Decision ID: 385cc9e8-767f-4ec6-9d9c-ef4c969c6699
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer stellte am 3. Mai 2022 in der Schweiz ein Asylge-
such. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank Euro-
dac ergab, dass er am 10. März 2022 in Bulgarien und am 27. April 2022
in Österreich um Asyl nachgesucht hatte.
B.
Am 17. Mai 2022 führte das SEM eine Erstbefragung für unbegleitete min-
derjährige Asylsuchende (EB UMA) durch. Dabei wurden dem Beschwer-
deführer unter anderem Fragen zu seinen persönlichen Verhältnissen, zu
Identitätsdokumenten, zum Reiseweg sowie zum medizinischen Sachver-
halt gestellt. Zudem wurde ihm das rechtliche Gehör zu einem möglichen
Nichteintretensentscheid und einer allfälligen Überstellung nach Österreich
oder Bulgarien gewährt. Im Hinblick auf eine Altersabklärung wurde er fer-
ner gebeten, einige medizinische Zusatzfragen zu beantworten. Der Be-
schwerdeführer hatte behauptet, (...) Jahre alt zu sein.
C.
C.a Das Institut für Rechtsmedizin der Universität B._ erstellte am
1. Juni 2022 ein Gutachten zur Alterseinschätzung, welches auf drei Säu-
len – körperliche Untersuchung, radiologische Untersuchung (Röntgen
Hand / CT mediale Anteile der Schlüsselbeine), zahnärztliche Beurteilung
– beruht. Dieses kam zum Schluss, dass das Mindestalter des Beschwer-
deführers bei 19 Jahren liege und von einem durchschnittlichen Alter von
(...) Jahren auszugehen sei.
C.b Mit Schreiben vom 7. Juni 2022 gewährte das SEM dem Beschwerde-
führer das rechtliche Gehör zur Altersabklärung. Mit Eingabe seiner zuge-
wiesenen Rechtsvertretung vom 9. Juni 2022 nahm er in der Folge Stellung
zum Altersgutachten.
D.
Ebenfalls mit Eingabe vom 9. Juni 2022 liess der Beschwerdeführer einen
Bericht der C._ vom 2. Juni 2022 zu den Akten reichen.
E.
E.a Das SEM ersuchte die österreichischen Behörden mit Schreiben vom
20. Juni 2022 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU)
Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
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2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-
nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) um Übernahme
des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 21. Juni 2022 lehnten die ös-
terreichischen Behörden das Gesuch ab mit der Begründung, dass ihres
Erachtens Bulgarien zuständig sei.
E.b Ein Übernahmeersuchen des SEM an Bulgarien vom 22. Juni 2022
gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO wurde von den bulgarischen
Behörden am 6. Juli 2022 gutgeheissen.
F.
Mit am Folgetag eröffneter Verfügung vom 18. Juli 2022 trat das SEM in
Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht ein, verfügte die Wegweisung nach Bul-
garien und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwer-
defrist zu verlassen. Zudem wurde der zuständige Kanton mit dem Vollzug
der Wegweisung beauftragt, die editionspflichtigen Akten ausgehändigt
und festgehalten, eine allfällige Beschwerde habe keine aufschiebende
Wirkung. Schliesslich stellte das SEM fest, das Geburtsdatum des Be-
schwerdeführers im Zentralen Migrationsinformationssystem ZEMIS laute
auf den (...), mit Bestreitungsvermerk (Dispositivziffer 6).
G.
Mit undatierter Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht (Eingang am
21. Juli 2022) beantragte der Beschwerdeführer, die Verfügung vom
18. Juli 2022 sei aufzuheben und auf sein Asylgesuch sei einzutreten. Auch
sei er nicht einverstanden mit der Anpassung seines Alters; er sei erst (...)
Jahre alt. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der auf-
schiebenden Wirkung sowie unentgeltliche Rechtspflege und Verzicht auf
die Erhebung eines Kostenvorschusses.
H.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
21. Juli 2022 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG).
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-
gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-
ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend –
endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist als
Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1
VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-
treten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG und dem VGG, soweit das
AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 In seiner Beschwerdeeingabe erklärte der Beschwerdeführer, er sei mit
der Anpassung seines Alters nicht einverstanden. Die vorliegende Be-
schwerde richtet sich damit sowohl gegen den Nichteintretensentscheid
betreffend das Asylgesuch als auch gegen die ZEMIS-Eintragung (vgl. Ur-
teil des BVGer E-5633/2021 vom 7. Februar 2022 E. 2.2).
1.4 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. Hinsichtlich der
ZEMIS-Berichtigung entscheidet das Bundesverwaltungsgericht mit unein-
geschränkter Kognition (Art. 49 VwVG).
1.5 Da sich die Beschwerdevorbringen sowohl hinsichtlich der Durchfüh-
rung des Asylverfahrens in der Schweiz als auch betreffend die Anfechtung
der ZEMIS-Berichtigung als zum Vornherein unbegründet erweisen, wird
vorliegend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet
(Art. 57 Abs. 1 VwVG und Art. 111a Abs. 1 AsylG).
2.
2.1 Vorab ist zu prüfen, ob das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im
ZEMIS zu berichtigen ist.
2.2 Das SEM führte zur Begründung seiner Verfügung aus, dass die Anga-
ben des Beschwerdeführers anlässlich der EB UMA hinsichtlich seines Al-
ters ungenau, ausweichend und vage geblieben seien. Er habe angege-
ben, er sei am (...) geboren und damit (...)-jährig. Dies stehe in seiner
Tazkira und dem Impfausweis, welcher aber vermutlich verloren gegangen
sei. Sein Geburtsdatum gemäss afghanischem Kalender habe er nicht
nennen können und er habe nicht mehr gewusst, was für ein Geburtsdatum
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er gegenüber den bulgarischen und österreichischen Behörden angege-
ben habe. Weiter habe er erklärt, dass er etwa im Alter von (...) Jahren
geheiratet habe, aber nicht mehr wisse, wann dies gewesen sei. Seine
Mutter sei etwa (...) Jahre alt, dies sei indessen nicht mit seiner späteren
Angabe zu vereinbaren, dass er unter anderem Geschwister im Alter von
(...) und (...) Jahren habe. Er habe die Kopie einer Tazkira vorgelegt, nach
welcher er im Jahr (...) gemäss äusserer Erscheinung 13-jährig gewesen
sei. Dies sei jedoch kein rechtsgenügliches Identitätsdokument und ver-
möge die Zweifel an der geltend gemachten Minderjährigkeit nicht auszu-
räumen. Es enthalte keine Sicherheitsmerkmale und liege lediglich in Ko-
pie vor. Überdies sei bekannt, dass diese Dokumente in Afghanistan leicht
käuflich erhältlich seien. Das rechtsmedizinische Gutachten vom 1. Juni
2022 habe ergeben, dass er ein durchschnittliches Alter von (...) Jahren
habe und das zu berücksichtigende Mindestalter mit 19 Jahren zu benen-
nen sei. Das angegebene Alter von (...) sei daher als nicht plausibel erach-
tet worden. Auch unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Rechts-
vertretung bestehe kein Grund, an den Resultaten des Gutachtens zu zwei-
feln. Unter Würdigung aller Indizien sei daher davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer volljährig sei.
2.3 In der Beschwerdeeingabe hielt der Beschwerdeführer daran fest, dass
er sein Geburtsdatum kenne und ganz sicher (...) Jahre alt sei. Er sei daher
nicht einverstanden mit der Anpassung seines Alters.
3.
3.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das
ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer-
und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes
über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich
[BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zentrale Migrati-
onsinformationssystem (ZEMIS-Verordnung, SR 142.513) näher geregelt
ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verordnung richten sich die Rechte der Be-
troffenen, insbesondere deren Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungs-
recht sowie das Recht auf Informationen über die Beschaffung besonders
schützenswerter Personendaten, nach dem Bundesgesetz über den Da-
tenschutz (DSG, SR 235.1) und dem VwVG.
3.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-
gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-
nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass
unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 25
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Abs. 3 Bst. a DSG). Ist die Unrichtigkeit erstellt, besteht ein uneinge-
schränkter Anspruch auf Berichtigung (vgl. statt vieler Urteil des BVGer
A-7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.2, m.w.H.).
3.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die
Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-
streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-
daten zu beweisen (vgl. BVGE 2013/30 E. 4.1). Nach den massgeblichen
Beweisregeln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Wür-
digung sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünf-
tigen Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erfor-
derlich.
3.4 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-
richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen Personendaten noch dieje-
nige der neuen Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich we-
der die einen noch die anderen Daten bearbeitet werden (vgl. Art. 5 Abs. 1
DSG). Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Per-
sonendaten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendiger-
weise bearbeitet werden. Das gilt namentlich auch für im ZEMIS erfasste
Daten. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der Bear-
beitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren Rich-
tigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 25 Abs. 2 DSG deshalb die An-
bringung eines Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die
Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten bestritten und/oder nicht gesi-
chert ist. Spricht dabei mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die
bisherigen Angaben zunächst zu berichtigen und die neuen Daten an-
schliessend mit einem derartigen Vermerk zu versehen. Ob die vormals
eingetragenen Angaben (als Neben- beziehungsweise Aliasidentität) wei-
terhin abrufbar bleiben sollen oder ganz zu löschen sind, bleibt grundsätz-
lich der Vorinstanz überlassen. Verhält es sich umgekehrt, erscheint also
die Richtigkeit der bisher eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder
zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit
einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über die Anbringung eines ent-
sprechenden Vermerks ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig da-
von zu entscheiden, ob ein entsprechender Antrag gestellt worden ist (vgl.
zum Ganzen Urteil des BVGer A-7588/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.4
m.w.H.).
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3.5 Es obliegt somit zunächst grundsätzlich der Vorinstanz zu beweisen,
dass der aktuelle ZEMIS-Eintrag des Geburtsdatums des Beschwerdefüh-
rers ([...]) korrekt beziehungsweise zumindest wahrscheinlich ist. Der Be-
schwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, dass das von ihm geltend
gemachte Geburtsdatum ([...]) richtig beziehungsweise zumindest wahr-
scheinlicher ist als die derzeit im ZEMIS erfasste Angabe. Gelingt keiner
Partei der sichere Nachweis des Geburtsdatums, ist dasjenige Geburtsda-
tum im ZEMIS zu belassen oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahr-
scheinlicher erscheint (Vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.5).
3.6 Ergänzend gilt es darauf hinzuweisen, dass im Asylverfahren das Ge-
burtsdatum von der asylsuchenden Person zumindest glaubhaft zu ma-
chen ist. Glaubhaft ist die Minderjährigkeit dann, wenn für deren Vorhan-
densein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der
Möglichkeit rechnet, dass die gesuchstellende Person bereits volljährig ist
(BGE 140 III 610 E. 4.1). In einer Gesamtwürdigung müssen die Gründe,
welche für die Minderjährigkeit sprechen, überwiegen (BVGE 2010/57
E. 2.3). Gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, seine Minderjährigkeit zu-
mindest glaubhaft zu machen, respektive bleiben entsprechende Behaup-
tungen unsubstanziiert, so ist von der Beweislosigkeit und mithin von einer
Volljährigkeit auszugehen (vgl. Urteil des BVGer D-966/2022 vom 11. März
2022 E. 3.6 m.H.).
4.
4.1 Dem Gutachten zur Altersschätzung vom 1. Juni 2022 lässt sich ent-
nehmen, dass die zahnärztliche Beurteilung ein Durchschnittsalter von (...)
Jahren ergab. Ein Mindestalter wurde bei dieser Untersuchung nicht fest-
gestellt. Demgegenüber ergab ein Schichtröntgenscan (CT) der medialen
Anteile der Schlüsselbeine gemäss Kellinghaus et al. (2010) ein Stadium
3c beidseits, was gemäss Wittschieber et al. (2014) einem Mindestalter
von 19 Jahren (Median (...) Jahre, Maximum 30 Jahre) entspricht (vgl.
SEM-Akte [...]). In der Stellungnahme der Rechtsvertretung vom 9. Juni
2022 wurde insbesondere bemängelt, dass die Schlussfolgerung der
Zahnanalyse kein Mindestalter aufweise. Daraus ergebe sich, dass das zu-
gestellte Altersgutachten zahlreiche Fragen aufwerfe, zumal im Rahmen
der Zahnaltersanalyse einige Ergebnisse ein deutlich unter 18 Jahre lie-
gendes Mindestalter ergäben. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sowohl die Schlüssel-
bein- respektive Skelettaltersanalyse als auch die zahnärztliche Untersu-
chung als geeignet ansieht, einen Beweis für die Minder- oder Volljährigkeit
darzustellen. Dabei wird es als starkes Indiz für die Volljährigkeit eingestuft,
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wenn das Mindestalter bei einer der beiden Untersuchungen über 18 Jah-
ren liegt und sich die anhand der beiden Analysen ergebenen Altersspan-
nen überlappen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.). Letzteres ist vorliegend
der Fall, nachdem bei der radiologischen Untersuchung der Schlüssel-
beine ein Mindestalter von 19 Jahren und ein Maximum von 30 Jahren re-
sultierte und das Durchschnittsalter der zahnärztlichen Untersuchung mit
(...) Jahren in dieser Altersspanne liegt. In Übereinstimmung mit dem SEM
ist daher festzuhalten, dass es keinen Grund gibt, am Ergebnis des Alters-
gutachtens zu zweifeln, weil die zahnärztliche Untersuchung es vorliegend
nicht erlaubte, eine zuverlässige Aussage über das Mindestalter zu ma-
chen. Das Altersgutachten ist folglich als starkes Indiz für die Volljährigkeit
einzustufen.
4.2 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass er sein Alter
kenne, weil es auf seiner Tazkira und seinem Impfausweis vermerkt sei.
Den Impfausweis reichte er jedoch nicht ein, da dieser mutmasslich verlo-
ren ging respektive von seiner Familie nicht mehr gefunden werden konnte
(vgl. SEM-Akte [...] [nachfolgend Akte 15] Ziff. 1.06). Die Tazkira – von wel-
cher der Beschwerdeführer ein Foto einreichte – hält fest, dass er im Jahr
(...) gemäss äusserem Erscheinungsbild 13-jährig gewesen sei. In diesem
Zusammenhang führte das SEM indessen zutreffend aus, dass es sich da-
bei nicht um ein rechtsgenügliches Identitätsdokument handelt, mit wel-
chem sich das Alter zweifelsfrei nachweisen lässt. Das Bundesverwal-
tungsgericht misst der afghanischen Tazkira denn auch nur einen reduzier-
ten Beweiswert zu (vgl. BVGE 2019 1/6 E. 6.2). Angesichts dessen er-
scheint das vorgelegte Foto der Tazkira des Beschwerdeführers, welches
im Übrigen kein exaktes Geburtsdatum enthält, nicht geeignet, die Ergeb-
nisse des Altersgutachtens in Zweifel zu ziehen.
4.3 Schliesslich wies das SEM zutreffend darauf hin, dass die Angaben des
Beschwerdeführers zu seinem Alter teilweise vage und ausweichend aus-
gefallen sind. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die betreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Es
erstaunt insbesondere, dass der Beschwerdeführer zwar von seinem Vater
erfahren haben will, dass sein Geburtsjahr (...) sei, sich indessen nicht da-
ran erinnern kann, wann dies gewesen sei und wie sein Geburtsjahr im
afghanischen Kalender lautet (vgl. Akte 15, Ziff. 1.06). Auch auf dem Per-
sonalienblatt bei Eintritt in das Bundesasylzentrum gab er lediglich das
Jahr (...), aber weder Geburtstag noch -monat an (vgl. SEM-Akte [...]). Es
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ist auch nicht nachvollziehbar, dass er nicht mehr wissen will, welches Ge-
burtsjahr er gegenüber den bulgarischen und österreichischen Behörden
angegeben habe (vgl. Akte 15, Ziff. 1.06).
4.4 Vor diesem Hintergrund ist – insbesondere aufgrund des Gutachtens
zur Altersschätzung vom 1. Juni 2022 – festzuhalten, dass die Indizien, die
für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers sprechen, überwiegen. Daran
vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass er auf Beschwerde-
ebene erneut betont, er sei sich sicher, (...) Jahre alt zu sein. Das Gericht
kommt daher zum Schluss, dass die im ZEMIS erfassten Angaben zum
Geburtsdatum des Beschwerdeführers wahrscheinlicher ist als das von
ihm geltend gemachte Datum. Sein Begehren um Berichtigung des ZEMIS-
Eintrags ist daher abzuweisen.
5.
5.1 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf das
Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist (vgl. zur Beurteilungs-
kompetenz des Gerichts bei Nichteintretensentscheiden gestützt auf
Art. 31a Abs. 1-3 AsylG BVGE 2017 VI/5 E. 3.1 und 2012/4 E. 2.2 je
m.w.H.).
5.2 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM die Wegweisung aus
der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
5.3 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird. Das Verfah-
ren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates wird eingeleitet, so-
bald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20
Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens
(Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeits-
prüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr statt (vgl. zum Ganzen BVGE
2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1).
5.4 Jeder Mitgliedstaat kann abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO
beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-
tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn
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er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-
fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-
nannte Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-
siert; das SEM kann das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung «aus hu-
manitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-
VO ein anderer Staat zuständig wäre.
5.5 Im Falle einer unbegleiteten minderjährigen Person ohne familiäre An-
knüpfungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4
Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem diese einen Antrag auf inter-
nationalen Schutz gestellt hat, wobei von der Situation zum Zeitpunkt der
ersten Antragstellung in einem Mitgliedstaat ausgegangen wird (vgl. Art. 7
Abs. 2 Dublin-III-VO). Als Minderjähriger gilt ein Drittstaatsangehöriger un-
ter achtzehn Jahren (Art. 2 Bst. i Dublin-III-VO; Art. 1a Bst. d AsylV 1). Un-
begleitete Minderjährige sind vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenom-
men (vgl. FILZ-WIESER/SPRUNG, Dublin-III-VO, Wien 2014, Kap. 15 f. zu
Art. 8, m.H.). Vorliegend bestünde deshalb bei Minderjährigkeit des Be-
schwerdeführers eine der grundsätzlichen Wiederaufnahmezuständigkeit
Bulgariens vorrangige Zuständigkeit der Schweiz (vgl. etwa Urteil des
BVGer F-6213/2020 vom 5. Januar 2021 E. 3.4).
6.
6.1 Wie vorstehend (vgl. oben E. 4) ausgeführt ist davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer bereits volljährig ist und das SEM sein Geburtsda-
tum zu Recht auf den (...) festgesetzt hat. Die Voraussetzungen für die
Annahme einer Zuständigkeit der Schweiz für das Asylverfahren gestützt
auf Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO sind somit nicht gegeben und das SEM ist
mit einem ordnungsgemässen Wiederaufnahmeersuchen an die bulgari-
schen Behörden gelangt.
6.2 Die bulgarischen Behörden stimmten dem Übernahmeersuchen der
Vorinstanz mit Schreiben vom 6. Juli 2022 ausdrücklich zu (vgl. SEM-Akte
[...]). Die Zuständigkeit Bulgariens ist somit grundsätzlich gegeben, was
vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird.
6.3 Der Beschwerdeführer brachte im Rahmen der Gewährung des recht-
lichen Gehörs anlässlich der EB UMA vor, gegen eine Rückkehr nach Bul-
garien spreche, dass er nicht dorthin zurückwolle; wenn er dort hätte blei-
ben wollen, wäre er dort geblieben (vgl. Akte 15, Ziff. 8.01). Er sei in Bul-
garien sehr viel geschlagen worden und das Leben im Camp sei schwierig
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Seite 11
und gefährlich gewesen. Es gebe dort eine Bande, vor welcher er grosse
Angst habe, da sie andere Menschen schlage und töte (vgl. Akte 15,
Ziff. 9.01). In der Beschwerdeschrift erklärte der Beschwerdeführer, er
würde lieber sterben als zurück nach Bulgarien, da man dort wie ein Tier
behandelt werde. Er habe kein Essen erhalten und sei geschlagen worden,
weshalb er nicht zurück könne.
6.4
6.4.1 Bulgarien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) und kommt entsprechenden völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nach. Es darf davon ausgegangen werden, dass dieser Staat die
Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen
Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsa-
men Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen
Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013
zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internati-
onalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, anerkennt
und schützt.
6.4.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich im Referenzurteil
F-7195/2018 vom 11. Februar 2020 ausführlich mit dem bulgarischen Asyl-
system und der Situation asylsuchender Personen in Bulgarien auseinan-
dergesetzt. Es hat festgehalten, dass das dortige Asylverfahren sowie die
Aufnahmebedingungen zwar gewisse Mängel aufweisen würden, diese
aber nicht systemischer Natur seien, weshalb von Überstellungen nach
Bulgarien grundsätzlich nicht abzusehen sei. Korrekte Asylverfahren seien
in Bulgarien nicht systembedingt unmöglich. Die Bedingungen in den Auf-
nahme- und Haftzentren seien zwar prekär, könnten jedoch nicht als un-
menschlich oder entwürdigend qualifiziert werden (vgl. a.a.O. E. 6.6.1 und
6.6.7). Auch heute geht das Bundesverwaltungsgericht praxisgemäss nicht
von systemischen Mängeln im bulgarischen Asylverfahren aus (vgl. u.a.
Urteile des BVGer F-3083/2022 vom 20. Juli 2022 E.4 m.w.H.;
E-2642/2022 vom 24. Juni 2022 E. 8.2 m.w.H.).
6.4.3 Vor diesem Hintergrund ist es nicht angezeigt, dass die Schweiz in
Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf das Asylgesuch des Be-
schwerdeführers eintritt.
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Seite 12
6.5
6.5.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz trotz der grundsätzlichen Zu-
ständigkeit Bulgariens das Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 erster
Satz Dublin-III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, hätte ausüben
müssen.
6.5.2 Zwar sind die Bedingungen in Bulgarien teilweise als schwierig anzu-
sehen, weshalb es nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Be-
schwerdeführer dort keine einfachen Umstände angetroffen hat. Nach sei-
ner Rücküberstellung wird er indessen – nachdem sein Asylverfahren dort
hängig ist und die bulgarischen Behörden seiner Übernahme ausdrücklich
zugestimmt haben – nicht als Neuankömmling behandelt, sondern in die
Asylstrukturen integriert, wo er alle ihm zustehenden Rechte wahrnehmen
kann. Gegebenenfalls wird er sich an die zuständigen bulgarischen Behör-
den zu wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem
Rechtsweg einzufordern haben (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). Dies gilt
auch für den Fall, dass er Gewalt durch Behörden oder kriminelle Banden
erfahren respektive befürchten sollte. Weiter besteht kein Grund zur An-
nahme, dass die bulgarischen Behörden ihm nach einer Überstellung den
Zugang zum Asyl- respektive zu einem allfälligen Wiederaufnahmeverfah-
ren unter Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie verweigern wür-
den.
6.5.3 In Bezug auf den medizinischen Sachverhalt ist anzumerken, dass
eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Prob-
lemen nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellt.
Nach der Rechtsprechung des EGMR ist dies bei schwerkranken Perso-
nen der Fall, welche durch eine Abschiebung – mangels angemessener
medizinischer Behandlung im Zielstaat – mit einem realen Risiko konfron-
tiert würden, einer ernsten, raschen und unwiederbringlichem Verschlech-
terung ihres Gesundheitszustandes ausgesetzt zu werden, die zu intensi-
vem Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung füh-
ren würde (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien vom 13. De-
zember 20126, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180-193 m.w.H.). Anlässlich
der EB UMA gab der Beschwerdeführer an, er sei zwar gesund, es gehe
ihm aber psychisch nicht so gut (vgl. Akte 15, Ziff. 8.02). Gemäss dem Be-
richt der C._ vom 2. Juni 2022 wurde bei ihm ein Verdacht auf (...)
festgestellt. Er leide an einer (...), weshalb eine Psychotherapie als indiziert
angesehen werde (vgl. SEM-Akte [...]). Die medizinischen Probleme des
Beschwerdeführers können nicht als derart gravierend eingeschätzt wer-
den, dass er im Falle einer Überstellung nach Bulgarien mit dem Risiko
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einer ernsten, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung seines
Gesundheitszustandes konfrontiert wäre. Ferner hielt die Vorinstanz zutref-
fend fest, dass Bulgarien über eine ausreichende medizinische Infrastruk-
tur verfügt und verpflichtet ist, ihm die erforderliche medizinische Versor-
gung zukommen zu lassen. Es gibt dabei keine Anhaltspunkte dafür, dass
Bulgarien ihm eine allenfalls notwendige Behandlung verweigern könnte.
6.6 Zusammenfassend ist kein Grund für eine Anwendung der Ermessen-
klauseln von Art. 17 Dublin-III-VO sowie von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 er-
sichtlich.
7.
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass das SEM zutreffend gestützt auf
Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Da
der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Nie-
derlassungsbewilligung ist, wurde die Wegweisung nach Bulgarien in An-
wendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 32 Bst. a
AsylV 1).
8.
Das Fehlen von Überstellungshindernissen ist bereits Voraussetzung des
Nichteintretensentscheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG, weshalb
allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20)
unter diesen Umständen nicht mehr zu prüfen sind (vgl. BVGE 2015/18
E. 5.2 m.w.H.).
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und angemessen ist. Die
Beschwerde ist daher abzuweisen
10.
Mit dem vorliegenden Urteil werden die Gesuche um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses gegenstandlos.
11.
11.1 Die Begehren erweisen sich als zum Vornherein aussichtslos, wes-
halb das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege ungeachtet der geltend gemachten prozessualen
Bedürftigkeit abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
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11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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