Decision ID: 3f94df5b-ea3f-4474-8fe7-1be8c433bac7
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978,
war
seit
1.
April 2010 als Betontrennfachmann bei
der
Y._
angestellt und damit
bei der
Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert, als er sich am
1
4.
Juni 2013
beim
Abbruch einer Backsteinwand am linken Bein beziehungsweise der Hüfte
ver
letzte (vgl. Urk. 7/1 Ziff. 4 und Ziff. 6). Die bildgebende Untersuchung vom
1
7.
Juni 2013 ergab eine dorsale Hüftluxation rechts, eine Beckenfraktur sowie eine Tibia- und
Fibulafraktur
links
(vgl. Urk. 7/
20
). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen.
Nach am
2.
Juli 2015 (vgl. Urk. 7/203) und 2
8.
Juli 2017 (vgl.
Urk.
7/345)
erfolg
te
n
kreisärztli
chen Untersuchungen
sprach die Suva dem Versicherten mit Ver
fügung vom
7.
September 2017
(Urk. 7/
354
) eine Integritätsentschädigung basie
rend auf einer
Integritätseinbusse
von
23
% und
eine Invalidenren
te von 17 % ab
1.
September 2017
zu. Die gegen die
se
V
erfügung vom Versicherten am
9.
Okto
ber 2017
erhobene Einsprache (Urk. 7/
362
) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
2
0.
April 2018
ab (Urk. 7/
377
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
2.
Mai 2018
Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom
2
0.
April 2018
(Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
die gesetzlichen Versicherungsleistun
gen auszurichten
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2
8.
Juni 2018
(Urk. 6) beantragte die Suva die Abweisung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer am 1
7.
Juli 2018
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
4.
Juni 2013
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbs
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.3
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Ver
dienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkom
men entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich er
mitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer
den; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gege
benenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzuneh
men (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Be
einträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn,
sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spann
breite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(Urk.
2) damit,
es sei gestützt au
f die Angaben der Arbeitgeberin
von einem
Valideneinkommen
von Fr.
74
'
112
.-- ausgegangen worden
, was denn vom Beschwerdeführer auch nicht beanstandet worden sei
(S.
5 f.
). Das Invalideneinkommen sei
vorliegend
mittels Lohnangaben aus der DAP ermittelt worden. Es handle sich um den Durchschnittswert der fünf bei den Akten liegenden dokumentierten Arbeits
plätze (Fr.
61
'
597
.
--
). B
ei den hinzugezogenen DAP-Löhnen handle es sich um Tätigkeiten,
welche dem vom Kreisarzt festgelegten Zumut
barkeitsprofil
entsprä
chen
(S. 6
).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass sowohl die Tätigkeit als Stapelfahrer (DAP 6107) als auch die Tätigkeit als Mitarbeiter Reinigung (DAP 10666) nicht zumutbar seien (S. 4). Auf die betref
fenden DAP-Erfassungsblätter könne nicht abgestellt werden. Die Beschwerde
gegnerin habe somit nicht mittels fünf DAP-Arbeitsstellen den erforderlichen Nachweis des von ihr postulierten Lohnes erbracht. Das ihm zugemutete Einkom
men gemäss DAP im Betrag von
Fr.
61'597.-- sei demnach nicht erstellt.
Das Einkommen mit Unfallfolgen sei somit aufgrund der LSE zu bestimmen und es sei schon angesichts der qualitativen Einschränkungen ein Leidensabzug von 20
%
vorzunehmen (S. 5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Invaliditätsgrades und damit die Höhe der Invalidenrente.
3.
3.1
Kreisarzt Dr. med. Z._
, Facharzt für Chirurgie
, nannte nach Untersu
chung des Beschwerdeführers am
2.
Juli 2015
in seinem
am
3.
Juli 2015
erstellten Bericht (Urk. 7/
2
03)
folgende
Diagnos
e (S. 6 f.):
-
Polytrauma am 1
4.
Juni
2013 mit
-
dorsaler Hüftluxation rechts
-
kontraktionsbedingter posttraumatischer Schädigung
N
ervus
ischiadi
cus
(sensibel) rechts
-
O
pen
book
-Verletzung des Beckens mit
Symphysensprengung
-
S
tatus nach Plattenosteosynthese der Symphyse
-
ISG-Sprengung links
-
extraforaminaler
Sakrumlängsfraktur
rechts
-
Unterschenkelfraktur links
-
Status nach passagerer Fixateur externe Transfixation
-
Status nach Marknagelosteosynthese
-
ossärem
Ausriss des hinteren Kreuzbands rechts
-
Status nach Schraubenfixation und erneutem Ausriss
-
Status nach medialer Seitenbandrekonstruktion rechtes Knie
-
persistierender Instabilität rechtes Knie
Er führte aus, dass sich bei der heutigen Untersuchung
, gemessen an der schweren Verletzung, ein gutes Heilergebnis
gezeigt habe. Problematisch bleibe
weiterhin die Instabilität des rechten Kniegelenks.
