Decision ID: aba5358f-8e81-432d-b9d6-67e1478e39d8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die
Avanex
Versicherungen AG
bestätigte mit
Einspracheentscheiden
vom 2
2.
Dezember 2014 vorangegangene Rechtsöffnungsverfügungen gegenüber
X._
, geboren 1957,
im Gesamtbetrag von
Fr.
18‘7
00.35
und besei
tigte den entsprechenden Rechtsvorschlag in folgenden Belangen:
Prämien April 2008 bis Oktober 2009 (
Urk.
8/243-247 =
Urk.
2/13-17)
Prämien Dezember 2009 bis November 2011 (
Urk.
8/248-255 =
Urk.
2/5
12)
Prämien Dezember 2011, Januar
bis
September
und November
2012 (
Urk.
8/256 =
Urk.
2/3)
Prämien Dezember 2012
,
Januar
und Februar
2013 (
Urk.
8/257 =
Urk.
2/2)
Leistungsabrechnung 25./2
6.
September 2013 (
Urk.
8/258 =
Urk.
2/1)
2.
Der Versicherte erhob am
2
3.
Januar 2015 gegen die genann
ten
Einsprache
entscheide
vom 2
2.
Dezember 2014 (
Urk.
2/1-3,
Urk.
2/5-17)
sowie einen wei
ter
en
, eine Verfügung vom
8.
Februar 2013 betreffenden
Einspracheentscheid
gleichen Datums
(
Urk.
2/4)
Beschwerde und beantragte zur Hauptsache, diese seien aufzuheben (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
1).
Die
Avanex
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
März 2015 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Auf Aufforderung des Gerichts erstatteten die
Avanex
als Beschwerdegegnerin am 2
1.
April 2015 (
Urk.
14) und
die
S
ana24 AG am
1.
Mai 2015 (
Urk.
16) eine Stellungnahme. Dazu äusserte
n
sich die Beschwerdegegnerin am 1
5.
Juni 2015 (
Urk.
20) und der Beschwerdeführer am 3
0.
Juni 2015 (
Urk.
22).
Am 1
6.
März 2016 fand - dem Antrag des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
4
) entsprechend - eine Hauptverhandlung statt (Prot. S.
5 ff.
). Innert der sodann angesetzten Frist kam kein Vergleich zustande (vgl.
Urk.
29).
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss
Art.
3
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der
Wohnsitznahme
oder der Geburt in der Schweiz für
Krankenpflege versi
chern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen. Bei rechtzeitigem Beitritt (
Art.
3
Abs.
1 KVG) beginnt die Versicherung im Zeitpunkt der Geburt oder der
Wohnsitznahme
in der Schweiz (
Art.
5
Abs.
1 erster Satz KVG).
1.3
Gemäss
Art.
64a
Abs.
1 KVG hat der Versicherer die versicherte Person schrift
lich
zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen, wenn sie die fälligen Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt.
Art.
64a
Abs.
5 KVG räumt dem Bundesrat die Kompetenz ein, die Einzelheiten des Prämieninkassos, des
Mahn
verfahrens
und der Folgen des Zahlungsverzugs
zu
regeln.
Art.
105a der Ver
ordnung über die Krankenversicherung (KVV) bestimmt, dass der Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien nach
Art.
26
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 5 Prozent im Jahr b
e
trägt. Gemäss
Art.
105b KVV muss der Versicherer unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligatorischen
Krankenpflegeversi
cherung
, nachdem er mindestens einmal an diese Ausstände erinnert hatte, getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (
Abs.
1). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so muss der Versicherer die Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von allfälligen anderen
Zah
lungsausständen
in Betreibung setzen (
Abs.
2). Verschuldet die versicherte Per
son Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versi
cherten eine entsprechende Regelung vorsieht (
Abs.
3).
1.4
Nach der Rechtsprechung kann ein Gläubiger, der ohne vorgängigen
Rechtsöff
nungstitel
die Betreibung eingeleitet und danach auf Rechtsvorschlag hin nach
Massgabe des
Art.
79 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) auf dem Wege des ordentlichen Prozesses einen definitiven
Rechtsöff
nungstitel
erlangt hat, direkt die Fortsetzung der Betreibung verlangen, ohne dass er das Rechtsöffnungsverfahren nach
Art.
80 SchKG zu durchlaufen hätte. Gleiches gilt, wenn ein Entscheid im Sinne von
Art.
79 SchKG von einer Behörde oder einem Verwaltungsgericht des Bundes beziehungsweise desjenigen Kantons stammt, in welchem die Betreibung angehoben worden ist (BGE 107 III 60 E. 2a mit Hinweisen). Betrifft die Betreibung eine im öffentlichen Recht begründete Forderung, über die eine Verwaltungsbehörde zu befinden hat, so ist unter dem Betreten des ordentlichen Prozesswegs gemäss
Art.
79 SchKG die Geltendmachung der Forderung vor dieser Behörde zu verstehen (BGE 75 III 44 mit Hinweisen). Auf dem Gebiete der Sozialversicherung ist dabei die erstin
stanzlich verfügende Verwaltungsbehörde, das kantonale Versicherungsgericht beziehungsweise das Bundesgericht ordentlicher Richter im Sinne von
Art.
79 SchKG, der zum materiellen Entscheid über die Aufhebung des Rechtsvorschlags zuständig ist.
Aus dem Gesagten ergibt sich für die
Krankenversicherer
, dass sie für ihre Geldforderungen gemäss allgemeinem betreibungsrechtlichem Grundsatz auch ohne rechtskräftigen Rechtsöffnungstitel die Betreibung einleiten, im Falle des Rechtsvorschlags nachträglich eine formelle Verfügung erlassen und nach Ein
tritt der Rechtskraft derselben die Betreibung fortsetzen können. Voraussetzung für eine direkte Fortsetzung der Betreibung ohne Durchlaufen des
Rechtsöff
nungsverfahrens
nach
Art.
80 SchKG ist allerdings, dass das Dispositiv der Verwaltungsverfügung mit Bestimmtheit auf die hängige Betreibung Bezug nimmt und den Rechtsvorschlag ausdrücklich als aufgehoben erklärt, sei es vollumfänglich oder in einer bestimmten Höhe. Die Verwaltungsbehörde hat demnach in ihrer Verfügung nicht bloss einen sozialversicherungsrechtlichen Sachentscheid über die Verpflichtung des Versicherten zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz über die Aufhebung des Rechtsvorschlags zu befinden (
vgl.
BGE 119 V 329 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 121 V 109 E. 2).
2.
Mit
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Dezember 2014
betreffend die Verfügung vom
8.
Februar 2013 (
Urk.
2/4)
wurde die Einsprache des Beschwerdeführers vom 1
1.
März 2013 gutgeheissen.
Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist infolge Fehlens eines
Rechtsschutz
inte
resses
nicht einzutreten.
3
.
3
.1
Der Beschwerdeführer begründete seinen Standpunkt unter anderem und sinn
gemäss damit, er sei nicht bei der Beschwerdegegnerin, sondern der Sana24 versichert gewesen (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5 f.).
Er führte insbesondere an, im Urteil vom
1.
Februar 2012 im Verfahren KV.210.00069 sei das hiesige Gericht zum Schluss gekommen, ein Vertrag zwi
schen ihm und der Sana24 sei zustande gekommen, dementsprechend sei
en
sein Sohn und er bei der Sana24 krankenversichert (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
6).
3
.2
Dies trifft nicht zu; im genannten Urteil (vgl.
Urk.
9) wurde vielmehr ausgeführt (S. 8 E. 4.5):
Nach Gesagtem steht daher fest, dass mit Einreichen des vom Beschwerde
führer unterzeichneten Versicherungsantrages vom 2
5.
Juni 2009 ein
Versi
cherungsverhältnis
zwischen seinem Sohn und der Beschwerdegegnerin mit
Beginn am
1.
Juli 2009 entstand. Gleichzeitig wurde in Bezug auf die Bezah
lung der Prämien ein Schuldverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer als gesetzlichem Vertreter seines minderjährigen Sohnes und der
Beschwerdegeg
nerin
begründet (
...
).
Bei der Beschwerdegegnerin im genannten Verfahren handelte es sich um die Sana2
4.
Im Urteil wurde also festgehalten, der Sohn des Beschwerdeführers sei ab
1.
Juli 2009 bei der Sana24 versichert gewesen, mit dem Beschwerdeführer
- als gesetzlichem Vertreter seines minderjährigen Sohnes - als
Prämien
schuld
ner
.
3
.3
Davon, dass das Gericht festgestellt habe, der Beschwerdeführer sei bei der Sana24 versichert, kann
also keine
Rede sein.
Vielmehr und im Gegenteil ist dem genannten Urteil zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer selber damals den Standpunkt vertrat, der
Versicherungsab
schluss
für sich selber mit der Sana24 sei - entgegen seinem Wunsch - nicht zustande gekommen (S.
5 E. 2.2).
3
.4
Am 1
7.
Mai 2008 beantragte der Beschwerdeführer bei der Beschwerdeführerin die Aufnahme
(
Urk.
8/3). Am 2
0.
Juli 2008 bestätigte die Beschwerdegegnerin die Versicherung ab
1.
Mai 2008 (
Urk.
8/10); die zugehörige Police datiert vom 2
3.
Juli 2008 (
Urk.
8/16)
.
In seiner Einsprache vom 1
0.
Februar 2009 (
Urk.
8/37) monierte der Beschwer
de
führer von ihm behauptete Fehler bezüglich
des
Versicherungsbeginn
s
; dass er nicht versichert sei, machte er nicht geltend. In seiner Einsprache vom 2
2.
Juni 2009 (
Urk.
8/49)
rügte
er seines Erachtens fehlende
Unt
erschrifts
berechtigungen
;
dass er nicht versichert sei, machte er nicht geltend.
Gleiches gilt für die Einsprache vom
5.
August 2009 (
Urk.
8/55), ebenso - nebst Ausfüh
run
gen zu einzelnen Beträgen - für diejenige vom 2
1.
Dezember 2009 (
Urk.
8/76). Auch in den Einsprachen vom 2
6.
Mai 2010 (
Urk.
8/97), vom 1
3.
August 2010 (
Urk.
8/108), vom 2
5.
November 2010 (
Urk.
8/122), vom 2
1.
Februar 2011 (
Urk.
8/134), vom 1
4.
Juni 2011 (
Urk.
8/148), vom
2.
August 2011 (
Urk.
8/156), vom 1
0.
Dezember 2011 (
Urk.
8/171), vom
7.
März 2012 (
Urk.
8/182)
, vom
2.
April 2013 (
Urk.
8/225) und vom
8.
Juli 2013 (
Urk.
8/230)
machte er nicht geltend
,
dass er nicht
bei der Beschwerdegegnerin versichert sei.
Dies gilt auch für die Einsprache vom 1
6.
Juli 2014 (
Urk.
8/240), in welcher er darauf hinwies, dass
er
mit diversen Telefonanrufen einen
Abzahlungsvor
schlag
unterbreitet habe.
Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdeführer nicht ernsthaft damit rech
nen, seinem gegenüber der Beschwerdegegnerin erstmals in der vorliegenden Beschwerde erhobenen Einwand, er sei (ab 2
4.
Juni 2009) bei der Sana24 versi
chert gewesen, und damit nicht bei der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5), werde gefolgt.
3.5
Daran vermag auch das von ihm eingereichte Schreiben der Sana24 vom 2
1.
Juni 2012 (
Urk.
23/2 =
Urk.
28) nichts
zu ändern
. Dann darin wurde zuerst ausgeführt, der Beschwerdeführer habe trotz Aufforderung vom 1
6.
Juli 2010 die schriftliche Zustimmung zur Aufnahme in die obligatorische Krankenpflege
versicherung nicht gegeben, aber auch keine Versicherungsbestätigung eines anderen Versicherers eingereicht, und sodann:
Da Sie offensichtlich nicht anderweitig versichert sind, ist die Voraussetzung für die rückwirkende Aufnahme per 01.07.2009 gegeben. Wunschgemäss (...) wird die Versicherung mit der gesetzlichen Franchise und unter Ausschluss des Unfallrisikos erfolgen.
Was die Sana24 zur - falschen - Annahme führte, der Beschwerdeführer sei nicht schon anderweitig versichert, kann offen bleiben, denn aus dem Schreiben geht unmissverständlich hervor, dass damit eine Aufnahme
in
die Versicherung
-
erst
-
in Aussicht gestellt
(„wird ... erfolgen“) und damit keineswegs bereits vollzogen wurde.
Dazu ist es offensichtlich nicht gekommen, denn
diesfalls
hätte der Beschwer
deführer
naheliegenderweise
nicht bloss unverbindliche Korrespondenz, sondern (auch) die entsprechende Aufnahmebestätigung / Police eingereicht.
Dass er über keine solchen Dokumente verfügt, weil kein Abschluss zustande gekommen ist, ist auch vollends plausibel, wenn berücksichtigt wird, dass die Sana24 zeitgleich mit der genannten Korrespondenz die Frage der Vor- oder Doppelversicherung doch noch abgeklärt und von der Beschwerdegegnerin die
(ebenfalls) am 2
1.
Juni 2012 ausgestellte Bestätigung, dass der Beschwerdefüh
rer bei ihr versichert sei (
Urk.
8/193 =
Urk.
15/3 =
Urk.
17/4), erhalten hat.
3.6
Zusammenfassend ist der Sachverhalt dahingehend erstellt, dass der Beschwer
deführer seit
1.
Mai 2008 bei der Beschwerdegegnerin versichert ist und die seither angefallenen Prämien schuldet, soweit sie noch nicht bezahlt sind.
4.
4.1
Wie es sich mit den Modalitäten des Prämienbezugs gemäss KVG, dem Stel
len
wert von
Art.
79 SchKG und der Kompetenz des
als Verwaltungsbehörde tätigen Kranken
versicherers
zur Aufhebung des Rechtvorschlags verhält, ist dem Beschwer
deführer bereits im Urteil von 2012 erläutert worden (
Urk.
9 S. 3 f. E.
1.3 f.).
Nachdem er seinen - mit der Rechtslage nicht vereinbaren - Standpunkt erneut vertreten hat (
Urk.
1 S. 6 f.
Ziff
1 ff.), bleibt nur, ihn erneut auf die massgeben
den Bestimmungen (vorstehend E. 1.3 f.) hinzuweisen.
4.2
Sodann machte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf
Art.
24
Abs.
1 ATSG geltend, einzelne Forderungen seien verwirkt (
Urk.
1 S.
8
Ziff.
12). Gemäss der genannten Bestimmung erlischt unter anderem der Anspruch auf ausstehende Beiträge fünf Jahre nach Ende des Kalenderjahres, für welches der Beitrag geschuldet war.
Die betreffende Frist wird durch den Erlass einer Beitragsverfügung gewahrt (Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich 2015, N 42 zu
Art.
24).
Die Verfügungen der Beschwerdegegnerin ergingen zu folgenden Zeitpunkten:
Datum
betroffenes Beitragsjahr
Fundstelle (Urk.)
2
6.
Januar 2009
2008
7/35
8.
Juni 2009
2008/2009
7/48
1
6.
Juli 2009
2009
7/53
1
1.
Dezember 2009
2009
7/73
2
5.
Januar 2010
2009/2010
7/83
Darüber hinaus braucht die Aufstellung nicht fortgesetzt zu werden
:
Die
Ver
wir
k
ungsfrist
für die das Jahr 2010 betreffenden Beiträge lief bis Ende 2015
und d
a die angefochtenen
Einspracheentscheide
am 2
2.
Dezember 2014
-
die ihnen zugrundeliegenden Verfügungen also spätestens ebenfalls im Jahr 2014
- ergin
gen
,
ergingen die Verfügungen für die Beiträge ab 2010
auf jeden Fall vor Abl
auf der Verwirkungsfrist
.
Der Einwand, ein Teil der Forderungen sei verwirkt, erweist sich damit als nicht stichhaltig.
4.3
Schliesslich machte der Beschwerdeführer geltend, die fraglichen Verfügungen seien aufgrund schwerwiegender Mängel nichtig (
Urk.
1 S. 7 f.
Ziff.
11). Zur Begründung wies er darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin mit der Gutheis
sung der Einsprache gegen die Verfügung vom
8.
Februar 2013 (vgl.
Urk.
2/4) selber solche Mängel eingestanden habe. Daraus folge, dass auch die anderen 16 Verfügungen mangelhaft seien.
Dem kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdegegnerin hat im genannten Entscheid (
Urk.
2/4) die Einsprache gutgeheissen, weil die Forderung auf den falschen Kalendermonat bezogen gewesen und nicht gemahnt worden war, was sie - unabhängig von den vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen - selber bemerkt hatte. Der gleichen Rechtmässigkeitsprüfung hat sie auch die übrigen Verfügungen unterzogen, ohne allerdings vergleichbare Mängel zu entdecken.
Solche sind denn auch weder ersichtlich oder auch nur ansatzweise vom Beschwerdeführer dargetan, so dass sich eine weitere Auseinandersetzung mit seiner pauschalen Behauptung erübrigt.
4.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die vom Beschwerdeführer gegenüber den angefochtenen Entscheiden erhobenen Einwände als nicht stichhaltig erweisen. Die Entscheide sind dementsprechend zu bestätigen
, die in den voran
gegangenen Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschläge aufzuheben
und die Beschwerde ist abzuweisen.
Der Einzelrichter
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit auf sie eingetreten wird,
und es werden die Rechtsvorschläge in den folgenden Betreibungen des Betreibungsamtes
Y._
in folgenden Beträgen aufgehoben:
Nummer
Z._
vom
1
2.
Januar 2009 im Betrag von
Fr.
4‘079.-- zuzüglich Zins von 5
%
ab 1
3.
September 2008 und Spesen von insgesamt
Fr.
70.-- abzüglich Prämienkorrektur von
Fr.
1‘924.--
Nummer
A._
vom
2
5.
Mai
2009 im Betrag von
Fr.
1‘678.-- zuzüglich Zins von 5
%
ab
7.
Januar 2009 und Spesen von insgesamt
Fr.
70.-- abzüglich Prämienkorrektur von
Fr.
747.30
Nummer
B._
vom
3.
Juli 2009 im Betrag von 1‘707.-- zuzüglich Zins von 5
%
ab
1.
April 2009 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.-- abzüglich
Prämien
korrektur
von
Fr.
760.20
Nummer
C._
vom
2
5.
November
2009 im Betrag von 946.80 zuzüglich Zins von 5
%
ab
1.
Juli 2009 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
D._
vom
1
2.
Januar 2010 im Betrag von 631.20 zuzüglich Zins von 5
%
ab 1
6.
September 2009 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
E._
vom
1
2.
April 2010 im Betrag von
Fr.
1‘003.40 zuzüglich Zins von 5
%
ab
2.
Januar
2010 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
F._
vom
2.
Juli 2010 im Betrag von
Fr.
1031.70 zuzüglich Zins von 5
%
ab
2.
April
2010 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
G._
vom
1.
Oktober 2010 im Betrag von
Fr.
103
1.70 zuzüglich Zins von 5
%
ab
2.
Juli
2010 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
H._
vom
1
1.
Januar 2011 im Betrag von
Fr.
1031.70 zuzüglich Zins von 5
%
ab
1.
Oktober
2010
und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
I._
vom
8.
April
2011 im Betrag von
Fr.
1‘102.50 zuzüglich Zins von 5
%
ab
2.
Januar
2011 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
J._
vom
4.
Juli 2011 im Betrag von
Fr.
1‘137.90 zuzüglich Zins
von 5
%
ab
2.
April
2011 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
K._
vom
1
0.
Oktober
2011 im Betrag von 1‘13
7.90 zuzüglich Zins von 5
%
ab
1.
Juli
2011 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
L._
vom
1
8.
Jan
uar 2012 im Betrag von
1‘137.90
zuzüglich Zins von 5% ab
2.
Oktober 2011 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.-- abzüglich Prämienkorrektur von
Fr.
170.70
Nummer
M._
vom
1.
Februar 2013 im Betrag von
Fr.
2‘132.95
zuzüglich Zins von 5
%
ab
3
0.
April 2012 und Spesen von insgesamt
Fr.
180.--
Nummer
N._
vom
1
6.
April
2013 im Betrag von
627.35
zuzüglich Zins von 5
%
ab
4.
Januar 2013 und Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
Nummer
O._
vom 1
5.
Mai
2014 im Betrag von
Fr.
305.05
zuzüglich
Spesen von insgesamt
Fr.
100.--
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
X._
Avanex
Versicherungen AG
Bundesamt für Gesundheit
4.