Decision ID: d4f14497-7e45-4ff6-8662-c6415ffcbbe9
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend
Fahren in fahrunfähigem Zustand etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht, vom 10. September 2012 (GB120010)
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Anklage:
Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Mai 2012
(act. 10) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 43 S. 13 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig:
- des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG in Verbindung
mit Art. 2 Abs. 2 VRV;
- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a
Ziff. 1 BetmG sowie
- der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in
Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 78 SSV.
1. (recte: 2.) Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 80.–
(entsprechend Fr. 2'400.–) sowie mit einer Busse von Fr. 1'700.–.
2. (recte: 3.) Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit von
3 Jahren.
3. (recte: 4.) Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so
tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen.
4. (recte: 5.) Die beim Beschuldigten polizeilich sichergestellten und unter Lager-Nr. ... aufbewahr-
ten Betäubungsmittel (5.7 Gramm Marihuana) werden eingezogen und vernichtet.
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5. (recte: 6.) Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 120.00 Auslagen Vorverfahren
Fr. 60.00 Kosten der Kantonspolizei Zürich
Fr. 1'000.00 Gebühr Strafuntersuchung (Art. 374 StPO, § 4 GebV StrV)
Fr. 569.25 Gutachten
Fr. 3'549.25 Total
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
6. (recte 7.) Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-
schuldigten auferlegt.
7. (recte: 8.) (Mitteilung)
8. (recte: 9.) (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge: (Prot. II S. 5)
a) Des Beschuldigten:
(schriftlich und mündlich; Urk. 45 S. 1)
Freispruch betreffs Anschuldigung von Fahren in fahrunfähigem Zustand.
Ermässigung der Geldstrafe sowie der ausgesprochenen Busse.
Kosten zu Lasten des Staates.
b) Der Staatsanwaltschaft:
(schriftlich; Urk. 51)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils
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Das Gericht erwägt:
I. Prozessuales
1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom
10. September 2012 wurde der Beschuldigte A._ anklagegemäss des Fah-
rens in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 VRV), der
mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Ziff. 1 BetmG)
sowie der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art.
27 Abs. 1 und Art. 78 SSV) schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geld-
strafe sowie einer Busse bestraft (Urk. 43 S. 13 f.). Gegen diesen Entscheid er-
hob der Beschuldigte mit Eingabe vom 18. September 2012 Berufung (Art. 399
Abs. 1 StPO; Urk. 38). Die Berufungserklärung ging innert gesetzlicher Frist bei
der Berufungsinstanz ein. Darin wiederholte der Beschuldigte seine
bereits vor Vorinstanz gestellten Beweisanträge (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 45).
Mit Präsidialverfügung vom 6. Dezember 2012 wurden die Beweisanträge des
Beschuldigten abgewiesen (Urk. 56). Die Anklagebehörde hat mit Eingabe vom
27. November 2012 innert Frist keine Anschlussberufung erhoben (Urk. 51;
Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Der Beschuldigte beantragt im Berufungs-
verfahren einen Freispruch vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand
sowie eine entsprechende "Ermässigung der Geldstrafe sowie der ausgespro-
chenen Busse" und Kostenfolge zu Lasten des Staates (Urk. 49; Art. 399
Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen
Entscheides (Urk. 51).
2. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten:
- die vorinstanzlichen Schuldsprüche betreffend die mehrfache Übertretung
des Betäubungsmittelgesetzes sowie betreffend die einfache Verletzung der
Verkehrsregeln (Urteildispositiv-Ziff. 1)
- die vorinstanzliche Einziehung und Vernichtung der sichergestellten Be-
täubungsmittel (Urteilsdispositiv-Ziff. 4 [recte: 5])
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- die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 5 [recte: 6]).
Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen
(Art. 404 StPO).
II. Schuldpunkt
1.1. Dem Beschuldigten A._ wird in der Anklageschrift der Staats-
anwaltschaft Winterthur / Unterland vom 2. Mai 2012 in Bezug auf den noch um-
strittenen Sachverhalt zusammengefasst vorgeworfen, er habe am 14. März 2012
um 11.47 Uhr den Lieferwagen "Peugeot Expert" mit dem Kennzeichen ..., auf
der A1, von seinem Wohnort in B._ her kommend, via ... in Richtung ... ge-
lenkt, obschon er zum Zeitpunkt dieser Fahrt unter dem
Einfluss von zuvor konsumiertem Marihuana gestanden sei. Er habe aufgrund
seines vorabendlichen Marihuanakonsums zumindest in Kauf genommen, dass er
wegen des Tetrahydracannabinolgehaltes im Blut nicht mehr fahrfähig gewesen
sei (Urk. 10 S. 3).
1.2. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass der massgebliche Sachverhalt
erstellt sei. Der Beschuldigte habe die in seinem Blut nachgewiesene
THC-Konzentration sowohl in der Untersuchung als auch im vorinstanzlichen
Hauptverfahren anerkannt. Da sich die Einwände des Beschuldigten ausschliess-
lich auf die rechtliche Würdigung des Sachverhaltes beziehen würden, sei von
einem Geständnis in objektiver Hinsicht auszugehen. Das Geständnis decke sich
im Übrigen mit den Ergebnissen der Strafuntersuchung, weshalb der eingeklagte
Sachverhalt erstellt sei (Urk. 43 S. 4 f.).
1.3. Der Beschuldigte führte in der Hauptverhandlung vor Vorinstanz aus, er
anerkenne am Vorabend der fraglichen Autofahrt etwa drei Joints Marihuana kon-
sumiert zu haben. Während der Beschuldigte im Rahmen der Strafuntersuchung
die Befunde und Untersuchungsergebnisse des Gutachtens des Instituts für
Rechtsmedizin der Universität Zürich vom 2. April 2012 grundsätzlich anerkannte,
jedoch unsubstantiiert zu bedenken gab, ein Fehler bei der Analyse könne nicht
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ausgeschlossen werden (Urk. 17 S. 7 f.), anerkannte er anlässlich der vorinstanz-
lichen Hauptverhandlung auf Vorhalt des chemisch-toxikologischen Gutachtens
vorbehaltlos, dass in seinem Blut im Zeitpunkt der Entnahme 23 μg/L THC, 7.0
μg/L OH-THC sowie 210 μg/L THC-COOH festgestellt wurden (Urk. 35/1 S. 6).
Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Beschuldigte den äussern
Ablauf der Geschehnisse nicht. Er führte aber aus, es gäbe Beweise, die seine
Fahrfähigkeit belegen würden. Wissenschaftlich sei erwiesen, dass erst
300 Mikrogramm pro Liter THC im Blut dieselbe Wirkung hätten wie 0.8 Promille
Alkohol. Das vorhandene Gutachten zeige einfach die Restwerte im Blut an
(Prot. II. S. 6 f.).
1.4. Im Anschluss an einen durch die Polizei vor Ort durchgeführten und positiv
ausgefallenen Drogenschnelltest wurde beim Beschuldigten eine Blut- und
Urinprobe angeordnet. Zu diesem Zweck wurde der Beschuldigte unmittelbar
nach der Kontrolle durch die Polizeibeamten ins ... [Spital] verbracht (Urk. 1 S. 4).
Durch den zuständigen Arzt, Dr. med. C._, wurde beim Beschuldigten in der
Folge um 12.20 Uhr eine Blutentnahme vorgenommen. Die Urinasservierung
wurde um 12.55 Uhr durchgeführt (Urk. 5). Das Institut
für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM) wurde hernach unter Hinweis
auf Art. 307 StGB (Falsches Gutachten) damit beauftragt, ein chemisch-
toxikologisches Gutachten betreffend die Blut- und Urinprobe zu erstellen. Die
Ergebnisse des durch das IRM am 2. April 2012 erstatteten Gutachtens wurden
durch den Beschuldigten als zutreffend anerkannt und nie in Abrede gestellt.
Soweit der Beschuldigte im Rahmen der Strafuntersuchung zu Protokoll gab, es
könne auch sein, dass die Analyse fehlerhaft sei, ist darauf hinzuweisen, dass
dafür keinerlei objektiven Anhaltspunkte bestehen. Der betreffende Einwand
– sofern er vom Beschuldigten im Berufungsverfahren überhaupt noch aufrecht-
erhalten wird – ist daher haltlos und stellt nichts weiter als eine Schutzbehauptung
dar. Die Vorinstanz hat sich im Übrigen ausführlich mit dem betreffenden
Vorbringen des Beschuldigten auseinandergesetzt. Auf ihre überzeugenden
Erwägungen kann ohne Weiteres verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Damit
ist der Anklagesachverhalt erstellt, was die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat.
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2.1. In materieller Hinsicht hat die Vorinstanz die massgeblichen Bestimmungen
der Strassenverkehrsgesetzgebung im Hinblick auf den Vorwurf des Fahrens in
fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 lit. a VRV
und Art. 34 lit. a VSKV-ASTRA (Strassenverkehrskontrollverordnung des ASTRA)
richtig dargetan und zutreffende theoretische Ausführungen dazu gemacht.
Darauf kann in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO insgesamt verwiesen werden
(Urk. 43 S. 6).
2.2. Wenn die Vorinstanz in ihren Erwägungen zum Schluss kommt, aufgrund
des IRM-Gutachtens vom 2. April 2012 stehe zweifelsfrei fest, dass der Beschul-
digte im Tatzeitpunkt eine THC-Konzentration von 23 μg/L Blut aufgewiesen
habe, womit der Grenzwert für einen Verstoss gegen Art. 91 Ziff. 2 SVG erreicht
sei, ist diese zutreffende Feststellung vollumfänglich zu übernehmen. Damit hat
der Beschuldigte den objektiven Straftatbestand des Art. 91 Abs. 2 SVG i.V.m.
Art. 2 Abs. 2 VRV fraglos erfüllt. Gemäss Art. 34 lit. a VSKV-ASTRA gilt der
Cannabiskonsum als nachgewiesen, wenn die Messwerte im Blut den Grenzwert
von 1.5 μg/L erreichen oder überschreiten. Da der Gesetz- respektive
Verordnungsgeber namentlich beim Cannabiskonsum – im Gegensatz etwa zum
Alkoholkonsum – von einer Nulltoleranz ausgeht, gilt strassenverkehrsrechtlich
die Fahrunfähigkeit bei Erreichen des obgenannten Grenzwertes unabhängig von
weiteren Beweisen und der individuellen Verträglichkeit grundsätzlich als
nachgewiesen. Die sinngemässen Einwände des Beschuldigten, wonach er trotz
der festgestellten THC-Konzentration in seinem Blut durchaus noch fahrtüchtig
gewesen sei, sind insofern irrelevant. Wenngleich die einschlägige Wissenschaft
die Argumentation des Beschuldigten zumindest teilweise zu stützen vermag und
man sich durchaus fragen kann, ob diese gesetzgeberische Ungleichbehandlung
von Alkohol und Betäubungsmitteln gerechtfertigt erscheint, ist der Beschuldigte
dennoch darauf hinzuweisen, dass es Aufgabe des Gerichts ist, das geltende
Recht anzuwenden und nicht etwa gesetzgeberisch tätig zu werden. Insofern
erweisen sich auch die gestellten Beweisanträge allesamt als obsolet, denn
während der Wert des ermittelten THC-Blutgehalts eine Tatfrage darstellt, handelt
es sich bei der Frage ob daraus eine Fahrunfähigkeit abzuleiten ist, um eine
Rechtsfrage, welche nicht Gegenstand des Beweisverfahrens sein kann.
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2.3. In subjektiver Hinsicht kommt die Vorinstanz zusammengefasst zum
Schluss, der Beschuldigte habe seine Fahrt angetreten, ohne sich darum zu
kümmern, ob er aufgrund des vorabendlichen Cannabiskonsums überhaupt
fahrfähig gewesen sei. Er sei sich der dämpfenden Wirkung von Cannabis sehr
wohl bewusst gewesen, habe er doch in der Vergangenheit gerade wegen dieser
Wirkung – konkret zur Bekämpfung von Rückenschmerzen sowie zur Beruhigung
in Konfliktsituationen mit seiner Partnerin – Marihuana konsumiert. Da er sich
trotz dieses Wissens nur auf seine subjektive Einschätzung verlassen und sich
nie über die effektive Wirkungsdauer von Cannabis informiert habe, habe der
Beschuldigte in Kauf genommen, unter dessen Einfluss ein Fahrzeug zu lenken.
Damit habe der Beschuldigte eventualvorsätzlich und mithin tatbestandsmässig
gehandelt (Urk. 43 S. 7).
Der Beschuldigte führte hierzu anlässlich der Berufungsverhandlung aus, er habe
nie von einer dämpfenden, sondern vielmehr von einer entspannenden Wirkung
des Cannabis gesprochen. Er habe sich nicht über die Wirkungsdauer informiert,
da ihm schon an seiner Aushebung gesagt worden sei, wenn er am Vorabend
Cannabis konsumiere, sei er am Morgen wieder fahrfähig. Er sei immer davon
ausgegangen, eine gewisse Zeit nach dem Konsum wieder fahrfähig zu sein
(Prot. II S. 7).
2.4. Die Erwägungen der Vorinstanz sind gründlich und zutreffend, auf sie ist zu
verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Lediglich im Sinne einer Ergänzung ist auf
folgendes hinzuweisen. Einerseits ist allgemein bekannt, dass der Konsum von
Betäubungsmitteln – gleichermassen wie jener von Alkohol – im Zusammenhang
mit dem Führen eines Fahrzeugs im Strassenverkehr grundsätzlich verpönt ist.
Wer also am Vorabend drei Joints konsumiert und sich am nächsten Morgen ans
Steuer setzt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob und welche Wirkung
der Cannabiskonsum auf seine Fahrfähigkeiten haben könnte bzw. wie lange eine
tatbestandsmässige Konzentration im Blut anhält, nimmt eine Delinquenz billigend
in Kauf. Andererseits kommt hinzu, dass der Beschuldigte nach eigenen Angaben
bereits seit seinem 18. Lebensjahr – mit Unterbrüchen – Cannabis konsumiert
und sich sehr wohl bewusst ist, was für eine Wirkung dessen Inhaltsstoffe auf
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seine psychische und physische Verfassung haben. So beschreibt er selber doch
anschaulich, dass er Marihuana geraucht habe, weil es ihn innerlich beruhigt
habe. Er habe gehofft, dadurch seine Aggressionen gegenüber seiner Partnerin in
den Griff zu bekommen. Er habe nicht gewollt, dass es zu einem Drama komme.
Nach dem Konsum und unter dem Einfluss von Cannabis merke man ja schon,
dass man nicht im Stande sei, ein Auto zu lenken. Er sei dann erst wieder ins
Auto eingestiegen, wenn er sich fit gefühlt habe. Schliesslich habe er es sich nicht
leisten können, unter dem Einfluss von irgendwelchen Substanzen bei Kunden
aufzutauchen (Urk. 35 S. 6 f.). Damit gesteht der Beschuldigte ein, dass der
Cannabiskonsum auch über längere Zeit eine über den Grenzwert hinausgehen-
de Konzentration im Blut bewirken kann, was er auch in Kauf nahm. Dessen
ungeachtet setzte er sich am 14. März 2012 ans Steuer des Lieferwagens
"Peugeot Expert", womit er auch in subjektiver Hinsicht tatbestandsmässig
handelte. Lediglich der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf hinzuweisen,
dass den subjektiven Tatbestand von Art. 91 Abs. 2 SVG auch derjenige erfüllt,
welcher fahrlässig handelt (Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG; BGE 6B_244/2011 E 4.1).
3. Der Beschuldigte hat sich damit sowohl in objektiver wie auch in subjektiver
Hinsicht tatbestandsmässig im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 2
VRV verhalten. Es liegen weder Schuldausschluss- noch Rechtfertigungsgründe
vor, weshalb er in Übereinstimmung mit der Vorinstanz anklagegemäss schuldig
zu sprechen ist.
III. Sanktion und Vollzug
1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 30 Tages-
sätzen zu je Fr. 80.-- sowie mit einer Busse von Fr. 1'700.-- bestraft (Urk. 43
S. 14).
1.2. Der Beschuldigte hat weder vor Vorinstanz Ausführungen zum Strafmass
gemacht, noch hat er im Rahmen des Berufungsverfahrens die erstinstanzliche
Strafzumessung substantiiert beanstandet.
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1.3. Die Vorinstanz hat die Strafzumessung sorgfältig und gründlich vorge-
nommen. Wenn sie zusammenfassend zum Schluss kommt, das Tatverschulden
des Beschuldigten wiege nach Berücksichtigung der objektiven und subjektiven
Tatschwere insgesamt noch leicht, so ist dieser Einschätzung zuzustimmen. Die
vorinstanzlichen Erwägungen zur Täterkomponente sind ebenfalls nicht zu
beanstanden, sodass sich die Ausfällung von 30 Tagessätzen Geldstrafe für das
Fahren in fahrunfähigem Zustand insgesamt als angemessen erweist und keiner
Korrektur bedarf.
1.4. Die Vorinstanz hat die Höhe des Tagessatzes auf Fr. 80.-- festgesetzt. Sie ist dabei von einem durchschnittlichen Monatseinkommen von Fr. 3'000.-- netto
ausgegangen und hat die relevanten Abzüge berücksichtigt (Urk. 43 S. 10). Diese
Ausführungen sind zutreffend und vollumfänglich zu übernehmen, da der
Beschuldigte im Berufungsverfahren ausführte, seine persönlichen Verhältnisse
hätten sich seit dem erstinstanzlichen Urteil nicht geändert und er generiere nach
wie vor einen Monatslohn von ca. Fr. 3'000.-- (Urk. 65 S. 1 f.).
1.5. Der Beschuldigte ist nach dem Gesagten für das Fahren in fahrunfähigem
Zustand zusammengefasst mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 80.--
zu bestrafen.
2.1. Für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes sowie die einfache Verletzung der Verkehrsregeln hat die Vorinstanz richtigerweise eine
Busse ausgefällt (Urk. 43 S. 11). Die Vorinstanz hat die Strafzumessungskriterien
korrekt angewandt, insbesondere hat sie den mehrfachen Konsum zutreffend als
verschuldenserhöhend und das Geständnis als verschuldensmindernd gewertet.
Zudem hat sie bei der Bemessung der Busse auch den finanziellen Verhältnissen
des Beschuldigten Rechnung getragen. Die Festsetzung der Busse auf
Fr. 1'700.-- durch die Vorinstanz ist demnach nicht zu beanstanden.
2.2. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 106 Abs. 2 StGB für den Fall,
dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt werden sollte, einen Umwandlungssatz
von einem Tag Ersatzfreiheitsstrafe pro Fr. 100.-- Busse zur Anwendung
gebracht. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden und ist daher ohne
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Weiteres zu bestätigen. Entsprechend ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen
Freiheitsstrafe auszufällen.
3. An der vorinstanzlichen Gewährung des bedingten Strafvollzugs ist
vorliegend schon aufgrund des Verschlechterungsverbots nichts zu ändern. Die
Festsetzung einer Probezeit von drei Jahren scheint insbesondere mit Blick auf
die einschlägige Vorstrafe des Beschuldigten als unerlässlich und ist jedenfalls
nicht zu unterschreiten. Damit hat es beim Entscheid der Vorinstanz sein
Bewenden und dem Beschuldigten ist der bedingte Strafvollzug unter Ansetzung
einer Probezeit von drei Jahren zu gewähren.
IV. Kosten
1. Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kostenauflage (Disp. Ziff. 6
[recte: 7]) zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).
2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzu-
setzen.
3. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte vollumfänglich. Demnach
sind ihm auch die Kosten dieses Verfahrens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).