Decision ID: 69e2439f-854d-5ab6-8feb-3d035860d98d
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Schreiben vom 22. September 2006 forderte die Vorinstanz den  auf, ihr bis zum 10. Oktober 2006 den Nachweis für den Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung für die Zeit vom 1.  2004 bis 30. November 2005 zu erbringen. Dabei stützte sie sich auf Lohnbescheinigungen der AHV-Ausgleichskasse des Kantons Schwyz, woraus zu entnehmen war, dass der Beschwerdeführer während dieser Zeit Arbeitnehmer beschäftigte, die gemäss BVG versicherungspflichtig waren. Gleichzeitig drohte sie dem Beschwerdeführer an, diesen  anzuschliessen, wenn er diesen Nachweis nicht erbringen könne, was mit weiteren Nebenkosten verbunden sei (act. 6a).
B. Der Beschwerdeführer teilte der Vorinstanz mit Schreiben vom 19. Oktober 2006 mit, dass er beschlossen habe, sich mit Wirkung ab 1. November 2004 der Sammelstiftung P_ anzuschliessen, und legte diesem Schreiben als Nachweis eine Kopie des Antrags vom 19. Oktober 2006 für einen Abschluss der beruflichen Vorsorge BVG bei.
C. Am 20. Oktober 2006 verfügte die Vorinstanz rückwirkend per 1.  2004 den Zwangsanschluss des Beschwerdeführers. Diesen  sie dahingehend, dass der Beschwerdeführer innerhalb der  Frist keinen Vertragsnachweis über die definitive Aufnahme in die P_ erbringen konnte.
D. Diese Verfügung focht der Beschwerdeführer am 17. November 2006 bei der Eidgenössischen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (nachfolgend Eidgenössische Beschwerdekommission BVG) an. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und machte geltend, der beantragte Anschluss an die P_ sei soweit fortgeschritten, dass die offenen Beträge berechnet wurden und er bereits eine Anzahlung von Fr. 5'000.-- geleistet habe. Demzufolge erübrige sich der Zwangsanschluss.
E. Mit Vernehmlassung vom 5. Januar 2007 beantragte die Vorinstanz die kostenfällige Abweisung der Beschwerde und hielt an der Begründung des angefochtenen Entscheids fest.
F. Am 24. Januar 2007 wurde dem Beschwerdeführer die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben. Ausstandsbegehren wurden nicht gestellt.
G. Der Beschwerdeführer hat den gemäss Verfügung des  vom 24. Januar 2007 erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 500.- fristgerecht eingezahlt.
H. In seiner Replik vom 6. Februar 2006 hielt der Beschwerdeführer an  Begehren und deren Begründung gemäss Beschwerde fest. Zum Nachweis für seinen Anschluss berief er sich auf die nun vorgelegte  mit der P_, welche allseitig unterzeichnet und vom 31. Januar 2007 bzw. 2. Februar 2007 datiert ist. Daraus geht hervor,
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dass die P_ die Durchführung der obligatorischen bzw.  Vorsorge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer per 1. November 2004 übernimmt (act. 9).
I. Mit Duplik vom 27. Februar 2007 (act. 11) beantragte die Vorinstanz die teilweise Gutheissung der Beschwerde unter vollständiger Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Dazu führte sie aus, der Beschwerdeführer habe zwar nunmehr die verlangte definitive Bestätigung für einen Anschluss erbracht, sie bestehe aber auf der Erstattung der Kosten gemäss Dispositivziffer 2 von Fr. 825.-.
J. Dem Beschwerdeführer wurde am 9. März 2007 noch Gelegenheit , zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen. Er hat sich nicht mehr geäussert.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren ist die Verfügung der Vorinstanz vom 20. Oktober 2006, welche gemäss Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, - und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) darstellt.
1.2 Beschwerden gegen Verfügungen der Auffangeinrichtung beurteilte bis zum 31. Dezember 2006 die Eidgenössische Beschwerdekommission BVG unter Anwendung der Verfahrensvorschriften des VwVG (Art. 74 Abs. 2 Bst. c und Abs. 3 BVG in der zu diesem Zeitpunkt geltenden Fassung). Per 31. Dezember 2006 wurde die Eidgenössische Beschwerdekommission BVG als Beschwerdeinstanz durch das Bundesverwaltungsgericht ersetzt, das seine Tätigkeit am 1. Januar 2007 aufgenommen und gestützt auf Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (VGG, SR 173.32) die Beurteilung der in diesem Zeitpunkt hängigen Beschwerden übernommen hat. Die Zuständigkeit des  ergibt sich gemäss Art. 31 und 33 Bst. h VGG,  wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt.
1.3 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Verfügungen der  unter Anwendung der Verfahrensvorschriften des VwVG (Art. 1 Abs. 1 und 2 Bst. e VwVG, i. V. m. Art. 33 Bst. h VGG).
1.4 Mangels eines ausdrücklichen Verweises im BVG finden die  des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1), insbesondere auch  2. Abschnitt über das Sozialversicherungsverfahren, keine Anwendung (Art. 2 ATSG).
1.5 Der Beschwerdeführer hat gegen die Verfügung der Auffangeinrichtung form- und fristgerecht Beschwerde erhoben (Art. 50 und 52 VwVG).
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1.6 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), er ist durch die angefochtene Verfügung  berührt, und er hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG). Er ist daher zur Beschwerde .
2.
2.1 Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17. Altersjahr vollendet hat und bei einem Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen  gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG in Verbindung mit Art. 5 der  vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzielt und bei der AHV  ist (Art. 5 Abs. 1 BVG). Beschäftigt ein Arbeitgeber Arbeitnehmer, die obligatorisch zu versichern sind, muss er sich gemäss Art. 11 BVG einer in das Register für die  Vorsorge eingetragenen Vorsorgeeinrichtung anschliessen oder eine solche errichten. Die Ausgleichskasse der AHV überprüft, ob die von ihr erfassten Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung  sind und fordert Arbeitgeber, die ihrer Anschlusspflicht nicht  sind, auf, sich innerhalb von zwei Monaten einer registrierten  anzuschliessen (Art. 11 Abs. 4 und 5 BVG). Bei  Mahnung meldet diese den Arbeitgeber der Auffangeinrichtung  zum Anschluss an (Art. 11 Abs. 6). Diese ist verpflichtet, den  zwangsweise anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 BVG).
2.2 Aus der vom Beschwerdeführer vorgelegten Anschlussvereinbarung mit der P_ geht hervor, dass er sich gemäss Art. 11 BVG per 1.  2004 an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat. Damit ist er seiner gesetzlichen Anschlusspflicht nachgekommen. Aus  Grund entfällt nachträglich der von der Vorinstanz verfügte  gemäss Art. 60 Abs. 2 BVG. Dies ist unter den Parteien denn auch nicht mehr strittig. Insbesondere anerkennt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer den verlangten Nachweis für einen Anschluss gemäss BVG nun rechtsgültig erbracht hat.
2.3 Zu prüfen bleibt vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz dem  die Kosten für den Zwangsanschluss gemäss Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung auch dann in Rechnung stellen kann, wenn der Zwangsanschluss aufgrund nachträglich eingereichter Unterlagen nicht vollzogen wird.
2.4 Gemäss Art. 11 Abs. 7 BVG stellen die Auffangeinrichtung und die  der AHV dem säumigen Arbeitgeber für den von ihm  Verwaltungsaufwand in Rechnung. Dadurch dass der  im Verfahren für die Kontrolle der Anschlusspflicht die ihm  Fristen unbenutzt verstreichen liess, war die Vorinstanz gezwungen, diesen zwangsweise anzuschliessen. Erst im Verlauf des vorliegenden Verfahrens erbrachte der Beschwerdeführer den Nachweis eines  an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung, was zur Folge hatte, dass die Voraussetzungen für den Zwangsanschluss nachträglich wegfie-
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len. Die Folgen des verspäteten Nachweis hat der Beschwerdeführer,  bereits ab dem 1. November 2004 anschlusspflichtig war, zu . Sein Versäumnis hätte er ohne Weiteres im Rahmen des  betreffend die Anschlusskontrolle nachholen können.
2.5 Unter diesen Umständen hätte somit der Beschwerdeführer bei  Handeln den verfügten Zwangsanschluss und die der Vorinstanz dadurch entstandenen Kosten vermeiden können.
Deshalb ist dem Antrag der Vorinstanz zu entsprechen, ihr  gemäss Dispositivziffer 2 zu bestätigen.
2.6 Zusammenfassend ist die Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen, als der Beschwerdeführer die Aufhebung des Zwangsanschlusses ( 1 und 3) beantragt. Im Kostenpunkt (Dispositivziffer 2) wird die  Verfügung bestätigt und die Beschwerde abgewiesen.
3.
3.1 Dieser Ausgang des Verfahrens hat zur Folge, dass der Beschwerdeführer im Umfang seines Unterliegens kostenpflichtig wird. Da er nur teilweise , sind die Verfahrenskosten entsprechend zu ermässigen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
3.2 In Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  (VGKE, SR 173.320.2) werden die dem  aufzuerlegenden Verfahrenskosten auf Fr. 300.-- festgesetzt.
3.3 Da dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer keine notwendigen und verhältnismässig hohe Kosten erwachsen sind, ist ihm keine  zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE). Die Vorinstanz hat gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keinen Anspruch auf Parteientschädigung.