Decision ID: 1828c39a-b8ed-4624-9c86-deb235a48f54
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966, arbeitete
seit dem
1.
Januar 2009
bei der Y._
mit Sitz in
Z._
(Kanton Genf) und war damit für die berufliche Vorsorge bei der
Fondation
de
prévoyance
en
faveur
du
personnel
de DuPont de
Nemours
International
Sàrl
(nachfolgend: Vorsorgestiftung) angeschlossen
(
Urk.
2/6)
. Per 1. Januar 2015 wurde der Arbeitsvertrag mit der
Y._
aufgelöst und
X._
arbeitete in der Folge für deren
Schwesterfirma in Südafrika. Das Vorsorgeverhältnis mit der Vorsorgestiftung endete damit und die Vorsor
ge
stiftung überwies am 1
7.
Juli 2015 das Freizügigkeitsguthaben des Versicherten in der Höhe von
Fr.
190'759.60 an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG
(Urk.
2/6)
, welche das auf den Versicherten lautende Freizügigkeitskonto mit der Konto-Nr. 17-070-881-1 eröffnete
und den
ihr überwiesenen Betrag diesem Konto gutschrieb
(
Urk.
2/7)
.
Am 2
7.
Februar 2017 schloss die Auffangeinrichtung das Konto von
X._
und überwies das Guthaben in der Höhe von
Fr.
177'805.27 (
Fr.
191'556.37
abzüglich Quellensteuer von
Fr.
13'751.--
) auf ein Bankkonto bei der
A._
Bank in
B._
,
Vietnam
(
Urk
2/11
,
Urk.
2/15
)
.
X._
machte in der Folge gegenüber der Auffangeinrichtung gel
tend, die Überweisung sei nicht auf seinen Antrag hin erfolgt und das Gut
haben sei auch nicht ihm
bzw. auf ein ihn lautendes Bankkonto
überwiesen worden. Vielmehr habe die Auffangeinrichtung das Freizügigkeitsguthaben einem auf be
trügerische Weise handelnden Dritten ausbezahlt. Da die Auffang
einrichtung ihre Sorgfaltspflichten verletzt habe, habe sie ihm sein Guthaben
zurückzuerstatten
(
Urk.
2/13,
Urk.
2/19)
. Die Auffangeinrichtung weigerte sich, diesem Ansinnen nachzukommen, da sie sich auf den Standpunkt stellte, sie sei bei der Auszahlung des Freizügigkeits
guthabens
mit der gebotenen Sorgfalt
vorgegangen und habe damit ihr
e
Pflichten gegenüber
X._
vollständig erfüllt
(
Urk.
2/15,
Urk.
2/20)
.
2.
Am 1
6.
Mai 2018 erhob
X._
durch Rechtsanwalt Simon Hofstetter
gegen die Stiftung Auffang
einrichtung BVG Klage mit folgendem Rechtsbegeh
ren (
Urk.
1/1 S. 2):
«
1.
Die Beklagte sei zu verurteilen, CHF 191'556.37 zzgl. gesetzliche und regle
mentarische Verzinsung sowie Verzugszins von 5
%
jährlich seit dem 24.02.2017 auf das auf den Kläger lautende Freizügigkeitskonto Nr. 17-0170-881-1 gutzuschreiben;
2.
Eventualiter sei die Beklagte zu verurteilen, dem Kläger CHF 191'556.37 zzgl. gesetzliche und regle
mentarische Verzinsung sowie Verzugszins von 5
%
jährlich seit dem 24.02.2017 zu bezahlen;
3.
Die Beklagte sei zu verurteilen, dem Kläger CHF 7'387.50 zzgl. Verzugszins von 5
%
jährlich seit Eintritt der Rechtskraft des Urteils zu bezahlen.
4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der
Be
klagten.»
Die Beklagte ersuchte mit Klageantwort vom 1
9.
September 2018 um vollum
fängliche Abweisung der Klage (
Urk.
7). Mit Replik vom 1
0.
Januar 2019 hielt der Kläger an seinen Anträgen fest (
Urk.
14).
Mit Duplik vom 1
4.
März 2019 stellte die Beklagte abweichend zur Klageantwort folgende Anträge (
Urk.
19 S. 2):
«
1.
Das Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 der Klage vom 1
6.
Mai 2018 wird aner
kannt, ausser der Pflicht zur Bezahlung eines Verzugszinses.
2.
Im Weiteren, d.h. bezüglich Ziffer 2 und 3, ist die Klage abzuweisen.
3.
Unter ausgangsgemässer
Kostenfolge.»
Die Duplik wurde dem Kläger am 1
8.
März 2019 zugestellt (
Urk.
20). Mit Eingabe vom 2
2.
März 2019 reichte Rechtsanwalt Hofstetter zwei Honorarnoten betref
fend seinen Aufwand für das vorliegende Verfahren ein, mit welchen er eine Ent
schädigung von insgesamt
Fr.
24'202.25 (
Fr.
9'450.60 +
Fr.
14'751.
65)
geltend machte (
Urk.
21).
Diese Eingabe wurde der Beklagten am 1
5.
April 2019 zugestellt (
Urk.
22).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beklagte führte in der Duplik vom 1
4.
März 2019 (
Urk.
19) aus, sie habe den Fall nochmals eingehend analysiert und diverse
Massnahmen ergriffen, um ähn
liche Fälle zu verhindern. Es bestünden Hinweise auf eine allfällige Sorgfalts
pflichtverletzung, so dass sie bereit sei, dem Kläger die ausbezahlte Freizügig
keitsleistung in der Höhe von
Fr.
191'556.37 wieder (s)einem Freizügig
keitskonto gutzuschreiben. Diesbezüglich werde die Klage anerkannt.
1.2
Die Beklagte anerkenne im Weiteren auch, dass die Freizügigkeitsleistung zum reglementarischen Zinssatz zu verzinsen sei.
Dagegen habe der Kläger aber kei
nen Anspruch auf Verzugszins. Werde die Freizügigkeitsleistung wieder dem Frei
zügigkeitskonto des Klägers gutgeschrieben und verzinst, entstehe für den Kläger gar kein Schaden. Folglich könne auch kein Betrag fällig und die Beklagte nicht in Verzug geraten
sein (
Urk.
7 S. 22,
Urk.
19 S. 3)
Weiter verlange der Kläger, dass ihm die Beklagte ausserprozessuale Anwalts
kos
ten zu bezahlen habe. Die Beklagte bestreite deren Notwendigkeit und Ange
mes
sen
heit,
i
nsbesondere
sei
der
Beizug
eines
Anwaltes
gar nicht notwendig gewesen
. Es
sei
nicht richtig
, dass die Beklagte dem Kläger die Unterlagen nicht direkt habe zustellen wollen und ihm den
Beizug
eines
Anwaltes empfohlen habe.
Der Kläger hätte selber mit der Beklagte
n
bzw. der Aufsichtsbehörde kommuni
zieren können und die Aufsichtsbehörde sei ausserdem offensichtlich unzustän
dig gewesen. Schliesslich seien auch die in Rechnung gestellten Stundenansätze zu hoch
(
Urk.
19 S. 4 f.)
.
1.3
Der Kläger begründet seinen Anspruch auf Verzugszins damit, dass nach der Rechtsprechung reglementarische Leistungen als Forderungen mit einem be
stimmten Verfalltag gelten würden, weshalb der Verzug eintrete, ohne dass eine Mahnung des Versicherten nötig wäre. Im vorliegenden Fall sei die Frei
zügig
keitsleistung des Klägers «eigenmächtig» von der Beklagten an einen unbe
fugten Dritten am 2
4.
Februar 2017 ausbezahlt worden
und müsse ab diesem Zeitpunkt verzinst werden (
Urk.
1 S. 32).
Sodann müssten auch die ausserprozessualen Anwaltskosten des Klägers ersetzt werden, die nicht bereits durch die etwaig zuzusprechende Parteientschädigung gedeckt seien. Die Beklagte habe den Kläger aufgefordert, einen Anwalt zu beauftragen, da sie ihm die Unterlagen nicht habe zusenden wollen. Der Kläger habe in der Folge einen Anwalt beauftragt, welcher Akteneinsicht bei der Beklag
ten verlangt, sie zur Rückzahlung aufgefordert und die Aufsichtsbehörde benach
richtigt habe. Daraus seien dem Kläger Kosten von
Fr.
7'387.50 entstanden (
Urk.
1 S. 32
,
Urk.
2/26
).
2.
2.1
Im Privatrecht gilt eine generelle Verzugszinspflicht, sobald der Schuldner in Ver
zug ist (
Art.
104 OR). Analog zum Privatrecht gilt im Verwaltungsrecht als allge
meiner Rechtsgrundsatz, dass der Schuldner Verzugszins zu bezahlen hat, wenn er mit der Zahlung in Verzug ist, sofern das Gesetz nichts
anderes
vorsieht (BGE 101
Ib
252 E. 4b S. 258 f.; BGE 95 I 258 E. 3 S. 263; Urteil 2C_354/2015 vom
2
3.
Mai 2016 E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat allerdings vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die Rechtsprechung eine Verzugszins
pflicht grundsätzlich verneint, wenn sie nicht gesetzlich vorgesehen war (BGE 119 V 78 E. 3a S. 81; BGE 101 V 114 E. 3 S. 117 f.; Urteil K 40/05 vom 1
2.
Januar 2006 E.
4.1, in:
SVR
2006 KV Nr. 23 S. 75). Mit der Bestimmung des
Art.
26 ATSG (wel
cher im Bereich der beruflichen Vorsorge nicht gilt) ist für bestimmte Fälle eine Verzugszinspflicht statuiert worden. Die Rechtsprechung hat daraus geschlossen, dass in den anderen, im Gesetz nicht genannten Fällen, keine Verzugszinspflicht besteht (vgl. zum Ganzen: Urteil 9C_98/2009 vom 3
0.
Juni 2009 E. 4.1, in: SVR 2009 BVG Nr. 33 S. 124).
2.2
Im Berufsvorsorgerecht werden Verzugszinsen sowohl im Leistungs- als auch im Beitragsbereich im Falle fehlender statutarischer Grundlage gestützt auf
Art.
104
Abs.
1 OR zugelassen (BGE 119 V 131 E. 4a S. 133 f.; BGE 119 V 78 E. 3b S. 82; BGE 116 V 112; BGE 115 V 27 E. 8 S. 35 ff.; Urteil B 5/88 vom 2
5.
Juli 1989 E.
4b, in:
SZS
1990 S. 161). Diese Sonderstellung ist weniger als eigentliche Aus
nahme von der dargelegten Rechtsprechung, wonach auf dem Gebiet der Sozial
versicherung grundsätzlich ohne gesetzliche Grundlage keine Verzugs
zinsen ge
schuldet sind (E. 2.1 oben), sondern in erster Linie vor dem Hintergrund der Ent
wicklung des betreffenden Rechtszweiges zu verstehen. Denn die Gewäh
rung von Verzugszinsen war im Bereich der beruflichen Vorsorge seit jeher aufgrund der vorsorgevertraglichen Entstehung des Versicherungsverhältnisses und der damit anwendbaren allgemeinen Bestimmung des Obligationenrechts die Regel, und es hat diese Ordnung durch das geltende Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) keine Änderung erfahren (BGE 145 V 18 E. 4.2 mit Hinweisen).
2.3
Die zu zahlenden Verzugszinsen ergeben sich in erster Linie aus dem Reglement. Bei Fehlen einer entsprechenden Regelung ist
Art.
104
Abs.
1 OR heranzuziehen, wonach ein Verzugszins von 5
%
geschuldet ist (BGE 119 V 131 E. 4b S. 134). Dabei gelten nach der Rechtsprechung reglementarische Leistungen als Forderun
gen mit einem bestimmten Verfalltag, weshalb der Verzug eintritt, ohne dass eine Mahnung des Versicherten nötig wäre (BGE 1
27 V 377 E. 5e/
bb
S. 389
f.).
2.4
Vorliegend ist die Beklagte nicht mit einer reglementaris
chen Leistung in Verzug geraten. Der Kläger hätte
unter Umständen
zwar
einen Anspruch auf Barauszah
lung seiner Freizügigkeitsleistung gehabt, er
hat
einen solchen aber anerkannte
r
massen gar nicht gestellt
und er
macht
ihn auch im vorliegenden Verfahre
n nur eventualiter geltend, d.h. e
s
wäre
nur zu dessen Prüfung
gekommen
, wenn der Hauptantrag auf Wiederherstellung seines Freizügigkeits
kontos bei der Beklagten
nicht gutzuheissen
gewesen
wäre.
Durch die Wiederherstellung des Freizügig
keitskontos und die Gutschreibung des reglemen
tarischen Zinses sei
t
dem 2
4.
Februar 2017 wird der dem Kläger entstandene Schaden vollständig
ausge
glichen
. Ein zusätzlicher Verzugsschaden, für welchen die Beklagte einen Ver
zugszins zu bezahlen hätte, entsteht dem Kläger nicht. Wie erwähnt befindet sich die Beklagte mit keiner dem Kläger zustehenden
reglementarischen
Leistung in Verzug.
2.5
Die Beklagte
ist somit
im Sinne ihrer Klageanerkennung
zu verpflichten, Fr.
191'556.37 zzgl. reglementarischer und gesetzlicher Zins seit dem 2
4.
Februar 2017 auf das auf den Kläger lautende Freizügigkeitskonto Nr. 17-0170-881-1 gutzuschreiben.
Bezüglich des vom Kläger verlangten Verzugszinses ist die Klage abzuweisen.
3.
3.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Par
teikosten. Deren Höhe wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu
tung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Gemäss
§
7
Abs.
1 der Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungs
gericht (
GebV
SVGer) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
3.2
Vorprozessuale Anwaltskosten werden in der Regel mit der Parteientschädigung entgolten (BGE 133 II 361 E. 4.1 S. 363; 117 II 394 E. 3 S. 395 mit Verweisen). Dies gilt namentlich im Anwendungsbereich der ZPO (vgl. BGE 139 III 190 E. 4.2 ff. S. 192). Sie können nur ganz ausnahmsweise separat als Schaden eingeklagt werden, wobei die Widerrechtlichkeit ihrer Verursachung durch die Gegenpartei eigens begründet werden muss. Sonst gehören sie in aller Regel zu den Kosten des laufenden Verfahrens, die ebenso wenig wie die Zinsen zum Streitwert ge
rechnet werden (vgl.
Art.
91 ZPO) und nicht als selbständiger Anspruch einge
klagt werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_148/2016 vom 3
0.
Au
gust 2016 E. 2.4). So hob das Bundesgericht in seinem Urteil 4A_264/2015 vom 1
0.
August 2015 E. 4.2.2 hervor, dass die Partei, die den Ersatz vorprozessu
aler Anwaltskosten einklage, substantiiert darzutun habe, d.h. die Umstände zu nen
nen habe, die dafür sprechen würden, dass die geltend gemachten Aufwen
dung haftpflichtrechtlich als Bestandteil des Schadens zu betrachten seien, mithin ge
rechtfertigt, notwendig und angemessen gewesen seien, der Durchsetzung der Forderung gedient hätten und nicht durch die Parteientschädigung gedeckt seien.
In diesem Zusammenhang genüge ein blosser Verweis auf die Honorarnote nicht. Konkretisierungen und Erläuterungen derselben seien unerlässlich.
3.3
Die Behauptung des Klägers, es sei ihm von der Beklagten gesagt worden, sie gewähre ihm nur Akteneinsicht, wenn er einen Anwalt damit beauftrage (
Urk.
1 S. 11), wird von der Beklagten bestritten (
Urk.
7 S. 22).
Die Frage kann letztlich
offen bleiben
, da das Einfordern bzw. Sammeln der für die Prozessführung not
wendigen Unterlagen ohnehin zum im Rahmen der Prozessentschädigung zu ent
geltenden Aufwand gehört und nicht als vorprozessualer Aufwand separat zu entschäd
igen ist. Nicht zu entschädigen ist aber der Aufwand für das Verfahren bei der Aufsichtsbehörde, da die Beklagte n
icht dafür aufzukommen hat, dass
der Kläger
ein
Verfahren bei einer unzuständigen I
nstanz eingeleitet hat
. Ebenso we
nig hat die Beklagte für den Mehraufwand aufzukommen, welcher dadurch ent
standen ist, dass der Kläger zur Durchsetzung seiner Ansprüche zwei verschiedene Rechtsanwälte bzw. zwei verschieden
e Anwaltskanzleien beauftragt
hat.
Der gel
tend gemachte Aufwand von 18 Stunden und 15 Minuten für vorprozessuale Be
mühungen ist somit als massiv zu hoch zu qualifizieren
(Urk.
2/26)
. Für die In
struktion durch den Kläger, das Einfordern der Akten bei der Beklagten und deren Sichtung sowie die Bemühungen,
mit der Beklagten
eine aussergerichtliche Eini
gung zu erzielen, erscheint ein Aufwand von fünf Stunden angemessen.
V
öllig überhöht erscheint sodann auch der geltend gemachte Aufwand für die Verfassung der Klageschrift von 39,72 Stunden und der Replik von 68,20 Stun
den, total also 107,92 Stunden (
Urk.
21).
Die Bedeutung der Streitsache ist ange
sichts der Streitsumme von
Fr.
191'556.37 zwar als hoch zu qualifizieren und der Sachverhalt erweist sich als recht komplex, insbesondere war der Ablauf bis zur anerkanntermassen an einen unberechtigten Dritten vorgenommenen Barauszah
lung des Freizügigkeitsguthabens nicht einfach zu rekonstruieren.
Besonders schwierige rechtliche Fragen stellten sich dagegen nicht, es ist zur Frage der von den Vorsorgeeinrichtungen zu wahrenden Sorgfaltspflichten bei der Barauszah
lung von Freizügigkeitsleistungen eine umfangreiche Rechtsprechung vorhanden.
3.4
In Anbetracht der zwei sehr umfangreichen Rechtsschriften, des mittelgrossen Aktenumfangs und
der im mittleren Bereich liegenden
Komplexität des Falles
erscheint
ein Aufwand von maximal
25
Stunden noch als gerechtfertigt. Bei einem
gerichtsüblichen
Stundenansatz von
Fr.
220.
-- und unter Berücksichtigung von als angemessen scheinenden Barauslagen von knapp Fr. 100.
-- und insge
samt 30 Stunden
ist die Prozessentschädigung somit auf
insgesamt
Fr.
7'
2
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und ausgangsgemäss der Be
klagten aufzuerlegen.
4.
Da
§
33
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) in Verbindung mit
Art.
73
Abs.
2 BVG ein in der Regel kostenloses Verfahren ga
rantiert und
der unterliegenden Beklagten
keine mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung vorzuwerfen ist (e
contrario
§
33
Abs.
2
GSVGer
) sind keine Ge
richtskosten zu erheben.