Decision ID: 64af7f83-80d6-4d21-8f2a-0395b55f00ac
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
C._
sel., geboren 1958, war als Lehrperson bei der
D._
angestellt und bei der
BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
berufsvorsorgeversichert. Sie verstarb am 24. Februar 201
8.
Die Versicherte hin
ter
liess drei erwachsene Kinder,
X._
(geboren 1987),
Y._
(geboren 1990) und
Z._
(geboren 30. Dezember 1993), und zwei Brüder,
A._
und
B._
(vgl. Urk. 1 S. 3 und Urk. 7 S. 3).
1.2
In der Folge entwickelte sich zwischen den genannten Personen und der BVK eine Kontroverse darüber, ob beziehungsweise welche Leistungen ihnen zustehen. Namentlich war umstritten, ob Anspruch auf Ausrichtung einer Todesfallsumme bestehe und/oder ob
Z._
Anspruch
auf eine Halbwa
isenrente der BVK habe (vgl. dazu etwa Urk. 1 S. 3 f und Urk. 7 S. 3 f.).
Mit Schreiben vom 26. März 2018 (Urk. 2/3)
teilte die BVK mit, dass sich
Z._
noch in einer Ausbildung befinde und somit die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Halbwaisenrente erfülle. Deshalb bestehe kein Anspruch auf eine Todesfallsumme. Die dagegen von
E._
in seiner Funktion als Willensvollstrecker erhobenen Einsprache vom 25. April 2018 (Urk. 2/4) wies die BVK mit Entscheid vom 6. August 2018 (Urk. 2/1) ab.
2.
Mit Eingabe vom 5. Oktober 2018 (Urk. 1) liessen
X._
,
Y._
,
Z._
,
A._
und
B._
Klage gegen die BVK erheben mit folgendem Rechtsbegehren:
1.
Die Beklagte sei in Sachen Vorsorgefall der Verstorbenen
C._
zu verpflichten, (a) den Klägern mit Aus
nahme von
Z._
die Todesfallsumme per 25. Februar 2018, mindestens den Betrag von CHF 171'110, samt Zinsen zu gleichen Teilen auszuzahlen, und (b)
Z._
eine Halb
waisenrente per 25. Februar 2018 nach Art. 54 des Vorsorge
regle
ments auszuzahlen.
2.
Eventualiter sei die Beklagte in Sachen Vorsorgefall der Verstor
benen
C._
zu verpflichten, den Klägern die Todesfallsumme per 25. Februar 2018, mindestens den Betrag von CHF 171'100, samt Zinsen zu gleichen Teilen auszuzahlen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be
klagten.
Die Beklagte schloss in ihrer Klageantwort vom 4. Februar 2019 (Urk. 7) auf Ab
weisung der Klage.
Replicando
liessen
X._
,
Y._
,
Z._
,
A._
und
B._
an den gestellten Anträ
gen festhalten (Urk. 11). Die BVK änderte ihren generellen Abweisungsantrag folgendermassen
(Urk. 16)
:
1.
Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 3 eine Halbwaisen
rente gemäss ihren reglementarischen Bestimmungen auszu
richten.
2.
Im Übrigen sei die Klage abzuweisen.
3.
Alles ohne Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Davon wurden die übrigen Verfahrensbeteiligten mit Verfügung vom 26. Juni 2019 (Urk. 18) in Kenntnis gesetzt.
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Vorsorgeeinrichtungen sind im Rahmen des Bundesgesetzes über die berufli
che Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) in der Gestal
tung ihrer Leistungen, in deren Finanzierung und in ihrer Organisation frei (Art. 49 Abs.
1 Satz
1
des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlasse
nen- und Inva
liden
vorsorge [BVG]
). Gewährt eine Vorsorgeeinrichtung mehr als die Mindest
leis
tungen, gelten gemäss Art. 49 Abs. 2 BVG die in dieser Bestimmung auf
ge
zählten Vorschriften. Dies bedeutet indessen nicht, dass Vorsorgeeinrich
tungen,
die über das
Obligatorium
hinausgehende Leistungen erbringen (umhül
lende Vor
sorgeeinrichtungen), in der weitergehenden Vorsorge nur die in die
sem Absatz ausdrücklich vorbehaltenen Vorschriften des BVG zu beachten hät
ten. Vielmehr sind sie von
Verfassungs
wegen auch an die Grundsätze der Rechtsgleichheit, des Willkürverbots und der Verhältnismässigkeit gebunden (BGE 130 V 376 E. 6.4 mit Hinweisen).
1.2
1.2
.1
Nach Art. 20
BVG
haben Kinder der verstorbenen Person Anspruch auf eine
Waisen
rente. Dieser Anspruch erlischt grundsätzlich mit Vollendung des 18. Alters
jahrs (Art. 22 Abs. 3 Satz 1 BVG). Davon abweichend dauert der An
spruch auf eine Waisenrente, falls die anspruchsberechtigte Person ihre Ausbil
dung noch nicht abgeschlossen hat, bis zur Vollendung des 25. Altersjahres an (Art. 22 Abs. 3 Satz 2 lit. a BVG).
1.
2
.
2
Art. 53 des Vorsorgereglements der Beklagten (Fassung ab 1. Januar 2017; Urk. 8/9) regelt den Anspruch auf eine Waisenrente folgendermassen:
Stirbt eine versicherte Person oder eine Bezügerin oder ein Bezüger einer Alters- oder Invalidenrente, haben Anspruch auf eine Waisen
rente:
a)
ihre bzw. seine Kinder und Stiefkinder, für deren Unterhalt die versicherte Person oder die Rentenbezügerin oder der Renten
be
züger zur Hauptsache aufgekommen ist,
b)
Kinder, welche die versicherte Person oder die Rentenbezügerin oder der Rentenbezüger unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen hat.
Zur Dauer der Waisenrente bestimmt Art. 55 des Vorsorgereglements (Urk. 8/9) Folgendes:
Die Waisenrente wird bis zum Ende des Monats ausgerichtet, in welchem die Waise das 20. Altersjahr vollendet. Für Waisen, die im Sinne der AHV noch in Ausbildung sind, oder für Waisen, die im Sinne der IV zu mindestens 70 % invalid sind, dauert der Anspruch bis zum Abschluss der Ausbildung oder bis zur Erlangung der Erwerbs
fähigkeit, längstens aber bis zur Vollendung des 25. Alters
jahres.
1.3
1.3
.1
Die Be
griffe des Todesfallkapitals beziehungsweise
der Todesfallsumme kommen im BVG nicht vor. Im
Obligatoriumsbereich
besteht kein Anspruch der Hinter
lassenen oder der Erben auf ein Todesfallkapital. Fehlen entsprechende regle
mentarische Bestimmungen, gelangt
somit
kein Todesfallkapital zur Auszahlung (Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 309
,
Rz
. 850 f.).
Zahlreiche Vorsorgeeinrichtungen haben aber reglementarisch einen Anspruch auf ein Todesfallkapital geschaffen, wobei die Höhe der Leistung, der Kreis der möglichen Begünstigten wie auch die Modalitäten der Ausrichtung unter
schied
lich geregelt sein können.
Seit der 1. BVG-Revision besteht
zudem
in Art. 20a BVG eine ausdrückliche
Rechtsgrundlage zur Ausrichtung vo
n Leistungen an einen weiteren Personenkreis (Stauffer, a.a.O., S. 309 f.,
Rz
. 852 f.).
1.3
.2
Die Beklagte hat gestützt auf Art. 20a BVG in Art.
57
ihres ab Januar 2017
gülti
g
gewesenen Reglements (Urk. 8/9) folgende Regelungen betreffend Voraussetz
ung
en
und Höhe der Todesfallsumme
statuiert:
Stirbt eine versicherte Person, ohne dass die BVK Alters-, Hinter
blie
benen- oder Invalidenleistungen bzw. Leistungen wegen unver
schul
deter Entlassung erbringen muss oder musste, wird eine Todesfall
summe von 200 % des letzten versicherten Lohnes im Sinne von Art. 20, höchstens aber das Sparguthaben im Zeitpunkt des Todes ausgerichtet.
Der Kreis der anspruchsberechtigten Personen wird in Art. 58 des Reglements umschrieben und schliesst namentlich die Kinder der verstorbenen Person, die keinen Anspruch auf eine Waisenrente haben
, sowie die Geschwister der verstor
benen Person ein
(
Art. 58
Abs. 1 lit. b)
.
2.
2.1
Die Klägerinnen und Kläger liessen zur Begründung ihrer Klage im Wesentlichen ausführen (Urk. 1),
C._
sei am 24. Februar 2018 gestorben. Fraglich sei, ob die Klägerin 3, die seit August 2017 an der
F._
Biologie studiere
,
Anspruch auf eine Halbwaisenrente habe (S. 3 und S. 6). Jeden
falls bestehe ein Anspruch auf Auszahlung der Todesfallsumme. Das Vorsorge
reglement der Beklagten sei im Zusammenhang mit dem BVG zu verstehen. Art. 57 des Reglements sei mit Bezug auf eine bestimmte begünstigte Person zu verstehen. Wenn eine bestimmte begünstigte Person Anspruch
auf eine Waisen
rente habe, könne sie nicht gleichzeitig
auch einen Anspruch auf die Todes
fall
summe haben. Das bedeute hingegen nicht, dass andere begünstigte Personen nicht zusätzlich beziehungsweise gleichzeitig einen Anspruch auf Auszahlung des Todesfallkapitals haben können. Dieses Verständnis
ergebe sich nicht nur aus dem Konzept des BVG, sondern auch aus dem Wortlaut des Vorsorgereglements (S. 6 f.).
Replicando
(Urk. 11) liessen die Klägerinnen und Kläger an den Ausführungen in der Klageschrift festhalten und insbesondere ausführen, dass gemäss dem an
wend
baren Vorsorgereglement der Beklagten (Version 2017) eine kumulative Aus
richtung von Waisenrente und Todesfallsumme vorgesehen sei (S. 2). Hinzu komme, dass die Klägerin 3 nur eine geringfügige Waisenrente ausbezahlt be
käme. Die Klägerin 3 sei
zwar für das Frühjahrssemester 2018 an der
F._
2018 «formell eingeschrieben» gewesen, habe sich aber nicht wirklich mit ihrer «Weiterbildung» beschäftigen können
.
Vielmehr habe sie sich in dieser Zeit hauptsächlich der Pflege ihrer todkranken Mutter angenommen. Eine Berufung auf Art. 53 des Vorsorgereglements mit der Wirkung, dass eine einmalige «Rente»
von etwa Fr. 5'000.
statt der Todesfallsumme von (mehr als) Fr. 171'110.
ausbezahlt würde, wäre unter Berücksichtigung aller Umstände des vorliegenden Falles rechtsmissbräuchlich (S. 3 f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beklagte im Wesentlich auf den Standpunkt, dass die reglementarischen Hinterbliebenenleistungen und die Todesfallsumme nicht kumulativ zu erbringen seien. Aus dem Reglement gehe klar und eindeutig hervor, dass für die Auszahlung einer Todesfallsumme vorausgesetzt werde, dass keine Hinterbliebenenleistungen zu leisten seien. Aufgrund der im vorliegenden Prozess eingereichten Studienbescheinigung der
F._
sei nunmehr klar, dass die Klägerin 3 Anspruch auf eine Halbwaisenrente habe.
Daraus folge aber auch, dass kein Anspruch auf Auszahlung der Todesfallsumme bestehe
(Urk. 16 S. 3 f.; vgl. auch Urk. 7).
2.3
Strittig un
d zu prüfen ist, ob die Beklagte verpflichtet ist, eine Todesfallsumme auszurichten und gegebenenfalls an wen.
Der Anspruch der Klägerin 3 auf eine Halbwaisenrente wurde
von der Beklagten in der Duplik
vom 24. Juni 2019 (Urk. 16) anerkannt (vgl. die geänderten Anträge der Beklagten in Urk. 16 S. 2). Umstritten ist jedoch, ob ein etwaiger Renten
an
spruch der Klägerin 3 Auswirkungen auf den Anspruch auf Auszahlung einer Todesfallsumme hat (und gegebenenfalls welche).
3.
3.1
3.1.1
Die Klägerin 3, geboren am 30. Dezember 1993, hatte am 24. Februar 2018, dem Todestag ihrer Mutter,
C._
, das 25. Altersjahr noch nic
ht voll
endet. Zudem hatte sie im
August 2017 ein Biologiestudium an der
F._
begonnen (Urk. 1 S. 3; vgl. auch die Studienbescheinigung der
F._
[Urk. 12/1]). Es steht somit ausser Frage, dass die Klägerin 3 ihre Aus
bildung im Sinne von Art. 55 des Vorsorgereglements der Beklagten noch nicht abgeschlossen hatte. Somit erfüllt die Klägerin 3 sämtliche Voraussetzungen der genannten
Reglementsbestimmung
und hat demzufolge Anspruch auf eine ent
sprechende Halbwaisenrente der Beklagten. Die Beklagte hat
demzufolge den Rentenanspruch der Klägerin 3 in der Duplik (Urk. 16 S. 2) zu Recht anerkannt.
Soweit
replicando
vorgebracht
wurde, dass die Klägerin 3
an der
F._
nur «formell eingeschrieben» gewesen sei, sich aber nicht um ihr Studium habe kümmern können, sondern vielmehr hauptsächlich ihre kranke Mutter habe pflegen müssen (Urk. 11 S. 3), ist ihr
zunächst
entgegenzuhalten, dass ihr Vortrag weitgehend
unsubstantiiert
ist. Entscheidend ist diesbezüglich aber
ohnehin
in
jedem Fall, dass die Klägerin 3 ihre Ausbildung offensichtlich nicht abge
schlossen
hat (vgl. Urk. 1 S. 3) und sich an der
F._
in einem ordentlichen Studiengang befindet. Weiteres verlangen weder Art. 22 Abs. 3 BVG noch Art. 55 des
be
klagtischen
Reglements
.
3.1.2
Die Beklagte ist demzufolge zu verpflichten, der Klägerin 3 eine reglementarische Halbwaisenrente auszurichten.
Beginn und Ende der Leistungsausrichtung werden in Art. 67 Abs. 1 des Regle
ments geregelt. Wann genau der Rentenanspruch der Klägerin 3 begann, lässt sich aus den Akten nicht genau entnehmen; der Rentenbeginn hängt davon ab, wie lange der Lohn von
C._
sel. noch ausbezahlt wurde (inklu
sive Lohnnachgenuss). Das Ende der Leistungsausrichtung ist auf den Dezember 2018
festzusetzen, da die Klägerin 3 am 30. Dezember 2018 das 25. Altersjahr vollendete (Art. 55 und Art. 67 Abs. 1 des Reglements).
Da sich der Rentenanspruch der Klägerin 3 aufgrund
der Aktenlage n
icht genau beziffern lässt
und
diesbezüglich
auch kein beziffertes Klagebegehren vorliegt, ist die vorliegende Klage
insoweit
gemäss ständiger Praxis in dem
Sinne gutzu
heissen, dass die Beklagte
grunds
ätzlich zu verpflichten ist, der
Kläger
in 3 eine reglementarische Halbwaisenrente auszurichten.
Die genaue ziffernmässige Be
rechnung der einzelnen
Betreffnisse
ist hingegen der leistungspflichtigen Vorsor
ge
einrichtung zu überlassen (wogegen im Streitfalle wiederum eine Klage zulässig wäre; vgl. BGE 129 V 450).
Entsprechendes gilt auch
für
den festzusetzenden Rentenbeginn
; wohingegen das Ende der Rentenzahlungen auf Dezember 2018 festzulegen ist.
3.2
Entgegen den Vorträgen der Klägerinnen und Kläger erweist sich das Reglement der Beklagten hinsichtlich der Voraussetzungen, die für die Ausrichtung einer Todesfallsumme erfüllt sein müssen, als klar und eindeutig. Art. 57 des Regle
ments (vgl. ob E. 1.3.2) bestimmt, dass eine solche Kapitalleistung nur erbracht wird, wenn eine versicherte Person stirbt, «ohne dass die BVK Alters
, Hinter
bliebenen- oder Invalidenleistungen bzw. Leistungen wegen unverschuldeter Ent
lassung erbringen
muss oder musste».
Diese Regelung kann nur so verstanden werden, dass die Beklagte nur
dann
eine Todesfallsumme ausrichtet, wenn keiner
lei Rentenleistungen ausgerichtet wurden oder werden. Die Auffassung der Kläge
rinnen und Kläger, dass nur Personen, denen persönlich eine Rente ausgerichtet wurde beziehungsweise wird,
kein
en
Anspruch
auf ein Todesfallkapital haben,
ist unzutreffend. Nach dem klaren und eindeutigen Wortlaut des
beklagtischen
Regle
ments schliesst jede Rentenleistung beziehungsweise jeder Rentenanspruch den Anspruch auf die Todesfallsumme aus, und zwar für alle Personen.
Anders lässt sich das Reglement der Beklagten nicht interpretieren.
Bis zu einem gewissen Grad ist den Klägerinnen und Klägern
jedoch
zuzu
stimmen, dass es - wie der vorliegende Fall zeigt - irritierend ist, dass eine noch so kleine Rentenleistung den gesamten Anspruch auf die Todesfallsumme aus
schliesst. Dabei ist allerdings zu beachten, dass derartige oder vergleichbare Kon
stellationen grundsätzlich jeder Rentenversicherung immanent sind und dass es sich bei
m Anspruch auf ein
Todesfallkapita
ls - wie erwähnt -
um
eine über
obli
gatorische Leistung handelt. Die Regelung im
beklagtischen
Reglement
,
mag zwar im Einzelfall zu nicht gänzlich befriedigenden Ergebnissen führen;
das
bedeutet aber noch nicht, dass die Regelung betreffend Todesfallsumme rechtsmiss
bräuch
lich ist.
Insbesondere wird auch das Gleichbehandlungsgebot nicht verletzt.
Aus dem Gesagten folgt, dass die Klage, soweit damit die Ausrichtung einer Todes
fallsumme beantragt wurde, abzuweisen ist.
4.
4.1
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person
Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die
Kläger
in 3
dringt
zwar mit ihrer Klage gegen die Beklagte durch; angesichts dessen, dass der Anspruch der Klägerin 3 auf eine Halbwaisenrente
aber bereits vorprozessual von der Beklagten anerkannt wurde (vgl. dazu Urk. 1 S. 3 Ziff. 1.5 sowie Urk. 2/3), erscheint es nicht angezeigt, der Klägerin 3 eine Prozessent
schä
digung zuzusprechen.
Im Übrigen steht den Klägerinnen und Klägern eine Prozessentschädigung bereits ausgangsgemäss nicht zu.
4.2
Art. 73 Abs. 2 BVG schliesst einen Anspruch der (teilweise) obsiegenden Versi
cherungsträgerin auf eine Prozessentschädigung zwar nicht aus. Indes werden den Trägern der beruflichen Vorsorge gemäss BVG beziehungsweise den mit
öffent
lichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen in Anlehnung an die Rechtsprechung zu Art. 159 Abs. 2 des bis Ende 2006 in Kraft gestandenen
Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechts
pflege
gesetz/OG) praxisgemäss
keine Parteientschädigungen
zugesprochen. Es besteht kei
n Grund, bei der Beklagten
anders zu verfahren (vgl. BGE 128 V 133 E. 5b, 126 V 150 E. 4a, 118 V 169 E. 7 und 117
V 349 E. 8, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 125 E. 5b und 320 E.
1a und b sowie 112 V 356 E. 6).