Decision ID: 4514b6bd-2b64-5cf1-a82a-cd124083fb81
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im November 2013 zum Bezug von Ergänzungsleistungen zu
einer Viertelsrente der Invalidenversicherung an (EL-act. 22). Die EL-
Durchführungsstelle verglich die Ausgaben für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung (Prämienpauschale), für die Wohnungsmiete
(Maximalbetrag) und für den Lebensbedarf (Pauschale) mit dem Einkommen aus der
unselbständigen Erwerbstätigkeit (privilegierte Anrechnung), der Rentenleistungen der
Invalidenversicherung, aus der beruflichen Vorsorge und aus einem privatrechtlichen
Versicherungsverhältnis (Säule 3a) beziehungsweise einem Taggeld, das die
Versicherte bis Ende 2012 anstelle der Renten aus der beruflichen Vorsorge und aus
der Säule 3a erhalten hatte (EL-act. 8 ff.). Die Anspruchsberechnung ergab für die Zeit
ab April 2012 einen Einnahmenüberschuss von 21’781 Franken (EL-act. 12 und 10), für
die Monate Januar und Februar 2013 einen Einnahmenüberschuss von 3’126 Franken
(EL-act. 9), für die Zeit ab März 2013 einen Einnahmenüberschuss von 11’766 Franken
(EL-act. 13) und für die Zeit ab Januar 2014 einen Einnahmenüberschuss von 5’342
Franken (EL-act. 8). Mit einer Verfügung vom 26. April 2014 wies die EL-
Durchführungsstelle das Leistungsgesuch der Versicherten mangels eines
anspruchsbegründenden Ausgabenüberschusses ab (EL-act. 11). In der Begründung
führte sie unter anderem aus, dass sie keine Auslagen für die Mittagsverpflegung
berücksichtigen könne, weil in der Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf bereits
zehn Franken pro Mittagessen berücksichtigt seien und weil es der Versicherten
zumutbar sei, die Kosten für ein Mittagessen „auf diesem Niveau zu halten“.
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A.b Mit einer Verfügung vom 6. Mai 2014 wies die EL-Durchführungsstelle ein
Gesuch um die Übernahme von Krankheits- und Behinderungskosten ab (EL-act. 6).
Am 19. Mai 2014 erhob die Versicherte eine Einsprache gegen diese Verfügung vom 6.
Mai 2014 (EL-act. 5). Sie machte geltend, sie leide nicht nur an Rückenbeschwerden
und an Depressionen, sondern auch an einer Migräne, an einem Bluthochdruck, an
einem Glaukom, an einem Diabetes und an einem metabolischen Syndrom. Ihre
Krankheitskosten fielen entsprechend hoch aus. So müsse sie beispielsweise die
Kosten für die Haushaltshilfe der Spitex grösstenteils selbst bezahlen. Auch die Kosten
für die regelmässige Akupunktur würden nur teilweise von der
Krankenpflegeversicherung vergütet. Einige Schmerzmittel müsse sie selbst bezahlen.
Unter dem Titel Gewinnungskosten habe die EL-Durchführungsstelle zu Unrecht nur
einen Betrag von zehn Franken für das Mittagessen berücksichtigt, denn schon ein
gewöhnliches Mittagessen koste knapp 15 Franken. Wegen des Diabetes müsse die
Versicherte mehr Salat oder Gemüse essen, was aber noch höhere Kosten zur Folge
hätte. Am 10. Juni 2014 bestätigte der Hausarzt Dr. med. B._, dass die Versicherte
wegen ihres Diabetes mellitus auf eine ausgewogene Ernährung achten und eine
gemüse- und früchtelastige Diät halten müsse (EL-act. 3). Eine Sachbearbeiterin der
EL-Durchführungsstelle notierte am 11. Juli 2014 (EL-act. 2), dass die Kosten für eine
ausgewogene Ernährung in der Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf enthalten
seien, denn jedermann müsse sich ausgewogen ernähren. Allerdings könnten analog
zur Steuerveranlagung Gewinnungskosten von total 3’200 Franken anerkannt werden,
was sich auf das Ergebnis allerdings nicht auswirke; es bleibe bei einem
Einnahmenüberschuss. Mit einem Entscheid vom 23. Juli 2014 wies die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache ab (EL-act. 1). Zur Begründung führte sie aus, die
Verfügung vom 26. April 2014 betreffend die jährliche Ergänzungsleistung sei
unangefochten in formelle Rechtskraft erwachsen. Streitig sei also nur die Vergütung
von Krankheits- und Behinderungskosten. Diesbezüglich sehe das Gesetz zwar die
Berücksichtigung von Diätmehrkosten vor, doch komme eine Vergütung dieser
Mehrkosten nur in Frage, wenn diese ausgewiesen und wesentlich seien und wenn die
Diät medizinisch zwingend notwendig und ärztlich verordnet sei. Die geltend
gemachten Mehrkosten für die Mittagsverpflegung könnten nicht als Diätkosten
qualifiziert werden. Die eingereichten Rechnungen für Krankheitskosten würden den
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Einnahmenüberschuss nicht übersteigen, weshalb eine Vergütung der Krankheits- und
Behinderungskosten nicht in Frage komme.
B.
B.a Am 1. September 2014 erhob die Versicherte (nachfolgend: die
Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 23. Juli
2014 (act. G 1). Sie machte geltend, sie leide an einem Diabetes mellitus Typ II,
weshalb ihr Arzt empfohlen habe, viel Gemüse und Salat zu essen. Zusätzlich leide sie
an einer ärztlich bestätigten Fettstoffwechselstörung, weshalb sie kein (günstigeres)
Schweinefleisch und keine Würste und ähnliches essen dürfe. Für ein Mittagessen im
Migros Restaurant müsse sie mit über 20 Franken rechnen. In anderen Restaurants in
der Nähe ihres Arbeitsplatzes müsse sie noch mehr bezahlen. Abschliessend führte sie
aus, sie hoffe, dass sie alle nötigen Unterlagen beigelegt habe. Aufgrund ihrer starken
Depressionen sei sie manchmal etwas unkonzentriert, weshalb ihr etwas entgangen
sein könnte. Am 6. August 2014 hatte Dr. B._ ausgeführt (act. G 1.1), die
Beschwerdeführerin leide an einem Diabetes mellitus, der medikamentös behandelt
werde und die Einhaltung einer Diät erfordere. Zudem bestehe eine
Fettstoffwechselstörung mit einem erhöhten Cholesterin, die ebenfalls medikamentös
behandelt werde und eine besonders fettarme Ernährung erfordere. Weil die
Beschwerdeführerin mittags auswärts esse, entstünden wegen der Diät erhöhte
Kosten.
B.b Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte
am 15. September 2014 unter Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen
Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
B.c Gleichentags wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass die Diät auch zu
höheren Ausgaben für das Essen zuhause zur Folge habe (act. G 5). Sie hoffe, sie habe
ansonsten nichts vergessen zu erwähnen. Am 6. Dezember 2014 machte die
Beschwerdeführerin geltend (act. G 8), sie sei wegen ihrer schweren Depressionen
vergesslich und sich deshalb nicht mehr ganz sicher, ob sie die durch ihre Krankheiten
entstehenden Mehrkosten für das Essen zuhause erwähnt habe. Früher habe sie
zuhause günstigeres Schweinefleisch und zum Abendessen Cervelat und Brot oder
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auch nur Kaffee und Brot mit Butter und Marmelade verzehren können. Dies sei
natürlich viel günstiger als Rinds- und Kalbsfleisch oder Fisch gewesen. Am 19. Mai
2015 reichte die Beschwerdeführerin die Steuerunterlagen für das Jahr 2014 und den
Lohnausweis für das Jahr 2014 ein (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht weiter vernehmen.
B.e Am 22. Dezember 2015 wies das Versicherungsgericht die Beschwerdegegnerin
darauf hin (act. G 12), dass sich die Einsprache vom 19. Mai 2014 seines Erachtens
nicht nur gegen die Verfügung vom 6. Mai 2014 betreffend die Krankheitskosten,
sondern auch gegen die Verfügung vom 26. April 2014 betreffend die jährliche
Ergänzungsleistung gerichtet habe, da die Beschwerdeführerin explizit Bezug auf die
Gewinnungskosten im Sinne des Art. 10 Abs. 3 lit. a ELG genommen habe. Diese
Einsprache sei bislang nicht behandelt worden, weshalb nach Ansicht des
Versicherungsgerichtes noch nicht rechtskräftig über die jährliche Ergänzungsleistung
entschieden worden sei. Der Entscheid über den Anspruch auf die Vergütung von
Krankheits- und Behinderungskosten hänge aber vom Entscheid über die jährliche
Ergänzungsleistung ab. Sinnvollerweise müsse das Beschwerdeverfahren sistiert
werden, bis die Beschwerdegegnerin einen Einspracheentscheid betreffend die
Einsprache vom 19. Mai 2014 gegen die Verfügung vom 26. April 2014 erlassen habe.
B.f Die Beschwerdegegnerin antwortete am 19. Januar 2016 (act. G 13), sie habe
sich der Auffassung des Versicherungsgerichtes angeschlossen und einen zweiten
Einspracheentscheid betreffend die jährliche Ergänzungsleistung erlassen. Die
Anspruchsberechnung sei modifiziert worden, indem Gewinnungskosten berücksichtigt
worden seien. Nach wie vor habe aber ein Einnahmenüberschuss resultiert, weshalb
die Einsprache abgewiesen worden sei. Der erwähnte Einspracheentscheid vom 19.
Januar 2016 lag der Stellungnahme bei (act. G 13.1).
C.
C.a Am 4. Februar 2016 erhob die Beschwerdeführerin eine Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 19. Januar 2016 (EL 2016/11, act. G 1). Sie machte geltend,
sie sehe sich diätbedingt mit überdurchschnittlich hohen Ausgaben für die Ernährung
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konfrontiert. Sie benötige dringend Ergänzungsleistungen, da ihre Einnahmen nicht zur
Deckung ihrer Ausgaben ausreichten. Mittlerweile hätten sich bereits Schulden
angehäuft. Sie habe dem Staat früher viel Ausgaben erspart, indem sie sich selbst um
ihre pflegebedürftigen Eltern gekümmert habe.
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 19. Februar 2016 unter Hinweis auf die
Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde
(act. G 4).

Erwägungen
1.
Die beiden angefochtenen Einspracheentscheide bzw. die beiden Beschwerden
beziehen sich auf denselben Zeitraum. Der Entscheid über die Vergütung von
Krankheits- und Behinderungskosten hängt direkt vom Entscheid über die jährliche
Ergänzungsleistung ab, denn nur bei einem Ausgabenüberschuss oder bei einem einen
Einnahmenüberschuss übersteigenden Betrag der grundsätzlich zu vergütenden
Krankheits- und Behinderungskosten kann ein Anspruch auf eine solche Vergütung
bestehen. Die beiden Beschwerdeverfahren weisen also einen engen zeitlichen und
sachlichen Zusammenhang auf, weshalb sie zu vereinigen sind.
2.
Gemäss dem Art. 10 Abs. 3 lit. a ELG sind die Gewinnungskosten bei der EL-
Anspruchsberechnung als Ausgaben zu berücksichtigen. Zu den Gewinnungskosten
zählen auch die berufsbedingt notwendigen Mehrkosten für die auswärtige
Verpflegung. Notwendig sind diese Mehrkosten, wenn die erwerbstätige Person wegen
einer grossen Entfernung zwischen dem Wohn- und dem Arbeitsort oder bei einer
berufsbedingt sehr kurzen Mittagspause eine der Hauptmahlzeiten nicht zuhause
einnehmen kann (vgl. Ralph Jöhl, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in:
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2015,
Rz. 99, mit Hinweisen). Nicht zu den Gewinnungskosten gehören also die Mehrkosten
der auswärtigen Verpflegung, die nur auf eine Krankheit bzw. die Notwendigkeit
zurückzuführen sind, eine bestimmte Diät einzuhalten. Diese Mehrkosten stellen
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Krankheitskosten dar und sind deshalb als Sachleistungen zu qualifizieren, die getrennt
von der laufenden Ergänzungsleistung zu bemessen und zu vergüten sind (Art. 3 ELG).
Anzurechnen sind nur die Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung, also die Differenz
zwischen den Kosten für die auswärtige Verpflegung und den (tieferen) Kosten, die
anfallen würden, wenn die versicherte Person die Mahlzeit zuhause einnehmen könnte.
Letztere sind nämlich durch die Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf
abgedeckt, so dass die Berücksichtigung sämtlicher Kosten der auswärtigen
Verpflegung als Gewinnungskosten eine unzulässige Doppelentschädigung zur Folge
hätte. Die Beschwerdeführerin wohnt und arbeitet in D._, weshalb keine grosse
Entfernung zwischen dem Wohn- und dem Arbeitsort vorliegen kann. Nur eine
berufsbedingt sehr kurze Mittagspause könnte also einen Grund für die Anrechnung
der Mehrkosten für das auswärtige Mittagessen bilden. Diesbezüglich ist der
Sachverhalt unzureichend abgeklärt. An sich müsste die Sache deshalb zur
Durchführung der versäumten Abklärungen hinsichtlich der objektiven Notwendigkeit
einer auswärtigen Mittagsverpflegung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen
werden. Allerdings kann von diesen Abklärungen in antizipierender Beweiswürdigung
keine relevante Reduktion des hohen Einnahmenüberschusses erwartet werden. Die
Beschwerdeführerin arbeitet in einem Pensum von 60 Prozent (EL-act. 26–2), das
heisst entweder an drei Tagen pro Woche vollzeitlich oder an fünf Tagen pro Woche
teilzeitlich. Würde sie an fünf Tagen pro Woche arbeiten, könnten keine Mehrkosten für
die auswärtige Verpflegung angerechnet werden, weil es ihr bei einem Pensum von
wenig mehr als einem Halbtagespensum zumutbar wäre, alle drei Hauptmahlzeiten
zuhause einzunehmen. Bei drei vollen Arbeitstagen pro Woche müsste die über 50
Jahre alte und damit einen Anspruch auf mindestens fünf Wochen Ferien pro Jahr
habende Beschwerdeführerin sich pro Jahr nur an maximal 141 Tagen pro Jahr
auswärts verpflegen. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Feiertage dürfte die
effektive Anzahl der Mittagessen eher tiefer sein. Die Mehrkosten für die auswärtige
Verpflegung könnten nur einige hundert Franken pro Jahr betragen. Selbst in den
beiden Monaten mit dem tiefsten Einnahmenüberschuss im massgebenden Zeitraum
hat ein deutlich höherer Einnahmenüberschuss vorgelegen. Auch wenn der
Beschwerdeführerin also die maximal möglichen Mehrkosten für die auswärtige
Verpflegung als Ausgaben angerechnet würden, bliebe es bei einer Abweisung des
Leistungsbegehrens für den gesamten massgebenden Zeitraum. Zum selben Ergebnis
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würde die (gesetzlich nicht vorgesehene und deshalb unzulässige) Berücksichtigung
der steuerrechtlichen Pauschale für die auswärtige Verpflegung führen, wie sich der
Stellungnahme des „Fachbereichs“ vom 15. Januar 2016 (vgl. act. G 13.3) entnehmen
lässt. Folglich führt die Berücksichtigung der Gewinnungskosten nicht zu einem
Ausgabenüberschuss; es bleibt bei einem Einnahmenüberschuss, der die Zusprache
einer jährlichen Ergänzungsleistung ausschliesst.
3.
Gemäss Art. 14 Abs. 6 ELG kann auch bei einem Einnahmenüberschuss ein Anspruch
auf die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bestehen. Dies setzt
allerdings voraus, dass die Summe der Krankheits- und Behinderungskosten den
Einnahmenüberschuss übersteigt. Die Vergütung ist auf den Betrag beschränkt, um
den die Summe der Krankheits- und Behinderungskosten den Einnahmenüberschuss
übersteigt. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Diätkosten können
allerdings nicht als (zusätzliche) Krankheits- und Behinderungskosten berücksichtigt
werden, denn eine diabetesgerechte und fettarme Ernährung kann nach der
allgemeinen Lebenserfahrung ohne Mehrkosten gewährleistet werden (vgl. Ralph Jöhl,
a.a.O., 2. Aufl. 2007, Rz. 370). Selbst wenn die geltend gemachten Diätkosten aber als
notwendige, zusätzliche Ausgabe anerkannt würden, änderte sich am Ergebnis nichts.
Diesfalls könnte nämlich nur ein jährlicher Pauschalbetrag von 2’100 Franken
berücksichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 VKB), was monatlichen Mehrkosten von 175
Franken (= 2’100 Franken ÷ 12) entsprechen würde. Die Beschwerdeführerin hat
andere Krankheits- und Behinderungskosten von total 1’946 Franken im Jahr 2012 (EL-
act. 17–89 f. und 17–94 ff.), von total 3’450.65 Franken im Jahr 2013 (EL-act. 17–86 f.
und 17–91 ff.) und von total 1’173 Franken bis Juli 2014 (EL 2016/11, EL-act. 17–22)
nachgewiesen. Zusammen mit einer Diätkostenpauschale von 175 Franken monatlich
respektive 2’100 Franken pro Jahr ergäben sich Krankheits- und Behinderungskosten
von 4’046 Franken für das Jahr 2012, von 5’550.55 Franken für das Jahr 2013 und von
3’273 Franken für die Zeit von Januar bis und mit Juli 2014. Dem stünden für April bis
Dezember 2012 ein Einnahmenüberschuss von 21’781 Franken, für März bis und mit
Dezember 2013 ein Einnahmenüberschuss von 11’766 Franken und ab Januar 2014 ein
Einnahmenüberschuss von 5’342 Franken gegenüber. Demnach bestünde für diese
Perioden auch bei einer Berücksichtigung der Diätkostenpauschale von 2’100 Franken
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jährlich kein Anspruch auf eine Kostenvergütung. Der auf ein Jahr umgerechnete
Einnahmenüberschuss von (mindestens) 1’846 Franken in den Monaten Januar und
Februar 2013 (bei der für die Beschwerdeführerin vorteilhaftesten Berechnung; vgl. act.
G 13.2) wäre zwar tiefer als der Gesamtbetrag der im ganzen Jahr 2013 unter
Einschluss der Diätkostenpauschale von 2’100 Franken angefallenen Krankheits- und
Behinderungskosten. Diese Kosten müssten aber periodengerecht berücksichtigt
werden. Das würde bedeuten, dass nur die im Januar und Februar 2013 angefallenen
Krankheits- und Behinderungskosten unter Einschluss einer Diätkostenpauschale von
175 Franken monatlich mit dem für diese beiden Monate massgebenden
Einnahmenüberschuss von 1’846 Franken verglichen werden dürften. Diese Kosten
hätten sich aber nur auf maximal 250 + 175 + 175 = 600 Franken belaufen, das heisst
sie hätten den jeweiligen Einnahmenüberschuss nicht überstiegen. Gesamthaft besteht
kein Anspruch auf eine Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten.
4.
Die angefochtenen Einspracheentscheide vom 23. Juli 2014 und vom 19. Januar 2016
erweisen sich somit im Ergebnis als rechtmässig, weshalb die Beschwerden
abzuweisen sind. Gemäss dem Art. 61 lit. a ATSG sind keine Gerichtskosten zu
erheben. Die nicht anwaltlich vertretene und zudem unterliegende Beschwerdeführerin
hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.