Decision ID: 06a778c5-aa52-44d0-9df2-522d40b5942f
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 24. Dezember 2010 bei der IV-Stelle des Kantons St.
Gallen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er gab an,
seit 13. August 2010 an unfallbedingten Beschwerden zu leiden. Damals hatte er sich
bei einem Motorradunfall verschiedene Verletzungen zugezogen, unter anderem eine
Luxationsfraktur der rechten Schulter, eine Innenbandzerrung rechts sowie eine
Rippenserienfraktur rechts (3.-5. Rippe). Zudem litt er seit längerem an einer
depressiven Störung. Seit dem Unfall sei er zu 100 % arbeitsunfähig. Seit 1. August
2010 war der Versicherte bei der B._ AG als Hausdienstmitarbeiter tätig gewesen (IV-
act. 23-1 f.). Er hatte früher eine Lehre als Kunstschmied/Metallbauschlosser absolviert
(IV-act. 6-2). Eine weitere Lehre als Tierpfleger hatte er im Juni 1996 abgeschlossen
sowie im Jahr 2006 der Fachausweis als Hauswart erworben (vgl. IV-act. 6-1ff.).
A.b Die Erstbehandlung nach dem Unfall war vom 13. bis 30. August 2010 im
Kantonsspital St. Gallen erfolgt (KSSG; IV-act. 25-7-17). Vom 30. August bis 15.
Oktober 2010 sowie 24. Oktober bis 5. November 2010 hatte sich der Versicherte einer
Rehabilitationsbehandlung in der Klinik Valens unterzogen (IV-act. 19-2, Ziff. 1.3).
Zwischen 21. Dezember 2010 und 15. Februar 2011 erfolgte ein weiterer stationärer
Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon (IV-act. 25-3 bis 25-17).
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A.c Während dieses Aufenthalts fand vom 17. Januar bis 11. Februar 2011 eine
vierwöchige berufliche Abklärung im Hinblick auf die Umschulung bzw. zur Klärung des
Eingliederungspotentials statt (IV-act. 26, 71-8). Diese führte zu einer zweimonatigen
vertieften beruflichen Abklärung in der Abteilung Berufliche Eingliederung der
Rehaklinik Bellikon (14. Februar bis 8. April 2011, vgl. IV-act. 26-1-5; vgl. auch IV-act.
31 sowie IV-act. 70). Am 15. April 2011 unterbreiteten Mitarbeiterinnen der beruflichen
Eingliederung der Rehaklinik Bellikon der IV-Stelle den Vorschlag, den Versicherten
zum Leiter C._ umzuschulen (IV-act. 31). Mit Mitteilung vom 7. Juli 2011 (IV-act. 35)
gewährte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten Berufsberatung und
Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten. Eine
Umschulungsvereinbarung mit dem Ausbildungsziel Leiter C._ wurde von der IV-
Stelle am 2. August 2011 und vom Versicherten am 3. Oktober 2011 unterzeichnet (IV-
act. 43).
A.d Die IV-Stelle erteilte dem Versicherten mit Mitteilung vom 20. Oktober 2011
(Vorbereitung der Umschulung zum Leiter C._, IV-act. 48) sowie vom 21. Dezember
2011 (Umschulung zum Leiter C._; IV-act. 58) Kostengutsprache für die genannte
Umschulung (Dauer 9. Juni 2011 bis 30. Juni 2013; vgl. auch IV-act. 45 und 56). Die
Vorbereitung der Umschulung (Finanzbuchhaltung und betriebswirtschaftliche
Grundlagen) fand in der Zeit vom 9. Juni bis 6. November 2011 statt. Ab 1. Juli 2011
absolvierte der Versicherte ein Praktikum im Pensum von 60 % bei der Baudirektion
D._, Amt E._ (IV-act. 48, 51). Die Schule besuchte er im Berufsbildungszentrum
F._, Standort G._ (IV-act. 58-3; vgl. IV-act. 72-7/18). Für die Zeit vom 1. Juli 2011
bis 30. Juni 2013 richtete die IV-Stelle dem Versicherten Taggelder aus (IV-act. 61, 64,
65, und 80).
A.e Am 8. Juli 2013 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er die
Abschlussprüfung knapp nicht bestanden habe (IV-act. 85-2). Am 15. Juli 2013 fand
eine Schulteroperation mit anschliessender stationärer Rehabilitation bis 28. August
2012 statt (IV-act. 92-24, 92-11). Nach einer Besprechung mit dem Versicherten (vgl.
IV-act. 85-3) hielt die Eingliederungsverantwortliche im Schlussbericht vom 19.
Dezember 2013 fest, der Versicherte wolle die Prüfung nicht wiederholen, da er sich in
diesem Beruf nicht arbeitsfähig fühle. Er habe angetönt, eine Ausbildung zum
Maltherapeuten absolvieren zu wollen (IV-act. 84).
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A.f In der Folge wurde die medizinische Lage im Zusammenhang mit den geltend
gemachten Einschränkungen weiter abgeklärt. Dr. med. H._, Fachärztin für Chirurgie
FMH, Kreisärztin der Suva, führte am 11. März 2014 eine ärztliche
Abschlussuntersuchung durch (IV-act. 92-16-27). Dr. med. I._, Regionaler Ärztlicher
Dienst (RAD), ging in einer Aktenbeurteilung vom 28. Mai 2014 bezugnehmend auf
einen Bericht des Spitals J._ vom 26. Mai 2014 (IV-act. 97-1 ff.) provisorisch von
einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angestammter Tätigkeit aus, steigerbar für
wechselbelastende Tätigkeiten ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, bei einer
Lastgrenze von 10 kg (IV-act. 102-2).
A.g Med. pract. K._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, stv.
Leiterin Ambulatorium des Spitals J._, berichtete im Arztbericht vom 17. Oktober
2014 über den Gesundheitszustand des Versicherten (IV-act. 120). Er leide an einer
chronifizierten Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10: F32.4), an chronischen
Spannungskopfschmerzen mit migränöser Komponente, an atopischer Diathese mit
diversen Allergien, sowie an Mastozytose. Er sei in Behandlung bei ihr seit dem 16. Mai
2014, entsprechend könne sie sich nur über die medizinische Situation nach diesem
Datum äussern. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitseinschränkung.
Speziell zu berücksichtigen sei eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit, ein
möglichst ruhiger Arbeitsplatz und die Möglichkeit von Pausen. Im Verlaufsbericht vom
7. November 2014 (IV-act. 122) diagnostizierte Dr. med. L._, Palliativzentrum Spital
J._, ein chronisches Schmerzsyndrom mit posttraumatischen Kopfschmerzen sowie
langjähriger Migräne und Schmerzen im rechten Knie und in der rechten Schulter mit
Bewegungseinschränkung. RAD-Ärztin Dr. I._ schätzte die Arbeitsfähigkeit am 24.
November 2014 auf 80-100 % vollzeitig als C._, sofern der Versicherte die Prüfung
bestehe, allenfalls mit vermehrten Pausen auf Grund der Kopfschmerzen. In
leidensangepasster Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (IV-act. 126, vgl.
auch IV-act. 129).
A.h Die IV-Stelle teilte dem Rechtsvertreter des Versicherten, Fürsprecher Marco
Büchel, Uzwil, am 5. Januar 2015 mit, dass kein Anspruch auf weitere berufliche
Massnahmen bestehe (IV-act. 133). Auf Gesuch hin erliess sie am 3. Februar 2015 eine
entsprechende Verfügung (IV-act. 136 und 137). Es sei dem Versicherten angeboten
worden, die Abschlussprüfung der Umschulung zum Leiter C._ zu wiederholen, was
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er abgelehnt habe. Trotz fehlendem Ausbildungsabschluss sei es ihm zumutbar, einer
Tätigkeit als C._ in einem Pensum von 80-100 % nachzugehen und dabei ein
Einkommen von ca. Fr. 5‘000.-- bis Fr. 6‘000.-- pro Monat zu erzielen. Weitere
berufliche Massnahmen seien deshalb nicht angezeigt. Für die Unterstützung bei der
Stellensuche sei das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig (IV-act.
137).
B.
B.a Mit Eingabe vom 2. März 2015 (act. G 1) erhob der Versicherte (in der Folge:
Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Fürsprecher Büchel, Beschwerde gegen
die Verfügung der IV-Stelle vom 3. Februar 2015. Darin beantragte er unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Die IV-Stelle
sei zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen zu gewähren.
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2015 (act. G 4) hielt die IV-Stelle (in der
Folge: Beschwerdegegnerin) an ihrer Leistungsablehnung fest und beantragte die
Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer hielt in seiner Replik (act. G 6)
ebenfalls an seinen Begehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die
Einreichung einer Duplik (act. G 8). Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit

entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer beantragt eine weitere Umschulung zum Z._, nachdem
er zum Abschluss einer ersten Umschulung die höhere Fachprüfung zum Leiter C._
nicht bestanden hat (act. G 1). Streitig und zu prüfen ist demnach die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche
Massnahmen, insbesondere auf eine (weitere) Umschulung, zu Recht verneint hat. Die
angefochtene Verfügung vom 3. Februar 2015 begründet die Verweigerung eines
weiteren Anspruchs des Beschwerdeführers auf Umschulungsmassnahmen damit, er
habe zwar nach der Absolvierung der Umschulung zum Leiter C._ die
Abschlussprüfung nicht bestanden und eine Prüfungswiederholung abgelehnt.
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Abklärungen hätten jedoch ergeben, dass es dem Beschwerdeführer auch ohne
Ausbildungsabschluss zumutbar sei, einer Tätigkeit als C._ in einem Pensum von
80-100 % nachzugehen und dabei ein monatliches Einkommen von Fr. 5‘000.-- bis Fr.
6‘000.-- zu erzielen.
1.2 Die IV-Stelle erteilte dem Beschwerdeführer am 21. Dezember 2011
Kostengutsprache für eine Umschulung zum Leiter C._ (IV-act. 58; vgl. auch IV-act.
48). Diese dauerte vom 9. Juni 2011 bis 30. Juni 2013. Nachdem der Beschwerdeführer
die vorbereitenden Module sowie die zur eigentlichen Ausbildung gehörenden Module
absolviert hatte, bestand er die Abschlussprüfung nicht, was er der
Beschwerdegegnerin im Juli 2013 mitteilte (IV-act. 84). Die Beschwerdegegnerin stellte
sich auf den Standpunkt, dass es dem Beschwerdeführer grundsätzlich zumutbar sei,
im Bereich C._ eine Anstellung zu suchen, dass jedoch die (von ihr angebotene)
Wiederholung der Prüfung seine Vermittelbarkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt verbessern
würde. Der Beschwerdeführer lehnte eine Wiederholung der Prüfung ab, da er sich "in
diesem Beruf nicht arbeitsfähig" fühle (IV-act. 84). Er fühle sich dem Leistungs- und
Zeitdruck und der Verantwortung in der Tätigkeit im C._ nicht gewachsen (act. G 1,
Ziff. 4.). Beschwerdeweise machte der Beschwerdeführer geltend, verletzungsbedingt
(Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel) könne die Tätigkeit als C._ nicht als
leidensadaptiert betrachtet werden. Er sei dem Druck einer solchen Stelle nicht
gewachsen, da er psychisch wenig belastbar sei und bereits vor dem Unfall ein
Burnout erlitten habe (act. G 1, Ziff. 5; vgl. dazu auch IV-act. 120-1 f.). Er bemängelte
im Weiteren, es sei keine weitere neurologische Untersuchung erfolgt, obwohl sich eine
solche angesichts der Diagnosen (chronisches Schmerzsyndrom mit
posttraumatischen Kopfschmerzen, Migräne ohne Aura) aufgedrängt hätte (act. G 1
Ziff. 6.).
2.
2.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen soweit diese notwendig und geeignet sind, die
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
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Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die
gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs.
1 IVG).
2.2 Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch
die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs.
1 IVG). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in
den bisherigen Beruf gleichgestellt (Art. 17 Abs. 2 IVG). Die von Art. 17 Abs. 1 IVG
angesprochene Invalidität ist damit eine andere, umschulungsspezifische Invalidität,
die sich von der rentenspezifischen Invalidität gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) unterscheidet.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt eine umschulungsspezifische
Invalidität vor, wenn eine versicherte Person wegen einer Gesundheitsbeeinträchtigung
in den bisher ausgeübten und ihr ohne zusätzliche berufliche Ausbildung
offenstehenden noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit
dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei sich die Erwerbseinbusse an
dem vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen bemisst
(Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A.,
Zürich 2014, S. 201, mit weiteren Hinweisen).
2.3 Was unter den Begriff der Umschulung fällt, lässt sich dem Gesetzeswortlaut
nicht entnehmen. Praxisgemäss sind darunter Eingliederungsmassnahmen zu
verstehen, die notwendig und geeignet sind, einer schon erwerbstätig gewesenen
versicherten Person eine neue eingliederungswirksame Erwerbsmöglichkeit zu
verschaffen. Die Umschulung soll also die wegen der Gesundheitsbeeinträchtigung
ganz oder teilweise verloren gegangene Erwerbsfähigkeit so weit als möglich wieder
herstellen. Hierzu ist in der Regel ein dem bisherigen gleichwertiger Beruf geeignet,
sofern er den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Das Erfordernis der
Gleichwertigkeit bezieht sich einerseits auf das Ausbildungsniveau, andererseits vor
allem auch auf die nach der erfolgten Eingliederung zu erwartenden
Verdienstmöglichkeiten (Meyer/Reichmuth, a.a.O., S. 206 f.). Die von der
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Rechtsprechung geforderte Gleichwertigkeit der Ausbildung darf sich nicht nur auf die
Verdienstmöglichkeiten, sondern muss sich auch auf das Spektrum verschiedener
Tätigkeiten beziehen, in denen diese Verdienstmöglichkeiten realisiert werden können.
Der versicherten Person muss nach der Umschulung ein vergleichbares Spektrum an
Tätigkeiten offenstehen wie vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung.
2.4 Das Erfordernis der Gleichwertigkeit als Ausdruck der Verhältnismässigkeit
begrenzt den Umschulungsanspruch. Hingegen steht dieser Gesichtspunkt
Umschulungen nicht entgegen, die den Versicherten zu einem bescheideneren
beruflichen Ziel führen. Erforderlich ist einzig, dass sich der erwartete (Teil-) Erfolg noch
als genügend eingliederungswirksam bezeichnen lässt, was wiederum unter dem
Gesichtspunkt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes von Bedeutung ist. Massgebend
ist demnach, dass die beabsichtigte Umschulung in einen minderbezahlten Beruf zu
einer dauerhaften und wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit führt (Art. 17
Abs. 1 IVG; BGE 122 V 79 E. 3).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit Mitteilungen vom 20.
Oktober 2011 sowie vom 21. Dezember 2011 eine Umschulung zum Leiter C._
zugesprochen. Mit Rechtskraft dieser beiden Mitteilungen verpflichtete sich die
Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer diese Umschulung bis zum Abschluss zu
finanzieren, und der Beschwerdeführer verpflichtete sich, sich nach Kräften
einzusetzen, um das Umschulungsziel zu erreichen. Der Beschwerdeführer macht nun
sinngemäss geltend, er habe von allem Anfang an die nötige gesundheitliche
Konstitution, somit eine notwendige Voraussetzung zur Erreichung des
Umschulungsziels, nicht mitgebracht (act. G 1, Ziff. 7; act. G 6, Ziff. 2; vgl. auch IV-act.
84). Vorliegend ist demnach zu prüfen, ob die Umschulungszusprache im Jahr 2011
zweifellos unrichtig im Sinn von Art. 53 Abs. 2 ATSG war. Diese Frage wäre dann zu
bejahen, wenn die Prüfung der damaligen medizinischen Aktenlage ergeben würde,
dass der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2011 für die Umschulung zum Leiter C._
klarerweise nicht geeignet war.
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3.2 Es ist unbestritten und kann als ausgewiesen bezeichnet werden, dass dem
Beschwerdeführer die vor dem Unfall vom 13. August 2010 ausgeübten Tätigkeiten als
Tierpfleger und Hauswart nicht mehr zugemutet werden können (IV-act. 13-1/4, 16, 19,
25-4-6/17, 28, 33, und 92). Die Unzumutbarkeit ergibt sich aus den Restbeschwerden
an der rechten Schulter sowie am rechten Knie und hat zur Prüfung einer Umschulung
und zur Zusprechung der Umschulung zum Leiter C._ geführt.
3.3 Die Eignung und Fähigkeit für die Umschulung zum Leiter C._ wurden im Jahr
2011 nach eingehenden Abklärungen in der Rehaklinik Bellikon als gegeben erachtet
(IV-act. 35, 31). Die ambulante vertiefte berufliche Abklärung hatte ergeben, dass der
Beschwerdeführer diese Umschulung mit grösster Wahrscheinlichkeit erfolgreich
abschliessen werde, so dass die Kostengutsprache für die Umschulung erteilt werden
könne. Ausserdem könne die Umschulung zum C._ medizinisch befürwortet werden
(IV-act. 37; vgl. auch IV-act. 34, 36, 37, 39, 43 und 45). Aus Sicht der Suva handelte es
sich um ein optimales Wiedereingliederungssetting für den Beschwerdeführer. Der
Beschwerdeführer sei „mit jedem Tag mehr davon überzeugt, dass dieser Weg der
Richtige sei“. Er habe während des Gesprächs differenziert die Umschulungswege
C._ und Immobilienbewirtschaftung geschildert. Er habe dabei die Gemeinsamkeiten
aufgezeigt und auf das Trennende hingewiesen. Der grössere Logistikteil im C._
habe ihn schliesslich dazu bewogen, auf diese Linie einzuschwenken. Er selber
schätze, dass er hier seine grössten Ressourcen besitze. Die Fachleute der Rehaklinik
Bellikon hofften damit, dass nun eine gewisse Kontinuität in der beruflichen Laufbahn
des Beschwerdeführers einkehren werde, und dass die Umschulung es dem
Beschwerdeführer ermöglichen werde, sich rentenausschliessend einzugliedern.
Neigung und Eignung stimmten überein. Die Stellenaussichten für Leiter C._ seien
gut, es handle sich um einen boomenden Markt mit grosser Nachfrage für Spezialisten
(Fremdakten, Bericht Rehaklinik Bellikon vom 27.6.2011; Fremdakten, Schreiben Suva
vom 3. November 2011).
3.4 Der Beschwerdeführer wurde zur Klärung der einige Monate nach dem Unfall
vom 13. August 2010 geklagten Kopfschmerzen eingehend neurologisch und
radiologisch untersucht. Sämtliche bis zur Umschulungszusprache vorgenommenen
Abklärungen ergaben unauffällige Befunde.
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3.5 Dr. med. M._, Fachärztin FMH für Neurologie, Baden, diagnostizierte am 25.
Januar 2011 chronische Spannungskopfschmerzen mit zum Teil migränöser
Komponente, differentialdiagnostisch Medikamentenübergebrauchskopfschmerz,
selten Migräne ohne Aura. Die neurologische Untersuchung habe einen unauffälligen
Befund ergeben. Das veranlasste EEG vom 24. Januar 2011 habe ebenfalls ein
unauffälliges Bild gezeigt (IV-act. 25-12/13). Med. pract. N._, Assistenzärztin, und Dr.
med. O._, Oberarzt Arbeitsorientierte Rehabilitation, Rehaklinik Bellikon, berichteten
am 25. Februar 2011 von starken Kopf- und Nackenschmerzen (IV-act. 25-3-6/17). Die
bisherige Tätigkeit als Hauswart sei nicht zumutbar; in anderen leichten bis
mittelschweren beruflichen Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer ganztags arbeitsfähig,
mit gewissen, hier nicht relevanten Einschränkungen. Auf Grund der klinisch-
neurologischen Untersuchung und des unauffälligem EEG sei aus neurologischer Sicht
von chronischen Spannungskopfschmerzen mit rezidivierend zusätzlich migränöser
Komponente auszugehen. Differentialdiagnostisch komme ein
medikamentenübergebrauchskopfschmerz in Frage. Dr. med. P._, Oberarzt an der
Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG, erklärte, dass hauptsächlich sitzende
Tätigkeiten ohne Überkopfarbeit dem Patienten zu 100 % mit einer um 50 %
verminderten Leistungsfähigkeit zumutbar seien (Bericht vom 13. April 2011, IV-act.
28-3 und 4). Dr. med. Q._, Assistenzärztin an der Klinik für Orthopädische Chirurgie
des KSSG, hielt am 16. Juni 2011 einen verbesserten Gesundheitszustand fest;
Tätigkeiten im Rahmen von Büroarbeiten seien dem Beschwerdeführer ohne
verminderte Leistungsfähigkeit zu 100 % zumutbar (IV-act. 33). Dr. R._, Facharzt für
Neurologie FMH, diagnostizierte am 21. Juli 2011 chronifizierte
Spannungskopfschmerzen, die vorwiegend durch die von der unbeweglichen Schulter
rechts verursachten Verspannungen aufrechterhalten würden (Fremdakten, Suva-act.
108). Die MRI des Kopfes und der HWS vom 19. Dezember 2011 ergaben einen
vermutlich anlagebedingt lumengeminderten Mediahauptstamm rechts mit erst
peripherer Dichotomisierung, und im Übrigen im wesentlichen altersentsprechend
regelrechte Befunde (Fremdakten, Suva-act. 201).
3.6 Es bestanden demnach auf Grund der obigen Ausführungen keine
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer für die Umschulung nicht geeignet
gewesen wäre. Bei dieser Aktenlage war die Zusprache der Umschulung (rechtskräftige
Mitteilungen vom 20. Oktober 2011 und 21. Dezember 2011) klarerweise nicht
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zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Konkrete Bedenken, die aus
Sicht des Beschwerdeführers gegen seine Eignung für die Tätigkeit des Leiters C._
sprechen würden, brachte er im Wesentlichen erst vor, nachdem feststand, dass er die
Abschlussprüfung nicht bestanden hatte.
4.
Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer das Umschulungsziel des Leiters C._ aus
gesundheitlichen Gründen nicht mehr erreichen kann, worin eine
Sachverhaltsveränderung im Sinn von Art. 17 Abs. 2 ATSG zu erblicken wäre.
4.1 Betreffend Schulterschmerzen ist vorweg darauf hinzuweisen, dass
insbesondere diese zur Notwendigkeit der Umschulung zum Leiter C._ geführt haben
und nicht ersichtlich ist, inwiefern sie ihn in der Ausübung dieser Tätigkeit bzw. bei der
Prüfungswiederholung einschränken sollten. Es ist in den medizinischen Akten im
Übrigen nichts ersichtlich, was eine Verschlimmerung der Schulterschmerzen
gegenüber dem Zustand im Jahr 2011 dokumentieren würde. Es ist demnach anhand
der medizinischen Dokumentation zu prüfen, ob die übrigen geklagten Beschwerden
(Kopfschmerzen,
Migräne, Schwindel) das Ziel der Umschulung zum Leiter C._ aktuell als unerreichbar
erscheinen lassen.
