Decision ID: 79b4d4f0-cac2-5f9f-9d71-4e2b80dcdac6
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (Jahrgang 1950) meldete sich am 28. Juni 1999 zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an (IV-act. 2). Dr. med. B._, Innere Medizin FMH,
berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 20. September 1999 unter Beilage
verschiedener Arztberichte, der Versicherte leide an einer koronaren und hypertensiven
Herzkrankheit bei St. n. einem Myokardinfarkt am 11. Juli 1998, Postinfarkt-Angina
pectoris und St. n. PTCA und Stentimplantation der RIVA am 15. Juli 1998 sowie einer
schweren reaktiven Depression. In der bisherigen Tätigkeit als Staplerfahrer sei der
Versicherte seit dem 11. Juli 1998 vollumfänglich arbeitsunfähig. Alle Bemühungen,
den Versicherten wieder in die Arbeit zu integrieren seien gescheitert, auch wenn das
Koronarsystem nun repariert sei und eine leichten Arbeit möglich sei (IV-act. 4). Dr.
med. C._, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie, gab in seinem Bericht vom 17.
Dezember 1999 an die IV-Stelle an, beim Versicherten läge eine psychoreaktive
depressive Störung mittelschweren bis schweren Grades vor, die ihrerseits eine volle
Arbeitsunfähigkeit bewirke (IV-act. 8). Mit Verfügung vom 26. Juni 2000 sprach die IV-
Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine ganze Invalidenrente zu (IV-
act. 14). Am 28. Januar 2003 wurde ihm mitgeteilt, dass er weiterhin Anspruch auf eine
ganze Rente habe (IV-act. 20).
A.b Im Zusammenhang mit einem Rechtsmittelverfahren betreffend
Ergänzungsleistungen beauftragte die IV-Stelle am 6. Juli 2004 die Klinik Gais mit einer
weiteren Begutachtung des Versicherten (IV-act. 31). Dr. med. D._, Innere Medizin/
Kardiologie, erstattete am 20. September 2004 das Gutachten aus somatischer Sicht.
Er gab an, der Versicherte leide an einer chronischen koronaren Herzerkrankung, einer
ausgeprägten Ruhe- und jetzt mässigen Belastungshypertonie mit Zeichen der
Linksherzhypertrophie im Echokardiagramm, einer manifesten, deutlichen und
gemischten Hyperlipidämie trotz Medikation, einem erheblichen Übergewicht sowie
einer wiederholt thorakalen Schmerzsymptomatik, die teils belastungsabhängig
angegeben werde, jedoch bei der Fahrradergometrie bis 125 Watt nicht habe verifiziert
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werden können. Die durchgeführten Tests hätten eine normale Leistungsfähigkeit des
Herzens gezeigt. Allerdings sei keine Auslastung in der Fahrradergometrie erreicht
worden (nur 125 statt 180 Watt), was für eine ordentliche Beurteilung nicht ausreiche.
Die Untersuchung sei wegen Beinmuskelermüdung abgebrochen worden, was auf
einen deutlichen Trainingsmangel hinweise. Die frühere Tätigkeit sei dem Versicherten
im Prinzip auf Grund der kardialen Situation zumutbar, durchaus halbtags (IV-act. 37).
A.c Dr. med. E._, Psychiatrie/Psychotherapie, gab in seinem Teilgutachten vom
15. Februar 2005 an, der Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10:
F33.11), einhergehend mit einer undifferenzierten Somatisierungsstörung (ICD-10:
F45.1). Der Versicherte habe angegeben, er sei bis 2003 bei Dr. C._ in Behandlung
gewesen. Trotz Gesprächstherapie und Psychopharmaka habe sich sein Zustand aus
psychiatrischer Sicht kaum verändert. Deswegen verzichte er seither auf die
Gesprächstherapie. Die Psychopharmaka erhalte er von seinem Hausarzt. Der
Psychiater führte aus, der Verlust der körperlichen Gesundheit sowie einige schwere
Krankheiten in der Familie (3-facher Hirnschlag der Mutter, 2-facher Hirnschlag der
Schwester) hätten den Versicherten offensichtlich massiv verunsichert. Der Versicherte
habe sogar seine sozialen Kontakte weiter vernachlässigt. Wegen seiner psychischen
Probleme sei der Versicherte weiterhin für jegliche Tätigkeit 100% arbeitsunfähig (IV-
act. 37). Zusammenfassend gab Dr. D._ am 16. März 2005 an, der Versicherte sei
wegen seiner psychischen Problemen für jegliche Tätigkeit 100% arbeitsunfähig, auch
wenn auf Grund der kardialen Situation durchaus regelmässige körperliche Betätigung
wünschenswert wäre (IV-act. 37 - 1/12).
A.d In seinem Verlaufsbericht vom 8. Juni 2007, der im Rahmen eines 2007 von Amtes
wegen eingeleiteten Revisionsverfahren verlangt worden war, berichtete Dr. B._ von
einer Crescendo-Angina pectoris Anfang Oktober 2006, die zu einer notfallmässigen
Hospitalisation geführt habe. Dabei sei eine hochgradige RCA-Hauptstammstenose
diagnostiziert, dilatiert und mit einem Stent versehen worden. Seither sei der
Versicherte bezüglich Herzkrankheit beschwerdefrei. Die bisherige Tätigkeit sei dem
Versicherten nicht mehr zumutbar, eine zeitlich reduzierte Tätigkeit von zwei bis vier
Stunden am Tag wäre ohne Weiteres möglich (IV-act. 44). Der RAD-Arzt Dr. F._ gab
in seiner Stellungnahme vom 27. August 2007 an, aus medizinischer Sicht liege kein
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Revisionsgrund vor, weil stabile Verhältnisse vorlägen. Sollte man auf die angepasste
Arbeitsfähigkeit zurückkommen wollen, so wäre eine bidisziplinäre Begutachtung
notwendig (IV-act. 45). Die IV-Stelle beauftragte am 19. November 2007 das Swiss
Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) mit der bidisziplinären
Begutachtung des Versicherten (IV-act. 52).
A.e Das SMAB erstattete am 22. Mai 2008 das Gutachten. Der Versicherte wurde
internistisch, orthopädisch und psychiatrisch untersucht. Die Ärzte gaben mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen an:
1.Undifferenzierte Somatisierungsstörung ICD-10: F45.1
2.Koronare Zweigefässerkrankung
- St. n. subakutem Vorderwandinfarkt 07/1998
- St. n. PTCA und Stentimplantation in RIVA 07/1998 bei proximaler Stenose
- St. n. PTCA und Stentimplantation bei hochgradiger RCA-Stenose am 25.10.2006.
3. Arterieller Hypertonus.
Dazu kamen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) folgende Diagnosen:
4. Hypercholesterinämie
5. Adipositas
6. Verdacht auf gastroösophageale Refluxerkrankung
7. Pseudoradikulär ausstrahlendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit
rumpfmuskulärer Dysbalance und reaktiver rechtsseitiger illeolumbaler
Ansatztendopathie
8. St. n. Muskelfaserruptur rechter M. quadrizeps
9. Dekompensierte Platt-Knick-Spreizfüsse.
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Die Ärzte führten aus, der kardiologische Status sei inzwischen so gut stabilisiert, dass
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliege unter der Berücksichtigung von Anforderungen
an den Arbeitsplatz wie leichte Tätigkeiten, Schichtarbeitverzicht sowie Vermeiden von
Arbeiten in Kälte, Nässe oder Hitze. Die Möglichkeit von Pausen sollte gegeben sein.
Die psychiatrische Beurteilung zeige eine undifferenzierte Somatisierungsstörung,
jedoch keine weitergehende depressive Auffälligkeit mehr. Insofern bestehe auch aus
psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die Leistungsfähigkeit sei jedoch
auf Grund der den Versicherten durchaus beeinträchtigenden Ängste vor einer
erneuten körperlichen Erkrankung um 20% eingeschränkt. Die in den Vorberichten
beschriebene psychoreaktive depressive Störung mittelschweren bis schweren Grades
sei aus ihrer Sicht abgeklungen. Die Vordiagnose einer rezidivierenden depressiven
Störung sei aus der Selbstbeschreibung des Versicherten nicht abzuleiten. Es seien
keine früheren depressiven Episoden beschrieben worden. Die aus orthopädischer
Sicht festgestellten Diagnosen bedingten keine Arbeitsunfähigkeit, auch keine
spezifische Minderung der Leistungsfähigkeit. Jedoch seien keine Gewichte über 15 kg
zu heben oder zu tragen. In seinem bisherigen Beruf als Staplerfahrer sei der
Versicherte nicht mehr einsetzbar, da üblicherweise auch schwere Lasten gehoben
werden müssten, und die Arbeit in den Kühlräumen nicht mehr zumutbar sei. Wichtig
sei eine körperliche Re-Konditionierung, zunehmende körperliche Belastung unter
Trainingsbedingungen, etwa im Rahmen eines stationären Rehabilitationsverfahrens
mit anschliessender beruflicher Austestung. Zumindest in einer Übergangsphase von
einem Jahr wäre in einer angepassten Tätigkeit noch mit einer verminderten
Leistungsfähigkeit von 20% zu rechnen, bis die Adaption an das normale Alltagsleben
wieder gelungen sei. Dann träten erfahrungsgemäss die Ängste weiterhin in den
Hintergrund, so dass auch das Leistungsvermögen mit 100% anzunehmen wäre (IV-
act. 59). Der RAD-Arzt Dr. F._ erachtete das Gutachten am 3. Juni 2008 als
umfassend, konsistent, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Der Versicherte
benötige wegen der Dekonditionierung eine Einarbeitungsphase. Empfehlenswert sei,
die berufliche Wiedereingliederung mit dem Hausarzt zu koordinieren (IV-act. 60).
A.f Mit Vorbescheid vom 13. Juni 2008 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Einstellung der ganzen Rente in Aussicht. Sie führte aus, gemäss ihren ergänzenden
medizinischen Abklärungen habe sich sein Gesundheitszustand verbessert. Ohne
Behinderung hätte er im Jahr 2008 Fr. 58'335.-- erzielen können. Mit Behinderung sei
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ihm aus medizinischer Sicht eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 80% zumutbar.
Gemäss den Tabellenlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2008
sei es ihm zumutbar, ein Jahreseinkommen von Fr. 47'926.-- zu erzielen. Auf Grund
des Minderverdienstes in der angestammten Tätigkeit gehe man von einem
Einkommen von Fr. 46'668.-- aus. Der Invaliditätsgrad betrage insgesamt 20%,
weshalb kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente bestehe. Sollte er Hilfe bei der
Stellensuche benötigen, so könne er ein erneutes Gesuch einreichen (IV-act. 65).
Dagegen liess der Versicherte am 10. Juli 2008 einwenden, er sei mit der Einstellung
der Rente nicht einverstanden. Wie sein Hausarzt, Dr. med. G._, Facharzt FMH für
Innere Medizin, und Praxisnachfolger von Dr. B._ in seinem Bericht vom 3. Juli 2008
ausführe, sei seine Herzkrankheit progredient und dürfte seine Leistungsfähigkeit
massiv beeinträchtigen. Sodann führe das chronische Lumbovertebralsyndrom
wiederholt zu Schmerzexazerbationen. Schliesslich sei die psychische
Belastungssituation durch die eigene Krankheit sowie durch die schwer depressive
Ehefrau hoch, sodass er sich in einem psychoemotionalen Dauerstress befinde.
Ergänzende Informationen könnten bei Dr. C._, dem behandelnden Psychiater,
eingeholt werden (IV-act. 66 und 68).
A.g Der RAD-Arzt Dr. F._ gab in seiner Stellungnahme vom 11. August 2008 an, Dr.
G._ bringe keine neue medizinische Fakten, weshalb am Ergebnis der medizinischen
Abklärung festgehalten werden könne. Rein persönlich ergänzte er, dass unter
Berücksichtigung einer neunjährigen Rentenausrichtung das Vorgehen juristisch zwar
korrekt sein möge, aus menschlicher Sicht jedoch nicht angezeigt sei. Vielmehr wäre
es angezeigt, ein Assessment-Gespräch mit dem Versicherten zu führen und ihm Hilfe
anzubieten und Wege aufzuzeigen, wie er die verbleibende Arbeitsfähigkeit realisieren
könne. Das nun gewählte Vorgehen biete ein grosses Risiko für Einsprache und
psychische Erkrankung (IV-act. 70).
A.h Mit Verfügung vom 12. August 2008 stellte die IV-Stelle die ganze Rente des
Versicherten auf das Ende des folgenden Monats ein. Zum Einwand des Versicherten
führte sie aus, die medizinische Sachlage sei ausreichend abgeklärt und es würden
keine neuen medizinischen Fakten geltend gemacht. Es werde deshalb die
beschwerdefähige Verfügung versandt. Sollte er Hilfe bei der Stellensuche wünschen,
möge er ein erneutes Gesuch stellen (IV-act. 71).
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B.
B.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 11. September 2008 Beschwerde
erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 12. August 2008 und die
Weiterausrichtung der bisher gewährten Invalidenversicherungsrente. Sodann ersucht
er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Seit
Einstellung der Rente sei er auf Sozialhilfe angewiesen. Die unentgeltliche
Prozessführung und Rechtsverbeiständung wurden dem Beschwerdeführer mit
Zwischenentscheid vom 11. Februar 2009 gewährt (G act. 12). Der Beschwerdeführer
führt in seiner Begründung auf, wie aus dem Bericht von Dr. C._ vom 6. September
2008 ersichtlich sei, habe sich sein psychischer Zustand nicht verbessert. Der
Psychiater hat in diesem Bericht bestätigt, dass der Beschwerdeführer am 7. Juli 2008
zu einer Sprechstunde gekommen sei. Er habe von Stress berichtet, weil er den
Bescheid der Invalidenversicherung erhalten habe, dass seine Rente aufgehoben
werde. Er habe festgestellt, dass der Beschwerdeführer unter einer grossen Spannung
und Besorgnis, Existenzängsten und Ratlosigkeit leide. Er sei in einer speziell
schwierigen Situation gestanden, die Belastung und riesige Sorgen ausgelöst habe und
die seelische Stabilität gefährde. Er ersuche den RAD um Neuprüfung unter
Berücksichtigung dieses Schreibens (G act. 1.3). Der Beschwerdeführer führt weiter
aus, auch sein somatischer Zustand habe sich nicht gebessert. Die Herzkrankheit sei
progredient, sei es doch im 2006 zu einem erneuten Eingriff gekommen. Darüber
hinaus leide er seit vielen Jahren an einem chronischen lumbospondylogenen
Syndrom. Zusätzlich belastend sei die schwer depressive Ehefrau (G act. 1). Ergänzend
gibt der Beschwerdeführer in seiner Begründung vom 14. Oktober 2008 an, dass die
psychiatrische Untersuchung höchstens 50 bis 60 Minuten gedauert habe, aber nicht 1
1⁄2 Stunden, wie im Gutachten angegeben. Daraus folge, dass unter Berücksichtigung
des Übersetzungsbedarfs die Gesprächsdauer ungenügend gewesen sei. Dabei sei
auch die psychosoziale und emotionale Belastungssituation mit der schwer
depressiven Ehefrau nicht zur Sprache gekommen. Sodann habe der
Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern mehrmals erklärt, er könne "ohne Licht
nicht schlafen", wobei er jedoch nicht mehr wisse, ob beim Psychiater oder einem
anderen Arzt. Die Angststörung sei deshalb nach wie vor da. Dass er weiterhin an
Alpträumen leide und die Angst vor einer weiteren Erkrankung im Vordergrund stehe,
sei zwar im Gutachten erwähnt. Worin eine Verbesserung des psychischen Zustandes
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liege, werde jedoch nicht ausgeführt und sei nicht nachvollziehbar. Jedenfalls müsse er
sich jetzt wieder in psychiatrische Behandlung geben. Sodann sei das Gutachten
widersprüchlich, weil von einem kardiologisch stabilisierten Status die Rede sei,
obwohl die Koronarsklerose progredient sei, sich die kardiale Situation
koronarographisch verschlechtert habe und die Risikofaktoren nicht im Griff seien.
Schliesslich leide er unter einer Zunahme von Thoraxschmerzen wie vor dem Eingriff im
2006. Unter diesen Umständen könne nicht von einer Verbesserung des somatischen
und psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen werden. Der im Wesentlichen
gleich gebliebene Sachverhalt sei lediglich anders eingeschätzt worden. Selbst wenn
die Ausführungen im Gutachten zutreffen sollten, könne nicht einfach zum Alltag
übergegangen werden, sondern die Beschwerdegegnerin hätte gut daran getan, in
einem Gespräch das weitere Vorgehen zu besprechen, die Rente zum Beispiel vorerst
zur Hälfte zu reduzieren und gleichzeitig eine Einarbeitungsphase zu finanzieren und
dann das weitere Vorgehen erneut festzulegen (G act. 5).
B.b Mit Arztzeugnis vom 27. November 2008 bestätigte das Psychiatrische Zentrum St.
Gallen, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 17. November 2008 in teilstationärer
Behandlung befinde und derzeit bis auf weiteres 100% arbeitsunfähig sei (G act. 9.2).
Gemäss dem Vorgespräch vom 2. Oktober 2008 haben die Psychiater angegeben, der
Beschwerdeführer leide unter einer chronifizierten Störung mit Exazerbation
möglicherweise auf Grund der deutlich erschwerten finanziellen Situation nach Entzug
der IV-Rente. Der Beschwerdeführer habe angegeben, seit 17 Jahren an Depressionen
zu leiden (IV-act. 88). Im Bericht vom 29. Dezember 2008 geben die behandelnden
Ärzte des Psychiatrischen Zentrums an, der Beschwerdeführer leide an einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0),
einer undifferenzierten Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1) und vor allem einer
generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1). Der Beschwerdeführer habe angegeben,
in den letzten zwei bis drei Jahren sei es ihm besser gegangen, seit drei bis vier
Monaten habe sich sein Zustand jedoch massiv verschlechtert, er sei sehr nervös und
gereizt, habe Angst, Durchschlafstörungen sowie Konzentrationsschwierigkeiten. Die
Ärzte kamen zum Schluss, dass trotz schwerer körperlicher Beschwerden, einer
schwer zu beeinflussenden psychischen Symptomatik und bislang nur wenig
Therapieerfolg, eine Arbeitsfähigkeit über acht Stunden täglich mit zunächst 50%iger
und im weiteren Verlauf etwa 30%iger Leistungseinschränkung zu erreichen sei. Der
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Zeitpunkt dieser Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei jedoch unklar,
aktuell sei der Beschwerdeführer vollumfänglich arbeitsunfähig (IV-act. 91). Der RAD-
Arzt Dr. F._ erachtete in seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2009 die angefochtene
Verfügung bis zum Verfügungszeitpunkt als korrekt (IV-act. 92).
B.c Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Februar
2009 die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, der Beschwerdeführer sei
ausreichend psychiatrisch untersucht worden. Bei nicht vorliegenden erheblichen
psycho-pathologischen Befunden habe das SMAB dem Beschwerdeführer zu Recht
eine Arbeitsfähigkeit von 80% attestiert. Auch im Arztbericht des psychiatrischen
Zentrums habe man lediglich eine leichte rezidivierende depressive Störung festgestellt
und eine Arbeitsfähigkeit von 70% angegeben. Sodann würden psychosoziale
Faktoren keine Invalidität begründen. Auch die kardiale Untersuchung sei regelkonform
erfolgt. Dabei sei keine Herzinsuffizienz festgestellt worden. Auf Grund der
Herzkrankheit seien dem Beschwerdeführer lediglich noch leichte Tätigkeiten mit der
Möglichkeit von genügend Pausen ohne die Einwirkung von Nässe, Hitze und Kälte
zumutbar. Damit hätten die Gutachter die Herzbeschwerden berücksichtigt. Im
Vergleich zur Verfügung vom 26. Juni 2000 liege damit klar eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes aus psychischer Sicht vor, weshalb die Renteneinstellung zu
Recht erfolgt sei (G act. 10).
B.d In der Replik vom 17. März 2009 hält der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest.
Zu den weiteren Ausführungen zur Arbeitsfähigkeitsschätzung des Beschwerdeführers
wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen eingegangen. Zusätzlich rügt der
Beschwerdeführer, dass kein Abzug vom statistischen Durchschnittslohn
vorgenommen worden sei, obwohl der Beschwerdeführer unterdessen 60 Jahre alt sei,
nur noch Teilzeit arbeiten könne und ein erhöhtes Krankheitsrisiko habe. Sodann
verfüge er über keine Erfahrung im neuen Beruf und sei lange vom Arbeitsmarkt
abwesend gewesen. Dies führe zu einem zusätzlichen Abzug von 25%, weshalb dem
Beschwerdeführer zumindest eine Viertelsrente zugesprochen werden müsste (G act.
15).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 23. März 2009 auf eine Duplik (G act. 17).
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B.f Am 22. Juli 2009 liess der Beschwerdeführer den Austrittsbericht des
Psychiatrischen Zentrums vom 28. Mai 2009 einreichen. Daraus ist ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer auf Grund des schlechten psychischen Zustandes am 24. Februar
2009 in die stationäre Behandlung überwiesen worden war, weil es zu einer
Dekompensation mit Suizidgedanken und Tabletteneinnahme mit Alkohol in suizidaler
Absicht gekommen sei. Grund dafür sei die Rückkehr der Ehefrau aus einem
Rehabilitationsaufenthalt in Montenegro gewesen. Vom 8. April bis 29. Mai 2009 sei er
wieder in der Tagesklinik betreut worden. Der Beschwerdeführer leide an einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10:
F33.1) sowie einer undifferenzierten Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1). Er sei
100% arbeitsunfähig (G act. 19.1).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
12. August 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen
und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur
4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006
[I 428/04] E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen keine
materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich der Rentenrevision und
Invaliditätsbemessung keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007
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gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die seit 1. Januar
2008 geltenden Bestimmungen wiedergegeben.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Der Invaliditätsgrad ist an Hand eines
Einkommensvergleichs zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der notwendigen
und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG
i.V.m. Art. 16 ATSG). Das anrechenbare Einkommen wiederum ist abhängig vom Grad
der Erwerbsunfähigkeit. Diese konkret verwertbare Arbeitsfähigkeit wird dabei von den
Ärzten gemäss den Beeinträchtigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit beurteilt (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist
nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5).
Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen
Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar
(BGE 112 V 372 E. 2b). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist,
beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der
versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, die auf einer
umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
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Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), mit dem Sachverhalt
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2).
1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1 Der ursprünglichen Rentenzusprache (Verfügung vom 26. Juli 2000; IV-act. 20) lag
ein ärztlicher Bericht zugrunde, wonach der Beschwerdeführer an einer
psychoreaktiven depressiven Störung mittelschweren bis schweren Grades leide,
welche zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit führe (Bericht des Psychiaters Dr.
C._ vom 17. Dezember 1999; IV-act. 8). Aus diesem Bericht geht hervor, dass eine
psychiatrische Behandlung zu einer Besserung des psychischen Zustandes führen
werde, sehr wahrscheinlich aber mit wenig Aussicht auf Erfolg hinsichtlich der
Wiedereingliederung. Die Beschwerdegegnerin holte im Rahmen des
Revisionsverfahrens im Jahr 2002 den Bericht des Hausarztes ein. Weil dieser in
seinem Bericht vom 20. Januar 2003 unveränderte Diagnosen stellte, wurde dem
Beschwerdeführer mitgeteilt, seine Rente bleibe unverändert (IV-act. 18 und 20). Ein
weiteres ordentliches Revisionsverfahren ist erst wieder am 16. April 2007 eingeleitet
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worden (IV-act. 41). Im vorliegenden Verfahren ist somit die Entwicklung seit der
Rentenzusprache mit Verfügung vom 26. Juli 2000 zu prüfen.
2.2 Gemäss dem SMAB-Gutachten vom 22. Mai 2008 ist dem Beschwerdeführer
unbestrittenermassen die bisherige Tätigkeit als Staplerfahrer nicht mehr zumutbar (IV-
act. 44 und 59 - 16/32). Strittig ist hingegen, ob sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers verbessert hat und ob eine Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit gegeben ist. Die Ärzte des SMAB haben in ihrem
Gutachten angegeben, die Herzkrankheit sei zwar progredient, jedoch habe sich die
Situation nach dem erneuten Eingriff im Jahr 2006 stabilisiert, so dass aus
internistischer Sicht die Arbeitsfähigkeit lediglich qualitativ eingeschränkt sei. So seien
nur noch leichte Tätigkeiten ohne Schichtarbeit sowie ohne Arbeiten in Kälte, Nässe
oder Hitze möglich. Aus orthopädischer Sicht seien ihm kein Heben oder Tragen von
Gewichten über 15 kg mehr zumutbar (IV-act. 59). Der Beschwerdeführer ist dagegen
der Ansicht, weil sich seine Herzkrankheit verschlimmert habe, könne diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zutreffen. Er habe sich einem weiteren Eingriff
unterziehen müssen und er leide an einer Zunahme von Thoraxschmerzen. Seine
Risikofaktoren seien nicht im Griff. Dazu hat der Internist in seinem Teilgutachten vom
14. Januar 2008 angegeben, die kardialen Risikofaktoren Adipositas,
Hypercholesterinämie und arterieller Hypertonus seien nicht optimal eingestellt. Diese
Werte würden sich jedoch mit einer geeigneten Medikation sowie Umstellung auf
"mediterrane Kost" und kontrolliertes körperliches Training beeinflussen lassen (IV-act.
59 - 26/32). Dies ist dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner
Schadenminderungspflicht auch ohne Weiteres zumutbar. Das Vorhandensein dieser
Risikofaktoren hat somit noch keinen massgeblichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Betreffend die geschilderten Thoraxschmerzen, die sowohl in Ruhe als auch unter
Belastung aufträten, hat der Internist ausgeführt, man habe in der letzten
kardiologischen Untersuchung im November 2007 im Kantonsspital St. Gallen in der
Fahrradergometrie eine ordentliche Leistungsfähigkeit von 155 Watt festgestellt. Die
Brustschmerzen seien bei Erholung rasch regredient gewesen. Ischämiezeichen hätten
sich im EKG nicht gezeigt. Der Internist verzichtete auf Grund dieser erst kürzlich
erfolgten Untersuchung auf eigene Tests (IV-act. 59 - 25/32). Dieses Vorgehen ist nicht
zu beanstanden. Der Internist hat zudem darauf hingewiesen, dass der deutlich zu
hohe Blutdruck hypertone Entgleisungen verursachen könnte, welche die
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Brustschmerzen erklären könnten (IV-act. 59 - 25/32). Bereits im Arztbericht vom
20. September 1999 hatte der Hausarzt angeben, die Brustschmerzen seien mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als extrakardial zu interpretieren. Das
Koronarsystem sei nun wieder repariert und würde den Beschwerdeführer in keiner
Weise daran hindern, einer leichten Arbeit nachzugehen (IV-act. 4). Daraus ist zu
schliessen, dass die Thoraxschmerzen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
pektanginöser Genese sind und deshalb nicht als somatisch bedingte Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in Betracht fallen. Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich
die Herzkrankheit zwar verschlimmert hat. Dank invasiver Therapie konnte die
Herzleistungsfähigkeit jedoch wieder für leichte Tätigkeiten hergestellt werden. Deshalb
ist allein die Tatsache, dass ein weiterer Stent hat implantiert werden müssen, noch
nicht massgebend für die Leistungsbeurteilung. Diese ist abhängig von der gezeigten
Leistungsfähigkeit und den EKG-Werten nach dem Eingriff sowie weiteren
Untersuchungsergebnissen. Diese Tests haben eine normale Leistungsfähigkeit
gezeigt, weshalb die Arbeitsfähigkeitsschätzung des begutachtenden Internisten
nachvollziehbar ist. Darauf kann abgestellt werden.
2.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, aus psychischer Hinsicht sei keine
Besserung seines Gesundheitszustandes eingetreten. Er habe sich wieder in
Behandlung geben müssen und leide weiterhin an einer depressiven Störung und
Angststörung. Der begutachtende Psychiater habe ihn ungenügend untersucht und
sich nicht mit den abweichenden Beurteilungen der Vorgutachten auseinandergesetzt.
Gemäss dem Gutachten des SMAB hat sich der psychiatrische Zustand des
Beschwerdeführers im Vergleich zum Gesundheitszustand im Jahr 2000 gebessert.
Während der Untersuchung sind dem psychiatrischen Gutachter zwar eine permanente
Bewegungsunruhe aufgefallen; psychomotorisch wirke der Beschwerdeführer
ausgeprägt nervös und innerlich unruhig. Im Gespräch (über einen Dolmetscher
erfolgt) habe er sich aber offen verhalten, ohne Zeichen von starker Hemmung,
Rückzug oder Simulation. Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeit und Konzentration
hätten nicht beobachtet werden können, ebenso wenig Störungen bei der
Wahrnehmung, den Denkabläufen beim Sprechen. Der Beschwerdeführer wirke ich-
bewusst, könne sich abgrenzen, leide aber unter dem Verlust an Autorität (innerhalb
der Familie), was er auf seine körperliche Erkrankung zurückführe. Die Fähigkeit zur
freien Willensbekundung sei beim Beschwerdeführer erhalten, eine Antriebsstörung im
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Sinn eines depressiven Hemmnisses sei nicht zu beobachten gewesen. Der
psychiatrische Gutachter verneint eine depressive Veränderung; abgesehen von einer
etwas eingeschränkten Schwingungsfähigkeit, habe er keine Hinweise finden können
für abgesetzte depressive Episoden. Anankastische Veränderungen oder phobische
Entwicklungen würden nicht bestehen. Das Bedürfnis nach nächtlichem Licht brennen
lassen - erwähnt in früheren Berichten im Zusammenhang mit einer festgestellten
Angstsymptomatik - habe der Beschwerdeführer bei der Abklärung nicht mehr
angegeben. Gestützt auf diese psychiatrischen Befunde wird im SMAB-Gutachten die
Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung gestellt und das Vorliegen
einer persistierenden Depression verneint. Die in den Vorbefunden beschriebene
psychoreaktive depressive Störung mittelschweren bis schweren Grades erachten die
Gutachter als abgeklungen. Aus der Selbstbeschreibung des Beschwerdeführers lasse
sich sodann keine rezidivierende depressive Störung ableiten, weil er von keinen
früheren depressiven Episoden berichtet habe. Es bestehe jedoch beim
Beschwerdeführer eine deutliche Beschäftigung mit körperlichen
Funktionsveränderungen, die ihn beunruhigen und ängstigen würden und ihn in den
Glauben versetzten, er sei so schwer krank, dass er nicht mehr arbeiten könne. Diese
Angst habe sich nicht ausräumen lassen. Auch aus psychiatrischer Sicht sei somit von
einer 100%ige Arbeitsfähigkeit auszugehen, wobei auf Grund der durchaus
beeinträchtigenden Ängste vor einer erneuten körperlichen Erkrankung die
Leistungsfähigkeit um 20 % eingeschränkt sei (IV-act. 59 - 11/32 ff.).
2.4 Es kann offen bleiben, ob das Explorationsgespräch zu wenig lange gedauert hat
bzw. ob die psychiatrische Untersuchung im SMAB ungenügend war, wie der
Beschwerdeführer rügen lässt. Denn wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen,
vermag die Einschätzung der Gutachter, der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers habe sich so verbessert, dass er in einer adaptierten Tätigkeit zu
80 % arbeitsfähig sei, angesichts des weiteren Verlaufs seit der Begutachtung nicht zu
überzeugen.
2.5 Auf Grund der im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen steht nämlich
fest, dass der Beschwerdeführer sich bereits wenige Monate nach der Begutachtung
wieder in psychiatrische Behandlung begeben musste. So hat er im Juli 2008 Dr. C._
aufgesucht. Dieser bestätigte am 6. September 2008, er habe beim Beschwerdeführer
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eine grosse Spannung, Besorgnis, Existenzängste und Ratlosigkeit feststellen können.
Die drohende Renteneinstellung habe zu einer speziell schwierigen Situation geführt,
welche die seelische Stabilität gefährde (G act. 1.3). Zwischen dem 17. November 2008
und dem 24. Februar 2009 befand sich der Beschwerdeführer in Behandlung in der
Psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene, St. Gallen. Die behandelnden Ärzte haben
in ihrem Bericht zu Handen der Beschwerdegegnerin vom 29. Dezember 2008 als
Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, eine
undifferenzierte Somatisierungsstörung sowie vor allem eine generalisierte
Angststörung angegeben. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 70% sei erreichbar, der
Zeitpunkt sei aber noch offen. Seit seiner Behandlung ab 17. November 2008 sei der
Beschwerdeführer zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 92). Im weiteren Verlauf kam es
Ende Februar 2009 zu einer psychischen Dekompensation mit Suizidgedanken und
Tabletteneinnahme mit Alkohol in suizidaler Absicht. Zur Stabilisierung der Situation
wurde der Beschwerdeführer in die stationäre Behandlung (Psychiatrische Klinik Wil)
überführt, die bis zum 7. April 2009 dauerte. Anschliessend wurde die Behandlung in
der Psychiatrischen Tagesklinik noch bis am 29. Mai 2009 fortgesetzt. Im
Austrittsbericht sind aus psychiatrischer Sicht als Diagnosen eine rezidiviere
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode sowie eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung angegeben worden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage (weiterhin)
100%. Eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Nachbehandlung finde in
Wil statt (G act. 19.1).
2.6 Vorliegend besteht somit ein klarer und unüberbrückbarer Widerspruch zwischen
der medizinischen Befundaufnahme und den leistungsbezogenen Schlussfolgerungen
des begutachtenden Psychiaters des SMAB vom 22. Mai 2008 sowie derjenigen der
behandelnden Ärzte des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen gemäss ihren Berichten
vom 29. Dezember 2008 und 28. Mai 2009. Die Zustandsbilder des Beschwerdeführers
werden dabei ganz unterschiedlich gezeichnet. Diese Differenz ist nicht mit der
Verwendung unterschiedlicher krankheitsbegrifflicher Prämissen erklärbar, indem etwa
die Beeinträchtigung ganz oder teilweise psychosozialen Faktoren zuzuschreiben wäre
(vgl. SVR 2007 IV Nr. 33 S. 118 E. 5.2 [I 738/05]). Wohl stellt sich die Frage, ob die
(wieder) aufgetretene rezidivierende depressive Episode sowie Angststörung lediglich
eine neue Entwicklung darstellt, die im vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigen
ist, weil sie nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 12. August 2008 eingetreten
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ist. Denn für die gerichtliche Beurteilung sind grundsätzlich die tatsächlichen
Verhältnisse bis Verfügungserlass massgebend (BGE 116 V 246 E. 1a). Indes sind
Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, soweit zu berücksichtigen, als sie mit
dem Streitgegenstand in einem engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind,
die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids bzw. der
Verfügung zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; Urteil des Bundesgerichts vom
27. Mai 2008 i/S. B [9C_24/2008] E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen).
2.7 Die Renteneinstellung ist hauptsächlich auf Grund des anfangs 2008 festgestellten
verbesserten psychischen Gesundheitszustandes erfolgt. Der weitere Verlauf der
psychischen Erkrankung mit der Verschlechterung des Gesundheitszustandes kann
deshalb nicht unberücksichtigt bleiben. Sodann hat sich die Verschlechterung bereits
nach Zustellung des Vorbescheids gezeigt (vgl. G act. 1.3). Der Verlauf der psychischen
Erkrankung lässt Zweifel aufkommen, ob die gutachterlich beobachtete Stabilisation
der psychischen Störung tatsächlich eingetreten und dauerhaft war und ob es danach
nur zu einer vorübergehenden Exazerbation eines chronischen Zustandes gekommen
ist (vgl. IV-act. 88). Unter diesen Umständen ist aus psychiatrischer Sicht eine
Verlaufsbegutachtung vorzunehmen, weil nicht mehr ohne Weiteres auf die
Einschätzungen des SMAB-Gutachtens abgestellt werden kann.
2.8 Zudem ist zu berücksichtigen, dass die begutachtenden Ärzte des SMAB in ihrer
Arbeitsfähigkeitsschätzung unter anderem darauf hingewiesen haben, dass zumindest
in einer Übergangsphase von einem Jahr mit einer verminderten Leistungsfähigkeit zu
rechnen sei, bis die Adaption an das normale Alltagsleben wieder gelungen sei. Zur
Eingliederungsfähigkeit haben sie denn auch ausgeführt, dass eine körperliche Re-
Konditionierung nötig sei, etwa im Rahmen eines stationären Rehabilitationsverfahrens
mit anschliessender beruflicher Austestung (IV-act. 59 - 17/32ff.). Ebenso hat der RAD-
Arzt Dr. F._ in seiner Stellungnahme vom 3. Juni 2008 darauf hingewiesen, dass die
verbleibende Arbeitsfähigkeit einzig nach einer Einarbeitungsphase realisiert werden
könne. Zu einem solchen Aufbautraining seien die medizinischen
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (IV-act. 60 und 70). Dies drückt aus, dass bereits bei
der Begutachtung 2008 eine Verwirklichung der medizinisch-theoretisch geschätzten
Arbeitsfähigkeit von weiteren medizinischen Massnahmen abhängig war. Will man also
auf die medizinisch theoretische Arbeitsfähigkeitsschätzung abstellen, wie dies die
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Beschwerdegegnerin getan hat, ohne die nötigen Re-Konditionierungsmass-nahmen
zu ergreifen, so fingiert man, dass diese zumutbaren und schadenmindernden
Vorkehren bereits ausgeschöpft worden sind. Ein solcher Gesundheitszustand ist aber
nur anrechenbar, wenn das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG
durchgeführt wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008 i/S. B.
[9C_24/2008] E. 2.3.3). Dies ist hier nicht der Fall. Zum Einfluss der psychischen
Erkrankung auf die Möglichkeit der Schadenminderung liegt keine ärztliche
Stellungnahme des SMAB vor.
2.9 Die Sache ist deshalb zur Klärung des medizinischen Tatbestands (Diagnose,
Bemessung der Arbeitsfähigkeit) und gegebenenfalls - im Hinblick auf ein Verfahren
gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG - einer fachärztlichen Stellungnahme zur
Eingliederungskapazität des Beschwerdeführers zurückzuweisen, bevor allenfalls im
Sinn von Art. 17 ATSG eine überwiegend wahrscheinliche anspruchserhebliche
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen angenommen werden kann. Sodann sind
je nach Ergebnis der zusätzlichen medizinischen Abklärung Massnahmen zur
beruflichen Eingliederung an die Hand zu nehmen. Der Grundsatz "Eingliederung vor
Rente" kommt nicht bloss bei der erstmaligen Anspruchsprüfung, sondern auch
anlässlich einer Leistungsrevision zum Tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April
2008 i/S. S. [9C_720/2007] E 4. mit Hinweisen).
3.
3.1 Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die angefochtene Verfügung vom
12. August 2008 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Die Sache ist
zu weiteren Abklärungen des Sachverhalts im Sinn der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3
Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
bis
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Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
3.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist praxisgemäss von einem vollen Obsiegen
auszugehen (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), weshalb der Beschwerdeführer einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Die Parteientschädigung bemisst sich
gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die bereits bewilligte unentgeltliche
Prozessführung gegenstandslos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG