Decision ID: 14daac23-5ab4-5bde-873e-f79a40fb9c77
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X lenkte am Sonntag, 16. Mai 2010, um 22.25 Uhr seinen Personenwagen mit dem
amtlichen Kennzeichen SG 000 in Neuenhof/AG auf dem zweiten Überholstreifen der
Autobahn A1 in Richtung Zürich. Nach den Feststellungen einer zivilen Patrouille der
Kantonspolizei Aargau hielt er dabei zum voranfahrenden Personenwagen über eine
Distanz von rund 1'200 m bei Geschwindigkeiten zwischen 94 km/h und 111 km/h
einen Abstand von 8 bis 12 m ein. Vom Bezirksamt Baden wurde er mit Strafbefehl
vom 3. August 2010 wegen grober Verkehrsregelverletzung durch ungenügenden
Abstand beim Hintereinanderfahren zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen
zu je Fr. 450.-- und einer Busse von Fr. 3'000.-- verurteilt. Die Bussenverfügung wurde
unangefochten rechtskräftig. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons
St. Gallen entzog X wegen des Vorfalls vom 16. Mai 2010 den Führerausweis mit
Verfügung vom 20. Oktober 2010 für die Dauer von 3 Monaten.
B.- Gegen diese Verfügung erhob X durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom
4. November 2010 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und der
Führerausweis für die Dauer eines Monats zu entziehen. Auf die Ausführungen zur
Begründung des Antrags wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz verzichtete am 2. Dezember 2010 auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 4. November 2010 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist,
der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das
Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG)
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und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für
die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung
schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft
oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Von einer mittelschweren
Widerhandlung ist immer dann auszugehen, wenn nicht alle privilegierenden Elemente
einer leichten und nicht alle qualifizierenden einer schweren Widerhandlung erfüllt sind
(vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4487).
3.- In tatsächlicher Hinsicht ist angesichts der im Strafverfahren gemachten
Feststellungen zu Recht unbestritten, dass der Rekurrent am 16. Mai 2010 um 22.25
Uhr als Lenker eines Personenwagens auf dem zweiten Überholstreifen der Autobahn
A1 in Neuenhof/AG in Fahrtrichtung Zürich bei Geschwindigkeiten von 94 bis 111 km/h
über eine Strecke von 1'200 m einen Abstand von lediglich 8 bis 12 m zum
voranfahrenden Personenwagen eingehalten hat. Dadurch hat er Art. 34 Abs. 4 SVG in
Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11, abgekürzt:
VRV), wonach der Lenker namentlich beim Hintereinanderfahren einen ausreichenden
Abstand zu wahren hat, so dass er auch bei überraschendem Bremsen des
voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann, verletzt.
4.- Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung wird im Rekurs einzig die
rechtliche Qualifikation des Verhaltens des Rekurrenten als schwere Widerhandlung
beanstandet. Dabei wird zutreffend dargelegt, dass die Administrativbehörde an die
rechtliche Qualifikation des Sachverhaltes durch den Strafrichter nicht gebunden ist,
wenn sich die strafrichterliche Beurteilung – gleichermassen wie jene durch die
Administrativbehörde – einzig auf den Polizeirapport stützt (vgl. dazu BGE 120 Ib 312
E. 4b, 119 Ib 158 E. 3c/bb, 104 Ib 359).
a) aa) Die Regel zur Wahrung eines ausreichenden Abstands beim
Hintereinanderfahren ist von grundlegender Bedeutung. Viele Unfälle sind auf
ungenügenden Abstand zurückzuführen. Was unter einem ausreichenden Abstand im
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Sinn von Art. 34 Abs. 4 SVG zu verstehen ist, hängt von den gesamten Umständen ab.
Dazu gehören unter anderem die Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse sowie die
Beschaffenheit der beteiligten Fahrzeuge. Der Sinn der Verkehrsregel zum
ausreichenden Abstand beim Hintereinanderfahren besteht in erster Linie darin, dass
der Fahrzeuglenker auch bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs
rechtzeitig hinter diesem halten kann. Das überraschende Bremsen schliesst auch ein
brüskes Bremsen mit ein. Letzteres ist, auch wenn ein Fahrzeug folgt, im Notfall
gestattet (vgl. Art. 12 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung, SR 741.51, abgekürzt:
VRV; vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.1).
Während die Praxis in Deutschland einen Abstand von weniger als 0,8 Sekunden als
gefährdend qualifiziert, wird in der schweizerischen Lehre etwa vorgeschlagen, einen
Abstand von 0,6 Sekunden ("1/6-Tacho-Regel") oder weniger als grobe
Verkehrsregelverletzung zu qualifizieren. Das Bundesgericht hat – entgegen einer
Meinungsäusserung in der Lehre (vgl. A. Roth, Entwicklungen im
Strassenverkehrsrecht, in: SJZ 97/2001 S. 194 ff., S. 198) – in BGE 126 II 358 nicht
entschieden, dass erst bei einem Abstand von 0,3 Sekunden oder weniger eine grobe
Verkehrsregelverletzung anzunehmen ist (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat keine allgemeinen Grundsätze zur Frage
entwickelt, bei welchem Abstand in jedem Fall, d.h. auch bei günstigen Verhältnissen,
eine grobe Verkehrsregelverletzung im Sinn von Art. 90 Ziff. 2 bzw. eine schwere
Widerhandlung im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG anzunehmen ist (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 6B_700/2010 vom 16. November 2010, E. 1.3). Bei der Beurteilung, ob
ein Abstand beim Hintereinanderfahren auf der Autobahn ausreichend ist, sind keine
schematischen Einteilungsregeln möglich, sondern müssen im Einzelfall alle
massgebenden Umstände berücksichtigt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts
1C_356/2009 vom 12. Februar 2010, E. 3.2).
bb) Das Bundesgericht hat einen zeitlichen Abstand von 0,54 s – Distanz von 15 m
zwischen Personenwagen bei einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 100 km/h – in
objektiver Hinsicht als grobe Verkehrsregelverletzung beurteilt. Darüber hinaus hielt es
fest, aufgrund der ungünstigen Strassen- und Sichtverhältnissen – Fahrt auf dem
Überholstreifen der Autobahn bei Dämmerung und Feierabendverkehr mit hohem
Verkehrsaufkommen – sei es nicht entscheidend, ob der zeitliche Abstand zum
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vorausfahrenden Fahrzeug 0,635 s (bei 85 km/h), 0,6 s (bei 90 km/h) oder 0,54 s (bei
100 km/h) betragen habe (vgl. Urteil 6B_700/2010 vom 16. November 2010, E. 1.6.3).
Soweit überblickbar, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei einem
zeitlichen Abstand von 0,54 s und weniger in der Regel unabhängig von der
Beschaffenheit der Fahrzeuge und auch bei günstigen Strassen-, Verkehrs- und
Sichtverhältnissen von einer erhöhten abstrakten Gefahr und damit in objektiver
Hinsicht von einer groben Verkehrsregelverletzung auszugehen (vgl. Urteil 6B_3/2010
vom 25. Februar 2010, E. 3.3.1; vgl. auch Urteile 6B_725/2010 vom 21. Oktober 2010,
6B_464/2009 vom 21. Juli 2009 und 6B_20/2009 vom 14. April 2009). Gleichermassen
hat das Bundesgericht die Qualifikation eines Abstandes von 0,51 s – Distanz von 10 m
zwischen Personenwagen bei 70 km/h ausserorts bei dichtem Verkehr – als grobe
Verkehrsregelverletzung nicht beanstandet (vgl. Urteil des Bundesgerichts
6B_616/2010 vom 19. Oktober 2010). Gleiches gilt für die Annahme eines
mittelschweren Falles bei einem Abstand von 0,68 s – Distanz von 5-15 m bei 80 km/h
zu einem Lastwagen (vgl. Urteil 1C_104/2009 vom 26. Mai 2009).
Zahlreiche weitere Bundesgerichtsurteile betreffen Abstände von weniger als 0,5 s, die
in objektiver Hinsicht ausnahmslos als grobe Verkehrsregelverletzung bzw. schwere
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften geahndet wurden, nämlich
0,18-0,36 s (5-10 m bei 100 km/h, Urteil 1C_274/2010 vom 7. Oktober 2010), 0,25-0,36
s (7-10 m bei 100 km/h, Urteil 1C_7/2010 vom 11. Mai 2010), 0,36 s (10 m bei 100 km/
h, Urteil 1C_356/2009 vom 12. Februar 2010), 0,23-0,45 s (5-10 m zu einem
sichtbehindernden Sattelschlepper bei 80 km/h; Urteil 6B_660/2009 vom 3. November
2009), 0,14-0,44 s (5-14 m bei 113-135 km/h, Urteil 6B_288/2009 vom 13. August
2009) und 0,21-0,41 s (5-10 m bei 87 km/h, Urteil 6A.54/2004 vom 3. Februar 2005).
cc) Der Rekurrent hielt gegenüber dem voranfahrenden Personenwagen einen
zeitlichen Abstand zwischen 0,46 s (12 m bei 94 km/h) und 0,26 s (8 m bei 111 km/h)
ein. Das Verkehrsaufkommen war zwar nach der Darstellung im Polizeirapport
insgesamt gering. Der Lenker des voranfahrenden Personenwagens konnte jedoch den
zweiten Überholstreifen nicht freigeben, weil er im Begriff war, auf dem ersten
Überholstreifen fahrende Fahrzeuge zu überholen. Da es Nacht war, waren zudem die
Sichtverhältnisse nicht optimal. Beide Umstände erhöhten die Möglichkeit
unvorhersehbarer Bremsmanöver. Im Licht der dargestellten bundesgerichtlichen
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Rechtsprechung ist deshalb von einer schweren abstrakten Gefährdung im Sinn einer
schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG auszugehen.
An dieser Beurteilung vermag der Hinweis des Rekurrenten auf BGE 126 II 358 nichts
zu ändern. Dieser Entscheid erging unter dem früheren Administrativmassnahmerecht,
nach welchem die Mindestdauer des obligatorischen Führerausweisentzugs von einem
Monat sowohl für den mittelschweren als auch für den schweren Fall gleichermassen
galt. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde die Aufhebung des von der
Vorinstanz bestätigten einmonatigen Entzugs des Führerausweises beantragt. Das
Bundesgericht konnte es deshalb bei der Feststellung bewenden lassen, mit dem
eingehaltenen Abstand von 0,33 s – 8 m bei 85 km/h – sei zumindest ein
mittelschwerer Fall gegeben. In den Erwägungen wurde zudem ausdrücklich
festgehalten, der Abstand sei viel zu gering gewesen (vgl. auch die erwähnte
bundesgerichtliche Stellungnahme zu diesem Urteil in BGE 131 IV 133 E. 3.2.2 sowie
das mit BGE 126 II 358 vergleichbare Urteil 6A.54/2004 vom 3. Februar 2005).
b) In subjektiver Hinsicht macht der Rekurrent geltend, weder habe er den
Mindestabstand auf aggressive oder rücksichtslose Art unterschritten noch den
vorausfahrenden Lenker zu einem bestimmten Verhalten zu nötigen versucht. Vielmehr
sei er dem voranfahrenden Fahrzeug "ruhig und in gleichbleibenden Abstand" gefolgt.
Aufgrund seiner grossen, 40-jährigen Fahrpraxis habe er sich in der konkreten Situation
zu sicher gefühlt und nicht qualifiziert schuldhaft eine besondere Gefährdung des
übrigen Strassenverkehrs in Kauf genommen.
Subjektiv erfordert Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG ein rücksichtsloses oder sonst
schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, bei
fahrlässigem Handeln mindestens grobe Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; 130 IV
32 E. 5.1 je mit Hinweisen). Diese ist unter anderem zu bejahen, wenn der Täter sich
der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist. Grobe
Fahrlässigkeit kann aber auch vorliegen, wenn der Täter die Gefährdung anderer
Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht gezogen, also unbewusst
fahrlässig gehandelt hat (BGE 130 IV 32 E. 51 mit Hinweis). In solchen Fällen ist grobe
Fahrlässigkeit zu bejahen, wenn das Nichtbedenken der Gefährdung anderer
Verkehrsteilnehmer auf Rücksichtslosigkeit beruht. Rücksichtslos ist unter anderem ein
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bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden Rechtsgütern. Dieses kann auch in
einem blossen (momentanen) Nichtbedenken der Gefährdung fremder Interessen
bestehen (BGE 131 IV 133 E. 3.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
6B_660/2009 vom 3. November 2009 E. 4.3).
Der Rekurrent folgte dem voranfahrenden Personenwagen mit den festgestellten
geringen Abständen von 8 bis 12 m über eine Strecke von 1'200 m, bei einer
durchschnittlichen Geschwindigkeit von 100 km/h mithin während mehr als 40 s. Dass
der Rekurrent damit keinen ausreichenden Abstand einhielt, ist offenkundig und wird
von ihm auch nicht bestritten. Deshalb ist davon auszugehen, dass ihm die besondere
Gefährlichkeit seiner verkehrsregelwidrigen Fahrweise bewusst war. Sollte er allerdings
die allgemeine Gefährlichkeit seines verkehrsregelwidrigen Verhaltens nicht bedacht
haben, hat er sich bedenkenlos über die Interessen der anderen Verkehrsteilnehmer
hinweg gesetzt und in einem Ausmass gedankenlos gehandelt, das ihm als grobe
Fahrlässigkeit und damit als schweres Verschulden im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a
SVG anzulasten ist.
5.- Die von der Vorinstanz verfügte Entzugsdauer entspricht der Mindestentzugsdauer
von 3 Monaten gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG, die nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung zu Art. 16 Abs. 3 SVG selbst bei einer beruflichen Angewiesenheit des
Betroffenen auf den Führerausweis und bei einem ungetrübten automobilistischen
Leumund nicht unterschritten werden darf (vgl. BGE 132 II 234 E. 2.3 für einen
selbständig erwerbenden Taxichauffeur).
6.- Dementsprechend ist der Rekurs abzuweisen. Dem Verfahrensausgang
entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, in: ABl 2010 S. 4042). Der Kostenvorschuss von
Fr. 1'200.-- ist zu verrechnen.