Decision ID: 88924187-2496-4dce-a60d-735a9174e691
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1974,
arbeitete hauptberuflich
bis März 2010
in einem
Teilzeitpensum
in einer Konditorei
/Café
(
vgl.
Urk.
7/50
Ziff.
2.2
)
. Am 7.
März 2010 stürzte
sie
beim Vertragen von Zeitungen (Nebenbeschäftig
ung
)
auf den Hinterkopf,
worauf
die
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
(SUVA)
die
gesetzliche
n
Versicherungsleistungen erbrachte
, welche sie per 31.
März 2012 einstellte
(
Urk.
7/65
/20-21)
.
Als weitere Nebentätigkeit hilft
die Versicherte
seit 2007 als Standchefin bei Fussballspielen
im
Y._
(
Urk.
7/17/87)
aus (vgl.
Urk.
7/14/2-8).
1.2
A
m
2
3.
September 2010
meldete sich
X._
unter Hinweis auf Depressionen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6
Ziff.
6.2)
. Die IV-Stelle
holte daraufhin einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/11), einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/14) sowie diverse Arztberichte ein (
Urk.
7/
15, 7/22/1
,
Urk.
7/37/5, Urk.
7/40
). Ebenso zog sie die Akten des
Krankentaggeldversicherers (
Urk.
7/13)
und
de
r
SUVA bei (
Urk.
7/17,
Urk.
7/19,
Urk.
7/65
)
.
Am 1
2.
O
ktober 2011 wurde
die Versicherte
zunächst
durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle allgemein
medizinisch/
internistisch
untersucht (
Bericht vom 1
2.
Oktober 2011;
Urk.
7/25).
Es folgte eine
psychiatrische Begutachtung der Versicherten am 1
2.
November 2012 (Expertise
von
Dr.
med.
Z._
, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
vom
7.
Dezember 2012;
Urk.
7/44).
Am 29.
Februar 2012
fand
zudem
eine
Haushaltsabklärung vor Ort
statt (
Bericht betreffend die Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
vom
2.
März 2012
,
Urk.
7/
50
)
.
Gestützt auf ihre Abklärungen teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 3
1.
Mai 2013 (
Urk.
7/54) die
Zusprechung einer
Dreiviertelsrente
ab
1.
März
2011,
deren Herabsetzung auf eine
halbe Rente per
1.
Februar 201
2
sowie deren Befristung bis 3
1.
März 2013
mit
.
Nach Eingang der Stellungnahme de
r
Versicherten vom
2
9.
August
2013 (
Urk.
7/
62
) verfügte
die IV-Stelle
am
1
9.
Februar 2014
im angekündigten Sinne (
Urk.
2
/1-2
).
2.
Gegen die am 1
9.
Februar 2014 erlassenen Verfügungen erhob die Versicherte am 2
5.
März 2014 Beschwerde (
Urk.
1) mit dem Rechtsbegehren um
Zusprache
einer ganzen Rente vom
1.
März 2011 bis 3
1.
März 2013 sowie einer unbefris
teten
(mindestens)
halben Rente ab
1.
April 201
3.
Mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Mai 2014 (
Urk.
6) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
4.
Mai 2014 (Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Mit Zuschrift vom 1
5.
August 2014 (
Urk.
9) reichte die Beschwerdeführerin
das
von ihr in Auftrag gegebene
Gutachten
von
Dr.
med.
A._
,
Fach
ärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
ein
(
datierend
vom
8.
Juli 2014;
Urk.
10)
.
Die
Beschwerdegegnerin
verzichtete
am
5.
September 2014
auf das Einreichen einer Stellungnahme dazu (
Urk.
13). Hiervo
n
wurde die Beschwer
deführerin am
8.
September 2014 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
14)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Metho
de der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
). Die gemischte Methode be
zweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invaliditäts
grades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit
erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist
jedoch
anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grundsät
zen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3
e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
deneinkommen
ist nach
Massgabe
der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine
ihr zu
mutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - vom Arzt festzulegende - Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invalidi
tätsbe
mes
sungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Wil
lensentschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom 8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Bei Versicherten, die
nur zum Teil erwerbstätig sind
, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.
6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
IVV
fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzu
sprechung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
7
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die verfügungsweise zugesprochene abge
stufte
und
bis Ende März 2013
befristete Rente
damit,
dass der Beschwerdefüh
rerin vom Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (1.
März
2011
) bis zum 2
5.
Oktober 2010 (richtig: 2011) eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 20
%
zumutbar gewesen sei
. Anschliessend sei ihr
bis zum
6.
Dezember 2012
eine solche zu einem Pensum von 30
%
zumutbar gewesen.
Ab dem
7.
Dezember 2012 habe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestan
den.
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 80
%
erwerbstätig wäre und im verbleibenden Umfang von 20
%
den Haushalt besorgen würde.
Sie wandte die
gemischte Methode der Invaliditäts
bemessung
an und errechnete betreffend die Zeit vom
1.
März 2011 bis 3
1.
Januar 2012
einen
Invaliditätsgrad von 60
%
. Per
1.
Februar 2012
(
Verbesserung ab
2
5.
Oktober 2011
plus drei Monate)
schloss sie
auf
einen Invaliditätsgrad
von 50
%
und
verneinte
– basierend auf einem
Invaliditätsgrad
von 0
%
-
einen Rentenanspruch ab April 2013
(
Verbesserung ab
7.
Dezember
2012
plus drei Monate;
Urk.
2/1-2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
brachte dagegen im Wesentlichen vor, dass sie bei guter Gesundheit voll erwerbstätig wäre und zur Beurteilung ihres Gesundheits
zustandes
nicht auf
die
psychiatrische
Expertise
vom
7.
Dezember 2012, son
dern vielmehr
auf
das
von ihr
ins Recht gelegte
psychiatrische
Gutachten
vom
8.
Juli 2014 abzustellen sei
.
Eine
Besserung
ihre
s
Gesundheitszustand
e
s
sei nicht ausgewiesen
(
Urk.
1,
Urk.
9).
3.
3.1
Der behandelnde Hausarzt med. prakt.
B._
diagnostizierte
im undatierten Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin (zugestellt im
Oktober 2010
;
Urk.
7/15
)
ein
en
Status nach Halswirbelsäulen (HWS)-Distorsion mit
cervicover
tebralem
Schmerzsyndrom und Spannungskopfschmerzen
(bestehend seit
dem Umfall vom
7.
März 2010), eine reaktive Depression (bestehend seit Februar 2010)
sowie
ein
en
Unguis
incarnatus
rechts (bestehend seit
7.
Dezember 2009
;
Urk.
7/15
Ziff.
1.1
)
.
Unter
dem Titel
Anamnese
/Ärztlicher Befund
erläuterte er
nebst
anderem, dass sich
bei der Beschwerdeführerin
Ende 2009 aufgrund von Schwierigkeiten am Arbeitsplatz eine mittelschwere depressive Episode ergeben
habe
und
sie
seither in psychotherapeutischer Behandlung sei.
Psychisch sei
die Beschwerdeführerin zwar
deutlich aufgehellt, bezüglich der HWS-Problematik
aber
noch deutlich eingeschränkt, weshalb eine stationäre Rehabilitation erfolge (
Ziff.
1.4).
Ab
7.
Dezember 2009
befand
med. prakt.
B._
die Beschwerdeführe
rin als zu 100
%
arbeitsunfähig. Ab 1
5.
Februar 2010 befand er sie als zu 10
%
und
ab 2
5.
Mai 2010 als zu 20
%
arbeitsfähig
(
Ziff.
1.6 und
Ziff.
1.9).
Mit Verlaufsbericht vom 3
1.
August 2011 (
Urk.
7/22/1) teilte med. prakt.
B._
mit, dass weiterhin ein protrahierter Verlauf bestehe und die Arbeitsunfähigkeit bei
80
%
liege (unfallbedingt 50
%
).
3.2
In der Zeit vom 1
5.
Februar bis 1
4.
März 2011 war die Beschwerdeführerin in der
C._
hospitalisiert.
Im entsprechenden Austrittsbericht
der
genannte
n
Klinik vom 2
4.
März 2011 (
Urk.
7/19
/2-10
) zuhanden des Hausarztes nannte
n
die Ärzte
folge
nde
Diagno
sen
(S. 1)
:
Chronisches
cervicovertebrales
Schmerzsyndrom (seit Unfall vom 7.
März 2010)
A
rthropathia
humeroscapularis
rechts
Depression
Die behandelnden Ärzte hielten
in ihrer medizinischen Beurteilung
fest,
dass trotz der durchgeführten Therapien eine konstante Verbesserung des
Schmerz
zustandes
nicht
h
abe erreicht werden können
.
Weiter
führten
sie
aus, dass sich in der
formalen neuropsychologischen Untersuchung durchwegs niveaugemässe Leistungen, insbesondere keine Einschränkungen der Konzentration
s
- und
Auf
merksamkeitsleistungen
,
gezeigt hätten
. Vielmehr hätten sich die Reaktionszei
ten, welche als Mass für die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit g
ä
lten, durchwegs über der Norm bewegt und es hätten sich keine Schwierigkeiten in der selektiven, gerichteten und geteilten Aufmerksamkeit gezeigt. Die Lern- und Gedächtnisleistungen
der Beschwerdeführerin
seien unauffällig gewesen
(S. 2)
.
Aus ph
ysiotherapeutischer Sicht seien bei Eintritt
stechende Schmerzen im Schulter-
Nackenbereich mit Ausstrahlung das Hauptproblem gewesen (S. 3).
Aus neurologischer Sicht
beurteilten
sie die
Beschwerdeführer
in
ab
2
1.
März 2011
als zu
50
%
a
rbeitsfähig
mit gutem Steigerungspotential
. Betreffend die Zeit zuvor attestierten sie ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(S. 4)
.
3.3
Am 1
2.
Oktober 2011 wurde die Beschwerdeführerin durch
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin FMH
, vom RAD
allgemein
internistisch
untersucht
.
Im
Bericht vom 1
2.
Oktober 2011
(
Urk.
7/25)
vermochte
Dr.
D._
aufgrund seiner Untersuchung keine Diagnose zu stellen
(
Ziff.
9).
Er
beurteilte
die Stim
mung der Beschwerdeführerin
als
unauffällig
.
Die
Schwingungsfähigkeit
sei
ge
geben sowie situationsangepasst und psychomotorisch unauffällig gewesen.
Das
Denken
der Beschwerdeführerin
sei etwas beschwerde- und leidenszentriert;
spontane verbale oder gestische Schmerzäusserung
habe
sie keine gemacht (
Ziff.
7).
Einen erhöhten Erholungsbedarf, wie
ihn die Beschwerdeführerin gel
tend
gemacht habe
,
konnte
er gestützt auf seine
Untersuche
nicht
ableiten (
Ziff.
11)
.
3.4
Dr.
D._
nahm i
n der Folge
am 2
6.
Oktober 2011
telefonisch
Rücksprache mit dem behandelnden Hausarzt (vgl.
Urk.
7/52
S. 4
)
. Med. prakt.
B._
teilte ihm mit,
es best
ehe
gegenwärtig eine Arbeitsfähigkeit von 30
%
und eine
weitere Steigerung
sei
möglich
.
3.5
Die
seit Februar 2010
behandelnde Fachpsychologin FSP
E._
nannte im Bericht vom
7./
9.
August 2012 (
Urk.
7/40/2-7)
zuhanden der
Beschwerde
geg
nerin
als Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkei
t
eine mittel
schwere depressive Episode (F32.11, bestehend seit November 2011, rezidi
vierend),
eine
Adipositas per magna (E66), ein
en
Status nach
Bulimia
nervosa
(F50.2), eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen Zügen (F60.3), Trennung der Eltern und Platzierung im Heim (Z61) sowie eine
b
ipolare Störung des Bruders (Z81.1
;
Ziff.
1.1).
Sie führte aus,
die Beschwerde
führerin leide unter den depressiven Symptomen der Antriebslosigkeit, des Gedankenkreisens, der Schlafstörungen, des
Libidoverlustes
, des herabgesetzten Selbstwertgefühls und der suizidalen Gedanken
. Die Beschwerdeführerin habe trotz medikamentöser Behandlung immer noch erhebliche
Stimmungsschwan
kungen
und Kopfschmerzen. Die Tage, an denen sie kaum aufstehen möge, sich bleiern müde fühle und unter Konzentrationss
törungen
und Gedanken
k
reisen leide, seien häufig. Die derzeitigen depressiven Symptome seien zu gravierend, als dass die Beschwerdeführerin in naher Zukunft einer erhöhten Teilzeitarbeit nachgehen könn
t
e
(
Ziff.
1.4). Sie attestierte der Beschwerdeführerin eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit und hielt dafür, dass
mittelfristig
eine
Arbeitsfähigkeit
von
50
%
möglich sei
(
Ziff.
1.4
und
Ziff.
1.6
)
.
3.
6
Die Beschwerdeführerin wurde am 1
2.
November 2012 durch
Dr.
med.
Z._
, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch begutachtet
.
In der entsprechenden Expertise vom
7.
Dezember 2012 (
Urk.
7/44) nannte
die Gutachterin
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 14). Unter Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bemerkte sie „Hin
weise auf akzentuierte Persönlichkeitszüge“.
Dr.
Z._
führte aus, dass sich anlässlich der psychiatrischen Untersu
chung kein depressiver Befund gezeigt habe. Die Beschwerdeführerin habe leb
haft und emotional schwingungsfähig gewirkt. Die zweistündige Untersuchung habe sie ohne sichtliche Ermüdung gut überstanden.
Eine
Persönlichkeitsprob
lematik
habe erahnt werden können, habe sich aber in der punktuellen
Unter
suchungssituation
weder bestätigen noch verwerfen lassen (S.
1
4 ff.
). Anhalts
punkte für akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Tendenz zur Abhängigkeit und Externalisierung
hätten
sich eher verifizieren lassen
;
solche für eine manische Episode
nicht
. Hinweise auf eine
somatoforme
Schmerzstörung lägen aufgrund fehlende
r
Schmerzäusserungen und allgemein wenig spürbarem Leidensdruck
aktuell
keine vor.
Insgesamt
lasse
sich aufgrund der beklagten Beschwerden und des bisherigen Verlaufs
keine eindeutige psychiatrische Diagnose nach ICD-10 ableiten. Am ehesten sei es auf dem Boden der akzentuierten
Persönlichkeits
züge
und dem Zusammenfallen der Anpassungsstörung mit den Folgen des Sturzes und vielleicht zusätzlich iatrogen bedingt zu einer fatalen Entwicklung gekommen
(S. 16)
.
Die Gutachterin kam zum Schluss, dass sich a
us psychiatri
scher Sicht
mangels Diagnose keine Arbeitsunfähigkeit ableiten
lasse
(S. 17).
3.7
Am 2
9.
Februar 2012 wurde
bei der Beschwerdeführerin eine
Haushalts
abklärung
vor Ort durchgeführt
.
Mit Bericht vom
2.
März 2012 (Urk.
7/50)
führte die Abklärungsperson aus,
die Frage betreffend der Qualifikation sei ein
gehend mit der Beschwerdeführerin besprochen worden (
Ziff.
2.6). Die Beschwerdeführerin habe
angegeben, auch bei guter Gesundheit höchstens zu 80
%
im Erwerbsleben stehen zu wollen
,
und dass
sie
auch mit eine
m
Einkom
men aus einem 80
%
-Pensum leben könne (
Ziff.
2.5). Immer wieder habe
die Beschwerdeführerin
bestätigt,
dass sie
auch
im Gesundheitsfall
zu
80
%
arbeiten
und die restlichen 20
%
mit Waschen, der Hundebetreuung und der
Wohnungs
pflege
verbringen würde
.
Die Abklärungsperson qualifizierte sie daher als zu
80
%
im Erwerbsbereich und zu
20
%
im Haushalt tätig
. Sie befand, dass
die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich nicht eingeschränkt
sei
(
Ziff.
7)
.
4.
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin das von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten vom
8.
Juli 2014 (
Urk.
10) ins Recht.
Dr.
A._
nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 28):
Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit Anteilen einer emotional-instabi
len Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ und Anteilen einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (F61.0) und Verdacht auf gemischte dissoziative Störung (F44.7) vor dem Hintergrund einer kom
plexen frühkindlichen Traumatisierung
Angst und depressive Störung, gemischt (F41.2);
differentialdiagnos
tisch
: generalisierte Angststörung (F41.1)
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (F45.5)
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (F33.4)
Anamnestisch
Bulimia
nervosa
(F50.2)
Dr.
A._
hielt fest, dass im gesamten Verlauf der psychischen Ent
wicklung der Beschwerdeführerin abhängig-ängstliche Persönlichkeitszüge mit innerer Abhängigkeit von Bezugspersonen, einer Angst vor dem Alleinsein und dem „Verlassen werden“ sowie einer eingeschränkten Fähigkeit,
Alltagsent
scheidungen
zu treffen, auffallen würden (S. 25). Diese Symptome würden auf das Vorliegen einer abhängigen Persönlichkeitsstörung hinweisen
. Hinzu kämen
Symptome einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ. Zusätzlich ergäben sich auch Hinweise auf belastungsabhängige diss
ozia
tive Reaktionen
(S. 26)
. Ab 2007 sei eine depressive Entwicklung eingetreten. Die depressive Symptomatik habe sich durch den Verlust des Arbeitsplatzes und
das
Sturzereignis verstärkt und zur Ausbildung einer mittelgradigen depressiven Episode geführt. Anlässlich der aktuellen Begutachtung liessen sich nur noch diskrete depressive Symptome, zu nennen seien die erhöhte Erschöpfbarkeit, die innere Leere, die leicht reduzierte affektive Schwingungsfähigkeit und die affektive Instabilität, finden (S. 27).
Hingegen bestünden eindeutige Symptome einer klinisch manifesten Angststörung
(S. 26 f.)
.
Die Gutachterin
schätzte die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt
ihrer
Untersuchung auf 90
%
und führte aus, dass diese wahrscheinlich seit März 2010 bestehe und durch die hohe psychische Komorbidität mit Vorliegen einer kombinierten
Per
sönlichkeitsstörung
, einer gemischten Angst- und depressiven Störung und einer
somatoformen
Schmerzstörung bedingt werde
(S. 28
f.
). Es bestünden angst- und depressions- wie auch schmerzbedingt massive Einschränkungen der psychischen Belastungsfähigkeit, der Konzentrationsfähigkeit und
Frustrations
toleranz
was zur funktionellen Einschränkung der Leistungsfähigke
i
t führe (S.
29)
.
5.
5.1
Aufgrund de
r
sich in den Akten befindlichen medizinischen Berichte ist b
etref
fend die Verhältnisse im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (
1.
März 2011
, vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG
)
von einer
Arbeitsunfähigkeit von 80
%
in angestammter sowie jeder angepasste
n
Tätigkeit aus
zugehen
.
So schilderte
Hausarzt med. prakt.
B._
im August 2011 einen protrahierten Heilungsverlauf nach dem Unfall vom
7.
März 2010 und nach wie vor bestehende Nacken- so
wie Kopfschmerzen. Sodann verwies er auf eine seit 2009 bestehende psychi
sche Komponente (E. 3.1). Dass die Beschwerdegegnerin darauf abstellte, ist (zu Gunsten der Beschwerdeführerin) nicht zu beanstanden, obwohl die Ärzte der
C._
per März 2011 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgin
gen (E. 3.2). Immerhin lag der Fokus der letztgenannten Ärzte auf den Unfall
folgen und nicht auf der psychischen Problematik und begleitete med. prakt.
B._
die Beschwerdeführerin über einen längeren Zeitraum.
5.2
Am 2
6.
Oktober 2011 schätzte der behandelnde Hausarzt die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerd
eführerin nunmehr auf 30
%
, nachdem die medikamentöse The
rapie einen gewissen Erfolg (verhindern psychotischer Durchbrüche) gezeigt hatte
(vgl. E. 3.4
hievor
).
Seine Annahme
deckt sich mit der Prognosestellung der behandelnden Ärzteschaft der
C._
, da
auch
sie
von
einer
Steigung des Leistungspotentials bei der Beschwerdeführerin
ausgingen
(vgl. E.
3.2
hievor
).
Damit
ist
seit 2
6.
Oktober 2011
noch
von einer 70%igen Arbeits
unfähigkeit auszugehen, womit eine Besserung des Leistungsvermögens
ausge
wiesen
ist.
5.3
Für den Zeitpunkt ab Begutachtung bei
Dr.
Z._
(Expertise vom 7.
Dezember 2012, E. 3.6) ist vorwegzuschicken, dass das genannte Gutachten den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise voll
umfänglich entspricht. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der Arbeits
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht.
Weiter beruht es auf den notwendigen Untersuchungen und berücksichtigt aus
führlich die geklagten Beschwerden.
Dr.
Z._
schilderte hierzu ausführ
lich die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin (
Urk.
7/44 S.
8 ff.): die Schwierigkeiten in der Kindheit mit Gewalterfahrungen durch die Mutter, Scheidung der Eltern und Unterbringung in einem Internat, geglückte Lehre als Verkäuferin in der Modebranche, Wegzug der Mutter, Schwierigkeiten mit der neuen Partnerin des Vaters, verschiedene unglücklich endende Beziehungen, aktuell aufmerksamer Freund, zahlreiche Stellen von 1992 bis 2007 mit teil
weise Problemen. Auch die aktuelle Situation wurde von
Dr.
Z._
dar
gelegt unter Verweis auf den Tagesablauf mit Aufstehen gegen 11 Uhr, Betreu
ung des Hundes, Haushaltarbeiten, Fernsehen, Abendessen kochen für den Freund, Sozialhilfeabhängigkeit mit netter Betreuerin.
Das Gutachten wurde sodann in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben (
Urk.
7/44 S.
2 ff.) und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. So schilderte
Dr.
Z._
detailliert ihre Befunderhebung mit einer lebhaft und
expressiv sowie (beim Schildern ihres Führungsstils) stolz und selbstsicher wir
kenden Beschwerdeführerin, welche sich aktiv und offen am Gespräch beteilige und viel Spontanaktivität zeige. Psychopathologisch seien Bewusstsein, Orien
tierung und Aufmerksamkeit unauffällig, fixiert auf die Beschwerden und die soziale Situation. Das Gedächtnis sei punktuell für Jahreszahlen vermindert, ansonsten klinisch unauffällig ebenso wie das formale und inhaltliche Denken. Es bestünden Befürchtungen, an einem neuen Arbeitsplatz wieder geplagt zu werden, Zwänge seien indes ebenso wenig
eruierbar
wie Anhaltspunkte für Wahn oder Sinnestäuschungen. Der Affekt sei situativ adäquat und moduliert mit lachen und weinen bei erhaltener emotionaler Schwingungsfähigkeit, mög
lichem affektivem Rapport und unauffälligem Antrieb sowie ebensolcher Psychomotorik (
Urk.
7/44 S. 13).
Dr.
Z._
konstatierte (
Urk.
7/44 S. 14 ff.) – unter Verweis auf gesundheitliche Probleme seit einem
Arbeitsplatzkon
flikt
2009 sowie den Unfall vom
7.
März 2010 – keinen depressiven Befund erhoben zu haben. Bei wenig spürbarem Leidensdruck und fehlenden
Schmer
zäusserungen
hätten sich keine Hinweise auf eine
somatoforme
Schmerzstörung ergeben. Dies leuchtet ohne weiteres ein. Die geschilderten Anhaltspunkte für akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Tendenz zur Abhängigkeit und Externali
sierung machte sie an den Schilderungen des Beziehungs- und
Konfliktverhal
tens
fest unter Hinweis auf fast jährliche Stellenwechsel von 1992 bis 2000 und hernach zwei- bis dreijährige Anstellungszeiten. Die Liebesbeziehungen seien aus psychiatrischer Sicht etwas auffällig mit anamnestisch zum Teil etwas unglücklicher Partnerwahl; seit drei Jahren führe sie eine zufriedenstellende Partnerschaft. Dass die Gutachterin bei diesen Befunden eine
Persönlichkeits
störung
verneinte und es bei der Diagnose akzentuierter Persönlichkeitszüge bewenden liess, ist nicht zu beanstanden. Immerhin zeigt der Lebenslauf der Beschwerdeführerin eine gewisse Konstanz mit der Fähigkeit, beruflich aktiv zu sein und ihr Privatleben zu organisieren.
In diesem Sinn erscheinen schliesslich die Schlussfolgerungen der Expertin als begründet, dass bei Fehlen einer eigentlichen psychischen Pathologie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vollumfänglich gegeben ist (
Urk.
7/44 S. 14 und S. 17). Im gleichen Sinn verwies auch RAD-Arzt
Dr.
D._
auf eine unauffällige Stimmung und ebensolche Untersuchungsbefunde bei beschwerde- und leidenszentriertem Denken.
5.4
5.4.1
Zur Expertise von
Dr.
A._
(E. 4) ist festzuhalten, dass diese vom
8.
Juli 2014 datiert und damit fast fünf Monate nach Erlass der angefochtenen Verfügung, was die Grenze der richterlichen Beurteilungsperiode bildet. Da indes eine
ausführliche Anamneseerhebung erfolgt ist samt Einbezug der
Vorakten
sowie
eine rückblickende Aktenbeurteilung im Längsschnitt unter Einbezug der aktuellen Untersuchungsresultate
,
ist die Expertise geeignet, Rückschlüsse auf den massgeglichen Zeitpunkt zu ziehen. Inhaltlich fällt vor
weg auf, dass auch
Dr.
A._
keinen depressiven Befund erhob, sondern lediglich diskrete Symptome erwähnte.
5.4.2
Dr.
A._
begründete ihre Einschätzung einer fast vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit März 2010 mit dem Vorliegen einer kombinierten
Per
sönlichkeitsstörung
, einer gemischten Angst- und depressiven Störung sowie einer
somatoformen
Schmerzstörung. Anlässlich ihrer Untersuchung schilderte sie – in Bezug auf die Persönlichkeit - im Wesentlichen unauffällige Befunde (
Urk.
10 S. 22 ff.).
Die Gutachterin stütze ihre Einschätzung vielmehr auf ihre
ätiopathogeneti
schen
Überlegungen basierend auf den anamnestischen Erhebungen mit ausge
prägter Traumatisierung in der Kind- sowie Jugendzeit (v.a. brutale Mutter, emotionale Vernachlässigung durch beide Elternteile, Suizidversuch der Mutter, Fluchtversuch mit dem kleinen Bruder) und der dadurch erlittenen Beeinträchti
gung der Entwicklung eines stabilen und belastbaren Selbstwertgefühls mit der Folge einer dadurch begründeten Strukturschwäche der Persönlichkeit, welche sich am Arbeitsplatz und in der Partnerschaft gezeigt habe. Im gesamten Ver
lauf der psychischen Entwicklung fielen abhängig-ängstliche
Persönlichkeits
züge
mit innerer Abhängigkeit von Bezugspersonen auf, einer Angst vor dem Alleinsein und dem „Verlassen werden“ sowie einer eingeschränkten Fähigkeit, Alltagsentscheidungen zu treffen (
Urk.
10 S. 25). Diese Symptome wiesen auf das Vorliegen einer abhängigen Persönlichkeitsstörung hin. Zusätzlich fielen Symptome einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ auf, welche einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit Anteilen einer abhängigen und Anteilen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ entsprächen (
Urk.
10 S. 26).
Hierzu ist festzuhalten, dass auch die Gutachterin
Dr.
Z._
Anhalts
punkte für akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Tendenz zur Abhängigkeit und Externalisierung festgestellt hatte, diesen aber nicht die Qualität einer
Persön
lichkeitsstörung
mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zumass (E. 5.3). Damit aber liegt eine abweichende Gewichtung der übereinstimmenden (anamnesti
schen) Befunde vor. Aus welchen Gründen die Beschwerdeführerin aus den beschriebenen Gründen fast vollständig arbeitsunfähig sein soll, ist nicht erkennbar. So findet sich im Gutachten von
Dr.
A._
keine Ausei
nandersetzung mit dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin – trotz ihren
Schwierigkeiten und immer wieder auftretenden Problemen - über die Dauer von fast zwei Jahrzehnten erwerbsfähig war und auch Beziehungen führen konnte, nunmehr seit Jahren auch in einer positiven
Art.
Die Thematik des Auftretens von Persönlichkeitsstörungen in der Adoleszenz und die Auffällig
keit der erstmaligen Arbeitsunfähigkeit (erst) im Alter von 36 Jahren (laut der Gutachterin) ohne erkennbares äusseres Ereignis (ausser dem Unfall, der aber nicht dafür verantwortlich gemacht wird) blieben unkommentiert. Dies über
zeugt nicht.
5.4.3
In Bezug auf die Angststörung berichtete
Dr.
A._
von beschriebe
nen diffusen, ständig vorhandenen Angstgefühlen, etwas Schlimmes könnte ihr, dem Vater oder dem Freund passieren. Sie habe ständig feuchte Hände vor Aufregung und grosse Angst vor dem Alleinsein. Nachts leide sie häufig unter Alpträumen. Die Gutachterin verneinte eine Minderung des Selbstwertgefühls, halte doch die Beschwerdeführerin fest, dass sich ihr Selbstwertempfinden seit der massiven Gewichtsreduktion in den letzten Monaten (nach Magen-Bypass-Operation im Sommer 2013,
Urk.
10 S. 18) weitgehend stabilisiert habe. Sie blicke auch wieder optimistischer in die Zukunft (
Urk.
10 S. 23 f.). Unter weite
rer Berücksichtigung der anamnestischen Angaben diagnostizierte die Expertin eine gemischte Angststörung im Sinne von Angst und depressive Störung gemischt (
Urk.
10 S. 27). Hierzu gilt es zu beachten, dass diese Diagnose recht
sprechungsgemäss im Lichte der offiziellen ICD-
klassifikatorischen
Umschrei
bung ganz allgemein im Grenzbereich dessen zu situieren ist, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden gelten kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_55/2013 vom 2
7.
Februar 2014 E. 4.3 mit Hinweisen). Denn die Kategorie kommt zum Tragen, wenn weder die Angst noch die Depression ein Ausmass erreichen, das eine
Einzel
diagnose
rechtfertigen würde – und eine entsprechende Einzeldiagnose wurde lediglich differenzialdiagnostisch gestellt.
Inwiefern die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Ängste nicht mehr in der Lage sein soll, einer Arbeit nachzugehen, ergibt sich aus dem von
Dr.
A._
Ausgeführten nicht. Wohl leuchtet es ein, dass sie durch ihre Ängste belastet ist, diese wurden aber nicht derart geschildert, dass sie ihre Arbeitskraft nicht mehr verwerten könnte. Dies zeigt denn auch bereits der Tagesablauf der Beschwerdeführerin, welche regelmässig mit dem Hund spazieren geht und auch sonst nicht durch Aktivitätsmangel auffällt. Dass also ein uneingeschränktes Privatleben in ordentlichen Bahnen ohne besondere Auffälligkeiten etabliert ist, die ausserhäusliche Arbeitsfähigkeit (auch bei verständnisvolleren Vorgesetzten) aber fast vollständig eingeschränkt sein soll, ist nicht nachvollziehbar und eine Begründung hierfür dem Gutachten von
Dr.
A._
nicht zu ent
nehmen.
5.4.4
Das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung wurde von
Dr.
Z._
noch explizit ausgeschlossen, da die Beschwerdeführerin nicht über entspre
chen
de Schmerzen
klagte
. Ebenso wenig konnte RAD-Arzt
Dr.
D._
ein Schmerzgeschehen erkennen (E. 3.3). Damit besteht für die genannte Diagnose
jedenfalls im relevanten Zeitpunkt der Verfügung
keine Grundlage.
5.4.5
Zusammenfassend vermag das Gutachten von
Dr.
A._
dasjenige
von
Dr.
Z._
nicht in Frage zu stellen.
Währenddem
Dr.
Z._
gestützt auf die erhobenen Befunde und die anamnestischen Erhebungen über
zeugend auf die Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin hinwies, daraus jedoch keine dauernde Arbeitsunfähigkeit ableitete, konnte
Dr.
A._
die unauflösbaren Widersprüche
zwischen
de
n
diskreten Befunde
n
samt während fast zwei Jahrzehnten gezeigten Arbeitsfähigkeit und der nun proklamierten fast vollständigen Arbeitsunfähigkeit basierend auf der (Haupt)-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht aus der Welt schaffen. Damit bestehen keine Gründe, von den Ergebnissen des Verwaltungsgutachtens abzuweichen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b/
dd
).
5.5
Auch die Einschätzung der Psychologin
E._
(E. 3.5) vermag an diesen Folgerungen nichts zu ändern. Vorweg ist festzuhalten, dass ihren Ausführun
gen – da sie nicht Ärztin ist – rechtsprechungsgemäss weniger Gewicht beizu
messen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_209/2011 vom 2
7.
Mai 2011 E. 3.2 mit Hinweisen). Weiter unterliess sie es, die von ihr als „gravierend“ bezeichneten depressiven Symptome nachvollziehbar darzutun und mit objektivierbaren Untersuchungsresultaten zu untermauern. Sodann schilderte auch Psychologin
E._
einen Zusammenhang
zwischen
de
n
psychischen Schwierigkeiten
und
den
Problemen
am Arbeitsplatz sowie dem Gewicht der Beschwerdeführe
rin. Zu Letzterem steht indes fest, dass die depressiven Elemente nach der mas
siven Gewichtsreduktion praktisch verschwanden und nicht mehr von Relevanz sind. Damit ist die Einschätzung von Psychologin
E._
überholt.
5.
6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (
1.
März 2011) bis zum 2
5.
Oktober 2012 zu 80
%
arbeitsunfähig war.
Es stellte sich eine Besserung in ihrem
Leistungs
potenzial
ein, weshalb
sie
ab
dem
2
6.
Oktober 2012
noch zu
70
%
arbeitsun
fähig war
. Seit
7.
Dezember 2012
ist die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeits
fähigkeit nicht mehr eingeschränkt
.
Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von weiteren medizinischen Abklärungen ist abzusehen, da
hievon
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2).
6.
6.1
D
ie Beschwerdegegnerin
qualifizierte
die Beschwerdeführerin als mutmasslich zu
80
%
im Erwerbsbereich und zu
20
%
im Haushalt tätig, wogegen Letztere opponierte und geltend machte, dass sie bei guter Gesundheit
voll erwerbstätig
wäre
(Urk.
1
S. 4 ff.
)
.
6.2
Laut Abklärungsbericht vom
2.
März 2012 gab die Beschwerdeführerin anläss
lich des am 2
9.
Februar 2012 geführten Gesprächs zu Protokoll, dass sie in sehr jungen Jahren, als sie ihre Berufstätigkeit aufgenommen habe, eine
Vollanstel
lung
angestrebt habe. Dies sei ihr aber nie gelungen. Es sei jedes Mal zur Kün
digung durch den jeweiligen Arbeitgeber gekommen. Weiter gab sie an, dass selbst wenn sie vollständig gesund wäre, sie höchstens 80
%
im Erwerbsleben stehen woll
t
en. Sie kümmere sich gerne um den Haushalt
(Urk.
7/50 S. 3)
.
6.3
Im vorliegenden Verfahren machte die Beschwerdeführerin geltend,
beim
Ent
scheid, sie würde auch bei guter Gesundheit lediglich in einem Teilzeitpensum arbeiten,
handle es sich um keinen freiwillig getroffenen
. Vielmehr
habe
sie aufgrund der Gegebenheit
kapituliert
, dass sie es zeitlebens nicht geschafft habe, ein volles Pensum auszuüben (
Urk.
1 S. 5).
6.4
Vorweg gilt es, ein offensichtliches Missverständnis zu klären: Beide Parteien gingen aufgrund des von der Beschwerdeführerin anlässlich der
Haushaltab
klärung
Ausgeführten davon aus, dass diese nie vollzeitlich erwerbstätig war. Ein Blick in den Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/11) zeigt aber, dass sie in den letzten drei Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens Ein
künfte von
Fr.
51‘587.-- (2007),
Fr.
54‘243.-- (2008) und
Fr.
50‘544.-- (2009) erzielt hat. Wohl war sie in ihrer letzten Haupttätigkeit bei der
F._
in einem Teilzeitpensum zu knapp 75
%
beschäftigt (vgl.
Stundenüber
sicht
auf den Lohnblättern 2008 und 2009 von monatlich 115.8 bzw. 117.9 Stunden,
Urk.
7/17/43-44), daneben verrichtete sie jedoch verschiedene Neben
jobs. Ein Blick in die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik (LSE 2008) zeigt, dass in von der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeiten in der Gast
ronomie selbst bei vorausgesetzten Berufs- und Fachkenntnissen, deren
Vor
handensein bei der Beschwerdeführerin zu bezweifeln ist, Löhne von
Fr.
3‘986.-- zu erzielen sind
, was angepasst an die durchschnittliche Arbeitszeit von 42 Stun
den in diesem Sektor (Die Volkswirtschaft 3/4-2015 S. 88 Tabelle B9.2) ein Jahreseinkommen von
Fr.
50‘224.-- (Wert 2008) ergibt. Hieraus erhellt, dass die Beschwerdeführerin effektiv einen gar höheren Verdienst erzielte und damit in einem höheren Pensum tätig war, als selber angenommen.
6.5
Die Arbeitsaufteilung vor Eintritt des Gesundheitsschadens ist indes nur ein Element bei der Beurteilung, in welchem Ausmass eine versicherte Person tat
sächlich erwerbstätig wäre. Die übrigen (aktuellen) Lebensumstände und die Aussagen der Versicherten sind ebenfalls zu berücksichtigen.
Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im relevanten Zeit
punkt des von der Beschwerdegegnerin gewährten Rentenbeginns (
1.
März 2011) eine längerdauernde Beziehung pflegte, indes noch mit ihrem Vater in Wohngemeinschaft lebte. Der Hund des Partners wurde durch den Vater der Beschwerdeführerin betreut. Im September 2011
folgte
der Zusammenzug mit dem Partner und der Umzug des Vaters in einen anderen Kanton. Seither besorgt die Beschwerdeführerin den gemeinsamen Haushalt und kümmert sich um den Hund (
Urk.
7/50 S. 2
Ziff.
2.3 und
Urk.
7/44 S. 13 oben).
Angesichts dieser Umstände ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Rentenbeginns in vollzeitlichem Umfang erwerbstätig gewesen wäre. Die verbuchten Einkommen der Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens lassen auf eine (fast) vollzeitliche Arbeitstätigkeit schlies
sen, was angesichts der
Entlöhnung
wohl auch nötig war. Auch die
Lebenssitu
ation
lässt nicht den Schluss zu, dass die Beschwerdeführerin bei intakter Gesundheit ihr Pensum reduziert hätte. Eine andere Situation ergab sich jedoch nach dem Zusammenzug mit dem Partner, dem Wegzug des Vaters und den neuen Aufgaben der Beschwerdeführerin im Haushalt und mit der
Hundebe
treuung
. Die Beschwerdeführerin tat mehrfach kund, im Gesundheitsfall hätte sie ihr Arbeitspensum auf 80
%
reduziert, um den weiteren Aufgaben nach
kommen zu können. Dies erscheint als nachvollziehbar, zumal der
Einkom
menssituation
nach dem Zusammenzug und den damit reduzierten Kosten nicht mehr die gleiche Bedeutung zukam. Ab September 2011 ist die Beschwerdefüh
rerin demnach auf ihrer entsprechenden Aussage zu behaften (vgl. zur Aussage der ersten Stunde auch betreffend Qualifikation: Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2011 vom 1
5.
Mai 2012 E. 4.2).
6.6
Zusammenfassend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall bis September 2011 vollzeitlich erwerbstätig und hernach zu 80
%
erwerbstätig sowie zu 20
%
im
Haushaltbe
reich
tätig gewesen wäre.
7.
7.
1
7.
1
.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Ermittlung des Validen- und
Invalidenein
-kommens auf die Daten der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ab und stützte sich jeweils auf den
Durchschnittswert im Bereich
Gastgewerbe für im
privaten Sektor arbeitende Frauen, welche über keine Berufs- und Fachkenntnisse verfügen (LSE Tabelle TA 1
Ziff.
55-56
, Anforderungsniveau 4).
Einen leidensbedingten Abzug beim Invalideneinkommen gewährte sie nicht (
Urk.
2/1-2).
Das Vorgehen der
Be
schwerdegegnerin
blieb von der Beschwerdeführerin unbeanstandet.
7.
1
.2
Rechnerisch
entspricht
das Vorgehen der Beschwerdegegnerin
einem
Prozent
ver
gleich
, wonach eine möglichst genaue Bezifferung und Gegenüberstellung
der beiden hypothetischen Erwerbseinkommen, um aus der
Einkommensdiffe
renz
den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, unterbleiben kann.
D
er Beschwerdeführerin
sind
der medizinischen Aktenlage zufolge
die bisher aus
geübten Tätigkeiten im Gastgewerbebereich (Verkauf und Service in eine
r
Kon
di
to
rei
/Café
, Standchefin an einem Getränke- und
Essstand
)
nach
wie
vor
zumut
bar
.
Demnach
erweist es sich als gerechtfertigt, rechnerisch im Sinne eines Prozentvergleichs die jeweilige Einschränkung im Erwerbsbereich festzu
stellen, um hernach den gewichteten Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich zu ermitteln.
7.2
Im
frühest
möglichen Zeitpunkt des Rentenbeginns (
1.
März 2011) war die Beschwerdeführerin zu 20
%
arbeitsfähig womit - bei Qualifikation als
vollzeit
lich
Erwerbstätige, ein Invaliditätsgrad von 80
%
und damit Anspruch auf eine ganze Rente resultiert.
7.3
Im Oktober 2011 fiel die Besserung des Gesundheitszustandes (Arbeitsfähigkeit von 30
%
) mit der Qualifikationsänderung (80
%
Erwerb, 20
%
Haushalt) zu
sammen. Ab diesem Zeitpunkt kommt demgemäss die gemischte Methode der Invaliditätsgradbemessung zum Tragen. Es resultiert im Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 62.5
%
(100 -
30 :
80 x 100) und gewichtet zu 80
%
von 50
%
. Im Haushalt ermittelte die Abklärungsperson keine Einschränkung, was beschwerdeweise nicht beanstandet wurde und angesichts der plausiblen Darle
gungen nicht zu beanstanden ist. Damit beträgt der Gesamtinvaliditätsgrad 50
%
, weshalb der Beschwerdeführerin nach drei Monaten (
Art.
88a
Abs.
1 IVV) per
1.
Februar 2012
nurmehr
eine halbe Rente zusteht.
7.4
Ab Dezember 2012 ist von der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit auszuge
hen, weshalb nach drei Monaten (
1.
April 2013) kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht.
7.5
Demgemäss hat die Beschwerdeführerin ab
1.
März 2011 Anspruch auf eine ganze und ab
1.
Februar 2012 bis 3
1.
März 2013 auf eine halbe Rente der Inva
lidenversicherung. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
8.
8.1
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
1‘000.-- festzuset
zen und zu 4/5 der überwiegend unterliegenden Beschwerdeführerin sowie zu 1/5 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerde
führerin eine Prozessentschädigung zu bezahlen, welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
) und - reduziert - auf
Fr.
500.-- (inkl.
Bar
auslagen
und
MWSt
) festzusetzen ist.