Decision ID: 9af06ff8-9bfb-4605-af6d-c63d3224cece
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964
, erlitt am
9.
Mai 2004 bei einem Selbstunfall mit ihrem Personenwagen eine HWS-Distorsion ohne neurologische Defizite. Nach
einer Phase von
Arbeitsunfähigkeit trat sie
am 4. Oktober 2004 eine Stelle als Automatenbetreuerin an
und ging dieser Tätigkeit bis
zur erneuten dauern
den
Arbeitsunfähigkeit ab
1
0.
November 2006
in einem vollschichtigen Pensum nach.
In der Folge wurde das Arbeitsverhältnis per 3
1.
Mai 2007 aufgelöst (Arbeitgeberbericht vom
8.
Februar 2008, Urk. 12/13). Die
Zürich-Versiche
rungsgesellschaft AG (nachfolgend: Zürich)
als zuständiger Unfallversicherer stellte ihre Leistungen (Taggeld und Heilungskosten) gestützt auf das beim
Y._
,
in Auf
trag gegebene
polydiszip
linäre
Gutachten
vom 1
2.
Juni 2008 (Urk. 12/18)
per 31. Juli 2008 ein
.
Dieser Entscheid wurde vom hiesigen Gericht mit unangefochten gebliebenem Urteil vom 1
6.
September 2010 (Prozess-Nr. UV.2009.00073)
bestätigt. Das Gericht hielt dabei zusammenfassend fest,
gestützt auf das Gutachten
der MEDAS
Y._
könne
davon ausgegangen werden, dass spätestens im Zeitpunkt de
r
Leistungs
einstellung
per 3
1.
Juli 2008 zwischen dem Unfall vom
9.
Mai 2004 und dem aktuellen Beschwerdebild (unspezifisches chronisches
zerviko-zephales
Schmerzsyndrom mit rezidivieren
der
leichtgradiger
depressiver Störung) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr
bestehe.
Am
9.
Januar 2008 meldete sich
X._
bei der Invalidenversiche
rung wegen der seit dem Unfall vom
9.
Mai 2004 anhaltenden Kopfschmerzen
und
Depressionen zum Leistungsbezug an (Urk. 12/3).
Nach
Beizug
der
UV-Akten inkl. des Gutachtens
der MEDAS
Y._
und verschiedener weiterer medizi
nischer Unterlagen teilte die IV-Stelle Zürich der Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Februar 2009 mit, da der Invaliditätsgrad bei 27 % liege, bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 12/27).
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
unternahm Prof.
Dr.
med.
Z._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
eine psychiatrische Standortbestimmung und postulierte vor dem Hintergrund der Diagnose gemäss ICD-10 F45.41 (Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren) eine Rest-Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepasster Tätigkeit seit August 2008 (Feststellungsblatt vom 1
0.
Mai 2010, Urk. 12/48).
Mit Verfügungen vom 1
0.
Mai 2010 (Urk. 12/51) bzw. 2
6.
August 2010 (Urk. 12/61) sprach die
IV-Stelle der Versicherten
daraufhin
bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 55 % eine halbe Rente mit Wirkung ab
1.
November 2008 zu.
Anfang
s
2011 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision ein
(Urk. 12/65) und liess
beim
A._
das Gutachten
vom
1.
Dezember 2011
,
Urk.
12/76) erstellen, worin
X._
ab
Begutachtungszeit
punkt
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde (
vgl.
Urk.
12/76/42
). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
, in dessen Rah
men
die Gutachterstelle
zu den Einwendungen de
r
Versicherten Stellung nahm (
Urk.
12/87
), hob die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
2.
März 2012
die Rente auf Ende des der Zustellung folgenden Monats auf (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
mit Eingabe vom
7.
Mai 2012 (Urk. 1) Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei nach wie vor mindestens eine halbe Rente zuzusprechen; eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen;
subeventual
i
ter
sei die Sache zu weiteren gutachtlichen Abklärungen und neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Weiteren beantragte sie die Wieder
herstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.
Mit Beschwerdeantwort ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde
(Urk.
11). Mit Verfügung vom
3.
Juli 2012 wies das hiesige Gericht das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab und stellte der Beschwerdeführerin gleichzeitig die Beschwerdeantwort zu (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 17 des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 105 V 29).
Fehlen
die
in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die
Rentenverfü
gung
lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sie ist verpflichtet, darauf zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wer
den, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 110 V 176 E. 2a, 292 E. 1 mit Hinweisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gegebenenfalls mit der substituierten Begrün
dung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/
bb
; Urteil des Bundesgerichts 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 mit Hinweis).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
gründet
ihren Entscheid
auf
den Beurteilungen der Gutachter
des
A._
und der Stellungnahme des RAD,
wonach ab
Gutachtens
zeitpunkt
keine die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschränkende Diagnose mehr gestellt werden könne
.
Gegenüber der letzten Begutachtung vom Novem
ber 2008 sei grundsätzlich von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit einhergehend auch der Arbeitsfähigkeit auszugehen
(Urk. 12/76/43 und Urk. 12/88/3)
. Demgegenüber macht
die Beschwerdeführerin
eine Reihe formeller (Urk. 1 S. 9-17) und materieller (Urk. 1 S. 18-37) Mängel des
A._
-Gutachtens geltend, auf welche - soweit notwendig - nachfolgend in E.
2.5
ein
gegangen wird.
Vorab zu prüfen ist aber der sinngemässe Einwand, es liege gar keine revisionsrechtlich erhebliche Gesundheitsänderung vor, weshalb
der Beschwerdeführerin mindestens die bisherige halbe Rente weiter auszurichten sei (Urk. 1 S. 40 Mitte).
2.2
Vergleichszeitpunkt für die Frage,
ob
eine erhebliche Veränderung des Gesund
heitszustandes vorliegt, ist die ursprüngliche Rentenverfügung vom 10. Mai 2010 (Urk. 12/51; vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2, mit Hinweisen).
Die
darin festgelegte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab August 2008, welche zur
Zusprache
einer halben Rente führte, basiert
gemäss Verfügung vom 1
0.
Mai 2010
auf
einer psychiatrischen Standortbestimmung im RAD
(Urk. 12/51/3). In den Akten findet sich dazu lediglich eine als "Stellungnahme" bezeichnete Zusammenfassung von Prof.
Z._
vom 19. November 2009 (Urk. 12/48/2-3). Prof.
Z._
führte darin aus, im Anschluss an den Autounfall im Mai 2004 habe sich rasch ein
chronifi
zierendes
Schmerzverarbeitungssyndrom entwickelt, das sich trotz intensiver lege
artis
durchgeführter un
d
interdisziplinär ausgerichteter Therapien zu einer ausgeprägten Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(ICD-10 F45.41) ausgeweitet habe.
Vor diesem Hintergrund sei ab August 2008 eine Rest-Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angepasster Tätigkeit zu postulieren.
Da ein Bericht zu dieser Standortbestimmung fehlt, ist unklar,
wie
Prof.
Z._
zu
dieser B
eurteilung gelangt
e.
Eine Auseinandersetzung mit dem für den
Vorbe
scheid vom 10.
Februar 2009
(Urk. 12/27)
massgeblichen Gutachten der
MEDAS
Y._
und eine Begründung für
die
markant abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
(50 % statt 80 %) fehlen
vollständig
(vgl. die Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
med.
B._
vom 5.
August 2008, der das Gutachten der MEDAS
Y._
als plausibel und nachvollziehbar beurteilte).
Trotz dieser offen
sichtlichen Mängel des Berichts von Prof.
Z._
schwenkte die
Beschwerde
gegnerin
um und sprach der Beschwerdeführerin entgegen dem Vorbescheid eine Rente zu.
Es kann offen bleiben,
ob dieses Vorgehen
rechtens war
(vgl. E. 1.1)
. Denn wie die folgenden Überlegungen zeigen,
ist
so oder anders
von einer revisionsrechtlich
rel
e
vanten
Verbesserung des
psychischen
Gesundheits
zustandes auszugehen.
2.3
Der psychiatrische Gutachter der MEDAS
Y._
diagnostizierte eine gegenwärtig leichte Episode einer rezidivierenden depressiven Störung. Dadurch sei die Beschwerdeführerin leicht vermindert belastbar, zeige einen sozialen Rückzug, könne sich nicht mehr richtig freuen und beklage einen gewissen
Lebensver
lei
der
, ohne aber suizidal zu sein. Diese Einschränkungen rechtfertigten eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (Urk. 12/18/14-15).
Im Bericht des
C._
vom 1
6.
Oktober 2009 (Urk. 12/40), wo die Beschwerdeführerin ambulant psychotherapeutisch behandelt wurde, ist von einem zunehmend depressiven Zustandsbild die Rede, ohne genauere Diagnose. Die Arbeitsfähig
keit schätzten die dortigen Ärzte auf 50 %. Nach Einleitung der Rentenrevision berichtete
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychothera
pie, am
2
1.
März 2011 (Urk. 12/71) von einer mittelgradigen depressiven Epi
sode im Rahmen einer längerdauernden depressiven Störung (ICD-10 F33.11).
2.4
Die bisherigen psychiatrischen Diagnosen bewegten sich somit zwischen einer ausgeprägten Schmerzstörung
(Prof.
Z._
)
und einer leichten bzw. mittel
gradigen depressiven Episode mit Arbeitsunfähigkeiten zwischen
2
0
% und 5
0 %.
Demgegenüber erhob die psychiat
rische Gutachterin des
A._
, Dr. med.
E._
, Fachärztin Allgemeine Medizin und Psychiatrie und Psychotherapie FMH
(vgl. Urk. 12/76/29-36)
, einen unauffä
lligen psychischen Befundstatus und
stellt
e
keine psychiatrische Diagnose mit eigenständigem, anhaltendem
Krank
heitswert
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Die Expertin führte eine ausge
dehnte psychopathologische
Befunderhebung
durch und schloss daraus, dass die
Symptomatologie, die die Beschwerdeführerin aufgrund der Beeinträchtigung, der Schmerzen und der allgemeinen Situation angebe, aktuell und für die unmittelbare Vergangenheit nicht aus
reiche
, um eine psychiatrische Störung zu attestieren.
Dr.
E._
befasst
e
sich sodann ausführlich mit den in der Vergangenheit
ver
schiedentlich diagnostizierte
n
Somatisierung
s
-
und affektive
n
Störung
en
(depressive Zustände)
. Für eine
Somatisierungsstörung
lägen bei
d
er Beschwer
deführerin die hierfür erforderlichen Kriterien gemäss den diagnostischen Leitli
nien nicht vor.
Sie weist
zudem
darauf hin,
dass eine
Somatisierungsstörung
allgemein nur dann diagnostiziert werden könne, wenn der Beginn der Schmerzsymptomatik mit einer emotionalen Konfliktsituation oder einem psy
chosozialen Problem in engem k
ausalem Zusammenhang stehe. Die
Beschwer
deführerin
sei nach dem Unfall von 2004
aber
in der Lage gewesen, fast zwei Jahre lang einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Es fehle damit an einem aktuellen Zusammenhang mit dem Beginn der Schmerzproblematik im Jahr 2004
, weshalb sie eine
Somatisierungsstörung
nicht bestätigen könne.
Weiter führte die Gutachterin aus, auch
eine depressive Störung mit
eingenständi
gem
Krankheitswert könne bei der Beschwerdeführerin nicht (mehr) diagnostiziert werden. Die hierfür erforderlichen Kriterien gemäss ICD-10 seien nicht oder zu wenig
ausgeprägt
vorhanden, um diese Diagnose stellen zu kön
nen. Sofern in der Vergangenheit eine gewisse Tendenz oder eine bedrückte Stimmung vorgelegen haben sollte, werde diese als vollständig remittiert gewertet und allenfalls im Zusammenhang mit der berichteten
Schmerzkompo
nente
gesehen. Retrospektiv müsste das Vorliegen einer krankheitswertigen
anhaltenden schweren affektiven Störung mit Behandlungsbedürftigkeit in
Frage gestellt werden. Folgerichtig hätten die Gutachter der MEDAS
Y._
dann
zumal
denn auch lediglich eine leichte depressive Störung attestiert.
Aus dem
psychiatrischen
Teilg
utachten von
Dr.
E._
geht
somit
klar und nach
vollziehbar hervor, dass zumindest im Gutachtenszeitpunkt im August 2011 keine krankheitswertige psychische Störung mehr vorlag. Falls früher eine solche zumindest in leichter oder mittelgradiger Form bestanden haben sollte, wäre diese zwischenzeitlich vollst
ändig remittiert. Auch der neurologische Fachgutachter des
A._
,
Dr.
med.
F._
,
hielt - wie zuvor schon ver
schiedene andere Fachärzte für Neurologie -
fest, dass auf seinem Fachgebiet
keine Erkrankung oder Störung vorliege, die eine anhaltende
Leistungsminde
rung
und eine Arbeitsunfähigkeit begründen könne. Ein strukturelles,
organpa
thologisches
Korrelat der von der Beschwerdeführerin geschilderten Kopf
schmerzen und anderen Sym
ptomen sei nicht diagnostizierba
r. Der Spannungs
kopfschmerz sei
nicht
invalidisierend und eine Leistungsminderung leite sich daraus nicht ab.
Insgesamt resultierte aus der Begutachtung im
A._
lediglich die Diagnosen eines Sp
annungskopfschmerzes und eines
z
ervikozephalen
Schmerzsyndroms, beide ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Folgerichtig erachteten die Exper
te
n
die Beschwerdeführerin in der ursprünglichen Tätigkeit als
Automatenbe
treuerin
wie auch in allen ihrem Leistungsspektrum entsprechenden
Verweistä
tigkeiten
voll arbeitsfähig (Urk. 12/76/42).
2.5
Die Beschw
erdeführerin macht
demgegenüber
geltend, das
A._
-Gutachten sei derart mangelhaft und stehe im Widerspruch zu den einheitlichen medizini
schen
Vorakten
, dass keinesfalls darauf abgestellt werden könne (Urk. 1 S. 8
f.
).
Kritisiert wird im Wesentlichen (vgl. Urk. 1 S. 39 Titel: "Conclusio"), die Begut
achtung sei nur von zwei statt drei Fachärzten vorgenommen
worden
, es habe keine Konsensbesprechung stattgefunden und das Gutachten
sei
unter Miss
a
chtung des wichtigsten medizinis
chen Aktenstücks, der Stellungnahme von Prof.
Z._
,
erstellt worden.
Die
Einwendungen verfangen indessen
aus fol
genden Gründen
nicht
:
Es ist davon auszugehen, dass
der
das Gutachten
unterzeichnende
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Innere Medizin FMH,
die
versicherungs
medizinische
Beurteilung mit den Zusammenfassungen der fachspezifischen Teilgutachten verfasst hat. Die
Dres
.
E._
und
F._
haben
lediglich
die
ihren Fachbe
reich
en
betreffende
n
Exploration
en durchgeführt,
darüber
zuhanden des
Dr.
G._
je Bericht erstattet und das Schlussgutachten mitunterzeichnet. Die Fachärzte kamen je einzeln zum klaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig sei.
Unter diesen Umständen war aber von vornherein nicht zu
erwarten, dass anlässlich einer Konsensbesprechung gesamthaft eine Vermin
derung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt würde, welche zu einer
rentenbegrün
denden
Invalidität führen könnte. Dass eine mündliche Absprache
allenfalls
unterblieben ist, lässt sich daher im Hinblick auf die auch Gutachterstellen zuzubilligende Möglichkeit, ihre Aufgaben auf möglichst rationelle Weise zu erledigen und deshalb von aufwändigen, letztlich aber unnötigen
Verfahrens
schritten
abzusehen, nicht beanstanden.
Dies gilt sinngemäss auch für den Ein
satz der Gutachterin
Dr.
E._
in ihren beiden Fachgebieten Allgemein Medizin und Psychiatrie.
Auch die im Gutachten nicht erwähnte
Stellungnahme von RAD-Arzt Prof.
Z._
vom 1
9.
November 2009 bildet keinen Grund dafür,
den Beweiswert des
A._
-
Gutachtens in Zweifel
zu ziehen.
Offensichtlich stand
diese Stellung
nahme
den Experten gar nicht zur Verfügung (vgl. Aktenverzeichnis, Urk. 12/76/2). Wie vorstehend (E. 2.2) erwähnt, handelt es sich
dabei
um eine fachmedizinis
ch
nicht begründete Stellungnahme,
mit welcher sich die Experten auch nicht auseinanderzusetzen brauchten
. Dass die Beschwerdegegnerin bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
aus unerfindlichen Gründen
darauf abge
stellt hat, ändert nichts.
2.6
Im Gutachten des
A._
wird plausibel und nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerdeführerin aus internistischer, neurologischer und psychiatrischer Sicht
in jeder ihrem
Leistungspektrum
entsprechenden Tätigkeit
uneinge
schränkt arbeitsfähig ist. Das Gutachten entspricht de
n
rechtsprechungsgemäs
sen
Krite
rien (vgl. E. 1.3), weshalb ihm voller Beweiswert zuzuerkennen und darauf abzustellen ist.
Die Beschwerdegegnerin hat die Rente des Beschwerdeführers zu Recht aufgeho
ben, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
3.
Die auf
Fr.
7
00.-- festzulegenden Gerichtskosten (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) sind ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.