Decision ID: 135d448f-30f3-5197-be58-6e21a0721ea1
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde am 11. April 2016 vom regionalen Arbeitsvermittlungszentrum B._
zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1 f.). Am 4. Mai
2016 forderte die IV-Stelle den Versicherten auf, sich mittels des dafür vorgesehenen
Formulars zum Leistungsbezug anzumelden (IV-act. 5). Am 12. Mai 2016 meldete sich
der Versicherte dann zum Leistungsbezug an (IV-act. 7). Die Hals-Nasen-Ohrenklinik
des Kantonsspitals St. Gallen hatte in einem Austrittsbericht vom 8. März 2016
betreffend eine dreitägige stationäre Behandlung von Ende Februar 2016 ausgeführt
(IV-act. 26), der Versicherte leide an einem Tonsillencarcinom rechts. Der Tumor müsse
reseziert werden. Am 14. April 2016 hatte die Hals-Nasen-Ohrenklinik des
Kantonsspitals St. Gallen berichtet (IV-act. 25), der Versicherte sei vom 8. März 2016
bis zum 9. April 2016 stationär behandelt worden. Er leide zusätzlich auch an einer
hochgradigen Nierenarterienstenose links, an einer Refluxösophagitis sowie an einem
Short Barett Ösophagus. Das Tonsillencarcinom sei am 9. März 2016 reseziert worden.
Der Versicherte werde sich einer adjuvanten Radiochemotherapie unterziehen müssen.
Am 4. Juli 2016 notierte Dr. med. C._ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst
(RAD), grundsätzlich sei bei einem guten Heilverlauf eine zumindest teilweise
Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten zu erwarten (IV-act. 28). Am 13. Juli
2016 berichtete die Hals-Nasen-Ohrenklinik des Kantonsspitals St. Gallen (IV-act. 34),
aktuell zeige sich ein klinisch loco-regionär tumorfreier Befund. Der Versicherte werde
aber die bereits eingelegte PEG-Sonde vorerst weiterhin benötigen. Der RAD-Arzt Dr.
C._ notierte am 18. August 2016, der Gesundheitszustand sei noch nicht
ausreichend stabil; der Versicherte sei nach wie vor vollständig arbeitsunfähig (IV-act.
36). Am 14. September 2016 teilte die Hals-Nasen-Ohrenklinik des Kantonsspitals St.
Gallen mit (IV-act. 46), dass bei der letzten Untersuchung Auffälligkeiten bezüglich der
Lymphknoten im Halsbereich festgestellt worden seien. Diesbezüglich seien weitere
Abklärungen geplant. Der RAD-Arzt Dr. C._ wies am 4. Oktober 2016 darauf hin,
dass noch immer ein instabiler Gesundheitszustand vorliege (IV-act. 48). Am 7. Oktober
2016 erfolgte eine weitere Verlaufsuntersuchung, bei der allerdings keine wesentlichen
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neuen Erkenntnisse gewonnen wurden (IV-act. 50 und 52). Am 14. Oktober 2016 teilte
die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass aktuell keine beruflichen
Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden könnten (IV-act. 55). Laut einem
Austrittsbericht der Hals-Nasen-Ohrenklinik des Kantonsspitals St. Gallen vom 16.
November 2016 hatte der Versicherte vom 20. Oktober 2016 bis zum 2. November
2016 erneut stationär behandelt werden müssen (IV-act. 63). Der RAD-Arzt Dr. C._
notierte am 30. November 2016 erneut, der Gesundheitszustand sei noch instabil (IV-
act. 65). Am 19. Dezember 2016 berichtete Dr. med. D._ (IV-act. 69), der Versicherte
leide an einem fortgeschrittenen Tonsillencarcinom rechts. Ein rezidivierender Infekt im
Operationsgebiet habe operativ revidiert werden müssen. Der Versicherte müsse nach
wie vor über eine Magensonde ernährt werden. Die erlernte, körperlich schwere
Tätigkeit als Schreiner könne dem Versicherten nicht mehr zugemutet werden. Es sei
fraglich, ob dies je wieder möglich sein werde. Abgesehen von einer vorübergehenden
Phase mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent (22. August 2016 – 30. September
2016) sei der Versicherte bereits seit dem 5. Januar 2016 vollständig arbeitsunfähig.
A.b Am 16. Dezember 2016 erhob der Versicherte eine Aufsichtsbeschwerde beim
Leiter der IV-Stelle (IV-act. 73–3 f.). Er machte geltend, er sei nun seit dem 5. Januar
2016 vollständig arbeitsunfähig. Er habe Krebs, sei täglich nur etwa zehn Stunden
wach und müsse in dieser Zeit drei- bis viermal mittels einer Magensonde ernährt
werden. Ein Ende dieses Zustandes sei nicht absehbar. Die zuständige
Sachbearbeiterin der IV-Stelle lasse die Sache liegen und weigere sich, ein
persönliches Gespräch durchzuführen. Sie habe sich wiederholt auf den Standpunkt
gestellt, der Gesundheitszustand sei noch instabil. Der Versicherte beantragte die
Prüfung des Vorgehens der Sachbearbeiterin, die Weiterbearbeitung seines
Leistungsbegehrens und eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Am 3.
Januar 2017 teilte der Leiter der IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 73–1), die IV-
Stelle habe alle zwei Monate Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt. Auch in den
aktuellsten Berichten werde noch ein instabiler Gesundheitszustand beschrieben. Das
verunmögliche die Prüfung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen und erkläre
auch, weshalb bislang noch kein persönliches Eingliederungsgespräch stattgefunden
habe. Bezüglich eines möglichen Rentenanspruchs sei zu berücksichtigen, dass das
sogenannte Wartejahr erst im Februar 2017 ablaufe und dass eine Rentenprüfung
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ohnehin nicht möglich sei, solange noch nicht sämtliche Eingliederungsmöglichkeiten
ausgeschöpft seien.
A.c Am 1. Februar 2017 gingen der IV-Stelle diverse Berichte sowie ein
„Versicherungs¬schreiben“ der Hals-Nasen-Ohrenklinik des Kantonsspitals St. Gallen
zu (IV-act. 78). Gestützt auf diese Angaben der behandelnden Ärzte notierte der RAD-
Arzt Dr. C._ am 3. Februar 2017 (IV-act. 80), der Versicherte sei tumorfrei, was für ihn
„erfreulich“ sein müsse. Die Wundheilung sei aber noch nicht abgeschlossen. Zudem
sei der Verlauf „noch etwas undulierend“. Im Moment sei der Versicherte noch
vollständig arbeitsunfähig. Die Wiedererlangung einer zumindest teilweisen
Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten sei nicht ausgeschlossen. Der
Gesundheitszustand sei nach wie vor als instabil zu qualifizieren.
A.d Am 1. März 2017 forderte der Versicherte die IV-Stelle auf (IV-act. 81), ihm bis zum
19. März 2017 einen Vorbescheid oder einen beschwerdefähigen Entscheid zukommen
zu lassen. Am 8. März 2017 notierte der RAD-Arzt Dr. med. E._ (IV-act. 83),
angesichts des in den medizinischen Berichten beschriebenen anhaltend schlechten
Befindens des Versicherten bei einem schwierigen Verlauf sei nicht damit zu rechnen,
dass dieser im Jahr 2017 auch nur eine teilweise Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte
Tätigkeiten erlangen werde. Deshalb dränge sich eine Rentenprüfung auf. Am 9. März
2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche
Massnahmen habe; betreffend einen allfälligen Rentenanspruch werde er später eine
separate Verfügung erhalten (IV-act. 86). Am 21. März 2017 forderte der Versicherte die
IV-Stelle auf, ihm innerhalb der nächsten zwei Wochen wenigstens einen
„beschwerdefähigen IV-Renten-Vorbescheid“ zuzustellen (IV-act. 87). Am 29. März
2017 teilte ihm eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle mit, dass die IV-Stelle im April 2017
aktuelle Berichte bei den behandelnden Ärzte einverlangen und das Dossier dann dem
RAD zur medizinischen Beurteilung vorlegen werde (IV-act. 88). Am 3. April 2017
verlangte der Versicherte erneut den Erlass einer anfechtbaren Verfügung binnen 14
Tagen und einen Untersuchungstermin beim RAD (IV-act. 94). Am 5. April 2017 erliess
die IV-Stelle eine Verfügung mit dem folgenden Dispositiv (IV-act. 98): „Das
Abklärungsverfahren wird Ende April 2017 fortgesetzt. Im Anschluss werden wir so
rasch als möglich über den Rentenantrag befinden“. Die Verfügung enthielt den
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Hinweis, dass es sich bei ihr um eine Zwischenverfügung handle, die direkt beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen angefochten werden könne.
A.e Am 4. April 2017 berichtete Dr. D._ (IV-act. 100), dem Versicherten könne weder
die angestammte noch eine andere Tätigkeit zugemutet werden. Er müsse nach wie
vor mittels einer PEG-Sonde ernährt werden und er habe Mühe beim Sprechen. Im Mai
2017 gingen der IV-Stelle weitere Berichte des Kantonsspitals St. Gallen (Hals-Nasen-
Ohrenklinik und Schmerzzentrum) zu. Mit einem Vorbescheid vom 29. Mai 2017 teilte
die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie die Zusprache einer ganzen Rente mit
Wirkung ab dem 5. Januar 2017 vorsehe (IV-act. 108).
B.
B.a Bereits am 12. Mai 2017 hatte der Versicherte (nachfolgend: der
Beschwerdeführer) beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen einen
„Einspruch“ gegen die Zwischenverfügung vom 5. April 2017 erhoben (act. G 1). Er
hatte geltend gemacht, dass er seit Monaten versuche, einen anfechtbaren Entscheid
zu erwirken. Trotz einer Aufsichtsbeschwerde und zwei eingeschriebenen
Aufforderungen habe er keine befriedigende Antwort erhalten. Sein körperlicher
Zustand verunmögliche seit mehr als einem Jahr die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.
Daran werde sich in absehbarer Zeit nichts ändern. Er bitte deshalb um die Prüfung, ob
sich nicht endlich eine Entscheidung über seinen Fall herbeiführen lasse.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 6. Juni 2017
die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Zur Begründung führte sie an, es liege keine
Rechtsverweigerung vor, weil sie in einem relativ kurzen Zeitraum über den
Rentenanspruch des Beschwerdeführers entschieden habe.
B.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (vgl. act. G 6).

Erwägungen
1.
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Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die
betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger gemäss dem
Art. 49 Abs. 1 ATSG schriftliche Verfügungen zu erlassen. Beim Gegenstand der hier
angefochtenen Verfügung vom 5. April 2017 handelt es sich offensichtlich weder um
eine Leistung noch um eine Forderung. Das in der Ankündigung, dass das
Verwaltungsverfahren gegen Ende April 2017 fortgesetzt werde, bestehende Dispositiv
könnte aber eine Anordnung im Sinne des Art. 49 Abs. 1 ATSG sein, denn es scheint
sich dabei auf den ersten Blick um eine Verfahrenssistierung zu handeln, die als eine
typische Anordnung im Sinne des Art. 49 Abs. 1 ATSG zu qualifizieren wäre (vgl. auch
die Ausführungen des Bundesrates in dessen Botschaft zum VwVG betreffend den
Begriff der Anordnung; BBl 1965 II 1363). Dieser erste Eindruck täuscht aber, denn mit
der angefochtenen Verfügung ist keine Sistierung auf unbestimmte oder längere Zeit,
sondern – wenn überhaupt – nur eine Verzögerung von höchstens drei Wochen
angeordnet worden. Wenn man nun aber den Wortlaut der Verfügung, insbesondere
des Dispositivs, ernst nimmt, kann die Verfügung vom 5. April 2017 gar nicht als eine
Sistierungsverfügung qualifiziert werden. Im Verfügungstext fehlt jeglicher Hinweis
darauf, dass die Beschwerdegegnerin mit ihrer Verfügung das Verwaltungsverfahren
hätte einstellen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder weiterführen wollen.
Vielmehr handelt es sich bei der Verfügung vom 5. April 2017 augenscheinlich um eine
blosse Ankündigung, dass das Verfahren wohl bald abgeschlossen werden könne,
nämlich nach der Einholung weiterer Berichte der behandelnden Ärzte und nach einer
anschliessenden Würdigung durch den RAD. Die Verfügung ist mit anderen Worten
eine rein informative Reaktion auf den vom Beschwerdeführer wiederholt geäusserten
Unmut über die vermeintlich unzumutbar lange Verfahrensdauer gewesen, die aus
nicht nachvollziehbaren Gründen in die Form einer anfechtbaren Verfügung gekleidet
worden ist. Bei einer solchen informativen Ankündigung handelt es sich aber – anders
als bei einer Verfahrenssistierung – nicht um eine Anordnung im Sinne des Art. 49 Abs.
1 ATSG. Folglich ist eine solche Ankündigung gar nicht verfügungsfähig. Wenn sich die
Beschwerde ausschliesslich gegen die „Verfügung“ vom 5. April 2017 richten würde,
dürfte also (mangels einer Verfügung im Sinne des Art. 49 Abs. 1 ATSG als
Anfechtungsgegenstand) nicht auf sie eingetreten werden.
2.
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2.1 Allerdings geht aus dem „Einspruch“ vom 12. Mai 2017 klar hervor, dass der
Beschwerdeführer sich damit gegen die seines Erachtens unzumutbar lange Dauer des
Verwaltungsverfahrens respektive gegen die Weigerung der Beschwerdegegnerin, ihm
einen Vorbescheid oder eine anfechtbare Verfügung zu eröffnen, hat wenden wollen.
Die Eingabe des Beschwerdeführers ist deshalb als eine Rechtsverzögerungs-
beziehungsweise Rechtsverweigerungsbeschwerde im Sinne des Art. 56 Abs. 2 ATSG
zu interpretieren. Darauf ist einzutreten.
2.2 Der Beschwerdeführer ist im Januar 2016 arbeitsunfähig geworden. Obwohl er
nach dem Ausbruch der Krankheit nicht mehr arbeitsfähig geworden ist und sich aus
seiner Sicht an seinem Zustand seither nichts Grundlegendes geändert hat, hat die
Beschwerdegegnerin nicht bereits im Januar 2016 erkennen können, dass er für
längere Zeit vollständig arbeitsunfähig bleiben werde. Die lange Dauer der
Arbeitsunfähigkeit ist nämlich nicht allein auf die Krebserkrankung, sondern zu einem
wesentlichen Teil auch auf unerwartete Komplikationen nach der operativen Entfernung
des Tumors zurückzuführen gewesen, die in der Folge mehrere weitere stationäre
Behandlungen und Operationen notwendig gemacht haben. Erst zu Beginn des Jahres
2017 hat sich dann abgezeichnet, dass wohl noch mit einer längeren vollständigen
Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist. Die Beschwerdegegnerin hat unmittelbar nach der
Anmeldung zum Leistungsbezug begonnen, medizinische Abklärungen zu tätigen. Im
gesamten Zeitraum, in dem die weitere Entwicklung des Krankheitsverlaufs noch
unsicher gewesen ist, hat sie in verhältnismässig kurzen Abständen Verlaufsberichte
der behandelnden Ärzte eingeholt und damit den massgebenden medizinischen
Sachverhalt aktuell gehalten. Als sich abgezeichnet hat, dass noch mit einer längeren
Phase einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist, hat sie die Prüfung der
Durchführung allfälliger beruflicher Eingliederungsmassnahmen abgebrochen. Da die
Zusprache einer Rente zum Vorneherein nicht in Frage kommt, solange noch berufliche
Massnahmen durchgeführt werden könnten (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG), hat erst
dieser Abschluss der Evaluation geeigneter beruflicher Massnahmen die
abschliessende Prüfung des Rentenbegehrens ermöglicht. Diese ist offenbar sofort an
die Hand genommen worden, denn bereits rund eineinhalb Monate nach dem Abbruch
der Prüfung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen hat die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer mit einem Vorbescheid eröffnet, dass sie die Zusprache einer
ganzen Rente vorsehe. Im gesamten Verfahrensablauf lassen sich keine unnötigen
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Verzögerungen erkennen. Die Beschwerdegegnerin hat das Verfahren vielmehr
angemessen rasch vorangetrieben und es dadurch innert einer verhältnismässig kurzen
Zeitspanne zum Abschluss führen können. Folglich liegt keine Rechtsverzögerung vor.
Auch eine Rechtsverweigerung ist nicht auszumachen, denn solange die
Beschwerdegegnerin die Sachverhaltsabklärung nicht abgeschlossen hatte, hat sie
dem Begehren des Beschwerdeführers um den Erlass einer anfechtbaren
Rentenverfügung nicht entsprechen können, da dies den Untersuchungsgrundsatz (Art.
43 Abs. 1 ATSG) verletzt hätte. Die Beschwerde vom 12. Mai 2017 ist deshalb
abzuweisen.
3.
Angesichts der gesamten Umstände erschiene es als stossend, wenn der
Beschwerdeführer verpflichtet würde, die Kosten für dieses Gerichtsverfahren zu
bezahlen. In Anwendung des Art. 97 VRP wird deshalb von der Erhebung von
Gerichtskosten abgesehen.