Decision ID: 7435fc8e-395e-51e7-bc59-d7e668f8619a
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog neben einer ganzen IV-Rente ab dem 1. Februar 2002
Ergänzungsleistungen (EL-act. 107-4 f.). Ein tatsächliches oder hypothetisches
Erwerbseinkommen der Ehefrau wurde nicht angerechnet (EL-act. 108).
A.b Am 7. Januar 2008 wurde dem Versicherten mitgeteilt, die Abklärungen hätten
ergeben, dass es seiner Ehefrau möglich und zumutbar sei, einer Erwerbstätigkeit
nachzugehen (EL-act. 83). Deshalb müsse ihr auf der Grundlage eines zumutbaren
Beschäftigungsgrades von 50 % ab 1. März 2008 ein hypothetisches Einkommen von
Fr. 17‘682.-- angerechnet werden. Fortan wurde in der EL-Berechnung ein
hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau berücksichtigt (siehe EL-act. 76 und
80). Im September 2008 reichte der Versicherte Nachweise für die Arbeitsbemühungen
seiner Ehefrau ein (EL-act. 73 ff.). Diese wurden von der EL-Durchführungsstelle als
nicht überprüfbar bzw. die schriftlich getätigten Bewerbungen als offensichtlich
qualitativ ungenügend bewertet (EL-act. 70). Dasselbe galt für die Arbeitsbemühungen
für den Januar 2009 (EL-act. 69). Es wurde daher weiterhin ein hypothetisches
Einkommen der Ehefrau in der EL-Berechnung berücksichtigt (EL-act. 61 f.).
A.c Am 13. September 2013 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass im Rahmen der
periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen auch eine Erhöhung des
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hypothetischen Einkommens für seine Ehefrau geprüft werde, da das jüngste Kind
inzwischen zwölf Jahre alt sei und deshalb ein Beschäftigungsgrad von 100 %
zumutbar sei (EL-act. 36). Wenn der Arbeitsmarkt keine geeigneten Stellen biete, könne
von einer Anrechnung abgesehen werden, sofern sich die Ehefrau genügend um eine
Stelle bemühe. Die Arbeitsbemühungen gälten als genügend, wenn monatlich
mindestens acht ordentliche Bewerbungen auf tatsächlich freie Stellen erfolgten. Unter
ordentlichen Bewerbungen werde eine fehlerfreie schriftliche Bewerbung mit
Lebenslauf und ohne Negativformulierungen verstanden. Monatlich seien mindestens
15 Bewerbungen zumutbar, wenn sie als Blindbewerbungen per Telefon, durch
persönliche Vorsprache, per E-Mail oder als Kurzbrief erfolgten. Über alle
Bewerbungsaktivitäten sei ein Übersichtsblatt mit Datum der Bewerbung, Name des
Ansprechpartners und Direktwahl (Telefonnummer) zu führen. Am 18. September 2013
stellte sich der Versicherte persönlich bei der EL-Durchführungsstelle vor (EL-act. 36).
Die zuständige EL-Sachbearbeiterin protokollierte, der Versicherte habe erklärt, dass
seine Ehefrau schon immer Bewerbungen getätigt habe. Sie habe diese nicht mehr
eingereicht, da sie von der EL-Durchführungsstelle als schlecht befunden worden
seien. Die Sachbearbeiterin bat den Versicherten, die Nachweise für die Bewerbungen
noch einzureichen. Am 17. Oktober 2013 erinnerte die EL-Durchführungsstelle den
Versicherten, die Nachweise für die getätigten Arbeitsbemühungen seiner Ehefrau
einzureichen (EL-act. 35). Ansonsten werde in der EL-Berechnung ab 1. Dezember
2013 ein höheres hypothetisches Einkommen der Ehefrau berücksichtigt. Am 18.
Oktober 2013 reichte der Versicherte drei schriftliche Bewerbungsabsagen vom Januar
2013, September 2013 und Oktober 2013 ein (EL-act. 34-7 ff.). Den Unterlagen lag
zudem eine Arbeitsbestätigung mit dazugehörigem Arbeitsvertrag der B._ AG bei
(EL-act. 34-4 ff.). Daraus ging hervor, dass die Ehefrau des Versicherten vom 16. Juli
bis 6. August 2010 als Ferienaushilfe ca. vier Stunden pro Woche als Reinigungskraft
gearbeitet hatte. Die Ehefrau gab zudem an, dass sie sich immer wieder, jedoch
erfolglos, beworben habe. Als berufliche Ausbildung gab sie Verkäuferin an (EL-act.
34-3). Am 22. Oktober 2013 notierte die zuständige Sachbearbeiterin, die Ehefrau des
Versicherten sei 45 Jahre alt und ihr jüngstes Kind besuche mit 13 Jahren die
Oberstufe (EL-act. 33). Ihrer Meinung nach müsse eine Erhöhung des bisher
angerechneten hypothetischen Einkommens vorgenommen werden, wenn die
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Bewerbungen nicht ausreichend seien. Das hypothetische Einkommen wäre ab 1. März
2014 zu erhöhen.
A.d Mit Verfügung vom 31. Oktober 2013 wurde die EL per 1. November 2013 neu
festgesetzt (EL-act. 30). Weiterhin wurde ein hypothetisches Einkommen der Ehefrau
von Fr. 17‘682.-- berücksichtigt. Der Versicherte wurde in der Verfügungsbegründung
darauf hingewiesen, dass seine Ehefrau sich aktiv und gezielt bewerben müsse, damit
das hypothetische Einkommen nicht erhöht werde. Verlangt würden acht schriftliche
Bewerbungen auf tatsächlich ausgeschriebene Stellen oder 15 Blindbewerbungen. Die
Bewerbungsnachweise seien aufzubewahren. Er werde zu einem späteren Zeitpunkt
aufgefordert werden, diese einzureichen. Sollten die Bewerbungen ungenügend sein,
würde ab Mai 2014 ein höheres hypothetisches Einkommen seiner Ehefrau in die EL-
Berechnung genommen. Am 3. Dezember 2013 wurde der Versicherte aufgefordert, die
Nachweise für die Bewerbungsbemühungen seiner Ehefrau einzureichen. Ansonsten
würde ab Februar 2014 ein höheres hypothetisches Einkommen in der EL-Berechnung
berücksichtigt. Am 7. Januar 2014 reichte der Versicherte eine Eingangsbestätigung
einer Bewerbung seiner Ehefrau vom Dezember 2013 ein (EL-act. 25). Die EL-
Sachbearbeiterin teilte dem Versicherten am 7. Februar 2014 mit, dass bisher keine
Bewerbungen eingegangen seien (EL-act. 24). Er sei am 3. Dezember 2013 darauf
hingewiesen worden, dass das anzurechnende hypothetische Einkommen ab Mai 2014
erhöht würde, falls die Bewerbungen ungenügend sein sollten. Unter genügenden
Bewerbungen würden acht schriftliche, einwandfreie Bewerbungen auf tatsächlich
ausgeschriebene Stellen oder zehn Blindbewerbungen via E-Mail oder Kurzbrief
verstanden. Am 5. März 2014 reichte der Versicherte drei schriftliche
Bewerbungsabsagen vom Februar 2014 betreffend blinde Bewerbungen ein (EL-act.
23). Am 14. März 2014 bat die EL-Sachbearbeiterin den Versicherten, die
Bewerbungen (Bewerbungsschreiben, Übersichtsblätter, Absageschreiben, Inserate)
für die Monate Februar bis April 2014 einzureichen (EL-act. 22). Die EL-
Sachbearbeiterin erinnerte den Versicherten am 28. April 2014 daran, die angeforderten
Unterlagen einzureichen (EL-act. 20). Am 9. Mai 2014 erklärte der Versicherte, dass
sich seine Ehefrau beim RAV angemeldet habe (EL-act. 19-1). Da sie vor einigen
Jahren einen Deutschkurs absolviert habe, beherrsche sie die deutsche Sprache
halbwegs. Zudem reichte er ausgefüllte Formulare der Arbeitslosenversicherung
betreffend den Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen (nachfolgend:
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Nachweisformulare der Arbeitsbemühungen) ein (EL-act. 19-7 ff.). Demnach hatte sich
die Ehefrau des Versicherten in den Monaten März und April 2014 je acht Mal blind
beworben.
A.e Die EL-Sachbearbeiterin notierte am 12. Juni 2014, dass sich die Ehefrau des
Versicherten mehrheitlich persönlich bewerbe (EL-act. 18). Die Anzahl Bewerbungen
sei in Ordnung. Am 28. Mai 2014 habe sich die Ehefrau bei der B._ AG vorgestellt.
Eine telefonische Nachfrage bei dieser Firma habe ergeben, dass die Ehefrau nicht dort
gewesen sei, sondern der Versicherte. Man habe ihm erklärt, dass für die Monate Juli
und August 2014 einige Ferienvertretungen gesucht würden. Darauf habe der
Versicherte geantwortet, dass dies nicht gehe, da sie dann in die Ferien gingen. Die EL-
Sachbe¬arbeiterin hielt weiter fest, dass das hypothetische Einkommen in der
bisherigen Höhe weiterhin anzurechnen sei. Sollte sich die Ehefrau des Versicherten
nicht ernsthaft um einen Job bemühen, sei eine Erhöhung anzudrohen. Pro Monat
würden mindestens vier schriftliche Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen
erwartet. Am selben Tag notierte eine andere Sachbearbeiterin bzw. ein anderer
Sachbearbeiter, dass die Kinder des Versicherten mittlerweile 14-, XX- und XX-jährig
seien. Der Ehefrau wäre es daher möglich, einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit
nachzugehen. Die bisherigen Arbeitsbemühungen seien ausschliesslich persönlich oder
telefonisch ohne Mithilfe einer geeigneten Institution getätigt worden. Durch die Art der
Bewerbungen und das Verhalten sei klar erstellt, dass die Ehefrau des Versicherten
nicht ernsthaft gewillt sei, eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Deshalb werde ab Juli
2014 ein hypothetisches Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 41‘604.-- pro Jahr
angerechnet.
A.f Mit Verfügung vom 15. Juni 2014 (EL-act. 17) reduzierte die EL-
Durchführungsstelle die EL per 1. Juli 2014. In der Anspruchsberechnung wurde ein
hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau des Versicherten von brutto Fr.
41‘604.-- berücksichtigt (EL-act. 16). Die EL-Durchführungsstelle erklärte in der
Verfügungsbegründung, dass genügende Arbeitsbemühungen nicht nur beinhalteten,
in genügendem Ausmass in Frage kommende Stellen zu suchen, sondern auch die
Bereitschaft, gefundene Voll-, Teilzeit- oder Temporärstellen anzunehmen und
auszuüben. Da diese Bereitschaft bei der von der B._ AG angebotenen Stelle
nachweislich nicht vorhanden gewesen sei und da davon auszugehen sei, dass weitere
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Stellenangebote abgelehnt würden, sei weiterhin ein hypothetisches Einkommen
anzurechnen. Das bisherige hypothetische Erwerbseinkommen habe auf der Annahme
basiert, dass die Ehefrau mit der Kinderbetreuung und der Haushaltsführung belastet
sei und nur im Umfang von rund 50 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen könnte.
Aufgrund der familiären Situation (das jüngste Kind sei bereits 14-jährig) wäre es ihr
heute möglich, in einem Vollzeitpensum zu arbeiten.
A.g Am 25. Juni 2014 notierte die EL-Sachbearbeiterin (EL-act. 14), sie habe mit dem
Versicherten vereinbart, dass sie bei der B._ AG anrufe und nachfrage, ob die Stelle
als Ferienvertretung noch frei sei. Die Firma habe ihr bestätigt, dass noch Leute
gesucht würden und dass die Ehefrau des Versicherten sich nochmals bewerben
könne. Der Versicherte habe nicht begreifen wollen, weshalb sich seine Ehefrau noch
einmal bewerben müsse. Er habe eine Zusicherung verlangt, dass seine Ehefrau die
Stelle erhalten werde. Ansonsten würden sie in die Ferien gehen. Am 18. August 2014
ging bei der EL-Durchführungsstelle ein ärztliches Zeugnis vom 7. Juli 2014 ein,
wonach die Ehefrau des Versicherten wegen Krankheit vom 2. bis 18. Juli 2014
arbeitsunfähig gewesen sei (EL-act. 13). Dem Arztzeugnis lag ein Nachweisformular der
Arbeitsbemühungen bei, laut welchem sich die Ehefrau des Versicherten im Juni 2014
acht Mal blind beworben hatte. Am 15. Juli 2014 ging ein undatiertes Schreiben der
Familie des Versicherten resp. eines Kindes des Versicherten bei der EL-
Durchführungsstelle ein (EL-act. 11). Darin wurde geltend gemacht, dass die B._ AG
der Ehefrau des Versicherten die freie Arbeitsstelle nicht zugesichert habe. Die Familie
sei mit der Verfügung vom 15. Juni 2014 nicht einverstanden. Das Geld reiche nicht für
eine fünfköpfige Familie. Am 18. Juli 2014 teilte die EL-Durchführungsstelle dem
Versicherten per Einschreiben mit, dass das undatierte Schreiben als Einsprache
interpretiert werde (EL-act. 10). Sie bat den Versicherten darum, entweder eine
Vollmacht nachzureichen oder die Eingabe mitunterzeichnet nochmals zuzustellen. Das
Schreiben wurde dem Versicherten am 5. August 2014 erneut, diesmal per A-Post,
zugestellt, da er das Einschreiben nicht abgeholt hatte (EL-act. 9). Am 15. August 2014
antwortete der Versicherte, es sei nicht fair, dass das hypothetische Einkommen seiner
Ehefrau erhöht worden sei (EL-act. 4). Ihm sei das wenige Geld, das ihm und seiner
Familie zustehe, gekürzt worden. Die zuständige EL-Sachbearbeiterin notierte am 25.
September 2014, dass es der Ehefrau des Versicherten wichtiger gewesen sei, Urlaub
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zu machen, als die Möglichkeit wahrzunehmen, einer Arbeit nachzugehen (EL-act. 2).
An der Anrechnung des hypothetischen Einkommens werde deshalb festgehalten.
A.h Am 20. Oktober 2014 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache gegen die
Verfügung vom 15. Juni 2014 ab (EL-act. 1). Zur Begründung führte sie aus, dass es
der Ehefrau des Versicherten zumutbar sei, sich um eine Arbeitsstelle für eine
vollzeitige Hilfstätigkeit zu bewerben. Aufgrund des Umstandes, dass sie beruflich
schlecht qualifiziert sei, sei das anzurechnende, gemäss der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik (LSE) im Jahr 2010 von Hilfsarbeiterinnen durchschnittlich
erzielte Einkommen von Fr. 52‘790.-- um 20 % reduziert worden. Ein solches
Einkommen könnte die Ehefrau des Versicherten ohne weiteres, z.B. in einer Tätigkeit
als Küchenhilfe oder Reinigungskraft, erzielen. Damit zukünftig auf die Anrechnung
eines Erwerbseinkommens verzichtet werden könne, müsste sich die Ehefrau erfolglos
über einen längeren Zeitraum immer wieder schriftlich bewerben (etwa acht Mal im
Monat) und die schriftlichen Absagen der entsprechenden Firmen samt der
Stelleninserate aufbewahren. Die Bewerbungen müssten fehlerfrei, schriftlich, mit
Lebenslauf und ohne Negativformulierungen verfasst sein. Die Ehefrau des
Versicherten müsse zwingend die Hilfe des RAV in Anspruch nehmen. Im Formular vom
Mai 2014 habe sie schriftlich bestätigt, dass sie die von der B._ AG angebotene
Arbeitsstelle nicht angenommen habe, weil sie im Juli und August 2014 habe Ferien
machen wollen. Aus diesem Verhalten sei zu schliessen, dass die Ehefrau gar nicht
erwerbstätig sein wolle. Dies ergebe sich auch aus dem Umstand, dass sie nicht die
Hilfe des RAV in Anspruch genommen habe. Daher sei in der EL-Berechnung zu Recht
ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 41‘604.-- als Einnahme angerechnet
worden.
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 17. November 2014 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine
Ehefrau machte geltend, dass sie sich um Stellen bemühe. Sie habe das
Stellenangebot der B._ AG aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Für sie
und ihre Familie sei es sehr schwer, seit die Ergänzungsleistungen gekürzt worden
seien. Der Beschwerde lagen diverse Nachweise von Arbeitsbemühungen der Ehefrau
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des Beschwerdeführers bei. Im Mai 2014 hatte die Ehefrau acht blinde Bewerbungen
(persönlich oder telefonisch) getätigt (act. G 1.3). Dem Nachweisformular der
Arbeitsbemühungen war zudem zu entnehmen, dass die B._ AG zwar Arbeit hätte,
die Ehefrau des Beschwerdeführers im Juli und August 2014 jedoch in den Ferien sei.
Der Beschwerde lagen weitere Nachweisformulare für die Monate August bis
November 2014 bei.
B.b Am 26. November 2014 beantragte die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Zur Begründung
verwies sie auf die Erwägungen im Einspracheentscheid.
B.c Nachdem der Beschwerdeführer auf eine Akteneinsicht mit Stellungnahme
verzichtet hatte, schloss das Gericht den Schriftenwechsel ab (act. G 4).
B.d Am 19. Mai 2016 erklärte Fürsprecher Daniel Küng, dass ihn der
Beschwerdeführer mit der Wahrung seiner Interessen im vorliegenden
Beschwerdeverfahren beauftragt habe und reichte eine entsprechende Vollmacht ein
(act. G 5). Der Rechtsvertreter bat um die Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer
weiteren Rechtsschrift. Zudem stellte er ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung.
B.e Innert angesetzter Frist reichte der Rechtsvertreter am 24. Mai 2016 eine
Stellungnahme ein. Er beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides und die
Zusprache von monatlichen Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 4'276.-- zzgl.
der Direktzahlungen an die Krankenkasse. Zur Begründung machte er geltend, die
Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass auch
ausschliesslich telefonische oder durch persönliche Vorsprache getätigte
Bewerbungen als genügend erachtet würden. Ausserdem habe die
Beschwerdegegnerin die Anzahl Bewerbungen als genügend bewertet (vgl. EL-act. 18).
Weiter hätte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer darauf hinweisen
müssen, dass sie erwarte, dass die Ehefrau sich noch einmal bei der B._ AG vorstelle
und ihre Ferienwünsche zurückstelle. Da es sich lediglich um eine befristete Stelle über
die Sommerferien gehandelt habe, sei zudem völlig offen, ob sich daraus eine spätere
Anstellung ergeben hätte. Bezüglich des Gesuchs um unentgeltliche
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Rechtsverbeiständung erklärte der Rechtsvertreter, dass der Beschwerdeführer über
keine Rechtsschutzversicherung verfüge und keine Drittorganisation für die
anwaltlichen Kosten aufkomme. Der Rechtsschrift lag die EL-Anspruchsberechnung ab
Januar 2015 bei (act. G 7.1). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine
Stellungnahme zur Eingabe des Rechtsvertreters (vgl. act. G 8).
B.f Am 2. Juni 2016 reichte der Rechtsvertreter das ausgefüllte Formular "Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege", die Veranlagungsberechnung der Kantons- und
Gemeindesteuer 2015, ein Kreditkartenauszug vom 24. Mai 2016 und ein Beleg über
die monatlichen Krankenkassenprämien ein (act. G 9). Zudem erklärte er, dass bis dato
keine Berechnung der EL ab Januar 2016 vorliege.

Erwägungen
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hat das anzurechnende hypothetische
Erwerbseinkommen der Ehefrau des Beschwerdeführers per 1. Juli 2014 von Fr.
17‘682.-- auf Fr. 41‘604.-- erhöht. Strittig ist, ob die daraus resultierende
revisionsweise Herabsetzung der laufenden Ergänzungsleistungen rechtmässig
gewesen ist.
1.2 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens (Art. 11 Abs. 1 lit. g des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30) ist auch ein hypothetisches Einkommen des
Ehepartners eines Leistungsansprechers anzurechnen (vgl. Art. 9 Abs. 2 ELG), sofern
er auf eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder deren zumutbare Ausdehnung verzichtet.
Ist der Ehepartner im rechtlichen Sinne nicht invalid, ist Art. 14a wie Art. 14b der
Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV, SR 831.301) weder direkt noch analog anwendbar. Bei der
Ermittlung der zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau oder des Ehemannes ist
praxisgemäss auf das Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die
Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die konkrete Arbeitsmarktlage sowie
gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben abzustellen. Bemüht
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sich der Ehepartner trotz (teilweiser) Arbeitsfähigkeit nicht oder nur ungenügend um
eine Stelle, verletzt er die ihm obliegende Schadenminderungspflicht (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 8. April 2015, 9C_103/2015 mit diversen Hinweisen).
1.3 Die Anpassung der Ergänzungsleistungen ist revisionsweise gestützt auf Art. 17
Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG, SR 830.1) erfolgt. Gemäss dieser Bestimmung wird jede formell rechtskräftig
zugesprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt
nachträglich erheblich verändert hat. Eine Anpassung kann somit nur bei Vorliegen
eines Revisionsgrundes erfolgen. Der Ehefrau des Beschwerdeführers war ab dem 1.
März 2008 ein hypothetisches Einkommen im Umfang einer 50 %igen Erwerbstätigkeit
angerechnet worden. Zu diesem Zeitpunkt war ihr jüngstes Kind erst 8-jährig gewesen
und hatte auch tagsüber noch einer elterlichen Betreuung bedurft. Folglich ist es
nachvollziehbar, dass der Ehefrau in diesem Zeitpunkt lediglich die Ausübung eines
Teilzeitpensums zugemutet wurde. Im Verfügungszeitpunkt (Juni 2014) ist das jüngste
Kind des Beschwerdeführers 14-jährig gewesen. In diesem Alter können Kinder ihren
Schulalltag weitgehend selbständig bestreiten, weshalb es der Ehefrau des
Beschwerdeführers grundsätzlich zumutbar gewesen wäre, ihr Pensum zu erhöhen,
zumal der Beschwerdeführer selbst offenbar keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist
und die Kinderbetreuung hätte übernehmen können. Es liegt somit ein Revisionsgrund
vor.
1.4 Gründe, weshalb es der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht zumutbar sein
sollte, ab dem 1. Juli 2014 einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, sind keine
ersichtlich. Insbesondere spricht ihr Alter (im Verfügungszeitpunkt 48-jährig) nicht
gegen den (Wieder-)einstieg ins Erwerbsleben. Zu prüfen bleibt, welche Tätigkeiten für
die Ehefrau des Beschwerdeführers in Frage kommen und ob angesichts ihrer
beruflichen Qualifikationen und persönlichen Eigenschaften überhaupt die Möglichkeit
besteht, dass sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle findet. Die
Ehefrau hat angegeben, dass sie eine Ausbildung zur Verkäuferin absolviert habe. Ob
sie je auf diesem Beruf gearbeitet hat, geht aus den Akten nicht hervor. Da sie diesen
Beruf zumindest jahrelang nicht mehr ausgeübt hat und ihre Deutschkenntnisse für
eine Verkaufstätigkeit kaum ausreichen dürften, wäre es nicht realistisch, anzunehmen,
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dass die Ehefrau eine Anstellung als Verkäuferin finden könnte. Somit kommt nur eine
Hilfsarbeit in Frage. Die fehlende Berufserfahrung und die mässigen Deutschkenntnisse
erschweren zwar die Chancen der Ehefrau, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine
Anstellung zu finden. Unmöglich ist es jedoch nicht, da für die Ausübung einer
Hilfsarbeiterinnentätigkeit naturgemäss grundsätzlich keine Vorkenntnisse notwendig
sind und es auch Tätigkeiten gibt, die keine oder nur rudimentäre Deutschkenntnisse
erfordern (z.B. Reinigungstätigkeit). Dass die Chancen der Ehefrau des
Beschwerdeführers, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Anstellung zu finden, nicht
von Vornherein aussichtslos sind, so dass es keinen Sinn machen würde, eine Stelle zu
suchen, hat sich schon dadurch bestätigt, dass die Ehefrau im Jahr 2010 von der B._
AG als Ferienvertretung (Reinigungskraft) angestellt worden ist und dass sie auch im
Jahr 2014, wenn sie sich beworben hätte, gute Chancen gehabt hätte, eine solche
befristete Anstellung zu erhalten.
2.
2.1 Gemäss Rz. 3482.03 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen
über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL, gültig ab 1. April 2011, Stand 1.
Januar 2016) ist einem nicht invaliden Ehepartner kein hypothetisches Einkommen
anzurechnen, wenn er trotz ausreichender Arbeitsbemühungen keine Stelle findet.
Diese Voraussetzung gilt unter anderem als erfüllt, wenn der Ehepartner beim RAV zur
Arbeitsvermittlung angemeldet ist sowie qualitativ und quantitativ ausreichende, aber
erfolglose Stellenbemühungen nachweist.
2.2 Zunächst ist zu klären, für welchen Zeitraum die Stellenbemühungen der Ehefrau
zu überprüfen sind. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird bei Erhebung
einer Einsprache das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid
abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt. Für eine spätere
richterliche Beurteilung sind gemäss dem Bundesgericht deshalb grundsätzlich die
tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einspracheentscheides
massgebend (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 mit Hinweisen). Dieser bundesgerichtlichen
Rechtsprechung kann aus den nachstehenden Gründen nicht gefolgt werden: Bei der
Einsprache handelt es sich um ein förmliches Rechtsmittel, mit welcher eine Verfügung
bei der verfügenden Verwaltungsbehörde zwecks Neuüberprüfung angefochten
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werden kann (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6.
Auflage, Zürich 2010, N 1815; BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1. mit Hinweisen). Mit einem
Rechtsmittel kann ein gerichtlicher oder behördlicher Entscheid auf seine
Rechtmässigkeit hin überprüft werden. Der Streitgegenstand wird somit durch den
Inhalt des angefochtenen Entscheides definiert. Mit der Einsprache kann folglich nur
angefochten werden, was Gegenstand der angefochtenen Verfügung gewesen ist (H.
SEILER, Rechtsfragen des Einspracheverfahrens in der Sozialversicherung [Art. 52
ATSG], in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, S.
76). Die zukünftige Sachverhaltsentwicklung kann daher nicht Streitgegenstand bilden.
Wäre dies der Fall, könnte die Beschwerdegegnerin den Streitgegenstand beliebig
vergrössern, indem sie mit dem Erlass des Einspracheentscheides möglichst lange
zuwarten würde. Zudem würde der Einsprache erhebenden Person die Möglichkeit
genommen, gegen die Würdigung des Sachverhalts im Zeitraum zwischen dem
Verfügungserlass und dem Einspracheentscheid Einsprache zu erheben (zum Ganzen
vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. März 2015, EL 2012/37 E.
2). Weiter müssten alle Verfügungen, die seit der einspracheweise angefochtenen
Verfügung ergangen sind, als nichtig qualifiziert werden. Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die bundesgerichtliche Praxis, wonach im Einspracheentscheid die
Verhältnisse bis zum Erlass des Einspracheentscheides zu berücksichtigen sind, zwar
effizient sein mag. Es geht jedoch nicht an, aus rein verfahrensökonomischen
Überlegungen den EL-beziehenden Personen den gesetzlich vorgesehenen
Rechtsmittelweg zu beschneiden. Es sind somit nur die Verhältnisse bis zum
Verfügungserlass, d.h. bis zum 15. Juni 2014, zu überprüfen. Demzufolge sind nur die
bis und mit Juni 2014 getätigten Arbeitsbemühungen daraufhin zu überprüfen, ob sie
qualitativ und quantitativ ausreichend gewesen sind, um die Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens von Fr. 41‘604.-- und damit die revisionsweise
Herabsetzung der laufenden Ergänzungsleistungen zu rechtfertigen.
3.
3.1 Dem Beschwerdeführer ist erstmals am 13. September 2013 mitgeteilt worden,
dass seine Ehefrau in quantitativer und qualitativer Hinsicht genügende
Arbeitsbemühungen tätigen müsse, damit das in der EL-Berechnung berücksichtigte
hypothetische Einkommen nicht erhöht werde. Die Beschwerdegegnerin hat dem
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Beschwerdeführer damals aufgezeigt, was sie unter genügenden Arbeitsbemühungen
versteht: Die Ehefrau müsse pro Monat mindestens acht schriftliche, fehlerfreie
Bewerbungen ohne Negativformulierungen inkl. Lebenslauf oder 15 Blindbewerbungen
tätigen. In der Verfügungsbegründung vom 31. Oktober 2013 ist angekündigt worden,
dass bei ungenügenden Bewerbungsbemühungen ab Mai 2014 ein höheres
hypothetisches Erwerbseinkommen für die Ehefrau angerechnet werde. Erneut ist auf
die Anforderungen für genügende Bewerbungsbemühungen hingewiesen und erklärt
worden, dass die Bewerbungsnachweise aufzubewahren seien. Am 7. Februar 2014
hat die EL-Sachbearbeiterin dem Beschwerdeführer nochmals die
Bewerbungsanforderungen zur Kenntnis gebracht, wobei sie nur noch mindestens
zehn (statt bisher 15) Blindbewerbungen pro Monat verlangt hat.
3.2 Bezüglich des Monats Februar 2014 liegen lediglich drei Absageschreiben im
Recht. Ob die dazugehörigen Bewerbungen im Februar oder früher getätigt worden
sind, geht aus den Akten nicht hervor. Zudem können die Bewerbungen
(Motivationsschreiben, Lebenslauf) in qualitativer Hinsicht nicht überprüft werden, da
der Beschwerdeführer diese trotz Aufforderung der Beschwerdegegnerin nicht
eingereicht hat. Die Arbeitsbemühungen der Ehefrau des Beschwerdeführers im
Februar 2014 müssen folglich in quantitativer Hinsicht als ungenügend und in
qualitativer Hinsicht als nicht überprüfbar bewertet werden. Im März, April, Mai und
Juni 2014 hat sich die Ehefrau des Beschwerdeführers je acht Mal beworben. Die
Arbeitsbemühungen der Ehefrau sind somit eigentlich bereits in quantitativer, d.h.
zahlenmässiger Hinsicht ungenügend gewesen. Alle Stellenbewerbungen sind blind
erfolgt, d.h. die Ehefrau hat sich nie auf Stelleninserate beworben. Zudem hat sie sich
lediglich telefonisch und persönlich, nie aber schriftlich um Stellen bemüht. Des
Weiteren hat sich die Ehefrau in vier Fällen innerhalb eines Zeitraums von zwei
Monaten zweimal bei denselben Institutionen beworben (Kantonsspital C._,
Altersheim D._, Pflegeheim E._ und Klinik F._). Aus diesen Gründen sind die
Arbeitsbemühungen der Ehefrau des Beschwerdeführers insgesamt als qualitativ
ungenügend zu qualifizieren. Wäre sie tatsächlich gewillt gewesen, eine Arbeitsstelle zu
finden, hätte sie sich, zumindest nachdem die telefonischen und persönlichen
Bewerbungen erfolglos geblieben sind, auch schriftlich und insbesondere auch auf
ausgeschriebene Stelleninserate beworben. Hinzu kommt, dass die Ehefrau des
Beschwerdeführers gemäss den Akten für die Stellensuche nie die Hilfe des RAV in
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Anspruch genommen hat. Die Arbeitsbemühungen können daher nicht als ernsthaft
und intensiv bezeichnet werden. Nach dem Gesagten kann offen gelassen werden, ob
sich die Ehefrau des Beschwerdeführers aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund
des geplanten Urlaubs nicht um eine Stelle als Ferienvertretung bei der B._ AG
bemüht hat und, falls letzteres der Fall gewesen wäre, ob es ihr zumutbar gewesen
wäre, den Urlaub abzusagen resp. zu verschieben. Zusammenfassend ist festzuhalten,
dass die Stellenbemühungen der Ehefrau des Beschwerdeführers im massgebenden
Zeitraum (Februar bis Juni 2014) nicht ausreichend gewesen sind.
3.3 Bei der Festlegung des hypothetischen Einkommens ist zu berücksichtigen, dass
für die Aufnahme und Ausdehnung der Erwerbstätigkeit eine gewisse
Anpassungsperiode erforderlich ist, d.h. es ist eine realistische Übergangsfrist für die
Aufnahme oder Erhöhung des Arbeitspensums einzuräumen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_172/2007 E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin
hat dem Beschwerdeführer bereits am 13. September 2013 mitgeteilt, dass eine
Erhöhung des hypothetischen Einkommens seiner Ehefrau geprüft werde und dass
diese genügende Arbeitsbemühungen tätigen müsse. Ab Februar 2014 hat sie dann
den Nachweis von Arbeitsbemühungen verlangt. Die Ehefrau des Beschwerdeführers
hat somit viereinhalb Monate lang Zeit gehabt, sich auf die neue Situation einzustellen,
bevor sie überhaupt Bewerbungen hat tätigen müssen. Die Anrechnung des höheren
hypothetischen Erwerbseinkommens ist dann erst über neun Monate nach der
erstmaligen Ankündigung erfolgt. Der Ehefrau des Beschwerdeführers ist somit eine
angemessene Übergangsfrist eingeräumt worden.
3.4 Zu prüfen bleibt, ob die Höhe des angerechneten hypothetischen
Erwerbseinkommens angemessen ist. Für die Festsetzung des zu berücksichtigenden
hypothetischen Erwerbseinkommens ist auf die vom Bundesamt für Statistik
herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Die
persönlichen Umstände wie das Alter, der Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse,
die Berufsausbildung, die bisher ausgeübten Tätigkeiten, die Dauer der
Erwerbslosigkeit oder Familienpflichten (z.B. die Betreuung von Kleinkindern) sind bei
der Festsetzung zu berücksichtigen (Rz. 3482.04 WEL). Für die Festlegung der Höhe
des erzielbaren Einkommens ist auf die regionalen Werte der LSE abzustellen (vgl.
Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_172/2007 E. 9.2 und
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Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2005, P 16/04 E.
4.2.3). Die Beschwerdegegnerin ist nicht vom regionalen durchschnittlichen
Hilfsarbeiterinnenlohn ausgegangen, sondern vom gesamtschweizerischen. Zudem hat
sie nicht die Tabellenlöhne des Jahres 2014, sondern diejenigen des Jahres 2010
herangezogen. Der durchschnittliche Lohn einer Hilfsarbeiterin in der Region
Ostschweiz hat im Jahr 2010, aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche
Arbeitszeit von 41.6 Stunden, Fr. 51‘654.-- betragen (LSE 2010, T13, Ostschweiz,
Frauen, Zentralwert [Median]). Angepasst an die Nominallohnentwicklung hat sich der
durchschnittliche Lohn einer Hilfsarbeiterin in der Ostschweiz im Jahr 2014 auf Fr.
53‘537.-- belaufen (Lohnentwicklung 2014, T39, Frauen). Bis und mit Juni 2014 hat die
Beschwerdegegnerin mit dem Hinweis auf die fehlende Erfahrung der Ehefrau im
Schweizerischen Arbeitsmarkt einen Tabellenlohnabzug von 15 % gewährt (siehe EL-
act. 88). Würde weiterhin ein Tabellenlohnabzug von 15 % gewährt, würde das
hypothetische Einkommen Fr. 45‘506.-- betragen und damit das von der
Beschwerdegegnerin angerechnete hypothetische Einkommen von Fr. 41‘604.--
übersteigen. Zu beachten ist allerdings, dass die Ehefrau zwischenzeitlich 10 Jahre
älter, nämlich 4X-jährig, ist. Ein potentieller Arbeitgeber hätte daher heute höhere
Arbeitgeberbeiträge an die 2. Säule auszurichten. Deshalb ist davon auszugehen, dass
ein potentieller Arbeitgeber die Ehefrau des Beschwerdeführers nur zu einem noch
deutlich unterdurchschnittlicheren Lohn einstellen würde, um seine Mehrkosten für die
höheren Pensionskassenbeiträge auszugleichen. Hinzu kommt, dass die Ehefrau des
Beschwerdeführers keine Berufserfahrung und somit keine Vorteile gegenüber jüngeren
Arbeitnehmerinnen vorweisen kann. Dass der Ehefrau des Beschwerdeführers auf dem
Arbeitsmarkt lediglich ein stark unterdurchschnittlicher Hilfsarbeiterinnenlohn bezahlt
würde, hat sich zwischenzeitlich auch durch den im Jahr 2010 mit der B._ AG
abgeschlossenen, befristeten Arbeitsvertrag als Reinigerin gezeigt. In einem 100 %-
Pensum hätte die Ehefrau im Jahr 2010 als Reinigerin bei der B._ AG lediglich einen
Jahreslohn von ca. Fr. 37‘325.-- erzielt (EL-act. 34-4 f; [Fr. 17.05 + 1.2 %
Feiertagszuschlag] x 41.6 x 52). Bei einem Tabellenlohnabzug von etwas mehr als 22
% beläuft sich das anzurechnende hypothetische Erwerbseinkommen im Jahr 2014 auf
den von der Beschwerdegegnerin errechneten Betrag von Fr. 41‘604.--. Aufgrund der
Veränderung der Verhältnisse erscheint eine Erhöhung des Tabellenlohnabzugs um 7
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% jedenfalls nicht als unangemessen. Die Höhe des angerechneten hypothetischen
Erwerbseinkommens der Ehefrau von Fr. 41‘604.-- erweist sich somit als korrekt.
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ab dem 1. Juli
2014 zu Recht ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 41‘604.-- als Einnahme
in der EL-Anspruchsberechnung berücksichtigt hat. Somit erweist sich die
angefochtene Verfügung als rechtmässig. Im Sinne eines obiter dictum ist darauf
hinzuweisen, dass es die Ehefrau des Beschwerdeführers in der Hand hat, durch den
Nachweis ausreichender, aber erfolgloser Stellenbemühungen zu erreichen, dass in der
Anspruchsberechnung kein hypothetisches Einkommen mehr angerechnet würde, was
eine revisionsweise Erhöhung der Ergänzungsleistungen nach sich zöge.
3.6 Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
4.1 Schliesslich bleibt noch das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im
vorliegenden Beschwerdeverfahren zu prüfen. Art. 29 Abs. 3 der Schweizerischen
Bundesverfassung (BV, SR 101) räumt jeder Person, die nicht über die erforderlichen
Mittel verfügt, einen Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand ein, soweit es
zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos
erscheint. Prozessbegehren sind als aussichtslos anzusehen, wenn die
Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren, so dass sie kaum
als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die
nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess
entschliessen würde (BGE 129 I 129 E. 2.3.1; BGE 128 I 225 E. 2.5.3).
4.2 Das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers ist nicht aussichtslos gewesen, da
bei der Beurteilung, ob eine Person den Nachweis für genügende Arbeitsbemühungen
erbracht hat, ein erheblicher Ermessensspielraum besteht. Die Rechtsvertretung ist
zudem erforderlich gewesen. Bei der Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens stellen sich nämlich komplexe Rechts- und Tatfragen, da auf
einen fiktiven Sachverhalt abgestellt wird. Zudem reduzieren sich die EL-Leistungen
des Beschwerdeführers durch die Anrechnung eines hypothetischen
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Erwerbseinkommens der Ehefrau von Fr. 41‘604.-- pro Jahr erheblich, was sich
spürbar auf die finanziellen Möglichkeiten der Familie auswirken wird. Der Ausgang des
Verfahrens ist daher für den Beschwerdeführer von zentraler Bedeutung. Auch unter
Beachtung des Grundsatzes der Waffengleichheit (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) erscheint eine
Rechtsvertretung im vorliegenden Beschwerdeverfahren als geboten.
4.3 Somit bleibt noch zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Urteilszeitpunkt in der
Lage gewesen wäre, für die Kosten der Rechtsvertretung aufzukommen (zur Frage
nach dem für die Bedürftigkeit massgebenden Zeitpunkt vgl. STEFAN MEICHSSNER,
Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basler Studien zur
Rechtswissenschaft, Reihe B Öffentliches Recht, Bd. 77, S. 79; BGE 108 V 265 E. 4;
Urteil des Bundesgerichts vom 26. September 2007, 8C_197/2007 E. 6.1). Weder der
Beschwerdeführer selber noch seine Ehefrau sind erwerbstätig. Dementsprechend und
in Übereinstimmung mit der Veranlagungsberechnung des Jahres 2015 besteht das
Einkommen des Ehepaares lediglich in der IV-Rente des Beschwerdeführers von
jährlich Fr. 23'892.--. Auch Vermögen besitzt das Ehepaar nicht: In der
Veranlagungsberechnung 2015 sind Fr. 20.-- veranschlagt und in der EL-Berechnung
ab 1. Januar 2015 Fr. 2'624.--. Die Bedürftigkeit ist daher zu bejahen. Da alle
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, ist das Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng zu bewilligen.
5.
5.1 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
5.2 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Praxisgemäss
wird in einem durchschnittlich aufwändigen EL-Fall eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- zugesprochen. Im vorliegenden Fall haben sich
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keine schwierigen rechtlichen Fragen gestellt; strittig ist einzig gewesen, ob die Ehefrau
des Beschwerdeführers den Nachweis für genügende Stellenbemühungen erbracht
hat. Auch in tatsächlicher Hinsicht haben sich keine schwierigen Fragen gestellt. Die
Rechtsschrift des Rechtsvertreters hat dementsprechend auch nur drei Seiten umfasst.
Zu berücksichtigen sind allerdings die Aufwendungen des Rechtsvertreters zum
Nachweis der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers. Insgesamt erscheint eine
pauschale Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- als angemessen. Diese ist um einen
Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der
Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 1'600.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
5.3 Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten, kann
er zur Rückerstattung der Parteientschädigung verpflichtet werden (Art. 123 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).