Decision ID: fdc23eed-bf55-5988-933b-ef7352267ec0
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Mai 1998 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Im Juni 1998 berichtete Dr. med. B._ (IV-act. 7),
der Versicherte leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem
Arbeitsunfall mit einer Schädelprellung, einer Labyrinthkontusion rechts und einer
möglichen Contusio cerebri. Der Unfall habe sich im Oktober 1997 ereignet. Der
Versicherte sei von einem leeren Betonkübel am Kopf getroffen worden. Im Auftrag der
IV-Stelle führte die berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) Appisberg vom 16. November
1998 bis zum 11. Dezember 1998 eine berufliche Abklärung durch. Sie berichtete am
14. Januar 1999 (IV-act. 17), der Versicherte habe eine gute Arbeitsmotivation gezeigt.
Eine körperlich leichte und wenig anspruchsvolle, einfachere manuelle Tätigkeit könne
ihm ganztags zugemutet werden. Im Zusammenhang mit Befindlichkeitsschwankungen
stehende Leistungsschwankungen und eine verminderte Stresstoleranz
verunmöglichten aber zur Zeit eine Verwertung der Arbeitsfähigkeit in der freien
Wirtschaft. Am 9. Juni 1999 erstattete Dr. med. C._ ein rheumatologisches
Gutachten für die IV-Stelle (IV-act. 37). Er hielt fest, es sei äusserst schwierig gewesen,
den theatralisch und demonstrativ wirkenden Versicherten überhaupt klinisch-
somatisch zu untersuchen. Der Versicherte habe allerdings wohl nicht bewusst
aggraviert. Es handle sich eher um eine chronifizierte Symptomerweiterung, eventuell
sogar um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Diagnostisch lägen ein
chronisches cervico-cephales bis cervico-spondylogenes Syndrom bei einem Status
nach einem Arbeitsunfall, mit einer Contusio labyrinthii rechts, einer mittel- bis
hochgradigen hochbetonten Hörstörung rechts, einer zentralvestibulären Störung, einer
Schwindelsymptomatik, einem Blickrichtungsnystagmus, einer in einem aktuellen MRI
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nachgewiesenen diskreten Hirnstammläsion und einer wahrscheinlich traumatischen
Läsion der Bandscheibe C4/5 sowie eine massive Somatisierung mit einer funktionellen
Hemihypästhesie rechts bei einer Verarbeitungsstörung und einer somatisierenden
Ausgestaltung vor dem Hintergrund einer massiv belasteten psychosozialen Situation
vor. Medizinisch-theoretisch seien dem Versicherten leichte, adaptierte Tätigkeiten
mindestens zu 50 Prozent zumutbar. Angesichts der Regressionstendenzen des
Versicherten wäre es sinnvoll, ihn zu berenten und ihm eine Tätigkeit in einem
geschützten Rahmen mit einem Pensum von mindestens 50 Prozent zuzuweisen. Mit
einer Verfügung vom 4. Mai 2000 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab
dem 1. Oktober 1998 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 93 Prozent zu
(IV-act. 49).
A.b Im August 2012 erhielt die IV-Stelle einen anonymen telefonischen Hinweis (IV-
act. 104). Der Hinweisgeber machte geltend, der Versicherte sei seit den Sommerferien
2012 ohne Krücken unterwegs. Er wirke nicht schmerzgeplagt. Seine Wohnung
verlasse er tagsüber nur sehr selten; hauptsächlich gehe er nachts ausser Haus. Im
Auftrag der IV-Stelle erstattete das Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB) am
29. August 2013 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 121). Der orthopädische
Sachverständige hielt fest, die Erhebung des Status habe sich schwierig gestaltet, da
der Versicherte bei sämtlichen Funktionsprüfungen mit starken Gegeninnervationen
reagiert und gewisse Untersuchungen gar nicht erst zugelassen habe. Insgesamt sei
der objektive klinische Befund weitgehend unauffällig gewesen. Da der Versicherte an
einem chronischen cervico-cephalen und cervico-spondylogenen Syndrom und an
einem chronischen lumbo-spondylogenen Syndrom leide, seien ihm keine schweren
körperlichen Tätigkeiten mehr zumutbar. Leidensadaptierte Tätigkeiten seien dagegen
uneingeschränkt zumutbar. Eine retrospektive Beurteilung sei schwierig, weil die
Aktenlage äusserst dünn sei. Der neurologische Sachverständige führte aus, aus
neurologischer Sicht stehe ein Blickrichtungsnystagmus nach links im Vordergrund, der
zumindest einen Teil der geltend gemachten Schwindelbeschwerden erkläre. Unter
Berücksichtigung des klinischen Bildes und der durchgeführten Zusatzuntersuchungen
sei diese Okulomotorikstörung als zentral bedingt zu werten. Weder anhand der Akten
noch anhand der aktuellen klinischen Befunde lasse sich eine Contusio cerebri
dokumentieren. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Versicherte den
Nystagmus nicht als eigentlichen Schwindel empfinde, bestehe der Verdacht, dass es
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sich um einen vorbestehenden Befund handle. Damit im Einklang stehe auch die
fehlende Kompensation im Verlauf. Die vom Versicherten geklagten Kopfschmerzen
seien initial wohl posttraumatisch bedingt gewesen. Mittlerweile liege diesbezüglich
allerdings ein chronifizierter Zustand vor, der wahrscheinlich multifaktoriell bedingt sei.
Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation sei von einer relevanten psychischen
Überlagerung respektive von einer Schmerzfehlverarbeitung auszugehen. Die
angegebene Schmerzausstrahlung vom Kreuz ins rechte Bein hinten habe sich in der
klinischen Untersuchung nicht auf eine Reizsymptomatik der Wurzel S1 zurückführen
lassen. Die lumbo-ischialgiform anmutenden Beschwerden liessen sich nicht sicher
klassifizieren; eine organische Ursache sei nicht ersichtlich. In Bezug auf die gesamte
Symptomatik bestehe eine funktionelle Überlagerung, die ja auch schon in den
Vorakten dokumentiert sei. Aus neurologischer Sicht bestehe für Tätigkeiten, die keine
höheren Anforderungen an das Gleichgewichtssystem stellten, keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit. Der psychiatrische Sachverständige führte aus, retrospektiv habe
nach dem Unfall vorübergehend eine Anpassungsstörung mit gemischten Gefühlen
und Sozialverhalten vorgelegen. Diese Störung sei anschliessend bei erheblichen
emotionalen Konflikten und psychosozialen Problemen in eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung mit dem Leitsymptom Schmerz und dissoziativen
Anteilen (Gangstörung) sowie Anteilen einer Somatisierungsstörung übergegangen.
Aktuell liege ein ausgeprägtes Ausmass an Somatisierung vor. Im Verhalten hätten sich
erhebliche Inkonsistenzen und Diskrepanzen – bis hin zu einer bewusstseinsnahen
Aggravation – gezeigt. Der objektive klinische Befund sei weitgehend unauffällig
gewesen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht
nicht attestiert werden. Der neuropsychologische Sachverständige hielt fest, der
Versicherte habe in sämtlichen Tests deutlich unterdurchschnittliche Leistungen
gezeigt. Nach einer Stunde habe er auf einen Abbruch der Untersuchung gedrängt. Als
Grund habe er zunehmende Kopfschmerzen genannt. In ihrer Konsensbeurteilung
gaben die Sachverständigen als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine zentrale Okulomotorikstörung im Sinne eines Blickrichtungsnystagmus nach links
und ein chronisches cervico-spondylogenes Syndrom an. Sie erachteten körperlich
leichte Tätigkeiten als uneingeschränkt zumutbar und hielten fest, die aktuelle
Einschätzung gelte wohl bereits seit Anfang des Jahres 1999, als aufgrund der Akten
neue Faktoren im Sinne einer zunehmenden, organisch nicht erklärbaren Hilflosigkeit
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dazugekommen seien. Am 9. September 2013 notierte Dr. med. D._ vom IV-internen
regionalen ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten des ZMB sei in jeder Hinsicht
überzeugend (IV-act. 122).
A.c Am 7. November 2013 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 123), dass
die laufende Rente aufgrund der Ergebnisse der polydisziplinären Begutachtung wohl
aufgehoben werden müsse. Sie bot ihm eine Unterstützung beim Wiedereinstieg ins
Berufsleben an. Mit einer Mitteilung vom 30. Januar 2014 gewährte sie dem
Versicherten eine Arbeitsvermittlung (IV-act. 142). Mit einer weiteren Mitteilung vom
selben Datum erteilte sie eine Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung in der
Zeit vom 13. Januar 2014 bis zum 11. April 2014 (IV-act. 141). Der Einsatzbetrieb hielt
in seinem Schlussbericht vom 22. April 2014 fest (IV-act. 152), der Versicherte habe die
ihm übertragenen Arbeiten qualitativ gut erledigt. Auch habe er eine grosse
Bereitschaft gezeigt, Neues zu lernen. Nachmittags sei die Arbeitsleistung aber jeweils
deutlich tiefer als morgens gewesen. Insgesamt habe die Leistung bei durchschnittlich
etwa 60–70 Prozent gelegen. Mit einer Mitteilung vom 28. April 2014 schloss die IV-
Stelle die Arbeitsvermittlung ab; zugleich verneinte sie einen Anspruch auf weitere
berufliche Massnahmen (IV-act. 158). Mit einem Vorbescheid vom 23. Mai 2014 teilte
sie dem Versicherten mit, dass sie die Rente auf das Ende des der Zustellung der noch
zu erlassenden Verfügung folgenden Monats aufheben werde (IV-act. 166). Am 13. Juni
2014 erliess die IV-Stelle eine Verfügung, die inhaltlich mit der Mitteilung vom 28. April
2014 (Abschluss der Arbeitsvermittlung; kein Anspruch auf weitere berufliche
Massnahmen) identisch war (IV-act. 171). Am 23. Juni 2014 liess der Versicherte
einwenden (IV-act. 172), die IV-Stelle gehe von falschen Annahmen aus. Der
Versicherte sei nicht in der Lage, eine volle Arbeitsleistung zu erbringen. Zudem habe
er zwischenzeitlich eine subtotale Ruptur der rechten Supraspinatussehne erlitten. Am
9. Juli 2014 liess der Versicherte eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. Juni
2014 erheben (vgl. IV-act. 177). Mit einer Verfügung vom 3. September 2014 widerrief
die IV-Stelle ihre Verfügung vom 13. Juni 2014, um weitere Abklärungen zu tätigen (IV-
act. 196). Sie hielt fest, dass sie die bisherige Rente vorerst weiterhin ausrichten werde.
Mit einem Entscheid vom 22. September 2014 wurde das Beschwerdeverfahren
betreffend die Verfügung vom 13. Juni 2014 als gegenstandslos abgeschrieben (vgl. IV-
act. 203).
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A.d Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Bern
am 19. Oktober 2015 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 231). Der orthopädische
Sachverständige hielt fest, bei der klinischen Untersuchung seien ein leichtes
Schonhinken und eine schmerzhaft eingeschränkte Lendenwirbelsäule mit einem
paravertebralen Hartspann rechts ohne radiculäre Zeichen aufgefallen. Auch die
Halswirbelsäule sei dolent und in ihrer Beweglichkeit leicht eingeschränkt gewesen.
Diesbezüglich hätten aber weder ein Hartspann noch radiculäre Zeichen vorgelegen.
Das Acromioclaviculargelenk und der Schulterpunkt rechts seien druckdolent und um
etwa einen Drittel in der Beweglichkeit eingeschränkt gewesen. Die Kraft sei rechts
vermindert gewesen. Über den beiden Trochanteren und in beiden Inguinae hätten
keine Druckdolenzen vorgelegen. Die Hüftbeweglichkeit sei rechts um etwa einen
Drittel eingeschränkt gewesen. Der übrige orthopädische Status sei unauffällig
gewesen. Radiologisch hätten sich im Vergleich zur Voruntersuchung im Jahr 2013
eine leichte Verbesserung bezüglich der Lendenwirbelsäule und eine objektivierbare
Verschlechterung bezüglich der Halswirbelsäule und der rechten Schulter gezeigt.
Unter Berücksichtigung sämtlicher objektivierbarer Befunde seien dem Versicherten
leidensadaptierte Tätigkeiten zu 70 Prozent zumutbar. Die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit um 30 Prozent resultiere aus einer verminderten Leistung und aus
einem erhöhten Pausenbedarf. Da die Schulterproblematik im Juli 2014 aufgetreten sei,
gelte diese Arbeitsfähigkeitsschätzung seit Juli 2014. Der chirurgische Sachverständige
führte aus, angesichts einer symptomatischen Rezidivhernie sei eine Reoperation
sicherlich indiziert. Allerdings sei nicht genau ersichtlich, ob die Schmerzen bereits vor
der Zufallsbefunderhebung vorhanden gewesen oder erst aufgetreten seien, nachdem
die Diagnose gestellt worden sei. Nach dem bereits in die Wege geleiteten Eingriff
werde der Versicherte jedenfalls für mittelschwere Arbeiten voll arbeitsfähig sein. Auch
wenn der Eingriff nicht erfolgen sollte, seien dem Versicherten mittelschwere Arbeiten
ohne Einschränkungen zumutbar. Der psychiatrische Sachverständige hielt fest, der
Versicherte habe deutlich vorgealtert gewirkt. Die Beschwerdeschilderung sei durchaus
authentisch gewesen. Der Versicherte habe seine körperlichen Beschwerden mit einem
sichtbaren Leidensdruck geschildert. Er habe etwas ängstlich und verunsichert gewirkt.
Die Stimmung sei subdepressiv gefärbt gewesen. Die affektive Schwingungsfähigkeit
sei etwas zum negativen Pol hin eingeengt gewesen. Bei der Schilderung der
beruflichen Eingliederungsmassnahme habe sich die Stimmung deutlich aufgehellt. Der
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Versicherte habe durchaus motiviert gewirkt, wieder eine berufliche Tätigkeit
aufzunehmen. Diagnostisch seien die Kriterien einer anhaltenden Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren erfüllt. Auf dem Boden einer
Anpassungsstörung habe der Versicherte eine depressive Symptomatik entwickelt, die
weitgehend unbehandelt geblieben sei. Aktuell seien die diagnostischen Kriterien einer
depressiven Episode – anhaltend oder rezidivierend – nicht erfüllt. Zwar liege eine
Angstsymptomatik vor, aber die diagnostischen Kriterien einer generalisierten
Angststörung seien nicht erfüllt. Folglich sei diagnostisch von einer gemischten Angst-
und depressiven Störung auszugehen. Die früher gestellte Diagnose einer
posttraumatischen Belastungsstörung lasse sich nicht nachvollziehen, denn
entsprechende Symptome hätten sich – auch für die Vergangenheit – nicht erfragen
lassen. Zusammenfassend liege keine psychische Erkrankung vor, die sich auf die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten auswirken würde. Der internistische Sachverständige
führte aus, in seinem Fachgebiet könne nur eine gastro-oesophageale Refluxkrankheit
diagnostiziert werden, die sich aber nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten
auswirke. Der neurologische Sachverständige hielt fest, in der Untersuchung habe das
Ausdrucksverhalten des Versicherten zunächst authentisch gewirkt, dann sei aber
doch ein auffallend schmerzhaftes Ausdrucksverhalten zu beobachten gewesen. Der
objektivierbare Nystagmus sei als vorbestehend und zentral zu qualifizieren.
Diesbezüglich könne aber kein erkennbares klinisches relevantes Defizit angenommen
werden. Die Auswirkungen der ebenfalls objektivierbaren degenerativen
Veränderungen der Halswirbelsäule und die Pathologie der rechten Schulter seien aus
orthopädischer Sicht zu bestimmen. Aus neurologischer Sicht könne lediglich und auch
nur aus Sicherheitsgründen empfohlen werden, dass der Versicherte keine Tätigkeiten
mit erhöhten Anforderungen an den Gleichgewichtssinn ausübe. Nach der
Konsensbesprechung führten die Sachverständigen aus, der Versicherte leide an
chronischen Schulterschmerzen mit einer Bewegungseinschränkung rechts, an einem
cervico-spondylogenen Syndrom, an einem Status nach einer Inguinalhernienoperation
links, einem Status nach einer Rezidivoperation und einem aktuell vorliegenden zweiten
Rezidiv, an einem Status nach einer Inguinalhernienoperation rechts ohne Rezidiv
sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einer beginnenden Degeneration
beider Hüften, an einem Lumbovertebralsyndrom ohne radiculäre Zeichen, an einer
gastro-oesophagealen Refluxkrankheit, an einer Cephalea, an einer anhaltenden
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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, an Angst und Depression
gemischt, an einem Status nach einer Anpassungsstörung und an einem Nystagmus
ohne klinische Relevanz. Eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit sei dem Versicherten zu
70 Prozent zumutbar. Er benötige zusätzliche Pausen und seine Arbeitsleistung sei
vermindert. Die aktuelle Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte ab Juli 2014. Die RAD-Ärztin
Dr. med. E._ qualifizierte das Gutachten als überzeugend (IV-act. 234).
A.e Mit einem Vorbescheid vom 16. August 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten
mit (IV-act. 237), dass sie die laufende Rente auf das Ende des der Zustellung der noch
zu erlassenden Verfügung folgenden Monats aufheben werde. Zur Begründung führte
sie an, das Gutachten vom 19. Oktober 2015 belege eine kontinuierliche Verbesserung
des Gesundheitszustandes und eine Arbeitsfähigkeit von nun 70 Prozent für
leidensadaptierte Tätigkeiten. Dagegen liess der Versicherte am 16. September 2016
einwenden (IV-act. 239), es liege noch kein medizinischer Endzustand vor, da sich der
Versicherte noch einer weiteren Leistenoperation unterziehen werde, wie dies auch die
Sachverständigen der MEDAS Bern empfohlen hätten. Mit einer Verfügung vom 27.
September 2016 hob die IV-Stelle die laufende Rente auf das Ende des der Zustellung
der Verfügung folgenden Monats auf (IV-act. 241).
B.
B.a Am 28. Oktober 2016 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer)
eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. September 2016 erheben (act. G 1).
Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Weiterausrichtung der bisherigen Rente sowie eventualiter die Ausrichtung einer halben
Rente und die Durchführung von weiteren beruflichen Massnahmen. Zur Begründung
führte er an, die Sachverständigen der MEDAS Bern hätten einen unverändert
gebliebenen Sachverhalt anders beurteilt. Damit fehle ein Revisionsgrund. Mit den neu
aufgetretenen Schulterbeschwerden habe sich der Gesundheitszustand des
Versicherten sogar noch verschlechtert.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 20. Januar
2017 die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, der
Beschwerdeführer könne seine Restarbeitsfähigkeit heute auf dem ersten Arbeitsmarkt
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verwerten, worin eine relevante Sachverhaltsveränderung zu erblicken sei. Selbst bei
Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzuges von zehn Prozent resultiere kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad, weshalb die Rente zu Recht aufgehoben worden
sei.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 10. März 2017 an seinen Anträgen festhalten (act.
G 8). Die Beschwerdegegnerin hielt am 28. April 2017 ebenfalls an ihrem Antrag fest
(act. G 10).

Erwägungen
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente
gemäss dem Art. 17 Abs. 1 ATSG für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt
oder aufgehoben. Die Beantwortung der Frage, ob sich der massgebende Sachverhalt
seit der ursprünglichen Rentenzusprache erheblich verändert hat, erfordert einen
Vergleich zwischen dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenzusprache und jenem im
Zeitpunkt des Abschlusses des Rentenrevisionsverfahrens. Idealerweise steht der reale
Sachverhalt für beide Vergleichszeitpunkte mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest. In der Praxis treten aber immer wieder Fälle
auf, die nicht diesem Idealfall entsprechen, weil der im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache massgebende Sachverhalt damals nicht hinreichend abgeklärt
worden ist und weil er sich im Rentenrevisionsverfahren retrospektiv nicht mehr mit
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermitteln lässt.
In einem solchen Fall liegt eine objektive Beweislosigkeit hinsichtlich des tatsächlichen
Sachverhaltes im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache vor. Diese würde an
sich den Vergleich jenes Sachverhaltes mit dem aktuellen Sachverhalt im Zeitpunkt des
Abschlusses des Rentenrevisionsverfahrens verunmöglichen. Dadurch würde eine auf
einem ungenügend ermittelten Sachverhalt basierende Rente aber „revisionsresistent“,
denn jede Rentenrevision müsste zufolge der Unmöglichkeit des
Sachverhaltsvergleichs scheitern. Dies liefe offenkundig dem Sinn und Zweck des Art.
17 Abs. 1 ATSG zuwider. Folglich muss die Revision einer Rente auch dann zulässig
sein, wenn der Sachverhalt zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache nicht
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mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. In
einem solchen Fall muss der (überwiegend wahrscheinliche) Sachverhalt im Zeitpunkt
des Abschlusses des Rentenrevisionsverfahrens mit jener Sachverhaltsannahme
verglichen werden, die bei der ursprünglichen Rentenzusprache unter den gesetzlichen
Tatbestand subsumiert und damit der rentenzusprechenden Verfügung zugrunde
gelegt worden ist. Ein Revisionsgrund liegt in einem solchen Fall also dann vor, wenn
der aktuelle Sachverhalt nicht mehr jener Sachverhaltsannahme entspricht, auf die die
IV-Stelle bei der ursprünglichen Rentenzusprache abgestellt hat (vgl. dazu etwa den
Entscheid IV 2015/58 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 18. September 2017,
E. 2.1).
1.2 Die ursprüngliche rentenzusprechende Verfügung vom 4. Mai 2000 basiert in
medizinischer Hinsicht auf einem rheumatologischen Gutachten von Dr. C._ vom 9.
Juni 1999. Der rheumatologische Sachverständige hatte ideal leidensadaptierte
Tätigkeiten als zu 50 Prozent zumutbar erachtet, aber festgehalten, dass die berufliche
Wiedereingliederung zunächst in einem geschützten Rahmen erfolgen sollte, weshalb
die Beschwerdegegnerin dann in einem Einkommensvergleich lediglich jenes
Erwerbseinkommen als zumutbarerweise erzielbares Invalideneinkommen
berücksichtigt hat, das der Beschwerdeführer bei einem Pensum von 50 Prozent in
einem geschützten Rahmen hätte erzielen können. Allerdings hätte die
Beschwerdegegnerin nicht auf das Gutachten von Dr. C._ abstellen dürfen. Der
Sachverständige hatte nämlich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer
theatralisch und demonstrativ gewirkt habe und dass die klinisch-somatische
Untersuchung deshalb äusserst schwierig gewesen sei. Bei seiner Beurteilung hatte Dr.
C._ aber offensichtlich nicht allein auf den objektiv-klinischen Befund abgestellt,
sondern vielmehr auch subjektive „Verzerrungen“ des klinischen Zustandsbildes
einfliessen lassen. Seine Arbeitsfähigkeitsschätzung hatte nicht auf einer
versicherungsmedizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung beruht, sondern war
augenscheinlich massgeblich von therapeutischen Überlegungen beeinflusst gewesen,
die aber für die Bemessung der Invalidität zwingend hätten ausgeblendet werden
müssen. Zwar haben die Sachverständigen des ZMB und der MEDAS Bern versucht,
eine retrospektive objektive Arbeitsfähigkeitsschätzung für den Zeitpunkt der
ursprünglichen Rentenzusprache abzugeben, aber sie haben darauf hingewiesen, dass
eine solche retrospektive Beurteilung angesichts der dünnen Aktenlage mit gewissen
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Unsicherheiten behaftet sei. Folglich enthalten auch die Gutachten des ZMB und der
MEDAS Bern keine überwiegend wahrscheinlich zutreffende
Arbeitsfähigkeitsschätzung für den Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache. Der
damalige medizinische Sachverhalt steht deshalb nicht mit dem erforderlichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest; diesbezüglich liegt eine
objektive Beweislosigkeit vor. Vor diesem Hintergrund muss auf jene
Sachverhaltsannahme abgestellt werden, die der ursprünglichen Rentenzusprache
zugrunde gelegt worden ist. Mit anderen Worten muss davon ausgegangen werden,
dass der Beschwerdeführer damals selbst für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten
lediglich zu 50 Prozent arbeitsfähig gewesen ist und dass er diese Restarbeitsfähigkeit
nur in einem geschützten Rahmen hätte verwerten können.
1.3 Mit Blick auf den revisionsrechtlich erforderlichen Sachverhaltsvergleich ist zu
prüfen, ob der aktuelle Sachverhalt bei der Eröffnung der angefochtenen Verfügung mit
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestanden
hat. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob auf das Gutachten der MEDAS Bern
abgestellt werden kann. Diese Frage ist zu bejahen. Die Sachverständigen haben die
gesamten medizinischen Vorakten eingehend gewürdigt und sie haben den
Beschwerdeführer internistisch, chirurgisch, neurologisch, orthopädisch und
psychiatrisch untersucht. Sie haben sowohl seine subjektiven Angaben als auch die
von ihnen erhobenen objektiven klinischen Befunde ausführlich wiedergegeben, womit
feststeht, dass sie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers umfassend
erhoben und gewürdigt haben. Anders als beispielsweise im Gutachten von Dr. C._
sind die subjektiven Angaben und die objektiv-klinischen Befunde im Gutachten der
MEDAS Bern klar voneinander abgegrenzt worden. Die Schlussfolgerungen der
Sachverständigen hinsichtlich der Diagnosen und der Arbeitsfähigkeitsschätzungen
sind nachvollziehbar und überzeugend anhand der objektiv-klinischen Befunde
hergeleitet worden. Weder im Gutachten selbst noch in den übrigen Akten finden sich
Hinweise, die Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens der MEDAS Bern
wecken würden. Insbesondere besteht eine weitgehende Übereinstimmung zum
Gutachten des ZMB, das sich ebenfalls als sorgfältig erarbeitet, nachvollziehbar und
überzeugend erweist. Abweichungen zwischen den beiden Gutachten liegen nur
bezüglich jener Sachverhaltselemente vor, die sich in der Zeit zwischen den beiden
Begutachtungen wesentlich verändert haben: Neu hat der Beschwerdeführer an einer
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objektivierbaren Schultererkrankung rechts gelitten, der die Sachverständigen der
MEDAS Bern sorgfältig und überzeugend Rechnung getragen haben. Ebenfalls als eine
Veränderung ist der Umstand zu qualifizieren, dass der Beschwerdeführer bei der
Begutachtung durch die MEDAS Bern (ausser in der neurologischen Untersuchung)
deutlich weniger Verdeutlichungs- und Aggravationstendenzen als noch bei der
Begutachtung durch das ZMB oder bei früheren Untersuchungen gezeigt hat. Das
erhöht die Überzeugungskraft des Gutachtens der MEDAS Bern. Möglicherweise
besteht diesbezüglich ein Zusammenhang mit der zwischenzeitlich erfolgten
beruflichen Abklärung, die der Beschwerdeführer offenbar als befriedigend und
motivierend erlebt hat. Jedenfalls kann auf das Gutachten der MEDAS Bern abgestellt
werden. Folglich steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Eröffnung der
angefochtenen Verfügung in der Lage gewesen ist, in einer ideal leidensadaptierten
Tätigkeit ein Pensum von 70 Prozent zu verrichten, ohne dass er dabei auf einen
geschützten Rahmen angewiesen gewesen wäre. Der Sachverhalt hat im Zeitpunkt der
Eröffnung der angefochtenen Verfügung also nicht mehr jener Sachverhaltsannahme
entsprochen, die der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung zugrunde gelegt
worden war, weshalb die Voraussetzung des Art. 17 Abs. 1 ATSG für eine
Rentenanpassung erfüllt gewesen ist.
1.4 Da nach so langer Zeit nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass der
Beschwerdeführer immer noch an seinem früheren Arbeitsplatz tätig wäre, wenn er
nicht von einem Betonkübel am Kopf getroffen worden wäre, besteht seine
Validenkarriere in einer Bauhilfsarbeit auf dem allgemeinen und ausgeglichenen
Arbeitsmarkt. Die Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer
ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung unterdurchschnittlich leistungsfähig wäre. Der
Umstand, dass er vor dem Unfall ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat, ist
folglich auf Zwänge des invalidenversicherungsrechtlich irrelevanten tatsächlichen
Arbeitsmarktes zurückzuführen und deshalb bei der Bestimmung des
Valideneinkommens zu ignorieren. Der Zentralwert der entsprechenden Löhne hat
gemäss den aktuellsten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE
2012, TA1, Branchen 41–43) 5’430 Franken betragen. Unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung 2012–2016 (Basis 2010, Branchen 41–43; Indexstand 2012:
101,7 Punkte; Indexstand 2016: 102,9 Punkte) und der betriebsüblichen Arbeitszeit von
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41,4 Stunden pro Woche im Jahr 2016 (Branchen 41–43) entspricht das einem
Jahreslohn von 68’236 Franken. Die Invalidenkarriere ist dagegen neu zu definieren,
weil dem Beschwerdeführer nun eine Hilfsarbeit auf dem allgemeinen und
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zugemutet werden kann. Der Zentralwert der
Hilfsarbeiterlöhne hat gemäss der LSE 2012 (TA1, alle Branchen) 5’210 Franken pro
Monat betragen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2012–2016
(Basis 2010, alle Branchen; Indexstand 2012: 101,7 Punkte; Indexstand 2016: 104,1
Punkte) und der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche im Jahr
2016 (alle Branchen) entspricht das einem Jahreslohn von 66’715 Franken.
Definitionsgemäss liegt der Lohn von 50 Prozent der Hilfsarbeiter unter diesem
Zentralwert, während der Lohn der anderen 50 Prozent der Hilfsarbeiter über diesem
Zentralwert liegt. Diese Ausgangslage zwingt dazu, aus einer rein
betriebswirtschaftlich-ökonomischen Sichtweise zu untersuchen, ob der Ausgangswert
des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens des Beschwerdeführers genau
dem Zentralwert entspricht oder ob es höher oder tiefer als dieser Zentralwert ist. Die
Akten enthalten keinerlei Hinweise, die die Annahme rechtfertigen könnten, der
Beschwerdeführer hätte (selbst ohne eine Gesundheitsbeeinträchtigung) einen über
dem Zentralwert liegenden Lohn erzielen können. Der Ausgangswert des
zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens kann folglich maximal dem
Zentralwert entsprechen. Infolge der Gesundheitsbeeinträchtigung ist allerdings die
Flexibilität des Beschwerdeführers stark eingeschränkt. Er ist weder in der Lage, in
dem Sinne „Überstunden“ zu leisten, dass seine Arbeitsleistung jener eines
vollerwerbstätigen gesunden Arbeitnehmers entsprechen würde, noch kann er „echte“
Überstunden leisten, das heisst mehr als ein Vollpensum verrichten. Hinzu kommt,
dass er sein zumutbares Pensum von 70 Prozent nicht in derselben Weise verrichten
kann wie ein gesunder Arbeitnehmer, der sich in einem Pensum von 70 Prozent
anstellen lässt. Der Beschwerdeführer muss ganztags anwesend sein, kann aber nur
eine verminderte Leistung erbringen und muss zusätzliche Pausen einlegen. Dadurch
verlangsamt und behindert er die Betriebsabläufe, was den betriebswirtschaftlich-
ökonomischen Wert seiner Arbeitsleistung mindert. Aus diesen Gründen muss bei der
Ermittlung des Ausgangswertes des zumutbarerweise erzielbaren
Invalideneinkommens eine Korrektur vom Zentralwert vorgenommen werden. Dieser
sogenannte Tabellenlohnabzug beläuft sich hier praxisgemäss auf zehn Prozent. Der
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Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens beträgt folglich
60’044 Franken. Bei einem zumutbaren Pensum von 70 Prozent resultiert ein
Invalideneinkommen von 42’031 Franken. Angesichts des Valideneinkommens von
68’236 Franken resultiert ein gerundeter Invaliditätsgrad von 38 Prozent. Dieser
berechtigt nicht zum Bezug einer Rente der Invalidenversicherung. Damit erweist sich
die in der angefochtenen Verfügung angeordnete Aufhebung der laufenden Rente als
rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
2.
Bei diesem Ergebnis muss der sich auf die Durchführung von beruflichen Massnahmen
abzielende Teil des Eventualbegehrens des Beschwerdeführers geprüft werden. Ein
allfälliger Anspruch auf berufliche Massnahmen hat nicht zum Gegenstand der
angefochtenen Verfügung gehört. Mit einer Prüfung des entsprechenden
Beschwerdebegehrens würde deshalb der Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens
in einer unzulässigen Weise ausgedehnt. Etwas anderes würde nur gelten, wenn der
Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ als Ausfluss der allgemeinen
Schadenminderungspflicht die Parteien zur Durchführung von beruflichen
Eingliederungsmassnahmen zwingen würde. Das ist hier aber nicht der Fall, weil auch
ohne vorgängige Eingliederungsmassnahmen kein Rentenanspruch mehr besteht. Auf
das entsprechende Eventualbegehren ist deshalb nicht einzutreten. Die
Beschwerdegegnerin wird aber prüfen, wie die berufliche Wiedereingliederung des
motivierten Beschwerdeführers mit beruflichen Eingliederungsmassnahmen unterstützt
werden könnte.
3.
Die Gerichtskosten von 600 Franken sind dem unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen. Sie sind durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600
Franken gedeckt. Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.