Decision ID: f75130f8-28ec-4446-9942-45e3791235dc
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1961, war als stellvertretende Stationsleiterin für das Uni
versitätsspital Y._ tätig und
bei der
AXA Versicherungen AG
(nach
fol
gend: AXA) obligatorisch
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs
unfällen versichert. Am
23. Februar 2000 zog sie sich bei einem Sturz am linken Knie eine laterale Meniskusläsion und einen Knorpelschaden am lateralen Femur
kondylus zu (Urk. 11/1, Urk. 12/M2-M3, Urk. 12/M10). Das linke Knie wurde in der Folge kon
servativ und mittels arthroskopischer Teilmeniskektomie behandelt (Urk. 12/M1, Urk. 12/M9 S. 8 f., Urk. 12/M10). Die AXA richtete die Taggelder aus und kam für die Heilbehandlung auf. Ab dem 25. April 2000 arbeitete die Versicherte wieder zu 100 % (Urk. 12/M2).
1.2
Am 8. April 2011 erfolgte eine Rückfallmeldung (Urk. 11/59). Am 4. Mai 2011 setzten die Ärzte der Universitätsklinik Z._ am linken Kniegelenk eine Total
endoprothese ein (Operationsbericht vom 6. Mai 2011, Urk. 12/M32). Es per
sistierte eine peripatelläre Schmerzsymptomatik mit verminderter Belastbarkeit des linken Knies und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau IPS (Intensivpflegestation; Urk. 12/M51). Am 26. August 2013 traf die Versicherte mit dem Y._ die Vereinbarung, die bisherige Anstellung als stellvertretende Stationsleiterin per Ende Februar 2014 aus gesundheitlichen Gründen aufzulösen und derweilen eine Bürotätigkeit mit einem Pensum von 40 % auszuüben (Urk. 11/154.2). Von Juli 2013 bis Oktober 2015 (Urk. 11/161, Urk. 12/1.1-10) absolvierte die Versicherte im Rahmen von berufli
chen Massnahmen der Invalidenversicherung eine Umschulung und erwarb den Master of Science in Nursing (MScN; Urk. 12/2). Ab dem 1. November 2015 nahm sie die zunächst befristete Tätigkeit als Projekt
mit
arbeiterin im Fachbereich Pflege und Entwick
lung des Kantonsspitals A._ mit einem Beschäfti
gungsgrad von 100 % auf. Das Arbeits
pensum wurde ab dem 1. Mai 2016 auf 80 % und ab dem 1. November 2016 auf 75 % reduziert (Urk. 1 S. 4, Urk. 11/213/1, Urk. 11/195.1-2, Urk. 11/196-197, Urk. 11/236).
Mit Verfügung vom 11. Mai 2016 sprach die AXA der Versicherten ab dem 1. November 2015 eine Rente mit einem Invaliditätsgrad von 16 % und eine Inte
gritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 30 % zu (Urk. 11/202). Die dagegen mit Schreiben vom 27. Mai 2016 erhobene Einsprache (Urk. 11/210), ergänzt mit Schreiben vom 19. Juli, 5. Sep
tember 2016 und 13. Juli 2017 (Urk. 11/220, Urk. 11/224, Urk. 11/235), hiess die AXA mit Einspracheent
scheid vom 29. August 2017 teilweise gut, indem sie den Invaliditätsgrad mit entsprechendem Rentenanspruch von 16 % auf 20 % erhöhte. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Urk. 2 S. 9).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte
m
it Eingabe vom 28. September 2017 Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen in Form einer angemessenen UV-Rente auszu
richten; eventualiter sei die Sache an die
Beschwerdegegnerin
für weitere Abklä
rungen zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10 S. 2). Im weiteren Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträ
gen fest (Replik vom 10. Mai 2018, Urk. 17 S. 2; Duplik vom 20. August 2018, Urk. 22 S. 2).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. No
vem
ber 2016 verabschiedeten geän
derten Bestim
mungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verord
nung über die Unfall
ver
sicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allge
meinen über
gangs
recht
lichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechts
normen zu Grunde zu legen,
die in Gel
tung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende un
d somit rechtserhebliche Sach
ver
halt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangs
be
stimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Ver
siche
rungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus
gebrochen sind, nach bi
s
heri
gem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangs
be
stim
mungen).
Der betreffende
Unfall
hat
sich
im Jahr 2000
ereignet, weshalb die bis 31. De
zember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwen
dung finden und
im Folgenden
in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 UVG wer
den - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
sicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesge
setzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähn
lichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. dazu: BGE 129 V 177 E. 3.1-2 mit Hinweisen.
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.2
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglich
erweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
2.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung der Unfallfolgen
. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie ausserdem Anspruch auf ein Tag
geld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehenden UV
Leistungen Heilbe
hand
lung (
Art.
10 UVG
) und Taggeld (Art. 16
f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt beein
trächtig
ten
Gesundheitszustandes erwartet wer
den kann oder dass noch Ein
gliede
rungs
mass
nahmen der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen abzu
schliessen und den An
spruch auf eine Invalidenrente und auf ein
e
Integritäts
entschädigung zu prü
fen (
Art.
19
Abs.
1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4).
2.4
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestim
mung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (
BGE 129 V 472
E. 4.2.1 mit Hinweisen). Die DAP
Daten
bank steht allerdings nur der Suva, nicht aber den anderen zuge
lassenen Unfall
versicherern im Sinne von
Art.
58 UVG zur Verfügung (
BGE 139 V 592
E. 7.1
).
2.5
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresver
dienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vor
aussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
2.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt, die Rentenprüfung habe unstrittig auf den Zeitpunkt der Wieder
aufnahme einer vollen Berufstätigkeit per 1. No
vember 2015 zu erfolgen. Dabei sei gestützt auf die umfassenden Ausführungen des behandelnden Arztes Dr. B._, Facharzt für o
rthopädische Chirurgie und Traumato
lo
gie des Bewegungsapparates
, vom 15. März 2016 (Bericht der Kniechirurgie der Universitätsklinik Z._; Urk. 12/M71) und gestützt auf die Stellungnahmen der beratenden Ärzte (von Dr. C._, Facharzt für o
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, vom 12. April 2016, Urk. 12/M73; von Dr. D._, Facharzt für Chirurgie, vom 21. März 2017, Urk. 12/M87) von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, knieschonenden Tätigkeit auszugehen. Das Valideneinkommen sei ausgehend vom Jahres
lohn der
Beschwerdeführerin
zum Rückfallzeitpunkt im Jahr 2011 auf Fr. 126'375.55 festzusetzen. Zur Bestimmung des Invalideneinkommens könne nicht auf das tatsächliche Einkommen der Tätigkeit (als Projektmitarbeiterin) im A._ mit einem reduzierten Pensum von aktuell 75 % abgestellt werden, da es sich dabei nicht um eine leidensangepasste Tätig
keit handle. Verglichen mit dem Invalideneinkommen von Fr. 100'776.-- bemessen nach dem massgeblichen Tabellenlohn der
vom Bundesa
mt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstrukturer
hebung (LSE)
2014, T17, Branche 22, akademische und verwandte Gesundheitsberufe, resultiere ein Inva
liditätsgrad von 20 %. Bezüglich des Anspruchs auf eine Integritätsent
schädigung habe Dr. D._ die Einschätzung von Dr. C._ eines 30%igen Integritätsschadens bestätigt, wovon auszu
gehen sei. Es sei nicht ohne Grund auf den maximalen Wert von 40 % (nach der Suva-Tabelle) abzustellen, zumal medizinische Anhaltspunkte für eine künftige grössere Verschlimmerung fehlen würden (Urk. 2 S. 3ff).
3.2
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, das Invalideneinkommen ab November 2015 müsse ausgehend von ihrem tatsächlichen Einkommen aus der Tätigkeit als Projektmitarbeiterin im Kantonsspital O._ mit einem 75%igen Pensum bestimmt werden. Denn dies entspreche auch ihrer maximal verbleibenden Arbeitsfähigkeit, wie die Ärzte der Universitätsklinik Z._ und Dr. E._, Fachmann für o
rthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, vom Kantonsspital F._ bestätigt hätten (Urk. 3/2, Urk. 12/M77, Urk. 12/M81, Urk. 12/M85), wobei deren Einschätzung zur Arbeits
fähigkeit eine generelle sei und sich nicht nur auf jene in der aktuellen Tätigkeit beziehe. Auf die Stellungnahmen der beratenden Ärzte Dr. C._ und Dr. D._ könne dagegen nicht abgestellt werden, da sie lediglich aufgrund der Akten verfasst worden seien und weil sie, die
Beschwerdeführerin
, von diesen Ärzten nicht untersucht worden sei. Dass dies nötig gewesen wäre, zeige schon die Bemerkung von Dr. C._, dass eine Einschätzung der Gehbe
hinderung nicht möglich sei. Es müsste insbesondere geklärt werden, wie sich diese starke unfallbedingte Behinderung auf die Arbeitsfähigkeit auswirke und ob ein erhöhter Pausenbedarf aufgrund notwendiger Positionswechsel erforderlich sei. Auch seien die Hal
tungsschäden im Rücken zu untersuchen, die sich offenbar aufgrund der sehr starken Gehbehinderung immer stärker auswirken würden. Aufgrund ihres Alters und ihrer Behinderung sei die Verwertung der Rest
arbeits
fähigkeit stark erschwert. Sie habe grosses Glück gehabt, dass sie die jetzige Stelle gefunden habe. Die
Beschwerdegegnerin
habe sie denn auch dazu ermutigt, die Stelle anzunehmen. Die jetzige Tätigkeit stelle die optimale Ver
wertungsmöglich
keit ihrer Restarbeitsfähigkeit dar, weshalb jedenfalls vom dort erzielten Ein
kommen als Invalidenlohn auszugehen sei. Sofern dennoch auf einen LSE
Tabellen
lohn ab
gestellt werde, müsse zunächst ein neutrales medizinisches Gut
achten eingeholt werden. Des Weiteren sei zu beachten, dass jedenfalls höchstens von einem 80%igen Pensum ausgegangen werden könne,
wobei das genaue Pen
sum zu klären sei. Praktisch alle wissenschaftlichen Arbeiten im Pflegebereich würden eine gewisse Mobilität verlangen. Auch sei aufgrund ihrer Berufs
biogra
phie praktisch nur eine Tätigkeit im Spital möglich. Ferner würden die Schmerzen einen erhöhten Pausenbedarf und häufige Positionswechsel erfor
dern. Nebst dem fortgeschrittenen Alter würden auch die fehlenden Dienstjahre ins Gewicht fallen. Im Vergleich zu jüngeren, schmerzfreien und mobilen Arbeit
neh
merinnen mit mehr Berufs
erfahrung sei sie klar benachteiligt. Ihre Arbeits
marktchancen seien nur mit einer erheblichen Lohneinbusse realistisch, weshalb ein Abzug von min
destens 15 % gerechtfertigt sei (Urk. 1 S. 3 ff., Urk. 17 S. 2 ff.).
3.3
3.3.1
Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 23. Februar 2000, bei welchem sich die Beschwerdeführerin am linken Kniegelenk
eine laterale Meniskusläsion und einen Kn
orpelschaden am lateralen Femur
kondylus zu
zog
(
Urk.
11
/1, Urk. 12/M2-M3, Urk. 12/M10). Sie anerkannte ihre Leistungspflicht für die Unfallfolgen auch nach der Rückfall
meldung vom 8. April 2011 (Urk. 11/59) und der Operation mit Totalendo
prothese am linken Knie
gelenk am 4. Mai 2011 (Urk. 12/M32).
Unstrittig ist auch, dass der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG per Anfang November 2015 erreicht wurde (Urk. 2 S. 3 f., Urk. 12/M73 S. 2) und dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als stellver
tre
tende Stationsleiterin und Pflegeexpertin (Urk. 11/180/2/6-7, Urk. 11/180/9/3, Urk. 11/1) zufolge der Kniebeschwerden links nicht mehr arbeitsfähig ist (Urk. 2 S. 2, Urk. 12/M35 S. 2, Urk. 12/M53 S. 2).
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin ab November 2015 Anspruch auf eine Invalidenrente von mehr als 20 % hat (vgl. Erwägung 4 hernach).
3.3.2
Zur zugesprochenen Integritätsentschädigung ausgehend von einem Integritäts
schaden von 30 % (Urk. 2 S. 9, Urk. 11/202 S. 5) hat die
Beschwerde
führer
in
keine Rügen vorgebracht (Urk. 1, Urk. 17) und auch das Rechtsbegehren bezieht sich allein auf den Rentenanspruch (Urk. 1 S. 2; anders noch im Einsprache
ver
fahren, vgl. Urk. 11/235 S. 4). Jedoch hat sie in der Beschwerde
begründung erklärt, bei der nachzuholenden gutachterlichen Unter
suchung sei auch die Höhe der Integritätsentschädigung zu überprüfen (Urk. 1 S. 7). Es ist daher davon aus
zugehen, dass die
Beschwerdeführer
in nicht nur die Höhe der Rente, sondern auch jene der Integritätsentschädigung beanstandet.
Es ist daher nachfolgend zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin
die Inte
gritäts
ent
schädigung zu Recht ausgehend von einem Integritäts
schaden von 30 % zuge
sprochen hat (vgl. Erwägung 5).
4.
4.1
4.1.1
In Bezug auf den Rentenanspruch ist zunächst, die Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit ab November 2015 zu klären.
Gemäss dem Bericht der Universitätsklinik Z._ vom 15. März 2016 wurden die folgenden Diagnosen gestellt: 1. Peripatelläre Knieschmerzen links bei Status nach Knie-TP links vom 4. Mai 2011 bei zunehmend invalidisierender dekom
pensierter Valgusgonarthrose links; 2. Lumbalgie bei bekannter Anterolisthese L3/4 (Meyerding Grad I). Die
Beschwerdeführerin
klage unverändert über Beschwerden, die vor allem periligamentär am Ligamentum patellae und retro
patellär lokalisiert seien mit Krepitation beim Durchbewegen, so dass das Knien und das Aufstehen aus den Knien nicht mehr möglich seien. Aktuell sei sie tem
porär angestellt in O._, wo sie ein Projekt betreue. Bezüglich der Arbeits
tätigkeit sei eine nicht kniebelastende Tätigkeit vollumfänglich möglich (Urk. 12/M71).
Im Bericht der Universitätsklinik Z._ vom 7. Juli 2016 wurde zusätzlich die Diagnose Metatarsalgien rechts aufgeführt. Die
Beschwerdeführerin
berichte auf
grund der Mehrbelastung des rechten Beines über Vorfuss-Schmerz rechts. Bezüglich des Knies sei die Situation letztlich unverändert. Die
Beschwerde
führerin
sei arbeitstechnisch mit dem aktuellen Pensum von 80 % voll am Limit, so dass ein 75%iges Arbeitspensum als sinnvoll erachtet werde (Urk. 12/M74). In den Berichten der Universitätsklinik Z._ zu den Sprechstunden vom 22. Juli und vom 29. September 2016 wurde diese Arbeitsfähigkeit im Umfang von 75 % je bestätigt (Urk. 12/M77 S. 2, Urk. 12/M81 S. 2).
Die Ärzte des Kantonsspitals F._, welche die
Beschwerdeführerin
im November 2016 zur Einholung einer Zweitmeinung aufsuchte (Urk. 12/M82), kamen nach der ambulanten Konsultation vom 10. Februar 2017 laut dem Bericht vom 13. Februar 2017 zum Schluss, es komme generell ein Wechsel der primären Knieprothese auf eine besser geführte Revisionsprothese in Frage. Die Arbeits
un
fähigkeit sei wie bisher auf 25 % festgelegt worden (Urk. 12/M85 S. 2).
4.1.2
Der beratende Arzt Dr. C._ hatte in seiner Stellungnahme zur Ein
schätzung der Integritätseinbusse und des weiteren Behandlungsbedarfes vom 12. April 2016 auf den Bericht der Universitätsklinik Z._ vom 15. März 2016 verwiesen (Urk. 12/M71), wonach eine nicht kniebelastende Tätigkeit vollum
fänglich möglich sei. Hierunter sei eine Aktivität mit wenig Stehen und Gehen zu verstehen, Zwangsstellungen für das linke Knie insbesondere in stärkerer Flexion seien zu vermeiden. Mittel- bis langfristig könne sich eine Reintervention auf
drängen. Eine gesicherte Aussage sei nicht möglich. Bis auf Weiteres könne vom jetzigen Zustand ausgegangen werden. Dabei sei die Gehfähigkeit deutlich ein
geschränkt. Aufgrund der Unterlagen sei keine nähere Einschätzung möglich (Urk. 12/M73 S. 2).
Der beratende Arzt Dr. D._ erklärte in seiner Stellungnahme vom 21. März 2017, die Stellungnahme von Dr. C._ sei plausibel und schlüssig. Bezüg
lich der jetzt ausgeübten Tätigkeit (als Projektmitarbeiterin im A._) könne nicht von einer leidensangepassten Tätigkeit gesprochen werden, wenn sie mit vielen täglichen Wegstrecken von 500 bis 700 Metern verbunden sei. Unter diesen Bedingungen sei eine Einschränkung von 25 % plausibel. In einer adaptierten Tätigkeit ohne die Notwendigkeit des Gehens über längere Strecken wäre unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zustandes des linken Kniegelenkes ein Voll
pensum zumutbar (Urk. 12/M87).
4.2
4.2.1
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver
siche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Dies trifft auf die hiervor zitierten Stellungnahmen der beratenden Ärzte Dr. C._ und Dr. D._ in Bezug auf ihre Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit nicht zu.
So nahm Dr. C._ keine eigene Einschätzung zum Umfang der Rest
arbeitsfähigkeit vor, sondern verwies dazu lediglich ohne weitere Begründung auf die Einschätzung der Universitätsklinik Z._ vom 15. März 2016 (Urk. 12/M71). Auf diese Einschätzung kann jedoch nicht abschliessend abgestellt werden, da sie sich auf die damaligen tatsächlichen Verhältnisse bezieht und nicht einer hinreichend theoretisch-medizinisch begründeten Beurteilung ent
spricht. Dabei ist zu beachten, dass die
Beschwerdeführerin
in dieser Zeit, nämlich vom 1. November 2015 bis Ende April 2016, in einer befristeten 100%igen Anstellung tätig war, welche ab dem 1. Mai 2016 aus gesundheitlichen Gründen reduziert wurde (Urk. 11/213/1). Dies veranlasste denselben behandelnden Arzt der Universitätsklinik Z._, Dr. B._, in der nächsten Verlaufskon
trolle vom 7. Juli 2016 eine 75%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren (Urk. 12/M74). Es ist daher überwiegend wahrscheinlich, dass sich die Einschätzungen der Berichte der Universitätsklinik Z._ jeweils auf die Angaben der
Beschwerde
führerin
und ihre tatsächliche Arbeitsleistung in der Tätigkeit als Projektmitar
beiterin im A._ bezogen. Dasselbe gilt für die Beurteilung einer 25%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss dem Bericht des
Kantonsspitals
F._ vom 13. Februar 2017 (Urk. 12/M85), zumal sich auch diese nicht auf ein bestimmtes Belastbarkeitsprofil bezog. Die Berichte der behandelnden Ärzte stellen somit keine rechtsgenügende Grundlage zur Bestimmung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit dar.
Ausserdem stellte Dr. C._ fest, dass a
ufgrund der Unterlagen keine nähere Einschätzung
,
namentlich der Gehfähigkeit,
möglich
sei (Urk. 12/M73 S.
2).
Dennoch nahm er keine persönliche Untersuchung vor. Zwar muss einer ärztlichen Stellungnahme nicht in jedem Fall eine persönliche Untersuchung der versicherten Person vorausgehen. Nach der Rechtsprechung sind Aktengutachten zulässig. Entscheidend ist, ob genügend Unterlagen vorliegen, was dann der Fall ist, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegen
wärtigen Status ergeben, so dass sich der Experte gesamthaft ein
lückenloses Bild
machen kann (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 330/02 vom 5. Dezember 2003 E. 2 mit Hinweisen). Ein solch lückenloses Bild war Dr. C._ indes nach eigener Feststellung in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gerade nicht möglich, weshalb diesbezüglich von einer eigenen Untersuchung oder einer Abklärung mittels externer fachärztlicher Begutachtung nicht hätte abge
sehen werden dürfen.
4.2.2
Daran ändert nichts, dass mit der Stellungnahme von Dr. D._ vom 21. März 2017 eine weitere versicherungsinterne Aktenbeurteilung vorliegt. Denn auch aus den ärztlichen Berichten, welche in der Zwischenzeit seit April 2016 bis zu dieser Stellungnahme erstellt wurden, geht zur medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit, zum dementsprechenden Belastbar
keitsprofil und namentlich zur objektiven Einschätzung der Gehfähigkeit (Dauer, Länge der Strecke) nichts Genaueres hervor. Ausserdem ist der sehr kurz gehal
tenen
Stellungnahme
von Dr. D._
nicht zu entnehmen, ob
ihm
die bildgeben
den Unterlagen vorlagen.
Auch hält er lediglich seine Schlussfolgerung zur Arbeitsfähigkeit fest, ohne dies näher zu begründen. Dies ist als
ärztliche
Ent
scheidgrundlage beweisrechtlich nicht ausreichend. Denn s
oll ein Versicherungs
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung
einer versicherungsinternen ärztlichen Stellungnahme
strenge Anforderungen zu stellen (BGE 142 V 58 E. 5.1 a.
E. mit Hinweisen).
4.3
Schliesslich kann entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 2 S. 5 f.) nicht ohne Weiteres aufgrund der Einschätzung von Dr. D._ (Urk. 12/M87 S. 1) darauf geschlossen werden, die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit als Projekt
mitarbeiterin im A._ entspreche nicht einer zumutbaren leidensangepassten Tätigkeit, aufgrund derer das Invalideneinkommen (vgl. dazu E. 2.4 hiervor) zu bestimmen sei. Denn Dr. D._ ging von einer Tätigkeit mit vielen täglichen Wegstrecken von 500 bis 700 Meter aus. Dagegen ist dem Bericht der Leiterin Pflege und Entwicklung des A._ vom 16. Juni 2016 zu entnehmen, dass die betreffende Tätigkeit lediglich zum Teil täglich Wegstrecken im Areal des A._ von zirka 500 bis 700 Meter bedinge (Urk. 11/213/1 S. 1). Diese Wegstrecke ist somit eher nicht mehrmals täglich, sondern wahrscheinlich an den meisten oder an vielen Arbeitstagen einmal pro Tag zurückzulegen. Da somit möglicherweise bereits eine Wegstrecke von zirka 500 bis 700 Meter pro Tag der
Beschwerde
führerin
Mühe bereitet und diese Frage entscheidend für die strittige Bestimmung des Invalideneinkommens ist, kann von einer fachärztlichen Beurteilung zur genauen zumutbaren Wegstrecke und dem Belastungsprofil sowie zum Umfang der Arbeitsfähigkeit auf der Grundlage einer klinischen Untersuchung nicht abge
sehen werden.
4.4
Bestehen aber - wie hier -
auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän
zen
de Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Die
Beschwerdegegnerin
hat hierzu mittels fach
ärztlichem Gutachten die Arbeits
fähigkeit der
Beschwerdeführerin
in einer leidens
ange
passten Tätigkeit rück
wirkend ab dem 1. November 2015 abzuklären. Dabei wird nebst den linksseitigen Kniebeschwerden auch zu beurteilen sein, ob die lumbalen Rücken- und die Fussbeschwerden (Urk. 12/M54, Urk. 12/M74, Urk. 12/M77) überwiegend wahrscheinlich als unfallkausal zu gelten haben oder ob sie von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern sind.
Vorgängig hat die
Beschwerdegegnerin
das genaue Belastungsprofil der ausge
übten Tätigkeit als Projektmitarbeiterin im A._ ab 1. November 2015 abzu
klären und das Ergebnis hernach dem Gutachter mit den übrigen Akten vorzulegen.
5.
5.1
In Bezug auf die strittige Integritätsentschädigung für den Unfallschaden am linken Knie (Urk. 1 S. 7, Urk. 2 S. 9) folgte die
Beschwerdegegnerin
der Beurtei
lung von Dr. C._ (Urk. 12/M73 S. 2 f.), welche Dr. D._ bestätigte (Urk. 7/87 S. 1). Dr. C._
legte der Bemessung des
Integritätsschadens die Tabelle
5 (Integritätsschaden bei Arthrosen) der von der
Suva
unter dem Titel "Integritätsentschädigung gemäss UVG" veröffentlichten Richtwerte zugrunde
, was rechtsprechungsgemäss nicht zu beanstanden ist (
Urteil
des Bundesgerichts 8C_121/2018 vom 14. Juni
2018
E. 4.3.2 mit Hinweisen)
.
Nach dieser Tabelle wird der Integritätsschaden bei einer mässigen mit 10-30
% und bei einer sc
hwe
ren Pangonarthrose mit 30-40
% veranschlagt.
Dr. C._ stellte zutreffend fest, dass b
ei Endprothesen auf den unkorrigierten Zustand abzustellen
ist
,
das heisst
auf den Schweregrad der Art
hrose vor Prothesenimplantation (vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_906/2015
vom 12. Mai 2016 E. 5.1 und U 40/01 vom 4. September 2001 E. 4). Gemäss Dr. C._ wäre dies bei der
Beschwerde
führerin
eine schwere Gon
arthrose, wobei der Zustand im Grenzbereich der bei
den Position einzu
schätzen und mit 30 % zu bewerten sei. Eine allfällige Revision der Prothese ändere an diesem Satz nichts (Urk. 12/M73 S. 2 f.). Dr. D._ erklärte in Ergänzung dazu, eine höhere Entschädigung bis 40 % bleibe für besonders gelagerte Fälle wie zum Beispiel einen Infekt vorbehalten, was vor
liegend nicht der Fall sei (Urk. 12/M87 S. 1).
Diese Einschätzung ist mit Blick auf die ärztlichen Berichte vor der Einsetzung der Totalendoprothese am linken Knie nachvollziehbar. So wurde im Operations
bericht der Universitätsklinik Z._ vom 6. Mai 2011 eine fortgeschrittene laterale Valgusgonarthrose festgehalten (Urk. 12/M32 S. 1). Dies weist auf eine vor allem seitliche Arthrose am Kniegelenk und nicht auf eine überaus schwere Arthrose am gesamten Kniegelenk hin. Aus dem Bericht der Radiologie der Uni
versitätsklinik Z._ vom 24. März 2011 geht zudem hervor, dass die Unter
su
chung des linken Knies eine Arthrose im medialen und lateralen Knie
gelenk
kompartiment und eine Femoropatellararthrose ergeben hat (Urk. 12/M96). Eine besonders schwere Ausprägung der Arthrose und/oder eine besonders schwere Pangon
arthrose ist damit nicht beschrieben.
Wenn Dr. C._ von einer schweren Gonarthrose ausging,
dafür aber den in diesem Rahmen minimalen Integritätsschaden von 30
%
veranschlagte,
weil er deren Zustand im Grenzbereich der beiden Positionen einschätzte,
ist darin
vor diesem Hintergrund
keine rechtsfehlerhafte Handhabung des Ermessens ersicht
lich.
Insgesamt besteht für das Gericht kein Anlass, in den Bemes
sungsspielraum der
Beschwerdegegnerin
einzugreifen (vgl. RKUV 1998 Nr.
U 296 S. 235 E. 2d; Urteil
des Bundesgerichts U 121/06 vom 23. April 2007 E.
5.2). Diesbezüglich liegen
somit
- im Unterschied zu den Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit
(
vgl.
E.
4
hiervor
)
-
keine Gründe vor, die auch nur geringe Zweifel an
der
Beurteilung
von Dr. C._ und Dr. D._
wecken
.
5.2
Der Einspracheentscheid vom 29. August 2017 ist in Bezug auf die zugesprochene Integritätsentschädigung somit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist insofern folglich abzuweisen.
6.
Nach dem Gesagten ist d
ie Beschwerde in dem Sinne teilweise
gutzu
heissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 2
9.
August 2017
(Urk. 2)
insoweit
aufzuheben ist
, als er eine Rente mit einem Invaliditätsgrad von mehr als 20
%
verneint, und es
ist
die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen
, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Renten
an
spruch der Beschwerdeführerin ab November 2015 neu verfüge.
Im Übrigen
ist die Beschwerde abzuwei
sen.
7.
Das Verfahren ist kostenlos.
Der Beschwerdeführerin steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr. 2‘700.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.