Decision ID: 956767e5-567c-4960-b90a-d28d708ea782
Year: 2017
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) den an-
lässlich einer Polizeikontrolle vom 28. Oktober 2016 im Bistro Restaurant C.
sichergestellten Tischautomaten (inkl. Geräteschlüssel und Zubehör) sowie
den Kasseninhalt von Fr. 200.-- zur Beweissicherung und mit Blick auf eine
spätere Einziehung mit Verfügung vom 24. Januar 2017 beschlagnahmte
(act. 2.2);
- A. beim Direktor der ESBK mit Schreiben vom 17. März 2017 (recte: 17. Feb-
ruar 2017) Beschwerde einreichte (act. 1);
- der Direktor der ESBK zur Beschwerde am 22. Februar 2017 Stellung nahm
und die Beschwerde von A. an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts weiterleitete (act. 2);
- die Beschwerdekammer den Beschwerdeführer zuletzt mit Schreiben vom
1. März 2017 aufforderte, einen Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.-- zu leisten
(act. 8);
- innert Frist der Kostenvorschuss nicht geleistet wurde, worauf A. mit Schrei-
ben vom 3. April 2017 eine Nachfrist bis zum 18. April 2017 zur Bezahlung
des verlangten Kostenvorschusses angesetzt wurde, andernfalls auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werde (act. 11);
- die Beschwerdekammer die angesetzte Nachfrist mit Schreiben vom 19. Ap-
ril 2017 bis zum 1. Mai 2017 verlängerte (act. 16);
- auch innerhalb der verlängerten Nachfrist kein entsprechender Zahlungsein-
gang verzeichnet werden konnte (act. 19).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das SBG das Bundesgesetz
vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) zur
Anwendung gelangt (Art. 57 Abs. 1 SBG);
- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zusam-
menhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR); die
Beschwerde innert drei Tagen, nachdem dem Beschwerdeführer von der
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Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich
mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- sich die Kostenpflicht im Beschwerdeverfahren vor der Beschwerdekammer
nach Art. 73 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation
der Strafbehörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG;
SR 173.71) richtet (Art. 25 Abs. 4 VStrR);
- Art. 73 StBOG im Wesentlichen nur auf das Reglement des Bundesstrafge-
richts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigun-
gen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) verweist;
- dem BStKR keine Regelung über Erhebung, Sicherstellung und Verteilung
von Gerichtskosten entnommen werden kann, weshalb diesbezüglich ergän-
zend die Regeln des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) anzuwenden sind
(TPF 2011 25 E. 3);
- der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin des Beschwerdeverfah-
rens eine angemessene Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses setzt,
wobei er oder sie der Partei eine Nachfrist ansetzt, wenn diese unbenutzt
abläuft (Art. 62 Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 BGG analog);
- die Beschwerdekammer auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn der Kosten-
vorschuss auch innerhalb dieser Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 Abs. 3
Satz 3 BGG analog);
- der Beschwerdeführer vorliegend auch die ihm zur Leistung des Kostenvor-
schusses angesetzte und verlängerte Nachfrist unbenutzt verstreichen liess,
weshalb auf seine Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist;
- bei diesem Ergebnis offen gelassen werden kann, ob die übrigen Eintretens-
voraussetzungen gegeben gewesen wären;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer als unterlie-
gende Partei die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu tragen hat (Art. 66
Abs. 1 BGG analog);
- die Gerichtsgebühr dabei auf Fr. 400.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG und
Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR).
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