Decision ID: 20591217-c9d8-465f-a5cd-9cae3f379469
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. (geb. 1971) besitzt den Führerausweis der Kategorie B seit November 1989.
Wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand – er hatte am 16. November 2007 mit einer
anhand eines Atemlufttests ermittelten Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,59
Gewichtspromillen einen Personenwagen gelenkt – wurde er am 20. Dezember 2007
verwarnt. Am 11. November 2012 lenkte X.Y. seinen Personenwagen von Buchs mit
einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,86 und höchstens 2,31 (Durchschnitt
2,08) Gewichtspromillen nach Grabs. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt
entzog ihm den von der Polizei auf der Stelle abgenommenen Führerausweis am 29.
November 2012 vorsorglich und ordnete zur Abklärung der Fahreignung mit
Zwischenverfügung vom 14. Januar 2013 eine verkehrsmedizinische Untersuchung an.
B./ X.Y. wurde am 31. Januar 2013 am Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals
St. Gallen untersucht. Im Gutachten vom 4. März 2013, das sich insbesondere auf die
Vorgeschichte, seine eigenen Angaben, die Befunde der körperlichen Untersuchung,
die Resultate der Laboruntersuchungen, namentlich einen in der Haarprobe
festgestellten Ethylglucuronid-Gehalt von 79 pg/mg, und einen Bericht des Hausarztes
stützt, wird die Fahreignung von X.Y. aus verkehrsmedizinischer Sicht aufgrund eines
verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs mit Suchtgefährdung nicht befürwortet und die
Durchführung einer mindestens sechsmonatigen, fachtherapeutisch betreuten und
kontrollierten Alkoholabstinenz empfohlen (act. 11-12/48-54). Das Strassenverkehrs-
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und Schifffahrtsamt stellte X.Y. am 11. März 2013 in Aussicht, ihm den Führerausweis
auf unbestimmte Zeit zu entziehen (act. 11-12/46+47).
Zu den von X.Y. in seinen Eingaben vom 17. und 21. März 2013 aufgeworfenen Fragen
hielt die Gutachterin am 9. April 2013 fest, die unauffälligen Blutparameter, die lediglich
indirekt mit dem Alkoholkonsum zusammenhingen, stünden nicht im Widerspruch zum
Ergebnis der Haaranalyse, das bei einer Länge der Haarprobe von 4,5 Zentimetern
einen Durchschnittswert für die vier bis fünf Monate vor der Probennahme darstelle.
Schwankungen würden nicht erfasst, das heisst, es sei nicht beurteilbar, ob ein
regelmässig vermehrter oder häufiger übermässiger Alkoholkonsum vorliege. Aus der
hohen Blutalkoholkonzentration anlässlich des Ereignisses vom 11. November 2012,
dem Umstand, dass er sich bei diesem Alkoholgehalt noch fahrfähig gefühlt habe, dem
angegebenen, zumindest gelegentlich übermässigen Alkoholkonsum und dem Resultat
der Haaranalyse lasse sich ein Alkoholmissbrauch ableiten. Eine Verhaltensänderung
sei bis zur Begutachtung nicht vorgelegen. Der Umstand, bei einer
Blutalkoholkonzentration zwischen 1,86 und 2,31 Gewichtspromillen noch ein Fahrzeug
lenken zu können und sich dabei fahrfähig zu fühlen, weise auf eine entsprechende
Alkoholgewöhnung hin. Das Resultat der Haaranalyse sei mit einem Konsum von zwei
Litern Bier und eventuell einem Wodka zweimal monatlich nicht vereinbar. Zusätzliche
Auskünfte aus dem Familienkreis oder seitens das Arbeitgebers seien unter diesen
Umständen nicht angezeigt (act. 11-12/40-42).
Am 30. Mai 2013 reichte X.Y. dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt eine
abschliessende Stellungnahme ein mit dem Antrag, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei von einem Sicherungsentzug abzusehen und ihm der
Führerausweis, eventuell unter Auflagen, unverzüglich wieder auszuhändigen. Er
machte vorab geltend, es sei nicht dargetan, dass er nicht in der Lage sei, seine
Neigung zum angeblich übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen
überwinden oder kontrollieren zu können. Er stützte sich dabei insbesondere auf die
Analyse einer am 18. April 2013 entnommenen Haarprobe von drei Zentimetern Länge,
die einen Ethylglucuronid-Gehalt von 17,8 pg/mg ergeben hatte, und eine Bestätigung
der Beratungsstelle der Sozialen Dienste Werdenberg vom 22. Mai 2013, wonach er
bereits vier Termine wahrgenommen habe und ein fünfter vereinbart sei (act.
11-12/8-23).
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Am 5. Juni 2013 entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt X.Y. den
Führerausweis auf unbestimmte Zeit. Die Wiedererteilung wurde von der Einhaltung
einer kontrollierten und fachlich betreuten Alkoholabstinenz von mindestens sechs
Monaten und dem Ergebnis einer verkehrsmedizinischen Untersuchung abhängig
gemacht.
C./ Gegen die am 7. Juni 2013 zugestellte Verfügung erhob X.Y. durch seinen
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 21. Juni 2013 und Ergänzung vom 4. Juli 2013 Rekurs
bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und von einem
Sicherungsentzug bei unverzüglicher Aushändigung des Führerausweises eventuell
unter Auflagen abzusehen, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an das
Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zurückzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 19.
Juli 2013 beantragte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, der Rekurs sei
abzuweisen. X.Y. äusserte sich dazu am 16. August 2013 und reichte am 20. August
2013 ein am 15. August 2013 vom Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St.
Gallen erstattetes verkehrsmedizinisches Gutachten ein. Darin wird die Fahreignung
von X.Y. bei Fortsetzung der betreuten und kontrollierten Alkoholabstinenz während
mindestens zweier Jahre befürwortet. Das Gutachten stützt sich auf die Vorgeschichte,
die Angaben von X.Y., die Befunde der körperlichen Untersuchung, die Resultate der
Laboruntersuchungen, insbesondere einen negativen Befund der Analyse der
anlässlich der Untersuchung vom 15. Juli 2013 abgenommenen Haarprobe mit einer
Länge von fünf bis sechs Zentimetern, sowie Berichte des Hausarztes und der sozialen
Dienste Werdenberg.
Am 13. September 2013 ersuchte X.Y. um Wiedererteilung des Führerausweises. Das
Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt entsprach dem Gesuch am 30. September 2013
unter Auflagen. Im Einverständnis mit dem Rechtsvertreter von X.Y. schrieb der
zuständige Abteilungspräsident der Verwaltungsrekurskommission am 3. Oktober 2013
das Rekursverfahren zufolge Gegenstandslosigkeit ab (Ziffer 1 des Dispositivs). Die
Entscheidgebühr von 200 Franken auferlegte er X.Y. (Ziffer 2 des Dispositivs). Dem
Gesuch um Entschädigung der ausseramtlichen Kosten entsprach er nicht.
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D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob gegen die Abschreibungsverfügung
des Abteilungspräsidenten der Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend Vorinstanz)
vom 3. Oktober 2013 durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 16. Oktober 2013
und Ergänzung vom 5. November 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er
beantragt, Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben. Es sei festzustellen, dass der Sicherungsentzug zu
Unrecht erfolgt sei und ihm gestützt darauf für das Rekursverfahren eine angemessene
Parteientschädigung zuzusprechen, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz beziehungsweise an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt
(nachfolgend Beschwerdegegner) zurückzuweisen. Auf die Ausführungen zur
Begründung des Begehrens wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte am 7. November 2013 die Abweisung der Beschwerde, der
Beschwerdegegner verzichtete am 11. November 2013 auf eine Vernehmlassung.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt VRP).
Anfechtungsgegenstand ist die Verfügung der Vorinstanz vom 3. Oktober 2013, mit
welcher der Rekurs, den der Beschwerdeführer gegen den vom Beschwerdegegner
verfügten Entzug des Führerausweises mangels Fahreignung auf unbestimmte Zeit
erhoben hatte, als gegenstandslos abgeschrieben wurde. Dabei wendet sich der
Beschwerdeführer lediglich gegen die vorinstanzliche Kostenverlegung in Ziffer 2 des
Dispositivs. Die Abschreibung des Rekurses in Ziffer 1 des Dispositivs beanstandet er
zu Recht nicht, nachdem er sich mit dem entsprechenden Vorgehen der Vorinstanz
einverstanden erklärt hatte (vgl. act. 11-23 und 24). Wird eine Verfügung oder ein
Entscheid nur teilweise weitergezogen, sind die unangefochten gebliebenen
Dispositivpunkte formell rechtskräftig erledigt. Dies gilt insbesondere dann, wenn einzig
eine Nebenfolge der Verfügung oder des Entscheides wie beispielsweise die Höhe oder
die Verteilung der Prozesskosten angefochten wird. Der Hauptpunkt dagegen wird
rechtskräftig (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2.
Aufl. 2003, Rz. 1089). Deshalb kann auf das Begehren des Beschwerdeführers, es sei –
nicht bloss vorfrageweise im Zusammenhang mit der Beurteilung der Kostenverlegung
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- festzustellen, dass ihm der Führerausweis zu Unrecht mangels Fahreignung auf
unbestimmte Zeit entzogen wurde, nicht eingetreten werden.
Im Übrigen sind die Eintretensvoraussetzungen erfüllt: Der Beschwerdeführer ist zur
Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerde wurde mit Eingabe vom 16. Oktober 2013 rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 5. November 2013 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist – unter dem erwähnten Vorbehalt –
einzutreten.
2. Umstritten ist einzig die Verlegung der Kosten in der angefochtenen Verfügung.
2.1. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer die amtlichen Kosten des
Rekursverfahrens mit der Begründung auferlegt, als kostenpflichtig gelte, wer die
Gegenstandslosigkeit verursacht habe. Der Beschwerdegegner habe sich auf das
schlüssige verkehrsmedizinische Gutachten abstützen dürfen und der
Sicherungsentzug vom 5. Juni 2013 sei nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer
habe sein Trinkverhalten nach der ersten verkehrsmedizinischen Untersuchung
offensichtlich geändert, weshalb in der am 15. Juli 2013 entnommenen Haarprobe kein
Ethylglucuronid mehr nachgewiesen worden sei. Die Voraussetzungen für die
Wiedererteilung des Führerausweises am 30. September 2013 seien vom
Beschwerdeführer erst nachträglich geschaffen worden.
Der Beschwerdeführer geht demgegenüber davon aus, es könne ihm nicht
vorgeworfen werden, er habe die Gegenstandslosigkeit dadurch verursacht, dass er
sein Trinkverhalten nach der ersten verkehrsmedizinischen Untersuchung verändert
habe. Der Sicherungsentzug sei eben gerade ungeachtet der ersten Haarprobe und
des daraus resultierenden hohen Ethylglucuronid-Wertes strittig gewesen. Deshalb sei
zu prüfen, wie der Prozess mutmasslich ausgegangen wäre. Davon gehe auch die
Vorinstanz aus, wenn sie ausführe, der Sicherungsentzug sei nicht zu beanstanden
gewesen. Andernfalls wäre ihm der Rechtsweg gänzlich verwehrt, und es wäre ihm
auch verwehrt, die mit der Wiedererteilung des Führerausweises verknüpften Auflagen
in Frage zu stellen.
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2.2. Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Wird eine Streitsache zufolge
Gegenstandslosigkeit abgeschrieben, so hat nach der Praxis des Verwaltungsgerichts
jener Beteiligte die Kosten zu tragen, der die Gegenstandslosigkeit verursacht hat. So
sind die Kosten im Fall der Gegenstandslosigkeit aufgrund eines Widerrufs der
angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen Entscheids oder bei einer
Wiedererwägung derselben dem entsprechenden Gemeinwesen zu überbinden (vgl.
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 773). Zieht ein Rechtsmittelkläger sein Begehren zurück, gilt
er grundsätzlich als unterliegend und wird demzufolge kostenpflichtig.
Billigkeitsüberlegungen können indes eine andere Kostenverlegung rechtfertigen.
Erfolgt der Rückzug beispielsweise, weil die gegnerische Partei das Begehren ganz
oder teilweise anerkennt, so kann es sich rechtfertigen, die amtlichen Kosten nach
Massgabe der Anerkennung ihr aufzuerlegen. Grundsätzlich gilt, dass bei
ausdrücklicher oder konkludenter Anerkennung die anerkennende Partei
kostenpflichtig wird. Dies trifft auch auf eine Behörde zu, die den angefochtenen
Entscheid in Wiedererwägung zieht (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 102).
Wie dargelegt, hat sich der Beschwerdeführer mit der Abschreibung des Rekurses
zufolge Gegenstandslosigkeit einverstanden erklärt, nachdem ihm der
Beschwerdegegner die Wiedererteilung des Führerausweises am 18. September 2013
in Aussicht gestellt hatte. Der Beschwerdegegner hat ihm allerdings den Führerausweis
nicht ausgehändigt, weil er auf die Beurteilung in der Entzugsverfügung vom 5. Juni
2013, die sich im Wesentlichen auf die verkehrsmedizinische Begutachtung des
Beschwerdeführers vom 4. März 2013 und die ergänzenden Ausführungen vom 9. April
2013 stützte, zurückkam. Vielmehr ist er aufgrund der erneuten verkehrsmedizinischen
Untersuchung des Beschwerdeführers zum Schluss gekommen, dass der
Beschwerdeführer den im Gutachten vom 4. März 2013 festgestellten Eignungsmangel
insoweit überwunden hatte, als dass ihm der Führerausweis unter Auflage der
Weiterführung der kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz wieder erteilt werden
konnte. Die Gegenstandslosigkeit des Rekurses war mithin nicht auf das Verhalten des
Beschwerdegegners zurückzuführen. Vielmehr konnte das Verfahren abgeschrieben
werden, weil der Beschwerdeführer einer Abschreibung des Verfahrens zufolge
Gegenstandslosigkeit zustimmte und damit an einer Überprüfung der
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Entzugsverfügung vom 5. Juni 2013 nicht mehr festhielt. Das Ansinnen des
Beschwerdegegners, den Führerausweis erst nach Abschluss des Rekursverfahrens
wieder zu erteilen (vgl. act. 11-22) erweist sich – wie der Vertreter des
Beschwerdeführers moniert hat (vgl. act. 11-25) – als problematisch, wurde von der
Vorinstanz indessen insoweit korrigiert, als sie umgekehrt die Wiedererteilung als
Voraussetzung für das Dahinfallen des Rekurses gegen den Sicherungsentzug
veraussetzte (vgl. act. 11-23). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat denn
auch den Vorschlag der Vorinstanz für das weitere Vorgehen nicht beanstandet.
Hätte der Beschwerdeführer weiterhin an der gerichtlichen Beurteilung der
Rechtmässigkeit des Sicherungsentzugs vom 5. Juni 2013 festhalten wollen, hätte er
der Gegenstandslosigkeit des Rekurses vom 21. Juni 2013 nicht zustimmen dürfen,
sondern unter Geltendmachung eines Feststellungsinteresses daran festhalten
müssen. Dass sich die Vorinstanz – wie in der Beschwerde gerügt – in der
angefochtenen Verfügung nicht mit seinen Vorbringen zum seiner Auffassung nach
unrechtmässigen Sicherungsentzug auseinandersetzte, stellt deshalb keine Verletzung
des rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht dar. Eine rechtskräftige Erledigung
des Sicherungsentzugsverfahrens schliesst im Übrigen eine Überprüfung der Auflagen,
mit denen der am 30. September 2013 wiedererteilte Führerausweis verknüpft worden
ist, im – bei der Vorinstanz bereits anhängigen (vgl. act. 6) - Rechtsmittelverfahren nicht
aus.
2.3. Schliesslich würde aber auch eine Beurteilung der mutmasslichen
Prozessaussichten im Rekursverfahren, wie sie der Beschwerdeführer im
Beschwerdeverfahren anstrebt, an dieser Kostenverlegung nichts ändern.
Die Zwischenverfügung vom 14. Januar 2013, mit welcher der Beschwerdegegner die
verkehrsmedizinische Untersuchung des Beschwerdeführers anordnete, wurde
unangefochten rechtskräftig. Abgesehen davon erscheint diese Anordnung
sachgerecht. Der einschlägig auffällig gewordene Beschwerdeführer war am 11.
November 2012 in der Lage, mit einer mittleren Blutalkoholkonzentration von über zwei
Gewichtspromillen noch einen Personenwagen zu lenken. Die – allerdings noch nicht in
Kraft getretene - Regel von Art. 15d Abs. 1 Ingress und lit. a des
Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt SVG) sieht vor, Personen namentlich
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bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6
Gewichtspromillen oder mehr einer Fahreignungsuntersuchung zu unterziehen (vgl. AS
2010 S. 6291 ff., S. 6294). Das verkehrsmedizinische Gutachten vom 4. März 2013, das
sich vorab auf die Vorgeschichte, die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der
Befragung durch die Gutachterin, die Umstände der Fahrten vom 16. November 2007
und vom 11. November 2012 sowie auf den deutlich erhöhten Ethylglucuronid-Gehalt
in der anlässlich der Untersuchung am 31. Januar 2013 entnommenen Haarprobe
stützt, hält zusammen mit der zusätzlichen verkehrsmedizinischen Stellungnahme vom
9. April 2013 jedenfalls einer summarischen Überprüfung stand, zumal im Gutachten
nicht eine Alkoholabhängigkeit im medizinischen Sinn, sondern ein verkehrsrelevanter
Alkoholmissbrauch mit Suchtgefährdung diagnostiziert wird.
Daraus, dass der Beschwerdeführer – wie aus den Analysen der neueren Haarproben
geschlossen werden kann – später auf den Konsum von Alkohol verzichtete, kann nicht
abgeleitet werden, die Diagnose vom 31. Januar 2013 sei unzutreffend gewesen.
Vielmehr war sein späteres Verhalten im Zusammenhang mit der Beurteilung, inwieweit
der festgestellte Eignungsmangel überwunden wurde, zu prüfen. Der
Beschwerdeführer hat sein Trinkverhalten schliesslich nicht aus eigenem Willen im Sinn
der Rechtsprechung zur mangelnden Fahreignung zufolge Alkoholmissbrauchs (vgl.
BGE 129 II 82 E. 4.1), sondern viel mehr unter dem Eindruck des Verfahrens zur
Abklärung der Fahreignung verändert.
2.4. Dementsprechend hat die Vorinstanz die amtlichen Kosten der
Abschreibungsverfügung vom 3. Oktober 2013 zu Recht dem Beschwerdeführer
auferlegt. Der Beschwerdeführer beanstandet die Höhe der Entscheidgebühr von 200
Franken nicht und macht auch nicht geltend, die ausseramtlichen Kosten seien ihm
abweichend von der Verlegung der amtlichen Kosten zu ersetzen.
3. (...).