Decision ID: 77b4a291-3e04-5631-bdf8-3fb046b5bcd9
Year: 2012
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 15. September 2010 bei der Gemeinde
Bellmund ein Baugesuch ein für den Um- und Ausbau der Liegenschaft L._weg
sowie den Neubau von Technikräumen, Foyer und Konzertsaal (Nutzung: Wohnung, Büro,
Saal für kulturelle Nutzungen, Cafeteria) auf Parzelle Bellmund Grundbuchblatt
Nr. M._ (Bauvorhaben A). Diese Parzelle liegt in der Zone mit Planungspflicht
(ZPP) 5 „Kulturzentrum K._“ mit der Überbauungsordnung (UeO) „Kulturzentrum
K._“ der Gemeinde Bellmund.
Am 29. September 2010 reichte die Beschwerdegegnerin zudem ein Baugesuch ein für
das Erstellen von 25 Besucherparkplätzen zum „Kulturzentrum K._“ auf den
beiden Parzellen Bellmund Grundbuchblatt Nr. M._ und Port Grundbuchblatt
Nr. N._ (Bauvorhaben B). Die Parzelle Nr. N._ liegt in der Wohnzone W2
der Gemeinde Port. Dieses Baugesuch wurde sowohl bei der Gemeinde Bellmund als auch
bei der Gemeinde Port eingereicht.
Nachdem die beiden Baugesuche von den Gemeinden zuständigkeitshalber an das
Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne weitergeleitet worden waren, vereinigte dieses die
Baubewilligungsverfahren mit Verfügung vom 29. November 2010. Gegen beide
Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Am 11. April
2011 reichte die Beschwerdegegnerin eine Projektänderung bezüglich des Bauvorhabens
B ein (Parkplätze). Zudem reichte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 8. August
2011 ein revidiertes Betriebsregelement für das „Kulturzentrum K._“ ein. Mit
Gesamtentscheid vom 30. Januar 2012 erteilte das Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne
die Baubewilligung für die beiden Bauvorhaben.
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2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin 1 am 27. Februar 2012 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragt die
Aufhebung des Gesamtentscheids vom 30. Januar 2012 und die Erteilung des
Bauabschlags. Die gleichen Rechtsbegehren stellen die Beschwerdeführenden 2-10 in
ihrer gemeinsamen Beschwerde vom 1. März 2012.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, vereinigte die
beiden Beschwerdeverfahren, führte den Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten
ein. Das Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne stellt keinen Antrag, sondern teilte mit
Schreiben vom 9. März 2012 lediglich mit, dass es keine Bemerkungen zu den
Beschwerden anzubringen habe. Die Beschwerdeführerin 1 verzichtete mit Schreiben vom
12. März 2012 auf eine Stellungnahme zur Beschwerde der Beschwerdeführenden 2-10
und verwies auf ihre eigene Beschwerde. Die Gemeinde Bellmund teilte in ihrer
Stellungnahme vom 20. März 2012 mit, sie sei mit dem angefochtenen Gesamtentscheid
einverstanden; sie beantragt damit sinngemäss die Abweisung der beiden Beschwerden.
Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. März 2012
ebenfalls die Abweisung der Beschwerden.
4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Eintreten
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann
er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
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der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen
den Gesamtentscheid zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin 1 ist als Standortgemeinde daher ohne
weiteres beschwerdelegitimiert, sie hat sich bereits im vorinstanzlichen Verfahren in ihrer
Einsprache gegen das Bauvorhaben ausgesprochen. Die Beschwerdeführenden 2-10,
deren Einsprachen abgewiesen wurden, sind Eigentümer von Wohnungen und
Autoeinstellplätzen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bauparzellen. Sie sind daher
durch den vor-instanzlichen Gesamtentscheid beschwert und ebenfalls zur
Beschwerdeführung legitimiert. Auf die beiden form- und fristgerecht eingereichten
Beschwerden wird deshalb eingetreten.
2. Grenzverletzungen
a) Die Beschwerdeführenden rügen eine Verletzung von Art. 12 Abs. 1 BauG. Das
geplante Bauvorhaben gehe über die Gemeindegrenze hinaus, was nicht zulässig sei.
Gleichzeitig überschreite das Bauvorhaben auch den Perimeter der Überbauungsordnung,
was einer Bewilligung ebenfalls entgegenstehe.
Die Beschwerdegegnerin ist der Meinung, bei grossflächigen Anlagen schliesse das Verbot
der Grenzüberbauung nicht aus, dass einzelne Anlageteile in der Nachbargemeinde liegen
könnten. Weiter sei zwar richtig, dass die ZPP und die UeO die vier Parkfelder und eine
kurze Wendeschlaufe auf dem Gebiet der Gemeinde Port nicht enthielten. Dessen
ungeachtet sei die Bewilligungsfähigkeit dieser Anlagen auf benachbartem
Gemeindeboden im Bauentscheid zu beurteilen, denn solche Erschliessungsfragen
könnten sich auch bei jedem Gesuchsverfahren ohne Sonderbauvorschriften mit Bauten in
Grenznähe stellen.
Die Vorinstanz hat zum Bauen über die Gemeindegrenze hinweg argumentiert, es
bestünden keine offenen Zuständigkeitsfragen zwischen den beiden Gemeinden. Deshalb
seien hier keine objektiv wesentlichen Gründe ersichtlich, die das Bauen über die
Gemeindegrenze nicht zulassen würden.
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b) Bauvorhaben dürfen nicht über Landes-, Kantons- und Gemeindegrenzen
hinausgehen (Art. 12 Abs. 1 BauG). Diese Bestimmung will insbesondere Unklarheiten
darüber vermeiden, welchem Gemeinwesen Bauten und Anlagen im Grenzbereich
zugehören und welche Behörden verwaltungsmässig zuständig sind. Das Bauen an einer
Stelle, über die eine politische Grenze verläuft, ist nicht schlechterdings ausgeschlossen.
Es setzt aber in der Regel die Verlegung der Grenze im Gebiet des Bauvorhabens voraus,
wozu bei Gemeindegrenzen die Zustimmung der beteiligten Gemeinden sowie die
Genehmigung der zuständigen Kommission des Grossen Rats erforderlich ist. In der Praxis
genügt für die Baubewilligung die Zusicherung der zuständigen Behörden über die
Vornahme der notwendigen Grenzverlegung. Das Verbot der Grenzüberbauung
beziehungsweise das Gebot vorheriger Grenzbereinigungen schliesst – namentlich bei
grossflächigen Anlagen – nicht aus, dass einzelne Anlageteile in der Nachbargemeinde
liegen können, sofern sich die beteiligten Gemeinwesen über die offenen administrativen
Zuständigkeitsfragen verständigt haben.4
Das Bauvorhaben B (Parkplätze) nimmt keine Rücksicht auf die Grenze zwischen den
Gemeinden Port und Bellmund. Es beansprucht das Gebiet von beiden Gemeinden und
verletzt damit Art. 12 Abs. 1 BauG. Eine Verlegung der Gemeindegrenze zwecks
Bereinigung der Grenzüberschreitung ist nicht vorgesehen. Da sich die
Beschwerdeführerin 1 gegen das Bauvorhaben ausgesprochen hat, ist auch nicht davon
auszugehen, dass sie dafür Hand bieten würde. Ohne Grenzverlegung ist ein Bauen über
die Gemeindegrenze nur dann möglich, wenn einzelne Anlageteile in der
Nachbargemeinde liegen. Diese Möglichkeit zielt jedoch primär auf grossflächige Anlagen
mit mehreren klar voneinander abgegrenzten Anlageteilen und setzt voraus, dass ganze
Anlageteile auf einem anderen Gemeindegebiet zu liegen kommen. Dem ist hier nicht so,
die Gemeindgrenze verläuft mitten durch die geplante Parkplatzanlage und zerschneidet
sogar einzelne Parkfelder. Abgesehen davon besteht zwischen den beteiligten
Gemeinwesen kein Einverständnis hinsichtlich des Bauvorhabens, im Gegenteil: Eines der
beteiligten Gemeinwesen ist damit nicht einverstanden und setzt sich dagegen mit
Beschwerde zur Wehr.
4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, Art. 12 N. 4-6
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c) Noch problematischer als die Verletzung der Gemeindegrenze ist die Überschreitung
des Perimeters von ZPP und UeO durch das Bauvorhaben B (Parkplätze). Sowohl aus den
Bestimmungen der ZPP (Art. 53a Abs. 1, 4 und 5 GBR-Bellmund5) als auch den Art. 1, 8
und 14 der Überbauungsvorschriften der UeO ergibt sich, dass der entsprechende
Perimeter auch die Parkierungsanlage für das Kulturzentrum einbezieht. Daraus ist zu
schliessen, dass auch die Parkplatzanlage für das Kulturzentrum innerhalb des Perimeters
zu realisieren ist. Deshalb wäre es bereits unerlaubt, wenn dieser Perimeter lediglich
gemeindeintern überschritten würde. Erst recht unzulässig ist jedoch seine
gemeindeexterne Überschreitung gegen den Willen der Nachbargemeinde: Damit wird
nicht nur die Überbauungsordnung der Gemeinde Bellmund missachtet, sondern zusätzlich
der Wirkungsbereich dieser für die Beschwerdeführerin 1 fremden
Sondernutzungsordnung, die sie selber nie beschlossen hat, auf ihr Territorium
ausgedehnt. Damit wird die Autonomie der Beschwerdeführerin 1 verletzt.
Die beiden Beschwerden erweisen sich somit bezüglich Verletzung sowohl der
Gemeindegrenze als auch des UeO-Perimeters als berechtigt.
3. Zonenkonformität der Parkplätze
a) Die Beschwerdeführenden 2-10 rügen die Zonenkonformität der Parkplätze auf
Parzelle Port Grundbuchblatt Nr. N._. Autoabstellplätze für Betriebe, die in einer
anderen Bauzone lägen, würden der in der Wohnzone zulässigen Nutzung widersprechen.
Die Beschwerdegegnerin ist dagegen der Meinung, die Zonenkonformität des
Kulturzentrums in der Wohnzone sei nicht relevant. Vier Parkplätze seien in einer
Wohnzone vom Umfang her gang und gäbe und deshalb zonenkonform.
b) Parkplätze sind immer einer konkreten Baute oder Anlage als Nebenanlage
zuzuordnen, ohne bestimmte Zuordnung dürfen keine Parkplätze erstellt werden.6
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin lässt sich die Zonenkonformität von
Parkplätzen somit nicht unabhängig von der Hauptanlage, der sie als Nebenanlage
zugeordnet sind, beurteilen. In einer bestimmten Zone sind Parkplätze also nur dann
5 Baureglement der Einwohnergemeinde Bellmund vom 27. Oktober 1988 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art.16-18 N. 12a mit Hinweis auf BVR 1999 S. 68 E. 2
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zonenkonform, wenn auch die Hauptanlage in dieser Zone zulässig ist. Somit ist
beispielsweise die Befriedigung von Parkbedürfnissen eines Gewerbebetriebs in der
Wohnzone zonenfremd und die Nachbarn haben die Einwirkungen durch solche
Abstellplätze, welche einem zonenfremden Betrieb dienen, nicht zu dulden.7
Die Parzelle Port Grundbuchblatt Nr. N._, die in Überschreitung des UeO-
Perimeters und der Gemeindegrenze für die Parkplatzanlage beansprucht werden soll,
liegt in der Wohnzone W2. Die Wohnzonen sind gemäss Baureglement der Gemeinde Port
vorwiegend für das Wohnen bestimmt. Mit dem Wohnen zu vereinbarende Gewerbe sind
zugelassen, soweit sie keinen erheblichen Verkehr verursachen. Die Bruttogeschossfläche
baulich zusammenhängender Gewerbe dürfen höchstens 200 m2 betragen. Zudem gilt die
Lärmempfindlichkeitsstufe (ES) II (Art. 43 und 68 GBR-Port8). Ein Kulturzentrum in der
Grösse des geplanten Zentrums der Beschwerdegegnerin mit Cafeteria, Konzertsaal und
abendlichen Konzertveranstaltungen wäre in der Wohnzone somit nicht zonenkonform.
Demzufolge gilt dies auch für die dazugehörigen Parkplätze in der Wohnzone W2 auf dem
Gebiet der Beschwerdeführerin 1. Die Beschwerde der Beschwerdeführenden 2-10 erweist
sich auch in diesem Punkt als berechtigt.
4. Bauabschlag
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Rügen hinsichtlich Grenzverletzungen
und Zonenkonformität der Parkplätze begründet sind. Beide Punkte betreffen zwar
grundsätzlich nur das Bauvorhaben B (Parkplätze). Das Bauvorhaben A ist jedoch nur
dann bewilligungsfähig, wenn die Erfüllung der Parkplatzpflicht sichergestellt ist (Art. 16
Abs. 1 BauG). Aus diesem Grund ist das Bauvorhaben A vom Bauvorhaben B abhängig.
Da das Bauvorhaben B nicht bewilligt werden kann, muss deshalb beiden Baugesuchen
der Bauabschlag erteilt werden. Die beiden Beschwerden sind gutzuheissen und der
angefochtene Gesamtentscheid ist aufzuheben. Die weiteren Rügen in den Beschwerden
(fehlende Zustimmung der Beschwerdeführerin 1, Lärmimmissionen, Erschliessung und
Anzahl Parkplätze) müssen unter diesen Umständen nicht mehr geprüft werden.
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 22 Bst. d mit Verweis auf VGE 17924 vom 9. August 1990 E. 12b 8 Baureglement der Einwohnergemeinde Port vom 28. September 1997
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5. Kosten
a) Die amtlichen Kosten für das erstinstanzliche Baubewilligungsverfahren haben in
jedem Fall die Gesuchstellenden zu tragen, Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 52
Abs. 1 BewD9). Die amtlichen Kosten belaufen sich gemäss Gesamtentscheid des
Regierungsstatthalteramts Biel/Bienne vom 30. Januar 2012 auf Fr. 13'558.25 und bleiben
der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist das
Regierungsstatthalteramt zuständig.
b) Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr
(Art. 103 Abs. 1 VRPG10). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine
Pauschalgebühr von Fr. 200.-- bis Fr. 4'000.-- erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2
GebV11). In Anwendung dieser Bestimmung wird die Pauschale auf Fr. 2’000.-- festgelegt.
Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen
Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei
diesem Ausgang des Verfahrens gilt die Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei. Sie
hat demzufolge die Verfahrenskosten von Fr. 2’000.-- zu tragen.
c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung
oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als
gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG).
Die Kostennote des Anwaltes der Beschwerdeführenden 2-10 beläuft sich auf Fr. 5'588.50
und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat somit den
Beschwerdeführenden 2-10 die Parteikosten in der Höhe von Fr. 5'588.50 (inkl. Auslagen
9 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 10 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 11 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21)
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und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. Die Beschwerdeführerin 1 hat keinen Anspruch auf
Parteikostenersatz (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).