Decision ID: d6d1acde-22de-5a4c-95f3-8e6768457e64
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Boris Züst, Bahnhofstrasse 7, 9630 Wattwil,
gegen
Schweizerische National Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 4003 Basel,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
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A.
A.a G._, geb. 1956, war bei der A._ als Geschäftsführer tätig und dadurch bei der
Schweizerischen National Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: National)
unfallversichert, als er am 23. September 1997 beim Anheben des Hinterbeines eines
Pferdes von diesem zur Seite gedrückt wurde und sich dabei am rechten Knie verletzte
(UV-act. 1.1). Die Ärzte des Paracelsus Spitals stellten im Operationsbericht vom
30. September 1997 die Diagnose einer lateralen Tibiaplateau-Impressionsfraktur
rechts (UV-act. 1.3). In der Folge persistierten die Beschwerden im rechten Knie. Die
IV-Stelle St. Gallen sprach dem Versicherten ab November 2003 bei einem
Invaliditätsgrad von 80% eine ganze Rente zu (act. G 1.1/9). Nach Durchführung von
weiteren medizinischen Abklärungen und Behandlungen eröffnete die National dem
Rechtsvertreter des Versicherten mit Verfügung vom 13. Februar 2006, diesem stehe
eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 20% und
eines versicherten Verdienstes von Fr. 97'200.-- zu (UV-act. 5.1). Eine hiegegen
erhobene Einsprache hiess die National mit Entscheid vom 31. Oktober 2006 insoweit
teilweise gut, als sie dem Versicherten auf der Integritätsentschädigung einen
Verzugszins zusprach (UV-act. 5.11). Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft (vgl. act.
G 1 S. 7).
A.b Mit Verfügung vom 22. Juni 2006 gab die National dem Rechtsvertreter des Ver
sicherten bekannt, bei einem Invaliditätsgrad von 4% (Valideneinkommen von
Fr. 91'115.-- und Invalideneinkommen von Fr. 87'924.--) bestehe kein Anspruch auf
eine Invalidenrente. Ein Leidensabzug beim Invalideneinkommen falle ausser Betracht
(UV-act. 4.1). Die gegen diese Verfügung vom Rechtsvertreter des Versicherten
erhobene Einsprache (UV-act. 4.4) wies die National mit Einspracheentscheid vom 19.
Januar 2007 ab (UV-act. 4.12). Der Krankenversicherer zog die am 4. Juli 2006
erhobene Einsprache zurück (UV-act. 4.3, 4.7).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Januar 2007 erhob Rechtsanwalt lic. iur.
Boris Züst, Wattwil, für den Versicherten mit Eingabe vom 20. Februar 2007
Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und dem
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Beschwerdeführer sei rückwirkend ab Januar 2005 eine Rente gestützt auf einen
Invaliditätsgrad von mindestens 32% zuzusprechen. Eventualiter sei ihm eine Rente
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 21% zuzusprechen. Auf die fälligen
Rentenleistungen sei ein Verzugszins von 5% gemäss Berechnung nach Art. 7 ATSV zu
leisten. Der Sachverhalt sei zu ergänzen. Insbesondere sei ein Obergutachten zur Frage
des leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen einzuholen. Alles unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führt der Rechtsvertreter unter anderem
aus, als UVG-Jahreslohnsumme sei bei Abschluss der Versicherung der damals
geltende gesetzliche Maximaljahreslohn von Fr. 97'200.-- vereinbart worden. Die IV-
Stelle Schwyz habe ab Mai 1999 eine berufsbegleitende Umschulung des
Beschwerdeführers zum Web-Publisher mit anschliessender Weiterbildung zum Web-
Master SIZ bewilligt. Im Oktober 2000 habe der Beschwerdeführer den ersten Teil der
Umschulung erfolgreich abgeschlossen. Trotz widriger Umstände habe er in der Folge
noch die ersten Prüfungen für den Web-Master SIZ abgelegt. Allerdings habe er wegen
der rechtlichen Auseinandersetzungen und der ungewissen Zukunft der A._
zunehmend ausgeprägte Angstzustände entwickelt, die schliesslich in eine Depression
gemündet hätten. Wegen der verschlechterten psychischen Gesundheit habe Dr. med.
