Decision ID: a3228f9e-4b01-4ae5-b223-f353ca8bc6a1
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1
.
1.1
X._
, geboren 1953
, war seit September 2000
bei
der
Y._
als
Anlagebauleiter
angestellt und damit bei der Suva versichert, als er am
11. November 2013 beim Laufen auf einer schneebedeckten Strasse stürzte und sich an der linken Schulter und am linken Arm verletzte
(Urk.
8/2/1 = Urk. 8/15/1
).
Nach getätigten Abklärungen
teilte die Suva dem Versicherten am 9. Dezember 2015 mit, dass die Heilungskosten per 31. Dezember 2015 eingestellt würden (Urk. 8/91). Mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 8/98) sprach die Suva dem Versicherten eine Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 33 % ab dem 1. Januar 2016 und eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritäts
einbusse von 25 %
zu.
1.2
Der Versicherte, der inzwischen arbeitslos und in dieser Eigenschaft bei der Suva versichert war, rutschte am 15. April 2016 auf einer nassen Treppe aus und zog sich Verletzungen am Rücken zu (vgl. Schadenmeldung vom 8. August 2016, Urk. 9/4). Mit Eingabe vom 29. Juni 2016 (Urk. 8/105
= Urk. 9/3
) ersuchte der Ver
sicherte die Suva, ein Revisionsverfahren in die Wege zu leiten und ihre Leis
tungspflicht im Zusammenhang mit dem neuen Unfall zu prüfen.
Nach getätigten Abklärungen
stellte die Suva
die bis dahin erbrachten Leistungen
in Bezug auf den Unfall vom 15. April 2016
mit Verfügung vom
4. Juli 2017 (Urk. 9/59)
per
17. Juli 2016
ein
.
Mit Verfügung vom 10. Juli 2017 (Urk. 8/112
= Urk. 8/115/1-3
) teilte die Suva dem Versicherten mit,
dass die Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse
von 33 %
und die Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 25
%
nicht geändert würden. Der Versicherte erhob mit Eingabe vom
12. Juli 2017
(Urk. 9/62/1-2
)
Einsprache gegen die Verfügung
vom 4. Juli 2017 und mit Eingabe vom 28. Juli 2017 (Urk. 8/114) Einsprache gegen
die Verfügung vom 10. Juli 201
7.
Die Suva wies die Einsprachen mit
Entscheid vom 2. Januar 2018
(
Urk. 8/121 =
Urk.
9/67
= Urk. 2)
ab
.
2.
Der
Versicherte erhob am 23. Januar 2018
Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom
2. Januar 2018
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen
. Zudem sei ein Gerichtsgut
achten durch das Gericht, eventuell durch die Suva, einzuholen
(Urk. 1 S.
2
Ziff. 1
, S. 3
Rz
5
). Mit Beschwerdeantwort vom
13. Februar 2018
(Urk.
7
) bean
tragte
die Suva die
Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerde
füh
rer
am 5. März 2018
zur Kenntnis gebracht (Urk.
10
).
Mit Eingabe vom 27. März 2018 (Urk. 11) verzichtete der
Beschwerdeführer
auf das Einreichen einer Replik
, worüber die
Beschwerdegegnerin
am 3.
April 2018 in
Kenntnis ge
setzt wurde
(Urk. 12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem
1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilende
n
Unfälle haben
sich am 11. November 2013 und am
15. April 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis
zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
auf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
ver
gütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10
UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach
Art.
18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des Invaliditäts
grades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von
Art.
16 ATSG abweichen.
1.
5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG
).
1.
6
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben
bereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf
grund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Entsprechend ist gegebenenfalls nicht nur der natürliche Kausalzu
sammenhang, sondern auch dessen Adäquanz für die Zukunft neu zu prüfen, wobei die im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gege
benen tatsächlichen Verhältnisse massgebend sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und – sofern Anhaltspunkte für eine Verän
derung der erwerblichen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung bestehen – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.3.1 und E. 5.4).
1.
7
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Inte
gritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über
steigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchst
betrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Vor
aus
sehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen be
rück
sichtigt.
Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.
9
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) fest,
dass gestützt auf die nachvollziehbare kreisärztliche Beurteilung davon ausgegangen werden könne, dass es durch das Ereignis vom 15. April 2016 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Beschwerden an der Lenden
wirbel
säule (LWS) und an der rechten Schulter gekommen sei. Bezüglich Rücken
be
schwerden sei der
status
quo sine nach zwei Monaten, also Mitte Juni 2016, und bezüglich Schulterbeschwerden rechts nach drei Monaten, also Mitte Juli 2016, erreicht gewesen.
Aufgrund des Unfalls vom 11. November 2013 habe sich keine Einschränkung betreffend das rechte Schultergelenk ergeben. Der Unfall vom 15. April 2016 habe wie erwähnt zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt, welche jedoch nach drei Monaten wieder abgeheilt gewesen sei. Dem
zufolge sei das
Zumutbarkeitsprofil aufgrund der Beschwerden an der rechten Schulter nicht eingeschränkt. Was die linke Schulter anbelange, habe sich die Situation in Folge des Unfalls vom 15. April 2016 leicht verschlimmert und das Zumutbarkeitsprofil leicht verändert. Obwohl sich das Zumutbarkeitsprofil ganz leicht verschlechtert habe, seien dem Beschwerdeführer immer noch die beim Erlass der Verfügung vom 13. Januar 2016 beigezogenen
Zahlen der Dokumen
tation von Arbeitsplätzen
(
DAP
)
zumutbar. Der Invaliditätsgrad habe sich folglich nicht verändert und die Rente bleibe weiterhin auf der Basis einer Einschränkung von 33 % bestehen (S. 8 f. Ziff. 5-6). Zudem sei gestützt auf die kreisärztliche Beur
teilung davon auszugehen, dass der Unfall vom 15. April 2016 keine struk
turellen Veränderungen am Rücken und an der rechten Schulter bewirkt habe und die Verschlimmerung an der linken Schulter bereits durch den damals zuge
sprochenen Integritätsschaden von 25 % abgedeckt sei, we
shalb kein An
lass für eine Erhöhung der Integritätsentschädigung bestehe (S. 11 f.
Ziff.
7c).
Daran hielt die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 7) grund
sätzlich fest.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) geltend,
die LWS-Beschwerden sowie die links- und rechtsseitigen Schulterbeschwerden seien nach Ablauf der von der Beschwerdegegnerin genannten zwei bzw. drei Monaten nicht verschwunden und hätten zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung des funktionellen Leistungsvermögens geführt, weshalb der Invaliditätsgrad zu erhöhen sei.
Mit der kreisärztlichen Beurteilung sei er nicht einverstanden, fehlten doch echtzeitliche bildgebende Abklärungen.
Nach dem Untersuchungsgrundsatz wäre die Kreisärztin verpflichtet gewesen, bildgebende Abklärung
en sowohl hin
sichtlich der LWS
- als auch der beidseitigen Schulterbeschwerden selber vorzu
nehmen oder durch Dritte vornehmen zu lassen. Zudem habe auch der be
han
deln
de Hausarzt bestätigt, dass nach wie vor unfallbedingte Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. April 2016 bestünden und sich sein Ge
sund
heitszustand insgesamt verschlechtert habe.
Der Auffassung der Beschwer
de
gegnerin, wonach sich hinsichtlich des funktionellen Leistungsvermögens eine Verschlechterung ergeben habe, sich das Zumutbarkeitsprofil jedoch nicht geän
dert habe, könne nicht gefolgt werden. Im Einspracheentscheid werde explizit aner
kannt, dass sich die Schmerzsituation und die Arthrose in der linken Schulter dauerhaft verschlechtert hätten. Derartige gesundheitliche Beeinträchtigungen seien erfahrungsgemäss geeignet, das Leistungsvermögen einzuschränken. Da die funktionelle Beeinträchtigu
ng bis anhin
nie objektiviert abgeklärt worden sei, hätte spätestens
nach dem Unfall vom 15. April 2016 eine Evaluation des funk
tio
nellen Leistungsvermögens vorgenommen werden müssen.
Die Beschwerde
geg
nerin habe zudem die von der Kreisärztin angeregten zusätzlichen Abklä
rungen bzw. den Beizug der früheren bildgebenden Abklärungen nicht vorge
nommen, weshalb der rechtserhebliche Sachverhalt nicht umfassend festgestellt worden sei. Deshalb sei eine neutrale medizinische Beurteilung hinsichtlich der Verschlechterung des Gesundheitszustandes im L
WS-B
ereich bzw. im rechten und linken Schulterbereich sowie deren Auswirkungen auf das funktionelle Leistungsvermögen vorzunehmen. Zudem sei ihm ein leidensbedingter Abzug zu gewähren (S. 3 ff.
Rz
6 ff.)
.
3.
3.1
Die Zusprache einer
Rente entsprechend einer Erw
erbseinbusse von 33
%
ab dem 1.
Januar 2016 und eine
r
Integritätsentschädigung entsprechend einer Integri
täts
einbusse von 25
% mit
Verfügung vom 1
3.
Januar 2016 (
Urk.
8/98) basierte im Wesentlichen
auf
den
nachfolgenden Berichten.
3.2
Der Schadenmeldung vom 16. Dezember 2013 (Urk. 8/2
/1
= Urk. 8/15/1) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 11. November 2013 beim Laufen auf einer schneebedeckten Strasse stürzte und sich dabei an der linken Schulter und am linken Arm verletzte.
3.3
Ein Arzt der
Z._
diagnostizierte am 23. Januar 2014 eine post
trau
matische kraniale
Subsc
a
p
u
larisläsion
mit Subluxation der langen
Biz
eps
sehne an der linken Schulter und ein
MR
-tomographisch verifizierter Knorpel
schaden
antero
-superior (Urk. 8/10).
3.4
Am 2. Mai 2014 wurde in der
Z._
eine
arthroskopische
Gelenk
toile
tte mit Tenotomie der langen
Biz
epssehne
und
Ak
romioplastik
durchgeführt (Urk. 8/26).
3.5
Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie,
berichtete am
22. Dezem
ber 2014 über die gleichentags durchgeführte Untersuchung (Urk. 8/52
)
und legte dar, dass die jetzt noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks unfallkausal seien (S. 5 Ziff. 5).
3.6
In seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 25. März 2015 (Urk. 8/56) legte Kreisarzt
Dr.
A._
fest, dass dem Beschwerdeführer leichte Tätigkeiten für den linken Arm, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Arbeiten über die Hori
zontale mit dem linken Arm, mit einer Gewichtsbelastung körpernah bis zur Hüfte von maximal 10 kg und bis in Brusthöhe von 3 kg, ohne Arbeiten an stossenden, schlagenden und
vibrierenden Maschinen, ohne Tätigkeiten, die eine Aussenro
tation im linken Schultergelenk verlangen würden, vollzeitig zumutbar seien.
3.7
Kreisarzt
Dr.
A._
berichtete am 1. Dezember 2015 über die gleichentags durch
geführte Abschlussuntersuchung (Urk. 8/84)
und führte aus, dass sich keine wes
ent
liche Veränderung gegenüber der Untersuchung vom 22. Dezember 2014 (vgl. vorstehend E. 3.5) gezeigt habe. Beim Beschwerdeführer bestehe keine Arbeits
fähigkeit mehr als Bauleiter. Die Zumutbarkeitsbeurteilung vom 25. März 2015 (vgl. vorstehend E. 3.6) habe weiterhin vollumfänglich Gültigkeit. Die jetzt noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks seien unfall
kausal. Es sei ein Endzustand erreich
t
, von weiteren Behandlungen könne keine wesentliche Verbesserung mehr erwartet werden (S
.
4).
3.8
In der Beurteilung des Integritätsschadens vom 1. Dezember 2015 (Urk. 8/85) legte
Kreisarzt
Dr.
A._
dar, dass die Unfallfolgen dauernd und erheblich seien und der Integritätsschaden 25 % betrage.
Massgebend für die
In
tegritätsent
schä
di
gung sei die Tabelle 1
UVG
(
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
)
, wonach die Funktionsstörung einer schweren Form einer
Periarthrosis
humeroscapularis
25 % betrage.
4.
4.1
Dr.
med. B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
Z._
,
nannte
in seinem Bericht vom
22. März 2016
(Urk. 9/26/4-5)
eine beidseitige, linksbetonte Omarthrose bei Status nach
arthroskopischer
Gelenktoilette mit Tenotomie der langen Bizeps
sehne (Mai 2015) als Hauptdiagnose sowie unter anderem ein bekanntes
lumbo
spondylogenes
Schmerzsyndrom bei Status nach mehrmaliger Infiltration (2008 und 2010) als Nebendiagnose (S. 1).
Er führte aus, dass die Omarthrose i
m zeitlichen Verlauf von zwei Jahren noch
mals zugenommen
habe
. Die
arthroskopische
Gelenktoilette von 2014 habe nur bedingt
Benefit
für den Beschwerdeführer geschaffen. Der linke Arm könne aufgrund des Schulterleidens nur als
Hilfsarm
eingesetzt werden, eine Belastung der linken Schulter sei nicht mehr zumutbar. In einer rein administrativen Tätig
keit wäre der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig. Eine handwerkliche Tätig
keit sei unrealistisch und medizinisch nicht mehr zumutbar.
Die Kollegen der Rheu
matologie bitte er um eine Verlaufskontrolle des
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms und
gegebenenfalls
um
weitere Abklärungen.
Auf eine MRI-Abklärung der rechten Schulter sei angesichts der klaren radiologischen Befunde verzichtet worden (S. 2).
4.
2
Der Schadenmeldung vom 8. August 2016 (Urk. 9/4) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 15. April 2016 auf einer nassen Treppe ausrutschte und sich Verletzungen am Rücken zuzog.
4.
3
Dr.
med. C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
ma
to
logie,
Z._
,
nannte in seinem Bericht vom 12. Mai
2016 (Urk. 9/21/2-4
= Urk. 9/26/6-8
)
unter anderem folgende Diagnosen (S. 1):
-
Exazerbation eines bekannten
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms
-
MRI LWS April 2010: Degeneration LWK5/SWK1 mit medialer Diskus
protrusion
-
Status nach Facettengelenksinfiltration 2008 sowie 2010
-
neu diagnostizierte Omarthrose beidseits linksbetont
-
Status nach Arthroskopie und Tenot
o
mie der langen Bizepssehne links Mai 2015
Schon vor längerer Zeit habe beim Beschwerdeführer ein bekanntes
lumbo
spondy
logenes
Schmerzsyndrom mit Nachweis einer Degeneration von LWK5/
SWK1
bestanden
. Nach verschiedenen Therapieformen sei 2010 eine Facetten
ge
lenksinfiltration durchgeführt worden, danach sei der Beschwerdeführer mehrere Jahre praktisch beschwerdefrei gewesen. Seit einigen Monaten bestünden nun
wieder lumbale Rückenschmerzen mit vor allem Ausstrahlung nach
gluteal
rechts
.
