Decision ID: da984dab-845e-5f3a-ac48-f50050629bf0
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
V._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente; berufliche Massnahmen
Sachverhalt:
A.
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V._ meldete sich am 2. März 2004 zum Leistungsbezug der Invalidenversicherung an,
wobei er die Umschulung auf eine neue Tätigkeit beantragte (IV-act. 1). Dr. med. A._,
Arzt für Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte beim Versicherten am 16. März 2004
ein chronisches, vorwiegend nächtliches Panvertebralsyndrom bei muskulären
Dysbalancen und segmentalen Dysfunktionen sowie wahrscheinlich spondylogen
bedingte Bauchschmerzen. Als Differentialdiagnose führte er eine seronegative
Spondylarthropatie auf (IV-act. 5-32/33). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2004
eröffnete die IV-Stelle St. Gallen dem Versicherten, das Begehren um Anordnung von
beruflichen Massnahmen werde aufgrund seines Gesundheitszustandes abgewiesen.
Im Weiteren stellte sie die Rentenprüfung in Aussicht (IV-act. 15). Nach Durchführung
von weiteren medizinischen Abklärungen, und nachdem der Versicherte ab März 2006
wieder eine vollzeitliche Tätigkeit als Gipser aufgenommen hatte (IV-act. 39, 42), gab
ihm die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 10. Juli 2007 bekannt, es bestehe kein Anspruch
auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen. Für eine den gesundheitlichen
Einschränkungen angepasste Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Auch sei er
seit März 2003 (richtig: März 2006) wieder als Gipser tätig und damit
rentenausschliessend eingegliedert. Berufliche Massnahmen seien nicht notwendig.
Eine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit habe seit der Kündigung des
Arbeitsplatzes bei der Firma B._ im Oktober 2002 nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit bestanden (IV-act. 49). Hiezu nahmen Dr. A._ mit Eingabe vom
16. Juli 2007 sowie der Versicherte mit Eingabe vom 18. August 2007 Stellung (IV-act.
50, 52). Am 21. September 2007 verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids (IV-
act. 53).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 19. Oktober 2007
Beschwerde. Er sei mit der Verfügung nicht einverstanden, da die körperliche
Belastung für jeden Beruf zu gross sei. Es sei die bevorstehende Begutachtung in der
Klinik Valens abzuwarten.
B.b Am 26. Oktober 2007 sistierte der Abteilungspräsident das Verfahren bis zum
Vorliegen des Berichts der Klinik Valens. Nach Eingang des Berichts der Klinik Valens
vom 14. November 2007 wurde die Sistierung aufgehoben.
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B.c In der Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung legte sie unter
anderem dar, beim Beschwerdeführer sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit sowohl in
der Tätigkeit als Gipser als auch in einer körperlich leichten bis mittelschweren
wechselbelastenden Tätigkeit auszugehen. Mangels Invalidität bestehe kein Anspruch
auf Rentenleistungen.
B.d Mit Replik vom 25. Februar 2008 bestätigte der Beschwerdeführer seinen
Standpunkt und reichte ein Schreiben von Dr. A._ vom 19. Februar 2008 ein (act. G
8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
1.
Vorliegend ist vorderhand der Anspruch des Beschwerdeführers auf
Eingliederungsmassnahmen streitig; in der angefochtenen Verfügung wurde sodann ein
Rentenanspruch verneint. Dr. A._ legte im Bericht vom 16. März 2004 dar, dem
Beschwerdeführer sei Ende 2002 aus Gründen einer Personalreduktion im Betrieb
gekündigt worden. Es bestehe eine bleibende Einschränkung von mindestens 20% in
der Tätigkeit als Gipser. Diese Tätigkeit sei wegen des chronischen Rückenleidens
nicht weiter realisierbar. Der Beschwerdeführer sei in eine rückenschonende leichte
Tätigkeit mit Wechselbelastung umzuschulen (IV-act. 5-32/33f). Am 22. April 2004
stellte Dr. med. C._, Rheumatologe, die Diagnose eines chronifizierten
Panvertebralsyndroms bei segmentalen Dysfunktionen, muskulären Dysbalancen,
zunehmender Generalisierung und wahrscheinlicher somatoformer Schmerzstörung.
Aus rein rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer für eine körperlich leichte
Tätigkeit nicht arbeitsunfähig. Aufgrund der Gesamtsituation mit vorwiegend
psychosomatischen Beschwerden könne er aber im Arbeitsmarkt im Moment sicher
nicht eingesetzt werden (IV-act. 10-3/5ff). Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, bestätigte am 23. Juni 2004 eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung mit ausgeprägter depressiver Komponente. Es sei auch für körperlich
angepasste Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-act. 10-1/5f). Die RAD-Ärzte
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gingen in der Folge von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus (IV-act. 11-1/1, 19-1/1,
21-1/1).
Eine Begutachtung im Zentrum für Medizinische Begutachtung, Basel (ZMB), ergab
gemäss Bericht vom 27. März 2007 die Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit einer Persönlichkeit mit auffällig narzisstischen Charakterzügen, einer
Somatisierungsstörung mit dysphorischen Verstimmungszuständen im Sinne einer
Dysthymie und eines chronifizierten panvertebralen Schmerzsyndroms bei muskulärer
Dysbalance. Von internistischer Seite lasse sich weiterhin eine gewisse Colon-irritabile-
Symptomatik ausmachen, die allerdings durch Medikamente habe angegangen und
gebessert werden können. Weitere klinische Manifestationen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit würden sich weder orthopädisch noch internistisch ausmachen lassen.
Der Beschwerdeführer habe die Tätigkeit als Gipser seit März 2006 wieder voll
aufgenommen und damit den Beweis erbracht, dass er diese verrichten könne. Aus
orthopädischer Sicht könne allerdings festgehalten werden, dass die Tätigkeit als
Gipser, die einer strengen Arbeit entspreche, auf Dauer eher ungünstig sei, so dass
möglicherweise mit neuen Dekompensationen in diesem schweren Beruf gerechnet
werden müsse. Im Vordergrund der Untersuchung stehe das psychiatrische
Krankheitsbild. Der Beschwerdeführer arbeite jetzt bald ca. wieder ein Jahr voll als
Gipser und ohne Ausfälle. Allerdings erwähne er, dass er sich mit Medikamenten
vergewaltigen müsse, um den Anforderungen standhalten zu können. Unter
Berücksichtigung der psychischen und somatischen Faktoren könne zum Zeitpunkt der
Untersuchung keine Arbeitsunfähigkeit begründet werden, da der Beschwerdeführer
als Gipser voll arbeite. Es bestehe ein grosses Risikoprofil angesichts der langjährigen
psychosomatischen Entwicklung im Magen-Darm-Trakt und der zunehmenden
Ausweitungstendenz im Achsenskelett, so dass bei erneuter Dekompensation
Arbeitsunfähigkeiten resultieren dürften. In einer Verweisungstätigkeit wäre der
Beschwerdeführer voll arbeitsfähig. Sollte er als Gipser nicht mehr arbeitsfähig sein,
werde empfohlen, möglichst rasch berufliche Massnahmen einzuleiten. Eine
psychiatrische Komorbidität im Sinne einer Dysthymie sowie auffälligen narzisstischen
Charakterzügen liege vor (IV-act. 33 S. 24-28). Zur Frage der Arbeitsfähigkeit in der Zeit
von Oktober 2002 bis März 2006 stellte sich der RAD auf den Standpunkt, es sei nicht
gerechtfertigt, von einer durchgehend vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Am
stärksten sei die Arbeitsfähigkeit zur Zeit der Behandlung bei Dr. C._ eingeschränkt
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gewesen. Sicher habe diese Periode nicht ein Jahr gedauert, sondern im Bereich
zwischen sechs und acht Monaten. Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass
zwischen Oktober 2002 und März 2006 eine andauernde (rentenbegründende)
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (IV-act. 40). Im Austrittsbericht der Klinik Valens
vom 14. November 2007 wurde unter anderem festgehalten, die Einschätzung des im
März 2007 erstellten IV-Gutachtens (des ZMB) könne unterstützt werden, nachdem bei
dem Patienten eine ausgeprägte narzisstische Komponente sowie eine zunehmende
Somatisierungsstörung vorliegend sei. Der Beschwerdeführer sei in den letzten Jahren
wegen Konkurses der Arbeitgeberin mehrere Monate arbeitslos und wegen Schmerzen
einige Wochen arbeitsunfähig gewesen. Derzeit habe er eine 100%-Stelle als Gipser.
Sollte der Patient erneut aus dem Arbeitsprozess herausfallen, werde bei
ausreichender Motivation eine schnelle Umschulung in eine leichtere Arbeitstätigkeit
unterstützt (IV-act. 59).
2.
2.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine neue
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge der Invalidität notwendig ist und
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert
werden kann. Invalid im Sinne des Art. 17 Abs. 1 IVG ist ein Versicherter, der "wegen
der Art und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten
und in den für ihn ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden noch
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet; dabei bemisst sich die Erwerbseinbusse an
dem vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen" (U.
Meyer-Blaser, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 125). Der
Umschulungsanspruch setzt nicht nur einen ausreichenden, massnahmenspezifischen
Invaliditätsgrad, d.h. eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse voraus. Notwendig
ist auch, dass diese Erwerbseinbusse durch die Umschulung beseitigt würde. Die
Umschulung müsste also eingliederungswirksam sein (vgl. Meyer-Blaser, a.a.O., S.
131). Sie müsste ausserdem - als dritte Anspruchsvoraussetzung - verhältnismässig
sein.
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2.2 Es ist unbestritten und aus den medizinischen Akten ersichtlich, dass die relativ
schwere Tätigkeit als Gipser, welche der Beschwerdeführer ab März 2006 wieder
ausübte (IV-act. 39, 42), für seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf Dauer eher
ungünstig ist (IV-act. 33, 40, 50; vgl. auch Schreiben von Dr. A._ vom 19. Februar
2008 [act. G 8.1]). Die ZMB-Gutachter nahmen zur Arbeitsfähigkeit insofern nicht
abschliessend Stellung, als sie zur Begründung der fehlenden Einschränkung im
Wesentlichen darauf verwiesen, dass der Beschwerdeführer seit März 2006 wieder
vollzeitlich im bisherigen Beruf tätig sei. Hinsichtlich des beruflichen Werdegangs ist
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer, der über keine Berufsausbildung verfügt, im
März 1984 in die Schweiz einreiste und seither als Gipser tätig war (vgl. IV-act. 1, Ziffer
4.1 und 6.3). Personen ohne eigentliche Berufsausbildung ist es, wenn sie ihre
bisherige Erwerbstätigkeit krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr ausüben können,
grundsätzlich ohne berufliche Massnahmen möglich, in eine andere, ihrer Behinderung
angepasste Hilfsarbeitertätigkeit zu wechseln. Im Gegensatz zu einer (ganz oder
teilweise) berufsunfähig gewordenen ausgebildeten versicherten Person bemisst sich
die umschulungsspezifische Invalidität bei Hilfskräften nicht nach der konkreten
Erwerbseinbusse am letzten Arbeitsplatz, sondern nach der Erwerbseinbusse in einer
der Behinderung angepassten Hilfsarbeit. Denn nur so kann ihrer
(Schadenminderungs-)Pflicht, in eine behinderungsadäquate Hilfstätigkeit zu wechseln,
Rechnung getragen werden (Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom
21. April 2005 i/S K.A. [IV 2004/111] Erw. 6b bb). Dabei ist auf den allgemeinen und
ausgeglichenen (hypothetischen) Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten abzustellen, da sonst
eine konjunkturell bedingte Unmöglichkeit, eine Stelle in einer behinderungsadäquaten
Hilfstätigkeit zu finden (d.h. das Risiko der Arbeitslosigkeit), mit in die Beurteilung eines
allfälligen Umschulungsanspruchs einflösse. Da körperlich anstrengende Hilfsarbeiten
nicht generell besser entlöhnt werden als körperlich leichte Hilfsarbeiten, kann mit
einem Wechsel in eine geeignete Hilfstätigkeit in aller Regel eine Erwerbseinbusse
vermieden werden.
2.3 Der Beschwerdeführer erzielte als Gipser im Jahr 2001 einen AHV-pflichtigen Lohn
von Fr. 72'659.-- und in den ersten zehn Monaten des Jahres 2002 (bis zum Konkurs
der damaligen Arbeitgeberin) einen solchen von Fr. 65'192.-- (IV-act. 46-2/4). Für die
Zeit von März bis Dezember 2006 (9 Monate) ist dem individuellen Konto ein AHV-
pflichtiger Lohn von insgesamt Fr. 60'394.-- (IV-act. 46-1/4) zu entnehmen; aus der
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Aufrechnung auf 12 Monate würde ein Betrag von Fr. 80'525.-- resultieren. Für April
2007 kam ein Bruttogrundlohn von Fr. 5'650.-- (x 13) zur Ausrichtung (IV-act. 42-1/3).
Der Durchschnittslohn nach LSE 2004 TA 1 für Männer im Anforderungsniveau 4
beläuft sich auf Fr. 4'588.-- pro Monat bzw. Fr. 55'056.-- pro Jahr; die Aufrechnung auf
41.6 Stunden durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit ergibt einen Betrag von
Fr. 57'258.--. Die Zugrundelegung der LSE 2006 TA 1 ergäbe einen entsprechenden
Wert von Fr. 59'197.--. Nach Lage der Akten war es dem Beschwerdeführer zumutbar,
während des ganzen hier in Frage stehenden Zeitraums von Oktober 2002 (Konkurs
der damaligen Arbeitgeberin) bis 21. September 2007 (Datum der angefochtenen
Verfügung) im Rahmen einer leichteren Tätigkeit jedenfalls ein rentenausschliessendes
Einkommen zu erzielen. Hinzu kommt, dass berufliche Massnahmen - wie alle
Eingliederungsmassnahmen der IV - nur unter der Voraussetzung gewährt werden,
dass der Leistungsansprecher invalid oder von einer Invalidität unmittelbar bedroht ist
(Art. 8 Abs. 1 IVG). Unmittelbarkeit liegt rechtsprechungsgemäss nur vor, wenn eine
Invalidität in absehbarer Zeit einzutreten droht; sie ist dagegen nicht gegeben, wenn
der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit zwar als gewiss erscheint, der Zeitpunkt des
Eintritts aber ungewiss ist (Urteil des EVG vom 10. Juli 2002 [I 519/01], Erw. 1 mit
Verweis auf BGE 105 V 140f, Erw. 1a; vgl. auch BGE 124 V 269 Erw. 4 mit Hinweisen
und AHI 2001, 229, Erw. 2c). Namentlich bezüglich des Anspruchs auf
Arbeitsvermittlung liegt eine drohende Invalidität vor, wenn in absehbarer Zeit mit dem
Verlust der bisherigen Arbeitsstelle zu rechnen ist (vgl. Urteil des EVG vom 14. Oktober
2002 [I 235/02], Erw. 1).
Konkret wurde die Arbeit als Gipser ärztlicherseits als schwer und für den
Beschwerdeführer auf Dauer ungünstig beurteilt mit der Empfehlung, in eine andere
leichtere Tätigkeit zu wechseln. Solange er aber in ungekündigter Stellung war und -
soweit bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (21. September
2007) ersichtlich - keine beträchtlichen Krankheitsabsenzen bzw. keine dauernde
Arbeitsunfähigkeit auswies, waren IV-Massnahmen nicht angezeigt. So stufte auch die
Klinik Valens im Bericht vom 14. November 2007 die Gipsertätigkeit langfristig zwar
ungeeignet, jedoch nicht als unzumutbar ein (vgl. IV-act. 59). Dieser Beurteilung steht
letztlich auch der Standpunkt des Hausarztes Dr. A._ nicht entgegen (vgl. Schreiben
vom 19. Februar 2008, act. G 8.1).
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2.4 Unter den geschilderten Umständen sind die Voraussetzungen sowohl für einen
Anspruch auf berufliche Massnahmen im Sinn einer Umschulung als auch für eine
Rente (Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG) nicht gegeben. Hingegen wäre ein Anspruch auf
Arbeitsvermittlung und Einarbeitungsunterstützung durch die IV im Sinn von Art. 18 und
18a IVG gegeben, sollte in der Zeit nach Erlass der streitigen Verfügung eine
Arbeitsunfähigkeit als Gipser eingetreten sein bzw. noch eintreten und der
Beschwerdeführer seine Stelle aus gesundheitlichen Gründen verlieren. Sollte sich
m.a.W. für die Folgezeit (nach Erlass der Verfügung) eine gesundheitliche oder
erwerbliche Änderung ergeben haben, besteht jederzeit die Möglichkeit für eine
Neuanmeldung (Art. 17 ATSG [SR 830.1]).
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung der
Verfügung vom 21. September 2007 abzuweisen. Der vollumfänglich unterliegende
Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten grundsätzlich zu tragen. Diese bemessen
sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr.
600.-erscheint als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG