Decision ID: f49afb7e-95ac-4678-b475-a898d73735e4
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
N._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
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A.a N._, geboren 1952, meldete sich am 14. April 2005 zum Bezug von IV-
Leistungen (Rente) an. Er machte geltend, an Rückenproblemen und Problemen mit
den inneren Organen zu leiden (act. G 9.1/1). Der behandelnde Arzt, Dr. med. A._,
Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Arztbericht vom 24. April 2005
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine aethylische Leberzirrhose Child C mit
Oesophagusvarizen Grad I, einen Zustand nach Dekompensation mit massiver
Aszitesbildung im Januar 2005 sowie einen chronischen Aetylabusus mit
alkoholinduzierter Epilepsie, aktuell abstinent seit 3 Monaten. Für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Maurer und Schweisser (act. G 9.1/14) attestierte er dem Versicherten seit
dem 11. Januar 2005 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Andere Tätigkeiten seien ihm
aufgrund der schweren allgemeinen Beeinträchtigung seines Gesundheitszustandes
durch die Leberzirrhose nicht zumutbar (act. G 9.1/11). Dr. med. B._, Kantonales
Spital Y._, Klinik für Innere Medizin, stellte im Arztbericht vom 11. Mai 2005 mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnose einer aethylischen Leberzirrhose
Child C mit Oesophagusvarizen Grad I sowie eines chronischen Aethylmissbrauchs mit
alkoholinduzierter Epilepsie (act. G 9.1/12).
A.b Im Verlaufsbericht vom 4. Februar 2006 gab Dr. med. A._ an, dass der
Versicherte weiterhin strikte alkoholabstinent sei. Es bestehe nach wie vor eine stark
eingeschränkte psychische und physische Belastbarkeit (act. G 9.1/13).
A.c Am 2. Oktober 2006 beauftragte die IV-Stelle die ABI Aerztliches
Begutachtungsinstitut GmbH mit einer interdisziplinären Begutachtung des
Versicherten (act. G 9.1/18). Am 5. März und 2. April 2007 wurde der Versicherte durch
die ABI-Gutachter internistisch, psychiatrisch und neurologisch untersucht. Im
Gutachten vom 9. Mai 2007 diagnostizierten sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein chronisches Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 M 51.2) bei degenerativen
Veränderungen, muskulärer Dysbalance und Fehlhaltung sowie einen intermittierenden
Trümmel unklarer Ursache (ICD-10 H81.9). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bestünden eine leichtgradige sensible Polyneuropathie (ICD-10 G62.9) sowie eine
Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.2), seit ca. zweieinhalb Jahren abstinent. Subjektiv
und objektiv im Vordergrund stünde die Problematik bezüglich der Kreuzschmerzen.
Dem Versicherten seien körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere adaptierte
Tätigkeiten mit einer 80%igen Leistungsfähigkeit medizinisch theoretisch zumutbar.
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Der Versicherte mache adäquate Angaben bezüglich der Einschätzung seiner
Arbeitsfähigkeit. Er sehe das Problem vor allem darin, dass er keine adaptierte Tätigkeit
finden könne. Deshalb empfahlen die ABI-Gutachter eine berufsberaterische Evaluation
(act. G 9.1/21.1 ff.).
A.d Gestützt auf die medizinische Beurteilung der ABI-Gutachter ermittelte die IV-Stelle
im Vorbescheid vom 25. Juli 2007 unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von
10% einen Invaliditätsgrad von 28% und stellte dem Versicherten die Abweisung
seines Rentenbegehrens in Aussicht (act. G 9.1/29).
B.
B.a Der Versicherte erhob dagegen am 14. September 2007 Einwand und brachte vor,
er leide nebst körperlichen Beschwerden auch an psychischen Problemen. Er befinde
sich zurzeit in psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. C._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie (act. G 9.1/30).
B.b Am 18. September 2007 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentenbegehrens entsprechend dem Vorbescheid vom 25. Juli 2007 (act. G 9.1/31).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 16. Oktober
2007. Der Beschwerdeführer beantragt darin sinngemäss deren Aufhebung und macht
geltend, er könne aufgrund seiner psychischen und physischen Einschränkungen nicht
mehr arbeiten (act. G 1). Der Beschwerdeeingabe ist eine ärztliche Stellungnahme von
Dr. med. C._ vom 16. Oktober 2007 beigelegt. Dieser berichtet, dass sich der
Beschwerdeführer seit August 2007 bei ihm in psychiatrisch-psychotherapeutischer
Betreuung befinde. Der negative Vorbescheid der Beschwerdegegnerin habe beim
Beschwerdeführer zu einer depressiven Reaktion geführt. Die physische und
psychische Belastbarkeit sei wegen der Leberzirrhose mit portaler Hypertension auch
bei absoluter Alkoholkarenz deutlich eingeschränkt (act. G 1.2).
C.b Die ABI-Gutachter nahmen am 20. November 2007 Stellung zur ärztlichen
Einschätzung von Dr. med. C._ vom 16. Oktober 2007. Sie halten fest, es hätten sich
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anlässlich der Begutachtung beim Beschwerdeführer keine Hinweise für eine
depressive Störung finden lassen. Es sei nachvollziehbar, dass dieser auf den
ablehnenden Bescheid der Beschwerdegegnerin depressiv reagiert habe. Wie aber der
behandelnde Psychiater mitteile, sei der Beschwerdeführer nach wie vor in der Lage,
seinen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Es handle sich demnach nur um eine leichte
depressive Reaktion. Diese begründe aber aus psychiatrischer Sicht keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. G 9.1/41).
C.c Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 18. Dezember
2007, dass die Beschwerde abzuweisen sei. Sie bringt vor, dass dem ABI-Gutachten
voller Beweiswert zukomme und gestützt darauf das Rentengesuch zu Recht abgelehnt
worden sei. Die leichte depressive Reaktion auf den negativen Vorbescheid sei nicht
invalidisierend. Dr. med. C._ habe zudem keine psycho-pathologischen Befunde
aufgeführt, die eine invalidisierende psychische Erkrankung beim Beschwerdeführer
nahe legen würden. Es bestehe kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen (act.
G 9).
C.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen
Bestimmungen anzuwenden.
2.
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2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.2 Die Rentenabstufungen des Art. 28 Abs. 2 aIVG geben bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.
2.3 Für die Bemessung der Invalidität bei einer erwerbstätigen versicherten Person
wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den
Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und
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inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 400 E. 4.1) zur Überzeugung, ein
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 360 E. 5b mit
Hinweisen) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden
Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise
weder eine Verletzung der Untersuchungsmaxime noch eine Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).
2.5 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle
Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch
den Umstand allein, dass sie von einer Partei eingeholt und in das Verfahren
eingebracht wurden, ohne weiteres minder beweiskräftig sind. Denn auch sie können
nützliche Äusserungen zum medizinischen Sachverhalt enthalten. Daraus folgt
wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom
Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten
besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die Auffassungen und
Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in rechtserheblichen Fragen
derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen wäre (BGE 125 V 351 E. 3c).
Was Berichte von Hausärzten angeht, so darf diesen nicht zum Vorneherein jede
Glaubwürdigkeit abgesprochen werden. Indes darf und soll die Erfahrungstatsache
mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005
i.S. A., 4P.254/2005, E. 4.2).
3.
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3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt die von ihr der Invaliditätsbemessung zu Grunde
gelegte 80%ige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf das interdisziplinäre ABI-
Gutachten vom 9. Mai 2007 (act. G 9.1/21).
3.2 Im Hinblick auf die Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass
das ABI-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären zweitägigen Abklärungen,
mithin auf allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange
umfassend ist. Die Vorakten wurden verwertet und die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Das Gutachten leuchtet in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein, dies insbesondere auch durch die Auseinandersetzung mit
früheren, teilweise divergierenden ärztlichen Beurteilungen. Vor diesem Hintergrund
vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit sowie die Beurteilung der Suchtproblematik zu überzeugen. Das
ABI-Gutachten erfüllt alle praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige Gutachten (vgl.
BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Es ergeben sich
keine Anhaltspunkte, die ernsthafte Zweifel an der Beweiskraft des ABI-Gutachtens
entstehen lassen.
3.3 Auch der Beschwerdeführer vermag keine konkreten Mängel am ABI-Gutachten
oder der Gutachtenserstellung zu benennen. Ebenso ist die fachärztliche Qualifikation
der Gutachter unbestritten geblieben. Seine Kritik an der gutachterlichen
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stützt der Beschwerdeführer auf seine Selbsteinschätzung,
dass er nicht mehr arbeiten könne, sowie auf den ärztlichen Bericht des behandelnden
Psychiaters Dr. med. C._ vom 16. Oktober 2007 (act. G 1, 1.2).
3.3.1 Was die ärztliche Stellungnahme des behandelnden Psychiaters anbelangt, so
enthält sie keine Diagnose und zeigt insbesondere nicht auf, inwiefern die Einschätzung
der ABI-Gutachter mangelhaft sei. Es fehlt eine entsprechende Auseinandersetzung.
Des Weiteren nimmt Dr. med. C._ keine eigene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor,
sondern berichtet nicht näher fassbar, dass die Belastbarkeit (physisch und psychisch)
deutlich eingeschränkt sei (act. G 1.2). Die Stellungnahme von Dr. med. C._ vermag
daher keine Zweifel am Beweiswert des ABI-Gutachtens entstehen zu lassen.
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3.3.2 Zum Umstand, dass es infolge des negativen Vorbescheids beim
Beschwerdeführer zu einer depressiven Reaktion gekommen sei (act. G 1.2), nehmen
die ABI-Gutachter mit Schreiben vom 20. November 2007 eingehend Stellung. In
Würdigung der ärztlichen Stellungnahme von Dr. med. C._ kommen sie –
insbesondere aufgrund der unverändert gebliebenen Freizeitgestaltung des
Beschwerdeführers – nachvollziehbar zum Schluss, dass es sich nur um eine leichte
depressive Reaktion auf den negativen Vorbescheid handle (act. G 9.1/41). Wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, ist eine leichte depressive Reaktion nicht
geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen, zumal bei einem
derartigen Gesundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, dass die
versicherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit bei
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten,
abwenden könnte (vgl. BGE 131 V 50 E. 1.2).
3.4 Im Lichte dieser Verhältnisse durfte die Beschwerdegegnerin zu Recht von
weiteren Abklärungsmassnahmen absehen und den Einkommensvergleich gestützt auf
die im ABI-Gutachten enthaltene Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vornehmen. Es ist
demnach davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten
Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist. Gestützt auf diese Arbeitsfähigkeitseinschätzung und
unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Abzuges vom Invalideneinkommen im
Umfang von 10% (act. G 9.1/26) hat die Beschwerdegegnerin korrekt einen
Invaliditätsgrad von 28% ermittelt (act. G 9.1/31). Die Ablehnung eines
Rentenanspruchs durch die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht erfolgt.
4.
Berufliche Massnahmen bildeten nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung. Im
Hinblick darauf, das im zu beurteilenden Fall mangels erforderlichen Invaliditätsgrades
kein Rentenanspruch besteht, ist die Frage betreffend berufliche Massnahmen auch
nicht notwendigerweise Streitgegenstand. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass die
Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers in einem Ausmass eingeschränkt ist, welches
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen nicht von vornherein ausschliesst. Ferner
empfehlen die ABI-Gutachter die Vornahme beruflicher Massnahmen, da der
Beschwerdeführer seine gesundheitliche Situation adäquat einschätzt und das Problem
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vor allem darin sehe, dass er keine adaptierte Tätigkeit finden könne (act. G 9.1/21.15).
Sofern der Beschwerdeführer einen entsprechenden Antrag stellt, wird die
Beschwerdegegnerin die Voraussetzungen für die Gewährung beruflicher Massnahmen
umfassend zu prüfen haben.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtspflege am
14. Januar 2008 bewilligt (act. G 10). Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von
der Bezahlung zu befreien. Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des
Beschwerdeführers es gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten
verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG