Decision ID: 6e8a3ad3-db38-4357-a74b-d01317b5a63b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1979 geborene
X._
arbeitet seit dem 2. Mai 2006 bei der
Y._
als Sanitärmonteur (Urk. 9/2, Urk. 9/11). Am 12. Oktober 2011 meldete er sich unter Hinweis auf ein Rückenleiden bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk. 9/15). Mit Mitteilung vom 30. Mai 2012 erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten Kostengutsprache für eine Umschulung zum Chefmonteur Sanitär
mit eidgenös
sischem Fachausweis
vom 1. November 2012 bis 3
0.
November 2014 (Urk. 9/27). Mit Verfügung vom 13. November 2012 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
für die Dauer
vom 3.
b
is 14. Dezember 2012 ein Taggeld der Inva
lidenversicherung
zu und setzte dessen Höhe auf
Fr. 188.80
fest
(Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 24. November 2012 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei ihm ein höheres Taggeld zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2013 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegeg
nerin unter Hinweis auf die Stellungnahme der
Spida
AHV
Ausgleichskasse
vom 15. Januar 2013 (Urk. 7) samt
Beilagen
(Urk. 8/1-2) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 21. Januar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte während der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 IVG Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei
aufeinanderfolgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind, einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind. Laut Art. 22 Abs. 2 IVG besteht das Taggeld aus einer Grundentschäd
igung, auf die alle Versicherte
Anspruch haben, und einem Kindergeld für Versicherte mit Kindern. Art. 22 Abs. 3 IVG besagt, dass der Anspruch auf ein Kindergeld für jedes Kind besteht, welches das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat.
1.2.2
Die Grundentschädigung beträgt 80 % des letzten ohne gesundheitliche Ein
schränkung erzielten Erwerbseinkommens, jedoch nicht mehr als 80 % des Höchstbetrages des Taggeldes nach
Art.
24 Abs. 1 IVG (Art. 23 Abs. 1 IVG).
Gemäss Art. 23 Abs. 3 IVG bildet
Grundlage für die Ermittlung des Erwerbsein
kommens nach
Art. 23
Abs.
1
IVG
das durchschnittliche Einkommen, von dem Beiträge nach dem AHVG (Bundesgesetz über die Alters-
und
Hinterlassenen
versicherung
)
erhoben werden (massgebendes Einkommen).
Bei Versicherten mit regelmässigem Einkommen wird das massgebende Einkommen nach Art. 21
bis
Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) auf den Tag ausgerechnet und wie folgt ermittelt: Für Versicherte mit Monatslöhnen wird der letzte ohne gesundheitliche Einschränkung erzielte Monatslohn mit zwölf vervielfacht. Dem ermittelten Jahreslohn wird ein allfälliger 13. Monatslohn hinzugerechnet. Der so ermittelte Jahresverdienst wird durch 365 geteilt.
1.2.3
Das Kindergeld beträgt für jedes Kind 2 % des Höchstbetrages des Taggeldes nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (
Art. 23
bis
IVG in Verbin
dung mit Art
. 24 Abs. 1 IVG),
welches
Fr. 346.-- im Tag
beträgt
(Art. 22 Abs. 1 der Verordnung üb
er die Unfallversicherung, UVV), was einen gerundeten Betrag von Fr. 7.-- pro Kind ergibt.
2.
2.1
Die Anordnung der beruflichen Massnahme als solche sowie der grundsätzliche Anspruch des Beschwerdeführers auf ein Taggeld gemäss Art. 22 IVG sind un
bestritten. Streitig und zu prüfen ist jedoch die Höhe des Taggeldanspruches.
2.2
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer
ab dem
6.
April 2011 (Urk.
9/15
, Urk. 9/11/11) bzw. 27. April 2011 (Urk. 9/12) in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Damit ist auf den erzielten Lohn im März 2011 abzustellen, welcher Fr. 6‘300.-- betrug (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 26. September 2011, Urk. 9/11/11), und nicht auf den vom Beschwerdeführer geltend gemach
ten Bruttolohn im Oktober 2012 von
Fr. 6‘600.--. Keine Berücksichtigung fin
den die Kinder- und Mittagszulage, handelt es sich doch dabei – wie die
Spida
AHV
Ausgleichskasse zu Recht vortrug
(Urk. 7)
–
gemäss Art. 7 der Verordnung
über die Alte
r
s- und
Hinterlassenenversicherung
(
AHVV
)
nicht um Besta
ndteile des massgebenden Lohnes. Dies ergibt eine Grundentschädigung von Fr. 179.50 (6300 x
13 .
/. 365 x 0.8). Da der Beschwerdeführer zwei Kinder mit den Jahr
gängen 2008 und 2011 und damit unter 18 Jahren hat (vgl. 9/15), ist zur Grund
entschädigung ein Kindergeld von Fr.
14.--
(
7 x
2) hinzuzurechnen, wes
halb ein Taggeld von total Fr. 193.
50
resultiert (179.50 +
14.00
).
2.3
S
omit
ist die
Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die
Verfügung vom 13. November 2012 (Urk. 2)
dahingehend
abzuändern
ist
, dass der Beschwerde
führer Anspruch auf ein Taggeld in der Höhe von
Fr. 193.50
hat.
3.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 300.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).