Decision ID: a6505c19-5352-4656-bf6d-439856451925
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
verfügt über keine abgeschlossene Berufsaus
bildung und reiste 2002 in die Schweiz ein
(Urk. 7/1 und 7/7)
.
Er arbeitete
von 2011 bis
15. Juni 2016 als Hilfsarbeiter
Bodenleger
in der «Kunstharz-Equipe» bei der
Y._
AG
(Urk.
7/20,
7/23)
. Nach zwei Spital
aufent
halten
aufgrund eines
Nierenversagen
s
meldete sich der Versicherte
am 23. Sep
tember 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(Urk. 7/7 und 7/8/3-6
)
.
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die medizinische und erwerbliche Situation ab
, zog die Akten der Kranken
taggeldversicherung SWICA bei (Urk. 7/8 und 7/24 sowie 7/46)
und gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 19. März 2018 durch das
I
nsti
tut Z._
erstattet wurde (Urk. 7/64
).
Nach einer Rückfrage bei den Gutach
t
ern und der Einholung einer Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
sowie n
ach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk.
7/79 sowie 7/88
und 7/94
)
verfügte die
IV-Stelle
am 6. August 2019 die Ausr
ichtung einer
Viertel
s
rente
ab 1. Juni 2017 (Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
am 16. September 2019 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 6. August 2019 sei aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Juni 2
017 mindestens eine
Dreiviertel
s
rente
zu gewähren. In pro
zessualer Hinsicht ersuchte der Versicherte um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und
Rechtsvertretung
(Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle
beantragte in der
Beschwerdeantwort vom
23. Oktober 2019
die
Androhung einer
reformatio
in
peius
in dem Sinne, dass ein Rentenanspruch zu verneinen sei,
sowie eventu
aliter
die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6). Am 6. November 2019
wurde dem
Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
entsprochen
(Urk.
10). Mit Replik vom 12. Dezember 2019
hielt der Beschwerde
führer an seinen
Rechtsbegehren
fest (Urk.
11), ebenso die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Duplik vom 30. Dezember 2019 (Urk. 13),
was dem Besch
werdeführer mit Verfügung vom 6. Januar 2020
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
14
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dür
fen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 6. August 2019 erwog die Beschwerde
gegnerin, der Beschwerdeführer sei
ab Juni 2016
in seiner angestammten Tätig
keit
als Hilfsarbeiter/Bodenleger
nicht mehr arbeitsfähig. Er
könne hingegen eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit in einem Pensum von 75 % weiter ausüben.
Der Vergleich der in den Jahren 2013 bis 2015
im Durchschnitt
erzielten Einkommen
als
Valideneinkommen
mit einem statistischen Einkommenswert
als Invalideneinkommen
ergebe einen Invaliditätsgrad von 42 %,
weshalb er
Anspruc
h auf eine
Viertel
s
rente
habe
(Urk. 2 S. 4). Weiter führte die Beschwerde
gegnerin aus, dass
sie von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeits
un
fähigkeit
abweiche
, weil deren Konsensbeurteilung widersprüchlich und nicht nachvollziehbar begründet worden sei. Auf das gesamte
Z._
-Gutachten könne jedoch weiterhin abgestellt werden. Insbesondere sei die Kumulation der Arbeits
unfähigkeiten nicht
schlüssig
. Entsprechend werde abweichend auf die niedrigste Arbeitsfähigkeit von 75 % aus
nephrologischer
Sicht abgestellt. Ferner komme die Dreimonateregel beziehungsweise Art. 88a Abs. 1 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
nicht zur Anwendung
. Ein über 10 % hinaus
gehender leidensbedingter Abzug könne
nicht gewährt werden, da die reduzierte Leistungsfähigkeit bereits im reduzierten Pensum angemessen berücksichtigt worden sei
(Urk. 2 S. 3).
2.2
Dagegen brachte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom
16. Sep
tember 2019 vor, dass der Beweiswert des
Z._
-Gutachtens unbestritten sei, dass aber die Beschwerdegegnerin willkürlich von der Arbeitsfähigkeitseinschätzung der
Z._
-Gutachter abgewichen sei.
Diese seien interdisziplinär von einer 60%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit ausgegangen.
Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die interdisziplinäre
Arbeitsfähigkeitseinschätzung
nicht
klar sei
.
Die
überdies fach
fremden
RAD
-Ärzte hätten
ohne
plausible
Begründung über die gutachterlichen Feststellungen und den teiladditiven Effekt der aus
den
verschiedenen Gesund
heitsschäden resultierenden Teil-Arbeitsunfähigkeiten
hinweggesehen (Urk. 1 S. 7
f.).
Weiter erklärte der Beschwerdeführer, das von der Beschwerdeführerin zugrunde g
elegte
Valideneinkommen
von Fr.
78'714.15 sei nicht zu beanstanden. Als Invalideneinkommen resultiere ein leicht ab
weichender Tabellenlohn von Fr.
67'406.--.
Unter Berücksichtigung der Dreimonatsregel sei die gesundheitliche Verbesserung mit einer Arbeitsfähigkeit von 60 % ab Mai 2017 ab August 2018 (richtig: 2017) zu berücksichtigen, so dass von Juni bis Juli 2017 ei
n Anspruch auf eine
Dreiviertel
s
rente
bestehe (Urk. 1
S. 10). Darüber hinaus sei ihm der lei
densbeding
te Maximalabzug zu gewähren, der im
stark eingeschränkten Zumut
barkeitsprofil im Teilzeitpensum als Mann,
in seinem
fortgeschrittenen Alter, seiner Aufenthaltsbewilligung C und mangelnden Deutschkenntnissen gründe (Urk. 1 S. 11-13). Damit resultiere bei einem Invaliditätsgrad von 61 % auch ab August 201
7 Anspruch auf eine
Dreiviertel
s
rente
(Urk. 1 S. 13).
2.3
In ihrer
Beschwerdeantwort
vom 23. Oktober 2019 beantragte die Beschwerde
gegnerin
die Androhung einer
reforma
tio
in
peius
.
Eine teiladditive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei unzulässig; vielmehr sei der Grad in einer Gesamt
beurteilung zu bestimmen.
Ein invalidisierender Gesundheitsschaden in Bezug auf die psychiatrischen Beschwerden sei klar zu verneinen.
Damit resultiere eine Arbeitsfähigkeit von 80 % aus rheumatologischer Sicht und eine solche von 75 % aus
nephrologischer
Sicht, womit nicht zu beanstanden sei, dass der RAD eine 75%ige Restarbeitsfähigkeit festgelegt habe. An den berechneten Einkommen könne festgehalten werden. Hingegen sei ein leidensbedingter Abzug nicht geschuldet. Gesundheitliche Einschränkungen, die bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalten seien, dürften nicht zusätzlich in die Bemessung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes führen.
Weitere Gründe, welche einen Abzug rechtfertigen würden, seien nicht ersichtlich. Damit resultiere ein renten
ausschliessender Invaliditätsgrad von 36 % (Urk. 7).
2.4
Der Beschwerdeführer ergänzte in seiner Replik vom 12. Dezember 2019, dass
im Gutachten - wie von der Rechtsprechung verlangt - die Arbeitsfähigkeit in
einer
sämtliche Behinderungen
umfassenden
,
medizinischen Ge
samtbeurteilung
bestimmt worden sei, indem die psychiatrische Diagnose in den Hintergrund gerückt worden, die
60 %
ige
Arbeitsfähigkeit
rheumatologisch und
nephro
logisch
begründet
worden sei
(Urk. 11 S. 2).
Wenn die Beschwerdegegnerin los
gelöst
davon
auf die Restarbeitsfähigkeit
aus
nephrologischer
Sicht
von 75 %
abstelle, übergehe sie gerade die rechts
prechungsgemäss geforderte umfassende Gesamtbeurteilung. Hinsichtlich des leidensbedingten Abzugs machte der Beschwerdeführer geltend, dass das Alter immer unter Berücksichtigung sämt
licher konkreten Umstände des Einzelfalles geprüft werden müsse. Es könne nicht ignoriert werden, dass dem Alter von 59 Jahren
im Verfügungszeitpunkt
und der bisherigen Tätigkeit mit seh
r schmalem beruflichen Rüstzeug
eine abzugs
relevante Bedeutung zugemessen werden müss
t
e
n
(Urk. 11 S. 3). Dem in qualita
tiver Hinsicht stark eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil, aufgrund dessen die Auswahl an Verweisungstätigkeiten begrenzt sei, komme keine Doppelberück
sichtigung zu (Urk. 11 S. 4).
2.5
In ihrer Duplik vom 30. Dezember 2019 betonte die Beschwerdegegnerin noch
mals, dass sich weder das Alter, noch die Schulbildung oder die Deutsch
kenntnisse lohnmindernd auswirken würden, da gerade solche Faktoren durch die Verwendung der Tabellenlöhne des Komp
e
tenzniveaus 1 bereits abgegolten seien.
Das Belastungsprofil zeige sich nicht stark einschränkend. Grundsätzlich seien keine ausserordentlichen Umstände erkennbar, welche einen leidens
bedingten Abzug rechtfertigen würden (Urk. 13).
3.
3.1
3.1.1
Der Beschwerdeführer
erlitt im Juni 2016 eine wahrscheinlich akute, im Verlauf dialysebedürftige Nierenschädigung (Bericht von Dr. med.
A._
, Assistenzarzt vom Kantonsspital
B._
,
vom 1. September 2017, Ur
k. 7/43/1-6). Dr.
A._
fasste zusammen, dass zwischen Juni und August 2016 eine inter
mittierende
Hämodialyse
bei schwere
r
, MPO-ANCA-assoziierte
r
,
pauciimune
r
, rasch progrediente
r
Glomerulonephritis
notwendig gewesen sei. Daneben seien schubförmige Gelenkschwellungen der Sprunggelenke, Handgelenke und PIP-Gelenke beidseits aufgetreten – dies im Zusammenhang mit der
nephrologischen
Erkrankung. Daneben bestehe
-
gemäss Dr.
A._
-
eine depressive Episode. Eine Insulintherapie aufgrund eines steroidinduzierten Diabetes mellitus sei bis Juni 2017 notwendig gewesen. Ab Juni 2016 habe der Beschwerdeführer zudem wäh
rend neun Monaten medikamentös aufgrund einer latenten Tuberkulose behan
delt werden müssen (Urk. 7/43/1). Als Komplikation während der Dialyse sei
eine Katheter
assoziierte Thrombose aufgetreten, welche ab August 2016 während dreier Monate habe behandelt werden müssen. Im November 2016 sei ferner ein Rezidiv der
Glomerulonephritis
aufgetreten (Urk. 7/43/2).
Der Beschwerdeführer
werde mit einer immunsuppressiven Therapie behandelt und es bestehe ein kli
nisch stabiler Verlauf der Grunderkrankung. Die rezidivierenden Arthralgien würden wohl nicht im Zusammenhang mit der
nephrologischen
Grund
er
krankung stehen; eine rheumatologische Abklärung habe keinen wegweisenden Befund ergeben. Stark einschränkend sei d
ie depressive Symptomatik (Urk.
7/43/2). Eine Wi
e
deraufnahme der schweren körperlichen Tätigkeit als Boden
leger sei gemäss Dr.
A._
auf absehbare
Zeit nicht zumutbar. Es bestehe
eine verminderte Leistungsfähigkeit
,
und Krankheitsausfälle durch ein erhöhtes
Infektrisiko
seien möglich. Hingegen sei eine optimal angepasste Tätigkeit aus
nephrologisc
her
Sicht grundsätzlich möglich. S
ofern keine schweren körperlichen Tätigkeiten vorlägen, bestehe keine Beschränk
ung des Belastungsprofils (Urk.
7/43/3).
3.1.2
Auf Zuweisung der
nephrologischen
Fachärzte des
B._
wurde der Beschwerde
führer rheumatologisch abgeklärt (Bericht der
Assistenzärztin
Dr. med.
C._
des
B._
vom 27. Juli 2017, Urk. 7/46/3-7). Dr.
C._
diagnostizierte Arthral
gien/Arthritiden unklarer Ätiologie
und
in der Differentialdiagnose
eine
Arthritis
urica
/CPPD im Rahmen der
nephrologischen
Erkrankung. Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass seit drei bis vier Monaten rezidivierend Schwellungen der Sprunggelenke,
Handgelenke und PIP-Gelenke aufträten. Die Beschwerden seien belastungsabhängig und würden nicht in Ruhe und während der Nacht auftreten. Die Situation habe sich seit etwa sechs Wochen stabilisiert. Gegen Abend nähmen die Schwellungen eher zu (Urk. 7/46/4). Die Fachärzte kamen zum Schluss, dass bei aktuell klinisch nicht nachweisbaren
Synovitiden
die Genese weiterhin unklar bleibe. Eine Harnsäure-senkende Therapie sei b
ereits eingeleitet worden (Urk.
7/46/6).
3.1.3
Aufgrund einer depressiven Symptomatik suchte der Beschwerdeführer
im Ver
lauf
unter Zuweisung durch Dr.
A._
eine psychiatrische Praxis auf.
Dr. med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 10. Juli 2017
über eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
. Der Beschwerdeführer sei stark deprimiert, ratlos, ängstlich, affektstarr und affektarm. Der Antrieb sei stark reduziert, ferner liege ein starker sozialer Rückzug vor. Es bestehe aktuell und kurzfristig eine vollständige Arbeitsunfähigkeit; eine neue Beurteilung werde in etwa zwei Monaten vorgenommen (Urk. 7/46/23-24).
3.2
3.2
.1
In der Anamneseerhebung
des Gutachtens des
Z._
berichtete
D
r.
med.
E._
, Fach
arzt für Innere Medizin und Nephrologie, von Klagen des
Beschwerdeführer
s
über Proble
me mit den Nieren, ferner leide
er unter einer allgemeinen Kraftlosig
keit
und einem
Kraftverlust im Bereich der Arme und Hände sowie der Beine. Bei körperlicher Anstrengung sei er schnell ausser Atem und habe Luftnot, eine eigentliche Lungenkrankheit habe er nicht, ebenso verneinte der Beschwerde
führer Husten und Asthma. Er sei müde, vergesslich und fühle sich verloren, wes
wegen er einen Psychiater aufgesucht habe. Die Schlafstörungen hätten sich unter
Olanzapin
gebessert, dennoch könne er nicht durchschlafen. Seit etwa 2014 leide er unter Bluthochdruck. Als er akut an der Niere erkrankt sei, habe er Medi
kamente erhalten, welche in der Folge zu einer Zuckerkrankheit geführt hätten. Diese sei später wieder verschwunden und aktuell kontrolliere
er
den Wert einmal pro Woche. Weiter klagte der Beschwerdeführer über Schmerzen in den Finger
gelenken sowie im Bereich der Fersen beidseits (Urk. 7/64/7).
Dr.
E._
kam zum Schluss,
aus internistischer Sicht sei
keine längerfristige Arbeitsunfähigkeit
vor
handen. Aufgrund der geklagten generellen Müdigkeit sei die latente Hypo
thyreose zu substituieren
(Urk. 7/64/10).
3.2
.2
Im Rahmen der psychiatrischen Exploration bei Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schilderte der Beschwerdeführer, er leide darun
ter, dass er nicht arbeiten könne. Er sitze den ganzen Tag zu Hause, es sei ihm langweilig, er sei nervös und alles störe ihn. Er fühle sich auch depressiv, lustlos, die Konzentration sei schwierig und er sei vergesslich (Urk. 7/64/11).
Dr.
F._
berichtete, der Beschwerdeführer habe vor allem über körperliche Beschwerden geklagt. Es hätten sich einzig eine leichte depressive Verstimmung mit Dysphorie und Lustlosigkeit gezeigt, und es seien Klagen über einen mässigen Appetit und Schlafstörungen geäussert worden. D
ie depressive Verstimmung sei nicht
schwergradig
und es bestehe kein Einbruch im Antrieb. Insgesamt könne die Diagnose einer
depressiven Anpassungsstörung (ICD-10 F43.12) gestellt werden
. Diese stelle eine Folge der Nierenerkrankung dar, womit eine Wechsel
wirkung bestehe und sie sei überdies leichtgradig und vorübergehend. Seit Mai 2017 bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 15 % in der Tätigkeit als Bodenleger; ebenso in einer angepassten, körperlich leichten Tätig
keit. Das Profil der angepassten Tätigkeit sei vor allem somatisch festzulegen (Urk. 7/64/13).
3.2.3
Der Rheumatologe Dr. med.
G._
führte aus,
seine rheumatologische Erhebung decke sich mit derjenigen im Kantonsspital
B._
vom 26. Juli 2017.
Seit dem Frühling 2017 klage der
Beschwerdeführer
über Gelenkschmerzen an den Handgelenken und in den Händen und im Bereich der Sprunggelenke.
Zu diag
nostizieren seien rezidivierende Arthralgien, eventuelle Arthritiden unklarer Ätiologie. A
ufgrund seiner Erhebungen könnten
allerdings
keine relevanten
pathoanatomischen
Befunde objektiviert werden, welche eine
höhergradige
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit nach sich z
ög
e
n
. Sowohl im angestammten Beruf wie auch für sonstige körperlich leicht bis mittelschwer belastende Ver
weistätigkeiten bestehe eine Leistungsfähigkeit von 80 %, wobei eine um 20 % reduzierte Leistungsfähigkeit zur Gewährung von regelmässigen Pausen bereits berücksichtigt worden sei. Dr.
G._
bemerkte ergänzend, dass sich theoretisch entzündlich-rheumatische Erkrankungen vom Typ einer
Kristallarthropathie
durchaus wellenförmig präsentieren könnten, so dass eine langfristige Aussage bei einer theoretisch möglichen entzündlichen rheumatischen Systemerkrankung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei (Urk. 7/64/20).
3.2
.4
Im
nephrologischen
Teilgutachten
erläuterte
Dr.
E._
, es finde
sich eine stabile mittelschwere Niereninsuffizienz Stadium G3b A3 nach KDIGO mit insbe
sondere renaler Hypertonie
.
Auch bestehe eine wahrscheinlich medikamentös bedingte leichte Anämie.
Aus
nephrologischer
Sicht könne dem Beschwerdeführer auf
grund der Angabe einer allgemeinen Schwäche und Müdigkeit, welche doch zumindest teilweise auf die Nierenproblematik und die immunsuppressive Behandlung zurückzuführen sei, eine körperlich schwere und anhaltend mittel
schwere Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden. In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschwer belastenden Tätigkeit bestehe aus allgemeininternis
tischer Sicht jedoch eine Leistungsfähigkeit von 80 %, welche vollschichtig realisierbar sei. Die Einschränkung von 20 % sei bedingt durch den erhöhten Pausenbedarf sowie die Polymedikation (Urk. 7/64/23).
Im zeitlichen Verlauf habe aufgrund des akuten Nierenversagens und eine
s
Rezidiv
s
der Grunderkrankung zwischen dem 15. Juni 2016 und Ende Januar 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Februar 2017 könne aus
nephrologischer
Sicht in einer körperlich leichten bis intermittierend mittel
schweren belastenden Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgegangen werden, spätestens ab Mai 2017 sei eine Leistungsfähigkeit von 75 % erreicht worden. Es bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine maximale Einschränkung von 25 %, bedingt durch die vom Beschwerdeführer angegebene erhöhte Ermüdbarkeit,
die
allgemeine Schwäche sowie de
n
erhöh
ten Pausenbedarf
(Urk.
7/64/23).
3.2.5
Die Gutacht
er stellten in ihrer Konsensbeurteilung folgende Diagnosen mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
(Urk. 7/64/24)
:
-
Depressive Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21)
-
Rezidivierende Arthralgien, eventuell Arthritiden unklarer Ätiologie (ICD-10 M25.5)
-
DD
im Rahmen einer Arthritis
urica
bei rezidivierender Hyperurikämie; im Rahmen einer
Kristallarthropathie
Typ
Chondrokalzinose
; im Rah
men der
nephrologischen
Grunderkrankung
-
klinisch am 26.02.2018 keine eindeutig fassbaren
Synov
itiden
, keine
Tenosynovitis
und
keine Daktylitis im Bereich
der Hände und der Füsse
-
aktenanamnestisch radiologisch am 26.07.2017 Darstellung von mehre
ren kleinen
Verkalkungen an den Händen, eventuell einer
Chondrokalzinose
entsprechend,
sonographischer
Befund der Hände o
hne entzündliche Veränderungen,
sonographischer
Befund der Sprunggel
enke rechtsseitig mit minimaler
Flüssigkeitsansammlung im Bereich des dorsalen Gelenkspaltes
-
Verdacht auf funktionelle Ü
berlagerung
-
MPO-ANCA-assoziierte,
paud
-immune, rasch prog
rediente
Glomerulo
nephritis
, ED
06/2016 (ICD-10
I
77.8)
-
Status nach dialysepflichtiger Niereninsuffizienz mit intermittierender
Hämodialyse
06/2016 bis 08/2016
-
immunsuppressive Therapie:
23.06.2016
Rituximab
1'000 mg
i.v.
05.07.2016 Wechsel auf
Cyclophosphamid
, Pulstherapie nach EUVAS
08.11.2016-13.01.2017
Azathioprin
150 mg/d
-
Rezidiv der Grundkrankheit 11/2016; Aufnahme
Rituximab
11/2016
-
renale Folgeerkrankungen, renale Anämie, renale Hypertonie (ICD-10
D
64.8,
I
12.9)
-
aktuell stabile mittelschwere Niereninsuffizienz St
adium G3b A3 nach KDIGO (ICD-10
N18.3)
Keinen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massen die Gut
achter folgenden Diagnosen
bei
(Urk. 7/64/24):
-
Status nach Steroid-induziertem Diabetes mellitus, ED 08/2016 (ICD-10 E11.9Z)
-
temporär insulinpflichtig 08/2016 bis 06/2017
-
aktuell ohne Therapie HbA1c: 5,7% (Norm <6,3
%)
-
Latente Tuberkulose, ED 06/2016
-
Status nach Behandlung mit
Isoniazid
für 9 Monate
-
Status nach Katheter-assoziierter Thrombose der V.
jugularis
interna
08/2017 sowie Status nach Thrombose der V.
subclavia
externa
rechts 06.08.2016
-
Latente Hypothyreose (ICD-10 E03.9)
In der Konsensbeurteilung führten die Gutachter zur
Arbeits
fähigkeit
aus, dass
d
er Explorand keinen Beruf erlernt
habe
.
In der Schweiz
habe
er zunächst auf Bauernhöfen,
später als LKW-Chauffeur und zuletzt als Hilfsarbeiter Bodenleger
gearbeitet
.
Die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
erfolge aus
medizinisch-theore
tischer Sicht
(Urk. 7/64/25)
.
D
em
Beschwerdeführer
könnten
körperlich schwer
e und mittelschwere Tätigkeiten
und somit auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bodenlege
r bleibend nicht mehr zugemutet
werden. In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschwe
r belastenden Tätigkeit bestehe
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60
%.
Die Einschränkungen aus psychiatrischer,
nephro
logischer
und rheumatologischer Sicht
würden
sich nur teilweise
ergänzen und seien somit teiladdit
iv. Das Pensum könnte über fünf bis sechs St
unden pro Tag umgesetzt werden,
stundenweise oder mit erhöhtem Pausenbedarf
(Urk. 7/64/25-26)
.
Aufgrund der anamnestischen Angaben,
der
Untersuchungsbefunde, der vor
liegenden
Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
gingen die Gutachter
davon aus, dass ab Juni
2016 bis Ende Januar 2017 eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestand. Ab Februar
2017 könne
von einer 50%
igen Arbeitsfähigkeit in einer
körperlich leichten bis intermi
ttierend
mittelschweren Tätigkeit ausgegangen werden, mit Erreichen einer Arbeits
fähigkeit von 60
% im
Mai 2017.
Die Gutachter führten ferner aus, dass sich der
Beschwerdeführer als nicht mehr arbeitsfähig
erachte
,
was in deutlichem Gegensatz zur Beurteilung stehe
, wonach eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeit zu 60
% zumutbar
wäre. Diese Diskrepanz begründe
sich wohl dadurch, dass der
Beschwerdeführer
davon ausgehe
, sich vollständig gesund fühlen zu müssen und zu keiner Zeit Beschwerden verspüren zu dürfen, um einer beruflichen Erwerbs
tätigkeit nachgehen zu kön
nen. Im Weiteren konnte das
verordnete Antide
pressivum im Blut nicht nachgewiesen werden; der Leidensdruck seitens des
Beschwerdeführers
aufgrund
der depressiven Störung scheine
demnach nicht genügend ausgeprägt, als dass
er
eine regelmässige Medikation befolgen würde. Gewisse Zweifel an der Selbsteinschätzung des
Beschwerdeführers seien
daher angebracht
(Urk. 7/64/26)
.
3.3
Der RAD
-Arzt Dr. med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
stufte
das
Z._
-Gutachten
als taugliche
Entscheidgrundlage
ein; hingegen konnte er die
Begründung der Arbeitsunfähigkeit
nicht nachvollziehen
(Urk. 7/7
7/7). Am 2.
Mai 2018 erläuterten die Gutachter
auf Nachfrage des RAD
, dass rheumato
logisch eine Präsenz von sechs Stunden möglich wäre mit gering erhöhtem Pausenbedarf. Die Leistungseinbusse aus
nephrologischer
Sicht sei vor allem auch durch ein dauerhaft reduziertes Rendement begründet und weniger durch den
Pausen
bedarf. Dementsprechend
ergäbe sich, dass auch in einer
sechsstündigen Präsenz
zeit die Leistung deutlich reduziert wäre, wodurch sich rein rechnerisch bezogen auf die 80%ige Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht eine um einen Vier
tel eingeschränkte Leistungseinbusse aus
nephrologischer
Sicht ergäbe. Die geringe Leistungseinbuss
e
aus psychiatrischer Sicht stehe dabei eher im Hin
ter
grund, insbesondere, da sie gemäss Prognose wieder remittieren sollte. Die Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit sei seit Juni 2016 bleibend aufge
ho
ben. In einer angepassten Tätigkeit werde ab Mai 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erreicht (Urk. 7/68
/1
).
3.
4
Dr.
C._
bemängelte in seiner Stellungnahme vom 5. Juni 2018, dass das Antwortschreiben
der
Z._
-Gutachter
auf die Widersprüche in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit kaum eingehe. Eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erschliesse sich weiterhin in wenig nachvollziehbarer Weise. Eine dialysebedingte Arbeitsfähig
keitseinschränkung nach einer ANCA-assoziierten
Glomerulonephritis
sei nur passager. Es würden die Leistungsfähigkeit aus rheumatologischer von 80 % und aus psychiatrischer Sicht von 85 % bestehen bleiben
. Aus versicherungs
medizinischer Sicht werde abweichend empfohlen,
die niedrigste Arbeitsfähigkeit von 75 % (gemäss
nephrologischer
Einschätzung) zugrunde zu legen; diese sei ganztags umsetzbar mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit
(Urk. 7/77/8).
4.
4.1
Die
grundsätzliche
Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens des
Z._
ist
unbestritten und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass
; Gründe für ein Abweichen von den medizinischen Erkenntnissen der Begutachtung ergeben sich nicht
,
zumal sich die Berichte der behandelnden Ärzte nicht zur massgebenden Frage der langfristigen Arbeitsfähigkeit insbesondere in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserten
. Die Gutachter haben den Gesundheitszustand des Beschwer
deführers umfassend
mit sämtlichen tangierten Fachbereichen
abgeklärt
(Urk.
7/64/2)
, seine geklagten Beschwerden berücksichtigt
(Urk. 7/64/7 und 7/64/11
)
, die
Vorakten
berücksichtigt
(Urk. 7/64/3 ff.)
, sich im Konsens mit den Ergebnissen der Teil-Gutachten au
seinander
gesetzt
(Urk. 7/64/25)
und ihre Einschätzungen und Schlussfolgerungen
begründet
.
4.2
Die Gutachter begründeten ihre anhand der Untersuchungsergebnisse und Wür
digung der
Vorakten
gestellten
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
überzeugend
. Mithin erweisen sich die Nierenkrankheit und die rheumato
logischen Befunde als im Vordergrund stehend und hinsichtlich der Arbeits
fähigkeit als relevant.
Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer
Beschwerdeantwort
hinsichtlich der diagnostizierten Anpassungsstörung eine kurze Ressourcen
prüfung vor und kam zum Schluss, dass die aus psychiatrischer Sicht attestierte Leistungseinbusse von 15 % aufgrund genügender Ressourcen in der Invaliditäts
bemessung unbeachtlich sei (Urk. 6). Zu diesem Schluss waren bereits die
Z._
-Gutachter gelangt, indem sie ausdrücklich festhielten, dass die Diagnose und ent
sprechende Leistungseinbusse als vorübergehen
d
zu klassifizieren und als Folge der somatischen Erkrankung entstanden sei. Die festgelegte Arbeitsfähigkeit basierte denn auch nicht auf der psychiatrischen Diagnose, sondern beruhte in erster Linie auf der Einschätzung aus rheumatologischer und
nephrologischer
Sicht; die 15%ige Reduktion
der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
trat in den Hintergrund
und die Gutachter stuften die
entsprechende
Leistungs
einbusse als gering ein
(Urk. 7/68
/1
).
Da somit dieser psychiatrischen Diagnose kein
e
Relevanz für die gesamthafte Arbeitsunfähigkeit beigemessen wurde
und
dies auch seitens des
Beschwerdeführer
s
nicht beanstandet
wird
(Urk. 1 S. 7),
erübrigt sich eine weitergehende
Ressourcen- beziehungsweise
Indikatoren
prüfung
.
Bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenspiel der verschiedenen somatischen und auch psychischen Krankheitsbilder, die – wie vorliegend - in einem interdisziplinären Konsens erfolgt, steht den Gutachtern ein medizinischer Ermessensspielraum zu, in den
– wenn nachvollziehbar begründet -
nicht ohne Not einzugreifen ist.
Die
Präzisierung der Arbeitsfähigkeitsbemessung im Sinne einer Teiladdition im Rahmen der Gutachtensergänzung wurde
schlüssig
darge
legt. So leuchtet ein
, dass die jeweiligen Leistungseinbussen aus
nephrologischer
Sicht von 25 % und aus rheu
matologischer Sicht von 20 %,
basierend auf einem erhöhten Rendement beziehungsweise Pausenbedürfnis
,
sich teilweise ergänzen und
teilweise überlagern
. Die teiladditive Berechnung ist rechnerisch plausibel; ausgehend von einer Leistungsfähigkeit von 80 % aus rheumatologischer Sicht und anschliessend
er
Subtraktion von 25 % (
nephrologische
Leistungseinbusse
, ein Viertel von
100 %
)
- respektive
von
20 % als einem
Vierte
l von den au
s
gangsgemässen, rheumatologisch bedingten
80 % -
ergibt sich eine gesamthafte Leistungseinbusse von 40 % und
damit eine Restarbeitsfähigkeit bzw. Leistungs
fähigkeit von 60 %
(Urk. 7/68)
.
Die abweichende Arbeitsunfähigkeit begründete der RAD-Arzt Dr.
C._
damit, dass er die Ausführungen der Gutachter des
Z._
auch nach gestellter Rückfrage nicht nachvollziehen könne. Er führte insbesondere aus, dass sich ihm die Teil
addition nicht erschliesse und die aus
nephrologischer
Sicht
festgehaltene Leis
tungseinbusse nicht nachvollziehbar sei. Dr.
C._
s Empfehlung einer
gesamthaften
75%ige
n
Leistungsfähigkeit
, die einzig im
nephrologischen
Gesundheits
schaden gründet
und sämtliche
anderen Gesundheitsschäden einschliessen soll
,
vermag indes nicht zu überzeugen
. Die Begründung fällt denn auch vage aus und basiert nicht auf medizinischen Grundlagen, sondern einer Empfehlung eines überdies fachfremden Arztes.
Die medizinischen Erkenntnisse und insbesondere Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden von Dr.
C._
ferner nicht in Frage gestellt; mithin ordnete er auch keine weiteren Abklärungen an.
Die durch die Gutachter vorgenommene
(
teil
)
additive Berechnung der Arbeitsun
fähigkeit
ist
zwar nicht in jedem Fall üblich; die Rechtsprechung schliesst dieses Vorgehen aber auch nicht
explizit
aus
– wie dies aus dem vom Beschwerdeführer zitierten
Urteil
des Bundesgerichts
9C_425/2013 vom 16. September 2013 (E.
4.3.1) hervorgeht
. Gemäss dem
von
der Beschwerdegegnerin
zitierten
Urteil
des Bundesgerichts
9C_948/2012 vom 22. Juli 2013
(
E. 4.3)
überschneiden sich beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen in aller Regel die erwerblichen Auswirkungen, so dass der Grad der Arbeitsunfähigkeit in einer
,
sämtliche Einschränkungen umfassenden
,
medizinischen Gesamt
beurteilung zu bestimmen sei.
Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführte, ist entscheidend, dass die Einstufung der Arbeitsfähigkeit auf einer Konsensbeur
teilung
beruht und in eine Gesamtbeurteilung mündet
, was vorliegend der Fall ist.
Abweichende medizinische Erkenntnisse
, die erhebliche Zweifel an der gut
achterlichen Ein
schätzung wecken würden,
nannte der RAD ferner nicht
.
Zusammengefasst sind die Erkenntnisse des Gutachtens nicht zu beanstanden und es ist von einer Restarbeitsfähigkeit von
60 % ab Mai 2017
(bei einem zumutbaren Tagespensum von fünf bis sechs Stunden
und vollschichtig
aus
übbar
)
in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Dabei ist das Belastungsprofil zu berücksichtigen, dass dem Besch
werdeführer
nur
körperlich leichte bis inter
mittierend mittelschwer belastende Tätigkeiten zumutbar
und schwere Tätig
keiten hingegen ungeeignet sind
.
4.3
Der Beschwerdeführer hat
sich am 23. September 2016
für den Leistungsbezug angemeldet. Er war dabei bereits seit dem 15. Juni 2016
(Datum der
ersten
Hospitalisation
im Kantonsspital
B._
, Urk. 7/8/3)
aufgrund des erlittenen Nierenversagens
in der angestammten Tätigkeit
andauernd
und vollständig arbeitsunfähig; eine Arbeitsfähigkeit in diesem angestammten schweren Arbeits
bereich wurde nicht mehr für zumutbar erachtet.
Die Beschwerdegegnerin hat demzufolge korrekterweise das Wartejahr am genannten Datum eröffnet
und den
Ren
tenanspruch per frühestmöglichen
Beginn
(Art. 29 Abs. 3 IVG)
am 1. Juni 2017 geprüft
(vgl. auch Urk. 7/68 zum zeitlichen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit)
.
An die durchwegs 100%ige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Bereich wäh
rend eines Jahres schloss sich ab Mai 2017 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einem angepassten Tätigkeitsbereich
an. Es ist mithin der Erwerbsausfall nach Ende der Wartezeit, ab Juni 2017 zu ermitteln.
5.
5.1
Das von der Beschwerdegegnerin bere
chnete
Valideneinkommen
von Fr.
78'714.15
als Durchschnittswert der in den Jahren 2013 bis 2015 erzielten jährlichen Einkommen
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
wurde vom Beschwer
deführer anerkannt
; allerdings ist es aufzurechnen bis zum Jahr des Renten
beginns 2017 (Bundesamt
für Statistik, Nominallohnentwicklung
Männer,
T.39
, Index
Basis 1939=100,
2015:
2226
;
2017:
2249
), was Fr. 79
'527.46
ergibt
(Urk.
7/76).
5.2
Für das
Invalideneinkommen
ist auf
die Schweizerische
Lohnstrukturerhebung (
LSE
) 2016, TA1_tirage_skill_level, Zentralwert nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht
,
des Bundesamtes für Statistik abzustellen. Aufgrund der be
ruflichen Erfahrungen des Beschwerdeführers
und seine
s
zumut
baren Profil
s
ist auf die
Lö
hn
e
für
Hilfsarbeiten
(
Kompetenzniveau 1
) zu ver
weisen, was für das Jahr des Rentenbeginns 2017 ein Invalideneinkommen bei einem Pensum vo
n
60 % von Fr.
40'2
61.06
ergibt
(Fr. 5'340.
-- :
40 x 41,7
betriebsübliche Arbeitszeit
x
12
Monate
; Nominallohnentwicklung
a.a.O.,
2239
[2016],
2249
[2017]
)
5.3
5.3.1
Strittig ist die Höhe des zu gewährenden, leidensbedingten Abzugs vom Tabe
l
lenlohn
. In der angefochtenen Verfügung nahm die Beschwerdegegnerin einen Abzug von 10 % vor; im vorliegenden Beschwerdeverfahren hingegen machte sie geltend, es sei kein Abzug geschuldet. Der Beschwerdeführer verlangt die Gewäh
rung des Maximalabzugs von 25 %.
5.3.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321
E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
5.3
.3
Die Beschwerdegegnerin notierte in der Berechnung des Einkommensvergleichs, dass zusätzlich schwere Tätigkeiten als lohnmindernder Faktor zu berück
sichtigen seien und sich somit das Invalideneinkommen um 10 % verringere (Urk. 7/76). Vermutungsweise fasste sie darunter den sogenannten «Schwerarbeiter
abzug» auf
.
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4)
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2).
Folglich bedingt das dem Beschwerdeführer noch zumutbare Belastungsprofil, welches lediglich dauerhaft schwere Tätigkeiten wie die bisherige Arbeit als Bodenleger ausschliesst, keinen leidensbedingten Abzug.
Dem Beschwerdeführer steht eine Vielzahl an leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeiten offen.
Der Umstand, dass
er
in seiner Arbeit einen höheren Pausenbedarf und
ein dauerhaft reduziertes
Rendement aufweist, wurde im Rahmen der Arbeitsfähig
keitsbemessung
und deren Festsetzung auf 60 %
grosszügig
berücksichtigt. Eine
doppelte Anrechnung
scheidet
wie erwähnt
aus.
Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung somit zu Unrecht einen Schwerarbeiterabzug von 10 % vorgenommen
und
dies in ihrer Vernehmlassung
erkannt
. Es ist folglich zu prüfen, ob andere Abzugsgründe vorliegen.
5.3.4
Nach der neueren Praxis des Bundesgerichts ist ein Abzug bei Männern wegen Teilzeitbeschäftigung nicht mehr automatisch vorzunehmen. Ob sich eine ent
sprechende Reduktion rechtfertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäf
tigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_561
/2018 vom 4. März 2019 E. 4.3.1
).
Dem Beschwerdeführer ist
eine sechs
stündige Präsenz täglich zumutbar, mit einer zusätzlichen Leistungseinbusse
aus
nephrologischer
Sicht
von 20 %
(Urk. 7/68/1).
Rheumatologischerseits
könnte aber auch eine vollschichtige Tätigkeit ausgeübt werden mit erhöhtem Pausenbedarf
von 20 %
und einer zusätzlichen Leistungs
einbusse
nephrologischerseits
(Urk. 7/64/20, 7/68/1).
Bei einer vollschichtig zumutbaren Tätigkeit scheidet ein Abzug
aus (
Urteil
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen
).
Ferner würde unter
Berücksichtigung der gestützt auf die LSE 2016
erstellten Tabelle (T18) zu den
nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht differenzierten monatl
ichen Durchschnittsbruttolöhnen
überdies bei einem Pensum von 60 % eine statistische Er
werbseinbusse von 6 % entstehen. Diese führt
nicht per
se zu einem Teilzeitabzug
,
wie dies etwa das Bundesgericht
bei eine
m Pensum zwischen 50 und 74 %
bei Männern
und
ausgehend von den Tabellenlöhnen der LSE 2014
und
bei
einer Lohneinbusse von knapp 6 % fest
gehalten hatte. Diese
Einbusse
sei nicht erheblich genug
, um einen Abzug vom Invalideneinkommen zu recht
fertigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2017 vom 26. April 2018 E. 3.1).
5.3.5
Ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis
auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend aus
wirken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stel
lenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Das Alter des Beschwerdeführers von 59 Jahren im Verfügungszeitpunkt bedingt nicht automatisch eine Lohnsenkung. Ein Abzug scheidet damit aus.
5.3.6
Mangelnde Sprachkenntnisse oder ungenügende Ausbildung sind nicht abzugs
relevant, da diesen Aspekten bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7).
Einfache und repetitive Tätigkeiten erfordern gemäss Bundesgericht weder gute Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau (
Urteil 9C_808/2015
vom 29. Februar 2016
E.
3.4.2 sowie hinsichtlich der nicht notwendigen Kennt
nisse der deutschen Sprache bei Hilfsarbeitertätigkeiten: Urteile 9C_7
77/2015 vom 12. Mai 2016 E. 5.3 und
9C_426/201
4 vom 18. August 2014 E. 4.2).
Diese Aspekte wurden ferner bereits bei der Wahl des Kompetenzniveaus berücksichtigt, so dass kein zusätzlicher Abzug angezeigt ist.
Insgesamt ist damit kein Abzug vom tabellarischen Invalideneinkommen geschuldet.
5.4
Zusammengefasst
resultiert beim Beschwerdeführer
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
39'266.40
und damit ein Invaliditätsgrad von
49
,37
%
.
Folglich
hat der Beschwer
deführer ab 1. Juni 2017 Anspruch auf Ausrichtung einer
Viertelsrente
(zum Rundungsverbot: BGE 127 V 129)
. D
i
e angefochtene Verfügung vom 6.
August 2019
ist demnach im Ergebnis zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.–– bis Fr. 1‘000.–– festzulegen (Art. 69 Abs. 1
b
is
IVG) und vorliegend auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang de
s Verfahrens sind die Kosten dem
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einstweilen a
uf die Gerichts
kasse zu nehmen.
6.2
Die
Rechtsvertreter
in des Beschwerdeführers
reichte für
ihre
Bemühungen
und Auslagen als unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
im vorliegenden Verfahren
ihre
Honorarnote vom
27. Januar 2020
ein (Urk. 15). Darin
macht
sie
einen zeitlichen Aufwand von
12
Stunden geltend, was in Anbetracht des Umfan
gs der Beschwer
deschrift und den
weiteren Bemühungen im vorliegenden Verfahren als ange
messen erscheint. Entsprechend ergibt sich unter Berücksichtigung eines Stun
denansatzes von Fr. 220.--, der geltend gem
achten Spesen im Umfang von Fr.
79.19
un
d der Mehrwertsteuer von 7.7 %
ein Betrag von Fr.
2'928.55
, welcher der
unentgeltlichen
Rechtsvertreter
in
aus der
Gerichtskasse auszurichten ist.
6.3
Der Beschwerdeführer
wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht
(
GSVGer
) hingewiesen, wonach er
zur Nachzahlung der einstweilen zulasten der Gerichtskasse genommenen Kosten verp
flichtet werden kann, sofern er
dazu in der Lage ist.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die
unentgeltliche Rechtsvertreter
in des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Anna
Härry
, Zürich, wird mit Fr. 2'928.5
5 (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus de
r Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer
wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Anna
Härry
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5
.