Decision ID: 5f83a291-ea86-4441-97e3-8f7b470389f5
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. und B. sind Eigentümer des Grundstücks Grundbuch Z Nr. .... Das Grundstück
misst 686 m2 und liegt nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Z. vom 16.
August 2002 in der Wohnzone, Bauklasse 2.
Am 13. Juli 2006 reichten A. und B. beim Gemeinderat Z. ein Baugesuch für den
Neubau eines Wohnhauses mit Anbauten auf dem Grundstück ein. Nach den Plänen
soll das Einfamilienhaus ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss sowie ein Obergeschoss
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mit offenem Dach aufweisen. Die Südwestseite des Hauses soll über die ganze
Gebäudehöhe als Wintergarten ausgestaltet werden. Auf der südöstlichen Seite ist ein
angebauter Autounterstand geplant. Im Bereich des Wohnhauses und des Sitzplatzes
ist eine Aufschüttung von bis zu 1,1 m vorgesehen.
Das Baugesuch lag vom 20. Juli bis 2. August 2006 öffentlich auf. Am 28. Juli 2006
erhob C., Eigentümerin des nördlich an das Grundstück angrenzenden Grundstücks
Parz. Nr. 0000, Einsprache gegen das Bauvorhaben und ersuchte um Fristverlängerung
von zehn Tagen. Der Gemeinderat setzte am 28. Juli 2006 eine Frist bis 14. August
2006 für die Ergänzung der Einsprache an. Mit Eingabe vom 11. August 2006 erhob C.
öffentlichrechtliche und privatrechtliche Einsprache und beantragte, das Baugesuch sei
abzuweisen. Zur Begründung machte sie im wesentlichen geltend, der Neubau
entziehe ihrer Liegenschaft in erheblichem Mass Licht und verursache unzulässigen
Schattenwurf. Ausserdem sei die geplante Aufschüttung unzulässig, und der
Autounterstand stelle keine Anbaute dar, weshalb der Mehrlängenzuschlag zur
Anwendung komme.
Mit Entscheid vom 14. September 2006 bewilligte der Gemeinderat Z. das Baugesuch

und wies die öffentlich-rechtliche Einsprache im Sinn der Erwägungen ab, soweit
darauf einzutreten war. Die privatrechtliche Einsprache wurde auf den Zivilrechtsweg
verwiesen.
B./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 28. September 2006 erhob C. gegen den
Einspracheentscheid des Gemeinderates Z. vom 14. September 2006 Rekurs beim
Baudepartement. In der innert erstreckter Nachfrist eingereichten Rekursergänzung
vom 10. November 2006 beantragte sie, der Einspracheentscheid vom 14. September
2006 sei aufzuheben und es sei das Bauvorhaben in der geplanten Ausführung zu
verbieten, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
Rekursgegner. Zur Begründung wurde im wesentlichen vorgebracht, das Bauvorhaben
verletze Art. 26 Abs. 2 des Baureglements (abgekürzt BauR) und halte den
vergrösserten Grenzabstand nicht ein. Ausserdem würden
Strassenabstandsvorschriften verletzt und die zulässige Kniestockhöhe überschritten.
Im übrigen halte es vor den Aesthetikgeneralklauseln nicht stand, und der
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privatrechtliche Immissionsschutz sei verletzt. In formeller Hinsicht wurde angeführt,
das Baugesuch sei ungenügend, und es liege ein unvollständiger Entscheid vor.
Das Baudepartement führte am 18. Dezember 2006 einen Augenschein durch. Am 3.
Januar 2007 wurde den Verfahrensbeteiligten das Augenscheinprotokoll zur
Vernehmlassung zugestellt und der Bauherrschaft Gelegenheit eingeräumt, das
Baugesuch zu korrigieren. Das Verfahren wurde bis 31. Januar 2007 sistiert. Mit
Schreiben vom 3. Januar 2007 teilte die Bauherrschaft den Verfahrensbeteiligten mit,
das Baugesuch werde abgeändert, indem die Dachvorsprünge beim Autounterstand
reduziert würden. Die Rekurrentin hielt am Rechtsmittel fest.
Das Baudepartement entschied am 12. März 2007 über die Streitsache. Es wies den
Rekurs von C. in öffentlich-rechtlicher Hinsicht ab (Ziff. 1 a). Soweit eine Verletzung von
Art. 684 ZGB geltend gemacht wurde, wies das Baudepartement den Rekurs in
privatrechtlicher Hinsicht ab (Ziff. 1 b). Den Entscheid des Gemeinderates Z. vom 14.
September 2006 ergänzte es um die Auflage, dass beim Autounterstand auf sämtliche
Dachvorsprünge zu verzichten sei und die Dachfläche nicht mehr als 40 m2 betragen
dürfe (Ziff. 2). Ziff. 3 des Einspracheentscheids hob das Baudepartement auf (Ziff. 3). C.
wurde verpflichtet, eine anteilmässige Entscheidgebühr von Fr. 2'100.-- zu bezahlen
(Ziff. 4 a). A. und B. wurden verpflichtet, eine anteilmässige Entscheidgebühr von Fr.
700.-- (Ziff. 4 b) sowie die Entscheidkosten des Einspracheverfahrens von Fr. 75.-- zu
bezahlen (Ziff. 5). C. wurde ausserdem verpflichtet, A. und B. mit Fr. 1'300.-- zuzügl.
MWSt ausseramtlich zu entschädigen (Ziff. 6). Das Baudepartement erwog, das
Bauvorhaben sehe im Bereich des Wohnhauses und des Sitzplatzes eine
flächendeckende Aufschüttung von 0,7 bis 1,1 m vor. Obwohl das Terrain im besagten
Gebiet beinahe eben verlaufe, liessen sich dort verschiedene Aufschüttungen finden,
vorwiegend im Bereich der Sitzplätze und Gärten. Gemäss den Plänen sei der
Uebergang vom aufgefüllten zum natürlichen Terrain gleichmässig und unauffällig
gestaltet. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die geplante Terrainveränderung sowie das
Wohnhaus oder der Autounterstand augenfällig unästhetisch oder stark störend wirken
sollten. Die Terrainveränderung erweise sich als rechtmässig, und ein Verstoss gegen
das Verunstaltungsverbot liege nicht vor. Aufgrund der während des Rekursverfahrens
vorgenommenen Korrektur des Baugesuchs betrage die Dachfläche des
Autounterstands 39,99 m2. Diese Korrektur sei geringfügig und führe nicht zu einer
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grundlegenden Aenderung des Projekts. Es rechtfertige sich daher, die Korrektur im
Rechtsmittelverfahren zu berücksichtigen. Neben der Gebäudehöhe sei auch die
maximal zulässige Grundfläche für Anbauten eingehalten. Der offene Autounterstand
sei gegenüber dem Hauptgebäude konstruktiv und funktional klar untergeordnet und
deutlich als ein an das Hauptgebäude angefügter Bauteil erkennbar, weshalb er als
Anbaute zu qualifizieren und bei der Ermittlung der Gebäudelänge nicht zu
berücksichtigen sei. Deshalb habe das Wohnhaus keinen Mehrlängenzuschlag
einzuhalten. Auch seien unter Berücksichtigung der Korrektur die Grenz- bzw.
Strassenabstände eingehalten. Im weiteren weise das Wohnhaus zwei Vollgeschosse
auf, was in der besagten Zone zulässig sei. Die Kniestockbeschränkung gelte als
Nutzungsbeschränkung für Dachgeschosse und finde bei Vollgeschossen keine
Anwendung. Auch seien die Angaben zu Konstruktion und Material sowie Farbgebung
genügend präzise, um sich ein ausreichendes Bild vom Bauvorhaben machen zu
können. Weiter hielt das Baudepartement fest, der Gemeinderat habe die
privatrechtliche Einsprache nach Art. 684 ZGB abgehandelt und die Einwirkung auf das
Eigentum der Rekurrentin als nicht übermässig beurteilt. Anstatt die privatrechtliche
Einsprache in einer gesonderten Verfügung bzw. in einer eigenen Ziffer im Dispositiv zu
entscheiden bzw. abzuweisen habe sie der Gemeinderat auf den Zivilrechtsweg
verwiesen. Da der Gemeinderat die privatrechtliche Einsprache nach Art. 684 ZGB in
seinem Entscheid materiell beurteilt und sich auch die Rechtsmittelinstanz damit zu
befassen habe, sei der Rekurrentin kein Rechtsnachteil erwachsen. Es rechtfertige sich
deshalb, den formellen Mangel im Rekursverfahren zu heilen und von einer
Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen. Beim Begehren um Schadenersatz wegen
Wertminderung handle es sich nicht um eine privatrechtliche Baueinsprache. Daher
komme ihr auch keine bauhemmende Wirkung zu. Ziff. 3 des Einspracheentscheids
des Gemeinderats habe daher keine weitere Bedeutung und sei demzufolge
aufzuheben. Im weiteren kam das Baudepartement zum Schluss, die Einwirkungen des
Bauvorhabens auf das Grundstück der Rekurrentin könnten nicht als übermässig
betrachtet werden und seien von der Rekurrentin hinzunehmen.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 28. März 2007 erhob C. gegen den
Rekursentscheid vom 12. März 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In der
innert angesetzter Nachfrist eingereichten Beschwerdeergänzung vom 20. April 2007
beantragte die Beschwerdeführerin, Ziff. 1 sowie Ziff. 3 bis 6 des Rekursentscheids
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vom 12. März 2007 seien aufzuheben, das Bauvorhaben der Beschwerdegegner sei in
der geplanten Ausführung zu verbieten, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an
die Vorinstanz, subeventuell an die erstverfügende Behörde zurückzuweisen, alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegner. Die
Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 26 Abs. 1 BauR sowie diesbezüglich
einen unrichtig festgestellten Sachverhalt. Die geplante Aufschüttung sei keineswegs
geringfügig und stelle einen schwerwiegenden Eingriff in die Umgebung dar, da sie sich
überhaupt nicht den umliegenden Häusern bzw. Parzellen anpasse und sich nicht in
das bestehende Landschaftsbild einfüge. Es sei unzutreffend, dass im fraglichen
Gebiet gleichartige Aufschüttungen bestünden. Auch sei der Uebergang vom
natürlichen zum aufgefüllten Terrain alles andere als unauffällig. Aufgrund der
fehlenden Anpassung an das gewachsene Terrain wirke die Aufschüttung zudem
unästhetisch. Sodann sei der privatrechtliche Immissionsschutzanspruch nach Art. 684
ZGB verletzt. Vom geplanten Bauvorhaben würden übermässige Immissionen
ausgehen. Es handle sich dabei insbesondere um negative bzw. ideelle Immissionen in
Form des Entzugs von Licht und Sonne sowie Beeinträchtigung des ästhetischen bzw.
seelischen Wohlbefindens. Es sei unzutreffend, dass sich der Gemeinderat mit der
privatrechtlichen Einsprache auseinandergesetzt habe. In den Erwägungen fänden sich
zwar theoretische Ausführungen zur privatrechtlichen Immissionseinsprache. Hingegen
liege in formeller Hinsicht mangels einer gesonderten Verfügung bzw. einer eigenen
Ziffer im Dispositiv ein unvollständiger Entscheid vor. Auch inhaltlich habe sich die
erstverfügende Instanz mit den angebotenen Beweismitteln nicht ersichtlich aus-
einandergesetzt. Insofern sei der Entscheid des Gemeinderats unvollständig. Durch die
Aufhebung von Ziff. 3 des Gemeinderatsentscheids gehe der Beschwerdeführerin eine
Instanz verloren.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 26. April 2007 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.
Die Beschwerdegegner beantragten mit Vernehmlassung ihres Rechtsvertreters vom 1.
Mai 2007, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Sie machen geltend, die
Beschwerdeführerin habe kein aktuelles Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung von
Ziff. 3 des Rekursentscheids. Die Beschwerdeführerin widerlege zudem den geltend
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gemachten Verlust einer Instanz gleich selber, reiche sie doch mit der
Beschwerdebegründung eine Kopie des Vermittlungsbegehrens ein, mit dem sie das
Verfahren vor dem Zivilrichter eingeleitet habe. Das Kreisgericht sei für die Beurteilung
des in Ziff. 1 formulierten Antrags im Vermittlungsbegehren überhaupt nicht zuständig,
und der in Ziff. 2 bezifferte Schadenersatz wegen Wertminderung sei keine
privatrechtliche Baueinsprache. Weiter machen die Beschwerdegegner geltend, nicht
nur im fraglichen Gebiet, sondern unmittelbar an ihrer Parzelle angrenzend fänden sich
verschiedene Aufschüttungen, vorwiegend im Bereich der Sitzplätze und Gärten. Das
Baureglement der Gemeinde Z. sehe keine höhen- und flächenmässigen
Begrenzungen von Aufschüttungen vor. Art. 26 Abs. 2 BauR sei in bezug auf die
ästhetischen Anforderungen bedeutungslos. Im weiteren sei der künftige Schattenwurf
des Bauvorhabens mässig und mitnichten übermässig im Sinne von Art. 684 ZGB. Es
werde entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin kein Dauerschatten von zwei
bis drei Stunden auf praktisch sämtliche Räumlichkeiten ihres Wohnhauses geworfen.
Dagegen werfe der rund drei Meter hohe Lebhag entlang der südwestlichen Grenze der
Liegenschaft der Beschwerdeführerin zumindest auf das Erdgeschoss sowie auf den
Garten einen nicht vernachlässigbaren Schatten. Der Thujahag mit der unzulässigen
Mehrhöhe von 1,8 m werfe über das ganze Jahr mehr Schatten, als dies das
Bauvorhaben bewirken könne.
Die Politische Gemeinde Z. beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 3. Mai 2007 unter
Hinweis auf den angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde.
Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen der
Verfahrensbeteiligten Stellung zu nehmen, soweit darin neue tatsächliche und
rechtliche Argumente vorgebracht wurden, welche bisher nicht erörtert wurden. Mit
Eingabe vom 21. Mai 2007 äusserte sich die Beschwerdeführerin zur Stellungnahme
der Beschwerdegegner.
Die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen werden,
soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht einen Augenschein an Ort und Stelle
durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten
Gelegenheit, sich vernehmen zu lassen.
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Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 86
des Baugesetzes, sGS 731.1, abgekürzt BauG). Die Beschwerdeführerin ist
grundsätzlich zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 28. März und 20. April 2007
entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde
ist daher grundsätzlich einzutreten.
1.1. Der Beschwerdeführerin wurden die Vernehmlassungen der Vorinstanz und der
Beschwerdegegner sowie der Beschwerdebeteiligten zugestellt, und es wurde ihr
Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, soweit darin neue, bisher nicht erörterte
tatsächliche oder rechtliche Argumente vorgebracht würden. Sie wurde darauf
hingewiesen, dass das Gericht über die Zulassung einer Stellungnahme entscheiden
werde.
Eine Beschwerdeergänzung auf dem Weg der Replik ist nur insoweit statthaft, als die
Ausführungen in den Vernehmlassungen dazu Anlass geben. Mit Anträgen und Rügen,
die die Beschwerdeführerin bereits in der Beschwerde hätte erheben können, ist sie
nach Ablauf der Beschwerdefrist ausgeschlossen (BGE 132 I 42 E. 3.3.4 mit Hinweis).
In ihrer Stellungnahme vom 21. Mai 2007 hält die Beschwerdeführerin fest, im
Entscheid des Gemeinderats Z. fänden sich keine Ausführungen zur privatrechtlichen
Immissionseinsprache. Weiter führt sie aus, selbst wenn die Beschwerdegegner das
Baureglement nicht vollumfänglich ausreizten, seien die zu erwartenden Immissionen
übermässig. Sodann handle es sich bei der in der Beschwerdeschrift aufgeführten
Bestimmung von Art. 26 Abs. 1 BauR um einen offensichtlichen Verschrieb. Auch sei
es unzutreffend, dass im besagten Gebiet verschiedene Aufschüttungen existierten.
Weiter bestreitet die Beschwerdeführerin die Ausführungen der Beschwerdegegner
hinsichtlich des Schattenwurfs und des Verlaufs der Beschattung. Die Vorbringen der
Beschwerdeführerin beschränken sich weitgehend auf Wiederholungen der
Beschwerdeeingaben bzw. auf Bestreitungen der Ausführungen der
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Beschwerdegegner. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die
Beschwerdegegner in ihrer Vernehmlassung neue tatsächliche oder rechtliche
Gesichtspunkte aufgeworfen haben, die bisher nicht erörtert waren. Als neu kann einzig
die Behauptung qualifiziert werden, die Beschwerdeführerin habe am 28. März 2007
offeriert, sie werde die Beschwerde im öffentlich-rechtlichen Verfahren sowie die Klage
im privatrechtlichen Verfahren unverzüglich zurückziehen, wenn sich die Bauherrschaft
mit einer der drei abgeänderten Bauvarianten einverstanden erklären sollte. Diese
Ausführungen sind im vorliegenden Verfahren aber irrelevant, weshalb auf die Eingabe
der Beschwerdeführerin vom 21. Mai 2007 nicht weiter einzutreten ist. Einzutreten ist
auf die Replik einzig dahingehend, soweit die Legitimation der Beschwerdeführerin zur
Anfechtung von Ziff. 3 des Rekursentscheids bestritten wird (vgl. unten E. 1.2.).
1.2. In Ziff. 3 des Rekursentscheids wird Ziff. 3 des Einspracheentscheids des
Gemeinderats Z. aufgehoben. Darin wurde für die privatrechtliche Einsprache eine Frist
von vierzehn Tagen angesetzt, innert welcher beim Vermittleramt Z. zivilrechtliche
Klage eingereicht werden könne.
Die Beschwerdegegner machen geltend, die Beschwerdeführerin sei zur Anfechtung
von Ziff. 3 des Rekursentscheids nicht legitimiert. Die Beschwerdeführerin hält dazu
fest, sie habe sehr wohl ein schützenswertes Interesse an der Aufhebung von Ziff. 3
des Rekursentscheids.
Die Vorinstanz erwog, die zivilrechtliche Einsprache nach Art. 684 ZGB sei im
Einspracheentscheid materiell beurteilt worden und auch die Rechtsmittelinstanz habe
sich mit der privatrechtlichen Einsprache befasst, weshalb der formelle Mangel im
Rechtsmittelverfahren geheilt werde. Gemäss Einspracheergänzung vom 11. August
2006 käme nebst der Immissionseinsprache gestützt auf Art. 684 ZGB als andere,
bereits im Einspracheverfahren erhobene privatrechtliche Einsprache allenfalls die
Geltendmachung von Schadenersatz infolge Wertminderung in Frage. Da es sich dabei
nicht um eine Einsprache gemäss Art. 84 Abs. 3 BauG handle und ihr keine
bauhemmende Wirkung zugesprochen werden könne, komme Ziff. 3 des
Einspracheentscheids vom 14. September 2006 keine weitere Bedeutung mehr zu.
Diese Ziffer sei demzufolge aufzuheben.
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Zur Beschwerde ist legitimiert, wer an der Aenderung oder Aufhebung des
angefochtenen Entscheids ein eigenes schutzwürdiges Interesse hat (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, Art. 83 Abs. 2 BauG).
Soweit die Beschwerdeführerin eine Immissionseinsprache nach Art. 684 ZGB erhob,
wurde diese im Rekursentscheid materiell behandelt und beurteilt. Der Gemeinderat
hat, wie nachfolgend darzulegen ist (E. 2.2.), die Einsprache nach Art. 684 ZGB zu
Unrecht auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Andere zivilrechtliche Einsprachegründe als
der unzulässige Schattenwurf wurden nicht vorgebracht. Namentlich wurde die
beiläufig erwähnte Wertminderung des Grundstücks von der Beschwerdeführerin nicht
als privatrechtlicher Einsprachegrund geltend gemacht. Es wurden keine Rügen
erhoben, welche gestützt auf Art. 84 Abs. 3 BauG eine Fristansetzung für die Einleitung
des Verfahrens vor dem Zivilrichter rechtfertigten. Daher war es zulässig, Ziff. 3 des
Gemeinderatsentscheids aufzuheben. Der Beschwerdeführerin erwuchs daraus kein
Nachteil. Sie hat verschiedene Begehren beim Zivilgericht anhängig gemacht. Auch
hielt sie im Beschwerdeverfahren an den in der Immissionseinsprache nach Art. 684
ZGB vorgebrachten Ausführungen fest. Ein eigenes schutzwürdiges Interesse am
Bestand von Ziff. 3 des Gemeinderatsbeschlusses hat sie unter diesen Umständen
nicht. Dementsprechend ist die Legitimation für die Anfechtung von Ziff. 3 des
Rekursentscheids nicht gegeben, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht
einzutreten ist.
2. Streitig ist im Beschwerdeverfahren einzig noch die Verletzung von Art. 26 Abs. 2
BauR sowie die Behandlung der privatrechtlichen Immissionseinsprache nach Art. 684
ZGB. Nicht angefochten wurde der Rekursentscheid hingegen, soweit darin ein
Verstoss gegen das Verunstaltungsverbot nach Art. 93 BauG verneint und der
Autounterstand als Anbaute qualifiziert wurde. Ebenfalls unangefochten blieb der
Rekursentscheid, soweit dem Begehren der Beschwerdeführerin nicht entsprochen
wurde, das Dachgeschoss sei zwingend als Attikageschoss oder mit Kniestock
auszubauen und soweit die Beschreibung des Bauvorhabens namentlich hinsichtlich
Farbgebung und Material als genügend qualifiziert wurde.
2.1. Nach Art. 26 Abs. 2 BauR dürfen Auffüllungen und Abgrabungen nicht
verunstaltend wirken und haben sich dem natürlichen Terrainverlauf harmonisch
anzupassen.
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2.1.1. Nach den Feststellungen der Vorinstanz sieht das Bauvorhaben im Bereich des
Wohnhauses und des Sitzplatzes eine flächendeckende Aufschüttung von 0,7 bis 1,1
m vor. Gemäss den eingereichten Plänen sei der Uebergang vom aufgefüllten zum
natürlichen Terrain gleichmässig und unauffällig gestaltet. Obwohl das Terrain beinahe
eben verlaufe, liessen sich in diesem Gebiet verschiedene Aufschüttungen finden,
vorwiegend im Bereich der Sitzplätze und Gärten. Der Umstand, dass sich in der
Umgebung kein vergleichbares Bauobjekt finden lasse, genüge jedenfalls nicht, um
eine Verunstaltung zu begründen. Die Aufschüttung, das Wohnhaus und der
Autounterstand führten sowohl einzeln als auch gesamthaft zu keinem erheblich
störenden Gegensatz zur Umgebung.
2.1.2. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, das gewachsene Terrain im Gebiet
sei geradezu "topfeben". Die geplante Aufschüttung sei denn auch keineswegs
lediglich geringfügig. Dagegen spreche schon allein ihr flächenmässiger Umfang.
Mitunter stelle sie einen schwerwiegenden Eingriff in die Umgebung dar, da sie sich
überhaupt nicht den umliegenden Häusern bzw. Parzellen anpasse und sich nicht in
das bestehende Landschaftsbild einfüge. Allfällige weitere Aufschüttungen seien
ebenfalls von weit geringerem Umfang als jene der Beschwerdegegner. Schliesslich sei
der Uebergang vom aufgefüllten zum natürlichen Terrain alles andere als unauffällig.
2.1.3. Unbestritten ist, dass die geplante Aufschüttung keinen Einfluss auf die
Gebäudehöhe hat. Das massgebende Höhenniveau für die Bestimmung der
Gebäudemasse wird durch die Aufschüttung nicht verändert. Aufgrund der Baupläne
weist die Aufschüttung eine Höhe von 0,7 bis 1,1 m auf. Der Bereich der Aufschüttung
befindet sich namentlich beim Sitzplatz bzw. auf der Südostseite und der
Nordwestseite der Liegenschaft. Der Verlauf der Böschungen gemäss den Bauplänen
zeigt, dass sich die Aufschüttung dem natürlichen Terrainverlauf harmonisch anpasst.
Der Uebergang zum gewachsenen Terrain im Bereich des Sitzplatzes fällt kontinuierlich
ab. Die Aufschüttung passt sich namentlich auch der Umgebungsgestaltung der
benachbarten Grundstücke im Nordosten der Bauparzelle an. Am Augenschein
bestätigte sich, dass diese Grundstücke im Bereich des Sitzplatzes bzw. Gartens
ebenfalls aufgeschüttet sind und über dem natürlichen Terrain liegen. Weiter konnte
festgestellt werden, dass auch weitere Liegenschaften im besagten Quartier
Aufschüttungen aufweisen. Die geplante Umgebungsgestaltung des Baugrundstücks
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der Beschwerdegegner fügt sich gut an die angrenzenden Parzellen an. Sie entspricht
einer weit verbreiteten und ansprechenden Gartengestaltung und kann nicht als
schwerwiegender Eingriff in die Umgebung, der sich nicht in das bestehende
Landschaftsbild einfügt, bezeichnet werden. Anlässlich des vorinstanzlichen
Augenscheins äusserte die Beschwerdeführerin, sie fühle sich gestört, dass ihre
künftigen Nachbarn von oben herab in ihren Garten schauen könnten. Damit lässt sich
weder eine Verunstaltung noch das Fehlen eines harmonischen Terrainverlaufs
begründen. Zudem befinden sich Sitzplatz und Wintergarten auf der der
Beschwerdeführerin abgewandten Gebäudeseite. Die Erfordernisse des Fehlens einer
Verunstaltung sowie der harmonischen Anpassung an den natürlichen Terrainverlauf
sind erfüllt. Die Vorinstanz hat aufgrund der dargelegten Umstände einen Verstoss
gegen Art. 26 Abs. 2 BauR zu Recht verneint.
2.2. Zu prüfen ist im weiteren die privatrechtliche Baueinsprache.
2.2.1. Nach Art. 84 Abs. 2 BauG entscheidet der Gemeinderat über öffentlich-rechtliche
Einsprachen gleichzeitig mit der Erteilung oder Ablehnung der Baubewilligung. Bei
privatrechtlichen Einsprachen kann der Baugesuchsteller jederzeit das Verfahren auf
dem Zivilrechtsweg einleiten. Ist dies nicht erfolgt, setzt der Gemeinderat im
Einspracheentscheid dem Einsprecher eine Frist von vierzehn Tagen zur Einleitung
dieses Verfahrens an. Verstreicht diese Frist unbenützt, so fällt die privatrechtliche
Einsprache dahin (Art. 84 Abs. 3 BauG). Dagegen sind nach Art. 86 Abs. 1 BauG
privatrechtliche Einsprachen gegen die Erstellung von Bauten und Anlagen, soweit der
Tatbestand einer übermässigen Einwirkung auf fremdes Eigentum gemäss Art. 684
ZGB streitig ist, im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden. Gleichzeitig mit
dem Entscheid über die Baubewilligung ist in einer gesonderten Verfügung über die
privatrechtliche Einsprache gemäss Art. 684 ZGB zu entscheiden (Art. 86 Abs. 2 BauG).
Im Verfahren vor Verwaltungsgericht sind neue Rechtsbegehren, Behauptungen und
Beweisanträge, soweit sie den Tatbestand einer übermässigen Einwirkung betreffen,
zulässig. Die privatrechtliche Einsprache muss aber bereits im erstinstanzlichen
Bewilligungsverfahren vorgebracht werden (GVP 1996 Nr. 13). Auf Begehren einer
Partei hat das Verwaltungsgericht eine mündliche Verhandlung durchzuführen (Art. 86
Abs. 3 BauG).
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Diese Bestimmungen regeln die verfahrensmässige Besonderheit, dass die
privatrechtliche Immissionseinsprache gemäss Art. 684 ZGB im öffentlich-rechtlichen
Verfahren entschieden wird, also nicht durch den Zivilrichter. Nicht nur die zuständige
Gemeindebehörde hat gleichzeitig mit dem Entscheid über die Baubewilligung in einer
gesonderten Verfügung zu entscheiden, sondern auch die kantonalen
Rechtsmittelinstanzen; privatrechtliche Rügen nach Art. 684 ZGB unterliegen der
Zivilrechtspflege, öffentlichrechtliche der Verwaltungsrechtspflege des Bundesgerichts
(B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 961).
2.2.2. Zutreffend hielt die Vorinstanz fest, dass der Gemeinderat wohl in den
Erwägungen des Einspracheentscheids auf die zivilrechtliche Immissionseinsprache
nach Art. 684 ZGB einging, dies im Dispositiv aber nicht zum Ausdruck brachte. Der
Gemeinderat hielt fest, beim Schattenwurf handle es sich nicht um eine übermässige
Einwirkung auf das Eigentum der Beschwerdeführerin. Zudem habe das Bundesgericht
festgehalten, dass das blosse Vorhandensein einer Baute keine Einwirkungen im Sinn
von Art. 684 ZGB verursache, wie sie nur infolge der Art der Bewirtschaftung oder
Nutzung des Grundstücks entstehen könne. Aus Sicht des Gemeinderates sei der
Schattenwurf nicht als übermässige Einwirkung zu taxieren und werde damit nicht nach
Art. 85 BauG abgehandelt. Deshalb müsse dieser Einsprachepunkt auf den
Zivilrechtsweg verweisen werden. In Ziff. 3 des Einspracheentscheids wurde der
Verweis auf den Zivilrechtsweg festgehalten.
Der Gemeinderat verneinte somit materiell das Vorliegen einer übermässigen
Einwirkung nach Art. 684 ZGB und verwies die Einsprache aus diesem Grund auf den
Zivilrechtsweg. Entscheidend für die Behandlung als privatrechtliche Einsprache nach
Art. 684 ZGB und für den Rechtsmittelweg ist aber nicht, ob die Einsprache begründet
ist oder nicht, sondern ob darin entsprechende Tatsachen- und Rechtsbehauptungen
vorgetragen werden. Die Beschwerdeführerin machte in der Einsprache
Immissionsrügen nach Art. 684 ZGB geltend. Ueber diese hätte der Gemeinderat in
einer besonderen Ziffer des Dispositivs förmlich entscheiden müssen. Darauf hat die
Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 6.1 und 6.2) zutreffend hingewiesen.
2.2.3. Die Vorinstanz behandelte die zivilrechtliche Einsprache nach Art. 684 ZGB
materiell und hielt fest, dass damit der Verfahrensfehler des Gemeinderates geheilt
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werde. Der Beschwerdeführerin ist daraus entgegen ihrer Auffassung kein Nachteil
erwachsen. Insbesondere ging ihr keine Instanz verloren. Wie erwähnt, brachte sie im
Einspracheverfahren die entsprechende Immissionsrüge vor, und sie konnte sowohl im
Rekurs als auch in der Beschwerde neue Tatsachenbehauptungen und Beweisanträge
vorbringen. Die Heilung eines Verfahrensfehlers wird als zulässig erachtet, wenn die
Rechtsmittelinstanz über dieselbe Kognition verfügt wie jene Behörde, welcher der
Verfahrensfehler unterlaufen ist, und wenn sie den unterbliebenen Verfahrensschritt
tatsächlich nachholt (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St.
Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 731 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall bestand der
formelle Fehler lediglich darin, dass die in den Erwägungen des Einspracheentscheids
enthaltene Beurteilung der zivilrechtlichen Immissionsrügen im Dispositiv keinen
Ausdruck fand bzw. daraus der fehlerhafte Schluss gezogen wurde, die Einsprache sei
auf den Zivilrechtsweg zu verweisen. Die Vorinstanz verfügte zudem über dieselbe
Kognition wie der Gemeinderat, und sie holte den unterbliebenen Verfahrensschritt
tatsächlich nach. Auch im Umstand, dass der Gemeinderat nach Darstellung der
Beschwerdeführerin die zivilrechtliche Einsprache ungenügend behandelt bzw. sich mit
den eingereichten Beweismitteln nicht hinreichend auseinandergesetzt hat, ist die Rüge
eines Verfahrensfehlers zu erblicken, der im Rekursverfahren geheilt werden konnte.
Wird die Heilung eines Verfahrenfehlers zugelassen, kann stets vom Verlust einer
Instanz gesprochen werden. Allein dies begründet aber keinen Nachteil, der einer
Heilung in jedem Fall entgegensteht. Rekursinstanzen entscheiden regelmässig
reformatorisch, selbst wenn sie den Sachverhalt ergänzen oder neue rechtliche Gründe
für ihre Entscheidung anführen. Zudem können bei der zivilrechtlichen
Immissionseinsprache nicht nur im Rekursverfahren, sondern auch im
Beschwerdeverfahren neue Tatsachen- und Rechtsbehauptungen vorgetragen werden.
Im weiteren hat die Vorinstanz dem Umstand, dass die Voraussetzungen für die
Abweisung des Rekurses erst im Rekursverfahren gegeben waren, bei der
Kostenverlegung Rechnung getragen. Unter diesen Umständen kann in der Heilung
des Verfahrensfehlers bei der Behandlung der zivilrechtlichen Immissionseinsprache
kein erheblicher Nachteil für die Beschwerdeführerin erblickt werden.
2.2.4. Nach Art. 684 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines
Eigentums, wie namentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück,
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sich aller übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten.
Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der
Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch
oder Russ, lästige Dünste, Lärm oder Erschütterung.
Die Vorinstanz hat die bei der Beurteilung negativer Immissionen im Sinne von Art. 684
ZGB massgebenden Grundsätze zutreffend dargelegt (E. 7.1 und 7.2). Das
Bundesgericht anerkannte in einem Grundsatzentscheid, dass auch sog. negative
Immissionen unter Art. 684 ZGB zu subsumieren sind (BGE 126 III 452 ff.). Solche
negativen Immissionen sind insbesondere Lichtentzug und Schattenwurf. Jenes Urteil
betraf den Lichtentzug bzw. Schattenwurf durch Pflanzungen bzw. Bäume. Das
Bundesgericht hielt fest, seine Erwägungen könnten nicht ohne weiteres auf negative
Immissionen übertragen werden, die von Bauten verursacht würden. Im Unterschied
zum kantonalen Pflanzenrecht stelle heute das kantonale Baurecht in der Regel ein
umfassendes Regelwerk dar, sodass für die Anwendung der Art. 679 und 684 ZGB
kaum mehr Raum bestehen dürfte. Dem berechtigten Immissionsschutz der Nachbarn
werde im Baubewilligungsverfahren Rechnung getragen. Ohnehin wäre kaum denkbar,
dass bei einer rechtmässig erstellten Baute Immissionen, die durch deren blosses
Vorhandensein verursacht würden, derart schwer wiegen würden, dass sich ein
bundesrechtlicher Beseitigungsanspruch rechtfertigen würde (BGE 126 III 460). In
einem späteren Urteil (BGE 129 III 161 ff.) präzisierte das Bundesgericht jene
Ausführungen und hielt zur Frage des Verhältnisses zwischen Art. 684 ZGB und dem
öffentlichen Baurecht fest, dass die Kantone in ihren öffentlich-rechtlichen Befugnissen
durch das Bundeszivilrecht nicht beschränkt würden (Art. 6 ZGB). Das kantonale
öffentliche Recht dürfe zwar nicht Sinn und Zweck des Bundeszivilrechts
widersprechen oder gar dessen Anwendung vereiteln, es verfüge jedoch über
"expansive Kraft" und bestimme mittels Bauordnung und Zonenplan mehr und mehr,
was nach Lage und Ortsgebrauch an Einwirkungen zulässig sei. Obwohl die
öffentlichen Interessen an den Grenz- und Gebäudeabständen primär auf den Gebieten
der Feuer- und Gesundheitspolizei, der guten Gestaltung der Siedlungen und der
Aesthetik lägen, sollten diese Vorschriften auch die mannigfaltigen Einflüsse von
Bauten und ihrer Benutzung auf die Nachbargrundstücke mildern. Freilich verhalte es
sich nicht so, dass Zonenordnungen und Baureglemente die Lage der Grund-stücke
und den Ortsgebrauch im Sinne von Art. 684 ZGB geradezu verbindlich festlegten.
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Allerdings bilde das öffentliche Baurecht einerseits ein Indiz für den Ortsgebrauch, und
anderseits sei es bei der Anwendung von Art. 684 ZGB insofern mitzubedenken, als die
Einheit der Rechtsordnung ein beziehungsloses Nebeneinander von privatem und
öffentlichem Recht verbiete. Art. 6 Abs. 1 ZGB stelle in diesem Sinn nicht nur einen
unechten Vorbehalt zugunsten der Kantone dar, sondern verpflichte auch zur
Harmonisierung von Bundeszivil- und kantonalem öffentlichem Recht. Freilich sei nicht
zu verkennen, dass die Ausweitung des öffentlichen Baurechts tendenziell auf Kosten
des privatrechtlichen Immissionschutzes gehen könne. Dies sei jedoch insoweit
sachlich gerechtfertigt und hinzunehmen, als man es mit detaillierten Zonenordnungen
und Baureglementen zu tun habe. Nur diese vermöchten der übergeordneten
Zielsetzung der Raumplanung und dabei insbesondere dem Grundsatz der rationalen,
das ganze Siedlungsgebiet umfassenden Planung zu genügen. Werde daher das
Vorliegen einer übermässigen Einwirkung im Sinn von Art. 684 ZGB mit dem Argument
verneint, das Bauvorhaben entspreche den massgebenden öffentlich-rechtlichen
(Bauabstands-)Normen, und handle es sich dabei um Vorschriften, die im Rahmen
einer detaillierten, den Zielen und Planungsgrundsätzen des Raumplanungsrechts
entsprechenden Bau- und Zonenordnung erlassen worden seien, bedeute dies in aller
Regel keine Vereitelung von Bundesrecht (BGE 129 III 161 ff. E. 2.6 mit zahlreichen
Hinweisen auf Literatur und Judikatur).
2.2.5. Die Vorinstanz hielt unter Berufung auf ein unveröffentlichtes Urteil des
Verwaltungsgerichts vom 27. Januar 2000 i.S. R.G. fest, negative Immissionen seien
grundsätzlich unter Art. 684 ZGB zu subsumieren, jedoch nur insofern, als diese nicht
die Folge einer zulässigen Ueberbauung des Ausgangsgrundstückes seien. Der Entzug
von Aussicht, Licht oder Sonnenschein, der sich als Folge der Errichtung einer
baurechtskonformen Baute einstelle, gehöre grundsätzlich zur zulässigen Ausübung
der Eigentumsrechte und stelle keine übermässige Einwirkung dar. Das Bundesgericht
hielt allerdings im erwähnten Urteil (129 III 161 ff. E. 2.6 in fine) fest, dass es "in aller
Regel" keine Vereitelung von Bundesrecht sei, wenn das Vorliegen einer übermässigen
Einwirkung im Sinn von Art. 684 ZGB mit dem Argument verneint werde, das
Bauvorhaben entspreche den Bau- und Zonenvorschriften. Dies bedeutet, dass es in
Ausnahmefällen möglich sein kann, dass ein dem öffentlichen Baurecht
entsprechendes Gebäude übermässige Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB
verursachen kann. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ist im folgenden zu prüfen.
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2.2.6. Im Streitfall entspricht das Bauobjekt den zonenrechtlichen und
baureglementarischen Vorschriften. Insbesondere bezüglich Gebäudehöhe und -
dimension sowie bezüglich Grenz- und Gebäudeabständen hält es die Vorschriften des
Baugesetzes und des Baureglements ein. Dies ist mit Ausnahme der Aufschüttung
unbestritten, und auch bezüglich diesem Punkt gelangt das Verwaltungsgericht zum
Schluss, dass die Terrainveränderung rechtmässig ist (vgl. oben E. 2.1.). In einem
solchen Fall kann, wenn überhaupt, nur in Ausnahmefällen eine übermässige Immission
allein durch den Bestand des Gebäudes vorliegen. Das Eigentum an einer
Wohnliegenschaft in einer zweigeschossigen Einfamilienhauszone verschafft keinen
Anspruch auf zeitlich und örtlich uneingeschränkte Besonnung bzw. auf Abwehr
sämtlicher Bauten, welche eine Verkürzung der Sonnenscheindauer oder eine
Verringerung der besonnten Grundstücks- und Gebäudeteile verursachen.
Insbesondere verschafft Art. 684 ZGB auch keinen Anspruch, dass in einem
Einfamilienhausquartier den Nachbarn die Einsicht auf Sitzplätze und Gärten
verunmöglicht wird.
Die Vorinstanz ging davon aus, dass der geplante Neubau am kürzesten Tag des
Jahres von 10.30 bis 13.45 Uhr partiell Schatten auf die Liegenschaft der
Beschwerdeführerin wirft. Die nach Süden gerichteten Fassaden würden mit je rund 50
Prozent im zweistündigen Dauerschatten liegen. Am 21. November sowie am 21.
Januar würde die Südwestfassade mit rund 50 Prozent während etwa eineinhalb
Stunden und die Südostfassade schleichend mit rund 30 Prozent während etwa zwei
Stunden dauerbeschattet. Mitte Oktober und Mitte Februar werde das Erdgeschoss
nur minim durch den Schattenwurf beeinträchtigt. Während der übrigen Monate März
bis September werde die Liegenschaft der Beschwerdeführerin nicht vom
Schattenwurf tangiert.
Aufgrund der von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen
(Schattendiagramme inkl. schriftliche Erläuterungen, Fotos sowie CD-ROM) bewirkt der
vorgesehene Neubau eine Einbusse der Sonnenscheindauer auf dem Grundstück der
Beschwerdeführerin für gewisse Zimmer sowie den Gartensitzplatz (Pergola) und den
Garten (Rasen) bis maximal dreidreiviertel Stunden. Dabei findet der Schattenwurf bzw.
die Reduktion der Besonnung vorwiegend in der zweiten Hälfte des Vormittags und am
frühen Nachmittag statt. Die eingereichten Unterlagen betreffen die Zeit vom 21.
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September bis 21. März des Jahres. Während dieser Zeit ist ein Aufenthalt im Freien
bzw. auf dem Balkon, Gartensitzplatz oder Rasen nur selten möglich. Bis 21.
September sind nur der Sitzplatz und der Rasen von einer Einbusse an Sonnenschein
während zweieinviertel bzw. drei Stunden betroffen, am 21. Oktober während
dreidreiviertel bzw. zweieinhalb Stunden und zusätzlich das Elternzimmer während
eindreiviertel Stunden. Am 21. November werden auch ein Wohnzimmerfenster
während zwei Stunden und ein Kinderzimmer im Erdgeschoss während zweieinviertel
Stunden zusätzlich beschattet. Am 21. Dezember dauert die zusätzliche Beschattung
des Wohnzimmers zwei bzw. zweieinhalb Stunden und jene des Schlafzimmers im
Erdgeschoss zweieinhalb bzw. drei Stunden. Nach der von der Beschwerdeführerin
eingereichten Auswertung der Besonnungsmessungen beträgt selbst am kürzesten
Tag des Jahres die Dauer der Besonnung bei den Wohnzimmerfenstern eine bzw.
eineinhalb Stunden und beim Balkon zwei Stunden und fünf Minuten. Von einem
Dauerschatten, wie er in der Beschwerde behauptet wird, kann also nicht gesprochen
werden. Anlässlich des Augenscheins beschrieb der Lebenspartner der
Beschwerdeführerin von deren Balkon aus den Verlauf des Sonne während der
kürzesten Tage des Jahres. Das geplante Gebäude überragt aus der Sicht vom
Obergeschoss des Hauses der Beschwerdeführerin nach Südwesten den Horizont
aber nur in geringfügigem Mass. Im besagten Gebiet findet der Sonnenuntergang in
der Zeit von Ende November bis Ende Januar zwischen 14.15 und 14.30 Uhr und Ende
Dezember sogar bereits um 13.45 Uhr statt. Aufgrund der Berge ist die natürliche
Sonnenscheindauer namentlich im Winter relativ kurz. Die vom Neubau verursachte
zusätzliche bzw. verlängerte Beschattung findet lediglich während rund der Hälfte des
Jahres in der zweiten Hälfte des Vormittags und am frühen Nachmittag und damit nicht
in jener Tageszeit statt, in der im allgemeinen die Freizeit verbracht wird. Im weiteren
bewirkt die geplante Baute selbst am kürzesten Tag des Jahres keine dauernde
Beschattung des Hauses der Beschwerdeführerin; bei sämtlichen betroffenen Räumen
bleibt eine wenn auch im Einzelfall relativ kurze Besonnung erhalten. Von einem
unzulässigen massiven Entzug von Sonnenlicht kann unter diesen Umständen nicht
gesprochen werden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern der Sonnenentzug
das ästhetische bzw. seelische Wohlbefinden der Beschwerdeführerin massiv
beeinträchtigen könnte. Geradezu abwegig ist die Argumentation, es seien noch
weitere Nachteile wie höhere Heiz- und Stromkosten sowie die negative
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Beeinträchtigung der Gartenvegetation zu erwarten. Selbst am kürzesten Tag des
Jahres beträgt die Sonnenscheindauer für die betroffenen Zimmer noch zwischen einer
halben Stunde und rund zwei Stunden. Am kürzesten Tag des Jahres sind zahlreiche
Wohnbauten nur während kurzer Zeit besonnt, und aus den schriftlichen Unterlagen
ergibt sich für die massgebenden Räume und Plätze eine Sonnenscheindauer mit dem
Neubau zwischen fünfzehn Minuten und eineinhalb Stunden. Weiter kommt hinzu, dass
der Schattenwurf im Garten sowie auf gewisse Räume des Erdgeschosses auch durch
den der Beschwerdeführerin gehörenden Thujahag mitverursacht wird.
Die Einschränkung der Besonnung ist nach den dargelegten Ausführungen nicht als
übermässige Einwirkung im Sinn von Art. 684 ZGB zu betrachten und von der
Beschwerdeführerin hinzunehmen. Ob die geplante Baute teilweise lichtdurchlässig ist,
ist im übrigen unerheblich und kann offen bleiben.
2.3. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 4'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- ist anzurechnen.
Die Beschwerdegegner haben Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung
zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Für das
Beschwerdeverfahren ist eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- zuzügl. MWSt
gerechtfertigt (Art. 22 Abs. 1 lit. c der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten, sGS 963.75).