Decision ID: 15962c27-8548-5329-a2f7-84f0bd62c6f5
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Provita Gesundheitsversicherung AG, Brunngasse 4, Postfach, 8401 Winterthur,
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
und
T._,
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St.Galler Gerichte
Beigeladener,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1983 geborene T._ war als Zimmermann bei der A._ tätig und dadurch bei
der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 8.
Dezember 2006 in Deutschland an einem Fussballtraining teilnahm und nach eigenen
Angaben beim Schusstraining den Ball nur knapp getroffen habe, da er mit dem linken
Fuss ungewollt ziemlich heftig in den Boden geschlagen habe (Suva-act. 1 und 10).
Aufgrund des Druckgefühls in der linken Leiste habe er Dr. med. B._ aufgesucht,
welcher einen Leistenbruch festgestellt und ihn an Dr. med. C._, Facharzt für
Chirurgie/Unfallchirurgie, überwiesen habe (Suva-act. 11). Dr. C._ diagnostizierte
nach einer Untersuchung am 14. Dezember 2006 eine direkte und indirekte
Leistenhernie links und führte am 18. Dezember 2006 den operativen Eingriff
(Herniotomie und plastischer Bruchpfortenverschluss in offener Technik) durch (Suva-
act. 3 und 9). Kreisarzt Dr. med. D._ hielt am 25. April 2007 (Suva-act. 12) fest, dass
nach allgemeiner medizinischer Erfahrung das geschilderte Ereignis nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit dafür geeignet sei, einen Leistenbruch zu
verursachen.
A.b Mit Verfügung vom 30. April 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass für
das Ereignis vom 8. Dezember 2006 keine Leistungspflicht bestehe und daher keine
Versicherungsleistungen zu erbringen seien. Die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache der Provita Gesundheitsversicherung AG, Winterthur, wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 26. Juni 2007 (Suva-act. 19) ab.
B.
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B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde der Provita vom 10. August
2007 mit den Anträgen, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, das Ereignis vom
8. Dezember 2006 als Unfall anzuerkennen und die gesetzlichen UVG-Leistungen für
die hieraus resultierenden Kosten zu übernehmen; eventualiter sei die Sache an die
Beschwerdegegnerin zur nochmaligen Beurteilung des medizinischen Sachverhalts
zurückzuweisen. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus,
dass ihr Vertrauensarzt sich eindeutig für eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin nach UVG ausgesprochen habe. Im Bericht vom 25. Mai 2007
weise er klar auf die sehr enge zeitliche Korrelation zwischen dem harten Auftreffen des
Fusses und den sofortigen, anhaltenden Beschwerden mit der schlussendlich
bekannten Diagnose der Leistenhernie hin. Gestützt auf die Beurteilung des
Vertrauensarztes sei der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang gegeben. Die
Vorinstanz habe den medizinischen Sachverhalt einseitig, unzutreffend und
unvollständig gewürdigt. Schon aufgrund der völlig gegenteiligen Einschätzung ihres
Vertrauensarztes müsse eine neue medizinische Sachverhaltswürdigung vorgenommen
werden, die den Einwänden angemessen, ausgewogen und im Sinn der zitierten
Rechtsprechung Rechnung trage.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 27. September 2007 beantragt die Suva
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 26. Juni
2007. T._ habe keinen direkten Schlag gegen die linke Leiste erhalten. Ein akutes
Austreten von Eingeweiden mit entsprechender schmerzhafter Vorwölbung inguinal sei
auszuschliessen. Die Arbeit habe er denn auch erst am 14. Dezember 2006
niedergelegt. Die ebenfalls erst am 14. Dezember 2006 gestellte Diagnose einer
Inguinalhernie links sei völlig unspezifisch und vom erstbehandelnden Arzt nicht als
kausale Folge eines Unfalls dokumentiert worden. Im Operationsbericht sei kein
Befund angeführt worden, welcher auf ein Trauma hinweisen würde. Vielmehr sei dort
eine Hernie beschrieben worden, wie sie bei jungen Männern häufig vorkomme. Ein
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 8. Dezember 2007 und der
Inguinalhernie sei höchstens möglich, niemals aber überwiegend wahrscheinlich. Der
Bericht von Dr. med. E._, Facharzt FMH für Chirurgie, Versicherungsmedizin Suva,
sei schlüssig, nachvollziehbar begründet und widerspruchsfrei. Daran vermöge auch
das Schreiben des Vertrauensarztes der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, zumal
selbst dort ausgeführt werde, dass eine akute Leistenhernie üblicherweise bei starkem
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Anstieg des Innendrucks im Bauchraum entstehe. Dass der Vertrauensarzt in der Folge
aber eine Unfallkausalität gleichwohl nicht ausgeschlossen habe, basiere einerseits auf
der Hypothese einer extremen Wandschwäche, welche in casu nicht aktenkundig sei,
und andererseits auf der untauglichen Argumentation post hoc ergo propter hoc.
B.c Die Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet.
C.
Mit Schreiben vom 19. März und 22. April 2008 (act. G 7 und 11) ersuchte das Gericht
Dr. B._ um einen ärztlichen Bericht im Zusammenhang mit der Erstkonsultation des
Versicherten. Der Bericht ist am 2. Mai 2008 beim Gericht eingegangen (act. G 12). Die
Parteien erhielten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen (act. G 13).

Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend, ob zwischen dem Leistenbruch des Versicherten und dem
Ereignis vom 8. Dezember 2006 (Fehltritt im Fussballtraining) ein natürlicher und
adäquater Kausalzusammenhang besteht und demnach eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin vorliegt. Dabei ist vorab zu prüfen, ob das Ereignis vom 8.
Dezember 2006 einen Unfall im Rechtssinn darstellt.
2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge
hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
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2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1).
3.
3.1 Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der
Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen. Bei sportlichen
Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinn nur dann anzunehmen, wenn die sportliche
Übung anders verläuft als geplant. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal
des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen.
Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren
Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand
den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst
hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor
zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt -
ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor
(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2007, U 411/05, E. 3.2 mit Hinweisen).
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3.2 Zum Unfallhergang teilte der Versicherte am 20. April 2007 (Suva-act. 10) mit,
dass er am 8. Dezember 2006 am Fussballtraining teilgenommen habe. Beim
Schusstraining sei er mit Anlauf gegen den Ball gerannt, um ihn wegzuschiessen.
Dabei habe er den Ball nur knapp getroffen, da er mit dem linken Fuss ungewollt und
ziemlich heftig in den Boden geschlagen habe. Anschliessend sei er nach vorne
gestolpert und auf die Knie gegangen. Beim ungewollten Tritt in den Boden ist der
Versuch, den Ball zu treffen, offensichtlich anders verlaufen als geplant. Der heftige
Tritt in den Boden ist somit als relevante Programmwidrigkeit im Ablauf der
Körperbewegung zu qualifizieren. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des
äusseren Faktors ist damit erfüllt. Beim Ereignis vom 8. Dezember 2006 ist von einem
Unfall im Rechtssinn auszugehen.
4.
4.1 Dr. D._ führte im Schreiben vom 25. April 2007 aus, dass nach allgemeiner
medizinischer Erfahrung das geschilderte Ereignis nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit geeignet sei, einen Leistenbruch zu verursachen. Dr. E._ hielt am
21. September 2007 (Suva-act. 21) fest, dass ein akutes Austreten von Eingeweiden
mit entsprechend schmerzhafter Vorwölbung inguinal vom Versicherten nicht geltend
gemacht worden sei. Dr. C._ habe die unspezifische Diagnose einer Inguinalhernie
links gestellt, wobei er keine Unfallkausalität behauptet habe. Im Operationsbericht
vom 18. Dezember 2006 sei auch kein Befund beschrieben, der auf ein Trauma
hinweisen würde, insbesondere kein Hämatom und kein frischer Sehnen- oder
Bänderriss. Vielmehr habe die gefundene, direkte und indirekte Hernie (ohne Darm im
Bruchsack, jedoch Begleitlipom am Samenstrang) einem Befund entsprochen, wie er
bei jungen Männern konstitutionell häufig sei. Der Schlag mit dem Fuss gegen den
Boden sei nach chirurgischer Erfahrung nicht geeignet, eine Inguinalhernie zu
verursachen. Ein Kausalzusammenhang mit dem geltend gemachten Ereignis sei
dementsprechend nur möglich. Dr. B._ führte im Bericht vom 28. April 2008 (act. G
12) aus, dass er den Versicherten am 14. Dezember 2006 untersucht habe. Seit sechs
Tagen habe eine rezidivierende Leistenschwellung links bestanden. Als Diagnose
wurde eine Leistenhernie links sowie ein Varikozele links erhoben. Sowohl der
Leistenbruch als auch die Varikozele stellten keine Unfallfolgen dar. Eine
Arbeitsunfähigkeit habe er nicht attestiert. Die ärztliche Beurteilung von Dr. E._
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erfolgte unter umfassender Würdigung sämtlicher Vorakten. Die medizinischen
Zusammenhänge und Schlussfolgerungen sind einleuchtend und hinreichend
begründet. Dem Bericht von Dr. E._ kommt voller Beweiswert zu, weshalb auf ihn
abgestellt werden kann. Die Beurteilungen von Dr. D._, Dr. E._ und Dr. B._
stimmen sodann mit der Rechtsprechung bezüglich Unfallkausalität bei einem
Leistenbruch überein. Bauch- und Unterleibsbrüche - dazu gehören unter anderem
Leistenbrüche - sind nach medizinischer Erfahrungstatsache, ebenso wie
Diskushernien, in der Regel krankheitsbedingte Leiden und nur in seltenen
Ausnahmefällen Unfallfolge. Die Leistenhernie kann nur als unfallbedingt qualifiziert
werden, wenn anlässlich eines bestimmten einmaligen Ereignisses (Überanstrengung,
unkoordinierte Bewegung, Sturz, Druck von aussen, usw.) ein angeborener Bruchsack
erstmalig und plötzlich mit Eingeweiden gefüllt wurde (Urteil der I. sozialrechtlichen
Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts vom 10. Januar 2008, 8C_601/2007, E.
2.1 mit Hinweis auf EVGE 1951 S. 147 und S. 149 f.). Dr. E._ hält in seiner ärztlichen
Beurteilung fest, dass ein Austreten von Eingeweiden mit einer schmerzhaften
Vorwölbung inguinal verbunden wäre. Der Versicherte teilte am 2. April 2007 (Suva-act.
11) lediglich mit, ein Druckgefühl in der linken Leiste verspürt zu haben. Sodann hat
sich die direkte und indirekte Hernie ohne Darm im Bruchsack gezeigt, weshalb der
Leistenbruch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8.
Dezember 2006 zurückzuführen ist. An der schlüssigen Beurteilung von Dr. E._
vermag auch der Bericht des Vertrauensarztes der Beschwerdeführerin vom 25. Mai
2007 (act. G 1.2) nichts zu ändern. Dies umso mehr, als auch er davon ausgeht, dass
eine akute Leistenhernie üblicherweise bei starkem Anstieg des Innendrucks im
Bauchraum entstehe. Beim vorliegenden Fall sei es kaum vorstellbar, dass der
intraabdominale Druck erheblich angestiegen sei, was aber nicht ausschliesse, dass
dies bei einer extremen Wandschwäche nicht dennoch der Fall gewesen sei. Aufgrund
der Begründung wäre somit ein möglicher Kausalzusammenhang denkbar, allerdings
vermag die Beurteilung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine
Unfallkausalität nachzuweisen. Im Weiteren stellte der Vertrauensarzt eine ganz klare
und sehr enge zeitliche Korrelation zwischen dem unerwarteten harten Auftreffen des
Fusses und den sofortigen Beschwerden fest. Jedoch kann nach der Formel "post hoc
ergo propter hoc" eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den
Unfall verursacht gelten, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 Erw.
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2b/bb). Im übrigen ist die zeitliche Korrelation nicht so klar, wie das vom Vertrauensarzt
dargestellt wird. Die Angaben über das Druckgefühl in der linken Leiste basieren auf
Schilderungen des Versicherten und sind nicht medizinisch überprüfbar. Insbesondere
ist nicht mehr nachvollziehbar, ob nicht bereits vor dem Unfallereignis Beschwerden in
der Leiste bestanden haben. Sodann erfolgte gemäss Bericht von Dr. B._ vom 28.
April 2008 die Erstkonsultation erst am 14. Dezember 2006, wodurch die enge zeitliche
Korrelation ebenfalls relativiert wird. Die von der Beschwerdeführerin gegen den
Bericht von Dr. B._ vorgebrachten Argumente, wonach auf den Bericht nicht
abgestellt werden könne, da Dr. B._ der Unfallbegriff nach schweizerischem Recht
nicht erläutert worden sei, vermögen an der Beurteilung nichts zu ändern. Dr. B._
konnte einen Zusammenhang zwischen der Leistenhernie und irgendeinem
unfallbedingten Vorfall eindeutig ausschliessen. Für diese Diagnose ist die Kenntnis
des Unfallbegriffs nach schweizerischem Recht nicht notwendig. Im Gegenteil hat die
Diagnose eines Arztes ohne Rücksicht auf eventuelle juristische Auswirkungen zu
erfolgen. Somit kommt auch dem Bericht von Dr. B._ voller Beweiswert zu.
4.2 Dem Eventualantrag, die Sache sei zur nochmaligen Beurteilung des
medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, ist nicht
stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die
Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann
darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b;
Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211).
4.3 Zusammenfassend gilt es festzuhalten, dass ein Kausalzusammenhang zwischen
dem Unfallereignis und dem Leistenbruch zwar möglich ist, der Nachweis der
Unfallkausalität allerdings nicht mit der erforderlichen überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erbracht werden kann.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG