Decision ID: 7b69b86d-fcf4-424f-863f-e375d2074ad5
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 5. April 2011 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Er gab an, aufgrund
von Kniebeschwerden seit dem 17. November 2010 lediglich noch eingeschränkt
arbeitsfähig zu sein (100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 17. November 2010 bis zum
2. Januar 2011, 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 3. Januar 2011), und dass er in
diesem Zusammenhang Leistungen der Suva erhalte (IV-act. 1).
A.b Am 11. Mai 2011 fand eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung statt. Der Suva-
Kreisarzt führte in seinem Bericht aus, dem Versicherten könne das längere Ver
harren in gleichbleibender Haltung nicht mehr zugemutet werden, ebensowenig wie
das längere Laufen über unebenes Gelände und das häufige Besteigen und Arbeiten
auf Leitern und Gerüsten. Alle Arbeiten in kniender oder kauernder Stellung sowie das
Tragen von Lasten über 25–30 kg seien zu vermeiden. Schläge auf das Bein seien
ungünstig. Günstig wären wechselnde Belastungen. Unter Berücksichtigung dieser
Voraussetzungen wäre dem Versicherten ein ganztägiger Arbeitseinsatz zuzumuten
(Suva-act. 107). Dem Kreisarzt lagen für seine Beurteilung unter anderem auch zwei
Berichte der Uniklinik Balgrist vom 31. Dezember 2010 (Suva-act. 78) und vom 3. März
2011 (Suva-act. 82) vor, in welchen die Schmerzsymptomatik als diffus und aktuell
wenig eindrücklich beschrieben, von einer Totalprothese abgeraten, über den nicht an
haltenden Erfolg einer Infiltration berichtet und die Aufnahme der Arbeit zu 50 %
empfohlen worden war.
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A.c Anlässlich eines am 18. Mai 2011 durchgeführten Gesprächs mit einer Ein
gliederungsberaterin der IV-Stelle gab der Versicherte unter anderem an, er habe im
Jahr 1978 einen Motorradunfall mit Polytrauma erlitten und verspüre aufgrund einer
posttraumatischen Arthrose seit etwa dem Jahr 1997 zunehmende Schmerzen im
rechten Knie. Nach zwei durchgeführten Arthroskopien habe sich der Zustand jeweils
vorübergehend verbessert; die Ärzte wollten noch keine Totalprothese implantieren, da
er dafür noch zu jung sei. Er arbeite seit 11 Jahren bei der Firma C._, die Arbeit
gefalle ihm sehr gut und er erhalte Unterstützung von den Arbeitskollegen. Das
Arbeitspensum habe zwischenzeitlich von 35 % (= 50 % des zuvor ausgeübten
Pensums von 70 %) auf 50 % gesteigert werden können. Auf entsprechende Frage hin
gab der Versicherte an, er würde gerne so weiter arbeiten; er könne sich nicht konkret
vorstellen, wie er seine Situation verbessern könnte (IV-act. 17).
A.d Am 8. Dezember 2011 hielt Dr. med. B._ vom IV-internen regionalen ärztlichen
Dienst (RAD) fest, es könne für die Beurteilung des Rentenanspruchs auf den Bericht
des Suva-Kreisarztes abgestellt und somit von 100%iger Arbeitsfähigkeit für
leidensadaptierte Tätigkeiten ausgegangen werden (IV-act. 23).
A.e Mit Vorbescheid vom 13. Februar 2012 teilte die IV-Stelle mit, dass die Abweisung
des Rentengesuchs vorgesehen sei (IV-act. 30).
A.f Am 1. März 2012 ging der IV-Stelle ein Einwand des Versicherten zu. Die Arbeit
bei der Firma C._ sei ideal, da sie nicht zu anstrengend sei und ihm diverse
Hilfsmittel zur Verfügung stünden. Ausserdem könne er die Position regelmässig
wechseln. Das Problem sei, dass das Knie anschwelle und schmerze, weshalb er
zusätzliche Ruhetage benötige. Mehr als 50 % könne er daher realistischerweise nicht
arbeiten (IV-act. 31).
A.g Am 19. März 2012 verfügte die IV-Stelle gemäss Vorbescheid vom 13. Februar
2012 (IV-act. 32).
B.
B.a Dagegen richtet sich die der IV-Stelle am 18. April 2012 zugegangene sinn
gemässe, als Einwand bezeichnete Beschwerde, welche am 19. April 2012 mit Hinweis
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auf den Rechtsmittelweg beantwortet, in Kopie an das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen weitergeleitet (act. G 1 und G 1.2) und am 14. Mai 2012 (Post
aufgabe) ergänzt wurde (act. G 2). Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer Invalidenrente.
B.b Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab
dem 1. Mai 2012 eine Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 16 %
anstelle der bisherigen, einem Invaliditätsgrad von 10 % entsprechenden zu (bei Suva-
act.).
B.c Am 11. Juni 2012 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege
(act. G 5).
B.d Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Be
schwerdeantwort vom 27. August 2012 führte sie zur Begründung im Wesentlichen
aus, es sei auf die Berichte des Suva-Kreisarztes und der RAD-Ärztin Dr. B._ abzu
stellen, mithin von 100%iger Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten auszu
gehen; das tatsächlich ausgeübte Pensum sei für die Ermittlung des Invaliditätsgrades
irrelevant (act. G 7).
B.e Am 29. August 2012 teilte die verfahrensleitende Abteilungspräsidentin des Ver
sicherungsgerichts des Kantons St. Gallen dem Beschwerdeführer mit, dass das Ge
such um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei (act. G 8). Dagegen wendete sich
der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. September 2012 (Postaufgabe; act. G 9),
was zur Folge hatte, dass angekündigt wurde, über das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege werde mit der Beschwerdebeurteilung entschieden (act. G 10).
B.f In seiner Replik vom 5. Oktober 2012 wies der Beschwerdeführer auf einen
zwischenzeitlich erlittenen Herzinfarkt sowie auf eine anstehende Operation (Total
prothese des rechten Knies) hin (act. G 11).
B.g Mit Duplik vom 26. Oktober 2012 wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass
die in der Replik erwähnten Tatsachen nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens
bildeten, sondern im Rahmen einer Neuanmeldung zu prüfen seien (act. G 13).
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Erwägungen:
1.
1.1 Der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung setzt gemäss Art. 28
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20)
zunächst voraus, dass die betroffene Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
kann. Auch die Begriffsdefinitionen in den Art. 7, 8 und 16 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) tragen diesem
Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ Rechnung. Erst wenn die zumutbare medizinische
Behandlung und allenfalls gebotene berufliche Eingliederung abgeschlossen ist und nur
falls trotzdem ein erheblicher gesundheitsbedingter Erwerbsverlust bestehen bleibt,
fällt die Zusprache einer Rente in Betracht. Bezüglich beruflicher Eingliederung wird
den Versicherten viel zugemutet. Sie haben sich als noch erzielbares Einkommen
insbesondere das Einkommen anrechnen zu lassen, das sie bestenfalls noch erzielen
könnten, wenn der Arbeitsmarkt ausgeglichen wäre, es also keine Arbeitslosigkeit
gäbe. Werden Arbeitstätigkeiten, die medizinisch zumutbar wären, auf dem
tatsächlichen Arbeitsmarkt zu wenig angeboten, gilt die versicherte Person insofern
nicht als invalid, sondern vielmehr als arbeitslos. Zu berücksichtigen ist schliesslich,
dass die verbleibende Erwerbseinbusse erst zum Rentenbezug berechtigt, wenn sie
mindestens 40 % des als Gesunder erzielten bzw. erzielbaren Einkommens beträgt.
1.2 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung bestand unter den beteiligten Medizinern
gemäss Aktenlage Einigkeit darüber, dass dem Beschwerdeführer so genannt leidens
adaptierte Tätigkeiten, also solche, die nicht mit längerem Verharren in
gleichbleibender Haltung, längerem Laufen über unebenes Gelände, häufigem
Besteigen und Arbeiten auf Leitern und Gerüsten verbunden sind und nicht in kniender
oder kauernder Stellung verrichtet werden müssen oder das Tragen von Lasten über
25–30 kg bedingen, zumutbar sind. Die Ärzte der Uniklinik Balgrist erachteten einen
Arbeitsversuch in einem Pensum von mindestens 50 % als zumutbar und gingen
offenbar davon aus, dass das Pensum nachträglich wesentlich erhöht werden könnte.
Der Suva-Kreisarzt und die RAD-Ärztin Dr. B._ erachteten einen ganztägigen Einsatz
mit voller Leistung als zumutbar. Dieser medizinischen Einschätzung stand einzig die
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Behauptung des Versicherten entgegen, sein Knie würde unabhängig von der
spezifischen Belastung im Verlauf eines Arbeitstages erheblich anschwellen, weshalb
er auch in einer ideal dem Leiden angepassten Tätigkeit lediglich höchstens zu 50 %
arbeitsfähig sei. Weil diese Behauptung nicht durch medizinische Befunde belegt ist, ist
sie nicht geeignet, Zweifel an den Einschätzungen insbesondere des Suva-Kreisarztes
und der RAD-Ärztin Dr. B._ aufkommen zu lassen. Die Beschwerdegegnerin hat
daher zu Recht auf besagte Berichte abgestellt und angenommen, in einer
leidensadaptierten Tätigkeit bestehe volle Arbeitsfähigkeit.
1.3 Für die Bemessung des Invaliditätsgrades spielt es, wie dargelegt, keine ent
scheidende Rolle, in welchem Pensum der Beschwerdeführer aktuell erwerbstätig ist.
Ebenfalls nicht entscheidend ist, ob die Tätigkeit nach Ansicht des Beschwerdeführers
dem Leiden ideal angepasst ist. Es ist zwar nachvollziehbar, dass sich der
Beschwerdeführer bei der Analyse seiner Situation an den tatsächlichen
Gegebenheiten orientiert. Verwaltung und Gericht haben sich aber an einen
objektivierten Massstab zu halten, also einerseits auf medizinische Beurteilungen
abzustellen und andererseits von der tatsächlichen Arbeitssituation – soweit möglich
und notwendig – zu abstrahieren. Daraus folgt vorliegend, dass von voller
Arbeitsfähigkeit in aus medizinischer Sicht leidensadaptierten Tätigkeiten und davon
auszugehen ist, der Beschwerdeführer könne die medizinisch attestierte
Arbeitsfähigkeit an einer anderen Arbeitsstelle besser verwerten, wobei allenfalls vorab
berufliche Eingliederungsmassnahmen durchzuführen wären.
1.4 Für die Festlegung des Valideneinkommens ist auf die ursprüngliche Validen
karriere abzustellen. Die Tätigkeiten, die der Beschwerdeführer nach seinem Unfall im
Jahr 1978 ausgeübt hatte, bzw. die Karriere, die er nach dem Unfall einschlug, ist
bereits als Invalidenkarriere zu betrachten, weil der Beschwerdeführer dabei auf ge
sundheitliche Beeinträchtigungen Rücksicht nehmen musste und zumindest in der
Wahl der Erwerbsmöglichkeiten massgebend eingeschränkt war. Bezüglich
Validenkarriere ist mithin am ehesten von einer Tätigkeit als Maurer auszugehen, für
das Valideneinkommen ein entsprechender Lohn einzusetzen. Bei der Festlegung des
Invalideneinkommens ist vor diesem Hintergrund entgegen den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin, die wohl irrtümlicherweise von einer Validenkarriere als
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Angestellter in der Firma C._ ausging, durchaus die Gewährung eines Abzugs vom
Tabellenlohn angezeigt.
1.5 Im Ergebnis ist die angefochtene Verfügung dennoch zu bestätigen. Beim da
maligen Aktenstand durfte und musste die Beschwerdegegnerin davon ausgehen, der
Beschwerdeführer sei in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und
werde ein Einkommen von mehr als 60 % des hypothetisch als Gesunder erzielten
Einkommens erzielen.
2.
2.1 Was die nachträglichen Veränderungen des Sachverhalts betrifft, auf welche der
Beschwerdeführer hinwies, so können diese im vorliegenden Beschwerdeverfahren
nicht berücksichtigt werden. Das Beschwerdeverfahren hat den Zweck zu überprüfen,
ob die angefochtene Verfügung rechtmässig ist. Das bedingt notwendigerweise, dass
als Sachverhalt zu berücksichtigen ist, was sich bis zum Erlass der Verfügung ereignet
hat. Die Frage ist ja gerade, ob die Verfügung die damaligen tatsächlichen Verhältnisse
korrekt gewürdigt und die damals geltenden Rechtsnormen korrekt angewendet hat.
Da vor Erlass der angefochtenen Verfügung sämtliche Mediziner von der Implantation
einer Totalprothese abgeraten hatten, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon
aus, eine solche Operation werde in absehbarer Zeit nicht erfolgen. Für einen
Herzinfarkt bestanden sodann keinerlei Anzeichen. Beiden Tatsachen trug die
Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung daher zu Recht nicht
Rechnung.
2.2 Da mit dem Hinweis auf den erlittenen Herzinfarkt und die anstehende Knie
operation aber ohne Weiteres glaubhaft gemacht ist, dass sich die massgebenden
Verhältnisse seit Erlass der angefochtenen Verfügung erheblich verändert haben, hat
die Beschwerdegegnerin ein neues Verwaltungsverfahren zu eröffnen und unter
Berücksichtigung der neusten tatsächlichen Entwicklungen zu prüfen, ob der Be
schwerdeführer nun allenfalls Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Dies bleibt
allerdings formell ohne Einfluss auf den Ausgang dieses Beschwerdeverfahrens. Mit
anderen Worten ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis zu bestätigen und die
Beschwerde entsprechend abzuweisen.
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3.
3.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren betreffend Leistungen
der Invalidenversicherung kostenpflichtig. Die zu erhebenden Gerichtskosten sind
angesichts des durchschnittlichen Aufwands auf Fr. 600.-- festzusetzen und dem
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
3.2 Bezüglich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege ist vorab festzuhalten,
dass die vorliegende Beschwerde nicht als aussichtslos zu qualifizieren ist. Die Erfolgs
aussichten waren jedenfalls nicht so gering, dass ein vernünftiger Beschwerdeführer
keine Beschwerde erhoben hätte, wenn er die Gerichtskosten selbst hätte tragen
müssen.
3.3 Mit Schreiben vom 29. August 2012 wies die verfahrensleitende Abteilungs
präsidentin des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen darauf hin, dass von
einem massgebenden monatlichen Bedarf von Fr. 3’043.-- auszugehen sei. Am diesem
Betrag, gegen den sich der Beschwerdeführer in der Folge nicht wendete, ist festzu
halten. Was die monatlichen Einkünfte betrifft, so ist allerdings nicht mehr von einem
Einkommen von gesamthaft gut Fr. 3’500.-- auszugehen, denn die Suva richtete dem
Beschwerdeführer nur bis Ende April 2012 ein Taggeld aus. Seit dem 1. Mai 2012
erhält der Beschwerdeführer zwar eine leicht erhöhte Rente von Fr. 346.30 pro Monat
(davor Fr. 215.65 pro Monat), doch ist das Gesamteinkommen trotz Rentenerhöhung
deutlich geringer als während des Taggeldbezuges. War dem Beschwerdeführer für
den Monat April 2012 noch ein Lohn von rund Fr. 3’000.-- inkl. Taggeldleistungen
ausgerichtet worden (act. G 9.5), belief sich der Lohn für die Monate Mai, Juni, Juli und
August 2012 noch auf durchschnittlich rund Fr. 1’500.-- (act. G 9.1–4). Bei
Berücksichtigung dieser Beträge resultiert keine freie Quote, mit der die Gerichtskosten
innert Jahresfrist bezahlt werden könnten. Da der Beschwerdeführer überzeugend
darlegte, dass das in der letzten Steuerveranlagung noch berücksichtigte
Sparguthaben innert Kürze bzw. mittlerweile wohl bereits tatsächlich verbraucht sein
würde, kann auch nicht davon ausgegangen werden, er könne die Gerichtskosten aus
seinem Sparguthaben bezahlen. Es ist daher Bedürftigkeit anzunehmen und die
unentgeltliche Rechtspflege entsprechend zu bewilligen. Gerichtskosten sind mithin
bis
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keine zu erheben. Sollten es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers
allerdings gestatten, kann er zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP