Decision ID: e5d3f8ea-d94b-483b-a644-a692025ed02a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1982, war zuletzt als stellvertretende Filialleiterin bei der
Y._
in einem 80 %-Pensum angestellt
und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
versichert.
Am 8. November 2010 erlitt sie einen Unfall, als sie beim Überqueren eines
Fuss
gängerstreifens
von einem Auto angefahren wurde
(Urk. 8/1).
Dabei zog sie sich ein
leichtes Schädel-Hirn-Trauma, eine kleine Milzlazeration, eine
Rippenfrak
tur
, diverse Frakturen im Bereich des Beckens sowie eine Kontusion der rechten Hand zu (Bericht Unfallchirurgie des
Z._
v
om 25. Novem
ber 2010, Urk. 8/37 S.
1).
Die Suva klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und liess die Versicherte in der
A._
interdisziplinär begutachten (Urk. 8/570-573).
Mit Verfügung vom 11. Novem
ber 2013
richtete die Suva für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 8. November 2010 ab 1. Januar 2013 eine In
validenrente basierend auf einem
Invaliditäts
grad
von 31 % und eine Integritätsentschädigung aus (Urk. 8/629). Aufgrund der dagegen von der Versicherten am 12. Dezember 2013 erhobenen Einsprache (Urk. 8/635) holte die Suva beim ehemaligen Arbeitgeber der Versicherten eine Stellungnahme zur mutmasslichen
Lohnent
wicklung
ein (Urk. 8/652, Urk. 8/654). Mit
Einspracheentscheid
vom 5. März 2014 wies die Suva die Ein
sprache ab (Urk. 8/656 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
7. April 2014
Beschwerde
gegen den
Einspracheent
scheid
vom 5. März 2014 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihr eine höhere Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Die Suva
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5. Mai 2014
(Urk.
7
) die Abwei
sung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
28. Mai 2014
zur Kenntnis gebracht (Urk.
11
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
sind die rechtlichen Erwägungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers (
Art.
6
Abs.
1 des Gesetzes über die Unfallversicherung, UVG), zum Invaliditätsgrad und dessen Bemessung (
Art.
18
Abs.
1 UVG;
Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) zutreffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 4 ff.
Ziff.
2a ff.
,
S. 11 Ziff. 5a/
aa
und S. 12 Ziff. 5b/
aa
).
Darauf kann, mit der nachfolgenden Ergänzung
, verwiesen werden.
1.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
davon aus (Urk. 2), gestützt auf die Beurteilung der Ärzte der
A._
sei
eine
Arbeitsfähigkeit von 80 %
sowohl
als stellvertretende Filialleiterin
als auch
in
einer leidensangepassten Tätigkeit
ausgewiesen
(S. 7 ff. Ziff. 4).
Gestützt auf die Tabellen der Lohnstrukturerhebung (LSE) sei von einem jährlichen
Invaliden
einkommen
von Fr. 43‘435.65 auszugehen. Ein leidensbedingter Abzug sei nicht zu gewähren, da die bereits bei der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähig
keit enthaltene gesundheitliche Einschränkung nicht zusätzlich in die Bemes
sung des leidensbedingten Abzuges einfliessen könne (S. 11 Ziff. 5a/
bb
).
Hin
sichtlich des
Valideneinkommens
sei von einem Jahresverdienst von
Fr. 62‘620.-- auszugehen. Gestützt auf die Ausführungen ihres ehemaligen Arbeitgebers stehe zwar fest, dass die Beschwerdeführerin einen beruflichen Aufstieg zu realisieren vermochte, indem sie ab dem 1. Oktober 2010 bei Abwesenheit des Filialleiters die Funktion und Verantwortlichkeiten einer stell
vertretenden Filialleiterin übernommen hatte. Jedoch sei damit keinesfalls automatisch gewährleistet, dass sie ab dem 1. Januar 2013 auch tatsächlich als fixe erste Stellvertreterin eingesetzt worden und damit überhaupt in den Genuss von Vertretungszulagen gekommen wäre. Es könne somit nicht davon ausge
gangen werden, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Jahr 2013 ein
Zusatz
einkommen
in Form von regelmässigen Vertretungszulagen hätte erzielen kön
nen (S. 12 f.
Ziff.
5b/
bb
f.). Es
resultiere somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 19‘184.35, was einen Invaliditätsgrad von rund 31 % ergebe (S. 13 f. Ziff. 5c).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2014 fest (Urk. 7).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführe
rin auf den Standpunkt (Urk. 1
), entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin sei ein leidensbedingter Abzug
von 20 %
zu gewähren
: So seien 5 % wegen der Minderentschädigung von
teil
zeitarbeitenden
Frauen sowie weitere 15 % „unter dem Aspekt geringerer wirt
schaftlicher Ausschöpfbarkeit der verbliebenen Arbeitskraft wegen verbreiteter Vorbehalte gegenüber Arbeitnehmern bosnischer Nationalität und deshalb (...) weil sie nur über eine berufliche Ausbildung als
Coiffeuse
verfügt“ zu gewähren (S. 3).
Sodann habe es konkrete Anhaltspunkte für einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen gegeben, was beim
Valideneinkom
men
zu berücksichtigen sei (S. 4 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Invaliditätsgrades und insbesondere die Frage, ob ein leidens
bedingter Abzug zu gewähren sei
.
Unbestritten sind hingegen die zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80 % in der bis
herigen sowie in leidensangepasster Tätigkeit sowie der Zeitpunkt des
Renten
beginns
per 1. Januar 2013.
3.
3.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, was die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen
Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall nur
teilzeit
lich, so wird – anders als in der Invalidenversicherung oder bei der Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit für die Taggelder (BGE 135 V 287) – der Lohn auf ein 100%-Pensum umge
rechnet. Begründet wird dies damit, dass das
Valideneinkommen
unabhängig davon zu bestimmen ist, ob die versicherte Person vor dem Unfall ihre Arbeits
kraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat; diesem Faktor werde nämlich in der Unfallversicherung bereits dadurch Rechnung getragen, dass die Renten auf
grund des versicherten Verdienstes (Art. 15 UVG) festgesetzt werden (BGE 119 V 475 E. 2b S. 481).
3.2
Die Beschwerdeführerin war zuletzt bis am 31. Mai 2013 als stellvertretende Filialleiterin bei der
Y._
in einem 80
%-Pensum
angestellt (Urk. 8/1; Urk. 8/575). Nach Angaben
der Beschwerdeführerin
sei im
Unfallzeit
punkt
geplant gewesen, „im
Y._
weiterzukommen“ (Urk. 8/520 S. 1 Mitte).
Die
Arbeitgeberin
führte auf Anfrage der Beschwerdeführerin aus,
die Beschwerde
führerin
sei
erst per 1. Oktober 2010 - mithin kurz vor ihrem Unfall am 8. November 2010 - zur stellvertretenden Filialleiterin befördert worden. Im Unfallzeitpunkt habe nicht die Absicht bestanden, die Beschwerdeführerin zur Filialle
iterin zu befördern (Urk. 8/593 S.
20
; vgl. auch Zusatz zum Arbeitsver
trag vom 11. Oktober 2010, Urk. 8/640
).
Aufgrund der
mutmassliche
n
Lohnentwicklung ohne Unfall hätte
die Beschwer
deführerin laut Auskunft der Arbeitgeberin
bei einem 100
%-Pensum
im Jahr 2013 monatlich Fr
. 4‘540.-- verdient (Urk. 8/593 S.
1).
Zusätzlich
würden
alle
Y._
-Mitarbeitenden eine sogenannte
Y._
-Prämie
erhalten
, welche bei einem Anste
llungsgrad von 100 % im ersten Dienstj
ahr Fr. 100.-- und ab dem zweiten
Jahr Fr. 300.-- betrage
(Urk.
8/615
).
3.3
3.3.1
Die Beschwerde
gegner
in errechnete gestützt auf die Angaben der
Y._
für das Jahr 2013 ein
Valideneinkommen
von Fr. 62‘620.-- (13 x Fr. 4‘540.-- + 12
x
Fr.
300.--; vgl. Urk. 8/618)
.
3.3.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, es gebe Anhaltspunkte für einen beruf
lichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen, da sie im Jahr 2013 hypothetisch die erfahrenste Filialleiterstellvertreterin gewesen wäre und damit sehr wahrscheinlich regelmässig zum Einsatz gekommen wäre (Urk. 1 S. 5).
3.3.3
Diesbezüglich ist ihr entgegenzuhalten, dass e
ine
berufliche Weiterentwicklung
durch konkrete Anhaltspunkte belegt sein
muss
, damit sie berücksichtigt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2008 vom
5.
Juni 2008 E. 3.2.2).
Es ist zwar unbestritten, dass die Beschwerdeführerin kurz vor ihrem Unfall im November 2010
zur stellvertretenden Filialleiterin befördert worden ist.
Und so
liegt es im Bereich des Möglichen, dass sie im Gesundheitsfall im Jahr 2013 Einsätze als Stellvertreterin gehabt hätte. Jedoch lässt sich der hypothetische Umfang der Einsätze als Stellvertreterin
nicht
beziffern beziehungsweise es kann nach Angaben der
Y._
nicht einmal davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin
regelmässig
zum Einsatz gekommen wäre. So werde die Stellvertretung nicht proportional auf die mehreren Tagesvertreter aufgeteilt. Vielmehr würden häufig zunächst Filialleiter und Regionalleiter in Einarbeitung als erste Stellvertreter eingesetzt.
Anschliessend
folge eine Stufung nach Erfahrung, indem zuerst die Tagesvertretung mit der meisten Erfahrung eingesetzt werde, bei deren Ausfall jene mit der zweitmeisten Erfahrung.
Seit 2013 gebe es sogar einen fixen ersten Stellvertreter, der zum Einsatz komme, wenn kein Filialleiter oder Regionalleiter in Einarbeitung die Schicht des ausfal
lenden Filialleiters übernehmen könne. Die weiteren Tagesvertretungen würden
bloss
subsidiär und dabei wiederum gestuft nach Erfahrung eingesetzt
(vgl.
Stellungnahme vom 2
6
.
Februar 2014,
Urk. 8/
654 S. 1; siehe
auch Stellung
nahme vom 21. Oktober 2013,
Urk. 8/623 S.
9
f.
).
Aufgrund dieser Stellungnahmen der
Y._
kann es nicht als über
wiegend wahrscheinlich gelten, dass die Beschwerdeführerin ein höheres
Valideneinkommen
erzielt hätte. Dies gilt umso mehr, als
seit dem Jahr 2013 ohnehin das Stellvertretungssystem gewechselt hat und grundsätzlich ein fixer Stellvertreter zum Einsatz
gelangt. Somit
vermag die Argumentation der Beschwerdeführerin, sie wäre im Jahr 2013 die erfahrenste Mitarbeiterin gewe
sen, nicht zu verfangen.
3.4
Das von der Beschwerdegegnerin herangezogene
Valideneinkommen
für das Jahr 2013 (Rentenbeginn) von Fr. 62‘620.-- ist nach dem
Gesagten nicht zu beanstanden.
Aufgrund dieser Umstände sind von weiteren Abklärungen beim Arbeitgeber (vgl. Urk. 1 S. 5 f.) keine
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb
darauf in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3 je mit Hinweisen) zu verzichten ist.
4.
4.1
Das
Invalideneinkommen
ermittelte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die LSE 2010 und indexierte diese
s
auf das Jahr 201
3.
Gestützt auf die Tabelle TA1
ging sie
von einem monatlichen Verdienst von Fr. 4‘225.--
(Totalwert, Frauen, Anforderungsniveau 4) aus. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit, der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 sowie der medizi
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 80 % errechnete sie ein Jahreseinkom
men von Fr. 43‘435.65 (Urk. 2 S. 11 Ziff. 5a). Dieses Invalideneinkommen wurde von der Beschwerdeführerin nicht
bemängelt
und ist auch nach Akten- und Rechtslage nicht zu beanstanden.
4.2
Jedoch machte die Beschwerdeführerin geltend, es sei ein leidensbedingter Ab
zug von 20 % zu gewähren
wegen der Minderentschädigung von
teilzeitar
bei
ten
den
Frauen, wegen Vorbehalten aufgrund ihrer bosnischen Nationalität und weil sie nur eine berufliche Ausbildung als
Coiffeuse
habe
(vorstehend E. 2.2).
4.3
Insbesondere der letztgenannte Punkt ist kein Faktor, welcher beim
leidens
bedingten
Abzug zu berücksichtigen ist (vgl. vorstehend E. 1.2).
Überdies
führte die Beschwerdegegnerin zu Recht aus, dass die Beschwerdeführerin aus ihrer nicht unfallbedingten Berufswahl nichts zu ihren Gunsten ableiten
kann (vgl. Urk. 7 S. 5 Ziff. 16
).
Sodann
ist entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin
rechtsprechungs
gemäss
von keiner generellen Minderentschädigung bei teilerwerbstätigen Frauen auszugehen.
Bei teilzeitlich angestellten Frauen fällt das Kriterium des reduzierten Beschäftigungsgrades von vornherein kaum ins Gewicht; sie verdie
nen laut Statistik doch oftmals gar nicht weniger als Vollzeitbeschäftigte. Zu denken ist etwa an Betätigungsbereiche, in welchen Teilzeitarbeit Nischen aus
zufüllen vermag, die
arbeitgeberseits
stark gefragt sind und dementsprechend
entlöhnt
werden. Eine
bloss
teilzeitlich ausgeübte Beschäftigung kann sich im Vergleich zu einer Vollzeitbeschäftigung bei Frauen sogar proportional
lohner
höhend
auswirken. So weisen die Statistiken 2008 und 2010 bei Frauen im Anforderungsniveau 4 für Teilzeitarbeit zwischen 50
%
und 89
%
höhere Löhne als für Vollbeschäftigung aus. Damit entfällt hier die Rechtfertigung für einen Tabellenlohnabzug (Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 3
0.
November 2012 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Ebenfalls
wirkt sich ihre Nationalität (Schweizerin, vgl. Urk. 8/1) sogar leicht erhöhend aus (vgl. Grafik G5 LSE 2008 S. 7 sowie T12 LSE 2010 S. 32 f.).
Hinweise, dass eines der übrigen Kriterien zu bejahen wäre, sind nicht vorhan
den, zumal d
ie Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im privaten Sektor ab
nimmt
, je niedriger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Anforderungsniveau 4 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_455/2013 vom 4.
Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
4.4
Aufgrund des Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegne
rin
keinen leidens
bedingten Abzug gewährte.
5.
Zusammenfassend resultiert a
us
der Gegenüberstellung von Validen- und
Inva
li
deneinkommen
für das Jahr 2013 eine
Einbusse
von
Fr.
19
‘18
4
.
35 (Fr. 62‘620.-- -
Fr. 43‘435.65)
, was einem Invaliditätsgrad von
31
%
(aufge
run
det von 30.64 %)
entspricht.
Demnach ist
der
Einspracheentscheid
zu bestätigen und
die Beschwerde abzu
weisen.