Decision ID: 7115d37e-1539-4d74-9a0f-65b02f74accc
Year: 2017
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- der Direktor des Sekretariats der Eidgenössischen Spielbankenkommission
(nachfolgend "ESBK") am 13. Oktober 2016 wegen Verdachts auf Wider-
handlung gegen das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücks-
spiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) eine Durch-
suchung u.a. der Räumlichkeiten in Zürich verfügte (act. 2);
- A. mit Schreiben datierend vom 2. März 2017 (Poststempel vom 6. März
2017) an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und
sinngemäss Beschwerde i.S.v. Art. 26 VStrR gegen die Durchsuchung führt
(act. 1);
- die ESBK am 7. März 2017 der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts auf Aufforderung hin den betreffenden Durchsuchungsbefehl zukom-
men liess (act. 2);
- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts A. mit Schreiben vom
8. März 2017 aufforderte, bis zum 20. März 2017 einen Kostenvorschuss von
Fr. 2'000.– zu leisten (act. 3);
- innert Frist der Kostenvorschuss nicht geleistet wurde, worauf A. mit Schrei-
ben vom 27. März 2017 eine Nachfrist bis 7. April 2017 zur Bezahlung des
verlangten Kostenvorschusses gesetzt wurde, andernfalls auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werde (act. 4);
- auch innerhalb dieser Nachfrist kein entsprechender Zahlungseingang ver-
zeichnet werden konnte.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das SBG das Bundesgesetz
vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) zur
Anwendung gelangt (Art. 57 Abs. 1 SBG);
- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zusam-
menhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR); die
Beschwerde innert drei Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der
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Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich
mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- sich die Kostenpflicht im Beschwerdeverfahren vor der Beschwerdekammer
nach Art. 73 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation
der Strafbehörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG;
SR 173.71) bestimmt (Art. 25 Abs. 4 VStrR);
- Art. 73 StBOG im Wesentlichen nur auf das Reglement des Bundesstrafge-
richts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigun-
gen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) verweist;
- dem BStKR keine Regelung über Erhebung, Sicherstellung und Verteilung
von Gerichtskosten entnommen werden kann, weshalb diesbezüglich ergän-
zend die Regeln des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) anzuwenden sind (TPF
2011 25 E. 3);
- der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin des Beschwerdeverfah-
rens eine angemessene Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses setzt,
wobei er oder sie der Partei eine Nachfrist ansetzt, wenn diese unbenutzt
abläuft (Art. 62 Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 BGG analog);
- die Beschwerdekammer auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn der Kosten-
vorschuss auch innerhalb dieser Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 Abs. 3
Satz 3 BGG analog);
- der Beschwerdeführer vorliegend auch die ihm zur Leistung des Kostenvor-
schusses gesetzte Nachfrist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf seine
Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist;
- bei diesem Ergebnis offen gelassen werden kann, ob die übrigen Eintretens-
voraussetzungen gegeben gewesen wären;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer als unterlie-
gende Partei die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu tragen hat (Art. 66
Abs. 1 BGG analog);
- die Gerichtsgebühr dabei auf die minimalen Fr. 200.– festzusetzen ist
(Art. 73 StBOG und Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR);
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