Decision ID: ee2dcf4f-88d3-4e80-97b3-0423769664ba
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 14. Januar 2016 (EE150175-K)
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Rechtsbegehren:
Es wird auf die Seiten 2 bis 4 des vorinstanzlichen Entscheids vom 14. Januar 2016 (Urk. 34 = Urk. 37) verwiesen.
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 14. Januar 2016:
(Urk. 37)
1. Es wird festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben berechtigt sind, und der Gesuchsgegner wird verpflichtet die gemeinsame  Wohnung bis spätestens 1. Februar 2016 zu verlassen.
2. Die eheliche Wohnung an der ... [Adresse] wird für die Dauer des  samt Hausrat und Mobiliar der Gesuchstellerin zur  zugewiesen. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich die Parteien über Gegenstände aus dem gemeinsamen Hausrat und , die der Gesuchsgegner zur Benützung mit sich nimmt,  verständigen.
3. Die Obhut über die Tochter C._, geboren am tt.mm 2008, wird der Gesuchstellerin zugeteilt.
4. Über das dem Gesuchsgegner zustehende Besuchsrecht einigen sich die Parteien untereinander. Kommt eine Einigung nicht zustande, gilt die folgende Regelung:
Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, die Tochter - am ersten und dritten Wochenende jeden Monats von Samstag 12
Uhr bis Sonntag 18 Uhr sowie - in Jahren mit ungerader Jahreszahl von Karfreitag bis Ostermontag
und jährlich am 26. Dezember zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Zudem wird der Gesuchsgegner für berechtigt erklärt, die Tochter für die Dauer von zwei Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ausübung des  hat der Gesuchsgegner mindestens drei Monate im Voraus mit der Gesuchstellerin abzusprechen. Der Gesuchsgegner hat dabei auf die Ferientermine der Gesuchstellerin Rücksicht zu nehmen, sofern ihm diese vorgängig bekannt gegeben wurden. Die Gesuchstellerin teilt dem Gesuchsgegner ebenfalls mindestens drei Monate im Voraus ihre Ferienabwesenheiten mit. Sie hat dabei ebenfalls auf die Ferientermine des Gesuchsgegners Rücksicht zu nehmen, sofern ihr diese vorgängig bekannt gegeben wurden.
Die mit der Ausübung des persönlichen Verkehrs verbundenen Kosten übernimmt der Gesuchsgegner.
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5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin ab  des Urteils für sie und das Kind C._ Fr. 1'910.– (davon Fr. 1'200.– zuzüglich Kinderzulagen für das Kind) zu bezahlen. Die  sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Dieser Regelung liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien zugrunde:
Erwerbseinkommen Gesuchstellerin: CHF 0.– Erwerbseinkommen Gesuchsteller (inkl. 13. Monatslohn und Überstundenarbeit, zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen): CHF 6'000.– Bedarf Gesuchstellerin mit dem Kind: CHF 3'961.– Bedarf Gesuchsteller: CHF 4'090.–
6. Das Fahrzeug (Peugeot 508) wird dem Gesuchsgegner zur alleinigen Benutzung zugewiesen. Der Gesuchsgegner trägt die mit der  zusammenhängenden Kosten alleine.
7. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Gesuchsgegner , die noch offenen Staats- und Gemeindesteuern für die Zeit der gemeinsamen Veranlagung zur alleinigen Bezahlung zu  und falls die Gesuchstellerin dafür belangt werden sollte, die von ihr bezahlten Beträge innert 30 Tagen nach Geltendmachung zurück zu erstatten.
8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.–. Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
Wird auf die Begründung dieses Entscheids verzichtet, so ermässigt sich die Gerichtsgebühr auf zwei Drittel.
9. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die  genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
10. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
11. (Schriftliche Mitteilung.) 12. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 10 Tage Frist.)
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 36 S. 2 f.):
1.1 Die Ziffer 5 des erstinstanzlichen Urteils sei wie folgt abzuändern: Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin ab Rechtskraft des Urteils für das Kind C._ CHF 641.00 zuzüg-
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lich Kinderzulagen zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag ist im  zahlbar, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden . Dieser Regelung liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien zugrunde: Erwerbseinkommen Gesuchstellerin: CHF 0.00 Erwerbseinkommen Gesuchsgegner (inkl. 13. Monatslohn und Überstundenarbeit, zuzüglich Familien-, Kinder - und/oder ): CHF 4'981.00 Bedarf Gesuchstellerin mit dem Kind: CHF 3'961.00 Bedarf Gesuchsgegner: CHF 4'340.00
1.2 Eventualiter sei die Ziffer 5 des erstinstanzlichen Urteils wie folgt abzuändern: Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für das Kind C._ - ab Rechtskraft des Urteils bis 31.12.2016 CHF 641.00, und - ab 01.01.2017 CHF 1'130.00 zu bezahlen, zuzüglich Kinderzulagen. Die Unterhaltsbeiträge sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Dieser Regelung liegen  finanziellen Verhältnisse der Parteien zugrunde: Erwerbseinkommen Gesuchstellerin: CHF 0.00 Erwerbseinkommen Gesuchsgegner (inkl. 13. Monatslohn und Überstundenarbeit, zuzüglich Familien-, Kinder - und/oder ): CHF 4'981.00 bis 31.12.2016, und ab 01.01.2017 CHF 6'000.00 Bedarf Gesuchstellerin mit dem Kind: CHF 3'961.00 Bedarf Gesuchsgegner: CHF 4'340.00 bis 31.12.2016, und ab 01.01.2017 CHF 4'870.00
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der .
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 42 S. 2):
1. Die Berufung des Berufungsklägers und Gesuchsgegners sei vollumfänglich abzuweisen und das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Januar 2016 (Geschäfts-Nr. EE150175-K) sei zu bestätigen.
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des .
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Erwägungen:
1. Prozessgeschichte
1.1 Die Parteien sind verheiratet. Aus ihrer Ehe ging die gemeinsame Tochter,
C._, geboren am tt.mm 2008, hervor. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2016 ge-
langte die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchstellerin)
an das Bezirksgericht Winterthur (Vorinstanz) und ersuchte um Anordnung von
Eheschutzmassnahmen (Urk. 1). Bezüglich den Verlauf des vorinstanzlichen Ver-
fahrens kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 37 E.
I/1 f.). Am 14. Januar 2016 fällte die Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen
Entscheid (Urk. 37). Die begründete Fassung dieses Entscheids nahm der Ge-
suchsgegner am 22. März 2016 in Empfang (Urk. 35).
1.2 Der Gesuchsgegner erhob gegen das vorgenannte Urteil mit Eingabe vom
1. April 2016 innert Frist (vgl. Urk. 35) Berufung, wobei er die oben angeführten
Anträge stellte. Darüber hinaus beantragte er die Verpflichtung der Gesuchstelle-
rin zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses und ersuchte eventualiter um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 36 S. 2 f.). Die Berufungsant-
wort der Gesuchstellerin, mit welcher sie auf Abweisung der Berufung schloss,
ging innert Frist ein (Urk. 41 f.). Mit derselben Eingabe nahm die Gesuchstellerin
zum Antrag des Gesuchsgegners um Leistung eines Prozesskostenvorschusses
Stellung und beantragte ebenfalls einen solchen sowie eventualiter die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 42 S. 2). Hierzu nahm der Gesuchs-
gegner mit Eingabe vom 23. Mai 2016 Stellung (Urk. 49). Mit Beschluss vom 29.
August 2016 wurden die jeweiligen Begehren um Leistung eines Prozesskosten-
vorschusses abgewiesen, die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege bewilligt
und den Parteien jeweils in der Person ihrer Rechtsvertreterin eine unentgeltliche
Rechtsbeiständin bestellt (Urk. 53). In der Folge wurden die Parteien auf den 6.
Oktober 2016 zu Vergleichsgesprächen vorgeladen (vgl. Urk. 54).
1.3 Unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (§ 133 Abs. 2 GOG/ZH) schlossen
die Parteien anlässlich der Verhandlung vom 6. Oktober 2016 (vgl. Prot. S. 9 f.)
eine Vereinbarung mit folgendem Inhalt (Urk. 58):
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" 1. Die Parteien beantragen, es sei das in Dispositivziffer 4 des Urteils des Ein-
zelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 14.
Januar 2016 angeordnete Besuchsrecht des Gesuchsgegners insoweit anzu-
passen, als die Besuchsrechtswochenenden (1. und 3. Wochenende) bereits
jeweils freitags um 18.00 Uhr beginnen sollen, und nicht wie bis anhin sam-
stags um 12.00 Uhr. Im Übrigen soll das festgesetzte Besuchsrecht unverän-
dert bleiben.
2. Die Parteien beantragen darüber hinaus, der Gesuchsgegner sei zu verpflich-
ten und für berechtigt zu erklären, die Tochter C._, geboren am tt.mm
2008, jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag spätestens um
18.00 Uhr in der Tagesschule D._ abzuholen und bis spätestens 19.30
Uhr an den Wohnort der Gesuchstellerin zu bringen. An den Besuchsrechts-
wochenenden gemäss Ziffer 1 hiervor entfällt die Rückgabe des Kindes an
die Mutter am Freitagabend.
3. Die Parteien beantragen, es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Ge-
suchstellerin für die weitere Dauer des Getrenntlebens an die Kosten des Un-
terhalts der Tochter C._ wie folgt monatliche Unterhaltsbeiträge zu be-
zahlen, zuzüglich allfälliger Kinderzulagen:
- ab 1. Februar 2016 bis 30. Oktober 2016 Fr. 1'200.–
- ab 1. November 2016 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens
Fr. 850.–.
Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den
Ersten eines jeden Monats.
Die vorstehenden Unterhaltsbeiträge wurden vom Gesuchsgegner bis und mit
Oktober 2016 bereits vollständig geleistet.
4. Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse der Par-
teien zugrunde:
Erwerbseinkommen Gesuchstellerin: Fr. 2'400.00 (netto, gerundet)
Erwerbseinkommen Gesuchsgegner Fr. 4'700.00 (netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen, gerundet)
Bedarf Gesuchstellerin mit dem Kind: Fr. 3'900.00
Bedarf Gesuchsgegner: Fr. 3'850.00 Unterdeckung der Gesuchstellerin: Fr. 450.00 (nach Abzug der Kinderzulagen von Fr. 200.–)
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5. Die vorgenannten Ziffern 3 und 4 stehen unter der Voraussetzung, dass der
Gesuchsgegner sich an die Betreuungsregelung gemäss Ziffer 2 hiervor hält.
6. Die Parteien stellen übereinstimmend fest, dass der Gesuchsgegner mangels
Leistungsfähigkeit einstweilen nicht in der Lage ist, der Gesuchstellerin für
sich persönlich Unterhaltsbeiträge zu leisten.
7. Die Parteien übernehmen sowohl in Bezug auf das erst- als auch auf das
zweitinstanzliche Verfahren die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten
gegenseitig auf eine Parteientschädigung.
8. Die Parteien beantragen, das Berufungsverfahren als durch diesen Vergleich
erledigt abzuschreiben."
Mit Eingaben vom 13. und 20. Oktober 2016 erklärten die Parteien übereinstim-
mend, dass Ziffer 3 der Vereinbarung vom 6. Oktober 2016 dahingehend zu än-
dern sei, als dass die Unterhaltsbeiträge des Zeitraums 1. Februar 2016 bis 30.
Oktober 2016 im Umfang von Fr. 1'200.– inklusive der Kinderzulage von Fr. 200.–
zu verstehen seien (Urk. 59 f.).
2. Vorbemerkung
Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Umfang
der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bil-
den die Unterhaltsbeiträge an die gemeinsame Tochter C._ und an die Ge-
suchstellerin persönlich (Dispositivziffer 5). Die Dispositivziffern 1 bis 4, 6 und 7
blieben unangefochten (vgl. betreffend Dispositivziffer 4 jedoch nachfolgend E.
3.2). Die Rechtskraft dieser Dispositivziffern ist vorzumerken. Da es sich um Ehe-
schutzmassnahmen handelt, trat die Rechtskraft mit der Eröffnung des vorin-
stanzlichen Entscheids am 22. März 2016 (Urk. 35) ein.
3. Vereinbarung
3.1 Soweit es Kinderbelange (Besuchsrecht [nachstehend E. 3.2], Kinderunter-
haltsbeiträge [nachstehend E. 3.3]) zu regeln gilt, finden die Offizial- und Untersu-
chungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Deshalb unterliegt die von den
Parteien getroffene Vereinbarung diesbezüglich im Sinne eines übereinstimmen-
den Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm,
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Art. 176 N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit der
Vereinbarung das Kindswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen
sind (persönliche Unterhaltsbeiträge) und die Dispositionsmaxime zum Tragen
kommt, ist die Vereinbarung nicht zu prüfen, sondern von dieser bloss Vormerk zu
nehmen.
3.2 Besuchsrecht
3.2.1 Die Vorinstanz erklärte den Gesuchsgegner im angefochtenen Entscheid
gestützt auf die diesbezügliche Vereinbarung der Parteien unter anderem für be-
rechtigt, die Tochter am ersten und dritten Wochenende jeden Monats von Sams-
tag 12.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen
(vgl. Urk. 37 Dispositivziffer 4; Urk. 18). Diese Regelung blieb unangefochten (vgl.
vorstehend E. 2). Anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 6. Oktober 2016 be-
antragten die Parteien im Berufungsverfahren allerdings die Erweiterung dieses
Besuchsrechts in dem Sinne, als das Wochenendbesuchsrecht jeweils bereits
freitags um 18.00 Uhr beginnen solle. Darüber hinaus beantragten sie, der Ge-
suchsgegner sei zu verpflichten und für berechtigt zu erklären, die Tochter jeweils
am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag spätestens um 18.00 Uhr in der
Tagesschule abzuholen und bis spätestens 19.30 Uhr an den Wohnort der Ge-
suchstellerin zu bringen (Urk. 58 Ziffer 1 und 2).
3.2.2 Diese Vereinbarung gründet insbesondere in den seit dem 8. August 2016
bzw. 1. Oktober 2016 bestehenden neuen Arbeitssituationen der Parteien (vgl.
Urk. 57/1 und Urk. 55/1) und erscheint als angemessen. Durch das erweiterte Be-
suchsrecht wird die Vater-Kind-Beziehung zwischen dem Gesuchsgegner und der
Tochter intensiviert und ist die Betreuung von C._ gewährleistet. Es sind kei-
ne Gründe ersichtlich, die gegen eine solche Erweiterung des Besuchsrechts
sprechen. Die Vereinbarung betreffend das Besuchsrecht entspricht dem Kinds-
wohl und ist folglich zu genehmigen.
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3.3 Kinderunterhaltsbeiträge
Die Gesuchstellerin erzielte bis anfangs August 2016 unbestrittenermassen kein
Einkommen (vgl. Urk. 37 E. III/3.a; Urk. 36 S. 12). Demgegenüber waren die Ein-
kommensverhältnisse des Gesuchsgegners im vorliegenden Verfahren stark um-
stritten. Die Vorinstanz ging von einem Einkommen von Fr. 6'000.– inkl. Über-
stunden aus (Urk. 37 E. III/3). Der Gesuchsgegner bestritt, Überstunden leisten zu
können, und bezifferte sein Einkommen mit Fr. 4'981.– (Urk. 36 S. 4 ff.). Die Par-
teien erklärten anlässlich der Vergleichsverhandlung übereinstimmend, dass der
Gesuchsgegner im Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis 30. Oktober 2016 monatli-
che Unterhaltsbeiträge im Umfang von durchschnittlich Fr. 1'200.– inklusive Kin-
derzulagen (vgl. hierzu Urk. 59 und 60) bezahlt habe und einigten sich für diesen
Zeitraum auf einen Unterhaltsbeitrag in diesem Umfang (Urk. 58 Ziffer 3). Dieser
Kinderunterhaltsbeitrag erscheint als ausreichend und angemessen, um den Be-
darf von C._ zu decken. Mittlerweile hat sich die Einkommenssituation der
Parteien verändert. Die Gesuchstellerin erzielt seit dem 8. August 2016 ein mo-
natliches Einkommen von rund Fr. 2'400.– (Urk. 57/1-2), der Gesuchsgegner seit
dem 1. Oktober 2016 ein solches von rund Fr. 4'700.– (Urk. 55/2 und Urk. 58 Zif-
fer 4). Aufgrund der veränderten Verhältnisse ergaben sich auch Änderungen
beim Bedarf der Parteien. Auf Seiten der Gesuchstellerin und C._ ist neu von
einem Bedarf von rund Fr. 3'900.– auszugehen, welcher sich aus den Grundbe-
trägen von Fr. 1'350.– und Fr. 400.–, den Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) von Fr.
1'100.–, den Krankenkassenkosten von Fr. 338.– (nur KVG) für die Gesuchstelle-
rin und Fr. 20.– für das Kind (Urk. 57/3), den Fahrkosten für die öffentlichen Ver-
kehrsmittel von Fr. 84.– sowie den Kosten für Telefon/Internet von Fr. 100.–, für
Radio-/TV-Gebühren von Fr. 38.–, für Hausrat- und Haftpflichtversicherung von
Fr. 35.– und für Kinderbetreuung von Fr. 430.– (Urk. 57/4) ergeben. Auf Seiten
des Gesuchsgegners ist von einem Bedarf von rund Fr. 3'850.– auszugehen. Die-
ser ergibt sich aus dem Grundbetrag von Fr. 1'200.–, Wohnkosten von Fr. 1'400.–
, Krankenkassenkosten von Fr. 265.–, Fahrkosten für die öffentlichen Verkehrs-
mittel von Fr. 150.–, Kosten für Telefon/Internet/Radio und TV von Fr. 138.–, für
Hausrat- und Haftpflichtversicherung von Fr. 35.– und den Unterhaltskosten ge-
genüber dem Sohn von Fr. 650.– (vgl. zum Ganzen auch E. III/4 des vorinstanzli-
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chen Entscheids [Urk. 37]). Es liegt unbestrittenermassen ein Mankofall vor und
der Gesuchsgegner ist im Lichte seiner Leistungsfähigkeit zu Unterhalt verpflich-
tet. Seine Leistungsfähigkeit beträgt Fr. 850.– (Fr. 4'700.– abzüglich Fr. 3'850.–).
Vor diesem Hintergrund erscheint der von den Parteien vereinbarte Unterhaltsbei-
trag von monatlich Fr. 850.– zuzüglich Kinderzulagen ab 1. November 2016 als
angemessen. Die Parteivereinbarung kann diesbezüglich genehmigt werden.
Festzuhalten bleibt, dass die vereinbarten Unterhaltsbeiträge sowie die in der
Vereinbarung festgehaltenen finanziellen Verhältnisse der Parteien unter der Vo-
raussetzung stehen, dass der Gesuchsgegner sich an die Betreuungsregelung
gemäss Ziffer 2 der Vereinbarung (Betreuung von C._ jeweils am Montag-,
Dienstag-, Donnerstag- und Freitagabend) hält (vgl. Ziffer 5 der Vereinbarung,
Urk. 58).
3.4 Ehegattenunterhaltsbeiträge
Die Unterhaltsbeiträge für die Gesuchstellerin persönlich unterstehen der Partei-
autonomie. Diesbezüglich kann das Verfahren unter Vormerknahme von Ziffer 6
der getroffenen Vereinbarung (Urk. 58) erledigt werden.
4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Höhe der von der Vorinstanz festgesetzten Entscheidgebühr von Fr. 2'400.–
blieb ungerügt und ist zu bestätigen. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfah-
ren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit §§ 5 Abs. 1, 6 Abs.
1 und 2 lit. b und 10 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 2'500.– festzulegen. Nach Massga-
be des Vergleichs sind die Kosten beider Verfahren den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen und ist von der Zusprechung von Parteientschädigungen abzusehen
(Art. 109 Abs. 1 ZPO). Da beiden Parteien sowohl im erst- als auch im zweitin-
stanzlichen Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde (Urk. 37
Dispositivziffer 1 der Verfügung; Urk. 53), sind die Kosten einstweilen auf die Ge-
richtskasse zu nehmen. Die Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO ist vorzu-
behalten.
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