B
ei
m Beschwerdeführer
besteh
e
keine Arbeitsfähigkeit mehr als Betontrennfach
mann. Auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe ab dem Untersuchungstag (
2.
Juli
2015
)
wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit folgendem Zumutbar
keitsprofil: Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, ohne das Tragen von Lasten und ohne repetitives Gehen
,
ohne Last auf unebenem Gelände, ohne das Bestei
gen von Leitern und Gerüsten, ohne repetitives Treppengehen, ohne Arbeiten in hockender, knien
der und kauernder Stellung, seien
vollzeitig zumutbar.
Unfallfre
mde Faktoren
, die die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem allge
mei
nen Arbeitsmarkt einschränken würden
, lä
gen nicht vor
. Die jetzt noch vor
handenen Beschwerden im Bereich d
es Beckens und beider Beine seien unfall
kau
sal
. Es
sei
ein Endzustand erreicht. Von weiteren Behandlungen k
ö
nn
e
keine wesentliche Ve
rbesserung mehr erwartet werden
(S. 7).
3.2
Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am
3.
August 2017 über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2
8.
Juli 2017 (
Urk.
7/345)
, nannte die bekannten Di
agnosen und führte aus,
mit heutigem Datum werde
von einem medizinisc
h stabi
len Zustand ausgegangen.
Durch weitere Behandlungen
könne
keine namhafte Besse
rung des unfallbedingten Gesundheitsschadens erwartet werden.
Durch die im November 2016 durchgeführte Operation am rechten Knie ha
be
sich im We
sentlichen an der Zumutbarkeitsbeurteilung nicht geändert.
In Zusammenschau mit der Zumutbarkeitsbeurteilung von
2015 und der heutigen kreisärztlichen Untersuchung ergebe
sich folgendes Zu
mutbarkeitsprofil: Zumut
bar seien
alle Tätigkeiten im Si
tzen, Tätigkeiten im Stehen seien manchmal zu
mutbar. D
as Gehen auf langen Strecken sei
nicht zumutbar, ebenfalls nicht
das Gehen auf un
ebenem Gelände, das Treppensteigen und das Leitern besteigen. Vorgeneigtes S
tehen, Knien und Kniebeugen seien nicht zumutbar.
Als unfallfremde
r
Faktor w
erde
das beschriebene Ganglion
im Handgelenksbe
reich rechts do
kumentiert, diesbezüglich
sei der Beschwerdeführer
über die Mö
g
lichkeit der operativen Entfer
nung im Rahmen einer Krankenbehandlung infor
miert
worden.
Die Beurteilung des Integritätsschadens vom
2.
Juli
2015
habe
23
%
betragen
, hierbei
seien
die Gelenksinstabilitäten wohlwollend mit 2
3
%
eingestuft
worden
. Eine erhebliche Veränderung der Schädigung
sei
nicht eingetreten, weshalb die
Einstufung nicht verändert werde.
Als weiterführende Behandlung nach Fallabschluss zusätzlich zu den bereits be
nötigten Schmerzbehandlungen und der orthopädischen Schuh
zurichtung könne die übliche Unterstüt
zung zum medizinischen Krafttraining in Form eines Zu
schusses zu einer Mitgliedschaft in
einem Fitnesscenter erfolgen (S. 7 f.).
4.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich hinsichtlich der Festsetzung des Zumutbar
keitsprofils in ihrem
Einspracheentscheid
auf die kreisärztliche
n
Einschätzung
en von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E.
3.1-
3.2
)
ab, wonach die an
gestammte Tätigkeit als
Betontrennfachmann
nicht mehr zumutbar sei, jedoch
l
eichte bis mittelschwere Tätigkeiten,
alle Tätigkeiten im Sitzen, Tätigkeiten im Stehen manchmal,
ohne das Tragen von Lasten und ohne repetitives Gehen
,
ohne Last auf unebenem Gelände, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne repetitives Treppengehen, ohne Arbeiten in hockender, knien
der und kauernder Stellung,
ohne
v
orgeneigtes S
tehen, Knien oder Kniebeugen
vollzeitig zumutbar
seien
.
Diese Einschätzung
wurde denn vom Beschwerdefüh
rer auch nicht bean
standet
und gibt aufgrund der
übrigen medizinischen
Akten
lage
zu keinen Wei
terungen Anlass. Es kann darauf abgestellt werden.
Damit ist das von der Beschwerdegegnerin anhand der Einschätzung von
Dr.
Z._
sowie
Dr.
A._
festgelegte Zumutbarkeitsprofil nicht zu beanstan
den.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommens
vergleich.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der Firma
Y._
(Urk. 7/
171
,
Urk.
7/207
)
von einem
Valideneinkom
men
von Fr.
74
'
112
.-- (
vgl.
Urk.
7/
349 S. 2
Ziff.
8
) aus. Dies wurde vom Be
schwerdeführer nicht bestritten und erging in Übereinstimmung mit der übrigen
Aktenlage
(vgl.
Urk.
7/322),
weshalb darauf abgestellt werden kann.
5.3
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
realisier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der
beruflicherwerbli
chen
Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da der Beschwerdeführer vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit ausübt, können nach der Rechtsprechung entweder
die LSE-
Tabellenlöhne oder
DAP
-Zahlen herangezogen werden (
vgl. vorstehend E. 1.3). Die Beschwerdegeg
nerin entschied sich zur Ermittlung des Invalideneinkommens für ein Vorgehen anhand von DAP-Löhnen.
D
er Blick auf die einzelnen körperlichen Anforderungsprofile der
entsprechenden
Stellen ergibt
– entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers -
keinerlei Hinweise darauf, dass eine davon dem
festgelegten
Zumutbarkeitsprofil
(vgl. vor
stehend E. 4)
nich
t entsprechen würde
. So lassen sich aus den entsprechenden Beschrieben keine Anhaltspunkte entnehmen, welche eine
Unzumutbarkeit zur Folge hätten
.
Insbesondere be
inhaltet
DAP-Nr.
6107 (Staplerfahrer)
lediglich
gelegentliches He
ben und Tragen von leichten Gewichten und wird sehr oft im Sitzen
,
manchmal
im
Stehen ausgeführt
. Die Tätigkeit beinhaltet kein vorgeneigtes Sitzen oder Ste
hen, kein Knien und keine Kniebeuge
(vgl.
Urk.
7/348 S. 1
2
)
.
Das Aufsteigen auf den Stapler ist nicht sehr hoch und wird denn auch nicht dauernd beziehungs
weise repetitiv gemacht. Das Auf- und Absteigen kann demnach nicht mit dem dauernden Treppensteigen oder Steigen auf Leitern verglichen werden. Hat der Beschwerdeführer seine Sitzposition auf dem Stapler einmal eingenommen, führt er die Staplerarbeiten
grösstenteils
im Sitzen aus.
Inwiefern das Führen dieses Fahrzeugs
einzig
im Stehen beziehungsweise in Zwangspositionen erfolge, er
scheint nach dem Gesagten nicht nachvollziehbar und wird vom Beschwerdefüh
rer denn auch nicht näher dargelegt.
Das Profil entspricht somit dem von den Kreisärzten festgelegten Zumutbarkeitsprofil (vgl. vorstehend E. 4).
Auch DAP-Nr. 10666 (Reinigungsarbeiter)
steht dem formulierten Zumutbarkeits
profil nicht entgegen (vgl.
Urk.
7/348 S. 19 f.). Die Tätigkeit beinhaltet weder schweres Heben und Tragen noch ist sie in Zwangshaltungen wie vorgeneigtem Sitzen oder Stehen auszuführen. Zudem kann dem Zumutbarkeitsprofil keine ent
sprechende Einschränkung entnommen werden, wonach dem Beschwerdeführer ein kälteexponierter Arbeitsplatz nicht zumutbar sei (vgl. vorstehend E. 4). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Einwände sind
unbehelflich
.
Dass die anderen herangezogenen Profile nicht anwendbar wären, wurde nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.
Zusammenfassend kann festge
halten werden, dass die Profile der evaluierten Ar
beitsplätze dem festgelegten Zu
mutbarkeitsprofil (vgl. vorstehend E. 4) entsprechen.
5.4
Gestützt auf den Durchschnitt der Lohnangaben aller
fünf
DAP
ging die Be
schwerdegegnerin
von einem Invalideneinkommen von rund
Fr. 61‘
597
.
--
aus
(vgl.
Urk.
7/348 S. 1)
. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze
(
DAP
-
Nr.
8316
, Nr.
6107
, Nr.
380711
, Nr.
10666
und Nr.
6104
) ab und gab die Gesamtzahl der mit der Behinderung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeits
plätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Be
hinderungsprofil entspr
echenden Gruppe an (vgl. Urk. 7/
348
S. 1
). Damit sind sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommensver
gleich gestützt auf die
DAP
-Tabellen
stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt
(vgl. vorstehend E
. 1.3
)
. Dieses Vorgehen ist nicht zu bean
standen und e
ine Berech
nung anhand der LSE-Daten ist somit nicht erforderlich
(vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts 8C_378/2017 vom 2
9.
November 2017, E. 4.5 und E. 5.3)
.
5.
5
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
74'112.--
(vgl. vorstehend E. 5.2
)
und ei
nem
Invalideneinkommen von Fr.
61‘
597
.-- (vgl. vorstehend E. 5.4)
resultiert
eine
Lohneinbusse
von Fr.
12
‘
515
.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von gerun
det 1
7
%.
Die zugesprochene Rentenleistung ist damit nicht zu beanstan
den.
Demnach erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.