Decision ID: 2ebf9cc0-4245-41aa-87a5-961889a56049
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
war bei der
Y._
als
Geschäftsführer
angestellt und bei der
Schweizerische
n
Mobiliar Versicherungs
gesellschaft AG
(
Mobiliar
) obligatorisch unfallversichert, als er
gemäss
Unfall
meldung
vom 2
0.
Juli 2012
am
7.
Juli 2012 beim Joggen strauchelte, sich das rechte Bein übertr
at
und dabei das rechte Knie verdreht
e
(
Urk.
8/2).
Bereits
im
Juni 2012
hatte
sich der Versicherte
wegen Knieproblemen in ärztli
cher und physiotherapeutischer Behandlung
befunden
(
Urk.
8/
4/2,
Urk.
8/3/
4
).
Die Erstbehandlung
nach dem
Ereignis
vom
7.
Juli 2012
fand am
2
0.
Juli
2012 bei
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für
Orthopädie und Chirurgie
, statt
(
Urk.
8/3/4)
. Daraufhin folgten weitere Arztkonsultationen und medizinische Behandlungen
(
Urk.
8/3/7)
. Unter anderem wurde der Versicherte am
2
7.
Juli
2012
in der
A._
wegen eines medialen
Meniskushinterhornrisses
am rechten Knie
gelenk
operiert (
Urk.
8/3/2
).
Am 1
4.
August 2012 sandte der Versicherte den ausgefüllten Fragebogen
zum Unfallhergang
an die
Mobiliar
(
Urk.
8/
1/2
-5
).
Mit Schreiben vom
3
1.
August 2012
sowie hernach mit Verfügung vom
1
2.
November 2012
verneinte
die
Mobiliar
ihre Leistungspflicht. Dies
erfolgte
mit der Begründung, dass
ein Zusammenhang zwischen den gemeldeten
Knie
beschwerden
(Meniskusschaden) und dem Vorfall vom
7.
Juli 2012 zwar mög
lich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich sei
(
Urk.
8/
1/
6-
7,
Urk.
8/1/
23-
24
). Gegen die
se
Verfügung vom
1
2.
November 2012
(
Urk.
8/1/23-24) erhob
der Versicherte
am
1
7.
November 2012
, ergänzt am
2
0.
Dezember
201
2
, Einsprache (
Urk.
8/
1/
33
,
Urk.
8/
1/
37-
43
). Die
Mobiliar
wies diese Einsprache mit
Ein
spra
che
entscheid
vom
2
0.
März 2013 ab (
Urk.
2
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2
0.
März 2013
(
Urk.
2)
erhob
der Ver
si
cher
te
, vertreten durch Rechtsanwalt Volker
Pribnow
,
am
3.
Mai
2013 Be
schwer
de und beantragte dessen Aufhebung
sowie
die
Zusprache
der gesetzli
chen Leistungen
. Eventualiter beantragte er, es seien weitere medizinische Ab
klärungen vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit
der
Beschwerdeantwort vom
1
0.
Juni
2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was de
m
Beschwerdeführer am
1
1.
Juni
2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt
- die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür
lichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sich
tigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Per
son aus
ei
nander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abge
geben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und
Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt, es sei gestützt auf die Einschätzung
ihres beratenden Arztes
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie
, davon aus
zugehen, dass die Beschwerden im Bereich des Kniegelenks nur möglicherweise und nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das angegebene Ereignis vom
7.
Juli
201
2
zurückzuführen seien. Dies begründete sie damit, dass
Dr.
Z._
das Unfallereignis am 2
0.
Juli 2012 offenbar nicht
bekannt
gewe
sen sei, obwohl es nur kurze Zeit davor stattgefunden habe. Die Angaben von
Dr.
Z._
in Bezug auf das Unfalldatum in der Krankengeschichte seien wider
sprüchlich
. Des Weiteren
hätten bereits vor dem Unfallereignis
Kniebe
schwerden
bestanden und komme
Dr.
B._
zum Schluss, dass die Vor
ge
schichte, der klinische Befund und die bildgebenden Untersuchungen typisch für einen chronischen Überlastungsschaden im medialen Kniekompartiment mit
Ödembildung
im Bereich des medialen
Tibiaplate
au
s
und des medialen
Seiten
bandes
seien, mit Ausbildung einer B
u
rsitis am
Pes
anserinus
, mit Ausbildung einer
Bakerzyste
und schlussendlich verschleissbedingter Läsion am medialen Meniskus
(
Urk.
2).
2.2
D
er Beschwerdeführer
bringt dagegen vor,
dass die Beschwerdegegnerin auf
grund eines Datumsfehlers in den medizinischen Akten fälschlicherweise von einem Unfallereignis im April 2012 ausgegangen sei
.
Zum Zeitpunkt des Unfalls
am
7.
Juli 2012 habe kein krankhafter Vorzustand des rechten Knies mehr bestanden, da
er
zu diesem Zeitpunkt beschwerdefrei gewesen sei.
Seine
Physio
therapeutin habe am 1
0.
Juli 2012 eine Blockierung und einen Klemmschmerz im rechten Knie festgestellt. Insgesamt sei festzuhalten, dass der Bericht des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin sich auf einen nicht korrekten und unvollständigen Sachverhalt stütze.
Der
Meniskusschaden im rechten Kniege
lenk stehe deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Unfallereignis vom
7.
Juli 201
2.
Beschwerden auf
grund von
Menikusschädigungen
seien gemäss
Art.
9
der Verordnung über die
Unfallversicherung (
UVV
)
den Unfällen gleichgestellt, weshalb die
Beschwerde
gegnerin
für die Folgen dieser Schädigung zuständig sei und die gesetzlich vor
gesehenen Leistungen zu erbringen habe
(
Urk.
1).
3.
3.1
Am 2
7.
April 2011 hielt
Prof.
Dr.
med.
C._
vom Insti
tut für Radiologie und Nuklearm
edizin von der Klinik
D._
fest, dass beim Versicherten eine leichte
bursitische
Reizung in der Bursa
anserina
sowie eine leichte unspezifi
sche Imbibition des Hoffa-Fettkörpers vor
liege. Es sei weder eine
Läsion des
Knie
streckapparates
noch eine
Kniebinnenläsion
festzustellen
(
Urk.
8/1/71).
3.2
Der behandelnde Arzt
Dr.
Z._
vermerkte
im Auszug vom 2
0.
Juli 2012 aus der Ablaufgeschichte betreffend den
5.
Juni 2012
anamnestisch
eine wechselnde Symptomatik im rechten Kniegelenk. Der Ve
r
sicherte sei bei einem Lauf Mitte
April 2012 gestürzt und darauf
hin seien stärkere Schmerzen aufgetreten, zuerst im Adduktorenbereich, jetzt mehr
femoropatellar
. Einerseits entspräche
n die Beschwerden einer
jumpers
-
knee
-
ähnlichen Symptomatik, andererseits träten sie auch im Bereich des
Patellaoberpoles
auf.
Femeropatellare
Blockaden seien fraglich. Als Prozedere wurde eine Fortsetzung der Physiotherapie mit
Rück
fussstabilisationstraining
inklusive
femoropatellarem
Stabilisieren der Kniege
lenke fest
gelegt
. Der Versicherte solle sich bei Symptompersistenz melden, wobei dann vorgängig ein MRI durchgeführt werde (
Urk.
8/3/4).
Am
gle
ichen Tag
ordnete
Dr.
Z._
eine p
hysiotherap
eutische Behandlung
an (
Urk.
8/4/2).
3.
3
Am 2
0.
Juli 2012 hielt
Dr.
Z._
fest, der Versicherte sei zwischenzeitlich in den Ferien gewesen und die Symptome seien weiterhin vorhanden. Diese träten belastungsabhängig im rechten Kniegelenk auf medialer Gelenkspalthöhe auf, wobei der Versicherte gelegentlich auch
ein Klicken im Kniegelenk versp
üre. Das MRI habe einen Unterflächeneinriss des medialen Meniskus-/
Korpus
hin
ter
horn
s
mit teilweiser Subluxation des Meniskus und
des
umschriebenen
Kno
chenmark
oedem
s
des
Tib
iakopfs
in dem Bereich ergeben
(
Urk.
8/3/4). Nach der bildgebenden Untersuchung im Institut für Radiologie der Klinik
D._
wurde im Bericht vom gleichen Datum festgehalten,
es lägen
eine mediale
Menis
kusläsion
mit assoziierten Signalalterationen des Knochenmarkes im
Tibia
pla
teau
,
periligamentäre
Veränderungen um das
mediale
Seitenband, eine
Pes
anserinus
-Bu
r
sitis, eine kleinste Baker-Zyste und
retropatelläre
oberflächli
che Knorpelschäden
vor
(
Urk.
8/3/6).
In der Bagatellunfallmeldung vom 2
0.
Juli 2012 hielt der Versicherte fest, er sei am
7.
Juli 2012 um 16 Uhr beim Jogging gestrauchelt, wobei er sich das rechte Bein übertreten und dabei das rechte Knie verdreht habe (
Urk.
8/2).
3.4
Am 2
7.
Juli 2012 fand in der
A._
eine partielle mediale
Menis
kektomie
(Korpus und
Hinterhorn
) statt (
Urk.
8/3/2). Im Austrittsbericht vom 3
0.
Juli 2
012 wurde als Diagnose ein postt
raumatischer medialer
Meniskushin
terhornriss
des rechten Kniegelenkes aufgrund eines Sturzes beim Joggen im Juli 2012 vermerkt. Dabei wurde festgehalten, dass die Operation komplika
tions
los verlaufen sei (
Urk.
8/3/3).
3.
5
Am
6.
August 2012 vermerkte
Dr.
Z._
,
dass
im
Operations- und
im
Aus
tritts
bericht
fälschlicherweise April 2012 statt Juli 2012 als Unfall
zeitpunkt
auf
geführt gewesen sei.
Zudem
ergänzte
Dr.
Z._
die Anamnese
am 2
4.
August 2012
in der Hinsicht, dass der Versicherte ihm über ein Straucheln beim Joggen mit konsekutivem Knieschmerz berichtet habe. Dieses Ereignis vom
7.
Juli 2012 sei seit diesem Zeitpunkt für die rechtsseitigen Knieschmerzen ursächlich
(
Urk.
8/3/7)
. Zudem hielt
Dr.
Z._
am
7.
September 2012 in einem Schreiben an die Mobiliar fest, der Versicherte
habe
ihm in Ergänzung zur Erstanamnese berichtet, er
sei
beim Joggen am
7.
Juli 2012 gestrauchelt
und die stärkeren Schmerzen
resultierten
daher
.
Die im MRI-Bericht
beschriebenen Befunde
könn
t
e
n
in Anbetracht der fehlenden Knorpelschäden intraoperativ gut mit einer posttraumatischen Situation übereinstimmen (
Urk.
8/3/8).
3.
6
Im Fragebogen der Mobiliar
zum Unfallhergang
führte der Versicherte am 1
4.
August 2012 aus, er sei beim Jogging gestrauchelt und habe sich das rechte
Bein übertreten und d
abei das rechte Knie verdreht. Der Unfall
sei wegen einer Bodenunebenheit auf einer Naturstrasse
geschehen
(
Urk.
8/1/
3-
5).
3.
7
Der Vertrauensarzt der Mobiliar,
Dr.
B._
,
befasste sich in seiner Stel
lungnahme vom
2
9.
Oktober 2012
auf den Akten basierend
zunächst ausführ
lich mit der Krankheitsgeschichte, insbesondere mit den Feststellungen von
Dr.
Z._
(
Urk.
8/3/10-12). Als Diagnosen hielt er eine mediale
Meniskus
lä
sion
des rechten Knies, eine beginnende Retropatellararthrose rechts, eine Bur
sitis
Pes
anserinus
des rechten Knies, eine
Bakerzyste
rechts, ein
en
Streck
ausfall
des linken Knies bei einem Zustand nach vorderer Kreuzbandplastik und einen beidseitigen Knick-Senkfuss, rechts ausgeprägter als links, fest (
Urk.
8/3/10).
Eine Behandlung bei
Dr.
Z._
habe bereits 2011 stattgefunden, und es sei auch eine MRI-Untersuchung erfolgt. Die Gründe dafür und die damalige Diag
nose seien ihm nicht bekannt. Weiter habe der Versicherte schon im Juni 2012 unter einer wechselnden Symptomatik im rechten Kniegelenk gelitten.
Dr.
Z._
habe konservative Massnahmen verordnet und vorgesehen eine MRI-Un
tersuchung
vorzunehmen, falls sich die Beschwerden nicht zurück
bil
deten. Diese MRI-Untersuchung sei dann am 2
0.
Juli 2012 vorgenommen wor
den. I
n den bildgebenden Untersuchungen
sei
en
eine
Bakerzyste
, eine Bur
sitis und Kno
rpelschäden festgestellt worden. Dies zeige, dass im rechten Knie
gelenk ein verschleissbedingter Vorzustand vorgelegen habe
. Zudem habe
Dr.
Z._
am 2
0.
Juli 2012 nichts über einen Unfall berichtet und dass
dieser
als erfahre
ner Sportarzt keine klinischen Hinweise für eine unfallbedingte Ver
letzung habe feststellen können, zeige, dass damals kein
traumatologisches
Ge
schehen zur Dis
kussion gestanden sei.
Die Vorgeschichte, der klinische Befund und die
bildge
benden
Untersuchungen seien typisch für einen chronischen
Über
lastungs
scha
den
im medialen Kniekompartiment mit
Ödembildung
im Bereich des medi
a
len
Tibiaplateaus
und des medialen Seitenbandes, mit Ausbil
dung einer
Baker
zyste
und verschleissbedingter Läsion am medialen Meniskus. Dazu passten auch die Knick-Senkfüsse.
Zusammenfassend stehe der Menis
kus
schaden im rechten Kniegelenk mit dem Ereignis vom
7.
Juli 2012 nur mög
licherweise im Zusammenhang (
Urk.
8/3/
9-
12).
3.
8
Die behandelnde Physiotherapeutin
E._
führte im Bericht vom 2
5.
April 2013 aus, der Versicherte habe ihr in der Behandlung vom 1
0.
Juli 2012 von einem Unfall berichtet, welcher sich am
7.
Juli 2012 ereignet habe und seit welchem er Schmerzen im medialen Kniegelenk verspürt habe. Die
spezifischen
Kniege
lenktests
hätten auf eine Meniskusproblematik schliessen lassen, weshalb sie dem Versicherten empfohlen habe, seinen Arzt
Dr.
Z._
zu kontaktieren. Bei den Therapiesitzungen vor dem
7.
Juli 2012 habe der Versicherte noch ohne Schmerzen joggen und schmerzfrei einbeinige Kniebeugen
rechts
machen kön
nen (
Urk.
8/1/72).
4.
4.1
Zu prüfen ist, ob
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Kausalzusammen
hang
zwischen dem
Ereignis
vom
7.
Juli 2012 und der Meniskusläsion des Ver
sicherten besteht.
4.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen
und von Vertrauensärztinnen und Ärzten der Unfallversicherer
kommt
Beweis
wert
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit beste
hen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht
oder sich
als
Ver
trauens
ärztin
oder
arzt
zur medizinischen Situation äussert
, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beur
teilung objektiv als begründet erscheinen lassen
(RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
4.3
D
er
Versicherte
litt bereits
im Juni 2012 unter einer wechselnden Sym
ptomatik im rechten Kniegelenk
. Im Juli 2012
waren
die Symptome gemäss dem behan
delnden Arzt
Dr.
Z._
gleich wie im Juni 201
2.
Dass
Dr.
Z._
am 2
0.
Juli 2012 keine klinischen Hinweise für eine unfallbedingte Verletzung festgestellt
hat
, zeig
t
, dass
damals
offenbar
kein
traumatologisches
Geschehen zur Diskus
sion
gestanden
ist
(vgl.
Urk.
8/3/4,
Urk.
8/3/6)
.
Risse chronisch degenerierter Menisken können
gemäss den überzeugenden Darlegungen von
Dr.
B._
ohne Unfall oder
bei
geringfügige
m
Trauma
,
bei
unphysiologischen
und unkoordinierten Bewegungen entstehen.
Folglich kam
Dr.
B._
unter Einbezug der vorbestehenden Kniebeschwerden und der Tatsache, dass
der erfah
rene Sportarzt
Dr.
Z._
am 2
0.
Juli 2012 keine
traumabedingten
Ver
letzungen feststellte, zum Schluss, der
Meniskusschaden im rechten Kniegelenk stehe
nur
möglicherweise mit dem Ereignis vom
7.
Juli 2012 im Zusammenhang (
Urk.
8/3/9-12)
.
Die
se
nachvollziehbaren
Überlegungen von
Dr.
B._
,
welche nicht für eine überwiegende Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammen
hangs zwischen dem Unfall vom
7.
Juli 2012 und den Kniebeschwerden spre
chen,
sind
schlüssig
und überzeugend
.
4
.
4
Dass
Dr.
Z._
im
Operationsbericht vom 2
7.
Juli 2012 als Diagnose
einen
posttraumatischen medialen
Meniskushinterhornriss
des rechten Kniegelenkes nach einem Sturz beim Joggen im Juli 2012
an
gab
(
Urk.
8/3
/2
)
, ist nicht ent
scheidend
.
Wie bereits erwähnt,
hatte
Dr.
Z._
a
nlässlich der ersten Untersu
chung nach dem
Ereignis vom
7.
Juli 2012
am 2
0.
Juli 2012
in seinen Auf
zeichnungen
keinen Unfall erwähnt
und sich beim Versicherten offenbar auch nach keinem solchen erkundigt
. Vielmehr führte er
ausdrücklich
aus, die Symp
tome seien
nach den Ferien des Versicherten
weiterhin vorhanden
(
Urk.
8/3/4)
. Dies
weist darauf hin
, dass
Dr.
Z._
sich die
Entstehung der
Beschwerden
auch ohne Unfallereignis vorstellen konnte und diese durchaus in einem Zu
sammenhang mit den bereits im Juni 2012 bestehenden Beschwerden
sah.
Dass sich der behandelnde Arzt die Beschwerden ohne Ereignis vom
7.
Juli 2012 erklä
ren konnte, spricht gegen einen mit überwiegender Wahrscheinlich
keit bestehenden Kausalzusammenhang zwischen diesem Ereignis und den Beschwerden.
Wie sich aus
der
Ergänzung der Anamnese
von
Dr.
Z._
vom 2
4.
August 2012 (
Urk.
8/3/7) und seinem Schreiben vom
7.
September 2012 (
Urk.
8/3/8) ergibt, basiert seine Ansicht
, dass die Verletzungen auf den Vorfall vom
7.
Juli
201
2
zurückzuführen seien, offensichtlich auf den
subjektiven
Angaben des Versicherten.
Im Schreiben vom
7.
September 2012 führte
Dr
.
Z._
zwar
aus, dass die Befunde intraoperativ gut mit einer posttrauma
tischen Situation übereinstimmen könnten (
Urk.
8/3/8)
. Dies
hält
jedoch
ledig
lich
die Möglichkeit
, nicht aber die überwiegende Wahrscheinlichkeit
eines Kausalzusammenhangs fest
.
4.
5
Weiter
verhindern
auch
gewisse
Widersprüch
lichkeiten
die Annahme
eines mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehenden
Kausalzusammenhang
. So er
wähnte der
behandelnde Arzt
Dr.
Z._
am
5.
Juni 2012 ein Unfallereignis im April 2012 (
Urk.
8/3/4)
,
während der Versicherte in Abrede stellte,
b
ei einem Lauf Mitte April 2012
gestürzt zu sein,
und
d
en
be
treffenden
Vermerk
in den medizinischen Akten
als Fehler in der Datierung
bezeichnet
e
(
Urk.
1 S. 4-5). Da
Dr.
Z._
diesen Unfall
allerdings
bereits
am
5.
Juni 2012 erwähnt
hat
, kommt eine blosse Datumsverwechslung in den medizinischen Akten nicht in Betracht und bleibt ungeklärt, weshalb
Dr.
Z._
einen im April 2012 stattgefundenen Unfall
aufführte
.
Es bleibt somit offen, ob bereits im April 2012 ein
E
reignis stattfand, welches allenfalls die fraglichen Beschwerden verursacht haben könnte.
Weiter wird im Operationsbericht
ein
eigentlicher
Sturz erwähnt
,
wäh
rend
der Versicherte gegenüber der Mobiliar an
gab
, sich aufgrund von Strau
cheln beim Joggen das Bein
über
treten und
das
Knie verdreht zu haben
, jedoch keinen Sturz erwähnte
(
Urk.
8/1/3-5,
Urk.
8/2
).
Auch diese widersprüchlichen Angaben zum Unfallhergang erschweren die
genügend eindeutige
Feststellung des Kausalzusammenhangs.
Schliesslich
trägt auch die Tatsache
hierzu bei
, dass der Versicherte nach dem
E
reignis vom
7.
Juli 2012 nicht umgehend, sondern erst rund zwei Wochen später am 2
0.
Juli 2012
,
eine Unfallmeldung vornahm (
Urk.
8/2).
4.
6
Gelingt der Nachweis eines Kausalzusammenhanges nicht mit dem Grad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit, trägt derjenige, der daraus Rechte ableiten möchte, mithin die versicherte Person
,
die Folgen der Beweislosigkeit (
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungs
recht
, Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
4.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54). Weder steht hinreichend fest, dass sich der Versicherte die Schädi
gung am
rechten
Knie am
7.
Juli
201
2
beim Joggen
zugezogen hat, noch lässt sich mit Sicherheit feststellen, dass die Beschwerden ausschliesslich oder zu
min
dest teilweise Folge eines Knietraumas sind. Bei dieser Sachlage hat die
Be
schwer
degegnerin
zu Recht die für die Leistungspflicht erforderliche Kausali
tät verneint.
Anzumerken ist, dass sich die medizinische Sachlage aus den Akten genügend klar ergibt und sich weitere medizinische Abklärungen, wie vom Versicherten eventualiter beantragt (
Urk.
1 S. 2)
, daher erübrigen.
Ob es sich beim Ereignis vom
7.
Juli 2012 überhaupt um einen Unfall oder ein
unfall
ähnli
ches
Ereignis gehandelt hat, kann unter diesen Umständen offenbleiben.
Die ge
gen den
Einspracheentscheid
erhobene Beschwerde ist demgemäss abzu
weisen.