4.2 Der Beschwerdeführer hat sich seit der Umschulungszusprache und vor Erlass
der angefochtenen Verfügung weiteren, insbesondere neurologischen Abklärungen
unterzogen, die keine relevanten pathologischen Befunde ergeben haben. Die
Untersuchung in der Kopfschmerz-Sprechstunde vom 18. September 2012 durch Dr.
med. S._, Oberarzt Klinik für Neurologie des KSSG, ergab bis auf die Unsicherheit im
rechten Kniegelenk ebenfalls einen unauffälligen neurologischen Befund (IV-act.
92-21/27). Er diagnostizierte einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz bei
leichter Kopfverletzung. Die Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG berichteten am
19. September 2012 über einen unauffälligen neurologischen Befund und
diagnostizierten einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz bei leichter
Kopfverletzung (Fremdakten, Suva-act. 173). Bei der Vestibularisabklärung vom 6.
November 2012 an der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG ergaben sich keine sicheren
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Hinweise für eine peripher vestibuläre Genese der geschilderten Beschwerden
(Fremdakten, Suva-act. 172). Am 22. November 2012 diagnostizierten die Ärztinnen der
Palliativ-Sprechstunde KSSG ebenfalls ein chronisches Schmerzsyndrom mit
posttraumatischen Kopfschmerzen bei leichter Kopfverletzung sowie Migräne ohne
Aura (Fremdakten, Suva-act. 176). Ein klinisches Korrelat für das chronische
Kopfschmerzsyndrom liesse sich nicht finden. Diese Diagnosen wiederholten sie am
15. Februar 2013 (IV-act. 92-19-20/27; vgl. auch IV-act. 140). Die Ärzte der Rehaklinik
Bellikon stellten am 4. September 2013 fest, es bestünden keine klinischen
Anhaltspunkte für eine Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems
(Fremdakten, Suva-act. 207). Dr. med. H._, Kreisärztin der Suva, wies in ihrem
Bericht vom 11. März 2014 (IV-act. 92-5/27 ff.) darauf hin, dass bezüglich der
somatischen Verletzungsfolgen ein guter Rehabilitationszustand vorliege. Die Tätigkeit
als C._, welche sie als eine Bürotätigkeit/Schreibtischtätigkeit einschätze, sollte aus
somatischer Sicht ohne Einschränkung möglich sein. Auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt sei eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne
Überkopfarbeiten, ohne Besteigen von Leitern oder Gerüst, ohne Bedienen von
vibrierenden Maschinen bzw. ohne repetitive abduzierende Bewegungen bezüglich des
rechten Arms ganztags zumutbar.
4.3 In psychiatrischer Hinsicht liegen zwar neue Diagnosen vor. Med. pract. K._
diagnostizierte nämlich am 17. Oktober 2014 eine chronifizierte Panikstörung mit
Agoraphobie. Sie stellte allerdings auch fest, dass die Arbeitsfähigkeit auf Grund der
somatischen Erkrankung zu bestimmen sei, da aus psychiatrischer Sicht keine
Arbeitseinschränkung bestehe (IV-act. 120). Damit steht fest, dass sich die
psychiatrischen Diagnosen nicht negativ auf die Fähigkeit des Beschwerdeführers, als
Leiter C._ tätig zu sein, auswirken und auch nicht auf seine Fähigkeit, die
Abschlussprüfung zu wiederholen. Aus berufsberaterischer Sicht wurde sodann die
Wiederholung der Abschlussprüfung als sinnvolle Massnahme klar befürwortet (IV-act.
84). Dass es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt angeblich zu wenig Stellen gebe,
wie der Beschwerdeführer mit Hinweis auf eine kurze Notiz im Strategieprotokoll vom
25. November 2014 geltend macht, erscheint wenig wahrscheinlich. Immerhin erklären
die Berufs- und Laufbahnberater der Rehaklinik Bellikon in der beruflichen
Standortbestimmung vom 27. November 2011, dass die Stellenaussichten für Leiter
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C._ gut seien. Es könne von einem boomenden Markt mit grosser Nachfrage für
Spezialisten gesprochen werden (Fremdakten, Suva-act. 103 S. 2).
4.4 Der Beschwerdeführer rügt, es sei die angesichts der geklagten Pathologien
gebotene weitere neurologische Untersuchung nicht erfolgt (act. G 1, Ziff. III/6.). Nun
geht aus vorstehend Dargelegtem hervor, dass der Beschwerdeführer vor und nach der
Umschulungszusprache mehrfach und eingehend insbesondere neurologisch
untersucht wurde, und dass diese spezialärztlichen Untersuchungen stets einen
unauffälligen bzw. altersentsprechenden Befund ergeben haben. Es ist besonders zu
vermerken, dass seit der ursprünglichen Leistungszusprache keine neurologisch
objektivierten Gründe für die Nichteignung zur Tätigkeit als Leiter C._ aufgetaucht
sind. Für die beantragten weiteren neurologischen Abklärungen ist demnach keine
Notwendigkeit ersichtlich.
4.5 Nach Lage der Akten liegen zusammenfassend keine objektiven Gründe dafür
vor, dass die rechtskräftig verfügte Umschulung nicht zum erfolgreichen Abschluss
gebracht werden könnte. Unter diesen Umständen kommt die Prüfung einer komplett
neuen, umfassenden Umschulung etwa zum Z._, wie vom Beschwerdeführer
unterdessen offenbar angestrebt, schon mit Blick auf das Verhältnismässigkeitsprinzip
nicht in Frage. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich folglich.
5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung das
ursprüngliche Eingliederungsziel (Leiter C._) mangels Bereitschaft des
Beschwerdeführers, die Abschlussprüfung zu wiederholen, als nicht mehr erreichbar
eingestuft. Sinngemäss hat sie in diesem Wegfall der Eingliederungsbereitschaft eine
Sachverhaltsveränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG erblickt, die eine
Anpassung – im Sinn eines Abbruchs – der rechtskräftig verfügten Umschulung
gebietet. Der Sachverhalt hat sich gegenüber dem für die ursprüngliche
Leistungszusprechung massgebenden Sachverhalt tatsächlich insofern relevant
verändert, als beim Beschwerdeführer die Bereitschaft, die Prüfung zu wiederholen und
damit die Umschulung abzuschliessen, nicht mehr vorhanden ist. Ohne diese
Bereitschaft ist das ursprüngliche Umschulungsziel nicht mehr erreichbar.
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5.2 Die Prüfung der medizinischen Akten hat jedoch ergeben, dass die
Wiederholung der Abschlussprüfung weiterhin als zumutbar zu betrachten ist. Der
Beschwerdegegnerin bleibt angesichts der Weigerung des Beschwerdeführers, die
Prüfung zu wiederholen, nur übrig, vom Beschwerdeführer das als zumutbar erachtete
Verhalten in Abmahnung seiner Schadenminderungspflicht unter Zugrundelegung eines
Mahn- und Bedenkzeitverfahrens gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG einzufordern. Sollte
dies nicht gelingen, weil der Beschwerdeführer auf die Nichtwiederholung der
Abschlussprüfung besteht, kann die Beschwerdegegnerin auf Grund der Akten eine
Sanktionsverfügung erlassen und die weiteren Leistungen einstellen. Erklärt sich der
Beschwerdeführer doch noch bereit, das von ihm geforderte Verhalten an den Tag zu
legen, fällt die Sanktionsverfügung dahin.
5.3 Die angefochtene leistungsabweisende Verfügung vom 3. Februar 2015 ist somit
als rechtswidrig aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und neu verfüge (Mahn-
und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG).
6.
6.1 Nach dem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerde gutzuheissen. Das
Verfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69
Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu
beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdegegnerin
sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22. Abs. 1 lit. b HonO (sSG 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von insgesamt Fr.
3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei diesem
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Verfahrensausgang wird die am 10. März 2015 bewilligte unentgeltliche Rechtspflege
(act. G 3) gegenstandslos.