Decision ID: 106e7f7e-028d-519e-8c1b-ea7eae450a59
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war vom 1. November 2012 bis 31. Juli 2014 als
Lastwagenchauffeur bei der Käserei B._ angestellt und infolgedessen während dieser
Zeit bei der Basler Versicherung AG (nachfolgend: Unfallversicherung) unfallversichert
(UV-act. 2.1, 7.12).
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A.b Bereits vor diesem Anstellungsverhältnis hatte der Versicherte mehrere Unfälle
erlitten. So hatte er sich am 24. April 2003 eine Ruptur der Rotatorenmanschette im
linken Schultergelenk zugezogen, weswegen am 21. Oktober 2003 eine Arthroskopie
des linken Schultergelenks durchgeführt worden war. Dabei waren das laterale
Klavikulaende reseziert und eine Acromioplastik, eine transossäre Naht der Supra- und
Infraspinatussehne sowie eine Tenodese der langen Bizepssehne vorgenommen
worden. Ab dem 1. April 2004 hatte wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Im
Arztbericht vom 12. Oktober 2004 hatte Dr. med. C._ erklärt, dass der Versicherte
keinerlei relevante Bewegungseinschränkungen mit der linken Schulter mehr gehabt
hatte. Dr. med. D._, Spezialarzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH,
war im Aktengutachten vom 30. November 2004 ebenfalls von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit ab dem 1. April 2004 und von einer unfallbedingten Schädigung der
körperlichen Integrität in einem Umfang von ca. 10% ausgegangen. Der damalige
Unfallversicherer, die Swica Gesundheitsorganisation, Winterthur (nachfolgend: frühere
Unfallversicherung), hatte im Zusammenhang mit dem Unfallereignis im Jahr 2003 die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Integritätsentschädigung; UV-act.
2.55-2 f., 4.12-4 bis 9, 4.12-30 ff., 4.12-51 f., vgl. auch UV-act. 10.1 f., 10.11, 10.14,
10.25, 10.30, 10.33 ff., 10.48, 10.58, 10.66 f.) erbracht. Am 5. August 2009 hatte sich
der Versicherte bei einem Treppensturz verletzt und war darauf ins Spital E._
eingeliefert worden. Im Klinikbericht des Spitals E._ vom 17. August 2009 waren
insbesondere eine intraartikuläre Längsfraktur distaler Radius links, eine
mehrfragmentäre Radiusköpfchenfraktur links und ein neurographisch bestätigtes CTS
links diagnostiziert worden (UV-act. 3.3 f., 4.12-14, vgl. auch UV-act. 7.57, 7.68, 7.70,
7.75 f.). Am 23. März 2011 war eine postero-laterale Spondylodese LW4/LW5 mit
transpedikulärer Verschraubung und Implantation eines Capstone Cages durchgeführt
worden (UV-act. 3.6, 4.12-17 f., vgl. auch UV-act. 7.44, 7.52 ff.). Am 3. Februar 2011
hatte sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung
angemeldet (UV-act. 7.140). Ab 1. Oktober 2011 hatte er von der Invalidenversicherung
basierend auf einem IV-Grad von 40% eine Viertelsrente erhalten (UV-act. 4.12-44,
7.22, 7.30).
A.c Am 22. Februar 2013 verunfallte der Versicherte während der Arbeit. Gemäss der
Bagatellunfall-Meldung vom 26. März 2013 (UV-act. 2.1) und dem Fragebogen des
Unfallversicherers (UV-act. 2.32) rutschte er beim Entladen des Milch/Schotte-Tank-
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lastwagens auf Glatteis aus, fiel nach hinten und schlug mit dem Kopf und der Schulter
an der Wand und am Boden auf und verletzte sich dabei am Arm, am Kopf und an der
Schulter. Wegen der Schmerzen am Kopf und in der linken Schulter liess er sich in der
Praxisgemeinschaft von Dr. C._ und Dr. med. F._, Facharzt für Innere Medizin
FMH, behandeln. Diagnostiziert wurde insbesondere eine Schulterkontusion links (UV-
act. 3.7).
A.d Am 25. April 2013 verunfallte der Versicherte, als er beim Lösen einer
Verschraubung am Tank abrutschte und stürzte. Dabei verfing er sich mit dem linken
Arm in der am Boden liegenden Schlauchvorrichtung. Sofort verspürte er Schmerzen in
der linken Schulter, welche aber nach kurzer Zeit wieder nachliessen (UV-act. 2.55-2,
2.58, 4.12-25, 4.12-38 f.). Die am 23. Mai 2013 durchgeführte radiologische
Untersuchung des linken Schultergelenks im Zentrum für medizinische Radiologie
G._ ergab eine Re-Ruptur der Infraspinatussehne sowie eine partielle Re-Ruptur der
Supraspinatussehne (UV-act. 3.8). Am 12. Juni 2013 meldete der Versicherte der
Unfallversicherung telefonisch den Unfall vom 25. April 2013 (UV-act. 2.11, 5.15-2,
5.27-2). Die radiologische Untersuchung des Schultergelenks links vom 12. Juni 2013
im Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG) ergab einen Humeruskopfhochstand
links, enthesiopathische Veränderungen am Tuberculum majus, ansonsten einen
altersentsprechend normalen Skelett- und Gelenkbefund bei kleinem Ossikel an der
Akromionspitze (UV-act. 3.17). Im Klinikbericht des Spitals Wil vom 17. Juni 2013
wurde eine antero-kraniale Massen-Re-Ruptur der Rotatorenmanschette Schulter links
(Sugaya Typ IV) diagnostiziert. Die Klinikärzte empfahlen eine arthroskopische Revision
und einen Rekonstruktionsversuch der Rotatorenmanschette an der linken Schulter
(UV-act. 3.9). Der von der Unfallversicherung um eine Stellungnahme gebetene Arzt,
Dr. med. H._, Facharzt für Chirurgie FMH, erklärte am 17. Juli 2013, dass die
geplante Operation links in einem überwiegend kausalen Zusammenhang mit dem
Unfall vom 22. Februar 2013 stehe (UV-act. 3.10, 4.12-23). Am 19. Juli 2013 erfolgte im
Spital I._ eine arthroskopische transossäre Suturebridge-Re-Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette (Supra-, Infraspinatus mit Arthrotunneler) mit subacromialer
Mobilisation der Schulter links (UV-act. 3.11, 3.12, 4.12-23 f., vgl. auch UV-act. 2.23,
2.55-3). Die Unfallversicherung anerkannte daraufhin ihre Leistungspflicht und richtete
Versicherungsleistungen aus (Heilungskosten, Taggelder; UV-act. 2.23, 2.25, 2.27).
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A.e Am 5. September 2013 berichtete Dr. med. J._, Arzt m.b.F. Orthopädie, Spital
E._, über einen deutlich schmerzhaften Verlauf, trotz drei Therapieterminen pro
Woche, mit sich vermutlich entwickelnder postoperativer Kapsulitis (UV-act. 3.14). Am
15. Oktober 2013 diagnostizierte Dr. J._ persistierende Restbeschwerden
insbesondere im AC-Gelenk Schulter links und am 12. November 2013 eine
persistierende deutlich symptomatische horizontale AC-Gelenksinstabilität Schulter
links (UV-act. 3.15 f., vgl. auch UV-act. 3.19).
A.f Am 9. Januar 2014 wurde der Versicherte erneut an der Schulter links operiert.
Dabei zeigte sich, dass der Rekonstruktionsversuch der Rotatorenmanschette vom 19.
Juli 2013 zu keiner Einheilung geführt hatte. Vorgefunden wurde ein kompletter Abriss
der Supra- und Infraspinatussehne links. Durchgeführt wurde arthroskopisch eine
zweireihige Fadenbrücken-Re-Re-Rekonstruktion mit Margin-Convertion der
Rotatorenmanschette (Supra-, Infraspinatus) sowie eine anatomische ACG-
Stabilisation (Gracilis-Sehne Knie links, Docbone-Forcefiber) Schulter links (UV-act.
3.21, 3.22, 4.12-41). Im Verlaufsbericht vom 1. April 2014 ging Dr. J._ von einer
Wiederaufnahme der Arbeit in frühestens 5 bis 6 Monaten aus. Im Weiteren rechnete er
mit längerfristigen Einschränkungen bei belastenden Tätigkeiten über Kopf (UV-act.
3.24, 4.12-27).
A.g Die Unfallversicherung beauftragte daraufhin die beratende Ärztin Dr. med. K._,
Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, mit der Erstellung eines
versicherungsmedizinischen Gutachtens insbesondere zur Frage des natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden des Versicherten und den
Unfallereignissen vom 24. April 2003, 22. Februar 2013 und 25. April 2013. Im
Aktengutachten vom 12. Mai 2014 (UV-act. 4.12) kam Dr. K._ zum Schluss, dass die
aktuellen Befunde überwiegend wahrscheinlich im natürlichen Kausalzusammenhang
mit dem Unfallereignis vom 24. April 2003 stehen würden. Zu den Unfällen vom 22.
Februar und 25. April 2013 bestehe nur möglicherweise ein natürlich kausaler
Zusammenhang (UV-act. 4.12-70 f.).
A.h Gemäss Arztbericht vom 13. Mai 2014 von Dr. J._ war der Verlauf stabil. Es
müsse auch längerfristig von Funktionsdefiziten für jegliche Elevationsbelastung an der
linken Schulter ausgegangen werden (act. G 1.4).
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A.i Die Unfallversicherung liess die bildgebenden Untersuchungsergebnisse des
Jahres 2013 durch PD Dr. med. L._, Facharzt für Radiologie FMH, würdigen. Er
erklärte im Arztbericht vom 23. Mai 2013 (richtig: 23. Mai 2014), ein Teil der
Knorpelschäden sei bereits vor dem ersten Unfall vom 22. Februar 2013 aufgetreten
(Degeneration oder im Rahmen eines früheren Traumas). Weiter erhob der Arzt eine
Supraspinatussehne mit Reruptur und eine Infraspinutussehne mit kompletter Ruptur
(UV-act. 4.7).
A.j Mit Schreiben vom 28. Mai 2014 teilte die Unfallversicherung dem Versicherten
mit, dass
sie wegen der in den eingeholten Arztberichten geäusserten fehlenden natürlichen
Kausalität der Verletzungen (Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne) zum
Unfallereignis vom 22. Februar 2013 beabsichtige, keine weiteren
Versicherungsleistungen mehr zu erbringen. Zum Unfall von 25. April 2013 erklärte sie,
dass erhebliche Zweifel bestünden, ob sich das geschilderte Unfallereignis überhaupt
ereignet habe, und selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, so lasse sich basierend
auf den medizinischen Akten kein überwiegend wahrscheinliches, strukturelles
Organkorrelat einer unfallbedingten Läsion im Bereich des linken Schultergelenks
objektivieren, welches zu Leistungen aus der Unfallversicherung berechtigen bzw.
führen würde (UV-act. 5.1).
A.k Ab 1. Juli 2014 war der Versicherte wieder zu 50% arbeitsfähig bzw. es wurde
noch ein Taggeld von 50% entrichtet (UV-act. 8.3, 8.9 bis 8.15). Per 31. Juli 2014 löste
die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (UV-act. 2.78).
A.l Mit Schreiben vom 27. August 2014 nahm Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber,
Graf Niedermann Rechtsanwälte, St. Gallen, im Auftrag des Versicherten zum
Gutachten von Dr. K._ Stellung. Sie machte insbesondere geltend, dass der Unfall
vom 25. April 2013 sehr wohl geeignet gewesen sei, eine Ruptur der
Rotatorenmanschette zu bewirken. So habe Dr. J._ im Arztbericht vom 1. April 2014
bestätigt, dass keine unfallfremden Faktoren vorliegen würden (UV-act. 5.8 f.).
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A.m Die Unfallversicherung Swica beauftragte Dr. med. M._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie, mit der Erstellung eines Gutachtens insbesondere zur Frage
der Kausalität der aktuellen Beschwerden des Versicherten zum Unfallereignis vom 24.
April 2003. Dieser erstellte das Gutachten vom 2. Dezember 2014 basierend auf den
Akten und einer persönlichen Untersuchung des Versicherten am 26. August 2014 (UV-
act. 4.10). Er erklärte, dass die aktuellen Beschwerden überwiegend wahrscheinlich
Folgen des Ereignisses vom 22. Februar 2013 seien (UV-act. 4.10-33). Die erneute
Operation im Januar 2014 sei wegen der Beschwerden erforderlich gewesen. Der
erhoffte Erfolg sei jedoch nicht eingetreten. Es bestehe funktionell eine schlechtere
Situation als vor dem operativen Eingriff im Juli 2013 (UV-act. 4.10-34). Im Weiteren
erklärte er, dass der im optimalsten Fall zu erwartende Endzustand noch nicht
eingetreten sei. Der Versicherte sei auf weitere Behandlungen angewiesen (UV-act.
4.10-35).
A.n Am 11. Dezember 2014 teilte die frühere der aktuellen Unfallversicherung mit, dass
sie gestützt auf das Gutachten von Dr. M._ vom 2. Dezember 2014 vorsehe,
ihrerseits eine Leistungspflicht abzulehnen, da hinsichtlich der aktuellen Beschwerden
weder eine Kausalität zum Unfall im Jahr 2003 noch ein Rückfall gegeben sei (UV-act.
4.11).
A.o Im Arztbericht vom 4. Februar 2015 erklärte Dr. J._ basierend auf der
Untersuchung des Versicherten vom 30. Januar 2015, dass ein Jahr nach der letzten
Operation deutliche Restbeschwerden an der linken Schulter und dabei insbesondere
bezüglich der Funktion bestehen würden. Er empfahl, die Arbeitsfähigkeit nicht über
50% zu steigern (UV-act. 5.24).
A.p Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 lehnte die aktuelle Unfallversicherung gestützt
auf das Aktengutachten von Dr. K._ vom 12. Mai 2014 ihre Leistungspflicht ab dem
1. April 2013 wegen fehlender Kausalität ab (UV-act. 5.15).
A.q Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 lehnte die für dem Unfall im Jahr 2003 zuständige
frühere Unfallversicherung ihre Leistungspflicht für die aktuelle Gesundheitsschädigung
der linken Schulter ab, da gemäss dem Gutachten von Dr. M._ vom 2. Dezember
2014 der Status quo sine am 31. Oktober 2004 erreicht worden sei und dem
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Aktengutachten von Dr. K._ vom 12. Mai 2014 entnommen werden könne, dass
retrospektiv und versicherungsmedizinisch weder bildgebend noch intraoperativ
überwiegend wahrscheinlich frische, auf das Ereignis vom 24. April 2003
zurückzuführende, objektivierbare, strukturelle Organkorrelate einer unfallbedingten
Läsion des linken Schultergelenks hätten objektiviert werden können. Folglich sei die
Kausalität der Beschwerden zum Ereignis im Jahr 2003 nicht gegeben (UV-act. 5.15).
A.r Mit Arztbericht vom 9. Juli 2015 erklärte Dr. med. N._, Arzt der Orthopädie, Spital
I._, dass er gestützt auf die Akten und Röntgenbilder davon ausgehe, dass die
vorliegende Degeneration mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Ereignisse im
Jahr 2013 zurückzuführen sei (UV-act. 5.25).
B.
B.a Mit Schreiben vom 15. Juni 2015 erhob der Rechtsvertreter des Versicherten,
Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Graf Niedermann Rechtsanwälte, St. Gallen,
Einsprache gegen die Verfügung der Unfallversicherung vom 13. Mai 2015 (UV-act.
5.20). In der Einsprachebegründung vom 14. Juli 2015 (UV-act. 5.23) verlangte er die
Aufhebung der Verfügung vom 13. Mai 2015 und die Erbringung der gesetzlichen UVG-
Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen, Heilbehandlungen und eine
Invalidenrente, im Zusammenhang mit den Unfallereignissen vom 22. Februar und 25.
April 2013. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen anzuordnen. Zur
Begründung wurde insbesondere angeführt, es sei unbestritten, dass die Ruptur der
Rotatorenmanschette nicht ausschliesslich auf unfallfremden bzw. krankheitsbedingten
Ursachen beruhe. Da der Vorzustand (ACG-Arthrose) nicht schon vor dem Unfall zu
einer Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt habe, müsse der aktuelle
Unfallversicherer insbesondere für Heilbehandlungen und Taggelder alleine
aufkommen. Im Weiteren wird geltend gemacht, dass die überwiegend wahrscheinliche
Ursache der Ruptur der Rotatorenmanschette der Unfall vom 22. Februar 2013 sei,
denn nur Dr. K._ gehe von einer krankheitsbedingten Ruptur der
Rotatorenmanschette aus, während sämtliche weiteren beteiligten Ärzte, inklusive der
Vertrauensarzt des aktuellen Unfallversicherers Dr. H._, gegenteiliger Meinung seien
(UV-act. 5.23-4 ff.).
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B.b Mit Entscheid vom 27. Januar 2016 wies die Unfallversicherung die Einsprache
vom 15. Juni 2015 ab (UV-act. 5.27). Vorgebracht wurde zum Unfallereignis vom 22.
Februar 2013 insbesondere, dass für die geltend gemachten Schulterbeschwerden
links die Begutachtung keine knöcherne Verletzung ergeben habe. Dagegen seien
ausgeprägte degenerative Veränderungen der Rotatorenmanschette und insbesondere
des Musculus supraspinatus festgestellt worden. Zum Unfallereignis vom 25. April
2013 wurde angemerkt, es gebe in den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte
dafür, dass die Beschwerden auf diesem Unfallereignis beruhten.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 liess der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 12. Februar 2016
Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren erheben (act. G 1): 1. Der
Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 sei aufzuheben. 2. Dem Beschwerdeführer
seien im Zusammenhang mit den Unfallereignissen vom 22. Februar und 25. April 2013
die gesetzlichen UVG-Leistungen zu erbringen, insbesondere Taggeld und
Heilbehandlung. 3. Dem Beschwerdeführer sei ab 1. Mai 2015 mindestens eine halbe
Invalidenrente zu erbringen. 4. Dem Beschwerdeführer sei eine
Integritätsentschädigung zu erbringen. 5. Eventualiter seien auf Kosten der
Beschwerdegegnerin weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 6. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin für das
vorliegende Beschwerdeverfahren und das Einspracheverfahren. Eingereicht wurde
eine Honorarnote für das Einspracheverfahren (act. G 1.9).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 11. April 2016 beantragte die
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K
Advokaten, Frauenfeld, die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 7).
C.c In der Replik vom 10. Mai 2016 wurde unverändert an den gestellten Anträgen
gemäss Beschwerde vom 12. Februar 2016 festgehalten (act. G 9). Zur Begründung
wurde insbesondere angeführt, dass die Beweislast für den Wegfall der Kausalität die
Beschwerdegegnerin und nicht den Beschwerdeführer treffe. Ausser der von der
Beschwerdegegnerin beauftragten Gutachterin Dr. K._ hätten die behandelnden
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Ärzte wie auch der patientenunabhängige Arzt Dr. N._ und der Vertrauensarzt der
Beschwerdegegnerin Dr. H._ die Ruptur der Rotatorenmanschette auf die Unfälle
vom 22. Februar und 25. April 2013 zurückgeführt. Zum Ereignis im Jahr 2003 wird
angeführt, dass im Bericht des KSSG vom 19. Mai 2003 eine traumatische Ruptur
erhoben worden sei. Dass nach dem 31. März 2013 keine Arbeits- oder
Erwerbsunfähigkeit bestanden habe, sei nicht zutreffend.
C.d In der Duplik vom 20. Juni 2016 wurde unverändert die vollumfängliche Abweisung
der Beschwerde beantragt. Ausgeführt wurde, dass der Fallabschluss zu Recht per 31.
März 2013 vorgenommen worden sei, da von einer weiteren ärztlichen Behandlung
keine Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen sei. Da der
Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift mit Wirkung ab dem 1. Mai 2015 die
Zusprechung einer halben Rente habe beantragen lassen, sei der Fallabschluss
zumindest per 30. April 2015 vorzunehmen (act. G 13).
C.e Mit Schreiben vom 6. Juli 2016 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
Honorarnoten für das Beschwerdeverfahren über Fr. 6'857.15 und für das
Einspracheverfahren über Fr. 12'063.70 ein (act. G 15).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem Ereignisse aus dem Jahr 2013 zur Debatte stehen, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
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2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Die versicherte
Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von Unfallfolgen (Art. 10 UVG)
sowie auf ein Taggeld, wenn sie infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig
(im Sinn des Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) ist.
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität,
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise
beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V
456 E. 5a).
2.4 Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem
natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V
291 f. E. 3a). Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
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gesundheitlichen Beschwerden hat in der Regel als gegeben zu gelten, wenn sich
mittels apparativer Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm,
Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund im Sinn eines strukturellen
Gesundheitsschadens erheben lässt.
2.5 Wenn der Unfallversicherer den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und
einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende Leistungen
erbringt, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also
letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu,
wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328
E. 3b mit Hinweisen). Der Unfallversicherer hat jedoch nicht den Beweis für
unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die unfallbedingten
Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 27. Februar 2004, U 29/03, E. 3.1).
2.6 Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggelder (Art. 10 UVG)
dahin (Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG). Der (definitive) Rentenanspruch entsteht, wenn von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind
(Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Die verunfallte Person hat damit solange einen Anspruch
auf Heilbehandlung im Sinn von Art. 10 UVG, als von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann
(BGE 140 V 132 E. 2.2; Urteile des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014,
8C_616/2013, E. 3.1.1, und vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1; siehe auch BGE
134 V 115 E. 4.2 und 5) bzw. der Rentenanspruch nach Art. 19 Abs. 1 oder Abs. 3 UVG
zu prüfen ist. Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet
werden kann, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt
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beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG
verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn
von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 115 E.
4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer
Badekur - zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen
Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014,
8C_888/2013, E. 4.1 mit Hinweisen).
2.7 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Der
Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen
zu ermitteln bzw. die notwendigen Beweise zu erheben. Indessen ist die
leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken (BGE 125 V
195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Sie
muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Unvollständige, ungenaue oder
widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 1990 NR. U 86 S.
50; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29). Der
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast
begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Da vorliegend u.a. die
Leistungseinstellung streitig ist, trägt die Beschwerdegegnerin die Beweislast. Die
genannte Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann.
Die blosse Möglichkeit genügt nicht. Im Sozialversicherungsrecht besteht kein
Grundsatz, wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel zugunsten der
versicherten Person entscheiden müsse (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; BGE 126
V 319 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2;
RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4 und 29 f.; THOMAS LOCHER/THOMAS
GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 56 f.).
3.
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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid
vom 27. Januar 2016 (UV-act. 5.27). Beachtlich ist dabei, dass die dem
Einspracheentscheid zugrundeliegende Verfügung vom 3. Mai 2015 (UV-act. 5.15)
hinsichtlich der Versicherungsleistungsansprüche, welche die Beschwerdegegnerin
effektiv regeln wollte, unklar und damit auslegungsbedürftig ist. Da sie im
Einspracheentscheid auf die Rechtsbegehren in der Einsprache vom 15. Juni 2015
("insbesondere" Heilbehandlung, Taggeld und Rente; vgl. UV-act. 5.20, 5.23)
vollumfänglich eingetreten ist, erscheint es gerechtfertigt, von einer (zulässigen)
Ausdehnung des Streitgegenstandes im Einspracheverfahren auszugehen. Im
vorliegenden Gerichtsverfahren werden infolgedessen all diese Leistungen zum
Streitgegenstand und damit überprüfbar. Nachfolgend ist damit insbesondere zu
prüfen, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin im Sinne des UVG im
Anschluss an die Unfallereignisse vom 22. Februar und 25. April 2013 ausgerichtet
wurden, (rückwirkend) auf den 1. April 2013 eingestellt werden durften und ob der
Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
3.1 Der Beschwerdeführer begründet seine in der Beschwerde vom 12. Februar 2016
(act. G 1) geltend gemachten Leistungsansprüche insbesondere damit, dass nach der
Einschätzung sämtlicher involvierten Ärzte, ausser derjenigen der Vertrauensärztin der
Beschwerdegegnerin Dr. K._, der Beschwerdeführer im Jahr 2003 bei
vorbestehenden degenerativen Veränderungen mit AC-Gelenksarthrose eine
unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur erlitten habe (act. G 1-7 ff.). Die damaligen
Beschwerden seien jedoch - wie von Dr. M._ bestätigt - bereits im Jahr 2004 soweit
abgeklungen, das wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Hinsichtlich der
gesundheitlichen Situation im Jahr 2013 wurde vorgebracht, dass eine degenerativ
bedingte Ruptur aufgrund des festgestellten "frischen Risses", der starken Muskulatur
des Beschwerdeführers sowie des zu geringen Fortschritts der Atrophie über die
vorangegangenen zehn Jahre unwahrscheinlich sei. Für die These, dass eine ACG-
Instabilität die Rotatorenmanschettenruptur verursacht habe, seien von der
Beschwerdegegnerin keine Beweise vorgebracht worden. Sogar der Vertrauensarzt der
Beschwerdegegnerin, Dr. H._, habe im Arztbericht vom 17. Juli 2013 erklärt, dass die
geplante Operation links im überwiegend kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom
22. Februar 2013 stehe (act. G 1-11 ff.).
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3.2 In der Beschwerdeantwort vom 11. April 2016 begründete die
Beschwerdegegnerin den Antrag auf Abweisung der Beschwerde insbesondere damit,
dass laut dem Aktengutachten von Dr. K._ vom 12. Mai 2014 sich kein
(traumatisches) Geschehen zugetragen habe, welches geeignet wäre, eine
Rotatorenmanschettenruptur zu bewirken. Für die Rotatorenmanschettenruptur seien
daher degenerative Veränderungen ursächlich. Die Beschwerden könnten deshalb
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein bei ihr versichertes Unfallereignis
zurückgeführt werden. Der Fallabschluss per 31. März 2013 sei folglich zu Recht
erfolgt, zumal keine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit über den 31. März 2013
bestanden habe und die Leistungen stets unter Vorbehalt erbracht worden seien. Da es
keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gebe, bestehe auch kein
Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG (act. G 7-6 ff.).
3.3 Nachfolgend sind daher die medizinischen Berichte - insbesondere die
ausführlichen Gutachten von Dr. K._ und Dr. M._ - vorerst hinsichtlich der
Kausalität der aktuellen Beschwerden zu den beiden Unfällen im Jahr 2013 zu prüfen.
3.3.1 Das Aktengutachten von Dr. K._ stammt vom 12. Mai 2014 und wurde von
der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben (UV-act. 4.12). Im Gutachten weist Dr.
K._ darauf hin, bereits im Jahr 2003 hätten die konventionellen Bildgebungen
ergeben, dass im Bereich des linken Schultergelenks eine ACG-Arthrose bzw.
degenerative Veränderungen des ACG und im Bereich des Tuberculum majus sowie
degenerative Veränderungen der gesamten Rotatorenmanschette und dabei
insbesondere des Musculus Supraspinatus vorliegen würden. Im Weiteren erklärte sie,
dass trotz den degenerativen Veränderungen zumindest anteilsmässig eine Kausalität
zum Unfall im Jahr 2003 in Erwägung zu ziehen sei (UV-act. 4.12-45). Zum
Unfallereignis vom 22. Februar 2013 führte Dr. K._ aus, dass die Unfallschilderungen
stark voneinander abweichen und sich teilweise widersprechen würden. Gemäss den
zeitnahen Unfalldokumentationen habe sich der Versicherte lediglich eine Prellung des
linken Schultergelenks zugezogen. Ein solches Ereignis sei jedoch nicht dazu geeignet,
eine Läsion der Rotatorenmanschette zu verursachen. So könne weder anatomisch
noch physiologisch eine (Partial-) Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne
mit einem Direktanprall der Schulter begründet werden. Im Weiteren erklärte die Ärztin,
es könne davon ausgegangen werden, dass die Teilruptur der Supraspinatussehne
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sowie die komplette Ruptur der Infraspinatussehne nicht bereits seit Jahren bestünden,
sondern relativ frisch seien, woraus jedoch nicht abgeleitet werden könne, dass ein
überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang mit dem Ereignis vom 22. Februar 2013
bestehe (UV-act. 4.12-52 bis 56). Die ACG-Instabilität führte sie auf die Operation vom
21. Oktober 2003 zurück, denn diese habe zu einer Überbelastung der umgebenden
Weichteile geführt. Die degenerativ bedingte Einengung des subacromialen Raumes sei
keine Folge der Unfälle im Jahr 2013. Gegen eine Rotatorenmanschetten-Reruptur
bzw. eine unfallbedingte strukturelle Läsion der linken Schulter spreche auch die
Angabe des Versicherten, dass er nach dem Unfall die berufliche Tätigkeit tageweise
alternierend in 100%- und 0%igem Umfang habe wahrnehmen können.
Zusammenfassend erklärte Dr. K._, dass die erhobenen Befunde allenfalls
möglicherweise, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich, in einem natürlichen
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013 stünden (UV-act. 4.12-59
bis 62). Zum Unfall vom 25. April 2013 führte Dr. K._ an, dass dieser nicht zeitnah in
den Arztberichten erscheine, obwohl die dabei erlittene Verletzung erhebliche
Einschränkungen im Berufsalltag hätte bewirken müssen. Zudem lasse die Schilderung
des Unfallhergangs keinen Mechanismus erkennen, mit dem sich die Rupturen erklären
liessen. Knöcherne Verletzungen, welche überwiegend wahrscheinlich auf ein
Unfallereignis zurückzuführen seien, hätten nicht objektiviert werden können. Es habe
sich kein überwiegend wahrscheinliches strukturelles Organkorrelat einer
unfallbedingten Läsion im Bereich der linken Schulter objektivieren lassen. Dr. K._
äusserte deshalb erhebliche Zweifel, ob sich ein Unfallereignis, wie vom Versicherten
beschrieben, am 25. April 2013 ereignet habe (UV-act. 4.12-62 bis 66). Die am 9.
Januar 2014 durchgeführte Operation führte sie auf vorbestehende degenerative
Veränderungen bzw. auf das Ereignis vom 24. April 2003 zurück (UV-act. 4.12-67 f.).
Zusammenfassend erklärte Dr. K._, dass die Befunde überwiegend wahrscheinlich
im natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 24. April 2003 stehen
würden. Zu den Unfällen vom 22. Februar und 25. April 2013 bestehe nur
möglicherweise ein natürlich kausaler Zusammenhang (UV-act. 4.12-70 f.).
3.3.2 Das Gutachten von Dr. M._ stammt vom 2. Dezember 2014 und beruht
einerseits auf den Akten und andererseits einer persönlichen Untersuchung des
Versicherten vom 26. August 2014 und wurde vom im Jahr 2003 zuständigen
Unfallversicherer Swica in Auftrag gegeben (UV-act. 4.10). Dr. M._ erhob folgende
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Diagnosen: Status nach axialer Stauchung (24. April 2003), mit/bei Status nach offener
Rotatorenmanschettennaht und Acromioplastik sowie AC-Gelenksektion am 21.
Oktober 2003 mit/bei vorbestehenden, degenerativen aber asymptomatischen
Veränderungen sowohl in der Rotatorenmanschette als auch im gleno-humeralen aber
auch im acromio-clavicularen Gelenk. Postoperative frozen shoulder links mit/bei
Status nach dreimaliger Traumatisierung (22. Februar, 25. und 26. April 2013) mit/bei
vorbestehender, degenerativer aber asymptomatischer Rotatorenmanschettenläsion
(inkl. ACG voroperiert), Status nach 2. Revision der Rotatorenmanschette (19. Juli
2013), Status nach 3. Revision der Rotatorenmanschette und erstmaliger Stabilisierung
des AC-Gelenks (9. Januar 2014). Multiple fallfremde Diagnosen (UV-act. 4.10-23).
Zudem erklärte er, dass er hinsichtlich der radiologischen Befunde zur gleichen
Einschätzung wie PD Dr. L._ gekommen sei (UV-act. 4.10-22). Bezüglich des Unfalls
vom 2. Mai 2003 sah der Arzt keine Diskrepanzen zwischen den verschiedenen
Unfallbeschreibungen (UV-act. 4.10-23). Im Weiteren führte er aus, dass der in Folge
des Unfalls im Jahr 2003 abgegoltene angebliche "dauerhafte und unfallbedingte
Gesundheitsschaden" nicht als solcher hätte bezeichnet werden dürfen, denn auch
retroperspektiv könne basierend auf den Akten keine eindeutige objektivierbare,
reproduzierbare oder nachvollziehbare unfallkausale Pathologie mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erkannt werden. Der Status quo sine sei allerspätestens ein Jahr
nach der Operation vom 21. Oktober 2003 per Ende Oktober 2004 erreicht worden.
Dass es sich bei den Beschwerden im Jahr 2013 um Spätfolgen der Operation im Jahr
2003 handle, erachtete er als "möglich", jedoch nicht als "überwiegend
wahrscheinlich". Einen Rückfall zum Ereignis im Jahr 2003 schloss er dagegen aus
(UV-act. 4.10-24/27/32; vgl. auch UV-act. 4.10-29 ff.). Die Integritätsentschädigung von
10%, wie sie von Dr. D._ basierend auf den Akten am 30. November 2004 erhoben
worden sei, sei nicht geschuldet gewesen (UV-act. 4.10-32). Im Weiteren führte er aus,
dass die aktuellen Beschwerden des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich
Folgen des Ereignisses vom 22. Februar 2013 seien, ohne dass hierzu eine relevante
unfallkausale Pathologie oder eine eindeutige objektivierbare richtunggebende
Verschlimmerung des Vorzustandes nachgewiesen worden sei (UV-act. 4.10-33). Dass
nach der Operation im Juli 2013 an der linken Schulter (Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette am 19. Juli 2013) Komplikationen und weitere Beschwerden
aufgetreten seien, sei schlicht und einfach als schicksalshaft zu bezeichnen (UV-act.
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4.10-33 f.). Die erneute Operation im Januar 2014 sei wegen den Beschwerden
erforderlich gewesen, wobei der von der Operation erhoffte Erfolg nicht eingetreten sei.
Funktionell bestehe eine schlechtere Situation als vor dem Eingriff im Juli 2013 - und
bis heute eine ausgeprägte postoperative "frozen shoulder" (UV-act. 4.10-34).
3.3.3 Zur Kausalität der aktuellen Beschwerden zum Unfallereignis im Jahr 2003 hat
Dr. M._ überzeugend dargelegt, dass sich der Beschwerdeführer nach dem
Unfallereignis im Jahr 2003 soweit gesundheitlich erholt und im Jahr 2004 wieder die
volle Arbeitsfähigkeit erlangte hatte. Der Beschwerdeführer war danach bis hin zum
Unfall im Jahr 2013 - mit Ausnahme kurzer Zeiträume nach den weiteren Unfällen (vgl.
Ausführungen im Sachverhalt A.b) - stets voll arbeitsfähig, und es sind keine
gesundheitlichen Einschränkungen bedingt durch die im Jahr 2003 verletzte linke
Schulter bekannt. Im Weiteren gibt es auch keine Anhaltspunkte in den Akten, dass die
erlittenen Verletzungen beim Unfall im Jahr 2003 oder die damals festgestellten ersten
Degenerationen im Bereich der Schulter (Rotatorenmanschette und insb. Musculus
Supraspinatus) in den Jahren bis hin zum Unfall im Jahr 2013 zu einer
Behandlungsbedürftigkeit geführt hätten (vgl. UV-act. 5.25). Die Aussage von Dr.
M._, dass es sich bei den Beschwerden im Jahr 2013 nicht überwiegend
wahrscheinlich um Spätfolgen der Operation im Jahr 2003 handle, überzeugt aus dem
zuvor Gesagten. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin bzw. von Dr. K._ zur
(möglichen) Kausalität der aktuellen Beschwerden zum Unfallereignis vermögen
demgegenüber insbesondere wegen fehlender Nachweise bzw. schlüssiger und
nachvollziehbarer medizinischer Erklärungen nicht zu überzeugen.
3.3.4 Nachfolgend ist auf das Unfallereignis vom 22. Februar 2013 einzugehen.
Diesbezüglich wies Dr. K._ in ihrem Gutachten darauf hin, dass die
Unfallschilderungen stark voneinander abweichen und sich teilweise widersprechen
würden. Dieser Einschätzung kann nicht gefolgt werden, denn die verschiedenen
Schilderungen des Unfallhergangs sind in den relevanten Aspekten übereinstimmend.
So ist es normal und nicht etwa aussergewöhnlich, dass bei erneuter Nachfrage durch
Ärzte oder Unfallversicherer ein Unfallereignis detaillierter geschildert wird. In den
Berichten schilderte der Beschwerdeführer stets ein unerwartetes Ausrutschen auf dem
eisigen Boden und einen damit verbundenen Sturz. In den späteren
Unfallschilderungen brachte der Beschwerdeführer weder neue wesentliche Fakten vor
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noch schilderte er einen grundlegend anderen Unfallhergang. Da auch keine
grundlegenden Widersprüche oder unrealistischen Aussagen zum Unfallhergang
erkennbar sind, welche berechtigte Zweifel an der Schilderung zu begründen
vermöchten, ist auf die vorliegenden Unfallschilderungen abzustellen. So ist
insbesondere von einem Ausrutschen auf Glatteis und einem unkontrollierten Sturz
auszugehen. Es ist durchaus plausibel, dass beim Ausrutschen auf Glatteis und einem
unkontrollierten Sturz ein für eine Rotatorenmanschettenruptur typischer
Verletzungsmechanismus stattfindet. Dass die Re-Rupturen der Sehnen insbesondere
durch den Unfall vom 22. Februar 2013 verursacht wurden, legen auch die Aussagen
von Dr. K._ in ihren Gutachten nahe. So erklärte sie einerseits, dass die Rupturen
nicht bereits seit Jahren bestehen würden, sondern relativ frisch seien (UV-act.
4.12-56), und andererseits, dass die aktuell erhobenen Befunde möglicherweise in
einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013
stünden (UV-act. 4.12-59 bis 62). Hinzu kommt, dass auch der Vertrauensarzt der
Beschwerdegegnerin, Dr. H._, im Arztbericht vom 17. Juli 2013 erklärte, dass die
geplante Operation, welche am 19. Juli 2013 stattfand, im überwiegend kausalen
Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013 stehe (UV-act. 3.10, 4.12-23).
Aktenkundig ist, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht anerkannte und
diesbezügliche UV-Leistungen erbrachte (vgl. UV-act. 2.23, 2.25 und 2.27). Auch die
wegen Beschwerden durchgeführte erneute Operation vom 9. Januar 2014 steht in
einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013, denn es zeigte
sich anlässlich der Operation, dass der Rekonstruktionsversuch der
Rotatorenmanschette vom 19. Juli 2013 zu keiner Einheilung geführt hatte.
3.3.5 Vorliegend kann offengelassen werden, ob die Operationen nur bedingt waren
durch das Unfallereignis vom 22. Februar 2013 oder ob der Unfall vom 25. April 2013
(vgl. Sachverhalt A.d) mitursächlich war, denn der Beschwerdeführer war zu beiden
Unfallzeitpunkten bei der Beschwerdeführerin unfallversichert.
3.3.6 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die
aktuellen Beschwerden zumindest teilkausal zu den Unfallereignissen im Jahr 2013
sind, denn bereits der geschilderte Unfallhergang vom 22. Februar 2013 ist durchaus
geeignet, Verletzungen und Beschwerden der vorliegenden Art zu verursachen. Für
Komplikationen während der Heilbehandlung hat die Beschwerdegegnerin einzustehen
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(vgl. Art 6 mit Verweis auf Art. 10 UVG). Deshalb ist die Beschwerdegegnerin auch für
die Operation im Januar 2014 und deren Folgen leistungspflichtig. Der
Beschwerdeführer hat folglich weiterhin Anspruch auf Heilbehandlung und auf
Taggelder bei Arbeitsunfähigkeit.
3.3.7 Wie in Erwägung 2.5 dargelegt, entfällt bei einmal anerkannter Leistungspflicht
diese erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche und adäquate Ursache des
Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf
unfallfremden Ursachen beruht. Folglich steht die Beschwerdegegnerin, nachdem sie
den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang der Gesundheitsschädigung
und dem Unfall von 22. Februar 2013 anerkannt und entsprechende Leistungen
erbracht hat, solange in der Leistungspflicht, als der Nachweis nicht erbracht wurde,
dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des
Gesundheitsschadens ist, sondern letzterer nur noch und ausschliesslich auf
unfallfremden Ursachen beruht. Vorliegend konnte der erforderliche Nachweis, dass
die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung per
31. März 2013 verloren haben, nicht erbracht werden und das gelangte auch mit dem
Gutachten von Dr. K._ nicht. Dies hat zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin
weiterhin - und damit auch über den von ihr festgelegten
Leistungseinstellungszeitpunkt vom 31. März 2013 hinaus, - für die
gesundheitsbedingten Unfallfolgen leistungspflichtig ist (vgl. dazu Erwägungen 2.2 ff.).
3.4 Vorliegend bleibt zu klären, auf welche Leistungen der Beschwerdeführer
Anspruch hat. Während die Beschwerdegegnerin sämtliche Ansprüche grundsätzlich
ab dem 1. April 2013 abweist (vgl. act. G 7 und G 13), verlangt der Beschwerdeführer
weiterhin die Erbringung der gesetzlichen UVG-Leistungen, insbesondere
Taggeldleistungen, Heilbehandlungen, zumindest eine halbe Invalidenrente ab 1. Mai
2015 und eine Integritätsentschädigung (act. G 1 und G 9).
3.4.1 Wie in Erwägung 2.6 dargelegt, besteht, solange von der ärztlichen
Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden
kann, ein Anspruch auf Heilbehandlung und Taggelder. Der (definitive) Rentenanspruch
entsteht dagegen erst, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet
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werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV)
abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG).
3.4.2 Zum aktuellen Gesundheitszustand führte Dr. M._ in seinem Gutachten vom
2. Dezember 2014 aus, es könne theoretisch davon ausgegangen werden, dass bei
erfolgreicher Operation rund ein Jahr danach die Heilung abgeschlossen sei. Im
vorliegenden Fall ging er jedoch gestützt auf seine erhobenen Befunde nicht von einem
Abschluss der Heilung innerhalb eines Jahres nach der letzten Operation bzw. bis im
Januar 2015 aus. So führte Dr. M._ im Gutachten aus, dass der Endzustand noch
nicht eingetreten und der Beschwerdeführer weiterhin auf Behandlungen angewiesen
sei (UV-act. 4.10-34 f.). Im Arztbericht vom 4. Februar 2015 erklärte Dr. J._ basierend
auf der Untersuchung des Versicherten vom 30. Januar 2015, dass deutliche
Restbeschwerden nach der Operation an der linken Schulter und dabei insbesondere
an der Funktion bestehen würden. Dr. J._ zog gar eine inverse Schulterprothese in
Betracht, wobei er empfahl, vorerst den weiteren gesundheitlichen Verlauf zu
beobachten. Die Arbeitsfähigkeit schätzte er aktuell auf maximal 50% (UV-act. 5.24).
3.5 Festzustellen ist, dass zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom
27. Januar 2016 weder aktenmässig feststand noch von der Beschwerdegegnerin
nachgewiesen oder geltend gemacht worden war, dass von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der
versicherten Person mehr zu erwarten war. Gemäss den vorliegenden Arztberichten
muss im Gegenteil davon ausgegangen werden, dass mit einer weiteren Verbesserung
des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit zu rechnen war, bestanden
doch noch erhebliche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende gesundheitliche
Beschwerden. Folglich hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer weiterhin -
und auch über den Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids hinaus - die
gesetzlichen UVG-Leistungen und dabei insbesondere die bisher erbrachten
Leistungen wie Heilungskosten und Taggelder zu erbringen und dies solange als
zumindest eine Teilursächlichkeit der behandlungsbedürftigen gesundheitlichen
Beschwerden im Bereich der linken Schulter/Rotatorenmanschette zu den beiden
Unfällen im Jahr 2013 besteht und ausserdem von einer namhaften Verbesserung des
Gesundheitszustandes ausgegangen werden kann. Es liegt an der
Beschwerdegegnerin das Dahinfallen einer der genannten Voraussetzungen schlüssig
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und nachvollziehbar nachzuweisen. Da noch Heilungskosten und Taggelder zu
gewähren sind, ist das Begehren des Beschwerdeführers für eine Invalidenrente
abzuweisen (vgl. Erwägung 2.6). Vor diesem Hintergrund ist auch der Antrag auf eine
Integritätsentschädigung abzuweisen (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG). Bei dieser
Ausgangslage erübrigen sich die im Eventualantrag des Beschwerdeführers verlangten
weiteren medizinischen Abklärungen (vgl. act. G 1).
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 12. Februar 2016
unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 27. Januar 2016
teilweise gutzuheissen. Die Beschwerdegegnerin hat (weiterhin) die gesetzlichen UVG-
Leistungen und dabei Heilungskosten und Taggelder im Zusammenhang mit den
unfallbedingten gesundheitlichen Beschwerden im Bereich der linken Schulter/
Rotatorenmanschette zu erbringen. Infolgedessen sind der geltend gemachte
Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuweisen.
4.2 Gerichtkosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.3 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 6. Juli 2016 eine überarbeitete
Honorarnote für das Einspracheverfahren eingereicht (act. G 15, vgl. auch act. G 1.9).
Darin macht er für den Zeitraum vom 19. Juni 2014 bis 6. Juli 2016 einen Aufwand von
37.62 Stunden und ein Honorar von Fr. 12'063.70 (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) geltend. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass
die Unfallversicherung das rechtliche Gehör verletzt habe, da sie sich mit den
Vorbringungen des Beschwerdeführers im Einspracheentscheid nicht rechtsgenüglich
auseinandergesetzt habe (act. G 1-6 f.). Diesbezüglich ist festzustellen, dass der
Rechtsvertreter im Einspracheverfahren offenbar keine Honorarnote eingereicht hat
und der Einspracheentscheid sich auch nicht mit den Entschädigungsfolgen befasst.
Da hinsichtlich der Parteientschädigung für das Einspracheverfahren kein
Anfechtungsgegenstand vorliegt, kann auf den Antrag auf Parteientschädigung für das
Einspracheverfahren nicht eingetreten werden.
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4.4 Gleichfalls am 6. Juli 2016 reichte der Rechtsvertreter eine Honorarnote für das
Beschwerdeverfahren ein (act. G 15). Darin macht er für den Zeitraum vom 5. Februar
bis 6. Juli 2016 einen Aufwand von 24.42 Stunden und ein Honorar von Fr. 6'857.15
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend. Beigelegt wurde eine
Aufstellung der erbrachten Leistungen. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-
bis Fr. 12'000.-. Im Regelfall wird in UV-Streitigkeiten eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 3'500.- bis Fr. 4'500.- zugesprochen. Im hier zu beurteilenden Fall liegt ein
Sachverhalt vor, der hinsichtlich der Komplexität leicht über dem Durchschnitt liegt.
Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Rechtsvertreter den Beschwerdeführer
bereits im Einspracheverfahren vertreten hat, weshalb zur Abgeltung der entstandenen
Kosten und Aufwendungen eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.