Decision ID: 1b11bb69-7990-542d-bbff-485740cf8292
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) war als selbständige Heilpraktikerin bei der Basler
Versicherung AG (nachfolgend: Basler) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als
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sie am 29. Januar 2016 in B._ einen Skiunfall erlitt (UV-act. 58). Laut einem nicht
dokumentierten Notfallbericht des Spitals C._ vom 30. Januar 2016 wurden auf der
Basis bildgebender Dokumentationen (Röntgen und MRT) die Diagnosen Ruptur des
Ligamentum collaterale medial (= inneres Seiten- bzw. Kollateralband) und
Innenmeniskus Knie links gestellt. Diagnostisch festgehalten wurde ausserdem eine
Chondrokalzinose (Ablagerung von Kalziumpyrophosphat im Knorpel; vgl. UV-act. 44
I./2.). Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeinmedizin,
bescheinigte ihr ab 29. Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 7.10). In
einem ärztlichen Zwischenbericht vom 15. Februar 2016 führte Dr. D._ ebenfalls die
Diagnosen Läsion Innenband und Innenmeniskus Knie links an und hielt fest, dass die
Versicherte auf eine orthopädische Beurteilung und anschliessende Operation warte
(act. G 7.5). Dr. med. E._, Arzt Orthopädie F._, hatte bei der Versicherten indessen
bereits am 11. Februar 2016 in der Klinik G._ eine Arthroskopie Kniegelenk links mit
medialer und lateraler Teilmeniscectomie, Resektion der Plica infrapatellaris und
offener Rekonstruktion des medialen Seitenbandes durchgeführt (act. G 7.6). Am 12.
Februar 2016 war sie nach komplikationslosem postoperativem Verlauf aus der Klinik
entlassen worden (act. G 7.8).
A.b In einer Schadenfallbeurteilung vom 8. März 2016 stellte der beratende Arzt der
Basler, Dr. med. H._ von der I._, fest, dass die bisherigen Behandlungen
sachgerecht und unfallkausal gewesen seien. Die Arthroskopie könne als diagnostische
Massnahme unfallkausal begründet werden. Die dabei erhobenen Befunde der
ausgewallten Menisci medial und lateral sowie die Chondrokalzinose seien aber
unfallfremd, ebenso die Plica infrapatellaris. Folgerichtig seien auch die getroffenen
Massnahmen (Teilmeniscektomie medial/lateral, Plikaresektion) nicht als unfallkausal zu
bewerten. Die zusätzlich gemachte offene mediale Seitenbandreinsertion sei aus
traumatologischer Sicht bezüglich Notwendigkeit zumindest diskutabel, sei aber ohne
Zweifel als unfallkausal zu betrachten. Die Behandlungsdauer dürfte mindestens 12-14
Wochen betragen, die ersten 2-4 Wochen bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit,
anschliessend bei einer Teilarbeitsfähigkeit, Ende März 2016 sei von einer
Vollbeschäftigung auszugehen (act. G 7.9).
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A.c Mit Arztzeugnis vom 15. April 2016 bescheinigte Dr. E._ der Versicherten vom
10. Februar bis 24. April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und vom 25. April bis 1.
Mai 2016 eine solche von 50% (act. G 7.10 f.). Ab 2. Mai 2016 war die Versicherte
wieder voll arbeitsfähig (UV-act. 55, act. G 7.11). Während des Zeitraums vom 16.
Februar 2016 bis 25. August 2016 hat die Versicherte ausserdem 71
Physiotherapiesitzungen absolviert (vgl. UV-act. 24 ff.; UV-act. 44, Ziff. 3). Die Basler
erbrachte für den Unfall vom 29. Januar 2016 die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung und Taggeld; act. G 7.12 f.).
A.d Am 12. Dezember 2016 reichten Dr. E._ und Dr. med. J._, Leitender Arzt,
Orthopädie F._, der Basler einen Verlaufsbericht über Konsultationen der
Versicherten vom 19. Februar, 11. März, 15. April, 3. Juni und 7. Dezember 2016 ein.
Anlässlich der Konsultation vom 7. Dezember 2016 hatte die Versicherte über
vermehrte Kniegelenksbeschwerden links innenseitig unter Belastung seit Oktober
2016 berichtet (UV-act. 55), worauf auf Zuweisung von Dr. E._ am 9. Dezember 2016
in der Radiologie O._. eine MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks durchgeführt
wurde (act. G 7.16).
A.e Nach Einholung einer weiteren Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. H._ vom
4. Januar 2017 (UV-act. 56) teilte die Basler der Versicherten mit Schreiben vom 5.
Januar 2017 mit, dass mangels Unfallkausalität der Kniebeschwerden links ab dem 31.
Dezember 2016 keine weiteren Leistungen aus der Unfallversicherung mehr erbracht
würden (UV-act. 38). Nach Einwänden der Versicherten vom 8. Januar 2017 (UV-act.
68) legte die Basler den Schadenfall auch ihrem beratenden Arzt Dr. med. K._,
Facharzt für Allgemeine und Innere Medizin FMH, vor. Aufgrund dessen Beurteilung
vom 11. Januar 2017 (UV-act. 57) bestätigte sie am 18. Januar 2017 verfügungsweise
ihre Leistungsablehnung ab dem 31. Dezember 2016 (UV-act. 39).
B.
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Die gegen diese Verfügung von der Versicherten am 2. Februar 2017 erhobene
Einsprache (UV-act. 43) wies die Basler mit Einspracheentscheid vom 15. Mai 2017 ab
(UV-act. 44).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2017 erhob die Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent
Häusermann, St. Gallen, mit Eingabe vom 15. Juni 2017 Beschwerde mit den Anträgen,
der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin
seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten, eventualiter sei die Angelegenheit zur
Durchführung weiterer Abklärungen an die Basler (nachfolgend: Beschwerdegegnerin)
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Mit der
Beschwerdeergänzung vom 23. Oktober 2017 (act. G 7) reichte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin unter anderem einen Sprechstundenbericht von Dr. med. L._,
Oberarzt Orthopädie, und Dr. med. M._, Assistenzärztin Orthopädie, beide Klinik
N._, vom 30. August 2017 ein (act. G 7.22).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde sowie die
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 15. Mai 2017, womit die Verfügung vom
18. Januar 2017 geschützt werde (act. G 12).
C.c Mit Replik vom 7. März 2018 bekräftigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seine Beschwerdeanträge (act. G 16) und reichte eine
Stellungnahme von Dr. L._ vom 19. Oktober 2017 ein (act. G 16.1).
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C.d Mit Duplik vom 27. April 2018 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf
Beschwerdeabweisung (act. G 20).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin ab dem 31. Dezember 2016. Die
Beschwerdeführerin beantragt insbesondere über diesen Zeitpunkt hinaus zu
erbringende Versicherungsleistungen für Heilbehandlungen (vgl. act. G 16). Die
Ausrichtung von Taggeldern über das Leistungseinstellungsdatum hinaus, wird zu
Recht nicht beansprucht, nachdem die Beschwerdeführerin seit dem 2. Mai 2016
wieder zu 100% arbeitsfähig ist und folglich bereits mehrere Monate vor der
Leistungseinstellung keine Taggelder mehr bezogen hat (act. G 7.11).
2.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 15. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
3.
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3.1 Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von
Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Anspruchsvoraussetzung für Heilbehandlung zulasten der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach
nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE
HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf
Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181
E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz
als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers gegenüber dem natürlichen
Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E.
3a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45).
3.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den
Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss
Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis versicherungsinterner
ärztlicher Abklärungen - zu denen die Beurteilungen der beratenden Ärzte und
Ärztinnen der Beschwerdegegnerin gehören - kann nicht abgestellt werden, wenn auch
nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V
229 E. 5.2, 135 V 469 f. E. 4.4 und 471 E. 4.7; Urteil des Bundesgerichts vom 16.
September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2; SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.1). Die
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Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und
diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund,
damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen
Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27.
Juni 2012, 8C_681/2011, E. 4.1 mit Hinweisen; PVG 1996 Nr. 89 265 E. 3b; RKUV 1993
Nr. U 167 S. 95). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formellrechtlichen
Gründe gegen den Einbezug der Aktenbeurteilungen von Dr. H._ vom 4. Januar 2017
(UV-act. 56) und Dr. K._ vom 11. Januar 2017 (UV-act. 57). Ob letztlich auf die
Aktenbeurteilungen abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden
materiellrechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn
also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens
mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit
nunmehr fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Urteil des
Bundesgerichts vom 4. November 2016, 8C_594/2016, E. 2.2 mit Hinweis).
3.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 130 I 183 E. 3.2, 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E.
1a mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn der
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen
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mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich
um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt demnach -
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher
Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S.
328 E. 3b mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 4, 79).
Selbstverständlich greift die genannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die
Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz
rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen
des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U
206 S. 328 E. 3b).
4.
Die Beschwerdegegnerin anerkannte anfangs ihre Leistungspflicht bezüglich des
Unfalls vom 29. Januar 2016, bei dem die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen
eine Ruptur des Ligamentum collaterale medial Knie links erlitten hat (act. G 7.5 ff.,
7.16, 7.22, act. G 7 III. Ziff. 3). Entgegen der zunächst im Spital C._ neben der
Seitenbandläsion diagnostizierten Innenmeniskusverletzung links (UV-act. 44, 55)
liessen sich bei der Arthroskopie vom 11. Februar 2016 keine frischen
Meniskusschäden, sondern ausgewallte Menisci bei gleichzeitig bestehenden
Chondrokalzinosen im lateralen und medialen Kompartiment feststellen. Trotzdem
wurde am linken Knie eine mediale und laterale Teilmeniscectomie durchgeführt,
welche gemäss Beurteilung von Dr. K._ vom 11. Januar 2017 der Beseitigung der
überstehenden Meniskusanteile diente (UV-act. 57). Weiter wurden bei der Operation
das beim Unfall verletzte mediale Seitenband rekonstruiert und eine Resektion der
Plica infrapatellaris Knie links vorgenommen (act. G 7.6; UV-act. 56). Der
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Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass es sich bei der
Chondrokalzinose - wie von Dr. H._ (act. G 7.9, UV-act. 56) und Dr. K._ (UV-act.
57) in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur festgestellt (vgl.
PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 329; ROCHE
LEXIKON, Medizin, S. 325; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische
Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 594, 1087) - um einen krankheits- und nicht
traumatisch begründeten Gesundheitsschaden handelt (vgl. act. G 7, Ziff. 22). Auch
bezüglich der Resektion der Plica infrapatellaris wird keine Behandlung einer
Unfallverletzung geltend gemacht.
5.
5.1 Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (31. Dezember 2016) war die
Beschwerdeführerin zwar wieder voll arbeitsfähig (seit dem 2. Mai 2018), litt jedoch
immer noch unter behandlungsbedürftigen belastungsabhängigen Kniebeschwerden
links. Nachfolgend ist deren Ursächlichkeit bzw. Zusammenhang mit dem Unfall vom
29. Januar 2016 zu prüfen. Im Rahmen der Kausalitätsprüfung sind insbesondere der
postoperative Gesundheitszustand und damit die radiologischen
Untersuchungsergebnisse nach der Arthroskopie vom 11. Februar 2016 von
wesentlicher Bedeutung (vgl. dazu BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit
Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen; Urteil
des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen
Hinweisen).
5.2 Anlässlich der Konsultation von Dr. E._ am 3. Juni 2016, d.h. knapp vier Monate
nach der Kniegelenksarthroskopie, erklärte sich die Beschwerdeführerin mit dem
Verlauf zufrieden. Sie berichtete gemäss Konsultationseintrag im Verlaufsbericht vom
12. Dezember 2016 nur noch über leichte Beschwerden beim Pes anserinus, wo sich
bei der klinischen Untersuchung eine entsprechende leichte Druckdolenz erheben liess
(UV-act. 55). Eine weitere Konsultation folgte am 7. Dezember 2016, wobei die
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Beschwerdeführerin über vermehrte Kniegelenksbeschwerden links innenseitig unter
Belastung seit Oktober 2016 berichtete. Dr. E._ veranlasste darauf eine MRI-
Untersuchung (UV-act. 55). Im MRI der Radiologie O._. vom 9. Dezember 2016
zeigten sich ein geringfügiger Reizerguss, eine degenerative Ausfransung des moderat
degenerierten Aussenmeniskushinterhornansatzes, eine ansonsten reguläre Darstellung
beider Menisci bei Status nach Shaving, derzeitig ohne klinisch relevanten Riss, eine 5
x 5 mm messende osteochondrale Läsion (Chondropathie Grad III) im ventralen
Abschnitt der Belastungszone des medialen Tibiaplateaus, Zeichen einer Überlastung
der postero-medialen Gelenkkapsel des Pes anserinus, eine diskrete Baker-Zyste und
ein narbig veränderter femoraler Ansatz des ansonsten intakten Innenbandes (act. G
7.16). In der Röntgen¬untersuchung vom 29. August 2017 durch Dr. L._ und Dr.
M._ konnte sodann wieder eine Chondrokalzinose ausgemacht werden (act. G 7.22).
In der gleichentags durchgeführten MRI-Untersuchung (act. G 7.22) konnte schliesslich
ein vernarbtes mediales Kollateralband bei Status nach Naht und Fixation mittels Storz-
Anker im medialen Femurcondylus - unstreitig eine Unfall- bzw. Operationsfolge (vgl.
dazu auch DEBRUNNER, a.a.O., S. 86) -, festgestellt werden, jedoch kein neuer
abgrenzbarer Meniskusriss (act. G 7.22).
6.
6.1 Dr. K._ anerkannte in seiner Beurteilung vom 11. Januar 2017 eine unfallbedingte
vorübergehende Verschlimmerung der krankhaft bedingten Chondrokalzinose (UV-act.
57). Die Aussage des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in Ziff. 11 der
Beschwerdeergänzung (act. G 7) - Dr. K._ sei zur Auffassung gelangt, dass der
Status quo sine nach vorübergehender Verschlimmerung der Chondrokalzinose längst
nicht erreicht sei - wird jedoch von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort
vom 18. Dezember 2017 (act. G 12) richtigerweise als unzutreffend bezeichnet. Dr.
K._ hielt nämlich fest, dass der "Status quo sine [...] längst erreicht" sei (UV-act. 57).
Konkrete Hinweise, welche seine Beurteilung in Frage stellen würden, lassen sich
insbesondere den vorliegenden radiologischen Untersuchungsberichten nicht
entnehmen. Eine durch den Unfall verursachte richtunggebende Verschlimmerung der
Chondrokalzinose wird jedenfalls nirgends diskutiert (vgl. dazu RUMO-JUNGO, a.a.O.,
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S. 54; Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, Hrsg. von MARC HÜRZELER/UELI KIESER, Bern 2018,
Art. 6 N 54). Die hernach auch in der Röntgenuntersuchung vom 29. August 2017
ausgemachte Chondrokalzinose wurde im Übrigen von Dr. L._ in seiner
Stellungnahme vom 19. Oktober 2017 (act. G 16.1) überwiegend wahrscheinlich nicht
als Schmerzursache betrachtet. Die Chondrokalzinose sei insbesondere im Bereich des
lateralen Kompartiments vorhanden, wo die Beschwerdeführerin beschwerdefrei sei
(vgl. dazu Befunde im Sprechstundenbericht von Dr. L._ und Dr. M._ vom 30.
August 2017; act. G 7.22).
6.2
6.2.1 Der Pes anserinus, bei welchem am 9. Dezember 2016
kernspintomographisch eine Gesundheitsschädigung objektiviert werden konnte (act.
G 7.16), befindet sich zwar - wie das mediale Kollateralband - auf der Innenseite des
Unterschenkels unterhalb des Kniegelenks. Je grösser aber der zeitliche Abstand
zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beschwerden ist, desto
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. 275 S. 191 E. 1c). Die Latenzzeit
zwischen dem Zeitpunkt des Unfallgeschehens und der erstmaligen Erwähnung der
fraglichen Beschwerdesymptomatik im Zusammenhang mit der Konsultation von Dr.
E._ am 3. Juni 2016 (UV-act. 55) beträgt rund fünf Monate, was vielmehr auf ein
unfallunabhängiges Krankheitsbild, als auf eine sekundäre Unfallfolge hindeutet. Damit
kann allerdings höchstens die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem
Unfallereignis vom 29. Januar 2016 und den erst im Juni 2016 aufgetretenen
Beschwerden im Bereich des Pes anserinus angenommen werden. Hinzu kommt, dass
von solchen Beschwerden explizit nur anlässlich der Konsultation vom 3. Juni 2016 die
Rede gewesen ist. Bei der Konsultation vom 7. Dezember 2016 klagte die
Beschwerdeführerin zwar ebenfalls über innenseitige Kniegelenksbeschwerden links,
angeblich waren diese jedoch erst im Oktober 2016 aufgetreten. Laut
Sprechstundenbericht von Dr. L._ und Dr. M._ vom 30. August 2017 (act. G 7.22)
waren sie ausserdem im Bereich des genähten medialen Seitenbandes distal lokalisiert
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und wurden nicht mit dem Pes anserinus in Zusammenhang gebracht (vgl. dazu auch
nachfolgende Erwägung 4.6). Ein Befund mit Hinweis auf eine Pes anserinus-
Problematik wurde dazu anlässlich der Konsultation vom 7. Dezember 2016 auch nicht
mehr erhoben (UV-act. 55).
6.2.2 Die Bezeichnung "Überlastung" der postero-medialen Gelenkkapsel des
Pesanserinus im MRI-Untersuchungsbericht vom 12. Dezember 2016 (UV-act. 7.16)
fügt sich in obige Beurteilung ein. Mit einer Überbelastung wird in der Regel ein
Krankheitsgeschehen definiert, bei welchem der Körper bzw. der Körperteil eines
Menschen über eine gewisse Zeit unphysiologisch, d.h. nicht den normalen
Lebensvorgängen entsprechend, beansprucht wird, wodurch es zu einer
Gesundheitsstörung, beispielsweise einer Entzündung, kommt. Eine traumatische
Gesundheitsstörung tritt demgegenüber definitionsgemäss plötzlich auf (vgl.
Unfallbegriff in Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 820.1]).
6.2.3 Die Beschwerdeführerin hält fest, dass weder Dr. H._ noch Dr. K._
begründet hätten, weshalb die Chondrokalzinose überwiegend wahrscheinlich für die
Beschwerden über dem Pes anserinus verantwortlich sei (vgl. Beschwerdeergänzung
vom 23. Oktober 2017 [act. G 7 IV. Ziff. 22]). Was sie damit sagen möchten, ist nicht
nachvollziehbar. Denn es ist nicht erkennbar, inwiefern die beiden Gesundheitsschäden
in einem Zusammenhang stehen könnten oder stehen müssten und somit nur ein
solcher gegen eine Unfallkausalität der Beschwerden über dem Pes anserinus
sprechen würde. Wie selbst der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zutreffend
bemerkt, ergibt sich bereits angesichts der verschiedenen Lokalisationen kein
Zusammenhang. Beide Gesundheitsschäden liessen sich im Falle der
Beschwerdeführerin radiologisch erheben, sind jedoch - was ihre Entstehung angeht -
voneinander unabhängig. Während zu einer Chondrokalzinose eine Ablagerung von
Kalziumphosphat in Knorpelgeweben führt (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 329), ist für
die Pes anserinus-Problematik offensichtlich eine Überlastung verantwortlich.
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6.2.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerden über dem
Pesanserinus, sofern sie denn überhaupt noch bestehen, entgegen der Auffassung des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit keine direkte oder indirekte Unfallfolge sind.
6.3 Anlässlich der Konsultation von Dr. L._ und Dr. M._ am 29. August 2017 klagte
die Beschwerdeführerin sodann über leichte Beschwerden im Bereich des genähten
Seitenbandes distal. Im Sprechstundenbericht vom 30. August 2017 (act. G 7.22)
weisen die Ärzte jedoch mit keinem Wort auf eine mit dem vernarbten medialen
Kollateralband verbundene Beschwerdesymptomatik hin. Allerdings erhoben sie
klinisch eine spürbare kleine Verhärtung im Bereich des Ansatzes des medialen
Kollateralbandes, welche sie im Sprechstundenbericht als Fadenrest deuteten (act. G
7.22). Laut Stellungnahme von Dr. L._ vom 19. Oktober 2017 kann es dadurch
grundsätzlich zu einer Reizung der medialen Strukturen kommen (act. G 16.1). Vor
diesem Hintergrund wäre es also denkbar, dass die von der Beschwerdeführerin im
Bereich des medialen Seitenbandes geklagten Schmerzen noch auf den Unfall bzw. die
Operation der Unfallverletzung zurückzuführen sind. Die im Sprechstundenbericht
zusätzlich verwendete Formulierung "ggf" (gegebenenfalls) zeigt zwar auf, dass ein
Fadenrest lediglich vermutet wurde, weshalb ein Fadengranulom im linken Knie nach
Naht MCL auch nur als Verdacht erwähnt wurde (act. G 7.22). Angesichts der von Dr.
L._ und Dr. M._ im Sprechstundenbericht beschriebenen möglichen Verifizierung
der Symptomatik durch eine intraartikuläre Infiltration (act. G 7.22) ist jedoch nicht
ausgeschlossen, dass durch die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen
sekundäre Unfallfolgen nachgewiesen werden könnten. Solange von weiteren
medizinischen Abklärungen entscheidwesentliche neue Erkenntnisse zu erwarten sind,
die einen überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalt ergeben könnten, hätte die
Beschwerdegegnerin grundsätzlich die Pflicht, diese durchzuführen. Erst nach
Abschluss dieser Abklärungen wäre sie ihrer Untersuchungspflicht rechtsgenüglich
nachgekommen (vgl. Erwägung 3.4). Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen,
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konnte die Beschwerdegegnerin jedoch im konkreten Fall von weiteren
Untersuchungen absehen.
7.
7.1 Wie bereits erwähnt, hat die versicherte Person gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG nur
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Bezüglich der
Einstellung der Heilbehandlungsleistungen ist demnach zu prüfen, ob im
Leistungseinstellungszeitpunkt (31. Dezember 2016) von einer Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung zu erwarten war (Art. 19 Abs. 1
UVG). Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden
Leistungen (u.a. Heilbehandlung) mit allfälliger anschliessender Prüfung des Anspruchs
auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V
109 E. 4.1).
7.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu verstehen ist,
umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale
Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet
ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist,
bestimmen. Die Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht,
dass die durch (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG
erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss und eine unbedeutende Besserung ebenso
wenig genügt wie die blosse Möglichkeit einer Besserung (Urteil des Bundesgerichts
vom 19. Februar 2008, U 394/06, E. 4.3 mit Hinweisen und Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen;
BGE 134 V 115 E. 4.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 144). Nach der
Rechtsprechung ist die Frage der namhaften Besserung des Gesundheitszustands
prospektiv bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu prüfen (Urteil des
Bundesgerichts vom 28. Juni 2010, 8C_58/2010, E. 2.2 und Urteil des EVG vom 20.
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Mai 2005, U 244/04, E. 3.1 mit Hinweisen, publ. in: RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388).
Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen
Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und zur Krankheitsentwicklung, die in
der Regel unter dem Begriff "Prognose" erfasst werden.
7.3 Im konkreten Fall ergeben sich aus den Akten keine Hinweise auf einen Bedarf
weiterer Heilbehandlungen über das Leistungseinstellungsdatum hinaus. Dagegen
spricht zunächst die bereits seit dem 2. Mai 2016 andauernde 100%-ige
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Weiter sind im Verlaufsbericht von Dr. E._
und Dr. J._ vom 12. Dezember 2016 bezüglich der Konsultation vom 7. Dezember
2016 keine bedeutsamen Befunde beschrieben (act. G 7.7). In seiner Beurteilung vom
19. Oktober 2017 hielt Dr. L._ (vgl. act. G 16.1) sodann fest, dass ein
Handlungsbedarf erst gegeben sei, wenn der Leidensdruck der Beschwerdeführerin
derart ausgeprägt sei, dass sie eine erneute Operation wünsche. Der von Dr. L._
beschriebene künftig mögliche Sachverhalt - eine Operation könne durchaus
notwendig werden, falls die Beschwerden durch eine weitere Reizung mit der Zeit
zunehmen würden - wäre, wie die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 18.
Januar 2017 zutreffend festgestellt hat (UV-act. 39), im Rahmen eines Rückfalls (Art. 11
UVV) zu prüfen. Ein Rückfallsrecht bzw. die Prüfung einer Rückfallkausalität räumt die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin auch für den von Dr. K._ im Bericht
vom 11. Januar 2017 beschriebenen Fall ein, dass die Operationsschraube
Beschwerden verursachen würde und herausgenommen werden müsste (UV-act. 57;
act. G 12 Ziff. 20). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass ein unfallbedingter
Behandlungsbedarf nach Erreichen grundsätzlicher medizinischer Stabilität
(Endzustand) an sich (und unter gewissen in Art. 21 UVG umschriebenen
Voraussetzungen) nur bei rentenbeziehenden Versicherten zu Leistungsansprüchen
führen könnte.
8.
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Nach dem Gesagten ist anhand der vorliegenden Akten davon auszugehen, dass die
Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 30. Oktober 2016 eingestellt hat.
9.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Mai 2017 abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine Parteientschädigung fällt bei diesem
Verfahrensausgang ausser Betracht.