Decision ID: 4072a0c5-5084-43d9-9db8-484ea4d07abc
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Januar 2003 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum
Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 2). Als erlernten Beruf gab er Fahrzeugschlosser
an. Von 1995 bis 1998 habe er als Gepäcksortierer bei B._ gearbeitet. Von 1998 bis
2002 sei er als Fahrzeugschlosser tätig gewesen. Seit August 2001 sei er voll
arbeitsunfähig. Der Versicherte hatte bei einem Autounfall am 26. August 2001 eine
instabile C6-Fraktur, einen partiellen Ausriss der rechten Ohrmuschel und eine
Rissquetschwunde am rechten Ellbogen erlitten (IV-act. 14-5). Am 27. August 2001 war
eine ventrale Spondylodese der HWS-Fraktur C6/7 durchgeführt worden (IV-act. 14-7).
Die Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatte im Bericht vom 12.
April 2002 angegeben, dass klinisch-neurologisch keinerlei fokal-neurologische Defizite
hätten festgestellt werden können. Auch die elektrophysiologische Abklärung sei
unauffällig gewesen. Anamnese, Klinik und Gesamteindruck liessen an eine
somatoforme Schmerzstörung denken (IV-act. 14-7 f.). Die Klinik für Orthopädische
Chirurgie des KSSG hatte am 12. Juni 2002 erklärt, dass es von orthopädischer Seite
her kein morphologisches Korrelat für die vom Versicherten bezeichneten
Beschwerden gebe (siehe auch Schreiben vom 18. Juli 2002 betreffend Korrektur des
Berichts vom 12. Juni 2002, Fremdakten).
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A.b Am 18. und 20. August 2003 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle
psychiatrisch begutachtet (Gutachten vom 16. September 2003, IV-act. 25). Dr. med.
C._, Oberarzt, Bereichsleiter Forensik der Psychiatrischen Klinik D._, erklärte, dass
der Versicherte an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
und an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (F43.21) leide.
Derzeit müsse sicherlich von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit
ausgegangen werden, da es dem Versicherten eindeutig an Vitalität und Ausdauer
fehle, um am Arbeitsleben teilzunehmen. Mit Verfügung vom 12. Februar 2004 sprach
die IV-Stelle dem Versicherten rückwirkend ab dem 1. August 2002 eine ganze
Invalidenrente zu (IV-act. 41 und 47).
A.c Im Rahmen eines amtlichen Revisionsverfahrens (IV-act. 57 f.) wurde der
Versicherte am 4. und 6. Februar 2008 polydisziplinär (internistisch, psychiatrisch und
orthopädisch) durch die Medas Ostschweiz begutachtet (Gutachten vom 7. März 2008,
IV-act. 66). Die Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit lauteten:
• Leichte depressive Störung ohne somatisches Syndrom
• zervikale Beschwerden bei Zustand nach Spondylodese C6/7 vom 27. August
2001 bei instabiler C6-Fraktur nach Autounfall am 26. August 2001.
Als Nebendiagnose wurde eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung angegeben.
Die Gutachter kamen zum Schluss, dass der Versicherte in der bisherigen körperlich
schwer belastenden Tätigkeit als Fahrzeugschlosser nicht mehr einsetzbar sei. Eine
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne häufige Überkopfarbeiten sei ihm
von orthopädischer Seite her vollschichtig zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
wegen der leichten depressiven Störung in jeglicher Tätigkeit eine 30 %ige
Arbeitsunfähigkeit. Von organmedizinischer Seite her sei im Vergleich zum Jahr 2003
ein stationärer Befund anzunehmen. Psychiatrischerseits sei phänomenologisch keine
Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Aufgrund
der ICD-10-Kriterien sei die Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion in
eine leichte depressive Störung ohne somatisches Syndrom umkodiert worden. RAD-
Ärztin Dr. med. E._ notierte am 25. Juni 2008 (IV-act. 69), dass auf das Medas-
Gutachten abgestellt werden könne. Der Gesundheitszustand sei im Vergleich zur
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medizinischen Referenzsachlage stationär. Die unterschiedliche Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit sei auf die Rechtsprechungsänderung bezüglich somatoformer
Schmerzstörungen zurückzuführen. Rein medizinisch lägen also keine Revisionsgründe
vor. Am 30. Juni 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er weiterhin
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (IV-act. 71).
B.
B.a Im Februar 2014 leitete die IV-Stelle erneut ein Rentenrevisionsverfahren ein (IV-
act. 77 und 80). Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. F._, gab am 6. März 2014
gegenüber der IV-Stelle an, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten im
Vergleich zum Februar/März 2008 nicht wesentlich verändert habe (IV-act. 80). In einer
internen Anfrage hielt RAD-Arzt Dr. med. G._ am 9. April 2014 fest (IV-act. 84), dass
die ursprüngliche Rentenzusprache ausschliesslich aufgrund der psychiatrischen
Anteile erfolgt sei. Demnach habe im Zeitpunkt der Zusprache der Rente ein
syndromales Leiden vorgelegen. Bei dieser Ausgangslage sei eine Begutachtung
notwendig.
B.b Die polydisziplinäre (internistische, psychiatrische und orthopädische)
Begutachtung durch die Medas Ostschweiz fand am 13. und 15. Mai 2014 statt
(Gutachten vom 26. Juni 2014, IV-act. 88). Die Gutachter gaben die folgenden
Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an:
• Chronische Cervicocephalgie facettogen und myofascial bei diskreter Uncarthrose
bei Status nach Spondylodese HWK 6/7 wegen instabiler HWK 6 Flexionsfraktur (Unfall
26. August 2001)
• muskuläre Dysbalance Nacken-/Schultergürtel
• chronisches myofasciales Panvertebralsyndrom
• leichtgradige Facettengelenksarthrosen lumbal mit relativer neuroforaminaler
Einengung in Höhe L5/S1 ohne Radikulopathie.
Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten die
Gutachter:
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• Anhaltende somatoforme Schmerzstörung
• Status nach leichter depressiver Störung ohne somatisches Syndrom
• arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt
• Diabetes mellitus mit OAD (Orales Antidiabetikum), seit zwei Monaten behandelt
(Selbstmessung).
Der psychiatrische Gutachter Dr. med. H._ merkte an, dass der Versicherte nach
einem 35-minütigen Explorationsgespräch gegenüber der Dolmetscherin geäussert
habe, dass er der vielen Fragen überdrüssig sei und dass er die Untersuchung von sich
aus abbreche. Dr. H._ erklärte, es bestehe kein Grund zur Annahme, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten seit der Begutachtung vom März 2008 verändert
hätte. Die geltend gemachten Beschwerden gingen mit einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung einher. Eine psychische Komorbidität von erheblicher
Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer liege nicht vor. Im Jahr 2008 sei noch eine
leichte depressive Störung ohne somatisches Syndrom eruierbar gewesen. Diese
Diagnose könne derzeit nicht bestätigt werden. Die Foerster-Kriterien seien nach wie
vor nicht erfüllt: Es lägen keine chronischen körperlichen Begleiterkrankungen vor und
der Versicherte nehme mit seinem passiv-aggressiven Verhalten am alltäglichen
familiären Leben teil und lebe daher nicht zurückgezogen. Auch verfestigte,
therapeutisch nicht mehr angehbare innerseelische Verläufe einer missglückten,
psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung könnten nicht eruiert werden. Eine
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung habe bisher nicht stattgefunden. Das
unkooperative Verhalten des Versicherten könne durch keine psychiatrische Diagnose
begründet werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe beim Versicherten weder für die
angestammte noch für allfällige körperlich adaptierte Tätigkeiten eine dauerhafte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Diese Einschätzung gelte spätestens ab dem
jetzigen Untersuchungszeitpunkt. Die im Medas-Gutachten vom März 2008 attestierte
30 %ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei gemäss der aktuellen
Rechtsprechung nicht haltbar. Bei der damals erhobenen, leichten depressiven
Störung habe es sich um eine Reaktion auf eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung und somit nicht um eine Komorbidität von Bedeutung gehandelt. Dr.
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med. I._ hielt fest, dass der Versicherte aus internistischer Sicht voll arbeitsfähig sei.
Die orthopädische Gutachterin Dr. med. J._ führte aus, dass der athletisch gebaute
Versicherte bei der aktuellen Untersuchung in einem guten Allgemeinzustand gewesen
sei. Bei radiologisch unauffällig liegendem Osteosynthesematerial ohne
Lockerungszeichen hätten sich auf orthopädischem Gebiet nur geringgradige
Funktionsbeeinträchtigungen von Seiten der HWS gefunden. Die chronische
myofasziale, DD facettogene Symptomatik stelle sich im Bereich der gesamten
Wirbelsäule dar. Sie sei Ausdruck einer muskulären Dysbalance und Dekonditionierung
und könne durch Trainingsmassnahmen, Eigenübungen und Entspannungstraining in
einem multimodalen Konzept behandelt werden. Der Versicherte habe sich selbst in
seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit beim PACT-Test als nicht einsatzfähig
eingeschätzt. Dies stehe in Widerspruch zu der von Seiten des Bewegungsapparates
fast uneingeschränkten Beweglichkeit ohne Radikulopathien und der seitengleich
kräftigen Muskulatur. Aus orthopädischer Sicht sei der Versicherte für eine adaptierte
Tätigkeit zu mindestens 70 % arbeitsfähig. Wegen der Verlangsamung und einem
vermehrten Pausenbedarf als Folge der chronifizierten Schmerzen werde ein
Rendement von 30 % angenommen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung aus
orthopädischer Sicht decke sich mit jener des Gutachtens vom März 2008. In
polydisziplinärer Hinsicht erachteten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Fahrzeugschlosser aufgrund der häufigen Reklination und der
Arbeiten unter den LKWs sowie den Drehbewegungen der HWS als nicht mehr
zumutbar. Für körperlich adaptierte Tätigkeiten schätzten sie die Arbeitsfähigkeit ab
dem 15. Mai 2014 bei einem ganztägigen Pensum auf 70 %.
B.c RAD-Arzt Dr. G._ notierte am 4. Juli 2014 (IV-act. 89), dass aus psychiatrischer
Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestätigt werden könne. Die orthopädische
Gutachterin habe nicht begründet, weshalb der Beschwerdeführer in einer adaptierten
Tätigkeit aktuell zu 30 % arbeitsunfähig sein solle, während im Vorgutachten vom März
2008 noch von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden sei. Die
feststellbaren somatischen pathologischen Befunde seien sehr gering: Die HWS sei frei
beweglich, die muskulären Befunde im Bereich der HWS seien leichter Natur und die
radiologischen degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS seien minimal und
altersentsprechend. Pathologische Befunde der Schultergürtelmuskulatur fehlten. Eine
Verschlechterung könne nicht festgestellt werden. Die orthopädische Gutachterin habe
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auf S. 26 des Gutachtens selber geschrieben, dass aus somatischer Sicht im Vergleich
zu den früheren Einschätzungen ein stationärer Befund vorliege. Die attestierte
Arbeitsunfähigkeit von 30 % sei daher nicht haltbar. Aus versicherungsmedizinischer
Sicht müsse ab Juni 2014 polydisziplinär von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen
werden.
B.d Mit Vorbescheid vom 17. Juli 2014 kündigte die IV-Stelle bei einem IV-Grad von 0
% die Aufhebung der Rente nach Zustellung der Verfügung auf das Ende des
folgenden Monats an (IV-act. 93). Zur Begründung brachte sie vor, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten gemäss dem Gutachten nachweislich verbessert
habe. Der Versicherte sei in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Das
Validen- und das Invalideneinkommen setzte sie je auf Fr. 51'833.-- fest. Dagegen
wendete der Versicherte am 17. September 2014 ein (IV-act. 95), dass sich seine
psychischen und körperlichen Beschwerden seit der Rentenzusprache nicht wesentlich
verändert, geschweige denn verbessert hätten. Besonders die Schmerzen hinderten
ihn daran, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb
die IV-Stelle plötzlich davon ausgehe, dass er ab sofort gesund und voll arbeitsfähig
sei.
B.e Mit Verfügung vom 21. Oktober 2014 hob die IV-Stelle die Rente wie angekündigt
bei einem IV-Grad von 0 % auf (IV-act. 97). Zum Einwand erwiderte sie, dass keine
neuen medizinisch begründbaren Änderungen bekanntgegeben worden seien.
C.
C.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
18. November 2014 Beschwerde (act. G 1). Er machte geltend, dass ihm weiterhin eine
Invalidenrente zustehe. Seine Invalidität solle nochmals geprüft werden. Mit der
Einschätzung des Medas-Gutachten vom Juni 2014 sei er nicht einverstanden. Zwar
sei richtig, dass er über längere Zeit nicht mehr in psychiatrischer Behandlung gewesen
sei. Dies bedeute jedoch nicht, dass sich seine Beschwerden massiv verbessert hätten.
Aktuell befinde er sich wieder in psychiatrischer Behandlung. Sein psychischer
Gesundheitszustand sei sehr schlecht. Zwischenzeitlich sei ein MRI des Kopfes
gemacht worden. Zudem stehe eine neuropsychologische Abklärung an. Der
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Beschwerdeführer beantragte eine Fristerstreckung für die Einreichung der
diesbezüglichen Berichte. Ausserdem stellte er ein Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung. Die eingeräumte Frist zur Beschwerdeergänzung liess
der Beschwerdeführer ungenutzt verstreichen (act. G 2 und G 4).
C.b Nachdem das Gericht die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) ersucht
hatte, die Beschwerdeantwort einzureichen (act. G 4), bat diese das Gericht, die vom
Beschwerdeführer erwähnten Berichte einzuverlangen (act. G 5). Gleichzeitig ersuchte
sie um eine entsprechende Verlängerung der Frist zur Beschwerdeantwort. Das Gericht
kam dieser Bitte am 18. Februar 2015 nach (act. G 6). Die Psychiatrische Klinik D._
informierte das Gericht am 5. März 2015 darüber, dass die neuropsychologische
Abklärung erst am 14. April 2015 stattfinden könne. Sie beantragte für den
Beschwerdeführer eine Fristverlängerung (act. G 7). Die Frist wurde antragsgemäss bis
15. Mai 2015 erstreckt (act. G 8). Am 22. Mai 2015 wurde sie letztmals bis 10. Juni
2015 erstreckt (act. G 9). Am 3. Juni 2015 reichte die Psychiatrische Klinik D._
schliesslich den MRI-Befund des Schädels vom 14. November 2014 und den Bericht
über die testpsychologische Untersuchung vom 20. April 2015 ein (act. G 10). Im
Begleitschreiben erklärten der Sozialarbeiter und die Oberärztin/Leiterin Ambulatorium,
dass das Erstgespräch am 17. Oktober 2014 stattgefunden habe. Die damalige
Diagnose habe „organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma“ gelautet.
Infolge der deutlich erkennbaren Gangstörungen, Sprachstörungen und kognitiven
Störungen habe die damalige ärztliche Leiterin sowohl ein MRI des Schädels als auch
eine neuropsychologische Testung in Auftrag gegeben. Der Schwerpunkt der
Behandlung des Beschwerdeführers habe sich dann infolge der am 21. Oktober 2014
verfügten Einstellung der IV-Rente auf eine sozialdienstliche Unterstützung und
Begleitung verlagert. Die Beurteilung des MRI des Schädels vom 14. November 2014
hatte gelautet (act. G 10.3): „Kleinstes max. 2 mm messendes Carvernom
linkstemporal. Unspezifische bihemisphärische links akzentuierte subkortikale
Marklagergliosen über die Altersnorm hinaus. Kleine rechts postero temporale
Arachnoidalzyste. Ansonsten regelhafter MRI-Befund des Cerebrums, insbesondere
keine intracraniellen Traumafolgen im Sinne einer ICB, SAB, epi- oder subduralen
Hämtomes und soweit bei deutlichen Bewegungs-artefakten beurteilbar keine MR
morphologisch fassbaren Residuen einer axonalen posttraumatischen Scherverletzung,
insbesondere auch keine cerebrale Raumforderung.“Die testpsychologische
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Untersuchung war am 14. April 2015 durch Mag. rer. nat. K._, Psychodiagnostischer
Dienst, und PD Dr. Dr. Dipl. Psych. L._, Chefarzt Gerontopsychiatrie und COEUR,
durchgeführt worden (act. G 10.3). Die Untersuchenden hatten in der
zusammenfassenden Beurteilung festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer
während der Testung teils mässig motiviert gezeigt, bei der Konfrontation mit dem
Testmaterial rasch gereizt gewirkt und auf exploratives Nachfragen nur knappe und
vage Antworten gegeben habe. In der neurokognitiven Testung hätten sich
grösstenteils mässige kognitive Defizite gezeigt, wobei diese Ergebnisse aufgrund der
sehr abwehrenden Haltung von Seiten des Beschwerdeführers möglicherweise nicht
valide seien. Die Schwere und das Ausfallsprofil der neurokognitiven Defizite könnten
nicht durch ein neurologisches Korrelat erklärt werden. Der Beschwerdeführer sei zu
allen Qualitäten gut orientiert gewesen. Die Aufmerksamkeitsfunktionen hätten sich
hinsichtlich der Computertestung als schwer verlangsamt und unstet erwiesen. Auf
Papier-Bleistift-Ebene sei ein rascher, fahriger und ungenauer Bearbeitungsstil
beobachtet worden. Bei kognitiv komplexeren Aufgaben habe der Beschwerdeführer
rasch aufgegeben bzw. habe leicht aggressiv gewirkt. Im mnestischen
Funktionsbereich habe sich eine Lernschwäche abgezeichnet. Aufgrund der
abwehrenden Haltung des Beschwerdeführers sei eine valide Exploration hinsichtlich
der affektiven Symptomatik oder Persönlichkeitsstruktur nicht möglich gewesen.
Fragen hinsichtlich emotionaler Aspekte würden primär auf körperlicher Ebene
interpretiert (Fixierung auf Schmerzproblematik).
C.c Die Beschwerdegegnerin beantragte am 14. September 2015 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 14). Zur Begründung führte sie an, dass die Aufhebung der Rente
gestützt auf lit. a der Schlussbestimmungen zur Änderung des IVG vom 18. März 2011
erfolgt sei. Selbst unter Annahme einer wie im Medas-Gutachten vom Juni 2014
attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % würde ein
rentenausschliessender IV-Grad resultieren. Auch unter Berücksichtigung der neuen
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen
Schmerzstörungen liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Das
Beschwerdebild werde durch das passive Verhalten des Beschwerdeführers
unterhalten und sei von Selbstlimitierung, einem offensichtlichen sekundären
Krankheitsgewinn und erheblichen Diskrepanzen zwischen den geltend gemachten
Einschränkungen und dem guten psychosozialen Umfeld sowie der fehlenden
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Therapiemotivation bestimmt. Damit bestünden eindeutige Hinweise auf eine
erhebliche Aggravation, was die Annahme einer rentenauslösenden
Gesundheitsbeeinträchtigung verbiete. Daran änderten auch die im
Beschwerdeverfahren eingereichten neuen medizinischen Unterlagen nichts. Für die
medizinische Würdigung der Unterlagen verwies die Beschwerdegegnerin auf eine
beigelegte RAD-Stellungnahme. RAD-Arzt Dr. G._ hatte am 23. Juni 2015 notiert (act.
G 14.1), dass die neuropsychologische Untersuchung kaum verwertbar sei. Die
Leistungsmotivation sei als mässig bis schlecht bezeichnet worden. Psychologische
Untersuchungen bedingten eine gute Kooperation, um verlässliche Resultate zu liefern.
Weiter hätten die Untersuchenden beschrieben, dass das Arbeitstempo zwischen
fahrig und verlangsamt geschwankt habe. Das formale Denken sei durch die
Schmerzsymptomatik deutlich eingeengt gewesen. Das Kontaktverhalten des
Beschwerdeführers sei verweigernd und latent aggressiv gewesen. Die Defizite hätten
organisch nicht erklärt werden können. Der Sinn und Zweck einer
neuropsychologischen Untersuchung bei diesem Beschwerdeführer, bei welchem
keine „Hirnverletzung“ vorliege, dürfe mit Fug und Recht angezweifelt werden. Die vom
Beschwerdeführer demonstrierte Gang- und Sprachstörung könne im Übrigen
medizinisch nicht nachvollzogen werden. Bezüglich des MRI des Gehirns erklärte Dr.
G._, dass lediglich akzentuierte subkorticale Marklagergliosen und deutliche
Bewegungsartefakte vorlägen. Hinweise für posttraumatische Läsionen bestünden
nicht.
C.d Am 15. September 2015 bewilligte das Gericht das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) für das Beschwerdeverfahren (act. G
15).
C.e Am 13. Oktober 2015 stellte der zwischenzeitlich beauftragte Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung und
beantragte eine Fristerstreckung für die Replik (act. G 17).
C.f Das Gericht bewilligte am 15. Oktober 2015 das Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Christe für das Verfahren vor dem
Versicherungsgericht (act. G 18). Die Frist zur Einreichung der Replik wurde
antragsgemäss erstreckt (act. G 19).
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C.g In seiner Replik vom 16. November 2015 (act. G 20) beantragte der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers die Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung der Sache
an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung. Er machte
geltend, dass das Gutachten vom 26. Juni 2014 nach der neuen bundesgerichtlichen
Praxis zu den somatoformen Schmerzstörungen nicht als genügende Grundlage für die
Invaliditätsbeurteilung betrachtet werden könne. Aus dem Gutachten werde zu wenig
deutlich, ob unter Berücksichtigung der Hauptkategorien „funktioneller Schweregrad“
und „Konsistenz“ von einer relevanten Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei. Der
Beschwerdeführer erhalte die geeigneten Medikamente von seinem Hausarzt. Ob eine
zusätzliche Schmerzbehandlung oder Psychotherapie eine wesentliche Verbesserung
der somatoformen Schmerzstörung bewirken könnte, sei fraglich und müsste allenfalls
ergänzend gutachterlich abgeklärt werden. Eine wesentliche Aggravation lasse sich aus
dem Gutachten nicht ableiten. Vielmehr erschienen die darin geschilderten
Schmerzangaben durchaus konsistent und nicht diffus. Im Übrigen ergebe sich aus
den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den Gutachtern auch in Bezug auf
das sehr bescheidene Aktivitätsniveau ein einheitliches Bild.
C.h Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 23).

Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer hat ab dem 1. August 2002 eine ganze Rente der
Invalidenversicherung bezogen. Die Beschwerdegegnerin hat die Rentenleistungen mit
der angefochtenen Verfügung vom 21. Oktober 2014 per 1. Dezember 2014
aufgehoben. Strittig ist demnach, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2014
weiterhin einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
1.2 Gemäss der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen lit. a Abs. 1 der
Schlussbestimmungen der Änderung des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) vom 18. März 2011 (6. IV-Revision) werden
Invalidenrenten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden,
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innerhalb von drei Jahren seit Inkrafttreten dieser Änderungen überprüft. Sind die
Voraussetzungen von Art. 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) nicht erfüllt, so wird die Rente
herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1
ATSG nicht erfüllt sind. Keine Anwendung findet diese Bestimmung auf Personen, die
im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt haben
oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet worden ist, seit mehr als 15
Jahren eine Rente der Invalidenversicherung bezogen haben (Abs. 4). Die Überprüfung
der Rente ist im Februar 2014 eingeleitet worden und somit innerhalb von drei Jahren
seit Inkrafttreten der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision erfolgt. Der
Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesänderung erst 39
Jahre alt gewesen und hat die Rente im Zeitpunkt der Einleitung der Überprüfung erst
seit 11 1⁄2 Jahren bezogen.
1.3 Zu prüfen bleibt, ob die Rente aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage
zugesprochen worden ist. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung reicht es
aus, dass die ursprüngliche Rente sowohl wegen unklaren als auch wegen erklärbaren
Beschwerden zugesprochen worden ist (vgl. BGE 140 V 197 E. 6.2.3; MEYER/
REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, N 99 zu Art. 30-31). Die
ursprüngliche Rentenzusprache war gestützt auf das Gutachten von Dr. C._ vom 16.
September 2003 erfolgt. Dieser hatte als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine Anpassungsstörung mit
längerer depressiver Reaktion angegeben. Bei der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung handelt es sich um ein pathogenetisch-ätiologisch unklares
syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage (vgl. z.B. BGE
132 V 393 E. 3.2). Die ursprüngliche Rentenzusprache basiert also teilweise auf einem
sogenannten unklaren syndromalen Beschwerdebild. Lit. a Abs. 1 der
Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision ist vorliegend somit anwendbar. Demnach ist
nachfolgend umfassend zu prüfen, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember
2014 weiterhin einen Rentenanspruch gehabt hat. Der IV-Grad ist dabei anhand des in
diesem Zeitpunkt aktuellen Sachverhalts zu prüfen. Massgebend ist also der
Gesundheitszustand respektive die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Erlasses der
Einstellungsverfügung, d.h. am 21. Oktober 2014.
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2.
2.1 Der Beschwerdeführer hat weiterhin einen Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern
er im Wirkungszeitpunkt der angefochtenen Verfügung zu mindestens 40 % invalid
gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.2 Um das Invalideneinkommen und damit den IV-Grad ermitteln zu können, muss die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Verfügungszeitpunkt mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. In medizinischer Hinsicht liegt
insbesondere das Medas-Gutachten vom 26. Juni 2014 im Recht.
2.3 In somatischer Hinsicht unumstritten ist, dass der Beschwerdeführer in seiner
angestammten Tätigkeit als Fahzeugschlosser nicht mehr arbeitsfähig ist. Der
Beschwerdeführer hatte sich beim Autounfall im August 2001 einen Halswirbel
gebrochen, weshalb eine ventrale Spondylodese HWK 6/7 durchgeführt worden war.
Vor diesem Hintergrund überzeugen die Ausführungen der orthopädischen Gutachterin
Dr. J._, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit wegen der häufigen
Reklination, den Arbeiten unter den LKWs und den Drehbewegungen der HWS nicht
mehr zumutbar ist. Dr. J._ hat dem Beschwerdeführer jedoch auch für adaptierte,
körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten eine 30 %ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Begründet hat sie diese Einschränkung mit einer
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Verlangsamung und einem vermehrten Pausenbedarf wegen der chronifizierten
Schmerzen. RAD-Arzt Dr. G._ hat darauf hingewiesen, dass die erhobenen Befunde
im Bereich der HWS gering seien: Die HWS sei frei beweglich, die radiologischen
degenerativen Veränderungen seien minimal und altersentsprechend und die
muskulären Befunde leichter Natur. Pathologische Befunde der
Schultergürtelmuskulatur fehlten. Dr. J._ hat die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
in quantitativer Hinsicht hauptsächlich mit der chronischen myofaszialen Symptomatik
im Bereich der gesamten Wirbelsäule begründet. Sie hat allerdings auch darauf
hingewiesen, dass die myofasziale Symptomatik Ausdruck einer muskulären
Dysbalance und Dekonditionierung sei, die durch Trainingsmassnahmen,
Eigenübungen und Entspannungstraining behandelt werden könne. Vor dem
Hintergrund, dass die muskuläre Dysbalance und Dekonditionierung durch geeignete
therapeutische Massnahmen besserbar ist (vgl. IV-act. 88-28), ist fraglich, ob sie als
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG qualifiziert
werden kann. Des Weiteren hat Dr. J._ erklärt, dass die Einschätzung der
Vorgutachterin, wonach der Beschwerdeführer für adaptierte Tätigkeiten aus
orthopädisch-somatischer Sicht vollschichtig zu 70 % arbeitsfähig sei, auch heute
noch so angenommen werden könne (IV-act. 88-26). Dr. J._ ist also offenbar nicht
davon ausgegangen, dass sich die Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht seit der
Begutachtung im März 2008 verschlechtert habe. Diese Einschätzung ist von Dr. G._
vom RAD bestätigt worden (IV-act. 89-3). Im Vorgutachten vom März 2008 ist dem
Beschwerdeführer für körperlich adaptierte Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit
bescheinigt worden; die polydisziplinär attestierte 30 %ige Arbeitsunfähigkeit war rein
psychisch bedingt. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. J._ dürfte also auf der
falschen Annahme beruht haben, dass die orthopädische Vorgutachterin ebenfalls von
einer 30 %igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
ausgegangen sei. Da es, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, für den
Rentenanspruch irrelevant ist, ob der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht zu 30
% oder weniger (bzw. gar nicht) in seiner Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
eingeschränkt ist, kann der exakte Arbeitsunfähigkeitsgrad offen gelassen werden. Die
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit liegt demnach aus somatischer Sicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit zwischen 70 und 100 %.
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2.4 In psychiatrischer Hinsicht liegt insbesondere das Teilgutachten von Dr. H._ bei
den Akten. Dr. H._ hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer die Begutachtung
von sich aus nach einem 35-minütigen Explorationsgespräch abgebrochen habe, weil
er der vielen Fragen überdrüssig geworden sei. Zunächst stellt sich somit die Frage, ob
es Dr. H._ in dieser Zeit überhaupt möglich gewesen ist, den Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers zu erfassen resp. eine die Anforderungen an den erforderlichen
Beweisgrad erfüllende Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Für den Aussagegehalt
eines medizinischen Berichts ist nicht in erster Linie die Untersuchungsdauer
massgebend, sondern vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis
schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2016, 9C_777/2015 E. 4.2.2 mit
Hinweis). Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende
zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie
angemessen sein (Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2009, 9C_664/2009 E.
3 mit Hinweisen). Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Dr. H._ keine
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben hätte, wenn die Untersuchungsdauer für eine
fachgerechte Beurteilung zu kurz gewesen wäre. Hinzu kommt, dass in einem Fall wie
dem vorliegenden, in dem bereits zwei psychiatrische Vorgutachten im Recht liegen, in
der Regel eine kürzere Untersuchungsdauer erforderlich sein dürfte als im Falle einer
erstmaligen psychiatrischen Untersuchung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17.
Dezember 2009, 9C_676/2009 E. 3). Allein aufgrund der kurzen Untersuchungsdauer
kann dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. H._ also nicht die Beweiskraft
abgesprochen werden. Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob das Gutachten
vollständig und im Ergebnis schlüssig ist.
2.5 Dr. H._ hat ausgeführt, dass die im Vorgutachten vom März 2008 angegebene
Diagnose einer leichten depressiven Störung ohne somatisches Syndrom derzeit nicht
bestätigt werden könne. Der Beschwerdeführer sei bei der Untersuchung in einem
guten Allgemeinzustand, bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Auf die
gestellten Fragen sei er zwar nur widerwillig eingegangen, er habe jedoch geordnet und
ohne Zögern geantwortet. Dr. H._ hat also insbesondere keine depressionstypischen
Symptome wie Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen
feststellen können. Die Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer aktuell nicht an
einer depressiven Symptomatik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit leidet, stimmt mit
den Angaben des Beschwerdeführers überein, laut denen eindeutig die Schmerzen im
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Vordergrund stehen: Bei der Begutachtung hat der Beschwerdeführer lediglich über
körperliche Leiden geklagt (IV-act. 88-12) und im Vorbescheidverfahren hat er geltend
gemacht, dass ihn besonders die Schmerzen daran hinderten, einer Arbeit
nachzugehen (IV-act. 95-1). Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers im
Beschwerdeverfahren (act. G 1) nimmt er keine antidepressive Medikation ein (siehe IV-
act. 77-4 und IV-act. 88-12). Gegen eine arbeitsfähigkeitsrelevante Erkrankung aus
dem depressiven Formenkreis spricht auch, dass sich der Beschwerdeführer noch nie
in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befunden hat. Auch die
Ergebnisse der testpsychologischen Untersuchung vom 14. April 2015 wecken keine
Zweifel an der Einschätzung von Dr. H._. Diesbezüglich bleibt anzumerken, dass es
zum einen fraglich ist, ob eine solche Untersuchung überhaupt indiziert gewesen ist,
zumal der Beschwerdeführer entgegen der Angaben der Psychiatrischen Klinik D._
beim Autounfall im August 2001 kein Schädelhirntrauma erlitten hat, was auch das MRI
des Schädels vom 14. November 2014 bestätigt hat (siehe RAD-Stellungnahme vom
23. Juni 2015, wonach keine Hinweise für posttraumatische Läsionen bestehen). Zum
anderen leuchtet der Hinweis von RAD-Arzt Dr. G._, dass eine
(neuro-)psychologische Untersuchung eine gute Kooperation bedinge, um verlässliche
Resultate zu liefern, ein. Auch die Untersuchenden haben auf Inkonsistenzen
hingewiesen (z.B. schlechte Aufmerksamkeit hinsichtlich Computertestung, rascher
und fahriger Bearbeitungsstil auf Papier-Bleistiftebene) und erklärt, dass die
neurokognitive Testung aufgrund der sehr abwehrenden Haltung des
Beschwerdeführers möglicherweise nicht valide sei. Aus demselben Grund haben sie
erklärt, dass eine valide Exploration hinsichtlich der affektiven Symptomatik und der
Persönlichkeitsstruktur nicht möglich gewesen sei. Vor diesem Hintergrund überzeugt
die Einschätzung von RAD-Arzt Dr. G._, dass die Ergebnisse der
neuropsychologischen Testung nicht verwertbar seien. Damit steht fest, dass der
Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht an einer depressiven
Störung leidet, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte.
2.6 Wie die Vorgutachter hat Dr. H._ als Diagnose eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung angegeben. Während Dr. C._ im Gutachten vom September 2003
noch davon ausgegangen ist, dass der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beizumessen sei, ist Dr. H._ in Übereinstimmung
mit dem Vorgutachter med. pract. N._ und gestützt auf die damals anwendbare,
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inzwischen aber überholte bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Schluss
gekommen, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, trotz der Schmerzen
vollzeitlich einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass das Gutachten von Dr. H._ den
Anforderungen an die neue, im Jahr 2015 eingeführte bundesgerichtliche
Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen nicht genüge. Er hat
argumentiert, dass aus dem Gutachten nicht deutlich werde, ob unter
Berücksichtigung der Hauptkategorien „funktioneller Schweregrad“ und „Konsistenz“
von einer relevanten Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei.
2.6.1 Mit BGE 141 V 281 vom 3. Juni 2015 hat das Bundesgericht seine Praxis zur
Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente wegen somatoformer
Schmerzstörungen und vergleichbarer psychosomatischer Leiden geändert (vgl. z.B.
IV-Rundschreiben Nr. 334). Die neue Praxis gelangt auch bei Rentenüberprüfungen
gemäss lit. a der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision zur Anwendung (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 29. Februar 2016, 9C_354/2015 E. 5). Nach dem alten
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten haben durch die Praxisänderung nicht per se
ihren Beweiswert verloren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des
Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen
entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen
Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In jedem einzelnen Fall ist zu prüfen, ob
die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten ‒
gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten ‒ eine schlüssige
Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V
281 E. 8). Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob das Teilgutachten von Dr. H._ mit
Bezug auf die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung eine
schlüssige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit im Lichte der neuen
Rechtsprechung erlaubt.
2.6.2 Das Bundesgericht hat mit BGE 141 V 281 die bisherige Vermutung, dass der
versicherten Person eine Willensanstrengung zuzumuten sei, mit welcher sie die Folge
einer somatoformen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren psychosomatischen
Leidens, d.h. die subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung, überwinden könnte,
aufgegeben. Neu muss eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung anhand eines
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Kataloges von Indikatoren des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens erfolgen.
Die Handhabung des Katalogs muss stets den Umständen des Einzelfalls gerecht
werden; es handelt sich nicht um eine "abhakbare Checkliste". Die im Regelfall
beachtlichen Standardindikatoren sind:
1. Funktioneller Schweregrad:
- Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome;
- Behandlungserfolg oder -resistenz;
- Komorbiditäten;
- "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende
psychische Funktionen);
- sozialer Kontext.
2. Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens):
- Gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren
Lebensbereichen (sozialer Rückzug, Ressourcen);
- Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen;
- Verhalten im Rahmen der beruflichen (Selbst-)Eingliederung.
Der Beschwerdeführer hat anlässlich der Begutachtung über starke Kopf- und
Nackenschmerzen mit Druckgefühl und über Schmerzen im mittleren bis unteren
Lumbalabschnitt geklagt (IV-act. 88-12). Er hat erklärt, dass er den ganzen Tag über
gar nichts mache. Gelegentlich versuche er, mit seiner Frau draussen ein paar Schritte
zu gehen. Die vom Beschwerdeführer geschilderte praktisch völlige Inaktivität im Alltag
steht in Widerspruch zum anlässlich der gutachterlichen Untersuchung festgestellten
guten somatischen Allgemeinzustand und dem athletischen Körperbau (IV-act. 88-22).
Bereits im Vorgutachten von med. pract. N._ war darauf hingewiesen worden, dass
sich die vom Beschwerdeführer beschriebenen Beschwerden zum Teil nicht in dessen
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Verhalten widerspiegelt hätten (IV-act. 67-3). Auffällig ist auch, dass sich der
Beschwerdeführer nie in psychiatrisch-psychotherapeutische oder psychosomatische
Behandlung begeben hat, obwohl er sich wegen der Schmerzen seit Jahren nicht mehr
arbeitsfähig fühlt. Mangels Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen kann auch
nicht von einer Therapieresistenz gesprochen werden. Psychische Komorbiditäten, die
die Ressourcen des Beschwerdeführers einschränken könnten, liegen nicht vor; die im
Gutachten vom März 2008 attestierte leichte depressive Störung ist nicht mehr
vorhanden. Auch leidet der Beschwerdeführer nicht an einer schweren chronischen
körperlichen Begleiterkrankung. Das soziale Umfeld des Beschwerdeführers ist gemäss
seinen eigenen Aussagen intakt. Der Beschwerdeführer hat einen guten Halt in der
Grossfamilie: Er lebt zusammen mit seinem Vater, seiner Ehefrau und den vier Kindern
in einer Eigentumswohnung und hat einen guten Kontakt zu seinen vier Geschwistern,
die in derselben Stadt wohnen (IV-act. 88-15 f. und 88-20). Eine Motivation zur
beruflichen Eingliederung ist beim Beschwerdeführer nicht vorhanden (siehe z.B. IV-
act. 88-30). Entgegen der Behauptung des Rechtsvertreters erlaubt das Teilgutachten
von Dr. H._ mit Bezug auf die Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung somit eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Insbesondere
unter Berücksichtigung der geschilderten Inkonsistenzen und der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer sich bisher nie in eine adäquate psychiatrisch-psychotherapeutisch
und/oder psychosomatische Behandlung begeben hat, überzeugt die Schlussfolgerung
von Dr. H._, dass die anhaltende somatoforme Schmerzstörung keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit bewirkt. Somit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens seit
dem Untersuchungszeitpunkt (Mai 2014) in psychiatrischer Hinsicht in jeglicher in
Frage kommenden Tätigkeit voll arbeitsfähig ist.
2.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer die angestammte
Tätigkeit als Fahrzeugschlosser nicht mehr zumutbar ist. In einer körperlich adaptierten
Tätigkeit besteht maximal eine 30 %ige Arbeitsunfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht
ist der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.
3.
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3.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Beschwerdegegnerin ist davon ausgegangen,
dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt aus gesundheitlichen Gründen
keine Erwerbseinbusse erlitten habe. Das Validen- und das Invalideneinkommen sind
somit gleich hoch gewesen. Wie die Beschwerdegegnerin das Validen- und
Invalideneinkommen von je Fr. 51'833.-- ermittelt hat, ist anhand der Akten nicht
eruierbar. Der Beschwerdeführer hat eine Anlehre zum Fahrzeugschlosser absolviert
und bis zum Eintritt der Invalidität auf diesem Beruf gearbeitet (siehe IV-act. 25-4). Die
Validenkarriere entspricht somit der Tätigkeit als Fahrzeugschlosser. Im Jahr 2001 hat
er ein Bruttoeinkommen von monatlich Fr. 4'500.-- erzielt (IV-act. 10). Aus dem
Arbeitgeberfragebogen geht nicht hervor, ob der Beschwerdeführer damals einen 13.
Monatslohn erhalten hat. Aus einer Abrechnung der Arbeitslosenkasse vom Mai 2002
ist jedoch ersichtlich, dass diese von einem versicherten Verdienst von Fr. 4'734.--
ausgegangen ist, d.h. der Beschwerdeführer muss neben zwölf Monatslöhnen à Fr.
4'500.-- noch Zusatzleistungen erhalten haben. Ausgehend von einem Monatslohn von
Fr. 4'734.-- hat das Valideneinkommen im Jahr 2001 Fr. 56'808.-- betragen (12 x Fr.
4'734.--). Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Hilfsarbeiters hat
sich im selben Jahr auf Fr. 56'883.-- belaufen (siehe Anhang 2 der IVG-Ausgabe der
Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2006). Das Valideneinkommen des
Beschwerdeführers hat im Jahr 2001 somit praktisch demjenigen eines
durchschnittlichen Hilfsarbeiters entsprochen. Das im Jahr 2001 erzielte
Erwerbseinkommen sagt jedoch nicht viel darüber aus, was für einen Lohn der
Beschwerdeführer im Jahr 2014 ohne gesundheitliche Beeinträchtigung hätte erzielen
können. Gemäss dem individuellen Lohnrechner 2014 Salarium des Bundesamtes für
Statistik hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2014 in der Region Ostschweiz einen
monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Fr. 5'520.-- (inkl. 13. Monatslohn) erzielen
können (Branche: Handel, Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen;
Berufsgruppe: Metallarbeiter, Mechaniker und verwandte Berufe; ohne Kaderfunktion;
41.7 Wochenstunden; abgeschlossene Berufsausbildung; 41 Jahre alt; 15 Dienstjahre;
Unternehmensgrösse: 50 oder mehr Beschäftigte). Laut dem Lohnrechner Salarium
hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2014 ohne gesundheitliche Beeinträchtigung somit
ein Erwerbseinkommen von Fr. 66'240.-- erwirtschaften können (12 x Fr. 5'520.--). Das
durchschnittliche Einkommen eines Hilfsarbeiters hat im Jahr 2014, aufgerechnet auf
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die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, Fr. 66'453.-- betragen.
Das vom Beschwerdeführer im Jahr 2014 im Gesundheitsfall erzielbare Einkommen
entspricht somit, wie bereits im Jahr 2001, praktisch dem durchschnittlichen
Hilfsarbeiterlohn. Da das Validen- und Invalideneinkommen (bis auf eine
vernachlässigbare Differenz) gleich hoch sind, kann ein Prozentvergleich vorgenommen
werden. Ob im vorliegenden ein Tabellenabzug vorzunehmen ist, kann offen gelassen
werden. Ausgehend von einer somatisch bedingten 30 %igen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit wäre im vorliegenden Fall nämlich ein Tabellenlohnabzug von
höchstens 10 % angemessen. Selbst wenn dem Einkommensvergleich eine
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 % zugrunde gelegt und ein Tabellenlohnabzug von 10
% gewährt würde, würde noch ein rentenausschliessender IV-Grad von 37 %
resultieren (30 % + [70 % x 0.1]).
3.2 Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Rente des Beschwerdeführers zu Recht
per 1. Dezember 2014 aufgehoben. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die Gerichtsgebühr
in der Höhe von Fr. 600.-- ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist der Beschwerdeführer von der Bezahlung der
Gerichtsgebühr zu befreien.
4.2 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr.
12'000.--. In einem durchschnittlichen IV-Rentenfall spricht das Versicherungsgericht
praxisgemäss eine pauschale Entschädigung von Fr. 3'500.-- zu. Der Rechtsvertreter
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hat keine Honorarnote eingereicht. Der Beschwerdeführer hat seinen Rechtsvertreter
erst für den zweiten Schriftenwechsel beigezogen. Die Replik ist mit drei Seiten
Begründung eher kurz ausgefallen. Im vorliegenden Fall erscheint daher eine
unterdurchschnittliche pauschale Entschädigung von Fr. 2'000.-- als angemessen.
Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat
den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 1'600.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer).
4.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung der Gerichtskosten und zur Rückerstattung der Parteientschädigung
verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1]).