Decision ID: 06824624-e172-5a5a-8b58-7114c795028c
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 4./18. Januar 2016 (IV-act. 1) zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an. Er habe den Beruf des [...] erlernt und sei seit 19_
geschieden. Er leide an Schulterbeschwerden, links stärker als rechts, und an
Migräneattacken.
A.a.
Dr. med. B._, Praktischer Arzt FMH, gab im Arztbericht vom 3. Januar 2016 (IV-
act. 2) an, es lägen beim Versicherten eine "larvierte" Depression, akzentuierte
(schizoide) Persönlichkeitszüge, eine Vereinsamungsproblematik, eine reaktive
Polytoxikomanie, Alkoholproblematik; eine Arteriosklerose; chronische
Spannungskopfschmerzen; eine Schulterarthrose links >> rechts; eine skoliotische
WS-Fehlhaltung; eine Refluxoesophagitis und chronische Gastroduodenitis; ein St.
nach Cholecystektomie, "Leberzellschaden"; ein lat. Hypertonus; multiple Allergien
(Baumpollen, Hausstaub) und eine beg. Lungenfibrose vor. Er behandle den
Versicherten seit November 2007. Es seien auch schon stationäre Behandlungen
erfolgt, in den Kliniken C._ 10/11/2006 wegen Alkoholabhängigkeit, ausserdem
solche im Spital D._, 10/2011 wegen Refluxoesophagitis, 12/2014 zu
Dickdarmpolypektomien und danach wiederholt wegen Cephalgien und
Erschöpfungszuständen. Seit ca. 2005 sei der Versicherte arbeitslos; er lebe allein. Es
bestehe ein Verlust an Zukunftsperspektiven. Ein Entzug der missbräuchlich
eingesetzten Medikamente sei nicht möglich. Seit 2005 sei der Versicherte zu 50 %
arbeitsunfähig; die Arbeitsunfähigkeit sei seither kontinuierlich zunehmend. Es bestehe
eine erheblich gestörte Konzentrations- und Merkfähigkeit, auch durch den gestörten
Tag-/Nacht-Rhythmus und die Einnahme der Psychopharmaka. Die Belastbarkeit der
Schulter und Arme sei erheblich eingeschränkt. Heben und Tragen von Lasten über
10 kg seien dem Versicherten nicht zumutbar, ebenso wenig Arbeiten unter Zeitdruck,
an gefährlichen Maschinen oder auf Gerüsten und Leitern sowie Arbeiten in
körperlichen Zwangshaltungen. Einer regelmässigen, zeitlich geregelten Arbeit könne
er nicht nachgehen. Nicht einmal eine tägliche regelmässige Arbeit an zwei Stunden sei
A.b.
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ihm zumutbar. Mit einer Besserung sei aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht zu rechnen;
eine Berentung sei unausweichlich. Die Prognose sei angesichts der anamnestischen
Entwicklung, der Chronizität der Erkrankungen, der zunehmenden Verschlechterung,
der Progression der Arteriosklerose und der Unmöglichkeit, die Polytoxikomanie zu
beheben, insgesamt infaust. - In einem Bericht zur Eingliederung vom 1. Februar 2016
(IV-act. 6) gab der Arzt an, der Versicherte befinde sich zurzeit erneut in stationärer
Therapie bei Schmerzexazerbation der linken Schulter, Verschlechterung des
Allgemeinzustandes und unklarem Infektgeschehen. Physische und insbesondere
psychische Gründe sprächen gegen einen Beginn der Wiedereingliederung. Nachdem
der Versicherte schon seit vielen Jahren aus dem allgemeinen Arbeitsprozess
ausgeschieden gewesen sei, sei er auch mental sicherlich nicht mehr in der Lage, sich
darauf wieder einzustellen und komplexe Abläufe zu erlernen.
Dem IK-Auszug (IV-act. 4) war zu entnehmen, dass der Versicherte bis 2001
Einkommen aus langjährigen Arbeitsverhältnissen gehabt hatte. Danach hat er
Arbeitslosenentschädigung bezogen; dazwischen bzw. danach waren lediglich noch für
kürzere Zeiten Einträge erfasst worden, letztmals für 2010.
A.c.
Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung befürwortete am
14. März 2016 (IV-act. 10) verschiedene Rückfragen an Dr. B._ (unter anderem nach
einem MRI zur Abklärung einer allfälligen hirnorganischen Ursache der kognitiven
Defizite). Der von Dr. B._ erwähnte Leberzellschaden, die Refluxoesophagitis und die
chronische Gastroduodenitis würden auf bereits eingetretene somatische
Folgeschäden der Alkoholabhängigkeit schliessen lassen. Noch nicht ersichtlich sei,
inwieweit auch bereits hirnorganische Folgeschäden vorlägen.
A.d.
Dr. B._ antwortete am 28. März 2016 (IV-act. 24; vgl. Fragestellung IV-act. 13),
gewisse Wesensveränderungen seien bei den zahlreichen Kontakten mit dem
Versicherten seit 2006 unschwer zu erkennen. Beispielsweise nähmen die depressiven
Episoden zu. Ein weiterer wichtiger Grund (bzw. Hinweis für eine hirnorganische
Ursache) seien der jahrzehntelange Alkoholabusus und die seit vielen Jahren
bestehende Polytoxikomanie. Ob ein MRI gemacht worden sei, müsse geprüft werden.
Eine gewisse Hirnatrophie bzw. Encephalopathie sei klinisch aber sicherlich sehr
wahrscheinlich. Allenfalls würde noch ein MRI veranlasst werden. - Einem Bericht des
A.e.
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Spitals D._ vom 2. Februar 2016 (IV-act. 23) waren als Diagnosen zu entnehmen
(verkürzt wiedergegeben, erstens) ein hochgradiger Verdacht auf medikamentös
getriggerte Gastritis und Duodenitis, (zweitens) ein Rotatorenmanschettensyndrom
beidseits, (drittens) eine akute Niereninsuffizienz Stadium 1 (ED 27.01.2016), (viertens)
eine rezidivierende mittelschwere Hyponatriämie unklarer Genese, (fünftens) eine
Thrombozytose unklarer Genese, (sechstens) eine normochrome, normozytäre Anämie,
(siebtens) ein St. n. chronischer alimentärer C2-Belastung, (achtens) ein
Entzündungsprozess nicht sicherer Lokalisation, (neuntens) eine arterielle Hypertonie,
(zehntens) ein St. n. leichter depressiver Symptomatik im Sinn einer Dysthymia
06/2015, (elftens) eine Polyneuropathie (ED 01/16) und (zwölftens) eine chronische
Bursitis olecrani links. Bei der Anamnese war ein Zolpidemabusus [Hypnotikum, Mittel
gegen Schlafstörungen] 2014 erwähnt worden (IV-act. 23-5). Bei Austritt waren 20 mg
Zolpidem zur Nacht, daneben Quetiapin [Atypisches Neuroleptikum, Mittel u.a. gegen
manische und depressive Episoden bei bipolaren Störungen] und Remeron [Wirkstoff
Mirtazapin, tetrazyklisches Antidepressivum, Mittel gegen unipolare depressive
Episoden] verschrieben gewesen (IV-act. 23-4). - Die Klinik C._ reichte vier Berichte
aus der Zeit zwischen September 2004 und November 2006 ein. Dem ersten Bericht
vom 29. September 2004 war zu entnehmen, dass der Versicherte angegeben hatte,
seine Lebensgeschichte habe 198_ einen Knick erlitten, als seine Frau sich von ihm
getrennt habe. Er habe aber weiterhin gearbeitet und Alkohol habe damals noch keine
Rolle gespielt. Seit er nach der Arbeitslosigkeit (bei Ende der beruflichen Tätigkeit 2001)
ausgesteuert worden sei und vom Sozialamt lebe, trinke er vermehrt Alkohol.
Ausserdem habe er kaum auszuhaltende Kreuz- und Nackenschmerzen, gegen welche
Schmerzmittel nicht mehr helfen würden; nur durch Alkohol vermöge er die Schmerzen
einigermassen auszuhalten. Der Versicherte war wegen der Alkoholproblematik mit
Verwahrlosung und Suizidankündigungen durch FFE eingewiesen worden (vgl. IV-
act. 21). Nach einjähriger Abstinenz war im November 2005 nach einer
Belastungssituation mit akuter Belastungsreaktion eine notfallmässige Einweisung
erfolgt. Der Arbeit im Rahmen eines Programms habe der Versicherte nicht mehr
nachgehen können. Verschrieben worden war damals Stilnox [Wirkstoff Zolpidem] in
Reserve (vgl. Bericht vom 18. November 2005, IV-act. 19). Nach Enttäuschungen [...]
und nach enttäuschter Hoffnung auf eine neue berufliche Aufgabe war gemäss Bericht
vom 18. September 2006 erneut ein stationärer Aufenthalt erfolgt. Diagnostiziert
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worden waren nebst dem Alkoholabhängigkeitssyndrom chronische
Rückenschmerzen. Es wurde festgehalten, es bestehe beim Versicherten ein deutlicher
Mangel an Krankheitsgefühl und an Krankheitseinsicht. Er sei bezüglich der
Abhängigkeitsproblematik bagatellisierend geblieben. Als Schlaf-Reservemedikation
war Dipiperon [Neuroleptikum] eingesetzt worden (vgl. IV-act. 17). Aufgrund eines
Trinkrückfalls hatte gemäss Bericht vom 20. November 2006 (IV-act. 15) eine weitere
Hospitalisation stattgefunden.
Der RAD hielt am 11. Mai 2016 (IV-act. 28) dafür, aufgrund der beschriebenen
Folgeschäden (Hirnschrumpfung, Fettleber, Polyneuropathie) könne eher nicht mehr
mit dem Erreichen von Eingliederungsfähigkeit gerechnet werden. - Dem Versicherten
wurde am 24. Mai 2016 (IV-act. 31) mitgeteilt, berufliche Massnahmen seien aufgrund
des Gesundheitszustands nicht möglich.
A.f.
Dr. B._ gab in einem IV-Verlaufsbericht vom 10. Juni 2016 (IV-act. 33) an, trotz
wiederholter stationärer Behandlungen innert der letzten fünfzehn Monate bestünden
die chronischen internistischen Probleme des Versicherten (wie Gastritis, Cephalgien
usw.) weiterhin. Die Dauermedikationen müssten fortgeführt werden. Die
Polytoxikomanie habe nicht wesentlich verbessert werden können. Wiederholte
fachärztlich orthopädische Behandlungen der Schulter (mit Infiltrationen) hätten weder
eine nachhaltige Schmerzlinderung noch eine Besserung der Beweglichkeit/Funktion
gebracht.
A.g.
Einem Austrittsbericht des Spitals D._ vom 19. Juli 2016 (IV-act. 42) über eine
Hospitalisation des Versicherten vom 13. bis 19. Juli 2016 war zu entnehmen, dass
neben Remeron, Zolpidem und Quetiapin [Wirkstoff des Präparats Seroquel] Tramadol
retard Depotabs [Opioid-Analgetikum, Mittel gegen mittelstarke bis starke prolongierte
Schmerzen; viermal 100 mg] und Sirdalud [Muskelrelaxans] verschrieben worden
waren.
A.h.
In der Folge wurde eine gutachterliche Abklärung veranlasst, wobei gemäss RAD
danach gefragt wurde, welches die Arbeitsfähigkeit des Versicherten für eine adaptierte
Tätigkeit unter Ausblendung der Sucht sei, und falls das (Ausblenden) nicht möglich
sei, ob die Auferlegung einer Abstinenzauflage zumutbar sei (vgl. IV-act. 48-2, 47-2). -
A.i.
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Im polydisziplinären orthopädisch-psychiatrisch-internistischen Gutachten des
Medizinischen Gutachtenzentrums Region St. Gallen (MGSG) vom 13. März 2017 (IV-
act. 53; Begutachtung im Januar 2017) war keine Diagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit erhoben worden. Ohne Auswirkung seien eine Ausdünnung der langen
Bicepssehne und eine leichte Acromioclaviculargelenkarthrose links, eine vermehrte
aktiv redressierbare Kyphose der Brustwirbelsäule, ein Zustand nach Störungen durch
Alkohol, gegenwärtig abstinent, ein Zustand nach langdauernden depressiven
Stimmungsschwankungen (Dysthymie), bestehend von etwa 2001 bis Ende 2014, eine
arterielle Hypertonie, ein Nikotinabusus und eine äthylische Hepatopathie (mit erhöhter
Gamma-GT, hyperchromer makrozytärer Anämie und Thrombozytose). Seit Januar
2015 bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit des Versicherten als Sachbearbeiter, da sich
keine psychischen Störungen mit Krankheitswert hätten erheben lassen und da seine
emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, der Antrieb, die Interessen, die
Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit nicht beeinträchtigt seien.
Seit dem Begutachtungszeitpunkt bestehe auch aus orthopädischer Sicht eine volle
Arbeitsfähigkeit, da [bzw. wenn] es um eine körperlich leichte Tätigkeit in temperierten
Räumen ohne Arbeiten über der Horizontale gehe. Eine rückblickende Beurteilung
könne weder orthopädisch - die orthopädischen Diagnosen im MRI differierten von
jenen im Jahr 2016 - noch (nach den anamnestischen Angaben und dem langjährigen
Alkoholabhängigkeitssyndrom) psychiatrisch erfolgen. Einer sofortigen beruflichen
Eingliederung stünden keine medizinischen Hinderungsgründe entgegen. Die
Schmerzen in der linken Schulter liessen sich nur unvollständig erklären. Die
depressiven Stimmungsschwankungen seien seit etwa Januar 2015 weitgehend
abgeklungen und seit Mai 2014 werde eine Alkoholabstinenz angegeben. Die
Schlafstörungen hätten sich unter einer antidepressiven neuroleptischen Medikation,
kombiniert mit Zolpidem, gebessert. Es sollte angesichts des Suchtpotenzials dieses
Mittels eine Reduktion des Zolpidem angestrebt werden, eventuell mit Erhöhung von
Seroquel. Bei Verschlechterung des psychischen Zustandsbildes sei eine
psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung zu empfehlen;
suchttherapeutische Massnahmen würden zurzeit nicht erforderlich erscheinen. Es
liessen sich seit der Scheidung 198_ psychische Störungen durch Alkohol mit
Abhängigkeitssyndrom und regelmässigem täglichem Konsum über Jahre hinweg
erheben. Zum Untersuchungszeitpunkt hätten sich keine eindeutigen Hinweise für
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B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 25. Juni 2017 (Poststempel:
26. Juni 2017). Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer Leistung. Für seine eingeschränkte
Leistungsfähigkeit lägen sehr wohl medizinische Gründe vor. Er werde eine ärztliche
Begründung von Dr. B._ nachreichen. - Am 15. August 2017 hat der
Beschwerdeführer ein ärztliches Attest von Dr. B._ vom 14. August 2017 eingereicht.
Danach leide der Beschwerdeführer unter anderem an chronischen linksseitigen
Kopfschmerzen, chronischen Ein- und Durchschlafstörungen, einer Depression,
akzentuierten Persönlichkeitszügen (schizoid), chronischen Oberbauchschmerzen,
einer Schultereckgelenkarthrose mit Sehnenverkalkungen, fortgeschrittenen
degenerativen HWS-Veränderungen mit Facettengelenkarthrose C4-C6, einer
Niereninsuffizienz Grad II, einer chronischen rezidivierenden Epicondylitis radialis
humeri, einer Hepatopathie, einer Thrombozytose, einer Polyneuropathie an beiden
Füssen bis zur Knöchelregion, einer Polytoxikomanie (!), Allergien (!) und einer
Refluxoesophagitis Grad I (!). Als gelernter [...] könne der Beschwerdeführer nicht mehr
arbeiten, weil er seinerzeit die dortige Computerisierung nicht habe erlernen können.
einen weiterhin bestehenden Alkoholkonsum gefunden, wobei der CDT-Wert im
Normbereich gelegen habe, während der GGT-Wert auf eine Hepatopathie hinweise.
Der langjährige Alkoholkonsum habe nicht zu fassbaren irreversiblen psychischen
Folgeschäden geführt. Es hätten sich im Rahmen der psychiatrischen Exploration keine
kognitiven Störungen wie Konzentrations- oder Auffassungsstörungen erheben lassen.
Es handle sich am ehesten um eine primäre Sucht.
Der RAD gab am 31. März 2017 (IV-act. 54) an, abgesehen von den stationären
Behandlungen im Januar und Juli 2016 habe seit Januar 2015 keine ununterbrochene
Arbeitsunfähigkeit bestanden.
A.j.
Mit Vorbescheid vom 4. April 2017 (IV-act. 57) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten in
Aussicht, sein Gesuch vom Januar 2016 abzuweisen. Die Abklärungen hätten ergeben,
dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in angestammter oder
adaptierter Tätigkeit ausgewiesen seien. Eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit habe
nicht bestanden, weshalb kein Rentenanspruch habe entstehen können. - Mit
Verfügung vom 6. Juni 2017 (IV-act. 58) wies sie das Gesuch (entsprechend) ab.
A.k.
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Gravierendes, in den letzten Jahren verschlechtertes Hindernis sei auch die depressive
Grundstimmung verbunden mit der Konzentrationsschwäche und den Störungen der
Merkfähigkeit. Auch sein sehr gestörter Tag-/Nacht-Rhythmus und der seit Jahren
bestehende Medikamentenmissbrauch spielten eine wichtige Rolle. Zahlreiche, auch
stationäre Entzugsversuche seien bisher deutlich gescheitert. Wahrscheinlich sei
dadurch auch der Leberschaden mitverursacht. Stark belasten würden den
Beschwerdeführer auch die chronische Magenschleimhaut- und
Dünndarmentzündung, verbunden mit dem anatomisch bedingten Reflux, der auch in
der Speiseröhre zu einer chronischen Entzündung führe. Eingeschränkt sei der
Beschwerdeführer auch durch die ausgeprägte Schultereckgelenkarthrose links, die
auch schon zu deutlichen Degenerationen der Sehnen mehrerer Muskeln geführt habe
und weiter fortschreiten werde. Die Belastbarkeit des linken Armes und der Schulter
und deren Beweglichkeit seien in erheblichem Mass eingeschränkt. Auch die HWS
zeige schon deutliche Degenerationen, die sicherlich im Zusammenhang mit den
chronischen Kopfschmerzen stünden. Die multiplen Allergien würden ein Arbeiten
ausserhalb klimatisierter Räume verbieten. Der Beschwerdeführer sei auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr wettbewerbsmässig einsetzbar.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. August 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer sei beim MGSG umfassend
polydisziplinär untersucht worden. Das Gutachten sei ausführlich abgefasst und die
Schlussfolgerungen und die Arbeitsfähigkeitsschätzung seien in jeder Hinsicht
nachvollziehbar. Alle geltend gemachten Leiden seien umfassend abgeklärt worden.
Der Bericht von Dr. B._ enthalte keine neuen Erkenntnisse. Die andere Ansicht eines
behandelnden Arztes könne eine Administrativexpertise aber nur in Frage stellen, wenn
sie objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringe, die unerkannt geblieben und
geeignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen.

Erwägungen
1.
Die Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung vom 6. Juni 2017, mit welcher
die Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom
4./18. Januar 2016, namentlich den Rentenanspruch, abwies.
1.1.
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2.
Berufliche Massnahmen hatte die Beschwerdegegnerin gemäss Mitteilung vom
24. Mai 2016 damals aufgrund des Gesundheitszustands für nicht möglich gehalten.
1.2.
Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28
Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres
zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der
Arbeitsfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens
30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV; vgl. etwa
Bundesgerichtsurteil vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4). Nach Art. 29 Abs. 1
IVG (in der Fassung seit 1. Januar 2008) entsteht der Rentenanspruch frühestens nach
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art. 29 Abs. 1 ATSG (hier somit frühestens ab Juli 2016).
2.1.
ter
Nach Art. 4 Abs. 1 IVG gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder
geistigen Gesundheitsschaden als Folge unter anderem von Krankheit verursachte,
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Eine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann entsprechend nur relevant sein, wenn sie
Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist
(vgl. Bundesgerichtsentscheid 9C_125/2015 E. 5.3, BGE 130 V 396). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG, vgl. auch BGE 102 V 165).
2.2.
Medikamentenabhängigkeit (und -missbrauch) und Alkoholismus als solche
begründen (wie Drogensucht) noch keine Invalidität im Sinn des Gesetzes (vgl.
Bundesgerichtsurteil vom 10. April 2013, 9C_701/2012). Denn die Diagnose einer
solchen Sucht oder Abhängigkeit lässt nicht schon darauf schliessen, dass der
versicherten Person eine Abstinenz nicht mehr möglich wäre; ebenso wenig ist
Abhängigkeit notwendigerweise mit Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit verbunden (vgl.
2.3.
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3.
Der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers wurden im
Januar 2017 begutachtet. Es wurde festgehalten, die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers sei seit Januar 2015 aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt,
ab dem Begutachtungszeitpunkt (11. Januar 2017, IV-act. 53-43) für eine adaptierte
Tätigkeit auch orthopädisch nicht. Die Arbeitsfähigkeit im vorangegangenen Zeitraum
könne orthopädisch gesehen wegen der differierenden Diagnosen im MRI nicht
beurteilt werden und sie könne psychiatrisch gesehen nach den anamnestischen
Angaben und dem langjährigen Alkoholabhängigkeitssyndrom nicht beurteilt werden
(vgl. IV-act. 53-41).
AHI 2002 S. 28, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [nunmehr
Bundesgerichts] vom 22. Juni 2001, I 454/99; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 4b). Hat die
Sucht allerdings eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt, in deren Folge ein
körperlicher oder geistiger Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder aber ist sie selber
Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens, welchem
Krankheitswert zukommt, so wird eine solche Sucht im Rahmen der
Invalidenversicherung bedeutsam (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 12. Dezember 2017,
8C_663/2017 E. 3.3, BGE 99 V 28 E. 2; AHI 2002 S. 28). Das bedeutet zwar nicht, dass
die Auswirkungen einer Sucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden
zurückgeht, per se invaliditätsbegründend wären. Wo nur Befunde vorliegen, die in der
Sucht ihre hinreichende Erklärung finden, ist kein invalidisierender psychischer
Gesundheitsschaden gegeben (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 10. April 2018,
9C_620/2017 E. 2.2.1). Hingegen sind Suchtfolgen IV-rechtlich relevant, soweit sie in
einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen
(vgl. Bundesgerichtsurteile vom 10. April 2018, 9C_620/2017 E. 2.2.2, und vom
11. Februar 2019 8C_608/2018 E. 3.2). Besteht zwischen Sucht und
krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden ein Kausalzusammenhang, sind
für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die
suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl.
Bundesgerichtsurteile vom 22. November 2013, 9C_370/2013 E. 4.2.1, vom 9. Januar
2015, 9C_618/2014 E. 5.2, und vom 8. August 2006, I 169/06 E. 2.2). Einer allfälligen
Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung
ist Rechnung zu tragen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 22. November 2013,
9C_370/2013 E. 4.2.1).
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4.
Der Beschwerdeführer beklagte in somatischer Hinsicht zunehmende Schmerzen
in der linken Schulter mit Fortsetzung in alle Finger links und dadurch beeinträchtigtem
Schlaf (IV-act. 53-3). Er teilte bei der (psychiatrischen) Begutachtung mit, dass er seit
zwei bis drei Jahren wegen der Schulterbeschwerden links keine Arbeit mehr habe
verrichten können (IV-act. 53-60). Bei der orthopädischen Anamneseerhebung erklärte
er, er glaube, künftig leichte Arbeiten in Teilzeit verrichten zu können. Mittlerweile
könne er aber auch am PC nicht mehr arbeiten, weil er den linken Arm nicht heben
könne (IV-act. 53-4).
4.1.
Zur orthopädischen Krankheitsentwicklung wurde im Gutachten festgehalten, es
manifestierten sich beim Beschwerdeführer seit drei Jahren zunehmende Schmerzen in
der linken Schulter, die in sämtliche Finger links ausstrahlten und den Schlaf
beeinträchtigten. Physiotherapie lindere die Beschwerden, während die
Spritzenbehandlung nutzlos gewesen sei. Es würden konsequent Schmerzmittel
verwendet (IV-act. 53-3).
4.2.
Von den Vorakten wurde gemäss dem Gutachten (IV-act. 53-3) orthopädisch
gesehen einzig der Bericht des Spitals D._ vom 24. März 2016 (IV-act. 36)
ausdrücklich erwähnt. - In der Folge war gemäss Bericht vom 8. April 2016 (IV-act. 38)
jedoch noch eine Bursitis subacromialis links dazugetreten. Es bestanden eine starke
Druckdolenz subacromial und eine starke Bewegungseinschränkung. Am 31. März
2016 (IV-act. 40) hatte die daraufhin vorgesehene kombinierte AC-Gelenks- und
subacromiale Infiltration stattgefunden. Auf den 21. Juli 2016 war gemäss dem
Austrittsbericht des Spitals D._ vom 19. Juli 2016 eine Vorstellung in der
orthopädischen Sprechstunde vorgesehen (vgl. IV-act. 42-2). Ein entsprechender
Bericht wurde soweit ersichtlich nicht eingeholt, was erforderlich gewesen wäre (weil
auch die Retrospektive von Bedeutung ist).
4.2.1.
Bei der orthopädischen Begutachtung im Januar 2017 war allerdings keine
Bursitis mehr festgestellt worden. Es ergab sich bei der Befunderhebung, dass die linke
Schulter bis 90° hatte eleviert werden können (rechts bis 180°) und dort weitere
Einschränkungen und Dolenzen festzustellen waren. Die rohe Kraft der Oberarm-
Beuger und -Strecker war links um ein Drittel vermindert (IV-act. 53-5 f.).
4.2.2.
Beurteilend hielt der Gutachter der Orthopädie fest, körperlich schwere
Tätigkeiten in kalter und feuchter Umgebung mit häufigen Arbeiten über der
Horizontalen könnten dem Beschwerdeführer wegen der Ausdünnung der langen
4.2.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/20
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Bicepssehne und der leichten Acromioclaviculargelenkarthrose links nicht mehr
vollumfänglich zugemutet werden, andere Arbeiten dagegen vollumfänglich (IV-
act. 53-7 f.).
Er begründete, das Ausmass der Schmerzen in der linken Schulter und das
Ausmass der subjektiven Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit und der
präsentierten pathologischen objektiven Befunde der Schulter hätten mit dem relativ
unauffälligen Befund im MRI kontrastiert, wo lediglich eine Ausdünnung der langen
Bicepssehne und eine leichte Acromioclaviculargelenkarthrose sichtbar seien. Die von
der orthopädischen Abteilung des Spitals D._ 2016 erwähnte Tendinitis calcarea und
die Partialruptur der Infraspinatussehne mit leichtem Impingement könnten im aktuellen
MRI (sc. wohl vom 17. Januar 2017) nicht bestätigt werden (IV-act. 53-7). - Die
gutachterliche Feststellung, dass die Bilder der Schulter (MRI) zu jenen von 2016
differierten (IV-act. 53-8), lässt sich bei der gegebenen Aktenlage nicht ohne Weiteres
erklären, weil eine (erforderliche) Begründung dafür (etwa Verheilung der Partialruptur
oder ursprünglich zu weitreichende Diagnose oder anderes) bis anhin nicht abgegeben
wurde und der Befundbericht über das Arthro-MRI der Klinik für Radiologie und
Nuklearmedizin am Kantonsspital St. Gallen vom 17. Januar 2017 selbst nicht bei den
Akten liegt. Die Differenz wurde als Grund dafür genannt, dass sich der zurückliegende
orthopädische Sachverhalt (vor Januar 2017) nicht beurteilen lasse. Auf eine
ergänzende Abklärung der Frage kann unter diesen Umständen nicht verzichtet
werden, zumal für die Zeit ab 2005 nach der Beurteilung durch Dr. B._ (vom
3. Januar 2016) bei Berücksichtigung aller gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 % und mehr besteht.
4.2.4.
Der Gutachter der Orthopädie untersuchte klinisch auch die HWS des
Beschwerdeführers, doch Aufnahmen davon standen ihm gemäss dem Gutachten
nicht zur Verfügung. Der Beschwerdeführer hat wie erwähnt von sich in die Finger
fortsetzenden Schmerzen der linken Schulter berichtet. Gefühlsstörungen oder
Lähmungen hat er verneint. - Dr. B._ seinerseits hat von vorliegenden
fortgeschrittenen degenerativen HWS-Veränderungen mit Facettengelenkarthrose C4-
C6 berichtet. Dieser Bericht erging zwar erst nachträglich (selbst nach Erlass der
Verfügung, nämlich am 14. August 2017), doch dürften die allfälligen - degenerativen -
Schädigungen nicht erst zwischenzeitlich eingetreten sein. Es ist auch diesbezüglich
ein ergänzender Abklärungsbedarf anzunehmen.
4.2.5.
Die internistische Begutachtung ist gemäss dem Gutachten äusserst kurz
ausgefallen. - Bezüglich des Zustands der Lunge wurde im internistischen Gutachten
festgehalten, der Beschwerdeführer habe keinen chronischen Husten und keine
4.3.
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Atemnot angegeben (IV-act. 53-48). Der Gutachter erhob den
Lungenauskultationsbefund; dieser sei normal gewesen. Weitere Abklärungen wurden
diesbezüglich nicht getroffen. Es habe keine Hinweise auf eine COPD oder eine PAVK
(peripher arterielle Verschlusskrankheit) gegeben. Der Beschwerdeführer habe keine
kreislaufrelevanten oder respiratorischen Beschwerden angegeben (IV-act. 53-48).
Dr. B._ seinerseits hatte allerdings eine beginnende Lungenfibrose diagnostiziert. Auf
welche Grundlagen sich Dr. B._ diesbezüglich stützte, ist (wie übrigens bei weiteren
Leiden) nicht ersichtlich und nicht erhoben geworden. Der Gutachter der Inneren
Medizin äusserte sich zu dieser abweichenden ärztlichen Beurteilung nicht und traf
keine weiteren (etwa röntgenologischen) Abklärungen. Der Beschwerdeführer hat ihm
allerdings auch angegeben, er fühle sich - aus internistischer Sicht - gesund und voll
leistungsfähig (IV-act. 53-48). Der Gutachter hielt fest, das entspreche seiner
internistischen gutachterlichen Einschätzung. - Bei der Anamnese wurde im
internistischen Gutachten aus jüngerer Zeit die siebentägige Hospitalisation des
Beschwerdeführers vom 13. bis 19. Juli 2016 wegen einer akuten Gastroenteritis mit
passagerer praerenaler Niereninsuffizienz namentlich erwähnt (IV-act. 53-46). Der
Gutachter der Inneren Medizin stellte beim Befund fest, die Leber des
Beschwerdeführers sei palpatorisch nicht vergrössert gewesen (IV-act. 53-35). Gemäss
dem Ultraschallbericht des Spitals D._ vom 19. Juli 2016 (IV-act. 42-5) war sie bei
jener Untersuchung (am 15. Juli 2016) normal gross gewesen (IV-act. 42-5). Zur Anämie
hielt der Gutachter fest, diese sei leicht; sie und die Thrombozytose (vgl.
Laborergebnisse, IV-act. 53-47) seien Folge der aethylischen Hepatopathie und nicht
behandlungsbedürftig (IV-act. 53-36). Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass er
diesem Leiden (der Hepatopathie und den Folgen) nicht bei. - Die im Spital D._
gemäss Bericht vom 19. Juli 2016 festgestellte (damals akute) Niereninsuffizienz
bezeichnete der Gutachter der Inneren Medizin wie erwähnt als passager (sie war denn
auch dort als konsolidiert bezeichnet worden, IV-act. 42-2). Mit der gemäss Bericht
vom 19. Juli 2016 im Spital D._ erhobenen Diagnose einer rezidivierenden
mittelschweren Hyponatriämie unklarer Genese setzte sich der Gutachter nicht
ausdrücklich auseinander. Nach Angaben von Dr. B._ vom August 2017 bestanden
beim Beschwerdeführer jedoch eine Niereninsuffizienz Grad II, chronische
Oberbauchbeschwerden, eine Refluxoesophagitis Grad I sowie eine chronische
Magenschleimhaut- und Dünndarmentzündung. Die Refluxoesophagitis und die
Oberbauchbeschwerden fanden im internistischen Gutachten soweit ersichtlich keine
Erwähnung. Der Beschwerdeführer erwähnte jedoch - bei der psychiatrischen
Begutachtung - seine seit etwa fünfzehn Jahren bestehenden rezidivierenden Magen-/
Darm-Beschwerden (IV-act. 53-17). Das Spital D._ äusserte am 2. Februar 2016 (IV-
act. 23) den hochgradigen Verdacht auf eine medikamentös getriggerte Gastritis und
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Duodenitis. Der von Dr. B._ angegebene Leberzellschaden, die Refluxoesophagitis
und die chronische Gastroduodenitis hatten nach (nur, aber immerhin) anhand der
Akten gebildeter Auffassung des RAD (vor der Begutachtung) darauf schliessen lassen,
dass beim Beschwerdeführer bereits somatische Folgeschäden der
Alkoholabhängigkeit eingetreten seien (vgl. IV-act. 10). Unter diesen Umständen wäre
bei der Begutachtung insgesamt eine eingehendere Auseinandersetzung mit diesen
gastroenterologischen Gegebenheiten vonnöten gewesen.
Auch unter dem Aspekt der neurologischen Diagnosen der Polyneuropathie (IV-
act. 42-2), der fortschreitenden Arteriosklerose (vgl. IV-act. 2) und der Cephalgien (IV-
act. 33) fand bei der Begutachtung soweit ersichtlich keine ausdrückliche
Auseinandersetzung mit den Vorberichten statt. Die von ihm festgestellten chronischen
Cephalgien brachte Dr. B._ im Bericht vom 14. August 2017 in Verbindung mit den
HWS-Degenerationen.
4.4.
Zu berücksichtigen ist ausserdem (allenfalls im letztgenannten neurologischen
Zusammenhang) der aktenkundige Medikamenteneinsatz des Beschwerdeführers.
4.5.
Nach Auffassung von Dr. B._ liegt bei diesem (im Ergebnis) seit vielen Jahren
eine Polytoxikomanie vor (Bericht vom 28. März 2016, IV-act. 24). Der
Beschwerdeführer gab bei der Begutachtung an, ein Medikamentenmissbrauch sei
bisher nicht vorgekommen; er habe nur die ärztlich verordneten Medikamente
eingenommen (IV-act. 53-19). Im Bericht des Spitals D._ vom 2. Februar 2016 war
bei der Anamnese - für das Jahr 2014 - zwar ein Zolpidemabusus erwähnt worden (IV-
act. 23-5; diagnostiziert war im Übrigen unter anderem ein hochgradiger Verdacht auf
eine medikamentös getriggerte Gastritis und Duodenitis; auch Dr. B._ erwähnte einen
Medikamentenmissbrauch). Beim Austritt hat das Spital das betreffende Medikament
(Zolpidem) aber weiterhin verschrieben, daneben auch weitere Arzneimittel wie
Quetiapin und Remeron (IV-act. 23-4). - Zolpidem war für den Beschwerdeführer
zudem schon vor vielen Jahren, im November 2005, in Reserve verschrieben gewesen
(vgl. Bericht vom 18. November 2005, IV-act. 19). In den Berichten von 2006 wurde es
nicht mehr erwähnt, indessen war damals als Schlafmittel schon Dipiperon in Reserve
abgegeben worden. Die bei der Begutachtung erhobene Medikamentenliste (IV-
act. 53-63) ist zudem immer noch umfangreich. Der Gutachter der Psychiatrie empfahl
wegen des Suchtpotenzials von Zolpidem eine Reduktion dieses Mittels, eventuell mit
Erhöhung von Seroquel (IV-act. 53-32).
4.5.1.
Bei der Begutachtung waren auch die Spiegel für die Wirkstoffe Mirtazapin
(Remeron), Quetiapin und Zolpidem geprüft worden (IV-act. 53-23 und 53-79). Das
4.5.2.
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5.
tetrazyklische Antidepressivum hatte dabei im therapeutischen Bereich gelegen, das
atypische Neuroleptikum etwas darunter und das Hypnotikum erheblich darunter (vgl.
IV-act. 53-23 und 53-79). Der Spiegel für das Opioid-Analgetikum war nicht gemessen
worden. - Zur sich aufdrängenden Frage, ob sich ein jahrelanger und auch aktuell noch
bestehender Medikamenteneinsatz als solcher allenfalls auf die Leistungsfähigkeit einer
Person auswirken könnte, findet sich soweit ersichtlich keine gutachterliche
Beurteilung. Dies wird nachzuholen sein.
Für ein aussagekräftiges gutachterliches Ergebnis fehlt demnach (abgesehen vom
orthopädischen Abklärungsbedarf auch) eine genügende Auseinandersetzung mit den
in den Vorberichten gestellten diversen gastroenterologischen (bzw. internistischen)
und neurologischen Diagnosen. - Angemerkt werden kann, dass - bei der
psychiatrischen Begutachtung - davon ausgegangen wurde, dass die körperlichen
Beschwerden des Beschwerdeführers zumindest teilweise organisch erklärbar sein
dürften (eine somatoforme Schmerzstörung bestehe nicht; IV-act. 53-26).
4.6.
Bei der psychiatrischen Begutachtung wurden zunächst diverse Vorakten erfasst
und es wurde die Anamnese unter verschiedenen Gesichtspunkten erhoben. - Der
Beschwerdeführer berichtete unter anderem, er sei erstmals mit sechzehn Jahren in
Kontakt mit Alkohol gekommen und habe gelegentlich an Wochenenden Bier
getrunken, seit der Scheidung über Jahre hinweg vermehrt und regelmässig, seit etwa
2006 bis etwa Mai 2014 statt wie bis dahin Bier dann Rotwein. Nach dem Verlust der
Arbeitsstelle 2001 habe er sich Sorgen gemacht und es sei zu
Stimmungsschwankungen gekommen. Er habe versucht, die Probleme mit Alkohol zu
lösen. Inzwischen habe er sich mit der Situation abgefunden. Seit etwa zwei Jahren sei
er in stabiler psychischer Verfassung. Seit etwa 20 Jahren leide er an Ein- und
Durchschlafstörungen. Diese hätten sich unter Einnahme von Remeron, Seroquel und
Zolpidem seit eineinhalb Jahren gebessert. Seit etwa drei Jahren habe er zunehmende
Schulterbeschwerden (Schmerzen und Bewegungseinschränkung), seit etwa fünfzehn
Jahren rezidivierende Magen-/Darm-Beschwerden (IV-act. 53-16 f.). Nach dem Verlust
der letzten Stelle als Sachbearbeiter im Jahr 2001 habe er keine Stelle mehr gefunden.
Er habe nur im Rahmen von "beruflichen Massnahmen" 2002 und 2005 bis 2006 in
einer Institution gearbeitet (IV-act. 53-17 f.). Bis vor zwei bis drei Jahren hätte er
arbeiten können, seither sei das wegen der Schulterbeschwerden nicht mehr möglich
(IV-act. 53-18). - Der Beschwerdeführer gab weiter an, er befinde sich zurzeit (bei der
Begutachtung) in relativ guter psychischer Verfassung. Er habe Freude und
Unternehmungslust, sei recht ausgeglichen und habe ausreichend Motivation und
5.1.
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Interessen. Es bestünden keine Antriebs-, Konzentrations- oder Auffassungsstörungen,
keine Zukunfts- oder Existenzängste und unter Medikamenten keine Schlafstörungen
(IV-act. 53-16).
Beurteilend hielt der Gutachter fest, es habe beim Beschwerdeführer eine unauf
fällige Kindheits- und Persönlichkeitsentwicklung stattgefunden; es fänden sich
demnach keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung (IV-act. 53-24 f.). Diese
Feststellung ist namentlich angesichts der langjährigen beruflichen Tätigkeit plausibel. -
Bei der Begutachtung wurde für die Zeit etwa seit Mai 2014 Alkoholabstinenz
angenommen (IV-act. 53-42 f.). Auf einen weiterhin bestehenden Konsum hätten sich
keine eindeutigen Hinweise gefunden (vgl. IV-act. 53-43). Der CDT-Wert habe im
Normbereich gelegen. Der GGT-Wert weise auf eine Hepatopathie hin (IV-act. 53-42;
vgl. auch IV-act. 53-23 und 53-79). Diesbezüglich war demnach eine gewisse
Objektivierung möglich gewesen.
5.2.
Der Gutachter der Psychiatrie erhob im Weiteren den psychischen Status des
Beschwerdeführers und hielt dazu unter anderem - auch den Angaben des
Beschwerdeführers entsprechend - fest, dieser habe in der Stimmung ausgeglichen,
gut gelaunt, affektiv gut mitschwingend und psychomotorisch sowie im Antrieb
unauffällig gewirkt. Auffassung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit seien
intakt erschienen und Hinweise für Gedächtnisstörungen habe es nicht gegeben (IV-
act. 53-22).
5.3.
Als von einem fachärztlichen Experten aufgenommener Feststellung zum
klinischen psychiatrischen Zustand kommt diesem Befund bei der Beweiswürdigung
erhebliches Gewicht zu. Zu bedenken ist allerdings Folgendes.
5.4.
Was die zurückliegende Zeit betrifft, schloss der Gutachter, der Beschwerdeführer
habe von etwa 2001 bis Ende 2014 depressive Stimmungsschwankungen entwickelt,
die einer Dysthymie entsprochen hätten. Es habe sich um leichte depressive
Verstimmungen gehandelt, die nach Schweregrad und Dauer der einzelnen Episoden
nicht die Kriterien für eine leichte oder mittelgradige rezidivierende depressive Störung
erfüllt hätten. In Abhängigkeit von psychosozialen Problemen sei es zu leichten
depressiven Verstimmungen gekommen, die meist nur etwa einen Tag gedauert und
mit kurzen, etwa einen Tag dauernden Stimmungsaufhellungen gewechselt hätten,
wobei die depressiven Verstimmungen durch einen chronischen Alkoholkonsum
überlagert worden seien (IV-act. 53-24). Diese Schlüsse zog der Gutachter der
Psychiatrie anhand der anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers. Dieser hatte
ihm erklärt, er habe über Jahre an Stimmungsschwankungen gelitten, indem er sich
5.5.
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einen Tag psychisch besser und einen Tag psychisch schlechter gefühlt habe (dann mit
Bedrücktheit, Antriebslosigkeit sowie verminderter Lust, Freude, Motivation und
vermindertem Interesse). Ab und zu sei er unruhig gewesen und habe sich Sorgen über
seine Situation gemacht. Suizidgedanken seien bisher keine aufgetreten (IV-
act. 53-16 f.). - In der Aktenlage waren jedoch Hinweise auf eine schwerwiegendere
psychiatrische Problematik zu finden. So war der Beschwerdeführer im Juni 2004
wegen der Alkoholproblematik mit Verwahrlosung und Suizidankündigungen durch FFE
in die psychiatrische Klinik eingewiesen worden und es hatten danach noch weitere
psychiatrische Hospitalisationen - im November 2005 erneut wegen latenter Suizidalität
- erfolgen müssen. Eine depressive Symptomatik war schon im November 2005 als
Behandlungsgrund genannt worden (IV-act. 19-2). Es handelte sich somit um eine
insgesamt langwierige depressive Entwicklung. Im Bericht des Spitals D._ vom
2. Februar 2016 war dann zwar lediglich für die Vergangenheit (Juni 2015; St. n.) eine
leichte depressive Symptomatik im Sinn einer Dysthymia beschrieben worden. In
jüngerer Zeit (am 28. März 2016) gab jedoch Dr. B._ an, die depressiven Episoden
hätten beim Beschwerdeführer (im Verlauf seit 2006) zugenommen (IV-act. 24).
Gemäss den früheren, echtzeitlichen Berichten war auch das Alkoholproblem
ehemals gravierender gewesen als vom Beschwerdeführer Jahre später bei der
psychiatrischen Begutachtung geschildert (vgl. IV-act. 53-19, IV-act. 21-2, 19-2, 17-2,
IV-act. 15-1).
5.6.
In diesem Zusammenhang fällt auf, dass schon bzw. noch in einem Bericht vom
18. September 2006 von ärztlicher Seite festzustellen gewesen war, dass es dem
Beschwerdeführer deutlich an Krankheitsgefühl und an Krankheitseinsicht fehle und er
die Abhängigkeitsproblematik bagatellisiere.
5.7.
Nach dem Dargelegten wäre vorliegend (nebst einer gutachterlichen
Auseinandersetzung mit der aktenkundig langen und schwierigen Vorgeschichte) eine
Befassung mit dieser Thematik (von Krankheitsgefühl und Krankheitseinsicht des
Beschwerdeführers) erforderlich gewesen.
5.8.
Des Weiteren waren nach Angaben des Beschwerdeführers weitere frühere
Beschwerden bei der Begutachtung überwunden. So verneinte er anlässlich der
psychiatrischen Begutachtung - unter Medikation - Schlafstörungen (IV-act. 53-22).
Das Spital D._ hatte indessen im Bericht vom 19. Juli 2016 (IV-act. 43-2) noch Ein-
und Durchschlafstörungen erwähnt und Dr. B._ bescheinigte noch am 14. August
2017, dass chronisch solche Störungen bestünden. Auch bezüglich der Allergien fallen
die Angaben der behandelnden Ärzte und jene des Beschwerdeführers bei der
5.9.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 18/20
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Begutachtung im Übrigen auseinander; Letzterer verneinte auch solche
Beeinträchtigungen.
Ferner hat der Beschwerdeführer bei der psychiatrischen Begutachtung einen
üblichen Tagesablauf beschrieben (vgl. IV-act. 53-19). Der Gutachter der Psychiatrie
schloss entsprechend, es bestünden keine zirkadianen Störungen (IV-act. 53-22).
Dr. B._ hatte jedoch am 3. Januar 2016 und auch noch am 14. August 2017 von
einem (sehr) gestörten Tag-/Nacht-Rhythmus des Beschwerdeführers berichtet.
5.10.
Der Gutachter der Psychiatrie hat ausserdem beurteilend festgehalten, es hätten
sich beim Beschwerdeführer keine Hinweise für irreversible psychische Folgeschäden
durch den Alkoholkonsum gezeigt, insbesondere keine fassbaren kognitiven Störungen
(IV-act. 53-24). - Nach der Einschätzung von Dr. B._ dagegen sind der Umstand des
gestörten Tag-/Nacht-Rhythmus und die Einnahme der Psychopharmaka Ursache
einer erheblich gestörten Konzentrations- und Merkfähigkeit des Beschwerdeführers.
5.11.
Auch wenn mit dem erhobenen klinischen Befund erklärbar sein mag, dass die
neuropsychologischen Fähigkeiten des Beschwerdeführers bei der Begutachtung nicht
weiter abgeklärt wurden, wären von einer entsprechenden Untersuchung bei den
vorliegend zu berücksichtigenden Gegebenheiten, namentlich den Vorakten und den
abweichenden ärztlichen Beurteilungen von Dr. B._, doch wahrscheinlich zusätzliche
Erkenntnisse zu erwarten gewesen. Immerhin sind die Befunde nach der Beschreibung
des behandelnden Arztes so schwer (er hielt gar eine gewisse Hirnatrophie bzw.
Encephalopathie für klinisch sehr wahrscheinlich, vgl. IV-act. 24), dass der RAD
Dr. B._ bezüglich einer allfälligen hirnorganischen Ursache nach dem Vorliegen eines
MRI anfragen liess. Dass die Einnahme der verschiedenen Suchtmittel (namentlich
auch der Medikamente) über einen langen Zeitraum hinweg stattfand, lässt
Schädigungen ausserdem als nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen. Bei der
dargelegten konkreten Sachlage hätte des Weiteren allenfalls ein Einbezug
fremdanamnestischer Angaben dienlich sein können. Allenfalls lässt sich zudem auch
noch Ergänzendes zu der psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers in E._
(IV-act. 53-63) in Erfahrung bringen. Im Gutachten wurde im Übrigen darauf
hingewiesen, dass bei einer Verschlechterung des psychischen Zustandsbildes eine
psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung zu empfehlen sei (vgl. IV-
act. 53-32).
5.12.
Nach der vorhandenen Aktenlage erscheint zusammenfassend möglich, dass
Alkoholabstinenz und die ärztlicherseits gefundene geeignete Medikation (gegen die
Schlafstörungen) die psychischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
5.13.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 19/20
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6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Ergänzungen der Sachverhaltsabklärung in
bisher nicht berücksichtigter Hinsicht erforderlich sind. Namentlich hat ein Einbezug
entweder eines MRI (Kopf) oder einer neuropsychologischen Untersuchung des
Beschwerdeführers oder beides zu erfolgen, je nach ärztlicher Einschätzung.
Ausserdem scheinen gastroenterologische (bzw. ergänzende internistische) und
neurologische Abklärungen erforderlich. In psychiatrischer Hinsicht sind allenfalls
fremdanamnestische Angaben beizuziehen und es ist jedenfalls auf eine ausreichende
Objektivierung zu achten. Unter orthopädischem Aspekt ist bei dieser Gelegenheit zu
klären, inwiefern und aus welchen medizinischen Gründen die Bilder der Schulter (MRI)
zu jenen von 2016 differierten. Ausserdem kann zur nachträglich detaillierter
beschriebenen HWS-Problematik Stellung genommen werden. Die medizinischen
Ergebnisse werden für eine gesamthafte Arbeitsfähigkeitsschätzung wiederum in eine
Synthese gebracht werden müssen. Allenfalls lassen sich bei einer Ergänzung der
Abklärung und der Aktenlage ausserdem doch auch noch Erkenntnisse für die
ebenfalls relevante zurückliegende Zeit (vgl. bisher IV-act. 53-41, 53-43) erheben. Da
somit verschiedene Aspekte bis anhin unbeachtet (Neurologie, MRI bzw.
Neuropsychologie) bzw. ungenügend geklärt geblieben sind, rechtfertigt es sich
vorliegend gemäss der Rechtsprechung (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 9. Februar
2018, 8C_580/2017 E. 3.1; BGE 139 V 99 E. 1.1; BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), die Sache
zur Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.
Beschwerdeführers so weit zu beseitigen vermochten, dass der Beschwerdeführer für
eine angepasste Arbeit diesbezüglich zum Begutachtungszeitpunkt (und schon seit
2015) voll arbeitsfähig war, wie im Gutachten festgestellt wurde, aber auch möglich,
dass die Schädigungen - über eine Momentaufnahme wie diejenige anlässlich der
Begutachtung hinaus - schwerer sind. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit lässt sich
bei gegebener Aktenlage nicht erreichen. Es ist daher eine ergänzende medizinische
Abklärung erforderlich.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 6. Juni 2017 teilweise gutzuheissen und die Sache ist
zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.1.
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