E._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, im Gutachten vom 11. August
2004 maximal eine Arbeitsfähigkeit von knapp 20% für möglich erachtet. Der Gutachter
Dr. med. F._, Kantonsspital St. Gallen, habe den Beschwerdeführer Übungen
durchspielen lassen, die wenig bis gar nichts mit seiner früheren Tätigkeit als Bauführer
zu tun gehabt hätten. Zudem habe Dr. F._ bei den nutzlosen Übungen durch
Abwesenheit geglänzt. Das lädierte Knie sei von keiner der anwesenden
Physiotherpeutinnen je angeschaut worden. Das Gutachten von Dr. F._ stütze sich
auf fragwürdige Untersuchungsergebnisse, sei in sich widersprüchlich und stehe in
Widerspruch zu demjenigen von PD Dr. med. F._, Facharzt FMH für Chirurgie,
Trauma Zentrum Hirslanden. Es sei ein Obergutachten einzuholen. Schliesslich sei das
Gutachten von Dr. F._ so oder so unvollständig. Zur Frage des leidensbedingten
Abzugs habe sich der Arzt in keiner Weise geäussert. Auf die Feststellung, dem
Beschwerdeführer könne ohne weiteres zugemutet werden, trotz Schmerzen und
Instabilität im Knie wieder in seinem angestammten Beruf zu arbeiten, könne wegen
der klaren Widersprüche im Evaluationsbericht nicht abgestellt werden. Der von der
Beschwerdegegnerin angestellte Einkommensvergleich sei nicht haltbar. Als
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Valideneinkommen sei die vereinbarte UVG-Jahreslohnsumme von Fr. 97'200.--
zugrunde zu legen, wobei dieser Betrag noch auf das gesetzliche Maximum des Jahres
2004, d.h. auf Fr. 106'800.--, hochzurechnen sei. Auf diesen Betrag habe die
Beschwerdegegnerin für die Höhe der Taggelder und Integritätsentschädigung
abgestellt. Auch das Invalideneinkommen sei nicht korrekt bestimmt worden.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Sie erklärt den angefochtenen Entscheid zum
integrierenden Bestandteil der Beschwerdeantwort und legt dar, die unqualifizierte
Kritik an der Untersuchungstechnik von Dr. F._ müsse als reine Schutzbehauptung
eingestuft werden. Dr. F._ habe Abklärungen getätigt, mit welchen die verbleibende
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschätzt werden könne. Dass Dr. F._
primär seinem Team vertraut und den Beschwerdeführer angeblich nur kurz selber
gesehen habe, könne den Beweiswert seines Berichtes nicht schwächen. Beim
Beschwerdeführer bestehe weder in seinem zuletzt ausgeübten Beruf noch in einer
anderen wechselbelastenden Tätigkeit eine Einschränkung. Ein leidensbedingter Abzug
sei hier also zu Recht nicht vorgenommen worden.
B.c Mit Replik vom 28. Juni 2007 und Duplik vom 9. Juli 2007 bestätigten die Parteien
ihre Standpunkte.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist vorliegend die Höhe des Invaliditätsgrads bzw. der Rentenanspruch des
Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid
(Erwägungen 2 und 3) die rechtlichen Voraussetzungen der Rentenausrichtung
zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
1.2 Dr. med. H._, Orthopädische Chirurgie FMH, beantwortete im Bericht vom 3.
September 1999 die Frage nach einem bleibenden Nachteil mit "posttraumatische
Gonarthrose. Wahrscheinlich später Kunstgelenk". Unfallfremde Faktoren im
Heilungsverlauf verneinte er. Im bisherigen Beruf bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Eine IV-Umschulung laufe (UV-act. 1.17). Im Bericht vom 18. Juli 2005 bestätigte Dr.
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med. I._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, als Diagnosen Kniebeschwerden
rechts bei Status nach Meniskektomie mit 22 Jahren, Status nach Tibiaplateau-Fraktur
1997 und Status nach Kniearthroskopie 1999 in Wetzikon sowie aktuell zunehmende
Blockaden. Im weiteren bescheinigte er eine Adipositas sowie eine
Segmentdegeneration L5/S1 (UV-act. 1.21). Im Gutachten vom 5. Dezember 2005
gelangte PD Dr. F._ unter anderem zum Schluss, es bestehe ein 100%iger
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den gesundheitlichen
Beeinträchtigungen am rechten Knie. Obwohl der Patient im Alter von 22 Jahren eine
Meniskektomie am rechten Kniegelenk habe durchführen lassen müssen, habe dies die
Folgen des Unfalls vom 23. September 1997 nicht mit beeinflusst. Der Patient sei
aktuell nicht fähig, im angestammten Beruf als Geschäftsführer einer
Büroarchitekturfirma zu arbeiten, da er bei diesem Beruf nicht nur am Pult sitzen,
sondern sich in der Mehrheit auf Baustellen begeben müsse, wo das Gelände in den
meisten Fällen uneben sei. Den Integritätsschaden schätze er auf 20% (UV-act. 1.23).
Dr. F._, und J._, Physiotherapeutin, Kantonsspital St. Gallen, berichteten am 6.
April 2006 über die durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL).
Als Ergebnis hielten sie fest, in der bisherigen Tätigkeit sei eine ganztägige Arbeitszeit
nach einer gewissen Einarbeitungsphase zumutbar, wobei die Hockestellung nur selten
vorkommen sollte. Eine leichte wechselbelastende oder auch vorwiegend sitzende und
stehende Tätigkeit, z.B. im kaufmännischen Bereich, sei ganztags zumutbar. Eine
Ausbildung als Rechtsagent habe der Beschwerdeführer im Herbst 2005 begonnen,
jedoch aus Kostengründen wieder abgebrochen (UV-act. 1.28).
2.
In diesem Verfahren sind allein unfallkausale Gesundheitsschäden in die Beurteilung
der streitigen Frage mit einzubeziehen. Die Invalidenversicherung, welche den
Gesundheitszustand grundsätzlich als Ganzes zu beurteilen hat, sprach dem
Beschwerdeführer ab November 2003 eine ganze Rente auf der Basis eines IV-Grads
von 80% zu. Dabei stützte sie sich ausschliesslich auf die psychiatrische Begutachtung
durch Dr. E._, in welcher eine 20%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt worden war (vg. act.
G 1.1/7-10). Der unfallbedingte Knieschaden war unter diesen Umständen für die
Bemessung der Invalidität durch die Invalidenversicherung nicht mehr von Bedeutung,
da er sich nicht mehr auswirken konnte (vgl. act. G 1.1/10). Eine Unfallkausalität der
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psychischen Beschwerden wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend
gemacht (vgl. act. G 1 S. 6); eine Adäquanz wäre anhand der Rechtsprechungs-
Kriterien (BGE 115 V 133 Erw. 6) auch klar zu verneinen. - Während PD Dr. F._ sich
ausschliesslich zur Zumutbarkeit der Ausübung der bisherigen Tätigkeit als
Geschäftsführer einer Büroarchitekturfirma äusserte und eine solche mit Hinweis auf
die Baustellenarbeit (auf unebenem Gelände) verneinte, erachteten die EFL-Gutachter
den Beschwerdeführer sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer leichten
wechselbelastenden Tätigkeit vollständig arbeitsfähig. Sie stützten sich dabei auf eine
Evaluation der Leistungsfähigkeit, bei welcher sämtliche, für die konkrete
Arbeitssituation in Betracht fallenden Aspekte ermittelt wurden. Die Abklärung dauerte
zwei Tage. Der vom Beschwerdeführer angeführte Umstand, dass sich Dr. F._ nicht
mit ihm befasst habe (act. G 1 S. 8, 11), vermag angesichts der Tatsache, dass noch
andere Personen an der Begutachtung beteiligt waren, das Begutachtungsresultat
nicht in Frage zu stellen. So sind denn auch im Rahmen einer EFL nicht nur rein
medizinische, sondern im Wesentlichen auch ergonomische bzw. physiotherapeutische
Aspekte massgebend. Während der EFL-Abklärung konnten gemäss Gutachten keine
funktionellen Defizite beobachtet werden. Auch am zweiten Abklärungstag trat keine
Reizung des Knies auf (UV-act. 1.28). Es liegen keine konkret fassbaren Anhaltspunkte
vor, welche gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung sprechen würden. Der
Rechtsvertreter legt nicht dar, inwiefern die Untersuchungsmethoden im Rahmen einer
EFL-Abklärung fragwürdig sein sollten. Auch die von ihm behauptete
Widersprüchlichkeit des EFL-Gutachtens begründet er nicht im einzelnen. Hinsichtlich
der von ihm erwähnten Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme ist davon
auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine massvolle Bekämpfung der Schmerzen,
wie sie nach längerem Verbleiben in sitzender oder stehender Position unbestreitbar
auftreten können, grundsätzlich zumutbar ist (vgl. dazu Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 22. April 2005 [U 417/04]). Der Umstand allein, dass PD Dr. F._
die Zumutbarkeit in der angestammten Tätigkeit anders beurteilte als die EFL-
Gutachter, vermag die EFL-Begutachtung nicht in Frage zu stellen. Nachdem der
Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausübte (vgl. UV-act. 1.28 S. 4),
stellte sich denn auch im Wesentlichen die Frage der Zumutbarkeit einer anderen
Tätigkeit. Zu dieser Frage nahm PD Dr. F._ jedoch keine Stellung. Die von ihm
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erhobenen Befunde vermögen die EFL-Ergebnisse ebenfalls nicht in Frage zu stellen.
Im Weiteren ist es nicht Aufgabe der EFL-Gutachter bzw. von Dr. F._, zur Frage des
leidensbedingten Abzuges beim Invalideneinkommen Stellung zu nehmen. Die
Rechtsfrage der Invaliditätsbemessung ist von der Verwaltung bzw. von der
Beschwerdeinstanz zu prüfen.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin verwendete für die Festlegung des Valideneinkommens
die Berechnungsgrundlagen der Invalidenversicherung. Diese war von der vom
Beschwerdeführer im Jahr 1996 abgerechneten Lohnsumme von Fr. 84'000.--
ausgegangen (act. G 1.1/10). Eine teuerungsbedingte Anpassung ergab für 2004 den
Betrag von Fr. 91'115.--. Der Beschwerdeführer verlangt, als Valideneinkommen sei der
(frühere) maximale versicherte Verdienst von Fr. 97'200.-- zugrunde zu legen.
Diesbezüglich hielt die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid zu Recht
fest, dass der versicherte Verdienst keinen Bezug zur Höhe des Valideneinkommens
aufweise. Der versicherte Verdienst beruht auf in der Vergangenheit effektiv erzielten
Verdiensten (Art. 15 Abs. 2 UVG), wohingegen das Valideneinkommen den Verdienst
darstellt, welchen die versicherte Person (hypothetisch) ohne Eintritt des Unfalls hätte
erzielen können (Art. 16 ATSG). Das von der Beschwerdegegnerin angenommene
Valideneinkommen lässt sich somit nicht beanstanden.
3.2 Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf die
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik fest. Dabei stellte sie auf
Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 1+2 (Verrichtung höchst anspruchsvoller und
schwierigster bzw. selbständiger und qualifizierter Arbeiten), Sektor Dienstleistungen,
Region Ostschweiz, bzw. auf einen Jahreslohn 2004 von Fr. 86'832.-- (Fr. 6'941.-- : 40
Wochenstunden x 41.7 Wochenstunden x 12 Monate; UV-act. 4.1) ab. Dazu ist vorweg
festzuhalten, dass nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung für die Ermittlung des
hypothetischen Invalideneinkommens nicht auf die statistischen Daten nach
"Grossregion" gemäss der LSE abzustellen ist (SVR-UV 2007 Nr. 17, 56). Zugrunde zu
legen sind vielmehr die gesamtschweizerischen Zahlen. Der Beschwerdeführer
absolvierte ursprünglich eine Ausbildung als Bauzeichner (Hoch- und Tiefbau). Er war
vor dem streitigen Unfall als Geschäftsführer und Bauleiter tätig. Nach dem Unfall
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absolvierte er eine Ausbildung zum Web-Publisher. Eine im Jahr 2005 begonnene
Ausbildung zum Rechtsagenten brach er aus Kostengründen wieder ab. Seit dem
Unfallereignis hatte er keine Berufstätigkeit mehr aufgenommen (vgl. UV-act. 1.28 S. 4).
Angesichts dieser ausbildungsmässigen und beruflichen Ausgangslage kann nicht als
belegt gelten, dass der Beschwerdeführer - unter Berücksichtigung der reinen
Unfallfolgen - im gesamten Sektor Dienstleistungen, welcher unter anderem auch das
Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie den ganzen Verkehrs- und Immobilienbereich
beinhaltet, im Anforderungsniveau 1+2 eine Tätigkeit hätte ausüben können. Dagegen
erscheint die Annahme gerechtfertigt, dass er in den Bereichen Gross- und
Detailhandel in der Lage gewesen wäre, eine Tätigkeit im erwähnten
Anforderungsniveau zu verrichten. Für eine Beschränkung auf den Bereich
Detailhandel, wie sie sein Rechtsvertreter verlangt (act. G 1 S. 14f), sind keine
sachlichen Gründe ersichtlich. Aus der LSE 2004 ergeben sich für die Teilbereiche
Grosshandel, Handelsvermittlung (51) und Detailhandel (52) (Anforderungsniveau 1+2,
Männer) Monatslöhne von Fr. 8'571.-- und Fr. 6'521.--. Ausgehend vom Mittelwert
dieser beiden Zahlen (Fr. 7'546.-- bei 40 Wochenstunden) errechnet sich bei 41.7
Wochenstunden ein jährlicher Betrag von Fr. 94'400.--. Da dieser Betrag über dem -
teilweise in einer vergleichbaren Tätigkeit erzielten - Valideneinkommen liegt, ist der
kleinere Betrag, d.h. Fr. 91'115.--, zugrunde zu legen.
3.3 Es ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Erwerbsfähigkeit
auf dem für ihn in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wegen der
unfallbedingten Einschränkungen im Kniebereich lediglich mit unterdurchschnittlichem
Erfolg verwerten kann. So stellten die EFL-Gutachter zwar eine verminderte Stabilität
des rechten Kniegelenks sowie eine Einschränkung hinsichtlich Hockestellung fest (UV-
act. 1.28 S. 2, 3). Diese Einschränkungen dürften sich jedoch in den Bereichen Gross-
und Detailhandel jedenfalls bei Bürotätigkeiten kaum auswirken, zumal dem
Beschwerdeführer eine wechselbelastende oder auch eine vorwiegend sitzende oder
stehende Tätigkeit, und damit alle Arbeiten im kaufmännischen Bereich, zumutbar ist
(UV-act. 1.28 S. 3). Damit fällt ein Leidensabzug ausser Betracht.
4.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 19. Januar 2007 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG