Decision ID: 73ff4ccb-142c-5be3-b372-d4a863bd8b52
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein aus D._ (Ostprovinz), stammender srilankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie islamischer Religionszugehörigkeit, seinen  am 26. August 2006 auf dem Luftweg. Über E._ gelangte er am 28. August 2006 in die Schweiz. Am gleichen Tag stellte er im F._ ein Asylgesuch. Nach der Kurzbefragung vom 5. September 2006 wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 8. September 2006 für den Aufenthalt während des Asylverfahrens dem Kanton G._ zugewiesen. Am 18. Oktober 2006 wurde er von der kantonalen Behörde zu seinen Asylgründen angehört.
Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im  aus, im Sommer 2006 sei D._, wo er wohne, von der srilankischen Armee wiederholt bombardiert worden, weil dort zuvor bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Armee und den  Tigers of Tamil Eelam (LTTE) stattgefunden hätten. Seit diesem Zeitpunkt habe er keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern. Danach sei er von Angehörigen der srilankischen Armee zweimal aufgefordert , ihnen Geld zu übergeben. Die LTTE hätten ihn daraufhin , Kontakte mit der Armee gepflegt zu haben, und sie hätten ihn ihrerseits unter Druck gesetzt. In Anbetracht dieser Situation und der Zerstörung seines Elternhauses habe er sich zur Ausreise . Er habe sich zu einem in Colombo wohnenden Onkel  und sei danach ausgereist.
B. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2006 - eröffnet am 15. Dezember 2006 - lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an. Zur  führte das Bundesamt aus, die Vorbringen genügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht. Ausserdem sei der  der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich. Die Aussagen des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der vorgebrachten  auf D._ und zum Zeitpunkt, wann er D._ verlassen habe und von den LTTE aufgesucht worden sei, seien widersprüchlich. Die vom Beschwerdeführer auf Beginn August 2006 datierten Auseinandersetzungen hätten gemäss übereinstimmenden Quellen bereits Monate vorher stattgefunden. Die Bombenangriffe und
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die vorgebrachten Übergriffe der srilankischen Armee und der LTTE seien unsubstanziiert dargelegt worden.
C. Mit Eingabe vom 15. Januar 2007 (Poststempel) beantragte der  die Aufhebung der Ziffern 3 bis 5 des Dispositivs (Wegweisung und deren Vollzug) der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges nach Sri Lanka und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme. In formeller  beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), den  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und die Erlaubnis, den Beschwerdeentscheid in der Schweiz abwarten zu können. Auf die Begründung wird - soweit entscheidwesentlich - in den Erwägungen eingegangen.
D. Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 22. März 2007 – eröffnet am 24. März 2007 – wurde dem Beschwerdeführer , dass er den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Da in der Beschwerdebegründung zur von der Vorinstanz  Unglaubhaftigkeit der Vorbringen Stellung genommen,  kein Antrag auf Gewährung von Asyl gestellt worden war, wurde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit gewährt, innert sieben Tagen ab Erhalt der Zwischenverfügung seine Beschwerde zu , andernfalls davon ausgegangen werde, er habe nur den Vollzug der Wegweisung angefochten. Es wurde ihm mitgeteilt, über die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses werde nach  der Beschwerdeverbesserung beziehungsweise nach Ablauf der dazu gesetzten Frist entschieden.
E. Mit Eingabe vom 2. April 2007 wurden die gleichen Anträge wie in der Beschwerde vom 15. Januar 2007 gestellt. In der  wurde im Wesentlichen auf den Wegweisungsvollzug Bezug  und die in der Rechtsmitteleingabe vom 15. Januar 2007  Ausführungen zur Glaubhaftigkeit der Angaben des  weggelassen. Es wurde dargelegt, mangels  werde keine Beschwerde gegen die Ziffern 1 und 2 des Dispositivs
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(Nichtanerkennung als Flüchtling und Verweigerung von Asyl) der  Verfügung erhoben.
F. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Mai 2007 wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer lediglich den Wegweisungsvollzug anfechte. Die Gesuche um Gewährung der  Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurden wegen Aussichtslosigkeit der gestellten Begehren abgewiesen und der  wurde gleichzeitig aufgefordert, bis zum 11. Juni 2007 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.- einzuzahlen, dies unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall.
G. Der Kostenvorschuss wurde vom Beschwerdeführer am 9. Juni 2007 einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet , ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das  kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des  verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).
2. Die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft und die Ablehnung des Asylgesuchs blieben vorliegend unangefochten und sind mit Ablauf der Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen. Da die Wegweisung als sol - che nur aufgehoben werden kann, wenn eine Aufenthaltsbewilligung vorliegt oder ein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2001 Nr. 21), diese Voraussetzungen vorliegend jedoch nicht erfüllt sind, bildet Gegenstand des vorliegenden  somit einzig die Frage, ob die Wegweisung zu vollziehen ist oder ob anstelle des Vollzugs eine vorläufige Aufnahme anzuordnen ist (Art. 44 AsylG i.V m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
3. 3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).
3.2 3.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei - nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden
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(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
3.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  - wie unangefochten rechtskräftig feststeht - nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückführung des Beschwerdeführers in seinen  ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 bis 127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine  in Sri Lanka lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
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3.3 3.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
3.3.2 Das BFM führte zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die individuelle Situation des Beschwerdeführers aus, dieser habe sich bereits ein Jahr in  aufgehalten und dort eine Ausbildung als {.......} abgeschlossen. Zudem befinde sich ein Onkel von ihm in Colombo. Der Beschwerdeführer habe mehrere Jahre lang die Schule besucht und spreche Tamilisch, Singhalesisch und ein wenig Englisch. Wie bereits festgestellt worden sei, sei der geltend gemachte Aufenthalt in D._ im Frühjahr 2006 nicht glaubhaft, weshalb seine , er habe während dieser Zeit den Kontakt zu seinen  verloren, ebenfalls nicht glaubhaft sei. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass sich diese an einem anderen Ort aufhalten würden und der Beschwerdeführer nach wie vor in Kontakt mit ihnen stehe.
3.3.3 In seiner Rechtsmitteleingabe verweist der Beschwerdeführer insbesondere auf die generelle Situation in Sri Lanka und macht  seiner individuellen Lage geltend, er sei Moslem und gehöre somit einer in Sri Lanka benachteiligten Minorität an. Gemäss UNHCR seien Personen dieser Religionszugehörigkeit in seinem Heimatland besonders gefährdet, Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch die Konfliktparteien zu werden. Zudem würden Moslems aus dem  von den LTTE und der Regierung verdächtigt, mit der Gegnerpartei zusammenzuarbeiten. Ein anderes Gefährdungselement bestehe darin, dass er aufgrund des Berufes seines Vaters oft von D._ nach Colombo gereist sei. Dort sei er von der Armee befragt und verdächtigt worden, für die Rebellen zu arbeiten. Er wisse zur Zeit nicht, wo sich seine Eltern aufhalten würden, da er erfolglos versucht habe, über einen Geschäftsfreund in Sri Lanka seine Familie ausfindig zu machen. Beim in der angefochtenen Verfügung erwähnten Onkel handle es sich um einen entfernten Verwandten. Die Ausbildung {.......}
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entspreche nicht einer vollen Berufsausbildung, sondern habe eher den Charakter eines Kurses.
3.3.4 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener  tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der  festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer  Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die  des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für srilankische Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, das Vorliegen besonders begünstigender Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicherte - und Wohnsituation voraus (a.a.O., E. 7.6.2). Für srilankische Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus dem Grossraum  oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges - oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkreten  rechnen können, ist grundsätzlich von der  des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen, wobei die Dauer der Landesabwesenheit mitzuberücksichtigen ist; je kürzer der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zurückliegt, desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines tatsächlichen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes zu stellen (a.a.O., E.7.6.1).
Seit Erlass des vorstehend zitierten Grundsatzurteils hat sich die  in Sri Lanka verschlechtert. Die Behörden haben namentlich im Grossraum Colombo die Sicherheitsmassnahmen  verschärft. Das Risiko, als Tamile willkürlichen Verhaftungen und Ausweisungen ausgesetzt zu sein, ist gestiegen. Ausserdem haben die Behörden in Bezug auf Personen tamilischer Ethnie offenbar neue Formen der Registrierung eingeführt, da namentlich aus dem Norden und Osten zugezogene Tamilen in Colombo als ernsthaftes  angesehen werden. Obwohl die srilankische Regierung Ende Mai 2009 den militärischen Sieg über die tamilischen Rebellen verkündet hat, ist im heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht klar, ob der seit rund 26 Jahren schwelende Bürgerkrieg damit tatsächlich zu Ende ist. Ebenfalls offen ist die Frage, was der militärische Sieg der Regierung für die Tamilen konkret bedeutet und wie sich die all - gemeine Sicherheits- und Menschenrechtslage in Sri Lanka in Zukunft entwickeln wird (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
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D- 4125/2006 vom 16. Februar 2010 E. 10.2.3, mit weiteren ).
3.3.5 Der Beschwerdeführer stammt aus der Ostprovinz von Sri Lanka (D._), weshalb eine Rückkehr dorthin angesichts der oben skizzierten Rechtsprechung als nicht zumutbar zu erachten ist.
3.3.6 Zu prüfen bleibt demnach, ob für den Beschwerdeführer im  des Landes respektive im Grossraum Colombo eine innerstaat  Aufenthaltsalternative besteht, was das Vorliegen besonders  Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine  Einkommens- und Wohnsituation voraussetzt.
Das Bestehen einer solchen innerstaatlichen Aufenthaltsalternative ist vorliegend zu bejahen. So absolvierte der Beschwerdeführer den  zufolge im Jahre 2004 in Colombo eine einjährige Ausbildung im H._ (vgl. Akten BFM A9/12 S. 5). Zudem war er gemäss eigenen Aussagen geschäftlich mit seinem Vater, der im I._ tätig sei (vgl. A9/12 S. 4), oft in Colombo (vgl. A9/12 S. 6)  er sei von seinem Vater, der selten nach Colombo  sei, dorthin geschickt worden (vgl. A9/12 S. 9). Der  gab zwar zu Protokoll, er habe weder Onkel noch Tanten (vgl. A2/9 S. 3), bezeichnete jedoch die Person, bei welcher er sich während seiner Ausbildung in Colombo aufgehalten habe, als Onkel (vgl. A9/12 S. 4). Auch in der Rechtsmitteleingabe vom 15. Januar 2007 ist die Rede von einem Onkel, währenddessen in der Eingabe vom 2. April 2007 vorgebracht wird, bei der erwähnten Person handle es sich nicht um einen Onkel, sondern um einen entfernten Verwandten. Unbesehen der verwandtschaftlichen Stellung dieser Person ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zufolge seines mehrfachen Aufenthaltes in Colombo (einjährige Ausbildung, mehrmalige geschäftliche Anwesenheit) dort ein soziales  hat, auf das er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka zurückgreifen kann. Davon ist umso mehr auszugehen, als er über einen Geschäftsfreund in Sri Lanka seine Familie ausfindig zu machen versuchte. Die einjährige Dauer des Aufenthaltes in Colombo bei dem erwähnten Verwandten lässt nicht darauf schliessen, es handle sich dabei um eine flüchtige Bekanntschaft, und der Verwandte nicht willens und fähig sei, ihm bei seinen Reintegrationsbemühungen in Sri Lanka behilflich zu sein. Aufgrund seiner Ausbildung (elf Jahre Schule,
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ein Jahr J._, Computerkurs; vgl. A9/12 S. 4 f.) und seiner Sprachkenntnisse (Tamilisch, Singhalesisch, etwas Englisch) dürfte es dem Beschwerdeführer in Anbetracht des bestehenden sozialen  deshalb möglich sein, sich (erneut) in seiner Heimat respektive im Grossraum Colombo niederzulassen und sich sowohl beruflich als auch wirtschaftlich zu reintegrieren. Inwieweit er dabei im Bedarfsfall auf die Unterstützung seiner nächsten , deren Aufenthaltsort unbekannt sein soll, wird zählen können, kann somit offenbleiben. Auch wenn die Situation der Muslime in Sri Lanka, insbesondere in der Ostprovinz, aufgrund von  schwierig ist, spricht dies nicht gegen die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges des Beschwerdeführers, da dieser im  Verfahren nicht geltend machte, wegen seiner  Behelligungen ausgesetzt gewesen zu sein. Gefragt, weshalb er nicht in Colombo geblieben sei, gab er zwar an, sein Leben sei dort in Gefahr, konnte diese Befürchtung indessen nicht weiter substanziieren (vgl. A9/12 S. 9).
Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung - auch in Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Sri Lanka - als zumutbar.
3.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
3.5 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Vollzug der  zu bestätigen. Die Vorinstanz hat diesen zu Recht als , zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG).
4. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von insgesamt Fr. 600.- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5
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VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 9. Juli 2007 in gleicher Höhe ge  Kostenvorschuss zu verrechnen.