Decision ID: 09ae5522-b5f3-5fd2-af38-ef1497f0e55e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
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A.
Die 1966 geborene M._ ist bei der A._ AG als Büroangestellte tätig und dadurch
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 5. Dezember
2006 hatte sie am 26. November 2006 beim Essen eines Zehnkornbrots auf ein Korn
gebissen und sich dabei einen halben Zahn abgebrochen (Suva-act. 1). Mit
Fragebogen vom 12. Dezember 2006 bat die Suva die Versicherte, in Ergänzung zur
Unfallmeldung einige Fragen zu beantworten. M._ beantwortete diese am 20.
Dezember 2006 (Suva-act. 2). Mit Verfügung vom 3. Januar 2007 lehnte die Suva die
Ausrichtung von Versicherungsleistungen ab, weil kein Unfall im Sinn des Gesetzes
vorliege (Suva-act. 3). Am 5. Januar 2007 teilte die Versicherte der Suva telefonisch
mit, dass sie die Leistungsablehnung nicht einsehe und gegen die Verfügung
Einsprache erheben werde (Suva-act. 4). Auf den weiteren Inhalt des Telefongesprächs
wird, soweit entscheidnotwendig, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen
hingewiesen. Am 5. Januar 2007 erhob die Versicherte gegen die Verfügung vom 3.
Januar 2007 Einsprache (Suva-act. 5), welche die Suva mit Einspracheentscheid vom
11. April 2007 abwies (Suva-act. 8).
B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 18. April 2007.
Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss dessen Aufhebung und die
Anerkennung des Schadensereignisses als Unfall. Zur Begründung bringt die
Beschwerdeführerin vor, sie habe der Beschwerdegegnerin gegenüber geschildert,
dass sie am 26. November 2006 auf einen Stein und nicht auf ein Korn gebissen habe.
Sie habe noch einen zweiten Kieselstein im Brot gefunden und diesen aufbewahrt. Die
Beschwerdegegnerin habe dies jedoch nicht zur Kenntnis genommen bzw. den Stein
nie verlangt. Es stimme nicht, dass die Identität des schädigenden Gegenstandes nicht
nachweisbar und kein Beweisgegenstand mehr vorhanden sei. Der beschädigte Zahn
müsse durch ein Implantat ersetzt werden, was ebenfalls belege, dass es sich um
keine Bagatelle gehandelt habe.
C.
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In der Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung weist sie darauf hin, dass die
Beschwerdeführerin ihre Aussagen nach der Ablehnungsverfügung vom 3. Januar 2007
offensichtlich angepasst habe. Auf die späteren Aussagen könne jedoch nicht
abgestellt werden. Im Übrigen gelinge der Beschwerdeführerin der Nachweis nicht,
dass es sich beim Gegen¬stand, auf den sie gebissen habe, tatsächlich um einen Stein
gehandelt habe. Selbst wenn der fragliche Gegenstand von Anfang an als Stein
benannt worden wäre, hätte eine blosse Vermutung vorgelegen, dass der Schaden
durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor eingetreten sei. Es leuchte schliesslich
nicht ein, weshalb derart bedeutsame Umstände, wie der Biss auf einen Stein als
Schadensursache sowie das Vorhandensein eines weiteren Steins im Brotrest, bis zum
Einspracheverfahren unerwähnt geblieben seien. Der Beschwerdeführerin gelinge es
somit insgesamt nicht, einen ungewöhnlichen äusseren Faktor und damit ein
Unfallereignis rechtsgenüglich nachzuweisen. Die Folgen der Beweislosigkeit trage die
Beschwerdeführerin.
C.
Die Beschwerdeführerin hat die Frist zur Einreichung einer Replik unbenutzt
verstreichen lassen.

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge
hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1].
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1.1 Auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung sind gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV
folgende Körperschäden den Unfällen gleichgestellt: Knochenbrüche, sofern sie nicht
eindeutig auf eine Erkrankung zurückzuführen sind, Verrenkungen von Gelenken,
Meniskusrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und
Trommelfellverletzungen. Das EVG hat wiederholt festgehalten, dass der in Art. 9 Abs.
2 UVV enthaltenen Aufzählung der unfallähnlichen Körperschädigungen
abschliessender Charakter zukommt (BGE 114 V 302 E. 3d; RKUV 1989 Nr. U 67 S.
165). Zahnschäden sind in dieser Liste nicht aufgeführt.
2.
2.1 Wenn beim Kauen von Nahrung ein Zahn abbricht, kann grundsätzlich ein
Unfallereignis gegeben sein, so dass der Unfallversicherer leistungspflichtig wird. Die
Begriffsmerkmale der plötzlichen, nicht beabsichtigten schädigenden Einwirkung sind
unbestrittenermassen erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob das Vorliegen eines ungewöhnlichen
äusseren Faktors nachgewiesen werden kann. Nach der Definition des Unfalls bezieht
sich die Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf
diesen selbst. Ohne Bedeutung für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass
der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende Folgen nach sich zieht. Der äussere
Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereichs
Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall,
wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (SVR 2001 KV Nr.
50 S. 145 E. 3a; BGE 122 V 233 E. 1 = Pra 1997 Nr. 82 S. 415 f.).
2.2 Im Zusammenhang mit Zahnschäden hat sich das EVG schon vermehrt mit der
Problematik des ungewöhnlichen äusseren Faktors auseinandergesetzt. Die
Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors wurde beispielsweise verneint bei
Dekorationsperlen auf oder in einem Kuchen, bei einer Figur in einem
Dreikönigskuchen oder einem Stein im Kirschenkuchen, der mit nicht entsteinten
Früchten zubereitet worden war. Hingegen kann ein Knochensplitter in einer Wurst als
ungewöhnlicher äusserer Faktor betrachtet werden (BGE 112 V 201 mit Hinweisen).
Bejaht wurde die Ungewöhnlichkeit ausserdem bei einer Nussschale in einem
Nussbrot, in einer Nusstorte, in einem Nussgipfel oder in einer Nussschokolade (SVR
2001 KV Nr. 50 S. 145 E. 3b mit Hinweisen). Wenn man beim Verzehr eines
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Zehnkornbrots auf einen etwas härteren Bestandteil bzw. ein hartes Korn beisst, lässt
sich daran nichts Ungewöhnliches erkennen. Damit im vorliegenden Fall das
Tatbestandsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors bejaht werden könnte,
müsste ein Fremdkörper und damit ein Gegenstand, der nicht Bestandteil eines
Zehnkornbrots bildet, wie etwa ein Stein, nachgewiesen werden können.
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Grundsatz gilt jedoch nicht
uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien. Der
Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast
begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen eine Beweislast aber insofern, als im Fall
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht stellt auf jene
Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die
wahrscheinlichste würdigt. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen, BGE 126
V 360 E. 5b). Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist zu beachten,
dass die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder
unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art
beeinflusst sein können. Daher kommt den Angaben, die der Versicherte kurz nach
dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer
Ablehnungsverfügung des Versicherers (statt vieler EVGE U 64/02 vom 26. Februar
2004, E. 1.2).
3.
Die Beschwerdeführerin hat sich am 5. Dezember 2006 beim Essen eines
Zehnkornbrots einen Zahn abgebrochen. Es handelt sich dabei um eine Brotsorte, die
üblicherweise auch mit Bestandteilen härterer Konsistenz durchsetzt ist, wie zum
Beispiel harten Körnern bzw. grob geschroteten Teilen davon. Während die
Beschwerdeführerin vorerst angab, auf ein Korn gebissen zu haben (Suva-act. 1),
erklärte sie im Fragebogen der Suva am 20. Dezember 2006 sowie zu Beginn des
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Telefongesprächs mit der Suva vom 5. Januar 2007, es sei etwas sehr Hartes, ein sehr
hartes Korn oder so gewesen (Suva-act. 2 und 4). Im weiteren Verlauf des
Telefongesprächs gab die Beschwerdeführerin an, es könnte ja auch sein, dass sie auf
einen Kieselstein gebissen habe und es nicht ihre Schuld sei, wenn sie das Ganze
verschluckt habe (Suva-act. 4). Zuletzt, d.h. in der Einsprache vom 5. Januar 2007
sowie in der Beschwerde vom 18. April 2007 (Suva-act. 5) war die Beschwerdeführerin
überzeugt davon, auf einen Kieselstein oder sonst ein hartes Stück und nicht auf ein
Korn gebissen zu haben.
4.
4.1 Vorwegzunehmen ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin den
schadensverursachenden Gegenstand nicht gesehen hat und damit grundsätzlich nicht
weiss, um was für einen Gegenstand genau es sich gehandelt bzw. wodurch sie sich
den Zahnschaden zugezogen hat. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin laut
eigenen Angaben den Gegenstand verschluckt hat, ändert an der von ihr zu tragenden
Beweislast bzw. an ihrer Pflicht, das Vorliegen eines Unfallereignisses zumindest
glaubhaft zu machen, nichts. Lediglich die Vermutung, dass sie auf etwas
ungewöhnlich Hartes bzw. einen Kieselstein gebissen haben könnte, lässt noch nicht
den Schluss zu, dass effektiv eine Einwirkung eines äusseren Faktors bzw. eines
Fremdkörpers (und damit eines Gegen¬standes, der nicht Bestandteil der betreffenden
Nahrung bildete) vorlag. Das EVG hat in ständiger Rechtsprechung erkannt, dass die
blosse Vermutung, der Zahnschaden sei durch einen Fremdkörper verursacht worden,
für die Annahme eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht genügt (Turtè Baer, Die
Zahnschädigung als Unfall in der Sozial¬versicherung, SJZ 88 [1992], S. 324, mit
Hinweisen). In diesen Fällen liegt Beweislosigkeit vor, deren Folgen die versicherte
Person zu tragen hat, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte
ableiten wollte. Demnach besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. In
diesem Sinn hat das EVG entschieden, wenn die versicherte Person lediglich angeben
konnte, auf "etwas Hartes" oder "einen Fremdkörper" gebissen zu haben, den
Gegenstand jedoch nicht genauer beschreiben konnte (vgl. etwa EVGE U 64/02 vom
26. Februar 2004; U 229/01 vom 21. Februar 2003; U 33/00 vom 26 April 2000; U
268/99 vom 17. Januar 2000). Eine blosse Vermutung, dass der Schaden durch einen
ungewöhnlichen äusseren Faktor eingetreten sei, lag nach der Rechtsprechung sogar
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auch dann vor, wenn der fragliche Gegenstand zwar benannt wurde ("ein Kieselstein",
EVGE U 211/00 vom 16. Juli 2001), der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht
werden konnte.
4.2 Schliesslich hatte das EVG auch Fälle zu beurteilen, in denen die versicherte
Person ihre Angaben im Laufe des Verfahrens änderte und zunächst als
Schadensursache "einen harten Gegenstand" angab oder den Fremdkörper gar nicht
oder nur unpräzise benennen, ihn später jedoch genau beschreiben konnte oder ihn
gar identifiziert haben wollte (z.B. als "kleinen Stein" in EVGE U 148/01 vom 27. Juni
2002, U 148/01; als "kleinen, sehr harten, sich kalt anfühlenden und in der Oberfläche
unregelmässig geformten Gegenstand" in EVGE U 153/02 vom 8. Oktober 2002).
Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Fragebogen
detailliert erhoben und damit seine Verpflichtung zur richtigen und vollständigen
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erfüllt hat, überzeugt es
rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person den entsprechenden
Sachverhalt erst nach der abschlägigen Verfügung darlegt, denn es leuchtet nicht ein,
dass ein derart bedeutsamer Umstand wie etwa der Biss auf einen Stein als
Schadensursache bis zum Einspracheverfahren unerwähnt geblieben ist. Der
Unfallversicherer ist nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu
umfassenden Erhebungen zur weiteren Substantiierung des gemeldeten
Geschehnisses aufzufordern (EVGE U 148/01 vom 27. Juni 2002).
4.3 Die Beschwerdegegnerin hat den Sachverhalt nach Eingang der Unfallmeldung
mittels Fragebogen detailliert erhoben. Auf die Frage "Wie kam es zur Zahnschädigung
(bitte Sachverhalt genau schildern)?" fügte die Beschwerdeführerin als
schadensverursachenden Gegenstand lediglich ein hartes Stück an, welches sie wie
bereits in der Unfallmeldung, so auch noch zu Beginn des Telefongesprächs mit der
Suva als Korn deutete, was keinem ungewöhnlichen äusseren Faktor entsprechen
würde. Die Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach sie auf einen Fremdkörper
gebissen haben soll, sind erst nach Erlass der Ablehnungsverfügung und den
telefonischen, erklärenden Erläuterungen der Beschwerdegegnerin ergangen. Die von
der Beschwerdeführerin erstmals in der Einsprache und Beschwerde aufgestellte
Behauptung, sie habe nochmals einen kleinen Stein im Brot gefunden und könne
diesen jederzeit vorweisen, ist nach dem Gesagten ebenso unglaubwürdig wie die erst
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nach Kenntnis über den Ablehnungsgrund eindeutige Verneinung eines Korns als
Schadensursache. Wäre tatsächlich ein weiterer Kieselstein sichergestellt worden, so
hätte die Beschwerdeführerin dies zweifelsohne früher erwähnt und die Frage der
Beschwerdegegnerin im Fragebogen, ob Beweismittel vorgezeigt worden seien und wo
sich diese befänden, nicht unbeantwortet gelassen. Dass das Zehnkornbrot aufbewahrt
und darin erst im Zeitpunkt der Einspracheerhebung ein zweiter Kieselstein gefunden
wurde, ist - wie die Beschwerdegegnerin bereits darlegte - ebenfalls wenig
überzeugend. Die Herkunft eines solchen Steines wäre im Übrigen ohnehin unsicher.
Gemäss den erläuterten Grundsätzen (insbesondere E. 4b) kann somit nicht auf die
nachträglich angepasste Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin abgestellt
werden.
4.4 Der Umstand, dass der Beschwerdeführerin beim Essen des Zehnkornbrots ein
Zahn abgebrochen ist, der nun durch ein Implantat ersetzt werden muss, ändert nichts
an obiger Beurteilung. Erfahrungsgemäss können Zahnteile abbrechen, ohne dass in
jedem Fall ein ungewöhnlicher äusserer Faktor (Fremdkörper) eingewirkt haben muss.
In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass sich das Begriffsmerkmal der
Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen
selber bezieht (RKUV 1988 Nr. U 36 S. 45 E. 3a; BGE 118 V 59 E. 2b, 118 V 283 E. 2a).
5.
In Würdigung der gesamten Umstände ist es mithin zwar möglich, dass die
Zahnschädigung auf einen Unfall im Rechtssinne zurückzuführen ist; doch die
Behauptung, die Zahnschädigung sei durch das Beissen auf einen Stein verursacht
worden, ist nicht rechtsgenüglich dargetan. Es erscheint wesentlich plausibler, dass
der Biss auf einen harten Kern als solcher - wie bereits erwähnt, gewöhnlicher
Bestandteil eines Kernenbrots - ursächlich war. Die Beschwerdeführerin konnte keinen
Fremdkörper sicherstellen. Entsprechend sind die Voraussetzungen für die Annahme
eines Unfalls nicht erfüllt. Die offerierte Präsentation eines nachträglich sichergestellten
Kieselsteins vermag an dieser Schlussfolgerung nichts zu ändern. Der angefochtene
Entscheid ist demnach nicht zu beanstanden.
6.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 11. April 2007 abzuweisen. Kosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG