Decision ID: cf5f7344-77e5-5bf2-a68e-6f0421cc8c18
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden die
Türkei am 11. Oktober 2001, reisten am 14. Oktober 2001 in die
Schweiz ein und reichten gleichentags ihre Asylgesuche ein. Am 17.
Oktober 2001 wurden die Beschwerdeführenden in der Empfangsstel-
le Basel befragt. Dabei machten sie geltend, sie seien irakische Staat-
angehörige und hätten während der letzten 20 Jahre illegal in
F._ in der Türkei gelebt.
B. Am 22. Oktober 2001 führte das BFM mit den Beschwerdeführenden eine Sprachanalyse (sog. LINGUA-Gutachten) durch. Dabei gelangte der Gutachter am 22. Januar 2002 zum Schluss, dass die  aufgrund ihrer Sprechweise in einem arabischsprachigen Milieu im Länderdreieck Türkei/Irak/Syrien sozialisiert worden seien.
C. Das G._ hörte die Beschwerdeführenden am 14. Juni 2002 zu den Asylgründen an. Am 14. Dezember 2004 befragte das BFF sie ergänzend zu den Asylgründen. Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, er sei irakischer Staatsangehöriger und stamme ursprünglich aus H._. Wegen des Krieges habe er im
Jahre 1981 zusammen mit seiner Familien den Irak verlassen. Seither
habe er im Dorf I._, Provinz J._ in der Türkei gelebt. Er
sei dort nie offiziell registriert gewesen und habe auch nie über einen
formellen Aufenthaltsstatus verfügt. Während seiner gesamten Aufent-
haltszeit in der Türkei habe er nie Kontakt mit den Behörden des Lan-
des gehabt. Im Jahre 1994 habe er die Beschwerdeführerin geheira-
tet. Seit Juli 1999 bis ungefähr einen Monat vor der Ausreise sei er
monatlich bis zu vier Mal von Mitgliedern der PKK aufgefordert wor-
den, sie zu unterstützen. Namentlich hätten sie von ihm unter Schlä-
gen oder Androhung der Entführung seiner Kinder verlangt, ihnen in
die Berge zu folgen und sich ihnen anzuschliessen. Um weiteren Be-
nachteiligungen zu entgehen, habe er mit seiner Ehefrau beschlossen,
die Türkei zu verlassen. Seit Jahren habe er keinen Kontakt mehr zu
seinen ebenfalls in der Türkei lebenden nahen Verwandten.
Die Beschwerdeführerin ihrerseits führte aus, auch sie sei irakische Staatsangehörige und stamme ursprünglich aus H._. Ende
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1979 habe sie zusammen mit ihrer Mutter den Irak verlassen und sich zu ihrer in I._ (Türkei) lebenden Grossmutter väterlicherseits begeben. Im Jahre 1994 habe sie den Beschwerdeführer geheiratet und seither im Haus Nr. (...) in I._ gelebt. Zwischen Juni 1999 und der Ausreise sei ihr Ehemann ungefähr 50 Mal von Extremisten bedroht worden. Diese hätten ihren Mann - unter Androhung der Entführung ihrer Kinder - aufgefordert, mit in die Berge zu kommen oder die Gegend zu verlassen. Selber habe sie keine Probleme in der Türkei gehabt. Sie sei einzig wegen der Schwierigkeiten ihres Ehemannes ausgereist. Seit Jahren habe sie keinen Kontakt mehr zu ihren nahen Verwandten.
D. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2004 gewährte das BFF den  das rechtliche Gehör zum Ergebnis der  und teilte ihnen mit, dass sie vom Bundesamt als türkische Staatsangehörige betrachtet und behandelt würden. Innert der den  gewährten Frist reichten diese am 3. Januar 2005 ihre Stellungnahme ein.
E. Mit Verfügung vom 12. Januar 2005 stellte das BFM fest, die  erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht und  die Asylgesuche ab. Sodann verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz in die Türkei und stellte gleichzeitig fest, eine Wegweisung in den Irak sei ausgeschlossen. Weiter ordnete das Bundesamt den  der Wegweisung an.
F. Mit Eingabe vom 14. Februar 2005 reichten die Beschwerdeführenden bei der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde ein und beantragten durch ihren Rechtsvertreter, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und es sei ihnen Asyl zu . Eventualiter sei festzustellen, dass sie nicht in ihr Heimatland  könnten und es sei ihnen die vorläufige Aufnahme zu . Es sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
G. Mit Zwischenverfügung vom 21. Februar 2005 verzichtete die damals
zuständige Instruktionsrichterin der ARK auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses und verwies den Entscheid über das Gesuch um Ge-
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währung der unentgeltlichen Rechtspflege auf einen späteren Zeit-
punkt.
H.
Das BFM beantragte in der Vernehmlassung vom 28. Februar 2005
die Abweisung der Beschwerde. Am 1. März 2005 stellte die Instruk-
tionsrichterin die Vernehmlassung den Beschwerdeführenden zur
Kenntnisnahme ohne Replikrecht zu.
I.
Am 15. November 2005 ersuchte das BFM auf Veranlassung der ARK
das G._ das Vorliegen der Voraussetzungen einer
schwerwiegenden persönlichen Notlage im Sinne von aArt. 44 Abs. 3
AsylG (aufgehoben durch Ziff. I des Bundesgesetzes vom 16.
Dezember 2005, mit Wirkung seit 1. Januar 2007; AS 2006 4745
4767) zu prüfen. Am 16. Januar 2006 beantragte das G._ dem
BFM den Vollzug der Wegweisung. In der Vernehmlassung vom 25.
Januar 2006 folgte das BFM dem kantonalen Antrag und beantragte
der ARK seinerseits den Vollzug der Wegweisung. Mit
Zwischenverfügung vom 27. Januar 2006 unterbreitete die Instruk-
tionsrichterin der ARK den Beschwerdeführenden die Vernehmlassun-
gen zur Stellungnahme. Innert der angesetzten Frist reichten diese am
13. Februar 2006 ihre Antwort ein.
J.
Am 26. Januar 2006 ersuchte der Einzelrichter des Bezirksgerichts
K._ beim BFM um Akteneinsicht. Zur Begründung führte er an,
die Beschwerdeführenden hätten ein Begehren um Feststellung ihrer
Staatsangehörigkeit eingereicht. Zuständigkeitshalber überwies das
BFM die Eingabe am 3. Mai 2006 der ARK. Mit Schreiben vom 12. Mai
2006 wies der inzwischen neu zuständige Instruktionsrichter die Akten
zurück an die Vorinstanz zur Erledigung der Anfrage des Bezirksge-
richts. Am 31. Mai 2006 stellte das BFM dem Einzelrichter sämtliche
Protokolle, das Schreiben vom 20. Dezember 2004 sowie die Ver-
fügung des BFM vom 12. Januar 2005 zur Einsichtnahme zu.
K.
Im Rahmen weiterer Abklärungen bat die ARK am 12. Juni 2006 die
Schweizerische Vertretung in Ankara um Abklärung offener Fragen.
Am 28. März 2007 ging die Botschaftsantwort beim inzwischen neu
zuständigen Bundesverwaltungsgericht ein. Mit Zwischenverfügung
vom 3. Mai 2007 unterbreitete der Instruktionsrichter den Beschwerde-
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führenden die Botschaftsanfrage sowie -antwort zur Stellungnahme.
Innert der angesetzten Frist reichten die Beschwerdeführenden am 15.
Mai 2007 ihre Stellungnahme zu den Akten. Dabei verwiesen sie dar-
auf, dass sich die Rechtsmitteleingabe nicht gegen Ziffer 4 der ange-
fochtenen Verfügung richte, wonach eine Wegweisung in den Irak aus-
geschlossen sei.
L.
Am 4. Mai 2007 ersuchte der Einzelrichter des Bezirksgerichts
K._ beim Bundesverwaltungsgericht um Akteneinsicht in die
Botschaftsanfrage und -antwort. Mit Schreiben vom 10. Mai 2007 teilte
der Instruktionsrichter dem Einzelrichter mit, das Akteneinsichtsge-
such sei von der Präsidentin und dem Präsidenten der Abteilungen VI
und V des Bundesverwaltungsgerichts gutgeheissen worden und stell-
te die gewünschten Akten zur Einsichtnahme zu.
M.
Am 23. Mai 2007 liess der Instruktionsrichter die Akten dem BFM zu
einem weiteren Schriftenwechsel zukommen. In der zweiten Vernehm-
lassung beantragte die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht
weiterhin die Abweisung der Beschwerde. Mit Zwischenverfügung vom
4. Juni 2007 unterbreitete der Instruktionsrichter den Beschwerdefüh-
renden die Vernehmlassung zur Stellungnahme. Innert der angesetz-
ten Frist liessen sich diese nicht vernehmen.
N.
Mit Schreiben vom 4. Dezember 2008 und 5. Mai 2009 ersuchte der
Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts das Bezirksgericht
K._ um Zustellung der Verfügung beziehungsweise der
Begründung der Verfügung betreffend Feststellung der
Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführenden. In der Folge
übermittelte das Bezirksgericht K._ die Verfügung vom 6. Juni
2007 und teilte mit, die Verfügung sei ohne Begründung ergangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgeset-
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zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in  Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders , haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung und sind daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 Abs. 2 VwVG).
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
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3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Das Bundesamt lehnte die Asylgesuche ab, da die Vorbringen der Beschwerdeführenden den Anforderungen an das Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten würden. Zur Begründung führte es aus, aufgrund der gesamten Aktenlage sei davon auszugehen, dass es sich bei den Beschwerdeführenden nicht um irakische,  vielmehr um türkische Staatsangehörige arabischer Ethnie . Angesichts dieses Umstandes erübrige sich die Prüfung einer  Verfolgung im Irak von vornherein. Den Unterlagen sei kein überzeugender Hinweis auf eine glaubhafte irakische  der Beschwerdeführenden zu entnehmen. Insbesondere hätten die Beschwerdeführenden keine Ausweispapiere oder sonstige  eingereicht, die geeignet sein könnten, einen Hinweis auf ihre Identität und ihre Staatsangehörigkeit zu geben. Es erscheine auch unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführenden während 20 Jahren als irakische Staatsangehörige illegal und unentdeckt in der  Provinz J._ gelebt hätten. In der Realität wären sie längst behördlich entdeckt und angezeigt worden, zumal sich die Provinz in der innenpolitisch bewegten Zeit seit 1980 zunächst in einem formellen Kriegs- und später in einem Ausnahmezustand befunden habe. Damit verbunden seien unter anderem systematische Kontrollen der Einwohnerschaft der gesamten Provinz, regelmässige Strassenkontrollen sowie Dorfrazzien gewesen. Weiter sei es realitätsfremd, dass die Beschwerdeführenden keinen Kontakt zu ihren in der Türkei lebenden nahen Verwandten hätten und deren Aufenthaltsort nicht kennen würden. Es sei davon auszugehen, dass dieses Vorbringen dazu diene, diesbezüglich nähere Abklärungen von vornherein zu verunmöglichen und dadurch letztlich die türkische Staatsangehörigkeit zu verschleiern. In diesem Lichte würden auch die Sprachgutachten, die für sich allein genommen zumindest ansatzweise eine durchaus offene Interpretation erlauben würden, die vorstehenden Erwägungen und die Schlussfolgerung bezüglich der
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Staatsangehörigkeit nicht zu widerlegen vermögen. Demgemäss würden die Beschwerdeführenden ein insgesamt südanatolisch geprägtes Arabisch sprechen, das verschiedene Einflüsse enthalte und das auf eine Sozialisierung im türkisch-irakisch-syrischen Länderdreieck verweise, wozu auch die teilweise arabischsprachige Provinz J._ zähle. Zudem sei mit der Realität einer konspirativ, im Untergrund agierenden Gruppierung wie der PKK nicht vereinbar, dass diese den Beschwerdeführer während zweier Jahre rund 50 Mal ohne Erfolg kontaktiert hätten. Auch hätten die Beschwerdeführenden nicht über zwei Jahre mit der Ausreise zugewartet, wenn sie seit dem Sommer 1999 tatsächlich auf die geschilderte Weise drangsaliert worden wären.
4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird ausgeführt, die vom BFM  türkische Staatsangehörigkeit sei durch nichts belegt. Der  Entscheid könne genauso gut richtig wie falsch sein. Da dies letztlich nicht zu klären sei, gehe es vorliegend hauptsächlich um die Frage des Glaubhaftmachens. Diesen Begriff habe das BFM  angewendet und damit Bundesrecht verletzt. Vorliegend sei es eine durch nichts belegte Behauptung, dass es unwahrscheinlich sein soll, 20 Jahre illegal in der Türkei zu leben, mithin würde die  Verfügung diesbezüglich den rechtsstaatlichen Ansprüchen an die Begründungspflicht nicht genügen. Der Kriegs- beziehungsweise Ausnahmezustand habe nicht nur zu erhöhten Kontrollen geführt,  zu einer starken Isolation der Familien auf den Privatraum.  wäre auch, dass eine Entdeckung durch Bezahlung von  wieder habe vergessen gemacht werden können. Weiter sei zu berücksichtigen, dass die Behörden in der Osttürkei nicht die illegalen Ausländer, sondern die kämpfenden kurdischen Verbände vorwiegend im Visier gehabt hätten. Was die familiären Kontakte anbelange, so gäbe es durchaus gute Gründe dafür, dass die Beschwerdeführenden nicht mehr in Kontakt mit ihren Familien stehen würden. Schliesslich liege im Umstand, dass der Beschwerdeführer von seiner Herkunft her nicht zum kurdischen Umfeld gehöre, sein erhöhter Wert für die PKK. Insbesondere was Unterstützungsleistungen anbelange, erscheine der Beschwerdeführer bei allfälligen Kontrollen als grundsätzlich . Insgesamt habe die Vorinstanz den zentralen Punkt der Staatsangehörigkeit falsch beurteilt, weshalb ein fehlerhafter  getroffen worden sei.
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4.3 Die Abklärungen der Botschaft in Ankara haben ergeben, dass die Beschwerdeführenden dem Dorfvorsteher in dem von ihnen  Heimatdorf L._/I._ nicht bekannt sind. Ebenso sind die Beschwerdeführenden auch in den benachbarten Dörfern M._/N._ und O._ sowie den Mitgliedern des Ältestenrates von P._ nicht bekannt. Bei den Nüfusämtern von P._ und Q._ seien sie zudem nicht registriert, wobei auch möglich sei, dass diese Ämter nur die türkischen Bürger und nicht die Ausländer registrieren würden. Weiter sei bekannt, dass zahlreiche Familien syrischen, irakischen oder afghanischen Ursprungs in der Grenzregion leben würden ohne offiziell registriert zu sein. Dieser Umstand werde von den türkischen Behörden toleriert. Abschliessend wird in der Botschaftsantwort ausgeführt, das Dorf I._ heisse auf Türkisch L._. F._ sei der Name einer Gemeinde und P._ sei der Name des Hauptortes des Bezirkes zu welchem I._ gehöre. Q._ sei der Hauptort des benachbarten Bezirkes.
4.4 In der Stellungnahme zu diesen Abklärungen wird ausgeführt, das Ergebnis zeige mit aller Deutlichkeit auf, dass die  den asylbegründenden Sachverhalt im wesentlichen korrekt und glaubhaft dargelegt hätten. Dass die Beschwerdeführenden im  nicht bekannt seien, liege daran, dass die Fremden in der  nicht in die Dörfer gezogen seien, sondern sich ausserhalb  hätten. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass sich die Rechtsmitteleingabe nicht gegen Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung richte, wonach eine Wegweisung in den Irak ausgeschlossen sei.
4.5 Das BFM führte in der zweiten Vernehmlassung aus, es gehe  davon aus, dass es sich bei den Beschwerdeführenden um  Staatsangehörige handle. Im Lichte der gesamten Aktenlage  nicht, dass der Dorfvorsteher von L._ eine Familie namens A._ nicht kenne. Wie die einschlägigen Erfahrungen des BFM in ähnlich gelagerten Fällen gezeigt habe, würden  mit einer vorgeblichen irakischen, in Wirklichkeit jedoch , Staatsangehörigkeit dem BFM gegenüber nicht ihre  Personalien angeben, um so weitere Abklärungen zu . Vorliegend seien die einschlägigen Angaben der  zu ihren Lebensumständen und insbesondere zu ihren  Verhältnissen als offensichtlich unglaubhaft zu qualifizieren und würden einer gezielten Verletzung der Mitwirkungspflicht gleichkom-
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men, wiederum mit dem Zweck, weitere Abklärungen im familiären Umfeld zu verunmöglichen. Es könne zutreffen, dass im Südwesten der Türkei zahlreiche Familien ausländischer Herkunft wohnhaft seien, ohne formelle Registrierung und mit Duldung lokaler türkischen Behörden. Aus den dargelegten Gründen gehe das BFM indes davon aus, dass dies vorliegend nicht zutreffe. Es erscheine zudem bezeichnend, dass die Dorfvorsteher zweier Nachbardörfer erklärt hätten, dass in ihren Dörfern keine Ausländer wohnhaft seien und dass die Nachkommen der vor rund hundert Jahren eingewanderten Syrer und Iraker längstens die türkische Staatsangehörigkeit erworben hätten. Ferner sei festzuhalten, dass die Bundesanhörungen in türkischer Sprache durchgeführt worden seien. Dabei hätten sich keinerlei Verständigungsprobleme ergeben. Allein schon dieser Umstand erscheine geeignet, die geltend gemachte Biographie der Beschwerdeführenden in Frage zu stellen. Die als perfekt zu bezeichnenden türkischen Sprachkenntnisse würden auf eine Sozialisierung in einem (auch) türkischsprachigen Umfeld und auf einen regelmässigen Schulbesuch in einer in türkischer Sprache geführten Schule hinweisen.
4.6 4.6.1 Die Beschwerdeführenden rügen die Verletzung der , soweit das BFM geschlossen habe, es sei nicht , dass die Beschwerdeführenden 20 Jahre illegal in der Türkei  hätten.
4.6.2 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung , was sich entsprechend in der Entscheidbegründung  muss (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG sowie die weiterhin  Praxis der ARK in Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2004 Nr. 38 E. 6.3). Die Begründung soll es dem Betroffenen ermöglichen, den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten, was nur möglich ist, wenn sich sowohl der Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz über die Tragweite des Entscheides ein Bild  können (BGE 129 I 232 E. 3.2). Dabei muss sich die verfügende Behörde nicht ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen, sondern darf sich auf
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die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b). Die Begründungsdichte richtet sich nach dem Verfügungsgegenstand, den Verfahrensumständen und den Interessen des Betroffenen, wobei die bundesgerichtliche Rechtsprechung bei schwerwiegenden  in die rechtlich geschützten Interessen des Betroffenen - und um solche geht es bei der Frage der Gewährung des Asyls - eine  Begründung verlangt (BGE 112 Ia 110).
4.6.3 Vorliegend hat das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt, aus welchen Gründen es den  nicht glaube, dass sie während 20 Jahren illegal in der Türkei gelebt hätten. Namentlich hat es das Fehlen von Ausweisepapieren oder anderer Dokumente, die tatsächlichen Verhältnisse in der Provinz J._, die nicht glaubhaften fehlenden familiären Beziehungen, die mangelnden Arabischkenntnisse der Beschwerdeführerin und die sehr guten Türkischkenntnisse der Beschwerdeführenden sowie die nicht glaubhafte Bedrohung durch die PKK angeführt. Damit hat es in offensichtlich rechtsgenüglicher Weise dargelegt, aus welchen Gründen es die Vorbringen der Beschwerdeführenden als nicht glaubhaft erachtet. Entsprechend war es den Beschwerdeführenden denn auch möglich, sich über die Tragweite der Verfügung ein Bild zu machen und – wie die eingereichte Rechtsmitteleingabe zeigt – eine sachgerechte Beschwerdeschrift einzureichen. Das BFM hat demnach die Begründungspflicht nicht verletzt, mithin erweist sich die erhobene Rüge als unzutreffend.
4.7 4.7.1 Die Beschwerdeführenden haben seinerzeit beim Bezirksgericht K._ die Feststellung der irakischen Staatsangehörigkeit . In der Folge ersuchte das Bezirksgericht beim BFM und beim Bundesverwaltungsgericht um Einsicht in die Akten, insbesondere auch die Botschaftsanfrage und -antwort. Dem Ersuchen entsprach sowohl das BFM als auch das Bundesverwaltungsgericht. Mit  vom 6. Juni 2007 stellte das Bezirksgericht K._ fest, die Beschwerdeführenden seien irakische Staatsangehörige. Da die  vom 6. Juni 2007 keine Begründung enthielt, ersuchte das  um Zustellung derselben. Mit Schreiben vom 8. Mai 2008 teilte das Bezirksgericht mit, der Entscheid sei ohne  ergangen; er sei aufgrund der vom BFM sowie dem  zugestellten Akten gefällt worden. Das Bezirksgericht stellte seinen Entscheid demnach nicht auf eigene, sondern auf die
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ihm zugestellten Protokolle sowie die Botschaftsanfrage und -antwort ab und damit nicht auf sämtliche, dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten des erstinstanzlichen und Rekursverfahrens. Vor diesem Hintergrund kann der Entscheid des Bezirksgerichts für das Bundesverwaltungsgericht keine bindende Wirkung entfalten. Insoweit vermögen die Beschwerdeführenden aus der Feststellungsverfügung des Bezirksgerichts vom 6. Juni 2007, wonach sie irakische Staatsangehörige seien, für das vorliegenden Beschwerdeverfahrens nichts zu ihren Gunsten für sich abzuleiten.
4.8 4.8.1 In der Rechtsmitteleingabe halten die Beschwerdeführenden daran fest, entgegen der vorinstanzlichen Würdigung hätten sie  dargelegt, nicht Staatsangehörige der Türkei zu seien. Damit  sie die Verletzung von Bundesrecht.
4.8.2 Wie in der Beschwerdeschrift zu Recht festgestellt wird, geht es
vorliegend um die Frage des Glaubhaftmachens. Nach konstanter
Rechtsprechung ist die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht,
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit für gegeben hält. Vorbringen sind dann glaubhaft, wenn sie ge-
nügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen
sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punk-
ten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und
auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widerspre-
chen. Darüber hinaus muss der Gesuchsteller persönlich glaubwürdig
erscheinen. Glaubhaftmachen bedeutet ferner – im Gegensatz zum
strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus
Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Ge-
suchstellers. Es ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl.
die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1993 Nrn. 11 und
21, 1994 Nr. 5 sowie 1996 Nrn. 27 und 28).
4.8.3 Vorweg ist festzuhalten, dass nach den Erkenntnissen des Bun-
desverwaltungsgerichts grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden
kann, dass eine Person über Jahre hinweg illegal in der Türkei leben
kann und nie kontrolliert wird.
4.8.4 Die Beschwerdeführenden machten anlässlich der  in der Empfangsstelle geltend, sie stammten aus F._.  der kantonalen Anhörung gaben sie zu Protokoll, aus I._“ zu kommen. Auf die Unstimmigkeit angesprochen, erklärte
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der Beschwerdeführer I._ gehöre zu F._. F._ sei die arabische Bezeichnung für das Dorf. Auf Türkisch werde es P._ genannt (vgl. A22 S. 18).
Die Abklärungen vor Ort haben indes ergeben, dass das Dorf I._ auf Türkisch L._ genannt wird, F._ eine Gemeinde und P._ eine Bezirksstadt ist. Insoweit bestehen erste Zweifel an den Aussagen der Beschwerdeführenden. Denn unabhängig vom Bildungsstand eines Asylgesuchenden darf von ihm erwartet werden, dass er seinen Herkunftsort – auch in verschiedenen Sprachen – ohne weiteres korrekt wiederzugeben vermag. Weiter hat die Nachfrage ergeben, dass die Beschwerdeführenden dem Muhtar von I._, welcher selbst arabischer Ethnie ist und sein Amt seit 1999 ausübt, nicht bekannt sind. Dies erstaunt aus mehreren Gründen. Laut den Aussagen der Beschwerdeführerin ist sie seinerzeit mit ihrer Mutter zu ihrer bereits in I._ lebenden Grossmutter väterlicherseits gereist. Sodann haben die Beschwerdeführenden im Jahre 1994 in I._ geheiratet und seither im Haus Nr. (...) gelebt (vgl. A21 S. 7). Ferner hat die Beschwerdeführerin zu Protokoll gegeben, den Muhtar von I._ vom Sehen zu kennen und dass man sich gegenseitig gegrüsst habe (vgl. A33 S. 9). Auch ist i._ laut den übereinstimmenden Angaben der Beschwerdeführenden ein kleiner Ort mit rund 50 Häusern (vgl. A34 S. 3), mithin kann davon ausgegangen werden, dass sich die Einwohner gegenseitig kennen. Im Weitern haben die Abklärungen vor Ort ergeben, dass die  auch in den benachbarten Dörfern M._/N._ und O._ nicht bekannt sind. Zudem haben die Dorfvorsteher beider Ortschaften ausgesagt, in ihren Dörfern seien keine Ausländer wohnhaft (gewesen) und die Nachkommen der vor rund hundert Jahren eingewanderten Syrer und Iraker seien längst türkische Staatsangehörige. Schliesslich sind die Beschwerdeführenden auch den Mitgliedern des Ältestenrates von P._ nicht bekannt. In der Stellungnahme zum Abklärungsergebnis wenden die Beschwerdeführenden ein, es erstaune nicht, dass sie im Heimatdorf nicht bekannt seien, da sie sich ausserhalb des Dorfes niedergelassen hätten. Dieses Vorbringen ist mit den persönlichen Aussagen der Beschwerdeführenden nicht vereinbar und muss daher als nachgeschoben und damit nicht glaubhafte Sachverhaltsanpassung qualifiziert werden. In Anbetracht der vorstehenden Erwägungen bestehen ernsthafte Zweifel an der
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geltend gemachten Herkunft der Beschwerdeführenden aus dem Dorf I._.
Diese Zweifel werden weiter dadurch bestärkt, dass die  keine auch nur ansatzweise konkreten Angaben zu ihrem persönlichen Umfeld gemacht haben. Namentlich wollen sie seit  weder Kontakt zur Familie des Beschwerdeführers noch derjenigen der Beschwerdeführerin gehabt haben beziehungsweise haben. Dass die Beschwerdeführenden zu beiden ihrer Herkunftsfamilien nicht mehr in Kontakt stehen, erscheint in jeder Hinsicht als realitätsfremd. Zudem vermögen die Beschwerdeführenden die Umstände, die zum Fehlen jeglicher familiären Beziehung führten nicht im Ansatz  darzutun. Ihre diesbezüglichen Vorbringen wirken stereotyp  ohne jegliche persönliche Betroffenheit. Überdies entspricht eine derartige Isolation einer Familie in keiner Weise der Soziokultur der arabischen oder der türkischen Gesellschaft. In der  wird zwar eingewendet, dies sei eine Folge des Kriegs-  Ausnahmezustandes und der damit verbundenen  Kontrollen. Eine solche Aussage haben die Beschwerdeführenden im Rahmen ihrer je drei Befragungen nie gemacht, mithin ist auch  Erklärungsversuch als unbehelfliche nachträgliche  zu bewerten. Soweit die Beschwerdeführenden in der Rechtsmitteleingabe ausführen, es gebe durchaus gute Gründe dafür, dass sie keinen Kontakt mit ihren Familien hätten, so vermögen sie aus dieser blossen durch nichts substanziierten Behauptung nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Aufgrund der vorstehenden Darlegungen muss deshalb davon ausgegangen werden, dass die  mit der Verneinung jeglicher familiärer Beziehungen gezielt  vor Ort verhindern wollten beziehungsweise verhindert haben. Insoweit haben sie sich – nebst dem Umstand, dass ihnen  Vorbringen nicht geglaubt werden können – eine Verletzung der in Art. 8 AsylG statuierten Mitwirkungspflicht vorwerfen zu lassen.
Zur Begründung ihres Asylgesuchs machen die Beschwerdeführenden geltend, der Beschwerdeführer sei zwischen 1999 und der Ausreise im Jahre 2001 rund 50 Mal von Mitgliedern der PKK – unter Schlägen oder der Androhung der Entführung der Kinder – aufgefordert worden, ihnen in die Berge zu folgen, was er indes abgelehnt habe. Dieses  ist bereits vom BFM in der angefochtenen Verfügung als nicht glaubhaft bewertet worden. In der Rechtsmitteleingabe wird dazu , der Beschwerdeführer stelle aufgrund seiner ethnischen Zu-
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gehörigkeit, und weil er nicht aus dem kurdischen Umfeld stamme, einen erhöhten Wert für die PKK dar. Dieser Einwand mag eine  Berechtigung haben. Indes ist er vorliegend nicht geeignet, die  vom BFM in diesem Zusammenhang aufgeführten Zweifel zu . Die von den Beschwerdeführern geschilderte Verhaltensweise der PKK ist als absolut realitätsfremd und damit als nicht glaubhaft zu qualifizieren. Namentlich ist nicht nachvollziehbar, dass die PKK eine Person über rund zwei Jahre hinweg in Abständen von wenigen  erfolglos zur Unterstützung angeht. Dies um so mehr, als es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen Kurden handelt, sondern um einen ethnischen Araber, der sich wohl kaum der „kurdischen Sache“ verbunden fühlt. Hätten die Beschwerdeführenden sodann die  angedrohte Kindesentsführung ernst genommen, hätten sie mit Sicherheit nicht zwei Jahre zugewartet, bis sie ihr Dorf verlassen . Damit ist es den Beschwerdeführenden auch nicht gelungen glaubhaft zu machen, dass der Beschwerdeführer seitens der PKK in asylrelevanter Weise bedroht wurde.
4.8.5 Hinzu kommt, dass das Bundesverwaltungsgericht auch  an der persönlichen Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführenden zweifelt. Aufgrund der Akten ergibt sich, dass die  offenbar entgegen ihren Angaben anlässlich der Erstbefragung sehr gut Türkisch sprechen (Beschwerdeführer: A1, S. 2, mittel; : A2, S. 2, wenig) . Im Rahmen der Erstbefragung der Beschwerdeführerin wurde zunächst festgestellt, dass sie nicht  Arabischkenntnisse besitze, als dass es sich dabei um ihre  handeln könne. Gleichzeitig hat sich bereits damals , dass die Beschwerdeführerin fliessend Türkisch spricht (A7). Zu Beginn der kantonalen Anhörung wurde erneut festgestellt, dass die Beschwerdeführerin nicht sehr gut Arabisch spreche. Auf die Frage, welches ihre Muttersprache sei, antwortete sie „Arabisch“. Weiter  sie, nur wenig Türkisch zu können und wünschte in „Arabisch“ befragt zu werden (A21, S. 4). Zudem hat das Lingua-Gutachten , dass die Beschwerdeführerin fliessend Türkisch spricht (A19, S. 3). Was den Beschwerdeführer anbelangt, so wurde auch bei ihm  anlässlich der Erstbefragung festgestellt, dass sein Arabisch  seiner Sprachkenntnisse nicht als dessen Muttersprache  werden könne (A8). Schliesslich wurden die ergänzenden  der Beschwerdeführenden durch das BFM in türkischer  durchgeführt. Dabei kam es offensichtlich weder beim  noch bei der Beschwerdeführerin zu irgendwelchen Verstän-
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digungsschwierigkeiten. Jedenfalls sind den Protokollen keine  Hinweise zu entnehmen. Auch der zur Sicherstellung eines einwandfreien Verfahrens anwesende Hilfswerksvertreter hat keine sprachlichen Probleme ausgemacht. Demnach ist festzustellen, dass die Beschwerdeführenden über sehr gute Kenntnisse der türkischen Sprache verfügen. Diese Tatsache drängt zum einen den Schluss auf, dass die Beschwerdeführenden nicht (nur) in einem arabischsprachigen Umfeld, sondern insbesondere (auch) in einem türkischsprachigen Umfeld sozialisiert wurden, zum andern, dass sie entgegen ihren Angaben über eine Schulbildung verfügen müssen. Denn anders lassen sich derart gute Sprachkenntnisse nicht erklären. Jedenfall überzeugt die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe ihre Türkischkenntnisse durch das Fernsehen erworben, in Anbetracht der vorstehenden Darlegungen, nicht.
4.8.6 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerdeführenden weder ihre Herkunft noch ihre Asylgründe glaubhaft machen konnten. Zudem bestehen aufgrund ihrer sehr guten türkischen Sprachkenntnisse und der im Verhältnis dazu wenig guten Arabischkenntnisse auch erhebliche Zweifel an ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit. Vor diesem Hintergrund ist es für das  – wie bereits für die Vorinstanz – insgesamt nicht , dass die Beschwerdeführenden während 20 Jahren illegal in der Türkei gelebt haben. Vielmehr ist aufgrund der vorstehenden  davon auszugehen, dass es sich bei den Beschwerdeführenden tatsächlich um türkische Staatsangehörige arabischer Ethnie handelt. Diesen Schluss haben sich die Beschwerdeführenden um so mehr entgegenhalten zu lassen, als sie bis heute keinen einzigen Beleg für die von ihnen behauptete irakische Staatsangehörigkeit beigebracht haben.
4.9 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die  keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen konnten und nicht als Flüchtlinge anerkannt werden können. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren  im Einzelnen näher einzugehen, da sie am festgestellten Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Das BFM hat somit zu Recht festgestellt, die Beschwerdeführenden erfüllten die  nicht, und ihre Asylgesuche abgelehnt.
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5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung in die Türkei wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
5.3 Unter Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung hat das BFM , eine Wegweisung in den Irak werde ausgeschlossen. Diese  haben die Beschwerdeführenden nicht angefochten, weshalb sie bereits in Rechtskraft erwachsen ist. Weiter Ausführungen erübrigen sich daher.
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). Sind von einem allfälligen  Kinder betroffen, so bildet im Rahmen der  das Kindeswohl einen Gesichtspunkt von gewichtiger . Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des  (KRK, SR 0.107). Unter dem Aspekt des Kindeswohls sind  sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im  auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. die noch zu Art. 14a Abs. 4 ANAG erfolgte und weiterhin zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 2005 Nr. 6). In Bezug auf das Kindeswohl können
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namentlich folgende Kriterien im Rahmen einer gesamtheitlichen  von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähigkeit) seiner Beziehungen, Eigenschaften seiner Bezugspersonen (insbesondere Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose bezüglich Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. Gerade letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung in der Schweiz kann eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs haben, indem eine starke Assimilierung in der Schweiz eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1998 Nr. 31 S. 260 f.).
6.3 6.3.1 Die Beschwerdeführenden sind mit ihre Tochter C._ im Oktober 2001 in die Schweiz eingereist. Die Familie hält sich demnach seit bald acht Jahren hier auf. Im Zeitpunkt der Einreise war C._ 6-jährig. Während des Aufenthalts der Beschwerdeführenden in der Schweiz wurde am 18. Mai 2000 der Sohn D._ und am 16. Juli 2002 der Sohn E._ geboren. Heute ist C._ vierzehn, D._ neun und E._ sieben Jahre alt.
6.3.2 Aufgrund des Alters von C._ im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz ergibt sich, dass sie ihre gesamte bisherige schulische Ausbildung hier durchlaufen hat. Mit der Einschulung in der Schweiz hat sie Schweizer Dialekt und Hochdeutsch erlernt und sich zusehends an die schweizerische Lebensweise assimiliert beziehungsweise ist sie insbesondere durch den Besuch der Schule in erheblichem Mass durch das hiesige kulturelle und soziale Umfeld geprägt worden. Es ist auch davon auszugehen, dass sie in den vergangenen Jahren ein eigenes persönliches Beziehungsnetz aufgebaut hat. Demgegenüber wird sie kaum über die – namentlich
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schriftlichen – Kenntnisse der türkischen Sprache verfügen, welche für eine erfolgreiche Eingliederung ins Schulsystem in der Türkei vorauszusetzen wären. Auch wird sie aufgrund der langjährigen Abwesenheit kaum Kontakte zu anderen gleichaltrigen Jugendlichen in der Türkei haben. Angesichts dessen sowie der kulturellen Differenzen zwischen der Schweiz und der Türkei wäre ihre Reintegration in der Türkei in erhöhtem Mass in Frage gestellt. Bei dieser Sachlage besteht für C._ somit die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in der Schweiz einerseits und die sich gleichzeitig abzeichnende Problematik einer Reintegration in die ihr weitgehend fremde Kultur und Umgebung in der Türkei andererseits zu starken Belastungen in ihrer weiteren Entwicklung führen würden, die mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls nicht zu vereinbaren wären.
6.3.3 Was die zwei andern Kinder der Beschwerdeführenden , ist festzustellen, dass sie beide hier in der Schweiz geboren wurden, mithin keinen Bezug zur Türkei haben. D._ ist zwischenzeitlich neunjährig und besucht ebenfalls die Primarschule. Insoweit hat auch er mit der Einschulung den Schweizer Dialekt und Hochdeutsch erlernt und sich an die schweizerische Lebensweise zu assimilieren begonnen beziehungsweise wurde auch er durch den Besuch der Schule bereits in einem gewissen Mass durch das hiesige kulturelle und soziale Umfeld geprägt. Sein persönliches Beziehungsnetz kann indes noch nicht mit dem seiner älteren Schwester verglichen werden. Allerdings wäre auch für D._ ein Vollzug der Wegweisung aus der Schweiz mit einer gewissen Entwurzelung verbunden, wie gleichermassen eine Integration für ihn in der Türkei als nicht ganz einfach zu erachten wäre. Insoweit würde ein Vollzug der Wegweisung auch bei D._ zu einer gewisse Belastungen in seiner weiteren Entwicklung führen, welche letztlich mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls nicht zu vereinbaren wäre. E._ schliesslich steht aufgrund seines Alters erst vor der Einschulung. Er ist noch stark von seinem familiären Umfeld abhängig und geprägt. Für ihn würde ein Vollzug der Wegweisung wohl am wenigsten eine Entwurzelung bedeuten. Im Ergebnis ist demnach festzustellen, dass insbesondere für C._, aber auch für ihren jüngeren Bruder D._ der Vollzug der Wegweisung in die Türkei als unzumutbar zu beurteilen ist. C._ und D._ sind demnach in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
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6.4 Gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG ist beim Vollzug der Wegweisung der Anspruch auf Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG) zu . Aufgrund dieser Bestimmung führt die vorläufige Aufnahme eines Familienmitglieds in der Regel zur vorläufigen Aufnahme der ganzen Kernfamilie (vgl. EMARK 1995 Nr. 24 E. 10 f.). Aufgrund der Akten ist festzustellen, dass es den Beschwerdeführenden bislange nicht gelungen ist, sich in der Schweiz insoweit zu integrieren, als sie festen Anstellung finden konnten und damit für den Unterhalt der Familie selber aufkommen können. Dementsprechend haben die Beschwerdeführenden hohe Fürsorgekosten verursacht. Da die Beschwerdeführenden im Übrigen nicht negativ in Erscheinung getreten sind, rechtfertigt es sich vorliegend dennoch, das Interesse der gesamten Familie an einem Verbleib in der Schweiz höher zu gewichten als das öffentliche Interesse am Vollzug der Wegweisung. Deshalb sind die Beschwerdeführenden sowie E._ ebenfalls in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
6.5 Die drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der  (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind  Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der  als undurchführbar zu betrachten und die weitere  in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2). Gegen eine allfällige Aufhebung der  Aufnahme durch die Vorinstanz steht den (ab- und ) Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an das  offen (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG),  in jenem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes  nach Massgabe der dannzumal herrschenden Verhältnisse (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 27) von neuem zu prüfen sind.
6.6 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der per 1. Januar 2007 erfolgten Gesetzesänderung eine vorläufige Aufnahme gestützt auf den früheren aArt. 44 Abs. 3 AsylG nicht mehr zu prüfen ist.
7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Bundesamt zur Recht festgestellt hat, die Beschwerdeführenden erfüllten die  nicht, die Asylgesuche abgelehnt und die Wegweisung in
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die Türkei verfügt hat. Demgegenüber erweist sich der angeordnete Vollzug der Wegweisung als nicht zumutbar. Die Verfügung der  vom 12. Januar 2005 ist daher betreffend die Ziffern 5 und 6 des Dispositivs aufzuheben und das BFM anzuweisen die  und ihre drei Kinder in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären den Beschwerdeführenden die hälftigen Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Gestützt auf Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist jedoch auf die Auferlegung von  zu verzichten. Das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ist damit  geworden.
8.2 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine  für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG). Obsiegt die Partei nur teilweise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE).
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hat keine Kostennote eingereicht. Auf die Nachreichung einer solchen kann vorliegend  werden. Da die Beschwerde nur teilweise gutgeheissen wird und vorliegend im Wesentlichen die Umstände der Tochter C._ und des Sohnes D._ der Beschwerdeführenden ausschlaggebend für die Teilgutheissung waren, ist die Parteientschädigung von Amtes wegen auf pauschal Fr. 500.-- festzusetzen (inkl. Auslagen und MWSt). Das BFM ist anzuweisen, diesen Betrag den Beschwerdeführenden als Parteientschädigung auszurichten.
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