Decision ID: edce592e-7d9e-5b27-9f5b-1ec995f89580
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y. ist aufgrund eines Unfalls im Februar 1979 ab Brustwarzenhöhe komplett
gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Am 13. Januar 2016 stellte er bei der
Kantonspolizei St. Gallen ein Gesuch um Erteilung (Verlängerung) der
Waffentragbewilligung für eine Faustfeuerwaffe. Zur Begründung führte er aus, in
Anbetracht der sehr schweren körperlichen Behinderung benötige er aus beruflichen
und privaten Gründen eine Waffe zum Eigenschutz. Er habe oft mit hohen
Geldbeträgen zu tun und es bestünde die Gefahr von Gewalt und Beraubung. Mit
Verfügung vom 14. März 2016 wies die Kantonspolizei das Gesuch ab.
B. Gegen diese Verfügung erhob A.Y. mit Eingabe vom 29. März 2016 Rekurs beim
Sicherheits- und Justizdepartment des Kantons St. Gallen. Das Departement wies mit
Entscheid vom 16. Februar 2017 den Rekurs ab mit der Begründung, die
Voraussetzungen von Art. 27 Abs. 2 lit. b des Waffengesetzes seien nicht erfüllt. Das
Interesse der öffentlichen Sicherheit an der Verweigerung der Bewilligung überwiege
die privaten Interessen von A.Y. an der Erteilung bzw. Verlängerung der
Waffentragbewilligung.
C. A.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 22. Februar 2017 zugestellten
Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 8. März 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
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Begehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der Entscheid der Vorinstanz
und die Verfügung der Kantonspolizei St. Gallen vollumfänglich aufzuheben und es sei
ihm die Waffentragbewilligung zu erteilen; allenfalls sei die Sache zur Ergänzung des
Sachverhalts und zu neuer Beurteilung an die Kantonspolizei St. Gallen
zurückzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 21. März 2017 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in der
Beschwerde wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 8. März 2017
rechtzeitig erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Da der angefochtene
Rekursentscheid an die Stelle der ihm zugrunde liegenden Verfügung der
Kantonspolizei St. Gallen vom 14. März 2016 getreten ist („Devolutiveffekt“, BGE 134 II
142 E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_166/2013 vom 27. Juni 2013 E. 1.1;
2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2), kann auf die Beschwerde, soweit damit die
Aufhebung der entsprechenden Verfügung beantragt wird, nicht eingetreten werden.
Unbeachtlich bleibt zudem der pauschale Verweis des Beschwerdeführers in der
Beschwerde auf seine Ausführungen im Rekurs gegen die Verfügung der verfügenden
Behörde an die Vorinstanz (act. 1 S. 7). Da aus einem solchen Verweis nicht
hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der vorinstanzliche Entscheid fehlerhaft
sein soll, genügt er den Anforderungen an eine Rechtsmittelbegründung nicht (vgl. statt
vieler VerwGE B 2013/76 vom 16. April 2014 E. 1, B 2012/19 vom 29. August 2012
E. 2.3; www.gerichte.sg.ch).
bis
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2.
2.1. Das Waffengesetz bezweckt die Bekämpfung des Waffenmissbrauchs (vgl. Art. 1
des Bundesgesetzes über Waffen, Waffenzubehör und Munition [Waffengesetz],
SR 514.54, WG). Nach Art. 3 WG ist das Recht auf Waffenerwerb, -besitz und -tragen
im Rahmen des Waffengesetzes gewährleistet. Insbesondere benötigt gemäss Art. 27
Abs. 1 WG eine Waffentragbewilligung, wer an öffentlich zugänglichen Orten, das
heisst in der Öffentlichkeit eine Waffe tragen will. Eine solche erhält nach Art. 27 Abs. 2
WG eine Person, wenn für sie kein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 WG besteht
(lit. a), sie glaubhaft macht, dass sie eine Waffe benötigt, um sich selbst oder andere
Personen oder Sachen vor einer tatsächlichen Gefährdung zu schützen (lit. b) und sie
eine Prüfung über die Handhabung von Waffen und über die Kenntnis der rechtlichen
Voraussetzungen des Waffengebrauchs bestanden hat (lit. c). Die Bewilligung wird von
der zuständigen Behörde des Wohnsitzkantons für eine bestimmte Waffenart und für
längstens fünf Jahre erteilt (Art. 27 Abs. 3 erster Satz WG).
Bei der Waffentragbewilligung handelt es sich um eine Dauerbewilligung im Sinn einer
Polizeierlaubnis, mit der festgestellt wird, dass dem Tragen einer Waffe der darin
vorgesehenen Art während der Bewilligungsdauer keine Hindernisse entgegenstehen.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt eine Waffentragbewilligung eine
tatsächliche Gefährdung voraus. Diese braucht nicht konkret zu sein; es genügt, wenn
für den Gesuchsteller aufgrund seiner Aufgabe oder Funktion, seiner
Lebensbedingungen oder aufgrund anderer besonderer Umstände ein spezielles Risiko
bzw. eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Gefahrensituation besteht. Das Tragen
der Waffe muss zum Schutz des Gesuchstellers oder zum Schutz von Dritten geboten
erscheinen; es ist indes nur dann gerechtfertigt, wenn der Gefahr eines Angriffs nicht
auf andere zumutbare Weise begegnet werden kann (BGer 2C_246/2011 vom
23. August 2011 E. 3.1; 2C_547/2008 vom 26. Januar 2009 E. 2.3; 2A.203/2002 vom
29. August 2002 E. 2.4; 2A.26/2001 vom 1. Mai 2001 E. 3a; 2A.411/2000 vom 22. März
2001 E. 2b).
2.2. Die erstmals am 19. Dezember 2000 erteilte Waffentragbewilligung war insofern
befristeter Natur, als sie gestützt auf Art. 27 Abs. 3 erster Satz WG bereits damals für
die gesetzliche Maximalfrist von fünf Jahren erteilt und gemäss den Ausführungen des
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Beschwerdeführers jeweils um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Selbst wenn dies
zutrifft – die geltend gemachten Bewilligungen befinden sich nicht bei den Akten –
würde die Berufung des Beschwerdeführers auf Treu und Glauben bereits an der
Voraussetzung der fehlenden Vertrauensgrundlage bzw. an der fehlenden Zusicherung
einer Verlängerung bzw. Erneuerung der Bewilligung scheitern. Als
Anspruchsgrundlage für die Weitergewährung der Bewilligung fällt der
Vertrauensschutz von vornherein ausser Betracht (so bereits VerwGE B 2015/293 vom
30. Mai 2017 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch).
2.3. Streitig ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer die in Art. 27 Abs. 2 lit. b WG
umschriebene Voraussetzung (sog. Bedürfnisklausel) für den Erhalt einer
Waffentragbewilligung erfüllt. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum
Schluss, eine tatsächliche Gefährdung liege bei der mit der Ausübung des
Anwaltsberufs allenfalls verbundenen erhöhten potentiellen Gefährdung nicht vor. Oft
werde ein Anwalt in einer Konfliktsituation beigezogen und die Anwaltstätigkeit sei die
Interessenwahrung seines Klienten. Dies führe zwangsläufig zu einer exponierten
Position. Dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Spezialisierung im Bereich von
Sanierungen und Unternehmerscheidungen im Vergleich mit anderen Rechtsanwälten,
welche in anderen Rechtsgebieten tätig seien, erheblich über dem Durchschnitt
gefährdet sei, sei nicht erkennbar. Seine körperliche Behinderung ändere daran nichts.
Für den Beschwerdeführer bestünden für den Fall, dass er bei der Ausübung seines
Berufs einmal in eine bedrohliche Lage komme, mögliche Alternativen zu einer Waffe,
wie beispielsweise ein bewilligungsfreies Pfefferspray oder die Beauftragung einer
Sicherheitsfirma für die Begleitung bei der Arbeit in gefährlich eingeschätzten
Situationen. Im Übrigen erhole sich bei einer korrekten Anwendung des Pfeffersprays
ein Angreifer entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht bereits nach wenigen
Minuten (vgl. act. 2/2).
2.4. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, nach seinem Unfall im
Februar 1979 und der daraus folgenden kompletten Querschnittlähmung auf Brusthöhe
habe er in verschiedener Hinsicht diverse negative Erfahrungen im privaten und im
geschäftlichen Bereich machen müssen. Exemplarisch führt er vier Vorfälle auf: So
habe er Mitte der 80er Jahre ein Ausweisungsverfahrens gegen einen stadtbekannten
gewalttätigen Prozessquerulanten geführt; dieser habe ihn in seinem Büro geradezu
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überfallen. Alleine sein psychologisches Geschick habe dazu geführt, dass er nach
einem mehrstündigen Gespräch Schlimmstes habe verhindern können. Etwa zwei
Jahre später sei er am Gübsensee beim Fischen von jungen Erwachsenen angepöbelt
worden mit dem Inhalt, man sei sehr daran interessiert zu erfahren, ob er so gut
schwimmen könne, wie die Fische. Es sei sein grosses Glück gewesen, dass ihm eine
Gruppe Jogger zu Hilfe geeilt seien. Anfang der 90er Jahre sei er am Bahnhof von
einem bahnhofgewohnten „Wegelagerer“ attackiert und um Geld „gebeten“ worden.
Nachdem er die Herausgabe von Geld verweigert gehabt habe, sei er auf wüsteste Art
beschimpft und körperlich malträtiert worden. Schliesslich sei an einer Raststätte allein
sein Geschäfts- und Wohnmobil überfallen, und er mit seiner Familie begast und
beraubt worden, obwohl die ganze Raststätte mit sehr zahlreichen LKW’s und
Wohnmobils dicht besetzt gewesen sei. Das mehr als deutliche Invalidenzeichen am
Auto habe offensichtlich nicht zu einer Hemmung der Täter geführt, sondern im
Gegenteil zum entsprechenden Entscheid der Täter geführt. Neben dem begründeten
deutlich höheren Gefährdungspotential einer behinderten Person stelle die Verbindung
und der Aktionskreis dieser behinderten Person mit der Aufgabenstellung und
vermeintlichen Macht einer exponierten Anwaltstätigkeit eine latente tatsächliche
Gefährdung dar, die nicht zu unterschätzen und die mit einer normalen anwaltlichen
Tätigkeit einer gesunden Person auch nicht zu vergleichen sei. Er sei in seiner Situation
weder in der Lage, einen Schutzhund zu halten, noch ihn auszubilden. Weiter sei in
einer Gefahrensituation wohl kaum mit dem rechtzeitigen Eintreffen der Polizei zu
rechnen, sofern der Betroffene überhaupt noch in der Lage sei, diese zu rufen. Der
Einsatz eines Pfeffersprays setze schliesslich voraus, dass sich der Betroffene alsdann
mit Sicherheit und problemlos aus der Gefahrenzone zurückziehen könne; dies sei bei
ihm offensichtlich und klarerweise nicht möglich. Fakt sei, dass er mit seiner
kompletten Lähmung ab Brustwarzenhöhe in verschiedensten Lebensbereichen – ob
privat oder geschäftlich, vor allem in Verbindung mit seinem Aktionsradius und seiner
Exponiertheit – einem ausserordentlichen Gefahrenpotential in sehr konkreter Form
ausgesetzt sei, was ihm der Alltag mehr als deutlich beweise (vgl. act. 1).
Soweit der Beschwerdeführer die Ansicht vertritt, weitere Fälle deswegen nicht
schildern zu können, da dies das Bank- und Anwaltsgeheimnis verletzen würde, gilt
Folgendes festzuhalten: Das Berufsgeheimnis verbietet es dem Anwalt, Geheimnisse
zu offenbaren, die ihm infolge seines Berufes anvertraut wurden oder die er in dessen
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Ausübung wahrgenommen hat. Verpönt ist jedes Zugänglich-Machen der geheim
zuhaltenden Tatsachen an Unberufene. Dennoch macht das Anwaltsgeheimnis das
Glaubhaftmachen einer tatsächlichen Gefährdung im Sinne von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG
nicht generell unmöglich: Zum einen kann der Anwalt unter bestimmten Umständen
durch Einwilligung des Klienten oder – nach Vornahme einer Güterabwägung – durch
Bewilligung der zuständigen Behörde von seiner Geheimhaltungspflicht entbunden
werden. Zum anderen ist nicht ersichtlich, warum eine Gefährdung nicht ohne
Verletzung des Berufsgeheimnisses – etwa durch Schilderung der gefährlichen
Ereignisse in anonymisierter Form usw. – glaubhaft gemacht werden kann (vgl. BGer
2A.26/2001 vom 1. Mai 2001 E. 3c).
2.5. Der Beschwerdeführer benötigt zur Ausübung seines Berufes grundsätzlich keine
Waffe und der Schutz von Personen gehört nicht zu den Aufgaben eines Anwaltes.
Daran ändert auch sein Tätigkeitsgebiet nichts. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der
Beschwerdeführer dadurch einer grösseren Gefährdung ausgesetzt sein sollte, wie
beispielsweise ein Anwalt, welcher in hochstrittigen, häufig sehr emotionalen
familienrechtlichen Streitigkeiten oder in Straffällen involviert ist. Die von ihm
aufgeführten Vorfälle hingen zudem nicht mit der Ausübung seiner Anwaltstätigkeit
zusammen und liegen über 25 Jahre zurück. Soweit der Beschwerdeführer am 14. Juni
2012 im Ausland Opfer eines besonders schweren Falls des Diebstahls wurde (vgl.
act. 2/4), ist zu berücksichtigen, dass der Waffentragschein lediglich für die Schweiz
Gültigkeit hat.
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass Personen mit einer Behinderung leichter Opfer
eines Übergriffs werden können, da sie sich – sei es aufgrund einer körperlichen
Einschränkung oder aufgrund einer geistigen Behinderung – schlechter zur Wehr
setzen können. So erscheint beispielsweise ein Fluchtversuch bei Personen mit derart
schwerwiegenden körperlichen Behinderungen, wie sie der Beschwerdeführer hat, in
gewissen Situationen geradezu als illusorisch. Der Argumentation des
Beschwerdeführers folgen, würde im Ergebnis jedoch bedeuten, dass (fast) jeder
Person im Rollstuhl aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen eine
Waffentragbewilligung erteilt werden müsste. Zwar ist allgemein- und
gerichtsnotorisch, dass die Polizei oft nicht innert nützlicher Frist eingreifen kann, um
akut bedrohte Personen wirksam zu schützen (vgl. BGer 2C_246/2011 vom 23. August
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2011 E. 3.3). Einer auftretenden allfälligen konkreten Bedrohung kann aber ebenso mit
anderen Mitteln als einer Waffe, etwa einem Pfefferspray oder ähnlichen Mittel, das
bewilligungsfrei mitgeführt werden darf, angemessen begegnet werden. Dies drängt
sich umso mehr auf, als allgemein bekannt ist, dass das Tragen im Allgemeinen bzw.
der Einsatz einer Schusswaffe bei Streitigkeiten und Handgreiflichkeiten im Speziellen
zu fatalen Folgen führen kann. Dass der Einsatz der Schusswaffe, wie der
Beschwerdeführer ausführt, bei ihm nicht im Vordergrund stehe, sondern nur als letzten
Ausweg („ultima ratio“) in Frage komme, spielt dabei keine Rolle. Eine Waffe kann auch
in den Händen eines ehrlichen und rechtschaffenen Bürgers eine erhebliche Gefahr für
die öffentliche Sicherheit darstellen. Im Interesse dieser Sicherheit ist daher die Zahl
der Personen, die dazu berechtigt sind, in der Öffentlichkeit eine Waffe zu tragen, klein
zu halten und auf solche Personen zu beschränken, für die das Tragen einer Waffe
effektiv das geeignetste Mittel darstellt, um sich vor einer tatsächlichen Gefahr wirksam
zu schützen. Im Übrigen ist die Wirkung eines Pfeffersprays für jeden Angreifer sehr
schmerzhaft und setzt diesen für längere Zeit ausser Gefecht, egal, ob der Wirkstoff in
die Augen gelangt, eingeatmet wird oder mit der Haut in Kontakt kommt. Hinzu kommt,
dass gewisse Pfeffersprays eine Reichweite von über drei Metern haben, jedoch keine
solch gravierende Verletzungen wie das Abfeuern einer Faustfeuerwaffe nach sich
ziehen können; im Gegenteil: Gesundheitliche Nebenwirkungen beim Einsatz eines
Pfeffersprays sind nicht bekannt und der Angreifer trägt folglich keine Spätschäden
davon.
2.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Schluss der Vorinstanz, die
Voraussetzungen von Art. 27 Abs. 2 lit. b WG seien nicht erfüllt und das Interesse der
öffentlichen Sicherheit an der Verweigerung der Bewilligung überwiege die privaten
Interessen des Beschwerdeführers an der Erteilung bzw. Verlängerung der
Waffentragbewilligung, nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist dementsprechend
abzuweisen.
3. (...).
(...).
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