (S. 3). Der Patient sei früher als Logis
tik-Chef im Einkauf tätig gewesen; es könne davon ausgegangen werden, dass
dabei gewisse Drucksituationen bestanden hätten. Möglicherweise sei er im jet
zigen Moment wenig stressresistent, so dass allenfalls eine psychisch weniger belastende Tätigkeit angestrebt werden sollte (S. 3 unten).
3.8
Dr.
med.
F._
, Praktischer Arzt FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte am 23. Juli 2012 aus, in der RAD-Stellungnahme vom März 2012 sei gestützt auf das
Z._
-Gutachten von einer vollen Arbeitsfähig
keit für die bisherige und für behinderungsangepasste Tätigkeiten ab dem Gutachtenszeitpunkt
(Januar / März 2012)
ausgegangen worden. Aufgrund der An
gaben in der eingeholten
second
opinion
(vgl. vorstehend E. 3.7)
könne
von Ja
nuar bis Dezember 2012 von einer Arbeitsfähigkeit von 75
%
für die bisherige und behinderungsangepasste Tätigkeiten ausgegangen werden; ab Januar 2013 könne eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erwartet werden (
Urk.
6/75 S. 2 Mitte).
4.
4.1
Die vom Beschwerdeführer eingeholte
second
opinion
(vorstehend E. 3.7)
bestä
tigt in den anspruchsrelevanten Aspekten die Feststellungen im
Z._
-Gutachten
(vorstehend E. 3.6)
.
So wurde in der
second
opinion
explizit festgehalten, die kardiologische Beurtei
lung sei weitgehend korrekt. Dies gilt insbesondere für die Feststellung, dass die Einschränkung der linksventrikulären Funktion - mithin die seit 2010
zentrale limitierende Gesundheitsp
roblematik - annähernd (E. 3.7) oder ganz (E. 3.6.3) behoben ist.
Einzig betreffend eine Besonderheit beim ergom
etr
ischen Belastungstest wurde in der
second
opinion
auf eine
n Umstand
hingewiesen, aus de
m
auf eine ge
wisse Leistungslimitierung geschlossen werden könnte. Der Verfasser der
second
opinion
verwarf
dies jedoch gleich selber, indem er hinzufügte, dass andere Faktoren wie die ausgeprägte Adipositas und der völlige Trainingsmangel eine entscheidendere Rolle spielten. Bezeichnenderweise blieb diese
r
für das Ver
ständnis entscheidende
zweite Teil der Aussage
in der Beschwerde
gänzlich
un
erwähnt (vgl.
Urk.
1 S. 8
Ziff.
8).
4.2
Die im Hinblick auf die Anspruchsbeurteilung wichtigste Übereinstimmung zwi
schen
second
opinion
und
Z._
-Gutachten betrifft die Einschätzung der Ar
beitsfähigkeit. Laut
second
opinion
ist der Beschwerdeführer für jede körperlich leichte Arbeit grundsätzlich normal arbeitsfähig
(vorstehend E. 3.7)
; laut
Z._
-Gutachten
ist er in jeder körperlich leichten Tätigkeit vollschichtig einsetzbar (vorstehend E. 3.6.4).
Ein Unterschied besteht einzig hinsichtlich der Anlaufphase: Laut
Z._
-Gutach
ten
sollte anfänglich eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
gelten, laut
second
opinion
eine solche von 75
%
. M
ithin
wurde
dem Beschwerdeführer
punkto Arbeitsfä
higkeit
vom Verfasser der
second
opinion
sogar mehr zugemutet als
von den
Z._
-Gutachtern
.
4.3
Zu prüfen bleibt, ob hinsichtlich psychischer Komponenten ein relevanter Unter
schied besteht. Im polydisziplinären, mit fachmedizinischer psychiatrischer Beteiligung erstellten
Z._
-Gutachten wurde keine psychiatrische Diagnose mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gestellt. Eine solche stellt
e
auch der Kardi
ologe in seiner
second
opinion
nicht. Aber er führte aus, „eine gewisse depres
sive Grundstimmung“ scheine vorzuliegen.
Wenn der Kardiologe, weil der Patient zu träge ist, um seinem eklatanten Trainingsmangel abzuhelfen, „eine gewisse depressive Grundstimmung“ vermutet, ist dies - ebenso wie der Umstand, dass der Hausarzt nebst anderem auch ein Antidepressivum
verordne
t - zur Kenntnis zu nehmen. Anspruchsrelevant oder zusät
zlich abklärungsbedürftig ist
es jedoch mitnichten, denn
die
an den Tag gelegte Passivität hinsichtlich körperlicher Ertüchtigung ist von deutlich anderer Qualität als eine
Depressivität
, welche
die
zumutbare Arbeitsfähigkeit zu tan
gieren vermöchte
.
Ebenso ist nicht massgebend, wenn der Kardiologe, der an sich eine volle Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten attestiert, aufgrund seiner Vermutung, der Beschwerdeführer sei möglicherweise im jetzigen Moment we
nig stressresistent, rät, es sollte allenfalls eine psychisch weniger belastende Tä
tigkeit angestrebt werden: Aus kardiologischer Sicht ist die Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten unstrittig gegeben, und fachmedizinisch fundierte zusätzliche Limitation aus psychiatrischer Sicht gibt es keine.
4.4
Weiter zu prüfen ist, wie es sich mit der angestammten
Tätigkeit verhält. Laut
eigenen Angaben
des Beschwerdeführers
(
Urk.
1) erforderte sie ein hohes Mass an Konzentration (S. 5
Ziff.
5a), war anspruchsvoll
(S. 5 f.
Ziff.
5b) und mit hoher Verantwortung und Belastung verbunden (S. 6
Ziff.
5.d).
Dies alles ist problemlos vereinbar mit der Feststellung im Gutachten und in der
second
opinion
, dass körperlich leichte Arbeiten vollumfänglich zumutbar sind. Nichts deutet darauf hin, dass die angestammte Tätigkeit keine körperlich leichte gewesen sein könnte; nicht einmal der Beschwerdeführer behauptet so etwas.
Für anderweitige Einschränkungen gibt es - abgesehen von einer untergeordne
ten Bemerkung aus neuropsychologischer Sicht - keinerlei Hinweise. Eine fach
ärztlich gestellte psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
besteht
nicht, und die einzige
arbeitfähigkeitsrelevante
Diagnose ist
mit der
Adi
positas
das (zunehmende) massive Übergewicht, was den in der
second
opinion
als limitierend erwähnten völligen Trainingsmangel und die diesbezügliche Trägheit des Beschwerdeführers umso bedauerlicher macht.
4.5
Insgesamt erweist sich das
Z._
-Gutachten
-
auch
und gerade
in der Gesamt
schau mit der
second
opinion
, welche im Rahmen ihrer fachlichen Zuständigkeit
durchwegs bestätigend ausgefallen ist - a
ls in jeder Hinsicht überzeugend
. Es erfüllt alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.4) vollumfänglich.
Hingegen erweisen sich die beschwerdeweise vorgebrachten Einwände allesamt als unbegründet. Der Sachverhalt ist mithin dahingehend erstellt, dass die im
Z._
-Gutachten formulierten Angaben insbesondere betreffend die Arbeitsfä
higkeit zutreffend sind.
4.6
Das Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend Invaliditätsbemessung (
Urk.
1 S. 9 f.
Ziff.
11) wäre nur relevant, wenn sein Standpunkt bezüglich der ange
stammten Tätigkeit zuträfe, was nicht der Fall ist (vorstehend E. 4.4). Demnach erübrigen sich Weiterungen.
Es bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden ist, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt
Dr.
Walter Keller
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.