Decision ID: aa0ab25a-db5a-5202-9e54-582aee33c23d
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente / berufliche Massnahmen
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Sachverhalt:
A.
A.a S._ meldete sich am 19. Juli 2005 wegen Schmerzen im rechten Knie zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (act. G 6.1/1). Mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte der behandelnde Arzt mit Bericht vom 10. August
2005 ein chronifiziertes Schmerzsyndrom des rechten Knies und eine depressive
Verstimmung. Er attestierte ab dem 25. Juni 2004 eine generelle 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (act. G 6.1/14.1 ff.).
A.b Am 5. April 2006 wurde die Versicherte rheumatologisch von Dr.med. A._, FMH
für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, und psychiatrisch von Dr.med.
B._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Sie
diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Pangonarthrose rechts
(ICD-10: M17.1) bzw. ein chronifiziertes Schmerzsyndrom / Arthrose des rechten Knies
sowie eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F 32.1; act. G 6.1/28 f.). Die
untersuchenden Ärzte kamen in der Konsensbeurteilung zum Schluss, dass die
Versicherte für eine berufliche Tätigkeit mit rein sitzend ausübbarer Arbeit, ohne
Gewichte heben oder verschieben von mehr als 3 kg auf Tischhöhe, mit Einschaltung
von 10 Minuten stündlicher Arbeitspause und der Möglichkeit, das schmerzhafte rechte
Knie gestreckt bis leicht abgebeugt zu halten, zu 50% arbeitsfähig sei (act.
G 6.1/28.10). Vermutlich sei sie auf einen geschützten Arbeitsplatz angewiesen (act.
G 6.1/28.9). Der zuständige Fachmitarbeiter der IV-Stelle kam bei der Abklärung
beruflicher Massnahmen zum Schluss, dass weder aus subjektiver noch aus objektiver
Sicht eine Eingliederungsfähigkeit in die freie Wirtschaft bestehe (act. G 6.1/35).
A.c Mit Vorbescheid vom 3. Oktober 2006 stellte die IV-Stelle gestützt auf den
ermittelten Invaliditätsgrad von 56 % die Gewährung einer halben Rente in Aussicht
(act. G 6.1/42).
B.
Da kein Einwand gegen den Vorbescheid erhoben wurde, verfügte die IV-Stelle am
12. Dezember 2006 die Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Juni 2005 (act. G 6.1/44).
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C.
C.a Gegen diese Verfügung erhob S._ am 21. Dezember 2006 Beschwerde. Sie rügte
sinngemäss, dass der ermittelte Invaliditätsgrad von 56% unzutreffend sei (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2007 macht die Beschwerdegegnerin
geltend, dass dem ärztlichen bidisziplinären Gutachten voller Beweiswert zukomme.
Die darauf gestützte Ermittlung des Invaliditätsgrades sei grundsätzlich korrekt erfolgt.
Im Unterschied zur angefochtenen Verfügung sei aber nicht bloss ein 10%iger,
sondern ein 15%iger Leidensabzug gerechtfertigt. Diese Änderung habe aber keinen
Einfluss auf die Rentenhöhe. Zu berücksichtigen sei auch, dass die
Beschwerdeführerin an einer überwindbaren überlagerten somatoformen
Schmerzstörung leide. Die Beschwerde sei daher abzuweisen (act. G 6).
C.c Replicando beantragt die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter die
Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprechung einer ganzen
Invalidenrente ab 1. Juni 2005 unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Eventualiter
seien eine angemessene Rente sowie berufliche Massnahmen zuzusprechen. Gestützt
auf die medizinische Aktenlage müsse davon ausgegangen werden, dass die der
Beschwerdeführerin verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar sei. Daher sei
von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Überdies sei die von der IV-
Stelle ermittelte Arbeitsfähigkeit von 50% unzutreffend. Der Beschwerdeführerin sei
gemäss Gutachten ein Arbeitspensum von 50% zumutbar. Aufgrund der stündlichen,
zehnminütigen Pausen könne sie von diesem Pensum jedoch lediglich 87,5%
verwerten. Daraus resultiere eine Arbeitsfähigkeit von 43,75%. Zusätzlich sei der
maximal zulässige Leidensabzug von 25% vorzunehmen. Die somatoforme
Schmerzstörung sei für die Beschwerdeführerin nicht überwindbar (act. G 12).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 15).

Erwägungen:
1.
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1.1 In materieller Hinsicht sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20, in der Fassung der 4. IVG-Revision [in Kraft
vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007]) sowie des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) massgebend. Unter
Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bemessung der Invalidität
bei einer erwerbstätigen versicherten Person wird gemäss Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
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2.1 Das Vorliegen eines fachärztlich ausgewiesenen psychischen Leidens mit
Krankheitswert – worunter anhaltende somatoforme Schmerzstörungen grundsätzlich
fallen – ist aus rechtlicher Sicht wohl Voraussetzung, nicht aber hinreichende Basis für
die Annahme einer invalidisierenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Namentlich
vermag nach der Rechtsprechung eine diagnostizierte anhaltende somatoforme
Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität
führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu
bewirken. Ein Abweichen von diesem Grundsatz fällt nur in jenen Fällen in Betracht, in
denen die festgestellte somatoforme Schmerzstörung nach Einschätzung des Arztes
oder der Ärztin eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten Person die
Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver
Betrachtung – und unter Ausschluss von Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die
auf aggravatorisches Verhalten zurückzuführen sind – sozial praktisch nicht mehr
zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist (BGE 130 V 353 f. E. 2.2.3 mit
Hinweisen).
2.2 Die – nur in Ausnahmefällen anzunehmende – Unzumutbarkeit einer willentlichen
Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setzt jedenfalls
das Vorliegen einer mitwirkenden psychisch ausgewiesenen Komorbidität von
erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein
anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien voraus. So
sprechen unter Umständen (1) chronische körperliche Begleiterkrankungen und
mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik
ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen
Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer
innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]) oder
schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent
durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der
versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der somatoformen
Schmerzstörung (BGE 130 V 354 f. E. 2.2.3).
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2.3 Genügt – bei weitgehendem Fehlen eines somatischen Befundes – die (rein)
psychiatrische Erklärbarkeit der Schmerzsymptomatik allein für eine
sozialversicherungsrechtliche Leistungsbegründung nicht, obliegt der begutachtenden
Fachperson der Psychiatrie im Rahmen der – naturgemäss mit Ermessenszügen
behafteten – ärztlichen Stellungnahme zur Arbeits(un)fähigkeit und der Darlegungen zu
den einer versicherten Person aus medizinischer Sicht noch zumutbaren
Arbeitsfähigkeit die Aufgabe, durch die zur Verfügung stehenden diagnostischen
Möglichkeiten fachkundiger Exploration der Verwaltung (und im Streitfall dem Gericht)
aufzuzeigen, ob und inwiefern eine versicherte Person über psychische Ressourcen
verfügt, die es ihr – auch mit Blick auf die vorstehend unter E. 2.2 genannten Kriterien –
erlauben, mit ihren Schmerzen umzugehen. Entscheidend ist, ob die betroffene Person,
von ihrer psychischen Verfassung her besehen, objektiv an sich die Möglichkeit hat,
trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen (BGE 130 V 355 E.
2.2.4 mit Hinweisen).
2.4 Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem
aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden unabdingbare
Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls inwieweit einer
versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer
Schmerzen und die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Im
Rahmen der freien Beweiswürdigung darf sich dabei die Verwaltung – und im Streitfall
das Gericht – weder über die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen
noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur
(Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen
Relevanz und Tragweite zu eigen machen (BGE 130 V 355 f. E. 2.2.5 mit Hinweisen).
2.5 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere
kann von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene
Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre
und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen
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Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der
Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie
auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt
sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche
Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu
erzielen vermag (BGE 110 V 276 E. 4b mit Hinweisen). Im Rahmen ihrer
Schadenminderungspflicht ist eine versicherte Person gehalten, ihre
Resterwerbsfähigkeit bestmöglich auszunutzen (vgl. Urteil EVG vom 8. Januar 2004 i.S.
W., I 336/04, E. 6.3). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im
Rahmen der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen
stehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr
Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und
subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 28 E.
4a mit Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann,
sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen
könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften
entsprechen würden (vgl. zum Ganzen Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung des
Bundesgerichts vom 5. März 2007 i.S. B., I 45/2006, E. 4.2.3 mit Hinweisen).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Beurteilungen
der Dres. B._ und A._ (act. G 6.1/28.1 ff. und 29.1 ff.). Im Hinblick auf die
Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass die interdisziplinäre
Begutachtung auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf allseitigen
Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist. Es wurden
die Vorakten verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
berücksichtigt. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge –
insbesondere dem Zusammenspiel der psychischen und der somatischen Elemente –
und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund
vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die
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Umschreibung der leidensadaptierten Tätigkeiten und deren Umfang zu überzeugen.
Die Beurteilungen der interdisziplinären Begutachtung erfüllen mithin alle
praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so
dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin stellt daher deren
Beweistauglichkeit auch zu Recht nicht in Frage.
3.2 Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der psychiatrischen Begutachtung durch
Dr. B._ an, sie könne "nur" – aber immerhin – "im Sitzen etwas tun" (act. G 6.1/29.3).
"Ausser dem Nicht-arbeiten-Können habe sie keine Probleme, weder aus der
Vergangenheit noch im Jetzt, nicht in Familie, Nachbarschaft oder Finanziellem" (act. G
6.1/29.4). Dr. B._ stellte fest, dass die Beschwerdeführerin fixiert auf ihr Knie bzw. auf
ihre Knieschmerzen sei (act. G 6.1/29.4 f.) und dass "ihr Denken und Fühlen völlig auf
das rechte Knie eingeengt zu sein" scheine (act. G 6.1/29.4). Eine knieschonende
Tätigkeit erachtete Dr. B._ – wie Dr. A._ – im Rahmen eines 50%igen Pensums für
wahrscheinlich zumutbar. Allerdings erachtet Dr. B._ die Beschwerdeführerin für
nicht vermittelbar. Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit könnten nach
seiner Auffassung verbessert werden. Aufgrund der Kniefixierung schätzt er die
Beschwerdeführerin als eher nicht therapiefähig ein (act. G 6.1/29.5). In der
Gesamtbeurteilung vertreten die Gutachter die Auffassung, dass die psychischen
Beschwerden die Beschwerdeführerin für eine sitzende Tätigkeit ohne Kniebelastung in
ihrer Arbeitsfähigkeit nicht einschränke. Die depressive Störung habe wenig
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, vermutlich aber auf die Vermittelbarkeit (act. G
6.1/28.7 f.). Vermutlich reduziere sie die Leistungseffizienz (act. G 6.1/28.8). Die
Gutachter kommen zum Schluss, dass aufgrund der schmerzhaften fortgeschrittenen
Kniearthrose rechts in einer sitzenden Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe,
bei zeitlich 100% Arbeitspräsenz. Wegen des erhöhten Pausenbedarfes sei eine
Arbeitszeit von 87.5% effektiv auswertbar (act. 6.1/28.8, 28.10). Die bisherige Tätigkeit
als Lagerbewirtschafterin sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar (act. G
6.1/28.9). Bezüglich der Frage der Eingliederungsfähigkeit stellten die Gutachter fest,
dass die Beschwerdeführerin im Hinblick auf eine psychiatrische Behandlung "völlig
uneinsichtig und schmerzfixiert sei". Die Vermittelbarkeit sei eingeschränkt aufgrund
der mittelschweren reaktiven Depression. Die Beschwerdeführerin sei in der
Stellensuche auf Unterstützung sowie auf einen einfühlsamen Arbeitgeber angewiesen.
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Vermutlich komme für die Beschwerdeführerin nur ein geschützter Arbeitsplatz in Frage
(act. G 6.1/28.9).
3.3 Gemäss dem interdisziplinären Gutachten vom 18. April 2006 (act. G 6.1/28.1 ff.)
ist die Beschwerdeführerin wegen der diagnostizierten Pangonarthrose rechts (act. G
6.1 28.6, 29.4) grundsätzlich in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig
unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Pausenbedarfes (stündliche Arbeitspause im
Umfang von 10 Minuten; act. G 6.1/28.10). Bezüglich der zusätzlich gestellten
Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (F32.1) ist in Würdigung der
Aktenlage – einschliesslich der Anamnese und der subjektiven Angaben der
Beschwerdeführerin (sie könne "nur" – aber immerhin – "im Sitzen etwas tun" [act. G
6.1/29.3)]. "Ausser dem Nicht-arbeiten-Können habe sie keine Probleme, weder aus
der Vergangenheit noch im Jetzt, nicht in Familie, Nachbarschaft oder
Finanziellem" [act. G 6.1/29.4]) sowie der ärztlicherseits festgestellten
Schmerzfixiertheit (act. G 6.1/29.4) mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei der depressiven Episode um
Begleiterscheinungen der schmerzhaften Pangonarthrose rechts und nicht um ein
selbständiges depressives Leiden im Sinne einer psychischen Komorbidität handelt.
3.4 Als Grund für die eingeschränkte Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit fällt bei
der Beschwerdeführerin hauptsächlich das nicht selbständige, psychische
Beschwerdebild (Depression, Schmerzfixiertheit) in Betracht (vgl. act. G 6.1/28.8 ff.,
29.4 f.). Dieses psychische Leiden vermag aber aus objektiver Sicht keine
invalidisierende Wirkung zu begründen und die Verwertbarkeit der 50%-igen
Restarbeitsfähigkeit nicht einzuschränken. So bestehen vorab keine Anhaltspunkte
dafür, dass die Depression/Schmerz-fixiertheit eine ausgeprägte, die zumutbare
Willensanstrengung negativ beeinflussende psychische Belastungssituation verursacht.
Sodann geben die Angaben der Beschwerdeführerin keine Indizien für einen
schwerwiegenden sozialen Rückzug. Ferner besteht im Lichte der genannten
Aktenlage kein Grund zur Annahme eines ausgeprägten, therapeutisch objektiv nicht
mehr angehbaren, primären Krankheitsgewinnes. Dies gilt im vorliegend zu
beurteilenden Fall umso mehr, als die Gutachter ausdrücklich medizinische
Verbesserungsmassnahmen empfehlen, die die Beschwerdeführerin "uneinsichtig
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bisher und in der Besprechung wiederum ablehnt" (act. G 6.1/28.9; vgl. auch act. G
6.1/29.5).
3.5 Nach dem Gesagten sprechen aus rechtlicher Sicht – insbesondere auch in
Nachachtung der Schadenminderungspflicht – keine hinreichenden Gründe dafür, dass
die psychischen Ressourcen es der Beschwerdeführerin nicht erlaubten, trotz ihrer
Schmerzen eine leidensadaptierte Tätigkeit im Rahmen eines 50%igen Pensums
auszuüben bzw. die Restarbeitsfähigkeit zu verwerten.
4.
Damit bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Restarbeitsfähigkeit zu prüfen.
4.1 Für die Bemessung der Invalidität bei einer erwerbstätigen versicherten Person
wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
4.2 Ein Vergleich des bei der ehemaligen Arbeitgeberin im Jahr 2003 (letztes Jahr mit
100%iger Erwerbstätigkeit) erzielten Einkommens – unter Berücksichtigung einer
0.9%igen Nominallohnentwicklung – von Fr. 45'898.30 (Fr. 45'488.90 + 0.9%; act. G
6.1/15.2) mit den Löhnen der LSE 2004 von Fr. 48'584.64 (Fr. 3'893.00 x 12;
umgerechnet von 40 auf 41.6 betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit)
zeigt, dass der bisherige Verdienst unter den statistischen Werten lag. Diesem
Umstand ist beim Einkommensvergleich Rechnung zu tragen. Das Valideneinkommen
ist daher wie das Invalideneinkommen anhand der statistischen Werte zu ermitteln.
Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu
berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der
Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges
vom Tabellenlohn (SVR 1/2008 IV Nr. 2 S. 3 E. 5.4).
4.3 Zu beurteilen bleibt daher noch die Frage, in welchem Umfang ein Leidensabzug
auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die
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statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu
tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der
Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E.
4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei
handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78
E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig
(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
4.3.1 Die Beschwerdegegnerin anerkannte in der Beschwerdeantwort vom 7. März
2007 einen Leidensabzug von 15% (act. G 6, S. 6). Diese Bemessung des
Leidensabzuges hält einer Ermessensüberprüfung nicht stand.
4.3.2 Allein schon aufgrund der Konzentrationsverminderung (act. G 6.1/29.5), des
erhöhten Pausenbedarfes, des Erfordernisses der einfühlsamen Arbeitsumgebung (act.
G 6.1/28.7) und der geringen psychischen Belastbarkeit (vgl. act. G 6.1/28.9) ist die
Vornahme des höchstzulässigen Leidensabzuges von 25% gerechtfertigt. Dies gilt
umso mehr als auch die schwierige Umstellung von einer schweren, grobmotorisch
ausgerichteten körperlichen Tätigkeit als Lagerbewirtschafterin/Speditionsmitarbeiterin
(vgl. act. G 6.1/15.1) zu einer leichten Arbeitstätigkeit, wo die Beschwerdeführerin nur
unter einschränkenden Bedingungen ein Gewicht von 3 kg heben kann (vgl. act.
G 6.1/28.10), zusätzlich zu berücksichtigen ist. Des Weiteren schmälern das
fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1951; vgl. act. G 6.1/1.1; vgl.
zur Benachteiligung von Personen ab 50 Jahren auch Bundesamt für Statistik,
Erwerbstätigkeit der Personen ab 50 Jahren, 2008, S. 12) sowie die lange
Betriebszugehörigkeit (Arbeitsbeginn beim ehemaligen Arbeitgeber war der 3. Juni
1991; act. G 6.1/15.1) den zu erwartenden Lohn.
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4.3.3 Insgesamt wirken sich mehrere persönliche und berufliche Merkmale zum Teil
einschneidend auf die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und dadurch auf den
auf dem Arbeitsmarkt zu erwartenden Lohn aus, weshalb ein Leidensabzug von 25%
von den Tabellenlöhnen gerechtfertigt ist.
4.4 Unter Berücksichtigung eines 25%igen Leidensabzuges resultiert in Anwendung
eines Einkommensvergleichs gemäss vorstehender E. 4.2 ein Invaliditätsgrad von mehr
als 60% und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Die Frage kann offen
bleiben, ob von einer effektiven Restarbeitsfähigkeit von 43.75% – wie sie die
Beschwerdeführerin geltend macht – oder von der einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit
auszugehen ist. Denn in beiden Fällen resultiert ein Invaliditätsgrad von weniger als
69.5% und somit kein Anspruch auf eine ganze Rente (bei 43.75%
Restarbeitsfähigkeit: IV-Grad von 67%; bei 50% Restarbeitsfähigkeit: IV-Grad von
62.5%).
5.
Die Beschwerdeführerin beantragt im Eventualantrag der Replik die Zusprechung von
beruflichen Massnahmen (act. G 12).
5.1 In diesem Verfahren sind von der Beschwerdeführerin allein Rentenleistungen
beantragt worden (act. G 6.1/1.6). Streitgegenstand bildet daher zunächst der allfällige
Rentenanspruch. Ergibt sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein
Rentenanspruch in Frage steht, so gehört zum Streitgegenstand notwendigerweise
auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet
und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch
genommen habe. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist der Einkommensvergleich
zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen. Die versicherte
Person hat, wenn ohne berufliche Massnahmen ein Rentenanspruch droht, die Pflicht,
sich geeigneten und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die
Verwaltung ihrerseits hat die Pflicht, vor dem Entscheid über die Rentenfrage von
Amtes wegen alle Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden
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(vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. September 2007,
IV 2006/119, E. 1).
5.2 Die angefochtene Verfügung äussert sich nicht explizit zu dieser Frage. Da es sich
bei der Verneinung jeder (weiteren) Eingliederungsmöglichkeit aber um eine zwingend
zu erfüllende Bedingung der Rentenzusprache handelt, ist davon auszugehen, dass die
Beschwerdegegnerin mit der Zusprache einer halben Invalidenrente gleichzeitig implizit
eine Eingliederungspflicht der Beschwerdeführerin verneint hat. Dieser Entscheid bildet
notwendigerweise auch Teil des Streitgegenstandes des Beschwerdeverfahrens
betreffend den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin (vgl. Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2006, IV2006/10, E.
1). Die Beschwerdeführerin beantragte in der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen
ausschliesslich die Zusprache einer Rente (act. G 6.1/1.6). In der Beschwerde vom 21.
Dezember 2006 rügt sie lediglich die Rentenhöhe (act. G 1). Der behandelnde Arzt hielt
im Bericht vom 10. August 2005 berufliche Massnahmen für nicht angezeigt (act. G
6.1/14.2). In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter den Nutzen von
beruflichen Massnahmen für "fraglich", da die "Versicherte diesbezüglich völlig
uneinsichtig und schmerzfixiert" sei (act. G 6.1/28.9). Die Beschwerdegegnerin hat vor
diesem Hintergrund zu Recht – wenn auch nur implizit – jede subjektive
Eingliederungsfähigkeit verneint. Demzufolge besteht kein Anspruch auf berufliche
Massnahmen.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung des Eventualantrages der
Beschwerdeführerin die Verfügung vom 12. Dezember 2006 aufzuheben und der
Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2005 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die angefochtene Verfügung wird in Gutheissung des
Eventualantrages der Beschwerdeführerin aufgehoben. Somit unterliegt die
Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Da die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 3 Abs. 1
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti / Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf das
Einreichen einer Kostennote. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin erst im Rahmen des zweiten
Schriftenwechsels anwaltlich vertreten wurde, als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht