Decision ID: 29fec180-44c2-44d6-b182-0efe8e8a228b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die
1956 geborene
X._
, kaufmännisch Angestellte
mit Eidgenössischem
Fähig
keitszeugnis
(
Urk.
6/7
/10
)
und Mutter eines 1988 geborenen Sohnes, war zuletzt von 2007 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch
den Arbeit
geber
(nach Angaben der Versicherten zufolge Krankheit, Mobbing und Um
strukturierung,
Urk.
6
/24/2)
Ende Oktober 2012 im
Teilzeitpensum als Sekretä
rin
bei de
n
Y._
tätig (
Urk.
6/7/1,
Urk.
6
/14/2
,
Urk.
6/24/2
). Seither bezog sie
Leistungen der
Arbeitslosenversicherung (
Urk.
6
/20
). Mit Datum vom 1
8.
Februar 2013 meldete sich
die Versicherte
unter
Hinweis auf die behandelnden
Ärzte
(
zufolge
psychische
r
Beeinträchtigun
gen
/
Alkoholismus)
bei der Eidgenössischen
Invaliden
versicherung zum
Leis
tungs
be
zug
an (
Urk.
6
/9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog aktuelle Auszüge aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom 1
7.
Mai 2013,
Urk.
6
/18; IK-Auszug vom 2
2.
Mai 2013,
Urk.
6
/19) bei und tä
tigte medi
zi
nische Abklärungen. Ausserdem beauftragte sie ihren
Abklärungs
dienst
mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit im Haushalt (
Abklärungs
bericht
vom 2
9.
Juli 2013,
Urk.
6
/24). Nach durchgeführtem
Vor
bescheidver
fah
ren
(Vorbescheid vom 2
4.
O
ktober 2013, Urk.
6
/27; Einwand vom 1
5.
Dezem
be
r 2013,
Urk.
7/32) verneinte die IV-Stelle
mit unangefochten gebliebener Verfü
gung
vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
7/33) einen Re
ntenanspruch der Versicherten
bei
einem Inva
liditätsgrad von 0
%
.
1.2
Das Schreiben der Versicherten vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
6
/35), womit sie unter Hinweis auf eine massive Verschlechterung ihrer psychischen und physischen Gesundheit darum ersuchte, „ihren Fall wieder aufzurollen“, nahm die IV-Stelle als Neuanmeldung entgegen. Nachdem die IV-Stelle zunächst mit Vorbescheid vom 1
6.
Mai
2014
(
Urk.
6/43)
Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehre
n angezeigt hatte, gab sie nach
Eingang weiterer medizinischer Unterlagen die
psychiatrische Expertise
von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychi
a
trie und Psychotherapie und Chefarzt
in der
A._
, vom 19.
September 2014 (
Urk.
6
/63) in Auftrag. Mit neue
m Vorbescheid
vom 26.
November 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in
Aussicht (
Urk.
6
/68), wogegen diese am
9.
Januar
2015 Einwand erhob (
Urk.
6
/71).
Mit Antworts
chreiben vom
6.
März 2015 bezog
Dr.
Z._
auf Veranla
ssung der IV-Stelle Stellung
zu den
einwandweise
gegen seine Ex
pertise vorgebrachten Beanstandungen
,
und hielt dabei im Wesentlichen
an seiner Ein
schätzung und seinen Ausführungen
im Gutachten fest
(
Urk.
6/73). Nach Ein
gang weiterer medizinischer Unterlagen
wies
die IV-Stelle das
Leistungsbe
geh
ren
der
Versicherten mit Verfügung vom
6.
Mai 2015 ab und begründete dies damit, es liege kein
v
ersicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor (
Urk.
2)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am
4.
Juni 2015 Beschwerde und bean
tragte, es sei die Verfügung vom
6.
Mai 2015 aufzuheben und ihr eine ganze IV-Rente zuzu
sprechen (
Urk.
1 S. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 26.
Juni 2015 schloss die
Be
schwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was der Beschwer
deführerin am
1.
Juli 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgesetzes [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Drei
viertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente,
wenn sie mindestens zu 50 Pro
z
ent, oder auf e
ine
Viertelsrente
, wenn sie min
destens zu 40 Prozent invalid sind.
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
8
Für die Bejahung eines Rentenanspruches im Rahmen einer Neuanmeldung nach
vorausgegangener rechtskräftiger Verneinung wird analog zur
Rentenre
vision
gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG eine erhebliche Änderung des
Invaliditäts
grades
verlangt (BGE 130 V 71, 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob eine solche Änderung eingetre
ten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalte
s im Zeitpunkt der letzten mate
riellen rentenverweigernden rechtskräftigen Verfügung mit demjenigen zur Zeit des auf die Neuanmeldung hin ergangenen Entscheids (BGE 130 V 64 E. 2 mit Hinweis, 130 V 71 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei ist zu beachten, dass Anlass zur Rentenrevision jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen gibt, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu
beein
flussen (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Dagegen stellt eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe
nen Sach
verhaltes keine revisionsbegründende Tatsachenänderung im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar (BGE 112 V 371 E. 2b; vgl. auch BGE 133 V 545 E. 6.1, 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung
im Wesentli
chen
, gestützt auf das
psychiatrische
Gutachten von
Dr.
Z._
liege kein ver
sicherungsrechtlich re
levanter Gesundheitsschaden vor, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung best
ehe
(
Urk.
2 S. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin
zusammengefasst
auf den Standpunkt, das Gutachten von
Dr.
Z._
sei
zufolge offensichtlicher
Fehler
sowie diverser – näher
beschriebener – Mängel nicht
beweiskräftig (
Urk.
1 S. 4 f.
).
Vielmehr sei
gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
B._
[recte: med.
pract
.
B._
]
vom 1
5.
Oktober 2014
von einer 100%igen Arbeitsunfäh
igkeit im ersten Arbeits
markt auszugehen (
Urk.
1 S. 6). Ausserdem sei eine
Wiedereinarbei
tungs
zeit
notwendig (
Urk.
1 S. 8). Schliesslich erklärte die Beschwerdeführerin
ihre
Einwandbegründung
vom
3.
Juli 2014
als integrierenden
Bestandteil der vorlie
genden Beschwerde (
Urk.
1 S. 9).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse (vgl. E. 1.
8
) bildet vorliegend die un
an
gefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom
2
3.
Januar
2014
(
Urk.
6
/33
),
welche
gestützt
auf die nachfolgend zitierte Aktenlage erging
.
3.2
Mit Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 2
0.
Mai 2013 stellte die seit 2009 be
handelnde
Dr.
C._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
6/17/3):
-
Angst- und depressive Störung, gemischt
(
F41.2
)
-
Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent
,
(
F10.20
)
seit Jahren
-
Posttraumatische Belastungsstörung
(
F43.1
)
seit März 2012
-
Kachexie, Differenzialdiagnose (DD) Anorexie Body Mass Index (BMI)
15.5 kg/m
2
Im Zusammenhang mit Stress, Ängsten und Überforderung reagiere die Be
schwer
deführerin mit Alkoholüberkonsum, welcher wiederholt zu psychiatri
schen
Hospitalisationen
geführt habe. So sei die Beschwerdeführerin namentlich vom 2
7.
August bis 2
1.
September 2007 (
D._
), vom 2
2.
bis 3
1.
März 2012 (
E._
, nachfolgend:
E._
), vom 1
1.
Juni bis 1
1.
Juli 2012 (
D._
) sowie vom 2
2.
Februar bis
1.
März 2013 (
E._
) stationär behandelt worden (
Urk.
6/17/3 f.).
Die Be
schwer
deführerin habe Stimmungsschwankungen
, leide an Zukunftsängsten
und
sei psychisch wenig stabil.
Es bestehe eine erhöhte Erschöpfbarkeit. Sodann
seien
Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis
leicht
eingeschränkt. Aktuell gehe es der Beschwerdeführerin gut und sei
sie
alkoholabstinent. Es sei indes damit zu rechnen, dass eine erneute Stresssituation zur psychischen De
kom
pen
sation und zu ern
eutem Alkoholkonsum führe
. In der zuletzt ausgeüb
ten Tätig
keit sei
die Beschwerdeführerin
seit November 2009 bis auf weiteres zufolge
schneller Ermüdbarkeit und eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit 50
%
arbeits
fähig. Nach 4 Stunden sei
sie
nicht mehr genügend leistungsfähig, da Konzentration und Aufmerksamkeit ab
nehmen würden
.
Ihre Leistungsfähig
keit sei indes nicht vermindert.
Eine angepasste Verweistätigkeit mit „normaler Be
lastung“ sei der Beschwerdeführerin ebenfalls 4 Stunden täglich zumutbar. Die
geschilderten
Einschränkungen liessen sich mit medizinische
n
Massnahmen
nicht
vermindern
(Urk.
6/17/
4 f.)
.
3.3
Gestützt auf den Abklärungsbericht vom 2
9.
Juli 2013
(
Urk.
6/24)
qualifizierte
die
Be
schwerdegegnerin
die Beschwerdeführerin als
teilerwerbstätige Hausfrau
, wobei sie den Anteil der Erwerbstätigkeit und den Anteil der Haushaltstätigkeit auf
je
50
%
festgesetzt hat. Sie stützte sich dabei auf die Fest
stellungen der Abklärungsperson, wonach
der 1988 geborene Sohn der Be
schwerdeführerin bei Eintritt
des Gesundheitsschadens
(März 2012) bereits 23 Jahre alt gewesen sei und anfangs 2013 die gemeinsame Wohnung verlassen habe. Die
Beschwerde
führerin
sei
in ihrer letzten Tätigkeit
von Februar 2007
bis Oktober
2012
indes
nie mehr als
im 50
%
-Pensum
tätig
gewesen
und
habe
während der
Anstel
lungs
dauer
auch keinerlei Anstrengungen unternommen
in
Richtung
Erhöhung des Arbeitspensums oder Aufnahme einer
anderweitigen
Erwerbstätigkeit
mit höhe
rem Arbeitspensum
. Vielmehr habe ihr das
zuletzt er
zielte Einkommen nach eigenen Angaben gereicht
. Vor diesem Hintergrund könne nicht von einem vollen Arbeitspensum im Gesundheitsfall ausgegangen werden
(
Urk.
6/24/3
).
3.4
Mit Schreiben vom 15. Dezember 2013
wandte
sich
Dr.
C._
an die
Be
schwerdegegnerin
und teilte
mit, die krankheitsbedingten Einschränkungen der Beschwerdeführerin hätten sich seit ihrem Bericht vom 2
0.
Mai 2013 zuneh
mend manifestiert und seien klarer ersichtlich geworden.
Im November 2013 sei es erneut zu einem psychischen Zusammenbruch mit
Hospitalisation
per Für
sorgerische
m
Freiheitsentzug in der
E._
gekommen.
Es sei unsicher, ob
die Beschwerdeführerin
einer 50%igen Tätigkeit wirklich gewachsen
sei
und dem Druck standhalten könne. Ausserdem sei die Leistungsfähigkeit
der Be
schwerdeführerin
seit der letzten Beurteilung auch vermindert. Es habe sich im Verlauf geze
igt, dass sie
schnell überfordert sei und alsdann mit Ängsten und Alkoholüberkonsum reagie
re. Aus ihrer Sicht sei die Beschwerdeführerin
im ersten Arbeitsmarkt zu 30
%
arbeitsfähig (
Urk.
6/32).
3.5
Gestützt auf die
von
Dr.
C._
postulierte Arbeitsfähigkeit von 50
%
resp. 30
%
verneinte die Beschwerdegegnerin
mit rechtskräftiger Verf
ügung vom 2
3.
Januar 2014 (Urk.
6/33)
einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
bei einem
nach der gemischten Me
thode bemessenen Gesamtinvalidi
tätsgrad
von 0
% resp. 20
%
(vgl.
auch
Fests
tellungsblatt zum Beschluss,
Urk.
6/25).
4.
4.1
Im Rahmen
der Neuanmeldung vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
6/35) stellt
e
sich die Aktenlage wie folgt dar:
4.2
Auf freiwillige notfallmässige Selbsteinweisung hielt sich die Beschwerdeführe
rin vom 27. Februar
2014
bis 7. März 2014 zur
4.
p
sychiatrischen
Hospitali
sation
in der
E._
auf.
Im
Austrittsbericht vom 10
.
März 2014
wurden
unter dem Titel „p
sychiatrische Diagnosen und Belastungsfaktoren nach
ICD-10“
(1) eine m
ittel
gradige depressive Episode
(
F32.1
)
, (2)
p
sychische und Ver
haltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom
(
F10.2
)
sowie (3) eine
Anorexia
nervosa
(
F50.0
)
diagnostiziert.
In somatischer Hinsicht wurde eine
Thrombo
zytopenie
DD
nutriv
-toxisch bedingt
(
R74.8
)
sowie eine Erhöhung der Transaminasen DD nutriti
v-toxisch bedingt
(
D69.61
)
festgestellt
(
Urk.
6/34/2).
Bei der allseits orientierten Beschwerdeführerin in reduziertem Allgemein- und kachektischen Ernährungszustand hätten sich leichte Aufmerksamkeits-,
Auf
fassungs
- und Konzentrationsstörungen gezeigt.
Sie sei
im Affekt niederge
schlagen
und es sei ein starker Leidensdruck
spürbar. Die emotionale
Schwin
gungsfähigkeit
sei eingeschränkt und Antrieb und Psychomotorik
seien
redu
ziert
(
Urk.
6/34/2 f.).
Zu Beginn des Aufenthaltes sei eine komplikationslose
Ent
zugs
behandlung
durchgeführt worden. In der Psychotherapie
habe
die
Krisen
inter
vention
mit stützenden Gesprächen im Vordergrund gestanden.
Psycho
phar
ma
kologisch
sei die bereits installierte antidepressive Medikation in unver
änderter Dosierung fortgesetzt worden. Schliesslich sei die Beschwerdeführerin in
Teil
remission
entlassen worden (
Urk.
6/34/3).
4.3
V
om
1
3.
März
2014
bis 11. April 2014 erfolgte die
5.
freiwillige stationäre
Kri
senintervention
in der
E._
. Im
Austrittsbericht vom 1
5.
April 2014
w
u
rden
– nebst den unter E. 4.2 genannten
Diagnosen -
p
sychische und Ver
haltensstörungen durch Ta
bak,
Abhängigkeitssyndrom
,
(
F17.2
)
sowie
Probleme mit der
Arbeitslosigkeit
(
Z56
)
diagnostiziert
(
Urk.
6/54/2).
Die Beschwerdefüh
rerin
habe sich zu Hause allein gefühlt. Ihr sei „die Decke auf den Kopf“ gefal
len und sie habe nicht mehr schlafen können.
Die Be
schwerdeführerin
habe befürchtet, ihren Alkoholkonsum angesichts ihrer psychischen Probleme nich
t mehr kontrollieren zu können
(
Urk.
6/54/2). Nach der Entlassung am
7.
März 2014 hätten massive Probleme hinsichtlich einer ausreichenden Tagesstruktur bestanden. In der Folge seien zunehmend Unruhezustände, Schlafstörungen so
wie konsekutiv ein gesteig
erter Alkoholkonsum eingetreten.
Die Beschwerde
führerin sei durch die stationäre Aufnahme deutlich
entlastet gewesen
(
Urk.
6/54/3). Bei Aufnahme habe
sie
keine
Aufmerksamkeits- und
Au
ffas
sungs
störungen
, jedoch leichte
Konzentrationsstörungen gezeigt
.
Formalge
danklich
zeige sie eine
Grübelneigung
und sei sie dezent verlangsamt. Weiter sie die Beschwerdeführerin
im Affekt niedergestimmt
und
leide
an Zukunfts
ängsten
(
Urk.
6/54/
2 f.
).
Es seien in Zusammenarbeit mit dem hiesigen
Sozial
dienst
t
ragfähige
Modelle für eine künftige Tagesstrukturierung diskutiert wor
den.
Die
Beschwerdeführerin habe eine
tage
sklinische Weiterbehandlung
indes
angesichts
eines als zu umfassend empfundenen Therapieprogramms abgelehnt. Alternativ habe
sie
si
ch
zum Besuch ambulanter Therapiegruppen bereit erklärt. Im Verlauf der stationären Behandlung habe
sie
am hausinternen multimodalen
Therapie
programm
mitunter kognitiv-verhaltenstherapeutischer Einzeltherapie, Gruppen
therapien, Ergotherapie, physiotherapeutische Massnahmen sowie
Ent
spannung
s
therapien
und Akupunktur teilgenommen (
Urk.
6/54/3).
4.4
Mit Schreiben vom 2
0.
Mai 2014 wandte sich
Dr.
C._
erneut
an die Beschwerde
gegn
erin und teilte mit, der psychische und physische Gesundheits
zu
stand der Beschwerdeführerin habe sich zunehmend verschlechtert. Trotz inten
siver stationärer und ambulanter Behandlung sei keine Verbesserung oder Sta
bilisierung des Gesundheitszustandes möglich. Die Arbeits
un
fähigkeit der Be
schwerdeführerin betrage 100
%
(
Urk.
6/34).
4.5
Auf Zuweisung des
F._
bei Zustand nach Mischintoxikation mit Alkohol,
Oxazepam
und
Agomelatin
hielt sich die Beschwerdeführerin v
om
30. Mai 2014
bis 1
0.
Juni 2014 zur
6.
Hospitalisation
in der
E._
auf.
Im
Austrittsbericht vom 1
7.
Juni 2014
wu
rd
e
– nebst de
m
bekann
ten
Alkohol
abhängigkeitssyndrom
-
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(F33.1,
Urk.
6/54/5)
diagnostiziert
. Die Beschwerdeführe
rin sei nach dem Klinikaustritt im April 2014 nur kurze Zeit alkoholabstinent gewesen. In den letzten Wochen habe sie regelhaft 1 Liter Weisswein, zeitweise in Kombination mit Spirituosen konsumiert.
Zusätzlich hätten zuletzt verschie
dene psychosoziale Belastungsfaktoren bestanden. So habe sie von der IV einen Ablehnungsentscheid erhalten. Ausserdem habe die Arbeitslosenversicherung ihre Leistungen gekürzt. Ferner sei
die Beschwerdeführerin
mit der Betreuung ihrer Mutter überfordert gewesen. Schliesslich habe sie erfahren, dass ein Straf
verfahren gegen ihren Ex-Freund
(z
ufolge Mordes an einem Freund der Be
schwerdeführerin)
wieder aufgenommen worden sei (
Urk.
6/54/5).
Angesichts dessen sei es in den letzten Tagen vor dem Wiedereintritt wiederholt zu lebens
müden Gedanken und suizidalen Ideen gekommen. Sie habe gestern Alkohol,
Oxazepam
,
Agomelatin
eingenommen, damit sie Mut fass
e
, sich mit de
m Ra
sier
messer zu
suizidieren
. S
ie habe sich indes nicht getraut und sei schliesslich von ihrer Schwester zu Hause vorgefunden und ins
F._
verbracht worden. Bei Aufnahme habe die Beschwerdeführerin glaubhaft Suizidgedanken
verneint.
Alsdann habe sie leichte Aufmerksamkeits
-
, Auffassungs- und
Kon
zen
trationsstörungen
gezeigt. Formalgedanklich sei sie umständlich und bestehe eine
Grübelneigung
. Nachtschlaf und Appetit seien gestört und
es
bestünden ausgeprägte Sorgen hinsichtlich
der Zukunft (Urk.
6/54/5 f.).
Sodann habe
sich
d
ie Beschwerdeführerin nunmehr einsichtig gezeigt hinsichtlich der Notwendig
keit einer weiteren tagesklinischen Behandlung und
sich
selbständig ein Vor
stellungsgespräch in der
F._
organisiert (
Urk.
6/54/6).
4.6
Mit
Schreiben vom 2
1.
Juni 2014 wandte sich
Dr.
C._
abermals
an die Beschwerdegegnerin und teilte
mit, die Beschwerdeführerin habe seit Jahren psy
chische Probleme. Ihr Gesundheitszustand habe sich jedoch zunehmend ver
schlechtert, indem sie psychisch instabiler, depressiver und ängstlicher ge
wor
den sei. Die Verschlechterung sei bei diesem chronischen Leiden sowie mit Rück
sicht auf das Alter der Beschwerdeführerin klar dauerhaft. Letztere sei weiterhin zu 70
%
arbeitsunfähig (
Urk.
7/54/1).
4.7
Der psychiatrische Sachverständige
Dr.
Z._
, welcher die Beschwerdeführerin am 1
5.
September 2014 auf Veranlassung der Beschwerdegegnerin untersucht hatte, diagnostizierte im Gutachten vom 1
9.
September
2014 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/63/8) eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Rea
ktion gemischt (ICD-10: F43.22)
und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.25) sowie (2) anamnestisch und aktenmässig Zustand nach Anorexia
nervosa
(ICD-10: F50.0).
In der Beurteilung hielt
Dr.
Z._
fest, die Beschwerdeführerin leide seit Jah
ren ohne vo
rbestehende psychische Probleme
mit Krankheitswert unter einer primären Alkoholabhängigkeit und sei diesbezüglich mehrfach stationär behan
delt worden.
D
er Mordfall am 1
0.
März 2012 ha
be bei der Beschwerdeführerin in
folge
ihrer
Schuldgefühle zu einer Akzentuierung des Alkoholkonsums und zum Ausbruch einer Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt geführt. Die
(von
Dr.
C._
)
postulierte Angst
-
und depressive Störung gemischt sei nach dem tragischen Ereignis vom 1
0.
März 2012 folge dessen vielmehr einer Anpassungsstörung nach ICD-10 zuzuordnen. Eine post
traumatische Belastungsstörung könne mangels entsprechender Symptome sowie direkter Konfrontation der Beschwerdeführerin mit dem Mordfall nicht be
stätigt werden. Sodann seien die vorübergehenden Störungen der
Impulskon
trolle
mit Suizidgedanken und Suizidhandlungen nicht auf schwerwiegende Persönlichkeitsdefizite oder auf eine schwere depressive Symptomatik, sondern vielmehr auf den Alkoholmissbrauch zurückzuführ
en. Die im Austrittsbericht der
Klinik vom 1
0.
März 2014 festgehaltene mittelgradige depressive Episode könne in diagnostischer Hinsicht ebenfalls nicht bestätigt werden. Sei doch die depressive Symptomatik eindeutig auf Schuldgefühle im Zusammenhang mit dem Mordfall zurückzuführen, womit sie einer Anpassungsstörung und keiner eigenständigen depressiven Störung zugeordnet werden könne. Die achttä
g
ige Krisenintervention bei befürchtetem Kontrollverlust im Rahmen des
Alkoholge
brauchs
sei denn auch nicht als Behandlung der depressiven Störung zu verste
hen.
Die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich seiner Untersuchung in psy
chopathologischer Hinsicht abgesehen von einer Ängstlichkeit und einer allge
meinen Unsicherheit sowie Affektlabilität ganz unauffällig präsentiert, womit von einer grösstenteils remittierten Anpassungsstörung
nach dem Mordfall vom 1
0.
März 2012
ausgegangen werden könne
. Die geschilderten Aktivitäten sowie
sozia
len Kontakte
würden
sowohl eine depressive Symptomatik als auch schwer
wiegende Persönlichkeitsdefizite ausschliessen. Die festgestellte
Affektla
bilität
und allgemeine Ängstlichkeit seien eher akzentuierte
n
Persönlichkeitszü
gen
bei
Zustand nach Alkoholentzug und keiner eigenständigen psychiatrischen Erkran
kung nach ICD-10 zuzuordnen
(
Urk.
6/63/9)
.
Zusammenfassend könne bei der Beschwerdeführerin vordergründig von einer primären Alkoholabhängigkeit ausgegangen werden. Nach dem tragischen Er
eignis am 1
0.
März 2012 sei es zum Ausbruch einer Anpassungsstörung mit
Angst und depressiver Reaktion gemischt gekommen, die aber ihre Arbeitsfä
hig
keit nie nachhaltig eingeschränkt habe.
Seit dem 1
0.
März 2012 sei sie vo
rüber
gehend 50
%
bis 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Gegenwärtig seien auch keine
Einschränkungen der psyc
hokognitiven Funktionen (Gedäch
tnisfunktion, Auffas
sungs
vermögen, Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit, geistige Flexibi
lität, An
trieb und
Psychomotorik) festzustellen, w
omit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht keine Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit
attestiert werden könne
. Vielmehr sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie in jeder anderen Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
6/63/9
f.
)
.
4.
8
Seit dem 2
0.
Juni 2014 war die Beschwerdeführerin in tagesklinischer Behand
lung im
F._
.
Im Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin v
om 15.
Oktober 2014
diagnostizierte med.
pract
.
B._
,
Fachärztin
FMH
für
Psychiatrie und Psychotherapie
und
Oberärztin
in der
F._
,
– nebst den bereits
unter E
.
4.5
genannten
Diagnosen –
(1)
psychische und Ver
haltensstörungen durch Tabak: Schädlicher Gebrauch
(
F17.1
)
,
(2)
dringenden
Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung, mit ängstlich vermeidenden Zügen und emotional instabilen (
Borderline
Typus, F61.0
)
sowie
(3)
Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung
(F43.1,
Urk.
6/65/1).
Die B
e
schwerde
führe
r
in nehme am Behandlungsprogramm gewissenhaft und zuverlässig teil. Den
noch sei e
s im bisherigen Verlauf
zu einem Alkoholrückfall gekommen (
Urk.
6/65/2).
Aus dem Bericht erhellt ferner, die Beschwerdeführerin leide teil
weise an Konzentrations- und
Zeitgitter
störungen. Im Affekt sei sie vorder
gründig
fassadär
, teilweise bagatellisierend und deutlich zum depressiven Pol verschoben. Sie leide an innerer Leere, starken Insuffizienzgefühlen, geringem Selbstwert, Problemen in Bezug auf die eigene Identität und habe Angst vor weiteren
Alkoholrückfällen
. Die Beschwerdeführerin zeige eine geringe psychi
sche Belastbarkeit und sei schnell überfordert. Alsdann reagiere sie impulsiv mit exzessivem Alkoholkonsum bis hin zur Alkoholintoxikation. Schliesslich be
stehe keine klare strukturgebende Aufgabe (
Urk.
6/65/3).
Seit dem Jahr 2012 sei es zu einem deutlichen Le
istungseinbruch mit Zunahme der
beschriebenen
Symptomatik sowie
Ho
spitalisationen
gekommen.
Hinsichtlich ihrer zuletzt aus
geübten Tätigkeit
sei die Beschwerdeführ
erin zufolge geringer körperlicher und psychischer Belastbarkeit, insbesondere in Zeiten regelmässigen
Alkoholkon
sums
, seit dem 2
0.
Juni 2014 bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig
.
Im ge
schützten Rahmen sei si
e zu 50
%
einsatzbereit.
Ein
Arbeitsbelastungstraini
ng
sei
zu beginnen mit
2-3 Stunden 5x pro Woche (Urk.
6/65/5).
4.9
Dem
Konsiliarbericht
von med.
pract
.
B._
vom 2
0.
Februar 2015 betreffend die tagesklinische Behandlung vom 2
0.
Juni
2014 bis 1
3.
Februar
2015
(
Urk.
6/75)
sind i
m Vergleich zum Bericht vom 15.
Oktober 2014
(
Urk.
6/
65,
vgl. E. 4.8)
keine
weiteren
Diagnosen zu entnehmen. Aus dem Bericht erhellt im Wesentlichen,
es sei
während der Behandlung deutlich geworden, dass eine ver
bindliche und geregelte Tagesstruktur im Gesamtverlauf zu einer Stabilisierung führen würde (
Urk.
6/75/2). Aufgrund des langjährigen schwierigen
Krankheits
verlaufs
, geprägt von depressiven Symptomen, Selbstwert- und
Alkoholproble
matik
, einhergehend mit einer über zweijährigen Arbeitslosigkeit werde die Be
schwerdeführerin ohne Unt
erstützu
ng durch ein gezieltes
Arbeitsbelastungstrai
ning
weiterhin als nicht arbeitsfähig für den ersten Arbeitsmarkt eingeschätzt (
Urk.
6/75/3).
5.
5.1
In medizinischer Hinsicht ist zunächst festzustellen,
dass
sich bei einem Ver
gleich der
Befunde im
Arztbericht
von
Dr.
C._
vom 2
0.
Mai 2013 ei
nerseit
s mit ebensolchen in den
Berichten
der
E._
,
v
on med.
pract
.
B._
sowie
in der psychiatrischen Expertise
von
Dr.
Z._
andererseits keine
wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der rechtskräftigen
Ren
tenabweisung
vom 2
3.
Januar 201
4
erblicken lässt
.
Vielmehr war d
ie
in den zuletzt genannten Berichten
zur Begründung der medizinischen Einschätzungen
angeführte Symptomatik und Befundlage
bere
its zum Zeitpunkt de
r
Beurteilung
von Dr.
C._
vom 2
0.
Mai 2013
vorhanden.
So
erhellt
aus
der damaligen Anamnese und Untersuchung
, dass
die Beschwerdeführerin seit Jahren
an
psy
chischen Problemen,
Affektlabilität
und Ängsten
litt
und
mitunter
im Zusam
menhang
mit
psychosozialen Belastungsfaktoren
wiederholt
mit
Alkoholüber
konsum
reagiert
e
(
Urk.
6/17/3-4
)
. Die
Einschätzung
en
der beurteilenden Fach
ärzte der
E._
, von med.
pract
.
B._
resp.
Dr.
Z._
stellen
dabei
ledig
lich eine andere Beurteilung des seit der erstmaligen Rentenablehnung im We
sentlichen unverändert gebliebenen psychischen Gesundheitszustandes dar.
Ins
besondere vermag weder eine höhere
Einschätzung der Arbeits
un
fähigkeit (Ur
teil
des Bundesgerichts
9C_955/2012
vom 13. Februar 2013
E.
3.3.4)
noch
eine allfällige
Chronifizierung
der beklagten Leiden
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_288/2008 vom 16.
Mai 2008 E.
5)
per se eine relevante
Ge
sundheitsver
schlechterung
dar
zu
stellen.
Dasselbe gilt im Übrigen für neu
hinzu
getretene Diagnose
n
(BGE 141 V 9 E. 5.2 S
. 12;
141 V 385
E. 4.2
S. 391
), wo
bei in diesem Zusammenhang
mit Bezug auf den von
med.
pract
.
B._
postu
lierten Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, mit ängstlich vermeidenden Zügen und emotional instabilen (
Borderline
Typus F61.0) anzu
merken ist, dass eine
blosse Verdachtsdiagnose dem im
Sozialversicherungs
recht
massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht zu genügen vermag.
Weitergehende oder zusätzliche Einschränkungen und Symptome lassen sich
auch den
Schreiben von Dr.
C._
vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
6/32), vom 2
0.
März 2014 (
Urk.
6/34) und 2
1.
Juni 2014 (
Urk.
6/54), worin diese
vornehm
lich
gestützt
auf
das subjektive Empfinden der
Beschwerdeführerin
in pauscha
ler Weise mitteilte,
der
Gesundheitszustand habe sich zunehmend verschlech
tert
,
nicht entnehmen
.
S
odann
vermag
der
Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin
im massgeben
den Vergleichszeitraum
(erneut) wiederholt
freiw
illig hospitalisieren liess
,
ebenso
wenig eine
anspruchsrelevante Veränderung
zu begründen
.
Wurde
sie
doch
be
reits 2007/2012 und 2013 insgesamt
fünf
fach stationär therapiert (
Urk.
6/17/3
, Urk.
6/32
)
und
waren wiederholte psychiatrische
Hospitalisationen
zufolge übermässigen Alkoholkonsums b
ereits im Rahmen
des
der
rechtskräftigen
Ren
tenablehnung
vom 2
3.
Januar 2014 vorangehenden Abklärungsverfahrens
ak
tenkundig
(vgl.
Arztbericht von
Dr.
C._
vom 2
0.
Mai 20
13
,
Urk.
6/17/3).
5.2
Soweit die Beschwerdeführerin
schliesslich
vorbringt, ihr Sohn sei im Frühjahr 2013 „definitiv und ganz“ aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen, womit sie
für diesen
seither keine Haushaltsaufgaben mehr zu erfüllen
habe
und ihre Erwerbstätigkeit
folglich
auf 100
%
zu erhöhen beabsichtigte, sie
folglich
im Gesundheitsfall als vollzeiterwerbstätig zu qualifizieren sei
(vgl.
Einwandbe
gründung
vom
3.
Juli 2014,
Urk.
6/55/4 f.)
,
so
ist ihr entgegenzuhalten, dass es sich dabei um
k
eine Veränderung
im
vorliegend
relevanten Vergleichszeitraum
handelt
.
Vielmehr erfolgt
e
der Auszug ihres Sohnes bereits
vor
Ergehen der ersten Rentenabweisung vom
2
3.
Januar 2014 und war dementsprechend bereits
im damaligen Abklärungsverfahren aktenkundig
(vgl. Abklärungsbericht vom
2
9.
Juli 2013,
Urk.
6/24)
. Entsprechend
ist darin keine revisionsbegründende Tatsachenänderung zu erblicken
.
Die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin sind mangels Relevanz im vorlie
genden Verfahren nicht zu hören.
5.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich
die tatsächlichen Verhältnisse
der Beschwerdeführerin seit der rechtskräftigen Rentenablehnung vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
6/33) bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
2) nicht a
nspruchsrelevant verändert haben
.
Weil es damit an
einem Revisionsgrund fehlt, bleibt kein Raum für eine in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht umfassende Prüfung des Rentenanspruchs.
Die angefochtene Verfügung erweist sich im Ergebnis
als rechtens und d
ie Be
schwerde ist entsprechend abzuweisen.
6.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf
Fr.
600.--
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).