Decision ID: 961402cd-80a0-517e-8b14-226522b08fe6
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a M._, geboren 1953, meldete sich am 2. Dezember 2001 wegen rheumatischer
Beschwerden zum Bezug von IV-Leistungen an (act. G 9.2). Der behandelnde Dr. med.
A._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Arztbericht vom
12. Dezember 2001 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten ein
Fibromyalgie-Syndrom und eine Depression mit Konversionssymptomatik rechts. Seit
dem 21. Juni 2001 bestehe bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die
bisherige Tätigkeit als Warenkontrolleurin (zur bisherigen Tätigkeit vgl. act. G 9.5) sowie
für andere Tätigkeiten (act. G 9.6.1 ff.).
A.b Am 11. September 2002 wurde die Versicherte durch die Gutachter der Aerztliches
Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) interdisziplinär untersucht. Im Gutachten vom
25. November 2002 diagnostizierten die ABI-Gutachter mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und eine
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.00). Für körperlich schwer belastende
berufliche Tätigkeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten unter Vermeidung von Heben und Tragen von Lasten,
der Einhaltung einer fixierten Körperposition sowie der Durchführung von repetitiven
Bewegungsmustern seien der Versicherten zu 80% zumutbar (act. G 9.12).
A.c Mit Verfügung vom 14. August 2003 lehnte die IV-Stelle St. Gallen aufgrund eines
ermittelten Invaliditätsgrades von 20% einen Anspruch der Versicherten auf
Rentenleistungen ab (act. G 9.35). Die dagegen erhobene Einsprache vom
12. September 2003 (act. G 9.40) wurde mit Entscheid vom 11. Dezember 2003
abgewiesen (act. G 9.45). Die gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde der
Versicherten vom 26. Januar 2004 (act. G 9.48.2 ff.; vgl. auch die
Beschwerdeergänzung vom 25. Februar 2004, act. G 9.54.2 ff.) hiess das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 15. März 2005, IV 2004/10,
teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurück. Es
zweifelte an der Einschätzung der ABI, dass es der Versicherten zumutbar sein solle,
die nötige Willensanpassung aufzubringen, um einer 80%igen Erwerbstätigkeit
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nachgehen zu können. Es sei nicht rechtsgenüglich abgeklärt, in welchem Ausmass die
Schmerzstörung überwindbar und eine Erwerbstätigkeit der Versicherten medizinisch
zumutbar sei. Die IV-Stelle werde zu untersuchen haben, ob sich die Diagnose einer
Angststörung bestätigen lasse und ob sie gegebenenfalls für sich genommen von
Einfluss auf die medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit sei oder allenfalls im Rahmen
der Beurteilung der Auswirkungen der somatoformen Schmerzstörung von Bedeutung
sei. Ausserdem bedürfe auch die Diagnose der Fibromyalgie einer Bestätigung oder
eines Ausschlusses (E. 4e ff.; act. G 9.83). Die von der IV-Stelle gegen den kantonalen
Entscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. April 2005 (act. G 9.85)
wurde vom Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) mit Urteil vom 11. August 2005,
I 257/05, abgewiesen (act. G 9.88).
A.d Am 22. November 2005 beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Zentralschweiz mit
einer interdisziplinären Begutachtung der Versicherten (act. G 9.93). Am 4., 6. und
14. Dezember 2006 wurde sie von den Experten untersucht. Im Gutachten vom 8. März
2007 diagnostizierten diese mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes therapierefraktäres fibromyalgiformes
Ganzkörperschmerzsyndrom ohne adäquates Korrelat am Bewegungsapparat sowie
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Körperlich leichte wechselbelastende
Tätigkeiten seien der Versicherten zu 70% zumutbar. Empfehlenswert sei eine
Präsenzzeit von etwa 90 bis 100% mit vermehrten kurzen Pausen. Aus psychiatrischer
Sicht finde sich aktuell kein klinischer Hinweis auf eine Angststörung (act. G 9.99.1 ff.).
Da das Bestehen einer Angststörung dennoch nicht ausgeschlossen werden könne,
werde festgehalten, dass eine Angststörung eigentlich nur in sehr seltenen Fällen zu
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen könne (act. G 9.99.30).
A.e Mit Vorbescheid vom 4. April 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht,
aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrades von 30% einen Rentenanspruch zu
verneinen (act. G 9.105).
B.
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B.a Im dagegen gerichteten Einwand vom 16. Mai 2007 beantragte die Versicherte,
dass ihr gestützt auf rechtsgenügliche Abklärungen die gesetzlichen Leistungen,
insbesondere eine ganze Invalidenrente, mit Wirkung ab 1. Juli 2001 bzw. ab wann
rechtens, zuzusprechen seien. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen
vorzunehmen. Subeventualiter seien Eingliederungsmassnahmen zu gewähren. Es sei
nicht nachvollziehbar, dass gemäss der psychiatrischen MEDAS-Begutachtung keine
Hinweise für eine Depression sowie für eine Angst- oder Persönlichkeitsstörung
vorliegen sollen und die Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen derart tief sein
solle. Sie rügt weiter, dass die MEDAS-Beurteilung lediglich auf einer
Momentaufnahme beruhe und mit den Einschätzungen des behandelnden Arztes und
der behandelnden Ärztin nicht zu vereinbaren sei. Beim Invalideneinkommen sei ein
Leidensabzug von 25% gerechtfertigt (act. G 9.108). Am 4. Juni 2007 stellte sie der IV-
Stelle einen Arztbericht der behandelnden Dr. med. B._, Fachärztin FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1. Juni 2007 zu (act. G 9.110). Diese habe
gestützt auf verschiedene Testwerte eine Depression und eine Angststörung als
Begleiterkrankungen zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung diagnostiziert
(act. G 9.109.2). Mit Schreiben vom 21. Juni 2007 bringt sie der IV-Stelle einen
Arztbericht von Dr. A._ vom 19. Juni 2007 (act. G 9.114) zur Kenntnis. Dieser
bestätige die Einschätzung von Dr. B._ und gehe von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit aus (act. G 9.113).
B.b Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; act. G 9.117)
verfügte die IV-Stelle am 25. September 2007 im Sinn des Vorbescheids und lehnte die
Gewährung von Rentenleistungen ab. Der Rentenanspruch der Versicherten sei
aufgrund der vorgebrachten Einwände nochmals überprüft worden. Das MEDAS-
Gutachten setze sich eingehend mit dem psychischen Störungsbild, der
diagnostischen Einschätzung und den Auswirkungen auf die medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit auseinander. Es werde plausibel begründet, dass zum
Begutachtungszeitpunkt klinisch keine eigenständige Depressionserkrankung und
keine eigenständig zu sehende Angsterkrankung vorlägen. Es subsumiere die in dieser
Richtung zu interpretierenden Symptome als Teil der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung (act. G 9.118).
C.
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C.a Dagegen richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde vom 25. Oktober
2007. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer ganzen Rente
ab wann rechtens, spätestens aber ab 1. Oktober 2001. Eventualiter sei die Streitsache
zu weiteren medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Der der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte Invaliditätsgrad von 30% sei
unzutreffend. Es sei vielmehr von einem höheren Invaliditätsgrad auszugehen. Zur
Ermittlung des Invaliditätsgrades sei auf die Einschätzung der behandelnden Dr. B._
und des behandelnden Dr. A._ sowie der übrigen bisher behandelnden Ärzte
abzustellen. Die Auffassung der MEDAS, es bestünden keine Hinweise auf eine
Depression und auf eine Angst- oder Persönlichkeitsstörung, sei unzutreffend und mit
den Einschätzungen der behandelnden Ärzte und Ärztin nicht zu vereinbaren. Gegen
das MEDAS-Gutachten bringt sie weiter vor, dass es lediglich auf einer
Momentaufnahme beruhe und sich nicht auf einen längeren Beobachtungszeitraum
stützen könne. Was den Einkommensvergleich anbelange, so sei ein 25%iger
Leidensabzug zu berücksichtigen (act. G 1).
C.b In der ergänzenden Eingabe vom 29. Januar 2008 beantragt die
Beschwerdeführerin zusätzlich die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung. Sie wiederholt darin ihre Kritik am MEDAS-Gutachten und
bringt zusätzlich dagegen vor, dass sich die Gutachter nur dürftig mit den
abweichenden medizinischen Einschätzungen auseinandergesetzt hätten. Ferner rügt
sie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da sich die Beschwerdegegnerin nicht mit
den einwandweise erhobenen Vorbringen den Einkommensvergleich betreffend
auseinandergesetzt habe. Im Übrigen lautet die Beschwerdeergänzung ähnlich wie
diejenige der Beschwerdeeingabe vom 25. Oktober 2007 (act. G 7). Der
Beschwerdeergänzung vom 29. Januar 2008 beigelegt ist ein Arztbericht von Dr. B._
vom 21. Januar 2008. Die Psychiaterin führt darin aus, dass das somatische
Krankheitsbild durch die Diagnose einer manifesten Osteoporose erweitert worden sei,
was nicht gänzlich ohne Einfluss auf das psychische Befinden sei. Dies sei im Sinn
einer Verstärkung der Somatisierungstendenz sowie des Krankheitsbewusstseins und
einer Zunahme des Schmerzempfindens zu verstehen. Aufgrund der gestellten
psychiatrischen Diagnosen und des langjährigen chronifizierten Verlaufes sei die
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Beschwerdeführerin bezüglich einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nicht mehr
arbeitsfähig (act. G 7.1).
C.c Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. März 2008
die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung gibt sie an, dass das MEDAS-Gutachten
nicht zu beanstanden sei. Die davon abweichenden Einschätzungen der behandelnden
Mediziner seien nicht dazu geeignet, die Beurteilung der MEDAS in Zweifel zu ziehen,
zumal auch das ABI-Gutachten mit dem MEDAS-Gutachten korrespondiere. Der
MEDAS-Psychiater habe das Vorliegen einer Depression sowie einer Angst- oder
Persönlichkeitsstörung ausschliessen können. Was den Einkommensvergleich
anbelange, so sei die Vornahme eines Leidensabzuges nicht gerechtfertigt.
Insbesondere sei die Vornahme eines Teilzeitabzuges bei Frauen nicht gerechtfertigt.
Ergänzend könne festgehalten werden, dass selbst bei einem - hier mit Sicherheit nicht
geschuldeten - Leidensabzug von 10% eine Resterwerbsfähigkeit von immer noch
63% gegeben wäre (act. G 9).
C.d Mit Schreiben vom 11. März 2008 stellt die Verfahrensleitung des
Versicherungsgerichts die Ablehnung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung
mangels ausgewiesener Prozessarmut in Aussicht (act. G 10). In der Folge bezahlte die
Beschwerdeführerin am 19. Mai 2008 den geforderten Kostenvorschuss von Fr. 600.--.
C.e Die Beschwerdeführerin macht in der Replik geltend, dass die Einschätzungen der
behandelnden Ärzte und der behandelnden Psychiaterin aussagekräftig und
beweistauglich seien. Deren Einschätzung stehe lediglich die Beurteilung der MEDAS-
Gutachter entgegen, die indessen nicht zu überzeugen vermöge. Die zahlreichen
Stellungnahmen der behandelnden Mediziner seien zumindest geeignet, das MEDAS-
Gutachten ernsthaft in Zweifel zu ziehen (act. G 18).
C.f Die Beschwerdegegnerin teilt am 18. Juni 2008 ihren Verzicht auf eine begründete
Duplik mit (act. G 20).

Erwägungen:
1.
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Die Beschwerdeführerin lässt in formeller Hinsicht beiläufig rügen, dass in der
angefochtenen Verfügung auf ihre im Einwand vorgetragenen Argumente den
Einkommensvergleich betreffend nicht genügend eingegangen worden sei. Dadurch sei
das rechtliche Gehör verletzt worden (act. G 7, S. 15).
1.1 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen den Entscheid
gegebenenfalls sachgerecht anfechten können. In diesem Sinn müssen wenigstens
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und
auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 118 V 58).
Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann dann
als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei
überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl.
Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP;
sGS 951.1]).
1.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (act. G 9.118) im
Wesentlichen mit dem Hinweis auf die gutachterliche Einschätzung der MEDAS. Sie
hat sich indessen nicht mit den rechtlichen Einwänden der Beschwerdeführerin (vgl.
hierzu act. G 9.108.6) bezüglich des von ihr geltend gemachten Leidensabzuges
auseinandergesetzt. Es handelte sich dabei vorliegend um eine leistungsrelevante
Frage, welche die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht einfach
ausser Acht lassen durfte. Ein Begründungsmangel ist diesbezüglich zu bejahen.
Dieser Mangel kann indessen nicht als besonders schwerwiegend bezeichnet und im
vorliegenden Verfahren als geheilt gelten. Die Beschwerdeführerin beantragt denn auch
keine - das Verfahren verlängernde - Rückweisung an die Vorinstanz zur Gewährung
des rechtlichen Gehörs.
2.
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In materieller Hinsicht ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Rentenleistungen
streitig.
2.1 Am 1. Januar 2003 ist das ATSG, am 1. Januar 2004 sind die neuen Normen der
4. IV-Revision und am 1. Januar 2008 die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten
Bestimmungen des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201) und des ATSG in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch
der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen
Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136
E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin meldete sich am 2. Dezember 2001
zum Bezug von Leistungen an (act. G 9.2). Mit Urteil des Versicherungsgerichts vom
15. März 2005, IV 2004/10 (durch das EVG bestätigt im Urteil vom 11. August 2005,
I 257/05) wurde der rentenablehnende Entscheid der Beschwerdegegnerin vom
11. Dezember 2003 (act. G 9.45) aufgehoben und die Angelegenheit zu ergänzenden
Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Die im vorliegenden
Verfahren zu beurteilende Verfügung ist schliesslich am 25. September 2007 ergangen
(act. G 9.118). Es ist damit ein Sachverhalt zu beurteilen, der teilweise vor dem
Inkrafttreten des ATSG (1. Januar 2003) begonnen hat. Daher und aufgrund dessen,
dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig
verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für
die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab
diesem Zeitpunkt auf die Normen des ATSG sowie ab dem 1. Januar 2004 auf die
neuen Bestimmungen der 4. IV-Revision abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Die neuen Normen der 5. IV-Revision
finden hingegen keine Anwendung.
2.2 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültigen Fassung)
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, so besteht ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2004
bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze
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Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist
(BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
3.
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In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Invaliditätsgrades auf das MEDAS-Gutachten vom 8. März 2007, worin die Experten
der Beschwerdeführerin für leidensadaptierte Tätigkeiten eine 30%ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigten. Empfehlenswert sei für die Verwertung der
verbliebenen Restarbeitsfähigkeit eine Präsenzzeit von etwa 90 bis 100% mit
vermehrten kurzen Pausen (act. G 9.99.14 f.).
3.1 Im Hinblick auf die Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass
das MEDAS-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf
allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist.
Es wurden die Vorakten verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden berücksichtigt. Das MEDAS-Gutachten leuchtet in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge – insbesondere dem Zusammenspiel der psychischen
und der somatischen Elemente – und in der Beurteilung der medizinischen Situation
ein, dies insbesondere auch durch die Auseinandersetzung mit früheren, teilweise
divergierenden ärztlichen Beurteilungen.
3.2 Die Beschwerdeführerin führt gegen das MEDAS-Gutachten vor allem ins Feld,
dass die von der behandelnden Dr. B._ festgestellte Depression und diagnostizierte
Angststörung nicht miteinbezogen worden seien (act. G 7, S. 6).
3.2.1 Dr. B._ berichtete am 1. Juni 2007, dass zusätzlich zur anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung als Begleiterkrankung eine mittelschwere Depression
sowie eine Angststörung bestehe (act. G 9.110). Aufgrund der von ihr gestellten
Diagnosen sei für eine ausserhäusliche Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen (act. G 7.1).
3.2.2 Vorab ist festzustellen, dass die Diagnosestellung von Dr. B._ allein mit
testpsychologischen Argumenten begründet wird. Testpsychologische
Untersuchungen können indessen lediglich eine Ergänzung bilden. Entscheidend ist
hingegen die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese (vgl. Leitlinien der
Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung
psychischer Störungen, Schweizerische Ärztezeitung, 2004;85: Nr 20, S. 1051).
Dr. B._ benennt in ihren knapp begründeten Stellungnahmen vom 1. Juni 2007 (act.
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G 9.110) und 21. Januar 2008 (act. G 7.1) indessen keine klinischen Befunde, auf
denen die von ihr gestellte Diagnose fusst und unterlässt eine Anamneseerhebung. Ihr
schematisches Erfassen des psychischen Krankheitsbildes der Beschwerdeführerin
vermag daher die gutachterliche Einschätzung nicht in Frage zu stellen, zumal sie sich
damit auch gar nicht auseinandersetzt. Eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes seit der MEDAS-Begutachtung vom Dezember 2006 wird von
ihr im Bericht vom 1. Juni 2007 (act. G 9.110) nicht vorgebracht. Es handelt sich somit
bei der Einschätzung von Dr. B._ im Vergleich mit dem MEDAS-Gutachten um eine
anderslautende Beurteilung des gleichen Sachverhaltes. Ohnehin misst Dr. B._ der
von ihr diagnostizierten Depression und Angststörung lediglich die Rolle einer
Begleiterkrankung zu (act. G 9.110). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass
Somatisierungsstörungen nur schwer von Angststörungen abzugrenzen sind und
zahlreiche psychische Symptome, wie etwa Angstsymptome, zur Folge haben.
Angesichts der regelhaften Kopräsenz von körperlichen Beschwerden und Angst ist es
gemäss medizinischer Literatur vorwiegend eine Frage des Aushandlungsprozesses
zwischen Untersucher und Patient, welchem Aspekt des Gesamtbildes Priorität
eingeräumt werde. Das hänge in dieser Situation nicht nur von der Einstellung des
Patienten, sondern ebenso sehr auch von der theoretischen Voreinstellung des
Untersuchers ab (Gerd Rudolf / Peter Henningsen, Somatoforme Störungen,
Theoretisches Verständnis und therapeutische Praxis, Stuttgart 1998, S. 15 und 27;
vgl. auch zum Verhältnis somatoforme Störungen und Angststörungen Wolfgang
Hausotter, Begutachtung somatoformer und funktioneller Störungen, München 2002,
S. 29 f.). Was die von Dr. B._ - im Gegensatz zum psychiatrischen MEDAS-Gutachter
- gestellte Diagnose einer Depression anbelangt, so dürfte die abweichende
Beurteilung darin liegen, dass Dr. B._ die Symptome der Schlafstörungen und
Ermüdbarkeit auch bei der Erhebung der Depressionsdiagnose miteinbezog. Im
psychiatrischen MEDAS-Gutachten wurde hingegen auf die klinischen Befunde
abgestellt und die genannten Symptome bei der Abklärung einer depressiven
Problematik nicht berücksichtigt (vgl. act. G 9.99.30). Vor diesem Hintergrund kommen
den von Dr. B._ als Begleiterkrankungen umschriebenen Depression und
Angststörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine eigenständige Bedeutung im
Vergleich zur somatoformen Schmerzstörung zu. Sie vermögen daher auch keine
zusätzliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit zu begründen, zumal der
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psychiatrische MEDAS-Gutachter zum Ausdruck brachte, dass selbst bei der Diagnose
einer Angststörung eine zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu verneinen
wäre (act. G 9.99.30).
3.2.3 Aus der Stellungnahme des behandelnden Dr. A._ vom 19. Juni 2007 (act.
G 9.114) vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.
Denn darin benennt der Allgemeinmediziner keine konkreten Mängel am MEDAS-
Gutachten. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die von ihm vorgenommene
anderslautende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit lediglich knapp begründet ist und nicht
auf einer spezialärztlichen psychiatrischen Einschätzung beruht.
3.2.4 Was die übrigen von der Beschwerdeführerin gegen das MEDAS-Gutachten ins
Feld geführten medizinischen Berichte von Dr. A._ (vgl. etwa vom 26. Februar 2003,
act. G 9.54.14 f.), von Dr. B._ vom 8. November 2004 (act. G 9.75), von Dr. med.
C._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Neurologie, Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 1. April und 22. Juli 2003 (act. G 9.33.1 ff.), von den Ärzten der
Klinik Gais vom 9. Juni 2004 (act. G 9.77) und vom rheumatologischen ABI-Gutachter
vom 25. November 2002 (act. G 9.12.5 ff.) anbelangt, so ist festzustellen, dass diese im
Rahmen der MEDAS-Begutachtung zur Kenntnis genommen wurden (act. G 9.99.2 ff.).
Die Einschätzung der Dres. C._, A._ und B._ wurden darüber hinaus im
psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten diskutiert und gewürdigt (act. G 9.99.30). Die
Beschwerdeführerin benennt denn auch keine objektiven Gesichtspunkte, die bei der
MEDAS-Begutachtung ausser Acht gelassen worden wären. Ohnehin scheinen diese
bereits längere Zeit vor der Erstellung des MEDAS-Gutachtens entstandenen Berichte
nicht geeignet, letzteres in Zweifel zu ziehen.
3.2.5 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, das MEDAS-Gutachten habe die
somatischen Beschwerden nicht genügend berücksichtigt. Die Diagnose sei durch eine
Osteoporose erweitert worden, was gemäss der behandelnden Psychiaterin nicht
gänzlich ohne Einfluss auf das psychische Befinden sei (act. G 7, S. 14). Zwar gab
Dr. B._ in der Stellungnahme vom 21. Januar 2008 an, die (zusätzliche) Diagnose
einer manifesten Osteoporose verstärke die Somatisierungstendenz sowie das
Krankheitsbewusstsein und sei als Zunahme des Schmerzempfindens zu verstehen.
Allerdings kam sie zum Schluss, dass sich an der psychiatrischen Beurteilung nichts
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geändert habe (act. G 7.1). Damit hat sie zum Ausdruck gebracht, dass die
Osteoporose aus psychiatrischer Sicht nicht zu einer zusätzlichen Einschränkung der
Leistungsfähigkeit geführt hat. Die Osteoporose-Problematik und die
Unterschenkelfraktur vom März 2006 waren ferner dem rheumatologischen MEDAS-
Gutachter bei seiner Beurteilung bekannt (act. G 9.99.23). Sie fanden damit
hinreichende Berücksichtigung im MEDAS-Gutachten. Es bestehen somit auch
hinsichtlich der somatischen Beschwerden keine Zweifel an der Aussagekraft des
MEDAS-Gutachtens.
3.3 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das MEDAS-Gutachten
sämtliche Anforderungen an beweistaugliche medizinische Gutachten (vgl. hierzu BGE
125 V 352 E. 3a) erfüllt. Gestützt darauf ist deshalb mit der Beschwerdegegnerin davon
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin für eine körperlich leichte
wechselbelastende Tätigkeit bei einer - empfohlenen - Präsenzzeit von 90 bis 100%
über eine Arbeitsfähigkeit von 70% verfügt (act. G 9.99.14).
4.
Zu prüfen bleiben damit die erwerblichen Auswirkungen dieser verbliebenen
Arbeitsfähigkeit.
4.1 Die Beschwerdeführerin hat in ihrer bisherigen Tätigkeit im Vergleich mit den LSE-
Tabellenlöhnen einen Minderverdienst erzielt (vgl. act. G 9.102), was von den Parteien
auch unbestritten geblieben ist (act. G 9.118; vgl. act. G 7, S. 15). Diesem Umstand ist
beim Einkommensvergleich Rechnung zu tragen. Das Valideneinkommen ist daher wie
das Invalideneinkommen anhand der statistischen Werte zu ermitteln. Sind damit
Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen,
erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn
(sog. Prozentvergleich; SVR 1/2008 IV Nr. 2 S. 3 E. 5.4).
4.2 Zu beurteilen bleibt daher noch die Frage, in welchem Umfang ein Leidensabzug
auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die
statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu
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tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der
Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412
E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei
handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78
E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig
(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
4.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass wegen ihrer gesundheitlichen
Beschwerden, den Anforderungen an einen potenziellen Arbeitsplatz, ihrem Alter, der
Dienstjahre und ihrer Nationalität/Aufenthaltskategorie unter Berücksichtigung eines
Teilzeitabzuges ein Leidensabzug von 25% gerechtfertigt sei (act. G 7, S. 15 f.). Die
Beschwerdegegnerin hat sich erst im Beschwerdeverfahren mit der Frage des
Leidensabzuges auseinandergesetzt und erachtet die Vornahme eines solchen für nicht
gerechtfertigt (act. G 9, S. 6).
4.2.2 Was die Anforderungen an einen potenziellen Arbeitsplatz anbelangt, so gaben
die MEDAS-Gutachter an, dass der Beschwerdeführerin sämtliche
wechselbelastenden, körperlich leichten Tätigkeiten offen stehen. Der
Beschwerdeführerin stehen damit im Bereich einfacher und repetitiver Tätigkeiten
weiterhin ein zwar eingeschränktes (nur noch körperlich leichte Tätigkeiten), aber
trotzdem weites Spektrum potenzieller Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung. Dieser
Faktor ist daher bei der Bemessung lediglich in einem geringen Umfang zu
berücksichtigen.
4.2.3 Die 1953 geborene Beschwerdeführerin war im massgebenden Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung vom 25. September 2007 (act. G 9.118) knapp 54-jährig.
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Erwerbslose Personen ab 50 Jahren sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt
(Bundesamt für Statistik, BFS Aktuell, Erwerbstätigkeit der Personen ab 50 Jahren,
2008, S. 12), was bei Zusammenfallen mit gesundheitlichen Beschwerden umso mehr
gelten dürfte. Das Alter der Beschwerdeführerin kann daher bei der Ermittlung des
Leidensabzuges nicht ausser Acht gelassen werden. Zu beachten ist indessen aber
auch, dass der Beschwerdeführerin immerhin noch eine ungefähr 10-jährige
Aktivitätsdauer zur Verfügung steht.
4.2.4 Die Beschwerdeführerin war seit 1984 bei der gleichen Arbeitgeberin angestellt
(act. G 9.14). Ihre äusserst langdauernde Betriebszugehörigkeit und ihre langjährige
Erfahrung mit nur gerade einer Arbeitgeberin sind geeignet, ihre Chancen auf dem
Arbeitsmarkt und damit auch den zu erwartenden Lohn zu schmälern.
4.2.5 Inwiefern die italienische Staatsbürgerschaft der Beschwerdeführerin und die ihr
gewährte Niederlassungsbewilligung C (act. G 9.4) sich auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt, insbesondere bei Tätigkeiten mit Anforderungsniveau 4, lohnsenkend
auswirken, ist nicht ersichtlich.
4.2.6 Ein Teilzeitabzug ist vorliegend, wo der Beschwerdeführerin eine Präsenzzeit von
90 bis 100% empfohlen wird, grundsätzlich nicht gerechtfertigt, wie die
Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkt hat.
4.2.7 Unter Berücksichtigung sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände hält
die Verneinung eines Leidensabzuges durch die Beschwerdegegnerin einer
Ermessensprüfung nicht stand. Bei der Bemessung des Leidensabzuges ist zu
berücksichtigen, dass die gesundheitlichen Beschwerden und der vermehrte
Pausenbedarf (act. G 9.99.15) grösstenteils bereits bei der Bestimmung der
Leistungsfähigkeit miteinbezogen worden sind. Es bestehen zwar einige lohnsenkende
Faktoren, die allerdings nicht als besonders ausgeprägt erscheinen, weshalb sich
insgesamt die Vornahme eines Leidensabzuges von 10% rechtfertigt.
4.3 Unter Berücksichtigung eines 10%igen Leidensabzuges resultiert ein nicht
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37% (30% + [70% x 10%]). Die angefochtene
Verfügung ist damit im Ergebnis zu bestätigen.
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5.
5.1 Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 25. September 2007 ist im Sinn der
Erwägungen abzuweisen.
5.2 Die vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten zu
tragen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Der von der
Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran
angerechnet. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG