Decision ID: cecfdb54-45ad-409e-9a95-b4198fdcc7e0
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a M._ (Jahrgang 1956) meldete sich am 13. Januar 2007 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie gab an, sie sei Mutter dreier Kinder, die
1976, 1982 und 1984 geboren worden seien. Sie habe keine Berufsausbildung. Von
Februar 1998 bis März 2007 sei sie als Wäscherin in einem Alters- und Pflegeheim tätig
gewesen. Sie leide seit Februar 2005 an einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit
infolge Herzbeschwerden (IV-act. 1). Am 8. Februar 2007 berichtete die Arbeitgeberin
der IV-Stelle des Kantons St. Gallen, die Versicherte sei seit dem 28. Januar 2005
grösstenteils krank. Die Arbeitsstelle als Lingerie-Angestellte sei ihr nach Ablauf der
zweijährigen Frist auf Ende März 2007 gekündigt worden. Die Versicherte habe
unregelmässig zu 50% gearbeitet, die normale Wochenarbeitszeit belaufe sich auf
42 Stunden. Der Stundenlohn habe im Jahr 2005 Fr. 23.20, im Jahr 2006 Fr. 23.60 und
im Jahr 2007 Fr. 23.95 betragen (IV-act. 7).
A.b Der Hausarzt, Dr. med. A._, Allgemeinmedizin FMH, gab der IV-Stelle unter
Beilage zahlreicher Spitalberichte am 20. Februar 2007 an, die Versicherte leide an
einem rezidivierenden Vorhofflattern bei St. n. operiertem ASD-Typ3-Verschluss und
Maze-Operation 4/2005, St. n. zwei erfolglosen Elektrokonversionen bei
Vorhofflimmern 10/2005 und 3/2006 sowie erfolgloser Istmus-Ablation mit komplettem
Block bei Rezidiv des Vorhofflatterns 6/2006. Aktuell bestehe eine erfolgreiche
elektrische Kardioversion vom 3. Februar 2007. Weiter lägen eine Hospitalisation im
Mai 2005 wegen klimakterischen Dauerblutungen mit sekundärer Anämie (Transfusion
von 4 EC-Konserven) sowie eine E-Coli-Sepsis vor. Schliesslich bestehe seit
September 2006 eine Thrombophlebitis Oberschenkel rechts. Die Versicherte sei seit
14. September 2006 bis auf weiteres 100% arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit sei
der Versicherten in reduziertem Ausmass zumutbar (IV-act. 9). Dr. med. B._, Klinik für
Innere Medizin des Kantonsspitals Glarus, Kardiologie, berichtete am 28. Februar 2007,
der primär erfolgreiche Eingriff vom Februar 2007 sei von kurzer Dauer gewesen. Das
Vorhofflimmern sei wieder vorhanden. Die Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
in der Wäscherei sei um etwa 20% eingeschränkt. Der Versicherten seien körperlich
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar (IV-act. 11).
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A.c Das Amt für Arbeit meldete der IV-Stelle am 28. März 2007, die Versicherte habe
auf den 2. April 2007 Arbeitslosenentschädigung beantragt und angegeben, eine 50%
Arbeitsstelle zu suchen (IV-act. 16).
A.d Im Verlaufsbericht vom 5. Juni 2007 gab der Hausarzt an, die Diagnose habe sich
geändert. Seit Mai 2007 sei eine Hypothyreose bekannt. Dies könne die von der
Versicherten beklagte Müdigkeit und Motivationslosigkeit erklären. Die Versicherte sei
nach Elektrokonversion und bei stabilem Sinusrhythmus deutlich erholter und auch
leistungsfähiger. Ab 1. Mai 2007 sei die Versicherte zu 100% arbeitsfähig beurteilt
worden (IV-act. 19).
A.e Mit Vorbescheid vom 9. Juli 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Sie führte aus, nach den ihr zur
Verfügung stehenden Unterlagen sei die Versicherte vom 14. September 2006 bis
30. April 2007 durchgängig arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1. Mai 2007 bestehe
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Die einjährige Wartezeit sei somit nicht erfüllt (IV-act.
