Decision ID: f3b8785f-98fc-4593-ae4d-1d726801d6a0
Year: 2016
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

medizinischen Sachverhalt ab. So wurde die Versicherte am 6. August
2013 von RAD-Arzt Dr. med. C._ psychiatrisch begutachtet. Dieser
stellte keine psychiatrische Diagnose.
6. Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 4. November 2014 ab. Seit
Juni 2008 sei A._ in ihrer Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit als Pflegerin eingeschränkt. Die weiteren medizinischen
Abklärungen hätten ergeben, dass in der Tätigkeit als Pflegerin weiterhin
eine Arbeitsfähigkeit von 25 % bestehe. Das Wartejahr sei somit nach wie
vor nicht erfüllt gewesen. Aus ärztlicher Sicht werde eine
leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % zugemutet. Auf eine
Haushaltsabklärung zwecks Ermittlung der Einschränkung im
Aufgabenbereich sei verzichtet worden, da deren Ergebnis aufgrund der
Einschränkung im Erwerb keine anspruchsbeeinflussende Änderung
ergeben hätte. Die Einschränkung im Aufgabenbereich werde der ärztlich
festgelegten, medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit gleichgestellt. Der Invaliditätsgrad betrage
4.8 %. Betreffend Anwendung der gemischten Methode sei festzuhalten,
dass bereits in der Verfügung vom 8. Juni 2011 der Invaliditätsgrad
mittels der gemischten Methode und einer Gewichtung des
Erwerbsbereichs von 80 % angewendet worden sei. Es sei nicht per se
offensichtlich, dass A._ ihr Erwerbspensum im Juli 2013 vergrössert
hätte, weil ihre Tochter die Schulpflicht erfüllt und mit der Lehre begonnen
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habe. So spreche beispielsweise der finanzielle Aspekt des
hinzukommenden Lehrlingslohns der Tochter keineswegs für eine
Erhöhung des Arbeitspensums im Gesundheitsfall. Jedenfalls erscheine
die tatsächliche Veränderung in Form des Beginns der Lehre der Tochter
nicht derart erheblich, dass daraus ein Revisionsgrund abzuleiten sei.
Letztlich könne die Frage der anzuwendenden Berechnungsmethode
aber offen gelassen werden. Vorliegend sei insbesondere auf die
Abschlussbeurteilung des RAD vom 1. November 2013 abzustellen.
Diese zeige nachvollziehbar auf, weshalb der Gesundheitszustand trotz
der neuen Diagnose einer seronegativen Spondylarthritis aus IV-
rechtlicher Sicht im Wesentlichen unverändert sei. Die IV-Stelle sei nach
wie vor der Überzeugung, dass eine anspruchsrelevante Veränderung der
Verhältnisse nicht erwiesen sei, mithin also kein Revisionsgrund vorliege
und dass A._ nach wie vor keinen Rentenanspruch habe, wie dies in
der Verfügung vom 8. Juni 2011 festgestellt worden sei. Im Übrigen
bestünde auch kein Anspruch auf eine Rente, wenn man davon ausgehen
würde, dass die Versicherte heute voll erwerbstätig wäre.
7. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am
5. Dezember 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren:
"1. Die Verfügung vom 04.11.2014 sei aufzuheben und die Sache sei an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, um in einer BEFAS eine eingehende
Abklärung der beruflichen Leistungsfähigkeit durchzuführen und danach erneut
über den Rentenanspruch zu entscheiden.
2. Eventualiter sei vorgängig ein gerichtliches medizinisches Gutachten erstellen
zu lassen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“
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Zur Begründung wurde Kritik an der Anwendung der gemischten Methode
sowie der angenommenen Leistungsfähigkeit geübt. Die Aufnahme einer
vollen Erwerbstätigkeit ab August 2013 werde damit begründet, dass die
Tochter die obligatorische Schulpflicht erfüllt und nun eine Lehre
begonnen habe. Solange die Tochter noch schulpflichtig gewesen sei,
hätte die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nur
in einem Teilzeitpensum von 80 % gearbeitet. Die Verfügung vom 8. Juni
2011 sei deshalb korrekt gewesen. Auch im Jahr 2009 sei die Aufteilung
von 70 % Erwerb zu 30 % Haushalt korrekt erfolgt. Diese Entwicklung
zeige, dass die Beschwerdeführerin mit zunehmendem Alter der Tochter
ihr Arbeitspensum erhöht hätte. Erstere sei nie gefragt worden, welches
Arbeitspensum sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung aufgenommen
hätte. Die Beschwerdeführerin hätte glaubwürdig versichern können, dass
sie bei Beendigung der obligatorischen Schulpflicht ihrer Tochter ein
volles Pensum aufgenommen hätte. Sie habe schliesslich vor der Geburt
ihrer Tochter und vor dem Auftreten der ersten gesundheitlichen
Beschwerden bereits ein volles Arbeitspensum inne gehabt. Dr. med.
D._ attestiere ihr eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für eine leichte,
wechselbelastende Tätigkeit. Nach deren Auffassung sage der CRP-Wert
nichts über die funktionelle Einschränkung aus. Aufgrund dieser
fachärztlichen Beurteilung habe die Beschwerdeführerin somit das
Wartejahr erfüllt. Es läge keine aktuellere rheumatologische Beurteilung
vor. Die Begutachtung durch das ABI liege schon über vier Jahre zurück
und habe die entzündlichen Veränderungen an der Wirbelsäule nicht
berücksichtigt. Das ABI sei damals noch ausdrücklich davon
ausgegangen, dass keine entzündlich-rheumatische Erkrankung vorliege.
Damit sei eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands
gegeben. Da die funktionelle Einschränkung für die Bestimmung des IV-
Grads relevant sei, werde die Rückweisung der Angelegenheit an die
Vorinstanz beantragt, um anhand einer BEFAS die Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin abklären zu lassen. Eventualiter seien vorgängig
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noch weitere rheumatologische Abklärungen durchzuführen, da der in den
Akten geäusserte Verdacht auf MS oder Parkinson bis heute nicht habe
ausgeräumt werden können. Hierzu werde ein gerichtliches Gutachten
beantragt. Die Beschwerdeführerin sei am 17. Dezember 2012 von Dr.
med. B._ neurologisch untersucht worden. Dieser attestiere eine
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von lediglich 50 %. Auch
aufgrund dieser fachärztlichen Beurteilung habe die Beschwerdeführerin
das Wartejahr erfüllt. Eine aktuellere neurologische Untersuchung
existiere nicht. Die Beurteilung durch RAD-Arzt Dr. med. C._ sei
hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes nicht schlüssig und
lasse eine zuverlässige Beurteilung der funktionellen Einschränkung
aufgrund der psychischen Beschwerden nicht zu. Es seien daher durch
das Gericht ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Die angeführte
Aggravation/Simulation wurde unter Hinweis auf eine Studie des
Bundesamts für Sozialversicherungen BSV kritisiert. Demnach könnten
Inkonsistenzen zwischen beobachteten und erwarteten Leistungen nicht
nur Ausdruck von Aggravation oder Simulation sein, sondern auch von
gesundheitlichen Störungen herrühren. Sodann nahm die
Beschwerdeführerin Stellung zu den einzelnen vom RAD durchgeführten
Tests und erwähnte die Kritik von Dr. med. E._ am Gutachten des
RAD. Die Beurteilung des RAD-Arztes sei weder schlüssig noch
nachvollziehbar, sondern vielmehr geprägt von einem unverständlichen,
tiefen Misstrauen gegenüber der Beschwerdeführerin. Es sei daher auf
die ärztlichen Berichte der Klinik F._ und der Fachärztin Dr. med.
E._ abzustellen. Neu sei demzufolge von einer psychiatrischen
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die
Wartefrist sei damit erfüllt. Es werde deshalb beantragt, die berufliche
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer BEFAS abzuklären.
Falls das Gericht wider Erwarten auch die Diagnosen von Dr. med.
E._ und der Klinik F._ in Frage stelle, werde ein gerichtliches
Fachgutachten beantragt.
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8. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Vernehmlassung vom 12. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde.
Strittig sei insbesondere die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
Soweit erneut die Anwendung der gemischten Methode kritisiert werde,
sei darauf hinzuweisen, dass in der angefochtenen Verfügung ausgeführt
worden sei, dass die Frage nach der anzuwendenden Methode letztlich
offen gelassen werden könne. Vorliegend sei der medizinische
Sachverhalt mittels einer Begutachtung des RAD abgeklärt worden.
Zudem sei die Beschwerdeführerin im Jahr 2008 im IIMB und Ende 2010
im ABI polydisziplinär begutachtet worden. Es sei insbesondere auf die
Beurteilungen des RAD vom 1. November 2013 und 30. Oktober 2014
abzustellen. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin liege aus
somatischer Sicht klar keine erhebliche Verschlechterung des
Gesundheitszustands vor. Der laborchemische Befund, der klinische
Wirbelsäulenbefund, die subjektiven Beschwerdeklagen betreffend das
Rückenleiden und schliesslich vor allem auch die objektiven MRI-
Befunde, seien jeweils im Wesentlichen als unverändert zu beurteilen.
Auch dem neuesten Bericht von Dr. med. D._ vom 24. November
2014 lasse sich nichts entnehmen, woraus sich verglichen mit dem
Gutachten des ABI ein verschlechterter Gesundheitszustand ergeben
würde. Schliesslich sei auch im Bericht von Dr. med. B._ vom
17. Dezember 2012 keine Verschlechterung des Gesundheitszustands
beschrieben.
9. Mit Schreiben vom 16. Januar 2015 verzichtete die Beschwerdeführerin
auf die Einreichung einer Replik.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom
4. November 2014, mit welcher die Beschwerdegegnerin den Anspruch
der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneint hat, stellt
demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als
Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin
berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung auf
(Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
b) Streitig und zu prüfen ist der beschwerdeführerische Rentenanspruch.
Dabei sind insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sowie die
anzuwendende Bemessungsmethode streitig.
2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid
ist. Bei erwerbstätigen Versicherten wie der Beschwerdeführerin gilt als
Invalidität, die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG),
welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann
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(Art. 4 Abs. 1 IVG). Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
rentenbegründende Invaliditätsgrad aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16
ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die Versicherte nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt
(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343
E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Diese Methode des Einkommensvergleichs wird
ergänzt durch die Untervarianten des Schätzungs- und Prozentvergleichs
(BGE 141 V 15 E.3.2). Abweichend davon wird der rentenbegründende
Invaliditätsgrad bei nicht erwerbstätigen Versicherten ermittelt, die im
Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann. Danach ist entscheidend,
in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen
(sog. Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 3
ATSG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die
unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten,
wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren
sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so ist die Invalidität für diese
Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG zu bestimmen. In diesem Fall sind der
Anteil der Erwerbstätigkeit
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen
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und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden
Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Hierbei handelt es sich um
die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15
E.3.2, BGE 134 V 9, 130 V 393 E. 3.3). Ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine Versicherte ihre Erwerbsfähigkeit
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen,
erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % im
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1
IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der Versicherten nach
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs,
frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1
IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze Rente zu
(Art. 28 Abs. 2 IVG).
b) Ob eine Versicherte als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nicht erwerbstätig einzustufen ist, was – wie vorangehend ausgeführt –
zur Anwendung einer jeweils anderen Methode der Invaliditätsbemessung
führt, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde.
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der
Versicherten im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
welchem Pensum sie im Gesundheitsfall mutmasslich erwerbstätig wäre
(BGE 133 V 504 E.3.3, 125 V 150 E.2c). Bei im Haushalt tätigen
Versicherten sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die
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Ausbildung sowie persönliche Neigungen und Begabungen zu
berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der
Versicherten nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu
würdigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den
Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung
entwickelt haben. Die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall
ausgeübten (teilzeitlichen) Erwerbstätigkeit ist mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 137 V 334 E.3.2, 130 V 393
E.3.3, 125 V 146 E.2c, 117 V 194 E.3b, je mit Hinweisen).
3. a) Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung den
rentenbegründenden Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand der
gemischten Methode mit einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von
80 % und des Haushaltsbereichs von 20 % ermittelt. Auf eine
Haushaltsabklärung wurde verzichtet. Die Beschwerdegegnerin führte
aus, die Frage nach der anzuwendenden Methode könne letztlich offen
gelassen werden. Es bestünde nämlich auch kein Rentenanspruch, wenn
davon ausgegangen werde, dass die Beschwerdeführerin voll
erwerbstätig wäre. Bei einem im Wesentlichen unveränderten
Gesundheitszustand betrage ihre Arbeitsfähigkeit – wie im Jahr 2011
festgestellt – 75 % in der angestammten Tätigkeit und 100 % in
adaptierten Tätigkeiten. Dies ergebe einen Invaliditätsgrad von 25 %. Die
Beschwerdeführerin kritisierte die Anwendung der gemischten Methode
und führte aus, sie sei nie gefragt worden, welches Arbeitspensum sie
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung aufgenommen hätte. Sodann
hätte sie glaubwürdig versichern können, dass sie bei Beendigung der
obligatorischen Schulpflicht ihrer Tochter ein volles Pensum
aufgenommen hätte.
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b) Eine Versicherte hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist
und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert
werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Der Umschulung auf eine neue
Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf
gleichgestellt (Art. 17 Abs. 2 IVG). Der Anspruch auf Umschulung setzt
voraus, dass die Versicherte wegen der Art und Schwere des
Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie
ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren
Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen
Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E.2a und b mit Hinweisen; vgl. auch
BGE 130 V 488 E.4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit
Hinweisen). Insofern die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung also ausführt, bei Annahme einer Vollerwerbstätigkeit der
Beschwerdeführerin würde ein Invaliditätsgrad von 25 % resultieren, stellt
sich hierbei nach dem Gesagten zumindest die Frage eines allfälligen
Umschulungsanspruchs.
c) Die Antwort auf die Frage nach der anzuwendenden
Bemessungsmethode ist auch von der angenommenen Leistungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin abhängig. Liegt hier ein Abklärungsbedarf vor, so
stellt sich unter Umständen die Frage nach einer Haushaltsabklärung und
somit schliesslich nach der Festlegung der Bemessungsmethode. Zur
Frage der hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ist nämlich
mit der Beschwerdeführerin festzustellen, dass diese Frage nie abgeklärt
respektive die Beschwerdeführerin hierzu nie befragt worden ist. Dies ist
im Falle der Abklärung der Arbeitsfähigkeit bzw. allenfalls im Rahmen
einer Haushaltsabklärung nachzuholen. Die Aussage der
Beschwerdeführerin hierzu ist als Ausgangspunkt – und dann zusammen
mit den anderen Faktoren (vgl. oben Erwägung 2b) in einer
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Gesamtwürdigung – bei der Festlegung des Umfangs der Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall entscheidend (vgl. Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 14 144 vom
29. September 2015 E.4).
4. a) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten einer Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet
werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des
Arztes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig −
seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln
fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der
subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine
Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür
die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit
Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so
substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der Versicherten konkret noch zugemutet werden
können (BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).
b) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu
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würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht
alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit
Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder
Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen).
5. a) Im vorliegenden Fall erstattete das IIMB, Institut für interdisziplinäre
medizinische Begutachtungen AG, Zug (nachfolgend IIMB), am 11. Juni
2008 der Beschwerdegegnerin das von dieser in Auftrag gegebene
interdisziplinäre Gutachten (somatisch-orthopädisch und psychiatrisch)
über die Beschwerdeführerin:
● Eine psychiatrische Diagnose wurde nicht gestellt. Es zeige sich ein typisches Beschwerdebild nach HWS-Schleudertrauma. Die Diagnosen aus somatischer
Sicht mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ein oberes und unteres
Zervikalsyndrom nach mildem Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule
(14. April 2007) sowie eine erhebliche Einschränkung des Visus am rechten Auge.
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Somatische Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden
folgende gestellt: „Gesichtsskoliose“ (erhebliche Asymmetrie des Gesichts); leichte
Fehlhaltung der HWS und BWS; Adipositas; Nikotinabusus und Psoriasis. Seit
dem Unfallereignis würden von der Versicherten Kopf- und Nackenschmerzen
erheblicher Art verspürt. Die häufig damit verbundenen Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen sowie rasche Ermüdbarkeit und andere
Persönlichkeitsveränderungen seien Gegenstand des psychiatrischen
Teilgutachtens. Vor dem Unfall seien der Versicherten die beklagten Symptome in
ihrer Stärke und Permanenz jedenfalls nicht bekannt gewesen. Für den
orthopädischen Gutachter stelle sich die Frage, ob irgendwelche strukturellen
Veränderungen am Bewegungsapparat, hier der Wirbelsäule identifiziert werden
könnten, die derart eingreifend die Leistungsfähigkeit der Versicherten nachhaltig
beeinflussen würden. Solche Veränderungen hätten anlässlich der Begutachtung
nicht gefunden werden können und seien auch bei früheren Untersuchungen
(Valens) nicht offenbar worden. Die diagnostischen Kriterien für psychiatrische
Krankheitsbilder, insbesondere das einer Depression oder einer somatoformen
Schmerzstörung nach ICD-10 würden nicht erfüllt. Sodann hätten sich anlässlich
der Exploration keine Hinweise auf eine manifeste depressive Störung gefunden.
Die testpsychologische Untersuchung habe den Befund erhärtet. Ebenso wenig
fänden sich Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsstörung. Aus
somatisch-orthopädischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit noch zumutbar. Aus
psychiatrischer Sicht wegen der vergleichsweisen hohen Verantwortung nicht. Die
bisherige Tätigkeit (Kranken- und Altenpflege) sollte in einem Rahmen von sechs
Stunden pro Tag absolviert werden können. Für verschiedene arbeitsintensive
Verrichtungen bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit im Rahmen von 25 %.
Dies beziehe sich insbesondere auf pflegerische Verrichtungen am liegenden
Patienten (IV-act. 34).
b) Am 10. Februar 2011 erstattet das ABI, Ärztliches Begutachtungsinstitut
GmbH, Basel (nachfolgend ABI) der Beschwerdegegnerin das von dieser
in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten (Neurologie,
Rheumatologie und Psychiatrie) über die Beschwerdeführerin:
● Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende gestellt: Chronisches zervikal sowie lumbal betontes panvertebrales Schmerzsyndrom
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(ICD-10 M53.8); Wirbelsäulenfehlhaltung/-fehlform (betonte Kyphosierung im
zervikothorakalen Übergang mit deutlicher HWS- sowie
Schulterprotraktionsfehlstellung); muskuläre Dekonditionierung mit Abschwächung
der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen mit reaktiver
Myogelose der Suboccitipal- und Trapeziusmuskulatur; radiomorphologisch leichte
Dehydration der zervikalen Bandscheiben mit diskreter Höhenminderung C4-C6
ohne Kompression von Neuralstrukturen, leichte degenerative Veränderungen der
unkovertebralen und kleinen Wirbelgelenke ohne Einengung der Neuroforamina
und des Spinalkanales (MRT HWS 12. April 2010); funktionell keine Hinweise für
segmentale Instabilität (Rx 11/07), Verdacht auf leichte Instabilität Segment L5/S1,
degenerative Spondylarthrose L4/5 und möglicherweise L3/4, Verdacht auf
Spondylolyse L5 (Rx LWS 11/07); DD: lumbales Facettengelenkschmerzsyndrom;
Status nach HWS-Beschleunigungs-trauma am 14. April 2007; DD: chronische
Cephalea bei Analgetikaabusus. Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurden folgende gestellt: Generalisiertes Schmerzsyndrom mit wechselnd
ausgeprägten Sensibilitätsstörungen ohne objektivierbares neurologisches Korrelat
(ICD-10 R52), Polyarthralgien im Bereiche MCP, DIP beider Kniegelenke sowie
PIP I beider Füsse unklarer Ätiologie ohne klinische Hinweise für eine entzündlich-
rheumatische Systemerkrankung; Anamnestisch schädlicher Gebrauch von
Schmerzmitteln (ICD-10 F55.2); Neuropathie des Nervus cutaneus femoris lateralis
rechts (ICD-10 G60); Ambylopie rechts (ICD-10 H53.0), Status nach Strabismus
convergens seit Geburt, Status nach zwei Augenmuskeloperationen 1972 und
1991; Adipositas (ICD-10 F17.1), BMI 30 kg/m2; Chronischer Nikotinabusus (ICD-
10 F17.1), ca. 25 pack years; leicht ausgeprägte Psoriasis vulgaris
Ellbogenstreckenseiten beidseits rechtsbetont (ICD-10 L.40.0), klinisch
rheumatologisch keine Hinweise für Psoriasisarthropie. Aus polydisziplinärer Sicht
sei zusammenfassend festzustellen, dass es der Versicherten zugemutet werden
könne, im Rahmen ihrer angestammten beruflichen Tätigkeit als Krankenpflegerin
sowie für jede weitere körperlich maximal mittelschwere, wechselbelastende
berufliche Tätigkeiten einer 75%igen, ganztägig verwertbaren Arbeitstätigkeit
nachzugehen. Für körperlich leichte, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten
bestehe eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Einzig körperlich
regelmässig schwer belastende Tätigkeiten könnten der Versicherten nicht
zugemutet werden (IV-act. 83).
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6. a) Vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) liegen verschiedene
Beurteilungen zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor, welche
nachfolgend kurz aufgeführt werden, wobei die aktenkundigen
Ausführungen auf das Wesentliche zusammengefasst wurden:
● Am 19. August 2013 erstatte RAD-Arzt Dr. med. C._ seinen Bericht zur Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 6. August 2013 und stellte darin keine
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (ICD-10). Sämtliche
neuropsychologischen Tests würden eine sehr klare Sprache sprechen. So zeigten
sie klare Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten. Hinweise darauf
fänden sich bereits in den Akten ab dem Jahr 2007. Wie ein roter Faden ziehe sich
durch dieselben, dass Medikamente aufgrund angeblicher Nebenwirkungen hätten
abgesetzt werden müssen. Wahrscheinlicher, als dass die Versicherte auf
verschiedenste Medikamente aus verschiedensten Gruppen mit intolerablen
Nebenwirkungen reagiert hätte, sei, dass sie diese abgesetzt habe, weil der
Leidensdruck für eine Medikamenteneinnahme zu gering sei. Letztlich wecke das
Verhalten der Versicherten über die Jahre in verschiedensten Situationen,
insbesondere auch in der aktuellen Untersuchungssituation so viele Zweifel an der
Zuverlässigkeit ihrer Beschwerdeschilderungen, dass nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit eine psychiatrische Diagnose gestellt werden könne.
Entsprechend könne der Versicherten aus psychiatrischer Sicht auch keine
Arbeitsunfähigkeit zugestanden werden (IV-act. 122).
● In der Stellungnahme vom 1. November 2013 wurde psychiatrisch auf den oben
genannten RAD-Abklärungsbericht vom 19. August 2013 verwiesen. Eine
psychiatrische Diagnose könne nicht gestellt werden, ergo bestehe auch keine
psychiatrisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte zeige
starke Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten im Sinne einer
Aggravation. Der laborchemische Befund, der klinische Wirbelsäulenbefund und
auch die Beschwerdeklagen bezüglich Rückenleiden seien im Wesentlichen
unverändert. Die neue Diagnose einer seronegativen Spondylarthritis sei nur eine
andere Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Sachverhalts (IV-
act. 132 S. 9).
● Mit Stellungnahme vom 30. Oktober 2014 führte der RAD-Arzt aus, beim Bericht
von Dr. med. B._ handle es sich um eine andere Beurteilung eines im
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Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustands. Zum Bericht von Dr. phil.
G._ vom 25. März 2013 wurde ausgeführt, es sei festzuhalten, dass Dr. phil.
G._ ein Psychologe und kein Arzt sei und zur Arbeitsfähigkeit deshalb nur
begrenzt Angaben machen könne. Neuropsychologische Befunde seien stets
fachärztlich einzuordnen. Der Bericht widerspreche den Ergebnissen der
psychiatrischen RAD-Abklärung nicht. Zu den Berichten von Dr. med. E._
vom 5. März und 16. Dezember 2013 führte er aus, das Verhalten der Versicherten
verunmögliche es, die Diagnose der Depression mit der nötigen überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu bestätigen. Die Somatisierungsstörung basiere alleine auf
den anamnestischen Angaben der Versicherten. Aufgrund der erheblichen Zweifel
an der Verlässlichkeit dieser Angaben lasse sich die Diagnose nicht mit der
notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit diagnostizieren. Weitere
neuropsychologische Abklärungen seien nicht angezeigt, da aufgrund von
suboptimalem Leistungsverhalten nicht mit verwertbaren Resultaten zu rechnen
sei. Wenn Dr. med. E._ schreibe, dass an der Compliance der Versicherten
nie zu zweifeln gewesen sei, müsse doch noch einmal auf die Ergebnisse des
Medikamentenblutspiegels, wie er im ABI erhoben worden sei, verwiesen werden.
Demnach seien Mirtazapin im nicht messbaren Bereich und Paracetamol und
Tramadol im nicht wirksamen Bereich gewesen (IV-act. 132 S. 16 ff.).
b) Den Beurteilungen des RAD stehen verschiedene fachärztliche
Beurteilungen gegenüber. Rheumatologisch äusserte sich Dr. med.
D._, Fachärztin für Innere Medizin FMH und Fachärztin für
Rheumatologie FMH, wie folgt zur Beschwerdeführerin:
● Mit Bericht vom 30. Juli 2013 führte sie aus, bei der Beschwerdeführerin würden aktuell lumbospondylogene Beschwerden rechts sowie Polyarthralgien bestehen,
die aufgrund der Nachtschmerzen und Morgensteifigkeit einen entzündlichen
Schmerzcharakter hätten. Bei bekannter Psoriasis denke sie hier in erster Linie an
eine Spondylarthritis. Radiologisch hätten aktuell sogenannte shiny corners im
Bereich der Wirbelkörpervorderkanten nachgewiesen werden können. Zur weiteren
Abklärung habe sie noch ein MRI der LWS und ISG veranlasst, das ebenfalls
entzündliche Veränderungen im Bereich der Wirbelkörpervorderkanten und auch
im ISG rechts nachgewiesen habe. Laborchemisch fänden sich derzeit leicht
erhöhte Entzündungsparameter. Die weichteilrheumatischen Beschwerden seien
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möglicherweise Enthesitiden zuzuordnen. Zusammenfassend sei deshalb von
einer Spondylarthritis mit axialem und peripherem Befall bei bekannter Psoriasis
auszugehen (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2).
● Im Bericht vom 24. November 2014 führte Dr. med. D._ aus, das MRI der LWS und ISG von 2013 hätten entzündliche Veränderungen diverser Wirbelkörper
und auch des rechten ISG gezeigt, so dass sie die Diagnose einer seronegativen
Spondylarthritis gestellt habe. Aus rheumatologischer Sicht könne sie deshalb
festhalten, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im
Vergleich zum Jahr 2010 insoweit geändert habe, als eine neue Diagnose vorliege.
Aufgrund der entzündlichen Veränderungen sehe sie die Beschwerdeführerin
weiterhin für ihre mittelschwere Tätigkeit als Krankenpflegerin mit zum Teil
grösseren Gewichtsbelastungen und vorgeneigtem Stehen nicht mehr als
arbeitsfähig an. Auch Dr. med. H._ habe bereits im Rahmen von Abklärungen
in der Klinik Valens im Jahr 2007 die Beschwerdeführerin so beurteilt. Für eine
leichte wechselbelastende Tätigkeit sehe sie die Beschwerdeführerin aus
rheumatologischer Sicht als zu mindestens 50 % arbeitsfähig. Die
Beschwerdeführerin stehe ausserdem in psychiatrischer Behandlung bei Dr. med.
E._. Hier könne sie die Beurteilungen im Gutachten nicht ganz
nachvollziehen, in dem der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
attestiert werde. Ihres Erachtens dürfte die weitere Prognose auch von diesen
psychiatrischen Diagnosen abhängen. Erst kürzlich sei die Beschwerdeführerin
stationär in der Klinik F._ betreut worden und derzeit sei sie in der Tagesklinik
angebunden. Sie empfehle deshalb auch die psychiatrische Beurteilung von Dr.
med. E._ einzuholen (Bf-act. 4).
c) Psychiatrisch führte Dr. med. E._, Fachärztin FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie, Alterspsychiatrie und - psychotherapie, zur
Beschwerdeführerin Folgendes aus:
● Mit Bericht vom 18. Februar 2013 stellte sie folgende Behandlungsdiagnosen: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne
psychotische Symptome mit somatischem Syndrom (F33.21); Symptome mit
somatischem Syndrom (F33.21); Somatisierungsstörung (F45.0); Nichtorganische
Störung des Schlaf-Wach Rhythmus (F51.2); Chronisches zervikal sowie lumbal
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betontes panvertebrales Schmerzsyndrom (M53.8); Episodische
Bewegungsstörungen mit nächtlichen Myoklonien (G25.3). Zusätzlich wurden
folgende Nebendiagnosen gestellt: Status nach HWS-Distorsion 4/2007 bei einem
Autounfall; Amblyopie rechts; Psoriasis vulgaris. Die Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau wie auch in adaptierter Tätigkeit habe
sich im Verlaufe der letzten 2 Jahre deutlich verschlechtert und werde aus hiesiger
Einschätzung als anhaltend zu 0 % gegeben beurteilt (Bf-act. 6).
● Mit Schreiben vom 16. Dezember 2013 führte sie aus, aus psychiatrisch/psychotherapeutischer Sicht sei den Beurteilungen zur
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Gutachten des RAD-Arztes vom
19. August 2013 deutlich zu widersprechen. Das Gutachten sei fehlerhaft. Die
psychischen Erkrankungen, die zum Verschlechterungsantrag geführt hätten,
würden unzureichend untersucht. Die psychische Erkrankung werde generell
negiert, was die mehrjährige psychiatrische Behandlung in Frage stelle. Der
Beschwerdeführerin werde vorgeworfen, ihre Symptome zu simulieren und den
Gutachter täuschen zu wollen. Dieser schwere Vorwurf an die Beschwerdeführerin
werde im Gutachten nicht bewiesen. Sie fordere eine erneute psychiatrische
Begutachtung zur Verifizierung der psychiatrischen Diagnosen der rezidivierenden
depressiven Störung, der Somatisierungsstörung und der Schlafstörung. Alle drei
Diagnosen müssten als relevant für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bewertet
werden. Aus ihrer Sicht sei die Beschwerdeführerin zum jetzigen Zeitpunkt und bei
Chronifizierung mit ungünstiger Prognose aufgrund psychischer Erkrankung zu
100 % arbeitsunfähig. Sie fordere für die Beschwerdeführerin ein zweites
psychiatrisches Gutachten, möglichst von einem IV-unabhängigen Facharzt. Eine
neuropsychologische Testung durch eine Fachperson der Neuropsychologie
erscheine ebenfalls angebracht (Bf-act. 10).
d) Neurologisch hielt Dr. med. B._, Facharzt für Neurologie FMH,
folgendes fest:
● Mit Bericht vom 17. Dezember 2012 führte er aus, seines Erachtens handle es sich bei der aktuellen Symptomatik um ein chronifiziertes zervikozephales
Schmerzsyndrom mit somatoformer Störung im Sinne einer Symptomausweitung.
Klinisch zeige sich eine deutliche schmerzhafte Einschränkung der HWS-
Beweglichkeit. Zudem bestehe ein Restless-legs-Syndrom. Für eine zusätzlich
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bestehende zentrale Pathologie würden sich keine sicheren Hinweise ergeben. Die
Beschwerdeführerin sei jedoch durch die Schmerzsymptomatik und die sekundäre
depressive Entwicklung in ihren Alltagsaktivitäten deutlich eingeschränkt. Sie habe
deswegen auch ihre berufliche Tätigkeit als Pflegefachfrau nicht mehr ausüben
können. Durch die Einschränkungen aus somatischer und psychiatrischer Sicht sei
die Beschwerdeführerin seines Erachtens auch längerfristig zu mindestens 50 % in
ihrer Arbeit als Pflegefachfrau arbeitsunfähig. Aus diesem Grund sollte mindestens
eine Teilberentung (IV-Grad 50 %) beantragt werden (Bf-act. 1).
e) Schliesslich äusserte sich aus psychologischer Sicht Dr. phil. G._ zur
Beschwerdeführerin:
● Im Bericht vom 25. März 2013 führte er zusammenfassend zu den Biomarkern aus, dass sich Auffälligkeiten von langsam rhythmiger Aktivität im zentralen und
frontalen Kortex zeigten. Dies sei gemäss unabhängiger Komponentenanalyse und
Lokalisierung mittels sLORETA mit grösster Wahrscheinlichkeit Teil des
frontostriatalen Loops. Aufgrund der hereditär vorliegenden Erkrankung an
Parkinson von nahen Familienmitgliedern sei die Untersuchung und Abklärung
bezüglich Parkinson angezeigt. Die von der Beschwerdeführerin berichteten
Schwierigkeiten in Bezug auf Bewegungsabläufe seien auch in der Praxis während
des Gesprächs beobachtet worden. Dabei sei die Beschwerdeführerin an den
Tisch angestossen. Dies sei ein Hinweis dafür, dass das Bewegungsgefüge und
die visuomotorische Koordination nicht gut funktionieren würden. Dies könnte als
Teil der Schwierigkeiten im Striatum gesehen werden. Zusätzlich hätten sich
Schwierigkeiten von hochrhythmischer Aktivität im linken und rechten superioren
Temporallappen gezeigt. Diese Areale seien mit Gedächtnisabruf assoziiert. Die
Verarbeitungsart in den Assoziationsarealen sei jedoch nicht sehr auffällig (leichte
Auffälligkeiten in Bezug auf die Assoziationsareale im rechtsseitigen Kortex).
Allgemein zeigten sich Auffälligkeiten im Parietalkortex während der
Informationsverarbeitung. Hypersensitivität zeige sich ebenfalls in Bezug auf den
Novelty Stimulus. Zur Untersuchung der Performance führte Dr. phil. G._ aus,
dass sich während des zweiundzwanzigminütigen Konzentrationsverlaufstests
Auffälligkeiten in Bezug auf Aufmerksamkeit, Reaktionszeit (verzögert) und
Variabilität der Reaktionszeit zeigen würden. Dies dürfte mit den Schwierigkeiten
im frontostriatalen Loop im Zusammenhang stehen (Bf-act. 7).
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7. a) Vorliegend stützt sich die letzte materielle Beurteilung der Vorinstanz auf
das Gutachten des ABI Basel. Zu diesem ist festzustellen, dass es noch
nach altem Standard eingeholt wurde und deswegen in seiner
Beweiskraft eingeschränkt ist. Wie bei der versicherungsinternen RAD-
Beurteilung genügen bereits geringe Zweifel daran, um weitere
versicherungsexterne Abklärungen zu veranlassen. Sodann wurde bei der
Beschwerdeführerin fachärztlich neu eine seronegative
Spondylarthritis/Spondylarthropathie diagnostiziert. Nach den
Ausführungen von Dr. med. D._ hat diese einen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 113 und Bf-act. 4; vgl. oben Erwägung 6b). Der
MRI-Befund vom 26. Juli 2013 stützt die genannte Diagnose. So führte
Dr. med. I._, Radiologie FMH, aus, obwohl die Befunde recht diskret
seien, sei von der Bildgebung her eine beginnende seronegative
Spondylarthropathie gut passend. Dies insbesondere in Zusammenhang
mit der Klinik (IV-act. 115). Im vorliegenden Fall wecken alleine die
entsprechenden Akten Zweifel an der Aktualität und der Beweiskraft der
RAD-Beurteilung, welche im Übrigen immer wieder Bezug auf die ältere
und in ihrer Beweiskraft eingeschränkte ABI-Begutachtung nimmt. Aus
somatischer Sicht erscheint die Beurteilung der Beschwerdegegnerin
daher ihrer aktuellen Situation nicht gerecht zu werden. Rheumatologisch
äusserte sich Dr. med. D._ und neurologisch Dr. med. B._ von
der Klinik Valens zur Beschwerdeführerin, wobei ihr beide eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % attestieren (vgl. oben Erwägungen 6b und d).
Eine Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
erscheint demnach möglich. Auch ist das Wartejahr aufgrund dieser
Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit erfüllt. Die Argumentation der
Beschwerdegegnerin bezüglich der Laborwerte vermag – auch
angesichts der Ausführungen der Rheumatologin Dr. med. D._ –
nicht genügend zu überzeugen. Nach dem Gesagten ist die vorliegende
Angelegenheit aus somatischer Sicht insgesamt als nicht genügend
abgeklärt zu qualifizieren.
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b) Aus psychiatrischer Sicht stellte Dr. med. E._ die Beurteilung von
RAD-Arzt Dr. med. C._ in Frage (vgl. oben Erwägung 6c). Zudem
liegen Berichte der Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) bei den
Akten (Bf-act. 8 und 9). Denn die Beschwerdeführerin befand sich vom
30. Dezember 2013 bis zum 10. Januar 2014 in der Klinik F._ in
Behandlung. Dabei wurde bei ihr unter anderem eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische
Symptome (F33.2) diagnostiziert (Bf-act. 8). Wenn auch festzustellen ist,
dass es anscheinend Hinweise für eine mögliche Simulation gibt, so ist
eine solche doch nicht genügend zweifellos festgestellt worden. Die Kritik
von Dr. med. E._ ist jedenfalls nicht vollends von der Hand zu
weisen und hat eine gewisse Beweiskraft. Auch Dr. phil. G._
attestierte aufgrund seiner Testungen kognitive Auffälligkeiten und
empfahl weitere Abklärungen in Richtung Parkinson (vgl. oben Erwägung
6e). Andernorts wurde sodann der Verdacht auf MS geäussert. Eine
Diagnose konnte jedoch nicht gestellt werden. Die Begutachtung durch
den RAD ist wie bereits oben in Erwägung 7a erwähnt, relativ alt, stammt
sie doch vom August 2013 (vgl. oben Erwägung 6a). Insgesamt liegen
somit genügend anderslautende Beurteilungen vor, die nicht völlig
unbegründet und somit unbeachtlich wären, so dass geringe Zweifel an
der rein versicherungsinternen Beurteilung des RAD vorliegen und die
Sache auch unter dem psychischen Aspekt abklärungsbedürftig
erscheint.
c) Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Angelegenheit
zur Vornahme einer polydisziplinären Begutachtung, zu weiteren
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Neuentscheid an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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8. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend
hat die unterliegende Beschwerdegegnerin Kosten von Fr. 700.-- zu
übernehmen.
b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
machte in seiner Honorarnote vom 16. Januar 2015 Aufwendungen von
total Fr. 5'561.15, bestehend aus einem Honorar von Fr. 4'999.20 (20.83
h à Fr. 240.--), Barauslagen von Fr. 150.-- und einer MWST im Betrag von
Fr. 411.95 geltend. Dieser Aufwand erscheint dem Gericht als vertretbar,
obwohl er an der oberen Grenze eines für den vorliegenden Fall
angemessenen Aufwands liegt. Zudem wurde die vorgelegte Honorarnote
bzw. der darin geltend gemachte Aufwand von der Beschwerdegegnerin
nicht beanstandet. Dementsprechend wird dieselbe verpflichtet, die
Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren
aussergerichtlich mit Fr. 5'561.15, inkl. MWST und Barauslagen, zu
entschädigen.