Decision ID: 6063b6a9-983c-4596-a2b0-9ba36ed5e5c0
Year: 2012
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

dagegen an seiner Sachverhaltsschilderung fest, dass A nicht nüchtern und ihre
Aussprache verwaschen und lallend gewesen sei.
e) Mit Verfügung vom 22. April 2010 bezeichnete das Gesundheitsamt den
Bezirksarzt ... als für die Vornahme der monatlichen Laborkontrollen bei A
zuständig, woraufhin sich das Folgende ergab:
 Mit erstem Bericht vom 6. Mai 2010 hielt der Bezirksarzt fest, dass die Blutkontrolle vom 3. Mai 2010 einen leicht erhöhten CDT von 2.8 % ergeben habe. Klinisch sei A anlässlich der Kontrolle nicht betrunken gewesen, doch spreche der leicht erhöhte CDT-Wert für einen regelmässigen, erhöhten Alkoholkonsum. Er habe mit der Arzt der Psychiatrischen Dienste Graubünden vereinbart, dass A bei ihr dreimal wöchentlich zwei Antabustabletten einnehmen müsse. In der Folge zeigten sich anlässlich der Kontrollen vom Juni und Juli 2010 Werte im Normbereich bis leicht erhöhte CDT-Werte.
 Im August 2010 sei A nicht zur Blutkontrolle erschienen, da sie sich ihren Angaben nach beim Spazieren mit dem Hund eine Armfraktur zugezogen habe, welche in der Klinik ... operiert würde. Zugleich habe sie einen Rückfall zugegeben, wobei ihm tags zuvor auch der leitende Arzt der psychiatrischen in ... schon mitgeteilt hätte, dass A nicht mehr zur Antabuseinnahme erschienen sei. Der betreffende Arzt habe auch vernommen, dass A mit dem operierten Arm und Alkoholgeruch praktiziere, weswegen er zum Schutze der Gesundheit der Bevölkerung beantrage, A vor die Wahl einer stationären Behandlung der Alkoholkrankheit oder des definitiven Entzugs der Praxisbewilligung zu stellen.
 In ihrer Vernehmlassung zu den Ausführungen des Bezirksarztes bestritt A mit diesem gesprochen zu haben, weshalb sie auch keinen Rückfall zugegeben habe. Es sei auch nicht verständlich, wieso der leitende Arzt der psychiatrischen Dienste mitgeteilt habe, sie sei nicht zur Antabuseinnahme gekommen. Davon abgesehen, dass der leitende Arzt der ambulanten psychiatrischen Dienste in ... keinen Grund habe, den Bezirksarzt über das Nichterscheinen zur Antabuseinnahme zu informieren, handle es sich bloss um Gerüchte und unbewiesene Behauptungen. Dementsprechend seien die Voraussetzungen für einen Entzug der Berufsausübungsbewilligung weder gestützt Art. 36 MedBG noch auf Art. 31 des Gesundheitsgesetzes erfüllt. Dies umso mehr, als sie sich freiwillig zur Antabuseinnahme bereit erklärt habe.
 Am 13. August 2010 und am 22. September 2010 meldete der Bezirksarzt erneut, dass die CDT-Werte von A leicht erhöht gewesen seien, was auf einen Alkoholkonsum zurückzuführen sei.
f) Am 30. September 2010 ersuchte das Gesundheitsamt die behandelnde Arzt
der Psychiatrischen Dienste Graubünden um eine Beurteilung des
beschwerdeführerischen Gesundheitszustands und den leitenden Arzt der
ambulanten psychiatrischen Dienste in ... um die Beantwortung der Frage, ob A
einen Rückfall erlitten habe:
 ln ihrem Bericht vom 18. November 2010 hielt die behandelnde Arzt fest, dass A sich freiwillig für eine ambulante fachpsychiatrische psychotherapeutische Behandlung entschieden habe und seit dem 7. Januar 2010 bei ihr in Behandlung stehe. Der psychische Zustand von A habe sich im Vergleich zum Beginn der Behandlung deutlich gebessert. Auch der physische Gesundheitszustand habe sich aufgrund des deutlich reduzierten Alkoholkonsums stabilisiert. Sie sei der Auffassung, dass A aufgrund des aktuellen Gesundheitszustandes ihre Patienten im Rahmen ihrer Berufsausübung nicht gefährde. Im Hinblick auf die bisher erreichten Resultate sei sie der Auffassung, dass eine aufgezwungene stationäre Behandlung im Moment nicht Erfolg versprechend sei. A habe signalisiert, im Frühjahr 2011 eine stationäre Behandlung in der Klinik Aadorf in Betracht zu ziehen.
 Der leitende Arzt der ambulanten psychiatrischen Dienste in ... hielt in seinem Schreiben vom 8. Oktober 2010 fest, dass bei einem CDT-Wert von über 2.6 % von einem übermässigen Alkoholkonsum von mindestens 50 g Alkohol pro Tag auszugehen sei. Dies entspreche einem Alkoholkonsumverhalten, welches keinesfalls mit einer Alkoholabstinenz vereinbar sei. Bereits Werte im Bereich zwischen 1.7 und 2.6 % würden als grenzwertig gelten, so dass zumindest ein regelmässiger Alkoholkonsum - wenngleich auch nicht in übermässiger Menge - vorliegen würde. Dementsprechend sei bei einem CDT-Wert von über 2.6 % ein massiver Alkoholrückfall als erwiesen zu betrachten und bei Werten zwischen 1.7 und 2.6 % müssten erhebliche Zweifel an der vollständigen Alkoholabstinenz angebracht werden.
In der Folge wechselten sich weiterhin normale CDT-Werte und leicht bis
massiv erhöhte CDT-Werte anlässlich der regelmässigen Kontrollen beim
Bezirksarzt ab (Oktober 2.3 %, November 2.3 %, Dezember 2.6 %, Januar
4.5 %, Februar 3.2 %).
3. a) Mit Verfügung vom 21. Dezember 2010 stellte das Gesundheitsamt fest, dass A
den Nachweis der Alkoholabstinenz während den letzten zwei Jahren
angesichts der vorliegenden Laborauswertungen von Januar 2009 bis
Dezember 2010 sowie der ärztlichen Beurteilung des Forensischen Dienstes
vom 8. Oktober 2010 nicht erbracht habe:
 Erstmals habe sich A den Laborkontrollen am 6. Januar 2009 unterzogen, wobei sich die Laborwerte im ersten Halbjahr 2009 im Normbereich bewegt hätten; was auch für den CDT-Wert gelte, der sich zwischen 1.84 und 2.44 % bewegt habe. Seit dem zweiten Halbjahr 2009 bis Ende des Jahres
2010 sei anhand der erhobenen Laborwerte festzustellen, dass sich die CDT-Werte mehrheitlich im Normbereich (bis 2.5 %) befunden hätten, wobei es alle 2-3 Monate eine Erhöhung gegeben habe (2.54 bis 3.79 %). Gemäss Beurteilung der Psychiatrischen Dienste Graubünden sei ein CDT-Wert über 2.6 % als pathologisch zu werten, was bedeute, dass von einem übermässigen Alkoholkonsum von mindestens 50 g Alkohol pro Tag für mindestens eine Woche auszugehen sei. Dies stelle ein Alkoholkonsumverhalten dar, welches keinesfalls mit einer Abstinenz vereinbar sei. Werte zwischen 1.7 % und 2.6 % gälten als grenzwertig, so dass ein regelmässiger, wenn auch nicht übermässiger Alkoholkonsum anzunehmen sei.
 Das bestehende Alkoholabhängigkeitssyndrom werde im Gutachten der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 11. Januar 2010 als mittelgradig eingestuft, im Übergang hin zum schwergradigen Ausprägungszustand, da sie trotz ausreichender Problembewusstheit und unter den strengen Rahmenbedingungen einer behördlichen Auflage zur kontrollierten Alkoholabstinenz unter Antabus-Einnahme nicht zu einer dauerhaften Abstinenz in der Lage sei, wie die wiederholten Alkoholrückfälle seit Sommer 2009 zeigen würden. Der Laborbefund habe dabei einen CDT-Wert von 4.3 % ergeben. Das Gutachten sei zum Schluss gelangt, dass sie zwar in der Lage sei, ihren Alkoholkonsum und ihre Arbeit als Arzt zeitlich und räumlich zu trennen. Trotzdem werde empfohlen, bei einem Rückfall die Berufsausübungsbewilligung zeitlich befristet zu entziehen bis zum Nachweis einer erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung.
Aus diesen Gründen verfügte das Gesundheitsamt die Aufhebung der
Verfügung vom 26. August 2008 und die folgende Einschränkung der am 17.
März 1987 erteilten Berufsausübungsbewilligung als Arzt im Kanton
Graubünden bis zum Nachweis der völligen Alkoholabstinenz: „Die an Dr. med.
... am 17. März 1987 erteilte Berufsausübungsbewilligung als Arzt im Kanton
Graubünden wird bis zum Nachweis ihrer völligen Alkoholabstinenz
dahingehend eingeschränkt, dass es ihr untersagt ist, ärztliche Handlungen wie
rückenmarksnahe invasive Schmerztherapien mit und ohne Kathetereinlage
(insbesondere peridurale und spinale Applikationen von Medikamenten),
Blockade von grösseren peripheren Nerven mit Lokalanästhetika oder
neurolytischen Substanzen (insbesondere Plexus axillaris, Nervus ischiadicus
und femoralis), Sympathikusblockaden sowie intravenöse Applikation von
Medikamenten aller Art (hiervon ausgenommen ist die Therapie von akut
lebensbedrohlichen Zustandsbildern) vorzunehmen.“ Zugleich wurde eine
Eintragung der fachlichen Einschränkung ins Medizinalberuferegister
veranlasst. Überdies habe A bis auf weiteres jeden zweiten Tag Antabus unter
ärztlicher Aufsicht einzunehmen, sich zweimal monatlich eine Laborkontrolle
der Alkoholparameter zu unterziehen und auch regelmässig eine
fachpsychiatrische Behandlung zu absolvieren; alles unter Strafandrohung von
Art. 292 StGB.
b) Dagegen erhob A am 20. Januar 2011 Beschwerde ans Departement für Justiz,
Sicherheit und Gesundheit Graubünden (DJSG) mit den Anträgen auf
Aufhebung der Verfügung und Löschung der fachlichen Einschränkung im
Medizinalberuferegister. Mit Vernehmlassung vom 14. Februar 2011 beantragte
das Gesundheitsamt die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde,
währenddem A auf die Einreichung einer replizierenden Stellungnahme
verzichtete. Am 22. März 2011 teilte das DJSG A dann mit, die Prüfung der vom
Gesundheitsamt eingereichten Akten habe ergeben, dass sie - unter
Berücksichtigung der Ausführungen im Gutachten der Psychiatrischen Dienste
Graubünden vom 11. Januar 2010, dem Schreiben der Psychiatrischen Dienste
Graubünden vom 18. November 2010 und den Meldungen des Bezirksarztes im
Zeitraum vom 6. Mai 2010 bis zum 4. Februar 2011 - in schwerwiegender
Weise alkoholabhängig sei. Daher sei nicht auszuschliessen, dass sie die
Gesundheit ihrer Patientinnen und Patienten gefährde und damit eine Gefahr
für die öffentliche Gesundheit im Kanton Graubünden darstelle, weswegen zu
prüfen sei, ob ihr die Bewilligung vollumfänglich zu entziehen sei. Hierzu nahm
A mit Schreiben vom 2. Mai 2011 mit dem Antrag Stellung, es sei von einem
vollständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung A abzusehen. Am Antrag
auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung hielt A fest. Das Gesundheitsamt
verzichtete darauf, sich zur Stellungnahme A vernehmen zu lassen.
Stattdessen reichte es die Kontrollberichte des Bezirksarztes für den Zeitraum
vom 17. Februar 2011 bis zum 13. Mai 2011 ein. Die Berichte wiesen in diesem
Zeitraum einen MCV-Wert zwischen 88.2 und 91.1, normale GOT-, GPT- und
GGT-Werte sowie einen CDT-Wert zwischen 1.4 und 2.2 % aus. Die Werte
bewegten sich somit alle im normalen Bereich.
c) Mit Verfügung vom 8. Juli 2011 wies das DJSG die Beschwerde schliesslich ab
und auferlegte A die Kosten des Verfahrens. Die vom Gesundheitsamt verfügte
Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung sei gemäss Art. 37 MedBG
zulässig und diene dem Schutz der öffentlichen Gesundheit (öffentliches
Interesse). Die Einschränkung sei zudem verhältnismässig, da sie geeignet und
notwendig sei und der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur
Belastung von A stehe. Die angefochtene Verfügung des Gesundheitsamts sei
somit nicht zu beanstanden. Es stelle sich aber die Frage, ob das
Gesundheitsamt gehalten gewesen wäre, A die Berufsausübungsbewilligung
vollständig zu entziehen. Diese Frage sei unter Berücksichtigung der Aktenlage
zu bejahen. Nachdem A ab dem Februar 2011 aber keine erhöhten CDT-Werte
mehr aufgewiesen habe, erscheine ein Entzug der Berufsausübungsbewilligung
nicht mehr gerechtfertigt. Das Gesundheitsamt müsse die von ihr verfügten
Einschränkungen und Auflagen in Anlehnung an Lehre und Rechtsprechung in
den Fällen des Fahrens in angetrunkenem Zustand aber für mindestens vier bis
fünf Jahre aufrechterhalten.
4. Hiergegen erhob A am 6. September 2011 Beschwerde ans Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen
Verfügung und Gutheissung der dagegen eingereichten Beschwerde; zugleich
stellte A mehrere Eventualanträge. Ihre Anträge begründete A anschliessend
mit der folgenden Argumentation:
 Für die verfügte Einschränkung ihrer Berufsausübungsbewilligung sei keine gesetzliche Grundlage vorhanden. Durch das MedBG sei das Disziplinarrecht auf Bundesebene vereinheitlicht und für Disziplinarmassnahmen die kantonale Aufsichtsbehörde zuständig erklärt worden (Art. 43 MedBG). Disziplinarisch könnten Verwarnungen, Verweise und Bussen ausgesprochen und als strengste Massnahme ein Verbot der selbständigen Berufsausübung angeordnet werden, wobei bei einem definitiven Verbot auch nur ein Teil der Tätigkeit verboten werden könne. Ein befristetes Verbot könne hingegen nicht nur auf einen Teil der Tätigkeit beschränkt werden. Hier habe das Gesundheitsamt aber gerade ein befristetes Verbot der Berufsausübung auf einen Teil der selbständigen Tätigkeit beschränkt, was gegen das Gesetz verstosse. Eine Einschränkung
im Sinne der Verfügung des Gesundheitsamtes sei nur über eine vorsorgliche Massnahme nach Art. 43 Abs. 4 MedBG möglich, doch seien die hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht gegeben. Die Verfügung erweise sich daher als unzulässig, weshalb sie aufzuheben sei.
 Sofern die angefochtene Verfügung nicht als Disziplinarmassnahme zu qualifizieren sei, sondern eine Einschränkung der Bewilligung nach Art. 37 MedBG darstelle, so verstosse sie gegen Bundesrecht. Denn nach der genannten Bestimmung könnten die Kantone Einschränkungen und Auflagen der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung nur insoweit vorsehen, als sich diese aus Erlassen des Bundes ergäben oder zur Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung notwendig seien. Die Berufsausübungsbewilligungen könnten mithin nur in fachlicher, zeitlicher oder räumlicher Hinsicht eingeschränkt werden, was hier nicht der Fall sei. Weiter ergebe sich aus Art. 36 GesG, dass die Bewilligung entweder verweigert oder entzogen werden könne; hingegen dürfe sie nicht befristet eingeschränkt werden. Da kein gesetzlicher Grund für den Entzug der Berufsausübungsbewilligung gegeben sei, falle ein Entzug ausser Betracht und die Verfügung sei mangels gesetzlicher Grundlage unzulässig.
 Es sei bis heute nicht nachgewiesen, dass sie unter Alkoholeinfluss praktiziert oder Patienten gefährdet habe, was sich auch aus dem Gutachten vom 11. Januar 2010 ergebe. Das Vorgehen des Gesundheitsamtes stütze sich auf blosse Gerüchte, unwahre Aussagen und Behauptungen sowie fehlerhafte Begebenheiten. Insgesamt fehle es daher an einem öffentlichen Interesse für die Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung. Schliesslich könne einem Fahrzeuglenker der Ausweis auch nicht entzogen werden, wenn ihm das Fahren unter Alkoholeinfluss nicht nachgewiesen worden sei. Hier komme erschwerend hinzu, dass das Gesundheitsamt drei Jahre gewartet habe, nachdem sie angeblich unter Alkoholeinfluss Notfalldienst geleistet habe.
 Auch seien die angeordneten Massnahmen nicht verhältnismässig. Es fehle an der Eignung der Massnahme, da die Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung ungeeignet sei, für den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu sorgen. Schliesslich habe sie die nunmehr als gefährlich qualifizierten verbotenen Handlungen bis Ende 2010 vorgenommen und nie einen Patienten gefährdet. Auch sei die Massnahme ungeeignet, weil ihr intravenöse Applikationen von Medikamenten verboten seien, währenddem sie nach wie vor Blut abnehmen dürfe. Schliesslich zeige auch die Tatsache, dass es ihr nach wie vor gestattet sei, akut lebensbedrohliche Krankheitsbilder zu behandeln, dass die angeordneten Massnahmen nicht geeignet seien. Das Departement gestehe ihr so zu in Extremsituationen adäquater und angemessener zu reagieren als in Normalsituationen. Im Weiteren sei die angeordnete Massnahme auch nicht erforderlich, da sie in alkoholisiertem Zustand nie Patienten behandelt habe (vgl. Gutachten vom
11. Juni 2010 und Aktennotiz Kantonsarzt vom 11. Februar 2010). Zudem wären in sachlicher Hinsicht auch mildere Massnahmen verfügbar gewesen, um den angestrebten Zweck zu erreichen (Kontrolle durch regelmässige Besuche, Tätigkeit unter Aufsicht). Zeitlich sei die Massnahme nicht erforderlich, weil ihr bis anhin nie ein Fehlverhalten habe nachgewiesen werden können. Die verfügte Zeitdauer von 5-6 Jahren entspreche schliesslich einem faktischen Berufsverbot, wenn man ihr Alter und die verbotenen Tätigkeiten berücksichtige. Zudem hätten die Tests vom Februar bis zum Juni 2011 ergeben, dass sie keinen Alkohol mehr konsumiere. Letztlich sei die Massnahme ungerechtfertigt, weil sie in keinem vernünftigen Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff in ihre Rechte stehe.
 Indem das Gesundheitsamt sie anweise, jeden zweiten Tag Antabus unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen, sich bis auf weiteres zweimal monatlich bei Dr. med. ... einer Laborkontrolle der Alkoholparameter und einer fachpsychiatrischen Behandlung zu unterziehen, verletze es kantonales und eidgenössisches Recht (keine gesetzliche Grundlage, kein öffentliches Interesse, keine Verhältnismässigkeit, fehlerhafte Rechtsanwendung).
 Im Beschwerdeverfahren vor dem Departement habe dieses ihr mitgeteilt, dass nunmehr ein vollständiger Entzug der Berufsausübungsbewilligung geprüft werde. Dazu habe sie Stellung genommen und sei offensichtlich mit ihrem Begehren durchgedrungen, da das DJSG von einem vollständigen Entzug abgesehen habe. Daher sei sie mit ihrer Beschwerde zur Hälfte durchgedrungen, weshalb ihr eine Parteientschädigung von Fr. 10‘000.-- zustehe. Zudem seien ihr auch nur die Hälfte der Verfahrenskosten aufzuerlegen.
5. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 28. September 2011 die
Abweisung der Beschwerde:
 Entgegen den beschwerdeführerischen Behauptungen sei sowohl das Schreiben der Kantonspolizei vom 4. Januar 2007 als auch das Protokoll des Rettungseinsatzes vom 27. September 2006 in den Akten zu finden, da die beiden Berichte zusammen mit dem Schreiben des Bezirksarztes vom 17. Dezember 2007 eingereicht worden seien. A sei somit im Besitz aller Verfahrensakten gewesen. A verkenne auch, dass es nicht um die Ausfällung einer Disziplinarmassnahme infolge der Verletzung von Berufspflichten, von Vorschriften des MedBG oder von Ausführungsbestimmungen zum MedBG gehe, weswegen die betreffenden beschwerdeführerischen Ausführungen nicht relevant seien. Wie in der Verfügung vom 8. Juli 2011 festgehalten worden sei, stelle sich im Fall von A vielmehr die Frage eines Entzugs der Berufsausübungsbewilligung infolge des Dahinfallens von Bewilligungsvoraussetzungen. Unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes habe das Gesundheitsamt
gegenüber A anstelle des vollumfänglichen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung lediglich einen Teilentzug - für die in Frage stehenden, von A praktizierten Tätigkeiten, welche die öffentliche Gesundheit gefährdeten - verfügt.
 Im Weiteren führe A aus, dass der Nachweis der Alkoholabstinenz in den einschlägigen Bestimmungen der kantonalen und eidgenössischen Gesetzgebung weder ausdrücklich noch dem Sinn und Zweck nach enthalten sei, weshalb sich keine Rechtsgrundlage für die in der angefochtenen Verfügung enthaltene Anordnung finden lasse. Gemäss Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG stellten die Vertrauenswürdigkeit sowie die psychische und physische Integrität aber Voraussetzungen für die Erteilung der Berufsausübungsbewilligung dar. Seien die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, so sei die Berufsausübungsbewilligung zu entziehen. Hier habe die Bewilligungsbehörde in Anwendung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit auf einen vollumfänglichen Entzug verzichtet, die Bewilligung im fachlichen Bereich eingeschränkt und Auflagen vorgesehen. Diese Anordnungen seien gestützt auf ein Gutachten ergangen, welches A ein mindestens mittelgradiges Alkohol-Abhängigkeitssyndrom attestiert habe. Damit sei erstellt, dass die physische und psychische Integrität und teilweise auch - aufgrund des während des Verfahrens an den Tag gelegten Verhaltens - die Vertrauenswürdigkeit beeinträchtigt seien, weshalb das Gesundheitsamt zu Recht eine Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung verfügt habe. Soweit A aus der noch gestatteten Blutentnahme das Recht zur Injektion von Medikamenten ableiten wolle, sei auf die im Recht liegende Aktennotiz des Kantonsarztes vom 19. September 2011 zu verweisen.
 Eine direkte Anwendung der Lehre und Rechtsprechung zum Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem Zustand (FiaZ) sei ausgeschlossen, da diese nicht unbesehen auf den Entzug einer Berufsausübungsbewilligung übertragen werden könne. Ein Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung komme A ebenfalls nicht zu, da sie im Beschwerdeverfahren vollständig unterlegen sei. Das DJSG habe lediglich in Anwendung von Art. 37 Abs. 2 VRG A ein Recht zur Stellungnahme eingeräumt, da es sich dazu veranlasst gesehen hatte, eine reformatio in peius in Form eines vollständiges Entzugs der Berufsausübungsbewilligung zu prüfen.
6. In ihrer Replik vom 24. Oktober 2011 hielt A an ihrer Rechtsauffassung gemäss
Beschwerde fest. Die Vorinstanz verzichtete mit Verweis auf die angefochtene
Verfügung und ihre Vernehmlassung auf eine Duplik.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich,
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist die Verfügung des
Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden (DJSG) vom
8. Juli 2011, wonach die Vorinstanz die erstinstanzliche Verfügung des
Gesundheitsamtes vom 21. Dezember 2010 geschützt und die hiergegen
erhobene Beschwerde abgewiesen hat. Streitig und zu prüfen ist, ob die vom
Gesundheitsamt verfügte Einschränkung der am 17. März 1987 erteilten
Berufsausübungsbewilligung im Kanton Graubünden bis zum Nachweis der
völligen Alkoholabstinenz, indem A spezifisch beschriebene ärztliche
Handlungen untersagt werden, zulässig ist. Ebenfalls zu prüfen ist, ob die
flankierenden erstinstanzlichen Anordnungen (Eintragung der fachlichen
Einschränkung ins Medizinalberuferegister, Antabus-Einnahme unter ärztlicher
Aufsicht, Laborkontrolle der Alkoholparameter, fachpsychiatrische
Behandlungen; alles unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB) zu Recht
ergangen sind.
2. In ihrer Darstellung des dem vorliegenden Verfahrens zugrunde liegenden
Sachverhalts, welche sich im Übrigen nur marginal von der Darlegung des
Sachverhalts durch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unterscheidet,
führt A mittels kursiver Hervorhebungen an, ihr seien nicht alle Akten
vorgelegen (Rapport Rettungsdienst Oberengadin vom 29.09.2006, Bericht
Kantonspolizei GR vom 04.01.2007). Eine konkrete Rüge hat A damit in ihrer
Eingabe nur ganz am Rande verbunden, indem kurz und knapp im Fazit
festgehalten wird, dass der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt worden
sei. Diese Rüge geht indessen fehl, hat das DJSG in seiner Vernehmlassung
doch zu Recht festgehalten, dass die betreffenden angeblich fehlenden
Berichte zusammen mit dem Schreiben des Bezirksarztes vom 17. Dezember
2007 eingereicht worden seien (beschwerdegegnerische Beilage Nr. 48). A hat
nicht behauptet, ihr seien die Akten des Gesundheitsamtes und insbesondere
das Schreiben des Bezirksarztes vom 17. Dezember 2007 nicht vorgelegen.
Vielmehr ergibt sich aus den Akten des Beschwerdeverfahrens vor dem DJSG
explizit, dass A Einsicht in alle Akten hat nehmen können (vgl.
beschwerdegegnerische act. 8 und 18). Damit lagen A die Akten des
Gesundheitsamtes und lag ihr zweifelsohne auch die Urkunde Nr. 48 vor. Da
die beiden fraglichen Berichte letzterer Urkunde beigeheftet sind, mussten sie
auch A vorgelegen haben. Aus diesem Grund ist eine Verletzung des
verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör ausgeschlossen.
3. a) In rechtlicher Hinsicht hält A zunächst fest, dass die verfügte Einschränkung der
Berufsausübungsbewilligung - als befristetes Verbot mit Beschränkung auf
einen Teil der ärztlichen Tätigkeit - nicht als Disziplinarmassnahme im Sinne
von Art. 43 des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe
(MedBG) ausgesprochen werden könne, da Art. 43 MedBG hierfür keine
gesetzliche Grundlage biete. Die beschwerdeführerische Rüge ist unbegründet,
haben doch sowohl das Gesundheitsamt in der Verfügung vom 21. Dezember
2010 als auch das DJSG in der Verfügung vom 8. Juli 2011 hinreichend klar
darauf hingewiesen, dass die verfügten Massnahmen als Einschränkungen der
beschwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung auf Art. 36 ff. MedBG
gestützt werden. Entsprechend gehen die beschwerdeführerischen
Ausführungen zur angeblichen Unzulässigkeit der Ausfällung eines befristeten
Verbots zur Ausübung von gewissen ärztlichen Tätigkeiten als
Disziplinarmassnahme gemäss Art. 43 MedBG an der Sache vorbei, weshalb
darauf im Folgenden nicht weiter einzugehen ist.
b) Da somit die Rechtmässigkeit der vorinstanzlichen Verfügung als
Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung i.S.v. Art. 36 ff. MedBG zu
prüfen ist, rechtfertigen sich zunächst einige Ausführungen zum anwendbaren
Recht: Berufsausübungsbewilligungen von Ärzten wurden von den kantonalen
Gesundheitsgesetzen geregelt, bevor die kantonalen Regelwerke durch das am
1. September 2007 in Kraft getretene MedBG als Bundesgesetz teilweise
derogiert worden sind. Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes werden die
materiellen Voraussetzungen - die fachlichen und die persönlichen
Voraussetzungen - für die selbständige Ausübung eines universitären
Medizinalberufes abschliessend durch das Bundesrecht im MedBG geregelt
(Urteil des Bundesgerichts 2C_58/2008 vom 14. April 2008 E. 2.1). Die Kantone
dürfen keine zusätzlichen Voraussetzungen stipulieren (Etter, Handkommentar
MedBG, 1. Aufl. 2006, Art. 36 N 1; Kommentar MedBG-Dumoulin, 1. Aufl. 2009,
Art. 36 N 5). Als universitärer Medizinalberuf gilt dabei insbesondere die
Tätigkeit von Aerzten und Arztinnen (Art. 2 MedBG). Für die selbständige
ärztliche Tätigkeit bedarf es gemäss Art. 34 MedBG einer Bewilligung des
Kantons, auf dessen Gebiet die Tätigkeit ausgeübt werden soll. Die Bewilligung
zur selbständigen Berufsausübung wird erteilt, wenn der Gesuchsteller unter
anderem "vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine
einwandfreie Berufsausübung bietet“ (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die letzteren
drei kumulativen persönlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer
Berufsausübungsbewilligung werden wie folgt umschrieben:
 Vertrauenswürdigkeit: Die Botschaft versteht unter Vertrauenswürdigkeit, dass eine Medizinalperson über einen guten Leumund verfügen bzw. allgemein vertrauenswürdig sein muss. Die Vertrauenswürdigkeit kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden. Es wird vorausgesetzt, dass keine berufsrelevanten Straftaten vorliegen. Die berufliche Relevanz einer Straftat bestimmt sich einerseits nach der Schwere und andererseits nach dem Zusammenhang mit der Ausübung des Medizinalberufes. Dafür ist der Auszug aus dem Strafregister - und bei ausländischen Medizinalpersonen (zusätzlich) auch ein gleichwertiges ausländisches Dokument - zu konsultieren (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 N 10; Kommentar MedBG-Dumoulin, Art. 36 N 23 ff.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_848/2009 vom 11. Mai 2010 E. 2).
 Physische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung: Die Voraussetzung betrifft den körperlichen Zustand der Medizinalperson. Die Medizinalperson darf über keinerlei Gebrechen verfügen, die ihre Tätigkeit schwerwiegend beeinträchtigen könnten. Bei den Gebrechen können berufsspezifische Abwägungen vorgenommen werden (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 N 11).
 Psychische Gewähr für einwandfreie Berufsausübung: Die Medizinalperson darf über keinerlei psychische Beschwerden verfügen, die ihre medizinische Tätigkeit schwerwiegend beeinträchtigen könnten (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 N 12).
Die Kantone dürfen diese bundesrechtliche Regelung weder durch eigene
Voraussetzungen unmittelbar noch mittelbar durch eine zu weite Auslegung der
bundesrechtlichen Voraussetzungen ergänzen. Kantonale
Ausführungsbestimmungen dürfen aber die bundesrechtlich stipulierten
Voraussetzungen präzisieren (kantonale Kompetenz für
Ausführungsbestimmungen bzw. formelle Bestimmungen; vgl. Etter,
Handkommentar MedBG, Art. 36 N 13 f.).
c) Nach Art. 37 MedBG dürfen die Kantone vorsehen, dass die Bewilligung zur
selbstständigen Berufsausübung mit bestimmten Einschränkungen fachlicher,
zeitlicher und räumlicher Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich
(1) aus Erlassen des Bundes ergeben oder dies (2) für die Sicherung einer
qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung
erforderlich ist:
 Fachliche Einschränkungen: Fachliche Einschränkungen betreffen den Bereich der medizinischen Tätigkeit. Dadurch kann eine Einengung des üblichen Bereichs der Tätigkeit der betreffenden medizinischen Fachrichtung erreicht werden. Möglich ist aber auch ein Verbot, gewisse genau spezifizierte medizinischen Behandlungen vorzunehmen (vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 37 N 10).
 Zeitliche Einschränkungen: Zeitliche Beschränkungen betreffen einerseits die Laufzeit der Berufsausübungsbewilligung und andererseits die Dauer der medizinischen Tätigkeit (z.B. Befristung der Bewilligung; vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 37 N 11 f.).
 Räumliche Einschränkungen: Räumliche Einschränkungen betreffen den geografischen Geltungsbereich der Bewilligung. Insofern kann eine Einschränkung ein bestimmtes Gebiet, eine einzelne Praxis oder einen Praxisstandort festlegen (vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 37 N 13 ff.).
Die Kantone können zudem Bewilligungen zur selbständigen Berufsausübung
mit Auflagen versehen, welche verschiedene Bereiche betreffen können (Etter,
Handkommentar MedBG, Art. 37 N 16 ff.). Solche Auflagen sind
Nebenbestimmungen von Verfügungen, welche eine zusätzliche Verpflichtung
zu einem Tun, Dulden oder Unterlassen beinhalten. Die Rechtswirkung der
Verfügung wird durch die Nichterfüllung der Auflage nicht tangiert, doch ist die
Auflage mittels hoheitlichem Zwang selbständig durchsetzbar (Etter,
Handkommentar MedBG, Art. 28 N 3; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 901 ff.).
d) Art. 38 MedBG regelt den Entzug der Berufsausübungsbewilligung in zwei
grundsätzlichen Konstellationen: Die Bewilligung wird entzogen, wenn (1) ihre
Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder wenn (2) nachträglich Tatsachen
festgestellt werden, auf Grund derer sie hätte verweigert werden müssen. Auf
den Bewilligungsentzug finden auch die allgemeinen Grundsätze des
Verwaltungsrechts, insbesondere das Verhältnismässigkeitsprinzip und das
Erfordernis der Gewährung des rechtlichen Gehörs Anwendung, zumal ein
Entzug der Bewilligung regelmässig einen erheblichen Eingriff in die
Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) der betroffenen Medizinalperson zur Folge
haben dürfte (vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 38 N 4). Das in Art. 5
Abs. 2 BV verankerte Verhältnismässigkeitsprinzip, welches im gesamten
Bereich des Verwaltungsrechts zur Anwendung zu bringen ist, besagt dass
Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung eines im öffentlichen Interesses
liegenden Ziels geeignet und erforderlich sein und in einem vernünftigen
Verhältnis zu den den Privaten auferlegten Freiheitsbeschränkungen stehen
müssen (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 38 N 5; vgl. im Einzelnen
Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 581 ff.).
4. a) In der hier zu beurteilenden Konstellation hat die Vorinstanz die verfügte
Einschränkung der beschwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung zu
Recht auf die einschlägigen Art. 36 ff. MedBG und damit auf Bundesrecht
gestützt. Es geht nicht um die Ausfällung einer Disziplinarmassnahme gemäss
Art. 43 MedBG, sondern es stellt sich die Frage eines vollständigen bzw.
teilweisen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung wegen fehlender
persönlicher Voraussetzungen i.S.v. Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG:
 Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG verlangt als persönliche Voraussetzungen für die Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung eine Vertrauenswürdigkeit sowie eine physische und psychische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung. Dasselbe ergibt sich auch aus dem kantonalen Art. 30 Abs. 1 lit. d und e GesG, wo von strafbaren Handlungen und von körperlichen oder geistigen Gebrechen die Rede ist, welche die Berufsausübung schwerwiegend beeinträchtigen. Wenn diese persönlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, ist die Berufsausübungsbewilligung zu entziehen (Art. 38 MedBG, vgl. auch Art. 31 Abs. 1 lit. a, b und d GesG).
 In der hier zu beurteilenden Konstellation ist A gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Januar 2010 mindestens mittelgradig alkoholabhängig; im Übergang zu einem schwergradigen Ausprägungszustand. Diese diagnostizierte Alkoholkrankheit ist geeignet, als physische und psychische Krankheit die einwandfreie medizinische Berufsausübung i.S.v. Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG schwerwiegend zu beeinträchtigen. So ist dem psychiatrischen Gutachten diesbezüglich der folgende Abschnitt zu entnehmen:
Uns liegen zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung keine konkreten Fallbeispiele vor, die aufzeigen würden, wie A aufgrund der bei ihr bestehenden Alkoholabhängigkeit im Einzelfall konkret Patienten gefährdet hat. Es bestanden in der Vergangenheit jedoch Meldungen, denen zufolge A in alkoholisiertem Zustand in ihrer Praxis arbeitete oder zu Notfalleinsätzen erschien. ln diesem Fall könnte aufgrund der Alkoholeigenwirkung eine mögliche Gefährdung von Patienten dadurch entstehen, dass A in alkoholisiertem Zustand in der Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt sein könnte, in der Kritikfähigkeit, in der Konzentration, den motorischen und feinmotorischen Fähigkeiten und der Risikoeinschätzung, wodurch sich im Einzelfall je nach Tätigkeitserfordernis oder Entscheidungserfordernis Gefährdungsmomente für die anvertrauten Patienten ergeben könnten. Dokumentierte Schädigungsfälle in entsprechenden Situationen liegen uns zum Zeitpunkt der Begutachtung jedoch nicht vor.
Auch wenn bis anhin keine konkrete Gefährdung von Patienten dokumentiert ist, zeigen die in den Akten liegenden Vorfälle anlässlich der Notfalleinsätze und es zeigen auch die Ausführungen gemäss psychiatrischem Gutachten nachvollziehbar auf, dass die alkoholkranke A keine physische und psychische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bieten kann.
 Zudem ist die diagnostizierte Alkoholkrankheit auch geeignet, die allgemeine und die berufliche Vertrauenswürdigkeit von A in Frage zu stellen; zumal die Alkoholabhängigkeit von A in physischer und psychischer Hinsicht trifft. Das Erfordernis der Vertrauenswürdigkeit des Arztes dient dabei dem Schutz der öffentlichen Ordnung und Gesundheit. Die Voraussetzung muss daher nicht
nur im Verhältnis zwischen Arzt und Patienten, sondern auch zwischen dem Arzt und den Behörden erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts 2C_848/2009 vom 11. Mai 2010). Insbesondere die Vertrauenswürdigkeit von A den Behörden gegenüber ist vorliegend erheblich in Frage gestellt, da A gemäss den in den Jahren 2009, 2010 und 2011 erhobenen Laborkontrollen den Nachweis der bereits im Jahr 2008 angeordneten Alkoholabstinenz nicht hat erfüllen können.
Damit ist grundsätzlich erstellt, dass die Vorinstanz A gestützt auf Art. 38
MedBG die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung vollständig hätte
entziehen können (fehlende Vertrauenswürdigkeit, fehlende physische und
psychische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung). Ein solcher
vollständiger Entzug ist nach dem Vorgesagten aber nur dann zulässig, wenn
der Entzug vor dem allgemeinen Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art.
5 Abs. 2 BV standhält. Nach einer Prüfung eines vollständigen Entzugs der
Berufsausübungsbewilligung nach Art. 38 MedBG ist die Vorinstanz zum
Schluss gekommen, dass die erstinstanzlich angeordnete Einschränkung der
Berufsausübungsbewilligung inkl. der verfügten flankierenden Massnahmen zu
schützen sei. Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob die Vorinstanz die
erstinstanzliche Verfügung unter Berücksichtigung der einschlägigen
Eingriffsvoraussetzungen von Art. 36 BV zu Recht geschützt hat.
b) Gesetzliche Grundlage für die verfügte Einschränkung der
Berufsausübungsbewilligung stellt Art. 38 MedBG dar, wonach die Bewilligung
entzogen werden kann, wenn Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder
nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert
werden müssen.
 Wie hiervor ausgeführt worden ist, hat sich der Vorinstanz die Frage gestellt, inwiefern A noch vertrauenswürdig ist sowie psychisch und physisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bieten kann. In diesem Zusammenhang haben sowohl die Erstinstanz als auch die Vorinstanz die Frage eines vollständigen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung nach Art. 38 MedBG geprüft und dabei zu Recht das Verhältnismässigkeitsprinzip nach Art. 5 Abs. 2 BV zur Anwendung gebracht. Dessen Prüfung hat letztlich ergeben, dass im jetzigen Zeitpunkt kein vollständiger Entzug der Berufsausübungsbewilligung erforderlich ist, da das beabsichtigte öffentliche Interesse auch mit milderen Massnahmen, mithin mit der verfügten
Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung und flankierenden Massnahmen, zu erreichen ist. Entsprechend besteht in Art. 38 MedBG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BV eine genügende gesetzliche Grundlage für die verfügten Eingriff in die Rechte der A.
 Was A hiergegen einwendet, ist nicht überzeugend. Einerseits geht der beschwerdeführerische Verweis auf Art. 37 MedBG fehl, da die betreffende bundesrechtliche Bestimmung kantonalrechtliche generell-abstrakte Regelungen vorbehält, soweit diese für die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung erforderlich sind. Eine solche kantonale gesetzliche Grundlage besteht hier indessen nicht. Vielmehr stützt sich die Einschränkung der beschwerdeführerischen Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung auf Art. 38 MedBG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BV. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 5 Abs. 2 BV führt dazu, dass in Art. 38 MedBG - trotz seines Wortlauts - auch für die konkret verfügte Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung eine genügende gesetzliche Grundlage vorhanden ist, da A ansonsten die Bewilligung vollständig hätte entzogen werden müssen.
Der verfügten Massnahme liegt damit eine hinreichende gesetzliche Grundlage
zugrunde (Art. 38 MedBG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BV; Häfelin/Müller/Uhlmann,
a.a.O., Rz. 918).
c) Ein öffentliches Interesse für die verfügte Massnahme ist ohne weiteres
gegeben, bezweckt die Einschränkung der beschwerdeführerischen
Berufsausübungsbewilligung doch den Schutz der öffentlichen Gesundheit,
indem eine Gefährdung ihrer Patienten minimiert wird. Das gilt insbesondere,
da gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Januar 2010 eine abstrakte
Gefährdung der Patienten gegeben und nach erfolgtem Rückfall eine konkrete
Gefährdung der Patienten zumindest absehbar ist. A bietet daher keine
physische und psychische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung.
Daran ändert die beschwerdeführerische Behauptung nichts, dass bisher keine
konkreten Gesundheitsgefährdungen bekannt geworden sind. Diese gilt es
nämlich gerade durch vorbeugende Massnahmen zu vermeiden. Denn A will
durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung erreichen, auch die zurzeit
verbotenen, medizinisch sensibleren Tätigkeiten wieder vornehmen zu dürfen,
was mindestens eine abstrakte Gefährdung ihrer Patienten nach sich zieht (vgl.
psychiatrisches Gutachten vom 11. Januar 2010, S. 16; Urteil des
Bundesgerichts 2C_57/2010 vom 4. Dezember 2010 E. 5.3).
d) Schliesslich ist die verfügte Massnahme auch verhältnismässig, hat die
Vorinstanz doch gerade gestützt auf das Verhältnismässigkeitsprinzip nach Art.
5 Abs. 2 BV von einem vollständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung
abgesehen (vgl. Empfehlung gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11.
Januar 2010 für den Rückfall: Sofortiger zeitlich befristeter Entzug der
Berufsausübungsbewilligung bis zum Nachweis der vollständigen
Alkoholabstinenz):
 Eignung der Massnahme: Im Einzelnen ist die verfügte Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung um einige genau spezifizierte ärztliche Tätigkeiten geeignet, das im öffentlichen Interesse liegende Ziel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit zu erreichen. Denn dadurch wird die bisherige - zumindest abstrakte - Gefährdung der Patienten von A erheblich reduziert, wenn nicht sogar eliminiert. Ungeeignet ist eine Massnahme nämlich nur dann, wenn sie am Ziel vorbeischiesst und keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung des Zwecks sogar erschwert oder verhindert wird (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 587).
Was A hiergegen einwendet, vermag nicht zu überzeugen: Dass A bis zum 21. Dezember 2010 die nunmehr verbotenen ärztlichen Tätigkeiten noch erlaubt waren vermag die Eignung der angeordneten Massnahme nicht zu beschlagen. Auch wenn keine Darstellung einer konkreten Gefährdung der Gesundheit der beschwerdeführerischen Patienten in den Akten liegt, so ist die Massnahme gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Januar 2010 geeignet, die bestehende abstrakte Gefährdung und die latente konkrete Gefährdung der öffentlichen Gesundheit zu minimieren.
Auch ist die beschwerdeführerische Rüge betreffend Umfang der verbotenen ärztlichen Tätigkeiten - die Einschränkung sei ungeeignet, weil ihr nach wie vor die Blutentnahme gestatte sei - unbegründet. Die in der erstinstanzlichen Verfügung vom 21. Dezember 2010 genau spezifizierten verbotenen ärztlichen Handlungen basieren auf der Einschätzung des Kantonsarztes, Dr. med. ..., vom 20. Dezember 2010 (beschwerdegegnerische Urkunde Nr. 7). Der Kantonsarzt hat dann im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu Handen der Vorinstanz am 19. September 2011 dazu Stellung genommen und nachvollziehbar dargelegt, weshalb die angeordneten Einschränkungen aus medizinischer Sicht geeignet und erforderlich sind (beschwerdegegnerisches act. 20). Insbesondere hat der Kantonsarzt nachvollziehbar dargelegt, weshalb
rückenmarksnahe Handlungen und intravenöse Applikationen verboten (erhebliche Risiken, Nebenwirkungen) und die Blutentnahme (keine ernsthaften Komplikationen) nach wie vor gestattet ist. Darauf sei an dieser Stelle verwiesen.
Dasselbe gilt mutatis mutandis auch für die beschwerdeführerische Rüge, die angeordnete Massnahme sei nicht geeignet, weil ihr nach wie vor erlaubt sei, akut lebensbedrohliche Zustandsbilder zu behandeln. Auch diesen Einwand hat der Kantonsarzt in seiner Stellungnahme vom 19. September 2011 widerlegt, indem er schlüssig belegt, dass solche Zustandsbilder ein rasches Eingreifen durch intravenöse Injektionen erfordert (Frage der Güterabwägung).
Letztlich hat die Vorinstanz - entgegen der Darstellung in der Beschwerde - die von A ausgehende Gefährdung der Patienten berücksichtigt und insbesondere auch die Gefahr von fehlerhaften beschwerdeführerischen Diagnosen infolge der Alkoholkrankheit in die Beurteilung miteinbezogen. Aus diesem Grund hat die Vorinstanz zunächst auch festgehalten, dass A die Berufsausübungsbewilligung vollständig zu entziehen sei. Davon abgesehen hat die Vorinstanz aus Gründen der Verhältnismässigkeit nur, weil die Laborkontrollen während des laufenden Beschwerdeverfahrens bis Juni 2011 normale Werte ergeben hatten. Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, wie A ihre Argumentation helfen sollte, unterstützt sie mit ihren Ausführungen doch eher den vollständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung.
 Erforderlichkeit der Massnahme: Unter dem Aspekt der Erforderlichkeit muss die angeordnete Massnahme im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel erforderlich sein. Die Massnahme hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Sind staatliche Schutzaufträge oder - pflichten zu erfüllen, so ist das Übermassverbot durch ein Untermassverbot zu ergänzen. Insofern sind dann auch jene Massnahmen unverhältnismässig, welche zu wenig zur Erreichung des Schutzzwecks beitragen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 593 ff.). In der vorliegend zu beurteilenden Konstellation hat die Vorinstanz die erstinstanzliche Verfügung genau dieser Prüfung unterzogen und ist zum Schluss gekommen, dass infolge des Rückfalls von A - kein Nachweis einer Alkoholabstinenz in den Jahren 2010 und 2011 - grundsätzlich der Entzug der Berufsausübungsbewilligung anzuordnen wäre. Nachdem die im Rahmen der Laborkontrollen erhobenen Werte ab Februar 2011 sich im Normalbereich bewegten, sah die Vorinstanz aber aus Gründen der Verhältnismässigkeit davon ab, und es hielt stattdessen an der Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung fest; auch wenn die Werte den Nachweis einer vollständigen Alkoholabstinenz nicht bieten konnten. Allerdings wurde die Erstinstanz angewiesen, die verfügten Massnahmen für mindestens vier bis fünf Jahre aufrecht zu erhalten.
Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden, hat der verantwortliche Gutachter des psychiatrischen Gutachtens vom 11. Januar 2010 doch klar empfohlen, die mit Verfügung vom 26. August 2008 angeordnete Alkoholabstinenz einschliesslich der weiteren Kontrollen strikte einzuhalten und im Falle eines neuerlichen Alkoholrückfalls einen sofortigen zeitlich befristeten Entzug der Berufsausübungsbewilligung anzuordnen. Dass A in der Folge effektiv einen Rückfall erlitten hat, ergibt sich mit hinreichender Deutlichkeit aus der Stellungnahme der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 8. Oktober 2010 sowie aus den Laborkontrollen vom Juni 2010 bis zum Februar 2011, welche teilweise massiv erhöhte CDT-Werte ergeben haben (bis 4.5 %). Entsprechend wäre es gemäss Aktenlage auch vertretbar gewesen, A die Berufsausübungsbewilligung zeitlich befristet vollständig zu entziehen; bis zum Nachweis der vollständigen Alkoholabstinenz (stationäre Alkoholentwöhnungstherapie). Die angeordnete Massnahme stellt somit bereits eine „mildere Massnahme“ als der vollständige Entzug der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung dar. Eine andere, noch mildere Massnahme zur Erreichung des angestrebten Zwecks als die Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung in Bezug auf genau spezifizierte ärztliche Tätigkeiten ist nicht ersichtlich.
Was A hiergegen einwendet, vermag wiederum nicht zu überzeugen: Zunächst ist A entgegenzuhalten, dass die angeordnete Massnahme erforderlich ist, um die bestehende abstrakte Gefährdung und die latente konkrete Gefährdung der Patienten zu minimieren; auch wenn bis anhin keine konkrete Gefährdung nachgewiesen wurde.
Soweit A die Erforderlichkeit der Massnahme bestreitet, indem sie auf angeblich mildere Massnahmen verweist, so sind auch die betreffenden Ausführungen nicht überzeugend. Wie sollen denn auch regelmässige unangemeldete Kontrollen durch den Kantonsarzt zu einer Minimierung der Gefährdung der Patienten durch die - nunmehr verbotenen - spezifisch gefährlichen ärztlichen Tätigkeiten führen. Schliesslich kann der Kantonsarzt kaum jederzeit vor Ort sein, wenn eine entsprechende Handlung durchgeführt wird. Entsprechend wäre eine solche Massnahme ungeeignet den angestrebten Schutz der öffentlichen Gesundheit zu erreichen. Dasselbe gilt mutatis mutandis für den zweiten beschwerdeführerischen Vorschlag einer Vornahme der betreffenden Tätigkeiten unter Aufsicht des Bezirksarztes. Einerseits kann der Bezirksarzt nicht immer vor Ort sein und andererseits besteht keine Gewähr, dass A nicht eigenmächtig weiterhin alleine die betreffenden Tätigkeiten verrichtet. Dass sich A nicht vollständig an verfügte Massnahmen hält, ergibt sich schliesslich hinreichend klar aus den Akten: Im August 2008 wurde eine Alkoholabstinenz und wurden kontrollierende Massnahmen verfügt, an welche sich die A in der Folge nicht gehalten hat (vgl. Strafmandat vom 27. April 2009, Laborkontrollen Juni bis Dezember 2009, Laborkontrollen Mai-Dezember 2010, Laborkontrollen Januar/Februar 2011). Aus diesem Grund ist eine Verschärfung der Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit erforderlich.
Entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung belegen die erhobenen Laborwerte ab Februar 2011 sodann keinen vollständigen Verzicht auf Alkohol. Auch wenn sich die CDT-Werte zwischen 1.4 % und 2.2 % im Normalbereich bewegen, so kann daraus nicht auf einen vollständigen Verzicht auf Alkohol geschlossen werden. Und selbst wenn auf einen temporären Alkoholverzicht geschlossen werden könnte, so wäre dies noch kein Grund für eine Aufhebung der verfügten Massnahmen. Denn A ist in der Vergangenheit rückfällig geworden und hat sich ab dem Erlass der ersten erstinstanzlichen Verfügung vom 26. August 2008 nicht an die angeordnete Alkoholabstinenz halten können. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass das psychiatrische Gutachten vom 11. Januar 2010 ausdrücklich von einem vollständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung spricht, wobei der Entzug mindestens so lange dauern solle, bis A den Nachweis einer erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen könne. Insofern reicht ein bloss temporärer Verzicht auf Alkohol nicht aus, um die angeordnete Massnahme aufzuheben, weshalb die Erforderlichkeit der Massnahmen nach wie vor gegeben ist.
In zeitlicher Hinsicht hat die Vorinstanz eine Weiterführung der Massnahmen für vier bis fünf Jahre angeordnet. Eine solche Dauer ist entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung durchaus angemessen. In diesem Zusammenhang gilt es indessen präzisierend anzufügen, dass die von der Vorinstanz erwähnte zeitliche Mindestdauer nicht absolut gilt. Denn auch die Lehre und Rechtsprechung zum Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem Zustand (FiaZ) und zum Sicherungsentzug kennen keine absolute Sperrfrist; soweit sich die Sperrfrist nicht aus einer Verkehrsregelverletzung (z.B. Art. 16c SVG) ergibt. Nachdem sodann bereits das psychiatrische Gutachten vom 11. Januar 2010 von einem befristeten Entzug spricht - bis A den Nachweis einer erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen könne - lässt sich eine absolute Aufrechthaltung der angeordneten Massnahme für vier bis fünf Jahre nicht rechtfertigen. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind entsprechend insofern zu präzisieren, als die Massnahme (Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung) für vier bis fünf Jahre aufrecht zu erhalten ist, solange A nicht den Nachweis einer längerfristigen erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen kann. Die erforderliche zeitliche Dauer der Therapie ist dabei den medizinischen Fachpersonen zu überlassen. Da die Vorinstanz die zeitliche Mindestwirkung von vier bis fünf Jahren nicht verfügt, sondern sich auf die Abweisung der Beschwerde beschränkt hat, ist keine Anpassung der vorinstanzlichen Verfügung erforderlich.
 Verhältnismässigkeit i.e.S.: Zudem ist die angeordnete Massnahme auch zumutbar, da sie in einem vernünftigen Verhältnis zu den an A auferlegten Freiheitsbeschränkungen steht (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 613 ff.). Eine Interessenabwägung zwischen dem Interesse von A an einer nicht beeinträchtigten Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als Arzt und dem öffentlichen
Interesse des Schutzes der öffentlichen Gesundheit (Vermeidung der Gefährdung von Patienten) infolge der Alkoholabhängigkeit von A fällt klar zu Gunsten des öffentlichen Interesses aus.
Entsprechend hält die von der Erstinstanz verfügte und von der Vorinstanz
geschützte Massnahme (Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung) auch
vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 5 Abs. 2 bzw. Art. 36
Abs. 3 BV stand.
e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einschränkung der
beschwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung als Eingriff in die Rechte
von A rechtmässig erfolgt ist, da die Eingriffsvoraussetzungen nach Art. 36 BV -
gesetzliche Grundlage, öffentliches Interesse, Verhältnismässigkeit - allesamt
gegeben sind. Zur vorinstanzlichen Verfügung ist indessen präzisierend
festgehalten, dass die dort stipulierte Dauer der angeordneten Massnahme von
vier bis fünf Jahren nicht absolute Geltung hat. Eine Aufhebung der
angeordneten Massnahme ist vor Ablauf dieser Dauer möglich, wenn A den
Nachweis einer längerfristigen erfolgreichen stationären
Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung
vorlegen kann.
5. a) Was die von A gerügten Ziff. 3, 4 und 5 der erstinstanzlichen Verfügung vom
21. Dezember 2010 betrifft (Eintragung der fachlichen Einschränkung ins
Medizinalberuferegister, Antabus-Einnahme unter ärztlicher Aufsicht,
Laborkontrolle der Alkoholparameter, fachpsychiatrische Behandlungen),
welche allesamt unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB ergangen sind, ist
ebenfalls keine Rechtsverletzung festzustellen. Die betreffenden
Nebenbestimmungen bzw. flankierenden Anordnungen dienen zusammen mit
der verfügten Hauptmassnahme (Einschränkung der
Berufsausübungsbewilligung) dem Schutz der öffentlichen Gesundheit, indem
der alkoholabhängigen A (vgl. psychiatrisches Gutachten vom 11. Januar 2010)
eine Reihe von praktizierten Tätigkeiten, welche die öffentliche Gesundheit bzw.
die Gesundheit der beschwerdeführerischen Patienten gefährden, untersagt
wird.
b) Die angeordnete Eintragung der beschwerdeführerischen Einschränkungen ins
Medizinalregister dient der Publizität der angeordneten Massnahme, enthält das
vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) betriebene Medizinalberuferegister doch
die Daten betreffend die Inhaberinnen und Inhaber von Diplomen und
Weiterbildungstiteln gemäss MedBG. Nach Art. 51 Abs. 2 MedBG und Art. 2 der
Register-VO MedBG dient das Medizinalberuferegister neben der
Qualitätssicherung und statistischen Zwecken insbesondere auch der
Information und dem Schutz der Patientinnen und Patienten. Aus diesem Grund
müssen mindestens die verantwortlichen kantonalen Behörden die
Einschränkungen der beschwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung
dem erwähnten Register entnehmen können. Daher ist die hier verfügte
Massnahme (Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung in fachlicher
Hinsicht), welche auf Art. 38 MedBG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BV beruht, gestützt auf
Art. 51 Abs. 3 und Art. 52 MedBG sowie Art. 7 Abs. 3 Register-VO MedBG im
Medizinalberuferegister einzutragen. Entgegen der von der Vorinstanz in der
angefochtenen Verfügung vertreten Auffassung bildet Art. 7 Abs. 1 lit. h
Register-VO keine Grundlage für die Eintragung von besonders
schützenswerten Personendaten. Daher hat die kantonale Behörde dem BAG
die Daten über ein speziell zur Verfügung gestelltes Formular zu melden. Die
ausgefüllten Formulare werden vom BAG in einem sicheren, vom
Medizinalberuferegister abgetrennten Bereich gespeichert (vgl. Bundesamt für
Gesundheit, Erläuterungen zur Verordnung über das Register der universitären
Medizinalberufe, S. 6 f.; Art. 10 Register-VO MedBG). Da die Erstinstanz eine
Eintragung der fachlichen Einschränkung im Medizinalberuferegister ohne
Hinweis auf Art. 7 Abs. 1 Register-VO verfügt und die Vorinstanz die Verfügung
geschützt hat, ist die angefochtene Verfügung vollständig aufrecht zu erhalten.
Es ist indessen zu präzisieren, dass die Eintragung der fachlichen
Einschränkung im Sinne von Art. 7 Abs. 3 und Art. 10 Register-VO MedBG zu
erfolgen hat.
c) Die übrigen Anordnungen bzw. Auflagen stellen im Sinne von periodischen
Kontrollen des beschwerdeführerischen Alkoholkonsums sicher, dass keine
Verschlimmerung der Situation erfolgt, welche einen vollständigen Entzug der
Berufsausübungsbewilligung zur Folge haben könnte. Andererseits bieten die
übrigen Anordnungen bzw. Auflagen auch für A die Gewähr dafür, eine
eingehaltene Alkoholabstinenz nach Ablauf einer längeren Zeit der
Alkoholabstinenz nachweisen zu können, so dass die angeordnete
Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung aufgehoben werden kann. Die
gesetzlichen Voraussetzungen nach Art. 36 BV für die Anordnungen solcher
Nebenbestimmungen sind jedenfalls erfüllt:
 Gesetzliche Grundlage: Die Befugnis zur Anordnung der betreffenden Massnahmen (Antabus-Einnahme unter ärztlicher Aufsicht, Laborkontrolle der Alkoholparameter, fachpsychiatrische Behandlungen) ergibt sich aus Art. 38 MedBG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 BV. Denn wenn die Massnahmen nicht verhängt werden könnten, hätte A die Berufsausübungsbewilligung entzogen werden müssen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 918).
 Öffentliches Interesse: Ein öffentliches Interesse liegt vor, dienen die flankierenden Massnahmen doch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.
 Verhältnismässigkeit: Die angeordneten flankierenden Massnahmen sind geeignet, erforderlich und auch zumutbar; zumal A im Gegenzug dafür die Berufsausübungsbewilligung nicht vollständig entzogen wurde.
Insgesamt ist somit festzustellen, dass die Vorinstanz die erstinstanzlich
verfügten Nebenbestimmungen bzw. flankierenden Massnahmen zu Recht
geschützt hat. Präzisierend ist wiederum festzuhalten, dass die angeordneten
Nebenbestimmungen dahinfallen, wenn die in der Hauptsache angeordnete
Massnahme aufgehoben wird, weil A den Nachweis einer längerfristigen
erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür
ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen kann. Im Falle der Aufhebung der
Hauptmassnahme (Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung) kann die
zuständige Behörde „die Wiedererteilung“ der vollständigen
Berufsausübungsbewilligung aber an längerfristige Auflagen knüpfen (vgl.
hiernach lit. d).
d) Entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen ist der Vorinstanz
sodann auch keine fehlerhafte Rechtsanwendung im Zusammenhang mit der
Rechtsprechung und Lehre zum Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem
Zustand (FiaZ) vorzuwerfen:
 A verkennt, dass die Vorinstanz nie eine direkte und vollumfängliche Anwendung der Praxis zum Tatbestand des FiaZ propagiert hat. Vielmehr hat das DJSG - in Ermangelung von Rechtsprechung und Lehre im Bereich des Gesundheitswesens - einzelne Elemente der genannten Praxis zur Interpretation der erhobenen Werte beigezogen. Insbesondere hat die Vorinstanz bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der von der Erstinstanz verfügten Nebenbestimmungen bzw. flankierenden Massnahmen die Rechtsprechung und Lehre zum Tatbestand des FiaZ vergleichsweise berücksichtigt. Demzufolge soll es zur Klärung der Frage, ob die Alkoholsucht bzw. ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch dauerhaft erfolgreich überwinden wurde, nach der Wiedererteilung des Führerausweises in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der Einhaltung einer vollständigen Abstinenz und der therapeutischen Begleitung bedürfen. An diesen Grundsätzen hat die Vorinstanz die Verhältnismässigkeit der erstinstanzlichen Nebenbestimmungen gemessen und dabei festgehalten, dass diese A zu weniger strengen Kontrollen und Therapien verpflichten als Personen im Rahmen eines Verfahrens nach dem SVG.
 In Anbetracht der nachstehend zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Entscheid 1C_342/2009 vom 23. März 2010 in E. 2.4, ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz und die teilweise vergleichsweise Übernahme der Erwägungen zur Verhältnismässigkeit nicht zu beanstanden:
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die Wiedererteilung des Führerausweises nach einem Sicherungsentzug wegen Alkoholmissbrauchs je nach den konkreten Umständen für mehrere Jahre an Auflagen geknüpft werden. Es geht davon aus, dass die dauerhafte Überwindung der Sucht einer Behandlung und Kontrolle während 4-5 Jahren bedarf und hat nicht beanstandet, die Wiedererteilung grundsätzlich von einer dreijährigen Totalabstinenz abhängig zu machen (Urteil 6A.77/2004 vom 1. März 2005 E. 2.1 mit Hinweis auf das Merkblatt "Führerausweis und Alkohol: Nachweis der Alkoholabstinenz der Sicherheitsdirektion Zug und des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich).
Aus einer vergleichsweisen Anwendung der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung ergibt sich, dass die zuständige Behörde im Falle einer
„Wiedererteilung“ der Berufsausübungsbewilligung längerfristige Auflagen
verfügen kann, um die von der A einmal nachgewiesene vollständige
Alkoholabstinenz über längere Zeit kontrollieren - je nach den konkreten
Umständen während bis zu 4-5 Jahren - und dadurch die öffentliche
Gesundheit schützen zu können (z.B. bezirksärztliche Laborkontrollen,
Besprechungen und Berichte). Aus der teilweisen, vergleichsweisen
Berücksichtigung von Lehre und Rechtsprechung zum Tatbestand des FiaZ
lässt sich jedoch kein Anspruch auf eine vollständige Anwendung der
betreffenden Praxis ableiten; zumal der Entzug des Führerscheins vom Entzug
einer Berufsausübungsbewilligung zu unterscheiden ist.
6. Letztlich sind auch die beschwerdeführerischen Vorbringen zu Ziff. 2 des
gestellten Rechtsbegehrens - hälftige Teilung der Verfahrenskosten und hälftige
Parteientschädigung im Verfahren vor der Vorinstanz - unbegründet. Die
Vorinstanz hat in ihrer Vernehmlassung zu Recht festgehalten, dass die A
keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung habe, weil sie im
Beschwerdeverfahren vollständig unterlegen ist:
 Die Vorinstanz hat A im Rahmen des Beschwerdeverfahrens mitgeteilt, dass aufgrund der in den Akten liegenden Unterlagen zu prüfen sei, inwiefern ein vollumfänglicher Entzug der Bewilligung zur Berufsausübung als Arzt im Kanton Graubünden anzuordnen sei. Damit ist die Vorinstanz ihrer gesetzlichen Pflicht nach Art. 37 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtpflege (VRG) nachgekommen, wonach eine Änderung des angefochtenen Entscheids zu Ungunsten der beschwerdeführenden Partei (reformatio in peius) nicht ohne vorgängige Gelegenheit zur Stellungnahme bzw. ohne Möglichkeit zum Rückzug der Beschwerde zulässig ist.
 Von dieser Möglichkeit zur Stellungnahme hat A Gebrauch gemacht und sich mit Eingabe vom 2. Mai 2012 zur Frage des vollständigen Entzugs geäussert, währenddem die Erstinstanz auf eine Stellungnahme verzichtet hat. Die Vorinstanz hat sich schliesslich für eine Abweisung der Beschwerde und den Schutz der erstinstanzlichen Verfügung entschieden, ohne eine reformatio in peius anzuordnen.
Daraus ergibt sich, dass A im Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz
vollständig unterlegen ist. Dass die Vorinstanz auf eine Abänderung zu
Ungunsten A verzichtet hat, vermag noch kein teilweises Obsiegen im
Beschwerdeverfahren zu begründen. Vielmehr bedeutet der Verzicht durch die
Vorinstanz lediglich, dass es bei der rechtmässig erlassenen Verfügung der
Erstinstanz und einer Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung sein
Bewenden haben muss. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern
A durch ihre Beschwerde eine Abänderung der erstinstanzlichen Verfügung im
Sinne eines teilweisen Obsiegens erreicht hat.
7. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vorinstanz die
erstinstanzliche Verfügung zu Recht geschützt und die von A hiergegen
erhobene Beschwerde zu Recht vollständig abgewiesen hat. Entsprechend ist
auch die vorliegend zu beurteilende verwaltungsgerichtliche Beschwerde
abzuweisen. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der A.
Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine
Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis
obsiegen. Nachdem hier kein Anlass für eine Abweichung von dieser Regelung
besteht, entfällt eine Parteientschädigung an die Vorinstanz.