Decision ID: 5d47a9ed-4cf9-4c60-8add-06729bb11b1d
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1981 und zuletzt im Verkauf tätig (Urk. 9/8), mel
dete sich erstmals am 8. Juni 2015 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf Depres
sion, Burnout, Schlafstörungen und Schmerzen bei der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/1). Die IV
Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und gewährte vom 2. Oktober 2015 bis zum 1. April 2016 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch die
Y._
AG (Urk. 9/22). Im Anschluss über
nahm die IV-Stelle die Kosten eines Arbeitstrainings vom 1. April bis zum 31. Juli 2016 (Urk. 9/48), welches allerdings per 22. April 2016 vorzeitig beendet wurde, da die Tätigkeit gesundheitlich nicht angepasst gewesen sei (Urk. 9/55). Mit Schreiben vom 28. Juli 2016 setzte die IV-Stelle den Versicherten darüber in Kenntnis, dass aufgrund des Gesundheitszustandes keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien und der Anspruch auf eine Rente geprüft werde (Urk. 9/66). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 14. November 2016, Urk. 9/75; Einwand vom 29. November 2016, Urk. 9/77-78) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 13. Januar 2017 ab (Urk. 9/82).
1.2
Mit Zusatzgesuch vom 14. Februar 2017 (Eingangsdatum, Urk. 9/84; vgl. Urk. 9/95) ersuchte der Versicherte erneut um Eingliederungsmassnahmen. Die IV-Stelle tätigte daraufhin wiederum Abklärungen und übernahm die Kosten für eine Potenzialabklärung vom 5. Februar bis zum 2. März 2018 bei
Espas
(Urk. 9/118) und im Anschluss daran für Arbeitsvermittlung von März bis September 2018 (Urk. 9/119).
Im Rahmen der Potenzialabklärung zeigte sich eine Sehschwäche, welche in der Folge medizinisch abgeklärt wurde (vgl. Low Vision Bericht vom 22. März 2018, Urk. 9/133; Augenärztliches Zeugnis vom 23. August 2018, Urk. 9/135). Der Ver
sicherte beantragte daraufhin Hilflosenentschädigung (Urk. 9/136). Mit Verfü
gung vom 3. Juli 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab, da die Vor
aussetzungen für eine Hilflosenentschädigung im Sonderfall ab März 2018 erfüllt seien und die einjährige Wartefrist damit im März 2019 ablaufe (Urk. 9/152; Vor
bescheid vom 17. Mai 2018, Urk. 9/143). Am 17. Juli 2018 teilte die IV-Stelle mit, dass sie die Kosten für eine Kanterfilterbrille übernehme (Urk. 9/154). Sie erteilte am 14. August 2018 Kostengutsprache für ein sehbehindertentechnisches Assess
ment (Urk. 9/155) und in der Folge für eine sehbehindertentechnische Grund
schulung vom 29. Oktober 2018 bis zum 18. Januar 2019 (Urk. 9/159) sowie eine sehbehindertentechnische berufliche Abklärung vom 21. Januar bis zum
26. April 2019 (Urk. 9/185). Mit Mitteilungen vom 5. April 2019 erteilte die IV
Stelle Kostengutsprache für eine Lichtschutzbrille, eine Fernbrille und weisse Stö
cke (Urk. 9/196-198). Am 6. Mai 2019 informierte die IV-Stelle, dass sie im Ein
verständnis mit dem Versicherten die Eingliederungsmassnahmen beende und den Rentenanspruch prüfe (Urk. 9/210).
Mit Verfügung vom 13. Juni 2019 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Hilflosenentschädigung gestützt auf eine leichte Hilflosigkeit bei Aufenthalt zu Hause zu (Urk. 9/217-218) und sicherte im Anschluss die Kostenübernahme für ein Monokular sowie für ein Lese- und Schreibsystem zu (Urk. 9/226-228; Urk. 9/234).
Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen und holte das polydisziplinäre Gutachten der Gutachtensstelle
Z._
(
Z._
GmbH, folgend:
Z._
) vom 2. Dezember 2019 ein (Urk. 9/241). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 21. Februar 2020, Urk. 9/247; Einwand vom 5. März 2020, Urk. 9/250; ergänzende Stellungnahme und Berichte der be
handelnden Ärzte, Urk. 9/255-256; Urk. 9/260-261) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Juni 2020 einen Rentenanspruch (Urk. 2).
Die IV-Stelle erteilte am 19. August 2020 Kostengutsprache für eine Lupenbrille (Urk. 9/276).
2.
Gegen die rentenablehnende Verfügung vom 19. Juni 2020 reichte der Versi
cherte am 21. August 2020 Beschwerde am hiesigen Gericht ein (Urk. 1) und be
antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ihm die von Gesetzes wegen zustehenden Leistungen zu gewähren, namentlich eine IV-Rente. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege und Bestel
lung von Dr.
iur
. Romana Kronenberg Müller als unentgeltliche Rechtsvertreterin (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2020 schloss die Beschwerde
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 9/1-278), worüber der Beschwerdeführer am 11. November 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 10). Mit Schreiben vom 23. November 2020 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ihre Honorarnote ein (Urk. 11 und Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt dafür, dass der Beschwerdeführer gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Aufgrund der Niereninsuffizienz und seiner Sehschwäche sei ein erhöhter Pau
senbedarf gegeben, so dass eine reduzierte Arbeitsfähigkeit von 75 % anzuneh
men sei. Eingliederungsmassnahmen könnten erneut geprüft werden, wenn eine strikte Cannabis-Absenz anhand von Laborwerten sowie eine psychiatrisch-psy
chotherapeutische Behandlung über drei Monate nachgewiesen werde (Urk. 2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass die im polydisziplinären Gutachten festgehaltenen Inkonsistenzen bezüglich der Sehkraft wahrscheinlich auf tagesformabhängige unterschiedliche Testresultate zurückzuführen seien. Tatsache sei, dass er einen weissen Stock benutze und Schwierigkeiten beim Ab
schätzen von Distanzen habe. So halte auch die behandelnde Augenärztin fest, dass die Einschränkungen im Rahmen der myopen Netzhautveränderungen er
klärbar seien. Es komme nur eine sehbehindertengerechte Tätigkeit in Frage und keine Tätigkeit mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehkraft. Entspre
chend werde beantragt, ein gerichtliches Gutachten einzuholen. Im
Einwandver
fahren
seien darüber hinaus die Vorbringen der behandelnden Ärzte nicht gehört worden, so dass bereits aus diesem Grund die Verfügung aufzuheben sei. Im psy
chiatrischen Teilgutachten werde die Diagnose «emotional instabile Persönlich
keitsstörung, impulsiver Typ» mit Hinweis auf die jahrelange Tätigkeit in der
E._
gestützt auf eine gerade einmal 60-minütige Untersuchung verneint. Die Anamnese sei unvollständig gemacht und die Konflikte nicht erhoben worden. Auch die depressive Episode sei klar erstellt, es gehöre zum Krankheitsbild, dass sie manchmal da sei und manchmal nicht. Darüber hinaus bestehe bereits auf
grund des ADHS eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Werde nicht auf den behan
delnden Psychiater abgestellt, so sei ein neues Gutachten einzuholen. Auch die orthopädische Einschätzung sei nicht nachvollziehbar, so hätten die Arbeitsver
suche gezeigt, dass er für körperlich repetitive Arbeiten, welchen Schweregrades auch immer, voll arbeitsunfähig sei. Aktuell könne weder eine Nervenschädigung noch eine Labrum- oder
Pulley
-Läsion ausgeschlossen werden. Entsprechend sei ein neues polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen (Urk. 1).
2.
2.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass
sich
der Grad der Invalidität
der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E.
5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräf
tigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
gestellte Veränderung genügt, um nu
nmehr eine anspruchsbegründende Inva
li
dität
zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
2.3.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten
Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
2.3.3
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fäl
ligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
2.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander wi
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125
V 351 E. 3a).
3.
Vorab ist zu prüfen, ob die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durchdringt.
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe sich in der angefochtenen Verfügung
nicht mit den Vorbringen der Ärzte im
Einwandver
fahren
auseinandergesetzt. Dadurch sei die Beschwerdegegnerin der ihr obliegen
den Begründungspflicht nicht nachgekommen und habe dadurch den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Urk. 1
S. 11).
Die Begründungspflicht als Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör bedeu
tet nicht, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus
ein
an
dersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Es genügt, wenn die Begründung kurz die Überlegungen nennt, auf die sich der Entscheid stützt und dieser sachgerecht angefochten werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_511/2007 vom 22. November 2007 E. 4.2.2 mit weiteren Hin
weisen). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 133 I 201 E.2.2 mit weiteren Hinweisen). Inwiefern der Beschwerdeführer die angefochtene Verfügung nicht sachgerecht anfechten konnte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht näher dargetan. Eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt daher nicht vor.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom
19. Juni 2020
(
Urk.
2) im Wesentlichen auf das
polydisziplinäre Gutachten von
Z._
vom 2. Dezember 2019
ab. Darin werden die bis zur B
egutachtung des Be
schwerdeführers
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
9/241/13 ff
.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
Die Gutachter notierten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit:
Myopie bedingte
Fundusveränderungen
bei
Myopia
magna (ICD-10 H44.2)
Amblyopie mit Innen- und Höhenschielen (rechtes Auge) (ICD-10 H53.0; H50.0; H50.2)
Chronische Niereninsuffizienz (ICD-10 N18.3)
GFR
32ml/min./1.73m
2
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter fol
gendes:
Einfache Aktivität
s- und Aufmerksamkeitsstörung (I
CD-10 F90.0)
Störung durch Cannabinoide, ständiger Gebrauch (ICD-10 F12.25)
Chronische Beschwerden an
Hemithorax
, Schulter, Arm und Hand der dominanten rechten Seite (ICD-10 M79.60)
bildgebend unauffälliger Befund an zervikaler und thorakaler Wirbel
säule sowie Schulter (MRI 27.06.2014 und 27.04.2015, Sonographie 06.07.2016)
klinisch unauffälliger Befund ohne jeglichen Hinweis für längerdau
ernde Schonung der Extremität
Anlagebedingte Fehlsichtigkeit (
Myopia
magna, Astigmatismus) (ICD-10 H52.1; H52.2)
Benetz
ungsstörung (ICD-10 H04.1)
Gl
askörperdestruktion (ICD-10 H43.8)
Nikotinabusus
(ICD-10F17.1)
Die Gutachter führten aus (Urk. 9/241/9 ff.), dass b
ei der ophthalmologischen Untersuchung eine hochgradige Myopie beidseits
habe
festgestellt
werden
kön
nen, die eine Atrophie der Netzhaut verursache. Dies kö
nn
e
eine Reduktion
der Sehschärfe und eine gewisse
Gesichtsfeldeinschränkung erzeugen. Sowohl die zentrale Netzhautdicke als auch die retinale Nervenfaserschi
cht lä
gen im Norm
bereich, so dass die Funktions
einbusse nicht erheblich sein kö
nn
e. Am rechten Auge
bestehe
eine angeborene Sehschwäche aufgrund einer S
chielstellung ohne Stereofunktion. Es bestü
nden aus ophthalmologischer Sicht keine Hinweise für ein Alport-Syndrom. Aus ophthalmologischer
Sicht bestehe
für Tätigkeiten mit durchschnittliche
n Anforderungen an die Sehfähigk
eit, wie auch für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäufer, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25
%
. Tätigkeiten mit hohen Anford
erungen an die Sehfähigkeit seien
ebenso wenig geeignet wie potenziell gefährliche Arbeitsplätze, zum Beispiel auf Gerüs
ten oder an schnell drehenden Maschinen.
Bei der allgemeininternistischen
Untersuchung
sei
festgestellt
worden
, dass eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz mit einer GFR von aktuell 32
mt
/min./1.73m
2
bestehe
. Aufgrund der Niereninsuffizienz s
eien
dem
Beschwerdeführer
körperlich schwer belastende berufliche Tätigkeiten nicht zumutbar. Für körperlich leichte bis m
ittelschwere Tätigkeiten bestehe
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20
%
.
Bei der orthopädischen Un
tersuchung der Wirbelsäule zeig
e sich eine freie Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte mit Inkonsistenzen im Verlauf der Unter
suchung. Bei der neurologischen Prüfung
könne
eine Läs
ion
eines grösseren peri
pheren Nervens ebenso wie eine
spinale Kompressionsproblematik eher
ausge
schlossen werden. Radiologisch bes
tünden
an der
zervikothorakalen
Wirbel
säule und an der rechten Schulter unauffällige Verhältnisse. Zusammenfassend liessen sich die vom
Beschwerdeführer
geschilderten Beschwerd
en durch die klinischen und rad
iologischen Befunde aus orthopädischer Sic
ht keinesfalls begründen. Es fa
l
le
auf, dass die
Beschwielung
an der rechten Hand und die Umfangsmessung nicht mit der angegebenen, lang dauernden Schon
ung der Extremität vereinbar sei
. Aus orthopädischer
Sicht bestehe
für körperlich leichte bis mittelschwere Tä
tigkeiten, ohne Heben und Tragen von Lasten über 20 kg und ohne Überkopftä
tigkeiten, eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit.
Bei der psychiatrischen Untersuchung
sei
die in den Akten dokumentierte ein
fache Aktivitäts- und Auf
merksamkeitsstörung bestätigt wo
rden. Beim Unter
suchungsgesprä
ch seien entsprechende Symptome
mit einer gewissen psycho
moto
rischen Unruhe und einem Rededrang
aufgefallen
. Beim
Beschwerdeführer bestehe
ein regelmässig
er Cannabiskonsum und es handle
sich um eine Störung durch Cannabinoide, ständiger Gebrauch. Die psychiatrischen Diagnosen beding
t
en keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit und aus psychiatrischer Sicht
be
stehe
eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit.
Die angestammte Tätigkeit sei als körperlich schwer belastende Tätigkeit zu qualifizieren und sei seit April nicht mehr zumutbar. Eine optimal angepasste Tätig
keit wäre eine körperlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit mit durch
schnittlichen Anforderungen an die Sehfähigkeit. Potenziell gefährliche Ar
beits
plätze, zum Beispiel auf Gerüsten oder an schnell drehenden Maschinen, seien nicht geeignet. Eine Anwesenheit von 8 Stunden täglich sei möglich, wobei eine Leistungseinschränkung aufgrund der Niereninsuffizienz und der einge
schränk
ten Sehfähigkeit mit entsprechend erhöhtem Pausenbedarf bestehe. Er sei zu 75% arbeits- und leistungsfähig. Die aktuelle Einschätzung gelte seit Januar 2019, zu
vor könne auf die medizinischen Grundlagen verwiesen werden, die bei der letzten Verfügung im Januar 2017 massgeblich erachtet worden seien.
Die Einschränkungen aus allgemeininternis
tischer Sicht und aus ophthalmol
ogi
scher Sicht addier
t
en sich nicht, sondern ergänz
t
en sich. Es könn
t
en die gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen verme
hrter Pausen verwendet werden.
Es könn
t
en keine medizinischen Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit empfoh
len werden. Die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlun
g kö
nn
e
zum Erhalt der bestehenden medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit beitragen. Be
rufliche Massnahmen im Sinne einer Unterstützung bei der Suche eines ange
passten Arbeitsplatzes könn
t
en empfohlen werde
n, da der Beschwerdeführer
zur Arbeit motiviert schein
e
.
Aus psychiatrischer Sicht sollt
e
er
dazu bereit sein, auf den Cannabis-Konsum zu verzichten und sich entsprechenden Kontrollen der Abstinenz zu unterziehen.
4.2
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
reichte der Beschwerdeführer den Bericht von med.
pract
.
A._
, Fachärztin für
Ophtalmologie
, vom 2. April 2020 ein. Sie notierte darin folgende Diagnosen (Urk. 9/255):
OD Pathologische Myopie rechts mehr als links (grösser als 20 Dioptrien) mit/bei
ausgeprägtem Strabismus
convergens
incomitans
rechts
massiver Abduktionseinschränkung rechts bei myopischer Myopathie
leichter Abduktionseinschränkung links bei myopischer Myopathie
zunehmender störender horizontaler Diplopie
vorbestandener
Schielamblyopie
rechts
möglicher systemischer Krankheitsassoziation bei
tubulo
interstitieller Nierenerkrankung
konzentrischer Gesichtsfeldeinschränkung rechts grösser als links im Rahmen der pathologischen Myopie mit myopischer Netzhautdegene
ration
Fundus
myopicus
mit
Staphylom
-Muster
Störung der Netzhautschicht und Verdünnung im Rahmen Myopie-assoziierter Degeneration
Status nach Schieloperation rechts am 20. Februar 2020 am
B._-Spital
Im abschlägigen Bescheid mit der gutachterlichen
ophtalmologischen
Untersu
chung stehe, dass in ihren Berichten keine Ursache für das schlechtere Sehen angegeben werde und dass keine strukturellen/morphologischen Veränderungen vorlägen. Im Brief vom 17. Mai 2019 an die Beschwerdegegnerin habe sie die Diagnose des ausgeprägten Strabismus
convergens
bei pathologischer Myopie von über 20 Dioptrien erwähnt. Es hätten sich von Beginn weg ein pathologischer Fundus aufgrund dieser Myopie mit myopen Netzhautdegenerationen und
Staphylom
-Muster gezeigt. Es hätten sich ebenfalls eine massive Abduktionsein
schränkung rechts und eine leichte Abduktionseinschränkung links und eine aus
geprägte
Schielamblyopie
rechts gezeigt. Inwieweit hier ein Augenarzt von nicht vorliegenden morphologischen Befunden sprechen könne, entziehe sich ihrer Kenntnis. Die Befunde seien eindeutig. Die Unterstellung, es handle sich um eine Simulation und dass die Sehkraft somit weiterhin bei 0.6 anzunehmen sei, könne sie nicht nachvollziehen. Auch die massive Gesichtsfeldeinschränkung sei im Rah
men der myopen Netzhautveränderungen erklärbar.
Sie verweise auch auf die Berichte der
B._er
Augenklinik (vgl. hierzu Urk. 9/255/4 ff.).
4.3
Dr. med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm in seinem Bericht vom 7. Mai 2020 Stellung zum psychiatrischen Teilgut
achten und bemängelte, dass der psychiatrische Gutachter mangelhaft recher
chiert und vor allem bewertet habe. Die Anamnese sei mangelhaft und führe zur Argumentation, dass keine schwerwiegende Diagnose zutreffe. Soziale Verhal
tensweisen und Konflikte, die der angesprochenen Persönlichkeitsstörung ent
sprächen, seien allerdings in der Vergangenheit und der Gegenwart zu beobach
ten. Auf die beobachtbare Depression werde seitens des Gutachters nicht einge
gangen. Die Symptome des ADHS seien nur unvollständig und nicht in ihrer Schwere angemessen erfasst worden. Der moderate Cannabis-Konsum werde pau
schal beurteilt, nämlich könne er sich «ungünstig auf die Arbeitsmotivation» aus
wirken - dass dieser aber einer in gewissen Grenzen vertretbaren Selbstmedika
tion wegen ADHS entsprechen könnte, werde in der Argumentation verkannt (Urk. 9/261).
4.4
Med.
pract
.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nahm am 8. Mai 2020 Stellung zum Vorbescheid (Urk. 9/260). Er konstatierte, dass im Gut
achten ungenügend auf die Schmerzsymptomatik der rechten Schulter respektive Hemi-
Thoraxseite
eingegangen werde und nur in einem Nebensatz von leichten bis mittelschweren Arbeiten gesprochen werde. Die Schmerzsymptomatik im rechten Schulterbereich und in der Hemi-
Thoraxseite
sei von zentraler Bedeu
tung. Der
Beschwerdeführer sei aufgrund dieser Beschwerden zu 100 % arbeits
unfähig geschrieben worden, selbst nach der Rehabilitation sei ein erneuter Arbeitsversuch gescheitert. Für körperlich repetitive Arbeiten, welchen Schwere
grads auch immer, sei er voll arbeitsunfähig, da diese Versuche des
öfteren
durch
geführt worden und jedes Mal gescheitert seien. Diese körperliche chronische Ein
schränkung (chronisches
hemithorakales
Schmerzsyndrom rechts) müsse in den Gutachten sowie in der Resterwerbsfähigkeit berücksichtigt werden.
4.5
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erstellte Dr.
C._
den Bericht vom
17. August 2020 zuhanden der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Urk. 3/8).
Dr.
C._
führte darin ergänzend aus, dass er den Beschwerde
führer ver
schiedentlich als depressiv habe klassifizieren müssen und in diversen Berichten sei auch die entsprechende Symptomatik ausgewiesen. Zur rezidivie
renden De
pression gehöre, dass sie immer wieder auftrete, aber zwischen den depressiven Phasen praktisch verschwinde. Im Längsschnitt seien immer wieder depressive Epi
soden wechselnder Stärke (leicht- und mittelgradig) aufgetreten, seit dem Behandlungsbeginn 2015 liessen sich mindestens vier Episoden nach
weisen. Entsprechend sei auch mehrfach ein Antidepressivum verordnet worden.
Das ADHS sei ein zu berücksichtigender Faktor bei der Arbeitsunfähigkeit (die er auf 50 % einschätze), da die Gesprächsführung mit dem Beschwerdeführer äus
serst schwierig sei und er dauernd und immer wieder vom Gesprächspartner strukturiert werden müsse. Dies sei ein zentrales Element in der Therapie, um nicht zuletzt an der sozialen Beziehungsgestaltung zu arbeiten. Darüber hinaus sei das ADHS motorisch ebenfalls ausgewiesen.
Der Beschwerdeführer konsumiere Cannabis seit er 21 Jahre alt sei, anfangs ge
legentlich, dann täglich, mit 23 Jahren habe er Pilze ausprobiert, mit 24 Jahren habe er den Cannabiskonsum sistiert und angefangen Kokain zu sniffen, zwi
schen 25 und 27 habe er Crack geraucht. In
casu
brauche der Beschwerdeführer
Cananbis
als Co-Medikation, um etwas ruhiger hinsichtlich seines ADHS und sei
ner emotionalen Instabilität zu werden und seine Wut und Verzweiflung zu zü
geln. Er befürworte diesbezüglich eine pragmatische Linie. Bei diesem Beschwer
deführer sei Cannabis eindeutig Teil der Lösung, nicht Teil des Problems. Es wäre umgekehrt sogar kontraindiziert, in diesem Fall aktuell das Cannabis abzusetzen, da er nach Angaben der Ehefrau sofort ausfälliger, wütender und reizbarer werde, dies auch gegen sie und die kleine Tochter. Bezüglich des amotivationalen Syn
droms sei festzuhalten, dass er den Beschwerdeführer enorm motiviert erlebe. Dies zeige sich sowohl in der Psychotherapie als auch bei der Arbeitsanamnese sowie bei der Trainingstherapie der lädierten Schulter.
Zur Diagnose emotionale instabile Persönlichkeit sei festzuhalten, dass es in Hol
land schnell wechselnde Anstellungen gewesen seien, in der Schweiz habe er in der
E._
4.5 Jahre gearbeitet. Die Hyperaktivität habe zum grossen Arbeitsauf
kommen gepasst. Die Wahrheit sei aber, dass es ständig explosive Konflikte mit Mitarbeitern und dem Stellvertreter des Vorgesetzten gegeben habe, die Fachlei
terin und ein Mitarbeiter hätten ihn oft beruhigen müssen. Auch die Ehefrau müsse oft vermitteln bei Streit mit Nachbarn, Spaziergängern, Fachstellen, Insti
tutionen, Taggeldkassen, dem Rektor der Spezialschule der autistischen Tochter etc. Auch die Beziehung zur Ehefrau sei oft auf der Kippe wegen des explosiven Wesens des Beschwerdeführers.
4.6
Im Bericht vom 14. August 2020 führte Dr. med.
F._
, Facharzt für Rheu
matologie, aus, dass ein chronisches
cervicospondylogenes
Syndrom rechts und eine
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts bestehe bei Vorliegen von
myo
tendinotischen
Befunden der rechtsseitigen Nackenmuskulatur und des Musculus pectoralis
mayor
rechts und schmerzbedingter eingeschränkter Abduktion der rechten Schulter sowie Reizung der rechten
Bicepssehne
bei positivem Palm
up
-Test. In der aktuellen Bildgebung (Röntgen und Sonographie) der Halswirbelsäule (HWS)/Brustwirbelsäule (BWS) und der rechten Schulter fänden sich keine wesentlichen strukturellen Pathologien. Er empfehle zur Vervollständigung der Dia
gnostik noch ein
Arthro
-MRI der rechten Schulter zum Ausschluss einer all
fälli
gen Labrum-Läsion oder
Pulley
-Läsion, die gegebenenfalls einen Teil der Schul
terbeschwerden erklären könnten, zumal sich diese sonographisch nicht gut be
urteilen liessen (Urk. 3/11).
5.
Vorab ist
festzuhalten, dass die Augenprobleme bei der Erstanmeldung noch nicht zur Diskussion standen, sondern sich erst im Rahmen der Potenzialabklärung als Gesundheitsschädigung mit allfälligen funktionellen Auswirkungen zeigte
.
Damit liegt
eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes
vor
und
es hat
eine umfassende Neuprüfung eines allfälligen Rentenanspruches
zu erfolgen
(vgl. E.
2.1), was auch seitens der Parteien unbestritten blieb.
5.1
Das
Gutachten der
Z._
GmbH vom 2. Dezember 2019
erfüllt sämtliche recht
sprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungsgrundlagen (vgl.
E. 2.4).
Es beruht auf fachärztlichen Untersuchungen durch die Gutachter (
Urk. 9/241/25 ff.; Urk. 9/241/9 ff.; Urk. 9/241/38 ff.; Urk. 9/241/49
ff.) und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(
Urk. /241/13
ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, in
sbesondere auch die Berichte von Dr.
C._
(
Urk. 9/241/35
ff.)
sowie die Berichte zu den vorhergehenden
ophtalmologischen
Untersuchungen (Urk. 9/241/53)
. Es be
rücksichtigt die vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
5.2
Der Beschwerdeführer brachte gegen das
ophtalmologische
Teilgutachten vor, dass Dr. med.
G._
, Fachärztin für
Ophtalmologie
, die Testresultate unter Berücksichtigung der in den Akten liegenden Berichte als nicht plausibel erachte, dabei allerdings ausser Acht lasse, dass die Ergebnisse unter anderem von der Tagesform bzw. Befindlichkeit des Beschwerdeführers sowie der Art der Messung und der messenden Person abhänge. Auch nutze der Beschwerdeführer effektiv ein Bildschirmlesegerät. Ein morphologisches Korrelat für die Reduktion der Seh
schärfe müsse entsprechend nicht gesucht werden, da nicht davon auszugehen sei, dass sich diese in 12 Tagen im Juni 2018 erheblich reduziert habe. Auch die angeblichen Inkonsistenzen bei der Gesichtsfeldprüfung seien durch die Gutach
terin nicht aufgelöst worden und es sei nicht berücksichtigt worden, dass die Werte bei jeder Messung anders ausfallen könne. Klar sei, dass er einen weissen Stock benutze, da insbesondere die räumliche Orientierung stark eingeschränkt sei (Urk. 1).
Dr.
G._
notierte im Rahmen der Untersuchungsbefunde, dass der Beschwer
deführer bei der Gesichtsfeldprüfung mit dem Goldmann-Perimeter sowohl links als auch rechts auffällige Angaben gemacht habe (Urk. 9/241/51). Sie konstatierte diesbezüglich, dass dies ein Hinweis auf Aggravation darstelle. Für die angege
bene Reduktion der Sehschärfe des linken Auges bestehe kein morphologisches Korrelat. Auch im Rahmen der Aktendurchsicht ergäben sich erhebliche Inkon
sistenzen: Am 14. Juni 2018 habe er mit Brillenkorrektur eine Nahsehschärfe links von 0.6 partiell angegeben, am 26. Juni 2018 gebe er in der Sehbehinder
tenambulanz einen Vergrösserungsbedarf links von 8-fach an. Damit werde er
mittelt, wie hoch die Vergrösserung sein müsse, damit es der jeweiligen Person möglich sei, Schrift in Zeitungsdruckgrösse zu lesen. Um Schrift in Zeitungs
druckgrösse lesen zu können, sei eine Mindestsehschärfe von ca. 0.4 erforderlich. Am 14. Juni 2018 habe er mit der Brillenkorrektur eine deutlich bessere Nahseh
schärfe als 0.4 angegeben. Ein achtfacher Vergrösserungsbedarf bestehe bei hoch
gradig sehbehinderten Personen mit einer Nahsehschärfe kleiner als 0.1; eine Brillenkorrektur sei bei einem solch hohen Vergrösserungsbedarf nicht mehr möglich, so dass elektronische Hilfsmittel zum Einsatz kommen müssten. Ein morphologisches Korrelat für eine derartige Verschlechterung in 12 Tagen habe nicht bestanden und bestehe immer noch nicht (Urk. 9/241/53). Darüber hinaus habe er in der heutigen Gesichtsfeldprüfung ein deutlich besseres Gesichtsfeld angegeben. Die Inkonsistenzen der Angaben des Beschwerdeführers seien bemer
kenswert (Urk. 9/241/53).
Aus dem Bericht von Dr.
A._
vom 2. April 2020 gehen keinerlei Erklärungen hervor, wie diese Inkonsistenzen zu erklären sein könnten (E. 4.2). Darüber hinaus verneinte Dr.
G._
entgegen den Ausführungen von Dr.
A._
nicht das Vor
liegen von morphologischen Korrelaten zu der verminderten Sehfähigkeit - sie verneinte lediglich ein morphologisches Korrelat, welches innert 12 Tagen zu einer derart massiven Verschlechterung der Befunde hätte führen können (Urk. 9/241/53).
Dr.
G._
konstatierte des Weiteren, dass aufgrund der inkonsistenten Angaben die Sehschärfe lediglich geschätzt werden könne. Aufgrund der unterschiedlichen Befunde sei von einer Sehschärfe zwischen 0.4 und 0.8 auszugehen. Zusammen
fassend bestehe damit eine funktionelle Einäugigkeit mit einer gewissen Re
duk
tion der Sehschärfe am funktionell besseren Auge und einem geringen Gesichts
feld
ausfall aufgrund Myopie bedingter retinaler Veränderungen. Es bestehe ent
sprechend eine 25%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehfähigkeit (Urk. 9/241/53 f.). Damit berücksichtigte Dr.
G._
entgegen den Vorbringen des Beschwerde
führers (Urk. 1 S. 11) alle objektivierbaren Befunde.
Zusammenfassend vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers und auch die Stellungnahme von Dr.
A._
keinerlei Zweifel am
ophtalmologischen
Teilgut
achten von Dr.
G._
vorzubringen.
5.3
Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med.
H._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, wurde seitens des Beschwerdeführers unter Hinblick auf die von Dr.
C._
gemachten Angaben ebenfalls bemängelt.
Dr.
C._
konstatierte, dass insbesondere die Depression im Längsschnitt immer wieder zu Arbeitsunfähigkeiten geführt habe (Urk. 3/8). Dies wurde auch von Dr.
H._
nicht in Abrede gestellt, konstatierte dieser doch, dass - falls sich im weiteren Verlauf wieder eine manifeste depressive Episode entwickeln sollte - wieder antidepressive Medikation eingesetzt werden sollte (Urk. 9/241/34). Dar
über hinaus machte auch Dr.
C._
in seinem Schreiben vom 17. August 2020 nicht geltend, dass eine Depression aktuell vorliege bzw. funktionelle Ein
schränkungen nach sich ziehen würde.
Bezüglich der Ausführungen von Dr.
C._
in Bezug auf das ADHS (vgl. E. 4.5, Urk. 3/8) ist festzuhalten, dass Dr.
H._
bei der Herleitung der Diagnose ebenfalls eine psychomotorische Unruhe und einen Rededrang feststellen konnte. Der Beschwerdeführer habe aber strukturiert werden können. Es ergäben sich im Längsverlauf bei der Anamnese Hinweise auf die Störung, dies bereits im Jugend
alter (Urk. 9/241/33). Entsprechend wurden die von Dr.
C._
genannten Symptome umfassend berücksichtigt, allerdings von Dr.
H._
unterschiedlich
gewertet - dies allein vermag allerdings das psychiatrische Teilgutachten nicht in Zweifel zu ziehen. Darüber hinaus war der Medikamentenspiegel des Beschwer
deführers klar im nicht therapeutischen Bereich (Urk. 9/241/60; Urk. 9/241/34).
Dr.
C._
bemängelte darüber hinaus, dass die Anamnese mangelhaft sei und das Verneinen der Diagnose «emotional instabile Persönlichkeitsstörung» nicht nachvollziehbar sei (Urk. 3/8). Allerdings ist hierzu festzuhalten, dass Dr.
H._
eine ausführliche Anamnese erhob und unter Berücksichtigung dieser zum Schluss kam, dass der Verlauf mit früher sonst voller Leistungsfähigkeit während mehrerer Jahre gegen die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung spreche (Urk. 9/241/33). Dr.
C._
machte darüber hinaus keine
konkreten, objek
tiv fassbaren Aspekte namhaft, die Dr.
H._
entgangen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. August 2006 U 58/06 E. 2.2) oder die zu einer anderen rechtlichen Beurteilung Anlass geben würden.
Weitere Ausführungen bezüglich des Cannabiskonsums erübrigen sich, da sowohl Dr.
H._
als auch Dr.
C._
diesen als ohne Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit beurteilen.
Zusammenfassend vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers sowie von Dr.
C._
das psychiatrische Teilgutachten von Dr.
H._
nicht in Zwei
fel zu ziehen.
Da Dr.
H._
eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Grün
den nachvollziehbar und schlüssig verneinte, kann auf
weitere Ausführungen zum
strukturierten
Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 verzichtet werden (vgl. E. 2.3.3).
5.4
Dr. med.
I._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, diagnostizierte in seinem orthopädischen Teilgutachten chronische Beschwerden an
Hemithorax
, Arm und Hand der dominanten rechten Seite mit bildgebend und klinisch unauffälligem Befund (Urk. 9/241/43). Er führte des Weiteren aus, dass die im Alltag geltend gemachten Einschränkungen insbesondere angesichts der massiven Gebrauchs
spuren der vermeintlich geschonten rechten oberen Extremität keinesfalls nach
vollzogen werden könnten (Urk. 9/241/45) und beurteilte den Beschwerdeführer für körperlich leichte und zumindest mittelschwere Verrichtungen (Heben und Tragen von Lasten von bis zu 20 kg sowie Überkopfverrichtungen) als vollum
fänglich arbeitsfähig (Urk. 9/241/46).
Aus dem Bericht von med.
pract
.
D._
(Urk. 9/260, E. 4.4) sowie aus dem Bericht von Dr.
F._
(E. 4.6) gehen keinerlei neuen objektivierbaren Befunde hervor. Insbesondere die Sonographie der rechten Schulter sowie das Röntgen der HWS/BWS und der Schulter zeigten keine wesentlichen strukturellen Patholo
gien. Entsprechend ist auf
die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach der Umstand allein, dass behandelnde Fachärzte eine vom eingeholten Gutachten
abweichende Meinung äussern, nicht Anlass zu weiteren Abklärungen gibt oder das Gutachten in Frage zu s
tellen
vermögen
; anders würde es sich ver
halten, wenn die behandelnden Ärzte konkrete, objektiv fassbare Aspekte nam
haft machen, die dem ärztlichen Experten entgangen sind oder mit denen er sich nicht befasst hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
2.
August 2006 U 58/06 E. 2.2) - was vorliegend allerdings nicht der Fall ist.
5.5
Zusammenfassend ist gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der
Z._
GmbH vom 2. Dezember 2019 infolge der Niereninsuffizienz und der einge
schränkten Sehfähigkeit mit entsprechend erhöhtem Pausenbedarf von einer 75%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer körperlich leichten bis selten mittelschweren Tätigkeit mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehfähig
keit und ohne potenziell gefährliche Arbeitsplätze, zum Beispiel auf Gerüsten oder schnell drehenden Maschinen, auszugehen (vgl. E. 4.1).
6.
Die Beschwerdegegnerin verwies in ihrer Verfügung auf die hohe Restarbeitsfä
higkeit und berief sich im Feststellungsblatt vom 21. Februar 2020 auf den im Jahr 2016 vorgenommenen Einkommensvergleich (Urk. 2 und Urk. 9/246/5). Da
rin zog die Beschwerdegegnerin für die Einkommen im Jahr 2015 das in den Jahren 2012 bis 2014 erzielte Durchschnittseinkommen bereinigt um die Nomi
nallohnentwicklung als
Valideneinkommen
in Höhe von Fr. 53'615.-- heran und stellte dem den Hilfsarbeiterlohn gemäss der
vom Bundesamt für Statistik her
ausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
in Höhe von Fr. 66'918.30 für das Jahr 2015 gegenüber (Urk. 9/73). Ausgehend von einer 75%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit resultiert daraus klarerweise kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, was auch seitens des Beschwerdeführers unbestritten blieb (vgl. Urk. 1). Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten,
dass
in der
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit
be
reits sämtliche
gesundheitliche
n
Einschränkungen
berücksichtigt wurden, so dass die Beschwerdegegnerin richtigerweise keinen Leidensabzug berücksichtigte
(BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweis
en) - was ebenfalls unbestritten blieb.
Für eine nähere Prüfung
des Einkommensvergleichs
von Amtes wegen besteht
daher
kein Anlass
(BGE 125 V 413 E. 1b und 2c).
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
7.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Da die Voraussetzungen für die unent
gelt
liche Prozessführung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind (Urk.
3/12
), sind sie jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Ebenso sind die Voraussetzungen für die
unentgeltliche
Rechtsvertretung (§ 16 Abs. 2
GSVGer
) erfüllt und es ist
Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller
aus der Ge
richtskasse zu entschädigen.
Die
unentgeltliche Rechtsvertreter
in
des
Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller
, machte mit Honorarnote vom
23. November 2020
(Urk. 12) einen Gesamt
aufwand von
19.51
Stunden und Barauslagen von Fr.
90.90
geltend. Angesichts der Tatsache, dass vorliegend keine schwierigen Rechtsfragen zu klären waren, erscheint dieser Aufwand, insbesondere
mehr als fünf
Stunden für
Aktenstudium sowie 11.33 Stunden für
die Ausarbeitung der Beschwerdeschrift, als übersetzt. Bei grosszügiger Betrachtung können
eine
Stunde Aufwand für Instruktion und Besprechung mit dem Klienten, drei weitere Stunden für Aktenstudium sowie sechs Stunden für das Abfassen einer sich auf das Wesentliche beschränkenden Rechtsschrift als gerechtfertigt betrachtet we
r
den. Eine weitere Stunde kann
für die Erstellung der weiteren Eingaben und Abklärungen anerkannt werden und eine Stunde für die Nachbearbeitung des Ur
teils. Damit erscheint
bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr.
220.
- unter Berücksichtigung von angemessenen Barauslagen eine Ent
schädigung in der Höhe von Fr. 2
‘
9
00.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) als ange
messen.
7
.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die
unentgeltliche
Rechtspflege verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
21. August 2020
wird dem Beschwerdeführer die unentgelt
liche
Prozessführung
gewährt und
Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller, Uznach, als
Rechtsvertreter
in
bestellt;
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller, Uznach,
wird mit
Fr.
2’900
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nach
zahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.