Decision ID: 45dd6750-6ca4-5cdd-a8d8-9b2003b9cb28
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene und als
selbständiger
Restaurateur
erwerbstätig gewesene
X._
musste sich 2003 wegen eines Karzinoms einem Lasereingriff am Kehlkopf unterziehen.
Seither ist seine Stimme heiser
(Urk. 7/13/5)
.
Am
12. April 2012
meldete
er
sich unter Hinweis auf eine
dilatative
Kardiomyopa
thie
mit
schwer eingeschränkte
r
linksventrikuläre
r
Funktion
(LVEF 35 %) und
Linksschenkelblock
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(Urk. 7/5)
.
Nachdem der Versicherte der IV-Stelle mitgeteilt hatte, dass sein Gesundheitszustand nicht stabil sei und voraussicht
lich im Mai 2012 eine Herzoperation durchgeführt werden müsse (Urk. 7/8), teilte ihm die IV-Stelle am
12. Juni 2012 (Urk. 7/14)
mit, dass
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich
seien und der Anspruch auf Leistungen geprüft werde, sobald sich die gesundheitliche Situation stabilisiert habe. Weiter führte sie Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht
durch
. Ins
besondere liess sie den
V
ersicherten durch die MEDAS
Y._
be
gutachten (Gutachten vom 5. August 2013, Urk. 7/32).
Gestützt darauf teilte sie ihm mit Vorbescheid vom 19. November 2013
(Urk. 7/37) die beabsichtigte Ab
lehnung
der Ausrichtung
einer Invalidenrente
mit. Nach Eingang
der
Stellung
nahme
des Versicherten
vom 10. Februar 2014 (Urk. 7/47) verfügte sie am 14. Februar 2014 (Urk. 2) im angekündigten Sinne.
2.
Dagegen erhob
X._
am 19. März 2014 Beschwerde mit dem
Rechtsbe
gehren
um
Ausrichtung einer Invalidenrente
(Urk. 1). Mit
Beschwerde
antwort
vom 7. Mai 2014 (Urk. 6)
schloss die Verwaltung auf
Abweisung
der Beschwerde, worüber der Beschwerdeführer am 27. Mai 2014 orientiert wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Die Rente der Invalidenversicherung ist grundsätzlich eine Erwerbsausfall
-
Versi
cherungsleistung. Versichert ist nicht der Gesundheitsschaden an sich, sondern der durch den Gesundheitsschaden verursachte Verlust der Erwerbs
möglichkeit (Art. 1a
lit
. b IVG; Art. 7 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1 ATSG). Umgekehrt deckt die Invalidenversicherung nur diejenigen Erwerbsverluste ab, die durch Gesundheitsbeeinträchtigungen verursacht sind, nicht Einbussen, die auf andere Gründe (z.B. wirtschaftliche, persönliche usw.) zurückzuführen sind. Der
Invali
ditätsgrad
wird deshalb bei Erwerbstätigen so bestimmt, dass das Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsbeeinträchtigung erzielen könnte, demjenigen Einkommen gegenübergestellt wird, das er nach Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt bzw. bei zumutbarer Tätigkeit erzielen könnte (Art. 16 ATSG; Art. 28a Abs. 1 IVG). Die Erwerbsinvalidität hängt somit nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potenzials beziehungsweise des funktio
nellen Leistungsvermögens als solchem ab, sondern von der effektiven, gesund
heitlich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen. Nützte der Versicherte im Gesundheitsfall sein wirtschaftliches Potenzial nicht voll aus, so ist dieser nicht verwertete Teil der Erwerbsfähigkeit nicht versichert. Denn wenn jemand vor Eintritt des Gesundheitsschadens aus gesundheitsfremden Gründen nur ein sehr geringes, nicht existenzsicherndes Einkommen erzielt hat und nach Eintritt des Gesundheitsschadens immer noch ein Einkommen in unveränderter Höhe erzie
len könnte, so ist nicht der Gesundheitsschaden ursächlich für eine allfällige tatsächliche Einkommenseinbusse; kausal sind vielmehr die (nicht bei der Inva
lidenversicherung versicherten) wirtschaftlichen oder persönlichen Umstände, die bereits beim Gesunden die Erzielung eines höheren Einkommens verhindert haben (BGE 135 V 58 E. 3.4.1).
Die bundesgerichtliche Rechtsprechung schliesst nicht aus, dass auch bei Erwerbs
tätigen unter Umständen nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen ab
gestellt wird. Das trifft bei selbständig Erwerbenden dann zu, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die versicherte Person im Gesundheitsfall ihre nicht einträgliche selbständige Tätig
keit aufgegeben und eine besser
entl
ö
hnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte selbstän
dige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Valideneinkommens
darstellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen etc.) die
Betriebsge
winne
gering sind. Wenn sich hingegen die versicherte Person, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des
Valideneinkommens
massgebend, selbst wenn besser
entl
ö
hnte
Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten. Das gilt auch dann, wenn beim Invalideneinkommen dem Versicherten aufgrund der
Scha
denminderungspflicht
zugemutet wird, in eine einträglichere unselbständige Tätigkeit zu wechseln (BGE 135 V 58 E. 3.4.6).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneint
e
den Rentenanspruch des Beschwerdeführers mit der Begründung, dass ihm die angestammte Tätigkeit seit Oktober 2011 nicht mehr zumutbar sei. In einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätig
keit bestehe dagegen ein
e Arbeitsfähigkeit von 50 %. Weiter ging sie davon aus, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall seine Tätigkeit als Pächter eines Restaurants weitergeführt hätte und errechnete
ein
Valideneinkommen
von Fr. 13‘301.
aus dem Durchschnitt der 2006 bis 2010 abgerechneten
Einkom
menszahlen
. Das
eine Erwerbseinbusse ausschliessende
Invalideneinkommen von Fr. 28‘246.
ermittelte sie dagegen anhand des statistischen Lohnes für Hilfsarbeiten gemäss der Lohnstrukturerhebung 2010 (
LSE;
Urk. 2, Urk. 6).
2.2
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass
er vor Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit im April 2003 jahrelang als Chef de Restaurant mit einem Bruttojahreseinkommen von bis zu Fr. 79‘145.
er
werbstätig gewesen sei. Kurz danach sei ein Kehlkopfkarzinom diagnostiziert worden. Seit der Operation sei seine Stimme rau und schwach und es komme vor, dass er gar nicht sprechen könne.
Dies begründe eine Arbeitsunfähigkeit, denn er
sei als selbständiger Restaurateur erheblich beeinträchtigt gewesen. Er habe den persönlichen Kontakt zu den Gästen verm
ie
den und sich in die Küche zurückgezogen
(Urk. 1 S. 4 f.)
.
Ausserdem sei er we
gen der gesundheitlichen Folgen
des Kehlkopfkarzinoms gezwungen gewesen, in der wirtschaftlich un
günstigen Situation als selbständiger Restaurateur zu verharren, denn eine Rückkehr in ein wesentlich lukrativeres Ang
estelltenverhältnis als Chef de
Res
taurant wäre mit dem erlittenen Stimmkraftverlust nicht möglich gewesen. Entsprechende Arbeitsbemühungen wären offensichtlich untauglich gewesen. Aus diesen Gründen sei als
Valideneinkommen
das in unselbständiger Stellung als Chef de Restaurant erzielte Einkommen heranzuziehen (Urk. 1 S. 5 f.).
3.
Aus medizinischer Sicht ist aufgrund des MEDAS-Gutachten
s
vom 5. August 2013 ausgewiesen und unbestritten geblieben, dass beim Beschwerdeführer fol
gende Diagnosen vorliegen (
Urk. 1, Urk. 2 S. 2,
Urk. 7/32 S. 18):
-
Schwere,
dilatative
Kardiomyopathie
unklarer Ursache bei St
atus
n
ach
Defibrilla
tor-Implantat
-
Zervikospondylogene
Schmerzsymptomatik, bei degenerativen Veränderungen der
Halswirbelsäule
von C5 bis C7,
Unkovertebralarthrose
rechtsseitig, ohne neurologische Ausfälle
-
Lumbovertebrale
Schmerzsymptomatik, bei degenerativen Veränderungen (L5/S1), muskuläres Defizit vor allem
der
Rückenstrecker
der Brust-
und
Len
denwirbelsäule
, ohne sensomotorische Ausfälle
-
Adipositas
(
BMI 34.1 kg/m
2
)
-
Anpassungsstörung
(
ICD-10 F23.48
)
-
Arterielle Hypertonie (anamnestisch)
-
Status nach Laserablation eines Kehlkopfkarzinoms 2003, persistierende Heiser
keit, nicht stressfähige Stimme
Ausserdem besteht Einigkeit darüber, dass der Beschwerdeführer in einer
ange
passten, körperlich leichten Tätigkeit
zu 50 % arbeitsfähig ist
(
Urk. 1, Urk. 2 S. 2,
Urk. 7/32 S. 18).
Die Ärzte legten plausibel dar, dass aufgrund der kardialen Erkrankung, in gerin
gerem Umfang auch wegen Beschwerden des
muskulo-skelettalen
Systems diese erhebliche Einschränkung besteht. Aus psychiatrischer und internistischer Sicht ergaben sich ansonsten keine zusätzlichen Diagnosen mit
versicherungs
medizinischer
Relevanz. Die Ärzte führten aus, die angestammte Tätigkeit als selbständiger Restaurantleiter, Koch/Servicemitarbeiter überfordere in Teilen die
kardiale Leistungsfähigkeit. So seien die Tätigkeiten in der Küche, im aktiven Service und der Einkauf der Waren als sehr belastend anzusehen. Es bestehe aber weiterhin die Möglichkeit der administrativen und
aufsichtsführenden
Tä
tigkeiten, zudem könnten schwerere Tätigkeiten delegiert werden. Für diese Anteile der angestammten Tätigkeit wäre eine Arbeitsfähigkeit in der Grössen
ordnung von 50 % möglich. Angepasste, körperlich leichte, z.B. überwiegend im Sitzen oder als leichte Wechseltätigkeit durchzuführende Tätigkeiten könnten mit einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % durchgeführt wer
den (Urk. 7/32 S. 17).
Diese Darlegungen erscheinen als schlüssig, weshalb darauf abzustellen ist.
4.
4
.1
Lässt sich das Invalideneinkommen nicht konkret ermitteln, weil die versicherte Person die restliche Arbeits- beziehungsweise Erwerbsfähigkeit nicht
zumutba
rerweise
voll ausnützt, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne her
angezogen werden. Abzustellen ist auf die vom Bundesamt für Statistik heraus
gegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE), wobei jeweils vom Zentralwert (Median) der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) aus
zugehen ist (BGE 126 V 76 E. 3b/
bb
).
Der Beschwerdeführer hat im April 2012 die selbständige Erwerbstätigkeit
gesund
heitsbedingt
aufgegeben. Eine neue Stelle hat er nicht mehr angetreten. Das von der Beschwerdegegnerin anhand der LSE 2010 und unter Vornahme eines angemessenen behinderungsbedingten Abzuges von 10 % (vgl. dazu BGE 126 V 75) ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 28‘246.
wurde vom Be
schwerdeführer nicht bemängelt und ist nicht zu beanstanden.
4.2
4.2.1
Bei der Bemessung des
Valideneinkommens
ist
zu berücksichtigen, dass der Be
schwerdeführer bis
März 2003 als Serviceangestellter erwerbstätig war
und ein Einkommen von bis zu Fr. 79‘400.
erzielte
. Im April 2003 übernahm er mit seiner Ehefrau das Restaurant
Z._
in
A._
, was unbestrittenermassen nicht mit der Kehlkopferkrankung im Zusammenhang stand (Urk. 2 S. 3)
.
Nach
Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit im April 2003
schwankte sein de
klariertes Einkommen zwischen Fr. 41‘000.
im Jahr 2005 und Fr. 8‘308.
im Jahr 2006
(Urk. 7/
33
)
.
Indem der Beschwerdeführer 2003 seine Anstellung mit regelmässiger
Entl
ö
hnung
aufgab, um sich mit seiner Ehefrau selbständig zu machen, ging er ein wirtschaftliches Risiko ein.
Selbst nach den ersten be
kanntlich ertragsarmen Jahren erreichte sein Einkommen
trotz 100%iger Ar
beitsleistung
kein existenzsicherndes
Ausmass.
Über acht Jahre lang begnügte sich
der Beschwerdeführer
mit einem
sehr tiefen
Einkommen
und
absolvierte verschiedene
,
der Führung eines Restaurationsbetriebes dienende Weiterbildun
gen (Urk. 7/32 S. 9).
Anstalten zu einer beruflichen Neuorientierung
unternahm
er
keine, obwohl besser
entl
ö
hnte
und seinen Einschränkungen in der verba
len Kommunikation angepassten
Erwerbsmöglichkeiten (
z.B.
im Produktions
sektor) bestanden hätten
.
Unter diesen Umständen erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall seine selbständige Tätigkeit mit weit un
terdurchschnittlichem Einkommen nicht aufgegeben und etwa eine Anstellung angenommen hätte. Massgebliches
Valideneinkommen
ist demzufolge
grund
sätzlich
das effektiv erzielte, tiefe Einkommen aus dem Restaurationsbetrieb (vgl. E. 1.6
hievor
).
4.2.2
Mit Bezug auf die vom Beschwerdeführer angegebene Arbeitsunfähigkeit seit der Kehlkopfoperation im Jahre 2003 (Urk. 1 S. 4 f.) ist einzuräumen, dass eine chronische Heiserkeit unbestrittenermassen zu gewissen Einschränkungen in der Ausübung der Erwerbstätigkeit als
selbständiger Restaurateur
führen kann. Of
fenbar
führte
n Schwierigkeiten
in der verbale
n
Kommunikation zu einer An
p
assung der Aufgaben im Betrieb. So war der Beschwerdeführer hauptsächlich
in der Küche
tätig, während seine
Frau
die Gäste bediente (
vgl. Urk. 7/32 S. 10). Diese Aufgabenteilung
erlaubte den beiden Ehegatten die Fortführung des Be
triebs ohne
neben einer Küchenhilfe
weiteres Personal anzustellen
.
Anhalts
punkte für eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Fol
gen des Kehlkopfkarzinoms liegen keine vor. Insbesondere erwähnte der Be
schwerdeführer eine solche weder gegenüber den behandelnden Ärzten noch gegenüber den MEDAS-Gutachtern. Auch in der Anmeldung zum
Leistungsbe
zug
wies er nicht auf eine dem Herzleiden vorangehende, arbeitsrelevante ge
sundheitliche Einschränkung
hin
. Eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit ist denn auch erst ab Oktober 2011 dokumentiert und zunächst ausschliesslich kar
diologisch, allenfalls rheumatologisch begründet worden (Bericht der
Hausärz
tin
, Dr. med.
B._
, Fachärztin für Innere Medizin, vom 7. Juni 2012, Urk. 7
/13; vgl. auch Urk. 7/22/20).
Damit kann jedenfalls nicht geschlossen werden, der Beschwerdeführer hätte in all den Jahren seiner selbständigen Erwerbstätigkeit ohne Kehlkopferkrankung ein höheres Einkommen erzielen können. Er war vollumfänglich arbeitsfähig und lediglich in der Gästebetreuung etwas eingeschränkt, welche Aufgabe seine Ehefrau übernahm. Die Erwähnung der Stimmbanderkrankung durch den Per
sonenschaden-Inspektor des Krankentaggeldversicherers unter der Rubrik „Frühere Krankheiten“ (Urk. 7/22/3 und Urk. 1 S. 5 oben) führt jedenfalls nicht zur Annahme einer fast ein Jahrzehnt dauernden Arbeitsunfähigkeit ohne
echt
zeitliches
Attest.
Somit hat es mit der Feststellung sein Bewenden, dass der Beschwerdeführer nicht überwiegend wahrscheinlich dartun konnte, ohne Kehlkopferkrankung ein massiv höheres Einkommen erzielt zu haben, welches nun als
Valideneinkom
men
zu gelten hätte. Ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass der Beschwerdeführer ohne Kehlkopferkrankung seine selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben und wieder zu einem Lohn von über Fr. 79‘000.-- als unselbständig Erwerbender in der Gastronomie gearbeitet hätte. Hierfür fehlen jegliche An
haltspunkte.
4
.
2.3
Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vorgesehenen Gleichstellung der inval
idenversicherungsrechtlich massge
ben
den hypothetischen Vergleichseink
ommen mit den AHV-rechtlich bei
trags
pflichtigen Erwerbseinkommen kann das
Valideneinkommen
von Selb
stän
dig
erwerbenden zumeist auf Grund der Einträge im individuellen Konto bestimmt werden
(Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2012 vom 12. März 2012 E. 2.2)
. Weist das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnis
mässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer läng
eren Zeitspanne erzielten Durchschnitts
verdienst abzu
stellen (vgl.
Bundesgerichtsurteil
8C_167/2011 vom 21. Juni 2011 E. 4.2).
Die im Auszug aus dem individuellen Konto ausgewiesenen Einkommen
des Beschwerdeführers
in den Jahren 200
3
bis 20
11
weisen s
tarke Schwankungen auf (vgl. E
.
4.
2
und Urk.
7/33
).
Die Beschwerdegegnerin ging zu
R
echt vom durchschnittlichen Verdienst der letzten fünf Jahre vor Eintritt des invalidisie
renden Gesundheitsschadens im Jahre 2011 aus
und
ermittelte
dadurch
ein
Va
lideneinkommen
von Fr. 13‘301.
.
4.3
Beim Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 13‘301.-- und des
Invalidenein
kommens
von Fr. 28‘246.-- resultiert keine Einkommenseinbusse.
Bei diesem Ergebnis erfolgte die Verneinung eines Rentenanspruches zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
600
.-- fes
tzulegen und ausgangsgemäss vo
m Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).