Decision ID: 32bffac6-49ca-4037-9712-d9b89cea3bb3
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
I.
A.
Bei den Eheleuten A und B wurde gestützt auf §§ 41 bis 44 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) zufolge der Veräusserung des in der Gemeinde D gelegenen und im Bereich der Vermögensbesteuerung bisher privilegiert besteuerten Grundstücks Kat. Nr. 01 eine ergänzende Vermögenssteuer erhoben. Gegen diesen Einschätzungsentscheid erhoben die Pflichtigen Einsprache. Am 7. April 2014 unterbereitete der zuständige Steuerkommissär den Pflichtigen im Einspracheverfahren einen Einschätzungsvorschlag, in welchem er von einem steuerbaren Vermögen von Fr. ... (Steuersatz von 1 ‰) ausging. Das diesem Vorschlag beiliegende Formular "Einspracherückzug" unterzeichnete der Pflichtige, setzte allerdings handschriftlich folgende Bemerkung hinzu: "Einverständnis für totalen Steuerbetrag von Fr. 23'361.00 CHF".
B.
Am 13. Juni 2014 erstellte die Stadt C, Abteilung Steuern, die "Schlussrechnung Staats- und Gemeindesteuern 2011, ergänzende Vermögenssteuer" mit dem Vermerk "aufgrund des Einspracheentscheides". Als steuerbares und satzbestimmendes Vermögen setzte die Stadt C Fr. .... ein, was zu einer einfachen Steuer von Fr. 23'361.- führte. Unter Berücksichtigung des für die Staats-, Gemeinde- und Kirchensteuer anwendbaren Steuerfusses von insgesamt 223 % ergab sich eine geschuldete Steuer von Fr. 52'095.-.
C.
Gegen diese Schlussrechnung erhoben die Pflichtigen am 17. Juli 2014 Einsprache und beantragten sinngemäss, die Schlussrechnung sei aufgrund des Einspracherückzugs vom 2. Mai 2014 mit einem Steuerbetrag von insgesamt Fr. 23'361.- zu erstellen. Die Stadt C wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 24. Juli 2014 ab unter Hinweis darauf, dass sie die Berechnung der zu entrichtenden Steuer, ausgehend vom unterzeichneten Einspracherückzug, korrekt durchgeführt habe.
II.
Den hiergegen von den Pflichtigen am 23. August 2014 erhobenen Rekurs wies das kantonale Steueramt mit Verfügung vom 12. Januar 2015 ab, soweit es auf das Rechtsmittel eintrat. Dabei führte das Steueramt aus, dass ihm eine Überprüfung, "ob die Steuerfaktoren (...) korrekt sind", verwehrt sei, da im Bezugsverfahren lediglich die korrekte Berechnung des Steuerbetrags überprüft werde.
III.
Mit Eingabe vom 15. Januar 2015 wandten sich die Pflichtigen an das Verwaltungsgericht, welchem sie sinngemäss beantragten, die ergänzende Vermögenssteuer sei auf einen totalen Steuerbetrag von Fr. 23'361.- zu reduzieren. Weiter sei die Zahlungserinnerung der Stadt C zu stornieren, "alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inklusive Verzugszinsen zu Lasten der Einsprachegegner". Während die Vorinstanz die Abweisung des Rechtsmittels beantragte, liess sich die Gemeinde im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht vernehmen.
Die Kammer

erwägt:
1.
Gegen Rekursentscheide des kantonalen Steueramts betreffend Schlussrechnung kann Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben werden (§ 178 Abs. 1 StG). Mit der Beschwerde
können alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (§ 153 Abs. 3 in Verbindung mit § 178 Abs. 2 StG).
2.
2.1
Das Einschätzungsverfahren wird mit dem Einschätzungsentscheid abgeschlossen, in dem gemäss § 139 Abs. 1 StG die Steuerfaktoren und der Steuertarif festgesetzt werden. Dieser Entscheid wird dem Pflichtigen separat mitgeteilt (§ 126 Abs. 1 StG), es sei denn, es liege einer der in § 126 Abs. 4 StG geregelten Fälle vor: Entspricht nämlich der Einschätzungsentscheid der vom Steuerpflichtigen eingereichten Steuererklärung oder einer von diesem im Laufe des Einschätzungs- oder Einspracheverfahrens unterschriftlich anerkannten Einschätzung (sogenannter Einschätzungsvorschlag; vgl. hierzu § 44 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 [VO StG]), so wird dieser Entscheid durch die Schlussrechnung angezeigt. Ein zu Recht mit der Schlussrechnung im Sinn von § 126 Abs. 4 StG mitgeteilter Entscheid entfaltet also die gleichen Wirkungen wie ein Einschätzungs- oder Einspracheentscheid und ist diesem gleich zu setzen (vgl. RB 2001 Nr. 91).
2.2
Gegen den Einschätzungsentscheid oder – in den Fällen, in denen nach § 126 Abs. 4 StG auf die Zustellung eines solchen verzichtet werden kann (vgl. E. 2.1) – gegen die Schlussrechnung kann gemäss § 140 Abs. 1 StG innert dreissig Tagen nach Zustellung beim kantonalen Steueramt schriftlich Einsprache erhoben werden. Erfolgt die Anerkennung des Einschätzungsvorschlags im Einspracheverfahren und wird in Anwendung von § 126 Abs. 4 StG auf die Zustellung eines Einspracheentscheids verzichtet, steht gegen die Schlussrechung der Rekurs nach §§ 147 ff. StG an das Steuerrekursgericht zur Verfügung (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., Zürich 2013, § 126 N. 19 ). Dabei spielt es für die Zulässigkeit des Rechtsmittels keine Rolle, dass der Steuerpflichtige den Einschätzungsvorschlag anerkannt hat, weil damit kein Rechtsmittelverzicht einhergeht (vgl. RB 2001 Nr. 91, E. 4b).
2.3