Decision ID: f6e8e7a3-366a-4750-a7f0-082c28c3dbce
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
V._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Reto Ineichen, Weggisgasse 29, Postfach 5345,
6000 Luzern 5,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,
9001 St. Gallen,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der am 23. April 1966 geborene niederländische Staatsangehörige V._ war bei
der A._ als Lastwagenfahrer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert.
Gemäss Unfallmeldung vom 20. Juni 2006 rutschte er am 11. Mai 2006 beim Absteigen
nach einer Temperaturkontrolle am Fahrzeug zwischen Führerkabine und Auflieger aus.
und stürzte zu Boden, wobei er mit dem Hinterkopf aufschlug (Suva-act. 1). In einem
Schreiben vom 10. Juni 2006 (Suva-act. 4, 6) hatte der Versicherte seinem Arbeitgeber
mitgeteilt, dass er nach dem Sturz in der Nacht vom 11. Mai 2006 Schmerzen verspürt
habe; diese seien "in Tagen danach" verschwunden und am 2. Juni 2006 wieder
aufgetreten. In der Unfallmeldung vom 20. Juni 2006 vermerkte der Arbeitgeber, der
Versicherte habe nach dem Sturz noch während drei Wochen weitergearbeitet ohne zu
jammern. Hausarzt B._ berichtete mit Schreiben vom 4. Juli 2006, der Versicherte
beklage sich seit einem Monat über Schmerzen in Nacken, Kopf und Armen (Suva-act.
16b). In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 8. Juli 2006 stellte er die Diagnose:
"Tendopathie/Myalgie Neck" und erwähnte zusätzlich den Röntgenbefund einer
Spondylosis C4/C5 (Suva-act. 19). Auf Nachfrage der Suva führte er mit Fax-Schreiben
vom 30. Juli 2006 als Diagnose eine Cervicobrachialgie an und bestätigte eine
Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 2. Juni 2006 bis 31. Juli 2006 (Suva-act. 20).
A.b Kreisarzt Dr. med. C._ erachtete am 21. August 2006 eine kreisärztliche
Untersuchung zur Feststellung allfälliger Unfallfolgen für angezeigt Suva-act. 32). Da
der Versicherte einem entsprechenden Aufgebot trotz Mahnung und Ansetzung einer
Bedenkfrist keine Folge leistete, verfügte die Suva am 18. September 2008, dass auf
die Unfallmeldung nicht eingetreten und demnach auch keine Versicherungsleistungen
erbracht würden. Auf Einsprache des durch Rechtsanwalt Reto Ineichen, Luzern,
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vertretenen Versicherten hin erklärte die Suva die Nichteintretensverfügung als hinfällig
und stellte weitere Abklärungen in Aussicht (Suva act. 69).
B.
B.a In zwei nachgereichten Arztberichten vom 27. Oktober 2006 und 3. Januar 2007
berichtete Facharzt. D._, orthopädischer Chirurg, Medisch Centrum Rijnmond-Zuid,
dass der Versicherte Mitte Mai 2006 auf den Rücken gefallen sei und "einige Wochen
nach diesem Trauma" (Bericht vom 27. Oktober 2006, Suva-act. 72/2) bzw. "ungefähr
eine Woche nach diesem Trauma" (Bericht vom 3. Januar 2007, Suva-act. 72/1)
Schmerzen im Nacken, die in beide Schultern und Oberarmen ausgestrahlt hätten,
bekommen habe. Der Versicherte habe bereits früher an Nackenschmerzen gelitten,
jedoch an anderen Stellen als jetzt. Im Bericht von 27. Oktober 2006 hielt er als
Schlussfolgerung fest, dass es sich hauptsächlich um myogene Beschwerden handeln
dürfte, während er im Bericht vom 3. Januar 2007 dann eine Cervicobrachyalgie mit
starker myogener Komponente anführte. Kreisarzt Dr. C._ nahm am 4. April 2007
eine Beurteilung der zwischenzeitlich vorliegenden Akten vor und kam zum Schluss,
dass aufgrund der Unterlagen strukturelle Läsionen im Rahmen des Ereignisses vom
11. Mai 2006 ausgeschlossen werden könnten. Es bestünden degenerative
Veränderungen der Halswirbelsäule, welche aus medizinischer Sicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit - neben psychosozialen Belastungsfaktoren - für die fortgesetzt
geklagten Beschwerden verantwortlich seien. Da keine strukturellen Läsionen
bestanden hätten und die ärztliche Behandlung erst mit mehrwöchiger Verzögerung
stattgefunden habe, liessen sich die geklagten Beschwerden aus medizinischer Sicht
höchstens möglicherweise auf das Sturzereignis zurückführen (Suva-act. 76). Mit
Verfügung vom 16. April 2007 lehnte darauf die Suva eine Leistungspflicht für die
gemeldeten Schädel- und Rückenbeschwerden ab, da kein sicherer oder
wahrscheinlicher Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. Mai 2006 bestehe (Suva-
act. 82).
B.b Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies die Suva nach Einholung
einer ausführlichen ärztlichen Beurteilung durch Dr. med. E._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie FMH, Suva Versicherungsmedizin, (Suva act. 88) mit
Einspracheentscheid vom 12. Juli 2007 ab (Suva-act. 89).
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C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde vom 11. September 2007
mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin habe die aus dem Unfallereignis vom 11. Mai 2006 geschuldeten
Leistungen zu erbringen. Zur Begründung hält der Rechtesvertreter des
Beschwerdeführers im Wesentlichen fest, in den medizinischen Akten werde immer
wieder bestätigt, dass die Beschwerden seit Beginn fluktuierend gewesen seien.
Offensichtlich habe sich der Beschwerdeführer nicht zuletzt wegen des grossen Drucks
bei seiner Arbeitsstelle als Lastwagenchauffeur dazu veranlasst gesehen, die
bestehenden Beschwerden, auch wenn sie etwas zurückgegangen seien, nicht an die
"grosse Glocke" zu hängen und irgendwie weiter zu arbeiten. Wenn man die gesamte
Situation betrachte, komme man entweder zum Schluss, dass es sich beim Sturz vom
Lastwagen am 11. Mai 2006 um einen Berufsunfall handle, der für die aktuellen
Beschwerden natürlich und adäquat kausal sei, oder es müsse von einer eigentlichen
Berufskrankheit ausgegangen werden, die durch das Ereignis vom 11. Mai 2006
richtunggebend verschlimmert worden sei (act. G 1, S. 5).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. November 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Auf die medizinischen
Beurteilungen von Dr. C._ und Dr. E._ sei ohne weiteres abzustellen (act. G 7).
C.c Der Beschwerdeführer hat von der Möglichkeit zur Einreichung einer Replik
keinen Gebrauch gemacht (act. G 9).

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden
kausal auf den Unfall vom 11. Mai 2006 zurückzuführen sind und die
Beschwerdegegnerin somit zur Erbringung von Versicherungsleistungen verpflichtet ist.
2.
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2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht
des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es
dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG
1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz gegenüber
dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE
118 V 291 f. E. 3a). Beim Vorliegen eines krankhaften Vorzustands umfasst die Frage
nach dem Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und
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der Schädigung auch die Frage, ob dem Unfall natürliche Kausalität im Sinn einer
bleibenden richtungweisenden Verschlimmerung des vorbestandenen
Gesundheitsschadens zukommt oder ob der Unfall neu eine bleibende
Gesundheitsschädigung im Sinn eines pathologischen Befunds am vorgeschädigten
Körperteil verursacht hat (RKUV 1994 Nr. U 185 S. 80 E. 3b).
2.2 Dr. B._ bejahte im Bericht vom 30. Juli 2006 den Kausalzusammenhang der
Beschwerden mit dem Unfallereignis, wogegen den übrigen ärztlichen Berichten aus
Holland keine Äusserungen zur Kausalität zu entnehmen sind. Dr. C._ kam in seiner
Beurteilung vom 4. April zum Schluss, die geklagten Beschwerden liessen sich nur
möglicherweise auf das Unfallereignis vom 11. Mai 2006 zurückführen Dr. E._
befasste sich im Rahmen seiner ärztlichen Beurteilung vom 9. Juli 2007 eingehend mit
der Frage der natürlichen Kausalität und stellte in diesem Zusammenhang einleitend
fest, dass sich nachträglich nicht (mehr) mit Sicherheit eruieren lasse, wann die
geklagten Beschwerden beim Beschwerdeführer aufgetreten seien (Suva-act. 88).
Tatsächlich liegen bezüglich des Beschwerdeeintritts widersprüchliche Angaben
seitens der behandelnden Ärzte und des Beschwerdeführers vor (vgl. u.a. Suva-act. 4,
16b, 72). Auf der Basis dieser unterschiedlichen Angaben analysierte Dr. E._
mögliche medizinische Sachverhalte und führte dabei insbesondere aus, es gelte heute
die einhellige Meinung, dass Beschwerden und klinische Befunde in der Halsregion
oder an der Halswirbelsäule innerhalb von 24 Stunden bis höchstens 72 Stunden
auftreten müssten, wenn ein Unfall die überwiegend wahrscheinliche Ursache für
solche Beschwerden sein solle. Wenn von der Hypothese ausgegangen werde, dass
die vom Orthopäden Dr. D._ gemachten Angaben zum Beschwerdeverlauf zutreffend
seien, nämlich dass der Beschwerdeführer die Beschwerden im Nacken- und
Kopfbereich erst einige Wochen (oder mindestens mehr als drei Tage) nach dem
Ereignis empfunden habe, könne die traumatische Genese dieser Beschwerden
ausgeschlossen werden (Suva-act. 88, S. 4). Hinsichtlich der Situation, bei der der
Beschwerdeführer wohl unmittelbar nach dem Sturz und dem Schlag auf den
Hinterkopf Schmerzen verspürt habe, die sich aber spontan gebessert und sekundär
wieder verschlimmert hätten, wies er darauf hin, dass typische Folge einer direkten
oder indirekten Gewalteinwirkung auf die Wirbelsäule der sofortige bzw. nach Stunden
bis wenige Tage auftretende Schmerz sei, der sich nach einigen Tagen oder Wochen
zurückbilde. Das akute Schmerzsyndrom werde auf Zerrungen der Weichteile
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zurückgeführt, wodurch sich ein posttraumatisches Ödem und/oder Hämatom
entwickle. Gehe man also davon aus, dass der Beschwerdeführer initial und kurzfristig
starke Beschwerden gehabt habe, die sich spontan gebessert hätten, lasse sich die
Vermutung untermauern, dass sich ein leichtes posttraumatisches Hämatom oder
Ödem in den Weichteilen des Nackens entwickelt habe. Für diese Hypothese spreche,
dass die Beschwerden rasch rückläufig gewesen seien. Die sekundäre
Verschlechterung, welche zweifelsfrei stattgefunden habe, lasse sich hingegen nicht in
einem posttraumatischen Kontext erklären. Darüber, welche Ursache die akuten
Nackenschmerzen hätten, lasse sich nur spekulieren. Bezüglich Bildgebung und
Diagnose einer zervikalen Spondylose teile er die Meinung der holländischen Ärzte,
wonach das Röntgenbild der Halswirbelsäule des Beschwerdeführers lediglich eine
leichte Spondylose der Segmente C4/C5 und C5/C6 zeige (Suva-act. 88).
2.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Die Rechtsprechung
erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten
sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte im
Stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu
verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b). Auch den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/ee).
2.4 Die ärztliche Beurteilung von Dr. E._ ist offensichtlich in Kenntnis der Vorakten
bzw. der Anamnese abgegeben worden. Trotz Fehlen eines konkreten Zeitpunktes des
Beschwerdeeintrittes, war es Dr. E._ möglich, sich aufgrund der vorliegenden
medizinischen Unterlagen ein lückenloses Bild über den Verlauf und die gegenwärtigen
Beschwerden zu verschaffen. Sodann würdigt er die vorhandenen Akten umfassend.
Des Weiteren leuchtet die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge ein und
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erscheinen die Schlussfolgerungen begründet. Und schliesslich bestehen keine
Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit oder fehlende Objektivität des
Versicherungsmediziners. Dr. E._ schildert auf schlüssige und nachvollziehbare
Weise, weshalb ein Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geäusserten
Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehen kann. Die
Äusserung des behandelnden Arztes B._ bezüglich des Kausalzusammenhanges
hingegen vermag demgegenüber, da sie jeder näheren Begründung entbehrt, nicht zu
überzeugen. Ebenso können die nachträglich vom Beschwerdeführer noch
eingereichten Arztberichte die überzeugende Beurteilung von Dr. E._ nicht in Frage
stellen.
2.5 Hinsichtlich des Einwands des Beschwerdeführers, dass allenfalls von einer
Berufskrankheit ausgegangen werden müsse, welche durch den Unfall richtunggebend
verschlimmert worden sei, ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass vorliegend
kein Krankheitsbild zur Debatte steht, bei welchem es sich um eine Berufskrankheit im
Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVG i.V.m. Anhang 1 zur Unfallversicherungsverordnung (UVV)
handeln könnte. Die Frage, ob das Unfallereignis eine richtunggebende
Verschlimmerung des krankhaften Vorzustands der Spondylose bewirkt haben könnte,
kann verneint werden. Dr. E._ äusserte diesbezüglich, dass sich in der Anamnese
keine sicheren Hinweise finden liessen, wonach die geschilderten Nackenschmerzen
bandscheibenbedingt bzw. spondylosebedingt seien, ausser der leichten globalen
Einschränkung der HWS-Beweglichkeit, die Dr. D._ beobachtet hatte (Suva-act. 88,
S.6). Insbesondere ist aber auch in dieser Konstellation anzumerken, dass aufgrund der
widersprüchlichen Angaben bezüglich der schmerzfreien Latenzzeit eine
richtunggebende Verschlimmerung durch den Unfall als eher fraglich erscheint. Den
medizinischen Unterlagen der holländischen Ärzte ist vielmehr zu entnehmen, dass
neben der diagnostizierten Spondylose insbesondere auch myogene Beschwerden im
Nackenbereich beschrieben werden (Suva-act. 71, 72). Dr. E._ führte dazu aus, es
sei durch mehrere Studien belegt worden, dass sich depressive Zustände, wie sie beim
Beschwerdeführer offenbar auch vorliegen, durch Spannungskopfschmerzen und
Zervikalgien somatisch ausdrücken können (Suva-act. 88, S. 6).
2.6 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die geklagten Beschwerden nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 11. Mai 2006
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St.Galler Gerichte
zurückgeführt werden können, weshalb die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht
zu Recht verneint hat.
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG