Decision ID: 2a476012-61c8-4776-9d48-284e7a8abace
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die K._ AG ist Eigentümerin der Grundstücke Nrn. C001_, C002_, C003_ und
C004_, Grundbuchkreis St. Gallen. Die Grundstücke sind gemäss Zonenplan der
Stadt St. Gallen der Bauzone W3a zugeteilt und liegen sowohl im Baumschutzgebiet
als auch in einem Gebiet mit besonderem baulichen Erscheinungsbild. Am 12. Januar
2016 erliess der Stadtrat St. Gallen für diese Grundstücke den Gestaltungsplan "A._-
strasse 006_-007_" mit besonderen Vorschriften. Der Plan lag vom 25. Januar bis
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24. Februar 2016 öffentlich auf und wurde am 10. August 2017 vom kantonalen
Baudepartement genehmigt (act. 10/12).
B. Die Eigentümerin der Grundstücke ersuchte am 19. Dezember 2017 gestützt auf den
Gestaltungsplan um Bewilligung des Abbruchs der auf den Grundstücken bestehenden
Gebäude und des Baus dreier neuer Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage. Während der
vom 27. Februar bis 14. März 2018 dauernden Auflagefrist erhob die X._ GmbH,
Eigentümerin des südlich an das Grundstück Nr. C001_ angrenzenden Grundstücks
Nr. C005_, Einsprache gegen das Bauvorhaben. Sie machte insbesondere geltend,
der Gestaltungsplan sei nichtig und das Planauflageverfahren sei zu wiederholen, weil
die am 22. Januar 2016 aufgegebene Benachrichtigung über die öffentliche
Bekanntmachung des Gestaltungsplans "A._-strasse 006_-007_" der Q._ GmbH,
B._-strasse 008_, St. Gallen – statt der X._ GmbH, C._-strasse 009_, St. Gallen –
zugestellt worden sei.
C. Am 24. August 2018 trat die Baubewilligungskommission der Stadt St. Gallen auf
die öffentlich-rechtliche Einsprache der X._ GmbH bezüglich der Rügen zum
Gestaltungsplan "A._-strasse 006_-007_" nicht ein mit der Begründung, sie sei für
die Aufhebung eines Sondernutzungsplans und die Anordnung einer Wiederholung des
Planauflageverfahrens nicht zuständig. Das Planerlassverfahren sei ordnungsgemäss
mit öffentlicher Planauflage und amtlicher Publikation durchgeführt worden. Der
Gestaltungsplan könne daher im Baubewilligungsverfahren nicht mehr akzessorisch
geprüft werden und sei nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Die X._ GmbH sei als
Anstösserin mit eingeschriebenem Brief über das Auflageverfahren zum
Gestaltungsplan informiert worden. Sie habe mutmasslich noch im Februar 2016 vom
heute rechtskräftigen Gestaltungsplan Kenntnis erlangt. Nachdem der Gestaltungsplan
auf den 1. September 2017 in Rechtskraft gesetzt worden sei und seither mehr als
sechs Monate vergangen seien, sei das innert zehn Tagen seit Wegfall des
Säumnisgrundes einzureichende Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist
verspätet und damit unbeachtlich. Zu prüfen sei jedoch, ob das Bauvorhaben die
besonderen Vorschriften des Gestaltungsplans einhalte.
Die Rügen zum Baugesuch behandelte die Baubewilligungskommission als öffentlich-
rechtliche Einsprache und wies sie ab. Sie hielt insbesondere fest, gemäss Plänen
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lägen die drei Baukörper innerhalb der zulässigen Grundflächen und entsprächen auch
in ihrer Höhe den besonderen Vorschriften des Gestaltungsplans. Die Forderung der
X._ GmbH, es seien ihr notariell beglaubigte Ansichten der Nordfassaden zur
Verfügung zu stellen, auf denen alle bestehenden südlich hinter der geplanten
Überbauung liegenden Nachbarbauten massstäblich und massstabgetreu ebenfalls als
Fassadenansichten mit Fenstern eingezeichnet seien, verwies sie als privatrechtliche
Einsprache unter Ansetzung einer Frist von dreissig Tagen zur Klageeinreichung auf
den Zivilweg.
D. Den von der X._ GmbH gegen den Entscheid der Baubewilligungskommission
erhobenen Rekurs wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen am 21. März 2019
ab, soweit sich die Rügen gegen den Gestaltungsplan und damit gegen den
diesbezüglichen Nichteintretensentscheid der Baubewilligungskommission richteten
und soweit die Unvollständigkeit der Planunterlagen geltend gemacht wurde. Die
Anzeige zur öffentlichen Auflage des Gestaltungsplans sei der Q._ GmbH an die beim
Grundbuchamt hinterlegte und auch im Rekursverfahren von der X._ GmbH noch
verwendete Adresse zugestellt und dort von der Tochter des Geschäftsführers am
24. Februar 2016 entgegengenommen worden. Ein Gesuch um Wiederherstellung der
Einsprachefrist wäre verspätet. Eine akzessorische Überprüfung des
Sondernutzungsplanes in Bezug auf die gerügten Höhenbestimmungen und
Grenzabstände sei unter diesen Umständen ausgeschlossen. Die von der Bauherrin
eingereichten Planunterlagen seien vollständig gewesen und hätten es der
Baubewilligungsbehörde ohne Weiteres erlaubt, das Baugesuch auf dessen
Übereinstimmung mit den massgeblichen Bestimmungen und insbesondere mit den
besonderen Vorschriften des Gestaltungsplans zu prüfen und die Einsprachen zu
behandeln. Ein Anspruch auf massstabsgetreue und detaillierte Aufnahme der
Nachbarbauten in die Ansichtspläne bestehe nicht und könne auch nicht aus den
besonderen Vorschriften des Gestaltungsplans abgeleitet werden. Auf die gegen das
konkrete Bauvorhaben gerichteten Rügen trat das Baudepartement mangels
Begründung des Rekurses nicht ein.
E. Die X._ GmbH (Beschwerdeführerin) erhob gegen den Rekursentscheid des
Baudepartements (Vorinstanz) vom 21. März 2019 mit Eingabe vom 3. April 2019 und
Ergänzung vom 22. Mai 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den materiellen
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Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziffer 4) sei die Nichtigkeit des
Gestaltungsplans festzustellen und die Sache zur Wiederholung des
Planauflageverfahrens an den Stadtrat zurückzuweisen (Ziffer 1), eventualiter der
Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit an die zuständige Behörde zu überweisen (Ziffer
1.1); die Baubewilligung vom 24. August 2018 sei – eventualiter nach Prüfung der
gegen den Gestaltungsplan vorgebrachten Rügen (Ziffer 2.1) – aufzuheben (Ziffer 2.2)
und – eventualiter – die Angelegenheit zur Prüfung der gegen den Gestaltungsplan
vorgebrachten Rügen an die "Vorinstanz" zurückzuweisen (Ziffer 2).
Mit Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei
abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Die K._ AG
(Beschwerdegegnerin) beantragte durch ihren Rechtsvertreter mit Vernehmlassung
vom 18. Juni 2019, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge
abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzutreten sei, und die von der
Baubewilligungskommission der Stadt St. Gallen erteilte Baubewilligung vom
24. August 2018 (Beschluss Nr. ... zu Baugesuch Nr. ...) zu bestätigen. Die Politische
Gemeinde St. Gallen (Beschwerdebeteiligte) liess sich am 25. Juni 2019 vernehmen
und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
Unaufgefordert ergänzte die Beschwerdeführerin die Beschwerde am 20. Juni 2019.
Am 15. Juli 2019 hielt die Beschwerdebeteiligte am Antrag, die Beschwerde sei
abzuweisen fest. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 30. Juli 2019, die zusätzliche
Eingabe der Beschwerdeführerin sei aus dem Recht zu weisen. Die
Beschwerdeführerin äusserte sich am 28. August 2019 zu den Stellungnahmen der
Beschwerdebeteiligten und der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin
schloss sich am 28. August 2019 der Auffassung der Beschwerdebeteiligten in ihrer
Stellungnahme vom 15. Juli 2019 an, wonach der Vorwurf der Beschwerdeführerin
einzig auf ihr Versäumnis zurückzuführen sei. Zur Stellungnahme der
Beschwerdeführerin vom 28. August 2019 und ihren weiteren Beweismitteln äusserte
sich die Beschwerdegegnerin am 11. September 2019. Sie hielt an ihren Anträgen fest.
Die Vorinstanz verzichtete jeweils stillschweigend darauf, zu den Eingaben der übrigen
Verfahrensbeteiligten Stellung zu nehmen. Der Beschwerdeführerin wurden die
Äusserungen der Beschwerdegegnerin am 12. September 2019 zur Kenntnisnahme
zugestellt. Am 22. Oktober 2019 reichte die Beschwerdeführerin unaufgefordert weitere
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Beweismittel zur fehlerhaften Adressierung der an sie gerichteten Post ein. Sie wurden
den übrigen Verfahrensbeteiligten am 24. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des Entscheides der
Baubewilligungsbehörde vom 24. August 2018. Da an die Stelle dieses Entscheides der
angefochtene Rekursentscheid der Vorinstanz vom 21. März 2019 getreten ist
("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4; BGer 1C_166/2013 vom 27. Juni 2013 E. 1.1
und 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2), kann auf diesen Antrag nicht eingetreten
werden. Umso mehr als die Beschwerdeführerin nicht rechtskundig vertreten ist, ist ihr
Begehren jedoch nach dem Grundsatz von Treu und Glauben – auch – als Antrag auf
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides zu behandeln (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 916). Die
Beschwerdeführerin ist mit ihrem Rechtsbegehren im vorinstanzlichen Rekursverfahren
unterlegen und zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 21. März 2019 wurde
mit von den kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigten Gesellschaftern der
Beschwerdeführerin unterzeichneter Eingabe vom 3. April 2019 rechtzeitig erhoben und
erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 22. Mai 2019 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb unter dem genannten
Vorbehalt grundsätzlich einzutreten (vgl. auch nachfolgend Erwägung 5).
2. Die Beschwerdeführerin strebt eine Wiederholung des Verfahrens zum Erlass des
vom 25. Januar bis 24. Februar 2016 öffentlich aufgelegten und am 30. August 2017
vom Baudepartement genehmigten Gestaltungsplans "A._-strasse 006_-007_" an.
bis
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Zur Begründung führt sie an, sie sei als Grundeigentümerin, deren Grundstück nicht
mehr als 30 Meter vom Plangebiet entfernt sei, nicht – wie in Art. 29 Abs. 2 des
Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz, in Kraft
gewesen bis 30. September 2017, nGS 32-47, aBauG) vorgeschrieben – durch
eingeschriebenen Brief über die öffentliche Auflage benachrichtigt worden. Die
Benachrichtigung sei am 22. Januar 2016 nicht an die X._ GmbH, sondern an die
Q._ GmbH – nach Verlängerung der Aufbewahrungsfrist durch die Empfängerin
entgegengenommen am 24. Februar 2016 – versandt worden. Für die Q._ GmbH sei
der Inhalt des Schreibens aber in keiner Weise relevant gewesen und sie wäre auch
nicht zur Einsprache berechtigt gewesen. Darin erblickt die Beschwerdeführerin einen
schweren Verfahrensfehler, welcher die Nichtigkeit des Gestaltungsplanes zur Folge
habe (dazu nachfolgend Erwägung 3). Erweist sich dieses Begehren als unbegründet,
ist zu prüfen, ob aufgrund der geltend gemachten Umstände der Gestaltungsplan im
Baubewilligungsverfahren vorfrageweise zu prüfen ist (dazu nachfolgend Erwägung 4).
3.
3.1. Die Nichtigkeit eines Verwaltungsaktes ist jederzeit und von sämtlichen
rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beachten. Fehlerhafte
Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar. Nichtigkeit,
das heisst absolute Unwirksamkeit einer Verfügung, wird nur angenommen, wenn der
ihr anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest
leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der
Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Dies gilt insbesondere auch für
Nutzungspläne (BGer 1P.365/2001 vom 19. September 2001 E. 1b mit Hinweisen;
1C_284 und 286/2007 vom 15. April 2008 E. 5 mit Hinweis auf BGE 116 Ia 215 E. 2c).
Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche Unzuständigkeit
einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht (vgl. BGer
1C_62/2015 vom 9. November 2015 E. 3.2). Eine mangelhafte Bekanntmachung eines
Gestaltungsplans hat nicht zwangsläufig seine Nichtigkeit zur Folge. In der Regel
führen Verfahrensmängel nur zur Anfechtbarkeit des entsprechenden Entscheides. Dies
gilt auch im Bereich der Publikation von Nutzungsplänen (vgl. BGer 1C_89/2015 vom
4. Januar 2016 E. 2.1.2). Selbst eine den gesetzlichen und verfassungsrechtlichen
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Anforderungen nicht genügende, aber ortsüblicher Praxis entsprechende Publikation
einer Zonenplanänderung hat keine Nichtigkeit zur Folge, sondern stellt nur einen
anfechtbaren rechtlichen Mangel des Publikationsverfahrens dar (vgl. BGE 116 Ia 215).
Wird eine Planungszone nicht allen davon betroffenen Grundeigentümern eröffnet, führt
dies nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts – aus Gründen der
Rechtssicherheit – nicht zur Nichtigkeit der Massnahme gegenüber denjenigen
Grundeigentümern, denen sie korrekt eröffnet wurde (vgl. GVP 2007 Nr. 27). Dies muss
auch dann gelten, wenn ein Anstösser gemäss Art. 29 Abs. 2 aBauG über die
öffentliche Auflage des Gestaltungsplanes nicht oder fehlerhaft benachrichtigt wurde.
3.2. Selbst wenn die Benachrichtigung vom 22. Januar 2016 über die öffentliche
Auflage des Gestaltungsplans gegenüber der Beschwerdeführerin fehlerhaft und der
Fehler der Planungsbehörde anzulasten gewesen wäre, schlösse das Interesse an der
Rechtssicherheit die Nichtigkeit des Gestaltungsplans aus. Gestaltungspläne sind – als
Nutzungspläne – für jedermann verbindlich (Art. 21 des Bundesgesetzes über die
Raumplanung, Raumplanungsgesetz, SR 700, RPG; Art. 1 Abs. 3 Ingress und lit. b und
Art. 174 des Planungs- und Baugesetzes, sGS 731.1, PBG; Art. 34 Abs. 1 aBauG). Die
Rechtssicherheit wäre deshalb in beträchtlichem Mass gefährdet, wenn im
Baubewilligungsverfahren jederzeit die Geltung eines Gestaltungsplans in Frage gestellt
werden könnte, indem angebliche materielle Mängel des Plans beispielsweise auf dem
Umweg über die Vorschriften zur angeblich fehlenden Zuständigkeit der Baudirektion
zur vorbehaltlosen Genehmigung als Nichtigkeitsgründe geltend gemacht werden
könnten (BGer 1C_517/2013 vom 5. November 2013 E. 3.3).
Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Plan im Übrigen nicht formell korrekt
erlassen wurde. Er wurde – entsprechend Art. 29 Abs. 1 aBauG – vom 25. Januar bis
24. Februar 2016 öffentlich aufgelegt; die amtliche Bekanntmachung erfolgte sowohl im
Amtsblatt (ABl ...) als auch in der Tagespresse (vgl. ...). Neben der Beschwerdeführerin
wurden weitere 24 Eigentümer von insgesamt 31 Grundstücken durch
eingeschriebenen Brief über die öffentliche Auflage benachrichtigt (vgl. act. 10/6-38
Beleg 3). Der Plan wurde – entsprechend Art. 31 Abs. 1 aBauG – am 10. August 2017
vom zuständigen Baudepartement rechtskräftig genehmigt. Die Interessen aller anderer
direkt betroffener Grundeigentümer und insbesondere die Interessen der Eigentümerin
der Grundstücke im Plangebiet an der grundsätzlichen Wirksamkeit des
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Gestaltungsplans überwiegen das Interesse der Beschwerdeführerin als einzelner
Anstösserin an dessen Unwirksamkeit.
3.3. Die Anträge der Beschwerdeführerin, es sei die Nichtigkeit des Gestaltungsplans
festzustellen (Ziffer 1) und es sei (sinngemäss) der vorinstanzliche Entscheid vom 21.
März 2019 aufzuheben und die Baubewilligung nicht zu erteilen (Ziffer 2.2), sind
unbegründet und abzuweisen. Da das Verwaltungsgericht zur Prüfung der Nichtigkeit
des Gestaltungsplans zuständig ist, fällt der Eventualantrag auf Überweisung des
Antrags auf Feststellung der Nichtigkeit an die zuständige Behörde dahin (Ziffer 1.1).
Ein – im Beschwerdeverfahren im Übrigen zu Recht nicht mehr gestelltes – Begehren
um Wiederherstellung der Einsprachefrist im Planverfahren könnte im Übrigen nicht im
Baubewilligungsverfahren behandelt werden: Gemäss Art. 29 aBauG war die
Einsprache gegen einen Sondernutzungsplan während der Auflagefrist zu erheben. Die
baurechtlichen Verfahrensbestimmungen enthalten keine besondere Regelung zur
Wiederherstellung gesetzlicher Fristen. Anwendbar sind dementsprechend gemäss
Art. 1 Abs. 1 Ingress und lit. a in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 VRP die Regeln des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege. Als gesetzliche Frist hat die
Einsprachefrist von Art. 29 aBauG gemäss Art. 30 VRP bei Nichtbeachtung
Verwirkungsfolge. Art. 30 VRP regelt unter dem Titel "Wiederherstellung" vorab mit
Verweis auf Art. 148 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung
(Zivilprozessordnung, SR 272) die Gründe, aus denen die Wiederherstellung einer Frist
angeordnet werden kann. Die Bestimmung legt nicht fest, in wessen Zuständigkeit der
Entscheid über die Wiederherstellung fällt. Diesbezüglich finden gemäss Art. 30 Abs. 1
VRP die Bestimmungen der Zivilprozessordnung sachgemäss Anwendung (vgl. zum
früheren Recht Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1144). Nach Art. 148 Abs. 1 ZPO kann "das
Gericht" auf Gesuch einer säumigen Partei eine Nachfrist gewähren oder zu einem
Termin neu vorladen. Daraus ergibt sich ohne weiteres, dass zur Beurteilung des
Gesuchs um Wiederherstellung jene Behörde zuständig ist, bei welcher die Frist
versäumt wurde und die bei Gewährung der Wiederherstellung über die nachgeholte
Rechtshandlung zu befinden hätte (vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
VRG/ZH, 3. Aufl. 2014, N 89 zu § 12 VRG/ZH). Zuständig für die Erstellung von
Gestaltungsplänen war gemäss Art. 28 Abs. 1 aBauG die Politische Gemeinde.
Einsprachen waren gemäss Art. 29 aBauG bei der zuständigen Gemeindebehörde –
bis
bis bis
ter
bis
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vorliegend beim Stadtrat der Politischen Gemeinde St. Gallen (vgl. act. 10/12-I) – zu
erheben.
4. Zu prüfen bleibt, ob im Baubewilligungsverfahren vorfrageweise die Rechtmässigkeit
des Gestaltungsplans "A._-strasse 006_-007_" zu überprüfen ist.
4.1. Die Beschwerdeführerin hat im Einsprache- und im Rekursverfahren auch die
inhaltliche Zulässigkeit des Gestaltungsplans "A._-strasse 006_-007_" in Frage
gestellt. Die Baubewilligungskommission der Stadt St. Gallen ist auf diese Rügen nicht
eingetreten (Ziff. I/4 des Entscheides), die Vorinstanz hat den dagegen erhobenen
Rekurs in diesem Punkt – ohne materielle Prüfung – abgewiesen. Gegenstand des
Beschwerdeverfahrens kann deshalb einzig die Frage sein, ob die Voraussetzungen für
die vorfrageweise Überprüfung der Rechtmässigkeit des Gestaltungsplans "A._-
strasse 006_-007_" erfüllt sind. Wäre dies der Fall, müsste die materiell
diesbezüglich nicht geprüfte Angelegenheit an die Baubewilligungsbehörde
zurückgewiesen werden.
4.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die akzessorische Überprüfung
eines Nutzungsplanes – mithin auch eines einen Sondernutzungsplan darstellenden
Gestaltungsplanes (BGer 1C_267 und 269/2007 vom 28. Februar 2008 E. 2.4) – im
Zusammenhang mit einem späteren Anwendungsakt, insbesondere im
Baubewilligungsverfahren, nur möglich, wenn sich der Betroffene bei Planerlass noch
nicht über die ihm auferlegten Beschränkungen Rechenschaft geben konnte und er
somit im damaligen Zeitpunkt keine Möglichkeit hatte, seine Interessen zu wahren oder
wenn sich die tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse seit Planerlass grundlegend
verändert haben (BGer 1C_518/2016 vom 26. September 2017 E. 3 mit Hinweis auf
BGE 123 II 337 E. 3a und 121 II 317 E. 12c). Die Rechtsprechung bezieht sich auf
Beschwerdeführer, welche zum Zeitpunkt des Planerlasses an sich befugt gewesen
wären, den Nutzungsplan abstrakt anzufechten, dies aber aus besonderen, objektiven
Gründen nicht tun konnten oder dazu keinen Anlass hatten (BGE 123 II 337 E. 3a). Ob
die Zulässigkeit der vorfrageweisen Prüfung des Gestaltungsplans mit der Begründung
verneint werden darf, die Beschwerdeführer hätten die Frist zu dessen Anfechtung
verpasst, hat das Bundesgericht offengelassen, weil – im konkreten Fall – die
Beschwerdeführer darauf vertrauen durften, dass der öffentlich aufgelegte
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Gestaltungsplan nicht dem kurz zuvor abgeschlossenen Vergleich widerspreche,
welcher zudem einen wesentlichen Aspekt des Gestaltungsplans zum Gegenstand
hatte (vgl. BGer 1C_450/2010 vom 25. Januar 2010 E. 2.3 und 2.4.3).
4.3. Die Q._ GmbH war am 16. April 1999 mit den Gesellschaftern D._ und E._, Sitz
in St. Gallen und der Domiziladresse an der C._-strasse 009_, St. Gallen, ins
Handelsregister des Kantons St. Gallen eingetragen worden (vgl. Internet Information).
Sie wurde am 6. Oktober 2015 in die X._ GmbH umbenannt. Gesellschafter blieben –
mit veränderten Stammanteilen – D._ und E._. Gleichzeitig wurde die Q._ GmbH mit
der Gesellschafterin F._, Sitz in St. Gallen und Domiziladresse an der B._-strasse
008_, St. Gallen, im Handelsregister neu eingetragen (vgl. Schweizerisches
Handelsamtsblatt ...). In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die
Benachrichtigung über die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans "A._-strasse
006_-007_" am 22. Januar 2016 an die Q._ GmbH, B._-strasse 008_, St. Gallen
versandt wurde. Unbestritten ist zudem, dass in der "Einschreibenliste" vom 25. Januar
2016 zum Versand der Anzeigen an die betroffenen Grundeigentümer für das
Grundstück Nr. C005_ die Q._ GmbH, B._-strasse 008_, St. Gallen, vermerkt war
(vgl. act. 10/6-38, Beleg 3). Die X._ GmbH geht allerdings davon aus, sie sei in diesem
Zeitpunkt Eigentümerin des südlich an das Plangebiet angrenzenden Grundstücks
Nr. C005_ gewesen.
4.4. Die Zustellung der Benachrichtigung über die öffentliche Auflage des
Gestaltungsplans "A._-strasse 006_-007_" an die Q._ GmbH, B._-strasse 008_,
St. Gallen, stellt dann keinen der Behörde anzulastenden Fehler dar, wenn sie davon
ausgehen musste und durfte, dass Eigentümerin des Grundstückes Nr. C005_ in
diesem Zeitpunkt die Q._ GmbH – und nicht die X._ GmbH – war (dazu nachfolgend
Erwägung 4.4.1) und dass als deren Domiziladresse die B._-strasse 008_, St. Gallen
– und nicht die C._-strasse 009_, St. Gallen – galt (dazu nachfolgend Erwägung
4.4.2).
4.4.1. Im Rekursverfahren hat die Beschwerdebeteiligte zur "Einschreibenliste" vom
25. Januar 2016 ausgeführt, die Adresse – Q._ GmbH, B._-strasse 008_, St. Gallen
– richte sich jeweils nach den aktuellen Daten des Grundbuches (act. 10/6 Ziffer 2.3).
Daraus ist – was die Beschwerdeführerin auch nicht bestreitet – zu schliessen, dass vor
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der Änderung der Firma die Q._ GmbH Eigentümerin des Grundstücks Nr. C005_
war. Ohne Änderung der Eintragung im Grundbuch konnte das Eigentum nicht auf die
X._ GmbH übergehen (vgl. Art. 656 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches;
SR 210, ZGB).
Die Beschwerdebeteiligte hat im Rekursverfahren sodann ausgeführt, die X._ GmbH
habe dem Grundbuchamt bis dahin "keine Anmeldung zur Firmaänderung
gestellt" (act. 10/6 Ziffer 2.3). Den Akten kann kein Beleg dafür entnommen werden,
dass die Beschwerdeführerin das zuständige Grundbuchamt in der Zeit vom
6. Oktober 2015 bis 25. Januar 2016 über den Übergang des Grundstücks von der
Q._ GmbH auf die X._ GmbH informiert hätte. In der Beschwerde wird auch nichts
Entsprechendes behauptet. Selbst wenn die Beschwerdeführerin mit ihren
Ausführungen den Eindruck erwecken wollte, sie habe dem Grundbuchamt rechtzeitig
eine solche Mitteilung gemacht, weist sie trotz ihrer Mitwirkungspflicht und des
Umstandes, dass sie über diesen Umstand die besten Kenntnisse haben müsste, nicht
nach, wann sie dem Grundbuchamt denn die Änderung der Firma mitgeteilt hat. Dass
eine Änderung der Firma im Handelsregister ohne entsprechende Anmeldung der
Grundeigentümerin keine Änderung im Grundbuch und in der Folge bei der
Baubehörde nach sich zieht, ist ohne weiteres nachvollziehbar, da damit regelmässig
eine Änderung der berechtigten juristischen Person verbunden ist. Mit der Änderung
der Firma ändert sich – anders als bei der Adressänderung – die Bezeichnung des
Eigentümers oder der Eigentümerin und damit der auf das Eigentum bezogene Inhalt
des Grundbucheintrags (vgl. Art. 94 Abs. 1 Ingress und lit. a der
Grundbuchverordnung; SR 211.432.1, GBV). Entsprechend dem Anmeldungsprinzip
nimmt das Grundbuchamt Eintragungen – und in der Folge auch Änderungen – nur auf
Anmeldung hin vor (vgl. 46 Abs. 1 GBV).
Unter den dargelegten Umständen erscheint die Zustellung der Benachrichtigung
gemäss Art. 29 Abs. 2 aBauG an die Q._ GmbH nicht als der Behörde anzulastender
Fehler. Ob möglicherweise auch die Bekanntgabe der Änderung der Firma an der –
nach der Auffassung der Beschwerdeführerin – fehlerhaften Zustellung der Anzeige
nichts geändert hätte, ist für die Beurteilung nicht von Bedeutung. Die von der
Beschwerdeführerin angeführten zahlreichen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit
der praktischen Umsetzung von Adressänderungen – sei es bei den Behörden, sei es
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bei der Post – und die im Beschwerdeverfahren eingereichten zahlreichen, sich nicht
auf den umstrittenen Sachverhalt beziehenden Beweismittel, insbesondere auch die
Mutationsmitteilung an das Grundbuchamt vom 15. April 2019, sind unbehelflich. Ob
sie als – echte – Noven zu berücksichtigen sind, kann deshalb offenbleiben.
4.4.2. Dass für die Zustellung der Benachrichtigung auf die für die Gesellschaft seit
6. Oktober 2019 geltende Domiziladresse an der B._-strasse 008_, St. Gallen,
abgestellt wurde, stellt ebenfalls keinen der Behörde anzulastenden Fehler dar.
Vielmehr werden vom Grundbuchamt – worauf sich die Beschwerdeführerin in der
Beschwerde selbst beruft – Änderungen der Firmenadressen – die keine Änderungen
der Rechte nach sich ziehen – angepasst, sobald die Änderungen im Handelsregister
eingetragen sind. Hinzu kommt im Übrigen, dass auch die X._ GmbH selbst noch bis
ins Jahr 2019 auch diese Adresse für die Postzustellung bekannt gegeben hat (vgl. die
E-Mail-Mitteilung der Adressänderung vom 6. Mai 2019, act. 15/E5, und die Eingaben
im Einspracheverfahren vom 14. März 2018, 28. März 2018 und 13. April 2018,
act. 10/6-25, 38, 44). Der Hinweis der Beschwerdeführerin, ihr "Firmensitz" sei seit
1995 – auch unter dem alten Namen – die C._-strasse 009_, St. Gallen gewesen, ist
deshalb unbehelflich.
4.5. Sollten die Beschwerdeführerin beziehungsweise ihre Gesellschafter von der
Benachrichtigung über die Auflage des Gestaltungsplanes "A._-strasse 006_-007_"
keine Kenntnis genommen haben, kann dies unter den dargelegten Umständen
jedenfalls nicht der Planungsbehörde angelastet werden. Soweit überhaupt ein Fehler –
es ist davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Benachrichtigung über die öffentliche
Auflage des Gestaltungsplans noch die Q._ GmbH als Eigentümerin im Grundbuch
eingetragen war – vorliegt, hat ihn die Beschwerdeführerin zu vertreten. Deshalb kann
der Umstand, dass die Eigentümerin des Grundstücks Nr. C005_ keine Einsprache
gegen den Gestaltungsplan erhoben hat, nicht auf besondere, objektive Gründe
zurückgeführt werden. Es besteht damit auch kein Raum für eine akzessorische
Überprüfung des Gestaltungsplans im Baubewilligungsverfahren. Die Anträge, es seien
die gegen den Gestaltungsplan vorgebrachten Argumente im vorliegenden Verfahren
zuzulassen und vom Verwaltungsgericht (Ziffer 2.1) oder nach Rückweisung von der
Vorinstanz (Ziffer 2) zu prüfen, erweisen sich deshalb als unbegründet. Sie sind
abzuweisen.
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5. Es liegt somit ein rechtskräftiger Gestaltungsplan vor, welcher nicht nichtig ist und
welcher keiner akzessorischen Überprüfung unterzogen werden kann. Im
Baubewilligungsverfahren sind deshalb (einzig) diejenigen Rügen zulässig, welche die
Konformität des Bauprojektes mit dem Gestaltungsplan und mit den ergänzend
geltenden materiellen, insbesondere den Regelbauvorschriften betreffen. Die Anträge
der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren beziehen sich indessen nicht auf
diese Frage. Auch im Zusammenhang mit den Rückweisungsanträgen beschränkt sich
die Beschwerdeführerin auf die "gegen den Gestaltungsplan vorgebrachten
Argumente". Da das Verwaltungsgericht gemäss Art. 63 VRP nicht über die Begehren
der Beschwerdeführerin hinausgehen darf, besteht kein Anlass, den angefochtenen
Entscheid vom 21. März 2019 aufzuheben und die Angelegenheit zur Prüfung der
Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit dem Gestaltungsplan und den weiteren
massgeblichen Bauvorschriften an die Vorinstanz oder an die Beschwerdebeteiligte
zurückzuweisen. In materieller Hinsicht kann ergänzend festhalten werden, dass sich
die von der Beschwerdeführerin beanstandeten Abstände und Höhen aus dem
Gestaltungsplan ergeben.
6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Da eine materielle
Prüfung weder des Gestaltungsplanes noch des Bauvorhabens in Frage steht, besteht
auch kein Anlass, dem Beweisantrag (Ziffer 3) der Beschwerdeführerin, ihr "notariell
beglaubigte" "Ansichten der Nordfassaden ihrer Bauten zu Verfügung zu stellen, auf
denen alle bestehenden Nachbarbauten, die südlich hinter der geplanten Überbauung
liegen, massstäblich und massgetreu ebenfalls als Fassadenansichten mit Fernstern
eingezeichnet sind" zur Verfügung zu stellen, zu entsprechen. Die Beschwerde ist,
soweit auf sie eingetreten werden kann, abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von CHF 4'000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie ist mit dem von der Beschwerdeführerin
in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. – Die
Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin, welche ihre Anträge unter
Entschädigungsfolge gestellt und keine Kostennote eingereicht hat, ermessensweise
für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 3'000 zuzüglich pauschale
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Barauslagen von CHF 120, jedoch mangels eines entsprechenden begründeten
Antrags ohne Mehrwertsteuer zu entschädigen (Art. 19, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b,
28 und 29 der Honorarordnung; sGS 963.75).