Decision ID: dc62b5d1-605b-52c8-8b1e-2bc96a9515bb
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 2. März 2010 im E._ um Asyl ersuchte,
dass er zur Begründung dieses Gesuchs im Wesentlichen vorbrachte, er habe eine kleine F._ gehabt und sei von einem General, der in der Nähe eine grosse F._ betrieben habe, und dessen  mittels gewaltsamer Auseinandersetzungen unter Druck  worden, den F._ zu schliessen oder diesen an den  zu verkaufen,
dass das BFM mit Verfügung vom 12. April 2010 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die  aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene  mit Urteil vom 20. April 2010 (D-2598/2010) abwies,
dass für den Inhalt dieses ersten Asylverfahrens auf die Akten  wird,
dass der Beschwerdeführer am 25. Mai 2010 in der Schweiz ein  Asylgesuch einreichte,
dass er am 24. Juni 2010 im Transitzentrum Altstätten zu seinen Asyl - gründen befragt und ihm gleichentags das rechtliche Gehör gewährt wurde,
dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben nach dem rechtskräftigen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts nicht in sein Heimatland zurückkehrte, sondern sich illegal in der Schweiz aufhielt,
dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen angab, er mache dieselben Asylgründe wie beim ersten Asylgesuch geltend,
dass er lediglich anzufügen habe, am 1. März 2008 an  in G._ teilgenommen zu haben,
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dass er zehn Tage später verhaftet, verhört, bedroht und nach einem Tag mit der Ankündigung, später wieder vorgeladen zu werden, ent  worden sei,
dass die Behörden ihm keinen Schutz vor dem General gewährt hät - ten, weil sie über seine Teilnahme an den Protestdemonstrationen  gewesen seien,
dass er diesen Sachverhalt bis anhin verschwiegen habe, weil er  habe, das Komitee für Staatssicherheit (KGB) erkundige sich, ob sich Asylsuchende negativ über die Regierung Armeniens äusserten,
dass er seine Existenz verloren habe, weil der General seine F._, sein Haus und sein Grundstück beschlagnahmt habe,
dass der Beschwerdeführer keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere zu den Akten reichte,
dass das BFM mit Verfügung vom 8. Juli 2010 - eröffnet am gleichen Tag - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen ausführte, das am 2. März 2010 eingeleitete Asylverfahren sei seit dem 20. April 2010 (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts)  abgeschlossen,
dass der Beschwerdeführer anlässlich seines zweiten Asylgesuchs dieselben Asylgründe geltend gemacht und ergänzend einzig  habe, der General habe in der Zwischenzeit seine F._ , womit ihm seine Existenzgrundlage entzogen worden sei,
dass diese Vorbringen nicht gehört werden könnten, weil seine  im Rahmen des ersten Asylgesuchs sowohl vom BFM als auch vom Bundesverwaltungsgericht als unglaubhaft beurteilt worden seien, woraus sich zwingend ergebe, dass alle daraus abgeleiteten  und Folgeereignisse ebenfalls jeglicher Glaubhaftigkeit ,
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dass die anlässlich des zweiten Asylgesuchs gemachten Vorbringen bezüglich seiner Teilnahme an den Demonstrationen vom 1. März 2008 und die daraus resultierenden Schwierigkeiten, staatlichen Schutz zu erhalten, als nachgeschoben zu taxieren seien und ebenso wenig  werden könnten,
dass dies umso mehr gelte, als die Begründung des , wonach er während des ersten Asylverfahrens aus Angst vor dem KGB nichts Schlechtes über die Regierung habe sagen wollen, nicht stichhaltig sei, zumal er sich während des ersten Verfahrens sehr wohl negativ über die armenischen Behörden geäussert habe,
dass der Beschwerdeführer darüber hinaus auch bei seinem zweiten Gesuch keinerlei rechtsgenügliche Ausweisdokumente zu den Akten gereicht habe,
dass der abgegebene Ersatzgeburtsschein kein gültiges Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 1 Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) sei,
dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2010 () gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob und dabei  die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragte,
dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Juli 2010 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
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dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an dessen  beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass dementsprechend im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer  an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif - tenwechsel verzichtet wurde,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder  zurückgekehrt sind,
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es  auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt, die geeignet
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sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die  vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG),
dass im Rahmen der Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG Hin - weise auf in der Zwischenzeit eingetretene und für die  relevante Ereignisse zu prüfen sind, wobei die  an das Beweismass tief anzusetzen sind und gemäss geltender Praxis diese Prüfung auf Ereignisse beschränkt bleibt, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und nicht in  des weiten Verfolgungsbegriffs (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 18) zu erfolgen hat (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.5 S. 18 f.),
dass der Beschwerdeführer in der Schweiz unbestrittenermassen  ein ordentliches Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat (vgl. auch EMARK 2000 Nr. 14 S. 103 ff. unter Hinweis auf EMARK 1998 Nr. 1 E. 5),
dass die Vorinstanz zutreffend aufzeigte, dass keine Hinweise , wonach in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die  wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären,
dass der Beschwerdeführer explizit erklärte, seine Asylgründe seien dieselben, welche er bereits anlässlich des ersten Asylverfahrens in der Schweiz genannt habe (vgl. Vorakten B1/10 S. 5),
dass die damals von ihm vorgebrachten Asylvorbringen als  qualifiziert wurden und die Verfügung des BFM vom 12. April 2010 in Rechtskraft erwachsen ist,
dass sich seine anlässlich des zweiten Asylgesuchs gemachten , wonach der General seine F._, sein Haus sowie sein Grundstück beschlagnahmt habe, auf einen als unglaubhaft  Sachverhalt beziehen und aufgrund ihrer Unglaubhaftigkeit weder relevant für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft noch für die Gewährung vorübergehenden Schutzes sind,
dass die Behauptung des Beschwerdeführers, aus Angst vor einer  an das KGB seine Teilnahme an der Protestdemonstration vom 1. März 2008 verschwiegen zu haben, nicht nachvollziehbar ist, weil Asylsuchende zu Beginn der Befragungen mittels eines Merkblat-
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tes auf die Verschwiegenheitspflicht aller am Verfahren Beteiligten  werden,
dass die Vorbringen in der Beschwerde nicht ansatzweise geeignet sind, zu einer anderen Betrachtungsweise zu führen, insbesondere da es der Beschwerdeführer nicht nur unterlässt, sich mit den  der Vorinstanz auseinanderzusetzen, sondern auch lediglich den bereits aktenkundigen Sachverhalt wiederholt aufführt,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht  oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
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dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Beschwerdeführer keine Hinweise darzulegen vermochte, wonach in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten seien, welche  wären, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären, und auch keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  sind, die ihm in Armenien droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass – wie bereits im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. April 2010 festgehalten – weder die allgemeine Lage in Armenien noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzte, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellte oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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