Decision ID: fda16b5a-b67c-4013-8bc1-01b15be2bf6c
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Grämiger, LL.M., Bronschhoferstrasse 2,
9500 Wil,
gegen
Kantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Einstellung in der Anspruchsberechtigung (zumutbare Arbeit)
Sachverhalt:
A.
A.a L._, geboren 1965, arbeitete seit 1. Januar 2007 bei der A._ als Area Sales
Manager und erzielte dabei ein monatliches Bruttoerwerbseinkommen von Fr.
105'000.--. Bis zu einem maximalen Jahreseinkommen von Fr. 175'000.-- erhielt der
Versicherte zusätzlich auf dem von ihm durch Softwareverkauf generierten Umsatz eine
Kommission von 15%, darüber noch eine reduzierte Kommission von 5% (act. G 3.1/
C14). Am 27. November 2008 kündigte die A._ das Arbeitsverhältnis mit dem
Versicherten per Ende Dezember 2008, bot ihm aber gleichzeitig erneut eine Anstellung
als Area Sales Manager ab 1. Januar 2009 unter veränderten Provisionsbedingungen
an. Während das jährliche Bruttoerwerbseinkommen nach dem neuen Arbeitsvertrag
unverändert Fr. 105'000.-- betrug, sah das neue Verkaufsbonusreglement vor, dass
erst ab einem Verkaufsumsatz von Fr. 500'000.-- eine Provision in der Höhe von 5%
des Umsatzes geleistet werde. Auf dem Verkaufsumsatz von Fr. 500'000.-- bis
Fr. 1'000'000.-- wäre dem Versicherten eine Kommission von 2,5%, auf dem
Fr. 1'000'000.-- übersteigenden Umsatz eine solche von 1% ausbezahlt worden (act.
G 3.1/C8). Da der Versicherte mit diesen Änderungen nicht einverstanden war,
unterzeichnete er den neuen Vertrag nicht.
A.b Mit Formular vom 11. März 2009 beantragte der Versicherte in der Folge
Arbeitslosenentschädigung ab 14. März 2009 (act. G 3.1/C4). Am 13. März 2009
forderte die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen (nachfolgend: Arbeitslosenkasse)
den Versicherten auf, dazu Stellung zu nehmen, weshalb er den ihm angebotenen
Arbeitsvertrag nicht angenommen habe und weshalb die vertraglich vereinbarte
Kündigungsfrist von drei Monaten nicht eingehalten worden sei (act. G 3.1/C5).
A.c Mit Schreiben vom 19. März 2009 stellte sich der Versicherte auf den Standpunkt,
dass die Konditionen der ihm angebotenen Anstellung nicht zumutbar gewesen seien.
So hätte insbesondere die neue Bonusregelung zu einer massiv schlechteren
Entlöhnung geführt. Die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist von drei Monaten sei
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entgegen der Ansicht der Arbeitslosenkasse nach Intervention seines Rechtsvertreters
von der A._ anerkannt und das Arbeitsverhältnis deshalb im Hinblick auf die am
27. November 2008 ausgesprochene Kündigung bis Ende Februar 2009 fortgesetzt
worden. Anschliessend habe er noch zwei Wochen länger bei der A._ gearbeitet, um
ein laufendes Projekt abschliessen zu können (act. G 3.1/C12).
A.d Mit Verfügung vom 14. April 2009 stellte die Arbeitslosenkasse den Versicherten
zufolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab 14. März 2009 für 35 Tage in der
Anspruchsberechtigung ein. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass er seiner
ehemaligen Arbeitgeberin durch die Nichtunterzeichnung des ihm angebotenen
Vertrages Anlass zur Kündigung gegeben habe, obwohl es ihm zumutbar gewesen
wäre, seine Tätigkeit zumindest so lange unter veränderten Bedingungen fortzusetzen,
bis er eine Anschlussstelle gefunden hätte. Das Verschulden des Versicherten wiege
daher schwer (act. G 3.1/C19).
B.
B.a Gegen die Verfügung der Arbeitslosenkasse vom 14. April 2009 erhob der
Versicherte am 30. April 2009 Einsprache und beantragte sinngemäss die Aufhebung
der angefochtenen Verfügung. Zur Begründung führte er an, dass er die Kündigung des
Arbeitsverhältnisses nicht selber verursacht habe. Vielmehr sei sie von Seiten seiner
ehemaligen Arbeitgeberin ausgesprochen worden. Dabei würden die ihm angebotenen
schlechten Konditionen darauf hinweisen, dass die Arbeitgeberin an einem Fortführen
des Arbeitsverhältnisses eigentlich überhaupt nicht interessiert gewesen sei. Trotz der
vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist von drei Monaten habe die A._ auf einem
Inkrafttreten des angepassten Vertrages per 1. Januar 2009 bestanden und selbst
seinen Vorschlag, besagte Änderungen per 1. Februar 2009 in Kraft zu setzen,
abgelehnt. Hätte er den neuen Vertrag unterzeichnet, hätte er dadurch auf ihm
vertraglich zugesicherte Ansprüche verzichten müssen. Dies könne nicht von ihm
erwartet werden. Die Unterzeichnung des neuen Vertrages sei ihm zudem bereits
finanziell unzumutbar gewesen, hätte die aufs Jahr gerechnete Reduktion des Lohnes
doch bis zu 30% betragen. Bei der Berechnung der finanziellen Einbussen durch die
Arbeitslosenkasse schliesslich sei fälschlicherweise nicht berücksichtigt worden, dass
er während den Monaten Januar bis März 2009 aufgrund seiner Weigerung, den neuen
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Vertrag zu unterzeichnen, ein höheres Erwerbseinkommen erzielt habe. Dieser
Mehrverdienst hätte bei Annahme des neuen Vertrages eine finanzielle Einbusse
dargestellt und müsse als solche in die Zumutbarkeitsrechnung miteinbezogen werden
(act. G 3.1/C20).
B.b Mit Entscheid vom 18. Juni 2009 (fälschlicherweise datiert mit 24. Februar 2009)
wies die Arbeitslosenkasse die Einsprache des Versicherten mit der Begründung ab,
dass eine Anwendung der neuen Bonusregelung auf die in den Vorjahren erzielten
Umsätze weder im Jahr 2007 noch im Jahr 2008 eine Lohneinbusse von mindestens
30% ergeben hätte. Die Annahme des Arbeitsvertrages unter veränderten Bedingungen
sei dem Versicherten damit finanziell zumutbar gewesen. Da der Versicherte gemäss
Akten im Hinblick auf die Nichteinhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist
von drei Monaten keine rechtlichen Schritte gegen die ehemalige Arbeitgeberin
unternommen und damit auf Lohn- und Entschädigungsansprüche verzichtet habe, sei
die Einstellung auch unter diesem Gesichtspunkt gerechtfertigt.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 18. Juni 2009
richtet sich die von Rechtsanwalt Jürg Grämiger für L._ am 19. August 2009 ans
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erhobene Beschwerde. Darin beantragt
der Beschwerdeführer die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 18. Juni 2009
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung bringt er vor, dass ihm die
Unterzeichnung des neuen Vertrages aus mehreren Gründen unzumutbar gewesen sei.
Da der neue Vertrag bereits auf 1. Januar 2009 in Kraft getreten wäre, hätte er
einerseits auf die ihm vertraglich zugesicherte Kündigungsfrist von drei Monaten
verzichten müssen. Andererseits hätte die Annahme des neuen Anstellungsvertrags
eine einschneidende Kürzung seines Bruttoerwerbseinkommens zur Folge gehabt.
Schliesslich sei ihm im neuen Vertrag erneut eine dreimonatige Probezeit zugemutet
worden, während der eine jederzeitige Kündigung auf sieben Tage zulässig gewesen
wäre. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, er habe sich nicht rechtlich gegen die
Nichteinhaltung der Kündigungsfrist gewehrt, sei ausserdem unkorrekt. Vielmehr habe
er umgehend nach Erhalt der Kündigung einen Rechtsanwalt beauftragt und mit
dessen Hilfe auch die Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist von drei Monaten
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durchgesetzt. Schliesslich habe er sogar freiwillig noch 14 Tage länger bei der A._
gearbeitet. Insgesamt habe er deshalb wesentlich zur Verkürzung seiner
Arbeitslosigkeit beigetragen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 15. September 2009 stellt sich die
Beschwerdegegnerin erneut auf den Standpunkt, dass die Annahme der neuen Stelle
finanziell zumutbar gewesen wäre und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Zwar
anerkennt die Beschwerdegegnerin nunmehr, dass die dreimonatige Kündigungsfrist
eingehalten sei, stellt sich aber auf den Standpunkt, dass der arbeitsvertraglich
vereinbarte Kündigungstermin per Ende Monat durch die Auflösung des
Arbeitsverhältnisses per 13. März 2009 nicht eingehalten und die Auflösung
dementsprechend ausserterminlich erfolgt sei (act. G 3).
C.c Replicando betont der Beschwerdeführer in seinem Schreiben vom 29. Oktober
2009, dass das Arbeitsverhältnis nicht per 13. März 2009, sondern unter Einhaltung der
Kündigungsfrist korrekt per 28. Februar 2009 aufgelöst worden sei. Dass er in der
Folge bis am 13. März 2009 bei der A._ weitergearbeitet habe, sei die Folge einer
zwischen ihm und seiner ehemaligen Arbeitgeberin vereinbarten befristeten
Verlängerung des Arbeitsverhältnisses. Im Übrigen entsprechen die Ausführungen des
Beschwerdeführers den bereits oben dargelegten (act. G 5).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Duplik (act. G 7).

Erwägungen:
1.
Im Rahmen der in Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0)
verankerten Schadenminderungspflicht muss eine versicherte Person, die
Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen
Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu
verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch
ausserhalb ihres bisherigen Berufs. Dabei hat sie alle sich bietenden und zumutbaren
Möglichkeiten voll auszuschöpfen (vgl. Gerhard Gerhards, Kommentar zum
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Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bd. I, Bern/Stuttgart 1987, Art. 17 N 12). Als
Folge davon ist eine versicherte Person nach Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG unter anderem
dann in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kontrollvorschriften oder
die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare
Arbeit nicht annimmt oder eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren
Grund nicht antritt, abbricht oder deren Durchführung oder Zweck durch sein Verhalten
beeinträchtigt oder verunmöglicht. Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfasst demnach in der seit
1. Juli 2003 gültigen Fassung auch die Nichtannahme einer selbst gefundenen oder
durch Dritte vermittelten resp. angebotenen zumutbaren Arbeitsstelle (vgl. dazu die
Botschaft des Bundesrates, BBl 2001 2285; ebenso Urteil des Bundesgerichts vom
22. Februar 2007, C 17/07, E. 2.2). Im vorliegenden Fall lehnte der Beschwerdeführer
unbestrittenermassen die ihm von seiner ehemaligen Arbeitgeberin im Rahmen der mit
Schreiben vom 27. November 2008 ausgesprochenen Änderungskündigung
angebotene Arbeitsstelle ab. Ob im konkreten Fall ein einstellungswürdiges
Fehlverhalten des Beschwerdeführers vorliegt, ist demnach davon abhängig, ob es ihm
zumutbar gewesen wäre, die abgelehnte Vertragsofferte zu akzeptieren.
2.
2.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind Änderungskündigungen an sich
nicht missbräuchlich und es ist grundsätzlich zulässig, den mit einer Kündigung
erzeugten Druck zu verwenden, um eine Vertragsänderung zu erwirken
(BGE 123 III 246 E. 3b). Wird hingegen die ordentliche Kündigungsfrist bis zum
Inkrafttreten der Änderungen nicht eingehalten, so ist die Änderungskündigung
missbräuchlich, da der Arbeitnehmer – Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung
vorbehalten – einen Anspruch auf unveränderte Arbeitsbedingungen bis zum Ablauf der
ordentlichen Kündigungsfrist hat (Manfred Rehbinder, Schweizerisches Arbeitsrecht,
Bern 2002, S. 151 Rz 313; vgl. BGE 123 III 246 E. 4a; Urteil des Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2005, AVI 2005/10, E. 2). Dies gilt unabhängig
davon, ob die Kündigung zusammen mit der Änderungsofferte oder erst nach deren
Ablehnung ausgesprochen worden ist (Thomas Geiser, Die Änderungskündigung im
schweizerischen Arbeitsrecht, in: AJP 1/99, S. 65).
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2.2 Der ursprüngliche Arbeitsvertrag vom 12. Oktober 2006 bezeichnet neben dem
Personalhandbuch auch die ergänzenden arbeitsvertraglichen Bestimmungen als
integrierenden Vertragsbestandteil (act. G 3.1/C14). Nähere Ausführungen zur
Kündigungsfrist finden sich denn auch im Reglement "Allgemeine Arbeitsvertragliche
Bestimmungen der A._" (nachfolgend: Reglement). Dessen Ziff. 7.2 legte für das
erste Anstellungsjahr eine Kündigungsfrist von einem Monat, ab dem zweiten
Anstellungsjahr eine solche von drei Monaten fest (act. G 3.1/C15). Letzteres galt auch
für den Beschwerdeführer, befand er sich doch im Zeitpunkt der Kündigung bereits im
zweiten Anstellungsjahr. Dessen ungeachtet kündigte die A._ das Arbeitsverhältnis
mit dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. November 2008 per 31. Dezember
2008 und bestand nach den glaubwürdigen Angaben des Beschwerdeführers und
seines Rechtsvertreters auf dem Inkrafttreten des modifizierten Arbeitsvertrages per
1. Januar 2009. Im Lichte der obigen Erwägungen ist dieses Vorgehen der A._ als
missbräuchlich zu qualifizieren. Dem Beschwerdeführer kann es daher
einstellungsrechtlich nicht als Verschulden angelastet werden, wenn er sich weigerte,
die Vertragsänderung zu akzeptieren; die Annahme der neuen Stelle war unter diesen
Umständen unzumutbar. Ob die in Art. 16 Abs. 1 AVIG statuierte grundsätzliche
Annahmepflicht bereits aufgrund von finanzieller Unzumutbarkeit der neuen Anstellung
entfallen wäre, kann unter diesen Umständen offen bleiben.
3.
Nicht nachvollziehbar ist auch, inwiefern der Beschwerdeführer vorliegend auf Lohn-
und Entschädigungsansprüche verzichtet haben soll. Im Beschwerdeverfahren
unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer die Einhaltung der ordentlichen
Kündigungsfrist von drei Monaten mit Hilfe seines Rechtsanwaltes durchsetzte und ihm
deshalb in dieser Hinsicht kein Vorwurf gemacht werden kann. Die
Beschwerdegegnerin ist aber – soweit ersichtlich – der Ansicht, dass den
Beschwerdeführer ein Verschulden treffe, weil er nicht auf einer Auflösung des
Arbeitsverhältnisses per Ende März 2009 beharrte, obwohl Ziff. 7.2 des Reglements
lediglich eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf das Ende eines Kalendermonats
vorsieht. Der Beschwerdeführer behauptet demgegenüber, mit der A._ im Hinblick
auf die am 27. November 2008 ausgesprochene Kündigung eine Beendigung des
Arbeitsverhältnisses per 28. Februar 2009 und kurzfristig eine befristete Verlängerung
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des Arbeitsverhältnisses vereinbart zu haben. Dass diese Behauptung den Tatsachen
entspricht, wird bereits aus der von der A._ eingereichten Arbeitgeberbescheinigung
deutlich. Darin vermerkte die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers auf den
Seiten 1 und 2 ursprünglich eine Dauer des Arbeitsverhältnisses bis 28. Februar 2009,
strich dies aber nachträglich durch und bescheinigte den 13. März 2009 als letzten
Arbeitstag (act. G 3.1/C16). Diese Korrektur lässt darauf schliessen, dass die A._ die
Arbeitgeberbescheinigung bereits vor der einvernehmlichen Verlängerung des
Arbeitsverhältnisses bis 13. März 2009 ausgefüllt hatte und dass daher ursprünglich
tatsächlich eine Kündigung per 28. Februar 2009 ausgesprochen worden war.
4.
4.1 Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und der Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 2009 aufzuheben. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der obsiegende Beschwerdeführer
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Vorliegend
erscheint eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen)
als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53