Decision ID: 1baad0b2-e105-5c27-8d81-dfcfe09e30fe
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der B._ GmbH (nachfolgend: Firma B._) als Hilfsarbeiterin
angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als sie am 15. Januar 2007 auf dem feuchten Boden ihres Badezimmers
ausrutschte, zu Boden stürzte und sich dabei eine ventrale Schulterluxation rechts
zuzog. Die Versicherte wurde gleichentags von ihrem Hausarzt Dr. med. C._, Innere
Medizin FMH, ans Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG) überwiesen, wo die
Schulterluxation reponiert wurde. Die anschliessende röntgenologische Untersuchung
zeigte eine Hill-Sachs-Läsion am dorso-lateralen Humeruskopf sowie eine kleine
ossäre Bankartläsion (act. G 3.2.1, G 3.2.3 f.).
A.b Am 21. Januar 2007 kam es ohne Trauma zu einer erneuten Luxation der rechten
Schulter mit grossem Hill-Sachs-Defekt, welche abermals im KSSG therapiert wurde.
Eine am 30. Januar 2007 durchgeführte Schultersonographie brachte bei Status nach
Schulterluxation einen Erguss im Sulcus bicipitalis rechts zutage, während sich die
Rotatorenmanschette, insbesondere die Supraspinatussehne, intakt zeigte (act. G 3.2.5
f., G 3.2.9).
A.c In den am 21. Februar und 21. März 2007 am KSSG durchgeführten
Nachkontrollen klagte die Versicherte über starke Schmerzen in der rechten Schulter
(act. G 3.2.9 f.). Am 19. April 2007 wurde sie subacromial infiltriert, wodurch eine
deutliche Verbesserung der Beschwerdesymptomatik erzielt werden konnte (act. G
3.2.13, G 3.2.17). Nach einer vom KSSG vom 15. Januar bis 11. Mai 2007 attestierten
100%igen Arbeitsunfähigkeit, nahm die Versicherte ihre Tätigkeit am 12. Mai 2007
wieder zu 50% auf (act. G 3.2.17 f., G 3.2.21). Ab dem 2. Juli 2007 erfolgte die
Wiederaufnahme der Arbeit zu 60%, ab 9. Juli 2007 zu 70%, ab 16. Juli 2007 zu 80%,
ab 23. Juli 2007 zu 90% und ab 30. Juli 2007 schliesslich zu 100% (act. G 3.2.22 ff.).
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A.d Am 27. September 2007 berichtete die Versicherte der Suva über fortdauernde
Beschwerden mit der Schulter. Sobald sie diese belaste, würden Schmerzen auftreten.
Sie sei jedoch weiterhin zu 100% arbeitsfähig und habe keine Physiotherapie mehr
(act. G 3.2.27). Am 29. September 2007 fand eine ärztliche Kontrolle durch Dr. C._
statt, welcher die Versicherte im Stephanshorn Radiologie Zentrum zu einer MRI-
Untersuchung der rechten Schulter anmeldete (act. G 3.2.28). Aufgrund des MRI-
Befunds vom 12. Oktober 2007 bzw. der erhobenen Partialruptur der
Supraspinatussehne und Subscapularissehne sowie der subacromialen
Impingementsymptomatik (act. G 3.2.29) führte Dr. med. D._. Leitender Arzt Knie-/
Schulterchirurgie der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG, bei der
Versicherten am 8. Januar 2008 eine Schulterarthroskopie mit arthroskopischer
subacromialer Dekompression rechts sowie eine Bicepssehnentenotomie und
Tenodese mit Intervallverschluss durch (act. G 3.2.34, G 3.2.47 ff.). Nach der Operation
war die Versicherte wieder zu 100% arbeitsunfähig geschrieben (act. G 3.2.49 ff.).
Während ihr Dr. D._ ab 14. April 2008 wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
attestierte (act. G 3.2.58), legte Dr. C._ die Arbeitsunfähigkeit im ärztlichen Zeugnis
vom 7. Mai 2008 auf 75% fest. Der Hausarzt führte dazu aus, dass die Versicherte mit
ihrer Schulter noch immer deutlich eingeschränkt sei. Sie verrichte an ihrem
Arbeitsplatz wieder ihre angestammte Arbeit. Eine leichtere Arbeit sei im Betrieb nicht
möglich. Es sei nicht die Schwere der Werkstücke (max. 1 kg), sondern die notwendige
Hebelwirkung, um die Drehbank zu bedienen, welche der Versicherten Beschwerden
verursachte. Sie müsse weiterhin jeden Tag Schmerzmittel einnehmen. Auch die
Weiterführung der Physiotherapie sei indiziert (act. G 3.2.63). Anlässlich ihrer
Besprechung mit der Suva vom 10. Juni 2008 bestätigte die Versicherte wiederum eine
50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 3.2.66). Ab 14. August 2008 nahm sie ihre Arbeit wieder
zu 100% auf. Sowohl die Physiotherapie als auch die Behandlung bei Dr. C._ wurden
jedoch weiter geführt (act. G 3.2.68 ff., act. G 3.2.73).
A.e Anlässlich einer von Dr. D._ durchgeführten Nachkontrolle vom 15. Januar 2009
berichtete die Versicherte über zunehmende belastungsabhängige Schmerzen seit
etwa drei Monaten und zusätzlichen Schmerzen während der Nacht (act. G 3.2.78),
worauf am 9. Februar 2009 im Institut für Radiologie des KSSG eine MRI-Untersuchung
des rechten Schultergelenks zur Beurteilung der Rotatorenmanschette und von
Reizzuständen bzw. einer Bursitis durchgeführt wurde. Die Rotatorenmanschette zeigte
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keine erneute Ruptur. Hingegen konnten ein kleiner AC-Gelenkserguss sowie eine
kleinvolumige Flüssigkeitskollektion in der Bursa subacromialis bei im Übrigen
postoperativ normalem MR-Arthrogramm erhoben werden. Am 12. Februar 2009 nahm
Dr. D._ eine weitere subacromiale Infiltration vor (act. G 3.2.78, G 3.2.81 f.).
A.f Nachdem die Versicherte weiterhin über belastungsabhängige Schmerzen klagte,
empfahl Dr. D._ eine kreisärztliche Untersuchung (act. G 3.2.88), welche am 5. Mai
2009 durch Dr. med. E._, Facharzt FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und
Unfallchirurgie, durchgeführt wurde. Im entsprechenden Untersuchungsbericht
diagnostizierte der Kreisarzt aktuell eine Impingementsymptomatik und
Acromioclaviculargelenkreizung (act. G 3.2.92).
A.g Vom 10. August bis 24. September 2009 hielt sich die Versicherte stationär in der
Rehaklinik Bellikon auf, welche ihr im Austrittsbericht vom 29. September 2009 für die
Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in der Produktion eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab
28. September 2009 mit speziellen Einschränkungen attestierte. Für andere berufliche
Tätigkeiten, d.h. leichte bis mittelschwere Arbeiten, sei sie unter Berücksichtigung
spezieller Einschränkungen voll arbeitsfähig (act. G 3.2.107). Am 1. Dezember 2009
ersuchte die Suva Dr. E._ um eine Beurteilung der Höhe des Integritätsschadens, die
Beantwortung der Frage, ob weitere Behandlungsmassnahmen vorzusehen seien,
sowie ergänzend um eine Zumutbarkeitsbeurteilung gemäss den Angaben der
Rehaklinik Bellikon (act. G 3.2.112).
A.h Nach einer Untersuchung vom 17. Dezember 2009 hielt Dr. E._ mit Bericht vom
18. Dezember 2009 fest, dass zur Beurteilung der Frage des Behandlungsabschlusses
bzw. eventueller weiterer Therapiemassnahmen eine fachärztliche Kontrolle durch Dr.
D._ zu erfolgen habe (act. G 3.2.115). Nach Vorliegen des Berichts von Dr. D._ vom
7. Januar 2010 (act. G 3.2.118), empfahl Dr. E._ in seiner Beurteilung vom 14. Januar
2010 den Abschluss des Schadenfalls infolge Ausschöpfung der konservativen
Massnahmen, legte den Integritätsschaden für die unfallbedingten Beeinträchtigungen
der rechten Schulter auf 12.5% fest und erachtete die Versicherte entsprechend den
Festhaltungen der Rehaklinik Bellikon in einer leichten bis mittelschweren Arbeit mit
Einschränkung für die Schulter rechts, nämlich keine Arbeiten über Schulterhöhe mit
langen Hebelarmen und keine Vibrationen und Schläge sowie repetitive ausladende
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und werfende Bewegungen, vollschichtig arbeitsfähig (act. G 3.2.120, act. G 3.2.122).
Nach Einholung eines aktuellen Verlaufsberichts bei Dr. C._ vom 26. März 2010 (act.
G 3.2.130) nahm Dr. E._ nochmals zur Frage einer möglichen Besserung der
Beschwerden durch weitere medizinische Massnahmen sowie zur Höhe des
Integritätsschadens Stellung. Anstelle der Schätzung von 12.5% könne auch eine
solche von 15% angenommen werden (act. G 3.2.131, G 3.2.132).
A.i Am 12. November 2010 führte Dr. med. F._, Facharzt Allgemein- und
Unfallchirurgie, Rehaklinik Bellikon, Oberarzt Orthopädische und Handchirurgische
Rehabilitation, bei der Versicherten eine ambulante orthopädische Untersuchung
durch, zu deren Ergebnissen er am 10. Dezember 2010 Stellung nahm und
insbesondere einen Integritätsschaden von 10% anführte (act. G 3.2.166). Unter
Hinweis auf die abweichende Integritätsschadenschätzung hielt Dr. E._ am 3.
Februar 2011 an seinem Wert vom 14. Januar 2010 von 12.5% (act. G 3.2.120) fest
(act. G 3.2.168).
A.j Mit Verfügung vom 7. Februar 2011 eröffnete die Suva der Versicherten, dass ihr
eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, Vibrationen und
Schläge auf das Schultergelenk ganztags zumutbar wäre, weshalb die
Voraussetzungen für die Gewährung einer Invalidenrente nicht erfüllt seien und die
Taggeld- und Heilkostenleistungen per 28. Februar 2011 eingestellt würden. Aufgrund
des Unfalls vom 15. Januar 2007 habe sie hingegen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von 12.5% (act. G
3.2.169).
B.
Die gegen diese Verfügung unter Beilage von Berichten von Dr. D._ und
Dr. med. G._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Februar
bzw. 8. März 2011 am 11. Februar 2011 erhobene und am 11. April 2011 begründete
Einsprache (act. G 3.2.178, G 3.2.181) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 21.
September 2011 ab (act. G 3.1.194).
C.
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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt lic. rer. publ. HSG
M. B. Graf, St. Gallen, für die Versicherte am 24. Oktober 2011 Beschwerde mit dem
Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin ab 1. März 2011 die
gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen, insbesondere Taggelder und
Heilbehandlungsleistungen, sowie nach Durchführung weiterer Abklärungen eine
Integritätsentschädigung von mindestens 15% und eine Invalidenrente, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2011 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 21. September 2011 (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 4. Januar 2012 (act. G 6) und Duplik vom 18. Januar 2012 (act. G
8) hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen
in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin ab 28. Februar 2011
zu Recht die Taggeldphase abgeschlossen und die Rentenfrage geprüft hat. Sollte dies
zutreffen, wäre weiter zu klären, ob ein Anspruch der Versicherten auf eine
Invalidenrente besteht und wie hoch die Integritätsentschädigung aufgrund des Unfalls
vom 15. Januar 2007 zu veranschlagen ist. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der
Beurteilung der vorgenannten Fragen insbesondere auf die orthopädische
Stellungnahme von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010, deren formell-rechtliche
Verwertbarkeit wegen Verletzung elementarer Prozessrechte bei der Erstellung, aber
auch deren materiell-rechtliche Beweiskraft vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin gerügt wird.
2.
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2.1 Gemäss Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) gibt der Versicherungsträger, wenn er zur
Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen
Sachverständigen einholen muss, der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese
kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge
machen. Für die Anwendbarkeit von Art. 44 ATSG bzw. die Durchführung des darin
vorgesehenen Verfahrens ist somit entscheidend, ob die Stellungnahmen der Ärztinnen
und Ärzte der Rehaklinik Bellikon als Gutachten eines oder einer unabhängigen
Sachverständigen im Sinne dieser Bestimmung gelten. Nicht vorgesehen ist, Art. 44
ATSG auf versicherungsinterne Ärzte anzuwenden. Die Beschwerdegegnerin verweist
in ihrer Beschwerdeantwort vom 25. November 2011 (act. G 3) zutreffenderweise auf
die in BGE 136 V 117 dargelegte Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis 31.
Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG), wonach
fachmedizinische Stellungnahmen der Rehaklinik Bellikon, soweit sie von der Suva
verlangt werden, nicht als Gutachten unabhängiger Sachverständiger im Sinne des Art.
44 ATSG, sondern als solche versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen bzw.
verwaltungsinterner Gutachter zu betrachten sind.
2.2 Dass das Ziel der ambulanten orthopädischen Begutachtung vom 12. November
2010 durch Dr. F._ die Beurteilung der Zumutbarkeit der Ausübung einer
schulteradaptierten Tätigkeit und nicht die Durchführung stationärer
Rehabilitationsmassnahmen war, ist aktenkundig und unbestritten. Die
Beschwerdegegnerin legt in der Beschwerdeantwort (Ziff. 5.8) mit zutreffenden
Ausführungen dar, weshalb die formell-rechtliche Argumentation des Rechtsvertreters
der Beschwerdeführerin, die Begutachtung durch Dr. F._ sei "hinter dem Rücken der
Beschwerdeführerin und unter Ausschluss der Rechtsvertretung" geplant und
durchgeführt worden, nicht zutrifft. Tatsächlich war im Zeitpunkt der Planung der
medizinischen Abklärung in der Rehaklinik Bellikon die Rechtsschutzversicherung der
Beschwerdeführerin mit der Vertretung ihrer rechtlichen Interessen beauftragt (act. G
3.2.136). Liegt ein Vertretungsverhältnis vor, hat die Behörde nur mit der vertretenden
Person zu verkehren (ZAK 1991 377; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich
2009, N 101 zu Art. 61). Im vorliegenden Fall kommunizierte aber die
Beschwerdegegnerin mündlich und schriftlich nur mit der Beschwerdeführerin und ihrer
Arbeitgeberin. Die Rechtsschutzversicherung erhielt zumindest von Seiten der
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Beschwerdegegnerin keine Informationen über das laufende Verwaltungsverfahren.
Einzig das Schreiben der Suva an die Rechtsschutzversicherung vom 11. Juni 2010
(act. G 3.2.137) enthielt einen Hinweis auf das Bevorstehen eines "Rehabilita
tionsaufenthalts". Die Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. F._ als Beweismittel ist
formell-rechtlich trotz allem nicht in Frage gestellt. Auf das Gutachten darf
grundsätzlich abgestellt werden. Der fragliche Verfahrensmangel zeitigte für die
Beschwerdeführerin weder Rechtsfolgen noch einen Schaden. Die
Rechtsschutzversicherung erhob in der Folge gegen die Verfügung vom 7. Februar
2011 Einsprache und erhielt im Rahmen des Einspracheverfahrens Einsicht in
sämtliche Akten (act. G 3.2.174). Die Frage, inwiefern das Gutachten von Dr. F._
überzeugt, betrifft die materiell-rechtliche Beweiswürdigung, welche es nachfolgend
vorzunehmen gilt.
2.3 Nach dem für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren
geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben die urteilenden Instanzen die
Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1 und BGE 125 V 352 E.
3a mit Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte - wie
den Ärztinnen und Ärzten der Rehaklinik Bellikon - kann rechtsprechungsgemäss
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit
Hinweisen). Art. 8 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK geben keinen formellen Anspruch auf
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versicherungsexterne Begutachtung wenn Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet
das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheid
grundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess
ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens -
abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7, RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). Was der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hinsichtlich der fachlichen Qualifikation von
Dr. F._ vorbringt, vermag den Beweiswert seines Gutachtens nicht von vornherein in
Frage zu stellen. Dr. F._ ist im Begutachtungszeitpunkt als Oberarzt für
Orthopädische und Handchirurgische Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon - einer in
der Schweiz ausgewiesenen Spezialklinik für Traumapatienten - tätig gewesen, ist
Chirurgie-Unfallchirurgie-zertifizierter SIM-Gutachter und erwarb in Deutschland den
Facharzttitel für Chirurgie (siehe <http://www.doctorfmh.ch> - der FMH-Ärzte Index,
Abfrage vom 23. Juli 2012). Mit diesen Qualifikationen hat seine fachliche Kompetenz
für Traumafolgen im Bereich der Schulter grundsätzlich als ausgewiesen zu gelten,
zumal die Orthopädie auch die Anatomie der Schulter umfasst. Es kann somit nicht
gesagt werden, den fachmedizinischen Ausführungen von Dr. D._ käme gegenüber
der gutachterlichen Beurteilung von Dr. F._ von vornherein ein grösserer Beweiswert
zu.
3.
3.1 Der Rechtsvertreter rügt vorerst, die Beschwerdegegnerin habe zu früh den
Rentenanspruch geprüft bzw. der medizinische Endzustand sei noch nicht erreicht
gewesen.
3.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig
(Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20)]. Sie hat zudem Anspruch auf die
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist die versicherte
Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf
eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den
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Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität,
so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1
UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die
Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 zweiter Satz UVG; vgl.
auch Art. 16 Abs. 2 zweiter Satz UVG, wo dies für den Taggeldanspruch nochmals
statuiert wird). Nach konstanter Rechtsprechung heisst dies, der Versicherer hat -
sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind - die
Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands
erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der
vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine
Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 133 V
64 E. 6.6.2, 128 V 171 E. 1b, 116 V 44 E. 2c, RKUV 1995 Nr. U 227 S. 190 E. 2a).
3.3 Die Anmerkung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der Beschwerde
vom 24. Oktober 2011, die Kausalitätsprüfung könne erst im Zeitpunkt des Erreichens
des medizinischen Endzustands erfolgen, entstammt der vom Bundesgericht zur
Kausalitätsbeurteilung bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden nach
Unfall entwickelten Rechtsprechung (Adäquanzprüfung bei Schleudertrauma,
äquivalenter Verletzung der Halswirbelsäule und Schädelhirntrauma; sog.
Schleudertrauma-Praxis). Der Grundsatz, dass der Unfallversicherer nur solange
Heilbehandlung und Taggeld zu gewähren hat, als von der ärztlichen Behandlung eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist, steht hier insofern in
einem Spannungsverhältnis zur Praxis betreffend die Adäquanzprüfung, als danach
mehrere Kriterien massgebend sein können, deren Erfüllung von der Zeitkomponente
"Dauer" abhängt. Dies trifft auf die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der
ärztlichen Behandlung, der Dauerbeschwerden resp. Dauerschmerzen sowie des
Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit (BGE 117 V 367 E. 6a, 117 V 383 E. 4b,
115 V 140 E. 6c/aa) zu. Je länger der Sachverhalt, der den einzelnen Kriterien zugrunde
liegt, dauert, desto eher sind diese bei der Adäquanzprüfung als erfüllt anzusehen. Bei
den - im konkreten Fall einzig in Frage kommenden - psychischen Fehlentwicklungen
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nach Unfall (sog. Psycho-Praxis, BGE 115 V 133) wirkt sich das beschriebene
Spannungsverhältnis nicht aus. Die hier bei der Adäquanzprüfung einzig zu
berücksichtigenden physischen Komponenten (BGE 115 V 140 E. 6c/aa; vgl auch BGE
117 V 367 E. 6a) - konkret die Schulterproblematik rechts - lassen sich im Zeitpunkt, in
welchem von einer Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann, zuverlässig
beurteilen (vgl. SVR 2007 UV Nr. 29 S. 99, E. 3.1, U 98/06). Im Folgenden gilt es mithin
sowohl für das Ende des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld bzw. den
Rentenbeginn als auch für die Adäquanzbeurteilung allfälliger psychischer
Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin zu prüfen, ob per 28. Februar 2011 (Datum
der Einstellung von Heilbehandlungsleistungen und Taggeld) von einer Fortsetzung der
auf das somatische Leiden der Beschwerdeführerin, d.h. ihre Schulterproblematik,
gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden
konnte. Die hierzu zu erfüllende Voraussetzung der Kausalität zwischen dem Unfall und
den geklagten physischen Beschwerden - andernfalls ein Anspruch auf Heilbehandlung
und Taggeld sowie auf eine Invalidenrente und Integritätsentschädigung zum
vornherein entfallen würde (vgl. dazu Art. 6 UVG) - ist im vorliegenden Fall erfüllt (vgl.
dazu nachfolgende Erwägung 4.2).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Einspracheentscheid die
rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und somatischen und psychischen Störungen
zutreffend dar (Erwägung 1); darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes
oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem
Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE
123 III 110 und 112 V 30). Bei organischen Unfallfolgen ist die Adäquanz gemäss
Rechtsprechung nicht gesondert zu prüfen, sondern besteht regelmässig ohne
weiteres, wenn die natürliche Kausalität feststeht (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 E.
5d/bb; Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich
2003, S. 45; Ulrich Meyer-Blaser, Kausalitätsfragen aus dem Gebiet des
Sozialversicherungsrechts, in: SZS 1994 S. 99 f. und 104). Die Kriterien zur Prüfung der
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Adäquanzfrage für psychische Beeinträchtigungen gibt die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid vom 21. September 2011 korrekt wieder (vgl. Erwägung 1d).
4.2 Unbestritten und in den medizinischen Akten belegt ist, dass bei der
Beschwerdeführerin infolge ihrer Verletzung der rechten Schulter vom 15. Januar 2007
über das Datum der Leistungseinstellung hinaus gewisse organische Restfolgen
vorliegen. Laut Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 29. September 2009 (act. G
3.2.107), den kreisärztlichen Berichten von Dr. E._ vom 18. Dezember 2009 (act. G
3.2.115) sowie vom 14. Januar und 19. April 2010 (act. G 3.2.120 und 132), der
orthopädischen Stellungnahme von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010 (act. G 3.2.166)
sowie dem Bericht von Dr. D._ vom 24. Februar 2011 (act. 3.2.178) leidet sie immer
noch unter dauerhaften Schulterschmerzen rechts, zunehmend bei Belastung und
Bewegung, unter einer schmerzbedingten Schulterbeweglichkeitseinschränkung und
Beeinträchtigung der Schlafqualität sowie unter einer Kraftminderung des rechten
Arms. Den vorgenannten medizinischen Akten sind sodann übereinstimmend Befunde
hinsichtlich organischer Unfallrestfolgen im Bereich der rechten Schulter und eine
damit einhergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowie Integritätseinbusse zu
entnehmen.
4.3 In Bezug auf den medizinischen Endzustand an der rechten Schulter ist
festzuhalten, dass die IV der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 19. April 2010 den
Abschluss der Eingliederungsmassnahmen bzw. der Arbeitsvermittlung mitgeteilt hat
(act. G 3.2.134), womit die Frage zu beurteilen bleibt, ob im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung per 28. Februar 2011 von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung noch eine namhafte Besserung der somatischen Unfallfolgen im Bereich
der rechten Schulter zu erwarten war. Dies bestimmt sich nach Massgabe der zu
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese
unfallbedingt beeinträchtigt ist (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). Die Verwendung
des Begriffs "namhaft" verdeutlicht, dass es für eine weiterdauernde Übernahme der
Behandlungskosten nicht genügt, dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende
Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur eine weit
entfernte Möglichkeit besteht (Alfred Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern
1989, S. 274). Von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands, wie sie der
Anspruch auf Heilbehandlung voraussetzt, kann auch dann nicht gesprochen werden,
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wenn eine therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die
sich aus dem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine
begrenzte Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388). Der Abschluss des
Falls durch die Unfallversicherung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt jedoch keine
vollständige Schmerzfreiheit bzw. dass eine ärztliche Behandlung nicht länger
erforderlich ist (vgl. Rumo-Jungo, a.a.O., S. 145; Urteil des Bundesgerichts vom 4.
November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2).
Aus den ärztlichen - orthopädischen - Beurteilungen ergibt sich übereinstimmend, dass
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 28. Februar 2011 von einer ärztlichen
Behandlung keine namhafte Verbesserung der somatischen Unfallfolgen im Bereich der
rechten Schulter mehr zu erwarten war. Die Rehaklinik Bellikon empfahl der
Beschwerdegegnerin im Austrittsbericht vom 29. September 2009 (act. G 3.2.107)
einzig eine ambulante Physiotherapie sowie die Durchführung eines instruierten
Heimprogramms. Mehr als zwei Jahre nach dem fraglichen Unfall ist davon
auszugehen, dass diese Therapiemassnahmen vorderhand der Schmerzbekämpfung
und nicht der Heilung dienen sollten. Gegenteilige Hinweise sind dem Bericht denn
auch nicht zu entnehmen. Von einer Operation riet die Rehaklinik Bellikon aus
physikalischer-rehabilitativer Sicht ab, zumal man nicht davon ausgehen dürfe, dass
damit eine volle Arbeitsfähigkeit an der Revolverdrehmaschine erreicht werden könnte.
Dr. E._ hielt im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 18. Dezember 2009 noch
ungesichert fest, dass vor Abschluss und Beurteilung, dass keine medizinischen
Massnahmen mehr vorzunehmen seien, nochmals eine fachärztliche Kontrolle durch
Dr. D._ erfolgen müsse (act. G 3.2.115). Im Anschluss an seine Untersuchung vom 7.
Januar 2010 hielt nun aber Dr. D._ im gleichentags erstellten Bericht fest, es sei am
ehesten von einer AC-Gelenksproblematik auszugehen gewesen, weshalb eine
diagnostische Infiltration des rechten AC-Gelenks durchgeführt worden sei. Nachdem
diese jedoch nach Angaben der Beschwerdeführerin zu keiner merklichen
Verbesserung der Beschwerden geführt habe, sei auch von einer operativen Therapie
kein deutlicher Erfolg zu erwarten. Empfohlen werde die Weiterführung sämtlicher
konservativer Therapiemassnahmen. Von Seiten des KSSG würden sie die Behandlung
abschliessen (act. G 3.2.118). Laut Stellungnahme von Dr. E._ vom 19. April 2010
(act. G 3.2.132) hätte als weitere Massnahme beispielsweise eine AC-Gelenkresektion
zur Diskussion gestanden. Dies jedoch nur, wenn die Infiltration des AC-Gelenks einen
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diagnostisch-therapeutischen Erfolg gebracht hätte. Der Kreisarzt hielt ausserdem fest,
dass die Frage nach dem Endzustand so nicht beantwortbar sei, da sich bei der
Beschwerdeführerin einerseits ein Impingement und Reizzeichen zeigten, die Infiltration
jedoch nicht einen solchen Erfolg gebracht habe, dass laut Orthopäden eine Operation
zu empfehlen wäre. Die Frage der Behandlungsmassnahmen durch das KSSG sei
beantwortet, d.h. die konservativen Massnahmen seien auszuschöpfen, Übungen und
Medikamente seien zu empfehlen, jedoch keine weiteren medizinischen Massnahmen.
Mit den vorstehenden Beurteilungen übereinstimmend führt Dr. F._ in seiner
orthopädischen Stellungnahme vom 10. Dezember 2010 (act. G 3.2.166) aus, die
derzeit durchgeführte Ergotherapie erscheine nicht mehr sinnvoll, da Hand- und
Unterarmbereich insgesamt beschwerdefrei seien. Es sei von einem Endzustand
auszugehen. Eine wesentliche Besserung könne nicht mehr erwartet werden, auch
nicht durch weitere therapeutische Massnahmen.
Letztlich steht auch nach den Berichten von Dr. D._ vom 24. Februar 2011 (act.
G 3.2.178) und Dr. G._ vom 8. März 2011 (act. G 3.2.181) das Vorliegen des End
zustands fest. Dr. D._ führt aus, dass keine realistische Aussicht auf eine relevante
Verbesserung der Symptomatik am rechten Schultergelenk durch weitere operative
Massnahmen bestehe. Da die Beschwerdeführerin auch auf die Infiltration nicht
richtungsweisend angesprochen habe, sei auch hierdurch keine wesentliche
Besserung zu erwarten. Aufgrund des Zeitverlaufs sei insgesamt von einem vorläufigen
Endzustand auszugehen. Laut Dr. G._ resultieren aus den chronischen Schmerzen in
der rechten Schulter und im rechten Arm schwere Schlafprobleme sowie psychische
Probleme. Der Versuch einer schlafstabilisierenden Therapie sei deshalb sinnvoll. Eine
schlafstabilisierende Behandlung vermag zwar den gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zu
verbessern, doch stellt diese keine Heilbehandlung dar, von welcher ein therapeuti
scher Fortschritt im Sinne einer Besserung des stationären Gesundheitszustands der
rechten Schulter zu erwarten wäre. Vielmehr zielt eine solche auf die Milderung der sich
aus dem stationär bleibenden Gesundheitsschaden ergebenden Folgebeschwerden hin
(vgl. dazu RKUV 2005 Nr. U 557 S. 389 E. 3.1). Mit den Hinweisen von Dr. G._, dass
bereits ohne richtungweisenden Erfolg versucht worden sei, den Tag-Nacht-Rhythmus
medikamentös zu stabilisieren, und beim Medikament Seroquel leichte
Verbesserungen der gereizten Symptomatik möglich wären, ist aber schon der Erfolg
der empfohlenen Therapie in Frage gestellt. Seiner Aussage, im Vordergrund stehe eine
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somatische Behandlung mit einer Reduktion der Schmerzsymptomatik, die als
ursächlich für die psychiatrische Symptomatik zu betrachten sei, ist sodann entgegen
zu halten, dass eine weitere konkrete somatische Heilbehandlung, von der eine
namhafte Besserung der Schulterproblematik zu erwarten wäre, von den konkreten
Fachärzten, d.h. den Orthopäden, nicht vorgeschlagen wird. Inhaltlich entspricht
diesem Umstand die Feststellung von Dr. G._, dass durch die von ihm
vorgeschlagene medikamentöse Behandlung die Ursache, nämlich die Schmerzen
nicht beseitigt würden. Die Behandlung der psychischen Problematik kann wiederum
mangels adäquater Kausalität derselben (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 4.4) nicht
berücksichtigt werden.
4.4 Nachdem der medizinische Endzustand an der rechten Schulter erreicht ist, bleibt
die Unfallkausalität in Bezug auf psychische Probleme der Beschwerdeführerin zu
prüfen. Laut Dr. G._ liegen bei der Beschwerdeführerin neben den Schlafproblemen
tägliche gereizte und aggressive Zustände vor, die aus psychiatrischer Sicht als
Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.80)
imponiere. Bezüglich der Fähigkeiten und Fertigkeiten bestehe eine Einschränkung der
zwischenmenschlichen Interaktion, des situationsgerechten Verhaltens und der sozio-
emotionalen Kompetenzen. Auch die Selbstversorgung scheine perspektivisch bedroht
zu sein. Gestört sei auch die psychische Belastungsfähigkeit und Ausdauer. Die
psychischen Einschränkungen würden sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Eine
mindestens 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erscheine realistisch (act. G
3.2.181). Auch wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aus dem Bericht von
Dr. G._ ableitet, die psychiatrische Symptomatik der Beschwerdeführerin stelle keine
eigenständige psychiatrische Erkrankung dar, ist jedenfalls davon auszugehen, dass
sie unter gewissen psychischen Problemen leidet und diese von Dr. G._
offensichtlich als natürlich-kausal zum Unfall vom 15. Januar 2007 bzw. der daraus
resultierten Schulterproblematik betrachtet werden. Die Beschwerdegegnerin stellt sich
indessen zu Recht auf den Standpunkt, dass die psychischen Beeinträchtigungen nicht
adäquat-kausal zum versicherten Unfallereignis seien.
Ausgangspunkt für die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
einem Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit
Einschränkung der Arbeits- und Erwerbstätigkeit ist das Unfallereignis (BGE 115 V 138
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ff. E. 6, bestätigt in BGE 134 V 126 E. 10.1). Um die Adäquanz bejahen zu können,
muss dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden
zukommen. Mit anderen Worten muss der Unfall eine gewisse Schwere aufweisen und
ernsthaft ins Gewicht fallen. Der Unfall vom 15. Januar 2007 ist im Rahmen einer
objektivierten Betrachtungsweise auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit
den sich dabei entwickelten Kräften - die durch das Ereignis verursachten Verletzungen
sind nicht zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2011,
8C_1044/2010, E. 4.3) - und mit Blick auf die Kasuistik als leicht zu betrachten. Bei
banalen Unfällen - wie hier bei einem gewöhnlichen Sturz bzw. Ausrutschen auf
feuchtem Badezimmerboden - ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall und den psychischen Beschwerden regelmässig zu verneinen. Auch die
Voraussetzungen, welche eine Ausnahme von diesem Prinzip rechtfertigen würden,
haben sich im vorliegenden Fall nicht verwirklicht. Die unmittelbare Unfallfolge der
Schulterluxation - wie auch die im Übrigen erst anschliessend an die zweite
Schulterluxation diagnostizierte Rotatorenmanschettenläsion (act. G 3.2.29) - sind nicht
geeignet, psychische Störungen hervorzurufen, und die bei Unfällen mittleren Grades
herangezogenen Kriterien (ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung,
körperliche Dauerschmerzen, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche
Komplikationen sowie Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit [vgl. dazu Erwägung 5])
können weder kumuliert noch in der geforderten Schwere (ungewöhnlich lange,
schwierig, erheblich) bzw. hinsichtlich der ihnen mehrheitlich zukommenden zeitlichen
Komponenten als erfüllt betrachtet werden (vgl. dazu RKUV 1992 Nr. U 154 S. 249;
Rumo-Jungo, a.a.O., S. 54 f.). Die Beschwerdeführerin musste sich zwar zwei
operativen Eingriffen sowie Injektionen unterziehen. Bei diesen handelte es sich jedoch
weder um schwere noch mit nachfolgenden Komplikationen behaftete Eingriffe. Die
weiteren ärztlichen Behandlungen betrafen zudem häufig Untersuchungen und
Abklärungen, welche nicht mit Behandlungen gleichgesetzt werden können. In Bezug
auf die in den medizinischen Akten ausgewiesenen Schmerzen der Beschwerdeführerin
- vorwiegend Bewegung- und Belastungsschmerzen - kann sodann nicht vom
Bestehen erheblicher Beschwerden mit Dauercharakter, d.h. ohne wesentlichen
Unterbruch, ausgegangen werden. Damit würde auch bei Annahme eines
mittelschweren Unfalls im Grenzbereich zu den leichten Unfällen die Bejahung des
adäquaten Kausalzusammenhangs ausser Betracht fallen. Für psychische Probleme
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der Beschwerdeführerin ist die Beschwerdegegnerin mithin nicht leistungspflichtig. Der
Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Unfallversicherung -
Invalidenrente und Integritätsentschädigung - ist demnach einzig mit Blick auf die
Schulterproblematik rechts zu beurteilen.
5.
5.1 Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art.
16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das
der Beschwerdeführerin nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage
der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsschätzung und
die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können,
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
5.2 Während ihres stationären Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon vom 10. August
bis 24. September 2009 führte die Beschwerdeführerin laut Austrittsbericht vom
29. September 2009 (act. G 3.2.107) gezielte Arbeitssimulationen durch. Hierbei habe
sich gezeigt, dass die angestammte Tätigkeit an der Revolvermaschine wahrscheinlich
nur noch eingeschränkt ausgeübt werden könne. Die Schulterbeschwerden hätten bei
Steigerung über vier Stunden deutlich zugenommen. Der Beschwerdeführerin sei eine
berufliche Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in der Produktion ohne wiederholte Arbeiten über
Schulterhöhe und mit langem Hebelarm und ohne Vibrationen sowie Schläge und bei
allenfalls halbtägigem Einsatz an der Revolverdrehmaschine, ab 28. September 2009
zu 50% zumutbar. Für andere berufliche Tätigkeiten, d.h. leichte bis mittelschwere
Arbeiten, ohne wiederholte Arbeiten über Schulterhöhe und mit langem Hebelarm
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sowie ohne Vibrationen und Schläge sei die Beschwerdeführerin ganztags arbeitsfähig.
Beruflich empfahl die Rehaklinik Bellikon letztlich den gleichen Arbeitsplatz bzw. die
bisherige Arbeit mit reduzierter Arbeitszeit (act. G 3.2.107). Dr. E._ stützte sich in
seiner Beurteilung vom 14. Januar 2010 auf die Festhaltungen der Rehaklinik Bellikon,
wonach der Beschwerdeführerin leichte bis mittelschere Arbeiten vollschichtig mit den
angeführten Einschränkungen zumutbar seien (act. G 3.2.122). Am 8. März 2010
erklärte die Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin,
sie gehe mit ihr einig, dass es sich bei der Tätigkeit der Beschwerdeführerin um eine
leichte Tätigkeit handle, welche diese vollumfänglich mit halbtägiger Präsenz verrichte.
Lediglich die Arbeiten am grossen Bearbeitungscenter mit Schraubstock (vor dem
Unfall zu ca. 40% [act. G 3.2.135]) würden nicht mehr ausgeführt. Während der
50%igen Präsenzzeit sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Die
Beschwerdeführerin beschrieb ihren Zustand sodann nach wie vor als nicht gut. Es
würden immer wieder Entzündungen auftreten. Sobald sie ihren rechten Arm einsetze,
trete eine Verschlechterung ein und sie sei gezwungen, sich am Mittag hinzulegen. Die
50%ige Arbeitsfähigkeit in ihrer jetzigen Tätigkeit stelle für sie das absolute Maximum
dar (act. G 3.2.126). Auch Dr. C._ ging in seinem ärztlichen Zeugnis vom 26. März
2010 von einer fortdauernden 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus (act. G 3.2.130). Laut
Bericht über die Besprechung mit der Arbeitgeberin vom 7. Juni 2010 wird die
Beschwerdeführerin im Rahmen von ca. 20% für Arbeiten an der Revolverdrehbank
eingesetzt, wobei mit der linken Hand ein Teil in ein Spannzangenfutter mittels
Handhebel manuell eingespannt werden müsse. Hierbei bestehe keine Mühe. Mit der
rechten Hand müsse der Revolverkopf mit bedient werden. Auf Brusthöhe müsse das
Werkzeug eingelegt werden (act. G 3.2.135). Dr. F._ führt in seiner orthopädischen
Stellungnahme vom 10. Dezember 2010 (act. G 3.2.166) aus, dass die Beschwerde
führerin seit 27 Jahren bei der Firma B._ als Hilfsarbeiterin in der Produktion arbeite.
Vor dem Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon habe es sich um eine leichte Tätigkeit mit
häufigen Überkopfarbeiten, Vibrationen und Schlägen auf das rechte Schultergelenk
gehandelt. Aktuell (seit Austritt aus der Rehaklinik September 2009) werde die
Beschwerdeführerin für angepasste, leichte körperliche Arbeiten, inzwischen auch
ohne Überkopfarbeiten und ohne Arbeiten an einem Schraubstock, mit Hebe- und
Tragbelastungen nur im Grammbereich, eingesetzt. Seit Austritt aus der Rehaklinik
Bellikon werde bei der Beschwerdeführerin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit mit
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einem entsprechenden Taggeldanspruch ausgegangen. Dass im Austrittsbericht der
Rehaklinik Bellikon für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in der
Produktion mit den erwähnten Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit von 50% ab dem
28. September 2009 ermittelt worden sei, während dem gleichzeitig für andere
berufliche Tätigkeiten, leicht bis mittelschwer, ganztags mit den gleichen speziellen
Einschränkungen eine ganztägige Arbeitszeit festgelegt worden sei, erscheine nicht
logisch. Die im September 2009 in der Rehaklinik Bellikon festgestellte Zumutbarkeit
für die damals und derzeit durchgeführte, angepasste Tätigkeit im Rahmen von 50%
erscheine von hier aus betrachtet durchaus nachvollziehbar, vor allem unter dem
Aspekt einer "entzündlichen" Schulter. Die damalige Einschätzung der 100%igen
Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeiten mit den erwähnten
Einschränkungen erscheine dagegen im Nachhinein nicht plausibel. Die Situation habe
sich inzwischen deutlich stabilisiert, so dass man die Zumutbarkeit neu festlegen
müsse. Demnach wäre ab der heutigen Begutachtung die derzeitige, sehr leichte
Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, ohne Vibration und ohne Schläge auf das Schulter
gelenk der Beschwerdeführerin nicht nur halbtags, sondern ganztags zumutbar. Rein
medizinisch-theoretisch wären ihr erst ab jetzt und nicht schon nach dem Austritt aus
der Rehaklinik Bellikon im September 2009 auch leichte bis mittelschwere Arbeiten mit
den oben erwähnten Einschränkungen ganztags zumutbar. Zusammenfassend hielt Dr.
F._ betreffend Zumutbarkeit (ab Begutachtung) fest, der Beschwerdeführerin sei für
die derzeitige angepasste Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in der Produktion, wie in der
Berufsanamnese beschrieben, eine ganztägige Arbeitszeit zumutbar. Andere
berufliche, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne wiederholte Arbeiten über
Schulterhöhe mit langem Hebelarm und ohne Vibrationen und Schläge für die rechte
Schulter seien ebenfalls ganztägig zumutbar. Für die derzeitige angepasste Tätigkeit
als Hilfsarbeiterin in der Produktion, wie in der Berufsanamnese beschrieben, sei der
Beschwerdeführerin eine ganztägige Arbeitszeit zumutbar. Dr. D._ hielt schliesslich in
seinem Bericht vom 24. Februar 2011 fest, die Beschwerdeführerin berichte weiterhin,
nur zu 50% arbeitsfähig zu sein. Eine weitere Steigerung sei aufgrund der starken
Schmerzen nicht möglich. Seines Erachtens sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit in
der aktuellen, von der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit glaubwürdig nicht
über 50% möglich, da hierdurch stärkere Beschwerden ausgelöst würden (act. G
3.2.178).
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5.3 Die Beschwerdeführerin zeigt in der rechten Schulter Impingementzeichen sowie
eine AC-Gelenksreizung, welche Belastungsbeschwerden und eine
Bewegungseinschränkung zur Folge haben (vgl. dazu Erwägung 4.2). Durch die
Reibung der Schulterstrukturen beim Impingement können Entzündungen als Folge-
bzw. Begleiterscheinungen auftreten, welche die Schmerzen verursachen. Die von der
Rehaklinik Bellikon, von Dr. F._ und Dr. E._ übereinstimmend formulierte
angepasste Tätigkeit ohne wiederholte Arbeiten über Schulterhöhe mit langem
Hebelarm und ohne Vibrationen und Schläge für die rechte Schulter trägt diesem
Umstand Rechnung und ist von Seiten des Rechtsvertreters unbestritten geblieben
(vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern
2005, S. 727 f.; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 975;
<http://www.
gelenk-klinik.de/impingement-syndrom.html>, <http://www.orthopaedie.aukamm.de/
documents/
Schulter_impingement.pdf>, Abfrage vom 14. Juni 2012). Hingegen erachtet er
gegenüber Dr. F._ zusätzlich zur angepassten Tätigkeit eine Einschränkung des
Arbeitsfähigkeitsgrads von 50% in den immer wieder auftretenden Entzündungen im
Sehnenbereich der rechten Schulter und den damit verbundenen Ausstrahlungen in
den Arm begründet. Der von Dr. F._ aufgezeichneten Ungereimtheit zwischen der
Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon für die berufliche Tätigkeit als
Hilfsarbeiterin in der Produktion und derjenigen für eine andere adaptierte berufliche,
leichte bis mittelschwere Tätigkeit ist zwar entgegenzuhalten, dass die Rehaklinik
Bellikon bei der beruflichen Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in der Produktion zusätzlich den
Einsatz an der Revolverdrehmaschine als eingeschränkt - allenfalls halbtags - zumutbar
erachtet, die Beschwerdeführerin auch tatsächlich an der Revolverdrehmaschine
arbeitete und daraus - wenn auch von Dr. F._ mit einer "entzündlichen" Schulter
begründet - ein reduzierter Arbeitsfähigkeitsgrad abgeleitet werden kann (act. G
3.2.135). Andererseits ist festzuhalten, dass der Arbeit an der Revolverdrehmaschine
im Rahmen der aktuell bzw. nach Austritt aus der Rehaklinik Bellikon bei der
Arbeitgeberin ausgeführten Tätigkeit lediglich ein Anteil von ca. 20% zukommt (act. G
3.2.135) und damit eine 50%ige Differenz im Arbeitsfähigkeitsgrad einzig mit Blick auf
die Arbeit an der Revolverdrehmaschine kaum zu begründen ist. Letztlich ist jedoch
entscheidend, dass sowohl die Rehaklinik Bellikon als auch Dr. F._ für eine leichte
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bis mittelschwere Tätigkeit mit denselben Einschränkungen hinsichtlich des Einsatzes
des rechten Arms von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehen und diese
Einschätzung im Übrigen auch von Dr. E._ getragen wird, der die
Beschwerdeführerin am 17. Dezember 2009 ebenfalls ausführlich untersucht hat (act. G
3.2.115). Leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne Einsatz an der
Revolverdrehmaschine bilden nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Allgemein bleibt
anzufügen, dass gesundheitlichen Störungen nicht nur mit einem eingeschränkten
Arbeitsfähigkeitsgrad, sondern auch mit einer angepassten Tätigkeit Rechnung
getragen werden kann. Dr. F._, die Rehaklinik Bellikon und Dr. E._ sind denn auch
der Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingeschränkt sei,
indem sie ihr nur noch Tätigkeiten mit den von ihnen formulierten Einschränkungen
zumuten.
5.4 Die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin angeführte
Entzündungsproblematik begründet keine Herabsetzung des Arbeitsfähigkeitsgrads.
Laut eigenen Angaben treten die "entzündlich" bedingten Schmerzen bei der
Beschwerdeführerin kumulierend im Tagesablauf und zum Wochenende hin auf,
weswegen sie auch immer Spiralgin zu den seit der Operation regelmässig
eingenommenen Dafalgantabletten (Paracetamol) einnehmen müsse. Die ortho
pädische Untersuchung von Dr. F._ umfasste eine Messung der
Entzündungsparameter (BSR, CRP und Leukozyten). Sämtliche seien im Normbereich
gewesen. Der Medikamentenspiegel für Paracetamol sei mit kleiner als 6.6 mg nicht
messbar und somit nicht im therapeutischen Bereich. Insgesamt gebe es keine
Anhaltspunkte für ein entzündliches Geschehen im rechten Schultergelenk. Auf der
einen Seite habe die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben Spiralgin seit über
zwei Monaten nicht eingenommen, so dass man davon ausgehen könne, dass sie die
"entzündlich" empfundenen Schmerzen seit zwei Monaten nicht verspürt habe. Zum
anderen lasse der abgenommene Wirkstoffspiegel für Paracetamol, der nicht im
messbaren Bereich liege, darauf schliessen, dass sie diese Substanz, entgegen
eigenen Angaben, seit längerer Zeit ebenfalls überhaupt nicht einnehme, was wiederum
erhebliche Zweifel an ihren Angaben über derart starke Schmerzen (auf der VAS-Skala
zwischen 6-10) ohne Schmerzmitteleinnahme aufkommen lasse. Zusätzlich könne die
Beschwerdeführerin die Schmerzen nicht lokalisieren, sondern beschreibe sie diffus
über das gesamte Schultergelenk verteilt, was ebenfalls nicht plausibel erscheine (act.
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G 3.2.166). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hält dagegen, Paracetamol sei
zwar in Dafalgan enthalten, aber nicht in der Voltaren-Salbe, welche die
Beschwerdeführerin jeweils gegen die Schmerzen einreibe. Dafalgan und Spiralgin
nehme sie nur bei einer akuten Entzündung ein. Eine solche habe scheinbar bei der
Untersuchung durch Dr. F._ nicht bestanden. Jedenfalls hätten dafür keine
Anhaltspunkte bestanden und die Entzündungsparameter seien im Normbereich
gewesen. Dies zeige die Problematik mit einmaligen Untersuchungen, welche stark von
der tagesaktuellen Befindlichkeit bzw. den gerade aktuellen Beschwerden abhängen
würden. Die anderen behandelnden sowie beurteilenden Ärzte hätten die
Beschwerdeführerin über längere Zeit beobachten können und seien sich daher
bewusst, dass die Entzündungen bei Belastungen immer wieder auftreten würden. Eine
Begründung der abweichenden Beurteilung finde sich bei Dr. F._ nicht.
Einer überlastungsbedingten Entzündung kann durchaus auch eine zeitliche
Komponente zukommen. Die Beschwerdeführerin arbeitete im Zeitpunkt der
Untersuchung durch Dr. F._ - wie von Dr. D._ und Dr. H._ empfohlen - einzig zu
50% und beklagte jeweils bis Mittag eine Schmerzunahme, womit sich grundsätzlich
begründen liesse, weshalb sie im Untersuchungszeitpunkt keine Entzündung aufwies.
Nachdem sich jedoch das Impingement bzw. die damit verbundenen Beschwerden
hauptsächlich beim Anheben des Arms durch Einklemmen der Supraspinatussehne
und der Bursa subacromialis im Engpass zwischen dem Acromion und dem Humerus
einstellen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 727 f.), erscheint die Beurteilung von Dr.
F._, wonach der fraglichen Problematik mit dem bewegungsmässig eingeschränkten
Einsatz der rechten Schulter bzw. des rechten Arms genügend Rechnung getragen sei,
nachvollziehbar und schlüssig. Die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im
Sinne eines eingeschränkten Arbeitsfähigkeitsgrads gewerteten Umstände, dass bei
der Beschwerdeführerin im Untersuchungszeitpunkt keine Entzündung nachweisbar
gewesen sei und sie laut eigenen Angaben seit über zwei Monaten kein Spiralgin mehr
eingenommen habe, vermögen genauso auch die Schlussfolgerungen von Dr. F._ zu
stützen. Dies zumal aufgrund der Aussage der Beschwerdeführerin, sie nehme seit der
Operation regelmässig Paracetamol ein, und dem Umstand, dass sie angeblich auch
bei einem Arbeitspensum von 50% unter Schmerzen leide (vgl. dazu act. G 3.2.108,
116, 124), ein eine Entzündung belegendes Untersuchungsresultat zu erwarten
gewesen wäre.
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5.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass
bei der Beschwerdeführerin in einer schulteradaptierten Tätigkeit von einer 100%
Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Die orthopädische Stellungnahme von Dr. F._
erscheint insgesamt überzeugend und beweistauglich und wird auch von der
Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon und von Dr. E._ gestützt. Die
Berichte der behandelnden Ärzte Dr. C._ und Dr. D._ vom 26. März 2010 bzw. 24.
Februar 2011 (act. G 3.2.130, 178) vermögen an dieser Schlussfolgerung nichts zu
ändern. Allgemein ist zunächst festzuhalten, dass in Bezug auf Berichte von
Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass letztere mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer
Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen). Dies gilt für den
allgemein praktizierenden Hausarzt wie für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des
Bundesgerichts vom 24. März 2009, 8C_871/2008, E. 3.2 mit Hinweisen). Mit Blick auf
die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt
werden (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 2007, I 701/05, E. 2
mit zahlreichen Hinweisen). Die Ausführungen in den Berichten von Dr. C._ und Dr.
D._ (beispielsweise die Ausdrucksweise "glaubwürdig" nicht über 50% möglich)
lassen gerade die Annahme zu, dass sich ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50%
massgeblich auf die subjektiven Aussagen der Beschwerdeführerin und nicht primär
auf medizinische Gegebenheiten stützt. Beide Berichte enthalten keine konkreten
Sachverständigen-Aussagen, welche erkennen liessen, dass sich die beiden Ärzte aus
ihrer Rolle als Therapeuten und Vertragspartner der versicherten Person gelöst und
sich so objektiv wie Sachverständige geäussert hätten. Aus der Einschätzung der
Beschwerdeführerin wurde offensichtlich auf einen unveränderten Gesundheitszustand
und Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% für die angestammte Arbeit geschlossen.
Alternativen, d.h. die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine dem Schulterleiden noch besser
angepasste Tätigkeit wurden von den beiden Ärzten nicht diskutiert.
5.6 Abzuklären bleibt die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
angesprochene Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Er ist der Ansicht,
dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit an der aktuellen Arbeitsstelle bei der
Firma B._ optimal ausnützt. Aufgrund ihres Alters, der fehlenden anerkannten
Ausbildung, ihrer eingeschränkten Sprachkenntnisse, der angeschlagenen Gesundheit
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und der mittlerweile langjährigen teilweisen Arbeitsunfähigkeit werde die
Beschwerdeführerin auf dem real existierenden Arbeitsmarkt keine Arbeitsstelle finden.
Bei der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden Einsatz
möglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren
Tätigkeit dort nicht gesprochen werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen
Arbeitsmarkts nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der
Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie
auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (Urteil des EVG vom 3. Dezember 2003,
I 349/01, E. 6.1, mit Hinweisen).
Das fortgeschrittene Alter kann zwar nach der Rechtsprechung, obwohl an sich ein
invaliditätsfremder Faktor, als Kriterium anerkannt werden, welches zusammen mit
weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die
verbliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird. Der Einfluss des Lebensalters auf die
Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen zu verwerten, lässt sich nicht nach
einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den konkreten Umständen ab.
Zu denken ist zunächst an die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und
seiner Folgen, angesichts der beschränkten verbleibenden Aktivitätsdauer sodann
namentlich an den absehbaren Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem
Zusammenhang auch an die Persönlichkeitsstruktur, an vorhandene Begabungen und
Fertigkeiten, die Ausbildung, den beruflichen Werdegang oder an die Möglichkeit,
Berufserfahrung anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009,
9C_918/2008, E. 4.2.2, und vom 21. August 2006, I 831/05, E. 4.1.1, je mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin war in dem für die richterliche Beurteilung massgebenden
Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 21. September 2011 (act. G
3.1.194) rund x Jahre alt und ist seit 1985 als angelernte Hilfsarbeiterin tätig. Da
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Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt altersunabhängig
nachgefragt werden (Urteile des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E.
4.2.2, und vom 15. Mai 2009, 8C_83/2009, E. 4.2.4.2), bestehen für die
Beschwerdeführerin, insbesondere auch angesichts ihrer persönlichen Umstände,
durchaus Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. Sie ist zwar hinsichtlich der ihr
zumutbaren Tätigkeiten eingeschränkt, jedoch nicht derart gravierend, dass eine
Anstellung, insbesondere als Hilfsarbeiterin im "Produktionsbereich", nicht mehr als
realistisch zu bezeichnen wäre. Die Unfallrestfolgen betreffen zudem einen paarigen
und damit grundsätzlich teilweise kompensierbaren Körperteil. Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der
ausgeglichene Arbeitsmarkt sogar für Personen, welche funktionell als Einarmige zu
betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend
realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet (Urteil des Bundesgerichts vom 8.
September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit Hinweisen auf mögliche Berufsfelder).
Umso mehr muss das für Personen gelten, die weniger gravierende Einschränkungen
aufweisen. Die Beschwerdeführerin ist im Weiteren immer noch im Rahmen eines
Vollpensums arbeitsfähig, weist also den optimalsten ausnützbaren
Arbeitsfähigkeitsgrad auf. An dieser Stelle ist hinzuzufügen, dass es bei der Frage, ob
die Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch als vermittelbar
gelten kann, nicht um die Frage eines Stellenwechsels geht. Letztlich ist es ihr
anheimgestellt, ob sie ihre Restarbeitsfähigkeit zusammen mit einer Zweitstelle oder in
einer neuen Anstellung verwertet. Dem vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
angeführten Umstand, die Beschwerdeführerin sei wegen ihrer jahrzehntelangen
Tätigkeit bei der Firma B._ nicht mehr daran gewöhnt, neue Arbeitsabläufe zu lernen,
ist entgegenzuhalten, dass die Einarbeitung gerade bei Hilfsarbeitertätigkeiten keinen
massgebenden Faktor darstellt, d.h. Hilfsarbeiter benötigen in der Regel keine lange
Einarbeitung. Eine Hilfsarbeitertätigkeit setzt zudem definitionsgemäss keine berufliche
Ausbildung voraus. Ausserdem ist die langjährige Berufserfahrung der
Beschwerdeführerin im Bereich "Produktion" sowie die Betriebstreue im Sinne einer
Wechselwirkung durchaus auch positiv zu werten. Soweit sich der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin auf sprachliche Schwierigkeiten beruft, ist auf die zutreffenden
Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 25. November
2011 (act. G3, Erwägung 5.5) zu verweisen. Dass der Arbeitsmarkt allenfalls im
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konkreten Zeitpunkt wenig Stellen anbietet, an welchen gesundheitlich angeschlagene
Hilfsarbeiter bzw. Hilfsarbeiterinnen Arbeiten ausüben können, ist nicht
ausschlaggebend. Die hypothetische Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist eben
lediglich unter dem Blickwinkel des ausgeglichenen Arbeitsmarkts zu prüfen. Es ist
somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab 28. Februar 2011 eine ihrem
Gesundheitszustand angepasste, vollzeitige Hilfsarbeit ausüben konnte.
6.
Zu prüfen bleibt, ob aus einer Restarbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten
Tätigkeit ein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. dazu Erwägung 5.2)
6.1 Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschadens mutmasslich erzielten
Verdienstes (Valideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen
würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen
wie geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde
Deutschkenntnisse oder beschränkte Anstellungsmöglichkeiten zufolge Saisonnier
status ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezogen, ist diesem Umstand
bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem
bescheideneren Einkommen begnügen wollte. Praxisgemäss wird diese so genannte
Parallelisierung der Vergleichseinkommen entweder auf Seiten des Valideneinkommens
durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Lohns oder durch
Abstellen auf statistische Werte oder aber auf Seiten des trotz Invalidität realisierbaren
Verdienstes durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Werts
vorgenommen (BGE 135 V 300 f. E. 5.1). Den Erheblichkeitsgrenzwert der Abweichung
des ohne Gesundheitsschaden effektiv erzielten Verdienstes vom branchenüblichen
LSE-Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen
rechtfertigen kann, setzte das Bundesgericht auf 5% fest (BGE 135 V 302 f. E. 6.1.2).
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Zur Vermeidung eines willkürlich erscheinenden, erheblichen sprunghaften Anstiegs
des Invaliditätsgrads gleich um mehrere Prozentpunkte bei im Grenzbereich des
5%igen Erheblichkeitswerts liegenden Abweichungen, befand es - in Änderung der
Rechtsprechung -, dass jeweils nur in dem Umfang zu parallelisieren sei, in welchem
die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitswert von 5% übersteige. Weil die
Parallelisierung nur den Ausgleich einer deutlichen - also nicht jeder kleinsten -
Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten
branchenüblichen Referenzlohn bezwecke, sei an der bisherigen Praxis, welche bei
gegebenen Voraussetzungen die Parallelisierung jeweils im vollen Ausmass der ganzen
prozentualen Unterdurchschnittlichkeit vorgenommen habe, nicht länger festzuhalten
(BGE 135 V 303 f. E. 6.1.3).
6.2 Das Valideneinkommen 2011 der Beschwerdeführerin von Fr. 50'648.-- (vgl. dazu
Erwägung 5 des angefochtenen Einspracheentscheids) blieb als solches unbestritten
und erscheint aufgrund der Akten ausgewiesen (vgl. dazu act. G 3.1.191). Aus der LSE-
Tabelle 2008 TA1 (Privater Sektor) Position 27, 28 (Metallbe- und -verarbeitung)
Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) ist für Frauen ein
Monatssalär von Fr. 4'198.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete Jahressalär von Fr.
50'376.-- basiert auf 40 Wochenstunden. Angepasst an die betriebsübliche
durchschnittliche branchenspezifische wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2011 von 41.4
Stunden (vgl. Tabelle des Bundesamtes für Statistik; Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsabteilungen, Position 24-25 Herstellung von Metallerzeugnissen; [Fr.
4'198.-- / 40] x 41.4) und an die Nominallohnentwicklung (2009: 2.1%; 2010: 0.8%;
2011: 1.0%) resultiert ein monatliches Einkommen von Fr. 4'514.-- bzw. ein
Jahreseinkommen von Fr. 54'168.--. Im Vergleich zum tatsächlich erzielten Jahreslohn
von Fr. 50'648.-- ergibt sich damit eine Unterdurchschnittlichkeit von 6.5%. Dieser
Umstand ist jedoch überwiegend wahrscheinlich nicht auf persönliche Umstände
(namentlich fehlende Ausbildung oder Sprachkenntnisse, ausländerrechtlicher Status)
zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin ist offensichtlich in Bezug auf ihre
angestammte Hilfsarbeitertätigkeit bei der Firma B._ ausreichend qualifiziert. Im
Weiteren bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sie sich nicht aus freien Stücken
mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Die Beschwerde
gegnerin weist in der Beschwerdeantwort vom 25. November 2011 (act. G 3)
richtigerweise darauf hin, dass die Beschwerdeführerin seit 1985 und damit seit
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mehreren Jahrzehnten ununterbrochen bei der Firma B._ tätig ist und selbst nach
dem Unfall vom 15. Januar 2007 keinen Stellenwechsel vornehmen wollte (vgl. act. G
3.2.166, S. 8). Auf eine Parallelisierung ist deshalb zu verzichten.
6.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf
Erwerbstätigkeiten abzustellen, die ihr angesichts ihrer Ausbildung und ihrer
physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären (BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1).
Die Beschwerdeführerin übt bei der Firma B._ eine Tätigkeit im Rahmen eines
50%igen Pensums aus (vgl. act. G 3.2.126). Da sie damit die ihr von Dr. F._
bescheinigte 100%ige Restleistungsfähigkeit nicht in zumutbarem Umfang verwertet,
stellt der tatsächlich erzielte Verdienst keine verlässliche Grundlage für die Bestimmung
des Invalideneinkommens dar. Die Beschwerdegegnerin durfte deshalb das
Invalideneinkommen praxisgemäss gestützt auf DAP-Zahlen, d.h. die Arbeitsplätze Nr.
634693, 35959, 9806, 1143 und 3389 festlegen. Sie ermittelte daraus ein solches von
Fr. 50'194.-- (Durchschnitt; act. G 3.2.193). Im Hinblick auf die geforderte
Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die
Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens
fünf DAP-Blättern, Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der
gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den
Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils
verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist
es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-
Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer
zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich
gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E.
4.2.2). Konkret liegen die von der Rechtsprechung geforderten Angaben vor. Auch die
von der Beschwerdegegnerin getroffene Auswahl ist nicht zu beanstanden. Die
Ausübung der von ihr eruierten Tätigkeiten kann für die Beschwerdeführerin aus
medizinischer und persönlicher Sicht durchaus als zumutbar bezeichnet werden. Der
DAP-Arbeitsplatz Nr. 9806 setzt lediglich den Grundschulabschluss, aber keine
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berufliche Ausbildung voraus. Inwiefern die Beschwerdeführerin an diesem Arbeitsplatz
über mehr technisches Verständnis verfügen müsste, als sie aufgrund ihrer
jahrzehntelangen Tätigkeit bei der Firma B._ verfügen muss, ist zudem in keiner
Weise dargelegt. Bezüglich Sprachkenntnisse der Beschwerdeführerin ist auf die
zutreffenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort zu verweisen (act. G 3,
Erwägung 5.5), wonach sich in den Akten keine Hinweise auf mangelnde sprachliche
Fähigkeiten finden. Im Übrigen war es ihr mit den vorhandenen Sprachkenntnissen
möglich, die anspruchsvolle Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in einem industriellen
Kleinbetrieb auszuführen. Die Erledigung wiederholter Arbeiten ist sodann bei der
Beschwerdeführerin lediglich in Bezug auf Arbeiten über Schulterhöhe eingeschränkt.
Weshalb das nicht über Brusthöhe leichte/feinmotorische bzw. mittelschwere
Hantieren nicht uneingeschränkt mit der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung vereinbar
sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Eine beidhändige Tätigkeit ist im Falle der
Beschwerdeführerin medizinisch nicht ausgeschlossen. Dass Beidhändigkeit nur
bedingt notwendig ist und das leichte/feinmotorische Hantieren mit Gegenständen
nicht während der gesamten Arbeitszeit gefordert ist, ist als zu den behinde
rungsbedingten Einschränkungen hinzutretende Entlastung zu werten. Auch die
Einwände gegen den DAP-Arbeitsplatz Nr. 3389 können nicht gehört werden. Die
Eintragung, dass das leichte/feinmotorische und mittlere Hantieren mit Gegenständen
am fraglichen Arbeitsplatz nie gefordert ist, dürfte, nachdem Mahlwerke für Handmixer
zusammengesteckt werden müssen, tatsächlich falsch sein. Auf den fraglichen DAP-
Arbeitsplatz kann dennoch abgestellt werden. Wie vorstehend dargelegt, ist der
Beschwerdeführerin eine feinmotorisch, bedingt beidhändig und nicht über
Schulterhöhe auszuübende Tätigkeit und damit die genaue Arbeit zumutbar. Eine
Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 50'648.-- und des gestützt auf die
fünf DAP's errechneten Invalideneinkommens von Fr. 50'194.-- lässt die
Schlussfolgerung zu, dass die Beschwerdeführerin auch nach dem Unfall ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG).
Auch wenn man vergleichsweise den LSE-Tabellenlohn heranziehen möchte, ist kein
Rentenanspruch gegeben. Die Beschwerdeführerin ist zwar auf leichte bis
mittelschwere Hilfsarbeiten beschränkt, aber sie wäre in der Lage, ihre
Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen - sowohl im Sektor Produktion als auch im
Sektor Dienstleistungen - zu verwerten. Auszugehen ist deshalb vom allgemeinen
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Durchschnittslohn aller Branchen. Aus der LSE 2008 TA1 (Privater Sektor)
Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) ist für Frauen ein
Monatssalär von Fr. 4'116.-- ersichtlich. Angepasst an die betriebsübliche
durchschnittliche branchenspezifische wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2011 von 41.7
Stunden (vgl. Tabelle des Bundesamtes für Statistik; Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsabteilungen, Total; [Fr. 4'116.-- / 40] x 41.7) und an die
Nominallohnentwicklung (2009: 2.1%; 2010: 0.8%; 2011 1.0%) errechnet sich für das
Jahr 2011 ein monatliches Einkommen von Fr. 4'458.-- bzw. ein Jahreseinkommen von
Fr. 53'496.--. Der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geforderte
Tabellenlohnabzug von 20% von diesem statistischen Wert erscheint aufgrund der
konkreten Umstände zu hoch. Bei der Beschwerdeführerin ist zwar zu berücksichtigen,
dass sie selbst im Rahmen körperlich leichter bis mittelschwerer Hilfsarbeitertätigkeiten
in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, was rechtsprechungsgemäss einen Abzug
auf dem Invalideneinkommen rechtfertigt (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Im Weiteren wirkt
sich auch das fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin (im Zeitpunkt des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 21. September 2011 62-jährig) lohnsenkend
aus (BGE 126 V 75, 129 V 472 E. 4.2.3 und 134 V 322 E. 5.2; eingehend zum
altersbedingten Abzug vgl. Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/
Miriam Lendfers, Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht, St. Gallen 2012, S. 143 ff.).
Ausser Betracht fallen jedoch ein Teilzeitabzug und auch die anderen behaupteten
Nachteile wie Fremdsprachigkeit und fehlende Berufsausbildung.
Hilfsarbeitertätigkeiten erfordern gar keine Berufsausbildung. Die Beschwerdeführerin
bringt jedoch im Bereich "Produktion" ohnehin eine langjährige Berufserfahrung mit.
Insgesamt erscheint damit die Gewährung eines - wie von der Beschwerdegegnerin
eingeräumt - 10%igen Abzugs den Verhältnissen der Beschwerdeführerin angemessen.
Daraus ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 48'146.-- (Fr. 53'496.-- x 0.9) und in
Gegenüberstellung zum Valideneinkommen von Fr. 50'648.-- ein Invaliditätsgrad von
weniger als 10% (Art. 18 Abs. 1 UVG).
7.
7.1 Zu prüfen bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen
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Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung zutreffend
dargelegt (Erwägung 6).
7.2 Die Beschwerdegegnerin anerkannte eine 12.5%ige Integritätseinbusse und
stützte sich dabei auf die Beurteilung von Dr. E._ vom 14. Januar 2010 (act. G
3.2.120). Dieser hielt als aktuelle Befunde leichte Impingementzeichen, eine AC-
Gelenksreizung sowie Belastungsbeschwerden und eine Bewegungseinschränkung
(Anteversion rechts 115° im Vergleich zu links 165°; Abduktion rechts 85°, links 165°;
Adduktion rechts 20°, links 40°, sowie VPD rechts bis Flanke und links 23 cm) fest.
Gemäss Tabelle 1 "Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen
Extremitäten" (Schulter) der Medizinischen Abteilung der Suva werde der
Integritätsschaden bei einer Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen mit 15% und
eine solche bis 30° über der Horizontalen mit 10% bewertet. Die Beschwerdeführerin
erreiche eine Anteversion bis 115° und eine Abduktion bis 85°, weshalb der Mittelwert
zwischen den vorerwähnten Werten der Suva-Tabelle 1 als geschuldet und
gerechtfertigt zu erachten sei. Eine allfällige weitere Verschlimmerung sei nicht
berücksichtigt.
Mit einer möglichen Abduktion bis 85° anstatt der einem Integritätsschaden von 15%
entsprechenden Beweglichkeit bis zur Horizontalen (90°) und einer möglichen
Anteversion bis 115° anstatt der einem Integritätsschaden von 10% entsprechenden
Beweglichkeit bis 30° über die Horizontale (90° + 30° = 120°) liegt der
Bewegungsumfang der rechten Schulter hinsichtlich beider
Schultergelenksbewegungen unter den entsprechenden Tabellenwerten. Die
Beschwerdeführerin ist in ihrer Schulterbeweglichkeit ausserdem verschiedenartig
eingeschränkt. Nachdem die in der Suva-Tabelle in Bezug auf die Schulter angeführten
eingeschränkten Bewegungsumfänge keiner konkreten Bewegung (Abduktion,
Elevation usw.) zugeordnet sind, ist im konkreten Fall auch diesem Umstand Rechnung
zu tragen. Der von Dr. E._ angenommene Mittelwert von 12.5% ist angesichts des
vorstehend Gesagten als zu niedrig zu betrachten. Insgesamt erscheint eine
Anpassung an den höheren Wert für eine Schultergelenksbeweglichkeit bis zur
Horizontalen bzw. die Annahme eines Integritätsschadens - wie auch vom
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt - von 15% angemessen. So hielt
selbst Dr. E._ in seiner Stellungnahme vom 19. April 2010 ergänzend fest, dass es
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bei den Beschwerden auch für repetitive Drehbewegungen mit Beeinflussung der
Bicepssehnenverankerung zu einer gewissen Einschränkung komme, und dass anstelle
der Schätzung von 12.5% auch eine solche von 15% angenommen werden könne (act.
3.2.132). Auch seiner Stellungnahme vom 3. Februar 2011 lässt sich ein Hinweis auf die
zu berücksichtigende verschiedenartig eingeschränkte Schulterbeweglichkeit
entnehmen (act. G 3.2.168). Der von Dr. F._ festgehaltene Integritätsschaden von
10% erscheint angesichts des Gesagten ohnehin als zu niedrig, auch wenn die
Beschwerdeführerin bei ihm aktiv eine Elevation
(= Anteversion) bis 30° über die Horizontale zeigte und die Abduktion bis 90° möglich,
ab 60° jedoch schmerzhaft, war (act. G 3.2.166).
8.
8.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine
Integritätsentschädigung entsprechend einem Integritätsschaden von 15%
zuzusprechen. Betreffend Anspruch auf eine Invalidenrente ist die Beschwerde
abzuweisen.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die
teilweise obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung
gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese -
ausgehend von einer Pauschalentschädigung von Fr. 4'000.-- bei vollem Obsiegen -
auf pauschal Fr. 1'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP