Decision ID: 363446ae-bdd2-4e10-8745-c8fc36a2f015
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969, war ab dem Jahr 2007 als Plattenleger für die
Y._
AG tätig (vgl.
Urk.
9/321/10). Über dieses Arbeitsverhältnis war er bei der Suva gegen die Folgen von Unfall obligatorisch versichert (vgl.
Urk.
9/1), als er sich am 1
0.
Dezember 2015 bei einem Autounfall (Polizeirapport,
Urk.
9/19) eine komplexe
erstgradig
offene Luxationsfraktur des oberen Sprung
gelenks (
OSG
;
Trimalleolarfraktur
) rechts zuzog. Bei Ausbildung einer posttrau
matischen Arth
rose bzw. persistierenden Beschwerden wurde am 29. Januar 2018 letztlich eine Totalprothese implantiert. Es folgte am
7.
März 2018 eine Revision des Nervus
tibial
is
(etwa
Urk.
9/227/2). Zudem wurde im Herbst 2018 eine stati
onäre Reha
bilitation durchgeführt (
Urk.
9/279).
1.2
Nach einer beruflichen Grundabklärung in der Rehaklinik
Z._
(
Urk.
9/293) nahm die Invalidenversicherung die berufliche Eingliederung des Versicherten an die Hand. Sie leistete Kostengutsprache für eine vertiefte berufliche Abklärung in derselben Klinik (
Urk.
9/307;
Urk.
9/321) und übernahm hernach die Kosten für eine Umschulung (Erwerb Führerschein Kategorie D und
CZV
-Ausbildung bei der
A._
AG) mit Begleitung wiederum durch die Rehaklinik
Z._
(
Urk.
8/322;
Urk.
9/332;
Urk.
9/336;
Urk.
9
/339). Nachdem der Versicherte im Januar 2020 seine Ausbildung abgeschlossen hatte, trat er am
1.
April 2020 eine Vollzeitstelle als Buschauffeur bei der
B._
AG an (
Urk.
9
/351;
Urk.
9
/346).
1.3
Die Suva übernahm zunächst die Kosten der Heilbehandlung und erbrachte bis zum Beginn der beruflichen Eingliederung durch die Invalidenversicherung Tag
geldleistungen (vgl.
Urk.
9
/20/1-2;
Urk.
9
/356). Mit formlosem Schreiben vom 2
9.
März 2019 verneinte sie eine Leistungspflicht für die ihr dannzumal gemel
deten Kopfbeschwerden (vgl.
Urk.
9
/312). Am 21. Juli 2020 teilte die Suva dem Versicherten schriftlich mit, den Fall per Ende Monat abzuschliessen und somit auch die Heilkostenleistungen einzustellen (
Urk.
9
/370).
Mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2020 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15
%
zu, verneinte je
doch
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
9
/377). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
9
/384; Ergänzung
Urk.
9
/389) wies sie mit Ein
spra
cheentscheid vom 1
1.
Januar 2021 ab und entzog einer allfälligen Beschwerde hiergegen die aufschiebende Wirkung (Urk.
2
).
2.
2.1
Gegen
diesen Entscheid
erhob der Versicherte mit Eingabe vom
1
2.
Februar 2021
Beschwerde.
Darin beantragte er
,
den angefoch
te
nen Entscheid aufzuheben und ihm die gesetzlichen Leistungen (Rente und höher
e Integritätsentschädigung) aus
zurichten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Suva (
Urk.
1).
Diese schloss mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
April 2021 unter Beilage einer neuen kreisärztlichen Beurteilung vom 1
9.
April
2021
(
Urk.
8) auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Verfügung vom
5.
Mai 2021 ordnete das Sozialver
sicherungsgericht des Kantons Zürich einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
10). In der Replik vom
9.
September 2021 (
Urk.14
; Beilagen
Urk.
15/1-2) sowie der Duplik vom
1.
Oktober 2021 (
Urk.
18) hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest. Die Duplik wurde dem Versicherten mit Verfügung vom
8.
Oktober 2021 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
19).
2.2
Im Übrigen verneinte
die Suva
mit Verfügung vom 2
1.
April 2021 einen Leis
tungsanspruch
des Versicherten
aus Rückfall
.
Die
dagegen erhobene Einsprache desselben
wies sie
am
11. August 2021 ab
.
Mit Urteil
UV.2021.00178
vom 2
2.
Oktober 2021 hiess das Sozialversicherungsgericht die
vom Versicherten dagegen
erhobene B
eschwerde in dem Sinne gut,
als
es
de
n
Einspracheentscheid der Suva vom 11.
August 2021 auf
hob
und die Sache an diese zurück
wies
, damit
die Suva
nach rechtskräftiger Erledigung des
vorliegenden
Prozesses Nr.
UV.2021.00045
erneut über die Rückfallmeldung befinde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2017 sind die am 2
5.
September 2015 bzw. am
9.
November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfall
versicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. Indes sieht
Abs.
1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 2
5.
September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem
1.
Januar 2017 ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt werden. Vorliegend finden deshalb die bis 3
1.
Dezember 2016 gültig gewesenen Normen Anwendung und werden in dieser Fassung zitiert.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfall
bedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmass
nah
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er
zielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
In E. 5 des angefochtenen Entscheids (
Urk.
2) findet sich eine ausführliche Darstel
lung der Bemessungsgrundlagen (
Art.
25 UVG,
Art.
36 UVV, Anhang 3 der UVV und Suva-Tabellen). Darauf kann verwiesen werden.
2.
2.1
Der Beschwerdeführer
hielt
dafür
,
er habe sein Arbeitspensum auf 80
%
redu
zie
ren müssen, die
medizinische Einschätzung
sei zu optimistisch gewesen. Gemäss Orthopäde bestünden trotz gutem Verlauf keine normalen Gelenkverhält
nisse
(
Urk.
1 Rz 5
;
Urk.
14 Rz 2
).
Um das Lohnniveau zu halten, hätte er sich b
ei guter Gesundheit mit Einführung des Verbots der Akkordarbeit,
da
s einer Ände
rungs
kündigung bedurft
e,
eine neue Stelle gesucht. Wie die aktuelle Anstellung zeige, wäre er
dabei
gewillt gewesen, in einem anderen Kanton zu arbeiten.
Er
habe früher zudem
öfter für einen höheren Lohn über
Temporärbüros
gearbeitet
und der
Stundenlohn g
emäss Gesamtarbeitsvertrag
(
GAV
)
betrage
ab dem 50.
A
lters
jahr
Fr.
36.0
5.
D
ie Invalidenversicherung gehe
denn auch
von einem Validenein
kommen von Fr.
104'285.75
aus
(
Urk.
1
Rz
6
;
Urk.
14 Rz 1
).
Schliess
lich gehe es nicht an, bei der Integritätsentschädigung die Nervenverletzung komplett ausser Acht zu lassen (
Urk.
1 Rz 7).
2.2
Dem entgegnete die Suva, die Ärzte seien sich
bei Erlass des Entscheids
einig gewesen, dass eine volle Arbeitsfähigkeit als Buschauffeur zumutbar sei, was nicht bedeute, dass der Beschwerdeführer vollständig beschwerdefrei sei. Gemäss orthopädischem Bericht vom 1
1.
Februar 2021 träten nur am Ende der Schicht Beschwerden auf
und der Beschwerdeführer sei in der Ausübung der Tätigkeit nicht eingeschränkt
. Es lägen keine Befunde hinsichtlich einer Überbelastung vor, die Gelenkverhältnisse hätten sich nicht verändert. Es werde bloss auf die sub
jektiven Angaben abgestellt
(
Urk.
7
Ziff.
4.1
;
Urk.
18
). Es
sei nicht anzu
nehmen, dass der Beschwerdeführer das Einzugsgebiet des
GAV
verlassen hätte. Diesem
sei er vorher
unterstellt gewesen
un
d wäre es auch heute. Es gehe um den erziel
baren Lohn
(
Urk.
7
Ziff.
4.2
;
Urk.
18
)
.
Die residuale neurologische Schädi
gung sei kreisärztlich gewürdigt und als nicht entschädigungspflichtig beurteilt
worden
. Es liege eine
lokal
begrenzte Gefühlsstörung ohne funktionelle Beein
trächtigung des Fusses vor. Die Gefühlsstörung im Bereich der Fusssohle habe sich sogar
normalisiert (
Urk.
7
Ziff.
4.3).
3.
3.1
Umstritten ist vorab
das dem Beschwerdeführer noch zumutbare Arbeitspensum
,
da
s sich unmittelbar auf die Höhe des Invalideneinkommens auswirkt
.
Bei der Beurteilung der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
stützt sich die Verwaltung und im Beschwer
defall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts
9C_601
/2019
vom
7.
Januar 2020
E. 3.1).
3.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E.
3b
/ee). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Auf Akten
berichte kann
praxisgemäss
abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vor
liegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht (
statt vieler: Urteil des Bundesge
richts
8C_183
/2020 vom 2
2.
April 2020
E.4.1
).
4.
4.1
Der Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Allgemeinmediziner,
hielt in
seiner
Aktenbeur
tei
lung vom 1
5.
März 2019 fest, im orthopädischen Nachschaubericht des
D._
vom 2
7.
November 2018
(
dazu
Urk.
9/288/3 f.
; Verlaufsbericht
)
würden eine Bes
serung der Schmerzsymptomatik sowie eine Rückbildung der Sensibilitätsstörun
gen bei einem reizlosen und stabilen Sprunggelenksbefund rechts mit einer Fle
xion/Extension von 30-0-10°
und
einer leichtgradigen Flexionsfehlstellung der
2.
bis
5.
Zehe mit einer guten Alltags
funktionsfähigkeit beschrieben
.
Schnelles Gehen oder Mehrbelastungen des Fusses seien noch schmerzhaft und eine weitere intensive physiotherapeutische Behandlung sowie radiologische und neurologi
sche Verlaufskontrollen seien angezeigt
.
Mit Bezug auf diesen Bericht seien dem
Beschwerdeführer
körperlich leichte,
wechselbelastend
e
Tätigkeiten
ganztags (100
%
) zumutbar
, die er
überwiegend (>
50
%
) im Sitzen
sowie n
ach eigener Wahl zeitweise, aber nicht dauerhaft im S
tehen oder für kurze Distanzen auf festem und ebenem Untergrund im Gehen
ausüben könne. Auszuschliessen seien Tätigkeiten auf einem unebenen oder sich bewegenden Untergrund, mit repetitivem Begehen von Treppen sowie
mit
Bestei
gen von L
ei
tern und Ger
üsten. Ebenso seien körperliche Zwangshaltungen
wie
Hocken, Knien und Kauern mit einer besonderen Belastung des Fusses zu vermei
den. Eine Maschinenbedi
en
ung mit Fuss
s
cha
lt
ern oder mit Schwingungs-und Vibrationsübertragungen auf die Füsse sei
ebenfalls
nicht leidensgerecht (
vgl.
Urk.
9/300).
4.2
In der Beurteilung vom
2
1.
April 2020
wies
Dr.
C._
insbesondere auf
den Bericht zur
am 2
9.
Mai 2019 im
D._
erfolgte
n
klinische
n
und radiologische
n
Verlaufskontrolle
(dazu
Urk.
9/327)
hin.
Danach sei von
Seiten der Prothesen
implantation ein exzellentes Ergebnis (mit einem Endzustand bei einer regel
rech
ten Stabilität, Flexion/Extension von 30-0-10° und einem komplett reizlosen Lokalbef
und) erreicht.
B
ezüglich des Kraftgrads zur Extension und Flexion im Sprunggelenk und der Zehen liege keine bleibende Kraftminderung mehr vor. Bei einer zugleich verbesserten Empfindung im Bereich der Fusssohle habe noch eine Hypästhesie im Bereich der
4.
und
5.
Zehe vorgelegen.
Bei einer uneingeschränkt beurteilten Zumutbarkeit als Chauffeur sei eine nächste elektive Verlaufskontrolle erst fünf Jahre
postoperativ geplant.
Der Kreisarzt schlussfolgerte, zwei Jahre nach der Totalprothetik des
OSG
rechts und einer neuralen Revision sei ein stabiler medizinischer Zustand erreicht. Bei einem reizlosen Lokal- und guten Funktionsbefund könne durch weitere Behand
lungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des unfallbedingten Zustandes
mehr
erreicht werden. Auch nach dem Fallabschluss könne dem Beschwerdeführer eine bedarfsgerechte gelegentliche Verlaufsunter
suchung alle 1 bis 2 Jahre mit der Abgabe einer bedarfsgerechten
a
nalgetischen
Medikotherapie
(zuletzt ohne regelmässigen Bedarf) zugestanden werden (
vgl.
Urk.
9/353/2).
Zum Zumutbarkeitsprofil äusserte er sich nicht mehr
(vgl. auch
Urk.
9/348/2).
4.3
Am 2
4.
Juni 2020 erfolgte
sodann
eine
weitere
Konsultation im
D._
. Der Beschwerdeführer gab an, er habe mehr belastet und
dann
vor einer Woche deut
liche Schmerzen im Bereich des Innenknöchels verspürt. Zum Befund wurde ein deutlicher Druckschmerz über dem Innenknöchel bei weiterhin reizlosem Lokal
befund, unveränderter Flexion/Extension des
OSG
, regelrechter Stabilität und un
verändertem Bildbefund
notiert
.
Die Beschwerden wurden als
am ehesten belas
tungsbedingt
interpretiert
und ein zunächst exspektatives Verhalten empfohlen.
Es
wurde angemerkt, dass der Beschwerdeführer für seinen neuen Beruf als Chauffeur orthopädische Serienschuhe mit einer adäquaten Fussein
bettung mit orthopädischer Masseinlage benötigt habe, wofür ihm ein Rezept
ausgestellt
wor
den sei (
vgl.
Urk.
9/366).
4.4
Zur
Konsultation
vom
1
0.
Februar 2021 berichtete
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
und Leiter der Fusschirurgie des
D._
,
der
Beschwerdeführer arbeite 100
%
als Busfahrer
. Er
müsse regelmässig alle
2 bis 3
Stunden den Bus wechseln. Die Schichten wür
den ca. 7 bis 9 Stunden dauernd. Vor allem am Ende der Schicht verspüre er einen deutlichen Druck im Bereich der Knochen am S
prunggelenk. Zudem
wür
den regelmässige
Dysästhesien
am Fuss auftreten,
di
e
ihn
bei der Ausübung der Tätigkeit nicht einschränken würde
n,
aber
sehr unangenehm seien.
Zum Befund notierte
Dr.
E._
, das
Alignment
des Rückfusses sei regel
recht. Es bestehe keine Schwellung der Weichteile bei unauffälligen Narben. Subjektiv sei die Empfindung im Bereich der Fusssohle normal und seitengleich. Im Bereich der Fussaussenseite im Versorgungsbereich des Nervus
suralis
bestehe
(
wie nach Entnahme des Nervus
suralis
zur Rekonstruktion des Nervus
tibialis
zu erwarten
) eine Hypästhesie. Die Flexion und
Extension des
OSG
betrag
e
25-0-10° mit regelrechter sagittaler und mediolateraler Stabilität.
Er
schlussfolgerte, insge
samt bestehe drei Jahre nach dem Eingriff ein guter Verlauf. Der Beschwerde
führer habe sich zum Busfahrer umschulen lassen und sei sehr motiviert. Trotz guter Beweglichkeit der Sprunggelenksprothese habe er jedoch Mühe, eine komplette Schicht beschwerdefrei zu absolvieren.
Eine
dauerhafte Reduktion auf 80
%
wäre
daher
sicherlich sinnvoll.
Derzeit
benötig
e der Beschwerdeführer keine Versor
gung mit orthopädischen Masseinlagen
oder
orthopädischen Serien- oder
Masschuhen
.
Dieser
fühle sich sehr wohl in seinen Konfektionsschuhen; allenfalls müsse die Situation in Zukunft neu evaluiert werden (
Urk.
9/403).
4.5
Die letzte aktenkundige Konsultation bei
Dr.
E._
fand innert erstreckter Frist zur Einreichung der Replik
(vgl.
Urk.
10-13) am
1.
September 2021 statt. Anam
nestisch wurde festgehalten, der Beschwerdeführer
sei
aktuell 80
%
arbeits
fähig; die letzte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe das
D._
ausgestellt
(dazu
Urk.
15/2: Arbeitsunfähigkeit von 20
%
vom 1
5.
April 2021 bis 2
2.
August 2021)
.
Der Beschwerdeführer
berichte, dass er durch Anpassung der Schichtlänge seine Arbeitstätigkeit als Busfahrer
nun
deutlich besser und schmerzfreier bewäl
tigen könne. Die vormals am Ende einer vollen Schicht stark vorhanden
en
Schmerzen seien nun weniger ausgeprägt. Bestimmte Bewegungen sei
en
jedoch schmerzhaft, bei Beugung des Sprunggelenkes nach oben trete ein einklem
mendes Gefühl auf der Innenseite des Sprunggelenkes auf. Regelmässig würden auf der Innen- und Aussenseite des Fusses
D
ysästhesien
auftreten.
Im klinischen Untersuch fanden sich reizlose Weichteile ohne Schwellung, Rötung oder Überwärmung. Das
Alignement
des Rückfusses und die Stabilität waren wiederum regelrecht. Die Flexion und Extension des
OSG
wurde mit 20-0-5° angegeben.
Dr.
E._
, nunmehr tätig an der Privatklinik
F._
, schlussfol
gerte, trotz einem unauffälligen klinischen und radiologischen Verlauf mit akzeptabler Beweglichkeit des
OSG
bestünden keine normalen Gelenks
verhält
nisse wie bei einem gesunden, nicht-operierten Gelenk. Nach den Nerven
operationen bestünden
Dysästhesien
, Mehrbelastungen führten zu Schmerzen. Nach einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 20
%
könne er nun mit Anpassung der Schichten seine Arbeit als Busfahrer gut und schmerzreduziert bewältigen. Eine dauerhafte Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 80
%
sei daher unvermeidbar. Er bestätigte somit eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 20 % vom
3.
Sep
tember 2021 bis zum 1
7.
Oktober 2021 (
Urk.
15/1).
5.
5.1
Es
ist
hervorzuheben, dass
dem Beschwerdeführer
ärztlicherseits erstmals ab April 2021
eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
als Buschauffeur
attestiert wurde
(vgl. E. 4.5)
, obschon diese Tätigkeit bereits in den Konsultationen vom 2
9.
Mai 2019 sowie vom 24. Juni 2020 bekannt war
und der Beschwerdeführer bereits im Rah
men der letztgenannten Konsultation eine Überbelastung beklagte
(vgl. 4.3).
5.2
Eine Verschlechterung des unfallbedingten Gesundheitszustandes
zwischen
Mai 2019 bzw. April
2020
und
April 2021 ist
mit den vorliegenden Unterlagen nicht
dokumentiert.
Wie von der Suva dargelegt, lagen
bis zuletzt
keine Anzeichen für eine Überlastung im Sinne einer Schwellung, Überwärmung oder Rötung vor und auch die
S
tabilität war regelrecht.
Im Gegensatz zum Bericht
vom Juni 2020
war der Beschwerdeführer
zuletzt auch
nicht mehr auf orthopädische Serienschuhe mit einer adäquaten Fusseinbettung mit orthopädischer Masseinlage angewiesen, vielmehr fühlte er sich in seinen K
onfektionsschuhen
sehr wohl
(vgl. E. 4.5)
.
Darüber hinaus
bestehen
keine
rlei
Hinweise, dass der Beschwerdeführer seit der
Arbeitsaufnahme regelmässig oder
wenigstens
vermehrt auf Schmerzmittel ange
wiesen
wäre
.
Die
Extension und Flexion
des
OSG
rechts wurde in der letzten Konsultation
vom September 2021
immer
noch
als akzeptabel beschrieben
(vgl. E. 4.5
)
. Die entsprechenden klinischen Befunde hatten sich
unmittelbar nach Erlass des angefochtenen Entscheids
etwas
verschlechtert, was
nach dem
soeben Ausgeführten und
bei berichteter
subjektiver Beschwerdebesserung
nach der
Pen
sumsreduktion
offenbar keine relevanten Auswirkungen zeitigte
(vgl. E. 4.3-5).
5.3
Dr.
E._
zeigt
e
letztlich n
icht auf, inwiefern
die
Tätigkeit als Buschauffeur das operierte Gelenk über die Massen belast
en
bzw. inwiefern das von
Dr.
C._
definierte Zumutbarkeitsprofil der Tatsache, dass trotz regelrechtem Verlauf keine mit einem gesunden Gelenk vergleichbaren Verhältnisse vorliegen,
zu wenig Rechnung
tragen würde
.
Er stellte
allein auf die subjektiven A
ngaben des Beschwerdeführers ab, der über weniger Beschwerden bei einem 80
%
- Pensum berichtete
.
Gleichzeitig
kann davon ausgegangen werden
, dass
Kreis
ärzte der Suva nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin sind und unabhängig von ihrem ursprünglich erworbenen Fach
arzttitel über besonders ausgeprägte
traumatologische
Kenntnisse und Erfahrun
gen verfügen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_510
/2007 vom 3. Okto
ber 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts
8C_316
/2019 vom 24. Oktober 2019 E. 5.4).
Lediglich der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Beschwerde
führer
eine Ausbildung als Buschauffeur
zunächst wegen der Arbeitszeiten für sich ausge
schlossen hatte
(vgl.
Urk.
9/293)
. Kürzere Schichten dürften
ihm auch
unter die
sem Aspekt entgegenkommen.
5.
4
Bei ansonsten unbestrittenen und belegten (vgl.
Urk.
9/346/3 und 9/359/2 ff.) Berechnungsgrundlagen muss e
s
demnach
beim im angefochtenen Einsprache
entscheid festgelegten Invalideneinkommen von
Fr.
69'614.
-- (= 12 x 5'384.50 zzgl. 1
3.
Monatslohn von
Fr.
5'000.--)
sein Bewenden haben
(vgl.
Urk.
2 E.
4.b
)
.
Es sei angefügt, dass dem
Beschwerdeführer
andernfalls
für eine optimal leid
adaptierte
Hilfstätigkeit
ein vergleichbares Einkommen anzurechnen wäre.
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts der LSE 2018 für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) für Männer (Total; Tabelle
TA1_tirage_skill_level
, privater Sektor Schweiz 2018) von
Fr.
5’417.--,
resultiert
unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2020 von insgesamt 41.7 Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen; www.bfs.admin.ch) und einer durch
schnittlichen Nominallohnentwicklung im Jahre 2019 von 0.9
%
und im Jahre 2020 von 0.8
%
(Nominallohnindex, 2016-2020; www.bfs.admin.ch) sowie eines
zumutbaren Beschäftigungsgra
des von 100
%
im Jahre 2020
nämlich
ein
hypo
thetisches Invalideneinkommen von
Fr.
68’924.-- (
Fr.
5’417.-- x 1.009 x 1.008 x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stunden)
.
Beim Abstellen auf den Tabellenlohn für Hilfsarbeiten gemäss LSE führen
sodann
nur Umstände zu einem Abzug, die auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (etwa Urteil des Bundesgerichts
8C_841
/2017 vom 1
4.
Mai 2018 E. 5.2.2.2). Solche sind mit Bezug auf das Belas
tungsprofil des Beschwerdeführers kein Thema. So ist auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein breites Spektrum an körperlich leichten wechselbelastenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_303
/2020 vom
6.
August 2020 E. 4.2) und auch
an
sitzend
ausgeübten Hilfstätigkeiten mit der Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_176
/2012 vom
3.
Septem
ber 2012 E. 8) vorhanden.
6.
6.1
Für das Valideneinkommen ist r
echtsprechungsgemäss entscheidend, was die ver
sicherte Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähig
kei
ten und persönlichen Umstände als Gesunde tatsächlich verdient hätte.
Da
nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesund
heitsfall weitergeführt worden wäre, ist grundsätzlich vom letzten vor Eintritt der gesund
heitlichen Beeinträchtigung erzielten, der Teuerung sowie der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst auszugehen. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstell
t sein.
Die Ermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen
(Urteil des Bundesgerichts
8C_581
/2020,
8C_585
/2020 vom
3.
Februar 2021 E. 6.1 mit diversen Hinweisen).
6.2
Zu beachten ist insbesondere Folgendes:
Ist der zuletzt bezogene Lohn überdurch
schnittlich hoch, ist er nur dann als Valideneinkommen heranzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass er weiterhin erzielt worden wäre (
soeben erwähntes Bundesgerichtsurteil
8C_581
/2020,
8C_585
/2020
E.
6.1). Umgekehrt kann auf den Lohn, den die versicherte Person heute bei ihrem ehe
maligen Arbeitgeber verdienen würde, nicht abgestellt werden, wenn
der frühere Arbeitgeber
aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage war, einen der erbrachten Arbeitsleistung entsprechenden Lohn zu bezahlen, indem er beispiels
weise eine
Pensenerhöhung
von 80 auf 100
%
nicht entsprechend
lohn
mässig abzugelten vermochte (Urteil des Bundesgerichts
9C_192
/2014 vom 2
3.
Septem
ber 2014 E. 3.2).
Wenn die versicherte Person als Gesunde nicht mehr an der
bisherigen Arbeitsstelle tätig wäre, ist das Valideneinkommen praxis
gemäss
ge
stützt auf statistische Durchschnittslöhne oder den
Gesamtarbeits
vertrag
zu ermitteln
(vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_551
/2017 vom
2.
August 2018 E. 5
und
8C_741
/2016 vom 3. März 2017
E. 6
).
7.
7.1
Gemäss den
vorliegenden
Lohn
abrechnungen
erzielte der Beschwerdeführer im Akkord
bei der früheren Arbeitgeberin
im Dezember 2014
einen Bruttolohn von
Fr.
9'377.50,
im Januar 2015
von
Fr.
9'115.40,
im Februar 2015
von
Fr.
8’259.80,
im März 2015
von
Fr.
8'456.95,
im April 2015
von
Fr.
8'899.
80,
im Mai 2015
von Fr.
7'422.85,
im Juni 2015
von Fr. 7'787.80,
im Juli 2015
von
Fr.
8'660.10,
im August 2015 von
Fr.
8'901.10,
im September 2015
von
Fr.
8'342.80,
im Oktober 2015
von
Fr.
8'675.15,
im November 2015
von
Fr.
15'442.85 und
im Dezember 2015
von
Fr.
12'331.25
(inkl. Unfalltaggelder)
– jeweils einschliesslich
Ferien- und Feiertagsentschädigung, Anteil am 1
3.
Monatslohn und Spesenpauschalen für Verpflegung und Au
to (vgl.
Urk.
9/118 und 9/119).
Für die Jahre 2016 und 2017 deklarierte die frühere Arbeitgeberin
jeweils
einen
Lohn von
13 x
Fr.
7'000.
--
zzgl.
einer Mittagsentschädigung von
Fr.
250.-- pro Monat
und Autospesen von Fr.
400.-- pro Monat (vgl.
Urk.
9/133/2
;
ferner
Änderungsvereinbarung
vom 2
4.
November 2015,
Urk.
9
/369
)
.
Für das Jahr 2018 gab sie einen
L
ohn von
13 x
Fr.
5'500.-- bei unveränderten Spesen an (vgl.
Urk.
9/263/2)
, ebenso für das Jahr 2019
,
jedoch ohne Autospesen.
Für das Jahr 2020
nannte sie
einen
L
ohn von
13 x
Fr.
5'530.-- zzgl.
Zulagen von
Fr.
250
.--
(vgl.
Urk.
9/3
6
3/3). Dies entspricht der
gesamtarbeitsvertraglich vorgesehenen Lohnerhöhung von Fr. 30.-- pro Monat (Änderungsbeschluss vom 2
7.
Februar 2020
sowie
GAV
für das Plattenleger- und Offenbaugewerbe
,
abrufbar unter
www.seco.admin.ch
> Arbeit > Personenfreizügigkeit und Arbeitsbeziehungen > Gesamtarbeitsverträge > Gesamtarbeitsverträge Bund > Allgemeinverbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge).
7.2
Dazu
erläuterte die frühere Arbeitgeberin
in ihrer E-Mail vom 1
9.
September 2018
, dass der Gesamtarbeitsvertrag
jetzt auch für die Ostschweizerkantone all
gemeinverbindlich erklärt worden und die Akkordarbeit nun verboten sei. Auch würde man heute aufgrund der wettbewerbs- wie auch
der
wirtschaftlichen Situation der Berufsgattung nicht mehr in der Lage sein, einen derart hohen Monatslohn für einen Plattenleger zu bezahlen.
Zudem
habe man die Erfahrung machen müssen, dass bei Akkord-Mitarbeitern aufgrund der Umstellung auf Monatslohn die Leistung (bei gleichem Arbeitsvolumen) extrem – teilweise bis zu
20
%
- nachgelassen habe. Der angegebene Monatslohn liege höher als der Min
destlohn für einen gelernten Plattenleger und auch die derzeit bei ihnen noch angestellten Plattenleger würden in diesem Bereich verdienen (vgl.
Urk.
9/265/1).
Ergänzend führte sie in der E-Mail vom
1
5.
Juli 2020 aus, die Mittagsent
schädi
gung und die
Autospesen
seien nicht AHV-pflichtig. Seit Mitte 2018 seien zudem alle Plattenleger mit einem Betriebsfahrzeug ausgestattet, womit die Autospesen ohnehin entfallen würden (vgl.
Urk.
9/363/1).
7.3
Bereits a
m
4.
November 2016
hatte
die frühere Arbeitgeberin gegenüber der Suva-Mitarbeiterin telefonisch an
gegeben
, dass man aus wirtschaftlichen Grün
den leider insgesamt acht Mitarbeitern habe kündigen müssen. Eine erste Mittei
lung sei bereits vor drei Monaten erfolgt. Den Arbeitern sei auch ein Mindestlohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag angeboten worden, den diese jedoch nicht ange
nommen hätten. Die Kündigung des Beschwerdeführers (per 3
1.
Dezember 2016 mit Schreiben vom 2
6.
Oktober 2016, dazu
Urk.
9/100) habe demzufolge nichts mit dem Unfall zu tun. Im Gegenteil, man hätte ihn sehr gerne weiterbeschäftigt, aus wirtschaftlicher Sicht sei dies jedoch leider nicht möglich (
Urk.
9
/104/1). Der Beschwerdeführer erklärte hierzu im Gespräch vom
16.
November 2016, dass bis Ende 2015 alle Arbeiter der Firma im Akkord ange
stellt gewesen seien. Seit Januar 2016 sei ein fixer Monatslohn vereinbart. Die Firma habe ursprünglich alle wieder im Akkord weiterbeschäftigen wollen respektive sieben Mitarbeiter
n
, die sich selbständig gemacht hätten, wäre die Gründung einer Genossenschaft möglich gewesen. Da keiner dieses Angebot angenommen habe, sei die Unter
zeichnung eines Aufhebungsvertrages oder die Kündigung in
Aussicht gestellt worden (
Urk.
9
/104/1 f.).
7.4
Im Übrigen achtete
die
Y._
AG
schon
vor dem Unfall darauf, dass der Beschwerdeführer Aufträge im
Raum G._
erhielt (vgl.
Urk.
9/48/2).
Auch bei früheren temporären Einsätzen als Plattenleger war
er
jeweils im Kanton Zürich tätig
gewesen
(vgl.
Urk.
9/32
1
/7). Sein aktueller Arbeitsort ist gemäss
Ziff.
5 des Arbeitsvertrages mit der
B._
AG
H._
bei
I._
(vgl.
Urk.
9/346/2), s
o dass sein
Arbeitsweg
vom bisherigen Wohnort
rund 40 Minuten beträgt (vgl.
Urk.
9/350/1; ebenso Routenplaner unter www.google.ch/maps).
Aus den vom Beschwerdeführer vorgelegten
alten Lohnunterlagen
ergibt sich fer
ner, dass der Beschwerdeführer als Plattenleger B (Fachausweis oder 5-jährige Berufserfahrung) im Jahr 2
0
06 einen Stundenlohn von
Fr.
31.50 (inkl. Ferien- und Feiertagsentschädigung sowie Anteil am 1
3.
Monatslohn) erzielte
,
oft
über
die Normalarbeitszeit hinaus Arbeitsstunden leistete
und bereits damals mehr ver
diente als der vorliegend zur Diskussion gestellte gesamtarbeitsvertragliche Min
destlohn von
Fr.
5'170.--
(
Urk.
9/390).
8.
8.1
Zusammenfassend erzielte der Beschwerdeführer
bei der
Y._
AG
im Jahr 2015 einen Bruttojahreslohn von Fr. 104'695.75 exkl. Spesen
, aber
inkl. der
Unfalltag
gelder
für die letzten Tage
.
Ohne den Unfall hätte sein Bruttojahres
lohn n
ach Einführung des Monatslohnes
mit der noch vor dem Unfall verein
barten Ver
tragsänderung
in den Jahr
en
2016
und
2017
noch
Fr. 91'000.--
(= 13
x
Fr.
7'000.--
)
betragen. In
den Jahren 2018 und 2019
bezahlte die frühere Arbeit
geberin ihren
Plattenlegern ein noch tieferes Jahresgehalt aus
,
nämlich Fr. 71'500.-- (= 13 x Fr. 5'500.--). Dies lässt sich
nicht mit dem Akkord-Verbot im
GAV
erklären
, zumal der Monatslohn bereits früher eingeführt worden war
.
Die frühere
Arbeitgeberin
gab denn auch
wirtschaftliche Gründe, die Konkurrenz
situation und
eine
verminderte Leistungsbereitsc
haft der früher im Akkord tätig gewesenen
Plattenleger
an
. Im Jahr 2020 hätte der Lohn schliesslich
Fr. 71'890.--
(= 13 x
Fr.
5'530.--) und damit noch zwei Drittel vom im Jahr 2015 erzielten Einkommen (exkl. Spesen) betragen.
8.2
Einerseits
kann
somit
dem
Beschwerdeführer
insoweit
gefolgt werden,
als er
gel
tend machte, er hätte sich
– wie
übrigens a
ndere
Plattenleger auch
– eine neue Stelle
gesucht
.
So war
die
frühere Arbeitgeberin
in erster Linie
aus wirtschaft
li
chen Gründen nicht mehr in der Lage,
ihm einen
vergleichbaren
L
ohn zu entrich
ten.
Der
von
ihr
deklarierte
Monatslohn lag
denn auch nur noch knapp
über dem gesamtarbeitsvertraglich geschuldeten Mindestlohn
von
Fr.
5'1
70
.--
, wobei es sich beim Beschwerdeführer
ihren Angaben zufolge
jedoch
um einen langjähri
gen Mitarbeiter handelte, den
sie
im Gesundheitsfall sehr gerne weiter
beschäftigt
hätte.
Gleichzeitig ist der Beschwerdeführer noch relativ jung, d.h. es verbleibt ihm noch eine längere Erwerbsdauer. Im Übrigen
kann
nicht ohne weiteres an
genommen werden, die Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers
hätte
mit Einführung des Monatslohns
von
Fr.
7'000.--
so stark
abgenommen
, dass sich eine weitere Kürzung
seines
Jahresbrutto
lohns
um
Fr.
20'000.-- gerechtfertigt
hätte.
Die Lohneinbusse ist massiv und ein Verbleib bei der früheren Arbeitgebe
rin daher
wenig realistisch
.
8.3
Andererseits bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines Stellenwechsels
vollumfänglich
an seinen hohen Lohn
im Jahr
2015
hätte anknüpfen können. Es ist unbestritten, dass
dieser
mit der Akkordarbeit bei guter Leistung zusammenhing. Indessen
gilt der Gesamtarbeitsvertrag
für das Plattenleger- und Ofenbaugewerbe
, der
die
Akkord
arbeit verbietet (
Art.
13),
nunmehr
fast in allen K
antonen
(
Art.
1
).
Das
Angebot an Akkordarbeit ist somit begrenzt
. Es wäre auch
erforderlich gewesen, dass der Beschwerdeführer
(zusammen mit seiner Ehefrau) umzieht, wobei er
über keine F
remdsprachenkenntnisse verfügt und
in
der Schweiz
stets
in der näheren Um
gebung
von Zürich
gearbeitet
hatte
(vgl.
Urk.
9/321/7 f.).
Schliesslich
liegt
das Lohnniveau – wie die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes
amtes für Statistik (BFS) 2018, Tabelle
«Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen und Grossregionen
zeigt
–
im Grossraum Zürich
auch im Baugewerbe über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt
(
vgl. ferner
auch
https://www.lohnanalyse.ch/ch/loehne.html
> Plattenleger, besucht am 17. Dezember 2021).
8.4
Zusammenfassend
kann
, d
a der B
eschwerdeführer
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
auch i
m Gesundheitsfall nicht mehr für die früher
e
Arbeitgeberin tätig wäre
, da
diese
den Lohn
nach dem Unfall primär aus
wirtschaftlichen Grün
den
mas
siv kürzte,
das Valideneinkommen
nicht anhand ihrer
Angaben zum hypothetischen Verdienst
für das
Jahr 2020
festgesetzt
werden.
Ebenso wenig
rechtfertigt
sich nach dem vorstehend Ausgeführten
ein Abstellen auf den gesamtarbeitsvertraglichen Mindestlohn
. So haben
die Erfahrung und die
von der Arbeitgeberin indirekt bestätigt
en
gute
n
Leistungen
auf diesem Kompetenzniveau einen anderen Stellenwert als bei Hilfsarbeiten
.
Beim
anhand der LSE vorgenom
menen Einkommensvergleich
ist praxisgemäss
von der
Tabellengruppe A (stan
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen
.
Üblicherweise wird dabei
auf die Tabelle
TA1
abgestellt. D
ieser Grundsatz gilt
indessen
nicht absolut, sondern kennt Aus
nahmen, wenn das
Abstellen namentlich auf die Tabellen
TA7
resp
ektive
T17
eine genauere Festsetzung des Einkommens
erlaubt (vgl. Urteil des Bundes
gerichts
8C_58
/2021 vom 3
0.
Juni 2021 E. 4.1.1).
In Anbetracht seines bisherigen Einkommens
sowie im Hinblick auf eine mög
lichst konkrete Berechnung
ist
für das Valideneinkommen
zugunsten
des Beschwerdeführers
auf die LSE-Tabelle 17
Ziff.
7
1,
Bau-
und
Ausbaufachkräfte sowie verwandte Berufe, ausgen
ommen
Elektriker/innen
abzustellen.
Demnach ist
unter Berücksichtigung der bereits in E. 5.
4
erörterten durchschnittlichen betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2020 von insgesamt 41.7 Stunden und
der
durchschnittlichen Nominallohnentwicklung im Jahre 2019 von 0.9
%
und im Jahre 2020 von 0.8
%
von einem massgeb
lichen
Valideneinkommen von Fr.
80'947.35
für das Jahr
2020
auszugehen (
Fr.
6’3
6
2
.-- [LSE 2018 Tabelle
T17
,
Ziff.
71
,
Männer
,
>= 50 Jahre
)] x 1.009 x 1.008 x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7
Stunden
).
Stellt man
diesem das
Invalideneinkommen von Fr. 69'614.-- (vgl. E. 5.4) gegenüber, so resultiert ein aufgerundeter Invaliditätsgrad von 14
%
.
Bei unstrittigem Fallabschluss per 3
1.
Juli 2020 hat der Beschwerdeführer somit ab
1.
August 2020
Anspruch auf eine Invalidenrente von 14
%
.
9
.
9
.1
Die Beurteilung des Integritätsschadens basiert jeweils auf dem medizinischen Befund. In einem ersten Schritt fällt es daher dem Arzt zu, sich unter Einbezug der in Anhang 3 der UVV und gegebenenfalls in den Suva-Tabellen aufgeführten Integritätsschäden dazu zu äussern, ob und inwieweit ein Schaden vorliegt, wel
cher dem Typus von Verordnung, Anhang oder Weisung entspricht. Verwal
tung und Gericht obliegt es danach, gestützt auf die ärztliche Befunderhebung die rechtliche Beurteilung vorzunehmen, ob ein Integritätsschaden gegeben ist, ob die
Erheblichkeitsschwelle
erreicht ist und, bejahendenfalls, welches Ausmass die erhebliche Schädigung angenommen hat. Gelangt der Rechtsanwender im Rah
men der freien Beweiswürdigung zur Auffassung, es lägen keine schlüssigen medizinischen Angaben zum Vorliegen eines Integritätsschadens vor, bedingt dies regelmässig Aktenergänzungen in medizinischer Hinsicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_826
/2012 vom 2
8.
Mai 2013
E. 2.4 mit diversen Hinweisen).
9.2
Kreisarzt
Dr.
C._
führte am 2
1.
April 2020 aus, die Beurteilung erfolge anhand der Suva-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthrosen). Danach werde für eine
Endoprothesenversorgung
bei einer
OSG
-Arthrose mit gutem Erfolg ein Referenz
bereich von 10 bis 15
%
ausgewiesen.
Er wähle
hier de
n
obere
n
Refe
renzbereich. Dabei werde auch eine residuale neurologische Störung mit einer
Dys
-/Hypästhe
sie plantar bzw. im Bereich der
4.
und
5.
Zehe mitberücksichtigt (vgl.
Urk.
9/352).
Ergänzend hielt er am 2
8.
Dezember 2020 zum
unkorrigierten
Zustand vor der Prothesenimplantation
fest,
in der Arthroskopie des Sprunggelenks vom 1
3.
April 2017
habe sich
eine insgesamt nur leichte, beginnende Arthrose des Gelenks sowie in der
Röntgenbildgebung
vom
4.
August 2017 eine mässige, lateral betonte Arthrose des
OSG
bei einer
subtalar
und in den angrenzenden Mittelfuss
gelenken erhaltenen Artikulation
gezeigt
. Auch unter Berücksichtigung des fort
schreitenden Gelenkverschleisses sei damit der Mittelwert zwischen den Spalten 1 und 2 der Suva-Tabelle 5 angemessen und grosszügig bewertet, der bereits einer Sprunggelenksversteifung/
Arthrodese
gemäss Spalte 3 entspreche. Im Vergleich zur Vorbeurteilung, die auf das postoperative funktionelle Verlaufsergebnis fokussiert habe, ergebe sich bei der Schätzung anhand des
unkorrigierten
präope
rativen Zustands keine andere Bewertung (
Urk.
9/393/1).
9.3
In der Beschwerde monierte der Beschwerdeführer einzig, die residuale neuro
lo
gische Schädigung sei nicht berücksichtigt worden (
Urk.
1 Rz 7)
Hierzu
konstatierte
Dr.
C._
am 19.
April 2021
, die residuale neurologische Schädigung im Bereich der rechten Fussaussenseite im Versorgungsbereich des Nervus
suralis
, einem rein sensiblen Nerv des Unterschenkels, werde in beiden Vorbeurteilungen berücksichtigt. Eine
Dys
-/Hypästhesie im Bereich der
4.
und
5.
Zehe, entsprechend dem Versorgungsgebiet eines sensiblen Hautnervenendasts des Nervus
suralis
, dem sog. Nervus
cutaneus
dorsalis
lateralis
, ohne ein darüber
hinausgehendes mot
orisches Defizit
beding
e
keine Erhöhung des Integritäts
scha
dens. Auch mit Verweis auf die
Suva-
Tabelle 2
(
Integritätsschaden bei Funk
tionsstörungen an den unteren Extremitäten
)
würden rein sensible Nerven
schä
den ohne Lähmungen mit keiner Integritätsentschädigung gewürdigt. Hierzu pas
send führe eine derartige, lokal begrenzte Gefühlsstörung in der Regel zu keiner relevanten funktionellen Beeinträchtigung des Fusses.
Zur
Verlaufs
kontrolle vom 10.
Februar 2021
sei denn auch
festgestellt worden, dass der Beschwerdeführer
durch die
Dysästhesie am Fuss bei
der Ausübung seiner Tätig
keit n
icht einge
schränkt sei. Betreffend d
ie
Gefühlsstörung im Bereich der Fuss
sohle werde
sogar eine Normalisierung
mit einem
wieder seitengleichen Empfin
den
beschrieben (
Urk.
8 S. 2).
Dagegen wendete der Beschwerdeführer in der Replik nichts mehr ein (
Urk.
14).
9.4
Zugunsten des Beschwerdeführers ist zu berücksichtigen, dass die Bemessung des Integritätsschadens bei Funktionsausfall oder Gebrauchsunfähigkeit eines Organs
gemäss
Bundesgericht auch bei der Versorgung mit
Endoprothesen
nach dem
un
korrigierten
Zustand zu erfolgen hat. Es begründet dies damit, dass die Integ
ri
tätsentschädigung den körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als sol
chen ausgleicht und nicht dessen Auswirkungen auf die Lebensfunktionen und die allgemeine Lebensgestaltung. Aus diesem Grunde ist nicht zu unterscheiden zwischen der Korrektur mit Hilfsmitteln oder dem Ausgleich mit implantierten Prothesen. Es ist unerheblich, ob der Integritätsschaden dadurch unter Umständen soweit ausgeglichen werden kann, dass praktisch keine Beeinträchtigung der ent
sprechenden Lebensfunktion mehr besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_600
/2007 vom 28. April 2008 E. 2.1.2 mit Hinweisen; ferner Einleitung der Suva-Tabelle
5
, wonach dies zumindest gelten soll, wenn die
Endoprothese
– wie vorliegend – nicht unmittelbar nach dem Unfall eingesetzt wird).
Die kreisärztlichen Ausführungen zur Anwendbarkeit der Suva-Tabelle 5 und de
n prä- bzw. intraoperativen Befunden
(vgl. E. 9.2)
sind unbestritten und nachvoll
ziehbar
(vgl.
Urk.
9/156/4 und 9/171)
.
Die veranschlagte
Integritätsentschädi
gung von 15
%
entspricht dabei dem Maximum für eine
mässige
OSG
-Arthrose (Spalte 1) und
deckt selbst noch eine
schwere
OSG
-Arthrose
ab
(Spalte 2).
Es sei angefügt, dass die Befunde nach
Dr.
E._
auch noch nicht zwingend eine
Endoprothese
erforderlich
gemacht hätten; er hätte vielmehr
einem gelenkerhal
tenden Vorgehen den Vorzug gegeben (vgl.
Urk.
9/195/4).
Wie vom Kreisarzt zu
nächst erörtert (vgl. E. 9.2), rechtfertigt sich auch unter dem Blickwinkel des Operationsergebnisses letztlich
keine höhere Integritätsentschädigung (vgl. Suva-Tabelle 5, Spalte 4).
9
.5
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruht die Integritätsentschädigung grundsätzlich auf dem Gedanken der Genugtuung und soll einen gewissen Aus
gleich für Schmerz, Leid sowie Beeinträchtigung des Lebensgenusses bringen soll (BGE 133 V 224 E. 5.1 S. 230). Bei der konkreten Festsetzung muss allerdings beachtet werden, dass das Prinzip der abstrakten und egalitären Bemessung gilt. Im Unterschied zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht sind die erlittene Unbill und die weiteren besonderen Umstände des Einzelfalles nicht zu berücksichtigen. Massgeblich ist die medizinisch-theoretische Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität (vgl. Urteil
8C_812
/2010 vom
2.
Mai 2011 E. 6.2 mit Hinweis auf BGE 115 V 147 E. 1 S. 147).
Zu bedenken ist etwa, dass versicherte Personen mit Funktionsstörungen an der Schulter häufig unter Schmerzen leiden, was sich insbesondere auf das Ausmass der Bewegungseinschränkung niederschlägt. Diese bildet denn auch das Haupt
kriterium bei der tabellarischen Festsetzung eines Integritätsschadens im Rahmen einer Funktionsstörung der Schulter gemäss der Suva-Tabelle 1
(Integritäts
schaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten),
womit die Schmer
zen mit dem entsprechenden Prozentsatz abgegolten sind (
vgl.
Urteil des Bundes
gerichts
8C_756
/2019 vom 11. Februar 2020
E. 4.3).
Entsprechendes
muss auch für die Suva-Tabelle 5
gelten
, zumal sich der Schweregrad der Arthrose ebenfalls unmittelbar auf das Ausmass der Schmerzen und die damit verbun
denen Ein
sch
ränkungen auswirkt (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
UV.2020.00203
vom 2
3.
Juli 2021 E. 7.5).
Eine
residuale neurale Schädigung
ist
im Gegensatz
dazu
keine häufig mit der Arthrose
unmittelbar verknüpfte Problematik. Sie
lässt sich vorliegend
zudem
immerhin
insoweit objektivier
en
, als der Nervus
suralis
zur Rekonstruktion des Nervus
tibialis
entnommen wurde (vgl. E. 4.4). Der
Kreisarzt
legte jedoch
anhand der Suva-Tabelle 2 einleuchtend dar, dass nur eine Lähmung zu einer
höheren
Integri
tätsentschädigung führen könnte, während beim Beschwerdeführer
keine entsprechende
Funktionseinschränkung
bestehe (vgl. E. 9.3)
.
Es ist daran zu
erinnern, dass e
in Integritätsschaden
nach
Art.
36
Abs.
1 UVV nur als
erheblich
und damit entschädigungspflichtig
gilt
, wenn die körperliche, geistige oder psy
chische Integrität
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird.
Deshalb ist auch für eine bloss leichte Arthrose gemäss Suva-Tabelle 5
explizit keine Entschädi
gung geschuldet. Gleiches muss für die
noch
verbliebene
resdiuale
neurale
Schädigung des Beschwerdeführers gelten, welche er zwar spürt, ihn aber nicht wesentlich beeinträchtigt.
10.
Zusammenfassend sind einzig die Einwände des Beschwerdeführers gegen die Festsetzung des Valideneinkommens teilweise
begründet
, was zur Zusprechung einer Rente bei einem Invaliditätsgrad von 14
%
ab
1.
August 2020 führt. In die
sem Umfang ist die Beschwerde
teilweise gutzuheissen und im Übrigen abzu
wei
sen.
11.
Die teilweise
obsiegende Beschwerde führende Person
hat alsdann
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
1 und
3 GSVGer
;
Art.
61 lit. g ATSG
).
Der Beschwerdeführer vermochte allein mit dem rechtlichen Argument der Berech
nung des Valideneinkommens durchzudringen, welches indessen auch in seinen Rechtsschriften und letztlich der Rentenberechnung – insbesondere im Vergleich zur Integritätsentschädigung – deutlich im Vordergrund stand. Die Suva hat dem Beschwerdeführer daher für die Aufwendungen seines Anwalts eine nur leicht (konkret um 25
%
) reduzierte Prozessentschädigung von
Fr.
1'600.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.