Decision ID: 085221bf-f953-4f2d-b9e3-c2bb90dc8da1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1979, arbeitete zuletzt als Raum
pfle
gerin, als sie sich am 1
5.
April 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
8/8).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (
Urk.
8/21,
Urk.
8/
25,
Urk.
8/
33-34,
Urk.
8/38), ein psychiatrisches (
Urk.
8/30) und ein internistisch-rheumatologisches Gutachten (
Urk.
8/31) sowie Auszüge aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszüge;
Urk.
8/2,
Urk.
8/4-5,
Urk.
8/18) ein, veranlasste eine Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit (EFL;
Urk.
8/34) und zog die Akten des
Krankentaggeldversiche
rers
bei (
Urk.
8/19).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/40-48) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom
8.
Juni 2012 (
Urk.
8/49) einen Anspruch der Ver
si
cherten auf eine Rente der Invalidenversicherung.
1.2
Mit Eingabe vom 1
1.
Juni 2012 (
Urk.
8/51) rei
chte die Versicherte bei der IV
Stelle
einen Bericht der behandelnden Psychiaterin vom
4.
Juni 2012 (
Urk.
8/50) ein, worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
Juni 2012 (
Urk.
8/52) die Verfügung vom
8.
Juni 2012 aufhob und
eine neue Verfügung
nach der Prüfung der Einwände
in Aussicht stellte.
Die IV-Stelle holte in der Folge zu den Einwänden der Versicherten Stellung
nahmen bei den Gutachern ein (
Urk.
8/
56,
Urk.
8/58)
.
D
ie Versicherte reichte
hierzu
wiederum eine Stellungnahme der behandelnden Psychiaterin ein (
Urk.
8/62).
Mit Verfügung vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
8/67 =
Urk.
2) vereinte die IV
Stelle einen Anspruch der Versiche
r
ten
auf Leistungen der Invalidenversi
cherung.
2.
Gegen die Verfügung vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
2)
erhob die Versicherte am
7.
Januar 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
diese sei aufzuheben (S. 2
Ziff.
1) und es sei ihr eine Rente zuzusprechen (S. 2
Ziff.
2).
In verfahrensrecht
licher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (S. 2
Ziff.
5). Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Februar 2013 beantragte die IV
Stelle
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Mit Replik vom 2
1.
Juni 2013 (
Urk.
16) hielt die Beschwerde
führerin an der Beschwerde
mit dem abgeänderten Antrag, es seien ergänzende medizinische Abklärungen, vorzugsweise eine polydisziplinäre Abklärung
,
vorzunehmen und anschliessend über ihre Ansprü
che neu zu entscheiden (S. 2
Ziff.
2)
, fest
.
Mit Duplik vom
8.
August 2013
(
Urk.
22) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest, was der Beschwerdeführerin am 1
2.
August 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
23).
Mit Eingabe vom 2
8.
August 2013 (
Urk.
24) reichte die Beschwerdeführerin einen weiteren ärztlichen Bericht (
Urk.
25) ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass die
Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei
.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (
Urk.
1,
Urk.
16
),
die behandelnde Psychiaterin sei mit der Beurteilung im Gutachten nicht einverstanden.
Insgesamt seien die einzelnen Krankheitsleiden nicht aus
führlich genug erhoben worden
, weshalb
auch deren Einschränkungen im All
tag nicht genügend erfasst
worden seien
(
Urk.
16 S. 4
Ziff.
4).
Zusammenfas
send sei festzustellen, dass der medizinische Sachverhalt seitens der
Beschwer
degegnerin
vorliegend nur ungenügend abgeklärt worden sei. Es seien deshalb ergänzende Abklärungen vorzunehmen (S. 7).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente, wobei insbesondere um
stritten ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin verhält und auf wel
che medizinischen Berichte diesbezüglich abzustellen ist.
3.
3.1
Dr.
med
.
Y._
,
Allgemeine
Medizin FMH, berichtete am 3
0.
Mai 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/21/7-9) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
lumboradikuläres
Syndrom
Status nach Entfernung einer Diskushernie L5/S1 am
8.
Juli 2010
Rezidiv einer Diskushernie L5/S1 rechts
depressives Zustandsbild
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie einen Sta
tus nach Netzhautablösung bestehend seit Dezember 2010 sowie eine Migräne (s. 1
Ziff.
1.1).
Sie führte aus, die Prognose bezüglich des Rückens sei unsicher. Die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
8.
Juni 2010 bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
1.6).
3.2
Prof.
Dr.
med.
Z._
, Neurochirurgie FMH,
A._
berichtete am 1
4.
September 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/25) und
nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
Lumboglutealgie
bis intermittierende Ischialgie beidseits rechts betont mit/bei
ausgeprägte
r
myofasciale
r
Komponente, muskuläre
r
Dekondi
tio
nierung
erosiver
Osteochondrose
L5/S1
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits links betont
myofascial
bedingt
anamnestisch Depression, langanhaltende Arbeitsunfähigkeit
anamnestische
Endometriose
in Abklärung und Behandlung
Er führte aus,
aktuell stehe bei der Beschwerdeführerin eine
Lumboglutealgie
rechtsseitig im Vordergrund, welche an eine L5-Irritation erinnern könne, wobei klinisch keine
radikuläre
Defizite objektivierbar seien. So fänden sich
sowohl
in der aktuellen Bildgebung des MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) im November 2010 als auch im multipositionellen MRI der LWS vom 1
3.
Juli 2011 keine Hinweise für eine anhaltende Neurokompression bei perfektem anatomischem Dekompressionsergebnis
bei aber unverändert bestehender
erosiver
Osteo
chon
drose
L5/S
1.
Somit müsse das bestehende Beschwerdebild als vorwiegend
myo
fascial
bedingt beziehungsweise im Rahmen der muskulären
Dysbalance
ange
sehen werden (S. 3 unten).
Anamnestisch bestehe
seit dem
8.
Juli 2011 für die Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Raumpflegerin in privaten Haushalten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(S. 4
Ziff.
1.6).
Aktuell bestehe aus rheumato
logischer/neurochirurgischer Sicht keine verwertbare Arbeitsfähigkeit in der
vorwiegend mittelschweren Tätigkeit als Raumpflegerin. Medizinisch theoretisch lasse sich aufgrund der Rückenproblematik keine Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit in einer leichten, körperlich wechselbelastenden Tätigkeit begründen (S.
4
Ziff.
1.7).
3.3
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein psychiatrisches Gutachten am
2.
Dezember 2011 (
Urk.
8/30) gestützt auf die Akten und die ambulant-psychiatrische Untersuchung der Beschwerdeführerin.
Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8
Ziff.
4.1):
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben ein Ausmass an Aktivitäten tätigen könne, welches nicht mit den Kriterien des ICD
10 für eine mittelgradige Depression zu vereinbaren sei. Mit dem regel
mässigen Besuch eines Fitnesscenters, den regelmässigen Spaziergängen, ihren Haushaltstätigkeiten sowie dem Besuch eines Deutschkonversationskurses zeige die Beschwerdeführerin, dass hier ein Ausmass an innerpsychischer Vitalität vorliege, welches kaum zu vereinbaren wäre mit einer mittelgradigen depressi
ven Episode, sondern vielmehr für eine leichte depressive Episode spreche (S. 9 f.).
Dies könne auch im objektiven Psychostatus untermauert werden. Keine der erhobenen Befunde sei
schweregradig
pathologisch ausgefallen, vielmehr untermauere der objektive Psychostatus eine leichte depressive Auslenkung der Grundstimmung beziehungsweise die Diagnose einer leichten depressiven Epi
sode (S. 10 oben).
Zu den Funktionsfähigkeiten aus psychiatrischer Sicht sei zu sagen, dass beim Vorliegen einer leichten depressiven Episode gemäss
Richtlinien der Swiss Insurance
Medicine
(SIM) qualitative Funktionseinbussen in der Höhe
von 20
%
attestiert werden könnten
(S. 11 unten).
Es liege ausserdem lediglich eine leichte psychiatrische
Komorbidität
vor (S. 12 Mitte).
In der angestammten Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (s. 12 unten).
Die vorliegenden psychosozialen Faktoren seien insgesamt als überwind- und lösbar zu beurteilen, so dass ihnen bezüglich der Frage der Arbeitsfähigkeit keine Relevanz zukomme.
3.4
Dr
.
med.
C._
,
Innere Medizin FMH, erstattete ihr internistisch-rheumatologisches Gutachten am
2.
Dezember 2011 (
Urk.
8/31)
und nannte fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 27
Ziff.
7.1):
lumbospondylogenes
Syndrom rechtsbetont bei
Status nach mikrochirurgischer Diskektomie L5/S1 rechts am
8.
Juli 2010 wegen einer Diskushernie L5/S1 rechts mit
Nervenwurzelkom
pression
S1 rechts mit bildgebend perfektem Dekompressionsergebnis jedoch
fortgeschrittene
r
erosive
r
Osteochondrose
L5/S1 mit
Diskusprotrusion
L5/S1 ohne Nervenwurzelkompression
klinisch ohne
radikuläre
Zeichen
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie einen
Nikotinabusus
, ausgedehnte chronische Schmerzen sowie einen Vitamin D
Mangel (S. 27
Ziff.
7.2).
Sie führte aus,
die Beschwerdeführerin sei durch die eingeschränkte Funktion der LWS limitiert
. Sie könne Lasten bis 10 kg heben oder tragen. Tätigkeiten, die diesem beschriebenen Profil entsprächen, könnten zu 100
%
ausgeübt wer
den. Die angestammte Tätigkeit entspreche einer angepassten Tätigkeit (S.
29
Ziff.
9.1). Für die angestammte Tätigkeit oder andere adaptierte Tätigkeiten sei sie nie langfristig arbeitsunfähig gewesen. Nicht adaptierte Tätigkeiten habe sie ab dem 1
8.
Juni 2010 nicht mehr ausüben können (S. 29
Ziff.
9.2).
Bei der Untersuchung habe die Beschwerdeführerin keine adäquate medikamentöse Schmerztherapie gehabt, wie die Blut- und Urinanalyse gezeigt habe.
Die medi
kamentöse Therapie habe daher noch ein grosses Optimierungspotential (S. 30
Ziff.
10.1).
3.5
Am 2
2.
Dezember 2011 berichtete
n die Ärzte der
D._
über die am 2
3.
und 2
4.
November 2011 durchgeführte EFL (
Urk.
8/34) und führte
n
aus,
es sei eine mässige Selbstlimitierung beobachtet worden. Die Beschwerdeführerin habe sich bei 5 Tests selbst limitiert, bevor eine funktionelle
Leistungslimite
habe beobachtet werden können. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden aus somatischer Sicht nicht erklären
(S. 1)
.
Eine
leichte Arbeit wie auch die Tätigkeit als R
a
u
mpflegerin
sei der Beschwerde
führerin ganztag
s
zumutbar, wobei das Gewicht des Staubsaugers höchstens 7.5
kg betragen dürfe
, wenn sie ihn die Treppe hochtragen müsse
(S.
2).
3.6
Dr.
med
.
E._
, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berich
tete am
4.
Juni 2012 (
Urk.
8/50/1-12) und nahm Stellung zu den Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
. Sie führte aus, sie könne die Gesamtbeurteilung der beiden Ärzte nicht teilen (S. 1).
Die Beschwerdeführerin sei von
Dr.
B._
zu oberflächlich untersucht worden, um dem komplexen Leiden in der
Beurtei
lung gerecht zu werden (S. 2 oben).
Sie nannte folgende Diagnosen (S. 9 f.):
chronische Schmerzen mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD
10 F45.41)
chronifizierte
Depression
,
dauerhaft mittelgradig bis phas
enweise schwer (ICD-10 F32.1/2)
Panikattacken und eine Angststörung (ICD-10 F41.0/1) mit
psycho
trauma
tologischen
Symptomen (ICD-10 F43.1) durch
Gewalter
fahrung
und massive Ängste zu erblinden
chronifiziertes
zervikocephales
Schmerzsyndrom multifaktorieller Ätio
lo
gie
episodische Migräne, fast jeden
2.
Tag
chronifizierter
Spannungskopfschmerz
chronifiziertes
myofasciales
Schmerzsyndrom im zervikalen und
Schulter
gürtelbereich
Status nach Schädelhirntrauma II-III
lumbospondylogenes
Syndrom mit intermittierender Ischialgie beidseits
leichte laterale Spinalkanalstenose L5/S1 und
Foraminalstenose
L5 mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 beidseits und leichter Einengung der Wurzeltaschen S1 beidseits, in Rückenlage aber keine
Nervenwurzel
kompression
nachweisbar
linkskonvexe Skoliose mit Beckenschiefstand
Sehbehinderung im rechten Auge (Nebel),
Visus
rechts 5
%
,
Visus
links mit Linse 80
%
, mit Brille 75
%
Auge rechts: Status nach
Amotio
reniae
,
Aphakiesituation
bei
Linsen
luxation
in den Glaskörperraum,
Amblyopie
,
Esotropie
bei Status nach
Strabismusoperation
(Portugal 2005)
Auge links:
Aphakie
bei Status nach
Katarrakt
-Operation (Portugal 1983), therapieresistente follikuläre Konjunktivitis
Endometriose
Status nach Zeckenbiss zirka 2008/2009, antibiotische Behandlung
Sie führte weiter aus,
da das Gesamtgutachten einige somatische und psychi
sche Diagnosen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht oder zu wenig berücksichtigt
habe
, sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht genügend
,
und es könne demnach nicht darau
f abgestellt werden (S. 10 unten)
.
Die Beschwerdeführerin leide heute unter einer komplexen Schmerzerkrankung auf
grund ihrer verschiedenen organischen Leiden, die von Krankheitswert seien (S.
11 oben).
Die Prognose sei schlecht. Die Beschwerdeführerin sei seit min
destens 10 Jahren körperlich und psychisch krank. Im besten Fall könnten sich die kör
perlichen und psychischen Symptome sowie die Schmerzsymptome, die nicht für sich isoliert gesehen werden könnten, bei optimalen
Therapie
bedingungen
in Zukunft soweit reduziert werden, dass sie für die Beschwerde
führerin in dem Masse erträglich seien, dass sie während der Woche vielleicht ein paar Stunden einer angepassten Tätigkeit nachgehen könne
. Dies genüge jedoch nicht für eine Teilarbeitsfähigkeit
(S. 12 Mitte).
Das
chronifizierte
komorbide
psychische Lei
den mit dem psychischen Anteil der Schmerzen sowie der Erschöpfung allein, verursache eine theoretische Arbeitsunfähigkeit von 70
80
%
. Aus psychiatri
scher Sicht sei die Beschwerdeführerin schwer krank und nicht arbeitsfähig (S. 12 unten).
3.7
Dr.
C._
nahm
am
4.
Juli 2012 zu den Einwänden der Beschwerdeführerin Stellung (
Urk.
8/55)
und führte aus, die neurologischen Befunde von
Dr.
F._
entsprächen im Wesentlichen ihren Befunden. Ihre Diagnose der ausgedehnten chronischen Schmerzen umfasse selbstverständlich auch die zervikalen Beschwerden. Der von
Dr.
F._
postulierte Analgetika-Überkonsum sei durch die Laboruntersuchung nicht bestätigt worden
. Vielmehr seien beide untersuch
ten Schmerzmittel
im Blut der Beschwerdeführerin
nicht im therapeutischen Bereich nachweisbar gewesen (S. 1).
Zusammenfassend führte sie aus, dass die Angaben in den beiden Einwänden mit den Unterlagen ihre Beurteilung des Gesundheitszustandes und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin nicht zu ändern vermögen (S. 2 unten).
3.8
Dr.
B._
nahm
am 2
1.
Juli 2012 Stellung zu Zusatzfragen der
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
8/58) und führte aus, der Arztbericht von
Dr.
G._
sei ihm in der Tat nicht vorgelegen. Zu diesem könne er nachträglich ausführen, dass in der Diagnoseliste eine Depression im März 2003 aufgeführt werde mit Rezidiv im März 2004, dass hier aber kein Schweregrad beschrieben werde und die mit
gelieferten Angaben auch nicht ausreichten, um erstens den Schweregrad der Depression zu validieren und zweitens im Grunde genommen auch nicht aus
reichten, um sicher eine Depression zu diagnostizieren.
Es handle sich hierbei im Übrigen auch nicht um einen psychiatrischen Fachbericht. Auch der Umstand, dass eine Behandlung mit
Efexor
verschrieben worden sei, sei nicht weiter aufschlussreich
(S. 3 Mitte)
.
Wie bereits erwähnt, sei eine langjährige chronische Depression nicht widersprüchlich mit dem Umstand, dass diese lediglich leicht ausgeprägt sei (S. 6 Mitte). Zusammenfassend könne demnach gesagt werden, dass diese Akten keine neuen Erkenntnisse ergeben könnten, und dass daher keine Änderung seiner psychiatrischen Beurteilung auf Grund der im Einwand vorgebrachten Angaben resultiere (S. 7 unten).
3.9
Dr.
E._
nahm am 2
0.
September 2012 zu den Ausführungen von
Dr.
C._
(vgl. E. 3.7) und
Dr.
B._
(vgl. E. 3.8) Stellung
(
Urk.
8/62) und führte aus,
die Beschwerdeführerin leide weiterhin unter schweren Migräne- und
Schwindelattacken, weshalb sie im Juli und August 2012 zwei weitere Ter
mine habe absagen müssen. Ausserdem müsse die Beschwerdeführerin am
5.
Oktober erneut wegen der
Endometriose
operiert werden.
Sie sei nach wie vor physisch und psychisch krank und aus diesen Gründen nicht arbeitsfähig (S. 3 unten).
3.10
Dr.
med.
H._
, Praktischer Arzt FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
8.
Juni 2012 und 2
6.
Sep
tember 2010 Stellung (
Urk.
8/66) und führte aus, nach
versicherungsme
di
zinischer
Einschätzung könne an
der plausiblen Einschätzung der
versiche
rungsmedizinisch
versierten Ärzte
Dr.
C._
und
Dr.
B._
festgehalten werden.
Die Migräne und Schwindelattacken, welche im Juli und August 2012 aufgetreten seien, seien in der Regel vorübergehender Art und nicht IV relevant.
3.11
Dr.
E._
nahm am 2
4.
Juni
2013 Stellung (
Urk.
20 =
Urk.
17/1) und führte aus,
die Beschwerdeführerin habe ein polymorbides Krankheitsleiden und sei deswegen in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin stehe seit dem
8.
November 2010 in ihrer Behandlung.
Sie leide keineswegs nur an einer leichten depressiven Episode und an einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung. Die weiteren einzelnen Krankheitsleiden (zum Beispiel Mig
räne, Sehstörung,
Endometriose
,
zervikocephales
Syndrom) seien in den Gut
achten nicht ausführlich genug erhoben worden
.
D
adurch
seien sie
bei der Befunderhebung nicht weiter exploriert
worden, weshalb
deren Einschränkun
gen
im Alltag nicht genügend erfasst worden
seien
(S. 1).
Sie stimme
den
von
Dr.
C._
und
Dr.
B._
gestellten Diagnosen nicht
zu
. Eine leichte Depression sei mit den Medikamenten,
welche die Beschwerdeführerin ein
nehme, nicht vereinbar (S. 2 Mitte).
Sie gehe davon aus, dass die Beschwerde
führerin unter einer schwere
n
Form von Migräne leide (S. 4 Mitte). Zur
Endo
metriose
sei zu erwähnen, dass die Beschwerdeführerin erneut im
I._
habe behandelt werden müssen und sich einer Operation unter
ziehen müsse.
Sie leide unter arbeitseinschränkenden chronischen Schmerzen
,
und es sei trotz Therapie zu einem Rückfall gekommen (S. 5 Mitte). Die Beschwerdeführerin sei im April 2013 in der
J._
hospi
talisiert gewesen und auch dort sei ein polymorbides Krankheitsleiden diagnos
tiziert worden (S. 6 unten).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwer
deführerin vorwiegend auf die Gutachten von
Dr.
C._
(vgl. vor
stehend E. 3.4 und E. 3.7) und
Dr.
B._
(vgl.
vorstehend E. 3.3 und E. 3.8) ab.
4.2
Die
Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das psychiatrische Gutach
ten von
Dr.
B._
vom
2.
Dezember 2011
(
Urk.
8/30
; vgl. vorstehend E.
3.3
) und das internistisch-rheumatologische Gutachten von
Dr.
C._
vom
2.
Dezember 2011
(
Urk.
8/31
; vgl. vorstehend E. 3.4
) sowie ihre jeweiligen Stellung
nahmen
vom
4.
beziehungsweise 2
1.
Juli 2012
(
Urk.
8/55,
Urk.
8/58
; vgl. vorstehend E. 3.7-3.8)
für die Beantwortung de
r gestellten Fragen um
fas
send sind
. Sie beruhen auf den für die strittigen Belange umfassenden und all
sei
tigen Untersuchungen s
o
wie einer ausführlichen Anam
nese und berücksichti
gen die von der Beschwe
r
de
führerin geklagten Beschwerden so
wie sämtliche Be
funde in angemessener
Weise. Die
Gutachten wurde
n
in Kenntnis der und in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
erstellt und tr
a
g
en
der konkreten medizi
nischen Situation Rech
nung.
So machte
Dr.
B._
darauf aufmerksam
, dass sowohl die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin als auch die objektiven Untersuchungsbefunde die Diagnose einer leichten depressiven Episode untermauern könnten
(
Urk.
8/30 S.
10
Mitte).
Er zeigte zudem auf, dass zusätzlich zur depressiven Störung eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert werden könne, welche auch die erwähnte Verdeutlichungstendenz der Beschwerdeführerin zu erklären vermöge (S. 11 Mitte).
Dr
.
B._
bezog au
sserdem ausdrücklich Stellung zu f
rüheren medizinischen Berichten (S. 14 f.) und führte in nachvollziehbarer Weise aus, dass bei der Beschwerdeführerin auch psychosoziale Faktoren vorlä
gen, welche jedoch als invaliditätsfremd zu beurteilen seien (S. 15 Mitte).
Auch
Dr.
C._
machte darauf aufmerksam, dass die vorhandenen Befunde weder das Ausmass noch die Dauer der Beschwerden der Beschwerdeführerin erklärten (
Urk.
8/31 S. 28 Mitte). Ausserdem setzte sie sich differenziert mit den im Blut beziehungsweise im Urin der
Beschwerdeführerin vorhandenen Medi
kamenten auseinander und führte aus, von den fünf geprüften Medikamenten sei lediglich das Antidepressivum
Trittico
im therapeutischen Bereich nachweis
bar (S. 28 unten).
D
ie Gutachten leuchten
in der Darlegung der medi
zi
nische
n Zusammenhänge ein, und die von den
Gutachter
n
vorgenom
mene Schluss
fol
gerung zu Gesund
heitszustand und Arbeitsfähigkeit wird aus
führlich be
gr
ün
det. So zeigte
Dr
.
B._
in nachvollziehbarer Weise auf, dass beim Vorliegen einer leichten depressiven Episode gemäss Richtlinie der Swiss Insurance
Medicine
(SIM) qua
litative Funktionseinbussen in der Höhe von 20
%
attestiert werden könnten
, wobei eine gewisse erhöhte Ermüdbarkeit, eine gewisse Antriebsminderung sowie eine diskret reduzierte psychische Belastbarkeit berücksichtigt seien
(
Urk.
8/30 S. 11 unten).
Überdies berichtete
Dr.
C._
einlässlich
und sorg
fältig
darüber, dass
sich Rückenfunktionseinschränkungen je nach Art und Ausmass unterschiedlich auf die Fähigkeit auswirkten, häufig Lasten ohne Hilfsmittel zu heben und zu tragen. Sie wies
sodann
darauf hin, dass das längere Verharren in vorüber geneigter Haltung –
ob stehend oder sitzend – zu vermeiden sei
, die Beschwerdeführerin ansonsten Tätigkeiten, die dem beschriebe
nen Profil entsprächen, zu 100
%
ausüben könne
(
Urk.
8/31 S. 29 Mitte).
Die Gutachten erfüllen
damit entgegen den Ausführungen der Beschwerde
führe
rin die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Be
richts (vgl. vorstehend E. 1.
4
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheid
findung
darauf abgestellt werden kann.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin
gestützt auf die Berichte von
Dr.
E._
Kritik an der rheumatologischen Begutachtung und den im Gutachten von
Dr.
C._
festgehaltenen Schlussfolgerungen äusserte, ist nicht weiter darauf einzugehen, handelt es sich doch bei
Dr.
E._
nicht um eine Fachärztin für Rheumatologie. Zudem veranlasste
Dr.
C._
für die Beurteilun
g der medi
zinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit eine Evaluation der Funktionellen Leis
tungsfähigkeit (
Urk.
8/34). Ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus rheuma
tologischer Sicht ist demnach fundiert
,
nimmt Bezug auf ihre angestammte Tätigkeit und berücksichtigt die krankheitsbedingten Einschränkungen, weshalb darauf abgestellt werden kann.
Auf die Beurteilung und die Einschätzung
der
Arbeitsfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht
durch di
e behandelnde Psychiaterin
Dr.
E._
(vgl. vorstehend E. 3.6 und
E. 3.9
)
kann
sodann ebenfalls
n
icht abgestellt werden. So nannte
Dr.
E._
in ihren Berichten
lediglich die Diag
nosen und legte weder die erhobenen Befunde dar, noch gab sie eine nachvoll
ziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeits
fähigkeit ab. Die
angeführten Gründe, weshalb der
Beschwerdeführer
in
auch eine angepasste Tätigkeit
nicht
zumutbar sein soll, beruhen
im Wesentlichen
auch auf den subjektiven Angaben de
r Beschwerde
führerin
, welche jedoch für die Beur
teilung der
Arbeitsfähigkeit nicht massge
bend sind. Abgesehen davon kann nicht a
usgeschlossen werden, dass
Dr.
E._
die von ihr erwähnten psy
cho
sozialen Belastungsfaktoren, welche für das Beschwerdebild de
r
Beschwer
deführer
in
mitverantwortlich sind und
ihre
Leistungsbereitschaft negativ beein
flussen, bei der Beurteilung der Arbeitsfähig
keit berücksichtigte. Ausserdem machte
Dr.
E._
weder nähere Angaben zu funktionellen Einschränkungen, noch äusserte sie sich zu möglichen adaptierten Tätigkeiten. Ent
gegen den Ausführungen von
Dr.
E._
ist die von
Dr.
B._
vorgenom
mene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sic
ht nicht zu bean
standen, zumal
er
in seiner Stellung
nah
me
explizit darauf hin
wies
, dass sich im Rahmen seiner psychiatrischen Exploration
keinerlei Hinweise auf eine
schwere
oder auch nur mittelgradige
depressive Symptomatik ergeben hätten
,
dass
die Gedächtnisfunktion, Aufmerksamkeit sowie Konzentration der Be
schwerde
führerin klinisch intakt gewesen seien und sich weder eine Vernach
lässigung
des äusseren Erscheinungsbildes noch psychosoziale
Rückzugstenden
zen
oder ei
n Verlust persönlicher Interessen gefunden hätten.
Des Weiteren las
sen die im Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
geschilderten
Tagesakti
vitäten
nicht auf eine schwerwiegende depressive Erkrankung
schliessen. So besucht die Beschwerdeführerin unter anderem regelmässig ein Fitnesscenter oder geht schwimmen, macht zu Hause Gymnastik, geht spazieren, erledigt den Haushalt weitgehend selbständig, tätigt kleine Einkäufe und besucht einen Deutschkonversationskurs. Ausserdem besucht sie ihre Eltern im Heimatland regelmässig mit dem Flugzeug (
Urk.
8/30 S. 5,
Urk.
8/31 S. 19).
Diese Schilderungen können durch die Kritik der behandelnden Psychiaterin nicht im Zweifel gezogen werden, so kann es nicht darauf ankommen, ob das Training auf Anraten des Arztes durchgeführt wird. Zentral ist, dass die
Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht dazu in der Lage ist (vgl.
Urk.
8/50 S. 5).
Da
Dr.
E._
die
Beschwerdeführer
in
seit 20
10
behandelt, muss zudem der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass sie mit
unter im Hinblick auf die
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifels
fällen eher zu Gunsten de
r Patienti
n aussagt (vgl. BGE 125 V 352 ff.)
. Ihre Ausführungen
vermögen die
ausfüh
rlichen und eingehend begründeten
Gut
achten
von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
demnach nicht zu entkräften.
In Bezug auf die geklagten Augenbeschwerden und die Migräne (
Urk.
1) ist sodann fest
zuhalten, dass diese gemäss der Einschätzung von
Dr.
Y._
zumindest zum Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2011 ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
blieben
(vgl.
Urk.
8/21 S. 7). Auch in den Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
nannte die Beschwerdeführerin als gesundheitli
ches Hauptproblem die Rückenschmerzen (
Urk.
8/30 S. 3 f.,
Urk.
8/31 S. 19), weshalb bezüglich der Augenbeschwerden und der Migräne keine weiteren Abklärungen nötig waren. Schliesslich wurde auch im Bericht der Augenklinik des
K._
vom 2
5.
Januar 2012 (
Urk.
8/38) keine Arbeits
unfähigkeit attestiert. Sollte es insbesondere betreffend des
Augenleidens
zwi
schen
zeitlich zu einer Verschlechterung gekommen sein, ist es der Beschwerde
führerin unbe
nommen, sich erneut bei der IV-Stelle zu melden.
Schliesslich
vermögen
der erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung ver
fasste Bericht von
Dr.
E._
(
vgl. E. 3.11)
, in welchem
unter anderem
ausführ
lich
zur
Diagnose einer
Endometriose
sowie zum
Klinikaufenthalt
im April 2013 und der bevorstehenden Operation
berichtet wurde,
sowie der Operationsbericht vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
25)
nichts an den
überzeugenden
Schlussfolgerungen
der Gutachter zu ändern, zumal
das Gericht der beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwaltung bot (
vgl.
BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu tref
fen, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Sowohl der physi
sche als auch der psychische Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin wur
den in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem
Behand
lungs
- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E.
4.
S. 175; Urteil des Bun
desgerichts 9C_906/2011 vom
8.
August 2012 E.
4.4) nicht angeht, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Ein
schätzungen gelan
gen oder an vorgängig geäus
serten divergierenden Auf
fassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 1
9.
No
vember 2010 E.
3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 20.
März 2012 E. 4.5).
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Ab
klärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
Es wurden
somit keine Erkenntnisse vorgebracht, we
lche die ausführlich be
grün
deten
Beurteilung
en
in den
Gutachten umzustossen ver
möchten.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl in Bezug auf die Diagnose
n
wie auch in Bezug auf die B
eurteilung der
Arbeitsfähigkeit sowie das
Zumutbar
keitsprofil
auf das psychiatrische Gut
ach
ten von
Dr.
B._
und das inter
nistisch-rheumatologische Gutachten von
Dr.
C._
vom
2.
Dezember
201
1
abzustellen und somit von einer
maximal
8
0%igen Ar
beitsfä
higkeit
in der angestammten Tätigkeit unter dem Vorbehalt, dass der Staubsauger nicht mehr als 7,5 kg wiegen darf, wenn er die Treppe hochgehoben werden muss, sowie in angepassten Tätigkeiten
auszugehen ist.
Unter diesen Umständen resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.
Die angefochtene Verfügung vom
19
.
November
2012 (Urk. 2) erweist sich daher als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Die Voraussetzung
en
zur Bewilligung des Gesuches der Beschwerdeführerin
be
-tref
fend Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
(
Urk.
1
)
sind erfüllt
(vgl.
Urk.
10)
.
5.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin
aufzu
erlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.