Decision ID: 47fed823-0c91-5300-83fe-335691374fc2
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Aufgrund der am 21. Dezember 2007 beschlossenen Revision des Bun-
desgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10; neue Spi-
talfinanzierung) mussten für das Jahr 2012 die Basisfallwerte für stationäre
Spitalbehandlungen (Fallpauschale für eine Behandlung bei Schweregrad
1.0 gemäss der Tarifstruktur SwissDRG [DRG = Diagnosis Related
Groups]; im Folgenden: Basisfallwert oder Baserate) bestimmt werden.
Der Schweizerische Verein Balgrist (im Folgenden: auch Beschwerdegeg-
ner) vereinbarte mit den Krankenversicherungen Helsana Versicherungen
AG, Sanitas Grundversicherungen AG, KPT und deren Tochtergesellschaf-
ten (im Folgenden: Einkaufsgemeinschaft HSK) für die von ihm getragene
Universitätsklinik Balgrist (im Folgenden: auch Balgrist) für das Jahr 2012
einen Basisfallwert von CHF 10'450.-. Mit den Krankenversicherungen As-
sura Kranken- und Unfallversicherung und Supra Krankenversicherung (im
Folgenden: Einkaufsgemeinschaft Assura/Supra) wurde für Balgrist ein Ba-
sisfallwert von CHF 10'500.- vereinbart. Zwischen dem Beschwerdegegner
und 47 durch die tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherungen (im
Folgenden: Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse, tarifsuisse oder Beschwer-
deführerinnen) kam kein Vertrag zustande (Akten der Vorinstanz [V-act.];
Beilagen 1 und 2 zur Vernehmlassung der Vorinstanz vom 30. Mai 2013
(Akten im Beschwerdeverfahren C-2259/2013 [im Folgenden: BVGer
C-2259/2013 act.] 16).
A.a Mit Beschluss vom 7. Dezember 2011 (im Folgenden: RRB 1493/2011)
setzte der Regierungsrat für die Dauer des Verfahrens betreffend Tarifge-
nehmigung respektive -festsetzung provisorische Basisfallwerte in der
Höhe von CHF 9'500.- für nicht-universitäre Spitäler und CHF 11'400.- für
die Universitätsspitäler fest (V-act. [Beilagen 1 und 2 zu BVGer
C-2259/2013 act. 16]).
A.b Am 15. März 2012 liess die Universitätsklinik Balgrist die Genehmi-
gung der mit den Einkaufsgemeinschaften HSK und Assura/Supra ge-
schlossenen Verträge und – soweit keine Tarifverträge zustande gekom-
men waren – die Festsetzung eines Basisfallwertes von CHF 10'900.- be-
antragen. Tarifsuisse liess am gleichen Tag die Festsetzung des Basisfall-
wertes auf höchstens CHF 7'662.- beantragen. Die Notwendigkeit, gegen-
über den Grundversorgungsspitälern einen höheren Basisfallwert festzu-
setzen, begründete Balgrist damit, dass die Tarifstruktur SwissDRG ihr An-
gebot an innovativer und hochspezialisierter Medizin und entsprechenden
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Lehrstühlen nicht sachgerecht abbilden könne. Tarifsuisse begründete die
Höhe des von ihr beantragten Basisfallwertes im Wesentlichen mit ihrem
eigenen Betriebsvergleich der Akutspitäler, wonach die Kosten von Balgrist
auf dem Niveau der Grundversorgungsspitäler lägen (V-act. [Beilagen 1
und 2 zu BVGer C-2259/2013 act. 16]).
A.c Die Gesundheitsdirektion holte im Verwaltungsverfahren Stellungnah-
men der SwissDRG AG und der Preisüberwachung ein. Die SwissDRG AG
teilte im Wesentlichen mit, spezifische Aussagen zur Abbildungsgenauig-
keit der Tarifstruktur bezüglich universitärer orthopädischer Spezialkliniken
liessen sich kaum machen. Die Preisüberwachung empfahl, die abge-
schlossenen Verträge nicht zu genehmigen und den Basisfallwert von
Balgrist auf höchstens CHF 8'178.- festzusetzen (V-act. [Beilagen 1 und 2
zu BVGer C-2259/2013 act. 16]).
A.d Mit Schreiben vom 21. November 2012 wurden die Tarifpartner zur
Schlussstellungnahme eingeladen. Dabei wurden ihnen die «Eckwerte der
Tariffestsetzung» sowie die für die einzelnen Spitäler geplanten Basisfall-
werte eröffnet. Für Balgrist wurde die Festsetzung eines Besisfallwertes
von CHF 10'320.- in Aussicht gestellt. In ihrer Schlussstellungnahme hielt
Balgrist an ihrem Antrag fest. Tarifsuisse schloss sich der Empfehlung der
Preisüberwachung an und beantragt in ihrer Schlussstellungnahme einen
Basisfallwert von CHF 8'178.- (V-act. [Beilagen 1 und 2 zu BVGer
C-2259/2013 act. 16]).
B.
Mit Beschluss vom 13. März 2013 (V-act. [Beilagen 1 und 2 zu BVGer
C-2259/2013 act. 16]; im Folgenden: RRB 278/2013) setzte der Regie-
rungsrat des Kantons Zürich die Basisfallwerte für Zürcher Spitäler, für wel-
che kein behördlich genehmigter Tarifvertrag vorlag, mit Wirkung ab 1. Ja-
nuar 2012 fest. Der Basisfallwert der Klinik Balgrist (für Schweregrad 1.0
einschliesslich Investitionsanteil) für die stationäre Spitalbehandlung von
obligatorisch krankenversicherten Patientinnen und Patienten wurde auf
CHF 10'320.- festgesetzt. Für unbewertete DRGs wurde eine Tagespau-
schale von CHF 2'533.- festgesetzt. Im gleichen RRB wurden die von der
Universitätsklinik Balgrist mit den Einkaufsgemeinschaften HSK und As-
sura/Supra vereinbarten Verträge genehmigt.
Zur Begründung des Tariffestsetzungsentscheides führte die Vorinstanz im
Wesentlichen aus, für Universitätsspitäler (Erwachsene), universitäre Kin-
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derspitäler bzw. Kinderkliniken, nicht-universitäre Spitäler sowie Geburts-
häuser seien je separate Benchmarking-Kategorien zu bilden, da mit den
SwissDRG-Fallpauschalen noch nicht alle Kostenunterschiede zwischen
verschiedenen Spitälern sachgerecht abgebildet seien. Als Universitätsspi-
tal mit einer hohen Spezialisierung und einer Leistungspflicht am Ende der
medizinischen Versorgungskette könne eine tarifäre Gleichbehandlung der
Universitätsklinik Balgrist mit nicht-universitären Spitälern nicht erfolgen.
Da die Orthopädie in der SwissDRG-Tarifstruktur 1.0 besser abgebildet sei
als das Leistungsspektrum der grossen Universitätsspitäler, sei auch eine
tarifäre Gleichbehandlung mit jenen ausgeschlossen. Es lägen keine An-
zeichen für eine unwirtschaftliche Leistungserbringung der Universitätskli-
nik Balgrist vor. Zur Bestimmung des Basisfallwertes der Universitätsklinik
Balgrist sei es sachgerecht, auf deren eigene schweregradbereinigte Fall-
kosten von CHF 9'175.- aus dem Jahr 2010 abzustellen. Unter Berücksich-
tigung eines Zuschlagsfaktors von 12.49% (Investitionskosten, Teuerung
und Auswirkungen der Besoldungsrevision) resultiere ein Basisfallwert von
CHF 10'320.-.
C.
Im Namen der 47 im Rubrum aufgeführten Krankenversicherer liess die
Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse, vertreten durch Rechtsanwalt Vincent
Augustin, am 22. April 2013 gegen den RRB 278/2013 Beschwerde erhe-
ben (BVGer C-2259/2013 act. 1). Die beschwerdeführenden Krankenver-
sicherer beantragten – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss
Gesetz – die Aufhebung von Ziffer I des RRB 278/2013 (Tariffestsetzun-
gen) und die antragsgemässe Neufestsetzung der Basisfallwerte. Für die
Universitätsklinik Balgrist sei rückwirkend ab 1. Januar 2012 ein Basisfall-
wert von CHF 8'187.-, eventuell höchstens CHF 8'974.- festzusetzen. Im
Weiteren sei Ziffer III des angefochtenen Beschlusses bezüglich Tages-
pauschalen für unbewertete DRG aufzuheben, und diese sei auf höchstens
CHF 2'006.- festzusetzen.
Zur Begründung wurde insbesondere vorgebracht, der festgesetzte Tarif
sei unwirtschaftlich und eine spezielle Benchmarking-Kategorie könne nur
für das USZ und das universitäre Kinderspital akzeptiert werden. Nach dem
revidierten Recht gelte nicht mehr das Kostenabgeltungsprinzip. Die Er-
mittlung und Ausscheidung der Kosten der Forschung und universitären
Lehre sei nicht sachgerecht und transparent erfolgt. Aufgrund der mangel-
haften Datenlieferung sei ein Intransparenzabzug vorzunehmen. Zur Be-
gründung der Höhe der beantragten Baserate verwies Tarifsuisse auf die
Berechnung und Empfehlung der Preisüberwachung.
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D.
Mit Eingabe vom 30. Mai 2013 (BVGer C-2259/2013 act. 16) reichte die
Vorinstanz ihre Vernehmlassung zur Beschwerde der tarifsuisse ein und
beantragte deren Abweisung, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begrün-
dung wurde im Wesentlichen auf den angefochtenen Entscheid verwiesen
und vorgebracht, die dem Entscheid zugrunde liegenden Kosten- und Leis-
tungsdaten seien im Verwaltungsverfahren transparent gemacht, jedoch
nicht bestritten worden. Einwendungen, welche sich gegen das verwen-
dete Datenmaterial richteten, hätten spätestens im Rahmen der Schluss-
stellungnahmen vorgebracht werden müssen und seien verspätet. Die
benchmarking-relevanten Betriebskosten der Zürcher Spitäler seien sach-
gerecht aufgrund von zuverlässigem Datenmaterial ermittelt worden, und
das Benchmarking sei sachgerecht erfolgt.
E.
Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2013 (BVGer C-2259/2013 act. 23)
beantragte der Beschwerdegegner im Hauptantrag die Abweisung der Be-
schwerde der tarifsuisse und die Feststellung, dass die Fallpauschale
(recte Basisfallwert) der Universitätsklinik Balgrist mindestens
CHF 10'320.- betrage. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Festsetzung
des für Balgrist ab 1. Januar 2012 massgebenden Basisfallwertes an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerde der
tarifsuisse sei nicht ausreichend substantiiert. Da sich Balgrist nicht mit den
nicht-universitären Spitälern vergleichen lasse, und aufgrund des Gebotes,
Ungleiches ungleich zu behandeln, sei die Festsetzung aufgrund der eige-
nen Kosten die einzige sachgerechte Möglichkeit zur Bestimmung des Ta-
rifs dieses Spitals. Die Kosten der Forschung und universitären Lehre seien
ausgeschieden worden. Die Ausscheidung entspreche den tatsächlichen
Erträgen, welche Balgrist vom Kanton, aus Drittmitteln und weiteren Zu-
wendungen erhalten habe. Die konkrete Bestimmung der Kosten der For-
schung und universitären Lehre sei nicht möglich. Intransparenzabzüge
seien nach revidiertem Recht nicht zulässig. Die Klinik Balgrist erfülle einen
universitären Leistungsauftrag, weshalb ein Zuschlag wegen innovativer
Medizin und hochkomplexer Fälle vorzunehmen sei. Bei der Tariffestset-
zung, welche auf den eigenen Kosten basiere, sei der Universitätsklinik
Balgrist, welche effizient arbeite, zur Ermöglichung eines Gewinnes und
zur Bildung einer Schwankungsreserve ein Zuschlag zuzugestehen.
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Sein Interesse am Antrag auf Feststellung der Höhe des Basisfallwertes
begründete der Beschwerdegegner mit einem Antrag des Verbandes Zür-
cher Krankenhäuser im Beschwerdeverfahren C-2277/2013 gegen densel-
ben Beschluss. In jener Beschwerde wurde die Aufhebung des Festset-
zungsentscheides und die Zurückweisung an die Vorinstanz zur Neufest-
setzung fälschlicherweise auch im Namen des Beschwerdegegners bean-
tragt.
F.
Mit Zwischenverfügung vom 27. Juni 2013 (BVGer C-2259/2013 act. 24)
trennte die Instruktionsrichterin die Beschwerden der tarifsusisse gegen
diejenigen Spitäler, welche ihrerseits auch Beschwerde erhoben hatten,
vom Verfahren ab, um sie jeweils mit den Gegenbeschwerden zu vereinen.
Soweit sich die Beschwerde der tarifsuisse gegen Spitäler richtet, welche
selbst keine Beschwerde erhoben hatten (wie vorliegend Balgrist), wurde
sie unter der Verfahrensnummer C-2259/2013 weitergeführt. Weitere Ver-
fahrensteilungen wurden vorbehalten.
G.
Der mit Zwischenverfügung vom 27. Juni 2013 von tarifsuisse eingefor-
derte und auf CHF 8'000.- festgesetzte Kostenvorschuss ging am
1. Juli 2013 bei der Gerichtskasse ein (BVGer C-2259/2013 act. 24 und
25).
H.
Der im Verfahren C-1698/2013 eingeholte Bericht der SwissDRG AG vom
16. September 2013 (inkl. Beilagen zur Berechnungsmethode, zur Erhe-
bung 2010 und betreffend Plausibilisierungen) wurde im vorliegenden Ver-
fahren zu den Akten genommen und den Verfahrensbeteiligten mit Verfü-
gung vom 3. Oktober 2013 zugestellt (BVGer C-2259/2013 act. 28 und 29).
I.
Auf Einladung der Instruktionsrichterin (Verfügung vom 3. Oktober 2013;
BVGer C-2259/2013 act. 29) reichte die Preisüberwachung am 5. Novem-
ber 2013 ihre Stellungnahme ein (BVGer C-2259/2013 act. 30). Sie erläu-
terte ihre Prüfmethodik. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung sei anhand einer
zweistufigen Methode durchzuführen. Dabei seien die relevanten Kosten
zu ermitteln und im Benchmarking zu vergleichen. Mit der Tarifstruktur
SwissDRG Version 1.0 seien die Voraussetzungen für ein gesamtschwei-
zerisches Benchmarking aller Spitäler gegeben. Obwohl dies in einem
DRG-Abgeltungssystem an sich systemfremd sei, solle das Benchmarking
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bei akutsomatischen Spitälern in der Einführungsphase in den Kategorien
Universitätsspitälern und nicht universitäre Spitäler erfolgen. Weitere Kate-
gorien seien nicht zuzulassen. Die Ausscheidung der Kosten der For-
schung und universitären Lehre sei nicht sachgerecht, weshalb ein Nor-
mabzug vorzunehmen sei. An ihrer im Verwaltungsverfahren für die Uni-
versitätsklinik Balgrist abgegebenen Tarifempfehlung hielt die Preisüber-
wachung fest.
J.
Auf Einladung der Instruktionsrichterin (Verfügung vom 11. Novem-
ber 2013; BVGer C-2259/2013 act. 31) nahm am 13. Dezember 2013 das
Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Fachbehörde Stellung (BVGer
C-2259/2013 act. 32). Das BAG machte in seiner Stellungnahme geltend,
die schweizweit einheitliche Tarifstruktur würde die Vergleichbarkeit der
Kosten der Leistungen, unabhängig vom Leistungserbringer, erlauben.
Grundsätzlich sei die differenzierte Bewertung unterschiedlicher Leistun-
gen durch die Tarifstruktur, welche tarifpartnerschaftlich vereinbart und vom
Bundesrat genehmigt worden sei, vorgegeben. Soweit die Tarifstruktur in
der Einführungsphase noch nicht ausreichend ausgereift sei und dazu
führe, dass die Leistungserbringung der Spitäler nicht sachgerecht vergü-
tet werde, liege es an den Spitälern, dies zu erklären und nachzuweisen.
K.
Mit Eingabe vom 30. Januar 2014 reichte die Vorinstanz ihre Schlussbe-
merkungen ein und hielt an ihrem Antrag fest, wobei zur Universitätsklinik
Balgrist keine spezifischen Ausführungen gemacht wurden (BVGer
C-2259/2013 act. 41).
L.
Am 3. Februar 2014 reichte der Beschwerdegegner seine Schlussbemer-
kungen ein (BVGer C-2259/2013 act. 44) und führte im Wesentlichen aus,
die Universitätsklinik Balgrist diene unter anderem der überregionalen Ver-
sorgung und der Gewährleistung schwierigster Behandlungen am Ende
der Versorgungskette. Die hochkomplexen Behandlungen seien von der
Tarifstruktur SwissDRG Version 1.0 nur teilweise abgebildet. Zur Bestim-
mung des Tarifs der Klinik Balgrist sei daher eine Einzelfallbeurteilung nö-
tig. Die Festsetzung auf der Basis der eigenen Fallkosten sei notwendig
und nicht KVG-widrig. Die Kosten der Forschung und universitären Lehre
seien ausgewiesen. Da die Erträge für Forschung und universitäre Lehre
von der Gesundheitsdirektion kostenbasiert festgelegt würden, bildeten
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diese die effektiven Kosten ab. Der von der Preisüberwachung vorgeschla-
gene Normabzug sei zu hoch.
M.
Am 5. Februar 2014 reichte die Beschwerdeführerin ihre Schlussstellung-
nahme ein und hielt an ihrem Antrag fest, wobei zur Universitätsklinik
Balgrist keine spezifischen Ausführungen gemacht wurden (BVGer
C-2259/2013 act. 45).
N.
Mit Instruktionsverfügung vom 18. Februar 2014 wurde der Schriftenwech-
sel unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen abgeschlossen
(BVGer C-2259/2013 act. 46).
O.
Mit Instruktionsverfügung vom 4. November 2014 wurde die Beschwerde
der tarifsuisse weiter aufgeteilt und – soweit die Universitätsklinik Balgrist
betreffend - unter der Verfahrensnummer C-6391/2014 weitergeführt
(BVGer C-2259/2013 act. 47; BVGer-act. 1).
P. Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die einge-
reichten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rah-
men der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-
nition, ob die Prozessvoraussetzungen gegeben sind und auf eine Be-
schwerde einzutreten ist.
1.1 Den angefochtenen RRB 278/2013 vom 13. März 2013 hat die Vo-
rinstanz gestützt auf Art. 46 Abs. 4 und Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Ge-
mäss Art. 53 Abs. 1 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen
nach Art. 46 Abs. 4 und Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde geführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zur
Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG).
1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss
Art. 37 VGG (SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach
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den Vorschriften des VwVG (SR 172.021). Vorbehalten bleiben allfällige
Abweichungen des VGG und die besonderen Bestimmungen des Art. 53
Abs. 2 KVG.
1.3 Angefochten ist der RRB 278/2013 vom 13. März 2013, mit welchem
der Regierungsrat einerseits über die Genehmigung vereinbarter Tarife
entschied und andererseits Tarife hoheitlich festsetzte. Streitgegenstand ist
die Festsetzung des Basisfallwertes der Universitätsklinik Balgrist gegen-
über den von der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse vertretenen Kranken-
versicherern.
1.4 Die Beschwerdeführerinnen sind primäre Adressatinnen des angefoch-
tenen Beschlusses und zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1
VwVG). Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist, nachdem
auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, einzutreten (vgl.
Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).
1.5 Die Beschwerdeführerinnen können im Rahmen des Beschwerdever-
fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs
oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-
dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-
messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG; zur Überprü-
fungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts bei Tariffestsetzungsbe-
schlüssen siehe BVGE 2014/3 E. 1.4; Urteil des BVGer C-2283/2013 vom
11. September 2014 [zur Publikation vorgesehen], E. 1.5).
2.
Am 1. Januar 2009 ist die KVG-Revision zur Spitalfinanzierung (Änderung
vom 21. Dezember 2007, AS 2008 2049) in Kraft getreten. Per 1. Januar
2012 wurde der Systemwechsel bei der Spitalfinanzierung vollzogen (vgl.
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. Dezember 2007 [Spitalfi-
nanzierung]). Der angefochtene Beschluss ist somit aufgrund des revidier-
ten KVG und dessen Ausführungsbestimmungen zu beurteilen.
2.1 Spitäler sind nach Art. 39 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 35) KVG zur
Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)
zugelassen, wenn sie die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzun-
gen gemäss Bst. a-c erfüllen, der von einem oder mehreren Kantonen ge-
meinsam aufgestellten Planung für eine bedarfsgerechte Spitalversorgung
entsprechen (Bst. d) und auf der nach Leistungsaufträgen in Kategorien
gegliederten Spitalliste des Kantons aufgeführt sind (Bst. e).
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2.2 Gemäss Art. 43 Abs. 1 KVG erstellen die (zugelassenen) Leistungser-
bringer ihre Rechnungen nach Tarifen oder Preisen. Nach Art. 43 Abs. 4
KVG werden Tarife und Preise in Verträgen zwischen Versicherern und
Leistungserbringern (Tarifvertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz be-
stimmten Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf
eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur
der Tarife zu achten.
2.3 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungser-
bringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver-
sicherer oder deren Verbände anderseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarif-
vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung
oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat
(Art. 46 Abs. 4 Satz 1 KVG). Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Ta-
rifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billig-
keit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 Satz 2 KVG).
2.4 Kommt zwischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifver-
trag zustande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten
den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG). Können sich Leistungserbringer und
Versicherer nicht auf die Erneuerung eines Tarifvertrages einigen, so kann
die Kantonsregierung den bestehenden Vertrag um ein Jahr verlängern.
Kommt innerhalb dieser Frist kein Vertrag zustande, so setzt sie nach An-
hören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 3 KVG).
2.5 Unter dem Titel "Tarifverträge mit Spitälern" bestimmt Art. 49 Abs. 1
KVG, dass die Vertragsparteien für die Vergütung der stationären Behand-
lung einschliesslich Aufenthalt und Pflegeleistungen in einem Spital (Art. 39
Abs. 1) oder einem Geburtshaus (Art. 29) Pauschalen vereinbaren. In der
Regel sind Fallpauschalen festzulegen. Die Pauschalen sind leistungsbe-
zogen und beruhen auf gesamtschweizerisch einheitlichen Strukturen. Die
Vertragsparteien können vereinbaren, dass besondere diagnostische oder
therapeutische Leistungen nicht in der Pauschale enthalten sind, sondern
getrennt in Rechnung gestellt werden. Die Spitaltarife orientieren sich an
der Entschädigung jener Spitäler, welche die tarifierte obligatorisch versi-
cherte Leistung in der notwendigen Qualität effizient und günstig erbringen.
2.6 Gestützt auf Art. 49 Abs. 2 KVG wurde von den Tarifpartnern und den
Kantonen die SwissDRG AG eingesetzt, die für die Erarbeitung und Wei-
terentwicklung der Tarifstruktur zuständig ist. Die Tarifstruktur und deren
Anpassungen sind vom Bundesrat zu genehmigen (Art. 49 Abs. 2 Satz 5
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KVG). Die ab 1. Januar 2012 im akutsomatischen Bereich anwendbare
Version 1.0 der Tarifstruktur SwissDRG wurde vom Bundesrat am 6. Juli
2011 genehmigt (Mitteilung des Bundesrates vom 6. Juli 2011: Bundesrat
genehmigt die neue Tarifstruktur SwissDRG).
2.7 Laut Art. 49 Abs. 3 KVG dürfen die Vergütungen nach Abs. 1 keine Kos-
tenanteile für gemeinwirtschaftliche Leistungen enthalten. Dazu gehören
insbesondere die Aufrechterhaltung von Spitalkapazitäten aus regionalpo-
litischen Gründen (Bst. a) sowie die Forschung und universitäre Lehre
(Bst. b).
2.8 Die Spitäler verfügen über geeignete Führungsinstrumente; insbeson-
dere führen sie nach einheitlicher Methode zur Ermittlung ihrer Betriebs-
und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer Leistungen eine Kosten-
rechnung und eine Leistungsstatistik. Diese beinhalten alle für die Beurtei-
lung der Wirtschaftlichkeit, für Betriebsvergleiche, für die Tarifierung und
für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kantonsregierung und die
Vertragsparteien können die Unterlagen einsehen (Art. 49 Abs. 7 KVG).
2.9 Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bundesrat in Zusammenarbeit
mit den Kantonen schweizweit Betriebsvergleiche zwischen Spitälern an,
insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität. Die Spitäler
und die Kantone müssen dafür die nötigen Unterlagen liefern. Der Bundes-
rat veröffentlicht die Betriebsvergleiche.
2.10 Gestützt auf Art. 43 Abs. 7 KVG hat der Bundesrat Art. 59c KVV er-
lassen (in Kraft seit 1. August 2007; AS 2007 3573). Nach dessen Abs. 1
prüft die Genehmigungsbehörde (im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG), ob der
Tarifvertrag namentlich folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif darf
höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken
(Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung
erforderlichen Kosten decken (Bst. b). Ein Wechsel des Tarifmodells darf
keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). Gemäss Art. 59c Abs. 3 KVV sind
diese Grundsätze bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 KVG sinngemäss an-
zuwenden.
3.
Umstritten ist die Höhe des von der Vorinstanz für die Universitätsklinik
Balgrist festgesetzten Basisfallwertes.
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Seite 14
3.1 Zur Festlegung der Tarife der Zürcher Spitäler wendete die Vorinstanz
verschiedene Methoden an. In den meisten Fällen basierte die Tariffestset-
zung auf Vergleichen der schweregradbereinigten Fallkosten der Spitäler
(Benchmarking). Die Vorinstanz befand, dass mit den damals vorhandenen
Tarifstrukturen (SwissDRG Version 1.0 und 2.0) und Kostendaten bis auf
Weiteres die Bildung von vier eigenständigen Benchmarking-Kategorien
sachgerecht sei. Dabei unterschied sie die Spitaltypen Universitätsspitäler
(Erwachsene), universitäre Kinderspitäler bzw. Kinderkliniken, nicht-uni-
versitäre Spitäler und Geburtshäuser. Bei der Ermittlung des Tarifs der
nicht-universitären Spitäler beschränkte die Vorinstanz ihr Benchmarking
auf die Spitäler im Kanton Zürich. Für die Bestimmung des Tarifs des Uni-
versitätsspitals Zürich (USZ) und des Kinderspitals Zürich verglich die Vo-
rinstanz schweregradbereinigte Fallkosten der Universitätsspitäler und der
universitären Kinderspitäler je separat. Bezüglich der Universitätsklinik
Balgrist befand die Vorinstanz, diese könne weder mit den Universitätsspi-
tälern noch mit den nicht-universitären Spitälern verglichen werden. Als
Spital mit einem universitären Lehrauftrag, einer hohen Spezialisierung
und einer Versorgungspflicht am Ende der Versorgungskette könne
Balgrist nicht mit den nicht-universitären Spitälern verglichen werden. An-
dererseits sei auch eine tarifäre Gleichbehandlung mit den grossen Univer-
sitätsspitälern ausgeschlossen. Aus diesem Grund sei zur Tariffindung auf
die eigenen schweregradbereinigten Fallkosten aus dem Jahr 2010 abzu-
stellen.
3.2 In ihrer Beschwerde führt tarifsuisse aus, der auf CHF 10'320.- festge-
setzte Tarif sei unwirtschaftlich. Ein von den übrigen Spitälern separiertes
Benchmarking sei nur für das Universitätsspital Zürich und das Kinderspital
sachgerecht. Nach dem revidierten Recht gelte nicht mehr das Kostenab-
geltungsprinzip, und die Tarifbestimmung aufgrund der eigenen Kosten sei
nicht zulässig. Beantragt wird die Festsetzung des Basisfallwertes der Uni-
versitätsklinik Balgrist bei CHF 8'187.-, eventuell höchstens CHF 8'974.-.
3.3 Die Universitätsklinik Balgrist macht im Verwaltungsverfahren und im
Beschwerdeverfahren geltend, sie lasse sich nicht mit den nicht-universi-
tären Spitälern vergleichen. Die Klinik erfülle einen universitären Leistungs-
auftrag. Sie diene sowohl der allgemeinen Versorgung der Bevölkerung
wie auch der Gewährleistung schwierigster Behandlungen am Ende der
Versorgungskette, wobei der Versorgungsauftrag überregional sei. Die Ta-
rifstruktur bilde hochkomplexe Behandlungen nur teilweise ab. Die Univer-
sitätsklinik Balgrist arbeite effizient. Aufgrund der fehlenden Vergleichbar-
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keit und des Gebotes, Ungleiches ungleich zu behandeln, sei die Festset-
zung aufgrund der eigenen Kosten die einzige sachgerechte Möglichkeit
zur Bestimmung des Tarifs dieses Spitals.
4.
In seinen Grundsatzentscheiden BVGE 2014/3 und Urteil C-2283/2013 hat
sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Genehmigung und Festset-
zung des Basisfallwerts für leistungsbezogene und auf der SwissDRG-Ta-
rifstruktur beruhende Fallpauschalen nach den Regeln des revidierten
KVG befasst.
4.1 Nach Art. 46 Abs. 4 KVG ist bei der Genehmigung von Tarifen eine
Wirtschaftlichkeitsprüfung erforderlich. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit ist
auch bei der Festsetzung zu beachten (Art. 32 KVG, BVGE 2014/3 E.
10.3.1 und 2010/25 E. 7).
4.2 Nach der Rechtsprechung zu Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG erfolgt die
Tarifbestimmung aufgrund eines Vergleichs mit anderen Spitälern, welche
die versicherte Leistung in der notwendigen Qualität effizient und günstig
erbringen (Benchmarking). Die Basisfallwerte haben sich an einem Refe-
renzwert zu orientieren. Im Grundsatzurteil BVGE 2014/3 hat das Bundes-
verwaltungsgericht festgestellt, dass zur Ermittlung und Auswahl dieser als
Referenz massgebenden Spitäler ein Fallkosten-Betriebsvergleich not-
wendig sei. Da verschiedene Voraussetzungen fehlten, lasse sich ein ide-
altypisches Benchmarking zur Zeit und insbesondere im Einführungsjahr
nicht realisieren. Auch in dieser Übergangszeit sei jedoch ein sachgerech-
tes, auf die vom Gesetzgeber angestrebten Ziele ausgerichtetes Bench-
marking zwingend erforderlich (BVGE 2014/3 E. 10).
4.3 Im System der neuen Spitalfinanzierung bilden die individuellen Kosten
der Spitäler die Grundlage zur Ermittlung des Referenzwertes, an welchem
sich die Basisfallwerte orientieren sollen. Da im neuen Recht kein Kosten-
abgeltungsprinzip gilt, hat der Basisfallwert aber nicht diesen spitalindivi-
duellen Kosten zu entsprechen (Urteil C-2283/2013 E. 3.1). Die frühere –
gestützt auf aArt. 49 Abs. 1 KVG entwickelte – Praxis zu den anrechenba-
ren Kosten ist somit nicht mehr anwendbar (BVGE 2014/3 E. 2.8.5, Urteil
C-2283/2013 E. 3.7).
4.4 Die Bestimmung, wonach Betriebsvergleiche nur unter vergleichbaren
Spitälern durchzuführen sind (aArt. 49 Abs. 7 KVG) ist im revidierten Recht
C-6391/2014
Seite 16
nicht mehr enthalten. Die möglichst hohe Transparenz und breite Ver-
gleichbarkeit der Spitaltarife gehörte zu den Zielsetzungen der Gesetzes-
revision. Das System der einheitlichen Tarifstruktur eröffnet grundsätzlich
die Möglichkeit von Betriebsvergleichen über die Grenzen der Spitaltypen
und -kategorien hinaus (Urteil C-2283/2013 E. 3.8).
4.5 Die festzusetzenden oder zu genehmigenden Basisfallwerte haben
sich an dem Referenzwert zu orientieren, müssen diesem aber nicht in je-
dem Falle entsprechen. Ausgehend vom Referenzwert können in begrün-
deten Fällen differenzierte Basisfallwerte verhandelt oder festgesetzt wer-
den. Spitalindividuelle Tarife sind unter der neuen Spitalfinanzierungsrege-
lung grundsätzlich möglich (Urteil C-2283/2013 E. 3.4).
4.6 Die Praxis, Spitäler mit vergleichbarer Situation in separaten Bench-
marking-Kategorien zu vergleichen, steht im Widerspruch zur Grundidee
eines schweizweiten, möglichst breit abgestützten Betriebsvergleichs und
ist für die künftige Entwicklung der Preisfindungspraxis wenig zielführend.
Zudem bereitet bereits die Kategorienbildung Schwierigkeiten. Der Ent-
scheid der Zürcher Kantonsregierung, in einer Einführungsphase für die
grossen Universitätsspitäler und die Kinderspitäler auf einen eigenen Be-
triebsvergleich abzustellen, wurde im Urteil vom 11. September 2014 i.S.
Stadtspitäler jedoch geschützt (Urteil C-2283/2013 E. 6.6).
4.7 Das Benchmarking hat grundsätzlich durch den Vergleich der schwe-
regradbereinigten Fallkosten (bzw. der benchmarking-relevanten Basis-
werte) der Spitäler zu erfolgen. Nur in Ausnahmefällen und unter besonde-
ren Voraussetzungen ist eine Orientierung an festgesetzten oder geneh-
migten Tarifen anderer Spitälern (Preisvergleich) zu tolerieren (BVGE
2014/3 E. 2.8.4.4, Urteil C-2283/2013 E. 6.7).
4.8 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sowohl bei der Ge-
nehmigung als auch bei der Festsetzung das Gebot der Wirtschaftlichkeit
und die Preisbildungsregel nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG zwingend zu
beachten sind. Die Tariffestsetzung einzig anhand der Kosten des betref-
fenden Spitals ist nicht ausreichend und nach neuem Recht nicht KVG-
konform. Die Bestimmung eines wirtschaftlichen Tarifs hat im Rahmen ei-
nes Vergleichs mit anderen Spitälern zu erfolgen. Dabei dienen in der Re-
gel die schweregradbereinigten Fallkosten möglichst vieler Spitäler als Ori-
entierungsbasis.
C-6391/2014
Seite 17
5.
Die Vorinstanz hat den Basisfallwert der Universitätsklinik Balgrist aufgrund
deren spitalindividuell kalkulierten Fallkosten des Jahres 2010 festgesetzt.
Im angefochtenen Beschluss wurde festgehalten, es lägen keine Anzei-
chen für eine unwirtschaftliche Leistungserbringung vor. Welche Prüfungen
vorgenommen wurden und worauf die Vorinstanz diese Aussage stützt, ist
dem angefochtenen Beschluss nicht zu entnehmen. Eine Orientierung an
Fallkosten oder geprüften Tarifen anderer Spitäler ist nicht erfolgt. Damit
steht fest, dass eine bundesrechtskonforme Wirtschaftlichkeitsprüfung bei
der Festsetzung des Basisfallwertes der Universitätsklinik Balgrist nicht er-
folgt ist.
5.1 Der Argumentation der Vorinstanz, weshalb auf ein Benchmarking zu
verzichten sei, kann nicht gefolgt werden. Spitalindividuelle Besonderhei-
ten schliessen die Notwendigkeit eines Vergleichs mit den übrigen Leis-
tungserbringern nicht aus. Indem das Gesetz eine Orientierung an den Re-
ferenzspitälern vorsieht, ist eine vergleichende Betrachtung auch unter-
schiedlicher Leistungserbringer sogar geboten. In diesem Rahmen kann
geprüft werden, ob allenfalls spitalindividuelle Besonderheiten zu einer dif-
ferenzierenden Tariffestlegung Anlass geben (Urteil C-2283/2013 E. 6.8).
5.2 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie davon absah, die Universi-
tätsklinik Balgrist in einem separaten Benchmarking mit den grossen Uni-
versitätsspitälern zu vergleichen. Als Grund für eine spezielle Behandlung
des Universitätsspitals Zürich (USZ) und des Kinderspitals wurde insbe-
sondere die Behandlung hochkomplexer Fälle am Ende der medizinischen
Versorgungskette angeführt. Eine Analyse der Vorinstanz zeigte eine Häu-
fung der hochdefizitären Fälle (Fälle mit einem Defizit von mehr als
CHF 30'000.- basierend auf einem hypothetischen Basisfallwert von
CHF 9'500.-) bei gewissen Spitälern. Als Vergleichsgrösse diente dabei
das Sockeldefizit, die Umrechnung des Verlusts eines Spitals aus seinen
hochdefizitären Fällen auf alle Fälle dieses Spitals. Die Sockeldefizite des
USZ und des Kinderspitals betragen CHF 2'800.- bzw. CHF 4'800.- und
liegen signifikant über dem Durchschnittswert aller Zürcher Spitäler, wel-
cher CHF 1'117.- beträgt. Das Sockeldefizit der Universitätsklinik Balgrist
liegt demgegenüber mit rund CHF 1'400.- nur leicht über dem Durchschnitt
und ist halb so gross wie dasjenige des USZ. Die besonderen Gründe, die
das Benchmarking in einer separaten Gruppe für jene Spitäler ausnahms-
weise rechtfertigten, sind bei der Universitätsklinik Balgrist somit nicht in
gleichem Ausmass vorhanden.
C-6391/2014
Seite 18
5.3 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Tariffestset-
zung der Universitätsklinik Balgrist nicht auf einem bundesrechtskonfor-
men Wirtschaftlichkeitsvergleich nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 beruht. Weder
das Abstellen auf die eigenen Kosten noch ein Vergleich mit dem USZ und
dem Kinderspital ist sachgerecht.
6.
Wenn bei der Tarifbestimmung für die Universitätsklinik Balgrist eine Tarif-
differenzierung gegenüber dem Referenzwert erfolgen soll, muss darge-
legt, geprüft und beurteilt werden, welche Gründe dies erforderlich ma-
chen. Ausserdem ist zu beurteilen, wie sich gegebenenfalls relevante Fak-
toren in quantitativer Hinsicht auf den Basisfallwert auswirken sollen. Als
Gründe für die Spezialbehandlung der Universitätsklinik Balgrist wurden
insbesondere die Komplexität der durchgeführten Behandlungen, die be-
sondere Stellung am Ende der medizinischen Versorgungskette, der über-
regionale Versorgungsauftrag und der universitäre Leistungsauftrag ge-
nannt. Bei der Tarifbestimmung der Universitätsklinik Balgrist ist nament-
lich auch Folgendes beachtlich.
6.1 Da die Kosten der Forschung und universitären Lehre nach Art. 49 Abs.
3 Bst. b KVG nicht in den Fallpauschalen enthalten sein dürfen, können
Mehrkosten, die in diesem Zusammenhang anfallen, keine taugliche Be-
gründung für spitalindividuelle Tarifdifferenzierungen bilden (C-2283/2013
E. 6.8.5; zum Begriff der Kosten der Forschung und universitären Lehre
vgl. Urteil C-2283/2013 E. 16).
6.2 Eine fehlerhafte Unterbewertung von DRGs in der Tarifstruktur würde
zu einer Benachteiligung derjenigen Spitäler führen, welche die entspre-
chenden Behandlungen überproportional häufig durchführen. Solche Män-
gel können alleine durch die Verbesserung der Tarifstruktur und nicht durch
eine Anpassung des Basisfallwertes behoben werden. Die Argumentation,
ein Spital erbringe Leistungen, welche aufgrund fehlbewerteter Kostenge-
wichte der Tarifstruktur SwissDRG 1.0 nicht ausreichend vergütet würden,
ist somit zur Begründung eines höheren Basisfallwert nicht geeignet
(C-2283/2013 E. 22.6).
6.3 Die unterschiedliche Verteilung aufwändiger und einfacherer Fälle der-
selben DRG auf die Leistungserbringer kann zu einer Fehlallokation der
Erlöse auf die Spitäler führen. Die Festlegung differenzierter Basisfallwerte
als Korrektiv dieses Effekts bildet keinen systemwidrigen Eingriff in die Ta-
C-6391/2014
Seite 19
rifstruktur (Urteil C-2283/2013 E. 22.7). Die Argumentation, ein Spital be-
handle aufgrund seiner Stellung am Ende der medizinischen Versorgungs-
kette gehäuft komplexe Fälle oder könne seine Tätigkeit nicht auf profitable
Fälle ausrichten, kann demnach geeignet sein, einen erhöhten Basisfall-
wert zu rechtfertigen. Allerdings kann die Notwendigkeit für eine entspre-
chende Tarifkorrektur nicht alleine aus der Zahl der defizitären oder hoch-
defizitären Fälle abgeleitet werden, da diese auch durch Ineffizienzen be-
dingt sein könnten. Es gilt nachzuweisen, welche Fälle behandelt und wel-
che aufgrund der Tarifstruktur nicht sachgerecht vergütet worden sind, wo-
bei nebst den defizitären auch die profitablen Fälle ausgewiesen werden
müssten (C-2283/2013 E. 22.7 f.).
6.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Grundsatzurteil
C-2283/2013 in E. 21.4 festgehalten, der Entscheid des Regierungsrates
des Kantons Zürich, für Spitäler mit und ohne Notfallaufnahme verschie-
dene Basisfallwerte festzulegen, bedeute keinen systemwidrigen Eingriff in
die Tarifstruktur und sei zumindest in der Einführungsphase vertretbar.
7.
Da eine bundesrechtskonforme Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht erfolgte, ist
die angefochtene Tariffestsetzung betreffend die Universitätsklinik Balgrist
aufzuheben. Eine Festsetzung des Basisfallwertes durch das Gericht, wie
von der Beschwerdeführerin beantragt, oder die Feststellung eines Min-
destbetrages für den Basisfallwert, wie vom Beschwerdegegner beantragt,
wäre aus verschiedenen Gründen nicht sachgerecht. Insbesondere sind
bei der Tariffestsetzung verschiedene Ermessensfragen zu entscheiden,
wofür primär die Kantonsregierung und nicht das Bundesverwaltungsge-
richt zuständig ist (BVGE 2014/3 E. 10.4 i. V. m. E. 3.2.7 und 10.1.4). Ge-
gen ein reformatorisches Urteil spricht zudem, dass das Bundesverwal-
tungsgericht als einzige Gerichtsinstanz urteilt (vgl. Art. 83 Bst. r BGG) und
die Parteien daher gegen den Festsetzungsbeschluss kein Rechtsmittel
ergreifen könnten, was mit Blick auf die Art. 29a BV verankerte Rechtsweg-
garantie problematisch erschiene.
8.
Tarifsuisse bemängelt in ihrer Beschwerde die vom Beschwerdegegner
vorgenommene Ausscheidung der Kosten der Forschung und universitä-
ren Lehre. Die vom Beschwerdegegner vorgenommene Ausscheidung der
Kosten der Forschung und universitären Lehre basiert nach dessen eige-
nen Angaben auf den Beträgen, welche vom Kanton, aus Drittmitteln und
C-6391/2014
Seite 20
weiteren Zuwendungen geleistet wurden. Zur Ausscheidung der gemein-
wirtschaftlichen Leistungen sind jedoch die tatsächlichen Kosten der uni-
versitären Lehre und Forschung möglichst realitätsnahe zu ermitteln oder
datenbasiert abzuschätzen (BVGE 2014/3 E. 6.4.4; Urteil C-2283/2013 E.
16.1.6). Nicht relevant für die Ausscheidung dieser Kostenanteile ist die
Höhe der unter diesem Titel empfangenen Leistungsvergütung, welche die
Spitäler vom Kanton oder anderen Stellen erhalten. Die gesetzlichen Vor-
gaben sind nicht erfüllt, wenn lediglich die Finanzierungsbeiträge ausge-
wiesen werden (BVGE 2014/3 E. 6.4.2). Bei der Bestimmung ihrer bench-
marking-relevanten Betriebskosten hat die Universitätsklinik Balgrist somit
die tatsächlichen Kosten der Forschung und universitären Lehre zu ermit-
teln, wobei die in Urteil C-2083/2013 E. 16 festgehaltenen Grundsätze be-
achtlich sind.
9.
Im angefochtenen Beschluss setzte die Vorinstanz für unbewertete DRG
gemäss Anlage 1 des Fallpauschalen-Katalogs SwissDRG - mit Ausnahme
von Leistungen, für die ein von der zuständigen Behörde genehmigter Ta-
rifvertrag vorliegt - eine Tagespauschale von CHF 2'533.- fest. Da die Be-
handlungen in diesen Bereichen hauptsächlich am USZ erfolgen, orien-
tierte sich die Vorinstanz bei deren Berechnung am Basisfallwert des USZ.
Die Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse beantragt die Festsetzung dieser Ta-
gespauschale bei höchstens CHF 2'006.-. Zur Begründung wird geltend
gemacht, die festgesetzte Tagespauschale für unbewertete Fallgruppen
sei unwirtschaftlich, da der für das USZ festgelegte Basisfallwert, von wel-
chem sie abgeleitet werde, unwirtschaftlich sei. Die Vorinstanz hält dem-
gegenüber an der Berechnung des Basisfallwertes für das USZ fest und
erachtet auch die davon abgeleitete Tagespauschale als wirtschaftlich. Der
im angefochtenen Beschluss festgesetzte Tarif für das USZ, von welchem
auch die für die Universitätsklinik Balgrist anwendbare Tagespauschale ab-
geleitet wurde, wird vorliegend nicht beurteilt. Aus diesem Grunde rechtfer-
tigt es sich, über das Begehren der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse erst
nach rechtskräftiger Festlegung des Tarifs für das USZ zu befinden und
vorliegend ein Teilurteil zu fällen.
10.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Antrag 1 der Beschwerde teil-
weise gutzuheissen ist. Der angefochtene Beschluss ist aufzuheben, so-
weit in Ziffer I 3 der Basisfallwert der Universitätsklinik Balgrist gegenüber
der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse festgesetzt wurde. Die Sache ist zur
C-6391/2014
Seite 21
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Abzuweisen ist der Antrag des Beschwerdegegners auf Feststellung
eines Mindestbetrages des Basisfallwertes. Der Antrag 2 der Beschwerde
wird in diesem Teilentscheid nicht beurteilt.
11.
Zu befinden ist abschliessend über die Verfahrenskosten und allfällige Par-
teientschädigungen.
11.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der
Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden
die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Den Vorinstanzen
werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die
Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache,
Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 63
Abs. 4bis VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitigkeit vgl.
BVGE 2010/14 E. 8.1.3). Das für die Kostenverteilung massgebende Aus-
mass des Unterliegens ist aufgrund der gestellten Rechtsbegehren zu be-
urteilen (MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar
zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Rz. 13
zu Art. 63). Dabei ist auf das materiell wirklich Gewollte abzustellen (MO-
SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43).
11.2 Tarifsuisse obsiegt, soweit die Aufhebung des Tariffestsetzungsbe-
schlusses bezüglich Balgrist beantragt ist. Sie unterliegt, soweit die Fest-
setzung des Basisfallwertes durch das Gericht beantragt ist. Die Universi-
tätsklinik Balgrist unterliegt, soweit im Hauptantrag die Feststellung der
Mindesthöhe des Basisfallwertes beantragt ist. Sie obsiegt mit ihrem Even-
tualantrag auf Rückweisung an die Vorinstanz zur Festsetzung des Basis-
fallwertes. Gemäss dem Urteil vom 11. September 2014 i.S. Tarifbestim-
mung der Stadtspitäler darf die Vorinstanz von einem Referenzwert von
CHF 9'460.- ausgehen (C-2283/2013 E. 19.2). Demgegenüber beantragte
tarifsuisse für die Universitätsklinik Balgrist Basisfallwerte von CHF 8'187.-
, eventuell höchstens CHF 8'974.-. Die Rückweisung an die Vorinstanz ist
vorliegend als je hälftiges Obsiegen beziehungsweise Unterliegen zu be-
trachten.
11.3 Das Beschwerdeverfahren C-6391/2014 wurde vom Beschwerdever-
fahren C-2259/2013 abgetrennt. Die Verfahrenskosten im abgetrennten
C-6391/2014
Seite 22
Verfahren werden auf CHF 4'000.- bestimmt. Die von den Beschwerdefüh-
rerinnen und vom Beschwerdegegner zu tragenden Kosten werden auf je
CHF 2'000.- festgesetzt.
11.4 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die obsiegende Partei Anspruch auf
eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver-
hältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Obsiegt die Partei nur teil-
weise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2
VGKE). Die Entschädigung wird der Körperschaft oder autonomen Anstalt
auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer
unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG).
11.5 Vorliegend sind die Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner im
gleichen Umfang als obsiegend bzw. unterliegend zu betrachten, weshalb
die Parteientschädigungen wettgeschlagen werden können.
12.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-
gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die
das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin-
dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzuläs-
sig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig.