Decision ID: 67a8ac73-2286-447b-ba98-e0b04ff17a2f
Year: 2013
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführer auszugehen. Schliesslich
sei festzuhalten, dass die Instandstellungsarbeiten von B._ und nicht
von den Beschwerdeführern angeordnet worden seien.
4. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2013 beantragte die Stadt
Maienfeld, nachfolgend Beschwerdegegnerin, die Abweisung beider
Beschwerden. Nachdem der Anwalt der Beschwerdeführer eine einzige
Vernehmlassung für alle drei Parteien eingereicht habe, habe die
Baubehörde sich nicht veranlasst gesehen, das Verfahren aufzusplitten.
Die Aufnahme der Steuerdaten in die Begründung könne unter diesen
Umständen nicht als Verletzung des Amtsgeheimnisses bezeichnet
werden. Zusammenfassend ergebe sich aus dem Sachverhalt, dass die
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Beschwerdeführer von Anfang an und immer wieder darauf aufmerksam
gemacht worden seien, dass die Umbauarbeiten einer schriftlichen
Baubewilligung bedürften. Sie hätten in Kenntnis dieser
Bewilligungspflicht ohne eine solche mit den Bauarbeiten begonnen und
diese auch nach einer Einstellungsverfügung weitergeführt. Das
Bauvorhaben befinde sich in der Anpassungszone C, welche zur
Kernzone gehöre. In dieser gelte gemäss Anhang zum Baugesetz auch
für Unterhaltsarbeiten das Meldeverfahren. Immerhin handle es sich um
ein Bauvorhaben von annähernd 1 Mio. Franken, für welches eine
Baubewilligung an sich unerlässlich sei. Die Beschwerdeführer würden
sich darauf berufen, dass Bauvorhaben als bewilligt gelten, wenn sie nur
dem Meldeverfahren unterstehen würden und innert Monatsfrist seit
Einreichung des Gesuchs kein anders lautender Entscheid ergehe. Sie
hätten jedoch seitens der Stadtbehörden mehrere Mitteilungen erhalten,
dass nicht ohne schriftliche Baubewilligung gebaut werden dürfe. Die
ausgefällten Bussen hätten nicht zum Vornherein festgestanden. Nach
der Anhörung der Parteien seien die ursprünglich vorgesehenen Bussen
entsprechend den sehr unterschiedlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnissen angepasst worden. B._ sei anstatt Fr. 600.-
- eine Busse von Fr. 1‘200.-- und dem Beschwerdeführer anstatt
Fr. 1‘200.-- eine Busse von Fr. 600.-- auferlegt worden. Die Busse des
Beschwerdeführers liege nahe beim Minimum und betrage bei weitem
weniger als ein Promille der verbauten Bausumme. Der
Beschwerdeführer sei bereits in drei Fällen des Bauens ohne
Baubewilligung überführt und mit einer Busse von Fr. 1‘200.-- bestraft
worden. Die Behörde habe damit dem Umstand, dass es sich um einen
rein formellen Verstoss gegen das Baugesetz handle, und den
bescheidenen Einkommens- und Vermögensverhältnissen des
Beschwerdeführers Rechnung getragen.
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5. Im Rahmen von freigestellten Stellungnahmen, reichten die
Beschwerdeführer am 8. März 2013 ein weiteres Schreiben ein, welches
als Replik entgegengenommen wurde. Sie führten darin ergänzend aus,
dass selbst wenn der objektive Tatbestand erfüllt wäre, der subjektive
Tatbestand, d.h. die schuldhafte Verletzung der
Baugesetzbestimmungen, nicht erfüllt sei. Der Beschwerdeführer und der
Eigentümer hätten immer offen kommuniziert, dass Sanierungsarbeiten
ausgeführt würden. Wie auch das nachträglich durchgeführte
Baubewilligungsverfahren schlussendlich auf Beschwerde hin ergeben
habe, hätten sie mit den Bauarbeiten in keiner Art und Weise gegen
materielles Baurecht verstossen, weshalb nicht ersichtlich sei, welches
Interesse sie an einem heimlichen Vorgehen hätten haben können. Sie
seien somit subjektiv davon ausgegangen, dass sie ihren Pflichten
gemäss Meldeverfahren voll nachgekommen seien.
6. Die Beschwerdegegnerin bestand in ihrer Duplik vom 24. April 2013
darauf, dass auch für Umbauten und Änderungen dem Baugesuch
detaillierte Unterlagen 1:100 über bestehende (grau), neue (rot) und
abzubrechende (gelb) Bauteile einzureichen seien. Ob ein Vorhaben
bewilligungsfrei sei oder ob eine Bewilligungspflicht bestehe und in
welchem Verfahren, entscheide die Baubehörde. Vorliegend sei der
Baugesuchsteller bereits mit E-Mail vom 3. August 2009 auf die
Anwendung des Meldeverfahrens hingewiesen worden. Es habe jedoch
nie ein genügendes Baugesuch vorgelegen. Ohne gesetzeskonformes
Gesuch werde die Monatsfrist für eine Beurteilung gar nicht ausgelöst. Es
sei richtig, dass die Baubewilligung vom 10. Februar 2011 letztlich im
Meldeverfahren erteilt worden sei. Alle vor diesem Zeitraum
vorgenommenen Arbeiten seien formell baurechtswidrig mit Ausnahme
der vorzeitig bewilligten Heizungssanierung.
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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den
angefochtenen Bussenentscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der
Entscheid vom 30. November 2012, worin die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer wegen formeller Baurechtsverletzung zur Bezahlung
einer Geldbusse in Höhe von Fr. 600.-- und zur teilweisen Übernahme der
Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1‘200.-- unter solidarischer Haftung
durch die Beschwerdeführerin verpflichtete. Zu prüfen ist die
Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit dieses Entscheides gegenüber
dem Gebüssten.
2. Ausgangspunkt für das vorliegende Verfahren bildet das vorangegangene
Verwaltungsgerichtsurteil VGU R 11 22 vom 27. September 2011, aus
welchem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer und der
Hoteleigentümer umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten an die
Hand genommen hatten, welche erst im Rahmen des mit Eingabe vom
28. Januar 2010 anhängig gemachten ordentlichen
Baubewilligungsverfahrens letztlich mit Baubewilligung vom 10. Februar
2011 unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen bewilligt wurden.
Die vorgenommenen Bauarbeiten waren materiell bewilligungsfähig (VGU
R 11 22, E.4), weshalb die Beschwerdegegnerin von einem formellen
Verstoss gegen das Gesetz ausging (E.2 des Entscheides vom
30. November 2012). Tatsächlich bestätigt auch der Beschwerdeführer,
dass das Hotel diverse Schäden im Dachbereich aufgewiesen habe,
deren Sanierung gemäss Anzeige vom 24. Juli 2009 ohne Baubewilligung
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durchgeführt worden seien. Eine erste Baueingabe sei erst am 28. Januar
2010 für die Überdachung des Eingangsbereiches erfolgt. Gleichzeitig sei
darauf hingewiesen worden, dass mit den Instandstellungsarbeiten und
Revisionen der Haustechnikanlage innerhalb des Gebäudes in den
nächsten Wochen begonnen werde (Beschwerde vom 18. Januar 2013,
Ziff. III.1). Daraufhin seien diverse Mauern geöffnet, die bestehende
Holzständerkonstruktion durch neue Wände ersetzt und im Innern
ausserdem eine zusätzliche Isolation angebracht worden (Beschwerde
vom 18. Januar 2013, Ziff. III.2). Neben diesen wärmetechnischen
Sanierungen im Innern des Gebäudes hätten sich die Arbeiten im
Wesentlichen auf den Einbau einer Küche im Dachgeschoss und die
Zusammenlegung von je zwei Zimmern zu einem Studio mit Einbau von
je einer Kochnische beschränkt. Im Erdgeschoss und im Untergeschoss
hätten sich die Arbeiten auf Anpassungen an die heutigen
Brandschutzvorschriften beschränkt (Beschwerde vom 18. Januar 2013,
Ziff. III.2). Anlässlich eines Augenscheins vom 16. November 2010 stellte
die Gemeinde fest, dass weitere Arbeiten vorgenommen worden waren.
Es steht damit ausser Frage und wird auch von keiner der Parteien
bestritten, dass vor der eigentlichen Baubewilligung vom 10. Februar
2011 zahlreiche Bauarbeiten durchgeführt wurden. Der Beschwerdeführer
und der Hoteleigentümer sind indessen der Ansicht, dass für diese
Sanierungs- und Instandstellungsarbeiten keine Baubewilligung nötig
gewesen wäre.
3. a) Gemäss Art. 86 des kantonalen Raumplanungsgesetzes (KRG; BR
801.100) dürfen Bauten und Anlagen nur mit schriftlicher Baubewilligung
errichtet, geändert, abgebrochen oder in ihrem Zweck (inkl. Umnutzung)
geändert werden. Bei Nichteinhaltung bzw. Missachtung dieser
baupolizeilichen (Erlaubnis-)Vorschrift liegt eine sog. „formelle
Baurechtsverletzung“ vor. Die Regierung bestimmt durch die
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Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR
801.110), welche Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen (Art. 86
Abs. 2 KRG). So bedürfen gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 KRVO Reparatur-
und Unterhaltsarbeiten an bestimmungsgemäss nutzbaren Bauten und
Anlagen, sofern sie nur der Werterhaltung dienen und die Baute und
Anlage dadurch keine Änderung oder Zweckentfremdung erfährt, keiner
Baubewilligung. Ebenfalls sind geringfügige Änderungen im Innern von
Bauten und Anlagen nicht bewilligungspflichtig mit Ausnahme von
Änderungen der Nutzfläche oder der Anzahl Räume (Art. 40 Abs. 1 Ziff. 2
KRVO).
b) Auf untergeordnete Bauvorhaben, bei welchen mit keinen Einsprachen zu
rechnen ist, wie insbesondere geringfügige Projektänderungen bereits
bewilligter Bauvorhaben oder bauliche Massnahmen, die nach aussen
nicht in Erscheinung treten, zonenkonform sind und zu keinen
Veränderungen bezüglich Verkehrsbelastung oder Ausnützung führen,
findet ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren in Form eines
Meldeverfahrens gemäss Art. 50 f. KRVO Anwendung. Das
Meldeverfahren findet überdies Anwendung auf Bauvorhaben, die
gemäss Art. 40 KRVO von der Baubewilligungspflicht ausgenommen,
jedoch gemäss kommunalem Baugesetz dem Meldeverfahren unterstellt
sind (Art. 50 Abs. 2 KRVO). Die Gemeinden können im Baugesetz
gemäss Art. 86 Abs. 3 KRG die in der Verordnung als nicht
baubewilligungspflichtig aufgeführten Bauvorhaben dem Meldeverfahren
unterstellen (VGU R 07 8). Vorliegend hat die Gemeinde von dieser
Möglichkeit bereits im alten Baugesetz (gültig bis zum 5. Juli 2011) und
ebenfalls im neuen Baugesetz offensichtlich Gebrauch gemacht und im
Anhang zum Baugesetz zu Art. 56 ergänzt (S. 41 zum Baugesetz), dass
Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an bestimmungsgemäss nutzbaren
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Bauten und Anlagen in der Kernzone, Dorfzone und in Zonen im
Erhaltungsbereich dem Meldeverfahren unterliegen.
c) Nachdem sich das Hotel in der Kernzone befindet, wären sämtliche durch
den Beschwerdeführer und den Hoteleigentümer durchgeführten resp. in
Auftrag gegebenen Umbau- und Instandstellungsarbeiten mindestens
mittels Meldeverfahren bewilligungspflichtig gewesen. Entgegen der
Ansicht der Beschwerdeführer und des Hoteleigentümers entbindet die
Vereinfachung im Meldeverfahren nicht von der Einreichung eines
formellen Baugesuchs inklusive Pläne etc. Die einfache Meldung von
Bau- und Sanierungsarbeiten alleine genügt diesen Anforderungen
überhaupt nicht. Trotz Vereinfachung handelt es sich weiterhin um ein
Baubewilligungsverfahren, welches eines Baugesuchs bedarf und
lediglich von einer öffentlichen Auflage absieht. Ein Baugesuch für die
durchgeführten Arbeiten wurde indessen erst nachträglich eingereicht,
was auch aus dem erwähnten Urteil des Verwaltungsgerichts vom
27. September 2011 hervorgeht. Darin wird festgehalten, dass die
(bereits) durchgeführten Arbeiten bewilligungsfähig sind. Damit wird
verdeutlicht, dass für die ausgeführten Arbeiten vorgängig ein
Bewilligungsverfahren hätte durchgeführt und hierzu ein Baugesuch hätte
eingereicht werden müssen. Unbeachtlich bleibt vorliegend, ob das
Meldeverfahren schliesslich mit einer schriftlichen Baubewilligung oder
stillschweigend erledigt werden kann, da ohne Baugesuch kein
Meldeverfahren eröffnet werden kann. Die Beschwerdegegnerin ging
damit zu Recht von einer formellen Baurechtsverletzung aus, weshalb
sich die ausgesprochenen Bussen grundsätzlich als angebracht erweisen.
4. a) Gemäss Art. 95 Abs. 1 KRG beträgt die Busse für Baurechtsverletzungen
Fr. 200.-- bis Fr. 40‘000.--. Art. 2 Abs. 1 EGzStPO sieht vor, dass die
Bestimmungen des schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0)
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sinngemäss Anwendung finden. Gemäss Art. 106 Abs. 3 StGB bemisst
sich die Höhe der Busse nach den Verhältnissen des Täters, sodass
dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist. Die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters („je nach den Verhältnissen“)
spielt dabei eine zentrale Rolle, wenngleich hier das Gericht über ein
grösseres Ermessen verfügt als im Tagessatzsystem der Geldstrafe
(Urteil des Bundesgerichts 1C_4/2012 vom 19. April 2012 E.7.3; BGE 134
IV 60 E.7.3.3). Zu den auf das Baubussenverfahren anwendbaren
Normen zählt damit auch Art. 47 i.V.m. Art. 104 StGB, wonach die Strafe
nach dem Verschulden des Täters zu bemessen ist. Schliesslich hat das
Gericht gemäss Art. 50 StGB die für die Zumessung der Strafe
erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Es hat seine
Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, sodass die
Strafzumessung nachvollziehbar ist (Urteil des Bundesgerichts
1C_4/2012 vom 19. April 2012 E.7.3; BGE 134 IV 17 E.2.1).
b) Mit Blick auf die begangene Baurechtsverletzung lässt sich nicht ohne
weiteres auf Vorsatz des Beschwerdeführers schliessen. Tatsächlich
wurden gemäss Anzeige vom 24. Juli 2009 bereits Sanierungsarbeiten
ohne Baubewilligung an die Hand genommen (Schäden im Dachbereich).
Anschliessend wurde am 28. Januar 2010 eine Baueingabe für die
Überdachung des Eingangsbereiches des Hotels eingereicht und
gleichzeitig darauf hingewiesen, dass mit den Instandstellungsarbeiten
und Revisionen der Haustechnikanlage innerhalb des Gebäudes
begonnen werde. Die Beschwerdegegnerin erliess jedoch erst am
21. April 2010 eine Baueinstellungsverfügung. Der Beschwerdeführer hat
sich auf das Verhalten der Beschwerdegegnerin verlassen und ist davon
ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin die Sanierungsarbeiten
billigen würde, nachdem er von ihr auf seine Meldungen der
Umbauarbeiten keine Reaktion erhalten hatte. Ausserdem hatte sie
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bereits die Sanierung des Daches trotz fehlender Baubewilligung gebilligt.
Das Vorgehen des Beschwerdeführers kann unter diesen Umständen
nicht als direkter Vorsatz bezeichnet werden, muss jedoch im Hinblick auf
die Tätigkeit des Beschwerdeführers als eventualvorsätzlich beurteilt
werden. Dies vor allem im Hinblick darauf, dass von einem Architekten
erwartet werden kann, die gesetzlichen Vorschriften zu kennen. Entgegen
der Ansicht des Beschwerdeführers ist es unbehelflich, wer die
unbestritten durchgeführten Arbeiten in Auftrag gegeben hat. Gemäss
Art. 93 Abs. 1 KRG ist sowohl der Eigentümer als auch die mit der
Projektierung und Ausführung von Bauvorhaben beauftragte Person
verantwortlich, weshalb sowohl der Eigentümer als auch der
Beschwerdeführer für die ausgeführten Arbeiten haften.
c) Beim festgelegten Bussenbetrag von Fr. 600.-- hat die
Beschwerdegegnerin eine frühere Baubusse wegen mehrfacher
Verletzung des Baugesetzes aus dem Jahre 2007 berücksichtigt.
Ebenfalls berücksichtigte sie die finanziellen Verhältnisse des
Beschwerdeführers sowie den Umstand, dass die Bauarbeiten trotz
Einstellungsverfügung fortgeführt worden sind. Dem Beschwerdeführer
kann vorliegend zwar eventualvorsätzliches Verhalten vorgeworfen
werden, allein aus dem Eventualvorsatz lässt sich indessen nicht bereits
auf ein schweres Verschulden schliessen. Zu beachten ist, dass bereits
2009 Bauarbeiten vorgenommen wurden, nachdem der
Beschwerdeführer die Gemeinde darüber informiert, jedoch kein
Baugesuch eingereicht hatte. Dieses Verhalten wurde von der
Beschwerdegegnerin vorerst toleriert, obschon aufgrund der gesetzlichen
Regelung im Baugesetz der Gemeinde, bereits dannzumal ein
Baugesuch nötig gewesen wäre. Der Beschwerdeführer als Architekt
muss indessen auch die Verantwortung für die nach Erlass der
Baueinstellungsverfügung vom 21. April 2010 durchgeführten Arbeiten
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übernehmen. Die Berücksichtigung einer Baubusse aus dem Jahre 2007
für Fälle, welche noch weiter zurückliegen, erscheint indessen fraglich.
Einer bereits sechs Jahre zurückliegenden Busse darf kaum noch
erhebliches Gewicht bei der Strafzumessung zukommen. Nachdem der
Beschwerdeführer gemäss Steuerakten in bescheidenen Verhältnissen
lebt, ist in Berücksichtigung der genannten Umstände, die ihm auferlegt
Baubusse um ein Drittel auf Fr. 400.-- zu reduzieren.
d) Es bleibt damit noch über die Rechtmässigkeit der erhobenen Gebühren
in Höhe von Fr. 3‘600.-- resp. über den vom Beschwerdeführer zu
übernehmenden Anteil in Höhe von Fr. 1‘200.-- zu entscheiden. Art. 96
Abs. 2 KRG sieht vor, dass die Kostenpflicht den Verursacher trifft.
Vorliegend konnte die vorgeworfene formelle Baurechtsverletzung zwar
bestätigt werden. Nachdem indessen die von der Beschwerdegegnerin
vorgenommene Beurteilung des Vorsatzes und ein Teil der Kriterien zur
Festsetzung der Busse nicht übernommen werden konnten, erscheint es
unter Berücksichtigung des irreführenden Verhaltens der
Beschwerdegegnerin gerechtfertigt, diese mindestens als
Mitverursacherin der Kosten zu betrachten. Es rechtfertigt sich daher die
Kosten in Höhe von Fr. 1‘200.-- zu einem Drittel bei der
Beschwerdegegnerin zu belassen. Auf den Beschwerdeführer entfällt
somit noch ein Gesamtkostenanteil in Höhe von Fr. 800.--.
e) Nicht zu beanstanden ist jedoch die bereits von der Beschwerdegegnerin
in Ziff. 4 des Entscheides vom 30. November 2012 gestützt auf Art. 95
Abs. 2 KRG festgesetzte solidarische Haftung der Beschwerdeführerin für
die Busse und den Anteil an den Verfahrenskosten des
Beschwerdeführers, wobei auch diese nur für die vorliegend reduzierten
Beträge gilt.
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5. Die Beschwerde wird somit bezüglich Bussenhöhe und Kostenanteil
teilweise gutgeheissen, im Übrigen jedoch abgewiesen. Bei diesem
Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu 2/3 zu Lasten
der solidarisch haftenden Beschwerdeführer und zu 1/3 zu Lasten der
Beschwerdegegnerin, welche überdies den anwaltlich vertretenen
Beschwerdeführern eine entsprechend dem Verfahrensausgang
reduzierte Parteientschädigung zu bezahlen hat. Diese wird entsprechend
der eingereichten Honorarnote auf Fr. 594.35 (inkl. MWST) festgesetzt.