Decision ID: b7810b7c-ed96-5e39-874e-2a732d63c49c
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Forderung
Sachverhalt:
A.
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A.a A._ (nachfolgend Versicherte) war bei der Swica Gesundheitsorganisation
(nachfolgend Swica) seit 1. August 1992 im Rahmen der obligatorischen Krankenpflege
versichert. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2009 teilte die Swica der Versicherten mit,
das Sozialamt, das bisher die aus den Betreibungen resultierenden Verlustscheine ihrer
Mutter rückvergütet habe, sei nicht mehr bereit, ab 2008 ihre (der Versicherten)
Prämien zu übernehmen (vgl. Telefonnotiz vom 28. September 2009, act. G 9.1/3). Sie
habe ab Juli 2008 eine eigene Rechnung. Somit seien noch die Monate Januar bis Juni
2008 im Betrag von total Fr. 1'234.80 offen (ohne Zins und Mahnspesen; act. G 4.1/13;
G 1.8). Mit Schreiben (letzte Zahlungsaufforderung) vom 25. November 2009 ersuchte
die Swica die Versicherte um Überweisung von Fr. 1'234.80, welche trotz mehrerer
Mahnungen noch nicht bezahlt worden seien. Die Swica wies auf die Folgen des
Zahlungsverzugs (Leistungsaufschub) hin und stellte in Aussicht, dass sie nach Ablauf
der angesetzten Frist die Betreibung einleiten und eine Inkassogebühr von Fr. 95.--
erheben werde (act. G 4.1/12). Am 6. Dezember 2009 teilte die Versicherte mit, sie
habe keine Rechnung erhalten und ihre Prämien immer bezahlt. Sie sehe die
Androhung und Mahnung als gegenstandslos an (act. G 4.1/11). Hierauf mahnte die
Swica am 8. Dezember 2009 den Prämienausstand erneut und stellte die Betreibung in
Aussicht (act. G 4.1/10, 9.1/5).
A.b Am 13. Januar 2010 stellte die Swica beim Betreibungsamt das
Betreibungsbegehren über eine Forderung von Fr. 1'234.80 zuzüglich Inkassogebühren
von Fr. 95.-- (act. G 4.1/9). Gegen den am 2. Februar 2010 zugestellten Zahlungsbefehl
erhob die Versicherte Rechtsvorschlag (act. G 4.1/8). Am 25. Februar 2010 hob die
Swica den Rechtsvorschlag verfügungsweise auf und erteilte sich für den Betrag von
Fr. 1'415.80 (Fr. 1'234.80 + Fr. 95.-- Inkassogebühr + Fr. 86.-- Betreibungskosten)
definitive Rechtsöffnung (act. G 4.1/6). Die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache (act. G 4.1/5) wies die Swica mit Einspracheentscheid vom 31. März 2010
ab (act. G 4.1/4).
B.
B.a Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 29. April 2010
Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der Entscheid sei aufzuheben. Zur
Begründung legte sie dar, bis 30. Juni 2008 sei sie in der Familienversicherungspolice
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versichert gewesen und habe kaum Leistungen bezogen. Ab diesem Datum habe sie
die Versicherungsprämien immer vollumfänglich selbst bezahlt. Ihre Mutter habe im
Herbst 2007 beim Sozialamt die Übernahme der Prämien beantragt, was abgelehnt
worden sei. Die geschuldeten Prämien seien beim Konkursamt, auf ihre Mutter lautend,
gefordert und könnten nicht doppelt eingezogen werden. Bis jetzt existiere noch keine
auf sie (die Beschwerdeführerin) lautende Betreibung. Im Schreiben vom 21. Oktober
2009, welches sie nicht erhalten habe, sei ihr eine Zahlungsfrist angesetzt worden mit
der Begründung, das Sozialamt zahle aufgrund ihrer Volljährigkeit die Prämien nicht
mehr. Dies sei nicht zutreffend. Es stelle sich die Frage, ob der Staat die
Krankenversicherung seiner Bürger in Notsituationen nicht übernehme.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung legte sie unter anderem dar, dass die
Beschwerdeführerin, auch wenn ein Verlustschein lautend auf ihre Mutter ausgestellt
worden sei, vor und auch nach Eintritt der Volljährigkeit selber für die aufgelaufenen
Prämienschulden hafte und belangt werden könne. Auch sei gegen die
Beschwerdeführerin getrennt eine Betreibung für die noch offenen Prämienschulden
eingeleitet worden. Dass die Prämienschulden bereits getilgt worden seien, habe die
Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht und auch nicht belegt. Es sei demnach in
der Verfügung zu Recht Rechtsöffnung für die noch offenen Prämien für Januar bis
Juni 2008 nebst Mahngebühren erteilt worden.
B.c Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik (act. G 5). Auf Aufforderung
der Gerichtsleitung vom 23. Juni 2010 reichte die Beschwerdegegnerin am 10. August
2010 weitere Akten ein (act. G 6, 9). Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 12.
Dezember 2010 (act. G 11) Stellung. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich dazu am
22. Dezember 2010 (act. G 13).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sind offene Prämienforderungen
aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Beschwerdeführerin für die Zeit
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von Januar bis Juni 2008, wie sie mit Zahlungsbefehl vom 2. Februar 2010 seitens der
Beschwerdegegnerin geltend gemacht wurden, und an welchen sie mit Verfügung vom
25. Februar 2010 und im angefochtenen Einspracheentscheid festhielt. Der Bestand
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei der Beschwerdegegnerin ist für den
hier streitigen Zeitraum von Januar bis Juni 2008 nicht bestritten. Hingegen macht die
Beschwerdeführerin geltend, die streitigen Prämien hätten bereits Gegenstand eines
auf ihre Mutter lautenden Betreibungsverfahrens gebildet (act. G 1). Dies wird von der
Beschwerdegegnerin bestätigt (act. G 4 S. 4) und ist auch aus den Akten (act. G 9.6,
9.7) ersichtlich. Für die Forderungen liegen Pfändungsverlustscheine - lautend auf die
Mutter der Beschwerdeführerin - vor (act. G 9.6/8, 9.7/11).
1.2 Die Prämienzahlungspflicht der - unmündigen - Kinder ist im Rahmen der
Unterhaltspflicht nach Art. 276 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 277 Abs. 1 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) von den Eltern wahrzunehmen. Die
das obligatorische Krankenpflegeversicherungsverhältnis betreffenden Kinderprämien
gehören ebenfalls zu den laufenden Bedürfnissen der Familie im Sinne von Art. 166
ZGB, für welche die in gerichtlich ungetrennter Ehe lebenden Eltern solidarisch haften
(RKUV 1993 Nr. K 914 S. 86 Erw. 2b/bb; Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in:
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 2. A., Rz 1021). Eine
Unterhaltspflicht im Sinne der Prämienzahlungs- sowie Kostenbeteiligungspflicht für im
Zeitpunkt der Beitragserhebung bereits mündige Kinder besteht demgegenüber nicht
(Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches
Versicherungsgericht, EVG] vom 18. Februar 2002 [K 132/01]) Erw. 3b/bb). Im Rahmen
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung existiert keine wie auch immer geartete
- von den Beschwerdeführerin angerufene - "Familienversicherung", sondern auf Grund
des Prinzips der Individualversicherung werden stets einzelne
Versicherungsverhältnisse mit den jeweiligen Familienmitgliedern abgeschlossen
(Gebhard Eugster, a.a.O., Rz 16; vgl. zum KUVG: RKUV 1978 Nr. KV 329 S. 146 ff. Erw.
3; Urteil des EVG vom 4. Juli 2003 [K 137/02] Erw. 4.1). Die Haftung der Eltern befreit
die Kinder nicht von ihrer persönlichen Haftung für die Prämien, die für die Zeit vor dem
Eintritt der Volljährigkeit zu bezahlen waren; die Versicherer können sie demzufolge für
ausstehende Prämien aus der Zeit vor Vollendung des 18. Altersjahrs belangen (RKUV
2000 KV 129, 232 Erw. 2). - Die Beschwerdeführerin kann angesichts der geschilderten
Rechtslage aus dem Umstand, dass ihre Mutter ebenfalls für die streitigen Prämien
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(erfolglos) betrieben wurde, nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal sie bereits am 22.
März 2006 volljährig geworden war und die Mutter daher nicht für die nach diesem
Zeitpunkt aufgelaufenen Prämien einzustehen hat. Dementsprechend verweigerte auch
das Sozialamt, welches die Mutter unterstützt, die weitere Prämienübernahme für die
Beschwerdeführerin (act. G 9.1/3). Dies wird auch von der Beschwerdeführerin selbst
bestätigt (act. G 1, 11). Ihr Einwand, es existiere bislang noch keine auf sie lautende
Betreibung (act. G 1), trifft offensichtlich nicht zu (act. G 4.1/8). Ihre Vorbringen, die
Prämien bis und mit Juni 2007 seien von der Mutter bezahlt worden und von 2005 bis
Juni 2007 sei die Rechnungsstellung an die falsche Adresse erfolgt (act. G 11),
betreffen nicht den hier streitigen Zeitraum und sind schon aus diesem Grund für das
vorliegende Verfahren nicht relevant; diese Rechnungen wurden im Übrigen auch
bezahlt (act. G 13 Ziffer 2). Das weitere Vorbringen, die Rechnungsbeträge der
Pfändungen würden nicht mit den Zahlungen der Verlustscheine übereinstimmen (act.
11), tangiert Zahlungen der Mutter der Beschwerdeführerin aus den Jahren 2006 und
2007 sowie zum Teil den Bereich der Zusatzversicherungen (vgl. Darlegungen der
Beschwerdegegnerin in act. G 13 Ziffer 3). Es betrifft nicht den streitigen Zeitraum und
kann daher schon deshalb nicht Gegenstand dieses Verfahrens bilden. Immerhin ist
hier festzuhalten, dass die Aufstellungen vom 21. Januar und 13. März 2008 (act. G 11
Beilage 6 und 8; Monatsprämien von Fr. 205.80 für die Beschwerdeführerin) mit dem
von der Beschwerdegegnerin für sechs Monate des Jahres 2008 geltend gemachten
Betrag von Fr. 1'234.80 (6 x Fr. 205.80) in Einklang stehen. Die pauschalen
Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend "Durcheinander" und mutmassliche
Dokumentenfälschung (act. G 11 unten) helfen in diesem Zusammenhang nicht weiter
bzw. vermögen den Bestand der Prämienschuld nicht in Frage zu stellen. Die
Beschwerdegegnerin fordert bei dieser Aktenlage zu Recht den Prämienbetrag von
Fr. 1'234.80 für die Monate Januar bis Juni 2008. Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit
des Prämienbetrags werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten
ersichtlich.
2.
2.1 Nach Art. 90 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) in
der ab 1. August 2007 gültigen Fassung sind die Prämien im Voraus und in der Regel
monatlich zu bezahlen. Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien nicht, so hat der
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Versicherer sie schriftlich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen
einzuräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Art. 64a Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] in Kraft seit 1.
Januar 2006). Der Versicherer muss unbezahlte fällige Prämien und
Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung,
nachdem er mindestens einmal an diese Ausstände erinnert hatte, getrennt von
allfälligen anderen Zahlungsausständen spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich
mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur
nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen
(Art. 105b Abs. 1 KVV; in Kraft seit 1. August 2007). Bezahlt die versicherte Person
innerhalb der angesetzten Frist nicht, so muss der Versicherer die Forderung innerhalb
von weiteren vier Monaten getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen in
Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV; in Kraft seit 1. August 2007). Wie bereits im
bisherigen Recht (Art. 90 Abs. 4 KVV, gültig gewesen bis 31. Juli 2007) sind die Fristen
von Art. 105b KVV reine Ordnungsvorschriften, deren Nichteinhaltung weder den
Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen Durchsetzung
verwirkt. Der Krankenversicherer muss nach unbenütztem Ablauf der Frist auch nicht
das Mahnverfahren wiederholen. Die einzige Konsequenz ist, dass die Sanktionsfolgen
von Art. 64a Abs. 2 KVG nicht eintreten können (vgl. Eugster, a.a.O., Rz 1028). Bezahlt
die versicherte Person trotz Mahnung nicht und wurde im Betreibungsverfahren ein
Fortsetzungsbegehren bereits gestellt, so schiebt der Versicherer die Übernahme der
Kosten für die Leistungen auf, bis die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen,
Verzugszinse und Betreibungskosten vollständig bezahlt sind (Art. 64a Abs. 2 Satz 1
KVG; in Kraft seit 1. Januar 2006).
Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht
entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren
erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 3 KVV; in Kraft
seit 1. August 2007). Für fällige Beitragsforderungen sind gemäss Art. 26 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) Verzugszinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien
nach Artikel 26 Absatz 1 ATSG beträgt 5 Prozent im Jahr (Art. 105a KVV; in Kraft seit
1. August 2007). Die Krankenversicherer haben die Befugnis, mit Verfügung über den
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Bestand ihrer Forderungen gegenüber versicherten Personen zu entscheiden und einen
im Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) zu beseitigen
(vgl. BGE 121 V 109; Art. 54 Abs. 2 ATSG).
2.2 Während die Beschwerdeführerin geltend macht, das Schreiben vom 21. Oktober
2009 (act. G 4.1/13) nicht erhalten zu haben, blieb unbestritten, dass die zwei späteren
Mahnungen (act. 1.5, 1.7, 4.1/12, 4.1/10) bei ihr eingegangen sind. Nachdem diese
nicht zur Zahlung geführt hatten, setzte die Beschwerdegegnerin den Prämienbetrag
betreffend die Monate Januar bis Juni 2008 von insgesamt Fr. 1'234.80 zuzüglich
Fr. 95.-- Inkassogebühren (in der Beschwerdeantwort als Mahnspesen bezeichnet; act.
G 4 S. 3) in Betreibung. Die Erhebung angemessener Mahngebühren und
Umtriebsspesen beim Verzug in der Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen ist
unter der Voraussetzung der schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung
unnötigen) Aufwendungen durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig,
sofern der Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte
und Pflichten der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (BGE 125 V 276).
Eine Regelung zur Erhebung von Verzugszinsen sowie Mahn- und Verwaltungskosten
nach Ablauf der angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 14 Ziffer 2 der Allgemeinen
Versicherungsbedingungen der Beschwerdegegnerin für Versicherungen nach KVG,
Ausgabe 2005 (AVB; vgl. dazu auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 8. Juli 2008 i/S A.K. [KV 2007/18] Erw. 4.4). Die Höhe der in diesem
Zusammenhang von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Inkassogebühren
von Fr. 95.-- (einschliesslich der Kosten für die Mahnungen) lässt sich nicht
beanstanden. Die Betreibungskosten von Fr. 86.-- (act. G 4.1/7) können demgegenüber
nicht Gegenstand der Rechtsöffnung sein; diese sind von Gesetzes wegen geschuldet
(Art. 68 SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag,
der dem Gläubiger zugesprochen wurde, zu bezahlen (RKUV 2003, 226). In Bezug auf
fällige KVG-Prämienforderungen ist sodann ein Verzugszins (Art. 26 Abs. 1 ATSG)
grundsätzlich auch für geringe Beträge und kurzfristige Ausstände geschuldet (RKUV
2004 KV 306, 463 Erw. 5.3.4). Die Beschwerdegegnerin machte jedoch im
angefochtenen Entscheid sowie in der ihm zugrunde liegenden Verfügung und im
Zahlungsbefehl keine Verzugszinsen geltend (act. G 4.1/6, 4.1/8). Eine Zinspflicht kann
daher nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden bzw. ist nicht vorzusehen.
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3.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und die Beschwerdeführerin zu verpflichten,
der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 1'329.80 (Prämien von Fr. 1'234.80 und
Inkassogebühr von Fr. 95.--) zu zahlen. In diesem Umfang ist der in der Betreibung
Nr. 1'000'928 des Betreibungsamtes St. Gallen erhobene Rechtsvorschlag zu
beseitigen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP