Decision ID: 4153cd7d-82ce-5fd8-91b7-e7241d71f56d
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Mit Schreiben vom 19. März 2010 (act. [...]) brachte der Rechtsvertre-
ter des Beschwerdeführers der Anmeldestelle Chemikalien des Bundes-
amts für Gesundheit BAG (Vorinstanz) namens seines Mandanten in ano-
nymisierter Form den Verdacht hinsichtlich einer seiner Ansicht nach gra-
vierenden Verletzung der Regeln der Guten Laborpraxis (GLP) im Rahmen
einer Studie zur Kenntnis und beantragte die Durchführung eines Prü-
fungsaudits. Zur Begründung brachte der Rechtsvertreter zusammenge-
fasst vor, dass sein Mandant als Co-Autor einer Studie angegeben werde,
obwohl er an deren Erstellung gar nicht mitgewirkt habe. Mit Schreiben
vom 25. Mai 2010 (act. [...]) legte der Rechtsvertreter den Namen seines
Mandanten (X._ [Beschwerdeführer]) sowie die betroffene (...)-Stu-
die bzw. den diesbezüglichen (...)-Studienbericht ([...]; [...] vom [...] 2002;
nachfolgend: Studie) offen. Die Prüfung erfolgte durch die B._ AG
im Unterauftrag der C._ Ltd., die ihrerseits von der Firma
D._ (nachfolgend: Sponsor) mit der besagten Prüfung beauftragt
worden ist. In der Folge führte die Vorinstanz unter Einbezug des Be-
schwerdeführers diverse Abklärungen durch.
A.b. Mit Schreiben vom 23. Februar 2011 (act. [...]) orientierte die Vo-
rinstanz den Beschwerdeführer dahingehend, dass sie nach eingehender
Prüfung zum Schluss gekommen sei, dass kein hinreichender Grund zur
Annahme bestehe, dass bei der betroffenen Studie die Grundsätze der Gu-
ten Laborpraxis nicht eingehalten worden seien. Es werde daher kein Prü-
fungsaudit durchgeführt. In der Folge ersuchte der Beschwerdeführer die
Vorinstanz mit Schreiben vom 7. März 2011 (act. [...]) unter anderem um
eine Begründung dieses Beschlusses. Diesem Ersuchen gab die Vo-
rinstanz statt und gewährte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom
20. Mai 2011 (act. [...]) das rechtliche Gehör. Mit Schreiben vom 30. Juni
2011 (act. [...]) ersuchte der Beschwerdeführer daraufhin um Erlass einer
anfechtbaren Verfügung.
A.c Mit Verfügung vom 28. September 2011 trat die Vorinstanz auf das Ge-
such des Beschwerdeführers um Durchführung eines Prüfungsaudits nicht
ein (Dispositiv-Ziff. 1). Zudem auferlegte sie dem Beschwerdeführer eine
Gebühr von Fr. 3'000.- zzgl. Fr. 6.70 Auslagen (Dispositiv-Ziff. 2). Begrün-
det wurde das Nichteintreten damit, dass der Beschwerdeführer hinsicht-
lich des Erlasses einer negativen Feststellungsverfügung über den Nicht-
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bestand einer Pflicht zur Durchführung eines Prüfungsaudits über kein ak-
tuelles schutzwürdiges Interesse mehr verfüge. Dies, da der betreffende
(...)-Studienbericht aus dem Jahr 2002 datiere und somit bereits über neun
Jahre alt sei.
B.
Mit Beschwerde vom 31. Oktober 2011 gelangte der Beschwerdeführer an
das Bundesverwaltungsgericht und beantragt unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen die Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz vom 28. Sep-
tember 2011 sowie die Anordnung der Durchführung eines Prüfungsaudits;
eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an
die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung bzw. zum Erlass einer Feststel-
lungsverfügung zurückzuweisen. Subeventualiter beantragt der Beschwer-
deführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung soweit ihm diese
eine Gebühr von Fr. 3'000.- auferlege bzw. Letztere sei auf maximal
Fr. 500.- zu reduzieren. Verfahrenstechnisch beantragt der Beschwerde-
führer schliesslich unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, dass die Vo-
rinstanz anzuweisen sei, für die Dauer des Verfahrens alle notwendigen
Sicherungsmassnahmen zu treffen, um den Erhalt der für die fragliche Prü-
fung erforderlichen Dokumentationen zu garantieren. Diesbezüglich sei
ihm allenfalls Nachfrist anzusetzen, um konkretisieren zu können, wer was
und weshalb für die Dauer des Verfahrens sicherzustellen habe.
Zur Begründung seiner Beschwerde führt der Beschwerdeführer zusam-
mengefasst im Wesentlichen aus, dass die Vorinstanz zu Unrecht einen
Nichteintretensentscheid gefällt und sich dabei mit unerheblichen Frage-
stellungen auseinandergesetzt, die relevanten Fragen jedoch nicht behan-
delt und den Sachverhalt nur unzureichend abgeklärt habe. Sie sei dabei
zudem fälschlicherweise zum Ergebnis gelangt, dass kein Prüfungsaudit
durchzuführen sei. Im Übrigen habe die Vorinstanz ihr Ermessen falsch
ausgeübt und es seien dem Beschwerdeführer zu Unrecht Gebühren in
einer vollkommen unangemessenen Höhe auferlegt worden. Im Zusam-
menhang mit dem schützenswerten Interesse auf Erlass einer negativen
Feststellungsverfügung hält der Beschwerdeführer fest, dass er sehr wohl
auch heute noch ein Interesse an einer unbefleckten Integrität und Repu-
tation habe, was miteinschliesse, nicht mit einer Studie in Verbindung ge-
bracht zu werden, an deren Erstellung er nicht beteiligt gewesen sei. Auch
könne bis zum Ablauf der entsprechenden Verjährungsfristen nicht ausge-
schlossen werden, dass er nachträglich noch für allfällige Schadenersatz-
forderungen in Anspruch genommen werde. Unzutreffend sei im Übrigen
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auch der Vorwurf der jahrelangen Untätigkeit. Schliesslich hält der Be-
schwerdeführer fest, dass er in keinen Verfahrensstadium zu erkennen ge-
geben habe, einen Anspruch auf Durchführung eines Prüfungsaudits zu
haben, vielmehr sei ihm das Gegenteil von Anfang an klar gewesen. Er
habe lediglich um eine anfechtbare Verfügung bezüglich dieser Frage er-
sucht, um eine genaue Begründung der Haltung der Vorinstanz sowie de-
ren rechtlichen Grundlagen einsehen und überprüfen zu können.
C.
C.a Mit prozessleitender Verfügung vom 9. November 2011 lud das Bun-
desverwaltungsgericht die Vorinstanz sowie die A._ Ltd. (ehemals
C._ Ltd.; Beschwerdegegnerin) ein, Stellung zum Verfahrensantrag
des Beschwerdeführers hinsichtlich des Erlasses vorsorglicher Massnah-
men zu nehmen.
C.b. Mit Stellungnahme vom 16. November 2011 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers auf Er-
lass vorsorglicher Massnahmen. So seien die Befürchtungen des Be-
schwerdeführers unbegründet; die Beschwerdegegnerin werde alle bei ihr
archivierten Unterlagen zur betreffenden Studie bis zum rechtskräftigen
Abschluss des vorliegenden Verfahrens aufbewahren.
C.c Mit Stellungnahme vom 18. November 2011 beantragt auch die Vo-
rinstanz die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers auf Erlass
vorsorglicher Massnahmen.
C.d Mit Schreiben vom 25. November 2011 machte der Beschwerdeführer
das Bundesverwaltungsgericht unter anderem darauf aufmerksam, dass
seitens des Beschwerdeführers ganz bewusst beantragt worden sei, dass
die Vorinstanz die notwendigen Sicherungsanordnungen treffen solle, da-
mit andere in den Fall involvierte Parteien keine Gelegenheit bekämen, Un-
terlagen noch vor dem Eintreffen der betreffenden Sicherungsanordnun-
gen zu vernichten. Auch sei festzuhalten, dass sich die Verfahrensanträge
nicht nur gegen die Beschwerdegegnerin richten würden. Vielmehr seien
alle beteiligten Personen zur Sicherung der bei ihnen vorhandenen Daten
anzuhalten. Namentlich seien dies E._, F._, die sich mittler-
weile in Konkurs befindliche B._ AG sowie der Beschwerdeführer
selbst. Schliesslich stellt der Beschwerdeführer den Verfahrensantrag (un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen), die Beschwerdegegnerin nicht als
Partei zu führen.
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C.e Mit Zwischenverfügung vom 6. Dezember 2011 wies das Bundesver-
waltungsgericht den Verfahrensantrag des Beschwerdeführers hinsichtlich
des Erlasses vorsorglicher Massnahmen insoweit ab, als dass die notwen-
digen Sicherungsanordnungen durch die Vorinstanz zu erlassen seien und
forderte den Beschwerdeführer antragsgemäss auf mitzuteilen, wer was
und weshalb für die Dauer des Verfahrens sicherzustellen habe.
C.f Mit Schreiben vom 8. Dezember 2011 verzichtete die B._ AG in
Liquidation sinngemäss auf eine Teilnahme als Partei an vorliegendem Ver-
fahren.
C.g Mit Schreiben vom 3. Januar 2012 kam der Beschwerdeführer der Auf-
forderung des Bundesverwaltungsgerichts nach und stellte ausführlich dar,
welche Personen, Unternehmen und Behörden welche Daten, Unterlagen
und alle noch verfügbaren Informationen für die Dauer des vorliegenden
Verfahrens zu sichern hätten. Betroffen vom Antrag des Beschwerdefüh-
rers waren neben der Vorinstanz sowie der Beschwerdegegnerin
E._, F._, die G._ AG, D._ sowie swissmedic.
Das Bundesverwaltungsgericht gewährte diesen daraufhin mit Verfügung
vom 11. Januar 2012 das rechtliche Gehör.
C.h Mit Stellungnahmen vom 24. Januar 2012 (swissmedic), 27. Januar
2012 (Vorinstanz), sowie 17. Februar 2012 (Beschwerdegegnerin /
E._ / F._) nahmen fünf der sieben vom Antrag des Be-
schwerdeführers betroffenen Personen Stellung und beantragten, so sie
denn einen Antrag stellten, einhellig die Abweisung des Gesuchs auf Erlass
vorsorglicher Massnahmen.
C.i Mit Zwischenverfügung vom 29. März 2012 hiess das Bundesverwal-
tungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers auf Erlass vorsorglicher
Massnahmen teilweise gut, indem es die Vorinstanz, die Beschwerdegeg-
nerin und swissmedic auf ihren Sicherungszusagen behaftete. Soweit wei-
tergehend wurde das Gesuch abgewiesen; in Bezug auf D._ er-
folgte Letzteres mit Zwischenverfügung vom 30. Juli 2012.
D.
D.a Mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2012 beantragt die Vorinstanz die Ab-
weisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerde-
führers. Sie bestreitet dabei die Rügen des Beschwerdeführers zur Gänze
und betont in diesem Zusammenhang insbesondere auch den Umstand,
dass ihrer Ansicht nach der Beschwerdeführer kein rechtlich geschütztes
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Interesse auf Erlass einer negativen Feststellungsverfügung gehabt habe.
Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gebühren wiederum seien vor
dem Hintergrund des Kostendeckungs- sowie Äquivalenzprinzips gerecht-
fertigt und vertretbar. So seien im Zusammenhang mit dem Erlass der an-
gefochtenen Verfügung drei Behörden involviert gewesen und es sei allein
für deren Ausarbeitung ein Arbeitsaufwand von 15 Stunden entstanden.
D.b. Mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2012 nahm die Beschwerdegeg-
nerin Stellung zur Beschwerde und beantragt deren vollumfängliche Ab-
weisung sowie die Zusprechung einer angemessenen Parteientschädi-
gung. Die Beschwerdegegnerin hebt dabei insbesondere hervor, dass der
Sponsor mit den Resultaten der Studie sowie der Arbeit der Beschwerde-
gegnerin einverstanden und zufrieden gewesen sei. Auch seien ihr bis
heute keinerlei Fehler, Unzulänglichkeiten und Probleme im Zusammen-
hang mit der betreffenden Studie bekannt, geschweige denn seien je Vor-
behalte gegen die Qualität derselben geäussert oder gar irgendwelche An-
sprüche geltend gemacht worden. Schliesslich sei nicht ersichtlich, wieso
der Beschwerdeführer, sollten dessen Vorwürfe zutreffen, nicht bereits
nach Erstellung der Studie 2001 reagiert habe. Die Beschwerdegegnerin
bestreitet ferner das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers. So
sei vor dem Hintergrund, dass die Studie zur Zufriedenheit aller erstellt und
abgeliefert worden sei, das vom Beschwerdeführer aufgezeigte Szenario
hinsichtlich einer möglichen Inanspruchnahme für Schadenersatzansprü-
che gänzlich aus der Luft gegriffen. Auch habe es der Beschwerdeführer
unterlassen darzulegen, inwiefern eine Persönlichkeitsverletzung vorlie-
gen soll oder welche Nachteile er erlitten habe.
E.
Mittels zweier Repliken vom 17. Juli 2012 nahm der Beschwerdeführer
Stellung zur Vernehmlassung der Vorinstanz sowie zur Beschwerdeant-
wort der Beschwerdegegnerin und hält dabei vollumfänglich an seinen
Rechtsbegehren und Ausführungen fest.
Im Zusammenhang mit der Vernehmlassung der Vorinstanz betont der Be-
schwerdeführer insbesondere erneut, dass er nie gesagt oder geltend ge-
macht habe, Anspruch auf die Durchführung eines Prüfungsaudits zu ha-
ben. Er habe der Vorinstanz lediglich mehrmals Sachverhalte zur Kenntnis
gebracht, es indessen der Behörde überlassen, die nächsten Schritte fest-
zulegen. Demzufolge habe er auch kein Verfahren in Gang gesetzt, das zu
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einer Kostenauflage berechtige. Wenn überhaupt könne lediglich der Auf-
wand für die Ausarbeitung der angefochtenen Verfügung in Rechnung ge-
stellt werden.
Bezüglich der Beschwerdegegnerin hält der Beschwerdeführer fest, dass
er weiterhin der Ansicht sei, dass dieser kein Parteistatus zukomme,
wodurch sie entschädigungslos aus dem Verfahren zu entlassen sei. Im
Falle gegenteiliger Ansicht sei zumindest von einer allfälligen Parteient-
schädigung abzusehen, nachdem die Beschwerdegegnerin aus freien Stü-
cken an vorliegendem Verfahren teilnehme, die Einreichung einer Be-
schwerdeantwort weder zwingend noch obligatorisch gewesen sei und
auch der dabei entstandene Aufwand keine Parteientschädigung rechtfer-
tige.
F.
F.a Mit Stellungnahme vom 6. September 2012 äusserte sich die Be-
schwerdegegnerin zur Replik des Beschwerdeführers. Sie hält dabei ins-
besondere an ihren in der Beschwerdeantwort gestellten Anträgen und der
diesbezüglichen Begründung fest und beantragt zudem, das sie betref-
fende Begehren des Beschwerdeführers auf Aberkennung der Parteistel-
lung abzuweisen. Im Hinblick auf Letztes betont die Beschwerdegegnerin,
dass sie vom vorliegenden Verfahren direkt und unmittelbar betroffen sei
und nicht aus freien Stücken daran teilnehme. Sie sei vielmehr Adressatin
mehrerer Verfügungen des Bundesverwaltungsgerichts und daher gehal-
ten gewesen, darauf zu reagieren.
F.b Mit Duplik vom 7. September 2012 hält die Vorinstanz an ihren Anträ-
gen fest. Hinsichtlich der Verfahrenskosten führt sie dabei ergänzend aus,
dass der Beschwerdeführer mit seinem Gesuch um Durchführung eines
Prüfungsaudits die Vorinstanz dazu veranlasst habe, sich mit dem um-
schriebenen Sachverhalt auseinanderzusetzen. Sie habe daraufhin den
Beschwerdeführer mehrmals und umfassend über ihren Entscheid, auf die
Durchführung eines Prüfungsaudits zu verzichten, informiert. Bis zu dieser
Phase des Verfahrens seien denn auch keine Gebühren erhoben worden.
Indessen habe der Beschwerdeführer, nachdem ihm die Haltung der Vo-
rinstanz im Rahmen des rechtlichen Gehörs erneut ausführlich dargelegt
worden sei, um Erlass einer Verfügung ersucht und diesen administrativen
Aufwand müsse er sich anrechnen lassen.
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Seite 8
G.
Im Rahmen einer Entlastungsmassnahme übernahm die Abteilung II des
Bundesverwaltungsgerichts das vorliegende Beschwerdeverfahren im Ok-
tober 2014 von der bis zu diesem Zeitpunkt federführenden Abteilung III
und führte dieses in der Folge unter der Verfahrensnummer
B-6014/2011 weiter.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Die angefochtene Verfügung vom 28. September 2011 stellt eine Ver-
fügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über das Ver-
waltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensge-
setz, VwVG, SR 172.021) dar (vgl. BGE 130 II 521 E. 2.5 m.w.H.); das
Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der vorliegenden Streit-
sache zuständig (vgl. Art. 31 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesver-
waltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG,
SR 173.32]).
1.2 Der Beschwerdeführer ist beschwerdelegitimiert im Sinne von Art. 48
VwVG. Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der
Beschwerdeschrift sind gewahrt (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG)
und der Kostenvorschuss wurde geleistet (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Da
auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Be-
schwerde unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen einzutreten.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht ist im Rahmen des Streitgegenstandes we-
der an die Begründung der angefochtenen Verfügung noch an die von den
Parteien vorgetragene Rechtsauffassung gebunden und wendet das Recht
von Amtes wegen an (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG).
3.
Im Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht werden praxisge-
mäss auch allfällige Gegenparteien eines Beschwerdeführenden in den
Schriftenwechsel einbezogen, dies insbesondere auch im Hinblick auf die
Wahrung des Anspruchs selbiger auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 57 Abs. 1
VwVG). Voraussetzung ist dabei, dass ihnen Parteistellung gemäss den
Art. 6 und 48 VwVG zukommt (vgl. BGE 139 II 279 E. 2.1 m.w.H., Urteil
B-6014/2011
Seite 9
des Bundesgerichts 2C_762/2010 vom 2. Februar 2011 E. 4.1, BGE
123 II 376 E. 2 m.w.H., FRANK SEETHALER/KASPAR PLÜSS, Praxiskommen-
tar VwVG, Art. 57 N 9 ff.). Um vor Bundesverwaltungsgericht die Stellung
einer Beschwerdegegnerin zu erhalten ist zudem erforderlich, dass sich
Dritte den Anträgen eines Beschwerdeführenden mit eigenen Anträgen wi-
dersetzen und sie diese Rolle nicht ausdrücklich ablehnen (vgl. ANDRÉ MO-
SER ET AL., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Ba-
sel 2013, S. 133 f., Rz. 3.1b u. S. 254, Rz. 4.41).
Die Beschwerdegegnerin war am vorinstanzlichen Verfahren gänzlich un-
beteiligt, was von keiner Verfahrenspartei bestritten wird. Nachdem der Be-
schwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde unter anderem beantragt,
dass die Durchführung eines Prüfungsaudits anzuordnen sei, ist die Be-
schwerdegegnerin als vom Sponsor mit der Durchführung der betreffenden
Studie beauftragte Partei in ihren rechtlichen und tatsächlichen Interessen
unmittelbar und intensiver als die Allgemeinheit berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse daran, dass die Beschwerde nicht (zur Gänze) gutge-
heissen wird (vgl. dazu auch das Schreiben des Beschwerdeführers vom
25. November 2011). Auch ist vorliegend festzustellen, dass die Beschwer-
degegnerin vom Antrag des Beschwerdeführers auf Erlass vorsorglicher
Massnahmen zwecks Sicherung notwendiger Beweismittel betroffen war.
Sie gelangte ferner in ihrer Stellungnahme vom 16. November 2011 mit
dem ausdrücklichen Wunsch an das Gericht, inhaltlich zur Beschwerde
Stellung nehmen zu können, beteiligte sich in der Folge an allen Schriften-
wechseln und widersetzte sich den Anträgen des Beschwerdeführers mit
eigenen Anträgen, dies namentlich auch in Bezug auf den Antrag auf Ent-
lassung aus der Parteistellung. Es ist daher festzustellen, dass der Be-
schwerdegegnerin in vorliegendem Verfahren Parteistellung im Sinne der
Art. 6 und 48 VwVG zukommt und sie folgerichtig auch die damit einherge-
henden Chancen bzw. Risiken von Kosten- und Entschädigungsfolgen zu
tragen hat (vgl. MOSER ET AL., a.a.O., S. 133 f., Rz. 3.1b, SEETHA-
LER/PLÜSS, a.a.O., Art. 57 N 10, ISABELLE HÄNER, VwVG-Kommentar,
Art. 6 N 17). Der Antrag des Beschwerdeführers auf Entlassung der Be-
schwerdegegnerin aus dieser Rolle ist abzuweisen.
4.
4.1 Die Verfügung der Vorinstanz vom 28. September 2011 stellt eine
Nichteintretensverfügung dar. Vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar
ist grundsätzlich nur das Dispositiv einer Verfügung (vgl. MOSER ET AL.,
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a.a.O., S. 31, Rz. 2.9). In diesem Zusammenhang kann es sich als notwen-
dig erweisen, das Dispositiv nach den allgemeinen Grundsätzen auszule-
gen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das Dispositiv in sol-
chen Fällen nicht nur nach seinem allenfalls missverständlichen Wortlaut,
sondern nach seinem wahren Sinn auszulegen, wobei zum besseren Ver-
ständnis auch die Erwägungen heranzuziehen sind (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 2C_423/2012 vom 9. Dezember 2012 E. 1.2 m.w.H. sowie
2C_762/2010 vom 2. Februar 2011 E. 2).
4.2 Dem Beschwerdeführer ist insoweit beizupflichten, als dass die ange-
fochtene Verfügung in der Tat missverständlich formuliert ist. So führt die
Vorinstanz in Dispositiv-Ziff. 1 aus, dass "auf das Gesuch um Durchführung
eines Prüfungsaudits" nicht eingetreten werde. Diesbezüglich ist jedoch
darauf hinzuweisen, dass im Bereich der Wirtschaftsaufsicht Private das
Recht haben, als Anzeigende einer Behörde Informationen und Hinweise
zu geben, um diese zu bestimmten Massnahmen zu veranlassen. Die zu-
ständige Behörde ist dabei von Amtes wegen verpflichtet, solche Anzeigen
entgegen und zur Kenntnis zu nehmen, sie zu prüfen, sowie die allenfalls
erforderlichen Schritte einzuleiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts
2A.415/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 2.3.3, FRITZ GYGI, Bundesverwal-
tungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 224). Ein eigentliches Nichtein-
treten auf die Anzeige (das "Gesuch") des Beschwerdeführers ist demzu-
folge nicht zulässig.
4.3 Die Auslegung der angefochtenen Verfügungen legt indessen nahe,
dass die Vorinstanz mit selbiger nicht beabsichtigt hat festzustellen, dass
auf die Anzeige des Beschwerdeführers nicht eingetreten werde. Absicht
der Vorinstanz war es vielmehr festzustellen, dass der Beschwerdeführer
über kein aktuelles schutzwürdiges Interesse verfügt, welches den Erlass
einer negativen Feststellungsverfügung hinsichtlich der Frage, ob ein hin-
reichender Grund für die Durchführung eines Prüfungsaudits vorliegt oder
nicht, rechtfertigen würde (vgl. insbesondere [...] der angefochtenen Ver-
fügung). Korrekterweise hätte es daher in Dispositiv-Ziff. 1 der angefochte-
nen Verfügung heissen müssen, dass auf das Gesuch auf Erlass einer
Feststellungsverfügung hinsichtlich der Frage, ob ein hinreichender Grund
für die Durchführung eines Prüfungsaudits vorliegt oder nicht, nicht einge-
treten werde. Diese Formulierung stellt daher in vorliegendem Fall den ei-
gentlichen Streitgegenstand dar.
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Seite 11
5.
Wie bereits ausgeführt, handelt es sich beim Anfechtungsobjekt um eine
Nichteintretensverfügung. Streitgegenstand in vorliegendem Verfahren
kann daher grundsätzlich nur die Frage sein, ob die Vorinstanz zu Recht
das Bestehen der Eintretensvoraussetzungen verneint hat. Erweist sich
der Nichteintretensentscheid als rechtmässig, hat sich das Bundesverwal-
tungsgericht mit den materiellrechtlichen Fragen, die der Sache zugrunde
liegen, nicht auseinanderzusetzen und die Beschwerde abzuweisen. Zeigt
sich, dass der angefochtene Nichteintretensentscheid rechtswidrig war, so
ist die Beschwerde grundsätzlich ohne materielle Prüfung gutzuheissen,
die Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vo-
rinstanz zurückzuweisen. Von einer Aufhebung der Verfügung und Rück-
weisung an die Vorinstanz abzusehen und ein Entscheid in der Sache
selbst zu fällen ist indessen aus prozessökonomischen Gründen aus-
nahmsweise in den Fällen, in denen die Vorinstanz über die Eintretens-
frage hinaus in einer zutreffenden Eventualbegründung materiellrechtliche
Überlegungen angestellt hat und dabei zum Schluss gelangt ist, dass
selbst wenn auf die Sache einzutreten gewesen wäre, das Gesuch aus
materiellrechtlichen Gründen hätte abgewiesen werden müssen. In sol-
chen Fällen hat sich die Beschwerdebegründung sowohl mit dem Nichtein-
treten als auch mit der materiellrechtlichen Seite auseinanderzusetzen
(vgl. BGE 139 II 233 E. 3.2 m.w.H.).
6.
6.1 Die Pflicht einer Behörde, von Amtes wegen Anzeigen entgegen und
zur Kenntnis zu nehmen, sie zu prüfen, sowie die allenfalls erforderlichen
Schritte einzuleiten, verleiht dem Anzeigenden keinen voraussetzungslo-
sen Anspruch darauf, dass sich die Behörde mit der Anzeige materiell be-
fasst und Massnahmen anordnet (vgl. Urteil des Bundesgerichts
2A.415/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 2.3.3 m.w.H.). Eine vorausset-
zungslose Pflicht zur Durchführung eines Prüfungsaudits lässt sich denn
auch Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gute Laborpraxis vom 18. Mai
2005 (GLPV, SR 813.112.1; in der vorliegend anwendbaren Fassung vom
12. Juli 2005) nicht entnehmen. So ist gemäss klarem Wortlaut nur dann
ein Prüfungsaudit durchzuführen, wenn ein hinreichender Grund zur An-
nahme besteht, dass eine Prüfeinrichtung bei der Durchführung bestimm-
ter Prüfungen die GLP-Grundsätze gemäss GLPV-Anhang 2 (vgl. Art. 4
Abs. 1 GLPV) nicht eingehalten hat bzw. wenn das Ergebnis einer be-
stimmten Prüfung für die Beurteilung der Sicherheit von Mensch und Um-
welt von besonderer Wichtigkeit ist. Vorliegend ist denn auch unbestritten,
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Seite 12
dass der Beschwerdeführer keinen voraussetzungslosen Anspruch auf die
Durchführung eines Prüfungsaudits hatte. Der Beschwerdeführer führt sel-
ber aus, dass er sich dieses Umstands von Anfang an bewusst gewesen
sei, er dies jedoch eingehend begründet in einem anfechtbaren Akt festge-
stellt haben wollte (vgl. [...] bzw. [...]).
6.2
6.2.1 Im Verwaltungsverfahren hat der blosse Anzeigende keine Parteistel-
lung und demzufolge auch keinen Anspruch darauf, dass im Zusammen-
hang mit seiner Anzeige ihm gegenüber eine Verfügung erlassen wird, die
sich darüber ausspricht, ob und welche Massnahmen anzuordnen sind
(vgl. BGE 139 II 279 E. 2.3 m.w.H., 130 II 521 E. 2.7.3 m.w.H., Urteil des
Bundesgerichts 2A.415/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 2.3.3 m.w.H.).
Von diesem Grundsatz wird nur dann abgewichen, wenn der Anzeigende
ausnahmsweise über ein schutzwürdiges Interesse dahingehend verfügt,
dass die behaupteten Verstösse verfolgt werden; ein blosses "berührt sein"
genügt für sich alleine nicht (vgl. BGE 139 II 279 E. 2.3 m.w.H., 130 II 521
E. 2.5, 98 Ib 53 E. 3 f., ALFRED KÖLZ ET AL., Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013,
S. 156, Rz. 450, VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, Praxiskommen-
tar VwVG, Art. 6 N 60, GYGI, a.a.O., S. 224). Bei der Frage, ob ein solches
schutzwürdiges Interesse vorliegt, sind die konkreten Umstände des Ein-
zelfalls von zentraler Bedeutung. Gemäss ständiger Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist dabei insbesondere auch entscheidend, welche Interes-
sen die entsprechende Rechtsnorm zu schützen sucht und welche Mög-
lichkeiten der Anzeigende hat, den angestrebten Erfolg auf anderem Weg
zu erreichen (vgl. BGE 139 II 279 E. 2.3 m.w.H., Urteil des Bundesgerichts
2C_762/2010 vom 2. Februar 2011 E. 4.4). Ein Interesse ist im Übrigen nur
dann als schützenswert anzusehen, wenn es im Verfügungszeitpunkt be-
sonders, direkt, aktuell und praktisch ist (vgl. ISABELLE HÄNER, Praxiskom-
mentar VwVG, Art. 25 N 16 f.). Soweit der Beschwerdeführer allgemeine
öffentliche Interessen wie beispielsweise das tadellose Funktionieren des
Schweizer GLP-Systems anführt, kann er daher von vornherein nichts zu
seinen Gunsten ableiten.
6.2.2 Bei der GLP handelt es sich um ein Qualitäts(sicherungs)system (vgl.
Art. 3 Abs. 1 lit. a GLPV). Der primäre Sinn der GLP-Grundsätze liegt darin,
die Qualität von Prüfdaten sicherzustellen, damit eine internationale Aner-
kennung der Daten möglich ist (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. b GLPV). Neben der
Vermeidung von technischen Handelshemmnissen dienen die GLP-
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Seite 13
Grundsätze ferner auch dem Schutz von Mensch und Umwelt, besteht
doch der Zweck der Prüfung an sich darin, Daten über die Eigenschaften
der Prüfgegenstände sowie die Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt
zu gewinnen (vgl. Art. 2 lit. a sowie Art. 7 Abs. 1 lit. b GLPV, A. STEIN-
HORST/U. ZIMMERMANN, Gute Laborpraxis, in: Axel M. Gressner/Torsten
Arndt [Hrsg.], Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik, 2. Aufl.,
Berlin/Heidelberg 2013, S. 595).
6.2.3 In vorliegendem Fall argumentiert der Beschwerdeführer dahinge-
hend, dass er ein Interesse an einer unbefleckten Integrität und Reputation
habe, was miteinschliesse, nicht mit einer Studie in Verbindung gebracht
zu werden, an deren Erstellung er nicht beteiligt gewesen sei. Auch könne
nicht ausgeschlossen werden, dass er nachträglich noch für allfällige Scha-
denersatzforderungen in Anspruch genommen werde. Er macht somit –
neben für das vorliegende Verfahren unbeachtlichen (vgl. E. 6.2.1) allge-
meinen öffentlichen Interessen – persönlichkeits-, straf- und haftungsrecht-
liche Interessen geltend.
6.2.4 Im Rahmen eines Prüfungsaudits soll festgestellt werden, ob die Da-
ten, Aufzeichnungen, Berichte und weiteren Anforderungen einer Prüfung
mit den GLP-Grundsätzen übereinstimmen (vgl. Art. 3 Abs. 1 lit. c GLPV).
Vor dem Hintergrund der Ausführungen in E. 6.2.2 ist demzufolge festzu-
stellen, dass ein Prüfungsaudit primär allgemeinen öffentlichen Interessen
und nicht der Wahrung individueller privater Anliegen von den an Prüfun-
gen beteiligten (oder eben auch nicht beteiligten) Personen dient. Der vom
Beschwerdeführer angestrebte Erfolg (vgl. E. 6.2.3) lässt sich denn auch
im Rahmen eines Prüfungsaudits nicht erreichen: Kommt nämlich die zu-
ständige Behörde nach Durchführung eines Prüfungsaudits zum Ergebnis,
dass die GLP-Grundsätze nicht eingehalten worden sind, so kann sie eine
Inspektion durchführen (vgl. Art. 7 Abs. 2 GLPV). Auf Basis des Inspekti-
onsberichtes hat die Anmeldestelle anschliessend darüber zu befinden, ob
die betreffende Prüfeinrichtung nach den GLP-Grundsätzen arbeitet oder
nicht bzw. ob die Prüfung nach den GLP-Grundsätzen durchgeführt wor-
den ist oder nicht (vgl. Art. 10 Abs. 3 GLPV). Bei Nichteinhaltung der GLP-
Grundsätze ist die betreffende Prüf-einrichtung von der entsprechenden
Liste zu streichen (vgl. Art. 14 Abs. 5 GLPV). Falls die zuständige Behörde
im Rahmen einer Inspektion feststellen sollte, dass eine Prüfeinrichtung die
GLP-Grundsätze gar so missachtet, dass die Vertrauenswürdigkeit der von
ihr gewonnenen Prüfergebnisse nicht mehr gewährleistet ist und diese da-
mit zu falschen Schlussfolgerungen über die Sicherheit von Mensch und
B-6014/2011
Seite 14
Umwelt führen könnten, so hat sie unverzüglich die Anmeldestelle zu infor-
mieren (vgl. Art. 16 Abs. 1 GLPV). Diese wiederum hat die für die Anmel-
dung oder Zulassung von Stoffen oder Zubereitungen zuständigen Voll-
zugsbehörden des Bundes zu informieren (vgl. Art. 16 Abs. 2 GLPV); eine
Information erfolgt ferner auch zuhanden der entsprechenden ausländi-
schen Stellen (vgl. Art. 18 Abs. 2 GLPV). Für die Wahrung der persönlich-
keits-, straf- und haftungsrechtlichen Ansprüche des Beschwerdeführers ist
in diesem aufgezeigten Rahmen kein Platz; diese Ansprüche sind auf dem
zivil- und/oder strafrechtlichen Weg geltend zu machen und die hierüber
ergehenden Entscheide mit den einschlägigen prozessualen Mitteln anzu-
fechten. Vor diesem Hintergrund mangelt es dem Beschwerdeführer ge-
mäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. BGE 139 II 279
E. 4.3.4, 139 II 233 E. 5.2, 132 II 250 E. 4.4, 129 II 297 E. 3.1) an einem
schutzwürdigen Interesse auf Erlass einer Feststellungsverfügung und die
Vorinstanz hat somit zurecht eine Nichteintretensverfügung erlassen (vgl.
BGE 130 II 521 E. 2.5). In Folge dessen ist auf die Begehren des Be-
schwerdeführers insoweit nicht mehr einzutreten, als dass dabei die An-
ordnung der Durchführung eines Prüfungsaudits beantragt wird bzw. diese
mit letzterem in Verbindung stehen (vgl. E. 5).
7.
Im Rahmen seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer auch die ihm
auferlegten Gebühren.
7.1 Von Anzeigenden können nur in Ausnahmefällen Gebühren erhoben
werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.415/2003 vom 19. Dezember
2003 E. 2.3.3 m.w.H., MARANTELLI-SONANINI/HUBER, a.a.O., Art. 6 N 44).
Ein solcher Ausnahmefall liegt dabei gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung namentlich in den Fällen vor, in denen sich Anzeigende über die
reine Anzeige hinaus am Verfahren beteiligen und dabei einen besonderen
Aufwand verursachen, der über das hinausgeht, was die Behörde von Am-
tes wegen ohnehin tun müsste, so beispielsweise, indem der Erlass einer
förmlichen Verfügung beantragt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts
2A.415/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 2.3.5).
In vorliegendem Fall hat der Beschwerdeführer in vollem Bewusstsein,
dass er keinen Anspruch auf ein Tätigwerden der Vorinstanz hat und ihm
die Vorinstanz mit Schreiben vom 20. Mai 2011 (act. [...]) ausführlich dar-
gelegt hat, wieso sie keinen Anlass für die Durchführung eines Prüfungs-
audits gesehen hat, auf dem Erlass einer anfechtbaren Verfügung bestan-
B-6014/2011
Seite 15
den und damit einen besonderen Aufwand im Sinne der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung verursacht, welcher zu entschädigen ist. Ein Ver-
zicht auf eine Gebührenerhebung im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. a der All-
gemeinen Gebührenverordnung vom 8. September 2004 (AllgGebV,
SR 172.041.1; in der vorliegend anwendbaren Fassung vom 4. Juli 2006)
i.V.m. Art. 2 der Verordnung über Gebühren für den Bundesvollzug der
Chemikaliengesetzgebung vom 18. Mai 2005 (Chemikaliengebührenver-
ordnung, ChemGebV, SR 813.153.1; in der vorliegend anwendbaren Fas-
sung vom 1. Juni 2009) fällt ausser Betracht, da der Erlass der vorliegen-
den Verfügung an sich lediglich den privaten Interessen des Beschwerde-
führers diente.
7.2
7.2.1 In vorliegendem Fall richtet sich die Gebühr gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. c
ChemGebV nach dem angefallenen Aufwand, nachdem der Anhang der
Chemikaliengebührenverordnung im Bereich der Guten Laborpraxis ledig-
lich die Kostenauferlegung im Zusammenhang mit Kontrollen regelt. Dabei
beträgt der Stundenansatz je nach der erforderlichen Sachkenntnis und
der Funktionsstufe des ausführenden Personals zwischen Fr. 90.- und
Fr. 200.- (vgl. Art. 4 Abs. 2 ChemGebV), wobei bei einem aussergewöhnli-
chen Umfang oder besonderer Schwierigkeit bzw. Dringlichkeit ein Zu-
schlag von bis zu 50 Prozent erhoben werden kann (vgl. Art. 4 Abs. 3
ChemGebV i.V.m. Art. 5 Abs. 3 AllgGebV).
7.2.2 Wie bereits ausgeführt, können Anzeigenden nur dann Gebühren
auferlegt werden, wenn sie einen besonderen Aufwand verursachen, der
über das hinausgeht, was die Behörde von Amtes wegen ohnehin tun
müsste. Folgerichtig kann dem Anzeigenden denn auch nur dieser, der je-
weiligen Behörde zusätzlich entstehende Aufwand in Rechnung gestellt
werden. Nachdem für eine Behörde grundsätzlich keine Pflicht besteht,
den Anzeigenden über den Fort- oder gar Ausgang des Verfahrens zu in-
formieren geschweige denn diesem das rechtliche Gehör zu gewähren, ist
ein entsprechendes Verhalten der Behörde höchstens der reinen Höflich-
keit wegen geschuldet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 12T_3/2010 vom
26. Mai 2010 E. 3 sowie 2A.415/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 2.3.3
m.w.H., VPB 43.82 II.2, VPB 34.92), kann dem Anzeigenden indessen
nicht in Rechnung gestellt werden. Die Vorinstanz durfte daher dem Be-
schwerdeführer nur denjenigen Aufwand in Rechnung stellen, der ihr selbst
durch die Ausarbeitung der angefochtenen Verfügung entstanden ist. Dass
B-6014/2011
Seite 16
im Vorfeld weitere Behörden in das "Verfahren" involviert gewesen sind, ist
diesbezüglich irrelevant.
7.2.3 Wie die Vorinstanz in ihrer Replik ausführt, ergibt sich die auferlegte
Gebühr durch einen Zeitaufwand "für den Erlass der Verfügung" von
15 Stunden bei einem Stundenansatz von Fr. 200.- für "wissenschaftliches
Personal" und entspricht damit den in E. 7.2.2 aufgezeigten Grundanforde-
rungen.
Einleitend muss festgehalten werden, dass es sich vorliegend um ein kom-
plexes Themengebiet handelt und demzufolge grundsätzlich auch die Aus-
arbeitung von Verfügungen höhere Anforderungen an die betreffenden Ver-
fasser stellt, was die Mandatierung von wissenschaftlichem Personal recht-
fertigt. Der diesbezügliche Stundenansatz von Fr. 200.- ist, wenngleich er
sich am oberen Ende der zulässigen Bandbreite befindet, denn auch
grundsätzlich nicht zu beanstanden, zumal er den Ansätzen in Fällen ver-
gleichbarer Themengebiete und Komplexität entspricht.
Festzustellen ist ferner, dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung materielle
Ausführungen zur Frage der Erforderlichkeit der Anordnung von Massnah-
men macht, obwohl sich dies aufgrund der Verneinung des schutzwürdigen
Interesses des Beschwerdeführers auf Erlass einer Verfügung eigentlich
erübrigt hätte. Ausnahmsweise kann dies in vorliegendem Fall jedoch nicht
als unnötiger und in Folge dessen nicht in Rechnung zu stellender Zusatz-
aufwand bezeichnet werden. So ist zu berücksichtigen, dass der Be-
schwerdeführer in seinem Schreiben vom 30. Juni 2011 (act. [...]) explizit
ausgeführt hat, eine Verfügung mit "umfassenden rechtlichen Erwägungen
samt Verweise auf die Praxis" und nicht bloss eine eigentliche Begründung
erhalten zu wollen. Vor diesem Hintergrund kann nicht beanstandet wer-
den, dass die Vorinstanz diesem Begehren in akzeptabler Länge nachge-
kommen ist.
Eine Verwaltungsgebühr hat indessen als Kausalabgabe unter anderem
auch das Äquivalenzprinzip zu beachten und ihre Höhe im Einzelfall dem-
zufolge in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der staatlichen Leistung
zu stehen (vgl. RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen
Verwaltungsrechts, Band II, Bern 2014, S. 249, Rz. 561 f., ULRICH HÄFELIN
ET AL., Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010,
S. 611, Rz. 2641). Die eingangs dieser Erwägung gemachten Ausführun-
gen vermögen vor diesem Hintergrund denn auch nichts daran zu ändern,
dass die Auferlegung einer Gebühr von Fr. 3'000.- und damit ein geltend
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Seite 17
gemachter Arbeitsaufwand von 15 Stunden dem Bundesverwaltungsge-
richt in casu als unangemessen erscheinen. So ist einleitend darauf hinzu-
weisen, dass gemäss
ChemGebV-Anhang, Ziff. 4, im Zusammenhang mit einer Kontrolle betref-
fend Einhaltung der GLP für Vorbereitung, Durchführung und/oder Bericht-
erstattung je Tag und Person zwischen Fr. 1'200.- und Fr. 1'800.- in Rech-
nung gestellt werden dürfen. Es ist dem Beschwerdeführer beizupflichten,
dass vor diesem Hintergrund die Auferlegung einer Gebühr von Fr. 3'000.-
für den Erlass einer Nichteintretensverfügung einer vertieften Begründung
bedürfte. Diesbezüglich ist festzustellen, dass die angefochtene Verfügung
rund 5,5 Seiten umfasst, wovon rund die Hälfte Dispositiv, Rechtsmittelbe-
lehrung und Sachverhalt betrifft. Im Zusammenhang mit den sich stellen-
den rechtlichen Überlegungen ist ferner zu berücksichtigen, dass die Vo-
rinstanz aufgrund der zahlreichen Schriftenwechsel, in denen sie ihre Hal-
tung ausführlich dargelegt hat, von Synergieeffekten bei der Texterstellung
profitieren konnte. Auch ist auf die Faustregel zur Plausibilisierung von Ab-
rechnungen nach Aufwand hinzuweisen, wonach die Anzahl geschriebener
Seiten den Stundenaufwand grundsätzlich im Verhältnis 1:1 abbilden sollte
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
C-1858/2011 vom 23. September 2013 E. 6.4.3).
Dies vorausgeschickt, erscheint dem Bundesverwaltungsgericht für den
Erlass der vorliegenden Nichteintretensverfügung inkl. der ausnahmsweise
gerechtfertigten zusätzlichen materiellen Überlegungen eine Gebühr von
Fr. 1'500.- als angemessen. Die Fr. 6.70 für Auslagen sind vor dem Hinter-
grund der vorliegend anwendbaren Normen (vgl. Art. 5 ChemGebV i.V.m.
Art. 6 AllgGebV) nicht zu beanstanden und werden auch vom Beschwer-
deführer nicht bestritten (vgl. [...]).
8.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz zu Recht mangels
schutzwürdigem Interesse auf das Gesuch des Beschwerdeführers auf Er-
lass einer Feststellungsverfügung hinsichtlich der Frage, ob ein hinreichen-
der Grund für die Durchführung eines Prüfungsaudits vorliegt oder nicht,
nicht eingetreten ist. Hingegen ist festzustellen, dass die Vorinstanz für den
Erlass der angefochtenen Nichteintretensverfügung eine ungerechtfertigt
hohe Gebühr verlangt hat und Letztere auf Fr. 1'500.- (zzgl. Fr. 6.70 Aus-
lagen) zu reduzieren ist. Die Beschwerde ist daher, soweit darauf einzutre-
ten ist, teilweise gutzuheissen.
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Seite 18
9.
9.1
9.1.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der
Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden
die Verfahrenskosten ermässigt. Ausnahmsweise können die Verfahrens-
kosten einer Partei auch erlassen werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG).
9.1.2 Anfechtungsobjekt in vorliegendem Verfahren ist eine Nichteintre-
tensverfügung. Zu berücksichtigen gilt es zudem, dass der Beschwerde-
führer im Verfahren einen Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen ge-
stellt hat, was einen umfangreichen Schriftenwechsel und den Einbezug
fünf weiterer Personen in das Verfahren sowie den Erlass mehrerer Verfü-
gungen zur Folge hatte. Unter Berücksichtigung dieser Umstände sind die
Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 63 Abs. 4bis lit. a i.V.m. Art. 1 ff.
des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) auf
Fr. 2'500.- festzulegen.
9.1.3 Das für die Kostenverlegung massgebende Ausmass des Unterlie-
gens hängt grundsätzlich von den in der Beschwerde gestellten Rechtsbe-
gehren ab, wobei die Aufteilung der Begehren in Haupt- und Eventualbe-
gehren irrelevant ist (vgl. MOSER ET AL., a.a.O., S. 256, Rz. 4.43). Diesbe-
züglich ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer hinsichtlich seines An-
trags auf Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung in Bezug auf eine der
beiden Dispositiv-Ziffern teilweise obsiegt hat, jedoch auf seine weiterge-
henden Anträge auf Anordnung der Durchführung eines Prüfungsaudits
bzw. die damit in Verbindung stehenden Anträge nicht einzutreten war. Der
Anteil des Unterliegens des Beschwerdeführers ist daher auf sieben Achtel
festzulegen, derjenige der Vorinstanz bzw. Beschwerdegegnerin auf einen
Achtel (vgl. MOSER ET AL., a.a.O., S. 254, Rz. 4.39 ff. und S. 256, Rz. 4.43).
9.1.4 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts-
behörden Anspruch auf eine Beurteilung innert "angemessener" Frist. Was
eine "angemessene" Frist ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Eine überlange Verfahrensdauer liegt dann vor, wenn eine Behörde für ei-
nen Entscheid länger benötigt, als dies nach der Natur der Sache und nach
der Gesamtheit der übrigen Umstände angemessen erscheint (Urteil des
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Seite 19
Bundesgerichts 8C_633/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 3.1). Diesbe-
züglich ist vorliegend festzustellen, dass der Beschwerdeführer seine Be-
schwerde am 31. Oktober 2011 eingereicht hat und die letzte eingereichte
Rechtsschrift der Parteien vom 7. September 2012 datiert. Weiters galt es
eine Nichteintretensverfügung zu beurteilen; der Umfang und Komplexi-
tätsgrad der Streitsache war somit beschränkt. Dies vorausgeschickt ist
festzustellen, dass eine Verfahrensdauer von rund dreieinhalb Jahren als
überlang anzusehen ist und das Bundesverwaltungsgericht die Vorgaben
von Art. 29 Abs. 1 BV verletzt hat. Es rechtfertigt sich daher ausnahms-
weise, in Anwendung von Art. 6 lit. b VGKE auf die Auferlegung derjenigen
Verfahrenskosten zu verzichten, die nicht durch zusätzliche verfahrensver-
längernde bzw. -verkomplizierende Anträge des Beschwerdeführers ent-
standen sind.
9.1.5 Die Verfahrenskosten sind den Parteien im Ausmass des Unterlie-
gens aufzuerlegen. In Anbetracht der zuvor gemachten Ausführungen hat
der Beschwerdeführer Verfahrenskosten von Fr. 1'400.-, die Beschwerde-
gegnerin solche von Fr. 200.- zu tragen; der Vorinstanz sind keine Verfah-
renskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). Nach Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils wird der vom Beschwerdeführer ein-
bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 3'500.- zur Bezahlung von des-
sen Anteil an den Verfahrenskosten verwendet und dem Beschwerdeführer
der Restbetrag in Höhe von Fr. 2'100.- zurückerstattet. Die Beschwerde-
gegnerin wiederum hat ihren Anteil an den Verfahrenskosten in Höhe von
Fr. 200.- innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-
teils zuhanden der Gerichtskasse zu überweisen.
9.2
9.2.1 Eine ganz oder teilweise obsiegende Partei hat Anspruch auf eine
Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe
Kosten (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE). Wird – wie
vorliegend – keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht die Ent-
schädigung auf Grund der Akten fest (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter Be-
rücksichtigung des Obsiegens von einem Achtel erscheint dem Gericht hin-
sichtlich des Beschwerdeführers eine reduzierte Parteientschädigung von
Fr. 1'600.- (inkl. MwSt.) für angemessen. Diese ist zu gleichen Teilen der
Vorinstanz sowie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Art. 64
Abs. 2 und 3 VwVG).
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Seite 20
9.2.2 Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin (wie die Vorinstanz) als zu
sieben Achtel obsiegende Partei zu betrachten, wodurch sie – im Gegen-
satz zur Vorinstanz (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE) – ebenfalls Anspruch auf eine
Parteientschädigung hat. Diese ist mangels Kostennote ebenfalls auf
Grund der Akten festzulegen, wobei dem Gericht eine reduzierte Parteient-
schädigung von Fr. 4'800.- (inkl. MwSt.) für angemessen erscheint.
9.2.3 Aus den vorherigen Ausführungen ergibt sich, dass die Vorinstanz zu
verpflichten ist, dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des
vorliegenden Urteils eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 800.-
(inkl. MwSt.) auszurichten.
Ferner sind die gegenseitigen Ansprüche des Beschwerdeführers auf eine
reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 800.- (inkl. MwSt.) bzw. der
Beschwerdegegnerin auf eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von
Fr. 4'800.- (inkl. MwSt.) zu verrechnen und der Beschwerdeführer zu ver-
pflichten, der Beschwerdegegnerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-
genden Urteils eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.- (inkl. MwSt.) aus-
zurichten.
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