Decision ID: bccbc507-c271-4184-8e5b-b160ce44ec95
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 12. April 2017 (EE160046-F)
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Rechtsbegehren:
abschliessend gestellte Anträge des Gesuchstellers (Urk. 144 S. 1 f.):
"1. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an die Kosten für die Kinder folgende monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- vom 13.06.2013 bis 31.12.2013: Fr. 730.00 pro Kind; - vom 01.01.2014 bis 31.12.2014: Fr. 650.00 pro Kind; - vom 01.01.2015 bis 25.08.2015: Fr. 500.00 pro Kind. Im Weiteren sei festzustellen, dass die Gesuchsgegnerin für
sämtliche ordentlichen Kinderkosten aufzukommen hat und die Parteien sich an ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. , Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc.), über welche sie sich vorgängig verständigt haben, je zur Hälfte  (soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen).
2. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 1 vorstehend seien bis 25.08.2015 zu befristen.
Eventualiter sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der  bis 21.08.2016 an die Kosten für die Kinder monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare  von Fr. 500.00 pro Kind zu bezahlen, wobei die Gesuchsgegnerin für sämtliche ordentlichen Kinderkosten  hat, und für die Zeit ab 22.08.2016 sei für die Dauer des Getrenntlebens folgende Regelung vorzusehen:
a) Die Parteien haben die während des Zusammenlebens mit den Kindern auf ihrer Seite anfallenden Kosten für Essen, Kleider, Wohnung, Einrichtung, Freizeitbeschäftigung und Ferien (u.a. Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. ) jeweils selber zu übernehmen.
b) Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller monatliche Beiträge an die Kinderkosten in der Höhe von Fr. 200.00 pro Kind zu bezahlen, zahlbar im Voraus, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 1. September 2016 bis 31. Dezember 2016. Ab 1. Januar 2017 sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem  monatliche jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
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für C._ min. Fr. 150.00; für D._ min. Fr. 300.00; für E._ min. Fr. 150.00.
c) Im Weiteren sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, die Kosten für die Krankenkasse und die nicht von der  gedeckten gewöhnlichen Gesundheitskosten zu .
d) Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, die gewöhnlichen Zahnarztkosten und den Mittagstisch von D._ zu .
e) Ausserordentliche Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten,  für schulische Förderungsmassnahmen u.ä.) haben die Parteien je zur Hälfte zu übernehmen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und die Kosten nicht durch Dritte übernommen werden. Kommt  Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die  Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt .
3. Die vom Gesuchsteller geleisteten Zahlungen vom 13.06.2013 bis und mit 31.12.2016 bzw. 26.01.2017 in der Höhe von min. Fr. 258'543.55 resp. Fr. 264'843.55 (zusätzlich Fr. 6'300.00) seien an den zu leistenden Unterhalt anzurechnen resp. in Abzug zu bringen und für den darüber hinaus gehenden Betrag sei dem Gesuchsteller das Recht zur Verrechnung mit allfällig laufenden Unterhaltsbeiträgen einzuräumen.
Eventualiter sei dem Gesuchsteller das Recht einzuräumen, die von ihm bezahlten Hypothekarzinsen für die eheliche  mit den laufenden Unterhaltsbeiträgen zu verrechnen resp. diese davon jeweils monatlich in Abzug zu bringen.
4. Der Gesuchsgegnerin sei kein persönlicher Unterhaltsbeitrag . Eventualiter seien allfällige Unterhaltsbeiträge bis 25.08.2015 zu befristen.
5. Die Anträge der Gesuchsgegnerin in ihrer Stellungnahme vom 01.12.2016 seien vollumfänglich abzuweisen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten der Gesuchsgegnerin."
abschliessend gestellte Anträge der Gesuchsgegnerin (Urk. 127 S. 2 und Urk. 146 S. 1 sinngemäss):
1. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder  ab 13. Juni 2013 monatliche Unterhaltsbeiträge von
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Fr. 2'400.– pro Kind zu bezahlen, zzgl. allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Familienzulagen, zahlbar im Voraus auf den Ersten eines jeden Monates, soweit es sich um künftige  handelt.
2. Weiter sei der Gesuchsteller zu verpflichten, allfällige  Kosten betreffend die Kinder (wie Zahnarzt [insbes. Spangen], allfällige schulische Förderungsmassnahmen und ) – soweit diese nicht von Dritten übernommen werden – im Umfang von 3/5 zu bezahlen.
3. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des Getrenntlebens folgenden Unterhaltsbeitrag zu :
- rückwirkend ab 1. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 Fr. 3'230.–; - ab 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 Fr. 3'830.–; - ab 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 Fr. 2'780.–; - ab 1. Januar 2016 bis 28. Februar 2017 Fr. 4'690.–; - ab 1. Januar 2017 Fr. 5'090.– für die weitere Dauer des Ge-
trenntlebens. 4. Es sei auf die Anträge des Gesuchstellers – soweit sie den Zeit-
raum nach der Rechtshängigkeit der Scheidungsklage betreffen – nicht einzutreten.
5. Die übrigen Anträge des Gesuchstellers seien abzuweisen; Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.)
zu Lasten des Gesuchstellers.
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 12. April 2017 (Urk. 157 S. 62 ff.):
1. Die Editionsbegehren des Gesuchstellers und der Gesuchsgegnerin werden
abgewiesen.
2. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für die Kinder wie
folgt Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
a) rückwirkend ab 13. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 für C._,
D._ und E._ monatlich je Fr. 1'546.–;
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b) rückwirkend vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 für D._
und E._ monatlich je Fr. 1'508.– und für C._ monatlich
Fr. 754.–;
c) rückwirkend ab 1. Januar 2015 und für die Dauer des Getrenntlebens
für D._ und E._ monatlich je Fr. 1'524.– und für C._ mo-
natlich Fr. 762.–;
jeweils zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder-
und Familienzulagen.
Die rückwirkend zu leistenden Unterhaltsbeiträge werden auf das Ende der
Rechtskraft dieses Urteils folgenden Monates fällig.
Zukünftige Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf
den Ersten eines jeden Monats.
An ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schu-
lische Förderungsmassnahmen, etc.), über welche sich die Parteien vorgän-
gig verständigt haben, beteiligen sie sich je zur Hälfte (soweit nicht Dritte,
insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen).
3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich
nachfolgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
a) rückwirkend ab 13. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 monatlich
Fr. 3'230.–;
b) rückwirkend vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 monatlich
Fr. 2'802.–;
c) rückwirkend ab 1. Januar 2015 und für die Dauer des Getrenntlebens
monatlich Fr. 2'278.–.
Die rückwirkend zu leistenden Unterhaltsbeiträge werden auf das Ende der
Rechtskraft dieses Urteils folgenden Monates fällig.
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Zukünftige Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf
den Ersten eines jeden Monats.
4. Der Gesuchsteller wird berechtigt, von den rückwirkend zu leistenden Unter-
haltsbeiträgen gemäss Dispositivziffer 2 und 4 [recte: 3] bereits erbrachte
Leistungen in der Höhe von Fr. 249'113.– in Abzug zu bringen.
5. Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf:
Fr. 6'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: Fr. 1'575.– Dolmetscherkosten
Fr. 8'075.– Total
6. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
Die geleisteten Vorschüsse werden mit den gesamten Gerichtskosten ver-
rechnet, unabhängig davon, von wem sie geleistet wurden. Es wird festge-
stellt, dass der Gesuchsteller einen Vorschuss in Höhe von Fr. 2'100.– ge-
leistet hat. Ein allfälliger Fehlbetrag wird von den Parteien gemäss ihrer tat-
sächlichen Zahlungspflicht nachgefordert.
7. Die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens LE150019 (Teil-Urteil und Be-
schluss vom 4. April 2016) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
8. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
9. [Mitteilungssatz]
10. [Rechtsmittelbelehrung]
Berufungsanträge:
des Gesuchstellers und Berufungsklägers:
in der Berufungsbegründung (Urk. 156 S. 2 ff.):
"1. Die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3, 6, 7 und 8 des Urteils des  Horgen vom 12. April 2017 seien aufzuheben.
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2. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des  Horgen vom 12. April 2017 seien die Editionsbegehren des Gesuchstellers, namentlich diejenigen im Zusammenhang mit den im Depot der F._/J._ gehaltenen Aktien gutzuheissen und es seien die entsprechenden Beweiserhebungen .
3. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des  Horgen vom 12. April 2017 sei folgende Regelung der  an die Kinder vorzusehen:
Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an die Kosten für die Kinder folgende monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, wobei die Gesuchsgegnerin für sämtliche  Kinderkosten aufzukommen habe:
- rückwirkend ab 13. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013:  von max. Fr. 4'638.– (max. Fr. 1'546.– pro Kind);
- rückwirkend ab 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014:  von max. Fr. 3'770.– (max. je Fr. 1'508.– für D._ und E._ und max. Fr. 754.– für C._);
- rückwirkend ab 1. Januar 2015 bis 25. August 2015:  von max. Fr. 3'429.– (max. Fr. 1'524.– für E._, max. Fr. 1'143.– für D._ und max. Fr. 762.– für C._).
Eventualiter sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der  an die Kosten für die Kinder monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge rückwirkend ab 1. Januar 2015 bis 25. August 2015 von einem Gesamtunterhaltsbeitrag von max. Fr. 3'429.– (max. Fr. 1'524.– für E._, max. Fr. 1'143.– für D._ und max. Fr. 762.– für C._) und ab dem 26. August 2015 bis 29. Februar 2016 bzw. längstens bis 21. August 2016 von einem  von max. Fr. 1'950.– (max. Fr. 650.– pro Kind) zu bezahlen, wobei die Gesuchsgegnerin für sämtliche ordentlichen  aufzukommen habe.
Subeventualiter sei für die Zeit ab 22. August 2016 folgende  vorzusehen:
a) Die Parteien haben die während des Zusammenlebens mit den Kindern auf ihrer Seite anfallenden Kosten für Essen, Kleider, Wohnung, Einrichtung, Freizeitbeschäftigung und  (u.a. Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. Ausflüge) jeweils selber zu übernehmen.
b) Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller monatliche Beiträge an die Kinderkosten in der Höhe von
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mindestens Fr. 150.– pro Kind zu bezahlen, zahlbar im Voraus, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, erstmals ab 1. September 2016 bis 31. Dezember 2016. Ab 1. Januar 2017 sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, dem Gesuchsteller monatlich jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen: für C._ mindestens Fr. 100.–; für D._ mindestens Fr. 250.–; für E._ mindestens Fr. 100.–.
c) Im Weiteren sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, die Kosten für die Krankenkasse und die nicht von der  gedeckten gewöhnlichen Gesundheitskosten der  zu bezahlen.
d) Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, die gewöhnlichen Zahnarztkosten der Kinder und den Mittagstisch von D._ zu bezahlen, wobei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten sei, ihm die jährlichen Gutscheine für die Zahnuntersuchung der Gemeinde G._ zu übergeben.
Ausserordentliche Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen u.ä.) haben die Parteien je zur Hälfte zu übernehmen. Voraussetzung für die hälftige  ist, dass sich die Parteien vorgängig über die  Ausgabe geeinigt haben und die Kosten nicht durch Dritte übernommen werden. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der  bleibt vorbehalten.
4. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des  Horgen vom 12. April 2017 sei der Gesuchsgegnerin kein persönlicher monatlicher Unterhaltsbeitrag zuzusprechen.
5. Die Dispositiv-Ziffern 6 und 8 des Urteils des Bezirksgerichts  vom 12. April 2017 seien aufzuheben und es seien die - und Entschädigungsfolgen neu festzusetzen, wobei die  der Gesuchsgegnerin mind. zu 80 % aufzuerlegen sind und dem Gesuchsteller eine Parteientschädigung von mind. Fr. 2'500.– zzgl. 8 % MWST zuzusprechen ist.
6. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils des  Horgen vom 12. April 2017 sei die Hälfte der  des obergerichtlichen Verfahrens LE150019 (Teil-Urteil und Beschluss vom 4. April 2016) den Parteien zur Hälfte und  70 % der restlichen Hälfte der Gesuchsgegnerin  und die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem  eine reduzierte Parteientschädigung von mindestens Fr. 2'000.– zzgl. 8 % MWST zu bezahlen.
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7. Eventualiter sei die Sache gestützt auf Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO zur Neubeurteilung der Unterhaltsbeiträge an das Bezirksgericht Horgen zurückzuweisen.
8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten der Gesuchsgegnerin bzw. Berufungsbeklagten."
in der Eingabe vom 10. November 2017 (Urk. 172 S. 2):
"1. Die Berufung des Gesuchstellers und Berufungsklägers sei, wie in der Berufungsschrift vom 3. Juli 2017 beantragt, gutzuheissen.
2. Der von der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten in Ziffer 2 der Berufungsantwort vom 11. September 2017 gestellte Antrag um Erhöhung der Kinderunterhaltsbeiträge sei abzuweisen und diese seien gemäss Ziffer 3 des Rechtsbegehrens der  vom 3. Juli 2017 festzusetzen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten der Gesuchsgegnerin bzw. Berufungsbeklagten."
der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (Urk. 168 S. 2):
"1. Die Berufung des Gesuchstellers und Berufungsklägers (: Berufungskläger) sei abzuweisen und das Urteil des  Horgen vom 12. April 2017 sei hinsichtlich der -Ziffern 1, 3, 6, 7 und 8 zu bestätigen.
2. Im Übrigen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der  für die Kinder wie folgt Unterhaltsbeiträge zu :
a) rückwirkend ab 13. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 für C._, D._ und E._ monatlich je CHF 1'659;
b) rückwirkend ab 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 für D._ und E._ monatlich je CHF 1'578 und für C._ monatlich CHF 789;
c) rückwirkend ab 1. Januar 2015 und für die Dauer des  für D._ und E._ monatlich je CHF 1'634 und für C._ monatlich CHF 817;
jeweils zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- und Familienzulagen.
Die rückwirkend zu leistenden Unterhaltsbeiträge werden auf das Ende der Rechtskraft dieses Urteils folgenden Monates fällig.
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Zukünftige Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
An ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen, etc.), über welche sich die Parteien vorgängig verständigt haben, beteiligen sie sich je zur Hälfte (soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen).
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) zu Lasten des Berufungsklägers."

Erwägungen:
I.
1.1. Die Parteien heirateten am tt. April 2000. Sie haben drei gemeinsame
Kinder: C._, geboren am tt.mm.2002, D._, geboren am tt.mm.2004, und
E._, geboren am tt.mm.2006. Die Parteien leben seit dem 18. März 2013 ge-
trennt. Mit Eingabe vom 13. Juni 2014 (Poststempel vom 13. Juni 2014, bei der
Vorinstanz am 16. Juni 2014 eingegangen) machte der Gesuchsteller und Beru-
fungskläger (fortan Gesuchsteller) vor Vorinstanz ein Eheschutzverfahren anhän-
gig (Urk. 74/1). Das ebenfalls mit Eingabe vom 13. Juni 2014 (Poststempel vom
16. Juni 2014 und bei der Vorinstanz am 18. Juni 2014 eingegangen) bei der Vo-
rinstanz von der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (fortan Gesuchsgeg-
nerin) anhängig gemachte Eheschutzverfahren wurde in das Verfahren des Ge-
suchstellers integriert (Urk. 74/4; Urk. 74/7). Mit Urteil vom 8. Januar 2015 bewil-
ligte die Vorinstanz den Parteien das Getrenntleben und regelte die damit ver-
bundenen Nebenfolgen (Urk. 74/66). Unter anderem wurden die drei Kinder der
Parteien für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Gesuchsgegnerin
gestellt (Urk. 74/66 S. 47, Dispositivziffer 2). Dem Gesuchsteller wurden Betreu-
ungsrechte zugesprochen (Dispositivziffern 3 und 4). Weiter wurden die vom Ge-
suchsteller an die Kinder und die Gesuchsgegnerin zu zahlenden Unterhaltsbei-
träge für die Dauer des Getrenntlebens geregelt (Dispositivziffern 8 und 9) und
der Gesuchsteller wurde für berechtigt erklärt, bereits geleistete Zahlungen von
den Unterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen (Dispositivziffer 10). Der Gesuchstel-
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ler erhob gegen das Urteil vom 8. Januar 2015 Berufung (Urk. 74/65;
Urk. 74/69/2). Anlässlich von Vergleichsgesprächen am 19. Januar 2016 schlos-
sen die Parteien mit Bezug auf die Zuteilung der Obhut sowie die Regelung der
Betreuungszeiten eine Teilvereinbarung. Die am 17. März 2016 zu den finanziel-
len Belangen geführten Vergleichsgespräche scheiterten. Mit Teil-Urteil und Be-
schluss vom 4. April 2016 wurde die von den Parteien betreffend die Kinderbe-
lange geschlossene Vereinbarung genehmigt bzw. zum Urteil erhoben (Urk. 73
S. 14 f. und Erkenntnis S. 25, Dispositivziffer 1). Die Rechtskraft der nicht ange-
fochtenen Dispositivziffern wurde vorgemerkt (Urk. 73 S. 27, Dispositivziffer 1).
Hinsichtlich der vom Gesuchsteller zu leistenden Unterhaltsbeiträge sowie der
Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wurde das Urteil vom 8. Januar
2015 aufgehoben und die Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts sowie
zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewie-
sen (Urk. 73 S. 27, Dispositivziffer 2). Mit Urteil vom 12. April 2017 hat die Vorin-
stanz die vom Gesuchsteller zu zahlenden Unterhaltsbeiträge erneut geregelt. Sie
verpflichtete den Gesuchsteller zu den eingangs angeführten Zahlungen.
1.2. Bereits am 26. August 2015 hat der Gesuchsteller die Scheidungsklage
beim Einzelgericht im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Horgen anhängig
gemacht (FE150172 Urk. 1). Am 1. März 2017 stellte er im Scheidungsverfahren
hinsichtlich der von ihm zu leistenden Unterhaltsbeiträge ein Gesuch um Erlass
vorsorglicher Massnahmen, eventualiter um Abänderung des zukünftigen Ehe-
schutzentscheides (FE150172 Urk. 107). Das Massnahmeverfahren wurde mit
Verfügung vom 29. Juni 2017 bis zur rechtskräftigen Erledigung des Eheschutz-
verfahrens sistiert (FE150172 Urk. 119 S. 4, Dispositivziffer 3). Mit Eingabe vom
6. Oktober 2017 beantragte die Gesuchsgegnerin die Aufhebung der Sistierung
(FE150172 Urk. 126 S. 2). Das Begehren wurde mit Verfügung vom 13. Oktober
2017 abgewiesen (FE150172 Urk. 129 S. 4, Dispositivziffer 1). Gegen diesen
Entscheid hat die Gesuchsgegnerin Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde
wurde mit Beschluss der Kammer vom 21. November 2017 nicht eingetreten
(Urk. 177/4 S. 5, Dispositivziffer 1).
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2. Der Gesuchsgegner hat gegen das Urteil vom 12. April 2017 fristgerecht
Berufung erhoben (Urk. 151/1; Urk. 156). Mit Verfügung vom 14. August 2017
wurde der Berufung hinsichtlich der ab dem 12. April 2017 zu leistenden Unter-
haltsbeiträge die aufschiebende Wirkung erteilt (Urk. 166 S. 9, Dispositivziffer 2).
Die Berufungsantwort datiert vom 11. September 2017 (Urk. 168). Die weiteren
Eingaben der Parteien wurden der Gegenpartei jeweils zur Kenntnis- und/oder
Stellungnahme zugestellt (Urk. 171; Urk. 182; Urk. 185). Das Gesuch der Ge-
suchsgegnerin um Entzug der aufschiebenden Wirkung wurde mit Verfügung vom
11. Januar 2018 abgewiesen (Urk. 182).
3. Der Gesuchsteller hat einen Kostenvorschuss von Fr. 5'500.– geleistet
(Urk. 161; Urk. 162).
4.1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-
richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).
Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und
Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung.
4.2. Im Berufungsverfahren können neue Tatsachen nur noch berücksichtigt
werden, wenn diese ohne Verzug vorgebracht wurden und wenn sie trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten
(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies gilt auch bei Verfahren in Kinderbelangen, in denen
gemäss Art. 296 Abs. 1 ZPO der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen ist
(BGE 138 III 625 E. 2.2). Unechte Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt bereits vor
erster Instanz hätten geltend gemacht werden können, können einzig dann be-
rücksichtigt werden, wenn gerügt wird, die Vorinstanz habe eine bestimmte Tat-
sache in Verletzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (vgl. OGer ZH
LE150070 vom 01.06.2016, E. B.4.). Noven können auch in der Berufung jedoch
stets so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu An-
lass gibt (BGE 139 III 466 E. 3.4; bestätigt in BGer 4A_51/2015 vom 20. April
2015, E. 4.5.1, je zu Art. 326 ZPO). Nach Berufungsbegründung und -antwort
können nur noch echte Noven vorgebracht werden, und zwar längstens bis zum
Beginn der Urteilsberatung (BGE 142 III 788 E. 2.2.6). Wer sich auf Noven beruft,
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hat deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_456/2016 vom 28. Oktober 2016,
E. 4.1.1).
5. Mit der vorliegenden Berufung nicht angefochten werden Dispositivzif-
fer 1, insoweit damit die Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin abgewiesen
wurden, und Dispositivziffer 4 (Abzug von bereits erbrachten Leistungen). Die
Rechtskraft dieser Dispositivziffern ist vorzumerken. Da es sich um Eheschutz-
massnahmen handelt, trat die Rechtskraft mit der Eröffnung des vorinstanzlichen
Entscheids ein.
6. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur soweit für die
Entscheidfindung notwendig eingegangen.
II.
A) Abgrenzung Zuständigkeit Eheschutz- und Scheidungsgericht
1. Die Vorinstanz hielt dafür, das Eheschutzverfahren werde, wenn während
laufendem Eheschutzverfahren die Scheidungsklage erhoben werde, nicht ge-
genstandslos. Vielmehr würden bereits angeordnete Eheschutzmassnahmen wei-
ter gelten und hängige Eheschutzprozesse vom Eheschutzgericht beurteilt. Das
Eheschutzgericht sei allerdings nur noch für die Phase bis zur Rechtshängigkeit
der Scheidung zuständig. Angeordnete Eheschutzmassnahmen würden indessen
solange weiter gelten, bis das Scheidungsgericht sie durch vorsorgliche Mass-
nahmen abändere oder aufhebe. Vorliegend sei die Scheidungsklage am
26. August 2015 anhängig gemacht worden. Das Eheschutzgericht befasse sich
demzufolge mit der Regelung des Zeitraums ab Einreichung des Eheschutzge-
suchs vom 13. Juni 2014 (sowie bis ein Jahr davor) bis zum 26. August 2015. Das
vorliegende Urteil beanspruche indessen über die Einleitung des Scheidungsver-
fahrens hinaus Wirkung, bis die Massnahmen durch das Scheidungsgericht auf-
gehoben oder abgeändert würden. Der Gesuchsteller habe im Scheidungsverfah-
ren am 1. März 2017 ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen gestellt
(vgl. Urk. 157 S. 9 m.Hinw. auf Literatur und Rechtsprechung). Entsprechend hat
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die Vorinstanz die Unterhaltsbeiträge sowohl für die Gesuchsgegnerin als auch
die gemeinsamen Kinder rückwirkend ab dem 13. Juni 2013 und für die weitere
Dauer des Getrenntlebens festgesetzt. Sie stellte dabei auf die Tatsachen ab,
welche sich bis zum 25. August 2015 ereignet hatten.
2. Der Gesuchsteller macht im Wesentlichen geltend, das Eheschutzgericht
sei zuständig für Massnahmen bis zum Eintritt der Rechtshängigkeit der Schei-
dung, für die Zeit danach sei das Scheidungsgericht zuständig. Für die pro futuro
festzusetzenden Unterhaltsbeiträge bedeute dies, dass die Kompetenz des Ehe-
schutzrichters hierfür mit der Einreichung der Scheidungsklage ende, gehe es
doch dabei nicht um die Regelung der Verhältnisse für einen Zeitraum während
des Getrenntlebens vor der Rechtshängigkeit der Scheidung. Die Vorinstanz sei
daher lediglich zuständig gewesen, um rückwirkende Unterhaltsbeiträge begrenzt
bis zum 25. August 2015 festzusetzen. Entsprechend habe das Bundesgericht im
Entscheid 5A_461/2010 bestätigt, dass nach Anhängigmachung der Scheidung
keine zukünftigen Unterhaltsbeiträge durch das Eheschutzgericht zugesprochen
werden könnten. Anders zu entscheiden, so der Gesuchsteller, wäre stossend
und in sich widersprüchlich. So könne ein Entscheid nicht auf der einen Seite eine
Verpflichtung zur Bezahlung von künftigen Leistungen vorsehen und auf der an-
deren Seite den im Urteilszeitpunkt bestehenden Sachverhalt (insbesondere die
im gleichen Verfahren ergangene Änderung in der Kinderbetreuung) mit Verweis
auf die fehlende Zuständigkeit ausser Acht lassen. Ein derartig innerer Wider-
spruch liesse sich mit dem Grundsatz der Einheit und Widerspruchsfreiheit der
Rechtsordnung nicht vereinbaren (Art. 5 und 9 BV). Um dem Grundsatz der Wi-
derspruchsfreiheit der Rechtsordnung und der in Kinderbelangen strengen Unter-
suchungsmaxime zu genügen, hätten bei der Festlegung von Unterhaltsbeiträgen
über den Zeitraum vom 26. August 2015 hinaus zwingend die effektiven Verhält-
nisse berücksichtigt werden müssen, was die Vorinstanz unterlassen habe (vgl.
Urk. 156 S. 6 f.). Hinzu komme, dass offensichtlich ein Kompetenzkonflikt vorge-
legen habe. Einerseits habe er, der Gesuchsteller, im Eheschutzverfahren geltend
gemacht, dass die Unterhaltsbeiträge wegen des eingeleiteten Scheidungsverfah-
rens bis zum 25. August 2015 zu befristen seien. Zum anderen habe er im Schei-
dungsverfahren am 1. März 2017 ein Gesuch um Erlass von vorsorglichen Mass-
- 15 -
nahmen gestellt. Darin habe er um Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen ab dem
1. März 2016 bzw. 22. August 2016, d.h. rückwirkend für ein Jahr nach Art. 173
Abs. 3 ZGB ersucht. Da zu diesem Zeitpunkt kein Entscheid des Eheschutzge-
richtes vorgelegen habe, sei dies ohne weiteres zulässig. Würden vorsorgliche
Massnahmen im Scheidungsverfahren gestellt, bestehe klarerweise ein Zustän-
digkeitskonflikt. Die Zuständigkeit der Vorinstanz sei daher von vorneherein nicht
gegeben, um ohne Einbezug der effektiven Verhältnisse über Unterhaltsbeiträge
ab dem 1. März 2016 zu entscheiden (Urk. 156 S. 7). Die Vorinstanz sei sachlich
nicht zuständig, um ohne Einbezug der effektiven Verhältnisse Unterhaltsbeiträge
nach Einreichung der Scheidungsklage festzusetzen, weshalb die Dispositivziffern
2 und 3 des angefochtenen Entscheids mangels Zuständigkeit aufzuheben seien
und in Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids die Unterhaltsbeiträge an die
Kinder bis zum 25. August 2015 zu begrenzen seien (Datum der Einreichung der
Scheidungsklage: 26. August 2015). Andernfalls seien die Unterhaltsbeiträge auf-
grund des von ihm gestellten Massnahmebegehrens im Scheidungsverfahren bis
zum 29. Februar 2016 bzw. längstens bis zum 21. August 2016 vorzusehen. Dies
hätte auch für eine allfällige Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen an die Ge-
suchsgegnerin zu gelten (Urk. 156 S. 8). Die Gesuchsgegnerin beantragt die Zu-
sprechung von Unterhaltsbeiträgen für die Dauer des Getrenntlebens, wobei nur
diejenigen Tatsachen, welche sich bis zur Einleitung der Scheidung ereignet hät-
ten, zur materiellen Beurteilung herangezogen werden dürften (Urk. 168 S. 4 ff.).
3.1. Das Eheschutzgericht ist zuständig zum Erlass von Massnahmen zur
Regelung des Getrenntlebens bis zum Eintritt der Rechtshängigkeit der Schei-
dung. Für die Zeit danach ist hierfür das Scheidungsgericht zuständig (vgl. BGE
129 III 60 E. 2. = Pra 6/2003 Nr. 102; BGE 138 III 646 E. 3.3.2 = Pra 4/2013
Nr. 34; BGer 5A_385/2012 und 5A_389/2012 vom 21. September 2012, E. 5.1.).
In BGE 138 III 646 Erwägung 3.3.2 erwog das Bundesgericht sodann, dass nach
seiner veröffentlichten Rechtsprechung (gemeint sind BGE 101 II 1 S. 3 = Pra 64
Nr. 174 und BGE 129 III 60 E. 2. = Pra 6/2003 Nr. 102) die Eheschutzmassnah-
men - über die Rechtshängigkeit der Scheidungsklage hinaus - in Kraft bleiben
würden, bis sie durch vorsorgliche Massnahmen abgeändert werden (vgl. Art. 276
Abs. 2 ZPO). Dabei sei, wenn es keinen Zuständigkeitskonflikt gebe, nicht von
- 16 -
Belang, ob über die Eheschutzmassnahmen aufgrund der Zeit, welche die Be-
handlung des Dossiers in Anspruch nehme, vor oder nach der Rechtshängigkeit
der Scheidungsklage entschieden worden sei. Auf dieser Rechtsprechung grün-
det die Praxis der Kammer, dass auch wenn über die Eheschutzmassnahmen
erst nach Einleitung des Scheidungsverfahrens entschieden wird, die Unterhalts-
beiträge für die weitere Dauer des Getrenntlebens und damit nicht beschränkt bis
zum Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens ausgesprochen werden.
Dabei fliessen jedoch Tatsachen, die sich erst nach der Rechtshängigkeit des
Scheidungsverfahrens ereignet haben bzw. erst in einem Zeitpunkt danach wirk-
sam werden, nicht mehr in die materielle Beurteilung der Eheschutzmassnahmen
ein (vgl. ZR 101 [2002] Nr. 25). Will eine Partei solche Tatsachen berücksichtigt
haben, muss sie nach Anhängigmachung des Scheidungsverfahrens, unabhängig
davon, ob der Eheschutzentscheid bereits ergangen ist oder nicht, ein Begehren
um Erlass von vorsorglichen Massnahmen beim sachlich zuständigen Schei-
dungsrichter stellen. Daran ändert nichts, dass sich die Parteien vorliegend nach
Anhängigmachung des Scheidungsverfahrens im Eheschutzverfahren mit Bezug
auf die Obhutszuteilung der Kinder und deren Betreuungszeiten vergleichsweise
geeinigt haben und die Kammer diese Vereinbarung zum Urteil erhoben hat
(Urk. 73). Zu Recht weist die Gesuchsgegnerin sodann darauf hin, dass sich der
anwaltlich vertretene Gesuchsteller im Zusammenhang mit den vorliegend zu be-
urteilenden Rechtsfragen nicht auf Vertrauensschutz berufen kann (vgl.
Urk. 160/3; Urk. 156 S. 8; Urk. 168 S. 7).
3.2. Die vorgenannte Rechtsprechung, dass die Unterhaltsbeiträge für die
weitere Dauer des Getrenntlebens ausgesprochen werden, weil sie auch für die
Dauer des Scheidungsverfahrens Geltung beanspruchen können, findet hingegen
nur dann Anwendung, wenn im Zeitpunkt des Erlasses des Eheschutzentscheides
- sei dies vor oder nach Anhängigmachung des Scheidungsverfahrens - kein Zu-
ständigkeitskonflikt besteht (vgl. BGE 138 III 646 E. 3.3.2 = Pra 4/2013 Nr. 34;
OGer ZH LE160012 vom 15.11.2016, S. 10). Ein sachlicher Zuständigkeitskonflikt
besteht, wenn im hängigen Scheidungsverfahren vor Erlass des Eheschutzent-
scheides ein Begehren um Erlass von vorsorglichen Massnahmen über dieselben
Punkte gestellt wird, wie im gleichzeitig pendenten Eheschutzverfahren noch zu
- 17 -
entscheiden sein wird (vgl. OGer ZH LE160012 vom 15.11.2016, S. 10; Manuel
Duss, FamPra.ch 2013, S. 202). Dies ist vorliegend der Fall. Der Gesuchsteller
hat mit Begehren vom 1. März 2017, und damit vor Fällung des angefochtenen
Entscheids vom 12. April 2017, im Hauptantrag die Regelung der von ihm an die
Gesuchsgegnerin und die gemeinsamen Kinder ab dem 1. März 2016 bzw.
1. Februar 2016 zu zahlenden Unterhaltsbeiträge beantragt (FE150172 Urk. 107
S. 2 f., Antrag 1 und 3 = Urk. 160/4). Dabei berief er sich auf eine Veränderung
der Verhältnisse, insbesondere betreffend die Obhut und die Betreuung der Kin-
der, seit Anhängigmachung des Scheidungsverfahrens (Urk. 160/4 S. 5). Da der
Gesuchsteller diese neuen Tatsachen im Eheschutzverfahren bei der Festsetzung
der Unterhaltsbeiträge nicht mehr einbringen kann, hat er ein Interesse an der
Stellung und der Beurteilung seiner Massnahmebegehren im Scheidungsverfah-
ren (vgl. vorne E. 3.1. und Duss, a.a.O., S. 203; auch BGer 5A_385/2012 und
5A_389/2012 vom 21. September 2012, E. 5.2.). Das vorsorgliche Massnahme-
begehren im Scheidungsverfahren stellt hingegen, entgegen der Annahme der
Gesuchsgegnerin (Urk. 168 S. 5) und (wohl auch) der Vorinstanz (FE150172
Urk. 129 S. 3), kein Abänderungsbegehren, sondern ein originäres Begehren dar.
Aufgrund der derzeitigen Rechtslage können daher Unterhaltsbeiträge im Rah-
men des Massnahmebegehrens für ein Jahr rückwirkend festgesetzt und damit
auch beantragt werden (vgl. Art. 173 Abs. 3 ZGB). Folglich besteht vorliegend seit
dem 1. März 2016 ein Zuständigkeitskonflikt, weshalb Unterhaltsbeiträge nur bis
zum 29. Februar 2016 zugesprochen werden können. Hernach entfällt die Zu-
ständigkeit des Eheschutzrichters. Da es sich bei der sachlichen Zuständigkeit um
eine Prozessvoraussetzung handelt, ist auf den Antrag der Gesuchsgegnerin um
Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen für sich und die gemeinsamen Kinder über
diesen Zeitpunkt hinaus nicht einzutreten. Dieses Ergebnis steht der Rechtssi-
cherheit nicht entgegen (vgl. Urk. 168 S. 4 ff.). Es hätte an der Gesuchsgegnerin
gelegen, im Zeitpunkt, als der Gesuchsteller ein vorsorgliches Massnahmebegeh-
ren einreichte, diesen Schritt ebenfalls an die Hand zu nehmen. Auch sie kann
sich, da anwaltlich vertreten (vgl. ihre eigenen Vorbringen in Urk. 168 S. 7), dies-
bezüglich nicht auf Vertrauensschutz berufen.
- 18 -
B) Berechnungsmethode
1.1. Die Vorinstanz hat die Unterhaltsbeiträge nach der zweistufigen Metho-
de, bei welcher zuerst der (erweiterte) Notbedarf beider Eheleute dem Gesamt-
einkommen gegenübergestellt und sodann der rechnerische Überschuss nach ei-
nem bestimmten Schlüssel auf die Ehegatten verteilt wird, berechnet (Urk. 157
S. 13 ff.). Der Gesuchsteller rügt, die Vorinstanz habe in Verletzung von Art. 163
ZGB die falsche Berechnungsmethode gewählt. Aufgrund der überdurchschnittli-
chen Einkommensverhältnisse der Parteien hätten die Unterhaltsbeiträge nach
der einstufig-konkreten Methode, d.h. anhand der konkret berechneten Lebens-
haltung festgesetzt werden müssen (Urk. 156 S. 8 ff.; Urk. 172 S. 6 f.). Dem
widerspricht die Gesuchsgegnerin (Urk. 168 S. 7 ff.).
1.2. Für die Bemessung der Unterhaltsbeiträge hat der Gesetzgeber keine
bestimmte Berechnungsmethode vorgeschrieben und den Gerichten damit ein
weites Ermessen zugestanden. Leben die Ehegatten in günstigen wirtschaftlichen
Verhältnissen, sind die notwendigen Ausgaben zur Aufrechterhaltung der wäh-
rend der Ehe gepflegten Lebenshaltung zu berücksichtigen, was eine konkrete
Berechnung der Lebenshaltung voraussetzt (vgl. BGer 5A_776/2015 vom 4. Feb-
ruar 2016, E. 3 m.Hinw.). Hingegen hat das Bundesgericht präzisiert, dass die
zweistufige Methode jedenfalls dann zu zulässigen Ergebnissen führt, wenn sich
die zuletzt gelebte Lebenshaltung nicht zuverlässig ermitteln lässt, wenn feststeht,
dass die Ehegatten während des Zusammenlebens das verfügbare Einkommen
für den laufenden Unterhalt verbraucht haben, oder aber wenn eine bisherige
Sparquote durch die trennungsbedingten Mehrkosten oder neue Bedarfspositio-
nen aufgebraucht wird. Diese Voraussetzungen können auch bei guten finanziel-
len Verhältnissen gegeben sein, weshalb allein der Umstand, dass die Ehegatten
während des Zusammenlebens ein überdurchschnittlich hohes Einkommen erziel-
ten, der Anwendung der zweistufigen Methode nicht entgegensteht (vgl. BGer
5A_24/2016 vom 23. August 2016, E. 3.4.2). Die Tatsache allein, dass die Partei-
en noch im Jahre 2013 ein Gesamteinkommen von über Fr. 40'000.– pro Monat
erzielt haben (vgl. nachfolgend II./C.1.+2.), steht somit - entgegen der Ansicht des
- 19 -
Gesuchstellers (Urk. 156 S. 8 f.) - einer Berechnung nach der zweistufigen Me-
thode nicht entgegen.
2.1. Weiter beruft sich der Gesuchsteller darauf, er habe glaubhaft das Vor-
handensein einer Sparquote nachgewiesen. Die Vorinstanz habe den diesbezüg-
lichen Sachverhalt unvollständig resp. unrichtig festgestellt und das Recht falsch
angewendet. Der Gesuchsteller behauptet eine Sparquote von mind. Fr. 3'315.–
für das Jahr 2013, mind. Fr. 3'733.– für das Jahr 2014 und mind. Fr. 4'921.– für
das Jahr 2015 (Urk. 156 S. 9 ff.; Urk. 172 S. 6 f.). Die Behauptungs- und die Be-
weislast dafür, dass die Eheleute das laufende Haushaltseinkommen zur Auf-
rechterhaltung des zuletzt gemeinsam gelebten Lebensstandards nicht gänzlich
verbraucht haben, trägt der Gesuchsteller (BGer 5A_24/2016 vom 23. August
2016, E. 3.4.3).
2.2. Die Parteien haben sich im März 2013 getrennt. Es kann somit auf die
Sparquote des Jahres 2012 abgestellt werden. Der Gesuchsteller behauptet für
das Jahr 2012 eine Vermögenszunahme (Wertschriften und Guthaben) von
Fr. 45'439.– (Urk. 86 S. 6; Urk. 156 S. 10 f.). Die Zunahme ist belegt
(Urk. 74/13/55+56) und wurde von der Gesuchsgegnerin nicht bestritten (Urk. 127
S. 8; Urk. 168 S. 8). Damit erscheint glaubhaft, dass die Parteien im Jahre 2012
Fr. 45'439.– (ohne Berücksichtigung der Säule 3A) angespart haben. Dies ergibt
eine monatliche Sparquote von Fr. 3'786.60. Die Sparquote ist vorab um die nach
der Trennung anfallenden Mehr-/und Minderkosten zu bereinigen.
2.3. Der Gesuchsteller hat vor Vorinstanz trennungsbedingte Mehrkosten
von Fr. 5'659.– behauptet (Fr. 3'296.– Wohnung Gesuchsteller, Fr. 30.– EWZ,
Fr. 23.– Hausrat- und Haftpflichtversicherung, Fr. 122.– Billag und Internet/TV,
Fr. 420.– Putzfrau und Fr. 1'768.– Ferien; Urk. 86 S. 9). Die Gesuchsgegnerin be-
stritt den Betrag. Sie berief sich darauf, dass sich die trennungsbedingten Mehr-
kosten für die ganze Familie auf mehr belaufen dürften (Urk. 127 S. 10). Die Ge-
suchsgegnerin bestritt damit die geltend gemachte Mindesthöhe an Mehrkosten
nicht. Fehl geht sie in der Annahme, dass es am Gesuchsteller gelegen hätte, ei-
nen höheren Betrag zu behaupten und zu belegen (vgl. Urk. 127 S. 10). Der Ge-
suchsteller hat den nach seiner Meinung zu berücksichtigenden Betrag substanzi-
- 20 -
iert dargelegt. Ist gemäss der Gesuchsgegnerin ein höherer Betrag zu berücksich-
tigen, liegt es an ihr, diesen substanziiert zu behaupten und zu belegen. Demnach
ist auf den unbestritten gebliebenen Betrag von Fr. 5'659.– abzustellen. Dieser
erscheint auch plausibel. Die Gesuchsgegnerin führt in der Berufungsantwort
nicht näher aus, wieso "bei einer Trennung auch höhere Auslagepositionen u.a.
für Essen und Freizeit bei der ganzen Familie entstehen" und wie hoch diese
konkret sein sollen (Urk. 168 S. 9).
2.4.1. Gemäss Gesuchsteller fallen sodann nach der Trennung Minderkos-
ten an, da sich einige Bedarfspositionen verringern würden. So hätten sich die
Hypothekarzinsen im Jahre 2012 auf rund Fr. 1'866.– pro Monat belaufen
(Urk. 74/13/55 S. 16). Im Jahre 2013 betrugen sie Fr. 1'562.– (Urk. 74/13/54), im
Jahre 2014 Fr. 1'537.– und im Jahre 2015 noch Fr. 556.– (Urk. 86 S. 9 und 35;
Urk. 127 S. 10). Es ergeben sich Differenzen von Fr. 304.–, Fr. 329.– und
Fr. 1'310.–. Weiter berief sich der Gesuchsteller darauf, dass sich die Hortkosten
verringert hätten (Urk. 86 S. 9 und 43). Die Vorinstanz hat Kinderbetreuungskos-
ten von Fr. 1'793.– für das Jahr 2013, Fr. 1'534.– für das Jahr 2014 und
Fr. 1'174.– für das Jahr 2015 als glaubhaft angesehen (Urk. 157 S. 43 f.), was
unangefochten blieb. Im Jahre 2012 haben die Kosten rund Fr. 2'286.–
(Fr. 27'428.– ./. 12) betragen (Urk. 74/13/55). Es ergeben sich Minderkosten von
Fr. 493.–, Fr. 752.– und Fr. 1'112.–. Gesamthaft ist von nach der Trennung frei
werdenden Mitteln von Fr. 797.– (Fr. 304.– + Fr. 493.–) im Jahre 2013, Fr. 1'081.–
(Fr. 329.– + Fr. 752.–) im Jahre 2014 und Fr. 2'422.– (Fr. 1'310.– + Fr. 1'112.–) im
Jahre 2015 auszugehen.
2.4.2. Die Gesuchsgegnerin macht geltend, nach konstanter Rechtspre-
chung des Bundesgerichts sei davon auszugehen, dass die Parteien nach der
Trennung frei werdende Mittel anderweitig verwendet hätten und daraus keine
Sparquote abgeleitet werden könne (Prot. Vi S. 11 m.Hinw. auf BGE 134 III 577
und BGer 5A_340/2011 vom 7. September 2011, E. 4.3). Dem kann vorliegend
nicht gefolgt werden. Beiden Entscheiden des Bundesgerichts lag ein Sachverhalt
zu Grunde, bei welchem während des Zusammenlebens keine Sparquote be-
stand. Die Rechtsprechung erfolgte unter der Prämisse, dass bei knappen finan-
- 21 -
ziellen Verhältnissen davon auszugehen ist, dass frei werdende Mittel zur Anhe-
bung des Lebensstandards von beiden Parteien verwendet worden wären. Haben
Eheleute hingegen während des Zusammenlebens genügend Mittel, um eine
Sparquote zu bilden, kann nicht ohne weiteres gesagt werden, dass frei werdende
Mittel (z.B. zufolge Senkung der Hypothekarzinsen) sofort anderweitig verbraucht
worden wären. Die Minderkosten sind daher bei der Berechnung der Sparquote
zu berücksichtigen.
2.5. Weiter muss die Sparquote um die Steuern bereinigt werden. Im Jahre
2012 bezahlten die Parteien Steuern von gesamthaft Fr. 116'329.–, damit rund
Fr. 9'694.– pro Monat (Urk. 88/137). Für die Jahre 2013 bis 2015 belaufen sich
die Steuern der Parteien durchschnittlich auf rund Fr. 6'500.– pro Monat (vgl.
nachfolgend II./C.3.7.). Es ergeben sich weitere trennungsbedingte Minderkosten
von Fr. 3'194.– pro Jahr.
2.6. Zusammenfassend erscheinen trennungsbedingt anfallende Mehrkos-
ten von Fr. 1'668.– (Fr. 5'659.– – Fr. 797.– – Fr. 3'194.–) im Jahre 2013, von
Fr. 1'384.– (Fr. 5'659.– – Fr. 1'081.– – Fr. 3'194.–) im Jahr 2014 und von Fr. 43.–
(Fr. 5'659.– – Fr. 2'422.– – Fr. 3'194.–) im Jahr 2015 als glaubhaft. Es ergibt sich
eine Sparquote von Fr. 2'118.60 (Fr. 3'786.60 – Fr. 1'668.–) im Jahr 2013,
Fr. 2'402.60 (Fr. 3'786.60 – Fr. 1'384.–) im Jahre 2014 und Fr. 3'743.60
(Fr. 3'786.60 – Fr. 43.–) im Jahre 2015.
2.7. Die errechnete Sparquote ist im Weiteren ins Verhältnis zur Entwicklung
der Einkommen der Parteien in den Jahren 2013 bis 2015 gegenüber dem Jahre
2012 zu stellen. Die Gesuchsgegnerin beruft sich darauf, die Sparquote werde
durch die gesunkenen Gesamteinkommen der Parteien aufgebraucht (Urk. 168
S. 8). Das Gesamteinkommen der Parteien gemäss ihren Lohnausweisen belief
sich im Jahre 2012 (unbestritten) auf Fr. 491'805.–. Der Betrag ist inklusive die
Kinderzulagen, welche bis zum 17. März 2013 der Gesuchsteller bezog (vgl.
Urk. 74/6/44; Urk. 74/6/46; Urk. 74/13/54). Gemäss Gesuchsteller (Urk. 86 S. 7
unten) entsprach der in der Steuererklärung 2012 aufgeführte Nettolohn der Ge-
suchsgegnerin jedoch nicht den Mitteln, welche den Parteien im Jahre 2012 effek-
tiv zur Verfügung standen. Im Lohnausweis 2012 seien Beteiligungen von netto
- 22 -
Fr. 10'832.– sowie Fr. 9'520.– für im Jahre 2011 zu viel bezahlte Pauschalspesen
aufgeführt, was einer Differenz von insgesamt Fr. 20'352.– entspreche (Urk. 86
S. 7 f.; Urk. 156 S. 10). Die Beträge sind belegt (vgl. Urk. 74/6/45). Die Pau-
schalspesen wurden der Gesuchsgegnerin im Jahre 2012 nicht ausbezahlt und
standen damit den Parteien nicht zur Verfügung, um das Sparkapital von
Fr. 45'439.– zu äufnen. Sie sind somit abzuziehen. Weiter ist unbestritten, dass
die Gesuchsgegnerin im Jahre 2012 Beteiligungsrechte von (hier unbestrittenen)
Fr. 10'832.– in der Form von "gevesteten" Aktien erhalten hat (vgl. Urk. 127 S. 9).
Bei der H._ AG besteht die Möglichkeit, den jährlichen Bonus oder einen An-
teil davon in Form von Aktien zu beziehen (Incentive Share Plan [ISP]). Diese Ak-
tien befinden sich in einem Depot bei der F._/J._. Die Gesuchsgegnerin
hat ein entsprechendes Depot (vgl. Urk. 170/5). Die Aktien sind ein Jahr gesperrt
(vgl. Urk. 127 S. 20; Urk. 168 S. 13). Dies ändert jedoch nichts daran, dass sie in
dem Jahr, in welchem sie bezogen werden, als Vermögen zu versteuern sind. Die
im Jahre 2012 bezogen Aktien sind entsprechend in den angesparten
Fr. 45'439.– enthalten. Damit sind die Fr. 10'832.– nicht in Abzug zu bringen. Es
ist von einem Gesamteinkommen für das Jahr 2012 von Fr. 482'285.–
(Fr. 491'805.– – Fr. 9'520.–) bzw. Fr. 40'190.40 pro Monat auszugehen. Für die
Einkommen der Jahre 2013 bis 2015 ist auf die nachfolgende Berechnung der
Einkünfte der Parteien abzustellen (vgl. II./C.1.+2.), wobei bei der Gesuchsgegne-
rin die Dividendenerträge und der Vermögensertrag nicht zu berücksichtigen sind,
da im Jahre 2012 nur auf die Einkünfte gemäss den Lohnausweisen abgestellt
wird. Die Beteiligungsrechte sind in dem Jahr zu berücksichtigen, in welchem sie
effektiv anfielen, damit Fr. 926.– im Jahre 2014 (vgl. nachfolgend II./C.2.2.). So-
dann sind die Kinderzulagen miteinzubeziehen. Es ist auf die unangefochten ge-
bliebenen Beträge der Vorinstanz abzustellen (vgl. Urk. 157 S. 30 ff.). Damit er-
scheint ein relevantes Gesamteinkommen der Parteien für das Jahr 2013 von
Fr. 38'142.– (Fr. 23'028.– + Fr. 14'514.– + Fr. 600.–), für das Jahr 2014 von
Fr. 37'663.85 (Fr. 22'822.– + Fr. 13'298.85 + Fr. 926.– + Fr. 617.–) und für das
Jahr 2015 von Fr. 36'173.75 (Fr. 22'537.– + Fr. 12'986.75 + Fr. 650.–) als glaub-
haft. Es ergibt sich im Vergleich zum Jahre 2012 eine Verringerung des monatli-
chen Gesamteinkommens von Fr. 2'048.40 (Fr. 40'190.40 – Fr. 38'142.–) im Jah-
- 23 -
re 2013, Fr. 2'526.55 (Fr. 40'190.40 – Fr. 37'663.85) im Jahre 2014 und
Fr. 4'016.65 (Fr. 40'190.40 – Fr. 36'173.75) im Jahre 2015. Zusammenfassend
erscheint für das Jahr 2013 eine Sparquote von rund Fr. 70.– (Fr. 2'118.60 –
Fr. 2'048.40) als glaubhaft. In den Jahren 2014 (Fr. 2'402.60 – Fr. 2'526.55) und
2015 (Fr. 3'743.60 – Fr. 4'016.65) besteht keine Sparquote mehr. Die noch im
Jahre 2012 vorhandene monatliche Sparquote von Fr. 3'786.60 wird nach der
Trennung der Parteien im Jahre 2013 durch die anfallenden Mehrkosten und die
reduzierten Gesamteinkünfte aufgebraucht. Diesfalls stehen die überdurchschnitt-
lich hohen Einkommen der Parteien der Anwendung der zweistufigen Methode
nicht entgegen (vgl. BGer 5A_24/2016 vom 23. August 2016, E. 3.4.2.). Angeführt
sei an dieser Stelle noch, dass sich die Einkünfte der Parteien weiter verringern.
So hat der Gesuchsteller per 1. Mai 2017 eine neue Stelle bei der I._ ange-
treten. Er macht ein wesentlich tieferes Salär als bis anhin geltend (vgl. Urk. 144
S. 7). Das Einkommen der Gesuchsgegnerin hat sich gemäss ihren Ausführungen
im Jahre 2016 ebenfalls verringert. Seit dem 1. Mai 2017 ist die Gesuchsgegnerin
arbeitslos (vgl. Urk. 146 S. 3 f.).
C) Unterhaltsbeiträge
Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge für die Gesuchsgegnerin und die Kinder
ist in drei Phasen vorzunehmen: 13. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 (Phase I),
1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 (Phase II) und 1. Januar 2015 bis
29. Februar 2016 (Phase III).
1. Einkommen Gesuchsteller
1.1. Der Gesuchsteller war in der massgebenden Zeit bei der J._ AG
angestellt. Die Vorinstanz rechnete ihm für die Zeit vom 13. Juni 2013 bis zum
31. Dezember 2013 ein monatliches Einkommen von Fr. 21'828.– an; dies exklu-
sive die von ihm bezogenen Pauschalspesen von Fr. 1'200.– pro Monat (Urk. 157
S. 16 f.). Für das Jahr 2014 berechnete die Vorinstanz ein Einkommen von
Fr. 21'622.–. Sie berücksichtigte dabei weder die Pauschalspesen noch ein allfäl-
liges Einkommen aus Darlehenszinsen (Urk. 157 S. 18 ff.). Ab dem 1. Januar
- 24 -
2015 ging die Vorinstanz von einem Einkommen von Fr. 21'337.– aus. Dabei be-
rücksichtigte sie Darlehenszinsen von durchschnittlich Fr. 451.55 pro Monat
(Urk. 157 S. 21 f.).
1.2.1. Gemäss Gesuchsgegnerin sind die Pauschalspesen dem Gesuchstel-
ler als Einkommen anzurechnen (Urk. 168 S. 10 ff.).
1.2.2. Ein Rückweisungsentscheid ist weder für die Vorinstanz noch die Be-
rufungsinstanz bindend, wenn dem neuen Entscheid ein veränderter Sachverhalt
zugrunde liegt (vgl. ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 318 N 48). Der Gesuchsteller hat
anlässlich der Verhandlung vom 3. März 2017 geltend gemacht, bei Anwendung
der zweistufigen Berechnungsmethode seien die Fr. 1'200.– Pauschalspesen bei
seinem Einkommen nicht zu berücksichtigen, da er diese unter anderem für Es-
sen mit Konkurrenten, Beratern und Berufskollegen, Fahrten zu anderen Nieder-
lassungen, Beiträgen an Institutionen sowie für Handykosten und IT-Umfeld benö-
tige. Pauschalspesen würden in einem solchen Fall als blosser Auslagenersatz
keinen Einkommensbestandteil darstellen (Urk. 144 S. 10 Fn 24). Damit hat der
Gesuchsteller einen neuen Sachverhalt behauptet (zuvor hatte er unter Annahme,
dass die einstufige Berechnungsmethode zur Anwendung gelangt, die Anrech-
nung der Pauschalspesen nicht bestritten und keine Auslagen geltend gemacht).
Wegen der Vorschrift von Art. 229 Abs. 3 ZPO war dies auch zu diesem Zeitpunkt
noch möglich. Die Vorinstanz durfte somit die Frage der Anrechnung der Pau-
schalspesen neu aufwerfen und war - entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin
(vgl. Urk. 168 S. 12) - nicht an die im Rückweisungsentscheid vorgenommene Be-
rechnung des Einkommens des Gesuchstellers gebunden (vgl. Urk. 73 S. 22 f.).
1.2.3. Ein Grund, weshalb bei der zweistufigen Berechnungsmethode die
Pauschalspesen, wenn ihnen keine effektiv anfallenden Ausgaben gegenüberste-
hen, nicht zum Einkommen aufzurechnen wären, ist nicht ersichtlich (vgl. Urk. 144
S. 10; Urk. 172 S. 9). Der Gesuchsteller erhielt eine pauschale Spesenentschädi-
gung von Fr. 1'200.– pro Monat. Die Vorinstanz sah es als glaubhaft an, dass
dem Gesuchsteller in der Höhe der Entschädigung effektive Spesen für Kosten in
Restaurants und "allenfalls anteilsmässig auch für die Anschaffung einer ange-
messenen Arbeitskleidung" anfallen (Urk. 157 S. 18). Sie hat die Spesen einer-
- 25 -
seits bei der Berechnung des Einkommens nicht miteinbezogen, andererseits
beim Gesuchsteller im Bedarf keinen Betrag bei der auswärtigen Verpflegung
eingesetzt (Urk. 157 S. 30 ff.). Mit der Gesuchsgegnerin ist davon auszugehen,
dass ein Spesenersatz, welchem keine effektiven Auslagen gegenüberstehen,
unabhängig von der arbeitsvertraglichen Regelung, d.h. auch unabhängig vom
Zusatz-Spesenreglement der J._ AG, als Lohnbestandteil zu behandeln ist
(Urk. 168 S. 12 m.Hinw. auf Literatur und Rechtsprechung). Der Gesuchsteller
reicht zum Beweis seiner Behauptung betreffend den auswärtigen Essen für die
Zeit bei der J._ AG keine Belege ein. Anlässlich seiner Befragung gab er an,
nicht mehr sagen zu können, ob seine Auslagen für Essen mit Kollegen, Konkur-
renten und Klienten genau Fr. 1'200.– ausgemacht hätten. Es sei aber "deutlich
mehr als die Hälfte" gewesen (Prot. Vi S. 31). In seiner Eingabe vom 5. Septem-
ber 2016 sah der Gesuchsteller einen Betrag für "auswärtiges Essen" von
Fr. 563.– als angemessen an (Urk. 86 S. 28). Dieser Betrag erscheint als glaub-
haft. Nicht zu berücksichtigen sind unter dieser Bedarfsposition Kosten für ange-
messene Kleidung. Der Gesuchsteller hat keine dahingehenden Behauptungen
aufgestellt. Sodann war dazumal auch die Gesuchsgegnerin als Managerin tätig
und hätte diesbezüglich einen gleichwertigen Anspruch. Die Auslagen für die Ge-
schäftskleider sind von beiden Parteien aus dem Überschussanteil zu bestreiten.
Die weiteren Behauptungen des Gesuchstellers betreffend Kosten für Fahrten zu
anderen Niederlassungen, Beiträgen an Institutionen, Handykosten und IT-Umfeld
sind derart vage, dass keine Plausibilitätsprüfung vorgenommen werden kann
(Urk. 172 S. 9), weshalb sie nicht zu berücksichtigen sind.
1.2.4 Damit sind dem Gesuchsteller einerseits in allen drei Phasen monat-
lich Fr. 1'200.– als Einkommen anzurechnen. Andererseits sind in seinem Bedarf
Auslagen für auswärtige Verpflegung von Fr. 563.– zu berücksichtigen.
1.3. Weiter wurden im Rückweisungsentscheid vom 4. April 2016 beim Ein-
kommen des Gesuchstellers für das Jahr 2014 Fr. 525.– "Darlehenszinsen USA"
einberechnet (Urk. 73 S. 23). Die Vorinstanz hat die Darlehenszinsen im Jahre
2014 nicht berücksichtigt (vgl. Urk. 157 S. 18 ff.). Die Tatsache, dass die Kinder
und die Gesuchsgegnerin die (vormalig) im Alleineigentum des Gesuchstellers
- 26 -
stehende Liegenschaft in K._ (USA) im Jahr 2014 während fünf Wochen be-
wohnt hätten und damit die Darlehenszinsen von L._, welchem der Gesuch-
steller ein Darlehen von USD 350'000.– gewährt hatte, für das ganze Jahr 2014
entfielen (Urk. 86 S. 14), machte der Gesuchsteller erstmals mit Eingabe vom
5. September 2016 geltend. Es kann auf die vorangehenden Ausführungen zu
Art. 229 Abs. 3 ZPO verwiesen werden. Die Vorinstanz war an den Rückwei-
sungsentscheid nicht gebunden. Die konkreten Erwägungen der Vorinstanz,
wieso sie die Zinsen nicht als Einkommen berücksichtigte, rügt die Gesuchsgeg-
nerin nicht, weshalb die Zinsen nicht aufzurechnen sind.
1.4. Die Gesuchsgegnerin bestreitet ansonsten die von der Vorinstanz er-
rechneten Beträge nicht, weshalb beim Gesuchsteller ein Einkommen von
Fr. 23'028.– (Fr. 21'828.– + Fr. 1'200.–) vom 13. Juni 2013 bis zum 31. Dezember
2013, von Fr. 22'822.– (Fr. 21'622.– + Fr. 1'200.–) für das Jahr 2014 und von
Fr. 22'537.– (Fr. 21'337.– + Fr. 1'200.–) ab dem 1. Januar 2015 als glaubhaft er-
scheint.
2. Einkommen Gesuchsgegnerin
2.1. Die Gesuchsgegnerin war im massgebenden Zeitraum bei der H._
AG angestellt. Die Vorinstanz rechnete ihr vom 13. Juni 2013 bis zum 31. De-
zember 2013 ein Einkommen von Fr. 16'219.– an; Fr. 14'514.– (monatliches Net-
toeinkommen, inkl. Bonus) sowie Fr. 1'705.– Dividendenerträge. Nicht berücksich-
tigt wurden die Kinderzulagen und vom Gesuchsteller geltend gemachte Mietzins-
einnahmen aus der Vermietung des Ferienhauses in K._. Vom 1. Januar
2014 bis zum 31. Dezember 2014 setzte die Vorinstanz das Einkommen der Ge-
suchsgegnerin auf Fr. 15'991.– fest; Fr. 14'172.45 (monatliches Nettoeinkommen,
exkl. Kinderzulagen, inkl. Beteiligungsrechte) sowie Fr. 1'818.65 Dividendenerträ-
ge. Nicht berücksichtigt wurden vom Gesuchsteller behauptete Dividendenaus-
schüttungen für gesperrte Mitarbeiteraktien und geltend gemachte Mietzinsein-
nahmen. Ab dem 1. Januar 2015 errechnete die Vorinstanz für die Gesuchsgeg-
nerin ein Einkommen von Fr. 14'635.–; Fr. 12'986.75 (monatliches Nettoeinkom-
men, inkl. Bonus, exkl. Familienzulagen) sowie Fr. 1'648.15 Dividendenerträge.
Nicht berücksichtigt wurden behauptete Mietzinseinnahmen (Urk. 157 S. 22 ff.).
- 27 -
2.2.1. Die Gesuchsgegnerin hat im Jahre 2014 Beteiligungsrechte (133
H._ Aktien) erhalten (Urk. 88/153). Die Beteiligungsrechte werden mit
Fr. 10'483.– im Lohnausweis der Gesuchsgegnerin festgehalten. Sie macht gel-
tend, die Beteiligungsrechte seien bei ihrem Einkommen im Jahre 2014 nicht zu
berücksichtigen, da die 133 Aktien für ein Jahr gesperrt gewesen seien (Urk. 127
S. 20; Urk. 168 S. 13). Gesperrte Mitarbeiteraktien sind – entgegen den Ausfüh-
rungen der Vorinstanz (Urk. 157 S. 25 f.) – erst nach Ablauf der Sperrfrist als Ein-
kommen zu berücksichtigen (vgl. Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Pra-
xis, 2. Aufl. 2014, N 2.130a). Damit sind die Beteiligungsrechte im Jahre 2014
nicht zu berücksichtigen. Fehl gehen die Ausführungen des Gesuchstellers, dass
eine Anrechnung im Jahre 2014 zu erfolgen habe, weil die Gesuchsgegnerin zwi-
schen Aktien und Bargeld habe wählen können (Urk. 156 S. 14; Urk. 172 S. 9 f.).
Die Gesuchsgegnerin durfte sich auch im Jahre 2014, wie bereits während des
Zusammenlebens (vgl. für das Jahr 2012, Urk. 74/6/45), einen Anteil ihres Bonus-
ses in Form von "gevesteten" Aktien auszahlen lassen. Damit sind die Beteili-
gungsrechte 2014 erst im Jahre 2015 als Einkommen zu berücksichtigen. Ent-
sprechend sind die Fr. 10'483.– vom anrechenbaren Nettoeinkommen von (abzü-
glich der rückwirkend ausbezahlten Kinderzulagen für die Jahre 2013 und 2014)
unbestrittenen Fr. 170'069.10 (vgl. Urk. 157 S. 25) in Abzug zu bringen. Es resul-
tiert für das Jahr 2014 ein monatlicher Nettolohn von Fr. 13'298.85
(Fr. 170'069.10 – Fr. 10'483.– ./. 12). Mit dem Gesuchsteller ist jedoch davon
auszugehen, dass diese Beteiligungsrechte zum Einkommen 2015 hinzuzuzählen
sind. Sodann sind die 2012 erhaltenen Mitarbeiterbeteiligungen von (mindestens)
Fr. 11'481.– beim Einkommen 2013 zu berücksichtigen (Urk. 74/6/45; Urk. 172
S. 10; Urk. 144 S. 7 f.). Im Jahre 2013 hat die Gesuchsgegnerin keine Mitarbei-
terbeteiligungen erhalten (vgl. Urk. 88/152).
2.2.2. Weiter ist umstritten, zu welchem Wert die Beteiligungsrechte als Ein-
kommen anzurechnen sind. Die Vorinstanz hat auf den Steuerwert abgestellt (vgl.
Urk. 157 S. 26; Urk. 88/153 S. 1 und 3). Mit dem Gesuchsteller ist davon auszu-
gehen (Urk. 156 S. 14), dass, anders als im Steuerrecht, im Rahmen des Ehe-
schutzverfahrens kein Diskont zu berücksichtigen ist (vgl. Six, a.a.O., N 2.130a).
Mit den Ausführungen des Gesuchstellers in der Berufung ist damit "mindestens"
- 28 -
auf den "Börsenwert", wobei sich der Gesuchsteller in der Berufung auf den Bör-
senkurs per 21. Februar 2014 und damit Fr. 83.55 beruft (vgl. Urk. 156 S. 14;
Urk. 172 S. 10), abzustellen. Der Kurs ist belegt (vgl. Urk. 88/153 S. 3). Es sind
beim Einkommen der Gesuchsgegnerin ab dem 1. Januar 2015 Fr. 11'112.15
(133 Aktien à Fr. 83.55) bzw. Fr. 926.– pro Monat zu berücksichtigen. Für die Be-
teiligungsrechte des Jahres 2012 ist auf die in der Berufung geltend gemachten
Fr. 11'481.– (Urk. 172 S. 10), welche durch den Lohnausweis 2012 belegt sind,
abzustellen (Urk. 74/6/45). Entsprechend sind beim Einkommen 2013 zusätzliche
Fr. 956.75 pro Monat (Fr. 11'481.– ./. 12) zu berücksichtigen.
2.3.1. Die Vorinstanz sah die Darstellung der Gesuchsgegnerin, wonach für
gesperrte Mitarbeiteraktien keine Dividendenausschüttungen vorgenommen wür-
den, sondern dass eine allfällige Dividende wiederum in Aktien investiert werde,
als glaubhaft an. Entsprechend berücksichtigte sie beim Einkommen der Ge-
suchsgegnerin im Jahre 2014 keine Dividendenerträge aus den gesperrten Mitar-
beiteraktien (Urk. 157 S. 26). Der Gesuchsteller beantragt, wie bereits vor Vorin-
stanz (vgl. Urk. 144 S. 8 Fn 11), die Anrechnung von Dividendenerträgen aus
dem GSPP (Global Share Participation Plan) sowie aus dem ISP (Incentive Share
Plan). Gemäss Gesuchsteller sind im Jahre 2014 Fr. 571.– aus dem GSPP und
Fr. 1'064.– aus dem ISP und im Jahre 2015 Fr. 1'151.– aus dem GSPP und
Fr. 964.25 aus dem ISP anzurechnen (Urk. 156 S. 14 ff.; Urk. 172 S. 10 f.).
2.3.2. Es erscheint glaubhaft, dass der Gesuchsgegnerin im Jahre 2014 im
GSPP 5.521 Aktien mit einem Wert von Fr. 513.45 als Dividende gutgeschrieben
wurden (Urk. 128/9). Die Gesuchsgegnerin hat, soweit ersichtlich, das Geld nicht
effektiv ausbezahlt erhalten, weil es direkt in Aktien reinvestiert wurde. Die Divi-
dendenausschüttung erfolgte vereinbarungsgemäss in Form von Aktienzukäufen
(vgl. Urk. 127 S. 21; Die Dividenden auf den Aktien im Depot bei der
F._/J._ werden nicht ausbezahlt, sondern gehen zurück in den Plan um
neue Aktien zu kaufen). Die Gesuchsgegnerin hat sich für eine Reinvestition der
Dividendenausschüttungen entschieden. Dies ändert jedoch nichts daran, dass es
sich bei der Dividendenausschüttung um einen der Gesuchsgegnerin zustehen-
den geldwerten Vorteil handelt. Entsprechend sind ihr im Jahre 2014 zusätzliche
- 29 -
Dividendenerträge von Fr. 513.45 und im Jahre 2015 von Fr. 947.53 (Urk. 170/5
S. 5 und 7) als Einkommen anzurechnen. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens
erscheint es nicht angezeigt, bezüglich der Aktienerträge noch weitere Unterlagen
zum Beweis einzufordern (vgl. prozessuale Editionsbegehren des Gesuchstellers
Urk. 86 S. 18; ein materieller Editionsantrag im Sinne von Art. 170 ZGB wurde
nicht gestellt). Damit ist auch die Rüge des Gesuchstellers, die Vorinstanz habe
seine diesbezüglichen Editionsbegehren zu Unrecht abgewiesen, nicht zu hören
(vgl. Urk. 156 S. 32). Die Gesuchsgegnerin hat nicht behauptet, sie erhalte für die
Aktien des ISP, welche für ein Jahr gesperrt sind, keine Dividenden ausbezahlt.
Sie machte nur geltend, die Dividenden der Aktien im Depot bei der
F._/J._ würden nicht ausbezahlt, sondern gingen zurück in den Plan,
um neue Aktien zu kaufen (vgl. Urk. 127 S. 20 f.). Wie dargelegt, sind auch diese
Dividenden als Einkommen anzurechnen, womit für das Jahr 2014 zusätzlich
Fr. 1'064.– (133 Aktien x Fr. 8.–) und für das Jahr 2015 Fr. 964.25 (133 Aktien x
7.25) als glaubhaft erscheinen (vgl. Urk. 128/7). Damit sind im Jahre 2014 zusätz-
liche Dividendenerträge von monatlich Fr. 131.45 (Fr. 513.45 + Fr. 1'064.– ./. 12)
und im Jahre 2015 von Fr. 159.30 (Fr. 947.53 + Fr. 964.25 ./. 12) zu berücksichti-
gen.
2.4. Die Gesuchsgegnerin hat im Jahre 2014 unbestrittenermassen einen
Vermögensertrag von Fr. 153.75 erzielt (Urk. 156 S. 15; Urk. 168 S. 14). Es ist
kein Grund ersichtlich, weshalb der Betrag nicht als Einkommen anzurechnen wä-
re.
2.5. Die ansonsten von der Vorinstanz errechneten Beträge blieben unbe-
stritten, weshalb bei der Gesuchsgegnerin ein Einkommen (ohne Kinder- bzw.
Familienzulagen) von Fr. 17'175.75 (Fr. 14'514.– + Fr. 1'705.– + Fr. 956.75) vom
13. Juni 2013 bis zum 31. Dezember 2013, Fr. 15'402.70 (Fr. 13'298.85 +
Fr. 1'818.65 + Fr. 131.45 + Fr. 153.75) für das Jahr 2014 und von Fr. 15'720.20
(Fr. 12'986.75 + Fr. 926.– + Fr. 1'648.15 + Fr. 159.30) ab dem 1. Januar 2015 als
glaubhaft erscheint.
- 30 -
3. Bedarfe der Parteien (inkl. Kinder)
3.1. Die Vorinstanz ging beim Gesuchsteller für die Phase I von einem er-
weiterten Bedarf von Fr. 9'248.–, für die Phase II von Fr. 9'774.– sowie für die
Phase III von Fr. 9'915.– aus. Den Bedarf der Gesuchsgegnerin (inkl. der drei
Kinder) setzte sie in der Phase I auf Fr. 14'887.– fest, wobei bei diesem Betrag
die Kinderzulagen von Fr. 600.– bereits abgezogen wurden. Für die Phase II ging
sie von Fr. 14'271.– (Abzug Kinderzulagen Fr. 617.–) und in der Phase III von
Fr. 12'341.– (Abzug Kinderzulagen Fr. 650.–) aus (Urk. 157 S. 30 ff.).
3.2.1. Die Grundbeträge für D._ und E._ wurden auch in der Pha-
se II und III vollumfänglich der Gesuchsgegnerin angerechnet (Urk. 157 S. 33).
Der Gesuchsteller macht geltend, er habe D._ und E._ jedes zweite
Wochenende von Freitag bis Sonntag und D._ ab 2015 zusätzlich jeweils am
Dienstag (mit Übernachtung) betreut. Ein Tag pro Woche entspreche einem zu-
sätzlichen Betreuungsanteil von 14 %. Ins Gewicht falle sodann, dass die Buben
während der Woche weitgehend drittbetreut worden seien. In der zweiten Phase
hätten daher bei ihm für D._ mind. Fr. 150.– und für E._ mind. Fr. 100.–
angerechnet werden müssen (Urk. 156 S. 17).
3.2.2. Die Grundbeträge für die unmündigen Kinder sind grundsätzlich nur
bei demjenigen Ehegatten einzurechnen, dem sie zugeteilt sind. Dies auch dann,
wenn dem anderen Ehegatten ein den normalen Rahmen übersteigendes Be-
suchsrecht eingeräumt wird, da die Hauptunterhaltslast beim obhutsberechtigten
Ehegatten verbleibt. Eine anteilsmässige Aufteilung des Grundbetrages für das
Kind auf beide Ehegatten rechtfertigt sich nur, wenn ein Kind mindestens einen
Drittel der Zeit beim nicht obhutsberechtigten Ehegatten verbringt, da rund die
Hälfte des Grundbetrags zur Deckung der Nahrungskosten vorgesehen ist und
diese Kosten jeweils anfallen, wo sich das Kind effektiv aufhält (vgl. Six, a.a.O.,
N 2.84). Das gerichtsübliche Besuchsrecht von D._ und E._ alle zwei
Wochenenden rechtfertigt somit keine Aufteilung des Grundbetrages. Sodann ist
mit Bezug auf D._ zu beachten, dass der Gesuchsteller nicht geltend macht,
dass D._ am Dienstag auch das Mittagessen bei ihm einnimmt, weshalb
auch bei D._ nicht davon auszugehen ist, dass er zu einem Drittel durch den
- 31 -
Gesuchsteller betreut wird. Eine Anrechnung eines Teils der Grundbeträge von
D._ und E._ in der Phase II und III beim Gesuchsteller erscheint nicht
angezeigt.
3.3.1. Der Gesuchsteller rügt, die Vorinstanz habe in allen drei Phasen bei
der Festsetzung seiner Wohnkosten die von ihm behaupteten und belegten
Stromkosten von Fr. 35.– pro Monat übergangen. Da der Gesuchsgegnerin
Fr. 31.– für Strom angerechnet worden seien, müsse der Betrag im Sinne des
Gleichbehandlungsgebots auch bei ihm berücksichtigt werden. Er beantragt für al-
le drei Phasen die Berücksichtigung von total Fr. 3'327.– Wohnkosten (Fr. 3'296.–
Mietzins plus Fr. 31.– Stromkosten; Urk. 156 S. 18).
3.3.2. Die Kosten für den Strom sind gemäss den Richtlinien des Oberge-
richts des Kantons Zürich für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimums vom 16. September 2009 im Grundbetrag inbegriffen (vgl. II.). Sie
wurden somit von der Vorinstanz beim Gesuchsteller zu Recht nicht berücksich-
tigt. Zu beachten ist hingegen, dass die Vorinstanz bei der Gesuchsgegnerin
Stromkosten von Fr. 31.– berücksichtigt hat (vgl. Urk. 157 S. 34 ff., Nebenkosten).
Die Gesuchsgegnerin hat vor Vorinstanz nicht geltend gemacht, die Stromkosten
würden für den Betrieb der Heizung in der ehelichen Liegenschaft anfallen (vgl.
Urk. 74/4 S. 11; Urk. 168 S. 16). Im Sinne des Gleichbehandlungsgebots ist auch
beim Gesuchsteller ein Betrag für Strom einzusetzen. Da die Fr. 31.– nicht bestrit-
ten wurden, ist hiervon auszugehen.
3.4.1. Die Vorinstanz hat der Gesuchsgegnerin in der Phase III "Krankheits-
kosten inkl. Franchise" von Fr. 2'500.– bzw. Fr. 208.– pro Monat angerechnet
(Urk. 157 S. 37 f.). Der Gesuchsteller macht geltend, die Gesuchsgegnerin habe
weder behauptet noch belegt, dass ihr regelmässig Krankheitskosten und im Jah-
re 2015 eine Franchise von Fr. 2'500.– angefallen seien. Die im Jahre 2013 und
2014 angefallenen Kosten stünden zur Hauptsache im Zusammenhang mit
Dr. med. M._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie. Es könne
angenommen werden, dass sich der Zustand der Gesuchsgegnerin im Jahre
2015 stabilisiert habe und sie nicht weiterhin in einem derart hohen Masse auf
psychiatrische Unterstützung angewiesen sei, zumal sie solches nie geltend ge-
- 32 -
macht habe. Da es sich bei den Kosten für 2013 und 2014 offensichtlich um aus-
serordentliche Kosten gehandelt habe, seien laufende Krankheitskosten nicht
glaubhaft gemacht und es hätten der Gesuchsgegnerin 2015 maximal Fr. 35.– pro
Monat - wie beim Gesuchsteller - angerechnet werden dürfen (Urk. 156 S. 18 f.).
3.4.2. Die Gesuchsgegnerin hat vor Vorinstanz "Franchise/ungedeckte Ge-
sundheitskosten" von Fr. 250.– pro Monat behauptet (Urk. 74/4 S. 9). Sie machte
die Kosten insbesondere für die wöchentlich anfallenden Therapiestunden geltend
(Urk. 74/4 S. 12). Betreffend der Belege verlangte sie die Edition durch den Ge-
suchsteller (Urk. 74/4 S. 13). Der Gesuchsteller reichte am 20. August 2014 Bele-
ge ein, welche die Behauptungen der Gesuchsgegnerin für die Jahre 2013 und
2014 als glaubhaft erscheinen liessen (vgl. Urk. 157 S. 37 f.). Damit ist glaubhaft
belegt, dass der Gesuchsgegnerin zumindest noch im Jahre 2014 regelmässig
Auslagen für eine psychiatrische Unterstützung anfielen. Hingegen bezahlt die
Gesuchsgegnerin ihre Krankenkasse seit Mitte 2014 selbst. Sie erhält die Ab-
rechnungsbelege der Kasse. Für das Jahr 2015 hat die Gesuchsgegnerin keine
Belege beigebracht, welche anhaltende Kosten für einen Psychiater ausweisen
würden. Einzig belegt für das Jahr 2015 wurden Zahnarztkosten von Fr. 786.65
(Urk. 128/21), wobei unklar bleibt, wofür die Auslagen anfielen. Da der Gesuch-
steller die Dentalhygiene aus dem Überschuss zu begleichen hat (Urk. 157 S. 37),
ist bei der Gesuchsgegnerin gleich zu verfahren. Es erscheint daher nicht glaub-
haft, dass der Gesuchsgegnerin im Jahre 2015 Gesundheitskosten von
Fr. 2'500.– angefallen sind. Es sind in ihrem Bedarf, wie beim Gesuchsgegner,
lediglich Fr. 35.– pro Monat einzusetzen.
3.5.1. Die Vorinstanz rechnete der Gesuchsgegnerin - in allen Phasen -
Fr. 176.– für auswärtige Verpflegung an. Sie sah es als glaubhaft an, dass die
Gesuchsgegnerin an ihren Arbeitstagen auswärts esse und erachtete einen ge-
richtsüblichen Betrag von Fr. 176.– bei einem 80% Pensum als angemessen
(Urk. 157 S. 42). Der Gesuchsteller macht geltend, der Gesuchsgegnerin würden
gemäss Lohnabrechnung nur Fr. 136.– für Essen abgezogen. Für diesen Betrag
stehe der Gesuchsgegnerin eine luxuriöse 5-Sterne Kantine mit einem grosszügi-
- 33 -
gen Mittagessen (inkl. Vorspeise, Hauptgang, Getränke, Kaffee und Dessert etc.)
zur Verfügung. Es seien daher nur Fr. 136.– zu berücksichtigen (Urk. 156 S. 19).
3.5.2. Die Gesuchsgegnerin hat mit Eingabe vom 1. Dezember 2016 erst-
mals Ausführungen zur Berechnung der Unterhaltsbeiträge nach der zweistufigen
Berechnung gemacht und in ihrem Bedarf die gerichtsüblichen Fr. 176.– einge-
setzt (Urk. 127 S. 56). Fehl geht daher ihr Einwand, die Ausführungen des Ge-
suchstellers zur angeblich ihr zur Verfügung stehenden Fünfsternekantine anläss-
lich der Verhandlung vom 3. März 2017 seien verspätet (Urk. 144 S. 12; Urk. 168
S. 16 f.). Hingegen wird auch dem Gesuchsteller das Recht zuerkannt, sich aus-
serhalb einer Kantine zu verpflegen. Es sind in seinem Bedarf, wie vorangehend
dargelegt (vgl. II./C.1.2.4.), Fr. 563.– für auswärtige Verpflegung zu berücksichti-
gen, weshalb der Gleichbehandlungsgrundsatz die Einsetzung von Fr. 176.– pro
Monat rechtfertigt (vgl. Urk. 168 S. 16 f.).
3.6. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz bei den Kinderbetreu-
ungskosten im Jahre 2015 auf die durchschnittlichen Auslagen von Januar bis
Oktober 2015 abgestellt hat (Urk. 156 S. 20; Urk. 157 S. 43 ff.).
3.7.1. Die Vorinstanz hat im Bedarf der Gesuchsgegnerin in der Phase I
Fr. 5'300.–, in der Phase II Fr. 5'200.– und in der Phase III Fr. 4'600.– für die
Steuern eingesetzt. Beim Gesuchsteller berücksichtigte sie in der Phase I
Fr. 2'300.–, in der Phase II Fr. 2'400.– und in der Phase III Fr. 2'400.– (Urk. 157
S. 30 ff. und S. 44 f.). Der Gesuchsteller macht Steuern für sich selbst von mind.
Fr. 3'150.– für die Phase I, Fr. 3'500.– für die Phase II und Fr. 3'250.– für die Pha-
se III geltend. Bei der Gesuchsgegnerin seien in der Phase I max. Fr. 3'500.–, in
der Phase II und III max. Fr. 2'900.– einzusetzen (Urk. 156 S. 23). Die Gesuchs-
gegnerin hält an den Zahlen gemäss Vorinstanz fest und beantragt weiter, es sei-
en in ihrem Bedarf Fr. 1'500.– pro Monat für die Erfüllung ihrer Steuerpflicht in
Amerika zu berücksichtigen (Urk. 168 S. 17 f.).
3.7.2. Die Steuerlast ist im Eheschutzverfahren vom Richter nach pflichtge-
mässem Ermessen zu schätzen. Dabei kann, wie dies die Vorinstanz getan hat,
auf den Steuerrechner für den Kanton Zürich abgestellt werden (Urk. 157 S. 44).
- 34 -
Entgegen der Ansicht des Gesuchstellers ist es im Eheschutzverfahren als sum-
marischem Verfahren nicht erforderlich, dass in einem ersten Schritt die proviso-
risch ohne Steuern ermittelten Unterhaltsbeiträge einzusetzen sind, und an-
schliessend ein zwei- bis dreimaliger Abgleich mit den jeweils berechneten Steu-
ern vorzunehmen ist (Urk. 156 S. 23 m.Hinw. auf Daniel Bähler, Familienunterhalt
und Steuern, in: Alexandra Jungo/Christina Fountoulakis, Familienvermögens-
recht: berufliche Vorsorge - Güterrecht - Unterhalt, Zürich/Basel/Genf 2016
S. 141 f.). Hingegen ist dem Gesuchsteller darin zuzustimmen, dass, wenn die
Steuern mit dem Steuerrechner berechnet werden, nicht nur das "geschätzte[..]
steuerbare[..]" Monatseinkommen angegeben werden kann. Vielmehr hätte es an
der Vorinstanz gelegen, die weiteren Parameter, nach welcher sie die Berech-
nung vornahm (getätigte Abzüge, angewendeter Tarif), anzugeben, damit die
Schätzung nachvollziehbar wird. Insoweit ist sie ihrer Begründungspflicht nicht
genügend nachgekommen (Urk. 156 S. 20 f.; Urk. 157 S. 44).
3.7.3. Auf den Einbezug der Versteuerung des Vermögens kann vorliegend
verzichtet werden (vgl. Urk. 168 S. 18). Die Parteien haben keine Behauptungen
dazu aufgestellt, wie hoch ihr Vermögen in den zu berechnenden Phasen jeweils
war.
3.7.4.1. Beim Gesuchsteller ist im Jahre 2013 von einem Nettojahresein-
kommen von Fr. 261'936.– (12 x Fr. 21'828.– [Fr. 23'028.– – Fr. 1'200.– Pau-
schalspesen]) auszugehen. Hiervon sind die geschätzten Unterhaltsbeiträge von
total Fr. 6'000.– pro Monat bzw. Fr. 72'000.– pro Jahr in Abzug zu bringen. Weiter
erscheint es angemessen, Fr. 6'684.– für die Säule 3A sowie Fr. 8'116.– Berufs-
auslagen (Urk. 74/13/50), damit total Fr. 14'800.–, in Abzug zu bringen. Es resul-
tiert ein steuerbares Einkommen von Fr. 175'136.–. Es ergeben sich Staats- und
Gemeindesteuern (Grundtarif, evangelisch, Steuerjahr 2013) von Fr. 26'151.55
bzw. Fr. 2'179.30 pro Monat. Die direkte Bundessteuer (Alleinstehende, Steuer-
jahr 2013) beträgt Fr. 10'294.60 bzw. Fr. 857.90 pro Monat. Es ergibt sich eine
Steuerlast von rund Fr. 3'050.– pro Monat.
3.7.4.2. Im Jahre 2014 ist von einem Nettojahreseinkommen von
Fr. 259'464.– (12 x 21'622.– [Fr. 22'822.– – Fr. 1'200.–]) auszugehen. Hiervon
- 35 -
sind die geschätzten Unterhaltsbeiträge von total Fr. 5'000.– pro Monat bzw.
Fr. 60'000.– sowie Fr. 14'800.– für die Säule 3A und die Berufsauslagen in Abzug
zu bringen. Es resultiert ein steuerbares Einkommen von rund Fr. 184'664.–. Es
ergeben sich Staats- und Gemeindesteuern (Grundtarif, evangelisch, Steuerjahr
2014) von Fr. 28'084.80 bzw. Fr. 2'340.40 pro Monat. Die direkte Bundessteuer
(Alleinstehende, Steuerjahr 2014) beträgt Fr. 11'528.80 bzw. Fr. 960.70 pro Mo-
nat. Es ergibt sich eine Steuerlast von rund Fr. 3'300.– pro Monat.
3.7.4.3. Im Jahre 2015 ist von einem Nettojahreseinkommen von
Fr. 256'044.– (12 x 21'337.– [Fr. 22'537.– – Fr. 1'200.–]) auszugehen. Hiervon
sind die geschätzten Unterhaltsbeiträge von total Fr. 5'000.– pro Monat bzw.
Fr. 60'000.– sowie Fr. 14'800.– für die Säule 3A sowie die Berufsauslagen in Ab-
zug zu bringen. Es resultiert ein steuerbares Einkommen von rund Fr. 181'244.–.
Es ergeben sich Staats- und Gemeindesteuern (Grundtarif, evangelisch, Steuer-
jahr 2015) von Fr. 27'392.90 bzw. Fr. 2'282.75 pro Monat. Die direkte Bundes-
steuer (Alleinstehende, Steuerjahr 2015) beträgt Fr. 11'080.– bzw. Fr. 923.35 pro
Monat. Es ergibt sich eine Steuerlast von rund Fr. 3'200.– pro Monat.
3.7.5.1. Bei der Gesuchsgegnerin ist im Jahre 2013 von einem Nettoein-
kommen von Fr. 181'368.– (12 x Fr. 14'514.– plus Kinderzulage Fr. 7'200.–) aus-
zugehen. Die Dividendenerträge der H._ Aktien sind nicht zu versteuern (vgl.
Urk. 74/13/27). Die Beteiligungen sind im Jahr des Bezugs zu versteuern (vgl.
Urk. 74/13/55). Hinzu kommen Unterhaltsbeiträge von geschätzten Fr. 72'000.–,
womit Einkünfte von Fr. 253'368.– vorliegen. Weiter ist der Eigenmietwert der Lie-
genschaft in G._ mit Fr. 38'000.– zu versteuern, wobei bei diesem Betrag be-
reits "pauschal" Fr. 9'500.– für Unterhalt und Abgaben abgezogen wurden
(Urk. 74/13/49+55). Höhere Auslagen wurden nicht behauptet. Es ergeben sich
steuerrelevante Einkünfte von Fr. 291'368.–. In Abzug zu bringen sind die
Schuldzinsen von Fr. 18'744.– (12 x Fr. 1'562.–). Sodann erscheint es auch bei
der Gesuchsgegnerin als angemessen, Fr. 6'684.– für die Säule 3A sowie
Fr. 8'116.– Berufsauslagen (Urk. 74/13/49+55), damit total Fr. 14'800.– in Abzug
zu bringen. Weiter sind bei den Staats- und Gemeindesteuern Fr. 27'000.– und
bei den direkten Bundessteuern Fr. 19'500.– für die Kinderabzüge sowie ein Kin-
- 36 -
derdrittbetreuungsabzug von Fr. 21'516.– (12 x Fr. 1'793.–) zu berücksichtigen.
Es resultiert für die Staats- und Gemeindesteuern ein glaubhaftes steuerbares
Einkommen von Fr. 209'308.– und für die direkten Bundessteuern von rund
Fr. 216'808.–. Es ergeben sich Staats- und Gemeindessteuern (Verheirateten-
und Einelterntarif, Konfession andere, Steuerjahr 2013) von Fr. 26'235.70 bzw.
Fr. 2'186.30 pro Monat. Die direkte Bundessteuer (Verheirateten- und Einelternta-
rif, Steuerjahr 2013) beträgt Fr. 14'746.– bzw. Fr. 1'228.85 pro Monat. Es ergibt
sich eine Steuerlast von rund Fr. 3'450.– pro Monat.
3.7.5.2. Im Jahre 2014 ist von einem Nettoeinkommen von Fr. 178'102.20
(12 x [Fr. 13'298.85 + Fr. 926.–] + Fr. 7'404.–) auszugehen. Hinzu kommen Un-
terhaltsbeiträge von Fr. 60'000.– sowie der Eigenmietwert von Fr. 38'000.–. Es
ergeben sich steuerrelevante Einkünfte von Fr. 276'102.20. In Abzug zu bringen
sind Fr. 18'444.– (12 x Fr. 1'537.–) für die Schuldzinsen sowie Fr. 14'800.– für die
Säule 3A und die Berufsauslagen. Weiter sind bei den Staats- und Gemeinde-
steuern Fr. 27'000.– und bei den direkten Bundessteuern Fr. 19'500.– für die Kin-
derabzüge sowie ein Kinderdrittbetreuungsabzug von Fr. 18'408.– (12 x
Fr. 1'534.–) zu berücksichtigen. Es resultiert für die Staats- und Gemeindesteuern
ein steuerbares Einkommen von rund Fr. 197'450.20 und für die direkten Bundes-
steuern von Fr. 204'950.20. Es ergeben sich Staats- und Gemeindessteuern
(Verheirateten- und Einelterntarif, Konfession andere, Steuerjahr 2014) von
Fr. 24'141.30 bzw. Fr. 2'011.75 pro Monat. Die direkte Bundessteuer (Verheirate-
ten- und Einelterntarif, Steuerjahr 2014) beträgt Fr. 13'199.– bzw. Fr. 1'099.90 pro
Monat. Es ergibt sich eine Steuerlast von rund Fr. 3'150.– pro Monat.
3.7.5.3. Im Jahre 2015 ist von einem Nettoeinkommen von Fr. 163'641.–
(12 x Fr. 12'986.75 + Fr. 7'800.–) auszugehen. Hinzu kommen Unterhaltsbeiträge
von Fr. 60'000.– sowie der Eigenmietwert von Fr. 38'000.–. Es ergeben
sich steuerrelevante Einkünfte von Fr. 261'641.–. In Abzug zu bringen sind
Fr. 6'672.– (12 x Fr. 556.–) für die Schuldzinsen sowie Fr. 14'800.– für die Säu-
le 3A und die Berufsauslagen. Weiter sind bei den Staats- und Gemeindesteuern
Fr. 27'000.– und bei den direkten Bundessteuern Fr. 19'500.– für die Kinderabzü-
ge sowie ein Kinderdrittbetreuungsabzug von Fr. 14'088.– (12 x Fr. 1'174.–) zu
- 37 -
berücksichtigen. Es resultiert für die Staats- und Gemeindesteuern ein steuerba-
res Einkommen von Fr. 199'081.– und für die direkten Bundessteuern von rund
Fr. 206'581.–. Es ergeben sich Staats- und Gemeindessteuern (Verheirateten-
und Einelterntarif, Konfession andere, Steuerjahr 2015) von Fr. 24'421.10 bzw.
Fr. 2'035.10 pro Monat. Die direkte Bundessteuer (Verheirateten- und Einelternta-
rif, Steuerjahr 2015) beträgt Fr. 13'407.– bzw. Fr. 1'117.25 pro Monat. Es ergibt
sich eine Steuerlast von rund Fr. 3'150.– pro Monat.
3.7.5.4. Die Gesuchsgegnerin macht sodann einen Betrag von monatlich
Fr. 1'500.– für Steuerzahlungen in den USA geltend (Urk. 127 S. 44; Urk. 168
S. 18). Die Vorinstanz berücksichtigte den Betrag nicht. Sie hielt im Wesentlichen
dafür, aufgrund der Ausführungen der Gesuchsgegnerin anlässlich der Befragung
am 3. März 2017 und des eingereichten Schreibens der US Tax & Financial Ser-
vices (vgl. Urk. 128/3) bleibe unklar, ob die Gesuchsgegnerin je in den USA eine
Steuererklärung für die Jahre 2013 bis 2015 einreichen bzw. für diese Jahre je
Steuern zu bezahlen haben werde (Urk. 157 S. 45 f.). Das Schreiben vom
12. Januar 2016 stammt vom Steuerberater der Gesuchsgegnerin (vgl. LE160046
Prot. Vi S. 29 und Urk. 128/3). Darin wird für die Jahre 2011 bis 2013 eine Be-
rechnung der geschätzten Steuerverbindlichkeiten ("estimated US tax liabilities")
vorgenommen. Die Gesuchsgegnerin verneinte anlässlich ihrer Befragung vom
3. März 2017, bis anhin in den USA Steuern für die Jahre 2013 bis 2015 bezahlt
oder eine entsprechende Steuererklärung eingereicht zu haben (LE160046 Prot.
Vi S. 29). Da die Gesuchsgegnerin im Weiteren verneinte, seit dem Jahre 2000 je
eine Steuererklärung in den USA eingereicht zu haben, bleibt allein aufgrund ihrer
Aussage und des Schreibens vom 12. Januar 2016 - wie von der Vorinstanz zu
Recht angeführt - unklar, ob sie für die Jahre 2013 bis 2015 je eine Steuererklä-
rung einreichen wird und wie hoch sich daraus ergebende Steuern allenfalls sein
werden. Die Fr. 1'500.– sind nicht zu berücksichtigen.
3.8.1. Damit ist beim Gesuchsteller in der Phase I von einem Bedarf von
Fr. 10'592.– auszugehen (Fr. 9'248.– + Fr. 31.– Strom + Fr. 563.– auswärtige
Verpflegung + Fr. 750.– zusätzliche Steuerbelastung). Für die Phase II ergibt sich
ein Betrag von Fr. 11'268.– (Fr. 9'774.– + Fr. 31.– Strom + Fr. 563.– auswärtige
- 38 -
Verpflegung + Fr. 900.– zusätzliche Steuerbelastung) und für die Phase III von
Fr. 11'309.– (Fr. 9'915.– + Fr. 31.– Strom + Fr. 563.– auswärtige Verpflegung +
Fr. 800.– zusätzliche Steuerbelastung).
3.8.2. Bei der Gesuchsgegnerin (inkl. der Kinder) ist in der Phase I von ei-
nem Bedarf von Fr. 13'037.– auszugehen (Fr. 14'887.– – Fr. 1'850.– reduzierte
Steuerbelastung). Für die Phase II ergibt sich ein Betrag von Fr. 12'221.–
(Fr. 14'271.– – Fr. 2'050.– reduzierte Steuerbelastung) und für die Phase III von
Fr. 10'718.– (Fr. 12'341.– – Fr. 173.– reduzierte Position "Krankheitskosten inkl.
Franchise" – Fr. 1'450.– reduzierte Steuerbelastung).
4. Berechnung der Unterhaltsbeiträge
4.1. Es sind die Gesamteinkommen der Parteien den Gesamtbedarfen ge-
genüberzustellen und die Überschüsse für die drei Phasen zu ermitteln.
Phase I
13. Juni 2013 bis
31. Dezember 2013
Phase II
1. Januar 2014 bis
31. Dezember 2014
Phase III
1. Januar 2015 bis
29. Februar 2016
Einkommen Gesuch-
steller
Fr. 23'028.– Fr. 22'822.– Fr. 22'537.–
Einkommen Gesuchs-
gegnerin
Fr. 17'175.75 Fr. 15'402.70 Fr. 15'720.20
Einkommen Total Fr. 40'203.75 Fr. 38'224.70 Fr. 38'257.20
Bedarf Gesuchsteller Fr. 10'592.– Fr. 11'268.– Fr. 11'309.–
Bedarf Gesuchsgeg-
nerin & Kinder
Fr. 13'037.– Fr. 12'221.– Fr. 10'718.–
Bedarf Total Fr. 23'629.– Fr. 23'489.– Fr. 22'027.–
Überschuss Fr. 16'574.75 Fr. 14'735.70 Fr. 16'230.20
- 39 -
Bei den errechneten Überschüssen kann die minimale Sparquote von Fr. 70.– im
Jahre 2013 unberücksichtigt bleiben. Sie ist nicht vom Überschuss in Abzug zu
bringen. Sie würde denn den Parteien auch entsprechend ihrer bisherigen Spartä-
tigkeit zustehen (vgl. Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl.
2010, N. 02.66) und wäre nicht einfach abzuziehen und vollumfänglich beim un-
terhaltspflichtigen Gesuchsteller zu belassen (vgl. Urk. 156 S. 24).
4.2.1. Umstritten ist die Aufteilung der Überschüsse. Die Vorinstanz hat in
der Phase I, als alle drei Kinder mit der Gesuchsgegnerin zusammen wohnten,
den Überschuss praxisgemäss dem Gesuchsteller zu einem Drittel und der Ge-
suchsgegnerin und den Kindern zu zwei Dritteln zugeteilt. Während der Phasen II
und III betreuten der Gesuchsteller und die Gesuchsgegnerin C._ zu je 50 %.
Die Vorinstanz sah es deshalb als gerechtfertigt an, den Überschussanteil von
C._ je zur Hälfte dem Gesuchsteller und der Gesuchsgegnerin zuzuweisen
(1/3 für den Gesuchsteller plus 1/18 Anteil C._, 1/3 für die Gesuchsgegnerin
plus 5/18 Anteil C._, D._ und E._; Urk. 157 S. 49 f.). Der Gesuch-
steller macht geltend, basierend auf der detaillierten Analyse der Ausgaben der
letzten 12 Monate vor der Trennung müsse, um dem Anspruch auf gleiche Le-
benshaltung zu genügen, der Überschuss (nach Abzug der Sparquote) mindes-
tens zur Hälfte ihm zugeteilt werden (Urk. 156 S. 24 f.). Bei einem Überschuss
von über Fr. 13'000.– habe eine 1/3 zu 2/3 resp. 7/18 zu 11/18 Zuteilung eine
übermässige Bevorzugung des angeblich überwiegenden Kinderhaushalts zur
Folge, zumal die festen Kosten (inklusive Ferien) pro Haushalt anfielen und nicht
von den Kindern, sondern den Eltern zu tragen seien. Insbesondere führe dies
auch zu einem viel grösseren finanziellen Freiraum des angeblichen Kinderhaus-
haltes. Dies obwohl er, der Gesuchsteller, weit höhere Wohn- und Ferienkosten
habe, da die Gesuchsgegnerin 2013 und 2014 in K._ gewesen sei und nur
die Flüge habe bezahlen müssen. Dies sei umso stossender, da die Mietzinsein-
nahmen der Gesuchsgegnerin nicht als Einkommen angerechnet worden seien,
obwohl er für die Kosten des Ferienhauses aufgekommen sei. Zudem betreue er
D._ bereits seit 2015 zusätzlich an einem Tag in der Woche (Urk. 156 S. 24
f.).
- 40 -
4.2.2. Mit der Verteilung des Überschusses soll beiden Ehegatten ermöglicht
werden, ihren bisherigen Lebensstandard beizubehalten. Der nach Abzug von
Steuern und Schuldzahlungen für den gemeinsamen Unterhalt verbleibende
Überschuss ist deshalb hälftig auf die Ehegatten aufzuteilen, wenn sie keine un-
mündigen Kinder haben. Eine Abweichung von der hälftigen Verteilung kann ge-
rechtfertigt sein, wenn feststeht, dass ein Ehegatte vor Aufhebung des gemein-
samen Haushaltes einen erheblich höheren Freibetrag für seine persönlichen Be-
dürfnisse (z.B. kostspieliges Hobby) zur Verfügung hatte. Bei gemeinsamen ehe-
lichen Kindern, die bei einem Ehegatten wohnen, ist die Zuweisung des verblei-
benden Überschusses in der Regel im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zugunsten des ob-
hutsberechtigten Ehegatten vorzunehmen (Six, a.a.O., N 2.171 f. m.Hinw. auf die
Rechtsprechung).
4.2.3. Die Parteien gaben vor der Trennung hohe Beträge für Ferien aus.
Dieser finanzielle Aufwand kann nicht mit den in den Bedarfen berücksichtigten
Grundbeträgen gedeckt werden. Nach der Trennung haben an sich beide Eltern-
teile ein Recht darauf, mit den Kindern Ferien im selben Umfang und Rahmen wie
vor der Trennung zu verbringen. Die Kosten für die Ferien fallen demjenigen
Elternteil an, mit dem die Kinder verreisen. Wird nun der Drittel des Überschus-
ses, welcher auf die Kinder entfällt, unbesehen demjenigen Elternteil zugewiesen,
welcher die Obhut inne hat bzw. die Kinder mehrheitlich betreut, kann dieser die
Ferienkosten der Kinder aus deren Überschussanteil decken, während der andere
Elternteil die Reisekosten der Kinder aus seinem Überschuss bezahlen muss. Ei-
ne separate Behandlung der Reisekosten erscheint daher als angemessen. Der
Gesuchsteller macht für die gesamte Familie Kosten (inkl. Mietkosten Ferienhaus
und Ausflüge) von Fr. 91'403.60 geltend (Fr. 33'299.– + Fr. 13'441.60 +
Fr. 8'663.– + Fr. 36'000.–; Urk. 86 S. 31 ff., 38 ff. und 45). Nicht zu berücksichti-
gen sind die Kosten von Fr. 10'890.– für die vom Gesuchsteller alleine unter-
nommene Reise nach Australien. Dabei handelte es sich um ein einmaliges Er-
eignis, welches zufolge des Stellenwechsels des Gesuchstellers möglich war. Die
Gesuchsgegnerin weist zu Recht darauf hin, dass der Gesuchsteller gar nicht ge-
nügend Ferien hätte, um nebst den Ferien mit den Kindern noch jedes Jahr allei-
ne drei Wochen zu verreisen (Urk. 127 S. 33). Damit verbleiben Fr. 80'513.60
- 41 -
bzw. rund Fr. 6'700.– pro Monat. Diese Summe erscheint gestützt auf die einge-
reichten Belege (vgl. Urk. 88/139; Urk. 88/140; Urk. 88/141; Urk. 88/143;
Urk. 88/144 und Urk. 88/145) sowie die von der Gesuchsgegnerin aufgestellten
Behauptungen (vgl. Urk. 74/4 S. 10 und 19) als plausibel. Dieser Anteil des Über-
schusses ist zwischen den Parteien grundsätzlich je hälftig aufzuteilen, damit bei-
de mit den Kindern im gleichen Rahmen Ferien machen können, wie vor der
Trennung. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass glaubhaft erscheint, dass der Ge-
suchsteller bereits vor der Trennung jährlich alleine Ferien mit N._ in den
USA verbracht (Urk. 144 S. 13) und hierfür rund Fr. 3'000.– ausgegeben hat
(Urk. 86 S. 31). Dem ist dadurch Rechnung zu tragen, dass ihm von den
Fr. 6'700.– vorab Fr. 250.– zugewiesen werden. Damit gehen Fr. 3'225.– an die
Gesuchsgegnerin und Fr. 3'475.– an den Gesuchsteller. Unbestritten ist sodann,
dass der Gesuchsteller im Jahre 2009 in den USA und im Jahre 2012 in der
Schweiz den Flugschein erworben hat (Urk. 86 S. 29; Urk. 127 S. 31; Urk. 144
S. 13). Dieses - kostspielige - Hobby gehörte zum vom Gesuchsteller vor der
Trennung gelebten Lebensstandard. Doch ist bei den für das Jahr vor der Tren-
nung geltend gemachten Kosten von total Fr. 3'735.66, welche glaubhaft erschei-
nen (vgl. Urk. 74/39/131; Urk. 88/140-142; Urk. 88/175), zu beachten, dass der
Gesuchsteller den Flugschein in der Schweiz erst im Jahre 2012 erlangt hat und
daher in diesem Jahr hohe Ausgaben für Flugstunden (Fr. 2'555.41) anfielen
(Urk. 86 S. 29). Es erscheint angemessen, dem Gesuchsteller unter diesem Titel
weitere Fr. 200.– des Überschusses vorab zuzuweisen. Ferner ist glaubhaft, dass
der Gesuchsteller Handball spielt. Die damit verbundenen Kosten von Fr. 855.–
pro Jahr können jedoch, ebenso wie die geltend gemachten Fr. 228.– für das
Tauchen (Urk. 86 S. 29), ausser Acht gelassen werden. Es ist davon auszugehen,
dass auch die Gesuchsgegnerin während der Ehe Hobbies nachging, welche in
etwa gleich viel kosteten. Damit sind vom Überschuss Fr. 3'225.– der Gesuchs-
gegnerin und Fr. 3'675.– dem Gesuchsteller (vorab) zuzuweisen. Der Rest des
Überschusses ist, in Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Ausführungen, in
der Phase I zu zwei Dritteln der Gesuchsgegnerin und den Kindern und zu einem
Drittel dem Gesuchsteller zuzuweisen. In den Phasen II und III ist der Über-
schussanteil von C._ je zur Hälfte dem Gesuchsteller und der Gesuchsgeg-
- 42 -
nerin zuzuweisen (6/18 für den Gesuchsteller plus 1/18 Anteil C._, 6/18 für
die Gesuchsgegnerin plus 5/18 Anteil C._, D._ und E._).
4.3. Es ergibt sich folgende Unterhaltsberechnung:
Jahr 2013 (Phase I):
Überschuss: Fr. 16'574.75 Anteil Gesuchsteller vorab: Fr. 3'675.– Anteil Gesuchsgegnerin vorab: Fr. 3'225.– zu teilender Überschuss: Fr. 9'674.75 1/3 Gesuchsteller: Fr. 3'224.90 2/3 Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 6'449.85
Unterhaltsanspruch Gesuchsgegnerin und Kinder:
Bedarf Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 13'037.– Anteil Gesuchsgegnerin vorab: Fr. 3'225.– Anteil Überschuss: Fr. 6'449.85 Total: Fr. 22'711.85 abzüglich Einkommen Gesuchsgegnerin: Fr. 17'175.75 Anspruch Unterhalt: Fr. 5'536.10
Die Kinderunterhaltsbeiträge für C._, D._ und E._ sind in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz auf je Fr. 1'546.– zuzüglich allfällige gesetzliche
und/oder vertragliche Kinder- und Familienzulagen festzusetzen. Entsprechend
verbleibt für die Gesuchsgegnerin ein Unterhaltsanspruch von (gerundet)
Fr. 900.–. Da die Kinderunterhaltsbeiträge nicht angehoben werden, kann offen
bleiben, ob die entsprechenden Anträge der Gesuchsgegnerin in der Berufungs-
antwort auf Erhöhung der Beiträge zulässig sind (Urk. 168 S. 3; Urk. 172 S. 3).
Jahr 2014 (Phase II):
Überschuss: Fr. 14'735.70 Anteil Gesuchsteller vorab: Fr. 3'675.– Anteil Gesuchsgegnerin vorab: Fr. 3'225.– zu teilender Überschuss: Fr. 7'835.70 7/18 Gesuchsteller: Fr. 3'047.20 11/18 Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 4'788.50
Unterhaltsanspruch Gesuchsgegnerin und Kinder:
Bedarf Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 12'221.– Anteil vorab: Fr. 3'225.– Anteil Überschuss: Fr. 4'788.50
- 43 -
Total: Fr. 20'234.50 abzüglich Einkommen Gesuchsgegnerin: Fr. 15'402.70 Anspruch Unterhalt: Fr. 4'831.80
Die Kinderunterhaltsbeiträge sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz für
D._ und E._ auf je Fr. 1'508.– und für C._ auf Fr. 754.– festzuset-
zen, jeweils zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- und Fa-
milienzulagen. Der Unterhaltsanspruch der Gesuchsgegnerin beträgt (gerundet)
Fr. 1'062.–.
Jahr 2015 (Phase III):
Überschuss: Fr. 16'230.20 Anteil Gesuchsteller vorab: Fr. 3'675.– Anteil Gesuchsgegnerin vorab: Fr. 3'225.– zu teilender Überschuss: Fr. 9'330.20 7/18 Gesuchsteller: Fr. 3'628.40 11/18 Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 5'701.80
Unterhaltsanspruch Gesuchsgegnerin und Kinder:
Bedarf Gesuchsgegnerin und Kinder: Fr. 10'718.– Anteil vorab: Fr. 3'225.– Anteil Überschuss: Fr. 5'701.80 Total: Fr. 19'644.80 abzüglich Einkommen Gesuchsgegnerin: Fr. 15'720.20 Anspruch Unterhalt: Fr. 3'924.60
Die Kinderunterhaltsbeiträge sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz für
D._ und E._ auf je Fr. 1'524.– und für C._ auf Fr. 762.– festzuset-
zen, jeweils zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- und Fa-
milienzulagen. Der Unterhaltsanspruch der Gesuchsgegnerin beträgt (gerundet)
Fr. 115.–.
4.4. Die ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für
schulische Förderungsmassnahmen u.ä.) haben die Parteien antragsgemäss in
allen drei Phasen je zur Hälfte zu tragen (vgl. Urk. 156 S. 3, Antrag 3).
- 44 -
III.
1.1. Die Vorinstanz hat die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfah-
ren auf Fr. 6'500.– zuzüglich Fr. 1'575.– Dolmetscherkosten, mithin total
Fr. 8'075.– festgesetzt (Urk. 157 S. 63, Dispositivziffer 5). Diese Regelung blieb
unangefochten und ist zu bestätigen.
1.2.1. Die Kosten wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und die Partei-
entschädigungen wettgeschlagen (Urk. 157 S. 63 f., Dispositivziffer 6 und 8). Der
Gesuchsteller beantragt die Auferlegung der Kosten zu mind. 80 % an die Ge-
suchsgegnerin und die Zusprechung einer Parteientschädigung von mind.
Fr. 2'500.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer (Urk. 156 S. 3 f., Antrag 5, und S. 32).
1.2.2. Die Gerichtskosten werden den Parteien in der Regel nach Obsiegen
und Unterliegen auferlegt (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). Liegen im Wesentlichen
Kinderbelange im Streit, werden die Kosten den Parteien praxisgemäss je zur
Hälfte auferlegt (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Vorliegend ist zu beachten, dass
zwar im angefochtenen Urteil nur noch die Unterhaltsbeiträge zu regeln waren,
hingegen ursprünglich auch die Obhutszuteilung und die Regelung der Besuchs-
bzw. Betreuungszeiten umstritten waren (vgl. Urk. 74/66). Da auch mit Bezug auf
die Unterhaltsbeiträge nicht von einem überwiegenden Obsiegen einer Partei
auszugehen ist und ebenfalls Kinderunterhaltsbeiträge im Streit lagen, rechtfertigt
es sich, die Kosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Entsprechend sind
keine Parteientschädigungen zuzusprechen. Die von der Vorinstanz getroffene
Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist zu bestätigen.
2. Die Vorinstanz hat die Kosten von Fr. 6'000.– (zuzüglich Fr. 450.– Dol-
metscherauslagen) des Berufungsverfahrens LE150019 (Teil-Urteil der Kammer
vom 4. April 2016) den Parteien ebenfalls je zur Hälfte auferlegt und die Partei-
entschädigungen wettgeschlagen (Urk. 157 S. 63 f., Dispositivziffer 7 und 8). Der
Gesuchsteller beantragt, die Hälfte der Gerichtskosten sei den Parteien zur Hälfte
und mind. 70 % der restlichen Hälfte der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen. Sodann
sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, ihm eine reduzierte Parteientschädigung
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von mind. Fr. 2'000.– (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen (Urk. 156 S. 4,
Antrag 6). Es kann auf die vorangehenden Ausführungen verwiesen werden. Das
vorinstanzliche Urteil ist in diesem Punkt zu bestätigen.
3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 6 Abs. 1
i.V.m. § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und 2 der GebV OG auf
Fr. 5'500.– festzusetzen. Da im Berufungsverfahren auch Kinderunterhaltsbeiträ-
ge strittig waren, sind die Kosten praxisgemäss den Parteien je zur Hälfte aufzu-
erlegen. Sie werden aus dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss
bezogen. Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller Fr. 2'750.– zurückzuer-
statten. Es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen.