Decision ID: 03f796e2-840d-40d4-b8ca-a7db986c9553
Year: 2022
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

obschon aufgrund der Sachverhaltsschilderung ab 21. August 2020 die Frage der adäquaten Behandlungsinstitution gestellt werden könne. Da aber noch Therapiefortschritte möglich  seien, könne davon ausgegangen werden, dass der Akutspitalaufenthalt während einigen Tagen noch teilweise der Behandlung gedient habe und somit noch wirksam gewesen sei. In Bezug auf die Zweckmässigkeit müsse mit aller Deutlichkeit festgehalten werden, dass keine Auseinandersetzung mit den möglichen Anwendungen im Einzelfall stattgefunden habe. Von  weg sei die Planung gewesen, die Versicherte so schnell wie möglich aus der  im Spital D._ zu entlassen. Die Gründe dafür hätten wohl vor allem in der Tarifierung mit dem DRG-Modell gelegen. Es sei daher erstellt, dass mangels Einbezug der Frage der AÜP von Beginn weg keine Alternativen eruiert worden seien. Dies stelle ohne Zweifel eine Verletzung der Zweckmässigkeit dar. Das Spital D._ habe die Nichteinhaltung der Zweckmässigkeit selbst dokumentiert, indem es lapidar mitgeteilt habe, die AÜP existiere im Kanton X._ nicht. Eine Verlegung in eine dem Akutspital nachgelagerte Institution wäre möglich und sinnvoll gewesen, die therapeutischen Aktivitäten wären bei sorgfältiger Planung nicht signifikant anders gewesen. In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit sei festgestellt worden, dass die Versicherte nicht wie vom Spital D._ in der ersten Kostengutsprache angemerkt, ab 21. August 2020 in eine  Institution übergetreten sei, sondern bis 9. September 2020 im Spital D._ behandelt worden sei und erst dann den stationären Rehabilitationsaufenthalt angetreten habe. Dokumente, aufgrund derer man diese Behandlungsnotwendigkeit hätte überprüfen können, seien nicht  worden. Somit sei die Behandlung im Wissen und in der klaren Erkenntnis in Anspruch genommen worden, dass seitens der SLKK keine Kostengarantie abgegeben worden sei. Die Frage, ab wann keine Teilakutspitalbedürftigkeit mehr vorhanden gewesen sei, sei retrospektiv nur spekulativ zu beantworten und werde daher mindestens ab Ende August 2020 bestritten. Indessen werde hierzu möglicherweise ein gesondertes Schiedsgerichtsverfahren nach KVG in Anspruch genommen werden müssen. Nach der abschlägigen Beantwortung der  habe das Spital D._ die Kommunikation eingestellt. Während der Dauer der AÜP wäre Zeit gewesen, das Gesuch für eine Rehabilitation erneut unter den erreichten  zu stellen. Das Spital D._ habe sich nicht für eine gesetzeskonforme Information und  eingesetzt. Daraus könne ex post keine Sonderbehandlung der Versicherten  anderen Versicherten entstehen. Demzufolge werde die Kostenübernahme der nach der Akutspitalbehandlung ohne Wissen der SLKK durchgeführten stationären Rehabilitation . Für eine Rehabilitation in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik sei eine rechtlich  dokumentierte Spitalbedürftigkeit vorausgesetzt, die nach der notwendigen , dem Behinderungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der Schwere des Hauptleidens oder zusätzlich komplizierender Krankheiten beurteilt werde. Dies sei nach der extensiv langen Akutspitalphase nicht anzunehmen und insbesondere sei man in keiner Weise adäquat über eine mögliche Akutspitalbedürftigkeit informiert worden. Demzufolge hätte das Spital D._ klar die Pflicht gehabt, die SLKK über den Übertritt in die Reha zu informieren resp. zeitnah eine erneute Kostengutsprache zu beantragen. Dass dies unterblieben sei, stelle eine Vertragsverletzung dar. Indes wäre die SLKK nach wie vor bereit, die 14 Tage AÜP im Anschluss an einen retrospektiv zu beurteilenden Übertrittzeitpunkt zu übernehmen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._, vertreten durch ihren Sohn B._, dieser wiederum vertreten durch Rechtsanwältin Astrid Meienberg, mit Eingabe vom 11. Mai 2021
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Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (). Sie beantragte unter o/e-Kostenfolge, es seien der Einspracheentscheid vom 26. März 2021 und die Verfügung vom 2. Februar 2021 aufzuheben und es sei die  zu verpflichten, die Kosten für die stationäre neurologische Rehabilitation vom 10.  2020 bis 8. Oktober 2020 in der Höhe von Fr. 28'941.-- zuzüglich Zins von 5 % seit 26. Oktober 2020 vollumfänglich zurückzuerstatten. Gemäss ärztlicher Einschätzung sei die  nach Hause mit weitgehender Selbständigkeit nach dem erlittenen Hirnschlag ein  Ziel gewesen, das mit der von der Beschwerdegegnerin bewilligten AÜP nicht hätte erreicht werden können. Die Beschwerdeführerin sei zu diesem Zeitpunkt auf ein intensives multimodales Therapiesetting angewiesen gewesen, das nur im Rahmen einer stationären Rehabilitation habe durchgeführt werden können. Dem Bericht von PD Dr. med. G._, Oberarzt der  Klinik und Poliklinik des Spitals D._, vom 6. Mai 2021 könne entnommen werden, dass der stationäre Aufenthalt die einzige medizinisch vertretbare Variante gewesen sei, um das  Ziel wirksam zu erreichen. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei nicht ausreichend stabil gewesen, um eine AÜP in Erwägung zu ziehen. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität, Kommunikation und des eingeschränkten Sehens sei die Beschwerdeführerin nicht in der Lage gewesen, sich selbständig zu versorgen, und sei auf umfassende pflegerische Hilfe angewiesen gewesen. Es habe kein stabiler Gesundheitszustand vorgelegen, was gemäss  der Spitex F._ für die AÜP vorausgesetzt werde. Die stationäre Neurorehabilitation sei wirksam und zweckmässig gewesen. Die Wirtschaftlichkeit sei auch erfüllt, da es keine günstigere Alternative gegeben habe. Für den Fall, dass sich das Kantonsgericht dieser Argumentation nicht anschliesse, werde der Antrag gestellt, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für die Zeit vom 10. September 2020 bis 8. Oktober 2020 die Kosten einer AÜP zuzüglich der Kosten für zwei weitere Wochen ambulanter Rehabilitation zu vergüten.
C. Mit Vernehmlassung vom 23. Juli 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die  der Beschwerde. In Anerkennung des Eventualantrags verpflichte sie sich, die Kosten für 14 Tage AÜP gemäss den hierfür einschlägigen Berechnungs- und Einstufungskriterien zu . Vorbehalten bleibe der Regress auf das Spital D._ wegen nicht gerechtfertigter  des initialen Akutspitalaufenthaltes. Der Antrag der Beschwerdeführerin, es seien die Kosten für eine an die AÜP anschliessende ambulante hypothetische Rehabilitation von der  zu übernehmen, sei mangels ausgewiesener Notwendigkeit abzuweisen.
D. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 4. August 2021 wurde die  der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen.

Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich und örtlich zuständigen Kantonsgericht  Beschwerde vom 11. Mai 2021 ist einzutreten.
2. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen  auf Vergütung der Kosten für den stationären neurologischen Rehabilitationsaufenthalt
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der Beschwerdeführerin vom 10. September 2020 bis 8. Oktober 2020 im Spital E._ in der Höhe von Fr. 28'941.-- verneinte.
3.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen gemäss den Artikeln 25-31 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 18. März 1994 nach Massgabe der in den Artikeln 32-34 KVG festgelegten Voraussetzungen. Die gesetzlichen Leistungen umfassen nach Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG unter anderem die , Behandlungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei Hausbesuchen, stationär  in einem Pflegeheim von Ärzten oder Ärztinnen durchgeführt werden, die ärztlich  oder angeordneten Massnahmen der medizinischen Rehabilitation (lit. d) und die Kosten für den Aufenthalt im Spital entsprechend dem Standard der allgemeinen Abteilung (Art. 25 Abs. 2 lit. e KVG).
3.2 Die medizinische Rehabilitation im Sinne von Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG wird im KVG nicht näher umschrieben. Nach Lehre und Rechtsprechung besteht ihr besonderes Merkmal darin, dass die Behandlung der Krankheit an sich abgeschlossen ist und Therapieformen zur  von Krankheiten zur Anwendung gelangen (GEBHARD EUGSTER, Die obligatorische Krankenpflegeversicherung in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale , 3. Auflage, Basel 2015, Rz. 456). Sie bezweckt, die durch die Krankheit oder die  der Krankheit selbst bewirkte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen  mit Hilfe medizinischer Massnahmen ganz oder teilweise zu beheben. Sie ist somit auf die Wiedererlangung verlorener oder die Verbesserung beeinträchtigter Funktionsfähigkeiten mit medizinischen Mitteln gerichtet. Grundlegende Anspruchsbedingung ist ein ausgewiesenes Rehabilitationspotenzial. Dieses setzt voraus, dass nach wissenschaftlich begründeten  mit einer Verbesserung des Funktionsvermögens unter vernünftigem Therapieaufwand  werden kann. Wenn die medizinische Rehabilitation praktisch keine nennenswerte  der beeinträchtigten Funktionen mehr verspricht, ist das Stadium des Pflegefalles  (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 457). Die medizinische Rehabilitation kann ambulant, , in einer Kuranstalt, in einem Pflegeheim oder in einer spezialisierten  erfolgen. Erfolgt sie in einer dafür spezialisierten Klinik, ist eine Spitalbedürftigkeit (vgl. dazu Erwägung 3.4 hiernach) vorausgesetzt. Stationäre Rehabilitation bedarf der vorgängigen  des Krankenversicherers, der die Empfehlung des Vertrauensarztes bzw. der  berücksichtigt (vgl. Anhang 1 Ziff. 11 zur Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung [KLV] vom 29. September 1995).
3.3 Wie alle anderen medizinischen Massnahmen auch muss der hier zu prüfende  Rehabilitationsaufenthalt der Beschwerdeführerin zudem den Kriterien der Wirksamkeit, der Zweckmässigkeit und der Wirtschaftlichkeit entsprechen (Art. 32 Abs. 1 KVG). Eine medizinische Behandlung ist in der Regel wirksam, wenn sie objektiv geeignet ist, auf den angestrebten , therapeutischen oder pflegerischen Nutzen hinzuwirken (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 329). Zweckmässigkeit setzt Wirksamkeit voraus. Eine Behandlung ist zweckmässig, wenn sie aus medizinischer Sicht geboten oder zumindest vertretbar ist. Es geht um die angemessene Eignung im Einzelfall (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 331). Wirtschaftlichkeit setzt Wirksamkeit und Zweckmässigkeit voraus. Sie ist das massgebende Kriterium für die Auswahl unter den
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zweckmässigen Behandlungsalternativen und beurteilt sich nach objektiven Kriterien.  ist bei vergleichbarem medizinischem Nutzen die kostengünstigere Variante (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 336). Auch die vom Arzt veranlassten Leistungen müssen wirtschaftlich sein. Das Wirtschaftlichkeitsgebot bezieht sich nicht nur auf Art und Umfang der  diagnostischen und therapeutischen Massnahmen, sondern auch auf die Behandlungsform, insbesondere die Frage, ob eine bestimmte Massnahme ambulant oder stationär durchzuführen ist und in welche Heilanstalt oder Abteilung einer solchen die versicherte Person vom  Standpunkt aus hingehört (BGE 126 V 334 E. 2b). Die Frage nach der Zweckmässigkeit und Wirksamkeit der Massnahme beurteilt sich primär nach medizinischen Gesichtspunkten, , familiäre und soziale Umstände sind jedoch auch zu berücksichtigen (Urteil des  vom 21. September 2012, 9C_940/2011, E. 3.1 und vgl. dazu auch Erwägung 3.4 hiernach).
3.4 Der Anspruch auf stationäre Leistungen erfordert zunächst, dass sich die versicherte Person tatsächlich in einem Spital, d.h. einer Anstalt oder deren Abteilung aufhält, das der  Behandlung akuter Krankheiten oder der stationären Durchführung von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation dient (Art. 39 Abs. 1 KVG). Zusätzlich bedarf es der . Diese ist gegeben, wenn die versicherte Person an einer Krankheit leidet und die , die Überwachung des Gesundheitszustands oder die medizinische Rehabilitation  unter Spitalbedingungen erfolgen müssen (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 444). Das Erfordernis der Spitalbedürftigkeit ist für den Regelfall Ausfluss des Gebots wirtschaftlicher Behandlungsweise (vgl. Art 32 Abs. 1 KVG); es gilt der Grundsatz der Nachrangigkeit der  gegenüber kostengünstigeren Alternativen (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 445).  ist jedoch gegeben, wenn die Möglichkeiten ambulanter Behandlungsalternativen ausgeschöpft sind und nur ein Spitalaufenthalt noch Aussicht auf Erfolg verspricht. Die  im Zusammenhang mit Rehabilitationsmassnahmen ist nach der erforderlichen , dem Behinderungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der Schwere des  oder zusätzlich komplizierenden Krankheiten zu beurteilen (BGE 126 V 323 E. 2c). Ziel ist die Sicherstellung einer notwendigen medizinischen Behandlung, die sonst nicht durchführbar wäre, und zwar auch nicht mit den Mitteln der Krankenpflege zu Hause oder in einem Kurhaus (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juni 2020, 9C_253/2020, E. 2.2 und 2.3 mit Hinweis auf BGE 126 V 323 E. 2c). In einem solchen Fall kann eine Hospitalisation selbst dann gerechtfertigt sein, wenn die in der Heilanstalt durchgeführte Behandlung für sich allein, prognostisch beurteilt, keine Spitalbedingungen erfordert hätte. Auch persönliche, familiäre und andere nicht streng  Umstände können einen Spitalaufenthalt rechtfertigen. Die Intensität der ärztlichen , welche die Krankheit einer versicherten Person verlangt, ist somit nicht alleiniges  für eine Hospitalisierung – insbesondere dann nicht, wenn eine versicherte  wegen ihres hohen Alters, ihrer familiären Verhältnisse oder weil sie alleinstehend ist, keine Möglichkeit hat, die ihrem Zustand entsprechende Pflege und Beaufsichtigung zuhause zu , oder wenn diese der Familie der versicherten Person nicht zugemutet werden kann (BGE 126 V 323 E. 2b, 115 V 48 E. 3b/aa, 120 V 206 E. 6a; BRIGITTE PFIFFNER RAUBER, Das Recht auf Krankheitsbehandlung und Pflege, Zürich/Basel/Genf 2003, S. 190 f.). In zeitlicher Hinsicht sind
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sodann für die Frage der Spitalbedürftigkeit und deren Beurteilung die gesundheitlichen  im Zeitpunkt des Spitaleintritts massgebend. Die Dauer eines Spitalaufenthalts ist auf das erforderliche Mass zu begrenzen (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 448 f. mit Hinweisen).
4.1 Zudem ist auf folgende verfahrensrechtliche Grundsätze hinzuweisen: Art. 43 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 auferlegt den Versicherungsträgern die Pflicht, die notwendigen  von Amtes wegen vorzunehmen. Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende – im Beschwerdefall die urteilende – Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes , aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss (BGE 117 V 261 E. 3b). Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen  Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2017, 8C_794/2016, E. 4.1).
4.2 Das kantonale Versicherungsgericht hat die medizinischen Berichte nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine  Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das  Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Das kantonale  hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines  Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die  würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 115 V 142 E. 8b, je mit Hinweisen).
4.3 Bei der Sachverhaltsermittlung sind der Versicherungsträger und das kantonale  auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen.  des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, dass er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden , in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der  Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen, darunter fallen auch die beratenden Ärzte und Ärztinnen bzw. die Vertrauensärzte und Vertrauensärztinnen der Krankenversicherer gemäss Art. 57 KVG (vgl. dazu GEBHARD EUGSTER, a.a.O., Rz. 209 ff.), kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu , wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der  ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE
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142 V 58 E. 5.1). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und soll gemäss Bundesgericht der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im  einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen  der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von  unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende  durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen).
5.1 Der medizinische Sachverhalt stellt sich wie folgt dar:
5.2 Mit ärztlicher Verordnung vom 19. August 2020 (act. B4) für einen 21-tägigen stationären Rehabilitationsaufenthalt ab 24. August 2020 im Spital E._ wurde von den behandelnden  des Spitals D._ als Rehabilitationsziel die Funktionsverbesserung der kompletten  und sensorischen Parese der rechten Extremitäten, die Minderung der Aphasie, das  von Kraftübungen, der Aufbau und die Hilfsmittel-Anpassung für den Austritt nach Hause angegeben. Die Patientin lebe alleine und sei zuvor im Alltag selbständig gewesen. Die Indikation bestehe im Hemisyndrom rechts und der sensomotorischen Aphasie, der Gangunsicherheit und der Sturzgefahr. Zudem brauche es intensive Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und  bei den ADL (activities of daily living; auch ATL genannt = Aktivitäten des täglichen Lebens). Die Frage, weshalb eine ambulante Behandlung nicht möglich ist, liess das Spital D._ unbeantwortet, indem es keines der dafür vorgesehenen Kästchen ankreuzte.
5.3 Dr. med. H._, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, hielt in seiner Aktennotiz vom 21. August 2020 (act. B5.2) fest, dass die Versicherte hochbetagt sei, alleine zuhause lebe und keine Unterstützung gebraucht habe. Er empfehle eine einmalige Kostengutsprache für 14 Tage nach Einholung einer Stellungnahme des Leitenden Arztes zum Rehabilitationspotenzial und zum bisherigen Verlauf. Wenn das Rehabilitationspotenzial vorhanden sei und die  auch schon Fortschritte verzeichnet habe, was allerdings im Bericht nicht erwähnt worden sei, dann mache die stationäre Rehabilitation Sinn.
5.4 Mit Email vom 25. August 2020 bat Dr. med. I._, Abteilung Neurologie/Stroke Center des Spitals D._, die Beschwerdegegnerin um Wiedererwägung der Kostengutsprache (act. B6). Die Patientin habe bis zum Schlaganfall selbständig zuhause gelebt und habe frei  können. Kommunikationseinschränkungen hätten nicht bestanden. Zu Beginn sei eine  Aphasie stark auffällig gewesen. Die Patientin habe sich kaum verständigen und daher ihren Alltag nicht bewältigen können. Unter Logotherapie habe sich die Symptomatik , jedoch seien weiterhin viele phonematische und semantische Paraphasien hörbar, die Patientin spreche grösstenteils in Neologismen und Floskeln. Teils seien bei Übungen auch  beobachtbar. Das Sprachverständnis habe sich etwas verbessert, sie könne  einfache Handlungsanweisungen umsetzen. Unter regelmässiger, intensiver (= stationärer) Aphasietherapie sehe man grosses Rehabilitationspotenzial. In der Ergotherapie werde die
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Wahrnehmungsstörung der rechten Seite beübt, die Patientin vernachlässige noch ihren rechten Arm; eine Mobilisation in den Rollstuhl gehe mit wenig Hilfe. Eine rechtsseitige Ataxie sei im Wochenverlauf fluktuierend gewesen mit Tendenz zur Besserung unter Training der ADL, die sie unter Hilfestellung nun besser durchführen könne. Unter Physiotherapie habe sich das Gangbild verbessert, sie habe laut Physiotherapeuten grosse Fortschritte gemacht, platziere ihren rechten Arm besser, denke teilweise an den rechten Arm und könne heute auch schon besser Gehen – das Hinken sei weniger geworden, es bestehe eine bessere Hüftextension in der Standbeinphase rechts und weniger Divergenz des rechten Fusses. Die Patientin brauche weiterhin Begleitung für die Mobilisation mit dem Rollator. Die Aufmerksamkeit nach rechts habe sich gebessert. Die Patientin brauche noch Stimulation, um den Kopf ganz nach rechts zu drehen. Auch  sehe man, gerade in den ersten Wochen nach Stroke, weiterhin Rehabilitationspotenzial zur Aktivierung und Integration des rechten Armes und der Mobilisation mit und beginnend ohne Rollator (mit therapeutischer Hilfestellung). Eine mehrfach tägliche Therapie sei nur im  Setting im Rehabilitationszentrum möglich. Die Patientin sei im Moment keinesfalls in der Lage, selbständig ihren Haushalt zu führen bei weiterhin bestehender Aphasie (Einkauf,  nicht möglich) und sei nicht fähig, die Körperpflege durchzuführen (Hemiataxie rechts). Unter intensiver Therapie halte man diese Therapieziele in ca. 2-4 Wochen aktuell für realistisch.
5.5 In der Folge unterbreitete die Beschwerdegegnerin Dr. H._ das . In einer Aktennotiz vom 25. August 2020 (act. B7.2) empfiehlt Dr. H._ erneut die einmalige Kostengutsprache für 14 Tage, dann "VB zum Entscheid, ob s/s realistisch ist oder eine andere Unterbringung ansteht". Die Versicherte bekomme ein hohes Rehabilitationspotenzial ausgestellt und sei vor dem Ereignis im Eigenheim und im Ferienheim selbständig gewesen. Auch würden sich deutliche Fortschritte während des aktuellen Hospitalisationsaufenthalts zeigen. Diese Aktennotiz wurde sodann von Hand und mit Datum vom 26. August 2020 von der Direktion der Beschwerdegegnerin mit der Bemerkung "14 Tage AÜP" ergänzt.
5.6 Dr. I._ stellte mit Email vom 27. August 2020 und Schreiben vom 28. August 2020 (act. B8 und B8.1) nochmals ein Wiedererwägungsgesuch. Darin merkte sie an, dass das  einer "Akut- und Uebergangspflege" in den Kantonen X._ und Y._ nicht existiere, sondern lediglich eine häusliche Betreuung durch die Spitex. Aufgrund der Aphasie, der Apraxie sowie der Gangunsicherheit bei rechtsbetonter Ataxie sei ein Austritt nach Hause derzeit  nicht vertretbar. Die Patientin könne nur durch baldige hochfrequente Logo- und  sowie regelmässige Physiotherapie von rehabilitativen Massnahmen profitieren. Diese könnten in einem Alterspflegeheim nicht gewährleistet werden (max. 1-2 Therapieeinheiten pro Woche). Zudem sei, bei bis dato selbständig lebender Patientin, eine Unterbringung im Alters- und Pflegeheim sowohl medizinisch als auch soziopsychologisch in jedem Falle zu vermeiden. Ihrem Wiedererwägungsgesuch legte Dr. I._ ein Schreiben von Prof. Dr. med. J._, Sohn der Beschwerdeführerin, vom 27. August 2020 bei (B8.2). Prof. J._ hält darin folgendes fest: Er sei befremdet darüber, wie die Anfrage nach Kostenübernahme für eine  bearbeitet worden sei. Die zweimalige Ablehnung der Kostengutsprache sei für ihn und die behandelnden Ärzte in keiner Weise nachvollziehbar. Es bleibe unklar, weshalb die  für einen Rehabilitationsaufenthalt als nicht erfüllt angesehen würden. Die behandeln-
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den Neurologen des Spitals D._ würden ein Rehabilitationspotenzial als klar gegeben  und hätten deshalb den Antrag auf eine Kostenübernahme gestellt, mit einer detaillierten Begründung und konkreter Auflistung der notwendigen Massnahmen. Wieso eine Rehabilitation nicht wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein sollte, sei ihm völlig unklar und werde auch nicht argumentativ belegt. Es sei fraglich, weshalb der Krankenversicherer das  besser einschätzen könne als die behandelnden Spezialisten. Er sehe die Fortschritte der Mutter seit Spitaleintritt. Mit einer entsprechend intensiven Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie, wie dies in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik wie dem Spital E._  werde, könnten die Fortschritte noch wesentlich beschleunigt werden. Es sei zu erwähnen, dass die Mutter bis zum Ereignis selbständig zu Hause gelebt habe und eine Rückkehr nach Hause mit entsprechender Unterstützung ein realistisches Ziel sei, auch nach Einschätzung der behandelnden Neurologen. Die alternativ angebotene Akut- und Übergangspfleg könne das klar vorhandene Rehabilitationspotenzial nicht in vergleichbarer Weise ausschöpfen wie eine  Neurorehabilitation.
5.7 In der Folge äusserte sich Dr. H._ ein weiteres Mal im Rahmen einer undatierten Aktennotiz (B9.2). Er empfahl ein Festhalten am Entscheid. Nach erneuter Durchsicht der  werde ein Rehabilitationspotenzial bescheinigt, aber in keiner Weise konkretisiert.  scheine es so, dass die Versicherte gemäss Dr. I._ nach wie vor grösstenteils in  und Floskeln spreche, teilweise würden Perseverationen beim Üben beobachtet, dies trotz intensiver Logopädie. In der Ergotherapie sei die Versicherte nur noch auf wenig Hilfe . Unter der Physiotherapie sei der Fortschritt dokumentiert und es gehe um die weitere Integration der rechten oberen Extremität. All dies gehe in der AÜP. Die Versicherte sei betagt und bedürfe sicher der weiteren Betreuung und Unterstützung.
5.8 Prof. Dr. med. K._, Leitender Arzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals D._, wandte sich mit einem weiteren Wiedererwägungsgesuch an die Beschwerdegegnerin (act. B11). Im Schreiben vom 4. September 2020 hielt er fest, dass die internen Experten alle Kriterien für eine stationäre Rehabilitation als erfüllt ansehen würden. Die vorgeschlagene AÜP sei nicht verfügbar, reiche zeitlich nicht aus und es liesse sich damit nicht das gleiche Ergebnis erzielen wie mit einer stationären Rehabilitation mit intensivem multimodalem Therapiesetting. Realistisches Ziel sei die Rückkehr nach Hause mit weitest gehender Selbständigkeit in den ADL. Die Patientin habe bis anhin selbständig zu Hause gelebt. In Bezug auf die aktuelle Entwicklung hielt er die gleichen Ergebnisse wie Dr. I._ im Schreiben vom 28. August 2020 fest. Da man die Patientin aktuell nicht ohne stationäre Rehabilitation nach Hause entlassen könne, müsse sie bis zur Bestätigung der Kostengutsprache hospitalisiert bleiben.
5.9 Dem Austrittsbericht der Abteilung neurologische Rehabilitation des Spitals E._ vom 23. Oktober 2020 (act. B13) kann entnommen werden, dass das Hauptziel der Austritt nach Hause alleine lebend mit Hilfe gewesen sei. Dieses Ziel habe erreicht werden können. Bei Eintritt in die Neurorehabilitation habe man eine 89-jährige Patientin in gutem Allgemeinzustand und normalem Ernährungszustand gesehen, afebril, mit normwertigen Vitalparametern. Sie sei wach und voll orientiert gewesen. In der klinisch-neurologischen Untersuchung hätten sich eine ausge-
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prägte sensomotorische Aphasie und ein diskretes motorisches Hemisyndrom rechts, eine  nach rechts, eine Feinmotorikstörung der rechten Hand und eine Gangunsicherheit gezeigt. Im Labor vom 11. September 2020 seien keine relevanten Auffälligkeiten gefunden . Die Patientin sei in der interdisziplinären Neurorehabilitation eingebunden worden,  aus Physio- und Ergotherapie, Logopädie sowie rehabilitativer Pflege. Pflegerisch habe die Patientin zu Beginn bei Selbstversorgung und Mobilität Supervision und teilweise Hilfeleistung benötigt. Im Verlauf des Aufenthaltes habe sie für die basalen ADL ihre Selbständigkeit  können, sei jedoch bei den IADL (Essenszubereitung, Umgang mit Haushaltgeräten etc.) aufgrund ihrer Apraxie weitgehend auf Hilfe·angewiesen geblieben. Daher sei eine  Betreuung zu Hause zumindest anfangs für erforderlich erachtet worden. In der  sei vor allem an Gangsicherheit, Gleichgewicht und Ausdauer gearbeitet worden. Die Gehstrecke mit Handstock habe zuletzt 300 m betragen. Aufgrund der Hemianopsie sei draussen die Beachtung von Hindernissen unzureichend gewesen. In der Ergotherapie hätten die  der rechten Hand und die Apraxie im Zentrum gestanden. In beiden Bereichen hätten  Verbesserungen erzielt werden können. In der im Zentrum stehenden Logopädie hätten sich ebenfalls gute Fortschritte ergeben.
5.10 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens liess die Beschwerdeführerin  weiteren medizinischen Bericht einreichen. PD Dr. G._ führte im Schreiben vom 6. Mai 2021 (Beschwerdebeilage 4) aus, dass die stationäre Neurorehabilitation die einzige medizinisch vertretbare Möglichkeit gewesen sei, das therapeutische Ziel wirksam zu erreichen. Der  der Patientin sei noch nicht ausreichend stabil gewesen und der Therapiebedarf zu hoch, um eine AÜP in Erwägung zu ziehen. Die Patientin hätte aufgrund des Hirnschlags eine Aphasie, Apraxie, Hemianopsie und Hemiparese rechts erlitten, wodurch das Gehen und die  rechts erheblich beeinträchtigt gewesen seien, so dass eine grosse  bestanden habe und insbesondere in Kombination mit der schweren Aphasie (=  Störung der sprachlichen Verständigung) und der Sehstörung eine selbstständige  unmöglich gewesen sei. Dieser Zustand sei eine absolute Indikation für eine stationäre Neurorehabilitation. Aufgrund der Einschränkungen der Mobilität, der Kommunikation und des Sehens sei sie nicht in der Lage gewesen, sich selbständig zu versorgen und sei auf umfassende pflegerische Hilfe angewiesen gewesen. Um die verlorengegangenen Fähigkeiten nach einem Hirnschlag wiederzuerlangen, sei eine intensive und multimodale Therapie – bestehend aus , Ergotherapie, Logopädie und neurokognitivem Training – zwingend indiziert, die so nur im Setting einer stationären Neurorehabilitation angeboten werde. Ohne dieses intensive Therapieprogramm über vier Wochen wäre eine Rückkehr nach Hause sehr wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Die Defizite nach dem Hirnschlag seien komplex und multimodal gewesen.
6. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungsverweigerung auf die  von Dr. H._, die sie als sorgfältig und ausführlich bezeichnete. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, da die Zuverlässigkeit dieser Aktennotizen durch gewichtige Indizien in Frage gestellt wird. Zunächst ist unklar, um wen es sich bei Dr. H._ handelt. Von ihm sind weder Vorname noch Facharzttitel oder Adresse bekannt, was als ungewöhnlich bezeichnet  darf. Weiter kommt die erstmalige Empfehlung zur AÜP ohne Begründung daher, weshalb sie in keiner Art und Weise nachvollziehbar ist. Dr. H._ setzt sich in der Folge nur rudimentär
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mit den konkreten Einwendungen und Erläuterungen der fachärztlich spezialisierten Ärzte des Spitals D._ und des Spitals E._ auseinander. Die Verpflichtung des Krankenversicherers gemäss Anhang 1 Ziff, 11 KLV, die Empfehlungen der Vertrauensärzte zu berücksichtigen,  nicht, dass dies unbesehen von Qualität und Aussagekraft stets in zustimmendem Sinne zu erfolgen hat. Darüber hinaus ist nicht eindeutig erkennbar, welche Äusserungen von Dr. H._ stammen und welche nachträglich von der Administration der Beschwerdegegnerin  bzw. eingefügt worden sind (so z.B. bei der handschriftlichen Notiz "14 Tage AÜP" auf den Aktennotizen vom 21. August 2020). Den Beurteilungen des Vertrauensarztes fehlt es somit an jeglicher Transparenz. Die versicherungsinternen Abklärungen der Beschwerdegegnerin  nicht zu überzeugen, weshalb gestützt darauf keine rechtsgenügliche Beurteilung des  vorgenommen werden kann. Mit dieser Vorgehensweise verletzte die  den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG, was zur  des angefochtenen Einspracheentscheids führt.
7.1 Das Kantonsgericht hat folglich die Aufgabe, in eigener, unvoreingenommener  des Sachverhalts und der medizinischen Beurteilungen des Spitals D._ und des Spitals E._ zu prüfen, ob die Kostenübernahme für eine stationäre Neurorehabilitation gerechtfertigt ist.
7.2 Das Rehabilitationspotenzial liegt vor, wenn nach wissenschaftlich begründeten  mit einer Verbesserung des Funktionsvermögens unter vernünftigem Therapieaufwand bzw. bei progredienten Erkrankungen – wenigstens – mit einer Stabilisierung gerechnet werden kann. Zunächst ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die Empfehlung von Dr. H._ vom 21. August 2020, eine weitere Stellungnahme zur Frage der Rehabilitationsfähigkeit der  einzuholen, ignorierte. Seiner Aktennotiz vom 25. August 2020 ist sodann zu entnehmen, dass er sich nicht grundsätzlich gegen eine stationäre Rehabilitation aussprach.  der Empfehlung ihres Vertrauensarztes lehnte die Beschwerdegegnerin die Übernahme dennoch ab und vertrat die Auffassung, dass das Rehabilitationspotenzial nicht ausgewiesen sei und eine starke Pflegebedürftigkeit bestehe. Stattdessen sprach sie die Kosten für eine AÜP zu, ohne eine Abwägung im Sinne der Zweckmässigkeit zu machen oder sich mit den Argumenten des Spitals D._ auseinander zu setzen. Die Berichte des Spitals D._, insbesondere die Stellungnahme von Dr. I._ mit Email vom 25. August 2020, weisen ein  der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des geplanten Übertritts von der Akutpflege in die Rehabilitation aus. Dr. I._ legte die einzelnen Rehabilitationsziele detailliert dar und führte in nachvollziehbarer Weise aus, dass die Rückkehr nach Hause mit weitest gehender  in den ADL ein realistisches Ziel sei. Sie wies ausserdem darauf hin, dass sich die  bereits im Rahmen der Akutbehandlung verbessert habe. Die Beschwerdeführerin befand sich damit keineswegs bereits im Stadium eines Pflegefalles ohne Aussicht auf Verbesserung der Körperfunktionen. Damit ist das Rehabilitationspotenzial im Zeitpunkt des  mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
7.3 Zu prüfen ist die Spitalbedürftigkeit der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin führte aus, dass die behandelnden Ärzte darauf verzichtet hätten, die Spitalbedürftigkeit  zu dokumentieren. Hierzu ist anzumerken, dass es der Beschwerdegegnerin obliegt, die
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behandelnden Ärzte auf ungenügende Informationen hinzuweisen und um Klärung zu ersuchen. In diesem Sinne sind auch die Äusserungen von Dr. H._ in seiner allerersten Aktennotiz zu verstehen. Von einer Nachfrage kann erst abgesehen werden, wenn ein Sachverhalt gestützt auf aussagekräftige medizinische Unterlagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt  kann und es unwahrscheinlich ist, dass weitere Abklärungen neue oder zusätzliche  liefern werden. Sofern die Beschwerdegegnerin dem Spital D._ mangelhafte  unterstellt, kann ihr ohnehin nicht gefolgt werden. Das Spital D._ wandte sich mehrmals mit ausführlich begründeten Gesuchen an die Beschwerdegegnerin. Wenn die behandelnden Ärzte in der Folge nach mehrmaliger Ablehnung auf weitere Ausführungen verzichteten und die Beschwerdeführerin den Erlass einer Verfügung verlangte, erscheint dies nachvollziehbar.
Dr. I._ führte im Schreiben vom 27. August 2020 nachvollziehbar aus, weshalb damals eine Spitalbedürftigkeit vorlag, indem aufgrund der Aphasie, der Apraxie sowie der Gangunsicherheit bei rechtsbetonter Ataxie ein Austritt nach Hause medizinisch nicht vertretbar gewesen wäre. Zudem wies sie darauf hin, dass bei bis dato selbständig lebender Patientin eine Unterbringung im Alters- und Pflegeheim sowohl medizinisch als auch soziopsychologisch in jedem Falle zu vermeiden gewesen sei. Damit ist vorliegend bei der Beurteilung der Spitalbedürftigkeit nicht nur die Benötigung der Spitalinfrastruktur zu berücksichtigen, sondern es sind auch die sozialen  der Beschwerdeführerin in die Beurteilung miteinzubeziehen. Die Beschwerdeführerin  aufgrund des Hirnschlags eine akut aufgetretene Aphasie, Apraxie, Hemianopsie und  rechts, wodurch das Gehen und die Funktion der rechten Extremitäten erheblich  waren, so dass eine grosse Sturzgefährdung bestand und in Kombination mit der  Aphasie (erhebliche sprachliche Störung) und der Sehstörung eine selbständige  unmöglich war. Zusätzlich bestanden verkomplizierende Krankheiten wie das paroxysmale Vorhofflimmern und ein Harnwegsinfekt, später kam eine psychische Verstimmung hinzu.  der Beurteilung des Spitals D._ waren angesichts dieser Einschränkungen umfassende und jeweils sehr intensive Therapiemassnahmen notwendig. Es handelte sich um Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und um neurokognitives Training. Aufgrund der Einschränkungen in , Sehvermögen und Sprache war zudem eine umfassende pflegerische Betreuung nötig. Dies – neben den massiven gesundheitlichen Problemen – auch aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits 89 Jahre alt war und alleine in einem Einfamilienhaus wohnte. Die Spitalbedürftigkeit ist damit zu bejahen. Gemäss Merk- und Informationsblatt der Spitex F._ (act. B10) kann eine AÜP nur durchgeführt werden, wenn keine Spitalbedürftigkeit . Die AÜP fällt somit vorliegend als alternative medizinische Massnahme ausser Betracht, weshalb die Einwendungen der Parteien dazu nicht weiter zu prüfen sind. 7.4 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in den Schreiben vom 26. August 2020, vom 31. August 2020 und vom 7. September 2020 zudem auf den Standpunkt, dass die  nicht erfüllt seien. Begründet wurde diese Schlussfolgerung von der  einzig mit dem Hinweis auf die AÜP, die – wie bereits ausgeführt – aufgrund der  der Beschwerdeführerin nicht in Frage kommt. Die Wirksamkeit der Massnahme wird von der Beschwerdegegnerin nicht wirklich bestritten (vgl. Einspracheentscheid, S. 5, Ziffer III.3) und ist aufgrund der Berichte des Spitals D._ klar zu bejahen. Der stationäre Aufenthalt in einer auf neurologische Krankheiten spezialisierten Rehabilitationsklinik wie dem Spital E._ ist ob-
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jektiv betrachtet geeignet, dem angestrebten medizinischen Nutzen, nämlich der  der eingeschränkten Funktionen der Beschwerdeführerin, zu dienen. Die Zweckmässigkeit ist auch gegeben. Der Vergleich zwischen der Nichtintervention und dem  zeigt, dass dieser den besten therapeutischen Nutzen aufweist. Dem Einwand der , das Spital D._ habe keine Auseinandersetzung mit den möglichen Anwendungen im Einzelfall vorgenommen, kann nicht gefolgt werden. Die behandelnden Ärzte haben mehrfach ausgeführt, dass nur eine intensive, mehrfach tägliche Rehabilitation mit verschiedenen  den gewünschten Erfolg erzielen könne. Auch die Wirtschaftlichkeit ist gegeben, da  Aufwand und Nutzen kein erhebliches Missverhältnis besteht. Die Beschwerdegegnerin versäumte es, dieses mit konkreten Zahlen aufzuzeigen. Der Nutzen für die Beschwerdeführerin, nach einer schweren Verletzung und einem Monat Rehabilitationsaufenthalt nach Hause  und dort wieder selbständig zu leben, rechtfertigt in jedem Fall den Aufenthalt im Spital E._. Ein krasses Kosten-Nutzen-Fehlverhältnis ist nicht zu erkennen.
7.5 Damit ist gestützt auf die ausführlichen und schlüssig sowie nachvollziehbar  Berichte der behandelnden Ärzte des Spitals D._ und des Spitals E._ davon , dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht das Vorliegen der gesetzlichen  zur Übernahme der Kosten für den Aufenthalt im Spital E._ vom 10. September 2020 bis 8. Oktober 2020 aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung verneinte. Die geltend  Höhe der Kosten für den Aufenthalt in der Höhe von Fr. 28'941.-- wurden von der  nicht bestritten.
8. Die Beschwerdeführerin beantragt zudem die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, einen Verzugszins zu bezahlen. Art. 26 Abs. 2 ATSG sieht vor, dass die Sozialversicherungen, sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig werden. Der Anspruch auf  der Kosten des Rehabilitationsaufenthalts entstand im Oktober 2020. Damit wird die  für die Forderung frühestens ab Oktober 2022 verzugszinspflichtig. Sofern die Beschwerdeführerin ab 26. Oktober 2020 die Bezahlung eines Verzugszinses von der  fordert, kann ihr nicht gefolgt werden.
9. Damit ist zusammenfassend festzustellen, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf die Kostenübernahme für den Rehabilitationsaufenthalt im Spital E._ vom 10. September 2020 bis 8. Oktober 2020 hat. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. März 2021 ist aufzuheben und die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin Fr. 28'941.-- zu bezahlen. Die Beschwerde wird in diesem Sinne teilweise gutgeheissen.
10.1 Art. 61 lit. f ATSG in der seit dem 1. Januar 2021 massgebenden Fassung hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen  vorgesehen ist. Das KVG sieht keine Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende  vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.
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10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der Beschwerdeführerin ist nur in einem Nebenpunkt mit ihrer  nicht durchgedrungen, weshalb ihr eine Parteientschädigung zu Lasten der  zuzusprechen ist. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat in ihrer  vom 10. Mai 2021 einen Zeitaufwand von insgesamt 13,58 Stunden geltend gemacht. Die noch vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids ergangenen Bemühungen in der Höhe von insgesamt drei Stunden sind in Abzug zu bringen, womit für das Beschwerdeverfahren noch ein Aufwand von 10,58 Stunden zu berücksichtigen ist. Die Rechtsvertreterin macht für ihre  einen Stundenansatz von Fr. 300.-- geltend. Praxisgemäss sind die Bemühungen vorliegend jedoch nach dem für durchschnittliche Fälle in Sozialversicherungsprozessen zur  gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden ist sodann die in der Honorarnote angeführte Spesenpauschale von 3 %. Der Beschwerdeführerin ist folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'934.15 (10,58 Stunden à Fr. 250.-- und Spesenpauschale von 3 % zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.