Decision ID: e413a93b-f62d-5cce-af4d-df1e4477c414
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

führers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug. In den  hielt die Vorinstanz vorab fest, dass aufgrund der  beziehungsweise des vollständig erstellten Sachverhalts von einer erneuten Anhörung vor Entscheidfällung habe abgesehen werden . Im Weiteren wurde erwogen, dass der Beschwerdeführer, dessen politisches Engagement vor der Ausreise aus Äthiopien im ersten  für unglaubhaft erachtet worden sei, nach wie vor kein  Profil, welches zu einer asylrelevanten Verfolgung vor Ort führen könnte, aufweise. Dass die äthiopischen Behörden vom geltend  exilpolitischen Engagement des Beschwerdeführers Kenntnis hätten und ihn als Person, welche die Regierung in ernstzunehmender Weise bedrohe oder dieser gefährlich werden könne, einschätzten, müsse aufgrund der Aktenlage verneint werden, zumal er sich in der Schweiz nicht politisch exponiert habe und nicht habe glaubhaft  können, vor der Ausreise als Oppositioneller bekannt gewesen zu sein. Die Tatsache, dass er auf den beiden eingereichten Fotos zu erkennen sei, lasse jedenfalls noch nicht auf begründete Furcht im Sinne von Art. 3 AsylG schliessen. Sein Name befinde sich weder bei den Fotos noch auf irgendeiner Website. Im eingereichten  vom 5. März 2006 werde sodann keine Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei der _ erwähnt. Es sei lediglich von Unterstützungshandlungen die Rede. Schliesslich sei der Umstand, wonach ihm die äthiopische Vertretung in der Schweiz _ ein Laissez-passer ausgestellt habe, ein weiterer Hinweis darauf, dass er durch die Behörden seines Heimatlandes nicht als gefährlicher  eingestuft werde. Eine asylrelevante Gefährdung sei schliesslich auch in Berücksichtigung der für Oppositionelle teilweise kritischen Sicherheitslage vor Ort zu verneinen. Den Vollzug der  erachtete das Bundesamt für zulässig, zumutbar und möglich. Der Ausreisetermin wurde auf den 12. Juni 2006 angesetzt.
L. Mit Eingabe vom 23. Mai 2006 ersuchte die Rechtsvertretung des  um eine Neuansetzung des Ausreisetermins auf  Zeitpunkt nach Ablauf der Beschwerdefrist.
M. Am 2. Juni 2006 erliess das Bundesamt eine inhaltlich im Vergleich zu derjenigen vom 12. Mai 2006 übereinstimmende Verfügung und setzte den Ausreisetermin neu auf den 28. Juli 2006 an.
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N. Mit Eingabe vom 5. Juli 2006 beantragte der Beschwerdeführer durch seine Vertretung bei der ARK die Aufhebung des angefochtenen  und die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft. Es sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren. Es sei die  Prozessführung zu gewähren und auf die Auferlegung eines  zu verzichten. Der Beschwerdeführer begründete die Eingabe mit seinem aktiven exilpolitischen Engagement. Entgegen der vorinstanzlichen Einschätzung werde im eingereichten  der _ vom 5. März 2006 klar festgehalten, dass er ein aktives Mitglied dieser Partei sei und Demonstrationen organisiere. Im Sinne der bereits in der Beschwerdeeingabe vom 9. März 2006  Gründe müsse er wegen seines exilpolitischen Engagements mit ernsthaften Nachteilen in Äthiopien rechnen. Es bestünden  Nachfluchtgründe. Die weitere Argumentation des Bundesamtes, in Anbetracht des für den Beschwerdeführer ausgestellten  der äthiopischen Behörden werde er durch diese nicht als  Regimegegner eingestuft, vermöge in keiner Weise zu .
O. Mit Verfügung vom 8. August 2006 hob die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ihren Entscheid vom 5. Juli 2006 auf und nahm das erstinstanzliche Verfahren wieder auf. Sie begründete  Verfügung mit dem Erfordernis, vor Entscheiderlass eine  gemäss Art. 29 AsylG durchführen zu müssen.
P. Mit Beschluss vom 18. September 2006 schrieb die ARK die  vom 5. Juli 2006 als gegenstandslos geworden ab.
Q. Am 9. März 2007 führte das Bundesamt eine Anhörung durch. Dabei machte der Beschwerdeführer geltend, seit 2004 Mitglied der _ zu sein. Er habe an verschiedenen Sitzungen, Demonstrationen und Videokonferenzen, welche durch diese Partei organisiert worden , teilgenommen und Flugblätter verteilt. Zudem habe er Kontakte zu Kadermitgliedern der _ in Äthiopien gepflegt. Er sei exilpolitisch aktiv geworden, weil die Parteiführer inhaftiert worden seien. Die äthio-
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pische Regierung habe deren Büro geschlossen und dabei unter  sein Mitgliedsformular samt Foto beschlagnahmt. Auch Fotos mit ihm als Demonstrationsteilnehmer in der Schweiz seien den  Behörden in die Hände gefallen. Zudem seien Fotos von  ins Internet gestellt worden. Im Falle seiner Rückkehr nach Äthiopien habe er mit ernsthaften Nachteilen zu rechnen. Als  für seine Vorbringen gab der Beschwerdeführer einen Artikel samt zwei Fotos hinsichtlich einer Veranstaltung der _ in _ vom 3. Dezember 2006 sowie vier Fotos einer _-Demonstration in _ vom 16. Februar 2007 zu den Akten.
R. Mit Verfügung vom 16. März 2007 – eröffnet am 20. März 2007 –  das BFM das Asylgesuch vom 23. Februar 2006 ab und verfügte die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den . In den Erwägungen hielt die Vorinstanz fest, dass es dem Beschwerdeführer im ersten Asylverfahren nicht gelungen sei, eine politisch motivierte Verfolgung durch die äthiopischen Behörden glaubhaft zu machen. Es bestehe somit kein Anlass zur Annahme, dass er vor dem Verlassen seines Heimatstaates als regimefeindliche Person ins Blickfeld der äthiopischen Behörden geraten oder dort in  Form als Regimegegner oder politischer Aktivist registriert worden sei. Demzufolge sei auch nicht davon auszugehen, dass er nach seiner Ankunft in der Schweiz unter spezieller Beobachtung  der äthiopischen Behörden gestanden sei. Zudem könnten den Akten keine Hinweise darauf entnommen werden, dass die  Behörden von der Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei der _ überhaupt Kenntnis genommen oder gar gestützt darauf Massnahmen zum Nachteil seiner Person eingeleitet hätten. Er habe sich zwar wie viele seiner Landsleute erwiesenermassen exilpolitisch – wenn auch nur in sehr bescheidenem Ausmass – betätigt. Da aber in der Schweiz viele solcher Anlässe stattfänden, von denen  oftmals gestellte Gruppenaufnahmen von nicht selten Hunderten von Teilnehmern in einschlägigen Medien publiziert würden, sei , dass die äthiopischen Behörden all diesen – oft nur schlecht erkennbaren – Gesichtern der Demonstranten konkrete  zuordnen könnten. Selbst wenn die äthiopischen Behörden über die politischen Aktivitäten ihrer Staatsangehörigen im Ausland  wären, könnten sie angesichts der hohen Zahl der im Ausland  äthiopischen Staatsangehörigen nicht jede einzelne Person überwachen und identifizieren. Zudem dürfte auch den äthiopischen
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Behörden bekannt sein, dass viele ihrer Landsleute aus vorwiegend wirtschaftlichen Gründen versuchten, in Europa und speziell auch in der Schweiz vor oder nach Abschluss des Asylverfahrens ein  Aufenthaltsrecht durch regimekritische Aktivitäten zu erwirken. Die äthiopischen Behörden hätten nur dann ein Interesse an der  einer Person, wenn deren Aktivitäten als konkrete  für das politische System wahrgenommen würden. In  seiner Aussagen und der eingereichten Beweismittel seien diese Voraussetzungen beim Beschwerdeführer nicht erfüllt. Er gehöre mit Sicherheit nicht zur Zielgruppe des "harten Kerns" von aktiven  Äthiopiern im Ausland, für welche sich die äthiopischen Behörden interessierten. Zusammenfassend sei festzustellen, dass die vorgebrachten subjektiven Nachfluchtgründe die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht erfüllten. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das Bundesamt für zulässig, zumutbar und möglich.
S. Mit Eingabe vom 19. April 2007 beantragte der Beschwerdeführer durch seine Vertretung vorab per Telefax beim  die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die  seiner Flüchtlingseigenschaft. Es sei die Unzulässigkeit des  festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Auferlegung eines Kostenvorschusses zu . Der Beschwerdeführer begründete die Eingabe mit seinem  exilpolitischen Engagement. Entgegen der vorinstanzlichen  werde im eingereichten Bestätigungsschreiben der _ vom 5. März 2006 klar festgehalten, dass er ein aktives  dieser Partei sei und Demonstrationen organisiere. Gemäss einer Stellungnahme von Amnesty International (ai) habe die äthiopische Regierung im Sommer 2006 ihre Botschaften im Ausland angewiesen, die dort lebenden äthiopischen Staatsangehörigen zu überwachen. ai befürchte, dass insbesondere äthiopische Staatsangehörige, welche exilpolitisch tätig seien, bei einer Abschiebung nach Äthiopien  drohten. ai gehe davon aus, dass nicht nur exponierte Personen der politischen Opposition, sondern auch  hochgradig aktive Anhänger der Opposition gefährdet seien.  sei in die Büroräumlichkeiten der _ in Äthiopien  worden, und es bestehe die grosse Gefahr, dass auch Listen von Mitgliedern im Ausland in die Hände der Regierung gefallen seien. Die
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äthiopischen Behörden gingen vor Ort äusserst gewaltsam gegen Demonstrierende vor. In Anbetracht der geschilderten Situation lägen beim Beschwerdeführer subjektive Nachfluchtgründe gemäss Art. 54 AsylG vor. Der Eingabe lag der erwähnte Bericht von ai Deutschland vom 30. November 2006 bei.
T. Mit Zwischenverfügung vom 3. Mai 2007 hiess das  das Gesuch um Erlass allfälliger Verfahrenskosten gut und verzichtete auf die Auferlegung eines Kostenvorschusses.
U. Mit Vernehmlassung vom 4. Mai 2007 hielt das Bundesamt an seinen Ausführungen vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Diese Stellungnahme der Vorinstanz wurde dem  am 9. Mai 2007 zur Kenntnis gebracht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig über  gegen Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht  Beschwerde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG).
3.
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3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält (Art. 7 AsylG).
4. Der Beschwerdeführer beantragt die vorläufige Aufnahme als  gemäss Art. 54 AsylG.
4.1 Eine Person, welche sich auf das Vorliegen subjektiver  beruft, hat begründeten Anlass zur Furcht vor künftiger , wenn der Heimat- oder Herkunftsstaat mit erheblicher  von den Aktivitäten im Ausland erfahren hat und die  deshalb bei einer Rückkehr in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgen würde (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 9 E. 8c S. 91).  Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 54 AsylG nicht zur Asylgewährung. Die vom Gesetzgeber bezweckte Bestimmung  Nachfluchtgründe als Asylausschlussgrund verbietet ein Addieren solcher Gründe mit Fluchtgründen vor der Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat, die für sich allein nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausreichen (vgl. EMARK 1995 Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 und 70).
4.2 Gemäss Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteile D-4943/2006 vom 8. Juli 2008, D-2332/2008 vom 9. September 2008, D-2401/2008 vom 6. Oktober 2008, D-5305/2008 vom 17. Oktober 2008 und D-3511/2008 vom 24. Oktober 2008) ist zwar davon , dass die äthiopischen Sicherheitsbehörden die Aktivitäten der
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jeweiligen Exilgemeinschaften in einem gewissen Ausmass  und mittels elektronischer Datenbanken registrieren. Angesichts der 2007 in Äthiopien erfolgten Amnestie von einigen Mitgliedern der _ und der nicht unerschöpflichen Ressourcen des äthiopischen Nachrichtendienstes mag sich die Frage nach der aktuellen Überwachungsdichte in der Schweiz stellen, welche indes in casu  kann. Von Bedeutung ist vorliegend die tatsächliche  der behaupteten exilpolitischen Tätigkeit, die  des Beschwerdeführers sowie insbesondere dessen  exilpolitische Tätigkeit. Es ist zwar grundsätzlich unbestritten, dass er sich diesbezüglich betätigt hat. Fraglich ist aber, in welchem Ausmass diese exilpolitischen Tätigkeiten ausgefallen sind. Gemäss dem erwähnten Schreiben der _ vom 5. März 2006 soll er als Mitglied dieser Partei beziehungsweise der _ Demonstrationen organisiert haben. Demgegenüber legte er anlässlich der Anhörung vom 9. März 2007 dar, seit 2004 Mitglied der _  der _ zu sein. Er habe an verschiedenen Sitzungen, Demonstrationen und Videokonferenzen, welche durch diese Partei organisiert worden seien, teilgenommen und Flugblätter verteilt. Zudem habe er Kontakte zu Kadermitgliedern der _ in Äthiopien gepflegt. Dass er tatsächlich als Organisator von Demonstrationen in Erscheinung getreten wäre, kann seinen eigenen Aussagen mithin nicht entnommen werden, und die Einschätzung der Vorinstanz, er weise kein markantes exilpolitisches Profil auf, ist insoweit naheliegender als die in der Beschwerdeschrift vertretene Sichtweise. In der Beschwerdeschrift wird im Übrigen lediglich geltend gemacht, es sei in die Büroräumlichkeiten der _ in Äthiopien eingebrochen worden, und es bestehe die grosse Gefahr, dass auch Listen von Mitgliedern im Ausland in die Hände der Regierung gefallen seien. Anlässlich der Anhörung vom 9. März 2007 hatte der Beschwerdeführer jedoch explizit geltend gemacht, bei besagtem Einbruch sei sein Mitgliedschaftsformular samt Foto in die Hände der Regierung gefallen. Diese unterschiedlichen Darlegungen lassen wiederum Zweifel daran aufkommen, dass der Beschwerdeführer in einer angeblich führenden Funktion für die _ tätig gewesen sein soll. Es trifft zwar zu, dass er im Sinne der Beschwerdevorbringen im eingereichten Bestätigungsschreiben der _ vom 5. März 2006 als aktives Mitglied und als Organisator von Demonstrationen erwähnt wird. In Anbetracht der Aktenlage kommt diesen  jedoch der blosse Beweiswert von Gefälligkeitsaussagen zu. Im Weiteren vermochte er im Rahmen des ersten Asylverfahrens
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das geltend gemachte politische Engagement und die damit  Inhaftierungen samt Folter entgegen den Beschwerdevorbringen nicht glaubhaft zu machen. Die Feststellung des Bundesamtes, vor seiner Ausreise sei er den heimatlichen Behörden in politischer  nicht aufgefallen, dürfte somit zutreffen. Im Ergebnis ist demnach von einem wesentlich geringeren als dem geltend gemachten  exilpolitischer Tätigkeiten des Beschwerdeführers auszugehen. Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts können exilpolitische Aktivitäten indes nur dann zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen führen, wenn zumindest glaubhaft gemacht wird, dass im Falle einer Rückkehr in den Heimat- bzw. Herkunftsstaat infolge dieser Aktivitäten mit überwiegender  mit politischer Verfolgung zu rechnen wäre (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-7379/2007 vom 6. März 2008, E-113/2008 vom 26. Mai 2008). Der erwähnte Umstand, wonach die Aktivitäten äthiopischer Exilorganisationen von regimetreuen Bürgern oder im Ausland lebenden Behördenvertretern beobachtet werden, reicht für sich allein genommen noch nicht aus, um eine begründete Verfolgungsfurcht glaubhaft zu machen. Vielmehr müssen zusätzliche, konkrete Anhaltspunkte – nicht lediglich die abstrakte oder rein  Möglichkeit – dafür vorliegen, dass ein exilpolitisch aktiver Äthiopier tatsächlich das Interesse der äthiopischen Behörden auf sich gezogen hat respektive als regimefeindliche Person namentlich  und registriert wurde. Derartige konkrete Hinweise bestehen aufgrund der nur in einem bescheidenen Ausmass glaubhaften  indes nicht (vgl. dazu auch das Anhörungsprotokoll C 26/6). Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die  Behörden nur dann ein Interesse an der Identifizierung einer Person zwecks deren Überwachung oder Verfolgung haben, wenn  Aktivitäten als konkrete Bedrohung für das politische System  werden. Für die Annahme, der Beschwerdeführer habe sich in dieser besonderen Art und Weise betätigt, bestehen aber keine Anhaltspunkte. Er gehört offensichtlich nicht zur Zielgruppe des " Kerns" von aktiven oppositionellen Äthiopiern im Ausland, für die sich die äthiopischen Behörden mutmasslich interessieren. Es ist  nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die äthiopischen Behörden aus heutiger Sicht beim Beschwerdeführer von einer Bedrohung für das Regime ausgehen. Zudem fehlen  dafür, dass gegen ihn aufgrund seiner exilpolitischen Tätigkeit in Äthiopien ein Strafverfahren oder andere behördliche Massnahmen eingeleitet worden wären.
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4.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe nicht geeignet sind, eine  relevante Verfolgungsfurcht zu begründen, weshalb der  nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. An dieser Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in den  noch die beigelegten Beweismittel etwas zu ändern, weshalb darauf verzichtet werden kann, auf diese weiter einzugehen.
4.4 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch  zu Recht abgelehnt.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
6.
6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
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fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach  dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung nach Äthiopien dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen  für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti- müsste er eine konkrete Gefahr ("real risk")  oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et  2001-I, S. 327 ff.), was ihm unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen nicht gelungen ist. Auch die allgemeine  in Äthiopien lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der
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Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der  Bestimmungen zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.4.1 In Äthiopien herrscht zurzeit keine Situation allgemeiner Gewalt, weshalb in konstanter Praxis von der generellen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Äthiopien ausgegangen wird (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-113/2008 vom 26. Mai 2008, D-4943/2006 vom 8. Juli 2008; EMARK 1998 Nr. 22). Seit der  des Friedensabkommens zwischen Äthiopien und Eritrea am 12. Dezember 2000 kontrollieren UNO-Soldaten die Grenze  den beiden Ländern. Zwar konnten diese ein sporadisches  des Grenzkonfliktes nicht verhindern. Eine landesweite Situation allgemeiner Gewalt ist dadurch aber nicht entstanden.  muss nicht von einer konkreten Gefährdung des  ausgegangen werden.
6.4.2 In den Akten finden sich auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aus individuellen Gründen , sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine  Situation geraten würde. Es ist ihm, der über eine gute  und einige Berufserfahrung verfügt, zuzumuten, sich erneut vor Ort niederzulassen und dort eine Existenz aufzubauen. Seine , gemäss welchen Angehörige aus politischen Gründen behelligt worden sein sollen, wirken in Anbetracht der rechtskräftig  Unglaubhaftigkeit der angeblichen Vorverfolgung nicht , weshalb auch in Würdigung seiner langen Landesabwesenheit davon ausgegangen werden kann, er verfüge nach der Rückkehr über ein gewisses soziales Netz im Herkunftsort _. Nach dem  erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar.
6.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb
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der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da sein Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde, ist von der Kostenauflage abzusehen.
(Dispositiv nächste Seite)
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