Decision ID: 65fecac1-6792-59c6-b59b-97eeccf74fc2
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die in der Stadt Zürich wohnhafte M. ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. xxxx in
Anggetlin/Flumserberg (politische Gemeinde Flums). Mit amtlicher Schätzung vom 26.
April 2007 wurden die Neuwerte der auf diesem Grundstück neu erstellten Gebäude
festgelegt. Das Wohnhaus, welches das abgerissene Gebäude mit einem Zeitwert von
Fr. 70'000.-- ersetzte, sowie das Gartenhaus wurden mit Neuwerten von Fr.
1'200'000.-- bzw. Fr. 30'000.--, ohne Minderwerte, geschätzt.
Am 16. Juni 2007 stellte die Wasserversorgung Flums-Grossberg M. für das Wohnhaus
eine Anschlussgebühr von Fr. 25'725.-- (Grundquote Fr. 200.-- zuzüglich 1,5 Prozent
der Differenz des Neu- bzw. Zeitwertes von Fr. 1'200'000.-- und Fr. 70'000.-- samt
einem Zuschlag von 50 Prozent wegen des auswärtigen Steuerdomizils) und für das
Gartenhaus einen Feuerschutzeinkaufsbeitrag von Fr. 325.-- (Grundquote Fr. 200.--
zuzüglich 1,5 Prozent des Zeitwertes von Fr. 30'000.--, davon 50 Prozent) zuzüglich 2,4
Prozent MWSt in Rechnung. Den gegen diese Rechnung erhobenen Rekurs vom 29.
Juni 2007 wies der Verwaltungsrat der Ortsgemeinde Flums-Grossberg mit Entscheid
vom 11. Juli 2007 ab.
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B./ M. erhob durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 29. August 2007 Rekurs bei
der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid des
Verwaltungsrates und die Rechnungen über die definitive Anschlussgebühr sowie den
Feuerschutzeinkaufsbeitrag seien aufzuheben, die definitive Anschlussgebühr sei auf
Fr. 11'776.-- festzulegen und der zuviel bezahlte Betrag von Fr. 8'473.60 zuzüglich Zins
von 5 Prozent seit 3. November 2005 sei zurückzuerstatten.
Mit Entscheid vom 9. Januar 2008 hiess die Verwaltungsrekurskommission den Rekurs
gut und hob den angefochtenen Entscheid des Verwaltungsrats der Ortsgemeinde
Flums-Grossberg vom 11. Juli 2007 sowie die ihm zugrundeliegenden Rechnungen des
Kassieramts vom 3. Mai 2007 auf. Sie veranlagte M. für das Wohnhaus und das
Gartenhaus auf dem Grundstück Nr. 3549 mit Anschlussbeiträgen von Fr. 11'300.--
und Fr. 500.-- zuzüglich 2,4 Prozent MWSt. Zur Begründung führte sie im wesentlichen
aus, die Erhebung eines höheren Anschlussbeitrags von Ferienhäusern und eines
Steuerdomizilzuschlags von Eigentümern mit auswärtigem Primärsteuerdomizil lasse
sich nicht mit dem Rechtsgleichheitsgebot vereinbaren. Für das Gartenhaus sei zudem
anstelle des Feuerschutzeinkaufsbeitrags ebenfalls ein Anschlussbeitrag nach der
gleichen Bemessungsgrundlage wie beim Wohnhaus zu entrichten.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 19. Februar 2008 erhob der
Verwaltungsrat der Ortsgemeinde Flums-Grossberg Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit den folgenden Begehren:
"1. Der angefochtene Rekursentscheid der Verwaltungsrekurskommission Nr. I/
2-2007/26 vom 9. Januar 2008 sei aufzuheben;
2. Die Veranlagung der Beschwerdebeteiligten M. mit einem Anschlussbeitrag für das
Wohnhaus Vers.-Nr. 0000 auf dem Grundstück Nr. xxxx, Grundbuch Flums, von CHF
25'725.00 zuzüglich 2.4 % MWST gemäss Rechnung vom 16. Juni 2007 sei zu
bestätigen;
3. Die Beschwerdebeteiligte M. sei mit einem Anschlussbeitrag für das Gartenhaus
Vers.-Nr. zzzz auf dem Grundstück Nr. xxxx, Grundbuch Flums, von CHF 975.00
zuzüglich 2.4 % MWST zu veranlagen;
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4. Eventuell sei die Veranlagung der Beschwerdebeteiligten M. mit einem
Anschlussbeitrag für das Gartenhaus auf dem Grundstück Nr. xxxx, Grundbuch Flums,
von Fr. 500.00 zuzüglich 2.4 % MWST gemäss dem angefochtenen Entscheid zu
bestätigen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Mit Vernehmlassung vom 10. April 2008 beantragte die Verwaltungsrekurskommission
die Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf den angefochtenen
Entscheid. Auch M. beantragte mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2008 die Abweisung
der Beschwerde. Die Ortsgemeinde Flums-Grossberg nahm mit Replik vom 27. Mai
2008 Stellung zu neuen tatsächlichen und rechtlichen Argumenten.
Die einzelnen Vorbringen werden, soweit wesentlich, im Rahmen der nachfolgenden
Erwägungen behandelt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Zur Erhebung
der Beschwerde ist gemäss Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP
berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheids
ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Ein Gemeinwesen ist zur Beschwerde
befugt, wenn es durch einen Entscheid in gleicher oder ähnlicher Weise wie eine
Privatperson betroffen ist. Dies trifft unter anderem für ein Gemeinwesen zu, das sich
für die Rechtmässigkeit der von ihm erhobenen Abgaben zur Wehr setzt (Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 443 ff.).
Die Ortsgemeinde Flums-Grossberg ist in ihren finanziellen Interessen berührt und
somit zur Beschwerde legitimiert. Im übrigen entsprechen die Beschwerdeeingabe vom
19. Februar 2008 sowie deren Ergänzung vom 5. März 2008 zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (sGS 731.1, abgekürzt BauG) erheben die Gemeinden vom Grundeigentümer
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im Rahmen des ihm zukommenden Sondervorteils Beiträge an die Erschliessung.
Beitragspflicht, Bemessung und Verteilung der Beiträge sowie das Verfahren der
Einschätzung und Erhebung werden in Reglementen, Überbauungs- oder
Gestaltungsplänen geregelt (Art. 51 Abs. 3 BauG). Gestützt auf diese Bestimmung
setzte die Beschwerdeführerin am 1. März 2003 ihr vom Finanzdepartement am
5. März 2003 genehmigtes Wasserreglement (abgekürzt WR) in Kraft. Dieses regelt die
Abgabe von Trink- und Brauchwasser, die Löschwasserversorgung im
Versorgungsgebiet sowie die Erhebung von Beiträgen und Gebühren.
2.1. Der Grundeigentümer hat nach Art. 39 Abs. 1 WR für Objekte, die dem Verteilnetz
der Wasserversorgung angeschlossen werden, einen einmaligen Anschlussbeitrag zu
entrichten. Der einmalige Anschlussbeitrag stellt eine Vorzugslast dar. Vorzugslasten
sind ein wichtiges Instrument für die Finanzierung der baurechtlichen Erschliessung
von Grundstücken (Wasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung, Strassen).
Sie ermöglichen die Abwälzung der Kosten öffentlicher Erschliessungsanlagen auf die
Grundeigentümer direkt nach der Fertigstellung des Werks. Der Anschlussbeitrag ist
bereits geschuldet, wenn für ein Grundstück die Möglichkeit des Anschlusses an das
betreffende Versorgungsnetz geschaffen wird, wodurch ein besonderer wirtschaftlicher
Vorteil entsteht (A. Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgabenrechts, in: ZBl 2003,
S. 510). Als sog. Sondervorteil bezeichnet man einen dem Grundeigentümer
zukommenden Vorteil wirtschaftlicher Natur, der im Verhältnis zu demjenigen, welcher
der Allgemeinheit aus der Aktivität des Gemeinwesens erwächst, ein besonderer sein
muss (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 556; GVP 2003
Nr. 24 mit Hinweisen; GVP 1988 Nr. 33; VerwGE B 2007/144 vom 7. Juli 2008). Im
konkreten Fall besteht der Sondervorteil im Anschluss des Grundstücks der
Beschwerdegegnerin an die Wasserversorgung und dem Einbezug in den Feuerschutz,
was zu einer Wertsteigerung des Grundstücks führt (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und
besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 266).
2.2. Für Objekte, die nicht dem Verteilnetz der Wasserversorgung angeschlossen
werden, hat der Grundeigentümer nach Art. 39 Abs. 2 WR unter anderem dann den
einmaligen Anschlussbeitrag zu entrichten, wenn sie mit der nächstgelegenen
Aussenkante nicht mehr als 30 m vom angeschlossenen Objekt entfernt sind (lit. b). Der
Anschlussbeitrag setzt sich gemäss Art. 39 Abs. 3 WR aus einer festen Grundquote (lit.
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a) sowie einem nach der Nutzungsart und dem Zeitwert des Objekts abgestuften
Zuschlag (lit. b) zusammen. Die Grundquote wird für jeden Anschluss erhoben und
beträgt Fr. 200.-- (Art. 40 WR). Der Gebäudezuschlag beträgt gemäss Art. 41 WR unter
anderem für Ferienhäuser und Zweitwohnungen 1,5 Prozent des Zeitwerts (lit. a) und
für Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Wohnbauten 1 Prozent des Zeitwerts (lit. b).
Für beitragspflichtige Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen, die
ausserhalb der politischen Gemeinden Flums und Quarten Primärsteuerdomizil haben,
erhöhen sich die Ansätze von Grundquote und Gebäudezuschlag um 50 Prozent (Art.
42 WR). Wird ein angeschlossenes Objekt abgebrochen oder zerstört und an dieser
Stelle ein Neubau erstellt, so ist als Anschlussbeitrag der Gebäudezuschlag gemäss
Art. 41 WR auf der Differenz zwischen den Zeitwerten der beiden Gebäude zu
entrichten (Art. 44 Abs. 2 WR).
2.3. Gemäss Art. 49 WR hat der Grundeigentümer für Objekte, die nur in den
Feuerschutz der Wasserversorgung gelangen, ohne ihrem Verteilnetz angeschlossen zu
sein, einen einmaligen Feuerschutzeinkaufsbeitrag zu entrichten. Für Objekte, die mit
der nächstgelegenen Aussenkante nicht mehr als 250 m Luftlinie von einem Hydranten
entfernt sind, beträgt nach Art. 50 WR der Feuerschutzeinkaufsbeitrag 50 Prozent der
Summe von Grundquote und Gebäudezuschlag gemäss Art. 40 und 41 WR.
Schliesslich wird auch beim Feuerschutzeinkaufsbeitrag ein Steuerdomizilzuschlag von
50 Prozent für beitragspflichtige Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen
mit auswärtigem Wohnsitz erhoben (Art. 52 WR).
2.4. Die Anschlussbeiträge sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung einerseits
nach den zu deckenden Kosten oder Kostenanteilen zu bemessen und andererseits auf
die Nutzniesser der öffentlichen Einrichtung nach Massgabe des diesen erwachsenden
wirtschaftlichen Sondervorteils zu verlegen (BGE 110 Ia 209). Die Bemessung der
Anschlussbeiträge hat sich nach dem Äquivalenz- und dem Kostendeckungsprinzip zu
richten. Gemäss dem Äquivalenzprinzip müssen die Beiträge in Beziehung zum
objektiven Wert der vom Gemeinwesen erbrachten Leistung stehen und sich in
vernünftigen Grenzen halten (GVP 2003 Nrn. 3 und 24 mit Hinweisen; BGE 126 I 188;
122 I 289; 121 I 238; vgl. Hänni, a.a.O., S. 266). Das Äquivalenzprinzip wird aus Art. 8
und 9 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) abgeleitet (BGE 128 I 46). Das
Kostendeckungsprinzip verlangt sodann, dass die Gesamteingänge an Kausalabgaben
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den Gesamtaufwand für den betreffenden Verwaltungszweig nicht oder nur geringfügig
überschreiten dürfen (BGE 126 I 188; Hungerbühler, a.a.O., S. 520). Bei der Erhebung
von Anschlussbeiträgen hat das Gemeinwesen auch das Rechtsgleichheitsgebot
gemäss Art. 8 BV zu berücksichtigen. Dieses verlangt, dass Gleiches nach Massgabe
seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich
behandelt wird. Dieser Grundsatz ist verletzt, wenn ein Erlass rechtliche
Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden
Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn er Unterscheidungen unterlässt, die sich
aufgrund der Verhältnisse aufdrängen (vgl. statt vieler BGE 131 I 313 E. 3.2.). Eine
Regelung verstösst schliesslich gegen das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV, wenn sie
sich nicht auf ernsthafte sachliche Gründe stützen lässt oder sinn- und zwecklos ist
(vgl. statt vieler BGE 132 I 157 E. 4.1.; 131 I 313 E. 3.2.; BGE 2C_153/2007 vom 10.
Oktober 2007). Vorausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich- bzw.
Ungleichbehandlung auf eine wesentliche Tatsache bezieht. Die Frage, ob für eine
rechtliche Unterscheidung ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen
ersichtlich ist, kann zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beantwortet werden. Dem
Gesetzgeber bleibt im Rahmen dieser Grundsätze ein weiter Gestaltungsspielraum.
Dieser ist insbesondere bei den öffentlichen Abgaben und bei der Verteilung der Last
auf die Abgabepflichtigen gross (BGE 131 I 313 E. 3.2.). Bei der Bestimmung des
Kreises der Abgabepflichtigen und der Bemessungsgrundlagen dürfen jedoch keine
ungerechtfertigten Differenzierungen vorgenommen werden, und allfällige Abstufungen
müssen auch ihrem Ausmass nach begründet sein (Hungerbühler, a.a.O., S. 527).
2.5. Bei gewissen Abgabearten unterscheiden die Gemeinden im Rahmen der
Erhebung nach der Art der Nutzung der abgabepflichtigen Objekte oder nach dem
Wohnsitz der Abgabepflichtigen. Im konkreten Fall ist streitig, ob allein aufgrund der
Nutzung eines Grundstücks als Ferienhaus ein Gebäudezuschlag auf den
Anschlussbeitrag zulässig ist und sich überdies ein sog. Steuerdomizilzuschlag auf
diesen rechtfertigt. Das Bundesgericht entschied in diesem Zusammenhang, dass sich
für die Bemessung des einmaligen Anschlussbeitrags der dem Eigentümer aus dem
Anschluss erwachsende Vorteil und/oder die dem Gemeinwesen aus dem Bau der
Wasserversorgungsanlagen entstehenden Kosten aufdrängten. Der Vorteil des
Eigentümers sei bei Hauptwohnungen diesbezüglich zumindest nicht geringer als bei
Zweitwohnungen, so dass unter diesem Gesichtspunkt eine Mehrbelastung von
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Zweitwohnungen nicht begründet werden könne. Der Anschluss eines Ferienhauses
verursache dem Gemeinwesen ungeachtet der zeitlich beschränkten Benützung weder
höhere noch tiefere Baukosten als eine ganzjährig bewohnte Liegenschaft, selbst wenn
die Wasserversorgungsanlage auf Spitzenbelastungen ausgerichtet werden müsse
(BGE 2P.257/1996 vom 10. Juli 1997, in: ZBl 1999, S. 179 mit Hinweis auf BGE 101 Ia
193, S. 198 ff.). Der im Zeitpunkt des Anschlusses oder der Anschlussmöglichkeit
erhobene einmalige Anschlussbeitrag könne nicht von den an diesem Stichtag
gegebenen Eigentumsverhältnissen, sondern nur von den objektiven Eigenschaften der
Liegenschaft abhängen (Hungerbühler, a.a.O., S. 528). Der Grundeigentümer solle
dabei gestützt auf jene Parameter belastet werden, die im Zeitpunkt der Planung oder
des Baus der Anlage deren Dimensionierung bestimmt hätten (BGE 2P.232/2006 vom
16. April 2007, E. 3.3). Mit Bezug auf die Abwasserentsorgung führte das
Bundesgericht aus, dass sich eine Erhöhung des Anschlussbeitrags für Personen mit
Wohnsitz ausserhalb der Gemeinde nicht rechtfertigen lasse, soweit die Mehrkosten
der Entsorgungsanlage mit der Zahl der Anschlüsse linear oder geringer anwachsen
würden. Die bisher entstandenen oder durch den Bau weiterer Zweitwohnungen
hinzukommenden Mehrkosten seien zumindest insoweit durch den einfachen
Anschlussbeitrag gedeckt, als dieser überhaupt kostendeckend sei. Wenn dies nicht
der Fall sei, müsse der Fehlbetrag gleichmässig auf alle Wohnungseigentümer verteilt
und nicht nur einer Gruppe belastet werden (BGE 101 Ia 198 f.). Demgegenüber
äussert Gygi die Auffassung, dass die Anschlussbeiträge für Auswärtige dann höher
angesetzt werden dürften, wenn die Ortsansässigen nach dieser Finanzierungsart
ungleich schwerer belastet würden (F. Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 273).
2.6. Im Zusammenhang mit den Benützungsgebühren ist die bundesgerichtliche
Rechtsprechung uneinheitlich. So erklärte das Bundesgericht kommunale Regelungen,
die für die Trinkwasserversorgung von auswärts wohnenden Eigentümern höhere
periodische Gebühren als von den in der Gemeinde wohnhaften verlangten, als gegen
die Rechtsgleichheit verstossend (BGE 2P.402/1995 vom 5. September 1996). Nach
einem neueren Urteil des Bundesgerichts muss der Ferienhauseigentümer hingegen in
Kauf nehmen, dass er aufgrund der Ausrichtung der Wasserversorgung auf
Spitzenbelastungen allenfalls bei den periodischen Benützungsgebühren stärker
belastet wird, als es seinem tatsächlichen Wasserverbrauch entspreche (BGE 2P.
257/1996 vom 10. Juli 1997, in: ZBl 1999, S. 179). Das Bundesgericht erachtete in
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seiner älteren Rechtsprechung eine unterschiedliche Behandlung von Einheimischen
und Auswärtigen ausserdem dann als zulässig, wenn eine öffentliche Anstalt ihrem
Zweck nach vorwiegend der einheimischen Bevölkerung dient (BGE 66 I 13) oder die in
Frage stehenden Einrichtungen dauernd defizitär und aus den allgemeinen Mitteln des
Gemeinwesens betrieben werden müssten. In diesem Fall rechtfertige sich unter
Umständen die Bevorzugung der einheimischen Bevölkerung, da diese bereits durch
die Entrichtung der allgemeinen Steuern ihren Beitrag an die Kosten der Einrichtung
leiste (BGE 90 I 100). Eine gestützt auf die Art oder die Intensität der tatsächlichen
Wohnnutzung erfolgende Differenzierung der Abgabebemessung ist somit nach der
bundesgerichtlichen Praxis nur bei periodischen, auf einen bestimmten Zeitraum
bezogenen Benutzungsgebühren gemacht werden (BGE 2P.257/1996 vom 10. Juli
1997, in: ZBl 1999, S. 179; vgl. Hungerbühler, a.a.O., S. 528; P. Karlen, Die Erhebung
von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, URP 1999, S. 566).
3. Zwischen den Parteien ist streitig, ob die Unterscheidung zwischen ganzjährig
bewohnten Wohnhäusern sowie Ferienhäusern und Zweitwohnungen auf objektiven
Eigenschaften basiert und mit dem Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 BV vereinbar
ist. Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage. Der massgebende Sachverhalt ist
unbestritten, und die Einholung weiterer Beweise erübrigt sich.
3.1. Die Beschwerdeführerin hält fest, dass sich der Gebäudezuschlag vorerst aus der
speziellen Ausgangslage rechtfertige, die sich aus ihrer Wasserversorgung ergebe.
Beim Versorgungsgebiet handle es sich um eine Bergregion, was zu erheblichen
Mehrkosten gegenüber der Wasserversorgung im Flachland führe. Neben den rund
1'000 Personen mit ständigem Wohnsitz und konstantem Wasserverbrauch müsse sie
aufgrund der grossen Anzahl von Ferienhäusern und Zweitwohnungen in Spitzenzeiten
insgesamt rund 9'000 Personen mit Wasser versorgen. Diese Schwankungen und
Ausrichtungen auf die Spitzenzeiten verursachten erhebliche Mehrkosten für die
Infrastruktur und den Betrieb, da die Kapazität innert kurzer Zeit an die sich gerade im
Versorgungsgebiet aufhaltende auswärtige Wohnbevölkerung angepasst werden
müsse. Die durch die Eigentümer der Ferienhäuser verursachten erheblichen
Mehrkosten könnten über den Wasserverbrauch aufgrund von deren geringen
Abnahmemengen durch die erhobenen Benützungsgebühren nicht amortisiert werden.
Die Unterscheidung zwischen ganzjährig bewohnten Wohnhäusern und Ferienhäusern
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sei deshalb objektiv und verletze die Rechtsgleichheit nicht. Andernfalls müsste die
ständige Wohnbevölkerung die Wasserversorgung in der Dimension einer Kleinstadt
finanzieren. Genau dies wäre der Fall, wenn von den Eigentümern der Ferienhäuser
kein erhöhter Anschlussbeitrag erhoben werden könnte. Der Gebäudezuschlag von
1,5 Prozent für Ferienhäuser und Zweitwohnungen sei deshalb gerechtfertigt.
3.2. Die Beschwerdegegnerin wendet ein, die Mehrkosten für die Wasserversorgung in
der Bergregion fielen unabhängig von der Qualifikation als Wohn- oder Ferienhäuser
an. Die Versorgungsanlage sei deshalb ungeachtet einer Differenzierung auf die
genannten Spitzenkapazitäten auszubauen. Auch könnten Schwankungen im
Wasserverbrauch der Beschwerdeführerin auf den einzelnen Anschluss keinen Einfluss
haben. Die Beschwerdegegnerin bestreitet zudem, dass die Schwankungen zu
erheblichen Mehrkosten für die Infrastruktur führten. Die Beschwerdeführerin müsse
grundsätzlich davon ausgehen, dass sämtliche Wohnhäuser ständig bewohnt würden
und es keine Ferienhäuser mehr gäbe. Die Unterscheidung zwischen Wohn- und
Ferienhäusern stütze sich deshalb nicht auf ernsthafte sachliche Gründe und verletze
das Rechtsgleichheitsgebot. Die Kosten aus dem Betrieb der Wasserversorgung seien
nicht durch den einmaligen Anschlussbeitrag abzudecken, sondern durch die Gebühr
für den Wasserbezug gemäss Art. 46 ff. WR.
3.3. Wie erwähnt ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der Bemessung
der Anschlussbeiträge auf die objektiven Eigenschaften des betreffenden Grundstücks
und nicht auf die Eigentumsverhältnisse zum Zeitpunkt des Anschlusses an die
Wasserversorgung abzustellen. Das Grundstück ist gestützt auf diejenigen Parameter
zu belasten, die im Zeitpunkt der Planung bzw. des Baus der Anlage deren
Dimensionierung bestimmt haben (BGE 2P.232/2006 vom 16. April 2007, E. 3.3).
Würde bei der Erhebung von Anschlussbeiträgen darauf abgestellt, ob eine Baute als
ständiger Wohnsitz oder als Ferienhaus benützt wird, würden nach der Praxis des
Bundesgerichts keine objektiven Eigenschaften des Grundstücks berücksichtigt, was
unzulässig wäre. Die Vorinstanz hat daher zu Recht festgehalten, es könnten für die
Bemessung der Anschlussbeiträge keine Anknüpfungspunkte hinzugezogen werden,
die nur auf die Nutzungsart der Liegenschaft abstellten. Zwar ist der
Beschwerdeführerin grundsätzlich zuzustimmen, dass durch den Bau von
Ferienhäusern und Zweitwohnungen sowie der damit verbundenen Ausweitung der
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Trinkwasserversorgung beträchtliche Schwankungen des Wasserverbrauchs und
zusätzliche Kosten für die Infrastruktur und den Betrieb entstehen (vgl.
Verbrauchstabelle Flums-Grossberg). Diese hauptsächlich durch die Bewohner von
Ferienhäusern und Zweitwohnungen verursachten Schwankungen können aber keine
unterschiedliche Festsetzung der Anschlussbeiträge rechtfertigen, da sie mit diesen
nicht in direktem Zusammenhang stehen. Die Anschlusskosten sind für das
Gemeinwesen ungeachtet der Nutzungsintensität der Liegenschaften gleich hoch, ist
der Anschluss eines Wohnhauses an die Wasserversorgung doch nicht teurer als
derjenige eines Ferienhauses (BGE 101 Ia 198). Damit ist der Beschwerdegegnerin
beizupflichten, dass es für die Bemessung des Anschlussbeitrags nicht darauf
ankommen kann, ob ein Grundstück ganzjährig als Wohnhaus oder als Ferienhaus
genutzt wird. Entscheidend ist vielmehr, dass mit dem Anschluss der Liegenschaft an
die Wasserversorgung die Voraussetzung für die ganzjährige Nutzung geschaffen wird,
weshalb diese, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, auch auf die Spitzenzeiten
auszurichten ist. Gegen eine unterschiedliche Behandlung von ständigen Wohnbauten
und Ferienhäusern und damit eine unterschiedliche Bemessung der Anschlussbeiträge
spricht schliesslich auch das Äquivalenzprinzip. Aus dem Anschluss an die
Wasserversorgung kommt einem mit einem Ferienhaus oder einer Zweitwohnung
überbauten Grundstück kein grösserer Sondervorteil zu als einem mit einem ständig
bewohnten Haus überbauten Grundstück. Schliesslich steht das Argument der
Beschwerdeführerin, wonach die ständige Wohnbevölkerung im Vergleich zu den
Eigentümern von Ferienhäusern und Zweitwohnungen nur unterproportional für die sich
auf 70-80 Prozent der Gesamtkosten belaufenden Fixkosten verantwortlich sei, in
keinem direkten Zusammenhang mit der Bemessung der Anschlussbeiträge. Daran
ändert auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts, wonach die durch die
Eigentümer der Ferienhäuser verursachten Mehrkosten aufgrund von deren geringen
Abnahmemengen durch die erhobenen Benützungsgebühren nicht amortisiert werden
könnten. Dies ist für die Bemessung der Anschlussbeiträge nicht von Belang, sondern
würde gegebenenfalls eine generelle Anpassung der Beiträge rechtfertigen. Allfällige
Leistungen der Beschwerdeführerin aus allgemeinen Steuermitteln vermögen deshalb
eine stärkere Belastung der auswärtigen Eigentümer nicht zu begründen. Wachsen die
Mehrkosten der Versorgungsanlage mit der Zahl der Anschlüsse linear oder geringer,
lässt sich daraus keine Erhöhung der Anschlussbeiträge für die auswärtigen
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Eigentümer ableiten. Die bisher entstandenen oder durch den Bau weiterer
Ferienhäuser hinzukommenden Mehrkosten sind durch die einfachen
Anschlussbeiträge zu decken. Ein Fehlbetrag wäre nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nicht einer spezifischen Gruppe zu belasten, sondern müsste
gleichmässig auf alle Pflichtigen verteilt werden (BGE 101 Ia 198 f.). Zu Recht entschied
daher die Vorinstanz, dass der Gebäudezuschlag auf den Anschlussbeiträgen bei
Ferienhäusern und Zweitwohnungen als rechtswidrig zu beurteilen ist und gegen das
Gebot der Rechtsgleichheit nach Art. 8 BV verstösst.
4. Im weiteren ist streitig, ob der in Art. 42 WR geregelte Steuerdomizilzuschlag von 50
Prozent auf die Grundquote und den Gebäudezuschlag für beitragspflichtige
Eigentümer von Ferienhäusern und Zweitwohnungen mit Primärsteuerdomizil
ausserhalb der Gemeinden Flums und Quarten rechtmässig ist.
4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, gestützt auf Art. 50 des Gesetzes über den
Feuerschutz (sGS 871.1, abgekürzt FSG) müsse sich die politische Gemeinde, sofern
sie nicht selber Trägerin der Löschwasserversorgung sei, an den Kosten zur
Sicherstellung von Löschwasser angemessen beteiligen. Personen mit
Primärsteuerdomizil in den politischen Gemeinden Flums und Quarten trügen mit ihren
Steuern indirekt in der Regel 15 bis 25 Prozent zum Haushalt der Ortsgemeinde bei.
Die Eigentümer von Liegenschaften im Versorgungsgebiet ohne Primärsteuerdomizil in
den besagten Gemeinden erlangten durch den Anschluss an die Wasserversorgung
einen Sondervorteil, da sie von den Steuergeldern der politischen Gemeinden an die
Löschwasserversorgung gemäss Art. 50 FSG profitierten, ohne an diese Steuergelder
einen im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung adäquaten Beitrag zu leisten. Die
beschränkte Steuerpflicht am Ort der gelegenen Sache vermöge diesen Sondervorteil
nicht auszugleichen, weshalb sich die Erhebung des Steuerdomizilzuschlags
rechtfertige.
4.2. Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass die
Beschwerdeführerin die Höhe der Beteiligung der politischen Gemeinde an den Kosten
zur Sicherstellung von Löschwasser bewusst nicht darlege, weshalb der behauptete
Beitrag von 15 bis 25 Prozent nicht bewiesen sei. Durch den Anschluss an die
Wasserversorgung erzielten alle Eigentümer und nicht nur diejenigen von Objekten
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ohne Primärsteuerdomizil einen Sondervorteil. Daran ändere auch dann nichts, wenn
die politische Gemeinde einen Beitrag an die Löschwasserversorgung leiste, zumal die
Eigentümer von Ferienhäusern am Ort der gelegenen Sache beschränkt steuerpflichtig
seien.
4.3. Wie in E. 2.5. ausgeführt, bemisst sich der Anschlussbeitrag des
Grundeigentümers ausschliesslich nach den objektiven Kriterien der Liegenschaft. Es
kann in diesem Zusammenhang deshalb keine Rolle spielen, ob das
Primärsteuerdomizil des Grundeigentümers allenfalls ausserhalb der politischen
Gemeinde liegt. Selbst wenn nach der älteren Rechtsprechung die unterschiedliche
Behandlung von einheimischen und auswärtigen Grundeigentümern als zulässig
betrachtet würde, weil die in Frage stehenden Einrichtungen dauernd defizitär sind und
aus allgemeinen Mitteln des Gemeinwesens finanziert werden müssen (ZBl 1974, S.
394 mit Hinweis auf BGE 90 I 100), wäre eine solche Bevorzugung der einheimischen
Grundeigentümer im vorliegenden Fall unzulässig, da die finanziellen Verhältnisse der
Ortsgemeinde gesund sind (vgl. "Sarganserländer" vom 12. April 2007, S. 6). Eine
Bevorzugung der einheimischen Bevölkerung im Zusammenhang mit dem
Steuerdomizilzuschlag wäre auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die einheimischen
Steuerzahler gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin für 15 bis 25 Prozent des
Haushalts der Ortsgemeinde mittels allgemeiner Steuermittel aufkommen würden.
Diese Zuwendungen betreffen Beiträge der politischen Gemeinden an die
Löschwasserversorgung. Die Beschwerdeführerin hat diese Leistungen allerdings nicht
näher substantiiert. Leistungen an die Löschwasserversorgung können aber nicht mit
solchen an die Trinkwasserversorgung gleichgesetzt werden. Hinzu kommt, dass auch
Grundeigentümer mit auswärtigem Wohnsitz durch ihre beschränkte Steuerpflicht am
Ort der gelegenen Sache und durch die Entrichtung von Grundsteuern einen Beitrag
zum Steueraufkommen der Standortgemeinden ihrer Grundstücke leisten. Zu Recht hat
daher die Vorinstanz auch den Steuerdomizilzuschlag als mit dem
Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 BV nicht vereinbar und deshalb als rechtswidrig
qualifiziert.
5. In der Beschwerdeschrift anerkennt die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche
Feststellung, dass anstelle des Feuerschutzeinkaufsbeitrags auch für das Gartenhaus
der einmalige Anschlussbeitrag gemäss Art. 39 Abs. 2 lit. b WR zu entrichten sei, da
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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die Distanz zwischen Garten- und Ferienhaus weniger als 30 m betrage. Für die
rechtliche Zulässigkeit des Gebäude- und Steuerdomizilzuschlags für das Gartenhaus
kann analog auf die Ausführungen in den Erw. 3 und 4 sowie auf diejenigen der
Vorinstanz verwiesen werden. Die Erhebung des Gebäude- und des
Steuerdomizilzuschlags auf dem Gartenhaus ist somit aus sachlichen Gründen nicht zu
rechtfertigen und verstösst gegen das Rechtsgleichheitsgebot in Art. 8 BV.
6. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde abzuweisen ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist nicht zu verzichten, da die Beschwerdeführerin
überwiegend finanzielle Interessen verfolgt (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die Gebühr ist mit dem
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu verrechnen.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren
ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98bis VRP). Ihr Vertreter hat keine Honorarnote
eingereicht, weshalb das Honorar nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO).
Eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- zuzügl. MWSt ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b
HonO in Verbindung mit Art. 19 HonO).
Demnach hat das Verwaltungsgericht