Decision ID: ebe4205f-04c7-40ac-915a-ab49693c8e61
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ hatte sich am 9. Mai 2008 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1). Er leide an den Folgen einer Bypass-
Operation mit Komplikationen. Die IV-Stelle tätigte diverse Abklärungen und verfügte
am 7. Januar 2011 die Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-act. 86). Nachdem der
Versicherte Beschwerde dagegen erhoben hatte, widerrief die IV-Stelle die Verfügung
(IV-act. 107) und nahm weitere Abklärungen vor.
A.b Dazu wurde der Versicherte am 30. Mai, am 1., 7., 8. und 16. Juni sowie am
18. August 2011 in der MEDAS Inselspital Bern (nachfolgend MEDAS) untersucht. Das
Gutachten datiert vom 15. September 2011 (IV-act. 119). Der psychiatrische Gutachter
schätzte den Versicherten als zu 80% arbeitsfähig ein. Der Rheumatologe führte aus,
der Versicherte könne keine Gewichte über 15 kg heben sowie keine grösseren
Putzarbeiten verrichten und keine Arbeiten in vorwiegend nach vorne gebeugter
Arbeitshaltung ausführen. Aus rheumatologischer Sicht bestehe schmerzbedingt eine
Einschränkung von 30%. Aus kardiologischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
50% (die linksventrikuläre systolische Funktion sei deutlich eingeschränkt mit einer
Auswurffraktion von 40%). Die pneumologischen Gutachter gelangten zur
Einschätzung, dass die vorgesehene Tätigkeit im Gastgewerbe zu 2/3 mit einer
Leistungsfähigkeit von 50% möglich sei. Schwere körperliche Tätigkeiten seien nicht
mehr zumutbar (IV-act. 119-25 f.). Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, dass
dem Versicherten seine Tätigkeit als Geschäftsführer eines B._ in reduziertem
Ausmasse, 4.5 Stunden pro Tag, zumutbar sei. Dabei sei seine Leistungsfähigkeit um
50% vermindert (IV-act. 119-30).
A.c Auf Nachfrage der IV-Stelle hin teilte der federführende Gutachter mit, auch bei
einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Dabei
könne es sich nur um eine sehr leichte Tätigkeit handeln, da der Versicherte schnell an
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seine Grenzen komme. Das Heben von Gewichten sei auf 5 kg beschränkt. Bei
langsamem Gehen sei die Gehstrecke wohl nicht wesentlich vermindert. Stehen sei ihm
möglich und sitzende Tätigkeiten könnten ohne nennenswerte Einschränkungen
ausgeübt werden (IV-act. 138).
A.d Dr. med. Z._, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Ärztin des
Regionalen Ärztlichen Dienstes Ostschweiz (RAD) notierte am 23. Juli 2012, das
Gutachten sei ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar und es könne darauf
abgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage 25%. In
einer adaptierten Tätigkeit bestehe halbtags eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 139).
A.e Vom 15. bis 17. November 2012 wurde der Versicherte observiert (IV-act. 148). Er
wurde dabei beobachtet, wie er als Wirt im Restaurant B._ die Gäste bedient hat. Er
habe sich teilweise zu den Gästen gesetzt, einkassiert und abgeräumt. Dabei habe er
sich offensichtlich beschwerdefrei gebückt (IV-act. 148-8). Am nächsten Tag wurde er
dabei beobachtet, wie er mit seiner Frau und seinem Hund einen ca. einstündigen
Spaziergang gemacht hat. Dabei sei er offensichtlich beschwerdefrei über eine schräg
abfallende Wiese gelaufen (IV-act. 148-9, 148-13).
A.f RAD-Arzt Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, beurteilte den
Versicherten unter Berücksichtigung des MEDAS-Gutachtens und des
Observationsmaterials als zu 50% arbeitsunfähig als Wirt; etwas weniger eingeschränkt
sei er in einer leichten Verweistätigkeit (IV-act. 149-2).
A.g Mit Vorbescheid vom 14. März 2013 kündigte die IV-Stelle an, sie werde dem
Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 2008 eine Viertelsrente zusprechen (IV-act. 155).
Diesen Entscheid begründete sie wie folgt: Die MEDAS Inselspital sei von einer
falschen Annahme ausgegangen, wonach es sich beim B._ um einen Familienbetrieb
handeln würde. Abklärungen bei der Ausgleichskasse hätten indes ergeben, dass in
den Jahren 2008 bis 2011 stets einige Teilzeitangestellte beschäftigt worden seien. Als
Geschäftsführer könne der Versicherte somit die körperlich schweren Tätigkeiten an
die Angestellten delegieren. Anlässlich der Observation habe der Versicherte einen
äusserlich gesunden und beweglichen Eindruck hinterlassen. Er habe eine körperliche
Ausdauer gezeigt, die jene einer schwer herzkranken Person übertreffe. Die anlässlich
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der IV-Abklärung geltend gemachten Beschwerden (Lasten Tragen und Bücken nicht
möglich, Bewegungseinschränkung, Atemprobleme, Kopfschmerzen,
Schulterschmerzen, stechende Thoraxschmerzen, Rückenschmerzen, Kraftlosigkeit,
rasche Müdigkeit), seien mit den Erkenntnissen aus den getätigten Abklärungen nicht
vereinbar. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege heute eine ca. 50%ige
Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als selbständiger Wirt vor. Betreffend die
Validenkarriere sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne
Gesundheitsschaden weiterhin als selbständig Erwerbender die B._ führen würde,
dabei aber aufgrund der angespannten Wirtschaftslage das Lokal nur noch an drei
Tagen öffnen würde. Seitens der Invalidenkarriere seien zwei Varianten zu diskutieren.
Zu vergleichen sei, ob er als Chef der B._ oder in einem Arbeitsverhältnis als
Angestellter ein höheres Einkommen erzielen könne. Beim erwerblich gewichteten
Einkommensvergleich für eine Tätigkeit als selbständig Erwerbender resultiere ein IV-
Grad von 41.8%. Bei der Bemessung des IV-Grades nach dem klassischen
Einkommensvergleich ergebe sich kein anderer Rentenanspruch.
A.h Dagegen liess der Versicherte am 29. April 2013 durch seinen Rechtsvertreter
Einwand erheben und die Zusprache einer ganzen Rente beantragen (IV-act. 160). Zur
Begründung führte der Rechtsvertreter an, der Observationsbericht und Dr. C._s
Stellungnahme könnten nicht dazu führen, dass vom MEDAS-Gutachten abgewichen
werde. Zum einen sage der Observationsbericht nichts über die vorhandenen
Einschränkungen aus und zum anderen erfülle die Stellungnahme von Dr. C._ die
Anforderungen, die an einen medizinischen Bericht gestellt würden, nicht. Gemäss
Betätigungsvergleich weise der Versicherte in der Servicetätigkeit eine
Leistungsfähigkeit von 60% auf. Dies lasse sich weder auf die medizinischen Berichte
noch auf die Ergebnisse der Observation stützen. Gemäss MEDAS könne der
Versicherte seine bisherige Tätigkeit nur noch halbtags ausführen und sei darüber
hinaus in seiner Leistungsfähigkeit zu 50% eingeschränkt. Im selben Sinne nicht
nachvollziehbar sei auch die Einschätzung der IV-Stelle, wonach in Bezug auf
Reinigungs- und Kellerarbeiten eine Leistungsfähigkeit von 80% vorliege. Weiter sei
festzuhalten, dass bei selbständig Erwerbenden nicht auf Tabellenwerte abgestellt
werden könne. Zudem sei darauf hinzuweisen, dass zwar stundenweise Kellnerinnen
und abendweise Musiker beschäftigt worden seien, dass aber dennoch von einem
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Familienbetrieb auszugehen sei und der Versicherte die körperlich schweren Arbeiten
nicht an die Musiker delegieren könne.
A.i Die IV-Stelle hielt an ihrem Entscheid fest und sprach dem Versicherten mit
Verfügung vom 18. September 2013 eine Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. Juli 2008
zu (IV-act. 164). Neben der Begründung im Vorbescheid führte sie an, die
Invaliditätsbemessung stütze sich primär auf einen erwerblich gewichteten
Betätigungsvergleich. Darin sei berücksichtigt worden, dass der Versicherte als
Geschäftsführer beschwerliche Tätigkeiten delegieren könne und er die Tätigkeiten, die
nicht während der Öffnungszeiten erledigt werden müssten, auf andere Tage verlegen
könne. Die administrativen Bereiche seien zweifellos ohne Einschränkungen möglich
und gleichzeitig auch mit einer etwas höheren Wertschöpfung verbunden. Bei der
Observation habe sich gezeigt, dass es dem Versicherten möglich sei, ohne
Verlangsamung im Service zu arbeiten und gesellig auf die Kundschaft einzugehen.
Dabei seien aber dennoch Einschränkungen durch verminderte Ausdauer und beim
Heben von grösseren Lasten anzunehmen. Angesichts der Beobachtungen müsse die
Annahme einer 40%igen Einschränkung als grosszügig gewertet werden. Der
Betätigungsvergleich sei mit der gutachterlichen Einschätzung gut vereinbar. Bei der
Invaliditätsbemessung müsse auch geprüft werden, ob der Versicherte als
Arbeitnehmer nicht bessere Verdienstmöglichkeiten hätte. Nachdem er die B._ erst
vor relativ kurzer Zeit übernommen und zudem die Betriebsaufgabe schon in Aussicht
gestellt habe, sei ihm auch die Aufnahme eines Anstellungsverhältnisses zumutbar.
Hierbei sei von Bedeutung, dass der Versicherte als Gesunder weiterhin das Lokal
führen würde, obwohl es nur ein unterdurchschnittliches Einkommen gewährleiste.
Daher sei auf der Validenseite das tiefe Einkommen als Wirt anzurechnen.
Invalidenseitig sei die Schadenminderungspflicht abzubilden und das
Invalideneinkommen an die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE)
anzulehnen. Die Einkommen seien auf Fr. 51‘000.-- und Fr. 30‘888.-- festgesetzt
worden, woraus sich ein IV-Grad von knapp 40% ergebe.
B.
B.a Dagegen richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde vom 23. Oktober
2013, worin der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter die Zusprache einer
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ganzen Rente beantragen lässt (act. G 1). Eventualiter sei die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führt der Rechtsvertreter an,
der Betriebserfolg des vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau betriebenen B._
habe sich nach Eintritt des Gesundheitsschadens des Beschwerdeführers erheblich
reduziert. Da der Observationsbericht die Erkenntnisse der medizinischen Gutachter
nicht in Zweifel zu ziehen vermocht habe, sei von einer Leistungsfähigkeit von 25%
(50% Leistungsfähigkeit, Einschränkung in zeitlicher Hinsicht 50%) auszugehen. Die
Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die ordentliche Methode für die Bemessung
des Invaliditätsgrades anzuwenden. Der gewichtete Betätigungsvergleich komme nur
zur Anwendung, falls die Vergleichseinkommen nicht geschätzt werden könnten. Die
Beschwerdegegnerin habe indes gar nicht erst versucht, den gesundheitlich bedingten
Einkommensverlust abzuschätzen. Eine Gegenüberstellung der Einkommen vor und
nach Eintreten des Gesundheitsschadens zeige einen beträchtlichen Unterschied und
würde einem Invaliditätsgrad von 83% entsprechen. Selbst wenn ein Teil der
Gewinneinbusse auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen sei, bestünde dennoch
ein IV-Grad, der Anspruch auf eine ganze Rente begründen würde. Die von der
Beschwerdegegnerin berücksichtigten Einschränkungen liessen sich nicht mit dem
Gutachten in Übereinstimmung bringen. Da die Beobachtungen des Detektivs aber die
Ergebnisse des Gutachtens nicht in Frage zu stellen vermöchten, lege die
Beschwerdegegnerin ihrem Betätigungsvergleich aktenwidrige Werte zugrunde. Die
Stunden für die Betriebsführung und weitere administrative Aufgaben könnten nicht
einfach erhöht werden, da sich der zeitliche Aufwand dafür – nur aufgrund des
Gesundheitsschadens – in keiner Weise erhöhe. Die Beschwerdegegnerin habe aus der
Tatsache, dass der Beschwerdeführer einen Spaziergang gemacht und in seinem Lokal
Gäste bedient habe, abgeleitet, dem medizinischen Gutachten könne kein Beweiswert
zukommen. In Anbetracht der Fundiertheit des Gutachtens und dem geringen Inhalt
der Aussagen des Detektivs erscheine dieses Vorgehen als willkürliche
Beweiswürdigung.
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 6). Zum Einwand gegen die
Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Einkommensvergleichs führt sie an,
das Betriebsergebnis sei in erheblichem Umfang dem Einfluss konjunktureller Faktoren
unterworfen. Im Gastrobereich seien Mutationen häufig und Betriebsschliessungen an
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der Tagesordnung. Besonders B._ seien von Trends und den Präferenzen und
„Launen“ des Publikums abhängig. Die Branche habe zudem durch das Rauchverbot
und die Senkung der Promillegrenze teilweise empfindliche Einbussen hinnehmen
müssen. Ein Betrieb wie die abgelegene B._ sei auf solche äusseren Faktoren
besonders anfällig. Ein Blick auf die aktuelle Website der B._ zeige, dass der
Beschwerdeführer Vergünstigungen offeriere, um Kunden anzulocken. Preissenkungen
würden sich aber in Umsatz und Ertrag niederschlagen und hätten nichts mit einer
Invalidität zu tun. Ein Rückgang von Umsatz und Gewinn dürfe daher nicht leichtfertig
als Folge eines gesundheitlich bedingten Funktionsverlustes interpretiert werden. Es
wäre falsch anzunehmen, die Erfolgszahlen in den Jahren 2006 und 2007
repräsentierten auch die Verhältnisse, wie sie heute bestünden und der Rückgang in
den Folgejahren sei einzig auf den Gesundheitsschaden zurückzuführen. Auffallend sei
ferner, dass der buchhalterisch ausgewiesene Erfolg, den der Beschwerdeführer und
seine Ehefrau erwirtschafteten, auch in den „guten“ Jahren vor Eintritt des
Gesundheitsschadens nicht auf einen guten Geschäftsgang hindeute (Fr. 56‘125.--
[2006] und Fr. 51‘345.-- [2007]). Damit könne nicht davon ausgegangen werden, dass
die F._ ein florierender Betrieb gewesen sei und die Wahrscheinlichkeit, dass „IV-
fremde“ Faktoren das Betriebsergebnis beeinflusst hätten, sei sehr hoch. Da der
Beschwerdeführer in seinem Lokal eine leitende Stellung habe, habe er einigen
Spielraum bei der Zuteilung der Arbeiten und Aufgaben. Insbesondere habe er jene
Aufgaben an sich zu ziehen, bei denen er wenig eingeschränkt sei. Die körperlich
anstrengenden und wenig wertschöpfenden Tätigkeiten habe er zu delegieren. In
Ausübung der Schadenminderungspflicht habe er die Tätigkeit zudem optimal
einzuteilen. Durch betriebsinterne Umstrukturierung könne er eine Minderung der
Invalidität erreichen. Es könne vom Beschwerdeführer erwartet werden, dass er den
Aufwand für die Betriebsführung und für vermehrte Werbung an sich ziehe. Soweit dies
aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sei, lägen „IV-fremde“ Faktoren vor, die
auszuklammern seien. Diese Bemessung der Invalidität wirke sich zudem zu Gunsten
des Beschwerdeführers aus. Denn würde man einen reinen Einkommensvergleich
vornehmen, der sich auf das Betriebsergebnis stütze, müsste berücksichtigt werden,
dass der Betriebsgewinn nicht alleine durch den Beschwerdeführer erwirtschaftet
worden sei. Der Einkommensteil der Ehefrau müsste ausgeschieden werden. Eine je
hälftige Anrechnung des Gewinns führe zu einem Valideneinkommen von höchstens
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Fr. 28‘100.-- (für das Jahr 2006). Auf dieses unterdurchschnittliche Einkommen sei
abzustellen, da sich der Beschwerdeführer aus freien Stücken damit begnüge. Da der
Beschwerdeführer bis im Jahr 2005 Arbeitnehmer gewesen sei, wäre ihm
invalidenseitig ein Wechsel in ein unselbständiges Arbeitsverhältnis zumutbar. In einer
leichten Hilfsarbeit sei der Beschwerdeführer zu mindestens 50% arbeitsfähig. Bei
dieser Betrachtungsweise sei es fraglich, ob der Beschwerdeführer überhaupt noch
Anspruch auf eine Rente habe, wenn das statistische Hilfsarbeiterkommen von Fr.
59‘197.-- (2006), berechnet zu 50% entsprechend der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit
und unter Berücksichtigung des maximalen Leidensabzugs von 25%, mit einem
Valideneinkommen von Fr. 28‘100.-- verglichen werde, was zu einem IV-Grad von 21%
führen würde.
B.c Mit Replik vom 17. Februar 2014 (act. G 8) führt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die
Vergleichseinkommen aufgrund der konkreten Umstände zu bemessen oder zu
schätzen. Sie habe sich bei der Rentenprüfung nicht mit den relevanten Fragen, wie
jene nach der Zumutbarkeit der Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit oder
jene nach der gesundheitsbedingten Minderung des Erwerbseinkommens
auseinandergesetzt. Unter diesen Umständen sei die Angelegenheit zur weiteren
Klärung der konkreten Umstände an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Aufgrund der gesetzlichen Regelung sei die Verwaltung gehalten, die
Vergleichseinkommen zu bestimmen. Liessen sich die Vergleichseinkommen nicht
zifferngenau festlegen, erfolge die Festlegung der Einkommen durch Schätzung. Die
Bemessung nach der ausserordentlichen Methode falle erst in Betracht, wenn die
Vergleichseinkommen nicht einmal schätzungsweise festgelegt werden könnten. Die
Beschwerdegegnerin begründe die Anwendung der ausserordentlichen Methode mit
dem erheblichen Einfluss von konjunkturellen Faktoren auf das Betriebsergebnis. Bei
ihren Überlegungen handle es sich um Erwägungen ohne konkreten Bezug zum
Einzelfall. In Bezug auf die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit sei
festzuhalten, dass die Gesundheit des Beschwerdeführers nicht dafür spreche, dass er
zumutbarerweise ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte.
B.d In ihrer Duplik vom 24. März 2014 (act. G 10) beantragt die Beschwerdegegnerin
erneut die Abweisung der Beschwerde; eventuell sei die angefochtene Verfügung
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aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf
eine IV-Rente habe. Zur Begründung führt sie an, den Beschwerdeführer treffe eine
Schadenminderungspflicht. Damit könne von ihm verlangt werden, dass er seinen
Betrieb so organisiere, dass sich seine Einschränkungen möglichst wenig auswirkten.
Ausserdem könne von ihm auch verlangt werden, dass er eine Stelle annehme, wenn
diese bessere Erwerbsaussichten biete. Namentlich, wenn er als Arbeitnehmer ein
rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte. Da dies vorliegend zutreffe,
müsse der Beschwerdeführer bei der Invaliditätsbemessung hypothetisch so behandelt
werden, als hätte er eine Stelle angenommen, bei der er seine Restarbeitsfähigkeit
optimal verwerten könne. Dies führe dazu, dass keine rentenbegründende Invalidität
nachgewiesen sei.

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen, ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG
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besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf
eine Viertelsrente.
1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das
gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und
das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
In einem ersten Schritt ist die Frage zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt
rechtsgenüglich abgeklärt worden ist.
2.1 Die Verfügung stützt sich massgeblich auf die Einschätzung des RAD und geht von
einer ca. 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner bisherigen
Tätigkeit als Geschäftsführer eines B._ aus. Die Einschätzung des RAD wiederum
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stützt sich auf die Ergebnisse der Observation und das MEDAS-Gutachten vom
15. September 2011.
2.1.1 Die Einschränkungen des Beschwerdeführers sind nach Einschätzung der
MEDAS-Gutachter vorwiegend durch kardiologische und pneumologische
Beeinträchtigungen begründet. Der Kardiologe hatte dazu festgehalten, dass der
Beschwerdeführer bei einer eingeschränkten linksventrikulären systolischen Funktion
mit einer Auswurfsfraktion von 40% sowie aufgrund des Belastungs-EKGs eine
eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit aufweise und er daher aufgrund der
kardialen Erkrankung zu 50% arbeitsfähig sei (vgl. IV-act. 119-49).
2.1.2 Die Pneumologen haben festgehalten, die Spiroergometrie habe eine
eingeschränkte Leistungsfähigkeit gezeigt. Es resultiere eine medizinisch-theoretische
Ateminvalidiät von 33% bei einer Leistungsfähigkeit von 50% für leichte körperliche
Arbeiten. Die vorgesehene Arbeit im Gastgewerbe sei konkret zu 2/3 möglich mit einer
Leistungsfähigkeit von 50%, wobei schwere körperliche Arbeiten nicht mehr möglich
und zumutbar seien (vgl. IV-act. 119-80 f.).
2.1.3 Aus rheumatologischer Sicht seien dem Versicherten zudem das Heben von
Gewichten von mehr als 15 kg, grössere Putzarbeiten sowie Arbeiten in vorwiegend
nach vorne gebeugter Arbeitshaltung nicht zumutbar (vgl. IV-act. 119-47).
2.2 Unter Würdigung dieser einzelnen Aspekte, erscheint die abschliessende
Einschätzung der Gutachter, dass der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit als
selbständiger Gastwirt bei einer Tätigkeit von 4.5 Stunden pro Tag zu 50%
leistungsfähig ist, nachvollziehbar. Dabei gilt es insbesondere zu berücksichtigen, dass
die Tätigkeit als selbständiger Gastwirt auch mittelschwere Tätigkeiten umfasst, wie
z.B. den Kellerdienst. Zudem ist der Beschwerdeführer, wenn er als Kellner agiert, stets
auf den Beinen. Die Gutachter haben ferner festgehalten, die Gehstrecke dürfte bei
langsamem Gehen nicht wesentlich vermindert sein und sitzende Tätigkeiten könnten
ohne nennenswerte Einschränkungen ausgeübt werden. Dies ist ein weiterer Hinweis
darauf, dass der Beschwerdeführer in der stressigen Tätigkeit als Kellner in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Die vom Beschwerdeführer angegebene
ausgeprägte Schwäche und schnelle Erschöpfbarkeit hat sich nach Angaben der
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Pneumologen bei der Spiroergometrie deutlich gezeigt. Die Gutachter haben zudem in
Bezug auf die Frage nach einer adaptierten Tätigkeit festgehalten, es dürfe sich nur um
eine sehr leichte Arbeit handeln und auch in einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit
sei der Beschwerdeführer zu 50% arbeitsfähig (vgl. IV-act. 138). Diese Einschätzung ist
unter Berücksichtigung der oben dargestellten Einschränkungen des
Beschwerdeführers nachvollziehbar.
2.3 Das Gutachten ist in Kenntnis und unter Würdigung der Vorakten erstellt worden.
Es beruht auf eigenständigen Untersuchungen der Gutachter und umfasst alle
streitigen Belange. Da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass objektiv wesentliche
Tatsachen nicht berücksichtigt worden sind, gibt es insgesamt keine Gründe von der
gutachterlichen Einschätzung abzuweichen. Damit ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig ist. Soweit die
Tätigkeit als Gastwirt den Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit entsprechend
ausgestaltet werden kann, besteht hierin ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Von
dieser Schlussfolgerung geht im Ergebnis auch RAD-Arzt Dr. C._ in seiner nach
Durchführung der Observation abgegebenen Stellungnahme vom 4. Dezember 2012
aus (IV-act. 149).
3.
In einem nächsten Schritt ist zu beurteilen, welche Bemessungsmethode für die
Ermittlung des massgebenden IV-Grades vorliegend zur Anwendung gelangt.
3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad in der Regel aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen
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ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an
die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) bei selbstständig
Erwerbenden ein Betätigungsvergleich anzustellen (ausserordentliches
Bemessungsverfahren) und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen
Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen
Situation zu bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen).
3.2 Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 18. September 2013 zwei
Methoden für die Berechnung des Invaliditätsgrades berücksichtigt. Beim erwerblich
gewichteten Betätigungsvergleich ermittelte sie einen IV-Grad von 42%; die
Einkommensvergleichsmethode ergab einen IV-Grad von (knapp) 40%. Daraus folgte
der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Viertelsrente. In der Beschwerdeantwort
schliesslich vertrat die Beschwerdegegnerin den Standpunkt, dass bei einem
Einkommensvergleich kein anspruchsbegründender IV-Grad resultieren würde.
3.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde (BGE 131 V 53, E. 5.1.2). Dabei wird in der Regel
am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 135 V 59 E. 3.1). Indes ist nach der
Rechtsprechung nicht ausgeschlossen, dass bei selbständig Erwerbenden unter
Umständen nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt wird. Das trifft etwa
dann zu, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
anzunehmen ist, dass die versicherte Person im Gesundheitsfall die nicht einträgliche
selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser entlohnte Tätigkeit angenommen
hätte, oder dann, wenn die vor der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte
selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die
Bestimmung des Invalideneinkommens darstellt (BGE 135 V 64 E. 3.4.6). Vorliegend
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stellt sich daher die Frage, wie das vom Beschwerdeführer im fiktiven Gesundheitsfall
erzielte Einkommen zu bestimmen ist.
3.4 Vor der Aufnahme der Tätigkeit in der B._ im Dezember 1998 arbeitete der
Beschwerdeführer mehrere Jahre als Kellner im Hotel G._ (Dezember 1989 bis
November 1998), wo er jährliche Einkommen von zuletzt Fr. 55‘183.-- (1995),
Fr. 54‘794.-- (1996), Fr. 52‘982.-- (1997) und Fr. 48‘287.-- (Januar bis November 1998)
erzielt hatte (vgl. IK-Auszug, IV-act.77). Diese Einkünfte bewegten sich quantitativ
mithin im Bereich des Tabellenlohns für Hilfsarbeiter gemäss der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE), Total privater Sektor, Männer, Anforderungsniveau 4
(einfache und repetitive Tätigkeiten), welcher sich umgerechnet auf die betriebsübliche
Arbeitszeit in den Jahren 1996 auf Fr. 53‘976.--, 1997 auf Fr. 54‘184.-- und 1998 auf Fr.
53‘649.-- belief (vgl. Anhang 2 der IV-Gesetzesausgabe der AHV/IV-Informationsstelle).
Nach dem Wechsel in die B._ im Dezember 1998 war der Beschwerdeführer bis ins
Jahr 2005 als Angestellter tätig, wobei das Lokal seiner Ehefrau gehörte. Bis 2003
wurden für den Beschwerdeführer jährlich Fr. 48‘000.-- und in den Jahren 2004 und
2005 Fr. 47‘739.-- als Lohn abgerechnet (IV- act. 77). Die Ehefrau erzielte als
selbständig Erwerbende in den Jahren 1999 und 2000 ein Einkommen von Fr. 7‘623.--,
Fr. 39‘000.-- im Jahr 2001, Fr. 94‘000 im Jahr 2002, Fr. 74‘400.-- im Jahr 2003,
Fr. 59‘900 im Jahr 2004 und Fr. 57‘500.-- im Jahr 2005 (IV-act. 68-13). Im Jahr 2006,
ein Jahr vor dem gesundheitlichen Einbruch im Juli 2007, gründeten der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau eine Kollektivgesellschaft, weshalb der
Beschwerdeführer seither als selbständig Erwerbender abrechnet (IV-act. 68-3, 77). Die
Gründung der Kollektivgesellschaft basierte auf den seit Jahren bestehenden
Geschäftsstrukturen; das Betriebseinkommen wurde daraufhin jeweils geteilt (IV-
act. 68-10). Die Führung des B._ als Ehepaar hat zur Folge, dass die erzielten
Betriebseinkünfte nicht genau den jeweiligen Leistungen der Ehefrau und des
Beschwerdeführers zugeordnet werden können. Die im IK eingetragenen Einkommen
des Beschwerdeführers für die Zeit seiner Tätigkeit in der B._ ab Dezember 1998
bilden mithin keine verlässliche Basis für die Bemessung des Valideneinkommens. Der
gleiche Schluss muss auch hinsichtlich der Bemessung mit einem erwerblich
gewichteten Betätigungsvergleich gezogen werden. Im Weiteren ist auch unklar,
inwieweit im Gesundheitsfall konjunkturelle Einflüsse und wirtschaftliche
Entwicklungen in der Branche allgemein (z.B. Konkurrenzsituation, örtliche Lage des
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Lokals, Auswirkungen des Rauchverbots) die Einkünfte des Beschwerdeführers
beeinflusst und diesen allenfalls gar zur Aufgabe der selbständigen Tätigkeit zugunsten
einer besser bezahlten Anstellung bewogen hätten.
3.5 Da es nach dem Gesagten an einer repräsentativen Grundlage für die Bestimmung
des Einkommens im hypothetischen Gesundheitsfall fehlt, kann das Valideneinkommen
des Beschwerdeführers nicht zweifelsfrei ermittelt werden, weshalb es angezeigt ist,
auf den dem früheren Lohnniveau als Hilfsarbeiter entsprechenden statistischen
Durchschnittslohn abzustellen. Anderseits muss es dem Beschwerdeführer aus IV-
rechtlicher Sicht aufgrund der Schadenminderungspflicht zugemutet werden, die
Restarbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestmöglich zu verwerten, womit es
sich ebenfalls rechtfertigt, für die Bestimmung des Invalideneinkommens den
statistischen Durchschnittslohn eines Hilfsarbeiters beizuziehen. Da Valideneinkommen
und Invalideneinkommen somit auf den gleichen Grundlagen zu ermitteln sind,
rechtfertigt es sich, einen Prozentvergleich vorzunehmen (BGE 104 V 137 E. 2b, BGE
114 V 312 E. 3a). Zu klären ist noch die Frage der Höhe des Tabellenlohnabzugs bei
der Bestimmung des Invalideneinkommens. Angesichts der Anforderungen an eine
leidensangepasste Tätigkeit, die das dem Beschwerdeführer noch offenstehende
Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zusätzlich
einschränken, erscheint ein Abzug von 10% angemessen. Bei einer verbleibenden
Arbeitsfähigkeit von 50% und einem Tabellenlohnabzug von 10% resultiert ein
Invaliditätsgrad von 55% (1 – {0.5 x 0.9}). Damit hat der Beschwerdeführer Anspruch
auf eine halbe Rente.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenbeginn auf den 1. Juli 2008 festgesetzt
(Ablauf der einjährigen Wartezeit ab Juli 2007). Der Beginn der Rentenleistung ist
vorliegend nicht umstritten und es ist weiterhin auf dieses Datum abzustellen.
4.2 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juli
2008 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Damit ist die Verfügung vom 18. September
2013 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juli 2008 eine halbe
Rente zuzusprechen.
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5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
5.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier
zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.