Decision ID: f307effd-386e-4161-a1d8-9ba5838ab6e7
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
82
, war
zuletzt als Bademeister tätig und ab Januar 2017 als
Arbeitsloser
bei der
Schweizerische
n
Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 12.
April 2017 sandte die
Unia
Arbeitslosenkasse Bülach der
Suva
die Baga
tellunfall-Meldung für arbeitslose Personen
zu, wonach der Versicherte am 2
5.
März 2017 beim Skilift gestürzt sei, nachdem er von hinten von einem ande
ren Skifahrer angefahren worden sei. Dabei habe er einen Bandscheibenvorfall C5-C7 erlitten (
Urk.
9/1).
Die Erstbehandlung war
- soweit aktenkundig -
durch den
Chiropraktor
Dr.
Y._
am 2
9.
März 2017 erfolgt, der die Diagnose
eines
unfallbedingten
zervikobrachialen
Schmerzsyndroms bei
subligamentärer
Diskushernie C5/6 stellte (
Bericht vom 11. Mai 2017;
Urk. 9/10).
Am
1.
April 2017 trat der Versicherte bei der Gemeinde
Z._
die Stelle als Betriebsleiter des Freibades an
(Urk.
9/2-3)
.
A
m 7.
April 2017
wurde eine
Magnetresonanz
tomo
graphie (MRT)
der Halswirbelsäule (HWS)
durchgeführt
(
Urk.
9/7).
Ab dem 18.
April 2017
attestierte Dr.
Y._
eine 50%ige
und ab dem 6.
Mai 2017 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
9/2-3
, Urk. 9/10
).
Die Suva erbrachte die gesetz
lichen Leistungen
(Vergütung der Heilkosten)
für die Unfallfolgen.
1.2
Am 1
7.
Juli 2017 nahm der Kreisarzt
Dr.
med. A._
, Facharzt für Radio
logie, zu Fragen der Suva Stellung (Urk. 9/30).
Mit Schreiben vom 1
9.
Juli 2017
teilte die Suva dem Versicherten die Einstellung der Leistungen per 1
8.
April 2017 mit (
Urk.
9/16).
Der Versicherte brachte dagegen mit Schreiben vom 10. August 2017 Einwände vor (
Urk.
9/21).
Die Suva holte den Verlaufsbericht von Dr.
Y._
vom 15. August 2017 ein, der eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Juli 2017 attestierte (Urk. 9/24).
Am 2
6.
Oktober 2017
wurde d
er Versicherte von Dr.
med. B._
, Facharzt für Neurologie, untersucht (
Bericht vom 31. Oktober 2017; U
rk.
9/34).
Am
1
2.
Dezember 2017 erstellte Dr.
A._
eine ärztliche Beurteilung aufgrund der vorliegenden Akten (
Urk.
9/37). Gestützt darauf verfügte die Suva a
m 14.
Dezember 2017
die Einstellung der Leistungen per 1
8.
April 2017 mit der Begründung, der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 2
5.
März 2017 eingestellt hätte
(Status quo sine)
,
sei gemäss medizinischer Beurteilung spätes
tens am 1
8.
April 2017 erreicht gewesen (Urk. 9/38). Dagegen erhob der Ver
sicherte mit Schreiben vom 2
0.
Dezember 2017 Einsprache (
Urk.
9/39). Mit Schreiben vom 1
1.
Januar 2018 erhob auch die Helsana Versicherungen Ein
sprache gegen die Verfügung (Urk. 9/
41
), welche sie
am
1
8.
Januar 2018
wieder zurückzog (
Urk.
9/
43
).
Mit
Einspracheentscheid
vom 9. Februar 2018 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab (
Urk.
9/
46
).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe
vom 1
2.
März 2018
Beschwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
vom 9.
Februar
2018 sei aufzuheben und
es seien
ihm
auch über den 1
8.
April 2017 hinaus
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen
; eventualiter sei die Angelegenheit an die
Beschwerdegegnerin
zurück
zuweisen, damit sie weitere medizinisc
he Abklärungen veranlasse und h
ernach erneut über den Leistungsanspruch entscheide
(Urk. 1
S. 2
). Die Beschwerdegeg
nerin schloss in der Beschwerdeantwort vom
15. Mai
2018 unter Beilage
der
Beurteilung
von
Dr.
med. C._
, Facharzt für Neurologie, vom
Kompetenz
zentrum Versicherungsmedizin der Suva vom
8. Mai
2018 (Urk.
8
) auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9 S. 2).
I
n der Replik vom 22.
August 2018 hielt
der
Beschwerdeführer
an
seinen
Anträgen fest (
Urk.
13 S. 2).
Die
Beschwerdegegnerin
verzichtete mit Eingabe vom
3.
September
2018 auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 16
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
wer
den
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2
der
Verordnung über die Unfallversiche
rung
,
UVV
) voraus. Ausserdem muss zwischen dem Unfallereignis und dem ein
getretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen.
1
.2
1.2
.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles
genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Der Unfallversicherer hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteile des Bundesgerichts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007
vom
4.
August 2008
E. 2.2, je
mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
3
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemei
nen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetre
tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis
allge
mein als begünstigt erscheint
(BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
A._
vom 1
2.
Dezember 2017 sei davon auszugehen, dass die vom
Beschwerdeführer
noch geklagten Beschwerden nicht mehr als kausal zum Unfallereignis 2
5.
März 2017
ein
zustufen seien. Der Abschluss des Falles per 1
8.
April 2017 sei daher gerecht
fertigt gewesen
(Urk. 2 S.
4
f
f.).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
das Aktengutachten
des Radiologen
Dr.
A._
vermöge nicht zu überzeugen. Schon die Fragestellung dazu sei mehr als befremdend, wonach es offenbar abzuklären galt, weshalb die beklagten Beschwerden nicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis gestanden hätten. Es könne keine Rede von einer objektiven Sachverhaltsabklärung sein, was sich auch im Aktengutachten niederschlage. So habe es
Dr.
A._
unterlassen zu diskutieren, dass es zu einer Traumatisierung einer vorbestehenden, asymptoma
tischen Diskushernie gekommen sein könn
t
e. In diesem Fall wäre die
Beschwer
degegn
erin
bis zum Abklingen des ersten Beschwerdeschubes leistungspflichtig. Auch habe
Dr.
A._
übersehen, dass der
Beschwerdeführer
sofort Schmerzen gehabt habe und deshalb nicht weiter Ski gefahren sei sowie dass sich gegen Abend und in den folgenden Tagen die Schmerzen weiter intens
iviert hätten. Ferner habe sich der Kreisarzt nicht mit der Einschätzung des Neurologen
Dr.
B._
auseinandergesetzt. Dieser habe die Beschwerden nicht als Folge der Diskushernie, sondern als Folge einer beim Unfall erlittenen HWS-Distorsion interpretiert, wobei der Status quo ante
vel
sine im Zeitpunkt der Untersuchung im Oktober 2017 noch nicht ganz erreicht gewesen sei
. Die Beurteilung von Fol
gen einer HWS-Distorsion und/oder einer Diskushernie falle denn auch in die Kompetenz eines neurologischen Fachmannes und nicht in jene eines Radiologen. Die Beweiswürdigung der
Beschwerdegegnerin
sei somit offenkundig willkürlich. Der Status quo ante
vel
sine sei im Oktober 2017 noch nicht vollständig einge
treten gewesen.
Auch der versicherungsinterne Arzt Dr.
C._
habe ausgeführt, dass er den Schlussfolgerungen von
Dr.
B._
zustimme und dass die geklagten Beschwerden bis maximal sechs Monate nach dem Unfall auf jenen zurückgeführt werden könnten. Ferner bestehe eine Leistungspflicht auch dann, wenn bildge
bend keine Unfallfolgen dargestellt werden könnten. Weiter obliege es der
Beschwerdegegnerin
den Beweis dafür zu erbringen, dass die geklagten Beschwerden vier Wochen nach dem Unfall nicht mehr auf jenen zurückgeführt werden könnten. Dieser Beweis sei ihr nicht gelungen. Im Gegenteil finde sich in den Ausführungen von
Dr.
C._
keine Erklärung dafür, weshalb der Kausal
zusammenhang nach vier
Wochen weggefallen sein solle, sondern er habe sich der Ansicht von
Dr.
B._
angeschlossen
.
Im Übrigen sei die Einstellung der Leistungen per 1
8.
April 2017 selbst gestützt
auf das Aktengutachten von Dr.
A._
willkürlich, da dieser das Erreichen des Status quo sin
e auf den 22.
April 2017 datiert habe
(Urk. 1
,
Urk.
13 S. 3
).
2.3
2.3.1
Unstrittig ist, dass der Beschwerdeführer
am 2
5.
März 2017 einen Unfall erlitt, indem er beim Skifahren am Skilift stehend von hinten
von einem anderen Ski
fahrer
angefahren wurde und
dabei
stürzte (Urk.
9/1, Urk. 9/
34/4
).
Unstrittig ist ausserdem, dass er in der Folge an Beschwerden im Bereich der Halswirbel- und Brustwirbelsäule
(HWS, BWS)
mit Ausstrahlung in den rechten Arm litt
(Urk.
9/10
), bezüglich welcher
Dr.
Y._
gemäss dem Bericht vom 11.
Mai 2017 die Diagnose eines
zervikobrachialen
Schmerzsyndroms bei
subligamentärer
Diskushernie C5/6
stellte (
Urk.
9/10).
Die Beschwerde
gegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für die gesund
heit
lichen Folgen dieses Unfalls bis
zum Fallabschluss
per
1
8.
April 2017 rund
drei
einhalb
Wochen nach dem Unfall (Urk. 2 S. 6
, Urk. 7/35/1-2).
Demnach liegt die Beweislast für das Dahinfallen des natürlichen Kausalzusammenhangs bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_895/2010 vom
1.
Februar 2011 E. 5.1 mit Hinweis).
2.3.2
Strittig und zu prüfen ist, ob der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Restbeschwerden und dem Unfallereignis vom
2
5.
März
bis am
1
8.
April 2017
dahingefallen ist, weil der Gesundheitsschaden
im Bereich der HWS
ab dann nur noch und ausschliesslic
h auf unfallfremden Ursachen be
ruhte. Dies wäre zu bejahen, wenn ab dem
18. April 2017
wieder derjenige Gesundheits
zustand vorlag, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestand (Status quo ante), oder wenn ein Gesundheitszustand eingetreten ist, wie er sich nach dem schicksals
mässigen Verlauf des krankhaften Vorzustandes auch ohne den Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine).
3.
3.1
3.1.1
Das
n
ach der Erstbehandlung
durch den
Chiropraktor
Dr.
Y._
vom 29. März 2017
(Urk. 9/10
)
am
7.
April 2017 durchgeführte MRT
ergab
gemäss dem Bericht der
D._
gleichen Datums eine
sub
ligamentäre
mediorechtslaterale
Diskushernie C5/6 mit Kompression der Nerven
wurzel C6 rechts
rezessal
(
Urk.
9/7). Im Verlaufsbericht vom 15. August 2017 führte Dr.
Y._
aus,
subjektiv habe sich der Zustand des
Beschwerdeführer
s bereits massiv verbessert. Am
9.
August 2017 habe er noch über eine leichte Bewegungseinschränkung der HWS geklagt. Ansonsten sei er aber
weitgehend beschwerdefrei. Ab dem 1. Juli 2017 sei wieder eine
100%ige Arbeitsfähigkeit
gegeben gewesen
(Urk. 9/24).
Gemäss dem Bericht
vom 31. Oktober 2017
stellte der Neurologe
Dr.
B._
auf
grund der Untersuchung vom
26.
Oktober 2017
d
ie Diagnose eines persistieren
den (vorwiegend
myofaszialen
)
zerviko
-brachialen Schmerzsyndroms rechts mit/bei Status nach Skiunfall am 2
5.
März 2017 mit HWS-Distorsion und Schul
ter-/Ellbogenkontusion rechts. Der
Beschwerdeführer
habe angegeben
,
seit dem Skiunfall an persistierenden Schmerzen in der Nacken-/Schulterregion auf der rechten Seite zu leiden.
Seit dem Sommer habe er längere schmerzfreie Phasen. Bei bestimmten Bewegungen beziehungsweise bei grösseren Belastungen komme es nach wie vor zu schmerzhaften Verbspannungen in der Nackenregion bezie
hungsweise Schulter rechts. Der rechte Arm sei seit längerem nicht mehr betrof
fen.
In der klinisch-neurologischen Untersuchung seien abgesehen von einer leichtgradigen schmerzbedingt eingeschränkten HWS-Beweglichkeit keine richtungsweisenden pathologischen Befunde, insbesondere keine Anhaltspunkte für eine anhaltende
zervikoradikuläre
beziehungsweise
zervikomyeläre
Sympto
matik festgestellt worden. Retrospektiv seien die damals -
nach dem MRT vom
7.
April 2017 - noch vorhandenen Beschwerden (Kribbelparästhesien am Klein
finger, teilweise Einschlafparästhesien des gesamten rechten Armes, Schwäche
gefühl am rechten Arm) nicht eindeutig auf eine zervikale Diskushernie in diesem
Segement
(C5/6) zurückzuführen. Es sei also gut möglich, dass die mit MRT im April 2017 dokumentierte Diskushernie C5/6 nicht durch den Unfall verursacht worden sei und auch zu
jenem
Zeitpunkt nicht für die beklagten Beschwerden verantwortlich gewesen sei.
Die aktuell noch geklagten bel
a
s
t
ungsindizierten Beschwerden (schmerzhafte Verspannungen Schulter-/Nackenregion rechts)
hät
ten
in der Vergangenheit jeweils gut durch eine
chiropraktische
Behandlung ver
bessert werden können. Aus neurologischer Sicht könne von einer annähernd vollständigen Ausheilung der Unfallfolgen ausgegangen werden. Eine bleibende Beeinträchtigung als Folge des Unfalls sei nicht zu erwarten (
Urk.
9/34).
3.1.2
Der Kreisarzt
Dr.
A._
hielt im
Bericht vom 1
2.
Dezember 2017 aufgrund der vorliegenden Akten
fest
,
makrotraumatisch bedingte
Bandscheibenprotrusionen
in der
HWS
seien
bei nicht schwerstverletzten Patienten kaum zu finden. Auch würden
be
i einer Kompression eines Nervs
, wie sie beim
Beschwerdeführer
nach
gewiesen worden sei,
meist augenblicklich Beschwerden auf
treten
. Hätte sich der
Beschwerdeführer
die
Bandscheibenprotrusion
beim Sturz selbst zugezogen, dann wären die beklagten
Beschwerden auch sofort aufgetreten und nicht erst im Laufe des Abends. Des Weiteren lasse sich im MRT der HWS vom
7.
April 2017 keine einzige Veränderung nachweisen, welche auch nur im Entferntesten mit dem angeblichen Unfall vom 2
5.
März 2017 in Verbindung gebracht werden könnte. Auch indirekte Hinweise auf eine fris
ch
e makrotraumatisch bedingte Läsion (wie zum Beispiel ein Ödem der Muskulatur oder der subkutanen Weichteile, ein
Knochenmarködem oder ein Erguss auch n
ur einer einzelnen
Articulatio
zygapohysialis
) würden gänzlich fehlen. Aus diesen Gründen müsse davon aus
gegangen werden, dass sich der
Beschwerdeführer
beim angeblichen Sturz vom 2
5.
März 2017 wenn überhaupt eine sehr leichte Kontusion der HWS zugezogen habe. Eine solche heile - wenn man wirklich grosszügig sein wolle
- in spätestens vier Wochen vollständig und ohne Residuen ab. Daher könne der Status quo sine spätestens am 2
2.
April 2017 als erreicht betrachtet werden (Urk.
9/37
/3
)
.
Der Vers
icherungsmediziner Dr.
C._
kam
nach
Einsicht in die Akten und Bilddokumente sowie nach
der interdisziplinären Fallbesprechung mit dem Neu
roradiologen Prof.
Dr.
E._
vom 1
0.
April 2018
in der neurologischen
B
eur
teilung vom 8. Mai 2018
zum Schluss
,
nach eigener Einsicht in die Bilddoku
mente sei der
mit MRT vom
7.
April 2017 festgestellte
Befund einer isolierten Diskushernie Höhe
HWK
5/6 mit
foraminaler
Stenose und Kontakt
zur Nerven
wurzel C6 rechts
nachvollziehbar, nicht dagegen die von
Chiropraktor
Dr.
Y._
am
29. März 2017
erhobenen
Röntgenbefunde degenerativer Veränderungen im Bereich der unteren HWS
bei HWK 5/6 und HWK
6/7 rechts.
Anschliessen könne er sich indes d
er Einschätzung von
Dr.
B._
.
Dieser habe keine neurologischen Defizite feststellen können und sei nachvollziehbar zum Schluss gekommen, dass
zervikoradikuläre
respektive
zervikomyeläre
Beschwerden nicht vorliegen wür
den.
Retrospektiv seien die initialen Beschwerden (Kribbelparästhesien am Klein
finger, teilweise Einschlafparästhesien des gesamten rechten Arms, Schwächege
fühl am rechten Arm) nicht ohne erhebliche Zweifel auf die bilddiagnostisch na
chgewiesene Diskushernie HWK
5/6 zurückzuführen.
Aus
neuroradikulärer
Sicht erscheine i
m klinischen Kontext, das heisse
aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhanges der Bilddiagnostik knapp zwei Wochen nach dem Unfall, ein ursächlicher Zusammenhang zum Unfall zwar plausibel. Jedoch
würden
aus neurologischer Perspektive der Unfallmechanismus und das fehlende Auftreten einer eindeutigen Wurzelreizsymptomatik C6 rechts zeitnah zum Unfall gegen einen solchen Zusammenhang
sprechen
. De
r
Beschwerdeführer
habe sich aus neurologischer und
versicherungsmedizinischer
Sicht durch den Unfall vom 25.
März 2017
somit
höchstens möglicherweise eine Diskushernie beim Halswir
belkörper (HWK) 5/6 zugezogen
.
Die Beschwerden des
Beschwerdeführer
s seien höchstens im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung eines allfälligen Vorzustandes oder aber im Sinne einer leichten Distorsion der HWS mit typischerweise guter Prognose begründbar. Dies entspreche auch weitgehend der Einschätzung von
Dr.
B._
, der am 2
6.
Oktober 2017 von einer annähernd vollständigen Ausheilung der Unfallfolgen ausgegangen sei und keine bleibenden Beeinträchtigungen erwartet habe.
Die zu diesem Zeitpunkt noch bestandenen rein
muskuloskelettalen
Beschwerden seien jedenfalls nicht durch eine unfall
bedingte Läsion des Nervensystems, nämlich einen Nervenwurzelläsion C6 rechts, erklärbar.
Ein Zusammenhang
zwischen
muskuloskelettale
n
Beschwerden und Schmerzen im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in den rechten Arm zum Unfall innerhalb der ersten vier Wochen
nach dem Unfall sei ohne Weiteres begründbar.
Die Annahme eines abgeschlossenen Heilverlaufes sei aus neurologischer Sicht vier Wochen nach dem Unfall begründbar, sofern zuverlässig ein Vorzustand mit Veränderungen im Bereich der Bandscheibe HWK 5/6 ausgeschlossen werden könne.
Im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung eines allfälligen Vor
zustandes oder einer leichten Distorsion der HWS könnten die Beschwerden des Versicherten höchstens bis zu einem Zeitpunkt drei bis maximal sechs Monate nach dem Unfall auf diesen zurückgeführt werden, wobei der Zeitpunkt der Ent
stehung der bi
l
ddiagnostisch am 7. April 2017 nachgewiesenen Diskushernie indes nicht zuverlässig bestimmbar sei.
Mit anderen Worten könne die Diskusher
nie genauso gut kurz vor dem Unfall oder unabhängig vom Unfall zu einem beliebigen Zeitpunkt zwischen dem 2
5.
März und
7.
April 2017 entstanden sein
(Urk. 8)
.
3.2
3.2.1
Keiner der Ärzte nahm an, dass die mittels MRT am 7. April 2017 festgestellte Diskushernie Höhe
HWK
5/6 mit
foraminaler
Stenose und Kontakt zur Nerven
wurzel C6 rechts (
Urk.
9/7) durch den Unfall vom 2
5.
März 2017 verursacht wor
den sei. Namentlich hielt auch der Neurologe
Dr.
B._
in seiner Beurteilung vom 31. Oktober 2017 fest, dass es gut möglich sei, dass die Diskushernie nicht durch den Unfall verursacht
wurde
(
Urk.
9/34/2).
Bei
dieser
insofern einheitlichen medizinischen
Aktenlage
ist
ausgewiesen
, dass
die
besagte Diskushernie
nicht
überwiegend wahrscheinlich
durch den Unfall vom 25. März 2017 verursacht
wurde
.
Dies wird vom
Beschwerdeführer
denn auch nicht in Frage gestellt.
Von einem nicht unfallbedingten
Befund
ist
dabei
auch
mit Blick auf die bun
desgerichtliche Rechtsprechung auszugehen, wonach
es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts
entspreche
, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenverände
rungen entstehen
würden
und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht
falle
. Als weit
gehend unfallbedingt
könne
eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet
gewesen sei
, eine Schädi
gung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (ver
tebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsun
fähigkeit
aufgetreten seien
(Urteil des Bu
ndesgerichts 8C_669/2015 vom 3. November 2015 E.
2.2
mit Hinweisen
).
Dies Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt.
3.2.2
Bei dieser Ausgangslage sind e
ntgegen der Ansicht des
Beschwerdeführer
s nicht nur die Ausführungen der Neurologen
Dr.
B._
und
Dr.
Y._
, sondern auch
jene des Radiologen
Dr.
A._
in der
kreisärztlichen
Stellungnahme vom
12. Dezember 2017
nachvollziehbar
. Denn
in
dieser
begründete er in erster Linie, weshalb die diagnostizierte Diskushernie nicht unfallbedingt
ist
(Urk. 9/37/3)
.
Nicht gefolgt werden kann
insbesondere
dem
Einwand des
Beschwerdeführer
s
,
Dr.
A._
habe übersehen, dass er sofort Schmerzen gehabt habe und
deshalb nicht weit
er Ski gefahren sei (Urk.
1 S.
7
). Denn dies wurde
vom
Beschwerdefüh
rer
erst in der Beschwerdeschri
ft behauptet und ist anderenorts
nicht aktenkun
dig. Im Übrigen würde
nach dem hiervor Gesagten
(E. 3.2.1)
auch das sofortige Auftreten von Schmerzen nach dem Sturz vom 2
5.
März 2017
nichts daran ändern, dass die Diskushernie als nicht unf
allbedingt zu qualifizieren ist, zumal das
Unfallereignis
nicht
von besonderer Schwere
war
,
sondern vielmehr als leicht zu qualifizieren ist.
N
achvollziehbar ist
sodann auch
die Schlussfolgerung von
Dr.
A._
, dass mangels bildgebend objektivierbarer erheblicher unfallbedingter Schädigungen davon auszugehen sei, dass sich der
Beschwerdeführer
höchstens, wenn über
haupt, eine sehr leichte unfallbedingte Kontusion der HWS zugezogen habe
(Urk. 9/37/3)
.
Denn auch diese Feststellung ist mit den übrigen medizinischen Akten vereinbar. So hatte
der
Chiropraktor
bei der Erstbehandlung
vom 2
9.
März 2017
als objektive Befund
e
lediglich
eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der HWS
und ein abgeschwächter Trizeps
brachii
und
Pronator
teres
rechts fest
gehalten (Urk. 9/10
)
. A
uch die neurologische Untersuchung durch Dr.
B._
ergab keine
zusätzlichen
Befunde
(Urk.
9/34/2). Dr.
C._
sch
loss aus neuro
logischer Sicht
ebenfalls
darauf, dass eine allfällige HWS-Distorsion
lediglich leicht
gewesen sei (
Urk.
8 S. 7).
3.2.3
B
ei
Vorliegen
einer
allfälligen unfallbedingten
HWS-Distorsion
könnte nach der Rechtsprechung
im Übrigen
nicht ohne organisch objektiv ausgewiesene
(das heisst
mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt
e)
Unfallfolgen
direkt
auf
deren natürliche Kausalität geschlossen werden
(vgl. E. 1.3
)
.
Dabei gelten
m
yofasziale
Befunde, Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur,
Druck
dolenzen
im Nacken, Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit sowie Nacken
verspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung
indes
nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2007
vom 7.
August 2008
E. 8.2-
8.
3).
Die
hier erhobenen Befunde, näm
lich die
in den B
erichten
des
Chiropraktor
Dr.
Y._
(
Urk.
9/10, Urk. 9/24)
und
des Neurologen
Dr.
B._
festgehaltene schmerzbedingte Bewegungseinschrän
kung und
das vorwiegend
myofasciale
Schmerzsyndrom (ohne tastbare
Myoge
losen
; Urk. 9/34)
,
genügen
somit nicht als organisches Korrelat
, weshalb bei
Annahme einer
beweisrechtlich gesicherte
n
unfallbedingten HWS-Distorsion eine Adäquanzprüfung
nach den Kriterien gemäss
BGE 134 V 109
durchzuführen wäre
.
Hier wurde die
Diagnose einer HWS-Distorsion
indes
allein
am 2
6.
Oktober 2017
von
Dr.
B._
, mithin
erst
sieben Monate nach dem Unfallereignis vom 2
5.
März 2017 aufgrund der Schilderungen des
Beschwerdeführer
s
unter dem Begriff Status nach Skiunfall mit HWS-Distorsion erwähnt (Urk. 9/34/1)
.
In den zeitlich
u
nfalln
äheren
Berichten findet sich die Diagnose einer HWS-Distorsion nicht; auch
lassen
die von
Dr.
B._
in der eigenen Untersuchung
erhobenen
Befunde
nicht auf eine solche
Diagnose
schliessen
, wobei er als aktuelle Diagnose
denn auch
lediglich noch ein Schmerzsyndrom aufführte.
Eine unfallbedingte HWS-Distorsion ist somit nicht ausgewiesen.
Eine Adäquanzprüfung erübrigt sich daher.
3.
2.4
Des Weiteren vermag der
Beschwerdeführer
auch aus seinem
Einwand
, Dr.
A._
habe es unterlassen zu diskutieren, ob es zu einer Traumatisierung einer vorbestehenden, asymptomatischen Diskushernie gekommen sein
könnte
(
Urk.
1
S.
7
)
, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
Zwar umfasst d
ie Leistungspflicht des Unfallversicherers
nach der bundesgericht
liche
n
Rechtsprechung
auch die Beeinträchtigung durch Beschwerden, welche aus einer unfallbedingten (vorübergehenden oder richtunggebenden) Verschlimme
rung einer vorbestandenen Diskushernie herrühren
.
Ist die Diskushernie
jedoch
bei
degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verur
sacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlim
merung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Pro
gression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stum
men degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrach
ten
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_755/2018 vom 1
1.
Februar 2019
E. 4.4.2 mit Hinweisen).
Hier
kann
- wie ausgeführt (E. 3.2.1) - ausgeschlossen werden, dass die Diskusher
nie auf Höhe HWK 5/6 durch den Unfall vom 2
5.
März 2017 verursacht wurde. Es ist den Akten aber auch kein Hinweis darauf zu entnehmen
, dass
die Diskushernie auf Höhe HWK 5/6 bereits vor dem Unfall vom
2
5.
März 2017 bestand
en hat
.
E
ntsprechende vorbestehende bildgebende Befunde fehlen
und der
Beschwerdeführer
hat gegenüber
Dr.
B._
angegeben, vor dem Unfall nicht unter Nackenbeschwerden gelitten zu haben (
Urk.
9/34/2).
D
ie Annahme
sodann
eines
klinisch stumme
n degenerativen
Vorzustand
es
an der
HWS, der durch den Unfall vom 2
5.
März 2017 aktiviert
wurde
,
ist
angesichts der kurzen Zeit
spanne zwischen Unfall vom 25. März 2017 und dem bildgebenden Nachweis einer Diskushernie a
m 7.
April 2017
(Urk.
9/7
)
zwar naheliegend
, jedoch
beweisrechtlich
nicht
überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen.
Denn gemäss den nachvollziehbaren
Ausführungen von Dr.
Y._
in der Stellung
nahme vom
8.
Mai 2018 ist der Entstehungszeitpunkt der Diskushernie nicht zuverlässig bestimmbar
und könnte auch nach dem Unfall noch entstanden sein
(Urk. 8 S. 7 f.). Ausserdem
erklärte
Dr.
B._
im Bericht vom 31.
Oktober 2017,
dass die
nach dem Unfall
geklagten Beschwerden
(Kribbelparästhesien am Klein
finger, teilweise Einschlafparästhesien des gesamten Armes, Schwächegefühl am rechten Arm) nicht eindeutig auf eine zervikale Diskushernie in diesem Segment (C5/6) zurückzuführen seien (Urk. 9/34/2).
Auc
h Dr.
C._
schloss
sich dieser Einschätzung aus neurologischer Sicht an (
Urk.
8 S. 6).
Somit stehen die hier massgeblichen unfallbedingten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich mit der Diskushernie im Zusammenhang.
Somit
ist nicht überwiegend wahrscheinlich
, dass
beim Unfall vom 2
5.
März 2017
bereits eine Diskushernie C6 vorlag, und auch nicht, dass die initial
aufgetretenen
Beschwerden auf
die nach dem Unfall erstmals diagnostizierte und bildgebend festgestellte
Diskushernie zurückzuführen waren
.
Damit ist
eine unfallbedingte
(vorübergehende oder richtunggebende) Verschlimmerung einer vorbestandenen Diskushernie
auszuschliessen
. Eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
von mindestens drei Monaten
im Sinne
der hiervor zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Diskushernien ist vorliegend somit nicht anzunehmen.
3.2.5
Im Übrigen hat
Dr.
C._
d
ie von Dr.
A._
getroffene
Einschätzung (Urk. 9/37/3) aus neurologischer Sicht insofern bestätigt, als er einen Zusammen
hang der
muskuloskelettalen
Beschwerden und Schmerzen im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in den rechten Arm zum Unfall vom 2
5.
März 2017 innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Unfall als begründbar erachtete (Urk. 8 S. 7).
Diese Einschätzung wird auch durch den
Bericht von
Dr.
B._
nicht
in Frage gestellt
, zumal dieser die
geringen
Restbeschwerden auf
muskuläre
Verspannun
gen zurückführt
e
(
Urk.
9/34/2)
.
Nach
dem Gesagten
ist
festzuhalten, dass
keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Schlüssigkeit der kreisärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S, 135 V 465 E. 4.6, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1d). De
n
Aktenbeurteilung
en
aus radiologischer Sicht
von
Dr.
A._
und aus neu
rologischer Sicht von
Dr.
C._
(
Urk.
9/37, Urk. 8)
ist daher
v
olle Beweiskraft zuzusprechen
. Darauf ist abzustellen,
zumal
n
ach der Rechtsprechung
Akten
gut
achten
grundsätzlich
zulässig
sind
(
vgl. Urteile des Bundes
gerichts U 330/02 vom 5.
Dezember 2003 E. 2 und 8C_181/2012 vom
8.
Juni 2012 E.
5.2, je mit Hinwei
sen).
3.
3
3.3.1
Was den von der
Beschwerdegegnerin
gewählten Zeitpunkt der Leistungseinstel
lung pe
r 18.
April 2017
(Urk.
2 S. 6)
betrifft, ist dem
Beschwerdeführer
zuzustim
men, dass
sich dieses Datum nicht mit der kreisärztlichen
respektive versiche
rungsmedizinischen Einschätzung eines vierwöchigen Heilungsverlaufs der Unfallfolgen deckt.
Dr.
A._
bestimmte denn auch, dass der Status quo sine spätestens am 2
2.
April 2017 als erreicht betrachtet werden könne (
Urk.
9/37/3). Davon abzuweichen ist nicht gerechtfertigt. Eine Begründung, weshalb von die
sem Datum abzuweichen sei, ist denn auch dem angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
und auch der Verfügung (
Urk.
9/38)
nicht zu entnehmen.
3.3.2
Es ist somit davon auszugehen, dass der
natürliche Kausalzusammenhang zwischen den
unfallbedingten
muskuloskelettalen
Restbeschwerden
im
HWS
-Bereich
und dem
Unfallereignis vom
2
5.
März 2017
überwiegend wahrscheinlich
per
2
2.
April 2017
dahingefallen ist.
An diesem Ergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des Beschwerde
führers nichts zu ändern.
Von weiteren Beweismass
nahmen sind keine neuen
ent
scheidrelevante
n
Erkenntnisse zu erwarten, wes
halb davon
abzusehen ist (
an
tizi
pierter Beweis
würdigung,
BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 1
6.
März 2012 E. 7.2).
3.4
Die Beschwerde ist
folglich
insofern teilweise gutzuheissen, als
der
Beschwerde
führer
- vorausgesetzt
der
leistungsspezifischen
Voraussetzungen (
Art.
10,
Art.
16 UVG) -
während
drei weiterer Ta
ge, nämlich bis und mit 21.
April 2018, Anspruch auf Leistungen
der Unfallversicherung ha
t. Soweit der Beschwerdefüh
rer
Leistungen über den
21. April 2017
hinaus beantragt, ist die Beschwerde abzuweisen.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde
ist
der angefochtene
Einspracheent
scheid
vom 9. Februar 2018
somit
dahingehend
abzuändern
, als
festzustellen ist
, dass der Beschwerdeführer bis
und mit
2
1.
April 2017
grundsätzlich
Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen
nach UVG
von
der Beschwerdegegnerin hat.
4.
Das Verfahren ist kostenlos.
Dem
nur in geringem Umfang
obsiegenden
Beschwerdeführer
ist eine reduzierte Prozessentschädigung zuzu
s
prechen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_471/2007 vom 1. Februar 2008 E. 3.2),
die nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 de
s Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht ohne Rücksicht
auf den Streit
wert nach der Be
deutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwan
d und den Barauslagen zu bemes
sen u
nd auf Fr. 1'
0
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) fest
zusetzen ist.