Decision ID: a874ab8f-e667-4056-99f6-e532f996df06
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
W._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Bürki Sonderegger, Auerstrasse 2,
Postfach 91, 9435 Heerbrugg,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.aW._ meldete sich am 13. Juni 2006 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Dabei beantragte er eine Rente (act. G 9.1/1). Seine letzte
Arbeitsstelle bei der M._ verlor er per 31. August 2006, wobei er seit Oktober 2005
nicht mehr arbeitete (act. G 9.1/7). Sein damaliger Hausarzt, Dr. med. B._,
Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 1. September 2006
eine seit 2005 bestehende leichte bis höchstens mittelgradige depressive Episode mit
somatischem Syndrom (F32.01/32.11), somatoforme Symptome aus psychischen
Gründen (F68.0) sowie eine schwer beurteilbare abnormale Persönlichkeit. Ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beständen sodann seit Februar 2003 ein Status
nach akutem Leriche-Syndrom, ein Status nach motorischem Querschnittsyndrom, ein
Status nach Splenektomie wegen postoperativem Milzinfarkt sowie eine
Refluxösophagitis. Der Versicherte sei vom 4. Oktober 2005 bis auf Weiteres zu 100 %
arbeitsunfähig für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (act. G 9.1/15.3). Mit einem weiteren
Arztbericht vom 20. November 2006 diagnostizierte das Psychiatrische Zentrum
Rorschach eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) nach akutem Leriche-
Syndrom bei multiplen Organinfarkten mit motorischem Querschnitt-Syndrom der
unteren Extremitäten, Milzruptur und Anorgasmie sowie ein chronisches
Schmerzsyndrom beider Beine (F45.4), bestehend seit Februar 2003. Seit April 2003
beständen sodann rezidivierende depressive Episoden (F33.1) sowie eine narzisstische
Persönlichkeitsstörung (F60.8). Die bisherige Tätigkeit sei eher nicht mehr zumutbar, da
der Versicherte aus psychiatrischer Sicht vermutlich überfordert sei. Eine leichtere,
wechselnd stehende und sitzende Tätigkeit sei ihm aber anfänglich zu vier Stunden
täglich zumutbar. Eine leitende Funktion sei nicht empfehlenswert (act. G 9.1/19).
Im Weiteren lag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen ein Bericht des Palliativzentrums
des Kantonsspitals St. Gallen vom 7. August 2007 vor. Dieses diagnostizierte eine
chronische Schmerzkrankheit der Beine bei einem Status nach Leriche-Syndrom 2/03,
einem vorwiegend neuropathischen Schmerzcharakter, psychosozialer
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Belastungssituation, depressiver Entwicklung mit Panikattacken und Katastrophieren,
sowie Sakralblock 03/07 ohne wirkung. Zudem diagnostizierte das Palliativzentrum
eine heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II (act. G 9.1/40).
A.b Zur weiteren Erhärtung des medizinischen Sachverhalts ordnete die IV-Stelle des
Kantons St. Gallen am 21. Mai 2007 eine Begutachtung durch die Ärztliche
Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, (ABI) an (act. G 9.1/33). Diese erstattete am 23.
Oktober 2007 ihr internistisch-psychiatrisch-neurologisches Gutachten. Mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte die ABI eine mittelgradige depressive Episode
(F32.1) sowie eine Somatisierungsstörung (F45.0). Als Diagnosen ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit führte sie unter anderem einen Status nach Leriche-Syndrom mit
multiplen Organinfarkten, ein Arteria spinalis anterior-Syndrom sowie ischämische
Plexusschädigungen beidseits (I74.0) an. Die Arbeitsfähigkeit beurteilte die ABI aus
somatisch-internistischer Sicht als nicht beeinträchtigt. Indessen sei die
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht um 50 % vermindert. Der Versicherte sei
damit sowohl in der angestammten als auch in einer anderen leichten bis
mittelschweren Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Die teilweise Arbeitsunfähigkeit bestehe
seit Oktober 2005 (act. G 9.1/16 f.).
In einem weiteren Schreiben vom 6. November 2007 nahm die ABI zu einem Bericht
des behandelnden Psychiaters, Dr. med. C._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 8. Oktober 2007 Stellung. Dieser ging - wie das Psychiatrische Zentrum
Rorschach - von einer posttraumatischen Belastungsstörung (F43.1), einem
chronischen Schmerzsyndrom beider Beine (F45.4) und einer narzisstischen
Persönlichkeitsstörung (F60.8) aus. Zudem diagnostizierte Dr. C._ eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit somatischem Syndrom (F33.3).
Die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit betrage ab 7. Juni 2007 100
%. Möglich wären allenfalls noch kognitiv wenig anspruchsvolle, körperlich leichte
Arbeiten in wechselnder körperlicher Position mit einem Teilzeitpensum (act. G 9.1/45).
Dazu führte die ABI aus, dass der Versicherte durch den Arterienverschluss zwar
traumatisiert gewesen sei. Er habe sich aber gut davon erholt und sei in der Lage
gewesen, zu 100 % zu arbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt seien keine Symptome einer
posttraumatischen Belastungsstörung vorhanden. Der Versicherte sei auch nicht
schwer depressiv, fehle dazu doch die stark ausgeprägte Suizidalität, was auch von Dr.
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C._ so gesehen werde. Die ABI halte an ihrer Schlussfolgerung im Gutachten fest
(act. G 9.1/49).
A.c Da der Versicherte im November 2007 eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands geltend machte, wurden noch Verlaufsberichte beim Hausarzt
und beim Schmerzarzt (Dr. med. A._, Oberarzt Palliativzentrum des Kantonsspitals
St. Gallen; Spital Flawil, Abteilung für chronische Schmerzen) einverlangt. Letzterer
meldete mit Bericht vom 11. Dezember 2007 eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands bei unveränderter Diagnose. Es seien erneut Phlebitiden an
beiden Oberschenkeln aufgetreten, was erneut zu einer Verstärkung der Schmerzen
geführt habe. Die Therapie habe jedoch frühzeitig abgebrochen werden müssen und
habe nur eine kurzzeitige Verbesserung der Beschwerden gebracht. Durch die
Schmerzen in den Beinen sei der Versicherte in seinen Alltagsaktivitäten stark
eingeschränkt und schnell müde. Er könne noch knapp den häuslichen Aktivitäten
gerecht werden. Deshalb sei sowohl die bisherige, aber auch eine andere Tätigkeit
aktuell nicht mehr zumutbar. Bei einer Stabilisierung des Zustandes wäre eventuell eine
körperlich leichte Tätigkeit zumutbar. Jedoch würde auch hier wegen der raschen
Ermüdbarkeit sowie der depressiven Entwicklung eine Leistungseinschränkung
bestehen (act. G 9.1/60). Der neue Hausarzt des Versicherten, Dr. med. D._,
Allgemeine Medizin FMH, führte in seinem Bericht vom 11. Dezember 2007 aus, auf
Grund der rezidivierenden Phlebitiden und Thrombosen müsse in erster Linie von einer
Gerinnungsstörung ausgegangen werden, welche die Symptomatik des Leriche-
Syndroms und die Thrombosen des venösen Schenkels erkläre. In diesem
Zusammenhang könnten die wiederholten Beinbeschwerden des Versicherten
durchaus verstanden werden. Es sei damit von einem chronischen somatischen Leiden
auszugehen. Nicht nur die daraus resultierenden Funktionseinschränkungen sondern
auch die entsprechenden Beschwerden unterhielten die Arbeitsunfähigkeit in einem
wesentlichen Mass (act. G 9.1/61.2).
A.d In der Folge ordnete der RAD Ostschweiz auf Grund der zahlreichen,
zwischenzeitlich stattgefundenen Hospitalisationen eine Nachbegutachtung durch die
ABI an (act. G 9.1/62). Im entsprechenden Gutachten der ABI vom 25. August 2008
diagnostizierten die Untersucher (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) eine
mittelgradige depressive Episode (F32.1) sowie eine Somatisierungsstörung (F45.0). Als
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Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde nebst den bereits
bekannten auch eine Schlafstörung (F51.0) festgehalten. Die Gutachter attestierten
dem Versicherten weiterhin eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche leichten bis
mittelschweren Tätigkeiten, wie auch der angestammten Tätigkeit. Auf Grund des
objektivierbaren Befundes könne keine Verschlechterung des Gesundheitszustands
festgestellt werden (act. G 9.1/62.16).
A.e Nachdem ein Invaliditätsgrad von 50 % unbestritten war, stellte die IV-Stelle dem
Versicherten den Erlass einer "Teilverfügung" in Aussicht, da er unbestrittenermassen
Anspruch auf eine halbe Rente habe (act. G 9.1/69). Das Datum für die Rentenrevision
werde erst mit dem Erlass der definitiven Verfügung bekannt gegeben (act. G 9.1/72.1).
Mit "Teilverfügungen" vom 7. März 2008 und 2. April 2008 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten eine halbe Rente, beginnend am 1. Oktober 2006 zu (act. G 9.1/77 und
79).
Mit Vorbescheid vom 21. Oktober 2008 stellte die Sozialversicherungsanstalt in
Aussicht, das "Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente" werde abgewiesen, da der
Invaliditätsgrad nach wie vor 50 % betrage (act. G 9.1/98). Mit Einwand vom 13.
November 2008 machte der Ansprecher geltend, es sei ihm nicht mehr möglich, ein
Einkommen von Fr. 38'932.-- zu erzielen. Seine Beinbeschwerden seien nicht
genügend ernst genommen worden (act. G 9.1/101). Mit Verfügung vom 7. Dezember
2008 wurde "das Erhöhungsgesuch" abgewiesen. Es seien bereits zwei
polydisziplinäre Gutachten eingeholt worden. Die Verlaufsbegutachtung stelle
nachvollziehbar dar, dass sich der Gesundheitszustand seit der ersten Begutachtung
nicht objektivierbar verändert habe (act. G 9.1/102).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 22. Januar 2009 mit dem
Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 7. Dezember 2008. Dem Beschwerdeführer
sei sodann eine ganze Rente und für das Verfahren vor Versicherungsgericht die
unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Formell sei davon auszugehen, dass die
Sozialversicherungsanstalt den Sachverhalt mit der Verfügung vom 7. Dezember 2008
zum ersten Mal abschliessend beurteilt habe. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz
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handle es sich demnach nicht um einen Revisionsentscheid, der den Voraussetzungen
von Art. 88a IVV unterliege. Deshalb seien als Beschwerdegründe nicht nur
Veränderungen seit der Teilverfügung vom Februar 2008 zu berücksichtigen, sondern
es müssten sämtliche Beschwerdegründe seit dem Antrag auf eine IV-Rente vom 13.
Juni 2006 beachtet werden.
Sowohl das Gutachten vom 23. Oktober 2007 als auch jenes vom 25. August 2008, auf
die die Beschwerdegegnerin abgestellt habe, seien unvollständig. Es seien evidente
Symptome nicht abgeklärt und Berichte von Haus- und Fachärzten nicht berücksichtigt
bzw. die Diskrepanz zu den anderen Berichten nicht medizinisch begründet worden.
So gehe das Gutachten vom 23. Oktober 2007 nicht auf die angegebenen
Beinbeschwerden und Schlafstörungen ein. Es halte lediglich fest, dass die vom
Beschwerdeführer angegebenen Einschränkungen aus neurologischer Sicht nicht
genügend erklärt werden könnten und auf die Arbeitsfähigkeit keinen Einfluss hätten.
Im Weiteren äussere es sich auch nicht zur abweichenden Beurteilung der im Rahmen
eines Arbeitsversuchs (Verzahnungsprogramm) ermittelten Arbeitsfähigkeit von 30 %,
obwohl der entsprechende Bericht die Arbeitsfähigkeit nicht nur auf psychische Leiden,
sondern auch auf physische Defizite zurückführe. Auch Dr. D._ gehe in seinem nach
dem ersten Gutachten eingeholten Arztbericht vom 11. Dezember 2007 davon aus,
dass die Schmerzen in den Beinen auf die rezidivierenden Phlebitiden und Thrombosen
zurückzuführen seien. Auch Dr. E._ vom Palliativzentrum des Kantonsspitals St.
Gallen gehe in seinem Bericht vom 8. Mai 2008 davon aus, dass die neuropathischen
Schmerzen nachvollzogen werden könnten, während das ABI-Gutachten vom 25.
August 2008 sogar das Restless-Legs-Syndrom verneine, das von allen anderen Ärzten
vorbehaltlos anerkannt worden sei. Trotz der neuen Befunde, dass die Schmerzen auf
die Thrombosen zurückzuführen seien, verneine das ABI-Gutachten das Vorliegen von
nachvollziehbaren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht. Die
vom Beschwerdeführer geklagten Schlafstörungen seien sodann auch im Schlaflabor
bestätigt worden. Da sich Dr. F._, Leitender Arzt der Klinik für Neurologie,
Kantonsspital St. Gallen (Bericht vom 23. April 2008), nicht zu den Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit geäussert habe, habe die ABI diese auch nicht berücksichtigt. Dies
sei nachzuholen. Obwohl Dr. G._, Leitender Arzt am Interdisziplinären Zentrum für
Schlafmedizin und der Psychosomatik am Kantonsspital St. Gallen, in seinem Bericht
vom 3. März 2008 von einer mittelschweren bis schweren depressiven
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Anpassungsstörung ausgehe, gehe das Gutachten vom 25. August 2008 weiterhin
lediglich von einer mittelschweren Depression aus.
Aus diesen Gründen sei nicht allein auf die ABI-Gutachten abzustellen. Vielmehr seien
auch der Arbeitsversuch sowie die Berichte der Dres. D._, G._, A._ und E._ zur
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einzubeziehen. Somit resultiere eine Arbeitsunfähigkeit
von 70 bis 100 %.
Beim Invalideneinkommen sei sodann nicht auf die angestammte Tätigkeit abzustellen,
könne der Beschwerdeführer doch - wenn überhaupt - maximal noch eine kognitiv
wenig anspruchsvolle, körperlich leichte Tätigkeit ausüben. Es sei damit vom
Tabellenlohn und einem 10 %igen Leidensabzug auszugehen. Gestützt auf LSE 2006,
Niveau 4, Ostschweiz, resultiere damit ein Invalideneinkommen von monatlich Fr.
1'949.40. Selbst unter der Annahme einer lediglich 50 %igen Arbeitsunfähigkeit ergebe
sich daraus - verglichen mit einem Valideneinkommen von monatlich Fr. 6'488.75 - ein
Invaliditätsgrad von 70 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2009 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde. Die Begutachtung durch die ABI beruhe auf umfassender Kenntnis
des Sachverhalts. Die Anamnese sowie die Befunde seien erhoben worden. Die
Begutachtung beinhalte weiter ein internistisches, rheumatologisches sowie
psychiatrisches Teilgutachten. Auch die Beschwerdebeschreibung des
Beschwerdeführers sowie sämtliche IV-Akten hätten in das Gutachten Eingang
gefunden. Die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung sei schliesslich nach
Kenntnisnahme der Vorakten sowie als polydisziplinäre medizinische Einschätzung
abgegeben worden. Das Gutachten entspreche damit den Anforderungen der
Rechtsprechung. Zu den Beanstandungen des Beschwerdeführers und den Berichten
der Dres. D._ und G._ hätten die Gutachter Stellung genommen, während die
Berichte der Dres. Weder und E._ bereits bei der Erstellung des Gutachtens bekannt
gewesen seien. Die Einwände seien damit unhaltbar und vermöchten keine Zweifel an
der Richtigkeit der Angaben im Gutachten zu wecken oder diese gar zu widerlegen.
Eine Abklärung mittels EFL-Test, wie vom Beschwerdeführer angeregt, sei nicht
angezeigt, halte sich der Beschwerdeführer doch selber für nicht mehr arbeitsfähig. Da
die Gutachter auch die angestammte Tätigkeit für zumutbar hielten, habe die
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Beschwerdegegnerin sodann für die Bemessung des Invalideneinkommens zu Recht
auf den Lohn bei der A._ abgestellt (act. G 9).
B.c Mit Präsidialverfügung vom 6. August 2009 wurde dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltliche Rechtsverbeiständung) bewilligt (act. G 15).

Erwägungen:
1.
Zunächst ist mit dem Beschwerdeführer festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin
den Sachverhalt erstmals mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 7.
Dezember 2008 abschliessend beurteilt hat (act. G 9.1/102). Die beiden
"Teilverfügungen" vom 7. März 2008 und vom 2. April 2008 sollten lediglich einstweilen
den unumstrittenen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente festhalten,
da jener durch die lange Abklärungszeit in finanzielle Bedrängnis geraten war (act. G
9.1/69, 71, 77 und 78). Ob ein höherer Anspruch bestand bzw. besteht, sollte in
weiteren Abklärungen ermittelt werden. Auch in der Mitteilung des Beschlusses an die
Ausgleichskasse vom 15. Februar 2008 wurde darauf hingewiesen, dass eine
Rentenrevision erst mit dem Erlass der definitiven Verfügung bekannt gegeben werde,
was ebenfalls auf den provisorischen Charakter der beiden "Teilverfügungen" hinweist.
Mithin handelt es sich bei der angefochtenen Verfügung vom 7. Dezember 2008 nicht
um einen Revisionsentscheid, der den Anforderungen von Art. 88a IVV unterliegt. Mit
der Rechtsvertreterin ist somit festzustellen, dass sämtliche Beschwerdegründe seit
dem Antrag vom 13. Juni 2006 zu beachten sind.
2.
2.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass
der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
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angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467
E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 7.
Dezember 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der sogar vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 4. IV-Revision im Februar 2003
begonnen hat, wobei die psychische Verschlechterung des Gesundheitszustands im
Jahr 2005 begonnen hat und die IV-Anmeldung im Juni 2006 erfolgt war. Demnach ist
vorliegend auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum 31. Dezember 2007 entwickelt hat,
auf die bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen abzustellen. Auf die
Sachverhaltsentwicklung danach bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 7.
Dezember 2008 sind die per 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen
anwendbar.
2.2 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG (heute: Art. 28 Abs. 2 IVG) besteht der Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf
eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach
aArt. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem
die versicherte Person mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsunfähig (Art. 7
ATSG) geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war
(lit. b). Die Höhe der zu gewährenden Rente (ganze, Dreiviertels-, halbe oder
Viertelsrente) wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden
Arbeitsunfähigkeit und nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit
verbleibenden Erwerbsunfähigkeit bestimmt. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung
muss zusätzlich zum für die jeweilige Rentenstufe erforderlichen Invaliditätsgrad
während des Wartejahrs eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in gleicher Höhe
bestehen (AHI-Praxis 1996, S. 177, E. 6.b.cc; ZAK 1980, S. 282 ff.; Kreisschreiben über
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], 1. Januar 2008,
Rz 4001 f.).
2.3 Um die Invalidität bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
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Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist
(BGE 125 V 256 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE
122 V 160 neues Fenster f. E. 1c mit Hinweisen).
2.4 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das
Einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Diese allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs ist für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen
Versicherten anwendbar (aArt. 28 Abs. 2 IVG).
3.
3.1 Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, die beiden ABI-Gutachten vom
23. Oktober 2007 und vom 25. August 2008 seien unvollständig. Es seien evidente
Symptome nicht abgeklärt und Berichte von Haus- und von Fachärzten nicht
berücksichtigt bzw. die Diskrepanz zu den anderen Berichten nicht medizinisch
begründet worden.
3.2 Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt die ABI sowohl in
ihrem ersten Gutachten vom 23. Oktober 2007 als auch im Gutachten vom 25. August
2008 eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) sowie eine Somatisierungsstörung
(F45.0) fest. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt sie jeweils einen
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Status nach Leriche-Syndrom mit multiplen Organinfarkten, Arteria spinalis anterior-
Syndrom sowie ischämischen Plexusschädigungen beidseits (I174), eine grenzwertige
Adipositas, rezidivierende gastritische Beschwerden (K29.7) sowie einen fortgesetzten
Nikotinkonsum (ca. 35 Pack Years; F17.1) fest. Im zweiten Gutachten nannte sie zudem
noch Schlafstörungen (F51.0). Zu den angegebenen Schmerzen und Gefühlsstörungen
in den Beinen führte sie aus, dass die angegebenen hochgradigen Einschränkungen
mit der Belastungsintoleranz und die subjektiv erlebten Schmerzen aus neurologischer
Sicht nicht genügend erklärt werden könnten. Eine rein theoretisch denkbare
Restsymptomatik auf Grund des Ereignisses vom Februar 2003 könne keine
wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren
Tätigkeit begründen. Für diese Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer aus somatisch-
neurologischer Sicht voll arbeitsfähig. Aus internistischer Sicht sei der normale
Pulsstatus festzustellen, was auch der gefässchirurgischen Sprechstundenevaluation
vom März 2007 mit damaliger Duplexsonographie entspreche, indem bis in die
Peripherie hinein kein vaskuläres Substrat für die geklagten Beschwerden vorliege.
Dementsprechend bestehe auch aus somatisch-internistischer Sicht keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit sei jedoch aus psychischen
Gründen reduziert. Es bestehe eine mittelgradige depressive Episode und eine
Somatisierungsstörung, woraus eine deutlich verminderte Belastbarkeit resultiere. Der
Beschwerdeführer leide unter Antriebsstörungen, sei vermehrt müde und leide unter
einer depressiven Verstimmung. Die Arbeitsfähigkeit sei deshalb in jeder leichten bis
mittelschweren Tätigkeit, auch in der angestammten, um 50 % vermindert (act. G
9.1/47.17).
In der erneuten Begutachtung vom 25. August 2008, die erforderlich geworden war,
weil nach der ersten Untersuchung diverse weitere Behandlungen stattgefunden haben
(Schmerzbehandlung im Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen bzw. in der
Palliative Care im Spital Flawil; [Notfall-]Konsultationen im Spital Rorschach wegen
Beinbeschwerden; neurologische und schlafmedizinische Untersuchungen an der
Klinik für Neurologie sowie am Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin des
Kantonsspitals St. Gallen) beurteilte die ABI die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers wiederum gleich, indem sie eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands verneinte und feststellte, dass die Evaluation aus psychiatrischer
Sicht nach wie vor im Vordergrund stünde (act. G 9.1/92.16).
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3.3 Demgegenüber wirft der Beschwerdeführer der ABI-Begutachtung insbesondere
vor, sie habe seine körperlichen Schmerzen in den Beinen zu wenig berücksichtigt. Um
diese Schmerzen einzuordnen, seien nach dem ersten Gutachten weitere Arztberichte
eingeholt worden. So halte Dr. A._, Spital Flawil, in seinem Bericht vom 11.
Dezember 2007 fest, dass an den Oberschenkeln eine Verstärkung der Schmerzen
eingetreten sei. Dr. D._, Hausarzt, stelle in seinem Bericht vom 11. Dezember 2007
wegen der enormen Schmerzen in den Beinen die Diagnose einer Thrombophlebitis der
Vena saphena magna und parva links bei Hyperfibrinogenämie. Diese
Gerinnungsstörung könne durchaus eine Auswirkung auf die chronisch somatischen
Leiden haben. Dr. D._ gehe auch zu Recht davon aus, dass sich das Gutachten vom
23. Oktober 2007 nicht zu den Schmerzen äussere, die auf die Thrombosen
zurückzuführen seien. Auch aus dem Bericht von Dr. E._ vom 8. Mai 2008 gehe
eindeutig hervor, dass die neuropathischen Schmerzen nachvollzogen werden
könnten, dass es aber Geduld brauche, die geeigneten Medikamente zu finden. Das
ABI-Gutachten vom 25. August 2008 verneine sogar das Restless-Legs-Syndrom, das
von allen anderen Ärzten anerkannt worden sei. Trotz der neuen Befunde, dass die
Schmerzen auf die Thrombosen zurückzuführen seien, verneine das ABI-Gutachten
das Vorliegen von nachvollziehbaren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus
neurologischer Sicht.
3.4 Dem ist jedoch zunächst entgegen zu halten, dass dem ABI anlässlich der zweiten
Begutachtung vom August 2008 diese sämtlichen genannten Arztberichte vorgelegen
haben. Indessen ist zu beachten, dass Dr. A._ und Dr. med. H._, Leitender Arzt am
Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen, die chronische Schmerzkrankheit der
Beine in ihren Berichten vom 10. Oktober 2007 und vom 15. November 2007 als
vorwiegend neuropathisch bezeichneten (act. G 9.1/61.3 und 61.5). Ausser einer
schrittweisen Erhöhung des Methadons konnten sie dem Beschwerdeführer keine
Behandlung vorschlagen (act. G 9.1/61.6). Zudem wurde eine Gerinnungsabklärung ins
Auge gefasst (act. G 9.1/61.4). Ebenso ging später Dr. E._, Palliativzentrum, von
einem vorwiegend neuropathischen Schmerzcharakter aus. Auch er konnte schliesslich
dem Beschwerdeführer keine Therapie anbieten (act. G 9.1/83.1). Mithin führten die
behandelnden Schmerzmediziner die Schmerzen des Beschwerdeführers nicht ohne
Weiteres auf die oberflächliche Phlebitis zurück.
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Die Thrombophilieabklärung vom 30. April 2008 ergab aktuell keine nachweisbaren
PF4-Antikörper. Jedoch sei zusätzlich eine Resistenz gegen aktiviertes Protein C bei
heterozygoter Faktor V Leiden-Mutation (erblich bedingte Thromboseneigung)
nachgewiesen worden. Bei dem Risikoprofil des Beschwerdeführers für Rezidive für
thromboembolische Erkrankungen sei es deshalb ratsam, die orale Antikoagulation
mittels Marcoumar wieder durchzuführen. Mithin konnte die Hämatologie zwar eine
genetisch bedingte, verstärkte Thromboseneigung feststellen, hielt sie jedoch für
medikamentös behandelbar (Antikoagulation). Weitere Massnahmen wurden von Dr.
med. I._, Leitender Arzt Hämatologie des Kantonsspitals St. Gallen, nicht
vorgeschlagen (act. G 9.1/83.5).
Zwar wurde anlässlich der ABI-Begutachtung kein angiologisches Teilgutachten
(Gefässgutachten) erstellt. Indessen gingen offenbar auch die behandelnden
Palliativmediziner und Hämatologen davon aus, dass die Schmerzen neuropathischer
Natur waren (also nicht gefässbedingt sind) bzw. dass die vermehrte
Thromboseneigung medikamentös kontrolliert werden könne. Insofern kann die von Dr.
D._ in seinem Bericht vom 11. Dezember 2007 geäusserte Vermutung, wonach die
Schmerzen auf die rezidivierenden Phlebitiden und Thrombosen zurück zu führen seien
(vgl. act. G 9.1/61.1 f.), nicht erhärtet werden. Erst recht kann daraus keine
Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden, nachdem das Leriche-Syndrom vollständig
remittiert ist, wie auch der Hausarzt festgestellt hat (act. G 9.1/61.1, vgl. auch Bericht
Dres. H._ und A._ vom 7. August 2007 [act. G 9.1/47.21 f.]).
3.5 Im Weiteren wird geltend gemacht, das Gutachten berücksichtige die Problematik
des Restless-Legs-Syndroms und die Schlafstörungen nicht. Zudem müsse bei Dr.
A._ nachgefragt werden, welche Auswirkungen die Insomnie auf die Arbeitsfähigkeit
habe, da er sich dazu nicht geäussert habe.
Der Beschwerdeführer wurde am 2. April 2008 polysomnographisch abgeklärt. Die
entsprechende Beurteilung durch Dr. F._ vom 16. April 2008 ergab eine sehr
ausgeprägte Insomnie, wobei der Beschwerdeführer teilweise im Bett lese. Erst gegen
Morgen würden normale Schlafzyklen aufgezeichnet. Im Leichtschlaf wie auch im
Wachzustand zeigten sich vermehrt periodische Beinbewegungen, so dass wohl von
einem Periodic-Leg-Movement-In-Sleep als auch von einem Restless-Legs-Syndrom
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auszugehen sei. Inwiefern sich die Insomnie auf die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers auswirkt, wurde von Dr. A._ nicht ausgeführt (act. G 9.1/93.21).
Demgegenüber gelangt der Gutachter, Dr. J._, zum Schluss, dass auf Grund des
polysomnographisch festgestellten PLM-Indexes (periodische Beinbewegungen im
Schlaf) von 15,6/h und anderer Diagnosekriterien kein Restless-Legs-Syndrom
vorliege. Im Weiteren geht auch der Gutachter davon aus, dass der Beschwerdeführer
an Schlafstörungen leidet. So reihte er die entsprechende Diagnose - wie der
behandelnde Neurologe - unter die Kategorie F51.0 ein. Der Gutachter geht sodann
davon aus, dass die Schlafstörungen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben.
Zwar bleibt das Gutachten in der Begründung, wonach die schlafmedizinischen
Untersuchungen die geltend gemachte hochgradige Einschränkung der beruflichen
Leistungsfähigkeit nicht zu erklären vermögen, relativ kurz. Nachdem jedoch auch der
behandelnde Neurologe nicht von relevanten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
berichtet, erscheint eine weitere diesbezügliche Abklärung nicht angezeigt. Zudem geht
auch Dr. G._ von einem Zusammenhang der Insomnie mit dem von ihm
angenommenen Restless-Legs-Syndrom aus (act. G 9.1/93.21). Nachdem das
Gutachten ein Restless-Legs-Syndrom überzeugend verneint, erscheint folgerichtig,
dass die Schlafstörungen keinen - zumindest nicht über das ohnehin aus psychischen
Gründen anerkannte Mass hinaus - relevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben.
Schliesslich diagnostizierte Dr. G._ vom Schlafzentrum keine Schlafstörung, sondern
sah die depressive Symptomatik im Vordergrund (vgl. act. G 9.1/86.1 und 93.22). In
seinem nachträglichen Schreiben vom 19. Januar 2009 erachtete er die
Schlafstörungen als Ausdruck der depressiven Symptomatik (act. G 1.2, S. 2). Auf
weitere Abklärungen der Arbeitsfähigkeit bei Dr. A._ ist demnach zu verzichten.
3.6 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass er nicht bloss an einer mittelgradigen
depressiven Episode leide. Vielmehr liege gemäss den Angaben Dr. G._s vom
3. März 2008 (Datum wohl nicht angepasst; betreffend Untersuchung vom 20. Mai
2008) eine mittelschwere bis schwere depressive Anpassungsstörung bei chronischer
Schmerzkrankheit vor. Im genannten Schreiben an den Hausarzt begründet Dr. G._
seine Diagnose jedoch nicht näher (act. G 9.1/86). In einem früheren Schreiben Dr.
G._s an den Hausarzt, effektiv vom 3. März 2008, stellte er fest, der
Beschwerdeführer sei hochgradig eingeengt auf seine derzeitige Lebenssituation,
affektiv deutlich und anhaltend bedrückt. Er leide an Angstgefühlen, verminderter
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Belastbarkeit, vermindertem Antrieb und Freudlosigkeit. Im Weiteren habe der
Beschwerdeführer vage Suizidgedanken geäussert. Intellektuell beständen deutliche
Hinweise für Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. In seiner damaligen
Beurteilung ging Dr. G._ von einer erheblichen Depression aus, die an sich das
Ausmass einer notwendigen psychiatrischen Hospitalisation annehme (act. G 9.1/93.22
f.). Demgegenüber führt der psychiatrische Gutachter, Dr. U. K._, aus, weshalb seiner
Ansicht nach keine schwere depressive Störung vorliege. So habe der
Beschwerdeführer nach wie vor eine gute Beziehung zu seiner Freundin und zu seinem
Sohn. Im Haushalt arbeite er relativ viel mit, wobei er vermehrt Pausen einlegen müsse.
Er sei auch in der Lage, kleinere Gartenarbeiten auszuführen. Der Beschwerdeführer
habe allerdings die Hoffnung aufgegeben, dass sich sein Gesundheitszustand je wieder
bessern werde und sei diesbezüglich resigniert. Mithin vermögen die Ausführungen Dr.
G._s das psychiatrische Gutachten nicht zu erschüttern, zumal der
Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr in psychiatrischer
Behandlung war (vgl. act. G 9.1/92.10). Dass Dr. G._ die Symptomatik des
Beschwerdeführers, der am 15. Dezember 2008 wieder in dessen Behandlung war, in
seinem nachträglichen Schreiben vom 19. Januar 2009 wiederum als mittelschwere bis
schwere depressive Anpassungsstörung bezeichnet (act. G 1.2), vermag daran nichts
zu ändern, zumal sich Dr. G._ ebenfalls nicht auf eine schwere depressive Störung
festlegen mag, sondern seine Diagnose zum mittelschweren Bereich hin abschwächt.
Es liegt somit lediglich eine andere Qualifikation des gleichen Zustandes vor,
beschreibt doch Dr. G._ im Wesentlichen die gleichen Befunde wie Dr. K._,
nämlich einen verlangsamten Gedankengang, Antriebsstörungen, Morgentief,
anhaltende bedrückte Stimmung, Suizidgedanken, Einengung des Denkens sowie
Klagen über Gedächtnisstörungen (act. G 1.2, S. 2; act. G 9.1/92.10 f.).
3.7 In Bezug auf die Schlussfolgerung moniert der Beschwerdeführer, wenn schon eine
Restarbeitsfähigkeit von 50 % vorhanden sei, so doch nicht in seiner angestammten
Tätigkeit. Diese habe häufiges Stehen und eine anhaltend hohe Konzentrationsfähigkeit
beinhaltet (vgl. act. G 9.1/21.1). Sämtliche Arztberichte, sowohl aus physischer wie aus
psychischer Sicht, würden jedoch eine enorme Einschränkung der
Konzentrationsfähigkeit bestätigen. Dr. L._ vom Psychiatrischen Zentrum Rorschach
halte in seinem Bericht vom 20. November 2006 fest, dass der Beschwerdeführer aus
psychiatrischer Sicht in seinem früheren Arbeitsbereich vermutlich überfordert sei, da
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seine Belastungsfähigkeit eingeschränkt sei (vgl. act. G 9.1/19.5). Auch Dr. C._
äussere sich im Bericht vom 8. Oktober 2007 zur angestammten Tätigkeit. Er erachte
maximal nur eine kognitiv wenig anspruchsvolle, körperlich leichte Arbeit, in
wechselnder körperlicher Position, mit einem Teilzeitpensum als realistisch (vgl. act. G
9.1/45.5). Auch für Dr. A._ sei die bisherige Tätigkeit mit vielen Positionswechseln für
den Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (Bericht vom 11. Dezember 2007, vgl. act.
G 9.1/60.3). Es könne nicht nachvollzogen werden, weshalb die Gutachter von einer
möglichen Arbeit in der angestammten Tätigkeit ausgingen.
Die geltend gemachten weiteren Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit (Thrombosen
als körperliche Ursache der Beinschmerzen, Schlaflosigkeit auf Grund des Restless-
Legs-Syndroms, schwere depressive Episode) haben nicht objektiviert werden können
(vgl. vorstehende Erwägungen 3.4 bis 3.6). Damit bleiben nur noch die vom ABI
diagnostizierten mittelschwere depressive Episode sowie die Somatisierungsstörung
für die Bemessung der Arbeitsfähigkeit relevant. Das psychiatrische Gutachten hat
plausibel ausgeführt, dass der Beschwerdeführer vermindert belastbar ist und unter
Antriebsstörungen leidet. Es besteht eine, im Verlaufsgutachten als geringgradig
beschriebene, Suizidalität. Der psychiatrische Gutachter erachtet es für möglich und
zumutbar, dass der Beschwerdeführer die geklagten Beschwerden teilweise
überwindet und zu 50 % erwerbstätig ist. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50 % in
einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit, zur der auch die innegehabte Tätigkeit als
Qualitätsprüfer, zuletzt ohne Kaderfunktion (vgl. act. G 9.1/7.1 und G 9.1/21.1), gehört,
leuchtet damit grundsätzlich ein. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ging
Dr. L._ in seinem Bericht vom 20. November 2006 nicht zwingend von einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus. Vielmehr äusserte
er nur eine dahingehende Vermutung. Gleichzeitig hielt er aber auch fest, dass die
Arbeitsfähigkeit auf Grund der Widerstände des Beschwerdeführers gegenüber
therapeutischen Interventionen und verminderter Einsicht nicht objektiv bzw.
ausreichend beurteilt werden könne (act. G 9.1/19.3 und 19.5). Dr. C._ äusserte sich
etwas unklar. Zwar gab er an, die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar,
gleichzeitig aber auch, es bestehe ein möglicher Zeitrahmen von vier Stunden pro Tag
bei reduzierter Leistung (in der angestammten Tätigkeit; act. G 9.1/45.4).
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3.8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Gutachten vom 23. Oktober 2007 und vom
25. August 2008 für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen
Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen und in Kenntnis
der Vorakten abgegeben worden sind. Sie leuchten sodann in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und der Schlussfolgerungen ein. Mithin ist darauf
abzustellen.
4.
4.1 Zur Bemessung des Invalideneinkommens wird schliesslich vorgebracht, es sei
entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht auf den Lohn bei der
innegehabten Stelle bei der A._ abzustellen. Der Beschwerdeführer sei Ressortleiter
der Qualitätskontrolle gewesen. Er sei anfänglich verantwortlich gewesen für zehn,
nach dem Personalabbau noch für vier Mitarbeiter. Da der Beschwerdeführer nicht
mehr gearbeitet habe, sei zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf
lohnstatistische Angaben abzustellen. Gemäss LSE 2006 betrage der monatliche
Bruttolohn (inkl. 13. Monatslohn) auf dem Niveau 4 für einfache und repetitive
Tätigkeiten in der Ostschweiz Fr. 4'332.--. Bei einem Leidensabzug vom 10 % ergebe
sich ein Invaliditätsgrad von 70 %, was dem Versicherten einen Anspruch auf eine
ganze Rente verleihe (100 % - [Fr.1'949.40 : 6'488.75 X 100] = 70 %).
Dazu ist zunächst festzustellen, dass sich - ausser aus den Ausführungen Dr. L._s
vom Psychiatrischen Zentrum Rorschach - aus den Akten keine Hinweise auf eine
Kaderstellung des Beschwerdeführers in der A._ ergeben. Während Dr. L._
ausführte, der Beschwerdeführer habe teilweise in leitender Stellung gearbeitet, was
nun wegen der eingeschränkten Kontaktfähigkeit und der leichten Kränkbarkeit nicht
mehr empfehlenswert sei (act. G 9.1/19.2 und 19.6), geht eine solche Beschreibung
aus den übrigen Akten nicht hervor. Insbesondere beschreibt auch die Arbeitgeberin
den Beschwerdeführer als "Mitarbeiter Gewebekontrolle" (act. G 9.1/7.1). In ihrer
Arbeitsplatz- und Tätigkeitsbeschreibung kreuzte die Arbeitgeberin sodann die Rubrik
an, der Beschwerdeführer habe 0 - 9 % (also nie oder selten) Kaderverantwortung
getragen. Auch lohnmässig wirkte sich ein Wegfall einer allfälligen (beschränkten)
Kaderfunktion jedenfalls nicht nachteilig aus, stieg doch das jährliche Einkommen
gemäss IK-Auszug von rund Fr. 66'000.-- im Jahr 1996 (hochgerechnet ab März)
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kontinuierlich bis rund Fr. 76'000.-- im Jahr 2005 (Ausnahme 2003: knapp Fr. 58'000.--;
act. G 9.1/8.1 f.). Letzteres stimmt auch ziemlich genau mit den Angaben der
Arbeitgeberin im Fragebogen überein (act. G 9.1/7.2). Das Valideneinkommen ist daher
auf Fr. 76'180.-- zu veranschlagen (13 x Fr. 5'860.--). Nachdem die Arbeitgeberin
angibt, der Beschwerdeführer würde im Jahr 2006 nur noch Fr. 5'760.-- pro Monat
verdienen (= Fr. 74'888.-- Jahreslohn) rechtfertigt es sich nicht, die Teuerung für das
Jahr 2006 aufzurechnen.
Beim Invalideneinkommen ist mit dem Beschwerdeführer festzustellen, dass ihm die
Stelle bei der A._ per 31. August 2006 gekündigt wurde (act. G 9.1/7.4). Das
Invalideneinkommen ist demnach auf Grund des Tabellenwertes zu schätzen (vgl.
Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., Art. 28a, S. 312).
Nachdem der Beschwerdeführer auch die angestammte Tätigkeit noch (zu 50 %)
ausüben könnte (vgl. vorstehende Erwägung 3.7) ist jedoch nicht auf das Niveau 4
abzustellen. Vielmehr ist das gleiche Niveau zu wählen wie die angestammte Tätigkeit
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2008 [9C 541/2008] E. 5.2). Die
Tätigkeit als Qualitätsprüfer setzt bis zu einem gewissen Umfang eine selbstständige
Entscheidkompetenz voraus. Ausserdem sind Fachkenntnisse über die zu
untersuchenden technischen Gewebe notwendig. Weiter spricht auch der Validenlohn
eher für eine Tätigkeit im Bereich des Niveaus 3. Im Übrigen verfügt der
Beschwerdeführer über eine Ausbildung zum Maler und über eine Umschulung zum
Technischen Kaufmann (act. G 9.1/7.1). Mithin ist es dem Beschwerdeführer möglich,
einen Lohn zu erzielen, der dem Niveau 3 entspricht.
Der LSE-Tabellenwert T1 für 2006, Männer, Niveau 3, Total, beträgt Fr. 5'608.-- pro
Monat oder Fr. 67'296.-- pro Jahr (bei 40-Stunden Woche). Aufgerechnet auf die
betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Wochenstunden (vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe
der Informationsstelle AHV/IV) ergibt dies einen massgebenden Wert von Fr. 70'156.--
(Fr. 67'296.-- : 40 x 41,7). Unter Berücksichtigung der 50 %-igen Arbeitsfähigkeit ergibt
sich ein Betrag von Fr. 35'078.--.
4.2 Im Weiteren verlangt der Beschwerdeführer die Berücksichtigung eines
Leidensabzugs. Ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist
von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls
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(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie
und Beschäftigungsgrad) abhängig. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen,
wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 neues Fenster
E. 4.3.2. S. 481, 126 V 75).
Vorliegend nahm die Beschwerdegegnerin in ihrem Einkommensvergleich vom 24.
Januar 2008 keinen Leidensabzug vor (act. G 9.1/67). Aus dem Gutachten geht nicht
deutlich hervor, ob die Restarbeitsfähigkeit von 50 % ganztags bei reduzierter Leistung
zu erbringen ist, oder aber in einem Teilzeitpensum. Auch wenn man von Teilzeitarbeit
ausgeht und diesen Umstand mit einem Abzug von 10 % bewertet, ergibt sich kein
genügender Invaliditätsgrad für eine Dreiviertelsrente (100 % - {[Fr. 35'078.-- x 0,9] : Fr.
76'180.-- x 100} = 58,6 %). Weitere Gründe für einen Leidensabzug sind nicht
ersichtlich. So kann der Beschwerdeführer noch mittelschwere Tätigkeiten ausüben
und war zum Zeitpunkt der Verfügung 50 Jahre alt.
4.3 Zusammenfassend ergibt auch die Anwendung der Tabellenlöhne keinen
wesentlich höheren Invaliditätsgrad als der von der Beschwerdegegnerin verwendete
Lohn an der ehemaligen Arbeitsstelle. Der Beschwerdeführer hat damit ab 1. Oktober
2006 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin
erweist sich damit im Ergebnis - auch wenn es sich nicht um einen Revisionsentscheid
handelt (vgl. E. 1) - als korrekt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1 Dem Beschwerdeführer wurde am 6. August 2009 die unentgeltliche
Prozessführung bewilligt. Gleichzeitig wurde die Rechtsvertreterin darauf hingewiesen,
dass der bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- an das Honorar der
unentgeltlichen Vertretung angerechnet werde (act. G 15). Wenn seine wirtschaftlichen
Verhältnisse es gestatten, kann der Beschwerdeführer sodann zur Nachzahlung der
Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat entschädigten
Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/
SG).
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5.2 Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in Höhe von
Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung
zu befreien.
5.3 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer
Kostennote. Die Entschädigung ist auf Fr. 3'500.-- festzulegen und um einen Fünftel zu
kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Ausserdem ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr.
500.-- abzuziehen (vgl. act. G 4.1). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers mit Fr. 2'300.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu
entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53