24). Am 13. September 2007 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des
Leistungsbegehrens (IV-act. 28). Die Versicherte erhob gegen diese Verfügung am
3. Oktober 2007 Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (IV-
act. 32). Mit Verfügung vom 20. November 2007 widerrief die IV-Stelle ihre Verfügung
vom 13. September 2007 und stellte weitere Abklärungen sowie eine Neuverfügung in
Aussicht (IV-act. 45). Das Versicherungsgericht schrieb mit Entscheid vom
17. Dezember 2007 das Verfahren ab (IV-act. 49).
B.
B.a Der Hausarzt Dr. A._ berichtete der IV-Stelle am 27. November 2007, der
Gesundheitszustand habe sich leicht verschlechtert. Die Herzinsuffizienz habe bei
unauffälliger Echokardiographie und Belastung leicht zugenommen. Die Versicherte
klage lediglich über eine leichte Leistungsschwäche. Man versuche, mit einer
Umstellung der Medikamente eine Besserung zu erreichen (IV-act. 47).
B.b Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt gab
die Versicherte am 4. Januar 2008 an, sie könne den Haushalt mehrheitlich selbständig
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bewältigen, solange sie arbeitslos sei. Sie könne die Arbeiten im Haus über den ganzen
Tag verteilt mit Ruhepausen vornehmen. Seit sie im Rahmen eines Programms des
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) 50% arbeite, sei sie zunehmend am
Abend erschöpft. Sie fühle sich auf längere Zeit nur für 50% arbeitsfähig. Ihr Mann
verdiene Fr. 5'680.-- pro Monat. Die Hypothek für das gemeinsame Haus betrage Fr.
530'000.--. Ohne Behinderung würde sie zu 70 bis 80% einer Erwerbstätigkeit an ihrem
bisherigen Arbeitsort nachgehen. Sie würde aus wirtschaftlichen Gründen einer
Erwerbstätigkeit nachgehen, um die Hypotheken abzuzahlen und die Altersvorsorge
auszubauen. Sodann seien zwei erwachsene Kinder ausgezogen (IV-act. 50).
B.c Am 24. Januar 2008 führte die IV-Stelle eine Abklärung vor Ort durch. Dabei
notierte die Abklärungsperson, die Versicherte wäre ohne Gesundheitsschaden
weiterhin ihrer bisherigen Tätigkeit im selben Pensum von etwa 50% nachgegangen,
dies insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen. Zurzeit arbeite die Versicherte in
einem Einsatzprogramm des RAV in einem Pensum von 50%. Die Arbeit gefalle ihr gut,
sie könne sie gut erledigen. Wegen eines Unfalls bestehe gerade eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Am Nachmittag habe sie dann genügend Zeit für den Haushalt. Die
Versicherte sei somit als 50% Erwerbstätige und 50% Hausfrau zu qualifizieren. Wie
schon im Haushalt-Fragebogen angegeben, bestätige die Versicherte, dass sie
grundsätzlich in den Haushalttätigkeiten nicht eingeschränkt sei. So sei es ihr weiterhin
möglich, die anfallenden Arbeiten selber zu erledigen. Sie benötige etwas mehr
Ruhepausen und sei anschliessend auf Grund der Krankheit sehr müde. Aber sie
brauche keine Fremdhilfe, sonst würden der Ehemann oder der Sohn Arbeiten
übernehmen. Die Abklärungsperson hielt fest, im Haushalt resultiere keine
Einschränkung (IV-act. 56).
B.d Mit Verlaufsbericht vom 12. Februar 2008 gab Dr. A._ an, der
Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Es bestehe eine zunehmende
Herzinsuffizienz bei bekannten Diagnosen. Das Vorhofflimmern lasse sich
therapeutisch kaum mehr beeinflussen. Am 5. Januar 2008 habe die Versicherte einen
Unfall erlitten mit einem axialen HWS- und BWS-Trauma. Die Beschwerden bezüglich
HWS hätten sich im Verlauf bereits deutlich gebessert. Die Prognose sei offen. Auf
Grund der zunehmenden Herzinsuffizienz und des erlittenen HWS-Schleudertraumas
könne die Versicherte am bisherigen Arbeitsplatz nicht integriert werden. Die bisherige
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Tätigkeit sei der Versicherten zwei bis drei Stunden pro Tag möglich. Andere
Tätigkeiten könne die Versicherte sicher nur halbtags ausüben und sie wäre dabei
vermindert belastbar. Sicher seien keine körperlich schweren Tätigkeiten zumutbar. Die
Arbeitsfähigkeit betrage 50% bei einer reduzierten Leistungsfähigkeit (IV-act. 55).
B.e In seiner Stellungnahme vom 28. März 2008 gab der RAD-Arzt an, nach den Akten
sei keine erhebliche Verschlechterung der Herzinsuffizienz ersichtlich. Die momentane
Arbeitsunfähigkeit beruhe auf dem Unfallereignis vom 5. Januar 2008. Gemäss
Hausarzt habe sich die Folgesymptomatik bereits deutlich gebessert. Beim
Sturzereignis handle es sich somit lediglich um eine vorübergehende Verschlechterung.
Dass im Haushalt gemäss Angaben der Versicherten keine Einschränkung bestehe, sei
auch aus medizinischer Sicht plausibel (IV-act. 57).
B.f Mit Vorbescheid vom 22. April 2008 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentengesuchs in Aussicht. Sie gab an, die Versicherte sei zu 50% als Erwerbstätige
und zu 50% als im Haushalt Tätige zu betrachten. Nach den zur Verfügung stehenden
Unterlagen habe vom 28. Januar 2005 (richtig 25. Januar 2005 [IV-act. 14-5/6 und
17-1/2]) bis 4. September 2005 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Vom
5. September 2005 bis 7. Mai 2006 habe die Arbeitsunfähigkeit 60% betragen. Ab
5. September 2005 sei es der Versicherten bei einer Arbeitsfähigkeit von 40% möglich
gewesen, ein Jahreseinkommen von Fr. 20'398.-- zu erzielen. Dabei sei eine
Leistungsverminderung von 10% berücksichtigt. Im Vergleich zum früheren
Erwerbseinkommen von Fr. 29'569.-- bestehe eine Erwerbseinbusse von Fr. 9'171.--.
Der Teilinvaliditätsgrad betrage deshalb 31%. Im Haushalt bestehe keine
Einschränkung. Gesamthaft betrage der Invaliditätsgrad 16%. Ab 8. Mai 2006 sei aus
medizinischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben, weshalb es der
Versicherten ab diesem Zeitpunkt wieder möglich gewesen sei, dasselbe
Jahreseinkommen zu erzielen wie bisher. Da der Invaliditätsgrad unter 40% liege,
bestehe kein Anspruch auf eine Rente (IV-act. 62). Mit Verfügung vom 3. Juni 2008
wies die IV-Stelle das Rentengesuch der Versicherten ab (IV-act. 63).
C.
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C.a Gegen diese Verfügung erhebt die Versicherte am 1. Juli 2008 Beschwerde. Sie
beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 3. Juni 2008 und die
Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Neuüberprüfung und Neuverfügung. Sie
gibt an, ab 8. Mai 2006 habe keine vollständige Arbeitsfähigkeit bestanden. In der
Beilage sei das entsprechende Arztzeugnis, das eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiere. Die damaligen Beschwerden hätten zu einer erneuten Hospitalisation
geführt. Die an den 28. Juli 2006 anschliessende 40%ige Arbeitsfähigkeit habe bis zum
12. September 2006 bestanden, weil sie erneut habe hospitalisiert werden müssen und
bis zum Ende der Kündigungsfrist im März 2007 ihre Arbeit nicht mehr habe
aufnehmen können. Seither sei sie zu 50% arbeitsfähig und dementsprechend beim
RAV für ein 50% Pensum angemeldet. Am 5. Januar 2008 sei sie eine Treppe
hinuntergestürzt. Die erlittenen Verletzungen seien nicht so gravierend erschienen und
hätten nur zu einer kurzen Arbeitsunfähigkeit geführt. Nun zeige sich aber, dass trotz
Physiotherapie zunehmende Schmerzen in den Schultern, Armen und im Nacken
aufträten. Was daraus werde bleibe abzuwarten und würde dann durch die IV wohl als
neu zu beurteilender Fall angesehen (G act. 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. November 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin eine teilweise Gutheissung der Beschwerde. Der
Beschwerdeführerin sei eine von Februar bis Juli 2007 befristete halbe Rente
zuzusprechen. Sie führt aus, die Beschwerdeführerin habe sich erst im Januar 2007
angemeldet. Für die Prüfung des Rentenanspruchs sei deshalb entscheidend, ob sie im
Januar 2006 oder zu einem späteren Zeitpunkt das Wartejahr bestanden habe. Die
Beschwerdeführerin gelte seit Mai 2007
- abgesehen von den vorübergehenden Einschränkungen durch die Folgen eines
Sturzereignisses - als voll arbeitsfähig. Unter diesen Umständen könne auf eine
Begutachtung zur Klärung der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit verzichtet werden. Aus
der Zusammenstellung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten ab Januar 2005 ergebe
sich, dass das Wartejahr mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 40% im
Januar 2006 knapp erfüllt worden sei, eine rentenbegründende Invalidität jedoch bei
einer 40%igen Arbeitsfähigkeit im Erwerb und uneingeschränkter Tätigkeit im Haushalt
nicht erfüllt worden sei. Die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit habe erst im Februar
2007 einen Wert von über 40% erreicht. Damals und in den drei Folgemonaten habe
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, so dass ein Invaliditätsgrad von 50%
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anzunehmen sei. Der Beschwerdeführerin sei deshalb von Februar bis Juli 2007 eine
halbe Rente auszurichten (G act. 8).
C.c Die Beschwerdeführerin verzichtet innert Frist auf eine Replik, weshalb das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 8. Dezember 2008 den
Schriftenwechsel abschliesst (G act. 9 und 10).
C.d Mit Beweisbeschluss vom 23. Februar 2010 beschliesst das Versicherungsgericht,
dem RAD eine Zusatzfrage zur Leistungseinschränkung der Versicherten im Haushalt
zu unterbreiten (G act. 11). Der RAD-Arzt Dr. C._ nimmt am 26. März 2010 zum
Ausmass der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt Stellung. Anamnestisch
werde in den Akten mehrfach erwähnt, dass die Versicherte mögliche Symptome der
Rhythmusstörungen, insbesondere Palpitationsbeschwerden, pectanginöse
Beschwerden und Schwindelsensationen, subjektiv kaum wahrnehme. Auch seien nie
Synkopen (plötzlicher Bewusstseinsverlust) aufgetreten. Während die
Arbeitsunfähigkeit ausser Haus im ärztlich dokumentierten Ausmass wegen potenziell
möglichem Auftreten von Synkopen und daher mit höherem Stress und grösserer
körperlicher Belastung einhergehend als nachvollziehbar erscheine, sei eine
Einschränkung in der Haushaltstätigkeit sowohl anamnestisch wie klinisch nicht
nachvollziehbar. Abgesehen von den Hospitalisationen im Universitätsspital Zürich vom
27. April bis 8. Mai 2005 zur operativen Sanierung des Vorhofseptumdefektes und der
anschliessenden postoperativen Rehabilitation in der Höhenklinik Wald vom 8. bis 28
Mai 2005 sowie der Hospitalisation im Spital Linth in Uznach vom 15. bis 24. Mai 2006
zur Abklärung einer seit drei Wochen anhaltenden Hypermenorrhoe beziehungsweise
zu Behandlung der Urosepsis und vom 18. bis 25. September 2006 zur Behandlung
einer Thrombophlebitis des rechten Oberschenkels habe es sich bei allen übrigen
Spitalbehandlungen bei der weitgehend beschwerdefreien Versicherten um kurzzeitige,
maximal zwei Tage dauernde Behandlungen der Herzrhythmusstörung mittels
medikamentöser Einstellung beziehungsweise den Elektrokonversionen und der
Ablationsbehandlung gehandelt. Für den Zeitraum bis zum 30. April 2007 sei deshalb
keine nennenswerte und anhaltende Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Haushalt
ausgewiesen (G act. 12).
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C.e Die Parteien verzichten in der Folge auf eine Stellungnahme zum von der
Gerichtsleitung nachträglich eingeholten Bericht des RAD vom 26. März 2010, weshalb
der Schriftenwechsel wieder als geschlossen gilt (G act. 16).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 3. Juni
2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem Inkrafttreten
der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat.
Daher ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit
bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem
Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision:
BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006 [I 428/04] E. 1). Für die
Invaliditätsbemessung ergibt sich dadurch keine substanzielle Änderung. Neu normiert
wurde hingegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden
Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei
Verfügungen unter neuem Recht für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen
Bestimmungen anzuwenden sind. Der Gesetzgeber hat keine diesbezügliche
Übergangsbestimmung erlassen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat im
Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 vorgesehen, grundsätzlich auf den
Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls abzustellen, aber auch für Sachverhalte
mit Eintritt des Rentenfalls im Jahr 2008 altes Recht anzuwenden, wenn die Anmeldung
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ebenfalls noch im Jahr 2008 erfolgt ist. Das Bundesgericht hat gestützt auf das
Rundschreiben, wenn der Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2008 entstanden wäre,
altes Recht angewendet (etwa Urteile des Bundesgerichts i/S S. vom 28. August 2008
[8C_373/2008] und i/S P. vom 9. März 2009 [8C_491/08]). Bezüglich des allfälligen
Rentenbeginns rechtfertigt es sich vorliegend, angesichts der IV-Anmeldung vom
13. Januar 2007 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Ende Januar 2005, die bis zum
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat dem Gericht in ihrer Beschwerdeantwort den Antrag
gestellt, der Beschwerdeführerin von Februar bis Juli 2007 eine halbe Rente
zuzusprechen. Eine Verfügung pendente lite (Art. 53 Abs. 3 ATSG) dieser Art hat sie
zuvor nicht erlassen. Das Gericht ist an die Parteibegehren nicht gebunden (Art. 61 lit.
d ATSG).
2.
2.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG
anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Bei nicht erwerbstätigen
Versicherten im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG - so namentlich bei im Haushalt tätigen
Personen - wird hingegen für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in
welchem Mass eine Behinderung besteht, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu
betätigen (aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 27 IVV). Als Aufgabenbereich der im
Haushalt tätigen Personen gilt unter anderem die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie
bis
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die Erziehung der Kinder (Art. 27 IVV). Bei versicherten Personen, die nur zum Teil
erwerbstätig wären, wird die Invalidität diesbezüglich nach Art. 16 ATSG festgelegt.
Wären sie daneben in einem Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese
Tätigkeit nach aArt. 28 Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind die Anteile der
Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im anderen Aufgabenbereich festzustellen und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen
(aArt. 28 Abs. 2 Abs. 1 IVG). Diese Art der Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss
als gemischte Methode bezeichnet.
2.2 Die Beschwerdeführerin leidet seit dem 25. Januar 2005 an einer Herzkrankheit.
Diese Krankheit schränkt die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen in ihrer
Leistungsfähigkeit ein. Bis Mai 2007 war die Beschwerdeführerin zwischen 60 und
100% arbeitsunfähig erklärt worden. Seither besteht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für
körperlich leichte Tätigkeiten. Diese ist durch den Unfall vom 5. Januar 2008
vorübergehend aufgehoben worden. Körperlich schwere Tätigkeiten sind der
Beschwerdeführerin klarerweise nicht mehr zumutbar. Je nach Beschäftigungsgrad
kann die von Januar 2005 bis Mai 2007 dauernde Arbeitsunfähigkeit allenfalls einen
Rentenanspruch begründen. Als erstes ist deshalb zu prüfen, in welchem Pensum die
Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall erwerbstätig wäre, weil dies
Auswirkungen auf die Invaliditätsbemessung hat.
2.3 Gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin im Haushaltsbericht vom
24. Januar 2008, wonach sie im Gesundheitsfall einer Teilerwerbstätigkeit im Umfang
von 50% nachgehen würde, hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad mit der
gemischten Methode 50% Erwerb und 50% Haushalt bemessen. In ständiger Praxis
prüft das Bundesgericht die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass eine
versicherte Person auch ohne den Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich tätig
wäre, anhand der hypothetischen Verhaltensweise der versicherten Person. Nach
Ansicht des Bundesgerichts ist dazu abzuklären, ob die versicherte Person ohne den
Gesundheitsschaden mit Rücksicht auf die gesamten Umstände (persönlicher,
familiärer, sozialer und erwerblicher Art) erwerbstätig oder im Aufgabenbereich tätig
wäre. Dabei sollen die finanzielle Notwendigkeit der Aufnahme oder der Ausdehnung
einer Erwerbstätigkeit, allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben, das Alter der
versicherten Person, deren berufliche Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen
bis
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massgebend sein. Abzustellen sei auf die hypothetischen Verhältnisse in tatsächlicher
Hinsicht, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben
würden (vgl. BGE 130 V 393 E. 3.3; BGE 125 V 146 E. 2c).
2.4 Gemäss IK-Auszug (IV-act. 4) ist die Beschwerdeführerin seit 1979 keiner
vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Damals war die Beschwerdeführerin
bereits Mutter einer 1976 geborenen Tochter. Im Hinblick auf die Betreuungsaufgaben
ist eine Teilerwerbstätigkeit begründet. Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend
Erwerbstätigkeit und Haushalt hat die Beschwerdeführerin am 4. Januar 2008 angeben,
im hypothetischen Fall würde sie aus finanziellen Gründen (Hypothek, Altersvorsorge)
und dem Umstand, dass zwei Kinder bereits ausgezogen seien, der bisherigen
Tätigkeit im Umfang von 70 bis 80% nachgehen. Ab wann sie ihre Teilerwerbstätigkeit
aufgestockt hätte, hat sie nicht angegeben (IV-act. 50). Nur wenige Wochen später, bei
der Abklärung vor Ort am 24. Januar 2008, hat die Beschwerdeführerin ausgeführt, sie
würde im Gesundheitsfall lediglich zu 50% einer Erwerbstätigkeit nachgehen (IV-act.
56). Dieser Widerspruch ist von der Abklärungsperson nicht geklärt worden. Dem
Gericht erscheint es nicht als überzeugend, dass die spätere Aussage der
Beschwerdeführerin zutreffender sein soll als die früher gemachte. Beim Ausfüllen des
Fragebogens war sie nämlich nicht durch ein Verhalten oder unklare Fragestellungen
der Abklärungsperson beeinflusst worden. Der Beschwerdeführerin wäre es im
hypothetischen Gesundheitsfall objektiv zumutbar, zu einem höheren wenn nicht gar
vollzeitigen Pensum zu arbeiten, da der Ehemann ein eher geringes Einkommen erzielt,
die Familie ein eigenes Haus besitzt und eine hohe Hypothek abzuzahlen hat und die
Beschwerdeführerin Lücken in der Altersvorsorge hat. Sodann sind die Kinder nicht
mehr betreuungsbedürftig. Das Jüngste ist im Jahr 2000 16 Jahre alt geworden.
Dennoch war die Beschwerdeführerin von 1998 bis Ende März 2007 unregelmässig in
einem Pensum von 50% angestellt (IV-act. 7-6/42 bis 7-30/42) und hat sich auch für
ein solches Pensum beim RAV gemeldet (IV-act. 16). Aus den Akten ergeben sich keine
Hinweise, dass die Beschwerdeführerin schon früher lieber mehr als 50% gearbeitet
und die gesundheitlich bedingte Leistungseinschränkung sie daran gehindert hätte.
Insgesamt erscheint dem Gericht die Annahme einer weiterhin 50%igen
Erwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall als überwiegend wahrscheinlich.
Auf weitere Abklärungen zur Statusfrage kann daher verzichtet werden. Zur
Bemessung der Invalidität ist somit die gemischte Methode anzuwenden unter der
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Annahme, die Beschwerdeführerin wäre zu 50% im Erwerb und zu 50% im Haushalt
tätig.
3.
3.1 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Aus den
Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin vom 25. Januar 2005 (IV-act. 14-5/6
und 17-1/2) bis 4. September 2005 vollständig arbeitsunfähig war (IV-act. 7/41 und 58).
Vom 5. September bis 30. September war eine 50%ige und ab 1. Oktober 2005 bis
7. Mai 2006 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Vom 8. Mai bis
20. August 2006 war die Beschwerdeführer 100% arbeitsunfähig. Vom 21. August bis
23. September 2006 war eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Schliesslich
war die Beschwerdeführerin aber vom 13. September 2006 bis 30. April 2007 zu 100%
arbeitsunfähig. Seither gilt wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bis zum Verfügungserlass
(IV-act. 7-31/42 bis 7-42/42). Diese Arbeitsunfähigkeiten sind vom RAD-Arzt Dr. C._
als nachvollziehbar beurteilt und sowohl für die bisherige Tätigkeit wie für eine
leidensangepasste Tätigkeit als gültig erachtet worden (IV-act. 40, 58 und G act. 12).
Auf die hausärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen kann abgestellt werden. Sodann
hat der RAD in seinem Bericht vom 26. März 2010 bestätigt, dass die gesundheitlichen
Beschwerden die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit im Haushalt nicht einschränkten
(G act. 12). Der Beschwerdeführerin ist daher die Tätigkeit im Haushalt
uneingeschränkt zumutbar.
3.2 Das Wartejahr nach aArt. 29 Abs. 1 IVG begann am 25. Januar 2005 zu laufen.
Relevant ist nach dem Wortlaut des Gesetzes in aArt. 29 IVG Abs. 1 lit. b die während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%ige
Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG. Gemäss Art. 6 ATSG ist dabei die
Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich gemeint. Die
Arztzeugnisse der Beschwerdeführerin beziehen sich auf die Arbeitsunfähigkeit in ihrem
Beruf. Im Jahr 2005 war die Beschwerdeführerin etwas über acht Monate lang 100%,
danach einen Monat lang 50% und schliesslich bis Ende Jahr 60% arbeitsunfähig. Die
durchschnittlichen 40% sind daher ohne weiteres im Januar 2006 erfüllt worden. Die
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von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. November 2008
angewendete gemischte Bemessungsmethode des Invaliditätsgrades auf die
durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitsgrade während des Wartejahrs widerspricht
dagegen den ärztlichen Arbeitsfähigkeitszeugnissen und ist nicht nachvollziehbar.
3.3 Weil die Beschwerdeführerin im Januar 2006 das Wartejahr erfüllt hat, ist demnach
für die Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommens auf die Löhne im Jahr 2006
abzustellen. Die Beschwerdeführerin hat vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr
2004 gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK; IV-act. 4) in einem Pensum
von etwa 50% Fr. 29'569.-- verdient. Dieses Einkommen ist an die
Nominallohnentwicklung bis 2006 (1.0 und 1.2%) anzupassen. Das Valideneinkommen
beträgt somit Fr. 30'462.--. Die Arbeit als Lingerie-Mitarbeiterin ist der
Beschwerdeführerin weiterhin zumutbar, weshalb kein Grund besteht, eine andere
Invalidenkarriere zur Ermittlung des Invalideneinkommens herbeizuziehen.
3.4 Nach dem heute herrschenden methodischen Vorgehen der bundesgerichtlichen
Praxis entspricht das Invalideneinkommen dem Verdienst, den die versicherte Person
nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte. Das im Gesundheitsfall geleistete Teilzeit-Arbeitspensum bildet somit eine
zeitliche Schranke für die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit (Urteil des
Bundesgerichts vom 14. August 2008 i/S. M [9C_213/2008] E.3.1). Die
Erwerbseinbusse wird alsdann unter der Annahme einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit
bemessen. Im Gegensatz zur reinen Erwerbseinkommensvergleichsmethode wird die
verminderte Arbeitsfähigkeit jedoch nicht anteilsmässig berücksichtigt, was zu
folgendem Ergebnis führt: Die Beschwerdeführerin kann im hier vorliegenden Fall im
Rahmen eines erwerblichen Pensums von 50% ihre Restarbeitsfähigkeit von 40%
(60%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Januar bis 7. Mai 2006) voll verwerten.
Entsprechend der bisherigen Entlöhnung für ein 50% Pensum von Fr. 30'462.-- als
Lingerie-Mitarbeiterin beträgt das Einkommen für ein 40% Pensum Fr. 24'370.-- (Fr.
30'462.-- als Teilzeit-Valideneinkommen beträgt hochgerechnet auf ein 100% Pensum
Fr. 60'924.--. Entsprechend der zumutbaren 40%igen Arbeitsfähigkeit beträgt das
Invalideneinkommen noch Fr. 24'370.--). Nach der Bundesgerichtspraxis resultiert
lediglich eine Erwerbseinbusse von Fr. 6'092.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad im
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Erwerb von 19%. Bezogen auf das 50% Pensum ergibt der Teilinvaliditätsgrad 9.5%
(0.5 x 19%). Nach der Auffassung des Versicherungsgerichts wäre stattdessen der
Umfang der Arbeitsfähigkeit bezogen auf das Teilzeitpensum zu berücksichtigen, das
heisst, es wären für den IV-Grad im Erwerb Validen- und Invalideneinkommen bezogen
auf ein 100%-Vollpensum zu ermitteln und um den Teilerwerbsfaktor zu gewichten
(40% Einkommen gewichtet mit 0.5 ergäbe einen Teilinvaliditätsgrad von 20% [vgl.
dazu etwa Urteil vom 9. Mai 2006, IV 2005/88]). Gegen eine Praxisänderung hat sich
das Bundesgericht jedoch wiederholt ausgesprochen (vgl. etwa oben genanntes Urteil
9C_213/2008). Da im Haushalt keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit gegeben
ist, beträgt der Invaliditätsgrad für die Monate Januar bis Mai 2006 gerundet 10%,
womit vorerst kein Anspruch auf eine Rente bestand.
3.5 Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechterte sich in der Folge.
Vom 8. Mai bis 20. August 2006 sowie vom 13. September 2006 bis 30. April 2007
bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab 1. Mai 2007 ist der Beschwerdeführerin
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar. Die 40%ige Arbeitsunfähigkeit vom
21. August bis 12. September 2006 stellt keinen Unterbruch der 100%igen
Arbeitsunfähigkeit dar. Das Wartejahr ist nicht erneut zu erfüllen. Daher resultiert im
Erwerb ein Teilinvaliditätsgrad von 50% während der 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Im
Haushalt bestand weiterhin keine Einschränkung, weshalb der Invaliditätsgrad
insgesamt 50% beträgt. Die Beschwerdeführer hat deshalb in Anwendung von Art. 88a
Abs. 2 IVV ab August 2006 bis Juli 2007 Anspruch auf eine halbe Rente. Die
Rentenausrichtung vor der Anmeldung im Januar 2007 ist im Rahmen von Art. 48 Abs.
2 IVG ab August 2006 zulässig.
3.6 Die in der Beschwerde geltend gemachte Verschlechterung des
Gesundheitszustandes ist als Neuanmeldung zu prüfen.
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die angefochtene Verfügung vom
3. Juni 2008 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Der
Beschwerdeführerin ist vom 1. August 2006 bis 31. Juli 2007 eine halbe Rente
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zuzusprechen. Die Sache ist zur Berechnung der Rentenhöhe an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3
Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete
Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG