Decision ID: 504efa35-c27d-52e1-b394-ab23a342781b
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Thöny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1958 geborene A._ war seit dem 1. Januar 1985 bei der Gemeinde B._
tätig und bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 22. April
2008 während einer Reparatur der Putzmaschine von derselben überrollt wurde und
sich schwere Verletzungen zuzog (SUVA-act. 1). Er wurde notfallmässig ins Spital B._
eingeliefert und zur Weiterbehandlung mit der Rega ins Kantonsspital St. Gallen
(nachfolgend: Kantonsspital) geflogen, wo er bis zum 20. Mai 2008 hospitalisiert wurde
(SUVA-act. 1, 4/1 und 12). Die Ärzte im Spital B._ diagnostizierten ein Polytrauma
(SUVA-act. 4/1 und 4/2), jene im Kantonsspital eine proximale Unterarmfraktur rechts,
eine Radiusfraktur distal, eine Le Fort Fraktur II und III, Skapulafrakturen beidseits, ein
Monokelhämatom, eine Lungenkontusion sowie Rippenserienfrakturen rechts mit
Hämatopneumothorax, eine Leberlazeration, ein Serom am Oberschenkel rechts und
im Verlauf eine Aspirationspneumonie (SUVA-act. 5/1, 6/2, 11, 14/1, 15/1). Der
Versicherte wurde am 29. April 2008 (SUVA-act. 10/1) sowie am 8. Mai 2008 (SUVA-
act. 11) operiert (palmare Plattenosteosynthese und Plattenosteosynthese Radius
rechts sowie Plattenosteosynthese ulnar rechts [SUVA-act. 14/1], Punktion von 800 ml
Serom). Vom 20. Mai 2008 bis zum 9. Juni 2008 wurde er in der Klinik C._
rehabilitiert (SUVA-act. 16/1 - 16/4) und vom 21. Juli 2008 bis 25. Juli 2008 erneut im
Kantonsspital hospitalisiert (SUVA-act. 26/1 und 26/2). Grund für die erneute
Hospitalisation war eine therapieresistente druckdolente Schwellung im Bereich des
Oberschenkels, die bereits zweimal punktiert worden war und aufgrund der erneut
aufgetretenen Schwellung einer operativen Exzision bedurfte. Im Suva-Bericht vom 11.
August 2008 (SUVA-act. 27/1 und 27/2) gab der Versicherte an, der Heilverlauf sei nicht
so gut, er hätte zunehmend Schmerzen im Schulterbereich und zudem sei am rechten
Schlüsselbein auch noch eine Fraktur festgestellt worden. Aufgrund des Heilverlaufs
war eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten notwendig, die am
22. September 2008 durch Dr. med. D._ durchgeführt wurde (SUVA-act. 35/1 und
36/1 - 36/4). Der Versicherte war zudem mehrere Male (17. September 2008, 24.
September 2008, 20. Oktober 2008 und 17. November 2008; SUVA-act. 39, 40, 50 und
51/1) wegen bestehender Restbeschwerden im Schulterbereich bei Dr. med. G._,
Oberarzt Orthopädie im Spital B._, in Nachbehandlung. Am 20. Oktober 2008 (SUVA-
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act. 50) führte dieser ein Arthro-MRI der rechten Schulter durch und diagnostizierte
eine frozen shoulder, eine AC-Gelenksarthrose und eine kleine Fissur der
Rotatorenmanschette. Die Computertomographie des rechten Vorderarms vom
13. November 2008 (SUVA-act. 53) zeigte einen Zustand nach Osteosynthese einer
proximalen Vorderarmfraktur, korrekte Stellungsverhältnisse und ein intaktes
Osteosynthesematerial sowie eine fortschreitende Konsolidation. Es erfolgten deshalb
weitere Behandlungen (insbesondere Physiotherapie; SUVA-act. 54/1, 54/2, 62, 70/1,
74/1 und 74/2). Der Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt FMH Orthop. Chirurgie,
erachtete in seiner Stellungnahme vom 15. Juni 2009 (SUVA-act. 77) die Reintegration
und einen Wiedereingliederungsversuch im bisherigen Beschäftigungsumfeld ohne
Leistungsdruck mit zielorientierter Absprache (Case Management) als dringend
notwendig, da sonst eine Chronifizierung drohe. Am 24. August 2009 konnte der
Versicherte mit dem Arbeitsversuch bei seinem bisherigen Arbeitgeber starten (SUVA-
act. 86), wobei er am 25. August (SUVA-act. 89) der SUVA telefonisch mitteilte, dass er
bereits nach den zwei geleisteten Arbeitseinsätzen, bei denen er gewischt und gerecht
habe, eine starke Beschwerdezunahme am rechten Unterarm und an der rechten
Schulter verspüre und auch der Oberschenkel angeschwollen sei, weil er jetzt wieder
vermehrt "auf den Beinen" sei. Er müsse nun wieder 10 Tabletten einnehmen, wovon 4
Schmerzmittel seien. Der Arbeitsversuch wurde daraufhin abgebrochen (SUVA-act. 91)
und der Versicherte weiter behandelt. Am 29. September 2009 wurde er erneut
kreisärztlich untersucht (SUVA-act. 103/1 - 103/4) und am 23. November 2009 wurden
ein CT des rechten Vorderarms (SUVA-act. 135) sowie ein Arthro-MRI der rechten
Schulter (SUVA-act. 136/1) durchgeführt. Am 25. Januar 2010 (SUVA-act. 163) teilte
der Versicherte der Suva telefonisch eine Zustandsverschlimmerung mit. Es wurde
weiterhin intensiv an der Heilungsverbesserung und der damit einhergehenden
Rückkehr an den Arbeitsplatz resp. der Wiedereingliederung gearbeitet (SUVA-act.
170/1).
A.b Am 14. Juni 2010 startete der Versicherte einen erneuten Arbeitsversuch in der
Firma H._ mit einem vorläufigen Arbeitspensum von 50 % (SUVA-act. 205/1). Dieses
konnte kontinuierlich bis auf 80 % gesteigert werden (SUVA-act. 213/1, 214, 216/2,
218, 223 und 241/1). Die volle Präsenzzeit erreichte der Versicherte nicht. Der Suva-
Case Manager I._ hielt dazu nach einer telefonischen Besprechung vom 20. Oktober
2010 (SUVA-act. 223) mit der den Versicherten betreuenden
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Bewegungswissenschaftlerin F._, fest, in diesem Punkt sei der Hausarzt dazwischen
gekommen. Er habe dem Versicherten gesagt, dass er nicht geglaubt hätte, dass er je
wieder in diesem Umfang arbeiten werde. Diese Aussage hätte den Versicherten ganz
"down" gemacht und dieser würde nun befürchten, dass er bei einer Steigerung
gesundheitliche Probleme bekommen und der Eingliederungsversuch scheitern würde.
Ein weiterer Versuch zur Steigerung des Arbeitspensums auf 100 % ab dem 1. Januar
2011 scheiterte bereits nach eineinhalb Tagen. Gemäss Verlaufsbericht der
Bewegungswissenschaftlerin F._ vom 23. Januar 2011 (SUVA-act. 240/2) brach der
Versicherte den Versuch in Absprache mit seinem Hausarzt aufgrund von Schmerzen
ab. Zwischen diesen Steigerungsversuchen hatte am 22. November 2010 die ärztliche
Abschlussuntersuchung (SUVA-act. 231/1 - 231/5) durch den Kreisarzt Dr. E._
stattgefunden. Dieser äusserte sich zu den dem Versicherten noch zumutbaren
Tätigkeiten und hielt fest, die Suva würde den Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung und eine Rente prüfen. Die H._ konnte dem Versicherten
aufgrund der schlechten Wirtschaftslage keine Festanstellung anbieten und das
Arbeitsverhältnis wurde Ende Januar 2011 aufgelöst (SUVA-act. 241/1). Da somit die
berufliche Wiedereingliederung gescheitert war, nahm die Suva auf den 1. Februar
2011 (SUVA-act. 243/1) den Fallabschluss vor und teilte dem Versicherten mit, dass sie
ab diesem Zeitpunkt die Heilkosten- und Taggeldleistungen einstellen, für die Kosten
der weiterhin notwendigen ärztlichen Kontrollen noch aufkommen und den Anspruch
auf eine Invalidenrente prüfen werde.
A.c Mit Verfügung vom 25. Februar 2011 (SUVA-act. 259/1 - 259/4) sprach die Suva
dem Versicherten ab dem 1. Februar 2011 für die Beeinträchtigung aus dem Unfall vom
22. April 2008 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 1'463.40 beruhend auf einem
Invaliditätsgrad von 29 % und eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.--
beruhend auf einer Integritätseinbusse von 10 % zu.
B.
Die vom Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Christian Thöny, Chur, für den
Versicherten eingereichte Einsprache vom 18. März 2011 (SUVA-act. 261/1 und 261/2)
sowie die Einspracheergänzung vom 4. Mai 2011 (SUVA-act. 265/1 - 265/10) hiess die
Suva mit Entscheid vom 12. Oktober 2011 (act. G 1.1) in dem Sinne teilweise gut, als
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dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von (insgesamt) 17.5 % zugesprochen
wurde. Andere und weitergehende Begehren wurden abgewiesen.
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vom Rechtsvertreter für den
Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde vom 10. November 2011 (act. G 1) mit den
Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei ab 1. Februar 2011 eine Invalidenrente aufgrund einer
Erwerbsunfähigkeit von mindestens 38 %, d.h. eine Monatsrente von mindestens Fr.
1'918.--, auszurichten, eventuell sei die Angelegenheit zur nochmaligen Beurteilung,
insbesondere zur genaueren medizinischen Abklärung und anschliessendem erneuten
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2011 (act. G 3) beantragte die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde vom 10. November 2011 sei abzuweisen und
der Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2011 zu bestätigen.
C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf eine Replik (act. G 5).

Erwägungen:
1.
Streitig ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, die Höhe des zumutbarerweise
noch erzielbaren Invalideneinkommens sowie der Invaliditätsgrad. In Bezug auf die
Höhe der Integritätsentschädigung ist der Einsprachentscheid vom 12. Oktober 2011 in
Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Entscheid
(Erwägung 1) die rechtlichen Grundlagen des Anspruchs auf eine Invalidenrente und
deren Bemessung zutreffend dar; darauf kann verwiesen werden.
2.
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 831.1) ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine
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Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte,
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare
Arbeit zu leisten (Abs. 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Abs. 2). Um den Grad der
Arbeitsunfähigkeit bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu
stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen).
3.
Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben den Sachverhalt von Amtes
wegen festzustellen und zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige
Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Dieser Grundsatz gilt jedoch
nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien
(BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen
Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Bei einem Parteigutachten
rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei
eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert
(BGE 125 V 353 E. 3b/dd). Das heisst indessen nicht, dass einem solchen Gutachten
der gleiche Rang wie einem vom Gericht oder vom Unfallversicherer nach dem
vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholten Gutachten zukommt. Es verpflichtet jedoch
den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die
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Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die
Auffassungen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Unfallversicherer
förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen
ist (BGE 125 V 354 E. 3c). Beweiswert kann sodann den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte zukommen, sofern sie als schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Der Umstand allein, dass der befragte Arzt in
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf
mangelnde Objektivität und damit auf Befangenheit schliessen. Es müssen vielmehr
besondere Umstände vorliegen, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. An die Unparteilichkeit des
Gutachters ist im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353
f. E. 3b/ee). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen,
sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des
Bundesgerichts vom 22. Dezember 2011, 8C_641/2011, E. 3.2.2 mit Hinweisen). Wenn
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden
soll, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Ergänzende
Abklärungen sind vorzunehmen, sobald auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen bestehen (BGE 135 V
470 E. 4.4 mit Hinweis).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin geht gestützt auf den Bericht von Dr. med. J._,
Facharzt für Chirurgie, vom 4. November 2010 (SUVA-act. 234/2 und 234/3), die
ärztliche Abschlussuntersuchung vom 22. November 2010 (SUVA-act. 231/1 - 231/5)
durch den Kreisarzt Dr. E._ sowie die versicherungsmedizinische Stellungnahme vom
7. Oktober 2011 (SUVA-act. 271) von Dr. med. K._, Facharzt für Chirurgie FMH,
Kompetenzzentrum Suva Versicherungsmedizin, von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers aus. Nach Ansicht des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers besteht, gestützt auf den Arbeitsversuch bei der H._ und die
konsiliarische Untersuchung vom 21. April 2011 (SUVA-act. 265/3 - 265/10) durch Dr.
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med. L._, FMH Rheumatologie, Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, hingegen
lediglich eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit.
4.2 Dr. J._ führte in seinem Bericht vom 4. November 2010 aus, der
Beschwerdeführer habe in nur vier Monaten sein Arbeitspensum von 0 % auf 80 %
durch hohen persönlichen Einsatz aufbauen können, was aus medizinischer Sicht bei
den gegebenen Umständen eine grossartige Leistung sei. Aktuell müsse die
nachvollziehbare Sorge einer Überforderung des Beschwerdeführers bei einer weiteren
zu schnellen Steigerung auf 100 % ernst genommen werden. Aus medizinischer Sicht
sei aktuell eine Stabilisierungs-Phase bei 80 % der Arbeitsleistung notwendig,
voraussichtlich für ca. 2 Monate. Grundsätzlich sei der Beschwerdeführer bereit, die
Arbeitsleistung weiter zu steigern. Ab dem 1. Januar 2011 wurde – wie erwähnt –
wieder versucht, die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers auf 100 % zu erhöhen,
was jedoch bereits nach eineinhalb Tagen scheiterte, weil dieser nach Absprache mit
seinem Hausarzt auf Grund von Schmerzen den Versuch abbrach (SUVA-act. 240/3).
Der Beschwerdeführer war der Ansicht, ein 80 % Pensum sei momentan ideal für ihn;
er habe Angst, der höheren Belastung auf Dauer nicht Stand halten zu können. Dazu
führte die Bewegungswissenschaftlerin F._ im Verlaufsbericht vom 23. Januar 2011
(SUVA-act. 240/3) aus, aus medizinischer und bewegungswissenschaftlicher Sicht
könne die Belastbarkeit der Schulter und der Hand in Bezug auf die verschiedenen
Arbeitsfelder bei der Firma H._ als geeignet, möglich und gut durchführbar
angesehen werden. Einzelne Tätigkeiten wie Überkopfarbeiten oder das schwere
Heben von Lasten sollten jedoch auf Grund der vorhandenen Einschränkungen
gemieden werden. Sämtliche andere Tätigkeiten inklusive Maschinenarbeiten am
Sandstrahler oder der Sägemaschine würden in Bezug auf die Belastung und
Belastbarkeit als unproblematisch gelten. Eine Zunahme der Beschwerdeproblematik
nach längeren ungewohnten Tätigkeiten dürfe ebenfalls als normal und im Sinne von
muskulären Anpassungsreaktionen erklärt werden. Hier könne man mit der Fortführung
der Arbeit und der damit verbundenen muskulären Anpassung mit einem Rückgang der
Reaktionen rechnen. Aufgrund des Rehabilitationsverlaufs sowie des sehr erfreulichen
und positiven therapeutischen Arbeitsversuchs bei der Firma H._ erachtete Frau
F._ eine 100 % Arbeitstätigkeit in Bezug auf die Belastung und Belastbarkeit als
durchaus zumutbar. Zu dieser Überzeugung gelangte auch der Kreisarzt Dr. E._ bei
der Abschlussuntersuchung vom 22. November 2010. Er führte aus, sämtliche
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Verletzungsbefunde seien ausführlich aktenkundig dokumentiert, die knöchernen
Verletzungen und auch die Weichteilbefunde seien stabil ausgeheilt und es bestehe ein
andauerndes Schmerzsyndrom, insbesondere im Bereich des rechten Arms. Objektiv
bestehe eine andauernde Beweglichkeitseinschränkung des rechten Vorderarms (Pro-
und Supination) und der rechten Schulter. Die fachärztliche Behandlung im
Kantonsspital sei zum jetzigen Zeitpunkt abgeschlossen und von weiteren
medizinischen, insbesondere operativen Massnahmen keine wesentliche Verbesserung
der Befunde mehr zu erwarten; der medizinische Endzustand sei erreicht. Aus
versicherungsmedizinischer Sicht seien dem Beschwerdeführer in Berücksichtigung
der unfallbedingten körperlichen Einschränkungen weiterhin ganztägige leichte bis
mittlere Beschäftigungen zumutbar. Die Hebe- und Tragfähigkeit für Armeinsätze
rechts bleibe dauerhaft eingeschränkt. Insbesondere seien repetitive Armeinsätze über
Kopfhöhe nicht mehr zumutbar. Die Hebe- und Traglimite für repetitive
Beschäftigungen betrage bis auf Schulter- und Kopfhöhe 10 - 15 kg. Das
Beschäftigungsprofil (Stellenbeschreibung der Firma H._) sei ganztags und in
Beachtung der erwähnten Gewichts-, Hebe- und Traglimiten zumutbar. Dr. E._
äusserte seine Einschätzung vor dem im Januar 2011 begonnenen und nach eineinhalb
Tagen abgebrochenen Arbeitsversuch im Umfang einer 100 % Tätigkeit. Seine
Einschätzung teilen jedoch – wie eben dargelegt – auch die
Bewegungswissenschaftlerin F._ in ihrem Verlaufsbericht vom 23. Januar 2011
(SUVA-act. 240/2 und 240/3) und auch Dr. K._ in seiner versicherungsmedizinischen
Stellungnahme vom 7. Oktober 2011 (SUVA-act. 271), die beide ihre Beurteilungen erst
nach dem Abbruch des Arbeitsversuchs im Januar 2011 formulierten. Für Dr. K._ ist
kein angemessener orthopädischer Grund ersichtlich, weshalb eine angepasste
Tätigkeit nicht ganztags und mit normaler (100 %) Leistung zumutbar sein solle. Er
begründet dies damit, dass die im Status beschriebene Abduktion von nur 110° aktiv
(130° passiv) nicht plausibel sei, da von den Orthopäden des Kantonsspitals bereits am
14. April 2010 eine Abduktion bis 165° (beim Kreisarzt auch 160°) festgestellt worden
sei. Eine sekundäre Verschlimmerung sei nicht wahrscheinlich und klinisch sei die
Funktion der Rotatorenmanschette intakt. Einvernehmen bestehe einzig bezüglich der
erheblich eingeschränkten Pronation am Vorderarm (nur bis 30° möglich). Den
genannten Einschätzungen steht jene von Dr. L._ (SUVA-act. 265/3 - 265/10)
entgegen, der den Beschwerdeführer am 21. April 2011 konsiliarisch untersucht hat
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und sich daneben auf die ausführliche Dokumentation bildgebender Verfahren stützt.
Dr. L._ hält fest, es bestehe eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit in der
Elevation, Abduktion und Retroversion. Dementsprechend sei der Daumen-Vertebra
prominens Abstand mit 42 cm gegenüber links deutlich erhöht. Es sei von Bedeutung,
dass es auch zu einer Claviculafraktur gekommen sei, die distal verpasst worden sei
mit einer gewissen Fehlstellung. Auch eine Tossi 2 Läsion sowie eine Supraspinatus
Teilruptur könnten nicht ausgeschlossen werden. Die persistierenden Schmerzen im
Bereich des rechten radlateralen Rippenthorax müssten in Verbindung gesehen werden
mit der Rippenserienfraktur und der Traumatisierung einerseits im Bereich des
Schultergelenks und des Unterarms beidseits. Wahrscheinlich sei es zu einer
Synovitisierung im Bereich der Radius- und Ulnafraktur bei Neulegung der
Plattenosteosynthese gekommen. Hier bestehe eine klare Einschränkung der Funktion.
Seines Erachtens ist der Beschwerdeführer ohne Berufsbildung auch in einer leicht
mittelschweren Tätigkeit bei Belastung der rechten oberen Extremität glaubhaft noch
zu 80 % arbeitsfähig. Zur Begründung bringt er vor, man könne nicht davon ausgehen,
dass der Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit erhalte, ohne entsprechende
Ausbildung, bei der er in sitzender Position ohne intermittierenden Gebrauch der
rechten Schulter und des rechten Ellbogens, einer leichten Tätigkeit nachgehen könnte.
In diesem Sinne müsse man bei dem Status nach dem schweren Polytrauma bei
Überrolltrauma davon ausgehen, dass eine gewisse Restarbeitsunfähigkeit bestehen
bleibe, zumal gewisse klare Schädigungen vor allem im Schulterbereich rechts akut
übersehen worden seien.
4.3 Wie bereits in E. 2 ausgeführt, ist es die Aufgabe des Arztes oder der Ärztin, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Dr. L._
begründet seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Wesent
lichen damit, dass es diesem nicht möglich sei, auf dem aktuellen Arbeitsmarkt eine
leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von 100 % zu finden. Der Beurteilung von
Dr. L._ liegen demnach hauptsächlich erwerbliche und bildungsbezogene
Überlegungen zugrunde. Er stützt seine Fähigkeits- bzw. Zumutbarkeitsbeurteilung mit
anderen Worten nicht ausschliesslich auf medizinischen Tatsachen ab. Gerade dies
wäre jedoch seine Aufgabe als Arzt. Des Weiteren erachtet er den Beschwerdeführer
als glaubhaft zu 20 % arbeitsunfähig. Die von Dr. L._ gewählte Ausdrucksweise
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erweckt den Anschein, dass er sich bei seiner Beurteilung auf die Einschätzung des
Beschwerdeführers und nicht auf die medizinischen Gegebenheiten stützt und die
subjektive Beurteilung durch den Beschwerdeführer für massgeblich erachtet.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Bericht von Dr. L._ eine
ungenügende Beurteilung der medizinischen Situation enthält und seine
Schlussfolgerungen nur teilweise auf medizinischen Tatsachen beruhen. Der Bericht ist
insoweit nicht schlüssig begründet, weshalb ihm kein Beweiswert zukommen kann. Im
Gegensatz zu Dr. L._ nimmt Dr. E._ eine Fähigkeitsbeurteilung des
Beschwerdeführers vor, die zum einen auf einer durch Dr. E._ persönlich
durchgeführten Untersuchung beruht und zum anderen die Vorakten sowie die
geklagten Beschwerden berücksichtigt. Seine Arbeitsfähigkeitsschätzung ist insgesamt
substantiiert, schlüssig und gut nachvollziehbar, weshalb seinem Bericht voller
Beweiswert zukommt. Dies muss umso mehr gelten, als auch die
Bewegungswissenschaftlerin F._ – welche den Beschwerdeführer über längere Zeit
therapeutisch begleitet und insbesondere dessen Wiedereingliederung bei der H._ im
Detail mit verfolgt hat – sowie Dr. K._ seine Meinung teilen und auch Dr. J._
grundsätzlich von einer möglichen Steigerung der 80%-igen Arbeitsfähigkeit ausgeht.
Der im Januar 2011 nach eineinhalb Tagen abgebrochene Arbeitsversuch im Umfang
einer 100 % Tätigkeit vermag im Übrigen keine Zweifel am Bericht von Dr. E._ zu
wecken. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass der Arbeitsversuch aus medizinischen
Gründen abgebrochen werden musste. Vielmehr mussten persönliche Gründe des
Beschwerdeführers im Vordergrund stehen, hält doch Frau F._ in ihrem
Verlaufsbericht vom 23. Januar 2011 (SUVA-act. 240/3) fest, dass der
Beschwerdeführer den Arbeitsversuch in Absprache mit seinem Hausarzt aufgrund von
Schmerzen abbrach und selber erklärte, dass aus seiner Sicht ein 80 % Pensum
momentan optimal erscheine. Mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100 %
könne er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht anfreunden, da er Angst habe, der höheren
Belastung auf Dauer nicht Stand zu halten. Die Arbeitsfähigkeit bestimmt sich jedoch
nicht nach dem subjektiven Empfinden der versicherten Person, sondern nach der
medizinischen Einschätzung. Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.
5.
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5.1 Bezüglich des Invalideneinkommens ist lediglich die Höhe des leidensbedingten
Abzugs vom Tabellenlohn strittig. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erachtet
den von der Beschwerdegegnerin gewährten sogenannten Leidensabzug von 10 % als
zu niedrig, wenn man berücksichtige, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen
53-jährigen, schwere Arbeiten verrichtenden Mann mit derart schweren
Unfallverletzungen und attestierten andauernden Beschwerden handle. Zudem kritisiert
er, die Beschwerdegegnerin begründe den Leidensabzug im Wesentlichen mit dem
Alter des Versicherten bzw. dessen jahrzehntelangen Betriebszugehörigkeit und dem
Umstand, dass vorher eine schwere Tätigkeit, nunmehr aber nur noch eine leichte bis
mittelschwere zumutbar sei. Die Beschwerdegegnerin bringt dagegen vor, entgegen
den Ausführungen im Einspracheentscheid sei ein Leidensabzug lediglich aufgrund der
unfallkausalen gesundheitlichen Einschränkung vertretbar, nicht aber wegen des Alters
des Beschwerdeführers oder seiner langen Betriebszugehörigkeit vor dem Unfall.
Hilfsarbeiten würden auf dem massgebenden hypothetischen Arbeitsmarkt
grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt. Zudem wirke sich das Alter bei Männer-
Hilfsarbeitertätigkeiten im hier relevanten Anforderungsniveau 4
rechtsprechungsgemäss (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07)
nicht lohnsenkend, sondern im Gegenteil lohnerhöhend aus. Die Bedeutung der
Dienstjahre nehme im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil sei. Im
Anforderungsniveau 4 der LSE-Tabelle TA1 würden diese keine relevante Bedeutung
spielen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 8.4).
5.1.1 Der oftmals als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug hat nichts mit dem Leiden zu
tun. Vielmehr sollen damit jene Nachteile ausgeglichen werden, welche die versicherte
Person bei der statistischen Erhebung des Invalideneinkommens erleidet. Diese
bewirken – neben der Arbeitsunfähigkeit – auf den realen Arbeitsmarkt bezogen eine
zusätzliche Lohneinbusse. Denn die statistischen Invalidenlöhne werden bei gesunden
Arbeitskräften erhoben. In BGE 126 V 75 hat das Bundesgericht festgestellt, dass die
Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h.
dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die
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einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Schliesslich ist der Abzug auf höchstens
25 % zu begrenzen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzugs
darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die
Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten
abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender
erscheinen lassen.
5.1.2 Vorliegend wirken sich – wie die Beschwerdegegnerin mit Hinweis auf die korrekt
dargelegte Rechtsprechung zu Recht ausführt – weder das Alter noch die Dienstjahre
lohnsenkend aus, weshalb diesbezüglich ein Leidensabzug nicht gerechtfertigt ist. Ins
Gewicht fällt indessen, dass dem Versicherten gemäss Zumutbarkeitsprofil des Dr.
E._ (SUVA-act. 231/4) nur noch leichte bis mittlere Beschäftigungen zumutbar sind,
wobei die Hebe- und Tragfähigkeit für Armeinsätze rechts dauerhaft eingeschränkt
bleibt und insbesondere repetitive Armeinsätze über Kopfhöhe nicht mehr zumutbar
sind. Die Hebe- und Traglimite für repetitive Beschäftigungen bis auf Schulter- und
Kopfhöhe beträgt 10 - 15 kg. Der Beschwerdeführer ist demnach selbst im Rahmen
körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt,
was rechtsprechungsgemäss einen Abzug auf dem Invalideneinkommen rechtfertigt
(BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Ein Abzug von 10 % scheint im vorliegenden Fall als
angemessen, weshalb der Beschwerdegegnerin keine Ermessensunterschreitung
vorgeworfen werden kann.
5.2 Für die Berechnung des Invalideneinkommens ist unbestrittenermassen auf die
Tabelle TA1 der LSE abzustellen, gemäss welcher sich der Zentralwert für die mit
einfachen Arbeiten beschäftigten Männer (Niveau 4) im privaten Sektor im Jahre 2008
bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf Fr. 4'806.-- (inkl. 13.
Monatslohn) beläuft. Unter Berücksichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7
Stunden und nominallohnindexiert bis 2011 (2009: 2.1 %; 2010: 0.8 %; 2011: 1%)
sowie unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % ergibt sich ein jährliches
Invalideneinkommen von Fr. 56'245.95 (12 × Fr. 4'806.-- / 40 Stunden × 41.7 Stunden
× 0.021 % × 1.008 % × 1.01 % × 0.90 %). Aus dem Einkommensvergleich zwischen
dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 79'231.10 und dem um den
Leidensabzug bereinigten Invalideneinkommen von Fr. 56'245.95 ergibt sich eine
Erwerbseinbusse von Fr. 22'985.15 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 29 %.
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6.
6.1 Die Beschwerde ist im Sinne der vorstehenden Erwägungen abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
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