Decision ID: 16f87de4-c1e5-5016-a806-371a614dfe17
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
gelernte kaufmännische Angestellte, meldete sich a
m 1
0.
April 2007 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf Diskushernien und psychische Probleme bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/4). Die IV-Stelle nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und sprach der Versicherten nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/16) mit Verfügung vom 2
0.
Mai 2008 (
Urk.
6/27) mit Wirkung ab dem
1.
April 2006 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Invalidenrente zu.
Anlässlich zweier
im Februar 2009 (
Urk.
6/30) bzw.
im Juni 2012 (
vgl.
Urk.
6/51) von Amtes wegen eingeleiteter Revisionsverfahren bestätigte die IV-Stelle mit Mitteilungen vom
1
8.
August 2009 (
Urk.
6/38) bzw.
vom 2
3.
Januar 2013 (
Urk.
6
/57) den bisherigen Anspruch der
Versicherten auf eine halbe Rente.
Im Rahmen eines
weiteren
im September 2014
von Amtes wegen
eingeleite
ten Revisionsverfahrens (
Urk.
6/58) holte die IV-Stelle den Bericht von
Dr.
med.
Y._
, FMH Allgemeine Medizin, vom 1
9.
Dezember 2014
ein
(
Urk.
6/64). Daraufhin gab die IV-Stelle bei
Dr.
med.
Z._
, Innere Medizin FMH speziell Rheumaerkrankungen, und
Dr.
med.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein
bidisziplinä
res
Gut
achten in Auftrag, das
s
diese am
1
5.
Oktober 2015 (
Urk.
6/74) respektive
3
0.
Okto
ber 2015 (
Urk.
6/75) erstatteten
.
Mit Vorbescheid vom
1.
Dezember 2015 kündigte die IV-Stelle die Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente an (
Urk.
6/79). Mit Schreiben vom gleichen Tag teilte sie
der Versi
cherten mit, dass ihr Gesundheitszustand mit einer
regelmässigen
, ambulan
ten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung erheblich verbessert werden könne
.
Sie
habe bis zum 20.
Dezember 2015 mitzuteilen, bei wel
chem Arzt oder welcher Ärztin sie die erwähnte
Massnahme
durchführen werde (
Urk.
6/78).
Am 1
7.
Dezember 2015
teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, d
ass sie sich bei
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psy
chotherapie,
behandeln lassen
werde (
Urk.
7/80).
Nach
erfolgtem Einwand
vom 2
2.
Januar 2016 (
Urk.
6/84) hob
die IV-Stelle die
halbe
Rente der Versi
cherten mit Verfügung vom
10.
Februar 2016
gestützt a
uf einen Invaliditäts
grad von 30
% per Ende
März 2016
auf (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
0.
März 2016 Beschwerde
und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr weiter
hin eine halbe Rente auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
April 2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was der Beschwerdeführerin am 2
7.
April 2016 angezeigt wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbese
hen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein
zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiese
ner
massen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konse
quent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati
onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140
V
193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
).
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von min
destens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho
ben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invalidi
tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehl
entwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztli
che Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Invalidenrente der Beschwerdeführerin zu Recht aufgehoben wurde.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit,
dass
aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verbessert, so dass es ihr spätestens seit Oktober 2015 wieder möglich sei, eine 70%ige Arbeitstätigkeit auszuüben.
Mittels einer regelmässigen, ambulanten
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung der depressi
ven Störung könne sodann nach
sechs Monaten
eine 100%ige Arbeitsfähig
keit angestrebt werden.
Da der Beschwerdeführerin die
angestammte Tätig
keit als kaufmännische Angestellte
aktuell in einem
70%-Pensum zumutbar
sei
,
resultiere ein
Invaliditätsgrad von
30
%
.
Der
Invaliditätsgrad
liege somit
unter 40
%
, weshalb
kein
Rentenanspruch mehr
bestehe
(
Urk.
2
).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass nicht von einer Besserung ihres
somatischen
Gesundheitszustands ausgegangen werden könne. Die
Foraminalstenose
und die
Radikulopathie
würden es ihr unmög
lich machen, ganztags bzw. jeden Tag ihrer angestammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte nachzugehen.
PD
Dr.
med.
C._
, FMH Radiologie
, habe im Bericht vom
7.
Oktober 2015 darauf hingewiesen, dass verglichen mit der Voruntersuchung vom Dezember 2011 eine nahezu stati
onäre Situation vorliege.
Im Weiteren seien auch
die psychischen Beschwer
den nicht besser geworden. Sie habe der Beschwerdegegnerin
am 1
7.
Dezember 2015 mitgeteilt, dass sie
die
Behandlung bei
Dr.
B._
aus terminlichen Gründen erst im April 2016
wieder aufnehmen
könne.
Ab da
nn
könne
Dr.
B._
ihren
aktuellen
psychischen Gesundheitszustand beur
t
eilen und eine Prognose stellen. Im Jahr 2014 habe sie eine Weiterbildung zur Sachbearbeiterin Human Resources absolviert. Seither sei sie auf der Suche nach einer neuen Stelle in entsprechender Funktion und in einem höheren Pensum. Bis dieser Umstieg erfolgt sei, sei ihr weiterhin eine halbe Rente auszurichten
(
Urk.
1).
3.
3
.1
3.1.1
Mit Verfügung
vom 2
0.
Mai 2008
sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
mit Wirkung ab dem
1.
April 2006 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Rente zu
(
Urk.
6/27)
.
Seither wurde der Rentenanspruch nicht mehr umfassend materiell überprüft. Zeitliche Ver
gleichsbasis für die Beurteilung, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands vorliegt, bildet somit die Verfügung vom
2
0.
Mai 2008 (vgl. E. 1.5
).
Bei
der damaligen
Rentenzusprache
lagen im Wesentlichen fo
l
gende Arztberichte
vor
:
3.1.2
PD
Dr.
med.
D._
, FMH Orthopädische Chiru
rgie, insbesondere Wir
belsäulen-C
hirurgie, erklärte im an
Dr.
Y._
gerichteten Bericht vom 2
3.
Mai 2007, dass eine
lumbospondylogene
Beschwerdehaftigkeit
bei Seg
mentdegeneration L4/5 und einer
Diskushernie, konservativ behandelt 1989,
und jetzt auch etwas
Chondrose
L5/S1 bes
tünden
. Die neurologischen Para
meter seien durchgehend uneingeschränkt, so dass eine funktionsrelevante
Stenosierung
der
foraminären
Abgänge L4/5 und L5/S1 ausgeschlossen wer
den könne. Aufgrund der Situation der Lendenwirbelsäule
(LWS)
sei eine gewisse Einschränkung
(der Arbeitsfähigkeit)
in der Grössenordnung von 15 bis 20
%
bei neurologisch fehlenden Ausfällen sicher zu attestieren (
Urk.
6/12/7-8).
3.1.3
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im Bericht vom
9.
Juni 2007 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit eine schwere langfristige Erschöpfungsdepression mit Angst und Panikattacken (ICD-10 F41.1) mit multiplen psychosomatischen Beschwerden fest. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie nicht.
Dr.
D._
erklärte, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit, in
der
s
ie bei ihr in Behandlung gestanden
sei (1
6.
Januar 2004 bis 1
3.
Juni 2006) praktisch ständig ca.
zu
50
%
arbeitsfähig gewesen sei (
Urk.
6/11/7).
3.1.4
Dr.
B._
stellte im Bericht vom
7.
September 2007 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) rezidivierende mittelgradige depres
sive Episoden, bestehend seit etwa zehn Jahren, und (2) ein
lumbospondylo
genes
Syndrom bei Segmentdegeneration L4/5 bei Diskushernie,
Chondrose
L5/S1, seit 198
9.
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie nicht.
Dr.
B._
erklärte, dass die Beschwerdeführerin als kaufmännisc
he Angestellte zu 50
%
arbeitsfähig sei; dies
schon seit vor Beginn
der Behandlung bei ihr
am 1
1.
April 2007
und bis auf Weiteres
. In einer
behinderungsangepassten Tätigkeit sei sie ebenfalls zu 50
%
arbeitsfä
hig (
Urk.
6/13/2-6
).
3
.1.5
Med.
pract
.
E._
, Fachärztin für Innere Medizin, des Regionalen Ärztli
chen Dienstes (RAD) hielt in der Stellungnahme vom
4.
Januar 2008 fest, dass analog der psychiatrischen Beurteilung von
Dr.
B._
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als kaufmännische Angestellte, die einer angepassten Tätigkeit entspreche, auszugehen sei. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf ein 100%-Pensum. Im Leistungs
falle solle eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer fachpsychiatri
schen Behandlung auferlegt werden mit einer Revision in einem Jahr (
Urk.
6/15/3).
3.2
Anlässlich der
im
Februar 2009
und im Juni 2012
eing
eleiteten Revisionsver
fahren holte die IV-Stelle jeweils
Bericht
e
von
Dr.
B._
ein.
Dr.
B._
stellte
in diesen Berichten vom
5.
Juni 2009 (
Urk.
6/34) respektive
5.
Oktober 2012 (
Urk.
6/54)
als
psychiatrische
Diagnose mit Aus
wirkung auf
die Arbeitsfähigkeit jeweils
eine
rezidivierende depressive
S
tö
rung mit
mittelgradige
n Episoden
seit ca. 12 bzw.
15 Jahren
.
Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit nannte sie
nicht.
Dr.
B._
erklärte
beide Male
, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische Angest
ellte zu 50
%
arbeitsfähig sei;
dies bereits
seit vor
Beginn der Behandlu
ng bei ihr und bis auf Weiteres
.
3.3
3.3
.1
I
m Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens
äusserten
sich die beteilig
ten Ärzte wie folgt:
3.3
.2
Dr.
C._
gab
im an
Dr.
Y._
gerichteten Bericht vom
7.
Oktober 2015 über das gleichentags durchgeführte MRI der Halswirbelsäule (HWS)/
zervikothorakaler
Übergang
an
, dass ve
rglichen zur Voruntersuchung vom Dezember
2011 eine nahezu stationäre Situation gegeben sei. Es liege eine kleine
mediolateral
bis knapp
foraminal
rechtsseitige
Diskushernie C6/C7 vor. Bei zusätzlicher
Un
k
arthrose
resultiere eine mittelschwere bis schwere
Foraminalstenose
C6/C7 rechts, was eine
Radikulopathie
C7 rechts erklären könnte. In den Segmenten C3-C6 seien nur
Bulging
sowie zum Teil dorsale
Spondylophyten
und eine leichte Spinalkanalstenose gegeben. Weiter seien eine Myelopathie sowie keine relevanten
Foraminalstenosen
oberhalb C6 festgestellt worden (
Urk.
6/74/22 =
Urk.
3/7).
3.3
.3
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
stellten
in
der i
nterdisziplinären Beurteilung des
Gutachten
s
vom 3
0.
Oktober 2015
folgende Diagnosen mit Einfluss auf di
e Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/75/12
):
(1)
eine r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit
somatischen
Symptomen (ICD-10
F 33.01)
(2)
eine v
erminderte Belastbarkeit und intermittier
ende Beschwerden der
HWS
bei de
generativen Veränderungen und kleiner
mediolateraler
bis knapp
foraminaler
rechtsseitiger Diskushernie C6/C7 mit mittel
schwerer bis
schwerer
Foraminal
stenose
C6/C7 rechts, bildgebend seit Jah
ren
unverändert, MRI September 2015 gegenüber MRI Dezember
2011, ohne
radikuläre
Zeichen
(3)
eine v
erminderte Belastbarkeit und intermittierende Beschwerden der LWS bei
degenerativen Veränderungen und
Osteochondrosen
L4/L5 und L5/S1 mit
Protrusion
L4/L5 mit Kontakt zu den Nerve
nwurzeln L5 beidseits, ohne
Kom
pression und linksbetonter Diskushernie L5/S1 mit linksbetonter
Einengung der
Foramina
beidseits ohne Kompression, ohne Instabilität
(funktionelles Röntgen Mai
2007), bildgeben
d seit Jahren unverändert, MRI Juli
2015 gegenüber MRI Januar 2000 und CT April
2007, ohne
radikuläre
Zeichen
Als
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
nannten sie einen schädli
chen
Nikoti
ngebrauch (ICD-10
F
17.1).
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
erklärten,
dass
der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Si
cht in der angestammten oder
einer anderen angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne. Seit 2012 könne von einer Verbes
serung des psychischen Gesundheitszustands ausgegangen
werden.
Dr.
A._
sei es jedoch
nicht möglich, die Arbeitsfähigkeit rückwirkend genau zu beurteilen. Ab Oktober 2015 bestehe bei der Beschwerdeführerin aber lediglich noch eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bzw. eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auf dem freien Wirtschaftsmarkt (
Urk.
6/75/12-13).
Was den Gesundheitszustand in somatischer Hinsicht betrifft,
legte Dr.
Z._
im rheumatologischen Gutachten vom 1
5.
Oktober 2015 dar, dass es der Beschwerdeführerin bei dieser
Untersuchung
so wie meist
ens in der letzten Zeit gehe: Sie sei
schmerzfrei, obwohl sie schon lange keine
Schmerzmittel mehr gebraucht habe. Die Beschwerdeführerin berichte
, dass sie manchmal lumbale
und
cervikale
Schmerzen spüre. In der klinischen Untersuchung sei
der normale Gang unauffällig, ebenso
der Zehen-
und Fersengang. Alle drei Wirb
el
säulenab
schnitte (LWS, Brustwirbelsäule [BWS] und HWS) seien
normal be
weglich.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhan
den. Der
Lasègue
sei beidseits normal, und
alle
grossen peripheren Gelenke
seien
normal bewe
glich. Eine
Hyperlaxität
bestehe nicht (
Beighton
Score 0/9
). Gelenksergüsse,
Synoviti
den
oder überwärmte Gelenke seien
nicht vor
ha
nden. Die maximale Handkraft sei beidseits normal. Die Bio-Impedanz-Analyse zeige
eine erfreulich grosse Muskelmasse von 46
%
, welche den Norm
wert von 40
%
deutlich übertreffe
. Eine lang anda
uernde körperliche Schonung könne daraus nicht abgeleitet werden. Dem entspreche, dass die Beschwerdeführerin gerne wandere. Ausserdem fahre
sie mit dem Velo zur Arbeit
.
Die funktionelle
Röntgenuntersuchung der LWS (Mai 2007) habe keine Instabilität ge
zeigt. D
ie MRI-Untersuchung der LWS (Juli
20
15) habe
degenerative Veränder
ungen sowie
Osteochondrosen
L4/L5 und L5/S1 mit einer
Protrusion
L4/
L5 mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 beidseits ohne Kompression sowie ein
e linksbetonte Diskushernie L5/
S1 mit linksbetonter Einengung der
Foramina
beidseits ohne Kompression
ergeben.
Im Vergleich zu den vorang
egangenen Untersuchungen (CT April 2007 und MRI Januar 2000) seien die bildgebenden Befunde im W
esentlichen unverändert
gewe
sen
. D
ie MRI-Untersuchung der HWS (September 2015) zeige
degenerative Veränderungen sowie eine kle
ine
mediolaterale
bis knapp
for
aminale
rechtsseitige Diskushernie C6/
C7 mit mittelschwerer bis schwerer
Forami
nalstenose
. Im V
ergleich zur Voruntersuchung im Dezember
2011
seien
d
ie Befunde bildgebend im W
esentlichen unverändert. Die bildgebenden Befunde im
Bereich der LWS und der HWS seien
keinesfalls gravierend und seit Jahren unverändert. Um der
Beschwerdeführerin nicht Unrecht zu tun, führe sie diese
dennoch unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die aus
gedehnte Blutuntersuchung zeige einen mä
ssi
gen Vitamin D-Mangel als wesentlichsten Befund. Die Entzündungszeichen (Blutsenkung und C-reaktives Protein)
seien
normal wie auch der Rheu
mafaktor u
nd die Anti-
Citrullinantikörper
. Die Beschwerdeführerin könne eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
ausüben, bezogen auf ein Pensum von 100
%
(
Urk.
