Decision ID: 259ff80e-1da0-45d6-9926-0a07f325153e
Year: 2022
Language: de
Court: AG_VB
Chamber: AG_VB_002
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Gericht entnimmt den Akten:
1.
1.1.
Das Gemeindesteueramt Q. meldete am 18. Februar 2016, dass A. und B.
Einkommen aus selbständiger Tätigkeit von CHF 211'502.00 in den
Steuererklärungen 2011 und 2012 nicht deklariert haben. Daraufhin
eröffnete das Steueramt des Kantons Aargau, Sektion Rechtsdienst,
Nachsteuern und Bussen (nachfolgend: KStA), mit Schreiben vom 29. März
2021 ein Nachsteuerverfahren betreffend direkte Bundessteuern 2011 und
2012. A. und B. wurde die Möglichkeit gegeben, eine Stellungnahme sowie
Unterlagen einzureichen.
1.2.
Innert erstreckter Frist liessen A. und B. eine Stellungnahme einreichen.
2.
Mit Verfügung vom 3. August 2021 setzte das KStA die Nachsteuern der
direkten Bundessteuern 2011 von A. und B. auf CHF 27'108.00 (inklusive
Verzugszinsen) fest. Dabei wurden CHF 211'502.00 zum Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit hinzugerechnet.
3.
Gegen die Nachsteuerverfügung vom 3. August 2021 erhoben A. und B.
mit Schreiben vom 3. September 2021 Einsprache. Sie stellten den
"A. Antrag
1. Die Verfügung sei aufzuheben. 2. Es sei festzustellen, dass keine Nachsteuer geschuldet ist.
Eventualantrag:
3. Es sei eine Nachsteuer auf der effektiv erhaltenen finanziellen  zu erheben.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -"
4.
Mit Entscheid vom 11. Januar 2022 wurde die Einsprache teilweise gut-
geheissen. Die Nachsteuern für die direkten Bundessteuern 2011 und 2012
wurden auf total CHF 25'443.70 (inklusive Verzugszinsen) festgelegt.
5.
Den Einspracheentscheid vom 11. Januar 2022 (Zustellung am 12. Januar
2022) haben A. und B. mit Beschwerde vom 14. Februar 2022 (Post-
aufgabe am gleichen Tag) an das Spezialverwaltungsgericht, Abteilung
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Steuern (im Folgenden: Spezialverwaltungsgericht), weitergezogen. Sie
stellen folgenden
"A. Antrag
1. Der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben. 2. Es sei festzustellen, dass keine Nachsteuer geschuldet ist. 3. Das Verfahren Nachsteuerverfahren sei einzustellen. 4. Eventuell: Eine Nachsteuer sei aufgrund des effektiv getätigten Auf-
wandes zur Erlangung der fraglichen Provision zu berechnen.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -"
Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einge-
gangen.
6.
Das KStA beantragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.
7.
A. und B. haben eine Replik erstattet.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Die vorliegende Beschwerde betrifft die Nachsteuern der direkten Bundes-
steuern 2011 und 2012. Massgebend für die Beurteilung ist das Bundes-
gesetz über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG).
2.
Die Beschwerdeführer haben eine Beschwerde gegen den Einsprache-
entscheid betreffend Nachsteuern der direkten Bundessteuern 2011 und
2012 erhoben. Das KStA macht in seiner Vernehmlassung geltend, die Be-
schwerde sei verspätet erhoben worden. Vorliegend ist somit strittig, ob die
Beschwerde rechtzeitig erfolgte.
3.
3.1.
Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage und ist nicht erstreckbar (§ 140 Abs. 1
DBG). Es handelt sich um eine gesetzliche Frist, die als Verwirkungsfrist
ausgestaltet ist. Die rechtzeitige Einreichung eines Rechtsmittels ist eine
Sachurteilsvoraussetzung. Nur wenn sie erfüllt ist, darf auf das Rechtsmittel
eingetreten werden. Die Rechtsmittelfristen beginnen mit dem auf die Er-
öffnung der Veranlagung folgenden Tag zu laufen. Sie gelten als eingehal-
ten, wenn die Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist eingegangen
oder der Schweizerischen Post übergeben worden ist. Fällt der letzte Tag
auf einen Samstag, Sonntag oder staatlich anerkannten Feiertag, so läuft
die Frist am nächstfolgenden Werktag ab (§ 133 Abs. 1 DBG).
3.2.
Der Einspracheentscheid betreffend die Nachsteuern der direkten Bundes-
steuern 2011 und 2012 ist den Beschwerdeführern am 12. Januar 2022
zugestellt worden (vgl. Track & Trace der Post Nr. aaa). Die
Beschwerdefrist ist somit am Freitag, 11. Februar 2022, abgelaufen. Diese
haben die Beschwerdeführer mit der Beschwerde vom Montag, 14. Februar
2022 (Postaufgabe gleichentags) nicht eingehalten (vgl. Poststempel auf
dem Couvert).
4.
4.1.
Gemäss Art. 140 Abs. 4 DBG in Verbindung mit Art. 133 Abs. 3 DBG kann
die Frist wieder hergestellt werden, wenn die steuerpflichtige Person durch
Militär- oder Zivildienst, Krankheit, Landesabwesenheit oder andere erheb-
liche Gründe verhindert war, rechtzeitig zu handeln (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 11. November 2010 [2C_503/2010]). Zu den anderen erheb-
lichen Gründen im Sinne von Art. 133 Abs. 3 DBG gehört die unrichtige
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