Decision ID: 36a69edc-7e5c-58a2-92ee-5138d20ea827
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter), war seit Januar 2014 als Baufacharbeiter bei der
B._ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
gegen die Folgen von Unfällen versichert (Suva-act. 1). Am 26. August 2014 stürzte der
Versicherte von einem Betoniergerüst aus ca. 2.5 - 3 Metern Höhe rückwärts auf den
Hinterkopf und die rechte Körperhälfte zu Boden. Dabei erlitt er ein Schädelhirntrauma
(mit Felsenbeinlängsfraktur rechtsseitig auslaufend nach parietal und schmalem [3-4
Millimeter breitem] akutem Subduralhämatom rechts temporo-parietal), eine
Klavikulafraktur rechtsseitig, eine mehrfragmentäre Fraktur der rechten Rippe, eine
Lungenkontusion rechtsseitig basal, eine BWS-Kontusion, ein vorderes
Schubladenphänomen rechtsseitig bei Riss des vorderen Kreuzbandes rechts und eine
initiale zweiminütige Bewusstlosigkeit (Suva-act. 21). Festgestellt wurde im Weiteren
eine Hörminderung rechts (Suva-act. 9). Zunächst wurde der Versicherte ab 26. August
2014 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für Neurochirurgie, behandelt (Suva-
act. 21). Am 29. August 2014 wurde er in die Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG verlegt und operativ versorgt
(offene Reposition und interne Fixation [ORIF] sowie Plattenosteosynthese Klavikula
rechts; Suva-act. 8 f.). Am 2. September 2014 konnte er das Spital verlassen (Suva-act.
9).
A.a.
Mit Bericht vom 21. November 2014 diagnostizierten die behandelnden Ärzte der
Orthopädie des KSSG nebst dem Status nach der Operation eine persistierende, am
ehesten neuropathische Beschwerdesymptomatik an der rechten Schulter. Seitens der
A.b.
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Klavikula zeige sich ein regelhafter Verlauf mit fortschreitender Durchbauung. Der
Versicherte sei aber aufgrund der bestehenden Beschwerdesymptomatik im Bereich
der rechten Schulter erheblich eingeschränkt (Suva-act. 30). Es folgten weitere
Untersuchungen im KSSG. Gemäss Bericht der Hals-Nasen-Ohrenklinik vom 4.
Dezember 2014 zeigte sich eine kleine, wenn auch stetige Verbesserung der
subjektiven Hörminderung rechts sowie der Schwindelsymptomatik. Betreffend der
leichten Otorrhoe und Otalgie sowie der Schwindelsymptomatik wurde kein weiterer
Handlungsbedarf gesehen (Suva-act. 56). Der neurologische Untersuch vom 8.
Dezember 2014 ergab unauffällige motorische Neurographien im rechten Arm. Klinisch
und elektromyographisch zeigte sich eine leichte, eher chronische Ulnarläsion, wobei
elektrophysiologisch der genauere Schädigungsort nicht bestimmbar war. Das klinisch-
neurologisch untersuchbare sensible Defizit mit halbseitiger Beteiligung des Dig. IV
entsprach dabei einem peripheren Läsionsmuster. Bezüglich der beschriebenen
Allodynie im Bereich der Operationsnarbe wurde eine schmerzdistanzierende
Medikation empfohlen (Suva-act. 48). Mit Schreiben vom 19. Januar 2015 hielt der
Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C._, Facharzt FMH Allgemeine Medizin fest,
dass es im Bereich des Nervus ulnaris zu einer Neuropathie gekommen sei, deren
Ursache unklar sei. Der Versicherte beobachte eine reduzierte Kraft bei hoch
erhobenem Arm und Anteversion nach vorne. Auch sei der Faustschluss insbesondere
der Finger III-V deutlich eingeschränkt (Suva-act. 42).
Bei anhaltenden Schulterschmerzen rechts wurde am 6. März 2015 eine MR-
Arthrographie zur Beurteilung einer Rotatorenmanschettenläsion durchgeführt. Diese
ergab eine gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne (SLAP-Läsion Typ 1),
eine hypertrophe, leicht aktivierte fortgeschrittene AC-Arthrose sowie ein narbig
alteriertes korakoklavikuläres Ligament und Osteosynthesematerial nach
Klavikulafraktur (Suva-act. 63). Am 4. August 2015 wurde der Versicherte von Dr. med.
D._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, an der rechten
Schulter operiert (Schulterarthroskopie mit SLAP-Débridement, Shrinking des Pulleys
mit Akromioplastik und mini-open-Revision des Supraspinatus; Suva-act. 109, 111).
Eine weitere Operation wurde am 18. Dezember 2015 durchgeführt. Bei Vorliegen einer
Karpaltunnelsyndrom-Symptomatik führte Prof. Dr. med. E._ von der Klinik für
A.c.
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Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG eine
Karpaldachspaltung, Neurolyse und Synovialektomie durch (Suva-act. 129, 131).
Am 26. Februar 2016 wurde der Versicherte von Dr. med. F._, Facharzt für
Chirurgie, kreisärztlich untersucht. Dieser erachtete die vorhandenen Beschwerden im
Bereich der rechten Schulter sowie die neuralgiformen Schmerzen im Bereich des
Plexus cervicobrachialis rechts als unfallkausal. Das Karpaltunnelsyndrom rechts
beurteilte er als nicht vom Unfall herrührend (Suva-act. 138). Diese Einschätzung
bestätigte er mit Beurteilung vom 16. März 2016 (Suva-act. 144). Mit Verfügung vom 1.
April 2016 verneinte die Suva Leistungsansprüche bezüglich des
Karpaltunnelsyndroms (Suva-act. 150). Die dagegen erhobenen Einsprachen des
Versicherten und der Krankenkasse (Suva-act. 157, 163) wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 12. September 2016 ab (Suva-act. 207). Dieser Entscheid
blieb unangefochten.
A.d.
Mit Operation vom 28. April 2016 durch Dr. D._ wurde bei konsolidierter
Klavikulafraktur rechts und störendem Implantat mit Plexusirritation die
Osteosynthesematerialentfernung (OSME) vorgenommen (Suva-act. 168). Am 7. Juni
2016 führte Dr. D._ aus, dass von Seiten der Schulter ein guter Verlauf mit
inzwischen normaler Beweglichkeit und auch sehr guter Kraft bestehe. Die weiterhin
beklagten Schwindel und auch Nackenschmerzen von Seiten der Halswirbelsäule und
der Status nach Felsenbeinfraktur würden sich zwei Jahre nach dem Unfall
voraussichtlich nicht mehr wesentlich ändern (Suva-act. 173). Mit Schreiben vom 24.
Juni 2016 führte Dr. D._ aus, dass von Seiten der Schulter wieder eine gute
Beweglichkeit und Belastbarkeit erreicht worden sei. Die Klavikula sei stabil verheilt.
Problematisch bleibe die Rotatorenmanschette. Diesbezüglich sei eine Revision erfolgt
mit Akromioplastik. Aktuell seien Beweglichkeit und Belastbarkeit als vollständig
anzusehen. Schulterbelastende Tätigkeiten mit Heben von Lasten in und über
Schulterhöhe sowie Bewegen der Arme über der Horizontalen seien aber dauerhaft als
ungünstig einzustufen. Der Versicherte habe ihm mitgeteilt, dass er im Baugewerbe
selbst keine schweren Lasten heben müsse, sondern mehrheitlich Aufsichtsfunktionen
ausübe und Anleitungen geben müsse. Für eine solche Tätigkeit bescheinige er eine
volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 185).
A.e.
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Dr. F._ befand mit Beurteilung vom 21. Juli 2016, dem Versicherten seien
mittelschwere Tätigkeiten, ohne repetitive Überkopfarbeiten, selten mit einer
maximalen Last von fünf Kilogramm für den rechten Arm, ohne das Besteigen von
Leitern und Gerüsten und ohne Arbeiten an schlagenden, stossenden und vibrierenden
Maschinen für den rechten Arm ab sofort vollzeitig zumutbar. Eine Tätigkeit als Maurer
werde indes nicht mehr erreichbar sein (Suva-act. 190).
A.f.
Per 31. Oktober 2016 kündigte die B._ AG das Arbeitsverhältnis mit dem
Versicherten (Suva-act. 200).
A.g.
Nachdem der Versicherte beim Hausarzt über Gedächtnisstörungen und weiterhin
über einen Gehörverlust rechts geklagt hatte (Suva-act. 180), wurde er am 30. August
2016 in der Klinik für Neurologie des KSSG neuropsychologisch untersucht. Lic. phil
G._, Psychologe FSP/Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, stellte eine
minimale neuropsychologische Störung im Sinne einer leichten Antriebsstörung fest. Es
sei davon auszugehen, dass der Versicherte aufgrund der rein kognitiven
Leistungsfähigkeit im privaten Alltag nicht eingeschränkt sei und berufliche Tätigkeiten
praktisch unvermindert vollbracht werden könnten. Dies gelte auch für die
angestammte Tätigkeit als Maurer. Bei Tätigkeiten mit hohen Anforderungen könne
jedoch eine leichte Einschränkung bestehen. Für den Aufgabenbereich als Polier oder
als Maurermeister bestehe aus rein neuropsychologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit
von 90 % (Suva-act. 202). Mit Bericht vom 13. September 2016 diagnostizierte Prof.
E._ chronische Kopf- und Nackenschmerzen (Suva-act 215), weshalb am 19.
September 2016 ein MRI des Neurocraniums durchgeführt wurde. Dieses ergab
posttraumatische Parenchymdefekte beidseits bei ansonsten normalem Befund ohne
Hinweis auf eine zerebrale Ursache der Symptomatik (Suva-act. 233). Am 5. und 20.
September 2016 wurden Untersuchungen in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG
durchgeführt. Dr. med. H._, Phoniatrie und Pädaudiologie, beschrieb mit Bericht vom
22. September 2016 eine hochtonbetonte sensorineurale Innenohrschwerhörigkeit
rechts sowie eine kombinierte Schwerhörigkeit links bei Ohrmuschelfehlbildung Grad II
links. Die tonaudiometrische Innenohrhörschwelle sei beidseits weitgehend
symmetrisch. Weiterhin finde sich ein kompensierter Tinnitus. Aktuell gebe es keinen
Anhalt für das Vorliegen eines peripher vestibulären Schwindels (Suva-act. 216). Am
17. Oktober 2016 fand eine MRI-Untersuchung der Hals und Brustwirbelsäule (Clivus –
A.h.
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BWK3) statt. Dabei fanden sich geringe degenerative Veränderungen HWK4 bis HWK7
(Punctum maximum HWK6/7) mit geringen Diskuswölbungen bzw. minimalen
Diskushernien ohne Nachweis einer Spinalkanalstenose oder Neurokompression bei
normaler Medulla spinalis (Suva-act. 234). Mit Bericht vom 4. November 2016
(Konsultation Schmerzsprechstunde vom 12. Oktober 2016) diagnostizierte Dr. med.
I._, Fachärztin Neurologie, KSSG, einen sekundären phobischen Schwindel und ein
chronisches Schmerzsyndrom (Suva-act. 231).
Zur Beurteilung der Frage, ob die geltend gemachten Beschwerden (Schwindel und
Hörminderung rechts) auf den Unfall zurückzuführen seien, wurde der Fall Dr. med.
J._, Fachärztin für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie,
Suva, Arbeitsmedizin, vorgelegt. Diese kam mit Beurteilung vom 12. Dezember 2016
zum Schluss, dass die Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
unfallkausal seien (Suva-act. 247).
A.i.
Vom 16. Juni bis 15. Juli 2017 hielt sich der Versicherte im Schmerzzentrum des
KSSG zur stationären multimodalen Schmerztherapie (MMST) auf. Die verantwortlichen
Ärzte diagnostizierten im Austrittsbericht vom 28. Juli 2017 1. eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) mit
chronischer occipital betonter Kopfschmerzsymptomatik nach Schädelhirntrauma,
rechtsseitigem Schulter-/Armschmerz nach Trauma und chronischen Schmerzen der
Brustwirbelsäule nach Trauma sowie 2. eine Schwindelsymptomatik (Suva-act. 301).
A.j.
Am 8. September 2017 untersuchte Dr. med. K._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie, Kreisarzt, den Versicherten. Er diagnostizierte als
organisch objektivierbare Unfallfolgen des Sturzes vom 26. August 2014 ein
Schädelhirntrauma mit Felsenbeinlängsfraktur rechts, Subduralhämatom
temporoparietal rechts, Kalottenfraktur parietal rechts und Hörminderung rechts, eine
Klavikulafraktur rechts mit Zustand nach Plattenosteosynthese und Zustand nach
Plattenosteosynthesematerialentfernung, eine Lungenkontusion rechts, eine leicht
dislozierte Fraktur der ersten Rippe rechts, einen Status nach Schulterarthroskopie mit
SLAP-Débridement und Shrinking pulleynah, subakromialer Bursektomie mit
Akromioplastik und mini open-Revision des Supraspinatus am 4. August 2015, eine
persistierende Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenks, zunehmende
A.k.
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Nackenschmerzen und eine Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule,
Schmerzen in der Brustwirbelsäule, nicht radikuläre Schmerzen und Gefühlsstörungen
in der rechten Hand, chronische Kopfschmerzen, eine chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren sowie eine Schwindelsymptomatik. Von der
Weiterführung der medizinischen Massnahmen für die Unfallfolgen sei aktuell keine
namhafte Besserung mehr zu erwarten. Es handle sich somit um einen medizinischen
Endzustand. Die angestammte Tätigkeit als Baufacharbeiter sei nicht mehr zumutbar.
Zumutbar seien alle Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen
von leichten Gegenständen bis Brusthöhe. Nicht zumutbar seien das Gehen auf
unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit
schweren Werkzeugen sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309). Den Integritätsschaden
schätzte Dr. K._ auf 10 % (Suva-act. 308).
Mit Bericht vom 30. Januar 2018 diagnostizierten die Ärzte der Klinik für Neurologie
des KSSG nach Untersuch vom 21. Dezember 2017 1. einen chronischen
posttraumatischen Kopfschmerz bei Status nach Schädelhirntrauma mit nicht
dislozierter Kalottenfraktur, 2. ein chronisches Schmerzsyndrom und 3. einen
sekundären phobischen Schwindel. Von neurologischer Seite bestehe kein Hindernis
für die Wiedereingliederung im ersten Arbeitsmarkt. Die Tätigkeit auf dem Bau sei aber
insbesondere wegen der Einschränkung des rechten Arms sowie der nach wie vor
bestehenden Gangunsicherheit nicht mehr möglich (Suva-act. 343).
A.l.
Am 13. März 2018 wurde eine psychiatrische Untersuchung bei Dr. med. L._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Konsiliarpsychiater, Agenturärztlicher
Dienst der Suva, durchgeführt. Zusammengefasst kam er zum Schluss, dass aus
psychiatrischer Sicht keine eigenständige psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen
auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten gefunden werden könne. Die
bestehenden schmerzbedingten und durch die beklagte vermehrte Vergesslichkeit
hervorgerufenen Einschränkungen seien bereits im Rahmen der neuropsychologischen
Befunderhebung im Jahr 2016 erkannt und diagnostisch berücksichtigt worden (Suva-
act. 360).
A.m.
Am 12. Juni 2018 fand eine weitere neuropsychologische Untersuchung im KSSG
durch Dr. phil. M._, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, statt. Im Rahmen
A.n.
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der Untersuchung zeigten sich leichte kognitive Funktionsstörungen und im Vergleich
zur Erstuntersuchung vom 30. August 2016 qualitativ vergleichbare Befunde bei
quantitativ Hinweisen für tendenzielle Verschlechterungen. Aus neuropsychologischer
Sicht sei bei einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung von einem
Integritätsschaden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen von 20 %
auszugehen. Als Polier oder Vorarbeiter mit anspruchsvollen Aufgaben im sprachlich
kommunikativen und komplexeren denkerischen Bereich dürfte sich das dysexekutive
Syndrom deutlich auswirken. In Routinetätigkeiten würden sich aus
neuropsychologischer Sicht aufgrund kognitiver Störungen kaum Einschränkungen für
die arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit ergeben. Hier sei vor allem die
psychophysische Belastbarkeit entscheidend (Suva-act. 376).
Mit Bericht vom 21. Juni 2018 gab Dr. med. N._, Fachärztin Neurochirurgie,
Kreisärztin, eine Beurteilung ab. Sie führte aus, dass auf neurologischem Fachgebiet
ein medizinischer Endzustand erreicht sei. Unfallkausal seien der posttraumatische
Kopfschmerz und die neuropsychologischen Defizite. Die Einschätzungen von Dr.
M._ zur Zumutbarkeit und Integritätseinbusse seien vollumfänglich nachvollziehbar.
Das Zumutbarkeitsprofil von September 2017 sei dahingehend zu ergänzen, dass
Tätigkeiten wie Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere
kommunikative Leistungen erforderlich seien (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die
planerisches Handeln oder Lösen von Problemen nötig machten, nicht mehr zumutbar
seien. Beim Erlernen neuer Arbeitsabläufe sei mit einem erhöhten Zeitaufwand zu
rechnen. Aufgrund der eingeschränkten psychophysischen Belastbarkeit mit erhöhtem
Pausenbedarf werde der zeitliche Umfang auf 80 bis 90 % geschätzt (Suva-act. 382).
Den Integritätsschaden auf neurologischem Gebiet schätzte Dr. N._ auf 20 %,
insgesamt auf 30 % (Suva-act. 383).
A.o.
Mit Verfügung vom 23. November 2018 sprach die Suva dem Versicherten mit
Wirkung ab 1. Februar 2019 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
26 % zu. Im Weiteren verfügte sie eine Integritätsentschädigung von Fr. 37'800.--
(Integritätsschaden 30 %; Suva-act. 406).
A.p.
Mit Bericht vom 4. Dezember 2018 diagnostizierte Prof. E._ eine chronische
Kompression der Gefässe und Nerven im Thoracic-Outlet und empfahl eine
A.q.
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B.
C.
Dekompression der Gefässe und Nerven mit Resektion der ersten Rippe (Suva-act.
416).
Gegen die Verfügung vom 23. November 2018 liess der Versicherte, vertreten
durch Rechtsanwältin MLaw F. Ammann, St. Gallen, mit Eingabe vom 11. Januar 2019
Einsprache erheben. Beantragt wurde die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache
der gesetzlichen Leistungen. Es sei eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu
geben (Suva-act. 432).
B.a.
Nachdem der Kreisarzt Dr. med. O._, Arzt für Allgemeinmedizin, zur
Beantwortung der Frage, ob die von Prof. E._ empfohlene Operation aus
unfallkausaler Sicht indiziert sei, mit Beurteilung vom 4. Februar 2019 die Einforderung
des derzeit noch ausstehenden bildgebenden Nachweises einer neurovaskulären
Kompression, insbesondere auch einer angiologischen und neurologischen
Diagnosebestätigung eines Thoracic-Outlet-Syndroms empfohlen hatte (Suva-act.
442), wurde der Versicherte im Ostschweizer Gefässzentrum am KSSG angiologisch
und neurologisch/neuromuskulär untersucht. Gemäss Bericht vom 18. März 2019 fand
sich duplexsonographisch keine Kompression der Arteria subclavia rechts (Suva-act.
458). Ein EMG/ENG vom 4. April 2019 ergab einen elektrophysiologischen
Normalbefund ohne Hinweise für ein neurogenes Thoracic-Outlet-Syndrom (Suva-act.
462). Mit Beurteilung vom 24. Mai 2019 schloss Dr. O._ ein funktionell relevantes
Thoracic-Outlet-Syndrom aus und bestätigte das Erreichen des medizinischen
Endzustands (Suva-act. 464).
B.b.
In teilweiser Gutheissung der Einsprache erhöhte die Suva mit
Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 den Invaliditätsgrad von 26 auf 27 % und wies
im Übrigen die Einsprache ab (Suva-act. 465).
B.c.
Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 1. Juli 2019 durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde erheben
und beantragen, der Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 und die Verfügung vom
23. November 2018 seien aufzuheben. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen
C.a.
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Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen des Unfalles vom 26. August
2014 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
Leistungen zuzusprechen. Es sei eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu
geben. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge
(inkl. MwSt) zu Lasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1).
In der Beschwerdeantwort vom 13. August 2019 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 1. Juli 2019, soweit darauf
einzutreten sei, sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 29. Mai 2019
(act. G 4).
C.b.
Mit Schreiben vom 3. Dezember 2019 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers
um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung, entsprochen (act. G 15).
C.c.
Mit Replik vom 16. Januar 2020 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
und deren Begründungen unverändert festhalten (act. G 17). Die Beschwerdegegnerin
hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 19).
C.d.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
C.e.
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2.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch
entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann
und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin
(Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat
sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die
Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein
Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art.
24 Abs. 2 UVG).
2.1.
Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold,
N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018
[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-
Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler
Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre
Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer
(Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl.
2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6;
BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar
ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen
Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung; BGE 118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht
(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht
2.2.
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3.
automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen
Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (vgl. nebst vielen
Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2).
Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E.
3a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht
nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne
Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch
strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende
Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil
des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die
Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und
diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund,
damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen
Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24.
März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die
rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer
Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen
(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf
Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).
2.3.
Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass der Beschwerdeführer im
Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. der Rentenprüfung (Art. 19 Abs. 1 UVG) per Ende
3.1.
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4.
Januar 2019 weiterhin unter unfallkausalen orthopädischen und neurologischen/
neuropsychologischen Beschwerden litt, welche in die Leistungsbeurteilung
miteinzubeziehen sind. Eigenständige psychische Beeinträchtigungen mit
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit werden seitens des Beschwerdeführers nicht
geltend gemacht und wurden von Dr. L._ nach persönlichem Untersuch mit
umfassender Beurteilung vom 13. März 2018 nachvollziehbar verneint (Suva-act. 360).
Im Weiteren sind Beeinträchtigungen aufgrund des operierten Karpaltunnelsyndroms
mangels rechtsgenüglich verneinter Kausalität nicht in die Beurteilung
miteinzubeziehen (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.e f.).
Zu prüfen ist im Folgenden, ob der rechtserhebliche Sachverhalt, namentlich die
unfallkausale Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, per 1. Februar 2019 in
quantitativer und qualitativer Hinsicht für die Beurteilung des Rentenanspruchs, aber
auch bezüglich Höhe der Integritätsentschädigung, genügend erstellt ist. Der
Beschwerdeführer bestreitet dies und beantragt eine interdisziplinäre Begutachtung.
Die Beschwerdegegnerin erachtet den Sachverhalt als spruchreif und verweist
insbesondere auf die kreisärztlichen Stellungnahmen.
3.2.
In orthopädischer Hinsicht wurde der Beschwerdeführer am 28. April 2016
letztmals operiert (OSME; Suva-act. 168). Der Operateur Dr. D._ bescheinigte dem
Beschwerdeführer nach gutem Verlauf von Seiten der rechten Schulter rund zwei
Monate postoperativ eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Dabei
berücksichtigte er auch den beklagten Schwindel und die Nackenschmerzen seitens
der Halswirbelsäule (Suva-act. 173, 185, 187). Gestützt auf diese Einschätzung des
behandelnden Facharztes leuchtet es ein, dass auch Kreisarzt Dr. F._ mit Beurteilung
vom 21. Juli 2016 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
bezüglich der orthopädischen Beeinträchtigungen ausging (Suva-act. 190). Nach
umfassender klinischer Untersuchung vom 8. September 2017 (Suva-act. 309-7 f.) kam
schliesslich auch Kreisarzt Dr. K._ in Würdigung der Beschwerdeangaben (Suva-act.
309-6) und der medizinischen Aktenlage (Suva-act. 309-1 ff.) zum Schluss, dass dem
Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Baufacharbeiter nicht mehr zumutbar
sei, indes Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen von leichten
Gegenständen bis Brusthöhe möglich seien. Nicht zumutbar seien das Gehen auf
unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit
schweren Werkzeugen sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309). Das genannte
Zumutbarkeitsprofil ist bei der vorliegenden orthopädischen Problematik (Beschwerden
an der Hals- und Brustwirbelsäule, am rechten Brustkorb, an der Schulter rechts mit
4.1.
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Bewegungseinschränkung) nachvollziehbar und schlüssig. Insbesondere wird der
Schulterproblematik dabei – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act.
G 1 S. 10) – genügend Rechnung getragen, zumal dem Beschwerdeführer das Heben
und Tragen von leichten Gegenständen nur noch bis Brusthöhe und Überkopfarbeiten
überhaupt nicht mehr zugemutet werden. Damit werden insgesamt schulterbelastende
Tätigkeiten ausgeklammert. Der Einwand, dass Dr. K._ keine Beurteilung zum
möglichen Umfang bzw. der quantitativen Leistungsfähigkeit abgebe, ist nicht
stichhaltig. Aus seiner Beurteilung ergibt sich ohne weiteres, dass er bei adaptierten
Tätigkeiten von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgeht. Letztlich bestehen
keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser
kreisärztlichen Beurteilung. Andere Beurteilungen von Fachpersonen auf
orthopädischem Gebiet liegen denn auch nicht vor.
Bezüglich der unfallkausalen neurologischen und neuropsychologischen
Beeinträchtigungen bzw. deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stützte sich die
Beschwerdegegnerin letztens auf die kreisärztliche (Akten-)Beurteilung von Dr. N._
vom 21. Juni 2018 ab (Suva-act. 382). Diese wiederum verwies insbesondere auf die
aktuellste neuropsychologische Beurteilung durch Dr. M._, welche den
Beschwerdeführer am 12. Juni 2018 umfassend untersucht und getestet hatte und zum
Schluss gelangt war, dass eine leichte kognitive Funktionsstörung vorliege, welche
teilweise durch Residuen vom erlittenen Schädelhirntrauma und teilweise durch
Hirnprozesse, die über das Alter hinausgingen, erklärbar seien (Suva-act. 376). Dr.
N._ wertete den Kopfschmerz und die neuropsychologischen Defizite als unfallkausal
und schätzte die quantitative Leistungsfähigkeit wegen der eingeschränkten
psychophysischen Belastbarkeit mit erhöhtem Pausenbedarf auf 80 bis 90 %. Das
Zumutbarkeitsprofil von Dr. K._ sei dahingehend zu ergänzen, dass Tätigkeiten wie
Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere kommunikative
Leistungen erforderlich seien (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die planerisches
Handeln oder Lösen von Problemen nötig machten, nicht mehr zumutbar seien. Dieses
(ergänzte) Zumutbarkeitsprofil und die geschätzte Arbeitsfähigkeit in quantitativer
Hinsicht erscheinen bei diesen unfallkausalen neurologischen und
neuropsychologischen Beeinträchtigungen ebenfalls nachvollziehbar und schlüssig.
Davon abweichende Schätzungen anderer Fachpersonen liegen auch auf
neurologischen/neuropsychologischem Fachgebiet nicht vor. Auch sonst sind keine
Gründe ersichtlich, die Beurteilungen von Dr. N._ in Zweifel zu ziehen. Der Einwand,
dass sich Dr. N._ nur zum Integritätsschaden äusserte bzw. zu äussern hatte, trifft
nicht zu. Aus der Fragestellung in Suva-act. 377 geht klar hervor, dass die
Zumutbarkeitsfrage zu beurteilen war. Dies hat Dr. N._ korrekterweise sowohl in
4.2.
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Bezug auf die qualitative (Zumutbarkeitsprofil) als auch auf die quantitative (80 bis 90
%) Leistungsfähigkeit denn auch getan. Es kann darauf abgestellt werden.
Der Beschwerdeführer beantragt, dass nebst den obgenannten anerkannten
Beeinträchtigungen ebenfalls eine Hörminderung rechts und die Schwindelproblematik
in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen seien. Diesbezüglich verneint die
Beschwerdegegnerin eine über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehende
Kausalität und verweist auf die kreisärztliche (Akten-)Beurteilung von Dr. J._ vom 12.
Dezember 2016 (Suva-act. 247). Diese kommt in Würdigung der medizinischen
Abklärungen in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG (Suva-act. 26, 56 ff., 85, 216,
231) zum Schluss, dass bezüglich des Gehörs rechts und der Schwindelbeschwerden
keine Unfallkausalität mehr bestehe.
4.3.
Dr. J._ führt aus, dass sich das ursprüngliche Othämatom wie auch die
Einblutung in das rechte Mittelohr vollständig erholt hätten. Das Innenohr des rechten
Gehörs entspreche dem linken Innenohr über den gesamten Frequenzbereich. Die
Innenohrhörschwelle des linken Gehörs sei ein massgebender Vergleichsfaktor, da das
linke Gehör durch den Sturz nicht beeinträchtigt worden sei, jedoch angeboren an
einer kombinierten hochgradigen Schwerhörigkeit mit Schallleitungsblock leide. Dieses
Gehör sei insofern nie durch lärmtraumatische berufliche Einflüsse beeinträchtigt
worden, als es einen natürlichen Schalltransmissionsschutz seit Geburt habe. Somit sei
die Innenohrkurve am linken Gehör eine gute Vergleichskurve. Der leichte Tinnitus
rechts im Frequenzbereich von 3000 Hz gelte als kompensiert und nicht störend im
Alltag (Suva-act. 247-1). Diese medizinische Abhandlung und die daraus gezogenen
Schlüsse sind nachvollziehbar und einleuchtend. Anders gesagt sind keine
unfallkausalen Beeinträchtigungen, welche die hochtonbetonte sensorineurale
Innenohrschwerhörigkeit rechts (Suva-act. 216) erklären könnten, mehr objektivierbar.
Anderslautende Kausalitätseinschätzungen liegen nicht im Recht. Auch beklagte der
Beschwerdeführer bereits seit Mai 2015 keine Probleme mehr mit dem rechten Ohr
bzw. bezeichnete den Zustand in etwa wieder so wie vor dem Unfall (Suva-act. 97),
wobei er diese Einschätzung beim Untersuch im September 2016 allerdings revidierte
(Suva-act. 216-1). Zusammengefasst ist festzuhalten, dass bezüglich der geltend
gemachten Problematik des rechten Ohrs/Gehörs überwiegend wahrscheinlich keine
Unfallkausalität mehr vorliegt und diese nicht in die Leistungsbeurteilung
miteinzubeziehen ist. Warum Dr. J._ trotzdem zu einem allfälligen unfallbedingten
Integritätsschaden aufgrund der Gehörproblematik rechts Stellung nimmt (Suva-act.
247-3), ist zwar nicht schlüssig, ändert indes nichts daran, dass die Kausalität zu
verneinen ist.
4.3.1.
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Bezüglich der Schwindelbeschwerden führt Dr. J._ aus, dass der
Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis über Drehschwindelbeschwerden bei
Lagerungsveränderungen geklagt habe. Diese Beschwerden seien in der Folgezeit
vollständig abgeklungen. Der Beschwerdeführer klage aktuell über eine
Gangunsicherheit, insbesondere im Dunkeln wie auch bei körperlicher Anstrengung
oder beim Treppengehen. Die ausführlichen otoneurologischen Abklärungen an der
Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG hätten eine vollständig normale periphere
beidseitige Gleichgewichtsfunktion ohne Hinweise für eine
Bogengangsfunktionsstörung (was einer Lagerungsschwindelproblematik entsprechen
würde) ergeben. Auch hätten sich keine Nystagmopathien provozieren lassen. Die
beiden Gleichgewichte hätten kalorisch symmetrisch reagiert und der
Beschwerdeführer habe bei den gesamten Prüfungsbatterien klinisch und technisch
symmetrisch und unauffällig reagiert. Zwar werde ein phobischer Schwindel als
Differentialdiagnose aufgeführt. Dabei handle es sich aber um eine funktionelle nicht
unfallkausale, sondern um eine angstüberlagerte Verarbeitungsstörung, welche nicht
mehr im zeitlichen unfallkausalen Zusammenhang zu beurteilen sei. Die aktuell
geklagten Beschwerden hätten weder ein organisch morphologisches noch ein
unfallkausales Korrelat. Es handle sich um subjektive Wahrnehmungen, welche nicht
mit klinischen Untersuchungstests oder in den Ganganalysen objektivierbar gewesen
seien (Suva-act. 247-2). Auch diese medizinische Beurteilung bzw. Begründung,
weshalb zwischen dem Unfall vom 26. August 2014 und dem geltend gemachten
Schwindel kein natürlicher Kausalzusammenhang (mehr) besteht, ist in Würdigung der
medizinischen Aktenlage, insbesondere der umfassenden Untersuchung und
Beurteilung durch Dr. I._ (Suva-act. 231), schlüssig und nachvollziehbar. Eine andere
Kausalitätsbeurteilung liegt nicht vor. Auch führte der Beschwerdeführer anlässlich
eines Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin am 26. Februar 2016 aus, dass er unter
keinem eigentlichen Schwindel leide. Er habe ca. einmal im Monat wie eine Instabilität,
wenn er sich vom Stuhl erhebe, und schwanke kurz nach hinten (Suva-act. 136). Selbst
wenn das Schwindelgefühl aus subjektiver Sicht seither wieder zugenommen haben
sollte (Suva-act. 231-1 f.), wäre auch bei Annahme einer Kausalität der objektiv nicht
fassbaren Schwindelbeschwerden keine quantitative oder qualitative (weitergehende)
Einschränkung der Leistungsfähigkeit anzunehmen. In diesem Sinne äusserte sich
auch Dr. D._, der in adaptierter Tätigkeit – trotz beklagtem Schwindel – eine volle
Arbeitsfähigkeit bescheinigte und das Zumutbarkeitsprofil nicht zusätzlich einschränkte
(Suva-act. 173, 185, 187). Dasselbe gilt in Bezug auf die Beurteilung von Dr. K._,
welcher die Schwindelproblematik ebenfalls mitberücksichtigte (Suva-act. 309-9).
4.3.2.
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Letztlich wird seitens des Beschwerdeführers geltend gemacht, dass das
Thoracic-Outlet-Syndrom zu Unrecht bei der Leistungsbeurteilung nicht berücksichtigt
worden sei. Mit Untersuchungsbericht vom 4. Dezember 2018 diagnostizierte Prof.
E._ eine chronische Kompression Plexus brachialis und Gefässe rechtes Thoracic
Outlet und empfahl eine Dekompression mit Resektion der ersten Rippe (Suva-act.
416). Zur Überprüfung dieser Diagnose wurde der Beschwerdeführer angiologisch und
neurologisch/neuromuskulär untersucht. Gemäss Bericht vom 18. März 2019 fand sich
duplexsonographisch keine Kompression der Arteria subclavia rechts (Suva-act. 458;
bereits in der CT-Angiographie des Aortenbogens und der abgehenden Gefässe vom 7.
November 2018 hatte sich kein Nachweis einer Kompression des Plexus brachialis
oder der Subklaviargefässe gezeigt [Suva-act. 448]). Ein EMG/ENG vom 4. April 2019
ergab einen elektrophysiologischen Normalbefund ohne Hinweise für ein neurogenes
Thoracic-Outlet-Syndrom. Gemäss Dr. I._ waren die Beschwerden in der Qualität
unverändert, zeigten sich in der Ausgestaltung aber progredient. Klinisch sowie
elektrophysiologisch liessen sich keine sicheren Hinweise für eine Läsion des unteren
Plexus objektivieren (Suva-act. 462). Gestützt auf diese Untersuchungsergebnisse ist
es nachvollziehbar und schlüssig, dass Dr. O._, entgegen der Diagnosestellung von
Prof. E._, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein funktionell relevantes Thoracic-
Outlet-Syndrom bei chronischer Kompression des Plexus brachialis und der Gefässe
verneinte (Suva-act. 464). Entsprechend besteht keine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin für die gemäss Prof. E._ indizierte Operation (Dekompression
mit Resektion der ersten Rippe; Suva-act. 416) bzw. ändert sich mangels unfallkausaler
Operationsindikation nichts am festgestellten medizinischen Endzustand. Im Übrigen
hat Dr. K._ (vgl. vorstehende E. 4.1) die geltend gemachten Schmerzen und
Gefühlsstörungen in der rechten Hand sowie die Beeinträchtigungen in der gesamten
rechten oberen Extremität, am rechten Brustkorb und an der Wirbelsäule, auch wenn
diese nicht vollends objektivierbar sind, in seiner Leistungsbeurteilung berücksichtigt
(Suva-act. 309-9). Diesbezügliche Einwände seitens des Beschwerdeführers sind damit
unbegründet.
4.4.
Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der Sachverhalt im Zeitpunkt des
Fallabschlusses bzw. der Rentenprüfung per Ende Januar 2019 medizinisch genügend
abgeklärt war. Eine interdisziplinäre Begutachtung ist damit nicht angezeigt und die
Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. Daran ändert nichts, wie es der
Beschwerdeführer in seinen Rechtsschriften bemängelt, dass die Beschwerdegegnerin
in der "Zusammenfassung der Entscheidungsgrundlagen für die Rentenfestsetzung"
nicht alle diagnostizierten Unfallfolgen erwähnt hat (Suva-act. 404-1). Denn in den
Leistungsbeurteilungen der Dres. K._ (Suva-act. 309; vgl. vorstehende E. 4.1) und
4.5.
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5.
Bei 85%-iger Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten ist damit der Invaliditätsgrad zu
ermitteln. Dazu ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG). Validen- und Invalideneinkommen sind
unbestritten. Diesbezüglich kann ohne weiteres auf die Ausführungen im
Einspracheentscheid vom 29. Mai 2019 verwiesen werden (Suva-act. 465-16 f.). Das
gilt auch für den beim Invalideneinkommen gewährten Abzug vom Tabellenlohn von 10
%. Dieser Abzug ist angemessen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'720.-- und
einem Invalideneinkommen von Fr. 51'565.60 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr.
19'154.40 (Fr. 70'720.-- - Fr. 51'565.60) und ein Invaliditätsgrad von 27 % (Fr.
19'154.40 / Fr. 70'720.--). Der Einspracheentscheid ist auch in diesem Punkt nicht zu
beanstanden.
6.
N._ (Suva-act. 382; vgl. vorstehende E. 4.2), worauf die Beschwerdegegnerin letztlich
ihre Entscheidung abstützte, wurden sämtliche unfallkausalen Beschwerden und
darüber hinaus auch die Schwindelproblematik und weitere teils nicht vollends
objektivierbare Beschwerden berücksichtigt. Entsprechend kann auf die quantitativen
und qualitativen Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der genannten Kreisärzte abgestellt
werden und es ist für die Rentenberechnung von einer 85%-igen Arbeitsfähigkeit (das
Mittel von 80 bis 90 %, vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni 2013,
9C_730/2012, E. 4.2) in angepassten Tätigkeiten auszugehen. Zumutbar sind
Tätigkeiten im Sitzen, Stehen und Gehen mit Heben und Tragen von leichten
Gegenständen bis Brusthöhe. Nicht zumutbar sind das Gehen auf unebenem Gelände,
das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Hantieren mit schweren Werkzeugen
sowie Überkopfarbeiten (Suva-act. 309-9). Nicht zumutbar sind weiter Tätigkeiten wie
Personalführung, Tätigkeiten mit Kundenkontakt, bei denen komplexere kommunikative
Leistungen erforderlich sind (z.B. Beratungen), und Tätigkeiten, die planerisches
Handeln oder Lösen von Problemen nötig machen (Suva-act. 382-3).
Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztlichen
Beurteilungen der Dres. K._ (orthopädisch 10 %; Suva-act. 308) und N._
6.1.
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(neurologisch 20 %; Suva-act. 383) eine solche basierend auf einem Integritätsschaden
von 30 % zu.
Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der
Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist
der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär
bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei
unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des
Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls
ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung
der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht
zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die
Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen.
Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte
Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form
(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).
6.2.
Dr. K._ führte mit Beurteilung vom 8. September 2017 aus, dass bezogen auf die
Operation des rechten Schultergelenks bei Zustand nach Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette, Bizepssehnentenotomie und einer Beweglichkeit bis zur
Horizontalen und 20° darüber ein Integritätsschaden von 10 % angemessen sei. Er
verwies dabei auf die Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an
den oberen Extremitäten) und dort auf die Rubrik "Periarthrosis humeroscapularis" in
"mässiger Form". Diese Ausführungen leuchten sowohl bezüglich Herleitung als auch
Höhe ein. Sie beruhen auf einer persönlichen Befunderhebung und anderslautende
Einschätzungen liegen nicht im Recht. Weitere objektivierbare orthopädische
Beeinträchtigungen, welche eine Integritätsentschädigung begründen könnten, sind
nicht ersichtlich (vgl. dazu auch Suva-Tabelle 7). Es kann auf die Einschätzung von Dr.
K._ abgestellt werden.
6.3.
In neurologischer/neuropsychologischer Hinsicht leidet der Beschwerdeführer an
unfallkausalen chronischen Kopfschmerzen sowie an leichten neuropsychologischen
Defiziten. Diesbezüglich schätzte Dr. N._ den Integritätsschaden auf 20 % (Suva-act.
383). Zu demselben Ergebnis gelangte Dr. M._ in ihrer Beurteilung vom 14. Juni 2018
(Suva-act. 376-6). Gemäss Suva-Tabelle 8, Integritätsschaden bei
Hirnfunktionsstörungen nach Hirnverletzung, ist bei einer leichten Störung, wie sie hier
6.4.
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7.