Decision ID: 89589c6c-d67b-4d9b-831a-07f4618c977d
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, war seit
1.
Mai 2012
zu 70
%
in einem bis 3
1.
Juli 2013 befristeten Arbeitsverhältnis
als Pflegehelferin beim Pfle
gezentrum
Y._
(s
eit
1.
Januar 2013 und nachfolgend:
Z._
AG,
vgl.:
Urk.
10/A38)
angestellt und über die Arbeitgeberin
bei der AXA Versiche
rungen AG (AXA
)
obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufs
unfällen versichert
, als sie am 1
2.
August 2012 bei einem
Motorrad
unfall ein Polytrauma erlitt (Hüftluxation links, Knieluxation rechts mit vollständiger Ruptur des Aussenbandkomplexes, Teilruptur der
Bizepssehne
, Ruptur des
Tractus
iliotibialis
, Abriss des
Musculus
gastro
c
nemius
lateralis
, periostaler Abriss des medialen Kollateralbandes, vollständige Ruptur des vorderen und hinteren Kreuz
bandes, basisnaher Riss im Innenmeniskus, distale intraartikuläre
Radiusfractur
rechts, nicht dislozierte Fraktur Os
scapoideum
links;
Urk.
10/A1,
10/A20/2,
10/M7).
Die
AXA
erbrachte die gesetzlichen Leistungen
und
installierte ein Case-Manage
ment (
Urk.
10/A18).
Nach dem Abbruch eines Arbeitsversuchs im
A._
Ende 2016
(
Urk.
10/A104,
10/A121) beauftragte die Unfallversicherung das
B._
am 1
7.
März 2017 mit der Durchführung einer interdisziplinären Begut
achtung (
Urk.
10/A117).
Auch ein weiterer Arbeitsversuch
im Mai 2017
bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin, der
Z._
AG, scheiterte (
Urk.
10/A140).
Nach Ein
gang des Gutachtens des
B._
vom 3
1.
Dezember 2017 (
Urk.
10/M83) und Gewährung des rechtlichen Gehör
s (
Urk.
10/A155) teilte die AXA
der Versicher
ten mit Verfügung vom 1
0.
April 2018 den Fallabschluss per 3
1.
März 2018
(mit Ausnahme von 2-3 Serien Physiotherapie und einer psychotherapeutischen Behandlung von zirka 150 Sitzungen)
mit und sprach ihr auf der Basis eines Invaliditätsgrades
von 51
%
und einem versicherten Verdienst
von
Fr.
37’581.--
ab
1.
April 2018
eine Inv
alidenrente von monatlich Fr.
1’277.75 sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von
insgesamt 65
%
im Betrag von
Fr.
75'600.-- zu (
Urk.
10/A159
).
Die Einsprache der
Versicherten vom
1.
Mai 2018 mit dem Antrag auf
Zusprache
einer höher
en Invalidenre
nte (
Urk.
10/A163) hiess die AXA
mit Entscheid vom
1.
März 2019 in dem Sinne teilweise gut, als sie der Versicherten auf der Basis eines Invaliditätsgrades von nunmehr 53
%
ab
1.
April 2018 eine Invalidenrente in der Höhe von monatlich
Fr.
1'327.85 zusprach (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
1.
April 2019 Beschwerde und beantragte, die Beschwer
degegnerin sei zu
verpflichten, ihr mit Wirkung ab
1.
April 2018 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 72
%
und eines ver
sicherten Verdienstes von mindestens
Fr.
52'261.40 zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Vernehmlassung vom 2
7.
August 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), worüber die Beschwerdeführerin am 3
0.
August 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
11). Zu einem von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1
6.
Oktober 2019 eingereichten Schreiben einer ehemaligen Vorgesetzten vom 1
2.
Oktober 2019 (
Urk.
12, 13) nahm die Beschwerdegegnerin am
7.
Nov
ember 2019 Stellung (
Urk.
16), was der
Beschwer
deführerin a
m 1
2.
November 2019 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
17)
.
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
2.
August 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts, ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine In
validenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.
Gestützt auf die
im Gutachten des
B._
vom 1
4.
März 2018 attestierte, unfallbe
dingte
Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50
%
und der darin ausgeschlossenen Möglichkeit einer namhaften Verbesserung
des Gesundheitszu
standes
(vgl.
Urk.
10/M84 S. 15) bestätigte die Beschwerdegegnerin im angefoch
tenen Entscheid den per 3
1.
März 2018 verfügten Fallabschluss (
Urk.
2 S. 3 ff.). Sowohl die von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachtete Restarbeitsfä
higkeit als auch der Fallabschlus
s per 3
1.
März 2018 blieben
von der Beschwer
deführerin unbestritten
(
Urk.
1 S. 4 ff
.).
Anlass hierauf zurückzukommen, besteht weder aufgrund der
Aktenlage
noch der Parteivorbringen
.
Streitig und zu prüfen ist
dagegen
der von der Beschwerdegegnerin v
orgenom
mene Einkommensvergleich
und dabei sowohl die Festsetzung des
Validenein
kommens
als auch
diejenige
des Invalideneinkommens sowie, ob der versicherte Verdienst korrekt ermittelt wurde.
3.
3.1
Als
Valideneinkommen
gilt dasjenige Einkommen, das die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit ohne den Unfall erzielt hätte
(BGE 134 V 322 E. 4.1
; Urteil
des Bundesgerichts
8C_145/2012 vom
9.
November 2012 E. 3.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei
n (BGE 129 V 222 E. 4.3.1
).
Ist ein konkreter Lohn nicht
eruierbar
, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
9C_501/2013 vom 2
8.
November 2013 E. 4.2).
3.2
Konnte eine versicherte Person wegen einer Invalidität, welche die Folge eines versicherten Unfalles ist, eine nachweislich geplante und ihren Fähigkeiten ent
sprechende berufliche Ausbildung nicht aufnehmen oder eine begonnene Ausbil
dung nicht abschliessen, so ist für die Bestimmung des Invaliditätsgrades dasje
nige Erwerbseinkommen massgebend, das sie ohne die Invalidität in jenem Beruf erzielen könnte (
Art.
18
Abs.
2 UVG in Verbindung mit
Art.
28
Abs.
1
UVV
).
Bei der Festsetzung des
Valideneinkommens
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berücksich
tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller
dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären.
Blosse Absichtserklä
rungen genügen nicht.
Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch kon
krete Schritte wie Kursbesuche,
Aufnahme eines Studiums,
Ablegung von Prü
fungen usw. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE
145
V
141 E. 5.2.1,
96 V 29;
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, 3. Auflage 2014,
Rn
63 f. zu Art. 28a
).
3.3
3.3.1
Die Beschwerdegegnerin
bemass das
Valideneinkommen
von
Fr.
57'738.60 gestützt
auf statistische Werte, erachtete sie doch
das von der Beschwerdeführerin bis zum Unfall
im Pflegezentrum
Y._
tatsächlich
erzielte Einkommen in
ihrem
70%-Pensum
als Pflegehelferin SRK
(
Urk.
10/A20/2
) angesichts
der Befris
tung des Arbeitsvertrages bis zum 3
1.
Juli 2013 (vgl.
Urk.
10/A20/2 S. 2) und der
unruhigen
Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin als ebenso wenig massge
blich für die Bemessung des
Valideneinkommens
wie den von der Beschwerde
führerin aus verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen erzielten Durchschnitts
lohn während der
Jahre
2007 bis 3
0.
Juni 2012
(
Urk.
2 2 S.
5.
f.)
.
Dass
die Beschwerdeführerin ohne ihren Gesundheitsschaden zwischenzeitlich die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit (FAGE) abgeschlossen und im Zeitpunkt des Rentenbeginns als solche gearbeitet hätte
, erachtete sie sodann als unwahrschein
lich
. Ausser dem Umstand, dass die Befristung des Anstellungsverhältnisses per 3
1.
Juli 2013 im Arbeitsvertrag mit dem Pflegezentrum
Y._
vom 2
9.
April 2012 (
Urk.
10/A20/2) mit der anschliessenden FAGE-Ausbildung der Beschwer
deführerin begründet worden sei, lägen keine Anhaltspunkte für eine in Zukunft geplante Fortbildung zur FAGE in den Akten. Insbesondere fehlten dokumentierte
Schritte wie beispielsweise die Aufnahmebestätigung beziehungsweise die Zusi
cherung der Lehrstelle durch die Ausbildungsstätte oder Zeugnisse abgelegter Prüfungen. Ebenso sei nicht erkennbar, wann die Ausbildung begonnen und in welcher Einrichtung die Beschwerdeführerin diese absolviert hätte. Aufgrund der im Rahmen der beruflichen Eingliederung gewonnenen Erkenntnisse, welche auf eine gewisse Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung schliessen liessen, könne ebenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerde
führerin bei der
Z._
AG einen Lehrarbeitsvertrag erhalten hätte. Zudem sprä
chen die persönlichen Umstände der Beschwerdeführerin (alleinerziehende Mutter zweier Kinder) und die bereits vor dem Unfall aktenkundigen psychischen Beschwerden gegen eine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durchlaufene Ausbildung zur FAGE mit nachträglicher Tätigkeit in diesem Bereich. Sodann
liessen
der seit dem Unfall durchlaufene ber
uflich-erwerbliche Werdegang und
auch der absolvierte Kurs in der
Schule
C._
sowie
der Studienve
rtrag für das Fernstudium zur
D._
keinen anderen Schluss zu
.
Im Ergebnis bemass
d
ie
Beschwerdegegnerin
das hypothetische
Valideneinkom
men
ausgehend vom
statistischen
Zentralwert für Frauen im
Kompetenzniveau 1 der LSE 2014, Tabelle TA1,
im Bereich Gesundheitswesen (
Ziff.
86-88) von
Fr.
4'545.--. Unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis 2017 führte dies zu einem
als massgeblich erachteten
Vali
deneinkommen
von
Fr.
57'738.60
(
Urk.
2 S. 4 ff.).
3.3
.2
Die Beschwerdeführerin
stellt sich dagegen im Wesentlichen auf den Standpunkt
, es sei aktenkundig, dass sie ab dem
1.
Septe
mber 2011 im Pflegezentrum
Y._
eine 6-monatige Ausbildung zur Pflegehelferin SRK absolviert
habe
. Auf
grund ihrer guten Leistungen sei
sie
nach erfolgreichem Abschluss dieser Ausbil
dung mit Vertrag vom
5.
April 2012 auf den
1.
Mai 2012
zu 70
%
als Pflegehel
ferin angestellt worden, wobei das Anstellungsverhältnis wegen der anschlies
send geplanten verkürzten FAGE-Ausbildung per 3
1.
Juli 2013 befristet worden sei. Dass bereits im Frühjahr 2012 ab August 2013 eine verkürzte FAGE-Ausbildung
beim selben Arbeitgeber
geplant gewesen sei, habe denn
auch
der damalige und aktuelle Personalleiter bestätigt
(vgl. dazu:
Urk.
3/5)
. Zwar habe noch kein schriftlicher
Lehr
vertrag bestanden, was
aber
zu diesem frühen Zeit
p
unkt auch unüblich gewesen wäre
. Zudem sei
bereits dannzumal klar gewesen, dass a
ufgrund des Beitritts des
Arbeitgebers zum
Zweckverband
Z._
AG neue Verträge nötig
würden. Auch hätte sie sich die Ausbildung au
s
finanzieller Sicht leisten können, erhalte sie doch Unterhaltsbeiträge von ihrem Exmann.
Ausserdem
hätte sie das sogenannte Validierungsverfahren durchlaufen können, welches ihr eine finanzielle Unterstützung durch den Kanton ermöglicht hätte.
Sodann dürfe aus den Schwierigkeiten, welche während des Praktikums im Jahr 2017 aufgetreten seien, nichts zu ihren Ungunsten abgeleitet werden. Wäre sie, wie von der Beschwerdegegnerin unterstellt, char
akterlich nicht in der La
ge gewesen, die Ausbildung zur FAGE zu absolvieren, so wären diese charakterli
chen Mängel wohl schon während der Ausbildung zur Pflegehelferin SRK aufge
treten.
Weiter
würden die vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeiten im Pflegebe
reich wie auch die Wiedereingliederungsbemühungen der Invalidenversicherung, der Haftpflichtversicherung und der Beschwerdegegnerin beweisen, dass sie ohne ihre multiplen unfallbedingten körperlichen Behinderungen die Fähigkeiten hätte, die Ausbildung zur FAGE zu absolvieren
. Entsprechend sei für die Bemes
sung des
Valideneinkommens
auf das Einkommen einer ausgebildeten FAGE abzustellen, welches gemäss Auskunft der
Z._
AG im Jahr 2017
Fr.
76'337.75 betragen hätte (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
4
3
.4.1
Den Akten ist zur Frage der beruflichen Weiterentwicklung der Beschwerdefüh
rerin im Gesundheitsfalle im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:
Die Beschwerdeführerin absolvierte gemäss Angaben im Assessmentprotokoll der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom
1.
April 2014 in Deutsch
land von
1985-1988 eine Lehre zur Verkäuferin und von 1989 bis 1992
die Aus
bildung zur Industriekauffrau (
Urk.
10/A155 S. 2). Gemäss IK-Auszug vom 1
8.
Juni 2014 ging die Mutter zweier Töchter (Jahrgänge 1999 und 2003, vgl.
Beilagen zu
Urk.
10/M83 S. 8) nach ihrer Einreise in die Schweiz ab 2003 zunächst keiner Erwerbstätigkeit nach und arbeitete ab 2007 in diversen
,
zumeist niederprozentigen
und kurzzeitigen
Beschäftigungsverhältnissen
(
Urk.
10/A174). Vom
1.
Oktober 2009 bis 3
0.
September 2010
absolvierte sie
in der Stiftung
E._
,
einer Institution,
welche Wohn- und Arbeitsorte für Menschen mit Behinde
ru
ng anbietet
, ein Praktikum zunächst
zu
80 % und ab März 2010 zu 60
%
(
Urk.
3/4)
. Im Jahr 2011 durchlief sie gemäss Bestätigung von Frau
F._
, welche gemäss ihrem Schreiben vom 1
2.
Oktober 2019 dannzumal Abteilungsleiterin im Pflegezentrum
Y._
war
(
Urk.
13), das SRK-Praktikum in dieser Institution
. In der Folge arbeitete die Beschwerdeführerin dort ab
1.
Mai 2012 als Pflegehelferin SRK zu 70
%
. Unter Ziffer 5 des Arbeitsvertrags
mit dem Pflegezentrum
Y._
vom 2
9.
April 2012 ve
reinbarten die Vertragsparteien
die Befristung der Anstellung bis 3
1.
Juli 2013 mit dem ausdrücklichen Vermerk «infolge anschliessender FAGE-Ausbildung» (
Urk.
10/A
20/2). Dieselbe Bestimmung findet
sich im von der
Z._
AG mit Gültigkeit ab
1.
Januar 2013 bereits vor dem Unfall vom
1
2.
August 2012 ausge
fertigten
Arbeitsvertrag, dessen Abschluss auf den 2
0.
August 2012 vorgesehen und vom zuständigen CEO sowie vom Personalleiter,
G._
, bereits unterzeichnet war (
Urk.
10/A20/2). In einem im Beschwerdeverfahren eingereich
ten Schreiben vom 1
4.
März 2019
wie
s
G._
zwar darauf hin
, dass noch kein Lehrvertrag bestanden habe, dass die Beschwerdeführerin aber ab August 2013 für die Ausbildung Fachangestellte Gesundheit eingeplant gewesen sei (
Urk.
3/5). Auch
F._
, welche die Beschwerdeführerin
gemäss ihren Angaben
als motivierte und wissbe
gierige Person wahrgenommen hat
te
, hielt in ihrem Schreiben vom 1
2.
Oktober 2019 fest, dass geplant gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin 2013 die Ausbildung hätte beginnen dürfen (
Urk.
13).
3.
4.2
Im Lichte dieser Aktenlage rechtfertigen sich entgegen den
Erwägungen
der Beschwerdegegnerin keine ernsthaften Zweifel daran, dass
nicht nur von Seiten der Beschwerdeführerin, sondern klarerweise auch von Seiten
der ehemaligen Arbeitgeberin
geplant war, dass die Beschwerdeführerin ab August 2013 im Pfle
gezentrum
Y._
die verkürzte Lehre zur FAGE
antreten würde
,
auch wenn im Unfallzeitpunkt unbestrittenermassen noch kein Lehrvertrag ausgestellt wor
den war (vgl.
Urk.
3/4).
Mithin kann nicht von einer blossen Absichtserklärung seitens der versic
herten Person gesprochen werden; vielmehr war die berufliche Ausbildung sowohl von Seiten der Beschwerdeführerin als
auch
des potentiellen Lehrmeisters nachweislich geplant
.
A
ngesichts des von der Beschwerdeführerin offensichtlich absolvierten Lehrgangs zur Pflegehelferin SRK im Jahr 2011 und der am
1.
Mai 2012 angetretene
n Stelle als Pflegehelferin SRK kann
weiter
nicht behauptet werden, es lägen keine Anhaltspunkte
und
keine
dokumentierten Schritte
für eine in Zukunft geplante Fortbildung zur FAGE
vor
, bildet doch die berufliche Vorerfahrung massgebliche Voraussetzung für die Möglichkeit, eine verkürzte Ausbildung zur FAGE antreten zu können (
Art.
9
Abs.
2
und
Art.
18
des Berufsbildungsgesetzes
, BBG,
in Ver
bindung mit
Art.
4
Abs.
1 der Verordnung über die Berufsbildung, BBV).
Welche konkreten Prüfungen oder Zeugnisse die Beschwerdeführerin ansonsten hätte vor
- respektive ab
legen müssen, um den geplanten Antritt der Lehre im Sommer 2013
überwiegend wahrscheinlich zu machen
, liess die Beschwerdegegnerin offen (
Urk.
2 S. 5). Der Entscheid, ob eine verkürzte Lehre zur FAGE absolviert werden kann, liegt denn auch grundsätzlich in der Verantwortung des Lehrbetriebs (vgl. unter
anderem:
https://www.oda-g-zh.ch/branchenverband/informationen-fuer-ausbildungs-betriebe/berufsab
-
schluss-fuer-erwachsene/verkuerzte-ausbildung-fage
[16
.11.2020]
), welche
r
über eine
kantonale Ausbildungsbewilligung im
Sinne von
Art.
20
Abs.
2 BBG
verfügen muss. Dass das Pflegeheim
Y._
der
Z._
AG
über eine entsprechende kantonale Bewilligung verfügt
, wurde von der Beschwerdegegnerin zu Recht nicht in Frage gestellt
(
vgl.
:
LEFI, Lehrfirmen
verzeichnis des Kantons St. Gallen
)
.
Auch lassen weder die Akten noch die Parteivorbringen den Schluss zu
, dass der Arbeitgeber im Unfallzeitpunkt die geplante Ausbildung in Frage stellte, respek
tive die Beschwerdeführerin nicht mit einem Lehrvertrag per
August
2013 hätte rechnen dürfen. Hätte der Arbeitgeber im Sommer 2012 bereits Vorbehalte gegenüber dem geplanten Lehrverhältnis mit der Beschwerdeführerin gehabt, hätte
er
den befristeten Arbeitsvertrag mit dem neuerlichen Hinweis auf die anschliessend an die Auflösung des Arbeitsverhältnisses geplante Ausbildung als FAGE unter Ziffer 5 kaum
bereits im August 2012
mit der vorgesehenen Ver
tragsunterzeichnung per 2
0.
August 2012 ausgefertigt un
d
unterzeichnet (
Urk.
10/A20/2).
Dass die
Z._
AG der Beschwerdeführerin im Rahmen der Eingliederung im Mai 2017 einen vierwöchigen Arbeitsversuch als Pflegehelferin im Pflegeheim
Y._
ermöglichte (
Urk.
10/A140 S. 5),
spricht sodann ebenfalls gegen
wesentliche
menschliche oder fachliche Vorbehalte der
ehemaligen
Arbeitgeberin gegenüber der Beschwerdeführerin. Hieran ändert auch nichts
, dass die Beschwer
deführerin den Arbeitsversuch am 1
5.
Mai 2017 abgebrochen und die zuständige Pflegeleiterin der
Z._
AG erklärt hatte, die Beschwerdeführerin hab
e sie beim Team schlechtgemacht, wobei
in der Personalakte bereits vor dem Unfall entspre
chende Vorfälle no
tiert seien (
Urk.
10/A140 S. 3), hielten diese Vorfälle die Arbeitgeberin doch offensichtlich weder von der neuerlichen Vertragsausferti
gung im August 2012 noch vom Angebot für den Arbeitsversuch im Mai 2017 ab.
Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, dass
sowohl der
Abbruch dieses
Arbeitsversuch
s
als auch die übrigen gesch
eiterten Integrationsversuche
sowie die festgestellte Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung es als unwahrscheinlich erscheinen
liessen
, dass die Beschwerdeführerin im Gesund
heitsfall eine Ausbildung zur FAGE durchlaufen hätte (
Urk.
2 S. 5),
ist sie darauf hinzuweisen, dass im psychiatrischen Fachgutachten des
B._
zwar auffällige Persönlichkeitszüge festgestellt wurden, das Vorliegen einer Persönlichkeitsstö
rung
aber nic
ht bestätigt wurde (
Urk.
10/M83
S.
11 und
17 f. des
psychiatrischen Gutachtens). Zwar gingen auch die zuständigen psychiatrischen Fachpersonen im Gutachten des
B._
davon aus, dass bereits vor dem versicherten Unfall eine psy
chiatrische Vorgeschichte mit
zumindest fluktuierender depressiver Symptomatik und einer Tendenz zu therapeutischer
Malcompliance
vorgelegen
habe (S. 14 ff. im psychiatrischen Gutachten,
Urk.
10/M83). Hinweise auf eine dadurch verur
sachte Arbeits- r
espektive Ausbildungsunfähigkeit
sind den Akten jedoch nicht zu entnehmen.
Der Schluss, dass die
Persönlichkeitsstruktur und damit – wie von der B
eschwerdegegnerin impliziert
–
ihre
charakter
lichen Eigenschaften ohnehin
keinen erfolgreichen Absch
luss einer Ausbildung zugelassen hätten und dies
notabene
auch ohne das Unfallgeschehen, erscheint insgesamt doch eher speku
lativ. Auch rechtfertigen sich aufgrund der Aktenlage keine ernsthaften Zweifel daran, dass die Beschwerdeführerin kognitiv durchaus in der Lage gewesen wäre, die verkür
zte Ausbildung zur FAGE zu absol
vier
e
n (vgl. Berufsanamnese im psy
chiatrischen Gutachten des
B._
auf S. 6,
Urk.
10/M83
).
Sodann zeigte die
Beschwerdeführerin mit ihrem
vom
1.
Oktober 2009 bis 3
0.
September 2010 absolvierten Praktikum in der Stiftung
E._
in einem Pensum von zunächst 80 % und ab März 2010 zu 60
%
(
Urk.
3/4)
, neben welchem sie
weiteren E
rwerbstätigkeiten
in kleinerem Umfang
nachging (vgl. IK-Auszug,
Urk.
10/A174),
sowie dem im Pflegeheim
Y._
erfüllten Arbeitspensum v
on 70
%, neben welchem sie einem
ab 1
4.
August 2012 vertraglich vereinbarten Nebenerwerb in Umfang von 20 -
30
%
hätte nachgehen wollen (
Urk.
10/10A4, 10/A20/1), dass
sie
trotz ihrer Aufgaben als Mutter zweier minderjähriger Töchter (Jahrgänge 1999/2003)
bereits seit längerer Zeit
bereit und in der Lage war, hoch
prozentig zu arbeiten. Was die Finanzierbarkeit der Ausbildungszeit anbelangt,
erscheint zwar fraglich, ob das von der Beschwerdeführerin angeführt
e soge
nannte Validierungsverfahr
en, welches ihr
angeblich
alternativ offen
gestanden wäre (vgl.
Urk.
1 S. 6), zu einer finanziellen Unterstützung
durch den Kanton
geführt hätte. Jedoch lässt alleine die Frage nach der Finanzierbarkeit
die Annahme, die Beschwerdeführerin hätte bis zum Rentenbeginn die Qualifizierung zur FAGE erlangt, nicht entfallen. Neben dem Lehrlingslohn und dem vom Kinds
vater zu leistenden Kinderunterhalt hätte die Beschwerdeführerin gegebenenfalls auf ein Stipendium der öffentlichen Hand oder ein Darlehen zurückgreifen kön
nen.
Damit
ist in Würdigung aller Umstä
nde auch im Lichte der praxisgemäss strengen Beweisanforderungen für den Nachweis einer beruflichen Weiter
entwicklung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu betrachten, dass die Beschwer
deführerin, wäre der Unfall vom 1
2.
August 2012
nicht
eingetreten
,
im August 2013 eine verkürzt
e Ausbildung zur FAGE begonnen
hätte und im Zeitpunkt des Rentenbeginns (
1.
April 2018) als Fachangestellte Gesundheit tätig gewesen wäre.
3.
4
.
3
Gemäss An
g
abe des Person
alleiters der
Z._
AG,
G._
, im Mail vom 1
0.
Oktober 2017
an die Beschwerdeführerin liegt
die Bandbreite des Lohnes
für eine FAGE
in dieser Institution
zwischen
Fr.
4'480.-- und
Fr.
6'272.-- (je nach Alter
und Erfahrung). Der
Richtlohn für eine
Neueins
teigerin
mit Jahrgang 1967 betrage
Fr.
5'601.--
(mit wenig Erfahrung um bis zu 5
%
weniger:
Fr.
5'337.--,
Urk.
10/A158). Diese Angaben
liegen im Bereich der statistischen Werte der LSE
2016
,
beträgt doch d
er Zentralwert für Frauen im Bereich
«G
esundheits- und Sozialwesen» (
Ziff.
86-88), Ta
belle TA1, Kompetenzniveau 2
,
Fr.
5'156.--
und der Zentralwert für Frauen über 50 Jahre im Sektor «Betreuungsberufe» (
Ziff.53) gemäss Tabelle T17
Fr. 5'629.--. Dass die Beschwerdefü
hrerin auch nach
er
-
folg
reichem
Lehrabschluss weiterhin beim selben Arbeitgeber g
earbeitet hätte, kann nicht überwiegend wahrscheinlich
angenommen werden, weshalb es
sich recht
fertigt
,
den Durchschnittswert
der zitierten statistischen Zentralwerte
für die Bemessung de
s
Valideneinkommens
, mithin Fr.
5'392.50
,
beizuziehen (
Fr.
5'156.-- +
Fr.
5'629.-- =
Fr.
10'785
.--
: 2). Umgerechnet auf die im Jahr 2018 (Renten
beginn)
betriebsübliche Arbeitszeit im Gesundheitswesen von 41.6
Stun
-
den pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit
nach Wirt
schaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2018,
F 86-88) sowie
unter Berücksichtigung
der branchenspezifischen Nominallohn
-
entwick
lung bei Frauen bis ins Jahr 2018 (vgl. die Tabelle T1.2.10 [Nominallohnindex, Frauen, 2011-2018] F 86-88 von 102.5 [2016] auf 103.1 [2018] Punkte bei einem
Index 2010=100)
resultiert
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
67'692.35 (
Fr.
5’392.50 x 12 : 40 x 41.6 : 102.5 x 103.1
).
3.5
3.5
.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder
die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
3.5
.2
Unbestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der multiplen posttraumatischen Veränderung keine schweren und mit
telschweren Tätigkeiten wie
im
angestammte
n Beruf
mehr zumutbar sind. Als angepasst und zumutbar
erachtet
wurden im Gutachten des
B._
dagegen sehr leichte, körperlich vollständig adaptierte Tätigkeiten ohne die Notwendigkeit, über einen Kilometer zu gehen, Leitern oder Treppen zu steigen oder auf unebe
nem Gelände zu gehen und in der Hocke arbeiten zu müssen. Weiter seien das Hantieren mit Gewichten über 5 Kilogramm und repetitive feinmotorische Tätig
keiten ni
cht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit
sollte hauptsächlich sit
zend, teilweise stehend und sehr wenig gehen
d
ohne Zwangshaltungen oder vornübergebeugt ausgeübt werden können. Für eine solchermassen angepasste Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, wobei die Reduktion der Arbeits
fähigkeit auf einem vermehrten Pausenbedarf zur Vermeidung einer Exazerbation der Beschwerden im Bereich der Hände, der Hüfte und dem Knie beruh
e. Dabei würden
insbesondere die funktionellen Einschränkungen im Bereich der Hände eine zeitliche
Belastungslimite
mit sich bringe
n
(
Urk.
10/A83 S. 10 und 28).
3.5
.3
Die Beschwerdegegnerin ermittelte
ausgehend von diesem
Belastbarkeitssprofil
das
trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen (Inva
lideneinkommen)
anhand der
LSE 2014
, Privater Sektor, Tabelle TA1,
Kompe
tenzniveau 1, Frauen Total, was von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage gestellt wurde (
Urk.
1 S. 7 f.; 2 S. 8). Unter Berücksichtigung der bei Erlass des angefochtenen Entscheids
aktuellst
veröf
fentlichten Zahlen der LSE 2016 resultiert
, ausgehend
vom
Zentralwert von
Fr.
4'363.-- unter Berücksichtigung
der im Jahr 2018
betriebsübliche
n
Arbeitszeit
von 41.7
Stunden pro Woche sowie
der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2018 (vgl. die Tabelle T1.2.10 [Nomi
nallohnindex, Frauen,
Total,
2011-2018] von
105
[2016] auf
105.9
[2018] P
unkte bei einem Index 2010=100)
,
beim
der Beschwerdeführerin zumutbaren Arbeits
pensum von 50
%
ein jährliches Invalideneinkommen von
Fr.
27'524.50
(
Fr.
4'363.
--
x 12 : 40 x
41,7 : 105 x 105.9 : 2).
3.5
.4
St
reitig und zu prüfen ist
, ob
ein
Abzug v
om Tabellenlohn zu gewähren ist, wobei bezüglich der hierzu ergangenen höchstrichterlichen Rechtsprechung auf die im angefochtenen Entscheid unter E. 4.3.1 richtig wiedergegebene Darstellung ver
wiesen wird (
Urk.
2 S. 7).
Die Beschwerdegegnerin verneinte die Angemessenheit eines leidensbedingten Abzuges im Wesentlichen damit, dass die gutachte
rlich bestätigte Arbeitsfähig
keits
reduktion
auf 50
%
explizit
erfolgt sei, um dem vermehrten Pausenbedarf zur Vermeidung einer Exazerbation der Beschwerden im Bereich der Hände, der Hüfte und dem Knie Rechnung zu tragen; wäre mithin kein zusätzlicher Pausen
bedarf notwendig, wäre die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsfähig. Eine Berücksichtigun
g zusätzlicher Einschränkungen
käme einer doppelten Anrech
nung gleich (
Urk.
2 S. 7).
Die Beschwerdeführerin stellt sich dagegen zusammen
gefasst auf den Standpunkt, d
ass sie auch in einer ihr zu 50
% zumutbaren kör
perlich leichten Tätigkeit noch in diverser Hinsicht zusätzlich eingeschränkt sei, weshalb der Tabellenlohn um mindestens 20
%
zu kürzen sei (
Urk.
1 S. 10 f.).
3.5.5
Dass neben der gutachterlich att
estierten Reduktion der Arbeitsfähigkeit um
50
% kein zusätzlicher Pausenbedarf zu berücksichtigen ist, steht ausser Frage, würde dies doch klarerweise zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes führen (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E. 4.1.1). Auch berief sich die Beschwerdeführerin zu Recht weder auf ihr Alter noch auf die Notwendigkeit, Teilzeit zu arbeiten
: Die
der Beschwerdeführerin zugerechne
ten Hilfsarbeiten
werden
auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2
016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3) und bei Frauen im Kompetenzniveau 1 weisen die Statistiken für Teilzeitarbeit zwischen 50 % und 89 % höhere Löhne als für Vollbeschäftigung aus. Damit entfällt hier die Rechtfertigung für einen Tabellenlohnabzug wegen Teilzeitarbeit (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 30. November 2012 E. 4.2.2 unter Bezug
nahme auf LSE 2008 und 2010 und 9C_72/2017 vom 19. Juli 2017 E. 4.3 unter Bezugnahme auf LSE 2012 und 2014).
Sodann gilt der
Umstand, dass der Beschwerdeführerin nur noch leichte Tätigkei
ten zumutbar sind, ebenfalls nicht als Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2).
Zwar trifft es zu,
dass die Beschwerdeführerin auch in einer körperlich sehr leichten, wechselbelastenden Tätigkeit über die zeitliche Reduktion des Pensums hinaus qualitativ in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt ist
(
vgl. E. 3.5.2). Durch die
zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum
hinzu
treten
de
n
qualitative
n oder quantitativen
Einschränkung
en
der Arbeitsfähigkeit
wird
jedoch
in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätig
keiten (weiter) einge
grenzt
, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten,
der
Ausbildung und
Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kom
men.
Davon zu unterscheiden ist die Gegenstand des Abzugs vom Tabellenlohn bildende Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verwei
sungstätigkeit
en auszugehen, können unter dem
Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteile
des Bun
desgerichts
8C_146/2017 vom
7.
Juli 2017 E. 5.2.2 und 9C_366/2015 vom 2
2.
September 2015 E. 4.1).
Unter Berücksichtigung insbesondere des von der Beschwerdeführerin erlernten Berufs als Industriekauffrau und der zwischenzeitlich erworbenen Berufserfah
rungen in diversen Bereichen rechtfertigen sich trotz der multiplen Beschwerden, so auch ihrer Einschränkungen im Bereich der Handgelenke (Gewichtsbeschrän
kung auf 5 Kilogramm, keine repetitiven feinmotorischen Tätigkeiten), keine ernsthaften Zweifel daran, dass die Beschwerdeführerin insbesondere im Bereich einfacher Büro- oder Kontrolltätigkeiten
bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage
nicht nur in der Lage wäre, ihre Resterwerbsfähigkeit zu verwerten, sondern auch
nicht
daran, dass sie
reale Chancen hat,
verglich
en mit einem gesunden Mitbe
werbe
r
ohne
Inkaufnahme einer Lohneinbusse
eine
Anstellung
zu finden
(Urteile
des Bundesgerichts
8C_146/2017 vom
7.
Juli 2017 E. 5.2.2 und 9C_366/2015 vom 2
2.
September 2015 E. 4.1)
.
Entsprechend
ist kein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren.
3.6
Der Vergleich des hypothetischen
Valideneinkommens
von
Fr.
67'692.35 mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
27'524.50 führt zu einer Einkommenseinbusse von
Fr.
40'167.85 und damit zu einem Invalidi
tätsgrad von gerundet 59
%
(Fr.
67'692.35 –
Fr.
27'524.50 =
Fr.
40'167.
85 :
Fr.
67'692.35 x 100
%
; vgl. zur Rundung: BGE 130 V 121).
4.
4.1
Streitig und zu prüfen ist
sodann
der versicherte Verdienst, welcher der Invali
denrente zugrunde liegt.
4.2
Taggelder und Renten werden gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG nach dem versicher
ten Verdienst bemessen. Als versicherter Verdienst für die Bemessung der Renten gilt gemäss
Art.
15
Abs.
2 UVG der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. In Art. 15 Abs. 3 UVG wird dem Bundesrat die Kompetenz übertragen,
nähere Regelungen zur Höhe des versicherten Verdienstes zu treffen und insbe
sondere auch Bestimmungen über den versicherten Verdienst in Sonderfällen zu erlassen.
Gestützt auf diese Delegationsnorm hat der Bundesrat für die Bemessung der Renten in Art. 22 Abs. 4 UVV Grundregeln und in Art. 24 UVV Regelungen für verschiedene Sonderfälle erlassen. Nach der Grundregel in Art. 22 Abs. 4 UVV gilt als Grundlage für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht (Satz 1). Dort, wo das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr angedauert hat, wird der bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet, wobei die Umrechnung bei einer
zum Voraus
befristeten Beschäftigung auf die vorgesehene Dauer beschränkt wird (Sätze 2 und 3
in den
bis 3
1.
Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung
en
). Nach der Sonderbestimmung in Art. 24 Abs. 1 UVV wird der versi
cherte Verdienst dort, wo die versicherte Person im Jahr vor dem Unfall wegen Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit einen verminderten Lohn bezogen hat, nach demjenigen Lohn festgesetzt, den die versicherte Person ohne Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erzielt hätte.
Nach Art. 20 Abs. 1 UVG beträgt die Invalidenrente 80 % des versicherten Ver
dienstes, und bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt.
Vorbehalten bleibt
Art.
20
Abs.
2 UVG zur Berechnung einer allfälligen Komplementärrente.
4.3
Die Beschwerdegegnerin erachtete für
die
Ermittlung des versicherten Verdienstes von
Fr.
37'581.-- die Periode vom 1
2.
August 2011 bis 1
1.
August 2012 als mass
geblich und legte der Berechnung für die Zeit vom 1
2.
August 2011 bis 3
0.
April 2012, während welcher die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung bezog (vgl. Urk.10/A174), den von der Arbeitslosenversicherung als massgeblich erach
teten versicherten Verdienst von
Fr.
2'830.-- zugrunde (
Urk.
10/A153, 10/A151). Für die Zeit vom
1.
Mai bis 1
1.
August 2012 zog sie die Lohnabrechnungen der
Z._
AG und diejenigen der
H._
AG, bei welcher die Beschwerdeführerin seit Oktober 2010 in geringem Umfang nebenerwerblich gearbeitet hatte (
Urk.
10/A174),
für die Berechnung bei
(
Urk.
2 S. 7 f., 10/A153 mit Beilagen, 10/A175). Eine Umrechnung der Teilzeittätigkeit bei der
Z._
AG auf das ganze Jahr sowie auf ein Vollzeitpensum lehnte sie angesichts der Berufsbiog
r
a
phie der Beschwerdeführerin, welche auf keine zeitlich bedingte Lohnlücke schliessen lasse, ab (
Urk.
2 S. 8 f., vgl. auch:
Urk.
9 S. 5 f.)
.
Die Beschwerdeführerin stellt sich dagegen auf den Standpunkt, der versicherte Lohn während der Dauer der Arbeitslosigkeit sei nur deshalb so tief ausgefallen, weil sie vor ihrer Arbeitslosigkeit (
1.
August 2011) von Januar 2009 bis Dezember 2011 zusätzlich selbständig gewesen sei und deshalb nur teilzeitlich gearbeitet habe. Diese Lohnlücken seien in Anwendung von
Art.
22
Abs.
4 UVV aufzufüllen (
Urk.
1 S. 11 f.).
4.4
In der für die Berechnung des versicherten Verdienstes massgeblichen Zeitspanne vom 1
2.
August 2011 bis 1
1.
August 2012 (
Art.
22
Abs.
4 Satz 1 UVV) bezog die Beschwerdeführerin von August bis April Arbeitslosenentschädigung und arbei
tete im Zwischenverdienst bei der
H._
AG (vgl. IK-Auszug:
Urk.
10/A174, Tag
geldabrechnungen Arbeitslosenkasse:
Urk.
10/A151, Lohnabrechn
ungen
H._
AG:
Urk.
10/A152). D
anach hatte sie ab
1.
Mai 2012 die 70%-Stelle bei der
Z._
AG als Pflegehelferin inne und arbeitete weiter im Nebenerwerb bei der
H._
AG (
Urk.
10/A152, 10/A174).
Dieser Sachverhalt hat zum einen
Berührungspunkte zur Regelung in
Art.
22
Abs.
4 Sätze 1, 2 und 3 UVV, wonach der bei einem oder mehreren Arbeitgebern im Rahmen von unterjährigen Arbeitsverhältnissen erzielte Lohn auf einen Jah
reslohn umzurechnen ist, respektive bei einer
zum Voraus
befristeten Beschäfti
gung die Umrechnung auf die vorgesehene Dauer beschränkt bleibt, und zum andern zur Regelung in
Art.
24
Abs.
1 UVV, wonach der versicherte Verdienst für Zeiten der Arbeitslosigkeit nach dem Lohn festzusetzen ist, den die versicherte Person ohne Arbeitslosigkeit erzielt hätte. Das Bundesgericht gelangte im Falle einer Konstellation, wo eine versicherte Person im Laufe des Jahres vor dem Unfall zunächst arbeitslos war und diese Arbeitslosigkeit danach
durch Stellen
antritt beendete, zur Beurteilung, der im neuen Arbeitsverhältnis erzielte Lohn sei lediglich für die Zeit ab dem Beginn dieses Arbeitsverhältnisses massgebend. Es sei also
in einer derartigen Konstellation
keine Umrechnung dieses Lohnes auf einen Jahreslohn nach
Art.
22
Abs.
4 Satz 2 UVV vorzunehmen, sondern für die Zeit davor sei auf das Einkommen abzustellen, das die versicherte Person vor ihrer Arbeitslosigkeit realisiert habe (Urteil des Bundesgerichts 8C_879/2008 vom
5.
Februar 2009 E. 3.2).
4.5
Entsprechend ist der versicherte Verdienst für die Zeit vom 1
2.
August 2011 bis 3
0.
April 2012 entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin anhand des Loh
nes festzulegen, welchen die Beschwerdeführerin vor ihrer am
1.
August 2011 eingetretenen Arbeitslosigkeit bezogen hat. Die von ihr behauptete Lohnlücke infolge ihrer
bereits
vor der Arbeitslosigkeit ausgeübten selbständigen Erwerbs
tätigkeit (
Urk.
1 S. 11)
rechtfertigt in jedem Fall keine von
Art.
15
Abs.
2 UVG abweichende Ermittlung des versicherten Verdienstes, geben doch zeitlich
bedingte Verdiensteinbusse
n
, welche während einer gewissen Zeitspanne inner
halb der für die Bestimmung des versicherten Verdienstes massgebenden Periode eingetreten sind, nicht aber solche vor dieser Zeitspanne Anlass zu einer
von
Art.
22
Abs.
4 Satz 1 UVV
abweichenden Berechnung (BGE 114 V 113 E. 3b; RKUV 1990 S. 385).
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene konkrete Berechnung des ver
sicherten Verdienstes für die Zeit vom 1
2.
August 2011 bis 3
0.
April 2012 gestützt auf den von der Arbeitslosenversicherung
als massgeblich erachteten
versicherten Verdienst von
Fr.
2'830.-- (
Urk.
10/A153, 10/A151) wurde von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt (
Urk.
1 S. 11) und ist angesichts der dem IK-Auszug zu entnehmen
den Einkommen in der Zeit vor der Arbeitslosigkeit
(
Urk.
10/A174) zu Gunsten der Beschwerdeführ
erin nicht in Frage zu stellen. Das
selbe gilt für die dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegte Berechnung des versicherten Verdienstes für die Zeit vom
1.
Mai bis 1
1.
August 2012 gestützt auf die Lohnabrechnungen der
Z._
AG und diejenigen der
H._
AG (
Urk.
10/A153 mit Beilagen, 10/A175).
Das hieraus errechnete Total von
Fr.
36'469.90
passte die Beschwerdegegnerin angesichts des Rentenbeginns per
1.
April 2018
gestützt auf
Art.
24
Abs.
2 UVV zu Recht der Nominallohnentwicklung an (
Urk.
10/A153). Unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2018 resultiert hieraus
ein
gemäss
Art.
24
Abs.
2 UVV bereinigter
versicherter Verdienst von Fr.
37'864.35 (36'469.
90 :
102.0 [2012]
x 105.9 [2018]).
5.
Zusammenfassend ist die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als der angefochtene Entscheid aufzuheben und festzustellen ist, dass die Beschwer
deführerin ab
1.
April 2018 Anspruch auf
eine
Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 59
%
bei einem versicherten Verdienst von Fr. 37'864.35
hat, dies
unter Vorbehalt einer allfälligen Komplementärrentenberechnung (vgl.
Art.
20
Abs.
2 UVG,
Urk.
10/A161 S. 7)
. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuwei
sen.
6.
Entsprechend hat die
Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Parteientschädi
gung. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert
,
nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses
sowie
dem Mass des Obsiegens
zu bemessen.
Die Beschwerdeführerin obsiegte in Bezug
auf die beantragte Erhöhung des Invaliditätsgrades, wobei das Überklag
en in die
sem Zusammenhang keine
Reduktion der Parteientschädigung rechtfertigt, hat es doch den
Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst (
BGE 117 V 401
E. 2c
; Urteil
des Bundesgerichts
9C_889/
2011 vom
8.
Februar 2012 E. 7). Dagegen unterliegt die Beschwerdeführerin in Bezug auf ihren Antrag auf Erhöhung des versicherten Verdienste
s
, basiert doch die leichte Erhöhung desselben lediglich auf der von Amtes wegen berücksichtigten Nominallohnentwicklung bis ins Jahr
des Rentenbeginns, nicht
aber
auf den von der
Beschwerdeführerin
vorgebrach
ten
und vom Gericht behandelten
Gründe
n
für eine Erhöhun
g desselben.
In Anwendung
obiger
Grundsätze rechtfertigt sich
angesichts d
es nur teilweisen Obsiegen
s
die Zusprechung einer
um die Hälfte reduzierten
Prozessentschädigung von
Fr.
1'000.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).