Decision ID: 91552d40-1d04-5296-ab81-0d3ae5a538e3
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer reiste am 3. Oktober 2008 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz ein, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte. Anlässlich der Befragungen gab er im Wesentlichen zu , dass er seit April 2008 in X._ gearbeitet habe und dort oft mit seinem Freund, Mitglied der Haqiqi Partei, ausgegangen sei. Immer wieder sei sein Freund von Personen der Motada Quami  (MQM) über die Gründe gefragt worden, warum er (der Beschwerdeführer) sich in X._ niedergelassen habe. Am 27./28. August 2008 sei es zu einer Schlägerei zwischen den  der MQM und der Haqiq Partei gekommen, wobei er (der ) Anhänger der MQM verletzt habe. Diese hätten  erstattet und sich bei seinem Freund nach ihm erkundigt. Da er weitere Übergriffe von Personen der MQM und falsche  durch die Polizei befürchtet habe, sei er aus seiner Heimat ausgereist.
B. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2008 trat das Bundesamt in  von Art. 32 Abs. 2 lit. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf sein Asylgesuch nicht ein und ordnete die Wegweisung sowie den Vollzug an. Als Begründung führte das  an, für das Nichteinreichen rechtsgenüglicher  könne der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe . Weiter seien seine Ausführungen über die behaupteten  von Mitgliedern der MQM widersprüchlich, wenig detailliert und realitätsfremd. Gemäss der direkten Anhörung seien am Abend vom 27. August 2008 15 MQM-Anhänger zum Haus des Freundes , wohingegen der Beschwerdeführer diesen Vorfall bei der  Befragung überhaupt nicht erwähnt habe. Auch sei es nicht nachvollziehbar, warum der Beschwerdeführer nach der angeblichen Schlägerei vom 27./28. August 2008 weder an seiner Arbeitsstelle noch an seiner offiziellen Adresse in Y._ gesucht worden sei, zumal diese den Behörden sowie den MQM-Mitgliedern bekannt  sei. Unverständlich erscheine in diesem Zusammenhang auch die offenbar legal erfolgte Ausreise des Beschwerdeführers über den  von Islamabad. Eine tatsächlich behördliche oder mittels Auftrag von Mitgliedern einer einflussreichen Regierungspartei gesuchte  hätte kaum diesen kontrollierten Grenzübergang gewählt. Auf-
Seite 2
D-1161/2009
grund der zahlreichen Ungereimtheiten seien die Vorbringen des  unglaubhaft. Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG sei nicht erfüllt.
C. Auf eine gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde vom 10.  2008 trat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 8.  2009 nicht ein, nachdem der Beschwerdeführer keine  Beschwerde eingereicht respektive den Kostenvorschuss nicht bezahlt hatte (vgl. Zwischenverfügung des  vom 16. Dezember 2008).
D. Am 26. Januar 2009 reichte der Beschwerdeführer ein  beim BFM ein und beantragte, die vorinstanzliche  vom 3. Dezember 2008 sei aufzuheben und das Asylgesuch sei neu zu prüfen. Es sei festzustellen, dass seit Erlass der  Verfügung eine wiedererwägungsrechtlich massgebliche  der Sachlage eingetreten sei. Zudem sei dem vorliegenden  "die aufschiebende Wirkung zu gewähren" und der Vollzug der Wegweisung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme auszusetzen. In prozessrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines . Mit dem Wiedererwägungsgesuch reichte er die Geburtsurkunde vom 12. Dezember 2008, eine Studentenkarte vom September 2002 und eine Bestätigung vom 15. August 2008 des B._ beziehungsweise je eine Kopie des First Information Report der Polizeistation X._ vom 29. August 2008 und des Haftbefehls vom 21. September 2008 ins Recht, wobei die beiden letztgenannten Dokumente in einer Fremdsprache mit englischer Übersetzung eingereicht wurden.
E. Mit Verfügung vom 3. Februar 2009 (eröffnet am 4. Februar 2009) wies das BFM das Wiedererwägungsgesuch ab und stellte fest, die  vom 3. Dezember 2008 sei rechtskräftig und vollstreckbar. Ferner hielt es fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid , in den Erwägungen eingegangen.
Seite 3
D-1161/2009
F. Mit Beschwerde vom 23. Februar 2009 an das  beantragte der Beschwerdeführer, die vorinstanzliche Verfügung vom 3. Februar 2009 sei aufzuheben und in "wiedererwägungsweiser Abänderung" der Verfügung vom 3. Dezember 2008 sei auf sein  einzutreten. Weiter sei ihm in der Schweiz, "eventuell  Schutz zu gewähren". In prozessrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung eines . Der Eingabe legte er eine Nothilfebescheinigung des  des Kantons Bern vom 18. Februar 2009 bei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet  Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Nach Lehre und Praxis können Wiedererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden, weshalb das  für die Beurteilung der vorliegenden  zuständig ist.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG und 6 AsylG i.V.m.
Seite 4
D-1161/2009
Art. 52 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor dem  teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung. Damit ist er zur Einreichung einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Demzufolge ist auf die Beschwerde einzutreten.
3. Gemäss Art. 111 Bst. e AsylG wird im Asylbeschwerdeverfahren unter anderem über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden. Bei der vorliegenden handelt es sich, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, um eine  unbegründete Beschwerde, weshalb der Entscheid nur  zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
4. 4.1 Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung durch die verfügende Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts wird jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 (BV, SR 101) unter bestimmten  ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung  (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der  Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche () Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist. Sodann können auch Revisionsgründe  Anspruch auf Wiedererwägung begründen, sofern sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung beziehen, die entweder unangefochten geblieben oder deren Beschwerdeverfahren mit einem formellen Prozessurteil abgeschlosssen worden ist. Ein  als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zu  Rechtsmittel ist grundsätzlich nach den Regeln des Revisions-
Seite 5
D-1161/2009
verfahrens zu behandeln (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 25 E. 4.2 S. 227 f., 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f. mit weiteren Hinweisen, 2001 Nr. 20 E. 3c.dd S. 156).
4.2 Nachdem das ordentliche Beschwerdeverfahren mit einem  Prozessurteil abgeschlossen wurde, hat die Vorinstanz die  zu Recht als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zur Hand . Auch wenn an die Begründung ausserordentlicher  erhöhte Anforderungen gestellt werden (Art. 66 Abs. 3 und 67 Abs. 3 VwVG; vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 198 f.), ist demgegenüber nicht erforderlich, dass die angerufenen Revisionsgründe wirklich bestehen, sondern es genügt, wenn der Gesuchsteller deren Vorliegen behauptet (BGE 96 I 279; URSINA BEERLI-BONORAND, die ausserordentlichen  in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 148 f.).
4.3 Im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG sind Beweismittel nur dann als neu und erheblich zu qualifizieren, wenn sie entweder neue erhebliche Tatsachen erhärten oder sich eignen, dem Beweis von  zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt waren und vorgebracht wurden, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Partei unbewiesen geblieben sind beziehungsweise nicht glaubhaft gemacht werden konnten. Im Gegensatz zu geltend gemachten neuen  ist es nicht notwendig, dass die Beweismittel selber aus der Zeit vor dem Beschwerdeentscheid respektive der Verfügung der  stammen (vgl. zum Ganzen EMARK 2002 Nr. 13 E. 5a S. 113 f., mit Hinweisen auf Doktrin und Praxis).
4.4 Sowohl neue erhebliche Tatsachen als auch neue erhebliche  bilden im Übrigen nur dann einen Revisionsgrund, wenn sie dem Beschwerdeführer damals trotz hinreichender Sorgfalt nicht  sein konnten oder ihr die Geltendmachung oder Beibringung aus entschuldbaren Gründen nicht möglich war (vgl. Art. 66 Abs. 3 VwVG).
5. 5.1 Bereits im ordentlichen Verfahren trat das BFM auf das  des Beschwerdeführers nicht ein, weil er keine Reise- oder  innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs abgegeben hatte (vgl. Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG). Unter den Begriff
Seite 6
D-1161/2009
"Reise- oder Identitätspapiere" fallen nur solche Dokumente und , welche von den heimatlichen Behörden zum Zwecke des  ausgestellt worden sind. Solche Dokumente müssen einerseits die Identität, einschliesslich die Staatsangehörigkeit, "" und zweifelsfrei belegen und anderseits den Vollzug der Wegweisung (Rückkehr) sicherstellen. Die genannten  erfüllen grundsätzlich nur Reisepapiere (-pässe) und , nicht aber zu anderen Zwecken ausgestellte Dokumente wie , Berufs- und Schulausweise sowie Geburtsurkunden (vgl. BVGE 2007/7). Die mit dem Wiedererwägungsgesuch eingereichten Ausweise – die Geburtsurkunde vom 12. Dezember 2008, die  vom September 2002 beziehungsweise die Bestätigung des B._ vom 15. August 2008 (wobei die beiden letztgenannten Dokumente bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren in Kopie eingereicht wurden) – stellen keine Reise- oder Identitätspapiere im oben genannten Sinne dar, weshalb sie nach Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG nicht als erheblich zu qualifizieren sind. Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere Ausführungen – namentlich im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Einreichens der Dokumente (vgl. immerhin Art. 66 Abs. 2 VwVG sowie EMARK 1999 Nr. 16 E.5c.aa S. 109 f.) – ohne weiteres.
5.2 Hinsichtlich des First Information Report der Polizeistation von X._ vom 29. August 2008 und dem Haftbefehl vom 21. September 2008 ist nachfolgend zu prüfen, ob diese Unterlagen während des ordentlichen Verfahrens trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt sein konnten beziehungsweise ihre Geltendmachung oder Beibringung aus entschuldbaren Gründen nicht möglich war (vgl. Art. 66 Abs. 3 VwVG).
5.3 Der Beschwerdeführer gab bei der direkten Bundesanhörung am 14. Oktober 2008 zu Protokoll, dass er seit der summarischen  vom 9. Oktober 2008 Kontakt mit seiner Familie in seinem  aufgenommen und veranlasst habe, dass ihm seine  und Identitätskarte raschmöglichst zugesandt würden (Akte A9 S. 3). Bei dieser Gelegenheit erwähnte er jedoch nichts von der Existenz eines Polizeirapports beziehungsweise Haftbefehls. Dies  sowohl deshalb, weil die beiden Dokumente vom 29. August 2008 beziehungsweise 21. September 2008 datieren, also offenbar bereits vor seiner Ausreise aus seinem Heimatland am 2. Oktober 2008 ausgestellt wurden, als auch aufgrund derer angeblicher Erheb-
Seite 7
D-1161/2009
lichkeit. Weshalb er erst jetzt in den Besitz dieser Beweismittel  ist, erklärt der Beschwerdeführer weder im  noch in der Beschwerde. Vielmehr begnügte er sich mit der , dass nun ein Freund diese Unterlagen habe besorgen können. Das mit der Beschwerde eingereichte Dokument der DHL bestätigt einzig, dass am 16. Dezember 2008 – also noch vor dem Urteil vom 8. Januar 2009 – ein C._ in Lahore eine Sendung an D._ aufgegeben hat. Unter den genannten Umständen bleibt der Beschwerdeführer jegliche Erklärung schuldig, warum er diese Unterlagen bei genügender Sorgfalt nicht bereits im ordentlichen Verfahren hätte beibringen oder zumindest in Aussicht stellen können (Art. 66 Abs. 3 VwVG).
6. Sodann sind den verspätet eingereichten Dokumenten keine  klaren Anzeichen für das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und Art. 1A des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) zu . Es kann daher hinlänglich ausgeschlossen werden, dass bei  Rückkehr in den Heimatstaat das in Art. 5 AsylG und Art. 33 FK verankerte Refoulement-Verbot verletzt würde. Es gibt im gleichen  auch keine Hinweise auf eine drohende Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der  und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101). Der First  Report der Polizeistation X._ vom 29. August 2008 nimmt zwar Bezug auf die angebliche Schlägerei vom 27. August 2008 und gemäss Haftbefehl vom 21. September 2008 soll der Beschwerdeführer aufgrund dieser Rauferei effektiv von der Polizei  werden. Damit wird aber in keiner Weise offensichtlich, dass dem Beschwerdeführer Verfolgung oder menschenrechtswidrige  droht (vgl. EMARK 1995 Nr. 5 E. 7 S. 83 ff.). Schliesslich  die beiden erwähnten Dokumente, welche lediglich in Kopien vorliegen und wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ohnehin wegen deren Manipulierbarkeit kaum Beweiskraft zu entfalten, weshalb auf deren Inhalt nicht weiter einzugehen ist.
7. Insgesamt ist deshalb festzustellen, dass sich die eingereichten  als unerheblich gemäss Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG  unter dem Blickwinkel von Art. 66 Abs. 3 VwVG als verspätet . Zudem wird aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers
Seite 8
D-1161/2009
nicht offensichtlich, dass ihm Verfolgung oder menschenrechtswidrige Behandlung in seinem Heimatland droht und damit ein  Wegweisungshindernis besteht. Alsdann ist festzustellen, dass die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 3. Februar 2009 zu Recht abgewiesen hat.
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist abzuweisen.
9. 9.1 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen müssen die Begehren als im Zeitpunkt der Einreichung aussichtslos bezeichnet werden. Das  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist daher ungeachtet der nachgewiesenen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen.
9.2 Der Beschwerdeführer ist im vorliegenden Verfahren vollständig , weshalb er in vollem Umfang kostenpflichtig wird. Die  von insgesamt Fr. 1'200.– sind dem Beschwerdeführer  (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11.  2006 [VGKE, SR 173.320.2]). Dieser Betrag ist mittels beigelegtem Einzahlungsschein innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden  zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
Seite 9
D-1161/2009