Decision ID: 45d02c6a-759b-5833-8e80-b035c60949d8
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die am 15. März 1948 geborene X._ erreichte 2012 das AHV-Renten
alter und schob den Beginn des Rentenbezugs auf (Urk. 7/6/1). Am 30. Juni 2016 bzw. 1. Juli 2016 rief sie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, ihre aufgeschobene Altersrente per August 2016 ab (Urk. 7/1, Urk. 7/3). Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 sprach die Ausgleichskasse X._ unter Berücksichtigung eines Aufschubszuschlags von Fr. 599.-- eine Vollrente von Fr. 2'930.-- pro Monat (Rentenskala 44, Aufschubdauer: 4 Jahre und 4 Monate, massgebendes durchschnittliches Jahreseinkommen: Fr. 83'190.--) zu (Urk. 7/5). Am 24. August 2016 erhob X._ dagegen Einsprache (Urk. 7/11) und zog diese am 21. Dezember 2017 wieder zurück (Urk. 7/61). Die Ausgleichskasse erliess in der Folge am 9. Januar 2018 den Einspracheentscheid, mit welchem sie das Einspracheverfahren infolge Gegen
stands
losigkeit abschrieb (Urk. 7/64 = Urk. 2)
2.
Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 14. Februar 2018
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte die Zusprache einer höheren Altersrente. Mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
Februar 2018 beantragte die Beschwerde
geg
nerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin mit Ver
fügung vom 2
7.
Februar 2018 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einzu
gehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit
bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwer
deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergan
gen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
Die Beschwerdegegnerin hat das Einspracheverfahren mit Entscheid vom
9. Janu
ar 2018 als gegenstandslos geworden abgeschrieben (Urk. 2, Disp. Ziff
. 1), nachdem die Beschwerdeführerin die Einsprache am 21. Dezember 2017 schrift
lich zurückgezogen hatte (Urk. 7/61). D
emnach ist lediglich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Einsprache zu Recht ohne materielle Prüfung erledigt hat. Die Rechtmässigkeit der am 6. Juli 2016 verfügten
Zusprache der
Alters
rente (Urk. 7/5) bildet hingegen nicht Gegenstand dieses Verfahrens (vgl. BGE 130 V 501 E. 1.1; 125 V 413 E. 1 mit Hinweisen).
Soweit mit der Beschwerde eine Neuberechnung der Altersrente beantragt wird, ist daher auf sie nicht einzutreten.
2.
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwer
de
führerin ihre Einsprache vom 24. August 2016 (Urk. 7/11) gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 6. Juli 2016 (Urk. 7/5) zurückgezogen hat (Urk. 7/61). Der Rückzug erfolgte eigenständig sowie unterschriftlich – unter Bezugnahme auf ein Telefonat vom 11. Oktober 2016 (vgl. Urk. 7/19). Gemäss der Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 11. Oktober 2016 informierte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin anlässlich dieses Gesprächs darüber, dass sie aufgrund der vorhandenen Buchungen die Altersrente nicht korrigieren könne. Nur diejenigen Löhne seien massgebend, auf welchen AHV-Beiträge abge
rech
net worden seien.
3.
3.1
Rechtsprechungsgemäss ist der Rückzug des Rechtsmittels unwiderruflich, und
seine Gültigkeit kann nur bei Vorliegen von Willensmängeln noch geprüft werden
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_253/2008 vom 16. Oktober 2008 E. 3 mit Hinweisen).
3
.2
Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Willensmangels gibt es in den Akten keine, und die Beschwerdeführerin machte einen solchen auch nicht geltend. Vielmehr ist ihrer Beschwerde zu entnehmen, die Verfügung vom
6.
Juli 2016 sei materiell unrichtig (Urk. 7/5).
4
.
Nach dem Gesagten schrieb die Beschwerdegegnerin das Einspracheverfahren zu Recht als zufolge Rückzugs
erledigt
ab (Urk. 2). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.