Decision ID: 0a6fecc4-6f4a-534b-afc4-d021f3209739
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Hauptstrasse 11a,
8280 Kreuzlingen,
gegen
PK._,
Beklagte,
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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Manfred Bayerdörfer, Rathausstrasse 40/42,
4410 Liestal,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1965 geborene G._ war vom 1. März 2001 bis zur Kündigung per Ende Mai
2003 als kaufmännischer Mitarbeiter bei der A._ angestellt und dadurch ab dem
1. Juli 2001 bei der Fürsorgestiftung A._ (seit 1. Januar 2006 infolge von Fusion:
PK._, nachfolgend: PK._; act. G 1.1.12) für die obligatorische berufliche Vorsorge
versichert (act. G 1.1.18, act. G 1.1.1 und IV-act. 105). Am 15. Dezember 2002 kam der
Versicherte nachts bei Nebel während der Heimfahrt von einer Feier mit seinem
Personenwagen von der Nebenstrasse ab und prallte auf dem Vorplatz eines
Bauernhofs gegen einen Brunnen. Gemäss eigenen Angaben sei er dann in einer Art
Schockzustand zu Fuss zur Feier zurückgekehrt, wo er bis zum anderen Morgen
geschlafen habe. Wegen Schmerzen in der rechten Hand und dem linken Fuss habe er
am 16. Dezember 2002 Dr. med. B._, Ärztin für Allgemeinmedizin, aufgesucht. Zwei
bis drei Tage später seien starke Kopf- und Augenschmerzen aufgetreten (Suva-act. 4),
die der Versicherte gegenüber Dr. B._ jedoch erstmals am 8. Januar 2003 erwähnte
(Suva-act. 10). Am 29. Januar 2003 wurde der Versicherte röntgenologisch von
Dr. med. C._ FMH, Röntgeninstitut, untersucht (Suva-act. 22). Mit Zeugnis vom
23. April 2003 diagnostizierte Dr. B._ ein HWS-Distorsionstrauma (Suva-act. 5). Im
Schreiben vom 6. Mai 2003 stellte sie zusätzlich die Diagnosen einer Cervicocephalgie
und einer Cervicobrachialgie sowie chronischer Stirnkopf- und Augenschmerzen (Suva-
act. 9). Am 23. Juni 2003 berichtete Dr. D._, Arzt für Neurologie, über die Ergebnisse
der klinisch-neurologischen Untersuchungen sowie der Elektroenzephalografie (EEG)
vom 27. Januar und 4. Februar 2003. Er äusserte den Verdacht auf eine leichte,
regrediente posttraumatische Belastungsstörung (PTSD), welche für die weitere
Prognose wahrscheinlich aber nicht relevant sei. Eine Unfallkausalität zwischen dem
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diagnostizierten HWS-Distorsionstrauma und dem Unfall vom 15. Dezember 2002
befand er trotz einer HWS-Vorerkrankung im Jahr 1997 als zweifellos gegeben (Suva-
act. 22). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte daher die
gesetzlichen Leistungen für Heilungskosten und richtete Taggelder aus (vgl. Suva-
act. 27 und 82).
A.b Gemäss dem ärztlichen Zwischenbericht von Dr. B._ vom 6. August 2003 war
bis zu jenem Zeitpunkt beim Versicherten keine wesentliche Besserung der
Beschwerden eingetreten. Als hauptsächlich störend empfinde er die starken
Augenschmerzen und auch die zeitweise auftretenden Konzentrationsstörungen
würden ihn beeinträchtigen (Suva-act. 30). Eine Abklärung bei Dr. med. F._,
Augenarzt FMH, ergab die Diagnose einer Hyperopie (Übersichtigkeit) mit
eingeschränkter Akkommodationsbreite und asthenischen Beschwerden. Diese war
nach Dr. F._s Beurteilung aber nicht unfallkausal, da die Hyperopie ein
vorbestehender Zustand sei, welcher eventuell durch das Schleudertrauma verstärkt
wahrgenommen werde (Suva-act. 31).
A.c Am 15. September 2003 trat der Versicherte zur stationären Rehabilitation und
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit in die Klinik Valens ein. Gemäss dem
Austrittsbericht der Physiotherapie Rheumatologie vom 25. September 2003 (Suva-
act. 38) konnte das Bewegungsausmass der HWS jedoch auf Grund der
Selbstlimitierung des Versicherten nicht getestet werden. Da dieser bereits nach
wenigen Tagen das Therapiekonzept kritisiert und sich geweigert habe, empfohlene
Aktivitäten auszuführen, sei die Therapie wegen mangelnder Introspektionsfähigkeit
und damit fehlendem Rehabilitationspotential am 26. September 2003 abgebrochen
worden. Während den letzten Tagen seines Aufenthalts habe der Versicherte
demonstrative Zuckungen im Hals-, Augen- und Armbereich rechts gezeigt, welche
kaum zu beobachten gewesen seien, wenn er sich unbeobachtet gefühlt habe (vgl.
Austrittsbericht über den stationären Aufenthalt vom 1. Oktober 2003, Suva-act. 38).
Der Schlussbericht des Psychosomatischen Diensts vom 7. Oktober 2003 hält fest,
dass der Versicherte keine phobische Störung aufweise. Seine seelischen Reaktionen
seien normalpsychologisch verständlich und hätten in diesem Sinn keinen eigenen
Krankheitswert (keine Psychopathologie). Der Versicherte erscheine innerlich
angespannt und übermässig wachsam (Hypervigilanz; Suva-act. 39).
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A.d Am 13. und 14. November 2003 unterzog sich der Versicherte zur Evaluation der
funktionellen Leistungsfähigkeit EFL verschiedenen Tests (Suva-act. 55). Dr. med.
H._, Spezialarzt für physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, wertete die
Resultate im Bericht vom 17. Dezember 2003 aus. Er beurteilte das Verhalten des
Versicherten als darauf abzielend, eine schwer nachvollziehbare Schmerzproblematik
darzustellen. Zur Klärung, ob sein Verhalten Ausdruck einer schwerwiegenden
psychiatrischen Störung darstelle, befand Dr. H._ eine psychiatrische Abklärung als
angebracht (Suva-act. 54). Mit Verfügung vom 27. Januar 2004 stellte die Suva die
Taggeldleistungen per 2. Februar 2004 ein. Sie hielt fest, dass die noch geklagten
Beschwerden organisch als Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklärbar seien. Da
somit psychische Gründe verantwortlich seien und diese zum Unfall in keinem
rechtserheblichen Zusammenhang stünden, habe die Unfallversicherung keine
Leistungen mehr zu erbringen (Suva-act. 58). Gegen diese Verfügung liess der
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Kreuzlingen, am
26. Februar 2004 Einsprache erheben (Suva-act. 60). Gemäss dem Arztbericht von
Dr. med. I._, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Juli 2004 war der
Versicherte ab dem 17. November 2003 bei ihm in psychiatrischer Behandlung.
Dr. I._ befand den Versicherten seit September 2003 für voraussichtlich dauernd zu
100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 77). Am 13. September 2004 wies die Suva die
Einsprache gegen ihre Leistungseinstellung ab (Suva-act. 82). Der Einspracheentscheid
erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. act. G 1, S. 4).
A.e Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen liess zur Prüfung ihrer Leistungspflicht ein
psychiatrisches Gutachten durch Dr. med. J._, Psychiatrische Klinik Wil, erstellen.
Anlässlich der Begutachtung diagnostizierte Dr. J._ mit Bericht vom 12. Juli 2006 (IV-
act. 142) funktionelle Augenbeschwerden, codiert als sonstige somatoforme Störungen
(ICD-10 F 45.8) mit phobischen und zwanghaften Anteilen sowie bei Überforderung
einer Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen und kognitiven Einschränkungen (ICD-10
F 60.8). Mit Verfügung vom 1. Februar 2007 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
rückwirkend ab 1. Dezember 2003 auf der Grundlage eines Invaliditätsgrads von 86 %
eine ganze Invalidenrente zu.
A.f Die Pensionskasse lehnte das Leistungsgesuch von G._ mit Schreiben vom
19. Januar 2007 und 28. April 2008 mit der Begründung ab, dass die
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Arbeitsunfähigkeit, welche zur Invalidität geführt habe, aus einem psychischen
Beschwerdebild resultiere, das jedoch erst nach Beendigung des
Vorsorgeverhältnisses eingetreten sei. Da somit kein enger sachlicher Zusammenhang
zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und
der späteren Invalidität bestehe, erachte sie sich als nicht leistungspflichtig (act. G 12
und 16).
B.
B.a Mit Klage vom 17. Juni 2008 beantragte G._, vertreten durch Rechtsanwalt
Studer, die Beklagte sei zu verpflichten, ihm rückwirkend seit 1. Dezember 2003 die
gesetzlich und reglementarisch geschuldeten Leistungen auszurichten, unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen.
B.b In der Klageantwort vom 5. August 2008 beantragte die Beklagte, vertreten durch
Advokat Dr. Manfred Bayerdörfer, Liestal, Abweisung der Klage.
B.c Mit Replik und Duplik vom 2. September bzw. 22. Oktober 2008 hielten die
Parteien unverändert an ihren Anträgen fest.
B.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird - soweit erforderlich
- in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.
C.
Das Versicherungsgericht zog die Akten der Suva (Suva-act.) und der
Invalidenversicherung (IV-act.) bei. Die Parteien verzichteten auf eine weitere
Stellungnahme (act. G 11).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist, ob die Beklagte dem Kläger für die Zeit ab 1. Dezember 2003
Invalidenleistungen auszurichten hat. Gemäss Art. 23 des Bundesgesetzes über die
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berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) in der bis
31. Dezember 2004 in Kraft gewesenen Fassung haben Personen Anspruch auf
Invalidenleistungen, die im Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 50 % invalid
sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat,
versichert waren. Laut dem am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Art. 23 lit. a BVG
besteht bereits bei einer Invalidität von mindestens 40 % Anspruch auf
Invaliditätsleistungen. - In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze
massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands
Geltung haben (BGE 127 V 467; vorliegend: Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab
1. Dezember 2003). Ferner stellt das Versicherungsgericht bei der Fallbeurteilung
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 366; RKUV 2001 S. 101). Das
Klageverfahren, welchem kein vorinstanzlicher Entscheid zugrunde liegt, betrifft
Leistungsansprüche ab 1. Dezember 2003. Mit Blick auf diese Gegebenheiten ist
konkret das bis 31. Dezember 2004 gültig gewesene Recht der obligatorischen
beruflichen Vorsorge anzuwenden, soweit ihm neben den reglementarischen
Regelungen der Beklagten eine eigenständige Bedeutung zukommt.
1.2 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der
Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich,
dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in
der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist. Auf Grund von Art. 6 BVG steht
es den Vorsorgeeinrichtungen frei, den Invaliditätsbegriff bereits in der obligatorischen
Versicherung zu Gunsten des Versicherten zu erweitern oder Invalidenrenten schon bei
einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % auszurichten. Die Vorsorgeeinrichtungen
sind frei in der Wahl des Invaliditätsbegriffs; sie haben sich aber an eine einheitliche
Begriffsanwendung zu halten. Gehen sie ausdrücklich oder unter Hinweis auf das
Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie
hinsichtlich des versicherten Ereignisses an die Invaliditätsbemessung der IV-Stellen
(der Kantone und des Bundes) gebunden, es sei denn, dass diese sich als
offensichtlich unhaltbar erweist (vgl. BGE 126 V 308; BGE 115 V 208 und 215; BGE 118
V 35 E. 2b/aa; BGE 120 V 106 E. 3c). Gemäss Art. 5 Abs. 1 des Vorsorgereglements
der Pensionskasse gilt ein Versicherter (nach Art. 1 des Reglements: alle in die
Pensionskasse aufgenommenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) als invalid, wenn er
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aus gesundheitlichen Gründen (Unfall, Krankheit, Altersschwäche oder Gebrechen)
seine bisherige oder eine andere ihm zumutbare Tätigkeit nicht mehr ausüben kann,
und deshalb vor Erreichen des Rücktrittsalters sein Arbeitsverhältnis aufgelöst oder
dadurch sein Lohn herabgesetzt wird. Da dieser Invaliditätsbegriff nach Abs. 1 nicht
alle erforderlichen Parameter der nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) definierten Invalidität
abdeckt, ist ihm keine eigenständige Bedeutung beizumessen. Nach Abs. 2 des
Reglements ist schliesslich für die Anerkennung der Erwerbsunfähigkeit und die
Festlegung des Invaliditätsgrads der Entscheid der Eidgenössischen
Invalidenversicherung massgebend. Somit hat die Pensionskasse auf den Entscheid
der Invalidenversicherung abzustellen. Ein IV-Entscheid ist demzufolge mit Bezug auf
den Invaliditätsgrad und den Rentenbeginn, und damit für die Frage des Eintritts der
massgebenden Arbeitsunfähigkeit, für die Beklagte grundsätzlich bindend (vgl. z.B.
BGE 120 V 106 E. 3c mit Hinweisen). Ausserdem hat sich die Beklagte zu dem von der
IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Februar 2007 festgesetzten Invaliditätsgrad von 86 %
nicht geäussert. Streitig ist vorliegend somit, ob die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache
zur Invalidität geführt hat, zu einem Zeitpunkt eingetreten ist, als der Kläger der
Vorsorgeeinrichtung der Beklagten angehörte, und ob diese somit zur Ausrichtung
einer Invalidenrente verpflichtet ist.
2.
Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet,
welcher der Ansprecher bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war.
Dieser Zeitpunkt fällt mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache
zur Invalidität geführt hat. Unter einer Arbeitsunfähigkeit (im Sinn von Art. 23 BVG) ist
die gesundheitlich bedingte Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im
bisherigen Beruf zu verstehen. Die Arbeitsunfähigkeit muss erheblich, offensichtlich
und dauerhaft sein. Die Erheblichkeit wird in der Regel dann bejaht, wenn die
Einschränkung mindestens 20 % beträgt (vgl. Isabelle Vetter-Schreiber, Berufliche
Vorsorge, Zürich 2005, S. 89 mit Hinweisen auf die höchstrichterliche Rechtsprechung).
Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein,
dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der
Verschlimmerung der Invalidität. Für eine einmal aus - während der Versicherungsdauer
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aufgetretenen - Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die
Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des
Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der
Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e
contrario; BGE 118 V 35 E. 5; BGE 123 V 262 E. 1a). Auf diese Weise wird dem
Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer
längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit invalid wird. Damit kommt der Schutz der zweiten
Säule zum Tragen, wonach das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein muss, wenn
es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während welcher die
leistungsanbegehrende Person unter Umständen dem Obligatorium nicht mehr
unterstanden hat (BGE 118 V 35 E. 2b/aa; BGE 120 V 112 E. 2b). Damit die frühere
Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig bleibt, ist allerdings nicht nur erforderlich, dass
die Arbeitsunfähigkeit zu einer Zeit einsetzte, als die versicherte Person ihr
angeschlossen war, sondern auch, dass zwischen dieser Arbeitsunfähigkeit und der
Invalidität ein direkter und enger Zusammenhang besteht. Zwischen der
Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität muss sowohl ein sachlicher als auch ein zeitlicher
Zusammenhang bestehen. Der sachliche Zusammenhang ist gegeben, wenn der
invalidisierende Gesundheitsschaden der gleiche ist, wie er sich bereits während der
Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung manifestierte. Sodann wird in zeitlicher Hinsicht
verlangt, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während
längerer Zeit wieder arbeitsfähig geworden ist. Die frühere Vorsorgeeinrichtung muss
nicht für Rückfälle und Spätfolgen einer Krankheit einstehen, die erst Jahre nach
Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten (BGE 123 V 265 E. 1c).
3.
Vorliegend ist der erforderliche zeitliche Zusammenhang zwischen der
Arbeitsunfähigkeit, die während des Vorsorgeverhältnisses eintrat, und der späteren
Invalidität ohne Weiteres gegeben, da der Kläger seit dem Unfall vom 15. Dezember
2002 nie mehr voll arbeitsfähig war.
4.
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4.1 Zu prüfen bleibt damit der sachliche Zusammenhang. Dazu ist der während der
Versicherungsdauer bestehende, für den Eintritt der anfänglichen Arbeitsunfähigkeit
verantwortliche Gesundheitszustand mit dem Krankheitsbild zu vergleichen, das später
zur Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung geführt hat.
4.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der sachliche Konnex zu
bejahen, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der
Art her im Wesentlichen derselbe ist, der der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE
134 V 20 E. 3.2). Unter anderem im Urteil vom 29. Januar 2007 i/S K. (B 46/06) hielt das
Bundesgericht fest, der sachliche Zusammenhang könne auch gegeben sein, wenn die
bei noch bestehender Versicherungsdeckung eingetretene Arbeitsunfähigkeit
somatisch, die Anspruch auf eine Rente der IV begründende, allenfalls auch
berufsvorsorgerechtliche Leistungen auslösende Invalidität jedoch psychisch bedingt
sei. Notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung hierfür sei, dass das psychische
Leiden sich schon während des Vorsorgeverhältnisses manifestiert und das
Krankheitsgeschehen erkennbar mitgeprägt habe. Dabei verwies das Bundesgericht
auf den Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) vom 22. September 2006 i/S
G. (B 32/03, recte: B 37/06; vgl. erwähntes Urteil B 46/06 E. 3.3). In einem neueren
Urteil erkannte das Bundesgericht sodann, dass ein psychisches Leiden mit
Krankheitswert und Auswirkungen auf das Leistungsvermögen während des streitigen
Vorsorgeverhältnisses erkennbar in Erscheinung getreten sein müsse (vgl. dazu Urteil
des Bundesgerichts vom 26. Februar 2008 i/S J. [9C_772/2007] E. 4.2). Von dieser
Rechtsprechung ist nachstehend auszugehen.
4.3 Der Nachweis des Eintritts einer berufsvorsorgerechtlich relevanten
Arbeitsunfähigkeit hat mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen (SZS 2003, 438). Hinsichtlich des
Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines
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Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3b).
5.
5.1 Nach Art. 10 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b BVG beginnt die obligatorische Versicherung
mit dem Antritt des Arbeitsverhältnisses und die Versicherungspflicht endet, wenn das
Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Für die Risiken Tod und Invalidität bleiben die
Arbeitnehmer während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses bei
der Vorsorgeeinrichtung versichert (Art. 10 Abs. 3 BVG). Der Kläger war
unbestrittenermassen seit dem 1. Juli 2001 durch die Pensionskasse
vorsorgeversichert. Ob allenfalls eine frühere Aufnahme in die Vorsorgeeinrichtung
hätte erfolgen müssen, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens und kann hier offen
gelassen werden. Nachdem die Arbeitgeberin dem Kläger das Arbeitsverhältnis per
31. Mai 2003 gekündigt hatte, blieb er unter Berücksichtigung der Nachdeckung bis
am 30. Juni 2003 im Vorsorgewerk risikoversichert.
5.2 Auf Grund der Erkenntnisse der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. J._
sprach die IV-Stelle St. Gallen dem Kläger gestützt auf einen IV-Grad von 86 % eine
volle IV-Rente zu. Für den Beginn der einjährigen, ohne wesentlichen Unterbruch
andauernden Arbeitsunfähigkeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]; Beginn des Wartejahrs) wurde auf den
15. Dezember 2002 abgestellt. Die IV-Stelle stützte sich dabei auf die im UV-Verfahren
ab Unfalldatum attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % (IV-act. 159 und 162), welche
zunächst auf somatischen Leiden beruhte (vgl. Suva-act. 5). Der Rentenbeginn wurde
auf den 1. Dezember 2003 festgelegt. Im psychiatrischen Gutachten vom 12. Juli 2006
hielt Dr. J._ gestützt auf die bisherigen medizinischen Akten fest, dass die
Beschwerden in der Halswirbelsäule bei Status nach Traumen 1996 und 2002 keine
Auswirkungen mehr auf die Arbeitsfähigkeit hätten (vgl. IV-act. 142, S. 19, Ziff. 5.2).
Nachdem somit ausschliesslich psychische Störungen die Ausrichtung einer Rente
begründet haben, gilt es bezüglich der sachlichen Konnexität festzustellen, ob
zwischen dem Gesundheitsschaden, der während des Vorsorgeverhältnisses mit der
Beklagten eine Arbeitsunfähigkeit bewirkt hat, und dem zur Invalidität führenden
psychischen Leiden ein enger sachlicher Konnex besteht.
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6.
6.1 Gemäss den Angaben von Dr. B._ vom 16. Mai 2003 (Suva-act. 10) standen bei
den ersten beiden Konsultationen des Klägers nach dem Unfall Prellungen und
Schürfungen im Vordergrund. Am 8. Januar 2003 hielt die behandelnde Ärztin in der
Krankengeschichte fest, dass der Kläger auch über Kopf- und Nackenschmerzen
sowie ein Augenflimmern geklagt habe. Während eines Gesprächs mit der zuständigen
Suva Case Managerin am 15. April 2003 beschrieb der Kläger "wahnsinnige
Schmerzen in den Augen", so als ob jemand von Hinten in seine Augen drücken würde.
Die Kopf- und Augenbeschwerden habe er nach wie vor, zudem verspüre er teilweise
auch Schwindel und sei viel vergesslicher als vor dem Unfall. Schliesslich würde er
manchmal immer noch die Ecken des Brunnens vom Aufprall sehen und habe daher
auch Mühe, Ecken wie beispielsweise diejenigen des PCs anzuschauen (Suva-act. 4).
Diese "Eckenphobie" machte er wiederum während eines Gesprächs Mitte Juli 2003
geltend. Hingegen gab er zu jenem Zeitpunkt an, dass die Kopf- und
Nackenschmerzen um einiges besser geworden seien (Suva-act. 27). Im ärztlichen
Zwischenbericht vom 6. August 2003 hielt Dr. B._ jedoch erneut keine wesentliche
Besserung der Beschwerden fest. Sie beschrieb, dass den Kläger v.a. die starken
Augenschmerzen sowie die zeitweise auftretenden Konzentrationsstörungen
beeinträchtigen würden. Nach ihrer Einschätzung waren am ehesten chronische
Nacken- und Kopfschmerzen bei geringer Belastung als bleibender Nachteil zu
erwarten.
6.2 Am 25. August 2003 erwähnte der Kläger eine massive Verschlechterung seiner
Augen- und Kopfbeschwerden, indem das Augenstechen kaum auszuhalten sei und er
unter ständigen Kopfschmerzen leiden würde (Suva-act. 32). Im
Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Valens ab dem 15. September 2003 sollte durch
umfassende Untersuchungen die körperliche Leistungsfähigkeit erörtert werden (Suva-
act. 36). Nachdem sich der Kläger jedoch vom Stellvertreter seiner Hausärztin für die
Tests zur EFL hatte abmelden lassen und sich geweigert hatte, die vom medizinischen
Personal empfohlenen Aktivitäten auszuführen, wurde die Therapie am 26. September
2003 abgebrochen (vgl. Austrittsbericht des stationären Aufenthalts vom 1. Oktober
2003, Suva-act. 38). Die schliesslich am 13. und 14. November 2003 auf Zuweisung
durch Dr. H._ in der Praxis für ambulante Rehabilitation und Training (part), Amriswil,
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durchgeführte EFL ergab, dass das arbeitsbezogene relevante Problem eine allgemein
deutlich reduzierte Belastbarkeit sei, welche auf Grund der klinischen Befunde aber
nicht erklärt werden könne (Suva-act. 55). Gemäss dem Bericht von Dr. H._ vom
17. Dezember 2003 war der Test durch eine ausgeprägte Selbstlimitierung
charakterisiert. Es bestanden Inkonsistenzen und eine absolut mangelhafte
Leistungsbereitschaft (Suva-act. 54).
6.3 Die Möglichkeit des Vorhandenseins psychischer Störungen wurde erstmals im
Bericht vom 23. Juni 2003 über die klinisch-neurologischen Abklärungen vom
27. Januar und 4. Februar 2003 von Dr. E._ angedeutet. Dieser machte aber lediglich
auf Hinweise für eine leichte, regrediente und für die weitere Prognose wahrscheinlich
nicht relevante posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) aufmerksam. Gemäss
Internationaler Statistischer Klassifikation der Krankheiten und verwandter
Gesundheitsprobleme entsteht eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10
F43.1) als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder
eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder
katastrophenartigem Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen
würde. Prädisponierende Faktoren wie bestimmte, z.B. zwanghafte oder asthenische
Persönlichkeitszüge oder neurotische Erkrankungen in der Vorgeschichte können die
Schwelle für die Entwicklung dieses Syndroms senken und seinen Verlauf erschweren,
aber die letztgenannten Faktoren sind weder notwendig noch ausreichend, um das
Auftreten der Störung zu erklären (Weltgesundheitsorganisation - Taschenführer zur
ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, H. Dilling und H.J. Freyberger (Hrsg.),
4. Aufl. Bern 2008, S. 173). Da es sich auf Grund des Unfallhergangs beim
Unfallereignis vom 15. Dezember 2002 offensichtlich lediglich um eines von höchstens
mittlerer Schwere handelte, kann bereits definitionsgemäss nicht von einer
posttraumatischen Belastungsstörung ausgegangen werden. Dr. B._ vermerkte
sodann erst im Zeugnis vom 24. Oktober 2004, dass sie den Kläger zur psychiatrischen
Beurteilung bei Dr. I._ angemeldet habe (Suva-act. 45). Auch Dr. H._ wies im
Bericht vom 17. Dezember 2003 schliesslich auf eine Unsicherheit über das Vorliegen
einer schwerwiegenden psychiatrischen Störung hin und empfahl deshalb eine
psychiatrische und psychotherapeutische Abklärung.
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6.4 Dr. I._, welcher den Kläger ab dem 17. November 2003 behandelte, hielt im
Bericht vom 24. Juli 2004 auf Anfrage der IV-Stelle fest, dass der Kläger seit
September 2003 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Als für die Arbeitsunfähigkeit
verantwortliche Diagnosen befand er psychogene Augenschmerzen und Sehstörungen
(ICD-10 F45.8) seit Dezember 2002 sowie eine narzisstische und histrionische
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0), wahrscheinlich habituell, welche seit September
2003 dekompensiert und exacerbiert sei. Das Gutachten von Dr. J._ vom 12. Juli
2006 äussert sich demgegenüber nicht zum Beginn der relevanten Arbeitsunfähigkeit.
Dr. J._ schloss sich jedoch weitgehend dem Bericht von Dr. I._ vom Juli 2004 an
und stützte sich dabei explizit auf die Aussagen zur weiterhin zumutbaren Tätigkeit in
dem Sinn, dass das neurotisch bedingte unbewusste Schmerzgebaren weitgehend
jede sinnvolle Tätigkeit verunmögliche. Zumutbar scheine die bisherige Tätigkeit, aber
der Kläger könne so einem Arbeitgeber oder einem Team nicht zugemutet werden, dies
aus Gründen der neurotischen Symptomatik und der Persönlichkeitsstörung... Auf
Grund der Beurteilung von Dr. I._ ist die Dekompensation und Exacerbation der
psychischen Störungen somit frühestens auf September 2003 und damit nach
Beendigung des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten anzusetzen. Im September
2003 befand sich der Kläger zur Rehabilitation in Valens. Während dieses Aufenthalts
hatte er erstmals beobachtbar bereits beim Aufnahmegespräch mit dem linken Index
(Zeigefinger) in den linken Augenwinkel gedrückt (vgl. Zusammenfassung der
Krankengeschichte vom 1. Oktober 2003, Suva-act. 38) und demonstrative Zuckungen
im Hals-, Augen- und Armbereich gezeigt (vgl. Austrittsbericht über den stationären
Aufenthalt vom 1. Oktober 2003, Suva-act. 38). Seine Selbstlimitierung und das
gesamte Verhalten, welches schliesslich zum Abbruch des Aufenthalts in Valens führte,
können insgesamt als Beginn der Überbordung seiner psychischen Leiden betrachtet
werden. Auch der Bericht des psychosomatischen Diensts der Klinik Valens vom
7. Oktober 2003, welcher noch davon ausging, dass die seelischen Reaktionen des
Klägers in Anbetracht der psychosozialen Belastungssituation normalpsychologisch
verständlich seien und keinen psychopathologischen Krankheitswert aufweisen
würden, steht dieser Einschätzung grundsätzlich nicht entgegen. Erst auf Grund des
bleibenden schlechten psychischen Zustands des Klägers konnten Dr. I._ und
Dr. J._ durch die nachfolgenden psychiatrischen Untersuchungen zum Schluss
kommen, dass die bis anhin wohl bereits bestehende, aber kompensierte
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
Persönlichkeitsstörung ab September 2003 beim Kläger in den Vordergrund gerückt
war. Anderslautende Feststellungen bzw. eine frühere Ansetzung der zur
Leistungseinschränkung führenden psychischen Störungen sind den Akten nicht zu
entnehmen. Namentlich die geltend gemachte "Eckenphobie" sowie das
Schmerzempfinden betreffend Augen und Nacken bilden keine mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesenen Anhaltspunkte einer bereits
während des Vorsorgeverhältnisses eingetretenen psychischen Symptomatik von
massgebender Erheblichkeit. Somit ist darauf abzustellen, dass die Arbeitsunfähigkeit
während des Vorsorgeverhältnisses nicht als eigenständiges psychisches Problem in
Erscheinung trat, weshalb der sachliche Zusammenhang zu verneinen ist.
6.5 Zusammenfassend ist demnach davon auszugehen, dass sich das psychische
Krankheitsbild, welches zur Invalidität führte, nicht bereits während der Zugehörigkeit
zur Vorsorgeeinrichtung manifestiert hat. Damit ist der enge sachliche Zusammenhang
zwischen dem während dem Vorsorgeverhältnis des Klägers mit der Beklagten
eingetretenen Gesundheitsschaden und der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit
zu verneinen, weshalb die Beklagte nicht zur Erbringung von Invaliditätsleistungen zu
verpflichten ist.
7.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Klage abzuweisen. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG