Decision ID: 11050635-30a2-4542-a184-7bf2dca3eec6
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1956 geborene
X._
arbeitete zuletzt als
Produktionsmit
arbeiter
in der Schokoladenfabrik der
Y._
Genossenschaft bei einem 100%-Pensum. Am 2. September 2011 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 7/8). In der Folge tätigte die IV-Stelle erwerbliche und me
dizinische Abklärungen. Am 12. April 2012 teilte sie dem Versicherten mit, auf
grund seines Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich (Urk. 7/22). Mit Verfügung vom 28. August 2012 verneinte sie einen Rentenanspruch von
X._
(Urk. 7/33). Die dagegen am 26. Septem
ber 2012 erhobene Beschwerde (Urk. 7/36/3-7) wurde mit Urteil IV.2012.01034 vom 16. Dezember 2013 in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 28. August 2012 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese - nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen - über den
Leistungs
anspruch von
X._
neu verfüge (Urk. 7/
42).
1.2
Im Nachgang zu diesem Urteil aktualisierte die IV-Stelle die erwerbliche und medizinische Aktenlage und liess
X._
durch
das
Z._
(
Z._
-Gutachten vom
25. August
2015, Urk. 7/77).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/
80-81
und Urk. 7/83) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Mai 2016
einen Leistungsanspruch
erneut (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 30. Juni 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 27. Mai 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei die Sache zur Vornahme einer neuen Begutachtung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und
Entschädi
gungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die
Beschwerdegegne
rin
schloss
mit Beschwerdeantwort vom 8. September 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-91), was dem Beschwer
de
führer am 9. September 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geis
tigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähig
keit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ur
sache und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen
Versi
cherungsvollzuges
mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturier
tes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG –
ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Re
ge
l
fall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien
Schwe
regrad
und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Be
griff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präponderanz
der psychiatri
schen
Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der
Standardindikato
ren
wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zu
sammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vor
gehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Aner
kennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funk
tio
nellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen
Anspruchs
grundlage
im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen sind.
Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die mate
riell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach
verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Henningsen, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen
Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des P
rof.
Dr.
Peter Henningsen, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Technische Universität München, vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei
somatoformen
und ver
wandten Störungen];
BGE 141 V 281
E. 4.1.1 und E. 4.1.2).
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht i
n
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten
(E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Ein
zel
fall relevanten) Indikatoren geben, ver
schaffen den Rechtsanwendern In
dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
lie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die
Beant
wor
-
tung
der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Mit
Urteil IV.2012.01034 vom 16. Dezember 2013 (Urk. 7/42),
wurde
die Sache vom hiesigen Gericht zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwer
de
instanz zurückgewiesen
,
weil
der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers so
wie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestützt auf die damals
vor
handene medizinische Aktenlage nicht rechtsgenügend er
mittelt werden
konnte
.
Auf die in diesem Urteil referierte Wiedergabe der Aktenlage wird ver
wiesen.
2.2
In einer undatierten handschriftlichen Notiz, eingegangen am 27. Juni 2014, wurde auf dem Bericht der Uniklinik
A._
vom 9. November 2012 fest
ge
halten, dass der Beschwerdeführer am 5. November 2012 zum letzten Mal dort erschienen sei und keine weiteren Kontrollen geplant seien (Urk. 7/51).
2.3
Dr.
med.
B._
, FMH Kardiologie und Innere Medizin, nannte in sei
ne
m Bericht vom 2. Juli 2014 (Urk. 7/54) zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
hypertensive
Herz
krankheit und
eine ventrikuläre
Extrasystolie
. Der Beschwerdeführer habe sich wegen
Palpitationen
bei ihm am 11. Juni 2014 zur Kontrolle vorgestellt. Aus kardiologischer Sicht
bestehe
eine gute Prognose und kein Grund zur Arbeits
unfähigkeit.
2.4
Dr.
med.
C._
,
Facharzt
Psychiatrie und Psychotherapie, welcher den Beschwerde
führer seit dem 18. Mai 2011 behandelt,
führte
in seinem Bericht vom 18. September 2014 (Urk. 7/63) zuhanden der Beschwerdegegnerin
aus, das Zustandsbild sei seit der letzten Berichterstattung vom 1
5.
November 2012 (vgl. E. 2.5 im Urteil IV.2012.010.34 vom 16. Dezember 2013, Urk. 7/42) ten
den
ziell labiler und bezüglich des Hauptmorbus eher noch vielgestaltiger oder gar deutlicher geworden. Neu kämen phobische Anzeichen hinzu, welche eine weitere Dimension der psychischen Dekompensation zeigten. So sei diagnos
tisch weiterhin eine
chronifizierte
major
depression
mit Akzentuierungstendenz (ICD-10: F 39) festzustellen. Dem Verlauf fehle das Episodische oder Revidie
rende; das Charakteristikum der Permanenz liege dagegen deutlich über der Schwere einer
Dysthymie
. Mittlerweile seien Ängste phobischer Natur und Panikattacken (ICD-10: F 41.0) sowie
parasommnische
Auffälligkeiten (ICD-10: F 51.8) hinzugekommen.
Seit Ende 2012 (aus der Zeit ein halbes Jahr vor dem Tod des Bruders) seien öfters schon Andeutungen körperlicher Empfindungsstörungen und sogar Ver
fremdungen der Wahrnehmung und des Körperempfindens vorhanden gewesen, wozu
parasommnische
Zustände und auch phobisches Erleben gekommen seien. Beides habe in letzter Zeit und spätestens vom einjährigen Gedenktag im Früh
jahr 2014 an noch einmal zugenommen. Auch das depressive Zustandsbild habe sich seit dem Tod des Bruders deutlich geändert: heute zeigten sich
Wahn
elemente
und ein vertiefter Fatalismus beziehungsweise eine sehr viel deutlicher erfahrene Ohnmacht. Noch einmal verschärft hab
e sich die soziale Entfremdung, welche nicht allein den alltäglichen Umgang mit anderen, sondern auch die Wahrnehmung beziehungsweise den kognitiven Hintergrund betreffe. Er sei von den Anderen negativ ausgezeichnet und ausgegrenzt. Den Anderen gehe es gut, doch er habe die Welt gegen sich.
Dass sich insbesondere das phobische Erleben so deutlich, wenngleich im zeitlichen Abstand auf den Tod des Bruders bezie
hungsweise erst auf dessen Gedenktag hin so klar manifestiert habe, wirke auf
fällig. Der endgültige Verlust des inzwischen recht stark idealisierten und als überlegen empfundenen Bruders, zu dem eine emotionale Nähe immer bestan
den habe, habe dem Beschwerdeführer sehr viel Lebenswillen genommen und eine Lücke gerissen. Fast schon erstaunlich erscheine die Wucht des Rück
schlages, welcher dieser Tod mit sich gebracht und bis heute erhalten habe
.
Doch ge
nau dies sei ein deutlicher Hinweis auf eine ungelöste beziehungsweise
konfli
gierende
Dynamik im Untergrund des Geschehens. Es sei darum nicht all
zu ge
wagt, eine tiefere Ambivalenz in der Erfüllung elterlicher Wünsche als Hinter
grund für diese
Desequilibrierung
zu sehen.
Zunächst sei der Bruder der
jenige gewesen, welcher die familiären Ansprüche im Sinne der Eltern hätte ver
wirkli
chen sollen. Der Beschwerdeführer habe sich dagegen nie in der Lage gesehen, den Ansprüchen zu genügen, obwohl er sich nach dem Scheitern des Bruders in die Pflicht genommen gesehen habe. Die Lebensgeschichte sei dann allerdings nicht erfolgreich genug
v
erlaufen. Seine Befindlichkeit habe er darum ständig vor den Eltern verheimlicht
. Dieser D
ruck mache eine Akzentuierung der
konfli
gierenden
Dynamik durch den Tod des Bruders wahrscheinlich, wenn
gleich die These, auf welche Weise diese Spannung genau zugenommen habe, letztlich unbeweisbar bleibe. Tatsache sei aber, dass es unter dem Einfluss projektiver Elemente geschehen sei.
So zeige sich deutlich, wie sich in kurzer zeitlicher D
i
stanz zum Tod des Bruders mit Akzentuierung und qualitativer Aus
weitung der Symptomatik der klinische Ausdruck noch einmal zum Schlech
teren verän
dert habe und dabei zusätzlich Psychopathologien, erst Anzeichen körperlichen Missbefindens und dann Ängste, parallel dazu mit schwerer depressiver Symp
tomatik, gezeigt hätten. Eine deutliche Verschärfung der Selbst
einschätzung un
d der selbstkritischen Funktion
sei dabei bemerkenswert. Der B
eschwerde
führer halte sich für c
harakterschwach und sage, er habe kaum etwas richtig gemacht in seinem Leben und zu wenig Ehrgeiz entwickelt, wes
halb er sich vom Leben bestraft fühle. Zugleich gelinge kaum mehr noch eine Aktivierung und es seien keine Interessen mehr vorhanden, die Ambitionen seien erloschen. Mit dem Tod des Bruders gelte dies ganz definitiv. Allenfalls noch einige Träume
reien vermittelten ihm dabei etwas Halt. Beängstigend in Bezug auf das körper
liche Erleben seien die
Herza
rr
ythmien
vor allem in der Einschlafphase, aber oft auch aus dem Schlaf heraus. Hinzu kämen
Entkör
per
ungsempfindungen
mit Atembeklemmungen, wobei der Körper zeitweise para
ly
siert wirke.
So zeigten sich fatale
parasommnische
Erlebensweisen während einigen Phasen in einer Art Halbschlaf. Die Schlussfolgerungen des letzten Be
richtes vom 12. November 2012 blieben aktuell umso deutlicher gültig, als sich auch die gesundheitliche Situation verschlechtert habe. Die Arbeitsunfähigkeit werde auf Dauer hoch bleiben (auch in behinderungsangepassten Tätigkeiten bei über 95 % liegend).
2.5
Das interdisziplinäre
Z._
-Gutachten vom 2
5
.
August
2015 (Urk. 7/77) nannte fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)
-
Dysthymie
(ICD-10: F 34.1)
-
Ganzkörperschmerz mit bei
-
Fehlform
/-haltung des Achsenskeletts, insuffizienter muskulärer
Stabilisation, Spondylose BWK 12-LWK 4,
Spondylarthrosen
LWK
3/4
-LWK 5/SWK 1
-
eindrücklicher
Osteophyt
- lateral am rechten
Acetabulumdach
,
wahrscheinlich Folge eines
Apophysenabrisses
, weitgehend
erhaltener Gelenkspalt beidseits, beidseitige Offset-Störung,
Fibroostosen
an Beckenkamm und
Tuber
ischiadicum
beidseits
-
Haglund-Exostose
beidseits, diskreter Fersensporn rechts
-
Randosteophyten
Grosszehengrundgelenke beidseits
-
diskrete Verschmälerung Gelenkspalt unteres Sprunggelenk links
-
Acromio
-
Clavicular
-Arthrose beidseits mit konsekutiver
Einengung des
Subacrominalraumes
,
Enthesiopathie
der rechten
Subscapularissehne
, leichte Tendinitis der rechten
Su
p
raspinatussehne
-
Flexionsfehlstellung unklarer Ätiologie PIP Kleinfinger linke Hand
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen
:
-
Schädlicher
Gebrauch
von Alkohol (ICD-10: F 10.
1)
-
Status nach Exzision Riesenzelltumor
Endglied
vierter Finger linke Hand
am 23. April 2013
-
Status nach Operation an der linken
Achillessehne
, gemäss Angaben des
Beschwerdeführers wegen Ruptur, gemäss Unterlagen des Spitals
Samedan
noch vor 1996
-
Divertikulose
-
Funktionelle Darmbeschwerden
-
Status nach Appendektomie
-
Hämorrhoidalleiden Grad II
-
Adipositas
-
Nikotinabusus
Bei der psychiatrischen Untersuchung habe sich gezeigt, dass der Grossvater väterlicherseits, der Vater und der Bruder des Beschwerdeführers
Alkoholprob
leme
gehabt hätten. Die Mutter sei in psychiatrischer Behandlung gestanden. Ein Onkel mütterlicherseits habe sich 17-jährig erhängt. Beim Aufwachsen in e
motional knapp ausreichenden familiären Umständen mit emotional eher dis
tanzierter, dominanter Mutter und „schwächerem“,
alkholmissbrauchenden
Vater bei chronischem Ehekonflikt der Eltern habe der Beschwerdeführer sozial integriert als guter Schüler die Primarschule absolviert und 1975 eine techni
sche Mittelschule zum Maschinenführer mit knappen Resultaten abgeschlossen, wobei er im Technikum als Dörfler von oben herab angeschaut worden sei, es
zu disziplinarischen Problemen gekommen sei und er ein schlechter Schüler gewesen sei.
Im Militärdienst habe er sich bewähren können, so sei der Be
schwerdeführer Kommandant einer Flugzeugartillerie-Kanone über sechs Unter
gebene gewesen und habe aufgrund seines Engagements freie Tage geschenkt bekommen. Beruflich habe er sich in der Folge in
G._
an zwei mehrjährigen Stellen als Maschinenführer bewähren können. Mit seinem Onkel väterlicher
seits habe er anschliessend eine Metallbaufirma eröffnet, wobei es aufgrund ausgebliebenen Begleichens von Rechnungen zum Konkurs gekommen sei. Seit 1980 führe er eine knapp tragfähige, durch einen ch
ronischen Ehekonflikt be
lastete Ehe
mit einer 1961 geborenen
Landsfrau
, einer ausgebildeten Kranken
schwester. Seine Frau habe sich in ihrem Beruf in der Schweiz adäquat ent
wickeln können, was dem Beschwerdeführer aber nicht gelungen sei.
Sie hätten zwei gemeinsame Söhne: während sich der ältere Sohn, ETH-Ingenieur und
Vater dreier Kinder, sowohl beruflich wie familiär konstruktiv entwickeln kö
nne, bleibe der jüngere Sohn, Informatiker und Vater zweier Kinder, in seiner
Lebens
entwicklung
gefährdeter, da er Alkohol und Drogen konsumiere. 1986 habe das Ehepaar ein Eigenheim in der Nähe des Elternhauses beziehen können. Ohne das Ausmass einer Persönlichkeitsakzentuierung zu erreichen, zeige der Beschwerdeführer ein gewisses
Verhaftetsein
in der Herkunftsfamilie. Er zeige eine adäquate Persönlichkeitsstrukturierung, so sei es ihm gelungen, sich per
sönlich, schulisch-beruflich, sozial und partnerschaftlich adäquat zu entwickeln und zu positionieren.
Vor dem Hintergrund eines in den Akten gut dokumen
tierten Schmerzprozes
s
es bei Vorh
andensein relevanter ps
ychosozialer Fa
k
toren und emotionaler Konflikte
habe sich eine anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
entwickelt. Der Beschwerdeführer führe seine Schmerzen auf eine Achillessehnenverletzung in den 90er-Jahren zurück, wobei es zu Fehlbelastung der Hüften und des Rückens mit entsprechenden Schmerzen gekommen sei und diese immer schlimmer geworden seien. Psychosozial erwähnenswert seien die im Vergleich zur Ehefrau knappere berufliche Integration und auch die schwie
rige Immigration in die Schweiz.
Vor der Immigration sei die in
G._
zu
sammen mit seinem O
nk
el
väterlicherseits aufgeb
au
t
e Firma in Konkurs gegan
gen. In
D._
habe er als Allrounder in einem Hotel gearbeitet, wobei es „genug
“ gewesen sei
. Und „schlecht“ sei die Tätigkeit in der Küche des Alters
heimes gewesen. Zuerst sei der Beschwerdeführer mit seiner Arbeit in der Schokoladenfabrik
E._
zufrieden gewesen, doch nach einem Wechsel des Ab
tei
lungsleiters und später des Direktors sei es zunehmend zu Spannungen ge
kom
men. Er sei zum Vertrauensarzt eingeladen und später
entlassen
worden. Trotz 300 Bewerbungen
sei es dem Beschwerdeführer in der Folge nicht gelung
en, sich beruflich wieder zu integrieren. Zusätzlich habe in dieser Zeit eine
erhebli
che Alkoholproblematik bestanden. Weiter bereite ihm der jüngere Sohn Sorgen und es bestehe ein chronischer Ehekonflikt. Auch in den Akten würden emotio
nale Schwankungen beschrieben. So habe beispielsweise der Hausarzt
Dr.
F._
am 6. November 2012 eine mittelschwere depressive Episode
bei rezidi
vierend depressiver Störung diagnostiziert. Der Psychiater
Dr.
C._
habe in
seinem Bericht vom 15. November 2012 eine
chronifizierte
major
depression
m
it
Ak
zentuierungstendenz
diagnostiziert. Anlässlich der aktuellen Exploration habe
die Diagnose einer rezidivierend depressiven Störung nicht bestätigt werden
können. Möglicherweise beständen vorübergehende tiefere depressive Einbrü
ch
e. Der Alltagsvollzug spreche gegen eine länger andauernde rezidivierend de
pressive Störung mittelschweren bis schweren Grades. Entsprechend sei die Diag
nose einer
Dysthymie
zu stellen. Diese sei einerseits unter die anhaltende
so
matoforme
Schmerzstörung, andererseits unter die doch phasenweise be
trächt
li
che Alkoholproblematik zu subsumieren. Nicht ganz klar werde dabei das Ausmass der Alkoholproblematik. 1974 habe der Beschwerdeführer begonnen, Alkohol zu trinken. Ab circa 1986 habe
der Konsum zugenommen, wobei der Be
schwerdeführer dies auf die zunehmende Verantwortung als Vater zweier klei
ner Kinder schiebe. Phasenweise habe er täglich 3 Liter und mehr Bier getrun
ken, gelegentlich auch etwas Schnaps, dies häufig auf der Terrasse, wenn seine Ehefrau nachts als Nachtwache ihrer Arbeit nachgegangen sei. Im Zu
sammen
hang mit dem alkoholbedingten Todesfall seines Bruders habe er be
gonnen, weniger zu trinken. Aktuell konsumiere er circa 3 Liter Bier pro Woche. Dies sei als schädlicher Gebrauch von Alkohol zu codieren. Ein Teil der emo
tionalen Schwankungen dürfte auf den Alkoholmissbrauch zurückzuführen zu sein.
An
lässlich der Laboruntersuchung habe sich der CDT-Wert im
Norm
be
reich
befun
den.
Der Beschwerdeführer zeige seit Jahren eine deutliche Soma
tisierung mit Vertreten eines weitgehend somatisch ausgerichteten
Krankheits
konzeptes
, wo
bei ihn hintergründig seine berufliche Situation bei erfolgreicher beruflicher Integration seiner Ehefrau als Krankenschwester belastet.
Anlässlich der Explo
ration habe sich der Beschwerdeführer in etwas bedrückter, jedoch
modulati
onsfähiger
Stimmung gezeigt, das Selbstwerterleben sei etwas gemin
dert gewe
sen, er habe ein etwas
negativistisches
Grübeln gezeigt und der Antrieb sei et
was gemindert gewesen. Insgesamt zeige der Beschwerdeführer jedoch eine wei
che, ansprechbare Emotionalität auf, eine Resonanzfähigkeit zeige sich bei
spielsweise beim Gespräch über Sportsendungen am Fernseher oder über seinen älteren Sohn oder seinen verstorbenen Bruder.
Eine depressive Störung sei nicht nachweisbar.
Er habe gewisse diffusere Ängste in Bezug auf seine berufliche Situation, die knappen Finanzen, die nicht einfache Ehe ge
äussert. Eine
Angst
störung
sei
jedoch nicht nachweisbar. Die Psychomotorik sei zu Beginn etwas gemindert gewesen, habe sich bei entsprechenden Themen aber verflüssigt. Kognitive Störungen liessen sich n
icht nach
w
ei
sen, so sei der Beschwerde
führer aktenkonform über sein Leben orientiert und kenne die Geburts
daten seiner Angehörigen detailliert. Psychotisches oder
psychosenahes
Erleben und Verhalten
könnten nicht nachgewiesen werden
. Das Bewusstsein und die Orien
tierung seien erhalten. Verhaltensauffälligkeiten seien bereits zu
vor skizziert worden.
Das Ehepaar bewohne seit 2008 eine Eigentumswohnung im zweiten Stock mit Balkon und Lift; über die genauen Hypothekarschulden sei er nicht orientiert, der Mietzins betrage circa Fr. 10‘000.- pro Jahr. Schon immer habe seine Ehefrau die Kreditkarten überzogen und er wisse nicht, was sie mit dem Geld mache. Ansonsten seien keine Schulden vorhanden. Das Ehepaar besitze ein Haus in
G._
in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Elternhaus.
Der Be
schwerdeführer fahre zwei- bis dreimal jährlich dorthin, per Bus oder mit dem Auto, zusammen mit seiner Ehefrau oder alleine. Dort ver
kehre er sozial mit Be
kannten. Zur Begutachtung sei er zusammen mit seiner Ehefrau im Auto her
gefahren; das Auto
sei geleast und koste Fr. 150.
--
Leasing
gebühr
monatlich. Fahre er mit dem Zug nach
I._
oder
J._
, beziehe er Einzelfahrkarten. Im Fernsehen verfolge er beispielsweise
Geschichts
sen
dungen
über grössere Kriege oder Sportsendungen, wobei heute Frauenfussball interessanter als
Män
nerfussball
sei. Im Computer lese er Zeitungen. In
G._
verkehre er mit Be
kannten: einer sei Mechaniker, einer Ingenieur, einer Laden
besitzer und einer Heizungstechniker. Persönlichere Themen würden dabei wenig
besprochen. Vier bekannte Familien seien in der letzten Zeit wieder in ihre Heimatländer
remi
griert
.
Anlässlich der Laboruntersuchung befinde sich das
Venlafexin
im therapeuti
schen Bereich,
Trazodon
im suboptimalen Bereich und das im
Z._
-
Aufnahme
blatt
erwähnte
Tilur
sei nicht nachweisbar.
Beim Beschwerdeführer fänden sich im rheumatologischen Fachgutachten aus
führlich beschriebene Veränderungen, wobei diese jedoch die ausgeprägte Schmerzproblematik und vor allem auch die geltend gemachten funktionellen Einschränkungen nicht zu erklären vermö
cht
en. Trotz der serologischen Abnor
mitäten könne das Vorliegen einer entzündlich-rheumatischen
Grunderkran
kung
ausgeschlossen werden. Auch
fänden sich keine Hinweise für
eine
radi
kuläre
Problematik.
Aus allgem
eininternistischer Sicht könnten keine arbeitsrelevanten Pathologien nachgewiesen werden.
Aus psychiatrischer Sicht könne dem Beschwerdeführer sowohl in bisheriger als auch in adaptierter Tätigkeit eine Rendement-Verminderung von 20 % infolge anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung/
Dysthymie
seit 2010 attestiert wer
den. Die
Foerster’schen
Kriterien seien in Kenntnis der neuen Rechtsprechung vom 3. Juni 2015 analysiert worden, wobei der Beschwerdeführer eine gute Persönlichkeitsstrukturierung zeige. Beim nachgewiesenen Alltagsvollzug des Beschwerdeführers könne die Einschätzung von
Dr.
C._
nicht geteilt werden.
Bei weiterhin vorhandenen psychosozialen Belastungsfaktoren wie Arbeitslosig
keit und nicht gelungener ausbildungsgemässer beruflicher Integration in die Schweiz dürften die Erfolge einer integrativ-psychiatrischen Behandlung nicht allzu hoch veranschlagt werden. In Bezug auf die Alkoholproblematik wäre das Verfolgen des CDT-Wertes
oder entsprechender Haaranal
ysen sinnvoll, wobei das Auferlegen einer Schadenminderungspflicht dem Rechtsanwender obliege.
Psychiatrischerseits
sei der Beschwerdeführer in der Vergangenheit jedenfalls durchaus in der Lage gewesen, Belastungen zu ertragen.
Aus allgemeininternist
i
scher Sicht bestehe volle Belastbarkeit.
Von rheumatologischer Seite könnten dem Beschwerdeführer aufgrund der Ver
änderungen des Achsenskeletts und der Hüftgelenke schwere bis mittelschwere Arbeiten nicht
mehr zugemutet werden. Möglich seien jedoch weiterhin leichte bis maximal mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten unter Ausschluss von Zwangshaltungen sowie Arbeiten, welche Ge
h
en auf unebenem Grund, repeti
tives Steige
n
auf Leitern oder Treppen sowie Arbeiten in der Höhe notwendig machen.
Des Weiteren sollten dauernde oder wiederholte Arbeiten mit den Armen in und über der Horizontalen ausgeschlossen werden, obwohl strukturell nur leichte Veränderungen im Bereich der
Rotatorenmanschette
rechts nachge
wiesen worden seien, jedoch bereits seit 2006 Beschwerden im Sinne einer
Peri
arthropathia
humeroscapularis
rechts dokumentiert seien. Eine retrospektive Beurte
i
lung, ab wann die aus von rheumatologischer Seite notwendigen Ein
schränkungen gälten, sei sehr schwierig, da die Datenlage teilweise lückenhaft sei.
Rein aufgrund der vorliegenden radiologischen Dokumente könne ausgesagt werden, dass die Veränderungen im Bereich der Hüftgelenke seit 2003 doku
mentiert seien und degenerative Veränderungen grösseren Ausmasses im Be
reich des Achsenskeletts seit 2005, sodass die festgestellten Einschränkungen wahrscheinlich bereits seit 2005 gälten. Zu diesem Zeitpunkt sei der Beschwer
deführer noch arbeitstätig gewesen. Bei der vom Beschwerdeführer zuletzt aus
geübten Tätigkeit als Mitarbeiter Produktion
Kirschstängeli
handle es sich
aus rheumatologischer Sicht,
basierend auf den Angaben des Arbeitgebers vom 12.
März 2012
, um eine angepasste Tätigkeit, welche ihm vollschichtig zumut
bar sei.
Laut Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) sei der Be
schwerdeführer zudem bis 2008 nebenamtlich als Hauswart tätig gewesen, wo
bei gemäss seinen Aussagen die Familienmitglieder die Arbeiten erledigt hätten. Doch könne vorliegend nicht beurteilt werden, wer diese Arbeiten durch
geführt habe und wie gross die zeitliche und körperliche Belastung gewesen sei und ob diese Arbeiten demzufolge dem Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht zumutbar gewesen seien oder noch wären.
Aus
gesamtheitlicher
Sicht gelte somit die psychiatrisch bedingte Rendement-Verminderung von 20 % unter Berücksichtigung des rheumat
ologisch-formu
lierten Profils.
3.
3.1
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Sozialversicherung recht
mässig eingeholten Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon
krete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
). Bei der Würdigung der Gutachten gilt es jedoch zu beachten, dass ein Gutach
ten zwar zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen hat und diese Ausführungen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleis
tungen bilden, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Ver
waltung oder, im Streitfall, dem Gericht - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invali
dität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art ein
getreten ist (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 105 V 156 E. 1 in
fine
und BGE 132 V 93 E 4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 2
3.
Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).
3.2
Das interdisziplinäre
Z._
-Gutachten vom 25. August 2015 (
Urk.
7/77) basiert auf einer umfassenden internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte und nach
voll
ziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den
vom
Be
schwerde
führe
r
geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem wurden die
medizi
ni
schen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuch
tend dar
gelegt und die Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet. Dem inter
diszi
pli
nä
ren Gut
achten kommt demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.5).
3.
3
Der rheumatologische Gutachter
beschrieb ausführlich
, dass beim Beschwerde
füh
rer Veränderungen des Achsenskeletts und der Hüftgelenke
vor
liegen. Gleich
zeitig
wurde
darauf hingewiesen, dass diese festgestellten rheu
matologischen Veränderungen die ausgeprägte Schmerzproblematik und vor allem die geklag
ten Beschwerden nicht gänzlich zu erklären vermögen. Auch die Nicht-Ein
nahme des
Antirheumatikum
s
Tilur
, welches
entz
ü
ndungshem
mende, schmerz
lindernde und fiebersenkende
Wirkung besitzt, spricht gegen ei
nen allzu grossen Leidensdruck. Nichtsdestotrotz hielt der Rheumatologe g
e
stützt auf die
aus den rheumatologischen Veränderungen
resultierenden funkti
onellen Ein
schränkungen ein
limitierendes
Belastungsprofil fest:
Möglich seien
demnach
weiterhin leichte bis maximal mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten u
nter Ausschluss von Zwangshaltungen sowie Arbeiten, welche
Ge
h
en auf unebe
nem Grund, repetitives Steige
n
auf Leitern oder Treppen sowie Arbeiten in der Höhe notwendig machen. Des Weiteren sollten dauernde oder wiederholte Arbeiten mit den Armen in und über der Horizontalen ausge
schlossen werden
.
Da sich der Gutachter auf die Angaben des Arbeitgebers hin
sichtlich der Beschreibung der individuellen Tätigkeit (Fragebogen für Arbei
tge
ber vom 12. März 2013, Urk. 7
/19 S. 20) stützte, wonach diese oft leicht (0-10 Kilogramm) und manch
mal mittelschwer (10-25 Kilogramm) sowie wechsel
belastend, vorwiegend aber im Gehen und Stehen auszuüben war, attestierte er dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit, da diese eben die genann
ten Kriterien aus rheumatologischer Sicht erfüllte.
In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer, dass die angestammte Tätigkeit als
Mitarbeiter Produktion
Kirschstängeli
nicht leidensangepasst im Sinne des rheumatologisch-formulierten Belastungsprofils sei (vgl. Urk. 1 S. 8-9 und Urk. 3/5-7). So habe er regelmässig Zuckersäcke von 25-50 Kilogramm in die Maschinen einfüllen und dabei sogar über die Horizontale heben müssen.
Der Arbeitgeberb
ericht vom 12. März 2012 (Urk. 7
/19), der sich in den Akten befindet,
gibt das Belastungsprofil vermutlich unzutreffend wieder
, da die Tätig
keit vor Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
als „Produktionsmitarbeiterin“ besch
rie
ben
(
vgl.
S. 1)
,
die körperliche Tä
tigkeit Heben und Tragen als oft leicht und
manchmal mittelschwer bezeichnet
wird
(vgl. S. 6) und von „Frau
H._
“
die
„in der Produktion in der
Verfor
mungsabteilung
an den Anlagen“
gearbeitet habe, die Rede ist
(vgl. S. 7).
A
us den bei
liegenden Fotoausdrücken (Urk. 3/5) und der Videodokumentation von
Y._
(Urk. 3/7)
ist entgegen diesen Um
schreibungen ersichtlich, dass der Beschwerdeführer oft eine als schwer (über 25 Kilogramm) einzustufende Arbeit zu verrichten hatte.
Auch wenn nicht ab
schliessend feststeht, dass die
Z._
-Gutachter dieselben Definitionen für leicht, mittelschwer und schwer verwenden, ist angesichts der Darlegungen des Be
schwerdeführers, wonach er unter anderem zu circa einem Drittel der Tätigkeit diese 50 Kilogramm-Zuckersäcke einfüllen und auch regelmässig Lasten über die Horizontale heben
musste (vgl. Urk. 3/6 S. 2, Füllen von Alkohol in die Alkoholtanks), davon auszugehen, dass die bisherige Tätigkeit nicht
behinde
rungsangepasst
im Sinne des vom begutachtenden Rheumatologen festgelegten
Belastungsprofils ist. Demnach ist der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig,
eine leidensangepasste
Tätigkeit ist ihm aber vollschichtig zumutbar.
Dass der rheumatologische Gutachter einen
schrittweisen
Arbeitseinstieg mit
initial zwei mal zwei Stunden pro Tag
sukzessiver Steigerung über einen Zeit
raum von sechs Monaten empfahl (vgl. Urk. 7/77 S. 25), führt - entgegen der Auf
fassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 7) - nicht zu e
iner 55%igen Arbeit
sunfähigkeit
.
Ein
dekonditionierter
Zustand
ist
nach der Rechtsprechung bei der Beurteilung der Invalidität ausser Acht zu lassen, da er mit einer zu
mut
baren Willensanstrengung innert weniger Wochen verbessert werden
kann
(Urteil I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2).
3.4
3.4
.1
Auf die von den Gutachtern vorgenommene Folgeabschätzung in psychiatri
scher Sicht kann aufgrund der nachfolgenden Erwägungen nicht vollumfäng
lich
abgestellt werden.
3.4
.2
Nebst den rheumatologischen Diagnosen wurde auch
eine
Dysthymie
(ICD-10: F 34.1) und
eine anh
altende
somatoforme
Schmerzstör
ung
(
ICD-10: F 45.4)
diag
nostiziert, welche eine Rendement-Verminderung von 20 % bewirke. Diese psychiatrischen Diagnosen sind zwar schlüssig dargelegt, doch haben diese nicht in jedem Fall eine invalidisierende Wirkung.
3.4
.3
Eine
Dysthymie
ist nach der im gebräuchlichen Klassifikationssystem ICD-10 enthaltenen Umschreibung eine chronische depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Krite
rien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen. Findet sich im Psychostatus nur eine
Dysthymie
, so kann dies
rechtsprechungsgemäss
wohl eine
Einbusse
an Leistungsfähigkeit mit sich bringen, kommt aber für sich allein betrachtet nicht einem Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes gleich. Diese Schlussfolgerung, die sich auf medizinische Empirie abstützt und damit eine Rechtsfrage darstellt, ist fre
ilic
h nicht absolut zu setzen; eine
dysthyme
Störung kann die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall er
heblich beeinträchtigen, wenn sie zusammen mit anderen Befunden - wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeitsstör
ung - auftritt (Urteile des Bundesgerichts
8C_623/2013 vom 11. März
2014 und 9C_146/2015 vom 19. Januar
2016 E.
3.2, je mit Hinweisen). Diese Grundsätze wurden durch die Rechtsprechung
gemäss
BGE 141 V 281 nicht relativiert (Urteil des Bundesgerichts 9C_146/2015 vom
19. Januar 2016 E 3.2 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_162/2015 vom 30. September 2015 E. 3.3.3).
Diesbezüglich dürfen die verschiedenen
vorliegenden psychosozialen
Belas
tungsfaktoren
, welche nach invalidenversicherungsrechtlichen Kriterien nicht in die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ei
n
bezogen werden können,
nicht
ausser
Acht gelassen werden: E
heproblematik, finanzielle Probleme, Zukunftsängste, nicht gelungener
ausbildungsgemässer
Integration in die Schweiz und Arbeits
losigkeit
bilden vorliegend eine hinreichende Erklärung für dieses Krank
heits
bild. Deshalb - und auch aufgrund des nachgewiesenen Alltagsvollzugs des Beschwerdeführers
(vgl. Urk. 7/77 S. 34)
- ist eine invalidisierende Auswirkung der diagnostizierten
Dysthymie
zu verneinen.
3.4
.4
Die vom psychiatrischen Guta
chter gestellte Diagnose einer anhaltenden
soma
to
formen
Schmerzstörung
(ICD-10 F 45.4
) erscheint aufgrund seiner wei
teren Feststellungen nachvollziehbar. Die Gutachter kamen im Rahmen der
Ge
samt
beurteilung
zum Schluss, dass
der Beschwerdeführer
wegen dieses psychi
schen Leidens
eine Rendement-Verminderung von
20 %
aufweise
. Wie darge
legt, ist diese Einschätzung durch die rechtsanwendenden Behörden – das
heisst
durch die IV-Stelle resp
ektive
im Beschwerdefall das Gericht - im Rahmen der recht
lichen Vorgaben zu würdigen.
Die Beschwerdegegnerin hat in Anwendung der
mit BGE 141 V 281 neu einge
führten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerz
störungen ohne erkennbare organische Ursache mittels
Standardindi
katoren
(vgl. E.
1.3
) grundsätzlich zutreffend dargelegt, dass und weshalb die
anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung
im Falle des Beschwerdeführers
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verbleibt (Urk. 2 S. 2-3
).
Entgegen der Auf
fassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4-7) kann anhand der
vorhandenen
Akten ohne
Weiteres
eine zuverlässige Beurteilung der Standardindikatoren erfolgen, auch wenn die Ausführungen dazu im
Z._
Gutachten relativ knapp ausfielen (vgl. Urk. 7/77 S. 35).
Unter dem Aspekt „funktioneller Schweregrad“ ist in Betracht zu ziehen, dass die diagnoserelevanten Befunde und Symptome
gemäss
ICD-10 F45.41 nicht besonders ausgeprägt erscheinen. Von einer Ausschöpfung der
Behandlungs
möglichkeiten
respektive
einer Behandlungsresistenz ist aufgrund der gut
ach
ter
lichen Feststellungen nicht auszugehen.
So könne der Beschwerdeführer wei
terhin von der integrativ-psychiatrischen Behandlung
bei
Dr.
C._
profi
tieren (Urk. 7
/77 S. 35).
Was den Indikator „
Komorbiditäten
“ betrifft, wies der psy
chia
trische Gutachter zwar darauf hin, dass ein
dysthymes
Leiden vorliege
, dadurch aber keine erhebliche psychische Komorbidität gegeben sei. Es ist so
dann vielmehr so, dass das
dysthyme
Beschwerdebild durch
invaliditätsfremde Faktoren
(
Eheproblematik, finanzielle Probleme, Zukunftsängste, nicht gelunge
ner
ausbildungsgemässer
Integration in die Schweiz und Arbeitslosigkeit
, Urk. 7
/77 S. 40)
mitbestimmt ist. Somatische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden von den Gutachtern
zwar erhoben, doch können die objektiven Befunde die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Einschrän
kungen nicht
gänzlich
erklären. Unter Einhaltung eines auf seine Beschwerden angepassten Belastungsprofils wurde ihm eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten attestiert
. Zum Komplex „Persönlichkeit“ ist fest
zuhalten, dass der psychiatrische Gutachter
von einer guten
Persönlichkeits
strukturierung
ausgeht und festhält, dass der Beschwerdeführer in der Vergan
genheit durchaus in der Lage gewesen sei,
Belastungen zu ertragen (Urk. 7
/77 S. 37)
. Eine Persönlichkeitsstörung zog er
entsprechend auch
nicht in Betracht. Hinsichtlich des Komplexes „Sozialer Kontext“ ist einerseits auf
die laut psy
chiatrischem Gutachter
das Beschwerdebild möglicherweise mitbestimmenden (
in
validitätsfremden
) Kontextfakt
oren hinzuweisen
. Anderseits lässt der
Lebens
kontext
de
s Beschwerdeführers
auf durchaus vorhandene Ressourcen (offenbar gutes Verhältnis zu
einem der beiden Söhne,
Reisen nach
G._
, wo er sozial aktiv ist
[Urk.
7/77
S. 35-37
])
schliessen
. Zum Aspekt der
"
Konsistenz
"
ist zu er
wähnen,
dass bisher kein (teil-)stationärer Behandlungsversuch mit dem Ziel der Überwindung des
syndromalen
Beschwerdebildes durchlaufen worden ist.
Demnach sind unter Berücksichtigung der nunmehr im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (vgl. E. 1.3) erhebliche funktionelle Auswirkungen der
Schmerz
störung
auf die Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Daher ist die anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
nicht
als invalidisierend zu betrachten.
3.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer aus rheuma
to
logi
scher Sicht eine adaptierte Tätigkeit (
l
eichte bis maximal mittel
schwer, wechselbelastend, ohne
Zwangshaltungen sowie
ohne
Arbeiten, welche Gehen auf unebenem Grund, repetitives Steigen auf Leitern oder Treppen sowie Arbei
ten in der Höhe notwendig machen
und ohne
dauernde oder wiederholte Arbeiten mit den Arm
en in und über der Horizontalen) zu 100 % zumutbar ist. In psychiatrischer Sicht ist - entgegen der gutachterlichen Beurteilung des
Z._
-Psychiaters - von einer vollen Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit aus
zugehen.
4.
4.1
Anhan
d eines Einkommensvergleichs ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gege
ben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen (BGE
128 V 174, BGE 129 V 222). Das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG endete
im Januar 2011, nachdem er seit Januar 2010 durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig gewesen war (Urk. 7/14 S. 3). Im Weiteren meldete sich der Beschwerdeführer am 2. September 2011 bei der IV-Stelle zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 7/8), womit die sechsmonatige Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG im März 2012 endete und der frühestmögliche Rentenbeginn im März 2012 liegt.
4.2
Nach der Rechtsprechung darf ausnahmsweise von der ärztlich geschätzten Arbeitsfähigkeit ohne weiteres auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2010 vom 1
2.
April 2011 E. 3.2.3). Dies trifft beispielswiese dann zu, wenn die beiden
Vergleichs
einkommen
ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind, was vorlie
gend zu bejahen ist.
D
ie Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte aus
invali
ditätsfremden
Gründen
, weshalb d
er Beschwerdeführer
auch ohne
Gesund
heits
schaden
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr dort arbeiten und somit bei der Bestimmung des
Valideneinkommens
ohnehin nicht vom Lohn bei besagter Firma
– der in etwa dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten entspricht -
ausgegangen werden kann (vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_5/2009 vom 1
6.
Juli 2009 E. 2.3).
Folglich entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom T
abellenlohn, der höchstens 25
% betragen darf (BGE 135 V 297 E. 5.2). Da
der Beschwerdeführer
in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist (vorstehend E.
3.6
) kann vor
liegend offen bleiben, ob de
m Beschwerdeführer
ein Abzug gewährt werden müsste, da selbst
bei der Gewährung des maximal
möglichen
Abzugs
von 25 %
kein
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad resultieren würde.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
5.
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 6
00.
--
anzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwer
de
führer aufzuerlegen.