Decision ID: 430a6c57-ccb9-5a6d-a642-dfb6d362ac7f
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Rekurrentin,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse,
Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Vorinstanz,
betreffend
individuelle Prämienverbilligung 2014
Sachverhalt:
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A.
A.a Die 19_ geborene und seit 24. September 2012 geschiedene A._ (nachfolgend:
Gesuchstellerin) ersuchte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen
(nachfolgend: SVA) am 9. Februar 2014 um eine individuelle Prämienverbilligung (IPV)
für sich und ihre am _. Mai 1995 geborene, in Ausbildung stehende Tochter B._ für
das Jahr 2014 (act. G 3.1/1).
A.b Mit Verfügung vom 11. März 2014 gewährte die SVA Tochter B._ im Sinn von
Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10)
die Mindestgarantie und sprach ihr für das Jahr 2014 eine Prämienverbilligung von Fr.
1'617.60 zu. Ein Anspruch der Gesuchstellerin wurde basierend auf einem
anrechenbaren Einkommen von Fr. 51'699.-- (Reineinkommen gemäss
Veranlagungsberechnung über die Staats- und Gemeindesteuern 2012: Fr. 31'923.--,
zuzüglich Liegenschaftsaufwand: Fr. 21'166.-- und Mietwert des selbstbewohnten
Eigenheims: Fr. 5'610.--, abzüglich Kinderabzug: Fr. 7'000.-- für Tochter B._)
verneint (act. G 3.1/2).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 11. März 2014 erhob die Gesuchstellerin am 23. März
2014 Einsprache und beantragte sinngemäss eine Neuberechnung der
Prämienverbilligung gestützt auf die Einkommensverhältnisse im Bezugsjahr 2014.
Daraus resultiere nicht nur ein IPV-Anspruch für ihre Tochter im Rahmen der
Mindestgarantie, sondern auch für sie selbst (act. G 3.1/3).
B.b Mit Entscheid vom 25. April 2014 wies die SVA die Einsprache ab. Zur
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, bei der von der Gesuchstellerin im Januar/
Februar 2014 aufgenommenen "Ausbildung" zur Arbeitsagogin am Institut für
Arbeitspädagogik (IfA), handle es sich nicht um eine Ausbildung im Sinn von Art. 12c
der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die
Krankenversicherung (Vo-EG; sGS 331.111) zum Erlangen eines grundsätzlich neuen
Berufsbildes, sondern um eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung, weshalb
bei der Berechnung der IPV nicht auf die Steuerdaten des Bezugsjahrs 2014 abgestellt
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werden könne. Eine Neuberechnung falle sodann auch gestützt auf Art. 11 Abs. 3 des
Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (EG-
KVG; sGS 331.11) in Verbindung mit Art. 12 Vo-EG ausser Betracht (act. G 1.1).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Gesuchstellerin (nachfolgend:
Rekurrentin) am 9. Mai 2014 Beschwerde (richtig: Rekurs) mit dem Antrag, die
Berechnung der IPV 2014 sei anhand der aktuellen Einkommensverhältnisse des
Bezugsjahrs vorzunehmen. Die Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA sei als
Ausbildung anzuerkennen und ihre neue Situation mit tieferem Einkommen und
entsprechend tieferer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sei zu berücksichtigen (act. G
1).
C.b In ihrer Vernehmlassung vom 3. Juni 2014 beantragte die SVA (nachfolgend:
Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde (act. G 3) und verwies auf die Erwägungen
im angefochtenen Einspracheentscheid sowie die "Stellungnahme Fachbereich" vom
19. Mai 2014 (act. G 3.1).
C.c Mit Replik vom 5. Juli 2014 (act. G 5) reichte die Rekurrentin eine Bestätigung des
Steueramtes C._ vom 30. Juni 2014 ein, dass die Ausbildung zur Diplomierten
Arbeitsagogin IfA aus steuerrechtlicher Sicht eine Ausbildung darstelle (act. G 5.1).
C.d Die Vorinstanz verzichtete auf eine Duplik (act. G 6).
C.e Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt
der übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 65 Abs. 1 KVG haben die Kantone den Versicherten in bescheidenen
wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen zu gewähren. Dazu haben sie
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nach Art. 97 Abs. 1 KVG Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG zu erlassen. Der
Kanton St. Gallen ist dieser Verpflichtung durch die Art. 9 bis 16 EG-KVG und die
dazugehörigen Vollzugsvorschriften in Art. 9 bis 38 Vo-EG nachgekommen, wobei er
insbesondere die persönlichen (Art. 10 EG-KVG) und die einkommensmässigen (Art. 11
EG-KVG) Voraussetzungen sowie die Höhe der Prämienverbilligung (Art. 12 EG-KVG)
festgesetzt hat.
1.2 Eine Prämienverbilligung wird nach Art. 10 Abs. 1 EG-KVG Personen gewährt, die
im Kanton St. Gallen steuerrechtlichen Wohnsitz haben (lit. a; in der bis 31. Dezember
2014 gültigen Fassung) und ein die Prämienverbilligung auslösendes Einkommen
erzielen (lit. b). In Bezug auf die einkommensmässigen Voraussetzungen bestimmt Art.
11 EG-KVG, dass das die Prämienverbilligung auslösende Einkommen unter teilweiser
Berücksichtigung des steuerbaren Vermögens von der Regierung durch Verordnung
festgesetzt wird (Abs. 1). Grundlage des die Prämienverbilligung auslösenden
Einkommens bildet in der Regel die letzte definitive Steuerveranlagung (Abs. 2; in der
bis 31. Dezember 2014 gültigen Fassung). Liegt im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung
bzw. am Ende des Anspruchsjahres die definitive Veranlagung des vorangehenden
Jahres vor, so ist diese Veranlagung der Anspruchsprüfung zugrunde zu legen. Auf die
Steuerdaten der vorletzten Steuerperiode (vgl. Art. 12 Abs. 1 Vo-EG) kann lediglich
dann abgestellt werden, wenn die definitive Veranlagung des vorangehenden Jahres im
Zeitpunkt der Anspruchsprüfung noch nicht vorliegt (vgl. dazu Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2012, B 2011/223, E.
4.2).
1.3 Das massgebende Einkommen für die Berechnung der Prämienverbilligung für
Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton entspricht gemäss Art. 12 Abs. 2 Vo-
EG dem Reineinkommen, zuzüglich 20 Prozent des steuerbaren Vermögens (Ziff. 1),
die Beiträge an die Gebundene Selbstvorsorge Säule 3a (Ziff. 2), die Leistungen und
Einkaufsbeiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (Ziff. 3), den
Liegenschaftsaufwand, soweit dieser den Pauschalbetrag von 20 Prozent der
Mieteinnahmen übersteigt (Ziff. 4), den Vorjahresverlusten nach Art. 42 des
Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 5), 75% des im vereinfachten Verfahren nach
Art. 3 des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit vom
17. Juni 2005 abgerechneten Bruttolohns (Ziff. 5 ), die freiwilligen Zuwendungen und
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Parteispenden nach Art. 46 Abs. 1 Bst. c des Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff.
5 ), die Fahrkosten nach Art. 18 der Steuerverordnung vom 20. Oktober 1998, soweit
diese den Betrag von Fr. 3'000.-- je unselbständig Erwerbenden übersteigen (Ziff.
5 ), den Abzug von 30 Prozent auf den Mietwert des selbstbewohnten Eigenheims
nach Art. 34 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 5 ), sowie
abzüglich den Kinderabzug nach Art. 14 Vo-EG (Ziff. 6).
2.
Basis für die Prüfung des Anspruchs auf Prämienverbilligung 2014 der Rekurrentin
bilden also grundsätzlich die definitiven Steuerwerte des Jahres 2013. Diese lagen
jedoch im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung bzw. des Erlasses des
Einspracheentscheids vom 25. April 2014 (= zeitliche Grenze der richterlichen
Überprüfungsbefugnis; vgl. dazu BGE 131 V 11 E. 1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen;
RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 E. 2a) noch nicht vor, weshalb allgemein die definitiven
Steuerwerte des Jahres 2012 die Basis bilden (vgl. Erwägung 1.2). Das veranlagte
Reineinkommen betrug in diesem Jahr laut definitiver Steuerveranlagung Fr. 31'923.-.
Mit der Anrechnung des Liegenschaftsaufwands, soweit dieser den Pauschalabzug von
20 Prozent der Mieteinnahmen übersteigt (Unterhalts-/Verwaltungskosten für
Liegenschaften: Fr. 24'834.-- ./. 20 Prozent des Ertrags aus Mieteinnahmen Fr. 3'668.--
[Fr. 18'340.--: 100 x 20] = Fr. 21'166.--; vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 4 Vo-EG) und des
Abzugs von 30 Prozent auf den Mietwert des selbstbewohnten Eigenheims
(Eigenmietwert: Fr. 13'090.-- :100 x30 = Fr. 5'610.--; vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 5 ) -
ebenfalls gemäss definitiver Steuerveranlagung 2012 - sowie nach Berücksichtigung
des Kinderabzugs von Fr. 7'000.-- (vgl. Art. 12 Abs. 2 Ziff. 6 Vo-EG in Verbindung mit
Art. 14 Abs. 1 Vo-EG) ergibt sich ein massgebendes Einkommen von Fr. 51'699.-- (vgl.
act. G 3.1/2, G 3.8). Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 25.
April 2014 bei der Berechnung des Prämienverbilligungsanspruchs auf diesen
Einkommenswert ab.
3.
3.1 Mit ihrem Rekurs verlangt die Rekurrentin eine Neuberechnung der
Prämienverbilligung für das Jahr 2014. Sie habe im Januar/Februar 2014 eine
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zweijährige Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA begonnen. Sie arbeite
deswegen seit dem 1. Januar 2014 nur noch mit einem Pensum von 70% und erziele
ein entsprechend verringertes Einkommen. Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei
also während der nächsten zwei Jahre entsprechend kleiner (act. G 1). Wird eine
Ausbildung aufgenommen und die Erwerbstätigkeit reduziert oder aufgegeben, so
kommt die in Art. 12c Abs. 2 Vo-EG vorgesehene Ausnahmebestimmung zur
Anwendung, wonach für zwei Jahre das voraussichtliche Bruttoeinkommen des
Bezugsjahres zuzüglich 20 Prozent des steuerbaren Vermögens als massgebendes
Einkommen gilt. Das Bruttoeinkommen wird zu 75 Prozent angerechnet. Vorbehalten
bleibt Art. 12 Abs. 3 Vo-EG. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dass es sich
bei der Erlangung des Titels zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA nicht um eine
Ausbildung, sondern um eine Weiterbildung handle, womit die Voraussetzung für eine
Beachtung neuerer Einkommensverhältnisse nicht erfüllt sei und eine Anwendbarkeit
von Art. 12c Abs. 2 Vo-EG nicht in Betracht falle.
3.2 Der Begriff "Ausbildung" wird vom Gesetz bzw. der Verordnung nicht näher
umschrieben. Als Ausbildung im engeren Sinn gilt das Erlernen eines Erst- oder
Zweitberufs. Sie ist abzugrenzen von der Weiterbildung, bei der es um die Erweiterung
bereits erworbener Kenntnisse in einem bestimmten Beruf geht. Weiterbildung ist
diejenige Art von Ausbildung im weiteren Sinn, die jemand auf sich nimmt, um in
seinem Beruf auf dem Laufenden zu bleiben, den steigenden Anforderungen einer
beruflichen Stellung gewachsen zu bleiben (Urteil des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 1. März 2013, KV-SG 2012/5, E. 3.1; AGVE 2000 Nr. 101)
3.3 Ausgehend von der Definition des Begriffs Weiterbildung ist hinsichtlich der
Qualifikation der "Ausbildung" der Rekurrentin zur Arbeitsagogin IfA als Aus- oder
Weiterbildung das Verhältnis zu ihrer bisherigen Tätigkeit entscheidend. Die
Rekurrentin ist ursprünglich gelernte Dekorationsgestalterin. Seit Januar 2013 - und
damit bis zum Beginn der Ausbildung zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA erst seit
einem Jahr - arbeitete sie im Haus D , einer Institution des OVWB (= Ostschweizer
Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Körperbehinderung oder Hirnverletzung;
vgl. http://www.ovwb.ch) abgerufen am 25. März 2015). In den Lohnabrechnungen des
Hauses D._ per 28. Februar 2014 (act. G 3.1/3) und 31. März 2014 (act. G 1.3) wird
die Rekurrentin allgemein als "Mitarbeiterin" bezeichnet. - Angesichts der konkreten
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"Ausbildung" zur Diplomierten Arbeitsagogin IfA kann ausgeschlossen werden, dass
diese zum Ziel haben soll, der Rekurrentin zu ermöglichen, ihre im Beruf als
Dekorationsgestalterin bereits erworbenen Kenntnisse zu erweitern, darin auf dem
laufenden zu bleiben bzw. den steigenden Anforderungen gewachsen zu bleiben. Bei
einer Dekorationsgestalterin und einer Diplomierten Arbeitsagogin IfA (vgl. dazu http://
www.berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?id
=3231 abgerufen am 25. März 2014) handelt es sich augenscheinlich um verschiedene
Berufsbilder. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Rekurrentin bereits seit einem
Jahr im arbeitsagogischen Bereich tätig war, dies jedoch vielmehr generell denn als
gelernte Fachfrau. Im arbeitsagogischen Bereich stellt die "Ausbildung" zur
Diplomierten Arbeitsagogin IfA für die Rekurrentin demnach eine institutionelle,
strukturierte (Erst-)Ausbildung mit Diplomierung - ausgerichtet auf ein bestimmtes,
neues Bildungsziel - dar. Die Tatsache, dass die fragliche "Ausbildung"
berufsbegleitend ist, d.h. die Rekurrentin daneben arbeitet, spricht grundsätzlich nicht
gegen die Annahme einer Ausbildung (vgl. dazu Urteil des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 1. März 2013, a.a.O., E. 3.3).
3.4 Angesichts des Gesagten ist festzuhalten, dass die Sachlage der Rekurrentin
massgebend gegen die Annahme einer Weiterbildung spricht und die "Ausbildung" zur
Diplomierten Arbeitsagogin IfA mithin als Ausbildung im Sinn von Art. 12c Abs. 2 Vo-
EG anzuerkennen ist. Entsprechend wurden der Rekurrentin für ihre Ausbildung auch
von der Steuerbehörde keine Steuerabzüge gewährt (act. G 5.1). Gemäss Art. 39 Abs.
1 lit. d des kantonalen Steuergesetzes (sGS 811.1) können mit dem Beruf
zusammenhängende Weiterbildungs- und Umschulungskosten von den steuerbaren
Einkünften abgezogen werden. Bezüglich Ausbildungskosten hingegen ist dies nicht
der Fall. Die Steuerbehörde geht also im konkreten Fall von einer Ausbildung aus. Ihre
Beurteilung ist zwar grundsätzlich für das vorliegende Verfahren nicht bindend.
Dennoch ist zu beachten, dass im EG-KVG sowie in der Vo-EG die Übereinstimmung
des Prämienverbilligungsrechts mit dem Steuerrecht zum Ausdruck gebracht wird.
Insbesondere basiert das für die Berechnung des Anspruchs auf IPV massgebende
Einkommen auf den Steuerdaten (vgl. Art. 12 Vo-EG; vgl. auch Art. 11 EG-KVG).
4.
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4.1 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz die "Ausbildung" zur
Diplomierten Arbeitsagogin IfA zu Unrecht nicht als Ausbildung im Sinn von Art. 12c
Abs. 2 Vo-EG anerkannt hat. In diesem Sinn ist der Rekurs gutzuheissen und die
angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist zur Neuberechnung des IPV-
Anspruchs und zur neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Frage, ob
für eine Neuberechnung der IPV für das Jahr 2014 Art. 11 Abs. 3 EG-KVG
herangezogen werden kann, muss damit nicht mehr geprüft werden.
4.2 Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS
951.1) hat in Streitigkeiten grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder zum Teil abgewiesen werden. Beim vorliegenden
Verfahrensausgang hat demnach die Vorinstanz die Gerichtsgebühr zu bezahlen. Diese
ist in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der
einen Rahmen von Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen Fällen
üblich, auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP