Decision ID: e1ea1865-151b-40f7-bee6-7f76006ba31f
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch das Patronato B._,
gegen
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St.Galler Gerichte
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 1946, meldete sich erstmals am 16. Februar 2004 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung (Rente) an (IV-act. 1). Dabei machte er geltend,
seit September 2003 an Rheuma- und Lungenbeschwerden zu leiden und deshalb voll
arbeitsunfähig zu sein (IV-act. 1-5/7). Von 1989 bis Ende 2001 war er als
Schlossereimitarbeiter/Schleifer bei der C._ AG tätig (IV-act. 7-4/5). Anschliessend
war er arbeitslos. Der Hausarzt Dr. med. D._ führte in seinem Bericht vom 5. April
2004 als Diagnosen ein Panvertebralsyndrom bei Cervico-Thoraco-Lumbovertebral-
syndrom, eine Periarthropathie der rechten Schulter mit Rotatorenmanschettenruptur,
ein Schlafapnoe-Syndrom, eine Adipositas, einen Status nach Pneumonie sowie eine
Hypertonie auf (IV-act. 9-1/11). Die bisherige Tätigkeit sei infolge Kraftlosigkeit und
verstärkter Schmerzen nicht mehr zumutbar. Eine leichte Arbeit in wechselnden
Positionen sei im Umfang von 50% möglich. Dabei bestehe eine um 50% verminderte
Leistungsfähigkeit (IV-act. 9-4/11). Das im Auftrag der IV-Stelle vom Medizinischen
Zentrum Römerhof in Zürich (nachfolgend: MZR) erstellte Gutachten vom 6. Juli 2005
hielt als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine
Rotatorenmanschettenruptur, eine AC-Gelenksarthrose und leichte Omarthrose rechts
sowie eine Gonarthrose rechts fest (IV-act. 18-13/24). Ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit wurde eine arterielle Hypertonie, eine Varicosis, anamnestisch eine
Hyperuricämie, ein Status nach Pleuraempyem unklarer Ätiologie (2003), eine
Hilusvergrösserung rechts, eine Transparenzminderung im rechten Unterfeld sowie
(anamnestisch) eine Abklärung wegen Schlafapnoesyndrom festgehalten. Infolge der
rheumatologischen Problematik seien Tätigkeiten, die eine Belastung des rechten
Armes oder Positionen über Schulterhöhe erfordern, nicht mehr möglich, ebenso
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solche mit längeren Steh- oder Gehphasen. Für die früher ausgeübten Arbeiten auf
dem Bau und als Schlosser bestehe demnach keine Arbeitsfähigkeit mehr. Für
körperlich leichte Tätigkeiten, vor allem im Sitzen, ohne repetitiven Einsatz und
Belastung des rechten Armes, bestehe theoretisch eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 18-15/24).
A.b Mit Verfügung vom 26. September 2005 sowie Einspracheentscheid vom 14.
Dezember 2005 wies die IV-Stelle den Rentenanspruch bei einem IV-Grad von 28% ab
(IV-act. 24 und 34). Dieser Einspracheentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
B.
B.a Am 2. Oktober 2006 stellte der Versicherte erneut ein Rentengesuch (IV-act. 37).
Als Beschwerden gab er eine seit 2003 bestehende hypertensive Kardiomyopathie
sowie rezidivierende Panikattacken an (IV-act. 36-5/7). Im beigelegten Arztzeugnis von
Dr. D._ vom 26. September 2006 wurde ausgeführt, dass sich der Zustand des
Patienten weiter verschlechtert habe. Es bestehe bis auf weiteres eine 100%-ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 38). Vom 19. bis 22. September 2006 war der Versicherte zur
Einleitung einer CPAP-Therapie des schwergradigen obstruktiven
Schlafapnoesyndroms hospitalisiert (IV-act. 46). Nach Einholung weiterer Arztberichte
beauftragte die IV-Stelle schliesslich das Medizinische Gutachtenzentrum St. Gallen
(nachfolgend: MGSG) mit einer bidisziplinären (orthopädisch und psychiatrisch)
Begutachtung. Im Gutachten vom 20. Juni 2007 hielt das MGSG folgende Diagnosen
fest: ausgedehnte Supraspinatussehnenruptur und mässige fettreiche Atrophie des
Musculus infraspinatus sowie Acromioclaviculargelenksarthrose und deutliche
glenohumerale Arthrose; Acromioclaviculargelenksarthrose links mit Verdacht auf
Impingement; Trikompartimentale mässige Gonarthrose und femoropatelläre
Inkongruenz rechts; beginnende Gonarthrose links; Chondropathie Grad II des oberen
Sprunggelenks rechts mit Ganglion im Insertionsbereich der Peroneus-longus-Sehne;
Verdacht auf Chondropathie des linken oberen Sprunggelenks;
Ellbogengelenksarthrose rechts; Adipositas; episodisch paroxysmale Angst (IV-act.
71-7/18). Als weitere Befunde wurden eine arterielle Hypertonie, einer Hyperurikämie,
eine organische Schlafstörung bei Schlafapnoesyndrom sowie Senk/Spreizfüsse
aufgeführt. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die
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abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt werden können, ohne dass
dabei regelmässig Arbeiten über der Horizontalen durchgeführt und Gegenstände über
10 kg gehoben oder getragen und kniende Positionen eingenommen sowie auf
unebenem Boden gelaufen werden müsse, seien bei voller Stundenpräsenz zu ca. 80%
zumutbar (IV-act. 71-10/18). Auch aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 80%-ige
Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten. Anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-
psychiatrischen Beurteilung wurde die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
auf 0% und bei einer adaptierten Tätigkeit auf ca. 80% festgelegt. Im Übrigen wurde
festgehalten, dass sich die Arbeitsfähigkeit seit der Begutachtung durch das MZR vom
6. Juli 2005 nicht wesentlich und anhaltend geändert habe.
B.b Mit Vorbescheid vom 12. Juli 2007 lehnte die IV-Stelle das Rentengesuch des
Versicherten bei einem IV-Grad von 28% erneut ab (IV-act. 75). Mit Eingabe vom 21.
August 2007 liess der Versicherte Einwände erheben und beantragte eine ganze Rente
ab 1. November 2006 (IV-act. 80). Nach Einholung einer (weiteren) Stellungnahme des
regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) verfügte die IV-Stelle am 24. September 2007
entsprechend dem Vorbescheid und wies das Rentengesuch ab (IV-act. 83 und 84).
C.
C.a Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 17. Oktober 2007 (act. G 1).
Der Beschwerdeführer beantragt, die Verfügung vom 24. September 2007 sei
aufzuheben und es ihm eine halbe IV-Rente ab Januar 2007 auszurichten. Der
Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass ihn sein Gesundheitszustand
auch bei der Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit im Umfang von 50%
einschränke. Er leide einerseits an einer hypertensiven Herzkrankheit und an einem
schwergradig obstruktiven Schlafapnoesyndrom, andererseits an rezidivierenden
Angstzuständen und Panikattacken, welche die Ausübung einer Arbeit zeitweise
verunmöglichen würden. Es wird auf den Bericht des Spitals Flawil vom 25. Januar
2007 verwiesen. Zudem seien die psychischen Beschwerden nicht gebührend
gewürdigt worden. Eventualiter wird eine weitere interdisziplinäre Begutachtung
beantragt.
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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dabei macht sie insbesondere
geltend, dass mit den Einwendungen Erkrankungen geltend gemacht würden
(Schlafapnoe und erhöhter Blutdruck), welche gut behandelt seien bzw. gut behandelt
werden könnten. In Bezug auf die Angsterkrankung sei der Beschwerdeführer aktuell
fachpsychiatrisch begutachtet worden. Eine relevante Verschlechterung der theoretisch
zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gegenüber 2005 könne
auch mit den vorgelegten Befunden nicht belegt werden. Das aktuelle bidisziplinäre
Gutachten sei schlüssig und nachvollziehbar und sei zu Recht als Grundlage für den
Entscheid verwendet worden (act. G 4).
C.c Mit Eingabe vom 5. Dezember 2007 hält der Beschwerdeführer unter Verzicht auf
eine Replik an seinem Antrag und den Ausführungen in der Beschwerde fest (act. G 6).
C.d Mit nachträglicher Eingabe vom 17. Dezember 2008 reichte der Beschwerdeführer
einen Arztbericht von Dr. med. E._, Facharzt für Orthopädie, vom 3. Oktober 2008
ein, in welchem die Diagnose einer Varus- und Femoro-Patellararthrose rechts gestellt
wird (act. G 8.1).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen
Bestimmungen anzuwenden.
2.
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2.1 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin das
Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom Oktober 2006 (Neuanmeldung)
abgewiesen. Sie ist, indem sie eine neue Begutachtung veranlasst hat, auf die
Neuanmeldung eingetreten. Das lässt sich nicht beanstanden, lautet der allgemeine
Verfahrensgrundsatz der Eintretenshürde bei Neuanmeldungen nach einer
vorausgegangenen Rentenabweisung doch - entgegen dem nicht massgebenden
Wortlaut von Art. 87 Abs. 4 IVV - lediglich, dass der Gesuchsteller das Vorliegen eines
aktuell rentenbegründenden Sachverhalts glaubhaft machen muss. Ein
Sachverhaltsvergleich auf der Zeitachse ist - anders als im Rentenrevisionsverfahren -
hier nicht erforderlich (Franz Schlauri, in SBVR, Soziale Sicherheit, 2. A., Die
Militärversicherung, Rz 137 mit Fn 190 f.).
2.2 Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell
abzuklären und sich zu vergewissern, ob die behauptete Invalidität auch tatsächlich
vorliegt (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S M. vom
20. April 2005, I 797/04). Sie hat dabei das neue Leistungsbegehren in tatsächlicher
und rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S J. vom 9. März 2005, I 23/05; vgl. BGE 130 V 77 E. 3.2.3).
3.
3.1 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
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(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (bzw. Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende
2007 gültigen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn der
Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn er
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40%
auf eine Viertelsrente.
3.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
3.3 Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu
prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Was
Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche
Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht
Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 Erw. 2a in fine, BGE 122 V 161 Erw. 1c).
Daraus folgt indessen nicht, dass eine solche Expertise den gleichen Rang besitzt wie
ein vom Gericht oder von der IV-Stelle nach Massgabe des anwendbaren
Verfahrensrechts eingeholtes Gutachten. Trotz dieser beschränkten Bedeutung
verpflichtet es indessen, wie jede substantiiert vorgetragene Einwendung gegen eine
solche Expertise, das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für
die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die
Auffassungen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder von der IV-Stelle förmlich
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bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (AHI
2001 S. 112). In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll das Gericht der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 125 V 351 Erw. 3b.cc; SVR 2001 IV Nr. 8 Erw. 3b.cc).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stellte in der Beurteilung des Leistungsanspruchs auf die
Einschätzungen im MGSG-Gutachten vom 20. Juli 2007 ab. Der Beschwerdeführer ist
hingegen der Ansicht, die Arbeitsfähigkeit sei in weit grösserem Ausmass
eingeschränkt und verweist diesbezüglich insbesondere auf einen Bericht des Spitals
Flawil vom 25. Januar 2007 sowie auf den nachgereichten Arztbericht von Dr. E._
vom 3. Oktober 2008. Im Übrigen seien die psychischen Beschwerden nicht gebührend
berücksichtigt worden.
4.2 Der Beschwerdeführer hielt sich am 11. und 12. Juni 2007 im MGSG auf und
wurde dort einer interdisziplinären medizinischen Begutachtung unterzogen. Gemäss
dem orthopädischen Fachgutachten leidet der Beschwerdeführer insbesondere an
Schmerzen an den beiden Schultergelenken (degenerative Veränderungen bzw. AC-
Gelenksarthrose), an beiden Kniegelenken (Gonarthrose) sowie an den oberen
Sprunggelenken (Chondropathie). Zudem wurde eine generalisierte Arthrose am
rechten Ellbogen festgestellt (IV-act. 71-7f/18, Ziff. 5). Der Psychiater stellte eine
episodisch paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0) sowie eine organische Schlafstörung bei
Schlaf-Apnoe (ICD-10 G47.3) fest (IV-act. 71-17/18). Aus der Kombination dieser
Störungen resultiere eine insgesamt geringgradige Beeinträchtigung des
psychophysischen und psychosozialen Funktionsvermögens. Die Auswirkungen auf
das berufliche Fähigkeitsprofil sei als quantitativ geringgradig zu bezeichnen. Bezüglich
des Schmerzsyndroms im Bereich des Bewegungsapparates liessen sich keine
Hinweise auf ein abnormes, pathologisches Schmerzerleben oder Zeichen von
Verdeutlichung oder Hervorhebung, welche das üblicherweise anzutreffende Mass
übersteigen, finden. In einer gemeinsamen orthopädisch-psychiatrischen Beurteilung
wurde die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auf 0% und in einer
adaptierten Tätigkeit bei voller Stundenpräsenz auf ca. 80% festgelegt. In diesem
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Umfang seien körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die
abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne regelmässige Arbeiten
über der Horizontalen, ohne Tragen oder Heben von Gegenständen über 10 kg, ohne
kniende Positionen und ohne auf unebenem Boden laufen zu müssen, zumutbar. Im
Vergleich zum MZR-Gutachten vom 6. Juli 2005 habe sich in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit keine wesentliche Veränderung ergeben
(IV-act 71-10/18).
4.3 Das MGSG-Gutachten stützt seine Beurteilung auf die Vorakten, auf die eigene
persönliche Befragung des Beschwerdeführers und die eigenen internistischen,
orthopädischen und psychiatrischen Untersuchungen am 11. und 12. Juni 2007. Das
polydisziplinäre Gutachten erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemässen Kriterien der
Beweistauglichkeit. Es ist für die strittigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen
Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der
Vorakten abgegeben worden. Zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und
beinhalten begründete Schlussfolgungen. Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb
nicht auf dieses Gutachten abgestellt werden sollte.
4.4 Daran vermag auch der Bericht des Spitals Flawil vom 25. Januar 2007 über die
Hospitalisation vom 11. bis 17. Januar 2007, auf den in der Beschwerde verwiesen
wird, nichts zu ändern (IV-act. 81-2/5). Der Beschwerdeführer hielt sich damals infolge
einer hypertensiven Krise zur Behandlung im Spital Flawil auf. Dabei wurden die
erhöhten Blutdruckwerte neu mit Physiotens und Torem medikamentös behandelt und
damit auf normale Werte gesenkt. Da beim Beschwerdeführer zudem rezidivierende
Panikattacken bekannt waren und diese die Blutdruckkrisen unterstützten, wurde auch
eine Behandlung mit Saroten begonnen. Schliesslich konnte der Beschwerdeführer in
gutem Allgemeinzustand und normoton nach Hause entlassen werden (IV-act. 81-3/5).
Im Übrigen enthält der Bericht des Spitals Flawil keine Angaben zur allfälligen
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers. Im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen
vom 21. Februar 2007 wird in Bezug auf das obstruktive Schlafapnoesyndrom
festgehalten, dass dieses unter CPAP-Masken-Beatmung sehr gut eingestellt sei und
aus pneumologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Auf
Grund des äusserst positiven Verlaufs sei die Weiterführung der CPAP-Masken-
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Beatmung dringend indiziert. Bei konsequenter Anwendung des Gerätes bestehe eine
sehr günstige Prognose. Der Patient sei allerdings bereits aktuell bezüglich der
pulmonalen Situation vollständig beschwerdefrei (IV-act. 61, vgl auch IV-act. 49-11f./
16). Schliesslich liegt im Zusammenhang mit den geltend gemachten psychischen
Beschwerden ein aktuelles Gutachten vor, sodass sich auch diesbezüglich kein
zusätzliche Abklärungsbedarf ergibt. Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. D._,
stellt keine vom MGSG-Gutachten abweichende Diagnosen und es werden in seinen
Berichten auch keine objektiv feststellbaren Gesichtpunkte genannt, welche im MGSG-
Gutachten unberücksichtigt geblieben wären (IV-act. 49-1ff./16 und 81-1/5). Zudem ist
zu beachten, dass Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund deren
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind
(BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Im Übrigen verweist Dr. D._ auf den psychischen
Zustand des Beschwerdeführers. Im Zusammenhang mit der Bestimmung der
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch psychische Faktoren ist jedoch ohnehin
auf die Beurteilung durch den Facharzt abzustellen, wie sie im MGSG-Gutachten
erfolgt ist. Die abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D._ muss
unter den vorliegenden Umständen als eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen
Sachverhalts gewertet werden. Zudem drängt es sich beim Vorliegen von somatischen
und psychischen Beschwerden auf, die Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer
interdisziplinären Gesamtbeurteilung zu bestimmen, wie dies vorliegend geschehen ist.
Schliesslich ist im Hinblick auf den am 17. Dezember 2008 nachgereichten Bericht von
Dr. E._ vom 3. Oktober 2008 (act. G 8.1) darauf hinzuweisen, dass für die richterliche
Beurteilung grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des
Verwaltungsverfahrens (hier: Verfügung vom 24. September 2007) massgebend sind
(BGE 116 V 248 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2005, I 172/04, E.5.2
und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1). Der Arztbericht vom 3. Oktober 2008
wäre für das vorliegende Verfahren nur dann relevant, wenn sich daraus etwas zum
Sachverhalt, wie er sich bis zum Verfügungserlass entwickelt hat, ableiten liesse (BGE
121 V 362 E. 1b S. 366). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Zudem enthält auch dieser
Bericht keine Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit, sondern nimmt Bezug auf die
Behandlungsmöglichkeiten der bereits in den früheren Gutachten festgestellten
Kniebeschwerden (IV-act. 18-13/24 und 71-7/18).
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4.5 Nach dem Gesagten besteht vorliegend kein Anlass, von den Schlussfolgerungen
im interdisziplinären MGSG-Gutchten vom 20. Juni 2007 abzuweichen. Demnach ist
von einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 80%
in einer körperlich leichten Tätigkeit und unter Berücksichtigung der im Gutachten
umschriebenen spezifischen Einschränkungen (vgl. IV-act. 71-10/18 Ziff. 3)
auszugehen.
5.
Der Beschwerdeführer hat durch seine Beschwerde gegen die rentenabweisende
Verfügung vom 24. September 2007 das gesamte Rechtsverhältnis "Rentenanspruch"
zum Gegenstand seiner Beschwerde gemacht. Anfechtungsgegenstand bildet somit
dieses verfügungsweise festgelegte Rechtsverhältnis. Auch wenn – was die Regel ist –
lediglich einzelne Elemente der Rentenfestsetzung beanstandet werden, bedeutet dies
nicht, dass die unbestrittenen Teilaspekte in Rechtskraft erwachsen und demzufolge
der richterlichen Überprüfung entzogen sind. Die Beschwerdeinstanz prüft vielmehr von
den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen und nimmt allenfalls selber
zusätzliche Abklärungen vor (BGE 125 IV 415 E. 2; vgl. auch Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, N 50 zu Art. 61 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Die Ausführungen
der Beschwerdegegnerin, wonach der Beschwerdeführer in Bezug auf die nicht
bemängelten Punkte der Festlegung des IV-Grades "zu behaften" sei (act. G 4, Ziff. III/
1), sind demnach unzutreffend. Im Folgenden ist daher auch der Einkommensvergleich
zu überprüfen.
5.1 Unter dem Valideneinkommen ist jenes Einkommen zu verstehen, welches die
versicherte Person als Gesunde tatsächlich erzielen würde. Die Einkommensermittlung
hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter
Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend
konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte. Da nach empirischer
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung
angepasste Verdienst. Entscheidend ist, was der Versicherte im massgebenden
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Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder
tatsächlich verdienen würde. Nicht auf den zuletzt erzielten Lohn kann abgestellt
werden, wenn dieser offensichtlich nicht dem Einkommen entspricht, das die
versicherte Person im Gesundheitsfall nach überwiegender Wahrscheinlichkeit in der
Lage gewesen wäre zu realisieren. Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse
das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend
genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte abzustellen. Auf sie darf
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die
Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen
Faktoren abgestellt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Dezember 2006, I
173/06, Erw. 5.1 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur).
5.2 Die Beschwerdegegnerin stellte beim Valideneinkommen auf die Tabellenlöhne
gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) ab. Die Begründung
dafür ist dem früheren Verwaltungsverfahren aufgrund der ersten Anmeldung des
Beschwerdeführers zum Leistungsbezug zu entnehmen. Damals wurde ausgeführt, der
Beschwerdeführer habe per Ende Dezember 2001, fast zwei Jahre vor Eintritt des
Gesundheitsschadens im September 2003, seine Arbeitsstelle bei der C._ AG
verloren, weil sein Arbeitsplatz wegrationalisiert worden sei. Da auf Grund der
schlechten Wirtschaftslage und des Alters des Beschwerdeführers nicht davon
ausgegangen werden könne, dass er ohne Behinderung wieder eine ähnlich gut
bezahlte Stelle als Hilfsarbeiter gefunden hätte, sei auf die LSE abzustellen (vgl. IV-act.
20 und 34-4/5 Ziff. 2). Der Verfügung vom 24. September 2007 legte die
Beschwerdegegnerin demnach ein Valideneinkommen gemäss LSE 2007 von Fr.
59'028.-- zugrunde (IV-act. 73 und 84).
5.3 Im Arbeitgeberfragebogen vom 19. Oktober 2006 führte die C._ AG aus, der
Beschwerdeführer würde heute für die zuletzt bei ihr ausgeübte Tätigkeit als Mitarbeiter
in der Schlosserei Fr. 63'500.00 verdienen (IV-act. 47-2/4). Indessen geht aus dem in
den Akten liegenden Auszug aus dem individuellen Konto hervor, dass der
Beschwerdeführer bereits in den Jahren vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses per
Ende Dezember 2001 ein teilweise deutlich höheres Einkommen erzielt hatte, wobei
dieses von Jahr zu Jahr relativ starken Schwankungen unterworfen war, was vermutlich
auf unterschiedliche Mehrarbeit und die daraus resultierenden Überstunden
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zurückzuführen ist (1996: Fr. 62'601.--; 1997: Fr. 70'085.--; 1998: Fr. 65'975.--; 1999:
Fr. 61'046.--; 2000: Fr. 69'401.--; vgl. IV-act. 45). Für das Jahr 2001 wurde ein
ausserordentlich hohes Einkommen von Fr. 81'524.75 ausgewiesen, wobei darin
einmalige Abgeltungen im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses
und dem Sozialplan enthalten sein dürften (IV-act. 7), sodass es im Hinblick auf die
Bestimmung des massgebenden Valideneinkommens nicht zu berücksichtigen ist.
Hingegen ist der in den übrigen Jahren regelmässig erzielte Mehrverdienst bei der
Festsetzung des Valideneinkommens im Rahmen eines Durchschnittswertes zu
berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2006, I 273/05, Erw.
3.1.2). Ausgehend von den in den Jahren 1996 bis 2001 tatsächlich erzielten
Jahresverdiensten und unter Weglassung des tiefsten und höchsten Wertes (1999 Fr.
61'046.-- und 2001 Fr. 81'524.--) ergibt sich ein massgebendes
Durchschnittseinkommen aus den verbleibenden vier Jahren von Fr. 67'016.--
(Fr. 268'062.-- : 4). Somit liegt entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin kein
Fall vor, bei welchem bei der Ermittlung des Valideneinkommen auf die LSE
zurückgegriffen werden müsste. Denn unter den vorliegenden Umständen ist nicht
anzunehmen, dass sich der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschädigung freiwillig
und auf Dauer mit einem tieferen Lohn zu begnügen gehabt hätte als demjenigen,
welcher die ehemalige Arbeitgeberin früher durchschnittlich zu zahlen bereit gewesen
ist. Zudem hat der Beschwerdeführer bis rund eineinhalb Jahre vor seiner Erkrankung
im Sommer/Herbst 2003 (IV-act. 18-4/24 Ziff. 2.4 und 18-15/24 Ziff. 7.1 sowie act.
9-10/11) immer gearbeitet, sodass die Phase der Arbeitslosigkeit als vorübergehend zu
betrachten ist. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass – ausgehend der Prämisse des
ausgeglichen Arbeitsmarktes – die Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach auf
Grund der schlechten Wirtschaftslage und des Alters des Beschwerdeführers nicht
davon ausgegangen werden könne, dass er ohne Behinderung wieder eine ähnlich gut
bezahlte Stelle gefunden hätte (IV-act. 20 und 33-4/5), von Vornherein unzutreffend ist.
5.4 Im Weitern ergibt sich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto, dass der
Beschwerdeführer auch nach dem Stellenwechsel von der Baufirma F._ AG, wo er
bis 1989 als Maurer tätig gewesen ist (IV-act. 18-3/24 und 71-3/18), zur C._ AG
weiterhin ein regelmässiges Nebenwerberseinkommen als Magaziner bei der F._ AG
erzielte (IV-act. 36-4/7 und act. 45). Regelmässig erzielte Nebeneinkünfte sind beim
Valideneinkommen zu berücksichtigen (vgl. Kieser, a.a.O., N 11 zu Art. 16; SVR 2002 IV
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Nr. 21; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2006, I 181/05, Erw. 2). Im
Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2002 – und wiederum unter Weglassung des tiefsten
und höchsten Wertes (2000: Fr. 2'895.--; 2002: Fr. 5'093.--) resultiert ein
durchschnittliches Nebenerwerbseinkommen von Fr. 4'464.-- (1997: Fr. 4'820.--; 1998:
Fr. 4'448.--; 1999: Fr. 4'889.--; 2001: Fr. 3'697.--; IV-act. 45).
Insgesamt ist somit von einem massgebenden Valideneinkommen des
Beschwerdeführers von insgesamt Fr. 71'480.-- (Fr. 67'016.-- + Fr. 4'464.--)
auszugehen.
5.5 Beim Invalideneinkommen sind unbestrittenermassen die Tabellenlöhne
heranzuziehen. Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen statistischen
Monatseinkommens für Arbeitnehmer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im
privaten Sektor von Fr. 4'732.-- im Jahre 2006 (LSE 2006, Tabelle TA1,
Anforderungsniveau 4) und der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden
(Bundesamt für Statistik, Arbeitsmarktindikatoren 2008, S. 98, Tabelle T31) ergibt sich
für das Jahr 2006 ein Einkommen von Fr. 4'933.-- monatlich oder Fr. 59'197.--jährlich.
Bei einer zu berücksichtigenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% resultiert
hieraus ein Invalideneinkommen von Fr. 47'357.--.
Die tabellarischen Löhne können rechtsprechungsgemäss bis zu 25 % gekürzt werden
(BGE 126 V 78 neues Fenster Erw. 5 mit Hinweisen). Sie sind von gesunden
Arbeitskräften erhoben worden. Praxisgemäss ist durch einen entsprechenden Abzug
vom Tabellenlohn der Tatsache Rechnung zu tragen, dass persönliche und berufliche
Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes der versicherten Person haben können (BGE 124 V 321 neues
Fenster E. 3b/aa S. 323). Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er kann maximal 25 %
betragen (BGE 126 V 75 neues Fenster E. 5b/aa-cc S. 79 ff.; Urteil des Bundesgerichts
vom 8. Januar 2008, 9C_603/2007, E. 4.2.3). Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte
einen behinderungsbedingten Abzug von 10%, da der Beschwerdeführer nur noch
leichte Tätigkeiten ausüben könne (IV-act. 84-1/3 und act. 33-4/5 Ziff. 3), wobei der
Eingliederungsberater im ersten IV-Verfahren noch von einem Abzug von 20%
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ausgegangen war (IV-act. 20). Dabei ist jedoch zusätzlich zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer selbst bei leichten Tätigkeiten auf Grund seiner Behinderung
eingeschränkt ist und nicht mehr alle Arbeiten erledigen kann. So ist er auch in Bezug
auf die Restarbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten auf Arbeit in temperierten Räumen
ohne regelmässiges Arbeiten über der Horizontalen angewiesen. Zudem sollten keine
knienden Positionen eingenommen werden und nicht auf unebenem Boden gelaufen
werden müssen. Nebst dem Umstand, dass der Beschwerdeführer – welcher bis anhin
immer körperlich schwere Arbeiten verrichtet hat – nur noch körperlich leichte Arbeiten
in einem reduzierten Pensum ausüben kann, ist er somit auch bei der Verwertung
dieser Restarbeitsfähigkeit nicht mehr voll einsatzfähig, was sich zusätzlich
lohnmindernd auswirkt. Zudem dürfte sich auch die langjährige Zugehörigkeit zum
selben Betrieb und das fortgeschrittene Alter auf die Flexibilität an einem neuen
Arbeitsplatz in einem geringen Ausmass ebenfalls lohnrelevant auswirken. Und
schliesslich ist zu beachten, dass bei Männern im tiefsten Anforderungsniveau
Teilzeitarbeit statistisch gesehen hochgerechnet auf ein Vollpensum schlechter
entlöhnt ist als Vollzeitarbeit (LSE 2006, Tabelle T2*, S. 16). Dabei rechtfertigt nicht nur
Teilzeitarbeit als solche, sondern auch ein ganztägiger Einsatz bei reduzierter
Leistungsfähigkeit die Vornahme eines Abzuges (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8.
Januar 2008, 9C_603/07, Erw. 4.2.3; vgl. auch den Entscheid IV 2007/242 des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2008, Erw. 4.3.4).
Männer im tiefsten Anforderungsniveau erzielten im Jahr 2006 mit einem zwischen
75% und 89% liegenden Arbeitspensum ein aufgerechnet auf ein Vollpensum um
6.14% tieferes Einkommen (LSE 2006, Tabelle T2*). In Würdigung der gesamten
persönlichen und beruflichen Umstände erscheint vorliegend ein Abzug von insgesamt
mindestens 15% als gerechtfertigt. Das Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr.
40'253.-- (Fr. 47'357.-- x 0.85).
5.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'480.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 40'253.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 43.68 bzw. gerundet 44%. Der
Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente.
6.
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6.1 Gemäss aArt. 29 Abs. 1 IVG (Fassung bis 31. Dezember 2007) entsteht der
Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu
40% bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen
war (lit. b). Ein wesentlicher Unterbruch liegt vor, wenn die versicherte Person an
mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (aArt. 29 IVV; Urteil
I 749/06 vom 23. Februar 2007, Erw. 2.1). Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat
die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von aArt. 29 Abs. 1 IVG definiert als "Einbusse an funk
tionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich" (BGE 105 V
159 neues Fenster Erw. 2a; vgl. Art. 6 ATSG). Liegt eine langdauernde Krankheit
gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG vor, setzt der Rentenanspruch nicht nur den Ablauf
des Wartejahrs voraus. Als weiteres Kriterium wird verlangt, dass bei Ablauf des
Wartejahrs eine im Sinn von aArt. 28 Abs. 1 IVG rentenbegründende
Erwerbsunfähigkeit vorliegt (BGE 121 V 264 neues Fenster, Erw. 6b/cc; Rz. 2030 des
vom Bundesamt für Sozialversicherung herausgegebenen Kreisschreibens über
Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH]).
Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an,
so werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die
zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (aArt. 48 Abs. 2 IVG,
Fassung bis 31. Dezember 2007).
6.2 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer ab dem Zeitraum Sommer/
Herbst 2003 zunehmend an gesundheitlichen Beschwerden litt (vgl. IV-act. 9-10/11
sowie act. 18-4 u. 15/24). Im Arztbericht von Dr. D._ wird eine 100%-ige
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schlossereimitarbeiter ab 6.
September 2003 bestätigt (IV-act. 9-1/11). Auch im MZR-Gutachten vom 6. Juli 2005
wurde bestätigt, dass der Beschwerdeführer nach Auftreten der
Rotatorenmanschettenruptur im Sommer 2003 an seinem gewohnten Arbeitsplatz nicht
mehr einsetzbar gewesen wäre (IV-act. 18-15/24 Ziff. 7.1). Es ist somit davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit September 2003 in seiner
Arbeitsfähigkeit relevant eingeschränkt war und die einjährige Wartefrist im September
2004 abgelaufen gewesen wäre, was grundsätzlich zu diesem Zeitpunkt den
Rentenbeginn ausgelöst hätte. Die erneute Anmeldung des Beschwerdeführers zum
ter
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=wartejahr+iv+rente&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F105-V-156%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page159 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&query_words=wartejahr+iv+rente&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F105-V-156%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page159 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=i+892%2F05&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-264%3Ade&number_of_ranks=0#page264
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Leistungsbezug erfolgte am 2. Oktober 2006 und mithin verspätet im Sinne von aArt.
48 Abs. 2 IVG. Das Verwaltungsverfahren auf Grund der ersten Anmeldung vom 16.
Februar 2004 wurde mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsen
Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2005, mit welchem der Rentenanspruch in
Bestätigung der Verfügung vom 26. September 2005 abgewiesen wurde,
abgeschlossen (IV-act. 24 und 34). Ein Zurückkommen darauf ist im vorliegenden
Verfahren nicht möglich. Aufgrund der Neuanmeldung vom 2. Oktober 2006 und im
Hinblick auf die Regelung von aArt. 48 Abs. 2 IVG sowie unter Berücksichtigung des
rechtskräftigen Einspracheentscheids vom 14. Dezember 2005 ist der Rentenbeginn im
vorliegenden Verfahren auf den 1. Januar 2006 festzulegen. Ein früherer Rentenbeginn
könnte nur von der Beschwerdegegnerin wiedererwägungsweise festgelegt werden.
7.
7.1 Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die
angefochtene Verfügung vom 24. September 2007 aufzuheben mit der Feststellung,
dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 2006 Anspruch auf eine
Viertelsrente der Invalidenversicherung hat.
7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Da sich die angefochtene Verfügung als rechtswidrig erwiesen hat
und da der Beschwerdeführer auf jeden Fall gezwungen gewesen ist, Beschwerde zu
führen, um nicht rechtswidrig behandelt zu werden, muss in Bezug auf die
Kostentragungspflicht unabhängig vom konkreten Beschwerdebegehren (in Analogie
zur entsprechenden Regelung bei einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, vgl. ZAK
1987 S. 266 Erw. 5a) von einem vollumfänglichen Obsiegen des Beschwerdeführers
ausgegangen werden. Die Beschwerdegegnerin trägt deshalb die gesamten
Gerichtskosten. Dem Beschwerdeführer ist der Kostenvorschuss von Fr. 600.-
zurückzuerstatten.
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
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Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). Unter Parteikosten werden insbesondere die Vertretungskosten
verstanden. Allerdings entfällt ein Anspruch auf Parteientschädigung nicht deshalb,
weil das Vertretungsverhältnis unentgeltlich war (Kieser, a.a.O., N 98 zu Art. 61). Der
Beschwerdeführer liess sich im vorliegenden Verfahren durch den Rechtsdienst des
Patronato B._ vertreten und stellt den Antrag auf Zusprechung einer angemessenen
Parteientschädigung (act. G1). Gemäss Art. 12 lit. b Anwaltsgesetz (sGS 963.70) sind
Vertreter von Selbsthilfe- und gemeinnützigen Organisationen im Beschwerdefall vor
Versicherungsgericht zugelassen. Da es sich dabei jedoch nicht um eine anwaltliche
Vertretung handelt, bemisst sich die Parteientschädigung auch nicht nach dem
Anwaltstarif (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO, sGS 963.75). Es besteht jedoch ein Anspruch
auf Entschädigung des entstandenen Zeitaufwands. Unter Berücksichtigung des
einfachen Schriftenwechsels und der sehr knapp gehaltenen Beschwerdeschrift (act.
G1) erscheint vorliegend eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht