Decision ID: 0a10ea4b-9805-462a-88b4-8e411e89a7f3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1960, absolvierte eine Lehre als Heizungsmonteur (Urk. 10/29) und war zuletzt als Geschäftsführer der Y._ GmbH tätig (Urk. 10/18 Ziff. 1 und Ziff. 2.7). Am 4. Dezember 2009 erlitt der Versicherte einen Reitunfall, wobei er sich Verletzungen an der linken Ferse, der Wirbelsäule sowie am rechten Fuss zuzog (Urk. 10/7/7-16 S. 7). Im November 2010 meldete er sich unter Hinweis auf Beschwerden am linken Sprunggelenk und an beiden Kniegelenken bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog unter anderem die Akten der Unfallversicherung (Urk. 10/7, Urk. 10/31, Urk. 10/44) bei und klärte die erwerblichen und medizi
nischen Verhältnisse ab. Am 14. Juni 2011 verneinte die IV-Stelle unter dem Hinweis darauf, dass sich der Versicherte aufgrund seiner persönlichen Situa
tion aktuell nicht in der Lage fühle, an beruflichen Massnahmen teilzunehmen, einen Anspruch auf entsprechende Massnahmen (Urk. 10/32). Die Unfallversi
cherung sprach dem Versicherten am 5. Oktober 2011 ausgehend von einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit von 27 % sowie einer Integritätseinbusse von 9.75 % eine Rente respektive eine Integritätsentschädigung zu (Urk. 10/44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/52) verneinte die IV-Stelle gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 27 % mit Verfügung vom 25. September 2012 (Urk. 10/55) einen Rentenanspruch.
1.2
Am 16. September 2015 ersuchte der Versicherte unter dem Hinweis, dass sich sein Gesundheitszustand zwischenzeitlich massiv verschlechtert habe, die IV
Stelle um erneute Rentenprüfung (Urk. 10/59). Mit Mitteilung vom 11. Februar 2016 (Urk. 10/86) informierte letztere den Versicherten darüber, dass aufgrund seines Gesundheitszustands zurzeit keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien. Sodann teilte sie ihm am 1. April 2016 mit, dass zur Klärung seiner Leistungsansprüche eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung in den Fachrichtungen Allgemeine/Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie und Neuropsychologie notwendig sei (Urk. 10/92), womit sich der Versicherte einverstanden erklärte (Urk. 10/96).
Die Auftragsvergabe erfolgte anschliessend via die Plattform SuisseMED@P (Urk. 10/101-103). Am 2. Mai 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass mit der Begutachtung die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Z._ AG beauftragt werde, wobei als Gutachter Dr. med. A._ (Allgemeine Innere Medizin), Dr. phil. B._ (Neuropsychologie), Dr. med. C._ (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) und med. pract. D._ (Psychiatrie und Psychotherapie) vorgesehen seien. Zudem erging der Hinweis, dass triftige Einwendungen gegen einen oder mehrere Gutachter innert 10 Tagen schriftlich einzureichen seien (Urk. 10/104). Mit Schreiben vom 9. Mai 2016 (Urk. 10/106) teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er Einwand gegen die Begutachtung an der MEDAS Z._ erhebe und insbesondere Dr. A._ als befangen ablehne. Daraufhin erliess die IV-Stelle am 8. Juli 2016 eine Zwischenverfügung (Urk. 2), mit welcher sie an der Begutachtung durch die MEDAS Z._ festhielt.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 10. August 2016 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung der Zwischenverfügung vom 8. Juli 2016 (Urk. 2) und Ablehnung der Dres. A._, B._ und C._ sowie von med. pract. D._ (Urk. 1 S. 2). Am 18. August 2016 reichte der Beschwerdeführer die Korrespon
denz zwischen seinem Rechtsanwalt Laube und Dr. A._ vom 16./17. August 2016 (Urk. 7/1-2) ein (Urk. 6). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerde
antwort vom 15. September 2016 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 19. September 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 11). Mit Eingabe vom 26. September (Urk. 12) reichte der Beschwerdeführer diverse Medien- und Polizeiberichte (Urk. 13/1-5) ein, welche der Beschwerdegegnerin am 28. September 2016 zur Kenntnis gebracht wurden (Urk. 14).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei der angefochtenen Verfügung (Urk.
2)
handelt es sich um eine Zwischen
verfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG),
welche bei Beja
hung des nicht wieder
gutzumachenden Nachteils (
Art.
46
Abs. 1 lit. a
VwVG;
BGE 132 V 93 E. 6.1)
grundsätzlich selbständig mit Beschwerde angefochten werden kann
(vgl. BGE 132 V 93 E.6.4)
.
Rechtsprechungsgemäss sind
Zwischenverfügungen
betreffend die Anordnung einer medizinischen Untersuchung im
erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren in
invalidenversiche
rungs
rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, sofern die Gu
t
achterstelle in der Verfügung benannt wird (BGE 139 V 339 E.
4.5
mit Hinwei
sen).
Zwar hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Zwischenverfügung (Urk. 2) an der Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung festgehal
ten, ohne die Gutachterstelle und die begutachtenden Fachpersonen zu nennen. Aus dem fraglichen Entscheid geht indes implizit hervor, dass die Beschwerde
gegnerin an der Begutachtung durch die in ihrer Mitteilung vom 2. Mai 2016 (Urk. 10/104) genannten Sachverständigen der MEDAS Z._ festhalten will. Weiter sind die zu beantwortenden Fragen bekannt (Urk. 10/90/3 und Urk. 10/91). Da demnach eine konkrete Gutachtensandordnung vorliegt, ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2
1.2.1
In Nachachtung der bundesgerichtlichen Forderungen im Zusammenhang mit der Einholung von Administrativ- und Gerichtsgutachten der MEDAS (vgl. BGE 137 V 210) setzte der Bundesrat auf den 1. März 2012 den neuen Artikel 72
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft, der sicherstellt, dass nur noch Gutachterstellen polydisziplinäre (Beteiligung von drei oder mehr Fachdisziplinen) medizinische Gutachten für die Invalidenversicherung erstellen dürfen, welche die Qualitätsanforderungen erfüllen, die in einer Vereinbarung mit dem Bundesamt für Sozial
versicherungen (BSV) vorgesehen sind. Zudem wurde bundesrechtlich verankert, dass die Invalidenversicherung Aufträge für polydisziplinäre Gutachten nach dem Zufallsprinzip zuzuweisen hat (Art. 72
bis
Abs. 2 IVV; vgl. ferner BGE 138 V 271 E. 1.1 und 140 V 507 E. 3.1 und 3.2).
Die Vergabe der polydisziplinären Gutachten erfolgt über die von der IV-Stel
len-Konferenz Luzern betriebene webbasierte Plattform "SuisseMED@P" (vgl. www.suissemedap.ch; vgl. Pressemeldung des BSV vom 5. April 2012 betreffend Medizinische Gutachten in der IV: Qualitätssicherung und faire Verfahren, un
ter: www.bsv.admin.ch, mit aufgeschalteten Hintergrundinformationen, wobei auch die Vereinbarung, die Kriterien, der Tarif und die Handhabung der Platt
form SuisseMED@P aufgeschaltet sind).
1.2.2
Muss der Versicherungsträge
r zur Abklärung des Sachverhalt
s ein Gutachten einer
oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei
deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Grün
den
ablehnen und kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Zum einen werden von den
triftigen Gründen die eigentlichen gesetzlichen Ausstandsgründe (vgl. Art. 10 VwVG
und Art. 36 Abs. 1 ATSG) erfasst; zum andern zählen auch weitere As
pekte - etwa die fehlende Sachkenntnis - zu den triftigen Gründen (
vgl.
Kieser, ATSG-
Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, Rz 38 zu Art. 44; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4-5).
Die Anforderungen an die Unbefangenheit eines medizinischen Sachverständigen
ergeben sich aus dem Anspruch auf ein faires Verfahren gemäss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechts
kon
vention (
EMRK;
Urteil des Bundesgerichts 6B_299/2007 vom 11. Oktober 2007 E.
5.1.1).
Nach der Rechtsprechung ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vor
liegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der
Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer
bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nach
gewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tat
sächlich befangen ist.
Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangen
hei
t und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begrün
den vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Um
stände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet er
scheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, wel
che den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpar
teilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1 mit Hinweis).
Deshalb ist ein triftiger Grund auch etwa gegeben, wenn es dem Gutachter an der
im konkreten Fall erforderlichen Kompetenz fehlt oder er aus persönlichen Grün
den
nicht als geeignet erscheint (vgl.
Kieser, ATSG-
Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, Rz 18 zu Art. 44 mit Verweis auf
Maeschi, Kommentar zum Bun
desgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000,
Rz 12 zu Art. 93).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihr Festhalten an der Begutachtung durch die MEDAS Z._ in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass keine schützenswerten Ausstandsgründe gegen die begutachtenden Personen vorliege.
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, der Hauptgutachter Dr. A._ erfülle in hohem Mass den Anschein der Voreingenommenheit sowie der fehlenden Unabhängigkeit und der fehlenden Ergebnisoffenheit zulasten der Exploranden und zugunsten seiner Auftraggeber. Im Weiteren sei auch von den übrigen Gut
achtern eine unabhängige Teilbegutachtung nicht zu erwarten (Urk. 1 S. 9 Ziff. 13).
3.
3.1
Nach Lage der Akten ist die Vergabe des Begutachtungsauftrags an die MEDAS Z._ ordnungsgemäss über die webbasierte Plattform SuisseMED@P erfolgt (Urk. 10/101—103; vgl. E. 1.2.1). Zu prüfen ist, ob ein Ablehnungsgrund gegen die Gutachter der MEDAS Z._ vorliegt.
3.2
3.2.1
Der Beschwerdeführer wandte sich zunächst gegen eine Begutachtung durch Dr. A._, welcher gemäss Mitteilung vom 2. Mai 2016 (Urk. 10/104) für die allgemeinmedizinische und internistische Untersuchung vorgesehen war. Er wies diesbezüglich unter anderem auf die Email von Dr. A._ an seinen Rechts
anwalt Laube vom 17. August 2016 (Urk. 7/2) hin, in welcher Dr. A._ bekanntgegeben habe, es bestehe eine Befangenheit beider Parteien, die eine neutrale Begutachtung verunmögliche (Urk. 6).
Der besagten Email ging das von Rechtsanwalt Laube direkt an Dr. A._ adressierte Schreiben vom 16. August 2016 (Urk. 7/1) voraus, in wel
chem der Rechtsvertreter im Zusammenhang mit der Begutachtung eines ande
ren Man
dan
ten akute Sicherheitsbedenken zum Ausdruck brachte. So stellte er die Fragen, ob sich in den Räumen der MEDAS Z._ eine Waffe befinde, ob Dr. A._ damit einverstanden sei, dass sich der Explorand aus Sicherheits
gründen von einer Person begleiten lasse, die auch den Unter
suchungen bei
wohnen könne sowie wo er (Dr. A._) die Schusswaffe und die dazugehörige Munition auf
bewahre, die er am 24. August 2011 auf dem Fried
hof ein
gesetzt habe (vgl. dazu Zeitungsbericht, Urk. 13/1-4).
Dr. A._ beantwortete dieses Schreiben persönlich am 17. August 2016, wobei er festhielt, dass er die von Rechtsanwalt Laube gestellten Fragen als „persönli
che Beleidigung“ und als Versuch, ihn „als Gutachter auszuschalten“, betrachte und „ab sofort eine Befangenheit beider Parteien“ gelte, die eine neutrale Begut
achtung verunmögliche (Urk. 7/2). Damit brachte er selbst zum Ausdruck, dass er sich nunmehr ausser Stande fühlte, die für die Begutachtung nötige neutrale Distanz aufzubringen. Auch wenn die Korrespondenz zwischen Rechts
anwalt Laube und Dr. A._ nicht im Zusammenhang mit der Beurteilung der Leistungsansprüche des Beschwerdeführers ergangen ist, fällt Dr. A._ wegen Anscheins der Befangenheit (vgl. E. 1.2.2) als Sachverständiger für die Begut
achtung des Beschwerdeführers ausser Betracht. Die von Dr. A._ in seiner Email erwähnte Befangenheit betraf nicht nur die damals zu begutachtende Per
son, sondern erstreckte sich auch auf Rechtsanwalt Laube. Entsprechend besteht die Gefahr der Voreingenommenheit auch für den von Rechtsanwalt Laube ver
tretenen Beschwerdeführer, zumal die Email von Dr. A._ während des laufenden Verfahrens respektive nur knapp sechs Wochen nach Erlass der angefochtenen Zwischenverfügung verfasst wurde. Wohl sind für die richterli
che Beurteilung grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Erlasses einer Verfügung massgebend. Indessen sind Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegen
stand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bun
desverwaltungsgerichts C_2621/2014 vom 9. Juni 2015 E. 4.1 mit diversen Hinweisen). Es ist daher dem Umstand Rechnung zu tragen, dass einer künfti
gen Begutachtung des Beschwerdeführers durch Dr. A._ kein Beweiswert mehr beizumessen wäre.
3.2.2
Im Weiteren wandte sich der Beschwerdeführer gegen eine Begutachtung durch die ihm am 2. Mai 2016 (Urk. 10/104) namentlich bekanntgegebenen Teilgut
achter der Fachdisziplin Neuropsychologie (Dr. B._), Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Dr. C._) und Psychiatrie und Psychotherapie (med. pract. D._). Er
machte
im Wesentlichen
geltend
, dass die Teilgutachter über keine Berufsausübungsbewilligung verfügten und deshalb
dort
nicht ärztlich
tätig sein dürften (Urk. 1 S.
3 Ziff. 3.3).
Des Weiteren spreche der Umstand, dass med. pract. D._ im Rahmen einer anderen Begutachtung ihr psychiatrisches Teilgutachten auf Geheiss von Dr. A._ revidiert habe, gegen deren Unbefangenheit (S. 3 Ziff. 4). Bedenken bestünden ferner gegenüber Dr. B._, welche bei anderer Gelegenheit fälschlicherweise als „Dr. med.“ präsentiert worden sei (S. 3 Ziff. 3 und S. 9 Ziff. 11).
Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine fehlende Berufsaus
übungs
be
willigung kein formeller Ausstandsgrund (Urteil 8C_644/2012 vom 16. Okto
ber 2012). Deshalb würde allein der Umstand, dass ein Arzt nicht über eine kantonale Berufsausübungsbewilligung verfügt, nicht gegen seine Eignung sprechen, als Gutachtensperson in einer bestimmten medi
zinischen Disziplin tätig zu sein, und es wäre darin kein Ableh
nungsgrund im Sinne von Art. 44
ATSG
(vgl. E. 1.2.2)
zu sehen. Relevant ist vielmehr die grundsätzliche fachliche Qualifikation. Allerdings verfüg
en
die Teilgutachter Dr. C._ und med. pract. D._
ohnehin seit 20
07 respektive 2015
über eine Berufsaus
übungsbewilligung für d
ie Kantone H._ und I._
und die in
J._
erworbene Ausbildung
der Teilgutachter
ist gemäss Medizinalb
e
ruferegister in der Schweiz
anerkannt worde
n (vgl.
www.medregom.admin.ch
).
Die Vorwürfe gegenüber med. pract. D._ betreffend die nachträgliche Abän
de
rung ihres psychiatrischen Teilgutachtens basieren einzig auf den ent
sprechenden Behauptungen des Beschwerdeführers und sind im Übrigen nicht weiter belegt, was keine Rückschlüsse auf eine Befangenheit der Teilgutachterin zulässt.
Die Teilgutachterin B._ wurde in der Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 2. Mai 2016 (Urk. 10/104) als „Dr. phil. B._“ mit dem Fachtitel „Neuropsy
chologie“ aufgeführt. Dies steht im Einklang mit der Auskunft der Fachperso
nen-Suche der Swiss Insurance Medicine (
www.swiss-insurance-medicine.ch
), wonach die Gutachterin über einen Fachtitel als Neuropsychologin mit PVK
Zulassung (berechtigt zur Abrechnung von Leistungen nach IVG und den Bun
desgesetzen über die Unfallversicherung [UVG] und die Militärversicherung [MVG]) verfügt und zertifizierte Gutachterin SIM ist, sowie mit den damit ent
sprechenden Angaben auf der Internetseite der MEDAS Z._ (
http://www.
Z._
.ch/psy
cho
logen/neuropsychologie/
).
Die Fachkenntnisse der für die Disziplin Neuropsychologie genannten Teilgutachterin werden folglich zu Recht nicht beanstandet. Entsprechend erweisen sich die vom Beschwerde
führer gegenüber Dr. B._ geäusserten „Bedenken“ als nicht fundiert, zumal die bereits im Verfahren IV.2016.00047 vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons H._ geltend gemachten „Titelanmassungen“ auf ein Versehen zurückgeführt wurden (Urteil vom 30. September 2016 E. 4.4 am Ende).
3.3
Zusammenfassend steht fest, dass Dr. A._ als befangen zu gelten hat und als Gutachter zu ersetzen ist.
Nur falls es der MEDAS
Z._
nicht innert nützlicher Frist möglich sein sollte, einen neuen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin als Gutachter zu nennen, ist eine erneute Auftragsvergabe über SuisseMED@P erforderlich.
In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
4.1
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Beschwerdeverfahren kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
4.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten.
Auch wenn der Beschwerdeführer insofern obsiegt, als Dr. A._ als befangen zu gelten hat, unterliegt er betreffend die Ausstandsgründe gegen die weiteren Gutachter. Damit steht ihm eine um die Hälfte gekürzte Prozessent
schädigung zu, welche, mit Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bemes
sen ist.