Decision ID: db6c3485-1478-461e-8fa6-aba38bd6afdd
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die
1967 geborene
X._
, gelernte
Coiffeuse
und Mutter zweier Kinder (geb. 1997 und 2000)
, arbeitete zuletzt
seit
2004
als
selbständigerwerbende
Coiffeuse
in einem Pflegezentrum in
Y._
(
Urk.
8/6,
Urk.
8/13
,
Urk.
8/68/15
). Am 11. Juni
2012 (Ein
gangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf seit dem Jahr 2011 bestehende Nieren- und Harnleit
er
probleme
nach einer missglückten Routineoperation
im Oktober
2011
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4).
Die IV-Stelle zog
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk.
13
), Berufsauslagen der Versicherten (Urk. 8/17) und die Akten
des Kranken
taggeldversicherers (Urk. 8/15, Urk. 8/27, Urk. 8/51) bei und holte Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 8/16, Urk. 8/22, Urk. 8/31, Urk. 8/45, Urk. 8/47 und Urk. 8/49) ein
.
Im Rahmen der weiteren Abklärungen der medizinischen Verhältnisse liess die IV-Stelle bei der Medizinischen
Abklä
rungsstelle
(
Medas
)
Z._
,
A._
,
ein polydisziplinäres Gutach
ten erstellen (Gutachten vom
17
.
Juli
2014
, Urk. 8/68
; Fachrichtungen: Allgemeine Innere Medizin, Gynäkologie, Urologie, Orthopädie, Psychiatrie
).
In der Folge holte d
ie
IV-Stelle bei den Gutachtern des
Z._
eine
ergänzende
Stellungnahme ein (Stellungnahme vom 2
9.
Januar
2015, Urk. 8/87).
Am
23.
April
201
5
erging
der
Vorbescheid, mit welchem
X._
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
die
Zusprache
einer
befristeten
ganzen Rente
vom
1. Dezember
2012
bis am 2
8.
Februar
2013
und
einer
befristeten
Dreiviertelsrente
im Zeitraum zwischen dem
1.
März 2013 und dem 3
0.
Juni 2014
gestützt auf einen 69%igen IV-Grad
in Aussicht gestellt wurde (Urk. 8/
94
).
In der Folge verfügte die IV-Stelle wi
e vorbeschieden (
Urk.
8/105 [2.
Verfügungsteil]
, Urk.
8/
113 [=
Urk.
2/1-2]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
9.
September 2015 Beschwerde
und beantragte, die angefochtene
n
Verfügung
en
sei
en
aufzuheben und es seien ih
r die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle bean
tragte m
it Beschwer
deantwort vom 15. Oktober 2015
Abweisung der Beschwerde
(Urk. 7). Mit Verfügung vom 2
0.
Oktober 2015 wurde das Doppel der
Beschwer
de
antwort
der Beschwerdeführerin zugestellt (Urk. 9).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Lei
s
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E.
6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei
der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E.
1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V
264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den
Rentenanspruch erhebliche Ände
ru
ng des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstu
fung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente
(BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gute
n
Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erziele
n (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar
201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Novem
ber
2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr
nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial
-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundes
gerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.2.3
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht von seiner bisherigen Rechtspre
chung, wonach eine
somatoforme
Schmerzstörung oder ähnliche Störungen und ihre Folgen vermutungsweise mit einer zumutbaren Willensanstrengung über
windbar sind (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, 139 V 547 E. 3), Abstand ge
nommen und eine neue Basis für die Anspruchsklärung bei solchen Leiden be
gründet (E. 6): An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG - ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objek
ti
vierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden
Person - ändert
sich dadurch nichts (E.
3.7). An die Stelle des bisherigen Krite
rien
katalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Standardindikatoren (E. 4). Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad (E. 4.3) und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen einteilen (E. 4.4). Die Standardindikatoren um
schreibt das Bundesgericht im genannten Urteil wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten
(E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederung
sanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
Der Prüfungs
raster ist rechtlicher Natur (E.
5 Ingress). Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikatoren (E. 5.1) wie auch bei deren - rechtlich gebotenen - Anwendung im Einzelfall zusammen (E. 5.2).
1.2.4
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (be
treffend die rechtsstaatlichen Anforderung
en an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid ve
rlieren gemäss altem Verfahrens
standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelf
alls mit seinen spezifischen Ge
gebenhei
ten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschl
iessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr
materiell-beweisrecht
lich
geänderten Anforderungen ist
in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die bei
gezogenen admi
nistrativen und/o
der gerichtlichen Sachverständi
gengutach
ten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärzt
lichen Berich
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte d
er massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe
und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
1.
3
Nach der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 ZGB) obliegt es bei erstmaliger
Renten
prüfung
der versicherten Person, die invalidisierenden Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (
BGE 139 V 547
E. 8.1).
Der Nachweis der Invalidität im Rechtssinn setzt eine gesundheitlich bedingte, erhebliche und evidente, dauerhafte sowie objektivierbare Beeinträch
tigung der Arbeitsfähigkeit voraus (BGE 139 V 547 E. 9.4). Sowohl bei Leiden, deren Ursache bekannt oder (bildgebend) zu objektivieren ist, als auch bei Be
schwerden mit unklarer Ätiologie und Kausalität vermögen die subjektiven An
gaben der versicherten Person eine invalidenversicherungsrechtlich relevante
Arbeitsunfähigkeit jedenfalls nicht ohne Weiteres nachzuweisen (BGE 140 V 290
E.
3.3.1 mit Hinweisen). Eine Anspruchsberechtigung setzt daher stets eine nach
vollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und
Erwerbsfähigkeit voraus (BGE 140
V 290 E. 3.3.2).
Nach neuer Gerichtspraxis ist bei
somatoformen
Schmerzstörungen und ver
gleich
baren psychosomatischen Leiden (BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) d
ie
Anerkenn
ung einer rentenbegründenden Invalidität nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen
Anspruchsgrund
lage
im Einzelfall anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs
frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (
BGE 141 V 281
E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_28/2016 vom 25. April 2016 E. 3.2). Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter
Zumut
barkeitsbeurteilung
anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt (BGE 141 V 574 E. 2). Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen (BGE 141 V 574 E. 2; vgl. BGE 141 V 585 E. 5.3, BGE 141 V 281
E. 3.7.2, BGE 139 V 547 E. 8.1.
1.
4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
d
es
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden könn
en (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung de
s strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diese
n sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog
im angefochtenen Entscheid,
nachdem die
Be
schwerdeführerin
zunächst
zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei
, woraus sich ein 100%
iger
IV-Grad errechnen lasse
, sei ihr zufolge einer
Verbesserung des Gesundheitszustands ab
dem
1.
März 2013 eine 30%ige Arbeitstätigkeit zumut
bar gewesen.
A
us dem Vergleich des Validen- mit dem Invalidenein
k
ommen
resultiere
ein IV-Grad von 69
%
.
Infolge
eine
r
weitere
n
Verbesserung
des Gesundheitszustands sei ihr seit dem
1
6.
Juni 2014
neu
eine Erwerbstätigkeit von
60
%
zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe einen IV-Grad von 39
%
(
Urk
.
2).
2.2
Demgegenüber wird in der Beschwerde geltend gemacht, das Gutachten der
Z._
sei nicht schlüssig,
da
die Gutachter zum Schluss gekommen seien, dass eine
somat
oforme
Schmerzstörung vorliege,
nur weil eine betreffende medizinische
Abklärung nicht habe durchgeführt werden können.
Richtig sei, dass die somati
schen Beschwerden
eindeutig durch die abdominalen Operationen erklärt werden
könnten
.
Die Beschwerden seien nachvollzieh
-
und objektivierbar und deshalb bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen.
Dies ergebe sich aus dem Bericht des behandelnden Urologen
(
Urk.
1 S. 4-5)
.
Sodann
werde in den Akten
bei der ab
dem
1.
März 2013
attestierten
Arbeitsfähigkeit
von 30
%
nicht
Stellung dazu genommen
, in welchem Umfang de
r
Beschwerdeführerin
eine
an
gepasste Tätigkeit
zumutbar
wäre
(
Urk.
1 S. 6).
Beim Einkommensvergleich
müsse
auf
die Tabelle TA 1, Geschäftsführung mit leitender Funktion,
Kompe
tenzniveau
3
, abgestellt
und
eine
Parallelisierung
sowie
ein Leidensabzug
von mind
estens
5
%
vorgenommen werden
(
Urk.
1 S. 6-7).
Ferner sei die
Renten
abstufung
inkorrekt
erfolgt
, da die Rente erst drei Monate nach einer ausge
wiesenen Verbesserung herabgesetzt
respektive aufgehoben
werden dürfe (
Urk.
1
S. 6
)
.
3.
3.1
3.1.1
Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht vom 1
4.
S
eptember 2012
zu Händen der Beschwerdegegnerin
aus (
Urk.
8/16), d
ie Beschwerdeführerin sei durch die Folgen
ein
er iatrogenen Operationskomplikation
im Oktober 2011
sowohl physisch als auch
psychisch eingeschränkt. Im Vordergrund stünden dabei die Schmerzen durch die
Situation an der Blase und an beiden Nieren, insbesondere die Schmerzen durch die Hydronephrose und die Miktionsstörungen. Psychisch habe sich als Reaktion auf den nicht erwarteten Operationsverlauf eine depressive Symptomatik ent
wickelt. Die Beschwerdeführerin sei bis jetzt unter Opiatanalgetika und es sei ihr nicht möglich gewesen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Kurzfristig habe es im letzten Frühling einen Arbeitsversuch gegeben, der dann aber wegen zuneh
mender Komplikationen und Entwicklung der Hydronephrose wieder habe
been
det
werden müssen
. Der Beschwerdeführerin sei wahrscheinlich ihre bisherige Tätigkeit noch zumutbar, es werde ab dem 2
4.
September 2012 mit einem Arbeitsversuch von 30
%
gestartet
(
Urk.
8/16/7).
In ihrer angestammten Tätig
keit als
Coiffeuse
sei die Beschwerdeführerin vom 1
1.
Oktober 2011 bis am 1
9.
Februar 2012
als
zu 100
%, vom 2
0.
Februar 2012 bis am
1.
April 2012
als
zu 70
%
und
vom 2.
April bis heute
als
zu 100
%
arbeitsunfähig
zu erachten
(
Urk.
8/16/7).
3.1.2
Dr.
B._
notierte im Bericht vom 2
4.
Mai 2013
zu Händen der
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
8/31), im Moment arbeite die Beschwerdeführerin zwei bis drei Stunden pro Tag als
Coiffeuse
und sei dann restlos erledigt.
S
ie
könne sich nicht vorstellen,
in ihrem Beruf
mehr
zu arbeiten
. Die Beschwerdeführerin könne ih
ren gesamten Körper unterhalb des Zwerchfells nicht belasten, da dann sofort Schmerzen – vor allem im Operationsgebiet und in den beiden Flanken
aufträ
ten
. Die Prognose bezüglich der angestammten Tätigkeit sei nicht gut, jedoch sollte sich eine Umschulung finden lassen, durch welche die Beschwerdeführerin dann ein befriedigendes Einkommen und eine befriedigende Arbeitstätigkeit für die nächsten Jahre finden könne. Gut vorstellbar sei, dass das zukünftige
Be
rufsfeld
ähnlich wie bisher gelagert sein könnte, zum Beispiel als
Aktivierungs
therapeutin
in einem Alters- und Pflegeheim, da die Beschwerdeführerin dabei körper
lich viel weniger belastet wäre. Zur Arbeits
un
fähigkeit notie
rte
Dr.
B._
: 100
%
vom 1.
Oktober 2011 bis zum 17.
März 2013, 70
%
vom 1
8.
März 20
13 bis heute und sicher bis 30.
Juni 2013 (
Urk.
8/3
1
/2).
3.1.3
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin führte im Verlaufsbericht vom 27. September
2013
zu Händen der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
8/49) aus,
e
ine Steigerung des bis jetzt 30
%
umfassenden Arbeitspensum
s
komm
e
nicht in Frage, da die Arbeit
als
Coiffeuse
von alten, gebrechlichen und dementen Pati
enten
im Pflegezentrum körperlich und psychisch sehr belastend
sei
und
die Beschwerdeführerin
dies nicht
an
mehr als ca. drei bis vier Stunden pro Tag
,
dreimal pro Woche
,
ausführen k
ö
nn
e
.
Ursprünglich sei es ihr erklärtes Ziel ge
wesen, die Beschwerdeführerin durch Umschulungs- oder
Wiedereingliederungs
massnahme
n
zu einer höheren Arbeitsfähigkeit zu bringen. Dies scheine aber im Moment nicht möglich zu sein, da sie sofort nur schon
bei
m Gedanken mit einer depressiven Reaktion re
agiere, was nachvollziehbar sei
. Eine Umschulung komme sowohl aus ihrer Sicht als auch aus derjenigen ihrer Kollegen nicht in Frage.
Langfristig
sei
auch daran zu denken, dass die
Beschwerdeführerin
den Arbeitsplatz wechs
le
und in einem
Coiffeursalon
, der eine normale Laufkund
schaft ha
be
, ihr ca. 20
-
bis
30%
iges
Arbeitspensum absolvieren k
ö
nn
e
(
Urk.
8/49/
3-
4)
.
3.
2
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 27.
Septem
ber 2012 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion nach schweren
Operations
komplikationen
(ICD-10 F43.21). Die Beschwerdeführerin sei
aus psychiatrischer Sicht seit dem 10. Juli 2012 (Behandlungsbeginn)
in
sämtlichen Tätigkeiten zu 50
% a
rbeitsunfähig
(Urk.
8/22). In seinem Bericht vom 28.
August
2013 diag
nostizierte Dr.
C._
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11). Es bestehe weiterhin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Es sei davon ausz
ugehen, dass eine Umschulung die Beschwerdeführerin
über
fordern würde (Urk. 8/68/43).
3.3
Dr. med.
D._
, FMH für Operative Urologie und Urologie, hielt in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 30. September 2013 fest, dass
die Beschwerdeführerin aus urologischer Sicht
in i
hrer Arbeit als
Coiffeuse
zu 70
% arbeitsunfähig
sei
. Er sei daher der Meinung, dass eine Umschulung angestrebt werden sollte (Urk. 8/47).
3.
4
Dem polydisziplinären Gutachten der
Z._
vom 1
7.
Juli 2014 (
Urk.
8/68) könne
n als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende entnommen werden (Urk. 8/68/47):
rezidivierende Flankenschmerzen beidseits in Abhängigkeit von der Bewegung, unklarer Ätiologie
Differentialdiagnose: Im Rahmen von Verwachsungen nach
Psoas
-Hitch, psychogen,
vertebragen
Zustand nach
Ureterligatur
beidseits, distal im Rahmen einer vaginal
en Hysterektomie im Oktober 2011
Zustand nach Ureter-Neuimplantation beidseits mittels
Psoas
-Hitch rechts und Überleitung des linken Ureters nach rechts im Oktober 2011
Zustand nach
Anastomoseninzision
und Erweiterung des linken Ureter
s beim Harnaufstau im April 2012
Zustand nach operativer
Ureterolyse
und
Zysto-Neostomie
mittels zu
sätzlichem
Psoas
-Hitch des Ureters links im Juli 2012
Reizblasensymptomatik n
a
ch
Psoas
-Hitch-Operation
Angst und depressive Störung gemischt
c
hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden sodann fol
gende genannt (
Urk.
8/68/47 f.):
Adipositas (BMI 33,7)
Status nach Otosklerose-Operation rechts 2006
Status nach vaginaler Hysterektomie am 1
2.
Oktober 2011
wegen
Meno
metrorrh
a
gien
bei Uterus
myomatosus
intraoperativ iatrogene Bla
senläsion sowie
Ureterläsion
beidse
i
ts
Urge-lnkontinenz
leichten Grades
asymptomatische, partielle
Rotatorenmanschettenläsion
links (
E
rstdiag
nose
:
Dr.
E._
,
F._
, 2013)
l
eistungsorientierte, pflichtbewusste Persönlichkeitszüge
Status nach mittelgradiger depres
siver Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F
32
.
1)
V
on internistischer Seite bestehe eine Adipositas mit einem BMI von 33,
7
.
Adipositas-assoziierte manifeste Erkrankungen lägen nicht vor. Von internis
tischer Seite lasse sich keine Begründung für eine Arbeitsunfähigkeit anführen.
Von orthopädischer Seite bestehe eine partielle
Rotatorenmanschettenläslon
links
.
Diese sei 2013 diagnostiziert worden. Therapeutisch sei eine Physiot
herapie erfolgt
. Aktuell bestehe
lediglich eine diskrete Bewegungseinschränkung im Bereich der linken Schulter, welche die
Beschwerdeführerin
im Alltag aber nicht
behindere
.
Aus rein orthopädischer Sicht la
ss
e
sich keine Begründung für eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit angeben. Von gynäkologischer Seite bestehe
ein
Status nach vag
i
naler Hysterektomie
vo
m
1
2.
Oktober 2011
, wegen
Meno
me
t
rorrhagien
bei Uterus
myomatosus
mit anschliessend intraoperativer, iatro
gener Blasen-
und
Ureterläsion
beidseits
.
Aus rein gynäkologischer Sicht l
a
ss
e
sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Eine leichte
Urge
-
I
nkontinenz mit leicht erhöhter Miktionsfrequenz lieg
e
vor.
Von urologischer Seite best
ünden
seit dem komplikationsreichen Eingriff vom 1
2.
Oktober 2011
chronische Flankenschmerzen, welche die
Beschwerdeführerin
als
Nierenschmer
zen
charakterisier
e
und die auf den ersten Blick nicht durch die aktuelle, pos
t
operative, urologisch-veränder
t
e Situation erklärbar s
eien
.
Differen
t
ialdiagnos
tisch
könnte die Symptomatik teilweise durch Verw
a
chsungen nach
Psoas
-Hitch erklärt werden. Sofern
sich
keine weitere Pa
t
hologie von urologischer Seite nachweisen l
a
ss
e
(mittels den
vom urologischen Gutachter
vorgeschlagenen diagnostischen Abklärungen)
sei
auch an eine psychoge
ne Ätiologie zu denken (Urk. 8/68/48)
.
Hinsichtlich der vorgeschlagenen Abklärungen wie
s der begutachtende Urologe dara
uf hin, es dürfe durchaus eine Federführung und Behandlung durch einen Urologen oder eine urologische Abteilung gewünscht werden und noch einmal eine radiologische Darstellung der Niere,
der
Harnleiter und der
Neoblase
(CT Abdomen)
sowie
eine Nieren-Szintigraphie, bei
sonographisch
aktuell wieder
nachweisbarer Ektasie des linken Hohlraumsystems,
gefordert werden. Eine Spät-
Stri
kturierung
des linken Ureters sei durchaus auch mehr als ein halbes Jahr nach der Reimplantation (UCNS) möglich. Sollten in der Kontrastdarstellung des CT Abdomens und in der Szintigraphie wirklich keine pathologischen Befunde
zu finden sein, wären auch keine weiteren urologischen Massnahmen zu forde
rn und dann müsst
e auch der Schmerz, welcher von der
Beschwerdeführerin
ver
spürt werde, wahrscheinlich als psychisch-posttraumatischer Schmerz mit soma
tischem Symptom beurteilt werden, wie es bereits in den Vorberichten von
Dr.
B._
vermutet und postuliert worden sei. Ausserdem sollte dann die
Diskrepanz der organisch-morphologischen Befunde und der beklagten Be
schwer
den zum Anlass
genommen
und der Frage nachge
gangen werden
, ob eventuell doch eigenständige Rückenschmerzen
radikulären
Ursprungs
vorlägen
(Abklärung mit
MRI/CT der Wirbelsäule; Urk.
8/68/30 f.).
Von psychiatrischer Seite m
üs
s
e
eine Angst und depress
i
ve Störung gemischt
mit
einer
Erschöpfungssymptomatik, rascherer Ermüdbarkeit bei chronischen, nur
teilweise somatisch erklärbaren Schmerz
en angenommen werden. Deswegen sei
eine zusätzliche Schmerzfehlverarbeitung im Sinne einer chronischen
Schmerz
störung
mit somatischen und psychischen Faktoren zusätzlich anzunehmen. Die Psychopathologie und die Klinik, sowie das soziale Funktionieren der
Beschwer
deführerin
und ihre psychischen Faktoren
vermöchten
jedoch nicht eine 70%ige
Arbeitsunfähigkeit
, wie in den letzten
zwei
Jahren durchwegs angenommen w
o
rde
n sei
, zu begründen
.
Sowohl in den Aktivitäts- und Partizip
a
tionss
t
ö
rungen
als auch
in den mentalen Funktionen
würden
durchwegs keine oder nur
leichte Beeinträchtigungen vor
liegen
.
Lediglich in zwei
Funktionsbereichen
könnten
mittelgradige Beeinträchtigungen ausgemacht werden, nämlich in der Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen und in der Durchhaltefäh
i
gke
i
t. Da jedoch keine relevante Angststörung vor
liege und
die
Beschwerdeführerin
ihre
sozialen Aufgaben als alleinerziehende Mutter gut meistern k
ö
nn
e, sei
ihr zumut
bar
,
sich
Neuem
zu stellen, so auch
einer möglichen beruflichen Neuorient
i
e
rung. Auch bezüglich Durchhaltefähigkeit k
ö
nn
e
von ihr ver
l
angt werden, dass sie ihr gegenwärtiges Berufspensum steiger
e
(
Urk.
8/68/49).
Gesamthaft beurteilt - unter Berücksichtigung der somatischen und psychiatrischen Aspekte - lasse
sich aufgrund der bewegungs- und positionsabhängigen Flankenschmerzen sowie
aufgrund der psychiatrischen Faktoren eine leichte Einschränkung der Arbeits
fähigkeit von insgesamt 40
%
attestieren. Gemäss Akten habe von psychiatri
scher Seite
gemäss einem Bericht des behandelnden Psychiaters
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bestanden. Aktuell lasse sich aus
psychiatrischer Sicht die damals diagnostizierte mittelgradige depressive Episode
nicht mehr diagnostizieren, entsprechend sei die aktuelle Arbeitsfähi
gkeit höher. Der Zeitpunkt der Beurteilung gelte ab Gutachtensdatum (
Urk.
8/68/49). In körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten,
teilweise
stehend, gehend oder sitzend, m
ü
ss
e
,
so wie
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit
,
eine leichte Einschränkung von 40
%
attestiert werden
. S
omit resultier
e
eine 60%ige Ar
beitsfähigkeit sowohl in i
hrer Tätigkeit als
Coiffeuse
als auch
in e
iner adaptierten Tätigkeit
; dies seit dem
Zeitpunkt
der Begutachtung
(
Urk.
8/68/50)
.
Aus psychiatrischer Sich
t empfahlen die Gutachter d
as
Weiterführen der bisherigen Psychotherapie inklusive
Psychopharmakothe
rapie
, wobei
es
bei weiterer Stabili
sierung von psychiatrischer Seite durchaus möglich
sei
, eine vollständige Arbeitsfähigkeit
zu
erreich
en
(
Urk.
8/68/50).
3.5
Dr.
D._
führte in seinem Bericht vom 2
4.
November 2014
zu Händen
von
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
aus, aus urologischer Sicht bestehe seines Erachtens keine Indikation zur nochmaligen
Durchführung eines
Computertomogramms
respektive
Nierenfunktionszinti
gramms
(
Urk.
8/99/7).
3.6
Im Schreiben
an die Beschwerdegegnerin
vom 2
9.
Januar 2015 (
Urk.
8/87)
nah
men die Gutachter Stellung zu den vorgenommenen weiteren Abklärungen. Der behandelnde Urologe habe auf die Nieren-Szintigraphie aus dem Jahr 2012 ver
wiesen, wo eine Nierenfunktionseinschränkung der linken Niere von 33
%
fest
gestellt worden sei. Des Weiteren habe er auf die von ihm durchgeführten
uro
dynamischen
Untersuchungen, welche eine
hypokapazitäre
,
hypotone
und schlaffe
Harnblase ergeben hätten, verwiesen.
Dr.
G._
habe im
telefonischen Gespräch vom 1
9.
November 2014 die von der Beschwerdeführerin geklagten
Fl
ankenschmerzen mit Verwachsungen erklärt und sei des Weiteren der Ansicht gewesen, dass das Nierensystem mit Kontrastmitteln nicht noch weiter belastet werden sollte. Deshalb habe er auch eine erneute Nieren-Szintigraphie bezieh
ungsweise Computertomographie für nicht angebracht gehalten. Schliesslich sei er der Ansicht, dass aus urologischer Sicht eine IV-Bedürftigkeit von min
destens 60
%
gegeben gewesen sei. Am 2
4.
November 2014 hätten die Gutach
ter weitere Berichte der behandelnden Ärzte erhalten. Die nachträglich einge
gangenen Berichte ergäben zusammenfassend keine neuen Aspekte gegenüber der gutachterlichen Beurteilung im polydisziplinären Gutachten. Wenn also die
im Gutachten vorgeschlagenen bildgebenden Untersuchungen nicht durchge
fü
hrt würden, dann könne - wie im Gutachten ausgeführt - die Ätiologie der von der
Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen nicht eindeutig mit einem somatischen
Korrelat vollständig erklärt werden (Urk. 8/87/2).
3.
7
Im Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
April 2015 zuhanden des Rech
t
svertreters der Beschwerdeführerin (
Urk.
3/4) wurde festgehalten,
b
ei Status nach mehrmaligen Abdominal-Eingriffen, insbesondere
Uretero-Zysto-Neostomie
und
Psoas
-Hitch links vom Juli 2012 seien die linksseitig bes
chriebenen, ge
klagten Abdominal-Beschwerden durchaus erklärbar. Bei zuvor absolut beschwerdefreier Beschwer
deführerin in zuvor psychisch stabilem Zustand und Status nach oberwähnten Abdominal-Eingriffen, seien die aktuell geklagten Beschwerden mit praktisch 100%iger Wahrscheinlichkeit der iatrogenen Verletzung des Trigonums und der distalen Ureteren sowie den Folgeoperationen zuzuschreiben.
D
ie Abdominal-
Beschwerden, wie sie die Beschwerdeführerin äussere, seien absolut nicht ausse
r
gewöhnlich. Sie könnten nur schwer mittels Bildgebung, sprich
Computertomo
gramm
objektiviert werden. Tatsache sei hingegen eine nach mehreren Abdomi
nal-Eingriffen
urodynamisch
dokumentierte Blasenschwäche und eine relevante Nierenfunktionseinbusse der linken Niere.
Aufgrund der von der Beschwerde
f
ührerin glaubhaft geschilderten Beschwerden und den objektivierbaren Befund
en sei ihr eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50
%
zuzumuten
(
Urk.
3/4/2)
.
4.
4.
1
Die Parteien sind sich einig, dass der Beschwerdeführerin
aufgrund der Folgen
einer Operation (Status nach vaginaler Hysterektomie wegen
Menometrorrhagien
bei Uterus
myomatosus
)
vom
1
1.
Oktober 2011
bis am 19.
Februar 2012 keine
Arbeitstätigkei
t, im Zeitraum zwischen dem 20.
Februar
2012 und dem 3
0.
März
2012 eine 30%ige Arbeitstätigkeit und vom 1. April
2012 bis
a
m
1
7.
März
2013 wiederum keine Arbeitstätigkeit zugemutet werden konnte. Die diesbezüglichen Einschätzungen der behandelnden Ärzte sind
unbestritten,
schlüssig
und
nach
vollziehbar (vgl. E. 3.1-3.2).
Streitig und zu prüfen ist jedoch, ob ab
dem 1
8.
März 2013 und
erneut
ab dem 16. Juni 2014
von einer
Verbesserung des Gesundheitszustands
aus
zugehen ist
.
4.2
4.2.1
Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich vor, in Bezug auf die Arbeitsfähig
keit ab März 2013 gehe aus den Akten lediglich eine Einschätzung
hinsichtlich
der angestammten nicht jedoch
mit Bezug auf eine
angepasste Tätigkeit
hervor (
Urk.
1 S. 6), weshalb
weitere
diesbezügliche
Abklärungen
vorzunehmen seien.
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach seit
März 2013, nachdem ein Arbeitsversuch durchgeführt worden sei und eine 30%ige
Arbeits
tätigkeit
habe
etabliert werden können,
von einer Arbeitsunfähigkeit von 70
%
auszugehen sei
, auf den Bericht von
Dr.
B._
vom 2
4.
Mai 2013 (
Urk.
8/
31, vgl. E.
3.1.2).
Deren Einschätzung erscheint nachvollziehbar
(vgl. h
ierzu auch E.
3.1.1 sowie E.
3.1.3)
.
Wie bereits im Bericht vom 14.
September
2012 ange
zeigt (vgl. Urk.
8/16/7), nahm die Beschwerdeführerin im Rahmen eines
ersten
Arbeitsversuchs
wieder
eine Arbeitstätigkeit auf. Während der erste Arbeitsver
such
im September
2012
noch misslang („ist nach drei Tagen gescheitert“,
Urk.
8/31/1)
,
vermochte sie
gemäss den aktenkundigen Berichten
im Rahmen des zweiten Arbeitsversuchs ab
dem
1
8.
März 2013 ein 30%-Pensum mehr oder weniger einzuhalten.
Gemäss den Angaben der Hausärztin der Beschwerdefüh
rerin habe
sich eine Hydronephrose,
Grad III, welche die Beschwerdeführerin zunächst entwickelt habe, nach einer im Juli
2012 erfolgten
Ureterolyse
sowie
Uretercystoneostomie
mit
Psoas
-Hitch zurückgebildet und die Leistungsfähigkeit der beiden Nieren habe gesteigert werden können (Urk. 8/31/2). Damit steht
überwiegend wahrscheinlich fest, dass aufgrund einer Verbesserung des Gesund
heitszustandes
in der bisherigen Tätigkeit als
selbständigerwerbende
Coiffeuse
in einem Pflegezentrum
spätestens ab dem 18.
März
2013 eine 30%ige Arbeits
fähigkeit bestand.
Was die damalige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit betrif
ft, so lassen
die Angaben von Dr.
B._
in ihren Berichten vom 24.
Mai und 24.
Oktober
2013 (vgl. E.
3.1.2-3
; vgl. auch E.
3.2
) darauf schliessen, dass der Beschwerdeführerin bei objektiver Betrachtung in einer weniger belastenden Tätigkeit
, namentlich auch einer solchen als
Coiffeuse
in einem Salon mit normaler Laufkundschaft,
sogar
ein höheres Pensum als ein 30%iges Pensum zuzumuten gewesen wäre.
Vom psychiatrischen Gutachter wurde sodann die Zumutbarkeit eines Berufswechsels ausdrücklich bejaht (Urk.
8/68/44)
. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ab März 2013 von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus
ging.
4.3
4.3.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach sich der Gesundheits
zu
stand der
Beschwerdeführer
in
zum Zeitpunkt der B
egutachtung im
Juni
2014 verbessert habe und ih
r
jede
Tätigkeit
(angestammt sowie angepasst)
wieder zu
60 % zumutbar sei, auf das
polydisziplinäre
Gutachten vom 17. Juli
2014 (Urk. 8
/68).
4.3.2
Das Gutachten der
Z._
vom 1
7.
Juli 2014 basiert auf umfassenden
Untersu
chungen (
allgemeinmedizinisch und
internistisch,
orthopädisch, gynäkologisch,
urologisch, psychiatrisch). Die Gutachter tätigten sorgfältige, umfassende Abklä
rungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Ein
schätzungen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Sie legten die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfolgerungen nachvoll
ziehbar.
Das Gutachten erfüllt daher grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen an eine beweiskräftige ärztliche Stellungnahme
(vgl. E. 1.
6
)
.
4.
4
4.4.1
Im vorliegenden Fall bestand unstrittig zunächst eine somatisch bedingte Arbeits
unfähigkeit.
Dementsprechend erfolgte denn auch die Berentung der Beschwer
deführerin.
Anlässlich der Begutachtung wurde aus gynäkologischer
, orthopädi
scher
sowie allgemeinmedizinisch-int
ernistischer Sicht keine Arbeits
unfähigkeit mehr festgestellt. Auch aus urologischer Sicht konnte
kein organisches Korrelat mehr gefunden werden, welches die Schmerzen im Lendenbereich vol
lständig
zu erklären vermocht hätte
(
Urk.
8/68/29; vgl.
Urk. 8/68/43
). Das Vorliegen eines
or
g
anischen
Korrelats konnte jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.
Dement
sprechend
empf
ahl der urologische Gutachter
die Vornahme von ergänzenden Abklärungen. Solch
e waren jedoch nicht erhältlich
resp. wurde deren Indikation
vom behandelnden Urologen verneint (Durchführung
Computertomogramm
resp
.
Nierenfunktionszintigramm
; Urk.
8/99/7
). Die Gutachter hielten folglich an ihrer Einschätzung fest, dass die Ätiologie der von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen nicht eindeutig mit einem somatischen Korrelat vollständig erklärt werden könne (
Stellungnahme der
Z._
-Gutachter vom 2
9.
Januar
2015
,
Urk.
8/87/2)
.
Dies erscheint angesichts
der Feststellungen des u
rologischen Gut
achters (Urk. 8/68/28-30) sowie
der Aktenlage nachvollziehbar.
Bereits dem Bericht
der Klinik für Urologie vom 2.
Oktober 2012 des
H._
,
I._
, kann entnommen werden, dass eine Diskrepanz zwischen den objektiven Befunden und dem subjektiv empfundenen Leid vor
gelegen habe
(
Urk.
8/
27/15-16
).
Es ist folglich davon auszugehen, dass aufgrund der vorliegenden Akten ein organisches Korrelat, welches die Schmerzen im Lendenbereich im Zeitpunkt der Begutachtung vollständig erklären würde, nicht nachgewiesen ist
(vgl. E. 1.
3
)
und sich überwiegend wahrscheinlich auch durch weitere Abklärungen nicht nachweisen lässt, zumal der behandelnde Urologe im beschwerdeweis
e eingereichten Bericht vom 17.
April 2015 angegeben hat, dass die Schmerzen durch ein CT nicht objektiviert werden könnten
(
Urk.
3/4/2).
Soweit sich
der behandelnde Urologe Dr.
D._
in seinem Schreiben
an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer
in vom 7. April 2015 (vgl. E.
3.7)
– ohne sich mit
der vom urologischen Gutachter zur Begründung seines abweichenden Standpunktes gemachten Feststellungen auseinanderzusetzen
- dafür ausspricht,
dass sich die geklagten Beschwerden ausschliesslich somatischen erklären liessen
,
ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht der
Erfahrungstatsache, dass behan
delnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc) Rechnung tragen soll und darf
.
4.4.2
Zu den im
Z._
-Gutachten
gestellten
psychiatrischen
Diagnosen ist zu bemer
ken, dass sich eine Schmerzstörung
gemäss
den Klassifikationskriterien der Welt
gesundheitsorganisation (WHO) zur ICD-10 gerade dadurch auszeichnet, dass ein
pathophysiologisch definierter Prozess oder Strukturschaden die geklagten Be
schwerden “nicht hinreichend erklären“ kann. Bei einer chronischen
Schmerz
störung
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) ist ein phy
siologischer Prozess oder eine körperliche Störung als Ausgangspunkt
defini
tionsgemäss
vorausgesetzt. Psychischen Faktoren wird eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen,
jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn (
ICD-10 F45.40 und ICD-10 F45.41 [abrufbar unter
www.icd-code.de
]); vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 18.
November
2015 E.
4.3).
Mit Blick auf diese
Diagnose
kriterien
besteht
kein Grund, die psychiatrische Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren in Frage zu stellen. Gleiches gilt für die Diagnose „Angst und Depression gemischt“ (ICD-10 F41.2), legte doch der psychiatrische Gutachter nachvollziehbar dar, dass zwar noch eine geringe Depressivität und eine leichte Ängstlichkeit vorliege, eine mittel
gradige De
pressivität jedoch nicht mehr (vgl. E. 3.2)
bestehe (Urk. 8/68/43).
4.4.3
Die Gutachter gelangten, wie erwähnt, zum Schluss, dass gesamthaft - unter Be
rücksichtigung der somatischen und psychischen Aspekte - aufgrund der
bewe
gungs
- und positionsabhängigen Flankenschmerzen und der psychiatrischen
Faktoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % zu attestieren sei. Da
nach dem Gesagten ein organisches Korrelat, welches
die besagten
Schmer
zen vollständig erklären würde, nicht nachgewiesen ist, und die Gutachter die Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl mit diesen Schmerzen als auch mit
einer chronischen Schmerzstörung begründeten, kann auf ihre Einschätzung nicht
ohne Weiteres abgestellt werden. Vielmehr ist eine rechtliche Überprüfung der gutachterlichen Einschätzung anhand der
gemäss
BGE 141 V 281 beacht
lichen Standardindikatoren (zur Anwendbarkeit der Rechtsprechungsänderung
auf laufende Verfahren vgl. E. 1.2.4) notwendig (vgl. E. 1.2.3, E. 1.3
und BGE 142 V 106), wobei diese ergebnisoffen zu erfolgen hat (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.2)
. Das
Z._
-Gutachten stellt hierfür eine hinreichende Grundlage dar.
4.5
4.5.1
Bei der Anspruchsprüfung nach BGE 141 V 281 ist zunächst auf den funktio
nellen Schweregrad der diagnostizierten Störung einzugehen.
Gemäss
Fest
stellun
g des psychiatrischen Gutachters liegt wegen der
chronifiziert
erlebten
Schmerzen
noch eine verminderte Belastungstoleranz und erschwerte
Durchhalt
e
fähigkeit
vor (Urk.
8/68/43)
. Die Beschwerdeführerin selbst hat
ihre Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 meist bei 2 bis 3, manchmal bei 5 bi
s 6 angesiedelt (Urk. 8/68/34). Dies lässt
jedenfalls nicht auf eine schwere Ausprä
gung der Störung
schliessen
. Zum Aspekt „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
“ ist zu bemerken, dass
gemäss
den Angaben der Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt der Begutachtung einmal monatlich je eine Konsultation beim Psychiater und bei der Hausärztin stattfanden; zweimal wöchentlich gehe sie
zwecks Absolvierung eines Beckenbodentrainings in ein Fitnessstudio (Urk.
8/68/17-18
).
Ausserdem
nahm sie das Antidepressivum „
Cipralex
“ ein, wobei der darin enthaltene Wirkstoff „Citalopram“
gemäss
der von den Gut
achtern durchgeführten Blutuntersuchung knapp unterhalb des therapeutischen Bereiches lag (Urk. 8/58/17 und Urk. 8/68/20). Somit bestehen zwar gewisse
Behandlungsbemühungen. Von einer Ausschöpfung der therapeutischen Mög
lich
keiten resp. einer Behandlungsresistenz kann jedoch nicht die Rede sein (vgl. E.
1.2.4). Was den Indikator „
Komorbiditäten
“ betrifft, so haben die Gutachter die Diagnose „Angst und Depression gemischt“ zwar als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit erfasst (Urk. 8/68/47). Sie haben aber auch fest
gehalten, dass „Angst und Depression gemischt“ keine erhebliche psychiatrische Erkrankung sei (Urk. 8/68/51). Das Bundesgericht hat denn auch wiederholt
erkannt, dass die Diagnose “Angst und depressive Störung gemischt“ im Lichte der offiziellen ICD-
klassifikatorischen
Umschreibung ganz allgemein im
Grenz
bereich
dessen zu situieren sei, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidisieren
des Leiden gelten könne (Urteil
des Bundesgerichts 8C_
55/2014 vom 27. Februar 2014 E.
4.3
mit Hinweisen). Ausserdem haben die Gutachter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die
Depressivität eine Besserungstendenz zeige. Hingegen kann laut ihren Angaben eine
chronische Begleiterkrankung im Sinne von Operationskomplikationen von Belang mit Einfluss auf eine a
ngepasste Berufstätigkeit ausgemacht werden (Urk.
8/68/52).
Ferner berichteten w
eder die behandelnden Ärzte noch die Gut
achter von einer auffälligen Persönlichkeitsstruktur
,
und d
ie grundlegen
den psychischen Funktionen sind nach
den Ergebnissen der psychiatri
schen
Begut
achtung weitgehend intakt (vgl. die erhobenen Befunde, Urk.
8
/
68/37
), so dass
von daher
keine wesentlic
hen funk
tionellen Einschränkungen ersicht
lich sind. Hin
sichtlich des Komplexes "Sozia
ler Kontext" lässt der Lebenskontext de
r
Be
schwerdeführer
in
auf durchaus vorhandene Ressourcen (
Kinder, guter Kollegen
kreis,
Besuch Fitnesscenter, Sport, Autofahren, Halten eines Haustiers, Lesen, Führung des Haus
halts;
Urk.
8/68/35 f.
) schliessen.
Die Gutachter hielten dies
bezüglich einen fehlenden sozialen Rückzug fest (
Urk.
8/68/52).
Zum
beweis
rechtlich
entscheidenden Aspekt der Konsistenz ist zu erwähnen, dass
das
Akti
vitätsniveau
zwar
offenbar tiefer ist als früher. Im Vergleich zur geltend gemachten Einschränkung im Erwerb (mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit) erscheinen die von der Beschwerdeführerin beschriebenen Einschränkungen in den sonstigen Lebensbereichen aber als weniger ausgeprägt. Ausserdem ist zu bemerken, dass
die Beschwerdeführerin bei der Begutachtung
zwar
leicht unter
schiedliche Angaben
gemacht hat
,
indem
sie beim Urologen an
gab
, alle 30 bis 60 Minuten Wasser lösen zu müssen, wäh
rend sie beim Gynäkologen aussagte, es bestehe eine Miktionsfrequenz von
rund
einer bis zw
ei Stunden (
Urk.
8/68/25,
Urk.
8/68/28).
Die bislang durchgeführten
Behandlungsbemüh
ungen
deuten
sodann
zwar auf einen Leidensdruck hin, lassen diesen aber nicht als besonders ausgeprägt erscheinen.
Weitere Angaben zu
m Aspekt der Konsi
stenz fehlen
sodann jedoch
sowohl im Gutachten als auch in den Berichten der behandelnden Ärzte.
4.5.2
Die Prüfung anhand der Standardindikatoren ergibt somit, dass zwar gewisse
funktionelle Auswirkungen der geklagten Schmerzen vorhanden sind. Sie erschei
nen aber nicht als ausgeprägt. Unter diesen Umständen lässt sich aus rechtlicher Sicht jedenfalls keine höhere als die gutachterlich attestierte 40%ige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten begründen. Vielmehr
erscheint die
dahingehende Einschätzung der Gutachter sehr wohlwollend. Dies gilt nach de
m Gesagten insbesondere auch für die Einschätzung, wonach auch in einer ange
passten (körperlich leichten, wechselbelastenden) Tätigkeit eine 40%ige Arbeits
unfähigkeit bestehe. An diesen Schlussfolgerungen
würde sich aufgrund der
bereits
zitierten Rechtsprechun
g
(Urteil
des Bundesgerichts 8C_
55/2014 vom 27.
Februar 2014 E.
4.3
mit Hinweisen)
auch nichts ändern, wenn die Diagnose „Angst und Depression gemischt“ als selbständiges, von der
Schmerzsymptoma
tik
losgelöstes Leiden betrachtet würde.
4.5.3
Da die im
Z._
-Gutachten vom 17. Juli 2014
wie auch in der ergänzenden
gut
achterlichen
Stellungnahme vom 29. Januar 2015 gemachten Feststellungen auf den Ergebnissen der vom 16. bis 19.
Juni
2014 im
Z._
durchgeführten Unter
suchungen beruhen, erscheint es – entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh
rerin (Urk. 1 S. 6) - als sachgerecht, die 60%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 20. Juni
2014 anzunehmen.
5.
5.1
Ausgehend von
einer Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten von
100
% (resp. 70 % [
Februar und März 2012
]
) von
Oktober 2011 bis 17. März 2013, einer Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit von 30 % ab dem 18. März 2013 und einer solchen von 60 % ab dem 20. Juni 2014, bleiben die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit zu prüfen.
Nicht strittig ist, dass zwischen dem 1. Dezember 2012 (Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns, vgl. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) und dem 17. März
2013 eine Erwerbsunfähigkeit von 100 % und damit ein Invaliditätsgrad von 100 % bestand.
5.2
5.
2
.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurz
fristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während
einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil de
s Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im Gesundheitsfall seine nich
t einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
entlöhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der
Gesundheits
beeinträchtigung
ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer kein
e genügende Grundlage für die Bestimmung des
Valideneinkommens
dar
stellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbs
tätigkeit üblicherweise aus verschied
enen Gründen (hohe Abschreibungs
quote auf
Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind. Wenn sich hingegen der Versicherte, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus selbstän
diger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des
Validen
einkommens
massgebend, selbst wenn besser
entlöhnte
Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten. Das Bundesgericht hat denn auch eine Parallelisierung der Ein
kommen bei selbständig Erwerbenden in der Regel abgelehnt (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 2
9.
März 2012 E. 4.4 mit Hinweisen auf
BGE 135 V 58
E. 3.4.6-7).
5.
2.2
Aufgrund der Umstände und da die Beschwerdeführerin auch heute noch als
Coiffeuse
erwerbstätig ist, ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit anzu
nehm
en
,
dass sie im Gesundhe
itsfall ihre selbständige Tätig
keit nicht aufgegeben und keine
besser
entlöhnte
Arbeitsstelle
als unselbstän
dige Arbeitnehmerin
a
n
ge
nommen hätte
. Wie die nachfolgenden Ausführung
en zeigen, begnügte sie sich während mehreren Jahren mit einem
relativ
bescheidenen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
, obwohl in einer unselb
stän
digen
Tätigkeit die Verdienstmöglich
keiten wesentlich besser gewesen wären
(vgl. E.
5.2.4)
.
Es ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihr wirtschaftliches
Potential im Gesundheitsfall auch heute nicht voll ausnützen würde. Dieser nicht
verwertete Teil der Erwerbsfä
higkeit wäre denn auch nicht versichert, denn die Erwerbsinvalidität hängt nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potentials bzw. des funktionellen Leistungsvermögens als solchem ab, sondern von der effektiven, gesundheitlich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.1).
Eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen fällt aus diesen Gründen somit
– entgegen der Auffassung der Parteien -
ausser Betracht.
5.
2.3
Aus dem vorliegenden IK-Auszug geht hervor, dass das Einkommen der Be
schwerdeführerin in den letzten Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens –
die erstmalige gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit trat im
Oktober
20
11
ein (vgl. E.
3.1
) -
im Jahr 2005
Fr.
27‘800.--,
im Jahr 200
6
Fr.
40
‘
000
.--, im Jahr 200
7
Fr.
41‘200
.--, im Jahr 200
8
Fr.
46‘500
.--
und im Jahr 2009
Fr.
45
‘
60
0.-- betrug.
In der Steuererklärung für das Jahr 2010 gab die Beschwerdeführerin Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit in der Höhe vo
n Fr. 46‘197.-- (Reingewinn: Fr.
38‘123.--; persönliche AHV/IV/EO-Beiträge Fr. 1‘373.--; persönliche
Vor
sorgebeiträge
Fr. 6‘701.--
)
an (Urk. 8/17). Ein IK-Auszug für das Jahr 2010 liegt nicht vor
.
5.2.4
Die Beschwerdegegnerin
berechnete das
Valide
neinkommen
auf der Basis des gemäss IK-Auszug im
Jahr 2009 erzielten Einkommens von Fr. 45‘600.--.
Geht man angesichts der Einkommensentwicklung
(zunächst Steigerung bis 2008, danach
tendenziell
Stagnation)
zugunsten der Beschwerdeführerin vom bislang höchsten Einkommen im Jahr 2008 von Fr. 46‘500.-- auch für die Jahre 2009 und 2010 aus,
resultiert unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(Indexstand 2579 [2010]; 2648 [2013]; 2673 [2014], vgl. Bundesamt für Statistik
, Schweizerischer Lohnindex
, T 39
)
für das Jahr
2013 ein Einkommen von Fr. 47‘744.10 (= Fr. 46‘500.-- : 2579 x 2648) und für das Jahr 2014 von Fr. 48‘194.80 (= Fr. 46‘500.-- : 2579 x 2673).
5.2.5
Wie die Beschwerdeführerin selbst bemerkte (Urk. 1 S. 6), betrug der
Tabellen
lohn
für im Bereich personenbezogener Dienstleistungen angestellte Frauen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bundesamtes für Statistik
2012 Fr. 4‘305.-- pro Monat (LSE 2012 T17 Ziffer 51). Unter Berücksichtigung der im Jahr 2012 im Sektor III (Dienstleistungen) üblichen Wochenarbe
itszeit von 41,7 Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik
, T
03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung in Stunden
pro Woche, Total) sowie der Nomi
nallohnentwicklung für Frauen (Indexstand 2630
[20
12
]; 2648 [2013]; 2673 [2014]
;
vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39
)
resultiert für das Jahr 2
013 ein
Jahreseinkommen von Fr. 54‘224
.10 (=Fr. 4‘305
.--
: 40 x 41,7 : 2630 x 2648) und für das Jahr 2014 ein solches von Fr. 54‘736.10 (=
Fr. 4‘305.-- : 40 x 41.7 : 2630 x 2673).
Das erzielbare
Einkommen als angestellte
Coiffeuse
liegt somit deutlich über dem mutmasslich von der Beschwerdeführerin in den Jahren 2013 und 2014 im
Gesundheitsfall erzielten Einkommen als selbständige
Coiffeuse
in einem
Pflege
zentrum
(vgl. E. 5.2.3)
.
Ein noch höheres erzielbares
Einkommen würde sich ergeben, wenn – wie von der Beschwerdeführerin postuliert – wegen der bislang von ihr quasi versehenen Position als Geschäftsführerin der Tabellenlohn gemäss LSE 2012 TA1, Total, Frauen, Kompetenzniveau 3, von Fr. 6‘109.-- herangezogen würde.
5.3
5.3.1
Nach dem Gesagten war der Beschwerdeführerin seit dem 18. März 2013 die Tätigkeit als
Coiffeuse
wieder zu 30 % und ab
dem 20. Juni 2014 wieder zu 60
% zumutbar.
Damit (vgl. E. 4.4.2) wäre es der Beschwerdeführerin seit dem 18. März 2013 zuzumuten (gewesen), nicht mehr als selbständige, sondern als angestellte
Coiffeuse
zu arbeiten. Dabei wäre es ihr möglich und aufgrund der
ihr obliegenden Schadenminderungspflicht zuzumuten (gewesen), ab dem 18.
März
2013 ein Invalideneinkommen von mindestens Fr.
16‘267.20 (=
Fr.
54‘224.10 x 0,3) und
ab dem 20. Juni 2014 ein solches von mindestens Fr.
32‘841.70 (=Fr. 54‘736.10 x 0,6)
zu erzielen (vgl. E.
5.2.5).
Für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn besteht kein Anlass, erscheint doch die Annahme einer 70%igen resp. 40%igen Arbeitsunfähigkeit in einer Tätigkeit als angestellte
Coiffeuse
nach dem Gesagten als grosszügig. Auch die weiteren Abzugsgründe (vgl. dazu BGE 126 V 75) erscheinen nicht gegeben.
Somit
resultiert ab dem 18. März 2013 im Vergleich zum ermittelten
Validen
einkommen
2013
von Fr. 47‘744.
10 eine Erwerbseinbusse von Fr.
31‘476.90 resp. ein Invaliditätsgrad von 66 %, was zu einem Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
führt. Im Vergleich zum ermittelten
Valideneinkommen
2014 von Fr. 48‘194.80 besteht eine Erwerbseinbusse von 15‘353.10 resp. ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad von 32 %.
5.3.2
Wie dargelegt, waren resp. sind der Beschwerdeführerin ab März 2013 resp.
Juni 2014 jegliche körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit zu 30 % resp
. zu 60 %
zumutbar, weshalb zur Ermittlung des Invalideneinkommens – mit der Beschwerdegegnerin – auch auf
den
Tabellenlohn
für einfache Tätigkeiten kör
perlicher Natur für Frauen von
monatlich Fr.
4‘112.--
(LSE 2012, TA1 Monat
licher Bruttolohn [Zentralwert]
nach Wirtschaftszweigen, Kompe
tenzniveau und
Geschlecht, Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Frauen, Total) abgestellt werden
kann. Ausgehend von diesem Tabellenlohn ergibt sich ein Einkommen von Fr. 15‘538.-- (= Fr. 4‘112.-- : 40 x 41.7 : 2630 x 2648 x 12 x 0,3) für das ab März 2013 zumutbare Pensum von 30 % und ein Einkommen von Fr. 31‘369.30 (= Fr. 4‘112.-- : 40 x 41.7 : 2630 x 2673 x 12 x 0,6) für das ab Juni 2014 zumutbare Pensum von 60 %. Da nach dem Gesagten die Annahme einer
Arbeitsunfähigkeit in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit vo
n 30 % resp. 60 % als grosszügig erscheint und in einer solchen keine zusätz
lichen (qualitativen) Einschränkungen vorhanden sind, besteht wiederum kein Grund für die Gewährung eines Abzuges vom Tabellenlohn.
Es resultiert demnach ein – einen Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
begrün
dender - Invaliditätsgrad von gerundet 67 % (= [Fr.
47‘744.10 .
/. Fr. 15‘538.--
] :
Fr. 47‘744.10) ab dem 18.
März
2013 und ein rentenausschliessender
Invali
ditätsgrad
von gerundet 35 % (= [Fr. 48‘194.80 ./. 31‘369.30] : Fr. 48‘194.80) ab dem 20. Juni 2014.
5.3.3
Im Ergebnis ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Invaliditätsbe
messung
demnach nicht zu beanstanden.
5.
4
Gemäss
Art.
88a
Abs. 1
IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung der Leistungen von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Die Verbesserung ist jedenfalls zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentli
che Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin dauern wird.
Die Verbesserung ab 18. März 2013 ist daher erst ab dem 1. Juli 2013 und die Verbesserung ab dem 20. Juni 2014 erst ab dem 1. Oktober 2014 zu berücksichtigen. Demnach steht der Beschwerdeführerin vom 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2013 eine ganze, vom 1. Juli 2013 bis 30. September 2014 eine
Dreiviertelsrente
und ab dem 1. Oktober 2014 keine Rente mehr zu.
6.
Somit ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass die Be
schwerdeführerin vom
1.
Dezember 2012 bis am 3
0
.
Jun
i 2013 Anspruch auf eine ganze Rente und vom
1.
Ju
l
i 2013 bis am 30. September
2014
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie zu einem
Fünftel
(Fr. 1
60
.--) der Beschwerdegegnerin und zu
vier Fünfteln
(Fr.
640
.--) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
7.2
Bei diesem
Ausgang des Verfahrens steht de
r
Beschwerdeführer
in
eine
redu
zierte
Prozessentschädigung
für das Beschwerdeverfahren
zu
.
Diese ist nach
Art. 61
lit
.
g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das
Sozialversi
che
rungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses
zu bemessen und auf
ins
gesamt Fr.
4
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.