Decision ID: 792bf37d-7d73-41f9-820d-67f6a3cd4545
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Innsbruck (Österreich) gegen A. ein Ermittlungsver-
fahren wegen Verdachts des Betrugs führt;
- mit Rechtshilfeersuchen vom 3. Januar 2019 die Staatsanwaltschaft Inns-
bruck an die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen gelangte;
- die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt St. Gal-
len, mit Eintretensverfügung vom 21. Januar 2019 gestützt auf dieses Ersu-
chen die polizeiliche Einvernahme von A. anordnete (act. 2);
- A. mit Eingabe vom 1. Juli 2019 (Poststempel) betreffend «Beschwerde in
Sachen RH.2019.28 Eintretensverfügung (Art. 80a IRSG) der Staatsanwalt-
schaft St. Gallen» an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ge-
langt (act. 1, 1.1); er mit derselben Eingabe um unentgeltliche Rechtspflege
ersucht (RP.2019.36, act. 1, 1.1);
- die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Untersuchungsamt St. Gal-
len, auf entsprechende Aufforderung hin die betreffende Eintretensverfü-
gung übermittelte (act. 2).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die
Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37
Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12
Abs. 1 IRSG);
- die ausführende Behörde eine summarisch begründete Eintretensverfügung
erlässt und die zulässigen Rechthilfehandlungen anordnet (Art. 80a Abs. 1
IRSG);
- dieselbe Behörde eine begründete Schlussverfügung über die Gewährung
und den Umfang der Rechtshilfe erlässt, wenn sie das Ersuchen als ganz
oder teilweise erledigt erachtet; diese zusammen mit den vorangehenden
Zwischenverfügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts unterliegt (Art. 80d und Art. 80e Abs. 1 IRSG);
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- der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen nur selbständig
angefochten werden können, sofern sie durch die Beschlagnahme von Ver-
mögenswerten und Wertgegenständen oder durch die Anwesenheit von Per-
sonen, die am ausländischen Prozess beteiligt sind, einen unmittelbaren und
nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (Art. 80e Abs. 2 IRSG);
- mittels Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. Januar 2019 weder die
Beschlagnahme von Vermögenswerten oder Wertgegenständen angeordnet
noch die Anwesenheit von ausländischen Prozessbeteiligten bewilligt, son-
dern die polizeiliche Einvernahme des Beschwerdeführers verfügt wurde;
- gegen diese Verfügung somit zum vornherein keine Beschwerde zulässig ist
(woraufhin die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung hingewiesen hatte),
weshalb auf sie ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (vgl. Art. 57
Abs. 1 VwVG e contrario);
- das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege aufgrund des vorstehend Aus-
geführten zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist
(vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG; zur Aussichtslosigkeit BGE 142 III 138 E. 5.1
m.w.H.);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG); die Gerichtsgebühr auf
Fr. 500.– festzusetzen ist (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG
sowie Art. 5 und Art. 8 Abs. 3 lit. a BStKR);
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