Decision ID: bddc18d5-c710-56ab-b8b9-c4f73a15e5c9
Year: 2021
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_004
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt
A. B. sind Grundeigentümer der Parzelle Nr. 0002, welche im südwestlichen Siedlungsbereich
der Gemeinde D. liegt. Gemäss geltendem kommunalem Zonenplan Nutzung aus dem Jahr
1995 liegt der nördliche unüberbaute 2100 m 2 grosse Teil der Parzelle in der Zone für
öffentliche Bauten und Anlagen (OE). Der südliche Teil, welcher mit dem Wohnhaus Assek.
Nr. 0003 sowie der Remise Assek. Nr. 0004 überbaut ist, liegt in der Wohn- und
Gewerbezone 2 (WG2). Im Norden grenzt die Parzelle Nr. 0002 an die Parzelle Nr. 0001
an, welche sich in der Zone OE befindet und mit dem Betriebsgebäude Assek. Nr. 0005 der
H. überbaut ist. Im Westen und Süden wird die Parzelle Nr. 0002 durch das Fliessgewässer
G. begrenzt. Im Osten grenzt sie an die in der Wohn- und Gewerbezone WG2 liegenden
überbauten Parzellen Nrn. 0006, 0007, 0008, 0009, 0010, 0011 sowie an die F. an.
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Auszug aus dem Zonenplan Nutzung GIS AR (nordorientiert), April 2021
Gemäss kommunalem Zonenplan Schutz befinden sich diese Parzellen mit der Häuserreihe
entlang der F. wie auch der südöstliche Teil der Parzelle Nr. 0002 mit den Gebäuden Assek.
Nrn. 0003 und 0004 in der überlagernden Zone mit einheitlicher Bauweise ZEB (grau). Bei den
Wohnhäusern Assek Nr. 0003 und Assek. Nr. 0012 auf der Parzelle Nr. 0009 handelt es sich
zudem um geschützte Kulturobjekte (rot).
Auszug aus dem Zonenplan Schutz GIS AR (nordorientiert), April 2021
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Gemäss der Gefahrenkarte Wasser besteht auf dem westlichen Teil der Parzelle Nr. 0001 und
dem nordwestlichen Teil der Parzelle Nr. 0002 eine mittlere Gefährdung (blau) durch Hochwas-
ser der G..
Auszug aus der Gefahrenkarte Wasser GIS AR (nordorientiert), April 2021
B. B. ist Inhaber und Geschäftsleiter der I.. Diese beabsichtigt eine Erweiterung ihres Betriebs.
Dazu soll auf dem nördlichen Teil der Parzelle Nr. 0002 ein Gebäude zur Unterstellung von
J., ergänzt durch Wohnungen im Obergeschoss erstellt werden. Deshalb initiierte die I. eine
Teilzonenplanänderung, wobei die bisherige 2100 m 2 grosse OE-Fläche der Parzelle
Nr. 0002 in die Wohn- und Gewerbezone WG2 umgezont werden soll. Gleichzeitig soll auf
den Parzellen Nrn. 0002 und 0001 entlang der G. eine Grünzone Freihaltung GRiF
ausgeschieden werden (Teilzonenplan und Planungsbericht vom 24. Oktober 2017; act.
11).
C. Während der öffentlichen Auflage erhoben K., Eigentümer der Parzelle Nr. 0007, A1.,
Eigentümer der Parzelle Nr. 0008, A2., Eigentümer der Parzelle Nr. 0009, A3., Eigentümer
der Parzelle Nr. 0013, A4., Eigentümer der Parzelle Nr. 0014, L., Eigentümer der Parzelle
Nr. 0010, A6., Eigentümer der Parzelle Nr. 0011 sowie A7., Eigentümer der Parzelle
Nr. 00015, alle vertreten durch RA AA., mit Eingabe vom 21. März 2016 (act. 7.11.1/2)
beim Gemeinderat C. Einsprache gegen die geplante Teilzonenplanänderung.
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D. Mit Beschluss vom 2. Dezember 2016 (act. 7.1.1) wies der Gemeinderat C. die Ein-
sprachen ab. Gleichzeitig verabschiedete er den Teilzonenplan F. Parz. Nrn. 0001, 0002
zuhanden des Einwohnerrats zum Erlass mit fakultativen Referendum. Dagegen liessen
vorgenannte Einsprecher mit Eingabe vom 9. Januar 2017 (act. 7.1) beim Regierungsrat
Rekurs erheben u.a. mit dem Antrag, den Beschluss aufzuheben und auf den
Teilzonenplan zu verzichten. Mit Beschluss vom 15. März 2017 (act. 7.4) erliess der
Einwohnerrat E. den Teilzonenplan F. Parz. Nrn. 0001, 0002 und unterstellte diesen dem
fakultativen Referendum. Am 24. September 2017 stimmten die Stimmberechtigten der
Gemeinde D. mit 2‘541 Ja-Stimmen zu 1‘851 Nein-Stimmen dem Teilzonenplan zu
(Planungsbericht, S. 8; act. 11). Mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 (act. 7.7) reichten die
Rekurrenten den begründeten Rekurs ein.
E. Mit Entscheid vom 28. April 2020 (act 2.1) wies der Regierungsrat den Rekurs ab. Mit sepa-
ratem Beschluss vom 28. April 2020 (act. 2.2) genehmigte er den Teilzonenplan F. Parz.
Nrn. 0001, 0002.
F. Dagegen liessen K., A1., A2., A3., A4., L., A6., sowie A7., alle vertreten durch RA AA., mit
Eingabe vom 3. Juni 2020 (act.1) mit eingangs erwähnten Rechtsbegehren Beschwerde
beim Obergericht erheben.
G. Mit Eingaben vom 13. Juli 2020 (act. 6) und 23. Juli 2020 (act. 8) liessen sich der
Regierungsrat (im Folgenden: Vorinstanz), vertreten durch das Departement Bau und
Volkswirtschaft, sowie B. (im Folgenden: Beschwerdegegner), vertreten durch RA BB., zur
Beschwerde vernehmen, wobei sie die eingangs erwähnten Rechtsbegehren stellten.
H. Mit Schreiben vom 26. August 2020 (act. 16) teilte K. mit, dass er seine Liegenschaft Nr.
0007 an die Beschwerdegegner verkauft habe und er die Beschwerde vorbehaltlos
zurückziehe.
I. Mit Schreiben vom 17. August 2020 (act. 13) liessen die Beschwerdeführer mitteilen, dass
sie auf eine mündliche und öffentliche Verhandlung verzichten. Mit Eingabe vom 16. Sep-
tember 2020 (act. 18) liessen sie unter Aufrechterhaltung der Anträge eine Replik einrei-
chen. Die Beschwerdegegner liessen sich dazu unter Aufrechterhaltung der Anträge mit
Duplik vom 6. Oktober 2020 (act. 22) vernehmen. Mit Schreiben vom 3. November 2020
nahm der Gemeinderat C. (im Folgenden: Vorvorinstanz), vertreten durch RA CC., zur
Beschwerde Stellung, ohne einen konkreten Antrag zu stellen.
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J. Auf die Begründung der gestellten Anträge wird - soweit erforderlich - in den Erwägungen
näher eingegangen.

Erwägungen
1. Gestützt auf Art. 2 der Verordnung über COVID-19-Massnahmen: Gerichte (bGS 113.2)
kann das Obergericht zur Bewältigung der aktuell ausserordentlichen Lage in allen Fällen
auf dem Zirkularweg entscheiden, wenn das Gesetz keine Verhandlung vorschreibt. Zirku-
larbeschlüsse bedürfen der Einstimmigkeit (Art. 52 Abs. 2 des Justizgesetzes, JG, bGS
143.51). Da im vorliegenden Verfahren keine Durchführung einer Verhandlung vorge-
schrieben ist, hat das Obergericht das vorliegende Urteil einstimmig im Zirkularverfahren
gefällt.
2. Aufgrund des Beschwerderückzugs kann die Beschwerde von K. abgeschrieben werden.
Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der prozessualen Voraussetzungen
ergibt, dass das Obergericht nach Art. 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1) zur Behandlung der übrigen Beschwerden gegen
den Rekursentscheid der Vorinstanz zuständig ist. Die Beschwerdeführer sind als Adres-
saten des angefochtenen Rekursentscheides und Parteien in den vorinstanzlichen
Verfahren formell beschwert. Als Eigentümer der an das Plangebiet anstossenden
Parzellen bzw. von Parzellen, welche maximal 30 Meter vom Plangebiet entfernt sind, ist
bei ihnen die erforderliche Beziehungsnähe zur Streitsache gegeben, womit sie durch den
angefochtenen Rekursentscheid und die Genehmigung des Teilzonenplans besonders
berührt sind. Da auch die Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind, ist auf die Beschwerde
unter den folgenden Vorbehalten einzutreten:
Bei der Beschwerde an das Obergericht handelt es sich um ein devolutives Rechtsmittel.
Der Devolutiveffekt bewirkt, dass der Entscheid der Rekursinstanz prozessual die ange-
fochtenen Verfügungen ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen
nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 136 II 539 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1168). Die Verwaltungsakte der Vorvor-
instanz sind inhaltlich notwendigerweise mitangefochten, wenn der Rekursentscheid der
Vorinstanz mit Beschwerde an das Obergericht weitergezogen wird. Auf die Rechtsbe-
gehren, die Entscheide der Vorvorinstanz aufzuheben, ist daher nicht einzutreten.
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Beim Vergleich der Rekurs- und der Beschwerdeschrift fällt zudem auf, dass sich die an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift an mehreren Stellen da-
rauf beschränken, ihre Rekursvorbringen in der Beschwerdeschrift wörtlich zu wieder-
holen, ohne sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzu-
setzen. Zu grossen Teilen wurden sowohl in der Rekurs- als auch in der Beschwerde-
eingabe zudem ganze Passagen der Einspracheschrift vom 21. März 2016 (act. 7.11.2)
wortwörtlich wiederholt (vgl. dazu z.B. Ziff. C.1-3 der Einsprache, Ziff. C.1-3 der
Rekurseingabe und Ziff. 9-11 der Beschwerde). Inwiefern der angefochtene Rekurs-
entscheid in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht fehlerhaft sein soll, ergibt sich aus der
Beschwerde nur in wenigen Punkten. Dies steht der Begründungspflicht von Art. 59 i. V.
m. Art. 35 Abs. 2 VRPG entgegen, da aus der Beschwerdeschrift ersichtlich sein muss, in
welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II
449 E. 1.3; BGE 131 II 470 E. 1.3). Nachfolgend wird deshalb im Wesentlichen nur die
von den Beschwerdeführern konkret vorgebrachte und begründete Kritik an den ent-
scheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz geprüft und im Übrigen auf die nachvoll-
ziehbare Begründung der Vorinstanz verwiesen.
3. Die Kognition des Obergerichts ist gemäss Art. 56 Abs. 1 VRPG auf Rechtsverletzungen
einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beschränkt. Eine Ermes-
senskontrolle ist dem Obergericht im Zusammenhang mit raumplanerischen Akten da-
gegen verwehrt (Art. 56 Abs. 2 VRPG). Gestützt auf Art. 3 der Raumplanungsverordnung
(RPV, SR 700.1) nehmen die Behörden bei der Genehmigung von Nutzungsplänen eine
umfassende Interessenabwägung vor. Ob die Interessen vollständig erfasst sind, ist eine
Rechtsfrage. Die relative Gewichtung der potentiell widerstreitenden Interessen ist jedoch
weitgehend eine Ermessensfrage (Urteil des Bundesgerichts 1C_230/2017 vom 24. Mai
2018 E. 5.1), womit die Kognition des Obergerichts diesbezüglich auf die Überprüfung
einer fehlerhaften Ermessensausübung beschränkt ist.
4.
4.1 Die Beschwerdeführer erheben verschiedene Beweisanträge. So beantragen sie u.a. die
Durchführung eines Augenscheins. Andernfalls seien sie persönlich anzuhören, da es
sich bei der vorliegenden Streitsache um einen Anwendungsfall von Art. 6 EMRK handle.
Zudem beantragen sie die Einholung eines Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und
Heimatschutzkommission ENHK sowie die Erstellung eines verkehrstechnischen
Gutachtens.
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4.2 Ein Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die
entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein
Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden
Instanz. Eine Pflicht zur Durchführung eines Augenscheins besteht nur dann, wenn die
tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht ermittelt werden können (Urteil des
Bundesgerichts 1C_192 vom 8. November 2010 E. 3.3).
Die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse ergeben sich vorliegend vollständig aus den Ver-
fahrensakten, sowie dem öffentlich zugänglichen Geoportal; sie sind im Wesentlichen
auch nicht umstritten. Im Weiteren sind der Rekursinstanz sowie den übrigen Verfahrens-
beteiligten die örtlichen Verhältnisse aufgrund mehrerer Augenscheine bekannt. Da die
Beschwerdeführer bei der Begründung des entsprechenden Verfahrensantrags (Ziff. 2
und 3 der Beschwerde) zudem keine unrichtige Feststellung der vorinstanzlichen Sach-
verhaltsermittlung rügen, ist der Antrag auf Durchführung eines Augenscheins abzu-
lehnen. Ebenso abzulehnen ist der Antrag auf persönliche Anhörung der Beschwerde-
führer.
Die diesbezüglich notwendigen Angaben ergeben sich genügend aus den Rechtsschriften
und Verfahrensakten. Zudem hatten die Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren
genügend Gelegenheit, sich zu äussern. Aus Art. 6 EMRK ergibt sich im Übrigen kein An-
spruch auf persönliche Anhörung, sondern ein Anspruch auf eine öffentliche Gerichtsver-
handlung, sofern zivilrechtliche Ansprüche oder strafrechtliche Anklagen im Streit liegen
(BGE 134 I 331 E.2.3.2). Die Beschwerdeführer haben mit Schreiben vom 17. August
2020 (act. 13) ausdrücklich auf eine mündliche Verhandlung verzichtet. Auf die übrigen
Beweisanträge (Gutachten ENHK und verkehrstechnische Expertise) wird unten in E. 6.5
und 6.6 eingegangen.
5. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor, dass diese in E. 7 des angefochtenen
Entscheids den Anspruch auf Rechtschutz verletze, da sie keine vollumfängliche Überprü-
fung des Einspracheentscheids der Vorvorinstanz vorgenommen habe.
5.1 Gemäss Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG, SR 700) sieht
das kantonale Recht wenigstens ein Rechtsmittel vor gegen Verfügungen und Nutzungs-
pläne, die sich auf dieses Gesetz und seine kantonalen und eidgenössischen Ausfüh-
rungsbestimmungen stützen. Es gewährleistet a) die Legitimation mindestens im gleichen
Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-
gericht; b) die volle Überprüfung durch mindestens eine Beschwerdebehörde. Im
planungsrechtlichen Rekursverfahren hat die Vorinstanz daher kommunale Nutzungs-
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pläne grundsätzlich mit voller Kognition nicht nur auf ihre Gesetzmässigkeit, sondern auch
auf Zweckmässigkeit und Angemessenheit hin zu überprüfen (Art. 49 Abs. 2 des Ge-
setzes über die Raumplanung und das Baurecht, BauG, bGS 721.1). Geht es um lokale
Angelegenheiten und steht der unteren Instanz im Zusammenhang mit der Anwendung
unbestimmter Rechtsbegriffe oder bei der Handhabung des Planungsermessens ein
Beurteilungsspielraum oder Ermessensbereich zu, verlangt Art. 2 Abs. 3 RPG jedoch,
dass sich die Rekursbehörde eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Dies bedeutet, dass
sie bei Planüberprüfungen nicht ihr Ermessen an die Stelle des Ermessens des
Planungsträgers setzen soll (BGE 140 I 326 E. 7.3; AEMISEGGER/HAAG in: Aemisegger,
Moor, Ruch, Tschannen (Hrsg.), Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz
und Verfahren, Rz. 84 zu Art. 33 RPG). So darf die Rechtsmittelbehörde nicht unter
mehreren verfügbaren angemessenen Lösungen wählen bzw. eine zweckmässige
Würdigung der Gemeinde durch ihre eigene ersetzen. Der Nachweis, dass das
Gemeinwesen sich für eine zweckmässige Lösung entschieden hat, muss genügen, auch
wenn sich weitere ebenso zweckmässige Lösungen denken liessen (PETER HÄNNI,
Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 551). Die
Rekursbehörde darf aber auch nicht erst dann einschreiten, wenn die Würdigung ihrer
Vorinstanz schlechthin unhaltbar oder willkürlich ist. Insofern ist die Gemeindeautonomie
durch übergeordnetes Recht, einschliesslich der Grundsätze und Ziele der Raumplanung,
eingeschränkt und die Gemeinde hat ihrem Planungsentscheid eine nachvollziehbare
Würdigung der massgebenden Verhältnisse des Einzelfalls sowie eine vertretbare
Interessenabwägung zugrunde zu legen (Urteil des Bundesgericht 1C_428/2014 vom
22. April 2015 E. 2.2; AEMISEGGER/HAAG, a.a.O., Rz. 84 zu Art. 33 RPG).
5.2 Nach Auffassung des Obergerichts hat die Vorinstanz den angefochtenen Einspracheent-
scheid und die strittigen Planunterlagen in E. 7 im Lichte dieser Rechtsprechung und
herrschenden Lehre mit der notwendigen Zurückhaltung umfassend gewürdigt. Die
Beschwerdeführer legen denn auch nicht dar, inwiefern ihr Anspruch auf Rechtschutz
diesbezüglich verletzt worden sei. Die Beschwerde erweist sich demnach in diesem Punkt
als unbegründet.
6. Nutzungspläne sind zu überprüfen und allenfalls zu revidieren, wenn sich die tatsächli-
chen Verhältnisse oder rechtlichen Verhältnisse wesentlich geändert haben, wenn sich
neue Aufgaben stellen oder es aus wichtigen öffentlichen Interessen geboten erscheint
(Art. 51 BauG; ähnlich auch Art. 21 Abs. 2 RPG). Die zuständige Behörde hat damit zwei
aufeinanderfolgende Interessenabwägungen vorzunehmen. Bei der ersten geht es um die
Frage, ob auf eine Anpassung des Nutzungsplans einzutreten ist. Die zweite wägt den In-
halt der vorgesehenen Anpassungen gegenüber den Folgen für die betroffenen Grundei-
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gentümer ab (BGE 140 II 25 E. 3.2). Nach Ablauf des Planungshorizonts, der für Bauzo-
nen 15 Jahre beträgt (Art. 15 Abs. 1 RPG), sind Zonenpläne grundsätzlich einer Über-
prüfung zu unterziehen und nötigenfalls anzupassen. Je näher eine Planungsrevision
dieser Frist kommt, desto geringer ist deshalb das Vertrauen auf die Beständigkeit des
Plans, und umso eher können auch geänderte Anschauungen und Absichten der
Planungsorgane als zulässige Begründung für eine Revision berücksichtigt werden
(Urteile des Bundesgerichts 1C_143/2014 vom 23. Februar 2015 E. 3.1; 1P.611/2001
vom 25. Januar 2002 E. 3.2). Die Rechtsprechung lässt geringfügige Teilzonenplanände-
rungen zu, soweit dadurch die bestehende Zonenplanung lediglich in untergeordneten
Punkten ergänzt wird und eine gesamthafte Überprüfung der Planung nicht erforderlich
erscheint (Urteil des Bundesgerichts 1 A. 193/2001 vom 6. Mai 2002 E. 3.3; BGE 124 II
391 E. 4).
Der Grundsatz der Planbeständigkeit will in erster Linie für den von der Planänderung
betroffenen Grundeigentümer Rechtssicherheit schaffen. Aber auch die Nachbarn eines
von der Planänderung betroffenen Grundstücks haben ein schutzwürdiges Interesse, vor
allfälligen neuen (und möglicherweise) übermässigen Nutzungsbeschränkungen
verschont zu bleiben (Urteil des Bundesgerichts 1.A.167/2002 vom 14. Januar 2003, E.
3.7.3). Haben sich die Verhältnisse schon vor der letzten Planfestsetzung geändert, kann
eine Planänderung zwar grundsätzlich auch in Frage kommen, ist aber dann
ausgeschlossen, wenn diese Verhältnisse bei der letzten Planfestsetzung bereits
umfassend in die planerische Abwägung einbezogen worden sind (WALDMANN/HÄNNI,
Raumplanungsgesetz, 2006, N. 16 zu Art. 21 RPG). Zur Beurteilung der Notwendigkeit
einer Planänderung wird unter anderem auf die Auswirkungen der Planänderung auf die
Nutzungsmöglichkeiten der betroffenen Eigentümer abgestellt. Je einschneidender sich
die beabsichtigte Änderung auswirkt, umso gewichtiger müssen die Gründe sein, die für
eine Planänderung sprechen. Umgekehrt sind Planänderungen leichter zu rechtfertigen,
wenn es sich beispielsweise nicht um eine Auszonung oder um eine wesentliche
Reduktion der Ausnützung handelt, sondern beispielsweise bloss um eine Umzonung von
einer Wohn- und Gewerbezone in eine Gewerbezone (Urteil des Bundesgerichts
1P.297/2002 vom 26. November 2002 E. 3.3).
6.1 Die Beschwerdeführer rügen, dass der Zonenplan der Gemeinde D. seit ungefähr
25 Jahren in Kraft sei. Die Gesamtüberarbeitung der Ortsplanung sei demnach bereits
seit mehr als 10 Jahren überfällig. Hinzu komme, dass in der Zwischenzeit verschiedene
Vorschriften von Bund und Kanton geändert worden seien (RPG, Gewässerschutzgesetz,
BauG, Strassengesetz), die ebenfalls die zwingende Notwendigkeit für die Vornahme ei-
ner Gesamtrevision der Ortsplanung belegen würden. Es sei willkürlich und damit rechts-
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widrig, in einer Gemeinde, die den gesetzlichen Pflichten im Bereich Ortsplanung nicht
nachkomme, weiterhin Teilzonenpläne zuzulassen und zu genehmigen. Bei einem Teilzo-
nenplan fehle die gesamtheitliche geforderte Betrachtung des Baugebiets. Dies sei für die
bundesrechtlich geforderte umfassende Interessenabwägung, die bei Ortsplanungserlas-
sen vorzunehmen sei, bei einem blossen Teilzonenplanverfahren nicht möglich. Zwin-
gende Gründe für eine Sonderbehandlung hinsichtlich der Parzellen Nrn. 0001 und 0002
seien nicht ersichtlich. Eine Gesamtrevision des Zonenplans sei im Jahr 2013 abgelehnt
worden. Es sei mit den demokratischen Vorschriften und Grundprinzipien unvereinbar,
einfach einzelne Änderungen aus dem ursprünglichen Gesamtpaket herauszubrechen,
damit die Gegnerschaft aufzuteilen und auf diese Weise den ursprünglichen Volkswillen
zu torpedieren.
6.2 Die Beschwerdegegner halten dagegen fest, es lasse sich dem RPG nicht entnehmen,
dass nach 15 Jahren stets eine Gesamtrevision der Zonenplanung vorzunehmen wäre
und Teilrevisionen ausgeschlossen seien. Aus der Ablehnung der Ortsplanrevision vom
24. November 2013 könne nicht geschlossen werden, dass die Gemeinden mit sämtli-
chen erforderlichen Änderungen des Nutzungsplans bis zur nächsten Ortsplanungsrevi-
sion warten müssten.
6.3 Gemäss dem Planungsbericht bildet das Anliegen der Beschwerdegegner, den Betrieb
der I. zu erweitern und am vorliegenden Standort eine M. zu erstellen, Anlass für den
Erlass des strittigen Teilzonenplans Parz. Nrn. 0001, 0002 und damit die Abänderung des
seit dem Jahr 1995 in Kraft stehenden Zonenplans Nutzung. Die ursprüngliche Situation
aus dem Jahr hat sich insofern geändert, als dass der unüberbaute Teil der Parzelle Nr.
0002 ursprünglich als Reservefläche für die H. diente und seitens der H. kein
Erweiterungsbedarf mehr auf dieser Fläche besteht. Seitens des Kantons und der
Gemeinde besteht kein Bedarf für eine öffentliche Nutzung auf dieser Parzelle, wobei im
Rahmen der Ortsplanungsrevision auch noch weitere Flächen aus der OE entlassen
werden sollen. Der Teilzonenplan zudem steht im Einklang mit dem Entwurf der
Ortsplanungsrevision (S. 2 und 5 des Planungsberichts).
Es ist nachvollziehbar, dass die Vorvorinstanz in diesen Umständen eine erhebliche Ver-
änderung der Verhältnisse erblickte, die sie zu einer Änderung des Zonenplans berech-
tigte. Angesichts des Alters des Zonenplans ist zudem kein Verstoss gegen den Grund-
satz der Planbeständigkeit auszumachen.
6.4 Gemäss S. 6 des Planungsberichts führt die Umzonung zu einer Zunahme der
Einwohnerkapazität von 8 Einwohnern, was gemäss kantonalem Richtplan im Rahmen
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des Zulässigen ist. Das Gebiet östlich und südlich der Parzelle Nr. 0002 liegt bereits jetzt
in der Zone WG2; die umstrittene Umzonung stellt dementsprechend eine Erweiterung
der bestehenden Wohn- und Gewerbezone dar. Die Mischzonen entsprechen der Bebau-
ungsstruktur entlang der G., womit die Umzonung im Einklang mit dem ortsbaulichen Kon-
zept steht (Einspracheentscheid der Vorvorinstanz vom 2. Dezember 2016, E. 3.3). Ge-
gen Norden stösst die Parzelle Nr. 0002 an die Zone OE, im Westen an die G., an welche
die Kernzone K4 und die Wohnzone W4 westlich angrenzen. Gemäss Art. 31 des
Baureglements der Gemeinde D. (BauR) gilt in der Zone K4 wie in der Zone WG 2 die
Lärmempfindlichkeitsstufe III. In den Zonen W4 und OE gilt die Lärmempfindlichkeitsstufe
II (Art. 31 und 38 BauR). Das Aufeinandertreffen dieser beiden Empfindlichkeitsstufen ist
mit der Vorgabe von Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG, Wohngebiete von Lärm möglichst zu
verschonen, vereinbar (Urteil des Bundesgerichts 1C_143/2014 vom 23. Februar 2015 E.
5.4). Es gibt vorliegend keine Anhaltspunkte, dass der Betrieb des geplanten M. zu
Immissionen führt, welche diese Planungswerte übersteigen, wobei dies anlässlich eines
Betriebskonzepts im Baubewilligungsverfahren zu prüfen wäre.
6.5 Was die Erschliessung der geplanten M. anbelangt, so haben die Beschwerdegegner
angegeben, dass die Zufahrten und Abfahrten im Einbahnverkehr auf den Parzellen Nrn.
0002 und 0001 erfolgen werden (Protokoll der Einspracheverhandlung, S. 2, Votum von
B.; act. 7.11.1/4), womit die F. im Bereich der Parzellen der Beschwerdeführer (mit
Ausnahme der Parzelle Nr. 00015) nicht tangiert werden dürfte. Zudem ist
hervorzuheben, dass die F. im kommunalen Strassenverzeichnis als gemeindeeigene
Groberschliessungsstrasse klassiert ist (Einspracheentscheid, E. 3.3), womit diese bereits
heute den Lastfahrzeugverkehr der öffentlichen Dienste aufnehmen muss (Urteil des
Bundesgerichts 1C_603/2015 vom 5. April 2016 E. 2.1). Wie die Vorinstanz in E. 7 richtig
ausführt, ist jedoch auch die hinreichende Erschliessung beim Vorliegen eines konkreten
Projekts im Baubewilligungsverfahren zu prüfen (Art. 95 Abs. 3 BauG), zumal das
Plangebiet nicht von einer Zone mit Sondernutzungsplanpflicht überlagert ist (Art. 96
BauG). Daher ist dem Beweisantrag auf die Erstellung einer verkehrstechnischen
Expertise im vorliegenden Verfahren nicht stattzugeben.
6.6 Aus gestalterischen Gesichtspunkten gilt es zu berücksichtigen, dass das Plangebiet
anders als die östlich und südlich angrenzende Häuserzeile nicht von einer Zone mit
einheitlicher Bauweise überlagert wird. Damit unterliegt das geplante M. nicht den er-
höhten Gestaltungsvorschriften von Art. 45 BauR bzw. muss dieses nicht auf die entspre-
chende Häuserzeile an der F. abgestimmt werden. Da das M. jedoch in der Nähe
geschützter Kulturobjekte zu liegen kommt, ist dieses so zu gestalten, dass deren
künstlerischer oder geschichtlicher Wert nicht beeinträchtigt wird (Art. 46 Abs. 4 BauR),
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was jedoch auch für Bauten in der bestehenden Zone OE gelten würde. Immerhin ist
hervorzuheben, dass auch das bestehende Kulturobjekt und Wohnhaus des Be-
schwerdegegners Assek. Nr. 0003 eine Gebäudelänge von rund 30 m aufweist, womit die
Länge eines M. den erwähnten Kulturobjekten nicht per se entgegenstehen dürfte. Die
gestalterische Überprüfung muss aber auf jedem Fall der lokalen Baubewilligungsbehörde
im Rahmen eines konkreten Baugesuchs vorbehalten bleiben (Einspracheentscheid E.
3.3), zumal dieser in Bezug auf die ästhetische Würdigung der örtlichen Verhältnisse eine
erhebliche Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zukommt (BGE 145 I 52 E. 3.6). Damit
ist auch dem Antrag auf Einholung eines Gutachtens der ENHK nicht stattzugeben, wobei
jedoch darauf hinzuweisen ist, dass es sich bei den Häusern entlang der F. nicht um
ISOS-Schutzobjekte handelt.
6.7 Bei der Ortsplanung sind auch die Bedürfnisse der Grundeigentümer und der Bevölkerung
zu berücksichtigen (Art. 1 Abs. 1 RPG; BGE 124 II 391 E. 4c). Eine Planung ist daher
nicht schon deshalb sachlich unhaltbar, weil sie den Interessen einzelner Privater oder
Betriebe entgegenkommt (Urteil des Bundesgerichts 1P.297/2002 vom 26. November
2002 E. 4.9). Dass die Teilzonenplanänderung durch die Beschwerdegegner initiiert
wurde, steht deren Genehmigungsfähigkeit demnach nicht entgegen. Was die Interessen
der Beschwerdeführer anbelangt, so besteht einerseits kein Anspruch darauf, dass ein
Grundstück dauernd in derselben Zone verbleibt (BGE 123 I 175 E. 3a). Andererseits
scheinen die Beschwerdeführer zu verkennen, dass auf dem unüberbauten Teil der
Parzelle Nr. 0002 im Rahmen der bestehenden Zonierung OE bspw. auch der Bau eines
kommunalen Werkhofgebäudes für die Unterbringung entsprechender Fahrzeuge des öf-
fentlichen Dienstes möglich wäre. Ein solches würde anders als in der Zone WG2 keinen
reglementarischen Massbeschränkungen unterliegen und dessen Betrieb wäre wohl fre-
quentierter, als derjenige des geplanten M.. Damit ergeben sich keine Anhaltspunkte,
dass die blosse Umzonung der Parzelle Nr. 0002 von der Zone OE in die Zone WG2 eine
erhöhte Beeinträchtigung der Beschwerdeführer zur Folge hat.
6.8 Nicht ersichtlich ist im Weiteren, weshalb der Erlass des Teilzonenplans gegen demokrati-
sche Vorschriften und Prinzipien verstossen soll, weil über den strittigen Teilzonenplan
separat abgestimmt wurde. Ein solcher Verstoss wäre im Übrigen auf dem Weg der
Stimmrechtsbeschwerde zu rügen gewesen (vgl. dazu Art. 62 des Gesetzes über die poli-
tischen Rechte, bGS 131.12) und kann daher nicht Gegenstand dieses Beschwerdever-
fahrens bilden.
6.9 In Anbetracht dieser Umstände ist die Teilzonenplanänderung als geringfügig und von
untergeordneter Bedeutung einzustufen, womit im Lichte der bundesgerichtlichen Recht-
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sprechung keine gleichzeitige gesamthafte Überprüfung der Ortsplanung erforderlich
erscheint. Der Teilzonenplanänderung stehen zudem keine Änderungen der gesetzlichen
Vorschriften entgegen, wobei dies von den Beschwerdeführern auch nicht weiter substan-
tiiert wird. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Teilzonenplanänderung ausserhalb
der bevorstehenden Gesamtrevision der Ortsplanung erfolgte. Der Teilzonenplan erweist
sich zudem als sachgerecht, um den berechtigten Interessen der Beschwerdegegner an
einer Betriebserweiterung ohne erhebliche Einschränkungen der angrenzenden in der
WG-Zone liegenden Parzellen der Beschwerdeführer zum Durchbruch zu verhelfen. Für
die beantragte Umzonung bestehen daher gewichtige private und öffentliche Interessen,
welche die Interessen der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall überwiegen.
7. Art. 36a Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer, GSchG, SR 814.20)
verpflichtet die Kantone, den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer festzulegen, der
erforderlich ist für die Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, des
Schutzes vor Hochwasser und der Gewässernutzung (Gewässerraum). Der Gewässer-
raum soll den Raumbedarf der Gewässer langfristig sicherstellen und ist grundsätzlich
unabhängig vom Bestehen konkreter Revitalisierungs- oder Hochwasserschutzprojekte
freizuhalten (BGE 140 II 437 E. 5.4). Diese Anforderungen werden in den Art. 41a der
Gewässerschutzverordnung (GSchV, SR 814.201) (für Fliessgewässer) und Art. 41b
GSchV (für stehende Gewässer) präzisiert. Die Kantone sorgen dafür, dass der Gewäs-
serraum bei der Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt sowie extensiv gestaltet und
bewirtschaftet wird (Art. 36a Abs. 3 Satz 1 GSchG). Solange der Gewässerraum nicht
festgelegt ist, sind die Übergangsbestimmungen zur Änderung der Gewässerschutzver-
ordnung vom 4. Mai 2011 anwendbar. Danach gelten die Vorschriften für Anlagen nach
Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV bei Fliessgewässern bis zu 12 m Breite auf einem beidseiti-
gen Streifen von je 8 m plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle (Abs. 2 lit. a).
7.1 Die Vorinstanz hält in Ziff. 5 f. des angefochtenen Entscheids fest, dass der Regierungsrat
gestützt auf die vorläufige Verordnung aus dem Jahr 2012 für jede Gemeinde den
Gewässerraum innerhalb der Bauzone mittels einer Gewässerraumkarte festgelegt habe.
Selbst, wenn diese Festlegung nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechen würde, würde
der Gewässerraum gemäss den Übergangsbestimmungen gelten. Eine Pflicht, den
Gewässerraum zusammen mit der Nutzungsplanung grundeigentümerverbindlich
festzulegen, bestehe weder auf Bundesebene noch auf kantonaler Ebene. Bei einer
grundeigentümerverbindlichen Festlegung werde kaum ein grösserer Gewässerraum als
der heute zumindest behördenverbindliche festgelegte Gewässerraum gelten. Zudem
könne die effektive grundeigentümerverbindliche Festlegung auch im Rahmen der
Prüfung eines konkreten Bauvorhabens erfolgen.
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7.2 Die Beschwerdeführer stellen die Gewässerraumkarte in Frage und beanstanden, dass es
offensichtlich nicht vereinbar mit den Planungsgrundsätzen, mit der Pflicht zur materiellen
und formellen Verfahrenskoordination sowie mit der Pflicht zur Vornahme einer umfas-
senden Interessenabwägung sei, eine Teilzonenplanänderung zu beschliessen, ohne
gleichzeitig den überfälligen Gewässerraum festzulegen. Diesbezüglich verweisen sie auf
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen. Eine umfassende Interessenab-
wägung sei bei Planerlassen zwingend. Eine Festsetzung im Einzelfall lasse sich mit dem
Legalitätsprinzip und der Trennung von Rechtsetzung und Rechtsanwendung nicht ver-
einbaren. In der Replik machen sie zudem geltend, dass sich die kantonalen Behörden
schon seit dem 1. Januar 1980 um die Naturgefahren hätten kümmern müssen. Auch die
Hochwassergefährdung müsse in grundeigentümerverbindlicher Weise festgelegt werden.
7.3 Die Beschwerdeführer rügen grundsätzlich zu Recht, dass die bestehende Gewäs-
serraumkarte den Anforderungen von Art. 36a Abs. 1 GSchG mangels Anhörung der
betroffenen Kreise nicht genügt. Das Bundesrecht gebietet, dass für die Festlegung des
Gewässerraums ein Planungsverfahren zu wählen ist, das parzellenscharfe, grundeigen-
tümerverbindliche und anfechtbare Festlegungen trifft (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ,
Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl. 2019, S. 1013). Soweit das entsprechende Voll-
zugsrecht im kantonalen Recht noch fehlt, ist dieses auf dem Weg der Gesetzgebung zu
schaffen (CHRISTOPH FRITZSCHE in: Hettich/Jansen/Norer (Hrsg.), Kommentar GschG und
WBG, Rz. 33 zu Art. 36a GSchG).
Wie die Vorinstanz jedoch richtig festhält, können die Beschwerdeführer im vorliegenden
Fall aus der mangelhaften Festlegung des Gewässerraums nichts zulasten der strittigen
Umzonung ableiten, da mangels grundeigentümerverbindlichen Festlegung des Gewäs-
serraums die Übergangsbestimmungen vom 4. Mai 2011 zur Anwendung kommen. Dem
übergangsrechtlichen Gewässerraum kommt die Funktion einer Planungszone zu (vgl.
BGE 140 II 437 E. 6.2), womit darin nichts unternommen werden darf, was die Planung
erschweren könnte (Art. 27 Abs. 1 RPG und Art. 54 Abs. 1 BauG). Dem steht die geplante
Umzonung nicht entgegen, weil damit kein Bauvorhaben präjudiziert wird, welches inner-
halb dieses übergangsrechtlichen Gewässerraums zu liegen kommt (anders sind die
Sachverhalte in den von den Beschwerdeführern zitierten Urteilen des Verwaltungsge-
richts St. Gallen, wo bauliche Massnahmen im Gewässerraum strittig waren). Diesen
übergangsrechtlichen Gewässerraum hätten Bauvorhaben auf der Parzelle Nr. 0002 zu-
dem auch in der bestehende Zone OE einzuhalten. Von Bundesrechts wegen besteht zu-
dem keine Verpflichtung, Planungsverfahren zu sistieren oder Teilzonenpläne nicht zu
genehmigen, soweit durch diese der übergangsrechtliche Gewässerraum nicht durch
https://www.swisslex.ch/doc/lawdoc/300e4027-92da-4a78-a4d0-421e7efa87e6/source/document-link
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bauliche Massnahmen tangiert wird. Im Übrigen ist es entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführer keinesfalls zwingend, den Gewässerraum im Zonenplan Nutzung
festzulegen, zumal die gesetzlichen Grundlagen für eine grundeigentümerverbindliche
Festlegung im revidierten Wasserbaugesetz erst geschaffen werden müssen. Damit ist
kein Verstoss gegen die Koordinationspflicht auszumachen.
Dieselben Überlegungen lassen sich auch auf den Hochwasserschutz übertragen:
Gemäss der Gefahrenkarte Wasser ist der nordwestliche Teil der Parzelle Nr. 0002 im
Gebiet mittlerer Gefährdung eingetragen, welche zudem grösstenteils im übergangsrecht-
lichen Gewässerraum liegt. Die Gefahrenkarten sind behördenverbindlich und als Grund-
lagen in der Raumplanung zu berücksichtigen (ERWIN HEPPERLE in: Hettich/Jansen/Norer
(Hrsg.), Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, N 9 und
12 f. zu Art. 3 WBG mit Hinweisen). Dies geschieht in der Regel mit der Ausscheidung
von Gefahrenzonen (Art. 21 Abs. 1 der Wasserbauverordnung (WBV, SR 721.100.1),
welche im Rahmen der Ortsplanungsrevision auf dem ganzen Gemeindegebiet auszu-
scheiden sind. Auch hier gilt es festzuhalten, dass durch den strittigen Teilzonenplan kein
Bauvorhaben präjudiziert wird, dessen Bewilligungsfähigkeit in einer Gefahrenzone zu
verneinen wäre. Ob entsprechende Hochwasserschutzmassnahmen erforderlich sind, ist
ebenfalls im Rahmen eines konkreten Baubewilligungsverfahrens zu beurteilen (vgl. S. 3
des Planungsberichts), was auch für Bauvorhaben in der aktuellen Zone OE und damit
ebenfalls unabhängig von der Zonierung gilt.
8. Die Beschwerdeführer beanstanden im Weiteren den Planungsbericht und wiederholen
wortwörtlich in Ziff. 7 der Beschwerde ihre Ausführungen von Ziff. 9 der Rekursbegrün-
dung, ohne sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Diesbezüglich
kann demnach auf die Begründung in E. 5 des Rekursentscheids und E. 7 des Genehmi-
gungsentscheids verwiesen werden (vgl. auch oben E. 2). Ergänzend dazu ist festzuhal-
ten, dass im Planungsbericht auf die zentralen und kritischen Punkte der Revision einge-
gangen wird. Dieser kann sich auf das Wesentliche beschränken und soll der Bedeutung
und dem Umfang der jeweiligen Nutzungsplanung angepasst sein (AEMISEGGER/KISSLING,
in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung,
2016, N. 48 zu den Vorbemerkungen). Im Planungsbericht vom 24. Oktober 2017 lassen
sich die Ermittlung der Interessen und die dem Teilzonenplan zugrunde liegende Ge-
wichtung nachvollziehen, womit er diese Anforderungen erfüllt.
https://www.swisslex.ch/doc/aol/4ff161ff-4526-4a2a-b801-e7e80bf57b31/300e4027-92da-4a78-a4d0-421e7efa87e6/source/document-link
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9.
9.1 Die Beschwerdeführer vertreten den Standpunkt, dass sich der Rekurs- und der
Genehmigungsentscheid vom 28. April 2020 nicht mit dem kantonalen Richtplan verein-
baren liessen. Der Teilzonenplan bezwecke die Schaffung von zusätzlichem Raum für
Arbeitsplätze. Die Schaffung von zusätzlichen „Arbeitszonenflächen“ dürfe nur erfolgen,
wenn eine Arbeitszonenbewirtschaftung vorliege. Damit solle verhindert werden, dass
Flächen für Arbeitsplätze ausgeschieden würden, obwohl noch viele ungenutzte (oder
unternutzte) derartige Flächen vorhanden seien. Hierzu seien Art. 30a Abs. 2 RPV und
Ziff. 4 des Genehmigungsentscheids des Bundesrats zu beachten. Die vorgenannten
Nachweise lägen nicht vor. Im Weiteren widerspreche der Teilzonenplan F. auch dem
Leitsatz Nr. 6 des Kantonalen Richtplans. Es sei offenkundig, dass das Gebiet an der F.
aufgrund der örtlichen Verhältnisse (bestehende kleinmasstäbliche Überbauung, Schutz-
objekte, enge Strassenverhältnisse) nicht geeignet sei, um an dieser Stelle mit einer
Zonenplanänderung die Erstellung einer M. zu ermöglichen. In der Replik bringen sie
zudem vor, dass gemäss dem Arbeitszonenmanagement des Kantons Appenzell
Ausserrhoden bereits heute genügend verfügbare Reserveflächen an unüberbauten
Arbeitszonen vorhanden seien, auf welchen die M. realisiert werden könne. Eine
Verlegung des Betriebszentrums von I. von einem planerisch und verkehrstechnisch
richtigen Standort in N. an einen planerisch und verkehrstechnisch absolut ungenügend
erschlossenen Standort an der F. sei völlig unzweckmässig und rechtswidrig.
9.2 Die Ausscheidung neuer Arbeitszonen setzt voraus, dass der Kanton eine Arbeitszonen-
bewirtschaftung einführt, welche die haushälterische Nutzung der Arbeitszonen insgesamt
gewährleistet (Art. 30a Abs. 2 RPV). Der Begriff Arbeitszonen wird als Überbegriff für
Industrie- und Gewerbezonen verwendet (Kantonaler Richtplan, Nachführung 2015, S.1,
S. 35, abrufbar unter https://www.ar.ch/fileadmin/user_upload/Departement_Bau_Volks-
wirtschaft/Amt_fuer_Raum_Wald/Raumentwicklung/Richtplanung/Nachfuehrung_2015_T
extseiten_zum_Auswechseln_im_Ordner.pdf). Leitsatz 6 lit. a der Richtplannachführung
lässt sich entnehmen, dass die Wirtschaftsentwicklung prioritär auf ausgewählte,
konkurrenzfähige, regional abgestimmte Entwicklungsschwerpunkte und Arbeitsplatz-
gebiete ausgerichtet werden soll.
Durch die geplante Umzonung des unüberbauten Teils der Parzelle Nr. 0002 in die Zone
WG2 wird die Zone WG2 geringfügig erweitert, womit offenkundig keine Gewerbe- oder
Industriezone und damit keine neue Arbeitszone geschaffen wird. Die Beschwerdegegner
bestreiten im Weiteren auf S. 7 der Duplik (act. 22), dass das Betriebszentrum der I. nach
O. verlegt wird. Die gegenteilige Behauptung wird von den Beschwerdeführern nicht
substantiiert und es lassen sich den Akten keine Anhaltspunkte für eine Verlegung des
https://www.ar.ch/fileadmin/user_upload/Departement_Bau_Volks-wirtschaft/Amt_fuer_Raum_Wald/Raumentwicklung/Richtplanung/Nachfuehrung_2015_Textseiten_zum_Auswechseln_im_Ordner.pdf https://www.ar.ch/fileadmin/user_upload/Departement_Bau_Volks-wirtschaft/Amt_fuer_Raum_Wald/Raumentwicklung/Richtplanung/Nachfuehrung_2015_Textseiten_zum_Auswechseln_im_Ordner.pdf https://www.ar.ch/fileadmin/user_upload/Departement_Bau_Volks-wirtschaft/Amt_fuer_Raum_Wald/Raumentwicklung/Richtplanung/Nachfuehrung_2015_Textseiten_zum_Auswechseln_im_Ordner.pdf
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Betriebszentrums entnehmen. Damit steht die Teilzonenplanänderung zum kantonalen
Richtplan nicht im Widerspruch.
10. In den Ziff. 9 – 11 der Beschwerde wiederholen die Beschwerdeführer wortwörtlich die
Ausführungen der Rekursbegründung und der Einsprache, ohne sich mit dem angefochte-
nen Entscheid auseinanderzusetzen. Folglich kann diesbezüglich auf E. 7 des
angefochtenen Entscheids und auf obenstehende E. 5 verwiesen werden, in welcher die
vorinstanzliche Interessenabwägung ausführlich gewürdigt wird. Damit ist auf den Even-
tualantrag nicht einzutreten.
11. Insgesamt ergibt sich damit, dass der strittige Teilzonenplan Parzellen Nrn. 0001, 0002
mit keinem ersichtlichen Rechtsmangel behaftet ist. Die Vorinstanzen haben die relevan-
ten Interessen gebührend berücksichtigt und eine haltbare Abwägung vorgenommen.
Damit gehört der Teilzonenplan Parzellen Nrn. 0001, 0002 zum Kreis der möglichen und
zulässigen Lösungen, welche die Vorinstanzen im Rahmen ihres Planungsermessens
nach Art. 2 Abs. 3 RPG anordnen konnten. Konkret sind die Auswirkungen der geplanten
M. und deren Bewilligungsfähigkeit jedoch in einem allfälligen Baubewilligungsverfahren
zu prüfen, in welchem den Beschwerdeführern wiederum sämtliche Parteirechte zu-
stehen. Die Beschwerde ist damit abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist bzw. diese
nicht abgeschrieben werden kann.
12. Nach Art. 19 Abs. 3 i.V.m. mit Art. 53 Abs. 1 VRPG ist im Beschwerdeverfahren vor Ober-
gericht gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf dessen
Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Den Beschwerdeführern ist ausgangsgemäss eine
Entscheidgebühr aufzuerlegen, wobei eine Gebühr von Fr. 3‘000.-- als angemessen
erscheint (Art. 4a des Gesetzes über die Gebühren in Verwaltungssachen, bGS 233.2),
wofür sie solidarisch haften. Der Kostenvorschuss von Fr. 3‘000.-- ist anzurechnen. Dem
ehemaligen Beschwerdeführer K. wird aufgrund der des Beschwerderückzugs im Sinne
von Art. 59 i.V.m. Art 22 Abs. 4 VRPG keine Entscheidgebühr auferlegt.
13.
13.1 Nach Art. 53 Abs. 3 VRPG hat die obsiegende Partei in der Regel Anspruch auf eine Ent-
schädigung für die notwendigen Kosten und Auslagen. Die Parteientschädigung geht zu-
lasten der unterliegenden Partei (Art. 59 i.V.m. Art. 24 Abs. 2 VRPG). Bei der Abschrei-
bung eines Verfahrens ist zu berücksichtigen, wer die Gegenstandslosigkeit verursacht
hat und welche Partei vermutlich obsiegt hätte (KASPAR PLÜSS, in: Alain Griffel [Hrsg.],
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, N. 31
zu § 17 VRG). Die Entschädigung setzt sich zusammen aus einem Honorar und den
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Barauslagen; die Mehrwertsteuer wird als Zuschlag in Rechnung gestellt (Art. 3 der
Verordnung über den Anwaltstarif, AT, bGS 145.53). In Verfahren vor dem Obergericht in
Verwaltungssachen wird das Honorar pauschal festgelegt (Art. 13 Abs. 1 lit. c AT) und
beträgt Fr. 1‘000.-- bis Fr. 10‘000.-- (Art. 16 Abs. 1 AT). Innerhalb des für eine Pauschale
gesetzten Rahmens richtet sich das Honorar nach den besonderen Umständen des
Falles. In Betracht fallen namentlich Art und Umfang der Bemühungen, die Schwierig-
keiten des Falles sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten (Art. 17 AT).
Grundsätzlich kann die mögliche Bandbreite der Honorare unterteilt werden in
a) einfache, unterdurchschnittlich aufwändige Fälle, in denen ein Honorar von
Fr. 1‘000.-- bis zu Fr. 4‘000.-- zu sprechen ist;
b) mittlere Fälle, die durchschnittlich schwierige Rechts- und/oder Sachverhaltsfra-
gen betreffen und einen durchschnittlichen Aufwand benötigten, in denen ein
Honorar in der Grössenordnung von Fr. 4‘000.-- bis Fr. 7‘000.-- angemessen er-
scheint; und
c) schwierige Fälle sowohl bezüglich Sachverhalts- und/oder Rechtsfragen, in de-
nen überdurchschnittlich umfangreiche Eingaben notwendig waren und umfang-
reiche Akten zu studieren waren, was ein Honorar von Fr. 7‘000.-- bis
Fr. 10‘000.--, bzw. in aussergewöhnlichen Fällen bis zu Fr. 15‘000.-- rechtfertigt.
13.2 Vorliegend ist die Entschädigung innerhalb des für die erste Fallgruppe - mit einfachen
Rechtsfragen und unterdurchschnittlichem Aufwand - geltenden Rahmens von bis zu
Fr. 4‘000.-- festzulegen. RA BB., der die Beschwerdegegner im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren vertrat, hat eine Kostennote in der Höhe von Fr. 2‘350.35 eingereicht,
was im Bereich dieser Bandbreite liegt. Die Parteientschädigung ist ausgangsgemäss den
Beschwerdeführern sowie dem ehemaligen Beschwerdeführer K. aufzuerlegen, welcher
die Gegenstandslosigkeit seines Beschwerdeverfahrens durch den Rückzug verursacht
hat.
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