Decision ID: bfa1c14f-1762-58f4-bd04-ee5339eb1cf0
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1982, war seit dem
1.
Juni 2010 als Sanitärmonteur bei der
Y._
AG angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch ge
gen die Fo
lgen von Unfällen versichert, als er am
1
6.
Mai 2015 bei einem Fuss
ballmatch in
Z._
mit dem Torwart zusammen
prallte und
sich dabei am linken Knie
verletzte
(Schadenmeldun
g UVG vom 2
0.
Mai 2015, Urk.
10/1).
Im am 2
7.
Mai 2015 im Stadtspital
A._
durchgeführten
MRI des linken
Kniegelenks wurden (1) eine Impressionsfraktur im nicht gewicht
s
tragenden An
teil des lateralen
Tibiacondylus
dorsal mit halbmondförmiger
Spongiosafraktur
, (2) eine Knochenkontusion am lateralen
Femurkondylus
, (3) eine vollständige Ruptur des vorderen Kreuzbandes
(VKB)
, (4) eine komplette Ruptur
des medialen Seitenbandes und (5) ein ausgedehnter Kniegelenkserguss, Baker-Zyste, subkuta
nes Ödem festgestellt
(
Urk.
10/7
/2-3
).
Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
Am 1
2.
Oktober 2015 wurde im Stadtspital
A._
ein operativer Eingriff am linken Kniegelenk
des Versicherten
durchgeführt (Ersatz
plastik des VKB,
Urk.
10/30
/2-3
).
Per
30.
April 2016 wurden die Taggeldzahlun
gen eingestellt (
vgl.
Urk.
10/52).
Am 1
4.
Dezember 2016 meldete die
Y._
AG einen Rückfall zum Unfallereignis vom 1
6.
Mai 2015 (
Urk.
10/55).
Am 1
6.
Februar 2017 erfolgte im Stadtspital
A._
ein
zweiter
operativer Eingriff am linken Kniegelenk (Kniearthroskopie,
Ganglionresektion
und
Teilmeniskekto
mie
V
orderhorn lateral,
Urk.
10/82).
Die Suva erbrachte er
neut Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen. Per 3
1.
Juli 2017
löste die
Y._
AG das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf
(vgl.
Urk.
10/206).
Am
2
2.
November 2017 führte Kreisarzt
B._
, FMH Chirurgie, eine Un
tersuchung durch (
Urk.
10/145).
Mit Schreiben vom 2
3.
November 2017 teilte die Suva dem Versi
cherten mit, dass die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 3
1.
Dezember 2017 eingestellt würden (
Urk.
10/148).
Mit Verfügung vom 2
4.
No
vember 2017 sprach die Suva ihm
basierend auf einer Integritätseinbusse von 20
%
eine Integritäts
entschädigung von
Fr.
25'200.-- zu (
Urk.
10/150).
Mit Verfügung vom 2
8.
Dezember 2017 verneinte die Suva ausge
hend von einem Invaliditätsgrad von 6
%
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
10/164).
Die vom Versi
cherten gegen diese
Verfügung betreffend Rente am
9.
Januar
bzw. 2
9.
März 2018
erhobene
Einsprache (
Urk.
10/167 und
Urk.
10/184
) wies
die Suva mit Ent
scheid vom 26.
September 2018 (
Urk.
2) ab.
2.
Dag
egen erhob der Versicherte am 2
5.
Oktober 2018 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2 f.):
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegner
in vom 2
6.
September 2018
aufzuheben.
2.
Es sei
bzw. es seien
a)
ein neues Zumutbarkeitsprofil durch einen unabhängigen Sachverstä
ndi
gen
erstellen zu lassen, welches sich zum aktuellen Gesundheitszustand (inkl.
unfallbedingten aktuellen Schm
erzen und entsprechenden Auswir
kungen auf die
psychische Gesundhe
it sowie Zumutbarkeit des vorbe
haltslos längeren Sitzens)
und zur prozentualen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussert;
b)
eine umfassende Abklärung hinsichtlich der Zumutbarkeit der konkret als
Berechnungsgrundlage herangezogen
en
Profile
der Dokumentation von
Arbeitsplätzen (DAP)
für den Beschwer
deführer zu treffen;
c)
dem Beschwerde
führer rückwirkend per
1.
Januar 2018 Heilkosten- und
Taggeldleistungen gemäss
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (
UVG
)
zu
entrichten.
3.
Eventualiter (bei Abweisung des Rechtsbegehrens
Ziff.
2 vorstehend) sei
a)
der
Einspracheentscheid
der Beschwerde
gegnerin vom 2
6.
September 201
8
aufzuheben und diese anzuweisen,
mit dem Erlass einer neuen Ver
fügung
hinsichtlich des Rentenanspruches des Beschwerdeführers bis zum Abschluss der
aktuell noch an
dauernden Eingliederungsmassnahmen der IV zuzuwarten sowie
b)
dem Beschwerdef
ührer rückwirkend per
1.
Januar 2018 eine Ü
bergangs
rente
zu bezahlen.
4.
Subeventualiter
(bei Abweisung der Rechtsb
egehren 2 und 3 vorstehend) sei
der
Einspracheentscheid
vom 2
6.
Sept
ember 2018 aufzuheben und es sei
dem
Beschwerde
führer rückwirkend ab
1.
Januar 2018 eine Rente im Sinne der
Begründung zuzusprechen.
5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten
der
Beschwerdegegnerin.
In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um die Durchführung ein
er Gerichtsverhandlung mit Parteibefragung und
Einvernahme von Zeugen (
Urk.
1 S. 3).
Die Beschwerdegegnerin
beantragte mit
Beschwerdeantwort vom
1
4.
Januar 2019, es sei die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei (
Urk.
9). Dies wurde dem
Beschwerdeführer am 1
6.
Januar
2019 angezeigt
(Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestim
mungen des
UVG
und der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
6.
Mai 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Be
rufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Inva
lidität,
Integritätseinbusse
) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammen
hang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüberge
henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und all
fällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung
abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanz
frage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitli
che Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vor
liegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
messung der Unfallversicherung gestützt auf die medizinischen Abklärungen zu
grunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.4
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt
zum Erwerbseinkommen, das sie er
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
)
.
1.5
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die
DAP-
Zahlen der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hin
sichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt.
Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wah
ren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herange
zogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendun
gen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsen
tativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abge
stellt werden; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität auf
grund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des an
gerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibun
gen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mässige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf
die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
1.6
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.7
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass kein Anlass bestehe, die Beurteilung von Kreisarzt
B._
, wonach dem Be
schwerdeführer eine angepasste Tätigkeit mit dem umschriebenen Belastungs
profil in einem 100%-Pensum
zumutbar sei, in Frage zu stellen
.
Im Rahmen des per 2017 vorzunehmenden Einkommensvergleichs
sei von einem
Validenein
kommen
von
Fr.
70‘850.-- auszugehen.
Das anhand der Lohnangaben aus der DAP zu ermittelnde Invalideneinkommen belaufe sich
auf
Fr.
65‘
906.--. Stelle man den Validen- und den Invalidenlohn einander gegenüber, ergebe sich ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von 6,98
%
.
Bei Berechnung des
Invali
deneinkommen
s
mittels LSE würde bei Berücksichtigung eines angemessenen leidensbedingten Abzugs von 5
%
ei
n Invalidenlohn von Fr.
64‘146.--
resultie
ren.
Demgemäss
würde der
Invaliditätsgrad
9,46
%
betragen
(
Urk.
2 S. 6 f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass
auf das von Kreisarzt
B._
erstellte Zumutbarkeitsprofil
nicht abgestellt werden könne
.
Dem Be
schwerdeführer sei
lediglich noch eine angepasste
Tätigkeit zumutbar, welche einen
regelmässigen
Wechsel zwischen sitzenden und stehe
nden Tätigkeiten er
laube. Zudem sei
ihm
eine solche Tätigkeit
nur noch in einem reduzierten Beschäftigungsgrad möglich.
Im Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin trotz der laufenden
Eingliederungsmassnahmen
der Invali
den
versicherung den Fallabschluss verfügt habe.
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
habe die Voraussetzungen für eine Umschulung des Beschwerdeführers als erfüllt er
achtet. Die IV-Stelle sei also
von einer inva
lidi
tätsbedingten
Erwerbseinbusse
von mindestens 20
%
ausgegangen.
Im Rah
men des Einkommensvergleichs
sei
das
Validen
einkommen
auf
Fr.
75‘550.--
festzu
setzen
. Auf die
von der Beschwerdegegnerin bei
der Ermittlung des Invali
den
einkommens herangezogenen DAP-Profile könne nicht abgestellt werden. Bei einer hypothetischen 80%- oder 90%-Tätigkeit betrage das gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE zu ermittelnde Invalidenein
kommen unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
Fr.
48‘470.75 bzw.
Fr.
54‘529.6
0.
Damit resultiere ein
Invaliditätsgrad von 27,82
%
bzw. 35,85
%
(
Urk.
1 S. 11 ff.
).
3.
3.1
Dr.
C._
, Facharzt für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stelle erklärte in der Stellungnahme vom
9.
November 2017, dass aufgrund der Schädigung des Kniegelenks links eine überwiegend sitzend (teils sitzend, teils ebenerdig gehend) ausgeübte Arbeit mit leichter Wechselbelastung, auch mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 15 kg körpernah medizinisch-theoretisch weiterhin zugemutet werden könne (
Urk.
10/207/1-2).
3.2
Kreisarzt
B._
stellte im Bericht vom 2
2.
November 2017 folgende Diagnosen (
Urk.
10/145/6):
(1)
VKB-Ruptur links vom 1
6.
Mai 2015 mit Ruptur des medialen Seitenbandes,
Impressionsfraktur im nicht gewicht
s
tragenden Anteil des lateralen
Tibiacondylus
dorsal mit halbmondförmiger
Spongiosafraktur
mit
-
Ersatzplastik VKB Knie links, 4-fach
Semitendino
sus
–
Gracilis
– Transplantat,
2
x
Grosspins
, Bio-
Intrafix
am 1
2.
Oktober 2015
(2)
Status nach Meniskusganglion Vorderhorn lateral im Verlauf
-
Status nach Knieart
h
roskopie,
Ganglionresektion
und
Teilmeniskektomie
Vorderhorn lateral Knie links am 1
6.
Februar 2017
(3)
Entwicklung einer Gonarthrose (Focus
retropatellär
und lateral) im Verlauf,
mässiggradig
Kreisarzt
B._
erklärte, dass dem Beschwerdeführer
die
angestammte Tätigkeit als Sanitärmonteur nicht mehr zumutbar
sei, da er im Rahmen dieser Tätigkeit zu häufig knien und Zwangshaltungen im Knie
gelenks
bereich links einnehmen müsse.
In einer
den Kniebeschwerden links
angepassten Tätigkeit bestehe keine zeitliche Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/145/6-7).
3.3
Dr.
D._
, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Hand- und Unfallchi
rurgie des Stadtspitals
A._
,
gab im Schreiben zuhanden der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom
6.
März 2018 an,
dass sämtliche
Verletzungen
am linken Kniegelenk
auf den initialen Unfall mit Kreuzbandläsion zurückzuführen
seien
. S
ämtliche Belastungen auf das linke Knie
könnten
zu Schmerzen und zu einer
Bewe
gungseinschränkung führen
und sollten deshalb
vermieden werden.
Di
es betreffe das Belasten und
Stehen. Auch längeres Sitzen sollte in der aktuellen Situation nach Möglichkeit vermieden werden.
Aufgrund der nun durchgeführten Kontrollen müsse davon ausgegangen werden, dass sich keine wesentliche Änderung des Gesundheitszustands einstellen werde.
Die be
reits diagnostizierte
beginnende
Arthrose könne sich im Verlauf noch verstärken, so dass sich auch der Gesundheitszustand insgesamt verschlechtern könne
. In einer passenden Tätigkeit könnte
s
ich
ein 100%-Pensum als zumutbar erweisen
(
Urk.
10/218
).
3.4
In der Stellungnahme vom
1
1.
Oktober 2018 führte
Dr.
D._
zuhanden der Rechts
vertreterin des Beschwerdeführers
aus, dass das
erneut durchgeführte MRI einen unveränderten Befund mit bekannter Knorpelschädigung
zeige
. Längeres Sitzen sollte aufgrund der Befunde zwar möglich sein. Dass nach längerem Ruhigst
ellen des Kniegelenk
s
beim anschliessenden Aufstehen Schmerzen auftreten
würden, sei
jedoch bekannt. Dies
könne
dazu führen,
dass ein
regelmässig
es
Aufstehen
von der Sitzposition
erforderlich sei
.
Anlässl
ich der letzten Kontrollen habe der Beschwerdeführer
stärkere Schmerzen im Kniegelenk
angegeben,
so
d
ass er nicht mehr in der Lage gewesen sei
zu
joggen.
Joggen und die Unfähigkeit,
länger sitzen zu können
, würden sich
nicht aus
schlies
s
en
. Die Frage der sitzenden Arbei
tstätigkeit auf lange Sicht könne
aktuell nicht de
finitiv beurteilt
werden. Es sei
einerseits denkbar, dass sich
die Beschwerden
bei
einer angepassten
Tätigkeit soweit in Grenzen halten
würden
, dass der
Beschwerdeführer
längerfristig
zu 100
%
arbeitsfähig sei
. Andererseits
sei es
möglich, dass sich aus der jetzigen Situation eine zuneh
mende Arthrose
entwickeln könnte
.
D
i
es könnte dazu füh
ren, dass der Beschwerdeführer
möglicherweise nur reduzie
rt arbeitsfähig werde (
Urk.
3/38).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid in medizini
scher Hinsicht auf die Beurteilung von Kreisarzt
B._
vom 22.
November 2017 (
Urk.
10/145).
4.2
Kreisarzt
B._
legte
in dieser Beurteilung
dar
, dass
es beim Beschwerdeführer
nach
einer
VKB-
Ruptur
und
einer
Ruptur eines Meniskusganglions im Verlauf nach
einer
VKB-Resektion und
Teilmeniskektomie
lateral
im Vorderhornbereich zu einem mä
ssigen Resultat gekommen
sei
.
Das Transplantat erscheine
heute kli
nisch intakt. Der
Beschwerdeführer berichte
aber über regelmässige
Giving-
way
Episoden, was auf eine propriozeptiv
bedingte Instabilität hindeute.
Eine solc
he sei
beim Trepp
en
absteigen und im
Einbeinstand
objektivierbar.
Zudem finde sich i
m medialen Gelenkspalt
eine exquisite
Druckdolenz
. Die
Druckdolenz
über der Patella und der leichte Schiebeschmerz
würden
auf die
retropatelläre
Chondro
malazie
hin
weisen
. Durch di
e Fraktur im Bereich
des lateralen
Tibiaplateaus
sei
es ebenda auch zu einer Arthro
se gekommen. Des Weiteren finde
sich beim
Beschwerdeführer
anla
gebedingt eine Hypoplasie des
Musculus
biceps
femoris
mit subsequenter Hyperplasie der
Semimembranosus
-Gruppe. Dieser
Zustand sei je
doch nicht un
fallka
usal zum
Ereignis vom Mai 2015 (Urk.
10/145/6
).
Kreisarzt
B._
kam zum Schluss, dass vo
n weite
ren
ärztlichen Behandlungen
mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit
keine
namhafte Ver
besserung
mehr
erwartet werden könne
, weshalb
von einem En
dzustand ausge
gangen werden müsse
. Der
Beschwerdeführer
sei
in einer angepassten Tätigkeit
unter folgenden
Bedingungen
ohne zeitliche Einschränkung arbeitsfähig
:
Das H
eben und Tragen von Lasten könne
mittelschwer sei
n. Das Heben über Brust
höhe könne
über 5 kg betragen.
Das Hantieren mit Werkzeugen
im Bereich der oberen Extremitäten
sei
frei. Arbeiten über Kopfhöhe könn
ten ausgeführt wer
den;
dies aber nur, wenn der Beschwerdeführer
über einen guten Stand
verfüge.
Arbeiten im Sitzen dürf
t
en vorbehaltslos durchgeführt werd
en. Arbeiten, welche regelmä
ssiges Knien, Kniebeugen u
nd Zwangshaltungen, Schläge
oder Vibratio
nen aufs linke Kniegelenk bedingen
würden
, dürf
ten
nicht durchgeführt werde
n. Die längerdauernde Haltung sei frei wählbar und die Fortbewegung bis 50 m
nicht kompromittiert. Über lange Strecken soll
te
das Gehen selten durchgeführt werden. Auf da
s Gehen auf unebenem Gelände sei
zu ve
rzichten. Das Treppen
steigen könne gelegentlich und das
Leiternbesteigen
nur selten dur
chgeführt wer
den. Arbeiten, welche Gleichgewicht
oder Balancieren erfordern
würden
, dürf
t
en
nicht durchgeführt werden (
Urk.
10/145/6-7).
4.3
Diese
fachärztliche Beurteilung von
Kreisarzt
B._
, die er in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgab und welche auf einer eingehenden Untersuchung des
Beschwerdeführer
s beruht, ist
e
inleuchtend
und plausibel.
Seine
Feststellung
, wonach von weiteren ärztlichen Behandlungen überwiegend wahrscheinlich keine namhafte Besserung mehr
erwartet werden könne
, deckt sich mit jener von
Dr.
D._
im Schreiben vom
6.
März 2018
(
Urk.
10/218
). Im Weiteren ist
auch
das von Kreisarzt
B._
erstellte deta
illierte Zumutbarkeits
profil
mit Blick auf die Einschränkungen
am linken Kniegelenk
des Beschwerde
führers
nachvollziehbar.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen
,
dass
Dr.
D._
in der
Stellungnahme vom 1
1.
Oktober 2018
längeres Sitzen aufgrund der Befunde
ebenfalls als
möglich
erachtete
.
Seine Bemerkung,
wonach der Beschwerdeführer möglicherweise nur noch reduziert arbeit
sfähig sein werde, be
gründete
Dr.
D._
im Wesentlichen
damit, dass die Arthrose
noch
zunehmen könnte
(
Urk.
3/38)
.
Massgebend
ist vorliegend jedoch der aktuelle Zustand des linken Kniegelenks
.
Das vom Beschwerdeführer selbst erstellte
Zumutbarkeits
profil
(
Urk.
1 S. 15) findet in den v
orliegenden medizinischen Akten
schliesslich
keine Stütze.
Auf die Beurteilung von Kreisarzt
B._
kann demnach abgestellt werden.
Von weiteren medizinischen
Abklärungen
sind keine
entscheidrelevanten
neuen Er
kenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann (
antizipierte
Be
weiswürdigung; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen
, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirt
schaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
De
m E-Mail der
Y._
AG vom
6.
März 2018 ist zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer
gemäss
Gesamtarbeitsvertrag
Gebäudetechnik
jährlich
eine
Mindestlohnerhöhung von
Fr.
50.-- zugute
hatte. Im Jahr 2017 hätte sich sein Jahreseinkommen daher auf
Fr.
70‘850.-- (
Fr.
5‘450.-- x 13) belaufen (Urk.
10/219).
Dass dem Beschwerdeführer
regelmässig
ein Bonus ausbezahlt worden wäre, geht weder aus dem Schreiben
der
Y._
AG vom 4.
Dezember 2017 (
Urk.
10/151/5) noch aus dere
n E-Mail vom
6.
März 2018 (Urk.
10/219) hervor.
Unter diesen Umständen kann nicht davon ausgegangen werden, dass der von ihm
ge
ltend gemachte Bonus von
Fr.
500.-- (
Urk.
1 S. 20
)
Lohnbestandteil
bildete.
Ein allfälliger Bonus kann
daher
bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
nicht
berücksichtigt werden. Wie aus dem Kumulativjournal
der
Y._
AG
des Jahres 2014 hervo
rgeht (
Urk.
10/151/6), wurde
n
von den
monatlich als Mittagsentschädigungen ausgerichteten
Fr.
350.
-- sodann
keine Beiträge an di
e Sozialversicherungen
erhoben. Diese Entschädigungen zähl
t
en nicht zum Bruttolohn – und sind
bei der Bemessung des
Valideneinkom
mens
d
eshalb
ebenfalls
ausser
Acht zu lassen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_964/2012 vom 1
6.
September 2013 E. 4.3.2). Für das Jahr 2017 ist
demzu
folge
von einem
Valideneinkommen
des Beschwerdeführers
in der Höhe von
Fr.
70‘850.-- auszugehen.
5.3
D
as Invalideneinkommen setzte die Beschwerdegegnerin mi
t
tels der DAP-Methode auf Fr. 65‘906.-- fest (
Urk.
2 S. 6
).
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte
(
Urk.
2 S. 6
)
, handelt es sich bei den fünf ausgewählten Arbeitsplätzen
als Produktio
nsmitarbeiter, Montage
arbeiter
(
Beschriften
)
, Montagearbeiter
(
Endmontage
)
, Qualitätsprüfer und Büro
angestellter
(
Urk.
10/162/1)
um leichte bis sehr leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten.
Gestützt auf das von Kreisarzt
B._
erstellte Zumutbarkeitsprofil kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer die körperlichen Anfor
derungen dieser Stellen erfüllt. Insbesondere ist es ihm möglich, sehr oft Lasten bis 5 kg
und selten Lasten bis 10 kg bis Lendenhöhe
zu heben
und zu tragen
(
vgl.
DAP-Nr. 380721
und DAP-Nr. 3512,
Urk.
10/162/
6-
7 und
Urk.
10/162/
18-
19
)
.
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
70‘850.--
und einem Inva
lideneinkommen von Fr. 65‘906.--
resultiert eine
unfallbedingte
Erwerbseinbusse
von
Fr.
4‘944.--
und d
amit ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 7
%
(Fr. 4‘944.--
:
Fr.
70‘850.--
).
5.5
Ob trotz der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände gegen die Feststel
lungen in den DAP-Erfassungsblättern (vgl. Urk. 1 S. 24 ff.) ohne Weiteres auf die von der
Beschwerdegegnerin herangezogenen Durchschnittslöhne der fünf Arbeitsstellen abgestellt werden kann, kann offenbleiben. Selbst wenn das Inva
lideneinkommen auf der Grundlage der Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ermittelt wird, ergibt sich kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad.
Der Zentralwert für die mit einfachen Tätigkeiten (Kompetenzniveau 1) beschäf
tigten Männer betrug im Jahre 2014 im privaten Sektor Fr. 5’312.-- pro Monat bei 40 Arbeitsstunden pro Woche (LSE 2014, Tabelle T1_tirage_skill_level), was unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsab
teilungen, Tabelle T 03.02.03.01.04.01) ein hypothetisches Einkommen von Fr. 66'453.-- pro Jahr ergibt. Angepasst an den Nominallohnindex für Männer (vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne: 2014 = 2220, 2017 = 2249) beträgt das Einkommen im Jahr 2017 Fr. 67'321.--. Ein leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 126 V 75, 134 V 322) ist entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 28) nicht vorzunehmen. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 100 % auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt, der einen breiten Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf
weist, nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten könnte, bestehen nicht. Angesichts des ärztlich umschriebenen Zumutbarkeitsprofils (vgl. E. 4.2) ist rechtsprechungsgemäss davon auszugehen, dass ihm ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten zur Verfügung steht, umfasst der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 doch auch eine Vielzahl von leichten Tätig
keiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 4.2.2, 8C_82/2019 vom 1
9.
September 2019 E. 6.3.2,
9C_264/2016 vom
7.
Juli
2016 E. 5.2
). Grundsätzlich können unter dem Titel leidensbedingter Abzug nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeits
markt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 1
9.
September 2019 E. 6.3.2, 8C_61/2018 vom 2
3.
März 2018 E. 6.5.2). Solche sind vorliegend nicht ersichtlich. Insbesondere rechtfertigt im Bereich des Kompetenzniveaus 1 der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht das schweizerische Bürgerrecht besitzt und ihm deshalb gewisse Berufe für eine Umschulung nicht offenstehen (vgl. Urk. 1 S. 28), keinen Abzug vom Tabellen
lohn (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts
9C_777/2015 vom 1
2.
Mai 2016 E. 5.3).
Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 67'321.-- resultiert verglichen mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 70'850.-- eine Einkommenseinbusse von Fr. 3'529.-- bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 5 %, was keinen Rentenanspruch ergibt (vgl. E. 1.4).
6.
6.1
Da im Zeitpunkt der Untersuchung von Kreisarzt
B._
vom 2
2.
November 2017
keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mehr
erwartet
werden konnte, hat die
Beschwerdegegnerin die
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
zu Recht
per 3
1.
Dezember 2017 eingestellt
.
Alsdann
ist ein Anspruch auf eine
Invalidenrente
zu verneinen.
6.2
Zu ergänzen bleibt
,
dass im
gegenseitigen Verhältnis zwischen Invaliden- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig besteht. Die IV-Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem ein
zelnen Fall selbständig vorzunehmen. Sie dürfen sich ohne weitere eigene Prü
fung nicht mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen
Sozialversicherers begnügen (BGE 133 V 549 E. 6.1).
Aus dem Umstand, dass die IV-Stelle dem Versicherten am
6.
August 2018 Kostengutsprache für eine Um
schulung und ein Coaching erteilte (Urk. 3/35), kann der Beschwerdeführer des
halb nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere besteht bei einem Invalidi
tätsgrad von unter 10 % auch kein Anspruch auf eine Übergangsrente nach Art. 19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit
Art.
30
Abs.
1 UVV (vgl. Thomas
Flückiger
, in:
Frésard-Fellay
/
Leuzinger
/
Pärli
[Hrsg.], Basler Kommentar – Unfall
versicherungsgesetz, Basel 2019, Art. 19
Rz
. 52 und 56).
6.3
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.4
Der Antrag des Beschwerdeführers, es sei eine mündliche Gerichtsverhandlung durchzuführen, ist sodann abzuweisen. Denn aufgrund
des Antrags
in der Beschwerde (Urk. 1
S. 3
) ist davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer in erster Linie darum ging,
dass er selbst und
mehrere Zeugen
befragt werden. Damit ist der Beschwerdebegründung aber nicht zu entnehmen, dass mit dem betref
fenden Rechtsbegehren die von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) geschützte Kontrolle und Transpa
renz der Rechtsfindung durch Anwesenheit von Publikum und Presse an einer Gerichtsverhandlung bezweckt wurde. Ein klarer und unmissverständlicher An
trag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne der EMRK liegt somit nicht vor, und eine weitere Beweisabnahme drängt sich nicht auf (vgl. BGE
122 V 47 E. 3a).