Decision ID: feb8c466-c8d6-42f0-b643-565494073711
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
Die
1974 geborene
X._
, Mutter zweier Söhne (geboren 1993 und 1997
), ohne abgeschlossene Berufsausbildung, arbeitete zuletzt von 2006 bis
Januar
2012
(letzter effektiver Arbeitstag)
als Wäscherei-Mitarbeiter
in
im
Y._
(
Urk.
8/6/3, Urk. 8/6/5
,
Urk.
8/22
)
. Am 1
9.
September
2012 (Eingangs
datum
) meldete sie sich unter Hinweis auf Arthrose, Zysten,
Gebär
mutter
prob
leme
sowie Schwellungen des Körpers bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenver
siche
rung an (
Urk.
8/6).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhält
nisse zog die IV-Stelle zunächst die Akten de
r beruflichen Vorsorgeeinrichtung der Versicherten
(Urk.
8
/
15
) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (
IK-Auszug;
Urk.
8
/
11
) bei und h
olte einen Arbeitgeberbericht (Urk.
8
/
22
) sowie
Berichte der behandelnden Ärzte (Urk.
8/17,
Urk.
8/20-21
)
ein
.
Am 2
0.
März 2013
fand eine psychiatrisch
-
ortho
pädische
Untersuchung beim Regionalen
Ärzt
lichen Dienst statt (
psychiatrischer
RAD-Untersuchungsbericht vom 29
.
April
2013
[
Urk.
8/28
]; orthopädischer RAD-Untersuchungsbericht vom 30.
April 2013
[
Urk.
8/29]
).
Nachdem die IV-Stelle weitere Berichte der behandelnden Ärzte
beigezogen hatte (
Urk.
8/46,
Urk.
8/48-49
,
Urk.
8/59
)
,
erfolgte a
m 1
2.
Novem
ber
2013 eine neurologische
-
orthopädische Untersuchung beim RAD (neurologi
scher R
AD-Untersuchungsbericht vom 13.
November 2013 [
Urk.
8/53], orthopä
discher RAD-Untersuchungsbericht vom 13.
November 2013 [
Urk.
8/54]).
A
m
4.
Juli 2014
auferlegte die IV-Stelle der Versicherten
unter dem Titel
der
Schaden
min
derungspflicht
, sich regelmässig konservativer Therapien zu unter
ziehen und die verordneten Medikamente einzunehmen, kontrolliert mittels
Serum
spiegel
alle vier Wochen
(
Urk.
8/60
)
.
In der Folge
holte die IV-Stelle
weitere Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
8/83
, Urk.
8/89, Urk. 8/92
)
und
liess die Verhält
nisse im Hau
shalt (Abklärungsbericht vom 12. März 2014
; Urk.
8
/
93
)
vor Ort abklären.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vor
be
sc
heid vom
16.
Oktober
2015 [Urk. 8/101], begründeter Einwand vom 1
8.
Novem
ber 2015 [
Urk.
8/106])
verneinte die IV-Stelle
ausgehend von einem Invaliditätsgrad von
5
%
mit Verfügung vom 11.
Januar 2016 einen
Leistungs
anspruch
(
Urk.
8/113 [=
Urk.
8/113]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. Februar 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr die gesetz
lichen Leistungen zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
März
2016
beantragte die IV-Stelle Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 7), was de
r
Beschwerdeführer
in
mit Verfügung vom
11
.
Mai
201
6
zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12
).
In prozessualer Hinsicht zog die Beschwerdeführerin
ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
mit Ein
gabe vom
4.
Mai 2016
zurück
(
Urk.
11
).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter
suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/201
4 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
1.4
Das
Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolge
rungen sind zu begründen.
Allerdings kann auf das Ergebnis
versicherungs
interner
ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht ab
gestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gege
n
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
erwog im
angefochtenen Entscheid
, die Abklärungen vor Ort hät
ten ergeben, dass die Beschwerdeführerin vor dem Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
zu 50 % erwerbstätig gewesen sei und die restlichen 50 % in den
Auf
gaben
bereich
Haushalt
entfallen seien
. Es sei
davon aus
zugehen
, dass sie diese Auf
teilung auch ohne Gesundheitsschaden beibehalten hätte. Die Abklärungen der medizini
schen Verhältnisse hätten ergeben, dass der Beschwerdeführerin
seit dem
3.
September
2012
die Ausübung der angestammten Tätigkeit
im 50%-Pen
sum
wieder zumutbar gewesen sei
. Deshalb resultiere beim
Einkommens
ver
gleich
, ausgehend von einer Einschränkung im Aufgabenbereich von 10,25
%
ein ge
wichteter Invaliditätsgrad von 5
%
. Ab März 2013 sei sogar von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensan
gepassten Tätigkeit auszugehen
(
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde dagegen vor,
den Berichten der behandelnden Ärzte sei zu entnehmen, dass sie seit dem 1
7.
Juni 2
013 zu 100
%
arbeitsunfähig sei
. Darüber hinaus habe sich
ihr Gesundheitszustand im Februar 2016
noch
verschlechtert.
Zur Therapietreue bemerkte die Beschwerde
führerin, dass sie die verordneten Schmerzmittel stets ein
ge
n
om
m
en habe
, dass sie jedoch seit langem unter Übelkeit und Erbrechen leide, was die Einnahme von Medi
kamenten erschwere.
Zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung
stehe
eine Abklä
rung bei
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin FMH für Physi
kalische Me
dizin und Rehabilitation,
an
, welche im Sinne einer Beweisofferte ab
zuwarten sei (
Urk.
1).
3.
3.1
Zur Abklärung der Berufsunfähigkeit veranlasste
die
berufliche
Vorsorgeein
richtung
der Beschwerde
führerin
bei
Dr.
med.
A._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
das
vertrauensärztliche Gutachten
vom 1
2.
September
2012
(Urk.
8/15)
. Diesem
können folgende D
iagnosen entnommen werden (Urk.
8/15
/9):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei
Diskushernie L5/S1 links mit teilweiser Neurokompression S
1
links
muskulärer
Dekonditionierung
/
Dysbalance
mit Haltungsinsuffizienz
Adipositas
grosses
radiopalmares
Handgelenksganglion links
geplante Exzision am
4.
Oktober 2012
beginnende Kniegelenksarthrose rechts mit/bei
Teilruptur des vorderen Kreuzbandes, degenerativer Veränderung des Innenmeniskus
unklare intermittierend auftretende Unterbauchschmerzen rechts
Verdacht auf depressive Episode
Sodann
führte die Vertrauensärztin aus
, es seien breitgefächerte Abklärungen durchgeführt worden. Bisher hätten sich keine Hinweise für eine
rentenbe
rechtigende
Erkrankung gefunden. Die aktuell vorwiegend muskulär bedingten Rückenschmerzen seien einer konsequent durchgeführten Therapie (Physiothe
ra
pie/MTT/Schmerztherapie) zugänglich, die therapeutischen Optionen seien noch
nicht ausgeschöpft. Klinisch fänden sich aktuell keine Hinweise für eine
radi
ku
läre
Problematik. Die medikamentöse Schmerztherapie sollte nach
Stufen
schema
angepasst/optimiert werden. Die geplanten Operationen (
Ganglionexzi
sion
, Hys
t
e
rektomie) würden erneut zu vorübergehenden krankheitsbedingten
Arbeitsun
fähigkeitsintervallen
führen. Die Psychotherapie soll weitergeführt werden, unter
dieser Behandlung sei mit einer weiteren Stabilisierung des psy
chischen
Zu
stands
bildes
zu rechnen. Aus Gutachtersicht fänden sich keine Hin
weise für eine Berufsunfähigkeit
. Die Beschwerdeführerin sei aktuell als zu 100
%
arbeitsfähig einzustufen
(Urk.
8/15/10 f.).
3.2
Nach Ablauf des Wartejahres und der sechsmona
tigen Frist seit der Geltendma
chung von Ansprüchen gemäss
Art.
29 Abs.
1 IVG
untersuchten zwei RAD-Ärzte
die Beschwerdeführerin
am 20. März 2013
.
3.2.1
Med.
pract
.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im RAD-Untersuchungsbericht vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
8/28) fest,
dass keine psy
chiatrischen Diagnosen mit resp. ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor
lägen. Es sei über eine mittelgradige Depression berichtet worden, was Hin
ter
grund der Untersuchung sei. Eine depressive Entwicklung werde, abgesehen von einer Traurigkeit bei einer psychosozialen Situation, nicht exploriert. Aus psy
chia
trischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
8/28/5
).
Eine leichte Minderung bestehe aufgrund von Müdigkeit wegen Schlafstörungen auf dem Hintergrund von Schmerzen beim Wachwerden
(
Urk.
8/28/6)
. Die Be
schwerdeführerin habe angegeben, sie werde ambulant in Uster bei einer der
RAD-Ärztin nicht bekannt
en Ärztin behandelt
.
Stationäre psychiatrische Behand
lungen
seien bisher keine erfolgt. Medikamente seien nur spurenhaft im
Medi
kamentenspiegel
messbar und hätten sich nicht im thera
peutis
chen Bereich befunden (
Urk.
8/28/2)
.
3.
2.2
Dem RAD-Untersuchungsbericht von med.
pract
.
C._
, FMH
orth
o
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
vom
3
0. April
2013
(Urk. 8/
29
) kann zum orthopädisch/rheumatologischen Befund
im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS)/Lendenwirbelsäule (LWS)
folgendes ent
nommen werden:
Die physiologischen Schwingungen der BWS und LWS seien im Lot, es liege keine Narbe vor, physiologisch bestehe eine ausgebildete
Para
vertebral
mus
kulatur
,
es liege
kein Hartspann
paravertebral vor, kein
KS
(
Klopf
schmerz
)
und kein Druckschmerz der Dornfortsätze, kein Druckschmerz der
Costotransversal
gelenke
, Druckschmerz am
lumbosacralen
Übergang, kein
Fede
rungssch
merz
, Druckschmerzen
iliolumbal
und
Druckschmerzen des linken ISG mehr als des rechten.
Sodann bestehe k
ein Druckschmerz der M.
Piriformis
-Gruppe beidseits,
der
Lasègue
sei beidseits negativ, der
Langsitz
möglich,
der
Valleix
und auch
der
Nervus
Femoralis
-Dehnungstest
sei
en
beidseits negativ aus
gefallen
(
Urk.
8/29/4)
.
Das Auskleiden sei flüssig und im Stehen erfolgt, teil
weise mit Festhalten am Mobiliar, ohne Trickbewegungen, aber mit viel Ächzen und Stöhnen, das Ankleiden sei flüssig im Sitzen erfolgt
(
Urk.
8/29/4)
.
Als Di
agnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine Lum
b
algie ohne Hinweis auf
radikuläre
Symptome festgehalten. Ferner könne der Feststellung, wie sie im Gutachten der beruflichen Vorsorgeeinrichtung
festgehalten
sei, gefolgt werden. Es liege aus somatischer Sicht keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Auch bei der aktuellen Untersuchung hätten sich keine Hinweise auf eine objektivierbare Funktionsmin
derung der Wirbelsäule gefun
den (
Urk.
8/29/8).
3.3
3.3.1
Die Beschwerdeführerin war vom 27. März 2013 bis am 1
1.
April 2013 im
D._
hospitalisiert.
Dem
Austrittsb
ericht
des
D._
vom 1
5.
April 2013 (
Urk.
87/46) kann entnom
men werden
, dass
es in Folge der am 1. März 2013 erfolgten
Gebärmutter
ope
ration
plötzlich zu einer Reithosenanästhesie links mit ständigem Miktionsdrang gekommen sei, weshalb
am 2
8.
März 2013 eine
Sequestrektomie
und
Diskek
tomie
L5/S1 links vollzogen
wurde
n
.
Es wurde ein insgesamt komplikationsloser Verlauf mit unproblematischer Mobilisation unter physiotherapeutischer Anlei
tung festgehalten. Die Schmerzsymptomatik sei nahezu komplett
regredient
ge
wesen und die sensible Ausfallsymptomatik
habe sich im Verlauf gebessert
(
Urk.
8/46)
.
3.3.2
Vom 1
1.
April 2013 bis am
4.
Mai 2013 hielt sich die Beschwerdeführerin
sodann
zwecks Rehabilitation im
E._
auf.
I
m definitiven Austrittsbericht des genannten Zentrums vom 2
1.
Mai 2013 zu Händen der Hausärztin (
Urk.
8/48) wurde festgehalten, im Rahmen der interdis
ziplinären Therapien habe die Beschwerdeführe
r
in gute Fortschritte im Bereich
der Mobilität erreichen können. Bis zum Austritt habe sie auch längere Strecken ohne Hilfsmittel zurücklegen können, wie auch Treppensteigen mit Festhalten am Handlauf ohne wesentliche Schmerzen. Auch habe sie durch die erlernten Schmerzlinderungsmassnahmen profitieren können (
Urk.
8/48/2).
3.3.3
Dr.
med.
F._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
hielt im Be
richt vom 1
7.
Juni 2013 zu Händen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (
Urk.
8/39/5) fest, es liege – bei Wurzelkompressionssyndrom S1 links und
Caudasymptomatik
L5/S1 linksbetont (Status nach mikrochirurgischer Exzision ei
nes
Discus
-Massenprolapses) sowie Adipositas ein ausgesprochen protrahierter postoperativer Verlauf vor. Die Beschwerdeführerin sei regelmässig in physio
therapeutischer Behandlung und mache zu Hause ihre Übungen. Zurzeit bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/39/5).
3.
4
Die Beschwerdegegnerin liess die Beschwerdeführerin in der Folge erneut beim RAD untersuchen.
3.4.1
Med.
pract
.
G._
, FMH Neurologie, hielt im RAD-Untersuchungsbe
ric
ht vom 1
3.
November 2013 fest (
Urk.
8/53), aus neurologischer Sicht bestehe keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche, überwiegend sitzen
d
e Tätigkeiten mit sporadischem Gehen und Treppensteigen. Der RAD-Arzt hielt als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Lum
balgie sowie eine latente
residuelle
Fussh
eber- und
Fusssenkerparese
fest
(
Urk.
8/53/3).
3.
4.2
Med.
pract
.
C._
untersuchte die Beschwerdeführerin am 1
3.
November 2013 erneut (orthopädisch/rheumatologischer RAD-Untersuchungsbericht vom 1
3.
November 2013
;
Urk.
8/54). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit hielt die
Fachärztin eine
Bewegungs- und
Belastungseinschrän
kung
der LWS bei Status nach Dekompressions-OP fest, ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit lägen keine Diagnosen vor (
Urk.
8/54/6).
Das Auskleiden erfo
lge flüssig im Stehen, teilw
eise mit Festhalten am Mobiliar und
ohne
Trick
bewe
gungen
. Das Ankleiden erfolge flüssig im
Stehen. Im Bereich der BWS/LWS würden
physiologische Schwingungen der BWS
erfolgen
, es liege eine regel
rechte Lendenlordose vor, die Wirbelsäule sei im Lot, es habe eine reizlose Narbe über dem
lumbosakralen
Übergang, es liege eine physiologisch ausge
bil
dete
Paravertebralmuskulatur
und ein mässiger Hartspann paravertebral
tief
lum
bal
vor, zudem bestehe kein KS der Dornfortsätze, ein isolierter Druck
schmerz des Dornfortsatzes S1, kein Druckschmerz der
Costotransversalgelenke
, kein Druckschmerz am
lumbosakralen
Übergang, kein Federungsschmerz, ein Druckschmerz
iliolumbal
sowie
ein
Druckschmerz des linken mehr als des rechten ISG, kein Druckschmerz der M.
Piriformis
-Gruppe beidseits, der
Lasègue
sei beidseits negativ, der
Langsitz
möglich, der
Valleix
be
i
dseits negativ und
auch der
Nervus
Femoralis
-Dehnungstest sei beidseits negativ ausgefallen (
Urk.
8/54/3 f.)
. Zudem hielt med.
pract
.
C._
fest: Ott: 30/31cm, Schober: 10/14cm, Fingerbodenabstand: 41cm (lumbale Schmerzangabe, kein
Seitenaus
weichen
, kein Klettergriff), Rotation rechts/links: 20°-0-20° (bei
Rechtsrota
tion
/Linksrotation keine Schmerzangabe lumbal), Seitneigung rechts/links: 30°-0-20° (Schmerzangabe lumbal links),
Reklination
: 0° (lumbale Schmerzangabe mit Ausstrahlung in den dorsalen Oberschenkel links;
Urk.
8/54/3 f.).
Gegenüber der Voruntersuchung im RAD vom 2
0.
März 2013 habe keine wesentli
che Verschlechterung des Befundes festgestellt werden können. Es habe eine etwas verminderte Beweglichkeit der
LWS
insbesondere für die Inklination bei unauffälliger S
pontanbeweglichkeit bestanden. D
er untersuchende Neuro
loge habe keine neurologischen Ausfälle beobachtet. Die im Rahmen der Un
ter
suchung erhobenen Laborbefunde hätten ergeben, dass keines der von der
Beschwerdeführerin
als regelmässige Medikation angegebenen Präparate
habe
nachgewiesen werden k
ö
nne
n
. Weder die angegebenen Antidepressiva (
Cym
balta
,
Fluctin
) noch die Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol, MST) oder das Benzodiazepin (
Zolpidem
)
hätten
gefunden werden
können.
Bei der 39
-
jährigen Mitarbeiterin einer Krankenhauswäscherei
sei
anhand der vorliegenden medizi
ni
schen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung vom 1
3.
Novem
ber
2013 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeits
fähig
keit beeinträchtig
e.
Aus versicherungsmedizinischer Sicht besteh
e
nach
der
Operation der
LWS
eine verminderte Belastbarkeit
für: regelmässiges mittel
schwe
res und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Ar
bei
ten mit
Ü
berstreckbelastung der Wirbelsäule über Kopf- und
auf
Schulter
höhe, auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zw
angshaltungen
(
Urk.
8/54/6). In ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin
einer
Wäscherei be
steh
e
eine
50
%
Arbeitsfähigkeit seit
Mai 201
3.
In angepasster Tätigkeit mit körper
lich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und
Trage
belastun
gen
über 10
kg
, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufige
w
irbelsäulenbelastende Tätigkeiten
sei seit der im März 2013 erfolgten RAD-Untersuchung eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit gegeben. Eine wesentliche Verän
derung des Gesundheitszustands
sei
seit der letzten Untersuchung im RAD nicht eingetreten (
Urk.
8/54/7).
3.
5
Am
1
1.
März 2014
erfolgte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt. Im Abklärungsbericht vom
12
.
März 2014
(Urk.
8
/
93
) notierte die Abklärungsperson zusammenfassend,
die Beschwerdeführerin habe erklärt, dass sie bei guter Gesundheit gerne 50
%
weiter gearbeitet hätte. So habe sie auch für den Haushalt und für sich genügend Zeit daneben gehabt. Sie
habe die Kinder gross gezogen und habe nun die etwas vermehrte Freizeit ge
nossen. Das Leben wäre für sie so perfekt gewesen (
Urk.
8/93/2). Zudem notierte die
Abklärungsperson die konkreten Aufgabenbereiche, deren prozentuale Gewichtung und die jeweiligen Einschränkungen und kam zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei im Haushalt
bis zum 2
8.
Februar 2014 zu 10,25
%
und ab dem
1.
März 2014 zu 32
%
eingeschränkt
(Urk.
8
/
93
/
8
).
Aufgrund der erneuten Operation am 1
7.
März 2014 müsse die Situation abgewartet und neu beurteilt werden (
Urk.
8/93/9).
3.6
Am 1
7.
März 2014 wurde die Beschwerdeführerin am
D._
erneut operiert; Dr.
med.
H._
, Neurochirurgie FMH,
nahm eine
mikrochirurgi
sche
Entfernung eine
r
Rezidivdiskushernie
L5/S1 links sowie eine
Radiolyse
vor.
Dem Austrittsbericht des
D._
vom 3
1.
März 2014 (
Urk.
8/83) kann entnommen werden, dass der Eingriff mit Intubationsnarkose komplikationslos durchgeführt worden sei, wobei postoperativ kein neues neurologisches Defizit bestanden habe.
Die Beschwerdeführerin sei vom 1
6.
bis am 2
7.
März 2014 hospitalisiert gewesen (
Urk.
8/83/4).
3.7
Dr.
med.
I._
, führte im Bericht vom 1
3.
Mai 2015 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/92) aus, bei der Beschwerdeführerin sei ein ausge
prägtes, beeinträchtigendes
Lumbovertebralsyndrom
bei Status nach zwei Ope
rationen im LWS-Bereich, ein generalisiertes opiatabhängiges Schmerzsyndrom und eine schwerwiegende reaktive depressive Episode festzustellen. Die Be
schwerdeführerin habe trotz zweier Operationen im April 2012
(recte:
März
2013)
und 2014 sehr starke Schmerzen und
leide an einer
Schmerzausstrahlung ins
linke Bein. Die bisherigen stationären und ambulanten Behandlungen hätten keine
nennens
werte Besserung gebracht. Sie stehe weiterhin in der
Schmerz
sprech
stunde
im
D._
. Seit langem nehme sie MST 30mg,
Cymbalta
60mg täg
lich und
Lyrica
2 x 200mg. Ohne diese Medikamente könne sie überhaupt nicht leben. Trotz dieser Medikamente habe sie starke Schmerzen mit nächt
licher Zu
nahme
und auch starke Beweglichkeitseinschränkungen und könne deswegen gar ni
chts machen. Ohne Hilfe ihres Ehemannes und auch ihrer Familie könnte sie über
haupt nicht mehr existieren (
Urk.
8/92/2).
Zuallererst müsse fest
ge
halten
werden
, dass die Beweglichkeit der LWS bei der Beschwerdeführerin sehr stark eingeschränkt sei. Dabei müsse sie sehr starke Schmerzen haben, sogar in Ruhe. Die Schmerzen nähmen bei stark einge
schränkten Beweg
ungen deutlich zu, trotz einer Dreier-M
edikation (inklusive Opiate). Ausserdem bestehe eindeutig eine Ausfallsymptomatik der Wurzel L5 links (erhebliche
Fussheberschwäche
und auch Sensibilitätsstörung). Weniger ausgeprägt habe die Beschwerdeführerin ebenfalls eine Sensibilitätsstörung in
der Wurzel S1 links. Das ausgeprägte
chronifizierte
und bis jetzt
therapieresis
tent
gebliebene
Lumbovertebralsyndrom
verursache bei ihr seines Erachtens eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit. Hinzu kämen noch psychische Beschwerden bei Verschlechterung ihres psychischen Gesundheitszustandes, die durch
versi
cherungsrechtliche
unkorrekte Behandlung und durch die enttäuschenden Ope
ra
tionen und sich verschlimmernde
n
körperliche
n
Beschwerden verursacht word
en seien
(Urk.
8/92/2)
. Die Verschlechterung des psychischen Gesundheits
zustandes beeinträchtige zusätzlich ihre Arbeitsfähigkeit. Somit könne bei der Beschwerdeführerin aktuell und auf längere Sicht von einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit ausgegangen werden
(Urk. 8/92/3).
3.8
Dem Kurzaustrittsbericht des
Y._
vom 2
6.
Oktober 2015
zu Händen der Hausärztin
(
Urk.
8/105) kann entnommen werden, die Beschwerdeführerin sei zufolge notfallmässiger Zuweisung durch die Hausärztin vom 2
1.
bis am 24. Okto
ber 2015 ho
spitalisiert gewesen. Die Spitalärzte stellten folgende Diag
nosen
(
Urk.
8/105/1)
: (1) virale Bronchitis (Erstdiagnose: 21. Oktober 2015), (2) unklare
Sklerosierung
der
Sakroiliakalgel
enke
beidseits (Erstdiagnose 8.
August 2012), Differentialdiagnose: Status nach
Sakroileitis
,
arthrotische
Veränderung der
Sakroiliakalgelenke
, (3) Verdacht auf Depression (Erstdiagnose September 2012), mit begleitender Insomnie, (4) Wurzelkompressionssyndrom S1 links bei
Rezidivdiskushernie
L5/S1
links, Status nach mi
kr
ochir
u
rgischer Entfernun
g einer
Re
zidivdiskushernie
L5/S1 links und
Radikolyse
im März 2014,
Status nach mikrochirurgischer Entfernung eines Diskusmassenprolaps
es
mit
Cauda
sympto
matik
im März
2013
, (5)
Steatosis
hepatis
(
Erstdiagnose
April
2014
).
4.
4.1
Die Einschätzung
en
der RAD-Ärzt
e
C._
und
B._
, welche als Fach
ärzt
e
der orthopädi
schen Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates resp. Psychiatrie und Psychotherapie
offensichtlich über die erfor
derlichen per
sön
lichen und fachlichen Qualifikatione
n verfügen
, beruh
en
auf einer persönli
chen orthopädischen
resp.
einer
psychiatrischen
Untersuchung vom
20
.
März 2013
und entspr
e
ch
en
den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an ärztliche Bericht
e
.
Einerseits stellte d
ie untersuchende
RAD-
Ärztin
C._
– mit Verweis auf den orthopädi
schen/rheumatologischen Befund –
schlüssig fest, dass bei der Be
schwer
deführerin keine Hinweise auf eine objektivierbare Funktionsminderung der Wirbelsäule
gefunden werden konnte
n
, weshalb sie aus somatischer Sicht nicht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausging
(E. 3.2.2)
.
A
uch
der
Bericht des untersuchenden
RAD-
Arztes
B._
ist
als schlüssig zu be
wer
ten; er
stellte keine psychiatrischen Diagnosen, weder mit noch ohne Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
,
und ging deshalb in psychiatrischer Hinsicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus. Eine depres
sive Entwicklung stellte er
nicht fest, abgesehen von einer Traurigkeit bei psy
chosozialer Situation
,
ledig
li
ch
eine leichte Minderung
infolge
Müdigkeit aufgrund von Schlafstörungen. So
dann hielt er eine nicht konsequente Therapierung der Beschwerdeführerin und
im Medikamentenspiegel
nur
spu
renhaft
vorhandene Medikamente fest (E. 3.2
.1).
Die übereinstimmenden
Einschätz
ungen der RAD-Ärzte
C._
und
B._
, wonach bei der Beschwer
deführerin weder aus orthopä
disch/rheumato
logischer Sicht noch in psychiatrischer Hinsicht von einer
andauernden
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei
,
erschein
en
nachvollziehbar.
Die
Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
durch
RAD-Ärztin
C._
steht
denn auch
nicht mit den Feststellungen der
vertrauens
ärztlichen
Gutachterin
vom September 2012
(E. 3.1)
in Widerspruch. Vielmehr
verwies RAD-
Ärztin
C._
auf das
vertrauensärztliche Gutachten von
Dr.
A._
zu Händen der beruflichen Vorsorgeeinrichtung
und ging mit dieser einhellig von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus.
Im
ver
trauensärztliche
n
Gutachten
, das
die an eine beweiskräftige Experte gestell
ten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen
vermag (E. 1.4)
,
sah die
Gut
ach
terin
gestützt auf breitgefächerte Abklä
rungen
ebenfalls
keine Hinweise
auf
eine “rentenberechtigende
Erkrankung“
und attestierte eine 100%ige Arbeitsfähig
keit. Überdies ging sie davon aus
, dass die vorwiegend muskulär bedingten Rückenschmerzen einer konsequenten Therapierung zugänglich seien und nicht auf einer
radikulären
Problematik be
ruhten (E. 3.1).
In orthopädisch/rheumatologisch-psychiatrischer Hinsicht kann den nachvoll
zieh
baren und widerspruchs
freien RAD-Untersuchungsberichten
vom 29./3
0.
Ap
ril 2013
(Urk.
8
/
28-29
)
und auch dem Gutachten von
Dr.
A._
(Urk. 8/15)
ohne
weiteres
gefolgt werden. Dem
n
ach
war
die Beschwerdeführerin
im März 2013
sowohl in der
angestammten Tätigkeit als
Wäscherei
mitarbeiterin
als
auch i
n einer ange
passten
Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, wobei diese Ein
schätzung gemäss Verweis von med.
pract
.
C._
seit der Begutachtung durch
Dr.
A._
im September 2012 Geltung hat
(E. 3.2.2)
.
4.2
Daran ändert die Tatsache nichts, dass die Beschwerdeführerin
vom 2
7.
März bis am 1
1.
April 2013
im
D._
hospitalisiert war
und
sich
vom 1
1.
April
bis am
4.
Mai 2013
im
E._
aufhielt (E.
3.3.1-3.3.2)
. Die
Beschwerdeführerin
war
zwar
in dieser Zeitspanne
als zu 100
% arbeitsunfähig z
u erachten
. Dennoch bleibt diese nur vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustands ohne Relevanz für die
Rentenbeur
teilung
, da sie nicht
dauerhaft war (total 39 Tage)
und anschliessend wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
kann
(vgl.
Art.
88a
Abs.
2 IVV sowie nachstehend E. 4.3)
. Gleiches gilt für die am 17.
März 2014 erneut am
D._
erfolgte komplikationslose Operation
und die entsprechende Hospita
lisierung
(E. 3.6).
4.3
In den
nach dem operativen Eingriff vom 2
8.
März 2013 und
im Anschluss an den
Bericht von
Dr.
F._
vom 1
7.
Juni 2013
(
Urk.
8/39)
, worin diese von einer
Caudasymptomatik
L5/S1 linksbetont berichtete
,
erstellten Un
ter
suchungsberi
chten der RAD-Ärzte
C._
und
G._
(FMH Neurologie) kamen diese zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin auch nach dem opera
tiven Eingriff vom März 2013
aus neurologischer Sicht
als zu 100 % arbeits
fähig zu erachten ist
und in orthopädisch/rheumatologischer Hinsicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist (E. 3.4.1-
3.4.
2)
.
Zum einen konnte RAD-Arzt
G._
, welcher als Facharzt für Neurologie über die erfor
derlichen persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügt und die Beschwerdeführerin am 1
2.
November 2013 persönlich untersuchte, womit die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an ärztliche Berichte
erfüllt sind,
keine neurologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
stellen
, weshalb er
dementsprechend
nicht von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausging
(E. 3.4.1). Zum
anderen
ka
m
RAD-Ärztin
C._
, welche die Be
schwerdeführerin am 1
3.
November 2013 erneut persönlich untersucht
hat
te
,
zum Schluss
, dass gegenüber der Voruntersuchung
vom 20.
März 2013 keine we
sentliche Verschlechterung eingetreten sei. Aufgrund der von ihr festgehal
tenen Diagnose eine
r
Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS bei Status nach Dekompressions-Operation
hielt
med
pract
.
C._
dafür, es sei ein so
matischer Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einge
treten
.
S
ie
hielt
eine eingeschränkte Belastbarkeit für
regelmässiges mit
telschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten mit Überstreckbelastung der Wirbelsäule über Kopf- und auf Schulter
höhe, auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen
fest
. In der bisherigen Tätigkeit als Wäscherei-Mitarbeiterin schätzte med.
pract
.
C._
die Beschwerdeführerin als zu 50
%
arbeitsfähig ein
; dies seit Mai 201
3.
I
n einer angepassten Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragbelastungen über 10kg, ohne Arbeiten auf Leitern
und Gerüsten und ohne häufige wirbelsäulenbelastende Tätigkeiten sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit März 2013 gegeben
(E. 3.4.2).
4.4
Daran ändert auch
de
r
Bericht
de
s
behandelnden
Dr.
I._
vom 1
3.
Mai 2015
nichts (
E. 3.7
).
Er unterlässt es
,
seine
von den Einschätzungen der RAD-Ärzte abweichende
Einschätzung,
wonach v
on einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei,
aufgrund objektiver Befunde
zu begründen
, weshalb der
Bericht
von
Dr.
I._
nicht nach
vollziehbar
ist
.
E
r
scheint
vorliegend überwiegend
die subjektiven Anga
ben der Beschwerdeführerin wiederzugeben
. Dies zeigt sich
unter anderem da
rin,
dass selbst die behandelnde Dr.
F._
im
Befund
bogen
vom 1. September 201
4, – ergo nach den beiden Operationen
in den Jahren 2013 und 2014
–
eine nicht schwerwiegend beeinträchtigte Beweglich
keit der Wir
belsäule
und auch keine wesentliche Veränderung im Vergleich zu den RAD-Untersuchungsberichten vom März 2013
beschrieb (
Finger-Bodenab
stand
bei 46cm,
Seitneigung rechts/links 20°/25°
,
Finger-Zehenabstand im
Langsitz
20cm
;
Urk.
8/69/2
, vgl. E. 3.4.2
)
.
Zudem scheint
Dr.
I._
offenbar
davon
auszuge
hen
,
dass
die Beschwerdeführerin regelmässig die ihr verordneten Medikamente
ein
genommen hat,
indem
er angab
,
dass sie
ohne ihre Medika
men
te nicht leben
könne
.
Im Bericht
vom 1
5.
April 2015
räumte
Dr.
I._
jedoch
ein
, er habe der Beschwerdeführerin keine Medikamente verschrieben und sie auch nicht einge
hend untersucht, er habe sie
lediglich zweimal gesehen (Urk.
8/89).
Dass die Beschwerdeführerin die ihr verschriebenen Medikamente nicht oder nur teil
weise einnimmt, kann dem
Bericht von
J._
,
Fach
ärztin
F
MH für Anäs
thesiologie, vom 16.
September 2015
entnommen werden. Darin stellt sie fest
, dass die Einnahme von Medikamenten aufgrund
von
Übelkeit und Erbrechen seitens der Beschwerdeführerin erschwert sei und nicht festgestellt werden könne, wie viel Medikament letztlich resorbiert werde (
Urk.
8/98/1).
So konnten im Medikamentenspiegel denn auch nur spurenhaft Medikamente nachgewiesen werden (E.
3.2.1
und 3.4.2
).
Hinsichtlich der The
rapierung
gab
Dr.
I._
an, die Beschwer
deführerin
stehe
regelmässig in der
Schmerzsprechstunde
des
D._
. Der
bestätigung
des
D._
vom
2. November
2015
ist jedoch
nur
zu
entnehmen, dass de
r
Be
schwerdeführerin
seit 4. Juni
2014
im Schmerzzentrum des
D._
Medikamente verschrieben wurden
(
Urk.
8/102)
, eine konsequente Medikamenteneinnahme bzw. Schmerztherapie wie auch einen mass
geblichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergibt sich hieraus nicht (vgl. hierzu die RAD-Stellungnahme vom 28. Dezember 2015; Urk. 8/112/2).
Eine Zeugenaussage ihres Ehemannes oder ihrer Söhne
zur Medikation resp. Thera
pie
rung würde keine massgebenden neuen Erkenntnisse bringen.
D
ie von
Dr.
I._
genannte Ausfallsymptomatik der W
urzel L5
(
Fussheberschwäche
) wurde von med.
pract
.
G._
berücksichtigt (E. 3.4.1)
Ferner
ist
anzumerken
, dass, s
ofern
Dr.
I._
sich auf Diagnosen aus dem psychiatrischen Fachbereich be
zieht, er sich
fachfremd
äussert
.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung können im Übrigen die Angaben der behandelnden Arztpersonen für sich allein nicht als massgebend gelten, da diese im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3 b/cc, Urteil des Bundesgerichts I 1048/06 vom 13. Dezember 2007 E. 7.1.2).
Da der Erlass des angefochtenen Ent
scheids rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen
Überprüfungsbe
fugnis
bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), sind nur diejenigen tatsächli
chen Umstände zu berücksichti
gen, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet ha
ben. Der Bericht von
Dr.
F._
vom 1
0.
Februar 2016
(Urk.
3)
, welcher nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung am 1
1.
Januar 2016 erging, worin diese
eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
im Schulterbereich
geltend
ge
macht
hat
,
ist deshalb grundsätzlich
unbeachtlich. Gleiches gilt für den beschwerdeweise offerierten
, jedoch nicht zu den Akten gereichten
Bericht von
Dr.
Z._
(
Urk.
1 S. 4
, vgl. auch E. 4.6
).
Sämtliche weiteren Arztb
erichte sind zum Nachweis eines invalidisierenden Gesundheitsschadens
unbehelflich
; so auch der Kurzaustrittsbericht des
Y._
vom 2
6.
Oktober 2015 (
Urk.
8/105) über die Hospitalisierung der Be
schwerdeführerin vom 2
1.
bis 2
4.
Oktober 2015 aufgrund einer
v
iralen Bron
chitis
. Mit der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass die
ISG-Sklero
sierung
(seit 2012)
im Rahmen des RAD-Untersuchs bereits
berücksichtigt wor
den ist
(
Urk.
8/112/2
, vgl. E. 3.4.2
)
. Weitere Angaben, insbesondere zu einer allfälligen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
,
sind dem Bericht
sodann
nicht zu entnehmen.
4.5
Die genannten Berichte vermögen
nach dem Gesagten
keine Zweifel
an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
der RAD-Untersuchungsberichte (E. 3.2.1-2 und 3.4.1-2)
zu
erwecken
, weshalb
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit
seit Mai 2013
und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
mindestens
seit März 2013
auszugehen ist
.
4.6
Anzumerken bleibt, dass
die
50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und
die
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht an die Voraussetzung der Durchführung weiterer medizinischer Massnahmen oder Therapien geknüpft und davon abhängig gemacht wurde.
Die Frage der
Thera
pietreue
stellte sich vielmehr im Zusammenhang mit der Auferlegung einer Schadenminderungspflicht. Somit besteht d
ie Arbeitsfähigkeit unabhängig da
von, ob die empfohlenen Therapien letztendlich befolgt w
u
rden, weshalb sich weitere Erwägungen zur Therapietreue erübrigen und auch vom
beschwerde
weise
in Aussicht gestellten Bericht von
Dr.
Z._
somit keine neuen Er
kenntnisse zu erwarten sind (
Urk.
1 S. 4).
5.
Die von der Beschwerdegegnerin für die Invaliditätsbemessung verwendeten Bemessungsfaktoren werden weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Unbestritten blieb
en
auch die Einschränkung der Beschwerde
füh
rerin im Haushalt und die Aufteilung in 50
%
Erwerbsbereich resp. 50
% Auf
gaben
bereich
(E. 3.5)
.
U
nabhängig davon, ob der Invaliditätsgrad vorliegend in An
wendung der gemischten Methode oder ausschliesslich durch einen
Einkom
mensvergleich
ermittelt w
ü
rd
e
,
besteht
angesichts des klar
rentenausschliessen
den
Invali
ditätsgrades
auch kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen.
Es ist
dargelegt
, dass die Beschwerdeführerin im Umfang der bisher ausgeübten Tätigkeit weiterhin arbeiten kann und
daher
keine Erwerbseinbusse hin
nehmen muss.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vo
r dem kanto
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- festzusetzen und
der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.