Decision ID: 89f2d940-cdc2-41d8-83df-83b567c0d9a5
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975,
war ab dem 2
2.
November 2010 für die
Firma Y._
als Hilfsarbeiter im Flachdachbereich tätig
(
Urk.
7/13)
. Am 1
5.
April 2011
stolperte er während der Arbeit beim Rückwärts
gehen
und fiel
auf die linke Schulter
(
Urk.
7/5/18)
, worauf sich eine posttraumatische Bursitis
sub
acromialis
(Entzündung der Bursa
subacromialis
am Schultergelenk) entwickelte
(
Urk.
7/5/8
)
.
Der Unfallversicherer des Betriebes, die Schweizerische
Unfallversi
cherungsanstalt
(Suva), richtete
in der Folge
Taggel
der für die anschliessende
ganze
und zwischenzeitlich
50%ige
Arbeitsunfähigkeit aus
(
vgl.
Urk. 7/5/3 und 7/5
/15)
.
Mit Schreiben vom 3
0.
August 2011 kündigte die
Firma Y._
das Arbeitsverhältnis per
Ende September 2011
(
Urk.
7/13/7
).
1.2
Der Versicherte
meldete sich am
5.
September 2011 bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6). Diese
zog
mehrfach
Dokumente der
Suva
bei
(
Urk.
7/5
,
7/12
, 7/17
, 7/37
und
7/55
)
und nahm
weitere
medizinische
(Urk.
7/14
,
7/17
, 7/30
,
7/45
, 7/83, 7/85 und 7/86
)
und erwerbliche
(Urk.
7/2, 7/13 und 7/15)
Unterlagen
zu den Akten
.
Mit Schreiben vom 1
4.
Juli 2014
(
Urk.
7/91) teilte
sie
dem Versicherten mit, dass eine
bidisziplinäre
Begutachtung
in den Fachbereichen Rheumatologie (inkl. EFL) und Psychiatrie
notwendig sei. Die Begutachtung werde durch
Dr.
med.
Z._
, Fach
ärztin FMH für Rheumatologie, und
Dr.
med.
A._
, Facharzt
FMH
für Psychiatrie, erfolgen. Triftige Einwendun
gen gegen eine oder mehrere der genannten Gutachterinnen und Gutachter seien bis
zum
2
9.
Juli 2014 schriftlich einzureichen. Innert der gleichen Frist seien allfällige Zusatzfragen zu stellen.
Dem Schreiben legte sie den
Frage
n
ka
talog
an die Gutachter bei (
Urk.
7/90 und 7/91/2).
Auf Ersuchen erstreckte die IV-Stelle die genannte Frist bis zum 1
8.
August 2014 (
Urk.
7/92 und 7/93). Mit Schreiben vom 3
0.
Juli 2014
(
Urk.
7/94)
erklärte sich die Rechtsvertreterin des Versicherten mit einer Begutachtung durch
Dr.
Z._
nicht einverstanden, da
wegen des erlittenen Traumas mit den Komplikationen eines CRPS
nicht
eine Rheumatologin
, sondern
ein
e
erfahrene
Person aus den Fachbereichen
Chirur
g
i
e/
Traumatologe
für die Begutachtung indiziert sei. Gleichzeitig
schlug
sie
vier Personen als Gutachter vor
(
Urk.
7/94/1 f.)
. Mit Verfügung vom 7.
August 2014 sprach die Suva dem Versicherten, ausgehend von einer Erwerbsunfähigkeit
und einem Invaliditätsgrad von
je
50
%
, a
b
dem
1.
März 2014 eine Invalidenrente
zu (
Urk.
7/96). In der Folge teilte die Rechtsvertreterin des Versicherten
der IV
Stelle
mit Schreiben vom 12. August 2014 mit, ihr Mandant wolle sich
nun
kei
ner Begutachtung mehr unterziehen. Er erkläre sich ausdrücklich damit
einver
standen, dass auch die IV-Stelle den Invaliditätsgrad ab dem
1.
März 2014 auf 50
%
festlege (
Urk.
7/97).
Mit Verfügung vom 19.
August 2014 bestätigte die IV-Stelle die Begutachtung durch
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
(
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
9.
August 2014 liess der Versicherte mit Eingabe vom 1
2.
September 2014 Beschwerde erheben mit den Anträgen, es sei festzu
stellen, dass zur Abklärung des Anspruchs auf IV-Leistungen eine weitere
bidisziplinäre
Abklärung nicht notwendig sei und demgemäss
sei
die
Beschwer
de
gegnerin
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer in Anlehnung an die
Renten
entscheidung
der Suva eine ganze Rente zuzusprechen bis und mit Februar 2014, danach eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8
%
Mehrwert
steuer zulasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss am 1
7.
Oktober 2014 auf Abweisung, eventualiter teilweise Gutheissung der Beschwerde (
Urk.
6). Die Rechtsvert
r
eterin des Beschwerdeführers erstattete am 2
7.
Oktober 2014 die
Replik, worauf die IV-Stelle auf das Einreichen einer
Dup
likschrift
verzichtete (
Urk.
12). Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom
3.
Dezember 2014 Kenntnis erhalten (
Urk.
13).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat in seinem Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI, Stand
1.
Januar 2014) festge
halten, wie bei der Auftragsvergabe für eine Begutachtung vorzugehen ist (KSVI
Rz
2074 ff.).
Erachtet die IV-Stelle ein Gutachten als erforderlich, so hat sie der versicherten Person in eine
r
ersten
Phase
mit einer schriftlichen Mitteilung Fol
gendes bekannt zu geben (KSVI
Rz
2076 und 2083 f.):
1.
Welche Art Gutachten erforderlich ist (monodisziplinär,
bidisziplinär
oder polydisziplinär)
2.
Die am Gutachten beteiligten medizinischen Fachdisziplinen
3.
Fragenkatalog
4.
Hinweis auf die Möglichkeit, schriftlich Zusatzfragen zu stellen
5.
B
ei mono- oder
bidisziplinären
Gutachten zusätzlich Name und
Facharzt
ti
tel
der mit dem Gutachten zu beauftragenden Personen (KSVI
Rz
2083)
.
Überdies ist mit der Mitteilung eine Frist von 10 Tagen für die
Erhebung von Einwänden gegen die Begutachtung und die vorgesehenen Fachdisziplinen
,
bei mono- oder
bidisziplinären
zusätzlich
auch gegen die Gutachter,
sowie für die Einreichung von Zusatzfragen ein
zuräumen
. Diese Frist kann auf schriftlich begründetes Gesuch hin verlängert werden (KSVI
Rz
2076.1 und
Rz
2083.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 349 E. 5.2.3).
1.2
Bei mono- und
bidisziplinären
Gutachten ist gemäss bundesgerichtlicher Recht
sprechung im Falle aller zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzuge
hen. Erst wenn eine Einigung ausbleibt, ist eine (einheitliche)
Zwischenverfü
gung
über die Beweisvorkehr an sich (Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung auf eine oder zwei Fachdisziplinen, Bezeichnung der Disziplinen) und die Person der Gutachter zu erlassen (B
GE 139 V 349 E.
5.2.2.3).
Mit ande
ren Worten ist ein Einigungsversuch zu unternehmen, sobald ein zulässiger Einwand erhoben wurde. Ein solcher kann formeller (fallbezogenes formelles Ablehnungsbegehren) oder materieller (fachbezogener) Natur sein (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 9C_560/2013 vom 6.
September 2013
E. 2.3 mit Hinweis auf Urteil 9C_207/2012 E. 1.2.4 in Verbindung mit E. 5.2.2.3 [teilweise publiziert als BGE 139 V 349].
Im KSVI findet sich eine exemplarische Liste von zulässigen formellen oder mate
riellen Einwänden (KSVI
Rz
2083.3):
Die begutachtende Person hat in der Sache
e
in persönliches Interesse;
Die begutachtende Person ist mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder verschwägert oder durch Ehe, Verlobung oder Kindesannahme verbunden;
Die begutachtende Person ist aus anderen Gründen in der Sache befan
gen;
Der begutachtenden Person fehlt es an der nötigen Fachkompetenz;
Es ist ein Gutachten aus einer anderen medizinischen Fachrichtung not
wendig;
Der Sachverhalt ist genügend abgeklärt und die Einholung eines neuen Gutachtens ist nicht notwendig.
Ebenso trägt
das KSVI
der erwähnten Rechtsprechung Rechnung, indem es für den Fall, dass ein zulässiger Einwand erhoben wurde, ausdrücklich einen
Eini
gungsversuch
verlangt (KSVI
Rz
2084). Ein solcher setzt gemäss KSVI voraus, dass ein (mündlicher oder schriftlicher) Austausch zwischen der IV
Stelle und
der versicherten Person stattfindet. Dieser Austausch muss in den Akten hinter
legt sein (KSVI
Rz
2084.1).
1.3
Wird keine Einigung gefunden, so erlässt die IV-Stelle eine Zwischenverfügung, worin sie die Art der Begutachtung, die vorgesehene Fachdisziplin oder die vor
gesehenen Fachdisziplinen
sowie den oder die Namen der begutachtenden Per
son beziehungswe
i
se Personen
festhält und begründet, weshalb den Einwänden nicht Rechnung getragen wurde (KSVI
Rz
2084.2
; vgl. auch BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3
).
2.
2.1
Anfechtungsgegenstand ist die Verfügung vom 1
9.
August 2014
,
mit welcher die Beschwerdegegnerin an der
bidisziplinären
(rheumatologischen und psychi
atrischen)
Begutachtung des Beschwerdeführers durch
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
festgehalten hat
(
Urk.
2)
.
Die Verfügung regelt
sämtliche der von
der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung und vom KSVI
als wesentlich erachte
ten
Modalitäten (Art der Begutachtung, vorgesehene Fachdisziplinen und Namen der begutachtenden Personen; vgl. E. 1.3 hiervor)
des zu erstellenden Gutachtens
.
Es
handelt
sich
daher
um eine Zwischenverfügung im Sinne von
Art.
55
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht
s (ATSG) in Verbindung mit Art.
5
Abs.
2 und
Art.
46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
), welche selbständig mit Beschwerde
anfecht
bar ist
,
da
sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil b
ewirken kann
(
Art.
46
Abs.
1
lit
. a
VwVG
, BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7
und 139 V 349 E.
5.4
).
Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten, soweit sie sich gegen die Verfügung vom 1
9.
August 2014 richtet.
2.2
Der
durch die Verfügung vom 1
9.
August 2014
umrissene Streitgegenstand kann sich nicht auf Fragen des materiellen Leistungsrechts erstrecken.
Ein Ent
scheid über das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom
5.
September 2011
in Form einer anfechtbaren Verfügung
ist – soweit aus den Akten ersicht
lich –
bisher
nicht ergangen.
Auf den Beschwerdeantrag,
der
die Verpflichtung der
Beschwerdegegnerin zu Rentenleistungen
bezweckt
, ist
daher
mangels eines Beschwerdeobjektes nicht einzutreten (BGE 125 V 413 E. 1).
3
.
3
.1
Im vorinstanzlichen Verfahren wurde innert der angesetzten 10tägigen Frist
seitens des Beschwerdeführers
der Einwand vorgetragen, dass
wegen des erlitte
nen Traumas mit den Komplikationen eines CRPS nicht eine Rheumatologin, sondern ein
e
erfahrene Person aus den Fachbereichen Chirurgie/
Traumatologe
mit dem somatischen Teilgutachten zu betrauen sei (
Urk.
7/94/1; vgl.
Urk.
7/92 und 7/93
).
Indem
eine der
für die Begutachtung ins Auge gefasste
n
medizini
sche
n
Fachrichtung
en
in Frage gestellt
wurde
,
wurde
ein zulässiger materieller Einwand erhoben, der zu einem Einigungsversuch hätte führen müssen. Es lässt sich den Akten nicht entnehmen, dass entsprechende Schritte unternommen wurden.
Insbesondere bringt auch die Beschwerdegegnerin im
Beschwerdever
fahren
nichts vor, weswegen ihr das geforderte konsensorientierte Vorgehen zu attestieren wäre (vgl.
Urk.
6). Die Partizipations- und Gehörsrechte des Beschwerdeführers wurden somit verletzt und das Verfahren erweist sich dem
entsprechend als mangelhaft.
3.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine Verletzung der
gestützt auf
Art.
55 ATSG für den
Beizug
externer Gutachten im Verwaltungsverfahren anwendbaren Verfahrensregeln gemäss
Art.
19
VwVG
in Verbindung mit Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess (BZP; BGE 137 V 210 E. 3.4)
als geheilt gelten, wenn das Gericht den angefochtenen Entscheid in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei überprüfen kann.
Eine Heilungsmöglichkeit entfällt rechtsprechungsgemäss jedoch bei schwer wiegenden Verletzungen der in den
Art.
57 ff. BZP garantierten Gehörs- und Mitwirkungsrechte. Davon abgesehen ist im sozialversicherungsrechtlichen Verfügungsverfahren jeweils sorgfältig zu prüfen, ob eine Missachtung der Verfahrensgarantien von
Art.
57 ff. BZP, insbes
ondere von
Art.
58
Abs.
2, Art.
59
Abs.
1 und
Art.
60 BZP nicht an sich einen schwer wiegenden
Ver
fahrensmangel
darstellt, bei dem eine Heilungsmöglichkeit entfällt (BGE 126 V 130 E. 2b, 120 V 357 E. 2b mit Hinweisen).
3.3
In seinem Entscheid BGE 139 V 349 hat das Bundesgericht die Wichtig
keit der Beachtung der Verfahrensgarantien bei mono- und
bidisziplinären
Expertisen betont (BGE 139 V 349 E. 5.4).
Der Verzicht auf einen Einigungs
versuch stellt daher eine schwerwiegende Verletzung der Mitwirkungsrechte dar, welche ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führt. Es kommt mit ande
ren Worten nicht darauf an, ob der Einigungsversuch im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. ob die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht.
Ins
besondere spielt es auch keine Rolle, ob
der Einigungsversuch selbst
aussichts
reich erscheint. Er ist daher ungeachtet dessen
durchzuführen
, dass sich der Beschwerdeführer nachträglich gegen eine Begutachtung ausgesprochen hat (
Urk.
7/97).
Die Sache
ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie zur Frage der Not
wendigkeit der Begutachtung und der für das Gutachten not
wendigen medi
zinischen Fachbereiche einen Einigungsversuch vornehme und hernach gegeben
enfalls neu darüber verfüge.
3.4
Für den Fall, dass
die angefochtene
Zwischenverfügung
mangels Durchführung eines Einigungsversuches aufzuheben
sei
,
beantragt die Beschwerdegegnerin, es sei zumindest die Notwendigkeit der Begutachtung zu bestätigen
. Aus Sicht der Verfahrensökonomie mache ein Einigungsversuch nur Sinn, wenn nicht bereits die Notwendigkeit der Begutachtung bestritten werde. Denn das ganze
Eini
gungsverfahren
bezüglich der begutachtenden Ärzte wäre vergebens, wenn es schliesslich doch nicht zu einer Begutachtung käme
(
Urk.
6 S. 2).
Gegen das
skizzierte Vorgehen
spricht, dass
die Beschwerdegegnerin mit
dem
Verzicht
auf einen Einigungsversuch
die
sozial
versicherungs
gerichtliche
Rechtsprechung
unterlaufen
könnte
,
gemäss welcher (lediglich)
eine einmalige und gesamthafte gerichtliche Überprüfung sämtlicher im vorausgegangenen Verfahren strittig gebliebener Aspekte
stattzufinden hat (vgl.
Urteil IV.2013.00040 vom 2
8.
März 2013
E. 4.4).
Es widerspricht sodann auch der aktuell geltenden Regelung des KSVI, die Notwendigkeit einer Begutachtung vorfrageweise in einem
selbständig
anfechtbaren Entscheid zu prüfen.
Unter diesen Umständen ist zuerst das Resultat der Einigungsbemühungen abzuwar
ten. Erst danach kann ein (einheitlicher) Entscheid über die Notwendigkeit der Begutachtung und deren Modalitäten ergehen.
3.5
Aufgrund der dargelegten Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheis
sen, soweit darauf einzutreten ist, und die angefochtene Verfügung vom 1
9.
August 2014 ist aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese im Sinne der Erwägungen vorgehe.
4.
4.1
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versiche
rungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenlos (
Art.
61
lit
. a ATSG in Ver
bindung mit
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung; IVG
).
4.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens entsprechend hat der Beschwerdefüh
rer Anspruch auf
eine reduzierte Parteientschädigung, wobei unter Berücksich
tigung der erwähnten Kriterien ein Betrag von
Fr.
700.-- (inklusive Barauslagen und 8
%
Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.