Decision ID: c020cb96-d007-4a5e-beb3-18e1d7ffbe8d
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die X._ AG mit Sitz in K._, Kanton Schwyz, bezweckt Erwerb, Besitz, Finanzierung
und Veräusserung von Immobilien sowie alle damit direkt oder indirekt
zusammenhängenden Geschäfte. Sie ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 000_ an
der A._-strasse in Q._. Das Grundstück ist [rund 5'000 m ] gross, liegt in der
Landwirtschaftszone und befindet sich in der Nähe des F._-kanals. Es ist mit einem
ehemaligen Schweinemastbetrieb und einem Wohnhaus überbaut. Das Wohnhaus war
im Jahr 2017 an die Gemeinde Q._ vermietet, welche darin eine [...] betrieb.
Am 2. Februar 2017, um 15.30 Uhr, wurde die Feuerwehr Q._ von der Kantonspolizei
St. Gallen zum Grundstück Nr. 000_ aufgeboten, wo vom Keller der Asylunterkunft
eine unbestimmte Menge Öl-Wasser-Gemisch auf die Wiese gepumpt worden und von
dort in den F._-kanal gelangt war.
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Am 16. und 17. März 2017 stellte die Finanzverwaltung der Gemeinde Q._ der X._ AG
als Eigentümerin der Liegenschaft die im Zusammenhang mit dem Ereignis vom
2. Februar 2017 erbrachten Aufwendungen in Rechnung. Der Rechnung Nr. 01_ über
CHF 32'341.65 lag eine vom Feuerwehrkommando Q._ erstelle Abrechnung bei. In
einer zweiten Rechnung Nr. 02_ über CHF 29'152.20 wurden weitere Aufwendungen
externer Firmen von zusammen CHF 26'912.20 sowie eine Entschädigung des
Gemeindepräsidiums von CHF 2'240 eingefordert. Insgesamt ergab sich ein
Rechnungsbetrag von CHF 61'493.85.
Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 30. März 2017 erhob die X._ AG gegen die
beiden Rechnungen Rekurs beim Gemeinderat Q._ mit der Begründung, die Kosten
könnten ihr nicht als Gebühren mittels Verfügung auferlegt werden und sie sei nicht
Verursacherin des Ölunfalls. Dieser sei die Folge einer Überschwemmung und somit
auf höhere Gewalt zurückzuführen. Der Gemeinderat Q._ wies die Rekurse am
26. März 2018 ab und versandte den Entscheid am 5. April 2018 mittels A-Plus-
Sendung direkt an die X._ AG. Mit dem Hinweis, die Rechnungen seien mittlerweile
rechtskräftig, forderte der Gemeinderat Q._ die X._ AG am 11. Juli 2018 zur Zahlung
auf. Nachdem keine Zahlung eingegangen war, leitete er die Betreibung ein. Gegen den
Zahlungsbefehl vom 16. August 2018 erhob die X._ AG Rechtsvorschlag, worauf der
Gemeinderat beim Bezirksgericht Y._ in S._/SZ am 11. September 2018 ein
Rechtsöffnungsbegehren stellte, welches dem Rechtsvertreter der X._ AG zugestellt
wurde.
B. Mit Eingabe vom 17. September und Ergänzung vom 4. Oktober 2018 erhob der
Rechtsvertreter der X._ AG gegen den Entscheid des Gemeinderates Q._ vom
26. März 2018 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, der
angefochtene Entscheid sowie die diesem zugrundeliegenden zwei Rechnungen vom
16. und 17. März 2017 seien aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung machte er unter anderem geltend, die Kosten seien primär dem
Verhaltensstörer, namentlich demjenigen, der die entsprechenden Leistungen der
Feuerwehr durch eigenes Verhalten schuldhaft bewirkt habe, in Rechnung zu stellen.
Es sei nicht ersichtlich, weshalb R._ als ihr Generalbevollmächtigter bezeichnet werde.
Zudem sei noch eine weitere Person involviert gewesen und angeklagt worden. Das
Verhalten von Personen ohne Organstellung könne ihr nicht angerechnet werden. Die
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Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs mit Entscheid vom 25. April 2019
teilweise gut. Sie hob den angefochtenen Entscheid des Gemeinderates Q._ vom
26. März 2018 sowie die diesem zugrundeliegenden Rechnungen Nr. 01_ vom 16.
März 2017 und Nr. 02_ vom 17. März 2017 auf. Die von der X._ AG zu bezahlenden
Kosten der Ersatzvornahme vom 2./3. Februar 2017 setzte sie auf CHF 59'896.85 fest.
C. Die X._ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 1. Mai 2019 versandten
Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 16. Mai 2019 und Ergänzung vom 19. Juni 2019 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
seien der angefochtene Rekursentscheid der Vorinstanz vom 25. April 2019, der
Rekursentscheid des Gemeinderates Q._ vom 26. März 2018 sowie die
angefochtenen Rechnungen Nr. 01_ vom 16. März 2017 und Nr. 02_ vom 17. März
2017 aufzuheben.
Mit Vernehmlassung vom 4. Juli 2019 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen des
angefochtenen Entscheids und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die
politische Gemeinde Q._ (Beschwerdegegnerin) beantragte mit Vernehmlassung vom
23. Juli 2019 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Sie hielt fest, R._ sei durch die
Beschwerdeführerin gemäss Generalvollmacht in allen Angelegenheiten betreffend die
Liegenschaft A._ bevollmächtigt, und bestritt die Behauptung der
Beschwerdeführerin, die Vollmacht beträfe einzig die Bauarbeiten rund um die
Liegenschaft A._.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der
Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer Anträge sowie
die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
Satz 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin, deren Rechtsmittel gegen die von der Beschwerdegegnerin bei ihr
erhobenen Kosten für den Einsatz der Feuerwehr und Dritter im Zusammenhang mit
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dem Schadenereignis vom 2. Februar 2017 mit dem angefochtenen Entscheid
abgewiesen wurde, ist zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den am 1. Mai 2019 versandten
Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom 16. Mai 2019 rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 19. Juni 2019 in formeller und inhaltlicher Hinsicht
die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb – unter dem folgenden Vorbehalt –
einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin beantragt, der
Rekursentscheid des Gemeinderates Q._ vom 26. März 2018 sowie die ihm
zugrundeliegenden Rechnungen der verfügenden Behörde Nr. 01_ vom 16. März 2017
und Nr. 02_ vom 17. März 2017 seien aufzuheben. Sie sind durch den angefochtenen
Rekursentscheid ersetzt worden; sie gelten im Beschwerdeverfahren zwar als inhaltlich
mit angefochten, jedoch ist die selbständige Anfechtung ausgeschlossen
(Devolutiveffekt, vgl. VerwGE B 2015/87 vom 26. April 2018 E. 1 mit Hinweisen auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung, www.gerichte.sg.ch).
2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die von der Beschwerdegegnerin geltend
gemachten Kosten dürften nicht mittels Verfügung, sondern müssten mit normaler
Rechnung erhoben und eingezogen, das heisst im Bestreitungsfall zivilrechtlich geltend
gemacht und schliesslich gestützt auf ein zivilrechtliches Urteil vollstreckt werden.
2.1. Gemäss Art. 40 des Gesetzes über den Feuerschutz (sGS 871.1, FSG) ist die
Feuerwehr Einsatzorganisation für Rettung und allgemeine Schadenwehr (Abs. 1) und
leistet insbesondere bei Ereignissen, welche die Umwelt schädigen oder gefährden,
unverzüglich Hilfe (Abs. 2 Ingress und lit. c FSG). Sicherungs- und
Behebungsmassnahmen aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Art. 59 des
Bundesgesetzes über den Umweltschutz, Umweltschutzgesetz, SR 814.01, USG;
Art. 54 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer, Gewässerschutzgesetz,
SR 814.20, GSchG) sind gemäss Art. 46 Abs. 2 Satz 2 FSG kostenpflichtig.
Art. 46 FSG regelt den Vollzug: Die politische Gemeinde, deren Feuerwehr Hilfe
leistete, erhebt die Kosten beim Pflichtigen durch Rechnungstellung (Abs. 1); sie
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verfügt Gebühren (Abs. 2) und zieht die von Dritten in Rechnung gestellten Kosten ein
(Abs. 3).
2.2. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, die Feuerwehr erfülle mit der allgemeinen
Schadenwehr eine öffentliche Aufgabe, die gemäss Art. 1 FSG von den politischen
Gemeinden und vom Staat hoheitlich wahrgenommen werde. Entsprechend hätten
auch sämtliche damit zusammenhängenden Kosten öffentlich-rechtlichen Charakter
und seien in der Form einer anfechtbaren Verfügung geltend zu machen. Hinzu komme,
dass es sich nach den bundesrechtlichen Rechtsgrundlagen in Art. 59 USG und Art. 54
GSchG um Kosten einer behördlichen Ersatzvornahme handle und kantonales
Ausführungsrecht keine eigenständige Bedeutung habe. Geldschulden aus
Ersatzvornahme seien öffentlich-rechtlicher Natur, da sie aus der Nichterfüllung einer
öffentlich-rechtlichen Pflicht resultierten. Die Beschwerdegegnerin sei folglich zur
hoheitlichen Rechnungstellung zwecks Einziehung der im Zusammenhang mit dem
Einsatz vom 2. Februar 2017 angefallenen Kosten zuständig gewesen.
Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, bei den von ihr erhobenen Kosten handle
es sich nicht um Gebühren im Sinn von Art. 46 Abs. 2 FSG, die von der
Beschwerdegegnerin verfügt werden könnten. Reine Kosten müssten entsprechend
Art. 46 Abs. 1 FSG mit einer normalen Rechnung erhoben werden. Und diese in
Rechnung zu stellenden Kosten habe die Gemeinde dann gemäss Art. 46 Abs. 3
FSG einzuziehen, das heisst im Bestreitungsfall zivilrechtlich geltend zu machen und
ein allfällig zu ihren Gunsten lautendes Zivilurteil schliesslich zu vollstrecken. Sie könne
über diese Kosten nach der diesbezüglich ausdrücklichen gesetzlichen Regelung aber
keine Verfügung treffen. Der verwaltungsrechtliche Weg sei vielmehr einzig den
Gebühren vorbehalten, was im Übrigen durchaus Sinn mache, da Gebühren – im
Gegensatz zu Kosten – regelmässig gesetzlich geregelt und fixiert seien. Mit den
Rechnungen vom 16./17. März 2017 mache die verfügende Behörde einzig und allein
Kosten und keinerlei Gebühren geltend. Würde die Auffassung der Vorinstanz zutreffen,
wonach auch Kosten mit öffentlich-rechtlicher Rechnung zu verfügen seien, würde die
Unterscheidung in Art. 46 FSG keinerlei Sinn machen. Die Auffassung der
Vorinstanz, die Überwälzung der Kosten basiere auf dem Gewässerschutzgesetz und
damit auf Bundesrecht und die Rechnungen stellten letztendlich Kosten der
Ersatzvornahme dar und seien damit öffentlich-rechtlicher Natur, überzeuge nicht. Die
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Voraussetzungen einer Ersatzvornahme könnten angesichts der Notwendigkeit zum
sofortigen Einschreiten der Feuerwehr gar nicht gegeben sein. Zudem verbiete das
Bundesrecht den Kantonen nicht, Forderungen trotz öffentlich-rechtlicher Grundlage
als Rechnungen auf dem zivilrechtlichen Weg geltend zu machen.
2.3. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht substantiiert und es ist offenkundig, dass
die Kosten, welche die Beschwerdegegnerin bei der Beschwerdeführerin erhebt, auf
Sicherungs- und Behebungsmassnahmen nach Art. 54 GSchG im Zusammenhang mit
dem Ereignis vom 2. Februar 2017 zurückgehen. Art. 54 GSchG schreibt vor, dass die
Kosten von Massnahmen, welche die Behörden zur Abwehr einer unmittelbar
drohenden Gefahr für die Gewässer sowie zur Feststellung und zur Behebung des
Schadens treffen, dem Verursacher "überbunden" werden. Art. 59 USG verwendet
diesbezüglich seit 1. Juli 1997 denselben Wortlaut (AS 1997 S. 1155). Bis dahin war die
Regelung als Kann-Bestimmung formuliert. Der Wortlaut wurde an die zwingende
Formulierung von Art. 54 GSchG angeglichen, weil die Behörde die Frage der
Kostenüberwälzung aufgrund der klaren Praxis des Bundesgerichts im Anwendungsfall
nicht frei entscheiden kann (vgl. Botschaft zu einer Änderung des Bundesgesetzes über
den Umweltschutz [USG] vom 7. Juni 1993, in: BBl 1993 II S. 1445 ff., S. 1501). Die
Verwendung des Begriffs "überbinden" weist zusammen mit dem für die Behörden
verbindlichen Gesetzesauftrag (vgl. B. Wagner Pfeifer, Umweltrecht, Allgemeine
Grundlagen, Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 128) darauf hin, dass die Behörden bei der
Geltendmachung dieser Kosten gegenüber dem Verursacher nicht auf den Klageweg
verwiesen sind, sondern hoheitlich verfügen sollen (vgl. auch Griffel/Rausch,
Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf
2011, N 4 zu Art. 2 USG). Für die Überbindung der Kosten der aufgrund der
normalerweise gebotenen Eile im Sinn einer antizipierten Ersatzvornahme getroffenen
Sicherungs- und Behebungsmassnahmen soll das Gemeinwesen vom – verglichen mit
dem Zivilprozess – einfacheren Weg des Verwaltungsverfahrens profitieren (vgl.
Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Besonderer Teil, Band II/1, 4. Aufl.
1987, § 23 Rz. 34, S. 490).
Dieses Verständnis deckt sich mit der Auffassung, dass Art. 54 GSchG strikt auf die im
Zusammenhang mit der Wahrnehmung der öffentlichen Aufgabe der Gefahrenabwehr
und der notwendigen Schadensbehebung angefallenen Kosten zu beschränken ist und
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aus der Bestimmung keine – auf dem Zivilrechtsweg geltend zu machenden –
haftpflichtrechtlichen Ansprüche und Vermögensschäden Dritter abgeleitet werden
können (vgl. B. Wagner Pfeifer, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum
Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich/Basel/Genf 2016, N 35-37
zu Art. 54 GSchG). Kritisch beurteilt wird deshalb die bundesgerichtliche
Rechtsprechung (BGE 122 II 26 = Pra 1996 Nr. 237), mit welcher auch die Auferlegung
einer Entschädigungspflicht für entgangenen Gewinn im Sinn des Haftpflichtrechts
durch behördliche Verfügung gestützt auf Art. 59 USG beziehungsweise Art. 54 GSchG
nicht beanstandet wurde (vgl. Wagner Pfeifer, Umweltrecht, a.a.O., Rz. 128; Hj. Seiler,
in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Loseblattsammlung, 2. Aufl. 2004, März
2001, N 24 zu Art. 2 USG).
2.4. Angesichts dieser bundesrechtlichen Vorgabe in Art. 54 GSchG und Art. 59 USG,
die auch anwendbar sind auf Kosten von Ölwehreinsätzen (vgl. BGer 2C_162/2014
vom 13. Juni 2014 E. 2.1), kommt kantonalem Recht, das sich allenfalls zur Frage
äussert, ob Einsatzkosten der Feuerwehr gegenüber Pflichtigen auf dem Weg des
Verwaltungsverfahrens oder des Zivilprozesses geltend zu machen sind, jedenfalls in
diesem Bereich keine eigenständige Bedeutung zu. Unter diesen Umständen kann
offenbleiben, welche Antwort die kantonale Gesetzgebung zum Feuerschutz und
insbesondere Art. 46 FSG geben.
3. Die Beschwerdeführerin bestreitet, als Verhaltensstörerin ins Recht gefasst werden
zu dürfen.
3.1. Die Vorinstanz erachtete die Beschwerdeführerin als Verursacherin der erwähnten
Störung sowohl im Sinn von Art. 54 GSchG und Art. 59 USG als auch im Sinn von
Art. 46 Abs. 2 Satz 1 FSG. Unabhängig von der Quelle und dem genauen Weg, den
das Öl von ihrem Grundstück zum F._-kanal genommen habe, sei die
Beschwerdeführerin als verantwortliche Eigentümerin des Grundstückes, auf dem der
Verschmutzungsherd lag, Zustandsstörerin. Zudem sei sie auch Verhaltensstörerin, da
R._, der damals gemäss Generalvollmacht vom 27. Juli 2016 in allen Angelegenheiten
betreffend die Liegenschaft für die Beschwerdeführerin zu handeln befugt gewesen sei,
mit der Wirkung, dass die Beschwerdeführerin in gleicher Weise berechtigt und
verpflichtet gewesen sei, wie wenn sie selbst gehandelt hätte, einer Drittperson den
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Auftrag erteilt habe, das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller auf die Wiese zu pumpen.
Auch wenn weder R._ noch die Drittperson Organe der Beschwerdeführerin gewesen
seien, so hätten die beiden doch als Bevollmächtigter beziehungsweise als Hilfsperson
des Bevollmächtigten unter der Verantwortlichkeit der Beschwerdeführerin gehandelt.
Deren Verhalten sei der Beschwerdeführerin anzurechnen. Als separate Kostenträger
kämen sie daher nicht in Frage. Andere Personen, welche auch Verursacher sein
könnten, gebe es nicht. Die Beschwerdeführerin sei damit einzige Verursacherin,
weshalb die Abstufung in Art. 46 FSG für mehrere Verursacher nicht zur Anwendung
komme. Es spiele daher keine Rolle, ob das Handeln von R._ oder der Drittperson
schuldhaft gewesen sei. Bei Feuerwehreinsätzen zum Schutz der Umwelt sei der
Verursacher unabhängig vom Verschulden zur Kostentragung heranzuziehen. Die
Weiterverrechnung derartiger Kosten sei nach dem Verursacherprinzip nicht bloss
gerechtfertigt, sondern entsprechend dem Wortlaut der inhaltlich sich deckenden
Bestimmungen des Bundesrechts obligatorisch.
Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass sie als blosse Eigentümerin der Liegenschaft,
auf welcher ein Schadenfall eingetreten sei, einzig als Zustandsstörerin hafte. Und
entsprechend würde sie vorliegend auch gemäss den Ausführungen der Vorinstanz erst
in allerletzter Position haften. Die Vorinstanz wolle nun aber die Beschwerdeführerin in
die Rolle einer Verhaltensstörerin drängen und führe dazu aus, dass sich die
Beschwerdeführerin das Verhalten von R._ anrechnen zu lassen habe, welcher einem
Mitarbeiter angeblich den Auftrag gegeben habe, Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller
der Liegenschaft A._ hochzupumpen. Diese Argumentation scheitere aber an zwei
Punkten: Zum einen gebe es keinen Grund, das Verhalten von R._, welcher weder
über eine Organstellung bei der Beschwerdeführerin verfügt habe, noch von dieser mit
Aufräumarbeiten im Nachgang zur Havarie beauftragt geschweige denn diesbezüglich
bevollmächtigt gewesen sei, der Beschwerdeführerin anzurechnen. Die
Generalvollmacht habe, wie dies auch die verfügende Behörde genau wisse, einzig die
Bauarbeiten rund um die A._ betroffen. Zum anderen scheitere die Argumentation der
Vorinstanz bereits daran, dass gar nicht erwiesen sei, dass R._ irgendjemanden den
Befehl erteilt hätte, das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller zu pumpen.
3.2. Gemäss Art. 54 GSchG beziehungsweise Art. 59 USG, welche das in Art. 74 Abs. 2
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV)
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verankerte Verursacherprinzip umsetzen, sind die Kosten von Sicherungs- und
Behebungsmassnahmen dem Verursacher zu überbinden. Diese Bestimmungen sind
direkt anwendbar und gelten – wie bereits ausgeführt – auch für Kosten von
Ölwehreinsätzen. In diesem Bereich hat das kantonale Recht deshalb keine
eigenständige Bedeutung (vgl. BGer 1A.248/2002 vom 17. März 2003 E. 1.1;
2C_162/2014 vom 13. Juni 2014 E. 2.1 mit Hinweisen unter anderem auf BGE 101 Ib
410 E. 4, 102 Ib 203; 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 3.4).
Weder das Gewässerschutz- noch das Umweltschutzgesetz legt näher fest, wer als
Verursacher zu betrachten ist. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat für die
Umschreibung des Verursacherbegriffes weitgehend auf den polizeirechtlichen
Störerbegriff abgestellt und sowohl den Zustands- als auch den Verhaltensstörer
kostenpflichtig erklärt (BGE 131 II 743 E. 3.1 mit Hinweisen unter anderem auf BGE 118
Ib 407 E. 4b). Verursacher ist danach nicht nur der Verhaltensstörer, das heisst
derjenige, der den Schaden oder die Gefahr selbst oder durch das unter seiner
Verantwortung erfolgende Verhalten Dritter verursacht hat (Verhaltens- oder
Handlungsstörer), sondern auch, wer über die Sache, die den ordnungswidrigen
Zustand bewirkt, rechtliche oder tatsächliche Gewalt hat (Zustandsstörer; BGE 139 II
106 E. 3.1.1). Juristische Personen haften für das Verhalten der für sie handelnden
Organe, Arbeitgeber für dasjenige ihrer Arbeitnehmer beziehungsweise Hilfspersonen
(vgl. Seiler, a.a.O., N 66 zu Art. 2 USG). Verhalten ist Tun oder Unterlassen, wobei ein
Unterlassen die Verhaltenshaftung nur begründet, wenn eine besondere Rechtspflicht
zu sicherheits- und ordnungswahrendem Handeln besteht (vgl. BGE 114 Ib 44 E. 2c/bb
und cc; BGer vom 12. Oktober 1990, in: ZBl 92/1991 S. 212, E. 5a; 1A.178/2003 vom
27. August 2004 E. 4). Bei einer Mehrheit von Verursachern sind die Kosten nach den
objektiven und subjektiven Anteilen an der Verursachung zu verteilen, wobei die
Grundsätze der Kostenaufteilung im Innenverhältnis zwischen mehreren Haftpflichtigen
(Art. 51 des Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR) analog heranzuziehen
sind (BGE 131 II 743 E. 3.1).
3.3.
3.3.1. In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
Eigentümerin der Liegenschaft A._ ist und dass im Keller Behälter mit Dieselöl gelagert
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wurden. Sodann ist – jedenfalls in der Beschwerde – nicht umstritten, dass wegen einer
Überschwemmung des Kellers aus diesen Behältern mehrere hundert Liter Öl
austraten, welche sich mit dem im Kellerraum befindlichen Wasser vermischten.
Umstritten ist der Sachverhalt bezüglich der am Morgen des 2. Februar 2017
handelnden und Anweisungen erteilenden Personen.
3.3.2. In ihrem Rechtsmittelentscheid vom 26. März 2018 ist die Beschwerdegegnerin
davon ausgegangen, ein Angestellter der Beschwerdeführerin habe den Auftrag, das
Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller auf die angrenzende Wiese zu pumpen, vom
Generalbevollmächtigten der Beschwerdeführerin für die fragliche Liegenschaft, R._,
erhalten (act. 9-2/1).
Vor der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin dazu ausgeführt, tatsächlich wisse sie
nicht, was genau passiert sei beziehungsweise weshalb angeblich Öl ausgetreten sein
soll. Sie müsse die Ausführungen der Beschwerdegegnerin deshalb mit Nichtwissen
bestreiten. Woraus die Beschwerdegegnerin ableite, bei R._ handle es sich um ihren
Generalbevollmächtigten, sei nicht ersichtlich. Angeklagt sei noch eine weitere Person,
welche keine Organstellung bei der Beschwerdeführerin habe. Weshalb auch deren
Handeln ihr zuzurechnen sein sollte, sei gänzlich unerfindlich (act. 9-4). Die
Beschwerdegegnerin hielt in der Vernehmlassung fest, die Beschwerdeführerin sei
wegen der Lagerung der Öltanks im Keller ihrer Liegenschaft Verhaltens- und
Zustandsstörerin (act. 9-8). Sie legte zudem die Generalvollmacht vor (act. 9-8, Beilage
12).
Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin verantwortliche
Eigentümerin des Grundstückes sei, auf welchem der Verschmutzungsherd gelegen
sei. R._, Generalbevollmächtigter der Beschwerdeführerin, habe einer Drittperson den
Auftrag erteilt, das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller auf die Wiese zu pumpen. Auch
wenn sie nicht Organe der Beschwerdeführerin gewesen seien, hätten beide als
Bevollmächtigter beziehungsweise als Hilfsperson des Bevollmächtigten unter der
Verantwortlichkeit der Beschwerdeführerin gehandelt. Andere Personen, die
Verursacher sein könnten, gebe es nicht.
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In der Beschwerde wird einzig geltend gemacht, das Verhalten R._s könne nicht der
Beschwerdeführerin angerechnet werden. Es sei auch nicht erwiesen, dass R._
irgendjemandem den Befehl erteilt hätte, das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller zu
pumpen.
3.3.3. Zwar gilt im Verwaltungsverfahren gemäss Art. 12 Abs. 1 VRP der Grundsatz der
Ermittlung des Sachverhalts von Amtes wegen. Er wird indessen durch
Mitwirkungspflichten der Beteiligten eingeschränkt. Dies ist vor allem dann
gerechtfertigt, wenn – wie vorliegend – davon ausgegangen werden muss, dass die
Beteiligte als Grundeigentümerin und Ausstellerin der Generalvollmacht bezüglich ihrer
Liegenschaft A._ den Sachverhalt nicht nur besser kennt, sondern auch ein eigenes
Interesse daran hat, ihre Sachverhaltsdarstellung beweismässig zu untermauern (vgl.
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 598
f.).
Die Beschwerdeführerin trägt zur Klärung des Sachverhalts nichts bei. Sie äussert sich
nicht dazu, um wen es sich bei der namentlich nicht bekannten Drittperson gehandelt
hat. Sie macht zudem nicht geltend, dieser Dritte sei – entgegen der Darstellung des
Sachverhalts im Rechtsmittelentscheid der Beschwerdegegnerin – nicht bei ihr
angestellt gewesen. Sie macht auch nicht geltend, diese Drittperson habe selbständig
gehandelt. Obwohl sie der Auffassung ist, die Generalvollmacht für R._ habe sich auf
die Bauarbeiten auf dem Grundstück beschränkt, bringt sie zudem auch nicht vor, R._
habe ausserhalb der Vollmacht und selbst gehandelt. Schliesslich macht sie –
jedenfalls in der Beschwerde – nicht geltend, von der Havarie im Keller ihrer
Liegenschaft im Zeitpunkt, als das Öl-Wasser-Gemisch auf die Wiese gepumpt wurde,
nichts gewusst zu haben. Die Beschwerdeführerin bringt keine Beweismittel –
beispielsweise ein Strafurteil oder Bestätigungen der beteiligten Personen, darunter
ihres einzigen Verwaltungsrates – bei, aus welchem der Ablauf der Geschehnisse am
Morgen des 2. Februar 2017 auf ihrem Grundstück und die handelnden und
Anweisungen erteilenden Personen bekannt würden.
In tatsächlicher Hinsicht ist deshalb davon auszugehen, dass die Darstellungen des
Sachverhalts im Rechtsmittelentscheid der Beschwerdegegnerin und im
vorinstanzlichen Rekursentscheid zutreffend sind. Insbesondere ist davon auszugehen,
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dass die Beschwerdeführerin verantwortlich war für die Dieselbehälter im Keller ihrer
Liegenschaft und dass eine bei der Beschwerdeführerin angestellte namentlich nicht
bekannte Drittperson das Öl-Wasser-Gemisch vom Keller der Liegenschaft auf die
Wiese pumpte.
3.3.4. Als Verhaltensstörer beziehungsweise -verursacher – jeder Störer ist
Verursacher, nicht aber jeder Verursacher auch Störer (vgl. BGE 144 II 332 E. 3.1,
2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.7) – des Ölunfalls kommen neben der
Beschwerdeführerin (dazu nachfolgend Erwägung 3.4) jene natürlichen Personen,
welche das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller auf die angrenzende Wiese pumpten
oder pumpen liessen (dazu nachfolgend Erwägung 3.5), in Frage.
3.4. Die Beschwerdeführerin kommt als Verhaltensverursacherin in Frage, soweit sie es
pflichtwidrig unterlassen hat, das im Keller ihrer Liegenschaft liegende Öl-Wasser-
Gemisch ordnungsgemäss zu beseitigen. Die Beschwerdeführerin bringt nicht vor, sie
hätte von der Havarie im Keller ihrer Liegenschaft nichts gewusst. Sie beschränkt sich
darauf, geltend zu machen, das Handeln ihres Generalbevollmächtigten könne ihr nicht
zugerechnet werden. Zudem stehe nicht fest, dass dieser eine Drittperson angewiesen
habe, die Flüssigkeit aus dem Keller auf die angrenzende Wiese zu pumpen.
Gemäss Art. 3 GSchG ist jedermann verpflichtet, alle nach den Umständen gebotene
Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden.
Die Bestimmung verlangt, dass alles Zumutbare unternommen wird, um eine
Gewässerverschmutzung zu verhindern. Sie ist Ausdruck des im Umweltschutzrecht
allgemein geltenden Grundsatzes, jede mögliche und zumutbare Vorsorge zu treffen,
um eine Schädigung der Umwelt zu verhindern (BGer 1C_43/2007 vom 9. April 2008, in
BGE 134 II 142 nicht publizierte E. 2.2 mit Hinweisen). Nach Art. 6 GSchG ist es
untersagt, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, versickern zu lassen (Abs. 1) oder
sie ausserhalb eines Gewässers abzulagern, sofern dadurch die konkrete Gefahr einer
Verunreinigung des Wassers entsteht (Abs. 2). Unterlässt der Inhaber einer Anlage
jedoch in Missachtung seiner Sorgfaltspflichten die Ergreifung von
Sicherungsmassnahmen, kann er als unmittelbarer Verhaltensverursacher zu
qualifizieren sein (BGer vom 7. Oktober 1981, in: ZBl 83/1982 S. 541 ff., E. 3c).
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Welche Massnahmen die Beschwerdeführerin ihrerseits als Eigentümerin der
Liegenschaft und der Tankanlage im Keller im Hinblick auf die gefahrlose Beseitigung
der Flüssigkeit unternommen oder in Auftrag gegeben hat, legt sie nicht dar. Sie macht
auch nicht geltend, Kellerboden und -wände seien ausreichend dicht gewesen, so dass
auch bei anhaltender Überschwemmung des Kellers keine Gefahr für die Umwelt
bestand. Als Werkeigentümerin wäre sie in besonderer Weise verpflichtet gewesen, die
Gefahrenquelle im Keller ihrer Liegenschaft ohne Gefährdung der Umwelt umgehend zu
beseitigen oder beseitigen zu lassen. Insoweit kann sie als Verursacherin durch
Unterlassung ins Recht gefasst werden. Vorausgesetzt, die Tankanlage entsprach den
umweltrechtlichen Vorschriften, wäre sie einzig dann nur als Zustandsstörerin zu
behandeln, wenn sie ein diesbezüglich spezialisiertes Unternehmen oder die Feuerwehr
zur ordnungsgemässen Behebung der Havarie aufgeboten hätte (vgl. BGer
1C_146/2011 vom 29. November 2011 E 2).
3.5. Die Beschwerdeführerin kommt sodann als Verhaltensstörerin in Frage, wenn ihr
das Verhalten einer natürlichen Person, sei es der namentlich nicht bekannten
Drittperson (dazu nachfolgend Erwägung 3.5.2), sei es von R._ (dazu nachfolgend
Erwägung 3.5.3) anzurechnen ist.
3.5.1. Das Umweltrecht kennt keine Bestimmung, welche den Geschäftsherrn als
Verursacher bezeichnen würde. Jedoch gilt gemäss der Formel des Bundesgerichts
(vgl. oben Erwägung 3.2) seit jeher auch die Person als Verhaltensstörer, welche die
Verantwortung über die die Störung verursachende Person hat. Mit dem Rückgriff auf
diese Umschreibung des Verhaltensstörers zur Ermittlung des Verursachers entstand
im Umweltrecht eine Art "Hilfspersonen- beziehungsweise Geschäftsherrenhaftung",
die in der Praxis auch regelmässig – unter anderem auf das Verhältnis zwischen
(verantwortlichem) Arbeitgeber und (handelndem) Arbeitnehmer – zur Anwendung
kommt (D.O. Adler, Das Verhältnis zwischen Verursacherprinzip und Haftpflicht im
Umweltrecht, Zürich/Basel/Genf 2011, S. 125 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung).
3.5.2. Die Drittperson, welche nach der – insoweit von der Beschwerdeführerin nicht
bestrittenen – Darstellung des Sachverhalts im Rechtsmittelentscheid der
Beschwerdegegnerin vom 28. März 2018 bei ihr angestellt war (vgl. act. 8-2/1, Ziffer 1),
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handelte als Arbeitnehmer. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin in Zweifel
zieht, dass R._ dieser Drittperson eine entsprechende Anweisung erteilt hat. Mit Blick
auf die Haftung des Arbeitgebers für das Verhalten des Arbeitnehmers rechtfertigt es
dieser Sachverhalt, die Beschwerdeführerin als Verhaltensstörerin ins Recht zu fassen.
Dass diese Drittperson nicht Organ der Beschwerdeführerin war, ist nicht von Belang.
War diese Drittperson nicht bei ihr angestellt, ist davon auszugehen, dass sie auf die
direkte eigene Anweisung der Beschwerdeführerin tätig wurde, zumal die
Beschwerdeführerin einerseits nicht geltend macht, die Drittperson habe aus eigenem
Antrieb gehandelt, und anderseits gleichzeitig auch in Frage stellt, dass R._ sie
entsprechend angewiesen hat. Insoweit wäre es bei diesem Sachverhalt gerechtfertigt,
die Beschwerdeführerin als für ihre Hilfsperson haftende Geschäftsherrin als
Verhaltensstörerin ins Recht zu fassen.
Selbst wenn diese Drittperson aus eigenem Antrieb gehandelt hätte, könnte sie als
Verhaltensverursacherin nicht ins Recht gefasst werden, da die Beschwerdeführerin sie
nicht namentlich bezeichnet. Insoweit besteht auch kein Anlass, Kostenanteile
auszuscheiden.
3.5.3. Schliesslich fällt R._ nicht als Verhaltensverursacher in Betracht, wenn er weder
– wovon die Beschwerdeführerin ausgeht, wenn sie Zweifel an der entsprechenden
Darstellung des Sachverhalts äussert – eine entsprechende Anweisung gegeben noch
– wovon mangels entsprechender Sachverhaltsdarstellungen nicht auszugehen ist –
selbst das Öl-Wasser-Gemisch aus dem Keller auf die Wiese gepumpt hat. Auch
diesbezüglich erübrigt sich deshalb eine Ausscheidung von Kostenanteilen auf
verschiedene Verhaltensverursacher.
4. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde deshalb als unbegründet. Sie ist
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Höhe und Zusammensetzung der von der
Vorinstanz ermittelten und der Beschwerdeführerin überbundenen Kosten blieben im
Beschwerdeverfahren unbestritten.
5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
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Eine Entscheidgebühr von CHF 2'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der von der Beschwerdeführerin in der
gleichen Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zu verrechnen. Ausseramtliche Kosten
sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP).