Decision ID: b7494683-21f0-4e7c-8f3d-e9917181a89c
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") am 26. Oktober 2018 die Aus-
lieferung des deutschen Staatsangehörigen A. an Deutschland für die dem
Auslieferungsersuchen des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz vom
1. Oktober 2018 zugrunde liegenden Straftaten bewilligte; A. diesen Ent-
scheid am 30. Oktober 2018 erhielt (act. 2, 6.10);
- am 1. November 2018 der Schweizerischen Post (Poststempel) ein kopiertes
handschriftliches Schreiben von A., wohl datiert mit "281018", zu Handen der
"Beschwerdekammer, Viale Stefano Franscini, 6500 Bellinzona" übergeben
wurde;
- diese Eingabe von der "Divisione delle contribuzioni, 6501 Bellinzona" kom-
mentarlos an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts weitergelei-
tet wurde (Posteingang: 6. November 2018);
- sich die Eingabe gegen die Auslieferung von A. an Deutschland richtet
(act. 1);
- das BJ am 6. November 2018 auf Anfrage den gegen A. ergangenen Aus-
lieferungsentscheid vom 26. Oktober 2018 per E-Mail übermittelte (act. 2);
- die Beschwerdekammer A. am 7. November 2018 unter Androhung des
Nichteintretens aufforderte, bis 19. November 2018 einen Kostenvorschuss
von Fr. 3'000.– zu leisten (act. 4);
- sie ihn gleichzeitig unter Androhung des Nichteintretens aufforderte, inner-
halb derselben Frist seine Beschwerdeschrift eigenhändig zu unterzeichnen
und der Beschwerdekammer zurückzusenden (act. 4);
- innert Frist (und bis heute) weder der Kostenvorschuss noch die eigenhändig
unterzeichnete Beschwerdeschrift einging;
- das BJ der Beschwerdekammer am 9. November 2018 aufforderungsge-
mäss die Akten des Auslieferungsverfahrens übermachte (act. 6).
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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen einen Auslieferungsentscheid innerhalb von 30 Tagen nach dessen
Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde
geführt werden kann (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG; Art. 50 Abs. 1
VwVG);
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die
Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37
Abs. 2 lit. a StBOG), wenn das IRSG nicht anderes bestimmt (siehe Art. 12
Abs. 1 IRSG);
- die Beschwerdeschrift gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Be-
schwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten hat;
- die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Ver-
besserung einräumt, wenn die Beschwerde diesen Anforderungen nicht ge-
nügt (Art. 52 Abs. 2 VwVG);
- sie diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach unbenutztem Fristab-
lauf auf Grund der Akten zu entscheiden oder, wenn Begehren, Begründung
oder Unterschrift fehlen, auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52 Abs. 3
VwVG);
- vorliegend der Beschwerdeschrift die Originalunterschrift des Beschwerde-
führers fehlt;
- der Beschwerdeführer innerhalb der ihm zur Verbesserung anberaumten
Frist nicht reagierte;
- dem Beschwerdeführer unter Androhung des Nichteintretens eine angemes-
sene Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses anzusetzen ist (Art. 63
Abs. 4 VwVG);
- der Beschwerdeführer innerhalb der ihm anberaumten Frist den von ihm ver-
langten Kostenvorschuss nicht leistete;
- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss sowohl wegen fehlender Un-
terschrift sowie wegen Nichtleistung des verlangten Kostenvorschusses
nicht einzutreten ist;
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- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei die Gerichtsge-
bühr auf Fr. 300.– festzusetzen ist (vgl. Art. 65 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73
StBOG und Art. 5 und Art. 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstraf-
gerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädi-
gungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]);
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