Decision ID: 8a75b9a1-e0bd-4e5b-898d-825c3a54f9b0
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ bezog seit Jahren Ergänzungsleistungen zu einer ganzen Rente und einer
Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung wegen einer Hilflosigkeit mittleren
Grades. Sie war entmündigt und unter die elterliche Gewalt (Art. 369 Abs. 1 und 385
Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB] in der bis 31. Dezember 2012
gültig gewesenen Fassung, act. G 21.1.421) bzw. unter eine umfassende
Beistandschaft (Art. 398 ZGB, act. G 17.1.71) gestellt worden, die von ihren Eltern
ausgeübt wurde. Am 6. November 2012 liess sie eine Krankheitskostenvergütung als
Ersatz für den infolge ihrer Betreuung anfallenden Erwerbsausfall der Mutter
beantragen (act. G 11.2.233). Am 14. Dezember 2012 liess sie mitteilen (act.
G 11.2.229), ihre Mutter sei bis Ende Januar 2008 in einem Pensum von 50%
erwerbstätig gewesen. Der Lohn habe sich im Jahr 2007 auf Fr. 30’220.80.-- brutto
belaufen. Da sie, die EL-Bezügerin, ab Februar 2008 nicht mehr im Wohnheim habe
fremdbetreut werden können, sei ihre Mutter gezwungen gewesen, die Arbeitsstelle
aufzugeben. Sie (die EL-Bezügerin) leide als Geburtsinvalide an folgenden Diagnosen:
Schwerer Entwicklungsrückstand, Debilität, Hemisyndrom links und Epilepsie. Sie
A.a.
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arbeite in einer Tagesstätte. Ihre Mutter müsse während dieser Zeiten stets auf Abruf
verfügbar sein, denn sie sei immer wieder krank, habe Absenzen und epileptische
Anfälle sowie aggressive "Ausraster". Am 5. Juni 2013 beauftragte die EL-
Durchführungsstelle das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen mit einer
Abklärung bezüglich der Anzahl der Stunden pro Tag, die für die Pflege und für die
Betreuung der EL-Bezügerin sowie (separat) für die Haushaltshilfe benötigt würden
(act. G 11.2.218). Der Leiter der Tagesstätte berichtete am 29. Juli 2013 (act.
G 11.2.209), die EL-Bezügerin arbeite etwas weniger als die wöchentliche Arbeitszeit
von normalerweise 35 Stunden und verlasse die Tagesstätte jeweils bereits um 15.00
Uhr. Der Betreuungsaufwand sei sehr hoch, da die EL-Bezügerin zusätzlich zur
geistigen Behinderung unter einer sehr geringen Frustrationstoleranz leide. Diese führe
immer wieder zu Konfliktsituationen bei der täglichen Arbeit. Die Tagesstätte arbeite
"sehr intensiv" mit der Mutter der EL-Bezügerin zusammen. Es finde ein regelmässiger
Informationsaustausch statt. Für die Tagesstätte sei eine jederzeitige Erreichbarkeit der
Mutter wichtig. Am 31. Juli 2013 berichtete die Pflegefachfrau B._ im Auftrag des
Gesundheitsdepartementes des Kantons St. Gallen über die am 2. Juli 2013
durchgeführte Abklärung (act. G 11.2.206). Sie hielt fest, die EL-Bezügerin sei äusserst
reinlich, benötige bei der Körperpflege aber Unterstützung und Anleitung. Sie müsse
regelmässig rasiert werden. Sie könne sich die Nägel nicht selbst schneiden. Morgens,
abends und am Wochenende auch mittags werde ihr das Essen von ihrer Mutter
zubereitet, gerichtet und in mundgerechte Teile zerlegt. Die EL-Bezügerin benutze kein
Besteck. Ausserhalb der elterlichen Wohnung benötige sie Unterstützung bei der
Fortbewegung, da sie örtlich desorientiert sei. Es bestehe eine dauernde latente Gefahr
von epileptischen Anfällen; diese Krankheit habe aber in den letzten Jahren mit
Medikamenten gut eingestellt werden können. Ein Elternteil müsse allerdings stets
telefonisch erreichbar sein. Momentan hänge alles an der Mutter, da der Vater einen
schweren Herzinfarkt erlitten habe und sich in einer Rehabilitation befinde. Ein- bis
zweimal pro Monat werde die Mutter von der Tagesstätte angerufen. Die Einsatzzeit für
die EL-Bezügerin belaufe sich total auf 70,4 Stunden pro Monat für Pflegeleistungen
und auf 65,15 Stunden pro Monat für Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen,
wovon 28,5 Stunden pro Monat auf die Betreuung entfielen. Die Mutter habe fünf bis
sieben Pflegekinder angenommen, um ihre Präsenzzeit sinnvoll nutzen zu können. Eine
auswärtige Arbeitstätigkeit sei in der momentanen Situation unvorstellbar. Mit einer
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Verfügung vom 9. September 2013 wies die EL-Durchführungsstelle das Gesuch der
EL-Bezügerin ab (act. G 11.2.194). Eine am 8. Oktober 2013/18. November 2013
dagegen erhobene Einsprache (act. G 11.2.187 und 11.2.183), worin die EL-Bezügerin
unter anderem vorbringen liess, dass ihre Mutter seit dem 1. August 2005 eine
Invalidenrente der Unfallversicherung von 15% (vgl. act. G 11.4.6) und seit dem
1. Dezember 2002 eine halbe Rente der Invalidenversicherung (bei einer
Arbeitsfähigkeit von 50%, vgl. act. G 11.3.11 und 11.3.15) beziehe, wies die EL-
Durchführungsstelle mit einem Entscheid vom 15. Mai 2014 ab (act. G 11.2.175). Eine
dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
am 3. November 2015 teilweise gut. Es hob den Einspracheentscheid vom 15. Mai
2014 wegen einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auf und wies die Sache
zur weiteren Abklärung an die EL-Durchführungsstelle zurück (EL 2014/28, act.
G 11.2.152).
Am 22. Januar 2016 gab die Tagesstätte der EL-Durchführungsstelle an (act. G
11.1.141), im Jahr 2015 habe sich die Betreuungsintensität leicht reduziert. Die EL-
Bezügerin benötige aber nach wie vor sehr viel Betreuung und Beachtung. In den
vergangenen Jahren seien nur für das Jahr 2011 wegen eines medizinischen Problems
übermässige Absenzen zu verzeichnen gewesen. Ansonsten habe die EL-Bezügerin
jeweils ihre vier Ferienwochen und die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr
bezogen. Nach wie vor würden zwei bis drei Telefonate pro Monat geführt. Zwei- bis
dreimal pro Jahr gehe es der EL-Bezügerin psychisch nicht so gut. In dieser Zeit seien
tägliche telefonische Absprachen notwendig. Wenn sich die EL-Bezügerin in der
Tagesstätte aufhalte, sei diese den ganzen Tag für die Betreuung zuständig, auch
wenn es der EL-Bezügerin psychisch nicht so gut gehe. Es sei schon vorgekommen,
dass die Familie in solchen Zeiten die EL-Bezügerin für einen Tag zuhause behalten
habe. Am 14. März 2016 beauftragte die EL-Durchführungsstelle das
Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen mit einer weiteren Abklärung des
Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftsaufwandes der EL-Bezügerin (act. G
11.1.132). Z._ erstattete am 12. Juli 2016 einen entsprechenden Abklärungsbericht
(act. G 11.1.127). Sie hielt fest, der Betreuungsaufwand sei seit dem Jahr 2013 im
Wesentlichen unverändert geblieben. Der Vater habe sich nach einem zweiten
Herzinfarkt recht gut erholt. Auch das durch eine Fibromyalgie bedingte
A.b.
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Schmerzsyndrom sei recht gut behandelt. Er habe sich nun frühzeitig pensionieren
lassen. Seit bekannt sei, dass die Mutter der EL-Bezügerin eine Beziehung zu einem
anderen Mann eingegangen sei, sei er allerdings psychisch massiv angeschlagen. Die
Mutter habe die Betreuung von Pflegekindern aufgegeben, weil der Aufwand gross und
die Entschädigung klein gewesen sei. Seit vier Monaten befinde sie sich aktiv auf
Stellensuche. Sie möchte unbedingt 50% arbeiten, weiterhin für die Tochter da sein,
soweit der Ehemann die Betreuungsleistungen nicht erbringen könne, oder den
Ehemann wo notwendig unterstützen. Im Rahmen der Abklärung habe sich die Frage
nach der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit der Mutter gar nicht gestellt. Diese könne
und wolle möglichst rasch eine Arbeitsstelle finden und arbeiten. Bezüglich des
Aufwandes für die Pflege, die Betreuung und die Hausarbeiten sei zu unterscheiden:
Wenn die EL-Bezügerin die ganze Woche zuhause sei, belaufe sich der Aufwand für
Pflegeleistungen auf 70,4 Stunden pro Monat, jener für die Betreuung auf 28,5 Stunden
pro Monat und jener für die Hausarbeiten auf 65,15 – 28,5 = 36,65 Stunden pro Monat;
wenn die EL-Bezügerin arbeite und nur zweieinhalb Tage pro Woche zuhause sei,
belaufe sich der Aufwand für Pflegeleistungen auf 16,65 Stunden pro Monat, jener für
die Betreuung auf 10,1 Stunden pro Monat und jener für die Hausarbeiten auf 26,8 –
10,1 = 16,7 Stunden pro Monat. Damit ergebe sich ein durchschnittlicher Aufwand von
31,62 Stunden beziehungsweise von 7,7 Stunden pro Woche. Mit einer Verfügung vom
26. August 2016 wies die EL-Durchführungsstelle das Begehren um eine
Entschädigung des Erwerbsausfalls der Mutter ab (act. G 11.1.125). Am 26. September
2016 liess die EL-Bezügerin eine Einsprache gegen die Verfügung vom 26. August
2016 erheben (act. G 11.1.124). Am 29. Juni 2017 liess die EL-Bezügerin darauf
hinweisen (act. G 11.1.103), dass die Ehe ihrer Eltern zwischenzeitlich geschieden
worden und ihr Vater ausgezogen sei. Da die EL-Durchführungsstelle im
Einspracheverfahren weitere Abklärungen, insbesondere zum Gesundheitszustand des
Vaters, getätigt hatte, erliess sie am 31. August 2017 eine neue, die angefochtene
Verfügung vom 26. August 2016 ersetzende Verfügung, mit der sie das
Leistungsbegehren erneut abwies (act. G 11.1.100). Am 26. September 2017 liess die
EL-Bezügerin eine Einsprache gegen die Verfügung vom 31. August 2017 erheben (act.
G 11.1.97). Mit einem Entscheid vom 14. März 2018 wies die EL-Durchführungsstelle
die Einsprache ab (act. G 11.1.80). Am 27. April 2018 liess die EL-Bezügerin eine
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 14. März 2018 erheben (act. G
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B.
11.1.77). Am 24. Oktober 2018 reichte die Rechtsvertreterin der EL-Bezügerin einen
Bericht der Tagesstätte vom 4. Oktober 2018 ein (act. G 11.1.67). Diesem liess sich
entnehmen, dass die EL-Bezügerin auf eine intensive Betreuung (sie benötige oft eine
eins zu eins Betreuung) angewiesen war (act. G 11.1.68). Das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen hiess die Beschwerde am 2. September 2019 teilweise gut und
verpflichtete die EL-Durchführungsstelle, der EL-Bezügerin eine Entschädigung für die
Pflege und Betreuung durch Familienangehörige im Betrag von Fr. 6'200.--
auszurichten (EL 2018/21, act. G 11.1.48). Zur Begründung hielt es im Wesentlichen
fest, der Aufwand für die Pflege und Betreuung der EL-Bezügerin sei gestützt auf die
überzeugenden Abklärungsberichte von Z._ vom 31. Juli 2013 und 12. Juli 2016
festzulegen. Die Eltern der EL-Bezügerin hätten den Aufwand für die Pflege und
Betreuung der EL-Bezügerin und den Mehraufwand im Haushalt – abgesehen von
vorübergehenden, besonderen Umständen – selbst dann gemeinsam bewältigen
können, wenn die Mutter der EL-Bezügerin im Umfang von 50% erwerbstätig gewesen
wäre. Aufgrund von vorübergehenden, besonderen Umständen im Oktober/November
2011 und von Juni bis Dezember 2013 habe die EL-Bezügerin für diese Zeit einen
Anspruch auf eine Vergütung eines Erwerbsausfalls im Betrag von Fr. 6'200.-- (zur
Berechnung vgl. EL 2018/21 E. 2.3 f.). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in
Rechtskraft.
Bereits am 4. März 2019 hatte die EL-Bezügerin mitteilen lassen (act. G 11.1.59),
dass das Arbeitsverhältnis in der Tagesstätte per Ende Mai 2019 aufgelöst worden sei.
Ab dem 1. Juni 2019 werde sie von ihrer Mutter zu Hause gepflegt und betreut. Das
Verfahren EL 2018/21 sei noch pendent. Wegen des unklaren Ausgangs reiche sie
vorsorglich eine neue Anmeldung ein und stelle per 1. Juni 2019 das Gesuch um
Kostenübernahme des Erwerbsausfalls ihrer Mutter. Am 11. November 2019
informierte die EL-Durchführungsstelle die EL-Bezügerin (act. G 11.1.45), dass wegen
der veränderten Wohnsituation das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen
nochmals eine Beurteilung vor Ort vornehmen werde. Im Weiteren stellte sie Fragen
zum Gesundheitszustand des Vaters sowie seiner Möglichkeit, sich an der Pflege und/
oder Betreuung der EL-Bezügerin zu beteiligen, und bat um die Einreichung eines
entsprechenden Arztzeugnisses. Die EL-Bezügerin liess am 5. Dezember 2019 einen
B.a.
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Arztbericht von Dr. med. C._ betreffend den Gesundheitszustand ihres Vaters
einreichen (act. G 11.1.40). Dr. C._ hatte am 30. November 2019 angegeben,
aufgrund der komplexen medizinischen Situation sei der Vater nicht in der Lage, sich
an der Betreuung der EL-Bezügerin zu beteiligen (zu den Diagnosen siehe act.
G 11.1.40). Am 6. Januar 2020 fand die Abklärung durch das Gesundheitsdepartement
des Kantons St. Gallen statt. Im Bericht vom 7. Januar 2020 hielt die Abklärungsperson
fest (act. G 11.1.39), die EL-Bezügerin lebe mit ihrer Mutter in einem 6 Zimmer-Haus.
Der Vater könne wegen seiner Erkrankung keine aktive Rolle in der Betreuung
einnehmen. Alle Aufgaben würden durch die Mutter abgedeckt. Die EL-Bezügerin
könne Teile der Körperpflege selbstständig durchführen, brauche aber wegen der
Hemiplegie während der Körperpflege Unterstützung. Sie esse selbstständig, das
Essen müsse aber durch die Mutter zubereitet und zerkleinert werden. Fortbewegen
könne sie sich selbstständig. Sie habe am Gespräch teilgenommen und könne sich gut
mitteilen. Aufgefallen sei, dass sie ihrer Mutter oft ins Wort gefallen und viel Anleitung
der Mutter benötigt habe. Die Kommunikation verlange der Mutter viel
Einfühlungsvermögen und Geduld ab. Laut der Mutter sei die EL-Bezügerin auf dem
geistigen Entwicklungsstand eines fünfjährigen Kindes. Geistig und körperlich habe die
EL-Bezügerin in den letzten Monaten stark abgebaut. Die EL-Bezügerin sei zeitlich und
örtlich nicht orientiert. Die Mutter müsse ihr eine klare Tagesstruktur vorgeben. Auf
unbekannte Situationen reagiere die EL-Bezügerin unsicher und ängstlich. Sie könne
sehr ungeduldig und launisch sein, wenn sie sich missverstanden fühle. Sie könne zu
keinem Zeitpunkt alleine zuhause bleiben oder ausserhalb des Hauses unterwegs sein.
Unter Anleitung der Mutter übernehme sie kleine Aufgaben im Haushalt. Die Mutter
müsse sie zu Beschäftigungen animieren. Die EL-Bezügerin sei auf eine Betreuung
rund um die Uhr angewiesen. Die Mutter habe einen sehr ruhigen, liebevollen und
geduldigen Umgang mit ihrer Tochter. Eine berufliche Tätigkeit neben der Betreuung
sei nicht möglich. Die Abklärungsperson erhob einen Aufwand für Pflege und
Betreuung von 49 Stunden pro Monat, für die Alltagsbegleitung von 22 Stunden pro
Monat und für hauswirtschaftliche Leistungen von 42 Stunden pro Monat, total also
von 113 Stunden pro Monat, wobei sie dies basierend auf 28 Tagen bzw. 4 Wochen
berechnete. Sie gab an, die Präsenzzeit tagsüber und in der Nacht sei nicht
eingerechnet worden. Die Alltagsbegleitung (gemeint wohl: Begleitung zu Arztbesuchen
und Therapien) sei zeitlich nicht erfasst worden. Im Blatt zum Leistungskatalog (nach
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RAI-HC 2015, act. G 11.1.38) waren in der Kategorie Pflege und Betreuung folgende
Leistungen aufgelistet: Hygiene und Komfort (Ganzwäsche, Haare waschen, Nägel
schneiden Finger/Zehen, Zahnpflege, Hilfe An-/Auskleiden morgens), Ernährung (beim
Essen helfen) und Therapien (Medikamente richten, Verabreichen gerichtete
Medikamente). In die Kategorie Alltagsbegleitung fielen folgende Leistungen:
Psychiatrische Leistungen (Erarbeiten und Einüben einer angepassten Tagesstruktur,
Anleiten/Unterstützen bei der Wohnungspflege, Begleiten zu Arzt, Klinik, anderen
Institutionen, Behörden) und Diverses (kleine finanzielle, administrative Aufgaben). In
die Kategorie hauswirtschaftliche Leistungen fielen folgende Leistungen: Wohnen/
Haushalten (Bett frisch beziehen, Kleiderpflege, Waschen Hand/Maschine, Bügeln/
flicken, Abwaschen, Wochenkehr mehr als vier Zimmer, Küche/Bad reinigen, Heizen/
Lüften, Abfall/Altpapier entsorgen, Haushalt organisieren), Verpflegung (Einkaufen mit
Klientin, Morgen- und Abendessen zubereiten, Mittagessen kochen). Die
Abklärungsperson vermerkte auf dem Blatt, sie habe den Zeitwert für das Begleiten zu
Arztterminen etc. nicht erfasst (nach Bedarf); die EL-Bezügerin werde zu allen
Arztbesuchen und Therapien begleitet. Den Zeitwert für das Verabreichen gerichteter
Medikamente habe sie ebenfalls nicht erfasst (nach Bedarf); die EL-Bezügerin benötige
wegen der Epilepsie z.T. Notfallmedikamente. Den Aufwand für die
Haushaltstätigkeiten und die Verpflegung rechnete sie wegen des Zweipersonen-
Haushalts teilweise zur Hälfte an (z.B. beim Abwaschen, Küche/Bad reinigen,
Einkaufen, Kochen).
Die EL-Durchführungsstelle gewährte der EL-Bezügerin am 6. April 2020 das
rechtliche Gehör (act. G 11.1.32). Sie teilte mit, gemäss dem Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2019 stehe fest, dass
es der Mutter der EL-Bezügerin bis auf die erwähnten Zeiträume vor 2014 zumutbar
gewesen wäre, in einem 50% Pensum erwerbstätig zu sein. Tatsächlich sei sie jedoch
nur in einem bescheidenen Ausmass bzw. seit 2016 gar nicht mehr erwerbstätig
gewesen. Demnach habe sie nicht aufgrund der Betreuung der EL-Bezügerin, sondern
aus anderen Gründen einen Erwerbsausfall erlitten. Die Mutter der EL-Bezügerin habe
keine länger dauernde, wesentliche Erwerbseinbusse im Sinne von Art. 12 Abs. 1 VKB/
SG erlitten. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass sie jemals wieder eine
Erwerbstätigkeit hätte aufnehmen wollen. Eine Vergütung nach Art. 12 VKB/SG sei
B.b.
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demnach nicht zu leisten. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die Mutter die
EL-Bezügerin seit Juni 2019 zuhause betreue. Die EL-Durchführungsstelle legte den
Abklärungsbericht vom 7. Januar 2020 bei. Die EL-Bezügerin liess am 4. Mai 2020
geltend machen (act. G 11.1.29), der Abklärungsbericht lasse keine Zweifel offen, dass
für die Mutter neben der Betreuung der EL-Bezügerin rund um die Uhr eine
ausserhäusliche Erwerbstätigkeit nicht möglich sei. Die EL-Durchführungsstelle gehe
mit keinem Wort auf diesen Bericht ein, sondern unterstelle der Mutter gar, sie hätte ab
September 2019 ausserhäuslich erwerbstätig sein müssen und das auch ab der Zeit,
als die EL-Bezügerin wieder zuhause gelebt habe. Von der vom Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen beurteilten Situation könne nicht auf die Situation ab 1. Juni
2019 geschlossen werden.
Mit einer Verfügung vom 20. Juni 2020 wies die EL-Durchführungsstelle eine
Vergütung für die Pflege und Betreuung der EL-Bezügerin durch die Mutter ab (act.
G 11.1.26). Die Begründung entsprach den Ausführungen im Schreiben vom 6. April
2020. Das Dispositiv lautete: "Das Gesuch um Übernahme des Erwerbsausfalles
infolge Pflege und Betreuung durch Familienangehörige vom 4. März 2019 wird
aufgrund fehlender wesentlicher sowie fehlender theoretischer Erwerbseinbusse
abgewiesen". Die EL-Bezügerin liess dagegen am 21. August 2020/23. November 2020
eine Einsprache erheben (act. G 11.1.25 und 11.1.17). Ihre Rechtsvertreterin beantragte
die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen. Zur
Begründung machte sie geltend, es sei falsch, dass die Mutter der EL-Bezügerin "nicht
aufgrund der Betreuung" ihrer Tochter, sondern "aus anderen Gründen" einen
Erwerbsausfall erlitten habe. Die Mutter habe selbstverständlich infolge der Pflege und
Betreuung ihrer Tochter ab 1. Juni 2019 eine länger dauernde und wesentliche
Erwerbseinbusse erlitten. Sie sei nie auf der faulen Haut gesessen und wehre sich
dagegen, dass sie als Bezügerin einer halben Rente angeblich freiwillig auf ein
Einkommen für ihre Restarbeitsfähigkeit von 50% verzichtet haben solle. Falsch sei
ebenso, dass sie keine Arbeitsbemühungen getätigt haben solle. Sie habe damals (als
sie noch mit dem Ehemann zusammengelebt habe) mehrfach versucht, bei ihrer
ehemaligen Arbeitgeberin in Nachtschicht zu arbeiten, was jedoch nicht möglich
gewesen sei. Ebenso habe sie sich auf verschiedene Stellen beworben. Zudem
übersehe die EL-Durchführungsstelle, dass die Mutter seit November 2018 zuhause
B.c.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 10/19
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wieder Pflegekinder betreue. Dies sei die einzige Möglichkeit, neben der Betreuung der
EL-Bezügerin ein Einkommen zu erzielen. Die Rechtsvertreterin reichte ein Muster-
Bewerbungsschreiben der Mutter der EL-Bezügerin (undatiert), ein Absageschreiben
vom 3. November 2015 und zwei Lohnausweise (1. November 2018 bis 31. Januar
2019 und 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019) der Tageseltern-Verwaltung ein (act.
G 11.1.18). Die EL-Durchführungsstelle bat am 7. Dezember 2020 um die Einreichung
von weiteren Unterlagen zur Erwerbstätigkeit als Tagesmutter sowie zu allfälligen
Arbeitsbemühungen (act. G 11.1.15). Die Rechtsvertreterin der EL-Bezügerin teilte am
21. Dezember 2020 mit (act. G 11.1.14), eine Pensum-Angabe zur Erwerbstätigkeit als
Tagesmutter sei nicht möglich, da die Anzahl Kinder variierten. Die Mutter der EL-
Bezügerin habe sich auch für andere Arbeitsstellen beworben. Falls notwendig, sei
diese persönlich zu befragen.
Mit einem Entscheid vom 17. Februar 2021 wies die EL-Durchführungsstelle die
Einsprache ab (act. G 11.1.11). Zur Begründung gab sie an, gemäss dem Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2019 sei der
Mutter der EL-Bezügerin einzig für die Zeiträume Oktober/November 2011 und ab Juni
bis Dezember 2013 ein durch die Pflege und Betreuung der EL-Bezügerin
resultierender Erwerbsausfall entstanden. Mit Ausnahme der erwähnten Zeiträume
hätte sie stets im Rahmen ihrer Resterwerbsfähigkeit von 50% erwerbstätig sein
können. Tatsächlich habe sie jedoch ab dem Jahr 2012 bis aktuell mit Ausnahme des
Jahres 2014 nur bescheidene Erwerbseinkommen erzielt (vgl. IK-Auszug). Gemäss den
Lohnausweisen habe sie ab November 2018 bis Januar 2019 ein Einkommen von
Fr. 1'164.-- und im Jahr 2019 von Fr. 7'476.-- erzielt. Daraus sei zu folgern, dass sie
ihre Tätigkeit als Tagesmutter ab Juni 2019 nicht reduziert habe. Eine ausserhäusliche
Tätigkeit habe sie ab dem Jahr 2011 nie ausgeübt, obwohl ihr dies zumutbar gewesen
wäre. Es lägen auch keine quantitativ und qualitativ ausreichenden Arbeitsbemühungen
vor. Eine Befragung der Mutter der EL-Bezügerin könne an der Beweislosigkeit der
Arbeitsbemühungen nichts ändern. Dieser gelinge es daher nicht zu belegen, dass sie
im Zeitraum, als sich die EL-Bezügerin noch im Heim (gemeint wohl: Tagesstätte)
aufgehalten habe, einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit im Rahmen ihrer
Resterwerbsfähigkeit von 50% oder auch weniger nachgegangen wäre. Zudem sei
nicht belegt, dass sie infolge des Heimaustritts der EL-Bezügerin einen Erwerbsausfall
B.d.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 11/19
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C.
als Tagesmutter erlitten habe. Eine länger dauernde, wesentliche Erwerbseinbusse im
Sinne von Art. 12 Abs. 1 VKB/SG sei nicht ersichtlich. Sie habe deshalb nicht aufgrund
der Betreuung der EL-Bezügerin, sondern aus anderen Gründen einen Erwerbsausfall
erlitten. Die angefochtene Verfügung sei rechtmässig.
Die EL-Bezügerin (nachfolgend: Beschwerdeführerin) liess dagegen am 19. März
2021 eine Beschwerde erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin beantragte die
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 17. Februar 2021 und die Zusprache der
gesetzlichen Leistungen. Zur Begründung machte sie geltend (vgl. auch die
Beschwerdeergänzung vom 23. August 2021, act. G 9), aus dem Abklärungsbericht
des Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen vom 7. Januar 2020 gehe
unzweifelhaft hervor, dass die Beschwerdeführerin auf eine Betreuung rund um die Uhr
angewiesen sei. Der Mutter sei eine ausserhäusliche Tätigkeit neben der Betreuung der
Beschwerdeführerin nicht möglich. Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) stelle sich auf den Standpunkt, dass die Mutter durch die Pflege
und Betreuung der Beschwerdeführerin keine länger dauernde, erhebliche
Erwerbseinbusse erleide, sondern "aus anderen Gründen". Welche anderen Gründe
dies seien, darüber schweige sich der Einspracheentscheid vom 17. Februar 2021 aus.
Die Mutter der Beschwerdeführerin beziehe seit August 2005 eine Invalidenrente der
Unfallversicherung über 15% Erwerbsunfähigkeit und seit Dezember 2002 eine halbe
Rente der Invalidenversicherung. Sie habe ihre langjährige Arbeitsstelle (nach Eintritt
der Invalidität von 50%) per Ende Januar 2008 aufgrund der notwendigen intensiven
Betreuung der Beschwerdeführerin beendet. Seit vielen Jahren habe sie (nebst der
intensiven Betreuung der Beschwerdeführerin) etliche Tageskinder bei sich zuhause
betreut. Diese innerhäusliche Tätigkeit sei mit der Betreuung der Beschwerdeführerin
vereinbar, jede andere ausserhäusliche Tätigkeit wäre dies nicht. Diese Tätigkeit sei
sehr schlecht bezahlt, was aber nicht auf dem Rücken der Familie ausgetragen werden
dürfe. Seit dem 1. Juni 2019 wohne die Beschwerdeführerin zuhause. Die notwendige
Pflege und Betreuung sei damit zweifellos noch intensiver geworden und aufgrund der
Scheidung und des Auszugs des Ehemannes liege die ganze Verantwortung bei der
Mutter. Selbstverständlich wäre die Mutter ohne die Betreuung der Beschwerdeführerin
zu 50% ausserhäuslich erwerbstätig. Die Beschwerdegegnerin hätte die Mutter der
C.a.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 12/19
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Erwägungen
1.
Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 147 V 279
E. 2.1 mit Hinweisen) ist die Rechtmässigkeit eines Verwaltungsaktes grundsätzlich
nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses zu beurteilen. Die Verfügung, mit der eine
Vergütung für die Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin durch die Mutter
abgelehnt worden ist, datiert vom 20. Juni 2020. Vorliegend sind deshalb die
Bestimmungen des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30), der Verordnung über die
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV, SR
831.301) sowie des kantonalen Ergänzungsleistungsrechts in der bis 30. Dezember
2020 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser
Version wiedergegeben und angewendet.
2.
Beschwerdeführerin zu ihren getätigten Arbeitsbemühungen zumindest anhören
müssen, statt diesen Antrag antizipiert abzulehnen. Dies sei eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 EMRK). Die Beschwerdegegnerin habe
geltend gemacht, die Mutter habe ab 2011 nie eine ausserhäusliche Tätigkeit ausgeübt,
obwohl ihr dies (mit wenigen Zeitspannen als Ausnahme) zumutbar gewesen wäre. Aus
der damaligen Situation könne die Beschwerdegegnerin aber nichts auf die ab 1. Juni
2019 andere Situation (keine Fremdbetreuung mehr) ableiten.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 21. September 2021 unter Verweis auf
die Erwägungen im Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. G 11).
C.b.
Die Beschwerdeführerin verzichtete am 18. Oktober 2021 auf eine Replik (act.
G 14).
C.c.
Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bat die Beschwerdegegnerin am
29. November 2021 um die Einreichung der IV- und der vollständigen EL-Akten der
Beschwerdeführerin (act. G 16). Diese gingen am 27. Dezember 2021/17. Februar 2022
ein (act. G 17, 20). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin liess sich dazu nicht
vernehmen (act. G 26).
C.d.
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Die Kantone vergüten den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen
Ergänzungsleistung die ausgewiesenen, im laufenden Jahr entstandenen Kosten für
Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause sowie in Tagesstrukturen (Art. 14 Abs. 1 lit. b
ELG). Die Kantone bezeichnen die Kosten, die nach Abs. 1 vergütet werden können
(Art. 14 Abs. 2 ELG). Der kantonale Gesetzgeber hat die Regelung der Einzelheiten
bezüglich des Anspruchs auf Vergütung der Krankheits- und Behinderungskosten der
Regierung übertragen (Art. 4 Abs. 5 des Ergänzungsleistungsgesetzes des Kantons
St. Gallen, ELG/SG, sGS 351.5). Diese hat in Art. 12 der Verordnung über die
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (VKB/SG, sGS 351.53) statuiert,
dass Kosten für die Pflege und Betreuung, die durch Familienangehörige erbracht wird,
vergütet werden, wenn die betreffenden Familienangehörigen nicht in der EL-
Berechnung eingeschlossen sind und durch die Pflege und Betreuung eine länger
dauernde, wesentliche Erwerbseinbusse erleiden (Abs. 1). Eine vom
Gesundheitsdepartement bezeichnete Stelle legt den Umfang der Pflege und
Betreuung fest (Abs. 2). Je Stunde werden Fr. 25.-- vergütet. Die Kosten werden im
ausgewiesenen Umfang, höchstens aber in der Höhe des Erwerbsausfalls
berücksichtigt (Abs. 3). Bei der Berechnung der Überentschädigung wird die
Hilflosenentschädigung bei schwerer Hilflosigkeit zu zwei Dritteln und bei mittlerer
Hilflosigkeit zur Hälfte angerechnet (Abs. 4).
3.
Der Verordnungsgeber des Kantons St. Gallen hat mit dem Erlass von Art. 12 Abs. 1
VKB/SG, der am 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist, die Regelung von Art. 13b der
Verordnung über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den
Ergänzungsleistungen (ELKV), die per 31. Dezember 2007 ausser Kraft getreten ist,
weitergeführt. Gemäss Art. 13b Abs. 1 ELKV sind Kosten für Pflege und Betreuung, die
durch Familienangehörige erbracht worden sind, vergütet worden, wenn die
betreffenden Familienangehörigen nicht in der EL-Berechnung eingeschlossen
gewesen sind (lit. a) und durch die Pflege und Betreuung eine länger dauernde,
wesentliche Erwerbseinbusse erlitten haben (lit. b; AS 2003 4299). Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts, die zu Art. 13b Abs. 1 lit. b ELKV ergangen ist,
hat jede länger dauernde Erwerbseinbusse, die einem Familienangehörigen durch die
Pflege und Betreuung eines EL-Bezügers entstanden ist, einen Vergütungsanspruch
auslösen können. Eine solche Einbusse hat dadurch entstehen können, dass ein
Familienangehöriger aufgrund der Pflege und Betreuung eines EL-Bezügers seine
bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit hat reduzieren oder gar aufgeben müssen. Die
Ursache für eine Erwerbseinbusse hat aber auch darin liegen können, dass ein
Familienangehöriger daran gehindert worden ist, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen
bis
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oder eine bereits bestehende zu erweitern. Im Rahmen von Art. 13b ELKV hat deshalb
auch die hypothetische Aufnahme oder die hypothetische Steigerung einer
bestehenden Erwerbstätigkeit berücksichtigt werden können (Urteil des
Bundesgerichts vom 11. Februar 2009, 8C_773/2008 E. 5.1, mit Verweis auf Ralph
Jöhl, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Band XIV, 2. Auflage, Basel 2007,
S. 1619 ff., N 357). Massgebend ist also, ob aufgrund der Pflege und Betreuung eines
Familienangehörigen die Erwerbsfähigkeit an einem anderen Arbeitsplatz nicht hat
verwertet werden können. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb diese Rechtsprechung
zu Art. 13b ELKV nicht auch für Art. 12 Abs. 1 VKB/SG Geltung haben sollte. Von
Art. 12 Abs. 1 VKB/SG wird also nicht nur ein tatsächlich entstandener Erwerbsausfall,
sondern auch ein hypothetischer Erwerbsausfall infolge einer Nichtausübung
respektive einer Nichtausdehnung einer Erwerbstätigkeit gedeckt.
4.
Die Beschwerdeführerin hat um eine Vergütung des Erwerbsausfalls ihrer Mutter
infolge ihrer Pflege und Betreuung ab 1. Juni 2019 ersuchen lassen, da sie sich ab
diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Tagesstätte, sondern zuhause bei ihrer Mutter
aufgehalten hat. Obwohl Art. 15 ELG eine Vergütung von Krankheits- und
Behinderungskosten für Leistungen, die bis zu 15 Monate vor der Gesuchstellung in
Rechnung gestellt worden sind, vorsieht, ist vorliegend eine Vergütung des
Erwerbsausfalls ab 1. Juni 2019 zu prüfen, denn die Rechtsvertreterin hat explizit erst
ab diesem Zeitpunkt um eine entsprechende Vergütung ersucht. Strittig und im
Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2019 einen Anspruch
auf eine Vergütung eines Erwerbsausfalls ihrer Mutter hat.
4.1.
Die Beschwerdegegnerin hat die Ablehnung des Gesuchs um eine Vergütung des
Erwerbsausfalls der Mutter der Beschwerdeführerin im angefochtenen
Einspracheentscheid im Wesentlichen mit der Begründung für rechtmässig gehalten,
der Erwerbsausfall habe seine Ursache nicht in der Pflege und Betreuung der
Beschwerdeführerin, sondern darin, dass die Mutter auch ohne die Pflege und
Betreuung der Beschwerdeführerin kein oder nur ein geringes Einkommen erzielt hätte,
da sie in der Zeit, als sich die Beschwerdeführerin noch in der Tagesstätte aufgehalten
habe und sie (die Mutter) ihre Resterwerbsfähigkeit von 50% hätte verwerten können,
mit Ausnahme des Jahres 2014 nur bescheidene Einkünfte erzielt habe. Im Weiteren
hat sie festgehalten, es lägen auch keine quantitativ und qualitativ ausreichenden
Arbeitsbemühungen der Mutter der Beschwerdeführerin vor, die belegen würden, dass
sie im Zeitraum, als sich die Beschwerdeführerin noch in der Tagesstätte aufgehalten
4.2.
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habe, einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit hätte nachgehen wollen. Die
Beschwerdegegnerin hat hierbei verkannt, dass hinsichtlich einer zu vergütenden
Erwerbseinbusse nicht massgebend ist, ob die Mutter bis zum Austritt der
Beschwerdeführerin aus der Tagesstätte Ende Mai 2019 ein Einkommen erzielt hat,
sondern allein, ob sie ab dem 1. Juni 2019 eine Erwerbseinbusse erlitten hat, da sie
wegen der Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin ihre Resterwerbsfähigkeit
von 50% nicht hat verwerten können. Dabei reicht eine hypothetische Erwerbseinbusse
aus. Dass die Mutter der Beschwerdeführerin gewillt gewesen ist, einer
Erwerbstätigkeit nachzugehen, zeigt sich nur schon daran, dass sie seit November
2018 erneut Tageskinder bei sich zuhause betreut hat. Sie hat diese Tätigkeit gut mit
der Betreuung der Beschwerdeführerin vereinbaren können. Nicht massgebend ist
deshalb, ob sie sich um eine ausserhäusliche Arbeitsstelle bemüht hat, zumal nicht
nachvollziehbar ist, weshalb sie sich um eine ausserhäusliche Arbeitsstelle hätte
bemühen müssen, wenn ihre Resterwerbsfähigkeit von 50% mit der Pflege und
Betreuung der Beschwerdeführerin bereits ausgeschöpft gewesen ist (vgl. unten
E. 4.4). Ohne die Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin hätte die Mutter also
überwiegend wahrscheinlich eine ausserhäusliche Erwerbstätigkeit ausgeübt, sofern
sie eine entsprechende Stelle gehabt hätte. Das hypothetische Erwerbseinkommen ist
wie folgt zu berechnen: Die Mutter der Beschwerdeführerin hat an ihrer letzten
Arbeitsstelle, an der sie bis Januar 2008 tätig gewesen ist, als ungelernte Hilfsarbeiterin
bei einem 50%-Pensum Fr. 30'221.-- verdient (Jahreslohn 2007, act. G 11.2.229-5).
Wenn sie ab dem 1. Juni 2019 wieder einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit
nachgegangen wäre, hätte sie überwiegend wahrscheinlich erneut eine Hilfsarbeit
ausgeübt, da sie damit ein höheres Einkommen hätte erzielen können als mit der
tatsächlich ausgeübten Tätigkeit als Tagesmutter. Als Tagesmutter hat sie im gesamten
Jahr 2019 nämlich lediglich Fr. 7'476.-- verdient (act. G 11.1.18-7, wobei das Pensum
nicht hat beziffert werden können), während das durchschnittliche Einkommen einer
Hilfsarbeiterin im Jahr 2019 Fr. 55'222.-- bzw. bei einem 50% Pensum Fr. 27'611.--
betragen hat (vgl. Anhang 2 der IV-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2022). Das hypothetische Erwerbseinkommen der Mutter der Beschwerdeführerin hat
deshalb Fr. 27'611.-- betragen. Auf den im Jahr 2007 zuletzt erzielten Lohn von
Fr. 30'221.-- kann nicht abgestellt werden, da aufgrund der langen Zeitdauer nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Mutter ab 1. Juni 2019 ohne die
Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin immer noch an ihrer früheren
Arbeitsstelle erwerbstätig gewesen wäre.
Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Aufwand für die Pflege und Betreuung der
Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht. Die
4.3.
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Abklärungsperson hat einen Aufwand für Pflege und Betreuung von 49 Stunden pro
Monat, für die Alltagsbegleitung von 22 Stunden pro Monat und für hauswirtschaftliche
Leistungen von 42 Stunden pro Monat, total also von 113 Stunden pro Monat, ermittelt
(act. G 11.1.38, 11.1.39). Die Präsenzzeit der Mutter der Beschwerdeführerin tagsüber
und in der Nacht hat sie nicht eingerechnet. Auch den Zeitaufwand für die Begleitung
zu Arztbesuchen und Therapien und für das Verabreichen von gerichteten
Medikamenten hat sie nicht erfasst, da diese Aufwände nach Bedarf nötig gewesen
sind. Sie hat festgehalten, die Beschwerdeführerin benötige eine Betreuung rund um
die Uhr. Die Mutter müsse ihr eine klare Tagesstruktur vorgeben; unter Anleitung könne
die Beschwerdeführerin im Haushalt kleine Aufgaben erledigen und zu
Beschäftigungen müsse sie animiert werden. Auf unbekannte Situationen reagiere sie
unsicher und ängstlich; zeitlich und örtlich sei sie nicht orientiert. Diese Beurteilung ist
stimmig mit verschiedenen Arztberichten: Dr. med. D._ hatte am 25. Juli 2006
berichtet (act. G 21.1.432), die Beschwerdeführerin leide an einer Epilepsie, einer
Hemiplegie und einer geistigen Behinderung. Sie bedürfe wegen ihrer
therapieresistenten Epilepsie einer dauernden persönlichen Überwachung. Am 30. Juli
2011 hatte er angegeben (act. G 21.1.456), die Beschwerdeführerin benötige eine
dauernde persönliche Überwachung, da sie Gefahren schlecht abschätzen könne und
sich in ihren Fähigkeiten häufig überschätze. Dr. med. E._ hatte am 6. November
2017 mitgeteilt (act. G 21.1.476), bei der Beschwerdeführerin bestünden seit der
Geburt ein zerebrales Anfallsleiden und eine psychomotorische
Entwicklungsretardierung. Die Angaben im Fragebogen zur Revision der
Hilflosenentschädigung seien korrekt. Die Mutter der Beschwerdeführerin hatte darin
unter anderem angegeben, die Beschwerdeführerin benötige im Alltag Hilfe und
Begleitung, wenn sie etwas mache. Sie könne weder lesen noch schreiben. Die
Tagesstätte, in der sich die Beschwerdeführerin bis Ende Mai 2019 tagsüber
aufgehalten hat, hatte am 4. Oktober 2018 berichtet (act. G 11.1.68), die
Beschwerdeführerin benötige mehrmals täglich Gespräche über Regeln, Abmachungen
und den Umgang mit den Mitarbeitern sowie dem Personal. Bei der Arbeit benötige sie
eine klar strukturierte Anleitung und Begleitung. Sie verstehe vieles falsch. Sie wolle
alles wissen, könne die Informationen aber nicht verarbeiten. Bei Überforderung rufe
sie aus, schreie manchmal, sei schon davongelaufen, weine, fluche und habe auch
schon geschlagen. Sie benötige sehr viel Zeit, um sich etwas erklären zu lassen. Sie
habe Konzentrationsschwierigkeiten und sei schnell ablenkbar. Sie benötige oft eine
eins zu eins Betreuung. Aus diesen Berichten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt, dass die Beschwerdeführerin zumindest tagsüber nicht hat alleine gelassen
werden können, sondern eine Person benötigt hat, die stets in ihrer Nähe gewesen ist,
sie angeleitet und betreut hat. An sich wäre weiter abzuklären gewesen, wie hoch der
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Aufwand für die Begleitung zu Arztbesuchen und Therapien und für das Verabreichen
von gerichteten Medikamenten gewesen ist. Auch zum Betreuungsaufwand in der
Nacht fehlen Angaben. In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin zumindest
tagsüber nicht hat alleine gelassen werden können, also eine entsprechend
umfassende Betreuung erforderlich gewesen ist, kann der exakte Aufwand für die
Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin jedoch offen bleiben. Im Übrigen ist
festzuhalten, dass der überzeugend ermittelte Aufwand von mindestens 113 Stunden
pro Monat basierend auf 28 Tagen bzw. 4 Wochen pro Monat berechnet worden ist.
Richtig wäre gewesen, den durchschnittlichen Aufwand pro Monat basierend auf 365
Tagen pro Jahr zu berechnen. Dies ergibt einen Aufwand von mindestens 123 Stunden
pro Monat (113 Stunden ÷ 28 Tage x 365 Tage ÷ 12 Monate = 123 Stunden pro
Monat).
Die Beschwerdeführerin ist von ihrer Mutter alleine betreut worden. Der Vater, der
von der Mutter geschieden gewesen ist und nicht mehr im gleichen Haushalt gewohnt
hat, hat sich an der Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin nicht beteiligt. Eine
solche ist ihm auch nicht zumutbar gewesen. Dr. C._ hat am 30. November 2019
nämlich berichtet (act. G 11.1.40), der Vater leide an einer koronaren Herzkrankheit, die
im Vergleich zu 2017 progredient sei. Zudem leide er unter generalisierten Schmerzen.
Aufgrund der komplexen medizinischen Situation sei er nicht in der Lage, sich an der
Betreuung der Beschwerdeführerin zu beteiligen. Massgebend ist somit, dass die
Beschwerdeführerin von ihrer Mutter betreut worden ist und dass ihrem Vater eine
Mithilfe bei der Betreuung unzumutbar gewesen ist. Da die Mutter die Pflege und
Betreuung der Beschwerdeführerin alleine erbracht hat und da die Beschwerdeführerin
zumindest tagsüber nicht hat alleine gelassen werden können, ist es der Mutter
unmöglich gewesen, ihre Resterwerbsfähigkeit ausserhäuslich zu verwerten. Ihr ist also
eine durch die Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin verursachte, länger
dauernde Erwerbseinbusse entstanden. Da sie nicht in die EL-Berechnung der
Beschwerdeführerin einbezogen gewesen ist (vgl. Art. 12 Abs. 1 VKB/SG), hat die
Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Vergütung der Kosten für ihre Pflege und
Betreuung durch ihre Mutter.
4.4.
Das hypothetische Erwerbseinkommen der Mutter der Beschwerdeführerin hat im
Jahr 2019 Fr. 2'316.-- pro Monat (Fr. 27'781.-- ÷ 12) betragen (E. 4.2). Da nur die
Erwerbseinbusse vergütungsfähig ist, ist vom Betrag von Fr. 2'316.-- das als
Tagesmutter tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abzuziehen. Diese
Erwerbseinbusse ist dem Betrag für den Pflege- und Betreuungsaufwand
gegenüberzustellen, da die Kosten im ausgewiesenen Umfang, höchstens aber in der
4.5.
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5.
Höhe der Erwerbseinbusse berücksichtigt werden (Art. 12 Abs. 3 VKB/SG). Der
Aufwand für die Pflege und Betreuung eines Familienangehörigen wird mit Fr. 25.-- pro
Stunde vergütet. Der Aufwand für die Pflege und Betreuung der Beschwerdeführerin
hat mindestens 123 Stunden pro Monat betragen (E. 4.3). Der Betrag des Pflege- und
Betreuungsaufwands beläuft sich somit auf mindestens Fr. 3'075.-- (123 x Fr. 25.--). An
diesen Betrag ist die Hilflosenentschädigung zur Hälfte anzurechnen (Art. 12 Abs. 4
VKB/SG). Die Hilflosenentschädigung hat im Jahr 2019 bei einer Hilflosigkeit mittleren
Grades Fr. 1'185.-- pro Monat betragen. Die Hälfte davon ist Fr. 592.50. Nach
Anrechnung der hälftigen Hilflosenentschädigung an den Betrag des Pflege- und
Betreuungsaufwands verbleibt ein Betrag von mindestens Fr. 2'482.50 (Fr. 3'075.--
abzüglich Fr. 592.50). Da der Betrag der Erwerbseinbusse von Fr. 2'316.-- abzüglich
des als Tagesmutter erzielten Erwerbseinkommens tiefer ist als der Betrag von
Fr. 2'482.50, ist der Beschwerdeführerin nur die Erwerbseinbusse ihrer Mutter zu
vergüten. Das als Tagesmutter erzielte Erwerbseinkommen hat im gesamten Jahr 2019
Fr. 7'476.-- brutto betragen (act. G 11.1.18). Wie hoch das ab 1. Juni 2019 als
Tagesmutter erzielte Erwerbseinkommen pro Monat gewesen ist, hat die
Beschwerdegegnerin nicht abgeklärt. Die Sache ist deshalb zur weiteren
Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der
Vornahme dieser Abklärungen wird sie die ab 1. Juni 2019 entstandene und zu
vergütende Erwerbseinbusse festlegen. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass für die
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten ein Höchstbetrag von
Fr. 60'000.-- pro Jahr gilt (Art. 4 Abs. 4 ELG/SG i.V.m. Art. 14 Abs. 3 lit. a und Abs. 4
ELG und Art. 19b Abs. 1 ELV).
bis
Für das Beschwerdeverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. f
ATSG).
5.1. bis
Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Praxisgemäss ist die Rückweisung an die
Verwaltung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen der Beschwerdeführerin zu
werten (vgl. BGE 132 V 235 E. 6.1). Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In einem durchschnittlich aufwendigen Fall
betreffend Ergänzungsleistungen spricht das Versicherungsgericht eine pauschale
5.2.
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