Decision ID: ded25b3b-a4ae-5bd7-a366-609c07737ef0
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Am 24. Mai 1995 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Tessin X den
Führerausweis auf Probe, da er unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug gelenkt hatte. Am
2. Dezember 2009 ersuchte er beim Strassenverkehrsamt des Kantons St. Gallen um
Erteilung eines Lernfahrausweises. Nachdem am 11. Januar 2010 eine
verkehrsmedizinische Begutachtung und am 10. April 2010 eine
verkehrspsychologische Untersuchung stattgefunden hatten, erteilte das
Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 31. Mai 2010 X den Führerausweis auf Probe
mit der Auflage einer kontrollierten Drogenabstinenz bei Methadonbehandlung und
einer Alkoholabstinenz. Nach einer Geschwindigkeitsübertretung vom 4. September
2011 innerorts um 27 km/h wurde er mit Strafbefehl vom 10. Oktober 2011 wegen
grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von zwölf
Tagessätzen zu je Fr. 60.-- und einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt. In der Folge wurde
ihm der Führerausweis wegen dieser Geschwindigkeitsüberschreitung für die Dauer
von drei Monaten, vollzogen vom 6. Dezember 2011 bis und mit 5. März 2012,
entzogen. Am 21. Februar 2012 wurden die Auflagen gelockert, indem auf den Besuch
einer Fachtherapie verzichtet wurde. Die Auflagen der sechsmonatigen Haaranalyse
und der monatlichen Urinkontrolle blieben bestehen.
B.- Am 27. Juni 2012 äusserte Y, Arzt Allgemeine Psychiatrie der Kantonalen
Psychiatrischen Klinik (im Folgenden: KPK) St. Pirminsberg, gegenüber dem
Strassenverkehrsamt Zweifel an der Fahreignung von X. Das daraufhin beauftragte
Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen kam im Gutachten vom
9. August 2012 zum Schluss, es seien insgesamt mehrere verkehrsmedizinisch
relevante Störungen bekannt. Da X nicht bereit gewesen sei, den meldenden Arzt für
weitere Auskünfte von der ärztlichen Schweigepflicht zu entbinden, könne
diesbezüglich keine Beurteilung vorgenommen werden. Zusammenfassend könnten
die von psychiatrischer Seite geäusserten Zweifel an der Fahreignung nicht
ausgeräumt werden, weshalb eine verkehrsmedizinische Begutachtung (inkl.
verkehrspsychiatrische Beurteilung) zu empfehlen sei. In der Folge wurde X am
4. September 2012 verkehrsmedizinisch untersucht. Im Kurzgutachten vom
19. Oktober 2012 wird die Fahreignung für die 3. medizinische Gruppe bejaht unter den
Auflagen der regelmässigen ärztlichen Kontrolle bzw. Behandlung der psychischen
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Erkrankung, des Nachweises der Drogenabstinenz, einer Alkohol-Fahrabstinenz und
Einnahme nur ärztlich verordneter Medikamente. Aufgrund der Angaben von X und
eines eingereichten Berichts von Dr.med. Z, der behandelnden Psychiaterin, vom
12. September 2012 ging der Gutachter von einem stabilen Verlauf der psychiatrischen
Erkrankung mit regelmässiger Betreuung aus, weshalb vorerst auf die vorgesehene
verkehrspsychiatrische Beurteilung verzichtet wurde.
Das Strassenverkehrsamt bestätigte mit Verfügung vom 8. November 2012 die bereits
bestehende Auflage, wonach X unter fachlicher Betreuung (Arzt, Psychiater und IRM)
weiterhin eine vollständige, kontrollierte Drogenabstinenz inkl. Cannabis gemäss Info-
Blatt bei weiterhin stabiler Methadon-Therapie und eine Alkoholfahrabstinenz (0,0‰)
einzuhalten habe mit halbjährlichen Haarprobeentnahmen (Ende Februar und Ende
August). Neu ordnete es eine regelmässige psychiatrische Behandlung an, wobei X die
vom Arzt allfällig verordneten Medikamente regelmässig und genau nach Vorschrift
einzunehmen habe. Schliesslich wurde er angewiesen, alle sechs Monate die Berichte
der betreuenden Stellen (Arzt und Psychiater) einzureichen, aus welchen der Verlauf
der kontrollierten Abstinenz hervorgehe. Auf die monatlichen Urinkontrollen auf
Cannabis durch den Hausarzt wurde verzichtet.
C.- Gegen diese Verfügung erhob X mit Eingabe vom 12. November 2012 Rekurs bei
der Verwaltungsrekurskommission mit den sinngemässen Anträgen, die "alten"
Auflagen wiederherzustellen und insbesondere von der Anordnung einer
psychiatrischen Behandlung abzusehen. Die Vorinstanz verzichtete am 10. Dezember
2012 auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen in der Rekursbegründung wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 12. November 2012 ist rechtzeitig
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eingereicht worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Im Rekursverfahren wird einzig beanstandet, dass das Strassenverkehrsamt
aufgrund des Kurzgutachtens vom 19. Oktober 2012 keine rechtliche Grundlage
besitze, neben der Kontrolle der Drogen- und Alkoholfahrabstinenz eine psychiatrische
Behandlung anzuordnen. Angefochten sind insbesondere Ziffer 1 lit. d (psychiatrische
Behandlung) sowie lit. e und g (jeweils hinsichtlich des Verlaufsberichts der
Psychiaterin) der Verfügung vom 8. November 2012. Die übrigen Auflagen, namentlich
Ziffer 1 lit. a (Drogenabstinenz), lit. b (Vorgehen bei Sistierung oder Beendigung des
Methadonprogramms), lit. c (Alkoholfahrabstinenz), lit. e (Arztberichte, soweit nicht die
Psychiaterin betroffen), lit. f (Haarproben), lit. g (Meldepflicht der betreuenden Stellen
bei Nichteinhalten der Auflagen, soweit nicht die Psychiaterin betroffen), lit. h (Dauer
der Auflagen) und lit. i (Androhung des Führerausweisentzugs auf unbestimmte Zeit für
den Fall der Missachtung der Auflagen) sind demgegenüber unbestritten, weshalb
darauf nicht näher einzugehen ist.
a) Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die Fahreignung.
Dieser Begriff umschreibt die körperlichen und geistigen Voraussetzungen, um ein
Fahrzeug im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss
grundsätzlich dauernd vorliegen (BGE 133 II 384 E. 3.1). Nach Art. 14 Abs. 2 lit. b SVG
verfügt über die Fahreignung, wer die erforderliche körperliche und psychische
Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat. Wird nachträglich
festgestellt, dass die gesetzlichen Anforderungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr
bestehen, ist der Führerausweis zu entziehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Gemäss Art. 16d
Abs. 1 lit. a SVG wird der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen,
wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht,
ein Motorfahrzeug sicher zu führen.
Nach den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen ist es im Rahmen der
Verhältnismässigkeit zulässig, aus besonderen Gründen den Führerausweis mit
Auflagen zu versehen, wenn diese der Sicherstellung der Fahreignung und damit der
Verkehrssicherheit dienen sowie mit dem Wesen der Fahrerlaubnis im Einklang stehen
bis
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(vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4482). Die Anordnung von Auflagen kommt dann in
Frage, wenn der Lenker die gesetzlichen Anforderungen an die Fahreignung bei
Einhaltung bestimmter Massnahmen erfüllt; ein Entzugsgrund nach Art. 16 SVG muss
dabei nicht gegeben sein. Erforderlich ist zudem, dass sich die Fahreignung nur mit
dieser Massnahme aufrechterhalten lässt und die Auflagen erfüll- und kontrollierbar
sind (BGE 131 II 248 E. 6).
b) Der Rekurrent war unter anderem vom 13. März bis 1. Juli 2009 stationär in der KPK
St. Pirminsberg hospitalisiert. Als Diagnosen wurden damals eine paranoide
Schizophrenie (F 20.0), psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen
Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen
(Abhängigkeitssyndrom; F 19.2) sowie eine einfache Aktivitäts- und
Aufmerksamkeitsstörung (F 90.0) gestellt (vgl. act. 10/118). Die Diagnose einer
paranoiden Schizophrenie wurde im verkehrsmedizinischen Aktengutachten vom
9. August 2012 bestätigt (vgl. act. 10/38). Zurzeit nimmt der Rekurrent folgende
Medikamente ein: Methadon, Clopin eco, Solian (Wirkstoff: Amisulprid) und bis
November 2012 Concerta (vgl. act. 10/35 und act. 20). Sowohl bei Clopin eco und
Solian (Neuroleptikum) handelt es sich um Arzneimittel zur Behandlung psychischer
Störungen. Concerta enthält als Wirkstoff Methylphenidat, ein zentralnervöses
Stimulans, das die Aufmerksamkeit erhöht und die Impulsivität und Hyperaktivität bei
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer sogenannten
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-störung (ADHS) senkt (vgl. http://
www.compendium.ch).
c) Zum sicheren und jederzeit situationsadäquaten Führen eines Fahrzeugs im
Strassenverkehr ist ein komplexes Zusammenspiel von psychischen Funktionen und
Fähigkeiten erforderlich, das durch eine Reihe psychischer Störungen und
Erkrankungen dauerhaft oder vorübergehend beeinträchtigt werden kann.
Grundsätzlich ist immer zu überprüfen, ob durch eine psychische Störung die
realitätsgerechte Wahrnehmung mit allen ihren Unterfunktionen wie
Sinneswahrnehmung, Orientierung, Konzentration und Aufmerksamkeit, die
Informationsverarbeitung und -bewertung (u.a. Auffassungsgabe, allgemeines
intellektuelles Leistungsvermögen), das Reaktionsvermögen (u.a. Geschwindigkeit und
Zuverlässigkeit der Reizbeantwortung, Genauigkeit der motorischen Steuerung) sowie
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die situationsadäquate Verhaltenssteuerung und damit die Faktoren wie
Risikobewertung, Rücksichtnahme, Impulskontrolle, Abwarten können etc. in relevanter
Weise beeinträchtigt sind. Gerade bei psychischen Störungen kommt der Bewertung
des Verlaufs eine besondere Bedeutung zu. Bei einer psychopharmakologischen
Behandlung sind ausserdem die Eigenwirkungen der Psychopharmaka zusätzlich zu
berücksichtigen. Grundsätzlich muss auch bei den psychischen Grundfunktionen von
einem Fahrzeuglenker ein stabiles, längerfristig durchzuhaltendes Leistungsvermögen
gefordert werden, wobei auch Reserven zur Bewältigung unvorhersehbarer oder
unübersichtlicher Situationen zu verlangen sind (Dittmann/Seeger, Psychische
Störungen und Fahreignung, in: Arbeitsgruppe Verkehrsmedizin [Hrsg.], Handbuch der
verkehrsmedizinischen Begutachtung, 1. Aufl. 2005, S. 47 f.).
d) Die Voraussetzung zum sicheren Führen von Kraftfahrzeugen ist für alle Kategorien
bei akuten schizophrenen Erkrankungen, insbesondere wenn sie mit Wahn,
Sinnestäuschungen, Denk- und Verhaltensstörungen einhergehen, grundsätzlich nicht
gegeben (vgl. BGE 133 II 384 E. 5.2.1). Nach Rückgang der akuten psychotischen
Symptomatik ist die Fahreignung vorhanden, wenn durch ausreichend lange
Beobachtung sichergestellt ist, dass keine Störungen wie Wahn, Sinnestäuschungen
oder kognitive Beeinträchtigungen mehr nachweisbar sind, die das Realitätsurteil
erheblich beeinträchtigen. Bei der Behandlung mit Neuroleptika und anderen
Psychopharmaka ist einerseits deren symptomstabilisierende Wirkung, andererseits
aber die mögliche Beeinträchtigung psychischer Funktionen zu beachten,
insbesondere sind die Wirkungen auf die Motorik (extrapyramidale Nebenwirkungen,
Dyskinesien) und sedative Effekte in die Beurteilung einzubeziehen (V. Dittmann,
Schizophrenie und Wahnkrankheiten, in: Handbuch der verkehrsmedizinischen
Begutachtung, a.a.O., S. 50 f.; vgl. auch Rösler/Römer, Verkehrsmedizinische
Fahreignungsbeurteilung bei psychischen Erkrankungen und
psychopharmakologischer Behandlung, in: Madea/Musshoff/Berghaus [Hrsg.],
Verkehrsmedizin, 2. Aufl. 2012, S. 422).
e) ADHS gehört zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Symptomatik umfasst
zunächst drei psychopathologische Syndrome: Aufmerksamkeitsstörungen,
Impulsivität und Hyperaktivität. Bei Erwachsenen tritt der Aspekt der Hyperaktivität
vielfach in den Hintergrund, auch die Impulsivität kann geringer bleiben. Die
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Aufmerksamkeitsstörungen bleiben indessen erhalten. Es kann darüber hinaus zu
desorganisiertem Verhalten und affektiver Labilität mit Stressintoleranz kommen. ADHS
ist ein Leiden mit einer hohen Belastung mit zusätzlichen kombinierten Störungen. Es
scheinen sich vor allem Störungen exekutiver Funktionen mit den operationalen
(Aufmerksamkeit, Reaktionsvermögen, motorische Koordination, optische Orientierung,
Wahrnehmung), taktischen (Beurteilung der Verkehrssituation, Anpassung des
Fahrverhaltens an die Gegebenheiten, Antizipation von Gefahrensituationen) und
strategischen (Fahrtenplanung) Anforderungen zu überlagern. Zudem tendieren ADHS-
Betroffene dazu, ihre Leistungsfähigkeit im Strassenverkehr zu überschätzen, und
zeigen eine erhöhte Bereitschaft zu riskantem Verhalten (Rösler/Römer, a.a.O., S. 434
f.).
f) Der Rekurrent nimmt bzw. nahm sowohl wegen paranoider Schizophrenie als auch
wegen einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung Medikamente ein. Im
Kurzgutachten vom 19. Oktober 2012 wird festgehalten, aufgrund der Angaben des
Rekurrenten und eines Berichts von Dr.med. Z vom 12. September 2012 (act. 16/2)
könne derzeit von einem stabilen Verlauf der psychischen Erkrankung mit
regelmässiger Betreuung ausgegangen werden (vgl. act. 10/34).
Eine Verlaufsänderung könnte gravierende Auswirkungen auf sein Verhalten im
Strassenverkehr haben, indem die paranoide Schizophrenie durch beständige, häufig
paranoide Wahnvorstellungen gekennzeichnet ist, meist begleitet von akustischen
Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen (vgl. Dilling/Freyberger [Hrsg.],
Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 6. Aufl. 2012, S. 96).
Hinzu kommt eine Aufmerksamkeitsstörung, welche bei falscher Behandlung zu einer
erhöhten Unfallgefahr im Strassenverkehr führen kann. Schliesslich ist der Rekurrent
auf Medikamente angewiesen. Insbesondere unter der Behandlung mit Clopin eco
kann es zu schwerwiegenden Blutbildveränderungen (Mangel an weissen
Blutkörperchen) kommen. Bei frühzeitigem Erkennen und sofortigem Absetzen des
Arzneimittels, was nur auf ärztliche Anzeige hin vorgenommen werden darf, ist eine
solche Störung heilbar. Es ist deshalb wichtig, dass regelmässig Blutbildkontrollen
durchgeführt werden (vgl. http://www.compendium.ch). Beim Rekurrenten spielen
folglich verschiedene Faktoren eine Rolle, bei welchen eine Kontrolle des Verlaufs der
psychischen Störungen nötig ist. Weiter ist aufgrund der Akten davon auszugehen,
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dass der Verlauf zurzeit stabil verläuft, eben gerade weil er bei Dr.med. Z in
Behandlung ist und regelmässig die entsprechenden Medikamente einnimmt. Ein
Absehen von einer regelmässigen psychiatrischen Behandlung ist somit nicht
angezeigt. Die angefochtene Auflage ist daher nicht zu beanstanden und der Rekurrent
hat weiterhin regelmässig Dr.med. Z oder einen anderen Psychiater aufzusuchen,
zudem ist über diese Behandlung regelmässig Bericht zu erstatten.
3.- Mit den Auflagen soll sichergestellt werden, dass der Rekurrent zum Schutz der
Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer nur in fahrfähigem Zustand ein
Motorfahrzeug lenkt. Dieser Zweck wäre gefährdet, müsste der Rekurrent diese
Auflagen während eines Beschwerdeverfahrens nicht einhalten. Einer allfälligen
Beschwerde ist deshalb die vom Gesetz vorgesehene aufschiebende Wirkung zu
entziehen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 VRP).
4.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs abzuweisen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- erscheint
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist zu verrechnen.