Decision ID: 60a0ee59-dae5-5dbf-ba81-5ec28bfab2a5
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der mazedonische Staatsangehörige A._ (geb. am ... 1981) kam im Jahr 2002 in die Schweiz, wo er gestützt auf die Ehe mit seiner Frau, welche über eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz verfügt, im November 2002 eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 29. September 2010 verurteilte ihn die «Cour d'assises du canton de Neuchâtel» zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren wegen schweren Verstosses  das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121). Mit Verfügung vom 13. August 2013 wies die  (EG) B._ A._ aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wurden von der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern (VGE 2014/260 vom 24.2.2015) und zuletzt am 2. April 2015 vom Bundesgericht abgewiesen (BGer 2C_260/2015). Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verhängte am 13. Juli 2015 ein vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2025 geltendes Einreiseverbot gegen A._. Gemäss eigenen Angaben hat er daraufhin die Schweiz gegen Ende Oktober 2015 mit dem Auto Richtung Paris verlassen.
B.
Gemäss eigenen Angaben kehrte A._ aus Mazedonien kommend am 16. oder 17. Dezember 2015 wieder in die Schweiz zurück, wo er am 22. Dezember 2015 von der Kantonspolizei Bern angehalten und  wurde. Am 23. Dezember 2015 wies ihn die EG B._ mit sofortiger Wirkung aus der Schweiz weg und versetzte ihn in Ausschaffungshaft. Mit Entscheid vom 24. Dezember 2015 bestätigte das kantonale Zwangsmassnahmengericht (ZMG) nach mündlicher Verhandlung die Ausschaffungshaft bis zum 21. Januar 2016. Da die erforderlichen Papiere bis dahin nicht beschafft werden konnten, beantragte die EG B._ eine Verlängerung der Ausschaffungshaft
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.01.2016, Nr. 100.2016.34U, Seite 3
um einen Monat. Nach mündlicher Verhandlung bestätigte das ZMG die Haftverlängerung bis zum 21. Februar 2016 (Entscheid vom 20. Januar 2016).
C.
Dagegen ist A._ mit Eingabe vom 20. Januar 2016 an das  gelangt. Er stellt den sinngemässen Antrag, der  Entscheid sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu entlassen.
Mit Verfügung vom 25. Januar 2016 hat der Instruktionsrichter die  den übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 12 Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 20. Januar 2009 zum Ausländer- und Asylgesetz [EG AuG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte  ist einzutreten.
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).
1.3 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisa-
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tion der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).
2.
2.1 Anders als der Beschwerdeführer zu meinen scheint, handelt es sich bei der Ausschaffungshaft nicht um eine Strafe für ein begangenes Delikt. Haftzweck bildet die Sicherstellung des Vollzugs der Wegweisung (vgl. Art. 76 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Zu diesem Zweck ist es unter den hiernach aufgeführten Voraussetzungen möglich, die  anzuordnen und zu verlängern. Das ZMG hat dem Gesuch der EG B._ entsprochen, die Ausschaffungshaft ursprünglich bis zum 21. Januar 2016 bestätigt und insbesondere keine Aussage über die maximale Dauer der Ausschaffungshaft gemacht (Haftentscheid vom 24.12.2015, unpag. Haftakten ZMG 15 1700 [act. 2B]). Die EG B._ hat sodann rechtzeitig vor Ablauf der angeordneten Ausschaffungshaft ein Gesuch um deren Verlängerung gestellt, welches das ZMG entsprechend zu prüfen hatte.
2.2 Im Rahmen eines Haftverlängerungsverfahrens sind erneut alle Haftvoraussetzungen zu überprüfen, da die erste Haftgenehmigung nicht in dem Sinn in materielle Rechtskraft erwächst, als einzelne Aspekte nicht mehr Verfahrensgegenstand bildeten und unabänderlich entschieden wären. Bei der Beurteilung der Haftverlängerung ist daher – selbst wenn die ausländische Person den ursprünglichen Haftgenehmigungsentscheid nicht angefochten hat – auch zu prüfen, ob der Haftgrund nach wie vor  bzw. tatsächlich gegeben ist; es kann dabei indessen auf die  im Haftgenehmigungsentscheid Bezug genommen werden (BGE 122 I 275 E. 3b; Thomas Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im , in Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 10.33; VGE 2015/303 vom 22.10.2015, E. 2.1).
2.3 Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch ) Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige
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Behörde zur Sicherstellung des Vollzugs die ausländische Person in  nehmen bzw. sie in dieser belassen, wenn die  von Art. 76 AuG erfüllt sind. Dabei muss einer der in Art. 76 Abs. 1 AuG genannten Haftgründe bestehen und der Vollzug der  mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AuG). Die Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip ergebenden Erfordernissen zu genügen (Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), es darf kein  vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AuG) und es ist die maximal  Haftdauer zu beachten (Art. 79 AuG). Die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der Haft sind gemäss Art. 80 Abs. 2 AuG spätestens nach 96 Stunden durch eine richterliche Behörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu überprüfen.
3.