Decision ID: cffa513d-2992-5cba-bc4b-c583ee660e0b
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführerin stellte am 30. September 2013 ein erstes Asylge-
such in der Schweiz. Sie führte im Wesentlichen aus, sie sei ethnische
Tschetschenin und sei in F._, Tschetschenien, geboren. Von 2000
bis 2003 habe sie mit ihrem Bruder und Onkel in G._ gelebt. Im
Jahr 2003 habe sie einen Inlandpass bekommen und sei mit dem Bruder
nach F._ zurückgekehrt. Dort habe sie mit ihrem Bruder und dem
Grossvater zusammengelebt. Im Jahr 2011 habe sie ihr Studium als Gynä-
kologin abgeschlossen. Danach habe sie in einem Sanatorium gearbeitet.
Am 18. August respektive 18. September 2013 sei ihr Bruder von Kadyrov-
Leuten mitgenommen worden; seither sei er verschollen. Am 19. August
respektive 21. August respektive 19. September 2013 hätten sie und ihr
Grossvater bei der Polizei respektive der regionalen Abteilung des Minis-
teriums für Innere Angelegenheiten (ROWD) einen Suchauftrag einge-
reicht. Am nächsten Tag seien Kadyrov-Leute zu Hause vorbeigekommen
und hätten sie zum Aufenthaltsort des Bruders befragt. Er sei verdächtigt
worden, sich den Rebellen in den Bergen angeschlossen zu haben. Dies
stimme aber nicht; er sei Berufsringer gewesen und habe sich nie den Re-
bellen angeschlossen. Gleichentags seien mehrmals Polizisten verschie-
dener Abteilungen, sogar von H._, gekommen. Am 21. August res-
pektive 20. September 2013 sei sie wegen ihres Bruders entlassen wor-
den. Gleichentags sei sie wieder von mehreren Personen befragt worden.
Am 23. August respektive 22. September 2013 hätten sie die Kadyrov-
Leute zu einem Ort namens I._, an der Grenze zu Inguschetien,
gebracht. Dort seien sie und weitere Personen gezwungen worden, durch
ein Mikrophon die Namen der Angehörigen, die in die Berge gegangen
seien, auszurufen. Ihnen sei mit dem Tod gedroht worden, falls sich die
Angehörigen nicht meldeten. Abends seien die Frauen respektive alle zur
ROWD von F._ gebracht worden. Sie hätten sie erneut zu ihrem
Bruder befragt und geschlagen. An nächsten Morgen sei sie nach Hause
gebracht worden. Sie hätten ihr gesagt, wenn sie nicht bis zum 1. Septem-
ber respektive 24. September 2013 verrate, welcher Gruppierung sich ihr
Bruder angeschlossen habe, respektive wenn sich der Bruder nicht stelle,
werde sie getötet. Am 24. August respektive 24. September 2013 sei sie
mit Hilfe ihres Cousins geflohen. Er habe sie nach Inguschetien gebracht
und in einen Bus gesetzt. Am 26. August respektive 28. September 2013
sei sie in der Ukraine angekommen.
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
Seite 3
B.
Mit Verfügung vom 23. April 2014 stellte die Vorinstanz fest, die Beschwer-
deführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch
ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
Die Vorinstanz führte in der Begründung aus, die Beschwerdeführerin habe
widersprüchliche Angaben zum Monat der Vorfälle, zum Zeitpunkt der An-
zeige, der Kündigung sowie der Mitnahme durch die Kadyrov-Leute, zur
Frist für die Auslieferung des Bruders, zum Grund der Frist, zum Ort der
Verhöre, zur Anzahl der Verhöre und zum Ablauf der Mitnahme nach
I._ gemacht. Zudem habe sie nicht überzeugend erklären können,
weshalb die Kadyrov-Leute ein Interesse an ihr gehabt haben sollen. Ins-
gesamt seien die Vorbringen unglaubhaft.
Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C.
Am 22. Mai 2014 stellte der spätere Ehemann der Beschwerdeführerin,
J._ (nachfolgend: Ehemann), beim Migrationsdienst des Kantons
Bern ein Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung für die Beschwer-
deführerin zwecks Vorbereitung der Heirat. Der Migrationsdienst verwei-
gerte diesen Antrag formlos am 17. Juni 2014 und 15. August 2014.
D.
Im November 2014 verliess die Beschwerdeführerin eigenständig die
Schweiz und kehrte nach Russland zurück. Anfangs Dezember 2014 reiste
sie wiederum in die Schweiz ein, wo sie mit ihrem Ehemann zusammen-
zog. Das gemeinsame Kind, B._, wurde am (...) geboren.
E.
Am 7. Januar 2015 stellte der Ehemann beim Migrationsdienst des Kan-
tons Bern ein zweites Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung für
die Beschwerdeführerin zwecks Vorbereitung der Heirat. Mit Verfügung
vom 17. Dezember 2015 wies der Migrationsdienst diesen Antrag ab und
verweigerte die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zwecks Familien-
nachzug gestützt auf Art. 8 EMRK. Zugleich wurden die Beschwerdeführe-
rin und ihr Sohn aus der Schweiz weggewiesen. Die Verfügung wurde mit
Urteil der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 9. Mai 2018
bestätigt. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern mit Urteil vom 28. November 2019 ab.
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
Seite 4
F.
Am (...) wurde C._, das zweite Kind der Beschwerdeführerin und
ihres Ehemanns, geboren.
G.
Am 14. November 2016 stellte die Beschwerdeführerin schriftlich ein zwei-
tes Asylgesuch in der Schweiz. Anlässlich der Befragung zur Person vom
2. Dezember 2016 sowie der Anhörung vom 17. Januar 2017 machte die
Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, nach ihrer Rückkehr nach
Russland im November 2014 habe sie sich zwei Tage bei Verwandten in
Moskau aufgehalten. Danach sei sie nach Tschetschenien gegangen und
habe bei einem Onkel zweiten Grades väterlicherseits gewohnt. Vier Tage
später sei sie abends von uniformierten Personen entführt worden. Die
Kadyrov-Leute hätten sie in einen Keller gesperrt, verhört und geschlagen.
Sie hätten sie zum Aufenthaltsort ihres Bruders und zum Vater des unge-
borenen Kindes befragt. Am nächsten Morgen habe sie ein Dokument un-
terschreiben müssen und sei dann freigelassen worden. Mit Hilfe des On-
kels sei sie nach Moskau gelangt. Sie habe auf der litauischen Botschaft
ein Visum beantragt beziehungsweise die Verwandten seien auf die estni-
sche Botschaft gegangen und hätten die Beschaffung eines Visums in die
Wege geleitet. Sie habe nur kurz persönlich zum Konsul gehen müssen,
ohne zu reden. Dann sei sie anfangs Dezember 2014 direkt in die Schweiz
beziehungsweise via Estland in die Schweiz gereist. Der Onkel und seine
Familie seien nun auch auf der Flucht. Sie wisse aus dem Internet, dass
ihr Bruder lebe und in den Bergen kämpfe.
Die Beschwerdeführerin reichte ihren russischen Inländerpass, ihren rus-
sischen Reisepass aus dem Jahr 2003 (beides in Kopie), ihren russischen
Reisepass im Original, ein Schreiben ihrer Tante vom 4. Oktober 2016 mit
französischem Ausweis, ein Schreiben ihrer Cousine vom 4. Oktober 2016
mit deutschem Ausweis, ein Schreiben ihres Cousins vom 3. Oktober 2016
und ein Schreiben einer Menschenrechtsaktivistin der interregionalen frie-
densstiftenden zivilgesellschaftlichen Organisation "Echo des Krieges"
vom 4. November 2016 (alle Schreiben mit Übersetzung) ein.
H.
Mit Verfügung vom 15. Februar 2017 stellte die Vorinstanz fest, die Be-
schwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asyl-
gesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den
Vollzug an.
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
Seite 5
I.
Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht
mit Urteil E-1713/2017 vom 19. Mai 2017 teilweise gut, da es die Vor-
instanz unterlassen habe, im Rahmen des Wegweisungsvollzugs Art. 8
EMRK (Schutz des Familienlebens) zu prüfen.
J.
Am (...) heirateten die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann.
K.
Am (...) wurde D._, das dritte Kind der Beschwerdeführerin und ih-
res Ehemanns, geboren.
L.
Mit Verfügung vom 21. Juni 2018 (eröffnet am 22. Juni 2018) stellte die
Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin und ihr Kind (Anm. Gerichtsschrei-
berin: D._) erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das
Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz, welche
aber wegen Unzumutbarkeit zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme auf-
geschoben wurde.
M.
Mit Eingabe vom 20. März 2017 (recte: 12. Juli 2018) erhob die Beschwer-
deführerin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Sie beantragt, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben. Ihre Flüchtlingseigenschaft sei
festzustellen und es sei ihr Asyl zu gewähren. Es sei die unentgeltliche
Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
sei zu verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand sei einzusetzen.
Die Beschwerdeführerin reichte eine Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung
ein.
N.
Mit Zwischenverfügung vom 20. Juli 2018 hiess der Instruktionsrichter die
Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amtliche
Verbeiständung gut, forderte die Beschwerdeführerin zur Bezeichnung ei-
nes amtlichen Rechtsbeistandes auf, verzichtete auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses und gab der Vorinstanz Gelegenheit zur Einreichung
einer Vernehmlassung.
O.
Am 26. Juli 2018 reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung ein.
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
Seite 6
P.
Mit Zwischenverfügung vom 7. August 2018 setze der Instruktionsrichter
die von der Beschwerdeführerin genannte Rechtsanwältin Melanie Aebli
als ihre amtliche Rechtsbeiständin ein.
Q.
Mit Replik vom 19. September 2018 nahm die Beschwerdeführerin zur Ver-
nehmlassung Stellung.
R.
Mit Schreiben vom 7. Januar 2018 (recte: 7. Januar 2019) stellte die Be-
schwerdeführerin bei der Vorinstanz ein Gesuch um Einbezug von
B._ und C._ in ihre vorläufige Aufnahme.
S.
Mit Verfügung vom 12. August 2019 (eröffnet am 13. August 2019) hiess
die Vorinstanz das Gesuch um Berichtigung des Asylentscheids vom
21. Juni 2018 und um Verfügung einer vorläufigen Aufnahme für die Kinder
B._ und C._ gut. Sie stellte fest, die Kinder erfüllten die
Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre Asylgesuche ab und verfügte die
Wegweisung aus der Schweiz, welche aber wegen Unzumutbarkeit zu
Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben wurde.
T.
Mit Eingabe vom 12. September 2019 erhob die Beschwerdeführerin als
gesetzliche Vertreterin von B._ und C._ beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde. Sie beantragt, die Verfügung der Vorinstanz
vom 12. August 2019 sei bezüglich der Ziffern 2, 3 und 4 aufzuheben. Die
Beschwerdeführer seien als Flüchtlinge anzuerkennen und es sei ihnen
Asyl zu gewähren. Das Beschwerdeverfahren sei mit dem Beschwerdever-
fahren der Mutter und des jüngeren Bruders der Beschwerdeführer zu ver-
einen (Beschwerde vom 12. Juli 2018, Geschäfts-Nr.
E-4065/2018). Den Beschwerdeführern sei für das vorliegende Verfahren
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihnen die Unter-
zeichnete als amtliche Rechtsbeiständin beizuordnen.
Der Beschwerde war das Gesuch vom 7. Januar 2019 beigelegt.
U.
Am (...) wurde E._, das vierte Kind der Beschwerdeführerin und
ihres Ehemanns, geboren.
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
Seite 7
V.
Mit Zwischenverfügung vom 27. September 2019 vereinte der Instruktions-
richter das Verfahren E-4692/2019 von B._ und C._, und
das Verfahren E-4065/2018 der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes
D._.
W.
Mit Verfügung vom 13. November 2019 (eröffnet am 14. November 2019)
stellte die Vorinstanz fest, das Kind E._ erfülle die Flüchtlingseigen-
schaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus
der Schweiz, welche aber wegen Unzumutbarkeit zu Gunsten einer vorläu-
figen Aufnahme aufgeschoben wurde.
X.
Mit Eingabe vom 14. November 2019 erhob die Beschwerdeführerin als
gesetzliche Vertreterin von E._ beim Bundesverwaltungsgericht
Beschwerde. Sie beantragt, die Verfügung der Vorinstanz vom 13. Novem-
ber 2019 sei aufzuheben. Der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anzuer-
kennen und es sei ihm Asyl zu gewähren. Das Beschwerdeverfahren sei
mit dem Beschwerdeverfahren der Mutter und der drei älteren Brüder des
Beschwerdeführers zu vereinen (Beschwerden vom 12. Juli 2018 bzw.
12. September 2019, Geschäfts-Nr. E-4065/2018). Dem Beschwerdefüh-
rer sei für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu
gewähren und es sei ihm die Unterzeichnete als amtliche Rechtsbeiständin
beizuordnen.
Y.
Mit Zwischenverfügung vom 18. November 2019 vereinte der Instruktions-
richter das Verfahren E-6039/2019 von E._, und das Verfahren E-
4065/2018, E-4692/2019 der Beschwerdeführerin und ihrer drei übrigen
Kinder.
Z.
Am 5. Dezember 2019 reichte die Beschwerdeführerin eine Honorarnote
ein.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes vom
26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende
Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmun-
gen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
2.
Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend –
endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Die Be-
schwerdeführerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerdeführung le-
gitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
3.
Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht (ein-
schliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die un-
richtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs,
da sich die Vorinstanz in ihrer Begründung nicht zu den eingereichten Be-
weismitteln (drei Schreiben von Verwandten, ein Schreiben einer Men-
schenrechtsaktivistin) geäussert habe. Dabei handelt es sich um eine for-
melle Rüge, welche vorab zu beurteilen ist, da sie gegebenenfalls geeignet
ist, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken.
4.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches
Gehör, welcher als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer
Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt
wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE
2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Be-
hörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer
Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist,
dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausei-
nandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl.
BGE 143 III 65 E. 5.2).
http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35 http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35
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Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet einen
Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachver-
haltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sach-
verhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt worden sind;
unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen
Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal-
tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013,
Rz. 1043).
4.3 Die Vorinstanz unterliess es, die von der Beschwerdeführerin einge-
reichten Beweismittel zu würdigen. Dadurch verletzte sie ihren Anspruch
auf rechtliches Gehör. Eine Rückweisung der Sache hätte indes einen pro-
zessualen Leerlauf dargestellt, weshalb das Gericht die Vorinstanz mit Zwi-
schenverfügung vom 20. Juli 2018 aufforderte, zur Beschwerdeschrift, ins-
besondere zu den eingereichten Beweismitteln, Stellung zu nehmen. Die-
ser Aufforderung kam die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung nach. Die
Beschwerdeführerin hatte anschliessend Gelegenheit, sich in ihrer Replik
zur Vernehmlassung zu äussern. Die Gehörsverletzung wurde demnach
auf Beschwerdeebene geheilt. Es erübrigt sich, der Gehörsverletzung bei
der Kostenauferlegung Rechnung zu tragen, da der Beschwerdeführerin
die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde.
4.4 Insgesamt besteht keine Veranlassung, die Sache aus formellen Grün-
den aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das diesbezügli-
che Rechtsbegehren ist abzuweisen.
5.
5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als
ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Le-
bens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psy-
chischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rech-
nung zu tragen (Art. 3 AsylG).
5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
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Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
6.
6.1 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid damit, die Beschwerdefüh-
rerin habe zu ihrer Verhaftung, zur Haft, zum Verhör und zu ihrer Reise von
Tschetschenien nach Moskau keine detaillierten Angaben machen können.
Die äusserst unsubstantiierte Schilderung vermittle den Eindruck, sie habe
das Geschilderte nicht selbst erlebt. Zudem habe sie sich widersprüchlich
zur Haft und zur Ausreise geäussert. Während der Anhörung habe sie zu-
erst angegeben, als erstes sei sie in der Haft mit einem Schuh getreten und
an den Haaren über den Boden gezogen worden. Später habe sie gemeint,
gleich nach Ankunft im Keller sei ihr die Nase gebrochen worden. An der
Befragung habe sie nicht gewusst, von welchem Land sie ein Schengenvi-
sum erhalten habe und wie dieses ausgestellt worden sei. Sie habe gesagt,
sie sei mit einem Bus von Moskau abgefahren. Anlässlich der Anhörung
habe sie hingegen gesagt, Verwandte hätten sie mit einem Minivan nach
Estland gebracht. Im Widerspruch zu beiden Aussagen weise ihr Reise-
pass einen Einreisestempel des Flughafens Tallinn vom 2. Dezember 2014
auf, der belege, dass sie mit dem Flugzeug nach Estland gereist sei. Nicht
nachvollziehbar sei die Angabe, sie habe ihren Reisepass bei Verwandten
in Moskau zurückgelassen, da sie gedacht habe, sie brauche ihn nicht
mehr. Insgesamt seien die Vorbringen der Beschwerdeführerin unglaub-
haft.
6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe es unter-
lassen, Elemente, die für die Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen sprechen
würden, zu würdigen. Sie habe die Mitnahme und Misshandlungen wäh-
rend des Verhörs detailliert und lebensnah sowie versehen mit ihren Ge-
danken und Gefühlen geschildert. Die Aussagen an der Befragung und An-
hörungen würden in den wesentlichen Punkten übereinstimmen. Hinsicht-
lich des zeitlichen Ablaufs der Misshandlungen sei darauf hinzuweisen,
dass Erinnerungen an kurz nacheinander erlebte, traumatische Erlebnisse
schwer abzugrenzen seien. Der Nasenbeinbruch sei durch das Arztzeug-
nis belegt. Zur Autofahrt von Tschetschenien nach Moskau habe sie keine
genauen Angaben machen können, weil sie damals unter Medikamenten
gestanden habe. Aus dem gleichen Grund habe sie sich auch nicht mehr
erinnern können, wo und für welches Land das Schengenvisum ausgestellt
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worden sei. Die Reise von Moskau nach Tallinn sei durch den Einreise-
stempel in ihrem Reisepass belegt. Die Vorinstanz verwende die diesbe-
züglichen Widersprüche nur gegen sie, weil sie ansonsten den negativen
Asylentscheid nicht ausreichend begründen könne. Sie habe den Reise-
pass bei Verwandten in Moskau deponiert, da sie tatsächlich gedacht habe,
sie würde ihn nicht mehr benötigen. Zudem werde ihre gesamte Verwandt-
schaft in Tschetschenien verfolgt. Einige Verwandte seien in Russland und
Tschetschenien getötet worden, andere würden sich als Flüchtlinge in Eu-
ropa aufhalten. Sippenhaft und Reflexverfolgung seien in Tschetschenien
stark verbreitet.
6.3 In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, die drei eingereichten
Schreiben der Verwandten würden einen sehr beschränkten Beweiswert
aufweisen, da Zeugenaussagen von Familienangehörigen im Rahmen ei-
nes Asylverfahrens nicht als unabhängig angesehen würden. Das Schrei-
ben der Menschenrechtsaktivistin stütze sich auf die Aussagen der Be-
schwerdeführerin. Die Beweismittel würden die Einschätzung in der Verfü-
gung nicht entkräften.
6.4 Die Beschwerdeführerin bringt in der Replik vor, das von der Vorinstanz
verlangte Rückwärtserzählen ihrer Erlebnisse sei unsachgemäss und nicht
zulässig; dies habe sie verständlicherweise verwirrt. Sie habe an der Be-
fragung und an der Anhörung betont, dass sie sich nicht mehr genau an
die Daten und Umstände der zweiten Flucht erinnern könne, da sie zu je-
nem Zeitpunkt hochschwanger und einer enormen Stresssituation ausge-
setzt gewesen sei. Sie sei wegen ihres Bruders im Jahr 2013 und bei ihrer
Rückkehr im Jahr 2014 Verfolgungshandlungen durch das Kadyrov-Re-
gime ausgesetzt gewesen. Die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen würde
durch die Berichte zur momentanen Lage in Tschetschenien untermauert.
Seit dem Anschlag in Grosny im Dezember 2014 genüge für eine Verhaf-
tung bereits der Verdacht der Unterstützung einer aufständischen Gruppie-
rung. Den Schreiben der Verwandten komme ein höherer Beweiswert zu,
als von der Vorinstanz behauptet, da aus diesen zu erkennen sei, dass die
Verwandten ebenfalls aus Tschetschenien geflüchtet seien.
7.
Die Beschwerdeführerin stellte am 30. September 2013 ein erstes Asylge-
such in der Schweiz. Zur Begründung führte sie aus, ihr Bruder sei von den
Kadyrov-Leuten entführt worden. Nachdem sie eine Suchmeldung aufge-
geben habe, sei sie von den Kadyrov-Leuten mehrfach aufgesucht und
schliesslich mitgenommen, zum Aufenthaltsort ihres Bruders befragt und
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geschlagen worden. Mit Verfügung vom 23. April 2014 beurteilte die Vor-
instanz diese Vorbringen aufgrund der zahlreichen Widersprüche und Un-
gereimtheiten zu Recht als unglaubhaft. Die Verfügung ist unangefochten
in Rechtskraft erwachsen.
Die Beschwerdeführerin macht im zweiten Asylgesuch wiederum geltend,
sie sei vier Tage nach der Rückkehr in ihr Heimatdorf von Kadyrov-Leuten
mitgenommen, nach ihrem Bruder befragt und geschlagen worden. Ihre
Vorbringen basieren demnach auf der unglaubhaften Verfolgungsge-
schichte des ersten, rechtskräftig abgewiesenen Asylgesuchs. Folglich be-
stehen bereits erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit der zweiten Ver-
folgungsgeschichte. Zu diesen Zweifeln kommen grundlegende Wider-
sprüche und Ungereimtheiten in den Angaben der Beschwerdeführerin
hinzu. Während des ersten Asylverfahrens gab sie wiederholt an, niemand
in ihrer Familie habe sich politisch betätigt. Sie sei sich absolut sicher, dass
sich der Bruder nicht den Rebellen in den Bergen für den Widerstands-
kampf angeschlossen habe. Vielmehr hätten die Kadyrov-Leute ihren Bru-
der entführt. Es ist schlichtweg nicht nachvollziehbar, weshalb die Kadyrov-
Leute die Beschwerdeführerin immer wieder befragt und geschlagen ha-
ben sollen, um den Aufenthaltsort des Bruders zu erfahren, wenn der Bru-
der in ihrer Gefangenschaft gewesen sein soll. Im zweiten Asylverfahren
führte die Beschwerdeführerin im Widerspruch dazu aus, sie wisse aus
dem Internet, dass ihr Bruder lebe und kämpfe. Des Weiteren gab sie an,
nach ihrer Rückkehr zwei Tage bei Verwandten in Moskau gewohnt zu ha-
ben und dann in ihr Heimatdorf weitergereist zu sein. In Moskau habe sie
eine Tasche mit ihrem Reisepass und Privatsachen zurückgelassen, weil
sie diese Gegenstände nicht mehr gebraucht habe. Es ist nicht nachvoll-
ziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin mit Privatsachen im Gepäck aus
der Schweiz ausgereist sein soll, die sie in ihrem Heimatdorf gar nicht ge-
brauchen konnte. Insbesondere betreffend die Zurücklassung ihres Reise-
passes überzeugt die Erklärung, sie habe ihn nicht mehr zum Reisen be-
nötigt, nicht. Hinsichtlich der Widersprüche und der vagen Ausführungen
zur Mitnahme, Befragung und Misshandlung durch die Kadyrov-Leute, zur
Rückfahrt vom Heimatdorf nach Moskau sowie zur Ausstellung des Schen-
genvisums ist auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verwei-
sen. Die Beschwerdeführerin gab an, mit einem Bus oder Minivan von Mos-
kau nach Tallinn gefahren zu sein. Gemäss Einreisestempel in ihrem Rei-
sepass ist sie indes mit dem Flugzeug von Moskau nach Tallinn gereist. Es
darf auch von einer hochschwangeren Frau erwartet werden, sich daran
erinnern zu können, ob sie mit einem Bus oder einem Flugzeug gereist ist.
Die Vorinstanz durfte sich bei der Begründung der Verfügung auf diesen
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Widerspruch stützen, untergräbt doch eine solche offensichtliche
Falschangabe die Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin. Hinzu kommt,
dass die Beschwerdeführerin am 4. Dezember 2014 wieder in die Schweiz
eingereist ist. Das Asylgesuch stellte sie aber erst am 14. November 2016,
also knapp zwei Jahre nach ihrer Einreise in die Schweiz. In diesen zwei
Jahren bemühte sie sich um eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilli-
gung für die Schweiz. Erst als diese Bemühungen scheiterten, stellte sie
das Asylgesuch. Wäre sie nach ihrer Rückkehr nach Russland tatsächlich
verfolgt worden, wäre zu erwarten gewesen, dass sie unmittelbar nach ih-
rer Ankunft in der Schweiz ein Asylgesuch stellen würde. Aus dem Vorbrin-
gen in der Beschwerdeschrift, ihre ganze Verwandtschaft werde in Tschet-
schenien verfolgt, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten, da sie in allen
Befragungen und Anhörungen angab, nur wegen ihres Bruders verfolgt
worden zu sein. Insgesamt sind die Vorbringen, die Mitnahme, Befragung
und Misshandlungen durch die Kadyrov-Leute aufgrund der Widersprüche
und Ungereimtheiten als unglaubhaft einzustufen. Daran ändern auch die
eingereichten Beweismittel nichts. Schreiben von Verwandten kommt ge-
nerell ein geringer Beweiswert zu. Die drei Schreiben der Verwandten wei-
sen überdies exakt den gleichen Wortlaut auf. Es ist somit naheliegend,
dass es sich um vorgefertigte, nicht von den Verwandten verfasste Schrei-
ben handelt. Den drei Schreiben kommt somit keinerlei Beweiswert zu.
Gleiches gilt für das Schreiben der Menschenrechtsaktivistin, welches sich
ausschliesslich auf die Aussagen der Beschwerdeführerin stützt. Eine Be-
stätigung des Arztes, er halte den Nasenbeinbruch für sehr wahrscheinlich,
genügt ebenfalls nicht für eine andere Einschätzung, da es sich dabei nicht
um eine sichere Diagnose handelt und selbst bei Vorliegen eines Nasen-
beinbruchs daraus keine Hinweise auf dessen Ursache und Zeitpunkt ent-
nommen werden können. Folglich hat die Vorinstanz das Asylgesuch der
Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen.
8.
8.1 Lehnt die Vorinstanz das Asylgesuch ab oder tritt sie nicht darauf ein,
so verfügt sie in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet
den Vollzug an (Art. 44 AsylG). Die Beschwerdeführerin und ihre Kinder
verfügen weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch
über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. BVGE 2009/50 E. 9).
Die Wegweisung wurde zu Recht angeordnet.
8.2 Die Vorinstanz hat in der Verfügung vom 21. Juni 2018 beziehungs-
weise vom 12. August 2019 beziehungsweise vom13. November 2019 die
vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder in der
E-4065/2018, E-4692/2019, E-6039/2019
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Schweiz angeordnet. Demnach erübrigen sich praxisgemäss Ausführun-
gen zur Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvoll-
zugs.
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
10.
10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwer-
deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit Zwischenverfügung
vom 20. Juli 2018 wurden die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung und Beiordnung einer amtlichen Rechtsbeiständin gutge-
heissen. Es sind somit keine Verfahrenskosten zu erheben.
10.2 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin reichte eine Honorar-
note in der Höhe von Fr. 2'882.70 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzu-
schlag) ein. Aus der Honorarnote ist ersichtlich, dass ein Stundenansatz
von Fr. 250.– verrechnet wurde. Das Bundesverwaltungsgericht geht bei
amtlicher Vertretung in der Regel von einem Stundenansatz von Fr. 200.–
bis Fr. 220.– für anwaltliche Rechtsvertreter aus (vgl. Art. 12 i.V.m. Art. 10
Abs. 2 VGKE). Der Stundenansatz ist entsprechend zu kürzen. Zudem ist
der Mehrwertsteuerzuschlag nur auf den Stundenaufwand zu verrechnen.
Rechtsanwältin Melanie Aebli ist demnach für ihre Bemühungen zu Lasten
des Gerichts ein amtliches Honorar von Fr. 2‘300.– (inkl. Auslagen und
Mehrwertsteuerzuschlag i.S.v. Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) auszurichten.
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