Decision ID: d989ec6e-a5df-4e52-a5be-7a612548b865
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
19
73
geborene
X._
war zuletzt bis zum 1
0
.
März
2010 als
Speditions
mitarbeiter
bei der
Y._
tätig (Urk. 6/
13
S.
10
, Urk. 6/53 S. 5
)
, welche Anstellung ihm per Ende November 2010 gekündigt wurde (Urk. 6/17, Urk. 6/23).
Er leidet insbesondere an Beschwerden an der rechten Schulter
, welche am 10. März und am 13.
September 2010
arthro
skopisch
ope
riert wurde (Urk. 6/24 S. 3 ff.
, Urk. 6/27 S. 10 f.
), und am linken Knie, das am 25.
Januar 2011
ebenfalls
arthro
skopisch
operiert wurde (Urk. 6
/37
, Urk. 6/40 S. 1 f.
). Daneben leidet er an
Beschwerden an der linken Schulter und
lumbalen Rückenbeschwerden (Urk. 6/
27 S. 6, Urk. 6/53 S.
14 f.
).
Am 1
0
.
Juni
2010
hatte
sich
der
Versicherte bei der Eidge
nössischen Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Eingang:
18. Juni 2010
; Urk. 6/4). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV-Stelle), klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und holte unter anderem das interdisziplinäre Gutachten des
Z._
vom 15.
August
2011 (Urk. 6/
53
) ein. Gestützt da
rauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom
27. Februar 2012
die Abwei
sung des Rentenbegehrens an (Urk. 6/
69
), wogegen
der
Versicherte mit Schrei
ben vom
28. März 2012
(Urk. 6/
73)
Einwände erhob. Mit Verfügung vom
29. Mai
2012 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren wie angekündigt ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
der
Versicherte mit Eingabe vom
29. Juni
2012 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom
29. Mai
2012 sei aufzuheben und
sie sei
von unabhängiger Stelle interdisziplinär (Fachbereiche Orthopädie, Neurologie und Rheumatologie sowie Psychiatrie) zu begutachten, mit anschliessender funk
ti
ons
orientierter
medizinischer Abklärung (FOMA); eventualiter sei die polydis
ziplinäre Begutachtung mit anschliessender FOMA im gerichtlichen Verfahren zu veranlassen (Urk. 1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwer
deantwort vom
8. August
2012 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2012 sind die im Rahmen der IV-Revision 6a vorgenommenen Än
derungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In materiell
rechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung
ist
am
29. Mai
2012 ergangen (
Urk.
2), wobei ein Sachverhalt zu be
ur
teilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestim
mungen der IV-
Re
vision 6a am 1. Januar 2012 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechts
streit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Re
geln für die Zeit bis 31. Dezember 2011 auf die damals seit der 5. IV-Revision
(
ab dem 1. Januar 2008;
AS 2007 5129 ff.
) geltenden Bestimmungen und ab dem 1. Januar 2012 auf die neuen Normen der IV-Revision 6a abzustellen (vgl. zur 5. IV-Revision: Urteil des Bundesgerichts
8C_829/2008 23. Dezember 2008 E. 2.1
). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzes
bestimmungen - so
weit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2012 geltenden Fassung zitiert.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be
hand
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er
werbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Ver
wertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ein
kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Va
liden
einkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög
lichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, aufgrund der ärztlichen Abklärungen, insbesondere gestützt auf das
Z._
-
Gutachten vom 15.
August
2011 sei von einer 100%igen Arbeitsun
fä
higkeit in der bisherigen Tätigkeit
als Lagermitarbeiter
seit dem
10. März
2010 auszugehen. N
ach Ablauf der Wartezeit sei dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbar, was zu einem Invaliditätsgrad von
21
%
führe, der keinen Anspruch auf eine Rente begründe (Urk. 2 S. 1 f.).
