Decision ID: 08f8148d-c6c2-5efd-ac36-24e53939ca0e
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl,
Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,
3074 Muri b. Bern,
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betreffend
Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der B._ AG, als Maschinenführer tätig und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als er am 31. Januar 2007 mit der rechten Hand in einen laufenden Prozess
im Walzwerk eingriff, wobei die Hand vom rotierenden Teil erfasst und zwischen
Antriebswelle und Anpressrolle eingezogen wurde (Suva-act. 1). Der Versicherte wurde
notfallmässig ins Kantonale Spital Rorschach eingeliefert, wo eine auf Höhe des
distalen Vorderarms dislozierte Deformität mit Knochendurchspiessung im Bereich des
dorsoradialen Vorderarms bei sichtbarem Radius diagnostiziert wurde. Dr. med. C._
behandelte die Verletzung mit einer Plattenosteosynthese (Suva-act. 3). Im Bericht vom
11. April 2007 attestierte er dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-
act. 5).
A.b Ein erster Arbeitsversuch vom 2. Juli 2007 in einer angepassten Tätigkeit bei der
Arbeitgeberin wurde aufgrund vermehrter Schmerzen seitens des Versicherten nach
zwei Stunden abgebrochen (Suva-act. 11). Der Versicherte klagte im Folgenden
weiterhin über Schmerzen im rechten Unterarm (Suva-act. 14, 15, 16 und 17). Nach
medizinischen Abklärungen, die eine sehr gute Konsolidierung der ehemaligen
Frakturspalten, jedoch mit radioulnarer Dissoziation mit klinisch endständigen
Rotationsschmerzen ergaben, wurden am 31. August 2007 eine
Osteosynthesematerial-Entfernung sowie eine radioulnare Gelenkreposition mit
temporärer K-Drahtfixation einschliesslich Zügelung mittels Panalok Fadenanker
durchgeführt (Suva-act. 17). Nach komplikationslosem postoperativem Verlauf konnte
am 15. Oktober 2007 das Osteosynthesematerial am rechten Vorderarm entfernt
werden (Suva-act. 18 und 19). Danach war der Versicherte laut Verlaufskontrolle vom
31. Oktober 2007 schmerzfrei (Suva-act. 24). Er sollte, auf Anraten des Dr. med. D._,
Rorschach, ab dem 18. Dezember 2007 in einer angepassten Tätigkeit im Betrieb der
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Arbeitgeberin eingesetzt werden. Auch dieser Versuch scheiterte nach zwei Stunden
wegen zunehmenden Schmerzen im rechten Arm (Suva-act. 25, 28 und 29). Dr. med.
E._, Kantonsspital St. Gallen, diagnostizierte am 8. Januar 2008 einen
posttraumatischen Ulnavorschub mit Carpusfehlstellung nach Vorderarmfraktur (Suva-
act. 37). Diese Fehlstellung wurde am 17. März 2008 mit einer
Radiuskorrekturosteotomie und einer Beckenkamm-Knocheninterposition korrigiert
(Suva-act. 55). Mit Schreiben vom 16. Januar 2008 kündigte die Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 30. April 2008 (Suva-act. 43).
A.c Im Bericht vom 2. Juli 2008 gab Dr. E._ an, dass dem Versicherten eine
Teilzeitarbeitsfähigkeit mit beschränkter Last zumutbar und bei körperlich schonender
Tätigkeit ein Ganztagspensum vorstellbar sei (Suva-act. 80). Die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten wurde ab dem 1. August 2008 auf 50% festgelegt, ab dem 18. August
2008, Beginn des OKP-Kurses (Orientierung-Kommunikation-Praktikum) im Rahmen
eines RAV-Programms, auf 100% (Suva-act. 81 und 82). Ab Praktikumsbeginn bei der
F._ AG, am 23. September 2008 war der Versicherte wieder in einem 50%-Pensum
tätig (Suva-act. 97). Der Versicherte klagte weiterhin über Schmerzen im rechten
Unterarm. Dr. E._ führte am 26. November 2008 eine Ulnaverkürzungs-Osteotomie
mit Metallentfernung Radius und eine radiale Styloidektomie durch (Suva-act. 104).
A.d Am 4. August 2008 berichtete der Versicherte über Schlafprobleme, zudem habe
er erhebliche Probleme mit der Hand (Suva-act. 84). Am 14. Oktober 2008 teilte der
Versicherte mit, dass er vermehrt unter psychischen Problemen leide (Suva-act. 96). Er
sei wegen der Verletzung der Hand verunsichert und habe Zukunftsängste. Daraufhin
wurde der Versicherte vom Konsiliar-Psychiater der Suva, Dr. med. G._, Facharzt
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zu einem persönlichen Gespräch am
10. Dezember 2008 aufgeboten. Dr. G._ befürwortete eine Zuweisung an eine
psychiatrische Fachperson, da sich der Versicherte in einer existentiellen Krise
befände, was Zeichen der Angst und Depressivität aufzeigen würden (Suva-act. 103
und 109). Das RAV vermittelte dem Versicherten ein Schnuppertraining im Bereich
Qualitätskontrolle beim H._ (Suva-act. 118). In der nachgängigen Besprechung vom
6. Mai 2009 teilte der Versicherte mit, er habe bei allen Tätigkeiten grosse
Schwierigkeiten und verspüre bei leichtesten Arbeiten, die das rechte Handgelenk
beanspruchten, Schmerzen (Suva-act. 131). Anlässlich einer ärztlichen
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Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2009 schätzte Dr. med. I._, Orthopädische
Chirurgie FMH, die Integritätsbeeinträchtigung auf 10%, insbesondere weil die
Beweglichkeit im Handgelenksbereich etwas eingeschränkt sei. Im Bericht hielt er fest,
dass eine sehr gute Beweglichkeit des rechten Handgelenks sowie der Langfinger
vorhanden sei. Jene des Daumens sei nur endgradig etwas eingeschränkt. Ausserdem
beobachtete er, dass der Versicherte erhebliche Selbstlimitierungen und einen
überzeichneten Funktionsverlust der rechten Hand demonstriere. Es liege eine
erhebliche Desintegration der Hand vor, was sich jedoch aus organischer Sicht nicht
erklären liesse. Ab dem 8. Juli 2009 sei der Versicherte wieder zu 100% arbeitsfähig,
dabei könne er mittlere Lasten selten und leichte Lasten häufig heben. Speziell
feinmotorische Arbeiten könnten nicht ausgeführt werden (Suva-act. 138 und 139).
A.e Mit Verfügung vom 2. November 2009 sprach die Suva dem Versicherten ab
1. August 2009 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 13% sowie
eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 10% zu. Für psychogene
Unfallfolgen müsse die Suva nur einstehen, wenn diese eine natürliche und adäquate
Folge eines versicherten Unfalles seien. Der adäquate Kausalzusammenhang sei
angesichts der vorhandenen Unterlagen zu verneinen. Diesbezügliche Leistungen
würden somit entfallen (Suva-act 152). Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt lic.
iur. Kurt Gemperli, St. Gallen, im Namen des Versicherten Einsprache
(Einsprachebegründung vom 15. Februar 2010) und beantragte, dass die Rente unter
Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 71'166.-- und einer allfälligen
Einschränkung der Erwerbsfähigkeit aus psychischen Gründen erhöht werde. Das
Valideneinkommen erhöhe sich, weil nicht alle Einkommensbestandteile, die der
Versicherte regelmässig erhalten habe, in die Berechnung einbezogen worden seien.
Die psychischen Folgeschäden seien auf das Unfallereignis vom 31. Januar 2007
zurückzuführen und der adäquate Kausalzusammenhang demzufolge zu bejahen
(Suva-act. 157 und 167). Die Krankenversicherung zog die am 6. November 2009
vorsorglich erhobene Einsprache mit Schreiben vom 19. Januar 2010 wieder zurück
(Suva-act. 155 und 163).
A.f Dr. med. J._, diagnostizierte im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung des
Versicherten vom 14. Januar 2010 ein insgesamt gutes Ergebnis nach einer drittgradig
offenen distalen Vorderarmfraktur rechts. Gemäss objektiven Kriterien zeige sich keine
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wesentliche Einschränkung im Alltagsbereich, wobei die subjektiven Kriterien schwierig
zu beurteilen seien. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, an der Festlegung der
einschränkenden Erwerbsfähigkeit von 13% zu zweifeln (Suva-act. 166).
B.
Mit Einspracheentscheid vom 4. Mai 2010 hiess die Suva die Einsprache teilweise gut
und änderte die Verfügung vom 2. November 2009 dahingehend ab, dass dem
Versicherten ab 1. August 2009 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads
von 17% zustehe. Im Übrigen wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 172).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Gemperli im Namen
des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 2. Juni 2010 (Beschwerdeergänzung
vom 15. September 2010). Der Rechtsvertreter beantragt, der für die Rente des
Beschwerdeführers massgebliche Invaliditätsgrad sei unter Berücksichtigung auch der
psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und deren Auswirkungen auf die
Erwerbsfähigkeit festzusetzen und die Rente sei dementsprechend zu erhöhen; unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1). Der psychische Gesundheitszustand sei
kaum untersucht worden, weshalb der Beschwerdeführer um Zustellung eines
Arztberichts der behandelnden Institution (Psychiatrisches Zentrum Rorschach)
gebeten habe. In der Beschwerdeergänzung macht der Beschwerdeführer geltend,
dass die natürliche Kausalität mit der Diagnose "Anpassungsstörung, längere
depressive Reaktion" gemäss Arztbericht des Psychiatrischen Zentrums Rorschach
erwiesen sei (act. G 7.1). Beim Unfall vom 31. Januar 2007 handle es sich um einen
mittleren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen, womit die adäquate
Kausalität bereits bejaht werden könne. Falls von einem mittelschweren Unfall im
engeren Sinn ausgegangen werde, seien folgende, für den adäquaten
Kausalzusammenhang massgebende Kriterien erfüllt: schwieriger Heilungsverlauf
sowie erhebliche Komplikationen, organisch bedingte Dauerschmerzen, ungewöhnlich
lange Dauer der ärztlichen Behandlung sowie Grad und Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit (act. G 7).
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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2010 beantragt die
Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Der Unfall vom 31.
Januar 2007 sei den mittleren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen
zuzuordnen. Das Kriterium der Dauer der Arbeitsunfähigkeit sei nicht erfüllt, vor allem
weil der Beschwerdeführer Möglichkeiten, mit dem Ziel ihn wieder in den
Arbeitsprozess zu integrieren, ausgeschlagen habe. Der Heilungsverlauf sei planmässig
verlaufen, zudem seien die Schmerzen in unterschiedlicher Intensität aufgetreten.
Einzig das Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung könne als gegeben
erachtet werden. Aufgrund dieses Ergebnisses müsse ein adäquater
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 31. Januar 2007 und den
psychischen Beschwerden verneint werden.
C.c Mit Replik vom 17. März 2011 bestreitet der Beschwerdeführer insbesondere die
von der Beschwerdegegnerin gemachten Ausführungen über die mangelnden
Anstrengungen in Hinsicht auf eine Wiedereingliederung. Des Weiteren sei der
Heilungsverlauf gewiss nicht planmässig gewesen, sei doch die Behandlung nach fünf
Operationen frühestens im 2. Semester 2009 abgeschlossen worden. Der
Beschwerdeführer habe ebenfalls unter organisch bedingten Dauerschmerzen gelitten,
was sich schon aus den vorgenommenen Operationen zur Schmerzlinderung ergeben
würde (act. G 24).
C.d In der am 11. April 2011 eingereichten Duplik hält die Beschwerdegegnerin an
ihren Anträgen und bisherigen Ausführungen fest (act. G 25).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
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Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es
dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG
1984 Nr. 82, S. 174).
1.2 Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt nach Art. 8
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1), wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner
Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum Erwerbseinkommen gesetzt, das
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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei sind die Verhältnisse
im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns massgebend; Validen- und
Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des
Einspracheentscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass dem Beschwerdeführer die
angestammte Tätigkeit als Maschinenführer wegen der verbleibenden Folgen der beim
Unfall vom 31. Januar 2007 erlittenen körperlichen Verletzung nicht mehr zumutbar sei.
Dagegen bestehe in einer adaptierten Tätigkeit auch mit den verbleibenden
somatischen Unfallfolgen eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 148). Diese Auffassung
ist aufgrund der medizinischen Aktenlage (vgl. Suva-act. 115, 121, 138) nicht zu
beanstanden und wird vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auch nicht in Frage
gestellt.
2.2 Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob auch die die Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit beeinträchtigenden psychischen Beschwerden des
Beschwerdeführers in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis vom 31. Januar 2007 stehen. Dr. med. K._, Psychiatrisches Zentrum
Rorschach, diagnostizierte im Bericht vom 1. Juni 2010 beim Beschwerdeführer ein
leicht- bis mittelgradiges depressives Syndrom (act. G 7.1). Seit Februar 2009 leide er
an einer Anpassungsstörung und an einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10
F43.21) bei Zustand nach schwerer Walzenverletzung des rechten Handgelenkes mit
multiplen Verletzungen und nachträglicher Teilinvalidität sowie Arbeitslosigkeit (ICD-10
Z56). Eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität kann rechtsprechungsgemäss dann
unterbleiben, wenn sich - wie vorliegend der Fall - zeigt, dass die Adäquanz der
Beschwerden zum versicherten Unfallereignis nicht gegeben und damit eine für die
Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderliche Voraussetzung nicht erfüllt ist
(BGE 135 V 472 E. 5.1).
2.3 Ausgangspunkt für die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
einem Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit
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Einschränkung der Arbeits- und Erwerbstätigkeit ist das Unfallereignis (BGE 115 V 138
ff. E. 6, bestätigt im BGE 134 V 126 E. 10.1). Um die Adäquanz bejahen zu können,
muss dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden
zukommen. Mit anderen Worten muss der Unfall eine gewisse Schwere aufweisen und
ernsthaft ins Gewicht fallen. Hinsichtlich der im Rahmen der Prüfung des adäquaten
Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung ist zu beachten, dass bei der
Beurteilung der Schwere eines Unfallereignisses im Hinblick auf die Gebote der
Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung der versicherten Person eine
objektivierte Betrachtungsweise anzuwenden ist (BGE 117 V 366 f. E. 6). Ausgehend
vom augenfälligen Geschehensablauf sind die Unfälle einerseits in banale bzw. leichte
Unfälle, in schwere Unfälle andererseits und schliesslich in den dazwischenliegenden
mittleren Bereich einzuteilen (BGE 115 V 138 ff. E. 6, bestätigt im BGE 134 V 126 E.
10.1).
2.4 Bei banalen Unfällen wie z. B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder
Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z. B. einem gewöhnlichen Sturz
oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis
und psychischen Schäden regelmässig verneint werden (BGE 115 V 139 E. 6a).
Dagegen ist bei schweren Unfällen die adäquate Kausalität zwischen dem
Unfallereignis und der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu
bejahen. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung erreicht der Unfall die erforderliche
Schwere um psychische Folgeschäden zu verursachen. Ein psychologisches
Gutachten wird sich in dieser Kategorie meistens erübrigen (BGE 115 V 140 E. 6b).
2.5 Zu den mittleren Unfällen zählen jene Unfälle, die weder der ersten noch der
zweiten Gruppe zugeordnet werden können. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich
sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die in unmittelbarem Zusammenhang zum
Unfall stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die unfallbezogenen Umstände können als Kriterien
zur Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs dienen, weil sie ihrerseits nach
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind,
in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit zu
führen oder diese zu verstärken. Als wichtigste Kriterien gelten dabei: besonders
dramatische Begleitumstände oder Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder
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besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; die ungewöhnlich lange Dauer der
ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche
die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche
Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (SVR 1999
UV Nr. 10 S. 32, BGE 115 V 140 f. E. 6c).
2.6 Keineswegs müssen alle Umstände gegeben sein, um die adäquate Kausalität
bejahen zu können. Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren
Unfall im mittleren Bereich handelt. Dann kann ein Kriterium genügen, wenn es in
besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Falls keinem Kriterium besonderes Gewicht
zukommt, müssen mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können. Dabei gilt,
dass je leichter der Unfall ist, desto mehr Kriterien erfüllt sein müssen. Diese
Würdigung führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten
Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren Ursachen geforscht werden muss,
die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999
UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100,
8C_897/2009, E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu
erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei
mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn
sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im
mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier
Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember
2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis).
2.7 Für die Einteilung unmassgeblich sind die Folgen des Unfalls oder die
Begleitumstände, die nicht direkt mit dem Unfallgeschehen in Zusammenhang stehen.
Solche Faktoren, wie z. B. Verletzungen oder äussere Umstände, wie Verletzungs- oder
gar Todesfolgen anderer am Unfall beteiligter Personen, werden gegebenenfalls bei der
Prüfung der Adäquanzkriterien berücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts [bis
31. Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 11. Februar
2009, 8C_799/2008, E. 3.2.1 mit Hinweisen, bestätigt im Urteil vom 4. Juni 2009,
8C_77/2009, E. 4.1.1). Der hier zu beurteilende Unfall vom 31. Januar 2007 kann nach
dem augenfälligen Geschehensablauf sowie den freigesetzten Kräften - in
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Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Praxis, die einen Unfall, bei dem der
Versicherte beim Reinigen einer Doppelwalze mit der linken Hand in die Walzenräder
geriet, als mittelschweren Unfall qualifizierte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni
2009, 8C_77/2009, E. 4.1.2 mit Hinweisen) - den mittelschweren Unfällen im engeren
Sinn zugeteilt werden. Die Hand des Beschwerdeführers wurde in das Walzwerk,
zwischen Antriebswelle und Anpressrolle gezogen, wobei zwar erhebliche Kräfte
wirkten. Diese waren objektiv betrachtet jedoch nicht derart, dass sich eine
Kategorisierung im Grenzbereich zu den schweren Unfällen rechtfertigen würde.
Umgekehrt kann aber auch nicht von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen gesprochen werden (Suva-act. 1 und 21). Die ungeklärte Frage, ob die
Maschine automatisch stoppte oder von einem Mitarbeiter ausgeschaltet wurde, ist für
die Kategorisierung des Unfalls unerheblich, weil die Maschine kurz nachdem sie die
Hand eingezogen hat, gestoppt wurde und die freigesetzten Kräfte nicht von der Art
und Weise des Ausschaltens der Walze abhängig sind (Suva-act. 14 und 21).
3.
Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens
drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter
Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser
Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).
3.1 Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht
was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht - sofern sich
dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse - soll entscheidend sein, sondern die
objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr psychische Vorgänge auszulösen
(RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten ist auch, dass jedem mindestens
mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, die noch nicht für die
Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann (vgl. SVR 2009 UV Nr. 41
S. 142). Von einer besonderen Eindrücklichkeit oder Dramatik kann im konkreten Fall
nicht gesprochen werden, weshalb das Kriterium zu verneinen ist (vgl. Urteil des EVG
[seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 22. April
2002, U 82/00, E. 3.1 mit Hinweis).
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3.2 Die körperlichen Verletzungen. die sich der Beschwerdeführer beim Arbeitsunfall
vom 31. Januar 2007 zugezogen hat, können nicht als besonders schwer eingestuft
werden. Die diagnostizierte drittgradig, offene distale Vorderarmfraktur weist keinen
besonders hohen Schweregrad auf. Auch ist eine derartige Verletzung in der Regel
nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.
3.3 Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein
der zeitliche Massstab massgeblich. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die Art
und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine Besserung
des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des EVG vom 20. Oktober 2006, U
488/05, E. 3.2.3 mit Hinweisen; BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Eine Behandlung, die
lediglich noch der Erhaltung des Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist
im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant.
Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität
einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27.
Februar 2008, U11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer musste sich im
Anschluss an den Unfall vom 31. Januar 2007 bis Ende 2008 mehreren Operationen
unterziehen, denen Physiotherapien folgten. Die Ergotherapie konnte am 4. Mai 2009
abgeschlossen werden (Suva-act. 132). Es kann deshalb von einer kontinuierlichen, mit
einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes
gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gesprochen
werden. Das Kriterium ist unter Einbezug sämtlicher relevanter Tatsachen, wenn auch
nicht in besonders ausgeprägter Weise, erfüllt, was auch von der Beschwerdegegnerin
zugestanden wird.
3.4 Am 11. April 2007 berichtete der Beschwerdeführer anlässlich einer ärztlichen
Kontrolle über eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des rechten
Handgelenks, die er am 30. Mai 2007 und 22. August 2007 bestätigte und durch die
behandelnden Ärzte mit der dorsalen Subluxation und fehlender knöcherner
Konsolidierung erklärt wurde (Suva-act. 5, 9 und 15). Im Operationsbericht hielt Dr.
C._fest, dass beim Beschwerdeführer vor allem bei endständigen Rotationen
Schmerzen auftreten würden. Nach den Operationen vom 31. August 2007 und vom
15. Oktober 2007 war der Beschwerdeführer zunächst schmerzfrei (Suva-act. 22).
Nachdem der Beschwerdeführer über Parästhesien und Hypästhesien klagte, schlug
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Dr. E._ am 21. Februar 2008 eine Radiuskorrekturosteotomie vor, womit sowohl die
Schmerzhaftigkeit vermindert und beseitigt, vor allem aber die Fehlstellung behoben
werden könne (Suva-act. 48). In den postoperativen ärztlichen Nachkontrollen wurden
keine Schmerzen geltend gemacht (Suva-act. 58, 61, 64 und 72), dagegen gab der
Beschwerdeführer im Gespräch mit der Beschwerdegegnerin wenige Tage nach der
Radiuskorrekturosteotomie an, dass er immer noch recht viele Schmerzen habe (Suva-
act. 59). Auch Dr. D._ berichtete im Schreiben vom 13. Juni 2008 über die
Schmerzen, die der Beschwerdeführer im rechten Handgelenk habe (Suva-act. 74).
Anlässlich der Nachkontrolle vom 6. August 2008 äusserte sich der Beschwerdeführer
zur Einsatzfähigkeit der Hand und den Schmerzen: diese hätten sich deutlich gebessert
(Suva-act. 85). Seit Beginn des Praktikums (OPK-Kurs) seien die Schmerzen laut Suva-
Rapport vom 14. Oktober 2008 wieder wesentlich stärker geworden (Suva-act. 96). In
Anbetracht der zunehmenden Beschwerden, die sich bei Rotationsbewegungen des
Armes und bei radialer Duktion im Handgelenk rechts zeigten, führte Dr. E._ am 26.
November 2008 eine Ulnaverkürzungs-Osteotomie, eine Metallentfernung Radius
sowie eine radiale Styloidektomie durch (Suva-act. 101 und 104). Danach gab der
Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen an, die gemäss Dr. E._ sowie Herrn L._,
Ergotherapeut, glaubhaft und erklärbar seien (Suva-act. 107, 108, 113, 110 und 111).
Im Rahmen der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2009 teilte der
Beschwerdeführer mit, dass es immer nach einer halben Stunde Tätigkeit zu
Schmerzen käme (Suva-act. 139, vgl. auch Suva-act. 147).
Belastungsabhängige Schmerzen sind keine Dauerschmerzen (Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. März 2008, UV 2007/83, E. 2.7).
Den Ausführungen folgend kann nicht von Dauerschmerzen ausgegangen werden, weil
der Beschwerdeführer nicht ohne wesentlichen Unterbruch an Schmerzen gelitten hat
und die Schmerzen meist erst in Zusammenhang mit der Belastung der Hand resp. des
Armes aufgetreten sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 26. Februar 2009, UV 2008/57, E. 4.5).
3.5 Nachweise einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hätte, werden im Bericht von Dr. J._ ausdrücklich verneint und im
Übrigen auch nicht geltend gemacht (Suva-act. 166).
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3.6 Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten
nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende Kriterium
erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert haben
(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2 und vom 10.
Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Allein der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer
fünf Operationen unterziehen musste, spricht noch nicht für eine Bejahung eines
schwierigen Heilungsverlaufs, zumal eine Operation ausschliesslich und zwei weitere
teilweise der Materialentfernung dienten (Suva-act. 138). Die Operationen sind jeweils
komplikationslos verlaufen. Ferner sind keine besonderen Gründe ersichtlich, welche
die Annahme des Kriteriums eines schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher
Komplikationen rechtfertigen würden (Suva-act. 5, 18, 20 und 57).
3.7 Der Beschwerdeführer war vom Zeitpunkt des Unfalls am 31. Januar 2007 bis am
1. August 2008 zu 100% arbeitsunfähig. Danach wurde ihm eine Arbeitsfähigkeit von
50% und ab dem 18. August 2008 von 100% zugemutet. Diese wurde am 23.
September 2008 wieder auf 50% reduziert und am 26. November 2008 war der
Beschwerdeführer wieder zu 100% arbeitsunfähig. Der Beschwerdeführer machte erst
im August 2008 erste Angaben über Schlafprobleme. Im Jahr 2009 nahm der
Versicherte erstmals an psychiatrischen und psychotherapeutischen Gesprächen teil,
worauf mit dem Bericht von Dr. K._ eine Arbeitsunfähigkeit von 50% ab dem 16.
Februar 2009 attestiert wurde. Damit gründete die Arbeitsunfähigkeit, die bis
November 2008 anhielt auf den physisch bedingten Beschwerden. Angesichts dieser
Tatsachen ist das Kriterium der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit zu
bejahen, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise (vgl. Urteil des EVG vom
30. August 2001, U 56/00, E. 3d/aa).
3.8 Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, beide
allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, muss der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 31. Januar 2007 und den geklagten
psychischen Beschwerden verneint werden.
3.9 Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht den Invaliditätsgrad aufgrund einer
100% Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ermittelt. Nach Berechnung der
Beschwerdegegnerin führt die unfallbedingte körperliche Einschränkung zu einer
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Erwerbseinbusse von 17%. Der Beschwerdeführer hat gegen diese Berechnung keine
konkreten Einwände erhoben. Die vorliegenden Akten liefern keine Hinweise, gemäss
welchen die Berechnung des Invaliditätsgrads zu beanstanden wäre.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 4. Mai 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP