Decision ID: 7d0af68e-faed-4091-a9d8-6942024015ee
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958,
gelernter Malermeister, meldete sich am 3
0.
August 1997 u
nter Hinweis auf
Morbus
Bechterew
bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1).
D
ie Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
erteilte dem Versicherten daraufhin
m
it Verfügung vom 1
9.
April 2000 (
Urk.
7/9) Kostengutsprache
für die Umschulung zum
Farb
gestalter
und sprach ihm m
it Verfügungen vom 2
8.
April
und
6.
Juni
2000 (
Urk.
7/11
-12
)
Taggelder zu.
1.2
Am 2
3.
Mai 2011 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/46)
. D
ie IV-Stelle
klärte
die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/49,
Urk.
7/54-57,
Urk.
7/59) ab und
veran
lasste
ein
bidisziplinäres
Gutachten, welches am 1
7.
Januar 2012 erstattet wurde (
Urk.
7/64).
In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung
vom 2
6.
Juni 2012 (
Urk.
7/79) einen Rentenanspruch.
Die dagegen vom Versicherten erho
bene Beschwerde (vgl.
Urk.
7/86/3-4) wurde vom hiesigen Gericht
aufgrund übereinstimmender Anträge
mit Urteil vom
7.
Mai 2013
(
Urk.
7/123
, IV.2012.00828
) teilweise gutgeheissen, die angefochtene Verfügung aufgehoben und festgestellt, dass der Versicherte ab dem
1.
August 2011 Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
Die IV-Stelle erliess d
araufhin
am 1
6.
August 2013
die ent
sprechende Verfügung (
Urk.
7/147)
.
1.3
Am 2
7.
Mai 2013 stellte der Versicherte anlässlich einer persönlichen
Vorspra
che
bei der IV-Stelle ein Gesuch
auf
Rentenerhöhung (vgl.
Urk.
7/124
).
Nach Einholung eines Arztberichts (
Urk.
7/145) stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
3.
November 2013 die Abweisung des Erhöhungsgesuchs in Aussicht (
Urk.
7/171). Dagegen erhob der Versicherte Einwendungen (Urk. 7/1
7
6;
Urk.
7/199), worauf weitere medizinische Berichte eingeholt beziehungsweise ein
gereicht wurden (
Urk.
7/181,
Urk.
7/194,
Urk.
7/202, Urk. 7/204,
Urk.
7/206,
Urk.
7/209,
Urk.
7/214,
Urk.
7/221).
M
it Verfügung vom
1
0.
Februar
2015 (
Urk.
7/223 =
Urk.
2)
wies die IV-Stelle das Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente ab
.
2.
Der Versicherte erhob am 1
6.
März 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
0.
Februar 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine medizinische Begutachtung sowie eine Abklärung der noch gegebenen funktionellen Leistungsfähigkeit zu veran
lassen. Hernach sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, einen neuen
Ein
kommensvergleich
vorzunehmen und den Invaliditätsgrad neu zu bestimmen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Mai 2015 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2
1.
Mai 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom
28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit z
u neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein
,
wenn sie einen (im Verwaltungs
verfahren anderweitig erhobenen) medizinische
n Sachverhalt über
haupt für gut
achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der -
anschliessend
refor
matorisch entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E
ine Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen
möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten
Frage begründet
ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweise
n, wenn lediglich eine Klarstel
lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass
aufgrund der drei Leistenhernien-Operationen
zwar
zeitweise eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, eine massgebliche dauerhafte
Verschlechterung des Gesundheitszustandes
aber nicht ausgewiesen sei
. Durch die bisherige Therapie sei es gelungen, den Gesundheitszustand weitgehend zu stabilisieren. Demzufolge bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente, weshalb das Erhöhungsgesuch abgewiesen werde (S. 2).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt (
Urk.
1),
es werde zu Unrecht ausgeführt, dass keine wesentliche Verschlechterung des Gesund
heitszustandes ausgewiesen sei. In der Zwischenzeit sei nicht nur der Morbus
Bechterew
fortgeschritten, sondern es seien weitere Befunde gestellt worden, welche die nach wie vor persistierenden Beschwerden erklären würden. Trotz diverser Operationen sowohl an der linken Hüfte wie auch
in
der Leistengegend habe keine Verbesserung des Gesundheitszustandes respektive der Arbeitsfähig
keit erreicht werden können. Deshalb müsse eine neue Standortbestimmung vorgenommen werden und hernach geprüft werden, ob eine allenfalls noch gegebene Leistungsfähigkeit wirtschaftlich überhaupt noch verwertbar wäre
(S.
5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob
sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers seit der letztmaligen Beurteilung der Verhältnisse (vorste
hend E. 1.2) ver
schlechtert hat.
3.
3.1
Der Verfügung vom
1
6.
August 2013 (
Urk.
7/147)
lagen im Wesentlichen die nachfolgenden Arztberichte zugrunde.
3.2
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili
t
a
tion,
gab mit Bericht vom 2
7.
und 2
8.
Juli 2011 (
Urk.
7/55) an, er behandle den Beschwerdeführer seit 2005 und diagnostizierte als Ursache der Arbeitsunf
ähig
keit eine Spondyl
arthritis, Morbus
Bechterew
, Erstdiagnose (ED) vor über 20
Jahren. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine
hypertensive
Herzkrankheit, Adipositas sowie ein metabolisches Syndrom auf (
Urk.
7/55/6-7
). Die bisherige Tätigkeit als Bademeister sowie eine
behin
derungsangepasste
, leichte Tätigkeit seien dem Beschwerdeführer zu 50
%
zumutbar (
Urk.
7/55/3
Ziff.
1.9;
Urk.
7/55/7
).
3.3
Am 2
9.
und 3
0.
September 2011 erfolgte die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Begutachtung des Beschwerdeführers in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, wobei zusätz
lich eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchgeführt wurde. Die Ärzte der
Z._
erstatteten ihr Gutachten am 1
7.
Januar 2012 (
Urk.
7/64).
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie
F
olgendes auf (S. 5):
Spondylitis
ankylosans
(Morbus
Bechterew
)
Diagnosestellung 1992
fortgeschrittene Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule
Zeichen der peripheren Gelenksbeteiligung (aktuell linksseitiger
Knie
ge
lenkserguss
; Verdacht auf Hüftgelenksbeteiligung linksseitig, Differen
tial
diagnose (DD) im Rahmen einer Offset-Problematik; mög
liche Schultergelenksbeteiligung)
unter
nichtsteroidale
Antirheumatika (NSAR) und
Salazopyrin
deutliche Wirbelsäulenfehlform und konsekutive muskuläre
Dysba
lance
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie Senk- und Spreizfüsse beidseits, Übergewicht
und einen
Status nach Morbus Scheuermann auf (S. 5). Die Ärzte gaben an, die arbeitsbezogenen relevanten Probleme seien eine verminderte Beweglichkeit des Nackens, des Rückens und beider Schulter
gelenke. Der Beschwerdeführer habe eine Umschulung zum Farbgestalter absol
viert, jedoch nie in diesem Beruf gearbeitet. Er habe von 2004 bis 2009 in den Sommermonaten als Bademeister gearbeitet.
Es könne daher kein sinnvoller Vergleich zwischen Leistungsfähigkeit und Anforderungen einer angestammten Tätigkeit gemacht werden (S. 5). Eine körperlich mittelschwere Tätigkeit sei unter Berücksichtigung der nachfolgend aufgeführten
Limiten
ganztags zumut
bar:
H
eben Boden zu Tai
llenhöhe maximal/selten 30 kg,
H
eben Taillen- zu Ko
pfhöhe maximal/selten 17.5 kg,
H
eben ho
rizontal maximal/selten 35 kg,
T
ra
gen jeweils eine Hand maximal/selten 22.5 kg, Arbeit über Schulterhöhe und Rotation im Sitzen bis manchmal (bis 3 Stunden pro 8-Stunden-Arbeitstag), angesichts der aktuellen Problematik seitens des linken Hüft- und Kniegelenkes sollte Treppensteigen nur selten und Gehen maximal 4 Stunden pro 8-Stunden-Arbeitstag ausgeführt werden. Angesichts der entzündlichen Aktivität und der funktionell deutlich eingeschränkten Wirbelsäulenbeweglichkeit mit notwendi
gen Kompensationsmechanismen und entsprechender rascher Ermüdung spezi
fischer Muskelgruppen erscheine in einer angepassten Tätigkeit zum jetzigen Zeitpunkt eine Leistungsminderung um 33
%
gerechtfertigt. Es sei nicht ausge
schlossen, dass durch einen Ausbau der
immunmodulatorischen
Behandlung eine Steigerung der Arbeitstätigkeit möglich sei (S. 6).
Die Leistungsbereitschaft sei als zuverlässig zu betrachten und eine Selbstlimitierung infolge
Schmerz
werde verneint (S. 8).
3.4
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), gab mit Stellungnahme vom 2
7.
Januar 2012 an, für die Beurteilung könne auf das Gutachten abge
stellt werden. Es bestehe ein Gesundheitsschaden, der ab dem
1.
Mai 2011 zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bademeister und zu einer Arbeitsunfähigkeit von 33
%
in einer angepassten Tätigkeit mit dem beschriebenen Belastungsprofil geführt habe (
Urk.
7/67 S. 3 f.). Mit erneu
ter Stellungnahme vom 2
3.
Mai 2012 führte
Dr.
A._
aus, es könne – unter Berücksichtigung des Ein
wandes des Beschwerdeführers, mit
dem
dies
er darauf hin
ge
wiesen habe, dass er den körperlichen Eignungstest als Bademeister nicht mehr bestanden habe – davon ausgegangen werden, dass er diese Tätigkeit nicht mehr ausüben könne und diesbezüglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (
Urk.
7/78).
3.5
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.2)
gab
mit
Bericht vom 1
2.
Juli 2012 (
Urk.
7/83)
an
, es sei in letzte
r
Zeit zu einer Beschwerdezunahme, vor allem im Bereich des Rückens, gekommen. Diese Beschwerden seien ganz klar abhängig von der kör
perlichen Belastung. Es sei zudem zu einer entzündlichen Aktivität der Kniege
lenke gekommen, die im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stünden. Die Arbeitsfähigkeit sei eingeschränkt auf 4 - 5 Stunden täglich.
3.6
Mit erneutem Bericht vom 1
9.
Februar 2013 (
Urk.
7/111) führte
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.2, E. 3.5)
als Diagnosen einen Morbus
Bechterew
, eine Gon
arthritis und –
arthrose
, eine Hypertonie, ein
Chronic
Obstructive
Pulmonary
Disease
(COPD) sowie Adipositas auf. D
er Beschwerdeführer könne leichte,
wechselseitige Tätigkeiten 2 – 4 Stunden
pro Tag
ausüben
. Im Vergleich zur Voruntersuchung habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert (S. 6).
4.
4.1
Beim Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung stützte sich die
Beschwer
de
gegnerin
auf die nachfolgenden Berichte.
4.2
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.2, E. 3.5-6
)
bestätigte
mit Bericht vom
9.
August 2013 (
Urk.
7/145)
die bisher gestellten Diagnosen
(S. 1
Ziff.
1.1). Es sei eine langsame Beschwerdezunahme zu erwarten (S. 1
Ziff.
1.4). Eine leichte bis mittlere Arbeit sei
dem Beschwerdeführer
zu 50
%
beziehungsweise 4 – 5 Stun
den
pro Tag
zumutbar, wobei eine verminde
rte Leistungsfähigkeit von 80
%
bestehe (S. 2 f.
Ziff.
1.4,
Ziff.
1.7,
Ziff.
1.9).
4.3
Die Ärzte der
B._
informierten mit Schreiben vom
2
9.
Oktober 2013 (
Urk.
7/174
/1-2
) über die Zuweisung des Beschwerdeführers zur Beurteilung der linken Hüfte und
diagnostizierten eine symptomatische
Coxarthrose
links. Als Nebendiagnosen führten sie
einen
Morbus
Bechterew
ED 1993, Basistherapie mit Enbrel und NSAR, sowie Adipositas auf (S.
1
). Der
Lei
densdruck
des Beschwerdeführers sei sehr hoch. Es sei eine
Hüftprothesenim
plantation
links besprochen und ein Operationstermin vereinbart worden (S.
2
).
4.4
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.
4
)
gab mit Stellungnahme vom 1
2.
November 2013 in Bezug auf den Arztbericht von
Dr.
Y._
(vorstehend E. 4.2) an, dass sich eine vergleichbare Einschätzung auch im Arztbericht aus dem Jahr 2011 fände. Es sei demnach gelungen, den Gesundheitszustand dur
ch die bisherige Therapie weit
gehen
d
zu stabilisieren. Eine massgebliche Verschlechterung sei in den vor
liegenden Unterlagen nicht ausgewiesen (
Urk.
7/170 S. 2 f.).
4.5
Mit Schreiben vom 2
9.
Dezember 2013 (
Urk.
7/206)
berichtete
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
D._
, über die stationäre Rehabilitationsmassnahme vom 1
7.
Dezember 2013 bis zum 2
9.
Dezember 2013 aufgrund der symptomatischen
Coxarthrose
links. Dabei führte er aus, dass
die Gehfähigkeit
unter den intensiven therapeutischen Mass
nahmen deutlich habe verbessert werden können. Die Schmerzen seien im Ver
lauf rückläufig gewesen (S. 2).
4.6
Mit Bericht vom 1
0.
Januar 2014 (
Urk.
7/202) informierten die Ärzte der
B._
über die am 1
2.
Dezember 2013 durchgeführte Hüftoperation, wobei eine Hüft-Totalprothesen-Implantation links erfolgt sei (S. 2).
4.
7
Mit Schreiben vom 1
3.
Januar 2014 (
Urk.
7/181) bestätigten die Ärzte der
B._
die gestellten Diagnosen und führten als weitere Diagnosen ein metabolisches Syndrom, eine behandelte arterielle Hypertonie, eine
Gluko
setoleranzstörung
sowie ein
en
Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom auf (S.
1). In der Zusammenschau des klinischen Befundes mit der radiologischen Abklärung bestehe sicher eine weit fortgeschrittene Einschränkung der Beweg
lichkeit. Es sei in der einmaligen Vorstellung nicht möglich gewesen
,
eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzugeben, da allein schon die Bewegungsfä
higkeit durch die Hüftproblematik vor der Operation so eingeschränkt gewesen
sei, dass erst nach erfolgter Operation
und Rehabilitation überhaupt eine aussa
gekräftige Untersuchung möglich sein werde (S. 3).
4.
8
Mit Sprechstundenbericht vom 1
0.
Februar 2014 (
Urk.
7/194) bestätigten die Ärzte der
B._
,
dass eine langjährige HLA
B27-positive
Spondy
loarthritis
mit Befall aller Wirbelsäulenabschnitte
vor
liege, die weiterhin eine leichte Entzündungsaktivität unter Anti-TNF-Therapie zeige. Weiter liege eine wahrscheinlich postentzündliche
Coxarthrose
links vor. Ob die ventrale
Deck
plattenveränderung
Lendenwirbelkanal 2 von einem Trauma herrühre oder ob bereits eine
Spondyloarthritis
-assoziierte Osteoporose vorliege, müsse in einer DXA-Messung mit Messung an der rechten Hüfte kontrolliert werden (S.
2).
4.9
Die Ärzte der
B._
informierten mit Schreiben vom
1.
Juli 2014 (
Urk.
7/209/20-21) über die erfolgte MRI-Ganzkörper Untersuchung der
Hals
wirbelsäule
(HSW),
der
Brustwirbelsäule (BWS),
der
Lendenwirbelsäule (LWS) sowie der
Iliosakralgelenke
(ISG). Es bestünden die bekannten
postentzündli
chen
Veränderungen beider ISG.
Im abgebildeten Gebiet lägen keine aktiven entzündlichen Veränderungen vor. Weiter bestünden multisegmentale degene
rative Veränderungen der Wirbelsäule sowie eine Reizung der AC-Gelenke beidseits, in erster Linie degenerativ bedingt. Schliesslich sei ein sehr geringer Erguss
sternoclaviculär
rechts zu erwähnen. Die Kniegelenke
hätten
im Rahmen einer Ganzkörper MR-Tomographie nicht abgebildet werden
können
(S. 2).
4.10
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion sowie für Rheumatologie, führte mit Schreiben vom
6.
Juli 2014 (
Urk.
7/209/11-12) in Bezug auf die Befunde der MRI-Ganzkörperuntersuchung in der
B._
(vorstehend E. 4.9)
aus, dass sich die klinischen und radiologischen Vermutungen bestätigt hätten. Eindeutige postentzündliche Ver
änderungen
würden lediglich in den ISG
zum Nachweis gelangen. Im übrigen Achsenskelett und im
Sternumbereich
seien weder eindeutige aktive noch
post
entzündliche
Veränderungen nachweisbar. Die Schultergelenke seien unauffäl
lig, ebenso die rechte Hüfte. Bei Status nach
Totalendoprothese
(TEP) -
Versor
gung der linken
Hüfte bestünden weiterhin Beschwerden, welche
zurzeit
in der
B._
weiter abgeklärt würden. Falls ein Infekt vorliege, müsste En
brel auf jeden Fall sistiert werden
(S. 1). Was die
Spondylarthropathie
anbe
lange, bestehe – abgesehen von den Schmerzen – kein akuter therapeutischer Handlungsbedarf (S. 2).
4.11
Mit
weiterem Sprechstundenbericht vom 2
1.
Juli 2014 (
Urk.
7/204) gaben die Ärzte
der
B._
an,
der Beschwerdeführer
mache
ein
en unverän
derten
Verlauf mit persistierenden Schmerzen im Bereich der linken Hüfte
gel
tend. Zudem gebe er an, es
komme
beim Husten zu einer Zunahme der Schmer
zen
(S. 1).
MR-morphologisch zeige sich ein unauffälliger Befund mit regelrechter Darstellung der Hüftabduktoren ohne Lockerungszeichen. Ein Infekt habe weitgehend durch Punktion und laborchemische Untersuchung ausge
schlossen werden können.
Differenzialdiagnostisch komme auch in Anbetracht der Zunahme der Beschwerden beim Husten ein Leistenbruch infrage
, was abzuklären sei. Aus hüftorthopädischer Sicht bestehe aktuell kein weiterer Handlungsbedarf
(S. 2).
4.
12
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.10
)
führte
in seinem bei der Beschwerdegegnerin am
2
3.
September 2014
eingegangen
en
Bericht
(
Urk.
7/209/7-10)
folgende, nach
folgend gekürzt aufgeführte Diagnosen mit Auswirk
ung auf die Arbeitsfä
higkeit auf
(S. 1
Ziff.
1.1):
Spondylitis
ankylosans
(Morbus
Bechterew
)
Thorakovertebralsyndrom
bei degenerativen Veränderungen im Sinne einer diffusen idiopathischen
Skeletthyperostose
(DISH)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er
Inguinalher
nien
beidseits, symptomatisch links (Diagnose August 2014), ein metabolisches Syndrom sowie Adipositas auf (S. 1
Ziff.
1.1).
Mit einer Besserung der Wirbel
säulen-Symptome (entzündliche und/oder postentzündliche Veränderungen lumbal, fortgeschrittene Degeneration der Halswirbelsäule sowie
hyperostotische
Spondylose der Brustwirbelsäule) könne nicht gerechnet werden. Die
Bewe
gungseinschränkung
der Schultern, die wahrscheinlich im Zusammenhang stehe mit der entzündlich-rheumatischen Erkrankung
,
verunmögliche Arbeiten über Kopfhöhe oder Arbeiten, die eine einwandfreie Schulterbeweglichkeit voraus
setz
t
en. Das Resultat der TEP-Versorgung der linken Hüfte sei aus unklaren Gründen nicht befriedigend, sodass mit einer bleibenden Gehbehinderung gerechnet werden müsse. Seines Erachtens könne nicht mehr von einer we
sentlichen Verbesserung der körperlichen Einschränkungen ausgegangen wer
den (S. 2
Ziff.
1.4). Als nächster Schritt sei eine operative Sanierung der
Ingui
nalhernie
links geplant (S. 2
Ziff.
1.5). Die bisherige Tätigkeit als Bademeister sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (S. 2 f.
Ziff.
1.7). Es könne nicht
mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise einer Erhö
hung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden (S. 3
Ziff.
1.9).
4.13
Mit Bericht vom 1
5.
Dezember 2014 (
Urk.
7/214) informierten die Ärzte der
B._
über die erfolgte Jahreskontrolle am 1
2.
Dezember 2014 und gaben an, dass nach wie vor belastungsabhängige, linksseitige,
pertrochantäre
Beschwerden bestünden. Es sei wenig Besserungstendenz erkennbar (S. 1). Ursa
che für die Restbeschwerden sei eine
Tendinopathie
der
Iliopsoassehne
und der Hüftabduktoren, wobei sich im ganzen Becken
enthesiopatische
Veränderungen zeigen würden (S. 2).
4.
14
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Chirurgie, Oberärztin i.V.,
G._,
Chirurgische Klinik,
führte mit
Bericht vom 2
3.
Januar 2015 (
Urk.
7/221/7-9) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1
Ziff.
1.1):
s
ymptomatische,
supraumbilicale
Narbenhernie
Status nach Nabelhernien-Operation 2002
Status nach offener
Cholezystektomie
1994
s
ymptomatische
Inguinal
hernien
beidseits
Morbus
Bechterew
(ED 1998, HLA-B27 positiv)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte
sie einen nicht insulinpfl
ichtigen Diabetes mellitus Typ II
, eine arterielle Hypertonie, einen
Nikotinabusus
sowie Adipositas (S. 1
Ziff.
1.1).
Im Oktober 2014 sei eine
not
fallmässige
Hospitalisation
mit
laparoskopischer
Adhäsiolyse
,
intraperiotonealer
Onlay-Mesh
(I-POM) und Direktverschluss der zwei grössten Narbenhernien erfolgt. Im November 2014
und Januar 2015
sei
en
Inguinalhernien-Repair
links
und rechts
nach Lichtenstein erfolgt
(S. 2
Ziff.
1.3)
.
Es bestünden aktuell keine weiteren Bauchwandhernien (S. 2
Ziff.
1.4). Ab dem 1
0.
Januar 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für 2 Wochen, danach sei der Beschwerde
führer wieder voll arbeitsfähig im Hinblick auf die Bauchwandhernien (S. 2
Ziff.
1.6).
4.15
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab mit
Arzt
zeugnis
vom 2
7.
Januar 2015 (
Urk.
3/3) an, der Beschwerdeführer stehe wegen Krankheit in seiner Behandlung und sei vom
1.
Februar 2015 voraussichtlich bis und mit 3
1.
März 2015 zu 100
%
arbeitsunfähig.
4.1
6
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.10, E. 4.12
) bestätigte mit Arztzeugnis vom 2
8.
Januar 2015 (
Urk.
3/4), dass
er den
Beschwerdeführer seit Mai 2014 wegen einer Erkrank
ung des Bewegungsapparates behandle
. Da sowohl die Gelenke der unteren Extremitäten, d
er
Wirbelsäule und auch
der Schultern beteiligt seien, s
ehe er momentan keine Möglichkeit den Beschwerdeführer in de
n Arbeitspro
zess zu integrieren. Er erachte
den Beschwerdeführer
vorläufig bis auf weiteres
als
zu 100
%
arbeitsunfähig.
4.
1
7
Mit Stellungnahme vom
5.
Februar 2015 gab
RAD-Arzt
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.4, E.
4.4
)
an, es habe vom
6.
Oktober 2014 bis zum 2
4.
Januar 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Darüber hinaus sei aber keine massgebliche dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen. Im
Z._
Gutachten sei die Problematik seitens der Wirbelsäule, des linken Hüft- und Kniegelenks bereits berücksichtigt worden (
Urk.
7/222 S. 5).
5.
5.1
Die vorliegenden Arztberichte lassen eine abschliessende Beurteilung der Streitsa
che
nicht zu.
5.2
Entgegen
den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ist eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem Erlass der
rentenzusprechenden
Verfügung
vom 1
6.
August 2013 (
Urk.
7/147)
durch die vorliegenden Akten ausgewiesen.
I
m
Z._
-
Gutachten (vorstehend E. 3.3)
sind zwar ein linksseitiger
Kniege
lenkserguss
, ein Verdacht auf eine Hüftgelenksbeteiligung linksseitig sowie eine mögliche Schultergelenksbeteiligung – und somit Anzeichen einer peripheren Gelenksbeteiligung –
bereits
erwähnt. Es erfolgte aber keine genaue
Diagnose
stellung
, sondern lediglich eine Verdachtsäusserung. Es kann demgemäss nicht die Rede davon sein, dass die Prob
lematik seitens der Wirbelsäule sowie
des lin
ken Hüft- und Kniegelenks bereits genügend berücksichtigt
worden
ist
, wie dies RAD-Arzt
Dr.
A._
ausführte (vorstehend E. 4.17). So
wurde
neu
insbeson
dere
eine
Coxarthrose
links diagnostiziert, wobei sogar eine Hüftprothese ein
gesetzt werden musste. Schliesslich erfolgten drei Hernien
-O
perationen
und
auch
der Diabetes Mellitus Typ II
sowie
der Verdacht auf eine Schlafapnoe
wur
den
erst im Rahmen des Revisionsverfahrens diagnostiziert.
Da sowohl neue Diagnosen gestellt wurde
n
als auch eine Beschwerdezunahme
in Bezug auf die bereits diagnostizierten Befunde ersichtlich
ist
, kan
n
entgegen den Ausführun
gen der Beschwerdegegnerin
nicht von einem stabilisierten Gesundheitszustand
ausgegangen werden.
5.
3
Für eine abschliessende
Beurteilung fehlt es indes an einer
genügenden
medizi
nisch-theoretischen
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit.
Insbesondere hat
die Beschwerdegegnerin
entgegen der Empfehlung
ihres
RAD-Arzt
es
Dr.
A._
kein
e
entsprechende
Einschätzung
von der
B._
eingeholt (vgl.
RAD-
Stellungnahmen vom
4.
Juli und 1
5.
Dez
e
mber 2014,
Urk.
7/222 S. 3 f.)
. Eine solche erscheint
allerdings
für die Beurteilung der
Auswirkungen der
Coxarthrose
auf die Arbeitsfähigkeit als notwendig
.
Weiter gilt es zu erwähnen, dass bei der rentenzusprechenden Verfügung vom 1
6.
August 2013 (
Urk.
7/147) auf das
Z._
-Gutachten abgestellt wurde, wonach der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit
zu
33
%
arbeit
sun
fähig sei (
vgl.
Urk.
7/79,
Urk.
7/95
). I
m Rahmen der
vorliegenden
Rentenrevision
ging
aber
Dr.
Y._
(vorstehend E. 4.2)
von einer höheren Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus.
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhält
nisse liegt nach der Rechtsprechung auch vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (
vgl. vorstehend E. 1.2), so dass diesbezüglich weiterer Abklärungsbedarf besteht.
5.4
Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für die abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachver
halt als unzulänglich, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache – dem Antrag des Beschwerdeführers folgend – an die
Beschwerdegegne
rin
zurückzuweisen ist, damit diese
,
nach ergänzender Abklärung, eine neue Beurteilung vornehme und über den Leistungsanspruch neu verfüge.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde
.
6
.
6
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
6
.2
Ausgangsgemäss steht dem
obsiegenden
Beschwerdeführer eine
Prozessent
schädi
gung
zu, die gemäss
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
GSVGer
-
ohne Rücksicht auf den Streitwert
-
nac
h der Bedeutung der Streitsache,
nach d
er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens
zu bemessen
ist
.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die
Prozess
ent
schädigung
vorliegend auf
Fr.
2‘300.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) fest
zusetzen.