Decision ID: f0a1e0d4-79df-4202-bd43-0316224480f4
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, war bei drei verschiedenen Arbeitgeberin
nen resp. Arbeitgebern als Reinigungshilfe tätig (
Urk.
7/9, Urk. 7/10 und
Urk.
7/14-15). Am 2
9.
Januar 2011 zog sie sich als Beifahrerin bei einem Auffahrunfall
mit Heck- und nachfolgender Frontalkollision
eine Commotio Cerebri, eine Halswirbelsäulen (HWS)-Distorsion Grad 2 sowie Kon
tusionen der Schulter links, der Lendenwirbelsäule (LWS), des
Sakrums
sowie der proximal
en Fibula beidseits zu (
Urk.
7/8/119
). Am 5.
September 2011 mel
dete sich die Versicherte
unter Hinweis auf seit dem 29.
Januar 2011 bestehende Schulter-, Nacken- und Rückenbeschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/
4;
Aktenverzeich
nis
zu
Urk.
7/1-53).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklä
rungen, wobei
sie unter anderem die Akten des zuständigen Unfallversicherers (Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
[
nachfolgend:
Allianz],
Urk.
7/8; vgl. auch
Urk.
7/16 [Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, SUVA] und
Urk.
7/22
)
beizog
. Am 2
0.
Ja
nuar 2012 (
Urk.
7/21) teilte die
IV-Stelle
der Versicherten mit, gemäss ihren Abklärungen seien aufgrund des Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich.
Nach
Beizug
einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD [
Urk.
7/25/3-4]) stellte die IV-Stelle der Versicherten m
it Vorbescheid vom 2
7.
Feb
ruar 2012
unter Hinweis darauf, dass ein
invalidenversicherungsrecht
lich
relevanter Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen sei, die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/27), wogegen diese am 2
6.
März 2012
Einwand
erhob (
Urk.
7/31). Nach Eingang weiter
er Akten der Allianz
(
Urk.
7/35)
sowie
des Berichtes der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation
des
Y._
vom 1
4.
Mai 2012
(
Urk.
7/36/1-4, unter Beilage des
Austrittsbe
richtes
vom 1
9.
September 2011 [
Urk.
7/36/5-8])
lud die IV-Stelle die Versi
cherte am 2
4.
Mai 2012 zu einer
bidisziplinären
Untersuchung durch den
RAD
ein (7/38). Aufgrund der Mitteilung des Un
fallversicherers, wonach er beim
Z._
ein
polydisziplinäres Gutac
hten in Auftrag gebe (
Urk.
7/40
),
sah sie jedoch von der Durchführung einer RAD-Untersuchung ab
(
Urk.
7/39)
. Das
Z._
-Gutachten wurde am
4.
April 2013 erstattet und dem RAD sowie der Versicherten zur Stellungnahme v
orge
legt (
Urk.
7/49/3-4
und
Urk.
7/47). In der Folge wies die IV-Stelle unter Hinweis darauf, dass keine voraussichtlich langanhaltende oder dauernde Erwerbsunfä
higkeit vorliege, mit Verfügung vom 2
1.
Januar 2014 das Leistungsbegehren der Versicherten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
0.
Februar 2014 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Rentenprüfung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
5.
März 2014 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am 2
6.
März 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
3
.
Die Allianz stellte mit Verfügung vom
2.
Februar 2012 die wegen des Unfalls vom 2
9.
Januar 2011 ausgerichteten Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) per Ende November 2011 ein. Die von
X._
erhobene Einsprache wies die Allianz mit Entscheid vom
8.
Januar 2
014 ab, wogegen sie am 10.
Februar 2014 beim hiesigen Gericht Beschwerde einlegte. Diese wurde mit heutigem Urteil abgewiesen (Prozess Nr. UV.2014.00039).
4.
Zur Vervollständigung der Akten wurden Kopien aus den
Unfallversicherungsak
ten
(Prozess Nr. UV.2014.00039) erstellt (
Urk.
9)
.
5
.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, sow
eit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit ode
r Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
oder eine vergleichbare Störung ohne erkennbare organische Ursache begründet als solche
noch keine Invalidität. Nach der bisherigen Recht
sprechung bestand eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind.
Danach konnten bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügte. Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien
(BGE 130
V
352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
1.1.3
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd anschliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die
Invaliditätsbemes
sung
stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück
sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder
schlagen muss.
An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Regelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen ein
teilen. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur.
Die
Anerkennung eines
renten
begrün
denden
Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Aus
wirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbe
las
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesger
icht in BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten
(E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanam
nestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
.
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in
H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
machte geltend, gemäss dem
vom Unfallversicherer eingeholten
Z._
-Gutachten, auf welches abgestellt werden könne, habe für die angestammte Tätigkeit als Reinigerin von Januar 2011 bis Juli 2011 (sechs Monate nach dem Unfall) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab August 2011 liege aufgrund einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren noch eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
vor. Für angepasste Tätigkeiten werde sechs Monate nach dem Unfall von einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 80
%
ausgegangen. Die chronische
Schmerzstö
rung
gehöre zu de
n
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern.
Die Überprüfung der massgebli
chen Kriterien ergebe, dass der Beschwerdeführerin
die willentliche Schmerzüberwindung zumutbar sei und somit keine voraussichtlich langanhaltende oder dauernde Erwerbsunfähigkeit vorliege. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig (
Urk.
2).
2.3
Die Beschwerdeführerin brac
hte vor, das medizinische Beschwerdebild sei im
Z._
-Gutachten in polydisziplinärer Hinsicht soweit zutreffend erhoben worden. In Einklang mit den Gutachtern vertrete sie die Auffassung, dass sowohl die somatischen als auch die psychischen Beschwerden
objektivierbar seien (Urk. 1 S.
6). Es liege nicht – wie von der Beschwerdegegnerin behauptet – ein
patho
genetisch-ätiologisch
unklares
syndromales
Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage gemäss BGE 130 V 352 vor, auch nicht ein reines, unter diese Kat
egorie fallendes Schleudertrauma
gemäss BGE 136 V 27
9.
Vielmehr seien es di
e somatisch-organisch erhobenen
Schulterbeschwerden, welche im Verbund mit den übrigen Unfallbeschwerden für die aktuelle
Beschwerdesitua
tion
verantwortlich seien. Das
Gutachten erachte sie als zu 20
% arbeitsunfähig in der angestammten
Tätigkeit
, dies mindestens bis zum Datum der Erstellung des Gutachtens. Ohne weitere Begründung werde dann eine darüber hinaus bestehende Arbeitsunfähigkeit verneint, was zur Leistungsablehnung unzu
reichend sei.
Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit über 80
%
hinaus wäre laut Gutachten durch eine Verlagerung der beruflichen Tätigkeit in weniger belas
tende Tätigkeiten denkbar. Die Beschwerdeführerin habe es jedoch unterlassen,
einen Einkommens
vergleich durchzuführen (Urk. 1 S.
8).
3.
3.1
Mit Ausnahme der
zuhanden der Beschwerdegegnerin erstatteten
Berichte von
Dr.
A._
vom
7.
Oktober 2011
sowie des
Y._
vom
1
4.
Mai 2012 (
Urk.
7/17/1-3 und
Urk.
7/36/1-4; vgl. E
. 3.2 und E. 3.3
)
wurden die bis zur polydisziplinären Begutachtung im
Z._
(November 2012) aufliegenden
Arzt
berichte
im Gu
tachten vom
4.
April 2013 (Urk.
7/44
/4-13
)
zusammengefasst, weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2.
Dr.
med.
A._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheu
matologie
, nannte in seinem Bericht an
die Beschwerdegegnerin vom 7.
Oktober 2011 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein posttraumatisches
zerviko
- und
lumbospondylogenes
Syndrom nach Verkehrs
unfall als Beifahrerin mit massiver Heckkolli
sion am 29.
Januar 2011 sowie eine posttraumatische PAS links.
Bei der letzten Kontrolle am
5.
Oktober hätten immer noch
zervikolumbospondylogene
Schmerzen und daneben ausgeprägte Schmerzen in der linken Schulter bestanden.
Als Reinigungsmitarbeiterin sei die Beschwerdeführerin seit dem 2
9.
Januar 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig. Es könne erst nach der Rehabilitation in
B._
weiter entschieden werden (Urk. 7/17/1-3).
3.3
Im Bericht der
Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des
Y._
an die Beschwerdegegnerin vom 1
4.
Mai 2012
wurden i
m Wesentlichen die
im
Bericht
dieser Klinik vom
1
9.
September 2011
(
Urk.
7/36/5-8; vgl. auch Kurzaustrittsbericht vom gleichen Tag,
Urk.
7/17/4-5
) gemachten – im
Z._
-Gutachten zusammengefassten
(
Urk.
7/44/8-9
) – Angaben wiedergegeben.
Auf entsprechende Fragen der Beschwerdegegnerin wurde zudem festgehalten, dass l
eichte Einschränkungen für Tätigkeiten über Kopfhöhe oder mit längerem unbewegtem Sitzen oder Stehen oder repetitivem Bücken und Lastenheben über fünf Kilogramm
bestünden
.
Voraussichtlich habe ab Oktober 2011 in der ange
stammten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Eine
behinderungs
angepasste
Tätigkeit sei voraussichtlich ab November 2011 ohne Einschränkung möglich gewesen
(
Urk.
7/36/1-4)
.
3.4
Im Gutachten des
Z._
vom 1
2.
September 2013 (
Urk.
7/44) wurden als Diagno
sen (1) ein
Status nach Unfall mit
cranioc
ervicalem
Beschleunigungstrauma am 2
9.
Januar 2011 mit nur fraglich verzögert aufgetretener Irritation in C8 links, ohne Nachweis einer Läsion, sowie mit leichter traumatischer Hirnschädigung, (2) eine
Periarthropathia
humeroscapularis
links mit
Impingement
, (3) kleinere oberflächliche Partialrupturen der
Supraspinatussehne
links und eher enger
Subacro
mialraum
gemäss
Arthro
MRI vom Mai 2011
, (4) eine muskuläre
Dys
balance
am Schultergürtel links mehr als rechts, (5) unspezifische Kreuzschmer
zen, (6) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), (7) chronisches Spannungskopfweh, (8) ein Status nach zweimaliger
Pyelonephritis
links (2011), (9) anamnestisch
Refluxösopha
gitis
mit Status nach HP-
Eradikationstherapie
, seit fünf Jahren beschwerdefrei, (10) Entfernung einer Ovarialzyste rechts 2009, (11) eine arterielle Hypertonie anamnestisch sowie (12) ein
Nikotinabusus
angeführt (
Urk.
7/44/43-44).
Die
jetzige
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätig
keit als Reinigungsfachkraft sei aufgrund der aktuell
noch
vorhandenen, teil
weise auf den Unfall zurückzuführenden
myofaszialen
Befunde nicht beein
trächtigt. Aufgrund des mittelbar als Folge des Unfalles bestehenden psychi
schen Leidens sei die Beschwerdeführerin in ihrem Rendement zu 20
%
einge
schränkt (
Urk.
7/44
/48).
Die initial von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und die initial erhobenen weichteilrheumatischen Befunde seien geeignet, eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Im Verlauf hätten sich diese Beschwerden einerseits gebessert, anderseits fänden sich keine weiteren Hinweise, welche auf unfallbedingte organisch nachweisbare Befunde hinwiesen, vielmehr hätten die
myofaszialen
Befunde persistiert. Diese seien im weiteren Verlauf auch nicht mehr deutlich von allfälligen psychogenen Beschwerden getrennt, so dass nach Aktenlage zum Verlauf der rein unfallbedingten Beschwerden keine sicheren Angaben gemacht werden könnten. Nach allgemeiner Erfahrung wäre spätes
tens nach sechs Monaten mit einer vollschichtigen Wiederaufnahme der ange
stammten Tätigkeit zu rechnen gewesen, hätte sich das mittelbar als Folge des Unfalles sich einstellende dysfunktionale Verarbeitungsmuster bei der Beschwerdeführerin nicht entwickelt. Deshalb sei ihr eine sechsmonatige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Daran anschliessend bestünden bis dato nur mittelbar auf das Unfallereignis zurückzuführende Beeinträchtigungen des Ren
dements um 20
%
(
Urk.
7/44/49)
.
Unter Berücksichtigung der mittelbaren unfallbedingten Einschränkungen bestehe die Möglichkeit, durch eine Verlage
rung der beruflichen Tätigkeit in ein den Schultergürtel nicht belastendes Arbeitsgebiet eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erzielen. Geeignet wären leichte Tätigkeiten ohne Belastung des Schultergürtels links. Einer sol
chen Tätigkeit könnte die Beschwerdeführerin vollschichtig nachgehen (
Urk.
7/44/50).
3.5
RAD-Ärztin med.
pract
.
C._
, FMH orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, hielt in ihrer Stellungnahme vom 2
5.
September 2013 (Urk. 7/49/3-4) fest, auf das
Z._
-Gutachten könne abgestellt werden. Aus medizinischer Sicht sollten bei vorgeschädigter Schulter Tätigkeiten mit häufi
gen Schlägen und Vibrationseinwirkungen auf die linke Schulter sowie
Über
kopfarbeiten
und Arbeiten mit ständigen Armvorhaltepositionen, insbesondere repetitive Tätigkeiten mit Belastung der Arme nicht mehr zugemutet werden. Das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 bis 8 Kilogramm (unter ungünstigen Hebeln), in günstiger Belastungsposition (körpernah bis Lendenhöhe) über 20 Kilogramm sollten vermieden werden.
4.
4.1
Vorauszuschicken ist, dass nach der Rechtsprechung die Aufgaben von
Rechts
anwender
und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt ver
teilt sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesund
heitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschrei
ben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersu
chung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hinge
gen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die
Arzt
person
zur
Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Diese ist durch die rechtsanwendenden Behörden im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu würdi
gen. Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine rein medizinische, sondern auch eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.2
Das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
4.
April 2013 basiert auf den erfor
derlichen allseitigen fachärztlichen Untersuchungen (inter
nistisch, rheu
matologisch, neurologisch und psychiatrisch
) und wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben. Die Gutachter
haben detaillierte Befunde erho
ben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge grundsätzlich einleuchtend dargelegt. Insoweit erfüllt das
Z._
-Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Auf die von den Gutachtern vorgenommene
Fol
genabschätzung
kann jedoch aufgrund der
nachfolgenden Erwägungen
nicht vollumfänglich abgestellt werden.
4.3
4.3.1
Der rheumatologische Gutachter des
Z._
hielt im Rahmen seiner
fachärztlichen
Beurteilung fest, der Verlauf entsprechend den klinischen Angaben in der Aktenlage könne bestätigt werden. Es sei dokumentiert worden, dass nach dem Unfall vom 2
9.
Januar 2011 die Beschwerden im Bereich der HWS rückläufig gewesen seien. Derzeit bestehe eine freie Beweglichkeit, es seien keine
Irritati
onszonen
und kein paravertebraler Muskelhartspann vorhanden. Klinisch sei die Halswirbelsäule derzeit
ohne Befund. Am Schultergürtel
bestehe ein relativ star
ker Hypertonus der
Trapeziusmuskulatur
, wobei nur links eine
Druckdolenz
vorhanden sei. Dazu fänden sich deutliche Bewegungseinschränkungen an der linken Schulter, formal im Sinne von
periarthropathischen
Schulterbeschwerden mit
Impingement
. Entsprechend der Aktenlage seien aber, wie
im
rheumatolo
gischen Bericht des
D._
vom
1.
März 2012 festgehalten worden sei, mehrmals
subacromiale
Infiltrationen ohne Anspreche
n
durchgeführt worden
. Bei orga
nisch bedingten Schmerzen müsste zumindest ein Effekt des
Lokalanästheti
kums
erwartet werden. Auffallend und in der Aktenlage auch erwähnt, sei die Tatsache, dass weiterhin keine
Muskelatrophie vorhanden sei. Es bestünden die physiologischen Differenzen bei Rechtshändigkeit, obwohl anamnestisch der linke Arm geschont werde. Insgesamt sei das aktuelle Beschwerdebild rein auf
grund der strukturell bildgebenden Veränderungen in dieser Art rein rheuma
tologisch gesehen nicht vollst
ändig erklärbar (Urk.
7/44/24).
Der neurologische Gutachter des
Z._
stellte anlässlich seiner fachärztlichen Beurteilung fest, die kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderungen, welche im unfallanalytischen Kur
zgutachten
ermittelt worden seien, lägen in einem Bereich, bei welchem länger dauernde Beschwerden möglich seien. Jetzt, bald zwei Jahre seit diesem Unfall, würden hauptsächlich linksseitige Armschmerzen geklagt
, nebst einem Einschlafen betont in den Finger
n
II bis IV links. Die Beschwerden von Seiten der HWS seien deutlich
regredient
. Einsprechend
e
Befunde könnten jetzt bei der Unte
rsuchung der HWS-Beweglichkeit
nur ganz diskret erhoben werden. Die Ursache der hauptsächlich geklagten linksseitigen Armschmerzen sei unklar geblieben. Eine
radikuläre
Ursache sei aufgrund der weitgehend normalen MR-Untersuchung der HWS, aber auch einer
elektrophy
si
ologischen
Untersuchung vom 14.
September 2011 im
Y._
, weitgehend auszuschliessen. Bei der heutigen Untersuchung seien Test
s
auf Kompressionssyndrome im Schultergürtel links leicht positiv mit Triggern von sensiblen Reizphänomenen. Auch hier seien aber elektrophysiologische Unter
suchungen vom 1
4.
September 2011 negativ, das heisse ohne Hinweise auf periphere neurogene Läsionen im linken Arm, gewesen. Bei der Untersuchung des linken Armes falle auf, dass trotz Klagen über ausgeprägte Schmerzen die Kraft proximal im Schultergürtel links ganz normal sei, ohne ein zu erwarten
des schmerzbedingtes Nachgeben (
Giving-way
). Die Untersuchung der HWS sei ebenfalls wenig eindrücklich. Die Beweglichkeit sei normal und schmerzfrei. Insgesamt liessen sich aus neurologischer Sicht die hauptsächlich geklagten Armschmerzen links nicht sicher erklären. Eine Reintegration in den früheren Beschäftigungsbereich mit auch Reinigungsarbeiten sei wünschenswert (
Urk.
7/44/28-29).
4.3.2
Die
Z._
-Gutachter kamen im Rahmen der Gesamtbeurteilung zum Schluss, dass die
jetzige
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
unfallbedingt
in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsfachfrau aufgrund
der aktuell noch vor
handenen,
teilweise auf
den Unfall zurückzuführenden
myofaszialen
Befunde nicht – mehr -
beeinträchtigt sei. Diese Beurteilung erscheint aufgrund der
Ergebnisse der bildgebenden Abklärungen sowie der vom rheumatologischen und
vom neurologischen Gutachter
des
Z._
erhobenen klinischen Befunde nachvollziehbar und überzeugend.
4.3.3
Soweit sich RAD-Ärztin
C._
in ihrer Stellungnahme vom 2
5.
September 2013
(
vgl. E. 3.5)
auf den Standpunkt stellte, der Beschwerdeführerin seien
aus somatischer Sicht
wegen der - in den
Vorakten
wie auch im
Z._
-Gutachten dokumentierte
n
–
nicht unfallbedingten
Vorschädigung der Schulter (vgl.
MR-
Arthrographie
der linken Schulter vom 2
7.
Mai 2011: „
L
eichte ansatznahe
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
ohne signifikante
transmurale
Rissbil
dung, kleinere oberflächliche Partialrupturen auf der
bursalen
Seite [bei leicht vermehrter Flüssigkeit daselbst],
möglich. G
renzwertig enge Platzverhältnisse
subacromial
,
Impingement
möglich. Übrige Binnenstrukturen
unauffällig
“.
[U
rk.
9/1
; vgl. Urk.
7/44/7
]) lediglich schultersch
onende Tätigkeiten
zumutbar, kann ihr nicht
ohne Weiteres
gefolgt werden.
Zum einen wurde der MR-
arthrographisch
erhobene
Befund
insbesondere auch von den behandelnden Ärzten als geringfügig einge
stuft
.
So hielt
Dr.
E._
in seinem Bericht an Dr.
A._
vom 1
6.
August 2011
fest, er habe die Beschwer
deführerin
informiert, dass die Schulter keine strukturelle Verletzung aufweise, wel
che die Prognose verschlechtere,
und sie insgesamt gute Aussichten habe (
Urk.
9/
2
; vgl.
Urk.
7/44/11
).
Dr.
A._
hielt in seinem Schreiben an die
Rheu
maklinik
des
Y._
vom 2
5.
August 2011 fest,
in letzter Zeit klage die Beschwerdeführerin nur noch über Schulterschmerzen links bei geringen Befunden im MRI. Die ambulante Behandlung der Beschwerdeführerin sei schwierig, sie spreche nur portugiesisch und schlecht spanisch. Zudem erscheine sie nicht regelmässig in der Physiotherapie. Sie habe bis jetzt ihre Tätigkeit als Reinigungsfrau nicht voll aufnehmen können. Es bestünden auch soziale Belastungen mit zwei Töchtern, welche sie nicht alleine zu Hause lassen möchte. Trotzdem
scheine ihm
hier
eine intensive Behandlung unter stationärer Beobachtung angezeigt zu sein. Das Ziel sei, nach drei Wochen eine Arbeitsfä
higkeit von 50
%
als Reinigungsfrau zu erreichen. Diese sollte später gesteigert werden können, da die
Beschwerdeführerin Rechtshänderin
sei und die zervika
len und lumbalen Beschwerden schein
bar abgeklungen seien (
Urk.
7/17/7
)
. Am
3.
September 2011 berichtete
Dr.
E._
de
m Unfallversicherer
, es sei weiterhin von einer günstigen langfristigen
Prognose auszugehen
, da strukturell
an der Schulter relativ ger
inge Schäden vorlägen (
Urk.
9/
3
0
; vgl.
Urk.
9/44/8
). Die Ärzte der Rheumaklinik des
Y._
führten in ihrem Bericht vom 1
9.
September 2011 betreffend die dortige
Hospitalisation
der Beschwerdefüh
rerin vom
6.
bis 1
9.
September 2011 als Diagnose unter anderem eine
leichtgra
dige
Periarthritis der linken Schulter an. Sie hätten eine ausgebaute Analgesie inklusive Opiaten und multimodaler Physiotherapie eingeleitet. Bei
Beschwerde
persistenz
unter ausgedehnter konservativer Therapie hätten sie die
Verdachts
diagnose
einer
somatoformen
Schmerzstörung und die Indikation für einen sta
tionären
Rehabilitationsaufenthalt in einer spezialisiert
en Schmerzklinik gestellt (Urk.
7/36/5-6
). Die Ärzte der Rheumapoliklinik de
s
D._
erhoben im Bericht an Dr.
E._
vom
1.
März 2012 eine PHS links seit Auffahrunfall vom Januar 2011 sowie ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom. Die Zuweisung sei zur rheuma
tologischen Drittmeinung bei einer PHS links seit dem Auffahrunfall vom Januar 2011 erfolgt. Zusammenfassend gingen sie in der Beurteilung der Symptome und Befunde mit den Vorberichten aus dem
Y._
einig und beurteilten die Beschwerden als PHS links mit einer Tendenz zur
Chronifizie
rung
. Die bisher getätigten Untersuchungen seien umfangreich und ihrer Ansicht nach vollständig. Sie wiesen nicht auf eine strukturelle Läsion hin, wel
che die Beschwerden ausrei
chend erklären würden (
Urk.
9/4
; vgl.
Urk.
7/44/13
).
Ausserdem schlagen sich MR-
arthrographisch
erhobene Befunde im Bereich der Schulter allein nicht notwendigerweise im Ausmass d
er funktionellen Ein
schränkung n
ieder; vielmehr sind solche Befunde jeweils anhand der Klinik zu überprüfen. D
ie vom rheumatologischen und vom neurologischen
Z._
-Gut
achter erhobenen klinischen Befund
e
(
Urk.
7/44/22-23 und
Urk.
7/44/26-27
)
sowie die von ihnen dazu gemachten weiteren Feststellungen (vgl. E. 4.3.1 und E. 4.3.2)
deuten aber
nicht auf eine massgebliche –
somatisch bedingte
- Beein
trächtigung im Bereich der lin
ken Schulter hin.
Selbst wenn
gleichwohl
davon ausgegangen würde, dass nur noch die von RAD-Ärztin
C._
beschriebenen schulterschonenden Tätigkeiten zumutbar sind, ist aufgrund der aktenkundigen Tätigkeitsbeschriebe
F._
(Urk. 9/10/6) und der
G._
(
Urk.
7/
14/7)
nicht ersichtlich, wes
halb es der rechtsdominanten (
Urk.
7/17/7) Beschwerdeführerin nicht möglich
(gewesen)
sein sollte, die bisher verrichteten Arbeiten
uneingeschränkt
weiter
hin auszuführen.
Es besteht daher
kein Grund zur Annahme, dass
sich
der genannte
vorbeste
hende
Befund
in der linken Schulter
im
vorliegend
relevanten Zeitraum (März 2012 bis Januar 2014, vgl. E.
4.
5, E. 4.6 und E. 4.7
)
aus rein somatischer Sicht massgeblich auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der ange
stammten Tätigkeit
ausgewirkt haben könnte
(vgl. aber E. 6)
.
4.4
4.4.1
Der psychiatrische Gutachter des
Z._
führte im Rahmen seiner Beurteilung im Wesentlichen aus, mit dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2011 und der sich daran anschliessenden somatisch begründbaren Heilphase, welche mit Schmerz
haftigkeit verbunden gewesen sei, habe bei der Beschwerdeführerin eine ver
hängnisvolle Entwicklung eingesetzt, indem die Selbstbestimmtheit, welche für sie zuvor von wesentlicher Bedeutung gewesen sei, nicht mehr im früher geleb
ten Ausmass möglich gewesen sei. Es habe sich bei ihr rasch eine psychogene
Überlagerung entwickelt, seines Erachtens einerseits als Ausdruck einer psycho
physischen Dekompensation, vor allem aber auch im Sinne eines
dysfunktio
nellen
Verhaltens bei initial somatisch begründbarer Schmerzhaftigkeit. Er stelle deshalb die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, da seines Erachtens die prämorbiden Persönlichkeitszüge der Beschwerdeführerin für die deutlich erschwerte Schmerzbewältigung min
destens teilweise mitverantwortlich seien. Darüber hinaus müsse darauf hinge
wiesen werden, dass heute ein durchaus relevantes affektives (depressives) Lei
den vorliege, welches den
Zirkulus
vitiosus
zwischen dysfunktionalem Verhal
ten, Schmerzverstärkung und affektivem Leiden unterstütze (
Urk.
7/44/38-39). Heute bestehe seines Erachtens eine deutliche Somatisierung, zunehmend komme es offensichtlich nun aber auch zu einer affektiven Dekompensation, wobei diese aktuell
noch
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei. Kogni
tive Störungen, psychotisches Erleben, Verhaltensauffälligkeiten etc.
bestünden aber nicht, so dass die Beschwerdeführerin gesamthaft
heute im Wesentlichen aufgrund des Schmerzerlebens und der damit verbundenen
Funktionsbeein
trächtigungen
eingeschränkt sei. Diesb
e
züglich müsse allerdings darauf hinge
wiesen werden, dass in der am 2
8.
November 2
012 entnommenen Blutprobe weder
Paracetamol noch
Fentalyn
oder
Novalgin
hätten nachgewiesen werden können
, die Beschwerdeführerin aber angegeben habe, diese Medikamente zur Schmerzreduktion regelmässig einzunehmen resp. das Pflaster
zu wechseln. Deswegen sei anlässlich der Schlussbesprechung erneut eine
Konzentrationsbe
stimmung
vorgenommen worden, welche nun wirksame Blutspiegel für
Noval
gin
und
Fentalyn
gezeigt habe. Paracetamol sei auch in dieser zweiten Probe nicht nachweisbar gewesen. Es müsse konstatiert werden, dass die angegebene Schmerzmitteltherapie offenbar nicht rege
l
mässig eingenommen werde. Soma
tisch fänden sich auch keine Zeichen der (übermässigen) Schonung im Sinne einer
muskulären Atrophie. Aufgrund der f
estgestellten Diskrepanzen sei
er doch der Ansicht, dass neben dem der Beschwerdeführer
in
nicht bewussten dysfunktionalen Schmerzbewältigungsmuster auch ein sekundärer
Kra
nkheits
gewinn
vorliegen könnte.
4.4.2
Die vom psychiatrischen Gutachter gestellte Diagnose einer
chronischen
Schmerz
störung
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41
; vgl. http://www.icd-code.de/icd/code/F45.-.html
) erscheint aufgrund seiner weiteren
Feststellungen nachvollziehbar
.
Die Gutachter kamen
im Rahmen der Gesamtbeurteilung zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin wegen dieses psychischen Leidens in der angestammten Tätigkeit zu 20
%
arbeitsunfähig sei.
Wie
dargelegt, ist diese Einschätzung
durch die rechtsanwendenden Behörden – das heisst durch die IV-Stelle resp. im Beschwerdefall das Gericht - im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu würdigen.
Entgegen der von der Beschwerdeführerin offenbar vertretenen Auffassung
ist die Frage, ob der psychiatrischen Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; vgl. E. 4.4) aus rechtlicher Sicht ein relevanter Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführerin beizumessen ist,
anhand der Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden
(vgl. E. 1.1.2 und E. 1.1.3
)
zu prüfen
(Urteil des Bundesgerichtes 8C_30/2013 vom 2
0.
November 2013 E. 4.3.1 unter Hinweis auf BGE 137 V 64 E. 4
)
.
4.4.3
Di
e Beschwerdegegnerin
hat in Anwendung der bisherigen Rechtsprechung zu den
soma
toformen
Schmerz
störungen (vgl. E. 1.1.2) grundsätzlich zutreffend dargelegt, dass und weshalb die chronische Schmerzstörung mit somatischen und p
sychischen Faktoren im Falle der
Beschwer
deführerin
als überwindbar zu gelten hat
(E. 2)
. An diesem Ergebnis ändert die seit dem 3. Juni 2015 geänderte bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen und vergleichbaren
psychosomatischen Leiden (vgl. E.1.1.3) nichts (zur Anwendbarkeit dieser Rechtsprechung auf laufende Verfahren vgl. BGE 141 V 281 E. 8), dies aus folgenden Gründen:
Unter dem Aspekt „funktioneller Schweregrad“ ist in Betracht zu ziehen, dass die diagnoserelevanten Befunde und Symptome gemäss ICD-10 F45.41 nicht besonders ausgeprägt erscheinen.
Von einer Ausschöpfung der
Behandlungs
möglichkeiten
resp.
einer
Behandlungsresistenz ist
aufgrund der gutachterlichen Feststellungen
nicht auszugehen.
Ein massgeblicher
Behandlungs
erfolg
konnte zwar in Bezug auf die Schulterproblematik nicht erzielt werden. Es ist jedoch zu berücksichtige
n
, dass
die Beschwerdeführerin laut den Angaben von
Dr.
A._
im Bericht vom 2
5.
August 2011 damals nicht regelmässig zur Phys
iotherapie erschien (
Urk.
7/17/7
) und
laut ihren Angaben gegenüber den
Z._
-Gutachtern
– trotz
ärztlicher Empfehlung (
Urk.
9/4
[
Bericht
der
Rheumapoliklinik des
D._
vom
1.
März 2012
]
) -
seit Dezember 2011 keine Physiotherapiesitzungen mehr stattfanden (
Urk.
7/44/18)
. Ein Heimprogramm führte resp. führt sie
offenbar
nicht
durch (
Urk.
7/44/24). In psych
iatrische Behandlung hatte
sie sich bis zur Begutachtung nie begeben (
Urk.
7/44/18).
Schl
iesslich nahm resp. nimmt sie offenbar auch die verordneten Medikamente ni
cht regelmässig ein (
Urk.
7/44/39-40
; vgl.
Urk.
7/8/18)
.
Was den Indikator „
K
omorbiditäten
“ betrifft,
wies der psychiatrische Gutachter zwar
darauf hin, dass
ein affektives (depressives) Leiden vorliege
. Dieses wirk
t sich aber laut seiner – mit Blick auf die von ihm erhobenen Befunde überzeugend erscheinenden - Beurteilung
aktu
ell noch
nicht a
uf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
aus
(
Urk.
7/44/39)
.
Es besteht sodann Grund zur Annahme, dass das depressive Beschwerdebild durch invaliditätsfremde Faktoren (Stellenverlust [
Urk.
8/44/29-30
]
)
mitbestimmt ist
.
Somatische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit wurden von den Gutachtern nicht erhoben.
Zum Komplex „Persönlich
keit“ ist festzuhalten, dass
der psychiatrische Gutachter
ätiologisch
von einer Persönlichkeit ausge
ht, deren Selbstwert wesentlich
durch d
ie Arbeitstätigkeit bestimmt gewesen sei
; das Selbstverständnis der Beschwerdeführerin sei mit Eintreten des Unfalles erheblich erschüttert worden
(
Urk.
7/44/39).
Eine
Persön
lichkeitsstörung
zog er jedoch nicht in Betracht
. Hinsichtlich des Komplexes „Sozialer Kontext“ ist einerseits auf die laut psychiatrischem Gutachter das Beschwerdebild
möglicherweise
mitbestimmenden (invaliditätsfremden)
Kon
textfaktoren
hinzuweisen (
Urk.
7/44/53).
Anderseits lässt der Lebenskontext
de
r
Beschwerdeführer
in
auf durchaus vo
rhandene Ressourcen (gute Ehe
,
offenbar auch ein g
utes Verhältnis zu den Kindern [
Urk.
7/44/34-35
]
)
schliessen
.
Zum - beweisrechtlich entscheidenden - Aspekt der Konsistenz ist einerseits zu erwäh
nen, dass die aktenkundigen Behandlungsbemühungen (im Zeitpunkt
der Begutachtung
:
keine Physiotherapie, keine Psychotherapie
[
Urk.
7/44/18]
, keine regelmäss
ige Medikamenteneinnahme [
Urk.
7/8/18 und
Urk.
7/44/39-40
]
)
nicht auf einen ausgeprägten Leidensdruck schliessen lassen.
Sodann
stellten die Gut
achter des
Z._
etliche Diskrepanzen fest (ganz erhebliche
Berührungsschmerz
haftigkeit
der linken Schulter und Klopfschmerzhaftigkeit der Wirbelsäule bis zur LWS anlässlich der internistischen, nicht jedoch anlässlich der rheumatolo
gischen Untersuchung
[
Urk.
7/44/42
]
; keine Muskelatrophie/physiologische Differenzen trotz anamnestischer Schonung des
linken Armes [
Urk.
7/44/22 und
Urk.
7/44/24]; trotz Klagen über ausgeprägte Schmerzen normale Kraft proxi
mal im Schultergürtel links ohne zu erwartendes schmerzbedingtes Nachgeben [
Urk.
7/44/29]
; Angabe einer regelmässigen Medikamenteneinnahme, welche jedoch durch die erhobenen Medikamentenspie
gel nicht bestätigt wird [
Urk. Urk.
7/44/39-40
])
.
4.4.4
Demnach sind auch unter Berücksichtigung der nunmehr im Regelfall beachtli
chen Standardindikatoren (vgl. E. 1.1.3) erhebliche funktionelle Auswirkungen der Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig und widerspruchs
frei mit überwiegende
r Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen. Aus rechtlicher Sicht
ist
daher die chronische Schmerzstörung nicht als invalidisie
rend zu betrachten.
4.5
Hinsichtlich des Verlaufes der Arbeitsf
ähigkeit
ist vorab zu bemerken, dass sich die Beschwerdeführerin – erst - am
5.
September 2011 bei der
Beschwerdegeg
nerin
zum Leistungsbezug angemeldet hat. Ein allfälliger Rentenanspruch
konnte deshalb frühestens am
1.
März 2012 entstehen
(
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG)
.
Gemäss
der gutachterlichen
Verlaufsbeurteilung
war die Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt
sowie in der Folgezeit bis zur Begutachtung im
Z._
(Novem
ber 2012)
nur noch durch das – invalidenversicherungsrechtlich nicht relevante – Schmerzsyndrom in ihrer Arbeitsfähigkeit in angesta
mmter Tätigkeit beein
träc
htigt
, was nach dem Gesagten überzeugend erscheint
.
4.6
Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht ist demnach davon auszugehen, dass zumindest zwischen dem
Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns
(März 2012)
bis zur Begutachtung im
Z._
(November 2012) keine relevante Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit bestand.
4.7
Objektive Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin seit der Begutachtung bis zum Erlass der – rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden – Verfü
gung
vom 2
1.
Januar 2014
(
Urk.
2)
massgeblich
verschlechtert
haben könnte,
sind nicht ersichtlic
h und ergeben sich
auch nicht aus de
n
von der Beschwer
deführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten
– erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung verfassten -
Bericht
en
des
H._
betreffend die MR
Arthrographie
Schulter links
vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
3/5
, vgl. auch den betreffenden, aus den Unfallakten beigezogenen Bericht der
I._
vom 2
6.
März 2014,
Urk.
9
/5
)
sowie von
J._
,
lic
. phil.
Psychologin FSP vom
3.
Februar 2014 (
Urk.
3/4).
Insbesondere lässt auch der in der MR
Arthrographie
der linken Schulter vom 1
4.
Februar 2014 dargestellte, auf eine Bursitis (Schleimbeutelent
zündung) hinweisende, Erguss in der Bursa
subacromialis
/
subdeltoidea
nicht
auf eine relevante
(andauernde)
Verschlechterung schliessen, zumal Schleimbeutel
entzündungen behandelbar sind.
5.
Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden nicht ausge
wiesen ist.
6.
6.1
Am Ergebnis würde sich im Übrigen auch nichts ändern, wenn angenommen wird, dass der Beschwerdeführerin die bisherigen Tätigkeiten nicht mehr zuzu
muten sind (vgl. E. 4.3
.3
)
.
Für diesen Fall
ist zur Prüfung der erwerblichen Aus
wirkungen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit ein Einkommensvergleich durchzuführen (vgl. E. 1.3).
6.2
Die Beschwerdegegnerin hat gemäss den Angaben in den Auszügen aus ihrem individuel
len Konto im Jahr 2010 mit ihren
Tätigkeit
en
als Raumpflegerin bei drei verschiedenen Arbeitgebern (vgl. dazu
Urk.
7/4/4) ein AHV-pflichtiges Ein
kommen von insgesamt
Fr.
49‘985.-- erzielt (
Urk.
7/9 und
Urk.
7/46). Anhalts
punkte dafür, dass sich im Gesundheitsfall an den Verdienstverhältnissen etwas geändert hätte, bestehen nicht.
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (2010: 2579 Punkte; 2012: 2630 Punkte [vgl. die Volkswirtschaft 3
-4/2015, Tabelle B10.3]) ist des
halb
für den Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (2012) ein mut
massliches
Valideneinkommen
von
Fr.
50‘973.--
anzunehmen
.
6.3
Gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik des Jahres 2010 betrug der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) von Frauen für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor Fr. 4'225.-- bei 40 Arbeitsstunden pro Woche (LSE 2010 TA1 Seite 26), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden im Jahre 2010 (vgl. die Volkswirtschaft 3-4/2015, Tabelle B9.2) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (2010: 2579 Punkte; 2012: 2630 Punkte [vgl. die Volkswirtschaft 3-4/2015, Tabelle B10.3]) einen monatlichen Verdienst 2012 von Fr. 4‘481.-- resp. einen Jahresverdienst von Fr. 53‘772.-- (= Fr. 4‘481.-- x 12) ergibt.
Ausgehend vom von
RAD-Ärztin
C._
formu
lierten Belastungsprofil (vgl. E. 3.5) ist der rechtsdominanten Beschwerdeführe
rin, wenn überhaupt,
ein lei
densbedingter Abzug von allerhöchstens
10
%
vom Tabellenlohn
zu gewähren
. Weitere Abzugsgründe (vgl. dazu BGE 126 V 75) sind nicht gegeben. Das Invalideneinkommen ist demnach auf mindes
tens
Fr.
48‘395.-- (= 0,9 x Fr.
53‘772.--) festzusetzen.
6.4
Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
2‘578.--
resp. ein – nicht rentenbegründender –
Invali
ditätsgrad
von 5
%
.
7.
Die Beschwerdegegnerin hat demnach einen Rentenanspruch der Beschwerdefüh
rerin jedenfalls zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8
.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Vorliegend erweist sic
h eine Kostenpauschale von Fr. 6
00.-- als angemes
sen.
Ausgangsgemäss
ist diese der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.