Decision ID: bc8dd498-733d-4494-8678-2958d076cb6a
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Y und X sind verheiratet und wohnen in A. Mit Verfügungen vom 15. März 2013
wurden sie mit Nachsteuern samt Zinsen in der Höhe von Fr. 58'477.65 (Kantons- und
Gemeindesteuern 2004) und Fr. 24'182.– (direkte Bundessteuer 2004) veranlagt. Die
gegen diese Veranlagungen erhobene Einsprache der Steuerpflichtigen wurde vom
Kantonalen Steueramt mit Entscheid vom 20. August 2013 abgewiesen. Die
Verwaltungsrekurskommission trat auf die Beschwerde betreffend die Nachsteuer zur
direkten Bundessteuer 2004 mit Entscheid vom 21. Januar 2014 nicht ein. Den Rekurs
gegen die Nachsteuer zur Kantons- und Gemeindesteuer 2004 wies die
Verwaltungsrekurskommission im selben Entscheid ab (VRKE I/1-2013/159, 160). Diese
Entscheide sind in Rechtskraft erwachsen.
B.- Mit Gesuch vom 8. April 2014 beantragte X eine Haftungsverfügung für die
Nachsteuer der Kantons- und Gemeindesteuer 2004 sowie für diejenige der direkten
Bundessteuer 2004. Mit Verfügungen vom 16. Juni 2014 setzte das
Gemeindesteueramt A bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuer ihre
Haftungsquote auf 30.26 % und bezüglich der direkten Bundessteuer 2004 auf 30.23
% fest, was einen Haftungsanteil inklusive der aufgelaufenen Verzugszinsen von
Fr. 18'525.05 bzw. Fr. 7'567.30 ergab. Gegen beide Verfügungen erhob X mit
Schreiben vom 17. Juli 2014 Einsprache. Am 13. Oktober 2014 wies das Kantonale
Steueramt die Einsprachen ab.
C.- Gegen die Einspracheentscheide vom 13. Oktober 2014 erhob X am 10. November
2014 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission. Die Vorinstanz
teilte mit Schreiben vom 16. Dezember 2014 mit, sie verzichte auf eine Stellungnahme
zum Rekurs und zur Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte

Auf die Erwägungen der angefochtenen Entscheide sowie die Vorbringen der
Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Haftung der
Rekurrentin und Beschwerdeführerin für die Kantons- und Gemeindesteuer 2004 (inkl.
Nachsteuer und Verzugszinsen) sowie hinsichtlich ihrer Haftung für die direkte
Bundessteuer 2004 (inkl. Nachsteuer und Verzugszinsen). Zwar müssen für Rekurs und
Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie können indessen in einem einzigen
Dokument mit Verweisungen und einem gemeinsamen Dispositiv, das beide Steuern
allerdings ausdrücklich auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005
Nr. 114 E. 8.3; BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).
Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Angefochten sind
Einspracheentscheide über die Haftung für Steuern von gemeinsam veranlagten
Ehegatten. Diese Entscheide sind dem Bereich des Steuerbezugs zuzurechnen.
Einsprachebehörde war das Kantonale Steueramt. Die Verwaltungsrekurskommission
ist daher zum Sachentscheid zuständig (Art. 41 Abs. 1 lit. h Ziff. 2 des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP; Art. 194 Abs. 1 des
Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 1 und 7 der Verordnung
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, abgekürzt:
Bundessteuerverordnung). Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist für die
Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin gegeben. Der Rekurs und die Beschwerde vom
10. November 2014 sind rechtzeitig eingereicht worden und können in formeller und
inhaltlicher Hinsicht als den gesetzlichen Anforderungen genügend betrachtet werden
(Art. 194 Abs. 1 StG; Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG; Art. 48 VRP).
2.- a) Die Haftung für eine Nachsteuerforderung stimmt mit jener für die ordentliche
Steuerforderung überein (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher
Steuergesetz, 3. Aufl. 2013, N 51 f. zu § 160 StG). Die Nachsteuer zielt wie die Revision
auf die Wiederaufnahme eines an sich abgeschlossenen Verfahrens ab. Sie ist
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
demnach keine vom ursprünglichen Steueranspruch verschiedene Forderung, sondern
die Mehrsteuer, die sich nach der Revision der ursprünglichen Veranlagung ergibt (P.
Locher, Kommentar zum DBG, III. Teil, Basel 2015, N 1 zu Art. 151 DBG). Deshalb
ergibt sich die Nachsteuer – wenn vorgängig eine unvollständige Veranlagung
vorgenommen wurde – aus der Differenz zwischen der ursprünglichen und der neuen
Veranlagung (Locher, a.a.O., N 40 zu Art. 151 DBG).
Nach Art. 25 Abs. 1 StG haften gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten solidarisch. Bei
ausgewiesener Zahlungsunfähigkeit des einen Ehegatten haftet der andere für den
Steueranteil, der auf sein Einkommen und sein Vermögen entfällt. Gemäss Art. 13 Abs.
1 DBG haften Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben,
solidarisch für die Gesamtsteuer. Jeder Ehegatte haftet jedoch nur für seinen Anteil an
der Gesamtsteuer, wenn einer von beiden zahlungsunfähig ist. Die
Haftungsbeschränkung gilt für alle noch offenen Steuerschulden. Als zahlungsunfähig
gilt, wer offenkundig auf eine unbestimmte Zeit nicht über ausreichende Mittel verfügt,
um die fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Zahlungsunfähigkeit kann auf
verschiedene Weise belegt werden, namentlich durch Verlustscheine und den
Nachweis der Konkurseröffnung (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht,
7. Aufl. 2014, II. Teil Rz. 51). Zahlungsunfähigkeit liegt vorab dann vor, wenn (definitive)
Verlustscheine bestehen, der Konkurs eröffnet ist oder ein Nachlassvertrag mit
Vermögensabtretung abgeschlossen wurde. Diese Kriterien sind nicht die einzigen,
welche für eine Zahlungsunfähigkeit sprechen. Eine Zahlungsunfähigkeit muss auch
dann anerkannt werden, wenn andere schlüssige Merkmale wie z.B. eine umfassende
Überschuldung nachgewiesen werden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 11 zu Art. 13 DBG; Greminger/Bärtschi, in:
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N 3 zu Art. 13
DBG). Nach Auffassung der Eidgenössischen Steuerverwaltung ist Zahlungsunfähigkeit
gegeben, wenn schlüssige Merkmale nachgewiesen werden, die das dauernde
Unvermögen des Schuldners belegen, seinen finanziellen Verpflichtungen
nachzukommen (ESTV, Kreisschreiben Nr. 30 vom 21. Dezember 2010 zur Ehepaar-
und Familienbesteuerung nach dem DBG, Ziff. 6.2.1). Zu unterscheiden ist die
Situation, wo die Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten noch im Veranlagungsverfahren
geltend gemacht wird, von der Situation, wo die Zahlungsunfähigkeit nach Eintritt der
Rechtskraft der Veranlagung, im Bezugsverfahren, mit einem entsprechenden
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Begehren eines Ehegatten geltend gemacht wird. Wird die Zahlungsunfähigkeit des
einen Ehegatten erst im Bezugsverfahren geltend gemacht, so muss die
Bezugsbehörde – wenn die Voraussetzung der Zahlungsunfähigkeit gegeben ist – eine
besondere Haftungsverfügung erlassen, die den Anteil jedes Ehegatten an der
Gesamtsteuer festlegt (Greminger/Bärtschi, a.a.O., N 5 zu Art. 13 DBG; Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., II. Teil Rz. 52; StB 25 Nr. 1, Ziff. 5).
b) Im vorliegenden Fall reichte die Beschwerdeführerin und Rekurrentin nach Eintritt
der Rechtskraft der Nachsteuerveranlagungen der Kantons- und Gemeindesteuer
sowie der direkten Bundessteuer 2004 ein Gesuch an ihre Wohngemeinde ein mit den
Anträgen, sie sei zum einen nach Art. 25 Abs. 1 StG aus der Haftung der gemeinsamen
Steuerpflicht betreffend Nachsteuer Kantons- und Gemeindesteuer 2004 und zum
andern nach Art. 13 Abs. 1 DBG aus der Solidarhaftung betreffend Nachsteuer direkte
Bundessteuer 2004 zu entlassen. Diese beiden Anträge begründete sie damit, dass sie
von der im Jahr 2004 von ihrem Ehemann begangenen Straftat, einem Betrug, für
welchen ihr Ehemann verurteilt worden sei, nichts gewusst habe und kein Zutun dazu
gehabt habe. Ihr Ehemann sei vollumfänglich zahlungsunfähig. Als Beweis hierfür
reichte sie einen per 21. Mai 2012 datierten Betreibungsregisterauszug ihres Ehegatten
ein. Das Begehren der Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin erging im
Nachsteuerbezugsverfahren. Der Betrug bildete Anlass für die Nachsteuer. Die Anträge
und die in der Begründung genannten Gesetzesartikel sprechen für ein Begehren um
eine Haftungsverfügung.
Die Voraussetzung der Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten ist vorliegend gegeben:
Gegen den Ehemann der Rekurrentin und Beschwerdeführerin liegen mehrere
Verlustscheine und Pfändungsankündigungen vor. Der Ehemann ist als
zahlungsunfähig zu betrachten. Zu Recht hat das Gemeindesteueramt A am 16. Juni
2014 eine Haftungsverfügung betreffend die Nachsteuern zu den Kantons- und
Gemeindesteuern 2004 sowie eine Haftungsverfügung betreffend die Nachsteuer zur
direkten Bundessteuer 2004 erlassen. Die ausstehenden Nachsteuern (zuzüglich
Ausgleichszinsen und abzüglich Verrechnungssteuer und bisher geleisteten Zahlungen)
betragen – wie in VRKE I/1-2013/159, 160 vom 21. Januar 2014 bestätigt wurde –
Fr. 58'477.65 (Kantons- und Gemeindesteuern 2004) und Fr. 24'182.– (direkte
Bundessteuer 2004).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Bei der Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten wurde für die
Veranlagungsperiode 2004 sowohl in der ordentlichen Veranlagung als auch in der
Nachsteuerveranlagung keine Vermögenssteuer veranlagt. Für die Berechnung der
Haftungsanteile ist also nur das steuerbare Einkommen 2004 massgebend. Gemäss
herrschender Lehre werden nur die organischen Abzüge – einschliesslich
Schuldzinsen, Renten und Alimente – in die Berechnung der Haftungsanteile mit
einbezogen (P. Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N 18 zu Art.
13 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 15 zu Art. 13 DBG; A. Schorno, in:
Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. Aufl. 2009, N 6 zu § 22 StG; StB 25 Nr. 1,
Ziff. 6; a.M. Greminger/Bärtschi, a.a.O., N 6 ff. zu Art. 14 DBG). Unter
Ausserachtlassung der anorganischen (Sozial-)Abzüge ergibt sich für die Steuerperiode
2014 ein steuerbares Einkommen der Ehegatten von insgesamt Fr. 258'126.– (Kantons-
und Gemeindesteuer) bzw. Fr. 258'006.– (direkte Bundessteuer). Davon entfallen
Fr. 78'119.– bzw. Fr. 77'999.– auf die Ehefrau und Fr. 180'007.– auf den Ehemann.
Die Haftungsquoten wurden durch das Gemeindesteueramt A korrekt berechnet und
betragen bei den Kantons- und Gemeindesteuern 2004 69.74 % für den Ehemann und
30.26 % für die Ehefrau. Bei der direkten Bundessteuer 2004 sind es 69.77 % und
30.23 %. Daraus resultiert für die Ehegattin ein Haftungsanteil am Steuerausstand von
Fr. 17'695.35 (30.26 % von Fr. 58'477.65) für die Kantons- und Gemeindesteuer 2004
und ein solcher von Fr. 7'310.20 (30.23 % von Fr. 24'182.–) für die direkte Bundesteuer
2004. Hinzu kommen die aufgelaufenen Verzugszinsen auf diesen Anteilen in der Höhe
von Fr. 829.70 (Kantons- und Gemeindesteuer 2004) bzw. Fr. 257.10 (direkte
Bundessteuer 2004). Für diese noch ausstehenden Steuerbeträge samt Verzugszinsen
haftet alleine die Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin.
Der Umstand, dass die Rekurrentin und Beschwerdeführerin für Fr. 18'525.05 Kantons-
und Gemeindesteuer 2004 und für Fr. 7'567.30 direkte Bundessteuer 2004 (jeweils inkl.
Verzugszins) haftet, obwohl das ihr zuzurechnende steuerbare Einkommen im Jahr
2004 nur Fr. 70'800.– betragen hat, bereits Fr. 9'640.70 an die Kantons- und
Gemeindesteuer 2004 und Fr. 1'112.30 an die direkte Bundessteuer 2004 bezahlt
worden sind und das der Nachsteuer unterliegende Einkommen vollumfänglich dem
Ehemann zuzurechnen ist, ist auf den ersten Blick nicht ohne weiteres einleuchtend.
Die Zahlungen an die Steuern der Periode 2004 sind aber vor dem 15. März 2013 – und
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
damit noch unter der Solidarhaftung der Ehegatten – geleistet worden. Unter
solidarischer Haftung bezahlte Steuern werden im Verhältnis der in der
Haftungsverfügung festgelegten Anteile angerechnet. Vom Zeitpunkt der
Zahlungsunfähigkeit an werden die Zahlungen eines Ehegatten individuell an seinen
Haftungsanteil angerechnet. Da der Zeitpunkt der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit
des Ehegatten oft schwierig zu bestimmen ist, können Zahlungen erst individuell den
Haftungsanteilen zugerechnet werden, wenn die Zahlungsunfähigkeit offenkundig ist
oder der zahlende Ehegatte sich ausdrücklich auf die Zahlungsunfähigkeit des andern
beruft und eine anteilige Haftung verlangt (StB 25 Nr. 1, Ziff. 7). Im vorliegenden Fall
können die Zahlungen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin erst seit deren
Begehren um Vornahme einer Haftungsverfügung individuell ihrem Haftungsanteil
angerechnet werden. Die oben erwähnten Zahlungen wurden indes vorher geleistet.
Das Gemeindesteueramt A zog die geleisteten Zahlungen vor der Berechnung der
Haftungsquoten von den gesamten ausstehenden Steuern (inkl. Nachsteuern) ab, was
dem Grundsatz der solidarischen Haftung entspricht. Die ausstehenden Steuern teilte
sie anhand der Haftungsquoten den Eheleuten zu. Obwohl der
Einkommensbestandteil, der im Nachsteuerverfahren erfasst wurde, ausschliesslich
dem Ehemann zuzurechnen ist, fällt er auch bei der Ehefrau ins Gewicht. Durch die
Nachbesteuerung eines Einkommensteils des Ehemannes von Fr. 180'000.– erreichte
das Einkommen der Eheleute eine weitaus höhere Progressionsstufe als bei der
Veranlagung, welche sich als unvollständig herausstellte. Entscheidend für die
Bestimmung der Steueranteile zwischen den Ehegatten kann aber nicht die
unvollständige Veranlagung sein. Die Haftungsquoten sind anhand der vollständigen
Veranlagung zu ermitteln, was bedeutet, dass der Anteil der Ehefrau nach Massgabe
des Gesamteinkommens festzulegen ist und die Ehefrau für diesen Anteil haftet.
Obwohl das nachbesteuerte Einkommen dem Ehemann zuzurechnen ist, erhöht es
auch die Steuer auf dem bisher veranlagten Einkommen der Ehefrau. Würde die
Haftung vollumfänglich dem Ehemann auferlegt, käme dies einer getrennten
Besteuerung analog bei getrennten oder geschiedenen Eheleuten gleich, was der
gesetzlichen Ordnung widersprechen würde.
c) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Haftungsverfügungen sowie die Einspracheentscheide der Vorinstanz korrekt sind.
Folglich sind der Rekurs und die Beschwerde abzuweisen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Rekurrentin und Beschwerdeführerin
die Kosten der Verfahren zu bezahlen (Art. 144 Abs. 1 DBG, Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von je Fr. 600.–, insgesamt Fr. 1'200.–, für das Rekurs- und das
Beschwerdeverfahren ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7
Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse in
gleicher Höhe sind zu verrechnen.