Decision ID: d87f30b8-09da-41db-b6a7-ab56ac7f4910
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
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St.Galler Gerichte
gegen
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, Postfach,
3001 Bern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84, Postfach 18,
3074 Muri b. Bern,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft
(nachstehend: Mobiliar) unfallversichert, als er am 4. November 2004 einen
Auffahrunfall erlitt (UV-act. M1, M2). Wegen zunehmender Kopfschmerzen, Schmerzen
in der HWS sowie Konzentrationsstörungen begab sich der Versicherte am 19.
November 2004 bei seinem Hausarzt Dr. med. B._, Innere Medizin FMH, in ärztliche
Behandlung. Dieser diagnostizierte im Arztzeugnis vom 5. Januar 2005 ein
Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) und bescheinigte ab 4. November 2004
eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M3). Die Mobiliar anerkannte ihre
Leistungspflicht.
A.b Am 31. Januar 2005 wurde der Versicherte durch Dr. med. C._, Neurologie
FMH, Klinik Valens, abgeklärt. Er diagnostizierte ein leichtgradiges HWS-
Distorsionstrauma (UV-act. M4). Ab 24. März 2005 bestand beim Versicherten wieder
eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. 7, M5). Nach Verlaufsberichten von Dr. B._ vom 9.
September 2006 und 6. August 2008 (act. M6.1, M7) folgte sodann am 6. Juli 2009 im
Auftrag der Mobiliar eine Begutachtung durch Dr. med. D._, Spezialarzt FMH
Neurologie (UV-act. 25, M10).
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A.c Gestützt auf deren Ergebnisse im Gutachten vom 9. Juli 2009 (UV-act. M10) teilte
die Mobiliar dem Versicherten mit Schreiben vom 17. Juli 2009 mit, es seien keine
objektivierbaren Unfallfolgen mehr vorhanden. Die heutigen Beschwerden stünden
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, sondern höchstens noch möglicherweise
mit dem Unfallereignis vom 4. November 2004 im Zusammenhang, weshalb keine
Versicherungsleistungen mehr erbracht werden könnten (UV-act. 27). Hiergegen wehrte
sich der Versicherte mit Schreiben vom 14. August 2009 und stellte ausserdem die
Anträge, die Mobiliar habe sich an den Fahrkosten zur Therapie zu beteiligen, ab Juni
2005 den Lohnausfall zu entschädigen und Akteneinsicht zu gewähren (UV-act. 29).
Am 31. August 2009 stellte die Mobiliar Dr. B._ das Gutachten von Dr. D._ zur
Stellungnahme zu (UV-act. 30). Dieser liess sich am 8. Januar 2010 unter Beilage eines
Berichts von Physiotherapeutin E._ vom 7. Januar 2010 vernehmen (UV-act. M11,
M12). Die von der Mobiliar daraufhin Dr. D._ gestellte Frage, ob sich aufgrund der
aktuellen Unterlagen an seinem Gutachten bezüglich der nicht mehr gegebenen
Unfallkausalität der Beschwerden eine Änderung ergeben habe, verneinte dieser mit
Schreiben vom 9. Februar 2010 (UV-act. M13).
A.d Am 17. März 2010 verfügte die Mobiliar die Einstellung der
Versicherungsleistungen (UV-act. 34-36).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhoben sowohl die SWICA Gesundheitsorganisation als
Krankenversicherer des Versicherten als auch dieser selbst am 25. März bzw. 16. April
2010 Einsprache (UV-act. 38, 42-43). Die SWICA Gesundheitsorganisation zog ihre
vorsorgliche Einsprache mit Schreiben vom 14. April 2010 zurück (UV-act. 40).
B.b Mit E-Mail vom 2. Juni 2010 ersuchte die Mobiliar den Versicherten, zur
Abklärung einer allfälligen Entschädigung für Reisekosten eine entsprechende
Aufstellung einzureichen (UV-act. 45). Der Versicherte leistete dem Ersuchen keine
Folge.
B.c Mit Entscheid vom 11. Januar 2011 bestätigte die Mobiliar ihre Verfügung vom
17. März 2010 und wies die Einsprache des Versicherten ab (act. UV-act. 51).
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C.
C.a Dagegen richtet sich die Beschwerde des Versicherten vom 12. Februar 2011. Er
beantragt, der Einspracheentscheid vom 11. Januar 2011 sei aufzuheben. Die
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin habe bestanden und bestehe auch weiterhin.
Die Fahr- und Lohnkosten seien zu entrichten. Die Akteneinsicht sei in vollem Umfang
zu gewähren (act. G1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2011 beantragt Fürsprecherin B. Künzi-
Egli, Muri bei Bern, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3).
C.c Mit Replik vom 4. April 2011 hält der Beschwerdeführer unverändert an seinen
Anträgen fest (act. G5). Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 3. Mai 2011
auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G7).
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.
Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des
Unfalls vom 4. November 2004. Streitig ist, ob sie auch für die nach Erlass der
Verfügung vom 17. März 2010 (Leistungseinstellung) geltend gemachten
gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers aufzukommen hat.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs, indem ihm lediglich Teileinsicht in die Akten gewährt worden sei.
Die Beschwerdegegnerin hält dieser Rüge entgegen, sie habe dem Beschwerdeführer
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und seinem Hausarzt nach Ersuchen um Akteneinsicht eine Kopie des Gutachtens von
Dr. D._ vom 9. Juli 2009 zugestellt.
2.2 Das Recht angehört zu werden, ist in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV;
SR 101) und Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) statuiert. Es umfasst unter anderem das
Akteneinsichtsrecht, in dessen Erfüllung den Beteiligten sämtliche beweiserheblichen
Akten gezeigt werden müssen, sowie das Recht, sich zum Beweisergebnis zu äussern.
Das Akteneinsichtsrecht ist eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam
dessen Vorbedingung. Die versicherte Person kann sich nur dann wirksam zur Sache
äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit
eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer
Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 370 E. 3.1). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich
auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des
Entscheids zu bilden. Es ist auch zu gewähren, wenn dessen Ausübung den Entscheid
in der Sache nicht zu beeinflussen vermag. Die Akteneinsicht kann demnach nicht mit
der Begründung verweigert werden, die betreffenden Akten seien für den
Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr der betroffenen Person selber
überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2.
Aufl., 2009, N 3 zu Art. 47; BGE 132 V 370 E. 3.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör
ist formeller Natur, weshalb dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der
Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung bzw.
des angefochtenen Einspracheentscheids führt (BGE 132 V 390 E. 5.1, 120 V 362 E.
2a; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. September 2006, K 61/06,
E. 2.3). Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des
Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die
Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann,
welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115
V 305 E. 2h; RKUV 1992 Nr. U 152 S. 199 E. 2e). Die Heilung eines Mangels soll aber
auch hier die Ausnahme bleiben (BGE 126 V 132 E. 2b, 124 V 392 E. 5a, je mit
Hinweisen). Der Partei steht es grundsätzlich frei, auf der vollumfänglichen
Wahrnehmung des Gehörsanspruchs zu beharren, wenn ihr daran mehr liegt als an der
beförderlichen Erledigung des Verfahrens (U. Kieser, a.a.O., N 9 zu Art. 42 mit Verweis
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auf BGE 124 V 392). Insofern hat nicht der Versicherungsträger die Entscheidbefugnis
darüber, ob das Gebot des raschen Verfahrens oder dasjenige der zutreffenden
Gehörsgewährung vorgeht (U. Kieser, a.a.O., N 9 zu Art. 42). Gemäss
höchstrichterlicher Rechtsprechung kann von einer Rückweisung der Sache zur
Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung jedoch abgesehen werden,
wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu
unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten)
Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu
vereinbaren wäre (BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweis).
2.3 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer keine
umfassende Akteneinsicht gewährt wurde. Hinzu kommt, dass ihm zwar das
entscheidwesentliche Gutachten von Dr. D._ vom 9. Juli 2009 vor Erlass des
Einspracheentscheids vom 11. Januar 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt, aber
lediglich seinem Hausarzt Dr. B._ die Gelegenheit eingeräumt worden ist, sich dazu
zu äussern (vgl. UV-act. 30). Diesem kommt jedoch grundsätzlich kein Anspruch auf
rechtliches Gehör zu. Seine Anhörung kann nicht dem Beschwerdeführer angerechnet
werden, zumal Dr. B._ nicht dessen Rechtsvertreter ist. Insgesamt liegt damit eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der Beschwerdeführer macht zudem sowohl in
der Beschwerdebegründung als auch in der Replik deutlich, dass er auf der
vollumfänglichen Wahrnehmung des Gehörsanspruchs beharrt. Dennoch rechtfertigt es
sich insgesamt betrachtet, von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des
rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz abzusehen. Die entscheidwesentlichen Akten
wurden im angefochtenen Einspracheentscheid in ihren zentralen Aussagen
wiedergegeben, womit sich der Beschwerdeführer im vorliegenden
Beschwerdeverfahren eingehend dazu äussern konnte. Im Übrigen hat der
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. August 2009 Akteneinsicht für sich und Dr.
B._ verlangt. Die bis zu jenem Zeitpunkt angefallenen medizinischen Akten waren
dem Hausarzt bekannt, da sie entweder von ihm selbst stammten oder aber an ihn
geschickt worden waren (vgl. UV-act. M2 - M7). Insbesondere vom Gutachten von Dr.
D._ hatte der Beschwerdeführer sodann Kenntnis und hätte damit - auch ohne
Einräumung eines entsprechenden Rechts - zumindest die Möglichkeit gehabt, dazu
Stellung zu nehmen. Offensichtlich erachtete er es jedoch als hinreichend, Dr. B._
dazu Stellung nehmen zu lassen, was auch nachvollziehbar erscheint. Der
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Beschwerdeführer wurde von seinem Hausarzt mit einer Kopie der Stellungnahme
bedient (UV-act. M12). Wesentlich ist im Weiteren, dass der Beschwerdeführer im
Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Gelegenheit erhielt, in sämtliche von der
Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort eingereichten Akten Einsicht zu
nehmen (act. G4), worauf er jedoch verzichtete. Dem Versicherungsgericht steht die
uneingeschränkte Kognition in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu. Es ist
anzunehmen, dass eine Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf führen würde.
Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass die weiteren Anträge ein Interesse des
Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung des Falls erkennen lassen.
Nach dem Gesagten kann damit die Gehörsverletzung als im Rechtsmittelverfahren
geheilt betrachtet werden.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die
Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) bzw. die
diesbezügliche Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt.
Gleiches gilt in Bezug auf den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit und den Beweiswert von medizinischen Berichten. Darauf
(Erwägung 1) kann verwiesen werden. Die Beschwerdegegnerin legte im Weiteren die
Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld dar. Eine Prüfung
derselben hat jedoch nur solange zu erfolgen, als zwischen dem Unfall und den
geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität zu
bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und
Taggeld.
3.2 In Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang ist zu ergänzen, dass ein
solcher gegeben ist, wenn ein Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 125 V 456 E. 5a mit
Hinweisen). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von
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nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild
gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG]
nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu
bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/
bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar,
ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu
differenzieren ist: hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma erlitten,
gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben
die Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss
geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung
gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen
Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die
Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit
psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a).
Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359
festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der
Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der
HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen
und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis
zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328
E. 3b). Die zu den Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte
Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V
335, 117 V 359) ist auch auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie
Schädel-Hirntraumata anwendbar, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen eines
Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U
243/03; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369 E. 3c).
4.
4.1 Den medizinischen Akten sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach die
vom Beschwerdeführer über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (17. März 2010)
hinaus geklagten Beschwerden mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn
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nachweisbarer unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar wären. Von
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der höchstrichterlichen
Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden können (vgl. BGE 134 V 109
E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen), wobei die
Untersuchungsmethoden überdies wissenschaftlich anerkannt sein müssen (BGE 134
V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Eine manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische,
nicht aber somatisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Als solche gelten Ergebnisse, die
reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des
Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf die Ergebnisse klinischer
Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat
namhaft gemacht. Entsprechend können ein Thoracic outlet Syndrom (TOS),
myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde, Verhärtungen und
Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der
HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare
Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei
Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17.
Oktober 2008, 8C_124/2008, mit zahlreichen Hinweisen, und vom 7. Februar 2008, U
13/07, E. 3.2 und 3.3).
4.2 Anlässlich der Erstkonsultation des Hausarztes Dr. B._ vom 19. November
2004 zeigte sich beim Beschwerdeführer klinisch-neurologisch ein kursorisch normaler
Befund (UV-act. M3). Die klinisch-neurologische Untersuchung durch Dr. C._ vom
31. Januar 2005 ergab eine weitgehend normale HWS-Beweglichkeit bei diskreten
Druckdolenzen und leichtem muskulärem Hartspann. Im Rahmen der zusätzlich
durchgeführten röntgenologischen Untersuchung der HWS fand sich (im Gegensatz zur
klinischen Untersuchung) eine deutliche Einschränkung des Bewegungsumfangs,
jedoch ohne Zeichen traumatischer Läsionen. Dr. C._ erachtete die vom
Beschwerdeführer beklagten Beschwerden insgesamt als mit einem leichtgradigen
HWS-Distorsionstrauma vereinbar, welches in den nächsten vier Wochen weiter
abklingen würde und in nächster Zeit eine Wiederaufnahme der Arbeit ermöglichen
sollte (UV-act. M4). Der von Dr. D._ am 6. Juli 2009 erhobene neurologische Status
zeigte sich sodann gänzlich normal. So waren die HWS, BWS sowie LWS insbesondere
frei beweglich, deren Haltung unauffällig und es konnten hier keine Druckdolenzen
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erhoben werden. Objektiv waren keine Schädigungen cervicaler Nervenwurzeln
erkennbar: symmetrische Reflexe, keine segmentale Schwäche der einzelnen
Armmuskeln. Die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich war dieses Mal
palpatorisch weich bzw. es war kein Hartspann tastbar. Auch die von Dr. D._
durchgeführten spezifischen neurologischen Untersuchungen ergaben uneingeschränkt
normale bzw. keine fassbaren pathologischen Befunde. Entsprechend diagnostizierte
Dr. D._ in seinem Gutachten vom 9. Juli 2009 intermittierende somatoforme Kopf-
und Nackenschmerzen bei Status nach Auffahrunfall am 4. November 2004, ohne
durchgemachte MTBI sowie ohne neurologische Ausfälle (weder früher noch heute). Er
beurteilte schlüssig, dass sich keine objektivierbaren unfallbedingten Befunde
feststellen liessen. Die nach HWS-Verletzungen sowie Schädel-Hirntraumata oft
durchgeführten CT- oder MRI-Untersuchungen wurden nicht getätigt. Dr. D._ hielt
dazu angesichts fehlender Anhaltspunkte für eine strukturelle HWS-Verletzung oder
Hirnschädigung ausdrücklich und nachvollziehbar fest, dass dafür bis heute nie eine
medizinische Notwendigkeit bestanden habe. Die von der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort vom 14. März 2001 angeführten Umstände, dass die
Beschwerden beim Beschwerdeführer regredient gewesen seien und er sich
offensichtlich wieder rasch in den Arbeitsprozess eingliedert habe, stützen diese
Beurteilung.
5.
5.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei
Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare
pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle
Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein
Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).
5.2 Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung
diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer
Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations-
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und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen,
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der
natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl.
auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteil vom
30. Januar 2007, U 215/05, und 15. März 2007, U 258/06) muss bei einem
Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung das typische Beschwerdebild mit
einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb
von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn
sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS
manifestieren. Die andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten
Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in
einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen
Kausalzusammenhangs auszugehen. Im Weiteren muss nach der Rechtsprechung (vgl.
z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005, U 312/05) nicht der gesamte
Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu können.
5.3 Im konkreten Fall wurde in den ereignisnahen Arztberichten sowohl ein
Schleudertrauma als auch ein HWS-Distorsionstrauma diagnostiziert (UV-act. M2, M3,
M4). Bezogen auf das streitige Ereignis bzw. den fraglichen Unfallmechanismus - in
den Unfallmeldungen wird der Unfall als Auffahrunfall beschrieben (UV-act. M1, M2,
vgl. auch UV-act. M10), obgleich der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen
offensichtlich auf einen anderen Personenwagen auffuhr, ohne mit dem Kopf
anzuprallen, womit keine Heckauffahrkollision erfolgte (vgl. UV-act. M4, M10) - fällt ein
eigentliches Schleudertrauma ausser Betracht. Hingegen darf angenommen werden,
dass der Beschwerdeführer am 4. November 2004 eine HWS-Distorsion und damit eine
schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten hat (vgl. diesbezüglich Thomas Locher,
HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach
schweizerischem Recht, in: Murer/Niederer/Radanov/Rumo-Jungo/Sturzenegger/Walz
[Hrsg.], Das so genannte "Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und
rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, S. 31 f.).
5.4 Laut Arztzeugnis von Dr. B._ vom 5. Januar 2005 betreffend die
Erstbehandlung vom 19. November 2004 litt der Beschwerdeführer nach dem Unfall
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zunehmend an Kopfschmerzen, Schmerzen in der HWS und Konzentrationsstörungen
(UV-act. M3). Laut Bericht von Dr. C._ vom 6. Mai 2005 bestanden während der
sechs Wochen seit dem Unfall cervicocephale Schmerzen, welche primär von einer
unsystematisierten Schwindelsymptomatik und Nausea begleitet gewesen seien. Die
Beschwerden seien mit einer Latenz von ca. einem Tag aufgetreten. Daneben hätten
Probleme in der Konzentrationsfähigkeit sowie Einschränkungen der HWS-
Beweglichkeit mit schmerzbedingten Blockierungen bestanden (UV-act. 4). Gegenüber
Dr. D._ bestätigte der Beschwerdeführer das vorgenannte Beschwerdebild (UV-act.
M10). Die Physiotherapeutin E._ hielt schliesslich in ihrem Bericht fest, dass der
Beschwerdeführer seit 20. Januar 2005 bei ihr in Behandlung sei und seine Symptome
seit dem Unfall von Kopfschmerzen mit Ausstrahlungen ins rechte Auge, Schwindel,
Konzentrationsstörungen bis zu belastungsabhängigen Beschwerden der LWS
reichten. Der Beschwerdeführer schilderte mithin ein im Wesentlichen einheitliches
Beschwerdebild, welches Aspekte des typischen Beschwerdebilds nach einer HWS-
Distorsion umfasst und folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich-
kausale Unfallfolge einer solchen betrachtet werden kann. Entsprechend hat die
Beschwerdegegnerin zunächst auch einen Leistungsanspruch anerkannt.
6.
6.1 Wenn sie nun geltend macht, ab 18. März 2010 sei der Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfallereignis vom 4. November 2004 und den geklagten Beschwerden
nicht mehr gegeben, so ist darauf hinzuweisen, dass die Leistungspflicht des
Unfallversicherers erst entfällt, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ebenfalls mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich um eine
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage,
ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S.
46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen
erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es
Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist
unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter
Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender
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Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte
Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also
dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum,
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003, U 258/02, 25. Oktober 2002,
U 143/02, und 31. August 2001, U 285/00).
6.2 Dr. C._ stufte die HWS-Distorsion in seinem Bericht vom 6. Mai 2005 als leicht
ein und ging bei Weiterführung der Physiotherapie und des Heimprogramms von einem
weiteren Abklingen der Beschwerden in den nächsten vier Wochen und der Möglichkeit
der Wiederaufnahme der Arbeit aus. Dies nachdem sich anlässlich seiner
Untersuchung vom 31. Januar 2005 gezeigt hatte, dass nach den zwischenzeitlich
durchgeführten Therapien hinsichtlich der anfänglichen Beschwerden eine deutliche
Verbesserung eingetreten war und im damaligen Zeitpunkt lediglich noch leichte bzw.
diskrete Befunde erhoben werden konnten (UV-act. M4). Dr. B._ hielt sodann im
Verlaufsbericht vom 9. September 2006 fest, dass aktuell unfallfremde Beschwerden
und Schmerzen im Vordergrund stünden. Gelegentlich würden noch Nackenschmerzen
auftreten. Der Heilverlauf bezüglich des HWS-Traumas sei gut, auch wenn noch
Restbeschwerden vorliegen würden. Anderes stehe jedoch im Vordergrund. Die HWS-
Symptomatik sei - bei jederzeit möglichen Rezidiven - auf Zusehen hin abzuschliessen.
Entsprechend diagnostierte Dr. B._ eine unfallfremde Urolithiasis sowie unfallfremde
Diabetesprobleme (UV-act. M6.1). Dr. D._ erhob schliesslich in seinem Gutachten
vom 9. Juli 2009 uneingeschränkt normale Befunde und verneinte das Vorliegen
objektivierbarer Unfallfolgen (vgl. Erwägung 4.2). Die vom Beschwerdeführer selber
angegebenen Beschwerden mit Nacken- und Kopfweh könnten nicht als objektiv
gewertet werden. Die Alltagserfahrung zeige, dass normalerweise mit zunehmender
zeitlicher Distanz von einem Unfallereignis der vorliegenden Art solche Beschwerden
somatoformer Art an Bedeutung verlieren oder verschwinden würden. Dies habe
bereits Dr. C._ festgehalten. Sei dem nicht so, dann seien andere Sachverhalte als
Beschwerdeursache ebenso in Betracht zu ziehen wie das Unfallereignis. Die heutigen
Beschwerden seien demnach höchstens möglicherweise auf das Unfallereignis
zurückzuführen (UV-act. M10). Den dargelegten medizinischen Akten lässt sich
einstimmig bzw. ohne widersprüchliche Aussagen der einzelnen Ärzte entnehmen,
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dass das versicherte Unfallereignis keine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der auch
nach dem 17. März 2010 noch fortbestehenden Beschwerden bildet. Diese Beurteilung
findet ihre Bestätigung auch in den Erkenntnissen der medizinischen Forschung
(Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder
Beschleunigungsmechanismus: Grenzbereich zum "leichten" Schädel-Hirn-Trauma, in:
SZS 1996 S. 462 ff.), wonach der typische posttraumatische Verlauf nach einem
leichten Schädel-Hirntrauma bzw. einer Beschleunigungsverletzung einer Erholung
innert sechs bis zwölf Wochen entspricht. Ungewöhnlich lang dauernde und schwere
Verläufe nach Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien
einer traumatischen Hirn- bzw. HWS-Schädigung nach einer Interpretation ausserhalb
einer hirnorganischen Schädigung bzw. Schädigung im HWS-Bereich rufen (S. 469 mit
Hinweis und S. 463; vgl. auch Bogdan P. Radanov, Über den Stellenwert der
neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S.
471 ff. und S. 475). Selbst bei Bejahung der natürlichen Kausalität müsste - wie sich
aus den nachstehenden Erwägungen ergibt - letztlich die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs verneint werden.
7.
7.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin die
Adäquanz nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis von BGE 134 V 109 geprüft
und auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten
verzichtet. Diese Vorgehensweise erscheint angemessen, können doch den Akten -
abgesehen von den von Dr. D._ diagnostizierten intermittierenden somatoformen
Kopf- und Nackenschmerzen (vgl. dazu AHI 2000 S. 159 E. 4b mit Hiinweisen) -
keinerlei Hinweise auf eine bestehende psychische Problematik oder gar eine
eindeutige Dominanz allfälliger psychischer Probleme entnommen werden (vgl.
Erwägung 3.2).
7.2 Zu prüfen ist sodann, ob per 17. März 2010 von einem Fallabschluss im Sinn von
Art. 19 Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109 E. 4)
- ausgegangen werden durfte oder nicht. Dieser ist erreicht, wenn von der Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der
versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. "Namhaft"
bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht fallen muss und unbedeutende
Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse Möglichkeit einer Besserung
(BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09,
E. 4.1.1 mit Hinweisen). - Wie vorstehend dargelegt (Erwägung 6.2), ist beim
Beschwerdeführer vom Erreichen eines gesundheitlichen Endzustands auszugehen, bei
dem von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung mehr zu
erwarten ist. In diesem Sinn bezeichnet Dr. D._ die Physiotherapie als unterhaltende
medizinische Massnahme. Es sei nicht von einem nachhaltigen Einfluss der
Physiotherapie auf das Beschwerdebild auszugehen. Laut Gutachter vermag ein
Unterbleiben der Physiotherapie den Zustand des Beschwerdeführers nicht mit
Wahrscheinlichkeit in signifikanter Weise zu verschlechtern (UV-act. M10). Auch im
Hinblick auf das Unfalldatum (4. November 2004) und die Dauer der
physiotherapeutischen Behandlung (seit 20. Januar 2005) ist auszuschliessen, dass
noch eine namhafte Besserung eintreten könnte (UV-act. M11). Zudem ist zu
berücksichtigen, dass sich diese namentlich in einer Steigerung oder Wiederherstellung
der Arbeitsfähigkeit zeigt, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist (BGE 134 V 109
E. 4.3). Eine Arbeitsunfähigkeit hat aber gemäss Akten nur bis 23. März 2005
bestanden. Danach ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Insofern
vermag die Empfehlung durch E._ die Physiotherapie plus Heimprogramm sei
weiterzuführen (UV-act. M11), nichts zu ändern. Auch überzeugt die gegenteilige
Auffassung von Dr. B._, dass es sich nicht nur um eine unterhaltende therapeutische
Massnahme handle (UV-act. M12), mangels weiterer Begründung nicht. Der
Fallabschluss per 17. März 2010 ist somit rechtens.
7.3 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei Vorliegen von
Schleudertraumata oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen ist im Einzelfall zu
verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit
eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt.
Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf wird zwischen banalen bzw. leichten
Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen
liegenden mittleren Bereich unterschieden. Während der adäquate
Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und
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bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei
Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein
schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche
unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als Kriterien zu
berücksichtigen sind: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz
ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.1 und E. 10.3).
7.4 Einfache Auffahrunfälle werden rechtsprechungsgemäss in der Regel als
mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (Urteil des
Bundesgerichts vom 15. März 2005, U 380/0, E. 5.1.2 mit Hinweisen). Wie vorstehend
dargelegt (Erwägung 5.3), fuhr der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen
offensichtlich auf einen anderen Personenwagen auf. Die kollisionsbedingten Kräfte
wirken sich hierbei nicht in gleicher Weise auf den Körper aus wie bei einer
Auffahrkollision, wo der Kopf zunächst nach hinten flektiert wird (vgl. Debrunner/
Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden in der schweizerischen
obligatorischen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 53). Im Übrigen steht fest, dass der
Beschwerdeführer beim Unfall keinen Kopfanprall erlitten hat. Auch hatte der Unfall
weder sichtbare Verletzungen noch eine Bewusstlosigkeit oder Amnesie zur Folge. Der
Beschwerdeführer suchte erstmals 14 Tage nach dem Unfall einen Arzt auf. Dem
Gutachten von Dr. D._ ist ausserdem zu entnehmen, dass sich die Kollision innerorts
an einer Kreuzung ereignet, der Airbag sich nicht geöffnet hat und das Auto fahrtüchtig
geblieben ist. Auch konnte der Beschwerdeführer nach dem Ereignis weiterfahren (UV-
act. M10). Angesichts dieser Angaben bzw. Umstände liegt ein mittelschwerer Unfall im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen, wenn nicht sogar ein leichter Unfall, vor. Von
den weiteren massgebenden Kriterien müssten hier für eine Bejahung des adäquaten
Kausalzusammenhangs entweder ein einzelnes der in die Beurteilung
einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in
gehäufter oder auffallender Weise (mindestens vier Kriterien) erfüllt sein (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009).
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7.5 In den Akten lässt nichts auf ein Vorliegen besonders dramatischer Umstände
oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls schliessen. Sodann ist davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer keine schweren Verletzungen oder
Verletzungen besonderer Art erlitten hat, suchte er doch erst 14 Tage nach dem Unfall
einen Arzt auf und es wurde einzig ein (in der Folge von Dr. C._ als leichtgradig
bezeichnetes) Schleudertrauma der HWS diagnostiziert, was gemäss der
Rechtsprechung für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und
besonderen Art der erlittenen Verletzung führt (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Auch
eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung hat nicht stattgefunden.
Aus den Akten geht einzig hervor, dass der Beschwerdeführer (gemäss eigenen
Angaben) verschiedene Therapien ausprobiert hat und sich schliesslich während
mehreren Jahren mit teilweisem Erfolg in physiotherapeutische Behandlung begab (UV-
act. M10, M11). Letzterer, aber auch Abklärungsmassnahmen sowie blossen ärztlichen
Kontrollen verbunden mit einer medikamentösen Behandlung, kommt jedoch nicht die
Qualität einer regelmässigen zielgerichteten, belastenden Behandlung zu, womit sie
dementsprechend bei der Prüfung dieses Adäquanzkriteriums nicht zu beachten sind
(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 7.3; Urteile des EVG vom
21. Juni 2006, U 265/05, E. 3.2.2, und vom 11. Mai 2004, U 101/03, E. 4.3.5). Die in
den Akten liegenden Verlaufsberichte von Dr. B._ beschreiben sodann keinerlei
erhebliche Komplikationen oder einen schwierigen Heilverlauf (vgl. UV-act. M6, M6.1,
M7). Der Beschwerdeführer selbst klagte zwar noch Jahre nach dem Unfall über
schleudertraumatypische Beschwerden. Dr. C._ stellte jedoch bereits anlässlich
seiner Untersuchung vom 31. Januar 2005 eine deutliche Verbesserung der
Beschwerden fest (UV-act. M4) und Dr. B._ sprach im Verlaufsbericht vom 9.
September 2006 von unfallfremden Schmerzen und Beschwerden, die im Vordergrund
stehen würden, und nur noch von "gelegentlichen" Nackenschmerzen. Den Heilverlauf
beurteilte der Arzt als gut und einen Abschluss der HWS-Symptomatik auf Zusehen hin
möglich. Es bestünden zwar noch Restbeschwerden,jedoch stehe anderes im
Vordergrund (UV-act. M6.1). Im Weiteren deutet nichts darauf hin, dass durch die
Schmerzen eine erhebliche Beeinträchtigung im Lebensalltag eingetreten wäre (vgl.
BGE 134 V 109 E. 10.2.4 sowie nachfolgende Erwägungen betreffend Betreiben einer
Einzelfirma). Eine ärztliche Fehlbehandlung ist aus den Akten ebenfalls nicht ersichtlich.
Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener
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Anstrengungen anbelangt, ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer laut eigenen
Angaben ab Ende März 2005 wieder voll arbeitete (UV-act. 7). Entsprechend bestätigte
Dr. B._ am 1. Juni 2005 telefonisch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 24. März
2005 (vgl. UV-act. M5). Eine spätere Arbeitsunfähigkeit ist in den medizinischen Akten
nicht vermerkt. Laut Bericht von Dr. B._ vom 6. August 2008 behinderten
Konzentrationsprobleme und Verspannungen der Nackenmuskulatur den
Beschwerdeführer bei der Bildschirmarbeit. Die Physiotherapie verschaffe ihm jedoch
Erleichterung (UV-act. M7). Dr. D._ gegenüber gab der Beschwerdeführer sodann im
Juli 2009 an, eine Einzelfirma zu betreiben. Das Betreiben einer Einzelfirma geht
erfahungsgemäss - insbesondere in der Aufbauphase - mit einer hohen
Arbeitsbelastung des Unternehmers einher, was ebenfalls gegen das Vorliegen einer
erheblichen Arbeitsunfähigkeit spricht. Selbstverständlich ist die konkret ausgewiesene
Anstrengung, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, als positiv zu werten. Ebenso
anerkennenswert ist, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der medizinischen
Therapiemassnahmen persönlichen Einsatz gezeigt hat, diverse Therapiemöglichkeiten
ausprobiert und bei der Physiotherapie eine gute Compliance gezeigt hat (UV-act. M10,
M11). Dennoch muss aufgrund der Akten als erstellt gelten, dass der
Beschwerdeführer seit dem 24. März 2005 zu 100% arbeitsfähig war, womit
schliesslich auch das adäquanzrelevante Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit
trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht erfüllt ist.
7.6 Zusammenfassend ist mithin festzustellen, dass keines der erforderlichen
Adäquanzkriterien als erfüllt betrachtet werden kann, womit dem streitigen Unfall bei
dessen Einstufung als mittelschweres Unfallereignis im Grenzbereich zu den leichten
Unfällen keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die über den 17. März
2010 hinaus andauernden Beschwerden zukommt. Die Einstellung der Leistungen auf
den 17. März 2010 ist folglich nicht zu beanstanden.
8.
8.1 In der Beschwerde vom 12. Februar 2011 macht der Beschwerdeführer
sinngemäss geltend, er sei ab Juni 2005 wieder arbeitsunfähig gewesen. Es seien ihm
dementsprechend Lohnkosten (gemeint sind wohl Taggelder) auszurichten (vgl. act. G1
i.V.m. UV-act. 29). In Erwägung 7.5 wurde ausführlich dargelegt, dass der
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Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit seit
dem 24. März 2005 zu 100% arbeitsfähig war, weswegen ihm die Beschwerdegegnerin
keine weiteren Taggelder auszurichten hat (vgl. dazu auch Erwägung 3.1).
8.2 Soweit der Beschwerdeführer eine Entschädigung für Erwerbsausfall durch die
Begutachtung bei Dr. D._ geltend machen will, ist auf Art. 45 Abs. 2 ATSG
hinzuweisen, wonach der Versicherungsträger die versicherte Person für
Erwerbsausfall und Spesen durch die erforderlichen Abklärungen, insbesondere
notwendige ärztliche Untersuchungen, entschädigt. Die Beschwerdegegnerin hat
diesbezüglich keinerlei Abklärungen getätigt und über eine allfällige Entschädigung
weder in der Verfügung vom 17. März 2010 noch im angefochtenen
Einspracheentscheid entschieden. Die Sache ist zur Prüfung eines allfälligen Anspruchs
und zu anschliessender Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
9.
9.1 Auf den Antrag des Beschwerdeführers, es seien ihm Fahrkosten zu vergüten, ist
die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid nicht eingetreten. Der
Beschwerdeführer habe trotz ausdrücklicher Mahnung (E-Mail vom 2. Juni 2010 [UV-
act. 45]) keine entsprechenden Belege eingesandt. In der Beschwerdeantwort vom
14. März 2011 hält sie an dieser Meinung fest. Der Beschwerdeführer hält am 4. April
2011 replicando dagegen, er habe die E-Mail vom 2. Juni 2010 betreffend Einreichung
einer Aufstellung der Reisekosten nie erhalten.
9.2 Zur Untersuchungspflicht des Sozialversicherungsträgers nach Art. 43 Abs. 1
ATSG tritt ergänzend die Mitwirkungspflicht der versicherten Person hinzu. Art. 28 Abs.
1 ATSG hält den allgemeinen Grundsatz der Mitwirkungspflicht fest. Art. 28 Abs. 2 und
3 ATSG beziehen sich sodann auf die Pflicht der leistungsbeanspruchenden Person,
Auskünfte zu erteilen. Als weitere Mitwirkungspflichten fallen die Herausgabe von
Unterlagen (im konkreten Fall Belege wie Fahrkarten, Parkscheine), das Ausfüllen von
Anmeldeformularen, die Teilnahme an Untersuchungen und Begutachtungen etc. in
Betracht (vgl. U. Kieser, a.a.O., N 14 f., N 19 f. und N 26 zu Art. 28). Als Folge der
Verweigerung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten sieht Art. 43 Abs. 3 ATSG vor,
dass der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen
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einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die versicherte Person vorher
schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihr ist eine angemessene
Bedenkzeit einzuräumen.
9.3 Der Beschwerdeführer hat bis zum Erlass der Verfügung vom 17. März 2010
(Zeitpunkt der Leistungseinstellung wegen Dahinfallens der Kausalität zwischen den
beklagten Beschwerden und dem Unfall vom 4. November 2004) Anspruch auf
Vergütung der Heilbehandlungskosten. Die Vergütung der im streitigen Zeitraum
angefallenen medizinisch notwendigen Reisekosten ist grundsätzlich untrennbar mit
der Heilbehandlung verbunden, womit ein diesbezüglicher Anspruch von der
Beschwerdegegnerin zu prüfen war. Der Beschwerdeführer hätte im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens die Gelegenheit gehabt, die E - Mail vom 2. Juni 2010
einzusehen (vgl. Erwägung 2.3), und somit Unterlagen betreffend seiner Reisekosten
nachzureichen. Er wurde jedoch lediglich ersucht, eine Aufstellung der Reisekosten
einzureichen. Auf die Folgen der Verweigerung der Mitwirkung bzw. Auskunftserteilung
wurde er nicht hingewiesen, weshalb die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehene
Rechtsfolge wegen unvollständiger Durchführung des Verfahrens nicht eintreten
konnte. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie das
Verfahren betreffend Reisekosten formell richtig nachholt und anschliessend über das
konkrete Begehren verfügt.
10.
10.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde bezüglich Taggeldleistungen und
Übernahme von Heilbehandlungen abzuweisen. Was das gerügte Nichteintreten
anbelangt, ist sie dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur formell richtigen
Durchführung des Verfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.
Ebenfalls zurückzuweisen ist die Sache zur Prüfung des Antrags auf Entschädigung
des Erwerbsausfalls im Zusammenhang mit der Begutachtung vom Juli 2009.
10.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP
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