6/74/32-33).
Was den Gesundheitszustand in psychiatrischer Hinsicht anbelangt, erklärte
Dr.
A._
, dass sich die Beschwerdeführerin
anlässlich der psychiatrischen Untersuchung vom
6.
Oktober 2015
abgesehen
von
einer leichten
Depri
miertheit
in psychopatholog
ischer Hinsicht ganz unauffällig
präsentiert habe
. Aufgrund der erhobenen anamnestischen Angaben
würden sich
keine Hinweise auf eine genetische Vulnerabilität oder Per
sönlichkeitsfaktoren für die Entw
icklung psychiatrischer Erkrankungen
ergeben. Die Kindheit bzw.
Persönlichkeitsentwicklung
der Beschwerdeführerin
sei ohne gra
vierende traumatische Ereignisse
verlaufen
, womit
bei ihr keine Hinweise auf die Bil
du
ng einer Persönlichkeitsstörung
vorhanden seien
.
Die Beschwerdeführerin
sei
regelrecht eingeschult
worden
und die abgeschlossene Berufsausbildung
schliesse
sowohl eine Intelligenzminderung als auch Verhaltensstörungen oder sonstige psychische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit, Pubertät und
im
frühen Erwachsenenalter aus.
Im Erwachsenenalter sei sie den sozia
len Anforderungen jahrelang gewachsen
gewesen
. Neben ihren Verpflichtung
en als alleinerziehende Mutter habe die Beschwerdeführerin
jahrelang eine 50%ige konstante Arbeitsleistung
erbracht
. Hinweise auf ein anhaltend auffälliges Verh
altensmuster bezüglich Kognitio
nen, Wahrneh
mungen und sozialer Interaktionen
sowie auf anhaltende Stö
rungen der Impulskontrolle
würden nicht vorliegen. Auch eine
Persönlichkeitsstörung im Erwachsenenalter
könne damit klar ausgeschlossen werden
. Die mehrfa
chen psycho
physischen Belastungen inkl. der
Inhaftierung und
der
nachfol
gende
n
zehnjährige
n
Ausschaffung ihres Ehemannes aus der Schweiz
hätten
bei
der Beschwerdeführerin
zur Ausschöpfung der psychisch
en Ressourcen
und spätestens An
fang 2004 zum Ausbruch einer depressiven Störung
geführt.
Trotz der ja
hrelangen psychotherapeutischen
Behandlung und intermittierender Psychopharmakotherapie
sei es weder aktenmäs
sig noch anamnestisch zu einer vollständigen Remission der depressiven Symptomatik
gekommen
. Trotz
fehlender Remissionsphasen könne
bei
der bereits seit zehn Jahren bestehenden
de
pressiven
Symptomatik doch von einer rezidivieren
den depressiven Störung ausgegangen werden. Anläs
slich der Exploration vom
6.
Oktober
2015
habe die Beschwerdeführerin
lediglich noch eine leichte depressive Symptomatik auf
gewiesen
, was trotz fehlender therapeu
tischer Massnahmen
auf ei
ne Verbesserung der aktenmässig postulierten mittelgradigen depressiven Symptomatik hin
deute
. Die Verbesserung des psychischen Zustandes
sei
auf eine psychische und physische Ent
l
astung nach der Freil
assung des Ehe
mannes aus dem Gefängnis und
die zuneh
mende
Selbständigkeit ihrer Kinder zurückzuführen.
Gegenwärtig könne
objektiv von einer leicht
en Einschränkung der allgemei
nen psychischen Belastbarkeit bzw. Flexibilität und Umstellungsfähigkeit,
einer
einge
schränkten allgemeinen Durchhaltefähigkeit mit rascher geistiger Ers
chöp
fung und konsequent vermehr
tem Erholungsbedarf sowie
von leichten Ein
schränkungen der
sozialen Interaktionen in d
er Freizeit ausgegangen wer
den, was ihre Arbeitsfähigkeit um ca. 30
%
einschränke. Die
Therapieoptio
nen
seien bei der Beschwerdeführerin
al
lerdings weitgehend nicht ausge
schöpft. Diesbezüglich könne
ihr eine regelmässige Ges
prächspsychotherapie, ergänzt durch eine
Psychopharmakotherapie, empfohlen werden. Unter konsequenter Weiterführung der vorgeschlagenen therapeutischen Mass
nahmen bei bereits v
erbesserter psychosozialer Situation könne
von einer weiteren Verbesserung ihres psychischen Zustandes und
einer Wiederher
stellung d
er vollen Arbeitsfähigkeit innerhalb von s
echs M
onaten ausgegan
gen werden (Urk.
6/75/9).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen der Ren
tenaufhebung davon aus, dass der
Beschwerdeführer
in
die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte seit Oktober 2015 wieder in einem 70%-Pensum zumutbar sei (
Urk.
2). Sie stützte sich dabei auf
das rheumatologische und das psychiatri
sche
Gutachten
(mit interdisziplinärer Zusammenfassung)
von Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
1
5.
respektive 3
0.
Oktober 2015
(
Urk.
6/74
-75
).
4.2
Die
Gutachten
von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
basieren
auf den erforderli
chen allseitigen fachärztlichen Untersuchungen (
rheumatologisch und
psy
chiatrisch) und wurde
n
in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi
t diesen sowie dem Ver
halten der Beschwerdeführerin
auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt.
Die
Gutachten
von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
erfüllen
demnach
grundsätzlich
die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an beweiskräftige ärztliche Ents
cheidungsgrundlagen (vgl. E. 1.6
).
4.3
Vorwegzu
nehmen ist, dass die
Rentenzusprache
im Jahr 2008 (
Urk.
6/27) aufgrund der psychischen Beschwerden der Besch
werdeführerin erfolgt war (vgl.
Stellungnahme von RAD-Ärztin
E._
vom 4. Januar 2008, Urk.
6/15/3). Laut dem damals vorliegenden Bericht von
Dr.
B._
lagen damals die folgenden psychischen Befunde vor:
„Bewusstsein wach, allseits orientiert. Konzentration reduziert. Denken formal gehemm
t, teils grüble
risch. Affekt.
Rapport mässig, versucht bei depressiver bis verzweifelter Stimmung gefasst zu wirken, weint still und rasch. Ausgeprägte
Wertlosig
keits
- und Schuldgefühle, Aktivitäts-, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Per
spektivlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Schlafstörungen, rasche Ermüdbar
keit, wirkt insgesamt erschöpft, Antrieb vermindert.“
(Urk.
6/13/3)
.
Aufgru
nd dieser Befunde ging
Dr.
B._
nachvollziehbar von einer (rezidivieren
den) mittelgradigen depressiven Symptomatik aus
.
Dr.
A._
erhob demge
genüber anlässlich der psychiatrischen Begutachtung vom
6.
Oktober 2015 folgende psychischen Befunde:
„
Frau
F._
kam pünktlich zum abge
machten Term
in und betrat das Untersuchungs
zimmer mit unauffälligem Gang. Sie wirkte ordentlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Während des Gespräches gab die Explorandin auf die gestellten Fragen ohne Verzögerung klare und präzise Antworte
n, sie schilderte ihre Lebensge
schichte fliessend und genau, was auf ganz unauffällige mnestischen Funkti
onen hindeutet. Im formalen Denken war sie geordnet, inh
altlich ergaben sich keine Hin
weise auf
Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Stö
rungen. Im Affekt wirkte die Ex
plorandin leicht deprimiert, die affektive Schwingungs
fäh
igkeit war leicht reduziert, af
fektiv war sie modulierbar, ein affektiver Rapport war gut herstellbar. In Antrieb und Motorik war sie unauffällig. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Selbst- oder Fremdgefährdung.
“
(
Urk.
6/75/7)
. Aufgrund dieser Befunde stufte er die depressive Symptomatik nachvollziehbar als
nurmehr
leichtgradig ein. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin gemäss
ihren eigenen Angaben seit 2009 keine psychi
atrische Behandlung mehr beanspruchte (vgl. E. 4.5.2), im Jahr 2014 auf eigene Initiative eine Weiterbildung
zur Sachbearbeiterin Human Res
ources absolvierte und seither auf der Suche nach einer neuen Stelle in entspre
chender Funktion und in einem höheren Pensum ist (
Urk.
1). Damit kann eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes im Vergleichszeit
raum als erstellt gelten.
Diese Veränderung genügt als Grundvoraussetzung für eine Rentenrevision im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG, in deren Rahmen alsdann auch die weiteren (rechtlichen und tatsächlichen) Rentenanspruchs
voraussetzungen umfassend ("allseitig") zu prüfen sind, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht
(BGE 141 V 9 E. 2.3; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_551/2016 vom 1
0.
Januar 2017 E. 2.2.3).
4.4
4.4.1
Die Gutachter kamen, wie erwähnt, zum Schluss, dass die somatischen Befunde der vollzeitlichen Ausübung der angestammten Tätigkeit sowie von anderen angepassten Tätigkeiten nicht
entgegen stünden
. Diese Einschätzung erscheint angesichts der von
Dr.
Z._
erhobenen Befunde und der
dazu
gehörigen
Erläuterungen überzeugend.
4.4.2
Was di
e Beschwerdeführerin
dagegen
vorbrachte (
vgl.
Urk.
1), vermag nicht zu überzeugen. Dass
es seit Mai 2008 in somatischer Hinsicht nicht zu einer Verbesserung des Gesundheitszustan
ds gekommen ist, ist unstreitig.
Dr.
Z._
nahm ihre
Beurteilung sodann
insbesondere
auch in Kenntnis des Berichts
des Radiologen
Dr.
C._
vom
7.
Oktober 2015
vor
(
vgl. Urk.
6/74/22
und
Urk.
6/74/31
). Weiter
berücksichtigte
Dr.
Z._
,
dass die Beschwerdeführerin
manchmal
unter
lumbale
n
und
cervikalen
Schmerzen leidet.
Die klinische
Untersuchung
bei
Dr.
Z._
ergab jedoch
, dass alle
Wirb
el
säulenab
schnitte (LWS, BWS und HWS)
normal be
weglich und keine
radikulären
Zeichen vorhanden seien. Zudem
hätten auch
im Rahmen der bildgebenden Untersuchungen
im Bereich der LWS und HWS
keine neuralen Kompressionen und keine Ins
tabilität
bestanden
(Urk.
6/74/32
).
Die Schlussfolgerung von
Dr.
Z._
, dass sich die Beschwerden im Bereich der HWS und LWS
grundsätzlich
auf die Arbeitsfä
higkeit
der Beschwerdeführerin (in einer körperlich schwereren Tätigkeit)
auswirken würden, nicht aber in der
en
angestammten,
körperlich
als leicht einzustufenden
Tätigkeit als kaufmännische Angestellte, ist deshalb nach
vollziehbar.
4.5
4.5.1
In psychischer Hinsicht gelangte
Dr.
A._
, wie erwähnt, zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin unter einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.01)
,
leide und aktuell für sämtliche Tätigkeiten auf dem freien Arbeits
markt zu 70
%
arbeitsfähig sei.
Diese Einschätzung ist mit Blick auf die von
Dr.
A._
erhobenen Befunde und weiteren Feststellungen als grosszügig zu erachten.
4.5.2
I
m Rahmen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG)
darf sich
die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - weder über die (den beweis
rechtlichen Anforderungen genügenden) medizinischen Tatsachenfeststel
lungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schluss
folgerungen zur (Rest-) Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozial
versicherungsrechtlichen Relevanz un
d Tragweite zu eigen machen
. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsan
wendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 141 V 281 E. 5.2.1; BGE
140
V
193 E. 3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_342/2015 vom 1
0.
November 2015 E. 1.2). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren B
eweis
wert verliert (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli
2016
E.
6.1 mit Hinweisen,
nicht publiziert in:
BGE 142 V 342
).
4.5.3
Wie
unter E.
1.3
dargelegt, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts leichte bis mittelgradige depressive Störungen nur invalidisierend, wenn sie erwiesenermassen the
rapieresistent sind.
Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung
bei
Dr.
A._
vom
6.
Oktober 2015
gab die Beschwerdefüh
rerin an, dass sie keine Psychopharmaka mehr einnehme und
bereits
seit 2009 keine psychiatrische Behandlung mehr beansprucht habe. Sie sei län
gere Zeit behandelt worden, was ihr
aber nicht geholfen habe (Urk.
6/75/7).
In der Beschwerde vom 1
0.
März 2016
ergänzte sie
,
dass sie
die Behandlung bei
Dr.
B._
aus terminlichen Gründen erst im April 2016 wieder
auf
nehmen könne
(
Urk.
1). Die Beschwerdeführerin
war
demgemäss
mehrere Jahre lang nicht mehr in psychiatrische
r
Behandlung,
was
zum einen
nicht auf einen ausgeprägten psychischen Leidensdruck
schliessen lässt
.
Zum anderen kann unte
r diesen Umständen
offensichtlich auch nicht v
on einer opti
malen und nachhaltigen Ausschöpfung der zumutbaren Behandlungs
möglich
keiten
gesprochen werden.
Im Weiteren
hat
Dr.
A._
ausdrücklich bejaht, dass mit einer regelmässigen Gesprächs
psycho
therapie, ergänzt
durch
die Einnahme von
Psychopharma
ka
, innert sechs Monaten
eine
erhebliche Verbesserung d
es Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin und eine Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit
erreicht werden
könne
(
Urk.
6/75/9
).
Eine
im Sinne überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellte
invalidenv
ersicherungsrechtlich relevante
Therapieresistenz
ist
vorliegend
demzufolge nicht gegeben.
4.5.4
D
ie gutachterlich diagnostizierte rezidivierende depressive Störung,
gegen
-
wär
tig
leichte depressive Episode
, ist daher
aus rechtlicher Sicht nicht als invalidisierend zu betrachten.
Von einer
Einschränkung der Arbeitsfähig
keit aus psychischen Gründen
kann somit
spätestens seit Oktober 2015 nicht mehr
ausgegangen werden.
4.
6
Demnach ist überwiegend wahrscheinlich anzunehmen, dass die
Beschwer
-
de
führerin
spätestens seit
Oktober 2015 in der angestammten Tätigkeit und in anderen
angepassten Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsfähig ist.
4.7
Ob
die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum im Oktober 2015 tatsächlich erhöhen konnte (vgl.
Urk.
1)
, ist sodann nicht von Belang
.
Massgebend
ist
vielmehr
, in welchem Umfang die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar ist (vgl. E. 1.1).
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkte (
Urk.
5 S. 3)
,
geht
das Bundesgericht
dabei
in ständiger Rechtsprechung
b
ei
Versicherten, die – wie die Beschwerdeführerin - bei der revisions- oder wiedererwägungsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente das 5
5.
Altersjahrs noch nicht vollendet haben und keine Rentenbezugsdauer von mindestens 15 Jahren aufweisen,
vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grund
sätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist. Praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender Einkommensvergleich (mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) vorgenommen werden kann
(
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2
und 9C_231/2015 vom
7.
September 2015 E. 2, je
mit weiteren Hinweisen
)
.
D
ie Rentenaufhebung
erfolgte
im Übrigen
nicht per Oktober 2015, sondern gestützt auf
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (IVV)
korrekterweise
erst auf das Ende des nach Zustellung der Verfügung
vom 1
0.
Januar 2016
folgenden Monats
, das
heisst
auf Ende März 2016.
5
.
Die angefochtene Verfügung vom 1
0.
Februar 2016, mit der die Rente der Beschwerdeführerin per Ende
März 2016
aufgehoben wurde (Urk. 2), erweist sich damit als rechtens.
Die B
eschwerde ist daher abzuweisen.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwer
t festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden
Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.