Decision ID: 8e2f773e-9972-45c1-bda4-232a3641dd6f
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
erlitt am 1
1.
Juli
2013 einen Unfall (
Urk.
7/13/6)
und
meldete sich am 1
7.
März 2014 wegen Schmerzen
im
linken Handgelenk bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, stellte mit Vorbe
scheid vom
4.
Juli 2018 in Aussicht, einen Rentenanspruch zu verneinen (
Urk.
7/96). Dagegen erhoben der Unfallversicherer (
Urk.
7/97) und der Versi
cherte
Einsprache
(
Urk.
7/99
,
Urk.
7/102).
Mit neuem Vorbescheid vom 2
8.
November 2019 stellte die IV-Stelle die
Zuspra
che
einer befristeten ganzen Rente in Aussicht (
Urk.
7/131), wogegen der Versi
cherte am 2
0.
Januar 2020 Einwände erhob (
Urk.
7/133). Mit Verfügung vom 2
3.
April 2020 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine befristete ganze Rente von
September
2014 bis
Mai 2019 zu (
Urk.
7/195+140 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
5.
Mai 2020 Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
3.
April 2020 (
Urk.
2) mit den Anträgen (
Urk.
1
S. 2), diese sei insofern aufzu
heben, als ihm eine unbefristete Rente zuzusprechen sei (
Ziff.
I.1), eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Ziff.
I.2), und es sei eine polydisziplinäre Begutachtung zu veranlassen (
Ziff.
II.1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
3.
Juli 2020 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
7.
Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Das ebenfalls den Beschwerdeführer betreffende
Verfahren Nr. UV.2020.00190
wurde mit Urteil vom heutigen
Datum
abgeschlossen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (
vorstehend E. 1.2
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim
men lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.
5
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein the
oretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, BGE 110 V 273 E. 4b; vgl. auch BGE 141 V 351 E. 5.2, 141 V 343 E. 5.2). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 und 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die versicherte Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs
fähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; Meyer/
Reichmuth
, Bundesge
setz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
131 zu Art. 28a).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
1.7
Die Rechtsprechung hat seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arzt
person im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, mithin mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diag
nose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenab
schätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfä
higkeit nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, sie gibt also eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich beg
ründet
(BGE 140 V 193 E. 3.2)
.
1.8
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs.
Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht –
ge
-
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha
-
ben
– den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den
pra
-
xisgemässen
Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte
gehö
-
ren
– nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer
Zuver
-
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der Begründung der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
davon aus,
dass seit dem
Unfall vom Juli
20
13
eine
erhebliche Einschrän
kung
der Arbeitsfähigkeit bestehe und dem Beschwerdeführer
die Ausübung einer Erwerbstätigkeit seither nicht mehr möglich gewesen
sei. Bei einem Invaliditäts
grad von
100
%
bestehe ein Anspruch auf eine ganze
Rente ab
September 2014 (S
.
1 Mitte)
.
Per Februar 2019 habe sich die
gesundheitliche Situation
verbessert, mit einer Arbeitsfähigkeit von 1
00
%
in
- näher umschriebener -
angepasster Tätigkeit.
Nach Ablauf von 3 Monaten, mithin per 3
1.
M
a
i 2019, sei die Rente einzustellen (S. 1 unten).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(
Urk.
1)
, e
s sei
aus näher dargelegten Gründen
fraglich, inwiefern die ärztlichen Erwägungen des RAD vorliegend herangezogen werden könnten
(S. 5
lit
. d)
. Ein polydiszipli
näres Gutachten sei zwingend anzuordnen
(S. 6
lit
. e)
. Dem Bericht
des Vertrau
ensarztes
des Unfallversicherers
sei
aus näher dargelegten Gründen
kein Beweis
wert zuzuschreiben
(S. 6
lit
. f)
.
Die Beschwerdegegnerin habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (S. 7
lit
. k).
Der Entscheid der Beschwerdegegnerin beruhe auf einer f
alsche
n
und unvollständige
n
Sachverhaltsfeststellung
(S. 8 f.). Eine Verweistätigkeit sei nicht zumutbar (S. 9 f.). Eine allfällige (und bestrittene)
Rest-
Arbeitsfähigkeit
wäre auf
dem
ausgeglichene
n
Arbeitsmarkt nicht verwert
bar
(S. 10
lit
. i)
,
und bei der Invaliditätsbemessung
müsste
ein
maximaler Lei
densabzug von 25
%
berücksichtigt werden
(S. 11
lit
. j)
.
Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin, indem sie auf den unzulänglichen RAD-Bericht abgestellt habe, ihre
Begründungspflicht verletzt
, auch deshalb
sei
die
Verfügung
aufzuhe
ben (S. 12).
2.3
Strittig
und zu prüfen ist die Befristung der zugesprochenen Invalidenrente.
3.
3.1
Am 1
2.
Juli 201
3
geriet der Beschwerdeführer mit dem Fahrrad in
ein Tramgeleise
und stürzte auf das linke Handgelenk (
Urk.
7/13/6 =
Urk.
7/13/17 =
Urk.
7/13/22).
Laut Bericht der Ärzte der
Y._
vom 2
5.
Juli 2013 (Urk.
7/13/71-72) stellte sich der Beschwerdeführer 10 Tage nach dem Unfaller
eignis zur Verlaufskontrolle vor und es wurde folgende Diagnosen genannt (S. 1):
-
Handgelenksdistorsion links
-
Verdacht auf Fraktur der 1
0.
Rippe links lateral
Nach erfolgter Bildgebung nannten die Ärzte der
Y._
mit Bericht vom 1
3.
August 2013 als Diagnose eine
foveale
Läsion TFCC (
t
riangulärer
fibrokartilaginärer
Komplex
)
links (
Urk.
7/13/68-69
S. 1 Mitte).
Am
8.
Oktober 2013 erfolgte ein operativer Eing
riff am linken Handgelenk (Urk.
7
/13/57-58).
Mit Bericht vom 1
8.
Februar 2014 (
Urk.
7/13/35-36) führten die Ärzte der
Y._
aus, im Bereich des DRUG (distales
Radioulnargelenk
) bestünden weiterhin Beschwerden, als Hilfskoch s
ei der Patient weiterhin zu 100
% arbeitsunfähig (S. 2 oben).
Mit Bericht vom
6.
August
2014
(
Urk.
7/23/6-7)
führten die Ärzte der
Y._
aus, die l
inke Hand könne bestenfalls für leichtgradige Belas
tung eingesetzt werden
(
Ziff.
1.7
lit
. a)
. Möglicherweise
sei der
Zustand durch
eine Re
-
Operation
/
Prothesenimplantation ver
besserbar
(
Ziff.
1.8
lit
. a).
Mit Bericht vom
1
6.
Oktober
2014
(
Urk.
7/28/1)
führten die Ärzte der
Y._
aus, am 2
3.
September 2014 sei eine
Scheker
-Prothese implan
tiert worden
.
Der Patient berichte, dass er bei der Arbeit trotz auf 50
%
reduzier
tem Pensum durch Schmerzen stark eingeschränkt sei
.
Mit Bericht vom
1
4.
November
2014
(
Urk.
7/31/2-3) nannten die Ärzte der
Y._
folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
Status nach Implantation Totalprothese DRUG und Metallentfernung
ulnar
links am 2
3.
September 2014 bei
-
DRUG-Arthrose und Stabilität (richtig wohl: Instabilität)
-
Status nach
Ulnarverkürzungsosteotomie
und TFC-Rekonstruktion links bei chronischer DRUG-Instabilität nach TFC-Ruptur und DRUG-Arthrose links.
Prinzipiell sollte eine Wiederaufnahme
der Tätigkeit
als Hilfskoch möglich sein
(S. 2 oben).
3.2
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie,
RAD, nannte in seiner Beurteilung vom
1
0.
Juli
2015
(
Urk.
7
/94 S.
9
f.)
fol
genden Verlauf der Arbeitsunfähigkeit:
-
100
%
vom 1
5.
Juli 2013 bis Mitte August 2014
-
50
%
von Mitte August 2014 bis 2
2.
September 2014
-
100
%
vom 2
3.
September 2014 (TEP-Implantation) bis Ende Dezember 2014
-
50
%
seit Januar 2015
Medizintheoretisch
sei wegen der
persistierenden, therapieresistenten
Restbe
schwerden trotz
endoprothetischem
Ersatz des DRUG sowie
der
anderen
posttrau
matisch-degenerativen Veränderungen des Handgelenkes mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nicht mit einer wesentlichen Steigerung der
Arbeitsfähigkeit
zu rechnen, da die
Tätigkeit als Koch doch eine relativ starke Belastung der Hand
gelenke beinhalte
(S. 9
Ziff.
2)
.
Für eine optimal behinderungsangepasste Tätigkeit
sei, abgesehen von jeweils einem Zeitraum von zirka 6 Wochen postoperativ, «
medizintheoretisch
»
keine wesentliche Einschränkung
erkennbar
(S. 9 f.
Ziff.
3).
Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit umschrieb er wie folgt
: körper
lich leichte Tätigkeit ohne die
Notwendigkeit kraftvollen Zugreifens/Haltens mit der linken Hand oder geschickten
beidhändigen Hantierens
(S. 10
Ziff.
4)
.
3.3
Mit Bericht vom
2
2.
Juli
2015
(
Urk.
7/39/5-6) führten die Ärzte der
Y._
aus,
die
bisherige Tätigkeit als Koch könne an
4
Stunden
pro Tag ausgeübt werden,
in einer angepassten Tätigkeit wäre eine
Arbeitsfähigkeit von
100
%
möglich (
Ziff.
2.1)
.
Am
1.
Dezember 2015 wurde eine Exstirpation eines Ganglions am Handgelenk links dorsal zentral vorgenommen (vgl.
Urk.
7/46/8-9).
Am 1
9.
April 2016 wurde eine
radioulnäre
Arthrodese
und Beckenkammspon
giosa vorgenommen (vgl.
Urk.
7/59/6-7).
Mit Bericht vom
1
1.
Juli
2016
(
Urk.
7/62/2-3)
führten die Ärzte der
Y._
aus, am Handgelenk und Beckenkamm bestehe eine s
chmerzak
zentuierte postoperative Situation
(S. 1 unten)
.
Es sei eine
Umschulung jetzt schon ins Auge zu fassen
(S. 2 oben)
.
Mit Bericht vom
5.
Oktober
2016
(
Urk.
7/68/2-3) führten die Ärzte der
Y._
aus, a
us handchirurgischer Sicht s
ei der
Verlauf
stationär
.
Eine
Umschulung
sei empfehlenswert
, da
die
linke Hand auch in Zukunft nur für unbelastete Tätigkeiten eingesetzt werden könne
(S. 2 Mitte)
.
Mit Bericht vom
6.
Mai
2017
(
Urk.
7/75/3-4)
führten die Ärzte der
Y._
aus
, d
as Handgelenk betreffend bestehe ein chr
onisches Schmerzsyndrom
, weitere operative
Behandlung
en könnten sie dem Patienten momentan nicht anbieten (S. 2 Mitte).
Mit Bericht vom
1
0.
Juli
2017
(
Urk.
7/83/17-18)
führten die Ärzte der
Y._
aus, es bestünden nach wie vor massivste Schmerzen
.
Sollte sich nach letztmaliger Infiltration eine (richtig wohl: keine) deutliche
Beschwer
denbesserung
zeigen,
wäre gegebenenfalls lediglich operativ noch eine
Handge
lenksarthrodese
möglich (S. 2 Mitte).
3.4
Dr.
A._
, Facharzt für Chirurgie und beratender Arzt
des Unfallversi
cherers
, erstattete am
1
7.
Juli
2017 einen Bericht über seine
c
hirurgisch-trauma
tologische
Untersuchung (
Urk.
7/83/19-27).
Er führte aus, es zeige sich b
ei geringster Bewegung
ein
stark schmerzhaftes linkes Handgelenk.
Die F
unktion der linken Hand
sei
dadurch stark eingeschränkt.
Eine g
ewisse Restfunktion bestehe nur bei Ruhigstellung des Handgelenks in der Schiene
(S. 8 Mitte)
.
Als Hilfskoch bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr, für die Tätigkeit als
Zeitungs
verträger
bestehe im Pensum von 18
%
keine Einschränkung. (S. 7 Ziff. 4).
Für eine leidensangepasste Tätigkeit besteh
e
ab dem Untersuchungstag
vom
17.
Juli
2017 unter Beachtung
des Belastungsprofils wieder eine volle Arbeitsfä
higkeit
(S. 8
Ziff.
5.1)
.
Das Belastungsprofil umschrieb er wie folgt: «
Für die linke Hand sind nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repetitive
Umwendbewegungen
, ohne
festes Zupacken mit einem Gewichtslimit von 2 kg zumutbar. Es entfallen alle Tätigkeiten, die mit
dem Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr verbunden sind
,
und
Tätigkeiten
an stossenden
,
schla
genden und vibrierenden Maschinen sind ebenfalls nicht zumutbar.
Tätigkeiten, die höhere Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen
,
sind
ebenfalls zu
vermeiden.»
(S. 8
Ziff.
5.2).
Eine Beschwerdeminderung und im besten Fall eine Beschwerdefreiheit
könne
ausschliesslich durch
eine
Arthrodese
des Handgelenks erreicht werden. Die Prog
nose dahingehend
sei
gut. Die Einschränkung
der Gebrauchsfähigkeit der Hand
werde
nach dieser Operation voraussichtlich deutlich
weniger gravierend ausfal
len als bei der heutigen Untersuchung. Mit einem Endzustand nach
Arthrodese
sei
bei gutem Heilungsverlauf nach 6-9 Monaten nach
der Operation zu rechnen (
S.
9
Ziff.
7).
3.5
Mit Bericht vom
1
8.
August
2017
(
Urk.
7/83/15-16)
führten die Ärzte der
Y._
aus, es bestehe unverändert ein stark ausgeprägter Lei
densdruck bei unter Belastung
exazerbierenden
Schmerzen. Bei 50%ige
m
Ansprechen auf die in der diagnostischen Phase durchgeführte Infiltration könne ein massgeblicher Teil der Symptomatik dem Radiokarpalgelenk zugeschrieben werden. Aufgrund dessen werde die Indikation zur
Handgelenksarthrodese
gestellt und es sei ein entsprechender Operationstermin vereinbart worden (S. 2 Mitte).
Am 2
6.
September 2017 wurde die in Aussicht genommene
Panarthrodese
des linken Handgelenks vorgenommen (
Urk.
7/86/23-24 S. 1 unten).
Mit Bericht vom
2
8.
Dezember
2017
(
Urk.
7/86/8-9) führten die Ärzte der
Y._
aus, es zeige sich drei Monate postoperativ
noch ein leicht protrahierter Verlauf
, und sie empfahlen die Mobilisation mit Hilfe von Ergo- und Physiotherapie (S. 2 oben)
.
3.6
Dr.
Z._
, RAD (vorstehend E. 3.2)
,
führte mit Stellungnahme vom
7.
Februar
2018
(
Urk.
7/94 S.
11
ff.
)
aus, n
achdem der letzte Ein
griff, bei dem es sich um eine
Panarthrodese
und damit
eine vollständige Versteifung des gesamten linken Handgelenkes hand
le
, am 2
6.
September 20
17
erfolgt sei und so
mit erst 4
1⁄2
Monate zurücklieg
e
,
sei der Gesundheitszustand
weiterhin instabil und
somit keine abschliessende versicherungsmedizinische Beurteilung möglich
(S. 13 Ziff. 1)
.
Für eine wirklich optimal behinderungsangepasste Tätigkeit bestehe aber «medi
zintheoretisch», abgesehen von jeweils zirka 6-12 Wochen postoperativ, keine wesentliche Einschränkung (S. 13
Ziff.
3).
Das
Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit
umschrieb er wie folgt:
«
körper
lich leichte Tätigkeit ohne die
Notwendigkeit kraftvollen Zugreifens/Haltens mit der linken (
adominanten
) Hand oder
geschickten beidhändigen Hantierens
»
(S.
13
Ziff.
4)
.
3.7
Mit Bericht vom
7.
Juni
2018
(
Urk.
7/89/4-6)
führten die Ärzte der
Y._
aus, der Gesundheitszustand habe sich verbessert (S. 1
Ziff.
1.1).
Für die Tätigkeit als Hilfskoch betrage die Arbeitsunfähigkeit derzeit 100
%
. Dies könne sich jedoch nach bereits
geplanter
Osteosynthesematerialentfernung
(
OSME
)
und
gegebenenfalls
Nervendekompression des
N.
ulnaris
ändern.
Die
Beschwerdesymptomatik könne sich verbessern.
Eine a
ngepasste Tätigkeit
würde im Rahmen einer k
örperlich
leichten Tätigkeit
ohne Belastung des linken Hand
gelenks
möglich
sein, dies
aus handchirurgischer Sicht
zu 100
%
(S. 2 Ziff. 2.1).
3.8
Dr.
Z._
, RAD (vorstehend E. 3.2)
,
führte mit Stellungnahme vom
1
4.
Juni
2018
(
Urk.
7/94
S.
14)
aus, der seit langem bekannte Gesundheitsschaden
habe sich nicht verändert,
er
sei inzwischen stabil
. Ob die bisherige Tätigkeit, auch nach OSME und allfälliger
Ulnaris
-Dekompression, möglich sein werde, erscheine sehr zweifelhaft
(
Ziff.
1)
.
Hinsichtlich der
Bewertung
der Arbeitsunfähigkeit verwies
er
auf seine
letzte
S
tellungnahme
(
Ziff.
2).
3.9
Mit Bericht vom
2
3.
Oktober
2018
(
Urk.
7/114/52-53)
nannte
n
die Ärzte der
Y._
als Diagnose einen Status nach Dekompression
Sulcus
ulnaris
offen links, OSME Handgelenk links, sowie
Arthrodese
hamato-triquetral
sowie
hamato-capital
am
2.
Oktober 2018 (S. 1 Mitte). Es zeige sich ein r
egel
rechter postoperativer Verlauf
(S. 2 oben)
.
Dies führten sie auch mit Bericht vom
7.
Dezember 2018 drei Monate postoperativ aus (
Urk.
7/114/50-51
S. 2 oben
).
Mit Bericht vom
6.
Februar
2019
(
Urk.
7/120/23-24) nannten sie wieder einen r
egelrechte
n
Verlauf
5 Monate postoperativ
.
Bezüglich des schmerzhafte
n
CMC III-Gelenkes seien sie abwartend, und g
egenüber weiteren operativen Massnah
men
seien sie sehr
zurückhaltend
eingestellt (S. 2 Mitte).
3.10
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.
4
) führte mit Bericht vom
2
5.
Februar
2019
über seine c
hirurgisch-
traumatologische
Untersuchung (
Urk.
7/120/10-21)
aus
,
bei der heu
tigen Untersuchung zeige sich ein gegenüber der letzten Untersuchung deutlich gebesserter Befund. Die Funktion der linken Hand werde stark eingeschränkt gezeigt. Bei der Funktionsuntersuchung falle auf, dass der Versicherte angeblich nicht in der Lage sei, einen kompletten Faustschluss zu zeigen. Die Beweglichkeit in allen Fingergelenken sei jedoch passiv frei. Hier müsse eine massive Selbstli
mitierung vermutet werden, da
der Versicherte beim Über-Kopf-
Ausziehen des Sweatshirts beide Hände benutz
e
und beim Ausziehen des rechten Ärmels die linke Hand dafür einsetz
e
.
Zumindest der
Pinchgriff
werde
dabei mit deutlich sichtbarem Kraftaufwand eingesetzt. Die eingeschränkte Beweglichkeit im linken Ellenbogengelenk und im linken Schultergelenk
sei einem
massiven Trainings
mangel geschuldet. Der Versicherte
gebe
selbst zu, dass er ausserhalb der
Ergo
therapie- und der Physiotherapiebehandlung selbst keinerlei Übungen zu Hause durchgeführt
habe
.
Er gehe spaz
ieren oder sitze zu Hause herum (S. 11 oben).
Aufgrund des dokumentierten Verlaufs und der Ergebnisse der chirur
gisch/
traumatologis
c
hen
Untersuchung besteh
e
weiterhin für die bisherige Tätig
keit als Hilfskoch keine
Arbeitsfähigkeit
und es
werde
auch voraussichtlich keine
Arbeitsfähigkeit
mehr erreichbar sein
.
Für eine leidensangepasste Tätigkeit besteh
e
weiterhin unter Beachtung des Belastungsprofils
eine volle Arbeitsfähig
keit.
Die Tätigkeit als
Zeitungsverträger
könne
als leidensangepasst gesehen wer
den und
sei
mit einem
Pensum von 18
%
zumutbar
(S. 11
Ziff.
5.1)
.
Das
Belastungspr
o
fil
formulierte
Dr.
A._
wie folgt: «
Für die linke Hand sind nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repetitive
Umwendbewegungen
, ohne
festes Zupacken mit einem Gewichts
l
imit von 5 kg zumutbar. Es entfallen alle Tätigkei
ten, die mit
dem Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten
Absturzgefahr verbunden sind
,
und
Tätigkeiten
an stossenden
, schlagenden und
vibrierenden Maschinen sind ebenfalls nicht zumutbar.
Tätigkeiten, die höhere Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen
,
sind ebenfalls zu
vermei
den. Die linke Hand ist inzwischen jedoch sehr gut als Hilfshand
einzusetzen.
»
(S.
11
Ziff.
5.2).
Inzwischen
sei
ein Endzustand erreicht. Von weiteren Behandlungen
könne
keine namhafte Besserung
mehr erwarte
t werden. Insbesondere erscheine
es inzwischen als nicht mehr zielführend, Physiotherapie
und Ergotherapie weiterzuführen.
B
ei dem Versicherten fehl
e
die nötige Comp
l
iance für
die Notwendigkeit der
Eigen
beübung
,
und somit
sei
eine Weiterführung der Therapie sinnlos
(S. 11 Ziff. 5.3)
.
Die Prognose
sei
schlecht, beim Versicherten fehl
e
es an der nötigen Compliance für die Notwendigkeit
einer intensiven
Selbstbeübung
. Ihm
sei
ausserdem nicht verständlich zu machen, dass für
eine erfolgreiche Suche auf dem Arbeitsmarkt gute Deutschkenntnisse unabdingbar
seien
.
Er lebe
seit 18 Jahren in der Schweiz,
sei
Schweizer Staatsbürger und
spreche
immer noch
schlecht Deutsch. Er schein
e
sich auch
m
it seiner Behinderung gut eingerichtet zu haben, im Haushalt
werde
ihm von seiner Frau und seinen Kindern alles abgenommen.
Alle diese Faktoren zusammengenommen
stünden
einer erfolgreichen Arbeitssuche diametral entge
gen.
Lediglich die
traumatologische
Prognose
sei
gut. D
i
e
Arthrodese
sei
fest und somit wäre das
Handgelenk belastbar
(S. 12
Ziff.
7)
.
3.11
Dr.
Z._
, RAD (vorstehend E. 3.2)
,
führte in seiner Stellungnahme vom
1
0.
Okto
ber
2019
(
Urk.
7/129 S. 4 f.
)
aus,
es sei der folgende
somatische und rein unfall
bedingte Gesundheitsschaden ausgewiesen
(S. 5
Ziff.
1):
-
Zustand nach
offener Dekompression des
Sulcus
ulnaris
links, OSME des li
nken
Handgelenkes sowie
Arthrodese
hamato-triquetral
und
hamato-capital
am
2.
Oktober 201
8 bei
-
Zustand nach
Panarthrodese
des
linken
Handgelenkes vom 2
6.
Sep
tember 20
17 bei chron
ischem
Schmerzsyndrom des
li
nken
Handgelen
kes (
adominant
) bei
-
Zustand nach
multiplen Operatione
n des linken
Handgelenkes seit einem Velosturz am 1
2.
Juli 20
13
S
eit der
RAD-
Stellungnahme im Juni 2018 habe nochmals ein grosser operativer Eingriff stattgefunden, aber mittlerweile sei
der Gesundheitsschaden
stabil,
es sei mithin ein medizinischer Endzustand erreicht (S. 5
Ziff.
2).
Hinsichtlich der Bewertung der
Arbeitsfähigkeit
seien
die aktenkundigen Anga
ben und
speziell die Ausführungen im vertrauensärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
A._
aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht uneinge
schränkt
nachvollziehbar, was konkret bedeutet
e, dass
die Arbeitsunfähigkeit
für
die
bisherige Tätigkeit als Hilfskoch unverändert und dauerhaft 100
%
betrage, für die
bisherige Tätigkeit als
Zeitungsverträger
in einem
Pensum
von 18
%
ab 2
5.
Februar 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, und andere, leidensange
passte Tätigkeiten (im Rahmen des von
Dr.
A._
formulierten Belastungsprofils
)
ab 2
5.
Februar 2019
u
neingeschränkt möglich seien (S. 5
Ziff.
3).
4.
4.1
Die vermeintlich formellen Rügen des Beschwerdeführers (Gehörsverletzung, fal
sche und unvollständige Sachverhaltsfeststellung, Verletzung der Begründungs
pflicht) beruhen weitestgehend darauf, dass er mit dem Inhalt der ärztlichen Beurteilungen durch
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
, auf welche sich die Beschwerde
gegnerin gestützt hat, ni
cht einverstanden ist. Sie gehören
daher
zu
r materiellen Prüfung der angefochtenen Verfügung.
4.2
Was vom Beschwerdeführer als widersprüchlich gerügt wurde, gründet darin, dass sowohl
Dr.
Z._
als auch
Dr.
A._
- anders als der Beschwerdefüh
rer - klar zwischen der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfs
koch und derjenigen in einer leidensangepassten Tätigkeit unterschieden haben.
In der angestammten Tätigkeit bestand seit dem Unfall eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, darin stimmten die Ärzte der
Y._
,
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
überein. Für die Invaliditätsbemessung und die hier zu beurteilende Frage
e
iner revisionsrelevanten Verbesserung ab Mitte Februar 2019 ist dies jedoch nicht von Belang.
4.3
Als leidensangepasst erachteten
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.11) und
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.10) für
die linke Hand nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repeti
tive
Umwendbewegungen
, ohne festes Zupacken mit einem Gewichtslimit
von
5
kg
, als
zumutbar.
A
ls Hilfshand
lasse sich die (
adominante
) linke Hand sehr gut einsetzen. Z
u vermeiden
seien
Tätigkeiten, die höhere Ansprüche an die Feinmo
torik der linken Hand stell
t
en
,
mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten ver
bunden
e
Tätigkeiten und
solche
an stossenden, schlage
nden und vibrierenden Maschinen.
Auch die Ärzte der
Y._
erachteten bereits im Juli 2015 eine angepasste Tätigkeit als zu 100
%
möglich (vorstehend E. 3.3 am Anfang). Im Juni 2018 bezeichneten sie den Gesundheitszustand als verbessert und erachteten aus handchirurgischer Sicht eine körperlich leichte Tätigkeit ohne Belastung des linken Handgelenks als zu 100
%
möglich (vorstehend E. 3.7).
Vor diesem Hintergrund erscheint es als ausgesprochen günstig für den Beschwerdeführer, dass
Dr.
A._
- und mit ihm die Beschwerdegegnerin - eine volle Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit erst ab Mitte Februar 2019 als gegeben erachtete. Er trug damit dem Umstand Rechnung, dass bis dahin bezüglich der linken Hand noch mannigfache therapeutische Bemühungen unternommen worden waren und gewichtete dies offenbar höher als den Umstand, dass ein annähernd gleiches Anforderungsprofil wie
im Februar 2019 von ihm schon im Juli 2017 formuliert worden war (vorstehend E. 3.4). Der Plau
sibilität der erfolgten Einschätzung tut dies keinen Abbruch.
Schliesslich ist auch der wiederholte Hinweis des Beschwerdeführers, dass er eine Armschiene trage (
Urk.
1 S. 9 oben, S. 9
lit
. f, S. 10
lit
. i)
,
nicht zielführend. Gemäss Anforderungsprofil kommen für die linke Hand ohnehin nur sehr leichte Tätigkeiten in Frage, bei denen sie als Hilfshand eingesetzt wird. Ob dabei auch noch eine Schiene getragen wird oder nicht, ändert nichts am Anforderungsprofil.
4.4
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Annahme einer vollen Arbeitsfä
higkeit in - näher umsch
riebenen - leidensangepassten
Tätigkeiten jedenfalls ab Februar 2019 auf nachvollziehbar und überzeugend begründeten ärztlichen Beurteilungen beruht, welche den
in der Beschwerde richtig wiedergegebenen
praxisgemässen Anforderungen
(
Urk.
1 S. 5
lit
. d) vollumfänglich genügen.
Damit ist der verlangte Revisionsgrund ausgewiesen.
4.5
Der medizinische Sachverhalt ist vollständig
entscheidreif
abgeklärt und es steht zweifelsfrei fest, inwiefern die gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in angepassten Tätigkeiten tangieren. Vor die
sem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern noch ein - zudem polydisziplinä
res - Gutachten erforderlich sein könnte. Der entsprechende Antrag (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
II) ist unbegründet.
4.6
Die Vorbringen
des Beschwerdeführers zur Invaliditätsbemessung (
Urk.
1
S. 9 ff.) wären dann von Belang, wenn sich aus ihnen schliesse
n liesse
, dass trotz der verbesserten Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit noch immer ein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad resultier
t
e. Dies ist nicht der Fall. Dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall einen relativ tiefen Lohn erzielte (
Urk.
1
S.
9 f.
lit
. h), liegt daran, dass er in einem Wirtschaftszweig mit notorisch tiefem Lohnniveau tätig war, und nicht daran, dass sein Lohn deutlich tiefer gewesen wäre als der Medianlohn der Branche.
Die Beschwerdegegnerin hat somit zur Bestimmung des
Valideneinkommens
zu Recht darauf abgestellt.
Weitere vom Beschwerdeführer angeführte, angeblich zu Unrecht nicht berück
sichtigte Umstände wie schlechte Sprachkenntnisse, fehlende berufliche Ausbil
dung (
Urk.
1 S.
1
0
lit
. i), Alter (
Urk.
1 S. 11
lit
. j am Ende) sind nachgerade Klas
siker der invaliditätsfremden Gründe, die zwar ein erwerbliches Handicap dar
stellen, für die aber die Invalidenversicherung
gerade
nicht einzustehen hat (vgl. BGE 107 V 17 E. 2c).
Die Beschwerdegegnerin hat
das
Valideneinkommen
mit rund
Fr.
70'432.-- beziffert und hat vom Tabellenlohn von rund
Fr.
67'996.-- einen Abzug von 10
%
vorgenommen, womit ein Invaliditätsgrad von 13
%
resultierte (
Urk.
7/128).
Der vom Beschwerdeführer
darüber hinaus
geltend gemachte Abzug vom Tabellen
lohn (
Urk.
1 S. 11
lit
. j) vermöchte selbst im (maximalen) Umfang von 25
%
zu keinen anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad zu führen, weshalb sich Weite
rungen dazu erübrigen.
4.7
Zusammenfassend erweisen sich sämtliche beschwerdeweise erhobenen Ein
wände gegen die angefochtene Verfügung als unbegründet. Diese ist nicht zu beanstanden und deshalb zu bestätigen, was zur Abweisung der dagegen erho
benen Beschwerde führt.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Rajeevan
Linganathan
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.