Decision ID: 19b6f255-a50b-4d9c-b4bc-7336b3f95d53
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
war als Maurer bei der
Y._
GmbH in
Z._
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der
Schweizeri
schen Unfallversicherungsanstalt (
Suva
)
obligatorisch unfallversichert, als er am 20. Februar 2012
bei Glatteis auf einer Leiter
ausrutschte und auf zwei Armie
rungseisen stürzte,
welche den
rechten Oberschenkel durchdrang
en
und stecken blieben
.
Vom 20.
b
is 25. Februar
2012
war er zwecks Fremdkörperentfernung und Wundpflege hospitalisiert.
Die
S
uva kam für die Heilbehandlung auf und richtete bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % Taggelder aus. Mit Verfügung vom 14. September 2012 stellte
sie die
Taggeldleistungen per 1. Dezember 2012 ein
(
Urk.
7/85)
. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Suva
mit
Einsprache
entscheid
vom 19.
November 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen
liess
X._
mit Eingabe vom 6. Dezember 2012
Beschwerde
erheben
und die Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentschei
des
und die Feststellung, dass er auch über den 1. Dezember 2012 hinaus An
spruch auf Taggelder habe
, beantragen
. Zudem
liess
er die Zusprechung einer Rente in der Höhe von mindestens 50 % und eventualiter die Rückweisung der Sache an die Suva zur weiteren Abklärung und die Einholung eines neutralen ärztlichen Gutachtens
beantragen
. Zur Begründung
liess
er im Wesentlichen
vor
bringen
, er sei über den 1. Dezember 2012 hinaus arbeitsunfähig gewesen
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort
vom 28. Januar 2013
schloss
die Suva auf Ab
weisung der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten sei
(
Urk.
6).
Mit R
eplik vom 2
2.
Februar 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest
.
In der Begründung verwies er auf den kreisärztlichen Bericht vom 29. Januar 2013 (
Urk.
11/1) und führte aus, der Umstand, dass der Kreisarzt ein MRI veranlasst habe, zeige, dass noch keine vollständige Arbeitsfähigkeit vorliege, weshalb auch
die Rentenfrage zu prüfen sei
(
Urk.
10).
Mit Duplik vom 2
2.
März 2013 hielt die Beschwerde
-
gegnerin dagegen, der Beschwerdeführer verkenne, dass
die krei
särztliche Untersuchung
und allfällige weitere Abklärungen der Klärung der Frage dien
t
e
n
, ob weiterhin
Heil
behandlungs
kosten
zu übernehmen seien. Streit
-
gegenstand
im Beschwerdeverfahren
sei
nur
die
Frage, ob der Beschwerdeführer
i
n seiner angestammten Tätigkeit wieder voll arbe
its
fähig
sei, sodass
die Taggelder zu Recht per 1. Dezember 2012 eingestellt worden seien (
Urk.
14).
Auf
die
we
itere Begründung
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich
in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
urteilsvoraussetzung
, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
Mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
schützte die Beschwerdegegnerin die am 14. September 2012 verfügte Einstellung der Taggelder per 1. Dezember 2012
mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei ab diesem Zeitpunkt auch im angestammten Beruf wieder zu 100 % arbeitsfähig
gewesen
. Dementspre
chend hatte sie keinen Anlass, die Rentenfrage zu prüfen. Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren ist daher nur die Frage, ob die Einstellung der
Taggeld
leistungen
zu Recht erfolgte.
Soweit der Beschwerdeführer die Zusprechung einer Invalidenrente beantragt, ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten.
2.
2.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG), so hat sie gemäss Art. 16
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlan
gung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16
Abs.
2 UVG).
2.2
Arbeitsunfähigkeit
ist
gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande
ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
3.
3.1
Dem Operationsbericht des
A._
vom 2
2.
Februar 2012 lässt sich entnehmen, dass weder für
ossäre
noch Gefäss- oder
Nervenläsi
onen
Anzeichen bestanden (
Urk.
7/31). Anhand der Berichte des
A._
vom 2
4.
Februar 2012 ist
ersichtlich, dass die Heilung relativ rasch und komplikati
onslos erfolgte und weder Knochen noch die Hauptarterien verletzt
worden waren
. Der Beschwerdeführer sei in gutem Allgemeinzustand und schmerzarm nach Hause entlassen worden. Bei
m
Austritt hätten reizlose Wundverhältnisse und eine peripher erhaltene Durchblutung, Motorik und Sensibilität bestanden. Der Beschwerdeführer sei selbständig ohne Gehhilfe bei erlaubter Vollbelastung
mobil
gewesen (
Urk.
7/16 S. 2 und 7/23 S. 4). Am
2.
März 2012 wurde im
A._
anlässlich der
angiologischen
Abklärung inkl. Duplex-Sonografie eine normale Ruhedurchblutung im rechten Bein festgestellt. Es zeigten sich ein normaler Blutdruck und palpable periphere Pulse. Die
Arteria
femoralis
superficialis
sei im gesamten Verlauf durchgängig ohne Nachweis einer Verletzung (
Urk.
7/21). Im Bericht des
A._
vom 1
5.
März 2012 wurden weder
Infektzeichen
noch An
zeichen für eine Retention festgestellt. Der Beschwerdeführer habe diffuse
Druckdolenzen
angegeben, jedoch sei die
Trophik
regelrecht. Die geklagten Schmerzen konnten anhand der noch nicht abgeschlossenen Heilung der ver
letzten Weichteile
erklärt werden. Der Heilverlauf zeig
e sich indes zeitgerecht und unauffällig. Eine Bildgebung sei nicht notwendig (
Urk.
7/35). Auch der Kreisarzt,
Dr.
med.
B._
, stellte am 20. April 2012 fest, dass der Beschwer
deführer keine knöchernen Verletzungen erlitten ha
b
e.
Er
wies zudem darauf hin, dass die Wundheilung trotz der Diabetes-Erkrankung des Beschwerdefüh
rers komplikationslos
verlaufen sei
(
Urk.
7/33). Die letzte Konsultation im
A._
fand
nach notfallmässiger Selbsteinweisung am
8.
Mai 2012 im
A._
statt. Dabei ergab sich nach erneuten
angiologischen
Tests wiederum ein unauffälli
ges Beinvenen- und Durchblutungssystem und es zeigten sich keine Hinweise auf eine Gefässverletzung (
Urk.
7/49). Es wurden keine weiteren Behandlungen geplant. Mitte Mai 2012 beendete der Beschwerdeführer auch die Physiothera
pie.
Die Wunden waren Ende Juni verheilt (vgl. Protokoll über das
Standort
gespräch
vom 2
7.
Juni 2012;
Urk.
7/55).
3.2
Vom 1
2.
Juli bis zum
3.
August 2012 hielt sich der Beschwerdeführer in der
C._
auf. Im Austrittsbericht vom
6.
August 2012 gaben die Ärzte
die Diagnosen (Status nach) Penetrationsverletzung mit 2 steckengeblie
benen Armierungseisen Oberschenkel rechts, chronische koronare Herzkrank
heit, Diabetes mellitus Typ
II und
Hypercholesterinämie
an.
Sie hielten fest, gesamthaft betrachtet könne man aufgrund der Diagnosen sowie der klinischen
Befunde die präsentierten Beschwerden und Funktionseinschränkungen mehr
heitlich nicht erklären. Sie würden das Beschwerdebild im Rahmen eines Status nach Weichteilverletzung ohne
ossäre
Läsionen bzw. Gefässläsionen interpre
tieren, welches durch eine Tendenz mit Schon- und Vermeidungsverhalten sowie eine allgemeine
Dekonditionierung
mit unterhalten werde.
Empfehlens
wert
sei
ein möglichst rascher Stockabbau, was jedoch durch die Überzeugung des
Beschwerdeführers
, dass er einen Stock benötige, er
sch
wert sei. Als weitere Therapie empfahlen sie ein sukzessives Aufbautraining der Muskulatur der unteren Extremitäten. Sollte keine Veränderung des Verhaltens stattfinden, sähen sie die schon eingesetzte
Chronifizierung
als sich weiter festigend. Die Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm w
ürden
auf eine mässige Symptomausweitung hin
weisen
. Die Beschreibung
der Schmerzen sei differenziert
, das Schmerzverhalten nicht ganz adäquat
, d
as Leis
tungs
verhalten des Beschwerdeführers schlecht
, die Konsistenz gut
und d
as Verhalten des Beschwerdeführers bezüglich Rehabilitation
nicht optimal gew
e
sen
. Es sei davon auszugehen, dass er bei gutem
Effort
bessere Leistungen
hätte
erbringen könn
en
, als er bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm gezeigt habe.
Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen im Behandlungs
-
programm. Sie erfolge aus unfallkausaler Sicht. Die Tätigkeit als Bauarbeiter sei aktuell nicht zumutbar. Die Anforderungen seien zu hoch
. Die Tätigkeit sei
schwer
, ganztags gehend/stehend
. Leichte bis mittelschwere Arbeit sei zumut
bar. Im weiteren Verlauf (2 – 3 Monate) sei eine Belastungssteigerung bis auf schwere Arbeit zu erwarten. Sie empfahlen
,
den gleichen Arbeitsplatz beizube
halten. Aus medizinisch-theoretischer Sicht sei zur Anpassung und Angewöh
nung ab Anfang September 2012
eine Arbeit zu 50
%
im Betrieb
wieder aufzu
nehmen.
Eine weitergehende Einschränkung der Belastbarkeit lasse sich medi
zinisch-theoretisch nicht begründen.
Weil der Beschwerdeführer sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle, sei eine Begleitung empfehlenswert. Sie seien sehr skeptisch, ob es dem Beschwerdeführer gelinge, die attestierte Arbeitsfähigkeit auch umzusetzen. Die Prognose
sei
seh
r
unsicher
(
Urk.
7/77 S.
1-3).
4.
4.1
In formeller Hinsicht genügt der Austrittsbericht der
C._
den vom Bundesgericht an einen medizinischen Bericht oder ein Gutachten gestell
ten Anforderungen
(vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1 bzw. 125 V 351
E
. 3)
.
Denn e
r
ist
für die streitigen Belange umfassend, beantwortet
d
ie massgebliche
versi
cherungsrechtliche
Frage
der
verbliebene
n
Leistungsfäh
ig
keit
,
berücksichtigt die
Aktenlage, die Klagen des Beschwerdeführers
sowie
die eigenen Untersuchungs- und Beobachtungsergebnisse
und bezieht diese in die Beurteilung mit ein
.
4.2
Auch in materieller Hinsicht überzeugt der Bericht der
C._
und insbesondere die darin gestellte Prognose, nach 2 bis 3 Monaten sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Bauarbei
ter/Maurer
auszugehen.
Zu Recht ist
von nicht erklärbaren Klagen des Beschwerdeführers und v
on Selbstlimitation die Rede
.
Anhand der
Testergeb
nisse
(
Urk.
7/77 S. 8) ist ersichtlich,
dass der Beschwerdefüh
r
er das Erzielen ernst zu nehmender
Resultate
durch sein eigenes Verhalten verhinderte.
Eine medizinisch-theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit kommt nur dann nicht in Frage, wenn sich der Beschwerdeführer keine
Schadenminderungs
pflicht
entgegenhalten lassen muss. Insofern ist der Hinweis des Beschwerde
führers auf BGE 114 V 281 E. 1c
unbehelflich
, weil dort die
Schadenminde
rungspflicht
, anders als hier, kein Thema war (
Urk.
1 S. 4). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus medizinisch-theoretischer Perspektive und unter Berück
sichtigung der Beobachtungen durch die Ärzte während des Klinikaufenthaltes ist damit nicht zu beanstanden
.
Anders lässt sich
hier
keine
brauchbare
Aussage zur Arbeitsfähigkeit
ermitteln
.
Ebenfalls nachvollziehbar ist anhand der geschilderten Umstände, dass die Ar
beitsfähigkeit ca. vier Monate nach
dem
Klinikaufenthalt wieder
auf
100
%
ver
anschlagt wurde
.
4.3
Die medizinischen Akten zeigen, dass der Heilungsprozess spätestens im Juni 2012 abgeschlossen war.
Die 50
%
ige Arbeitsfähigkeit ab 1.
September
2012
wurde ausschliesslich deshalb attestiert, weil sich der Beschwerdeführer selbst für voll arbeitsunfähig hielt und sich erst wieder an den Eintritt in d
en Arbeits
markt gewöhnen sollte.
Diese Umstände
wurden, obwohl nicht unfall
bedingt, berücksi
chtigt,
was
grosszügig
erscheint
.
Daran vermögen weder
die Kurzberichte des Hausarztes
med.
pract
.
D._
,
der
ohne weitere Begründung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 2
0.
Februar 2012 bis auf
W
eiteres
(
Urk.
7/82 und 7/96)
attestierte, noch die
vom Beschwerdefüh
rer geklagte (subjektive) Überzeugung, er könne nicht wieder in seine
r
ange
stammten Tätigkeit arbeiten (vgl.
Urk.
1 S. 4),
etwas zu ändern. Die
Hausarztbe
richte
erfüllen die bundesgerichtlichen Anforderungen an beweiskräftige Gut
achten offensichtlich nicht, weil sie ohne Begründung von der fachärztlichen Meinung abweichen, und der
Entscheid, ob die Beschwerdegegnerin über den
1.
Dezember 2012 hinaus Versicherungsleistungen ausrichten muss, hat sich auf objektive Angaben zu stützen
, und nicht
auf die Meinung des Beschwerde
führers
,
hätte er es doch durch sein Verhalten in der Hand, jederzeit Leistungen
zu erwirken. Die Sichtweise der behandelnden Fachärzte des
A._
und der
C._
ist objektiver Natur
und überzeugend, und sie berücksich
tigte die Klagen des Beschwerdeführers
, weshalb darauf abzustellen ist.
4.4
Damit ist
die Beschwerdegegnerin
ihrer Abklärungspflicht in genügendem
Mass
nachgekommen. D
as Resultat
er
gibt
keinen weiter
e
n Abklärungsbedarf
(antizi
pierte Beweiswürdigung, BGE
124 V 90 E. 4b)
. Dass die zumutbare physische Leistung nicht eingehender abgeklärt werden konnte, is
t der dokumentierten Selbstlimitierung
des Beschwerdeführers zuzuschreiben. Es ist
demnach
nicht zu beanstanden, wenn die S
uva aufgrund medizinisch-theoretischer
Ü
berlegungen davon ausgegangen ist
, es liege
ab
1.
September 2012 eine 50%ige und ab
1.
Dezember 2012
eine volle
Arbeitsfähigkeit
in der bisherigen oder einer ver
gleichbaren Tätigkeit vor, und die
Taggeldleistungen
ab d
iesem Zeitpunkt
ein
stellte
.
4.
5
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe s
ich zwischenzeitlich bei der Arbeitslosenversicherung
angemeldet und bemühe sich um eine körperlich leichte Arbeit, weshalb ihm eine Anpassungszeit von mindestens 5 Monaten zu gewähren sei (
Urk.
1 S. 4), ist ihm entgegenzuhalten, dass die Übergangsfrist überhaupt nur einzuräumen ist, wenn eine leidensangepasste Tätigkeit gesucht werden muss
(RKUV 2000
Nr. KV 112 S. 122, K 14/99 E. 3
;
RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394
;
BGE 114 V 281
E. 5b; Urteil
des Bundesgerichts
8C_803/2010
vom
1
7.
Dezember 2010
).
Dies ist hier nicht der Fall. Er ist für die angestammte Tätigkeit a
b 1.
Dezember 2012
wieder voll arbeitsfähig. Die Beschwerdegegnerin hat bis Ende November 2012 Taggelder in
der Höhe von 100
%
ausbezahlt, eine weitere Leistungspflicht besteht nicht
.
Auch sein Einwand, das Suchen einer leidensangepassten Tätigkeit sei ihm nicht mehr zuzumuten (
Urk.
1 S. 4), verfängt schon deshalb nicht, weil ihm auch die angestammte Tätigkeit uneingeschränkt wieder zuzumuten ist. Zudem ist das Bundesgericht in dieser Frage streng. Es nimmt
regelmässig
eine Unzumutbar
keit frühestens ab dem 6
1.
Altersjahr an (
BGE 138 V 457 E. 3 mit Hinweisen
).
4.6
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich nach dem Gesagten als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.