Decision ID: 534c862b-3440-51bb-8f08-7c031b7d2f36
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
I.
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 3. Februar 2017 feststellte, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein erstes Asylge-
such vom 28. November 2014 ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz
verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde
mit Urteil E-1503/2017 vom 1. Mai 2019 abwies und dabei insbesondere
festhielt, der Beschwerdeführer, der nie Mitglied der LTTE (Liberation Ti-
gers of Tamil Eelam) gewesen sei und kein politisches Profil aufweise,
habe keine Vorfluchtgründe aufgrund der geltend gemachten Unterstüt-
zung der TNA (Tamil National Alliance) und der Hilfeleistungen für die LTTE
zwischen den Jahren 2005 und 2006 glaubhaft machen können und sei
nicht mit flüchtlingsrechtlich risikobegründenden Faktoren belastet,
dass die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zu-
mutbar und möglich bezeichnet habe und eine Anordnung der vorläufigen
Aufnahme somit ausser Betracht falle (Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]),
II.
dass das Bundesverwaltungsgericht ein Revisionsgesuch vom 1. Juli 2019
mit Urteil E-3338/2019 vom 26. September 2019 abwies, soweit darauf ein-
zutreten war,
dass mit dem Abschluss des ordentlichen Beschwerdeverfahrens die Ver-
fügung des SEM vom 3. Februar 2017 vollumfänglich in Rechtskraft er-
wuchs und mithin die gesamten Vorbringen zum ersten Asylgesuch und zu
damaligen allfälligen Hindernissen des Vollzuges der Wegweisung als res
iudicata zu gelten haben,
III.
dass der Beschwerdeführer mit als "Gesuch um Wiedererwägung" be-
zeichneter Eingabe datiert vom 5. November 2019 unter Beigabe ver-
schiedener Beilagen an die Vorinstanz gelangte,
dass das SEM den Vollzug der Wegweisung am 21. November 2019 einst-
weilen aussetzte,
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dass der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 17. Dezember 2019 und
28. Mai 2020 weitere als Beweismittel bezeichnete Schriftstücke, schwei-
zerische Presseartikel und länderspezifische Recherche-Berichte der
Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH), zu den Akten reichte,
dass der Beschwerdeführer neu im Wesentlichen geltend machte, sein
Bruder D. habe am (...) 2019 bei der Human Rights Commission of Sri
Lanka (HRCSL) im Namen aller noch lebenden Familienmitglieder eine Be-
schwerde eingereicht, welche von der HRCSL mit der Fallnummer (...) re-
gistriert worden sei,
dass als Beschwerdegrund an die HRCSL die andauernde behördliche Su-
che nach ihm (dem Beschwerdeführer) und die damit verbundenen Re-
pressalien gegenüber den Familienmitgliedern genannt würden,
dass aus der Beschwerde hervorgehe, dass die srilankische Polizei im Fall
seiner Familie weder schutzfähig noch schutzwillig sei, und damit belegt
werde, dass er (der Beschwerdeführer) in Sri Lanka asylrelevant verfolgt
sei,
dass er (der Beschwerdeführer) zudem bei der Working Group on Enforced
or Involuntary Disappearances (WGEID) der UNO in Genf eine Anfrage be-
züglich des Verschwindens seines Cousins eingereicht habe,
dass er bereits während seines ersten ordentlichen Asylverfahrens von sei-
nem im Jahr 2009 verschwundenen Cousin berichtet habe, der für die
LTTE aktiv gewesen und seit zehn Jahren unauffindbar sei,
dass ihm (dem Beschwerdeführer) die Suche des Cousins über die UNO
von der aktuellen Regierung Sri Lankas negativ ausgelegt werde und er
sich dadurch zusätzlich exponiert habe und dadurch als Regierungskritiker
und Aktivist angesehen werde,
dass er aufgrund der neuen Beweismittel nun nachweisen könne, auf-
grund seiner Verbindungen zu den LTTE in Sri Lanka Verfolgung ausge-
setzt gewesen zu sein, und aufgrund seines Risikoprofils bei einer Rück-
kehr nach Sri Lanka begründete Furcht vor Verfolgung habe,
dass er mit Eingabe vom 17. Dezember 2019 ergänzend zu seinem Ge-
such vom 5. November 2019 geltend machte, die politische Lage in Sri
Lanka habe sich nach der Amtsübernahme des neuen Präsidenten Gota-
baya Rajapaksa allgemein und auch ihn betreffend verändert,
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dass die Untersuchung der HRCSL unterdessen voranschreite und ihm
von seinem Bruder berichtet worden sei, dass die HRCSL das Criminal In-
vestigation Departement (CID) über die Beschwerde informiert habe, wo-
bei er entsprechende weitere Beweismittel in Aussicht stellte,
dass er in seiner Ergänzung vom 28. Mai 2020 vorbrachte, die Beschwerde
bei der HRCSL sei weiterhin hängig, und zudem aktuelle Be-richte zur po-
litischen Situation in Sri Lanka einreichte,
dass er dabei geltend machte, er als jemand, der Verbindungen zu den
LTTE gepflegt und dessen Familie eine Beschwerde wegen Menschen-
rechtsverletzungen eingereicht habe sowie über die UNO nach seinem ver-
schwundenen Cousin suche, sei bei einer allfälligen Rückkehr nach Sri
Lanka an Leib und Leben gefährdet,
dass bezüglich der im vorinstanzlichen Verfahren als Beweismittel einge-
reichten Schriftstücke und Unterlagen auf die entsprechende Auflistung in
der angefochtenen Verfügung und auf die Akten zu verweisen ist,
dass die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers beantragte, das vorlie-
gende Gesuch sei erst nach dem Ausgang des Verfahrens vor der HRCSL
in Sri Lanka abzuschliessen,
dass das SEM mit Verfügung vom 17. Juni 2020 den Antrag auf Sistierung
des Verfahrens bis zum Abschluss des Verfahrens bei der HRCSL ablehnte
und feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft
nicht, das qualifizierte Wiedererwägungsgesuch und das Mehrfachgesuch
abwies, soweit es auf letzteres eintrat, den Beschwerdeführer aus der
Schweiz wegwies und den Vollzug der Wegweisung anordnete,
dass bezüglich der mit dem "Gesuch um Wiedererwägung" und den er-
gänzenden Eingaben geltend gemachten Vorbringen im Einzelnen auf die
Akten und die entsprechenden Ausführungen in der angefochtenen Ver-
fügung des SEM sowie, soweit vorliegend notwendig, auf die nachfolgen-
den Erwägungen zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer gegen die Verfügung des SEM vom 17. Juni
2020 durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 20. Juli 2020 beim
Bundesverwaltungsgericht fristgerecht Beschwerde einreichen liess und
beantragt, die Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben, es
sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und die Vorinstanz anzuwei-
sen, ihm Asyl zu gewähren,
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dass eventualiter die Vorinstanz anzuweisen sei, die vorläufige Aufnahme
anzuordnen,
dass subeventualiter die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklä-
rung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,
dass die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,
dass ihm sein Rechtsvertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu be-
stellen sei,
dass mit Eingabe vom 21. Juli 2020 ein seitens einer privaten Drittperson
stammendes Gesuch um Arbeitsbewilligung für den Beschwerdeführer und
zwei Empfehlungsschreiben privater Seite zu den Akten gereicht wurden,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 22. Juli 2020 dem
Beschwerdeführer den Eingang der Beschwerde bestätigte und die zu-
ständige kantonale Behörde mit Kopie dieses Schreibens vom Eingang der
Beschwerde in Kenntnis setzte,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 30. Juli
2020 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung so-
wie der unentgeltlichen Verbeiständung abwies und einen innert Frist zu
leistenden Kostenvorschuss erhob,
dass der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen
nach Art. 5 VwVG beurteilt, das SEM zu den Behörden nach Art. 33 VGG
gehört und daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts ist sowie
eine das Sachgebiet betreffende Zuständigkeitsausnahme im Sinne von
Art. 32 VGG nicht vorliegt,
dass nach Lehre und Praxis Wiedererwägungsentscheide grundsätzlich
wie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg
weitergezogen werden können, weshalb das Bundesverwaltungsgericht
für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist und darüber
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– in der Regel und auch vorliegend – endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG,
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist
und auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist
(Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird
(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend um eine solche handelt, wes-
halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a
Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wurde,
dass das SEM mit der angefochtenen Verfügung die neuen Vorbringen des
Beschwerdeführers zu Recht teilweise als qualifiziertes Wiedererwägungs-
gesuch und zum anderen Teil als Mehrfachgesuch beziehungsweise als
neues Asylgesuch einordnete und unter der entsprechenden Rechtsnatur
prüfte,
dass das SEM, soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschwerde
seines Bruders bei der HRCSL vom (...) 2019 belege als nachträglich ent-
standenes Beweismittel seine im ordentlichen Verfahren geltend gemachte
und vom SEM und vom Bundesverwaltungsgericht nicht geglaubte Verfol-
gung durch die sri-lankischen Behörden, zutreffend im Rahmen eines qua-
lifizierten Wiedererwägungsgesuches beurteilte,
dass das SEM unter eingehender Berücksichtigung des vorangegangenen
ordentlichen Beschwerdeverfahrens und des Revisionsverfahrens in
schlüssigen Erwägungen zu Recht dargelegt hat, der Beschwerdeführer
vermöge keine wiedererwägungsrechtlich relevanten Gründe aufzuzeigen,
dass die Einschätzung des SEM in der angefochtenen Verfügung zu be-
stätigen ist, dass die Beweiskraft der Beschwerde an die HRCSL gering ist,
und die diesbezüglichen Beweismittel deshalb nicht als erheblich betrach-
tet werden können,
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dass das SEM zutreffend festhielt, dass in der Beschwerde an die HRCSL
die subjektive Wahrnehmung des Bruders des Beschwerdeführers wieder-
gegeben wird,
dass das SEM im Weiteren richtigerweise feststellte, dass einige Wider-
sprüchlichkeiten und weitere Ungereimtheiten zwischen den bisherigen
Angaben des Beschwerdeführers und den Aussagen seines Bruders in der
Beschwerde an die HRCSL vorliegen, und diesbezüglich auf die entspre-
chenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,
dass die Entgegnung in der vorliegenden Beschwerde, es liessen sich
diesbezüglich keine Widersprüche zu wesentlichen Punkten finden, ange-
sichts der erheblichen Unstimmigkeiten nicht überzeugen,
dass demnach mit der eingereichten Beschwerde an die HRCSL nicht dar-
getan wird, inwiefern die im rechtskräftigen Urteil des BVGer E-1503/2017
vom 1. Mai 2019 geprüfte konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers in
Sri Lanka nunmehr glaubhaft gemacht worden wäre,
dass, soweit vom Beschwerdeführer Umstände geltend gemacht werden,
die bereits Gegenstand der Prüfung in der Verfügung des SEM vom 3. Feb-
ruar 2017 und im Urteil des BVGer E-1503/2017 vom 1. Mai 2019 waren,
es ihm nicht gelingt darzulegen, inwiefern die Vorinstanz das Vorliegen ei-
nes qualifizierten Wiedererwägungsgrundes zu Unrecht verneint haben
sollte,
dass eine bloss neue Würdigung eines mit rechtskräftigem Entscheid be-
reits bestandenen Sachverhaltes einer Wiedererwägung nicht zugänglich
ist,
dass das SEM das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe sich durch
die Beschwerde seines Bruders bei der HRCSL sowie durch die Suche
seines Cousins über die WGEID der UNO exponiert und werde nunmehr
als Regierungskritiker und Aktivist wahrgenommen, weshalb er bei einer
Rückkehr nach Sri Lanka gefährdet sei, zu Recht als Mehrfachgesuch ent-
gegennahm,
dass auch das Vorbringen, er habe infolge der veränderten politischen
Lage in Sri Lanka aufgrund seines individuellen Profils bei einer Rückkehr
eine asylrelevante Verfolgung zu befürchten, vom SEM korrekt unter dem
Titel des Mehrfachgesuches geprüft wurde,
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dass das SEM zutreffend feststellte, der Beschwerdeführer mache im Rah-
men des Mehrfachgesuches – im Sinne von objektiven beziehungsweise
subjektiven Nachfluchtgründen – neue Gründe in Bezug auf die Flücht-
lingseigenschaft geltend,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass betreffend die Beschwerde bei der HRCSL mit dem SEM einig zu
gehen ist, dass bislang keine hinreichenden Beweismittel vorliegen, wel-
che die Einreichung dieser Beschwerde in dieser Form, deren Entgegen-
nahme durch die HRCSL und die Anhängigkeit dieses Verfahrens belegen
würden,
dass auch in der Tat erstaunlich erscheint, dass die Beschwerde und die
entsprechende Bestätigung der HRCSL auf den selben Tag datieren,
dass jedenfalls die blosse Erwiderung in der Beschwerdeschrift, aus der
Datierung der Registrierungsbestätigung vom (...) 2020 (recte: 2019)
könne nichts abgeleitet werden, was gegen die Einreichung der entspre-
chenden Beschwerde spreche, als nicht plausible Erklärung zu gelten hat,
dass auch die Feststellung des SEM zu bestätigen ist, dass der Beschwer-
deführer bis anhin keine weiteren Unterlagen zum Verfahren vor der
HRCSL eingereicht hat, obwohl die Untersuchung gemäss seinen Angaben
vom 17. Dezember 2019 voranschreite,
dass die Einschätzung des SEM zu stützen ist, dass unabhängig dieser
Vorbehalte der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise dafür geliefert
hat, die darlegen würden, dass er sich aufgrund der Beschwerde bei der
HRCSL besonders exponiert hätte beziehungsweise dass er nunmehr von
den sri-lankischen Behörden als Regimekritiker oder Aktivist wahrgenom-
men werden würde,
dass das SEM zudem bezüglich der geltend gemachten Eingabe bei der
WGEID der UNO zu Recht festgestellt hat, der Beschwerdeführer lege
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nicht dar, weshalb ihm dies von der sri-lankischen Regierung negativ aus-
gelegt werden beziehungsweise weshalb er sich dadurch zusätzlich expo-
niert haben sollte, und zudem nicht davon auszugehen sei, dass die sri-
lankischen Behörden überhaupt davon wüssten, da die UNO seinen
Wunsch nach Diskretion ohne Zweifel einhalten werde,
dass auch diesbezüglich in der vorliegenden Beschwerde keine überzeu-
genden Entgegnungen erkennbar sind,
dass somit insgesamt kein begründeter Anlass zur Annahme besteht, der
Beschwerdeführer würde aufgrund seiner Vorbringen bei einer Rückkehr
nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zu-
kunft mit flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmassnahmen überzo-
gen,
dass auch die mit Beweismitteln gestützten Vorbringen in der Beschwerde
zum Verschwinden von P. – wie geltend gemacht der ehemals beste
Freund des Beschwerdeführers – bezüglich der persönlichen konkreten
Gefährdungslage des Beschwerdeführers nichts Entscheidwesentliches
beizutragen vermögen,
dass das SEM bei der dargelegten Sachlage den Antrag auf Sistierung des
vorliegenden Verfahrens bis zum Anschluss des Verfahren bei der HRCSL
zu Recht abgewiesen hat,
dass demnach auch das Rechtsbegehren um Rückweisung der Sache an
das SEM zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen
Entscheidung als offenkundig unbegründet abzuweisen ist,
dass das SEM zutreffend ausführte, dass Mehrfachgesuche gehörig be-
gründet sein müssen, so dass die Behörde in der Lage ist, über das Ge-
such entscheiden zu können, auch ohne dass sie die gesuchstellende Per-
son vorher anhört und sofern eine asylsuchende Person ihrer Begrün-
dungspflicht nicht nachkommt, die Behörde gemäss Art. 111c Abs. 1 AsylG
in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 VwVG neben der formlosen Abschreibung
die Option hat, auf das Gesuch nicht einzutreten (BVGE 2014/39 E. 7),
dass, soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei aufgrund der –
insbesondere durch die Wahl von Gotabaya Rajapksa zum Präsidenten
und die diesbezüglich politischen Weiterungen – veränderten politischen
Situation in Sri Lanka bei einer Rückkehr gefährdet, das SEM zu Recht
ausgeführt hat, die bloss abstrakte Angst vor verschärften behördlichen
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Massnahmen, ohne dabei einen persönlichen Konnex zu den Ereignissen
herzustellen, vermöge die Anforderungen an die Annahme einer begrün-
deten Verfolgungsfurcht offensichtlich nicht zu erfüllen,
dass das Gericht die Einschätzung des SEM teilt, wonach aus der Eingabe
des Beschwerdeführers letztlich nicht hervorgeht, dass sich die allgemeine
Lage in Sri Lanka seit dem Erlass des letzten Urteils des Bundesverwal-
tungsgerichts in einer Art und Weise verändert hätte, welche sich konkret
in negativer Weise auf seine persönliche Situation auswirken würde und
dementsprechend die Eingabe vom 5. November 2019 (mit Ergänzungen
des Gesuchs vom 17. Dezember 2019 und vom 28. Mai 2020) zu wenig
begründet sei,
dass das SEM gestützt auf Art. 111c AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG auf
diesen Teil des Mehrfachgesuchs zu Recht nicht eingetreten ist,
dass demnach die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlings-
eigenschaft nicht erfüllt sind,
dass der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren auch keine Gründe
im Sinne von Art. 83 Abs. 1 – 4 AIG darlegen konnte, die den Vollzug der
Wegweisung nach Sri Lanka als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich
erscheinen lassen würden und eine vorläufige Aufnahme in der Schweiz
ausser Betracht fällt,
dass das SEM insbesondere den Vollzug der Wegweisung des Beschwer-
deführers auch in Berücksichtigung des Verlustes seiner Mutter und
Schwester in individueller Hinsicht zutreffend als zumutbar erklärt hat,
dass entgegen der in der Eingabe vom 21. Juli 2020 vertretenen Ansicht
die geltend gemachte fortgeschrittene Integration in der Schweiz keinen
Grund bildet, den Vollzug der Wegweisung in das Heimatland des Be-
schwerdeführers als nicht zumutbar erscheinen zu lassen,
dass die angefochtene Verfügung weder in formeller noch in materieller
Hinsicht zu beanstanden ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde, wie dargelegt, als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,
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dass bei dieser Sachlage die Kosten des Verfahrens von Fr. 1500.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der ge-
leistete Kostenvorschuss zur Begleichung dieser Kosten zu verwenden ist.
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