Decision ID: 1d64d888-eadf-4f11-b15a-1d35673016f7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1972 geborene
X._
(verheiratet und Mutter vo
n 3 Kindern,
gebo
ren 1994, 1997 und 2000) arbeitete zuletzt
Teilzeit
als diplomierte
Pflege
fach
frau
AKP im
Y._
.
Am 3. Juli 2003
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte bei der Sozial
versicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-
Stelle
wegen Multipler Sklerose zum Leistungsbezug an (Urk. 9/2). In der Folge tätigte die IV-Stelle erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess
X._
durch das Kantonsspital
Z._
begutachten (psychiatrisches Gutachten vom 9. Juli
2004,
[Urk. 9/15]
und neurologisches Gutachten mit
bidis
ziplinärer
Beurteilung
vom 19.
Oktober 2004, U
rk. 9/17). Am 4. April 2005 wurde eine
Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähig
keit in
Beruf und Haus
halt
durchgeführt (Urk. 9/19). Mit Verfügung vom 26. Mai 2005 sprach die IV-Stelle
X._
mit Wirkung ab 1. Juli 2002 eine halbe Invalidenrente und
mit Wirkung ab 1. November
2004 eine
(unbefristete)
Viertelsrente
zu (Urk. 9/22
in Verbindung mit Urk. 9/25-26).
Die Invaliditätsbemessung beruhte auf der gemischten Me
thode, wobei der erwerbliche Teil und der Haushaltsanteil mit je 50 % gewichtet wurden.
1.2
Am 17. September 2006
ersuchte
X._
um
eine
Rentenrevision
, da
sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe (Urk. 9/27). Die IV-Stelle
holte
darauf
hin
unter anderem einen Arztbericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin,
von der O._
Klinik
B._
vom 25. September 2006 ein (Urk. 9/29). Mit Vorbe
scheid vom
6. Dezember 2006 kündigte die IV-Stelle eine Erhöhung der bisheri
gen
Viertelsrente
auf eine halbe Invalidenrente an (Urk. 9/32), wogegen die Versicherte am 12. Januar
2007 Ein
wand erhob (Urk. 9/39)
.
Am 11. Juni und 28. September
2007 erfolgte eine erneute Haushaltsabklärung (Urk. 9/42). Die medizinische Aktenlage wurde aktualisiert und die Versicherte durch
Dr.
med.
C._
, Spezialärztin FMH für Neurologie, neurologisch be
gutachtet (Gutachten
vom 4
. Februar 200
8
, Urk. 9/48). Mit Vorbe
scheid vom 17. Februar 2009 (Urk. 9/50)
stellte die IV-Stelle
neu
die Renteneinstellung
in Aussicht. Dagegen erhob
X._
erneut
Einwand (Urk. 9/52-53 und Urk. 9/55). Am 18. März 2010 wurde
die Versicherte
durch
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
begutachtet
(psychiatrisches Gutachten vom 2
0.
März 2010, Urk. 9/66). Im Rahmen der weiteren Abklärung der medizinischen Ver
hältnisse teilte die Versicherte
der
IV-Stelle mit, dass eine neue Diagnose (Lupus
erythematodes
) gefunden worden sei (Urk.
9/83
, unter Beilage von Urk. 9/85
)
.
In der Folge
wurde eine interdisziplinäre Begutachtung durch das
E._
(
Gutachten vom 23. Mai 2013, Urk. 9/106)
und
erneut
eine Haushaltsabklärung (Abklärungsbericht vom 30. April 2014, Urk. 9/114)
durchgeführt. Mit Vorbescheid vom 30. April 2014 (ersetzt Vorbe
scheid vom 17. Februar 2009 [Urk. 9/50], Urk. 9/117) kündigte die IV-Stelle
der Versicherten
die Abweisung des L
eistungsbegehrens
(r
i
c
h
t
ig
: Aufhebung der
Rente
) an, woran
die IV-Stelle auch nach Einwand vom
5. Mai respektive 10. Juli
2014
(Urk. 9/119, Urk. 9/122-123) mit Verfügung vom 21. August 2014
festhielt
(
Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 23. September 2014 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihr unter Aufhebung der Verfügung vom 21. August 2014 ab 1. Dezem
ber 2006 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % - eventuell von 50 % - auszurichten; unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1, unter Beilage von Urk. 3/3-5). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 201
4 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk. 8, unter Beilage ihrer Akten
, Urk. 9/1-127).
Di
e Beschwerdeführerin
verzichtete am 20. April
2015
auf eine Replik
(Urk. 1
5
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eigereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. Augus
t 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im
Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
1.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozia
len und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens-
und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.6
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltfüh
rung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bun
desgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S.
218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des
Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2
und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar,
wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst
wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S.
137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die
Haus
halts
abklärung
, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom
28. Mai
2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November
2010 E. 7.2 und 9C_631/2009
vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die Renteneinstellung unter Hinweis auf das interdisziplinäre
E._
-Gutachten vom 23. Mai 2013 sowie die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 30.
Mai 2013 und den
Abklä
rungsbericht
vom 30. April 2014 damit, dass
eine Verschlechterung des soma
tischen Gesundheitszustandes
in qualitativer Hinsicht
(angepasstes
Ressourcen
profil
: wechselbelastende Tätigkeit mit überwiegendem Sitzen ohne körperliche schwere Arbeiten und zeitkritische Aufgaben für die Dauer von maximal zwei Ma
l 3 S
tunden täglich
zumutbar
) eingetreten sei, quantitativ im Erwerb aber eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit bestehen bleibe. Auch die Qualifikation (je zu 50 % Haus
halt und Erwerb) bleibe unverändert. Lediglich die Einschränkung im Haushalt verändere sich, da insbesondere die Kinderbetreuung wegfalle und in einzelnen Bereichen keine Einschränkung mehr bestehe. Dies stelle einen Revisionsgrund in tatsächlicher Hinsicht dar
und führe - trotz Verschlechterung des somati
schen Gesundhei
tszustandes - zu einem 33%igen I
nvaliditätsgrad und damit zur Aufhebung der Invalidenrente
(vgl. Urk. 2 sowie insbesondere die
Beschwerde
antwort
vom 1. Dezember 2014, Urk. 8)
.
2.2
In ihrer Beschwerde opponierte die Beschwerdeführerin einzig gegen die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbeme
ssung. Sie macht geltend, dass dem
Validenlohn
zu Unrecht der zuletzt erzielte Stunden
lohn zugrunde gelegt worden sei.
A
ufgrund der 50
%-Anstellung
sei
vielmehr
von
ei
n
em
Festlohn gemäss kantonaler Besoldungsverordnung
auszugehen, der
die wahrscheinliche
Lohnentwicklung bis zum Revisionszeitpunkt
zu berücksichti
gen habe
.
Beim
Invalideneinkommen
sei von einem niedrigen Tabellenlohn auszugehen
(Urk. 1).
3.
3.1
Die Rentenverfügung
vom 26. Mai 2005 (Urk. 9/22 in Verbindung mit Urk. 9/25-26) basierte im Wesentlichen auf dem neurologischen Gutachten vom 19. Oktober 2004
des Kantonsspitals
Z._
(Urk. 9/17)
, welches in der
bidiszi
plinären
Beurteilung auch das psychiatrische Teilgutachten vom 9. Juli 2004 (Urk. 9/15) mitberücksichtigte:
3.1.1
Das psychiatrische Teilgutachten vom 9. Juli 2004 (Urk. 9/15) stellte als Diag
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine organische depressive Störung (ICD-10: F 06.32)
. Die bisherige Tätigkeit als Krankenschwester sei der Beschwerdeführerin derzeit nicht zumutbar, da sie bezüglich der emotionalen
Belastbarkeit und der kognitiven Anforderungen deutlich eingeschränkt sei. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin aufgrund der depressiven Störung mit eingeschränkter emotionaler Belastbarkeit, vermehrter Nervosität und leichten bis mittelgradigen kognitiven Einschränkungen für eine - den so
matischen Beschwerden angepasste - Tätigkeit um 50 % eingeschränkt.
3.1.2
Das neurologische Gutachten des Kantonsspitals
Z._
vom 19. Oktober 2004 (Urk. 9/17) führte als Diagnose eine schubförmig verlaufende Multiple Sklerose an. Bei der Beschwerdeführerin bestehe eine - mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Multiple Sklerose zurückzuführende - leichte neuropsychologische Störung mit erhöhter Müdigkeit und Konzentrationseinbussen bei erhöhtem Arbeitstakt und gesteigerter Komplexität. Aus rein neurologischer und neuropsychologi
scher Sicht bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. In Zusammenschau mit dem psychiatrischen Gutachten sei jedoch von einer aktuellen Arbeitsunfähig
keit von 50 % auszugehen.
Die bisherige Tätigkeit als Krankenschwester sei der Beschwerdeführerin derzeit nicht zumutbar, da sie bezüglich der emotionalen Belastbarkeit und der kognitiven Anforderungen deutlich eingeschränkt sei.
3.2
Grundlage für die rentenaufhebende Verfügung vom 21. August 2014 (Urk. 2) bildet
e
das interdisziplinäre
E._
-Gutachten vom 23. Mai 2013 (Urk. 9/106), worin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt wurden:
-
Encephalomyelitis
disseminata
(ES April 2001, ED Mai 2001)
-
schubförmiger Verlauf mit Residuen (
aktueller Schweregrad der
Behinderung 3.0 [
mäßige Behinderung (Grad 3) in einem
Funktionssystem oder leichte Behinderung in drei bis vier
Funktionssystemen, voll
gehfähig
]
gemäss der von 0.0 [keine
neurologischen Defizite] bis 10.0
[Tod infolge MS]
reichenden
Leistungsskala nach
Expanded
Disability
Status
Scale
[EDSS]
-
keine
immunmodeli
erende
Therapie
-
sonstige näher bezeichnete psychische Störung aufgrund einer
Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns mit Elementen einer
organischen, emotional labilen (asthenischen) Störung wie auch einer
organisch depressiven Störung / Kombination rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig leichtgradig
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben:
-
Lupus
e
rythematodes
(ED: April 2012)
-
derzeit klinisch ohne Krankheitsaktivität, keine schulmedizinische
Therapie
-
Muskuläre
Dysbalance
am Schultergürtel (
Trapezius
beidseits,
Rhomboidei
rechts)
-
Tendenz zu diffusem weichteilrheumatischem Sc
h
merzsyndrom (positive
Fibromyalgie-Tenderpoints)
-
Status nach Entfernung eines benignen Tumors Mamma links zwischen
1994 und 1997
Die bisherige Tätigkeit als Pflegefachfrau sei als körperlich mittelschwer einzu
stufen, etwas abhängig vom genauen Tätigkeitsgebiet. Diese Tätigkeit erfordere auch eine grosse Flexibilität
und Umstellfähigkeit und
sei
zum Teil auch psy
chisch belastend. Aus der Summe der körperlichen und psychischen Einschrän
kungen sei die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit nicht mehr
arbeitsfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit gelte seit dem Schub im Jahre 200
7
.
Unter Berücksichtigung des Resultats der neuropsychologischen Testung mit stark verlangsamten Reaktionszeiten, auch einer verminderten
Interferenz
resistenz
, sei die Beschwerdeführerin auch in Nischenarbeitsplätzen im Gesund
heitswesen (mit Patientenkontakt) nicht mehr arbeitsfähig. Eine adaptierte Tä
tigkeit müsse körperlich leicht sein, vorwiegend sitzend auszuüben sein (zwi
schendurch Auf
stehen und Umhergehen), ohne zu grossen Zeit- und Leistungs
druck und mit möglichen Pausen sein. Die Arbeitsfähigkeit liege dabei bei zwei Mal drei Stunden täglich mit etwas reduziertem Rendement, sodass die effektive Arbeits
fähigkeit 50 % betrage. Auch die Einschätzung gelte seit dem Jahr 2007, das heisst dem letzten MS-Schub.
Im Haushalt sei die Beschwerdeführerin zu 60 % arbeitsfähig. Es beständen deutliche Einschränkungen bei den körperlich schwe
ren Tätigkeiten, wobei sie sich frei einteilen und auch Pausen einlegen könne. Einschränkend sei
en
hier die organisch bedingte Müdigkeit /
Fatigue
-Problema
tik und die emotionale Labilität, wobei diesbezüglich vor allem der Umgang mit den Kindern zu erwähnen sei.
Der Gesundheitszustand habe sich aus somatischer Sicht verschlechtert, vor allem im Zusammenhang mit dem Schub im Sinne einer sensomotorischen Parasymptomatik im Jahre 200
7.
Neu dazu gekommen sei im Jahre 2010 auch die Diagnose eines Lupus
erythematodes
. Zu erwähnen sei auch der MRI-Ver
lauf zwischen 2001 und 2007 mit einer massiven Zunahme der
cerebralen
Läsions
last
, wobei der diesbezügliche aktuelle Zustand nicht bekannt sei.
4
.
4.1
Vorliegend ist zu prüfen, ob sich seit der Rentenverfügung vom 26. Mai 2005 (Urk. 9/22 in Verbindung mit Urk. 9/25-26) bis zur rentenaufhebenden Verfü
gung vom 21.
August 2014 eine revisionsbegründende Tatsachenänderung ge
mäss Art. 17 ATSG ergeben hat.
4.2
Das interdisziplinäre
E._
-Gutachten vom 23. Mai 2013 (Urk. 9/106) basiert auf einer umfassenden internistischen, rheumatologischen, neurologischen, psychi
atrischen und neuropsychologischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die begut
achtenden Ärzte haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagno
sen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwer
den auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolge
rungen nachvollziehbar begründet. Dem interdisziplinären Gutachten kommt daher grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.5).
4.3
B
ei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine
Schubkrankheit.
Dabei ist
erfahrungsgemäss die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
schwierig, da diese
je nach
Länge, Ausprägung und Schweregrad des jeweiligen Krankheitsschubes unter
schiedlich eingeschränkt
ist
.
Die
E._
-Gutachter stellten in ihrer interdisziplinären Zusammenfassung schlüssig
fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
zwar
verschlechtert hat
, aber
nicht erheblich.
D
ie Ein
schränk
ung der Arbeitsfähigkeit (50 % in einer angepassten Tätigkeit)
beurteilten sie daher
gleich wie das Kant
onsspital
Z._
im Jahr 2004
(vgl. Urk. 9/17)
.
A
ngesichts der Schwierigkeit der Beurteilung
der Auswirkungen
der Multiplen Sklerose
auf die Arbeits
fähig
keit
aufgrund der schubförmig verlaufenden
Klinik
überzeugt die vorliegende gutachterliche Schlussfolgerung, dass - auch seit dem letzten MS-Schub im Sinne einer sen
somotorischen Parasymptomatik im Jahr 2007 - weiterhin eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit besteht, da dieser Schub
seither
wieder abgeflacht ist.
Eine revisionsrechtlich vorausgesetzte Erheblichkeit des veränderten Gesund
heits
zustandes
(vgl. E. 1.3)
ist somit gestützt auf das überzeugende in
ter
diszi
plinäre
E._
-Gu
tachten nicht ausgewiesen, was
auch
unbestritten ist (vgl. Urk. 1 S. 3 und Urk. 8).
4.4
Auch die Qualifikation
(Haushalt und Erwerb je 50 %) hat sich unbe
stritte
ner
mas
sen nicht verändert.
4.5
Hinsichtlich der Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushalt ist auf die Abklärungsberichte vom 7. April
2005 (Urk. 9/19) und vom 30. April
2014
(Urk. 9/114) hinzuweisen, wonach sich die Einschränkung um
1.35 % (von 50.4 %
auf 51.75 %)
verän
dert
e
.
Die Abklärungsberichte
sind
plausibel, begrün
det und angemessen detail
liert bezüglich der einzelnen Einschränkungen und
stehen
in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben.
Somit sind die besagten
Abklä
rungsbericht
e
voll beweiskräftig
, was ebenfalls unbestritten geblieben ist
.
Diese geringfügige Veränderung der Einschränkung im Haushalt
um 1.35 %
, ver
mag ebenfalls nicht die Voraussetzung de
r Erheblichkeit zu erfüllen, zumal die im Abklärungsbericht gezogenen Schlussfolgerungen
Er
messenszüge
auf
wei
sen und schon allein deshalb (2005, 2007 und 2014) leicht variieren können.
4.6
4.6.1
In der rentenzusprechenden Verfügung vom 26. Mai 2005 (Urk. 9/22 in Verbin
dung mit Urk. 9/25-26) wurde für die Bemessung des
Valideneinkommens
der
vom Arbeitgeber
Y._
angegebene
Stundenlohn von Fr. 36.10 beigezogen und auf das 25 %- (im Mai 2001) beziehungsweise 50 %-Pensum (ab August 2004) aufgerechnet. Dara
us resultierte für das Jahr 2004
ein massgebender
Validen
lohn
von Fr.
36
‘38
8
.
80 (Fr. 36.10 x 21 x 48
). Da die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte und keine neue Tätigkeit auf
genommen hatte, zog die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des
Invali
den
einkommens
die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes
amtes für Statistik heran und ermi
t
telte - unter Berücksichtigung eines Abzuges von 20 %
vom
Tabellenlohn, den sie damit begründete, dass der Beschwerde
führerin nur noch emotional wenig belastende und kognitiv wenig anspruchs
volle Tätigkeiten (aufgrund der psychischen Erkrankung) sowie nur körperlich leichte Tätigkeiten (aufgrund der MS-Erkrankung) möglich seien -
basierend auf dem Zentralwert für Hilfsarbeiten
ein hypothetisches Inval
ideneinkommen von Fr. 19‘381.-- bei einem 50 %-Pensum
(Einkommensvergleich Berufsberatung vom 29. September 2004, Urk. 9/16)
. Daraus resultierte unter Anwendung der gemischten Methode ein
In
validitätsgrad
von 57 % beziehungsweise von 49 %.
In der angefochtenen Verfügung vom 21. August 2014 (Urk. 2) stellte die
Be
schwerdegegnerin
dagegen
hinsichtlich des Invalideneinkommens auf
die Ta
belle
TA7 (Ziffern 10-38) der LSE 2006 für Tätigkeiten
im
Dienstleitungssektor im
Anforderungsprofil 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) ab und eruierte
einen Bruttomonatslohn von Fr. 5
‘
014.--. Aufgerechnet resultierte dar
aus für das Jahr 2007 ein Invalideneinkommen von Fr. 31‘833.01 in dem für die Be
schwerdeführerin zumutbaren 50 %-Pensum (vgl. Urk. 9/115). Gleichzeitig
sah
die Beschwerdegegnerin
von der
Gewährung eines leidensbedingten Abzuges
ab
.
In Anwendung der gemischten Methode (bei einer Einschränkung von 51.75 % im Haushalt) ergab sich damit ein rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
von 33 %.
4.6.2
Weder hat sich der Gesundheitszustand erheblich verändert (E. 4.3), noch die Qualifikation (Haushalt und Erwerb je 50 %, E. 4.4), noch - entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin - die Einschränkung im Haushalt. In dieser Hin
sicht liegen keine Revisionsgründe vor. Damit müssten spezifische Verände
rungen in den erwerblichen Verhältnissen vorliegen.
Der vorgebrachte Einwand der Beschwerdeführerin, wonach dem
Validenlohn
ein Festlohn gemäss kantonaler
Besoldungsverordnung
unter Berücksichtigung der Erfahrungsjahre
zugrunde
zu legen sei (Urk. 1 S. 8-9), führt angesichts des überaus hohen Stundenlohnes von
Fr.
36.10 im Jahre 2003
und im Jahre 2007 von Fr. 37.95 (Fr. 36.10 : 2334 x 2454 [vgl. Bundesamt für Statistik, Entwick
lung der Nominallöhne, Tabelle T 39])
vorliegend zu keinem
für die Beschwer
deführerin
besseren Ergebnis. Denn der besagte Stundenlohn befindet sich im eingereichten Lohnreglement
gültig ab
2012
(Urk. 3/5) bereits
auf
der Lohnstufe
18
(Maximum bei Lohnstufe 29)
, weshalb im Gesundheitsfall nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit mit einem erheblichen Lohnanstieg zu rechnen gewesen wäre, zumal es notorisch ist,
dass
ein Teilzeitpensum bei Frauen in der Regel keine überproportionale Lohneinbusse zur Folge hat.
Andere Revisionsgründe wurden nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich.
Damit liegt kein Revisionsgrund vor, um bei den Bemessungsgrundlagen für den
Einkommensvergleich von der ursprünglichen Rentenverfügung abzu
weichen.
4.7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Beschwerdeführerin keine
revi
si
onsrechtlich
relevante Tatsachenänderung eingetreten ist. Deshalb erfolgte die Renteneinstellung durch die Beschwerdegegnerin zu Unrecht und die Be
schwer
de ist folglich
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung
gutzuheissen.
5.
5.1
Gestützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Geset
zes über das Sozialversi
cherungsgericht (
GSVGer
) ist der
Beschwerdeführer
in
eine Prozessentschädigung zuzusprechen, wobei ein Betrag von
Fr.
1‘
9
00.-- (in
klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen erscheint.
5.2
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzusetzen sind (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), sind auf
Fr.
600.-- anzuset
zen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.