Die Beschwerden würden als
exazerbiertes
lumbospondylogenes
Schmerzsyn
drom
bei bekannten mässigen degenerativen Veränderungen des untersten Wirbel
säu
lensegments interpretiert
(S. 2).
4.
4
Dr.
med. D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Pneu
mologie,
nannte
in seinem Bericht vom 24. Juni 2016 (Urk. 9/2 = Urk. 3/4)
unter anderem
eine Omarthrose beidseits, links betont, und eine Exazerbation eines
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms mit der Degeneration LWK5/SWK1 nach Sturz auf der Treppe Mitte April 2016 als Diagnosen (S. 1).
S
eit dem
Unfall
Mitte April 2016
sei der Beschwerdeführer gegenüber dem Vorzustand in seiner körper
lichen Leistungsfähigkeit noch ausgeprägter eingeschränkt. Insgesamt habe sich der Allgemeinzustand noch weiter verschlechtert. Im früher ausgeübten Beruf sei der Beschwerdeführer mit Sicherheit nicht mehr zu vermitteln, auch körperlich leichte Arbeiten könnten weder durchgeführt noch zugemutet werden (S. 2).
4.
5
Kreisärztin
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Neurochirurgie, führte in ihrer
Beurteilung
vom 10. März 2017 (Urk. 9/43)
aus, dass es durch den Unfall vom
15. April 2016 zu keinen nachweisbaren posttraumatischen strukturellen Verän
de
rungen der LWS gekommen sei. Der Beschwerdeführer habe bereits vor dem Unfall unter einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom gelitten.
Bei einer Vorstellung bei
Dr.
B._
im März 2016 sei bereits eine rheumatologische
Abklärung wegen dem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom empfohlen worden
(vgl. vorstehend
E. 4.1
).
Beim Unfall sei es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen, der Status quo sine sei nach zwei Monaten erreicht gewesen. Der aktuelle Unfall führe zu keiner Veränderung der Integritätsent
schä
digung (S. 2 f.).
4.
6
Am 3. April 2017 berichtete Kreisärztin
Dr.
E._
über die gleichentags durchge
führte Untersu
chung (
Urk. 8/109 = Urk. 9/46
= Urk. 3/3
) und nannte folgende Diag
nosen (S. 6):
-
Sturz am 11. November 2013
mit/bei:
-
Status nach
arthroskopischer
Gelenktoilette links mit Tenotomie der langen
Bizepssehne
und
Akromioplastik
-
posttraumatische Omarthrose links
-
Omarthrose rechts
-
anamnestisch Exazerbation der Schulterschmerzen nach dem Treppen
sturz am 15. April 2016
-
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Exazerbation nach dem Treppensturz am 15. April 2016
Betreffend die linksseitigen Schulterbeschwerden sei es subjektiv zu einer Ver
schlech
terung der Beschwerdesituation seit der letzten kreisärztlichen Untersu
chung im 2015 (vgl. vorstehend
E. 3.7
) gekommen. In der heutigen klinischen Untersuchung habe sich bei der passiven Bewegung eine Beweglichkeit im linken Schultergelenk vergleichbar mit der Untersuchung vom Dezember 2015 gezeigt, die aktive Beweglichkeit sei jedoch betreffend die Abduktion links schmerzbe
dingt deutlich eingeschränkt. Es müsse von einer leichten Verschlechterung der Schmerzsituation im Bereich des linken Schultergelenks ausgegangen werden. Die vorliegende Röntgendiagnostik links vom 22. März 2016 zeige eine fortge
schrittene Omarthrose links, die im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 23. Januar 2014 leicht zugenommen habe. Eine Erhöhung des Integritätsschadens ergebe sich daraus nicht, da bereits bei der Beurteilung am 1. Dezember 2015 der Integritätsschaden wegen des linken Schultergelenks auf 25 % geschätzt worden
sei (vgl. vorstehend
E. 3.8
), was dem Wert für eine schwere Omarthrose ent
spreche
. Betreffend die Zumutbarkeit sei zu
ergänzen, dass dem Beschwerdeführer auf
grund der Unfallfolgen des Ereignisses vom 11. November 2013 ganztags leichte Tätigkeiten zumutbar seien, bei denen der linke Arm nur als Hilfshand eingesetzt werde. Eine Einschränkung für das rechte Schultergelenk bestehe nicht. Mit dem linken Arm sollten Tätigkeiten lediglich auf Tischhöhe und ohne Ge
wichts
be
las
tung erfolgen. Arbeiten an stossenden/schlagende/vibrierenden Maschi
nen so
llten unte
rlassen werden (
S. 6).
Am 15. April
2016
sei der
Beschwerdeführer
auf einer Treppe
gestürzt
. In der Folge
seien
bekannte lumbale
Rückenbeschwerden
exazerbiert
. Nach dem Unfall
hätten
keine posttraumatischen strukturellen Veränderungen
an der L
WS
festge
stellt werden
können
(
Vergleich Röntgen LWS vom 12. Mai
2016).
Es sei
von einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden lumbalen Rücken
beschwerden
durch den Unfal
l vom April 2016 auszugehen, der Status quo sine sei
zwischenzeitlich
wieder erreicht.
Bei
der aktuellen Untersuchung habe
der
Beschwerdeführer angegeben
, auch die rechtsseitigen Schulterbeschwerden
hä
tten sich erheblich durch den Unfall vom April 2016 verschlechtert. Auf Nachfrage, ob die
rechtsseitigen Schultergelenksbeschwerden bereits schon einmal kern
spin
tomografisch abgeklärt
worden seien, habe
der
Beschwerdeführe
r
e
in
geräumt
, dass bereits ein MRI der rech
ten Schulter durchgeführt worden sei,
er wisse jedoch nicht wann. Er sei sich auch nicht sicher, ob das MRI nicht nach dem Unfall 2016
gemacht worden sei.
Die Kreisärztin bat
daher
die Administration zu klären, wann das MRI der rechten Schulter durchgeführt
worden sei
und bitt
e darum,
dieses MRI zu besorgen (S. 6
).
4.
7
Am 7. Juni 2017 wurde eine CT Arthrographie der rechten Schulter
erstellt (Urk. 9/53
= Urk. 9/54 = Urk. 9/55)
,
da wegen der ICD-Elektrode kein MRT möglich war. Dabei zeigte
n
sich
eine beginnende Omarthrose mit Knorpelglatze und sekundär
arthrotischen
Veränderung des inferioren
Glenoids
sowie
osteophy
tären
Anbauten am
Humeruskopf
, stark narbig verändertes inferiores Labrum, eine Abflachung des
postero
-inferioren
Glenoids
, differentialdiagnostisch dege
ne
rativ oder
reversed
Bankart
, eine massive
Tendopathie
der
Bizepssehne
mit Ver
dacht auf Pully-Läsion sowie eine allenfalls kleine
anteriore
Partialruptur der
Supraspinatussehne
bei ansonsten intakter Rotatorenmanschette
.
4.
8
Kreisärztin
Dr.
E._
führte in ihrer Beurteilung vom 3. Juli 2017 (
Urk. 8/111/2 =
Urk. 9/56/2) aus, im
Arthro
-CT (vgl. vorstehend
E. 4.7
) hätten erhebliche dege
nerative Veränderungen
gl
enohumeral
und keine traumatischen strukturellen Läsionen festgestellt werden können. Gemäss den vorliegenden Unterlagen habe der
Beschwerdeführer bereits im März 2016 Schulterbeschwerden rechts gehabt. Durch das
Unfallereignis vom
15. April 2016 habe sich nur eine vorübergehende Verschlimmerung der rechten Schulter ergeben, der Status quo sine sei nach drei Monaten wieder erreicht gewesen.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer stürzte unbestrittenermassen am 11. November 2013 beim Laufen auf einer schneebedeckten Strasse und
zog sich dabei eine kraniale
Sub
sc
a
p
u
larisläsion
mit Subluxation der langen Bizepssehne an der linken Schulter zu. Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer infolge der unfall
kau
salen Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenkes ab dem 1. Januar 2016 eine Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 33 % und eine Integritäts
ent
schädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 25 % zu (vgl.
vorsteh
end
E. 3.1-3.8
)
. Am 15. April
2016 rutschte der Beschwerdeführer auf einer nassen Treppe aus und zog sich Verletzungen am Rücken zu (vgl. vor
stehend
E. 4.2
). Dies ist ebenfalls unbestritten.
Streitig und zu prüfen ist
hingegen
, ob sich die Folgen des Unfalls vom 11. November 2013 dauerhaft und wesentlich ver
schlechtert haben und ob der Unfall vom 15. April 2016 seinerseits eine (zu
sätz
liche) rentenbegründende Invalidität verursacht hat (
vgl.
vorstehend
E. 2.1-2.2
).
5.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die kreisärztlichen Beur
teilungen durch
Dr.
E._
für die streitigen Belange umfassend sind und die ge
klag
ten Beschwerden des Beschwerdeführers sowie die medizinischen Vorakten berücksichtigt. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und die Beur
tei
lung der medizinischen Situation leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. vorstehend
E. 1.8-1.9).
Kreisärztin
Dr.
E._
legte
in ihrer
Beurteilung vom März 2017
dar
,
dass der Unfall vom
15. April 2016 zu keinen nachweisbaren posttraumatischen strukturelle
n Ver
än
derungen der LWS
geführt habe
.
Der Beschwerdeführer habe bereits vor diesem Unfall unter einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom gelitten. Beim Unfall sei es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen, der Status quo sine sei nach zwei Monaten erreicht gewesen
(vorstehend
E. 4.5
)
.
Auch in ihrer Beurteilung anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom Apr
il
2017 stellte Kreisärztin Dr.
E._
fest, dass infolge des Treppensturzes am 15. April
2016 bekannte lumbale Rückenbeschwerden
exazerbiert
seien, posttraumatische strukturelle Veränderungen
an der LWS hätten jedoch nicht festgestellt werden können
(vorstehend E. 4.
6
)
.
Es ist denn auch aktenkundig, dass der Beschwer
de
führer bereits vor dem Unfall vom 15. April 2016 an einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom gelitten hat und es nach dem Umfall zu einer Exazerbation gekommen ist (vgl. vorstehend
E. 4.1, E. 4.3-4.4
).
Kreisärztin Dr.
E._
kam in der Folge
in überzeugender Weise zum Schluss, dass es durch den Unfall vom 15. April
201
6
zu
einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden lumba
len Rückenbeschwerden gekommen sei
, wobei der Status quo sine zwisch
en
zeitlich wieder erreicht sei.
In Bezug auf die linksseitigen Schulterbeschwerden legte Kreisärztin
Dr.
E._
in ihrer Beurteilung vom April 2017 in überzeugender Weise dar, dass der Unfall vom 15. April 2016 zu einer leichten Verschlechterung de
r Schmerzsituation geführt habe. So habe die klinische Untersuchung bei der passiven Bewegung zwar eine vergleichbare Beweglichkeit im linken Schultergelenk mit der Unter
suchung vom Dezember 2015
(vgl. vorstehend
E. 3.7
)
gezeigt, die aktive Beweg
lichkeit sei jedoch betreffend die Abduktion links schmerzbedingt deutlich ein
geschränkt. Zudem
zeige die Röntgendiagnostik vom März 2016 eine fortg
e
schrittene Omarthrose links, die im Vergleich zu den Voraufnahmen vom Januar 2014 leicht zugenommen habe
.
Zudem legte Kreisärztin Dr.
E._
dar, dass der Beschwerdeführer ganztags leichte Tätigkeiten ausüben könne, bei denen der linke Arm nur als Hilfshand eingesetzt werde. Weiter sollten mit dem linken Arm Tätigkeiten lediglich auf Tischhöhe und ohne Gewichtsbelastung erfolgen. Zudem sollten Arbeiten an stossenden/schlagende/vibrierenden Maschinen unterlassen werden (vorstehend E. 4.
6
). Demnach ging Kreisärztin
Dr.
E._
von einer leichten Verschlechterung des Zumutbarkeitsprofils seit der letzten kreisärztlichen Beur
tei
lung im Jahr 2015 aus (vgl.
vorstehend E. 3.6-3.7).
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom April 2017 gab der Beschwer
deführer in Bezug auf die
rechtsseitigen Schulterbeschwerden
an, diese hätte sich seit dem Unfall vom
15.
April 2016 verschlechtert (vorstehend E. 4.
6
).
In der Folge wurde
im
Juni 2017 eine CT Arthrographie der rechten Schulter erstellt, da wegen der ICD-Elektrode kein MRT möglich war (vorstehend
E. 4.7
). In der an
schliessenden Beurteilung vom
Juli 2017 hielt Kreisärztin Dr.
E._
fest, im
Arthro
-CT hätten erhebliche degenerative Veränderungen
glenohumeral
und keine
traumatischen strukturellen Läsionen festgestellt werden können. Gemäss den vor
liegenden Unterlagen habe der Beschwerdeführer bereits im März 2016 Schul
ter
beschwerd
en rechts gehabt (vorstehend
E. 4.8
). Dem Bericht von Dr.
B._
vom März 2016 ist denn
auch zu entnehmen, dass der Be
schwer
deführer an einer beidseitigen, linksbetonten Omarthrose leidet (vorstehend
E. 4.1
). Kreis
ärztin Dr.
E._
kam in der Folge in überzeugender
W
eise zum Schluss, dass sich durch das Unfallereignis vom
15.
April 2016 eine vorüber
geh
ende Verschlimme
rung der rechten Schulter ergeben
habe, der Status quo sine
jedoch
nach drei
Monaten wieder erreicht gewesen sei (vorstehend
E. 4.8
).
5.3
Der Beschwerdeführer
beanstandete
, die Kreisärztin Dr.
E._
habe selber keine echtzeitlichen bildgebenden Abklärungen vorgenommen
und die Beschwerde
geg
nerin habe die von der Kreisärztin Dr.
E._
angeregten zusätzlichen Abklä
rungen
bzw. den Beizug der früheren bildgebenden Abklärungen nicht vorge
nommen, weshalb der rechtserhebliche Sachverhalt nicht umfassend festgestellt worden sei (vorstehend E. 2.2). Dem ist entgegenzuhalten, dass
,
nachdem Kreis
-
ärztin Dr.
E._
anlässlich der
kreisärztlichen Beurteilung im
April 2017 festhielt, die Administration solle hinsichtlich der rechten Schulter weitere Abklärungen prüfen (
vgl.
vorstehend
E. 4.6
), im Juni 2017
eine CT Arthrographie der rechten Schulter
(vgl. vorstehend E. 4.7)
vorgenommen wurde,
welche
die Kreisärztin Dr.
E._
in ihrer Beurteilung vom Juli 2017 berücksichtigte (
vorstehend E. 4.8
). Der Kreisärztin Dr.
E._
lagen somit sowohl bezüglich der rechten und der linken Schulter als auch bezüglich der LWS
bildgebende Materialien
vor, welche nach dem Unfallereignis vom 15. April 2016 erstellt wurden. Der diesbezügliche Ein
wand
des Beschwerdeführers
erweist sich demnach als unbegründet.
Zudem machte der Beschwerdeführer geltend,
sein
behandelnde
r
Hausarzt Dr.
D._
habe bestätigt, dass nach wie vor unfallbedingte Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall vom 1
5.
April 2016 bestünden und sich sein Gesundheitszustand insgesamt verschlechtert habe. Vor diesem Hintergrund sei die Annahme der Kreisärztin, dass nach Ablauf von zwei bzw. drei Monaten der frühere Zustand eingetreten sei spekulativ bzw. willkürlich (Urk. 1 S. 5
Rz
14; vgl. vorstehend E. 2.2). In Bezug auf den Bericht des Hausarztes Dr.
D._
vom Juni 2016 (vorstehend E. 4.
4
) ist auf die Erfahrungs
tatsache hinzuweisen, dass Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt behandelnde Arztpersonen bzw. The
ra
piekräfte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stel
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus
sagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Ausserdem hat Kreisärztin Dr.
E._
den genannten Beric
ht im Rahmen ihrer Beurteilung vom April
2017
berück
sichtigt (
vgl.
Urk. 8/109 = Urk. 9/46 = Urk. 3/3 S. 2), weshalb sich der
diesbe
züg
liche Einwand des Beschwerdeführers ebenfalls als
unbegründet er
weist.
Ausser
dem liegen keine medizinischen Berichte vor, die an der Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Beurteilungen Zweifel erwecken würden.
5.4
Nach dem Gesagten erweist sich die kreisärztliche Beurteilung durch Dr.
E._
als beweiskräftig, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin darauf abgestellt hat. Der kreisärztlichen Beurteilung folgend ist demnach mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass bezüglich der Rückenbeschwerden der Status quo sine nach zwei Monaten, also Mi
tte Juni 2016, und bezüglich der
Schulterbeschwerden rechts nach drei Monaten, also Mitte Juli 2016, erreicht war.
Von weiteren Abklärungen hinsichtlich des Ge
sundheitszustandes des Beschwerdeführers, namentlich von einem vom Be
schwer
d
e
führer
beantragten
Gutachten (
vgl.
vorstehend E. 2.2), ist im Sinne einer antizi
pierten Beweiswürdigung (BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d) zu verzichten, da nicht davon auszugehen ist, dass weitere medizinische Abklärungen mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit zu einem anderen Ergebnis führen.
Demnach erweist sich die Einstellung der Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 15. April 2016 mit Verfügung vom 4. Juli 2017 (Urk. 9/59) per 17. Juli 2017 als rechtens.
Dementsprechend ist die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen.
6.
6.1
Nachfolgend ist zu prüfen
, ob die mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 8/98) zugesprochene Rente
basierend auf einer Erwerbseinbusse
von 33 % zu erhöhen ist.
Dabei
ist eine Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der Einschränkungen aufgrund eines Einkommensvergleiches vorzunehmen.
Vorab ist festzuhalten, dass die Rückenbeschwerden und die Beschwerden an der rechten Schulter aufgrund
des
Erreichens des Status quo sine für die Ermittlung des Invaliditätsgrades unbeachtlich sind (
vgl.
vorstehend
E. 5.4
).
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rech
net werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
6.
3
Die
Beschwerdegegnerin
zog im Rahmen der Rentenzusprache mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 8/98) zur Ermittlung des Valideneinkommens
die An
ga
ben des
Beschwerdeführer
s heran, wonach er ohne den erlittenen Unfall am
11. November 2013 ein
jährlich
es Einkommen von
Fr. 105'000.--
erzielen könnte (vgl. Urk. 8/74/2-3 = Urk. 8/75; Urk. 8/94). Es ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin im Rahmen der Rentenrevisionsprüfung das bereits ermittel
te
und durch den
Beschwerdeführer
nicht bestrittene (vgl. Urk. 1)
Validenein
kom
men
von Fr. 105'000.-- herangezogen hat (
vgl.
Urk. 2 S. 9 Ziff. 6; Urk. 7 S. 8
Rz
5.18).
6.4
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeits
leistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erziel
tes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich
weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entwe
der Tabellenlöhne gemäss LSE oder die Zahlen der
Dokumentation von Arbeits
plätzen (DAP
)
der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis)
.
6.5
Kreisärztin
Dr.
E._
hielt anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom April 2017 fest, hinsichtlich der Beschwerden an der linken Schulter müsse seit der letzten
kreisärztlic
hen Beurteilung im Jahr 2015 von
einer leichten Verschlech
terung ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer könne noch ganztags leichte Tätigkeiten ausüben, bei denen der linke Arm nur als Hilfshand eingesetzt werde. Weiter sollten mit dem linken Arm Tätigkeiten lediglich auf Tischhöhe und ohne Gewichtsbelastung erfolgen. Zudem sollten Arbeiten an stossenden/schlagende/
vi
brierenden Maschinen unterlassen werden
(vgl. vorstehend E. 4.6)
. Dementspre
chend hat sich auch das Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers
seit der letzten kreisärztlichen Beurteilung im Jahr 2015
leicht verschlechtert (vorstehend E. 5.2), was auch die Beschwerdegegnerin - entgegen der Auffassung des Be
schwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2) - anerkannt hat (vorstehend E. 2.1). Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers erweist sich somit als unbegrün
det. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf das kreisärzt
liche Zumutbarkeitsprofil vom April 2017 abgestellt hat.
Die
Beschwerdegegnerin
zog im Rahmen der Rentenzusprache
mit Verfügung vom 13. Januar 2016
(Urk. 8/98)
zur Ermittlung des Invalideneinkommens fünf DAP-Profile heran (vgl. Urk. 8/93) und errechnete dabei ein hypothetisches Inva
lideneinkommen entsprechend dem Durchschnitt der fünf in den Akten liegenden dokumentierten Arbeitsplätze von Fr. 70'642.--
(
vgl. Urk. 8/94 S. 2).
Im Einspra
che
entscheid hielt die
Beschwerdegegnerin
fest, dass sich das Zumutbarkeitsprofil des
Beschwerdeführer
s zwar leicht verschlechtert habe, ihm die beim Erlass der Rentenzusprache mit Verfügung vom 13. Januar 2016 beigezogenen DAP immer noch zumutbar
seien (Urk. 2 S. 9 Ziff. 6).
Dies
ist nicht zu beanstanden und wird vom
Beschwerdeführer
auch nicht substantiell
beanstandet
(vgl. Urk. 1).
Hinsichtlich der Festlegung des Invalideneinkommens machte der Beschwerde
führer geltend, ihm sei ein leidensbedingter Abzug zu gewähren (vorstehend E. 2.2).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem auf
grund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschrei
bungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mässige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
wei
sen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn,
sondern ein Minimum
und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Span
n
breite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis). Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die
Beschwer
degegnerin keinen Abzug vom ermittelten Invalideneinkommen vorge
nommen hat. Die vom Beschwerdeführer geltend gemacht
en fehlenden
Darle
gungen be
züg
lich
eines leidensbedingten Abzuges
(
vgl.
Urk. 1 S. 7
Rz
24)
stellen demnach keine Verletzung des rech
tlichen Gehörs dar.
6.6
Nach dem Gesagten beträgt das Invalideneinkommen weiterhin Fr. 70'642.--.
Ein Vergleich
mit dem
unverändert gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 105'000.-- ergibt eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 33 %.
Der Invalidi
tätsgrad hat sich dementsprechend nicht verändert und die Rente bleibt weiterhin auf der Basis einer Einschränkung von 33 % bestehen.
Ein Revisionsgrund bzw. ein Anspruch auf Erhöhung der Rente ist somit nicht gegeben, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin die mit Verfügung vom 13. Januar 2016 zugesprochene Rente bei einer Erwerbseinbusse von 33 % nicht revidiert hat.
Dementsprechend ist die Beschwerde
auch
diesbe
züglich abzuweisen.
7.
7.1
Schliesslich ist zu prüfen, ob die mit Verfügung vom 13. Januar 2016
(Urk. 8/98)
zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 25 % zu erhöhen ist.
7.2
Nach
Art.
24
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erheb
liche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (vgl. vorstehend
E. 1.7
).
7.3
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Inte
gritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschlies
senden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integri
täts
schä
den entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss
der Skala 5 % nicht erreichen,
geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleich
gestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rät
lichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versi
cherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.4
Kreisärztin Dr.
E._
hielt anlässlich ihrer Beurteilung vom April 2017 in über
zeu
gender Weise fest, dass sich aufgrund der leichten Verschlechterung hinsicht
lich des linken Schultergelenkes keine Erhöhung des Integritätsschadens ergebe, da bereits bei der erstmaligen Beurteilung im Dezember 2015 der Integritäts
schaden wegen des linken Schultergelenkes auf 25 % geschätzt worden
sei
, was dem Wert für eine schwere Omarthrose entspreche (vorstehend E. 4.
6
).
Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. hierzu die Tabelle 5 UVG, Integritätsentschädigung bei Arthrosen), weshalb der Beschwerdegegnerin folgend (vorstehend E. 2.1) auf die kreisärztliche Beurteilung des Integritätsschadens abgestellt werden kann.
Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 8/98) zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einer Integri
tät
s
einbusse von 25 % nicht erhöht wurde.
Dementsprechend ist auch diesbe
züg
lich die Beschwerde abzuweisen, weshalb sich der angefochtene Einspracheent
scheid als rechtens erweist.