Decision ID: 6fd15262-89c7-53f5-9832-83da59fd6cb3
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 23. Oktober 2015 bei der Gemeinde Hilterfingen
ein Baugesuch ein für den Neubau eines Doppeleinfamilienhauses auf Parzelle Hilterfingen
Grundbuchblatt Nr. E._. Die Parzelle liegt in der Wohnzone E1 Holz und ist
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gemäss Art. 211 Abs. 1 GBR1 der Lärmempfindlichkeitsstufe II zugeordnet. Gegen das
Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit
Gesamtentscheid vom 19. Mai 2016 erteilte das Regierungsstatthalteramt Thun die
Baubewilligung.
2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 27. Juni 2016 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen die
Aufhebung des Gesamtentscheids vom 19. Mai 2016. In formeller Hinsicht machen sie die
Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Materiell rügen sie, die geplante
Luft-Wasser-Wärmepumpe halte den kleinen Grenzabstand zur nördlichen Parzelle
Nr. G._ nicht ein.
3. Mit Schreiben vom 28. Juli 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin, dem
Gesamtbauentscheid des Regierungsstatthalteramts Thun vom 19. Mai 2016 sei
stattzugeben. Gleichzeitig reichte sie bezüglich dem Standort der Luft-Wasser-
Wärmepumpe eine Projektänderung ein. In der Stellungnahme vom 28. Juli 2016 beantragt
der Regierungsstatthalter von Thun die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf
eingetreten werden könne. Die Gemeinde stellte im Schreiben vom 14. Juli 2016 keinen
förmlichen Antrag.
4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den
Schriftenwechsel durch und holte bei der Vorinstanz die Vorakten ein. Zudem holte es
beim beco (Berner Wirtschaft) einen Lärmbericht zur Projektänderung ein. Die Parteien
konnten zur Projektänderung Stellung nehmen. Sie erhielten ausserdem Gelegenheit, sich
zum Ergebnis des Beweisverfahrens zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen.
Davon machten die Gemeinde und die Beschwerdegegnerin Gebrauch. Der
Regierungsstatthalter von Thun verzichtete auf die Einreichung von Schlussbemerkungen.
Die Beschwerdeführenden äusserten sich weder zum Beweisverfahren noch reichten sie
1 Gemeindebaureglement vom 4. September 2013 der Gemeinde Hilterfingen (genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung am 9. Oktober 2014) 2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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Schluss-bemerkungen ein. Auf die Rechtsschriften der Parteien und den Lärmbericht des
beco wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG3. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann
er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Die BVE ist somit zur
Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG4). Die Beschwerdeführenden sind Eigentümer der Parzelle Nr.
F._, die sich in unmittelbarer Nähe des Baugrundstücks befindet. Ihre Einsprache
wurde abgewiesen. Sie sind durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und
daher zur Beschwerdeführung legitimiert.
c) Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die Beschwerdeführenden haben den
angefochtenen Entscheid des Regierungsstatthalteramts Thun vom 19. Mai 2016 gemäss
Rückschein in den Akten am 26. Mai 2016 bei der Post abgeholt. Die dreissigtägige
Beschwerdefrist begann somit für die Beschwerdeführenden am folgenden Tag, dem
27. Mai 2016, zu laufen (Art. 41 Abs. 1 VRPG5). Da das Ende der Frist auf den Samstag,
den 25. Juni 2016, fiel, endete die Frist am nächstfolgenden Werktag, dem 27. Juni 2016
(Art. 41 Abs. 2 VRPG). Vorliegend gaben die Beschwerdeführenden die Beschwerde am
27. Juni 2016 bei der Poststelle Steffisburg auf. Die Einreichung der Beschwerde folgte
somit am letzten Tag der Frist und daher rechtzeitig (Art. 42 Abs. 1 und 2 VRPG). Auf die
im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 5 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
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2. Rechtliches Gehör
a) Die Beschwerdeführenden kritisieren, die Vorinstanz habe sich im Bauentscheid nicht
dazu geäussert, ob die geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe den Grenzabstand einhalte. In
der Stellungnahme vom 28. Juli 2016 stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, die
Rüge betreffend die Verletzung des Grenzabstands hätten die Beschwerdeführenden
verspätet vorgebracht. Dass sie die Rüge im Bauentscheid nicht ausdrücklich abgehandelt
habe, stelle daher keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar.
b) Aus den Auflageakten geht hervor, dass die fragliche Luft-Wasser-Wärmepumpe auf
dem Situations- und Umgebungsplan ursprünglich nicht eingezeichnet war.6 Diese Pläne
(Umgebungs- und Situationsplan) passte die Beschwerdegegnerin aufgrund der
Einsprache der Beschwerdeführenden vom 4. Februar 2016 an. Darin waren erstmals die
genaue Lage, die Masse sowie der Abstand der Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Parzelle
Nr. G._ eingezeichnet. Neu war ausserdem, dass nur noch eine Anlage zur
Beheizung des Doppel-einfamilienhauses vorgesehen war. Ursprünglich waren nach dem
Grundrissplan des Untergeschosses (Massstab 1:100 mit Datum vom 22. Oktober 2015)
für beide Haushälften je eine oberirdische und aussenliegende Luft-Wasser-Wärmepumpe
nördlich der Hauptbaute geplant. Die Beschwerdeführenden erhielten die geänderten
Unterlagen zur Luft-Wasser-Wärmepumpe am 2. März 2016 mit einer Frist für
Schlussbemerkungen bis zum 18. März 2016. Mit Schreiben vom 16. März 2016 nahmen
die Beschwerdeführenden erstmals zur neuen Situation Stellung. Sie rügten unter anderem
die Verletzung des Grenzabstands.
c) Das Argument der Vorinstanz, die Beschwerdeführenden hätten die Rüge betreffend
den Grenzabstand verspätet vorgebracht, geht demnach fehl. Aufgrund der unklaren und
zum Teil widersprüchlichen Pläne war eine mögliche Verletzung des Grenzabstands für die
Beschwerdeführenden als Laien im Einsprachezeitpunkt nicht erkennbar. Dies war erst der
Fall, als die Beschwerdegegnerin neue Pläne einreichte. Unter diesen Umständen hätte die
Vorinstanz die Rüge prüfen müssen. Der angefochtene Entscheid entspricht in diesem
Punkt der gesetzlichen Begründungspflicht nicht (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Vor-
instanz hat dadurch den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör
verletzt. Daraus sind den Beschwerdeführenden jedoch keine Rechtsnachteile erwachsen,
6 Vgl. Bewilligter Umgebungs- und Situationsplan vom 22. Oktober 2015 und Situationsplan "Auflageakten" hinter pag. 81 der Vorakten des Regierungsstatthalteramtes Thun
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was sie zu Recht auch nicht vorbringen. Eine Aufhebung des Entscheids und Rückweisung
an die Vorinstanz aufgrund dieses Verfahrensfehlers käme einem Verfahrensleerlauf
gleich. Indem die Beschwerdegegnerin mit der Projektänderung die Luft-Wasser-
Wärmepumpe innerhalb des Gebäudes plant, ist die Frage der Einhaltung des
Grenzabstands hinfällig geworden (vgl. Erwägung 3). Auch entstehen den
Beschwerdeführenden keine finanziellen Nachteile; die Verfahrenskosten werden der
Beschwerdegegnerin auferlegt (vgl. Erwägung 4).
3. Projektänderung / Luft-Wasser-Wärmepumpe
a) Die Beschwerdegegnerin reichte bezüglich der Luft-Wasser-Wärmepumpe eine
Projektänderung ein (vgl. Eingaben der Beschwerdegegnerin vom 28. Juli 2016, 15./22.
August 2016 und 14. September 2016). Neu soll die Luft-Wasser-Wärmepumpe nicht mehr
ausserhalb des Gebäudes, sondern im Kellerraum des Erdgeschosses installiert werden.
Die Veränderung wird als Projektänderung behandelt. Die Projektänderung ist zulässig;
das Bauvorhaben bleibt in den Grundzügen gleich (Art. 43 Abs. 1 BewD7). Dagegen haben
sich die Verfahrensbeteiligten nicht zur Wehr gesetzt: Die Gemeinde teilte im Schreiben
vom 29. August 2016 mit, sie befürworte die Projektänderung. Die Beschwerdeführenden
bemerkten, aus ihrer Sicht sei eine Projektänderung im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens möglich. Der Regierungsstatthalter von Thun hat sich zur
Projektänderung nicht vernehmen lassen.
b) Von der Projektänderung sind folgende Pläne betroffen:
- Situationsplan/Grundbuchplankopie im Massstab 1:500 vom 15. Juli 2016
(abgestempelt vom Rechtsamt der BVE am 29. Juli 2016)
- Grundrissplan Untergeschoss "Baueingabe UG neu WP Hausteil Ost" im
Massstab 1:100 mit rev. Datum vom 13. Juli 2016 (abgestempelt vom Rechtsamt
der BVE am 29. Juli 2016)
- Ansicht Ostfassade "Baueingabe Ostfassade" im Massstab 1:100 mit rev. Datum
vom 15. August 2016 (abgestempelt vom Rechtsamt der BVE am 18. August
2016)
7 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
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Diese Pläne ersetzen den bewilligten Situationsplan im Massstab 1:500, den Grundrissplan
"Untergeschoss" im Massstab 1:100 mit Datum vom 22. Oktober 2015 und den
Fassadenplan "Ostansicht" im Massstab 1:100 vom 22. Oktober 2015. Die
Projektänderung ist an die Stelle des ursprünglichen Projekts getreten. Ob die von der
Vorinstanz beurteilte Luft-Wasser-Wärmepumpe ausserhalb der Baute bewilligungsfähig
gewesen wäre, ist nicht mehr zu prüfen. Das Beschwerdeverfahren ist somit, soweit sich
die Beschwerde gegen die aussenliegende Luft-Wasser-Wärmepumpe richtete,
gegenstandslos geworden.
c) Zu prüfen ist, ob die Projektänderung bewilligungsfähig ist. Gemäss den Angaben der
Beschwerdegegnerin ist neu eine Luft-Wasser-Wärmepumpe des Typs "Elco Aerotop
S12M-ICH" für die Innenaufstellung vorgesehen. Diese soll im Kellerraum des
Erdgeschosses installiert werden. Die Luftzu- und Luftabführung soll gemäss dem
angepassten Grundrissplan8 über zwei separate Lüftungsschächte erfolgen. Die
Verfahrensbeteiligten und das beco erhielten Gelegenheit, sich inhaltlich zur
Projektänderung zu äussern. Weitere Dritte, die nicht bereits an diesem Verfahren beteiligt
waren, sind von der Änderung nicht betroffen.
d) Die BVE holte beim beco zum neuen Standort der Luft-Wasser-Wärmepumpe einen
Lärmbericht ein. In seiner Stellungnahme vom 25. August 2016 kommt das beco zum
Schluss, dass der geltende Vorsorgewerte von 33 dB(A) nachts an den relevanten
Immissionspunkten überall mit grosser Reserve eingehalten ist und weitere Vorsorgemass-
nahmen nicht nötig sind. Die Beschwerdeführenden haben gegen die Lärmbeurteilung des
beco keine Einwände vorgebracht. Auch die BVE sieht keinen Anlass, von der Beurteilung
durch das beco als kantonale Fachbehörde abzuweichen, zumal innen aufgestellte
Luftwärmepumpen lärmmässig in der Regel unproblematisch sind. Die geänderte Luft-
Wasser-Wärmepumpe ist aus Sicht des Lärmschutzes nicht zu beanstanden.
e) Die Beschwerdeführenden kritisieren im Schreiben vom 26. August 2016, die
Grenzabstände der Lüftungsschächte zu den Parzellengrenzen seien auf den Plänen nicht
ersichtlich. Daraus vermögen die Beschwerdeführenden nichts zu ihren Gunsten
abzuleiten. Die fraglichen Lüftungs- bzw. Lichtschächte sind im revidierten Grundrissplan
des Untergeschosses und im Ostfassadenplan klar eingezeichnet. Dies stellte auch die
8 Vgl. Grundrissplan des Untergeschosses "Baueingabe UG neu WP innen Hausteil Ost" im Massstab 1:100 mit rev. Datum vom 13. Juli 2016 (abgestempelt vom Rechtsamt der BVE am 29. Juli 2016)
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Gemeinde in ihrer Stellungnahme vom 12. September 2016 fest. Deren Masse
(Lichtschacht Zuluft: 1.20 m x 0.60 m und Lichtschacht Abluft: 1 m x 0.60 m) können aus
dem Grundrissplan gelesen und problemlos in Relation zur Parzellengrenze gesetzt
werden. Entgegen dem Antrag der Gemeinde müssen die Masse der Lichtschächte nicht
zusätzlich definiert werden. Wie erwähnt, gehen diese mit genügender Klarheit aus den
Projektänderungsplänen hervor. Die Forderung der Gemeinde ginge überdies über die
Vorschrift von Art. 13 BewD hinaus. Art. 13 BewD schreibt vor, welche baupolizeilichen
Angaben im Situationsplan eingetragen werden müssen. Die Vermassung von
Lichtschächten wird darin nicht verlangt. Dies macht Sinn, da Lichtschächte regelmässig
unterirdische und unbedeutende vorspringende Gebäudeteile sind. Sie werden bei der
Fassadenflucht nicht berücksichtigt (Art. 7 BMBV9) und haben im Zusammenhang mit der
Einhaltung der ordentlichen Grenzabstände (kleiner und grosser Grenzabstand) der Baute
keine Bedeutung. Für unterirdische Bauten gilt nach Art. 212 Abs. 4 Bst. i GBR vielmehr
ein reduzierter Grenzabstand von 1 m. Es ist hier offensichtlich, dass die fraglichen
Lichtschächte den reglementarischen Grenzabstand von 1 m einhalten.
f) Nach dem Gesagten entspricht die geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe innerhalb
des Gebäudes den Lärmschutzvorschriften; die Projektänderung ist bewilligungsfähig. Im
Übrigen wird der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramtes Thun vom 19. Mai
2016 bestätigt. Thema der Projektänderung ist die Innenaufstellung der Luft-Wasser-
Wärmepumpe. Dafür sind keine zusätzlichen Auflagen der Gemeinde nötig (vgl.
Stellungnahmen der Gemeinde vom 29. August 2016 und 12. September 2016). Es gelten
die verfügten Auflagen der Gemeinde gemäss ihrem Amtsbericht vom 20. Januar 2016
(vgl. Ziff. 3.2 erstes Lemma des Dispositivs des Gesamtentscheids des
Regierungsstatthalteramtes Thun vom 19. Mai 2016).
4. Kosten
a) Die Beschwerdegegnerin hat den Einwänden der Beschwerdeführenden Rechnung
getragen und mit der Projektänderung dafür gesorgt, dass die Beschwerde gegenstandslos
geworden ist.10 Die Beschwerdegegnerin gilt somit als unterliegend und trägt deshalb die
Verfahrenskosten (Art. 110 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
9 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3) 10 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 108 N. 2
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Pauschalgebühr von Fr.1'600.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1
GebV11).
b) Die Parteien waren anwaltlich nicht vertreten. Parteikosten werden keine gesprochen
(Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG). Die Gemeinde Hilterfingen stellte im Beschwerdeverfahren
für ihre Stellungnahmen vom 29. August 2016 und 12. September 2016 Gebühren von
Fr. 350.– (Rechnungsnummer 2'009) und Fr. 100.– (Rechnungsnummer 2'067) in
Rechnung. Dafür besteht keine rechtliche Grundlage: Die Gemeinde hat im
Beschwerdeverfahren Parteistellung. Nach Art. 104 Abs. 4 VRPG hat sie – anders als im
Baubewilligungsverfahren (vgl. Art. 51 Abs. 1 BewD) – keinen Anspruch auf Kostenersatz
für ihre Tätigkeiten.