Decision ID: f77e7808-9721-55a4-bf6c-08af9d5eced6
Year: 2020
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_005
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: penal_law

Sachverhalt
A. Am 12. November 2015 reichten B._ und der Verein C._ Strafklage und – anzeige gegen A._, insbesondere wegen Verleumdung, subsidiär übler Nachrede, versuchter Erpressung, subsidiär Drohung, sowie Verletzung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, ein (F 15 10644, act. 2000 ff.).
Mit Strafbefehl vom 14. Februar 2018 sprach die Staatsanwaltschaft A._ der üblen , Drohung, versuchter Nötigung sowie Verletzung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb schuldig. Er wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 160 Tagen und einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à CHF 30.- beides bei einer Probezeit von 3 Jahren und einer Busse von CHF 2'000.- verurteilt. A._ wurde darüber hinaus verpflichtet, einen von der Staatsanwaltschaft vorgegebenen Text auf dem Portal « D._ » zu veröffentlichen sowie B._ und dem Verein C._ eine Parteientschädigung von CHF 8'560.- zu bezahlen. Letztere wurden für ihre Zivilforderungen auf den Zivilweg verwiesen (F 15 10644, act. 10'005 ff.).
Am 16. Februar 2018 erhob A._ Einsprache gegen diesen Strafbefehl (F 15 10644, act. 10'009). Am 22. Februar 2018 leitete die Staatsanwaltschaft das Dossier an die Polizeirichterin des Broyebezirks (nachfolgend: die Polizeirichterin) weiter (50 2018 13, act. 1). Nach mehreren Beschwerden an die Strafkammer des Kantonsgerichts (nachfolgend: die Strafkammer) und das Bundesgericht, erhielt die Polizeirichterin das Dossier am 27. Dezember 2018 zurück (50 2018 13, act. 225).
B. Am 15. Februar 2019 ernannte die Polizeirichterin Rechtsanwalt Philippe Corpataux zum amtlichen Verteidiger (notwendige Verteidigung) von A._ (50 2018 13, act. 288 ff.). Gleichentags lud sie die Parteien zur Hauptverhandlung am 13. Juni 2019 um 09.00 Uhr vor (50 2018 13, act. 292 ff.). Diese Vorladung wurde A._ persönlich am 25. Februar 2019  (50 2018 13, Sendungsverfolgung, insb. act. 313).
Daraufhin folgten erneut mehrere Beschwerde- und Ausstandsverfahren, wobei die Polizeirichterin die vorgesehene Verhandlung vom 13. Juni 2019 am 21. Februar 2019, 9. April 2019, 25. April 2019, 9. Mai 2019, 16. Mai 2019, 21. Mai 2019, 22. Mai 2019, 24. Mai 2019 und 28. Mai 2019 bestätigte (50 2018 13, act. 299 f., 355, 359, 436, 440, 467, 471, 479, 488).
Mit beschwerdefähiger Verfügung vom 4. Juni 2019 bestätigte die Polizeirichterin auf Gesuch von Rechtsanwalt Philippe Corpataux ihren Entscheid, die Verhandlung vom 13. Juni 2019 , da den hängigen Beschwerden keine aufschiebende Wirkung zukomme (50 2018 13, act. 521). Am 5. Juni 2019 beantragte Rechtsanwalt Philippe Corpataux, sein Mandat als amtlicher Verteidiger zu widerrufen, was die Polizeirichterin mit Verfügung vom 6. Juni 2019 tat (50 2018 13, act. 539 ff.).
Am 13. Juni 2019 blieb A._ unentschuldigt der Verhandlung fern und liess sich auch nicht vertreten. Die Säumnis wurde 30 Minuten nach Eröffnung der Verhandlung um 09.30 Uhr  (50 2018 13, act. 559).
Mit Verfügung vom gleichen Tag nahm die Polizeirichterin Vormerk, dass die Einsprache vom 16. Februar 2018 als zurückgezogen gilt und der Strafbefehl vom 14. Februar 2018 am Tag, an welchem er gesprochen wurde, in Rechtskraft erwachsen ist. A._ wurde verurteilt,
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B._ und dem Verein C._ eine Parteientschädigung von CHF 9'386.40 für das Einspracheverfahren zu bezahlen. Weiter wurden ihm die Verfahrenskosten von CHF 1'500.- auferlegt. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung durch Rechtsanwalt Philippe Corpataux wurde auf CHF 4'105.70, inkl. MwSt., festgesetzt und A._ darauf hingewiesen, dass er diesen Betrag dem Staat zurückzuerstatten hat, sobald seine finanzielle Situation es erlaubt (50 2018 13, act. 567 ff.). Dieser Entscheid wurde A._ am 21. Juni 2019 zugestellt.
C. Am 17. Juni 2019 reichte A._ zwei Arztzeugnisse ein, welche zu Handen seines Arbeitgebers ausgestellt wurden und eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom Nachmittag des 12. bis am 13. Juni 2019 und am Morgen des 14. Juni 2019 wegen Krankheit attestieren. Diese  wurde als ein Gesuch um Fristwiederherstellung verstanden.
Mit Verfügung vom 18. Juni 2019, zugestellt am 21. Juni 2019, wies die Polizeirichterin das  ab und auferlegte A._ die Verfahrenskosten von CHF 200.-.
D. Mit nichtunterzeichneter Eingabe vom 1. Juli 2019 erhob A._ Beschwerde gegen die Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019. Er beantragt namentlich unter Kostenfolge deren , die Erteilung der aufschiebenden Wirkung (vorsorgliche Massnahmen), den Ausstand des Gerichts des Broyebezirks sowie eine Genugtuung von CHF 5'000.-. In der Folge unterzeichnete er seine Eingabe innert der hierfür angesetzten Frist.
Am 11. Juli 2019 reichte A._ eine ergänzende Beschwerde gegen die Ziffern 2 () und 3 (Verfahrenskosten) des Dispositivs der Verfügung der Polizeirichterin vom 13. Juni 2019 ein und beantragte unter Kostenfolge deren Aufhebung und die Feststellung der Verletzung seines rechtlichen Gehörs, subsidiär die Zurückweisung an die erste Instanz zur neuen Entscheidung.
Am 16. Juli 2019 informierte die Instruktionsrichterin der Strafkammer A._, dass der  vom 14. Februar 2018 noch nicht rechtskräftig ist, soweit er gegen die Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019 Beschwerde erhoben hat, so dass keine vorsorglichen Massnahmen ( Wirkung) anzuordnen sind.
Mit Schreiben vom 19. Juli 2019 schloss die Polizeirichterin auf Abweisung der Beschwerde vom 1. Juli 2019 und auf Nichteintreten der ergänzenden Eingabe vom 11. Juli 2019. Die  beantragt mit Schreiben vom 6. August 2019 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Schreiben vom 13. November 2019 informierte die Instruktionsrichterin A._, die Staatsanwaltschaft sowie B._ und den Verein C._, dass die Strafkammer , den Entscheid auf Deutsch zu erlassen und setzte eine Frist von 10 Tagen für allfällige Stellungnahmen. Darüber hinaus stellte sie A._ auf sein Gesuch hin eine Kopie des  vom 13. Juni 2019 zu.
Am 15. November 2019 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie darauf verzichtet, eine  zur Verfahrenssprache einzureichen.
B._ und der Verein C._ erklärten sich am 25. November 2019 damit , dass der Entscheid auf Deutsch ergeht. A._ nahm hierzu am 18. Dezember 2019 Stellung.
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B._ und dem Verein C._ wurde am 20. Januar 2020 die Möglichkeit gegeben, zur ergänzenden Beschwerde vom 11. Juli 2019 Stellung zu nehmen. Sie liessen sich innert der  Frist nicht vernehmen.

Erwägungen
1.
Der Beschwerdeführer beantragt, dass das Beschwerdeverfahren auf Deutsch zu führen sei.
Das Rechtsmittelverfahren wird grundsätzlich in der Sprache des angefochtenen Entscheids durchgeführt (Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1]). Das  Verfahren wurde im Broyebezirk und somit auf Französisch durchgeführt (Art. 115 Abs. 2 Bst. a JG), womit auch das vorliegende Verfahren grundsätzlich auf Französisch zu führen ist. Allerdings kann eine für den ganzen Kanton zuständige Behörde von dieser Regel abweichen, wenn den Verfahrensparteien daraus kein schwerwiegender Nachteil erwächst und die  Person in einem Strafverfahren zustimmt (Art. 118 Abs. 1 JG).
Bislang führte die Strafkammer sämtliche Verfahren, in die der Beschwerdeführer involviert war, auf Französisch durch (vgl. Urteile KG 502 2018 49, 50, 51, 61, 93, 100, 101, 102, 138, 139, 140, 141, 207, 208, 235, 502 2019 48, 71, 73, 91, 159, 173). In seiner Eingabe vom 1. Juli 2019 begründet er jedoch sein Gesuch um Deutsch als Verfahrenssprache ausführlich. Zwar geht aus seinen bisher eingereichten Stellungnahmen, Gesuchen und Beschwerden – auch ans  – hervor, dass er ohne Weiteres den Sinn der Schriftenwechsel, Entscheide und Urteile ergreift und demnach Französisch versteht, womit grundsätzlich kein Grund besteht, von Art. 115 Abs. 4 JG abzuweichen (vgl. Urteil BGer 6B_851/2018 vom 7. Dezember 2018 E. 1). Allerdings geht es dieses Mal um die Frage, ob ihn an der Säumnis vom 13. Juni 2019 ein Verschulden trifft oder nicht. Davon hängt ab, ob der Strafbefehl vom 14. Februar 2019, in welchem er namentlich zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, in Rechtskraft erwächst. Darüber hinaus haben die anderen Parteien keine Einwände dagegen erhoben, dass der Entscheid auf Deutsch ergeht bzw. sich sogar damit einverstanden erklärt. Aus diesen Gründen rechtfertigt es sich, ausnahmsweise von Art. 118 Abs. 1 JG Gebrauch zu machen und den Entscheid auf Deutsch zu erlassen. Hingegen sind die Eingaben der Staatsanwaltschaft, der Polizeirichterin sowie von B._ und dem Verein C._ nicht zu übersetzen, da der Beschwerdeführer diese ohnehin versteht.
2.
Der Beschwerdeführer beantragt weiter die Vereinigung seiner Beschwerde vom 1. Juli 2019 gegen die Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019, seinem Ausstandsgesuch und seiner  Beschwerde vom 11. Juli 2019.
Nach Art. 30 StPO können die Staatsanwaltschaft und die Gerichte aus sachlichen Gründen  trennen oder vereinen. Vorliegend betreffen die Eingaben des Beschwerdeführers den gleichen Sachverhalt und es werden ähnliche Rügen erhoben. Der Vereinigung der Verfahren steht nichts entgegen.
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3.
Der Beschwerdeführer beantragt ferner, dass die Privatkläger vom Verfahren ausgeschlossen werden. Er habe sein Konfrontationsrecht noch nicht ausüben können und die Beschwerdeschrift enthalte Argumente, die er in diesem Rahmen den Privatklägern mit Überraschungseffekt  halten wolle.
Die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz trifft die notwendigen und unaufschiebbaren  und vorsorglichen Massnahmen (Art. 388 StPO). Ist das Rechtsmittel nicht  unzulässig oder unbegründet, so stellt sie den anderen Parteien und der Vorinstanz die Rechtsmittelschrift zur Stellungnahme zu (Art. 390 Abs. 2 StPO). Die Strafbehörden beachten namentlich das Gebot, alle Verfahrensbeteiligten gleich und gerecht zu behandeln und ihnen rechtliches Gehör zu gewähren (Art. 3 Abs. 2 Bst. c StPO, vgl. auch Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Die Strafbehörden können das rechtliche Gehör einschränken, wenn der begründete Verdacht besteht, dass eine Partei ihre Rechte missbraucht oder dies für die Sicherheit von  oder zur Wahrung öffentlicher oder privater Geheimhaltungsinteressen erforderlich ist (Art. 108 Abs. 1 StPO). Eine solche Einschränkung ist jedoch nur mit Zurückhaltung anzuordnen (BGE 139 IV 25 E. 5.5.6-5.5.11; Urteil BGer 1B_303/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 3.1).
Die Beschwerdeschrift vom 1. Juli 2019 enthält keinerlei neue Tatsachen oder Beweismittel. Auch die vom Beschwerdeführer hervorgehobenen Ziff. 3.9 – 3.11 seiner Beschwerdeschrift stützen sich auf bereits vorhandene Beweismittel ab. So führt er in Ziff. 3.9 aus, die Vorinstanz habe bereits im Frühling 2019 festgestellt, dass B._ die Vollmacht zur Vertretung des Vereins C._ im Strafverfahren fehle. Dies ist den Privatklägern jedoch bereits hinlänglich bekannt (vgl. 50 2018 13, act. 436, 451 ff.). In Ziff. 3.10 geht es um Beweismittel, die er offenbar am 13. Juni 2016  hat und somit ebenfalls bereits bekannt sind (vgl. 50 2018 13, act. 282 f.). In Ziff. 3.11 rügt er sodann die Verletzung seiner Privatsphäre durch die Vorinstanz, indem diese der  Angaben über seine Eltern und seinen Zivilstand preisgegeben habe. Diese Informationen sind demnach auch nicht neu, vermögen darüber hinaus eine Konfrontationseinvernahme ohnehin nicht zu vereiteln, weswegen die Privatkläger diesbezüglich nicht vom Verfahren auszuschliessen sind. Es ist daher nicht ersichtlich, welche Argumente die Beschwerdeschrift enthalten soll, die der Beschwerdeführer im Falle der Gutheissung der Beschwerde im Rahmen einer  mit einem Überraschungseffekt der Privatklägerschaft entgegen halten will. Der Beschwerdeführer vermag somit nicht darzulegen, inwiefern die vorliegende Angelegenheit eine Einschränkung des rechtlichen Gehörs der Privatkläger rechtfertigen würde. Das Gesuch ist demnach abzuweisen.
4.
Der Beschwerdeführer ist sodann der Ansicht, dass das Gericht des Broyebezirks in den Ausstand zu treten habe und sämtliche Handlungen und Entscheide des Gerichts aufzuheben und zu wiederholen seien.
4.1. Gemäss Art. 56 Bst. f StPO tritt eine in einer Strafbehörde tätige Person in den Ausstand, wenn sie aus anderen Gründen, insbesondere wegen Freundschaft oder Feindschaft mit einer Partei oder deren Rechtsbeistand, befangen sein könnte. Bei dieser Bestimmung handelt es sich um eine Generalklausel, welche alle Ausstandsgründe erfasst, die in Art. 56 Bst. a-e StPO nicht ausdrücklich vorgesehen sind. Sie entspricht Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Danach hat jede Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen,  und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Die
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Rechtsprechung nimmt Voreingenommenheit und Befangenheit an, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu . Solche Umstände können namentlich in einem bestimmten Verhalten des Richters  sein. Dabei ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begründet erscheinen. Es genügt, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. Für die Ablehnung ist nicht erforderlich, dass der Richter  befangen ist (BGE 141 IV 178 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Allfällige materielle oder prozessuale Rechtsfehler stellen nur dann einen Ausstandsgrund dar, wenn sie besonders krass sind oder ungewöhnlich häufig auftreten, sodass sie einer schweren Amtspflichtverletzung gleichkommen und sich einseitig zulasten einer der Prozessparteien . Ansonsten sind primär die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel gegen beanstandete Verfahrenshandlungen auszuschöpfen. Das Ausstandsverfahren soll den Parteien nicht dazu dienen, die Art, wie das Verfahren geführt wird, und Zwischenentscheide der Verfahrensleitung anzufechten (BGE 143 IV 69 E. 3.2 mit Hinweisen).
Wird ein Ausstandsgrund nach Artikel 56 Buchstabe a oder f geltend gemacht oder widersetzt sich eine in einer Strafbehörde tätige Person einem Ausstandsgesuch einer Partei, das sich auf Artikel 56 Buchstaben b–e abstützt, so entscheidet ohne weiteres Beweisverfahren und endgültig die Beschwerdeinstanz, wenn die Staatsanwaltschaft, die Übertretungsstrafbehörden oder die  Gerichte betroffen sind (Art. 59 Abs. 1 Bst. b StPO), d.h. im Kanton Freiburg die  (Art. 64 Bst. c JG). Die betroffene Person nimmt zum Gesuch Stellung (Art. 58 Abs. 2 StPO). Der Entscheid ergeht schriftlich und ist zu begründen (Art. 59 Abs. 2 StPO).
4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass das Gericht des Broyebezirks voreingenommen sei, da es sich in seiner Verfügung vom 18. Juni 2019 verschiedener Mutmassungen bediene, welche sich keineswegs auf den Sachverhalt abstützten. Es sei in Verletzung der  von einer für ihn ungünstigen Konstellation ausgegangen, obschon diese Konstellation neben zahlreichen anderen Konstellationen in keiner Weise als wahrscheinlicher gilt. Die Tatsache, dass sich das Bezirksgericht Mutmassungen bediene, ohne zuvor eine Stellungnahme von ihm zum fraglichen Sachverhalt einzuholen, schliesse auf die fehlende Offenheit des  gegenüber der Verteidigung. Schliesslich verhalte sich das Bezirksgericht treuwidrig. Es habe sich während des ganzen Verfahrens geweigert, seine Parteieingaben auf Deutsch zu akzeptieren. Sein Schreiben vom 17. Juni 2019 und die Arztzeugnisse, welche ebenso auf Deutsch verfasst worden seien, habe es akzeptiert, ebenso sein Schreiben vom 27. Juni 2019. Ein solch ambivalentes Verhalten des Gerichts, nachdem es den Fall für abgeschlossen halte, lasse auf eine Feindseligkeit ihm gegenüber im Rahmen des Verfahrens schliessen.
Die Polizeirichterin schloss am 19. Juli 2019 auf Abweisung der Beschwerde vom 1. Juli 2019.
4.3. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, ist die Verfügung vom 18. Juni 2019 nicht zu  (vgl. nachstehend E. 5). Darüber hinaus sind fehlerhafte Verfügungen grundsätzlich auf dem Rechtsmittelweg anzufechten und der Beschwerdeführer vermag nicht darzulegen, dass die angeblichen Verfahrensfehler von einer derartigen Schwere sind, dass auf die  der Vorinstanz zu schliessen ist. Die Strafkammer hat vielmehr bereits erwogen, die  habe zu Recht vom Beschwerdeführer verlangt, dass seine Eingaben auf Französisch zu erfolgen haben (Urteil KG FR 502 2019 48 + 71 vom 18. März 2019 E. 7.5; das Bundesgericht trat mit Urteil 1B_226/2019 vom 11. Juli 2019 nicht auf die dagegen erhobene Beschwerde ein), so
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dass nicht darauf zurückzukommen und der Vorinstanz betreffend die Verfahrenssprache nichts vorzuwerfen ist. Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern es eine Feindseligkeit ihm gegenüber darstellen soll, wenn die Vorinstanz dennoch zuletzt seine Eingaben auf Deutsch akzeptiert hat.
Das Ausstandsgesuch ist demnach abzuweisen.
5.
Der Beschwerdeführer erhebt weiter Beschwerde gegen die Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019 der Polizeirichterin. Diesbezüglich hat er zwei Beschwerdeschriften eingereicht. Eine am 1. Juli 2019 (E. 5.1 ff.) und die andere am 11. Juli 2019 (E. 6).
5.1.
5.1.1. Die Beschwerde ist zulässig gegen die Verfügungen und Beschlüsse sowie die  der erstinstanzlichen Gerichte; ausgenommen sind verfahrensleitende Entscheide (Art. 393 Abs. 1 Bst. b StPO und Art. 85 Abs. 1 JG). Sie ist innert 10 Tagen schriftlich und  bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 385 und Art. 396 Abs. 1 StPO)
Die Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019 der Polizeirichterin wurden dem Beschwerdeführer beide am 21. Juni 2019 zugestellt. Die am 1. Juli 2019 eingereichte Beschwerde erfolgte somit fristgerecht. Betreffend den Rückzug der Einsprache und die Fristwiederherstellung enthält sie auch eine Begründung.
Hingegen sind die Angaben über die Eltern des Beschwerdeführers und seinen Zivilstand bereits seit langem bekannt und nicht erst seit den Verfügungen vom 13. und 18. Juni 2019 (vgl. F 15 10644, act. 1'000). Der Beschwerdeführer hat bisher keinen Genugtuungsantrag gestellt und dies war entsprechend auch nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügungen. Die Strafkammer ist nicht zuständig, um erstinstanzlich über Genugtuungsforderungen zu entscheiden und der Beschwerdeführer legt in keiner Weise dar, inwiefern Art. 429 StPO erfüllt sein soll. Auf die Beschwerde ist somit betreffend die angebliche Verletzung der Privatsphäre und die  nicht einzutreten.
5.1.2. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO).
5.1.3. Die Strafkammer entscheidet ohne Verhandlung (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie verfügt  über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO).
5.2.
5.2.1. Der Beschwerdeführer ist zunächst der Ansicht, dass der Strafbefehl vom 14. Februar 2018 nichtig sei. Dieser sei durch den Rückzug des Strafantrages der Strafkläger ungültig geworden. Der Strafantrag gelte als zurückgezogen, wenn die antragstellende Person den von der  organisierten Vergleichsverhandlungen fernbleibt. Wie die Vorinstanz im Frühling 2019 selber festgestellt habe, fehlte B._ die Vollmacht zur Vertretung des Vereins C._ im Strafverfahren. Im Rahmen der Einvernahme vom 7. Juni 2016, in welcher die  einen Vergleich herbeiführen wollte, sei der zweite Strafkläger somit nicht gehörig vertreten gewesen. Somit sei der Strafantrag in Bezug auf den zweiten Strafkläger zurückgezogen worden. Der Strafbefehl sei demnach nichtig, die Voraussetzungen für die Hauptverhandlung daher nicht erfüllt gewesen, womit die Verfügung vom 13. Juni 2019 aufzuheben sei.
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5.2.2. Nach der Rechtsprechung ist eine Verfügung nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Als Nichtigkeitsgrund kommt namentlich die Unzuständigkeit der verfügenden Behörde in Betracht. Die Nichtigkeit ist jederzeit und von sämtlichen staatlichen Instanzen von Amtes wegen zu beachten; sie kann auch im Rechtsmittelweg festgestellt werden (BGE 132 II 342 E. 2.1 mit Hinweisen).
5.2.3. Es ist nicht ersichtlich, warum es sich bei der angeblichen Ungültigkeit des Strafantrages um einen besonders schweren und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbaren Mangel handeln soll. Zumal der Beschwerdeführer lediglich geltend macht, dass in Bezug auf einen der beiden Strafkläger kein gültiger Strafantrag vorliege, der Verein C._ am 15. Mai 2019 bestätigte, dass B._ zur Einreichung des Strafantrags legitimiert war (50 2018 13, act. 452), und es sich bei der versuchten Nötigung (Art. 22 Abs. 1 i.V.m. Art. 181 StGB) um ein  handelt. Die angebliche Ungültigkeit des Strafantrages wäre demnach im  geltend zu machen gewesen (vgl. auch RIEDO, in Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 30 N. 112 ff.).
5.3.
5.3.1. Der Beschwerdeführer rügt sodann, dass die Vorinstanz eine angebliche Verletzung von Art. 205 StPO als Grund für den Rückzug der Einsprache vorgebracht habe. Anwendbar sei jedoch Art. 355 Abs. 2 StPO. Die Vorinstanz habe eine von Art. 205 StPO nicht vorgesehene Rechtsfolge statuiert, weshalb die Verfügung aufzuheben sei. Weiter dränge sich aus seinem gesamten  der Schluss auf, dass er an der gerichtlichen Überprüfung festhielt und immer noch festhalte. Es habe somit kein konkludenter Rückzug der Einsprache angenommen werden dürfen.  werde Art. 6 Abs. 1 EMRK durch Art. 356 Abs. 4 StPO verletzt. Ferner sei die Verfügung voreilig gewesen, da beim Bundesgericht drei Anträge um vorsorgliche Massnahmen hängig seien.
Er wirft der Vorinstanz überdies vor, pauschal zu behaupten, dass er eine  gehabt habe. In Verletzung der Unschuldsvermutung werde von einer für ihn ungünstigen Konstellation ausgegangen, während das Arztzeugnis Raum lasse für – je nach Grund der  und Dauer der Behandlung – andere, ebenso plausible Annahmen. Das Arztzeugnis  lediglich, dass die Krankheit am Nachmittag des 12. Juni 2019 begann. Weder die Zeit der Konsultation noch deren Dauer oder Grund seien im Arztzeugnis aufgeführt. Diese Umstände hätte die Vorinstanz prüfen und ihm eine Gelegenheit zur Stellungnahme einräumen müssen, falls sie die Meinung vertrat, dass das Arztzeugnis für Zwecke von Art. 356 Abs. 4 StPO nicht ausreicht. Ausserdem sei sein rechtliches Gehör verletzt worden, da sich die Vorinstanz nicht damit  gesetzt habe, dass er zu 100% arbeitsunfähig war. Die Arbeitsunfähigkeit schliesse im Übrigen die Verhandlungsunfähigkeit nicht aus, im Gegenteil weise sie sogar daraufhin. Das  sei vom Notfallarzt standardmässig für den Arbeitgeber ausgestellt worden. Die Vorinstanz hätte eine Nachfrist einräumen müssen, um ein exakteres Arztzeugnis einzuholen, in welchem der behandelnde Arzt die Verhandlungsfähigkeit explizit bestätigt oder ausschliesst. Ausserdem handle es sich beim Kantonsspital um eine öffentlich-rechtliche Anstalt, ist somit Teil des Staates, welchem die Vorinstanz vollen Glauben zu schenken hat. Weiter verkenne die Vorinstanz, dass seine Rolle während der Hauptverhandlung nicht nur jene des Beschuldigten, sondern auch des Verteidigers gewesen sei, was ohne Weiteres Arbeit darstelle. Ferner sei sein persönliches Erscheinen verlangt worden, womit ihm nicht vorgehalten werden könne, dass er sich nicht habe vertreten lassen. Darüber hinaus könne nicht ernsthaft behauptet werden, dass eine Vertretung am Vortag der Hauptverhandlung hätte organisiert werden können. In der Verfügung vom 6. Juni 2019
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habe die Vorinstanz selber bestätigt, dass die Vertretung nicht ohne vorhergehenden Kontakt mit ihm effektiv ausgeübt werden könne. Schliesslich habe die Vorinstanz mit dieser Verfügung selber den Zustand herbeigeführt, dass er während der Hauptverhandlung ohne Rechtsvertretung war.
5.3.2. Nach Art. 356 Abs. 4 StPO gilt die Einsprache gegen den Strafbefehl als zurückgezogen, wenn die Einsprache erhebende Person der Hauptverhandlung unentschuldigt fernbleibt und sie sich auch nicht vertreten lässt. Hat die Verfahrensleitung die beschuldigte Person zum  Erscheinen verpflichtet, gilt die Rückzugsfiktion von Art. 356 Abs. 4 StPO nach der  auch, wenn diese der Hauptverhandlung fernblieb und lediglich deren Rechtsanwalt zur Verhandlung erschien (Urteil BGer 6B_1201/2018 vom 15. Oktober 2019 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
Der Strafbefehl ist mit der verfassungsrechtlichen Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) bzw. dem konventionsrechtlichen Anspruch auf Zugang zu einem Gericht mit voller Überprüfungskompetenz (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) nur vereinbar, weil es letztlich vom Willen des Betroffenen abhängt, ob er diesen akzeptieren oder mit Einsprache vom Recht auf gerichtliche Überprüfung Gebrauch machen will. Angesichts dieser fundamentalen Bedeutung des Einspracherechts darf ein  Rückzug der Einsprache gegen den Strafbefehl nur angenommen werden, wenn sich aus dem gesamten Verhalten des Betroffenen der Schluss aufdrängt, er verzichte mit seinem  am weiteren Gang des Strafverfahrens bewusst auf den ihm zustehenden Rechtsschutz. Der vom Gesetz an das unentschuldigte Fernbleiben geknüpfte (fingierte) Rückzug der Einsprache setzt deshalb voraus, dass sich der Beschuldigte der Konsequenzen seiner Unterlassung bewusst ist und er in Kenntnis der massgebenden Rechtslage auf die ihm zustehenden Rechte . Zu verlangen ist daher, dass der Betroffene hinreichend über die Folgen des unentschuldigten Fernbleibens in einer ihm verständlichen Weise belehrt wird (Art. 201 Abs. 2 lit. f StPO).  bleiben Fälle rechtsmissbräuchlichen Verhaltens (Urteile BGer 6B_152/2013 vom 27. Mai 2013 E. 4.5.1 ff.; 6B_801/2019 vom 21. November 2019 E. 1.1.1, zur Publikation vorgesehen; 6B_1201/2018 vom 15. Oktober 2019 E. 4.3.1; BGE 140 IV 82 E. 2.3; 142 IV 158 E. 3.1 ff.; je mit Hinweisen). Als allgemeiner Rechtsgrundsatz gilt das Rechtsmissbrauchsverbot in der ganzen Rechtsordnung mit Einschluss des öffentlichen Rechts sowie des Prozess- und . Es bildet Bestandteil des schweizerischen Ordre public und ist von jeder Instanz von Amtes wegen anzuwenden. Die Geltendmachung eines Rechts ist missbräuchlich, wenn sie im  zu einem früheren Verhalten steht und dadurch erweckte berechtigte Erwartungen enttäuscht. Widersprüchliches Verhalten kann aber auch ohne Enttäuschung berechtigter  in einer gegenwärtigen, in sich völlig unvereinbaren und darum widersprüchlichen  gesehen werden. Missbräuchlich ist ferner die Rechtsausübung, die ohne  Interesse erfolgt oder zu einem krassen Missverhältnis berechtigter Interessen führen würde. Rechtsmissbrauch liegt auch vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die nicht in dessen Schutzbereich liegen (Urteil BGer 6B_720/2015 vom 5. April 2016 E. 9.3.3 mit Hinweisen).