Decision ID: 4f3d910a-2a11-4a4e-8e8f-b8063540ca6c
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Zollinger, Rämistrasse 5, Postfach 462,
8024 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
IV-Leistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 26. Oktober/2. November 2004 zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an und beantragte medizinische und berufliche
Massnahmen, Hilfsmittel und eine Rente. Er sei 1981 in die Schweiz gekommen. Seit
einem Unfall am 29. Januar 2004 leide er an Rückenbeschwerden, ausstrahlend in die
Beine, an starken Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel sowie Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen.
A.b Die Arbeitgeberin bescheinigte am 26. November 2004 (act. 17), der Versicherte
sei seit 1987 als Facharbeiter mit einem Monatslohn von Fr. 4'655.-- angestellt. Der
letzte effektive Arbeitstag sei der 28. Januar 2004 gewesen.
A.c Die Unfallversicherung reichte am 15. Dezember 2004 die Akten ein (act. 20 f.).
Danach war der Versicherte am 29. Januar 2004 auf Eis ausgerutscht und hatte mit
Kopf und Rücken aufgeschlagen. Nach verschiedenen spezialärztlichen Abklärungen
(vgl. Berichte der Kliniken für Neurochirurgie und für Neurologie am Kantonsspital
St. Gallen und eines Röntgeninstituts) war der Versicherte vom 11. bis 21. Oktober
2004 in der Klinik Valens stationiert gewesen. Die Klinik hatte am 16. November 2004
(act. 20-12 ff.) berichtet, das relevante Problem habe eine allgemein reduzierte
Belastbarkeit dargestellt, die nicht allein durch die Funktionsstörung der LWS habe
erklärt werden können. Es bestünden eine erhebliche Dekonditionierung und
mangelnde Belastungsbereitschaft. Bei (vorzeitigem) Austritt habe eine
arbeitsbezogene körperliche Leistungsfähigkeit vorgelegen, die einer leichten
Arbeitsbelastung (wechselbelastend, bis max. 10 kg, ohne exponierte Arbeiten wie
beispielsweise auf Gerüsten) entspreche. Als Bauarbeiter in einer Tiefbauunternehmung
sei der Versicherte nicht arbeitsfähig. Die Unfallversicherung stellte die Leistungen auf
Ende Dezember 2004 ein. Am 30. November 2004 war dem Versicherten das
Arbeitsverhältnis auf Ende Februar 2005 gekündigt worden.
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A.d Dr. med. B._, Innere Medizin FMH, bezeichnete im IV-Arztbericht vom
14. Dezember 2004 (act. 23) als Diagnose (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) ein
chronifiziertes lumbo-spondylogenes Schmerzsyndrom seit einem Arbeitsunfall im
Januar 2004. Als Nebendiagnosen erwähnte er einen St. n. Diskushernien-Operation
L5/S1 (im Oktober 1999), eine neu aufgetretene Diskushernie L4/L5 mit
Spinalkanalstenose (17. Februar 2004) und einen Diabetes mellitus Typ II, schlechte
diätetische Compliance, seit Jahren. Als Bauarbeiter sei der Versicherte seit dem
29. Oktober 2004 zu 100 % arbeitsunfähig, da sich bei körperlich belastender Arbeit
die Rücken- und Beinschmerzen verstärkten. Andere, körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten seien dem Versicherten noch zu 50 bis 70 % (ohne
zusätzliche Leistungsverminderung) zumutbar, je nach Tätigkeit.
A.e In einem Verlaufsbericht vom 24. Oktober 2006 (act. 37) erklärte Dr. B._, es habe
sich insofern eine Änderung der Diagnose eingestellt, als im November 2005 ein Ulcus
duodeni Forrest III aufgetreten sei. Der Versicherte mache eine weitere
Verschlechterung des Gesamtzustands geltend, objektiv bestünden unveränderte
Befunde. Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten seien dem Versicherten zu
gut 50 %, d.h. an 4 bis 4.5 Stunden pro Tag, zumutbar.
A.f Die Unfallversicherung gab am 7. November 2006 (act. 39) nach einer
Rückweisung der UV-Sache durch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 8. März 2006 (act. 33-4 ff.) eine medizinische Abklärung bei Dr. med.
C._, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in
Auftrag. - Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am
9. November 2006 (act. 40) dafür, es gehe dort um die Frage der Unfallkausalität. Es
sei auf die Beurteilung der Klinik Valens abzustellen.
A.g Mit Vorbescheid vom 28. November 2006 (act. 43 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten eine
Abweisung seines Leistungsgesuchs in Aussicht. Am 29. Januar 2007 (act. 45) verfügte
sie entsprechend. - Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung am 1. März 2007
(act. 46) Beschwerde hatte erheben lassen, sah die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
am 23. April 2007 (act. 52) eine eigene Begutachtung bei der MEDAS Ostschweiz vor.
Sie widerrief am 7. Mai 2007 (act. 54 f.) die Verfügung vom 29. Januar 2007, worauf
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das Beschwerdeverfahren am 23. Mai 2007 (act. 57) antragsgemäss abgeschrieben
wurde.
A.h Am 11. Mai 2007 war das Gutachten von Dr. C._ vom 20. Februar 2007
(act. 56-3 ff.) bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle eingegangen. Es wurde
bekannt gegeben, als Diagnosen lägen vor (erstens) eine chronische Lumboischialgie
bei Osteochondrose, Spondylarthrose L4/5 und L5/S1 mit Diskusprotrusion L4/5, St. n.
Resektion Diskushernie L5/S1 links, Symptomausweitung und
Dekonditionierungssyndrom und (zweitens) ein Diabetes mellitus Typ II, nicht
insulinabhängig, mit Verdacht auf diabetische Neuropathie der Füsse.
A.i In ihrem Gutachten vom 16. April 2008 (act. 66 ff.) gab die MEDAS Ostschweiz als
Hauptdiagnosen bekannt: (erstens) ein Panvertebrales Schmerzsyndrom bei deutlichen
degenerativen Veränderungen des Achsenskeletts bei Status nach
Diskushernienoperation L5/S1 1999, Status nach Rückenprellung am 29.01.2004, und
radiologischen Zeichen einer beginnenden Coxarthrose rechts > links, (zweitens) einen
Diabetes mellitus Typ II ED 1996/97 bei peripherer Polyneuropathie, stammbetontem
Übergewicht und Dyslipidämie, (drittens) eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung und (viertens) eine dysthyme Störung. Die angestammte Tätigkeit sei
nicht mehr zumutbar. Unter psychiatrischem Aspekt bestehe eine um rund 20 %
verminderte Arbeitsfähigkeit infolge einer Minderung des Rendements durch
depressive Hemmung und rasche Ermüdbarkeit. Aus orthopädischer Sicht sei eine
rückenadaptierte Tätigkeit (mit nur gelegentlichem Bücken ohne regelmässiges Heben
von Lasten über 10 kg, ohne Überkopfarbeiten und ohne Zwangshaltung) vollschichtig
zumutbar. Internistisch betrachtet sei wegen des Diabetes mit ausgeprägter peripherer
Polyneuropathie eine zusätzliche Einschränkung um 10 bis 20 % zu berücksichtigen
und es seien Tätigkeiten im 24-Stunden-Schichtwechsel ebenso zu vermeiden wie
Tätigkeiten auf Gerüsten oder mit Sturzgefahr. Polydisziplinär sei von einer um rund
30 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen, und zwar
ab 1. Januar 2005. Bis zu jenem Zeitpunkt habe der Versicherte UV-Taggelder erhalten.
- Der RAD befürwortete am 3. Juni 2008 (act. 71), auf das Begutachtungsergebnis
vollumfänglich abzustellen.
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A.j In einem Fragebogen vom 17. Juni 2008 (act. 73) gab der Versicherte an, sich aus
gesundheitlichen Gründen nicht um eine Stelle beworben zu haben. Er sei auch nicht
bereit, eine Stelle anzutreten oder an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. In
seinem gegenwärtigen Gesundheitszustand mit den grossen täglichen Schmerzen sei
die Chance, eine solche Arbeit auszuführen, sehr klein.
A.k Daraufhin wurde die IV-Eingliederungsberatung am 10. Juni 2008 (act. 74)
abgeschlossen. Mit Mitteilung vom 7. August 2008 (act. 77) wurde dem Rechtsvertreter
des Versicherten der Abschluss der Arbeitsvermittlung eröffnet. Durch Vorbescheid
vom 16. Februar 2009 (act. 81 f.) kündigte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle die
Zusprechung einer Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40 %
(Valideneinkommen Fr. 63'409.--, Invalideneinkommen Fr. 37'966.--) ab 1. Januar 2005
an.
A.l Mit einem Einwand vom 13. März 2009 (act. 85) liess der Versicherte beantragen,
die Versicherungsleistungen seien nochmals umfassend in Bezug auf alle relevanten
Faktoren zu überprüfen und es sei eine höhere Rente zuzusprechen. Es sei nicht
begründet worden, wie die Koordination mit der Unfallversicherung und den
Eingliederungsmassnahmen erfolge. Der behandelnde Arzt habe ein Schmerzsyndrom
und eine psychiatrische Erkrankung diagnostiziert. Es manifestiere sich eine Flucht in
die Krankheit und ein sich steigernder sozialer Rückzug. - Am 27. Mai 2009 (act. 95)
hielt der Rechtsvertreter des Versicherten dafür, dieser habe Anspruch auf
Arbeitsvermittlung. Aus der Sicht der Gutachter wäre auch eine
Arbeitsunfähigkeitsschätzung bis zu 40 % nicht ausgeschlossen gewesen. - Mit
Schreiben vom 16. Juli 2009 (act. 102) an den früheren Rechtsvertreter erklärte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle, sie halte an ihrem Entscheid fest.
A.m Mit Verfügung vom 5. August 2009 sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen dem Versicherten ab 1. September 2009 eine Viertelsrente
(Teilrente) bei einem Invaliditätsgrad von 40 % zu. Die Verfügung für die Periode vom
1. Januar 2005 bis 31. August 2009 werde er nach abgeschlossenem
Verrechnungsverfahren erhalten.
B.
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Gegen die Verfügung vom 5. August 2009 richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur.
Bernhard Zollinger für den Betroffenen am 3. September 2009 (Postaufgabe:
9. September 2009) erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer seien die vollen Versicherungsleistungen auszurichten, eventualiter
seien weitere Abklärungen vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche
Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren. Gemäss dem behandelnden
Dr. B._ seien die Abklärungen - die Unfallversicherung habe ein Gutachten von
Dr. C._ eingeholt - nicht vollständig durchgeführt worden. Er (der Hausarzt)
bescheinige dem Beschwerdeführer seit dem Unfall eine ununterbrochene volle
Arbeitsunfähigkeit. Es erstaune den Arzt, dass der Beschwerdeführer zu 60 %
arbeitsfähig sein sollte, sei doch bis anhin keine Therapie abschliessend erfolgreich
gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe aber kein zusätzliches Gutachten bei ihm
eingeholt. Es sei widersprüchlich, wenn die Beschwerdegegnerin annehme, eine
Eingliederung sei zurzeit nicht möglich. Es sei ein unabhängiges Gutachten einzuholen.
- Nach einer Verfahrenssistierung bis zum Vorliegen der Verfügung über die
Rentenperiode vom 1. Januar 2005 bis 31. August 2009 reicht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers am 8. Februar 2010 die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
8. September 2009 betreffend den Rentenanspruch des Beschwerdeführers für diese
Zeit ein. Darin sind Verrechnungen mit Forderungen der Krankentaggeldversicherung
und des Sozialamtes enthalten.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 23./25. März 2010 beantragt die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen und es sei festzustellen, dass
der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch habe. Die orthopädisch-gutachterliche
Beurteilung erscheine plausibel. Während aus internistischer Sicht (nur) zusätzliche
qualitative Einschränkungen festgestellt worden seien, habe die MEDAS im Ergebnis
zusätzlich eine 10- bis 20%ige quantitative Einschränkung angenommen. Das lasse
sich indessen mit Blick auf die nicht leicht zu nehmenden internistischen Leiden
rechtfertigen. Der psychiatrische Gutachter habe eine Mischung aus psychosozialen
Faktoren und einer narzisstischen Fehlentwicklung durch eine Kette von
Kränkungsreaktionen als Nährboden für eine schleichende depressive Entwicklung mit
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neurotischer Komponente und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
betrachtet. Die Beschreibung des Krankheitsbilds erscheine einleuchtend, doch
komme den diagnostizierten psychischen Leiden aus rechtlichen Gründen keine
invalidisierende Wirkung zu. Mit der Dysthymie liege keine von depressiven
Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression als
verselbständigter Gesundheitsschaden vor, welche als erhebliche Komorbidität auf die
Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung schliessen liesse. Dieses
Leiden komme für sich allein nicht einem Gesundheitsschaden im Sinn des Gesetzes
gleich. Unabhängig davon, ob die Dysthymie ein von der somatoformen
Schmerzstörung losgelöstes Leiden oder lediglich ihre Begleiterscheinung darstelle, sei
sie nicht invalidisierend. Das Vorliegen anderer qualifizierter, ausreichend intensiver und
konstanter Kriterien habe der Gutachter zu Recht verneint. Aus rechtlichen Gründen sei
somit von einer psychiatrisch betrachtet uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszu-
gehen. Dem Gutachten sei voller Beweiswert beizumessen, doch sei nur auf die
internistisch begründete Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 15 % abzustellen. Die
Berichte von Dr. B._ zeigten keine Aspekte, die bei der Begutachtung unerkannt oder
ungewürdigt geblieben wären, und würden keine Zweifel am Beweiswert des
Gutachtens erwecken. Das Valideneinkommen im Jahr 2005 betrage Fr. 63'060.--
(ausgehend von Fr. 61'897.50 im Jahr 2003). Der Tabellenlohn 2005 mache
Fr. 58'389.-- aus. Da der Beschwerdeführer als Bauarbeiter körperlich schwer
gearbeitet habe und nun auch in einer leichten Arbeit nicht voll leistungsfähig sei,
könne ein Abzug von 10 % gewährt werden. Ein Teilzeitabzug sei nicht am Platz,
ebenso wenig ein Abzug wegen Alter oder Nationalität. Die Restarbeitsfähigkeit könne
ganztägig verwertet werden, Hilfsarbeiten würden altersunabhängig nachgefragt, die
statistischen Löhne würden bei der schweizerischen und ausländischen
Wohnbevölkerung erfasst und die bei angepasster Tätigkeit verbleibende
gesundheitliche Beeinträchtigung sei abschliessend in der medizinischen
Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt. Das Invalideneinkommen stelle sich somit
auf Fr. 44'668.--. Der Invaliditätsgrad betrage 29 %.
D.
Mit Replik vom 29./30. März 2010 beanstandet der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin vermöge keine Verweistätigkeit gemäss
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den Vorgaben der Rechtsprechung für den Beschwerdeführer aufzuzeigen. Darin liege
eine schwere Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, weshalb das Verfahren
zurückzuweisen sei. Der behandelnde Arzt berichte aus seiner lange Zeit dauernden
Beobachtung, dass der Beschwerdeführer sich sozial deutlich anders verhalte als
früher. Er isoliere sich und halte selbst mit nahen Verwandten kaum mehr Kontakt.
Zuwenig berücksichtigt habe die Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer ein
Bauarbeiter aus einfachsten Verhältnissen sei. Einen anderen Beruf habe er nicht
aufnehmen können. Seine Hände seien entsprechend dieser langjährigen Tätigkeit
gestaltet. Obwohl die Rechtsprechung den Abzug genau für ehemalige Bauarbeiter wie
den Beschwerdeführer eingeführt habe, sei kein solcher von 25 % geprüft worden. Die
Prüfung der Beschwerdegegnerin sei in wesentlichen Punkten nachlässig. Eine
reformatio in peius anzudrohen, sei nicht Sache der Beschwerdegegnerin. Sollte das
Gericht eine solche ebenfalls befürworten, sei ihm Gelegenheit einzuräumen, die
Beschwerde zurückzu-ziehen.
E.
Die Beschwerdegegnerin hat am 12./15. April 2010 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 5. August 2009, also unter
der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie
er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser
Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf
bestimmte Sachverhalte nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das
aufgehobene Recht massgebend bleiben, muss eine geltende Norm die
Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für bestimmte Sachverhalte anordnen. Die
5. IV-Revision enthält keine die Rente betreffende übergangsrechtliche Bestimmung.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine
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ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007).
Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte
durch ein materiellrechtliches, unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen
der Zeitpunkt der Entstehung des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des
Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum
Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns sind
deshalb vorliegend angesichts der IV-Anmeldung vom November 2004 und des
Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im Januar 2004 die bis zum 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die
Invaliditätsbemessung hat sich indessen materiell keine Änderung der Rechtslage
ergeben.
1.2 Der Verfügung vom 8. September 2009 kommt - abgesehen von den (nicht
beanstandeten) Verrechnungsanordnungen - im Vergleich zu der angefochtenen
Verfügung vom 5. August 2009 keine eigenständige Bedeutung zu. Beide Verfügungen
sind rechtlich als Einheit zu betrachten: sie sprechen dem Beschwerdeführer mit
Wirkung ab 1. Januar 2005 eine Viertelsrente zu. Der Beschwerdeführer lässt im
Hauptstandpunkt "die vollen Versicherungsleistungen" beantragen, wohl eine ganze
Rente. In ihrer Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegegnerin dem Gericht,
einen Rentenanspruch im Sinn einer reformatio in peius abzuweisen.
1.3 Strittig ist daher zunächst der Rentenanspruch. Zum Streitgegenstand gehört
aber, weil der Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrads nach Art. 16
ATSG erst nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist, notwendigerweise auch die Frage, ob
die Verwaltung eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in
Anspruch genommen hat. Die Arbeitsvermittlung ist gemäss Mitteilung vom 7. August
2008 abgeschlossen worden.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
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sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in
der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch
tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046
des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
3.
3.1 Zum Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegt
ein polydisziplinäres Gutachten vom 16. April 2008 vor. Das Gutachten stützt sich auf
die Vorakten, auf Akten der Klinik für Neurochirurgie und des Departements Innere
Medizin, Gastroenterologie, am Kantonsspital St. Gallen sowie auf Röntgenbefunde
eines Röntgeninstituts und des Instituts für Radiologie am Kantonsspital St. Gallen.
Ferner wurden die Anamnese und die objektiven Befunde (unter anderem Labor,
Röntgen, PACT-Test, EKG) erhoben. Es erfolgte eine internistische Beurteilung und in
orthopädischer und psychiatrischer Hinsicht wurden Consiliargutachten beigezogen. -
Dabei zeigten sich gemäss dem Gutachten orthopädisch erhebliche degenerative
Veränderungen vorwiegend im unteren Lendenwirbelsäulenabschnitt und im unteren
Abschnitt der Halswirbelsäule. Im Bereich der Hüftgelenke sei rechts eine vermehrte
Sklerosierung des Pfannendachs bei noch erhaltenem normal weitem Gelenkspalt zu
verzeichnen. Soweit beurteilbar hätten sich keine Schonungszeichen oder
Bewegungseinschränkungen erkennen lassen. Zu erwähnen sei eine eventuell durch
den Diabetes mellitus bedingte Neuropathie. Während die frühere, körperlich
belastende Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden könne, sei eine adaptierte, diversen
umschriebenen Voraussetzungen entsprechende Tätigkeit vollständig zumutbar. -
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Internistisch wurden qualitative Einschränkungen festgestellt, indem Tätigkeiten im 24-
Stunden-Schichtbetrieb und solche an exponierten Arbeitsorten mit Sturzgefahr nicht
zu empfehlen seien. In der Gesamtbeurteilung wurde dem schlecht eingestellten
Diabetes mellitus mit ausgeprägter peripherer Polyneuropathie eine die Arbeitsfähigkeit
um 10 bis 20 % einschränkende Wirkung beigemessen. - Unter psychiatrischem
Gesichtspunkt ergab sich bei der Begutachtung, dass eine Kombination von
psychosozialen Belastungsfaktoren und einer narzisstischen Fehlentwicklung vorliege.
Diese Mischung bilde Nährboden für eine schleichende depressive Entwicklung mit
neurotischer (unterschwellig aggressiver und ängstlicher) Komponente und für eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Aus psychotherapeutischer Sicht seien die
Schmerzangaben und die dadurch reduzierte Leistungsfähigkeit weitgehend
nachvollziehbar, gehe man doch davon aus, dass die somatoforme Schmerzstörung -
im Sinn des primären Krankheitsgewinns (unbewusste Abwehr) und des sekundären
Krankheitsgewinns (soziale Stabilisierung), der dann ebenfalls wieder verdrängt werden
müsse - Krankheitswert habe. Nun habe das Bundesgericht (bis 31. Dezember 2006:
Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG) aber einen Entscheid veröffentlicht, der
es nicht mehr erlaube, aufgrund dieser Diagnose eine Arbeitsunfähigkeit zu postulieren,
es sei denn, die sogenannten Foerster'schen Kriterien seien erfüllt. Von diesen Kriterien
seien folgende hier nicht vorhanden: Motivation und Eigenanstrengung der versicherten
Person bei ambulanten und stationären Rehabilitationsversuchen; erhebliche
psychische Komorbidität; chronischer körperlicher Verlauf ohne längerfristige
Remission; sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Die Flucht in die Krankheit
(primärer Krankheitsgewinn) sei noch nicht so verfestigt, dass sie therapeutisch nicht
anzugehen wäre, wenn der Beschwerdeführer sich darauf einlassen könnte. Eine
psychosomatische Sicht der Dinge sei ihm allerdings verwehrt. Der psychiatrische
Gutachter stellte deshalb fest, er halte sich unter diesen Umständen an die
objektivierbaren psychischen Funktionseinbussen. Aufgrund der beobachteten
sozialen, kognitiven und psychomotorischen Funktionen während der psychiatrischen
Exploration und aufgrund der spärlichen psychopathologischen Angaben in den Akten
könne eine Verminderung des Rendements für eine adaptierte Tätigkeit von etwa 20 %,
höchstens 30 %, angenommen werden. In die Gesamtbeurteilung floss die
psychiatrische Beeinträchtigung mit 20 % Minderung des Rendements infolge
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depressiver Hemmung und rascher Ermüdbarkeit ein. - Polydisziplinär stellten die
Gutachter eine Arbeitsunfähigkeit von rund 30 % für eine adaptierte Tätigkeit fest.
3.2 Auf das Ergebnis dieses Gutachtens vom April 2008 kann vorliegend abgestellt
werden. Die Abklärungen erscheinen umfassend. Die in Kenntnis der Akten und der
Untersuchungsbefunde im Zusammenwirken der Fachärzte gezogenen
Schlussfolgerungen sind begründet. Die Klinik Valens hatte im November 2004 - unter
Berücksichtigung des chronifizierten lumbospondylogenen Schmerzsyndroms und des
schlecht eingestellten Diabetes mellitus samt Polyneuropathie, nicht aber einer
psychiatrischen Komponente - von einer Leistungsfähigkeit berichtet, welche einer
leichten, wechselbelastenden Tätigkeit entspreche. Dr. B._ war dagegen aufgrund
des chronifizierten Schmerzsyndroms im Dezember 2004 für eine angepasste Tätigkeit
von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 bis 50 %, im Oktober 2006 von einer solchen von
knapp 50 % ausgegangen. Seine obere, vom Gutachten abweichende
Arbeitsunfähigkeitsschätzung wurde im Gutachten im Sinn einer ganzheitlichen (wohl
ohne Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben abgegebenen) Wertung des
medizinischen Grundversorgers als gerechtfertigt bezeichnet. Dass der Arzt für die
bisherige Arbeit eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert, widerspricht der gutachterlichen
Beurteilung nicht. Dr. C._ schliesslich hatte sich mit Fragen der Unfallkausalität und
nicht mit einer konkreten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit befasst. Das Ergebnis des
Gutachtens ist aufgrund der gesamten Aktenlage überzeugend.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin misst dem Gutachten ebenfalls vollen Beweiswert bei
und hält die Beschreibung des (psychiatrischen) Krankheitsbildes für plausibel, stellt
sich aber auf den Standpunkt, den diagnostizierten psychischen Leiden komme aus
rechtlichen Gründen keine invalidisierende Wirkung zu. Diagnostiziert waren
diesbezüglich eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine dysthyme
Störung.
4.2 Nach Art. 4 Abs. 1 IVG gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder
geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit.
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4.3 Die (rein) psychiatrische Erklärbarkeit einer Schmerzsymptomatik allein - bei
weitgehendem Fehlen eines somatischen Befundes - genügt nach der Rechtsprechung
des Bundesgerichts für eine sozialversicherungsrechtliche Leistungsbegründung nicht
(BGE 130 V 352 E. 2.2.4). Vorausgesetzt ist, dass die Schmerzen nicht
zumutbarerweise überwunden werden können und dass das ausgewiesene Leiden von
Krankheitswert zu einer lang dauernden Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit führt.
4.4 Dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung - wohl: für sich allein - eine
lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt,
fällt nach der Rechtsprechung nur in jenen Fällen in Betracht, in denen die Störung
nach Einschätzung des Arztes eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten
Person die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei
objektiver Betrachtung - und unter Ausschluss von Einschränkungen der
Leistungsfähigkeit, die auf aggravatorisches Verhalten zurückzuführen sind - sozial-
praktisch nicht mehr zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist. Die
Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in
den Arbeitsprozess setzt das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen
Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber
das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter
Kriterien voraus. So sprechen unter Umständen (1) chronische körperliche
Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder
progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht
mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber
entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die
Krankheit"]) oder schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz
konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen
(auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der
versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der somatoformen
Schmerzstörung (zum Ganzen: vgl. BGE 130 V 352). Der begutachtenden Fachperson
der Psychiatrie obliegt es aufzuzeigen, ob und inwiefern eine versicherte Person über
psychische Ressourcen verfügt, die es ihr erlauben, mit ihren Schmerzen umzugehen
(vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.4).
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4.5 Zu beachten ist zunächst, dass beim Beschwerdeführer keine reine
Schmerzsymptomatik vorliegt, sondern auch objektivierbare Schädigungen bestehen,
war doch 1999 eine Diskushernienoperation erfolgt und bestehen nun erhebliche
degenerative Veränderungen der (Lenden- und der Hals-) Wirbelsäule. - Der
psychiatrische Gutachter hat nicht nur eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung,
sondern auch eine dysthyme Störung diagnostiziert. Der somatoformen
Schmerzstörung hat er Krankheitswert zugemessen. In der Folge hat er sich mit den
von der Rechtsprechung geforderten, oben erwähnten Kriterien auseinander gesetzt. Er
hat die meisten davon als konkret nicht zutreffend betrachtet, hat aber dargelegt, dass
unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Vorgaben eine Verminderung des
Rendements für eine adaptierte Tätigkeit von etwa 20 % anzunehmen sei (act. 67-7
zweite Antwort). Dabei handelt es sich nach seinen Angaben nicht um eine echte
polydisziplinäre Sichtweise im Sinn eines modernen psycho-sozio-somatischen
Krankheitsverständnisses, da eine solche mit den juristischen Gegebenheiten nicht
kompatibel sei. Von aktuellem Stress herrührende seelische und vegetative
Beeinträchtigungen seien nach jenen Vorgaben invaliditätsfremd und somatoforme
Störungen keine Diskussionsgrundlage mehr. Diesen Angaben nach zu schliessen hat
der Psychiater bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gewisse Beeinträchtigungen
ausgeschlossen. Er hat dargelegt, auf die beobachteten und anhand der Akten
festgestellten objektivierbaren psychischen (bzw. sozialen, kognitiven und
psychomotorischen) Funktionseinbussen abgestellt zu haben. Es kann angenommen
werden, dass er damit einzig die Einschränkungen berücksichtigt hat, die für den
Beschwerdeführer auch bei zumutbarer Anstrengung nicht überwindbar sind. Damit
liegt eine fachärztliche Schätzung vor, welche die entscheidende Frage (vgl. BGE 130 V
352 E. 2.2.4) beantwortet, nämlich ob bzw. inwiefern die betroffene Person von ihrer
psychischen Verfassung her besehen objektiv an sich die Möglichkeit hat, trotz ihrer
subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen. Als die zumutbare
Arbeitsfähigkeit (im Ausmass von 20 %) beeinträchtigend sind danach infolge der
psychiatrischen Diagnosen eine leichte psychomotorische und kognitive
Verlangsamung und eine erhöhte Ermüdbarkeit zu betrachten. - Auszugehen ist
gemäss dem Gutachten somit insgesamt von einer Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers von rund 70 % in einer adaptierten Tätigkeit.
5.
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5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads im Zusammenhang mit Geldleistungen
wird nach Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Validen-einkommen; sog. allgemeine Methode).
5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns - hier 2005 - nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl.
Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008). - Davon ist hier
auszugehen. Es rechtfertigt sich, vom Einkommen im Jahr vor dem Unfall, 2003,
gemäss IK-Auszug von Fr. 61'506.-- auszugehen. Bei Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung (gemäss Tabelle T1.93 der Publikation Lohnentwicklung 2006
des Bundesamtes für Statistik) im Baugewerbe von 2003 bis 2005 (Index 2005: 114;
Index 2003: 112.3) ergibt sich für das Jahr 2005 ein Betrag von Fr. 62'437.--, der als
Valideneinkommen zu betrachten ist.
5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so können nach der Rechtsprechung statistische
Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
5.4 Der Beschwerdeführer lässt einwenden, andere als seine bisherige, körperliche
Arbeit komme für ihn aufgrund seiner Konstitution nicht in Frage. Indessen ist darauf
hinzuweisen, dass ein ausgeglichener Arbeitsmarkt, wie er für die
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Invaliditätsbemessung massgebend ist, von seiner Struktur her sowohl bezüglich der
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes einen Fächer verschiedenartiger Stellen beinhaltet (Entscheide des
Bundesgerichts i/S K. vom 6. Mai 2008, 8C_319/2007, und i/S L. vom 11. Juni 2007,
I 402/06; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (eine Fiktion, vgl.
BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein hypothetischen Charakter und dient dazu, die Risiken
Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V
276 E. 4b). Dass die medizinischen Vorgaben dem Beschwerdeführer so enge Grenzen
setzen würden, dass nur noch realitätsfremde Einsatzmöglichkeiten (vgl. Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 5. September 2006, I 447/06; ZAK
1991 S. 320 f. E. 3b) für ihn verblieben, muss nicht angenommen werden. Auch der
Umstand, dass er jahrelang als Maschinist (Ankerarbeiten mit Bohrgerät) tätig war,
rechtfertigt nicht die Annahme, er sei auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt von
geeigneten Arbeitsmöglichkeiten aus-geschlossen. In Frage kämen wohl etwa
Verpackungs- und Kontrolltätigkeiten. Die Beschwerdegegnerin hat zwar keine
individuell-konkreten Verweistätigkeiten bezeichnet, doch rechtfertigt es sich nicht,
daran Rechtsfolgen - etwa diejenigen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs - zu
knüpfen.
5.5 Der Tabellenlohn 2005 macht (gemäss Anhang 2 der Textausgabe
Invalidenversicherung, Gesetze und Verordnungen, der Informationsstelle AHV/IV,
basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für
Statistik) Fr. 58'389.-- aus.
5.6 Nach der Rechtsprechung werden die Tabellenlöhne gekürzt, wenn versicherte
Personen, die in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach
Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt
einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig von der früher ausgeübten Tätigkeit - als
gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr
voll leistungsfähig sind oder wenn weitere persönliche und berufliche Merkmale wie
Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht
schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das
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Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom
statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale
auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75). - Der
Beschwerdeführer hat vor Eintritt der Gesundheitsschädigung körperlich schwere
Arbeit geleistet. Nun kommen nur noch rückenadaptierte Tätigkeiten (mit nur
gelegentlichem Bücken, ohne regelmässiges Heben von Lasten über 10 kg, ohne
Überkopfarbeiten und ohne Zwangshaltung) in Frage mit Ausnahme von Arbeiten im
24-Stunden-Schichtwechsel und auf Gerüsten oder mit Sturzgefahr. Zu
berücksichtigen ist ferner, dass der Beschwerdeführer in einer solchen Tätigkeit nur
noch zu 70 % arbeitstätig sein kann, und dass Tabellenlöhne bei gesunden
Arbeitskräften erhoben werden. Die Beschwerdegegnerin befürwortet einen Abzug vom
Tabellenlohn von 10 %, womit sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ein
Invaliditätsgrad von 41 % (Valideneinkommen Fr. 62'437.--; Invalideneinkommen
Fr. 36'785.-- [0.9 x 0.7 x Fr. 58'389.--]) und damit grundsätzlich Anspruch auf eine
Viertelsrente ergibt. Selbst wenn - was vorliegend als maximal zu gelten hat - ein
Abzug von 20 % als angezeigt zu betrachten wäre, ergäbe sich derselbe
Rentenanspruch (Invalideneinkommen Fr. 32'698.--, entsprechend 0.8 x 0.7 x
Fr. 58'389.--; Invaliditätsgrad 48 %).
5.7 Unter der Voraussetzung, dass der Invaliditätsgrad sich nicht durch berufliche
Massnahmen senken liesse, ist demnach von einem Rentenanspruch des
Beschwerdeführers auszugehen. Dass die Beschwerdegegnerin von beruflichen
Massnahmen abgesehen hat, lässt sich vorliegend nicht beanstanden. Allein die
subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung des Beschwerdeführers schlösse solche
zwar nicht aus, denn geeignete Massnahmen müssten in einem Mahn- und
Bedenkzeitverfahren durch-gesetzt werden, doch war nicht zu erwarten, dass eine
geeignete Massnahme zur Verfügung gestanden hätte, mit der sich eine Senkung des
Invaliditätsgrads hätte erreichen lassen, zumal sich die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit in jeder Tätigkeit gleichermassen auswirkt.
5.8 Bei der Erfüllung des Wartejahrs mit einem ausreichenden Durchschnitt an
Arbeitsunfähigkeit und anschliessender Erwerbsunfähigkeit ist, wie die
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung noch festgehalten hatte, ab
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1. Januar 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente entstanden. Die angefochtene
Verfügung ist daher nicht zu beanstanden.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Der
Beschwerdeführer ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihm die Gerichtskosten in der
Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen sind.
6.3 Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) durch die
Gerichtsleitung am 26. März 2010 ist er jedoch von deren Bezahlung zu befreien. Wenn
seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm gestatten, kann er allerdings zur
Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die Vertretung verpflichtet
werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
6.4 Der Staat ist aufgrund der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten,
für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Der
Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Diese ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS
963.70) um einen Fünftel auf Fr. 2'800.-- zu reduzieren.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP