Decision ID: 10ed011e-f696-4fcd-9d8a-c60efe04f6a2
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. A._ hatte die Idee, Exportumsätze einer inaktiven Gesellschaft  und mittels entsprechender Abrechnungen die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“), Hauptabteilung Mehrwertsteuer (nachfolgend „HA MWST“), zu veranlassen, nicht bestehende  auszubezahlen. Er erkundigte sich bei B._, ob er sich an einem solchen Projekt beteilige; dieser sagte zu. In der Folge konnte A._ auch C._ für die Ausführung des Vorhabens gewinnen, welcher alsdann D._ als Vierten im Quartett rekrutierte. In einer oder mehreren gemeinsamen Sitzungen wurde das Vorgehen geplant. Es folgte die Gründung der H._ GmbH und deren Eintragung im  am 12. Dezember 1997. Zur Gründung war eine weitere Person,  E._, durch D._ beigezogen worden. Die Gesellschaft  keine Geschäftstätigkeit. Dennoch wurden gegenüber der HA MWST mittels acht Quartalsabrechnungen Exportumsätze vorgegeben und Vorsteuerguthaben ausbezahlt. Das resultierende Vorsteuerguthaben  in der Folge ausbezahlt. Die auf dem Konto der H._ GmbH  Geldbeträge wurden von dort teils in bar bezogen, teils durch Bankanweisungen auf weitere Konti verteilt. Am 30. Juni 1999 wurde die H._ GmbH wieder aus dem Register der MWST-Pflichtigen gelöscht.
Im Rahmen des Tatplans wurden bestimmte Aufgabenbereiche ausge-
schieden und zugeteilt: E._ und D._ übernahmen die  der H._ GmbH und traten extern als deren Gesellschafter in . A._ war für das Administrative und Technische zuständig, insbesondere für das Ausfüllen und Einreichen der  für die MWST. B._, zum damaligen Zeitpunkt Revisor bei der HA MWST, war zuständig für den Durchlauf dieser Abrechnungen  der ESTV, also die Revision und das Bewirken der Auszahlung. D._ und E._ bezogen die auf den Konti der H._ GmbH aufgelaufenen Gelder sukzessive und leiteten sie an C._ weiter. C._ unterstützte D._ und E._ bei der Gründung; er  ferner die Funktion eines Bindeglieds zwischen A._ und B._ auf der einen und D._ und E._ auf der anderen ; insbesondere organisierte er die Verteilung der eingehenden Gelder.
B. Mit Schreiben vom 18. März 1999 erstattete die Sparkasse V._ in Z._ den bernischen Untersuchungsbehörden Meldung gemäss Art. 305ter StGB wegen Hinweisen auf Durchlaufzahlungsverkehr beim  der H._ GmbH (cl. 27.1). Das Untersuchungsrichteramt III Bern-
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Mittelland ordnete daraufhin ein polizeiliches Ermittlungsverfahren an (cl. 27.2).
Nachdem die im Rahmen dieser Ermittlungen erhobenen Bankunterlagen
einen massiven Geldfluss von der HA MWST auf ein Konto der H._ GmbH bei der Bank W._ belegten, eröffnete die HA MWST ein  wegen Leistungs- bzw. Abgabebetrugs gegen die H._ GmbH bzw. deren Gesellschafter.
C. Am 9. Mai 2000 wurde als Gesellschafter der H._ GmbH D._ in
Untersuchungshaft versetzt und daraus am 22. Mai 2000 wieder entlassen (cl. 32.16 und cl. 32.17). Mit Datum vom 14. August 2000 eröffnete die HA MWST D._ das Schlussprotokoll gemäss Art. 61 VStrR (cl. 34/Beleg 5). Danach ruhte das Verfahren bei der ESTV bis zur Verhaftung von E._.
E._, der andere Gesellschafter, konnte sich durch Flucht ins Ausland der Verhaftung entziehen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde er am 4. Oktober 2001 angehalten und der ESTV zugeführt (cl. 27.28). Die daraufhin erhobenen Beweismassnahmen ergaben Hinweise auf die  einer weiteren, verwaltungsinternen Person, nämlich B._, und dessen Verbindung zu C._.
Am 6. Februar 2002 erliess die HA MWST das Schlussprotokoll in Sachen E._ (cl. 42 am Ende).
D. Mit Schreiben vom 7. März 2002 reichte die HA MWST bei der  Strafanzeige gegen B._ ein (cl. 50.1/3 f.). Diese eröffnete am 11. März 2002 ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren gegen B._, E._, D._, C._ (damals noch G._) und allfällige weitere Mitbeteiligte (cl. 50.1/1 f.). Das Verfahren wurde am 14. März 2002 auf A._ ausgedehnt (cl. 50.1/6 f.). Am 21. März 2002 ersuchte die HA MWST das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement ( „EJPD“) um Ermächtigung zur Strafverfolgung gegen A._ und B._ (cl. 1.1/1 f.). Am 25. März 2002 wurde das Verfahren auf F._ ausgedehnt (cl. 50.1/8 f.).
E. Am 13. März 2002 wurden B._, C._, D._ und E._ (cl. 52/2 ff.; cl. 53/2 ff. und 53/42 ff.; cl. 54/2 ff.; cl. 55/2 ff.), am 14. März
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2002 wurde A._ (cl. 56/1 ff.) in Untersuchungshaft gesetzt. E._ wurde bereits am 14. März 2002 wieder entlassen.
Nachdem die Untersuchungshaft von A._, B._, C._ und
D._ bis 19. April 2002 verlängert worden war (cl. 2.1/1 ff., cl. 2.2/72 ff., cl. 2.3/170 ff., cl. 2.4/264), verfügte die Anklagekammer des  mit Urteil vom 25. April 2002 die Haftentlassung (cl. 2.6/399 ff. sowie cl. 2.6 – 8/416 – 439), die am 25. April 2002 bezüglich B._, am 26. April 2002 bezüglich A._, C._ und D._ vollzogen .
F. Das Eidg. Untersuchungsrichteramt eröffnete am 26. April 2002 auf Antrag der Bundesanwaltschaft eine Voruntersuchung gegen A._, B._, C._, D._, E._, F._ und allfällige weitere  wegen Hehlerei, Urkundenfälschung evtl. ungetreuer , Unterdrückung von Urkunden des Bundes, Urkundenfälschung im Amt, Bestechens, Sich-Bestechen-Lassens, Verletzung des , Anstiftung zu diesen Straftaten sowie wegen Geldwäscherei (cl. 1.1/5 ff.). Am 17. Mai 2002 erteilte das EJPD die nachgesuchte  zur Strafverfolgung (cl. 1.1/19 ff.).
G. Am 4. Juni 2002 erliess die HA MWST das Schlussprotokoll in Sachen
A._, B._ und C._ (cl. 47).
H. Durch Verfügung des Eidg. Finanzdepartements (nachfolgend „EFD“) vom
13. Juni 2002 wurde das Eidg. Untersuchungsrichteramt ermächtigt, das von diesem geführte Strafverfahren auf den Straftatbestand des  gemäss Verwaltungsstrafverfahren auszudehnen und die  zu vereinigen (cl. 1.1/29 ff.).
Am 28. Juli 2003 legte der Eidg. Untersuchungsrichter den Schlussbericht
vor und stellte der Bundesanwaltschaft Antrag auf Erhebung der Anklage gegen A._, B._, C._, D._, E._ und F._ (cl. 0).
I. Mit Verfügung vom 29. April 2004 wurden die Verfahren gegen A._, B._, C._, D._, E._ und F._, gestützt auf
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Art. 18 Abs. 2 BStP, in der Hand der Bundesbehörden vereinigt (cl. 78 act. 2.2 ).
Gleichentags erhob die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht An-
klagen gegen A._, C._ und D._ wegen  Betrugs, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer , mehrfacher Urkundenfälschung, Erschleichung einer falschen Beurkundung, Bestechens, mehrfacher Gehilfenschaft zu  im Amt und mehrfacher Geldwäscherei, gegen A._  wegen Diebstahls. B._ wurde angeklagt wegen  Betrugs, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher Urkundenfälschung, Erschleichung einer falschen Beurkundung, Sich-Bestechen-Lassens, mehrfacher  im Amt, mehrfacher Geldwäscherei und mehrfacher  des Amtsgeheimnisses. E._ wurde angeklagt wegen  einer falschen Beurkundung, Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug bzw. zu gewerbsmässigem betrügerischem Missbrauch einer  und mehrfacher Geldwäscherei (cl. 78 – 82, jeweils act. 1.1). Die Anklage gegen F._ lautet auf Diebstahl, evtl. Hehlerei, und mehrfache Geldwäscherei.
J. Mit Präsidialverfügung vom 17. August 2004 wurden die Strafverfahren gegen A._, B._, C._, D._ und E._ vereinigt (cl. 78 act. 4.10). Die Anklage gegen A._ wurde, soweit den  Diebstahl betreffend, von der gemeinsamen Verhandlung mit den übrigen Angeklagten abgetrennt. Sie wird zusammen mit der Anklage  F._ später verhandelt werden (Präsidialverfügung vom 5. Juli 2004, cl. 78 act. 4.5).
K. Die ESTV setzte je mit Verfügung vom 16. Juni 2004 die  Ansprüche gegenüber A._ und B._ fest (cl. 78 act. 10.6; cl. 79 act. 10.5). Die Befugnis zur Geltendmachung der zivilrechtlichen  der Eidgenossenschaft gegen A._, C._, D._ und E._ wurde an die ESTV delegiert (Delegationsschreiben EFD vom 12. März 2004, cl. 78 act. 10.5.1). Sie machte solche schriftlich geltend (Schreiben vom 19. März 2004, cl. 78 act. 10.5.1) und verzichtete auf die Teilnahme an der Hauptverhandlung (Schreiben vom 24. August 2004, cl. 78 act. 10.5).
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L. Die Angeklagten sind amtlich verteidigt. Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer fand am 9., 10. und 13. – 15. September 2004 am Sitz des Bundesstrafgerichts statt.

Die Strafkammer erwägt:
1. Prozessuales
1.1 Das Gericht zog, entsprechend dem Antrag der Bundesanwaltschaft, alle
von ihr eingereichten Akten bei. Die ihm von der ESTV eingereichten Akten blieben, weil blosse Kopien, ausser Betracht. Im Rahmen der  wurden diverse Schriftstücke, darunter auch Arbeitszeugnisse eingereicht und zu den Akten genommen (vgl. Protokoll über die  [nachfolgend „HV-Protokoll“], S. 6 – 8 in cl. 83).
1.2 Die Verteidigung des Angeklagten E._ beantragte in der Hauptver-
handlung, der Angeklagte E._ und er selbst seien zu dispensieren von der Sitzung vom 13. September 2004 insgesamt, der Angeklagte E._ zusätzlich von der Sitzung vom 14. September 2004 vormittags (HV-Protokoll, S. 8 f.).
Der Angeklagte kann ausnahmsweise vom Erscheinen dispensiert werden,
wenn das Gericht es für möglich hält, auch ohne seine Anwesenheit zu verhandeln (vgl. Art. 147 Abs. 2 BStP). Die Anwesenheit des Verteidigers ist unabdingbar (vgl. Art. 149 BStP).
Für die Verhandlungstage, hinsichtlich deren um Dispensation nachgesucht
wurde, waren Zeugen vorgeladen, deren Befragung zu den  Betrug und betrügerischem Missbrauch einer  vorgesehen war. Da die Anklage gegen den Angeklagte E._ auf Gehilfenschaft zu diesen Delikten lautete, war die Anwesenheit seines  notwendig. Der Angeklagte selbst hingegen konnte zur Aufklärung dieses Sachverhalts nicht beitragen, weshalb er zu dispensieren war.
1.3 Die Angeklagten A._ und C._ liessen am Vortag der Urteilser-
öffnung Dispensationsgesuche stellen. Zur Begründung wurde vorgebracht, sie seien ferienhalber im Ausland abwesend; der Ferienaufenthalt sei  vor der Hauptverhandlung gebucht worden, in der Annahme, das  werde am letzten Verhandlungstag eröffnet (cl. 78 act. 3.5; cl. 80 act. 3.3). Eine Verschiebung der Urteilseröffnung erschien nicht opportun, insbesondere haben sich die übrigen Angeklagten und die Verteidigung auf
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die Urteilseröffnung am kundgegebenen Datum und damit auf den  Abschluss der Hauptverhandlung eingestellt. Um keine Verzögerung zu bewirken, wurden daher die Gesuche gutgeheissen (Art. 147 Abs. 2 BStP; cl. 78 act. 4.14; cl. 80 act. 4.14).
1.4 Will das Gericht von der rechtlichen Würdigung der Tat in der Anklage-
schrift abweichen, so ist der Angeklagte darauf aufmerksam zu machen und es ist ihm Gelegenheit zu geben, sich dagegen zu verteidigen (Art. 170 BStP). Dementsprechend wurde vorbehalten, den Sachverhalt in Teilen der Anklage anstelle von Täterschaft als Anstiftung und Gehilfenschaft bzw. anstelle von Teilnahme als Mittäterschaft zu würdigen. Bezüglich des  A._ behielt sich das Gericht vor, den Sachverhalt anstelle von Gehilfenschaft zu Art. 317 StGB als Täterschaft, Anstiftung und  zu Art. 251 StGB zu würdigen (HV-Protokoll, S. 6).
1.5 Zu Rechtsfragen, in welchen die Verteidigerin des Angeklagten D._
und die Verteidiger der Angeklagten A._, B._, C._ und E._ gleicher Auffassung waren, plädierte in gemeinsamer Absprache jeweils nur einer von ihnen, in der Meinung, dessen Ausführungen haben auch Geltung für die übrigen Angeklagten. Solches Vorgehen ist wegen des Prinzips der richterlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen . Wenn im Urteil daher von „Verteidigung“ die Rede ist, so ist dies  zu verstehen.
2. Gewerbsmässiger Betrug
2.1 Der Leistungs- und Abgabebetrugstatbestand gemäss Art. 14 VStrR erfasst
Pflichtverletzungen des Steuerpflichtigen im Rahmen eines . Dieser Tatbestand sieht im Vergleich zum Straftatbestand des Betrugs gemäss Art. 146 StGB eine mildere Strafandrohung vor. Das  Motiv der Privilegierung liegt darin begründet, „dass der  einer hoheitlich handelnden, mit besonderen Kompetenzen  Behörde gegenüber steht und vielfach – vor allem im Bereich des  – ex lege dem betreffenden Verfahren unterworfen wird" (BGE 110 IV 24 E. 2 e S. 28 f.). Diese Privilegierung ist somit dann nicht gerechtfertigt, wenn der Täter nicht als Steuerpflichtiger in einem gegen ihn eingeleiteten Veranlagungsverfahren betrügerische Handlungen begeht, sondern durch täuschende Mittel auf ein steuerrechtliches Grundverhältnis hinwirkt, um sich illegal zu bereichern. Sind auch die übrigen  erfüllt, so ist in einem solchen Fall von Betrug im Sinne von Art.
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146 StGB zum Nachteil des Gemeinwesens auszugehen (BGE 110 IV 24, E. 2 e S. 29).
Die H._ GmbH wurde nicht gegründet, um als Exportfirma am Wirt-
schaftsleben teilzunehmen, was sie, bei gegebener Umsatzhöhe, in der Folge zum MWST-Subjekt hätte werden lassen. Man verfuhr vielmehr in entgegengesetzter Richtung: Die Gesellschaft wurde geschaffen, um ein MWST-Verhältnis zu begründen, in dessen Rahmen es überhaupt erst möglich werden sollte, fiktive Vorsteuerguthaben geltend zu machen. Die Entstehung des MWST-Verhältnisses war nicht Folge, sondern Ziel der Gründung. Erst so konnten die notwendigen Voraussetzungen für die  der geplanten Tat geschaffen und Nutzen gezogen werden aus dem Umstand, dass die H._ GmbH aufgrund ihrer – angeblichen – Umsatzhöhe ex lege unter die MWST-Gesetzgebung fällt. Unter solchen Voraussetzungen rechtfertigt sich die Anwendung des milderen  von Art. 14 VStrR nicht; stattdessen ist Art. 146 StGB anzuwenden.
2.2 Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern,
jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen  irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen  am Vermögen schädigt, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft (Art. 146 Abs. 1 StGB).
Die Bundesanwaltschaft erhebt den Vorwurf von Betrug hinsichtlich von
vier Abrechnungen, welche der Angeklagte A._ auf offiziellen  der MWST-Verwaltung erstellt habe, nämlich auf zwei am 19. Januar 1998 unterzeichneten (cl. 27.10 und cl. 27.11, nachfolgend „Abrechnung Nr. 1" und „Abrechnung Nr. 2") und auf je einem am 8. Januar 1999 und 9. Juli 1999 (cl. 27.15 und cl. 27.17, nachfolgend „Abrechnung Nr. 6" und „Abrechnung Nr. 8") unterzeichneten. In diesen sei für das dritte und vierte Quartal 1997, das vierte Quartal 1998 und das zweite Quartal 1999 ein  der H._ GmbH in steigender Höhe mit einem  von über 96 % beziffert worden. Gleichzeitig seien Vorsteuern auf  Betriebs- und Investitionsaufwand geltend gemacht worden, woraus ein Guthaben (Vorsteuerüberhang) resultierte, nämlich von Fr. 223’647.05, Fr. 275’733.20, Fr. 786’925.15, Fr. 604’491.10. Die  habe der Angeklagte A._ mit dem Namen des für die H._ GmbH unterschriftsberechtigten Angeklagten E._ unterzeichnet. Die ersten beiden Abrechnungen seien bei der HA MWST von den Revisoren I._ und J._ visiert worden, letzterer habe die Auszahlung auf elektronischem Weg bewirkt. In der Folge sei die Geschäftsadresse der
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H._ GmbH von Z._ nach Y._ verlegt worden, damit die weiteren Abrechnungen dem Angeklagten B._ zur Erstprüfung  würden. Dementsprechend seien die Abrechnungen Nrn. 6 und 8 durch ihn und den Revisor K._ bzw. L._ visiert worden.  hätten die Auszahlung bewirkt. In allen Fällen sei das geltend gemachte Guthaben auf dem Konto der H._ GmbH gutgeschrieben worden.
Diesen Sachverhalt haben die Angeklagten A._, B._, C._
und D._ in der Hauptverhandlung als richtig anerkannt (HV-Protokoll, S. 5). Die Verteidigung bestritt bezüglich der Abrechnungen Nrn. 1 und 2 das Tatbestandselement der Arglist, bezüglich der Abrechnungen Nrn. 6 und 8 bejahte sie indessen das Vorliegen eines Betrugs.
2.3 Nach der Rechtsprechung ist die Täuschung unter anderem dann arglistig,
wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient (BGE 128 IV 18 E. 3 a; /JENNY, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, Straftaten gegen Individualinteressen, 6. Aufl., Bern 2003, § 15 N. 17 f.). Als  Machenschaften (machinations) gelten Erfindungen und Vorkehren  das Ausnützen von Begebenheiten, die allein oder gestützt durch  oder Kniffe (manoeuvres frauduleuses) geeignet sind, das Opfer  oder es in seinem Irrtum zu bestärken. Machenschaften sind  Inszenierungen; sie bestehen aus einem ganzen System von  und setzen damit gegenüber einer blossen Summierung von Lügen höhere Anforderungen an die Vorbereitung, Durchführung und Wirkung der Täuschungshandlung voraus. Sie sind gekennzeichnet durch intensive, planmässige und systematische Vorkehren, nicht aber notwendigerweise durch eine besondere tatsächliche oder intellektuelle Komplexität (BGE 122 IV 197 E. 3 d). Ein Lügengebäude besteht darin, dass „mehrere Lügen  raffiniert aufeinander abgestimmt sind und von besonderer  zeugen, dass sich auch das kritische Opfer täuschen lässt. Ist dies nicht der Fall, scheidet Arglist jedenfalls dann aus, wenn sowohl das vom Täter gezeichnete Bild als insgesamt wie auch die falschen Tatsachen für sich allein in zumutbarer Weise überprüfbar gewesen wären und schon die Aufdeckung einer einzigen Lüge zur Aufdeckung des ganzen Schwindels geführt hätte“ (BGE 126 IV 165 E. 2 a). Dieser „Grundgedanke des  des Opfers“ soll nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch im Falle besonderer Machenschaften berücksichtigt werden (BGE 122 IV 197 E. 3 d). Dabei ist jedoch nicht unter einem rein objektiven Blickwinkel zu fragen, wie ein durchschnittlich vorsichtiger und erfahrener Dritter auf die Täuschung reagiert hätte. Vielmehr ist die jeweilige äussere Situation sowie die Schutzbedürftigkeit des Betroffenen und seine Fähigkeiten, sich vor Irr-
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tum zu bewahren, zu berücksichtigen, soweit der Täter diese kennt und ausnutzt. Allerdings ist vom Opfer nicht zu verlangen, dass es die  Sorgfalt walten lässt und alle denkbaren Vorsichtsmassnahmen trifft. Arglist scheidet lediglich dann aus, „wenn das Opfer die  Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat“ (BGE 126 IV 165 E. 2 a; ARZT, Basler Kommentar, Art. 146 StGB N. 71). Arglist ist auch bei einfachen Lügen zu bejahen, so wenn der Täter falsche Angaben macht, deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich ist, die Überprüfung nicht zumutbar ist, ferner wenn der Täter die Überprüfung zu verhindern versucht oder nach den Umständen voraussieht, dass der  die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen  unterlassen werde (BGE 128 IV 18 E. 3 a; 126 IV 165 E. 2 a; 125 IV 124 E. 3 a). Die Voraussicht, dass nicht überprüft wird, reicht nur dort als Grundlage der Arglist aus, wo diese Voraussicht sich aus  besondern Vertrauensverhältnis ergibt, auf klaren Regelungen oder Zusicherungen beruht und nicht nur eine auf gewissen Beobachtungen  Erwartung darstellt, sondern eine Gewissheit (BGE 107 IV 169 E. 2 c).
2.3.1 Den Abrechnungen Nrn. 1 und 2 ging die Gründung der H._ GmbH
voraus, deren Firma eigens gewählt wurde, um auf eine rege Exportätigkeit hinzuweisen (A._, S. 12 Z. 17 – 24 [Einvernahmen aus der  werden wie folgt zitiert: Name, ...]). Die Rechtsform der GmbH wurde bewusst gewählt, da es bei dieser Gesellschaftsform keiner  bedarf, die Möglichkeit einer einfachen Sacheinlagegründung  und weil eine GmbH mit so hohen Zahlen vertrauenswürdiger  als eine Einzelunternehmung oder Personengesellschaft (A._, S. 13 Z. 18 – 24). Die H._ GmbH war bei der  und der AHV-Behörde als inaktiv gemeldet (A._, S. 8 Z. 8; cl. 18.4/19 Z. 13 – 23). Weitere Vorkehren wurden nicht getroffen.  wurde an der Geschäftsadresse kein Büro mit bedientem  eingerichtet. Und obwohl bekannt war, dass ein an der Tat nicht beteiligter Revisor für das Dossier zuständig sein könnte, wurde die  nicht so gewählt, dass zwingend der Angeklagte B._ für die Revision der H._-Abrechnungen zuständig sein wird. Unter dieser Firma wurden nun die inhaltlich falschen Abrechnungen Nrn. 1 und 2, aber keine weiteren Unterlagen zur Stützung der Steuerrückforderung, eingereicht.
In diesem Vorgehen liegt kein Lügengebäude im dargestellten Sinn: Zwar
wurde der H._ GmbH durch verschiedene Elemente der falsche  einer effektiv im Exportgeschäft tätigen Unternehmung gegeben,
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nämlich durch Gründung der GmbH, Zuweisung einer Anschrift,  bei der HA MWST und Einreichung inhaltlich falscher . Das ist aber nur eine Anhäufung von Unwahrheiten in gleicher Richtung, nämlich zur Vortäuschung einer steuerlich relevanten ; es liegt kein System von Lügen unterschiedlicher Richtung und  vor, wie es der Begriff des Lügengebäudes verlangt. Was die  der Machenschaften betrifft, so gilt die Verwendung inhaltlich unwahrer Urkunden als eine ihrer Hauptkategorien (BGE 128 IV 18 E. 3 a; 122 IV 197 E. 3 d S. 205). Da sich die Abrechnungen als unechte  erweisen (E. 5.2.2), ist diese Alternative nicht weiter von Belang.  ergibt sich daraus jedoch nur, wenn seitens der geschädigten  die Selbstverantwortung wahrgenommen wurde. Nun wäre es mit einfachen Mitteln möglich gewesen, die Unwahrheit der  aufzudecken: Eine Rückfrage bei der Steuerbehörde hätte gezeigt, dass die H._ GmbH als fiskalisch inaktiv gemeldet war (cl. 25.2/16 Z. 7 – 19); selbst ein Anruf an der Büroadresse hätte die Fiktion sofort aufgedeckt (vgl. cl. 22.4/17 – 19; cl. 69/29). Gewiss kann von der Steuerbehörde nicht verlangt werden, dass sie jede Abrechnung auf ihre Richtigkeit überprüfe, zumal dies nur durch Einsicht in die  geschehen kann. Eine minimale Vorsicht indessen wäre gerade bei den ersten Abrechnungen mit erheblichem Vorsteuerüberhang angezeigt und auch zumutbar gewesen: Zwar hätte nicht umfassend die  und rechtliche Existenz des Unternehmens geprüft werden müssen, wohl aber angesichts von fakturierten Steuerrückerstattungsforderungen, die das – im Handelsregister ersichtliche (cl. 27.1) – gesetzliche  der H._ GmbH um das Mehrfache überstiegen, deren . Oder es hätte die Grundlage für den Vorsteuerüberhang  werden können, etwa durch Einverlangen von Rechnungen mit MWST-Belastung oder von Exportrechnungen. All dies hätte mit  bescheidenem Aufwand getan werden können. Dass die HA MWST damals mit zusätzlichen Arbeiten wegen der Umstellung des  belastet war (M._, S. 5 Z. 18 – 42; N._, S. 5 Z. 16 – 21; L._, S. 4 Z. 12 – 22; J._, S. 5 Z. 1 – 5) und es ihr zudem – wegen des Zinsenlaufs auf Rückerstattungsguthaben – um rasche  ging (J._, S. 5 Z. 8 – 10; vgl. Ziff. 2 der Weisung vom Mai 1995 in cl. 25.2/37), entlastet die Eidgenossenschaft als Geschädigte nicht. Die Opfermitverantwortung fokussiert nämlich nicht die einzelnen Mitarbeiter; denn die Sorgfalt ist nicht nur unzureichend, wenn die Mitarbeiter  oder weisungswidrig handeln. Die Arbeitsrichtschnur, wonach spätere Abrechnungen kursorisch revidiert werden, wenn die ersten die Revision beanstandungsfrei passierten – wie sie tatsächlich im Revisorat galt (vgl. cl. 25.7/82 Z. 9 – 12, 16 f.; N._, S. 4 Z. 8 – 15; M._, S. 5 Z. 14
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– 16) – ist unter dem Aspekt der Opfermitverantwortung nahe liegend und insoweit auch nicht zu beanstanden. Dies gilt indessen nicht bezüglich der ersten beiden Abrechnungen, die zu gleicher Zeit beim Revisorat eingingen und bei welchen nur die abstrakte Plausibilität der Zahlen, nicht aber deren Hintergrund geprüft wurde.
Schliesslich fehlt es an einem für die Annahme von Arglist massgeblichen
Vertrauensverhältnis: Ein solches setzt das Vertrauen des Opfers in die Vertrauenswürdigkeit des Täters voraus. Die Person des Angeklagten B._, zu der ein Vertrauensverhältnis der Arbeitskollegen bestand, war aus den Abrechnungen nicht ersichtlich, ebenso wenig der Name des Angeklagten A._. Als Organ der H._ GmbH trat ein der  unbekannter Dritter auf, nämlich der Angeklagte E._ als . Selbst wenn eine Vertrauenskonstellation gegeben wäre, so würde es doch an der Gewissheit mangeln, eine Kontrolle werde gerade aufgrund dieser Konstellation unterbleiben, und zwar aus folgenden : Es bestand keine Sicherheit, dass die Abrechnungen in die  des Angeklagten B._ fallen würden, war doch neben diesem noch ein weiterer Revisor für Erstprüfung der Abrechnungen der  von Stadt und Umgebung Z._ zuständig, was bekannt war (A._, S. 4 Z. 18 – 20; B._ S. 12 Z. 32 – 35). Es wurde nicht versucht, dieses Risiko durch entsprechende Wahl der Geschäftsadresse auszuschalten und bereits von Anbeginn die Zuständigkeit des  B._ sicherzustellen. Man war sich des Risikos bewusst und ist es dennoch eingegangen (A._, S. 12 Z. 37 – S. 13 Z. 1; B._, S. 7 Z. 16, S. 10 Z. 1 – 4). Zwar wurden die Abrechnungen so erstellt, dass aus dem Computerprogramm ein Nullfehlerprotokoll resultierte und die  positiv ausfiel. Dass Abrechnungen grundsätzlich nicht im  Umfange geprüft wurden und eine Kontrolle der Abrechnungen auf ihre Richtigkeit mit grosser Wahrscheinlichkeit unterbleiben werde, war bekannt: Es lag gerade im Ermessen des Revisors, ob er bei plausiblen Zahlen weitere Abklärungen vornehmen wollte (M._, S. 3 Z. 28 – 35, S. 4 Z. 5 f.; N._, S. 4 Z. 14 – 23; J._, S. 7 Z. 32 – 35). Auch die Angeklagten A._ und B._ wussten um dieses Ermessen (A._, S. 4 Z. 35 – 36; B._, S. 7 Z. 38 – 40), rechneten zwar im Zeitpunkt des Einreichens damit, dass die Abrechnungen die Revision  würden (A._, S. 4 Z. 10 – 25), wofür sie jedoch keine  hatten (B._, S. 10 Z. 30 f.).
Ist der objektive Tatbestand hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 1 und 2
mangels Arglist nicht erfüllt, so stellt sich die Frage des versuchten . Ein solcher liegt unter anderem dann vor, wenn der Täter vorsätzlich
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alles unternommen hat, damit sich der Tatbestand erfülle, sein Handeln dies jedoch nicht bewirken konnte (vgl. Art. 23 Abs. 1 StGB). Das kann  geschehen, dass er sich irrig Tatumstände als tatbestandsmässig vorstellte. Bei einem derartigen Sachverhaltsirrtum zu Ungunsten des  scheitert es an der Vollendung des Tatbestandes, weil die vom Täter vorgestellten Umstände objektiv gar nicht vorhanden sind; die Vorstellung des Täters geht über die Wirklichkeit hinaus (BGE 126 IV 53 E. 2 b). Ein solcher umgekehrter Sachverhaltsirrtum ist hier jedoch nicht gegeben, weil Arglist nicht ein äusserer Aspekt der Täuschung ist, sondern eine rechtliche Wertung von deren äusseren Erscheinung und damit die Qualifikation  und die Handlung als Ganzes betrifft; Arglist stellt mithin eine so  gesamttatbewertende Eigenschaft dar (JESCHEK/WIEGEND,  des Strafrechts, Allgemeiner Teil, 5. Aufl., Berlin 1996, S. 248) . Bei solchen ist die überschiessende Vorstellung als „umgekehrter Verbotsirrtum“ zu würdigen (JESCHEK/WIEGEND, a.a.O., S. 456 f.), der  bleibt (CASSANI, ZStrR 1999, 164; ARZT, Basler Kommentar, Art. 146 StGB N. 135; vgl. auch für die ähnliche Konstellation in Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG: BGE 122 IV 360 E. 2 a).
2.3.2 Die Abrechnungen Nrn. 6 und 8 wurden nach gleichem Tatmuster einge-
reicht, sie wurden jedoch − weil die H._ GmbH inzwischen ihre  geändert hatte − dem Angeklagten B._ zur Revision zugewiesen. Nachdem er die Abrechnungen unterschrieben hatte, gab er sie seinen Arbeitskollegen K._ und L._ zur Zweitrevision . Diese haben alsdann die Auszahlung bewirkt. Die Abrechnungen sind inhaltlich falsch, weil weder die deklarierten Umsätze getätigt, noch die  gemachten Vorsteuerleistungen erbracht worden sind. Dazu kommt in diesen beiden Fällen die weitere Täuschungshandlung durch das positive Revisionsattest aus der Hand des Angeklagten B._. Die zweifache Unwahrheit stammte aus verschiedenen Quellen, nämlich einerseits vom Steuersubjekt selbst und andererseits von einer zur Prüfung der  zuständigen Amtsperson. Deren Aussagen waren überdies strukturell verschieden, nämlich einerseits Geltendmachung eines  durch die angeblich Berechtigte und andererseits Prüfung  durch einen fachkundigen Dritten. Zwar hatte die Unterschrift des Angeklagten B._ bei den Mitarbeitern des Revisorats nicht die , dass die Abrechnungen mit der Buchhaltung der H._ GmbH verglichen worden waren, denn zusätzliche Abklärungen wurden nur von Fall zu Fall vorgenommen. Aber sie besagte immerhin, dass die  für den Erstrevisor keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben hatten. Damit sind die Kriterien für ein Lügengebäude erfüllt. Anders als bei den Abrechnungen Nrn. 1 und 2 liegt hier jedoch kein Mangel im Bereich
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der Selbstverantwortung vor: Fest steht, dass im Zeitpunkt der Revision der Abrechnungen Nrn. 6 und 8 bereits die Abrechnungen Nrn. 3 − 5 (bzw.  Nr. 7) erfolgreich die Revision durchlaufen haben und auf den  Nrn. 3 und 4 der Vorgesetzte O._ als Zweitrevisor . Letzteres war aus dem Computersystem ersichtlich. Für den  L._ bot der Vorgesetzte O._ Gewähr, dass richtig geprüft worden war, da er lieber dreimal hinterfragt habe als einmal zu wenig (L._, S. 4 Z. 1 – 10). Auch der Zeuge K._ ging in genereller Weise davon aus, dass Kreditorenabrechnungen in jedem Fall durch den Erstunterzeichnenden geprüft werden müssen (K._, S. 4 Z. 39).  der Zeuge L._ noch der Zeuge K._ konnten ahnen, dass nie eine seriöse Revision, insbesondere nicht eine durch den Vorgesetzten O._ vorgenommene, stattgefunden hatte. Dazu kam, dass auf den Abrechnungen Nrn. 6 und 8 ein als korrekt geltender Revisor, nämlich der Angeklagte B._, unterzeichnet hatte, was als Anschein der  aufgefasst werden durfte (BGE 118 IV 35 E. 2 b). Die geforderte minimale Sorgfalt wurde hier also gewahrt.
2.4 Auch ohne dass sich die Zeugen K._ und L._ an ihre damali-
gen Vorstellungen hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 6 und 8 erinnern können, ist als Erfahrungstatsache anzunehmen, sie hätten die beiden  als richtig erachtet. Darin liegt der tatbestandsmässige Irrtum als Ergebnis der Täuschungshandlungen, aufgrund dessen die Zeugen K._ und L._ die Auszahlung der Vorsteuerguthaben bewirkten. Zum Auszahlungsvorgang finden sich in den Akten unterschiedlich zu  Angaben: Gemäss Weisung vom Mai 1995 zur Behandlung von MWST-Abrechnungen wird bei Kreditorenabrechungen unter Fr. 5’000.– „die Auszahlung direkt ausgelöst", wogegen Kreditorenabrechungen über Fr. 5’000.– revidiert und „online zur Auszahlung freigegeben" werden (cl. 25.2/37 Ziff. 2); bei Kreditorabrechnungen können gemäss  Revisoren mit der Zweitunterschrift „die Rückvergütung von Steuerguthaben auslösen" (cl. 25.2/39, Ziff. 4). Auch aufgrund der  der Angeklagten und Zeugen ist unklar, ob der Zweitrevisor die  unmittelbar bewirkte oder bloss mittelbar, indem er die Auszahlung durch den Finanzdienst freigab. Selbst wenn von der zweiten Variante  ist, so wurde doch die Vermögensverfügung selbst hier durch den getäuschten zweiten Revisor bewirkt, denn der Empfänger der Freigabe hatte die Zahlung ohne weitere Kontrollaufgaben auszuführen, so dass bei dieser Variante der Zweitrevisor als Verfügender gelten muss, nicht anders als bei der direkten Auslösung. Mit der Auszahlung der Vorsteuerguthaben zu Lasten der Bundeskasse und der Gutschrift auf dem Konto der H._ GmbH trat auch der Schaden ein.
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2.5 2.5.1 Mittäter ist, „wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines
Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern , so dass er als Hauptbeteiligter dasteht" (BGE 120 IV 265 E. 2 c/aa). Dabei ist die Mitwirkung an der eigentlichen Tatausführung bzw. die Möglichkeit, auch während der Ausführung der Tat noch auf diese  zu nehmen, keine notwendige Voraussetzung für die Bejahung von Mittäterschaft (BGE 108 IV 88 E. 2 a). Der vom Täter erbrachte Tatbeitrag muss nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich sein, dass sie mit ihm steht oder fällt (sog. funktionale Tatherrschaft; vgl. BGE 125 IV 134 E. 3 a; 120 IV 265 E. 2 c/aa). Dieser Beitrag kann auch nach Vollendung des Delikts geleistet , namentlich zur Verwirklichung der Bereicherungsabsicht (/DONATSCH, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 7. Aufl., Zürich 2001, S. 144; vgl. auch BGE 106 IV 295, S. 297). Unbedeutend ist, ob ein  Beitrag zur Tat notfalls von jemand anderem erbracht worden wäre (STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 2. Aufl., Bern 1996, § 13 N. 58). Ein Indiz für die Wesentlichkeit des  Tatbeitrages ist die Teilhabe an der Beute (TRECHSEL/NOLL,  Strafrecht, Allgemeiner Teil I, Allgemeine Voraussetzungen der Strafbarkeit, 6. Aufl., Zürich 2004, S. 204). Mittäter haben die im Rahmen des gemeinsamen Tatplans erfüllten Tatbestände zu verantworten.
Die arglistige Täuschung haben die Angeklagten A._ und B._
bewirkt: Der Angeklagte A._, indem er die Abrechnungen Nrn. 6 und 8 anfertigte und einreichte, der Angeklagte B._, indem er sie  und an die Zweitrevisoren weiterleitete. Sie beide und zusätzlich die  C._ und D._ sind des mittäterschaftlich verübten  angeklagt.
2.5.2 Es steht fest, dass die vier Genannten einen gemeinsamen Tatentschluss
fassten und jeder des Quartetts einen bestimmten Aufgabenbereich . Bevor der Angeklagte A._ die ersten Abrechnungen , wussten die Angeklagten B._, C._ und D._, worum es bei der geplanten Tat geht (A._, S. 3 Z. 8 – 10; B._, S. 5 Z. 19 – 27; C._, S. 3 Z. 34 – 37; D._, S. 3 Z. 39 f. – S. 4 Z. 3). Sie wussten und billigten, dass der Angeklagte A._ im Rahmen dieses Tatplans Abrechnungsformulare mit total falschem Inhalt ausfüllen, sie mit „E._" unterschreiben und der HA MWST einreichen würde (B._, S. 6 Z. 36 – 41, S. 12 Z. 4 – 8; C._, S. 4 Z. 26 – 30, S. 7 Z. 26 – 29 und Z. 34 – 36). Dies gilt auch für den Angeklagten D._,
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selbst wenn er nicht gewusst haben soll, dass der Angeklagte A._ mit „E._" unterzeichnen werde, war ihm doch klar, dass der Angeklagte A._ den Namen eines Gesellschafters verwenden musste (D._, S. 5 Z. 6 – 8). Der Angeklagte B._ wiederum war gemäss Tatplan zuständig für die interne Revision dieser MWST-Abrechnungen und das Auslösen der Zahlung.
Es ist davon auszugehen, dass den Beteiligten nicht bis ins Detail bekannt
war, wie die anderen in ihrem eigenen Aufgabenbereich verfahren würden. Insbesondere lassen keine Indizien die Annahme zu, nicht nur der  A._, sondern auch die Angeklagten C._ und D._ seien über die Notwendigkeit einer Zweitunterschrift informiert gewesen. Zur Annahme von Mittäterschaft bedarf es jedoch nicht einer Planung der Tat bis in alle Einzelheiten (BGE 108 IV 88 E. 2 a S. 93; /DONATSCH, a.a.O., S. 148). Die Art des Vorgehens, nämlich das  nicht bestehender Vorsteuer-Guthaben mittels einer erst zu gründenden, inoperativen Gesellschaft und Vortäuschen fiktiver Zahlen sowie die Missachtung und Umgehung interner Kontrollmechanismen war jedoch definiert und den Angeklagten A._, B._, C._ und D._ bekannt. Ob der Angeklagte B._ zum Erreichen des  Ziels Dritte veranlasste, nur oberflächlich bzw. gar nicht zu , oder ob er Unterschriften fälschte und die Zahlung selbst auslöste, war den übrigen egal (A._, S. 6 Z. 37 – S. 7 Z. 7; C._, S. 6 Z. 37 – 39; D._, S. 6 Z. 16 – 18; S. 6 Z. 33 – 37; S. 7 Z. 1 – 12; B._, S. 1 Z. 40 – S. 12 Z. 2; S. 8 Z. 19 – 21). Das Vorgehen des  B._ war vom Täterplan und vom Vorsatz der übrigen also hinreichend erfasst.
Jeder der Beteiligten leistete einen massgeblichen Beitrag, ohne den der
Plan nicht durchgeführt worden wäre (vgl. auch A._, S. 5 Z. 1 – 25; B._, S. S. Z. 41 f.; D._, S. 5 Z. 32 – 35). Zwar übernahm der Angeklagte A._ die Führung des Projekts und hatte der Angeklagte B._ die Schlüsselrolle im Revisorat; doch sowohl der Angeklagte C._ als auch der Angeklagte D._ erbrachten in der ersten  wesentliche Tatbeiträge: Der Angeklagte C._ sicherte die  des Angeklagten D._ und unterstützte alsdann die Gründung der Gesellschaft H._ GmbH. Er stellte sicher, dass die Angeklagten A._ und B._ auf der einen, die Angeklagten D._ und E._ auf der anderen Seite nicht in Kontakt treten mussten. Zudem gewährleistete er die Beuteverteilung (C._, S. 11 Z. 3). Der  D._ organisierte einerseits den Angeklagten E._ und gründete alsdann zusammen mit diesem die Gesellschaft H._ GmbH,
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ohne die das Vorhaben nicht hätte verwirklicht werden können. Beim  über die Verlegung der Geschäftsadresse war er massgeblich , hatte er doch die Büroräumlichkeit gefunden (D._, S. 6 Z. 11 – 14). Die Beute wurde unter den Angeklagten A._, B._, C._ und D._ gleichmässig geteilt (A._, S. 9 Z. 29 f.; B._, S. 5 Z. 23 – 27, S. 6 Z. 18 – 20; D._, S. 4 Z. 22 – 24).
Im Ergebnis ist daher mittäterschaftlich verübter Betrug zu bejahen.
2.6 2.6.1 Wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet, macht
sich strafbar (Art. 25 StGB).
Die Bundesanwaltschaft legt dem Angeklagten E._ zur Last, er habe
gewusst, dass es sich bei der H._ GmbH um eine Scheinfirma , die im „grauen Bereich" tätig sei. Vom Angeklagten D._ habe er auch erfahren, dass die Steuerbehörde mit Hilfe dort arbeitender Personen um Geld betrogen werde. Dennoch habe er die Gesellschaft mitgegründet und zusammen mit dem Angeklagten D._ Bankkonti eröffnet, auf welche der Erlös aus der illegalen Aktivität überwiesen und in der Folge von ihm und vom Angeklagten D._ bezogen wurde. Der Angeklagte E._ habe durch diese Tatbeiträge den Betrug, begangen durch die Angeklagten A._, B._, C._ und D._, gefördert und zumindest in Kauf genommen. Die Bundesanwaltschaft erblickt darin .
Der Angeklagte E._ hat den objektiven Sachverhalt in der Hauptver-
handlung als richtig anerkannt (HV-Protokoll, S. 5). Er lässt indessen  bestreiten.
2.6.2 In objektiver Hinsicht genügt für Gehilfenschaft jede Handlung, welche die
Tat, so wie sie verübt wurde, in kausaler Weise förderte (BGE 119 IV 289 E. 2 c/aa). Das steht hier ausser Frage, gründete der Angeklagte E._ doch gemeinsam mit dem Angeklagten D._ die Gesellschaft, unter deren Namen später fiktive Rückerstattungsguthaben geltend gemacht wurden. Gehilfenschaft ist allerdings nur strafbar, wenn der Teilnehmer vorsätzlich handelte. Dafür ist erforderlich, dass der Gehilfe weiss oder damit rechnet, eine bestimmt geartete Straftat zu unterstützen, und dass er dies will oder in Kauf nimmt. Zum Vorsatz des Gehilfen gehört auch die Voraussicht des Geschehensablaufs; dabei genügt es, dass er die  Merkmale des vom Täter zu verwirklichenden strafbaren Tuns , während er Einzelheiten der Tat nicht zu kennen braucht (BGE 121
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IV 109 E. 3 a; 117 IV 186 E. 3). Mit anderen Worten kann ein ganz , allgemein gehaltener Vorsatz dahingehend, dass das eigene Verhalten einem Dritten überhaupt Hilfe zur Deliktsbegehung sei, nicht  (REHBERG/DONATSCH, a.a.O., S. 135). Nach allgemeinem  muss Vorsatz bereits im Moment der Tatausführung vorliegen (REHBERG/DONATSCH, a.a.O., S. 83 f.),
Der Angeklagte E._ nahm an keiner Besprechung zwischen den An-
geklagten A._, B._, C._ und D._ teil, sondern stiess erst dazu, als sie die Tat geplant und beschlossen hatten (D._, S. 4 Z. 6 f.). In der verwaltungsinternen Untersuchung erklärte er, der  D._ habe ihm gesagt, dass man „mit der Eröffnung einer Firma Import/Export Geld verdienen" könne (cl. 33.23 S. 2), „dass, wenn man die Firma gründe, auch Geld von den Steuern beziehen" könne,  „Steuern, Mehrwertsteuern. Gemeint war, wenn man mit der Firma , dass man dann das Geld verdient" (cl. 33.23 S. 3). Der Angeklagte D._ habe ihn gefragt, ob er bereit sei, eine Gesellschaft zu gründen und als deren Geschäftsführer tätig zu sein, und dabei darauf hingewiesen, dass es im „Grauen Bereich“ (cl. 33.22 S. 4) sei. Auf die Frage, was er  verstehe, erklärte der Angeklagte E._, dass man eine Busse oder eine Strafe erwarten müsse; der Angeklagte D._ habe ihm , dass es Nachteile nach sich ziehen könne (cl. 33.22 S. 4). Später, vor dem Eidg. Untersuchungsrichter, gab er an, er sei immer davon , „dass irgendwo ein Loch im System (Gesetzeslücke) sei, womit man Geld verdienen könne“ (cl. 22.2/9 Z. 11 f.). Und an gleicher Stelle: „Bei der Gründung der H._ war mir noch nicht bewusst, dass wir etwas  machen. Erst später kam mir dann die Sache etwas komisch vor.“ (cl. 22.2/9 Z. 13 – 15). In der Hauptverhandlung führte der Angeklagte E._ auf die Frage aus, ob er vor der Gründung gewusst habe, zu welchem Zweck die H._ GmbH geschaffen werden sollte, er habe keine Ahnung gehabt, was vor sich gehe. Er sei lediglich darüber informiert gewesen, dass sich das Vorhaben in einer Grauzone bewege (E._, S. Z. 4 – 13, vgl. auch S. 5 Z. 6 – 18 und Z. 24 – 34), dass man gewisse Lücken habe ausnutzen wollen (E._, S. 8 Z. 26 – 26). Die Frage, ob er mit der Möglichkeit gerechnet habe, die H._ GmbH könnte illegal tätig sein, beantwortete er ausweichend (vgl. E._, S. 8 Z. 32 – 41). Auf Vorhalt seiner Aussage aus der Voruntersuchung, er habe anlässlich der Gründung kein gutes Gefühl gehabt (E._, S. 5 Z. 20; cl. 22.2/9 Z. 22), erklärte er in der Hauptverhandlung, er habe zwar Fr. 150’000.–  (ohne Fluchtgeld, E._, S. 7 Z. 31 – 34), jedoch nicht darüber nachgedacht, woher dieses Geld stammen könnte (E._, S. 7 Z. 12 f.).
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Aus seinen Einlassungen ergibt sich, dass der Angeklagte E._ im Zeitpunkt der Gründung der H._ GmbH vom Angeklagten D._ in groben Zügen aufgeklärt worden war, wie die Sache ablaufen sollte, und er mit der Möglichkeit rechnete, dass die Gesellschaft für Aktivitäten  werden könnten, die im Illegalen liegen. Ein Wissen davon, dass die Rechtswidrigkeit über steuerliche hinausgehen und in den Bereich der  Verbrechen hinein reichen könnte, ist jedoch nicht erstellt. Erst recht nicht kann als erwiesen gelten, er habe eine hinreichende  Vorstellung von den Taten der anderen Beteiligten gehabt. Später freilich wurde er – je nach Zahlungseingang – substantiell entlöhnt (E._, S. 9 Z. 6 – 10; cl. 22.2/12 Z. 7 − 18; cl. 22.2/13 Z. 17 – 21, cl. 22.2/14 Z. 2 f.). Mindestens dannzumal hat er höchstwahrscheinlich Kenntnis davon erhalten, dass ungerechtfertigte Zahlungen von  Umfang eingingen; denn mit seiner ordentlichen Tätigkeit für die  oder deren Aktivität im fiskalischen „Graubereich“ liessen sie sich nicht mehr vereinbaren. In diesem Zeitpunkt war seine Hilfeleistung für den Betrug des Quartetts jedoch abgeschlossen, weshalb ein derartiger dolus subsequens ihm nicht mehr zur Last fällt.
3. Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage
3.1 Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern,
durch unrichtige, unvollständige oder unbefugte Verwendung von Daten oder in vergleichbarer Weise auf einen elektronischen oder vergleichbaren Datenverarbeitungs- oder Datenübermittlungsvorgang einwirkt und dadurch eine Vermögensverschiebung zum Schaden eines anderen herbeiführt oder eine Vermögensverschiebung unmittelbar danach verdeckt, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft (Art. 147 Abs. 1 StGB).
Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten A._, B._,
C._ und D._ vor, diesen Tatbestand mittäterschaftlich durch die Abrechnungen vom 6. April 1998 (1. Quartal 1998, cl. 27/12,  „Abrechnung Nr. 3"), 14. Juli 1998 (2. Quartal 1998, cl. 27/13,  „Abrechnung Nr. 4"), 6. Oktober 1998 (3. Quartal 1998, cl. 27/14, nachfolgend „Abrechnung Nr. 5") und 5. Mai 1999 (1. Quartal 1999, cl. 27/16, nachfolgend „Abrechnung Nr. 7") verwirklicht zu haben. Diese habe der Angeklagte A._ in gleicher Weise wie die übrigen wahrheitswidrig erstellt, mit dem Namen des Angeklagten E._ unterzeichnet und an die ESTV gesandt. Sie seien dem Angeklagten B._ zur Prüfung  worden. Dieser habe die genannten Abrechnungen unterzeichnet
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und alsdann eigenhändig zur Zahlung freigegeben, und zwar die  Nr. 5 über den Computer der Mitarbeiterin P._, die anderen  denjenigen des Vorgesetzten O._. Den Zugang zu den  dieser Mitarbeiter habe er sich wie folgt verschafft: Die  P._ habe ihren Computer jeweils nicht gesperrt, bevor sie in die Pause ging, was dem Angeklagten B._ erlaubt habe, die nötigen Vorkehren zur Auszahlung treffen, bevor die Sperre durch Zeitablauf  wirksam wurde; der Vorgesetzte O._ habe das Passwort zu seinem Computer auf der Rückseite seiner Tischagenda notiert gehabt, wo es der Angeklagte B._ ausgespäht habe (B._, S. 13 Z. 34 – 40).
Die Angeklagten A._, B._, C._ und D._ haben die-
sen Sachverhalt als richtig anerkannt und die Verteidigung schliesst sich der rechtlichen Qualifikation der Bundesanwaltschaft an.
3.2 Die zentralen Tatbestandselemente bilden die missbräuchliche Datenver-
wendung und der dadurch bewirkte Einfluss auf eine Datenverarbeitungs- oder -übermittlungsanlage. Der Angeklagte B._ benutzte die  zweier anderer Revisoren dazu, die vier Abrechnungen als von ihnen zweitrevidiert einzugeben und den jeweiligen  zur Zahlung freizugeben. Da die Zahlen in den Abrechnungen  waren, handelte es sich um unrichtige Daten. Die Einzelheiten des Computerprogramms sind nicht dargetan. Folglich muss die  entweder eine automatische Reaktion des Systems auf die  Eingabe der Abrechnungsdaten gewesen oder durch eine zusätzliche manuelle Operation nach Ende der Dateneingabe ausgelöst worden sein. Im ersten Fall wurde die Anlage beeinflusst, im zweiten Fall liegt ein  Eingriff in den Ablauf vor, welcher durch die gesetzliche  erfasst wird (SCHMID, Computer- sowie Check- und , Kommentar zu den neuen Straftatbeständen des  Strafgesetzbuches, Zürich 1994, § 7 N. 77). Je nachdem ob die  im Revisorat ausgelöst oder nur freigegeben wurde (E. 2.4), betraf die Manipulation eine Datenverarbeitungs- oder eine -übermittlungsanlage.
Die Datenmanipulation bewirkte die Auszahlung der Vorsteuerguthaben zu
Lasten der Bundeskasse und die Gutschrift auf dem Konto der H._ GmbH. Damit trat auch der Schaden ein. Der objektive Tatbestand des  Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 3, 4, 5 und 7 ist daher erfüllt.
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Wie der Angeklagte B._ mit diesen Abrechnungen verfuhr, beruhte auf seinem eigenen Entschluss und war mit den Angeklagten A._, C._ und D._ nicht abgesprochen (B._, S. 11 Z. 33 – S. 12 Z. 2). Auch waren die Revisionsabläufe innerhalb der MWST-Behörde nur den Angeklagten A._ und B._ bekannt, nicht aber den  C._ und D._. Alle vier waren sich jedoch einig, dass der Angeklagte B._ die Abrechnungen durch die Revision bringen und die Auszahlung der Beträge erwirken soll. In diesem Sinne wurde dem Angeklagtem B._ auch sein Aufgabenbereich zugeteilt. Dies genügt als gemeinsamer Tatentschluss; ein höherer Grad von Konkretisierung ist für Mittäterschaft nicht vorausgesetzt. Vorsatz im Übrigen und  der Angeklagten A._, B._, C._ und D._ stehen ausser Zweifel.
3.3 Die Bundesanwaltschaft legt dem Angeklagten E._, wie beim Betrug,
Gehilfenschaft zu betrügerischem Missbrauch einer  hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 3, 4, 5 und 7 vor. Gehilfenschaft ist indessen aus den gleichen Gründen wie beim Betrugsvorwurf hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 6 und 8 zu verneinen (E. 2.6.2) .
4. Gewerbsmässigkeit
4.1 Betrug wird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder Gefängnis nicht unter
drei Monaten bestraft, wenn er gewerbsmässig verübt wird (Art. 146 Abs. 2 StGB). Die gleiche Qualifikation sieht das Gesetz bei betrügerischem  einer Datenverarbeitungsanlage vor (Art. 147 Abs. 2 StGB).
Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten A._, B._,
C._ und D._ gewerbsmässiges Handeln in Bezug auf beide Delikte vor. Die Verteidigung schliesst sich dieser Qualifikation an, soweit sie nicht den Grundtatbestand in Frage stellen.
4.2 Persönliche Merkmale, welche auf besonderen Eigenschaften eines Betei-
ligten beruhen, beeinflussen die Strafbarkeit nur diesem gegenüber (Art. 26 StGB). Die Gewerbsmässigkeit ist ein solches persönliches Merkmal (BGE 70 IV 125).
Gewerbsmässigkeit ist bei berufsmässigem Handeln gegeben; dabei han-
delt der Täter „berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und er-
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zielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art  Berufes ausübt" (BGE 116 IV 319, E. 4 S. 330, bestätigt in BGE 123 IV 113 E. 2 c). Eine quasi nebenberufliche deliktische Tätigkeit kann als  für Gewerbsmässigkeit genügen (BGE 123 IV 113 E. 2 c).  ist, „dass der Täter durch die deliktischen Handlungen relativ  Einnahmen erzielt und anstrebt, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen. (...). Dabei kann Gewerbsmässigkeit aber auch vorliegen, wenn sich der Täter vorgenommen hat, nur beispielsweise bis zur Erreichung eines , aber doch relativ hochgesteckten finanziellen Ziels und somit lediglich für eine gewisse, aber immerhin längere Zeit gleichartige Straftaten zu " (BGE 116 IV 319 E. 4 c). Ob dies der Fall sei, ist aufgrund der  Umstände zu entscheiden. Als Kriterien für die Beurteilung können dabei unter anderem Umstände wie die Anzahl bzw. die Häufigkeit der während eines bestimmten Zeitraums bereits verübten Taten, die  eines bestimmten Systems bzw. einer bestimmten Methode, der  einer Organisation, die Vornahme von Investitionen relevant sein (BGE 116 IV 319 E. 4 c).
4.3 Die Deliktsbegehung war systematisch geplant. Die Tatplanung liess zwar
Einzelheiten, wie mit den Abrechnungen zu verfahren war, offen, legte aber in groben Zügen fest, dass inhaltlich falsche Abrechnungen einzureichen und diese mittels den hierfür notwendigen Vorkehren durch die interne  zu bringen sein werden. Die Angeklagten A._, B._, C._ und D._ haben sich somit zu einer Vielzahl gleichartiger Verhaltensweisen entschieden. Das für die Gewerbsmässigkeit  systematische Handeln muss folglich mit Blick auf alle  beurteilt werden.
Der Tatbestand des Betrugs erfasst nur unrechtmässige Vermögensver-
schiebungen, welche auf einen vom Täter bewirkten oder ausgenutzten  eines menschlichen Opfers zurückgehen. Die dadurch entstandene Lücke wurde durch die Schaffung des Tatbestands des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage geschlossen. Die  der Art. 146 und Art. 147 StGB erfassen gleichartige Verhaltensweisen. Eine Gesamtbeurteilung der unter Art. 146 und Art. 147 StGB fallenden Verhalten ist daher auch aus diesem Grund geboten.
4.4 Die Angeklagten A._, B._, C._ und D._ reichten
insgesamt acht Abrechungen ein. Die vorausgesetzte mehrfache  ist mithin erfüllt. Gemäss dem Angeklagten A._ waren  seit der zweiten „Koordinationssitzung“ der ungefähre Umfang der
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Rechnungsstellung und der Zeitrahmen bekannt, ebenso, gegen wen sich die Tat richten sollte. Es habe diesbezüglich Einigkeit geherrscht (A._, S. 3 Z. 12 – 15). Diese Aussage steht hinsichtlich des  Deliktsbetrags im Widerspruch zu denjenigen der Angeklagten B._, C._ und D._: Das Ziel, nämlich Fr. 1,0 Mio. pro Hauptbeteiligter, habe – so der Angeklagte B._ – bei der ersten  noch nicht festgestanden, aber es sei klar gewesen, dass es sich nicht um Fr. 100.– handeln könne (B._, S. 5 Z. 29 – 31). Auch gemäss den Angeklagten C._ und D._ war die Höhe und der Zeitraum der deliktischen Tätigkeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar  (C._, S. 3 Z. 39 – 42; D._, S. 4 Z. 1 – 3). Trotz dieser Widersprüche hinsichtlich der angestrebten Bereicherung und des , während dem die deliktische Aktivität entfaltet werden sollte, ist doch davon auszugehen, dass sich der Plan nicht darin erschöpfte, eine einzelne Auszahlung zu bewirken, sondern deren mehrere. Die Täter  systematisch vor und strebten durch die betrügerischen Handlungen nicht nur regelmässige Einnahmen an, sondern erzielten sie auch. Werden die einzelnen tatbestandsmässigen Handlungen zusammengefasst, ergibt sich innerhalb von 15 Monaten (Zeitspanne April 1998, Abrechnung Nr. 3 – Juli 1999, Abrechnung Nr. 8) eine Ausschüttung von mehr als Fr. 4,0 Mio. an die H._ GmbH. Die Eingänge wurden alsdann gleichmässig . Die Angeklagten A._, B._, C._ und D._ haben sich auf diesen periodischen Geldzufluss aus ihrer deliktischen Tätigkeit eingestellt: Der Angeklagte A._ finanzierte sich mit seinem  unter anderem seine Eigentumswohnung, beglich Steuer- und  und leistete sich eine teuere Wohnungseinrichtung sowie Kunstgegenstände (A._, S. 10 Z. 13 – 22; cl. 72/130 Z. 15 – 22; cl. 72/130 Z. 8 und 20 – 26; cl. 72/137). Auch der Angeklagte B._  nach finanzieller Bereicherung, wenn auch nur mittelbar: Er wollte die nötigen finanziellen Mittel sparen, um sich den Start ins selbständige Leben bzw. die Eröffnung eines gemeinsamen Treuhandgeschäfts mit dem  A._ (B._, S. 4 Z. 5 – 14) zu ermöglichen. Der  C._ benötigte finanzielle Mittel für den Aufbau seiner ; was darüber hinausging, verwendete er für seinen teuren  (C._, S. 6 Z. 41 f. – S. 7 Z. 1 f., S. 14 Z. 26 – 31). Der  D._ ging während der deliktischen Phase keiner Arbeit nach und lebte ausschliesslich von der Beute (D._, S. 11 Z. 8 – 11).  Tatbegehung ist daher bezüglich aller vier zu bejahen.
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5. Urkundenfälschung
5.1 Wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu
schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig  oder beurkunden lässt, eine Urkunde dieser Art zur Täuschung , wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft (Art. 251 Ziff. 1 StGB).
5.1.1 Urkunden sind Schriften, die bestimmt und geeignet sind, oder Zeichen, die
bestimmt sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen (Art. 110 Ziff. 5 Abs. 1 Satz 1 StGB). „Der Urkundencharakter eines  ist relativ. Es kann mit Bezug auf bestimmte Aspekte  haben, mit Bezug auf andere nicht. (...) Nach der Praxis kann sich die Beweisbestimmung eines Schriftstücks einerseits unmittelbar aus dem Gesetz ergeben und andererseits aus dessen Sinn oder Natur abgeleitet werden. Ebenfalls nach Gesetz oder aber nach der Verkehrsübung  sich, ob und inwieweit einer Schrift Beweiseignung zukommt" (BGE 125 IV 273 E. 3 a/aa; 123 IV 61 E. 5 a). Als weiteres, ungeschriebenes Merkmal erfordert der Urkundenbegriff gemäss Lehre schliesslich auch die Erkennbarkeit des Ausstellers (BOOG, Basler Kommentar, Art. 110 Ziff. 5 StGB N. 37 ff., mit Hinweis auf bundesgerichtliche Rechtsprechung, welche dieses Merkmal nunmehr implizite anerkennt, seither ferner BGE 129 IV 130 E. 2.1).
Per 1. Januar 2001 ist das Mehrwertsteuergesetz (MWSTG; SR 641.20) in Kraft getreten. Zum Zeitpunkt der Tatbegehung galt noch die Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 II 1464). Nach dieser ist folglich die Urkundequalität der eingeklagten Dokumente zu entscheiden.
5.1.2 „Die Urkundenfälschung im eigentlichen Sinn erfasst das Herstellen einer
unechten Urkunde, deren wirklicher Aussteller mit dem aus ihr ersichtlichen Autor nicht identisch ist" (BGE 129 IV 130 E. 2.1; 128 IV 265 E. 1.1.1). „Wirklicher Aussteller einer Urkunde ist derjenige, welchem sie im  als von ihm autorisierte Erklärung zugerechnet wird. Dies ist  der heute insoweit vorherrschenden so genannten ‚' derjenige, auf dessen Willen die Urkunde nach Existenz und Inhalt “ (BGE 128 IV 265 E. 1.1.1 mit Hinweis auf STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, Straftaten gegen Gemeinin-
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teressen, 5. Aufl., Bern 2000, § 36 N. 5). Weist die Urkunde auf einen  als diesen ihren wirklichen Aussteller hin, so ist sie unecht (, a.a.O., § 36 N. 6). „Bei Vertretungsverhältnissen ist somit wirklicher Aussteller der Urkunde der Vertretene, welcher den Vertreter zu der in der Urkunde enthaltenen Erklärung ermächtigt. Dies gilt zum einen bei der  Stellvertretung, bei welcher der Beauftragte mit seinem eigenen , allenfalls mit einem das Auftragsverhältnis hervorhebenden Zusatz (‚i. A.', ‚i. V.' etc.), die vom Auftraggeber nach Existenz und Inhalt gewollte  unterzeichnet. Es gilt grundsätzlich aber auch bei der so genannten verdeckten Stellvertretung, bei welcher der Vertreter die vom Vertretenen nach Existenz und Inhalt gewollte Urkunde mit dessen Einverständnis mit dem Namen des Vertretenen unterzeichnet und ein Hinweis auf das  bestehende Vertretungsverhältnis fehlt. (...). Die vom Vertreter im Einverständnis des Vertretenen mit dem Namen des Letzteren  Erklärung, die der Vertretene nach Existenz und Inhalt gewollt hat, ist somit, auch wenn das Vertretungsverhältnis nicht erkennbar und damit  ist, grundsätzlich echt, da der aus der Urkunde ersichtliche , d. h. der Vertretene, mit dem gemäss der ‚Geistigkeitstheorie’  Aussteller, auf dessen Willen die Urkunde nach Existenz und Inhalt zurückgeht, identisch ist" (BGE 128 IV 265 E. 1.1.2 mit Hinweisen auf die Lehre).
Im Unterschied zur Urkundenfälschung im eigentlichen Sinn erfasst „die Falschbeurkundung die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, bei welcher also der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene  nicht übereinstimmen" (BGE 129 IV 130 E. 2.1), wobei nach  Ansicht die einfache schriftliche Lüge keine Falschbeurkundung  (BGE 125 IV 273 E. 3 a/aa; 125 IV 17 E. 2 a/aa; 123 IV 61 E. 5 b mit weiteren Hinweisen). Eine qualifizierte schriftliche Lüge im Sinne der Falschbeurkundung kann nur angenommen, wenn der Urkunde eine  Glaubwürdigkeit zukommt und der Adressat ihr daher ein besonderes Vertrauen entgegenbringt (BGE 129 IV 130 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 117 IV 35). Das trifft dann zu, „wenn allgemeingültige objektive Garantien die Wahrheit der Erklärung gegenüber Dritten gewährleisten, wie sie unter  in der Prüfungspflicht einer Urkundsperson oder in gesetzlichen Vorschriften wie in Art. 958 ff. OR liegen, die gerade den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festlegen. Blosse Erfahrungsregeln hinsichtlich der Glaubwürdigkeit irgendwelcher schriftlicher Äusserungen genügen  nicht, mögen sie auch zur Folge haben, dass sich der  in gewissem Umfang auf entsprechende Angaben verlässt" (BGE 129 IV 130 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Schliesslich ist auch der Gebrauch
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der Falschbeurkundung strafbar. Ist der Täter jedoch derselbe, so bildet der Gebrauch eine mitbestrafte Nachtat (BGE 120 IV 122 E. 5 c/cc S. 132).
5.2 Die Bundesanwaltschaft erhebt den Vorwurf der Urkundenfälschung hin-
sichtlich diverser Schriftstücke, welche der Angeklagte A._ erstellt und mit dem Namenszug von „E._", der davon nichts wusste,  und sie hernach der zuständigen Behörden eingereicht haben soll. Die Schriftstücke stellten Urkunden dar, welche zur Täuschung gebraucht worden seien und wodurch die Eidgenossenschaft am Vermögen  worden sei. Es handelt sich dabei um folgende Dokumente:
(1) Formular zur Eintragung der H._ GmbH in das Register der
MWST-Pflichtigen und Fragebogen der HA MWST (beide nicht in den Akten vorhanden);
(2) Quartalsabrechnungen Nrn. 1 – 8 (cl. 27.10 – 17); (3) Schreiben vom 16. Februar 1998, mit welchem der HA MWST die
Sitzverlegung (recte: Geschäftsadresse) der H._ GmbH nach Y._ angezeigt wurde (cl. 27.8);
(4) AHV-Abrechnungen 1998/99 und Formulare zur Erhebung der - und Gemeindesteuern sowie der direkten Bundessteuer für die H._ GmbH (nicht in den Akten vorhanden);
(5) Antrag der H._ GmbH auf Löschung aus dem MWST-Register vom 15. Juni 1999 (cl. 27.18);
(6) Haftungserklärung undatiert (cl. 18.16/145), Erklärung zur Streichung aus dem Register der Steuerpflichtigen vom 25. August 1999 (cl. 18.16/146) sowie Schreiben vom 25. August 1999 betreffend  der Steuerpflicht (cl. 18.16/147).
Diesen Sachverhalt haben die Angeklagten A._, B._, C._
und D._ in der Hauptverhandlung als richtig anerkannt (A._, S. 7 Z. 24 – S. 8 Z. 21; B._, S. 6 Z. 36 – 41; C._, S. 4 Z. 26 – 30; D._, S. 7 Z. 17 – 31). Dabei sei der Angeklagte A._ – wie die Verteidigung darlegt – so zu verstehen, dass er nicht sich selber,  die H._ GmbH als Aussteller und Verfasser der Schriftstücke bezeichnet und diese mit dem Namen des einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführers, nämlich des Angeklagten E._, unterzeichnet habe; allen Beteiligten, insbesondere auch dem Angeklagten E._, sei klar gewesen, dass im Namen der Gesellschaft solche Schriftstücke erstellt und eingereicht würden, und der Angeklagte E._ habe die Benutzung  Namens implizite gebilligt (Auszug Plädoyer Fürsprecher Wüthrich, S. 1 – 4 in cl. 83). Die Verteidigung bestreitet die rechtliche Würdigung der Bundesanwaltschaft als Urkundenfälschung.
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Das Gericht geht vom eingestandenen Sachverhalt aus. Eine graphologi-
sche Untersuchung bestätigte, dass die unter die Dokumente gesetzte  „E._" dem Angeklagten A._ zuzuordnen ist ( KTD vom 13. Mai 2002, cl. 40.5). Dass einzelne  nicht in den Akten vorhanden und die eingefügten Daten daher  sind, spielt für die Beurteilung der Urkundenqualität keine Rolle.
5.2.1 Die möglichen Steuerpflichtigen haben selbst abzuklären, ob sie die Vor-
aussetzungen der subjektiven Steuerpflicht erfüllen. Sind die  gegeben, so haben sie sich bei der ESTV schriftlich anzumelden (Art. 45 Abs. 1 Satz 1 MWSTV, entspricht heute Art. 56 Abs. 1 Satz 1 MWSTG; vgl. SCHAFROTH/ROMANG, in Clavadetscher/Glauser/Schafroth [Red.], Kommentar zum Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, Basel 2000, Art. 56 MWSTG NN. 1, 4). Die Anmeldung bewirkt vorerst einmal nur die Zustellung eines Fragebogens an die anmeldende Person. Daraus , dass der Fragebogen zur Anmeldung weder bestimmt noch geeignet ist, die Entstehung der subjektiven Steuerpflicht zu beweisen.  dieses Schriftstücks entfällt.
Im Fragebogen gibt der Steuerpflichtige unter anderem Firma, Rechtsform,
Sitz, Beginn der Tätigkeit und Umsätze der letzten Jahre bekannt (vgl. das Muster in cl. 48, Faszikel "Diverse Akten"). Die ESTV überprüft die  dieser Angaben nicht, sondern nur, ob sie den rechtlichen  der Steuerpflicht entsprechen. Im positiven Fall teilt sie dem  eine Mehrwertsteuernummer zu (Art. 45 Abs. 1 Satz 2 MWSTV; SCHAFROTH/ROMANG, a.a.O., Art. 56 MWSTG N. 5).
Der Fragebogen dient nur, aber immerhin als Beweis für die Erfüllung der
Pflicht zur Anmeldung gemäss Art. 45 MWSTV (SCHAFROTH/ROMANG, a.a.O., Art. 56 MWSTG N. 7, und NEIDHARDT, in Clavadetscher//Schafroth [Red.], a.a.O., Art. 62 MWSTG N. 2). Dem Fragebogen kommt somit Beweiseignung und Beweisbestimmung in dieser Hinsicht zu und Urkundenqualität ist zu bejahen.
Damit ist zu prüfen, ob der Angeklagte A._ durch die Verwendung
des Namens „E._" eine unechte Urkunden erstellte.
Die Anmeldung erfolgte für die H._ GmbH. Der Angeklagte D._
hatte für sie Einzelprokura (cl. 27.3) und wusste, dass der Angeklagte A._ zur Erreichung des Tatplanes alles nötige vorkehren wird. Sein Wille deckte somit auch die deliktischen Aktivitäten des Angeklagten
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A._ ab. Ob der Angeklagte D._ damit dem Angeklagten A._ auch die Zustimmung erteilte, seinen Namen für Geschäfte der Gesellschaft zu verwenden, kann offen bleiben; der Angeklagte A._ verwendete nämlich zur Unterzeichnung der Schriftstücke der H._ GmbH nicht den Namen des Angeklagten D._, sondern denjenigen des Angeklagten E._. Letzterer wäre als  Gesellschafter und Geschäftsführer (cl. 27.3) zur Unterzeichnung der genannten Urkunden berechtigt gewesen. Er war aber einverstanden, dass Dritte bzw. ein Dritter die H._ GmbH an seiner Stelle, mithin faktisch, leiteten und im Namen der Gesellschaft handelten (E._, S. 11 Z. 33 – 35). Damit deckte sein Einverständnis alle Handlungen, die üblicherweise mit einer Exportfirma verbunden waren, und alle, welche der spezifische Zweck, nämlich der Mittelzuflusses im „Graubereich“, erheischte. So weit wie diese allgemeine, vertragsrechtliche Vertretungsmacht kann allerdings die Zurechnung von Urkundeninhalt nach dem Prinzip der  nicht gehen (in diesem Sinne auch ARZT/WEBER, Strafrecht Besonderer Teil, Bielefeld 2000, § 31 N. 17). Dafür ist wenigstens zu verlangen, dass der Vertretene den Kerngehalt der Erklärung billigt, auch wenn die  und erst recht der Wortlaut noch offen bleiben. So war auch in BGE 102 IV 191 das Wissen des Organs darum massgeblich, dass zwecks  von Aufwand Rechnungen angefertigt und als Beleg für  Geschäftsbeziehungen Briefe geschrieben würden, auch wenn der Entscheid offen lässt, wie eingehend deren Inhalt abgesprochen  war. Im vorliegenden Fall kannte der Angeklagte E._ den modus operandi nicht (E._, S. 5 Z. 16 – 18, S. 11 Z. 33 – 35), wusste also nicht, dass und mit welchem Inhalt sich die H._ GmbH gegenüber den Behörden als Mehrwertsteuer-Subjekt gerieren werde. Infolgedessen ist ihm die Anmeldung an die HA MWST nicht zuzurechnen. Indem der  A._ den Namen des Angeklagten E._ ohne dessen Ermächtigung verwendete, täuschte er nicht nur über den Namen, sondern auch über die Identität des Ausstellers. Der Fragebogen zur Eintragung der H._ GmbH als MWST-Pflichtige stellt daher eine unechte Urkunde dar.
5.2.2 Mit den Quartalsabrechnungen Nrn. 1 – 8 (cl. 27.10 – 17) wurden Exporte
und angeblich geleistete Vorsteuern deklariert. Gemäss Art. 37 MWSTV (entspricht heute Art. 46 MWSTG) hat die steuerpflichtige Person über die Steuern und Vorsteuern abzurechnen, die MWST wird mithin nach dem System der Selbstveranlagung erhoben. Dies hat zur Folge, dass der Steuerpflichtige vollumfänglich und allein verantwortlich ist für die korrekte, vollständige Ermittlung und Deklaration seines Umsatzes und seiner  sowie für die Ablieferung der Steuer an die ESTV. Eines Entscheids
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der Verwaltung, um die Steuerforderung festzulegen, bedarf es nicht (HOMBERGER GUT, in Clavadetscher/Glauser/Schafroth [Red.], a.a.O., Art. 46 MWSTG NN. 1, 5; CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz [MWSTG], 2. Aufl., Bern 2003, NN. 1579 ff., 1692). Die Selbstveranlagung mittels der Abrechnungsformulare ist somit nicht bloss eine Deklaration, auf welche hin eine amtliche Veranlagung . Anders als bei den direkten Steuern, bei welchen die  bzw. Faktoren von der Steuerbehörde überprüft werden und zu einer Verfügung führen, sind die Abrechnungen direkt steuerbegründend (vgl. Art. 38 f. MWSTV; vgl. demgegenüber zum System bei den direkten : Art. 130 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] bzw. Art. 46 des Bundesgesetzes über die  der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Die ESTV kann nur im Rahmen einer Überprüfung gemäss Art. 50 MWSTV (entspricht heute Art. 62 MWSTG) die Korrektheit der  verifizieren (NEIDHARDT, a.a.O., Art. 62 MWSTG N. 5). Wie indessen aus Abs. 2 der genannten Verordnungsbestimmung zu entnehmen ist, geht es dabei um „Kontrollen“, mithin um eine bloss stichprobeweise  der Angaben. Diese beziehen sich somit auf rechtserhebliche , sind zum Beweis der deklarierten Zahlen geeignet und bestimmt und stellen daher Urkunden dar.
Wie bereits zum Fragebogen hiervor ausgeführt, kann nicht davon ausge-
gangen werden, der Angeklagte E._ habe der Verwendung seines Namens zur Herstellung inhaltlich falscher Urkunden zugestimmt (vgl. E. 5.2.1), weshalb es sich bei den Quartalsabrechnungen um unechte  handelt.
5.2.3 Mit dem Schreiben vom 16. Februar 1998 zeigte die H._ GmbH den
Umzug der Büroräumlichkeiten von Z._ nach Y._ an. Dass die Anklageschriften irrtümlicherweise von der Sitzverlegung sprechen, spielt keine Rolle, weil auf das betreffende Schriftstück in den Akten verwiesen wird. Für die Angeklagten war deshalb ohne weiteres ersichtlich, auf  Sachverhalt sich die Bundesanwaltschaft bei diesem Vorwurf stützte. Die falsche Inhaltsbezeichnung wirft daher vor dem Hintergrund des  keine Probleme auf. Bei diesem Schreiben handelt es sich um eine blosse administrative Mitteilung. MWST-intern bewirkte sie eine andere Zuteilung des H._-Dossiers hinsichtlich des dafür  Erstrevisors. Der Wechsel dieser Zuständigkeit beruhte auf der  Arbeitsorganisation und war als solche nicht Rechtsfolge der neuen Geschäftsadresse. Die im Schreiben behauptete Tatsache, nämlich die Verlegung der Büroräumlichkeiten, ist daher nicht rechtserhebliche Tat-
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sache im Sinne des Urkundenbegriffs. Das Schreiben ist ferner auch nicht geeignet, die behauptete Tatsache zu beweisen. Urkundenqualität ist daher zu verneinen.
5.2.4 Der Arbeitgeber hat periodisch über die AHV-Beiträge abzurechnen und die
erforderlichen Angaben zur Führung der individuellen Konti der  zu machen (Art. 51 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVG [SR 831.10]). Nach Art. 36 Abs. 4 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und  (AHVV; SR 831.101) nimmt die Ausgleichskasse den Ausgleich zwischen den geleisteten Beiträgen des Pflichtigen und „den tatsächlich geschuldeten Beiträgen aufgrund der Abrechnung“ vor. Diese Fassung gilt jedoch erst seit 1. Januar 2001. Die Wirkung der Abrechnung unter  Recht ist unklar: Nach Art. 38 Abs. 1 aAHVV (BS 8 504, 520) erliess die Kasse eine Veranlagungsverfügung, wenn trotz Mahnung weder die Beiträge bezahlt noch die für die Abrechnung massgeblichen Angaben  wurden. In diesem Licht kann der Abrechnung keine Beweiseignung zukommen für die darin deklarierten Lohnsummen, sondern nur für die , dass ein Unternehmen der Beitragspflicht unterliegende Löhne  und dass die gesetzliche Pflicht zur Abrechnung erfüllt wurde.
Dem Steuerpflichtigen obliegt die Pflicht zur Einreichung der Steuererklä-
rung (bspw. Art. 124 DBG, Art. 42 StHG). Die direkten Steuern werden nicht im Selbstveranlagungsverfahren erhoben. Die Steuerbehörde  die Deklaration des Steuerpflichtigen und fällt eine Verfügung über die zu erhebenden Steuern (Art. 130 Abs. 1, 131 Abs. 1 DBG, Art. 46 StHG). Die Steuererklärung beweist daher nur die Tatsache, dass der  Genüge getan wurde. Insoweit hat sie Urkundencharakter. Ihr kommt jedoch weder Beweiseignung noch Beweisbestimmung hinsichtlich der deklarierten Beträge zu.
Der Angeklagte A._ gab an, er habe bei den AHV-Abrechnungen
keine operative Tätigkeit vorgegeben (A._, S. 8 Z. 8 − 10; cl. 18.4/19 Z. 13 − 23). Es ist anzunehmen, dass dies auch hinsichtlich der  zutrifft. Die Erstellung der AHV-Abrechnungen und  können als vom Willen des Angeklagten E._ abgedeckt , da sie – anders als die MWST-Formulare – insoweit inhaltlich nicht falsch waren und zu den minimalen Rechtspflichten eines Unternehmens gehören. Urkundenfälschung durch Identitätsfälschung entfällt.
5.2.5 Der Antrag auf Streichung der H._ GmbH aus dem Mehrwertsteuer-
register vom 15. Juni 1999 ist in Briefform verfasst und erfolgte gerade
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nicht mittels eines amtlichen Formulars. Gemäss Art. 45 Abs. 2 MWSTV obliegt dem Steuerpflichtigen die Mitteilung an die MWST-Behörde, wenn er die Voraussetzungen der subjektiven Steuerpflicht nicht mehr erfüllt.  er dies, so wird angenommen, dass er für die Steuerpflicht optiere. In dieser Hinsicht ist die Mitteilung, wie sie erfolgte, nur eine , keine Tatsachenäusserung. Urkundenqualität ist daher auch  dieses Schriftstücks zu verneinen.
5.2.6 Aus den soeben genannten Gründen stellen die Haftungserklärung, die
Erklärung zur Streichung aus dem Register der Steuerpflichtigen vom 25. August 1999 und das Schreiben betreffend Beendigung der  vom 25. August 1999 keine Urkunden dar. Keines dieser  führt Tatsachen auf, für welche es Beweis erbringen könnte.
5.2.7 Die Urkunden wurden vom Angeklagten A._ erstellt und verwendet.
Er sowie die Angeklagten B._, C._ und D._ sind der  verübten Urkundenfälschung angeklagt.
Gemäss dem gemeinsamen Tatplan war der Angeklagte A._  für die Erstellung aller zwecks Erhältlichmachen der Vorsteuerguthaben notwendigen Dokumente. Die Angeklagten B._, C._ und D._ wussten und billigten, dass der Angeklagte A._ inhaltlich falsche Schriftstücke erstellte und diese mit dem Namen des Angeklagten E._, der seine Zustimmung hierzu nicht erteilt hatte, unterzeichnete (B._, S. 6 Z. 36 – 41; C._, S. 4 Z. 26 − 30; D._, S. 7 Z. 17 − 31). Es ist davon auszugehen, dass zumindest den Angeklagten C._ und D._ nicht bekannt war, um Schriftstücke welcher Art und welchen Inhalts es sich dabei genau handelte. Wie indessen bereits an anderer Stelle ausgeführt, bedarf es zur Annahme von Mittäterschaft nicht einer Planung der Tat in allen Einzelheiten (vgl. E. 2.5). Vorsätzliches  steht ausser Zweifel, ebenso, dass bezweckt wurde, mittels der  Urkunden einen unrechtmässigen Vorteil zum Schaden der  zu erlangen, nämlich die Auszahlung ungerechtfertigter Vorsteuerguthaben. Mittäterschaft ist also gegeben. Die Urkundendelikte dienten den Angeklagten A._, B._, C._ und D._ der Betrugsbegehung. Die Verteidigung macht daher geltend, die  gingen als Vorbereitungshandlungen im Betrug auf. Es handle sich entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht um einen Fall echter, sondern unechter Gesetzeskonkurrenz (Auszug Plädoyer  Wüthrich, S. 6). Verwendet der Täter für einen Betrug gefälschte , so nimmt die bundesgerichtliche Praxis zwischen Art. 251 und Art. 146 StGB echte Gesetzeskonkurrenz in Form der Realkonkurrenz an
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(BGE 105 IV 242 E. 3 b). Ihr widerspricht ein Teil der Lehre. Danach wäre auf unechte Konkurrenz zu schliessen, wenn eine inhaltlich falsche  ausschliesslich der Betrugsbegehung dient (STRATENWERTH, BT II, a.a.O., § 36 N. 58; NIGGLI, Basler Kommentar, Art. 251 StGB N. 105;  in diese Richtung ALBRECHT, in Schubarth [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Art. 148 StGB N. 127). Das Bundesgericht hat sich in seiner jüngsten Rechtsprechung mit dieser Kritik eingehend  und im Ergebnis die eingangs erwähnte Rechtsprechung bestätigt (BGE 129 IV 53). Von ihr abzuweichen, besteht kein Grund. Damit ist Urkundenfälschung im eigentlichen Sinne hinsichtlich des Fragebogens sowie der Quartalsabrechnungen Nrn. 1 – 8 zu bejahen und sind die  A._, B._, C._ und D._ in diesem Sinne schuldig zu sprechen.
Urkundenqualität hinsichtlich der übrigen Schriftstücke wurde verneint,
weshalb die Angeklagten A._, B._, C._ und D._ freizusprechen sind vom Vorwurf der Urkundenfälschung hinsichtlich des Anmeldeformulars, des Schreibens vom 16. Februar 1998, der , der Erklärung zur Streichung aus dem Register der , des Schreibens betreffend Beendigung der Steuerpflicht sowie des Antrags auf Streichung aus dem MWST-Register. Freispruch hat auch zu erfolgen in Bezug auf den Gebrauch dieser Urkunden, den die  durch den Vorwurf des Einreichens einklagte.
5.3 5.3.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten C._ als Alleintäter
Urkundenfälschung vor. Er habe mit Datum vom 17. November 1997 eine Rechnung der R._ GmbH über den fiktiven Verkauf von  an den Angeklagten E._ ausgestellt (cl. 37.17/Beleg 10). Diese Rechnung sei von den Angeklagten D._ und E._ dem Notar als Beleg für die Sacheinlagegründung vorgelegt worden, wodurch dieser die Sacheinlage (Computeranlagen und Büromöbel) in der Höhe von Fr. 26’800.– wahrheitswidrig in die öffentliche Urkunde aufgenommen habe (Anklageschrift i. S. C._, S. 9). Die Bundesanwaltschaft erblickt in dieser Rechnung eine Quittung, und damit einen Beleg, dass die  Waren bezahlt und als Sachwerte vorhanden seien (Plädoyer , S. 35). Sie erblickt in diesem Vorgehen eine  (Plädoyer Bundesanwaltschaft, S. 34).
Der Angeklagte C._ hat in der Hauptverhandlung bestätigt, die
Rechnung erstellt zu haben; er konnte sich indessen nicht erinnern, ob er
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sie auch unterzeichnet habe. Die Verteidigung verneint indessen  des Schriftstücks.
Im Lichte von Art. 251 StGB ist nur die Herstellung dieses Dokuments zu
prüfen, während seine Verwendung für die Gründung Gegenstand der  nach Art. 253 StGB ist (vgl. E. 6).
Die fragliche Rechnung äussert sich weder darüber, ob die aufgeführten
Waren an den Besteller ausgeliefert wurden noch ob dieser den  beglichen hat. Es handelt sich somit gerade nicht um eine Quittung. Die Rechnung besagt als Tatsache nur, dass die R._ GmbH Zahlung fordert für einen ihr erteilten Auftrag zur Lieferung  Artikel. Implizite wird damit erklärt, es sei ein Kaufvertrag zwischen den aufgeführten Parteien zustande gekommen. Urkundenqualität der  ist nur im Hinblick auf diesen Aspekt bzw. diese Erklärung zu . Einem Schriftstück kann nämlich Urkundenqualität nur hinsichtlich jener Tatsachen zukommen, zu denen es sich überhaupt äussert.
Die Unterschrift auf der Rechnung wird begleitet von einem Stempel der
R._ GmbH und weist grosse Ähnlichkeiten mit dem Schriftbild auf anderen, durch den Angeklagten C._ erwiesenermassen  Dokumenten auf (vgl. bspw. cl. 37.17/Belege 1 – 6). Die R._ GmbH, handelnd durch ihr Organ C._, erscheint daher als Aussteller der Rechnung. Der tatsächliche und der aus der Urkunde erscheinende Aussteller sind somit identisch; es liegt mithin keine unechte Urkunde vor.
Das Schriftstück beweist, dass die R._ GmbH Rechnung stellt für ei-
nen an sie erteilten Auftrag zur Lieferung bestimmter Waren (vgl. BGE 125 IV 273 E. 3 a/aa). Sie erbringt indessen nicht Beweis für den Kauf als  zwischen bestimmten Vertragsparteien (vgl. BGE 121 IV 131 E. 2 c S. 136), erst recht nicht für die Vertragserfüllung. Die Anklageschrift führt nicht an, dass diese Rechnung auch Eingang in die Buchhaltung fand, weshalb vorliegend nicht davon auszugehen ist, es handle sich bei der Rechnung um eine Absichtsurkunde kraft Gesetz (vgl. BGE 129 IV 130 E. 2.2; 117 IV 35 E. 1 c). Falschbeurkundung ist daher zu verneinen und der Angeklagte C._ ist vom Vorwurf der Urkundenfälschung  dieser Rechnung freizusprechen.
5.3.2 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten C._ Urkundenfäl-
schung durch Herstellen unechter Urkunden vor, indem er drei , alle datiert vom 13. Juli 1999, zwischen der von ihm frei  und daher inexistenten Q._ Limited, Nassau, Bahamas, als Dar-
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lehensgeberin und seiner R._ GmbH als Darlehensnehmerin  (cl. 37.17/Belege 4 – 6) und jeweils für beide Vertragsparteien  habe. Der Angeklagte C._ habe zudem weitere drei  mit Datum vom 11. Januar 2000, 9. Februar 2000 und 13. März 2000 (cl. 37.17/Belege 1 – 3) zwischen ihm selbst und der Q._ Limited simuliert, wonach die Q._ Limited der R._ GmbH Darlehen gewähre. Auch hier habe er für beide Parteien . Durch dieses Vorgehens sei der R._ GmbH deliktisch  Geld zugeführt worden und der Angeklagte C._ habe sich  einen unrechtmässigen Vorteil verschafft (Anklageschrift i. S. C._, S. 9). Angesichts der Einlassung des Angeklagten C._ in der Hauptverhandlung, entgegen den Darstellungen in der Anklageschrift habe die Q._ Limited tatsächlich bestanden, er sei Alleinaktionär  und daher zur Unterschrift auf beiden Seiten berechtigt gewesen (C._, S. 9 Z. 3 – 5), würdigte die Bundesanwaltschaft dies als Falschbeurkundung (Plädoyer Bundesanwaltschaft, S. 36).
Der Angeklagte C._ hat diesen (modifizierten) Sachverhalt in der
Hauptverhandlung als richtig anerkannt (C._, S. 8 Z. 37 – S. 9 Z. 34). Die Verteidigung verneint Urkundenfälschung durch Herstellung unechter Urkunden; die Herstellung echter, aber inhaltlich falscher Urkunden sei  nicht angeklagt.
Hinsichtlich der zweiten Gruppe der Darlehensverträge nennt die Anklage-
schrift als Vertragsparteien die Q._ Limited und den Angeklagten C._, und als Vertragsinhalt – wie bereits bei der ersten Gruppe – ein Darlehen der Q._ Limited an die R._ GmbH. Den Verträgen ist indessen zu entnehmen, dass der Angeklagte C._ Darlehensnehmer war.
Der Anklagegrundsatz verlangt, dass die Anklage die einer Person zur Last
gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise umschreibt, dass die  im objektiven und subjektiven Bereich genügend konkretisiert sind. Er bestimmt damit die Anforderungen, welcher die Anklageschrift zu  hat. Diese dient einerseits der Umgrenzung des Prozessgegenstandes (Umgrenzungsfunktion), andererseits vermittelt sie dem Angeklagten die für die Durchführung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen  (Informationsfunktion). Aus der Anklageschrift muss erhellen, welches historische Ereignis Gegenstand der Beurteilung bilden soll (BGE 120 IV 348 E. 2 b und c, E. 3 c).
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Die Anklageschrift in Sachen C._ genügt diesen Anforderungen  der zweiten Gruppe der Darlehensverträge: Sie verweist auf die in den Akten befindlichen Verträge. Aufgrund dieses Aktenverweises lässt sich ohne weiteres feststellen, auf welche Aktenstücke sich der Vorwurf abstützt. Bei der Nennung der R._ GmbH als Darlehensnehmerin handelt es sich damit um einen offensichtlichen Schreibfehler, weshalb das Gericht vom Inhalt der Verträge ausgeht, wie er den Akten zu entnehmen ist.
Aufgrund der in den Akten befindlichen Bankunterlagen ist von der Existenz
der Gesellschaft auszugehen (vgl. cl. 10.5/64 ff.). Der Angeklagte C._ unterzeichnete bei der ersten Gruppe als Organ der R._ GmbH, bei der zweiten Gruppe als Privatperson. Tatsächlicher Aussteller und der aus den Schriftstücken ersichtliche sind mithin identisch, weshalb Urkundenfälschung im eigentlichen Sinne entfällt.
Falschbeurkundung gehört zum Inhalt der Anklage, indem diese die Simu-
lation als tatbestandsmässiges Geschehen nennt. Weil die in den Akten  Bankunterlagen keine korrespondierenden Eingänge bzw.  zwischen den Vertragsparteien aufweisen, ist davon auszugehen, dass die Darlehensverträge tatsächlich nur vorgetäuscht wurden (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Eine einfach-schriftliche Vertragsurkunde beweist, dass zwei Personen übereinstimmend eine bestimmte Willenserklärung  haben. Sie beweist jedoch für sich alleine noch nicht, dass die  geäusserten Erklärungen dem wirklichen Willen der  entsprechen, insbesondere dass keine Simulation gegeben ist (BGE 123 IV 61 E. 5 c/cc; 120 IV 25 E. 3 f.). Für die vorliegenden  bestehen daher keine allgemeingültigen objektiven , welche die Wahrheit der darin enthaltenen Erklärungen im Sinne der Falschbeurkundung gewährleisten. Eine Verwendung der Verträge als  der Buchhaltung ist nicht Gegenstand der Anklage, weshalb  Beweiseignung kraft Art. 358 ff. OR gegeben ist. Urkundenfälschung hinsichtlich dieser Verträge ist daher zu verneinen.
5.4 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten D._ vor, er habe ei-
nen vom 6. Januar 1999 datierten „contratto di vendita" (cl. 34/1) zwischen seinen Eltern als Verkäufer und dem Angeklagten E._ als Käufer betreffend ein in Italien gelegenes Grundstück simuliert und das  mit der falschen Unterschrift des Angeklagten E._ . Den Kaufpreis von Fr. 83’000.– habe er namens der H._ GmbH via Telebanking auf das Bankkonto seines Vaters überwiesen und diesem damit einen unrechtmässigen Vorteil verschafft. Der Angeklagte D._
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habe sich dadurch der Urkundenfälschung im eigentlichen Sinne strafbar gemacht (Anklageschrift i. S. D._, S. 9; Plädoyer , S. 37).
Der Angeklagte D._ hat diesen Sachverhalt an der Hauptverhand-
lung als richtig anerkannt (D._, S. 8 Z. 22 – 26). Die Verteidigung verneint indessen die Urkundenqualität des „contratto di vendita".
Der „contratto di vendita" äussert sich einerseits über die Verpflichtung zur
Eigentumsübertragung, andererseits wird darin festgehalten, der Kaufpreis sei bereits bezahlt worden.
Nach Schweizer Recht bedürfen Grundstückkaufverträge zu ihrer Gültigkeit
der öffentlichen Beurkundung (Art. 216 Abs. 1 OR). Soweit sich der „contratto di vendita" über die Verpflichtung zur Eigentumsübertragung äussert, wären diese gesetzlichen Formvorschriften missachtet. Allerdings ist bei Verträgen über ausländische Grundstücke das Recht der gelegenen Sache massgeblich (Art. 119 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das  Privatrecht, IPRG [SR 291]). Zugunsten des Angeklagten ist , die Formerfordernisse auch des italienischen Rechts seien nicht erfüllt. Der „contratto di vendita“ kann daher nicht geeignet sein, die darin vereinbarten Rechte und Pflichten zu beweisen (BGE 103 IV 149 E. 1 c) und ihm kommt in Bezug auf diesen Aspekt kein Urkundencharakter zu.
Die Erklärung, der Kaufpreis sei bereits geleistet worden, bezieht sich auf
eine Tatsache. Diese ist rechtserheblich, geht doch durch Erfüllung der Kaufpreisschuld die entsprechende Vertragsverpflichtung unter. Das Schriftstück ist nach der Verkehrsübung geeignet, diese Tatsache, nämlich die Erfüllung der Zahlungsverpflichtung, zu beweisen. Diese Erklärung stellt eine Quittung dar, welche nicht den qualifizierten Formvorschriften zu  hat. Der „contratto di vendita" war bestimmt und geeignet, den  zu beweisen. Ihm kommt daher in Bezug auf diesen Aspekt  zu. Der Angeklagte D._ unterzeichnete die Urkunde mit dem Namen des Angeklagten E._, der davon nichts wusste. Er täuschte somit über die Identität des Ausstellers und erstellte daher eine unechte Urkunde. Da der Kaufvertrag ungültig war, erfolgte die  ohne Rechtsgrund und der Vater des Angeklagten D._  dadurch ungerechtfertigt bereichert (vgl. Art. 62 Abs. 2 OR). Dadurch hat dieser einem Dritten einen ungerechtfertigten Vorteil verschafft. Dass diese unrechtmässige Bereicherung vom Angeklagten D._  war, steht ausser Zweifel. Vorsatz bezüglich der objektiven Tatbe-
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standsmerkmale steht ausser Zweifel. Im Ergebnis steht  durch Erstellen einer unechten Urkunde fest.
6. Erschleichung einer falschen Beurkundung
6.1 Der Erschleichung einer falschen Beurkundung macht sich strafbar, wer
durch Täuschung bewirkt, dass ein Beamter oder eine Person öffentlichen Glaubens eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet (Art. 253 Abs. 1 StGB).
Die Bundesanwaltschaft erhebt den Vorwurf der Erschleichung einer fal-
schen Beurkundung hinsichtlich der Gesellschaftsgründung der H._ GmbH. Der Angeklagte C._ habe aufgrund seiner Kenntnisse über Gesellschaftsgründungen ein Konzept für die Gründung erstellt und  die Angeklagten D._ und E._ mit einem Notar in  gebracht. Diese seien gegenüber dem Notar als Gesellschafter der zu gründenden H._ GmbH aufgetreten und hätten ihm einen rein fiktiven Zweck der Gesellschaft angegeben, wodurch sie durch Täuschung die  der öffentlichen Urkunde betreffend die Gründung der H._ GmbH bewirkt hätten. Die Angeklagten D._ und E._ hätten die vom Angeklagten C._ fingierte Quittung über den Kauf von  als Beleg für die Sacheinlagegründung vorgelegt, wodurch der verurkundende Notar die Sacheinlage (Computeranlagen und Büromöbel) in der Höhe von Fr. 26’800.– wahrheitswidrig in die öffentliche Urkunde aufgenommen habe.
Die Angeklagten haben diesen Sachverhalt in der Hauptverhandlung weit-
gehend anerkannt; soweit bestritten, wird weiter unten darauf Bezug . Mit Ausnahme des Verteidigers des Angeklagten E._ wird die Tatbestandsmässigkeit hinsichtlich des Vorwurfs des  eines „rein fiktiven Zwecks" bejaht. Die rechtliche Würdigung der Bundesanwaltschaft hinsichtlich des Vorwurfs der Gründungsurkunde der H._ GmbH wird indessen bestritten.
6.2 Tathandlung im Sinne von Art. 253 StGB ist das Bewirken einer unrichtigen
Beurkundung durch Täuschung. Art. 253 StGB stellt in dieser  einen Spezialfall der Falschbeurkundung dar, nämlich die  in mittelbarer Täterschaft, wobei Tatmittler ein Beamter oder eine Person öffentlichen Glaubens ist. Wann eine inhaltlich unwahre  vorliegt, beurteilt sich nach den gleichen Grundsätzen wie bei der
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Falschbeurkundung gemäss Art. 251 StGB (zu Art. 253 StGB: BGE 123 IV 231 E. 3 a/bb und E. 3 b/aa).
6.2.1 Im Vorwurf, der Angeklagte C._ habe seine Kenntnisse zur Verfü-
gung gestellt und die Verbindung zum Notar geschaffen, ist kein  Handeln ersichtlich. Soweit die vorgeworfene Handlung überhaupt einen Anklagepunkt darstellt, ist Erschleichung einer falschen Beurkundung daher zu verneinen.
6.2.2 Die Gründungsstatuten befinden sich nicht in den Verfahrensakten; die
öffentliche Urkunde nimmt jedoch Bezug darauf. Es ist erstellt, dass  Zweck der H._ GmbH verurkundet wurde: „Handel mit Waren aller Art, insbesondere Export von mechanischen und elektronischen  und Werkzeugen; sie kann sich an anderen Unternehmen beteiligen und Grundstücke erwerben“ (vgl. cl. 27.3).
Der Zweck der Gesellschaft definiert und begrenzt den wirtschaftlichen Be-
reich, in welchem sie sich bewegen darf. Die Zweckbestimmung ist keine Feststellung von Tatsachen, wie es Art. 110 Ziff. 5 Abs. 1 StGB für  verlangt, sondern eine auf die Zukunft gerichtete Schranke  Handelns. Selbst wenn man ihr mittelbar die Aussage über  entsprechende Absicht der Gründer beimessen wollte, so ist dies keine Rechtstatsache (BOOG, Basler Kommentar, Art. 253 StGB N. 6). Soweit die Beurkundung eines fiktiven Zwecks angeklagt ist, sind die Angeklagten freizusprechen.
6.2.3 In der Gründungsurkunde haben die Gründer einer GmbH zu bestätigen,
dass das Gesellschaftskapital liberiert worden ist (Art. 779 Abs. 2 Ziff. 2 OR). Im Falle einer Sacheinlage müssen sie bestätigen, dass der  vorgelegt wurde (Art. 779 Abs. 2 Ziff. 3 OR); die Sacheinlage gilt nur dann als Deckung des Kapitals, wenn die Gesellschaft bei Eintragung in das Handelsregister über die Sachen sofort als Eigentümerin verfügen kann (Art. 779 Abs. 4 OR).
Die H._ GmbH wurde mittels Sacheinlage gegründet (cl. 33.21).  die Anklageschrift das deliktische Handeln in der Vorlage einer  „über den fiktiven Verkauf“ von Computermaterial erblickte, bezieht sie sich auf die für Gründung wesentliche Bestätigung über die Liberierung des Kapitals. In dieser Hinsicht ist die Gründungsurkunde inhaltlich falsch, weil die Gesellschaft bei Registereintragung kein Eigentum ausüben konnte. Dazu wäre nämlich vorausgesetzt, dass das Computermaterial – Fahrnis – sich in diesem Moment im Besitz des Geschäftsführers der GmbH, also
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des Angeklagten E._, befunden hätte (Art. 922 ZGB). Nach dessen und nach der Darstellung des Angeklagten C._ war dies jedoch nicht der Fall; es war höchstens das im Vertrag genannte Material im Bereich der Lieferantin, der R._ GmbH, ausgeschieden (E._, S. S. 4 Z. 24 f. und Z. 40; D._, S. 8 Z. 15 – 20; C._, S. 8 Z. 14 und Z. 20). Damit sind auch die rechtlichen Voraussetzungen von Besitzesübertragung durch Traditionssurrogate (Art. 924 Abs. 1 ZGB) nicht erfüllt.
Die Erklärung gegenüber dem Notar, die Stammeinlage des Angeklagten
E._ sei anlässlich der Gründung der H._ GmbH durch  vollständig liberiert worden, bewirkte die unrichtige Beurkundung durch den bernischen Notar. Ob die Sacheinlagegegenstände auch  waren, kann bei dieser Ausgangslage offen bleiben. Der  Notar ist eine Person öffentlichen Glaubens im Sinne von Art. 253 StGB (DONATSCH/WOHLERS, Strafrecht IV, Delikte gegen die Allgemeinheit, 3. Aufl., Zürich 2004, S. 163; STRATENWERTH, BT II, a.a.O., § 35 N. 47). Es ist als Erfahrungstatsache anzunehmen, dass sich der verurkundende  im Irrtum über die wahren Eigentumsverhältnisse befand und von der inhaltlichen Richtigkeit der Erklärungen der Gesellschafter ausging.
6.3 Die Tathandlungen wurden durch die Angeklagten D._ und E._
gesetzt. Sie sowie die Angeklagten A._, B._ und C._ sind der mittäterschaftlichen Tatbegehung angeklagt.
Die Angeklagten D._ und E._ wussten, dass sich die  weder im Besitz noch Eigentum des Angeklagten E._  (vgl. E._, S. 4 Z. 40), und kannten damit den Mangel in der Erbringung der Sacheinlage. Vorsatz und Täuschungsabsicht stehen  ausser Zweifel.
Der Angeklagte C._ war im Rahmen des gemeinsamen Tatplans mit zuständig, die Gründung der H._ GmbH vorzunehmen (C._, S. 8 Z. 1 – 7), und erstellte die Statuten (Plädoyer Fürsprecher Lanz). Er hatte Erfahrungen in Gesellschaftsgründungen, der Angeklagte D._  kaum. Es ist ausser Zweifel, dass der Angeklagte C._ die  im Wesentlichen vorbereitete und den Angeklagten D._  instruierte. Ihm musste deshalb auch der Inhalt der  bekannt gewesen sein. Er räumte in der Hauptverhandlung ein, der Angeklagte E._ habe das in der Rechnung vom 17. November 1997 (cl. 37.17/Beleg 10) aufgeführte Material – ein Teil der angeblich  Sacheinlage (vgl. Inventarliste cl. 77.17/259 bzw. 33.21) – nie erhalten (C._, S. 8 Z. 14 und 20). Er wusste somit, dass die Angeklagten
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D._ und E._ eine Falschbeurkundung des Notars veranlassten und billigte dieses Vorgehen. Der Angeklagte C._ hat sich daher als Mittäter zur Erschleichung einer falschen Beurkundung hinsichtlich der Gründungsurkunde der H._ GmbH zu verantworten.
Die Gründung der H._ GmbH war Teil des Tatplans des ganzen Quartetts. Es ist zwar davon auszugehen, dass abgesprochen war, eine Sacheinlagegründung vorzunehmen, und darüber insoweit Kenntnis  (A._, S. 9 Z. 1; B._, S. 12 Z. 33). Ferner ist anzunehmen, auch in diesem Aufgabenbereich habe eine gewisse Autonomie des  bestanden und eine Detailregelung der Modalitäten der  in der Tatplanung sei unterblieben. Der allgemeine Plan schloss eine mangelhafte Gründung nicht ein, und tatsächlich wäre sie mit Auslieferung des Materials durch die R._ GmbH in korrekter Weise möglich . Hinweise, aus welchen zu schliessen wäre, die Angeklagten A._ und B._ hätten konkret Kenntnis von der unrichtigen Beurkundung hinsichtlich der Sacheinlage gehabt (vgl. auch A._, S. 8 Z. 30 – S. 9 Z. 8; B._, S. 12 Z. 22 – 38), liegen nicht vor. Der subjektive  ist daher für die Angeklagten A._ und B._ zu verneinen und sie sind vom Vorwurf der Erschleichung einer falschen Beurkundung freizusprechen.
7. Urkundenfälschung im Amt
7.1 Beamte oder Personen öffentlichen Glaubens, die vorsätzlich eine Urkunde
fälschen oder verfälschen oder die echte Unterschrift oder das echte  eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützen, oder die vorsätzlich eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig , namentlich eine falsche Unterschrift oder ein falsches Handzeichen oder eine unrichtige Abschrift beglaubigen, werden gemäss Art. 317 Ziff. 1 StGB wegen Urkundenfälschung im Amt mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft. Unter „Beamten“ werden die Beamten und  einer öffentlichen Verwaltung und der Rechtspflege verstanden (Art. 110 Ziff. 4 Satz 1 StGB).
7.2 7.2.1 Dem Angeklagten B._ wirft die Bundesanwaltschaft Urkundenfäl-
schung im Amt hinsichtlich der Abrechnungsformulare Nrn. 3 – 8 vor. Er habe einmal alle diese Formulare mit seiner Unterschrift unterzeichnet und so mit Wissen und Willen einen unwahren Sachverhalt und damit einen  Anspruch der H._ GmbH als rechtmässig anerkannt.
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Im Weiteren habe er auf den Abrechnungsformularen Nrn. 3 – 5 und 7 die Zweitunterschrift des Zweitrevisors gefälscht bzw. zwei seiner  veranlasst, bei den Abrechnungen Nrn. 6 und 8 die Zweitunterschrift nach bloss oberflächlicher Prüfung zu leisten und die Auszahlung des  Vorsteuerüberhangs zu Gunsten der H._ GmbH . Er habe dadurch in seiner Eigenschaft als Beamter mehrfach  unechte Urkunden hergestellt (Anklageschrift i. S. B._, S. 11 f.). Implizite qualifiziert die Bundesanwaltschaft hingegen in ihrem Plädoyer die Tathandlung hinsichtlich der Erstunterschrift nicht als Erstellen einer unechten, sondern als Erstellen einer echten, aber unwahren Urkunde (Plädoyer Bundesanwaltschaft, S. 40 – 42).
Der Angeklagte B._ hat diesen Sachverhalt an der Hauptverhandlung
als richtig anerkannt (B._, S. 8 Z. 25 − 27; S. 9 Z. 17 f.; S. 13 Z. 14 − 28; S. 14 Z. 5 − 11). Die Verteidigung bejaht Urkundenfälschung  der Zweitunterschrift auf den Abrechnungen Nrn. 3 − 5 und 7, im  wird solche verneint.
7.2.2 Die Tathandlungen der Falschbeurkundung im Amt bzw. des Fäl-
schens/Verfälschens entspricht derjenigen gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB (BGE 121 IV 216 E. 2; 117 IV 286 E. 6 b betreffend Falschbeurkundung; BOOG, Basler Kommentar, Art. 317 StGB N. 4).
Der Angeklagte B._ war zum Zeitpunkt der Tatbegehung Beamter.
Bei den Abrechnungsformularen handelt es sich um Urkunden im Sinne von Art. 110 Ziff. 1 StGB (vgl. E. 5.2.2).
Der Angeklagte B._ geht als Erstrevisor aus den Abrechnung Nrn. 3 − 8 hervor, weshalb die Urkunde bezüglich des von ihm bestätigten Inhalts echt ist. Hinsichtlich dieser Erstunterschrift steht daher nicht ein Fälschen oder Verfälschen im Sinne von Art. 317 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Frage,  ein unwahres Beurkunden im Sinne von Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Diese Tatbestandsform wurde jedoch in der Anklageschrift nicht genannt, weshalb die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer unzulässigerweise  diesbezüglichen Schuldspruch verlangt (Plädoyer Bundesanwaltschaft, S. 40 − 42). Im Übrigen bestätigt der Revisor mit der Erstunterschrift nicht die materielle Richtigkeit der Abrechnungsformulare, sondern nur, dass die Abrechnung in sich stimmig ist. Dass dies auf die Abrechnungsformulare der H._ GmbH zutrifft, wurde bereits mehrfach erläutert.
Soweit die Zweitunterschriften betreffend, stellen die Abrechnungen  Urkunden dar, wurde doch über die Identität des Zweitunterzeichnenden
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getäuscht. Der Angeklagte B._ war als Revisor zuständig für die  und er missbrauchte diese amtlichen Funktion zur . Der geforderte enge Zusammenhang zwischen der Tathandlung und seiner Amtstätigkeit ist gegeben (vgl. BGE 81 IV 285 E. I./2 S. 288; BOOG, Basler Kommentar, Art. 317 StGB N. 2).
Der Umstand, dass der Angeklagte B._ Beamtenkollegen dazu  konnte, Zweitunterschriften nach nur oberflächlicher Prüfung bzw. ohne Prüfung zu erteilen, entspricht keinem tatbestandsmässigen Handeln im Sinne von Art. 317 StGB. Es handelt sich nämlich sinngemäss um eine mittelbare Falschbeurkundung, welche nicht von Art. 317 StGB erfasst wird, sondern unter den Tatbestand des Art. 253 StGB fiele. Da die  sie an jener Stelle nicht nennt, ist anzunehmen, dass sie nicht eingeklagt sein sollte.
7.3 Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten A._, C._ und
D._ vor, sich an den Urkundenfälschungen, die der Angeklagte B._ im Amt begangen habe, als Gehilfen beteiligt zu haben. Die  der Angeklagten C._ und D._ bestreitet die  unter diesem Gesichtspunkt.
7.3.1 Gehilfenschaft setzt voraus, dass jemand vorsätzlich einem anderen für die
Verübung eines Verbrechens oder Vergehens Hilfe leistet (Art. 25 StGB). Da eine nach Art. 317 Ziff. 1 StGB strafbare Tat des Angeklagten B._ nur, aber immerhin für die Fälschung der Unterschriften auf den  Nr. 3 – 5 und 7 gegeben ist, beschränkt sich eine  der Angeklagten A._, C._ und D._ auf eine  an dieser Handlung, während es hinsichtlich der Erstunterschrift durch den Angeklagten B._ und seiner Veranlassung der  auf den Abrechnungsformularen Nr. 6 und 8 zu einem Freispruch kommt.
7.3.2 Gemäss Art. 26 StGB werden persönliche, die Strafbarkeit erhöhende,
vermindernde oder ausschliessende Merkmale nur bei demjenigen  an einer Straftat berücksichtigt, bei dem sie vorliegen (limitierte ). Strafbegründende Merkmale werden demgegenüber auch dem Extraneus, d.h. demjenigen, der die Merkmale nicht erfüllt, angerechnet (strenge Akzessorietät; FORSTER, Basler Kommentar, Art. 26 StGB NN. 9 f., 12). Persönliche Eigenschaften beziehen sich auf schuldspezifische  in der Person des Täters bzw. Teilnehmers; sachliche  betreffen den objektiven Unrechtsgehalt der Straftat. Kannte der Teil-
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nehmer das sachliche Merkmal beim Täter, hat er sich dieses zuzurechnen (FORSTER, Basler Kommentar, Art. 26 StGB NN. 16, 21).
Bei echten Sonderdelikten begründet eine Sondereigenschaft des Täters
dessen Strafbarkeit, während sich bei unechten Sonderdelikten die  des Täters straferhöhend auswirkt (FORSTER, Basler , Art. 26 StGB N. 23). Der Beteiligte an einem echten Sonderdelikt unterliegt der gleichen Strafdrohung wie der Haupttäter, der Beteiligte zu einem unechten Sonderdelikt dem Strafrahmen des Grunddelikts, sofern der qualifizierte Tatbestand an persönliche Merkmale des Haupttäters  (REHBERG/DONATSCH, a.a.O., S. 159). Mittäter zum echten  kann nur sein, wer die im Gesetz geforderten persönlichen Merkmale aufweist. Trifft dies nicht zu, so kann er nur als Teilnehmer zum echten Sonderdelikt bestraft werden (BGE 111 IV 74 E. 5 b; 95 IV 113 E. 2 b i.f. S. 117; REHBERG/DONATSCH, a.a.O., S. 149 f.).
Gemäss BGE 95 IV 113 handelt es sich bei Art. 317 StGB nicht um einen
qualifizierten Fall von Art. 251 StGB, sondern um ein eigenständiges Delikt, sprich echtes Sonderdelikt. Die Beamteneigenschaft des Täters im  des Art. 317 StGB sei strafbegründendes Merkmal, weshalb die  von Art. 26 StGB ausser Betracht falle. Teilnehmer unterliegen daher nicht der Strafdrohung von Art. 251 StGB, sondern seien nach Art. 317 StGB zu bestrafen. Damit konnte auch die Frage, ob es sich bei der Beamteneigenschaft im Sinne von Art. 317 StGB um ein persönliches oder sachliches Merkmal handelt, damals offen gelassen werden (BGE 95 IV 113 E. 2 b; früher demgegenüber noch als sachliches Merkmal : BGE 81 IV 285 E. 3).
Diese Rechtsprechung wird in der Lehre überwiegend kritisiert (vgl. Hin-
weise in FORSTER, Basler Kommentar, Art. 26 StGB N. 25 ff.) und die , beim Tatbestand des Art. 317 StGB handle es sich um ein  Delikt, abgelehnt (BOOG, Basler Kommentar, Art. 317 StGB N. 12). Die Beamtenfunktion begründe die Strafbarkeit nicht, weil die  der Nicht-Beamten gemäss Art. 251 StGB strafbar sei. Sie erschöpfe sich auch nicht in Aspekten des Unrechts, sondern betreffe auch den Schuldvorwurf (FORSTER, Basler Kommentar, Art. 26 StGB N. 26, mit Hinweisen). Diese Auffassung, welche besonders deutlich bei Art. 138 Abs. 2 StGB zutage tritt, wo der Gesetzgeber die Beamteneigenschaft etwa derjenigen des beruflichen Vermögensverwalters gleichstellte, überzeugt. Deshalb fällt bei Art. 317 StGB der Teilnehmer ohne Sondereigenschaft  die Strafandrohung von Art. 251 StGB (vgl. BOOG, Basler Kommentar, Art. 317 StGB N. 12).
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Der Angeklagte A._ war Ende Februar 1998 aus der Bundesverwal-
tung ausgeschieden und im Zeitraum der Tatbegehung durch den  B._ nicht mehr Beamter (vgl. den Leumundsbericht vom 24. August 2004, cl. 78 act. 5.2, S. 2). Er verfügte somit im Zeitpunkt der Tatbegehung nicht über die im Tatbestand von Art. 317 StGB  Sondereigenschaft. Die Angeklagten C._ und D._  nie in Bundesdiensten. Deshalb ist die Gehilfenschaft zu  im Amt insgesamt nach Art. 251 Ziff. 1 i. V. m. Art. 25 StGB zu .
Wie bereits an anderer Stelle zur Frage der Mittäterschaft ausgeführt (vgl.
E. 2.5.2), wurde gemeinsames arbeitsteiliges Handeln vereinbart. Jeder war in seinem Zuständigkeitsbereich Hauptakteur bzw. Hauptbeteiligter. Erst durch den Tatbeitrag jedes einzelnen liess sich das Vorhaben . Keiner von ihnen hatte im Rahmen dieses Tatplans nur  hinsichtlich der in groben Zügen geplanten Delikte. Indessen ist nachfolgend im Einzelnen zu untersuchen, ob auch die Zweitunterschrift auf den Abrechnungen von diesem Globalvorsatz erfasst waren.
7.4 7.4.1 Der Angeklagte A._ erbrachte dadurch, dass er die Abrechnungsfor-
mulare anfertigte und an die HA MWST sandte, einen kausalen Beitrag zur Haupttat des Angeklagten B._. Er hatte aufgrund seiner früheren  bei der Hauptabteilung Warenumsatzsteuer Kenntnis vom Ablauf der Abrechnungen. Er erklärte, davon ausgegangen zu sein, dass der  B._ die Zweitunterschrift einhole, doch im Ergebnis habe es ihm keine Rolle gespielt, ob der Angeklagte B._ die  fälsche (A._, S. 5 Z. 38, S. 6 Z. 29 − S. 7 Z. 7). Der Angeklagte B._ ist überzeugt, den Angeklagten A._ über die Fälschung der Zweitunterschrift informiert zu haben (B._, S. 11 Z. 33 − 38). Dieser Aussage lässt sich indessen nicht entnehmen, zu welchem Zeitpunkt er dem Angeklagten A._ dies mitteilte, d. h. ob vor oder nach den . Aufgrund der Kenntnisse, die der Angeklagte A._ hatte, und des gemeinsamen Tatplans ist jedoch davon auszugehen, dass dieser zumindest im Sinne eines Eventualvorsatzes wusste und billigte, dass der Angeklagte B._ so weit nötig auch Zweitunterschriften zur Erreichung des Tatziels fälschte. Die Beteiligung des Angeklagten A._ ist in  Aspekt nicht nur als Gehilfenschaft, sondern als Mittäterschaft zu . Da ihm die Beamteneigenschaft zur Zeit der Tatbegehung fehlte, ist er nach Art. 251 StGB wegen Unterschriftenfälschung hinsichtlich der
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Zweitunterschrift auf den Abrechnungsformularen Nrn. 3 − 5 und 7 zu .
7.4.2 Wie für den Angeklagten A._ war es auch für die Angeklagten
C._ und D._ ohne Bedeutung, wie der Angeklagte B._ das Kontrollsystem überlistete, um die Auszahlung von Vorsteuerguthaben zu bewirken. Es ist indessen zu ihren Gunsten anzunehmen, dass sie – im Unterschied zum Angeklagten A._ – nicht um die Zweitunterschrift wussten und dass sie davon ausgingen, der Angeklagte B._ werde die Abrechnungen mit Mitteln behandeln, die für eine ordentliche Revision zur Verfügung stehen (C._, S. 5 Z. 23 − 28, S. 13. Z. 13 – 35). Der Tatplan implizierte eine Fälschung keineswegs, und bei den Abrechnungen Nrn. 6 und 8 kam es auch nicht dazu. Die Teilhabe der Angeklagten C._ und D._ am Tatentschluss implizierte den Vorsatz der  im Amt daher nicht. Sie sind im Ergebnis vom Vorwurf der Gehilfenschaft zu Urkundenfälschung im Amt insgesamt freizusprechen.
8. Bestechungsdelikte
8.1 Nach Art. 315 Abs. 1 aStGB werden unter anderem Mitglieder einer Behör-
de und Beamte, die für eine künftige, pflichtwidrige Amtshandlung ein  oder einen andern ihnen nicht gebührenden Vorteil fordern,  oder sich versprechen lassen, mit Zuchthaus bis zu drei Jahren oder Gefängnis bestraft. Hat der Täter infolge der Bestechung die  tatsächlich verletzt, so ist die Strafe Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder Gefängnis nicht unter einem Monat (Art. 315 Abs. 2 aStGB).
Art. 315 aStGB wurde per 1. Mai 2000 durch Art. 322quater StGB ersetzt (AS
2000 1121, 1126). Nach dem neurechtlichen Tatbestand werden unter  Mitglieder einer Behörde und Beamte, die im Zusammenhang mit  amtlichen Tätigkeit für eine pflichtwidrige oder eine im Ermessen  Handlung oder Unterlassung für sich oder einen Dritten einen nicht gebührenden Vorteil fordern, sich versprechen lassen oder annehmen, mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten B._ vor, er habe die-
sen Straftatbestand erfüllt, indem er sich von den Angeklagten A._, C._ und D._ für das in Missachtung seiner Dienstpflichten  Durchschleusen der total gefälschten Steuerabrechnungen durch das Revisorat der HA MWST und für die Auslösung der Zahlung  Vorsteuerguthaben an die H._ GmbH einen Viertel des deliktisch
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erworbenen Geldes habe versprechen lassen und diesen Tatbeitrag in der Folge auch tatsächlich geleistet habe.
Der Angeklagte B._ hat diesen Sachverhalt an der Hauptverhandlung
als richtig anerkannt (B._, S. 12 Z. 40 – S. 13 Z. 6), lässt indessen die rechtliche Würdigung bestreiten.
In der Anklageschrift wird als Deliktszeitraum Sommer/Herbst 1997 bis
Herbst 1999 aufgeführt, der dem Anklagepunkt zugrunde liegende  liegt demgegenüber als Belohnungsversprechen zeitlich vor der  ersten pflichtwidrigen Handlung des Angeklagten B._. Das erste Abrechnungsformular datiert nämlich vom 19. Januar 1998, weshalb der zu beurteilende Sachverhalt vor diesem Zeitpunkt anzusiedeln ist.
8.2 8.2.1 Die Tat wird nach dem im Zeitpunkt der Begehung geltenden Recht beur-
teilt (implizit aus Art. 2 Abs. 1 StGB; POZO, Droit pénal, partie générale I, 2. Aufl., Zürich 1997, N. 502 ff.). Ist das zum Zeitpunkt der Beurteilung  Recht milder als das zum Zeitpunkt der Tatbegehung geltende, so ist das mildere Recht anzuwenden (vgl. Art. 2 Abs. 2 StGB). Welches die  Bestimmung ist, beurteilt sich nicht aufgrund eines abstrakten , sondern massgebend ist, „nach welcher Bestimmung der Täter für die zu beurteilende Tat besser wegkommt“ (BGE 126 IV 5 E. 2 c). Der  Sachverhalt ist somit unter die Gesamtheit der in den beiden  geltenden Rechte zu stellen; dabei bilden Bestandteil des  nur jene Normen, welche im zu beurteilenden Fall überhaupt in  kommen (POZO, a.a.O., NN. 558, 560).
Der unter dem Titel der Bestechung zur Anklage gebrachte Sachverhalt be-
ruht auf Vorgängen vor diesem Zeitpunkt, weshalb der Angeklagte B._ grundsätzlich nach dem alten Recht zu beurteilen ist. Eine pflichtwidrige Handlung erfolgte tatsächlich; solches Tatverhalten ist  Art. 315 Abs. 2 aStGB bedroht mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Zuchthaus und einer Mindeststrafe von Gefängnis nicht unter drei Monaten. Dieser Höchststrafe entspricht auch der neurechtliche Art. 322quater StGB; er sieht demgegenüber für dasselbe Tatverhalten als Strafminimum  ohne Mindestdauer vor, weshalb das ordentliche Minimum von drei Tagen gilt (Art. 36 StGB). Das neue Recht ist folglich für den Angeklagten B._ das mildere und es findet daher Art. 322quater StGB Anwendung.
8.2.2 Kern der Bestechungstatbestände ist die "Unrechtsvereinbarung" (PIETH,
Basler Kommentar, vor Art. 322ter StGB N. 5; TRÖNDLE/FISCHER, Strafge-
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setzbuch und Nebengesetze, 52. Aufl., München 2004, § 331 N. 21; SCHÖNKE/SCHRÖDER, Strafgesetzbuch, Kommentar, 26. Aufl., München 2001, § 331 N. 3), mithin das Versprechen einer pekuniären Leistung des Bestechers „als Gegenleistung“ für eine unrechtmässige Handlung des  (Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2000, publ. in: Pra 2000 Nr. 189 E. 2 b). Von Bestechen bzw. Sich-Bestechen-Lassen kann mithin nur die Rede sein, wenn die Handlung auf eine Vereinbarung zielt, dank deren der Vorteil dem Bestochenen unmittelbar vom Bestecher zufliesst. Dies bedingt, dass die Erfüllung allein vom Bestecher abhängt. Im konkret zu beurteilenden Fall beruhte die Vorteilszuwendung auf  Abrede. Der Angeklagte B._ war dabei wesentlich , ohne seine Hilfe wäre die Tatbegehung wie erfolgt nicht möglich . Die Erfüllung des versprochenen Vorteils hing somit entscheidend von ihm ab. Der Vorteil kam nicht von aussen, sondern der Angeklagte B._ hatte als Mittäter Tatherrschaft am Delikt und Mitverfügung über die Beute. Er verschaffte sich den Vorteil selber, war zugleich Empfänger und Geber. Dieser Vorteil ist ihm daher nicht im eben dargelegten Sinne unmittelbar von einem Anbieter zugeflossen. Er war am Substrat der  bereits wirtschaftlich berechtigt, bevor ihm sein Vorteil bzw.  tatsächlich verschafft wurde (vgl. das Urteil des deutschen  vom 7. Juli 1964, BGHSt 20, S. 1 ff.). Der Tatbestand des Sich-Bestechen-Lassens ist daher zu verneinen. Das führt zu Freispruch.
8.3 Die Bundesanwaltschaft erhebt für denselben Sachverhalt (E. 8.1) gegen-
über den Angeklagten A._, C._ und D._ den Vorwurf des Bestechens (Anklageschrift i. S. A._, S. 10; Anklageschrift i. S. C._, S. 11; Anklageschrift i. S. D._ S. 10 f.)
Im Zuge der Revision des Korruptionsstrafrechts wurde die Strafdrohung
für aktive Bestechung angehoben (vgl. Art. 322ter StGB), das neue Recht ist im Vergleich zu jenem im Zeitpunkt der Tat geltende (Art. 288 aStGB) nicht das mildere.
Der objektive Tatbestand des Betechens ist aus denselben Erwägungen zu
verneinen wie die passive Bestechung (E. 8.2).
Die Angeklagten A._, C._ und D._ sind daher vom Vor-
wurf des Bestechens freizusprechen.
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9. Verletzung des Amtsgeheimnisses
9.1 Wer ein Geheimnis offenbart, das ihm in seiner Eigenschaft als Beamter
anvertraut worden ist, oder das er in seiner amtlichen oder dienstlichen Stellung wahrgenommen hat, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft (Art. 320 Ziff. 1 Abs. 1 StGB).
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten B._ Verletzung des
Amtsgeheimnisses in zweifacher Hinsicht vor: Erstens indem er  den Angeklagten A._ informiert habe, dass die ersten beiden Abrechnungen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich als Revisor gefallen seien und deshalb eine Sitzverlegung vorgenommen werden müsse, um seine Zuständigkeit für die folgenden Abrechnungen sicherzustellen.  indem er die Angeklagten A._, C._ und D._  habe, dass eine Untersuchung gegen die H._ GmbH  wurde, nachdem bei ihm das Dossier der H._ GmbH angefordert worden war (Anklageschrift i. S. B._, S. 13 f.).
Der Angeklagte B._ hat den ersten Vorwurf anlässlich der Hauptver-
handlung als richtig anerkannt (B._, S. 10 Z. 36; S. 16 Z. 23 − 29; Plädoyer Fürsprecher Weissberg). Diesbezüglich verneint die Verteidigung die Erfüllung des objektiven Tatbestands. Sie bejaht aber die  im zweiten Falle.
9.2 Geheimnis im Sinn von Art. 320 StGB sind „Tatsachen, die nur einem be-
schränkten Personenkreis bekannt oder zugänglich sind, die der  geheim halten will und an deren Geheimhaltung er ein berechtigtes Interesse hat“ (BGE 127 IV 122 E. 1; vgl. ferner zur Frage von  und -willen im Zusammenhang mit Amtsgeheimnis: DONTASCH/WOHLERs, a.a.O., S. 468). Die Tathandlung besteht im , das heisst in einer Mitteilung, durch welche das Geheimnis gegenüber einer anderen Person gelüftet wird. Zwar kann die Bestätigung eines  Sachverhalts als Tathandlung in Frage kommen, wenn der  ihn nur vermutet, aber nicht, wenn er davon schon sicheres Wissen hat (STRATENWERTH, BT II, a.a.O., § 59 N. 7; TRECHSEL, a.a.O., Art. 320 StGB N. 8; strenger BGE 75 IV 71 E. 1).
Ob der Name desjenigen Revisors, dem die Abrechnungen zur Prüfung zugeleitet werden, dem jeweiligen Steuerpflichtigen bekannt war, wird von den in der Hauptverhandlung angehörten Zeugen unterschiedlich : Der Zeuge N._ sagte aus, der Name des Revisors sei zum Zeitpunkt der Tatbegehung aus den Abrechnungsformularen noch nicht er-
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sichtlich gewesen, der Steuerpflichtige habe ihn jedoch bei einer  oder telefonischen Anfrage bei der HA MWST in Erfahrung bringen können (vgl. N._, S. 7 Z. 5 − 15). Gemäss Zeuge J._ war der zuständige Revisor aus den Abrechnungen ersichtlich (J._, S. 6 Z. 19 − 28). Nach der Aussage von Zeuge M._ liess er sich nicht den Abrechnungsformularen, sondern den damit versandten  entnehmen (M._, S. 7 Z. 10 − 22); dadurch habe der  gewusst, an wen er sich bei Fragen zu wenden habe. In  dieser Erklärungen besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass der Name des Angeklagten B._ auf amtlichen Papieren den für die H._ GmbH Handelnden bekannt gegeben war. Diese Tatsache war also diesen gegenüber bekannt, weshalb sie nicht mehr geoffenbart  konnte. Im Übrigen kann auch kein amtliches Interesse an der  bejaht werden, ist es doch gerade für Rückfragen , wenn der Steuerpflichtige weiss, wer in einer Steuerbehörde Kenntnis von seinem Dossier hat.
Anderes gilt hingegen bezüglich des zweiten Vorwurfs: Dass die Eröffnung der Untersuchungen gegen die H._ GmbH nur einem beschränkten Personenkreis bekannt war, dass an der Geheimhaltung einer  ein berechtigtes Ermittlungsinteresse besteht und dass es sich dabei auch nicht um eine allgemein zugängliche Tatsache handelt, liegt auf der Hand. Durch die Mitteilung an die Angeklagten A._, C._ und D._ verletzte der Angeklagte B._ seine Pflicht zur . Von der Untersuchung erfuhr er in seiner amtlichen Stellung. Auch der subjektive Tatbestand steht ausser Zweifel. Der Tatbestand der  des Amtsgeheimnisses ist mithin erfüllt und der Angeklagte B._ ist hinsichtlich der Mitteilung, dass eine Untersuchungen gegen die H._ GmbH im Gange sei, schuldig zu sprechen.
10. Geldwäscherei
10.1 Wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft,
die Auffindung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren, wird mit Gefängnis oder Busse bestraft (Art. 305bis Ziff. 1 StGB).
Die Bundesanwaltschaft erhebt den Vorwurf der Geldwäscherei hinsichtlich
der Geldbezüge ab den H._ GmbH−Konti, indem der Angeklagte D._ die auf dem Konto der H._ GmbH bei der Bank W._ gutgeschriebenen Vorsteuerguthaben von diesem Konto auf Konti bei an-
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deren Banken überwiesen habe und von diesen bzw. vom Konto bei der Bank W._ zusammen mit dem Angeklagten E._ Barbezüge  habe. Insgesamt sei so ein Betrag von ca. Fr. 4,3 Mio. bar bezogen und die Papierspur (sog. „paper trail“) unterbrochen worden. Vom  Geld habe der Angeklagte D._ seinen Anteil behalten sowie den Angeklagten E._ honoriert, den Rest an den Angeklagten C._ weitergegeben. Dieser habe die weitere Verteilung an sich sowie die  A._ und B._ vorgenommen. Der Angeklagte D._ habe zusätzlich weitere Fr. 300’000.– auf Bank- und Postcheckkonti von gutgläubigen Dritten überwiesen, die das Geld an ihn zurückbezahlt oder dafür eine Gegenleistung erbracht haben respektive von denen man die erhaltenen Gelder nicht mehr habe zurückverlangen können.
Die Angeklagten haben den Sachverhalt in der Hauptverhandlung als rich-
tig anerkannt; wie viel der Angeklagte E._ erhalten hatte, wurde nicht einheitlich beantwortet (A._, S. 9 Z. 32 − S. 10 Z. 6; B._, S. 15 Z. 2 − 17; C._, S. 10 Z. 27 – S. 11 Z. 40; D._, S. 9 Z. 1 − 31, S. 9 Z. Z. 37 – S. 10 Z. 8, S. 10 Z. 26 − 32, cl. 21.4/21 Z. 18 – 26; E._, S. 6 Z. 21 − 42).
10.2 Der Tatbestand der Geldwäscherei verlangt neben dem Nachweis der
Geldwäschereihandlung sowohl den Nachweis der Vortat als auch den Nachweis, dass die Vermögenswerte aus eben dieser Vortat herrühren (BGE 126 IV 255 E. 3 a). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann der Vortäter sein eigener Geldwäscher sei (BGE 120 IV 323 E. 3; bestätigt in BGE 124 IV 274 E. 3; 126 IV 255 E. 3 a).
Hinsichtlich der Abrechnungen Nrn. 1 und 2 wurde ein  Verhalten verneint (E. 2.3.1), weshalb es bezüglich rund Fr. 500'000.– an einer verbrecherischen Vortat fehlt. Demgegenüber ist hinsichtlich der aus den Abrechnungen Nrn. 3 − 8 auf dem Hauptkonto der H._ GmbH eingegangenen Zahlungen der ESTV im Umfang von rund Fr. 4,1 Mio. die verbrecherische Vortat, nämlich Betrug bzw. betrügerischer  einer Datenverarbeitungsanlage, erstellt (E. 2.3.2 und E. 3.2).
Die Barbezüge ab den verschiedenen Konti der H._ GmbH sind tat-
bestandsmässig, da sie eine Unterbrechung der Papierspur zur Folge  (vgl. ACKERMANN, in: Schmid [Hrsg.], Kommentar Einziehung,  Verbrechen und Geldwäscherei, Bd. I, Zürich 1998, Art. 305bis StGB N. 342; PIETH, Basler Kommentar, Art. 305bis StGB N. 43). Demgegenüber wurde die Papierspur durch die Überweisung der Gelder vom Konto der H._ GmbH bei der Bank W._ auf andere Konti bei anderen
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Banken allein nicht unterbrochen. Von einer eigentlichen Gefährdung der Ermittlung der Herkunft, der Auffindung oder der Einziehung kann hier nicht gesprochen werden (vgl. hierzu ACKERMANN, a.a.O., Art. 305bis StGB N. 319). Die weitere Verwendung der Beuteanteile durch die Angeklagten ist nicht Gegenstand der Anklage.
Im Ergebnis ist somit der objektive Tatbestand der Geldwäscherei im Um-
fang von rund Fr. 4,1 Mio. zu bejahen.
10.3 Die Barbezüge wurden von den Angeklagten D._ und E._ ; die Angeklagten A._, B._, C._ und D._  über die Verwendung der illegalen Mittel, zusammen mit der  zu ihrer Erlangung, gemeinschaftlich entschieden. Obwohl die ersten drei an den Geldwäschereihandlungen, so wie sie eingeklagt sind, nicht beteiligt waren, sind sie in objektiver Hinsicht als Mittäter .
Die Angeklagten A._, B._ und C._ bestreiten den  Tatbestand, soweit die Fr. 300’000.– betreffend, welche der Angeklagte D._ eigenmächtig verwendete (A._, S. 10 Z. 8 − 13; S. B._, S. 15 Z. 19 − 23; C._, S. 12 Z. 1 − 5; Plädoyer  Wernli). Im Übrigen ist der Vorsatz der Geldwäscherei unbestritten.
Der Vorsatz des Angeklagten D._ steht ausser Zweifel, war er doch persönlich bei allen Barabhebungen zugegen und hat diese inhaltlich  (E._, S. 10 Z. 22 − 25, S. 11 Z. 39 − S. 12 Z. 6). Er ist schuldig zu sprechen der Geldwäscherei im Betrag von insgesamt Fr. 4,1 Mio., nämlich hinsichtlich der Barbezüge aus den Auszahlungen der  Nrn. 3 − 8, ausmachend ca. Fr. 3,8 Mio., sowie hinsichtlich seiner  Transaktionen von Fr. 300'000.–.
In den Akten finden sich keine Hinweise, welche den Schluss zulassen, die Angeklagten A._, B._ und C._ hätten um die individuelle, über den Tatplan hinausgehende Mittelverwendung des Angeklagten D._ im Umfang von Fr. 300'000.– gewusst und diese auch gewollt. Vorsatz ist indessen zu bejahen, soweit die übrigen  betreffend, spielten sich doch diese im Rahmen des Tatplans und der dabei vorgesehenen Verteilung des Geld ab. Diese drei Angeklagten sind im Ergebnis als Mittäter an den Geldwäschereihandlungen im Umfang von Fr. 3,8 Mio. schuldig zu sprechen. Im Übrigen erfolgen Freisprüche.
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Nebst dem Angeklagten D._ nahm der Angeklagte E._ an den Geldwäschereihandlungen aktiv teil und wurde dafür entlöhnt (E._, S. 9 Z. 7 f.) In den Akten finden sich keine Hinweise, aufgrund deren  werden muss, der Anklagte E._ sei an den  hinsichtlich der Fr. 300’000.– beteiligt gewesen, ebenso wenig dass er davon Kenntnis hatte. Die restlichen Barbezüge betreffend, ist  der subjektive Tatbestand zu bejahen. Das gilt namentlich für den Vorsatz von der verbrecherischen Herkunft der Mittel: Für diesen ist nicht erforderlich, dass der Geldwäscher weiss, auf welche Weise die  Mittel akquiriert wurden oder wie dieses Handeln juristisch zu  ist. Da Eventualvorsatz genügt (BGE 128 IV 117 E. 7 f.), muss er nur wissen, dass sie aus einem Delikt stammen, welches mit erheblichen Sanktionen bedroht ist (PIETH, Basler Kommentar, Art. 305bis StGB N. 46), das schwerer wiegt als ein blosser Bagatellverstoss (Botschaft, BBl 1989, 1085; TRECHSEL, a.a.O., Art. 305bis StGB N. 20). Wenn dem Angeklagten E._ auch ein hinreichend detailliertes Wissen von den Aktionen, mit welchen die ESTV zur Auszahlung fiktiver Steuerguthaben veranlasst , nicht nachgewiesen ist, weshalb er der Beteiligung am Betrug nicht schuldig erklärt wird (vgl. E. 2.6.2 und E. 3.3), so lag für ihn ein illegales Handeln mindestens im Bereich des Möglichen. Nachdem er wusste, dass die H._ GmbH keine effektive Geschäftstätigkeit hatte, aber innert kurzer Zeit erhebliche Eingänge verbuchte (vgl. cl. 22.4/34 Z. 12 f.), die wiederum nicht für geschäftliche Zwecke, sondern zur Ausschüttung auch an Personen diente, welche an der Gesellschaft nicht beteiligt waren, ja die er nicht einmal kannte, ist es ausgeschlossen, dass er nicht mit der  einer ernstlichen Illegalität rechnete.
11. Strafzumessung
11.1 Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; er be-
rücksichtigt dabei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen (Art. 63 StGB). Der Richter hat primär Taten zu beurteilen. Die Schwere des konkreten tatbestandsmässigen Verhaltens bildet somit den Ausgangspunkt und die Grundlage für die Bemessung der Schuld, die vom Täter an den Tag gelegte so genannte „kriminelle Energie" (vgl. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB N. 50; REHBERG, Strafrecht II, Strafen und Massnahmen, Jugendstrafrecht, 7. Aufl., Zürich 2001, S. 67). Die Person des Täters spielt bei der Frage, welche  die konkret begangenen Taten nach sich ziehen, eine Rolle.  richtet sich die Strafzumessung einerseits nach dem Ausmass des  Erfolgs, der Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolgs,
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der Willensrichtung und den Beweggründen (sog. Tatkomponenten),  nach dem Vorleben, den persönlichen Verhältnissen sowie dem Verhalten nach der Tat (sog. Täterkomponenten; BGE 129 IV 6 E. 6.1; 117 IV 112 E. 1).
Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstra-
fen verwirkt, so verurteilt ihn der Richter zu der Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Der Richter kann jedoch das  Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen.  ist er an das gesetzliche Höchstmasse der Strafart gebunden (Art. 68 Ziff. 1 StGB). Liegen strafmildernde Umstände im Sinne von Art. 64 StGB vor, muss der Richter einerseits die Strafe zwingend innerhalb des  Strafrahmens mindern, darf andererseits die Strafe mildern, indem er den ordentlichen Strafrahmen in den Grenzen des Art. 65 StGB nach unten erweitert (BGE 116 IV 11 E. 2 e S. 13). Auch der Strafschärfungsgrund des Zusammentreffens mehrerer strafbarer Handlungen ist vom Richter  straferhöhend zu berücksichtigen (BGE 116 IV 300 E. 2 a/aa).
11.2 Der Angeklagte A._ wird schuldig gesprochen des gewerbsmässigen
Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), des gewerbsmässigen  Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB), der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB) und der mehrfachen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB). Das schwerste Delikt ist gleichermassen der gewerbsmässige Betrug wie der gewerbsmässige betrügerische Missbrauch einer , welches jeweils mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bedroht wird. Der obere Strafrahmen liegt somit bei 15 Jahren Zuchthaus.  sind nicht ersichtlich.
Entgegen den Ausführungen der Verteidigung sind die Voraussetzungen des Milderungsgrunds des Ablaufs verhältnismässig langer Zeit gemäss Art. 64 StGB nicht erfüllt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist dieser nur gegeben, wenn im Zeitpunkt der Urteilsfällung die  der ordentlichen Verjährung im Sinne von Art. 70 StGB nahe ist (BGE 102 IV 198 E. 5). Im konkreten Fall ist von einer Verjährungsfrist von 15 Jahren auszugehen (Art. 70 aStGB i. V. m. Art. 146 bzw. Art. 147 je Abs. 2 StGB und Art. 72 aStGB), während die letzte Tatbegehung erst fünf Jahre zurück liegt (vgl. auch WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 64 StGB N. 28 f. mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
11.2.1 Auf der objektiven Seite der Tat fällt das Ausmass des vom Täter gewollten
und auch tatsächlich verursachten Erfolgs in Betracht. Bei Vermögensstra-
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fen wird dabei entscheidend auf den Deliktsbetrag bzw. auf die Höhe der angestrebten Bereicherung abgestellt (REHBERG, a.a.O., S. 67). Die  erlitt durch die betrügerischen Handlungen einen Schaden von rund Fr. 4,1 Mio. (Summe der geltend gemachten Vorsteuerguthaben abzüglich der Abrechnungen Nrn. 1 und 2). Die Verteidigung wendet ein, die Hauptangeklagten hätten nur zu je Fr. 880’000.– davon profitiert und die Deliktssumme bewege sich auch nicht im oberen Bereich des . Dem ist entgegenzuhalten, dass sich ihr Vorsatz auf den gesamten Deliktsbetrag bezogen hatte und sie haben sich als Mittäter für die gesamte angestrebte und auch erzielte Bereicherung zu verantworten, nicht nur für ihren Beuteanteil. Der Taterfolg wiegt damit schwer.
Die Bundesanwaltschaft trägt vor, der Betrug sei sorgfältig geplant und es
sei mit List und Raffinesse vorgegangen worden, mittels Insidern sei das tadellos funktionierende interne Kontrollsystem ausgehebelt worden ( Bundesanwaltschaft, S. 53). Die Verteidigung bestreitet dies mit dem Argument, das Benützen der Lücken im System sei nicht schwierig . Dem ist entgegenzuhalten, dass das Kontrollsystem, insbesondere seine Lücken, nur Insidern oder Aussenstehenden mit vertiefter Kenntnis vertraut war. Dieses Wissen wurde zu Nutze gemacht. Die  war klug gewählt, auch wenn dabei nicht von Beginn weg sämtliche  (vgl. Geschäftsadresse) ausgeschaltet wurden. Das Gelingen der Tat konnte nur durch die Beteiligung eines Mitarbeiters in der Revision  werden. Die Tat wurde während einem gewissen Zeitraum geplant und vorbereitet, sie geht nicht auf eine spontane oder überstürzte Handlung zurück, wie die einige Wochen dauernde Vorbereitungszeit (vgl. erste  irgendwann im vierten Quartal 1997, Eintragung der H._ GmbH ins Handelsregister am 12. Dezember 1997, Einreichen der ersten Abrechnungen am 19. Januar 1998) belegt. Andererseits  es dem Kontrollsystem der HA MWST an Tiefe, was einen nicht  Tatanreiz schuf.
Der Angeklagte A._ plante als Kopf und Initiator der Gruppe die Tat
(A._, S. 2 Z. 38 – 41; B._, S. 3 Z. 36). Da seine Idee vom  ungerechtfertigter Vorsteuerguthaben nur unter Beizug weiterer  realisierbar war, sicherte der Angeklagte A._ sich die Mitwirkung seines Freundes B._ und auch die Beteiligung des Angeklagten C._ (A._, S. 2 Z. 38 – 41, S. 3 Z. 5; B._, S. 3 Z. 8 – 13 und Z. 25 f., S. 3 Z. 36 – 38). Für die Ausführung zog er es hingegen vor, im Hintergrund zu bleiben, um persönliche Gefahren zu vermeiden (cl. 72.5/18 Z. 38 und cl. 72.5/36 Z. 18 f.) und andere das Risiko der  und Strafverfolgung tragen zu lassen. Solches Vorgehen offenbart
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hochgradigen Egoismus. Entgegen der Argumentation der Verteidigung trug der Angeklagte A._ auch nicht zur Beendigung der deliktischen Aktivitäten bei. Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen aller vier Hauptbeteiligten steht nämlich fest, dass der Angeklagte B._ den  hierzu gab (C._, S. 14 Z. 20; D._, S. 6 Z. 2 – 4; cl. 18.10/78). Das Ausscheiden des Angeklagten B._ hätte weitere  nach gleichem Muster verunmöglicht, weshalb das Ende der Deliktsserie unter diesem Aspekt erzwungen war. Insgesamt hatte der Angeklagte A._ eine Schlüsselrolle inne: Er leistete einen Grossteil der Denkarbeit und einen wesentlichen Tatbeitrag und war die treibende Kraft im Geschehensablauf. Er wird auch nicht dadurch entlastet, dass der Schaden nicht bei einer Privatperson, sondern beim Gemeinwesen eintrat, wo er besser getragen werden kann. Er wird im Gegenteil dadurch belastet, dass er als Beamter in einem Treueverhältnis zum Bund stand, als er den Anstoss zur Tat gab und sie plante. Bis auf die Tatbegehung der  hinsichtlich der Zweitunterschrift auf den Abrechnungen, wo  angenommen wurde, handelte er mit direktem Vorsatz.  wurde die Tat umsichtig geplant und zielstrebig verübt und ist  einer erheblichen kriminellen Energie.
Der Angeklagte A._ gab an, ein wesentliches Tatmotiv seien Geld-
probleme gewesen (A._, S.7 Z. 9 − 22). Zur Zeit des Tatentschlusses ging der Angeklagte A._ einer geregelten Arbeit nach und verfügte immerhin über einen Bruttolohn von monatlich Fr. 9’000.– ( vom 24. August 2004, cl. 78 act. 5.2, S. 2). Seine Geldprobleme waren nicht einfach Folge des Erwerbs von Wohneigentum (A._, S. 7 Z. 9 – 22, S. 14 Z. 13 – 18), sondern er lebte über sein Verhältnisse hinaus. Er frönte einem extravaganten Lebenswandel, welcher – trotz gut bezahlter Arbeit – für ihn nie erschwinglich gewesen wäre: Mit dem unrechtmässig erlangten Geld von zwischen Fr. 850’000.– bis Fr. 880’000.– finanzierte er sich unter anderem seine Eigentumswohnung, beglich Steuer- und , leistete sich eine teuere Wohnungseinrichtung und  (A._, S. 10 Z. 13 – 22; cl. 72/130 Z. 15 – 22; cl. 72/130 Z. 8 und Z. 20 – 26; cl. 72/137). Dies ist straferhöhend zu berücksichtigen. Als weiteres Motiv führt der Angeklagte A._ Frustration am  an (A._, S. 7 Z. 9 – 22). Dies kann jedoch nicht strafmindernd berücksichtigt werden, hat sich seine Tat doch gegen eine andere  gerichtet. Der Angeklagte A._ verfolgte mit der Tat egoistische, pekuniäre Ziele und wollte sich auf Kosten Dritter bereichern. Diese  fallen erheblich straferhöhend ins Gewicht.
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11.2.2 Sein Vorleben ist unauffällig; es liegen keine belastenden oder  Tatsachen vor. Der Angeklagte A._ leidet seit 1999 unter  und ist seit Juli 2000 unglücklich verheiratet. Diese Umstände fallen indessen bei der Beurteilung des Verschuldens nicht in Betracht, da kein Zusammenhang zwischen ihnen und den konkret zu beurteilenden Straftaten ersichtlich ist (WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB N. 75). Sie werden indessen leicht strafmindernd unter dem Titel der  berücksichtigt. Er ist ohne Vorstrafen und wurde seit seiner Haftentlassung nicht mehr deliktisch tätig (Strafregisterauszug vom 21. Juli 2004, cl. 78 act. 5.1), was sich entlastend auswirkt (BGE 102 IV 231 E. 3; 98 IV 124 E. 11 a). Der Angeklagte A._ verfügt über einen guten Leumund (Leumundsbericht vom 24. August 2004, cl. 78 act. 5.2), was  lässt, er brauche keine besonders strenge Strafe, um eine rechtstreue Haltung beizubehalten.
Der Angeklagte A._ macht geltend, er habe den Traum vom grossen
Geld bereits teuer bezahlt. Zunächst liegt es in der Natur der Sache selbst begründet, dass, wer straffällig wird, auch das Strafverfahren und dessen negative Konsequenzen zu gewärtigen hat. Nur darüber hinausgehende, mithin über dem durchschnittlichen Mass liegende Belastungen, können Anlass zur Strafminderung sein (vgl. auch WIPRÄCHTIGER, Basler , Art. 63 StGB N. 100 f.). Solche sind nicht ersichtlich. Der Richter hat bei der Strafzumessung auch Folgen der Tat zu berücksichtigen, welche nicht die in Art. 66bis StGB umschriebene Qualität haben, aber mittelbar aus der Tat entstehen, etwa Nachteile in der Arbeitswelt (HÄRRI, ZStrR 1998, 212, 220 f.). In der Tat ist der Angeklagte A._ seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft ohne Anstellung. Während zwei Jahren lebte er von der Arbeitslosenunterstützung in der Höhe von monatlich Fr. 5’000.– netto; seit April 2004 leistet ihm die Fürsorgekasse monatlich Fr. 999.– zuzüglich der Wohnungsmiete und der Krankenkassenprämie (Leumundsbericht vom 24. August 2004, cl. 78 act. 5.2, S. 2). Er habe unzählige Bewerbungen , doch der Umstand, dass ein Strafverfahren gegen ihn hängig sei und ein eventueller Strafvollzug bevorstehe, sei einer Anstellung nicht  gewesen (A._, S. 14 Z. 24 – 31). Das Beispiel des  B._, der über eine weniger gute berufliche Ausbildung als der Angeklagte A._ verfügt, zeigt jedoch, dass eine Wiederbeschäftigung möglich ist. Das Gericht kann die Ernsthaftigkeit der Arbeitssuche nicht  und das Ergebnis daher nicht strafmindernd berücksichtigen.
In Betracht zu ziehen ist auch, dass der Angeklagte A._ sich in der Untersuchung kooperativ verhielt und nach verhältnismässig kurzer Zeit ein umfassendes Geständnis ablegte (BGE 121 IV 202 E. 2 d/aa). Allerdings
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war die Beweislage zu diesem Zeitpunkt bereits erdrückend. Sein  hat daher die Untersuchung nicht unterstützt, könnte aber immerhin Hinweis auf die innerliche Rückkehr zur Legalität sein. Eine solche wird  durch andere Aspekte widerlegt. Einmal scheint der Angeklagte nicht den durch das Delikt zugefügten Schaden zu bedauern, sondern vielmehr die sich selbst dadurch verursachten Nachteile. Dass die Geschädigte eine Schadensregulierung nicht förderte, trifft zu. Es ist aber aus den Akten auch kein Insistieren seitens des Angeklagten A._ ersichtlich. Im  hat er Dispensation von der Urteilseröffnung beantragen lassen, als er durch seine Abreise bereits ein fait accompli geschaffen hatte, statt  den Parteiverhandlungen. Das ist ein Beleg für Gleichgültigkeit  seiner Tatverantwortung, wie immer er die Vorladung verstanden haben mag. Wenn schliesslich die Verteidigung geltend macht, der  A._ habe durch den Verkauf der Wohnung, welchen er initiiert habe, zur Schadensminderung beigetragen, so ist dem entgegenzuhalten, dass diese Wohnung ja gerade mit deliktischem Geld finanziert wurde und er daher kein Recht hatte, sie zu behalten. Insgesamt fällt das  nicht strafmindernd, als Mangel an Reue aber auch nicht  ins Gewicht (vgl. STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht,  Teil II, Bern 1989, § 7 N. 52).
Insgesamt kommt den Täterkomponenten nur eine sehr geringe  Bedeutung zu.
11.2.3 Die Flucht des Angeklagten E._ wurde von den Angeklagten
A._, B._, C._ und D._ gemeinsam beschlossen (cl. 72.5/40 Z. 29 – 37: hier vom Angeklagten zwar noch geleugnet, in cl. 19.6/42 jedoch bestätigt; cl. 19.8/76; cl. 21.2/9 Z. 9 f.). Die durch die Abwesenheit des Angeklagten E._ bewirkte zeitliche Verzögerung des Verfahrens haben sich die Angeklagten selbst zuzuschreiben und die lange Verfahrendauer kann schon deshalb nicht zu ihren Gunsten  werden. Zudem ist festzustellen, dass das Verfahren speditiv  wurde und die Verahrensdauer angesichts des zu untersuchenden Sachverhalts angemessen erscheint. Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ist daher nicht verletzt und die Strafe nicht weiter zu ermässigen.
11.2.4 Der Angeklagte A._ wird des gewerbsmässigen Betrugs sowie des
betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage schuldig , wobei das qualifizierende Merkmal der Gewerbsmässigkeit auf eine Gesamtbeurteilung zurückzuführen ist. Die echte Gesetzeskonkurrenz dieser qualifizierten Tatbestände wird daher bei der Strafzumessung nicht
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in Anwendung von Art. 68 StGB zusätzlich schulderhöhend berücksichtigt (insoweit auch SCHMID, a.a.O., § 7 N. 163 ff.). Hingegen fallen die  der mehrfachen Urkundenfälschung und mehrfachen  im Deliktsbetrag von ca. Fr. 3,8 Mio. in erheblichem Masse  ins Gewicht (Art. 68 Ziff. 1 StGB).
11.2.5 Unter Berücksichtigung dieser Umstände erscheint eine Zuchthausstrafe
von 42 Monaten angemessen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 44 Tagen (14. März 2002 – 26. April 2002) ist in Anwendung von Art. 69 StGB anzurechnen.
11.3 Der Angeklagte B._ wird schuldig gesprochen des gewerbsmässigen
Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), des gewerbsmässigen  Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB), der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB), der mehrfachen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB), der  im Amt (Art. 317 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) sowie der Verletzung des Amtsgeheimnisses (Art. 320 Ziff. 1 StGB). Der Tatbestand des Betrugs bzw. des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sieht die höchste abstrakte Strafdrohung vor. Der obere Strafrahmen liegt daher in Anwendung von Art. 68 Ziff. 1 StGB bei 15 Jahre Zuchthaus.
Der Strafmilderungsgrund des Ablaufs verhältnismässig langer Zeit ist nicht gegeben (vgl. E. 11.2). Dem Angeklagten B._ kommt hingegen der Milderungsgrund der tätigen Reue gemäss Art. 64 StGB zugute. Dieser setzt voraus, dass der Fehlbare mittels einer besonderen Anstrengung  Willen, das geschehene Unrecht wieder gutzumachen, manifestiert (BGE 107 IV 98 E. 1). Der Angeklagte B._ suchte bereits kurze Zeit nach seiner Haftentlassung nach einer Möglichkeit, um den verursachten Schaden wieder gut zu machen. Neben seiner ordentlichen Arbeit  er eine Anstellung als Reinigungskraft. Das so verdiente und  Geld bot er der Geschädigten zur Schadensminderung an (B._, S. 18 Z. 28 – 34; Schreiben Verteidigung an Geschädigte vom 10. Juni und 6. September 2004, cl. 79 act. 5.3.3 und 5.3.4). Diese Anstrengungen sind als ernsthaft zu werten und gehen über das hinaus, was allgemein zur Schadenstilgung erwartet werden kann. Der Angeklagte B._ liess sich auch nicht – wie die übrigen Angeklagten – vom Umstand abhalten, dass solche Bemühungen nur einem „Tropfen auf den heissen Stein“ ( Fürsprecher Lanz) gleichkommen.
Wegen tätiger Reue ist das Strafminimum des schwersten Delikts nach Massgabe der Sätze von Art. 65 StGB zu reduzieren. Dieses liegt folglich
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bei Gefängnis mit dem ordentlichen Minimum von drei Tagen (Art. 36 StGB).
Treffen Strafschärfungs- und -milderungsgründe zusammen, so erweitert sich der Strafrahmen nach den Regeln über die Folgen zugleich nach oben und nach unten; innerhalb dieses erweiterten Rahmens sind diese Gründe entsprechend ihrer konkreten Bedeutung straferhöhend respektive  zu berücksichtigen (BGE 116 IV 300 E. 2 a, bestätigt in BGE 121 IV 49 E. 1 b).
11.3.1 Bezüglich der objektiven Seite der Tatkomponente (Ausmass des ver-
schuldeten Erfolgs, Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolgs) wird auf die Ausführungen zur Strafzumessung betreffend den Angeklagten A._ hiervor verwiesen (vgl. E. 11.2.1). Zu ergänzen bleibt, was folgt:
Die Verteidigung macht geltend, der Angeklagte B._ habe zwar vom Deliktsbetrag Fr. 900’000.– erhalten, davon jedoch bloss Fr. 100’000.– für sich selbst behalten; der Rest sei als Fluchtgeld für den Angeklagten E._ verwendet und im Betrag von Fr. 500’000.– vergraben worden. Der Angeklagte B._ habe nur einmal − erfolglos − versucht, die  Geldbüchse wieder zu finden, die dann andere behändigt hätten. Der Deliktsbetrag solle daher nicht zum Massstab für die Strafzumessung genommen werden (Plädoyer Fürsprecher Weissberg). Dem ist , dass auch der Angeklagte B._ ursprünglich die gemäss Tatplan vorgesehene Bereicherung anstrebte, die er allerdings nicht allein für Konsum, sondern für eine Geschäftsgründung einsetzen wollte (B._, S. 4 Z 5 − 14). Zudem hat er sich als Mittäter auch den , den die übrigen Angeklagten durch Verschleudern ihres Beuteanteils verursacht haben, zuzurechnen. Der hohe Deliktsbetrag bzw. eingetretene Schaden fällt daher auch bei ihm straferhöhend ins Gewicht.  ist demgegenüber auch beim Angeklagten B._ zu , dass die Geschädigte einen gewissen Tatanreiz schuf. Diese schuldmindernde Wirkung wird allerdings mehr als nur kompensiert durch den erschwerenden Umstand, dass der Angeklagte B._ während der gesamten Deliktszeit als Beamter im Dienste der Geschädigten stand. Auch nutzte er das Vertrauen seiner Arbeitskollegen aus, um sein  Ziel zu erreichen. Dieser Vertrauensmissbrauch fällt in  Masse straferhöhend ins Gewicht.
Die Verteidigung führt aus, die Beteiligung des Angeklagten A._ am
Delikt sei für den Angeklagten B._ ausschlaggebend gewesen. Dies mag zutreffend sein. Indessen stand entgegen den Vorbringen der Vertei-
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digung auch beim Angeklagten B._ das Geldmotiv im Vordergrund, zumindest anfänglich. Der Wunsch eines gemeinsamen Treuhandbüros zusammen mit dem Angeklagten A._ ist nämlich letztendlich auch pekuniärer Natur. Der Angeklagte B._ wollte sich − wie die übrigen Angeklagten auch − bereichern, auch er verfolgte egoistische Ziele. Das gewerbsmässige Handeln fällt beim Angeklagten B._ etwas weniger stark als bei den anderen ins Gewicht, weil er während der gesamten  gearbeitet und seinen Lebensunterhalt mit legal erworbenen Mitteln finanziert hat. Zwar kaufte er sich mit seinem Beuteanteil einen  und eine Vespa und leistete sich Ferien und Cabaretbesuche (B._, S. 17 Z. 8 – 12; cl. 19.4/31), aber er war doch weniger  als seine Mittäter.
Fest steht, dass die Idee, sich deliktisch zu betätigen, nicht vom Angeklag-
ten B._, sondern vom Angeklagten A._ ausging. Dieser , den Angeklagten B._ überredet zu haben, der es sich zwar zuerst überlegt, dann aber nach und nach zugestimmt habe (cl. 72/132 Z. 13 – 17). Übereinstimmend mit der Verteidigung ist davon auszugehen, dass der Angeklagte B._ ohne Initiative des Angeklagten A._ wohl kaum deliktisch tätig geworden wäre. Er war indessen von Beginn weg an der Planung und Vorbereitung der Tat beteiligt und war  bereit, einen wesentlichen Tatbeitrag, nämlich die Schlüsselrolle in der HA MWST, zu übernehmen (cl. 19.2/8 Z. 22 – 24). Der Angeklagte B._ war nicht einfach nur Mitläufer oder jemand, der den Plan Dritter ausführte. Er entfaltete auch Eigeninitiative, indem er die Art und Weise, wie eine erfolgreich interne Revision der Abrechnungen zu bewerkstelligen und die Auszahlung in die Wege zu leiten ist, selbst definierte. Dies zeugt von einer hohen kriminellen Energie.
Beim Angeklagten B._ stellte sich bald ein schlechtes Gewissen ein
und er gab den Anstoss, die deliktischen Aktivitäten zu beenden (B._, S. 18 Z. 16 – 18; C._, S. 14 Z. 20 – 24; D._, S. 6 Z. 2 – 4; cl. 18.10/78). Dies ist strafmindernd zu berücksichtigen.
Insgesamt wiegen auch die Taten des Angeklagten B._ schwer, aber
doch etwas weniger als diejenigen des Angeklagten A._.
11.3.2 Sein Vorleben ist unauffällig, es liegen keine belastenden oder  Tatsachen vor. Insbesondere die psychischen Probleme als Folge der Haft und des Strafverfahrens (cl. 19.2/5 f.) sind ohne Einfluss auf die  des Verschuldens für die konkret zu beurteilenden Straftaten. Sie sind jedoch leicht strafmindernd unter dem Titel der Strafempfindlichkeit zu
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berücksichtigen. Der Angeklagte B._ konnte dem Impuls des  A._ nicht widerstehen. Es ist davon auszugehen, dass seine Persönlichkeit zu dieser Zeit und insbesondere seine Bewunderung  dem Angeklagten A._, den er als Vorbild bzw. grossen Bruder sah, dazu beigetragen haben (B._, S. 3 Z. 16 – 28). Die  attestierte Tendenz zur Überangepasstheit und Unterordnung und seine Vertrauensseligkeit gegenüber dem Angeklagten A._ (vgl. das Schreiben S._ vom 1. September 2004, cl. 79 act. 5.3.1) erfüllen nicht die Voraussetzungen einer Strafmilderung im Sinne von Art. 11 StGB. Hingegen haben diese Defizite den Tatentschluss begünstigt. Zusammen mit seinen Bemühungen, sich mit fachlicher Hilfe dieser Problematik zu stellen, haben sie leicht strafmindernde Bedeutung.
Der Angeklagte B._ ist ohne Vorstrafen und wurde seit seiner Haft-
entlassung nicht mehr deliktisch tätig (cl. 79 act. 5.1), was sich entlastend auswirkt (BGE 102 IV 231 E. 3; 98 IV 124 E. 11 a). Der Angeklagte B._ verfügt über einen guten Leumund (cl. 78 act. 5.2). Er geht einer regelmässigen Arbeit nach und wird von seinem Arbeitgeber als , hilfsbereit und einsatzfreudig beschrieben; dies spricht zu seinen Gunsten (Arbeitszeugnis vom 31. August 2004, cl. 78 act. 5.3.2). Der  B._ scheint heute sozial wieder integriert zu sein, weshalb von einer gewissen Strafempflindlichkeit auszugehen ist. Diese bewegt sich jedoch im üblichen Rahmen und ist mithin nur leicht strafmindernd zu  (WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB N. 95 f.). Die Verteidigung bringt vor, der Angeklagte B._ habe durch das  die Stelle verloren, seine Partnerschaft sei in die Brüche gegangen, und er sei als Täter an seinem Wohnort bekannt. Das sind nicht  Folgen, weshalb sie keine Strafreduktion rechtfertigen (vgl. E. 11.2.2).
Nach anfänglichem Leugnen hat auch der Angeklagte B._ ein um-
fassendes Geständnis abgelegt. Allerdings bleibt festzustellen, dass er die Tat tendenziell mit Hinweis auf seine schwache Persönlichkeit und die  emotionale Bindung zum Angeklagten A._ zur Zeit der Tat zu  und entschuldigen versuchte. Gleichwohl steht er heute zu seiner Tat und zeigt Bereitschaft, die Verantwortung dafür zu tragen. Er hat sich bereits früh zu Protokoll entschuldigt (cl. 68/300) und zeigte sich auch in der Hauptverhandlung einsichtig. Dies und vor allem die Intensität seiner heutigen Reue geben Anlass, die Strafe erheblich zu mindern.
Insgesamt liegen gewichtige Strafminderungsgründe auf der Täterseite vor.
11.3.3 Eine Strafreduktion gebietet die Verfahrensdauer nicht (vgl. E. 11.2.3).
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11.3.4 Der Angeklagte B._ hat mehr Schuldsprüche auf sich zu nehmen als
der Angeklagte A._, insbesondere auch Beamtendelikte. Nebst  Betrug bzw. gewerbsmässigem betrügerischem  einer Datenverarbeitungsanlage wird der Angeklagte B._ der mehrfachen Urkundenfälschung, teils im Amt, der mehrfachen  und der Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen. Die Konkurrenz der Tatbestände von Art. 146 Abs. 2 StGB und Art. 147 Abs. 2 StGB führt zu keiner Straferhöhung (vgl. E. 11.2.4). Demgegenüber wirken sich die übrigen Schuldsprüche in erheblichem Masse  aus. Insgesamt aber überwiegen die im Persönlichen liegenden Strafminderungsgründe.
11.3.5 Eine Strafe von 30 Monaten Zuchthaus erscheint unter Berücksichtigung
aller massgeblichen Faktoren als angemessen. Eine zusätzliche Reduktion im Blick auf bedingten Strafvollzug, worauf die Verteidigung mit dem  einer bereits vollzogenen Resozialisierung tendiert, ist , weil das gefundene Mass deutlich über der gesetzlichen Obergrenze von 18 Monaten Freiheitsstrafe (Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) liegt (BGE 127 IV 97 E. 3). Die ausgestandene Untersuchungshaft von 44 Tagen (13. März 2002 – 25. April 2002) wird in Anwendung von Art. 69 StGB angerechnet.
11.4 Hat der Richter eine mit Freiheitsstrafe bedrohte Tat zu beurteilen, die der
Täter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat zu Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, so bestimmt der Richter die Strafe so, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die mehreren strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 68 Ziff. 2 StGB).
Wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19
Ziff. 1 BetmG) und gegen das Strassenverkehrsgesetz (Art. 90 Ziff. 1 und Art. 91 Abs. 1 SVG) wurde der Angeklagte C._ am 16. März 2001 zu 3 Monaten Gefängnis bedingt und einer Busse von Fr. 1’000.– verurteilt (Urteil des Kreisgerichts III Aarberg-Büren-Erlach, cl. 50a). Am 30. Oktober 2003 wurde er wegen Fahrens ohne Führerausweis (Art. 95 Ziff. 2 SVG) zu einer Haftstrafe von 15 Tagen bedingt verurteilt (Strafbescheid der  des Kantons St. Gallen, cl. 80 act. 5.3.1 − 5.3.11). Ferner wurde er am 22. Juli 2004 zu 30 Tagen Gefängnis unbedingt verurteilt  Fahrens eines Personenwagens trotz entzogenem Führerausweis (Art. 95 Ziff. 2 SVG), versuchter Vereitelung einer Blutprobe (Art. 91 Abs. 3 SVG i. V. m. Art. 21 StGB) und pflichtwidrigem Verhalten bei Unfall (Art. 92 Abs. 1 SVG; Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner , cl. 80 act. 5.4). Diese Strafe wurde noch nicht vollzogen. Die Ent-
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scheide sind in Rechtskraft erwachsen (C._, S. 2 Z. 24). Im Zeitpunkt dieser Urteile war das strafbare Verhalten, das die Bundesanwaltschaft , abgeschlossen (vgl. E. A.) Daher ist eine Gesamtstrafe zu  und eine Zusatzstrafe für die hier zu beurteilenden Taten . Die Verurteilung zu einer Busse vom 23. Juni 2003 wegen  Fahrens in angetrunkenem Zustand (Strafmandat des  Berner Jura-Seeland, cl. 80 act. 5.2) fällt hingegen nicht in , da sich Art. 68 Ziff. 2 StGB nur auf Freiheitsstrafen bezieht.
Der Angeklagte C._ wird schuldig gesprochen des gewerbsmässigen
Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), des gewerbsmässigen  Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB), der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB), der Erschleichung einer falschen Beurkundung (Art. 253 Abs. 1 StGB) sowie der mehrfachen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB). Ein Vergleich der Strafrahmen aller Tatbestände inklusive jener, gestützt auf welche die Vorstrafen ausgefällt wurden – es handelt sich dabei  um Vergehen und Übertretungen – ergibt, dass auch bezüglich des Angeklagten C._ der obere Strafrahmen durch den Tatbestand des Betrugs bzw. betrügerischen Missbrauchs einer  bestimmt wird (Art. 68 StGB). Für die hypothetische Gesamtbewertung ergibt sich daher ein oberer Strafrahmen von 15 Jahren.  fehlen (vgl. E. 11.2).
11.4.1 Bezüglich der Tatkomponente, soweit das Ausmass des verschuldeten
Erfolgs sowie die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolgs , wird auf die entsprechenden Ausführungen zur Strafzumessung beim Angeklagten A._ verwiesen (vgl. E. 11.2.1). Ergänzend bleibt , was folgt:
Im Gegensatz zu den Angeklagten A._ und B._ stand der  C._ nicht als Beamter in einem besonderen  zur Geschädigten. Diese bei den Angeklagten A._ und B._ straferhöhend berücksichtigte Tatsache entfällt beim  C._.
Das Motiv zur Tat lag beim Angeklagten C._ in seinem Streben nach
schnellem Geld. Er benötigte finanzielle Mittel für den Aufbau seiner , räumte jedoch ein, dass hierfür bereits Fr. 100'000.– gereicht hätten (C._, S. 6 Z. 41 f. – S. 7 Z. 1 f.). Offensichtlich nahm er den bei weitem über diesen Betrag hinausgehenden Beuteanteil entgegen, nämlich Fr. 880’000.– (C._, S. 5 Z. 2 – 4, S. 12 Z. 32 – 36). So leicht
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wie er das Geld erlangte, so leicht gab er es auch wieder aus (vgl. C._, S. 14 Z. 26 – 31). Sein ungebremstes materielles Streben  sich auch im Umstand, dass – wie er in der Hauptverhandlung  – ohne Anstoss von aussen mit den deliktischen Aktivitäten weiter gefahren hätte (C._, S. 7 Z. 13 – 15). Er begründet die Passivität mit dem Hinweis, er habe dem Angeklagten A._ nicht dazwischenfunken wollen; sowieso habe er keinen Einfluss auf das Ende nehmen können (C._, S. 7 Z. 7 – 24). Diese Erklärungen entlasten ihn nicht. Sein  fällt in erheblichem Masse straferhöhend ins Gewicht. Zudem handelte er durchwegs mit direktem Vorsatz.
Auf die Initiative des Angeklagten A._ hin wirkte der Angeklagte
C._ massgebend an der Planung und Vorbereitung des Vorhabens mit. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung war er nicht überflüssig. Sein Tatbeitrag war ebenso wichtig wie derjenige der Angeklagten A._, B._ und D._: Durch seine Funktion als Bindeglied sorgte er dafür, dass die Gesellschafter der H._ GmbH von den  A._ und B._ abgetrennt wurden und er übernahm zudem eine wesentliche Rolle beim Verteilen des Geldes. Auf seine  hin wurde der Angeklagte D._ ins Boot geholt. Der Grund, weshalb er nicht an den Barbezügen beteiligt war, liegt nicht primär im  Können, sondern im fehlenden Wollen: Wie der Angeklagte A._ wollte auch er nicht als Gesellschafter auftreten − angeblich weil er gerade erst die R._ GmbH gegründet hatte (cl. 20.1/13; cl. 71/61) −; er zog es vor, im Hintergrund zu bleiben und von dort die nötigen  zu erteilen (vgl. D._, S. 9 Z. 15 – 25, S. 12 Z. 1 – 5; E._, S. 6 Z. 40 – S. 7 Z. 7, S. 10 Z. 13 – 25). An der Beute  war er ebenso interessiert und beteiligt wie die übrigen . Dass seine Funktion theoretisch auch von einem andern hätte  werden können, schmälert sein Verschulden nicht; denn ohne ihn wäre das ganze Geschehen anders abgelaufen. Er war daher nicht im Grenzbereich zwischen Mittäterschaft und Gehilfenschaft tätig, wie es die Verteidigung meint. Insgesamt zeugt sein Verhalten von einer bedeutenden kriminellen Energie.
Die Aussagen des Angeklagten C._, er habe gar keinen Einfluss zum
Beenden der deliktischen Aktivitäten nehmen können (C._, S. 7 Z. 7 – 11), erscheinen unglaubwürdig. Er war überhaupt nicht an einem Schlusspunkt interessiert (vgl. C._, S. 7 Z. 13 – 15).
11.4.2 Sein Vorleben ist weitgehend unauffällig; bis auf seine Vorstrafen liegen
keine belastenden Tatsachen vor. Der Angeklagte C._ verfügt im
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Grundsätzlichen über einen guten Leumund (Leumundsbericht vom 6.  2004, cl. 80 act. 5.6), was ihm zugute kommt. Der Angeklagte C._ hatte als junger Erwachsener Kontakt mit Drogen, sei "" (cl. 20.1/6). Er wurde dafür bestraft, seitherige Drogendelikte sind nicht bekannt. Dieser Umstand wird neutral gewertet, da er in keinem  mit den H._-Delikten steht. Die Vorstrafen wirken sich demgegenüber straferhöhend aus. Deren Mehrzahl macht deutlich, dass er sich durch Bussen bzw. Freiheitsstrafen nicht beeindrucken lässt. Auch dies ist straferhöhend zu berücksichtigen. Ebenfalls belastend wirkt sich aus, dass der Angeklagte C._ trotz bzw. während hängigem  weiter delinquierte (BGE 121 IV 49 E. 2 d/cc).
Während der Angeklagte C._ in seinen frühen Zwanziger-Jahren be-
reits als selbständig Erwerbstätiger Erfahrungen sammelte – dadurch teils auch in finanzielle Engpässe geriet – verfügt er heute über eine feste . Das von seinem Bruder ausgestellte Arbeitszeugnis attestiert ihm hervorragende Qualitäten als Arbeitnehmer (Zwischenzeugnis Arbeitgeber vom 3. September 2004, cl. 80 act. 5.7). Nebst der beruflichen spricht auch die familiäre Integration für ihn. Der Angeklagte C._ ist seit 2002 . Er hat mit seiner Frau zwei gemeinsame Kinder. Insgesamt scheint er seiner sozialen Verantwortung nachzukommen. Seine familiären Verpflichtungen können allerdings nur leicht strafmindernd  finden (WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB N. 95 f.).
Der Angeklagte C._ leugnete anfängliche seine Tatbeteiligung, be-
zeichnete die Vorhalte etwa als "Räubergeschichten" (cl. 71/57 Z. 41). Nach drei Wochen Haft konnte er sich zu einem Geständnis durchringen (cl. 71/61 ff.; cl. 20.1/2 ff.). Tendenziell versuchte er, seinen Tatbeitrag und seinen Einfluss auf die Tatausführung zu minimieren (vgl. bspw. C._, S. 7 Z. 8, 11, 19; Plädoyer Fürsprecher Lanz), und gestand erst in der Hauptverhandlung, einen Beuteanteil von Fr. 880’000.– für sich erhalten zu haben (C._, S. 12 Z. 32 – 36). Auch der Angeklagte C._ hat sich mit einem Dispensationsgesuch der Urteilseröffnung entzogen (cl. 83 act. 3.3). Solchermassen fehlt ihm die Einsicht in das Unrecht der Tat (vgl. WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB NN. 92, 109 f.). Ein  von tätiger Reue ist beim Angeklagten C._ nicht ersichtlich.
Insgesamt verdienen die Täterkomponente eine geringe Straferhöhung.
11.4.3 Eine Strafreduktion gebietet die Verfahrensdauer nicht (vgl. E. 11.2.3).
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11.4.4 Der Angeklagte C._ wird gegenüber dem Angeklagten A._, dem eigentlichen Initiator und Denker der Gruppe, zusätzlich wegen  einer falschen Beurkundung schuldig gesprochen. Im  zum Angeklagten B._ hat er zwar weniger Schuldsprüche auf sich zu nehmen, doch ist bei ihm die grössere kriminelle Energie . Das Zusammentreffen gewerbsmässiger Delikte führt nicht zu einer Straferhöhung (vgl. E. 11.2.4), wohl aber die zusätzlichen Schuldsprüche sowie die Konkurrenz mit den Straftaten ausserhalb des Zusammenhangs der H._ GmbH, die von anderen Instanzen bereits früher beurteilt wurden.
11.4.5 Bei einer Gesamtbetrachtung aller Delikte, d. h. jener im Zusammenhang
mit dem MWST-Betrug (zur Konkurrenz beim gewerbsmässigen Delikt vgl. E. 11.2.4) als auch jener, welche bereits beurteilt wurden, erscheint eine Gesamtstrafe von 33 bis 34 Monaten als angemessen. Dementsprechend ist auf eine Zusatzstrafe von 29 Monaten Zuchthaus zu erkennen. Die 45 Tage (13. März 2002 – 26. April 2002) ausgestandene Untersuchungshaft werden in Anwendung von Art. 69 StGB angerechnet.
11.5 Der Angeklagte D._ wird schuldig gesprochen des gewerbsmässigen
Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB), des gewerbsmässigen  Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB), der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB), der Erschleichung einer falschen Beurkundung (Art. 253 Abs. 1 StGB) sowie der mehrfachen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB). Auch hier bestimmt der Tatbestand des Betrugs bzw. des betrügerischen  einer Datenverarbeitungsanlage den oberen Strafrahmen, welcher in Anwendung von Art. 68 Ziff. 1 StGB bei 15 Jahren liegt.  sind nicht gegeben (vgl. E. 11.2).
11.5.1 Bezüglich des Ausmasses des verschuldeten Erfolgs sowie die Art und
Weise der Herbeiführung dieses Erfolgs wird auf die entsprechenden  zur Strafzumessung beim Angeklagten A._ bzw. C._ (vgl. E. 11.2.1, E. 11.4.1) verwiesen. Der Angeklagte D._ handelte mit direktem Vorsatz, was straferhöhend ins Gewicht fällt. Auch er strebte nach Bereicherung (D._, S. 3 Z. 14 f.), er habe auf sehr grossem Fuss gelebt und sei dadurch in Schulden geraten (D._, S. 10 Z. 38 f.). Solche Tatmotive wirken sich straferhöhend aus. Zudem fällt belastend ins Gewicht, dass er seinen Lebensunterhalt ausschliesslich mit dem  Geld bestritt, war er doch zur Deliktszeit ohne Arbeit (D._, S. 11 Z. 8 – 11; vgl. Befragung zur Person vom 25. August 2004, cl. 81 act.
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5.3, S. 2; cl. 70/104). Auch der Angeklagte D._ erhielt eine Summe von Fr. 880’000.– (D._, S. 10 Z. 34 – 37).
Der Angeklagte D._ gab keinen Anstoss zum strafbaren Geschehen,
aber auch keinen Anstoss zu seinem Ende. Wie der Angeklagte C._ war auch er nicht bloss Ausführender. So war er von Beginn weg beteiligt, wirkte beim Tatentschluss mit; er leistete mit der Gründung der H._ GmbH und dem Verschieben bzw. Beziehen der ausbezahlten  einen wesentlichen Tatbeitrag. Dass er dabei nicht nach  verfahren konnte, wie die Verteidigung anführt, entlastet ihn als Mittäter nicht. Er organisierte in der Person des Angeklagten E._ einen  (D._, S. 4 Z. 5 − 7). Als sich kein weiterer Gesellschafter finden liess, sprang er in die Lücke (cl. 33.23 S. 4; cl. 71/62). Neben den Delikten, für welche er sich als Mittäter zu verantworten hat, erstellte er in Eigeninitiative einen Grundstückskaufvertrag („contratto di vendita“) und beging zudem ausserhalb des eigentlichen Tatplans liegende . Dies zeugt von einer recht hohen kriminellen Energie.
11.5.2 Der Angeklagte D._ verfügt über keine abgeschlossene Berufslehre.
Seine berufliche Tätigkeit ist geprägt von längeren und kürzeren Perioden ohne Anstellung. Im Übrigen ist sein Vorleben, abgesehen von einigen Vorstrafen, unauffällig (Befragung zur Person vom 24. August 2004, cl. 81 act. 5.3). Der Angeklagte D._ ist in der Vergangenheit wegen  viermal gebüsst worden. Die Tatbegehung liegt teils vor, während bzw. nach den strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit der H._ GmbH (Strafregisterauszug vom 23. Juli 2004, cl. 81 act. 5.2). Diese Delinquenz fällt straferhöhend ins Gewicht.
Der Angeklagte D._ hat einige offene Betreibungen, insbesondere für
Krankenversicherungen und Steuern. Er zahlt diese Schulden in  Zahlungen zurück (D._, S. 2 Z. 8 – 20). Dies ist ihm zugute zu halten.
Der Angeklagte D._ ist seit Sommer 2002 verheiratet und hat mit
seiner Ehefrau ein gemeinsames Kind (geb. Juli 2004). Er geht heute einer geregelten Arbeit nach, verfügt seit einiger Zeit über eine Festanstellung, wo er auch die Möglichkeit einer Ausbildung erhält (Arbeitsvertrag vom 19. Januar 2004, cl. 81 act. 5.4). Er ist weitgehend eingegliedert und scheint der sozialen Verantwortung seinen Möglichkeiten entsprechend  zu werden. Die soziale Integration ist erfreulich, fällt bei der  allerdings nur leicht strafmindernd ins Gewicht.
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Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Angeklagte D._ die Tat lange abstritt und nur zögerlich ein Geständnis ablegte (cl. 70/62). Die  wirft ihm vor, er habe durch dieses Verhalten die  massgebend erschwert, was straferhöhend zu würdigen sei.  darf das fehlende Geständnis bzw. hartnäckige Bestreiten während langer Zeit bei der Strafzumessung nicht negativ ins Gewicht fallen (WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, Art. 63 StGB N. 109). Indessen ist  zu werten, dass der Angeklagte D._ den abwesenden  E._ durch seine Aussagen zu Unrecht belastete (cl. 70/3 ff.; cl. 70/17 ff.; cl. 70/27 ff.; cl. 70/37 ff.). Er hat sich gegenüber der  verhandlungsbereit gezeigt und bereits im Mai 2002  zur Schadensminderung angeboten, diese Initiative allerdings nicht weiterverfolgt (cl. 34/25 f.) Insgesamt verdienen die Täterelemente eine leichte Strafminderung.
11.5.3 Eine Strafreduktion gebietet die Verfahrensdauer nicht (vgl. E. 11.2.3).
11.5.4 Wie der Angeklagte C._ hat auch der Angeklagte D._ eine be-
deutende kriminelle Energie an den Tag gelegt. Im Vergleich zu diesem hat er einen Schuldspruch mehr zu gewärtigen. Die Konkurrenz der  von Art. 146 Abs. 2 StGB und Art. 147 Abs. 2 StGB führt zu keiner Straferhöhung (vgl. E. 11.2.4), hingegen fallen die übrigen Schuldsprüche erheblich straferhöhend ins Gewicht (Art. 68 Ziff. 1 StGB).
11.5.5 Eine Gesamtbetrachtung der strafmindernden und straferhöhenden Um-
stände gebietet, eine Zuchthausstrafe von 27 Monaten auszusprechen.  zusätzliche Reduktion im Blick auf bedingten Strafvollzug ist  (vgl. E. 11.3.5). Die ausgestandene Untersuchungshaft von 59 Tagen (9. Mai 2000 – 22. Mai 2000; 13. März 2002 – 26. April 2002) wird in Anwendung von Art. 69 StGB angerechnet.
11.6 Der Angeklagte E._ wird schuldig gesprochen der Erschleichung
einer falschen Beurkundung (Art. 253 Abs. 1 StGB) sowie der mehrfachen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB). Die Erschleichung einer falschen Beurkundung ist die mit der höheren Strafe bedrohte Tat. Der obere  liegt in Anwendung von Art. 68 Ziff. 1 StGB bei 7 1/2 Jahren. Strafmilderungsgründe fehlen (vgl. E. 11.2). Der Angeklagte E._  wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln am 25. Juni 2002 mit einer Busse bestraft (Strafmandat des Untersuchungsrichteramts III , cl. 82 act. 5.3). Am 21. März 2003 wurde er − wiederum wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln − verurteilt zu 15 Tage Gefängnis bedingt und einer Busse (Strafmandat des Untersuchungsrichteramts III
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Bern-Mittelland, cl. 82 act. 5.3). Es ist daher eine Zusatzstrafe zum  vom 21. März 2003 auszusprechen; das Strafmandat aus dem  2002 fällt dabei nicht in Betracht, da sich Art. 68 Ziff. 2 StGB nur auf Freiheitsstrafen bezieht.
11.6.1 Obwohl zur Bestimmung des Strafrahmens von der Erschleichung der Fal-
schen Beurkundung auszugehen ist, so fällt doch der Schuldspruch der Geldwäscherei im Betrag von ca. Fr. 3,8 Mio. schwerer ins Gewicht. Der Angeklagte E._ hat sich hinsichtlich der Betrugshandlungen nicht strafbar gemacht, und er hatte auf die Höhe des Deliktsbetrags des Betrugs auch keinen Einfluss. Demgegenüber war er doch massgeblich am  der Beute beteiligt und kannte die Grössenordnung des  hinsichtlich der Geldwäscherei. Dieser fällt straferhöhend ins .
Aus der Art und Weise der Herbeiführung des Erfolgs lassen sich keine
Umstände erkennen, die straferhöhend zu werten sind.
Der Angeklagte E._ ist erst nach der gemeinsamen Beschlussfas-
sung – auf Anfrage des Angeklagten D._ – dazu gestossen (D._, S. 4 Z. 6 f.). Er stellte sich den Haupttätern A._, B._, C._ und D._ als Gründer der H._ GmbH zur Verfügung und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Mehrwertsteuerbetrugs. Hier war er nicht Planer, sondern nur . Hinsichtlich der Geldwäschereihandlungen hingegen übernahm er eine wichtige exekutive Funktion, auch wenn er dabei nach den Anweisungen des Angeklagten D._ handelte (E._, S. 10 Z. 22 – 25). Dass seine Person individuell austauschbar gewesen wäre, hat keinen Einfluss auf die Beurteilung seines Verschuldens. Sein Tatbeitrag – selbst als “Laufbursche“, wie die Verteidigung es sieht – war mithin wesentlich.
Der Angeklagte E._ hat aus pekuniären Interessen mitgemacht (E._, S. 6 Z. 12 – 14; cl. 33.22, S. 5; cl. 22). Er zog es vor, sich nicht zu viele Gedanken zu machen und schon gar keine Fragen zu stellen. Das egoistische Motiv fällt straferhöhend ins Gewicht. Seinen Anteil an der  verbrauchte er restlos, so für teure Autos und für seinen Lebensunterhalt während der Arbeitslosigkeit (cl. 22.4/35 Z. 12 − 14, cl. 69/7 Z. 42 f.).
Hinsichtlich der Geldwäschwerei handelte der Angeklagte E._ . Dies wird leicht strafmindernd berücksichtigt. Er  im Vergleich zu den übrigen Beteiligten eine geringere kriminellen .
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11.6.2 Der Angeklagte E._ hat offene Kredit- und Steuerschulden sowie
Betreibungen in der Höhe von ca. Fr. 27’000.–. Zudem weist er zwei  aus den Jahren 2002 und 2003 wegen Strassenverkehrsdelikten auf. Dass er trotz bzw. während hängigem Verfahren weiter delinquierte, ist straferhöhend zu berücksichtigen.
Nach seinem Lehrabschluss folgte eine bewegte berufliche Laufbahn, ge-
prägt von diversen Stellenwechseln. Der Angeklagte E._ ist , er hat keine Unterstützungspflichten (E._, S. 2 Z. 4 − 30). Sein Vorleben ist unauffällig (Leumundsbericht vom 25. August 2004, cl. 82 act. 5.2).
Der Angeklagte E._ arbeitet heute im elterlichen Betrieb, erhält Kost
und Logis, bezieht ein kleines Sackgeld und scheint auch im Übrigen von der Unterstützung seiner Eltern zu leben. Eine Erwerbstätigkeit , schien ihm wegen des Strafverfahrens nicht richtig, und  versuchte er nicht erhältlich zu machen (E._ S. 2 Z. 16-26). Er tat wenig um wieder in geordnete Bahnen zu kommen.
Der Angeklagte E._ hat sich vorerst der Strafverfolgung durch Flucht
entzogen, wodurch die Untersuchungen ins Stocken gerieten. Seine  verzögerte die Aufklärung des Delikts erheblich, was belastend wirkt. Es ist ihm jedoch in erheblichem Masse zu Gute zu halten, dass er freiwillig in die Schweiz zurückkehrte, sich den Untersuchungsbehörden stellte und sogleich ein umfassendes Geständnis ablegt. Erst seine  haben die Untersuchungen ins Rollen gebracht.
11.6.3 Eine Strafreduktion gebietet die Verfahrensdauer nicht (vgl. E. 11.2.3).
11.6.4 Die Straftat der mehrfachen Geldwäscherei wiegt am schwersten; das Zu-
sammentreffen mit dem Schuldspruch wegen Erschleichung einer falschen Beurkundung sowie der bereits von anderer Instanz beurteilten Straftat führt zu einer leichten Straferhöhung.
11.6.5 Bei einer Gesamtwürdigung der hier zu beurteilenden sowie des bereits
beurteilten Strassenverkehrsdelikts erscheint eine Gesamtstrafe von 6  Gefängnis als angemessen. Damit ist auf eine Zusatzstrafe von 5 Monaten und 15 Tagen Gefängnis, in Zusatz zum Strafmandat vom 21. März 2003, zu erkennen. Die ausgestandene Untersuchungshaft von 2 Tagen (13. März 2002 - 14. März 2002) wird in Anwendung von Art. 69 StGB angerechnet.
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Für eine Freiheitsstrafe von höchstens achtzehn Monaten kann der beding-
te Vollzug gewährt werden, wenn Vorleben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er werde dadurch von weiteren Verbrechen oder  abgehalten, und wenn er den Schaden, soweit zumutbar, ersetzte. Ausgeschlossen ist diese Rechtswohltat, wenn der Verurteilte innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat eine Freiheitsstrafe von mehr als drei  verbüsst hat (Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB).
Die objektiven Bedingungen für den bedingten Strafvollzug sind gegeben.
Was die günstige Prognose künftigen Wohlverhaltens angeht, so gibt das Verkehrsdelikt während des hängigen Verfahrens Anlass zu gewissen . Auch im Übrigen macht der Angeklagte E._ im  nicht gerade den Eindruck eines Lebens in hoher sozialer . Zur Schadloshaltung hat er nichts beigetragen, aber es ist ihm zugute zu halten, dass der Täter der Vortat als Schadensverursacher im Vordergrund steht, selbst wenn die Geldwäscherei juristisch die Interesse des Opfers der Vortat schützt (BGE 130 IV 322). Unter all diesen  kann noch erwartet werden, dass der Angeklagte E._ dieses Urteil als genügende Warnung, sich künftig keines Verbrechens oder  schuldig zu machen, annehmen wird. Allerdings ist die Probezeit nicht mit dem Minimum, sondern mit drei Jahren zu bemessen.
11.7 Angesichts der finanziellen Situation der Angeklagten wird davon abgese-
hen, in Anwendung von Art. 172bis StGB bzw. eine Busse auszusprechen. Es sind keine Nebenstrafen zu verhängen.
Die ausgesprochenen Freiheitsstrafen sind durch den Kanton Z._ zu
vollziehen, in welchem bis auf einen alle Angeklagten wohnen und in  auch die Straftaten verübt wurden (Art. 241 Abs. 1 BStP).
12. Einziehung
12.1 Der Richter verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine
strafbare Handlung erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine strafbare Handlung zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes  werden (Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Nebst Originalwerten sind auch echte und unechte Surrogate einzuziehen (BGE 126 I 97 E. 3 c/bb). Ein unechtes Surrogat besteht nur dann, wenn eine sog. Papierspur zum  vorhanden ist, ein echtes Surrogat darf nur angenommen werden,
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wenn es nachweislich an die Stelle des Originalwertes getreten ist. Der einzuziehende Vermögenswert muss im Vermögen des Täters oder  eindeutig bestimmbar sein (BGE 126 I 97 E. 3 c/cc). Sind die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so erkennt der Richter auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe (Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 StGB). Zur Durchsetzung der Ersatzforderung können irgendwelche Vermögenswerte des Betroffenen beschlagnahmt (Art. 59 Ziff. 1 Abs. 3 StGB; BGE 126 I 97 E. 3 d/aa) und der Verwertung zugeführt werden.
12.2 Hinsichtlich des Angeklagten A._ beantragt die Bundesanwaltschaft
die Einziehung des beschlagnahmten Barvermögens, der Gelder auf den beschlagnahmten Konti inkl. Freizügigkeitsdepots, des Verwertungserlöses aus dem Verkauf beschlagnahmter und mit Einverständnis des  verkaufter Vermögenswerte in der Höhe von Fr. 16’000.– samt Zins sowie der Vorsorgepolice Nr. _ (cl. 1.1/91 f.; Anklageschrift i. S. A._, S. 14 f.). Von der Einziehung seien insbesondere auch die  erfasst, da es nicht angehen könne, dass sich der  A._ zu Lasten der Geschädigten eine Altersvorsorge anspare (Plädoyer Bundesanwaltschaft, S. 70).
Der Angeklagte A._ widersetzt sich einzig der Einziehung der Konto-
bestände der zwei Freizügigkeitskonti und des Kontos Vorsorgesparen 3, alle bei der Bank W._ sowie der Vorsorgepolice (A._, S. 11 Z. 18 – 40, Anträge der Verteidigung A._).
Das beschlagnahmte Barvermögen sowie die mit Einverständnis des An-
geklagten A._ verwerteten Vermögenswerte sind deliktischer  (A._, S. 10 Z. 28 – 32; cl. 72/130 Z. 17 – 22). In Anwendung von Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB werden diese Vermögenswerte zuzüglich aufgelaufenem Zins auf dem Verwertungserlös dieser Werte dem Bund  (Art. 381 Abs. 2 StGB), der auch geschädigt ist, weshalb die  nicht aktuell ist.
Was die Vorsorgekonti bei der Bank W._ betrifft, kann die deliktische
Herkunft beweismässig nicht mit hinreichender Sicherheit erstellt werden. Eine Einziehung in Anwendung von Art. 59 Ziff. 1 StGB entfällt daher.  gilt hinsichtlich der Lebensversicherungspolice. Diese  sind zu Gunsten des Angeklagten A._ freizugeben.
Wie weit die restlichen, beschlagnahmten Vermögenswerte deliktischer
Herkunft sind, lässt sich, wenn überhaupt, nur mit unverhältnismässig ho-
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hem Aufwand ermitteln. Eine solche eingehende Prüfung erübrigt sich  aus nachstehenden Erwägungen.
Der Angeklagte A._ gestand, einen unrechtmässigen Vorteil von  Fr. 850’000.– und 950’000.– erlangt zu haben (A._, S. 10 Z. 17 – 23). Der Grossteil dieses Geldes ist nicht mehr vorhanden und eine Ersatzforderung in diesem Umfange ist gemäss heutigem Kenntnisstand nur uneinbringlich, soweit Mittel des Angeklagten bereits beschlagnahmt sind. In diesem Umfang ist eine Ersatzforderung festzulegen und zu deren Durchsetzung werden die beschlagnahmten Vermögenswerte, soweit sie nicht einzuziehen bzw. freizugeben sind, bestimmt. Die Höhe der  hat der Summe dieser Werte zu entsprechen, welche sich –  Zins – auf gerundet Fr. 52'000.– beläuft. Im Übrigen anerkannte der Angeklagte die adhäsionsweise geltend gemachte Zivilforderung der  im Betrag von Fr. 4'142’407.65 plus 5 % Zins auf Fr. 4’141’810.75 seit 16. Dezember 1998, in solidarischer Haftbarkeit mit den Angeklagten C._, D._ und E._ (A._, S. 11 Z. 2 – 16). Damit ist der durch Delikt erlangte Vermögensvorteil des  in gleicher Weise aufgehoben, wie es durch eine strafgerichtlich  Ersatzforderung geschieht, weil Gläubiger der Ersatzforderung und der Schadenersatzforderung identisch sind. Ist aber der gesetzliche Zweck, die Beseitigung der deliktisch erlangten Vorteile, auf diese Weise auf dem Wege des Privatrechts erreicht, so besteht wegen des  (BGE 126 I 6 E. 4 b/cc) kein Raum mehr für eine strafrechtliche Massnahme. Im Weiteren ist die Ersatzforderung, für welche der Bund Vollstreckung erlangt, auf die Zivilforderung anzurechnen.
12.3 Hinsichtlich des Angeklagten B._ beantragt die Bundesanwaltschaft
die Einziehung des beschlagnahmten Barvermögens, der Gelder auf den beschlagnahmten Konti und des Verwertungserlöses aus dem Verkauf  und mit Einverständnis des Angeklagten verkaufter .
Der Angeklagte B._ widersetzt sich der Einziehung nicht (B._,
S. 17 Z.14 – 25; Anträge Verteidigung).
Das beschlagnahmte Barvermögen sowie die mit Einverständnis des An-
geklagten B._ verwerteten Vermögenswerte sind deliktischer  (B._, S. 17 Z. 8 – 12; cl. 68/297). Diese Vermögenswerte  aufgelaufenem Zins auf dem Verwertungserlös sind einzuziehen (vgl. E. 12.2).
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Die Geschädigte verpflichtet den Angeklagte B._ mit Verfügung vom 16. Juni 2004 gemäss Art. 8 Verantwortlichkeitsgesetz (SR 170.32) zur  von Fr. 4'142’407.65 plus 5 % Zins seit 16. Dezember 1998 sowie der Verfahrenskosten (cl. 79 act. 10.6).
Der Angeklagte B._ gestand, einen unrechtmässigen Vorteil von ge-
gen Fr. 1,0 Mio. erlangt zu haben (B._, S. 15 Z. 25 – 28). Der Grossteil dieses Geldes ist nicht mehr vorhanden und eine Ersatzforderung in diesem Umfange ist gemäss heutigem Kenntnisstand überwiegend . Aus den gleichen Gründen wie beim Angeklagten A._ (E. 12.2) ist auf eine Ersatzforderung von Fr. 52’00.– zu erkennen, die auf die Forderung nach Verantwortlichkeitsgesetz angerechnet wird und zu  Befriedigung die beschlagnahmten Vermögenswerte, soweit sie nicht einzuziehen sind, bestimmt werden.
12.4 Hinsichtlich des Angeklagten C._ beantragt die Bundesanwaltschaft
die Einziehung der Gelder auf den beschlagnahmten Konti, welche teils auf den Namen des Angeklagten C._, teils auf den Namen der R._ GmbH lauten, sowie des Erlöses aus dem Verkauf eines beschlagnahmten und mit Einverständnis des Angeklagten verwerteten Wertschriftendepots (vgl. Anklageschrift i. S. C._, S. 14 f.). Der Angeklagte C._  sich der Einziehung des auf seinen Namen lautenden  bei der Bank _ X._ sowie der auf die R._ GmbH lautenden Konti (C._, S. 13 Z. 14 – 41). Das  Nr. _ ist zweimal aufgeführt, einmal lautend auf den  C._, einmal lautend auf die R._ GmbH.
Das verkaufte Wertschriftendepot lautete auf die Q._ Limited
(C._, S. 15 Z. 12 – 19). Der Angeklagte C._ verfügte über das gesamte Aktienkapital der Gesellschaft und zeichnete in ihrem Namen (C._, S. 9 Z. 4 f.). Sein Wissen wird daher der Q._ Limited  und deren Vermögen nicht als Drittvermögen (Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) behandelt. Der Angeklagte C._ beabsichtigte, die  von der Q._ Limited in die R._ GmbH fliessen zu lassen (C._, S. 9 Z. 7 – 9). Es sind keine Hinweise bekannt, die  schliessen lassen, dass die Q._ Limited nebst deliktischem Geld auch mit legalen Mitteln gespiesen wurde. Ebensowenig bestehen , dass das genannte Wertschriftendepot aus legalen Mitteln finanziert wurde. Es ist davon auszugehen, dass der Beizug der Q._ Limited einzig dazu diente, deliktisch erlangte Mittel zu parken bzw. durchlaufen zu lassen. In diesem Sinne ist von der deliktischen Herkunft des Wertschrif-
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tendepots auszugehen. Der Verwertungserlös zuzüglich aufgelaufenem Zins ist daher einzuziehen (vgl. E. 12.2).
Das via Darlehen in die R._ GmbH geflossene, deliktisch erlangte Geld wurde in den Umbau der Gesellschaft investiert (C._, S. 14 Z. 1 – 6); es wurde mithin für Aufwand verwendet und gerade nicht auf Konti der Gesellschaft einbezahlt (Plädoyer Fürsprecher Lanz). Es besteht Grund zur Annahme, dass die Gelder auf den Konti der R._ GmbH deliktischer Herkunft sind (vgl. C._, S. 9 Z. 8 f.). Aus den Akten sind indessen keine Hinweise bekannt, welche den Schluss zulassen, sämtliche Organe der R._ GmbH hätten Kenntnis von der deliktischen Herkunft der  Darlehen an die Gesellschaft geflossenen Beträge gehabt. Es kann nicht auf eine Ersatzforderung gegenüber der R._ GmbH erkannt werden (Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 StGB i. V. m. Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 StGB) und die Konti der R._ GmbH sind freizugeben.
Die Mieterkautionskonti Nrn. _ und _ bei der Bank _ X._ sind nicht verwertbar (Art. 257e Abs. 2 OR) und sind daher .
Der Angeklagte C._ anerkannte die adhäsionsweise geltend  Zivilforderung der Geschädigten im Betrag von Fr. 4'636’530.90 plus 5 % Zins auf Fr. 4'634’981.– seit 16. Dezember 1998, in solidarischer Haftbarkeit mit den Angeklagten A._, D._ und E._ (C._, S. 12 Z. 38 – S. 13 Z. 3).
Der Angeklagte C._ gestand, einen unrechtmässigen Vorteil von Fr. 880’000.– erlangt zu haben (C._, S. 12 Z. 32 – 36). Der Grossteil dieses Geldes ist nicht mehr vorhanden und eine Ersatzforderung in  Umfange ist gemäss heutigem Kenntnisstand überwiegend . Aus den gleichen Gründen wie beim Angeklagten A._ (vgl. E. 12.2) ist auf eine Ersatzforderung von Fr. 1’650.– zu erkennen, die auf die Zivilforderung angerechnet wird und zu deren Befriedigung die  Vermögenswerte, soweit sie nicht einzuziehen bzw.  sind, bestimmt werden.
12.5 Hinsichtlich des Angeklagten D._ beantragt die Bundesanwaltschaft
die Einziehung der Gelder auf den beschlagnahmten Konti (Anklageschrift i. S. D._, S. 14 f.) sowie der vom Angeklagten D._ in Italien  Liegenschaft (Anträge der Bundesanwaltschaft). Der Angeklagte D._ widersetzt sich der Einziehung der Kontobestände nicht (D._, S. 11 Z. 29 – 33), zur Liegenschaft äussert er sich nicht.
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Das eine der beschlagnahmten Konti lautet auf die H._ GmbH. Die deliktische Herkunft ist unbestritten und der aktuelle Saldo ist in  von Art. 59 Ziff. 1 StGB einzuziehen.
Der Angeklagte D._ anerkannte die adhäsionsweise geltend  Zivilforderung der Geschädigten im Betrag von Fr. 4'636’530.90 plus 5 % Zins auf Fr. 4'634’981.– seit 16. Dezember 1998, in solidarischer Haftbarkeit mit den Angeklagten A._, C._ und E._ (D._, S. 11 Z. 20 – 27). Das Gericht nimmt hiervon Vormerk.
Der Angeklagte D._ gestand, einen unrechtmässigen Vorteil von Fr. 700’000.– bis 880’000.– erlangt zu haben (D._, S. 10 Z. 34 – S. 11 Z. 6). Der Grossteil dieses Geldes ist nicht mehr vorhanden und eine Ersatzforderung in diesem Umfange ist gemäss heutigem Kenntnisstand überwiegend uneinbringlich. Aus den gleichen Gründen wie beim  A._ (vgl. E. 12.2) ist auf eine Ersatzforderung von Fr. 5'570.– zu erkennen, die auf die Zivilforderung angerechnet wird und zu deren  die beschlagnahmten Vermögenswerte, soweit sie nicht  sind, bestimmt werden.
Nach dem bereits genannten Kaufvertrag hätte der Angeklagte E._ von den Eltern des Angeklagten D._ ein Grundstück in Italien  sollen. Indessen ist wenig wahrscheinlich, dass dieses Dokument eine genügende Rechtsgrundlage für den Eigentumsübergang darstellt (vgl. E. 5.4). Es liegen auch zu wenig Detailangaben vor, um eine in Italien  Einziehung von Grundeigentum anzuordnen; es ist nicht einmal erstellt, ob nun der Angeklagte E._ (simulierter Käufer) oder der  D._ (dissimulierter Käufer) Eigentümer ist, so es denn  übergegangen ist.
Die von der ESTV anlässlich der Hausdurchsuchung beim Angeklagten D._ beschlagnahmten Unterlagen werden diesem ausgehändigt.
12.6 Hinsichtlich des Angeklagten E._ beantragt die Bundesanwaltschaft die Einziehung der Gelder auf den beschlagnahmten Konti sowie des  aus dem Verkauf beschlagnahmter und mit Einverständnis des  E._ verkaufter Vermögenswerte (Anklageschrift i. S. E._, S. 12 f.). Der Angeklagte E._ widersetzt sich der  des Lohnsparkontos; es sei freizugeben, beim Kontobestand handle es sich um Arbeitslohn (E._, S. 8 Z. 14 – 22).
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Es ist unbestritten, dass der mit Einverständnis des Angeklagten E._ verwertete Personenwagen deliktischer Herkunft ist. In Anwendung von Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird daher der Verwertungserlös zuzüglich  Zins eingezogen. Der Angeklagte E._ wird verpflichtet, der Geschädigten Ersatz in Höhe von Fr. 301'000.– zu zahlen (vgl. E. 13.2). Er gestand, einen Vorteil in dieser Höhe aus deliktischem Erlös erhalten zu haben. Mehr ist ihm nicht nachzuweisen. Ein Grossteil dieses Geldes ist nicht mehr vorhanden und gemäss heutigem Kenntnisstand mehrheitlich nicht mehr einbringlich. Es wird daher aus den gleichen  wie beim Angeklagten A._ (vgl. E. 12.2) auf eine  von Fr. 4'200.– erkannt, welche auf die Zivilforderung angerechnet wird und zu deren Befriedigung die beschlagnahmten Vermögenswerte  werden.
13. Zivilklage
13.1 Die Angeklagten A._, C._ und D._ haben die gegen sie
erhobenen Zivilforderungen der Geschädigten vollumfänglich anerkannt. Davon ist Vormerk zu nehmen. Die entsprechenden Zivilklagen sind folglich erledigt.
13.2 Gegen den Angeklagten E._ macht die Geschädigte eine Zivilklage
von Fr. 4'634'981.– plus 5 % Verzugszins auf geleisteter Teilzahlung (= Fr. 953.–) plus Fr. 596.90 Betreibungs- und Verfahrenskosten plus 5 % Verzugszins auf Fr. 4'634.981.– seit 16. Dezember 1998 bis zur  des Strafurteils geltend. Der Angeklagte anerkennt sie im Teilbetrag von Fr. 301'000.– (E._, S. 7 Z. 36 – 41, S. 8 Z. 5 – 8). In diesem  anerkannte er auch die solidarische Haftbarkeit mit A._, C._ und D._ (E._, S. 8 Z. 10 – 12). Das Gericht nimmt hiervon Vormerk. Im Mehrbetrag verlangt die Verteidigung Abweisung der Klage. Sein Klient sei an der Vermögensdisposition, welche zum Schaden geführt habe, nicht beteiligt gewesen, sondern einzig an den . Diese hatten aber keinen Einfluss auf den Schaden. Der gegenüber dem Angeklagten E._ geltend gemachte Schaden sei von der Geschädigten zu beweisen und zu substantiieren. Eine korrekte  erscheine in diesem Verfahren nicht möglich. Folgerichtig sei daher auch eine blosse Zusprechung im Grundsatz nicht möglich. Der Entscheid der HA MWST vom 15. August 2000 (cl. 82 act. 10.5.1, Beilage 3), mit  sie gegenüber der H._ GmbH die offene Steuerschuld , sei entgegen den Ausführungen der Geschädigten nicht rechtskräftig, da auf dem Zustellungsnachweis (cl. 82 act. 10.5.1, Beilage 3) das Zustel-
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lungsdatum sowie der Stempel der Poststelle fehle. Zudem sei die  unleserlich und daher nicht ersichtlich, ob der Entscheid tatsächlich jemandem zugestellt wurde, der hierfür auch zuständig war (Plädoyer  Wernli). Entgegen den Ausführungen der Verteidigung lässt sich der Schaden nicht nur auf die Vermögensdisposition im Rahmen der  Handlungen, sondern auch auf die Geldwäschereihandlungen des Angeklagten E._ zurückführen. Der vom Angeklagten E._ zu verantwortende Schaden (Art. 43 OR), der Umfang der Solidarpflicht weiterer Personen (Art. 50 OR) sowie allfällige, die Ersatzpflicht  Faktoren – wie bspw. der Umfang des Selbstverschuldens der  (Art. 44 OR) – lassen sich aber nur mit unverhältnismässigem Aufwand bestimmen. Die von der Geschädigten geltend gemachte, über Fr. 301’000.– hinausgehende Ersatzpflicht des Angeklagten E._ wird daher nur dem Grundsatz nach festgestellt. Im Übrigen wird die  an das Zivilgericht verwiesen (Art. 210 Abs. 3 BStP).
14. Kosten
Dem Verurteilten werden in der Regel die Kosten des Strafverfahrens ein-
schliesslich derjenigen des Ermittlungsverfahrens, der Voruntersuchung sowie der Anklageerhebung und -vertretung auferlegt (Art. 172 Abs. 1 Satz 1 BStP, vgl. Art. 246 BStP).
14.1 Der Ersatz der bei der Bundesanwaltschaft und beim  entstandenen Kosten bestimmt sich nach der Verordnung über die Kosten der Bundesstrafrechtspflege (SR 312.025). Sie gibt für die  Verfahrensschritte je einen Gebührenrahmen vor (Art. 4).
Die Bundesanwaltschaft macht gegenüber jedem Angeklagten Pauschal-
gebühren in der Höhe von je Fr. 10’000.– für das Verfahren der  bzw. je Fr. 9’500.– für die Voruntersuchung geltend (vgl.  jeweils am Ende).
Hinsichtlich der Angeklagten A._, B._, C._ und D._ erscheinen die Anträge als angemessen, berücksichtigt man einerseits  erheblichen Umfang an Aktenmaterial und die Breite der Befragungen, andererseits dass der Aufwand alle vier Angeklagten einschloss.  des Angeklagten E._ sind die Gebühren tiefer anzusetzen, weil er an der Geldwäscherei voll, aber an der Vortat und den  jedoch nur marginal beteiligt war. Sie werden auf je Fr. 5’000.– für das Verfahren der Bundesanwaltschaft bzw. die Voruntersuchung festgesetzt.
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Die Auslagen haben die Angeklagten so zu tragen, wie sie bei ihnen anfie-
len (Art. 5 der zit. Verordnung). Entsprechend den den Anklageschriften beigelegten Kostenaufstellungen (jeweils Anhang 3 zu den ) sind aufzuerlegen: Dem Angeklagten A._ Fr. 8’998.65, dem  B._ Fr. 6’697.95, dem Angeklagten C._ Fr. 6’344.65 und dem Angeklagten E._ Fr. 342.–.
Die in der Kostenaufstellung für den Angeklagten D._ aufgeführten
Dolmetscherkosten im Umfang von insgesamt Fr. 720.– werden diesem nicht auferlegt. Sie fielen nämlich für Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche an (Beilagen 19, 23 zur Kostenaufstellung), die nicht  sind, weil sie in eine Landessprache gemacht wurden (Art. 153 Abs. 1 OG i. V. m. Art. BStP). Es werden deshalb nur Auslagen von Fr. 6'743.20 überbunden.
14.2 Für das Verfahren vor Bundesstrafgericht wird die Gerichtsgebühr in An-
wendung von Art. 2 Abs. 2 lit. b und Art. 4 des Reglements über die  vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) auf Fr. 32’000.– festgesetzt. Die Gebühr wird zu je Fr. 7’000.– den Angeklagten A._, B._, C._ und D._ sowie zu Fr. 4’000.– dem Angeklagten E._ auferlegt (Art. 172 Abs. 1 BStP, Art. 153 Abs. 1 OG i. V. m. Art. 245 BStP).
Das Gericht sprach dem Zeugen J._ eine Zeugenentschädigung von
Fr. 135.–, dem Zeugen T._ eine solche von Fr. 170.– zu. Die  gehen zu Lasten der Verurteilten (vgl. Art. 153 Abs. 1 OG i. V. m. Art. 245 BStP). Der Zeuge T._ wurde einzig über einen Anklagepunkt im Zusammenhang mit D._ befragt; diese Kosten  somit vollumfänglich diesem auferlegt. Die Entschädigung für den Zeugen J._ wird demgegenüber zu je Fr. 30.– den Angeklagten A._, B._, C._ und D._ bzw. zu Fr. 15.– dem  E._ auferlegt.
15. Anwaltskosten
15.1 Alle Verteidiger sind als amtliche eingesetzt worden, welche direkt ent-
schädigt werden (Art. 38 Abs. 1 BStP). Die Anwaltskosten umfassen das Honorar und den Ersatz der notwendigen Auslagen (Art. 2 Abs. 1 des  über die Entschädigung in Verfahren vor dem Bundesstrafgericht [SR 173.711.31]).
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Angesichts dessen, dass die beurteilten Handlungen zwar einen  Erfolg zeitigten und ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen nahe , aber eher bescheidene tatsächliche und rechtliche Probleme , erscheint innerhalb des Rahmens von Art. 3 Abs. 1 des Reglements ein Stundenansatz von Fr. 230.– als angemessen, für die Arbeit der von den Verteidigern beigezogenen Praktikanten ein solcher von Fr. 110.–.  Ansätze verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer (Art. 3 Abs. 4 des Reglements), die deshalb in die auszubezahlende Summe zusätzlich  ist.
Der Beginn der Sitzungen der Hauptverhandlung wurde zeitlich so , dass es den Parteien möglich war, am ersten und dritten  direkt anzureisen. Es waren mithin nur drei Übernachtungen vor Ort notwendig. Weitere Übernachtungskosten werden nicht ersetzt. Es werden zudem Spesen für maximal zwölf Mahlzeiten, mithin Fr. 300.–,  (Art. 4 Abs. 2 lit. c des Reglements).
15.2 (Bemessung im Einzelnen).
15.3 Der Bund hat einen amtlichen Verteidiger zu entschädigen, weil er ihn
mandatiert (Art. 38 Abs. 1, Art. 37 BStP). Indessen trägt die Bundeskasse diesen Aufwand endgültig nur, wenn der Angeklagte bedürftig ist (Art. 38 Abs. 2 BStP). Sofern ein Angeklagter nicht im Hinblick auf Bedürftigkeit, sondern aus anderen Gründen amtlich verteidigt wird (Art. 36 Abs. 1, Art. 136 Abs. 2 BStP), hat er folglich Ersatz zu leisten, sofern er nicht oder sobald er nicht mehr bedürftig ist. Es ist zur Klarstellung angezeigt, dies im Urteil festzuhalten.