Decision ID: 43c24944-9846-512e-9ccd-7e73bd2cb757
Year: 2019
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_002
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. A1_ ist seit 1996 Eigentümer der Liegenschaft Nr. XX in B_. Er erwarb diese
Liegenschaft von seinem Vater C1_. Im Kaufvertrag vom XX.XX.1996 wurde unter Ziffer
10, lit. A ein lebenslängliches Wohnrecht an den Wohnräumen des Wohnhauses
Assekuranz Nr. XX – wie bisher benützt – zugunsten von C1_ und dessen Ehefrau
C2_ vereinbart. Weiter wurde im Kaufvertrag festgelegt, dass das Wohnrecht nicht
übertragbar und nicht vererblich und im Grundbuch der Gemeinde B_ einzutragen sei
(act. 2.6).
Gemäss Schätzungsprotokoll der Grundstück-Schätzungskommission vom 21. November
2012 handelt es sich beim Gebäude Assekuranz Nr. XX um ein Wohnhaus mit Werkstatt
sowie Autounterstand. Es sei ein Holzbau mit einfachem Ausbau sowie Immissionen von
der Werkstatt. Im Untergeschoss befinde sich eine Holzheizung mit Speicher und ein
Holzlager sowie im Erdgeschoss eine Waschküche im Keller, die Werkstatt und das Lager.
Im 1. Obergeschoss befinde sich eine 2-Zimmer-Wohnung mit 40m2 und im 2.
Obergeschoss eine 3-Zimmer-Wohnung mit 80m2 (act. 2.5).
B. A1_ und A2_ wurden am 3. November 2017 für die Staats- und Gemeindesteuern
2016 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 27‘100 und einem steuerbaren Vermögen
von Fr. 476‘000 veranlagt. Es wurde ihnen als Ertrag aus Liegenschaften Fr. 9‘618 zu den
Einkünften hinzugerechnet (act. 7.2), wohingegen A1_ und A2_ in ihrer
Steuererklärung unter diesem Titel lediglich Fr. 1‘800 deklariert hatten (7.11).
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C. Gegen diese Steuerveranlagung erhoben A1_ und A2_ am 20. November 2017
Einsprache (act. 7.5). Diese wurde von der Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom
31. August 2018 abgewiesen (act. 2.1).
D. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von A1_ und A2_ am
19. September 2018 erhobene Beschwerde an das Obergericht Appenzell Ausserrhoden.
Sie sind im Wesentlichen der Ansicht, dass das im Grundbuch beurkundete lebenslängliche
Wohnrecht der Eltern beziehungsweise Schwiegereltern nach wie vor Bestand habe,
obwohl jene mittlerweile anderswo wohnten. Von ihnen werde die Wohnung im
1. Obergeschoss nicht benutzt. Die dort vorhandenen Möbel und Pflanzen ständen im
Eigentum der Eltern beziehungsweise der Mutter und die Mutter pflege und giesse ihre
Pflanzen (act. 1).
E. Mit Vernehmlassung vom 12. November 2018 beantragt die Steuerverwaltung die
Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, zwar
bestehe das Wohnrecht weiterhin, werde faktisch jedoch durch die Eltern nicht mehr
ausgeübt, weshalb sich diese gegen die Versteuerung des Wohnrechts gewehrt hätten. Die
vorhandenen Indizien – das frisch bezogene Bett, die Pflanzen sowie die anderen
Einrichtungsgegenstände – sprächen dafür, dass A1_ und A2_ die Wohnung im
1. Obergeschoss selber nutzten, weshalb der Eigenmietwert von ihnen zu versteuern sei
(act. 6).
F. Mit Replik vom 19. November 2018 hielten A1_ und A2_ an ihrem Standpunkt fest. Im
Übrigen stellten sie für den Fall, dass die Steuerverwaltung einen Mietertrag für die
gewerblich genutzten Räume aufrechne, einen Antrag auf einen Abzug in gleicher Höhe
beim selbständigen Erwerb des Ehemannes (act. 9). Die Steuerverwaltung reichte am
18. Dezember 2018 unter Festhaltung an ihren Anträgen die Duplik ein (act. 11).
G. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den Akten sowie die Vorbringen der
Parteien in den Rechtschriften wird, soweit für die Beurteilung entscheidrelevant, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen
1. Formelles
1.1
Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass
diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der übrigen
Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
1.2
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet das Anfechtungsobjekt, d.h. jener
hoheitliche Akt der Vorinstanz, der angefochten und der Beschwerdeinstanz zur
Überprüfung vorgelegt wird (KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl.
2015, Rz. 1244). Der Streitgegenstand bezeichnet in der nachträglichen
Verwaltungsrechtspflege jenes Rechtsverhältnis, das vor der Beschwerdeinstanz umstritten
ist. Der Streitgegenstand wird einerseits durch das Anfechtungsobjekt, anderseits durch die
Parteibegehren bestimmt (KIENER/RÜTSCHE/KUHN, a.a.O., Rz. 1279).
Vorliegend ist der Einspracheentscheid das Anfechtungsobjekt und Streitgegenstand bilden
der Einspracheentscheid und das Begehren der Beschwerdeführer um Streichung der
Aufrechnung des Eigenmietwerts. Dieses Begehren allein bildet Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens und nicht auch noch – wie die Steuerverwaltung geltend macht –
der in der Replik gestellte Eventualantrag, zumal der Streitgegenstand von den Parteien im
Lauf des Beschwerdeverfahrens grundsätzlich nicht mehr erweitert werden kann (BGE 136
II 165 E. 5 mit Hinweisen).
2. Materielles
2.1
Nach Art. 24 Abs. 1 lit. b des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 (StG, bGS 621.11) ist der
Mietwert von Grundstücken, die der steuerpflichtigen Person aufgrund von Eigentum oder
eines unentgeltlichen Nutzungsrechts für den Eigengebrauch zur Verfügung stehen, der
Einkommenssteuer unterworfen. Als Eigenmietwert gilt der Betrag, den die steuerpflichtige
Person bei der Vermietung ihres Grundstücks als Miete erzielen könnte. Er ist auch dann
voll steuerbar, wenn das Grundstück zu einem tieferen Miet- oder Pachtzins einer
nahestehenden Person überlassen wird (Art. 24 Abs. 2 StG). Die Staatssteuerkommission
erlässt die für eine gleichmässige Bemessung des Eigenmietwertes selbstbewohnter
Grundstücke nötigen Richtlinien (Art. 24 Abs. 3 StG). Als erzielbar gilt diejenige Miete, die
für ein gleichwertiges Grundstück an gleicher Lage einer Drittperson bezahlt werden
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müsste (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 8. August 2000 zum Steuergesetz [StV, bGS
621.111]). Der Mietwert von Liegenschaften, welche die steuerpflichtigen Personen an
ihrem Wohnsitz dauernd selbst bewohnen, wird um 10 Prozent herabgesetzt (Art. 11 Abs. 2
StV). Der Mietwert von landwirtschaftlichen Liegenschaften und von Zweit- und
Ferienwohnungen wird nicht herabgesetzt (Art. 11 Abs. 3 StV).
Hält sich der Eigentümer die Liegenschaft zum jederzeitigen Eigengebrauch zur Verfügung,
nutzt sie konkret aber nur selten, ist dies der vollumfänglichen und ganzjährigen
Eigennutzung gleichzustellen. Hält sich der Eigentümer eine Zweitliegenschaft, so
beispielsweise ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung, zur Verfügung, ist auch deren
Mietwert vollumfänglich zu versteuern. Ist hingegen eine Liegenschaft nicht bewohnbar
oder kann sie aus andern Gründen nicht vermietet werden oder wird sie lediglich als
Kapitalanlage erworben, entfällt mangels Nutzung eine Eigenmietwertbesteuerung
(RICHNER/FREI/KAUFMANN/ MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013,
N. 64f. zu § 21 StG; LEUCH/AMONN, in: Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxiskommentar
zum Berner Steuergesetz, Band 1, 2014, N. 14 zu Art. 25 StG; ZIGERLIG/OERTLI/HOFMANN,
Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 122, Rz. 473).
Der Eigentümer bleibt für den Eigenmietwert in der Regel auch dann steuerpflichtig, wenn
er sein Haus oder seine Wohnung unentgeltlich oder zu einem offensichtlichen
Vorzugspreis einem Dritten überlässt, ohne dass dafür eine Nutzniessung oder ein
Wohnrecht besteht. Anders verhält es sich dagegen, wenn auf der betreffenden
Liegenschaft eine Nutzniessung oder ein Wohnrecht zugunsten eines Dritten bestellt ist:
Der Nutzniesser ist steuerrechtlich dem Eigentümer gleichgestellt. Er hat das Recht auf den
Besitz, den Gebrauch und die Nutzung der ihm überlassenen Sache (Art. 755 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Er kann die
Sache nutzen und hat die aus der Nutzung fliessenden Erträge. Konsequenterweise hat er
die Mieterträge (bei Vermietung) oder aber den Eigenmietwert (bei Selbstnutzung) als
Einkommen zu deklarieren und zu versteuern. Das (unentgeltliche) Wohnrecht steht
einkommenssteuerrechtlich grundsätzlich unter den gleichen Bestimmungen wie die
Nutzniessung. Dementsprechend hat der Wohnberechtigte in der Regel den Wert der von
ihm benützten Wohnung nach den gleichen Grundsätzen zu versteuern wie der
Nutzniesser, der die ihm zur Nutzniessung überlassene Wohnung selber nutzt. Einige
Kantone kennen diesbezüglich allerdings andere Bestimmungen (Schweizerische
Steuerkonferenz [SSK], Steuerinformationen, Die Besteuerung der Eigenmietwerte, März
2015, Ziff. 3, < https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/suche.html#Eigenmietwert>).
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Aus den Akten geht hervor und ist im Übrigen unbestritten, dass der Beschwerdeführer
Eigentümer der Liegenschaft ist und dessen Eltern ein Wohnrecht an den Wohnräumen im
1. Obergeschoss haben. Rechtsprechungsgemäss ist für die Anrechnung des
Eigenmietwerts unerheblich, ob die Eltern tatsächlich in der Wohnung im 1. Obergeschoss
leben oder ob sie die Wohnung eher als Abstellort für Möbel und Pflanzen verwenden.
Massgebend für die Anrechnung des Eigenmietwerts ist der Eigengebrauch, wobei dieser
auch bestehen kann, wenn man sich nicht dauernd an einem Ort aufhält. Daraus folgt, dass
die Beschwerdeführer für die wohnrechtsbelasteten Teile der Liegenschaft grundsätzlich
den Eigenmietwert nicht tragen müssen.
2.2
In Bezug auf die Beweislast ist festzuhalten, dass der Nachweis für steuerbegründende
Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für steuermindernde Tatsachen grundsätzlich
dem Steuerpflichtigen obliegt; er hat steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten,
sondern auch zu belegen (BGE 143 II 661 E. 7.2; BGE 140 II 248 E. 3.5).
Als Regelbeweismass gilt der volle (strikte) Beweis. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht
am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls
verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Verlangt wird ein so hoher Grad der
Wahrscheinlichkeit, dass vernünftigerweise mit der Möglichkeit des Gegenteils nicht mehr
zu rechnen ist. Demgegenüber stellt das Beweismass der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit eine Beweiserleichterung dar und genügt nicht für den Vollbeweis (Urteil
des Bundesgerichts 2C_605/2015 vom 5. November 2015 E. 2.3.2 mit Hinweisen unter
anderem auf BGE 130 III 321 E. 3.2).
Die Vorinstanz ist der Ansicht, durch die Selbstnutzung der Wohnung im 1. Obergeschoss
durch die Beschwerdeführer sei der Eigenmietwert durch sie zu versteuern. Die Vorinstanz
geht demnach von einer steuerbegründenden Tatsache aus, weshalb sie hierfür die
Beweislast trägt. Unter anderem macht sie geltend, dass die sich in den Wohnräumen im
1. Obergeschoss befindenden Möbel einer Selbstnutzung durch die Beschwerdeführer
nicht entgegenständen. Indizien für eine Selbstnutzung seien im frisch bezogenen Bett, in
den Pflanzen sowie in den anderen Einrichtungsgegenständen zu sehen (vgl. act. 7.7).
Ferner sei unwahrscheinlich, dass die Eltern das Wohnrecht noch selbst auszuüben
gedenken und beim Schreiben der Mutter sel. des Beschwerdeführers, wonach sie die
Blumen selber pflege und giesse, handle es sich wohl um eine Gefälligkeitsbestätigung
(vgl. act. 2.4).
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Mit ihrer Argumentation vermag die Vorinstanz den von ihr geforderten Vollbeweis für einen
vollständigen Verzicht der Wohnrechtsinhaber auf ihr Wohnrecht nicht zu erbringen. Das
Belassen der Möbel, welche unbestrittenermassen den Eltern des Beschwerdeführers
gehören, spricht klar für das Gegenteil, da die Verwendung der Wohnung als Stauraum für
eigenes Mobiliar eine Ausübung des Wohnrechts darstellt. Zumal die Benutzung von zwei
Wohnungen den Wohnberechtigten nicht verwehrt ist. Auch die anderen
Einrichtungsgegenstände müssen kein Indiz für eine Selbstnutzung sein und die
Pflanzenhaltung kann – wie sie selbst schriftlich bestätigte – ein Hobby der mittlerweile
verstorbenen Mutter des Beschwerdeführers darstellen. Einen vollständigen Verzicht der
Wohnrechtsinhaber auf ihr Wohnrecht würde sich auch dann nicht ergeben, wenn die
Beschwerdeführer die Wohnrechtsräume mit Zustimmung der über ein ausschliessliches
Wohnrecht verfügenden Eltern mitbenutzen würden (vgl. Art. 777 Abs. 2 ZGB). Denn durch
die Mitbenutzung der Wohnung durch Familienangehörige entsteht für diese kein
Wohnrecht (MICHAEL MOSER, Basler Kommentar, ZGB II, 5. Auf. 2015, N. 11 zu Art. 777
ZGB).
2.3
Ergänzend bleibt anzufügen, dass im vorliegenden Fall an und für sich nicht die
Selbstnutzung durch die Beschwerdeführer im Vordergrund steht, sondern das Erlöschen
des Wohnrechts durch Verzicht der Wohnberechtigten (vgl. Art. 776 Abs. 3 i.V.m. Art. 748
Abs. 2 ZGB), und dass die Nichtausübung eines Wohnrechts – selbst während längerer
Zeit – nicht per se zum Untergang der Dienstbarkeit führt (MICHAEL MOSER, a.a.O., N. 39 zu
Art. 776 ZGB). Weiter ist darauf hinzuweisen, dass es vorliegend auch nicht um den Fall
einer – weder im Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG, SR 642.14) noch im StG statuierten -
Unternutzung geht (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die
direkte Bundessteuer [DBG, SR 642.11]), würde dort doch die Beweislast beim
Steuerpflichtigen liegen (vgl. hierzu auch Urteil des Bundesgerichts 2C_1039/2015 und
2C_1040/2015 vom 28. April 2016 E. 5; DANIEL SCHÄR, Grundsätze der
Beweislastverteilung im Steuerrecht, 1998, S. 91; Schweizerische Steuerkonferenz [SSK],
Steuerinformationen, Die Besteuerung der Eigenmietwerte, März 2015, Ziff. 4.4.1, <
https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/suche.html#Eigenmietwert>).
2.4
Über die Höhe des Eigenmietwerts für die von den Beschwerdeführern benutzten
Wohnräume hat sich die Vorinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid nicht
geäussert. Angesichts eines Eigenmietwerts für die ganze Liegenschaft von Fr. 9‘618.--
erscheint der von den Beschwerdeführern beantragte und geltend gemachte langjährige
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Eigenmietwert von Fr. 1‘800.-- offensichtlich als nicht angemessen (act. 7.2). Die
Bestimmung des Eigenmietwerts liegt in der Kompetenz der Vorinstanz, weshalb die Sache
zur Festlegung des Eigenmietwerts an diese zurückgewiesen werden muss.
2.5
Zusammenfassend ist demnach die Beschwerde gutzuheissen und die Sache an die
Vorinstanz zur Festlegung des Eigenmietwerts für die von den Beschwerdeführern
benutzten Räume – mit Ausnahme der Wohnung im 1. Obergerschoss – zurückzuweisen.
3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
3.1
Beim vorliegenden Verfahrensausgang sind bei den Beschwerdeführern keine Kosten zu
erheben (vgl. Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 19 Abs. 3 VRPG e contrario). Die Gerichtskasse wird
angewiesen, den Beschwerdeführern den bereits geleisteten Kostenvorschuss im Betrag
von Fr. 800.-- zurückzuerstatten.
Der Vorinstanz werden unabhängig vom Verfahrensausgang keine Kosten auferlegt
(Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 VRPG).
3.2
Nachdem die Beschwerdeführer weder eine konkret bezifferte und belegte
Entschädigungsforderung gestellt haben noch ersichtlich wäre, dass der Aufwand im
Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren denjenigen Aufwand
übersteigen würde, der jedem für die Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten
zugemutet werden kann, ist im vorliegenden Verfahren keine Entschädigung auszurichten.
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