Decision ID: 5340c5be-9668-4431-bf7b-444f96d249ce
Year: 2018
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhaltes enthalten. Auch habe es an einer konzisen und
nachvollziehbaren Begründung, inwiefern die Vorinstanz rechtsfehlerhaft
entschieden haben sollte, gefehlt. Für die Behebung dieser Mängel wurde
dem Beschwerdeführer eine Frist bis zum 31. Januar 2018 gesetzt.
Zudem forderte der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer gestützt auf
Art. 74 Abs. 1 VRG zur Leistung eines Kostenvorschusses im Betrag von
Fr. 2'000.--, zahlbar bis zum 31. Januar 2018, auf. Erfolge innert Frist
keine Behebung der Mängel oder werde der Kostenvorschuss innert Frist
nicht geleistet (Poststempel der schweizerischen Post bzw.
Zahlungseingangsvaluta), so werde auf die Beschwerde nicht eingetreten.
Das Schreiben wurde per Rückschein am 15. Januar 2018 versandt und
vom Beschwerdeführer oder einem Mitbewohner am 17. Januar 2018 in
Empfang genommen.
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4. Mit Schreiben vom 31. Januar 2018 begründete der Beschwerdeführer
seine Beschwerde materiell und forderte eine Nachfrist für das
Nachreichen von Belegen. Bezüglich des Kostenvorschusses brachte der
Beschwerdeführer vor, dass er die Vorauszahlung nicht habe leisten
können, weil im Schreiben des Instruktionsrichters vom 15. Januar 2018
keine internationale Kontoverbindung angegeben worden sei und er auch
nicht über eine Schweizer Bankverbindung verfüge. Zudem entspreche
eine Fristansetzung von lediglich 16 Tagen vorliegend nicht der
Angemessenheit i.S.v. Art. 38 Abs. 3 VRG, da der Beschwerdeführer
regelmässig auf Geschäftsreisen sei und der Postlauf von und nach
Deutschland bereits einen erheblichen Teil der Frist beanspruche.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Ist ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet
oder unbegründet entscheidet die oder der zuständige Vorsitzende in
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 43 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Bei der Beschwerde vom
8. Januar 2018 (Übergabe der schweizerischen Post am 11. Januar 2018)
handelt es sich - da die Frage der Rechtsfolge eines nicht rechtzeitig
geleisteten Gerichtskostenvorschusses im Grundsatz bereits in regulärer
Besetzung entschieden wurde (Verwaltungsgerichtsurteile U 15 32,
U 15 39 und U 15 40) und der konkrete Fall in rechtlicher Hinsicht keine
andersgearteten Abweichungen zu diesen bereits entschiedenen Fällen
aufweist - um ein offensichtlich unbegründetes Rechtsmittel, weswegen
die Zuständigkeit des Vorsitzenden als Einzelrichter gegeben ist.
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2. In Anwendung von Art. 74 Abs. 1 VRG kann die Behörde von der
gesuchstellenden, der beschwerdeführenden oder klagenden Partei einen
Kostenvorschuss verlangen. Für die Leistung des Kostenvorschusses ist
der Partei eine angemessene Frist zu setzen (Abs. 2). Leistet die Partei
den Kostenvorschuss trotz Androhung der Säumnisfolgen nicht
fristgemäss, ist auf ihr Begehren nicht einzutreten (Abs. 3). Nach
ständiger Rechtsprechung ist es im Interesse einer ordnungsgemässen
Justizverwaltung zulässig, für die mutmasslichen Prozesskosten einen
Vorschuss von demjenigen zu verlangen, der staatlichen Rechtsschutz in
Anspruch nimmt; dies entspricht einer allgemeinen Praxis in den
Kantonen und im Bund (BGE 124 I 244 E.4a). Wird die Gültigkeit eines
Rechtsmittels kraft ausdrücklicher Vorschrift von der rechtzeitigen
Leistung eines Kostenvorschusses abhängig gemacht, so kann darin
grundsätzlich weder ein überspitzter Formalismus noch eine
Verweigerung des rechtlichen Gehörs erblickt werden. Das gilt jedenfalls
dann, wenn die Parteien über die Höhe des Vorschusses, die
Zahlungsfrist und die Folgen der Nichtleistung in angemessener Weise
aufmerksam gemacht wurden (so bereits BGE 96 I 523 E.4; bestätigt z.B.
in den Bundesgerichtsurteilen [BGer] 1P.163/1997 vom 17. Juni 1997
E.2c und 1P.371/2004 vom 21. September 2004 E.4). Gemäss Art. 74
Abs. 3 VRG ist es somit grundsätzlich zulässig auf die Beschwerde
infolge Nichtleistung des gerichtlich geforderten Kostenvorschusses nicht
einzutreten.
3. a) Tatsache ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer das Schreiben vom
15. Januar 2018 bereits am 17. Januar 2018 selbst oder über eine ihm
zurechenbare Person in Empfang genommen hat. Dies belegen sowohl
Datumsstempel als auch Unterschrift auf der Rückscheinkarte. Zudem
bleibt unbestritten, dass der Beschwerdeführer in besagtem Schreiben in
rechtsgenüglicher Weise auf die Säumnisfolgen hingewiesen wurde.
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Fraglich ist, ob es dem Beschwerdeführer mangels internationaler
Kontoangaben sowie unangemessener Fristen, wie von ihm dargetan,
nicht möglich war, den Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 2'000.-- innert
Frist zu leisten.
b) Auf der Rechnung für den Vorschuss im Verfahren A 18 5
(Rechnungsnummer 1275183/7010-01) steht ausdrücklich auf der
Vorderseite: „Für Zahlungen aus dem Ausland beachten Sie bitte die
Rückseite“. Auf besagter Rückseite sind sodann sämtliche Angaben
aufgeführt, wie der Name des Finanzinstituts, IBAN, BIC sowie
Empfänger, die für Zahlungen aus dem Ausland erforderlich sind. Vor
diesem Hintergrund erweist sich die Behauptung des Beschwerdeführers,
wonach er die Vorschussleistung nicht habe erbringen können, weil im
Schreiben des Instruktionsrichters vom 15. Januar 2018 keine
internationale Kontoverbindung angegeben worden sei,
erwiesenermassen als falsch.
c) Auch die mit Schreiben des Instruktionsrichters vom 15. Januar 2018
angesetzte Frist von 16 Tagen, zur Zahlung des Kostenvorschusses und
zum Stellen eines klaren Rechtsbegehrens sowie der Schilderung des
Sachverhaltes und dem Einreichen der in der Beschwerde vom 8.
Januar 2018 (Übergabe der schweizerischen Post am 11. Januar 2018)
erwähnten Belege, ist nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr,
angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer ein gerichtliches
Verfahren eingeleitet hat und um Korrespondenz mit Fristauslösung
wissen musste. Hinzukommt, dass das Schreiben bereits am
17. Januar 2018 in den Machtbereich des Beschwerdeführers gelangte.
Dementsprechend hatte dieser mindestens zwölf Tage Zeit um den
Kostenvorschuss zu leisten, sodass die Frist mit Zahlungseingang am
31. Januar 2018 problemlos hätte gewahrt werden können. Gleiches gilt
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für die Behebung der Mängel in der Beschwerde vom 8. Januar 2018
(Übergabe der schweizerischen Post am 11. Januar 2018).
4. Da der Kostenvorschuss bis zum heutigen Urteilsdatum nicht geleistet
wurde, ist auf die vorliegende Beschwerde gestützt auf
Art. 74 Abs. 3 VRG mangels Leistung des Kostenvorschusses trotz
Androhung der Säumnisfolgen, nicht einzutreten. Die Beschwerde stellt
damit ein offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel i.S.v. Art. 49 Abs. 3
lit. b VRG dar.