Decision ID: 47986f83-4473-4597-986c-76b323fcd15e
Year: 2015
Language: de
Court: BL_SG
Chamber: BL_SG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung der direkten Bundessteuer 2012 vom 27. Februar 2014 hat
die Steuerverwaltung für die Liegenschaft der Beschwerdeführer in B._ (US-Liegenschaft)
unter Verweis auf die Kurzmitteilung Nr. 414 der Steuerverwaltung vom 15. Juni 2007 (KM Nr.
414) einen Eigenmietwert in Höhe von Fr. 16‘465.-- aufgerechnet und einen Liegenschaftsun-
terhalt in Höhe des Pauschalabzugs von Fr. 1‘647.-- zugelassen.
2. Mit Eingabe vom 17. März 2014 erhoben die Pflichtigen unter anderem mit den Begeh-
ren, die US-Liegenschaft sei bei der Einkommenssteuer nicht zu berücksichtigen, eventualiter
sei ein Eigenmietwert in Höhe von Fr. 6‘505.-- aufzurechnen und ein Liegenschaftsunterhalt in
Höhe von Fr. 17‘250.-- zum Abzug zuzulassen, Einsprache. Zur Begründung machten sie gel-
tend, der Eigenmietwert sei aufgrund des Gebäudewertes zu ermitteln. Weiter seien die Rech-
nungen der C._ in Höhe von $ 14‘250.--, der D._ in Höhe von $ 1‘500.--, die Kosten für
einen Hin- und Rückflug in die USA in Höhe von $ 1‘500.-- sowie die in den USA entrichtete
Property Tax in Höhe von $ 5‘700.-- als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen.
3. Mit Einsprache-Entscheid vom 26. August 2014 wurde die Einsprache teilweise gutge-
heissen. Zur Begründung führte die Steuerverwaltung aus, der Wert der Liegenschaft und der
Ertrag daraus würden in der Schweiz satzbestimmend berücksichtigt. Bei der Property Tax
handle es sich um eine Objektsteuer, die als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen sei.
Für die Berechnung des Eigenmietwertes sei grundsätzlich vom Kaufpreis auszugehen. Auf-
grund der bevorzugten Lage sei dem Gebäude ein nicht unbedeutender Wert zuzurechnen.
Man erachte deshalb 2/3 des gesamten Kaufpreises für das Gebäude als sachgerecht. Den
geltend gemachten Kosten für den Bootssteg sowie die Flugreise in die USA fehle es am wert-
erhaltenden Charakter, so dass lediglich der Pauschalabzug gewährt werden könne.
4. Mit Eingabe vom 24. September 2014 erhoben die Pflichtigen mit den Begehren, 1. Es
sei 1/3 des Kaufpreises der Liegenschaft in den USA zur Ermittlung des Eigenmietwertes her-
anzuziehen, 2. Es seien die Rechnungen der C._ und der D._ sowie die Property Tax
als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen, Beschwerde. Zur Begründung machten sie
geltend, im Jahr 2012 habe man sich zu einer Teilerneuerung des bestehenden Bootsstegs
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entschieden, da die Holzkonstruktion, insbesondere der stützende und tragende Unterbau,
durch den Einfluss des Salzwassers und des Muschelbefalls‚ reparaturbedürftig gewesen sei.
Der bestehende mechanische Bootshebelift, welcher auf der Holzkonstruktion montiert sei, sei
nicht ersetzt worden. Die Notwendigkeit der elektrischen Arbeiten sei eine Folge der werterhal-
tenden Zimmermannsarbeiten gewesen. Bei der Property Tax handle es sich um eine Grund-
und Vermögenssteuer, welche als Objektsteuer als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulas-
sen sei.
5. Mit Vernehmlassung vom 10. November 2014 beantragte die Steuerverwaltung die teil-
weise Gutheissung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, für ausländische Liegen-
schaften fehlten die nötigen Angaben wie Brandlagerwert und Korrekturfaktoren, um nach den
massgebenden Regeln den Eigenmietwert bestimmen zu können. Deshalb gelte für die Be-
rechnung gemäss KM Nr. 414 folgende Grundregel: Der Ausländische Wert der Liegenschaft
(Kaufpreis) sei durch 2.6 (Repartitionswert 260%) zu teilen, was den Katasterwert des Kantons
Basel-Landschaft ergebe, welcher wiederum durch 3.45 zu teilen sei, was zum einfachen
Brandlagerwert führe. Die Alternative dazu wäre eine Berechnung anhand von Mietzinseinnah-
men. Das Bundesgericht fordere eine Eigenmietwertbesteuerung im Umfang von mindestens
60% des Marktwertes. Für eine vergleichbare Liegenschaft werde Fr. 770.-- pro Woche ver-
langt. Die Kosten für den Bootssteg könnten als Unterhalt abgezogen werden, da bei ausländi-
schen Liegenschaften keine Unterscheidung zwischen Land und Gebäude gemacht werde.
Was die Property Tax anbelange, so sei bereits im Einsprache-Entscheid ausgeführt worden,
dass es sich dabei um eine Objektsteuer handle, die als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug
zuzulassen sei. Anschliessend finde gemäss internationalem Steuerrecht eine objektmässige
Ausscheidung in die USA statt, was dazu führe, dass der Liegenschaftsunterhalt nur in der
Satzbestimmung Berücksichtigung finden würde.
6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. Ergän-
zend wiesen die Pflichtigen darauf hin, die Liegenschaft in den USA sei entgegen der Meinung
der Steuerverwaltung in deren Vernehmlassung nicht im Jahr 2010, sondern im Jahr 1980 er-
stellt worden. Hinsichtlich der von der Steuerverwaltung in der Vernehmlassung erwähnten Wo-
chenmietpreisen führten sie aus, dass diese unrealistisch seien, da Liegenschaften zu solchen
Preisen nicht über das ganze Jahr, sondern nur in wenigen Monaten vermietet werden könnten.
Ein realistischerweise erzielbarer Jahresmietzins würde rund $ 18‘000.-- (12 Monate à $ 1‘500.-
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-) betragen. Zur Untermauerung reichten die Pflichtigen eine Übersicht von Objekten mit Lang-
zeitvermietung ein.

Das Steuergericht zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-
steuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zustän-
dig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 129 Abs.
1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG) vom 7. Februar
1974 Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- nicht
übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt
werden. Da die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt
sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten.
2. Vorliegend unterliegt zunächst der Beurteilung, wie der Eigenmietwert der US-
Liegenschaft der Beschwerdeführer zu bestimmen ist.
3. a) Gemäss Art. 6 DBG ist bei persönlicher Zugehörigkeit die Steuerpflicht unbe-
schränkt; sie erstreckt sich aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke
im Ausland (Abs. 1). Die Abgrenzung der Steuerpflicht für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten
und Grundstücke erfolgt im Verhältnis zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundesrechts
über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Wenn ein schweizerisches Unter-
nehmen Verluste aus einer ausländischen Betriebsstätte mit inländischen Gewinnen verrechnet
hat, innert der folgenden sieben Jahre aber aus dieser Betriebsstätte Gewinne verzeichnet, so
ist im Ausmass der im Betriebsstättestaat verrechenbaren Gewinne eine Revision der ursprüng-
lichen Veranlagung vorzunehmen; die Verluste aus dieser Betriebsstätte werden in diesem Fall
in der Schweiz nachträglich nur satzbestimmend berücksichtigt. In allen übrigen Fällen sind
Auslandsverluste ausschliesslich satzbestimmend zu berücksichtigen. Vorbehalten bleiben die
in Doppelbesteuerungsabkommen enthaltenen Regelungen (Abs. 3). Gemäss Art. 7 Abs. 1
DBG entrichten die natürlichen Personen, die nur für einen Teil ihres Einkommens in der
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Schweiz steuerpflichtig sind, die Steuer für die in der Schweiz steuerbaren Werte nach dem
Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen entspricht.
b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen vom 2. Oktober 1996 (DBA CH-USA) können
Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unbeweglichem Vermögen
(einschliesslich der Einkünfte ausland- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im an-
deren Vertragsstaat liegt, im anderen Staat besteuert werden. Gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a DBA
CH-USA wird in der Schweiz die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden: Bezieht eine in der
Schweiz ansässige Person Einkünfte, die nach diesem Abkommen in den Vereinigten Staaten
besteuert werden können, so nimmt die Schweiz, vorbehaltlich der Buchstaben b), c) und d)
und des Absatzes 3, diese Einkünfte von der Besteuerung aus; für Gewinne, mit denen sich
Absatz 1 von Artikel 13 (Gewinne aus der Veräusserung von Vermögen) befasst, gilt diese Be-
freiung jedoch nur dann, wenn die Besteuerung dieser Gewinne in den Vereinigten Staaten
nachgewiesen wird. Die Schweiz kann bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkom-
men dieser Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden
Einkünfte nicht von der Besteuerung ausgenommen wären. Mit anderen Worten geht die zitierte
Norm von der Freistellung mit Progressionsvorbehalt aus, d.h. die Schweiz nimmt die in den
USA auf unbeweglichem Vermögen erzielten und versteuerten Einkünfte von der Besteuerung
aus und berücksichtigt dieselben lediglich satzbestimmend.
4. a) Gemäss Art. 21 Abs. 1 DBG sind die Erträge aus unbeweglichem Vermögen,
insbesondere alle Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Nutzniessung oder sonstiger Nut-
zung (lit. a); der Mietwert von Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen, die dem Steuerpflichti-
gen aufgrund von Eigentum oder eines unentgeltlichen Nutzungsrechts für den Eigengebrauch
zur Verfügung stehen (lit. b); Einkünfte aus Baurechtsverträgen (lit. c); Einkünfte aus der Aus-
beutung von Kies, Sand und anderen Bestandteilen des Bodens (lit. d) steuerbar. Die Festset-
zung des Eigenmietwertes erfolgt gemäss Art. 21 Abs. 2 DBG unter Berücksichtigung der orts-
üblichen Verhältnisse und der tatsächlichen Nutzung der am Wohnsitz selbstbewohnten Lie-
genschaft.
b) Die Eidgenössischen Steuerverwaltung (EStV) als gesamtschweizerisches Auf-
sichtsorgan anerkennt die für die kantonalen Steuern massgebenden Eigenmietwerte auch für
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die direkte Bundessteuer, sofern sie gemäss den periodischen, stichprobeweise durchgeführten
Erhebungen im kantonalen Durchschnitt nicht unter 70% des Marktmietwerts (Interventionslimi-
te) liegen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., Zürich 2009,
Art. 21 N 96). Die jeweils kantonal festgelegten Mietwerte, welche für die Staatssteuer gelten,
können für die direkte Bundessteuer jedoch nicht in jedem Kanton ohne Korrektur resp. Zu-
schlag übernommen werden. Aus diesem Grund hat die ESTV in ihrem Rundschreiben an die
kantonalen Verwaltungen vom 21. Februar 2008 den jeweils erforderlichen Zuschlag in den
davon betroffenen Kantonen, geltend ab der Steuerperiode 2007, festgelegt. Im Kanton Basel-
Landschaft hat aufgrund dessen ein Zuschlag von 20% zu erfolgen. Der Eigenmietwert für die
direkte Bundessteuer beträgt demzufolge 120% des kantonalen Eigenmietwertes für die
Staatssteuer.
c) Gemäss § 43 StG ist der Wert der Grundstücke unter billiger Berücksichtigung
des Verkehrswertes und des Ertragswertes zu ermitteln (Abs. 1). Massgebend ist die Kataster-
schätzung. Das Nähere bestimmt die Vollziehungsverordnung (Abs. 3). Gemäss § 14 des
Dekrets gilt als Verkehrswert der Gebäude grundsätzlich der durchschnittliche Brandversiche-
rungswert in den ersten 15 der letzten 17 Jahre vor der Neuschätzung. Gemäss § 27ter StG
leitet sich der Eigenmietwert von dem gemäss dem Sachversicherungsgesetz vom 12. Januar
1981 geschätzten einfachen Brandlagerwert einer Liegenschaft ab, welcher mit einem gemein-
despezifischen Korrekturfaktor, einem Korrekturfaktor nach Alter der Liegenschaft und einem
Korrekturfaktor für Stockwerkeigentum multipliziert wird, was den steuerlichen Brandlagerwert
ergibt (Abs. 1). Die Korrekturfaktoren nach Alter der Liegenschaft betragen: bei 25 Jahre und
jünger: --; bei 26 bis 85 Jahre: 0.9; bei 86 Jahre und älter: 0.8 (Abs. 3). Bis zu einem steuerli-
chen Brandlagerwert von Fr. 20'000.-- beträgt der Eigenmietwert 64.53%. Für jeden um Fr.
100.-- höheren steuerlichen Brandlagerwert reduziert sich dieser Satz gemäss nachstehender
Tabelle [...] (Abs. 5). Der Eigenmietwert beträgt 60% des marktüblichen Mietwertes (Abs. 6).
d) Im interkantonalen Verhältnis kann der Eigenmietwert der ausserkantonalen Lie-
genschaft gemäss KM Nr. 414 ohne Korrekturen direkt übernommen werden, da dieser in der
Regel ebenfalls 60% der Marktmiete beträgt. Für ausländische Liegenschaften fehlen die nöti-
gen Angaben wie Brandlagerwert und Korrekturfaktoren, um nach den für die Staatssteuer
massgebenden Regeln den Eigenmietwert bestimmen zu können, weshalb für die Berechnung
folgende Grundregel zur Anwendung kommen soll: Der Ausländische Wert der Liegenschaft
wird durch 2.6 (Repartitionswert 260%) geteilt, was den Katasterwert des Kantons Basel-
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Landschaft ergibt, welcher wiederum durch 3.45 zu teilen ist, was zum einfachen Brandlager-
wert führt.
5. Es stellt sich die Frage, ob vorliegend auf die KM Nr. 414 abzustellen ist. Das Veranla-
gungsverfahren hat den Charakter eines Massenverfahrens. Hinzu kommt, dass im Steuer-
recht im Interesse der Praktikabilität eine gewisse Schematisierung und Pauschalisierung un-
ausweichlich und deshalb zulässig ist (vgl. Entscheid des Bundesgericht [BGE] 131 I 291, E.
3.2.1). In solchen Fällen genügt es, wenn die gesetzliche Regelung nicht in genereller Weise zu
einer wesentlich stärkeren Belastung oder systematischen Benachteiligung bestimmter Grup-
pen von Steuerpflichtigen führt (vgl. BGE 126 I 76, E. 2a). Letzteres ist bei der Anwendung der
KM Nr. 414 nicht auszumachen. Im Gegenteil ist die KM Nr. 414 Ausdruck einer langjährigen
und konstanten Praxis, welche bei unterschiedlichen Steuerpflichtigen zu vergleichbaren Er-
gebnissen führt. So ist auch im vorliegenden Fall nicht erkennbar, wieso die Anwendung der-
selben ein nicht sachgerechtes oder gar willkürliches Resultat ergeben soll. Das Abstellen auf
den Erwerbspreis der ausländischen Liegenschaft ist angesichts der praktischen Bewertungs-
probleme jedenfalls nicht zu beanstanden (vgl. dazu auch den Entscheid der Steuerrekurs-
kommission Basel-Stadt vom 20. Juni 2013, publ. in Basellandschaftliche und Baselstädtische
Steuerpraxis [BStPra], Bd. XXII, S. 267 ff., E. 5c). Entsprechend ist für die Berechnung des Ei-
genmietwertes der US-Liegenschaft von der KM Nr. 414 auszugehen.
6. In quantitativer Hinsicht berechnet sich der Eigenmietwert entsprechend wie folgt.
a) Gemäss Settlement Statement vom 27. Juni 2011 betrug der Kaufpreis der US-
Liegenschaft $ 262‘129.71. Vorliegend ist das Steuerjahr 2012 strittig, so dass der Kaufpreis
zum Jahresmittelkurs der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) des Jahres 2012 von
0.937918 umzurechnen ist, was Fr. 245‘856.17 ($ 262‘129.71 x 0.937918) ergibt. Dieser Betrag
ist durch 2.6 zu teilen, was zu einem Katasterwert von Fr. 94‘560.-- (Fr. 245‘856.17 / 2.6) führt,
welcher wiederum durch 3.45 zu teilen ist, was einen Brandlagerwert von Fr. 27‘408.-- (Fr.
94‘560.-- / 3.45) ergibt.
b) Bezüglich der Altersentwertung gilt vorliegend aufgrund des Baujahrs von 1980
gemäss Auszug aus dem Lee County Property Appraiser betreffend die US-Liegenschaft (vgl.
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www.leepa.org) der Faktor 0.9, was einen steuerlich massgebenden Brandlagerwert von Fr.
24‘667.-- (Fr. 27‘408.-- x 0.9) ergibt.
c) Gemäss der Tabelle in § 27ter Abs. 5 StG ist bei der Umrechnung des Brandla-
gerwertes bei einem steuerlichen Brandlagerwert zwischen Fr. 20'001.-- und Fr. 26'000.-- von
einem Satz von 64.53% auszugehen (Korrekturfaktor: 0.192925%). Vorliegend beläuft sich der
steuerliche Brandlagerwert gemäss vorangehender Berechnung auf Fr. 24‘667.--. Die Korrektur
des Prozentsatzes errechnet sich wie folgt: Fr. 24‘667.-- ./. Fr. 20‘001.-- = Fr. 4'666.--; Fr.
4‘666.-- : 100 = Fr. 46.66; Fr. 46.66 x 0.192925 = 9.00%. Der Satz von 64.53% ist demzufolge
auf 55.53% (64.53% ./. Fr. 9.00%) zu reduzieren. Der steuerlich massgebliche Brandlagerwert
ist mit diesem Satz zu multiplizieren, was einen Eigenmietwert für die Staatssteuer von Fr.
13‘691.-- (Fr. 24‘667.-- x 55.53%) ergibt.
d) Zur Ermittlung des Eigenmietwertes der direkten Bundessteuer ist, wie hiervor
unter Erw. 4b festgehalten wurde, ein Zuschlag von 20% auf den Eigenmietwert der Staats-
steuer vorzunehmen. Demzufolge beträgt der Eigenmietwert für die direkte Bundessteuer Fr.
16‘429.-- (Fr. 13‘691.-- x 120%).
7. Weiter unterliegt der Beurteilung, ob die von den Pflichtigen geltend gemachten Kosten
für den Bootssteg sowie die Objektsteuer als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen
sind.
8. a) Nach Art. 32 Abs. 2 DBG können bei Liegenschaften im Privatvermögen die Un-
terhaltskosten, die Kosten der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften, die Versi-
cherungsprämien und die Kosten der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden. Der Steuer-
pflichtige kann für Grundstücke des Privatvermögens anstelle der tatsächlichen Kosten und
Prämien einen Pauschalabzug geltend machen. Der Bundesrat regelt diesen Pauschalabzug
(Art. 32 Abs. 4 DBG). Dabei kann in jeder Steuerperiode und für jede Liegenschaft zwischen
dem Abzug der tatsächlichen Kosten und dem Pauschalabzug gewählt werden (Art. 3 der Ver-
ordnung vom 24. August 1992 über den Abzug der Kosten von Liegenschaften des Privatver-
mögens bei der direkten Bundessteuer).
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b) Unterhaltskosten sind Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte
bezwecken und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Unter-
haltsarbeiten lassen ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form und Zweckbestimmung unverän-
dert weiter bestehen; es werden einzig die mangelhaften Teile ersetzt oder instand gestellt. Un-
terhaltsarbeiten sind Aufwendungen zur Erhaltung der Liegenschaft im bisherigen Zustand. Von
den Unterhaltskosten zu unterscheiden sind Aufwendungen, welche zur Wertvermehrung eines
Grundstücks führen. Solche wertvermehrende Aufwendungen sind bei der Einkommenssteuer
nicht abzugsfähig (vgl. Schweighauser in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuerge-
setz des Kantons Basel-Landschaft, § 29 N 111 ff.).
c) Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach ob-
jektivtechnischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zu-
stand versetzten, d.h. zum Beispiel ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvol-
leren Gebäudes aufrücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für
die Instandstellung oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neuein-
richtung gleichkommt, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig (vgl. Rich-
ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., Zürich 2013, § 30 N
36 ff.). Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden Auf-
wendungen hat die Steuerverwaltung im Merkblatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmass-
nahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, Denkmalpflege“ (Merkblatt), Stand 1.1.2015,
einen nicht abschliessenden Katalog aufgestellt.
d) Die Tatsachen, welche einen bestimmten Liegenschaftsaufwand als abzugsfähi-
gen Liegenschaftsunterhalt im Sinne von Art. 32 Abs. 2 DBG erscheinen lassen, sind steuer-
mindernd und deshalb von der steuerpflichtigen Person darzutun und nachzuweisen (vgl. Der
Steuerentscheid [StE] 1991 B 25.6 Nr. 21; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des Steuer-
rechts, 6. A., Zürich 2002, S. 416 und S. 453). Häufig kann eine einzelne bauliche Massnahme
oder Anschaffung nicht als Ganzes entweder dem Aufwand oder den wertvermehrenden Auf-
wendungen zugeteilt werden, da sie Elemente beider Kategorien umfasst. In diesen Fällen
müssen die Kosten in abzugsfähigen Aufwand und wertvermehrende Aufwendungen zerlegt
werden (Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band II, 9. A., Bern 2002, § 41 N 84).
9. Nach gefestigter Rechtsprechung sind bei den selbst genutzten Liegenschaften nur die-
jenigen Kosten als Unterhalt abzugsfähig, die mit dem steuerbaren Eigenmietwert in unmittelba-
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rem Zusammenhang stehen. Für die Abzugsfähigkeit solcher Kosten ist es daher notwendig,
dass der liegenschaftliche Wert, an welchem der Unterhalt getätigt wurde, im Eigenmietwert
enthalten ist. Dieser enge Konnex ist im Kanton Basel-Landschaft bei Garten- und Umge-
bungsarbeiten in der Regel nicht vorhanden, weil der Eigenmietwert allein aufgrund des Ge-
bäudewertes ermittelt wird (vgl. dazu den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom
22. Januar 2014, publ. in BStPra, Bd. XXII, S. 62 ff.). Vorliegend wurde, wie hiervor gesehen,
der Eigenmietwert der US-Liegenschaft aufgrund des Kaufpreises bestimmt. Der Kaufpreis der
Liegenschaft umfasst das Gebäude und das Land, so dass, da der zitierte enge Konnex gege-
ben ist, vorliegend die Garten- und Umgebungsarbeiten abgezogen werden können.
10. a) Die Pflichtigen machen zunächst die Kosten für den Bootssteg bzw. die Rech-
nungen der C._ in Höhe von $ 14‘250.-- sowie der D._ in Höhe von $ 1‘500.--, total so-
mit $ 15‘750.-- geltend. Zur Begründung führten sie aus, im Jahr 2012 habe man sich zu einer
Teilerneuerung des bestehenden Bootsstegs entschieden, da die Holzkonstruktion, insbeson-
dere der stützende und tragende Unterbau, durch den Einfluss des Salzwassers und des Mu-
schelbefalls‚ reparaturbedürftig gewesen sei. Der bestehende mechanische Bootshebelift, wel-
cher auf der Holzkonstruktion montiert sei, sei nicht ersetzt worden. Die Notwendigkeit der
elektrischen Arbeiten sei eine Folge der werterhaltenden Zimmermannsarbeiten gewesen. Ge-
mäss Auszug aus dem Lee County Property Appraiser betreffend die US-Liegenschaft (vgl.
www.leepa.org) wurde im Jahr 1986 ein Bootssteg errichtet. Dass derselbe im Jahr 2012, d.h.
26 Jahre später von den Pflichtigen ersetzt werden musste, ist nachvollziehbar. Es handelt sich
somit um werterhaltende Unterhaltsarbeiten, welche zum Abzug zuzulassen sind.
b) Die Pflichtigen machen weiter die in den USA bezahlte Objektsteuer in Höhe von $
5‘700.-- geltend. Gemäss dem zitierten Merkblatt, Ausscheidungskatalog, Ziff. 10.2.6 sind aus-
serkantonale Liegenschaftssteuern (Objektsteuern) vollumfänglich als Unterhaltskosten zum
Abzug zuzulassen. Für internationale Liegenschaftssteuern kann nichts anderes gelten, so dass
die bezahlte Property Tax in Höhe von $ 5‘700.-- zum Abzug zuzulassen ist.
c) Zusammenfassend ergibt sich damit ein abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt in Höhe
von $ 21‘450.-- ($ 15‘750.-- + $ 5‘700.--), welcher gemäss Jahresmittelkurs der Eidgenössi-
schen Steuerverwaltung (ESTV) des Jahres 2012 von 0.937918 umzurechnen ist, was Fr.
20‘118.-- ($ 21‘450.-- x 0.937918) ergibt.
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11. Unter Verweis auf die vorstehenden Ausführungen ist abschliessend darauf hinzuwei-
sen, dass die US-Liegenschaft nur für die Satzbestimmung zu berücksichtigen ist und die Aus-
scheidungsverluste nicht zu übernehmen sind.
Aufgrund all dieser Ausführungen ist die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen.
12. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens und einem Obsiegen in der Höhe von rund
30% sind den Beschwerdeführern nach Art. 144 Abs. 1 DBG reduzierte Verfahrenskosten auf-
zuerlegen.
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