Decision ID: 3cdcd2cc-c957-4475-8d64-401c00a5c964
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (in der Folge: Versicherter), meldete sich am 16. Oktober 1996 erstmals
bei der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Wegen
Beschwerden (unter anderem Diskushernie und Operation) im Bereich der Wirbel L5/S1
ersuchte er um Berufsberatung und Umschulung (IV-act. 2; IV-act. 4). Nach einer
Abklärung durch den Berufsberater teilte die IV-Stelle dem Versicherten am
20. Oktober 1998 mit, er sei beruflich angemessen eingegliedert; weitere berufliche
Massnahmen seien nicht notwendig (IV-act. 21).
A.b Am 3. Februar 2011 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV an, unter
Angabe gesundheitlicher Beeinträchtigungen an Handgelenk, Ellbogen und Rücken seit
5. August 2009 (IV-act. 23). An diesem Tag hatte er sich bei einem Arbeitsunfall (in der
Folge operativ versorgte) Verletzungen der oberen Extremitäten zugezogen. Am
23. März 2011 wurde nach Diagnose einer Lumbago mit pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung eine postero-laterale Spondylodese (PLIF) LW4/LW5
vorgenommen (vgl. dazu und zu weiteren Unfallereignissen vom 18. Juni 2007, 5. und
13. August 2008, 30. Oktober 2009: act. G 5.2; IV-act. 44-8 ff.; IV-act. 47-3; IV-act. 52;
IV-act. 61; IV-act. 63; IV-act. 65-1 ff.; IV-act. 66-1 ff.).
A.c Dr. med. B._ vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) schätzte am 9. Januar
2012 die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur auf 60 %
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(ganztags bei reduzierter Leistung) und in einer adaptierten Tätigkeit auf 100 % (IV-
act. 78).
A.d Nachdem der Arbeitsvertrag an die reduzierte Leistungsfähigkeit angepasst
wurde und der Arbeitsplatz somit erhalten werden konnte (IV-act. 80-5), teilte die IV-
Stelle dem Versicherten am 24. Januar 2012 mit, es bestehe kein Anspruch auf
berufliche Massnahmen, da er angemessen eingegliedert sei (IV-act. 85).
A.e Mit Verfügungen vom 9. Oktober 2012 und 14. Januar 2013 sprach die IV-Stelle
dem Versicherten eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad 40 %) ab 1. August 2011 zu (IV-
act. 100, 106).
A.f Per 1. November 2012 trat der Versicherte eine neue Stelle bei der Firma C._
an. Vereinbart wurden unter anderem ein Pensum von 75 % bis 100 % und ein Lohn
von Fr. 5'500.-- unter Hinweis auf eine invaliditätsbedingte Reduktion der
Leistungsfähigkeit auf 60 % (IV-act. 110).
A.g Mit Vorbescheid vom 8. April 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
revisionsweise Aufhebung der Rente in Aussicht (IV-act. 115). In Abweisung des
dagegen erhobenen Einwands (IV-act. 116) verfügte die IV-Stelle am 27. Mai 2013 die
Einstellung der Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 37 % (IV-act. 118).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 27. Mai 2013 liess A._ am 27. Juni 2013 (Datum
Poststempel) durch Rechtsanwalt Daniel Frischknecht Beschwerde erheben. Die
angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge vollumfänglich
aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine Viertelsrente auszurichten. Eventualiter sei
das Verfahren zu sistieren, bis die Lohnentwicklung des Beschwerdeführers zuverlässig
beurteilt werden könne. Er bringt im Wesentlichen vor, sein künftiger Bruttolohn werde
nicht erheblich mehr als Fr. 3'100.-- betragen. Bei einem Beschäftigungsgrad von 75 %
und einem Jahreslohn von maximal Fr. 45'375.-- (Fr. 5'500 x 11 x 75 %) habe er
weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente. Da der Lohn stark schwanke bzw. sinken
werde, könne nicht von einer andauernden Erhöhung des Einkommens ausgegangen
werden (act. G 1).
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B.b Mit Eingabe vom 13. August 2013 reichte der Beschwerdeführer den
Bankauszug mit dem Lohn für den Monat Juni 2013 zu den Akten (act. G 3).
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 6. September 2013 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Das Einkommen ab Juni 2013
sei nicht mehr in die Beurteilung einzubeziehen, weil die tatsächlichen Verhältnisse bis
zum Zeitpunkt der Revisionsverfügung massgeblich seien. Der Arbeitsvertrag enthalte
keine Klausel, wonach der Ferienanspruch über den Lohn abgegolten werde. Für eine
Reduktion des Jahreseinkommens um 25 % bestehe kein Grund. Damit resultiere ein
Invaliditätsgrad von 27 %, womit die Rente zu Recht eingestellt worden sei (act. G 5).
B.d Mit Replik vom 16. Oktober 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Das aufgrund des durchschnittlichen Einkommens der Monate November 2012
bis Mai 2013 errechnete Jahreseinkommen entspreche nicht der Realität. Im Monat Juli
2013 habe der Beschwerdeführer wegen Ferienbezugs und Unfalls keine Lohnzahlung
erhalten. Die umgehende Renteneinstellung aufgrund eines kurzfristigen Lohnanstiegs
widerspreche Treu und Glauben (act. G 7).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 9).

Erwägungen
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
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830.1]). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen
Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und
damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen
Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die
unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im
Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteile der Bundesgerichts vom 17. Januar 2008,
9C_552/2007 E. 3.1.2, vom 12. Januar 2010, 9C_798/2009, E. 3.1, vom 27. Mai 2010,
8C_972/2009 E. 3.2, BGE 112 V 371 E. 2b, mit weiteren Hinweisen). Bei den Renten
der Invalidenversicherung ist grundsätzlich jede Änderung des Sachverhalts, die zu
einer Über- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) führt,
als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 546 ff. E. 6 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 3.
Juni 2011, 9C_223/2011, E. 3.1). Kann eine rentenberechtigte Person neu ein
Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so
wird die Rente nur dann im Sinne von Artikel 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die
Einkommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt (Art. 31 IVG).
1.3 Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder
Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem
angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern werde. Sie ist
in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der
Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Zeitlicher
Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des
Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der Rente wie auch
bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte rechtskräftige
Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des
Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Bei gegebenem
Revisionsgrund ist der Rentenanspruch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; Urteil vom 5. Dezember
2012, 9C_427/2012, E. 3.4).
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2.
2.1 In der ursprünglichen Verfügung wurde das Invalideneinkommen ausgehend
vom damaligen tatsächlichen Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers bei der
D._ GmbH von Fr. 76'427.-- (13 Monatslöhne zu Fr. 5'879.--, IV-act. 39-2) ermittelt.
Es wurde mit 60 % auf Fr. 45'856.-- festgesetzt. Es sei nicht zu erwarten, dass der
Beschwerdeführer in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit ein höheres Einkommen
erzielen könnte (vgl. IV-act. 91-1; IV-act. 100-6). Am 1. November 2012 trat der
Beschwerdeführer eine neue Arbeitsstelle bei der Firma C._ als Chauffeur an. Der
Arbeitsvertrag sieht ein Pensum von 75 % bis 100 % vor bei einer infolge einer
Invalidität auf 60 % reduzierten Arbeitsfähigkeit. Es wurde ein Bruttolohn von
Fr. 5'500.-- und die Geltung des Arbeitsvertrages "bis auf Weiteres" mit einer
Kündigungsfrist von vier Wochen vereinbart (IV-act. 110). Der Arbeitgeber gab im
Fragebogen für Arbeitgebende am 20. März 2013 an, der vereinbarte Lohn entspreche
der tatsächlichen Leistung. Der Beschwerdeführer sei bei schweren Arbeiten,
beispielsweise beim Montieren von Schneeketten, beim Radwechsel und dergleichen
auf Hilfe angewiesen (IV-act. 112-2, 5). Der Bruttolohn betrug für den Monat November
2012 Fr. 4'250.--, im Dezember 2012 Fr. 5'750.-- (IV-act. 112-8), im Januar 2013
Fr. 5'500.--, im Februar 2013 Fr. 5'000.--, im März 2013 Fr. 5'250.--, im April 2013
Fr. 5'370.-- und im Mai 2013 Fr. 4'160.-- (inkl. Ferienentschädigung 8,33 %, act. G 1.7).
2.2 Umstritten und zu prüfen ist, ob die bisher ausgerichtete Viertelsrente
revisionsweise einzustellen ist, weil der Beschwerdeführer eine neue Arbeitsstelle
angetreten hat und ein höheres Invalideneinkommen erzielt. Der Beschwerdeführer
macht im Wesentlichen geltend, sein Einkommen sei lediglich vorübergehend so hoch
gewesen, weshalb nicht darauf abgestellt werden dürfe. Zudem sei im Lohn die
Ferienentschädigung inbegriffen, so dass bei einem Ferienanspruch von vier Wochen
der Lohn lediglich 11 Mal ausbezahlt werde. So habe der Mailohn 2013 aufgrund der
Einstellung eines neuen Mitarbeiters lediglich Fr. 4'160.-- betragen, im Juni 2013 seien
ihm Fr. 2'182.-- vergütet worden und im Juli 2013 habe er wegen Ferien und
Arbeitsunfähigkeit lediglich ein Unfalltaggeld von Fr. 1'518.-- erhalten. Zukünftig werde
sein Lohn nicht wesentlich mehr als Fr. 3'100.-- betragen. Bei diesen schwankenden
und tiefer als von der Beschwerdegegnerin angenommenen Einkommen sei das
Revisionserfordernis des voraussichtlichen Andauerns der Verbesserung der
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Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV nicht erfüllt (act. G 1 S. 3 und 5 ff.;
act. G 3; act. G 7).
3.
3.1 Massgeblich für das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen ist der
Sachverhalt im Zeitpunkt des Verfügungserlasses, mithin am 27. Mai 2013 (BGE 132 V
220 E. 3.1.1). Wie sich das Einkommen des Beschwerdeführers danach effektiv
entwickelt hat, braucht daher nicht weiter abgeklärt zu werden, und der Eventualantrag
auf Sistierung des Verfahrens ist folglich abzuweisen.
3.2 Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch
realisierbaren Lohnes (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen
Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach
Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt
grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können die LSE-Tabellenlöhne herangezogen
werden (Urteil des Bundesgerichts vom 5. November 2014, 8C_660/2014, E. 3.1; BGE
135 V 301 E. 5.2; BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
3.3 Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers mit der Firma C._ bestand zum
massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 132 V 220 E. 3.1.1) erst
während sieben Monaten. Arbeitsverhältnisse von einer Dauer dieser Grössenordnung
werden von der Rechtsprechung nicht als besonders stabil beurteilt (vgl. Urteile des
Bundesgerichts vom 11. April 2012, 8C_825/2011, E. 4.3.2 [11 Monate], vom
15. Januar 2013, 8C_799/2012, E. 4.2 und 4.3.1 [5 Monate], vom 5. November 2014,
8C_660/2014, E. 3.2 [11 Monate inkl. Arbeitsversuch] und vom 3. Februar 2015,
9C_713/2014, B und E. 6.2 [rund 17 Monate]). Zudem ist das Einkommen auch in dem
Sinne nicht als stabil zu bezeichnen, als es gemäss Arbeitsvertrag eine Bandbreite von
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Fr. 4'125.-- (75 % Arbeitseinsatz) bis Fr. 5'500.-- (100 % Arbeitseinsatz) aufweist und -
wie ausgeführt (vgl. E. 2.1) - die ausbezahlten Löhne auch erheblich schwankten. Somit
konnte zum massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (noch) nicht von einem
dauerhaft erhöhten Invalideneinkommen bzw. davon ausgegangen werden, dass die
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit voraussichtlich längere Zeit bzw. weiterhin
andauern werde (Art. 88a Abs. 1 IVV). Der Nachweis, dass der Beschwerdeführer
dauerhaft mehr als das in der ursprünglichen Verfügung angenommene
Invalideneinkommen erzielt, ist mithin nicht erbracht. Die durch den Stellenwechsel
bewirkte Veränderung der erwerblichen Verhältnisse bzw. des Erwerbseinkommens
bildet somit im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses keinen
Revisionsgrund.
4.
4.1 Wollte man allein aufgrund des erfolgten Stellenwechsels einen Revisionsgrund
annehmen, wäre für das Invalideneinkommen auf Tabellenlöhne abzustellen (vgl. die in
E. 3.2 zitierte Rechtsprechung). Da die Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für
Statistik (LSE) 2012 erst im Oktober 2014, mithin nach Erlass der angefochtenen
Verfügung am 27. Mai 2013, publiziert wurde, ist dabei auf die LSE 2010 abzustellen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_526/2015 vom 11. September 2015, E. 3.2.2).
4.2 Das durchschnittliche Jahreseinkommen gemäss LSE, Anforderungsniveau 4,
beträgt Fr. 61‘164.-- (Anhang 2 zur IV-Gesetzesausgabe der AHV/IV-Informationsstelle
2015). Gemäss Lohnentwicklung 2014 des Bundesamtes für Statistik (T39, Index 2010
Männer: 2151; Index 2012 Männer: 2188) beläuft sich dieses durchschnittliche
Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Jahr
2012 auf Fr. 62‘216.--.
4.3 Gemäss der angefochtenen Verfügung erzielte der Beschwerdeführer bei der
D._ AG ein Einkommen von Fr. 76'427.-- (IV-act. 100; IV-act. 81; vgl. auch E. 2.1),
welches für die Berechnung des Invalideneinkommens entsprechend der attestierten
Leistungsfähigkeit von 60 % (IV-act. 78) auf Fr. 45'856.-- reduziert wurde, woraus ein
Invaliditätsgrad von exakt 40 % resultierte (IV-act. 91-2). Der Beschwerdeführer hat
inzwischen eine neue Arbeitsstelle angetreten und übt eine vergleichbare Tätigkeit aus
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(Chauffeur für Transporte von Waren mit Hilfestellungen bzw. Rücksichtnahme auf
seine leidensbedingten Einschränkungen). Das so errechnete Invalideneinkommen
entspricht in etwa demjenigen, welches sich ergibt, wenn - ausgehend von einer vollen
Arbeitsfähigkeit in einer (adaptierten) Hilfstätigkeit und einem entsprechenden
Jahreseinkommen von Fr. 62‘216.-- (E. 4.2) - ein maximaler Tabellenlohnabzug von
25 % gewährt wird. Bereits die ursprüngliche Rentenzusprache berücksichtigte damit
implizit eine erwerbsmässig unterdurchschnittliche Verwertbarkeit der verbleibenden
Arbeitsfähigkeit im maximal zulässigen Ausmass. Es besteht kein Anlass, davon
abzuweichen, zumal die Umstellung auf eine andersartige Hilfsarbeit für den
Beschwerdeführer, der inzwischen das ordentliche Rentenalter erreicht hat, mit
erheblichem Anpassungsaufwand verbunden gewesen wäre. Es ist daher von einem
Tabellenlohnabzug von 25 % und entsprechend von einem Invalideneinkommen von
Fr. 46‘662.-- auszugehen.
4.4 Das Valideneinkommen wurde von der D._ GmbH für das Jahr 2011 mit
Fr. 76‘427.-- (13 x Fr. 5‘879.--; IV-act. 39-2) angegeben. Am 6. Juni 2011 wurde jedoch
anlässlich eines Gesprächs des damaligen Arbeitgebers mit der SUVA festgehalten,
ohne Unfall würde es 13 x Fr. 6‘191.-- (= Fr. 80‘483.--; Fremdakten, Bericht der SUVA
vom 6. Juni 2011) betragen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(Index Männer 2011: 2171; Index Männer 2012: 2188) ergibt sich somit ein
Valideneinkommen von Fr. 81‘113.-- und ein Invaliditätsgrad von 42 %. Somit hat der
Beschwerdeführer nach wie vor Anspruch auf eine Viertelsrente.
5.
5.1 Damit ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom
27. Mai 2013 aufzuheben.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
bis
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5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat mit der Beschwerde eine vom 27. Juni
2013 datierte Kostennote über Fr. 1'179.35 eingereicht. Diese umfasst jedoch nicht den
Aufwand für die Eingabe vom 13. August 2013 (act. G 3) und für die Replik vom
17. Oktober 2013 (act. G 7). Da die massgeblichen Fragen keine medizinischen
Einschätzungen betrafen und sich auf das Vorliegen eines Revisionsgrundes und das
Invalideneinkommen beschränkten, ist der Aufwand als unterdurchschnittlich zu
bezeichnen. Angemessen erscheint daher eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).