Decision ID: f7aa085d-7ab2-46ec-a01d-939226c7c4b8
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), und seine Ehefrau B._ (nachfolgend:
Versicherte), meldeten sich am 5. Januar 2016 bei der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons St. Gallen (nachfolgend: SVA) zum Bezug von individueller Prämienverbilligung
(IPV) für das Jahr 2016 an (act. G 14.1).
A.b Mit Verfügung vom 15. Januar 2016 sprach die SVA den Versicherten eine
Prämienverbilligung für das Jahr 2016 von insgesamt Fr. 6'262.80 zu. Zugrunde gelegt
wurde ein Reineinkommen von Fr. 7'200.- gemäss Steuerdeklaration 2014 sowie
Referenzprämien von Fr. 7'191.60 und ein Selbstbehalt von Fr. 928.80 (act. G 14.2).
A.c Mit Verfügung vom 15. November 2016 eröffnete die SVA den Versicherten, dass
aufgrund der definitiven Steuerveranlagung 2014 (act. G 8.1) die Prämienverbilligung
für das Jahr 2016 neu berechnet worden sei. In Ersetzung der Verfügung vom 15.
Januar 2016 wurde ausgehend von einem Reineinkommen im Jahr 2014 von Fr.
28'400.- und einem Selbstbehalt von Fr. 4'515.60 die Prämienverbilligung neu auf Fr.
2'676.- festgesetzt und infolgedessen ein Rückforderungsbetrag von Fr. 3'586.80
geltend gemacht (act. G 14.3).
B.
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B.a Die Versicherten erhoben am 13. Dezember 2016 Einsprache gegen die Verfügung
vom 15. November 2016. Gerügt wurde die Kürzung der Prämienverbilligung.
Sinngemäss wurde geltend gemacht, dass nicht auf die von den
Steuerveranlagungsbehörden ermessensweise vorgenommene
Einkommenseinschätzung abzustellen sei, denn diese widerspiegle nicht die effektiven
wirtschaftlichen Verhältnisse. Der Versicherte führte diesbezüglich aus, dass er seit
Jahren arbeitslos sei und nur ab und zu bei Gelegenheitsarbeiten mithelfen könne (act.
G 14.4).
B.b Mit Entscheid vom 16. Dezember 2016 wies die SVA die Einsprache des
Versicherten ab (act. G 14.5).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid der SVA (nachfolgend: Vorinstanz) vom 16.
Dezember 2016 erhoben die Versicherten (nachfolgend: Rekurrenten), der Ehemann
anfänglich vertreten durch die Ehefrau (vgl. Vollmacht vom 31. Januar 2017, act. G 3.1),
am 13. Januar 2016 und Ergänzung am 25. Februar 2017 Rekurs mit dem Antrag, die
mit Verfügung vom 15. Januar 2016 zugesprochene Prämienverbilligung sei nicht um
Fr. 1'793.40 zu kürzen (act. G 1, G 8).
C.b Mit Schreiben vom 23. März 2017 wurde dem Antrag, den Kostenvorschusses von
Fr. 500.- in drei Raten zu zahlen, entsprochen (act. G 12 f.).
C.c Mit Eingabe vom 27. März 2017 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der
Beschwerde (richtig: des Rekurses). Zur Begründung wurde auf die Erwägungen im
Einspracheentscheid und auf die Stellungnahme des IPV-Fachbereichs vom 6. März
2017 verwiesen (act. G 14, G 14a).
C.d Die Rekurrenten verzichteten auf eine Stellungnahme zu den von der Vorinstanz
eingereichten Akten (act. G 15 f.).

Erwägungen
1.
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Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch auf eine Prämienverbilligung für
das Jahr 2016. Das Ehepaar reichte ein gemeinsames Gesuch um Prämienverbilligung
für das Jahr 2016 ein. Die Verfügung der SVA vom 15. Januar 2016 über die
individuelle Prämienverbilligung richtete sich an das Ehepaar, welches am 13.
Dezember 2013 Einsprache erhob. Zwar ist der Einspracheentscheid vom 16.
Dezember 2016 lediglich an den Ehemann adressiert, jedoch ergibt sich aus dem
Zusammenhang, dass über den Gesamtanspruch des Ehepaars auf
Prämienverbilligung für das Jahr 2016 entschieden wurde. Da die Rechtsschriften im
Rekursverfahren vom 14. und 25. Februar 2017 von beiden Ehepartnern unterzeichnet
worden sich, gebietet es sich, über den Anspruch auf Prämienverbilligung für das Jahr
2016 gesamthaft zu entscheiden, weshalb nachfolgend beide Ehegatten als
Rekurrenten anzusehen sind.
2.
2.1 Nach Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR
832.10) haben die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen Prämienverbilligungen zu gewähren. Die Kantone haben dafür zu sorgen,
dass bei der Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere auf Antrag
der versicherten Person, die aktuellsten Einkommens- und Familienverhältnisse
berücksichtigt werden (Art. 65 Abs. 3 KVG). Die Kantone haben nach Art. 97 Abs. 1
KVG Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG zu erlassen. Der Kanton St. Gallen ist
dieser Verpflichtung durch die Art. 9 bis 16 des Einführungsgesetzes zur
Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (EG-KVG; sGS 331.11) und die
dazugehörigen Vollzugsvorschriften in Art. 9 bis 38quater der Verordnung zum
Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (Vo-EG-
KVG; sGS 331.111) nachgekommen, wobei er insbesondere die persönlichen (Art. 10
EG-KVG) und die einkommensmässigen (Art. 11 EG-KVG) Voraussetzungen sowie die
Höhe der Prämienverbilligung (Art. 12 EG-KVG) festgesetzt hat.
2.1.1 Eine Prämienverbilligung wird nach Art. 10 Abs. 1 EG-KVG Personen gewährt,
die im Kanton St. Gallen am 1. Januar des Jahres, für das die Prämienverbilligung
beansprucht wird, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben (lit. a) und ein die
Prämienverbilligung auslösendes Einkommen erzielen (lit. b).
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2.1.2 In Bezug auf die einkommensmässigen Voraussetzungen bestimmt Art. 11
EG-KVG, dass das die Prämienverbilligung auslösende Einkommen unter teilweiser
Berücksichtigung des steuerbaren Vermögens von der Regierung durch Verordnung
festgesetzt wird (Abs. 1). Grundlage des die Prämienverbilligung auslösenden
Einkommens bildet in der Regel die definitive Steuerveranlagung des vorletzten Jahres
vor dem Jahr, für das die Prämienverbilligung beansprucht wird (Abs. 2). Gemäss Art.
12 Abs. 1 Vo-EG-KVG bildet bei ordentlich besteuerten Personen Grundlage für die
Berechnung des massgebenden Einkommens das nach kantonalem Steuerrecht (Art.
13, Art. 18 Abs. 1 und Art. 30 bis 46 StG; sGS 811.1) ermittelte Reineinkommen der
Steuerperiode des vorletzten Jahres vor dem Bezugsjahr für: a) noch nicht definitiv
veranlagte Personen gemäss Steuerdeklaration; b) definitiv veranlagte Personen
gemäss Veranlagung. Ist die Veranlagung rechtskräftig, führt die
Sozialversicherungsanstalt die Neuberechnung der Prämienverbilligung durch (Art. 12
Abs. 5 Vo-EG-KVG, in Kraft seit 1. Januar 2014).
2.1.3 Entspricht das ermittelte Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, wird auf diese abgestellt (Art. 11 Abs. 3 EG-KVG). Mit der
Verwendung des Begriffs "offensichtlich" wird zum Ausdruck gebracht, dass nicht jede
Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse massgebend sein kann, um von den
Steuerdaten abzuweichen. Die Diskrepanz zwischen der früheren und der aktuellen
wirtschaftlichen Lage, welche sowohl vom Einkommen als auch vom Vermögen
beeinflusst wird, muss rechtserheblich sein. Praxisgemäss rechtfertigen nur
grundlegende und tiefgreifende Änderungen der Verhältnisse ein Abweichen von der
letzten definitiven Steuerveranlagung. Anders wäre der Vollzug der Prämienverbilligung
in einem einfachen und raschen Verfahren gar nicht zu bewerkstelligen (Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 2005, B 2005/23, E. 2c). Nach
Art. 12quater Vo-EG-KVG (in Kraft seit 1. Januar 2014) bedarf es einer dauerhaften
Veränderung der Einkommensgrundlagen, wobei die Abweichung im Bezugsjahr
wenigstens einen Viertel des massgebenden Einkommens des vorletzten Jahres
betragen muss.
3.
3.1 Die Rekurrenten hatten ihren Wohnsitz am 1. Januar 2016 unbestrittenermassen in
der Gemeinde C._ im Kanton St. Gallen.
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3.2 Laut Verfügung über die individuelle Prämietenverbilligung 2016 vom 15. Januar
2016 wurde bei der Berechnung des Selbstbehaltes von einem Reineinkommen bzw.
einem anrechenbaren Einkommen von Fr. 7'200.- für die Rekurrenten ausgegangen
(act. G 14.2). Gemäss Stellungnahme des IPV-Fachbereichs der Vorinstanz vom 6.
März 2017 erfolgte die Berechnung der Prämienverbilligung auf der provisorischen
Steuerdatenlieferung 2014 (act. G 14a). Am 26. Juli 2016 erfolgte die definitive
Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuern 2014. Das Einkommen wurde dabei
mit Fr. 28'400.- und das Vermögen mit Fr. 0.- festgesetzt (act. G 8.1). Gemäss der von
der Vorinstanz am 16. Dezember 2016 eingeholten Auskunft bei den
Steuerveranlagungsbehörden hatten die Rekurrenten eine Steuererklärung für das Jahr
2014 eingereicht. Da diese jedoch nicht korrekt ausgefüllt worden war, sei eine
Ermessensveranlagung vorgenommen worden (act. G 14.4).
3.3 Am 15. November 2016 nahm die Vorinstanz gestützt auf Art. 12 Abs. 5 Vo-EG-
KVG (vgl. Erwägung 2.2.2) eine Neuberechnung der Prämienverbilligung vor.
Anzumerken ist, dass in der ursprünglichen Prämienverbilligungsverfügung 2016 vom
15. Januar 2016 festgehalten worden war, dass es sich um eine "Provisorische
Berechnungsgrundlage" handle (vgl. act. G 14.2). Die Neuberechnung des
Prämienverbilligungsanspruchs für das Jahr 2016 nach Vorliegen der rechtskräftigen
definitiven Kantons- und Gemeindesteuerveranlagung 2014 ist daher zulässig.
3.4 Im Weiteren ist zu klären, ob für die Berechnung der Prämienverbilligung als
massgebendes Einkommen ein nach kantonalem Steuerrecht ermitteltes
Reineinkommen verwendet werden darf, wenn dieses (lediglich) auf einer
ermessensweise vorgenommenen Einkommensschätzung beruht. Gemäss Art. 12 Abs.
1 Vo-EG-KVG bildet die Grundlage für die Berechnung des massgebenden
Einkommens das nach kantonalem Steuerrecht ermittelte Reineinkommen. Gemäss
Fussnote ist auch Art. 38 Abs. 2 Steuergesetz (StG, sGS 811.1) anwendbar: "Das
Reineinkommen entspricht wenigstens dem Aufwand der davon lebenden Personen,
wenn nicht der Steuerpflichtige nachweist, dass der Aufwand aus steuerfreien
Einkünften oder aus Vermögen bestritten wurde." Folglich kann ein ermessensweise
festgelegtes Einkommen (Art. 177 StG: "Die Veranlagungsbehörde nimmt die
Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen vor, wenn Steuerfaktoren oder
Steuersubstrat mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden
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können oder der Steuerpflichtige seine Verfahrenspflichten trotz Mahnung nicht erfüllt
hat. Sie kann dabei Erfahrungszahlen, Vermögensentwicklung und Lebensaufwand des
Steuerpflichtigen berücksichtigen.") für die Berechnung der Prämienverbilligung
grundsätzlich verwendet werden, wenn wie vorliegend die Rekurrenten weder die
definitive Veranlagungsverfügung 2014 vom 26. Juli 2016 angefochten (act. G 8.1, G
14.4; Art. 180 Abs. 2 StG: Anfechtbarkeit von Ermessensveranlagungen wegen
offensichtlicher Unrichtigkeit) noch die Rechtskraft der definitiven Kantons- und
Gemeindesteuerveranlagung 2014 bestritten hatten.
3.5 Im Weiteren ist zu prüfen, ob das von der Vorinstanz ermittelte massgebende
Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entspricht, so
dass auf letzteres abgestellt werden müsste (vgl. Erwägung 2.2 und 2.2.3), denn
insbesondere der Rekurrent weist auf seine missliche finanzielle Situation hin und
erklärt, dass er seit Jahren arbeitslos sei und nur ab und zu bei Gelegenheitsarbeiten
mithelfen könne (act. G 1, G 6, G 10).
3.5.1 Der Einspracheentscheid erging am 16. Dezember 2016 (act. G 1.1). Zu
berücksichtigen sind folglich Erkenntnisse hinsichtlich der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit der Rekurrenten bis hin zum Erlass des Einspracheentscheids und
damit auch die definitive Steuerveranlagung 2015 vom 25. Oktober 2016 (act G 14.4).
Gemäss der Veranlagungsberechung 2015 vom 25. Oktober 2016 deklarierten die
Rekurrenten in der Steuererklärung 2015 Einkünfte aus unselbstständigem
Haupterwerb in der Höhe von Fr. 16'000.-. Ermessensweise veranlagt wurde jedoch ein
Einkommen von Fr. 25'000.- für das Jahr 2015, da mangels zuverlässiger Unterlagen
die Einkünfte nicht einwandfrei hätten ermittelt werden können. Die Rekurrenten hatten
soweit aus den Akten ersichtlich kein Rechtsmittel gegen die Steuerveranlagung 2015
vom 25. Oktober 2016 eingereicht. Aufgrund des Wortlautes "Definitive
Berechnungsgrundlage" in der Verfügung über die individuelle Prämienverbilligung
2017 vom 10. Februar 2017 (act. G 8.2) muss davon ausgegangen werden, dass die
Steuerveranlagung 2015 in Rechtskraft erwuchs. Im Weiteren ist weder aus den Akten
ersichtlich noch wurde von den Rekurrenten dargetan, weshalb nicht auf das
ermessensweise veranlagte Einkommen, sondern auf ein tieferes Einkommen - wie das
von ihnen in der Steuererklärung 2015 deklarierte Einkommen von Fr. 16'000.- -
abgestellt werden müsste. Festzustellen ist, dass die Rekurrenten weder in den
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Steuerveranlagungsverfahren der Jahre 2014 und 2015 noch im vorliegenden
Rekursverfahren über ihr wahres Einkommen umfassend Auskunft gaben (vgl. act. G
12). Dabei hätte sie es in der Hand gehabt, ihre Einkommensverhältnisse bzw. ihren
Lebensaufwand lückenlos zu belegen, damit die Steuerfaktoren wie auch die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zuverlässig hätten ermittelt werden können. Dies
haben sie unterlassen. Die Rekurrenten haben somit nicht nur die Ursache für die
Veranlagungen nach Ermessen gesetzt, sondern im Prämienverbilligungsverfahren
diese Ursache auch nicht beseitigt. Im Übrigen kann die Veranlagung mit einem
Reineinkommen für die Rekurrenten von insgesamt Fr. 28'400.- im Jahr 2014 bzw. Fr.
25'000.- im Jahr 2015 schwerlich als offensichtlich übersetzt betrachtet werden.
3.5.2 Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Tatbestand, welcher auf eine
massgebende Einkommensverminderung seit 2014 mit Dauercharakter schliessen
lässt, nicht rechtsgenüglich dargetan wurde und deshalb auf die
Einkommensverhältnisse gemäss Steuerveranlagung 2014 abzustellen ist. Hinsichtlich
der von den Rekurrenten eingereichten Verfügung über die individuelle
Prämienverbilligung 2017 vom 10. Februar 2017 (act. G 8.2) ist anzumerken, dass diese
nicht zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens zählt und daher nicht
überprüft werden kann.
4.
4.1 Im Weiteren rügen die Rekurrenten die Prämienverbilligungsberechnung (act. G 8).
Das Reineinkommen beträgt gemäss Steuerveranlagung 2014 Fr. 28'400.-. Da
vorliegend keine Zu- und Abschläge zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 12 Abs. 2 Vo-EG-
KVG), entspricht das Reineinkommen steuerrechtlich dem steuerbaren Einkommen und
prämienverbilligungsrechtlich dem massgebenden Einkommen. Die Belastungsgrenze
für Verheiratete ohne Kinder liegt gemäss Art. 5 lit. b Ziff. 3 des Regierungsbeschluss
über die Prämienverbilligung vom 2016 für Personen im Kanton St. Gallen (RB
Prämienverbilligung 2016, sGS 331.538) bei einem massgebenden Einkommen ab Fr.
15'001.- nicht wie von den Rekurrenten geltend gemacht bei 16.6 sondern bei 15.9
Prozent. Die Belastungsgrenze bzw. der Selbstbehalt der Rekurrenten beträgt folglich
Fr. 4'515.60 (15.9% von Fr. 28'400.-). Die Referenzprämie, bei deren Nichterreichung
ein Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung besteht, beläuft sich im Jahr 2016 für
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eine erwachsene Person ab dem 26. Altersjahr in der Prämienregion 3, in welcher die
Rekurrenten wohnhaft sind, nicht wie geltend gemacht auf Fr. 3'912.-, sondern auf Fr.
3'595.80 (Art. 3 lit. a Ziff. 3 RB Prämienverbilligung 2016). Den Rekurrenten steht
folglich für das Jahr 2016 je eine Prämienverbilligung von Fr. 1'338.- zu (Fr. 3'595.80 -
[Fr. 4'515.60 / 2]). Dieser Betrag entspricht dem von der Vorinstanz in der Verfügung
vom 15. November 2016 zugesprochenen und im Einspracheentscheid vom 16.
Dezember 2016 bestätigten Prämienverbilligungsanspruch. Im Vergleich zur
ursprünglichen Verfügung vom 15. Januar 2015 resultiert damit für die Rekurrenten je
ein um Fr. 1'793.40 geringerer Prämienverbilligungsanspruch (Fr. 3'131.40 - Fr.
1'338.-).
5.
5.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der Rekurs offensichtlich unbegründet,
weshalb er einzelrichterlich (vgl. Art. 17 Abs. 2 Gerichtsgesetz [GerG, sGS 941.1] i.V.m.
Art. 19 der Verordnung über die Organisation und den Geschäftsgang des
Versicherungsgerichtes [OrgV, sGS 941.114]) abzuweisen ist.
5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hätten zwar grundsätzlich die Rekurrenten
aufgrund des Unterliegens die Verfahrenskosten zu bezahlen. Sie hatten jedoch einen
Antrag auf unentgeltliche Prozessführung gestellt. Das Formular, das sie hätten
ausfüllen müssen, haben sie nicht eingereicht. Aus den Akten ist jedoch ersichtlich,
dass sie offenbar nicht verstanden haben, was das Gericht von ihnen verlangte (vgl.
insbesondere act. G 12). Sie haben aber immerhin die Steuerveranlagungen eingereicht
und unterschriftlich bestätigt, nicht über Vermögen und nicht über eine
Drittfinanzierungsquelle für diesen Prozess zu verfügen. Ferner ist der Rekurrent
unterdessen offenbar als Sozialhilfeempfänger erfasst (vgl. act. G 8.2). Vor diesem
Hintergrund ist von ihrer prozessualen Bedürftigkeit auszugehen und umständehalber
auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 97 VRP). Der ratenweise
bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 500.- ist ihnen vollumfänglich zurückzuerstatten.