Decision ID: 6b4c1ca7-b044-4930-a51b-e839290f4b68
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im Juli 2014 unter Hinweis auf eine Multiple Sklerose (MS) mit
voller Arbeitsunfähigkeit seit 28. März 2014 bei der Invalidenversicherung (IV) zur
Früherfassung an (IV-act. 1). Nach einem Gespräch mit der zuständigen IV-
Eingliederungsberaterin vom 28. Juli 2014 (IV-act. 2) füllte er gemäss deren
Empfehlung das ordentliche Anmeldeformular aus (IV-act. 4). Er hält sich seit 1995 in
der Schweiz auf und war seit 1998 erst als Lagerist und dann als angelernter
Schweisser im Vollpensum bei B._. tätig (vgl. IV-act. 8, 12, 87-11 unten). Der
Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C._, erwähnte im Bericht vom 14. August 2014
neben der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose eine arterielle Hypertonie und
eine Anpassungsstörung. Seit 14. April 2014 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50%.
Auf die Frage, welche Tätigkeit der Versicherte für wie viele Stunden noch ausüben
könnte, antwortete er «keine Tätigkeit» (IV-act. 10-1 f.). Prof. Dr. med. D._, Facharzt
für Neurologie, hielt in einem an den Hausarzt gerichteten Schreiben vom 6. September
2014 bezugnehmend auf eine Untersuchung vom Vortag fest, schubverdächtige
Ereignisse berichte der Versicherte nicht. Auf rein neurologischem Gebiet bestehe eine
vollständige Arbeitsfähigkeit. Er empfahl eine schnellstmögliche Reintegration in den
Arbeitsprozess, um einer weiteren Chronifizierung der somatoformen Überlagerung
vorzubeugen (IV-act. 61).
A.a.
Unter Bezugnahme auf eine Untersuchung in der MS-Sprechstunde vom 12.
Dezember 2014 hielten die Ärzte der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen
(KSSG) am 17. Dezember 2014 fest, es sei anamnestisch nur erschwert möglich,
definierte Schubereignisse abzugrenzen, dies einerseits aus sprachlichen Gründen und
andererseits, weil eine diffuse Schmerzüberlagerung zu bestehen scheine. Letztlich
müsse von bisher einem Schubereignis ausgegangen werden. Aus rein neurologischer
Sicht bestünden aktuell keine Funktionseinschränkungen, die eine Einschränkung der
A.b.
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Arbeitsfähigkeit bedingten. Man könne nicht beurteilen, inwiefern die von der Klinik
E._ erhobenen neuropsychologischen Befunde (vgl. dazu den Bericht zur
neuropsychologischen Behandlung vom 23. bis 30. Juni 2014 in IV-act. 16 sowie den
Austrittsbericht vom 16. Juli 2014, IV-act. 20) alleinig durch die Multiple Sklerose oder
durch die psychiatrische Diagnose (Anpassungsstörung) zu erklären seien. Zur
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei nebst neuropsychologischer Evaluation auch eine
psychiatrische Beurteilung einzuholen (IV-act. 17-3). Gegenüber dem Hausarzt wurde
seitens der Klinik E._ am 19. Dezember 2014 unter Bezugnahme auf die Testung
vom Juni 2014 festgehalten, dass diese punktuell erfolgt und nicht vollständig sei. Eine
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht nicht möglich (IV-
act. 56).
Nach einem Telefonat mit dem behandelnden Psychiater Dr. med. F._ hielt der
RAD-Arzt Dr. med. G._ am 8. Januar 2015 fest, dass der Versicherte nach Angabe
von Dr. F._ die ab März 2014 aufgetretene beträchtliche Anpassungsstörung mit
reaktiver Depression aktuell zu einem grossen Teil überwunden habe, sodass dringend
berufliche Massnahmen einzuleiten seien (IV-act. 18).
A.c.
Die zuständige Eingliederungsverantwortliche der IV hielt im Assessmentprotokoll
vom 29. Januar 2015 bezugnehmend auf ein Gespräch mit dem Versicherten und
dessen Ehefrau vom 22. Januar 2015 fest, das Ehepaar sei überzeugt, dass Arbeiten
nicht mehr in Frage komme (IV-act. 27-3). Mit Mitteilung vom 11. Februar 2015
verneinte die IV sodann einen Anspruch auf berufliche Massnahmen unter Hinweis
darauf, dass sich der Versicherte nicht in der Lage fühle, eine angepasste Tätigkeit
auszuüben (IV-act. 29). Gegen diese Mitteilung wandte sich der Versicherte am
16. Februar 2015 mit einem als Einsprache bezeichneten Schreiben, worin er
ausdrücklich seine Motivation für eine berufliche Massnahme erklärte (IV-act. 30). Auf
schriftliche Rückfrage der IV-Stelle hin (IV-act. 32) wiederholte der Versicherte mit
Schreiben vom 6. März 2015 seine Bereitschaft, bei der beruflichen
Wiedereingliederung im Rahmen seiner Möglichkeiten motiviert mitzuwirken (IV-
act. 35). Bei einem daraufhin durchgeführten weiteren Gespräch vom 6. Mai 2015 teilte
die Ehefrau des Versicherten der Eingliederungsverantwortlichen mit, die Briefe an die
IV hätten die Kinder ohne ihr Wissen verfasst und ihr Mann habe sie unterschrieben. Er
habe damit zum Ausdruck bringen wollen, dass er arbeiten wolle, aber nicht könne. Die
A.d.
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Eingliederungsverantwortliche erwähnte im Protokoll die getroffene Vereinbarung, das
Dossier für die Eingliederung abzuschliessen und in die Rentenprüfung weiterzuleiten
(IV-act. 42). Entsprechend erliess die IV-Stelle am 28. Mai 2015 erneut eine einen
Anspruch auf berufliche Massnahmen verneinende Mitteilung (IV-act. 45).
Ebenfalls am 28. Mai 2015 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten mittels
Vorbescheids, dass sie die Verneinung eines Rentenanspruchs vorsehe (IV-act. 46). Am
3. Juni 2015 wandte der Versicherte ein, infolge seiner Krankheit weder einfache noch
leichte Tätigkeiten ausführen zu können, auch nicht im Haushalt. Er kündigte eine
weitere Kontrolle in der Neurologie des KSSG an (IV-act. 47). Diese fand am 10. Juni
2015 statt. Im Bericht vom Folgetag hielten die Ärzte fest, während der gesamten
Anamneseerhebung und Untersuchung habe der Versicherte regelmässig starke
Schmerzen geäussert, die erhobenen Befunde seien grossteils inkongruent zueinander,
sodass von einer Ausgestaltung ausgegangen werden müsse (IV-act. 53).
A.e.
In Vertretung des Versicherten erhob die procap am 3. Juli 2015 Einwand gegen
den Rentenvorbescheid und beantragte die nochmalige Überprüfung von dessen
Invalidität und insbesondere weitere Abklärungen. Erwähnt wurden unter anderem zwei
Diskushernien (IV-act. 58).
A.f.
Am 20. August 2015 wurde der Versicherte vom Spital H._ der Notaufnahme
des KSSG zugewiesen zur Beurteilung des Vorliegens eines aktiven,
therapiebedürftigen MS-Schubereignisses. Die Klinik für Neurologie des KSSG
verneinte Hinweise darauf mit Schreiben vom 2. September 2015 (IV-act. 66-15 ff.). Am
3. September 2015 fand an der Klinik für Neurologie des KSSG eine
(neuro-)psychologische Untersuchung des Versicherten statt. Gemäss Bericht dazu
vom 21. September 2015 wurden deutliche kognitive Minderleistungen in den
Bereichen der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, der räumlich-konstruktiven
Fähigkeiten sowie leichte kognitive Minderleistungen im non-verbalen Antrieb und im
non-verbal logischen Denken erhoben. Es sei davon auszugehen, dass diese
Minderleistungen durch eine verminderte Anstrengungsbereitschaft und/oder die
psychische Befindlichkeit sowie Schmerzsymptomatik und/oder die Multiple Sklerose
bedingt seien. Die MS allein erkläre den Ausprägungsgrad und das Muster der
kognitiven Befunde eher nicht. Aufgrund der unklaren Ursache für die Minderleistungen
A.g.
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könne keine Aussage über die Leistungsfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit gemacht
werden (IV-act. 68-4 f.). Auf Ende Dezember 2015 kündigte die Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis (vgl. IV-act. 80-2; 87-11).
Im Auftrag der IV wurde der Versicherte im Februar und April 2016 in der
Medizinischen Abklärungsstelle Bern ZVMB GmbH in den Disziplinen Psychiatrie,
Neurologie, allgemeine innere Medizin, Orthopädie und Neuropsychologie abgeklärt
(IV-act. 87-1). Im Gutachten vom 27. Juli 2016 wird folgenden Diagnosen Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit zugebilligt: Multiple Sklerose, schubförmig-teilremittierend,
chronisch wiederkehrende Zervikodorsalgien und chronisch wiederkehrende
Lumbalgien (detailliert in IV-act. 87-27; zu den Diagnosen ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit siehe dasselbe Actorum). Mehr als gelegentlich mittelschwere und
schwere Tätigkeiten seien nicht zumutbar. Das Hebelimit liege bei 15kg. In seiner
angestammten Tätigkeit als Schweisser sei der Versicherte nicht mehr einsetzbar. In
einer ideal adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80%
(Leistungsfähigkeit 80% bei voller zeitlicher Präsenz). Die Minderung sei durch eine –
besserbare – leichtere psychophysische Erschöpfung und leichtere neurokognitive
Einschränkungen bedingt, retrospektiv seit September 2013 (IV-act. 87-28). Der RAD
beurteilte das Gutachten am 25. August 2016 als umfassend und widerspruchsfrei (IV-
act. 88).
A.h.
Nachdem ihm wiederum die Rentenverweigerung angekündigt worden war (IV-
act. 89), erwähnte der Versicherte am 8. September 2016 im Rahmen einer zweiten
Anhörung, die procap habe ihm empfohlen, den Entscheid zu akzeptieren und aktiv bei
der Eingliederung der IV mitzuwirken. Leider sei es ihm aber aufgrund seiner multiplen
Beschwerden nicht möglich, einer Tätigkeit nachzugehen. Insbesondere hätten sich
seit der Begutachtung seine psychischen Beschwerden und seine Gehfähigkeit
verschlechtert. Sein Hausarzt werde ihn nochmals für eine Reha anmelden müssen.
Dieser und sein Psychiater gingen von einer höheren Arbeitsunfähigkeit aus als die
Gutachter. Er bitte darum, von einem ablehnenden Entscheid abzusehen (IV-act. 91).
A.i.
Die Klinik E._ berichtete am 18. Oktober 2016 bezugnehmend auf einen
Aufenthalt des Versicherten vom 28. September bis 18. Oktober 2016, die
Rehabilitationsziele (vgl. dazu IV-act. 92-2, 3. Absatz) seien erreicht worden. Als
A.j.
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B.
Hilfsmittel wurde auf zwei Unterarmgehstöcke hingewiesen (IV-act. 92). Dr. F._
erwähnte im Verlaufsbericht vom 11. November 2016 einen verschlechterten
Gesundheitszustand und eine mittelgradige bis schwere Symptomatik im Rahmen einer
rezidivierenden depressiven Störung oder doch einer organisch affektiven Störung.
Dem Versicherten seien weder die bisherige Tätigkeit noch andere Tätigkeiten
zumutbar (IV-act. 96).
Die ZVMB GmbH erstattete der IV-Stelle am 11. September 2017 ein
bidisziplinäres Verlaufsgutachten. Der Versicherte war im Mai 2017 neurologisch und
psychiatrisch begutachtet worden (IV-act. 106-1). Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurde nur noch der Multiplen Sklerose zugebilligt (zu den Diagnosen ohne Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit vgl. IV-act. 106-30). Für Verweistätigkeiten wurde eine
Arbeitsfähigkeit von 100% attestiert (IV-act. 106-31). Nachdem der RAD empfohlen
hatte, auf das Gutachten abzustellen (IV-act. 107), kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten mit Vorbescheid vom 12. Oktober 2017 abermals die Abweisung des
Rentengesuchs an (IV-act. 110). Der Versicherte bemängelte im Einwand vom
17. Oktober 2017 insbesondere, dass die IV sowohl die durch die MS bedingten rein
neurologischen als auch die neurokognitiven Defizite überhaupt nicht in Betracht ziehe,
sondern nur die Beschwerden, die durch die Bandscheibenhernien und Protrusionen
verursacht seien (IV-act. 112). Dr. F._ sprach sich gegenüber der IV-Stelle am
13. November 2017 für eine neuropsychologische Abklärung aus (IV-act. 113, siehe
auch die Stellungnahme des RAD dazu in IV-act. 114). Die IV-Stelle verfügte am
9. Januar 2018, der Versicherte habe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente
(act. G 1.1).
A.k.
Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde des Versicherten
(nachfolgend: Beschwerdeführer) vom 26. Januar 2018. Er beantragt sinngemäss die
Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Invalidenrente. Auch bei leichten
Tätigkeiten habe er Schmerzen, sodass es ihm höchstens möglich wäre, einer
teilzeitlichen Arbeit nachzugehen. Aufgrund seiner kognitiven und neurologischen
Einschränkungen ermüde er rasch und könne sich nicht richtig konzentrieren. Zudem
gehe es ihm psychisch sehr schlecht, sodass er zweimal wöchentlich in psychiatrischer
B.a.
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Erwägungen
1.
Behandlung bei Dr. F._ stehe. Auf dem Arbeitsmarkt sei er als 51-jähriger
Arbeitnehmer, der nur noch leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten im
Hilfsarbeitersektor machen könne, gegenüber gesunden Mitbewerbern massiv
benachteiligt. Aus seiner Sicht sei es ihm nicht möglich, auf dem aktuellen Arbeitsmarkt
ein Einkommen von Fr. 61'800.-- zu verdienen (act. G 1).
Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2018 die
Abweisung der Beschwerde. Die eingeholten Gutachten erfüllten die Anforderungen
des Bundesgerichts an medizinische Gutachten. Beim Beschwerdeführer sei eine
Aggravation anzunehmen. Eine solche werde nicht nur von den externen Gutachtern
bzw. dem RAD angenommen, sondern teilweise auch von den behandelnden Ärzten.
Auch seien die Therapieoptionen nicht ausgeschöpft. Betreffend den sozialen Kontext
sei hervorzuheben, dass der Beschwerdeführer über ein intaktes Umfeld verfüge und
auf das gesamte Potential und die Unterstützung seiner Familie zurückgreifen könne.
Die Beschwerdegegnerin erwähnt ferner in den Akten ersichtliche Inkonsistenzen
(act. G 5).
B.b.
Dem Gesuch des Beschwerdeführers um Befreiung von den Gerichtskosten
(act. G 1, 4) wurde am 6. März 2018 entsprochen (act. G 6).
B.c.
Die Frist zur Replik liess der Beschwerdeführer verstreichen (vgl. act. G 7, 8). Am
22. Juni 2018 reichte er hingegen einen Bericht des Spitals H._ vom 11. Juni 2018
ein (act. G 9). Darin wurde eine Hospitalisation vom 9. bis 11. Juni 2018 und
insbesondere eine akute immobilisierende Lumbalgie erwähnt (act. G 9.1).
B.d.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
1.1.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
1.2.
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arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3.
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.4.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a).
1.5.
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2.
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung von voller
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Dieser kritisiert diese Beurteilung. Im
Verwaltungsverfahren hatte er mehrfach seine Überzeugung geäussert, in keiner
Tätigkeit mehr arbeitsfähig zu sein (vgl. etwa IV-act. 42, 47, 87-35 unten).
Beschwerdeweise bringt er vor, dass ihm höchstens eine teilzeitliche Tätigkeit möglich
wäre (act. G 1). Zu prüfen ist folglich vorab, ob der Sachverhalt in medizinischer
Hinsicht hinreichend abgeklärt wurde.
2.1.
Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, seine mit der Multiplen Sklerose
einhergehenden Beschwerden, die er vor allem auf kognitivem und neurologischem
sowie psychiatrischem Gebiet sieht, seien nicht genügend berücksichtigt worden.
2.2.
Die Krankschreibung war bei Erst-Diagnostizierung der Multiplen Sklerose im
März 2014 erfolgt (letzter Arbeitstag: 26. März 2014, IV-act. 12-1). Der Hausarzt Dr.
C._ hatte ab 14. April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert. Der
Beschwerdeführer hatte ihm folgende Beeinträchtigungen geschildert: eine kognitive
Verlangsamung und reduzierte Konzentration, Kopfschmerzen, eine Kraftminderung
der oberen und unteren Extremitäten, eine Dysästhesie und Doppelbilder (IV-act. 10-1
f.). Der Neurologe Prof. D._ hatte bereits im Oktober 2013 geklagte
Sensibilitätsstörungen an Händen und Füssen sowie Kopfschmerzen erwähnt (IV-
act. 10-5) und diese auch im März 2014 wiederum notiert (IV-act. 10-3). Die erste
stationäre Neurorehabilitation in der Klinik E._ war vom 10. Juni bis 4. Juli 2014 auf
Veranlassung von Prof. D._ erfolgt, um das Potential konservativer Massnahmen zu
beurteilen und auch gegebenenfalls eine IV-Berentung, die vom Versicherten bereits
thematisiert worden sei, abzuwenden (IV-act. 10-7). Bei dieser Reha waren als
Hauptprobleme Rückenschmerzen und vor allem nächtlich störende Fühlstörungen
erwähnt worden. Eine umfassende neuropsychologische Testung mit aussagekräftigen
Ergebnissen war im Rahmen des Aufenthalts nicht erfolgt, eine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit war daher nicht möglich gewesen (vgl. zu den Gründen IV-act. 16-2,
20-2, 56). Bei der MS-Sprechstunde vom 12. Dezember 2014 bekundeten die Ärzte der
Klinik für Neurologie des KSSG Mühe, definierte Schubereignisse abzugrenzen, dies
einerseits aus sprachlichen Gründen, andererseits, weil eine diffuse
Schmerzüberlagerung zu bestehen scheine. Letztlich gingen sie von bis dahin lediglich
einem Schubereignis aus. Die berichteten Beschwerden (vgl. dazu IV-act. 17-1 unten,
17-2 oben) seien nicht allesamt der MS zuzuschreiben und auch die in der
neurologischen Untersuchung erhobenen Befunde seien, ausser den
2.2.1.
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Sensibilitätsstörungen, nicht sicher einem organischen Korrelat zuzuordnen im Sinn
einer funktionellen Überlagerung. Aus rein neurologischer Sicht wurde insgesamt das
Bestehen von Funktionseinschränkungen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bedingten, verneint (IV-act. 17-3). Weitere zielgerichtete Behandlungsbemühungen
oder Abklärungen sind erst wieder im Rahmen der nächsten ordentlichen
Verlaufskontrolle 6 Monate später, am 10. Juni 2015, aktenkundig. Der
Beschwerdeführer schilderte sämtliche geäusserten Symptome als verschlechtert.
Auffallend ist, dass eigentliche neuropsychologische Beeinträchtigungen jedoch
offenbar nicht mehr geklagt wurden. Der Beschwerdeführer berichtete vielmehr über
Schmerzen am Rücken und an den Extremitäten, wiederum Taubheitsgefühl,
Kältegefühl, Kraftlosigkeit, dann auch unsicheres Gehen, Nackenschmerzen,
Verschwommensehen und Durchfall. Die untersuchenden Neurologen hielten fest, dass
die erhobenen Untersuchungsbefunde grossteils inkongruent zueinander seien, sodass
von einer Ausgestaltung ausgegangen werden müsse. Offenbar in Anbetracht dieser
Tatsache wurde weiterer Abklärungsbedarf in neurologischer, aber auch in
neuropsychologischer oder psychiatrischer Hinsicht – bis auf ein wohl übliches
Verlaufs-MRI über ein halbes Jahr später – nicht erkannt (IV-act. 53-2). Bei der
Untersuchung vom 20. August 2015 auf der Neurologie des KSSG – nach Überweisung
durch das Spital H._ zur Beurteilung eines neuen MS-Schubereignisses – traten
wiederum dieselben Probleme auf: Die Untersuchungsbefunde zeigten sich bei
repetitiver Testung inkonsistent und teils inkongruent zueinander. Auch die den
Beschwerdeführer nun untersuchenden Neurologen, bei denen es sich nicht um
dieselben handelte wie bei den früheren Abklärungen, gingen von einer Ausgestaltung
der Symptomatik aus. Nun wurde eine regelmässige psychiatrische Begleitung als sehr
sinnvoll erachtet (IV-act. 66-16 f.). Die vom Hausarzt angestrebte Objektivierung der
kognitiven Leistungsfähigkeit (IV-act. 68-2) gelang auch nicht im Rahmen einer
(neuro-)psychologischen Testung und Untersuchung vom 3. September 2015 an der
Klinik für Neurologie des KSSG. Zwar ergaben die Tests in einigen Bereichen kognitive
Minderleistungen (ausführlich dazu IV-act. 68-3 f.). Die abklärende Chefärztin und die
Neuropsychologin hielten aber fest, dass die Befunde nicht valide seien. Es war ihnen
nicht möglich festzustellen, ob die Minderleistungen durch eine verminderte
Anstrengungsbereitschaft, die psychische Befindlichkeit sowie Schmerzsymptomatik
und/oder die MS bedingt waren. Die MS allein erkläre den Ausprägungsgrad und das
Muster der objektivierten kognitiven Befunde eher nicht, aus rein kognitiver Sicht
ständen die Anstrengungsbereitschaft und die psychische Befindlichkeit sowie
Schmerzsymptomatik im Vordergrund. Wiederum gelang es nicht, eine Aussage über
die Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit zu machen (IV-act. 68-5).
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Bei diesen Vorakten, die mehrere gescheiterte Versuche dokumentieren, die
Beschwerdeschilderungen und subjektiven Vorbringen des Beschwerdeführers zu
objektivieren und deren Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit einzuordnen, ist
nachvollziehbar, dass auch die Gutachter der ZVMB GmbH bei der Begutachtung
mehrere Hinweise für Befundinkonsistenzen fanden. Sowohl bei der psychiatrischen
Untersuchung als auch bei der neuropsychologischen Testung ergaben sich Hinweise
auf eine Aggravation. Die Medikamentenspiegelbestimmung zeigte durchwegs tiefere
als die zu erwartenden Werte (vgl. IV-act. 87-15, 87-20 oben, 87-26; 87-37 unten).
Differentialdiagnostische Überlegungen zum Vorliegen einer psychiatrischen
Erkrankung, die die Befunddiskrepanzen erklären könnten, wurden zwar angestellt.
Dass eine solche Diagnose aber nicht gestellt werden konnte, wurde als klarer Hinweis
auf Aggravation gewertet (IV-act. 87-26; 87-41). Die durchgeführte
neuropsychologische Testung lieferte wiederum nicht ausreichend valide Ergebnisse,
weshalb sie vorzeitig beendet wurde und die Gutachter von klaren Hinweisen auf eine
Verfälschung der Befunde sprachen (IV-act. 87-39, 87-65). Die von lic. phil. I._,
Fachpsychologin für Neuropsychologie, schliesslich erwähnte Diagnose der in ihrer
Ausprägung nicht-authentischen kognitiven Minderleistungen in den Bereichen
Aufmerksamkeit, Neugedächtnis und Exekutivfunktionen (IV-act. 87-67) ermöglicht
keine verlässlichen Rückschlüsse auf Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit.
2.2.2.
Die bidisziplinäre Verlaufsbegutachtung der ZVMB GmbH wurde von Dr. med.
J._, Facharzt für Neurologie, und von Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie sowie Neurologie, vorgenommen. Beide waren bis zur Begutachtung
im Mai 2017 noch nicht mit dem Beschwerdeführer befasst gewesen. Auch sie
beschrieben das gesamte Bild als weiterhin sehr stark überlagert von Inkonsistenzen in
der Präsentation und Ausprägung der Beschwerden. In der klinisch-neurologischen
Untersuchung wurde von einer massiv ausgeweiteten Beschwerdesymptomatik
ausgegangen (zu als inkonsistent erlebtem Verhalten in einzelnen Tests siehe IV-
act. 106-20). Im klinischen Eindruck seien keinerlei kognitive Störungen erkennbar,
weder Zeichen einer Müdigkeit oder Ermüdbarkeit, noch Mnestikstörungen oder
andere neuropsychologische Störungen (IV-act. 106-21). Der Neurologe bewertete
auch als unglaubwürdig, dass sich "nach dem ablehnenden IV-Bescheid" eine
Verschlechterung dargestellt haben solle mit der Notwendigkeit von beidseitigen
Unterarmgehhilfen (vgl. dazu IV-act. 106-20 Mitte), obwohl sich im bildgebenden
Befund offensichtlich keine Zunahme und Progredienz aus neurologischer Sicht
bestätigen lasse. Pointierter als in den Vorakten beschrieben wertete Dr. J._ das
beobachtbare Verhalten als hochgradig inkonsistent und die Befunde als
2.2.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/14
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widersprüchlich. Er sprach daher von "mindestens" schwerer Aggravation und von
teilweise auch nicht authentischer Präsentation nicht vorhandener Symptome (IV-
act. 106-21).
Bei dieser Aktenlage gelingt trotz mehrfacher Bemühungen von verschiedener
Seite der Nachweis, dass aus neurologischer oder neuropsychologischer Sicht die
Arbeitsfähigkeit mindernde Beeinträchtigungen bestehen, offenkundig nicht. Ferner ist
nicht davon auszugehen, dass diesbezüglich weitere Abklärungen eine Objektivierung
ermöglichen könnten.
2.2.4.
2.3.
Auch in psychiatrischer Hinsicht liefern die Akten keine Erklärung für die
offenkundig sehr tiefe Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers in Bezug auf seine
Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Dass die psychiatrische Teilgutachterin Dr. med. L._
in der ersten ZVMB-Begutachtung lediglich eine Dysthymie diagnostizierte, lässt sich in
der Begründung gut nachvollziehen. Sie konnte keine relevanten
Stimmungsschwankungen erfragen und eine schwerwiegende depressive
Symptomatik ausschliessen. Auch wenn die affektive Schwingungsfähigkeit als zum
negativen Pol hin eingeengt beschrieben wurde, erkannte die Gutachterin, dass
positive Emotionen durchaus themenbezogen erhalten seien (IV-act. 87-39). Wie
bereits in den Vorakten beschrieben, empfand die Gutachterin die Angaben zum
Krankheitsverlauf und Krankheitsbeginn als unspezifisch, dies insbesondere die
psychische Beeinträchtigung betreffend (IV-act. 87-39).
2.3.1.
Dass der behandelnde Psychiater Dr. F._ nach der ersten ZVMB-Begutachtung
eine organisch affektive Störung erwog und von einer depressiven Störung mit
mittelgradiger bis schwerer Ausprägung ausging (Bericht vom 11. November 2016, IV-
act. 96-2), war für den RAD (mit) Grund zur Empfehlung des Verlaufsgutachtens. Der
Verlaufsgutachter Dr. K._ erhob kaum psychiatrisch relevante Befunde, weshalb er
sogar gewisse Zweifel an der im ersten ZVMB-Gutachten noch gestellten Diagnose der
Dysthymie äusserte. Funktionsstörungen oder dergleichen, die sich psychiatrisch
begründen lassen würden, verneinte er plausibel (vgl. dazu insbesondere IV-
act. 106-41). Bezugnehmend auf den Bericht von Dr. F._ vom 11. November 2016
hielt er klar fest, dass die Befundkonstellation des Beschwerdeführers die
Diagnosestellung von Dr. F._ nicht zulasse (IV-act. 106-42). Zweifel an dieser
Einschätzung ergeben sich auch aus den übrigen Akten nicht.
2.3.2.
Insgesamt erscheint der Sachverhalt, der in zeitlicher Hinsicht bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung massgebend ist (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b m.H.),
2.4.
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3.
4.
hinreichend abgeklärt. Ob sich später, konkret im Juni 2018, eine dauerhafte
Verschlechterung des Gesundheitszustands eingestellt hat (vgl. dazu den
Austrittsbericht des Spitals H._ vom 11. Juni 2018, in dem exazerbierte LWS-
Beschwerden erwähnt sind, act. G 9.1), ist in diesem Verfahren nicht relevant.
Unstreitig ist die Invaliditätsbemessung nach der Methode des
Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG vorzunehmen. Der Beschwerdeführer
verdiente im Jahr 2013, dem Jahr vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, gemäss IK-
Auszug Fr. 61'230.-- (IV-act. 8-1), was mit dem Kumulativjournal der Arbeitgeberin
(Bruttolohn abzüglich Kinderzulagen, IV-act. 12-8) übereinstimmt. Beim
frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Januar 2015 (vgl. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG;
Anmeldung zur Früherfassung und IV-Anmeldung im Juli 2014) ist angepasst an die
Nominallohnentwicklung per 2015 (Index Männer 2013: 2204, 2015: 2226) von einem
Valideneinkommen von Fr. 61'841.-- auszugehen. Dieses lag folglich unter dem
statistischen Durchschnittseinkommen von männlichen Hilfsarbeitern von Fr. 66'453.--
im Jahr 2015 (vgl. Anhang 2 der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen
Textausgabe zum IVG, Ausgabe 2019).
3.1.
Ob beim Invalideneinkommen – wie im ersten ZVMB-Gutachten attestiert – eine
Arbeitsfähigkeit von 80% in geeigneten Tätigkeiten zu berücksichtigen ist, oder ob mit
dem Verlaufsgutachten anzunehmen ist, dass keinerlei Einschränkung für adaptierte
Tätigkeiten besteht, kann offenbleiben. Gründe für die Gewährung des praxisgemäss
höchstzulässigen Abzugs vom Tabellenlohn von 25% (vgl. etwa BGE 126 V 25) liegen
nicht vor; die genaue Bemessung kann jedoch ebenfalls offenbleiben. Der
Invaliditätsgrad erreicht selbst bei Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 80% und
Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn von hier maximal angemessenen 10% die in
der IV rentenbegründende Schwelle von 40% nicht. Folglich hat die
Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint.
3.2.
Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.4.1.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
4.2.
bis
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