Decision ID: 265fdf8d-c277-4b0e-8dc7-c35e4b915201
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob, Rosenbergstrasse 42b,
9000 St. Gallen,
gegen
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Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St.
Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Ergänzungsleistung zur IV
Sachverhalt:
A.
A.a S._, Jahrgang 1948, bezieht seit mehreren Jahren eine ganze Invalidenrente.
Während mehrerer Jahre wurden ihm Ergänzungsleistungen (EL) gewährt. Mit
unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 15. Februar 2007 verneinte
die EL-Durchführungsstelle ab 1. März 2007 infolge Einnahmenüberschusses einen EL-
Anspruch. Sie rechnete für die Ehefrau des Versicherten ein hypothetisches
Erwerbseinkommen von Fr. 20'000.- brutto an (EL-act. II 29).
A.b Im Januar 2008 reichte der Versicherte erneut ein EL-Gesuch ein (EL-act. II 7). Die
EL-Durchführungsstelle sprach ihm mit Verfügung vom 13. März 2008 im Rahmen der
Minimalgarantie ab 1. Januar 2008 eine monatliche EL von Fr. 526.- zu. Sie rechnete
wiederum ein hypothetisches Erwerbseinkommen für die Ehefrau von Fr. 20'000.- an.
Der Betrag werde zwecks Begleichung der Krankenkassenprämien direkt an die
Gemeinde A._ überwiesen (EL-act. II 2). Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt
lic. iur. Jürg Jakob am 17. April 2008 Einsprache, die er am 13. Juni 2008 ergänzend
begründete (EL-act. II 1; III 7). Mit Einspracheentscheid vom 18. Juli 2008 wies der
Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) in Vertretung
der EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab. An der Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens für die Ehefrau sei festzuhalten. Zudem seien nur
2/3 des Mietzinses als Ausgaben anerkennbar (act. G 1.1).
B.
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B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vom Rechtsvertreter des Versicherten
erhobene Beschwerde vom 12. September 2008. Er beantragt die Aufhebung des
Entscheids. Dem Beschwerdeführer seien ab 1. Januar 2008 EL von monatlich
Fr. 1'565.- auszurichten, unter Kostenfolge. Die Ehefrau des Beschwerdeführers werde
im November 2008 60 Jahre alt. Ein erstmaliger Berufseinstieg in diesem Alter sei ihr
nicht zumutbar. Auch ihr Gesundheitszustand lasse eine Erwerbstätigkeit nicht oder
nur eingeschränkt zu. Nach den Geburten ihrer sechs Kinder habe sie während Jahren
unter depressiven Verstimmungen, Fibromyalgie, Nacken-Schulter-Schmerzen und
Rücken-Bein-Schmerzen gelitten. Zudem sei sie der deutschen Sprache nicht mächtig,
was ein massives Hindernis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit sei. Sie habe keine
schulische oder berufliche Ausbildung absolviert. Bei Verwandten könnte sie entgegen
entsprechenden Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid nicht arbeiten.
Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) St. Gallen habe die Ehefrau am
16. Januar 2007 auf dem konkreten Arbeitsmarkt als unvermittelbar eingestuft. Hinzu
komme, dass sie für den invaliden Beschwerdeführer zu sorgen habe. Im Übrigen sei
die zivilrechtliche Rechtsprechung zu beachten, wonach einer Frau nach dem 45.
Altersjahr der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben nicht mehr zumutbar sei. Zur zweiten
umstrittenen Position, der Höhe des anrechenbaren Mietzinses, lässt der
Beschwerdeführer ausführen, sein Sohn wohne bereits seit Oktober 2005 nicht mehr
bei ihm. Seit Oktober 2006 sei er als Wochenaufenthalter in St. Gallen registriert. Er
kehre nur ab und zu an den Wochenenden in den Haushalt der Eltern zurück. Der
Lebensmittelpunkt des Sohnes befinde sich während des Grossteils der Woche in
St. Gallen. Kürzlich habe er im Übrigen seinen Wohnsitz nach Romanshorn verlegt.
Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass der Sohn studiere und auf Stipendien
angewiesen sei. Ihm sei es nicht möglich, einen Mietzinsanteil an seine Eltern
abzuliefern (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 19. September
2008 die Abweisung der Beschwerde. Die Ehefrau des Beschwerdeführers habe früher
in dessen Lebensmittelgeschäft mitgearbeitet und sei nach der Übertragung des
Geschäfts auf den Sohn ab 1. Januar 1997 als Nichterwerbstätige erfasst. Sie könnte
durchaus heute noch in einem türkischen Geschäft gegen Entgelt mithelfen. Der Sohn
habe am 1. Januar 2008 seinen Wohnsitz in A._ gehabt, weshalb die angerechneten
Mietkosten korrekt seien (act. G 3).
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B.c In der Replik vom 23. Oktober 2008 lässt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen gemäss Beschwerde festhalten. Erneut betont sein Rechtsvertreter, dass der
60-jährigen Ehefrau des Beschwerdeführers eine Erwerbsaufnahme nicht mehr
zumutbar sei. Im Reisebüro des Bruders des Beschwerdeführers könne die Ehefrau
nicht mitarbeiten. Sie sei nie in einem Reisebüro beschäftigt gewesen. Auch im
Lebensmittelgeschäft des Beschwerdeführers habe sie nie mitgearbeitet. Für das
Beschwerdeverfahren macht der Rechtsvertreter ein Honorar von Fr. 3'000.- zuzüglich
Mehrwertsteuer geltend (act. G 7).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 31. Oktober 2008 auf eine weitere
Stellungnahme (act. G 9).
B.e Auf weitere Vorbringen der Parteien wird – sofern entscheidwesentlich – im

Rahmen der Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
Strittig und im vorliegenden Verfahren zu überprüfen sind die beiden Positionen
hypothetisches Erwerbseinkommen und Mietzins. Die übrigen Positionen der EL-
Berechnung vom 13. März 2008 beanstandet der Beschwerdeführer in der Beschwerde
zu Recht nicht. In zeitlicher Hinsicht relevant ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. August 2008 zugetragen hat
(BGE 129 V 167 Erw. 1).
2.
2.1 Die jährliche EL entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG; SR 831.30). Die
anerkannten Ausgaben und die anrechenbaren Einnahmen, worin in bestimmtem
Umfang auch das Vermögen einbezogen ist, werden nach den in Art. 10 und 11 ELG
sowie Art. 11 bis 18 ELV festgelegten Bestimmungen ermittelt. Als Einnahmen
anzurechnen sind nach Art. 11 Abs. 1 ELG unter anderem Einkünfte, auf die verzichtet
worden ist (lit. g). Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne
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rechtliche Verpflichtung auf Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch
auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch
macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden
Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht
(EVGE P 18/02 vom 9. Juli 2002; BGE 121 V 205 Erw. 4a; AHI 2001 S. 133 Erw. 1b).
2.2 Auch Personen, die in die Anspruchsberechnung der versicherten Person
einbezogen sind, partizipieren an der EL, da diese den Existenzbedarf der ganzen
Familie sicherstellt. So ist auch der Ehegatte der EL-anspruchsberechtigten Person
Leistungsempfänger. Verzichtet er auf die mögliche und zumutbare Erzielung eines
Erwerbseinkommens, so ist die Geltendmachung eines EL-Anspruchs zur Deckung
jenes Teils der anerkannten Ausgaben, der durch das Erwerbseinkommen des
Ehegatten gedeckt werden könnte, missbräuchlich (Ralph Jöhl, Ergänzungsleistungen
zur AHV/IV, in: SBVR XIV-Meyer, Soziale Sicherheit, Basel 2007, S. 1759, Rz. 179).
Deswegen ist bei der EL-Berechnung der versicherten Person ein hypothetisches
Erwerbseinkommen für deren Ehegatten anzurechnen, sofern dieser auf die mögliche
und zumutbare Erzielung eines Einkommens verzichtet. Um bei der Ermittlung des
anrechenbaren Einkommens ein hypothetisches Erwerbseinkommen im Sinn von
Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG berücksichtigen zu können, muss in jedem Einzelfall geprüft
werden, ob vom Ehepartner des EL-Ansprechers unter den gegebenen Umständen
verlangt werden kann, von nun an einem Arbeitserwerb nachzugehen, und wie hoch
der Lohn wäre, den dieser bei gutem Willen erzielen könnte. Anhaltspunkte dafür sind
familiäre Verpflichtungen, Alter, Gesundheitszustand, Ausbildung und gegebenenfalls
die Zeitdauer, während der er nicht (mehr) im Berufsleben gestanden ist (BGE
117 V 290 Erw. 3a mit Hinweisen; Urteil I 920/06 vom 16. Januar 2007, Erw. 3.3).
2.3 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) nimmt die EL-Durchführungsstelle im
Rahmen der Prüfung eines EL-Gesuches die notwendigen Sachverhaltsabklärungen
vor. Diese Untersuchungspflicht bezieht sich auch auf die Frage, ob eine bestimmte
Person auf die Erzielung von Erwerbseinkünften verzichtet. Die EL-Durchführungsstelle
hat also zu untersuchen, ob es einer Person, die keiner Erwerbstätigkeit nachgeht,
möglich und zumutbar ist, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, und welches
Einkommen sie dabei erzielen könnte. Dieser Pflicht könnte die EL-Durchführungsstelle
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nur dadurch nachkommen, dass sie der betreffenden Person die Ablehnung einer
konkreten Arbeitsplatzofferte nachweisen würde. Dies würde letztlich darauf
hinauslaufen, dass die EL-Durchführungsstelle der betreffenden Person eine konkrete
Arbeitsstelle vermitteln müsste, um – bei einer Nichtannahme dieser Stelle – den
Nachweis des Verzichts auf die Verwertung der Erwerbsfähigkeit mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit führen zu können. Die dabei entstehenden
Durchführungsprobleme würden dazu führen, dass Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG in Bezug
auf die Verwertung der Erwerbsfähigkeit praktisch toter Buchstabe bliebe. Die EL-
Durchführungsstelle darf sich daher auf die aus der Lebenserfahrung resultierende,
natürliche Vermutung stützen, dass eine arbeitswillige und einsatzfreudige, nötigenfalls
auch einen unterdurchschnittlichen Lohn akzeptierende Person im Allgemeinen eine
Arbeitsstelle finden kann. Dies ändert zwar nichts an der grundsätzlichen
Abklärungspflicht. Die EL-Durchführungsstelle darf sich aber bei der Erfüllung dieser
Pflicht darauf beschränken, den EL-Ansprecher oder die in die EL-
Anspruchsberechnung einbezogene Person unter Hinweis auf die zu vermutende
Möglichkeit der Verwertung der Erwerbsfähigkeit aufzufordern, sich intensiv um in
Frage kommende Arbeitsstellen zu bewerben (Jöhl, a.a.O, S. 1763 f., Rz. 185).
Ernsthafte, aber erfolglose Bewerbungen sind nicht nur Indizien, die die natürliche
Vermutung für die Verwertbarkeit der Erwerbsfähigkeit widerlegen, sondern sie sind
auch Ausdruck der (insbesondere in Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG zum Ausdruck
kommenden) Pflicht, soweit als möglich aus eigener Kraft den Existenzbedarf zu
bestreiten. Die nicht widerlegte Vermutung für die Verwertbarkeit der Erwerbsfähigkeit
bewirkt also eine Vermutung für die Verletzung der Pflicht zur selbstverantwortlichen
Finanzierung des Existenzbedarfs und damit für den gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG
relevanten Verzicht auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens (vgl. die Entscheide
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen EL 2007/14 vom 14. Juni 2007,
Erw. 3 f., und EL 2007/21 vom 8. November 2007, Erw. 2).
2.4 Massgeblich ist das beruflich-erwerbliche Leistungsvermögen bei den konkreten
lokalen Verhältnissen. Zu berücksichtigen sind nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts das Angebot an offenen geeigneten Stellen für Personen, die die
persönlichen und beruflichen Voraussetzungen der betroffenen Person aufweisen,
einerseits und die Zahl der Arbeit suchenden Personen andererseits (vgl. Urteile
P 16/04 vom 7. Juni 2005, Erw. 4.2.3; P 6/04 vom 4. April 2005, Erw. 3.2.2 und P 64/03
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vom 27. Februar 2004, Erw. 3.3.2). Die Abklärung der lokal massgebenden Verhältnisse
kann zum Beispiel durch Befragung des zuständigen Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) oder der kantonalen Arbeitsmarktbehörde erfolgen
(P 16/04).
3.
3.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers behauptet, dessen Ehefrau könne
aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht oder nur eingeschränkt arbeiten. Er reichte
einen Arztbericht von med. pract. B._ vom 10. Juni 2008 ein. Dieser ist seit 1997 der
Hausarzt der Ehefrau. In seinem Schreiben vom Juni 2008 gab er an, die Ehefrau
letztmals im April 2007 wegen Rücken-Bein-Schmerzen gesehen zu haben. Seines
Erachtens liege kein chronisch-invalidisierendes Leiden vor. Der Leidensdruck der
Ehefrau scheine nicht besonders gross zu sein, weil sie seit längerer Zeit keine
spezifische Behandlung gewünscht habe und auch keine solche durchgeführt worden
sei. Psychopharmaka verlange die Ehefrau nicht, eine richtige psychiatrische
Behandlung habe seines Wissens nie stattgefunden, so der Hausarzt. Explizit hielt er
fest, die Ehefrau des Beschwerdeführers könne arbeiten, zumindest teilzeitlich. Ob sie
eine Arbeit finde, sei eine völlig andere Frage (act. G 1.2.5). Dieser Bericht lässt mit
hinreichender Sicherheit darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin aus
gesundheitlichen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit zumindest nicht nennenswert
eingeschränkt ist.
3.2 Weiter gibt der Beschwerdeführer an, seine Frau müsse sich um ihn kümmern.
Dafür liefern die Akten jedoch ebenfalls keine Anhaltspunkte. Eine eigentliche
Pflegebedürftigkeit ist durch die von Dr. med. C._ im Schreiben vom 11. Februar
2008 genannten Diagnosen nicht begründet. Dr. C._ hielt fest, dem
Beschwerdeführer gehe es im Allgemeinen gut. Unter der Chemotherapie und
Steroidbehandlung komme es jedoch zu zunehmender Müdigkeit und er habe weniger
Kraft und Energie (act. G 1.2.7). Eine Hilflosenentschädigung bezieht der
Beschwerdeführer nicht. Somit ist insgesamt nicht ersichtlich, weshalb die Ehefrau des
Beschwerdeführers diesen ganztägig sollte betreuen müssen. Dessen
Gesundheitszustand schliesst zumindest eine teilzeitliche Erwerbstätigkeit der Ehefrau
nicht aus.
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3.3 Der Beschwerdeführer begründet die Unmöglichkeit, für seine Ehefrau eine
Arbeitsstelle zu finden, mit verschiedenen angeblichen Konkurrenznachteilen seiner
Ehefrau auf dem Arbeitsmarkt, nämlich mit den fehlenden Deutschkenntnissen, der
fehlenden beruflichen Ausbildung, der fehlenden Arbeitserfahrung und insbesondere
dem Alter. Hilfsarbeiten stellen generell geringe Anforderungen an die sprachliche
Kommunikation, da sie aus einfachen und repetitiven Tätigkeiten bestehen. Die
Anforderungen an die Deutschkenntnisse der Ehefrau des Beschwerdeführers wären
also sehr gering; sollte sich die seit 1983 in der Schweiz wohnhafte Ehefrau (vgl. EL-
act. II 7-1) solche rudimentären Kenntnisse nicht ohnehin längst angeeignet haben, so
wäre es ihr zumutbar, dies in kurzer Zeit nachzuholen (vgl. etwa den Entscheid EL
2007/18 des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Juni 2007,
Erw. 3b). Die vom Rechtsvertreter behaupteten mangelhaften Deutschkenntnisse
verhindern die Aufnahme einer Hilfsarbeit also nicht.
3.4 Dasselbe gilt für das Alter der Ehefrau. Es gibt viele Hilfsarbeiten, die nicht
körperliche Leistungsfähigkeit, sondern Zuverlässigkeit, Sorgfalt und ausdauernde
Konzentration auch bei der Ausübung immer gleicher Arbeitsgänge erfordern. An
einem solchen Arbeitsplatz kommt es nicht auf das Alter der Arbeitnehmerin an. Der
Beschwerdeführer lässt darauf hinweisen, dass Teilinvaliden nach Art. 14a ELV und
nichtinvaliden Witwen nach Art. 14b ELV ab dem 61. Altersjahr kein hypothetisches
Erwerbseinkommen mehr angerechnet werde. Ob diese Altersbegrenzung
gesetzmässig ist, braucht in Bezug auf Teilinvalide nicht abschliessend beantwortet zu
werden (kritisch dazu Jöhl, a.a.O., S. 1766 ff.). Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass
betreffend nichtinvalide Witwen eine solche Begrenzung jedenfalls nicht als
gerechtfertigt erscheint. Hinter der Abstufung des anrechenbaren Einkommens nach
Alter steht die Überlegung, dass der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben für ältere Witwen
schwieriger sein dürfte als für jüngere Witwen. Die ältere Witwe muss sich deshalb
vermutungsweise mit einem tieferen Erwerbseinkommen begnügen, um bei der
Stellensuche erfolgreich zu sein (Jöhl, a.a.O., S. 1772, Rz. 196). Das Bundesgericht
hielt im Entscheid P18/99 vom 22. September 2000 (=AHI 2001 S. 133) fest, nach einer
langen Abwesenheit vom Berufsleben sei die volle Integration in den Arbeitsmarkt in
einem gewissen Alter nicht mehr möglich (Erw. 1b). Diese Aussage ist zu absolut
gefasst und kann nur so verstanden werden, dass eine Wiedereingliederung ins
Erwerbsleben unter den genannten Umständen erschwert wird; von einer eigentlichen
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Unmöglichkeit – selbst einer vollen Integration – ist nicht auszugehen. Erschwert wird
die Erwerbsaufnahme bei älteren Witwen neben längerer Abwesenheit vom
Arbeitsmarkt insbesondere durch die konkrete Lage auf dem Arbeitsmarkt; der
eigentliche Grund für das Unterbleiben der Erwerbsaufnahme liegt folglich in der
Arbeitslosigkeit. Die EL sind jedoch nicht dazu da, gegen das Risiko der
Arbeitslosigkeit abzusichern. Dieser Leistungsbedarf fällt in den Zuständigkeitsbereich
der Arbeitslosenversicherung. Nach der oben erläuterten Konzeption der
Schadenminderungspflicht im Zusammenhang mit der Erzielung von
Erwerbseinkommen ist kein Grund ersichtlich, weshalb sich nicht auch die nichtinvalide
Witwe über 60 Jahren um eine Arbeitsstelle bemühen sollte. Gelingt es ihr trotz
hinreichender Bemühungen nicht, eine Arbeitsstelle zu finden, kann sie also
nachweisen, dass der konkrete Arbeitsmarkt die Verwertung ihrer Arbeitsfähigkeit nicht
erlaubt, so wird auf die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens zu
verzichten sein. Diese Ausführungen haben erst recht für nichtinvalide Ehegatten von
EL-Bezügern zu gelten, für die es keine Vermutung analog Art. 14b ELV gibt. Auch die
Arbeitslosenversicherung verlangt den Nachweis von Arbeitsbemühungen bis zum
Erreichen des ordentlichen Pensionsalters. Dies wäre sinnlos, wenn man davon
ausginge, dass über 60-Jährige in keinem Fall mehr Aussichten haben, eine Anstellung
zu finden. Wird im Übrigen für eine arbeitsfähige 50-jährige Ehefrau eines EL-Bezügers
ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet, so erfolgt diese Anrechnung
praxisgemäss bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters der Ehefrau. Würde
man vorliegend voraussetzungslos auf eine Anrechnung verzichten, weil die Ehefrau
bei Anmeldung zum EL-Bezug bereits 59-jährig war, so käme es zu einer nicht zu
rechtfertigenden Ungleichbehandlung mit der genannten 50-Jährigen. Ein solches
Ergebnis wäre rechtsungleich und willkürlich. Eine Rechtfertigung dafür findet sich
nicht. Der Ehefrau des Beschwerdeführers wird übrigens nicht zugemutet, ihre
Arbeitsfähigkeit mit demselben (finanziellen) Erfolg zu verwerten wie eine
durchschnittliche Hilfsarbeiterin. Diese erzielte gemäss den Tabellenlöhnen der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ein Jahreseinkommen von Fr. 50'278.-
(Tabelle TA1, Basis 2006 bei der durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von
41.7 Stunden). Die Beschwerdegegnerin rechnete für die Ehefrau des
Beschwerdeführers lediglich einen Bruttolohn von Fr. 20'000.- an. Sie ermässigte den
Tabellenlohn also um über 60%. Damit berücksichtigte sie ausreichend, dass eine volle
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Integration in den Arbeitsmarkt allenfalls nicht mehr möglich ist. Der Ehefrau keinerlei
Einkommen mehr anzurechnen, ist nicht gerechtfertigt; dies hat zumindest so lange zu
gelten, als ihr der Nachweis nicht gelingt, trotz quantitativ und qualitativ ausreichender
Bewerbungen auf dem konkreten Arbeitsmarkt keine Stelle finden zu können.
3.5 Dass die ältere Rechtsprechung zum Scheidungsrecht einer Frau ab dem 45.
Altersjahr in der Regel eine Erwerbsaufnahme nicht mehr zumutete, vermag an der
vorliegenden Beurteilung nichts zu ändern. Abgesehen davon, dass diese
Rechtsprechung tendenziell strenger geworden ist, ist primär zu beachten, dass es im
Scheidungsrecht darum geht, jedem der ehemaligen Ehepartner den gewohnten
Lebensstandard weiterhin zu gewähren, wenn die finanziellen Verhältnisse beider dies
zulassen. Ist die letztgenannte Voraussetzung nicht gegeben, muss selbstverständlich
auch die Ehefrau unabhängig von ihrem Alter eine Erwerbstätigkeit aufnehmen;
ansonsten bleibt ihr nur der Gang zum Sozialamt. Der Zweck der EL ist es, Armut zu
verhindern. Damit liegt eine Divergenz zum Scheidungsrecht vor, die es verbietet,
scheidungsrechtliche Grundsätze auf die EL übertragen zu wollen.
3.6 Da der Ehefrau des Beschwerdeführers nur der Verzicht auf eine Tätigkeit als
Hilfsarbeiterin unterstellt wird, spielt mangelhafte Schulbildung bzw. das Fehlen einer
beruflichen Ausbildung zum Vornherein keine Rolle. Das gilt weitgehend auch für die
fehlende Erfahrung im Erwerbsleben, da sich dies bei einfachen und repetitiven
Tätigkeiten höchstens während einer Einarbeitungsphase auswirken würde und zudem
durch besonderen Einsatzwillen kompensiert werden könnte. Bei der Aussicht, eine
Stelle als Hilfsarbeiterin zu finden, handelt es sich nicht um eine objektive, für alle
Stellensuchenden identische Grösse. Die stellensuchende Person kann ihre Chancen
beeinflussen, einerseits durch die klar kommunizierte Bereitschaft, sich durch hohe
Leistung und besonderen Einsatzwillen aus der Masse der andern Stellensuchenden
herauszuheben, und andererseits durch die Bereitschaft, zu besonders günstigen
Konditionen zu arbeiten, d.h. auch eine Stelle anzunehmen, an der nur ein
unterdurchschnittlicher Lohn offeriert wird. Hätte die Ehefrau des Beschwerdeführers
sich besonders eifrig um eine Arbeitsstelle bemüht und hätte sie den potentiellen
Arbeitgebern klar kommuniziert, dass sie mit besonderem Einsatz tätig sein würde,
hätte sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Bereich der unterdurchschnittlich
bezahlten Hilfstätigkeiten eine geeignete Arbeitsstelle gefunden (vgl. auch die
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Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen EL 2008/3 vom
4. Februar 2008, Erw. 3.4, und EL 2008/38 vom 16. Februar 2009, Erw. 3.5).
3.7 Die Beschwerdegegnerin hat bereits 2007 beim zuständigen RAV abklären
lassen, ob für die Ehefrau des Beschwerdeführers grundsätzlich geeignete Stellen
vorhanden wären. Diese Frage wurde am 16. Januar 2007 bejaht. Leichte Hilfsarbeiten
seien anzahlmässig sehr beschränkt vorhanden. Die Ehefrau habe ausser im Haushalt
noch nie gearbeitet und verstehe/spreche sozusagen kein Deutsch. Die zuständige
Person beim RAV hielt fest, sie erachte es als zwecklos, die Ehefrau beim RAV
eingeschrieben zu lassen. Sie finde ihres Erachtens keinen Job (EL-act. II 34-2). Trotz
dieser subjektiven Einschätzung wurde die grundsätzliche Verfügbarkeit von
geeigneten Arbeitsstellen bejaht. Es könnte ohnehin nicht nur auf eine Einschätzung
des RAV am Wohnort der Ehefrau ankommen. Massgebend ist nämlich nicht nur der
lokale Arbeitsmarkt am Wohnort der Ehefrau. Wenn es einer arbeitslosen Person
zumutbar ist, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die bis zu zwei Fahrstunden (pro Weg)
vom Wohnort entfernt liegt (Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG), dann muss dies auch im Rahmen
der EL-spezifischen Schadenminderungspflicht gelten. Massgebend ist also
grundsätzlich der Arbeitsmarkt in jener Region, die durch einen zweistündigen
Arbeitsweg abgedeckt werden kann (Jöhl, a.a.O., S. 1763, Rz. 184; Entscheid EL
2008/32 des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Januar 2009,
Erw. 3.4). Gegen einen vierstündigen Arbeitsweg pro Tag und Einsatz könnten
allerdings gesundheitliche Gründe sprechen. Vorliegend ist jedoch die Unzumutbarkeit
eines längeren Arbeitsweges nicht anzunehmen. Auch wenn sich die Arbeitssuche für
die Ehefrau des Beschwerdeführers schwierig gestalten dürfte und es nicht viele für sie
in Frage kommende freie Stellen gibt, so ist schon allein aufgrund der natürlichen
Fluktuationen nicht ausgeschlossen, dass sie bei ausreichenden Bemühungen im
abgesteckten örtlichen Umkreis eine ihr zumutbare Arbeit findet (EL 2007/14 vom
14. Juni 2007, Erw. 5d). Möglich ist zudem auch, dass sie bei intensiver Suche und klar
signalisierter Arbeitsbereitschaft beispielsweise eine Aushilfsstelle findet, die ihr bei
guter Arbeitsleistung die Chance auf eine Festanstellung eröffnet. Selbst wenn eine
Person im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinn als kaum mehr vermittlungsfähig
gelten sollte, entlastet sie dies nach den obenstehenden Erwägungen im Rahmen der
EL nicht von Vornherein von ernsthafter Stellensuche. Eine Anfrage an sämtliche für
das innert zwei Fahrstunden von St. Gallen aus erreichbare Gebiet zuständige
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Regionale Arbeitsvermittlungszentren erweist sich nicht in jedem Fall als zielführend.
Denn sollte der konkrete Arbeitsmarkt es tatsächlich nicht zulassen, dass die Ehefrau
des Beschwerdeführers rasch eine Arbeitsstelle findet, so kann doch nicht im
Vornherein ausgeschlossen werden, dass bei ernsthaften Bemühungen trotz
schwieriger Arbeitsmarktlage eine Stelle gefunden wird. Deshalb sind die tatsächlichen
Arbeitsbemühungen entscheidend, nicht die genaue Abklärung besserer oder allfällig
geringerer Aussichten bei der Stellensuche. Unabhängig davon kann mit
nachgewiesenen intensiven persönlichen Arbeitsbemühungen, die erfolglos blieben, die
Anrechnung eines hypothetischen Einkommens verhindert werden (EL 2008/38,
Erw. 3.5.3 f.).
3.8 Bei näherer Betrachtung ergibt sich also, dass die vom Beschwerdeführer geltend
gemachten Konkurrenznachteile seiner Ehefrau irrelevant sind oder kaum bestehen.
Vom grundsätzlichen Vorhandensein von geeigneten Arbeitsstellen ist auszugehen. Der
von der Beschwerdegegnerin zuerkannte Abzug von über 60% gegenüber den
Tabellenlöhnen für Hilfsarbeiterinnen ist als äusserst grosszügig zu werten, kann aber
als noch knapp im Rahmen ihres Ermessens liegend akzeptiert werden. Das Alter der
Ehefrau sowie gewisse nicht ausgeschlossene gesundheitliche Einschränkungen sind
damit hinreichend berücksichtigt.
3.9 Nach den obigen Ausführungen erhellt, dass nicht zentral ist, ob die Ehefrau des
Beschwerdeführers nun 1954 oder 1948 geboren wurde, weshalb auf die
diesbezüglichen Ausführungen der Parteien nicht näher einzugehen ist. Dasselbe hat
für die Frage zu gelten, ob die Ehefrau früher bereits im Lebensmittelladen des
Beschwerdeführers oder an einem anderen Ort gearbeitet hat oder nicht und ob das
Reisebüro ihres Schwagers ihr eine Arbeitsmöglichkeit bieten könnte. All dies ist nicht
von Belang, zumal selbst unter der Annahme, dass die Ehefrau nie ausserhäuslich tätig
war, nicht gänzlich von der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens abgesehen
werden könnte.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt die Position des anrechenbaren Mietzinses. Zu den anerkannten
Ausgaben zählen der Mietzins einer Wohnung und die damit zusammenhängenden
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Nebenkosten, wobei sich bei Ehepaaren der jährliche Höchstbetrag auf Fr. 15'000.-
beschränkt (Art. 10 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 ELG). Wird eine Wohnung auch von Personen
bewohnt, die nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, dann ist der Mietzins auf
die einzelnen Personen aufzuteilen. Die Mietzinsanteile der nicht in die Berechnung
eingeschlossenen Personen werden bei der EL-Berechnung ausser Betracht gelassen
(Art. 16c Abs. 1 ELV). Die Aufteilung hat grundsätzlich zu gleichen Teilen zu erfolgen
(Art. 16c Abs. 2 ELV). Der Zweck der Mietzinsaufteilung liegt darin, die effektiven
Wohnkosten der nicht in die EL-Anspruchsberechnung einbezogenen Personen, die
unentgeltlich in derselben Wohnung leben, auszuscheiden, damit die EL nicht auch für
Mietanteile von nicht einbezogenen Personen aufkommen müssen (so die
Erläuterungen des BSV zur Änderung der ELV auf den 1. Januar 1998, in: AHI 1998
S. 27 ff.).
4.2 Der jüngste Sohn des Beschwerdeführers war im vorliegend massgebenden
Zeitraum ab 1. Januar 2008 unbestrittenermassen Wochenaufenthalter in St. Gallen.
Seit 2006 studiert er an der Züricher Hochschule. Gemäss Angabe in der
Beschwerdeschrift hat er seinen Wohnsitz unterdessen offenbar nach Romanshorn
verlegt. Für das Studium bezieht er Stipendien (act. G 1.2.10). Eine
Unterstützungspflicht der Eltern ist aufgrund ihrer finanziell engen Situation sowie des
Alters des Sohns nicht gegeben. Der Beschwerdeführer und seine Frau bewohnen eine
günstige Wohnung, für die sie ohne Nebenkosten monatlich Fr. 480.- Miete zu
bezahlen haben (EL-act. II 8-2). Es ist durchaus glaubhaft, dass der Sohn, der sich im
Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids bereits im 29. Lebensjahr befand,
seinen Lebensmittelpunkt nicht mehr bei seinen Eltern in A._ hatte und den Wohnsitz
somit eigentlich schon länger hätte verlegen sollen. Dass er dies versäumte bzw.
verspätet nachholte, darf dem Beschwerdeführer EL-rechtlich nicht zum Nachteil
gereichen. Der Sohn kann seinen Eltern als Student und Stipendienbezüger
realistischerweise keinen Mietzinsanteil bezahlen. Auf eine Unterkunft in der Wohnung
seiner Eltern ist er nicht angewiesen. Zudem ist nicht davon auszugehen, dass die
Eltern nur wegen des Sohns in einer grösseren, teureren Wohnung wohnten; dies
schliesst bereits der äusserst günstige Mietzins aus. Bei diesen Gegebenheiten besteht
keine Gefahr, dass mit den EL des Beschwerdeführers dessen Sohn
ungerechtfertigterweise mitfinanziert würde. Eine Mietzinsaufteilung hat folglich zu
unterbleiben.
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4.3 Der Beschwerdeführer anerkennt zu Recht, dass die Kosten für das
Kabelfernsehen und die Garage im Rahmen der Mietzinsausgaben nicht angerechnet
werden können. Der anrechenbare Mietzins beläuft sich folglich auf Fr. 573.- monatlich
(EL-act. II 8-2), bzw. Fr. 6'876.- jährlich. Die übrigen Positionen der EL-Berechnung
vom 13. März 2008 sind nicht zu beanstanden. Folglich belief sich der
Einnahmenüberschuss per Januar 2008 auf Fr. 7'251.-, was einen über der
Minimalgarantie liegenden monatlichen EL-Anspruch von Fr. 605.- ergibt (vgl. Art. 26b
ELV).
5.
5.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen. Die Mietzinsaufteilung hat zu unterbleiben. In diesem Punkt ist der
angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben. Hingegen hat die
Beschwerdegegnerin zu Recht ein hypothetisches Erwerbseinkommen für die Ehefrau
des Beschwerdeführers angerechnet, sodass der angefochtene Entscheid
diesbezüglich nicht zu beanstanden ist. Weil eine Drittauszahlung der
Krankenversicherungsprämien im Raum steht (vgl. EL-act. II 2-1), erscheint es als
gerechtfertigt, die Sache im Sinn der Erwägungen zur Neuverfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
anteilige Parteientschädigung, die vom Gericht nach dem Ausmass des Obsiegens
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff.
VRP/SG, sGS 951.1). Zwar hat der Vertreter des Beschwerdeführers in der Beschwerde
nur "Kostenfolgen" verlangt. Es ist jedoch offensichtlich, dass der Antrag auf
Entschädigungsfolgen vergessen ging und nicht etwa keine solchen beantragt würden.
So ersuchte der Rechtsvertreter in der Replik denn auch um Zusprache von Fr. 3'000.-.
Da ein expliziter Antrag auf die Ausrichtung einer Parteientschädigung ohnehin nicht zu
verlangen ist (BGE 118 V 139), ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung
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zuzusprechen. Angemessen erscheint eine solche in der Höhe von Fr. 1'500.-
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG