Decision ID: e7545ddc-952a-5110-9f96-d1e9b5cb3f52
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1981
,
arbeitete seit 1. November 2011 bei der
Y._
AG als Gipser (vgl. Urk. 12/15), als die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 26. Juni 2012 auf den 13. Juli 2012 kündigte (Urk. 12/17).
Ab 2. Juli
2012 arbeitete er
für die
Z._
AG bei verschiedenen Auftraggebern (vgl. Urk. 12/8-9). Der „Einsatzvertrag“ wurde am 18. Oktober 2012 seitens der Arbeitgeberin per 24. Oktober 2012 gekündigt (Urk. 12/10). Am 25. Oktober 2012 meldete sich der Versicherte beim RAV
A._
zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 12/3) und stellte am 26. Oktober 2012 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 12/5).
Mit Verfügung vom 29. November 2012 stellte ihn die Arbeitslosenkasse ab 14. Juli 2012 für die Dauer von 27 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein (Urk. 12/25). Daran hielt sie
auf Einsprache des Versicherten vom 21. Dezember 2012 (Urk. 12/27
;
Einspracheergänzung
vom 22. Januar 2013, Urk. 12/31
) hin mit Entscheid vom 25. März 2014 fest (
Urk. 12/47 =
Urk. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 25. März 2014
(Urk. 2)
erhob
der Versi
cherte
am 2. Mai 2014 Beschwerde und beantragte die ersatzlose Aufhebung des
Einspracheentscheids
, eventuell die Reduktion der Anzahl Einstelltage (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2014 schloss die Ausgleichskasse auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 23. Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Mit Verfügung vom 18. Juni 2015 wurde die Beschwerdegegnerin aufgefordert
, die Akten zu ordnen (Urk. 10). Am
25. Juni 2015
reichte sie die Akten (Urk. 12/1-54) systematisch geordnet ein
(Urk. 11).
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Nach
Art.
30
Abs.
1
lit
.
a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) ist die versicherte
Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eige
nes Verschulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst verschuldet, wenn die versi
cherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung
ar
beits
vertraglicher
Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflö
sung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (
Art.
44
Abs.
1
lit
.
a der Ver
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzent
schädigung
, AVIV).
2.2
Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeits
losigkeit gemäss
Art.
44
Abs.
1
lit
.
a AVIV setzt keine Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss
Art.
337 beziehungsweise
Art.
346
Abs.
2 des Obligationenrechts (OR) voraus. Es genügt, dass das allge
meine Verhalten der ver
sic
herten Person Anlass zur Kündigung beziehungs
weise Entlassung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vor
gele
gen haben. Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigen
schaften im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin für den Betrieb als untragbar erscheinen lassen. Eine Einstellung in der
Anspruchs
be
rechtigung
kann jedoch nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; SVR 1996
AlV
Nr. 72 S. 220 E. 3 b/
bb
; Gerhards, Kommentar zum Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insol
venz
entschädigung
, Band I,
Rz
. 11 zu
Art.
30). Das vorwerfbare Verhalten muss zudem nach
Art.
20
lit
. b des Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 2
1.
Juni 1988 (SR 0.822.726.8; für die Schweiz in Kraft seit dem 1
7.
Oktober 1991, AS 1991 1914) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. BGE 124 V 234 E. 3b, welche Rechtsprechung gemäss Urteil des Bundesgerichts C 53/00 vom 1
7.
Oktober 2000 E. 3b, auch im Bereich von
Art.
44
Abs.
1
lit
. a AVIV anwendbar ist; bezüglich
Eventualvor
satz
: Urteil des Bundesgerichts C 289/03 vom 2
4.
März 2005 E. 1). Bei Differen
zen zwischen dem Arbeitgeber und Beschäftigten darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin geschlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E.
1 mit Hin
weisen; Gerhards, Kommentar zum
Arbeitslosenversicherungs
ges
etz
, Band I, Bern und Stuttgart 1987, N. 10 ff. zu Art. 30).
2.3
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (
Art.
30
Abs.
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (
Art.
45
Abs.
3 AVIV).
2.4
Wird die versicherte Person aus eigenem Verschulden arbeitslos, beginnt die Einstellungsfrist in der Anspruchsberechtigung gemäss
Art.
45 Abs. 1 AVIV am ersten Tag nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn die versicherte Person aus eigenem Verschulden arbeitslos geworden ist (
lit
. a) oder der Hand
lung oder Unterlassung, derentwegen sie verfügt wird (
lit
. b). Nach
Art.
30 Abs. 3 Satz 4 AVIG fällt der Vollzug der Einstellung binnen sechs Monaten nach Beginn der Einstellungsfrist dahin. Diese Ordnung ist Ausdruck der ge
setzgeberischen Entscheidung, ein an sich einstellungswürdiges Verhalten nach Ablauf von sechs Monaten nicht mehr als kausal für die Arbeitslosigkeit zu be
trachten (BGE 122 V 43 E. 3c/
bb
mit Hinweisen).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte den Beschwerdeführer in der
Anspruchsberechti
gung
ein, weil er mit seinem Verhalten die Kündigung der Stelle durch die
Y._
AG provoziert habe. Er
habe
eingeräumt, dass er sich nicht an die Vorga
ben der Arbeitgeberin bezüglich Erscheinen am Arbeitsplatz gehalten habe, weil
diese
seines Erachtens nicht rechtens gewesen sei
en
und er sich daher nicht daran gebunden gesehen habe. Angesichts der Regelung im Gesamtarbeitsver
trag für das Maler- und
Gipsergewerbe
sei gegen die Handhabung der
Y._
AG indessen nichts einzuwenden
,
und der Beschwerdeführer habe sich zu Unrecht nicht an diese Vorgaben gehalten. Selbst aber wenn die Vorgaben nicht rechtmässig gewesen wären, hätte er hiergegen protestieren und um eine korrek
te Handhabung ersuchen müssen, anstatt sich einfach nicht daran zu halten. Somit könne offen blieben, ob der Beschwerdeführer der Arbeitgeberin auch mit seinem weiteren Verhalten Anlass zu seiner Entlassung gegeben habe (
Urk. 2
Ziff.
5 S. 4).
3.2
D
agegen
wandte der Beschwerdeführer ein (Urk. 1),
infolge schlechter
öffentli
cher
Verbindungen vo
n seinem Wohnort zum Arbeitsort
habe er jeweils nur knapp vor 7.00 Uhr im Magazin erscheinen können. Da er bereits vor dem Arbeitsverhältnis, welches mit Arbeitsvertrag vom 31. Oktober 2011 begründet worden sei, al
s
temporär Angestellter für die
Y._
AG gearbeitet habe,
sei
der Arbeitgeberin dieser Umstand bekannt
gewesen
. Trotzdem sei sie ein Arbeit
sverhältnis mit ihm eingegangen
und habe anfänglich dieses knappe Erscheinen auch akzeptiert (
Ziff.
1 f
.
S. 3).
3.3
Streitig und zu prüfen ist,
ob die Beschwerdegegnerin
den Beschwerdeführer
ab dem
14. Juli 2012
zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von
27
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat
und insbe
sondere, ob der Beschwerdeführer seiner ehemaligen Arbeitgeberin, der
Y._
AG, mit seinem Verhalten begründeten Anlass zur Auflösu
ng des Arbeits
verhältnisses im S
inne von Art. 44 Abs. 1
lit
. a AVIV gegeben hat.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer schloss am 31. Oktober 2011 einen Arbeitsvertrag mit der
Y._
AG, wonach
er
auf den 1. November 2011 als Gipser
in den Dienst der Arbeitgeberin trat (Urk. 12/15).
Am 26. Juni 2012 kündigte die Arbeitgebe
rin das Arbeitsverhältnis auf den 13. Juli 2012 (Urk. 12/17). Über die Kündi
gungsgründe wurde der Beschwerdeführer laut
Kündigungsschreiben persönlich (wohl mündlich)
informiert.
Vor der Kündigung wurde er am 25. April 2012
wegen mehrfache
n
Zuspätkommens, Falschdeklaration der Arbeitsstunden und unbotmässigen Benehmen
s
gegenüber den Vorgesetzten
schriftlich verwarnt (Urk. 12/23).
Nach dieser Verwarnung nahm der Beschwerdeführer am 16. Mai 2012 zu einem am 9. April 2012 stattgefundenen Gespräch
S
tellung
(Urk. 3/3) und machte im Wesentlichen geltend, dass er sich mit den ihm gemachten Vor
würfen nicht einverstanden erklären könne.
4.2
Welche Gründe zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führten,
kann dem Proto
koll der Beschwerdegegnerin vom 15. November 2012 über ein Telefon
gespräch mit einem Mitarbeiter der Arbeitgeberin entnommen werden
. Nach Darstellung der Arbeitgeberin sei
der Beschwerdeführer regelmässig zu spät
zur Arbeit
gekommen oder
habe den Arbeitsplatz zu früh verlassen
,
habe aber
den
noch immer die volle Arbe
itszeit aufgeschrieben. Er habe
aus Dummheit zw
ei Autounfälle „produziert“ und eine sehr aufbrausende Art
, auch gegenüber Vor
gesetzten (Urk. 12/14 S. 95). Es führten somit im Wesentlichen diejenigen Gründe zur Kündigung, die
zwei Monate zuvor zu einer schriftlichen Verwar
nung geführt hatten.
4.3
Zu den Kündigungsgründen nahm der Beschwerdeführer mit Einsprache vom 22. Januar 2013
(Urk. 12/31) Stellung und führte aus, das Zuspätkommen basiere auf einer falschen Vorstellung der Arbeitgeberin bezüglich
des
Arbeits
beginn
s
. Diese verlange nämlich von den Mitarbeitenden, dass sie eine halbe Stunde vor Beginn der vertraglichen Arbeitszeit erschienen, ohne dass diese Zeit als Arbeitszeit gelte und
entlöhnt
werde, was im Arbeitsrecht keine Stütze finde. Es habe dementsprechend von ihm auch nicht verlangt werden können, dass er
sich an
die Vorschriften
gehalten habe
(S. 58 unten)
. Bezüglich der Richtigkeit der erstellten Stundenrapporte stelle er sich auf den Standpunkt, dass er diese korrekt ausgefüllt habe. Die Arbeitgeberin habe die Stundenrapporte eigen
mächtig gekürzt, weil sie der Auffassung gewesen sei, er habe
mehr Arbeitsz
eit
aufgeschrieben als er tatsächlich
erfüllt
habe
. Dies treffe jedoch nicht zu: Es
seien zwar unproduktive Stillstände entstanden, welche
aber
durch defekte Maschinen verursacht worden seien und nicht durch sein Verschulden. Deshalb seien die Abzüge rechtswidrig. Er habe zivilrechtliche Klage gegen die Arbeitge
berin eingereicht, unter anderem
,
um die von ihm deklarierten Arbeitsstunden durchzusetzen
(S. 59)
.
4.4
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses forderte der Beschwerdeführer am 18. März 2013 vor
Arbeitsgericht am
Bezirksgericht
B._
von der Arbeitgeberin
unter anderem Fr. 2‘847.45 brutto
,
bestehend aus einem Abzug von Fr. 1‘881.60
für
zu
viel bezogene Ferien
, einem Abzug von Fr. 720.30 für Minusstunden und Fr. 245.55 für einen zu geringen Anteil am 13. Monatslohn (Urk. 12/
40
S.
48). Mit Replik reduzierte er seine Forderung auf Fr. 2‘804.70 brutto (
vgl.
Urk. 12
/44 S. 67
)
.
Schliesslich schlossen die Parteien unter Mitwirkung
des Arbeitsgerichts
einen Vergleich, worin sic
h die Arbeitgeber
in
verpflichtete
,
dem Beschwerde
führer Fr. 2‘135.80 brutto zu bezahlen (
vgl.
Urk. 12/
44
S. 68). Wie sich dieser Betrag zusammensetzt, kann dem Vergleich nicht entnommen werden. Aller
dings entspricht die Differenz
von Fr. 711.65
zwischen dem ursprünglich einge
klagten Betrag von Fr. 2‘847.45 und dem von der Arbeitgeberin anerkannten Betrag von Fr. 2‘135.80
in etwa de
m
Betrag
von Fr. 720.30 für abgezogene Minusstunden
.
4.5
Angesichts der Tatsache, dass
der Beschwerdeführer beschwerdeweise nicht mehr geltend
machte
, die Arbeitgeberin habe zu unrecht von ihm ver
langt, dass er eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn
erschien, sondern
neu vor
brachte,
die schlechten öffentlichen Verkehrsverbindungen
hätten ihn daran gehindert, rechtzeitig am Arbeitsort zu erscheinen,
kann geschlossen werden, dass
er
mittlerweile nicht mehr davon ausgeht
, dass die Arbeitgeberin von einer falschen Vorstellung der zu leistenden Arbeitsstunden aus
gegangen war, son
dern lediglich
den zeitlichen Aufwand für
die Anfahrt zur Baustelle
und für das Umziehen sowie die Pausen
(vgl. Art. 8.
2.
Abs. 2 und Art. 8.
8.
Abs. 2 des Gesamtarbeitsvertrages
2009
–
2012
f
ür das Maler- und
Gipsergewerbe
,
GAV; gültig ab 1. April 2009)
nicht als Arbeitszeit
berücksichtigte
,
und der Beschwer
deführer dementsprechend gehalten war,
sich vor Arbeitsbeginn
in der Werk
statt
einzufinden
, da
mit
die Arbeit auf der Baustelle zum vo
n der Arbeitgeberin
gewünschten Zeitpunkt
hätte aufgenommen werden können.
Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer aus
den geltend gemach
ten
schlechten öffentlichen Verkehrsverbindungen ableiten,
denn die Verkehrs
verbindungen, die ihn
hätten
daran hindern sollen, zur vom Arbeitgeber gewünschten Zeit die Arbeit aufzunehmen, waren dem Beschwerdeführer schon im Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen bekannt. Trotzdem hat er die Stelle
an
genommen, ohne sich eine entsprechende vertragliche Ausnahmeregelung aus
zubedingen. Überdies kann der schriftlichen Verwarnung entnommen wer
den, dass
dem
Beschwerdeführer
von der Arbeitgeberin angedroht wurde, ihm nicht mehr
zu erlauben
,
den Arbeitsweg
mit dem f
irmeneigenen
Fahrzeug zu
rück
zulegen, sollte er weiterhin verspätet zur Arbeit erscheinen.
Somit war der Beschwerdeführer – zumindest vor dem Zerwürfnis mit der Arbeitgeberin – nicht auf öffentl
iche Verkehrsmittel angewiesen.
4.6
Unter Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer anlässlich der
arbeits-
gericht
lichen Vergleichsverhandlung auf eine Forderung etwa im Umfang der von der Arbeitgeberin vom Lohn abgezogenen Minusstunden verzichtete und
in der Beschwerde nicht mehr darauf beharrte, die Arbeitgeberin sei von einer fal
schen Vorstellung betreffend Arbeitsbeginn ausgegangen, lässt darauf schlies
sen, dass der Beschwerdeführer oft zu spät an der Arbeit erschien.
Indem der Beschwerdeführer nach der Verwarnung durch die Arbeitgeberin an seiner Auffassung bezüglich Arbeitsbeginn festhielt und sich weiterhin nicht an die vorgeschriebenen Arbeitszeiten hielt, musste er damit rechnen, dass die Arbeit
geberin das Arbeitsverhältnis mit ihm auflösen würde, auch wenn die Arbeitge
berin in der Verwarnung nicht die Kündigung androhte.
4.7
Aufgrund des Gesagten erscheint die verfügte Dauer der Einstellung von
27
Tagen, welche einer Sanktionierung im
oberen
Bereich des mittelschweren Verschuldens entspricht, den Umständen und den persönlichen Verhältnissen angemessen.
Insbesondere ist damit der Tatsache Rechnung getragen, dass der Beschwerdeführer nicht sofort im Anschluss an die Kündigung durch die
Y._
AG Arbeitslosenentschädigung b
eantragt
, sondern eine
Temporärstelle
angetreten hatte
, Rechnung getragen
(vgl. Urk. 2 S. 5)
.
5.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen.