Decision ID: 65d977c8-3256-40b1-b4a4-8662c01325dd
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer, Bahnhofstrasse 32A, Postfach,
8360 Eschlikon TG,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente und Eingliederungsmassnahmen
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1960 geborene L._ meldete sich am 3. April 2003 bei der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung, Umschulung auf
eine neue Tätigkeit und eine Rente. Sie gab an, im ehemaligen Jugoslawien acht Jahre
die Grundschule besucht, jedoch keine Lehre gemacht zu haben. Am 1. Februar 1983
sei sie in die Schweiz gekommen, wo sie als Hilfsarbeiterin, zuletzt seit dem
1. September 2001 als Hausdienstangestellte im Alterszentrum A._ gearbeitet habe.
Seit dem 21. August 2002 sei sie wegen Schmerzen im Knie und im Rücken, einer
Krampfadernoperation mit Komplikationen, geschwollenen Beinen und einer
Depression zu 100% arbeitsunfähig (act. G 3.1/1).
A.b Dr. med. B._ teilte mit Arztbericht vom 16. April 2003 (act. G 3.1/7 und 9) mit, die
Versicherte leide an einer Chondropathia patella beidseits (rechts mehr als links), einer
hinteren Kreuzbandläsion rechts, einem lumbospondylogenen Syndrom, einem
Piriformis-Syndrom, einer depressiven Entwicklung, einer leichten Chondromalazie
(Frühzeichen einer Arthrose), einem PHS rechts, einem Status nach Varizenoperation
im Mai 2002 sowie an Lymphödemen im rechten Oberschenkel. Diese Diagnosen
hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte sei vom 22. Mai bis 9. Juni
2002 zu 100%, vom 10. Juni bis 8. Juli 2002 zu 50%, vom 13. Juli bis 18. Juli 2002 zu
100% und seit dem 21. August 2002 bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig
gewesen. Ihr Gesundheitszustand sei stationär, durch medizinische Massnahmen
könne die Arbeitsfähigkeit nicht verbessert werden und berufliche Massnahmen seien
nicht angezeigt. Zur Zeit sei die Versicherte für jegliche, auch leidensadaptierte,
Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig, wegen Schmerzen in den Beinen, bei Status nach
dreifacher Varizenoperation, und einem grossen Beinödem rechts sowie vor allem auch
aus psychischen Gründen.
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A.c Da Dr. med. C._, bei dem die Versicherte in psychiatrischer Behandlung war,
auch nach der zweiten Mahnung keinen Arztbericht einreichte, ordnete die IV-Stelle
nach Rückfrage beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Ostschweiz (act. G 3.1/12)
eine Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz, St. Gallen, an.
A.d Diese Exploration fand vom 15. bis 17. August 2005 statt. Dem Gutachten vom
30. November 2005 (act. G 3.1/22) ist zu entnehmen, dass die Versicherte an einem
chronifizierten lumbospondylogenen Schmerzsyndrom mit sekundärer
Schmerzausweitung und Tendenz zu einem chronischen, diffusen, generalisierten
Schmerzsyndrom, einer leichten lumbalen Hyperlordose, Skoliose, einer
Osteochondrose L4/5 mit breitbasiger Diskusprotrusion L4/5 und anulärem Riss des
Anulus fibrosus, einer Spondylose, hypertrophierenden Spondylarthrose der distalen
LWS, einem Piriformis-Syndrom, einer Adipositas I (BMI 31 kg/m ), einer leichten bis
mittelgradigen depressiven Störung mit somatischen Symptomen sowie an einem
Problem der Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom leidet.
Diese Diagnosen hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit seien die linksbetonte Chondropathia patellae, die Periarthropathia
humeroscapularis tendinopathica rechts, die partielle Ruptur des hinteren Kreuzbandes
rechts (MRI 09/02), die rezidivierende Varicosis beidseits bei Crossektomie beidseits
und Entfernung der Vena hemicircularia rechts und Varizenoperation links 1989,
Crossenrevisionsoperation und Phlebektomie rechts im Mai 2002 und Recrossektomie
rechts im Mai 2003. Sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Service- und
Reinigungsangestellte wie auch in anderen, körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten unter Vermeidung repetitiven Lastenhebens über 15 kg, Arbeiten in
ausgesprochenen Wirbelsäulen-Zwangshaltungen, des Weiteren von Tätigkeiten,
welche kniend oder in der Hocke ausgeführt werden müssen oder mit repetitiven
Knieflexionen/-extensionen verbunden sind, bestehe unter Berücksichtigung aller
gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
schätzungsweise 35%. Therapeutisch sollte die bereits eingeleitete psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung unbedingt fortgeführt werden, aus somatischer
Sicht wäre eine Gewichtsreduktion anzustreben und ein muskuläres Aufbautraining
durchzuführen. Dies scheitere jedoch an der tiefen Selbsteinschätzung der
Leistungsfähigkeit der Versicherten. Die Prognose sei bei diesem bereits chronifizierten
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Krankheitsbild
eher ungünstig.
A.e Mit Schreiben vom 11. Januar 2006 (act. G 3.1/29) reichte Rechtsanwalt lic. iur.
Max Auer für die Versicherte Arztberichte von Dr. med. C._, Spezialarzt für
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. August 2005 und von Dr. med. D._, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie FMH, vom 2. Juli 2004 ein. Dr. D._ diagnostizierte eine
Coxa profunda beidseits mit Protrusionscoxarthrose beidseits, stärker rechts, und
eingeschränkter Beweglichkeit in beiden Hüften, eine Fibromyalgie, ausgeprägte
Adipositas und Beinödeme bei St. n. fünfmaliger Beinvenenoperation und attestierte
der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 75% bei hoch eingeschränkter Steh- und
Gehfähigkeit. Dr. C._ attestierte der Versicherten aus psychiatrischer Sicht eine
zumindest 75%ige Arbeitsunfähigkeit bei einer mittelgradigen depressiven Störung mit
somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11), einer Chondropathia patella beidseits und
einem lumbospondylogenen Syndrom. Der Rechtsvertreter der Versicherten
beantragte, aufgrund dieser beiden Arztberichte sei der Versicherten eine volle Rente
zuzusprechen. Dem Schreiben lag auch ein Fragebogen der IV-Stelle bei, in welchem
die Versicherte angegeben hat, nicht bereit zu sein, eine Stelle, welche die
Bedingungen an eine leidensadaptierte Tätigkeit erfüllt, anzutreten, an
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen oder sich regelmässig selbst zu bewerben.
Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) G._ habe sie aufgrund der
Arztzeugnisse, welche sie zu 100% arbeitsunfähig schrieben, als nicht
vermittlungsfähig abgelehnt.
A.f Im Schlussbericht vom 17. Januar 2006 (act. G 3.1/30) hielt die IV-
Eingliederungsberaterin fest, da die Versicherte, wie sie im Fragebogen angegeben
habe, überzeugt sei, nicht im von der MEDAS attestierten Ausmass arbeitsfähig zu
sein, könnten keine beruflichen Massnahmen und/oder Begleitung bei der Stellensuche
angeboten werden. Für den Einkommensvergleich sei beim Valideneinkommen gemäss
Auskunft des Alterszentrums A._ von einem Jahresverdienst von Fr. 51'411.-- (13 x
Fr. 3'954.70) auszugehen. Das Invalideneinkommen sei anhand der vom Bundesamt für
Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln.
Bei einer Arbeitsfähigkeit von 65% betrage das Invalideneinkommen Fr. 32'323.-- pro
Jahr.
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A.g Mit Verfügung vom 24. Februar 2006 (act. G 3.1/35) wies die IV-Stelle bei einem
Invaliditätsgrad von 37% den Anspruch der Versicherten auf eine IV-Rente ab.
Ebenfalls am 24. Februar 2006 (act. G 3.1/36) verfügte die IV-Stelle, dass die
Arbeitsvermittlung zur Zeit nicht möglich sei, da sich die Versicherte subjektiv nicht
arbeitsfähig fühle.
A.h Gegen diese beiden Verfügungen erhob Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer am
30. März 2006 (act. G 3.1/39) Einsprache mit den Anträgen, die Verfügungen vom
24. Februar 2006 seien aufzuheben und der Versicherten sei eine halbe IV-Rente
zuzusprechen sowie eine Arbeitsvermittlung zu gewähren. Mit Einsprachebegründung
vom 12. Mai 2006 (act. G 3.1/43) beantragte Rechtsanwalt Auer, die Verfügungen vom
24. Februar 2006 seien aufzuheben und der Versicherten sei eine ganze IV-Rente
zuzusprechen sowie eine Arbeitsvermittlung zu gewähren. Aufgrund der Verfügung
vom 24. Februar 2006 habe Dr. med. C._ am 10. März 2006, in Kenntnis des
MEDAS-Gutachtens vom 30. November 2005, einen einlässlichen Arztbericht
(act. G 3.1/44) verfasst, in welchem er ausführe, dass er die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten auch aus forensischer Sicht anhand der bio-psychischen Faktoren
beurteilt habe und nach wie vor zum Ergebnis gelange, dass die Versicherte für jede
noch zumutbare Tätigkeit maximal zu 30% arbeitsfähig und zu 70% arbeitsunfähig sei.
Dieser Arztbericht widerlege klar die Ausführungen im MEDAS-Gutachten und es sei
zwingend auch darauf abzustellen. Mit dem einlässlichen Arztbericht von Dr. C._ sei
somit der klare Nachweis erbracht, dass die Versicherte zu 70% arbeitsunfähig sei und
deshalb grundsätzlich Anspruch auf eine volle Rente habe. Ausserdem habe die IV-
Stelle abzuklären, welche Tätigkeiten der Versicherten tatsächlich möglich seien und
welches das relevante Jahreseinkommen dieser noch zumutbaren Tätigkeit sei, um
sodann den Einkommensvergleich vorzunehmen.
A.i Auf Anfrage hin führte der RAD Ostschweiz am 7. August 2006 (act. G 3.1/46) aus,
das interdisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 30. November 2005 sei sorgfältig und
umfassend, insbesondere sei auch das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med.
E._ in sich schlüssig und bezüglich der Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
nachvollziehbar. Der Bericht von Dr. med. C._ vom 10. März 2006 bringe keine neuen
bisher unberücksichtigten Fakten, Dr. C._ gebe als behandelnder Psychiater lediglich
eine andere Wertung bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Der RAD Ostschweiz
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empfahl aber, bei der MEDAS eine Stellungnahme zum Bericht von Dr. C._ vom
10. März 2006 einzuholen.
A.j In seiner Stellungnahme vom 23. November 2006 (act. G 3.1/49) hielt Dr. med.
E._ an seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung fest. Während seiner psychiatrischen
Exploration habe die Versicherte den Hauptakzent ihrer Auslegung auf die körperlich
empfundenen Beschwerden gelegt. Sie habe auch von psychischen Störungen
berichtet, die im Grossen und Ganzen mit den von Dr. med. C._ aufgeführten
übereingestimmt hätten, woraus auch die Übereinstimmung in der Diagnose resultiert
habe. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der MEDAS Ostschweiz und von Dr. C._
divergierten beträchtlich. Nach Auffassung von Dr. E._ besteht das Problem in der
unterschiedlichen Wertung des Schmerzsyndroms, also der somatischen Seite. Falls
die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nur auf dem psychischen
Befund basiere, müsse man die Schlussfolgerung ziehen, dass der gleiche Sachverhalt
unterschiedlich gewichtet worden sei. Der Bericht von Dr. C._ sei im Hinblick auf die
Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit zumindest unklar, weshalb sich keine Modifikation
der im MEDAS-Gutachten festgesetzten Arbeitsunfähigkeit aufdränge.
A.k Mit Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 (act. G 1.1.2) wies der Rechtsdienst
der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen die Einsprache ab. Die
Versicherte sei in der MEDAS polydisziplinär untersucht worden. Das MEDAS-
Gutachten vom 30. November 2005 habe ihr eine schätzungsweise 35%ige
Arbeitsunfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Service- und
Reinigungsangestellte wie auch in anderen leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten
unter Vermeidung repetitiven Lastenhebens über 15 kg, Arbeiten in ausgesprochenen
Wirbelsäulen-Zwangshaltungen, des Weiteren von Tätigkeiten, welche kniend oder in
der Hocke ausgeführt werden müssten oder mit repetitiven Knieflexionen/-extensionen
verbunden seien attestiert. Die MEDAS-Begutachtung sei von qualifizierten
Begutachtern vorgenommen worden und basiere auf umfassenden Kenntnissen des
Sachverhalts. Die Anamnese sowie die Befunde seien erhoben worden und die
Begutachtung habe ein rheumatologisches sowie ein psychiatrisches Teilgutachten
beinhaltet. Auch die Beschwerdebeschreibung der Versicherten sowie sämtliche IV-
Akten hätten in das Gutachten Eingang gefunden. Die Beurteilung der zumutbaren
Arbeitsleistung sei nach Kenntnisnahme der Vorakten abgegeben worden. Somit
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entsprächen die beiden Teilgutachten den Anforderungen der Rechtsprechung. Die
Einschätzung von Dr. med. C._ vermöge daher keine Zweifel an der Richtigkeit der
Angaben im MEDAS-Gutachten zu wecken noch gar diese zu widerlegen und selbst zu
überzeugen. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die Versicherte in leichten,
wechselbelastenden Tätigkeiten unter Berücksichtigung aller
gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren 35% arbeitsunfähig sei. Bezüglich der
Arbeitsvermittlung habe die Versicherte beim Fragebogen angegeben, dass sie nicht
bereit sei, Stellen anzutreten. Auch sei sie nicht bereit, an Eingliederungsmassnahmen
der IV teilzunehmen. In der Einsprache mache sie weiterhin geltend, dass sie nicht zu
35%, sondern zu 70% arbeitsunfähig sei. Der subjektive Eingliederungswille der
Versicherten sei nach wie vor nicht ausgewiesen, weshalb die IV-Stelle die
Arbeitsvermittlung zu Recht abgeschlossen habe.
B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer
für die Betroffene am 9. März 2007 erhobene Beschwerde (act. G 1) mit den Anträgen,
der Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 sei aufzuheben und der
Beschwerdeführerin sei eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei der
Beschwerdeführerin eine halbe IV-Rente zuzusprechen. In jedem Fall sei ihr eine
Arbeitsvermittlung durch die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zu
gewähren. Zur Begründung führt Rechtsanwalt Auer im Wesentlichen aus, Dr. med.
C._ habe aufgrund der IV-Verfügung vom 24. Februar 2006 am 10. März 2006 einen
einlässlichen Arztbericht verfasst und darin ausdrücklich ausgeführt, dass er das
Gutachten der MEDAS vom 30. November 2005 zur Kenntnis genommen habe. In
Kenntnis dieses Gutachtens bestätige Dr. C._, dass aufgrund seiner langjährigen
Behandlung und seines Fachwissens und dabei insbesondere auch aufgrund seiner
Begutachtung aus forensischer Sicht anhand der bio-psychischen Faktoren eindeutig
erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin zu 70% arbeitsunfähig sei. Somit sei erstellt,
dass der Arztbericht von Dr. C._ vom 10. März 2006 die Ausführungen im MEDAS-
Gutachten klar widerlege und zwingend auf diese Ausführungen abzustellen sei. Da
dem MEDAS-Gutachten eine Begutachtung des Psychiaters während rund einer
Stunde zugrunde liege, Dr. C._ die Beschwerdeführerin hingegen über Jahre kenne,
sei das Gutachten von Dr. C._ von seiner Tragweite und seinem Gehalt her
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höherwertig als das MEDAS-Gutachten und es sei zwingend auf das Arztgutachten von
Dr. C._ abzustellen. Somit sei eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit
ausgewiesen und der Beschwerdeführerin sei eine ganze Rente zuzusprechen. Die
Ausführungen von Dr. C._ würden auch durch den Austrittsbericht von Dr. med.
F._, Klinik Gais, Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation, Gais,
vom 9. November 2006 (act. G 1.1.3) gestützt. In diesem Austrittsbericht werde
unmissverständlich festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin für jegliche
Tätigkeit 100% arbeitsunfähig fühle und die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer
Sicht auf ca. 50% geschätzt werde. Somit sei klar erstellt, dass die von Dr. med. E._
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35% nicht korrekt sei. Es sei in jedem Fall auf das
Gutachten von Dr. F._ abzustellen, in welchem der Beschwerdeführerin im Minimum
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit attestiert werde. Im Übrigen sei
festzuhalten, dass der Bericht von Dr. F._ mit Abstand der aktuellste Arztbericht sei,
welcher über den Gesundheitszustand und die Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin Auskunft gebe. Das MEDAS-Gutachten liege hingegen über ein
Jahr zurück. Es sei daher im Minimum auf die von Dr. F._ attestierte 50%ige
Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Im Einkommensvergleich resultiere sodann bei einem
Valideneinkommen von Fr. 51'411.-- und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs
von mindestens 10% ein Invaliditätsgrad von 52%, womit die Beschwerdeführerin
Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe. Bezüglich der Arbeitsvermittlung führt der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin aus, bei einer Arbeitsunfähigkeit von 70% und
damit der Ausrichtung einer ganzen Rente benötige die Beschwerdeführerin tatsächlich
keine Arbeitsvermittlung. Gehe man jedoch von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% aus,
sei eine Arbeitsvermittlung angezeigt.
C.
Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2007 (act. G 3) beantragt die
Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf den Einspracheentscheid Abweisung der
Beschwerde. Ergänzend führt sie aus, im Bericht von Dr. med. F._ würden dieselben
Diagnosen gestellt wie von Dr. med. C._, nämlich eine mittelgradige depressive
Episode mit somatischen Symptomen und ein chronisches Schmerzsyndrom. Aus rein
psychiatrischer Sicht werde der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50%
attestiert. Diesbezüglich sei darauf hinzuweisen, dass der Bericht eines behandelnden
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Arztes aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zu ihren Patienten mit
Vorbehalt zu würdigen sei. Im Übrigen beschreibe der Bericht nicht im Einzelnen,
weswegen die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer depressiven Episode nicht mehr
arbeiten können solle. Es sei daher davon auszugehen, dass der gleiche Sachverhalt
unterschiedlich gewichtet worden sei. Insgesamt könne daher weiterhin an der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS, also an einer 35%igen
Arbeitsunfähigkeit, festgehalten werden. Die von Dr. C._ attestierte Arbeitsunfähigkeit
von 70% könne auch aufgrund des neueren Berichts von Dr. F._ definitiv nicht
bestätigt werden.
D.
Mit Replik vom 7. Mai 2007 (act. G 5) hält Rechtsanwalt lic. iur. Max Auer für die
Betroffene an den Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde fest. Abzustellen sei
auf die Begründetheit einer ärztlichen Aussage und Diagnose. Der Arztbericht von Dr.
med. F._ bestätige sowohl die Diagnose wie auch die Anamnese und entspreche den
Voraussetzungen eines unabhängigen Gutachtens. Es sei somit zwingend erstellt, dass
der Arztbericht von Dr. F._ vom 9. November 2006 den Beweis erbringe, dass die
Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids zu 50% arbeitsunfähig
gewesen sei. Die angefochtene Verfügung sei daher aufzuheben und der IV-Grad sei
auf dieser minimalen Basis entsprechend anzupassen.
E.
Am 15. Mai 2007 (act. G 7) erklärt die Beschwerdegegnerin, an den Ausführungen und
am Antrag in der Beschwerdeantwort vollumfänglich festzuhalten. Im Übrigen hat sie
aber auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Dadurch sind im
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) verschiedene
Änderungen erfolgt. Da der streitige Einspracheentscheid am 7. Februar 2007, mithin
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vor dem 1. Januar 2008, erging, sind vorliegend noch die bis zum 31. Dezember 2007
geltenden materiellen Bestimmungen anwendbar (BGE 127 V 467 E. 1 und BGE
121 V 366 E. 1b).
2.
2.1 Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann der Einkommensvergleich zur
Ermittlung des Invaliditätsgrades erst erfolgen, wenn allfällige
Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden sind bzw. wenn aufgrund der
Sachverhaltsabklärungen feststeht, dass keine Eingliederung möglich ist
("Eingliederung vor Rente"; vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, N 15 zu Art. 16 und N 11
zu Art. 7). Mögliche Eingliederungsmassnahmen sind nach Art. 8 Abs. 3 IVG neben
medizinischen Massnahmen Massnahmen beruflicher Art wie Berufsberatung,
Umschulung und Arbeitsvermittlung.
2.2 Im Gutachten vom 30. November 2005 wird aus somatischer Sicht eine
Gewichtsreduktion sowie ein muskuläres Aufbautraining empfohlen. Es wird jedoch
festgehalten, dass sich diese Massnahmen nur schwer realisieren lassen dürften. Im
Übrigen scheint die im Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35% im
Wesentlichen nicht auf die somatischen, sondern auf die psychiatrischen Befunde
zurückzuführen sein. Aus psychiatrischer Sicht sollte gemäss Gutachten die
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung unbedingt fortgesetzt werden. Diese
Empfehlung befolgt die Beschwerdeführerin offensichtlich, da sie gemäss Arztbericht
vom 10. März 2006 nach wie vor bei Dr. med. C._ in Behandlung steht und vom
21. September bis 4. Oktober 2006 in der Klinik Gais stationär behandelt wurde. Ihrer
Pflicht, sich medizinischen Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen, kommt die
Beschwerdeführerin somit nach.
2.3 Für die berufliche Eingliederung ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall
grundsätzlich eine Eingliederungspflicht besteht, da die behinderungsbedingte
Einschränkung eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben könnte.
Da aber die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in allen Tätigkeitsbereichen (aus
psychiatrischen Gründen) gleichermassen um 35% eingeschränkt ist, könnte ihre
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behinderungsbedingte Einbusse einzig durch berufliche Massnahmen erheblich
reduziert werden, die sie ausbildungsmässig qualifizieren und über das vorher besetzte
Lohnniveau hinausheben würden. Die Beschwerdeführerin hat im ehemaligen
Jugoslawien die Grundschule abgeschlossen, jedoch keinen Beruf erlernt (vgl.
act. G 3.1/1). In der Schweiz war sie immer als Hilfsarbeiterin tätig. Ihre
Deutschkenntnisse schätzt die Beschwerdeführerin zwar als gut ein, jedoch nur im
mündlichen Ausdruck (vgl. act. G 3.1/29); sie beherrscht die deutsche Sprache aber
nicht genügend, um sich darin auch schriftlich ausdrücken zu können.
Erwerbswirksame berufliche Massnahmen müssten damit nicht nur in der Vermittlung
ausreichender Deutschkenntnisse bestehen, sondern würden darüber hinaus eine
erstmalige Berufsausbildung erforderlich machen. Dies jedoch erscheint unter den
gegebenen Umständen als unverhältnismässig. Auf die Durchführung beruflicher
Eingliederungsmassnahmen ist daher zu Recht verzichtet worden.
2.4 Dies gilt nicht für die Arbeitsvermittlung. Allerdings ist die Arbeitsvermittlung nicht
geeignet, die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse zu vermindern, denn sie
bezweckt nur, die Verwertung einer bestehenden (Rest-) Erwerbsfähigkeit auf dem
realen und aktuellen Arbeitsmarkt zu fördern. Das RAV G._ hat die
Beschwerdeführerin gemäss deren Angaben im Fragebogen vom 11. Januar 2006
(act. G 3.1/29) aufgrund der von ihr vorgelegten Arztzeugnisse als nicht
vermittlungsfähig erachtet. Die Beschwerdeführerin selbst fühlt sich nach wie vor zu
100% arbeitsunfähig (vgl. act. G 1.1.3) und hat erklärt, sie sei nicht bereit eine
adaptierte Tätigkeit anzutreten oder an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen
(act. G 3.1/29). Da die Beschwerdeführerin somit ihre Restarbeitsfähigkeit nicht in
zumutbarem Umfang ausgeschöpft hat, ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin vorliegend von weiteren Eingliederungsmassnahmen abgesehen
hat. Die Verfügung vom 24. Februar 2006, mit welcher die Arbeitsvermittlung
abgeschlossen wurde, erweist sich daher als rechtens.
3.
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
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50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Ist die versicherte Person vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen, gilt nach Art. 8 Abs. 3 ATSG
die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, als Invalidität.
3.2 Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen
Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den
Invaliditätsgrad festlegen zu können, sind daher medizinische Grundlagen wesentlich.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982
S. 34; Rz 3047 f des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen
Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung =
KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf die
Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die
versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).
4.
4.1 Strittig ist vorliegend die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Während sich
die Beschwerdegegnerin gestützt auf das Gutachten der MEDAS Ostschweiz auf den
Standpunkt stellt, eine adaptierte Tätigkeit könne von der Beschwerdeführerin zu 65%
ausgeführt werden, vertritt ihr Rechtsvertreter die Auffassung, dies sei höchstens zu
50% möglich.
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4.2 Die Beschwerdeführerin lässt geltend machen, laut den ärztlichen Berichten von
Dr. med. C._ vom 10. März 2006 und von Dr. med. F._ vom 9. November 2006
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50%. Da diese Berichte aktueller seien als
das Gutachten der MEDAS Ostschweiz, sei von einer Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von maximal 50% auszugehen. Diese Sichtweise kann nicht geteilt
werden. Das Gutachten der MEDAS Ostschweiz diagnostiziert eine leichte bis
mittelgradige depressive Störung mit somatischen Symptomen und ein Problem der
Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerzsyndrom. Die psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung habe bisher keinen Erfolg gehabt, da die
Beschwerdeführerin auf die somatischen Beschwerden fixiert sei. Die tiefe
Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit lasse sich psychiatrisch nicht begründen, die
psychischen Störungen begründeten lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 35%. Dass
sich der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin seit Erstellung des
Gutachtens verschlechtert hätte, ist trotz der Arztberichte von Dr. C._ vom 10. März
2006 (act. G 1.1.4) und von Dr. F._ vom 9. November 2006 (act. G 1.1.3), welche der
Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 70% resp. 50% attestieren, nicht
ausgewiesen. Dr. C._ hält in seinem Bericht ausdrücklich fest, er stimme mit Dr. med.
E._ überein, dass eine mittelgradige depressive Störung mit somatischen
Symptomen und ein chronifiziertes Schmerzsyndrom vorliege. Dr. F._ seinerseits
diagnostiziert in seinem Bericht vom 9. November 2006 ebenfalls eine mittelgradige
depressive Episode mit somatischen Symptomen und ein chronisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom. Hinsichtlich der Diagnose stimmen somit die
beiden von der Beschwerdeführerin eingereichten Arztberichte mit dem MEDAS-
Gutachten überein, sie weichen lediglich in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von
diesem ab. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht
ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater deshalb
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind,
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der
Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht
angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage
zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden
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Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten
abweichenden Auffassungen festhalten (Bundesgerichtsentscheid i/S H. vom 18. April
2006 [I 783/2005] E. 2.2). Nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung ist
überdies stets der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/
S S. vom 17. August 2005 [I 212/05]). Die zumutbare Leistungsfähigkeit wird im
Rahmen der therapeutischen Bemühungen oft bewusst tief angesetzt.
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass weder der Arztbericht von Dr. C._
vom 10. März 2006 noch derjenige von Dr. F._ vom 9. November 2006 geeignet sind,
das MEDAS-Gutachten vom 30. November 2005 in Zweifel zu ziehen. Die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS Ostschweiz erfolgte unter Berücksichtigung
sowohl der körperlichen Beschwerden wie auch der psychischen Probleme. Sie bezieht
sich auf eine bei gutem Willen objektiv zumutbare Leistung in einer leidensadaptierten
Tätigkeit. Ihr ist der Vorrang zu geben. Es ist deshalb davon auszugehen, dass eine
Arbeitsfähigkeit von 65% besteht.
5.
5.1 Für die Invalidität massgebend sind die erwerblichen Auswirkungen der
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist
nach der Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden
Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde
tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu
erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn, welchen die versicherte Person
vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen (Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 20. November 2001 [I 716/00]; ZAK
1980 S. 593), da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S S. vom 27. Februar 2004 [I 601/03]; BGE 129 V 224 E. 4.3.1).
Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) ist für die Vornahme des
Einkommensvergleichs auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222). Vorliegend ist der
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Einkommensvergleich für 2003 vorzunehmen, da die einjährige Wartezeit (vgl. Art. 29
Abs. 2 IVG) im August jenes Jahres ablief (nach den medizinischen Unterlagen trat bei
der Beschwerdeführerin am 21. August 2002 eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit auf).
5.2 Im Jahr 2003 betrug der monatliche Lohn der Beschwerdeführerin Fr. 3'766.40
(act. G 3.1/8). Inklusive 13. Monatslohn ergibt sich ein Jahreseinkommen von
Fr. 48'963.--, was dem möglichen Valideneinkommen für das Jahr 2003 entspricht.
6.
6.1 Nach Art. 16 ATSG ist beim Einkommensvergleich als Invalideneinkommen
dasjenige Erwerbseinkommen einzusetzen, welches die versicherte Person nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Im
vorliegenden Fall arbeitet die Beschwerdeführerin seit August 2002 nicht mehr, womit
sie die ihr mit Gutachten der MEDAS Ostschweiz attestierte Arbeitsfähigkeit von 65%
nicht ausschöpft. Für die Ermittlung des Invaliditätsgrades ist daher die vom
Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE)
heranzuziehen. Der monatliche Durchschnittslohn im Anforderungsniveau 4 betrug im
Jahr 2002 für Frauen Fr. 3'820.-- (TA1 S. 43) oder pro Jahr Fr. 45'840.--. Um die
Nominallohnentwicklung erhöht ergibt dies für das Jahr 2003 ein Einkommen von
Fr. 46'498.-- (2002 111.5 Punkte, 2003 113.1 Punkte; vgl. LE 2003). Da diese Werte auf
einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beruhen, sind sie
noch auf die im Jahre 2003 betriebsüblich gewesene Arbeitszeit von 41.7 Stunden
umzurechnen. Dies ergibt ein Einkommen von Fr. 48'474.-- pro Jahr. Der
Beschwerdeführerin ist ein Pensum von 65% zumutbar. Das Jahreseinkommen beläuft
sich bei 65% auf Fr. 31'508.--.
6.2 In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens
herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig
von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen
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leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere
persönliche
oder berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller
Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller
jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen
(vgl. BGE 126 V 75).
6.3 Die Beschwerdegegnerin hat keinen solchen Abzug vorgenommen. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht geltend, es sei mindestens ein Abzug
von 10% vorzunehmen. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass die
Beschwerdeführerin wegen ihres chronifizierten lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms, der leichten lumbalen Hyperlordose, der Osteochondrose L4/5 mit
breitbasiger Diskusprotrusion L4/5 und anulärem Riss des Anulus fibrosus, der
Spondylose, hypertrophierenden Spondylarthrose der distalen LWS, des Piriformis-
Syndroms und der Adipositas I nur noch leichte wechselbelastende Tätigkeiten unter
Vermeidung von repetitivem Lastenheben über 15 kg, von Arbeiten in
ausgesprochenen Wirbelsäulen-Zwangshaltungen und von Tätigkeiten, welche kniend
oder in der Hocke ausgeführt werden müssen oder mit repetitiven Knieflexionen/-
extensionen verbunden sind, ausüben kann. In allen körperlich geeigneten Tätigkeiten
ist die Beschwerdeführerin zudem aufgrund ihrer psychischen Einschränkung nur zu
65% einsatzfähig. Da die Schweizerische Lohnstrukturerhebung auf den Löhnen
gesunder Arbeitnehmerinnen basiert, erscheint vorliegend ein Leidensabzug
gerechtfertigt, der unter den gegebenen Umständen auf 10% festzusetzen ist. Es
resultiert ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 28'357.--. Der Verdienstausfall
macht Fr. 20'606.-- aus, womit sich ein Invaliditätsgrad von 42% ergibt. Damit hat die
Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.
7.
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7.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene
Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 ist aufzuheben und die Sache ist zur
Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
7.2 Gemäss den Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember
2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen
Einsprachen das bisherige Recht (lit. b der Schlussbestimmungen). Somit gelangt
Art. 69 Abs. 1 IVG zur Kostenpflicht von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die
Verweigerung von IV-Leistungen im kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur
Anwendung. Gerichtskosten sind demnach keine zu erheben.
7.3 Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Beschwerdebegehren nur teilweise
durchgedrungen. Trotzdem ist von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen,
denn die Beschwerdeführerin war gezwungen, Beschwerde zu führen, um eine
Korrektur des teilweise rechtswidrigen Einspracheentscheids vom 7. Februar 2007 zu
erreichen. Der ihr entstandene Vertretungsaufwand ist deshalb grundsätzlich als
notwendig zu qualifizieren und zwar unabhängig davon, ob sie mit ihrem konkreten
Beschwerdebegehren ganz oder nur teilweise durchgedrungen ist. In Analogie zur
höchstrichterlichen Rechtsprechung betreffend den Anspruch auf eine
Parteientschädigung bei einer Rückweisung zur weiteren Abklärung des Sachverhalts,
bei dem die Beschwerde führende versicherte Person trotz eines weitergehenden
Beschwerdebegehrens ebenfalls "nur" die Aufhebung der angefochtenen Verfügung
erreicht hat (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), ist deshalb davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin mit ihrem eigentlichen Beschwerdebegehren, der angefochtene
Einspracheentscheid sei als rechtswidrig aufzuheben, vollumfänglich obsiegt hat. Es
besteht deshalb keine Veranlassung, in Analogie zum zivilprozessualen Klageverfahren
von einem nur teilweisen Obsiegen auszugehen und nur eine reduzierte
Parteientschädigung auszusprechen (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 8. Januar 2008 [IV 2007/214]).
7.4 Die Parteientschädigung wird vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der
bis
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Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint vorliegend eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG