Decision ID: 951d6cba-879f-5aeb-a862-d2f9ad6c8676
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Mit Strafbefehl des Kantonalen Steueramtes vom 14. Dezember 2011 wurde die X.
GmbH wegen Verletzung von Verfahrenspflichten mit Fr. 1'000.-- gebüsst. Ihr wurden
Verfahrenskosten von Fr. 200.-- auferlegt (act. G 7/2). Nachdem die X. GmbH, vertreten
durch A.Z., hiergegen am 16. Januar 2012 hatte Einsprache erheben lassen, überwies
das Steueramt die Angelegenheit der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St.
Gallen zur Beurteilung (act. G 7/3, 7/5). Am 12. November 2012 lud die
Verwaltungsrekurskommission die Verfahrensbeteiligten zur öffentlichen Verhandlung
vom 15. Januar 2013 vor (act. G 7/16f). Mit Schreiben vom 12. Januar 2013 ersuchte
A.Z. unter Beilage eines Arztzeugnisses, welches eine krankheitsbedingte
Arbeitsunfähigkeit bis 20. Januar 2013 bescheinigte, um Neuansetzung des
Verhandlungstermins, sobald er wieder genesen sei (act. G 7/18-20). Am 14. Januar
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2013 setzte die Verwaltungsrekurskommission einen neuen Vorladungs-Termin auf den
22. Januar 2013 an, wobei sie darauf hinwies, dass mit einem weiteren Arztzeugnis
ohne nähere Angabe der Arbeitsunfähigkeits-Gründe keine Verschiebung bewirkt
werden könne (act. G 7/21f). Im Schreiben vom 21. Januar 2013 ersuchte R.T. im
Auftrag von A.Z. um Vertagung der mündlichen Verhandlung. Sobald er wieder
genesen sei, werde er sich unaufgefordert zur Vereinbarung eines neuen
Verhandlungstermins in Verbindung setzen. Beigelegt war ein Arztzeugnis, wonach A.Z.
voraussichtlich vom 21. Januar bis 3. Februar 2013 krankheitsbedingt zu 100%
arbeitsunfähig sein werde (act. G 7/25f).
Nachdem am Vorladungs-Termin (22. Januar 2013) kein Vertreter der X. GmbH zur
Verhandlung erschienen war, schrieb die Verwaltungsrekurskommission das Begehren
um gerichtliche Beurteilung mit Entscheid vom 22. Januar 2013 als erledigt ab (act. G
7/28). Mit Schreiben vom 4. Februar 2013 und Ergänzung vom 19. Februar 2013
ersuchte A.Z. im Namen der X. GmbH um Neubeurteilung (act. G 8/1 und 8/3). Mit
Entscheid vom 19. März 2013 wies die Verwaltungsrekurskommission das Gesuch ab
und auferlegte der X. GmbH Gerichtskosten von Fr. 750.-- (act. G 2).
B./ Gegen diesen Entscheid erhob A.Z. für die X. GmbH Beschwerde mit den
Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, die
Angelegenheit (neu) zu beurteilen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
In ihrer Vernehmlassung vom 24. April 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen im angefochtenen
Entscheid (act. G 6). Der Beschwerdegegner beantragte in der Eingabe vom 21. Mai
2013 unter Verzicht auf eine Vernehmlassung Abweisung der Beschwerde (act. G 10).

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Gemäss Art. 268 StG hat die angeschuldigte Person persönlich vor der
Verwaltungsrekurskommission zu erscheinen. Der Präsident kann das persönliche
Erscheinen aus wichtigen Gründen erlassen (Abs. 1). Wird dem Angeschuldigten das
persönliche Erscheinen nicht erlassen und erscheint er innert einer halben Stunde nach
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der festgesetzten Zeit unentschuldigt nicht zur Verhandlung, wird Rückzug seines
Begehrens um gerichtliche Beurteilung angenommen (Abs. 2). War der Angeschuldigte
unverschuldet verhindert, an der Hauptverhandlung teilzunehmen, kann er innert zehn
Tagen seit der Urteilszustellung eine Neubeurteilung verlangen (Abs. 3).
Verschiebungsgesuche sind so früh wie möglich zu stellen, d.h. grundsätzlich sobald
der Gesuchsteller den Verschiebungsgrund kennt. Die vorgeladene Person hat
zureichende Gründe darzutun, die eine Verschiebung rechtfertigen. Als zureichend gilt
zum Beispiel eine Verhinderung infolge Krankheit, die durch ein Arztzeugnis
nachgewiesen ist und welche eine Verhandlungsunfähigkeit begründet (vgl. A. Bühler,
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 8 und 19 zu Art. 135 ZPO). Ganz allgemein sind an
das Vorliegen eines zureichenden Grundes dann hohe Anforderungen zu stellen, wenn
der Termin vorgängig mit den Rechtsvertretern abgesprochen wurde (vgl. A. Bühler,
a.a.O., N 15 zu Art. 135 ZPO). Die Verhandlungsfähigkeit setzt voraus, dass die
beschuldigte Person körperlich und geistig befähigt ist, der Verhandlung zu folgen und
von ihren Teilnahmerechten Gebrauch zu machen (M. Engler, in: Niggli/Heer/
Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung,
Basel 2011, N 4 zu Art. 114 StPO).
2.1. Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin um
Neubeurteilung der Strafsache wegen Verletzung von Verfahrenspflichten zu Recht
abwies. Im vorinstanzlichen Verfahren legte der Vertreter der Beschwerdeführerin unter
anderem dar, im Januar 2013 habe er "einiges doppelt und verschmiert gesehen,
obschon er nicht betrunken" gewesen sei. Seit Monaten habe er trotz Schlafmitteln
kaum mehr schlafen können. Gemäss einer medizinischen Aussage sei er nahe an
einem Herzinfarkt gewesen. Er habe keine juristischen Arbeiten verrichten, sich auf
nichts konzentrieren und kaum einen Text mehr tippen können. Aus diesem Grund
habe er nicht gesehen, dass von ihm ein begründetes bzw. detailliertes Arztzeugnis
verlangt worden sei. Im Übrigen halte er diese Aufforderung als nicht zulässig. Ferner
habe er nicht damit rechnen müssen, dass eine neue Verhandlung ohne vorherige
Absprache mit ihm als Rechtsvertreter und so kurzfristig angesetzt werde (act. G 8/3).
Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz unter anderem zum Schluss, der
Vertreter der Beschwerdeführerin hätte einen anderen Vertreter beauftragen müssen,
wenn er den ganzen Monat Januar 2013 arbeitsunfähig gewesen wäre. Ferner habe er
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bis heute kein Arztzeugnis eingereicht, welches seine Ausführungen bestätigen würde
(act. G 2 S. 4).
Die Beschwerdeführerin lässt im vorliegenden Verfahren einwenden, die mit Schreiben
vom 14. Januar 2013 ergangene neue Vorladung auf den 22. Januar 2013 sei,
entgegen der Usanz und im Gegensatz zur telefonischen Absprache des ersten
Verhandlungstermins, nicht abgesprochen gewesen. Die Vorinstanz habe damit
rechnen müssen, dass die Beschwerdeführerin erst am 21. Januar 2013 (sieben Tage
nach eingeschriebenem Versand) von der Vorladung auf den 22. Januar 2013 Kenntnis
erhalten würde. Die Neuansetzung des Termins sei extrem kurzfristig gewesen. Es sei
nicht ersichtlich, weshalb ein ärztliches Zeugnis für einen Dispens von der Verhandlung
nicht hätte ausreichen sollen; dies unabhängig davon, dass von der Vorinstanz in der
Regel nicht das medizinische Fachwissen erwartet werden könne, aus einem
medizinischen Befund die Fähigkeit abzuleiten, an einem Prozess teilzunehmen. Die
Auflage, eine weitere Verschiebung nur unter Angabe detaillierter medizinischer Fakten
zu gewähren, erweise sich damit als reine Schikane. Die Beschwerdeführerin habe
rechtzeitig einen Tag vor der Verhandlung ein erneutes Gesuch um Verschiebung
eingegeben. Unter diesen Umständen erscheine schon die Verweigerung einer
weiteren Verschiebung nicht gerechtfertigt. Die Verschiebung einer Verhandlung werde
regelmässig schon dann bewilligt, wenn vorgebracht werde, es seien für den
vorgesehenen Zeitpunkt bereits Ferien gebucht. Es sei nicht ersichtlich, weshalb bei
einer ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit höhere Hürden gestellt werden sollten.
Das Fernbleiben der Beschwerdeführerin von der Verhandlung vom 22. Januar 2013 sei
offensichtlich unverschuldet gewesen. A.Z. habe sogar die nötigen Vorkehrungen
getroffen, um sich abzumelden, indem er R.T. mit der Abmeldung beauftragt habe (act.
G 1).
2.2. Im Schreiben vom 14. Januar 2013, mit welchem die Beschwerdeführerin auf den
22. Januar 2013 vorgeladen worden war, wies die Vorinstanz darauf hin, dass mit
einem weiteren Arztzeugnis, in dem ohne nähere Angabe von Gründen eine gänzliche
Arbeitsunfähigkeit (ihres Vertreters) bescheinigt würde, keine nochmalige Verschiebung
bewirkt werden könne. Vielmehr müsste der Arzt in diesem Fall von der ärztlichen
Schweigepflicht entbunden werden, damit er genauere Angaben zum Grund einer
allfälligen Arbeitsunfähigkeit mache könnte. Allein der Hinweis auf "Krankheit" würde
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nicht genügen (act. G 7/21). Aus den Akten geht nicht hervor, wann die
Beschwerdeführerin bzw. ihr vorerst bis 20. Januar 2013 krankheitsbedingt
arbeitsunfähig geschriebener (act. G 7/24) Vertreter A.Z. dieses Schreiben in Empfang
nahm; entsprechende Abklärungen der Vorinstanz sind jedenfalls nicht dokumentiert.
Damit kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Schreiben vom 14. Januar
2013 vor Ablauf der Siebentagesfrist, nach deren Ablauf rechtsprechungsgemäss eine
Empfangnahme unterstellt wird (Zustellfiktion; vgl. BGer 5A_211/2012 vom 25. Juni
2012 E. 1.3), von der Beschwerdeführerin bzw. von A.Z. in Empfang genommen
worden war. Nach Art. 17 Abs. 1 VRP setzt die Behörde den Beteiligten für die
Mitwirkung angemessene Fristen an. Was unter einer angemessenen Frist zu verstehen
ist, bestimmt sich im Einzelfall nach den konkreten Umständen. Der Betroffene sollte
die geforderte Handlung ohne Hast vornehmen können (GVP 2000 Nr. 17). Gemäss
den Richtlinien des Kantonsgerichts St. Gallen zu den Fristen und zur Feststellung des
Ausbleibens an der Verhandlung werden z.B. Vorladungen im Strafprozess mindestens
zehn Tage vor der Verfahrenshandlung zugestellt (Richtlinien, a.a.O., Ziff. 2.3); Fristen
zur Stellungnahme und Nachfristansetzungen betragen in aller Regel ebenfalls
mindestens 10 Tage. Im Weiteren sieht Art. 134 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) vor, dass eine Vorladung mindestens zehn Tage
vor dem Erscheinungstermin versandt werden muss, sofern das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Diese Regelung stellt eine Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör dar. Die Rechtsprechung hat dabei im Zusammenhang mit der Anerkennung
und Vollstreckung von ausländischen Urteilen (aus einer verzögerten Zustellung der
Vorladung resultierende) Vorbereitungszeiten von einem und sechs Werktagen als
Gehörsverletzungen taxiert (A. Bühler, a.a.O., N 9 zu Art. 134 ZPO).
Vor diesem Hintergrund erscheint eine Frist von fünf (im Fall der frühestmöglichen
Empfangnahme der Vorladung durch die Beschwerdeführerin, d.h. am 15. Januar 2013)
bzw. (k)einem Werktag (nach Ablauf der siebentägigen Abholfrist) unangemessen kurz,
zumal der Vorladungstermin mit dem im Zeitpunkt der Ansetzung krankheitsbedingt
arbeitsunfähigen Vertreter der Beschwerdeführerin nicht vorgängig abgesprochen
worden war. An der Unangemessenheit der Terminansetzung würde sich nichts
ändern, wenn davon auszugehen wäre, dass die im Zeitpunkt des Empfangs der
Vorladung vom 14. Januar 2013 rund eine Woche (seit 12. Januar 2013; vgl. act. G
7/24 und 7/27) andauernde Arbeitsunfähigkeit die Beschwerdegegnerin bzw. A.Z. dazu
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verpflichtet hätte, einen anderen Vertreter zu bestimmen. Hinzu kommt, dass sich A.Z.
als Vertreter der Beschwerdeführerin durch R.T. mit Fax-Eingabe vom 21. Januar 2013
(act. G 7/25f) entschuldigen liess. Auch wenn das dieser Eingabe beigelegte
Arztzeugnis vom 21. Januar 2013 (act. G 7/27) die Vorgaben des Schreibens der
Vorinstanz vom 14. Januar 2013 nicht erfüllte, so kann doch von einem
unentschuldigten Erscheinen zur Verhandlung im Sinn von Art. 268 Abs. 2 StG,
aufgrund dessen der Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung
angenommen werden könnte, nicht ausgegangen werden. Die Einräumung einer
unangemessen kurzen Frist hat - wie dies auch bei einer verzögerten Zustellung der
Vorladung der Fall wäre (vgl. dazu vorstehender Absatz) - als zureichender Grund für
ein Gesuch um Verschiebung des in Anwendung von Art. 268 Abs. 2 StG angesetzten
Vorladungs-Termins zu gelten, ohne dass es überdies der Angabe eines medizinischen
Grundes für die Unmöglichkeit des Erscheinens an der Vorladung bedürfte.
Bei diesem Sachverhalt lässt sich der angefochtene Entscheid nicht aufrecht erhalten.
Weitere Ausführungen zur Frage der Anforderungen an den medizinischen Grund für
die Verschiebung eines Vorladungs-Termins erübrigen sich damit grundsätzlich.
Immerhin ist dazu festzuhalten, dass die Begriffe Arbeitsunfähigkeit und
Verhandlungsunfähigkeit nicht in jedem Fall übereinstimmen, da unter Umständen auch
eine arbeitsunfähige Person in der Lage ist, an der Verhandlung zu erscheinen, dieser
zu folgen und ihren Standpunkt zu vertreten. Die unverschuldete krankheitsbedingte
Verhinderung im Sinn von Art. 268 Abs. 3 StG, an einer Verhandlung teilzunehmen, ist
vergleichbar mit der Situation bei Vorliegen eines für die Wiederherstellung einer Frist
vorausgesetzten unverschuldeten Hindernisses (vgl. auch A. Bühler, a.a.O., N 19 zu
Art. 135 ZPO). Krankheit kann ein unverschuldetes Hindernis sein, doch muss die
Erkrankung derart sein, dass die rechtsuchende Person oder ihre Vertretung durch sie
davon abgehalten wird, selber innert Frist zu handeln oder doch eine Drittperson mit
der Vornahme der Handlung zu beauftragen (vgl. BGer 9C_390/2009 vom 24. Juni
2009 E. 2). Dies setzt voraus, dass die körperliche, geistige oder psychische
Beeinträchtigung jegliches auf die Fristwahrung gerichtetes Handeln wie etwa den
Beizug eines Ersatzvertreters verunmöglichte (vgl. BGer 9C_154/2010 vom 24. Februar
2010).
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3. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
vorinstanzliche Entscheid vom 19. März 2013 aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur
Neuansetzung eines Verhandlungstermins und zu neuer Entscheidung an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Staat aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von Fr. 1'000.-- erscheint angemessen
(Art. 7 Abs. 1 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung
der amtlichen Kosten wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Kostenvorschuss von
Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.
Der Staat hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich für die ausseramtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis
Abs. 1 VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin war jedoch als Organ der
letzteren in eigener Sache tätig, so dass die Entschädigung nicht nach der
Honorarordnung für Rechtsanwälte (sGS 963.75) festzulegen ist bzw. diese nur
sinngemäss zur Anwendung kommen kann (vgl. GVP 1990 Nr. 71). Hierbei ist zu
berücksichtigen, dass konkret eher das anwaltliche Handeln und nicht das
unternehmerische Handeln als Organ im Vordergrund stand (vgl. R. Hirt, Die Regelung
der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S.
200 Fn. 55). Eine reduzierte Entschädigung von Fr. 1'000.-- für das
Beschwerdeverfahren erscheint diesen Gegebenheiten angemessen.