Decision ID: 2e65cc2c-8beb-47f1-8618-7eae62b2589d
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im März 2016 bei der EL-Durchführungsstelle des Kantons St.
Gallen zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur AHV-Rente an (EL-act. 35). Er gab
dabei u.a. an, er besitze eine Eigentumswohnung im Wert von Fr. 258'000.--; die
Hypothek belaufe sich auf Fr. 220'000.--. Der Anmeldung lagen unter anderem die
Veranlagungsberechnungen der Jahre 2014 und 2015 bei (EL-act. 39-1/4). Die
Wertschriften und Guthaben hatten sich im Jahr 2014 auf Fr. 176'446.-- und im Jahr
2015 auf Fr. 148'072.-- belaufen.
A.a.
Am 13. Juli 2016 forderte die EL-Durchführungsstelle den Versicherten auf (EL-act.
33), ihr eine Kopie der Steuerveranlagungen für die Jahre 2005 bis 2013 und eine Kopie
des Schätzungskatasters der Liegenschaft _ B._ in C._ zum Zeitpunkt des
Verkaufs am 1. September 2006 zuzustellen. Diese Unterlagen gingen am 5. August
2016 bei der EL-Durchführungsstelle ein (EL-act. 32). Gemäss den
Veranlagungsberechnungen hatten die Wertschriften und Guthaben des Versicherten
und seiner Ehefrau im Jahr 2007 Fr. 495'629.-- (plus Fr. 63'200.-- "Übrige
Vermögenswerte"), im Jahr 2008 Fr. 402'823.-- (plus Fr. 63'200.-- "Übrige
Vermögenswerte"), im Jahr 2009 Fr. 383'942.-- (plus Fr. 63'200.-- "Übrige
Vermögenswerte"), im Jahr 2010 Fr. 326'863.-- (plus Fr. 63'200.-- "Übrige
Vermögenswerte"), im Jahr 2011 Fr. 269'641.-- ("Übrige Vermögenswerte": Fr. 0.--), im
Jahr 2012 Fr. 240'285.-- und im Jahr 2013 Fr. 210'025.-- betragen.
A.b.
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Am 30. August 2016 fragte die EL-Durchführungsstelle beim Versicherten nach, ob
in den vergangenen Jahren Vermögen veräussert worden sei (EL-act. 31). Zudem bat
sie ihn darum, mittels einer Aufstellung und Belegen den Nachweis über die folgenden
Vermögensreduktionen (gegenüber dem jeweiligen Vorjahr) zu erbringen: Jahr 2008: Fr.
92'806.--, Jahr 2010: Fr. 57'079.--, Jahr 2011: Fr. 120'422.--, Jahr 2012: Fr. 29'356.--,
Jahr 2013: Fr. 30'260.--, Jahr 2014: Fr. 33'579.-- und Jahr 2015: Fr. 28'373.--.
A.c.
Der Treuhänder des Versicherten reichte am 20. September 2016 Rechnungen
betreffend eine Segelyacht und ein Wochenendhaus ("Mobilheim") ein (EL-act. 30).
A.d.
Am 4. November 2016 (EL-act. 28) teilte die EL-Durchführungsstelle dem
Versicherten mit, dass sie bei der Bearbeitung der Unterlagen sehr hohe
Vermögensrückgänge in den Jahren 2008 bis 2015 festgestellt habe. Das Schreiben
enthielt Verzichtsberechnungen für die Jahre 2008 und 2010 bis 2015. Die EL-
Durchführungsstelle wies den Versicherten darauf hin, dass der anzurechnende Betrag
der Vermögenswerte, auf die verzichtet worden sei, jährlich um Fr. 10'000.-- vermindert
werde. Zudem werde als Einnahme ein hypothetischer Zins berücksichtigt. Ohne einen
Gegenbericht des Versicherten bis zum 5. Dezember 2016 werde sie entsprechend
verfügen.
A.e.
Am 29. November 2016 reichte der Treuhänder des Versicherten weitere
Kontounterlagen ein (EL-act. 21). Er erklärte ausserdem, dass sich die
Vermögensabnahme 2011 über Fr. 120'422.-- grösstenteils mit der durch die
Neuschätzung des Stockwerkeigentums im Jahr 2010 entstandenen Wertdifferenz
erklären lasse. Die nach dem Umbau des Stockwerkeigentums im Jahr 2006
vorgenommenen wertvermehrenden Aufwendungen seien in Absprache mit dem
Steuerkommissär bis zur Neuschätzung unter "Übriges Vermögen" mit Fr. 63'200.-- als
Vermögen deklariert worden. Nach der Neuschätzung im Jahr 2010, welche einen um
Fr. 40'000.-- tieferen Steuerwert ergeben habe, sei diese Position entfallen und durch
den neuen Steuerwert des Stockwerkeigentums ersetzt worden. Der Versicherte werde
die noch auffindbaren Rechnungen des Wochenendhauses und der Segelyacht der
letzten Jahre der EL-Durchführungsstelle nachreichen.
A.f.
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B.
Am 5. Dezember 2016 reichte der Treuhänder des Versicherten Kontoauszüge
über die jährlichen Kosten des Mobilheimparks und des Bootsplatzes ein (EL-act. 16
f.).
A.g.
Mit Verfügung vom 10. Dezember 2016 verneinte die EL-Durchführungsstelle
einen EL-Anspruch des Versicherten ab dem 1. März 2016. Sie begründete dies mit
dem Bestehen eines sogenannten Einnahmenüberschusses (EL-act. 12). Sie war von
einem Vermögensverzicht ausgegangen und hatte deshalb ein hypothetisches
Vermögen von Fr. 148'778.-- angerechnet. In der Verfügungsbegründung wies sie
darauf hin, dass auch ohne die Anrechnung dieses hypothetischen Vermögens ein
Einnahmenüberschuss resultiert hätte.
A.h.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 20./22. Dezember 2016 eine
Einsprache (EL-act. 9 f.). Sein Rechtsvertreter machte am 2. Februar 2017 sinngemäss
geltend (EL-act. 6), dass dem Versicherten pauschal der Vorwurf gemacht werde, auf
Vermögenswerte verzichtet zu haben. Der Versicherte habe diese Vermögenswerte
aber zur Lebenshaltung verwendet. Der Vorwurf der Spekulation mit Aktien (Verzicht
aus riskanten Anlagen) im Jahr 2008 sei nicht stichhaltig. Der Versicherte habe, soweit
möglich, die Lebenshaltungskosten und die Ausgaben belegt. Die
Ergänzungsleistungen seien daher ohne die Anrechnung eines Verzichtsvermögens zu
berechnen.
A.i.
Am 5. Februar 2018 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab (EL-act. 2).
Zur Begründung hielt sie fest, dass der Versicherte seiner Beweispflicht nicht
nachgekommen sei, indem er pauschal auf seine Lebensunterhaltskosten verwiesen
und keine weiteren Belege eingereicht oder auf eine andere Art und Weise den
Vermögensrückgang glaubhaft gemacht habe. Daher habe sie den
Vermögensrückgang zu Recht als Vermögensverzicht angerechnet. Selbst ohne die
Anrechnung des Anlageverlustes von Fr 7'764.-- resultiere ein Einkommensüberschuss
von Fr. 15'158.--.
A.j.
Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
8. März 2018 Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die
B.a.
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Erwägungen
1.
Aufhebung des Einspracheentscheides; die Ergänzungsleistungen seien unter Verzicht
auf die Anrechnung eines Vermögensverzichtes neu zu berechnen und dem
Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Er erklärte die
Einsprache vom 2. Februar 2017 zum integrierenden Bestandteil der Beschwerde. Zur
Begründung der Beschwerde machte der Rechtsvertreter weiter geltend, dass der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau einzig von ihren AHV-Renten lebten. Beide
verfügten nicht über Leistungen einer Pensionskasse. Da ein Ehepaar von Fr. 42'300.--
jährlich nicht leben könne, sei es notorisch, dass das Vermögen habe angezehrt
werden müssen. Auch bei einem sehr bescheidenen Lebenswandel sei gemäss dem
EL-Berechnungsblatt von jährlichen Ausgaben von Fr. 59'601.-- auszugehen. Da die
AHV-Renten Fr. 42'300.-- betrügen, fehlten auf der Einkommensseite Fr. 17'301.--
jährlich. Der angerechnete Vermögensverzicht betrage Fr. 148'778.-- für insgesamt
acht Jahre, d.h. es resultiere ein jährlicher Vermögensverzicht von Fr. 18'597.25. Dies
sei unerheblich mehr als die oben berechneten Fr. 17'301.-- für einen sehr
bescheidenen Lebensstil eines betagten Ehepaars, zu dem das Ehepaar notabene
nicht verpflichtet gewesen sei. Auch seien keine Schenkungen oder Erbvorbezüge
getätigt worden. Ein freiwilliger Vermögensverzicht liege nicht vor.
Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 9.
April 2018 die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Zur Begründung hielt sie fest,
dass eine detaillierte Verbrauchsrechnung für die Jahre 2008 bis 2015 vorgenommen
worden sei. Dabei sei unter anderem der allgemeine Lebensbedarf gemäss Art. 10 Abs.
1 lit. a ELG berücksichtigt worden. Trotz der Anrechnung der anerkannten Ausgaben
habe jeweils ein Ausgabenüberschuss resultiert. Der Beschwerdeführer sei wiederholt
aufgefordert worden, Belege für diese jährlichen Ausgabenüberschüsse einzureichen.
Dieser Aufforderung sei er jedoch nicht nachgekommen. Die Folgen der
Beweislosigkeit habe er zu tragen.
B.b.
Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 5).B.c.
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1.1. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen ab dem 1. März 2016. Umstritten ist
namentlich, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht ein
hypothetisches Vermögen (Art. 11 Abs. 1 lit g i.V.m. lit. c ELG) angerechnet hat. Da es
sich bei der Anmeldung vom März 2016 um eine erstmalige Anmeldung gehandelt hat,
sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren alle Berechnungspositionen auf ihre
Richtigkeit hin zu überprüfen.
1.2. Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30). Die anerkannten Ausgaben und die
anrechenbaren Einnahmen, worin in bestimmtem Umfang auch das Vermögen
einbezogen ist, werden nach den in Art. 10 und 11 ELG sowie den in Art. 11 bis 18 der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) festgelegten Bestimmungen ermittelt.
1.3. Bei den Ausgaben hat die Beschwerdegegnerin korrekt die beiden
Pauschalbeträge für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Art. 10 Abs. 3 lit. d
ELG; Art. 2 der Verordnung des EDI über die Durchschnittsprämien 2016 der
Krankenpflegeversicherung für die Berechnung der Ergänzungsleistungen vom 29.
Oktober 2015, SR 831.309.1, Prämienregion 2), den Betrag für den allgemeinen
Lebensbedarf bei einem Ehepaar gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 ELG (Stand am 1.
Januar 2015), den Liegenschaftsaufwand bestehend aus den Hypothekarzinsen und
dem pauschalen Gebäudeunterhalt sowie die Kosten für das Wohneigentum, nämlich
den Eigenmietwert und die gesetzliche Nebenkostenpauschale, angerechnet.
1.4. Bei Personen, die in der ihnen gehörenden Wohnung leben, ist gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG (vgl. die Urteile
9C_551/2014 vom 13. März 2015 und 9C_330/2015 vom 21. Juli 2015) der Mietwert
der Liegenschaft als (fiktive) Mietzinsausgabe anzurechnen. Für die Nebenkosten wird
ausschliesslich eine Pauschale von Fr. 1'680.-- pro Jahr anerkannt (Art. 16a ELV).
Diese beiden Ausgabenpositionen zusammen dürfen aber nur bis zum Betrag von Fr.
15'000.-- (Art. 10 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 ELG) angerechnet werden (Rz. 3236.01 ff. der
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Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, Stand 1. Januar
2018; vgl. BGE 138 V 17). Die Beschwerdegegnerin ist von einem Eigenmietwert der
Wohnung allein von Fr. 15'600.-- ausgegangen. Dieser Betrag entspricht dem Mietwert
der vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau bewohnten Wohnung (EL-act. 37-2).
Den Eigenmietwert des Autoeinstellplatzes von Fr. 1'200.-- hat die
Beschwerdegegnerin zu Recht nicht als Ausgabe berücksichtigt, da sich die
Ausgabenposition "Wohnkosten" nur auf die Kosten bezieht, die für die Befriedigung
des existenziellen Wohnbedürfnisses notwendig sind, wozu die Kosten für Parkplätze
nicht gezählt werden können (vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger,
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Band
XIV Soziale Sicherheit, 3. Auflage 2016, Rz. 63 mit Hinweisen; vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2016, EL 2015/22 E.
5.3). Zum (fiktiven) Mietzins von Fr. 15'600.-- müsste an sich die
Nebenkostenpauschale von Fr. 1’680.-- (Art. 16a ELV) zum Eigenmietwert hinzugezählt
werden. Das kann aber unterbleiben, denn der (fiktive) Mietzins allein überschreitet
bereits das gesetzliche Mietzinsmaximum von Fr. 15'000.--. Die Beschwerdegegnerin
hat deshalb (in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung) zu Recht nur
Fr. 15'000.-- als Mietzinsabzug angerechnet. Die Gebäudeunterhaltskosten und die
Hypothekarzinsen werden bis zur Höhe des Bruttoertrages der Liegenschaft anerkannt
(Art. 10 Abs. 3 lit. b ELG). Die jährlichen Hypothekarzinsen belaufen sich auf Fr.
2'970.-- (EL-act. 38-1). Für die Gebäudeunterhaltskosten gilt der für die direkte
kantonale Steuer im Wohnsitzkanton anwendbare Pauschalabzug (Art. 16 ELV). Dieser
beträgt im Kanton St. Gallen 20 Prozent des angerechneten Eigenmietwerts (Art. 29
Abs. 1 StV; sGS 811.11). Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht
Gebäudeunterhaltskosten von Fr. 3'360.-- berücksichtigt. Dass sie bei der Berechnung
der Unterhaltskosten nicht nur den Eigenmietwert der Wohnung, sondern auch
denjenigen des Autoeinstellplatzes berücksichtigt hat (20 % von Fr. 16'800.--), ist
richtig gewesen, da auch der Autoeinstellplatz gewisse Unterhaltskosten verursacht.
Damit belaufen sich die anerkannten Ausgaben, wie von der Beschwerdegegnerin
berechnet, auf insgesamt Fr. 59'601.--:
Ausgaben Betrag CHF Totalbetrag CHF
Prämienpauschale KV
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Versicherter 4'668 4'668
Ehefrau 4'668 4'668
Liegenschaftsaufwände
Hypothekarzinsen 2'970 2'970
Gebäudeunterhalt 3'360 3'360
Wohneigentum
Eigenmietwert 0
Nebenkostenpauschale 1'680 (max. 15'000) 15'000
Lebensbedarf 28'935
Total Ausgaben 59'601
1.5. Als Einnahmen werden Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen
angerechnet (Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG). Die Erträge aus Sparguthaben haben sich per
31. Dezember 2015 auf Fr. 60.-- belaufen (EL-act. 38-3 ff.). Den Altersrentnern wird
zudem ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei Ehepaaren Fr. 60'000.--
übersteigt, als Einnahme (sog. Vermögensverzehr) angerechnet. Gehört dem EL-
Ansprecher oder einer Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung
eingeschlossen ist, eine Liegenschaft, die mindestens von einer dieser Personen
bewohnt wird, so ist nur der Fr. 112'500.-- übersteigende Wert der Liegenschaft beim
Vermögen zu berücksichtigen (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG). Das Sparguthaben des
Beschwerdeführers und seiner Ehefrau hat per 31. Dezember 2015 Fr. 148'073.--
betragen (EL-act. 38-3 ff.). Die Eigentumswohnung mit dem Autoeinstellplatz hat einen
Verkehrswert von Fr. 258'000.-- (EL-act. 37). Abzüglich des Freibetrags für
selbstbewohntes Grundeigentum beläuft sich das Bruttovermögen auf Fr. 293'573.--.
Hiervon ist die Hypothekarschuld in der Höhe von Fr. 220'000.-- (EL-act. 38-1)
abzuziehen. Das Nettovermögen beträgt folglich Fr. 73'573.--. Abzüglich des
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Freibetrags von Fr. 60'000.-- resultiert ein anrechenbares Vermögen von Fr. 13'573.--.
Davon sind 1/10, also Fr. 1'357.-- als Einnahme anzurechnen. Gemäss Art. 11 Abs. 1
lit. d ELG stellen auch Renten und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich
der Renten der AHV und der IV, anrechenbare Einnahmen dar. Die AHV-Rente des
Beschwerdeführers beläuft sich auf Fr. 21'048.-- pro Jahr (EL-act. 36-3), diejenige
seiner Ehefrau auf Fr. 21'252.-- (EL-act. 36-4).
1.6. Gemäss der bereits im Zusammenhang mit den (fiktiven) "Mietzinsausgaben" in
der Form des Eigenmietwerts angeführten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E.
1.4) ist der Mietwert der selbstbewohnten Liegenschaft auch als (fiktive) Einnahme
anzurechnen. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ist demgegenüber der
Auffassung, dass die Art. 10 f. ELG die Berücksichtigung des Eigenmietwertes für eine
selbstbewohnte Liegenschaft weder als Ausgabenposition noch als Einnahmenposition
zulassen (vgl. die vom Bundesgericht aufgehobenen Entscheide EL 2013/23 vom 1. Juli
2014 und EL 2013/14 vom 28. April 2015). Diese Gesetzesinterpretation hätte zur
Folge, dass sich die Ausgaben des Beschwerdeführers um Fr. 13'320.-- und die
Einnahmen um Fr. 16'800.-- reduzieren würden, denn der Eigenmietwert wäre weder
als (fiktive) Mietzinsausgabe noch als (fiktiver) Vermögensertrag anzurechnen. Auf der
Ausgabenseite würden sich die Wohnkosten auf die Nebenkostenpauschale des Art.
16a ELV von Fr. 1'680.--, die Hypothekarzinsen von Fr. 2'970.-- und die
Gebäudeunterhaltskosten von Fr. 3'360.-- reduzieren. Ohne Berücksichtigung eines
Vermögensverzichts würde bei einem Ausgabentotal von Fr. 46'281.-- und einem
Einnahmentotal von Fr. 43'717.-- ein Ausgabenüberschuss von Fr. 2'564.--- pro Jahr
resultieren:
Ausgaben Betrag CHF Totalbetrag CHF
Prämienpauschale KV
Versicherter 4'668 4'668
Ehefrau 4'668 4'668
Liegenschaftsaufwände
Hypothekarzinsen 2'970 2'970
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Gebäudeunterhalt 3'360 3'360
Wohneigentum
Eigenmietwert 0
Nebenkostenpauschale 1'680 1'680
Lebensbedarf 28'935
Total Ausgaben 46'281
Einnahmen Betrag CHF Totalbetrag CHF
Vermögen
Sparguthaben 148'073
Grundeigentum (selbstb.) 258'000
Freibetrag -112'500
Brutto-Vermögen 293'573
Hypotheken -220'000
Netto-Vermögen 73'573
Freibetrag -60'000
anrechenb. Vermögen 13'573 davon 1/10 1'357
Renten
Rente 1 21'048
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Rente 2 21'252
Vermögenserträge
Erträge aus Sparguthaben 60
Liegenschaftserträge
Eigenmietwert 0
Total Einnahmen 43'717
Unterbliebe die Anrechnung des Eigenmietwerts als (fiktive) Einnahme und als (fiktive)
Ausgabe, würde also – vorläufig – ein Ausgabenüberschuss resultieren, so dass die
Frage nach einem allfälligen Vermögensverzicht und den daraus resultierenden
anrechenbaren Einnahmen zwingend zu beantworten wäre. Das Bundesgericht hat die
Interpretation des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen bezüglich der
Nichtanrechnung des Eigenmietwerts allerdings mit einer wenig überzeugenden
Begründung verworfen (vgl. dazu Jöhl/Usinger-Egger, a.a.O., Rz. 65 f. und 152). Da
keine Aussicht darauf besteht, dass das Bundesgericht seine Rechtsprechung ändern
wird, muss anstelle der nach Auffassung des Versicherungsgerichts des Kantons St.
Gallen richtigen Gesetzesinterpretation die bundesgerichtliche Rechtsprechung
angewandt werden, so dass der Eigenmietwert trotz der fehlenden gesetzlichen
Grundlage sowohl als (fiktive) Ausgabe als auch als (fiktive) Einnahme anzurechnen ist
(vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Februar
2018, EL 2016/39 E. 3.3.1). Die Beschwerdegegnerin hat somit in Einklang mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung den Eigenmietwert für die Eigentumswohnung
von Fr. 15'600.-- und für den Autoeinstellplatz von Fr. 1'200.-- (insgesamt Fr. 16'800.--)
als Einnahmen angerechnet (EL-act. 37).
1.7. Als Einnahmen werden auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet
worden ist, angerechnet (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer ein hypothetisches Vermögen von Fr. 148'778.-- sowie einen
hypothetischen Ertrag daraus von Fr. 148.-- angerechnet. Wird der Eigenmietwert der
selbstbewohnten Liegenschaft im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als
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Ausgaben- und als Einnahmenposition in der Anspruchsberechnung berücksichtigt, so
resultiert bei einem Ausgabentotal von Fr. 59'601.-- (siehe Erw. 1.4) und einem
Einnahmentotal von Fr. 60'517.-- auch ohne die Anrechnung eines Vermögensverzichts
ein Einnahmenüberschuss (von Fr. 916.-- pro Jahr):
Einnahmen Betrag CHF Totalbetrag CHF
Vermögen
Sparguthaben 148'073
Grundeigentum (selbstb.) 258'000
Freibetrag -112'500
Brutto-Vermögen 293'573
Hypotheken -220'000
Netto-Vermögen 73'573
Freibetrag -60'000
anrechenb. Vermögen 13'573 davon 1/10 1'357
Renten
Rente 1 21'048
Rente 2 21'252
Vermögenserträge
Erträge aus Sparguthaben 60
Liegenschaftserträge
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Eigenmietwert 16'800
Total Einnahmen 60'517
1.8. Der Anspruch der beiden Parteien auf eine Begründung des Urteils beinhaltet im
Bereich der Ergänzungsleistungen eine Auseinandersetzung mit jeder (möglichen)
Ausgaben- und Einnahmenposition, hier also – trotz des auf jeden Fall das Total der
anerkannten Ausgaben überschreitenden Summe der anrechenbaren Einnahmen −
grundsätzlich auch eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob als Folge eines
Vermögensverzichts ein hypothetisches Vermögen bzw. ein entsprechender
Vermögensverzehr (und allenfalls auch ein hypothetischer Ertrag aus diesem
Vermögen) anzurechnen sei. Da die Antwort auf diese Frage aber nicht
entscheidrelevant ist, weil auf jeden Fall ein Einnahmenüberschuss vorliegt, der zu
einer Abweisung der Beschwerde führen muss, spricht der Grundsatz der
Verfahrensökonomie dafür, auf diesen Teil der Urteilsbegründung zu verzichten. Ob
dies allein es bei der hohen Bedeutung des Anspruchs auf rechtliches Gehör erlaubt,
sich in der Urteilsbegründung nicht mit einem allfälligen Vermögensverzicht
auseinanderzusetzen, kann offen bleiben, denn es gibt einen anderen, wichtigeren
Grund dafür, auf diesen Teil der Urteilsbegründung zu verzichten: Im Zusammenhang
mit einem allfälligen Vermögensverzicht enthielte das Urteil keine verbindliche Vorgabe
für ein späteres Verwaltungsverfahren betreffend einen allfälligen Anspruch des
Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen. Die Beschwerdegegnerin wäre also
nicht verpflichtet, die im Urteil geäusserte Rechtsauffassung zu übernehmen. Vielmehr
hätte sie völlig frei zu prüfen, ob ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen bestehe. Der
entsprechende Teil der Urteilsbegründung wäre also wesensmässig ein obiter dictum.
Die Urteilsbegründung bzw. der Anspruch auf rechtliches Gehör ist aber nicht dazu da,
die Parteien über die für den Entscheid irrelevante, aktuelle Rechtsauffassung des
Gerichts zu informieren. Deshalb äussert sich das Gericht nicht zur Frage, ob der
Beschwerdeführer in der Vergangenheit auf Vermögen verzichtet habe und
gegebenenfalls in welcher Höhe ein Vermögensverzehr und/oder ein hypothetischer
Vermögensertrag anzurechnen seien. 
2.
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2.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht einen
Anspruch des Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen ab 1. März 2016 mit der
Begründung verneint hat, es liege ein Einnahmenüberschuss vor. Sollte sich der
Beschwerdeführer in der Zukunft erneut bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von
Ergänzungsleistungen anmelden, müsste die hier offen gelassene Frage nach der
Anrechnung eines Verzichtsvermögens wohl beurteilt werden.
2.2. Somit ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art.
61 lit. a ATSG).