Decision ID: 50c1dfd4-7ba8-40b7-a8e4-205d456fd033
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969,
absolvierte
eine Lehre
als
M
aler,
wobei
er
die Abschlussprüfung nur teilweise bestand.
Er war in der F
olge
im Rahmen ver
schie
dener (
insbesondere
temporärer
)
Eins
ä
tze
mit Unterbrüchen
hauptsächlich
als Maler
erwerbstätig
. Im März 2004 meldete er sich erstmals unter Hinweis auf verschiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen (
Aufmerksamkeits-Defizit-Störung
mit Hyperaktivität
[ADHS]
,
Persönlichkeitss
törung, Drogensucht) bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug (Rente) an (Urk. 10/2), welches Gesuch die IV-Stelle nach getätigten medizini
schen und erwerblichen Abklärungen
mit Verfügung vom 27.
September 200
4
abwies
. Sie begründete dies damit
, dass
reines Suchtgeschehen vorliege und
dass
der Versicherte
trotz
eventueller
frühkindlicher Erkrankung ei
ne Berufsbildung habe absolvieren
k
önnen
, diese
Erkrankung
somit nicht primär invalidisierend
gewesen
sei
(Urk.
10/17). Auf e
i
ne dagegen erhobene Einsprache
vom 16.
Novem
ber 2004
(Urk. 10/23)
trat die IV-Stelle
am 1.
Dezember 2004
infolge Frist
ver
säumnis nicht ein
(Urk.
10/26)
, was vom hies
igen Gericht mit Urteil vom 10.
März 2005
als rechtens
bestätigt wurde
(Urk.
10/37).
1.2
Im Juni 2008 meldete sich
X._
unter Hinweis auf
eine
Persönlichkeits
störung, ADHS, HIV-Infektion und Hepatitis-C-Infektion erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 10/38).
Nach getätigten Abklärungen verneinte d
ie IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Oktober 2008
einen Anspruch auf Integrations
massnahmen (
mangels Notwendigkeit;
Urk. 10/61)
sowie
mit Verfügung vom 20. Januar 2009 den Anspruch auf eine Invalidenrente (
mangels rentenbegrün
denden IV-Grades
;
Urk. 10/66)
,
was sie
damit
begründete
,
d
ass der Versicherte
gemäss eigenen Angaben
seit August 2008 wieder in einem Pensum von 80
%
als Maler
erwerbstätig sei. Diese Verfügungen blieben unangefochten.
1.3
Nachdem der Versicherte
im Jahr 2011
während
mehrere
r
Wochen
hospitalisiert
gewesen
war, meldete er sich
a
m
11.
Oktober 2011
(Eingang bei der IV-Stelle)
unter Hinweis auf zusätzliche
seit 14. Mai 2011 bestehende
Gesundheitsschäden (Bandscheibenproblematik sowie
Spondylodiszitis
und Schmerzen)
erneut
be
i der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (Urk. 10/68).
Die IV-Stelle tätigte abermals
A
bklärungen
in medizinischer Hinsicht
und holte Berichte der behandelnden Ärzt
e
bzw
.
Ins
t
itutionen
ein. M
it Mitteilung vom
23.
November
2011
verneinte
sie
mangels Eingliederungsfähigkeit den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
(Urk.
10/74)
.
Von
21.
Juni bis 30.
Juli 2012 war der Versicherte in der
Y._
hospitalisiert
(Urk. 10/90 S.
8
f.
)
.
Mit Verfügung vom 23.
Januar 2013
sprach
die IV-Stelle
X._
mit Wirkung ab 1.
Oktober 2011 eine ganze Rente der Invalidenversicherung
nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 100 %
zu (Urk.
10/107).
1.4
Im Dezember 2014 leitete die IV-Stelle ein amtliches Revisionsverfahren in die Wege
. Sie
liess den Versicherten den Revisionsfragebogen ausfüllen (Urk. 10/128)
und
tätigte abermals Abklärungen in erwerblicher und medizinis
c
her Hinsi
c
ht
. In der Folge
veranlasste
sie
eine
polydisziplinär
e
Untersuchung
des Versicherten
,
welche durch
die
Z._
durchge
führt wurde
(Gutachten
vom 28.
Dezember 2015;
Urk.
10/149 einschliesslich er
gän
zende Stellungnahme
des psychiatrischen Experten
vom
28. Januar 2016; Urk. 10/154
).
Gestützt auf die so getätigten Abklärungen stellte
die IV-Stelle
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 2.
März 2016 die Einstellung der I
nvaliden
rente in Aussicht (Urk.
10/159)
. Dagegen erhob
dieser
am 8. März 2016 durch seine Hausär
zt
i
n Einwand
(Urk. 10/163). Im Juni 2016 leitete die IV-Stelle Inte
gra
tionsmassnahmen in die Wege (
vgl.
Urk. 10/171), welche sie
,
da
sich der Ver
sicherte dazu aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sah,
mit Mitteilung vom 2
2.
Februar 2017 abschloss (Urk. 10/176
; vgl. auch Verlaufsprotoko
ll Ein
glie
derungsberatung; Urk.
10/177
).
Nach Einholung von ergänzenden Angaben im
A._
, Klinik für Unfallchirurgie
(Urk.
10/178)
,
ver
fügte die IV-Stelle
am 10.
März 2017
die Einstellung der Invalidenrente
auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
, vertreten durch
die
Gemeinde
B._
,
Abteilung Soziales,
hierorts mit Eingabe vom
20.
April 2017 Beschwerde erheben m
it den folgenden Anträgen (Urk.
1 S.
3):
«1.
Die IV-Stelle soll beauftragt werden, den ganzheitlichen Gesundheitszustand von
X._
für die Beurteilung eines Rentenanspruches zu berück
sich
tigen.
2.
Alle aktuellen Arztberichte sind für den Entscheid zu berücksichtigen sowie auch der Einwand von
Dr.
med. C._
vom
8.
März 2016 an die IV-Stelle.
3.
Der aktuelle Gesundheitszustand von
X._
soll vollumfänglich durch unabhängige spezialisierte Gutachter erfolgen.
4.
Der nicht wahrgenommene Termin für die Endkontrolle im
A._
bezüglich der Schulterschmerzen und die Verschiebung des Belastbarkeits
trai
nings sind eine sehr vage Begründung für die Einstellung einer seit sechs Jahren ausbezahlten ganzen IV-Rente. Die IV-Stelle soll eine detaillierte
re
Begründung für ihren Entscheid aufführen.
5.
Die Prüfung der beruflichen Massnahmen mit Rücksicht auf den ganzheitlichen Gesundheitszustand ist nochmals aufzunehmen.
6.
Die aufschiebende Wirkung ist zu gewähren und die IV-Rente im bisherigen Rahmen weiterhin monatlich auszuzahlen.
7.
Es ist eine Frist zur Nachreichung von allenfalls fehlenden Unterlagen zu
g
e
währen.»
Mit Eingabe vom 10. Mai 2017 liess
X._
alsdann um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen (Urk. 6). Mit Vernehmlassung vom 28. Juni
2017 stellte
die IV-Stelle Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was dem Beschwer
deführer mit Verfügung vom 11. J
uli 2017 zur Kenntnis gebracht wurde, unter Ansetzung einer Frist zur Darlegung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 11). Mit Verfügung vom
12.
September 2017 wurde das Gesuch um Wieder
herstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt, unter einstweiliger Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (Urk. 15
).
Mit Verfügung vom
4.
Dezember 2018
wurde
X._
Gelegenheit zur Stel
lungnahme zu einer allfälligen Motivsubstitution gewährt
(Urk. 18).
Mit Eingabe vom
24.
Januar
2019
legitimierte sich Rechtsanwältin
lic.
iur
.
Susanne
Friedauer
als neue Vertreterin des
Beschwerdeführers
unter anderem mit dem Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung sowie Erstreckung der ange
setzten Frist zur Stellungnahme (Urk. 20). Mit Verfügung vom
1.
Februar 2019 wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwältin
lic.
iur
.
Susanne
Friedauer
Zürich, als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt
,
u
nd
die Frist zur Stellungnahme antragsgemäss um 30 T
age erstreckt (Urk.
23). Die
Stellungnahme
datiert vom
21.
Februar 2019 (Urk. 24).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG)
.
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher
Über
prüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind
und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119
V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrich
ti
gen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Wür
digung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf
tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Ver
fügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne
oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erfor
derlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E.
3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
ter
grund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeit
punkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141
V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf
Art.
17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substitu
ierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Auflage 2014,
Rz
77 zu Art. 30–31 IVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die angefochtene Verfügung zur Hauptsache damit
,
dass
sich gemäss ihren Abklärungen der Gesundheitszustand wesentlich verbessert habe. In einer optimal angepassten Tätigkeit (körperlich leichte bis selten mittel
schwere Tätigkeit mit der Möglichkeit der Wechselbelastung) bestehe wieder eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Maler sei
dem Versicherten allerdings nicht mehr zumutbar. Der Einkommensvergleich ergeb
e
einen Invaliditätsgrad von 10 %
, weshalb k
ein Rentenanspruch mehr be
stehe
(
Urk.
2).
2.2
Dagegen lässt der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vorbringen, dass bei der Einstellung der IV-Rente lediglich auf den Bericht des
A._
(vom
3.
März 2017)
abgestützt worden sei
. Dieser betreffe
nur die Schulterschmerzen und
gebe
über den all
gemeinen Gesundheitszustand keine Auskunft. Alsdann sei
d
er
Beschwer
deführer
motiviert, sich im Rahmen seiner Möglich
keiten beruflich zu integrieren
(Urk. 1).
2.3
In der Stellun
gnahme vom 21.
Februar 2019 lässt
d
er
Beschwerdeführer
zusam
men
fassend
vorbringen,
eine
Verbes
s
e
rung des Gesundheitszustandes
sei nicht
eingetreten. Auch
fehlten
die Voraussetzunge
n für eine Wiedererwägung
.
I
ns
be
son
dere sei die
ursprüngliche
Rentenzusprechung zwar nicht gestützt auf ein medizinisches Gutachten, jedoch
auf ärztliche Berichte von anerkannten Institu
tionen wie das
A._
oder die
Y._
wie auch
Berichte von
renom
mierten behandelnden
Ärzte
n
erfolgt (Urk. 24).
3
.
3.1
Vergleichsbasis
im vorliegenden Revisionsverfahren
bildet die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 23. Januar 2013
(Urk. 10/107)
. Dieser lag
en
in medi
zinischer Hinsicht
die folgenden
ärztlichen
Berichte zugrunde
(vgl. auch Feststel
lungsblatt für den Beschlu
ss vom 2
8.
September 2012, Urk. 10/91 S.
5)
:
3.1.1
Im Bericht
der Klinik für Unfallchirurgie
des
A._
vom 2. Mai 2012 (Urk. 10/87 S. 6 ff.)
diagnos
ti
zierten
die verantwortlichen Ärzte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen epiduralen Abszess vom kraniozervikalen Übergang bis in die LWS reichend sowie e
ine
Spondylodiszitis
L5/S1,
als ohne Auswirkung auf die Arbeit
s
fähigkeit eine HIV-Infek
tion, eine Hepatitis
C,
ein
Kokainabhän
g
ig
keitssyndrom sowie einen Status nach
Heroinabusus
bis 200
3.
Sie führten im Wesentlichen aus,
dass
beim Ve
rsicherten, welcher sich am 14.
Mai 2011 bei Schmerzexazerbation im Bereich
der
LWS
mit Schmerza
usstrahlung in beide
Gesässhälften
im
D._
vorgestellt habe und wo sich in der Bild
gebung
kein Ab
s
zess
bzw.
Spondylodiszitis
, aber
eine Diskushernie gezeigt habe,
am 2
5.
Mai 2011
eine ambulante Wurzelblockade
S1 rechts
mit Steroiden
vorge
nommen worden sei. In der Folge hätten sich eine
Spon
d
ylodi
s
zi
tis
LWK
5/SWK
1
mit Arrosion von SWK 1
sowie weitere Komplikationen
entwickelt
(
u.a. assozi
ierte subligamentäre liquide
Ab
s
zesskollektion ventral im Spinalkanal
auf Höhe LWK 5/SWK 1
mit mu
l
tiplen purulenten dichteren
Débris
und ein epidurales Empyem
auf Höhe LWK 3/4
)
, welch
e
zunächst im
E._
medi
kamentös
(mittels Gabe von Antibiotika)
und a
b 1.
Juli 2011 im
A._
mehr
mals chirurgisch therapiert worden
seien
. Postoperativ sei es zu schwerstem Delir gekommen
, welches intermittierend
neuroleptischer
Behandlung bedurft habe
. Nach längerdauernder intensivmedizin
i
scher Über
wachung habe der Patient am 12.
Juli
2011
auf die Normalstation
verlegt werden können.
D
er weitere Verlauf sei erfreulich gewesen, so dass der Versicherte am 2
2.
Juli 2011 in die
F._
habe
entlassen
werden können
,
wo sich - nach einer
vorübergehenden
Rückverlegung ins
A._
zwecks Abklärun
g von neu aufgetretenen Sensibi
li
täts
störungen der oberen Extremität mit einer diskreten
Zehenheberschwäche
-
ein regelrechter Heilungsverlauf
mit reizloser Wundheilung und guter Mobilisation
gezeigt habe.
Anlässlich der Nachkontrollen habe radiologisch eine
Regredienz
des Abszesses unter begleitender antibiotischer Therapie nachgewiesen werden können. Die Restbeschwerden seien deutlich
regredient
gewesen.
In der letzten Kontrolle
vom 15.
Dezember 2011 hätten nur noch tieflumbale leichte Schmerzen bestanden. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie an, der Versicherte müsse als Maler körperlich anstrengende Tätigkeiten und Überkopf
a
rbeiten ausführen können. Anlässlich der letzten Kont
rolle vom 15.
Dezember 2011 sei dies aufgrund der grossen Rückenoperation noch nicht mögli
c
h gewesen
, s
odass
bis zu diesem Tag eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden habe. Insgesamt
bestehe
noch eine Dekonditionierung des Patienten mit verminderter Kraft der autochthonen Rücken
muskulatur. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei ab 15. Dezember 2011 zumutbar mit schrittweiser Steige
rung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/87
)
.
3.1.2
Im
Austrittsbericht
der
Y._
vom 30.
August 2012
(
Urk.
10/90 S.
8 f.)
, wo der Versicherte vom 2
1.
Juni bis zum 3
0.
Juli 2012 stationär behandelt worden war,
stellten die verantwortlichen Ärzte
die
folgende
n
Diagnosen: mittel
g
radige depressive Episode (F32.1
), Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyn
drom/mit gegenwärtigem Substanzgebrauch (F10.24), Störungen durch Kokain/
Ab
hängigkeitssyndrom/mit gegenwärtigem Substanzgebrauch (F14.
24), Störungen
durch Opioide/Ab
hängigkeitssyn
d
rom/gegenwärtig
abstinent (F11.20) sowie eine e
infache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ED 2008 (F90.0). Sie führ
t
en im W
esentlichen aus, der Versicherte
sei freiwillig per Selbstzuweis
ung zur psychiatrischen Hospitalisation eingetreten. Er habe zuvor angerufe
n und be
rich
tet
,
dass er hoch oben stehe und überlege zu springen.
B
ei Eintritt habe
sich der Versicherte
verzweifelt präsentiert,
angespannt und psychomotorisch unruhig
,
und
habe
berichtet
,
dass er von sich
sehr
entt
äu
scht sei. Er habe nach langer Abstinenz
seit
Winter
wieder mit dem Konsum von Alkoh
o
l und Kokain be
gonnen, der Konsum habe in den letzten
zwei
Wochen zugenommen
,
da er sich aufgrund seiner Arbeitsunfähigkeit (nach
Spondy
odiszit
is
vor
einem
Jahr) und finanzieller Pr
obleme zunehmend belastet fühle; infolge des Konsums habe er auch seinen Wohnplatz in einer christlichen Gemeinschaft verloren.
Das einzige
,
was ihn daran gehindert habe, seine Suizidgedanken in die Tat umzusetzen, sei seine Freundin
gewesen,
die trotz des Absturzes zu ihm stehe.
Die Ärzte führten
– zusammengefasst -
weiter aus, am A
nfang der Behandlung habe der Alkohol
entzug gestanden, in der Folge aber auch die medikamentöse Behandlung bei
depressiver Stimmungslage. Er habe am 2
9.
Juni 2012 ohne Hinweise auf Suizida
lität in die offen geführte Spezialstation für Doppeldiagnosen
über
führt werden können. Neben der medikamentösen Behandlung habe er regelmässig und gut motiviert
am 3-
wöchigen gruppentherapeutischen Therapieprogra
mm teilgenom
men.
Er habe während des stationären Aufenthalts auch die Interferon–Therapie weitergeführt, welche er bis auf Erschöpfung und Müdigkeit am Tage der Be
handlung gut toleriert habe.
Am 30.
Juli
2012
sei er nach Organisation einer Wohnmöglichkeit in stabilem Zustand ausgetreten.
Eine ambulante Psycho
the
rapie sei vom Patienten abgelehnt worden.
Es w
ürden
die weitere Reduktion von Diazepam sowie die Fortführung der
bestehenden
Interferon
therapie empfohlen. Um die weitere Stabilisierung zu gewährleisten sowie zur Rückfallprophylaxe werde ein geschützter Rahmen empfohlen, vorzugsweise in Form von betreutem Wohnen mit der Möglichkeit
,
an einen Arbeitsprogramm teilzunehmen. Angaben zur Arbeitsfähigkeit machten sie nicht (
Urk.
10/90 S. 8 ff.)
.
3.1.3
Die behandeln
de Hausärztin
Dr.
med.
C._
, Praktische Ärztin, Allg. Medizin FMH,
stellte in ihrem Bericht vom 1
6.
August 2012 in etwa dieselben Diagnosen wie die behandelnden Ärzte des
A._
in ihrem Bericht vom
2.
Mai 2012
(E.
3.1.1
hievor)
. Sie führte im Wesentlichen aus, der Patient habe sich körperlich von den Eingriffen gut erholt, aktuell stehe nun die psychische Dekompensation zusam
men mit der doch auch belastenden Interferonbehandlung im Vordergrund. Zur Arbeitsfähigk
eit gab sie an, die
bisherige Tätigkeit als Maler sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar.
Nach Ende der Interferonbehandlung könnte eine Umschu
lung durchgeführt werden (Urk. 10/90 S. 1 ff.)
.
3.1.4
Dr
es
. med.
G._
, Fachärztin für Innere Medizin
,
und
H._
, Fachärztin für Arbeitsmedizin
und Allgemeinmedizin
FMH,
sowie
fallzuständige Ärztinnen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle, hielten mit Blick auf diese ärztlichen Verlautbarungen
in ihrer Stellungnahme vom 18.
September 2012 fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht sei gesamthaft ab Ma
i 2011 von einer andauernden Arbeitsunfähigkeit
für jegliche Erwerbstätigkeit auszugehen.
Die Arbeitsunfähigkeit begründe sich zunächst durch den somatischen Gesundheits
schaden, insbesondere die
Spondylodiszitis
mit epiduralem Abszess mit entspre
chen
den neurologischen Ausfällen, und weiter andauernd durch den psychischen Gesundheits
schaden. Weitere Abklärungen seien nicht
indiziert
(vgl. Feststel
lungs
blatt für den Beschluss,
Urk.
10/91 S. 5).
3.
2
3.2.1
In dem im vorliegenden Revisionsverfahren eingeholten
polydisziplinären (inter
nistisch-rheumatologisch-orthopädisch
-psychiatrische
n)
Gutachten der
Z._
vom 28.
Dezember 2015
,
stellten die
verantwortlich zeichnenden Fachärzte die folgenden Diagnosen
(Urk.
10/149 S.
50)
:
Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
1.
St. n.
Discushernie
L5/S1 rechts paramedian (05/2011)
-
St. n
.
CT gesteuertem Nervenwurzelblock S1 rechts am 25. Mai 2011
2.
St. n.
Spondylodiszitis
mit epiduralem Empyem
-
St. n.
dekompressiver
Laminektomie L5, rechtsseitiger Laminektomie L2 bis L4, Ab
s
zess-Ausräumung epidural und subdural am 2. Juli 2001 (wohl: 2011
)
-
St. n. Hämatom–Evakuation am
3.
Juli 2001 (wohl: 2011
)
-
St. n.
Débridement
am
6.
Ju
l
i 20
01 (wohl: 2011)
-
St. n.
H
emilaminektomie
links C2 bis Th
5, Evakuierung eines epi
du
ralen Abszesses sowie Erweiterungs-
Hemilaminektomie
rechts Th11-L1, Evakuierung eines epiduralen Hämatoms und partielle Diskektomie L5/S1 am
8.
Juli 2001 (wohl: 2011)
3.
Residuell
:
-
b
elastungsakzentuiertes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
l
eichte
Fussheberschwäche
-
k
ein radikuläres Reizsyndrom
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
4.
Gemäss
Aktenlage St. n. Hirnkontusion im Kindesalter
5.
St. nach Polytoxikom
an
ie
6.
HIV-Infektion
7.
Hepatitis C
8.
Einfache Aktivitäts- und A
ufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F
90.0)
9
.
Status nach multiplem Substanzmiss
brauch
mit
Abhän
g
igkeits
ent
wick
lung
(ICD-10 F
19.20).
Zur Arbeitsfähigkeit hielten sie in
ihrer g
esamtmedizinischen Beurteilung
fest, dass infolge des Zustand
es
nach mehrfach operierter Wirbelsäule bei Status nach
Spondylodiszitis
L5
/S1 und bis cervikal ausgedehntem Empyem, mit
residuellem
lumbospondylogenem
Schmerzsyndrom, Tätigkeiten mit körperlich schwerer und häufig mittelschwerer Belastung nicht zumutbar seien. Diese Angaben würden seit Mai 2011 gelten (
gemäss
Aktenlage sei damals die
Discushernie
L5/S1 mit
recessaler
S1-Kompression diagnostiziert worden). In einer angepassten Tätigkeit mit Limitierung auf leichte bis sporadisch mittelschwere Trage- und Hebebe
lastung
en
im Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen verrichtet (ohne exzessive Gehstrecken) bestehe indessen eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. Diese An
gaben würden seit dem 15. Dezember 2011 gelten (Zeitpunkt der Nachkontrolle durch den Chirurgen Prof.
I._
am
A._
mit Dokumentierung des Residual
zustandes, wie er auch im Zeitpunkt der Begutachtung [
«
jetzt
»
] im Wesentlichen vorliege
). Aus psychiatrischer Sicht
sei dem Exploranden theoretisch jede Tätig
keit in vollem Um
fang möglich, aufgrund der ADHS-
Problematik wäre es sinn
voll, eine eher abwechslungsreiche Tätigkeit durchzuführen (
Urk. 10/149 S.
53).
In seiner
Auskunft vom
28.
Februar 2016 gab der psychiatrische Experte auf Nachfrage der Verwaltung zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
(vgl. Urk.
10/152) ergänzend an,
gemäss
den Unterlagen stehe der Explo
rand schon seit einigen Jahren in keiner psychiatrischen Therapie, so dass auch kein Verlauf rekonstruiert werden könne, da die Angaben diesbezüglich zu unge
nau seien. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Angaben müsse angenommen werden, dass der Explorand durchaus seit mindestens Dezember 2011 voll arbeits
fähig war, wenn die angegebenen Bedingungen eingehalten wurden, d.h. Verzicht auf Drogen und ad
äquate
Behandlung de
s
ADHS (
Urk.
10/154).
3.2.2
Im Bericht der Klin
i
k für
Unfallchirurgie des
A._
vom 3.
März 2017
an die IV-Stelle
stellten die verantwortlich zeichnenden Ärzte die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/178 S.
1)
:
1.
Paravertebraler Hartspann
zervikothorakaler
Übergang (ED 13.02.2017)
2.
St. nach
Spondylodizistis
LWK 5/SWK 1 mit epiduralem Empyem Höhe
LWK 3-S1 und sekundär
er Ausbreitung von C1-S1 vom 8.
Juli 2011
-
d
ekompressiver
Laminektomie L5 rechtsseitig,
Laminotomie
L2-L4 mit Abszessausräumung epidural, subdural und
Duranaht
(
2.
Juli 2011)
-
Hämatomevakuation
, Blutstillung bei diffuser Blutungsneigung, VAC-Verband (3.
Juli 2011)
-
Débridement
und Wundspülung, VAC-Wechsel (6.
Juli 2011)
-
Hemilaminektomie
links C2-Th5, Evakuierung
epiraler
Abszess, Erwei
terung Laminektomie
-
Th11-L1, Evakuierung
Epiduralhämatom
, partielle Diskektomie
L5/S1
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie eine HIV-Infektion A3 (ED 1998; unter antiviraler Therapie), eine arterielle Hypertonie (unter einfacher antihypertensiver Therapie), eine Hepatitis
C Infektion sowie ei
nen Status nach Polytoxikomanie
.
Sie gaben im Wesentlichen an, es habe auf Zuweisung der Hausärztin am 13.
Februar 2017 v
om 1
3.
bis 1
4.
Februar 2017 aufgrund
von Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule bzw.
eines paraverte
bralen Hartspanns im Bereich des
zervikothorakalen
Übergangs
eine stationäre Behandlung
stattgefunden. Aufgrund der aktuellen Aktenlage und bei fehlender Nachkontrolle
sei es schwierig, eine langfristige Prognose abzugeben. Es sei je
doch davon auszugehen, dass der Patient seinen vorherigen Allgemeinzustan
d in Kürze wiedererlangen werde
.
Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte der Versicherte einen
im Wesent
lichen gleichlautenden,
vom
14.
Februar 2017 datierenden Bericht
der Klinik für Unfallchir
u
r
gie des
A._
ins Recht
(Urk.
3/3).
4.
4.1
Die Experten der
Z._
e
rstellten ihr Gutachten vom 28.
Dezember 2015 in
(weitestgehender; vgl.
zum psychiatrischen Gutachten
hie
r
nach)
Kenntnis der
Vorakten
. Sie erhoben jeweils
anamnestische Angaben
und gingen auf die
Aus
führungen
des Beschwerdeführers ein. Ebenso stützen sich ihre Einschätzungen auf einlässliche Untersuchung
en
des Beschwerdeführers
in den jeweiligen Diszi
plinen
.
Das Gutachten
– dessen
D
iagnosen denn auch im W
esentlichen mit den
jenigen der behandelnden Ärzte übereinstimmen -
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und di
e
gezogenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit
sind darin
nachvollziehbar begründet.
Auch wenn sich das Gutachten nur (aber doch) implizit zur vorliegend revisions
rechtlich relevanten Frage der allfälligen anspruchserheblichen Veränderung
äussert
, erfüllt es die
praxisgemässen
Kriterien
vollumfänglich, so dass
darauf abgestellt werden kann.
Insbesondere legten die Ärzte in somatischer Hinsicht nachvollziehbar dar, dass
aufgrund des
residuellen
belastungsakzentuierten
lumbospondylogenen
Schmer
z
syndroms nach mehrfach operierter Wirbelsäule bei
Spondylodiszitis
im Jahr 20
11 körperlich schwere Tätigkeiten
wie die
A
ngestammte
(
als Maler
)
nicht mehr zumutbar
sind
,
wohingegen eine angepasste
leichte bis mittelschwere
Tätigkeit vollschichtig
möglich
ist
. L
etz
t
eres
kann mit
B
lick auf die
weitgehend normalen
B
efunde an
lässlich der neurologischen (vg
l
. Urk.
10/149 S.
24 ff.
) und orthopä
di
schen (
vgl. Urk.
10/149
S
.
35) Untersuchungen nachvollzogen werden
und er
scheint auch daher plausibel,
da
der Beschwerdeführer
gemäss
Angaben anläs
slich
der Begutachtung
seinen Haushalt selber besorgt
und
zeitweise
auch Gelegen
heitsarbeiten verrichtet (vgl. Urk. 10/149 S.
18)
.
Aber auch aus psychiatr
i
scher Sicht
erscheint
die Angabe einer vollständigen Arbeitsfähigkeit
nachvollziehbar.
So
ging
der
psychiatrische Experte
zwar
von
eine
r
ADHS
-
Pr
oblematik
sowie einer dadurch bedingten möglichen labilen Persönlichkeitskonstellation und sek
un
dären Suchtentwicklung aus. Er stellte jedoch gleichzeitig fest, dass der Versi
cherte
gemäss
seinen Angaben in den letzten Jahren nicht mehr
regelmässig
Drogen konsumiere
,
sich vielfältig bes
chäftige,
auch soziale Kontakte
pflege
und sein Leben weitgehend im Griff zu haben scheine.
Demzufolge
,
und da
er
mit Blick auf die anlässlich der
psychiatrischen
Begutachtung erhobenen
psychopatholo
gi
schen
Befunde (Urk.
10/149 S.
44 ff
.
)
im
Übrigen
keine
Hinweise auf
Störungen befundete
,
die eine relevante Persönlichkeitsproblematik oder andere
psychia
trisch
relevante S
törung
ergaben
,
erscheint auch die Einschätzung
,
wonach aus psychiatrischer Sicht
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
zu begründen sei,
solange der Versicherte keine Drogen oder Alkohol im Üb
erfluss konsumiere und die ADHS-
Problematik adäquat behandelt werde (
Urk.
19/149 S. 47
)
,
nachvoll
zieh
bar.
4.2
Was
in
der
Beschwerde
vom 2
0.
April 2017
vorgebracht wird
, vermag
den Be
weis
wert
der Expertise
nicht in Frage zu stellen
.
So
trifft offensichtlich nicht zu
, das
s das
psychiatrische Gutachten
(allein)
aufgrund der
Vorakten
aus dem Jahr
2011
erstellt
worden ist
(Urk. 1 S.
2)
,
wurde der Beschwerdeführer doch anlässlich der Begutachtung
durch d
ie
Z._
vielme
h
r
durch den psychiatrischen Experten
untersucht
(vgl.
Urk. 10/149
S
. 40 ff.;
Untersuch vom
1
4.
Dezember
2015
). Unzutreffend
ist
weiter
der Einwand
, dass
die
medizinische
Beurteilung
nicht
unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Problematiken (
«
gesam
theit
lich
»
)
vorgenommen
worden sei
(Urk. 1 S.
2)
.
So
e
rfolgte
die
abschliessende
Beurteilung
im Gutachten der
Z._
im Rahmen einer Gesamtwürdigung
unter Mitbeteiligung der verschiedenen Disziplinen
(Urk. 10/
149
S. 52 f
.
)
, wobei sich
die
(
fehlende
)
Auswirkung der internistis
chen Diagnosen (HIV, Hepatitis
) auf
die Arbeitsfähigkeit
aus der Diagn
o
seliste ergibt
.
Aber auch die Ausführun
gen im
Einwand
der Hausärztin
vom
8. März 2016
(Urk.
10/163)
,
auf welche in der Beschwerde
vom 2
0.
April 2017
ergänzend
verwiesen wird
,
sind
n
icht geeignet, den Beweiswert der
Expertise
entscheidend
in Frage zu
stellen.
Wohl
kann
die
einen längeren Zeitraum abdeckende und um
fassende Behandlung oft
wertvolle Erkenntnisse zeitigen
.
Doch
lässt es
die unter
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach-)
Per
son einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini
schen
Experten anderseits
nach der
Rechtsprechung
nicht zu, ein Administrativ
gut
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen
;
dabei bleiben
Fälle
vorbehalten
, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige Aspekte benennen, die bei der Begutachtung uner
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (
vgl. statt vieler:
Urteile 8C_325/2015 vom 2
1.
Juli 2015 E. 4.4 mit Hinweisen
).
Davon ist vorliegend nicht auszugehen.
In psychiatrischer Hinsicht waren dem
Experten
gestützt auf die Ausführungen
des Versicherten und die ihm vorliegenden, wenn möglicherweise auch nicht ganz
vollzähligen Akten
(vgl.
Urk.
10/149 S. 10/46 unten,
vgl
.
aber auch
Urk.
10/149 S. 10
)
die
aus psychiatri
s
ch
e
r Sicht
im Vordergrund stehenden
Proble
me
bekannt (
[
medikam
entös behandel
te
s
]
ADHS, mögliche
labile Persönlichkeits
konstellation
sowie
die Suchtproblematik
)
und
auch, dass der Versicherte mehrere – auch auf freiwilliger Basis durchgeführte – En
t
züge und Entwöhnungsbehand
l
ungen
ge
macht
hatte
(vgl.
Urk.
10/149
S. 46)
;
da
bei
ist
nicht ersichtlich
, dass die Fest
stellung, wonach der Versicherte zumindest in den letzten Jahren seine Sucht weitgehend im Griff
gehabt
habe, unzutreffend wäre (vgl. auch
im Revisions
verfahren eingeholte
Arztbericht
e
von
Dr.
J._
,
Facharzt für Infektiologie und Allgemeine Medizin FMH,
vom 1
3.
April 2015, wonach der Versicherte seit 2013
«
clean
»
sei, Urk. 10/130 S. 7
; vgl. auch
Ausführungen der Hausärztin
Dr.
C._
vom
2
5.
April 2015
, wonach sich der
Gesundheitszustand stabil halte
;
Urk.
10/131
S. 3)
.
Alsdann
wurde
auch von
Dr.
C._
nicht geltend gemacht, dass der Versicherte
,
bei welchem im Jahr 2012 eine mittelgradige
depressive Episode diagnos
t
iziert worden war (vgl.
Bericht der
Y._
vom 3
0.
August
2012
, E.
3.1.2
)
,
an
einer
weiteren,
längerdauernden
(
namentlich
af
f
ektiven
)
Stö
rung
geli
tten oder des
wegen
in Behandlung gestanden hätte
.
Aber auch
soweit
Dr.
C._
in somatischer Hinsicht
angab
,
der Gesundheitszustand habe
sich
bezüglich
der
Hepatitis C Erk
r
ankung mit Entwicklung einer Leber
zirrhose
in der Zwischenzeit
(
wohl
:
seit der Begutachtung)
deutlich verschlechtert
,
ergibt sich daraus kein unerkannt gebliebener Aspekt
.
So wurde
bereits im
– den Gut
achtern de
r
Z._
vorliegenden
(Urk. 10/149 S.
9
)
-
ärzt
l
ichen Bericht
des behan
delnden
Dr.
med.
J._
vom
1
3
. April 2015 eine
chronische
Hepatitis C mit
begleitender
Leberzirr
hos
e
diagnostiziert
(vgl.
Urk.
10/130
S. 5
)
.
Schliesslich
verfängt auch
die in der
– an sich nur zur Frage der
zweif
e
llosen Unrichtigkeit der ursprünglichen
Leistungszusprache
eingeholte
n
–
Stellung
nah
me vom 2
1.
Feb
ruar 2019
am psychiatrischen Gutachten
geübte Kritik
nicht.
Es
schmälert den Beweiswert der psychiatrischen Expertise nicht, dass die Unter
suchung 65 Minu
ten gedauert hat (Urk. 24 S.
8). Denn nach der
R
echtsprechung
kommt es
für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an
,
ist doch
vielmehr
in erster Linie
mass
gebend
, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_55/2009 vom
1.
April 2009 E. 3.3 mit Hinweisen
).
Vorliegend
fand
die ADHS
-
und Suchtp
roblematik
jedenfalls
Eingang in die Beur
teilung und
die erhobenen objektiven Befunde (
Urk.
10/149
S. 44)
ergaben über
dies
keine Anhaltspunkte auf eine relevante
psychiatrische
(insbesondere
auch
affektive) Problematik
.
Aber auch
der Umstand, dass keine speziellen Tests durchgeführt wurden, lässt die psychiatrische Expertise nicht als
von v
orneherein
ungenügend erscheinen, kommt doch bei der psychiatrischen Exploration dem schematischen,
testmässigen
Erfassen der Psychopathologie nach bestimmten Ska
len, die
teilweise
auf den Angaben und Einschätzungen der versicherten Per
son selbst beruhen, höchstens ergänzende Funktion zu; entscheidend ist die klini
sche Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltens
beobachtung (
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
I 391/06 vom
9.
August
2006
E.
3.2.2).
4.3
Zusammenfassend
ist
daher
auf
das
Gutachten der
Z._
abzustellen und
d
avon auszugehen, dass der Versicherte
– bei dem seit
Jahren eine
HIV
-
Infektion
,
eine
Hepat
it
is
-
C
sowie
ein
ADH
S
besteht
-
wegen
eines Bandscheibenvorfalls bzw.
der
daraufhin
im Rahmen
der d
ur
chgemachten
Spon
d
ylodiszit
i
s
erfolgten
Rückenoperationen se
it Mai 2011 in seiner bis kurz
zuvor noch ausgeübten (vgl. Urk. 10/80) angestammten
Tätigkeit
als Maler
nicht mehr arbeit
s
fähig ist,
wohin
gegen
seit 15.
Dezember 201
1
–
wenn auch
mit
vorübergehenden
kürzeren
Unter
brüchen
im Jahr 2012
(Aufenthalt in der
Y._
, vgl.
E.
3.1.2)
be
zieh
ungsweise
im Jahr 2013
(
im Rahmen
des
Aufenthalts im
K._
zum
Codeinentzug
von 1
6.
bis
2
9.
April
2013
bzw
.
in der
L._s
von 2
9.
April
bis
1.
Juni
2013
zur
anschliessenden
psychos
oma
t
i
s
c
hen Reha
bilitation
, vgl.
Urk.
10/130 S. 7 ff.
; vgl. auch
Urk.
10/162 S. 36 ff.
)
-
in ein
er
angepasste
n
Tätig
k
eit eine vollständige Arbeit
s
fähigkeit
besteht
.
Daran ändert
entgegen den Ausführungen in der Beschwerde
auch die im Feb
ruar 2017 aufgetretene Problematik an der Halswi
r
belsäule/Schulter
nichts,
ergaben die im
A._
(infolge Verdachts auf
erneute
Spondylodiszitis
; vgl. Urk. 3/3 S.
2)
durch
ge
führten
Abklärungen diesbezüglich doch
lediglich einen
–
vorübergehenden
-
muskulären Hartspann.
Ausgehend von den
im Gutachten
attestierten Arbeitsunfähigkeiten
ergibt sich
allerdings auch
, dass
-
da
seit Dezember 2011
grundsätzlich
eine
vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
bestand
-
gestützt auf das Gutachten der
Z._
im Vergleich zum Gesundheitszustand, wie er der
Verfügung vom 23.
Januar 2013
zugrunde lag
,
ein
im
W
esentlichen
unveränderte
r
Gesundheits
zustand
anzunehmen ist
.
E
ntgegen dem Wortla
ut der angefochtenen Verfügung ist damit aber
keine rechtserhebliche Veränderung der Verhältnisse, namentlich
k
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
,
ausgewiesen
. Folglich fehlen die in
Art.
17 ATSG genannten Vorausse
tzungen
für eine Rentenrevision
(vgl. E.
1.3
hievor)
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt daher, ob die – mit der unzutreffenden Annahme einer Ver
besserung des Gesundheitszustandes verfügte - Rentenaufhebung auf dem Wege der substituierten Begründung der Wiedererwägung geschützt werden kann. D
a
die dem Versicherten eine ganze Rente zusprechende formell rechtskräftige Ver
fügung vom 23. Januar 2013 nicht Gegenstand richterlicher Beurteilung
war
,
fällt
eine Wiedererwägung grundsätzlich in Betracht
(vgl. E.
1.4 hievor)
.
5.
2
Die Verfügung vom
23. Januar 2013
beruhte
(
wie
erwähnt; vgl.
E. 3.1 hievor)
zur Hauptsache au
f den ärztlichen Berichten
der Klinik für Unfallchirurgie des
A._
vom 2. Mai 2012 (Urk. 10/87
S.
6 f.
)
,
der Hausärztin
Dr.
C._
vom 16. August
2012 (Urk. 10/90 S. 1 f.) sowie de
m
Austrittsbericht der
Y._
vom
3
0.
August 2012
(Urk. 10/90 S.
8 f.)
. Dabei waren
für die Annahme der
voll
ständigen
Arbeitsunfähigkeit
bzw. Erwerbsunfähigkeit
zunächst
die soma
t
ischen Gesundheitsschäden
(
insbesondere die
Spondylodiszitis
mit epiduralem Abszess
und daraus sich im Verlauf ergebende Komplikationen
)
massgebend und we
iter andauernd
der
psychische Gesundheitsschaden (vgl.
so
die St
ellungnahme der zuständigen RAD-
Ärztinnen im
Feststellungsblatt für
den Beschluss, Urk. 10/91 S.
5).
Fe
stzu
halt
en ist jedoch,
dass
gemäss
dem
Bericht de
s
A._
vom 2. Mai 2011
aus
s
omatischer Sicht bereits am 15.
Dezember
20
11
in
einer angepassten Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestand (
bei schrittweiser Steigerung;
E. 3.1.1 hievor
).
Dass
im Anschluss daran eine voll
ständige
Arbeitsunfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht bestand
en hat
,
ist den Akten indes nicht
zu entnehmen
. Zwar
hatte sich der Versicherte
in der Zeit
vom 21.
Juni bis zum 3
0.
Juli 2012
freiwillig
in stationäre psychia
trische Behandlung
in die
Y._
begeben
,
wo zunächst ein
Alkoh
o
lentzug
und dan
ach
eine
weitere B
ehandlung namentlich der
depressiven Stimmungslage
stattfand
.
Nach Angaben der Ärzte befand sich
der Versicherte
bei Austritt
(
am
3
0.
Juli 2012)
indes
wiederum in stabilem Zustand
und
es wurde
-
jedenfalls im Bericht vom 30.
August 2012
-
keine Arbeits
un
fä
h
igkeit attestiert
(E. 3.1.2 hievor)
. E
s
ist
alsdann
auch
nicht ersichtlich
,
dass
in der Folge bis zum Ergehen der rentenzusprechenden Verfügung
im
Januar 2013
eine weitere stationäre oder
– zumal der Versicherte eine solche ablehnte (Urk.
90/10 S.
19) -
eine
ambulante
fachärztliche
psychotherapeutische B
eha
n
d
lung erfolgt
oder
d
er
Versicherte
aus psyc
h
i
atrischen Gründen
fachärztlicherseits
krankgeschrieben worden wäre
.
Auch
wies
Hausä
r
ztin
Dr.
C._
zwar
in ihrem vom 16.
August 2012
datierenden
und am 7.
September 2012 bei der IV-Stelle eingegangenen
Bericht
unter Beilage des
Berichts
der
Y._
vom
30. August 2012
auf die
stattgehabte psychische Dekompensation
und eine zur Zeit verminderte Belastbarkeit aus psychischen Gründen hin
, führte aber
selber
aktuell
keine psyc
h
iatrische Diagn
o
se
mehr
auf
(Urk. 10/90 S. 1)
.
Mithin enthielten d
ie
der Verfügung
vom 23. Januar 2013
zugrunde
liegenden
medizini
schen
Akten
keine
(
schon gar nicht fachärztliche
)
Angaben über eine
nach dem
15.
Dezember 2011
anhaltende
vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri
schen
Gründen
. Auch
erga
ben die
übrigen
Akten keine Hinweise
darauf
.
Für die
Annahme
, der Beschwerdeführer sei
nach dem 15.
Dezember 20
1
1
aus psychi
schen Gründen
lang
andauernd
v
ollständig
e
rwerbsunfähig
gewes
e
n
,
bestand
folglich
keine genügende Grundlage
,
weshalb
die gestützt darauf erfolgte
Renten
zusprache
im Sinne der Rechtsprechung
(
E. 1.4 hievor)
zweifellos unrichtig
war
.
Daran ändert auch nichts, dass
, wie der Beschwerdeführer geltend machen lässt,
es sich
bei den
der
Rentenzusprache
zugrundeliegenden ärztlichen Berichte
n um solche von
anerkannte
n
Institution
en bzw. renommierte
n
Ärzte gehandelt hat
.
Anzumerken ist überdies,
dass
die
Z
usprache
der ganzen Rente
– was denn
vor
gängig
auch
Anlass für
eine Rückfrage durch die Ausgleichskasse
gab
(Urk. 10/
96
)
–
bereits
mit Wirkung
ab 1.
Oktober
2011
erfolgte
(Urk. 10/107). Doch hatte
sich der Beschwerde
führer
erst
mit
im
Oktober
2011
bei der IV-Stelle eingegangene
r
Anmeldung
neu
zum Leistungsbezug
angemeldet
(Urk. 10/68)
, weshalb ein Ren
tenanspruch
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, mithin
ab April
2012
, überhaupt
erst
entstehen konnte
(
Art.
29 IVG)
.
Erweist sich die ursprüngliche
Leistungszusprache
jedoch als zweifellos unrichtig, ist der
Rentenanspru
c
h
ohne Bindung an revisionsrechtliche Grundsätze frei zu prüfen.
5.3
W
ie ausgeführt
kann in Bezug auf die gesundheitliche Situation
im hier massge
benden Beurteil
ungs
zeitraum
auf
das
Z._
-
G
utachten
vom 28. Dezember 201
5
(einschliesslich ergänzender Stellungnahme des psychiatrischen Experten
vom
28.
Januar 2016
) abgestellt werden
.
In diesem Sinne ist der medizinische Sach
verhalt erstellt
,
und es ergeben sich zudem keine
hinreichenden
Anhaltspunkte
, dass
-
von vorübergehenden
gesundheitlichen Beeinträchtigungen
abgesehen
(
vgl.
etwa Urk. 10/177 S. 4 [Rippenbruch], Urk. 10/177 S. 6 [Schulterproblema
tik/
Muskelhartspann]
)
–
die Einschätzung der
Z._
nicht
für den gesamten
Zeitraum
Geltung beanspruchen könnte.
Dami
t ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer
die Tätigkeit als Maler
gesundheitsbedingt
nicht
mehr ausüben kann, er hingegen
seit
Dezember 2011
in einer leidensang
e
passten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.
2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte für das Jahr 2015 ein
Valideneinkommen
von
Fr. 73'756.85
und ein Invalideneinkommen
von
Fr. 66'621.50
, woraus eine Er
werbs
einbusse von
Fr. 7'135.35
und damit ein Invaliditätsgrad von
10 %
resul
tierte
(Urk. 2 S. 2
; vgl. auch Feststellungsblatt für den Beschluss vom
2.
März 2016
, Urk. 10/157
)
. Die
Grundlagen des
an sich korrekterweise per 2017 (Rev
isions
zeit
punkt) vorzunehmenden Einkommensvergleichs
wurde
n
vom vertretenen Be
schw
erde
führer nicht in Frage gestellt. Für eine nähere Prüf
ung der Vergleichs
einkommen
von Amtes wegen
besteht daher kein Anlass.
6.3
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass die Aufhebung der bisher ausgerich
te
ten ganzen Rente mit der substituierten Begründung der zweifellosen Unrich
tig
keit der Verfügung vom 2
3.
Januar 2013 geschützt werden kann. Somit erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens.
7
.
Soweit der
Beschwerdeführer
die Wiederaufnahme beruflicher Massnahmen be
an
tragt,
ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin
, welche am
22. Februar 2017 eine
separate
Mitteilung betreffend die Einstellung der Eingliederungs
mass
nahmen
erlassen
und bezüglich Ren
t
e auf die separat zu erlassende Verfügung verwies
en hatte
(Urk. 10/176)
,
darüber in der
vorliegend
angefochtenen Verfü
gung
nicht entschieden hat. Mangels Anfechtungsgegenstands ist deshalb dies
bezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten. Dem Beschwerdeführer bleibt es unbenommen, sich erneut bei der Beschwerdegegnerin zu melden.
8.
8.1
Di
e Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
800.
--
festzusetzen und ausgangsgemäss dem
unterliegenden
Beschwerdeführer aufzu
er
legen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (vgl.
Urk.
15
) einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
.
8.2
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin
Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
machte mit ihrer Stellungnahme vom 21.
Februar 2019 einen
zeitlichen Aufwand von 9.5 Stunden (1 Stunde Instruktion, 3 Stunden Aktenstudium sowie 5.5 Stunden
für das
Erstellen der
Replik/
Stellungnahme)
und
Barauslagen in H
öhe von
Fr.
85.50 geltend (Urk. 24 S.
11).
Dieser
Aufwand
erscheint –
zumal
zu berücksichtigen ist, dass
sie als
Recht
svertreterin
(erst)
in diesem Verfahrensstadium neu
mandatiert worden ist
–
als
angemessen.
Un
ter Berücksichtigung
des gerichtsüblichen An
satzes von Fr. 220.
--
pro Stunde sowie der
Barauslagen in Höhe von Fr.
85.5
0 zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7
%
ist die Entschädigung
demgemäss
auf Fr. 2'343.-- festzusetzen und
Rechtsanwältin
Susanne
Friedauer
ist
in dieser Höhe
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
8.3
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungsgericht hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung verpflichtet
ist
, sofern er dazu in der Lage ist.