Decision ID: 22bfed84-6cd9-577e-983d-0195d6c40de2
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 1. März 2001 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden
zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Der zuletzt als Mitarbeiter in einer Leimfabrik bei der
B._ AG tätig gewesene Versicherte hatte sich im Oktober 1999 bei der Arbeit ein
Abduktionstrauma im linken Daumengrundgelenk zugezogen. Wegen der daraus
folgenden Gelenksinstabilität war im Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur am
23. November 1999 eine Raffung des ulnaren Kollateralbandes am
Daumengrundgelenk durchgeführt worden. Am 27. Januar 2000 war der Versicherte
während der Arbeit von einem Eisenstück wieder am linken Daumen getroffen worden,
worauf es zu anhaltenden ausgeprägten Schmerzen am ganzen Daumenstrahl
gekommen war. Am 11. April 2000 war beim Versicherten eine Arthrodese des linken
Daumengrundgelenks vorgenommen worden. Es folgte eine stationäre Behandlung in
der Klinik Valens vom 22. Juni bis 6. Juli 2000. Im Austrittsbericht vom 17. Juli 2000
hatten die Ärzte als Diagnose ein chronisches Schmerzsyndrom mit
Symptomausweitung genannt. Sie hatten festgehalten, dass die Schmerzen des
Versicherten nicht nur mit einer organischen Ursache zu erklären seien. Möglicherweise
spielten belastende psychosoziale Momente eine grössere Rolle. Aufgrund der
gezeigten Leistungen und der Selbstlimitierung sei eine Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen (Fremdakten G 9.2).
A.b Im Auftrag der neu zuständigen IV-Stelle St. Gallen wurde der Versicherte am 19.
und 20. März 2002 in der MEDAS der Universitätskliniken Basel untersucht und
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begutachtet. Im entsprechenden Gutachten vom 13. August 2002 wurden folgende
arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnosen angegeben: somatoforme Schmerzstörung,
Verdacht auf vorbestehende Persönlichkeitsstörung sowie Schmerzsyndrom des linken
Daumens und der linken Hand unter Begleitung der rechten Hand und des gesamten
Körpers. Die Gutachter hielten fest, dass sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aufgrund der psychiatrischen Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung im
Zusammenhang mit dem Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung ergebe. Die
Arbeitsfähigkeit sei dadurch in einer somatisch angepassten Tätigkeit auf 50%
reduziert (IV-act. 31). Aus dem von der IV-Stelle vorgenommenen
Einkommensvergleich ergab sich ein Invaliditätsgrad von 67% (IV-act. 50). Mit einer
Verfügung vom 4. Juli 2003 wurde dem Versicherten eine ganze Rente mit Wirkung ab
1. Januar 2001 zugesprochen (IV-act. 54).
A.c Im Rahmen des von der IV-Stelle Anfang 2004 eingeleiteten Revisionsverfahrens
machte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, am 30.
März 2004 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend. Er gab an, der
Versicherte habe am 10. Mai 2003 einen schweren Unfall erlitten: Während der
Reparatur eines Autos sei der Wagenheber gebrochen und der Versicherte sei während
vier Stunden unter dem Auto eingeklemmt gewesen. Beim Unfall habe der Versicherte
einen Rippenserienbruch, Schulterquetschungen und einen Pneumothorax erlitten.
Seither bestünden persistierende Schulterschmerzen links, Brustschmerzen und häufig
Atemnot (IV-act. 57). In einem weiteren Verlaufsbericht vom 18. November 2004 hielt
Dr. C._ fest, dass beim Versicherten zusätzlich zu der Depression und der
Schmerzkrankheit neu noch die Diagnose Anorexie vorliege (60 kg bei einer Grösse
von 171 cm). Der Versicherte sei noch stärker depressiv. Die muskuläre Schwäche vor
allem der Hände sei ebenfalls stärker als früher. Die generalisierten Schmerzen seien
subjektiv stärker und medikamentös nicht beeinflussbar. Die zumutbare
Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit betrage 20%, d.h. ca. 2 Stunden
pro Tag ca. 5 Tage die Woche. Funktionsausfälle ergäben sich vor allem aus der
körperlichen Schwäche mit dem Muskelschwund durch die Anorexie (IV-act. 66). Am
29. November 2004 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass neu ein
Invaliditätsgrad von 87% vorliege, womit weiterhin Anspruch auf die bisherige (ganze)
Invalidenrente bestehe (IV-act. 68).
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A.d Im Jahr 2007 wurde von der IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren eingeleitet. In
einem Verlaufsbericht vom 4. Februar 2008 gab Dr. C._ an, der Gesundheitszustand
des Versicherten sei stationär (IV-act. 94). Am 29. Februar 2008 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung habe
festgestellt werden können. Es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige
Invalidenrente (IV-act. 98).
A.e Im März 2011 wurde ein weiteres Rentenrevisionsverfahren von Amtes wegen
eröffnet. Dr. C._ berichtete am 8. März 2011 von einem stationären
Gesundheitszustand des Versicherten. Der Versicherte sei aufgrund der
Persönlichkeitsstörung mit Aggressivität sowie der Gebrauchsunfähigkeit der linken
Hand nicht arbeitsfähig (IV-act. 109). Gemäss einer Aktennotiz vom 14. April 2011
stellte die IV-Stelle den Fall zunächst zurück und beabsichtigte eine Überprüfung im
Rahmen der kommenden IV-Revision 6a, da beim Versicherten ein syndromales Leiden
vorliege (IV-act. 110). Am 14. Februar 2012 stellte die IV-Stelle Dr. C._ einen
entsprechenden Fragebogen zu (IV-act. 112). Der neu behandelnde Hausarzt Dr. med.
D._, Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt in seinem Bericht vom 21. Februar 2012
fest, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten nicht verändert habe (IV-act.
113). Am 29. Februar 2012 entschied der RAD, dass zur Klärung des
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten eine polydisziplinäre
Begutachtung erforderlich sei (IV-act. 114). Am 22. Mai 2012 wurde der Versicherte im
Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, (ABI) untersucht. Im entsprechenden
Gutachten vom 2. Juli 2012 wurde folgende Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit genannt: chronische Beschwerden an der rechten sowie im Bereich
der linken Hand. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gaben die
Gutachter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung, ein chronisches, ätiologisch nicht klassifizierbares Schmerzsyndrom
des ventrolateralen Rippenbogens links und des Sternums sowie chronische,
ätiologisch nicht klassifizierbare Schmerzen der Tuberositas tibiae rechts an. In der
Beurteilung hielten die Gutachter fest, dass in orthopädischer und rheumatologischer
Hinsicht – entgegen den subjektiven Beschwerden – objektiv nur eine sehr geringe
Befundsituation konstatiert werden könne. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit resultiere,
dass diese lediglich für körperlich schwer belastende Tätigkeiten eingeschränkt sei. Für
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehe hingegen eine 100%ige
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Arbeits- und Leistungsfähigkeit. In internistischer Hinsicht bestünden keine Befunde
und Diagnosen, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Aus psychiatrischer Sicht
könne die im Jahr 2002 beschriebene Dekompensation der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung bei vorhandender narzisstischer Persönlichkeitsstörung nicht mehr
bestätigt werden und sei dementsprechend als remittiert bzw. überwindbar
einzustufen. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht mehr
eingeschränkt. Zusammengefasst resultiere in interdisziplinärer Hinsicht, dass beim
Versicherten für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine uneingeschränkte Arbeits-
und Leistungsfähigkeit bestehe (IV-act. 126). In seiner Stellungnahme vom 22. August
2012 hielt der RAD fest, dass bei der aktuellen Begutachtung eine
Schmerzverarbeitungsstörung ohne dafür ausreichendes organisch-somatisches
Korrelat im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung auf dem Boden
einer narzisstischen Persönlichkeit habe objektiviert werden und so ein sogenanntes
CRP (Complex Regional Pain Syndrom) habe ausgeschlossen werden können. Es sei
somit davon auszugehen, dass auch bereits im Zeitpunkt der rentenzusprechenden
Verfügung die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten überwiegend durch dieses
syndromale Beschwerdebild im Sinne der Schlussbestimmungen begründet gewesen
sei. Kriterien, welche eine Überwindung der Schmerzstörung mittels
Willensanstrengung seitens des Versicherten unzumutbar machten, lägen nicht vor.
Gemäss den Gutachtern bestünden keine schwerwiegende Komorbidität, kein
ausgesprochen gravierender sozialer Rückzug und keine nicht ausreichend
behandelten “bzw. therapieresistenten“ organischen Erkrankungen. Die narzisstische
Persönlichkeitsstörung habe bereits vor der Berentung vorgelegen und der Versicherte
habe damit jahrzehntelang erfolgreich arbeiten können. Im Gutachten komme zum
Ausdruck, dass die vom Versicherten geklagten Schmerzen gelegentlich den Eindruck
von Aggravation erweckten. Medizinisch läge ein vergleichbarer Gesundheitszustand
wie im Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2002 vor. Demnach sei nach der aktuellen
gutachterlichen Einschätzung medizinisch-theoretisch von einer vollständigen
Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit auszugehen (IV-act. 127).
A.f Mit einem Vorbescheid vom 12. September 2012 stellte die IV-Stelle dem
Versicherten die Einstellung der Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen der
Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 18. März 2011 (6.
IV-Revision) in Aussicht (IV-act. 130). Dagegen liess der Versicherte am 8. Oktober
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2012 Einwand erheben (IV-act. 133) und reichte in der Folge Berichte seiner
behandelnden Ärzte ein. Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, hielt am
25. Oktober 2012 fest, dass der Versicherte wegen seinen Schmerzen täglich bis zu 11
Tabletten Mefenacid einnehme. Zusätzlich habe er aufgrund einer schweren
Depression zwei Suizidversuche unternommen. Im Jahr 1994 habe er in F._ einen
Herzinfarkt erlitten. Seit Januar 2000 sei eine Chronifizierung des Schmerzsyndroms
entstanden, welche es aktuell unmöglich erscheinen lasse, dass der Versicherte wieder
ins Arbeitsleben integriert werden könne (IV-act. 137-2). Ebenfalls am 25. Oktober 2012
berichtete der behandelnde Arzt des Psychiatrie-Zentrums G._, Dr. med. H._, dass
sich der Versicherte seit dem 8. Oktober 2012 in ambulanter Behandlung befinde.
Bezüglich des polydisziplinären Gutachtens des ABI vom 2. Juli 2012 hielt er fest, dass
die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung nicht lege artis gestellt
worden sei. Die valide Diagnostik einer Persönlichkeitsstörung sei ein länger dauernder
diagnostisch-therapeutischer Prozess, der nicht selten Monate bis Jahre dauern könne.
Davon ausgenommen seien Persönlichkeitsstörungen von erheblichem Ausmass,
welche aber automatisch auch eine erhebliche Einschränkung bedingten. Im Gutachten
fehlten diesbezüglich eindeutige Hinweise. Eine psychodiagnostische Testung sei vom
psychiatrischen Gutachter nicht vorgenommen worden, obwohl sie als wichtigstes
Hilfsmittel für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gelte. Entweder der
Versicherte habe keine Persönlichkeitsstörung oder er habe eine von erheblichem
Ausmass, wobei man in diesem Fall von einer Komorbidität mit der gleichzeitig
gestellten Diagnosen einer somatoformen Schmerzstörung und einer Beeinträchtigung
der Arbeitsfähigkeit ausgehen müsse (IV-act. 137-3). Am 28. November 2012 hielt der
RAD zu den eingereichten Berichten fest, dass der von Dr. E._ angegebene
Herzinfarkt des Versicherten im Jahr 1994 weder in den Gutachten von 2002 und 2012
erwähnt noch in den sonstigen Akten dokumentiert worden sei. Die Gutachter hätten in
den Untersuchungen zudem keinen kardiologisch auffälligen Befund erhoben. Die
Ansicht, dass eine schwere Depression vorliege, werde von Dr. E._ nicht belegt oder
anhand von objektivierbaren Befunden plausibel nachvollziehbar erläutert. Dass der
Versicherte einen hohen Konsum an Schmerzmitteln betreibe, belege nicht die
Schwere einer körperlichen Einschränkung per se. Vielmehr sei zu fragen, ob dieser
Überkonsum überhaupt gerechtfertigt sei, nachdem gemäss den Gutachten keine
evidenten somatischen Gesundheitsschäden hätten objektiviert werden können. Es
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stelle sich auch die Frage, ob ein Teil der Schmerzen medikamenteninduziert
verursacht sein könnte. Betreffend den Bericht des Psychiatriezentrums G._ sei zu
bemerken, dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im Längsverlauf gestellt
werde und eine Psychodiagnostik nicht oder allenfalls nur bestätigend den klinischen
Eindruck zu beweisen vermöge. Beim Versicherten sei bereits während der
Begutachtung vom 13. August 2002 der Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung
gestellt worden. Anlässlich der Begutachtung von 2012 habe retrospektiv und unter
Berücksichtigung der fachärztlichen Exploration und Beurteilung des klinischen
Eindrucks diagnostisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden
können. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung allein sage noch nichts über eine
mögliche Arbeitsunfähigkeit aus. Der psychiatrische Gutachter habe offensichtlich
keine so gravierend schwere Ausprägung erkennen können, dass die Diagnose im
Zusammenhang mit der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung als eine die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Komorbidität zu bewerten sei (IV-act. 143).
A.g Im Rahmen der Abklärung betreffend Massnahmen zur beruflichen Eingliederung
hielt der Eingliederungsverantwortliche im Protokoll vom 15. Februar 2013 fest, dass
das Gespräch mit dem Versicherten von Beginn an schwierig gewesen sei. Immer
wieder habe er sich unangepasst verhalten und gedroht. Trotz Intervention des
ebenfalls anwesenden behandelnden Psychiaters (Dr. H._ vom Psychiatrie-Zentrum
G._) sei kaum eine konstruktive Lösungsfindung möglich gewesen. Es sei zweifelhaft,
ob der Versicherte der Gesellschaft im ersten Arbeitsmarkt überhaupt zugemutet
werden könne. Mit seinem gezeigten Verhalten sei der Versicherte kaum realistisch
nachhaltig eingliederungsfähig (IV-act. 152). Am 20. Februar 2013 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (IV-act.
154).
A.h Mit einer Verfügung vom 20. Februar 2013 stellte die IV-Stelle die bisher
ausgerichtete Rente des Versicherten ein und entzog einer allfälligen Beschwerde die
aufschiebende Wirkung (IV-act. 155).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer),
vertreten durch Rechtsanwältin Irja Zuber Hofer, c/o Procap Schweiz, am 4. April 2013
Beschwerde. Darin beantragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung
vom 20. Februar 2013 sowie die Weiterausrichtung der Invalidenrente. Eventualiter sei
die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
In der Begründung wies die Rechtsvertreterin darauf hin, dass der Beschwerdeführer
aktuell eine stationäre psychiatrische Behandlung absolviert habe, wobei ihr die
Abklärungsergebnisse noch nicht vorlägen (act. G 1). Mit der Beschwerdeergänzung
vom 17. Mai 2013 reichte die Vertreterin einen Bericht von Dr. H._ vom 2. Mai 2013
ein (act. G 5). Gemäss diesem Bericht war der Beschwerdeführer zwischen dem 8.
Oktober 2012 und 17. Januar 2013 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer
Behandlung im Psychiatrie-Zentrum G._ gewesen. Vom 18. Februar bis zum 15.
März 2013 hatte der Beschwerdeführer eine stationäre Behandlung in der
psychiatrischen Klinik I._ absolviert. Seit dem 21. März 2013 war er wieder in
ambulanter Behandlung im Psychiatrie-Zentrum G._. Dr. H._ hatte als Diagnosen
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, DD: rezidivierende
depressive Störung, sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung genannt. Er hatte
in der Beurteilung festgehalten, beim Beschwerdeführer bestünden anhaltende,
tiefgreifende und rigide Verhaltensweisen, die den Kriterien einer
Persönlichkeitsstörung entsprächen. Aufgrund der bisherigen anamnestischen Befunde
sei zu vermuten, dass die Problematik schon seit der Jugendzeit bestehe. Der
Beschwerdeführer habe aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung erhebliche Mühe, mit
den Einschränkungen seiner körperlichen Integrität umzugehen. Der Verlust der
körperlichen Integrität sei für den Beschwerdeführer ein erhebliches, einschneidendes
Erlebnis, welches er krankheitsbedingt nicht adäquat verarbeiten könne. Adäquate
Coping-Strategien stünden ihm nicht zur Verfügung. Im Sinne von dysfunktionalen
Strategien reagiere der Beschwerdeführer mit depressiven Einbrüchen und
körperlichen Symptomen, um den innerpsychischen Konflikt bewältigen zu können.
Dies könnte eine Generalisierung der Schmerzsymptomatik mitbegünstigt haben. In
diesem Sinn sei von einem erheblichen primären Krankheitsgewinn auszugehen.
Bezüglich der depressiven Symptomatik könne angenommen werden, dass der
Beschwerdeführer schon bei früheren Krisen in unterschiedlichem Ausmass mit
depressiven Einbrüchen reagiert habe. Aktuell könne eine zumindest mittelgradig
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depressive Episode erhoben werden. In den Gutachten seien frühere Episoden
beschrieben worden, die einer depressiven Episode entsprächen, so dass es sich
differentialdiagnostisch höchstwahrscheinlich um eine rezidivierende depressive
Erkrankung handle. Die Prognose sei als ungünstig zu beurteilen. Eine
psychotherapeutische Behandlung erscheine bei der vorliegenden ausgeprägten
Persönlichkeitsstörung mit narzisstischer Selbstüberhöhung und Konfliktabwehr sowie
fehlender Krankheitseinsicht als wenig erfolgsversprechend. Höchstwahrscheinlich
werde die Persönlichkeitsstörung beim Beschwerdeführer schon bei geringen Krisen
immer wieder zu depressiven Einbrüchen führen. Deshalb sei auch keine verwertbare
länger anhaltende und durchgehende Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
gegeben (act. G 5.1).
B.b Am 20. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. Sie machte geltend, dass auf das Gutachten des ABI vom 2. Juli 2012
abzustellen sei. Die Einwände des Beschwerdeführers könnten keine Zweifel am
Gutachten wecken. Die Diagnose einer depressiven Episode werde erst von Dr. H._
gestellt. Selbst wenn eine solche vorliegen sollte, sei auf die Rechtsprechung zu
verweisen, wonach eine mittelschwere depressive Episode als Begleiterscheinung einer
somatoformen Schmerzstörung und nicht als selbständige, vom Schmerzsyndrom
losgelöste psychische Komorbidität gelte. Im Zusammenhang mit einer somatoformen
Schmerzstörung seien die Organe der Rechtsanwendung gehalten, die für die
Beurteilung des Vorliegens einer Invalidität massgebenden Förster-Kriterien zu prüfen.
Der psychiatrische ABI-Gutachter habe sich zu den Förster-Kriterien geäussert und
eine erhebliche Komorbidität verneint. Der RAD habe in seiner Stellungnahme vom 22.
August 2012 darauf hingewiesen, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung bereits
vor der Berentung vorgelegen habe und der Beschwerdeführer damit jahrzehntelang
erfolgreich habe arbeiten können. Ein sozialer Rückzug sei nicht ausgewiesen. Das
Scheitern der therapeutischen Bemühungen hänge gemäss dem Gutachter wesentlich
damit zusammen, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer ausgeprägten
subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation zeige. Eine psychiatrische
Behandlung habe der Beschwerdeführer erst im Oktober 2012 aufgenommen.
Hinweise auf unbewusste Konflikte und einen primären Krankheitsgewinn seien laut
Gutachter nicht vorhanden. Da der Beschwerdeführer die Kriterien nicht erfülle, sei der
Regelfall der zumutbaren Überwindbarkeit gegeben. Eine Einschränkung der
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Arbeitsfähigkeit könne daher nicht angenommen werden. Aus somatischer Sicht
bestehe für adaptierte Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Selbst mit dem vom
Beschwerdeführer geforderten Tabellenlohnabzug von 25%, der vorliegend aber nicht
gerechtfertigt wäre, bleibe der Invaliditätsgrad unter den rentenbegründenden 40%
(act. G 9).
B.c Mit einer Replik vom 29. August 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Beschwerdeanträgen fest. Die Vertreterin führte in der Begründung aus, dass die
Rechtsprechung zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern nicht anwendbar sei, da gar keine darunter fallende Diagnose
vorliege. Sollte die Rechtsprechung dennoch zur Anwendung gelangen, so habe Dr.
H._ in seinem Bericht dargelegt, dass die Persönlichkeitsstörung als erhebliche
Komorbidität betrachtet werden müsse. Zwar habe der Beschwerdeführer früher trotz
der Persönlichkeitsstörung gearbeitet, jedoch sei es ihm durch das Hinzukommen der
Schmerzerkrankung bzw. der Einschränkung der körperlichen Integrität nicht mehr
möglich, eine Arbeitsleistung zu erbringen. Ein sozialer Rückzug lasse sich nicht mit der
Begründung verneinen, dass der Beschwerdeführer mit seiner Familie in einer
Wohnung lebe und Kontakt mit Verwandten in Serbien habe. Entscheidend seien
ausserhäusliche soziale Kontakte (act. G 12).
B.d Mit einer Eingabe vom 6. September 2013 verzichtete die Beschwerdegegnerin
auf die Einreichung einer Duplik (act. G 14).
B.e Am 29. Mai 2015 ersuchte das Versicherungsgericht die Klinik I._ um Zustellung
eines Berichts betreffend die vom 18. Februar bis 15. März 2013 durchgeführte
stationäre Behandlung des Beschwerdeführers (vgl. act. G 16). Im entsprechenden
Bericht der Klinik I._ vom 19. März 2013 waren als Diagnosen eine mittelgradige
depressive Episode sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung angegeben
worden. In der zusammenfassenden Beurteilung hatte die behandelnde Ärztin
festgehalten, beim Beschwerdeführer bestünden eine Somatisierungsstörung und eine
ausgeprägte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischer Selbstüberhöhung und
Konfliktabwehr, für welche naturgemäss keine Krankheitseinsicht bestehe. Damit sei
die Prognose betreffend eine mögliche Zustandsbesserung als ungünstig zu
bezeichnen (act. G 20).
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B.f Mit einem Schreiben vom 4. November 2015 teilte das Versicherungsgericht den
Parteien mit, dass die Einholung eines bidisziplinären Gutachtens (Psychiatrie und
Orthopädie/Rheumatologie) beschlossen worden sei. Es werde vorgesehen, die
MEDAS Zentralschweiz mit der Begutachtung zu beauftragen. Das
Versicherungsgericht gab den Parteien die Gelegenheit, sich zur Begutachtung sowie
dem vorgesehenen Fragenkatalog an die Gutachter zu äussern und allfällige
Ergänzungsfragen zu stellen (act. G 24). Beide Parteien verzichteten auf die
Einreichung einer Stellungnahme (act. G 25 und G 26). Am 27. November 2015 erteilte
das Versicherungsgericht den Begutachtungsauftrag an die MEDAS Zentralschweiz
(act. G 27).
B.g Gemäss dem Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 24. Mai 2016 (act. G 33)
wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein
chronischer Residualzustand an beiden Händen, eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom,
sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
genannt. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten die Gutachter
u.a. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (act. G 33 S. 41 f.). In der
Gesamtbeurteilung wurde aus rheumatologischer Sicht festgehalten, dass die aktuelle
Befragung und Untersuchung wie schon in den Vorgutachten vom 13. August 2002
und 2. Juli 2012 eine erhebliche Diskrepanz zwischen den subjektiven
Beschwerdeangaben und den insgesamt geringen objektivierbaren Befunden ergeben
habe. Auf der Befundebene sei am Bewegungsapparat gegenüber den Vorgutachten
keine Veränderung des Gesundheitszustandes festzustellen bei anhaltenden und
deutlichen Hinweisen für eine nicht-somatische Schmerzursache. Seitens des
postoperativen Zustandes beider Daumen bestehe eine gewisse Minderbelastbarkeit
beidseits und eine Funktionseinschränkung links hinsichtlich manuell kraftaufwändiger
bzw. ständig repetitiv-manueller Betätigungen unter kraftvollem Daumeneinsatz.
Leidensadaptiert bestehe aus rheumatologischer Sicht unverändert und
übereinstimmend mit den Vorgutachten eine zeitlich und leistungsmässig
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
geschätzt seit dem 1. September 2009. Hinsichtlich einer körperlichen Schwerarbeit
bestehe geschätzt seit dem 1. Februar 2000 keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr
(act. G 33 S. 40). Aus psychiatrischer Sicht wurde in der Beurteilung ausgeführt, dass
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die Persönlichkeitsstörung als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erachtet
worden sei, da sich diese ansonsten bereits in früheren Tätigkeiten, welche der
Beschwerdeführer trotz hohen Anforderungen und dem Erfordernis von
Zusammenarbeit ohne Einschränkungen habe ausüben können, gezeigt haben müsste.
Weiter bestehe der Verdacht auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Eine
Optimierung und Vereinfachung der Therapie dürfte diesen Zustand positiv verändern,
sodass von daher wahrscheinlich keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
resultiere. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Leimkoch sei aus
psychiatrischer Sicht nicht zumutbar, da insbesondere eine Selbst- und
Fremdgefährdung nicht auszuschliessen seien. Leidensadaptierte Tätigkeiten seien
dem Beschwerdeführer bei einer Präsenzzeit von sechs Stunden täglich und einer
Leistungsfähigkeit von 70% zu 50% zumutbar. Dabei dürften keine besonderen
Anforderungen an die psychische Belastbarkeit gestellt und keine besonderen
Fähigkeiten verlangt werden (act. G 33 S. 40). Aus interdisziplinärer Sicht attestierten
die Gutachter dem Beschwerdeführer für die bisherige Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Für eine leidensadaptierte Tätigkeit gaben sie eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit an (act. G 33 S. 42).
B.h In einer Stellungnahme vom 22. Juni 2016 hielt die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers fest, dass das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz von den
behandelnden Ärzten als korrekt, wenn auch sehr streng hinsichtlich der
Arbeitsfähigkeitsschätzung eingeschätzt werde. Die Revisionsvoraussetzungen seien
vorliegend nicht erfüllt, weshalb die Rentenaufhebung zu Unrecht erfolgt sei (act. G 36).
B.i Die Beschwerdegegnerin brachte in einer Stellungnahme vom 5. Juli 2016 vor, dass
die Verhältnisse massgebend seien, wie sie sich bis zum Zeitpunkt des
Verfügungserlasses entwickelt hätten. Die Angaben des psychiatrischen Gutachters
zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, wonach eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes aufgrund der Depression ab Oktober 2012 eingetreten sei und
die Arbeitsfähigkeit in dieser Zeit immer in einem Bereich zwischen 40 und 50%
gelegen habe, würden durch die vorhandenen Unterlagen nicht gestützt. Fest stehe,
dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des ABI-Gutachtens vom 2. Juli 2012 noch
keine Anzeichen einer Depression aufgewiesen habe. Der Vorbescheid sei am 12.
September 2012 erlassen worden und erst am 8. Oktober 2012 habe sich der
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Beschwerdeführer in ambulante psychiatrische Behandlung begeben. Davor habe nie
eine psychiatrische Behandlung stattgefunden und der Beschwerdeführer sei auch nie
mit Antidepressiva behandelt worden. Der RAD habe zu Recht ausgeführt, dass auf die
Angaben des Hausarztes Dr. E._ vom 25. Oktober 2012, wonach beim
Beschwerdeführer eine schwere Depression vorliege, nicht abgestellt werden könne.
Dr. E._ habe die Depression weder belegt noch gestützt auf objektivierbare Befunde
nachvollziehbar begründet. Eine fachärztlich gesicherte Diagnose habe damals nicht
bestanden. Im Bericht des Psychiatrie-Zentrums G._ vom 25. Oktober 2012 habe Dr.
H._ keine Diagnosen gestellt. Erst nach Erlass der Verfügung vom 20. Februar 2013
habe er im Bericht vom 2. Mai 2013 die Diagnose Depression angegeben. Betreffend
den Verlauf der Depression könne diesem Bericht praktisch nichts entnommen werden.
Vielmehr habe er darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer an einer
narzisstischen Persönlichkeitsstörung leide und sich diese einschränkend auswirke.
Der Gutachter habe angegeben, dass die Befunde für die Stellung der Diagnose einer
Persönlichkeitsstörung nicht genügten. Die Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit durch
die behandelnden Ärzte seien jedoch massgeblich von dieser Diagnose geprägt. Die
vom Beschwerdeführer angegebenen fünf Suizidversuche liessen sich dokumentarisch
nicht bestätigen. Auf die rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne demnach
mangels fehlender Echtzeitlichkeit nicht abgestellt werden. Es fehle vorliegend am
massgebenden Beweisregelmass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass der
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses in seiner Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt gewesen sei. Zudem seien reaktive Störungen auf einen negativen IV-
Entscheid einer adäquaten ärztlichen Behandlung zugänglich. Da sich der
Beschwerdeführer erst nach Erlass des Vorbescheids in Behandlung begeben habe,
sei die Depression durch einen psychosozialen Faktor ausgelöst worden. Zum
Zeitpunkt des Verfügungserlasses sei die mittelgradige Depression noch unbehandelt
gewesen. Im vorliegenden Fall sei auch auffällig, dass sich dem Gutachten in Bezug
auf den Psychostatus und damit den teils objektiven Beobachtungen keine grosse
Einschränkung entnehmen liesse. Der Gutachter habe denn auch in Bezug auf die
Schmerzen und die Depression eine Tendenz zur Verdeutlichung festgestellt. Da er sich
bei der Diagnosestellung auf die – nachweislich verdeutlichten – subjektiven Angaben
des Beschwerdeführers gestützt habe, müsse die Diagnose einer mittelgradigen
Depression mit Nachdruck in Frage gestellt werden. Beim Beschwerdeführer stehe die
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chronische Schmerzstörung im Vordergrund, womit sich die Frage nach der
invalidisierenden Wirkung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach der
Schmerzrechtsprechung des Bundesgerichts beurteile. Dr. K._ habe die einzelnen
Indikatoren nicht ausreichend abgehandelt. Die aufgezählten Ressourcen seien
Risikofaktoren für eine allfällige psychische Krankheit. Diese Interpretation stehe nicht
im Einklang mit den vom Bundesgericht ausgearbeiteten Indikatoren. Vorliegend müsse
jedoch eine invalidisierender Gesundheitsschaden aufgrund der Schmerzstörung
bereits vorweg ausgeschlossen werden, da der Beschwerdeführer bis zum
Verfügungserlass keine Therapie in Anspruch genommen habe, sich nach wie vor nicht
adäquat behandeln lasse und der Gutachter eine Verdeutlichung festgestellt habe (vgl.
act. G 39).

Erwägungen
1.
1.1 Umstritten und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Rente des
Beschwerdeführers zu Recht aufgehoben hat.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Rentenaufhebung auf die
Schlussbestimmung lit. a der Änderung des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) vom 18. März 2011 gestützt (6. IV-Revision,
erstes Massnahmenpaket). Gemäss dieser Bestimmung werden Renten, die bei
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Genese gesprochen worden sind, innerhalb von drei Jahren
seit Inkrafttreten dieser Gesetzesänderungen überprüft, wobei die Rente herabzusetzen
oder aufzuheben ist, wenn die Voraussetzungen von Art. 7 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) nicht erfüllt sind.
Keine Anwendung findet diese Bestimmung auf Personen, die im Zeitpunkt des
Inkrafttretens dieser Gesetzesänderungen das 55. Altersjahr zurückgelegt haben oder
im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine
Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4). Diese Bestimmung ist am 1. Januar
2012 in Kraft getreten (AS 2011 5672). Der Gesetzgeber hat damit bezweckt, eine
rechtliche Grundlage zur Anpassung laufender Renten zu schaffen, die vor dem 1.
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Januar 2008 wegen “somatoformer Schmerzstörungen, Fibromyalgie und ähnlicher
Sachverhalte“ zugesprochen worden waren. In der Botschaft hat der Bundesrat
ausgeführt, dass eine Rente in Abweichung von Art. 17 ATSG auch dann anzupassen
sei, wenn weder eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes noch der
erwerblichen Verhältnisse vorliege, sofern die Überprüfung durch die IV-Stelle ergebe,
dass eine somatoforme Schmerzstörung, eine Fibromyalgie oder ein ähnlicher
Sachverhalt vorliege und gemäss Art. 7 ATSG als überwindbar zu qualifizieren sei. Eine
Herabsetzung oder Aufhebung dürfe allerdings nur nach eingehender Prüfung des
Sachverhaltes erfolgen. In jedem Fall seien die im BGE 130 V 352 formulierten
(Förster-)Kriterien zu prüfen. Zudem sei dem bisher berechtigterweise erfolgten
Rentenbezug sowie der dadurch entstandenen Situation angemessen Rechnung zu
tragen. So sei in jedem einzelnen Fall eine Güterabwägung vorzunehmen und auf
dieser Basis zu entscheiden, ob eine Anpassung im konkreten Fall als verhältnismässig
erscheine (BBl 2010 1911; vgl. auch Amtl. Bull. SR 2010 661 ff. und Amtl. Bull NR 2010
2116 ff.).
1.3 Seit Herausgabe der Botschaft des Bundesrates hat sich eine Änderung
dahingehend ergeben, als das Bundesgericht seine mit dem Entscheid BGE 130 V 352
eingeführte und langjährig aufrechterhaltene Praxis in Bezug auf somatoforme
Schmerzstörungen und vergleichbare syndromale Beschwerdebilder angepasst hat.
Seit dem Entscheid vom 3. Juni 2015, BGE 141 V 281 ff., begründet die Diagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und von vergleichbaren
psychosomatischen Leiden keine Überwindbarkeitsvermutung mehr. An die Stelle des
Regel-/Ausnahmemodells mit der Prüfung der Förster-Kriterien hat gemäss neuer
Praxis ein strukturiertes Beweisverfahren zu treten. In dessen Rahmen ist das
tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen der versicherten Person in einer
Gesamtbetrachtung ressourcenorientiert, einzelfallgerecht und ergebnisoffen zu
beurteilen. Diese Bewertung erfolgt anhand eines Katalogs von Indikatoren, welche die
massgeblichen Aspekte psychosomatischer Leiden umfassen. Unter Berücksichtigung
dieser Praxisänderung ist der medizinische Sachverhalt – entgegen dem Wortlaut der
bundesrätlichen Botschaft – nicht mehr anhand der im BGE 130 V 352 formulierten
Kriterien, sondern anhand der mit dem Entscheid vom 3. Juni 2015, BGE 141 V 281 ff.,
neu eingeführten Indikatoren zu prüfen. Im Übrigen haben die Ausführungen des
Bundesrates in der Botschaft zur Schlussbestimmung lit. a unverändert Geltung.
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1.4 In einem Verfahren nach lit. a der Schlussbestimmungen zur IV-Revision 6a ist
zuerst – gewissermassen im Sinne einer Eintretensprüfung – zu klären, ob die
Voraussetzungen für eine Überprüfung und allfällige Anpassung des Rentenanspruchs
gegeben sind bzw. ob überhaupt ein Anwendungsfall der Schlussbestimmung lit. a
vorliegt. Dabei wird zunächst vorausgesetzt, dass die ursprüngliche Rente aufgrund
eines Leidens im Sinne dieser Bestimmung, d.h. eines pathogenetisch-ätiologisch
unklaren syndromalen Beschwerdebilds ohne nachweisbare organische Grundlage,
zugesprochen worden ist. Hierfür ist der damalige Sachverhalt relevant. Ist diese Frage
zu bejahen und sind auch die übrigen Voraussetzungen (Alter der versicherten Person,
Dauer des Rentenbezuges, dreijährige Überprüfungsfrist ab Inkrafttreten der Änderung)
erfüllt, folgt das eigentliche Verfahren zur (umfassenden und sorgfältigen) Überprüfung
und allfälligen Anpassung des Rentenanspruchs gestützt auf die aktuelle Sach- und
Rechtslage, insbesondere die aktuelle Bundesgerichtspraxis. Bezüglich des
Anpassungszeitpunkts ist zu beachten, dass der Gesetzgeber keine Korrektur ex tunc,
sondern vielmehr eine Anpassung ex nunc, d.h. nur für die Zukunft, vorgesehen hat.
2.
2.1 Im Folgenden ist nun zu prüfen, ob vorliegend ein Anwendungsfall der
Schlussbestimmung lit. a besteht (oder ob nur eine revisionsweise Überprüfung des
Sachverhalts unter den restriktiveren Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG
möglich ist). Insbesondere ist zu prüfen, ob die ursprüngliche Rente des
Beschwerdeführers aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebilds ohne nachweisbare organische Grundlage zugesprochen worden ist.
2.2 Bei der ursprünglichen Rentenzusprache vom 4. Juli 2003 (vgl. IV-act. 54) hat sich
die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das Gutachten der MEDAS der
Universitätskliniken Basel vom 13. August 2002 gestützt. Wie aus dem Gutachten
hervorgeht, ist die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der psychiatrischen
Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung im Zusammenhang mit dem Verdacht
auf eine Persönlichkeitsstörung begründet worden (vgl. IV-act. 31-14). In der
Gesamtbeurteilung haben die Gutachter ausgeführt, dass sich beim Beschwerdeführer
ein generalisiertes Schmerzsyndrom entwickelt habe, das keiner organischen
Grundlage zugeordnet werden könne. Es sei davon auszugehen, dass ein sehr grosser
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Anteil der Schmerzgeneralisierung als somatoforme Schmerzstörung anzusehen sei,
die sich aufgrund verschiedener Faktoren wie Kränkungsgefühlen, psychosozial stark
angespannter Situation, anhaltender Rechtsstreit und Schwierigkeiten im Umgang mit
den eigenen körperlichen Limitierungen nähre. Anamnestisch gebe es Hinweise, dass
sich der Beschwerdeführer sehr stark über die Leistungsfähigkeit definiert habe und
dass die entsprechende Einschränkung als sehr verunsichernd und kränkend erlebt
werde. In der psychosomatischen Untersuchung habe sich der Verdacht auf eine
vorbestehende Persönlichkeitsstörung ergeben, welche zu der Fehlverarbeitung der
Unfälle beigetragen haben dürfte (vgl. IV-act. 31-14). Der psychiatrische Gutachter
hatte in seiner Beurteilung erklärt, dass nebst gewissen Diskrepanzen in den
anamnestischen Angaben, das appellative und demonstrative Verhalten während der
Exploration sowie die Innensicht des Beschwerdeführers, dass alle anderen fehlerhaft
seien, während er sich selbst nie etwas zu Schulden habe kommen lassen, für den
Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung sprächen. Es sei nur von
Verdacht die Rede, da eine solche Diagnose nach einer einmaligen Exploration nicht
wirklich gestellt werden könne und die Umstände der Exploration sowie der Kontext für
eine objektive Diagnosestellung erschwerend seien (vgl. IV-act. 31-12).
2.3 Aus den gutachterlichen Ausführungen ist zu schliessen, dass sich die
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der Diagnose der
somatoformen Schmerzstörung ergibt. Da die Persönlichkeitsstörung (zu Recht) nur als
Verdachtsdiagnose erwähnt worden ist, kann sie auch keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit begründen. Die vom psychiatrischen Gutachter festgestellten
Verhaltensauffälligkeiten des Beschwerdeführers, welche zur Verdachtsdiagnose der
Persönlichkeitsstörung geführt haben, sind allenfalls höchstens als die anhaltende
Schmerzstörung zusätzlich negativ beeinflussende oder aufrechterhaltene Faktoren zu
betrachten. Es ist dabei nicht von einer selbständigen, die Arbeitsfähigkeit
einschränkenden Erkrankung auszugehen, sondern von Persönlichkeitsfaktoren die
sich lediglich im Zusammenhang mit der bestehenden somatoformen Schmerzstörung
auswirken könnten. Die Gutachter haben diesbezüglich nur erwähnt, dass die
möglicherweise vorbestehende Persönlichkeitsstörung zu der vom Beschwerdeführer
durchgemachten Fehlverarbeitung der Unfälle beigetragen haben dürfte. Von allfälligen
weiteren Auswirkungen der Verdachtsdiagnose einer Persönlichkeitsstörung ist nicht
die Rede. Dass nur die somatoforme Schmerzstörung als die Arbeitsfähigkeit
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einschränkende Diagnose zu betrachten ist, zeigt sich weiter an den Ausführungen des
psychiatrischen Gutachters zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. So hat er
festgehalten, dass dem Beschwerdeführer eine (körperlich) schwere, manuelle Tätigkeit
nicht zumutbar sei. Körperlich leichte Tätigkeiten seien ihm noch 3 bis 4 Stunden
täglich zumutbar (vgl. IV-act. 31-12). Die Einschätzung des Gutachters hat sich somit
klar am körperlichen Schmerzempfinden des Beschwerdeführers und damit an den
Auswirkungen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung orientiert. Allfällige
arbeitsfähigkeitsrelevante Auswirkungen der Verdachtsdiagnose einer
Persönlichkeitsstörung hat der Gutachter auch hier nicht erwähnt.
2.4 Es kann somit festgehalten werden, dass die ursprüngliche Rentenzusprache vom
4. Juli 2003 aufgrund der Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
bzw. der sich daraus ergebenden 50%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
erfolgt ist. Bei der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung handelt es sich um ein
pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare
organische Grundlage im Sinn der Schlussbestimmung lit. a Abs. 1, womit diese
Voraussetzung für eine Rentenüberprüfung gestützt auf diese Bestimmung erfüllt ist.
Die Ausschlusskriterien gemäss Abs. 4 (Erreichen des 55. Altersjahres im Zeitpunkt des
Inkrafttretens der Änderung oder Bezug einer Rente seit mehr als 15 Jahren im
Zeitpunkt der Überprüfung) sind vorliegend nicht gegeben: Der Beschwerdeführer ist
im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Schlussbestimmung lit. a erst 53 Jahre alt gewesen
und hat die Rente im Zeitpunkt der Einleitung der Überprüfung, im Februar 2012 (vgl.
IV-act. 112), erst während rund 11 Jahren bezogen. Schliesslich ist auch die 3-
Jahresfrist nach Inkrafttreten der Schlussbestimmung lit. a am 1. Januar 2012 (Abs. 1)
eingehalten worden. Da alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Schlussbestimmung
lit. a vorliegend anwendbar und eine Herabsetzung oder Aufhebung der Rente des
Beschwerdeführers ist grundsätzlich möglich, auch wenn die
Revisionsvoraussetzungen nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind.
3.
3.1 Im nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die vorliegende aktuelle medizinische
Aktenlage, einschliesslich des seitens des Versicherungsgerichts eingeholten
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Gutachtens der MEDAS Zentralschweiz vom 24. Mai 2016, eine rechtsgenügliche
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
3.2 Zwischen den Parteien herrscht in erster Linie Uneinigkeit in Bezug auf die
Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Die
Beschwerdegegnerin hat sich bei der renteneinstellenden Verfügung vom 20. Februar
2013 auf das von ihr veranlasste Gutachten des ABI vom 2. Juli 2012 (vgl. IV-act. 126)
gestützt. Der psychiatrische ABI-Gutachter, Dr. med. J._, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, hatte darin festgehalten, dass die diagnostizierte somatoforme
Schmerzstörung sowie die narzisstische Persönlichkeitsstörung keine Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mehr hätten. Die im Vorgutachten (der
MEDAS der Universitätskliniken Basel) von 2002 beschriebene Dekompensation der
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei vorhandener narzisstischer
Persönlichkeitsstörung könne nicht mehr bestätigt werden und sei dementsprechend
als remittiert bzw. als überwindbar einzustufen (vgl. IV-act. 126 S. 28). Hinweise auf das
Vorliegen einer depressiven Störung fänden sich nicht. Der Beschwerdeführer habe
sich nie in psychiatrischer Behandlung befunden und sei insbesondere nie
antidepressiv behandelt worden. Bei der Untersuchung sei eine gereizte,
unterschwellig aggressive Stimmung aufgefallen, jedoch hätten keine eigentlichen
depressiven Symptome festgestellt werden können. Aus psychiatrischer Sicht könne
somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden (vgl. IV-act. 126 S. 14
f.). In der Gesamtbeurteilung hatten die Gutachter dem Beschwerdeführer eine
100%ige Arbeitsfähigkeit für somatisch leidensangepasste Tätigkeiten attestiert (vgl.
IV-act. 126 S. 29).
3.3 Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat das Versicherungsgericht das
Gutachten des ABI vom 2. Juli 2012 nicht als rechtsgenügliche Grundlage zur
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erachtet: Der behandelnde
Psychiater Dr. H._ hat in seiner Stellungnahme zum Gutachten vom 25. Oktober
2012 Einwände betreffend die Herleitung der Diagnose der Persönlichkeitsstörung
gemacht (vgl. IV-act. 137-3). In seinem folgenden Bericht vom 2. Mai 2013, welcher
zwar erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. Februar 2013 ergangen,
jedoch aufgrund des engen Sachzusammenhangs mit dem Streitgegenstand im
vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen ist, hat Dr. H._ eine dem ABI-Gutachten
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widersprechende Beurteilung des psychischen Zustands des Beschwerdeführers
vorgenommen. So hat er ausgeführt, dass die beim Beschwerdeführer
höchstwahrscheinlich bestehende narzisstische Persönlichkeitsstörung eine
Ausprägung von erheblichem Ausmass aufweise. Aus diesem Grund müsse von
erheblichen Einschränkungen im persönlichen, sozialen und beruflichen Bereich
ausgegangen werden (vgl. act. G 5.1 S. 5). Im Weiteren könne aktuell die Diagnose
einer zumindest mittelgradigen depressiven Episode gestellt werden. Die einschlägige
Fachliteratur und die klinische Erfahrung zeigten, dass Patienten mit narzisstischer
Persönlichkeitsstörung ein deutlich erhöhtes Depressionsrisiko in sich trügen. In den
vorliegenden Gutachten seien frühere Zustände des Beschwerdeführers beschrieben
worden, die einer depressiven Episode entsprächen. Es könne davon ausgegangen
werden, dass das depressive Zustandsbild des Beschwerdeführers schwanke und es
sich differentialdiagnostisch höchstwahrscheinlich um eine rezidivierende depressive
Erkrankung handle (vgl. act. G 5.1 S. 3). Da anzunehmen sei, dass beim
Beschwerdeführer aufgrund der beschriebenen Persönlichkeitsstörung schon geringe
Krisen immer wieder zu depressiven Einbrüchen führen würden, sei eine verwertbare
langanhaltende Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht gegeben (vgl. act. G
5.1 S. 5). Im Bericht der Klinik I._ vom 19. März 2013, wo der Beschwerdeführer vom
18. Februar bis 15. März 2013 stationär behandelt worden war, ist ebenfalls die
Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode genannt worden (vgl. act. G 20).
Ausserdem finden sich auch in den früheren Akten Hinweise auf das Vorliegen einer
depressiven Störung beim Beschwerdeführer. So hat der Hausarzt Dr. E._ am 25.
Oktober 2012 festgehalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer schweren
Depression zwei Suizidversuche unternommen habe (vgl. IV-act. 137-2). Schliesslich
hatte auch der vorherige Hausarzt Dr. C._ in seinen Berichten jeweils die Diagnose
einer Depression angegeben (vgl. IV-act. 66-3, IV-act.15-2). Zusammengefasst haben
insbesondere die Ausführungen des behandelnden Psychiaters Dr. H._ Zweifel an
der Beurteilung des psychiatrischen ABI-Gutachters aufkommen lassen. Einerseits hat
sich die Frage nach der tatsächlichen Ausprägung der Persönlichkeitsstörung beim
Beschwerdeführer sowie deren allfälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt. Andererseits ist unklar gewesen, ob im vorliegend zu beurteilenden Zeitpunkt
des Erlasses der angefochtenen Verfügung eine depressive Störung vorgelegen hat
und falls ja, inwiefern sich diese auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
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ausgewirkt hat. Abgesehen von diesen Unklarheiten betreffend den medizinischen
Sachverhalt hätte auch die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des psychiatrischen ABI-
Gutachters in Bezug auf die somatoforme Schmerzstörung unter dem Blick der
Praxisänderung des Bundesgerichts vom 3. Juni 2015, BGE 141 V 281 ff., nicht Stand
gehalten. Die vom Gutachter gezogene Schlussfolgerung, dass die somatoforme
Schmerzstörung keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
habe, da mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung keine erhebliche Komorbidität
vorliege (vgl. IV-act. 126 S. 14), ist im Licht der Praxisänderung nicht mehr zulässig.
Erforderlich ist vielmehr, dass die Arbeitsfähigkeit in einer Gesamtbetrachtung
ressourcenorientiert, einzelfallgerecht und ergebnisoffen beurteilt wird (vgl. oben E.
1.3). Aufgrund der offenen Fragen betreffend den medizinischen Sachverhalt hat das
Versicherungsgericht eine weitere Abklärung in Form eines Gerichtsgutachtens als
notwendig erachtet. Die damit beauftragte Gutachtensstelle MEDAS-Zentralschweiz ist
zudem dazu angehalten worden, im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung die
vom Bundesgericht mit dem Entscheid vom 3. Juni 2015, BGE 141 V 281 ff., neu
eingeführte Praxis betreffend somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare
syndromale Beschwerdebilder zu berücksichtigen.
3.4 Der psychiatrische Gutachter der MEDAS Zentralschweiz, Dr. med. K._,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hat in seinem Teilgutachten vom 13. April 2016
folgende arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen angegeben: eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode ohne somatisches
Syndrom, sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
hat er u.a. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung genannt. Die Herleitung der
gestellten Diagnosen hat er ausführlich begründet (vgl. act. G 33 S. 6 ff. des
psychiatrischen Teilgutachtens):
3.4.1 Zur Diagnose der Depression, welche in den beiden Vorgutachten nicht gestellt
worden war, hat er festgehalten, es ergebe sich aus den Akten, dass beim
Beschwerdeführer bereits 1994 und 1997 behandlungsbedürftige Depressionen
aufgetreten seien (vgl. IV-act. 126 S. 15, IV-act. 31-4 f., IV-act. 27-2). Danach sei die
weitgehend latente Trauer im Zusammenhang mit den Unfällen, den Operationen und
der Kündigung der Arbeitsstelle im September 2000 exazerbiert und habe sich zu einer
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Depression entwickelt. Die Depression habe als depressive Anpassungsstörung
begonnen und sich schleichend zu einer mittelgradigen Depression verschlechtert.
Trotz Behandlung habe sie sich verselbständigt und chronifiziert. Es bestünden
ausgeprägte Zweifel, ob anlässlich der Untersuchung durch den psychiatrischen ABI-
Gutachter die zuvor diagnostizierte Depression wirklich vollständig remittiert gewesen
sei, oder ob der Gutachter eine Depression, die zwar innerhalb der Bandbreite, aber
etwas atypisch gewesen sei, nicht habe erkennen können. Nach dem (drohenden)
Verlust der Rente habe sich die Depression (ab Oktober 2012) wieder verschlechtert
(vgl. act. G 33 S. 11 des psychiatrischen Teilgutachtens). Aufgrund der erwähnten
behandlungsbedürftigen Depressionen in den Jahren 1994 und 1997 mit später
vollständigen Remissionen sei davon auszugehen, dass es sich um eine rezidivierende
depressive Störung handle und nicht um eine einmalige Episode. Eine chronische
Depression zeige typischerweise gewisse Schwankungen im Schweregrad, was auch
im vorliegenden Fall dokumentiert sei. Aktuell sei aufgrund des klinischen Eindrucks
von einer mittelgradigen Depression auszugehen. Für die Beurteilung der anhaltenden
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sei nicht von einem momentanen, sondern von
einem durchschnittlichen Schweregrad auszugehen, welcher beim Beschwerdeführer
ebenfalls einer mittelgradigen Depression entspreche (vgl. act. G 33 S. 10 f. des
psychiatrischen Teilgutachtens). Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Stellungnahme
vom 5. Juli 2016 geltend gemacht, dass gestützt auf die medizinischen Akten im
vorliegend massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (noch) keine mittelgradige
Depression vorgelegen habe. Da der Beschwerdeführer sich erst nach dem
Vorbescheid vom 12. September 2012 in Behandlung begeben habe, sei die
Depression als Reaktion auf den negativen IV-Entscheid zu sehen, womit sie einer
ärztlichen Behandlung zugänglich sei und keine invalidisierende Wirkung habe. Im
Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung sei eine ärztliche Behandlung noch nicht
durchgeführt worden. Ausserdem spreche der im psychiatrischen Gutachten von Dr.
K._ erhobene Psychostatus nicht für eine Depression mittleren Grades (vgl. act. G
39).
3.4.2 Aus den Akten lässt sich in Bezug auf den Verlauf der Depression entnehmen,
dass der Beschwerdeführer vom 24. bis 29. Juni 1994 wegen zunehmender
depressiver Verstimmung hospitalisiert gewesen war. Als Auslöser waren Probleme mit
der Ehefrau, die drohende Scheidung, finanzielle Probleme und Verschuldung sowie
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die damit zusammenhängende Überarbeitung genannt worden (vgl. IV-act. 27-2, 31-4
f.). Am 31. Mai 1997 war der Beschwerdeführer wegen Tabletteneinnahme in
appellativer Form in das Spital L._ eingewiesen worden. Am 20. Juni 1997 war
wieder eine Hospitalisation im Spital L._ wegen Tablettenintoxikation erfolgt. Gemäss
der Aktenwiedergabe im Gutachten der MEDAS der Universitätskliniken Basel vom 13.
August 2002 war im Bericht des Spitals L._ festgehalten worden, dass der
Beschwerdeführer die Tabletten in wahrscheinlich parasuizidaler Absicht appellativ
eingenommen habe. Im psychiatrischen Konsil sei eine Depression verneint, als
Ursache hingegen familiäre und finanzielle Probleme genannt worden (vgl. IV-act.
31-5). Der frühere Hausarzt Dr. C._ hat im Bericht vom 21. März 2001 angegeben,
dass beim Beschwerdeführer eine reaktive Depression auf die Schmerzkrankheit
vorliege. Der Beschwerdeführer sei zuweilen depressiv und aggressiv in seinen
Reaktionen (vgl. IV-act. 15-2). Gemäss dem Bericht von Dr. C._ vom 18. November
2004 ist der Beschwerdeführer – entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin –
auch mit antidepressiver Medikation behandelt worden (vgl. IV-act. 66-3). Schliesslich
hat Dr. K._ gestützt auf die Akten eine Verschlechterung der Depression ab Oktober
2012 angenommen. Dabei hat er sich auf die Berichte des Hauarztes Dr. E._ vom 25.
Oktober 2012 (vgl. IV-act. 137-2) sowie des den Beschwerdeführer seit dem 8. Oktober
2012 behandelnden Psychiaters Dr. H._ vom 25. Oktober 2012 (vgl. IV-act. 137-3)
und 2. Mai 2013 (vgl. act. G 5.1) gestützt. Entsprechend der Ansicht der
Beschwerdegegnerin kann wohl durchaus davon ausgegangen werden, dass diese
(erneute) Verschlechterung der Depression infolge der mit dem Vorbescheid vom 12.
September 2012 in Aussicht gestellten Renteneinstellung eingetreten ist, was jedoch
nicht dazu führt, dass die Depression unbeachtlich wäre. Aus den Akten ergibt sich,
dass die beim Beschwerdeführer diagnostizierte depressive Störung nicht als eine
durchgehend bestehende mittelgradige Depression aufgetreten ist, sondern sich in
Form von wiederholten depressiven Einbrüchen nach (sozialen und
krankheitsbedingten) Krisen gezeigt hat. Auch wenn eine Depression seitens des
Spitals L._ verneint worden war, ist auch der Suizidversuch im Juni 1997
rückblickend überwiegend wahrscheinlich als ein depressiver Einbruch aufgrund einer
sozialen Krise zu betrachten. Dr. H._ hat in seinem Bericht vom 2. Mai 2013 darauf
hingewiesen, dass die beim Beschwerdeführer vorliegende Persönlichkeitsstörung
dazu führe, dass es schon bei geringen Krisen immer wieder zu depressiven
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Einbrüchen komme (vgl. act. G 5.1 S. 5). Dies erscheint nachvollziehbar, da dem
Beschwerdeführer aufgrund der Persönlichkeitsstörung (und der Schmerzstörung) die
Ressourcen fehlen, um Krisen adäquat bewältigen zu können. Die depressive Störung
des Beschwerdeführers ist somit immer im Zusammenhang mit der zusätzlich
bestehenden Persönlichkeitsstörung (und der Schmerzstörung) zu betrachten. Vor
diesem Hintergrund ist es auch nachvollziehbar, dass die in Aussicht gestellte
Renteneinstellung und die damit verbundenen finanziellen Sorgen beim
Beschwerdeführer wieder zu einem depressiven Einbruch geführt haben. Die
Beschwerdegegnerin hat geltend gemacht, dass die aufgrund eines psychosozialen
Faktors eingetretene und deshalb behandelbare Depression keine invalidisierende
Wirkung habe, da im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch keine Behandlung
durchgeführt worden sei. Dem ist zu entgegnen, dass der Beschwerdeführer seit dem
8. Oktober 2012 bei Dr. H._ in psychiatrischer-psychotherapeutischer Behandlung
gestanden hat, welche gemäss Dr. K._ auch lege artis durchgeführt worden ist. Allein
aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdeführer gemäss der im Rahmen der
Begutachtung durch Dr. K._ durchgeführten Serumuntersuchung das zweite
Antidepressivum Mirtazapin nicht eingenommen hat, kann nicht auf eine fehlende
Compliance geschlossen werden, zumal er die Medikamente Duloxetin und Lorazepam
nachweislich regelmässig eingenommen hat. Dr. K._ geht denn auch von einer guter
Compliance des Beschwerdeführers aus (vgl. act. G 33 S. 14 des psychiatrischen
Teilgutachtens). Im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 20. Februar 2013 ist der
Beschwerdeführer somit bereits seit rund fünf Monaten in Behandlung gewesen, ohne
dass eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten ist. Hinzu
kommt, dass der Beschwerdeführer vom 18. Februar bis 15. März 2013 eine stationäre
Behandlung in der Klinik I._ absolviert hat, die aber auch nicht zu einer Verbesserung
geführt hat (vgl. act. G 20). Es hat somit bereits im Zeitpunkt des Verfügungserlasses
von einer trotz durchgeführter ärztlicher Behandlung überwiegend wahrscheinlich
anhaltend bestehenden Verschlechterung der depressiven Störung ausgegangen
werden müssen. Dass es sich tatsächlich um eine anhaltende Depression gehandelt
hat, ist in der Folge durch das Gerichtsgutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 24.
Mai 2016 bestätigt worden. Demnach hat sich auch bis zum Zeitpunkt der
psychiatrischen Begutachtung im März 2016 trotz der fortlaufenden ambulanten
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung noch immer keine Verbesserung der
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depressiven Störung eingestellt. Die Beschwerdegegnerin hat schliesslich vorgebracht,
dass gestützt auf den von Dr. K._ erhobenen Psychostatus des Beschwerdeführers
nicht von einer Depression mittleren Grades ausgegangen werden könne. Aus dem
psychiatrischen Teilgutachten ergibt sich, dass sich Dr. K._ ausführlich mit dem
Schweregrad der beim Beschwerdeführer vorliegenden Depression auseinandergesetzt
hat. Zum Psychostatus hat er u.a. festgehalten, dass das inhaltliche Denken des
Beschwerdeführers auf seine Schmerzen, depressive Themen wie Versagensgefühle
und Todeswünsche und seine schwierige Situation eingeengt sei. In affektiver Hinsicht
sei die Stimmung bedrückt, resigniert und depressiv. Im Hintergrund seien auch
Enttäuschung, Frustration, Wut und Hoffnungslosigkeit spürbar (vgl. act. G 33 S. 3 f.
des psychiatrischen Teilgutachtens). Zu den durchgeführten psychologischen Tests hat
Dr. K._ festgehalten, dass die Werte einer mittelgradigen Depression entsprächen.
Ohne Berücksichtigung der durch die Schmerzen erklärbaren Symptome entsprächen
sie nur einer leichten Depression bzw. lägen unter dem Schwellenwert einer Depression
(vgl. act. G 33 S. 3 f. des psychiatrischen Teilgutachtens). Diesbezüglich hat der
Gutachter erklärt, dass beim Beschwerdeführer gewisse Symptome wie Reizbarkeit
und Schlafstörungen nicht klar zugeordnet werden könnten, da diese sowohl bei einer
Depression als auch bei chronischen Schmerzen aufträten (vgl. act. G 33 S. 10 des
psychiatrischen Teilgutachtens). Die Testergebnisse sind beim Beschwerdeführer
daher nicht aussagekräftig. In Bezug auf die ICD-10 Kriterien hat Dr. K._ neben den
allgemeinen Kriterien weitere sieben Kriterien als erfüllt betrachtet, was einer
mittelgradigen Depression entspricht. Insgesamt ist er jedoch zum Schluss gekommen,
dass der tatsächliche Schweregrad der Depression am besten durch den klinischen
Eindruck zu bestimmen sei. Demnach liege beim Beschwerdeführer eine mittelgradige
Depression vor (vgl. act. G 33 S. 10 f. des psychiatrischen Teilgutachtens). Entgegen
der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass Dr. K._ sich den in
der Konsistenzprüfung ausführlich diskutierten Verdeutlichungstendenzen des
Beschwerdeführers bewusst gewesen ist und diese bei der Festlegung des
Schweregrades der Depression berücksichtigt hat. Die Diagnose einer mittelgradigen
Depression steht zudem im Einklang mit den Berichten von Dr. H._ vom 2. Mai 2013
(vgl. act. G 5.1) und der Klinik I._ vom 19. März 2013 (vgl. act. G 20) und ist
überzeugend. Nachvollziehbar ist auch, dass Dr. K._ in Bezug auf die Beurteilung der
anhaltenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von einer
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durchschnittlich mittelgradigen Depression ausgegangen ist (vgl. act. G 33 S. 10 des
psychiatrischen Teilgutachtens). Durch die wiederholt aufgetretenen und auch in
Zukunft immer wieder zu erwartenden depressiven Einbrüche ist auch in
vorübergehend besseren Phasen von einer anhaltenden Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen (so auch Dr. H._ im Bericht vom
2. Mai 2013, act. G 5.1 S. 5).
3.4.3 Zusammengefasst basieren die Ausführungen von Dr. K._ betreffend die
Diagnose, den Verlauf und den Schweregrad der Depression auf einer ausführlichen
Auseinandersetzung mit den psychiatrischen Vorberichten und einer eingehenden
Befunderhebung beim Beschwerdeführer (vgl. act. G 33 S. 3 f. des psychiatrischen
Teilgutachtens). Die Ausführungen sind nachvollziehbar, überzeugend und stimmen
bezüglich der Diagnose einer mittelgradigen Depression mit den Berichten von Dr.
H._ vom 2. Mai 2013 und der Klinik I._ vom 19. März 2013 überein. Es ist somit
überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer eine
rezidivierende depressive Störung mit einem durchschnittlich mittleren Schweregrad
vorliegt bzw. im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorgelegen hat.
3.4.4 An Stelle der in den beiden Vorgutachten genannten Diagnose einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung hat Dr. K._ beim Beschwerdeführer eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren festgestellt. Zur
Begründung hat er festgehalten, dass die Beschwerden aufgrund der Akten zumindest
zu Beginn der Schmerzen zu einem wesentlichen Teil auf körperliche Veränderungen
(Unfälle, Operationen) zurückgeführt werden könnten, womit die Diagnose einer
somatoformen Schmerzstörung nicht zulässig sei. Demgegenüber hat Dr. K._
nachvollziehbar ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer die Diagnosekriterien einer
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gegeben
seien (vgl. G 33 S. 7 f. des psychiatrischen Teilgutachtens).
3.4.5 Bezüglich der beim Beschwerdeführer bereits von verschiedenen Ärzten
diagnostizierten narzisstischen Persönlichkeitsstörung hat Dr. K._ festgehalten, dass
es in seiner Untersuchung nur wenige Hinweise auf die beschriebenen
Persönlichkeitszüge gegeben habe. Allerdings könne die Diagnose auch im Rahmen
einer einzigen Untersuchung nicht widerlegt werden. Da sie sowohl von ambulanten
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wie stationären Therapeuten nach längerer Beobachtungszeit gestellt worden sei,
könne sie übernommen werden (vgl. G 33 S. 12 f. des psychiatrischen Teilgutachtens).
Auch diese Ausführungen erscheinen überzeugend. Bezüglich der Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit ergibt sich aus dem psychiatrischen Teilgutachten, dass die
narzisstische Persönlichkeitsstörung nicht als eine Erkrankung mit einer direkten
arbeitsfähigkeitseinschränkenden Wirkung zu sehen ist. Dazu hat Dr. K._ ausgeführt,
dass Persönlichkeitsstörungen generell nur selten und nur in speziellen Fällen eine
wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten. Wenn die
Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers einen wesentlichen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit gehabt hätte, hätte sich dieser bereits in seinen früheren, teils mit
hohen Anforderungen und Teamarbeit verbundenen Tätigkeiten zeigen müssen. Die
Persönlichkeitsstörung könne dem Beschwerdeführer jedoch die Bewältigung der
Symptomatik und insbesondere der Schmerzen erschweren und so indirekt die
Arbeitsfähigkeit einschränken (vgl. G 33 S. 15 des psychiatrischen Teilgutachtens). Die
Einordnung der Persönlichkeitsstörung als eine die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers nur indirekt einschränkende Erkrankung ist nachvollziehbar, da die
anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorliegend erst nach den Arbeitsunfällen von 1999 und
2000 bzw. erst nach dem Hinzutreten der sich in der Folge entwickelnden
Schmerzstörung eingetreten ist, obwohl Persönlichkeitsstörungen erfahrungsgemäss
bereits im Jugendalter beginnen. Vor den Arbeitsunfällen war der Beschwerdeführer
trotz der höchstwahrscheinlich bereits bestehenden Persönlichkeitsstörung nicht in
seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Indirekte Auswirkungen der
Persönlichkeitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind auch vom
ABI-Gutachter und von Dr. H._ bereits beschrieben worden. Beide Ärzte haben
ausgeführt, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Persönlichkeitsstörung Mühe
habe, mit den Einschränkungen seiner körperlichen Integrität umzugehen (vgl. IV-act.
126 S. 14, act. G 5.1). Dr. H._ hat in seinem Bericht vom 2. März 2013 überdies
festgehalten, dass die Persönlichkeitsstörung dazu führe, dass es beim
Beschwerdeführer schon bei geringen Krisen immer wieder zu depressiven Einbrüchen
kommen werde (vgl. act. G 5.1 S. 5). Zusammengefasst ist die Einschätzung von Dr.
K._, wonach die narzisstische Persönlichkeitsstörung beim Beschwerdeführer zwar
nicht zu einer direkten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe, jedoch die
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Bewältigung der (depressiven) Symptomatik und der Schmerzen erschwere und sich
damit indirekt auf die Arbeitsfähigkeit auswirke, überzeugend.
3.5 Da es sich bei der von Dr. K._ gestellten Diagnose einer chronischen
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren um ein mit einer
somatoformen Schmerzstörung vergleichbares syndromales Beschwerdebild handelt,
ist bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers die entsprechende
neue Praxis des Bundesgerichts zu berücksichtigen (vgl. oben E. 1.3). Die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit hat demnach anhand eines Katalogs von Indikatoren zu erfolgen,
welche die massgeblichen Aspekte psychosomatischer Leiden umfassen. Schematisch
können diese Indikatoren folgendermassen dargestellt werden (vgl. BGE 141 V 297 f. E.
4.1.3):
I Funktioneller Schweregrad
1. Komplex “Gesundheitsschädigung“
1.1. Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
1.2. Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
1.3. Komorbiditäten
2. Komplex “Persönlichkeit“: Persönlichkeitsdiagnostik (Persönlichkeitsstruktur,
Persönlichkeitsentwicklung und -störungen, persönliche Ressourcen)
3. Komplex “Sozialer Kontext“
3.1. Abgrenzung psychosozialer und soziokultureller Faktoren
3.2. Eruierung der Ressourcen anhand des sozialen Umfelds
II Konsistenzprüfung (Gesichtspunkte des Verhaltens)
1. Gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren
Lebensbereichen
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2. Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (bzw.
Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen)
3.6 Dr. K._ ist in seinem psychiatrischen Teilgutachten auf die zu prüfenden
massgeblichen Indikatoren eingegangen und hat die gemäss der neuen Praxis des
Bundesgerichts erforderliche Gesamtbetrachtung in Bezug auf die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit vorgenommen: So hat er in Bezug auf den zu prüfenden 1. Komplex
“Gesundheitsschädigung“ ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer unter
Berücksichtigung der funktionellen Auswirkungen, die sich im Haushalt und im
Tagesablauf zeigten, von einer mittelgradigen bis schweren Schmerzstörung
auszugehen sei (vgl. G 33 S. 8 des psychiatrischen Teilgutachtens). Die Ausprägung
der Schmerzstörung spricht somit für die Annahme eines die Arbeitsfähigkeit
einschränkenden psychischen Leidens. Dafür spricht auch, dass beim
Beschwerdeführer trotz der seit dem 8. Oktober 2012 regelmässigen, ambulanten,
psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung, welche gemäss Dr. K._
lege artis durchgeführt worden ist, keine Besserung eingetreten ist. Auf der anderen
Seite hat Dr. K._ darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer die psychiatrische
Behandlung erst nach dem Erlass des Vorbescheids vom 12. September 2012
aufgenommen habe. Zudem nehme er das zweite Antidepressivum Mirtazapin nicht
regelmässig ein. Diese Punkte sprächen gegen einen hohen Leidensdruck aufgrund
des psychischen Leidens (vgl. G 33 S. 14 des psychiatrischen Teilgutachtens). Als
Komorbiditäten hat Dr. K._ die mittelgradige depressive Störung, die Trauer, die
unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen und die narzisstische
Persönlichkeitsstörung angegeben. Zu Recht und im Sinne der neuen
bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat er darauf hingewiesen, dass es nicht auf die
Anzahl der Begleiterkrankungen, sondern auf deren Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit im Gesamten ankomme (vgl. G 33 S. 14 des psychiatrischen
Teilgutachtens). Bezüglich der mittelgradigen Depression ist festzuhalten, dass die
Frage, ob diese – wie es die Beschwerdegegnerin vorgebracht hat (vgl. act. G 9) – als
Reaktion auf die Schmerzstörung zu betrachten ist oder eine eigenständige Erkrankung
darstellt, im Licht der neuen bundesgerichtlichen Praxis nicht mehr relevant ist. Das
Erfordernis der Gesamtbetrachtung gilt demnach grundsätzlich unabhängig davon, wie
es um den Zusammenhang zwischen dem Schmerzsyndrom und der Komorbidität
bestellt ist. Daher verliert beispielsweise eine Depression nicht mehr allein wegen ihrer
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(allfälligen) medizinischen Konnexität zum Schmerzleiden jegliche Bedeutung als
potentiell ressourcenhemmender Faktor (BGE 141 V 300 f. E. 4.3.1.3). Betreffend den
zu prüfenden 2. Komplex der “Persönlichkeit“ hat Dr. K._ diverse Faktoren
berücksichtigt und deren ressourcenfördernde oder/und -hemmende Wirkung
ausführlich erklärt (vgl. G 33 S. 5 f. des psychiatrischen Teilgutachtens). Ausserdem ist
hier auch die diagnostizierte narzisstische Persönlichkeitsstörung, welche zwar keine
selbständige einschränkende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hat, aber in jedem
Fall ein ressourcenmindernder Faktor darstellt, zu beachten. In Bezug auf den 3.
Komplex des “Sozialen Kontextes“ hat Dr. K._ die den Beschwerdeführer
unterstützende Familie als Ressource erwähnt. Andererseits könne diese aber auch als
Schonung wirken (vgl. G 33 S. 6 des psychiatrischen Teilgutachtens). Vorliegende
psychosoziale Faktoren wie z.B. das Alter des Beschwerdeführers, die lange
Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und die subjektive Überzeugung, nicht arbeitsfähig zu
sein, hat Dr. K._ berücksichtigt und zu Recht von der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
ausgenommen (vgl. G 33 S. 14 des psychiatrischen Teilgutachtens). Nachdem die
unter dem Begriff des “funktionellen Schweregrads“ zusammengefassten Indikatoren
geprüft worden sind, hat gemäss neuer bundesgerichtlicher Praxis in einem zweiten
Schritt eine Konsistenzprüfung zu erfolgen. Dr. K._ hat eine ausführliche Beurteilung
der Konsistenz der funktionellen Auswirkungen des beim Beschwerdeführer
festgestellten psychischen Leidens vorgenommen. Zum Indikator der Einschränkung
des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen hat er festgehalten,
dass beim Beschwerdeführer in Bezug auf die im Vordergrund stehende Symptomatik
die Schilderung seiner Beschwerden, seines Tagesablaufes, seiner Aktivitäten und
seiner sozialen Kontakte konsistent mit den Befunden und den Akten sowie kongruent
mit den gestellten Diagnosen seien. Es bestehe ein Leidensdruck. Zudem sei der
Beschwerdeführer in regelmässiger, ambulanter, psychiatrisch-psychotherapeutischer
Behandlung. Gegen einen hohen Leidensdruck aufgrund der psychischen Symptomatik
(bzw. für noch vorhandene Ressourcen) sprächen der Umstand, dass der
Beschwerdeführer die psychiatrische Behandlung erst im Oktober 2012, d.h. nachdem
er von der drohenden Rentenaufhebung erfahren habe, aufgenommen habe und dass
er gemäss dem Ergebnis der Serumuntersuchung nicht alle antidepressiven
Medikamente regelmässig einnehme. In Bezug auf die Schmerzen und die Depression
lasse sich beim Beschwerdeführer eine Tendenz zur Verdeutlichung feststellen.
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Einerseits bestehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer wirklich leide,
andererseits sei es ihm ganz wichtig, die Rente wieder zu bekommen. Dennoch
spreche die gelegentlich auftretende Verdeutlichung nicht per se für eine wesentliche
Inkonsistenz (vgl. G 33 S. 13 f. des psychiatrischen Teilgutachtens). Demnach lässt
sich – entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin – eine invalidisierende Wirkung
der Schmerzstörung auch nicht mit dem Hinweis auf das verdeutlichende Verhalten
des Beschwerdeführers ausschliessen. Dr. K._ ist nach der eingehenden Prüfung der
Indikatoren zum Schluss gekommen, dass beim Beschwerdeführer aufgrund der
psychischen Störungen (in der Gesamtbetrachtung) der Antrieb, die Ausdauer, die
kognitiven Fähigkeiten wie die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisfunktion, das
Selbstvertrauen, das Arbeitstempo, die Kontakt- und Verkehrsfähigkeit und der Antrieb
beeinträchtigt seien. Der Beschwerdeführer schlafe schlecht, was seine Regeneration
erschwere und zu vermehrter Müdigkeit tagsüber führe. Er könne im Moment aufgrund
der psychischen Störungen und durch die vermehrt notwendigen Pausen zeitlich nur
eingeschränkt arbeiten. Eine Präsenzzeit von 6 Stunden (70%) sei möglich, wobei die
Leistungen aktuell etwa zu 30% eingeschränkt seien. Zusammengefasst könne aus
psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 50% in einer
leidensadaptierten Tätigkeit ausgegangen werden (vgl. G 33 S. 13 f. des
psychiatrischen Teilgutachtens). Diese Einschätzung erscheint vor dem Hintergrund der
geprüften Indikatoren nachvollziehbar und überzeugend. Die Beurteilung der
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ist im Sinne einer Gesamtbetrachtung
ressourcenorientiert und einzelfallgerecht erfolgt, so dass auf die attestierte 50%ige
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht abgestellt werden kann.
3.7 In somatischer Hinsicht hat der rheumatologische Gutachter der MEDAS
Zentralschweiz beim Beschwerdeführer als objektivierbare Befunde lediglich den
Zustand nach Bandoperation rechts im Bereich des Daumengrundgelenks mit
schmerzhaft eingeschränkter Beweglichkeit sowie den Zustand nach Arthrodese des
linken Daumengrundgelenks feststellen können. Er hat festgehalten, dass diese
Befunde zu einer gewissen Minderbelastung beidseits sowie einer
Funktionseinschränkung links hinsichtlich manuell kraftaufwändiger bzw. ständig
repetitiv manueller Betätigung unter kraftvollem Einsatz der Daumen führten. Bezüglich
der diversen weiteren vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden hat er kein
organisches Korrelat finden können. Insgesamt ist der Gutachter zum Schluss
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gekommen, dass sich anlässlich der aktuellen Befragung und Untersuchung eine
erhebliche Diskrepanz zwischen den angegebenen, vom Beschwerdeführer als
vollständig invalidisierend empfundenen Schmerzen und den gering- bis
mässiggradigen Befunden gezeigt habe. Die Befundlage sei im Vergleich zu den beiden
Vorgutachten vom 2. Juli 2012 und 13. August 2002 unverändert. Übereinstimmend mit
den Vorgutachten bestehe aus rheumatologischer Sicht weiterhin eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
(vgl. act. G 33 S. 34). Tatsächlich lassen sich weder dem Gutachten der MEDAS der
Universitätskliniken Basel vom 13. August 2002 noch dem Gutachten des ABI vom 2.
Juli 2012 erhebliche somatische Befunde entnehmen (vgl. IV-act. 31-23, IV-act. 126 S.
18 ff. und S. 25 ff.). Zwar sind auch die somatischen Gutachter der MEDAS der
Universitätskliniken Basel sowie des ABI von objektiv teilweise nachvollziehbaren
Beschwerden an den Händen und Daumen des Beschwerdeführers ausgegangen,
jedoch stimmen alle Gutachter darin überein, dass diese Befunde lediglich zu gewissen
qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit führten und in leidensadaptierten
Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. IV-act. 31-23, IV-act. 126 S. 19,
act. G 33 S. 34 f.). Vor diesem Hintergrund ist aus somatischer Sicht überwiegend
wahrscheinlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen.
3.8 Zusammengefasst erscheint das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 24.
Mai 2016 nachvollziehbar, umfassend und in sich widerspruchsfrei. Die in
medizinischer Hinsicht noch offen gewesenen Fragen sind überzeugend geklärt
worden. Auf das Gutachten sowie die in bidisziplinärer Hinsicht festgestellte 50%ige
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in psychisch und somatisch leidensadaptierten
Tätigkeiten kann folglich abgestellt werden.
4.
4.1 Im Folgenden ist nun ausgehend von der medizinisch-theoretisch 50%igen
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu ermitteln, ob sich ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad ergibt.
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4.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 ATSG ist zur
Bemessung des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach
dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen).
4.3 Betreffend die Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt
erzielten Einkommen angeknüpft, da davon auszugehen ist, dass die versicherte
Person ohne den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die bisherige Tätigkeit weitergeführt
hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1). Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer
bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit anfangs 2000 (vgl. IV-act. 15) mit einem vollen
Pensum als Bediener der Leimfabrik in der B._ AG tätig gewesen war (vgl. IV-act. 23).
Es ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass er diese Tätigkeit ohne
gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin ausgeübt hätte. Demnach ist für die
Bestimmung des Valideneinkommens auf das bei der Leimfabrik in der B._ AG
erzielte Einkommen des Beschwerdeführers abzustellen. Gemäss einem
Arbeitgeberbericht vom 30. April 2001 hat der Beschwerdeführer ab 1. Januar 1998
einen Monatslohn von Fr. 3‘930.-- zuzüglich Schichtzulage und Wegvergütung verdient
(vgl. IV-act. 23-2). Aufgrund der variablen Lohnzulagen hat das Jahreseinkommen des
Beschwerdeführers geschwankt (vgl. IV-act. 39). Um bei der Bestimmung des
Valideneinkommens dem zuletzt erzielten tatsächlichen Verdienst des
Beschwerdeführers möglichst nahe zu kommen, ist auf einen Durchschnittswert der
Einkommen der letzten drei Jahre vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit abzustellen.
Gemäss dem Arbeitgeberbericht sowie dem Auszug aus dem individuellen Konto hat
der Beschwerdeführer folgende Jahreseinkommen gehabt: 1999: Fr. 60‘798.--, 1998:
Fr. 61‘041.--, 1997: Fr. 60‘605.-- (vgl. IV-act. 23-2, IV-act. 39). Daraus resultiert ein
Durchschnittswert von rund Fr. 60‘815.--, welcher als Valideneinkommen
heranzuziehen ist.
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4.4 Seit Februar 2000 ist der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitstätig gewesen. Aus
diesem Grund ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die statistischen
durchschnittlichen Löhne gemäss den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des
Bundesamtes für Statistik zurückzugreifen. Der Beschwerdeführer hat keine
Berufsausbildung absolviert und ist daher als Hilfsarbeiter zu betrachten. Entsprechend
dem Valideneinkommen ist auch für das Invalideneinkommen auf die Zahlen des
Jahres 1999 abzustellen. Eine Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum
massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 20. Februar
2013 kann vorliegend unterbleiben, da sowohl beim Validen- als auch beim
Invalideneinkommen von der gleichen allgemeinen Nominallohnentwicklung gemäss
der Tabelle 39 zur Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der
Reallöhne, 1976-2015, des Bundesamtes für Statistik auszugehen ist (die
branchenspezifische Nominallohnentwicklung in Bezug auf das zuletzt erzielte
Einkommen des Beschwerdeführers, welches dem Valideneinkommen zu Grunde liegt,
weicht nur minimal von der allgemeinen Nominallohnentwicklung ab, so dass die
Abweichungen zu vernachlässigen sind) und das Verhältnis der Vergleichseinkommen
damit unverändert bleibt. Gemäss den LSE von 1999 haben Männer im tiefsten
Anforderungsniveau bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8
Stunden durchschnittlich ein Jahreseinkommen von Fr. 53‘608.-- erzielt (vgl. Anhang 2
[Lohnentwicklung] zu der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen
Gesetzestextausgabe 2005, Invalidenversicherung). Damit ergibt sich vorliegend ein
vorläufiges Invalideneinkommen von rund Fr. 53‘608.--.
4.4.1 Die für die Bestimmung des Invalideneinkommens herangezogenen statistischen
Löhne können gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung um bis zu 25%
gekürzt werden, wenn absehbare Schwierigkeiten bei der erwerblichen Umsetzung des
verbliebenen Leistungsvermögens bestehen. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und
entsprechend einsetzbaren Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
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Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).
4.4.2 Gemäss dem Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 24. Mai 2016 sind dem
Beschwerdeführer aus somatischer Sicht noch körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeiten ohne besondere Belastung auf die Daumen, insbesondere links, zumutbar
(vgl. act. G 33 S. 44). Aus psychiatrischer Sicht ist zu beachten, dass die Tätigkeit
keine besonderen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit des
Beschwerdeführers stellt oder besonderen Fähigkeiten verlangt. Weiter bestehen
Einschränkungen im Sinne einer nicht mehr gegebenen Arbeitsfähigkeit für das
berufliche Führen eines Motorfahrzeugs und für Tätigkeiten mit laufenden Maschinen
sowie bei Konfrontationen mit gefährlichen Situationen (vgl. act. G 33 S. 42).
Angesichts der sowohl aus somatischer als auch psychiatrischer Sicht zu
berücksichtigenden Einschränkungen reduziert sich das für den Beschwerdeführer
mögliche Spektrum an Tätigkeiten, was sich nachteilig auf den Lohn auswirken dürfte.
Insbesondere aufgrund seiner psychischen Erkrankung ist beim Beschwerdeführer von
einem erhöhten Nachteil auszugehen, denn bei depressiven Arbeitnehmern besteht ein
grosses Risiko überproportionaler Krankheitsabsenzen. Weiter ist auch mit kurzfristigen
Leistungsschwankungen zu rechnen, was die Einsatzplanung erschwert. Zudem
benötigen depressive Personen grössere Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten
und der Arbeitskollegen. Unter dem Titel Beschäftigungsgrad wird praxisgemäss bei
Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein
können, ein sog. “Teilzeitabzug“ vom Tabellenlohn vorgenommen. Ein solcher ist auch
beim Beschwerdeführer, welcher nur noch zu 50% arbeitsfähig ist, vorzunehmen. Im
Weiteren ist das im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom
20. Februar 2013 – bezogen auf die durchschnittliche Lebensarbeitszeit –
fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Die Berufstätigkeit
des Beschwerdeführers beschränkt sich im Wesentlichen auf die rund 10-jährige
Tätigkeit als Bediener der Leimfabrik bei der B._ AG (vgl. IV-act. 23, IV-act. 39). Eine
solche Tätigkeit mit laufenden Maschinen sowie potentiell gefährlichen Substanzen und
Situationen ist dem Beschwerdeführer gemäss dem psychiatrischen Teilgutachten von
Dr. K._ nicht mehr möglich (vgl. act. G 33 S. 14 des psychiatrischen Teilgutachtens).
Da der Beschwerdeführer die beruflichen Erfahrungen und Fertigkeiten, welche er sich
bei seiner früheren Tätigkeit erarbeitet hat, somit nicht mehr wird nutzen können,
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erscheint die berufliche Integration des im Verfügungszeitpunkt bereits 54-jähren als
erheblich erschwert. Hinzu kommt, dass in diesem Zeitpunkt eine bereits 13 Jahre
andauernde Abwesenheit vom Arbeitsmarkt bestanden hat. Allfällige mangelnde
Sprachkenntnisse sowie die fehlende Berufsausbildung fallen beim Beschwerdeführer
hingegen nicht ins Gewicht. Hilfsarbeitertätigkeiten, wie sie für den Beschwerdeführer
in Frage kommen, setzten definitionsgemäss keine Ausbildung voraus und die
sprachlichen Anforderungen sind nicht allzu hoch. Unter Berücksichtigung sämtlicher
erwähnter Umstände, welche sich erwartungsgemäss nachteilig auf den Lohn des
Beschwerdeführers auswirken dürften, erscheint ein Tabellenlohnabzug von
gesamthaft 20% gerechtfertigt.
4.5 Ausgehend von der medizinisch-theoretisch 50%igen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 20%
beläuft sich das zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 21‘443.-- (Fr. 53‘608.-- x 0.5 -
20%). Stellt man dieses dem Valideneinkommen von Fr. 60‘815.-- gegenüber, so
resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 39‘372.--. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad
von rund 65%. Damit ergibt sich beim Beschwerdeführer auch gestützt auf die aktuelle
Sach- und Rechtslage noch ein rentenbegründenden Invaliditätsgrad, wobei neu ein
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente besteht (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Die
renteneinstellende Verfügung vom 20. Februar 2013 erweist sich als unrechtmässig
und ist aufzuheben. Die Anpassung der vor dem Erlass der Verfügung ausgerichteten
ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente ist gemäss dem Willen des Gesetzgebers nur
für die Zukunft zu berücksichtigen. In Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist dem
Beschwerdeführer die Dreiviertelsrente mit Wirkung ab 1. April 2013 (erster Tag des
zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats) auszurichten.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 20. Februar 2013 in
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf
eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab 1. April 2013. Die Sache ist zur Festsetzung des
Rentenbetrags an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Angesichts des durch die Einholung des
Gerichtsgutachtens überdurchschnittlichen Aufwands erscheint eine Gerichtsgebühr
von Fr. 1'000.-- als angemessen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat für diese
Gebühr aufzukommen. Zudem hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für das
Gerichtsgutachten zu übernehmen. Diese belaufen sich insgesamt auf Fr. 8‘905.30 (vgl.
act. G 34).
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im Zusammenhang mit dem Gerichtsgutachten war die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers nochmals einige Male mit dem Fall befasst,
womit ihr ein leicht überdurchschnittlicher Vertretungsaufwand entstanden ist.
Insgesamt rechtfertigt es sich daher, die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 4'000.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.