Decision ID: ebe99767-533f-5ac4-b531-1e10ab8e0a2f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin, eine ethnische Albanerin mit letztem  im Dorf Z. (Gemeinde Y._, damalige Provinz Kosovo,  Jugoslawien), verliess ihre Heimat zusammen mit ihren [...] Kindern im [...] 1998 und gelangte nach einem [...]monatigen  in Montenegro über Albanien und Italien am [...] 1999 illegal in die Schweiz, wo sie am selben Tag um Asyl nachsuchten. Die [voll  Kinder] stellten je individuelle Asylgesuche, während die [...]  Kinder [...] ins Asylgesuch der Mutter eingeschlossen . Am [...] 1999 erfolgten separate Kurzbefragungen der Mutter und der damals [...]-jährigen Tochter B._ in der Empfangsstelle Chiasso; die [...] [volljährigen Kinder] wurden am [...] 1999 in Chiasso befragt. Die zuständige Behörde des Kantons X. führte am [...] 1999 die Anhörungen zu den Asylgründen durch. Am [...] 2001 befragte das BFF die Beschwerdeführerin sowie ihre [volljährigen Kinder] über ihre Familien- und Wohnverhältnisse in Kosovo und gewährte ihnen das rechtliche Gehör bezüglich einer allfälligen Wegweisung.
B. Mit Verfügung vom 4. Mai 1999 wurden die Beschwerdeführerin und  [...] Kinder dem Kanton X._ zugewiesen. [Anschliessend  die Bewilligung des Gesuchs um Kantonswechsel in den Kanton W._ für die Dauer des Asylverfahrens].
C. Zur Begründung ihres Asylgesuchs machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, sie habe ihre Heimat "wegen dem Krieg und wegen den Serben" verlassen (act. A5 S. 5). Ihr Dorf sei wiederholt mit Granaten und Bomben angegriffen worden, weshalb die Bevölkerung jeweils in den Wald oder auf die Felder geflüchtet und später wieder in ihre Häuser zurückgekehrt sei. Im [...] 1998 seien die Serben mit  und anderen Waffen ins Dorf gekommen und hätten alle Häuser in Brand gesetzt. Die Dorfbewohner seien geflüchtet und eineinhalb Wochen auf den Feldern und im Wald geblieben. Die Männer seien dann ins Dorf zurückgegangen und hätten festgestellt, dass es nicht mehr bewohnbar sei. Die Polizei habe sie gesehen und sie von Y._ aus beschossen; sie seien nirgends mehr sicher gewesen und deshalb zu Fuss nach Montenegro geflüchtet. Nach drei Tagen und Nächten ohne Essen und Trinken seien sie in V._ ange-
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kommen. Bis Anfang [...] 1999 hätten sie bei [...] in U._ . Als die NATO mit den Bombardierungen begann, habe sich die Situation in Montenegro für die albanische Bevölkerung verschlechtert. Das serbische Militär habe begonnen, "die junge Generation zu  – zu schlagen" (act. A5 S. 6). Deshalb seien sie mit dem Taxi und zu Fuss nach Albanien geflohen, wo ein Mann in T._ sie aufgenommen habe. Ende [...] 1999 hätten sie Albanien mit einem Boot Richtung Italien verlassen.
Eine persönliche Konfrontation mit dem serbischen Militär oder mit  habe es nicht gegeben. Als sie gesehen habe, wie die  in die Häuser gegangen seien, sei sie mit ihren Kindern geflüchtet. Sieben- bis 15-jährige Knaben seien vor den Augen ihrer Eltern  worden. Von den Menschen, die im Zentrum des Dorfes  hätten, seien alle gestorben, während sie und ihre Kinder Glück gehabt hätten, weil sie etwas ausserhalb des Dorfes wohnten.
[Schilderung von Verfolgungshandlungen gegen Familienangehörige der Beschwerdeführerin].
Die im Zeitpunkt der Flucht [...]-jährige Tochter der , B._, verneinte anlässlich der Befragungen ebenfalls eine persönliche Konfrontation mit serbischen Militärs oder Paramilitärs und gab an, sie seien wegen des Kriegs beziehungsweise der  mit Granaten geflohen und weil ihr Haus abgebrannt sei.
Anlässlich der kantonalen Anhörung reichte die Beschwerdeführerin einen Geburtsregisterauszug zu den Akten; [Angaben zu weiteren,  der Bundesanhörung eingereichten Beweismitteln mit  von Verwandten].
D. Mit separaten Verfügungen vom 3. August 2001 stellte das BFF fest, die Beschwerdeführerin und ihre [...] minderjährigen Kinder einerseits sowie ihre [volljährigen Kinder] andererseits erfüllten die  nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
Das Asylgesuch der Beschwerdeführerin und ihrer [...] minderjährigen Kinder lehnte die Vorinstanz mit der Begründung ab, die Vorbringen hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht
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stand. Das BFM führte im Wesentlichen aus, die geltend gemachten Nachteile, insbesondere der tragische Tod einiger Verwandter, seien nicht auf eine persönliche Verfolgung zurückzuführen, sondern eine Folge des damals in Kosovo herrschenden Krieges. Aufgrund der im Entscheidzeitpunkt veränderten Lage – Einmarsch der Kosovo Force (KFOR) am 12. Juni 1999 und Abzug der letzten serbischen Truppen aus der damaligen Provinz Kosovo am 20. Juni 1999, Verlust der  und Machtbefugnisse der jugoslawischen Regierung über die Provinz – bestünde keine begründete Furcht vor staatlichen  mehr. Bezüglich der Zulässigkeit des  führte die Vorinstanz unter anderem aus, die  könnten sich nicht auf Art. 8 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) berufen, weil [Angaben zur familiären Situation]. Die Zumutbarkeit einer Rückführung bejahte die Vorinstanz sowohl  Berücksichtigung der allgemeinen Lage in Serbien (Kosovo) als auch der individuellen Situation der Familie.
E. Gegen diese Verfügung erhoben die Beschwerdeführerin und ihre [...] minderjährigen Kinder mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 7.  2001 Beschwerde bei der damals zuständigen  Asylrekurskommission (ARK). Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der  und die Asylgewährung. Eventualiter seien die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten die  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im  von Art. 65 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), um Verzicht auf die  eines Kostenvorschusses sowie um die Ausrichtung einer  Parteientschädigung.
Zur Begründung der Rechtsmitteleingabe im Asylpunkt führt die Rechtsvertretung die wiederholten Bombardierungen des Wohnortes der Beschwerdeführenden in Kosovo, die Ermordung naher  sowie Demütigungen des serbischen Militärs in  an. Die Beschwerdeführenden hätten sich mehrmals in  Lebensgefahr befunden und es sei Zufall, dass nicht sie, sondern nahe Angehörige ermordet worden seien. Zudem weise der  psychische Gesundheitszustand insbesondere der Beschwerde-
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führerin und ihrer Tochter B._ darauf hin, dass sie auch  Opfer von Gewalttaten geworden seien. Daher hätten sie triftige, zwingende Gründe, eine Rückkehr nach Kosovo abzulehnen.
Mit der Beschwerde reichte die Rechtsvertretung unter anderem einen ans BFF gerichteten Bericht des Schulpsychologischen Dienstes [...] W._ vom 5. September 2001 über die [...] minderjährigen  sowie ein psychiatrisches Zeugnis vom 5. September 2001 die Mutter betreffend zu den Akten. Im Bericht des Schulpsychologischen Dienstes heisst es, die Mädchen seien "dauernd sexuellen  ausgesetzt" gewesen und "vermutlich auch Zeuginnen von " geworden. Sowohl für die Psychotherapeutin als auch für die Mediatorin sei der Eindruck entstanden, dass zumindest das  B._ vergewaltigt worden sei. Bei zwei Töchtern (geboren [...] beziehungsweise [...]) diagnostizierte die Fachpsychologin eine ausgeprägte posttraumatische Belastungsstörung, die der dringenden Behandlung bedürfe. Der Mutter attestierte das Zeugnis von Dr. med. [...], Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, dissoziative Krampfanfälle sowie eine posttraumatische Belastungsstörung. Ihr  verunmögliche ihr die Bewältigung des Alltags, und sie sei auf eine wöchentliche psychotherapeutische sowie  Behandlung angewiesen. Sie berichte, dass alle  sie meiden würden und befürchte, alle seien davon überzeugt, dass sie schlecht sei.
Ferner fanden folgende Unterlagen Eingang in die Akten: Ein  Zeugnis einer allgemein praktizierenden Ärztin vom 30. August 2001, welche die Beschwerdeführerin aufgrund von Panikattacken an die obgenannte Psychiaterin überwies; ein Schreiben der Lehrerin des [Kindes] C._. (geboren [...]) vom 26. August 2001; [Angaben zu einem weiteren Dokument]; ein Beschrieb des Projektes " für kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche" vom  2008; ein Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zur medizinischen Versorgungslage in Kosovo vom Juni 2001 sowie die Kopie der Honorarrechnung der Rechtsvertretung.
Bezüglich der Wegweisung argumentierte die Rechtsvertretung in der Beschwerdeschrift, aufgrund der Traumatisierung der Mutter und [zwei minderjähriger Töchter] sei der Wegweisungsvollzug unzumutbar. Sie bedürften dringend einer intensiven therapeutischen und die Mutter auch einer medikamentösen Behandlung, welche in Kosovo nicht ge-
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währleistet sei. Den [volljährigen Kindern], welche noch sehr jung und selber psychisch angeschlagen seien, könne nicht zugemutet werden, ihre schwer kranke Mutter und die [...] minderjährigen Geschwister zu betreuen.
F. Mit Zwischenverfügung vom 13. September 2001 hiess die vormals zuständige Instruktionsrichterin der ARK das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt des Nachreichens  Fürsorgebestätigung und einer nachträglichen Veränderung der  Verhältnisse gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Weiter forderte die Instruktionsrichterin die  auf, die ARK stets und unverzüglich über den Verlauf der eingeleiteten Therapiemassnahmen auf dem Laufenden zu halten.
G. Mit Eingabe vom 20. September 2001 liess die Beschwerdeführerin ei - ne Fürsorgebestätigung der [...] W._ vom 17. September 2001 nachreichen.
H. Mit Eingabe vom 29. Oktober 2001 informierte die Rechtsvertretung die ARK über den Verlauf der psychiatrischen Therapiemassnahmen bei der Beschwerdeführerin und ihren Kindern sowie darüber, dass sie für die [volljährigen Kinder] – welche die negativen Asylentscheide nicht angefochten hatten – am 26. Oktober 2001 ein  und ein Gesuch um Koordination der Verfahren mit dem Verfahren der Mutter beziehungsweise Beschwerdeführerin gestellt . Mit Hinweis auf Art. 8 EMRK und Art. 44 Abs. 1 AsylG ersuchte sie um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs der [erwachsenen Kinder] bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens der Mutter und der  Geschwister; eventualiter beantragte sie die Erstreckung der Ausreisefrist der [erwachsenen Kinder], bis die gesundheitliche Verfassung der Mutter dies zulasse. Die Mutter und die [...]  Kinder seien ohne die Unterstützung der [voll jährigen Kinder] nicht lebensfähig und der Vater der Kinder leiste keine Unterstützung. Mit der drohenden Wegweisung der volljährigen Kinder sei die Mutter völlig zusammengebrochen.
I. Mit Verfügung vom 7. November 2001 sistierte das BFF angesichts der besonderen familiären Situation und der gesundheitlichen Lage der
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Beschwerdeführerin den Vollzug der Wegweisung der [volljährigen ] bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens der Mutter und der [...] minderjährigen Geschwister.
J. Mit Zwischenverfügung vom 27. August 2002 forderte die  die Rechtsvertretung auf, aktuelle Arztberichte zum  und psychischen Gesundheitszustand – insbesondere zur  gemachten Traumatisierung – der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder und zu den erforderlichen Behandlungs- und  sowie eine Stellungnahme dazu einzureichen.
K. Mit Eingabe vom 27. September 2002 reichte die Rechtsvertretung  ärztliche Berichte sowie eine Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht vom 29. August 2002 ein. Im fachärzt  Bericht vom 7. September 2002 diagnostizierte die behandelnde Psychiaterin der Beschwerdeführerin eine posttraumatische  mit mittelgradig bis schwer depressiven Symptomen (ICD 10 F. 43.1) sowie eine dissoziative Bewegungsstörung (ICD 10 F. 44.4). Die Beschwerdeführerin sei in medikamentöser Behandlung sowie einmal wöchentlich in einer Psychotherapie. Im Bericht heisst es, die Scham der Beschwerdeführerin erschwere es ihr, über das  zu berichten; alle Familienmitglieder würden sie meiden und sie befürchte, alle seien davon überzeugt, dass sie "schlecht sei". Die Traumatisierung während des Krieges im Herkunftsland sei die  der posttraumatischen Belastungsstörung. Eine Rückkehr in die Heimat würde zu einer Retraumatisierung mit Auftreten akuter  führen und es sei zu befürchten, dass sie sich vor oder nach der Rückkehr suizidieren würde.
Im Bericht des Schulpsychologischen Dienstes [...] W._ vom 19. September 2002 heisst es, die Tochter B._ werde seit  2001 in Einzelpsychotherapie und seit August 2002 zusätzlich in Gruppentherapie im Projekt "Gruppenbetreuung für  Kinder und Jugendliche" behandelt und berichte mittlerweile "recht bewusst über ihre zum Teil schrecklichen Erfahrungen". Die  beschreibt B._ als "gefangen in sich selbst, leblos und traurig"; sie verlasse ihre Wohnung aus Angst nach wie vor kaum. Ihre [...] Schwester D._ besuche seit August 2001 die . Sie kapsle sich wie ihre [...] Schwester stark ab und gehe
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kaum aus dem Haus. Sie öffne sich gegenüber der Psychotherapeutin nur ab und zu, meist nach schweren Alpträumen oder Angstzuständen. [Das Kind] C._, das seit August 2001 in der Gruppentherapie sei, habe sich positiv entwickelt, leide aber noch unter Flashbacks und könne abends nicht einschlafen, weil es Bilder eines miterlebten  überfielen. Bei der [...] Tochter E. sei gemäss dem  Bericht für das BFF vom 10. September 2002 eine leichte posttraumatische Belastungsstörung nicht ausgeschlossen. Sie leide unter Alpträumen und Migräne. Direkte Gewalt an sich selber habe sie nicht erfahren, weil sie immer rechtzeitig habe flüchten können. Sie  sich die Augen zugehalten, damit sie nicht habe zusehen müssen, wie im Heimatdorf und im Wald Familienangehörige und Dorfbewohner – auch Kinder – erschossen wurden. [Schilderungen eines  auf der Reise in die Schweiz].
In ihrer Stellungnahme zu den ärztlichen Berichten gab die  an, die Psychotherapeutin habe auf ihre telefonische  bezüglich einer allfälligen Vergewaltigung von B._ erklärt, das Mädchen sei bis heute nicht in der Lage, über dieses Thema zu sprechen. Da es entsprechende Symptome zeige, bestehe der  weiterhin, doch könne sie eine Vergewaltigung nicht mit  bestätigen. Die Rechtsvertretung hielt fest, die  und mehrere ihrer Kinder benötigten weiterhin intensive  Behandlung, welche die volljährigen, selbst psychisch  Kinder beziehungsweise Geschwister nicht zu leisten .
L. Am 1. Oktober 2002 lud die Instruktionsrichterin der ARK das BFF zur Vernehmlassung ein, welche dieses nach einer Fristverlängerung und einer Erinnerung am 27. Februar 2003 einreichte. Die Vorinstanz hielt an den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt bezeichnete es als erstaunlich, dass die Beschwerdeführerin erst auf Vernehmlassungsstufe psychische Leiden bei sich und ihren Kindern geltend mache. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, die in der Schweiz begonnene Behandlung in den neuropsychiatrischen Abteilungen der Regionalspitäler der beiden Nachbargemeinden von Y._, Q._ und R._, fortzusetzen. Zudem könnten die  und ihre Kinder durch spezifische medikamentöse Behandlung auf die Rückkehr vorbereitet werden. Die vorinstanzliche
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Vernehmlassung wurde den Beschwerdeführenden am 4. März 2003 zur Replik zugestellt.
M. In ihrer Stellungnahme vom 12. März 2003 hielt die Rechtsvertretung fest, die Beschwerdeführerin habe ihre schweren psychischen Leiden und diejenigen ihrer Kinder nicht erst auf Vernehmlassungsstufe  gemacht, sondern bereits in der Beschwerdeeingabe vom 7.  2001 durch medizinische, psychiatrische und  Zeugnisse belegt. Die Beschwerdeführenden benötigten  eine intensive psychotherapeutische und medikamentöse  in einem sicheren Umfeld, welche angesichts der wenigen und voll ausgelasteten Angebote in Kosovo nicht erhältlich sei. Die ärztli - chen Berichte prognostizierten bei der Beschwerdeführerin für den Fall einer Rückkehr wiederum eine Retraumatisierung bis hin zum Suizid. Im Weiteren verwies die Rechtsvertretung auf ihre Ausführungen in der Beschwerde vom 7. September 2001 und in der Eingabe vom 27. September 2002.
N. Am 17. Februar 2005 lud der neu zuständige Instruktionsrichter die Vorinstanz im Hinblick auf das Vorliegen einer schweren persönlichen Notlage im Sinne von Art 44 Abs. 3-5 aAsylG zu einem weiteren Schriftenwechsel (Art. 57 VwVG) ein.
O. Mit Verfügung vom 25. April 2005 zog das BFM seinen Entscheid vom 3. August 2001 im Vollzugspunkt in Wiedererwägung und nahm – auf Antrag der vormaligen Fremdenpolizei des Kantons W._ – die Beschwerdeführerin sowie die [im Asylgesuch der Mutter ] Kinder gestützt auf Art. 44 Abs. 3 AsylG (schwerwiegende  Notlage) vorläufig in der Schweiz auf.
P. Mit Zwischenverfügung vom 28. April 2005 stellte der  fest, dass die Beschwerde vom 7. September 2001 gegen die  Verfügung vom 3. August 2001 hinsichtlich des  gegenstandslos geworden sei und setzte der  und ihren Kindern Frist zur Stellungnahme an, ob sie an der Beschwerde im Asyl- und im Wegweisungspunkt festzuhalten oder  zurückzuziehen gedächten.
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Q. Die Rechtsvertretung teilte in ihrer Eingabe vom 10. Mai 2005 mit, die Beschwerdeführenden hielten an der Beschwerde fest, weil es der  aufgrund ihrer Langzeittraumatisierung  nie möglich sein werde, die Fürsorgeunabhängigkeit zu er langen und deshalb die Umwandlung der vorläufigen Aufnahme in eine  unrealistisch erscheine. Mit Hinweis auf EMARK 2001 Nr. 3 hielt die Rechtsvertretung fest, die Beschwerde sei zudem nicht aussichtslos. Eine erlittene Vorverfolgung – wie sie bei der Beschwerdeführerin vorliege – sei auch nach Wegfall einer  drohenden Verfolgungsgefahr asylrechtlich relevant, wenn eine Rückkehr in den früheren Verfolgerstaat aus zwingenden, auf diese Verfolgung zurückgehenden Gründen nicht zumutbar sei. Gemäss der publizierten Praxis der ARK seien als "zwingende Gründe" vorab  Erlebnisse zu betrachten, die es den Betroffenen  erlebter schwerwiegender Verfolgungen, insbesondere , im Sinne einer Langzeittraumatisierung psychologisch  würden, ins Heimatland zurückzukehren. Die behandelnde  habe sowohl im der Stellungnahme beiliegenden ärztlichen Bericht vom 9. April 2005 als auch in einem Telefongespräch vom 10. Mai 2005 das Vorliegen einer Langzeittraumatisierung bestätigt, welche die Beschwerdeführerin nicht überwinden könne, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren müsste. Die Langzeittraumatisierung  ihr somit psychologisch eine Rückkehr nach Kosovo.
Der fachärztliche Bericht vom 9. April 2005 hält in der Anamnese fest, die Patientin leide zunehmend unter körperlichen Symptomen [ der Symptome], was den bereits seit langem bestehenden  auf ein bisher verschwiegenes sexuelles Gewaltereignis auf der Flucht erhärte. Der Bericht hält erstmals fest, die Beschwerdeführerin sei "auf der Flucht Opfer von sexueller und physischer Misshandlung durch Soldaten geworden". Dies habe sie der Therapeutin erst auf mehrmaliges Nachfragen hin erzählt und im Vertrauen darauf, dass diese schweigen würde. Es sei der Patientin kaum möglich, darüber zu berichten. Sie äussere "zum Teil wahnhaft Schuld- sowie ", berichte von sich "als verstorben" und leide weiter unter  und mutistischen Zuständen. Vor allem muslimische Frauen  aus Angst, bei Bekanntwerden von ihren Familien verstossen zu werden, über solche Gewaltereignisse schweigen. Die Fachärztin  der Beschwerdeführerin nach wie vor eine  Belastungsstörung (ICD 10 F. 43.1) und eine dissoziative Bewe-
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gungsstörung (ICD 10 F. 44.4) sowie eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD 10 F. 33.1). Die  besteht laut dem Bericht unter anderem in der Abgabe von Antidepressiva sowie in einer wöchentlichen psychotherapeutischen, traumazentrierten Behandlung im Beisein einer Dolmetscherin. Laut der behandelnden Psychiaterin gestalte sich die im August 2001  Behandlung unter anderem auch deshalb als langwierig, weil sie in keinem sicheren Rahmen stattfinde, da die Patientin immer  müsse, "an den Ort des Schreckens zurückkehren zu " – "eine erneute Traumatisierung verbunden mit dem Gefühl der Ohnmacht und der Bestätigung, dass sie Schuld an dem Vorgefallenen trägt". Die Traumatisierung während des Krieges im Herkunftsland sei Ursache der posttraumatischen Belastungsstörung. Für den Fall einer Rückkehr prognostiziert die Fachärztin weiterhin eine  der Beschwerdeführerin sowie eine hohe Suizidgefahr.
R. In seiner Vernehmlassung vom 25. Mai 2005 zur Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 10. Mai 2005 schreibt das BFM, EMARK 2001 Nr. 3 beziehe sich auf eine konkrete, von der betroffenen Person erlebte Verfolgung (Vergewaltigung) durch die Serben in Kosovo. Zwar leide die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren ohne Zweifel ebenfalls an einer Langzeittraumatisierung, doch sei der Ursprung  Leidens nicht auf Vorkommnisse zurückzuführen, welche sie  an Leib und Leben betroffen hätten, habe sie doch als  die damaligen Kriegsereignisse in Kosovo, die Zerstörung ihres Hauses und den Verlust von mehreren Verwandten angegeben. Ihr Fall sei deshalb nicht vergleichbar mit dem EMARK 2001 Nr. 3 zugrunde liegenden. Zudem sei das festgestellte Langzeittrauma der  nicht ausschliesslich auf die Ereignisse in Kosovo , da [Bezugnahme auf den Zwischenfall auf der Reise in die Schweiz]. Im Übrigen habe das BFM die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden angeordnet und trage deren psychischem  insofern Rechnung, als dass bis auf Weiteres kein  angeordnet werde.
In ihrer Replik vom 8. Juni 2005 entgegnet die Rechtsvertretung der Vorinstanz, der ausführliche ärztliche Bericht vom 9. April 2005 halte ausdrücklich fest, dass die Beschwerdeführerin Opfer von sexueller und physischer Misshandlung durch Soldaten geworden sei. Sie habe aus den von der behandelnden Ärztin aufgeführten, nachvollziehbaren
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Gründen nicht offen über die erlittenen Misshandlungen berichten . Die Ärztin zweifle jedoch nicht daran, dass sich diese zugetragen hätten. Ihre Beschwerde habe die Beschwerdeführerin nicht  wollen, weil diese gemäss der Praxis der ARK nicht aussichtslos sei und sie als vorläufig Aufgenommene auf Dauer mit gewissen  leben müsste.
S. Mit Eingabe vom 13. Juni 2005 reichte die Rechtsvertretung einen  ärztlichen Bericht von Dr. med. [...] vom 9. Juni 2005 zu den Akten. Darin hält die behandelnde Ärztin fest, dass die  anlässlich der Flucht aus ihrer Heimat Opfer einer  geworden sei und die Langzeittraumatisierung zentral auf dieses Vorkommnis zurückzuführen sei, welches sie persönlich an Leib und Leben betroffen habe.
T. Per 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverwaltungsgericht das  Beschwerdeverfahren.
U. Mit Verfügung vom 3. Mai 2007 wies das BFM das  [einer] Tochter der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 3. August 2001 ab und forderte diese auf, die Schweiz bis am 31. Juli 2007 zu verlassen. Mit dem Gesuch um Erstreckung der  zwecks [Angabe des Gesuchszwecks] reichte die  einen fachärztlichen Bericht von Dr. med. [...] vom 28. Mai 2007 zu den Akten. Darin schreibt die Fachärztin, welche seit August 2001 auch die Beschwerdeführerin psychotherapeutisch behandelt, alle Frauen der Familie seien auf der Suche nach Lebensmitteln während der Flucht "Opfer der Gewalt durch die damalige Armee" geworden. Die Mutter sei mit Sicherheit "Opfer eines sexuellen Missbrauchs durch mehrere Soldaten einer Massenvergewaltigung" geworden. Ob die Töchter ebenfalls vergewaltigt wurden, sei bis heute unklar, weil keine darüber sprechen dürfe. Solange es nicht ausgesprochen werde, sei es nach aussen nicht geschehen und hätten die Frauen damit  Schande über sich gebracht. Alle Frauen der Familie seien schwer traumatisiert. Eine Rückkehr der [...] Tochter nach Kosovo auch nur für kurze Zeit (bis [...]) würde bei dieser – [Angaben zum ] – eine massivste Retraumatisierung bedeuten und zu einer  psychischen Dekompensation derselben wie auch der Mut-
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ter und damit zum Zusammenbruch der Familie führen. [Angaben zur Situation von Verwandten der Beschwerdeführerin].
V. Mit Abschreibungsentscheid vom 5. Juli 2007 schrieb der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts die Beschwerde [ Kindes] der Beschwerdeführerin infolge Einbürgerung als  geworden ab.
W. Mit Instruktionsverfügung vom 5. März 2008 stellte der  fest, nach der Anerkennung der Unabhängigkeit von Kosovo durch den Bundesrat am 27. Februar 2008 behalte sich das Gericht vor, die Beschwerde unter dem Aspekt der Schutzgewährung durch den neuen Staat zu prüfen. Er gab den Beschwerdeführenden unter Fristansetzung Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Angabe, ob sie ihre Beschwerde allenfalls zurückzuziehen gedächten. Bei ungenutzter Frist werde davon ausgegangen, sie hielten an ihren Rechtsbegehren hinsichtlich der Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung fest.
X. In ihrer Eingabe vom 25. März 2008 erklärte die Rechtsvertretung, die Beschwerdeführenden hielten an ihren Rechtsbegehren fest. Zur  führte sie aus, es treffe zwar zu, dass Kosovo von der Schweiz und anderen Staaten anerkannt worden sei. Doch habe  – unterstützt von Russland – gegenüber der Internationalen  unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass es die Unabhängigkeit Kosovos niemals anerkennen werde. Deshalb könne die weitere Entwicklung im heutigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Solange diese Unsicherheit fortbestehe und  praktisch noch nicht die "vollumfängliche Unabhängigkeit" erlangt habe, könne sich die Beschwerdeführerin nicht mit Sicherheit auf den Schutz ihres Landes verlassen. Deshalb könne nicht gesagt werden, dass sie es nicht mehr ablehnen könne, den Schutz des Heimatlandes in Anspruch zu nehmen (Art. 1 C Ziff. 5 Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30])
Y. Mit Abschreibungsentscheiden vom 22. Oktober 2008 und vom 25.  2009 schrieb der Instruktionsrichter die Beschwerden der weiteren [Kinder] der Beschwerdeführerin infolge Einbürgerung als gegen-
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standslos geworden ab. In allen die Kinder betreffenden  wurde der Entscheid über die Frage der Zusprache einer Parteientschädigung mit dem Entscheid im Beschwerdeverfahren der Mutter in Aussicht gestellt.
Z. Mit Eingabe vom 2. September 2010 reichte die Rechtsvertretung auf Aufforderung des Gerichts hin eine Kostennote ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bundesamt für Migration (BFM) beziehungsweise das vormalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet im Bereich des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht; die  hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise ; sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
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halts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei - ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine  Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie  von bestimmter Intensität erlitten hat bzw. mit beachtlicher  und in absehbarer Zukunft begründeterweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind bzw. zugefügt zu werden drohen (vgl.  des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2008/4 E. 5.2 S. 37; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der  ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.; EMARK 2006 Nr. 18 E. 10 S. 201 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.3 S. 194 und E. 11.1 S. 201 f.). Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Frage nach der im Zeit - punkt der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder der begründeten Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt des  ist jedoch im Rahmen der Prüfung der Aktualität der  ebenfalls wesentlich. Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind deshalb  und zulasten der das Asylgesuch stellenden Person zu  (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.; EMARK 2000 Nr. 2 E. 8a S. 20; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser
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[Hrsg.], Ausländerrecht, Basel/Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).
3.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Die Vorinstanz verneinte die Asylrelevanz der Vorbringen der  mit der Begründung, die geltend gemachten , insbesondere der Tod einiger Verwandter, seien nicht auf eine persönliche Verfolgung zurückzuführen, sondern eine Folge des  in Kosovo herrschenden Krieges. Aufgrund der im  veränderten Lage bestehe keine begründete Furcht vor  Verfolgungsmassnahmen mehr. Anlässlich der Vernehmlassung vom 27. Februar 2003 schrieb das Bundesamt, die  habe erst auf Vernehmlassungsstufe psychische Leiden bei sich und ihren Kindern geltend gemacht, welche jedoch ohnehin in ihrer Herkunftsregion behandelt werden könnten. In einer weiteren  vom 25. Mai 2005 anerkannte das BFM zwar eine  der Beschwerdeführerin, bestritt aber, dass diese auf (flüchtlingsrechtlich relevante) Vorkommnisse zurückzuführen sei, welche sie persönlich an Leib und Leben betroffen hätten. Ihre  seien daher mit den EMARK 2001 Nr. 3 zugrunde liegenden nicht vergleichbar. Die bei ihr und ihren Kindern festgestellten  seien nicht ausschliesslich auf Ereignisse in Kosovo , da [Bezugnahme auf den Zwischenfall auf der Reise in die Schweiz]. Der Langzeittraumatisierung trage man überdies dadurch Rechnung, dass bis auf Weiteres kein Wegweisungsvollzug  werde.
4.2 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass es sich der Einschätzung der Vorinstanz nicht  vermag. Auf dem Hintergrund der damaligen Situation in Kosovo sind keine Gründe ersichtlich, weshalb die Vorbringen der Be-
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schwerdeführerin nicht asylrelevant und glaubhaft sein sollten. Die  Zivilbevölkerung war in der Heimatregion der  in der ersten Jahreshälfte 1998 einer gezielten  der serbischen Armee- und Polizeikräfte sowie von  Einheiten ausgesetzt, welche zahlreiche Dörfer belagerten und beschossen, die Häuser zerstörten und die flüchtenden Menschen massakrierten sowie albanische Frauen entführten und individuell oder kollektiv vergewaltigten (vgl. die Dokumentationen "Kosovo: Krieg, , Massaker" vom August 1998 sowie "Genozid im Kosovo" vom Juli 1999 der Gesellschaft für bedrohte Völker).
Die Beschwerdeführerin schilderte in den Anhörungen sowohl die  durch serbische Sicherheitskräfte gegen sich und ihre [...] Kinder vor der Flucht nach Montenegro (wiederholte  des Dorfes, Zerstörung des Hauses, direkte Beschiessung von Mutter und Kindern) sowie auch die – nach ihrer Flucht er folgten – Verfolgungshandlungen gegen [nahe Verwandte; Schilderung der  gegen die Familienangehörigen der ] glaubhaft. Der zeitliche Kausalzusammenhang zwischen  und Flucht ist erfüllt, flüchtete die Beschwerdeführerin doch unmittelbar während den Verfolgungshandlungen nach Montenegro, wobei sie auf der Flucht vergewaltigt und auch mehrere ihrer [...]  Opfer von sexuellen Übergriffen wurden.
Vergewaltigungen von Kosovo-Albanerinnen durch serbische  und Paramilitärs waren in Kosovo in der massgeblichen Zeit ein gängiges Mittel der Kriegsführung und der serbischen , womit der nationalistische Hintergrund und damit der  der geltend gemachten Vergewaltigungen  (vgl. Institute of War and Peace Reporting, Kosovo Rape Victims Suffer Twice, 16.03.2010, http://www.iwpr.net/report-news/ -victims-suffer-twice, abgerufen am 30.06.2010 sowie BVGE 2009/51 E. 4.2.4 S. 743; zum Verfolgungscharakter von  siehe auch EMARK 1996 Nr. 16 E. 4c).
Zwar verneinten sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihre Tochter B._ anlässlich der Anhörungen eine direkte Konfrontation mit serbischen Militärs oder Paramilitärs. Aufgrund der auf  eingereichten objektiven, in sich schlüssigen und inhaltlich überzeugenden fachärztlichen und schulpsychologischen Berichte  der beigezogenen Akten der separaten Asylverfahren der [voll jäh-
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rigen Kinder] ist für das Bundesverwaltungsgericht jedoch erstellt, dass die Beschwerdeführerin auf der Suche nach Nahrungsmitteln während der Flucht von serbischen Soldaten vergewaltigt wurde und ihre Töchter ebenfalls Opfer von sexueller Gewalt wurden, wobei  eine Tochter höchstwahrscheinlich ebenfalls eine  erlitt. Die Argumentation des Bundesamtes auf , die Langzeittraumatisierung der Beschwerdeführerin und ihrer Töchter sei nicht auf persönlich erlebte (flüchtlingsrechtlich ) Vorkommnisse zurückzuführen, ist für das  daher nicht nachvollziehbar. Zwar wurden die  der Beschwerdeführerin und die sexuellen Übergriffe auf ihre Töchter nicht im erstinstanzlichen Asylverfahren vorgebracht, sondern erst auf Beschwerdestufe in den zwischen August 2001 und Juni 2005 sowie Mai 2007 ([...]) verfassten Arztberichten thematisiert und zu  nur als Verdacht geäussert, der sich im Laufe der Jahre jedoch zunehmend erhärtete. Die Arztberichte benennen die Gründe, aus  einige Töchter bis heute nicht und die Beschwerdeführerin erst nach Jahren vertrauensbildender Therapie gegenüber der  Ärztin über die erlittenen Misshandlungen sprechen konnten, und dies nur im Vertrauen darauf, dass nichts gegen aussen dringen : Zum Teil wahnhafte Schuld- und Schamgefühle, die Hoffnung, mit Schweigen das Geschehene ungeschehen zu machen und keine Schande über sich und die Familie zu bringen sowie die Angst, von der Familie beziehungsweise vom Ehemann verstossen zu werden (vgl. Sachverhaltsdarstellung Bst. E, K, Q und V). Diese plausiblen Gründe decken sich weitgehend mit den in EMARK 2003 Nr. 17  möglichen Ursachen für verspätete , wie kulturell bedingten Schuld- und Schamgefühlen sowie Selbst - schutzmechanismen (E. 4a-c S. 105 ff.). Das  hat diese Rechtsprechung der ARK in einem kürzlich publizierten Urteil bestätigt (BVGE 2009/51 E. 4.2.3 S. 743).
4.3 Aufgrund dieser Erwägungen gelangt das  zum Ergebnis, dass auch die erst auf Beschwerdeebene und  aussen nur von der behandelnden Ärztin und der  geltend gemachte Vergewaltigung der Beschwerdeführerin durch serbische Armeeangehörige im Jahre 1998 sowie die sexuellen  auf mehrere Töchter glaubhaft sind. Die von der  (und ihren Kindern) erlittenen Verfolgungshandlungen erfüllen die Anforderungen der Rechtsprechung an die Flüchtlingseigenschaft  Art. 3 AsylG. Die Bombardierungen des Dorfes, die Zerstörung
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des Hauses und die direkte Beschiessung der Familie einerseits und die Vergewaltigung der Beschwerdeführerin sowie die sexuelle Gewalt gegen mehrere Töchter andererseits stellen erhebliche Nachteile dar, welche den Betroffenen gezielt aus einem beziehungsweise mehreren Motiven im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG (ethnische beziehungsweise religiöse Zugehörigkeit sowie geschlechtsspezifische Verfolgung) von Repräsentanten des serbischen Staates zugefügt wurden. Der zeit  Kausalzusammenhang zwischen Verfolgung und Flucht ist erfüllt, flüchtete die Beschwerdeführerin doch unmittelbar während den . Aufgrund dieser Erlebnisse im Jahre 1998, der damaligen kriegerischen Situation sowie der Tötung [naher ] und der Übergriffe auf [nahe Verwandte] im April 1999 hat te die Beschwerdeführerin sodann begründete Furcht vor weiteren  relevanten Nachteilen. Schliesslich stand der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt ihrer Ausreise auch keine valable innerstaatliche  offen; eine solche ist gemäss Praxis der ARK (vgl. EMARK 2001 Nr. 3), welche das Bundesverwaltungsgericht in seiner  fortführt, frühestens nach dem Abzug der serbischen  aus Kosovo im Juni 1999 anzunehmen (vgl. BVGE 2007/31 E. 5.2 S. 18 f.).
4.4 Als Zwischenfazit ist demnach festzuhalten, dass die  in gezielter Weise von den ethnischen  der serbischen Kräfte, welche in ihrer Gesamtheit dem damaligen jugoslawischen Staat zuzurechnen sind, betroffen war und daher im Zeitpunkt der Ausreise aus dem Heimatstaat im [...] 1998 die  erfüllte.
4.5 Letztlich ist indessen der Zeitpunkt des Asylentscheides , das heisst, es ist zu prüfen, ob die Furcht vor einer absehbaren Verfolgung (noch) begründet ist. Dabei sind Veränderungen der  Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid zugunsten und zulasten der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen (vgl. EMARK 2005 Nr. 18 E. 5.7.1 S. 164).
Mit dem Einmarsch der KFOR am 12. Juni 1999, dem Rückzug der letzten serbischen Truppen am 20. Juni 1999 und der Übergabe der polizeilichen und militärischen Funktionen an die internationalen  UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in ) und KFOR hat sich die Situation in Kosovo seit der Ausreise der Beschwerdeführerin im [...] 1998 massgeblich und nachhaltig verän-
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dert (vgl. BVGE 2007/31 E. 5.3 S. 380). Am 17. Februar 2008 hat  einseitig die Unabhängigkeit von Serbien erklärt, und am 15. Juni 2008 ist die kosovarische Verfassung in Kraft getreten. In dieser ist
weiterhin eine internationale zivile und militärische Präsenz . Derzeit bestehen mit der UNO-Verwaltung (UNMIK), welche nur noch im serbisch dominierten Norden relevant ist, und der seit dem
9. Dezember 2008 unter Führung der Europäischen Union (EU) opera-
tiven Rechtsstaatlichkeitsmission "European Union Rule of Law  in Kosovo" (EULEX) sowie der KFOR drei internationale . Die EULEX soll die kosovarischen Institutionen in den Bereichen Polizei, Gerichtsbarkeit und Zoll unterstützen (vgl. dazu Vedran Dzihic, Helmut Kramer, Der unabhängige Kosovo im Herbst 2009: Kann die EULEX-Mission ihre Aufgabe erfüllen?, Friedrich Ebert Stiftung,  2009 S. 17 ff.). Für die Sicherheit sind die KFOR-Truppen und in - ternationale Polizeikräfte zusammen mit der kosovarischen Polizei " Police Service" (KPS) und der kleinen kosovarischen Armee " Security Force" (KSF) zuständig.
Von den 192 Mitgliedstaaten der UNO haben bisher 69 Staaten im Nachgang der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung, darunter auch 22 der 27 Staaten der EU, Kosovo als von Serbien unabhängigen Staat anerkannt (vgl. Neue Zürcher Zeitung vom 23. Juli 2010). Die Anerkennung durch die Schweizer Regierung erfolgte am 27. Februar 2008. In einem zur Publikation vorgesehenen Urteil (D-7561/2008 vom 15. April 2010) hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass die Anerkennung der Unabhängigkeitserklärung Kosovos durch den Bundesrat sich einer gerichtlichen Überprüfung entzieht. Nach  Recht ist Kosovo heute somit ein unabhängiger Staat. Von der UNO ist die Unabhängigkeit Kosovos allerdings nach wie vor nicht .
Am 22. Juli 2010 hat der Internationale Gerichtshof (IGH) der UNO in Den Haag in einem Rechtsgutachten zur Frage der Vereinbarkeit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung Kosovos vom 17. Februar 2008 mit dem Völkerrecht Stellung bezogen, welche ihm auf Antrag  von der UNO-Generalversammlung vorgelegt worden war. Der IGH stellte fest, die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kosovos  weder gegen das allgemeine Völkerrecht verstossen noch gegen die Resolution 1244 des Sicherheitsrates vom 10. Juni 1999 – gemäss welcher Kosovo ein Teil Jugoslawiens ist – noch gegen die gestützt auf die Resolution unter der Schirmherrschaft von UNMIK erlassenen Vor-
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schriften zur provisorischen Selbstverwaltung Kosovos ("Constitutional Framework for Provisional Self-Government"). Diese Rechtsmeinung der höchsten Rechtsinstanz der UNO ist zwar nicht bindend und  sich gemäss der eingeschränkten Fragestellung lediglich auf die Rechtmässigkeit der Unabhängigkeitserklärung Kosovos. Die  Kosovos als Folge der Unabhängigkeitserklärung sowie die Frage eines allfälligen Selbstbestimmungsrechts der kosovarischen Bevölkerung und die Rechtmässigkeit der Sezession Kosovos lagen ausserhalb der Kognition des Gerichtshofs.
Der ehemalige so genannte Verfolgerstaat ist heute in Kosovo faktisch nicht mehr vorhanden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführerin würde so gesehen nicht bedeuten, dass sie sich unter den Schutz des  Verfolgerstaates stellen würde, da sie zu den Angehörigen  eigenen, albanischen Ethnie zurückkehren und sich unter den Schutz der kosovarischen Sicherheitskräfte und Behörden stellen . Bei dieser Sachlage stünde der Beschwerdeführerin demnach  möglicherweise eine unter dem Sicherheitsaspekt valable  nach Kosovo offen, wo künftige asylrechtlich relevante Übergriffe ausgeschlossen werden können.
4.6 Mit der Unabhängigkeit Kosovos und der Tatsache, dass Kosovo gestützt auf die Verfassung und das Staatsangehörigkeitsgesetz den Erwerb der kosovarischen Staatsangehörigkeit regelt, stellt sich die Frage, ob der Beendigungsgrund "Erwerb einer neuen " von Art. 1C Ziff. 3 FK im vorliegenden Fall anwendbar ist. Diese Bestimmung sieht vor, dass die Rechtsstellung als Flüchtling endet, wenn dieser eine neue Staatsangehörigkeit erwirbt und den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit er erworben hat, geniesst.
4.6.1 Aus der Entstehungsgeschichte der UNO-Flüchtlingskonvention geht hervor, dass die Beendigungsklausel von Art. 1C Ziff. 3 FK für den Fall konzipiert wurde, dass ein Flüchtling aus eigener Initiative  neue Staatsangehörigkeit eines Drittstaates – nicht des Verfolger- oder Heimatstaates – erwirbt. In den Beratungen zu dieser  wurde der Fall erwähnt, dass der Aufnahmestaat eines Flücht - lings sich mit der Situation konfrontiert sieht, dass der von ihm  Flüchtling die Staatsangehörigkeit eines Drittstaates erworben hat und daher eventuell nicht mehr des Schutzes des  bedarf (ALEX TAKKENBERG/CHRISTOPHER C. TAHBAZ, The Collected  Préparatoires of the 1951 Geneva Convention Relating to the
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Status of Refugees, Vol. III, Amsterdam 1989, S. 423, U.N. Doc. A/CONF.2/SR.23 S. 19 vom 16. Juli 1951; JAMES C. HATHAWAY, The Law of Refugee Status, Toronto and Vancouver 1991, S. 210). In den Beratungen bestand Konsens darüber, dass niemand gezwungen  könne, eine neue Staatsangehörigkeit anzunehmen, weshalb diese Bestimmung ausschliesslich den freiwilligen Erwerb einer neuen Staatsangehörigkeit erfassen sollte (TAKKENBERG/TAHBAZ, a.a.O. S. 422, U.N. Doc. A/CONF.2/SR.23 S. 17 vom 16. Juli 1951; HATHAWAY, a.a.O., S. 210, Fn 126). Die Beendigungsklausel von Art. 1C Ziff. 3 FK sollte demnach nicht bezwecken, einem Flüchtling die Staatsangehörigkeit des Herkunfts- oder Verfolgerstaates gegen seinen Willen . Vielmehr wollte man eine Entlastung der Aufnahmestaaten von Flüchtlingen ermöglichen, wenn letztere mit dem Erwerb der  eines Drittstaates dort tatsächlich Schutz erhielten (HATHAWAY, a.a.O., S. 210).
Art. 1C Ziff. 3 FK soll demnach nur in denjenigen Fällen zur  des Flüchtlingsstatus führen, in welchen der Erwerb einer neuen Staatsangehörigkeit auch tatsächlich den Schutz des betreffenden Staates mit sich bringt. Die neu erworbene Staatsangehörigkeit muss nach internationalem Recht wirksam sein, und die betroffene Person muss die Fähigkeit und den Willen haben, den Schutz des Staates  neuen Nationalität in Anspruch zu nehmen (ATLE GRAHL-MADSEN, The Status of Refugees in International Law, Leyden 1966, S. 396; Office of the United Nations High Commissioner for Refuges Geneva, The  Clauses: Guidelines on their Application, UNHCR Genf, April 1999 Ziff. 17). Zur Effektivität der neuen Staatsangehörigkeit wird mit Bezugnahme auf den Fall Nottebohm (Urteil des IGH vom 6. April 1955 i.S. Liechtenstein gegen Guatemala) bisweilen auch eine echte, tatsächliche Bindung ("a genuine link") zwischen dem Individuum und dem Staat, dessen Staatsangehörigkeit dieses erwirbt, vorausgesetzt (HATHAWAY, a.a.O., S. 527; UNHCR Genf, a.a.O., Ziff. 17).
Als konkrete Anwendungsfälle, in denen der Genuss des Schutzes und damit auch die Anwendbarkeit von Art. 1C Ziff. 3 FK zu bejahen sind, werden in der Lehre einerseits die Einbürgerung eines Flüchtlings durch den Aufnahme- beziehungsweise Wohnsitzstaat genannt,  den sofortigen Genuss aller mit der Staatsangehörigkeit  Rechte und Vorteile zur Folge hat, und andererseits der Erwerb der Staatsangehörigkeit eines Drittstaates – also nicht des Verfolger- oder Herkunftsstaates – durch Heirat oder durch Einbürgerung auf-
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grund besonderer Verdienste, sofern der Flüchtling dort keine  zu befürchten hat (GRAHL-MADSEN, a.a.O., S. 396 f.).
Im vorliegend zu beurteilenden Fall würde die Beschwerdeführerin mit der kosovarischen Staatsangehörigkeit die Nationalität des  (Kosovo) auf einem Teilgebiet des vormaligen  (Serbien) erwerben, was eine Konstellation darstellt, für welche – wie vorstehend ausgeführt – Art. 1C Ziff. 3 FK ursprünglich nicht  war. Ist der neue Staat, dessen Staatsangehörigkeit der  (allenfalls ex lege) erwirbt, der Nachfolgestaat seines , muss sorgfältig geprüft werden, ob der Flüchtling dort Schutz wird geniessen können, um zu vermeiden, dass die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft zu Verfolgung im Nachfolgestaat führt (HATHAWAY, a.a.O., S. 527 f., der auch auf die Verpflichtung der  gemäss Art. 34 FK hinweist, soweit wie möglich die  und Einbürgerung von Flüchtlingen im Aufnahmestaat zu erleichtern, und festhält, im Zweifelsfall sollte in dubio pro refugio  werden). Die ARK hat in EMARK 1998 Nr. 15 in Änderung der Rechtsprechung entschieden, die Aberkennung der  infolge einer neu erworbenen Staatsangehörigkeit gemäss Art. 1C Ziff. 3 FK setze keinen freiwilligen Erwerb voraus, wenn dem Flüchtling im Rahmen einer Staatennachfolge und in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht von einem neu gebildeten Staat kraft Gesetz und ohne Mitwirkung der betroffenen Person dessen  verliehen wird (EMARK 1998 Nr. 15 E. 8 und 9a S. 123 ff.).
Diesem Entscheid lag indessen eine andere Konstellation zugrunde als die hier zu beurteilende: Es handelte sich um einen Serben aus Bosnien-Herzegowina, welchem im Jahr 1995 Asyl in der Schweiz  worden war. Da er in der Folge einen Reisepass der  Jugoslawien (Restjugoslawien) erwarb, wurde ihm im Jahr 1997 die Flüchtlingseigenschaft aberkannt und das Asyl widerrufen. Zur  wurde angeführt, dem Beschwerdeführer sei Asyl gewährt worden, weil er auf dem damaligen Gebiet Jugoslawiens, welches 1992 als Bosnien und Herzegowina unabhängig wurde, verfolgt  war. In Restjugoslawien, dessen Staatsangehörigkeit er später  hatte und in welches er in der Folge auch gereist war, hatte er keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu befürchten.
Die Konstellation, welche dem genannten Entscheid EMARK 1998 Nr. 15 zugrunde lag, unterscheidet sich demnach von der hier zu beur-
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teilenden insofern in zwei wesentlichen Punkten: Zum einen hat dort der Betroffene nicht nur die Staatsangehörigkeit eines  von Ex-Jugoslawien erhalten, sondern (durch Ausstellung und  eines Passes) auch dessen Schutz in Anspruch genommen, und zum anderen umfasste der Nachfolgestaat der damaligen  Jugoslawien (bestehend aus Serbien und Montenegro) nicht das Gebiet, wo es zu Verfolgungshandlungen gekommen war (-Herzegowina).
Aus EMARK 1998 Nr. 15 kann deshalb nicht abgeleitet werden, dass der von Gesetzes wegen erfolgte Erwerb der kosovarischen  durch die Beschwerdeführerin bereits zur Beendigung ihrer Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 1C Ziff. 3 FK führt. Ist auf dem , wo ehemals die Verfolgung stattfand, ein neuer Staat entstanden, dessen Staatsangehörigkeit der Flüchtling ex lege erworben hat,  dies allein noch nicht, um die Beendigungsklausel von Art. 1C Ziff. 3 FK anzuwenden; vielmehr ist dazu, wie vorstehend ausgeführt, ebenfalls die freiwillige Inanspruchnahme und der effektive Erhalt des Schutzes dieses neuen Staates durch den Flüchtling erforderlich. Ist dies nicht der Fall, stellt sich andererseits die Frage, ob es dem be  Flüchtling allenfalls zumutbar ist, sich unter den Schutz des neu entstandenen Staates zu stellen. Diese Frage ist indessen kein  der Ziff. 3 der Beendigungsklauseln von Art. 1C FK, sondern unter dem Titel von Ziff. 5 zu prüfen: Es stellt sich danach die Frage, ob es die betroffene Person nach Wegfall der Umstände, auf Grund derer sie zum Flüchtling wurde, nicht mehr ablehnen kann, den Schutz ihres Heimatlandes in Anspruch zu nehmen.
4.7 4.7.1 Gemäss der Beendigungsklausel von Art. 1C Ziff. 5 Abs. 1 FK endet die Rechtsstellung als Flüchtling, wenn die betreffende Person nach Wegfall der Umstände, auf Grund derer sie als Flüchtling  worden ist, es nicht mehr ablehnen kann, den Schutz ihres  in Anspruch zu nehmen. Diese "Wegfall-der-" ist nicht anwendbar auf diejenigen Flüchtlinge, welche diesen Schutz aus zwingenden, auf frühere Verfolgung zurückgehenden  weiterhin ablehnen können (Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 FK).
Eine erlittene Vorverfolgung ist nämlich auch nach Wegfall einer  drohenden Verfolgungsgefahr weiterhin als asylrechtlich  zu betrachten, wenn eine Rückkehr in den früheren Verfolgerstaat
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aus zwingenden, auf diese Verfolgung zurückgehenden Gründen nicht zumutbar ist. Bei dieser Auslegung von Art. 3 AsylG zieht das  in Weiterführung der Praxis der ARK (vgl. EMARK 1993 Nr. 31 S. 220 ff.; bestätigt in 1995 Nr. 16 S. 166 ff.; 1996 Nr. 10 S. 74 ff.; 1996 Nr. 42 S. 371 ff.; 1997 Nr. 14 S. 121 ff.; 2001 Nr. 3 S. 12 ff.) die entsprechende Formulierung der Ausnahmebestimmung von Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 FK bei (vgl. BVGE 2007/31 E. 5.4 S. 380 f.).
4.7.2 "Zwingende Gründe" im Sinne der Rechtsprechung liegen  einmal vor, wenn der Flüchtling unter einem Langzeittrauma , weil er oder seine nahen Angehörigen schwerwiegenden  (insbesondere Folterungen) ausgesetzt waren (vgl. EMARK 1995 Nr. 16 E. 6d S. 166 ff.; 1996 Nr. 10 S. 74 ff.; 1996 Nr. 42 S. 371 ff.). Als weitere Kategorie "zwingender Gründe" gilt sodann eine trotz Änderung des Regimes andauernde feindselige Haltung ( Diskriminierung) weiter Teile der einheimischen Bevölkerung gegenüber Staatsangehörigen, welche dieselbe politische , Religion etc. haben wie der betreffende Flüchtling (vgl. EMARK 1995 Nr. 16 E. 6d S. 166 ff.).
Der Begriff der "zwingenden Gründe" bezieht sich somit auf  Blockaden des Flüchtlings, welche der Rückkehr in den  entgegenstehen und ihn aufgrund der in der Vergangenheit  Verfolgung daran hindern, sich als Mitglied seines  zu betrachten (vgl. EMARK 1995 Nr. 16 E. 6d S. 167; 1996 Nr. 10 S. 74). Derartige Gründe sind nicht erst bei einem Asylwiderruf zu , sondern bereits im Zeitpunkt der Prüfung der  (vgl. EMARK 1993 Nr. 31 E. 10 S. 223).
4.7.3 Wie bereits erwähnt, hat die ARK in EMARK 2001 Nr. 3 S. 10 ff. die grundsätzliche analoge Anwendbarkeit von Art. 1C Ziff. 5 FK bei der Frage der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft in Bezug auf Kosovo bejaht. Liegen "zwingende Gründe" im Sinne der  von Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 der FK vor, ist gemäss in EMARK 2001 Nr. 3 publizierter Praxis (siehe oben E. 4.7.1), welche vom Bundesverwaltungsgericht mit BVGE 2007/31 weitergeführt wird, Asyl suchenden Personen aus Kosovo Asyl zu gewähren, auch wenn die Umstände, die zur erlittenen Verfolgung von serbischer Seite , weggefallen sind, sofern die Ausreise vor dem Einmarsch der KFOR-Truppen am 12. Juni 1999 erfolgte und im Zeitpunkt der Ausrei-
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se die Flüchtlingseigenschaft erfüllt war (vgl. BVGE 2007/31 a.a.O. E. 5.4 S. 380).
Dass die Ausreise der Beschwerdeführerin und ihrer [...] Kinder im [...] 1998, mithin [...] vor Einmarsch der KFOR-Truppen erfolgte, ist . Wie vorstehend dargelegt, erfüllte die Beschwerdeführerin  im Zeitpunkt der Ausreise die Flüchtlingseigenschaft.
Die eingereichten ärztlichen Berichte vom 5. September 2001, 7.  2002, 9. April 2005 und 9. Juni 2005 sowie vom 28. Mai 2007 wurden alle von derselben Psychiaterin erstellt, bei welcher die  seit August 2001 in regelmässiger  und medikamentöser Behandlung ist. Die Berichte  der Beschwerdeführerin konstant eine auf die erlittenen  zurückzuführende posttraumatische Belastungsstörung mit mittelgradig bis schwer depressiven Symptomen (ICD 10 F. 43.1).  dieser von fachlich kompetenter Seite erstellten Arztberichte  es das Bundesverwaltungsgericht als erstellt, dass bei der  vom Bestehen einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung und daher von einer Langzeittraumatisierung im Sinne der zitierten Rechtsprechung (vgl. insbesondere EMARK 2001 Nr. 3) auszugehen ist, welche auf die während der Flucht erfolgte  durch serbische Soldaten zurückzuführen ist. Dass sie  als Mutter die gegen mehrere ihrer Töchter ausgeübte sexuelle Gewalt miterleben musste und diese nicht verhindern konnte, dürfte  weitere Ursache für die Langzeittraumatisierung sein.
4.8 Nach Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts wird sexuelle Gewalt in der kosovo-albanischen Gesellschaft stark tabuisiert.  und weitere Formen sexueller sowie  Gewalt werden aufgrund der kulturellen Stigmatisierung der  und ihrer Familien sowie der Tatsache, dass sich die Opfer nicht  auf effektiven staatlichen Schutz verlassen können, den Behörden oft nicht gemeldet (U.S. Department of State, 2009 Human Rights : Kosovo, 11.03.2010, http://www.state.gov/g/drl/rls/hrrpt/ 2009/eur/136039.htm, abgerufen am 30.06.2010; UNHCR, UNHCR's Eligibility Guidelines for Assessing the International Protection Needs of Individuals from Kosovo, 09.11.2009, S. 20, http://www.ecoi.net/file_ upload/ 90_1257857081_ kos20091109unhcr.pdf, abgerufen am 01.04. 2010). Eine "Tradition des Schweigens bezüglich häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung" behindert eine wirksame
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Unterstützung der Frauen (U.S. Department of State, 2009, a.a.O.). Da die Ehre der Frau als Bestandteil der Ehre des Mannes erachtet wird beziehungsweise die Ehre des Mannes vom Verhalten seiner  Familienangehörigen (Virginität, Treue, Schamhaftigkeit) , bedeuten Übergriffe auf die Frauen für den Mann, dem sie "" sind, eine schwere Ehrverletzung. Wird eine Vergewaltigung publik, kann es insbesondere in kleinen Dorfgemeinschaften , dass vom Opfer ein Suizid erwartet wird, um die Schande von der Familie abzuwenden (vgl. Institute of War and Peace Reporting, a.a.O E. 4.2). Die Opfer können vom Ehemann und der eigenen  verstossen werden; unverheiratete Vergewaltigungsopfer sowie ihre Schwestern können unter Umständen nie heiraten. Manche Familien von Opfern verlassen die Heimat, um der Stigmatisierung zu .
Laut dem Institute of War and Peace Reporting wählten serbische  während des Kosovo-Krieges im Wissen um die  Auswirkungen von Vergewaltigungen auf die betroffenen  gezielt weibliche Familienangehörige von UÇK-Kämpfern oder von Männern aus, welche der Unterstützung der kosovarischen Befreiungsarmee verdächtigt wurden. Wie viele albanische Frauen und Mädchen im Laufe des Kosovo-Krieges Opfer von sexueller Gewalt serbischer Sicherheitskräfte und Paramilitärs wurden, ist nicht zuletzt aufgrund der Tabuisierung des Themas und der Stigmatisierung der Opfer bis heute unklar. Viele Frauen leugnen erlittene  sogar in denjenigen Fällen, in welchen diese offensichtlich  haben und es dafür Zeugen gibt. Die wenigen Opfer, die bereit sind, diese "Solidarität im Schweigen" zu brechen und öffentlich über die Vergewaltigungen zu sprechen wagen, riskieren eine soziale  (vgl. Institute of War and Peace Reporting, a.a.O.).
Aufgrund dieser im kosovarischen Kulturkreis verbreiteten  der Vergewaltigung im Allgemeinen und der als Kriegswaffe  Vergewaltigungen von albanischen Frauen und Mädchen durch serbische Sicherheitskräfte während des Kosovo-Krieges im  ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in  unter der ablehnenden Haltung durch den wohl überwiegenden Teil der kosovarischen Bevölkerung in unzumutbarer Art und Weise zu leiden hätte.
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4.9 Gestützt auf diese Erwägungen gelangt das  zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin die  des Schutzes ihres Heimatstaates Kosovo aus zwingenden, auf früherer Verfolgung beruhenden Gründen im Sinne von Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 FK weiterhin ablehnen kann. Die Erinnerung an die erlittenen schweren Verfolgungshandlungen, insbesondere an die , manifestiert sich bei der Beschwerdeführerin bis heute in einer Langzeittraumatisierung. Als von serbischen Soldaten vergewaltigte  Frau müsste sie in Kosovo zudem mit hoher  unter der ablehnenden Haltung und der Stigmatisierung leiden, welche der überwiegende Teil der kosovarischen Bevölkerung  Frauen entgegenbringt. Im vorliegenden Fall sind somit die in der zitierten Rechtsprechung herausgearbeiteten Hauptkategorien von zwingenden, auf früherer Verfolgung beruhenden Gründen einschlägig – Langzeittraumatisierung aufgrund von Vergewaltigung sowie  diskriminierende Haltung eines überwiegenden Teils der  – erfüllt. Diese Gründe verunmöglichen es der  psychisch, sich als Mitglied ihres Heimatstaates Kosovo zu  und dessen Schutz in Anspruch zu nehmen. Die Frage, ob die Beschwerdeführerin – wie von der Vorinstanz auf  angenommen – die psychischen Beeinträchtigungen in ihrem Heimatland adäquat behandeln lassen könnte, ist daher nicht von .
5. Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die von der  glaubhaft gemachte Vorverfolgung unter Berücksichtigung " Gründe" im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 1C Ziff. 5 Abs. 2 FK flüchtlingsrechtlich erheblich ist, weshalb die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt. Da aufgrund der Akten keinerlei Hinweise auf das Vorliegen allfälliger  im Sinne von Art. 53 AsylG bestehen, ist ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren (vgl. Art. 49 AsylG).
6. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die  Verfügung der Vorinstanz vom 3. August 2001 Bundesrecht verletzt. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und das BFM anzuweisen, der  Asyl zu gewähren.
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7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch um Gewährung der  Prozessführung wird daher gegenstandslos.
7.2 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine  für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE]). Der aktuelle Vertreter der  hat am 2. September 2010 eine Kostennote in der Höhe von Fr. 2'030.– zu den Akten gereicht, in welcher er einen  Aufwand von 19 Stunden (bei einem Stundenansatz von Fr. 100.– bis 31. Dezember 2006 und von Fr. 150.– ab 1. Januar 2007) sowie eine Spesenpauschale von Fr. 55.– ausweist. Der zeitliche  erscheint als angemessen. In diesem Betrag ist die  für die bis zur Einbürgerung im Beschwerdeverfahren der Mutter eingeschlossenen [...] Kinder mit enthalten. In Anwendung von Art. 8, 9 und 11 VGKE ist die Parteientschädigung somit auf total Fr. 2'030.– festzusetzen und das Bundesamt anzuweisen, diesen  der Beschwerdeführerin auszurichten.
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