Decision ID: af827fb9-edfc-58be-b64e-9811acce692e
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y. ist Eigentümer unter anderem der Grundstücke Nrn. 00, 001 und 002,
Grundbuch X. Alle drei Grundstücke befinden sich gemäss Zonenplan der politischen
Gemeinde X. in der Landwirtschaftszone. Das Grundstück Nr. 00 ist teilweise als Wald
ausgeschieden. Die Naturgefahrenkarte weist für einen Teilbereich aller drei
Grundstücke den Hinweis auf geringe Rutschgefährdung aus. Aus dem Grundstück
Nr. 00 entspringen drei Gewässer. Auf Grundstück Nr. 002 befindet sich ein Weidstall.
Mit Gesuch vom 3. November 2001 ersuchte A.Y. um Erteilung der Baubewilligung für
eine Erschliessungsstrasse mit Rasengittersteinen von der Weidscheune Assek. Nr. 03
(Grundstück Nr. 004) bis zum Weidstall Assek. Nr. 05 (Grundstück Nr. 002) für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Im Gesuchsformular wurde die
Erschliessungsstrasse mit 200 m Länge und 2.80 m Breite angegeben (act. 11/5
Beilage 69). Gemäss dem beigelegten Situationsplan sollte der Aushub an drei
Standorten (Deponie 1, 2 und 3) auf Parzelle Nr. 00 deponiert werden (act. 11/5 Beilage
76 und 77). Dieses Gesuch wurde mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom
6. Juni 2002 des kantonalen Planungsamtes (heute: Amt für Raumentwicklung und
Geoinformation; act. 11/5 Beilage 73) und Baubewilligung vom 20. Juni 2002 des
Gemeinderates X. (act. 11/5 Beilage 74) bewilligt.
B. Am 3. Juni 2004 reichte A.Y. ein Gesuch für den Umbau des Weidstalls Assek.
Nr. 05 zur Umnutzung in Mutterkuhhaltung, den Einbau eines Fahrzeugunterstands
sowie die Erstellung eines befestigten Rinderauslaufs ein. Am 23. Dezember 2004
reichte er ein Baugesuch für die Erstellung eines Holzunterstandes auf Parzelle Nr. 006
zur Lagerung und Verarbeitung von Brennholz ein. Am 24. Mai 2005 verweigerte das
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Amt für Raumentwicklung und Geoinformation mangels Zonenkonformität beiden
Gesuchen seine Zustimmung, worauf der Gemeinderat X. am 16. Juni 2005 beide
Baugesuche abwies. Sowohl die Regierung als auch das Verwaltungsgericht wiesen
die dagegen erhobenen Rechtsmittel am 15. August 2006 beziehungsweise am
27. Februar 2007 rechtskräftig ab (VerwGE B 2006/163 vom 27. Februar 2007,
www.gerichte.sg.ch).
C. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung, wonach auf Parzellen Nrn. 002, 006 und
00 von aussen zugeführtes Material abgelagert und der Wald- und Gewässerabstand
unterschritten werde, erliess die Politische Gemeinde X. nach diversen Augenscheinen
am 7. März 2012 eine Baueinstellungsverfügung betreffend die Deponierung von
Aushub und verlangte die Nachreichung eines Baugesuchs. In der Folge reichten A.Y.
und die Q. GmbH am 18. Dezember 2012 ein Baugesuch für die nachträgliche
Bewilligung der Mehrdeponie gegenüber der Baubewilligung vom 6./20. Juni 2002
sowie die Deponie von ca. 20'000 m sauberen Aushubmaterials auf einer Fläche von
6'000 m ein (act. 11/5 Beilage 1). Dieses Gesuch wurde mit Eingabe vom 20. März
2013 und Korrekturplänen vom 15. Februar 2013 angepasst und öffentlich aufgelegt.
Gegen das Baugesuch gingen mehrere Einsprachen ein. Das Amt für Raumentwicklung
und Geoinformation verweigerte am 7. Mai 2014 die Zustimmung zum Baugesuch,
worauf die Politische Gemeinde X. am 14. August 2014 die gegen das Projekt
erhobenen Einsprachen guthiess (Ziffern 1-3), die Gesuche zur Bewilligung einer
Deponie von ca. 20‘000 m und zur nachträglichen Bewilligung der Mehrdeponie
gegenüber der Baubewilligung vom 12. Juni 2002 ablehnte (Ziffer 4) und A.Y. und die
Q. GmbH zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands durch Abführung von
600 m Festmaterial innert sechs Monaten ab Rechtskraft verpflichtete (Ziffer 5), unter
Androhung von Strafe und Ersatzvornahme (Ziffern 6 und 7) und Regelung der Kosten-
und Entschädigungsfolgen (Ziffer 8; act. 11/5 Beilagen 66 und 68).
D. A.Y. und die Q. GmbH erhoben dagegen Rekurs beim Baudepartement mit den –
nachträglich reduzierten – Anträgen, es seien die Ziffern 5-8 des Entscheides der
Politischen Gemeinde X. aufzuheben (Ziffer 1), es sei die Angelegenheit ins
Baubewilligungsverfahren zurückzuweisen (Ziffer 2) und die Bewilligung zur Füllung der
am 6. Juni 2002 bewilligten Deponie zu erteilen (Ziffer 3). Das Baudepartement schrieb
den Rekurs bezüglich der ursprünglich gestellten Anträge – es sei eine Deponie von
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http://www.gerichte.sg.ch
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rund 20‘000 m , eventualiter eine Kleindeponie von rund 6‘000 m – zufolge Rückzugs
ab (Ziffer 1 des Dispositivs), auf den Rückweisungsantrag und den Antrag, es sei die
Füllung der Deponiestandorte gemäss Bewilligung vom 6./20. Juni 2002 zu bewilligen,
trat das Baudepartement nicht ein (Ziffer 2 des Dispositivs). Im Übrigen – das heisst
bezüglich der Verpflichtung zur Wiederherstellung (Ziffer 3 des Dispositivs) und
bezüglich der Kostenfolgen (Ziffern 4-6 des Dispositivs) – wurde der Rekurs
abgewiesen.
E. Die Q. GmbH (Beschwerdeführerin) und A.Y. (Beschwerdeführer) erhoben gegen den
am 25. Januar 2016 zugestellten Rekursentscheid des Baudepartements (Vorinstanz)
durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 8. Februar 2016 und Ergänzung vom
14. März 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:
1. Die Ziffern 2, 3, 4, 5 und 6 des Entscheides der Vorinstanz Nr. 3/2016 vom 22.
Januar 2016 seien vollumfänglich aufzuheben.
2. Der Entscheid sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. Eventuell sei die Bewilligung zu erteilen, die Deponie 3 gemäss seinerzeitigen
Bewilligung angemessen zu füllen und das Landschaftsbild aufgrund der genaueren
Karte/Pläne (Beilage 17) zu füllen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Vernehmlassung vom 21. März 2016 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei
abzuweisen. B.M., C.M. und D.M. (Beschwerdegegner) beantragten mit
Vernehmlassung ihres Rechtsvertreters vom 30. März 2016, es sei die Beschwerde
unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Die Politische Gemeinde X.
(Beschwerdebeteiligte) beantragte am 31. März 2016 die Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
2.1. Die Beschwerdeführer stellen unter dem Titel prozessuale Anträge
Ausstandsbegehren gegen diverse Personen (Gemeindepräsident, Gemeindeschreiber,
Baukontrolleur, Rechtsabteilung des Baudepartements sowie Leiter des Amtes für
Umwelt und Energie). Sie begründen diese mit einer Vergaberechtsbeschwerde der
Beschwerdeführerin 1 aus dem Jahr 2010 gegen die Vergabe von Bauaufträgen der
Beschwerdebeteiligten. Der Gemeindepräsident habe die Beschwerde zum Anlass
genommen, Beschwerdeführer 2 und seinem Vater den "Krieg" zu erklären und seither
die Beschwerdeführerin 1 zu ächten. Ferner begründen die Beschwerdeführer ihr
Ausstandsbegehren mit einer Aktennotiz betreffend eine gemeindeinterne
Besprechung, welche nach Eingang des Baugesuchs für die Deponie und vor dessen
öffentlicher Auflage und Weiterleitung ans Amt für Raumentwicklung und
Geoinformation stattfand. An dieser Besprechung nahmen der Gemeindepräsident, der
Gemeindeschreiber, der Baukontrolleur und ein von der Gemeinde beratend
beigezogener Rechtsanwalt teil (act. 11/5 Beilage 30). Die Beschwerdeführer halten
weiter fest, inwieweit die Rechtsabteilung und das Amt für Umwelt dadurch beeinflusst
worden seien, entziehe sich ihrer Kenntnis.
2.2. Nach Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) hat jede Person
Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem durch Gesetz geschaffenen, zuständigen,
unabhängigen und unparteiischen Gericht ohne Einwirken sachfremder Umstände
entschieden wird. Dieser Anspruch ist verletzt, wenn bei einer Gerichtsperson –
objektiv betrachtet – Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und
die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Solche Umstände
können entweder in einem bestimmten Verhalten der betreffenden Person oder in
äusseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur begründet sein. Für
den Ausstand wird nicht verlangt, dass der Richter tatsächlich befangen ist. Es genügt,
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wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der
Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. Mit anderen Worten muss
gewährleistet sein, dass der Prozess aus Sicht aller Beteiligten als offen erscheint (BGE
133 I 1 E. 6.2 mit Hinweisen). Für nichtgerichtliche Behörden kommen Art. 30 Abs. 1
BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht zur Anwendung. Hingegen gewährleistet Art. 29 Abs. 1
BV den Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung; das Gebot der
Unbefangenheit bildet einen Teilgehalt dieses Grundrechts (vgl. B. Schindler, Die
Befangenheit der Verwaltung, Zürich 2002, S. 237; BGE 140 I 326 E. 5.1 f.). Nach Art. 7
Abs. 1 lit. c VRP haben Behördenmitglieder sowie öffentliche Angestellte und amtlich
bestellte Sachverständige, die Anordnungen treffen, solche vorbereiten oder daran
mitwirken, von sich aus in den Ausstand zu treten, wenn sie befangen erscheinen.
Befangenheit ist gegeben, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in
die Unparteilichkeit zu erwecken. Solche Umstände können in einem bestimmten
subjektiven Verhalten der betroffenen Person oder in funktionellen oder
organisatorischen, das heisst objektiven, Gegebenheiten begründet sein (Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 192;
VerwGE B 2015/96 und 97 vom 26. Oktober 2016 E. 3.3, www.gerichte.sg.ch; vgl.
einlässlich zur Ausstandspflicht von Gemeindebehörden VerwGE B 2008/215, nicht
publiziert). Über den Ausstand von Mitgliedern einer Kollegialbehörde entscheidet die
Gesamtbehörde in Abwesenheit des Betroffenen (Art. 7 Abs. 1 lit. a VRP), in den
übrigen Fällen die Aufsichtsinstanz (lit. e). Ein Ausstandsbegehren ist so frühzeitig wie
möglich zu stellen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 196).
2.3. Soweit die Beschwerdeführer das Ausstandsbegehren sinngemäss mit einer
angeblich feindlichen Einstellung des Gemeindepräsidenten ihnen gegenüber
begründen, hätten sie diesen (ihnen demnach seit 2010 bekannten) Grund bereits im
vorinstanzlichen, wenn nicht im erstinstanzlichen Verfahren bei der zuständigen
Behörde vorbringen müssen. Dass sie dies erfolglos getan haben, machen die
Beschwerdeführer nicht geltend. Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, in Eingaben der
Beschwerdeführer vor den Vorinstanzen nach einem solchen allfälligen (erfolglosen)
Begehren zu suchen. Soweit die Beschwerdeführer das Ausstandsbegehren mit der
besagten Vorbesprechung begründen (act. 11/5 Beilage 30), übersehen sie, dass diese
lediglich der Vorbereitung des Bauauflageverfahrens und der notwendigen
Koordination mit dem Amt für Raumplanung und Geoinformation diente (vgl. dazu
bis
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Art. 25 des Bundesgesetzes über die Raumplanung; SR 700, RPG). Eine Befangenheit
oder ein anderer Ausstandsgrund lässt sich daraus nicht entnehmen. Soweit der
Ausstand der (gesamten) Rechtsabteilung des Baudepartements beantragt wird, ist
dieser abzuweisen; die Beschwerdeführer vermögen nicht darzulegen, dass ein
Ausstandsgrund bestand. Sie führen vielmehr selbst an, dass sie nicht wüssten,
inwieweit die Rechtsabteilung und das Amt für Umwelt durch den Rechtsberater der
Gemeinde und den Gemeindepräsidenten beeinflusst worden seien, und beschränken
sich auf die Aussage, die Rechtsabteilung habe bei weitem nicht die Unbefangenheit
gehabt, die sie nach Art. 7 VRP haben müsste, ohne diese Aussage näher zu
begründen. Weshalb im Übrigen der Leiter des Amts für Umwelt in den Ausstand hätte
treten müssen, ist nicht ersichtlich; im vorliegenden Fall hat das Amt für Umwelt keine
Verfügung erlassen, welche hier zu beurteilen wäre.
3. Die Beschwerdeführer beantragen die Durchführung eines Augenscheins, stellen
verschiedene Editionsbegehren und beantragen die Befragung eines Zeugen. Aus
Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich für die Parteien das Recht, Beweisanträge zu stellen, und
für die Behörden die Pflicht, rechtzeitig und formgültig angebotene Beweisbegehren
entgegenzunehmen und zu berücksichtigen.
3.1. Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen
durch die entscheidende Instanz und dient dem besseren Verständnis des
Sachverhalts. Der Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im
pflichtgemässen Ermessen der anordnenden Behörde. Eine dahingehende Pflicht
besteht nur, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt
werden können (vgl. BGer 1C_281/2015 vom 28. Juni 2016 E. 2 mit Hinweis auf
1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 966; VerwGE B 2015/99
vom 20. Januar 2017 E. 2.1, www.gerichte.sg.ch). Im konkreten Fall stellen sich primär
Rechtsfragen und nicht Fragen der rechtlichen Würdigung von konkreten örtlichen
Gegebenheiten. Letztere sind zudem aus den Verfahrensakten, insbesondere aus den
anlässlich des Augenscheins von der Vorinstanz aufgenommenen Fotos (act. 11/12),
den in den Vorakten zahlreich vorhandenen Fotos und schliesslich aus dem öffentlich
zugänglichen Geoportal (www.geoportal.ch) ersichtlich. Auf die Durchführung eines
Augenscheins durch das Gericht kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl.
dazu BGE 136 I 229 E. 5.3) verzichtet werden.
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3.2. Soweit die Beschwerdeführer die Edition von Unterlagen durch die Gemeinde
sowie das kantonale Tiefbauamt und ein Geologiebüro beantragen, legen sie nicht dar,
inwiefern diese Unterlagen für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts
entscheidrelevant sein sollten. Dies ist auch nicht ersichtlich. Die von der Gemeinde zu
edierenden Unterlagen betreffen gemäss Angaben der Beschwerdeführer "ein bis zwei
weitere Baugesuche" von Beschwerdeführer 2 für die Vergrösserung der Vorplätze
westlich von Scheune Assek. Nr. 03 und westlich von Scheune Assek. Nr. 05. Die
Edition eines Amtsberichtes des kantonalen Tiefbauamtes soll zur Tätigkeit eines
Ingenieurs für Strassenbauten im Kanton St. Gallen ergehen und die Edition von Akten
über ein Gesuch von Beschwerdeführer 2 an die Beschwerdebeteiligte zur
Deponierung von Felsabtrag auf Grundstück Nr. 00 (vgl. dazu E. 7.4). Ferner
beantragen die Beschwerdeführer die Edition eines Berichtes durch ein Geologiebüro,
welches Sondierungen des Untergrunds vorgenommen hat, und schliesslich
beantragen sie die Befragung eines Zeugen, welcher im Auftrag der Gemeinde auf die
auf Grundstück Nr. 00 betriebene Deponie 2 Felsabtrag abgeladen habe (act. 8, S. 8,
11, 15; vgl. dazu nachfolgend Erwägung 7.4). Zur Klärung der sich vorliegend
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen können diese Unterlagen und die
Zeugenbefragung nichts beitragen. Sie vermögen allenfalls einen Teil der Herkunft der
abgelagerten Materialien zu klären, nicht aber die Frage, ob die Beschwerdeführer
befugt waren, diese auf Grundstück Nr. 00 abzulagern, und ob zu Recht die Entfernung
zu viel abgelagerten Materials angeordnet wurde. Auf die Edition der beantragten Akten
sowie die Zeugenbefragung kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet
werden.
4. Sodann gilt es den Streitgegenstand zu bestimmen. Streitgegenstand sind nach
Ansicht der Beschwerdeführer die am 5. Juni 2002 bewilligten Kleindeponien 2 und 3
auf Parzelle Nr. 00 sowie der Widerruf derselben, die Wiederherstellungsverfügung
sowie die den Beschwerdeführern auferlegten amtlichen und ausseramtlichen Kosten
(act. 8, S. 5). Gemäss Rekurs vom 1. September 2014 (act. 11/1) und Ergänzung vom
29. September 2014 (act. 11/3) verlangten die Beschwerdeführer im vorinstanzlichen
Verfahren zunächst die vollumfängliche Aufhebung des Bauabschlags und die Erteilung
der Bewilligung für die beantragte Deponie, eventuell die Erteilung der Bewilligung für
eine Kleindeponie von 6'000 m . Mit Stellungnahme zum Augenscheinprotokoll
reduzierten die Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren ihr Rechtsbegehren
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und verlangten nunmehr lediglich die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses
(Bauabschlag vom 14. August 2014) in den Ziffern 5 bis 8 (Wiederherstellung,
Strafandrohung, Androhung der Ersatzvornahme und Gebühr). Die Gutheissung der
Einsprachen, den Bauabschlag bezüglich der Deponie von ca. 20'000 m , eventuell
einer Deponie von 6000 m , sowie die Abweisung des nachträglichen Baugesuchs für
die Mehrdeponie gegenüber der Bewilligung vom 12. Juni 2002 fochten die
Beschwerdeführer fortan nicht mehr an. Ziffern 1 bis 4 des Bauabschlags (act. 11/5
Beilage 66) erwuchsen damit, wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat (E. 1.2.2), in
Rechtskraft. Folglich hat die Vorinstanz den ursprünglichen Rekurs gegen die Ziffern 1
bis 4 des angefochtenen Bauabschlags zu Recht zufolge Rückzugs abgeschrieben
(act. 2 E 1.2.1 und Entscheid Ziffer 1). Diesen Abschreibungsentscheid haben die
Beschwerdeführer nicht angefochten. Gemäss Rechtsbegehren angefochten sind nur
die weiteren Entscheid Ziffern 2 bis 6. Streitgegenstand ist damit der
Nichteintretensentscheid (Ziff. 2), die Wiederherstellungsverfügung (Ziff. 3) sowie die
Kostenverlegung (Ziff. 4 bis 6) der Vorinstanz. Weshalb die Vorinstanz zu Unrecht nicht
auf das Rückweisungsbegehren eingetreten sein sollte, begründen die
Beschwerdeführer nicht; dies ist auch nicht ersichtlich. Wie die Vorinstanz in E. 1.2.2 zu
Recht ausgeführt hat, konnte die Sache nach dem Rückzug des Rekurses gegen den
Bauabschlag für die ausgeführte Mehrdeponie und die geplante Neudeponie mangels
entsprechendem Streitgegenstand nicht mehr an die Vorinstanz zurückgewiesen
werden, weshalb sie zu Recht nicht auf das entsprechende Begehren eingetreten ist.
Diesbezüglich ist die Beschwerde somit abzuweisen. Zu prüfen ist im Folgenden die
Beschwerde gegen die Wiederherstellungsverfügung und die Kostenverlegung.
5. Zunächst ist zu beurteilen, was Inhalt der Bewilligung von 2002 war, insbesondere
ob diese sich auf die Ablagerung des beim Strassenbau anfallenden Aushubs
beschränkte oder erlaubte, auch weitere (zugeführte) Materialien in drei eigentlichen
Kleindeponien abzulagern.
5.1. Die Beschwerdeführer berufen sich darauf, die Geländeanpassungen im Zuge des
Strassenbaus, die Erstellung einer kleinen Blockwurfmauer zum Schutz der Kurve, die
Vergrösserung der Vorplätze bei Assek. Nrn. 03 und 05 sowie die
Strassenentwässerung hätten zusätzliches Aushubmaterial ergeben. Auch habe die
Gemeinde Material aus dem ersten Felsabtrag oberhalb des N.-ranks abgelagert.
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Ferner habe der ehemalige Gemeindebauamtsvorsteher wiederholt Kleinmengen
deponiert. Für die Füllung der Deponie 3 sei dann in den Jahren 2007 bis 2013
sukzessive Aushubmaterial von eigenen Bauten und Fremdbaustellen zugeführt
worden. Es sei nie eine Bauabnahme für die drei Deponien erfolgt, weshalb die
Bauarbeiten bis zum Baustopp stets weitergeführt worden seien. Von irgendwelchen
Anordnungen oder dass kein fremdes Material deponiert werden dürfe, sei keine Rede
gewesen. Die seinerzeitige Baubewilligung habe keine Vorschriften enthalten, dass kein
fremdes Material zugeführt werden dürfe, und keine Maximalmenge. Es sei lediglich um
die Füllung dieser drei Geländesenken gegangen.
5.2. Die Vorinstanz erwog demgegenüber im angefochtenen Entscheid, aufgrund des
unmissverständlichen Gesuchs vom November 2001, der ebenfalls klaren Bewilligung
aus dem Jahr 2002 und den dazugehörenden Unterlagen gehe klar hervor, dass
damals einzig der Bau der Erschliessungsstrasse samt Deponie des dabei anfallenden
Aushubs Verfügungsgegenstand gewesen sei. Es sei nie Thema gewesen, dass im
Zusammenhang mit dem Bau des Erschliessungswegs fremdes Aushubmaterial
herangeführt und hier deponiert werden sollte. Folglich könnten die Beschwerdeführer
aus dem Umstand, dass die Beschwerdebeteiligte mit der damaligen Bewilligung kein
entsprechendes Verbot ausgesprochen habe, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Von
einer willkürlichen rückwirkenden Verschärfung der seinerzeitigen Bewilligung könne
keine Rede sein, weshalb sich erübrige, auf die Ausführungen zum
Rückwirkungsverbot und zum Verbot widersprüchlichen Verhaltens weiter einzugehen.
5.3. Im seinerzeitigen Baugesuchsformular, welches der Beschwerdeführer 2 der
Beschwerdebeteiligten einreichte, bezeichnete er das Bauprojekt mit
"Erschliessungsstrasse, Deponierung des Aushubs auf Parzelle 00" (act. 11/5 Beilage
69). Im zugehörigen Begleitschreiben erwähnte der Beschwerdeführer 2 lediglich die
Strasse und hielt dazu fest, es werde darauf geachtet, dass diese möglichst gut in das
bestehende Terrain eingefügt werde, dass keine grossen Aufschüttungen und
Abgrabungen notwendig seien (act. 11/5 Beilage 70). Dem Gesuch lag nebst einem
Situationsplan (act. 11/5 Beilage 76) eine Beilage mit handschriftlich eingezeichneten
und vermassten Schnitten durch die Deponie 1 bis 3 sowie eine Ansicht und ein
Querschnitt der Erschliessungsstrasse bei (act. 11/5 Beilage 77). Das Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation hielt in der raumplanungsrechtlichen
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Teilverfügung fest, nebst der Erschliessungsstrasse sei gemäss Planunterlagen
geplant, drei Geländemulden mit sauberem Aushubmaterial aufzufüllen. Mit der
geplanten Zufahrt und der Geländeanpassung solle die Bewirtschaftung erheblich
verbessert werden. Mit dem Bauherrn sei telefonisch vereinbart worden, dass bei den
Schüttungen und bei dem neuen Strässchen der Gewässerabstand von 10 m nicht
unterschritten werde. Bei den Schüttungen dürfe der Waldabstand von 15 m nicht
unterschritten werden, indes dürfe beim Strässchen der Waldabstand 5 m betragen.
Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation verwies hierzu auf die Eintragungen
im Situationsplan vom 5. Juni 2002 (act. 11/5 Beilagen 69, 73 und 76). Der
Teilverfügung lagen zwei Berichte der landwirtschaftlichen Beratung bei, welche sich
beide ausschliesslich mit der Frage befassten, ob die Zufahrtsstrasse für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung erforderlich sei (act. 11/5 Beilagen 71 und 05). Die
Beschwerdebeteiligte führte den Sachverhalt in der Baubewilligung nicht näher aus,
bezeichnete die Baubewilligung aber mit "Erschliessungsstrasse sowie Deponie des
Aushubs" (act. 11/5 Beilage 75).
5.4. Es ist nicht ersichtlich, wie die Beschwerdeführer angesichts der Begründung des
eigenen Gesuchs und der von ihnen selbst eingereichten Planunterlagen, der
Erwägungen in der raumplanungsrechtlichen Verfügung des Amtes für
Raumentwicklung und Geoinformation mit Beilagen sowie der Bezeichnung der
Baubewilligung davon ausgehen konnten, es seien – unbefristet – drei Kleindeponien
zur Ablagerung von beliebigem eigenem sowie von fremdem Aushub bewilligt worden.
Dass weder das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation noch die
Beschwerdebeteiligte in ihren Verfügungen ausdrücklich festhielten, die Zuführung
fremden Materials sei nicht zulässig, ändert daran nichts. Wenn gemäss Gesuch
lediglich der beim Bau der Erschliessungsstrasse anfallende Aushub deponiert werden
sollte, erübrigt sich ein solches Verbot von vornherein. Der Beschwerdeführer 2 selbst
definierte und beschränkte den Gegenstand seines Gesuchs auf die Deponierung des
beim Bau der Erschliessungsstrasse anfallenden Aushubs. Im Übrigen musste den
Beschwerdeführern bekannt sein, dass solche Kleindeponien in der
Landwirtschaftszone weder zonenkonform noch standortgebunden und somit nicht
bewilligungsfähig sind (vgl. Art. 24 ff. RPG). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
weder aus den seinerzeitigen Gesuchsunterlagen noch aus der
raumplanungsrechtlichen Verfügung noch aus der Baubewilligung abgeleitet werden
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kann, die Deponierung von anderem als dem im Zusammenhang mit dem Bau der
Erschliessungsstrasse anfallenden Aushub auf Parzelle Nr. 00 sei zulässig.
Dementsprechend wurde die Baubewilligung entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführer nicht nachträglich dahingehend angepasst, dass kein fremdes
Material zugeführt werden durfte, sondern das Baugesuch sah eine solche Zuführung
fremden Materials nicht vor und diese war auch nicht bewilligt worden. Entgegen der
Ansicht der Beschwerdeführer geht es vorliegend somit nicht um den Widerruf der
Bewilligung für die Kleindeponien 2 und 3, sondern um die Frage der Rechtmässigkeit
der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen, der seinerzeitigen
Baubewilligung entsprechenden Zustands.
6. Aufgrund des Ergebnisses, dass lediglich der beim Bau der Erschliessungsstrasse
angefallene Aushub abgelagert werden durfte, steht fest, dass für die Beurteilung, ob
unerlaubt zu viel Material abgelagert wurde, ausschliesslich auf den beim Strassenbau
angefallenen Aushub abzustellen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer ist
kein weiteres Material zu berücksichtigen, unabhängig davon, ob solches auf dem
Grundstück des Beschwerdeführers 2 aus anderen Gründen als dem Strassenbau
angefallen ist (vgl. Berechnung der Beschwerdeführer in act. 8 S. 13 f.) oder ob es von
Dritten angeliefert wurde.
6.1. Gemäss Berechnungen der Beschwerdebeteiligten in der Bauabschlagsverfügung
fielen beim Bau der Erschliessungsstrasse rund 336 m Aushub, davon rund 84 m
Humus, an. Somit habe die ursprünglich bewilligte Ablagerung des Aushubs der
landwirtschaftlichen Zufahrtsstrasse 224 – 252 m betragen. In der Deponie 1 hätten
gemäss Bauabschlag rund 100 – 120 m Aushub abgelagert werden können, was
entsprechend erfolgt sei. Die Deponie 1 sei abgeschlossen, die Deponie 3 nicht in
Angriff genommen worden. Die Differenz von rund 130 – 150 m Material (bewilligte
Aushubmenge ohne Humus: 224 – 252 m abzüglich Deponie 1 von 100 – 120 m )
habe in der Deponie 2 abgelagert werden dürfen. Gemäss Ermittlung des Geometers
seien in der Deponie 2 aber 745.7 m abgelagert worden. Daraus resultiert gemäss
Bauabschlagsverfügung ein Deponiemehrvolumen von rund 600 m Material, welches
ohne Bewilligung abgelagert wurde (act. 11/5 Beilage 66 E. 6.1). Die Vorinstanz hat die
Berechnungen als plausibel taxiert (act. 2 E. 2.1). Die Beschwerdeführer sind
demgegenüber der Ansicht, der Aushub für die Strasse habe 300 m betragen (act. 8
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S. 13 f.). Gemäss ihren Berechnungen gehen sie dabei entgegen dem seinerzeitigen
Baugesuch von einer Strassenbreite von teilweise 3 m beziehungsweise 4 m
gegenüber der bewilligten Breite von 2.80 m aus. Wie in Erwägung 5 dargelegt, ist
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer kein weiterer Aushub für die Vorplätze und
eine Sickerleitung ums Wohnhaus sowie weiterer, nicht näher spezifizierter
Geländeabtrag zu berücksichtigen. Da die Beschwerdeführer nicht angeben, ob sich
ihre Berechnung mit oder ohne Humus versteht, sie von einer viel breiteren Strasse als
der bewilligten ausgehen und ihre Angaben im Übrigen völlig unbelegt sind, bestehen
keine Anhaltspunkte dafür, die Feststellung, es seien 600 m zu viel abgelagert worden,
treffe nicht zu. Die Beschwerdeführer trifft im Übrigen ungeachtet des
Untersuchungsprinzips eine Mitwirkungspflicht (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 988 ff.), welcher sie nicht ansatzweise
nachkommen. Damit steht fest, dass mindestens 600 m zu viel Material abgelagert
wurden. Nicht entscheidrelevant ist schliesslich die nach Ansicht der Beschwerdeführer
heute gegenüber damals leichter zu ermittelnde und anders verlaufende Waldgrenze.
Diese ändert nichts an den vorstehend festgestellten Tatsachen bezüglich der
unbewilligten Mehrablagerung.
7. Angesichts der Rechtskraft des Bauabschlags für das nachträglich eingereichte
Deponiegesuch und der Erkenntnis, dass die Beschwerdeführer entgegen der
Baubewilligung rund 600 m Material zu viel abgelagert haben, ist nicht über die Frage
zu befinden, ob den Beschwerdeführern zu erlauben sei, den Deponiestandort 3 zu
füllen, das heisst mithin, ob die Mehrdeponie nachträglich bewilligt werden könnte oder
nicht (act. 8 Eventualbegehren und S. 17). Das entsprechende Gesuch wurde
rechtskräftig abgewiesen. Damit steht gleichzeitig rechtskräftig fest, dass die
Mehrdeponie formell und materiell rechtswidrig ist. Der angefochtene Entscheid ordnet
diesbezüglich in Ziffer 3a die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an. Die
Beschwerdeführer wenden dagegen ein, aufgrund der Baukontrolle vom 13. Oktober
2010 (act. 9/15) habe der Deponiebetreiber berechtigt davon ausgehen dürfen,
Deponie 3 noch füllen zu dürfen. Der Widerruf, die Anordnung, die
Mengenbeschränkung und das spätere Verbot der Zuführung fremden Materials seien
rechtsstaatlich unhaltbare Zustände, sie würden das Rückwirkungsverbot, das Gebot
von Treu und Glauben sowie den Grundsatz (richtig: das Verbot) widersprüchlichen
Handelns verletzen und seien willkürlich (act. 8 S. 17 f.).
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7.1. Angesichts der obigen Ausführungen, wonach aus der seinerzeitigen Bewilligung
zweifelsfrei hervorging, dass nur der beim Bau des Erschliessungssträsschens
anfallende Aushub vor Ort deponiert werden durfte (oben Erwägung 5) steht von
vornherein fest, dass in der grundsätzlichen Anordnung der Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer keine
Rückwirkung liegen kann. Näher zu prüfen sind die weiteren Einwände der
Beschwerdeführer gegen die angeordnete Wiederherstellung.
7.2. Am 18. Oktober 2010 nahm der Baukontrolleur, gestützt auf einen telefonischen
Hinweis, es werde auf den Grundstücken des Beschwerdeführers 2 Aushubmaterial
abgelagert, welches mit Teer- und Belagsbrocken durchsetzt sei, vor Ort eine
Zwischenkontrolle vor. Gemäss Kontrollbericht (act. 9/15) wurde dabei festgestellt,
dass für die Schüttung, soweit ohne technische Hilfsmittel erkennbar, sauberes
Aushubmaterial (Baustelle S.-strasse, Z.) verwendet und separat Steinbrocken gelagert
wurden. Ferner hält der Kontrollbericht fest, die Steinbrocken würden wieder abgeführt
werden. Diskutiert wurde offenbar auch die Dauer der Bauarbeiten und dass diese bis
Ende 2011 abgeschlossen würden. Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, die
Wiederherstellungsverfügung stelle gegenüber dieser Zwischenkontrolle eine
gegenteilige Anordnung dar, was Treu und Glauben verletze. Ferner machen sie
geltend, die Gemeinde selber habe Material deponiert.
7.3. Nach Art. 173 des am 1. Oktober 2017 in Kraft getretenen Planungs- und
Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) werden die bei Vollzugsbeginn dieses Erlasses
hängigen Baubewilligungsverfahren nach jenem Recht beurteilt, welches im Zeitpunkt
des erstinstanzlichen Entscheids der Baubewilligungsbehörde Gültigkeit hat (Abs. 1),
soweit das neue Recht nicht günstiger ist (Abs. 2). Damit gelangt bezüglich der Frage
der Wiederherstellung das bis am 30. September 2017 anwendbare Gesetz über die
Raumplanung und das öffentliche Baurecht (nGS 2017-049, BauG) zur Anwendung,
soweit nicht Bundesrecht massgeblich ist. Widerspricht die Ausführung einer Baute
oder Anlage den gesetzlichen Vorschriften oder den genehmigten Plänen oder wurde
sonst ein unrechtmässiger Zustand geschaffen, verfügt die zuständige
Gemeindebehörde deren Entfernung oder Abänderung und ordnet die
Wiederherstellung des früheren Zustands an (Art. 130 Abs. 2 BauG). Der Anordnung
der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kommt massgebendes Gewicht für
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den ordnungsgemässen Vollzug des Raumplanungs- und Baurechts zu. Werden illegal
errichtete, dem Raumplanungsrecht widersprechende Bauten und Anlagen nicht
beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, wird der Grundsatz der Trennung
von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt.
Formell rechtswidrige Bauten und Anlagen, die auch nachträglich nicht legalisiert
werden können, müssen daher grundsätzlich beseitigt werden. Die Anordnung des
Abbruchs bereits erstellter Bauten und Anlagen kann jedoch nach den allgemeinen
Prinzipien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts (ganz oder teilweise)
ausgeschlossen sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Rückbau
unverhältnismässig wäre, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist,
wenn Gründe des Vertrauensschutzes der Wiederherstellung entgegenstehen oder
diese aufgrund des Zeitablaufs verwirkt ist (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und
Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1210; BGE 136 II 359 E. 6; BGer 1C_478/2011 vom
9. Februar 2012 E. 2.3 und 1C_283/2017 vom 23. August 2017 E. 4 je mit weiteren
Hinweisen). Gemäss Art. 5 Abs. 3 BV handeln staatliche Organe und Private nach Treu
und Glauben. Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen
Organen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Der in Art. 9
BV enthaltene Grundsatz von Treu und Glauben verleiht Anspruch auf Schutz des
berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte
Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden (BGE 126 II 377 E. 3a).
Berechtigtes Vertrauen kann nur ableiten, wer in gutem Glauben annahm und unter
Anwendung zumutbarer Sorgfalt annehmen durfte, die von ihm ausgeübte Nutzung sei
rechtmässig beziehungsweise stehe mit der Baubewilligung in Einklang (BGE 136 II 359
E. 7.1; BGer 1C_171/2017 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Schliesslich scheitert die
Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen
gegenüberstehen (BGE 129 I 161 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Wiederherstellung muss
wie jede Verwaltungsmassnahme im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse
angestrebte Ziel erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete,
aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (statt anderer:
VerwGE B 2011/206 vom 23. August 2012 E. 6.1, www.gerichte.sg.ch).
7.4. Wie dargelegt kommt dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet
zentrale Bedeutung zu. Die Abweichung von den Vorschriften durch die unberechtigte
Ablagerung von mindestens 600 m zugeführtem Material ausserhalb der Bauzone ist 3
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sehr erheblich. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands erweist sich entsprechend als sehr gross. Ferner ergibt sich aus Erwägung 5,
dass die Beschwerdeführer nicht berechtigterweise davon ausgehen durften, dass sie
von aussen zugeführtes Material ablagern durften. Die seinerzeitige Baubewilligung
enthielt keinerlei Grundlagen für eine solche Annahme. Hinzu kommt, dass
Beschwerdeführer 2, Grundeigentümer und Rechtsanwalt, bei Anwendung der
gebotenen Sorgfalt erkennen konnte, dass solche Kleindeponien ausserhalb der
Bauzone zonenwidrig (vgl. Art. 16 und 16a RPG) und auch im Rahmen von Art. 24 ff.
RPG nicht bewilligungsfähig waren und dass die Beschwerdebeteiligte für die
rechtliche Beurteilung nicht abschliessend zuständig war, sondern dass in jedem Fall
die Zustimmung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation erforderlich war.
Aus der Baukontrolle konnte deshalb nicht abgeleitet werden, dass die Deponien,
soweit diese über das bewilligte Volumen hinausgingen, rechtmässig waren und auf
unbestimmte Zeit weiterbetrieben werden konnten. Ob es zutrifft, dass die
Beschwerdebeteiligte und der Bauverwalter, wie die Beschwerdeführer geltend
machen, selber Material ablagern liessen, kann unter diesen Umständen offen bleiben.
Denn selbst wenn dem so wäre, hätte dies bei den Beschwerdeführern aufgrund der
konkreten Umstände, namentlich der klaren Baubewilligung, kein berechtigtes
Vertrauen hervorrufen können. Ebenso kann offen bleiben, ob das Gebiet, in welchem
sich die Deponien befinden, Rutschgebiet ist oder nicht, zumal der
Wiederherstellungsbefehl nur die Beseitigung des unerlaubt zu viel abgelagerten
Materials betrifft und nicht die Beseitigung sämtlicher Materialablagerungen. Die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist verhältnismässig. Insbesondere
machen die Beschwerdeführer nicht geltend, die Wiederherstellung sei mit einem
unverhältnismässigen finanziellen Aufwand verbunden. Anhaltspunkte für Willkür liegen
keine vor. Die Beschwerde gegen den Wiederherstellungsbefehl ist abzuweisen.
8. Schliesslich beanstanden die Beschwerdeführer die den Beschwerdegegnern von
der Vorinstanz zugesprochenen ausseramtlichen Kosten in der Höhe von CHF 3'682
als angesichts des vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegner getätigten Aufwands
übersetzt. Bezüglich der vom Gegenanwalt eingereichten Kostennote sei ihnen das
rechtliche Gehör verweigert worden.
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8.1. Betreffend Wahrung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der Zustellung
der Kostennote gilt Folgendes: Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung
ergibt sich auch im verwaltungsinternen Rekursverfahren aus dem
verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV
das Recht der Verfahrensbeteiligten, zu jeder Eingabe von Vorinstanz oder Gegenpartei
Stellung zu nehmen, und zwar unabhängig davon, ob diese neue und erhebliche
Gesichtspunkte enthalten oder nicht (vgl. VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2
mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 138 I 154 E. 2.5, www.gerichte.sg.ch, siehe auch
Art. 53 und Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 VRP). Die
Verfahrensbeteiligten sind insbesondere berechtigt, zu der von der anderen Partei
eingereichten Kostennote Stellung zu nehmen (vgl. Art. 98 VRP in Verbindung mit
Art. 105 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung, SR
272, ZPO; D. Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N 8 zu Art. 105 ZPO; Art. 7 der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, HonO). Die
Geltendmachung des Anspruchs steht freilich unter dem Vorbehalt des Handelns nach
Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV). Eine Partei darf deshalb nicht untätig bleiben,
wenn sie weiss, dass die Gegenpartei eine Rechtsschrift oder einen Beleg bei Gericht
eingereicht hat oder noch einreichen wird. Es obliegt ihr, sich sofort gegen die
Berücksichtigung der Eingabe zu verwahren, deren Zustellung gegebenenfalls unter
Ansetzung einer Frist zur Stellungnahme zu verlangen oder vorsorglich dazu Stellung
zu nehmen. Hat sie die zur Wahrung ihrer eigenen Rechte notwendigen Schritte zu
unternehmen versäumt, kann sie mit einer Verfahrensrüge im Zeitpunkt, in dem das
Urteil zu ihrem Nachteil ausgefallen ist, nicht mehr gehört werden (vgl. BGer
5A_121/2013 vom 2. Juli 2013 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Gehörsanspruch ist formeller
Natur. Wird eine Verletzung des Anspruchs festgestellt, muss der angefochtene
Hoheitsakt grundsätzlich aufgehoben werden ohne Rücksicht darauf, ob die Anhörung
für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung
des Entscheids veranlassen wird oder nicht (vgl. VerwGE B 2013/37 vom 11. März
2014 E. 2.2 mit Hinweis; VerwGE B 2015/74 vom 28. März 2017 E. 4.2 mit weiteren
Hinweisen; www.gerichte.sg.ch).
8.2. Die Parteien liessen sich im Anschluss an den Rekursaugenschein zum
Augenscheinprotokoll vernehmen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner teilte
ter
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dazu mit Schreiben vom 27. Mai 2015 mit, keine Bemerkungen zum
Augenscheinprotokoll zu haben. Ferner äusserte er sich zum Teilrückzug des Rekurses
durch die Beschwerdeführer und wies darauf hin, er lege dem Schreiben seine
Kostennote bei (act. 11/18). Die Vorinstanz stellte den Rechtsvertretern mit Schreiben
vom 4. Juni 2015 je die Eingabe des Gegenanwalts zum Augenscheinprotokoll zu
(act. 11/19). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner äusserte sich am 9. Juni 2015
zur Stellungnahme der Beschwerdeführer zum Augenscheinprotokoll (act. 11/20).
Daraus ist zu schliessen, dass die Vorinstanz das Schreiben vom 4. Juni 2015 mit
Beilagen tatsächlich zum Versand brachte. Die Beschwerdeführer machen denn auch
nicht geltend, die Eingabe vom 27. Mai 2015 oder die Kostennote sei ihnen nicht
zugestellt worden. Selbst wenn – wofür aber keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich sind –
die Vorinstanz den Beschwerdeführern am 4. Juni 2015 lediglich die Eingabe des
Rechtsvertreters der Beschwerdegegner vom 27. Mai 2015, nicht aber die Kostennote
selbst zur Kenntnis gebracht haben sollte, ist davon auszugehen, dass den
Beschwerdeführern bekannt war, dass eine solche eingereicht worden war. Mit der
Zustellung der Eingabe vom 27. Mai 2015 am 4. Juni 2015 wurde das rechtliche Gehört
gewahrt und es wäre den Beschwerdeführern freigestanden, sich dazu zu äussern und
nötigenfalls noch die Zustellung der Kostennote zu verlangen.
8.3. Den Behörden kommt bei der Verlegung und Bemessung von amtlichen und
ausseramtlichen Kosten ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die
Ermessenskontrolle ist dem Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren verwehrt
(Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, VerwGE B 2015/74 vom 28. März 2017 E. 4.2 mit weiteren
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Gemäss Art. 100 Abs. 2 VRP in Verbindung mit
Ziff. 10.01 des Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5)
beträgt die Gebühr für eine Verfügung oder einen Entscheid zwischen CHF 50 und
CHF 5'000. Besteht für die Gebühr ein Mindest- und ein Höchstansatz, so ist sie
innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert und der Bedeutung der Amtshandlung, dem
Zeit- und Arbeitsaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis zu bemessen (Art. 11
der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren, sGS
821.1). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Verwaltungsbehörden
gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. a HonO pauschal CHF 500 bis CHF 6‘000. Innerhalb dieses
Rahmens wird das Grundhonorar gemäss Art. 19 HonO nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
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Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen. Der vom
Rechtsvertreter betriebene Aufwand, wie er in der Honorarnote zum Ausdruck kommt,
stellt mithin lediglich eines von verschiedenen Bemessungskriterien dar. Sowohl die
von der Vorinstanz erhobene Entscheidgebühr als auch die zugesprochene
Entschädigung erweisen sich als tarifkonform. Eine rechtsfehlerhafte
Ermessensausübung ist nicht erkennbar. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt
abzuweisen.
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem Ausgang
des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens
von den Beschwerdeführern 1 und 2 zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 3'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von den Beschwerdeführern
in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.
Die Beschwerdeführer haben die obsiegenden Beschwerdegegner für das
Beschwerdeverfahren antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1
und Art. 98 VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner hat keine Honorarnote
eingereicht. Die Beschwerdegegner haben sich nur zum Beschwerdepunkt der
vorinstanzlichen Verlegung der ausseramtlichen Kosten geäussert. Die Entschädigung
ist ermessensweise auf CHF 1'600 zuzüglich vier Prozent pauschale Barauslagen und –
der Rechtsvertreter hat die anwaltlichen Leistungen im Wesentlichen noch vor dem
1. Januar 2018 erbracht – acht Prozent Mehrwertsteuer festzulegen (Art. 6, 19 und 22
Abs. 1 lit. b sowie Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 HonO; Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur
Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, www.estv.admin.ch). Die Beschwerdeführer 1
und 2 schulden den Betrag je zur Hälfte und haften dafür solidarisch (Art. 98 VRP in
Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 ZPO); die Beschwerdegegner haben Anspruch von je
1/7 (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/St. Gallen 2004, S. 180 f.).