Decision ID: bde94b85-78bc-4c65-9177-900e8683dba7
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Ehescheidung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des  Zürich vom 17. Juli 2017; Proz. FE150286
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Rechtsbegehren:
Der Klägerin (act. 31 und act. 43, sinngemäss):
1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden. 2. Die elterliche Sorge über die gemeinsame Tochter C._, ge-
boren am tt.mm.2010, sei auf die Klägerin zu übertragen. 3. Die Obhut über C._ sei der Klägerin zuzuweisen. Es sei da-
von Vormerk zu nehmen, dass sämtliche AHV/IV- der Klägerin zustehen.
4. Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, die Tochter C._ - Jeden Mittwochabend bis Donnerstagmorgen; - jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Montag-
morgen; - fällt das Betreuungswochenende des Beklagten auf Ostern
bzw. Pfingsten, verlängert sich das Wochenende bis  nach Ostern bzw. bis Dienstagmorgen nach Pfingstmontag.
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu betreuen. Die Weihnachtsfeiertage (24. Dezember bis 26. Dezember) und
die Neujahrsfeiertage (31. Dezember bis 2. Januar) verbringt C._ alternierend bei Uneinigkeit der Parteien, d.h. in geraden Jahren bei der Klägerin (und die darauffolgenden  beim Beklagten), in ungeraden Jahren beim Beklagten (und die darauffolgenden Neujahrsfeiertage bei der Klägerin).
Weiter sei der Beklagte berechtigt und verpflichtet zu erklären, das Kind jährlich während drei Wochen auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Der Beklagte sei zu , die Ausübung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus der Klägerin anzumelden bzw. mit ihr .
Der Beklagte sei zu verpflichten, allfällige Kosten der  (namentlich Hort, Mittagstisch oder ähnliches) während der Ferien selber zu tragen.
Sollte der Beklagte sich nicht an die vereinbarten Ferien- oder Besuchstagsbetreuungszeiten halten, sei er zu verpflichten, der Klägerin die daraus entstandenen Kosten und Auslagen  und vollständig auf erstes Anfordern zu ersetzen.
5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt von C._ (indexiert) folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
CHF 4679 seit der Scheidung bis 1. August 2022
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CHF 2741 ab 1. August 2022 bis zum Abschluss der  von C._,
zahlbar jeweils monatlich im Voraus, dies bis zum Abschluss der Erstausbildung der gemeinsamen Tochter.
Der Beklagte sei zu verpflichten, sich an ausserordentlich  Kosten je zur Hälfte zu beteiligen, vorausgesetzt es  sich um notwendige Auslagen (z.B. ungedeckte ) oder beide Parteien haben der Auslage zugestimmt.
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen sowie entsprechende Erziehungsgutschriften AHV-/IV-Leistungen der Klägerin zustehen.
6. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass gegenseitig keine  Unterhaltsbeiträge geschuldet sind.
7. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen. 8. Die während der Ehe gebildeten Vorsorgeguthaben seien gemäss
gesetzlicher Regelung auszugleichen. 9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Be-
klagten, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Des Beklagten (act. 24):
"1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden. 2. Es sei die gemeinsame Tochter C._, geb. tt.mm.2010, unter
der gemeinsamen Sorge und Obhut der Parteien zu belassen. 3. Es sei den Parteien die Obhut über die gemeinsame Tochter wo-
chenweise alternierend (Freitagabend bis Freitagabend der  Woche) sowie je während der Hälfte der Kindergarten- /Schulferien zu überlassen;
eventualiter sei die folgende Betreuungsregelung zu installieren: Betreuung durch den Vater - jedes zweite Wochenende (Freitag bis Montagmorgen)
- jeden Dienstagabend bis Donnerstagmorgen (inkl. )
- jährlich alternierend Ostern und Weihnachten resp.  und Neujahr
- während der Hälfte der Kindergarten-/Schulferien; Betreuung durch die Mutter in der übrigen Zeit.
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4. Es seien die AHV-Erziehungsgutschriften den Parteien gestützt auf Art. 52fbis Abs. 2 Satz 2 AHVV je hälftig gutzuschreiben.
5. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin monatliche  von Fr. 600.-- (zuzüglich allfällige  geregelte oder gesetzliche Kinder-/Familien- /Ausbildungszulagen) zu bezahlen.
Es sei vorzumerken, dass sich der Beklagte hälftig an  Kinderbetreuungskosten gegen Vorlage von Belegen bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 1'000.-- pro Monat beteiligt.
6. Es sei festzustellen, dass gegenseitig keine  geschuldet sind.
7. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung lege artis .
8. Es sei der Vorsorgeausgleich gemäss dem im Urteilszeitpunkt geltenden Recht zu regeln.
9. Darüber hinausgehende, anderslautende Begehren der Klägerin seien allesamt abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin."
Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 17. Juli 2017:
(act. 117)
1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden.
2. Die Tochter C._, geboren am tt.mm.2010, wird unter der gemeinsa-
men elterlichen Sorge der Parteien belassen.
3. Die Obhut für die Tochter C._, geboren am tt.mm.2010, wird beiden
Parteien mit wochenweise wechselnder Betreuung übertragen. Die Toch-
ter C._ verbringt die ungeraden Kalenderwochen von Freitag (Schul-
schluss) bis Freitagabend, 18.00 Uhr, der kommenden Woche bei der
Klägerin und die geraden Kalenderwochen von Freitagabend, 18.00 Uhr,
bis Freitag (Schulschluss) der kommenden Woche beim Beklagten. So
lange die Klägerin freitags nicht arbeitet, holt der Beklagte C._ für
seine Betreuungswochen jeweils um 18.00 Uhr bei der Klägerin ab. Falls
beide Parteien freitags arbeiten, holen beide Parteien in ihren Betreuungs-
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wo-chen die Tochter jeweils um 18.00 Uhr vom Hort ab. Hinsichtlich der
Feri-en- und Feiertagsregelung gilt Ziff. 3 der nachstehenden Teilvereinba-
rung.
Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegensei-
tiger Absprache bleiben vorbehalten.
4. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 29. März 2017 über die Schei-
dungsfolgen wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:
"1. Scheidung Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe im Sinne von Art. 112 [recte: 114] ZGB.
2. Elterliche Sorge Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für die Tochter C._, geboren am tt.mm.2010, beiden Eltern gemeinsam zu belassen. Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den  ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel der Tochter der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.
3. Ferien- und Feiertagsregelung Die Parteien einigen sich über die Aufteilung der Ferien und Feiertage wie folgt: Der Beklagte ist berechtigt und verpflichtet, die Tochter C._ während fünf Wochen pro Jahr (inkl. Weihnachtsferien) zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Parteien sprechen sich jeweils bis Ende Januar über die  der Schulferienwochen ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Beklagten in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht  der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Klägerin. Die zweiwöchigen Weihnachtsferien verbringt die Tochter C._ in Jahren mit gerader Jahreszahl beim Beklagten und in Jahren mit ungerader  bei der Klägerin. Ostern (Gründonnerstag bis Dienstagmorgen nach Ostern) verbringt die Tochter C._ in Jahren mit gerader Jahreszahl beim Beklagten und in Jahren mit ungerader Jahreszahl bei der Klägerin. Pfingsten (Freitagabend vor Pfingsten bis Dienstagmorgen nach ) verbringt die Tochter C._ in Jahren mit ungerader Jahreszahl beim Beklagten und in Jahren mit gerader Jahreszahl bei der Klägerin.
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4. Vorsorgeausgleich Der Beklagte verpflichtet sich, der Klägerin von seinem während der Ehe  Vorsorgeguthaben bei der noch zu bezeichnenden  den Betrag von CHF 8'735.80 auf das Konto der Klägerin bei der  D._ Group zu übertragen. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, die beteiligten  entsprechend anzuweisen.
5. Güterrecht In güterrechtlicher Hinsicht sind die Parteien auseinandergesetzt. Jede Partei behält, was sie zurzeit besitzt respektive was auf ihren Namen lautet. Die Parteien halten fest, dass bereits bezahlte und bis Rechtskraft des  noch zu leistende Kinderunterhaltsbeiträge davon ausgenommen sind.
6. Kosten- und Entschädigungsfolgen Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten mit Bezug auf diese  je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung. Die übrige Kosten- und Entschädigungsregelung erfolgt im Endentscheid."
5. Die Erziehungsgutschrift für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden
den Parteien je zur Hälfte angerechnet. Es ist Sache der Parteien, die be-
troffenen Ausgleichskassen zu informieren.
6. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt und die Er
ziehung der Tochter C._ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis
zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung der Tochter
(auch über die Volljährigkeit hinaus) monatliche Kinderunterhaltsbeiträge
von CHF 600.–, zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszula-
gen, zu bezahlen.
Die Klägerin bezahlt die folgenden Auslagen: Auslagen für Kleider, Kran-
kenkasse, (Mobil-)Telefonkosten von C._, Gesundheitskosten, Hob-
bykosten, Kosten für den öffentlichen Verkehr und ausserordentliche Kin-
derkos-ten (z.B. schulische Förderungsmassnahmen, aufwändige Zahnbe-
handungen etc.) bis zu einem Maximalbetrag von monatlich CHF 275.–. Im
darüber hinausgehenden Umfang tragen die Parteien ausserordentlich
anfallende Kosten je zur Hälfte, vorausgesetzt es handelt sich um zwin-
gend notwendige Auslagen oder beide Parteien haben der Auslage vor
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gängig zugestimmt, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, da
für aufkommen. Bei Uneinigkeit steht es jener Partei, welche für ausser
ordentliche Kosten der Tochter zunächst alleine aufzukommen hat, offen,
die hälftige Beteiligung der anderen Partei gerichtlich geltend zu machen.
Jede Partei trägt im Übrigen die Kosten, welche während der Betreu-
ungszeit bei ihr anfallen oder von ihr ausgelöst werden (insb. Essens-,
Wohn- und Ferienkosten) selbst.
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, und zwar monatlich
im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmoda-
litäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind keine eige-
nen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen
Zahlungsempfänger bezeichnet.
7. Die Parteien sind verpflichtet, die Hortkosten je zur Hälfte zu übernehmen.
Sollten die Parteien vom Hort keine Aufteilung der Rechnung verlangen,
so ist der Beklagte verpflichtet, der Klägerin jeweils innert 30 Tagen nach
Zustellung einer Kopie der monatlichen Hortrechnung die Hälfte davon zu
bezahlen.
8. Es wird davon Vormerk genommen, dass gegenseitig keine nacheheli-
chen Unterhaltsbeiträge geschuldet sind.
9. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 vorstehend ba-
siert auf folgenden Grundlagen:
- Erwerbseinkommen Klägerin (inkl. Bonus und Familienzulagen, exkl. Kinderzulagen, bei einer Erwerbstätigkeit von 100%): CHF 11'055.- netto
- Erwerbseinkommen Beklagter (inkl. Bonus, exkl. Kinderzulagen, bei einer Erwerbstätigkeit von 100%): CHF 11'715.- netto
- Existenzminimum (inkl. Steuern) Klägerin: CHF 6'820.– - Existenzminimum (inkl. Steuern) Klägerin [recte: Beklagter] CHF 6'410.–
10. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 basieren auf dem Landesindex
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Juni
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2017 von 100.9 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind
jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar
2018, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzu-
passen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
100.9
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Un-
terhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 nur proportional zur tatsächlichen Ein-
kommenssteigerung angepasst.
Fällt der Index unter den Stand von Ende Juni 2017, berechtigt dies
nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
11. Die E._ Freizügigkeitsstiftung, ... [Adresse], wird angewiesen, mit
Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des Beklagten (Kon-
to-Nr. ..., AHV-Nr. ...) CHF 8'735.80 auf das Vorsorgekonto der Klägerin (AHV-Nr. ...) bei der Personalvorsorgestiftung D._ Group, ... [Ad-
resse], zu überweisen.
12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
CHF 8'000.00 die weiteren Gerichtskosten betragen
CHF 1'300.00 Kosten delegierte Kinderanhörung
13. Die Kosten werden der Klägerin zu zwei Drittel und dem Beklagten zu
einem Drittel auferlegt.
14. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine auf einen Drittel redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von CHF 5'760.- (inkl. 8% Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen.
15. Schriftliche Mitteilung an
- die Parteien (je als Gerichtsurkunde),
sowie nach Eintritt der Rechtskraft
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- mit Formular an das für Zürich zuständige Zivilstandsamt, - mit Formular an das Personenmeldeamt der Stadt Zürich, Kreisbüro 1, Stadthausquai 17, Stadthaus, Postfach, 8022 Zürich, - an das Migrationsamt des Kantons Zürich,
- an die E._ Freizügigkeitsstiftung, ... [Adresse] (im Auszug gemäss Dispositiv-Ziffern 1 und 11 des Urteils),
je gegen Empfangsschein.
16. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der
Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim
Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich,
erklärt werden. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und
zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis bei
zulegen.
Werden nur die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Entscheides
angefochten, so ist innert 30 Tagen von der Zustellung an Beschwerde
zu erheben.
Berufungsanträge:
der Klägerin (act. 114):
1. Ziff. 3 des Urteilsdispositivs des angefochtenen Entscheids (gemeinsame
Obhut mit wechselnder Betreuung) sei vollumfänglich aufzuheben.  sei zu erkennen:
Die Obhut über C._, geb. tt.mm.2010, sei der Klägerin zuzuweisen.
Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, die Tochter C._
- Jeden Mittwochabend bis Donnerstagmorgen;
- jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen;
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu betreuen.
2. Ziff. 5 des Urteilsdispositivs des angefochtenen Entscheids (Erziehungsgut-
schrift) sei vollumfänglich aufzuheben. Es sei stattdessen festzustellen, dass sämtliche AHV/IV-Erziehungsgutschriften der Klägerin angerechnet werden.
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3. Ziff. 6 und Ziff. 7 des Urteilsdispositivs des angefochtenen Entscheids (; Aufteilung Hortkosten) seien aufzuheben.
Der Beklagte sei stattdessen zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt von C._ (indexiert) folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
• Nach Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Ende Juli
2022: CHF 3'110 • Von 1. August 2022 bis zum Abschluss einer angemes-
senen Erstausbildung, auch über die Mündigkeit hinaus: CHF 1'825,
zahlbar jeweils monatlich im Voraus, dies bis zum Abschluss der  der gemeinsamen Tochter.
Der Beklagte sei zu verpflichten, sich an ausserordentlich anfallenden  je zur Hälfte zu beteiligen, vorausgesetzt es handelt sich um notwendige Auslagen (z.B. ungedeckte Gesundheitskosten) oder beide Parteien haben der Auslage zugestimmt.
4. Ziff. 13 und Ziff. 14 des Urteilsdispositivs des angefochtenen Entscheids
(Verteilung Gerichtskosten und Parteientschädigung) seien aufzuheben.
Die Kostenfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens (Gerichtskosten und ) seien im Sinne des Urteils des Obergerichts neu zu . Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beklagte die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu übernehmen hat und der Klägerin eine  Parteientschädigung von mindestens CHF 8'000 zu bezahlen hat.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl, 8% MWST, zulasten des
Berufungsbeklagten.
des Beklagten (act. 120):
Es sei die Berufung der Berufungsklägerin vom 13. September 2017  abzuweisen.
eventualiter sei
(a) in Abänderung von Disp.-Ziff. 3 (2. Satz) des angefochtenen Entscheides
festzulegen, dass der Berufungsbeklagte die Tochter C._ jede zweite Woche von Dienstag (Schulschluss) bis drauffolgenden Montag () und in den Zwischenwochen von Donnerstag (Schulschluss) bis  (Schulbeginn) betreut;
und/oder
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(b) der Berufungsbeklage in Ergänzung von Disp.- Ziff. 7 des angefochtenen
Entscheides zu verpflichten, von allfälligen (zusätzlich zu den Hortkosten) anfallenden Kosten für einen Nanny (mit Arbeitsbewilligung für die Schweiz) die Hälfte zu übernehmen, maximal aber Fr. 500.-- pro Monat und befristet bis zum 12. Altersjahr der Tochter C._, d.h. längstens bis Mitte mm.2022, sowie gegen Vorlage schlüssiger Belege (Arbeitsvertrag, , Lohnabrechnungen, Lohnausweise, AHV-Deklarationen, -Abrechnungen).
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsklägerin.

Erwägungen:
I. Sachverhalt / Verfahrensablauf
1. Die Parteien heirateten am tt. März 2007. Am tt.mm.2010 wurde ihre ge-
meinsame Tochter C._ geboren. Im November 2012 trennten sich die Par-
teien. In der Folge kam es zu einem Eheschutzverfahren. Die Klägerin machte mit
Eingabe vom 16. April 2015 am Bezirksgericht Zürich die Scheidungsklage an-
hängig. Über den Verlauf des Scheidungsverfahrens gibt das Urteil der Vorinstanz
vom 17. Juli 2017 detailliert Auskunft (vgl. act. 117 S. 4-6); zwecks Vermeidung
von Wiederholungen kann darauf verwiesen werden. Mit Urteil vom 17. Juli 2017
schied die Vorinstanz die Ehe der Parteien und regelte sämtliche Nebenfolgen.
Als Vorbemerkung fügte sie an, dass die Parteien sich uneins seien über die Ob-
hut über ihre Tochter C._ und damit zusammenhängend die Betreuungsre-
gelung betreffend C._ sowie die Kinderunterhaltsbeiträge (vgl. act. 117 S. 7
lit. B Ziff. 1).
2. Gegen diesen Entscheid richtet sich die Berufung der Klägerin mit den ein-
gangs wiedergegebenen Anträgen (act. 114). Der Beklagte erstattete die Beru-
fungsantwort fristgerecht (act. 120). Diese wurde der Klägerin zur Kenntnisnahme
zugestellt (act. 123). Eine Stellungnahme ging nicht ein.
3. Mit Präsidialverfügung vom 17. November 2017 wurde den Parteien Ersatz-
richterin lic. iur. R. Bantli Keller als Referentin angezeigt (Prot. S. 2). Diese hat in
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der Zwischenzeit ihre Tätigkeit am Obergericht beendet; Referentin ist neu Ober-
richterin lic. iur. A. Katzenstein.
4. Im Verlaufe des vor der Vorinstanz hängigen Scheidungsverfahrens bean-
tragte der Beklagte eine Abänderung der im Eheschutzverfahren festgelegten
Kinderunterhaltsbeiträge. Hierüber entschied die Vorinstanz mit Entscheid vom
3. Juli 2017 (vgl. act. 11/105). Diesen Entscheid focht die Klägerin an. Das betref-
fende Verfahren wurde von der Kammer unter der Geschäfts-Nummer LY170025
geführt. Im Rahmen einer Vergleichsverhandlung vom 14. Dezember 2017
schlossen die Parteien unter Mitwirkung der zuständigen Ersatzrichterin lic. iur.
R. Bantli Keller eine Vereinbarung. Mit Entscheid der Kammer vom 29. Dezember
2017 wurde die Verpflichtung des Beklagten zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen
an C._ neu geregelt (LY170025 act. 33).
5. Weitere prozessleitende Handlungen sind nicht angezeigt. Das Verfahren ist
spruchreif.
II. Unstrittige Punkte
Wie sich bereits aus den eingangs aufgeführten Berufungsanträgen der Klä-
gerin und denjenigen des Beklagten in der Berufungsantwort ergibt, sind - wie vor
Vorinstanz - die Obhut über und die Betreuungsregelung für die Tochter C._
der Parteien und damit zusammenhängend die Kinderunterhaltsbeiträge strittig.
Angefochten wird von der Klägerin sodann die vorinstanzliche Kosten- und Ent-
schädigungsregelung. Dies betrifft Dispositiv Ziffer 3, 5, 6, 7, 13 und 14. Die übri-
gen Dispositiv Ziffern 1 (Scheidung), 2 (gemeinsame elterliche Sorge), 4 (Teilver-
einbarung), 8 (nachehelicher Unterhalt), 9 (Berechnungsgrundlagen), 10 (Indexie-
rung), 11 (Freizügigkeitsleistung) und 12 (Entscheidgebühr) sind nicht angefoch-
ten und mit Erstattung der Berufungsantwort (8. Januar 2018) in Rechtskraft er-
wachsen. Davon ist Vormerk zu nehmen.
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III. Strittige Punkte
A. Obhut / Betreuungsregelung
1. Vorinstanzlicher Entscheid
Die Vorinstanz referiert in ihrem Entscheid zunächst die divergierenden An-
träge samt Begründung der Parteien. Hierauf kann an dieser Stelle verwiesen
werden (act. 117 S. 8-10 E. 3.1.-3.3). Sodann legt sie detailliert die Vorausset-
zungen für die Regelung der Obhut und Ausgestaltung der Betreuungsanteile,
namentlich auch der alternierenden Obhut der Parteien dar (a.a.O. S. 10-12
E. 3.4.-3.5.). In ihrer Würdigung der konkreten Verhältnisse der Parteien stellt die
Vorinstanz sodann fest, dass C._ vor der Trennung der Parteien an fünf Ta-
gen pro Woche die Kinderkrippe besucht habe. Seit der Trennung habe die Klä-
gerin ihr Arbeitspensum um einen Tag reduziert und betreue C._ zusätzlich
einen Tag unter der Woche. Die restlichen vier Wochentage besuche C._
nebst der Schule den Hort (a.a.O. S. 13 E. 3.7.). C._ werde daher seit Ge-
burt zu einem grossen Teil fremdbetreut; die Betreuung durch die Parteien habe
sich auf die Morgen vor bzw. Abende nach der Krippe/Hort, auf die Wochenenden
sowie auf einen Tag unter der Woche durch die Klägerin beschränkt. Davon aus-
gehend verneint die Vorinstanz die Rolle der Klägerin als Hauptbetreuungs- resp.
-bezugsperson. Hinsichtlich des bei einer geteilten Obhut erforderlichen mündli-
chen Austausches der Eltern über u.a. schulische Belange etc. hält die Vorinstanz
fest, dass den Parteien eine vorwurfs- und beleidigungsfreie Kommunikation an-
scheinend (noch) nicht möglich sei und zwar unabhängig der Betreuungsform, sie
sich jedoch durchaus über Belange, die C._ beträfen, gegenseitig informier-
ten (a.a.O. S. 14 E. 3.8.). Bezüglich Kontinuität und Stabilität führt die Vorinstanz
aus, die Parteien lebten geografisch sehr nahe beieinander und ihre Wohnungen
lägen in unmittelbarer Nähe zum Hort, so dass C._ weder die Schule noch
den Hort wechseln müsse. Eine wochenweise abwechselnde Betreuung
C._s durch die Parteien bedeute ausserdem, dass C._ lediglich einmal
pro Woche zwischen den Wohnungen der Eltern hin- und herwechseln müsse,
was für die Beruhigung von C._ dienlich sei (a.a.O. S. 15 E. 3.9.). Im Weite-
ren legt die Vorderrichterin die Ergebnisse der Anhörung von C._ durch eine
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Mitarbeiterin des Marie Meierhofer Institutes dar und hält dazu fest, C._ sei
gerne bei beiden Eltern und fühle sich bei beiden wohl, wobei sie sich sowohl die
bisherige Betreuungsregelung als auch die vom Beklagten vorgeschlagene wo-
chenweise abwechselnde Betreuung vorstellen könne, dabei allerdings nicht wis-
se, wie sich diese Regelung für sie anfühlen werde (a.a.O. S. 15/16 E. 3.10.-
3.11.). In ihrer Zusammenfassung bejaht die Vorinstanz die Erziehungsfähigkeit
beider Parteien und hält fest, dass die hochprozentige Arbeitstätigkeit beider Par-
teien für die Betreuungsregelung keine Rolle spiele; nicht massgebend seien die
unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien bezüglich Freizeitgestaltung
C._s, da diese unabhängig von der Betreuungsform bestünden. In geografi-
scher Hinsicht lägen optimale Voraussetzungen für eine alternierende Betreuung
vor und schliesslich habe sich C._ positiv zu einer ausgeglichenen Betreu-
ung durch die Eltern geäussert. In Berücksichtigung des arbeitsfreien Freitag der
Klägerin hält sich C._ in den ungeraden Kalenderwochen von Freitagmittag
(Schulschluss) bis Freitagabend, 18.00 Uhr der kommenden Woche bei der Klä-
gerin und in den geraden Kalenderwochen von Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Frei-
tagmittag (Schulschluss) der kommenden Woche beim Beklagten auf (a.a.O.
S. 16/17 E. 3.12.-3.13.).
2. Prozessuale Vorbemerkungen
2.1. Mit der Berufung geltend gemacht werden kann die unrichtige Rechtsan-
wendung (Art. 310 lit. a ZPO) oder die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes
(Art. 310 lit. b ZPO). Die Berufung ist sodann schriftlich einzureichen und hat An-
träge zu enthalten, aus denen hervorgehen muss, wie die Berufungsinstanz ent-
scheiden soll. Daneben muss in der Berufungsschrift dargelegt werden, weshalb
der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten unrichtig sein soll,
d.h. der Berufungskläger muss sich in seiner Berufungsschrift mit der Begründung
des erstinstanzlichen Entscheides auseinandersetzen (Reetz/Theiler: in Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 3. Auflage, Art. 311 N 32-36).
Wird eine Berufung nicht begründet oder genügt sie auch minimalen Anforderun-
gen an eine Begründung nicht, wird auf diese nicht eingetreten. Mit der Beru-
fungsschrift können echte und ausnahmsweise auch unechte Noven vorgebracht
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werden; diese müssen aber ohne Verzug vorgebracht werden und sind nur zuläs-
sig, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht
werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies bedeutet, dass Tatsachenbehaup-
tungen und Beweismittel grundsätzlich und vollständig vor erster Instanz vorzu-
bringen sind.
2.2. In Kinderbelangen in familienrechtlichen Angelegenheiten erforscht das Ge-
richt den Sachverhalt von Amtes wegen, d.h. es gilt der uneingeschränkte Unter-
suchungsgrundsatz (Art. 296 Abs.1 ZPO). Das Sammeln des Prozessstoffes
bleibt zwar grundsätzlich Sache der Parteien, indes muss das Gericht von sich
aus tätig werden, auch wenn kein entsprechender Antrag vorliegt (Schweighauser
in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 3. Auflage, Art. 296
N 8, N 10). Zudem entscheidet das Gericht ohne Bindung an die Parteianträge,
d.h. das Gericht kann Entscheide auch ohne entsprechende Anträge treffen
(Art. 296 Abs. 3 ZPO; a.a.O. N 10).
3. Kritikpunkte der Klägerin
3.1. Die Klägerin bemängelt zunächst die Nichtabnahme verschiedener Beweise
resp. das Unterlassen einer Beweisverfügung durch die Vorinstanz (act. 114 Rz 4
lit. a). Dazu ist an dieser Stelle einzig zu bemerken, dass Beweis lediglich über
rechtserhebliche strittige Tatsachenbehauptungen zu erheben ist (Art. 150 Abs. 1
ZPO). Auf diese allgemein vorgebrachte Beanstandung, es sei das Recht auf Be-
weis verletzt worden, kann nicht weiter eingegangen werden.
3.2. Die Klägerin wirft der Erstinstanz vor, sie habe zu Unrecht die alternierende
Obhut mit wechselnder Betreuung angeordnet (act. 114 Rz 4b). Auf ihre diesbe-
züglichen Beanstandungen ist nachfolgend soweit relevant näher einzugehen.
3.2.1. Die Klägerin bemängelt konkret, die Einzelrichterin habe verkannt, dass sie
sich seit fünf Jahren vorbildlich um C._ kümmere, diese fördere, für diese di-
verse Freizeitaktivitäten organisiere, mit ihr Hausaufgaben mache etc. Eine so
lang andauernde Betreuung könne nicht ohne Not umgestossen werden. Auch sei
C._ mit dieser Regelung einverstanden, auch wenn sie lieber noch mehr Zeit
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mit der Mutter zu Hause verbringen würde (act. 114 Rz 9a und Rz 10ff.). Weiter
trägt die Klägerin in diesem Zusammenhang vor, C._ lebe seit rund fünf Jah-
ren bei ihr und werde hauptsächlich von ihr betreut; sie sei während der Ehe
Hauptbezugsperson von C._ gewesen; dies sei die Aufgabenteilung während
der Ehe gewesen (Rz 12). Diese Regelung habe sich bewährt und es gebe kei-
nen Grund, diese im Sinne einer gerechten Aufteilung zu ändern (Rz 16). Im Üb-
rigen behaupte nicht einmal der Beklagte, der sich zwar einlässlich über die "zu
vielen Hobbies" von C._ auslasse, sie hätte sich in den vergangenen fünf
Jahren nicht vorbildlich um C._ gekümmert (Rz 16).
Ihre Kritik subsumiert die Klägerin unter den Aspekt der Stabilität der bishe-
rigen Lebensverhältnisse (act. 114 S. 7 vor Rz 10), welcher Faktor im Rahmen
der Regelung der Obhut tatsächlich ein Element darstellt. Dieses Kriterium hat die
Einzelrichterin entgegen der Meinung der Klägerin sehr wohl berücksichtigt, die-
ses jedoch weiter gefasst als die Klägerin es tut. So hat die Einzelrichterin detail-
liert das von den Parteien gelebte Familienmodell und darin eingeschlossen die
berufliche Tätigkeit beider Parteien und die Betreuung C._s dargestellt. Da-
bei stützte sie sich auf die Angaben der Parteien (act. 117 S. 13 f.). Nach ihren
eigenen Darlegungen war die Klägerin mit Ausnahme der Zeit um die Geburt von
C._ stets berufstätig; für die Haushaltarbeit wurden Drittpersonen engagiert
und C._ wurde tagsüber ausserhäuslich betreut, wobei zusätzlich regelmäs-
sig eine Nanny für die Kinderbetreuung gesorgt haben soll (act. 4/1 S. 3; act. 4/20
S. 7; act. 1 S. 7; act. 13 S. 8, S. 25). Wenn die Klägerin mit ihren Vorbringen in
der Berufungsschrift den Eindruck erwecken lassen will, sie habe sich bisher
hauptsächlich um C._ gekümmert (act. 114 S. 9 Rz 16), so entspricht dies of-
fensichtlich nicht der Realität und ist darüber hinaus mit ihrer eigenen Angabe, sie
sei in einem 80%-Pensum erwerbstätig (act. 114 S. 7 Rz 9e), nicht vereinbar.
Vielmehr wurde C._ als Kleinkind wochentags in einer Kinderkrippe betreut;
mit dem Eintritt in den Kindergarten/Schule erfolgte die Betreuung im Hort; hinzu
kam die Betreuung durch Drittpersonen (Kinderfrauen) am Wohnort der Eltern,
welche Dienstleistung die Klägerin auch in Zukunft in Anspruch nehmen will
(act. 114 S. 25f. Rz 47). Zwar mag es zutreffen, dass es die Klägerin ist, die die
zahlreichen Freizeitaktivitäten C._s organisiert; auch mag es sein, dass die
- 17 -
Klägerin C._ zu musikalischen Übungen anhält und mit ihr Hausaufgaben er-
ledigt (act. 114 S. 9 Rz 9, Rz 17). Letzteres dürfte in erster Linie dem Umstand
geschuldet sein, dass C._ nach der eheschutzrichterlichen Anordnung vom
24. März 2014 wochentags hauptsächlich bei der Mutter weilt und der Vater
C._ nebst jedem zweiten Wochenende lediglich jeden Mittwochabend bis
Donnerstagmorgen betreut (vgl. Prot. S. 24 in act. 4). Die von der Klägerin ge-
nannten mit C._ gemachten Tätigkeiten machen diese aber nicht zu
C._s Hauptbezugsperson, auch wenn angenommen werden darf, dass sich
die Klägerin auch persönlich um C._ kümmert, wenn sie zu Hause ist. An der
Erziehungsfähigkeit der Klägerin bestehen denn auch keine Zweifel, ebenso we-
nig aber an derjenigen des Beklagten. Damit C._ regelmässig und rechtzeitig
an die verschiedenen Örtlichkeiten gelangt, wo sie Tennis-, Schwimm-, Musik-,
Tanz- und Serbischunterricht besucht und in einem Chor singt, welche Aktivitäten
der Klägerin wichtig sind und denen der Beklagte in ihrer Fülle eher skeptisch ge-
genüber eingestellt ist (act. 120 S. 22), will die Klägerin ihrer eigenen Darstellung
zufolge auf Drittpersonen angewiesen sein, da sie diese Bring- und Holaufgaben
wegen ihrer Berufstätigkeit gar nicht selber erfüllen könne (a.a.O. S. 26). Aller-
dings beschäftigte die Klägerin ab 2016 keine Kinderfrau (act. 43 S. 1). Das von
den Parteien während ihrer Ehe gelebte Familienmodell brachte für C._
nebst ihren Eltern mehrere wechselnde Betreuungspersonen mit sich (Krippe,
Kinderfrauen, Hort) und änderte sich im Grunde genommen mit der Trennung der
Parteien nicht. Inwiefern sich diese von den Parteien gewählte Art der Betreuung
mit der von der Einzelrichterin angeordneten Regelung grundsätzlich ändern soll,
erschliesst sich nicht und wird von der Klägerin auch nicht vorgetragen. Was sich
verändert, sind die Betreuungsanteile der Eltern. Dies stellt aber die bisherige ge-
lebte Betreuungsform nicht in Frage bzw. verändert diese nicht grundlegend.
C._ wird weiterhin den gleichen Hort und die selbe Schule besuchen können.
Auch wird sie weiterhin ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können (act. 120
S. 22), wobei der Beklagte der Meinung ist, dass C._ zum Tanzen, Chorsin-
gen und Tennis selbständig zu Fuss gehen könne, mit zunehmendem Alter ohne-
hin, und es nicht notwendig sei, dass sie hingebracht werde; allenfalls sei es in
der dunklen Jahreszeit angebracht, sie abzuholen, was für ihn aber kein Problem
- 18 -
darstelle, zumal er dies mittwochs bereits seit langer Zeit mache (a.a.O.).
C._ wird sodann weder aus einem ihr bekannten und vertrauten Umfeld her-
ausgerissen werden noch wird sie auf Freizeitaktivitäten verzichten müssen. In
diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass die grosse Anzahl orga-
nisierter Freizeitaktivitäten für die 7 1/2jährige C._ die Frage aufkommen
lässt, ob C._ noch ausreichend unorganisierte freie Zeit hat, zumal Musikun-
terricht in der Regel regelmässiges Üben verlangt und daher die freie Zeit, die ein
Kind zur freien Gestaltung, Entdeckung und Entwicklung eigener Ideen und Inte-
ressen, zum Spielen und zur Pflege von Freundschaften, aber auch zum "Nichts-
tun" nutzen kann und in der es nichts leisten muss, weiter begrenzt. So sehr (aus-
ser)schulische Förderung nutzbringend sein und einem Kind Freude und Selbst-
vertrauen verleihen kann, so schmal kann der Grat sein, um ein Kind mit allzu vie-
len Anforderungen zu überfordern. Es ist gesamthaft betrachtet nicht zu sehen,
inwiefern die bisherige Stabilität durch die Regelung der Einzelrichterin ins Wan-
ken käme oder gar gekippt würde.
3.2.2. Weiter wirft die Klägerin der Erstrichterin vor, verkannt zu haben, dass das
Kriterium der Erziehungsmöglichkeit auf ihrer Seite besser gegeben sei als auf
Seiten des Beklagten. Mit ihrem 80% Pensum habe sie jede Woche einen Tag
frei, um C._ unmittelbar betreuen zu können. Der Beklagte dagegen arbeite
jeden Tag in einem 100% Pensum und habe daher schlicht nicht die Zeit, um sich
um C._ jede zweite Woche zu kümmern. Mit ihrer Anordnung beschneide die
Einzelrichterin zumindest jede zweite Woche die Betreuungsmöglichkeit C._s
durch die Klägerin, was nicht im Interesse von C._ liege. Sodann habe die
Einzelrichterin unberücksichtigt gelassen, dass C._ den unmittelbaren Kon-
takt mit ihr als Mutter zu Hause geniesse. Die erstinstanzlich getroffene Regelung
sei nicht kindergerecht, sogar willkürlich, zumal sie die berechtigten Wünsche
C._s nicht beachtet habe (act. 114 S. 9-11 Rz 18-23).
Entgegen der eben dargestellten Vorbringen der Klägerin hat sich die Ein-
zelrichterin sehr wohl mit dem Kriterium der Möglichkeit zur persönlichen Betreu-
ung C._s durch die Parteien befasst. Dabei führte sie gestützt auf die Dar-
stellungen der Parteien aus, C._ habe vor der Trennung der Parteien wäh-
- 19 -
rend fünf Tagen pro Woche die Kinderkrippe besucht. Die Klägerin habe nach der
Trennung ihr Arbeitspensum auf 80% reduziert und seither C._ zusätzlich ei-
nen Tag unter der Woche betreut. Die restlichen vier Wochentage besuche
C._ nebst der Schule den Hort (act. 117 S. 13 E. 3.7.). Weiter erwog die Er-
strichterin, die Klägerin könne aus ihrer höheren zeitlichen Verfügbarkeit nichts zu
ihren Gunsten ableiten, da die Frage, welches Arbeitspensum sie sich anrechnen
lassen müsse, bereits im Eheschutzverfahren umstritten gewesen sei und die
Parteien vor Obergericht übereingekommen seien, dass der Klägerin ab Januar
2015 ein Einkommen zu einem 100%-Pensum anzurechnen sei. Zudem sei der
Beklagte mit der Pensumreduktion der Klägerin nie einverstanden gewesen. Da
C._ seit Geburt weitgehend fremdbetreut worden sei, sei die grössere zeitli-
che Verfügbarkeit der Klägerin kein ausschlaggebendes Kriterium für die Beibe-
haltung der bisherigen Betreuungsregelung, zumal die Klägerin ihr Pensum ohne
Absprache mit dem Beklagten reduziert habe und sie nicht durch Schaffung von
Fakten den Obhutsentscheid in eine Richtung lenken könne (a.a.O.).
Mit diesen Erwägungen setzt sich die Klägerin in der Berufungsschrift nicht
auseinander. Vielmehr wiederholt sie weitgehend das bereits vor Vorinstanz Vor-
gebrachte, wonach sie C._ stets als Hauptbezugsperson betreut habe. Diese
Darstellung schwächte sie allerdings gleich selber wieder ab und gab an, sie habe
C._ während rund zwei Jahren in einem minimen Pensum betreut (vgl.
act. 31 S. 4/5). Die blosse Wiederholung dessen, was bereits vor Vorinstanz aus-
geführt worden ist, genügt wie oben erwähnt den Anforderungen an eine Beru-
fungsbegründung nicht. In dem Sinne ist auf die Berufung nicht einzutreten. Anzu-
fügen ist immerhin, dass nicht nur im Eheschutzverfahren vor Obergericht, son-
dern auch im Massnahmeverfahren des Scheidungsverfahrens vor Obergericht
der Klägerin ein Einkommen auf der Basis einer Vollzeittätigkeit angerechnet
wurde (vgl. act. 4/31 S. 6; LY170025 act. 33 S. 7), wobei dies auf einer Parteiver-
einbarung basierte (vgl. LY170025 act. 29 S. 3). Wenn die Klägerin stattdessen
ein 80%-Pensum ausfüllt, kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, ins-
besondere nicht eine zeitlich höhere Verfügbarkeit. Im Übrigen ist unbestritten,
dass der Beklagte an seiner neuen Arbeitsstelle zeitlich flexibel ist und auch von
zu Hause aus arbeiten (act. 120 S. 23; LY170025 Prot. S. 18) und Gewähr bieten
- 20 -
kann, am Morgen so lange zu Hause zu sein, bis C._ die Wohnung verlässt
und in die Schule geht (a.a.O. S. 19). Im Übrigen hat die Einzelrichterin in ihrem
Entscheid der Tatsache, dass die Klägerin aktuell in einem 80% Pensum berufs-
tätig ist und am Freitag zu Hause ist, Rechnung getragen, indem C._ jeweils
in den ungeraden Kalenderwochen, wenn sie bei der Mutter weilt, nicht schon am
Freitag nach Schulschluss, sondern erst um 18.00 Uhr zum Vater geht, und am
Ende der geraden Kalenderwochen, wenn sie beim Vater gewohnt hat, am Frei-
tag nach Schulschluss zur Mutter geht. C._ wird somit an den Freitagen nach
Schulschluss immer eine gewisse Zeit mit der Mutter verbringen können, bis sie
jede zweite Woche um 18.00 Uhr zum Vater geht. Überdies ist anzunehmen, dass
C._ an Freitagen regelmässig Schulunterricht hat resp. haben wird, so dass
sie ohnehin nicht den ganzen Freitag mit ihrer Mutter verbringen könnte, wie die-
se vorgibt (act. 114 S. 10 Rz 20).
3.2.3. Die Klägerin wirft der Einzelrichterin sodann vor, die fehlende Kommunika-
tion und Kooperation zwischen den Parteien nicht oder ungenügend beachtet zu
haben. Allgemein verweist sie darauf, dass eine gemeinsame Obhut mit wech-
selnder Betreuung nur in Frage komme, wenn die Eltern sich über alltägliche Ent-
scheide in Kinderbelangen verständigen und einigen könnten. Die Vorinstanz ha-
be ausser Acht gelassen, dass die Parteien seit fünf Jahren nicht miteinander
kommunizierten, eine Absprache betreffend Kinderbelange unmöglich sei, im Ge-
genteil sie vom Beklagten massiv beleidigt werde. Dazu führt sie mehrere Bei-
spiele an, die teilweise längere Zeit zurückliegen (act. 114 S. 11-15 Rz 24ff.).
Die Einzelrichterin hat in ihrem Entscheid das Element der Kommunikations-
und Kooperationsfähigkeit der Eltern als Voraussetzung geteilter Obhut nicht
bloss theoretisch dargestellt, sondern sich mit den hier konkret gegebenen Um-
ständen befasst. So wies sie zu Recht darauf hin, dass anhand des von der Klä-
gerin eingereichten SMS- und E-Mailverkehrs deutlich werde, dass eine vorwurfs-
und beleidigungsfreie Kommunikation nicht möglich sei, was aber eine Begleiter-
scheinung vieler Scheidungsverfahren darstelle. Die angesprochenen vorwurfs-
vollen Nachrichten stammen nicht einseitig vom Beklagten (vgl. z.B. act. 33/1)
und die von der Einzelrichterin angegebenen Aktenstellen sind nicht durchwegs
- 21 -
als an die Klägerin gerichtete Vorwürfe, sondern durchaus als Besorgnis zu ver-
stehen (vgl. act. 67/12) und zeugen eher von den unterschiedlichen Auffassungen
der Parteien bezüglich C._s Freizeitgestaltung. Die Klägerin fühlt sich offen-
sichtlich durch die kritische Haltung des Beklagten gegenüber den zahlreichen
ausserschulischen Kursen C._s, die die Klägerin als Förderung und unver-
zichtbar für deren Entwicklung versteht, unverstanden und gekränkt und betrach-
tet ihrerseits den Erziehungsstil des Beklagten als "laissez-faire", weil dieser
C._ mehr unorganisierte Freizeit, z.B. Fahrradfahren zugesteht (vgl. act. 114
S. 12 Rz 27b, S. 13f.). Verschiedene Ansichten in Erziehungsfragen können je-
doch nicht als ungenügende oder fehlende Kommunikations- und/oder Kooperati-
onsfähigkeit abgetan werden. Auch das hat die Einzelrichterin zu Recht erwogen
(act. 117 S. 14). Weiter verwies die Einzelrichterin darauf hin, dass die Vorwürfe
etc. nicht im direkten Kontakt der Parteien, sondern schriftlich und somit ohne di-
rekten Einbezug von C._ erhoben würden, auch wenn diese wohl die Stim-
mung und Befindlichkeit ihrer Eltern mitbekomme (a.a.O.). Schliesslich führte die
Einzelrichterin zu Recht an, die Meinungsverschiedenheiten der Parteien nament-
lich bezüglich C._s Freizeitaktivitäten bestünden unabhängig von der Be-
treuungsform (a.a.O.). Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich die Klä-
gerin in ihrer Berufungsschrift nicht bzw. nur ungenügend auseinander, sondern
wiederholt teilweise das von ihr bereits der Vorinstanz Vorgetragene (vgl. act. 114
S. 12 Rz 27b; act. 31 S. 8 oben). Es ist in der Tat nicht zu sehen, inwiefern sich
die Betreuungsform auf die Haltung der Parteien hinsichtlich C._s Freizeitbe-
schäftigungen auswirken könnte oder sollte, auch wenn es im Interesse von
C._ läge, wenn sich die Eltern über diese Erziehungsfrage zu einer einiger-
massen einheitlichen Auffassung bekennen könnten.
Aus dem Umstand, dass die Parteien das Scheidungsverfahren strittig füh-
ren, kann gleichfalls nicht auf eine fehlende Kommunikationsbereitschaft in Bezug
auf zu regelnde Kinderbelange geschlossen werden, wie dies die Klägerin in ihrer
Berufungsschrift ausführt (act. 114 S. 14 Rz 7). Daraus, dass jede Scheidungs-
partei je aus ihrer Sicht mit gutem Grund engagiert und vehement für ihre Interes-
sen kämpft, einsteht und Rechtsmittel ergreift, kann jedenfalls nicht auf mangeln-
de Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft geschlossen werden.
- 22 -
3.2.4. Die Klägerin drückt sodann ihre Besorgnis darüber aus, dass die Vorinstanz
eine massive Erweiterung der Betreuungszeit als im Interesse des Kindeswohls
betrachte, obwohl der Beklagte wegen des Besitzes von Amphetamin rechtskräf-
tig vorbestraft sei. Weiter weist sie in diesem Zusammenhang auf eine Begeben-
heit im Jahre 2012 hin, als sie noch als Familie zusammenlebten und sie einmal
Beutel mit Ketamin/Kokain in den Socken des Beklagten gefunden habe, der
überdies an einer Streetparade Ketamin konsumiert habe. Auch gegenüber dem
Andrologen habe der Beklagte seinen Kokainkonsum eingeräumt. Sie meint, der
Verdacht, wonach der Beklagte Kokain konsumiere, sei nie ausgeräumt worden
(act. 114 S. 15/16).
Die Einzelrichterin hat sich mit diesen Vorwürfen der Klägerin an den Be-
klagten befasst und ausgeführt, diese seien bereits im Eheschutzverfahren erho-
ben worden. Der Kläger habe sich im Herbst 2012 während zweier Monate ver-
schiedenen Drogentests unterzogen, welche allesamt negativ ausgefallen seien.
Die Klägerin begründe zudem nicht, worauf sie ihren geäusserten Verdacht stütze
(act. 117 S. 12 E. 3.6.).
Mit diesen Erwägungen setzt sich die Klägerin in ihrer Berufungsschrift nicht
auseinander. Stattdessen bringt sie in dieser Begebenheiten oder Vorkommnisse
zur Sprache, die sie im erstinstanzlichen Verfahren nicht konkret, sondern nur
sehr allgemein erwähnt hatte (vgl. act. 31 S. 6). Es kann dahin gestellt bleiben, ob
die nunmehr detaillierte Auflistung von Drogenkontakten des Beklagten unter dem
Aspekt der Novenschranke im Berufungsverfahren (Art. 317 Abs. 1 ZPO) zulässig
ist, da die Klägerin nicht darlegt, worauf sie ihren Verdacht, der Beklagte konsu-
miere Drogen, stützt; auf diesen Umstand hatte bereits die Einzelrichterin hinge-
wiesen (act. 117 S. 12). Weiterungen dazu erübrigen sich.
3.2.5. Die Klägerin ist ferner der Auffassung, dass anhand der von einer Fachper-
son durchgeführten Anhörung C._s klarerweise keine objektiven Anzeichen
dafür vorlägen, wonach die jetzige Situation nicht im Kindeswohl liege. Im Gegen-
teil habe sich die aktuelle seit fünf Jahren bestehende Situation bewährt und es
gebe keinerlei Grund zu Klagen (act. 114 S. 8). Weiter meint die Klägerin, der Be-
richt der betreffenden Fachperson sei eindeutig ausgefallen, nämlich dass
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C._ sowohl mit dem Mami als auch mit dem Papi sehr gerne zusammen sei
und sie sich bei beiden Eltern wohlfühle. Ausserdem gefalle ihr die Aufteilung des
Alltags gut und aus ihrer Sicht könne es so bleiben wie es sei. Die Fachperson ih-
rerseits habe ausgeführt, C._ sei sehr gut entwickelt, könne Fragen differen-
ziert beantworten und empfinde in ihrem Leben alles in Ordnung (a.a.O.). Die
Klägerin wirft der Einzelrichterin vor, sie habe diese Erkenntnisse nicht berück-
sichtigt, sondern im Sinne einer Gleichbehandlung oder im Glauben, unter den El-
tern Gerechtigkeit schaffen zu müssen, C._ einem Experiment ausgesetzt.
Weiter verweist sie auf ihre bisherige vorbildliche Handhabung der Erziehung
(a.a.O. S. 9).
Die Einzelrichterin hat in ihrem Entscheid die von einer Mitarbeiterin des Ma-
rie Meierhofer Instituts durchgeführte Anhörung C._s referiert und dabei de-
ren Angaben wiedergegeben. Hierauf kann an dieser Stelle verwiesen werden
(act. 117 S. 15 E. 3.10), zumal sich diese mit den eben dargelegten Ausführungen
der Klägerin decken. In ihren Erwägungen hielt die Einzelrichterin sodann fest,
anhand des Berichtes verbringe C._ mit beiden Parteien sehr gerne Zeit und
fühle sich bei beiden sehr wohl. Ferner könne sich C._ sowohl die bisherige
Regelung als auch die vom Beklagten beantragte Betreuungsregelung vorstellen,
auch wenn sie nicht wisse, wie sich diese für sie tatsächlich anfühlen werde. Aus
der Kinderanhörung ergebe sich somit, dass beide von den Parteien gewünschten
Betreuungsmodelle mit dem Kindeswohl von C._ vereinbar seien (act. 117
S. 16 E. 3.11.).
Dem widerspricht die Klägerin, indem sie auf ihre bisherige vorbildliche
Handhabung der Erziehung von C._ hinweist und betont, ausschliesslich sie
habe sich in den vergangenen fünf Jahren um C._ gekümmert (act. 114
S. 9).
Letzteres ist wie erwähnt unzutreffend. Dass sie sich sehr um C._
kümmert und dieser zahlreiche Sport- und Musikkurse ermöglicht, ist unbestritten,
ist aber kein ausschlaggebendes Kriterium für die Beibehaltung der bisherigen
Betreuungsregelung, zumal die Klägerin selber in einem 80% Pensum erwerbstä-
tig ist und zugleich den grossen Aufwand im Zusammenhang mit den verschiede-
- 24 -
nen Freizeitaktivitäten C._s beklagt (a.a.O. Rz 17). Dass C._ mit der
Vorstellung / dem Anliegen, abwechslungsweise beim Vater und bei der Mutter zu
leben, nicht vertraut gewesen ist und sich diesbezüglich leicht unsicher zeigte
(act. 102 S. 2 Mitte), ist nur schon deswegen nicht verwunderlich, weil dieses Be-
treuungsmodell für sie neu thematisiert wurde und sie insofern nicht an bereits
gemachte Erfahrungen anknüpfen und sich gestützt darauf eine eigene Meinung
bilden konnte, soweit sie wegen ihres jungen Alters hiezu überhaupt bereits in der
Lage ist. Daneben ist zu beachten, dass sie offenbar darauf bedacht ist, mit ihren
Äusserungen ihre Eltern nicht zu verletzen und sie nicht gegeneinander auszu-
spielen (a.a.O. S. 3). Ferner ist festzuhalten, dass eine Abkehr von einem bisher
gelebten und Installierung eines neuen Betreuungsmodells nicht voraussetzt,
dass dieses sich nicht bewährt hat, wie die Klägerin meint (act. 114 S. 8), zumal
es nicht ein einziges "richtiges" Betreuungsmodell gibt. Der Beklagte wendet zu
Recht ein, dass die gemeinsame alternierende Obhut unter der früheren gesetzli-
chen Regelung gegen den Willen einer Partei nicht durchsetzbar gewesen sei;
ansonsten hätte er dies bereits im Eheschutzverfahren beantragt (act. 120 S. 20
ad Rz 13). Im Übrigen ist nicht zu sehen, inwiefern C._ durch die von der
Vorderrichterin getroffene Regelung einem Experiment ausgesetzt werden soll
(act. 114 S. 9 Rz 16). C._ hat eine innige Beziehung zu ihrem Vater und ver-
bringt regelmässig Zeit bei und mit ihm. Dass es hierbei je ernsthafte Schwierig-
keiten gegeben hätte, wird von der Klägerin nicht geltend gemacht und ist auch
nicht ersichtlich. Tatsächlich ändert sich durch die neue Regelung die Zeitdauer,
die C._ bei und mit ihrem Vater leben wird: während diese länger werden
wird, wird die Zeit, die C._ bei ihrer Mutter leben wird, kürzer werden. Inwie-
fern diese Neuaufteilung der Betreuungszeiten für C._ nachteilig sein sollte,
lässt sich anhand objektivierter Kriterien nicht ausmachen, auch wenn sich
C._ zumindest anfänglich an die neue Situation wird gewöhnen müssen.
3.2.6. Von der Klägerin in der Berufungsschrift zu Recht nicht aufgeworfen wird
der Umstand der geografischen Nähe der Wohnsitze beider Parteien, worauf die
Vorderrichterin hingewiesen hat (act. 117 S. 16 E. 3.12.) Tatsächlich wohnen die
Parteien nicht nur im selben Stadtquartier, sondern innerhalb dieses in kurzer
Gehdistanz (vgl. www.google.ch/maps). Dies bedeutet, dass die Wege und Zeiten
- 25 -
für die Wechsel von einem Elternteil zum andern an den Freitagen minim sind,
was allen Beteiligten zu Gute kommt. Diese örtliche Nähe der Wohnorte der Par-
teien wird es C._ mit zunehmendem Alter zudem erlauben, an den Freitagen
selbständig vom Hort entweder zum Vater oder zur Mutter zu gehen.
3.2.7. Die Klägerin betont in ihrer Berufungsschrift die Anstrengungen, die sie im
Gegensatz zum Beklagten unternimmt, um C._ mehrere und von dieser ge-
wünschte Freizeitaktivitäten zu ermöglichen und deren Weiterführung sie durch
die alternierende Obhut gefährdet sieht (act. 114 S. 6 Rz 9b, S. 8 Rz 13b, 9
Rz 17). Wieweit diese letztlich allesamt leistungsbezogenen Kurse für C._s
gedeihliches Heranwachsen förderlich sind, braucht an dieser Stelle nicht vertieft
zu werden. Immerhin soll sich C._ bei der Anhörung dahingehend geäussert
haben, sie wäre lieber etwas weniger im Hort und erhielte stattdessen die Mög-
lichkeit, zu Hause mehr mit anderen Kindern (ihren Freundinnen) zu spielen, zu-
mal man zu Hause spannendere Spiele spielen und länger zusammen bleiben
könne als im Hort und ausserdem die meisten ihrer Freundinnen weniger Tage im
Hort seien als sie. Zudem würde sie lieber manchmal einfach so schwimmen ge-
hen, wenn es gerade passe, anstatt jeden Mittwoch in den Kurs zu gehen
(act. 102 S. 2/3). Dies zeigt eindrücklich C._s Wunsch nach freier, nicht vor-
gegebener (Frei)-Zeit. Die Parteien werden gut daran tun, sich dem Bedürfnis von
C._ nicht zu verschliessen, sondern dies ernst zu nehmen, unbeschwert und
auch spontan und ohne die Erwartung, ein bestimmtes Ziel erreichen zu müssen,
sich mit Freundinnen treffen, mit diesen spielen zu können oder sonst etwas un-
ternehmen zu dürfen.
4. Als Fazit ist festzuhalten, dass die von der Einzelrichterin getroffene Be-
treuungsregelung die Interessen von C._ berücksichtigt und keine stichhalti-
gen Gründe vorgebracht worden oder sonst ersichtlich sind, die diese Regelung
als unangebracht erscheinen liessen. Der Entscheid der Einzelrichterin ist in die-
sem Punkt daher zu bestätigen.
- 26 -
B. Finanzielles
1. Erziehungsgutschriften
Die Einzelrichterin hat die Erziehungsgutschriften AHV/IV den Parteien je
zur Hälfte angerechnet, dies als Folge der alternierenden Betreuung ihrer Tochter
C._ (act. 117 S. 18 resp. S. 40 Disp. Ziff. 5).
Die Klägerin will diese Regelung aufgehoben wissen und beantragt, dass die
Erziehungsgutschriften ausschliesslich ihr zugewiesen werden (act. 114 S. 2). In
der Berufungsschrift findet sich dann allerdings keine weitere Begründung für die-
sen Antrag, der offensichtlich auf dem Antrag gründet, die Obhut über C._
sei alleine der Klägerin zu übertragen. Da wie oben dargelegt, die Obhut über
C._ den Parteien gemeinsam zukommt, bleibt kein Raum für den Antrag der
Klägerin. Damit bleibt es bei der Anordnung durch die Einzelrichterin.
2. Unterhaltsverpflichtung des Beklagten
2.1. Die Einzelrichterin hat auf der Grundlage geteilter/alternierender Betreuung
C._s, der Einkommen der Parteien und deren Bedarf die Leistungsfähigkeit
der Klägerin und des Beklagten festgestellt und hierauf den Unterhaltsbeitrag un-
ter Berücksichtigung der Hort- und ausserordentlichen Kinderkosten festgesetzt
und dem entsprechend den Beklagten zur Bezahlung von monatlich Fr. 600.00
zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen an den Unterhalt und
die Erziehung von C._ verpflichtet (act. 117 S. 18-36 lit. F). Ausserdem hielt
die Einzelrichterin in Dispositiv Ziffer 6 ihres Entscheides ausdrücklich jene Positi-
onen fest, für welche die Klägerin aufzukommen hat, und bestimmte in Dispositiv
Ziffer 7, dass die Parteien zur hälftigen Übernahme der Hortkosten verpflichtet
sind. Schliesslich hielt die Vorderrichterin die Einkommen der Parteien als Grund-
lage ihrer Berechnung fest und bezifferte dasjenige der Klägerin mit monatlich
Fr. 11'055.00 netto (bei einer Erwerbstätigkeit von 100%) und dasjenige des Be-
klagten mit monatlich Fr. 11'715.00 netto (inklusive Bonus, ebenfalls bei einer Er-
werbstätigkeit von 100%; act. 117 S. 41/42 Dispositiv Ziffer 9).
- 27 -
2.2. Einkommen der Parteien
2.2.1. Die Klägerin beanstandet das ihr von der Einzelrichterin angerechnete Ein-
kommen und stellt sich auf den Standpunkt, dieses betrage monatlich
Fr. 8'083.00. Dabei macht sie geltend, sie arbeite bereits in einem "überobligatori-
schen" Pensum. Als Folge der Trennung könne eine Pensumsreduktion durchaus
angezeigt sein, da sie nicht mehr auf die Unterstützung des Beklagten zählen
könne. Im Weiteren bestreitet sie, dass es zwischen ihr und dem Beklagten eine
Vereinbarung gegeben habe, nach der sie Vollzeit arbeitstätig gewesen wäre. Ei-
ner Vollzeitbeschäftigung sei sie ohnehin nur während kurzer Zeit nachgegangen,
nämlich in der Zeit von Juni bis Oktober 2012, also in den Monaten vor der Tren-
nung. Sodann weist die Klägerin auf das pendente Berufungsverfahren gegen
den vorsorglichen Massnahmeentscheid hin, in welchem ihr Einkommen ebenfalls
Thema sei (act. 114 S. 18-23).
2.2.2. Der Beklagte hält dem entgegen, die Vorinstanz sei bei der Bemessung des
klägerischen Einkommens korrekt vorgegangen, zumal die Parteien im zweitin-
stanzlichen Eheschutzverfahren vereinbart hätten, dass die Klägerin ab Januar
2015 wieder voll arbeiten werde. Die Vorinstanz habe zudem die Änderungskün-
digung der Arbeitgeberin angemessen berücksichtigt (act. 120 S. 37 ad Ziff. 29).
Die von den Parteien vor Obergericht vereinbarte Regelung, wonach die Klägerin
ab Anfang 2015 wiederum voll arbeiten werde, sei vom Obergericht genehmigt
worden. Diese Vereinbarung habe überdies der Lebensplanung entsprochen;
auch habe die Klägerin nie bestritten, beabsichtigt zu haben, nach Abschluss ihrer
Ausbildung voll zu arbeiten. Im Weiteren bestreitet der Beklagte, die Pensumsre-
duktion sei aus gesundheitlichen Gründen erfolgt, welche Begründung auch der
ursprünglichen Darstellung, der Arbeitgeber habe das Pensum gekürzt, zuwider-
laufe. Der Beklagte bestreitet sodann, die Klägerin absolviere ein sogenannt
"überobligatorisches" Pensum, da hier die Parteien deutlich weniger als je 50%
der Kinderbetreuung übernähmen, da sie einen substantiellen Teil an den Hort
und früher an die Krippe sowie teilweise an die Nanny delegiert hätten. Er selber
übernehme einen sehr wesentlichen Betreuungsanteil und möchte zusätzlich seit
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langem einen höheren Betreuungsanteil übernehmen, was ihm die Klägerin
grundlos verweigere. Das von der Vorinstanz der Klägerin angerechnete Ein-
kommen von monatlich Fr. 11'055.00 netto zuzüglich Kinderzulagen sei daher
korrekt (act. 120 S. 37-43).
2.2.3. Wie von der Klägerin erwähnt (act. 114 S. 18 Rz 27) hat sie im Rahmen
des Scheidungsverfahrens die vor Vorinstanz in Abänderung des Eheschutzver-
fahrens getroffene vorsorgliche Massnahme betreffend Kinderunterhalt bei der
Kammer angefochten. In diesem unter der Geschäftsnummer LY170025 geführ-
ten Verfahren haben sich die Parteien anlässlich von der damals noch zuständi-
gen Referentin durchgeführten Vergleichsverhandlung vom 14. Dezember 2017
über die strittigen Finanzfragen für die Dauer des Scheidungsverfahrens geeinigt.
Dabei wurden auch die Grundlagen der Unterhaltsberechnung festgehalten. Das
Erwerbseinkommen der Klägerin wurde dabei mit Fr. 11'426.00 beziffert, dasjeni-
ge des Beklagten mit Fr. 10'814.00 (vgl. LY170025 act. 29). Diese Vereinbarung
wurde von den Parteien persönlich unterzeichnet (a.a.O.). Mit Entscheid vom
29. Dezember 2017 hat die Kammer den Kinderunterhalt vereinbarungsgemäss
geregelt und diesem die eben genannten Einkommen der Parteien zu Grunde ge-
legt (LY170025 act. 33). Wohl trifft es zu, dass die Berufungsschrift am 13. Sep-
tember 2017 und damit vor der am 14. Dezember 2017 durchgeführten Ver-
gleichsverhandlung eingereicht wurde. Gleichwohl ist nicht zu sehen, weshalb das
später von der Klägerin als massgebend eingeräumte Einkommen, welches sogar
noch leicht höher ist als dasjenige, von dem die Einzelrichterin ausgegangen ist,
im Scheidungshauptverfahren nicht als Grundlage für die Berechnung des Kin-
desunterhaltes dienen sollte. Da der Beklagte selber aber nicht auf dieses höhere
Einkommen der Klägerin abstellt, obschon seine Berufungsantwortschrift nach er-
folgter Vergleichsverhandlung eingereicht wurde, sondern dasjenige von der Ein-
zelrichterin als korrekt bezeichnet (act. 120 S. 37 f.), bleibt es bei diesem Ein-
kommen, ohne dass Weiterungen erforderlich sind. Dies umso weniger, als die
Klägerin zur Berufungsantwort des Beklagten keine Stellung mehr genommen
hat, und diesbezüglich die Verhandlungsmaxime gilt.
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2.3. Bedarf der Parteien
Die Vorderrichterin hat die einzelnen Bedarfspositionen der Parteien detail-
liert aufgelistet und begründet (act. 117 S. 31-33). Dabei hat sie für die Grundbe-
träge bei beiden Parteien den Durchschnitt des Betrages 'alleinstehender Schuld-
ner ohne Haushaltgemeinschaft' von Fr. 1'200.00 und 'alleinerziehender Schuld-
ner ohne Haushaltgemeinschaft' von Fr. 1'350.00 eingesetzt, nämlich Fr. 1'275.00
(a.a.O. S. 31 Ziffer 1).
Ohne weitere Begründung oder Auseinandersetzung mit den Erwägungen
der Einzelrichterin beansprucht die Klägerin für sich als Grundbetrag Fr. 1'350.00
(act. 114 S. 23 Tabelle). Da den Parteien die Obhut gemeinsam zukommt und sie
C._ alternierend betreuen, ist der von der Einzelrichterin eingesetzte Grund-
betrag von Fr. 1'275.00 für die Klägerin nicht zu beanstanden. Weiter beanstandet
die Klägerin den dem Beklagten zugestandenen Grundbetrag von Fr. 1'275.00 als
zu hoch; stattdessen will sie ihm lediglich Fr. 850.00 angerechnet wissen, wie sie
auch die Wohnkosten nur zur Hälfte berücksichtigt haben will, dies weil der Be-
klagte mit seiner neuen Partnerin zusammenleben soll (act. 114 S. 23 Rz 40 f.). In
diesem Zusammenhang rügt sie, dass die Vorinstanz ihren Antrag auf Einholung
einer Auskunft bei der Einwohnerkontrolle der Stadt Zürich nicht beachtet habe
(a.a.O.). Der Beklagte hält dagegen die von der Einzelrichterin vorgenommene
Bedarfsberechnung für korrekt und bestreitet in einem gefestigten Konkubinat zu
leben; zwar sei seine Freundin bei ihm gemeldet, sei aber nicht in der Lage sich
an den Wohnkosten zu beteiligen; dazu legt er Lohnabrechnungen, eine Bedarfs-
aufstellung, einen Kontoauszug betreffend Ausbildungskredit sowie einen Darle-
hensvertrag seiner Freundin mit deren Mutter vor (vgl. 120 S. 43 und S. 9;
act. 122/1-4). Er ist der Auffassung, dass die Parteien bezüglich Wohnkosten und
Grundbeträge gleich zu behandeln seien, zumal die Klägerin mit einem Mann liiert
sei und inskünftig nicht (immer) alleine wohnen werde (act. 120 S. 43). Anlässlich
der Vergleichsverhandlung am 14. Dezember 2017 gab er in der persönlichen Be-
fragung an, dass er mit seiner Freundin zusammenlebe, diese sich aber nicht an
den Wohnkosten beteiligen könne, da sie im vergangenen Jahr ihr Studium abge-
- 30 -
schlossen habe und daran sei, den Berufseinstieg zu finden und überdies noch in
einer Wohngemeinschaft in Zürich ... lebe (LY170025 Prot. S. 18). Zu diesen
Vorbringen äussert sich die Klägerin nicht.
Anhand der beklagtischen Angabe, seine Freundin lebe mehrheitlich bei
ihm, kann auf eine schriftliche Auskunft bei der Einwohnerkontrolle mit Fug ver-
zichtet werden. Im Übrigen besagt das Meldeverhältnis noch nichts über die tat-
sächlichen Lebensverhältnisse aus. Wieweit es sich hier um ein gefestigtes Kon-
kubinat handelt, lässt sich derzeit nicht abschliessend beurteilen; die vom Beklag-
ten selber geschilderte Lebenssituation rechtfertigt es, ihm den Durchschnitt eines
'alleinstehenden Schuldners in Haushaltgemeinschaft mit erwachsenen Personen'
von Fr. 1'100.00 und eines 'alleinerziehenden Schuldners in Haushaltgemein-
schaft mit erwachsenen Personen' von Fr. 1'250.00 als Grundbetrag anzurech-
nen, mithin Fr. 1'175.00. Für eine bloss hälftige Anrechnung des einem Ehepaar
zustehenden Betrages von Fr. 1'700.00, nämlich Fr. 850.00, wie dies die Klägerin
verlangt (act. 114 S. 23), besteht keine genügende Grundlage.
Was die Wohnkosten anbetrifft, so kann ebenfalls entgegen der klägeri-
schen Auffassung dem Beklagten (act. 114 S. 23) nicht nur die Hälfte angerech-
net werden, da bei der finanziellen Beteiligung einer Wohnpartnerin auch deren
Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen ist. Hier ist zudem zu beachten, dass die
Wohnkosten, die die Klägerin für sich selber beansprucht, rund 10% höher sind
als diejenigen des Beklagten (act. 114 S. 31). Bei dieser Sachlage ist eine Reduk-
tion der Wohnkosten im Bedarf des Beklagten nicht angezeigt.
Entgegen der Darstellung des Beklagten in seiner Berufungsantwortschrift
(act. 120 S. 44) hat er sich ein monatliches Einkommen von Fr. 11'715.00 an-
rechnen zu lassen. Er begründet denn auch nicht sein nunmehr geltend gemach-
tes Einkommen von Fr. 10'114.00 (a.a.O.), welches überdies um Fr. 700.00 tiefer
ist als dasjenige, das dem Massnahmeentscheid der Kammer vom 29. Dezember
2017 als Grundlage diente (L170025 act. 33) bzw. auf der am 14. Dezember 2017
getroffenen Parteivereinbarung beruhte (LY170025 act. 29).
- 31 -
Damit ergibt sich für die Parteien folgende Leistungsfähigkeit:
Einkommen Klägerin Einkommen Beklagter
Fr. 11'055.00 Fr. 11'715.00
Bedarf Klägerin Bedarf Beklagter
Fr. 6'820.00 Fr. 6'310.00
Leistungsfähigkeit Klägerin Leistungsfähigkeit Beklagter
Fr. 4'235.00 Fr. 5'405.00.
Die Leistungsfähigkeit der Klägerin beträgt demnach 43.75%, diejenige des Be-
klagten 56.25% was unter Berücksichtigung der Rundung gegenüber dem ange-
fochtenen Urteil nichts ändert (act. 117 S. 33).
2.4. Kosten für C._
2.4.1. Die Einzelrichterin hat zunächst den Barbedarf für C._ (exkl. Wohn-,
Essens-, Ferien- und Hortkosten berechnet (act. 117 S. 20 f.) und danach erwo-
gen, dieser sei im Verhältnis der Leistungsfähigkeit der Parteien auf diese aufzu-
teilen. Mit zu berücksichtigen sei, dass die Klägerin wegen der zusätzlichen Be-
treuung von C._ am Freitagnachmittag einen leicht höheren Betreuungsanteil
habe als der Beklagte. Diesen zusätzlichen Betreuungsanteil bezifferte sie auf
10%, so dass der Betreuungsanteil der Klägerin insgesamt 55% ausmacht und
derjenige des Beklagten 45% (act. 117 S. 33/34). Davon ausgehend bemass sie
den Barbedarf C._s auf Fr. 226.00 resp. Fr. 366.00 (a.a.O.), verpflichtete in-
dessen den Beklagten zur Zahlung von Fr. 600.00, wozu sich der Beklagte bereit
erklärt hatte (a.a.O.).
Die Klägerin wendet sich gegen diese Betrachtungsweise und verlangt, dass
die Lebenshaltungs- und Wohnkosten von C._ im Verhältnis der Leistungs-
kraft der Parteien aufgeteilt werden (act. 114 S. 24 Rz 45). Sie moniert, die Ein-
zelrichterin habe die auf C._ entfallenden Wohnkosten (1/3 von Fr. 3'450.00,
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d.h. Fr. 1'150.00) fälschlicherweise nicht von ihrem Bedarf abgezogen (act. 114
S. 24). Der Beklagte hält dieser Betrachtungsweise entgegen, dass hier die Leis-
tungsfähigkeit vergleichbar sei und die Wohnkosten ungefähr gleich hoch seien.
Es sei daher nicht gerechtfertigt, dass ein Ehegatte über den Kinderunterhalt die
Wohnkosten des andern subventionieren müsse. Bei der hier zu installierenden
alternierenden Obhut sei dies umso klarer (act. 120 S. 45 ad Ziff. 42).
Zöge man wie von der Klägerin geltend gemacht einen Drittel Wohnkosten
für C._ in ihrem Bedarf ab, resultierte für die Klägerin ein Bedarf von
Fr. 5'670.00; gleiches gölte auch für den Beklagten, was bei diesem zu einem
Bedarf von Fr. 5'260.00 führte (Fr. 6'310.00 - Fr. 1'050.00 [1/3 Wohnanteilkos-
ten]). Die Leistungsfähigkeit der Klägerin betrüge mithin Fr. 5'385.00, diejenige
des Beklagten Fr. 6'455.00. Am Verhältnis der Leistungsfähigkeit (55% Beklagter,
45% Klägerin) änderte sich dadurch praktisch nichts, jedenfalls nicht zu Gunsten
der Klägerin.
Bei dieser Sachlage ist eine Korrektur des angefochtenen Entscheides nicht
angezeigt, dies um so weniger, als der Beklagte mehr an den Kinderunterhalt
zahlt als er anteilmässig verpflichtet wäre.
2.4.2. Die Vorderrichterin hat die Parteien verpflichtet, die Hortkosten hälftig zu
übernehmen (act. 117 S. 34 Ziffer 7.2.)
Die Klägerin ist damit nicht einverstanden und verlangt, dass Unterhalt in
Form monatlicher Beträge zu leisten sei. Aktuell beliefen sich die Hortkosten auf
monatlich Fr. 1'022.00 (act. 114 S. 25 Rz 46). Der Beklagte erachtet dagegen die
Regelung der Einzelrichterin für sinnvoll, da die Hortkosten variabel seien und der
von der Klägerin genannte Betrag bereits überholt sei, was sich aus dem Verfah-
ren betreffend vorsorgliche Massnahmen ergebe. Ferner stellt er in Abrede, sei-
nen finanziellen Verpflichtungen je nicht nachgekommen zu sein, wie das die Klä-
gerin mutmasse. Überdies könne der Hort die Kosten ohne weiteres hälftig in
Rechnung stellen, wie dies auch bei anderen getrennten oder geschiedenen El-
tern üblich sei (act. 120 S. 46/47).
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Grundsätzlich ist Unterhalt, sofern er in Geld zu leisten ist, betragsmässig
festzusetzen. Bei variabel anfallenden Kosten ist dies jedoch ungeeignet. Zudem
ist nicht zu sehen, weshalb der Hort den Parteien die Kosten nicht hälftig in Rech-
nung stellen könnte; die Klägerin behauptet auch nicht, dies sei unmöglich. Damit
bleibt es bei der Regelung im angefochtenen Entscheid.
2.4.3. Die Klägerin beantragt weiter die Berücksichtigung von monatlich
Fr. 1'000.00 Kosten für die Beschäftigung einer Nanny. Sie räumt ein, in der Zeit
von Juli 2015 bis Dezember 2016 keine Nanny beschäftigt zu haben. Allerdings
sei sie in dieser Zeit völlig überfordert gewesen, um alle Bedürfnisse von C._
abzudecken und gleichzeitig ein 80% Arbeitspensum zu bewältigen. Dies habe
bei ihr zu gesundheitlichen Problemen geführt. Es sei klar, dass sie ab Januar
2017 wiederum eine Nanny beschäftige. Sie wirft der Vorinstanz vor, diese habe
zwar erwogen, C._ werde bis zu ihrem 13. Lebensjahr kaum ohne Eltern mit
dem öV unterwegs sein, habe sich aber nicht dazu geäussert, wie C._ denn
zu den Örtlichkeiten gelange, wo ihre verschiedenen Freitzeitaktivitäten stattfän-
den. Überdies habe die Beschäftigung einer Nanny zum üblichen Lebensstandard
gehört und sie habe Anspruch auf dessen Beibehaltung (act. 114 S. 25-28 Rz 47).
Der Beklagte bestreitet vorab, dass eine Vollzeit-Nanny zur Lebenshaltung
der Parteien gehört habe. Nachdem die Klägern vom Frühjahr 2015 bis mindes-
tens Ende 2016 freiwillig auf eine Nanny verzichtet habe, habe sie klarerweise
einräumen müssen, auf eine solche nicht mehr angewiesen zu sein. Erst im
Rahmen des von ihm gestellten Massnahmebegehrens habe sie wiederum eine
Nanny beschäftigen wollen. Im übrigen handle es sich seines Wissens bei den
von der Klägerin beschäftigten Nannies um serbische Staatsangehörige, die keine
Arbeitsbewilligung hätten. Er sei nicht bereit, sich an rechtswidrigen Lohnkosten
zu beteiligen. Die von der Klägerin behaupteten Arbeitsverhältnisse bezeichnet er
als fingiert. Überdies sei ab Mitte 2015 die Beschäftigung einer Nanny unnötig
geworden, da ab dann die Hortbetreuung installiert worden sei. Sodann sei eine
Nanny auch gar nicht notwendig, um C._ zu ihren Aktivitäten zu bringen.
Diese gehe lieber alleine oder mit andern Kindern zu Fuss dahin. Ferner werde
C._ mit zunehmendem Alter auch zunehmend selbständig und könne ihre
- 34 -
Freizeitaktivitäten selbständig ausüben. Falsch sei zudem, dass er C._ nicht
zu ihren Aktivitäten bringe; da er bis anhin C._ während der Woche nur mitt-
wochs betreut habe, habe er sie zum Chor und Singen gebracht. Aktuell sei bei
der Klägerin keine Nanny beschäftigt. Wenige Tage nach der Verhandlung im
Massnahmeverfahren sei die Nanny wieder abgereist. Er sei jedenfalls nicht be-
reit, für eine nichtexistente Nanny zu bezahlen (act. 120 S. 47-57).
Zu diesen Ausführungen ist seitens der Klägerin keine Stellungnahme mehr
eingegangen. Im vom Beklagten angesprochenen Massnahmeverfahren war die
Beschäftigung einer Nanny ein Thema, wobei die Darstellungen hierüber ausei-
nandergingen (LY170025 Prot. S. 10-12; S. 222, 23). In die Unterhaltsberechnung
floss jedoch ein Anteil an Kosten für eine Nanny ein (LY170025 act. 29; act. 33).
Die Vorinstanz hat erwogen, der Umstand, dass die Klägerin während ein-
einhalb Jahren keine Nanny mehr beschäftigt habe, zeige, dass sie auf eine sol-
che nicht mehr angewiesen sei. Weiter führte sie aus, es mute prozesstaktisch
an, dass die Klägerin die Notwendigkeit einer Nanny ausgerechnet einen Monat
vor Fortsetzung der Hauptverhandlung behaupte (act. 117 S. 24). Dazu hat sich
die Klägerin in ihrer Berufungsschrift nicht konkret geäussert. Die vorinstanzlichen
Erwägungen überzeugen. Beizufügen ist, dass mit der alternierenden Obhut die
Klägerin eine spürbare Entlastung in der Betreuung von C._ erfährt, was die
neuerliche Beschäftigung einer Nanny ohnehin nicht als angezeigt erscheinen
lässt. Insofern ergibt sich auch kein unauflösbarer Widerspruch zum Entscheid
der Kammer vom 29. Dezember 2017, da jener Regelung der Unterhaltsverpflich-
tung noch die bisherige Betreuungsregelung C._s zu Grunde lag. Beizu-
pflichten ist dem Beklagten zudem darin, dass C._ durchaus zumindest den
Weg zu einem Teil ihrer Freizeitaktivitäten selbständig zurücklegen kann und von
ihren Eltern zunehmend und vermehrt angeleitet werden könnte, sich im öffentli-
chen Raum, der hierzulande grundsätzlich sehr sicher ist, insbesondere auch mit
Tram und Bus, selbständig zu bewegen, um zu den Örtlichkeiten zu gelangen, wo
sie Kurse besucht. Dies fördert Selbständigkeit und stärkt das Selbstvertrauen.
Damit bleibt es auch in diesem Punkt bei der vorinstanzlichen Regelung.
- 35 -
2.4.4. Die Klägerin verlangt sodann angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse
des Beklagten die Berücksichtigung eines Überschussanteils von Fr. 450.00 im
Bedarf von C._ und hält den dieser angerechneten Bedarf von Fr. 404.00 für
schlichtwegs absurd. Der Überschussanteil sei für Ferien, Kulturelles, Taschen-
geld, Ausgang und dergleichen, einzusetzen (act. 114 S. 28 Rz 48). Der Beklagte
hält dagegen den von der Einzelrichterin berechneten Barbedarf C._s für
korrekt. Er weist darauf hin, dass wegen der künftigen alternierenden Obhut beide
Parteien je während ihrer Betreuungszeit Auslagen für C._ bestreiten wer-
den, so insbesondere Ferien, Kulturelles, Taschengeld etc. Die Vorinstanz habe
daher richtigerweise hiefür keine Beträge eingesetzt (act. 120 S. 57/58).
Diesen Vorbringen des Beklagten ist zuzustimmen. Angesichts der praktisch
paritätischen Betreuung und der beinahe gleichen Einkommensverhältnisse der
Parteien ist nicht zu sehen, dass bezüglich der von der Klägerin geltend gemach-
ten Positionen zwischen den Parteien ein Ausgleich geschaffen werden müsste;
vielmehr werden sie, wie vom Beklagten dargelegt, für Auslagen während ihrer
Betreuungszeit von C._ aufzukommen haben.
2.4.5. Unter dem Titel Freizeit und öV hat die Einzelrichterin C._ bis zum
12. Altersjahr im Bedarf einen Betrag von monatlich Fr. 250.00 angerechnet, da-
nach einen solchen von Fr. 360.00 (act. 117 S. 21, S. 22-23). Diesen Betrag hält
die Klägerin für zu tief und verweist auf die Kosten der aktuell von C._ be-
suchten verschiedenen Kurse (act. 114 S. 29 Rz 49). Der Beklagte erachtet die
vorinstanzliche Kalkulation für korrekt und hält, da die Parteien während ihrer Be-
treuungszeit die Kosten für die Lebenshaltung von C._ bestreiten, die einge-
setzten Beträge von Fr. 250.00 resp. Fr. 360.00 als eher grosszügig bemessen,
da damit nur die konkret bestehenden Hobbies zu bestreiten seien. Er wirft der
Klägerin vor, im Hinblick auf Verfahrensschritte immer wieder neue Freizeitaktivi-
täten anzuführen und so Kosten zu generieren. Ausserdem beliefen sich die aktu-
ell von C._ besuchten Kurse nicht auf einen höheren als von der Vorinstanz
eingesetzten Betrag (act. 120 S. 58/59).
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass C._ offensichtlich immer wieder
neue resp. andere Kurse oder an andern Orten besucht. Über die Sinnhaftigkeit
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der verschiedenen Freizeitaktivitäten C._s sind sich die Parteien uneins. Der
Beklagte hält es für sinnvoll, wenn C._ eine musikalische und eine sportliche
Aktivität belegt, und ist bereit, sich an den entsprechenden Kosten zu beteiligen.
Davon ausgehend und in Berücksichtigung des Umstandes, dass sich Hobbies
erfahrungsgemäss im Verlaufe der Zeit ändern können oder aufgegeben werden,
hat die Vorinstanz monatlich Fr. 250.00 an Hobbykosten in den Bedarf aufge-
nommen (act. 117 S. 23). Dies scheint angemessen. Zudem steht es jeder Partei
frei, Auslagen für Freizeitaktivitäten, die in ihrer Betreuungszeit anfallen, zu über-
nehmen. Eine Änderung dieser Position ist daher nicht am Platz.
2.4.6. Die Klägerin wirft der Vorinstanz schliesslich willkürliche Argumentation vor.
Einerseits stelle sie auf den vor Obergericht abgeschlossenen Vergleich hinsicht-
lich des Arbeitspensums der Klägerin ab, klammere aber die im Vergleich aufge-
nommenen Auslagen für C._ aus. So sei im Massnahmeentscheid vom
3. Juli 2017 für C._ ein Bedarf von Fr. 4'585.00 angenommen worden, nun-
mehr beziffere die Vorinstanz den Bedarf auf Fr. 404.00. Mit dem zugesproche-
nen Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.00 monatlich bei einem Einkommen von
Fr. 11'715.00 könnten nicht einmal die grundlegenden Bedürfnisse wie Grundbe-
trag, Wohnkosten und Krankenkasse bezahlt werden (act. 114 S. 30/31 Rz 52).
Der Beklagte bestreitet die Darstellung der Klägerin rundweg, die sich seiner An-
sicht nach mit der vorinstanzlichen Regelung überhaupt nicht auseinandersetze
(act. 120 S. 61).
Der von der Klägerin erwähnte Massnahmeentscheid vom 3. Juli 2017 ist
durch den Entscheid der Kammer vom 29. Dezember 2017 abgelöst worden und
hat insofern keine Geltung mehr. Beiden Entscheiden lag zudem eine gänzlich
andere Betreuungsregelung zu Grunde; insofern taugen diese Entscheide nicht
als Vergleich mit dem von der Vorinstanz gefällten Entscheid, da die Grundlagen
nunmehr anders sind. Weiterungen dazu erübrigen sich.
2.4.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der von der Einzelrichterin festge-
legte Barbedarf von C._ korrekt und nicht zu beanstanden ist.
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2.5. Als Fazit bleibt es bei der von der Einzelrichterin getroffenen Unterhaltsrege-
lung. Das Urteil ist auch insofern zu bestätigen.
C. Kosten- und Entschädigungsregelung
1. Erstinstanzliches Verfahren
Die Einzelrichterin hat die Kosten ihres Verfahrens der Klägerin zu zwei Drit-
tel und dem Beklagten zu einem Drittel auferlegt. Sodann hat sie die Klägerin ver-
pflichtet, dem Beklagten eine auf einen Drittel reduzierte Parteientschädigung in
der Höhe von Fr. 5'760.00 (inkl. 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen (act. 117 S. 43
Dispositiv Ziffern 13 und 14).
Die Klägerin beantragt die Aufhebung dieser Regelung und die Auferlegung
der Kosten an den Beklagten und dessen Verpflichtung, ihr eine reduzierte Par-
teientschädigung von mindestens Fr. 8'000.00 zu bezahlen (act. 114 S. 2 und
S. 31). Der Beklagte beantragt die Bestätigung des angefochtenen Entscheides
(act. 120 s. 62).
Da das vorinstanzliche Urteil bestätigt wird, besteht kein Anlass für eine an-
dere Kosten- und Entschädigungsregelung.
2. Berufungsverfahren
Die Klägerin unterliegt vollständig mit ihrer Berufung. Dementsprechend hat
sie die Kosten vollumfänglich zu tragen. Diese sind im Rahmen von § 6, § 5
Abs. 1 und § 12 GebVOG auf Fr. 4'000.00 festzusetzen.
Weiter hat die Klägerin den Beklagten zu entschädigen. Die Entschädigung
ist in Anwendung von § 6, § 5 Abs. 1 und § 13 Abs. 2 AnwGebV auf Fr. 7'500.00
festzusetzen. Mehrwertsteuer wurde keine verlangt (act. 120 S. 2, S. 62).
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