Decision ID: bc0b4198-d761-411e-8620-07b68d453752
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1948 geborene
X._
war als Spartenleiter bei der
Y._
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 2
7.
November 1996 bei einem Fussballspiel mit dem geg
nerischen Torwart zusammenstiess (Unfallmeldung vom 2
8.
November 1996,
Urk.
7/16/66). Die SUVA erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen. Im Frühjahr 1997 schloss sie den Fall folgenlos ab (vgl. Schreiben von
X._
vom
3.
April 1997,
Urk.
7/16/6
0
). Am 2
5.
Mai 1998 liess
X._
der SUVA einen Rückfall melden. Nach Durchführung medizinischer Behandlungen wurde der Fall erneut folgenlos abgeschlossen.
Am 1
4.
August 2003 zog sich
X._
, welcher weiterhin bei der
Y._
tätig und bei der SUVA
obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen versichert war, beim Tennisspielen
einen Riss
im
Hinterhornbereich
des media
len Meniskus Kniegelenk links zu.
Die SUVA erbrachte in der Folge
Heilbe
handlungs
- und Taggeldleistungen
. Das Arbeitsverhältnis von
X._
mit der
Y._
wurde per Ende August 2007 aufgelöst (Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, vom 2
3.
Februar 2010, Datum gemäss Aktenverzeichnis,
Urk.
7/4). Die SUVA
sprach
X._
m
it Verfügung vom 1
1.
September 2007
betreffend das linke Knie
eine auf einer Integritä
t
seinbusse von 30
%
basierende Entschädigung zu
(
Urk.
1 S. 3)
.
Gleichentags teilte sie
ihm
mit, dass sie die
Tag
geldleistungen
per 3
1.
August 2007 einstelle.
Mit Schreiben vom
4.
April 2008 verneinte die SUVA die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invaliden
rente und stell
t
e die Heilkostenleistungen ein.
V
om
7.
Januar 2008 bis 1
7.
April 2009
arbeitete
X._
bei der
Z._
(
Urk.
7/4 und Arbeitsvertrag vom
7.
Januar 2008,
Urk.
7/13/1)
.
Mit Schreiben vom 1
8.
Juni 2009 (
Urk.
9/15) teilte Prof. h.c. PD
Dr.
med.
A._
, Chefarzt
Orthobiologie
und Knorpelregeneration der
B._
, der SUVA mit, dass
X._
über
belastungsab
hängige
Kniegelenksbeschwerden rechtsbetont medial sowie im
patellofemora
len
Gelenkabschnitt mit Ergussbildung und blockadeähnlichen Zuständen
klage
(
Urk.
7/16/45
-
4
6
). Nachdem die SUVA
Kostengutsprache erteilt hatte
(
Urk.
7/16/39)
, führte
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt Orthopädie der
B._
,
am 1
4.
September 2009 eine Arthroskopie, eine
transarthro
sko
pische
Teilmeniskusentfernung medial im
Hinterhorn
und eine
Knorpel
glättung
im
femoropatellären
Gleitlager des rechten Kniegelenks durch (
Operations
bericht
vom 1
4.
September 2009,
Urk.
7/16/36
-37
). Die SUVA kam in der Folge weiter für Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen auf.
1.2
A
m
2
3.
Februar
2010
meldete sich
X._
bei der
I
V-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4). Die IV-Stelle liess
daraufhin
einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom
2.
März 2010,
Urk.
7/1), zog die Akten der Basler Versicherung AG, bei welcher
X._
im Rahmen seiner Tätigkeit bei der
Z._
gegen die Folgen von Unfällen zusatzversichert war
(
Urk.
7/11), der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich, (
Urk.
7/14) und
der SUVA
(
Urk.
7/16) bei und holte Arztberichte von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin (Bericht vom 2
3.
März 2010,
Urk.
7/17) und von
Dr.
C._
(Bericht vom 2
9.
März 2010,
Urk.
7/18) ein. Am 2
1.
Juni 2010 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit, dass momentan keine beruflichen Eingliederung
smassnahmen möglich seien (Urk.
7/19).
Am 23.
November 2010 wurde
X._
bei diagnostizierter schmerz
hafter
Gonarthrose
rechts eine
Innex
-Knieprothese implantiert (vgl.
den Bericht von Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 1
1.
Januar 2012,
Urk.
7/
36/5
).
In der Folge zog die IV
Stelle weitere Akten der SUVA bei (
Urk.
7/23)
und holte einen weiteren
Arzt
be
richt
von
Dr.
C._
ein (Bericht vom 1
8.
April 2011,
Urk.
7/28).
Nachdem die SUVA
X._
am
2.
Februar 2012 darüber infor
miert hatte, dass sie beabsichtige, die Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 2
8.
Fe
bruar 2012 einzustellen (
Urk.
7/31) und
X._
die IV-Stelle darauf
hin
gewiesen hatte
, dass
Dr.
D._
ihn einen Tag vor der kreisärztlichen Untersu
chung, gemäss welcher er zu 100
%
arbeitsfähig sei, zu 100
%
arbeits
unfähig geschrieben
hab
e (
Urk.
7/33), holte die IV-Stelle einen Bericht von
Dr.
D._
(Bericht vom 2
0.
Februar 2012,
Urk.
7/35)
und den
Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung
von
Dr.
E._
vom 1
1.
Januar 2011 ein (
Urk.
7/36).
Mit Verfü
gung vom 1
1.
Juli 2012
(
Urk.
7/38)
sprach die
SUVA
X._
betreffend das rechte Knie
eine einer Integritätseinbusse von 30
%
entspre
chende Entschädigung von Fr. 29‘160.-- zu und verneinte die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente. Mit Vorbescheid vom 2
1.
September 2012
(
Urk.
7/41)
stell
t
e die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Mit
Einspracheentscheid
vom 2
4.
September 2012
(
Urk.
7/42)
wies die SUVA die von
X._
am
4.
September 2012 gegen die Verfügung vom 1
1.
Juli 2012 erhobene Einsprache
(
Urk.
7/49)
ab.
Am 2
2.
Oktober 2012 erhob
X._
Einwand gegen den Vorbescheid vom 2
1.
September 2012 (
Urk.
7/4
7
)
und am 2
4.
Oktober 2012 Beschwerde gegen
den
Einsprache
e
n
tscheid
der SUVA vom 2
4.
September 2012 (Prozess Nr. UV.2012.00250)
.
Die IV-Stelle holte
nach Eingang des Einwandes
einen neuen Bericht bei
Dr.
C._
(Bericht vom
1.
November 2012,
Urk.
7/53)
ein
. Am 1
8.
Dezember 2012 liess sich
X._
hierzu ver
nehmen (Urk.
7/56). Am 1
6.
April 2013 erliess die IV-Stell
e einen neuen Vorbescheid (Urk.
7/62) und stell
t
e
X._
in Aussicht, von April 2010 bis
Januar 2011 eine halbe und von Februar 2011 bis März 2012 eine ganze Rente zuzusprechen, wobei die Leistun
gen aufgrund verspäteter Anmeldung erst mit Wirkung ab
1.
August 2010 aus
gerichtet werden könnten. Nachdem
X._
hiergegen am 1
6.
April 2013 Einwand erhoben hatte (
Urk.
7/65)
, sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung
en
vom 1
1.
September 2013 von April 2010 bis Januar 2011 eine halbe und von Februar 2011 bis März 2012 eine ganze Rente zu, wobei aufgrund verspäteter Anmeldung lediglich die Rentenleistungen ab
1.
August 2010 ausgerichtet w
ürden (Urk.
2
/1-2
)
.
2.
Hiergegen liess
X._
am
1.
Oktober 2013 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm ab
1.
April 2012 mindestens eine halbe Invaliden
rente auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit
Beschwerde
antwort
vom 2
9.
Oktober 2013 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am
1.
November 2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
3.
Mit heutigem Urteil wurde die vom Beschwerdeführer am 2
4.
Oktober 2012 erho
bene Beschwerde
(
Urk.
7/58)
gegen den
Einsprachee
ntscheid
der SUVA vom 2
4.
September 2012
(
Urk.
7/42)
abgewiesen
(Prozess Nr.
UV.2012.00250).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin ging in den an
gefochtenen Verfügungen vom 11.
Sep
tember 2013 (
Urk.
2) davon aus, dass der Beschwerdeführer lediglich durch Unfall
folgen in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Seit dem 2
8.
April 2009 sei er in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Nach Ablauf der einjähri
gen Wart
e
frist per 2
7.
April 2010 sei dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit zu 50
%
zumutbar gewesen. Per 2
3.
November 2010 sei es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit einer vollständigen Arbeitsun
fähigkeit gekommen. Ab dem 1
1.
Januar 2012 habe in der angestammten Tätig
keit wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden.
1.2
Der Beschwerdeführer lässt
hiergegen
vorbringen, die Beschwerdegegnerin stütze sich voll und ganz auf die Feststellungen der SUVA. Es sei mitnichten eine Besserung im Januar 2012 erfolgt.
Dr.
C._
habe im April 2012 eine erhebliche Zunahme der Beschwerden festgestellt, habe aber gehofft, der
Spon
tanverlauf
werde eine Besserung bringen
, was bis heute nicht geschehen sei
. Die Beschwerden verhinderten ei
ne längere Belastung des
rechten
Knies.
Selbst wenn eine Besserung eingetreten wäre, liege eine Einschränkung
in
der Arbeitsfähigkeit vor, welche zur Rentenlei
s
tung der Invalidenversicherung führen müss
e
. Die Aussagen
des Kreisarztes
seien widersprüchlich. So halte er ohne
Weiteres
fest, dass sich im Knie täglich ein Erguss bilde und dass ein Streckausfall vorliege. Ebenso werde nicht in Frage gestellt, dass
er
täglich Schmerzmittel zu sich nehmen müsse. Trotz dieser Beschwerden soll
e
ein ganz
tägi
g
er Einsatz mit der Möglichkeit
,
gelegentlich etwas aufzustehen und herum
zugehen
,
und ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke vollzeitlich zumutbar sein. Wenn sich
im
Knie bereits am „frühen Vormittag“ ein Erguss bilde, könne das Knie nicht länger belastet werden. Auch das ständige Sitzen führe zu einem Erguss. Einzig das Hochlagern könne dies verhindern. Wer sein Bein ständig hochlagern müsse, sei aber auch für eine Bürotätigkeit mehr als eingeschränkt.
Aus seiner Biographie ergebe sich, dass er lange Zeit in der Geschäftsleitung
der
Y._
gearbeitet habe. Die Tätigkeit bei der
Z._
habe nur einen Zeitraum von etwa 14 Monaten umfasst.
Danach
sei er wegen
des
Kon
kurses der Firma arbeitslos gewesen. Für den Betätigungsvergleich sei somit jene Tätigkeit heranzuziehen, welche für ihn lebensprägend gewesen
sei. Diese Position habe es mit sich gebracht, dass er als Kadermitglied stets auch für Akquisition, Bauüberwachung und Baukontrolle die volle Verantwortung inne gehabt habe. Dies
habe
beding
t
, dass er sich vor dem Erstellen eines Devis auf die Baustelle habe begeben und sich dort mit den Bauherren/Bauleitern zu Sitzungen habe treffen müssen. Nur so habe er sich ein Bild des kommenden Auftrages machen können. Sodann habe er die Arbeiten seines Untern
ehmens auf dem Bau überwachen und sich deswe
gen auch immer vor Ort mit den Z
uständigen treffen müssen. Er gehe davon aus, dass er etwa 60
%
der Arbeits
zeit
im Büro und 40
%
auf der Baustelle verbracht habe. Es bestehe kein Zwei
fel, dass er auch gemäss den Feststellungen des Kreisarztes für stehende Tätig
keiten auf dem Bau nicht arbeitsfähig sei. Bereits deshalb bestehe eine Ein
s
chränkung der Erwerbsfähigkeit.
Sodann sei zu beachten, dass auch am
linken
Knie eine Einschränkung vorliege. Der Kreisarzt habe am 2
9.
Juli 2010 festgestellt, dass er verschiedensten Ver
langsamungen unterliege. Auch bei reinen Büroarbeiten liege eine Verlangsa
mung vor. Darauf werde mit keinem Wort Bezug genommen. Wenn nun aber ein
e
zusätzliche Behinderung im anderen Knie hinzukomme, müsse diese Ver
langsamung zunehmen. Auch aus diesem Grunde liege eine rentenbegründende Einschränkung der Erwerbsfähigkeit vor.
Zu beachten sei zudem
sein fortgeschrittenes Alter. Z
ehn Monate vor Eintritt in das AHV-Alter sei
es
völlig unrealistisch, noch eine Stelle zu
finden
.
D
ie ange
fochtenen Verfügung
en
vom 1
1.
September 2013
datierten
rund acht Monate
nach seinem Eintritt in das AHV-Alter.
Er habe somit erst nach seiner Pensio
nierung sichere Kenntnis
davon
gehabt
, dass er sich über
anderthalb
Jahre f
r
üher auf dem Arbeitsmarkt hätte bewerben müsse
n
. Das Merkmal des fortge
schrittenen Alter
s
wirke sich deshalb in jedem Fall invalidisierend aus.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
2.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.2.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Drei
viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 % invalid, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie min
destens zu 40 % invalid sind.
2.2.3
Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeit
punkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist aber in jedem Fall zu berück
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau
ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichti
gen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (
Art.
88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterli
chen Beweiswürdigung.
3.
3.1
Folgende Arztberichte, welche für die Beurteilung der strittigen Fragen von Belang sind, liegen vor:
3.2
Kreisarzt
Dr.
F._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
unter
suchte den Beschwerdeführer am 3
0.
November 2009 und hielt hierzu mit Bericht vom gleichen Tag fest
(
Urk.
7/
16/
20-23)
, dem Beschwerdeführer sei am linken Knie im Oktober 2006 eine
Kniee
ndoprothese
eingesetzt worden. Es besteh
e
bis heute ein gutes Resultat. Es sei dem Beschwerdeführer m
öglich, einige Stunden zu gehen. Das
B
ewältigen von
Treppen
sei gut möglich. Der Beschwerdeführer
habe kaum Beschwerden. Betreffend das linke Knie sei
zurzeit keine Behandlung nötig.
Das rechte Knie habe sich der Beschwerdeführer am 2
7.
November 1996 beim Fussballspielen verletzt. Man sei von einem Riss beider Kreuzbänder ausg
eg
an
gen. Muskulär sei der Beschwerdeführe
r
gut kompensiert gewesen, sodass man auf chirurgische Massnahmen verzichtet habe. Langsam habe sich eine Arthrose entwickelt. Im November 2008 sei es beim Tennisspielen zu einer gewissen Traumatisierung gekommen. Im Frühjahr 2009 habe der Beschwerdeführer erneut einen Arzt aufgesucht. Heute bestehe eine leicht gereizte
Gonarthrose
mit einem Erguss, Anlauf- und Belastungsschmerzen. Aktuell gelte der Beschwer
deführer als voll arbeitsunfähig. Dies sei gerechtfertigt für Aufgaben mit Aus
sendienst, insbesondere auf Baustellen. Die Gehsicherheit des Beschwerdeführers sei nicht ausreichend um Derartiges zu bewältigen. Vorwiegend sitzend auszu
führende Tätigkeiten ohne Z
wangsstellung der Beine mit gelegentlichen gerin
gen Gehstrecken – wenige hundert Meter auf guter Unterlage – seien zumutbar. Entsprechend habe er im Einverständnis des Beschwerdeführers per
1.
Dezember 2009 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im Unfallschein eingetragen.
3.3
Dr.
med.
G._
, Chefärztin Rheumatologie und Rehabilitation
der
B._
, erklärte mit Bericht vom 1
1.
Februar 2010
(
Urk.
7/16/12
13
)
, nach der letzten Injektion im Knie rechts
seien die Beschwerden
anfänglich r
ückläufig
gewesen
. Nun
verspüre der Beschwerde
führer
belastungsabhängig wieder „Zwicke“ mit akut einschiessen
den Schmer
zen. Das Knie zeige
jedoch weniger
Schwellungsneigung. Eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit sei von der SUVA weiter bestätigt worden.
3.4
Dr.
D._
diagnostizierte mit Bericht vom 2
3.
März 2010 (
Urk.
7/17
/1-6
) einen Status nach Knietrauma 1996 mit Kreuzbandruptur rechts
post
und
anterior
und einen
Status nach Unfall linkes Knie mit
Teilmeniskektomie
links med
ial
und
Implantation
Endoprothese
im Jahr
200
6.
Der Beschwerdeführer sei als Bereichsleiter Elektrobranche sei
t
dem 2
9.
April 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig. Zwischenzeitlich habe er zu 50
%
gearbeitet. Der Beschwerdeführer könne nicht mehr auf Baustellen, weil er Schmerzen habe
, d
ie sich beim Gehen auf unebe
nem Boden verschlimmerten. Geradeaus gehen sei möglich. Treppauf- und
Treppabgehen
sei stark eingeschränkt. Sitzen sei nur etwa 30 Minuten möglich, dann müsse er aufstehen und
die
Bein
e
bewegen. Wechselbelastende Tätigkeiten seien insgesamt in einem Pensum von 50
%
möglich.
3.5
Dr.
C._
berichtete der Beschwerdegegnerin am 2
9.
März 2010 (
Urk.
7/18), der Beschwerdeführer sei ab dem
1.
März 2010 100
%
arbeitsunfähig und für Herbst 2010 sei die Operation des rechten Kniegelenks (Knieprothese) vorgese
hen. Da der Beschwerdeführer 62 Jahre al
t
sei
,
werde er sicher infolge der
Operation nicht mehr beruflich
integriert werden können und bleibe somit weiter
hin
zu
100
%
arbeitsunfähig. Eine Umschulung oder erneute berufliche Integra
tion sei hinfällig.
3.6
Kreisarzt
Dr.
F._
hielt mit Bericht vom 2
9.
Juli 2010 (
Urk.
7/23/36-39) fest,
d
ie jetzige Situation sei einigermassen stabil, gegenüber den Untersuchun
gen im November 2009 hätten sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben, die mögliche Belastbarkeit sei deshalb geschätzt. Versicherungstechnisch werde man zum Abschluss schreiten, bei Bedarf könne ein Rückfall gemeldet werden, um die
Endoprothese
zu implantieren.
Aktuell komme für den Beschwerdeführer nur eine Bürotätigkeit in Frage. Stehen und Gehen sei manchmal bis 15 Minu
ten, Begehen von Treppen selten möglich. Kauern
, Knien, Erklettern von Leitern und
Gehen in unwegsamem Gelände sei ihm nicht möglich. Beim Sitzen seien Zwangsstellungen für die Knie nicht möglich, ein etwa stündliches Vertreten der Beine müsse möglich sein. Tragen von Lasten sei bis 10 Kilogramm in der Ebene über kurze Strecken zumutbar. Unter diesen Voraussetzungen dürfe ein etwa achtstündiger Einsatz erwartet werden. Eine leichte Verlangsamung sei zu akzeptieren, da sich der Beschwerdeführer nach dem Sitzen nur langsam erhe
ben könne und auch beim Anlaufen zuerst einige Schritte sehr langsam machen
müsse
. Bis auf
Weiteres
brauche er Antirheumatika. Wie gesagt, werde die
Endoprothese
zum Zeitpunkt der Wahl eingebaut.
3.7
Dr.
F._
hielt mit Ergänzung zur Untersuchung vom 2
9.
Juli 2010 fest
(
Urk.
7/23/7), anlässlich einer Konsultati
on vom 1
7.
Februar 2010 bei Dr.
C._
sei dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht ebenfalls empfohlen worden, sich eine
Endoprothese
implantieren zu lassen. Der Beschwerdeführer habe vorerst darauf verzichte
t
. Er habe vorerst die Golfsaison 2010 vorbeigehen lassen wollen. Eine weitere Konsultation sei damals für August 2010 vereinbart worden. Im Unfallschein sei für die Konsultation vom 1
7.
Februar 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
eingetragen worden. Im Weiteren sei angemerkt worden, dass im Herbst die Operation vorgesehen sei. Dafür sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, allerdings mit Gültigkeit ab
1.
März 201
0.
Dies sei wenig logisch, Begin
n
der 100%igen Arbeitsunfähigkeit sei das Operationsdatum. Gemäss den Berichten vom Früh
jahr 2010 der Ärzte der
B._
habe am rechten Knie der gleiche Zustand wie im November 2009 oder Ende Juli 2010 bestanden, so dass davon auszugehen sei, die Berufstätigkeit im Rahmen der geschätzten möglichen Belastung sei durchgehend und auch für die nähere Zukunft möglich.
3.8
Dr.
C._
teilte der Beschwerdegegnerin am 1
8.
April 2011 mit (
Urk.
7/28),
fünf Monate nach der Implantation einer
Innex
-Knieprothese recht
s berichte der Beschwerdeführer
, dass der Verlauf ähnlich sei wie seinerzeit am linken Knie
gelenk. Es best
ä
nden noch gewisse Restbeschwerden auf der medialen Seite sowie ein leichter Erguss. Der Beschwerdeführer mache Physiotherapie und Lymphdrainage. Zurzeit sei er noch zu 100
%
arbeitsunfähig. Ob der Beschwer
deführer eine Arbeitsfähigkeit erreich
e
und in welchem Ausmass, müsse vorerst abgewartet werden. Um diesbezüglich verbindliche Aussagen machen zu können, müsse mindestens das Jahresergebnis abgewartet werden.
3.9
Der Beschwerdeführer wurde am
9.
Juni 2011 von Kreisarzt
Dr.
F._
untersucht. Mit Bericht vom 1
0.
Juni 2011 (
Urk.
7/30) erklärte dieser,
beim Beschwerdeführer bestehe eine beidseitige
Gonarthrose
. Links sei im Jahr 2006 eine
Endoprothese
implantiert worden. Rechts sei die Prothesenimplantation am 2
3.
November 2010 erfolgt. Während betreffend das linke Knie ein erfreuliches Resultat vorliege, sei der Verlauf betreffend das rechte Knie enttäuschend. Es bestehe im rechten Knie ein Reizzustand. Das Knie sei leicht überwärmt. Ein deutlicher Erguss sei vorhanden. Es beständen ein Streckdefizit von 15°
und
ein ausgeprägter Anlauf-
sowie
ein mässiger Belastungsschmerz. Entsprechend stark limitiert sei die Gehfähigkeit. Sogar im Sitzen beständen etwas Beschwer
den. Das Bein müsse sorgfältig gelagert werden. Die Ursache des Reizzustandes sei nicht klar. Eine bakterielle Ursache sei wenig wahrscheinlich. Er kenne aller
dings die Laborparameter nicht. In einem ersten Ansatz würde er für eine vor
erst begrenzte Zeit statt des
Dafalgans
ein
nichtsteroidales
Antirheumatikum
einsetzen. Um das Gehen zu erleichtern,
soll
e
der Beschwerdeführer
einen
links
geführten
Stock
verwenden
. So werde man etwa zwei Monate beobachten müssen, bevor eine tiefgreifende Suche nach der Ursache des unbefriedigenden Resultats eingeleitet werde. Aktuell könne vom Beschwerdeführer lediglich halbtags eine reine Bürotätigkeit erwartet werden.
3.10
Am 1
1.
Januar 2012 wurde der Beschwerdeführer von Kreisarzt
Dr.
E._
untersucht. Dieser hielt hierzu mit Bericht vom gleichen Tag fest (
Urk.
7/36), bezüglich
des linken Knies ergäben sich keine Veränderungen im Vergleich mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
1.
Juni 2007: Bei Zustand nach Implantation einer
Endoprothese
am 1
1.
Oktober 2006 finde sich ein sehr günstiges Behandlungsergebnis. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens blieben gleich. Bezüglich des linken
Knies sei auch keine Behandlung
notwendig, hingegen seien postoperative Kontrolle
n
im Abstand von Jahren zu übernehmen und das Rückfallrecht bestehe selbstverständlich weiterhin.
Betreffend das rechte Knie zeige die klinische Untersuchung ein wechselnd ausge
prägtes Schonhinken rechts mit einer Behinderung beim Treppensteigen. Teile des gezeigten Verhaltens wirkten aber deutlich demonstrativ. Objektiv zeige sich ein Streckausfall im rechten Knie von 10° bei einer günstigen Flexion von 125°. Bei der Untersuchung am frühen Vormittag sei der Erguss auf 25 bis 30 Milliliter geschätzt worden. Die
ligamentäre
Stabilität des Knies sei gut
. Kli
nisch bestehe
eine leichte
Varusstellung
. Das Ausmass sei auch radiologisch schwierig zu messen. Nach radiologischen Kriterien seien die Implantate stabil. Annähernd 14 Monate nach der Implantation der
Endoprothese
sei der Zustand seit längerer Zeit stabil. Die Voraussetzungen für den Fallabschluss seien erfüllt. Er vermöge keine erfolgsversprechenden Behandlungsmöglichkeiten anzugeben. Insbesondere müsse der mässige Streckausfall akzeptiert werden. Die vom Beschwerdeführer wegen der Kniegelenke benötigten Schmerzmittel seien wei
terhin zu übernehmen.
Eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit
,
gelegentlich etwas aufzustehen und herumzugehen und vor allem ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke sei dem Beschwerdeführer
voll
zeitlich
zumutbar. Die früher geleistete Arbeit sei entsprechend wieder
vollzeit
lich
möglich.
3.11
Dr.
D._
berichtete der Beschwerdegeg
nerin am 2
0.
Februar 2012 (Urk.
7/35/6-11), der Beschwerdeführer sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bereichsleiter Elektroinstallation seit dem 3
0.
April 2009 zu 100
%
arbeits
unfähig.
Er
könne nicht länger sitzen und nicht längere Strecken gehen. Er
könne auch nicht auf Baustellen gehen. In einer angepassten Tätigkeit sei maximal eine 50%ige Arbeitstätigkeit möglich.
3.12
Am 2
2.
Oktober 2012 erklärte
Dr.
C._
auf Frage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (
Urk.
7/57
),
vor allem wegen des rechten Kniegelenks müsse der Beschwerdeführer immer wieder die Beine hochlagern. Die Intervalle zwi
schen
h
ochlagern und nicht
h
ochlagern würden etwa 30 bis 60 Minuten betra
gen. Baustellenbesuche seien so nicht möglich. Der Beschwerdeführer könne nicht ganztägig sitzende oder stehende Tätigkeiten ausüben. Nach seinen eige
nen Angaben vermöge
er
je eine halbe Stunde stehen und sitzen. Er müsse dann aber wieder die Position wechseln. Auf unebenem Gelände fortbewegen und uneingeschränkt Treppensteigen auf Baustellen könne er mit Sicherheit bis auf
Weiteres
nicht.
3.13
Mit Bericht vom
1.
November 2012 teilte
Dr.
C._
der Beschwerdegegnerin mit
(
Urk.
7/53)
,
der Beschwerdeführer sei seit 2009 im Ruhestand. Dies nicht zuletzt auch wegen der restlichen Behinderungen von Seiten vor allem des rechten Kniegelenks. Er legte seinem Bericht unter anderem einen Bericht betreffend eine Konsultation vom 2
2.
Oktober 2012 bei (
Urk.
7/5
3
/12-13). In diesem hielt er fest, momentan bestehe kein Handlungsbedarf, doch sei die Kniegelenksprothese rechts sicher weiterhin beobachtungsbedürftig, wobei sich der Beschwerdeführer bei Zunahme der Beschwerden melden könne. Ansonsten werde er im Rahmen der Langzeitsprechstunde routinemässig nachkontrolliert. Der Beschwerdeführer nehme gelegentlich auch einen Stock zur Hilfe und ab
und z
u ein
Dafalgan
. Er müsse darauf achten, dass er weder zu lange sitze noch zu lange stehe, jeweils eine halbe Stunde. Er müsse auch immer wieder tagsüber die Beine hochlagern.
4.
4.1
Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus,
dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns im August 2010 (
Art.
28
Abs.
1 in Ver
bindung mit
Art.
29
Abs.
1 IVG) zu 50
%
arbeitsunfähig war,
dass diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit bis zur Operation vom
2
3.
November 2010
dauerte
(
Urk.
7/35/15) und dass der Beschwerdeführer im Nachgang zu dieser Operation zu 100
%
arbeitsu
nfähig war (vgl. E. 1.1, E. 1.2). Diese Einschätzung erweist sich insbesondere gestützt auf die überzeugenden Berichte von Kreisarzt Dr.
F._
vom 3
0.
November 2009 (E. 3.2) und vom 2
9.
Juli 2010 (E. 3.7) als rechtens.
Bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis Januar 2012 hat der Beschwerde
führer nicht wie von der Beschwerdegegnerin verfügt, bis Ende März 2012, sondern zumindest bis Ende April 2012 Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
88a
Abs.
1 IVV; Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
Strittig und zu prüfen ist aus medizinischer Sicht, ob sich der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers
per
Januar 2012 verbessert hat und er anschlies
send in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit mit der Möglichkeit
,
gelegentlich etwas aufzustehen und herumzugehen
,
und ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke
wieder zu 100
%
arbeitsfähig war.
4.
2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in den Verfügungen vom 1
1.
September 2013 (
Urk.
2) auf die Feststellungen der SUVA in der Verfügung vom 1
1.
Juli 2012 (
Urk.
7/38) und dem
Einspracheentsche
id
vom 2
4.
September 2012 (Urk.
7/42), welche
ihrerseits
im Wesentlichen auf der Ein
schätzung von Dr.
E._
vom 11
. Januar 2012
(E. 3.10)
gründeten.
Der Bericht von
Dr.
E._
erfüllt
die rechtsprechungsgemässen Anforderun
gen, welche an beweistaugliche medizinische Berichte gestellt werden: Der Bericht ist für die streitigen Belange umfassend, er beruht auf eingehender Untersuchung, er berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, er ist in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden, er leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini
schen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nach
vollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 4-
5
)
ist nicht widersprüchlich, dass
Dr.
E._
dem Beschwerdeführer trotz der Einnahme von Schmerzmitteln und des vorhandenen Ergusses für eine sitzende Tätigkeit grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat.
Dr.
E._
hält
nämlich ausdrücklich fest, dass eine sitzende Tätigkeit dem Beschwerdeführer nur zumutbar sei, wenn die Möglichkeit bestehe, gelegentlich aufzustehen und herumzugehen und wenn nicht notwendig sei, eine fixierte Flexionshaltung einzunehmen (S. 9). Durch das Vermeiden der Flexionshaltung liegt keine dauernde Belastung des Knies vor. Einem Versicherten ist es zudem im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht grundsätzlich zumutbar, zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit in einem
gewissen Umfang
Schmerzmittel einzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2008 vom
2.
Juli 2008 E. 5.2.1.3).
Betreffend den Einwand des Beschwerdeführers,
Dr.
E._
habe bei seiner Einschätzung nicht berücksichtigt, dass gemäss Bericht von Kreisarzt Dr.
F._
vom 2
9.
Juli 2010 bereits aufgrund der Beeinträchtigung des linken Knies eine Verlangsamung bestehe
(
Urk.
1 S. 5-6)
, gilt es darauf hinzu
weisen, dass Dr.
F._
in seinem Bericht für das linke Knie keine Ein
schränkung festhielt (
Urk.
7/23/39):
„Im linken Knie liegt eine
Endoprothese
die gut funktioniert, (die) für die Belastbarkeit des Patienten nicht limitierend ist.“ Die von Dr.
F._
festgehaltene Einschränkung bezog sich auf das rechte Knie. Dass
Dr.
E._
hierzu rund anderthalb Jahre später und nach Implanta
tion einer
Endoprothese
zu einer anderen Einschätzung gelangt, ist schlüssig
und bedarf keine
r
Weiterungen.
4.
3
4.
3
.1
Die Übrigen sich in den Akten befindenden Berichte vermögen die Einschätzung von
Dr.
E._
nicht in Frag
e
zu stellen.
4.
3
.2
Die vor dem Bericht von
Dr.
E._
vom 1
1.
Januar 2012
verfassten Berichte
(
Urk.
3.2-3.9) können naturgemäss keine echtzeitlichen Angaben zur Arbeitsfä
higkeit des Beschwerdeführers ab dem 1
1.
Januar 2012 machen.
4.
3
.3
Dr.
D._
attestierte dem Beschwerdeführer mit Bericht vom 2
0.
Februar 2012 (E. 3.1
1
) auch nach dem 1
1.
Januar 2012 in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Betreffend die von
Dr.
D._
für den Gang auf Baustellen attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht keine Differenz zu
Dr.
E._
, da auch
dieser solche Tätigkeiten
für
grundsätzlich
unzumutbar hielt
.
Dr.
E._
gi
ng im Gegensatz zu
Dr.
D._
davon aus, dass der Beschwerdeführer dies bei seiner angestammten Tätigkeiten nicht
habe machen müssen
. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit begründet
Dr.
D._
nicht, weshalb auch
d
iesbezüglich eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehen soll (Punkt 1.7). Da
Dr.
D._
als Befunde ledig
lich anführt (
Urk.
7/35/8): „Knie rechts, reizlose TP-Knie-Narbe mittelgrosser Erguss.
Flexion/Extension (130/0/5) 115/5/0“ ist seine Einschätzung betreffend angepasste Tätigkeit nicht nachvollziehbar.
4
.
3
.4
Die Feststellung von
Dr.
C._
im Bericht
vom 22. Oktober
2012 an den Rechts
vertreter des Beschwerdeführer
s
(E. 3.12),
dass der Beschwerdeführer immer wieder die Beine hochlagern müsse, steht in Übereinstimmung mit der Einschätzung von
Dr.
E._
vom 1
1.
Januar 2012, hielt dieser doch fest, dass der Beschwerdeführer nur eine sitzende Tätigkeit ausüben könne, bei welcher keine Notwendigkeit für eine fixierte Flexionshaltung bestehe. Auch Dr.
E._
geht davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht ganztags eine rein sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben kann. Eine sitzende Tätigkeit ist ihm nur möglich, wenn e
r dazwischen aufstehen kann und – wie ausgeführt -
eine dauernde Flexionshaltung verhindern kann. Dass der Beschwerdeführer grund
sätzlich keine Arbeiten auf einer Baustelle mehr ausüben kann, stellte
Dr.
E._
ebenfalls fest.
Im Bericht vom
1.
November 2012 machte
Dr.
C._
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (E. 3.13). Auch im beigelegten Bericht vom 2
2.
Oktober 2012
äusserte er sich nicht
abweichend
zur Arbeitsfähigkeit.
Er erklärte lediglich, dass der Beschwerdeführer gelegentlich auch einen Stock zu Hilfe und ab
und
zu ein
Dafalgan
nehme, er darauf achten müsse, dass er weder zu lange sitze noch zu lange stehe, jeweils eine halbe Stunde und dass er auch immer wieder tagsüber die Beine hochlagern müsse. Diese Einschätzung steht ebenfalls nicht im Widerspruch zu dem von
Dr.
E._
am 1
1.
Januar 2012
formulierten
Belastungsprofil.
4.
4
Nach dem Gesagten steht fest, dass
d
e
m
Beschwerdeführer
ab dem 1
1.
Januar 2012
eine überwiegend sitzend
auszuübende
Tätigkeit mit der Möglichkeit gele
gentlich aufzustehen und herumzugehen und ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke vollzeitlich
zumutbar war
.
5.
5.1
Zu prüfen
ist somi
t, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwer
deführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
Der Beschwerdeführer arbeitete bis am 3
1.
Augus
t 2007 bei der
Y._
(Urk. 7/4/6
).
Dieses Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen auf
gelöst. Gemäss den unangefochten gebliebenen
Feststellungen der SUVA
wäre es dem Beschwerdeführer
aus medizinischer Sicht
zumutbar gewesen, seine Tätigkeit bei der
Y._
weiter auszu
üben
.
Nachdem der Beschwerde
führer unbestrittenermassen lediglich an Unfallfolgen leidet (
Urk.
1)
, ist für
die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers die
von ihm zuletzt vom 7. Januar 2008 bis April 2009 ausgeübte Tätigkeit
bei der
Z._
massgebend
(
Urk.
7/13/1)
.
Während die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass diese Tätigkeit einer dem Beschwerdeführer noch
zumutbaren Tätigkeit entsprach
und er diese daher weiterhin vollumfänglich ausüben kann, verneinte dies der
Beschwerdeführer, da er häufig
Baustellen
habe besuchen
müssen,
was ihm nicht mehr
möglich
sei
(E. 1.1 und E. 1.2).
5.2
5.2.1
Es liegen folgende
Unterlage
n vor, welche Hinweise auf die konkrete
Arbeitstätig
keit
des Beschwerdeführers bei der
Z._
geben:
5.2.2
Gemäss Arbeitsvertrag vom 7. Januar 2008 war die Tätigkeit des Beschwerde
führers
Geschäftsleitung (Urk. 7/13/1).
5.2.3
Auf der Schadenmeldung UVG vom 1
9.
März 2009 (
Urk.
7/11/32) ist vermerkt, dass der übliche Arbeitsplatz des Beschwerdeführers im Büro und auf Baustellen war.
5.2.
4
Am 1
6.
Juni 2009 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber der
Beschwerde
gegne
rin
, bei der
Z._
sei er im Büro tätig gewesen. Er habe dabei für die
Bestandesaufnahme
aber auch auf Baustellen gehen müssen
. Er sei nicht operativ tätig gewesen (
Urk.
7/16/49).
5.2.5
Am 3
0.
November 2009
sagte
der Beschwerdeführer
gegenüber
Dr.
F._
(Urk.
7/16/21), er habe lange Jahre in der Geschäftsleitung von grossen Elektrounternehmen gearbeitet. Im Jahr 2007
habe er vorgehabt, sich
vorzeitig in den Ruhestand
zu
begeben. Nach drei Monaten habe er nochmals eine Akti
vität aufgenommen, nun als Unternehmensberater. Diese habe dann 16
Monate gedauert und sei wegen eines Konkurses ausgelaufen.
5.2.
6
Am 1
3.
September 2010 beantragte der Beschwerdeführer von der PAX, Schwei
zerische Lebensversicherungs-Gesellschaft (PAX) Leistungen infolge Erwerbsunfähigkeit (
Urk.
7/26). Er erklärte dabei betreffend seine Tätigkeit bei der
Z._
, dass er dem höheren Kader angehört habe, er sei Bereichsleiter gewesen. Seine Tätigkeit habe Personalmanagement, Akquisition, Beratung etc. umfasst.
5.2.
7
Im Bericht von
Dr.
E._
vom 1
1.
Januar 2012 (
Urk.
7/36/7) ist festgehalten: „Er sei ursprünglich Elektriker, hätte sich weitergebildet und sei schliesslich in der Geschäftsleitung einer grossen Elektrofirma gewesen. Ende 2007 sei er einige Monate arbeitslos gewesen, von Januar 2008 bis April 2009 hätte er dann als
Berater für eine Elektrofirma gearbeitet. Es sei um Betriebsorganisa
tion, EDV und andere Projekte gegangen, im Wesentlichen sei dies eine Bürotä
tigkeit mit häufiger Arbeit auch am Computer. Seit 15.04.2009 sei er nicht mehr erwerbstätig. Das mitgehörte Diktat wird als korrekt beurteilt, aktuell keine Ergänzungen.“
5.2.
8
Am 2
9.
Oktober 2012 äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons
H._
betreffend seine Tätigkeit bei der
Z._
(
Urk.
13/2 im Prozess Nr.: UV.2012.00250
).
Er erklärte dabei unter anderem, er sei als Berater und Baustellen-Controller tätig gewesen. Er sei zur Hälfte im Büro und zur Hälfte auf Baustellen gewesen. Seine Aufg
a
ben seien gewesen: der Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Beratung und das Controlling, die
Baustellenorgani
sation
und die Behandlung von Schadenfällen.
5.3
Der Beschwerdeführer wurde bei der
Z._
als
Mitglied der Geschäfts
leitung
angestellt (E. 5.2.2).
Wie der Beschwerdeführer
im Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
H._
vom 2
9.
Oktober 2012
(
Urk.
13/2 im Prozess Nr.: UV.2012.00250)
festhält, teilte er der Arbeitgeberin aber
nach Einsicht in diverse Unterlagen
noch am ersten Arbeitstag mit, dass er
nicht bereit sei, der Geschäftsleitung beizutreten
.
Er
erachtete offenbar eine
sol
che
Tätigkeit bei der
Z._
als zu riskant
(vgl.
Urk.
12 im Prozess Nr.: UV.2012.00250),
da
er aufgrund seiner betriebswirtschaftlichen Kenntnisse
erkannte
, dass
sich
die
Z._
in
einer
finanziell
s
chwierigen
Lage befand
.
Der Beschwerdeführer arbeitete in der Folge als Berater und
Baustellencon
troller
.
Aus den
zitier
ten Unterlagen (E. 5.2.2-5.2.8), insbesondere
seinem
Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
H._
vom 2
9.
Oktober 2012 (
E. 5.2.8;
Urk.
13/2 im Prozess Nr.: UV.2012.00250)
,
geht her
vor, welche konkreten Aufgaben er dabei zu erledigen hatte
.
Seine Tätigkeit umfasste
den
Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Beratung und das Controlling, die Baustellenorganisation und die Behandlung von Schadenfällen (E. 5.2.8).
Der Beschwerdeführer hatte
demnach
Aufgaben zu erledigen,
die
zwar
teilweise
im Baustellenbüro
zu ver
richten sind, jedoch keine spezifischen Baustellenarbeiten
sind
. Sämtliche
diese
r
Arbeiten können auch im Sitzen ausgeübt werden
, was naturgemäss die Mög
lichkeit mit sich bringt, dass die Beine hochgelagert werden können.
Dies bede
utet, dass die vom Beschwerdeführer zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der
Z._
weitgehend
einer
ihm noch
zumutbaren Tätigkeit entsprach, weshalb
er, da er diese weiter ausüben kann,
als zu 100
%
arbeitsfähig zu qua
lifizieren ist.
5.4
Betreffend den Einwand des Beschwerdeführers,
es sei ihm aufgrund seines fort
geschrittenen Alters im April
bzw. Mai
2012 gar nicht mehr möglich gewesen
,
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle zu finden, weshalb er so oder so Anspruch auf eine unbefristete ganze Rente habe
(
Urk.
1 S. 6)
, gilt es zu beachten, dass
Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen keinen Rentenanspruch zu begründen vermag. Die Invalidenversicherung hat nicht dafür einzustehen, dass ein Versicherter zufolge seines Alters keine seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung angepasste Arbeit mehr findet. Soweit aber die Zumutbarkeit weiterer Erwerbstätigkeit nach Massgabe der
Selbsteingliede
rungspflicht
und der auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorhandenen Arbeitsgelegenheiten in Frage steht, stellt das fortgeschrittene Alter keinen invaliditätsfremden Faktor dar.
D
iesfalls
ist
zu beurteilen, ob für den Versicher
ten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
realistischerweise
geeignete Arbeitsstel
len zur Verfügung stehen, an denen er die ihm verbliebene Resterwerbsfähigkeit
zumutbarerweise
noch ganz oder teilweise verwerten kann. Im Rahmen der sowohl durch den Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes als auch die Selbsteingliederungspflicht gebotenen Zumutbarkeitsprüfung gehört daher das fortgeschrittene Alter des Versicherten zu den seine erwerblichen Möglichkeiten und damit seine Invalidität beeinflussenden persönlichen Eigenschaften (Urteil des Bundesgerichts 8
C_880/2011 vom 2
1.
März 2012 E.
5.2).
Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt, als sein Rentenanspruch endete
,
64
Jahre und 3 Monate alt.
Er stand also neun Monate vor Eintritt ins AHV
Rentenalter. Nichtsdestotrotz wäre es ihm damals aber möglich und zu
mutbar gewesen, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
eine Arbeitsstelle zu
suchen
. Der Beschwerdeführer
konnte
nämlich
nicht nur seine
zuletzt ausgeübte Tätigkeit
wieder zu
100
%
verrichten
, sondern
er ging auch nur während einer relativ kurzen Zeit keiner Erwerbstätigkeit nach
.
Im Übrigen besteht durchaus eine Nachfrage nach dem ausgewiesenen Expertenwissen des Beschwerde
führers.
6.
Nach dem Gesagten
ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dem Beschwer
deführer bis 3
0.
April 2012 eine ganze Rente zuzusprechen.
Im Übri
gen
ist
die Beschwerde ab
zuwei
sen.
7.
7.1
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem
kann
tona
len
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig.
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), auf
Fr.
800.-- anzusetzen und
zu drei Viertel dem hauptsächlich unterliegenden
und lediglich betreffend den Rentenanspruch für den Monat April 2012 obsiegenden
Beschwerdeführer
sowie
zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin au
f
zuerlegen
7.
2
Der
teilweise
obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine
Prozessent
schä
digung
,
welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemes
sen ist (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Vorlie
gend erweist sich unter Berücksichtigung, dass sich im
unfallversicherungs
rechtlichen
Ver
fahren (Prozess Nr. UV.2012.00250) gleichgelagerte Fragen stellten
und dass der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nur
zu einem kleinen Teil
obsiegt
,
ei
ne Prozessentschädigung von Fr.
400
.-- (inkl.
MWSt
und Barauslagen) als angemessen.