3.2
Der Beschwerdeführer
bringt dagegen zusammengefasst vor,
a
uf das
Z._
-Gutach
ten könne nicht abgestellt werden, da es
in formeller und materieller Hin
sicht mangelhaft sei
. So
hätten die orthopädische, internistische und psy
chi
atrische Untersuchungen je nur 20, 10 und 40 Minuten gedauert
. E
nt
sprechend seien die Abklärungen nur oberflächlich erfolgt
und
seine Aus
sagen
fehlerhaft aufgezeichnet
worden
.
Auch basiere das
Z._
-Gutachten auf einer unvollständi
gen Aktenlage, da der orthopädische Gutachter die CD der
A._
nicht
habe öffnen können. Dennoch habe dieser keine Rück
sprache mit den be
handelnden Ärzten der
A._
genommen.
Zudem habe er fachfremd auch den neurologischen Status erhoben und es sei trotz des diagnostizierten chronischen lumbovertebral
en Schmerzsyndroms ohne radi
kuläre Symptomatik keine rheumatologische Expertise eingeholt worden.
Eine allfällige Schmerzver
arbeitungsstörung lasse sich in Bezug auf die Arbeits
fähigkeit erst unter Ein
schluss dieser Fachrichtungen in
einer erneuten poly
disziplinär
en Begutachtung in Kombination mit einer
FOMA
beurteilen. Beim Invalideneinkommen sei zu
dem ein leidensbedingter Abzug von 15
%
zu berücksichtigen
(Ur
k. 1 S. 5
ff.).
3.3
In Bezug auf den hier strittigen und zu prüfenden Rentenanspruch sind sich die Parteien zu Recht darin einig, dass in der angestammten Tätigkeit als
Spedi
ti
ons- und Lagermitarbeiter
bei der
Y._
(Urk. 6/
13
S.
10
f
f
.)
insbe
sondere aufgrund der Gesundheitsschädigung an der rechten Schulter
seit dem
Datum der ersten Operation vom
10. März 2010
(Urk. 6/27 S. 10)
von einer an
haltenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszu
gehen ist
(vgl. Berichte der
A._
vom 21. Juli 2010, Urk. 6/14 S. 6, vom 2
2.
und 23. Februar 2011, Urk. 6/44, Urk. 6/53 S. 49;
Z._
-Gutachten vom 15. August 2011, Urk. 6/53 S.
19)
.
Allerdings ist
für den
früheste
n
Beginn eine
s
allfälligen Ren
te
nanspruchs gemäss
Art. 28 Abs. 1 lit.
b IVG
bereits die von den Ärzten der
A._
attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Januar 2010 mass
ge
b
lich (Urk. 6/14 S. 6
).
Das sogenannte Wartejahr war damit
bereits
per
Ende De
zember 2010
abgelaufen und der (hypothetische) Beginn einer allfälligen Rente fällt daher auf den
1.
Januar 2011
.
Zu klären gilt es nachfolgend, ob und in welchem Umfang
dem
Besc
hwerde
führer
ab dann bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 29. Mai 2012 (
Urk.
2),
der
rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über
prüfungsbefugnis
bildet (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hinweis)
,
eine
lei
densangepasste Erwerbstätigkeit zumutbar
war
.
4.
4.1
Gemäss dem Gutachten vom 15. August 2011
klagte der Beschwerdeführer
anläss
lich der
internistischen, psychiatrischen und orthopädischen
Begutach
tung durch die Fachärzte des
Z._
vom 1. Juni 2011 über
chronische Schmerzen in der rechten Schulter rund um die Uhr mit wechselnder Intensität, schon kleinste Bewegungen würden sehr starke Schmerzen auslösen. Er könne daher seinen rechten Arm im Alltag praktisch nicht mehr gebrauchen
. Nachts erwache er sehr häufig wegen seiner Schulterschmerzen und müsse dann oft kurz auf
stehen. In der linken Schulter habe er im Prinzip die gleichen Probleme wie rechts, nur weniger ausgeprägt. Er könne seinen Arm nur noch knapp in die Horizontale heben, höher sei nicht möglich. Zeitweise bestünden zusätzlich Be
schwerden im linken Knie. Er habe dann zum Beispiel Schmerzen beim Trep
pensteigen
. Auch das lange Spazierengehen von über einer halben Stunde ver
ursache Schmerzen. Zudem leider er seit 2003 an
wechselhaft auftretenden Kreuzschmerzen mit linksseitiger Ausstrahlung in die Wade
(Urk. 6/53 S. 5
, S. 7 und S. 10 f.
).
Die
Z._
-Gutachter kamen aus interdisziplinärer Sicht zum Schluss,
als Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
seien
die folgenden zu stellen:
1. Chronische Schulterbeschwerden beidseits unter Betonung der dominanten rechten Seite (ICD-10 M79.61) mit/bei Status nach Schu
lterathroskopie mit
SLAP-(
Superior-Labrum-anterior-to-posterior[-Läsion]
-)
Refixation, subakro
mia
ler Burse
ktomie, A
k
romioplastik und Resektion des
Acromio
clavicular-
(
AC-
)
Ge
lenkes rechts am 10. März 2010 bei SLAP-Läsion Typ II und fortgeschrittener AC-Arthrose (
A._
, Zürich),
radiologisch regelrechtem Befund rechts (Röntgen vom 9. Juni 2010), Status nach Re-Arthroskopie, subakromialer Bur
sektomie und Bizepstenodese rechts am 13. September 2010 bei Restbeschwer
den (
A._
,
Zürich)
, intraoperativer Befund: Verdacht auf nicht voll
-
ständig
eingeheilte SLAP-Läsion
, glenohumeraler Knorpel, Rotatoren
man
schet
ten, Bizepssehne, Subakromialraum und AC-Gelenk nach Resektion un
auffällig,
keine Synovitis, anamnestisch praktisch kein Ansprechen auf lokale und syste
mische Steroidgabe, kein fassbarer Hinweis für längerdauernde Scho
nung
der rechten oberen Extremität;
2.
Chronische Knieschmerzen links (ICD-10 M79.66) bei/mit Status nach Kniearthroskopie, Plicaresektion und Knorpeldé
pridement bei Chondropathie Grad I des medialen Femurkondylus am 25. Ja
nuar 201
1 (Spital
B._
), reizlose, symmetrisch frei bewegliche Kniegelenke ohne Hinweis für Meniskusläsion, Instabilität od
er degenerative Veränderung; 3.
Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radiku
läre Symptoma
tik
(ICD-10 M54.5) freie Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulen
abschnitte.
Kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten dagegen die folgenden Diagnosen:
1. Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54), 2. Hepatopathie un
klarer Ätiolo
gie (ICD-10 K76.9) mit/bei erhöhte Leberparameter, differential
diagnostisch me
dikamentös induziert, äthylisch, bei Lebersteatose; 3. Hyper
urikämie, asympto
matisch (ICD-10 E79.0
; Urk. 6/53 S. 17 f.
).
D
ie Arbeitsfähigkeit de
s
Beschwerde
führer
s
sei mangels (diesbezüglich) erheb
licher Diagnosen in internistischer und psychia
trischer Hinsicht allein zufolge der orthopädischen Befunde und Dia
gnosen ein
ge
schränkt. Un
d zwar sei dem Beschwerdeführer die
ange
stammte Tätigkeit als
Lagermitarbeiter ebenso wie jede andere körperlich schwere Tätigkeit wegen de
r
chronischen Schulter
be
schwerden beidseits, de
r
chronischen Knieschmerzen links und
des
chro
nische
n
lumbovertebrale
n
Schmerzsyndrom
s
nicht mehr zumutbar. In einer körperlich
leichten, intermittierend mittelschweren Tätigkeit unter Wechsel
belastung
ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm, inter
mit
tierend 15 Kilo
gramm, mit der linken sowie über 10 Kilogramm mit der rechten Hand sowie ohne Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb der Hori
zontalen sei
dagegen
von einer
zeitlich und leistungsmässig uneinge
schränkte
n
Arbeits
fähigkeit
aus
zugehen
. Diese Einschätzung gelte mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Unter
suchung im Juni 2011. Nach den Schulteroperationen im März und September 2010 sowie nach der Kniearthroskopie im
Januar 2011 könne jeweils eine be
fristete vollständige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten von wenigen Wochen nachvollzogen werden
(Urk. 6/53 S. 19
f.
)
.
4.2
4.2.1
Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers
erfüllt
das
Z._
-Gutachten vom
15. August 2011
(Urk.
6/53
) al
le rechtsprechungs
gemäss erforder
lichen Kriterien fü
r beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundla
gen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Die Ausführungen der
Z._
-Gutachter sind nachvollziehbar. Sie berück
sichtig
ten nebst den geklagten Beschwerden und den erho
benen Befunden zutreffend auch das Verhalten des Be
schwerde
führers in den Unter
suchungen. Sie kamen ausserdem detailliert und über
zeu
gend begründet zu den dargelegten Schluss
folgerungen.
4.2.2
Die Vorbringen des Beschwerdeführers
vermögen dessen Beweiswert
hingegen
nicht in Zweifel zu ziehen.
Insbesondere berücksichtigten die
Z._
-Gutachter die medizinischen Vorakten
hinlänglich
. Dass der orthopädische Gutachter die CD der
A._
nicht öffnen konnte (Urk. 6/53 S. 14), schadet nicht. Denn der Verlauf, die Untersuchungsergebnisse und
die
Befunde der
A._
lagen den Gutachtern in diversen Berichten
(Urk. 6/53 S.
2
f.
und S. 22 ff.)
vor.
Auch
liegt der Entscheid, ob eine Rücksprache mit den behandelnden Ärzten angezeigt ist, grundsätzlich im Ermessen der Experten.
Selbst dass
es sich dabei um
eine
sinnvolle Massnahme für die Verbesserung der Gutachtensakzeptanz handelt, ändert nichts am Fehlen eines diesbezüglichen Rechtsanspruches der Versicherten (Urteil
des Bundes
gerichts
9C_270/2012 vom 23. Mai 2012 E. 4.2).
Zudem
ergänzte
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädie,
die Befunderhebung mit einer eigenen klinischen Untersuchung
(Urk. 6/53 S. 10 ff.)
und begründete nachvollziehbar, dass in Anbetracht der äusserst diffusen Schmerzsymptomatik und des klinisch objektiv ansonsten weitgehend blanden Befundes auf die An
fertigung neuer Bilddokumen
te verzichtet werde.
Und zwar sei d
er ebene Gang mit
samt den geprüften Varianten unauffällig. Bei der
Untersuchung der Wirbel
säule
zeige sich eine freie Beweglichkeit in sämtlichen Abschnitten, indem der initial erheblich vermehrte Fingerspitzen-Boden-Abstand später durch den Langsitz relativiert werden könne, in welchem die Fingerspitzen bis nahe an die Malleolen herangeführt werden. Auch an den oberen und unteren Extremitäten bestehe eine freie Beweglichkeit mit Ausnahme der Schultergelenke. Auf der rechten Seite könne die Flexion nur bis 65° sowie die Abduktion bis 40° vor
ge
nommen und bei Gegenspannung nicht vermehrt werden. Auch links zeige sich oberhalb der Horizontalen eine eingeschränkte Beweglichkeit
. Auf eine detail
lierte Untersuchung
werde
aufgrund der unablässig geklagten Be
schwerden an der rechten Schulter verzichtet, wogegen die Umfangmessung keinerlei Hinweis für eine längerdauernde Schonung der rechten oberen Extre
mität ergebe
. Radi
ologisch würden sich an der rechten Schulter regelrechte Ver
hältnisse nach AC-Gelenksresektion und SLAP-Refixation
zeigen. Bezüglich des linken Kniegelen
kes sei arthroskopisch lediglich eine erstgradige Chondro
malazie femoral medial festgestellt worden, welche durchaus als alters
entsprechend anzusehen sei
(Urk. 6/53 S. 15).
4.2.3
Schliesslich
ergab
die
klinische Untersuchung
durch
Dr.
C._
auch
keine
Hin
weise auf eine
neur
o
logische Pathologie (Urk. 6/53 S.
13 ff.
).
Um d
ies zu beur
teilen, ist ein Orthopäde aus
reichend qualifiziert.
Dasselbe gilt für den rheuma
tologischen Fachbereich.
Im Übrigen hatten offenbar auch die behandelnden Ärzte
der
A._
, wo die Schulteroperationen durchgeführt
worden waren
(
Urk. 6/24 S. 5,
Urk. 6/27
, Urk. 53 S. 26
)
,
und
Dr. med.
D._
,
Fach
arzt der
Orthopädische
n
Chirurgie und Traumatologie des Be
wegungs
apparates
,
von der
E._
, wo der Be
schwerdeführer am Knie operiert
worden war
(Urk. 6/40
, Urk. 6/46 S. 5
),
keine Notwendigkeit für solche
zusätzli
chen Ab
klärungen g
esehen
.
Die Ärzte der
A._
waren
gemäss dem Bericht vom 15. November 2010 sechs Wochen nach der zweiten Schulterope
ration vielmehr
ebenfalls
zum Schluss
gekommen
,
der Beschwerdeführer
sei
an
gesichts der deutlichen Symp
tom
ausweitung der Schmerzsymptomatik, ohne dass ein chirurgisches Korrelat für diese vorliege,
(zusätzlich)
zur Schmerzthera
pie im Haus
zu
über
wiesen (Urk.
6/27 S. 5
).
Dr.
D._
empfahl gemäss dem Bericht vom 14. März 2011 als medi
zinische Massnahmen bezüglich des am 25. Januar 2011 operierten Knies
lediglich
das Tragen von gelenk
stabilisieren
den Bandagen und regel
mässiger Physio
therapie, wodurch die Einschränkungen vermindert
und die Arbeits
fähigkeit gesteigert werden
könnten
. In einer
lei
densangepassten Tätigkeit ohne langes Stehen
und Gehen sowie ohne kniende Haltung sollte eine Arbeits
fähigkeit von 100
%
erreichbar sein
(Urk.
6/46 S. 5
)
.
Von
weiter
führen
den Abklärungen in neurologischer und rheumatologischer Hinsicht ist
angesichts dieser Aktenlage
kein Erkenntnisge
winn zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist.
4.2.4
Dr.
C._
kam
folgerichtig und nachvollziehbar zum Schluss, die vom Beschwerde
führer angegebenen, äusserst diffusen Beschwerden liessen sich kei
nesfalls durch die klinischen und radiologischen Befunde begründen. Auch das unablässige Stöhnen während der gesamten körperlichen Untersuchung sowie das fehlende Ansprechen auf wiederholte konservative und operative Therapie
massnahmen einschliesslich Infiltration und Steroidabgabe könnten als massi
ver Hinweis auf eine erhebliche nicht-organische Komponente angesehen wer
den. Dabei sei zu betonen, dass keine objektivierbaren Hinweise für die unab
lässig postulierte Schonung der rechten oberen Extremität vorlägen. In diesem Zusammenhang erstaune auch sehr, dass der Beschwerdeführer angebe, weiter
hin wöchentlich für seine vierwöchige Familie mit dem Auto einkaufen zu fah
ren. Auch komme nicht klar zum Ausdruck, wie gross der Leidensdruck durch die somatischen Beschwerden effektiv sei, denn der Beschwerdeführer habe be
richtet, dass er am Untersuchungstag weder Analgetika zu sich genommen habe, noch diese mit sich führe, obwohl die voraussehbare Be
lastung mit dem Anreiseweg und
d
er bevorstehenden körperlichen Unter
suchung als überdurch
schnittlich hoch zu betrachten sei
(Urk. 6/53 S. 15 f.).
Un
erheblich
ist dabei
, was der Beschwerdeführer geltend macht (Urk. 1 S. 6), nämlich dass
Dr.
C._
fälschlicherweise von einem wöchent
lichen anstatt von einem monatlichen (Gross-)Einkauf des Beschwerde
führers zusammen mit sei
ner E
hefrau ausging (Urk. 1 S. 6).
Denn
massgeblich ist, dass er trotz der als massiv geklagten Schulterbeschwerden mit entsprechender Bewegungs
ein
schränkung überhaupt
dazu
in der Lage ist und er - wenn auch nur
für
kurze Strecken - überhaupt noch Autofahren kann.
Dies
sind
Hinweis
e
auf
Diskrepan
zen
zwischen
der subjektiven Beschwerde
wahrnehmung
und
den objektivierba
ren Befunden
und deshalb durchaus
aus
sagekräftig im Sinne der
von Dr
.
C._
getroffenen Schluss
folgerungen.
Im Übrigen ist das Bemühen um eine Objektivierung der Beschwerden als Grund
lage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insbesondere dann unerläss
lich, wenn es - wie hier - Anzeichen für eine Symptom- respektive Schmerz
aus
breitung sowie eine psychische Überlagerung der Schmerzsymp
tomatik gibt. Denn nach der Rechtsprechung genügen in Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten allein die subjek
ti
ven
Schmerzangaben der versicherten Person für die Begrün
dung einer Invali
dität nicht; vielmehr muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leis
tung
sprüfung verlangt werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelie
rende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinrei
chend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der Ren
tenansprüche nicht ge
währleisten liesse (Urteil des Bundesgerichts I 57/04 vom 3. Juni 2004 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 130 V 352 E. 2.2.2 mit weiteren Hin
weisen). Dies
e Unterschei
dung
wurde von den
Z._
-Gutachter
n
zutreffend getroffen.
4.2.5
Weiter
spricht die vom Beschwerdeführer beanstandete Dauer der Begutachtung angesichts des umfassenden und detailliert begründeten Gutachtens nicht gegen de
ssen Verlässlichkeit
.
Denn f
ür den Aussagegehalt eines medizinischen Gut
ach
tens kommt es in erster Linie darauf an, ob die Expertise inhaltlich vollstän
di
g und im Ergebnis schlüssig ist.
Trifft dies - wie hier - zu, ist die Untersu
chungsdauer grundsätzlich nicht entscheidend (
vgl.
Urteil
des Bundes
gericht
9C_671/2012
vom 15.
November 2012
E.
4.5
).
Zudem
liegt
der Schwerpunkt der zu beur
teilenden Pathologie sowohl nach den Vor
akten (Urk. 6/53 S. 2 ff.) als auch nach den Angaben des Beschwerde
führers (
Urk.
6/53 S.
5
) in den Be
schwerden des Bewegungs
apparates, weshalb
nicht zu beanstanden ist, dass
der
zeitliche Aufwand
der Untersuchung
in Bezug auf die
internistische und
psychi
atrische
Begutachtung entsprechend kürzer war.
4.2.6
Sodann sind auch d
ie vom Beschwerdeführer
gerügten
fehlerhaften Aufzeich
nungen
seiner
An
gaben
mit
angeblich
falscher Wiedergabe seiner Selbst
ein
schätzung
(Urk. 1 S. 6)
im psychiatrischen
Z._
-Teilgutachten
von Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
, nicht derart erheblich
, dass sie
dessen
nachvollziehbar
begründeten Schlussfolgerungen in Frage zu stellen vermöchten. Und zwar
macht er geltend, er habe
nicht
-
wie dort festge
halten
-
erklärt, dass er
nicht glaube, noch arbeiten zu können, sondern er habe gefragt, welche Arbeit er noch machen könne angesichts der dauernden Schmerzen
.
Und er habe auch nicht gesagt, dass er gelegentlich im Internet nach Arbeit suche,
sondern
er habe
erklärt, er erkundige sich im Internet, was auf dem Arbeits
markt laufe
(Urk. 1 S. 6)
.
Aus
den im psychiatrischen Teilgutachten
nur minim
davon
abweichenden
zitier
ten Äusserungen, er suche im Internet gelegentlich nach Arbeit (Urk. 6/53 S. 7) und er fühle sich aufgrund seiner körperlichen Be
schwerden nicht arbeits
fähig (Urk. 6/53 S. 10), zog
Dr.
F._
zudem
keine Schlüsse in Bezug auf seine
diagnostische Beurteilung und auf die Arbeits
fähigkeit
.
M
assgeblich ist letztlich
aber
, dass beim
Beschwerdeführer (insofern unstrittig)
mit der diagnos
tizierten Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54) ohne psychische Komorbi
dität
keine psychische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit vorliegt, was
Dr.
F._
nachvollziehbar begründete
(Urk. 6/53 S. 9 f.)
.
Unter dem Titel
Selbsteinschätzung hielt
Dr.
F._
zudem
schlüssig
fest, zur Ar
beits
fähigkeit aufgrund der körperlichen Beschwerden müsse aus somatischer Sicht Stellung genom
men werden.
D
er Beschwerdeführer sei im Alltag durch psycho
pathologische Symptome nicht einges
chränkt. Aus psychiatrischer Sicht könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden (Urk. 6/53 S. 10).
Davon ist im Übrigen auch vor dem Hintergrund der Rechtsprechung zu
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be
schwerdebildern ohne nachweisbare
organische
Grundlage, welche
nur aus
nahms
weise invalidisieren
der, d.h. einen Rentenanspruch be
gründender Charakter zu
kommt (Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG; grundlegend BGE 130 V 352;
vgl. auch BGE 136 V 279 E. 3.2),
auszugehen.
4.3
4.3.1
N
ach dem Gesagten ist mit der Beschwerdegegnerin gestützt auf das
Z._
-Gutach
ten vom 15.
August
2011 von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer
körperlich leichten, intermittierend mittels
chweren Tätigkeit unter Wechsel
be
lastung ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilo
gramm, inter
mit
tierend 15 Kilogramm, mit der linken sowie über 10 Kilogramm mit der rechten Hand sowie ohne Einsatz der oberen Extremi
täten oberhalb der Hori
zontalen
(
Urk. 6/53 S. 19
) auszu
gehen.
Zudem bestand
jeweils
während
der Phase der Rekonvaleszenz
von
wenigen
Wochen nach den Operationen vom 10. März
(Urk. 6/27 S. 10)
, 13. September 2010
(Urk. 6/24 S. 5)
und vom 25. Januar 2011
(Urk. 6/40)
eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit in jeglicher Tätigkeit.
Da
dem
Z._
-
Gutachter nicht
zu entnehmen ist
, wie viele Wochen
diese Phasen nach den Operationen
je
überwiegend wahrscheinlich dauerte
n
,
rechtfertigt es sich aufgrund des Umstandes, dass zwischen der Schulteroperation vom
13.
September 2010 und der Knieoperation vom 25. Januar 2011 nur wenige Monate lagen, von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit
im
Zeitpunkt des Ablaufs des Wartejahres, am
1.
Januar 2011
(
vgl. dazu Erwägung 3.3 hiervor)
,
auszugehen. Aufgrund der Angaben
im Bericht
von Dr.
D._
vom 14. März 2011 (Urk. 6/46 S. 5)
kann geschlossen werden
, dass späte
stens ab dann die von den
Z._
-Gutachtern attestierte Rehabilitationsphase
nach der dritten Operation
zu Ende war.
4.3.2
Von weiteren Sachverhaltsabklärungen
, insbesondere einer neuen inter
diszi
plinä
ren Begutachtung
sind keine
neuen/anderen
entscheid
rele
vante
Er
kenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (anti
zipierte Beweiswür
digung; vgl. dazu BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
Zusammenfassend ist somit
nach Ablauf des bestandenen Wartejahres im Sinne
von
Art. 28
Abs.
1 lit.
b
IVG
in einer leidensangepassten Tätigkeit von einer
zu
nächst
100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Januar bis zum 14. März 2011 und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab dem 15. März 2011 auszugehen.
5.
5.1
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Vergleichs von
Validen- und Invalidenein
kommen auf zeitidentischer Grundlage auf den Zeitpunkt des
hypothetischen Beginns des Rentenanspruchs
im Jahr 2011
zu erheben (vgl. BGE 129 V 222 f. E. 4.2 in fine, 128 V 174).
Die Beschwerdegegnerin ging
von einem hypothetischen E
in
kommen im Jahr 2010 von Fr.
71‘890.--
gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeit
geberin (Urk.
6/13
S.
1
1
) aus (Urk. 2 S.
2
, Urk.
6/66 S. 1
)
und legte das (hypothetische
) Valideneinkommen unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung des Jahres 2011 entsprechend auf
Fr.
72‘393.23 fest.
Dies
wurde nicht bestritten
(
Urk.
1 S. 10)
.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
spre
chung, wenn - wie hier - nicht auf die konkrete beruf
lich-erwerbliche Situation abgestellt werden kann, die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Sta
tistik perio
disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran
gezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b). Gestützt auf die LSE 20
10
mit einem statistischen Monatseinkommen von Fr. 4'
901
.-- bei Männern (LSE 20
10
, Kommentierte Er
gebnisse, Neuchâtel 201
2
, TA1, S. 26, Anfor
derungs
niveau 4, Total Männer) und unter Berücksichtigung einer durch
schnittlichen wöchent
lichen Arbeitszeit von 41,
6
Stunden im Jahr 20
10
(
Die Volks
wirtschaft, Heft 6/201
3
S. 9
0
, Tabelle B9.2, Abschnitt A-0, Total)
sowie
der Nominallohnentwicklung im Jahr 2011 (
vgl. Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [2010 = 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex nach Geschlecht, Männer [T1.1.10], Abschnitt Total, 2010: 100; 2011: 101)
ist von einem Einkommen von
Fr.
61‘776.15 (Fr. 4'901.-- x 12; : 40, x 41,6; : 100 x 101) auszugehen. Davon ist ein
sogenannt leidensbedingter Abzug von maximal 25
%
zu machen
(vgl. dazu BGE 129
V 481 E. 4.2.3 mit Hin
weisen).
Eingedenk aller objektivierbarer Beschwerden und der persönlichen sowie
beruflichen Umstände des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Ein
schränkung, Alter, Dienstjahre, Natio
nali
tät/Aufenthaltskategorie und Be
schäf
tigungs
grad) ist ein Abzug von 15
%
an
gemessen.
Damit
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr.
52‘509.70
(
Fr. 61‘776.15
x 0,85).
5.2
Gemessen am Validenein
kom
men von
Fr.
72‘393.23
ergibt dies bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Einbusse von Fr.
19‘883.55
respektive einen Invaliditäts
grad von gerundet
27
%, was ge
mäss Art. 28 Abs. 2 IVG keinen Anspruch auf eine Rente be
gründet.
Bezüglich der Zeit
einer 100%igen Arbeitsun
fähigkeit
auch
in einer leidens
ange
passten Tätigkeit vom 1. Januar bis 14. März 2011
ist ohne Weiteres auf eine 100%ige Erwerbseinbusse respektive einen Invaliditätsgrad von 100 % mit einem Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG) zu schliessen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts I
315/02
vom 9.
Dezember 2003
E.
4.2
).
In An
wendung von Art. 88a
Abs.
1
IVV (Aufhebung der Leistung erst drei Monate nach Verbesserung der Erwerbsfähigkeit) ist dem Beschwerdeführer damit
eine befristete ganze Rente vom
1.
Januar bis
zum 3
0.
Juni 2011 zuzusprechen.
5.3
Die Verfügung der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
29. Mai 2012
ist folglich in teilweiser Gutheissung aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine befristete
ganze
Rente
vom
1.
Januar bis 3
0.
Juni 2011
hat. Im Übrigen ist die Beschwerde ab
zuweisen.
6.
Streitgegenstand des Verfahrens bildet die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Dem Beschwerdeführer
ist
für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversi
cherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streit
wert nac
h der Bedeutung der Streitsache und
nach der Schwierigkeit des Prozesses
eine Prozessentschädigung von Fr.
1‘900.--
(inkl. Barauslagen und MWSt)
zuzusprechen
.