Decision ID: 7f0fe793-9968-43a6-ae08-73a84953b270
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Februar 2012 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen für
Massnahmen für die berufliche Eingliederung an (IV-act. 1). Er gab an, in B._ die
Grundschule und das Gymnasium absolviert zu haben. Zuletzt habe er zu 100 % als
Produktionsmitarbeiter für die C._ AG gearbeitet. Seit dem 2. März 2011 sei er
wegen eines schmerzenden Ellbogengelenks rechts nach Radiusköpfchenfraktur
rechts unfallbedingt in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.
A.b Bereits am 19. September 2011 hatte die Suva eine kreisärztliche Untersuchung
durchführen lassen (IV-act 5-60 ff.). Als Diagnosen hatte Dr. med. D._, Facharzt für
orthopädische Chirurgie FMH, einen Status nach Ellbogenkontusion rechts am 2. März
2011 mit leicht dislozierter Radiusköpfchenfraktur rechts und eine persistierende,
schmerzhaft eingeschränkte Ellbogenbeweglichkeit rechts angegeben. Dr. D._ hatte
weiter angegeben, dass sich nach einer vorübergehenden Verbesserung in den letzten
Wochen eine zunehmend schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit des
Ellbogens rechts entwickelt habe. Diese gehe mit einer deutlich verminderten
Belastbarkeit des rechten Ellbogens einher, sodass eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit auf über 50 % nicht möglich sei. Er denke, dass ohne eine
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intraarticuläre Intervention keine anhaltende und wesentliche Verbesserung des
Zustandes mehr erreicht werden könne.
A.c Die E._ AG (ehemals C._ AG) berichtete am 17. Januar 2012 (IV-act. 11),
dass sie den Versicherten von Juli 1991 bis Ende Januar 2012 in einem Vollpensum,
seit Januar 2008 in der Funktion eines Werkzeugcoachs, beschäftigt habe. Der letzte
effektive Arbeitstag sei der 20. Dezember 2011 gewesen. Dem Versicherten sei
gekündigt worden, weil die Produktion darauf angewiesen sei, dass ein
Werkzeugwechsler eine 100 %ige Leistung erbringe. Seit Januar 2011 habe der
Monatslohn des Versicherten Fr. 4'795.10 betragen. Gemäss dem IK-Auszug hatte der
Versicherte im Jahr 2008 Fr. 55'448.--, im Jahr 2009 Fr. 57'042.-- und im Jahr 2010 Fr.
64'491.-- verdient (IV-act. 10).
A.d RAD-Arzt Dr. E._ hielt am 6. März 2012 fest (IV-act. 17), dass der
Gesundheitszustand wegen der Operation vom 28. Februar 2012 noch instabil sei. Am
7. März 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 19), dass wegen der
kürzlich erfolgten Operation zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen
möglich seien.
A.e Die Klinik G._ gab in ihrem Bericht vom 27. April 2012 (Suva-Akten, act. G 4.2,
nicht akturiert) die folgenden Diagnosen an:
· Status nach Radiusköpfchenresektion und Rekonstruktion LUCL Ellbogen rechts
am 28. Februar 2012 bei
- posttraumatischer Radiohumeralarthrose und lateraler Seitenbandläsion Ellbogen
rechts;
- Status nach Radiusköpfchenfraktur rechts am 2. März 2011;
· Status nach Radiusfraktur rechts am 20. September 1990;
· Verdacht auf Bizepstendinopathie rechts.
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Als Nebendiagnosen wurden eine arterielle Hypertonie und eine Hypercholesterinämie
angegeben. Die Klinikärzte erklärten, dass sechs Wochen nach der Resektion des
Radiusköpfchens ein regelrechtes Ergebnis vorliege. Der Versicherte sei zwar noch
nicht beschwerdefrei, jedoch auf gutem Weg. Bis zur nächsten klinischen Kontrolle in
sechs Wochen sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig.
A.f Dr. med. H._, FMH für Innere Medizin, berichtete der IV-Stelle im Mai 2012
(Bericht ohne Datum, eingegangen am 16. Mai 2012, IV-act. 22), dass der Versicherte
seit dem 21. Dezember 2011 und bis auf weiteres als Produktionsmitarbeiter zu 100 %
arbeitsunfähig sei. Es bestünden Einschränkungen beim Einsatz des rechten Arms
resp. der rechten Hand mit Schmerzen bei der Flexion und Extension und reaktiver
Kraftlosigkeit. Die Klinik G._ berichtete der Suva am 5. Juni 2012 (Suva-Akten), dass
sich drei Monate postoperativ weiterhin ein schmerzhaftes Gelenk gezeigt habe, was
bei dieser doch recht fortgeschrittenen Arthrose nicht ganz unerwartet sei. Die Tendenz
des Heilungsverlaufs sei jedoch positiv, sodass von einer weiteren Besserung
ausgegangen werden könne. Das Ellbogengelenk sei stabil. Bis zur nächsten
Sprechstunde in drei Monaten sei der Versicherte für körperlich belastende Tätigkeiten
zu 100 % arbeitsunfähig. Kreisarzt Dr. D._ hielt am 3. Juli 2012 in einer Aktennotiz
fest (Suva-Akten), dass insgesamt schon ein langwieriger Verlauf, offenbar noch mit
erheblichem Reizzustand des Ellbogens, vorliege. Der Versicherte sei bis September
2012 voll arbeitsunfähig. Er bezweifle, dass der rechte Ellbogen je wieder voll belastbar
sein werde. RAD-Arzt Dr. E._ erklärte am 25. Juli 2012 (IV-act. 24), dass er die
Einschätzung des Kreisarztes, laut welcher der Versicherte weiterhin voll arbeitsunfähig
sei, nicht teile. Aufgrund des Berichts der Klinik G._ müsse davon ausgegangen
werden, dass der Versicherte ab dem Tag nach der Untersuchung in der Klinik G._,
d.h. ab dem 31. Mai 2012, in einer adaptierten, den rechten Arm weitgehend
schonenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Für die angestammte
Tätigkeit als Hilfsarbeiter bestehe bis mindestens September 2012 weiterhin eine volle
Arbeitsunfähigkeit.
A.g Am 14. September 2012 fand die zweite kreisärztliche Untersuchung statt (Suva-
Akten). Dr. D._ gab an, dass der Versicherte an zwei Problemen leide, einerseits an
einer fortgeschrittenen Arthrose im rechten Ellbogen und andererseits an einer
beginnenden Ulnariskompressionssymptomatologie im Bereich des rechten Ellbogens.
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Bezüglich der Folgen der Radiusköpfchenfraktur sei durch weitere
Behandlungsmassnahmen keine Verbesserung mehr zu erwarten. Die frühere Tätigkeit
mit schwerer Belastung sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Als Restfolgen
lägen eine posttraumatische Radiohumeralarthrose, eine Läsion des lateralen
Seitenbandes, ein persistierendes Beschwerdebild Ellbogen rechts mit einer Kraft- und
Bewegungseinschränkung und ein beginnendes Ulnariskompressionssyndrom
Ellbogen rechts mit Sensibilitätsstörung der Finger IV und V und beginnender
Ulnarisparese vor.
A.h Die Klinik G._ berichtete der IV-Stelle am 19. September 2012 (IV-act. 27),
dass sich sechs Monate postoperativ weiterhin ein schmerzhaftes Gelenk gezeigt
habe. Ausserdem bestehe eine beginnende Ulnarisparese rechts. RAD-Arzt Dr. E._
hielt in einer Stellungnahme vom 10. Oktober 2012 fest (IV-act. 29), dass der
Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, sofern die neurologische
Untersuchung keinen schwerwiegenden Befund zeigen werde und von Seiten der Klinik
G._ keine weiteren wesentlichen Behandlungsmassnahmen durchgeführt würden.
Am 22. Oktober 2012 berichtete die Klinik G._ (IV-act. 30), dass sich die
Beschwerden seit der letztmaligen Konsultation eher etwas verschlechtert hätten. Im
Verlauf sei es, allenfalls aufgrund des Verlustes des sekundären Stabilisators des
Radiusköpfchens, zu medialen Ellbogenschmerzen gekommen. Dies habe eine mediale
Bandinsuffizienz demaskiert und ein Sulcus ulnaris-Syndrom provoziert, welches
progredient sei. Allenfalls sei eine Reoperation mit medialer Seitenband-Restruktion
und N. ulnaris-Release und -Vorverlagerung nötig. Diesfalls müsse auch eine
sekundäre Radiusköpfchenprothese in Betracht gezogen werden.
A.i Am 30. Oktober 2012 wurde der Versicherte von Prof. Dr. med. I._, Facharzt
FMH Neurologie, untersucht (Bericht vom 5. November 2012, Suva-Akten). Dr. I._
erklärte, dass sich in der klinisch-neurologischen Untersuchung eine am ehesten
schmerzbedingte Minderinnervation bei der Kraftprüfung im rechten Arm gezeigt habe.
Eindeutige Paresen oder Störungen der Muskeltrophik hätten sich nicht gefunden. Die
angegebene Sensibilitätsstörung sei diffus gewesen und habe sich weder einem
Nervenversorgungsgebiet noch einem Dermatom zuordnen lassen. Neurographisch
hätten sich die Armnerven rechts unauffällig dargestellt. Hinweise für eine
Kompressionsneuropathie oder eine andere Neuropathie habe es weder im proximalen
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noch distalen Nervenabschnitt gegeben. Unauffällig sei auch der sympathische
Hautreflex gewesen, so dass es auch keine Hinweise für eine höhergradige
Schädigung des autonomen Nervensystems wie etwa bei einem komplexen regionalen
Schmerzsyndrom gegeben habe. Auf dem neurologischen Fachgebiet hätten sich
somit keine objektivierbaren Befunde feststellen lassen. Sollten die Beschwerden auch
aus orthopädischer/chirurgischer Sicht nicht hinreichend erklärt werden können, müsse
eine Aggravation in Betracht gezogen werden.
A.j Die Klinik G._ berichtete am 7. Dezember 2012 (Suva-Akten), dass die
Beschwerden im Wesentlichen unverändert seien. Die radialen Schmerzen hätten
durch die Radiusresektion klar positiv beeinflusst werden können, sodass an dieser
Stelle keine Beschwerden mehr bestünden. Der Versicherte habe nun absolut
glaubwürdig über persistierend medialseitige Schmerzen sowie intermittierende
Parästhesien und eine Hypästhesie im Bereich der ulnaren Finger, vor allem Dig. IV,
geklagt. Der Klinikarzt erklärte ausserdem, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine
Revisionsoperation indiziert sei. Die medialen Schmerzen seien sicherlich durch die
ulnarseitige Arthrose sowie durch eine leichte Epicondylitis humeri ulnaris mitbedingt.
Man habe sich für eine therapeutische intraartikuläre Infiltration und eine
Verlaufskontrolle in zwei bis drei Monaten entschieden. Der Versicherte sei wegen der
posttraumatischen Degeneration wohl auch auf längere Sicht in körperlich schweren
Berufen nicht mehr zu 100 % arbeitsfähig. RAD-Arzt Dr. E._ hielt in einer Aktennotiz
vom 20. Dezember 2012 fest (IV-act. 39), dass der Versicherte in seiner angestammten
Tätigkeit weiterhin vollständig arbeitsunfähig sei. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe
eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit.
A.k Die kantonale Arbeitslosenkasse berichtete der IV-Stelle am 15. Januar 2013
(IV-act. 43), dass der Versicherte seit dem 1. Februar 2012 als arbeitslos gemeldet sei.
Der Versicherte habe angegeben, zu 50 % arbeitsunfähig zu sein. Am 21. Januar 2013
fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und dem Eingliederungsberater der IV-
Stelle statt (IV-act. 53). Der Versicherte habe anlässlich des Gesprächs angegeben,
aktuell weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig zu sein. Er wünsche sich von der IV
Unterstützung und Koordination mit dem RAV bei der Stellensuche. Bis jetzt habe er
sich nicht beworben, da er ja voll arbeitsunfähig sei und nicht wisse, wo und wie er sich
bewerben solle. Er könne sich momentan nicht vorstellen, dass er wieder eine Arbeit
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finden werde. Der Eingliederungsberater hielt abschliessend fest, dass für ihn im
Gespräch kein überzeugendes Engagement zu erkennen gewesen sei. Die Motivation
zum aktiven Suchen einer neuen Arbeitsstelle scheine nicht vorhanden zu sein. Es sei
vereinbart worden, dass sich der Versicherte ab sofort aktiv bewerbe und die IV über
seine Bemühungen informiere.
A.l Am selben Tag fand die ärztliche Abschlussuntersuchung durch den Kreisarzt
Dr. D._ statt (Suva-Akten). Dieser berichtete, der Versicherte habe bei der
Untersuchung angegeben, dass sich das Beschwerdebild seit September 2012 nicht
wesentlich verändert habe. Nach wie vor bestünden dauernde mediale
Ellbogenschmerzen rechts mit Ausstrahlung in den proximalen Vorderarm. Die
Beschwerden nähmen unter Belastung und Bewegung zu. Intermittierend leide der
Versicherte auch unter lateralen Ellbogenbeschwerden. Dr. D._ erklärte, als
therapeutische Option bestehe noch die Möglichkeit einer Revisionsoperation mit
Radiusköpfchenprothese und ulnarer Seitenbandrekonstruktion. Allerdings sei der
Behandlungserfolg bei nachgewiesener Ellbogenarthrose auch medial unsicher. Es sei
nicht sehr wahrscheinlich, dass die Funktionstüchtigkeit des Ellbogens durch die
Operation wesentlich verbessert werden könnte. In dieser Situation sei der
versicherungstechnische Behandlungsabschluss angezeigt. Der Versicherte sei für
schwerere Arbeitstätigkeiten, wie er sie vor dem Unfall ausgeübt habe, nicht mehr
arbeitsfähig. Eine adaptierte Tätigkeit, bei der keine Gewichte über 5-10 kg mit dem
rechten Arm repetitiv gehoben oder getragen werden müssten, bei der keine
Vibrationen oder Schläge auf den rechten Ellbogen fortgeleitet würden, bei der keine
repetitiven Umwendbewegungen vorkämen und bei der nicht auf Leitern gestiegen
werden müsse, sei dem Versicherten jedoch ganztägig zumutbar.
A.m Der Eingliederungsberater der IV teilte dem RAV am 22. Januar 2013 mit (IV-
act. 44), dass der Versicherte aus seiner Sicht schon lange Bewerbungen schreiben
und sich auf dem Arbeitsmarkt aktiv zeigen müsste. Er habe dem Versicherten
aufgetragen, sich ab sofort aktiv zu bewerben. Seines Erachtens stehe die
Motivationsfrage im Vordergrund. Ihm erscheine eine nachhaltige Eingliederung als
eher nicht möglich. Am 4. Februar 2013 berichtete der Eingliederungsberater dem RAV
(IV-act. 49), dass er bis jetzt noch keine Bewerbungsbemühungen registriert habe.
RAD-Arzt Dr. E._ erklärte am 11. Februar 2013 (IV-act. 51), dass der Versicherte in
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der angestammten Tätigkeit weiterhin zu 0 % und in einer adaptierten Tätigkeit zu 100
% arbeitsfähig sei. In einer internen Notiz vom 19. Februar 2013 hielt eine
Sachbearbeiterin der IV-Stelle fest (IV-act. 52-3), dass der Versicherte in einer
adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und deshalb keinen Anspruch auf berufliche
Massnahmen habe. Der Versicherte könne nur in Form von
Frühinterventionsmassnahmen unterstützt werden. Der Eingliederungsberater hielt in
einer Aktennotiz vom 20. Februar 2013 fest (IV-act. 53-4), er habe den Versicherten
gleichentags telefonisch darüber informiert, dass aus der Sicht der IV-Stelle eine volle
Arbeitsfähigkeit bestehe, so dass der Versicherte keinen Anspruch auf berufliche
Massnahmen habe. Der Versicherte habe erklärt, dass er sich weiterhin zu 100 %
arbeitsunfähig fühle. In einer Notiz vom 20. Februar 2013 hielt die IV-Sachbearbeiterin
fest (IV-act. 52-3), eine Abklärung mit dem Eingliederungsberater habe ergeben, dass
keine nachträglichen Frühinterventionsmassnahmen angezeigt seien, da sich der
Versicherte nicht arbeitsfähig fühle. Am 22. Februar 2013 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit (IV-act. 55), dass das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen
abgewiesen werde, da er gemäss ihren Abklärungen in einer angepassten Tätigkeit
uneingeschränkt arbeitsfähig sei.
A.n Die Klinik G._ berichtete am 28. Februar 2013 (IV-act. 56), dass die Infiltration
vor drei Monaten nur eine Schmerzbefreiung für 6-24 Stunden gebracht habe. Die
Schmerzen seien im rechten Ellbogen, tendenziell eher medialseits, lokalisiert und
träten bei endgradiger Flexion und Extension auf. Zudem bestehe ein Spannungsgefühl
im distalen Vorderarm. Die Einschlafparästhesien Dig. V hätten sich gebessert.
Insgesamt hätten die Beschwerden im Vergleich zum präoperativen Zustand
zugenommen. Der Klinikarzt erklärte weiter, dass die vor allem bei endgradiger
Bewegung noch persistierenden Ellbogenschmerzen durch eine Ellbogenarthroskopie
mit Débridement der Osteophyten am Glenoid sowie am Olecranon verbessert werden
könnten. Auf die Vorderarm- respektive Handgelenksbeschwerden habe eine solche
Operation jedoch kaum einen Einfluss. Durch eine Ellbogenarthroskopie könne wohl
auch nicht die volle Arbeitsfähigkeit im angestammten, körperlich anstrengenden Beruf
wiedererlangt werden. Für eine Ellbogenprotheseimplantation sei die Beweglichkeit
noch zu gut und die Beschwerden seien zu gering.
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A.o Mit Vorbescheid vom 28. März 2013 (IV-act. 61) kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten bei einem IV-Grad von 0.9 % die Abweisung des Rentengesuchs an. Zur
Begründung brachte sie vor, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit zu 100
% arbeitsfähig sei. Ohne Behinderung hätte er in der angestammten Tätigkeit im Jahr
2011 einen Lohn von Fr. 62'336.30 erzielen können. Das Invalideneinkommen
entspreche dem durchschnittlichen Lohn eines Hilfsarbeiters im Jahr 2011 gemäss der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE), d.h. Fr. 61'776.-- (IV-act.
58).
A.p Am 8. April 2013 (IV-act. 66) beantragte der zwischenzeitlich beauftragte
Rechtsvertreter des Versicherten die Durchführung beruflicher
Eingliederungsmassnahmen. Zur Begründung führte er an, dass der Versicherte nach
langer Arbeitsunfähigkeit grösste Probleme bei der beruflichen Wiedereingliederung
habe. Für den Fall, dass das Gesuch abgelehnt werden sollte, verlangte er den Erlass
einer anfechtbaren Verfügung. Mit Verfügung vom 26. April 2013 (IV-act. 67) wies die
IV-Stelle das Gesuch um berufliche Massnahmen ab. Zur Begründung führte sie an,
dass der Versicherte aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen in einer
adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Es liege keine relevante
Erwerbseinbusse vor und der Versicherte sei bei der Stellensuche nicht eingeschränkt.
Daher bestehe kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung oder auf andere berufliche
Massnahmen.
A.q Gegen den Vorbescheid vom 28. März 2013, mit dem die IV-Stelle die
Abweisung des Rentenbegehrens angekündigt hatte, wendete der Rechtsvertreter am
6. Mai 2013 ein (IV-act. 68), dass der Versicherte entgegen der Meinung der IV-Stelle
einen Anspruch auf Integrationsmassnahmen, Arbeitsvermittlung und eventuell
Umschulungsmassnahmen habe. Die Rentenprüfung sei erst nach Durchführung der
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen. Eventualiter sei dem Versicherten eine
ganze Rente zuzusprechen. Mit Verfügung vom 29. Mai 2013 (IV-act. 70) wies die IV-
Stelle das Rentengesuch aus den im Vorbescheid angegebenen Gründen ab.
B.
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B.a Gegen die Verfügungen vom 26. April 2013 und vom 29. Mai 2013 liess der
Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 3. Juni 2013 Beschwerde erheben
(act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der Verfügungen und die
Anweisung der Beschwerdegegnerin, mit dem Beschwerdeführer
Frühinterventionsmassnahmen, Integrationsmassnahmen und berufliche Massnahmen
durchzuführen (Ziff. 1) und die Rentenfrage nach Abschluss der beruflichen
Eingliederungsmassnahmen erneut zu prüfen. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer
eine Rente zuzusprechen (Ziff. 2). Zur Begründung des Eingliederungsanspruchs
machte der Rechtsvertreter geltend, dass der 56-jährige, ungelernte und schlecht
Deutsch sprechende Beschwerdeführer, welcher zeitlebens schwere körperliche Arbeit
verrichtet habe, seinen rechten (dominanten) Arm für körperliche Tätigkeiten faktisch
kaum mehr einsetzen könne. Da das letzte Arbeitsverhältnis mehr als 20 Jahre
gedauert habe, sei der Beschwerdeführer mit den Gegebenheiten des heutigen
Arbeitsmarktes nicht mehr vertraut. Die Beschwerdegegnerin habe den Anspruch auf
Frühinterventionsmassnahmen, nachdem sie ihn zunächst bejaht habe, mit einer
unhaltbaren Begründung verneint. Zwar bestehe kein Rechtsanspruch auf
Frühinterventionen. Der nachträgliche Widerruf der zugesprochenen
Frühinterventionsmassnahmen mit der dazugehörigen Begründung erscheine jedoch
unter Berücksichtigung des Gebots des Handelns nach Treu und Glauben
widerrechtlich, stossend und ehrenrührig. Der Beschwerdeführer habe Anspruch auf
Integrationsmassnahmen, da er in seiner angestammten Tätigkeit zu über 50 %
arbeitsunfähig sei und da solche Massnahmen im Hinblick auf seine berufliche
Eingliederung als notwendig erschienen. Auch könne nicht ernsthaft behauptet werden,
dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen,
insbesondere auf Arbeitsvermittlung, habe. Allenfalls habe er auch Anspruch auf
einfache und rasche Umschulungsmassnahmen und auf Einarbeitungszuschüsse. Der
Beschwerdeführer sei auf jeden Fall bereit, bei den erforderlichen
Eingliederungsmassnahmen aktiv mitzuwirken und eine angepasste Tätigkeit
auszuüben. Bezüglich des Rentenanspruchs führte der Rechtsvertreter aus, dass eine
erfolgreiche Eingliederung durch zahlreiche Faktoren (Gesundheitsschaden, Alter,
Ausbildung, lange Absenz vom Arbeitsmarkt, geringe Ressourcen) stark erschwert
werde. Dies habe sich auch darin gezeigt, dass die Suva in ihrem DAP-Fundus keine
geeignete Stelle für den Beschwerdeführer haben finden können und dass selbst dem
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Eingliederungsberater eine nachhaltige Eingliederung als eher nicht möglich erschienen
sei. Daher könne nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ohne
tatkräftige Unterstützung der Beschwerdegegnerin je wieder ein
rentenausschliessendes Einkommen werde erzielen können. Die medizinisch-
theoretische Restarbeitsfähigkeit sei deshalb als nicht verwertbar anzusehen und eine
volle Erwerbsunfähigkeit anzunehmen. Bezüglich des Einkommensvergleichs wies der
Rechtsvertreter darauf hin, dass die Suva, die nur die Unfallfolgen berücksichtigt habe,
von einem wesentlich höheren IV-Grad ausgegangen sei als die Beschwerdegegnerin.
Als Valideneinkommen sei der von der Suva ermittelte Betrag von Fr. 65'824.--
heranzuziehen. Beim Invalideneinkommen sei ein Leidensabzug von mindestens 20 %
vorzunehmen. Der Beschwerdeschrift lagen diverse Unterlagen bei, u.a. eine medi
zinische Beurteilung der Suva vom 11. April 1991 (act. G 1.1 Beilage 5). Dr. J._ hatte
darin erklärt, dass der Beschwerdeführer an einem Zustand nach distaler
intraarticulärer Radiusfraktur rechts am 17. September 1990 mit leichter konzentrischer
Bewegungseinschränkung des rechten Handgelenks, einer endgradigen Verminderung
der Pronation und Supination des rechten Vorderarmes sowie einer Kraftminderung der
rechten Hand leide. Den Integritätsschaden hatte Dr. J._ auf 5 % geschätzt. Mit
Verfügung vom 12. Juni 1991 (act. G 1.1 Beilage 6) hatte die Suva dem
Beschwerdeführer gestützt auf die Beurteilung von Dr. J._ eine
Integritätsentschädigung zugesprochen.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 6. September 2013 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung brachte sie vor, dass auf Massnahmen der
Frühintervention kein Rechtsanspruch bestehe. Die vorgebrachten Schwierigkeiten bei
der Stellensuche seien primär auf IV-fremde Faktoren zurückzuführen. Der
Beschwerdeführer sei bei der Stellensuche nicht auf die spezifischen Fachkenntnisse
der IV angewiesen, da entsprechende Stellen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in
genügender Anzahl vorhanden seien und ihm die öffentliche Arbeitsvermittlung zur
Verfügung stehe.
B.c Mit einer Replik vom 17. Oktober 2013 (act. G 6) brachte der Rechtsvertreter
ergänzend vor, die fehlende Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit habe sich gerade
darin gezeigt, dass der Beschwerdeführer von seinem bisherigen Arbeitgeber trotz 20
Jahren treuen Diensten unmittelbar nach Ablauf der arbeitsrechtlichen Sperrfrist
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"aussortiert" worden sei. Wenn überhaupt, könne der Beschwerdeführer seine
Restarbeitsfähigkeit realistischerweise nur noch mit einem äusserst
unterdurchschnittlichen Erfolg verwerten, sodass selbst der maximale Leidensabzug
von 25 % als zu tief angesehen werden müsse. Das Invalideneinkommen sei daher auf
50 % des durchschnittlichen Lohns eines Hilfsarbeiters festzusetzen, d.h. auf
Fr. 30'888.--. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 65'824.-- betrage der IV-Grad
folglich 54 %, was einer halben Rente entspreche. Der Replik lag ein Bericht vom 6.
Juni 2013 von Dr. med. K._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, an den
Rechtsvertreter bei (act. G 6.1.1). Dr. K._ hatte angegeben, dass der
Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung vom 12. April 2013 über
belastungsabhängige Schmerzen im rechten Handgelenk, im rechten Ellbogen und in
der rechten Schulter geklagt habe. Die Diagnosen hatten wie folgt gelautet:
· Inferiore glenohumerale Arthrose rechts mit Verdacht auf
Rotatorenmanschettenläsion (Supraspinatus), mit grosser Wahrscheinlichkeit
posttraumatisch;
· persistierende medialbetonte Ellbogenschmerzen rechts bei
- Status nach Radiusköpfchenresektion und Rekonstruktion LUCL Ellbogen rechts
2/2012;
- Status nach posttraumatischer Radiohumeralarthrose und lateraler Seitenband
läsion und Instabilität Ellbogen rechts;
- Status nach Radiusköpfchenfraktur rechts vom 02.03.2011;
· deutliche radiocarpale Arthrose sowie eine beginnende Degeneration der
proximalen Handgelenksreihe (rechte Hand);
· geringe, jedoch deutliche Daumen-Sattelgelenksarthrose sowie beginnende
Degeneration im TFCC (rechte Hand).
Dr. K._ hatte weiter erklärt, dass diese Diagnosen das Arbeitsprofil eines bisher rein
manuell tätigen Arbeitnehmers deutlich einschränkten. Rein aufgrund des
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Schulterbefundes seien dem Beschwerdeführer Überkopfarbeiten und Arbeiten auch
nur mit leichten Gewichten auf Schulterhöhe nicht mehr zumutbar. Aufgrund der
lateralen Instabilität und der arthrotischen Veränderungen am rechten Ellbogen sowie
der arthrotischen Veränderungen im rechten Handgelenk sei das Heben/Tragen von
Gewichten von über 5 kg nicht mehr möglich. Ebenso seien dem Beschwerdeführer
repetitive Umwendbewegungen im rechten Ellbogen und im rechten Handgelenk,
Vibrationen oder Kälteexpositionen nicht mehr zumutbar. Zumutbar sei dem
Beschwerdeführer eine nicht repetitive Tätigkeit auf Tischhöhe mit Gewichten von
höchstens 2 kg (wie zum Beispiel das Montieren leichter Teile) oder eine leichte
Kontrollfunktion. Eine Tätigkeit als Lastwagen-, Bus-, Lieferwagen- oder Staplerfahrer
falle wegen der repetitiven Umwendbewegungen nicht in Betracht. Aufgrund der
Einschränkungen sei es schwer, überhaupt konkrete Verweistätigkeiten zu nennen. Am
ehesten komme eine Bürotätigkeit oder eine einfache Überwachungs- und
Kontrolltätigkeit in Frage.
B.d In ihrer Duplik vom 21. November 2013 (act. G 8) erklärte die
Beschwerdegegnerin, dass die Hürde an die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
älterer Menschen rechtsprechungsgemäss hoch liege. Eine tiefere Ausbildung und
eingeschränkte sprachliche Kenntnisse wirkten sich bei der Ausübung einer Hilfsarbeit
nicht nachteilig aus. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer trotz dieser
"Umstände" vor Eintritt des Gesundheitsschadens jahrelang einer Arbeit habe
nachgehen können. Im Übrigen sei der Einwand betreffend die geringen
Sprachkenntnisse absolut unverständlich, da der Beschwerdeführer bereits seit 198_ in
der Schweiz lebe.
B.e Am 21. Januar 2014 reichte der Rechtsvertreter den Schlussbericht eines
Einsatzprogrammes im L._ vom 5. August bis 31. Dezember 2013 ein (act. G 10.1.1).
Die Angebotsleitung und der Fallmanager hatten in der Evaluation festgehalten, der
Beschwerdeführer komme weiterhin nicht damit klar, dass er nicht voll arbeitsfähig sei.
Die Arbeitssuche habe sich als schwierig erwiesen. Der Beschwerdeführer habe die
nötige Leistung, insbesondere dann, wenn Kraft gefordert gewesen sei, nicht erbracht.
Eine einfache Arbeit mit der Akkubohrmaschine sei zu viel gewesen. In ausdauernden
Arbeiten mit zwei Händen wie im Bereich Industrie (Montagearbeit) sei er ebenfalls
eingeschränkt gewesen. Ihm habe die Kraft gefehlt und die feinmotorischen
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Bewegungen der linken Hand seien ungenügend gewesen. Die Arbeitsanforderungen
hätten sich oft auf das körperliche Wohlbefinden ausgewirkt. Die
Schmerzmedikamente hätten zu einem unregelmässigen Schlaf und damit zu
Müdigkeit und Konzentrationsmangel geführt. Der Beschwerdeführer könne sich gut
vorstellen, in einem Vollpensum eine 50 %ige Leistung zu erbringen. Ihrer Einschätzung
nach wäre ein Arbeitsplatz angemessen, an dem kognitive Fähigkeiten im Vordergrund
stünden, wie z.B. bei der Überwachung von Förderbändern oder beim manuellen
Zählen von Gegenständen.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit Verfügung vom 26. April 2013 einen Anspruch
des Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen verneint. Mit
Verfügung vom 29. Mai 2013 hat sie auch einen Rentenanspruch abgelehnt. Mit diesen
beiden Verfügungen hat die Beschwerdegegnerin über zwei eigenständige
Leistungsansprüche entschieden. Jede dieser beiden Verfügungen hätte für sich
angefochten und beurteilt werden können. Da der Beschwerdeführer die beiden
Verfügungen in einer Beschwerdeschrift angefochten hat und da sich der
Schriftenwechsel auch seitens der Beschwerdegegnerin jeweils in einer Eingabe für
beide Beschwerden erschöpft hat, ist davon auszugehen, dass die Parteien mit einer
Vereinigung der beiden Beschwerdeverfahren einverstanden sind. Da den beiden
Streitgegenständen weitgehend derselbe Sachverhalt zugrunde liegt, dient eine
gemeinsame Beurteilung der Prozessökonomie. Die beiden gegen die Verfügungen
vom 26. April und vom 29. Mai 2013 gerichteten Beschwerden werden deshalb
vereinigt.
1.2 Zu prüfen bleibt, ob die 30-tägige Beschwerdefrist zur Anfechtung der
Verfügung vom 26. April 2013 eingehalten worden ist. Der Rechtsvertreter hat diese
Verfügung am 2. Mai 2013 erhalten. Die Beschwerdefrist hat somit am 3. Mai 2013 zu
laufen begonnen. Der 30. Tag der Beschwerdefrist ist auf den Samstag, 1. Juni 2013,
gefallen. Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein anerkannter
Feiertag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag (Art. 38 Abs. 3 ATSG). Die Frist
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wäre also am Montag, 3. Juni 2013, und damit am Tag der Beschwerdeerhebung,
abgelaufen. Die Beschwerdefrist ist somit gewahrt worden.
2.
2.1 Ob eine versicherte Person einen Anspruch auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen und einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat, hängt
jeweils von der Arbeitsfähigkeit ab. Als Nächstes ist daher zu prüfen, ob der
Beschwerdeführer wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Er leidet unbestrittenermassen an einer
posttraumatischen Radiohumeralarthrose und einer lateralen Seitenbandläsion im
rechten Ellbogen (Status nach Radiusköpfchenfraktur im März 2011 und
Radiusköpfchenresektion und Rekonstruktion im Februar 2012), die eine schmerzhaft
eingeschränkte Beweglichkeit und eine Kraftlosigkeit im rechten Ellbogen zur Folge
haben. Daneben leidet er in der rechten Hand an einer radiocarpalen Arthrose, einer
beginnenden Degeneration der proximalen Handgelenksreihe, einer geringen Daumen-
Sattelgelenksarthrose und einer beginnenden Degeneration im TFCC. Bezüglich der
rechten Schulter liegt die Diagnose einer inferioren glenohumeralen Arthrose rechts mit
Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenläsion vor. Die bisherige Tätigkeit des
Beschwerdeführers als Werkzeugwechsler ist zwar keine körperlich schwere Tätigkeit
gewesen. Bei dieser Arbeit ist der rechte, dominante Arm des Beschwerdeführers aber
in grob- wie auch in feinmotorischer Hinsicht stark beansprucht worden. Die
ärztlicherseits unbestrittene Einschätzung, dass dem Beschwerdeführer die Tätigkeit
als Werkzeugwechsler nicht mehr zumutbar ist, überzeugt daher. Zu prüfen bleibt die
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. Diesbezüglich hat der Kreisarzt
angegeben, dass der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mit repetitivem Heben und
Tragen von Gewichten über 5-10 kg, keine Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen
auf den rechten Ellbogen, keine repetitiven Umwendbewegungen und keine
Tätigkeiten, in denen er auf Leitern steigen müsste, mehr ausüben dürfe. Der RAD-Arzt
hat diese Adaptionskriterien als plausibel erachtet. Dr. K._ hat die Adaptionskriterien
enger gefasst: Der Beschwerdeführer dürfe mit dem rechten Arm nur noch vereinzelt
Gewichte bis 2 kg bewegen, keiner Kälteexposition ausgesetzt sein und keine
Überkopfarbeiten und Arbeiten auf Schulterhöhe mit auch nur kleinen Gewichten
ausführen. Da der Bericht von Dr. K._ erst im Beschwerdeverfahren eingereicht
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worden ist, hat weder der RAD noch der Kreisarzt Stellung zu den weitergehenden
Adaptionskriterien nehmen können. Allerdings haben die von Dr. K._ genannten
zusätzlichen Kriterien, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, keinen Einfluss auf die
Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit und damit auf die Höhe des
Invalideneinkommens. Daher kann offengelassen werden, ob es tatsächlich notwendig
ist, die von Dr. K._ vorgebrachten zusätzlichen Adaptionskriterien zu
berücksichtigen.
2.2 Somit bleibt der Arbeitsfähigkeitsgrad in einer adaptierten Tätigkeit zu ermitteln.
Der Beschwerdeführer ist im Februar 2012 am rechten Ellbogen operiert worden. Die
Klinik G._, deren Ärzte den entsprechenden Eingriff vorgenommen haben, hat dem
Beschwerdeführer postoperativ bis Ende Mai 2012 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
in jeglicher Tätigkeit attestiert. In einem Bericht vom Juni 2012 (der sich auf eine
Verlaufskontrolle vom 30. Mai 2012 gestützt hat) hat dieselbe Klinik nur noch eine
Arbeitsunfähigkeit für körperlich belastende Tätigkeiten angegeben. Diese
Einschätzung hat sie im Wissen um die Beschwerden in der rechten Schulter und der
rechten Hand abgegeben. Die radiologischen Untersuchungen, auf die Dr. K._ seine
diesbezüglichen Diagnosen (zumindest hauptsächlich) abgestützt hat, sind nämlich am
21. Februar 2012 von der Klinik G._ durchgeführt worden (siehe act. G 6.1.1 letzte
Seite). RAD-Arzt Dr. E._ ist aufgrund des Berichts der Klinik G._ vom Juni 2012
zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit ab
Ende Mai 2012 wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Diese Einschätzung
überzeugt, zumal Ende Mai 2012 drei Monate seit der Operation vergangen waren. Der
Kreisarzt hat die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ab dem Zeitpunkt der
zweiten kreisärztlichen Untersuchung im September 2012 auf 100 % geschätzt. Bis zu
diesem Zeitpunkt hatte er noch eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % angegeben. Da der
Kreisarzt diese Einschätzung vom 3. Juli 2012 ohne aktuelle Untersuchung und ohne
die Angabe von Adaptionskriterien abgegeben hat, muss davon ausgegangen werden,
dass er sich auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Hilfsarbeitertätigkeit bezogen
hat. Dr. K._ hat den Beschwerdeführer erst am 12. April 2013 untersucht. Auch er hat
ihm eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestiert. Unter
Berücksichtigung aller Umstände ist daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Juni
2012 in einer adaptierten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist.
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3.
3.1 Der Beschwerdeführer hat die Durchführung von Frühinterventionsmassnahmen
beantragt. Gemäss Art. 7d Abs. 3 IVG besteht kein Rechtsanspruch auf Massnahmen
der Frühintervention, so dass darüber nicht verfügt werden kann. Das bedeutet, dass
das Gericht keine Möglichkeit hat zu überprüfen, ob im vorliegenden Fall
Frühinterventionsmassnahmen angezeigt gewesen wären oder nicht. Die
entsprechenden Rügen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers können deshalb
nicht überprüft werden. Auf den Antrag, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, mit
dem Beschwerdeführer Frühinterventionsmassnahmen durchzuführen, kann daher
nicht eingetreten werden. Der Rechtsvertreter hat ausserdem beantragt, die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, mit dem Beschwerdeführer
Integrationsmassnahmen durchzuführen. Die Beschwerdeführerin hat mit Verfügung
vom 26. April 2013 über den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (Art.
15 ff. IVG) entschieden. In dieser Verfügung deutet nichts darauf hin, dass die
Beschwerdegegnerin damit auch über einen Anspruch des Beschwerdeführers auf
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die eigentlich berufliche Eingliederung
(Art. 14a IVG) entschieden hätte. Auch in der Vorgeschichte dieser Verfügung findet
sich kein Indiz dafür, dass das Verwaltungsverfahren die Abklärung eines Anspruchs
auf eine Integrationsmassnahme beinhaltet hätte. Deshalb kann im vorliegenden
Beschwerdeverfahren nicht überprüft werden, ob der Beschwerdeführer einen
Anspruch auf eine Integrationsmassnahme hat. Auch auf den Antrag, die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, mit dem Beschwerdeführer
Integrationsmassnahmen durchzuführen, kann somit nicht eingetreten werden.
3.2 Der Rechtsvertreter hat weiter verlangt, dass dem Beschwerdeführer berufliche
Eingliederungsmassnahmen im engeren Sinn zu gewähren seien. Diese umfassen
insbesondere die Berufsberatung, die Umschulung und die Arbeitsvermittlung (Art. 8
Abs. 3 lit. b IVG).
3.2.1 Anspruch auf eine Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit haben
Versicherte, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die
Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1
IVG). Dabei geht es darum, dem Versicherten eine neue Erwerbsmöglichkeit zu
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verschaffen, welche der früheren Tätigkeit annähernd gleichwertig ist (ZAK 1992 S.
364; Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art, KSBE, Stand
1. Januar 2015, Rz. 4001). Da es aber nicht die Aufgabe der Invalidenversicherung sein
kann, einen Versicherten in eine bessere beruflich-erwerbliche Stellung zu führen, als er
vorher innehatte (Rz. 4002 KSBE), haben Hilfsarbeiter grundsätzlich keinen Anspruch
auf eine Umschulung. Erleidet eine versicherte Person jedoch auch in einer adaptierten
Hilfsarbeitertätigkeit eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von
mindestens 20 Prozent (Richtwert), hat sie doch einen Umschulungsanspruch (vgl.
BGE 124 V 108 E. 2b mit Hinweisen). Diese Erwerbseinbusse wird ‒ grundsätzlich
gleich wie bei der Berechnung der rentenspezifischen Invalidität ‒ anhand eines
Einkommensvergleichs ermittelt. Dabei wird das Einkommen, welches der
Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Prüfung des Umschulungsanspruchs in seinem
Beruf verdienen könnte, wenn er gesund wäre, in Beziehung gesetzt zum Einkommen,
welches er in seinem bisherigen Beruf bzw. in einer behinderungsadaptierten
Hilfsarbeit trotz des Gesundheitsschadens noch verdienen kann. Die
umschulungsspezifische Erwerbseinbusse unterscheidet sich also insoweit von der
rentenspezifischen Erwerbseinbusse gemäss Art. 16 ATSG, als für die Berechnung des
Invalideneinkommens immer auf das nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch
erzielbare Einkommen im bisherigen Beruf abgestellt wird. Im Gegensatz zu anderen
Berufen beinhaltet der "Beruf" des Hilfsarbeiters ein sehr breites Spektrum an
Tätigkeiten, da er keine Ausbildung und damit auch keine spezifischen Kenntnisse
voraussetzt. Das bedeutet, dass die umschulungsspezifische Invalidenkarriere eines
Hilfsarbeiters regelmässig in einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit besteht. Dies ist
auch beim Beschwerdeführer der Fall, der nie einen Beruf erlernt hat und bis zum
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit als Werkzeugwechsler beschäftigt gewesen ist. Der
Beschwerdeführer hat im Jahr 2010 gemäss dem IK-Auszug einen Lohn von Fr.
64'491.-- erzielt. Zwar ist dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Werkzeugwechsler
seit März 2011 nicht mehr zumutbar. In einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit ist er
jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit Juni 2012 zu 100 % arbeitsfähig. Der
Beschwerdeführer hat die in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn erworbenen
Fähigkeiten und Kenntnisse durch seine gesundheitlichen Probleme nicht verloren,
weshalb davon auszugehen ist, dass er auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens
weiterhin ein Einkommen in der Höhe seines bisherigen Lohnes hat erzielen können.
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Dieses liegt über dem durchschnittlichen Einkommen eines Hilfsarbeiters gemäss der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE), welches im Jahr 2010,
aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden, Fr.
61'164.-- betragen hat (vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV,
Ausgabe 2015). Der Beschwerdeführer erleidet daher keine Erwerbseinbusse, weshalb
die umschulungsspezifische Invalidität im Verfügungszeitpunkt 0 % betragen hat. Die
Erwerbseinbusse würde mit 15 % im Übrigen auch unter den geforderten 20 % liegen,
wenn für die Berechnung des Invalideneinkommens vom durchschnittlichen Lohn eines
Hilfsarbeiters ausgegangen und von diesem zusätzlich ein Tabellenlohnabzug von 10
% abgezogen würde. Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf eine
Umschulung.
3.2.2 Anspruch auf eine Berufsberatung haben Versicherte, die infolge Invalidität in der
Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert und daher auf
spezialisierte Berufsberatung angewiesen sind (Art. 15 IVG; Rz. 2002 KSBE). Um eine
adaptierte Hilfsarbeitertätigkeit zu suchen, ist keine Berufsberatung notwendig. Der
Beschwerdeführer hat somit auch keinen Anspruch auf Berufsberatung.
3.2.3 Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben Anspruch
auf eine aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes und auf
begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (sog.
Arbeitsvermittlung; Art. 18 Abs. 1 IVG). Der in seiner bisherigen Tätigkeit
arbeitsunfähige Beschwerdeführer erfüllt diese Voraussetzungen grundsätzlich. Die
Arbeitsvermittlung ist jedoch nur ein zweckmässiges Instrument zur beruflichen
Wiedereingliederung, wenn der Versicherte sich selber arbeitsfähig fühlt und motiviert
ist, eine neue Stelle zu suchen und anzutreten. Der Versicherte hat selbst ebenfalls
Arbeit zu suchen und seine Vorkehren zu belegen (Rz. 5008 KSBE). Der
Beschwerdeführer hat am 21. Januar 2013 gegenüber dem Eingliederungsberater
angegeben, dass er weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig sei. Der Eingliederungsberater
hat ihn am selben Tag aufgefordert, sich ab sofort aktiv zu bewerben. Am 4. Februar
2013 hat der Eingliederungsberater dem RAV mitgeteilt, dass er bisher noch keine
Bewerbungsbemühungen registriert habe. Am 20. März 2013 hat der
Beschwerdeführer gegenüber dem Eingliederungsberater erneut erklärt, er fühle sich
vollständig arbeitsunfähig. Der Rechtsvertreter hat in der Beschwerdeschrift vom 3.
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Juni 2013 zwar geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer auf jeden Fall bereit sei,
bei den erforderlichen Eingliederungsmassnahmen aktiv mitzuwirken und eine
angepasste Tätigkeit auszuüben. Hierbei handelt es sich aber um eine
Sachverhaltsentwicklung, die erst nach Verfügungserlass eingetreten ist und somit für
die Beurteilung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung im vorliegenden Verfahren nicht
von Belang ist. Da sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Verfügungserlasses
nicht arbeitsfähig gefühlt und keine Motivation für die Stellensuche gezeigt hat, hat die
Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Arbeitsvermittlung mit Verfügung vom 26. April
2013 zu Recht verneint. Dem Beschwerdeführer steht die Möglichkeit offen, ein neues
Gesuch um Arbeitsvermittlung zu stellen, wenn er sich tatsächlich arbeitsfähig fühlen
und für eine Stellensuche und einen Stellenantritt motiviert sein sollte.
3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen
Anspruch auf eine Umschulung, auf eine Berufsberatung oder auf eine
Arbeitsvermittlung hat. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 26. April 2013 ist
demzufolge abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
4.
4.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf
dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss
Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art.
16 ATSG ist der Invaliditätsgrad grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu
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ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
4.2 Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit ist
bereits in Erw. 2 festgelegt worden. Daher ist zunächst das Vorbringen des
Rechtsvertreters zu prüfen, dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar sei.
Ob eine versicherte Person die verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwerten kann, lässt sich nicht nach einer
allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massgebend sind beispielsweise das Alter, die Art und Beschaffenheit des
Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und
Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur,
vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich. Fehlt es an einer
wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige
Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 2014, 9C_272/2014 E. 2.1). Der
Beschwerdeführer ist im Verfügungszeitpunkt 54-jährig gewesen und hat über
jahrelange Erfahrung in einer recht anspruchsvollen Hilfsarbeit verfügt. Da
Hilfsarbeitertätigkeiten keine spezifische Ausbildung voraussetzen, da der
Beschwerdeführer erst in ca. 10 Jahren das ordentliche Pensionsalter erreichen wird
und da er über viel Erfahrung als qualifizierter Hilfsarbeiter (wie zuletzt als
Werkzeugwechsler) verfügt, steht einer Verwertbarkeit der vollen Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Hilfsarbeit nichts im Weg. Dabei kommen beispielsweise
Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten und leichte Montagearbeiten (siehe act. G
6.1.1) in Frage. Der rentenspezifische Einkommensvergleich unterscheidet sich im
vorliegenden Fall nicht vom umschulungsspezifischen Einkommensvergleich, da die
Invalidenkarriere in beiden Fällen in einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit besteht
(siehe Erw. 3.2.1). Das Invaliden- und das Valideneinkommen entsprechen somit dem
zuletzt erzielten Einkommen. Der Beschwerdeführer erleidet deshalb keine
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rentenspezifische Erwerbseinbusse, weshalb der IV-Grad 0 % beträgt. Wiederum ist
anzumerken, dass auch kein rentenbegründender IV-Grad resultieren würde, wenn das
Invalideneinkommen anhand des durchschnittlichen Lohns eines Hilfsarbeiters gemäss
LSE bemessen und zusätzlich ein Tabellenlohnabzug gewährt würde. Der
Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf eine unbefristete IV-Rente.
4.3 Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. August 2012, d.h. nach
Ablauf des Wartejahres, einen Anspruch auf eine befristete IV-Rente hat (Art. 28 Abs. 1
lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). Das Wartejahr hat am 1. August 2011 zu laufen begonnen
(vgl. IV-act. 1 und 17). Den Akten ist nicht zu entnehmen, ob und falls ja, in welchem
Ausmass der Beschwerdeführer vom 1. August 2011 bis zur Operation im Februar
2012 in einer adaptierten Tätigkeit eingeschränkt gewesen ist. Erwiesen ist jedoch,
dass der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab dem 1. Juni 2012
in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Das Wartejahr wird
unterbrochen, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden
Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29 IVV). Das Wartejahr
ist folglich, da es im Juni 2012 unterbrochen worden ist, nicht erfüllt worden. Der
Beschwerdeführer hat deshalb auch keinen Anspruch auf eine befristete Invalidenrente.
4.4 Demzufolge ist auch die Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. Mai 2013
abzuweisen. Der Beschwerdeführer hat somit weder einen Anspruch auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen noch auf eine Rente.
5.
5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Praxisgemäss wird in einem durchschnittlichen IV-Fall eine Gerichtsgebühr von Fr.
600.-- erhoben. Im vorliegenden Entscheid sind zwei voneinander unabhängige
Beschwerden beurteilt worden (vgl. Erw. 1). Eine Verdoppelung der Gerichtsgebühr
wäre jedoch nicht gerechtfertigt, da der Aufwand für das Aktenstudium nur einmal
angefallen ist.Die Gerichtsgebühr ist daher für die beiden (vereinigten)
ter
bis
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Beschwerdeverfahren auf je Fr. 400.-- festzusetzen. Dem Ausgang des Verfahrens
entsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- vollumfänglich dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.
5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).