Decision ID: fd31cb0b-4723-4ce9-9256-9b3027b1d229
Year: 2007
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 B._, geboren 1978, war seit dem 1. Mai 2001 bei der A._ AG als gelernte Coiffeuse angestellt und über ihre Arbeitgeberin obligatorisch bei der Basler Versicherungs-Gesellschaft gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert.
1.2 Am 2. März 2004 geriet sie mit ihrem Personenfahrzeug auf eine Eisschicht, konnte nicht mehr bremsen und fuhr in das vor ihr stehende Fahrzeug (Unfallmeldung vom 5. März 2004, Urk. 12/2/1).
1.3 Die Erstbehandlung bei Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, am 3. März 2004 ergab ein HWS-Distorsionstrauma ohne äussere Verletzungen. Dr. C._ schrieb die Versicherte für voraussichtlich 2 Wochen zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 12/3/1-2).
Die von Dr. med. D._, Spezialarzt für Radiologie FMH, erstellten Aufnahmen ergaben keine Wirbelfrakturen. Es fanden sich eine posttraumatisch aufgetretene Blockierung des Wirbelkörpers C6 und diffus verminderte Bewegungsausschläge der gesamten HWS (Urk. 12/3/3).
Mit Zwischenbericht vom 2. April 2004 attestierte Dr. C._ eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 20. März 2004. Nach wie vor klage B._ über linksbetonte Nacken- und Schultergürtelschmerzen sowie Kopfschmerzen gegen Abend. Es fänden sich jedoch keine Parästhesien in den Händen mehr und auch keine Konzentrationsstörungen. Rechts sei die Versicherte schmerzfrei, links sei der Bewegungsumfang noch deutlich reduziert. Er empfahl neben Schmerzmitteln das Tragen eines weichen Kragens für eine Woche und danach Beginn mit Physiotherapie (Urk. 12/3/5).
Nachdem ein MRI der Halswirbelsäule vom 30. August 2004 eine diskrete foraminelle bis lateral gelegene Diskushernie C6/7 gezeigt hatte (Urk. 12/3/10), wurde am 7. September 2004 eine CT-Infiltration vorgenommen (Urk. 12/3/9).
In der Folge liess sich B._ wegen diffusen Beschwerden und rezidivierenden Rückenblockierungen durch die Chiropraktorin Dr. E._ behandeln (Urk. 12/3/11 und 12/3/12). Zudem suchte sie am 22. Januar 2005 Prof. Dr. med. F._, Facharzt FMH für Neurochirurgie spez. Wirbelsäulenchirurgie, auf, welcher festhielt, dass die Versicherte an konservativer Therapieresistenz bei Cervicobrachialgie links und Lumboischialgie links leide. Bezüglich der ersteren empfahl er wegen des Beginns sensorischer Ausfälle ein operatives Vorgehen (Bericht vom 24. Januar 2005, Urk. 12/3/13-14).
1.4 Auf Anregung der Basler Versicherungs-Gesellschaft wurde B._ durch Dr. med. G._, Facharzt für Chirurgie, Institut für medizinische Begutachtung (IMB), _, begutachtet. Dieser kam in seiner Expertise vom 7. April 2005 im Wesentlichen zum Schluss, dass der Unfall vom 2. März 2004 eine sogenannte low speed front collision darstelle, bei welcher die für die Verletzungsrelevanz massgebenden Parameter bei Weitem nicht erreicht worden seien. Rein aus Sicht der Bio- und Pathomechanik sei eine Halswirbelsäulenverletzung infolge des Unfalls nicht wahrscheinlich. Die im Nachgang zum Unfall geäusserten Beschwerden liessen sich zwanglos erlebnisreaktiv und mithin psychosomatisch erklären. Die in der Folge durchgeführten Sitzungen mit physikalischer Therapie hätten die Arbeitsfähigkeit per 26. April 2004 wieder erreichen lassen, womit der Status quo ante erreicht worden sei. Die kernspintomografisch nachgewiesene diskrete Bandscheibenvorwölbung auf Höhe C6/7 habe bis aktuell keine Auswirkung. Das Rückfallgeschehen am 7. September 2004, welches zudem mehrheitlich von tiefsitzenden Rückenschmerzen (Lumbago) geprägt gewesen sei, lasse sich nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit natürlich kausal mit der biomechanisch bagatellären Frontalkollision vom 2. März 2004 verknüpfen, vielmehr seien diese statischer Genese. Auch die kernspintomografisch festgestellten diskreten degenerativen Bandscheibenvorwölbungen bei L4/5 seien nicht Verursacher der geltend gemachten subjektiven Beeinträchtigungen. Schliesslich bestehe ein erhebliches Übergewicht infolge übermässiger Kalorienzufuhr, welches entgegen der Vermutung der Beschwerdeführerin auch nicht auf die maximal fünfmal vorgenommenen Infiltrationen mit den Präparaten KENACORT® und CARBOSTESIN® zurückgeführt werden könne. Zusammenfassend könne bei den geklagten Beschwerden spätestens ab dem 26. April 2004 nicht mehr davon ausgegangen werden, dass diese Folgen der Frontalkollision vom 2. März 2004 seien (Urk. 12/3/15-44, insb. 35 ff.).
1.5 Am 9. Mai 2005 gab Dr. med. H._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, _, als beratender Arzt der Basler Versicherungs-Gesellschaft eine ärztliche Beurteilung ab. Darin kam er zum Ergebnis, die aktuellen Beschwerden liessen sich durch krankhafte Veränderungen allein befriedigend erklären. Er schloss sich der Meinung des IMB an, dass die im Spätsommer 2004 aufgetretenen Rückenbeschwerden sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2. März 2004 stellen liessen (Urk. 12/3/45-46).
1.6 Mit Verfügung vom 5. Juli 2005 verneinte die Basler Versicherungs-Gesellschaft den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 2. März 2004 und den ab dem 24. April 2004 weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und lehnte ihre Leistungspflicht nach diesem Zeitpunkt ab. Sie verzichtete jedoch auf die Rückforderung bereits über den fraglichen Zeitpunkt hinaus erbrachter Leistungen (Urk. 12/5/64/1-4).
1.7 Mit Schreiben vom 12. Juli 2005 (Urk. 12/5/70) erhoben die Sanitas Krankenversicherung (Zusatzversicherung) und mit Schreiben vom 13. Juli 2005 die Helsana Versicherungen AG (Urk. 12/5/61) vorsorglich Einsprache gegen die Verfügung der Basler Versicherungs-Gesellschaft vom 5. Juli 2005.
1.8 B._ ihrerseits liess am 5. August 2005 durch ihren Anwalt Hans Schmidt Einsprache gegen die Verfügung der Basler Versicherungs-Gesellschaft erheben (Urk. 12/5/66/1-2). Sie liess die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 26. April 2004 hinaus beantragen und machte zudem in formeller Hinsicht geltend, der in Versicherungskreisen in höchstem Mass strittige Gutachter Dr. med. G._ sei ihr "untergejubelt" worden. Auf berechtigte Einwände und Warnzeichen, insbesondere ein Schreiben der Arbeitgeberin vom 14. März 2005 (Urk. 12/2/41), sei man nicht eingegangen. Auf dessen Schlussfolgerungen dürfe daher nicht abgestellt werden.
1.9 Die Helsana Versicherungen AG begründete ihre Einsprache mit Schreiben vom 11. August 2005 im Wesentlichen damit, der Gutachter Dr. G._ wäre klarerweise abgelehnt worden, wenn die Versicherte im fraglichen Zeitpunkt bereits anwaltlich vertreten gewesen wäre. Zudem gehe aus dem Gutachten nicht hervor, was die aktuellen Beschwerden auslöse, wenn nicht (mindestens teilursächlich) der Auffahrunfall vom März 2004 und allenfalls das (ebenfalls bei der Basler Versicherungs-Gesellschaft versichert gewesene) Sturzereignis aus dem Jahr 2002. Die vom Gutachter festgestellten degenerativen diskreten Bandscheibenveränderungen im Hals- und Lendenwirbelsäulenbereich hätten vor den Unfällen zu keinerlei Beschwerden geführt, und die Übergewichtigkeit sei gemäss Aussage der Versicherten erst im Nachgang zum zweiten Ereignis entstanden (Urk. 12/5/68/1-2).
1.10 Die Sanitas zog ihre vorsorgliche Einsprache nach Prüfung der medizinischen Unterlagen am 23. November 2005 zurück (Urk. 12/5/71).
1.11 Die von der Basler Versicherungs-Gesellschaft erbetene Zustimmung zur Akteneinsicht in die Unterlagen der involvierten Haftpflichtversicherung (Urk. 12/5/75) lehnte B._ ab (Schreiben vom 9. Dezember 2005, Urk. 12/5/76). Dem ablehnenden Bescheid legte sie den Austrittsbericht der RehaClinic Zurzach vom 29. August 2005 bei, wo B._ vom 26. Juli bis zum 23. August 2005 hospitalisiert war. Darin kamen die begutachtenden Ärzte zum Schluss, bis zum 12. September 2005 sei B._ zu 100 % arbeitsunfähig. Nach diesem Zeitpunkt sei eine Arbeitsfähigkeit von 30 % halbtags mit zusätzlichen Pausen gegeben (Urk. 12/3/46/1-8).
1.12 Mit Schreiben vom 12. Dezember 2005 sandte die in das Unfallereignis vom 2. März 2004 involvierte Haftpflichtversicherung der Basler Versicherungs-Gesellschaft eine Kopie der Unfallanalyse sowie der Schadenanzeige (Urk. 12/9). In der Unfallanalyse wurde die überwiegend wahrscheinliche kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeugs von B._ mit 9-15 km/h angegeben, wobei sich die Insassen des Fahrzeugs kollisionsbedingt relativ zur Fahrzeuglängsachse annähernd gerade nach vorn bewegt hätten (Urk. 12/9/77/5).
1.13 Mit Einspracheentscheid vom 5. Januar 2006 wies die Basler Versicherungs-Gesellschaft die Einsprachen mit im Wesentlichen gleicher Begründung wie in ihrer Verfügung ab (Urk. 2).
2.
2.1 Am 2. März 2006 erhob B._, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Schmidt, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Basler Versicherungs-Gesellschaft vom 5. Januar 2006 mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
" Es sei der Einspracheentscheid der Basler Versicherungen vom 5. Januar 2006 aufzuheben, und diese sei zu verpflichten, die Leistungen nach UVG, insbesondere die Taggeldzahlungen sowie die Heilungskosten im Zusammenhang mit den Folgen des HWS-Schleudertraumas für die Zeit ab 24. April 2004 bis zum Abschluss des unfallbedingten Heilungsprozesses zu erbringen."
Zur Begründung liess sie insbesondere geltend machen, der Gutachter Dr. G._, auf dessen Expertise die Beschwerdegegnerin hauptsächlich abstütze, wäre abgelehnt worden, wenn die Beschwerdeführerin zum fraglichen Zeitpunkt bereits anwaltlich vertreten gewesen wäre. Dieser sei voreingenommen, da er die Praxis des Bundesgerichts zum Schleudertrauma negiere und im Wesentlichen den Standpunkt vertrete, Unfälle ohne objektivierbare Befunde könnten keine langwierigen gesundheitlichen Schädigungen verursachen. Sodann hafte ihm der Ruf an, die Interessen der Versicherungen, welche ihm Aufträge gäben, bestmöglich zu vertreten. Die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall vom 2. März 2004 und dem über den Zeitpunkt vom 26. April 2004 hinaus aktenkundigen typischen Beschwerdebild nach einem diagnostizierten HWS-Distorsionstrauma sei aufgrund der vorliegenden Berichte des Hausarztes und der RehaClinic Zurzach klarerweise zu bejahen. Die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, diese beiden Berichte zu würdigen. Die Einschätzung von Dr. G._, wonach sich die erst mit einer Latenz von einer Stunde aufgetretenen und erst am Folgetag zum Arztbesuch führenden Beschwerden zwanglos erlebnisreaktiv und mithin psychosomatisch erklären liessen, entbehre jeglicher Grundlage. Das verspätete Einsetzen der Symptome sei vielmehr in der medizinischen Forschung heute unbestritten. In Studien habe kein Zusammenhang zwischen Sachschaden, Unfallschwere, Auffahrgeschwindigkeit, Schwere der Körperverletzung und Auftreten oder Ausmass einer akuten oder posttraumatischen Belastungsstörung hergestellt werden können. Der Gutachter führe aus, die Kollision habe die für die Verletzungsrelevanz massgebenden Parameter bei weitem nicht erreicht, bleibe allerdings die Erklärung dafür schuldig, weshalb für die Zeit vom Unfall bis zum 26. April 2004 dennoch eine Leistungspflicht bestanden haben solle. Zudem entfalle die einmal anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er vor dem Unfall bestanden habe, erreicht sei, oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne den Unfall früher oder später eingestellt hätte. Die diagnostizierte Übergewichtigkeit sei klar unfallbedingt. Auch die Adäquanz der Unfallfolgen sei zu bejahen. Beim Unfall handle es sich zwar um einen Grenzfall zu den leichten Fällen, es bestünden aber körperliche Dauerbeschwerden, wenn auch in unterschiedlicher Intensität (bis heute täglich Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich und fast täglich Migräneanfälle), eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, welche im Sommer 2005, über anderthalb Jahre nach dem Unfall, zu einem vierwöchigen Rehabilitationsaufenthalt in einer spezialisierten Klinik geführt hätten, die erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, wie im Bericht der RehaClinic aufgeführt und sogar bei Dr. G._ zuerkannt, sowie eine reduzierte Arbeitsfähigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg. Bei dieser Sachlage habe die Beschwerdegegnerin über den 24. April 2004 hinaus ihre vertraglich geschuldeten Leistungen zu erbringen, da der Abschluss des unfallbedingten erforderlichen Heilungsprozesses der HWS-Distorsion nicht ausgewiesen sei.
2.2 Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Oskar Müller, erstattete am 28. Juni 2006 ihre Beschwerdeantwort und schloss auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11). Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, der Autounfall vom 2. März 2004 sei als leicht zu qualifizieren. Es stehe nämlich nicht der übliche Auffahrunfall zur Beurteilung, bei welchem die Geschädigten jeweils im vorderen Fahrzeug sitzen würden. Die Beschwerdeführerin sei vielmehr als Lenkerin auf den vor ihr fahrenden Personenwagen aufgefahren. Sie sei auf den Aufprall gefasst gewesen. Die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung habe 8,5 bis 14 km/h betragen. Die Beschwerdeführerin habe eine gerade Kopfstellung gehabt und den Kopf nicht angeschlagen. Der Airbag sei nicht ausgelöst worden. Das zuweilen nach leichten Schleudertraumen auftretende bunte Beschwerdebild lasse sich aktenmässig nicht mit der erforderlichen Häufung ausmachen. Zudem sei hinlänglich bekannt, dass Chronifizierungen nach leichten Schleudertraumen multifaktoriell bedingt seien. Weiter entspreche es immer noch dem aktuellen medizinischen Wissensstand, dass Schleudertraumen vom Schweregrad I und II - Einteilung Quebec Task Force - innert Wochen oder Monaten ohne aufwändige Therapie auszuheilen pflegten. Mit zunehmender Dauer würden bio-psycho-soziale Faktoren das Gesundheits- bzw. Krankheitsbild prägen. Dies zeige auch die Tatsache, dass der therapeutische Aufwand keine markante, anhaltende Verbesserung des Beschwerdebildes habe herbeiführen können. Es sei auch nicht Aufgabe des Unfallversicherers, über die tatsächlichen unfallfremden Gründe zu spekulieren. Zudem habe - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin - ein Nachweis eines operationswürdigen (unfallfremden) Befundes im Bereich der HWS stattgefunden, zumal Prof. Dr. F._ eine operative Behandlung der cervicalen Diskushernie C6/7 mit Einengung des Foramen intervertebral empfohlen habe. Schliesslich bestünden eine mediolaterale Diskushernie L4/5 links sowie eine leichte kyphotische Fehlhaltung mit Scheitel auf Höhe C5. Auch die Adipositas sei als Vorzustand beachtlich. Die Begutachtung durch Dr. G._ sei nach verfahrensrechtlichen Vorgaben erfolgt. Demgegenüber sei der Bericht der RehaClinik Zurzach nicht geeignet, die Feststellungen des Gutachters G._, welche im übrigen auch durch Dr. H._ bestätigt würden, in Frage zu stellen, zumal er sich insbesondere nicht zur Unfallkausalität äussere. Die Kritik am Gutachter G._ sei allgemein und nehme insbesondere nicht auf konkrete Punkte der ärztlichen Beurteilung Bezug. Es fehle denn auch an einem bunten Beschwerdebild, wie es gemäss der Rechtsprechung nach einem Schleudertrauma typisch sei, weshalb diese Rechtsprechung nicht zur Anwendung gelange. Das Eidgenössische Versicherungsgericht stufe Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug regelmässig als mittelschwer, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ein. In einzelnen Fällen habe es einen leichten Unfall angenommen, so insbesondere bei einer niedrigen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-v unter 10 km/h). Vorliegend habe Delta-v zwischen 9 und 15 km/h betragen, die Beschwerdeführerin sei nach dem Anfahren in langsamem Tempo in das vordere Fahrzeug geprallt, sei auf die Kollision vorbereitet gewesen und habe den Fuss auf der Bremse gehabt. Die Unfallbeteiligten hätten auf den Beizug der Polizei verzichtet und keine äusseren Verletzungen erlitten; es sei kein grosser Sachschaden zu verzeichnen gewesen. Daher sei der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 2. März 2004 ohne weiteres zu verneinen.
2.3 Mit Verfügung vom 18. Juli 2006 wurde der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 13). Mit Eingabe vom 23. Dezember 2006 (Urk. 14) liess die Beschwerdegegnerin dem Gericht die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, vom 20. November 2006 zukommen, mit welcher diese das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abwies (Urk. 15). In der Folge setzte das Gericht der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. Januar 2007 Frist an, um zu erklären, ob sie unter diesen Umständen an der Beschwerde festhalte (Urk. 16). Die Beschwerdeführerin tat dies mit Eingabe vom 13. April 2007 (Urk. 19). Am 16. April 2007 verfügte das Gericht den Beizug der IV-Akten der Beschwerdeführerin bei der IV-Stelle (Urk. 20). Diese gingen am 19. April 2007 ein (Urk. 22 und Beilagen dazu, Urk. 23/1-25).
3. Auf die Ausführungen der Parteien im Einzelnen und auf die Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch nach dem 24. April 2004 noch an gesundheitlichen Folgen des Unfalles vom 2. März 2004 litt.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich zur Begründung der Leistungseinstellung schwergewichtig auf das Gutachten von Dr. med. G._, Facharzt für Chirurgie, Institut für medizinische Begutachtung (IMB), vom 7. April 2005 (Urk. 12/3/15-44).
2.2 Die Beschwerdeführerin erhebt verschiedene formelle Rügen im Zusammenhang mit der Einholung des Gutachtens bzw. der Person des Gutachters. Da das Recht, angehört zu werden, formeller Natur ist, und die Verletzung des rechtlichen Gehörs ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der Verfügung führt (BGE 122 II 469 Erw. 4a, 121 I 232 Erw. 2a, 121 III 334 Erw. 3c, 121 V 156 Erw. 6, 120 Ib 383 Erw. 3b, 120 V 362 Erw. 2a, je mit Hinweisen), sind diese Rügen vorab zu prüfen.
2.3 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 131 Erw. 2b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen).
Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG).
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 109 Erw. 7.1, 120 V 364 Erw. 3).
2.4 Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die Beschwerdegegnerin hätte ihr bei der Einsetzung des Gutachters Dr. G._ das rechtliche Gehör verwehrt. Sie bringt lediglich vor, sie hätte den Gutachter abgelehnt, wenn sie zu jenem Zeitpunkt bereits anwaltlich vertreten gewesen wäre (Urk. 1 S. 5 Ziff. 1). Dieses Vorbringen ist unerheblich, kann doch nicht nach dem Beizug eines Rechtsvertreter erwartet werden, das Verwaltungsverfahren zu wiederholen.
Zu prüfen ist jedoch, ob der Gutachter Dr. G._ befangen erscheint, wie die Beschwerdeführerin weiter geltend macht (Urk. 1 a.a.O.). Dass ihm der Ruf anhafte, die Interessen der Versicherungen, welche ihm Aufträge erteilen würden, bestmöglich zu vertreten, wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht, vermag allerdings keine Befangenheit zu begründen, handelt es sich hierbei doch nicht um objektive Tatsachen. Ausserdem wird auch ein Arzt, der seinen Patienten (und Auftraggeber) behandelt, in der Regel bemüht sein, dessen Interessen bestmöglich zu vertreten. Dies muss noch lange nicht bedeuten, dass er dabei nicht objektiv oder voreingenommen wäre. Das Bundesgericht hat wiederholt bestätigt, dass selbst den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen Beweiswert zukommt, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass diese Ärzte in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger stehen, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 161/2 Erw. 1c; vgl. auch 123 V 334 Erw. 1c).
Konkrete Vorwürfe, welche eine Befangenheit von Gutachter Dr. G._ nahe legen würden, macht die Beschwerdeführerin nicht. Allein die behauptete Haltung von Dr. G._ zur Schleudertrauma-Praxis des Bundesgerichts lässt ebenfalls noch keine Befangenheit vermuten. Vielmehr ist dies eine Einwendung materieller Natur, welche nicht die Unparteilichkeit des Gutachters beschlägt, sondern von der Sorge getragen ist, das Gutachten könne mangelhaft ausfallen oder es fehle dem Gutachter an der nötigen Sachkunde. Diesen Bedenken ist aber im Rahmen der materiellen Würdigung des Gutachtens Rechnung zu tragen (vgl. zum Ganzen BGE 132 V 108 f. Erw. 6.5) .
3.
3.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 123 V 45 Erw. 2b, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
3.3 Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 360 Erw. 4b).
3.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 26. April 1995, U 172/94). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 9 Erw. 3c/aa). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
3.5 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a).
3.6 Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 102 Erw. 3b, 122 V 417 Erw. 2c). Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien nennt das Eidgenössische Versicherungsgericht hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
Dauerbeschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit.
Anders als bei den Kriterien, die das Eidgenössische Versicherungsgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und der in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 Erw. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 Erw. 4a; BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa und 367 Erw. 6a).
Die zum Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung wendet das Eidgenössische Versicherungsgericht sinngemäss auch bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas (BGE 117 V 382 f. Erw. 4b) oder den Folgen einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung der Halswirbelsäule an (vgl. RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 Erw. 3b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2).
3.7 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 Erw. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 122 V 160 Erw. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 161/2 Erw. 1c; vgl. auch 123 V 334 Erw. 1c).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Leistungseinstellung schwergewichtig auf das Gutachten von Dr. G._ vom 7. April 2005 (Urk. 12/3/15-44). Dieser kam nach Sichtung der gesamten medizinischen Akten sowie nach der Untersuchung der Beschwerdeführerin am 10. März 2005 zum Schluss, bei der Versicherten fänden sich
-
ein altersentsprechend guter Allgemeinzustand bei allerdings erheblicher Übergewichtigkeit (Body Mass Index = 32,2)
-
ein harmonisches spontanes Bewegungsmuster des Rumpfes und aller vier Extremitäten
-
ein flüssiges und hinkfreies Gangbild sowohl in Damenhalbschuhen (welche eine symmetrische und physiologische Sohlenabnützung aufwiesen) als auch barfuss
-
ausser einer leichten Abflachung der Thorakalkyphose eine unauffällige Konfiguration der Gesamtwirbelsäule
-
weiche muskuläre Verhältnisse im Schultergürtel beidseits und paravertebral entlang der gesamten Wirbelsäule
-
eine umschriebene Druckschmerzhaftigkeit an der Austrittsstelle des N. occipitalis maior bei sonst beschwerdefreier Palpation der gesamten Wirbelsäule
-
ein negatives Lasègue-Zeichen und Bragard-Phänomen beidseits, ein Pseudolasègue links ab 60° bei ischiokruraler Verkürzung
-
eine uneingeschränkte aktive Beweglichkeit der Gesamtwirbelsäule
-
eine erhaltene Motorik von C4/5 bis S1/2, schwache bis mittellebhafte symmetrische Muskeldehnungsreflexe an den oberen und unteren Extremitäten
-
bei mehrfacher Prüfung die konstante Angabe einer Hypästhesie des Dermatoms von L5 links bei sonst unauffälliger Sensibilitätsprüfung von C3 bis S1/2 (Urk. 12/3/39-40).
Dr. G._ diagnostizierte eine Bandscheibenvorwölbung auf der Höhe C6/7 ohne Neurokompression (International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation WHO, ICD-10 M50.2), eine kleine mediane Bandscheibenvorwölbung L4/5 und Protrusion L5/S1 (ICD-10 M51.26 und M51.37) sowie eine mögliche sensible Nervenwurzelreizung von L5 links neben einer krankheitswertigen massiven Übergewichtigkeit (ICD-10 E66.0) (Urk. 12/3/40). In seiner Beurteilung führte er aus, beim Unfallereignis vom 2. März 2004 handle es sich um eine sogenannte low speed front collision auf ein noch rollendes Fahrzeug unter Bremsung des Personenwagens der Versicherten. Die für die Verletzungsrelevanz massgebenden Parameter seien bei weitem nicht erreicht worden, weshalb rein aus Sicht der Bio- und Pathomechanik eine Halswirbelsäulenverletzung durch den genannten Unfall nicht wahrscheinlich sei. Eine Frontalkollision unterscheide sich biomechanisch nämlich ganz wesentlich von einem Heckanprall: Bei getragener Sicherheitsgurte führe die abrupte Fahrzeugverzögerung primär zu einer Translationsbewegung zwischen Hinterhauptbasis und dem 2. Halswirbel, welche anschliessend in eine Beugebelastung übergehe, wobei die Kopfauslenkung durch den Kraftschluss zwischen Kinn und Brustbein auf das anatomisch vorgesehene Mass limitiert werde. Da kein Überraschungsmoment anzunehmen sei, seien auch die muskulären Abwehrmechanismen nicht unterlaufen worden. Die 3-Punkte-Sicherheitsgurte verhindere einen Kopfanprall, welcher überdies bei genügend hohen Verzögerungswerten durch Auslösung des Airbags gedämpft würde. Die Verletzungsrelevanz für die menschliche Halswirbelsäule liege bei der Frontal- wesentlich höher als bei der Heckkollision, da erst bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung delta v von mindestens 20 km/h eine mittlere Fahrgastzellen-Beschleunigung von 9 g oder mehr auftrete, was einen funktionalen oder gar strukturellen Körperschaden nach sich ziehen könne. Durch Halswirbelsäulen-Überbeugung sei von Verletzungsrelevanz auszugehen, wenn das Drehmoment zwischen Kopf und Hals mehr als 88 Nm betrage und somit die Schwerpunktbeschleunigung des Kopfes 9 g überschreite. Dies entspreche einer anstossbedingten Geschwindigkeitsänderung von 36 km/h (Urk. 12/3/35 f.).
Die von der Versicherten im Nachgang zum Ereignis vom 2. März 2004 geäusserten Klagen, welche erst mit einer Latenz von einer Stunde aufgetreten seien und erst am Folgetag zum Arztbesuch geführt hätten, liessen sich zwanglos als erlebnisreaktiv und mithin psychosomatisch erklären (ärztlich vermerkte "Schreckreaktion"). Ausserdem habe mit 27 Sitzungen physikalischer Therapie die Arbeitsfähigkeit per 26. April 2004 wieder erreicht werden können, womit der status quo ante erreicht worden sei. Die kernspintomographisch am 30. August 2004 nachgewiesene diskrete Bandscheibenvorwölbung auf der Höhe C6/7 (ICD 10 M50.2) sei bis dato ohne neurologische Auswirkung und daher nicht krankheitswertig. Sie stelle vielmehr eine in epidemiologischer Sicht sehr früh aufgetretene degenerative Veränderung der Halswirbelsäule dar.
Das Rückfallgeschehen am 7. September 2004, welches überdies mehrheitlich von tiefsitzenden Rückenschmerzen ("Lumbago") geprägt gewesen sei, lasse sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit natürlich-kausal mit der biomechanisch bagatellären Frontalkollision vom 2. März 2004 verknüpfen.
Die kernspintomographisch nachgewiesenen degenerativen diskreten Bandscheibenvorwölbungen L4/5 sowie lumbosakral seien ebenfalls nicht Verursacher der weiterhin geltend gemachten subjektiven Beeinträchtigungen. Nach ausgedehntem "Doctorshopping" mit insgesamt fünf involvierten medizinischen Instanzen könne bis heute kein klar benennbares pathologisch-anatomisches Substrat für die geltend gemachte körperliche Beeinträchtigung der Versicherten gefunden werden. Infiltrationsanästhesien hätten nur kurzfristig gewirkt, und seit November 2004 habe die Versicherte ihre Berufsarbeit nicht wieder aufgenommen. Lediglich die Angabe einer Hypaesthesie im Dermatom von L5 links könne durch die bildgebend erfasste Bandscheibenvorwölbung L4/5 verursacht sein. Die seit dem März 2004 erworbene Übergewichtigkeit sei eine Folge übermässiger Kalorienzufuhr und könne keinesfalls auf die maximal fünfmal vorgenommenen Infiltrationen mit Kenacort und Carbostesin zurückgeführt werden, da die Dosierung nicht geeignet gewesen sei, ein sog. "Steroid-Cushing" hervorzurufen. Zusammenfassend könne spätestens ab dem 26. April 2004 nicht mehr von Folgen der Frontalkollision vom 2. März 2004 ausgegangen werden, da diese pathomechanisch nicht geeignet sei, eine Verletzung funktioneller oder gar struktureller Art der Hals- oder Lendenwirbelsäule hervorzurufen (Urk. 12/3/36 f.).
4.2 Das Gutachten von Dr. G._ ist für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander. Es wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen). Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, vermag nicht zu überzeugen. Zwar trifft es zu, dass der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, ein HWS-Distorsionstrauma diagnostizierte (Urk. 12/3/1-2), dass hingegen ein für ein Schleudertrauma oder eine schleudertraumaähnliche Verletzung typisches Beschwerdebild vorlag, wie sie geltend macht, trifft nicht zu. Vielmehr gab die Beschwerdeführerin damals lediglich an, ca. eine Stunde nach dem Unfall mittelschwere Nacken- und Kopfschmerzen bekommen zu haben. Weiter nannte sie auf Nachfragen des Arztes Parästhesien in beiden Händen. Es fand sich zudem eine eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule. Wahrheitswidrig gab die Beschwerdeführerin sodann an, früher keine Rückenbeschwerden gehabt zu haben (Urk. 12/3/1). Sodann hielt der behandelnde Arzt fest, es fänden sich Symptome einer Schockreaktion, und empfahl neben den übrigen medizinischen Massnahmen eine stützende Behandlung im Gespräch (Urk. 12/3/2). Andere, typische Beschwerden wurden nicht festgehalten. Konzentrationsstörungen verneint Dr. C._ in seinem Zwischenbericht vom 2. April 2004 ausdrücklich (Urk. 12/3/5). Erst fast ein Jahr später werden neben Hinterkopf-, Nacken-, Schulter- und Armschmerzen links erstmals F._rensausen und Augenflimmern sowie Sehstörungen genannt (Urk. 12/3/13). Damit kommt die in BGE 117 V 359 begründete Praxis des Bundesgerichtes zu den schleudertraumaähnlichen Verletzungen vorliegend nicht zur Anwendung. Hingegen finden sich degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, welche - zusammen mit dem massiven Übergewicht - die geklagten Beschwerden ohne weiteres erklären, wie Dr. G._ zu Recht feststellt. Dies wird auch von Dr. H._ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 9. Mai 2005 bestätigt, welcher die eindeutig krankhaften degenerativen Bandscheibenveränderungen im Bereich der HWS und LWS sowie eine ebenfalls krankhafte segmetale Dysfunktion als Verursacher der Beschwerden bezeichnet (Urk. 12/3/45).
Keine anderen Erkenntnisse lassen sich aus dem Austrittsbericht der RehaClinic Zurzach vom 29. August 2005 gewinnen (Urk. 12/3/46/1-8). Dort wird neben degenerativen LWS-Veränderungen (Diskopathie L4/5 und L5/S1) mit chronifiziertem lumbospondylogenem Schmerzsyndrom, Adipositas und dem - ebenfalls nicht auf den Unfall vom 2. März 2004 zurückzuführenden - Status nach Handgelenksfraktur beidseits ein chronifiziertes zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei Status nach kraniozephalem Beschleunigungstrauma vom 2. März 2004 mit nuchalen Zephalgien und weitläufiger myofaszialer Schmerzausbreitung in den linken Arm diagnostiziert. Dies bedeutet lediglich, dass die genannten Kopf- und Nackenschmerzen zeitlich nach dem Unfall aufgetreten sind. Dem Bericht lässt sich jedoch nicht entnehmen, dass die fast anderthalb Jahre nach dem Unfall noch angegebenen Beschwerden ursächlich auf diesen zurückgeführt werden können. Hingegen wird auf die schlechte Körperhaltung, die verminderte muskuläre Belastbarkeit und die allgemeine Dekonditionierung der Beschwerdeführerin hingewiesen, welche selbst normale Bewegungen aus Angst vor Schmerzen mied. Ausserdem trug die Beschwerdeführerin - soweit aus den Akten ersichtlich ohne ärztliche Verordnung - immer noch einen Halskragen, was bekanntermassen zu einer Verlängerung der Beschwerden führt. Die durchgeführten Therapien - und das Absetzen des Kragens nach drei Wochen - führten denn auch zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowie einer Abnahme der Schmerzen. Zusammenfassend kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Passivität der Beschwerdeführerin Hauptursache ihrer Beschwerden ist. Jedenfalls äussert sich das Gutachten nicht explizit zur Kausalität der Beschwerden.
Gestützt werden die Ausführungen von Gutachter Dr. G._ im Übrigen auch durch die Feststellungen von Dr. med. I._, Oberarzt an der Rheumaklinik und dem Institut für Physikalische Medizin am Universitätsspital Zürich, vom 14. September 2006 (Urk. 23/17), welcher festhält, medizinisch gesehen würden die nicht somatischen Aspekte dominieren. Arbeitsbezogen seien vor allem die Kinesiophobie (Angst vor Bewegung) und Selbstlimitierung der Versicherten relevant (Urk. 23/17/4).
5. Zusammenfassend ist das Gutachten von Dr. G._ überzeugend und steht auch nicht im Widerspruch zu den übrigen medizinischen Akten, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abgestützt und ihre Leistungspflicht aus dem Unfall vom 2. März 2004 für die Zeit nach dem 26. April 2004 verneint hat.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.