Decision ID: 0f930571-ba27-40e3-9bca-4d577ea2018e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Mit Urteil vom 10. Juli 2018 (Urk. 3/5) hob das Sozialversicherungsgericht den Einspracheentscheid der Suva vom
28
. Dezember 2016, mit welchem sie
(zumin
dest sinngemäss) festgestellt hatte, dass die
X._
GmbH Arbeitgebe
rin des als unselbständig erwerbstätig qualifizierten
Y._
sei, auf und wies die Sache an die Suva zurück, damit diese die notwendigen Sachverhaltsabklä
rungen vornehme und allenfalls neu verfüge. Dieses Urteil erwuchs unangefoch
ten in Rechtskraft.
1.2
Mit Verf
ügung vom 4. Juli 2019 (Urk. 3/6
) stellte die Suva fest, dass
Y._
unselbständi
g erwerbstätig sei und dass die
Z._
B.V. seine Arbeit
geberin sei. Weiter hielt die Suva fest, dass die
X._
GmbH als eine «Niederla
ssung / Betriebsstätte von
Z._
B.V. betrachtet werden» könne und somit ein «Anknüpfungspunkt für
den Prämienbezug» sei (Urk. 3/6
S. 2).
Diese Verfügu
ng wurde der
Z._
B.V. eröffnet, nicht jedoch der
X._
GmbH.
1.3
Gegen die genannte Verfügung v
om 4. Juli 2019 liessen die
Z._
B.V. und die
X._
GmbH mit Eingabe vom 5. September 2019 Einsprache erheben. Mit Entscheid vom
1. April 2020 (Urk. 3/8
) trat die Suva auf die Einsprache der
X._
GmbH nicht ein
und wies die Einsprache der
Z._
B.V. ab.
2.
2.1
Dagegen liessen die
Z._
B.V. und die
X._
GmbH mit Eingabe vom 19. Mai
2020 (Urk. 1/1) Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:
1.
Der Einspracheentsche
id der Suva vom 1. April 2020
sei aufzu
heben;
2.
Es sei festzustellen, dass
X._
GmbH zur Einsprache gegen die Feststellungsverfügung der Suva vom 4. Juli 2019 legitimiert ist;
3.
Die Angelegenheit sei zur weiteren Abklärung an die Suva zurückzuweisen;
Eventualiter
4.
Der Einspracheentsche
id der Suva vom 1. April 2020
sei aufzu
heben;
5.
Es sei festzustellen, dass
X._
GmbH keine Betriebs
stätte im Sinne von Artikel 12 Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung ist;
6.
Es sei festzustellen, dass Herr
Y._
seine Tätigkeit als Fahrer (selbst in Anwendung der
A._
-Applikation) als
Selbst
ständigerwerbender
im Sinne von Artikel 9 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung ausgeübt hat;
7.
Es sei festzustellen, dass Herr
Y._
als
Selbstständig
erwerbender
im Sinne von Artikel 9 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
nicht obligatorisch unfallversichert ist;
8.
Es se
i festzustellen, dass weder
Z._
B.V. noch
X._
GmbH noch eine andere Gesellschaft der
A._
-Gruppe Sozialversicherungsbeiträge auf die an Herrn
Y._
im Zusammenhang mit der Verwendung der
A._
-Applikation geleisteten Zahlungen zahlen muss;
9.
Alle weiteren Begehren der Suva seien abzuweisen;
10.
Die Kosten des Verfahrens sind de
r Suva aufzuerlegen und der
Z._
B.V. und der
X._
GmbH eine Entschädigung für die durch das Beschwerdeverfahren entstan
denen Parteikosten zuzusprechen (zzgl. MwSt.).
Die
Beschwerdeverfahren der
Z._
B.V und der
X._
wurden unter
der Prozessnummer UV.2020.00118
registriert. Der Suva wur
de mit Verfügung vom 28. Mai
2020 (Urk. 5) Frist zur Stellungnahme angesetzt. Die Suva schloss in ihrer
Beschwerdeantwort vom 3. September
2020 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerden.
2.2
Mit Verfügung vom heutigen Tag (
Prozess Nr. UV.2020.00118
) wurden die Be
schwerdeverfahren in Sachen
Z._
B.V. und
X._
GmbH voneinander getrennt. Das Beschwerdeverfahren in Sachen
X._
GmbH gegen Suva wird unter der Prozessnummer des vorlie
genden Verfahrens (UV.2020.00213
) selbständig weitergeführt.
2.3
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die Entscheidfindung erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Erlass einer Feststellungsverfügung setzt gemäss Art. 49 Abs. 2
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
– analog zu Art. 25 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 lit. b
des Bundesge
setzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG)
– ein schützenswertes Interesse voraus, worunter rechtsprechungsgemäss ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbe
stehens eines Rechtsverhältnisses zu verstehen ist, dem keine erheblichen öffent
lichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und welches nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewahrt werden kann (BGE 129 V 289 E. 2.1, 126 II 300 E. 2c, 121 V 311 E. 4a). Nach der zu Art. 25 Abs. 2 VwVG ergangenen, auch auf Art. 49 Abs. 2 ATSG anwendbaren Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt das Erfordernis des schützenswerten Interesses auch für den Erlass von Feststel
lungsverfügungen, welche ein Hoheitsträger nicht auf Ersuchen, sondern von Amtes wegen (vgl. Art. 25 Abs. 1 VwVG) erlässt (BGE 130 V 388 E. 2.4).
Feststellungsverfügungen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. b VwVG und Art. 49 Abs. 2 ATSG haben – gleich wie Gestaltungs- und Leistungsverfügungen – stets individuelle und konkrete Rechte und Pflichten, das heisst Rechtsfolgen zum Gegenstand. Auch mit Feststellungsverfügungen können mithin nur Rechtsfragen geklärt, nicht aber Tatsachenfeststellungen getroffen werden. Nicht feststellungs
fähig ist namentlich auch eine abstrakte Rechtslage, wie sie sich aus einem Rechtssatz für eine Vielzahl von Personen und Tatbeständen ergibt. Ferner werden mit behördlichen Zusicherungen, Auskünften, Empfehlungen oder Beleh
rungen keine Rechtsfolgen verbindlich festgelegt; solche Mitteilungen stellen demnach keine Verfügungen dar und sind folglich nicht anfechtbar (BGE 130 V 388 E. 2.5).
1.2
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne von
Art.
89
Abs.
1 lit. c
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG)
jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einem Entscheid betroffene Person an dessen Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem
Entscheidadressaten
verschaffen würde, oder – anders ausge
drückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht
somit mit dem Interesse, das durch die von der beschwerdeführenden Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Bezie
hung zur Streitsache stehe (BGE 133 V 188 E. 4.3.1, 239 E. 6.2; 131 II 361 E. 1.2; 131 V 298 E. 3; 130 V 560 E. 3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin trat auf die Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Feststellungsverf
ügung vom 4. Juli 2019 (Urk. 3/6
) nicht ein und begründete dies im Wesentlichen damit, dass die Beschwerdeführerin weder formell noch materiell Verfügungsadressatin sei. Der Regelungsgehalt der genannten Fest
stellungsverfügung umfasse das Beitragsstatut des Fahrers sowie die Arbeitgeber
eigenschaft von
Z._
B.V., nicht aber die Frage eines etwaigen Prämienbezugs bei der Beschwerdeführerin. Das ergebe sich zwanglos daraus, dass mittels Feststellungsverfügung und nicht mittels Prämienrechnung entschie
den worden sei. Ein mittelbares wirtschaftliches Interesse der Beschwerde genüge nicht zur Legitimation. Es fehle die «unmittelbare Beziehungsnä
he» zum Streit
gegenstand (Urk. 3/8
S. 2 f.
; vgl. auch Urk. 7 S. 2 Ziff. 5
).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin bezüglich Legitimation zur Einspracheerhebung beziehungsweise betreffend Sachlegitimation im Wesent
lichen auf den Standpunkt, dass sie von der Beschwerdegegnerin als «Betriebs
stätte» der
Z._
B.V. im Sinne von Art. 12 Abs. 2
des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG)
qualifiziert worden sei und als «Anknüpfungspunkt für den Prämienbezug» bezeichnet worden sei. In der Konsequenz könnte die Anerkennung der Beschwerdeführerin als Betriebsstätte dazu führen, dass diese in das Verfahren betreffend Beitragsbezug einbezogen werde. Damit könnte der Beschwerdeführerin ein erheblicher wirtschaftlicher Nachteil drohen, als dass sie zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge des (jeweiligen) Fahrers verpflichtet werden könnte. Die Beschwerdeführerin habe somit ein schutzwürdiges Interesse zur Einsprache- beziehungsweise Beschwerdeerhebung. Im Weiteren liess die Beschwerdeführerin bestreiten, dass
sie eine Betriebsstätte der
Z._
B.V. sei. Die Vorausaussetzungen seien dafür nicht gege
ben (Urk. 1/1 S. 18
ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Einsprache der Beschwerdeführerin eingetreten ist.
3.
3.1
Fest steht, dass die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin (bewusst) nicht zur Adressatin der Feststellungsverfügung vom 4. Juli 2019 gemacht wurde. Die fehlende Adressierung spricht immerhin als Indiz gegen die Einsprachelegi
timation der Beschwerdeführerin.
3.2
Ausser Zweifel steht, dass die zwischen der
Beschwerdegegnerin und der
Z._
B.V. bestehende Kontroverse, ob
Y._
selbständig oder unselb
ständig erwerbstätig ist un
d ob im letzteren Falle die
Z._
B.V. als Arbeitgeberin des genannten Fahrers zu qualifizieren ist (vgl. zur Zulässigkeit solcher Feststellungsverfügungen BGE 132 V 257), die Beschwerdeführerin eigentlich nicht berührt. Die Beschwerdeführerin ist eine juristische Person schweizerischen Rechts und - zumindest rechtlich betrachtet - vollkommen unabhängig von der genannten Gesellschaft niederländischen Rechts. Es ist klar, dass sie an diesem Streit nicht beteiligt ist; sie ist insoweit eine unbeteiligte Dritte.
Grundsätzlich haftet weder die Beschwerdeführerin fü
r die Verbindlichkeiten der
Z._
B.V. noch umgekehrt. Auf theoretisch mögliche, in der Praxis sehr selten vorkommende Ausnahmefälle (genannt seien etwa der sogenannte «Durchgriff» und der sogenannte «umgekehrte Durchgriff») ist an dieser Stelle nicht weiter einzugehen, weil solche Konstellationen und deren Voraussetzungen vorliegend offensichtlich nicht gegeben sind.
Auch insoweit ist die Beschwerdeführerin durch die Feststellungsverfügung vom 4. Juli 2019 nicht berührt. Aus juristischer Sicht kann ihr gleichgültig sein, wie der oben genannte Streit ausgeht.
3.3
3.3.1
Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Beschwerdeführerin durch ihre Qualifikation als «Betriebsstätte» in der Feststellungsverfügung (und im angefochtenen Einspracheentscheid) in rechtserheblicher Weise tangiert wird. Entsprechendes gilt für die von der Beschwerdegegnerin deutlich vorgetragene Absicht, dereinst der Beschwerdeführerin Prämienrechnungen zuzustellen.
Nach Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenver
sicherung (AHVG)
sind
unter anderem
alle Arbeitgeber
b
eitragspflichtig, die in der Schweiz eine Betriebsstätte haben
.
3.3.2
Soweit die Beschwerdegegnerin bestritt, dass sie in der Feststellungsverfügung und im angefochtenen Einspracheentscheid derartige Feststellungen in juristisch autoritativer Form getroffen habe, ist ihr entgegenzuhalten, dass bei objektiver Lektüre ihrer Erlasse durchaus der gegenteilige Eindruck entstehen könnte. Für die angebliche Position der Beschwerdegegnerin (keine autoritative Feststellung,
dass die Beschwerdeführerin als Betriebsstätte für die allenfalls von der
Z._
B.V. geschuldeten Beiträge hafte) spricht allerdings der Umstand, dass für eine solche Feststellung das Feststellungsinteresse fehlt.
Wie oben in E. 1.1 dargelegt wurde, geht es bei Feststellungsverfügungen darum, das Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses festzustellen. Die Qualifikation einer juristischen Person als «Betriebsstätte» (sei das inhaltlich richtig oder falsch) führt aber im vorliegenden Kontext nicht dazu, dass zwischen der «Betriebsstätte» und der Beschwerdegegnerin irgendein Rechtsverhältnis fest
gestellt oder verneint würde. Mit anderen Worten kann die Frage, ob eine juris
tische Person oder eine irgendwie geartete Einrichtung als «Betriebsstätte» einer (anderen) juristischen Person, welche Arbeitgeberin ist, zu qualifizieren ist, von vornherein nicht Gegenstand einer Feststellungsverfügung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 ATSG sein. Denn auch wenn die Beschwerdeführerin eine Betriebsstätte der
Z._
B.V. sein sollte, wird sie damit nicht zur Arbeitgeberin des Versicherten. Die Beschwerdeführerin hat offenkundig eigene Angestellte, welche für sie tätig sind, aber keine Fahrdienste erledigen. Die Fahrer haben lediglich einen Vertrag mit der
Z._
B.V., weshalb eine Beitragszahlungs
pflicht der Beschwerdeführerin ausser Betracht fällt. Die Konzeption der Beitrags
zahlungspflicht von Betriebsstätten ausländischer Gesellschaften fusst auf der Überlegung, dass Arbeitgeber von in der Schweiz tätigen Arbeitnehmern auch dann beitragspflichtig sind, wenn das Mutterhaus seinen Sitz im Ausland hat. Steht indes als Arbeitgeberin die ausländische Gesellschaft fest, besteht für eine Beitragspflicht der Betriebsstätte jedenfalls so lange kein Raum, als der Versicherte seine Arbeitsleistung im mit der Arbeitgeberin vereinbarten Rahmen ausserhalb der Betriebsstätte erbringt.
3.3.3
Steuerrechtlich
definiert sich die Betriebsstätte als eine feste Geschäftseinrich
tung, in der die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird (
Art.
51
Abs.
2 Satz 1 des Bunde
sgesetzes über die d
irekte Bundes
steuer, DBG)
.
Als feste Geschäftseinrichtungen gelten Anlagen oder Einrichtun
gen, in denen ständig oder doch wenigstens während einer gewissen Zeit die Tätigkeit eines Unternehmens ausgeübt wird
(BGE 139 II 78 E. 3.1.1).
3.3.4
Die Beschwerdeführerin ist nach ihren unbestritten gebliebenen Ausführungen
weder in die Tätigkeit der
Z._
B.V., dem Betreiber der Applikation, eingebunden noch erbringt sie Transportdienstleistungen. Sie sorgt in der Schweiz für das Marketing der verschiedenen Gesellschaften der
A._
Gruppe (Urk. 1
/1 S. 4). Kein Arbeitnehmer der
Z._
B.V. übt seine Tätigkeit in diesen Räumlichkeiten aus. Die in den Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeiten entsprechen nicht denjenigen von
Z._
B.V., welche hauptsächlich
technologischer Natur sind und die Zurverfügungstellung der Applikationen umfassen (Urk. 1
/1
S.
19
ff.
). Bei dieser Ausgangslage ist nicht zu ersehen, inwiefern die Beschwerdeführ
erin als Betriebsstätte der
Z._
B.V. in Bezug auf die vom Versicherten ausgeübte Tätigkeit des Trans
portdienstes zu sehen wäre. Die Transportdienste werden auf der Strasse erbracht und nicht in den Räumen der Beschwerdeführerin. Die Fahrer erbringen ihre Dienstleistung nicht für oder durch die Beschwerdeführerin. Die Marketingtätig
keit der Beschwerdeführerin oder gar allfällige technische Unterstützung der Fahrer macht diese nicht zur Betriebsstätte der für (oder
über) die
Z._
B.V
. erbrachten Dienstleistungen.
Eine Beitragszahlungspflicht der Beschwerdeführerin ist nach dem Gesagten nicht gegeben.
3.3.5
Wollte man die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin so inter
pretieren, dass damit gemeint sein sollte, sie
werde eine allfällige an die
Z._
B.V. adressierte Prämienrechnung der Beschwerdeführerin zustellen, ist sie als reine Zustellungsempfängerin nicht beschwert und somit auch nicht zur Einsprache legitimiert, und zwar unabhängig davon, ob eine solche Zustel
lung rechtlich korrekt wäre oder nicht. Bezahlen müsste die
X._
GmbH eine solche Rechnung jedenfalls nicht.
4.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin durch den angefoch
tenen Einspracheentscheid nicht tangiert ist, da sie unter keinem Titel für etwa
ige Beitragsforderungen der
Z._
B.V. haftet.
Im Ergebnis ist demzufolge die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Einsprache der Beschwerdeführerin eingetreten. Somit erweist sich die vorlie
gende Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
5.
5.1
Nach
§
34
Abs.
1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
5.2
Grundsätzlich steht der Beschwerdeführerin, da sie vorliegend - rein formal betrachtet - unterliegt, keine Prozessentschädigung zu. Bei materieller Betrachtung dringt die Beschwerdeführerin jedoch mit ihrem Anliegen durch. Unabhängig davon, wie der Prozess zwischen der
Z._
B.V. und der Beschwerdegegnerin ausgeht, kann sie von der Beschwerdegegnerin nicht haftbar
gemacht werden. Zudem wurde die Beschwerdeführerin durch die Formulie
rungen der Beschwerdegegnerin zur Prozessführung veranlasst. Somit lässt sich durchaus diskutieren, ob der Beschwerdeführerin - trotz formellen Unterliegens - eine Prozessentschädigung zuzusprechen ist.
Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin durch densel
ben Rechtsvertreter wie die
Z._
B.V. vertreten wird und dass für beide Beschwerdefüh
rerinnen eine gemeinsame Beschwerdeschrift verfasst wurde, ist davon auszu
gehen, dass die Bemühungen für die Beschwerdeführerin keinen relevanten Mehraufwand verursacht haben, so dass auf die Zusprechung einer ausser
ordentlichen Prozessentschädigung an die Beschwerdeführerin zu verzichten ist.