Decision ID: c42f1e1e-f920-5d7f-93c2-121bfbee8ee0
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin für sich und ihr Kind am 22. Mai 2020 in der
Schweiz um Asyl nachsuchte (elektronische Akten des SEM [...] / N [...]
[SEM-act.] 1),
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 16. Juli 2020 – eröffnet am 17. Juli
2020 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das
Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Kroatien
anordnete und die Gesuchstellenden aufforderte, die Schweiz spätestens
am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (SEM-act. 33),
dass sie gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den
Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwer-
deführenden verfügte,
dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 21. Juli 2020 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben (Ak-
ten des BVGer [Rek-act.] 1),
dass sie in der Sache die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und
das Eintreten auf ihr Asylgesuch, eventualiter die Rückweisung der Ange-
legenheit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung beantragten,
dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung, sofortige Anordnung des Vollzugsstopps und um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege mit Verbeiständung ersuchten,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 22. Ju-
li 2020 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG),
dass ebenfalls noch am 22. Juli 2020 der zuständige Instruktionsrichter mit
superprovisorischer Massnahme den Vollzug der Überstellung der Be-
schwerdeführenden einstweilen aussetzte (Rek-act. 2),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
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dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise
Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert
sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass als staatsvertragliche Grundlage die Verordnung (EU) Nr. 604/2013
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-
legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der
für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen
in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-
ständig ist, (nachfolgend: Dublin-III-VO, ABl. L 180/31 vom 29.6.2013) zur
Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
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dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
nach Art. 21 und Art. 22 Dublin-III-VO die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-
VO) genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der
Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) an-
zuwenden sind, und dabei von der Situation im Zeitpunkt auszugehen ist,
in dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat ge-
stellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass dagegen im Rahmen eines sogenannten Wiederaufnahmeverfahrens
nach Art. 23 bis Art, 25 Dublin-III-VO (engl.: take back), wie es in casu vor-
liegt, grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III
stattfindet (vgl. EuGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019, H. und R.,
C-582/17 und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 61, 67, 80, 84; BVGE 2017
VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.),
dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Dublin-III-VO der nach dieser Verordnung zu-
ständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der während der
Prüfung seines Antrags (Bst. b) oder nach dessen Ablehnung (Bst. d) in
einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Ho-
heitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach
Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen,
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführerin mit der
«Eurodac»-Datenbank ergab, dass diese am 18. Dezember 2020 in Kroa-
tien rechtswidrig die Aussengrenze des Hoheitsgebiets der Dublin-Mitglied-
staaten überschritten und am gleichen Tag in diesem Staat ein Asylgesuch
eingereicht hatte (SEM-act. 8),
dass die Vorinstanz die kroatischen Behörden am 22. Juni 2020 daher um
Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 23 in Verbin-
dung mit Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte, und die kroatischen
Behörden dem Gesuch um Wiederaufnahme am 23. Juli 2020 gestützt auf
Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dublin-III-VO zustimmten (SEM-act. 20 und 23),
dass somit die Zuständigkeit Kroatiens grundsätzlich gegeben ist, was in
der Beschwerde nicht bestritten wird,
dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-
nahmebedingungen in Kroatien wiesen für Personen in der Situation der
Beschwerdeführenden systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3
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Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, weshalb eine Übernahme der Zu-
ständigkeit gestützt auf die genannte Bestimmung nicht angezeigt ist (Ur-
teil BVGer F-2315/2020 vom 11. Mai 2020 E. 6),
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-
trittsrecht),
dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1,
SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es
ins pflichtgemässe Ermessen des SEM legt, ein Gesuch aus humanitären
Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, dass
ein anderer Staat dafür zuständig ist,
dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer
Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich
zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm
des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil
des BVGer F-3457/2019 vom 11.7.2019 E. 4.4, je m.H),
dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze weiterhin
die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäi-
schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-
meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-
tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29.6.2013)
sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die
Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Auf-
nahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29.6.2013) ergeben,
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dass zu diesen Rechten namentlich der Zugang zur erforderlichen medizi-
nischen Versorgung gehört, die zumindest die Notversorgung und die un-
bedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psychi-
schen Störungen umfasst (Art. 19 Aufnahmerichtlinie),
dass zwar die Vermutung, Kroatien halte seine völkerrechtlichen Verpflich-
tungen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber konkreter
und ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffenen
glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer
D-5698/2017 vom 6.3.2018 E. 5.3.1),
dass sich die Beschwerdeführerin auf ihren schlechten gesundheitlichen
Zustand beruft – den Medizinalakten können Kopfschmerzen, Bluthoch-
druck, Übergewicht, Gelenkschmerzen, Verdacht auf mittelgradige depres-
sive Störung, Vorliegen der Kriterien für eine posttraumatische Belastungs-
störung entnommen werden – und die Befürchtung äussert, sie werde in
Kroatien nach ihrer Überstellung wie bereits bei ihrem ersten Aufenthalt
dort medizinisch nicht hinreichend betreut,
dass die Beschwerdeführerin ferner vorbringt, nach der Trennung von ih-
rem Ehemann gehe es ihr schon hier in der Schweiz schlecht und in Kroa-
tien werde es ihr noch schlechter gehen, zumal – sollte ihr dort etwas zu-
stossen – niemand für das Kind sorgen würde,
dass sie als alleinstehende Frau mit Kind in Kroatien nicht leben könne, bei
ihrem ersten Aufenthalt dort keine Unterstützung und kein Essen erhalten
habe, ihr Kind dort nicht betreut worden sei und die Schule nicht habe be-
suchen können,
dass die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, sei wäre als An-
gehörige der Sikhs in Kroatien ganz allein auf sich gestellt, ohne ihre reli-
giöse Gemeinschaft,
dass die Aufnahmebedingungen in Kroatien, wie sie von der Beschwerde-
führerin geschildert werden, den in der angefochtenen Verfügung darge-
legten Erkenntnissen zur Lage vulnerabler und auf medizinische Betreu-
ung angewiesener Personen in diesem Staat widerspricht, und die Vorbrin-
gen der Beschwerdeführerin in ihrer Allgemeinheit und fehlenden Substanz
nicht geeignet sind, diese Erkenntnisse in Frage zu stellen,
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dass im Übrigen beträchtliche Zweifel an der persönlichen Glaubwürdigkeit
der Beschwerdeführerin bestehen, weil sie in verschiedener Hinsicht ver-
suchte, die schweizerischen Behörden zu täuschen,
dass die Beschwerdeführerin nämlich gegenüber den kroatischen und den
schweizerischen Behörden unter verschiedenen Identitäten aufgetreten ist
(den kroatischen Behörden ist die Beschwerdeführerin unter der Identität
C._, geb. [...] 1985, und ihr Sohn unter der Identität D._,
geb. [...] 2014, bekannt, [SEM-act. 23]),
dass sich die Beschwerdeführerin ferner vorerst als verwitwet ausgab, um
später zu behaupten, sie sei seit anderthalb Jahren nach dem Ritus ihrer
Religionsgemeinschaft (Sikhs) mit einem gewissen E._ verheiratet,
dass sie und ihr Ehemann wohl aufgrund von Verständigungsschwierigkei-
ten in der Schweiz nicht als Familie registriert und getrennt worden seien,
obwohl sie beide angegeben hätten, sie bildeten eine Familie,
dass die Vorinstanz auf das Asylgesuch des angeblichen Ehemannes, der
sich ebenfalls als Asylsuchender in Kroatien aufgehalten hatte, mit Verfü-
gung vom 20. Juli 2020 gestützt auf dieselbe Rechtsgrundlage wie bei den
Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist und ihn nach Kroatien wegge-
wiesen hat,
dass sich der angebliche Ehemann, der den kroatischen Behörden eben-
falls unter einer anderen Identität bekannt ist, in seiner Beschwerde gegen
die vorerwähnte Verfügung erstmals auf die Ehe mit der Beschwerdefüh-
rerin berief, nachdem er sich zuvor stets als ledig ausgegeben hatte,
dass er diesen Umstand abweichend von der Beschwerdeführerin nicht mit
Verständigungsschwierigkeiten, sondern einer Empfehlung des Schlep-
pers erklärte, die Ehe gegenüber den schweizerischen Behörden zu ver-
schweigen und getrennt um Asyl nachzusuchen,
dass im Übrigen die den angeblichen Ehemann betreffende Verfügung der
Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen ist, nachdem das Bundesverwal-
tungsgericht seine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen hat, er
folglich nach Kroatien überstellt wird,
dass deshalb die Argumentation der Beschwerdeführerin, sie werde in Kro-
atien als alleinstehende Frau mit Kind besonderen Schwierigkeiten ausge-
setzt sein, ohnehin die Grundlage entzogen wird, zumal die kroatischen
Behörden die Beschwerdeführenden und den angeblichen Ehemann als
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Familie wahrnehmen, wie der kroatischen Zustimmungserklärung zur Wie-
deraufnahme des angeblichen Ehemannes entnommen werden kann,
dass die Beschwerdeführenden somit keine konkreten Hinweise für die An-
nahme dargetan haben, Kroatien würde ihnen dauerhaft die ihnen gemäss
Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorent-
halten, sie sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nö-
tigenfalls an die kroatischen Behörden wenden und die ihnen zustehenden
Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnten (Art. 26
Aufnahmerichtlinie),
dass Kroatien schliesslich über eine mit der Schweiz vergleichbare intakte
medizinische Infrastruktur verfügt und den Ausführungen der Beschwerde-
führerin keine ernsthaften Hinweise dafür entnommen werden können,
dass Kroatien seinen Verpflichtungen in medizinischer Hinsicht nicht nach-
komme und den Beschwerdeführenden die medizinische Versorgung ver-
weigert habe oder verweigern könnte,
dass andere Gründe, die der Schweiz Anlass geben würden, von ihrem
Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu
machen, weder geltend gemacht werden noch ersichtlich sind, wobei an
dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-
den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-
wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht eingetre-
ten ist und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Kroatien
angeordnet hat,
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-
gung der Vorinstanz zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als
gegenstandslos erweist,
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dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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