Decision ID: 0dcaa571-7129-5e2c-a3d9-a53da2de763b
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess sein Heimatland eigenen Angaben zufolge am 9. Juli 2005 auf dem Luftweg und traf am 10. Juli 2005 auf dem Flughafen B._ ein, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte. Mit Verfügung vom 10. Juli 2005 wurde ihm die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigert und der Transitbereich des Flughafens B._ für die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis maximal 24. Juli 2005 als Aufenthaltsort zugewiesen. Der Beschwerdeführer wurde am Flughafen B._ am 12. Juli 2005 befragt. Mit Verfügung vom 14. Juli 2005 wurde ihm die Einreise bewilligt. Am 19. Juli 2005 erfolgte die Befragung des Beschwerdeführers (...), am 22. Juli 2005 wurde die direkte Bundesanhörung durchgeführt.
Zur Begründung seines Asylgesuches brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er stamme aus dem Dorf C._ (nahe der Stadt D._) und habe seit dem Jahr 2002 in E._ gelebt und studiert. In den neunziger Jahren sei es in seinem Heimatland zu Studentenunruhen gekommen, als Studiengebühren eingeführt worden seien sowie Stipendien und Vergünstigungen, wie die kostenlose Verpflegung der Studenten, abgeschafft worden seien. Die Unruhen seien von der Polizei gewaltsam beendet worden. Im Jahr 2004 sei ein Verein namens ADDEC (l'Association de défense des droits des étudiants) für sämtliche Kameruner Universitäten gegründet worden. Dieser Verein, dem der Beschwerdeführer als Gründungsmitglied angehöre, habe im Februar/März 2004 an die Regierung einen Katalog mit Forderungen nach Studienvergünstigungen gerichtet. Als der zuständige Minister darauf nicht reagiert habe, hätten die Mitglieder im April 2005 eine Friedensbewegung gegründet. Der Beschwerdeführer sei einer der sechs Anführer an der Universität E._ gewesen. Bei ihrem Protest, an dem Tausende Studenten teilgenommen hätten, hätten sie das Universitätsgelände besetzt. Am nächsten Tag habe der Beschwerdeführer die Studenten seiner Universität sowie die anderen fünf Universitäten zu einem Friedensmarsch in die Stadt aufgerufen. Am Abend desselben Tages habe der Direktor ihrer Universität die  aufgefordert, die Proteste zu beenden, was sie abgelehnt . Der Campus sei von Polizei und Militär besetzt gewesen. Drei Tage später hätten sie in F._ zum Streik aufgerufen. Die Studenten hätten einen Sitzstreik auf dem Campus abgehalten. Die
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Polizei sei gekommen und habe die Anführer aus E._ zusammen mit etwa acht weiteren Personen verhaftet und abgeführt. Gegen Mitternacht habe sie der Gouverneur freigelassen und ihnen gedroht für den Fall, dass sie weiter streiken würden. Zurück in E._ hätten der Beschwerdeführer und die anderen Anführer erfahren, dass sie von der Polizei gesucht würden. Sie hätten auf dem Campus zur Fortführung des Streiks aufgerufen. In der folgenden Woche hätten auch die Studenten der Universität G._ demonstriert. Es sei zu Ausschreitungen von Militär und Polizei gekommen, wobei es sechs Tote und zehn Verletzte gegeben habe. Wenig später habe sich der zuständige Bildungsminister an die Studenten aller Universitäten gewandt und ihnen die Einführung von Studienvergünstigungen in Aussicht gestellt. Mittlerweile hätten fast alle Universitäten bis auf eine gestreikt. Im Zeitraum April bis Mai 2005 seien der Beschwerdeführer und die anderen Anführer insgesamt zwei beziehungsweise viermal verhaftet worden. Die Kriminalpolizei habe sie jeweils eine Nacht lang auf der Polizeistation festgehalten und dabei mit dem Tod gedroht, falls sie nicht mit den Protesten aufhörten. Eines Abends habe er in seiner durchsuchten Wohnung seinen besten Freund tot vorgefunden. Das Militär habe versucht, mit Hilfe von Bestechungsgeldern die Proteste zu beenden. Mitte April beziehungsweise Anfang Mai habe er zusammen mit dreien seiner Freunde im Zimmer eines Freundes gesessen, als sechs Polizisten beziehungsweise Soldaten erschienen seien und sie verhaftet hätten. Sie seien mit dem Tode bedroht worden, die Forderungen der Regierung zu akzeptieren. Der sie überwachende Polizist (beziehungsweise Soldat) sei eingeschlafen, so dass sie ihn gefesselt hätten und entkommen seien. Der Beschwerdeführer sei geflüchtet und habe sich zuerst für etwa zwei Wochen bei einem Freund in E._ aufgehalten. Als er erfahren habe, dass er von der Polizei gesucht werde, sei er Mitte April beziehungsweise Mitte Mai 2005 in sein Heimatdorf C._ geflohen, wo er sich für etwa zwei Monate bei seiner Mutter versteckt habe. Am 7. Juli 2005 sei er zu seinem Bruder nach E._ gegangen, um von dort aus am 9. Juli 2005 auf dem Luftweg mit einem gefälschten Reisepass auszureisen.
Der Beschwerdeführer reichte folgende Dokumente zu den Akten:  kamerunischen Reisepass, einen internationalen Impfausweis,  Geburtsschein, zwei Empfangsbescheinigungen (Ersatz- ), eine Versicherungsbescheinigung vom 17. Juni 2005, eine Reservierungsbescheinigung eines Jugendhotels in (...) (Internet-
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ausdruck vom 9. Juli 2005), eine Quittung eines Reisebüros in E._ vom 9. Juli 2005, einen Visumsantrag, einen adressierten Briefumschlag, neun Visitenkarten, Notizzettel, ein Notizbuch, einen Boarding Pass, ein Flugticket (E._-B._) mit angeheftetem Ausdruck des Reisebüros vom 8. Juli 2005 (Flugzeiten), eine (unleserliche) Kopie eines Schreibens einer Anwaltskanzlei von Februar 2005 an den Prokurator des erstinstanzlichen Gerichtes, eine Geldwechselquittung, eine SIM-Karte, einen Zahlungsbeleg sowie ein Zeugnis der Universität E._ vom 12. Mai 2003.
B. Die Ausweisprüfstelle des Flughafens B._ hielt in ihren  vom 10. Juli 2005 fest, beim Reisepass handle es sich um ein gefälschtes Dokument und bei der einen Empfangsbescheinigung  Anhaltspunkte für eine Fälschung vor, die andere weise eine  auf.
C. Mit Verfügung vom 26. Juli 2005 - gleichentags eröffnet - lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug derselben.
D. Mit Eingabe an die ehemals zuständige Schweizerische  (ARK) vom 22. August 2005 (Poststempel: 24. August 2005) beantragte der Beschwerdeführer, die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben und ihm Asyl zu gewähren sowie eventualiter die  des Wegweisungsvollzuges festzustellen. In  Hinsicht ersuchte er um die Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  um den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Der Eingabe lagen Ausdrucke von Internet-Berichten über die  in Kamerun bei.
E. Mit Verfügung vom 31. August 2005 verzichtete die ARK auf die  eines Kostenvorschusses und verschob den Entscheid über die Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt.
F. Mit Schreiben vom 28. September 2005 der (Beratungsstelle) liess der
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Beschwerdeführer drei Kopien von undatierten Zeitungsberichten und einen Original-Bericht vom 25. Mai 2005 über die Studentenunruhen in Kamerun als Beweismittel einreichen.
G. Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2005 hielt das BFM an seinen Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 13. Oktober 2005 zur Kenntnis gebracht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK am 31. Dezember 2006 hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Nach Auffassung des BFM halten die Vorbringen des  den Anforderungen des Art. 7 AsylG nicht stand, weshalb ihre Asylrelevanz nicht mehr geprüft werden müsse.
Der Beschwerdeführer habe erst in dem Moment ein Asylgesuch , als ihm wegen seines gefälschten Reisepasses die  in sein Heimatland eröffnet worden sei. Tatsächlich Verfolgte  aber erfahrungsgemäss sogleich um Asyl, weshalb seine  erheblich zu bezweifeln seien.
Der Beschwerdeführer schildere die fluchtauslösenden Ereignisse gänzlich unterschiedlich. So habe er bei der Erstbefragung am  ausgesagt, er sei Mitte April 2005, als er sich zusammen mit drei
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Kollegen im Zimmer eines Freundes aufgehalten habe, von der Polizei beziehungsweise dem Militär überwältigt worden, die ihnen für den Fall, dass sie die Angebote der Regierung ablehnten, mit der  gedroht hätten. Nachdem fünf Soldaten weggegangen seien und sie nur noch von einem überwacht worden seien, hätten sie diesen gefesselt und seien geflüchtet. Er sei erst zu einem Freund in E._ geflüchtet, bevor er dann nach C._ gegangen sei. Dagegen habe er bei der Direktanhörung ausgesagt, die Spezialpolizei GSO (Groupement Spécial d'Opération) habe ihn zusammen mit dem Freund in E._, bei dem er sich versteckt habe, verhaftet, geschlagen, mit dem Tod bedroht und zum Posten der GSO gebracht. Er sei am nächsten Tag freigelassen worden und sogleich nach C._ geflohen.
Ausserdem widerspreche sich der Beschwerdeführer in den  hinsichtlich der Anzahl seiner Festnahmen. Auch nenne er  Daten, von Mitte April bis Mitte Mai 2005, wann er von E._ nach C._ geflohen sein wolle.
Zudem sei der Wahrheitsgehalt wesentlicher Vorbringen, die ohne zwingenden Grund im weiteren Verfahren nicht mehr geltend gemacht würden, zweifelhaft. Vorliegend habe der Beschwerdeführer nur bei der Erstbefragung zu Protokoll gegeben, dass er eines Abends seinen besten Freund tot in seinem Zimmer vorgefunden habe. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso der Beschwerdeführer diesen Todesfall in der Bundesanhörung mit keinem Wort mehr erwähnt habe.
4.2 Der Beschwerdeführer hält dem in seiner Beschwerdeschrift , dass er nicht gewusst habe, dass es auch möglich sei, ein Asylgesuch am Flughafen zu stellen. Ferner bestreitet er,  Aussagen gemacht zu haben. Er sei am Flughafen sehr  befragt worden und habe daher gedacht, er müsse in der  Befragung nicht mehr alles sagen. Ausserdem habe er seinen Bruder gebeten, dem BFM eine ADDEC-Mitgliedskarte, seine  der Universität und einen Presseartikel zum Streik zu schicken. Die Dokumente seien anscheinend nicht beim BFM angekommen. Die der Beschwerde beigelegten Ausdrucke von -Berichten über die Studentenunruhen und Tötung von Studenten bezeugten die Gefahr, in welcher er sich als politisch Oppositioneller befinde. Er befürchte, inhaftiert oder getötet zu werden.
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4.3 Die Einschätzung des BFM ist zu bestätigen. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind als unglaubhaft zu bewerten.
Zwar ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er über die Forderungen der Studenten und die tatsächlich und in dem Zeitraum stattgefundenen Proteste der Studenten an der Universität E._ und an den anderen Universitäten viel zu berichten vermochte. Auch sind an der Universität G._ bei den Unruhen Ende April 2005 tatsächlich Studenten ums Leben gekommen. Es könnte also durchaus zutreffen, dass er an den Ereignissen teilgenommen hatte.
Auf der anderen Seite fehlen ihm aber gerade die Kenntnisse über  Elemente der Studentenproteste und der Vereinigung ADDEC, die er als deren angebliches Gründungsmitglied und als  Spezialberater des Präsidenten der Vereinigung wissen müsste. So wird in entsprechenden Medienberichten von zwei  im Zusammenhang mit den Unruhen an der Universität G._ berichtet, der Beschwerdeführer sprach jedoch von sechs beziehungsweise an anderer Stelle von 12 Toten (vgl. A10, S. 16; A25, S. 9). Viel entscheidender dürfte aber sein, dass er trotz seiner angeblichen besonderen Position innerhalb der ADDEC den Namen des Präsidenten der Vereinigung nicht zu kennen scheint. So nannte er ihn Muhamadu Sulaiman und behauptete, nur die Mitglieder würden ihn als Präsidenten kennen (vgl. A25, S. 9), obwohl sich aus zahlreichen Medienberichten, auch aus den vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren eingereichten, ergibt, dass der Präsident der ADDEC in dem betreffenden Zeitraum (Name) war. Auf diesen Namen angesprochen, gab er jedoch zu Protokoll, ihn nicht zu kennen (vgl. A25, S. 10).
Auch fallen die Schilderungen der Studentenproteste sehr allgemein aus, angefangen bei der Beschreibung der Proteste in den  (vgl. A25, S. 3), und sind insbesondere hinsichtlich der  erlittenen Festnahmen und Bedrohungen des Beschwerdeführers wenig substantiiert (vgl. A10, S. 22; A25, S. 3), obwohl gerade bei  einschneidenden Erlebnissen detailliertere Ausführungen erwartet werden konnten.
Die Vorinstanz macht zu Recht auf die unterschiedlichen Versionen der fluchtauslösenden Ereignisse aufmerksam. So sagte der  in der Erstbefragung aus, er sei Mitte April beziehungsweise  Mai im Zimmer eines Freundes zusammen mit drei weiteren
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Freunden von Polizisten beziehungsweise Soldaten überwältigt , die ihnen gedroht hätten, auf die Forderungen der Regierung . Es sei nur einer der Polizisten beziehungsweise Soldaten zu ihrer Überwachung zurückgeblieben. Als dieser eingeschlafen sei, hätten sie ihn gefesselt und seien entkommen. Er sei erst zu einem Freund in E._ geflohen, bevor er in sein Heimatdorf C._ geflohen sei (vgl. A10, S. 17 f.). In der Bundesanhörung ist zwar auch von einem Vorfall die Rede, in dem ihn sechs Polizisten mit dem Tod gedroht hätten (vgl. A25, S. 5). Allerdings will er bei diesem Vorfall alleine in seinem Studentenzimmer gewesen sein und nicht - wie in der Erstanhörung vorgetragen - zusammen mit seinen Freunden im Zimmer eines Freundes, als die Polizei eingetroffen sei. Es handelte sich bei dem Übergriff durch die sechs Polizisten nach seinen Aussagen der Direktanhörung zudem nur um einen von mehreren Bedrohungen im Zeitraum April-Mai 2005 (vgl. A25, S. 4) durch die Polizei und auch nicht um die letzte Bedrohung vor der Flucht zum Freund. In der Direktanhörung gab er als fluchtauslösendes Ereignis zu Protokoll, die Spezialpolizei GSO habe ihn bei seinem Freund in E._ ausfindig gemacht, sie beide verhaftet und in den Keller der GSO mitgenommen, wo sie misshandelt und bedroht worden seien. Am nächsten Tag habe die Polizei sie freigelassen und er sei sogleich in sein Heimatdorf geflohen (vgl. A25, S. 7, 8). In der Erstanhörung erwähnte er hingegen nur, dass ihm in der Zeit, die er sich bei seinem Freund in E._ versteckt habe, Vertrauensleute von der Suche nach ihm berichtet hätten, woraufhin er in sein Heimatdorf geflohen sei (vgl. A10, S. 18).
Sodann fallen weitere Widersprüche in den Aussagen des  auf hinsichtlich der zeitlichen Einordnung der Ereignisse. Nach den Aussagen der Bundesanhörung ist er erst Ende April 2005 in F._ festgenommen worden (vgl. A25, S. 4). Dies widerspricht der Aussage in der Erstbefragung, er habe bereits Mitte April zu einem Freund in E._ fliehen müssen, da er polizeilich gesucht worden sei (vgl. A10, S. 18). Auf der anderen Seite will er in der gleichen Zeit, nämlich April/Mai des Jahres, den Polizeiposten in F._ aufgesucht haben, um seine Identitätskarte anzufordern (vgl. A10, S. 11). Dies, ohne dabei verhaftet worden zu sein. Auf entsprechende Nachfrage behauptete er, zu der Zeit, als er sich mit den anderen nach F._ begeben habe, um seine Identitätskarte zu beantragen, sei er noch nicht gesucht worden, da sie die Verhandlungsangebote der Regierung noch nicht abgelehnt hätten. Erst, als sich der
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Nationalfeiertag, der 20. Mai, genähert habe, hätten sie definitiv die Verhandlungsangebote abgelehnt (vgl. A10, S. 21). Dies widerspricht der vorigen Behauptung, er habe Mitte April fliehen müssen.
Überhaupt widersprach er sich hinsichtlich des Zeitraumes, in dem er E._ verlassen und nach C._ zu seiner Familie gegangen sein will. Die sei einmal Mitte April 2005 (vgl. A10, S. 7), dann Ende April 2005 (vgl. A 19, S. 1; A10, S. 18) und schliesslich Anfang bzw. Mitte Mai 2005 (vgl. A25, S. 4, 6, 7) geschehen.
Auch unterscheidet sich die Anzahl der angegebenen Verhaftungen des Beschwerdeführers: So ist er laut Flughafenbefragung insgesamt viermal vorübergehend in Haft genommen worden (vgl. A10, S. 16), in der Direktanhörung sagt er demgegenüber aus, lediglich zweimal für eine Nacht festgenommen worden zu sein, einmal in E._  am 9. oder 10. Mai 2005, das andere Mal in F._ am 29. April 2005 (vgl. A25, S. 9),
In der Erstbefragung am Flughafen gab er zu Protokoll, er habe sich etwa zwei Wochen bei einem Freund nach der Flucht aufgehalten (vgl. A10, S. 18), bei der zweiten Anhörung sprach er jedoch von zirka einer Woche (vgl. A25, S. 7).
Auch widerspricht seine Angabe des Zeitpunktes, wann er den  und das Flugticket erhalten haben will, nämlich zwischen dem 4. und 6. Juli 2005 in C._ (vgl. A10, S. 10, 19), dem auf der Kaufquittung vermerkten Datum des Kaufs vom 9. Juli 2005 beziehungsweise dem Flugzeiten-Ausdruck des Reisebüros vom 8. Juli 2005 (vgl. A10, S. 21).
Die eingereichten Dokumente verstärken die Zweifel an der  der Vorbringen noch. Neben der Tatsache, dass er einen  Reisepass und fragwürdige Ersatz-Identitätskarten  hat, werfen die in einzelnen Dokumenten vermerkten Daten  hinsichtlich seiner Verfolgungsvorbringen auf, da sie den vom  vorgebrachten Zeiträumen widersprechen. So fällt auf, dass der Beschwerdeführer gemäss dem entsprechenden Eintrag in seinem Impfausweis am 26. Mai 2005 in E._ eine  erhalten haben soll. Ausserdem ist ihm gemäss dem eingereichten Schreiben am 17. Juni 2005 eine Reiseversicherungsbescheinigung in E._ ausgestellt worden. Zu diesen Zeitpunkten will er sich aber (seit April bzw. Mai) in seinem
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Heimatdorf C._ aufgehalten haben und erst im Juli 2007 zur Ausreise nach E._ zurückgekehrt sein. Auch ergibt sich aus der Gesamtschau der eingereichten Dokumente, dass der Beschwerdeführer seine Ausreise aus dem Heimatland sorgfältig geplant und organisiert hat, was die Zweifel an der Glaubhaftigkeit einer Verfolgung ebenfalls verstärkt.
Auch ist es, wie das BFM zu Recht ausführt, nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in der Bundesanhörung die Ermordung seines Freundes nicht mehr erwähnt, muss es sich doch hierbei um ein schockierendes Erlebnis gehandelt haben, das zudem die eigene Gefährdung unterstreichen würde. Die Erklärung des , er habe gedacht, es sei nicht nötig, in der Direktanhörung noch einmal alle Vorbringen zu wiederholen, überzeugt nicht.
Überhaupt ist die geltend gemachte Befürchtung des , er würde als Anführer der Proteste von der Polizei umgebracht werden, angesichts der Tatsache, dass er mehrfach ohne weitere  verhaftet und wieder freigelassen worden sein soll, wenig verständlich (vgl. A10, S. 20; A 25, S. 11).
4.4 Gesamthaft halten die Aussagen des Beschwerdeführers den  an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand, weshalb deren Asylrelevanz nicht weiter geprüft werden muss. Die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ist damit zu verneinen.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6.
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6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
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ner Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die  Menschenrechtssituation im Heimatstaat/Herkunftsstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der  sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen  zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
Das Vorhaben der Regierung von Präsident Paul Biya, mit einer  die bisherige Amtszeitbeschränkung für  abzuschaffen, hat gegen Ende des Jahres 2007 in ganz  zu massiven innenpolitischen Spannungen geführt, welche sich durch die stark angestiegenen Lebenshaltungskosten verstärkten und Ende Februar 2008 zu blutigen Unruhen in mehreren Städten  führten. Bei den Auseinandersetzungen mit den  sind zahlreiche Demonstranten getötet worden. In der  hat sich die Lage nach Zugeständnissen seitens der Regierung wieder beruhigt, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt bezüglich Kamerun nicht von Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner  gesprochen werden kann, welche für den Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr in die Heimat eine konkrete Gefährdung darstellen würde.
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6.5 Im Weiteren sprechen auch keine individuellen Gründe gegen eine Zumutbarkeit der Rückweisung. Der nach Aktenlage junge und  Beschwerdeführer verfügt über ein familiäres Beziehungsnetz (vgl. A19, S. 3) und einen grossen Bekanntenkreis. Nach dem Gesagten  sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
6.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
9. Das hängige Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, da der Beschwerdeführer mittlerweile einer beruflichen Tätigkeit nachgeht und aus den Akten nichts hervorgeht, aus dem sich trotz des bestehenden  eine aktuelle Bedürftigkeit ergeben würde.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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