Decision ID: 6a8d1d85-5419-4859-a4de-71421eea73cf
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H._,
Beschwerdeführer,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons
St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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persönliche Beiträge 2007, 2008 und 2009 sowie Verzugszinsen (selbstständiger
Nebenerwerb, Kapitalertrag)
Sachverhalt:
A.
Am 11. Juli 2008 meldete das Kantonale Steueramt St. Gallen der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, H._ habe im Jahr 2007 ein
Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 30'953.-- erzielt; das
investierte Eigenkapital betrage Fr. 30'000.-- (act. G 3.1/1). Am 17. November 2008
füllte er den Fragebogen 2 für die Abklärung der Beitragspflicht von Gesellschaftern
aus. Er gab an, einfacher Gesellschafter der Baugesellschaft A._ zu sein. Er bezahle
aber auch weiterhin AHV-Beiträge als Arbeitnehmer (act. G 3.1/7). Im Weiteren füllte er
den Fragebogen 3 zur Abklärung der Beitragspflicht für juristische Personen und
Personengesellschaften aus. Dabei gab er an, es handle sich um eine einfache
Gesellschaft, die am 22. August 2008 eröffnet worden sei (act. G 3.1/10). Mit Verfügung
vom 15. April 2009 erhob die Sozialversicherungsanstalt für das Jahr 2007 persönliche
Beiträge in Höhe von Fr. 1'834.20 (inkl. Verwaltungskosten). Mit zwei weiteren
Verfügungen gleichen Datums erhob sie sodann Akonto-Beiträge für die Jahre 2008
und 2009 in Höhe von Fr. 1'827.60 (inkl. Verwaltungskosten; 2008) bzw. Fr. 456.90
(inkl. Verwaltungskosten; Januar bis März 2009). Mit Verfügungen vom 17. April 2009
erhob sie schliesslich Verzugszinsen für die nacherfassten Beiträge 2007 und 2008 von
Fr. 118.95 und Fr. 27.15, total mithin Fr. 4'264.80 (act. G 3.1/16 und 17).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 20. April 2009, mit welcher der Einsprecher
sinngemäss geltend machte, bei den Einkommen handle es sich um abgabefreie
Kapitalgewinne, wies die Sozialversicherungsanstalt mit Entscheid vom 15. Juli 2009
ab. Der hauptberuflich als Bauleiter tätige Einsprecher habe mit weiteren Kapitalgebern
Bauland gekauft und darauf Einfamilienhäuser erstellt, die sie gewinnbringend zu
verkaufen beabsichtigt hätten. Dies spreche für die Qualifikation als Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit (act. G 3.1/18 und G 1.1).
B.
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B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 14.
September 2009 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Beitrags- und
Zinsverfügungen. Sodann seien ihm die zu Unrecht belasteten AHV-Beiträge 2007 bis
2009 inklusive Verzugszinsen zurückzuerstatten. Er sei als Bauführer im
Angestelltenverhältnis bei der B._ beschäftigt und habe als solcher einen Nettolohn
von Fr. 99'229.-- für 2007 und von Fr. 103'364.-- für 2008 deklariert. Dabei handle es
sich um Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit. Aus seinem Barvermögen
gebe er gelegentlich Kapital auf Risiko in Bauprojekte. Daraus könne sowohl ein
Gewinn als auch ein Verlust resultieren. Er übe dabei keine selbstständige
Erwerbstätigkeit aus, weshalb er auch kein dementsprechendes Einkommen
gegenüber der Steuerbehörde deklariert habe. Es handle sich um beitragsfreie
Kapitalgewinne. Er habe keinen Einfluss auf die Geschehnisse und wirke zu keinem
Zeitpunkt aktiv an der Sache mit (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 2009 beantragt die Verwaltung unter
Verweis auf ihren Einspracheentscheid Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

Erwägungen:
1.
1.1 Als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Artikel 9 Abs. 1
AHVG (SR 831.10) gelten alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem
Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien
Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der
Kapital- und Überführungsgewinne nach Artikel 18 Absatz 2 DBG (SR 642.11) und der
Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach
Artikel 18 Absatz 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen
erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Absatz 2 DBG (Art. 17 AHVV). Die Steuerbehörden
ermitteln das für die Bemessung der Beiträge massgebende Erwerbseinkommen auf
Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer (Art. 23 Abs. 1
AHVV) und melden die für die Beitragsberechnung erforderlichen Angaben der
Ausgleichskasse (Art. 27 AHVV). Hinsichtlich der betraglichen Seite der gemeldeten
Werte sind die Angaben der Steuerbehörde für die Ausgleichskassen verbindlich (Art.
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23 Abs. 4 AHVV; Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV,
2. A., N. 8.27.). Diese Verbindlichkeit besteht jedoch nicht hinsichtlich der
beitragsmässigen Qualifikation des von der Steuerbehörde gemeldeten Einkommens.
Die steuerlichen Angaben beantworten daher unter anderem nicht die Frage, ob
überhaupt Erwerbseinkommen vorliegt und ob der Einkommensbezüger
beitragspflichtig ist oder nicht (BGE 110 V 86 E. 4 und 371 E. 2a; Käser, a.a.O., Ziff.
8.28 mit Hinweisen). Die Angaben der Steuerbehörde müssen von der Ausgleichskasse
unter ahv-rechtlichen Gesichtspunkten weiter verarbeitet werden, wozu auch die
beitragsrechtliche Qualifikation der gemeldeten Werte gehört (Käser, a.a.O., N 8.26).
1.2 Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Einkünfte oder
Vermögenszuwächse (Erträge, Gewinne) aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit im
Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG herrühren, bildet praxisgemäss die
bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und
Geschäftsvermögen bei der Besteuerung von Kapitalgewinnen nach Art. 21 Abs. 1 lit. d
BdBSt (in Kraft gewesen bis Ende 1994). Danach besteht das entscheidende Kriterium
für die Zuteilung eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen darin, dass es für
Geschäftszwecke erworben worden ist (Erwerbsmotiv) oder dem Geschäft tatsächlich
dient (Zweckbestimmung). Wo sich die Zugehörigkeit nicht ohne weiteres aus der
äusseren Beschaffenheit des Vermögenswertes ergibt, wie dies häufig bei
Alternativgütern der Fall ist, die sowohl mit dem Geschäft im Zusammenhang stehen
als auch ausschliesslich für eine private Verwendung geeignet sein können, ist darüber
auf Grund einer Würdigung aller für die Bestimmung der technisch-wirtschaftlichen
Funktion des betreffenden Gegenstandes bedeutsamen Umstände zu entscheiden
(BGE 125 V 386 E. 2b mit Hinweisen). Diese Regeln gelten grundsätzlich auch unter der
Herrschaft des auf den 1. Januar 1995 in Kraft getretenen DBG, wobei die in diesem
Gesetz enthaltenen Änderungen zu berücksichtigen sind (EVGE vom 29. März 2005 [H
301/01], E. 3.2, mit Hinweisen auf BGE 125 V 388 Erw. 2d; Urteil K. vom 7. Juni 2004,
H 36/03, E. 4.2).
1.3 Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV bildet der
durch die Veräusserung eines Grundstücks erzielte Gewinn - in Übereinstimmung mit
der Praxis zu Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt und zu Art. 18 DBG (BGE 125 II 113 neues
Fenster) - dann, wenn der Veräusserer gewerbsmässig, d.h. im Rahmen einer (haupt-
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oder neben-beruflichen) geschäftlichen Tätigkeit mit Liegenschaften gehandelt hat.
Nicht Erwerbseinkommen, sondern beitragsfreien Vermögensertrag bilden solche
Gewinne hingegen, wenn sie bei der Verwaltung eigenen Vermögens erzielt wurden
oder als Frucht der Ausnützung einer zufällig aufgetretenen Gelegenheit angefallen
sind. Indizien für gewerbsmässigen Grundstückhandel sind namentlich das
systematische oder planmässige Vorgehen, insbesondere das Bemühen, die
Entwicklung des Marktes zur Gewinnerzielung auszunutzen, ein enger Zusammenhang
mit der beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen sowie ganz allgemein der Einsatz
spezieller Fachkenntnisse, die Verwendung bedeutender fremder Mittel zur
Finanzierung der Grundstückkäufe, die Wiederanlage der erzielten Gewinne in neuen
Grundbesitz oder die Häufung von Grundstückkäufen und -verkäufen sowie eine kurze
Besitzesdauer (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni
2004 [H 36/03] E. 4.3, mit Hinweisen auf BGE 98 V 90 neues Fenster; ZAK 1983 S. 384
E. 2b, 1981 S. 345 E. 2c; vgl. auch BGE 125 II 113 neues Fenster und 104 Ib 167;
Duss/Greter/von Ah, Die Besteuerung Selbstständigerwerbender, Zürich 2004, S. 9 mit
Hinweisen auf die Rechtsprechung in FN 30). Auf eine Erwerbstätigkeit weist ferner hin,
wenn sich die pflichtige Person für ein bestimmtes Grundstücksgeschäft in einer
einfachen Gesellschaft (Baukonsortium) mit einer Person verbindet, die sich in
Ausübung ihres Berufs beteiligt und die Geschäftsführung für gemeinsame Rechnung
im Einvernehmen mit ihr besorgt. In einem solchen Fall muss sich die pflichtige Person,
die zur Erreichung des gemeinsamen Erwerbszwecks nur mit einer Einlage beigetragen
hat, die vom geschäftsführenden Fachmann für Rechnung aller Teilhaber
unternommenen Bemühungen wie eine eigene Erwerbstätigkeit anrechnen lassen (BGE
125 II 119 E. 3c, mit Hinweisen).
Nicht erforderlich für die Annahme einer (selbstständigen) Erwerbstätigkeit ist dagegen
die nach aussen sichtbare Teilnahme am Wirtschaftsverkehr. An der fehlenden
Beachtlichkeit dieses Kriteriums zur Beurteilung der Abgrenzungsfrage gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist festzuhalten, obwohl der überwiegende Teil
der Lehre opponiert und auf eine selbstständige Erwerbstätigkeit erst dann schliesst,
wenn es zu einem Marktauftritt kommt (Duss/Greter/von Ah, a.a.O., S. 9 mit Hinweisen
in FN 32). Denn andernfalls wäre kaum je eine nebenberuflich ausgeübte Tätigkeit im
Zusammenhang mit Liegenschaften als beitragspflichtiges Erwerbseinkommen zu
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erfassen, da solche Erwerbstätigkeiten in aller Regel ohne Marktauftritt erfolgen (Urteil
H 36/03 E. 4.3).
2.
2.1 Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2007 mit dem
Verkauf von drei Einfamilienhäusern an der C._ einen Gewinn(anteil) von Fr.
30'953.70 erzielt hat. Dies geht aus einer vom Beschwerdeführer eingereichten
"Gewinnberechnung" hervor. Das Steueramt übernahm diesen Wert und meldete am
11. Juli 2008 der Beschwerdegegnerin ein entsprechendes Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit bei einem investierten Eigenkapital von Fr. 30'000.--
(vgl. auch Steuerveranlagung 2007; act. G 6.2). Aus der genannten Gewinnberechnung
geht zudem hervor, dass die Baulandkosten für das Projekt C._ Fr. 533'750.-- und
die Baukosten Fr. 1'563'604.85, total Fr. 2'097'370.30 (inkl. Erschliessungskosten von
Fr. 15.45[?]) betrugen. Der Erlös der Überbauung betrug Fr. 2'345'000.--. Daraus folgte
ein Gesamtgewinn von Fr. 247'629.70, woran nebst dem Beschwerdeführer (zu einem
Achtel) noch vier weitere Parteien beteiligt waren (act. G 3.1/3). Bei zwei dieser
Personen handelt es sich um die Inhaber der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers,
des Architekturbüros B._ (Architekten D._ und E._; Online-
Handelsregisterauszug, vgl. auch Internetauftritt der B._). Ersterer war zudem -
zusammen mit dem Beschwerdeführer und einer weiteren Person - an der einfachen
Gesellschaft ("Baugesellschaft") A._, beteiligt (act. G 3.1/9 und 10).
2.2 Mithin ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in mindestens zwei Fällen an einer
einfachen Gesellschaft (Baukonsortium) beteiligt war, deren Ziel der Erwerb, die
Überbauung und die Veräusserung von Grundstücken war. Im Weiteren verfügten
sowohl der Beschwerdeführer, der unbestrittenermassen hauptberuflich als Bauführer
bei der B._ arbeitet, als auch die beiden genannten Inhaber der B._ über
Fachkenntnisse in der Baubranche. Sodann ist davon auszugehen, dass die
Bauprojekte (bzw. zumindest das vorliegend zu beurteilende Projekt) mit erheblichen
Fremdmitteln finanziert wurden. Nachdem der Beschwerdeführer mit einem Achtel am
Erlös der einfachen Gesellschaft beteiligt war, ist davon auszugehen, dass er auch
einen Achtel am Einsatz erbringen musste. Dies entspricht bei Gesamtkosten von Fr.
2'097'370.-- gut Fr. 260'000.--. Gemäss (diesbezüglich unbestritten gebliebener)
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Steuermeldung vom 11. Juli 2008 betrug das investierte Eigenkapital jedoch nur Fr.
30'000.-- (oder 11,5 %; act. G 3.1), so dass die Differenz wohl fremdfinanziert werden
musste.
Nach dem in vorstehender Erwägung 1.2 und 1.3 Gesagten ist davon auszugehen,
dass die einfache Gesellschaft die Grundstücke an der C._ zu Geschäftszwecken
erworben und auch tatsächlich zu Geschäftszwecken genutzt hat. Mithin liegt eine
Erwerbstätigkeit der Gesellschaft vor. Der Beschwerdeführer muss sich deren
Geschäftstätigkeit anrechnen lassen, selbst wenn er - ausser dem finanziellen Einsatz -
keinen weiteren eigenen Beitrag an die Erreichung des gemeinsamen Erwerbszwecks
geleistet hat. Dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben weder als Käufer
oder Besitzer im Grundbuch erscheint noch Einfluss auf die Geschehnisse noch aktiv
an der Überbauung mitgearbeitet haben will, ist demnach ohne Bedeutung. Insgesamt
ist somit von einem Erwerbszweck auszugehen. Es ist denn auch nicht ersichtlich, dass
der Beschwerdeführer über bedeutendes anlagebedürftiges Privatvermögen verfügt, ist
doch dieses im Wesentlichen in seinem Wohnhaus investiert. Nichts Anderes ergibt
sich aus der Umschreibung des Beschwerdeführers seiner Investmenttätigkeit, wonach
er gelegentlich Kapital auf Risiko in Bauprojekte investiere, woraus dann ein Gewinn
oder Verlust resultiere. Dies deutet ebenfalls darauf hin, dass es bei seiner Tätigkeit
mehr um den angestrebten Gewinn aus Grundstückhandel geht und weniger um die
sichere Anlage vorhandenen Vermögens und der Erzielung eines regelmässigen
(Zins-)Ertrags (etwa durch die Vermietung von Wohnungen), oder um das Ausnützen
einer zufällig sich bietenden Gelegenheit. Im Übrigen qualifizierte auch die
Steuerbehörde das fragliche Einkommen von Fr. 30'954.-- als Einkünfte aus
selbstständigem Nebenerwerb. Zudem veranlagte sie ein Geschäftskapital in
Personengesellschaften von Fr. 120'528.-- (act. G 6.2).
2.3 Die Beschwerdegegnerin verfügte am 15. April 2009 auch Akonto-Zahlungen für die
Jahre 2008 und 2009 sowie Verzugszinsen bis 17. April 2009. Nachdem zum Zeitpunkt
des Verfügungserlasses noch keine Steuerveranlagung für das 2008 vorlag (die
entsprechende Veranlagung datiert erst vom 30. Juni 2009 [act. G 6.1]), hatte die
Beschwerdegegnerin die Beiträge anhand des voraussichtlichen Einkommens des
jeweiligen Beitragsjahres festzulegen. Dabei konnte sie grundsätzlich vom Einkommen
ausgehen, das der letzten Beitragsverfügung zu Grunde lag (Art. 24 Abs. 2 AHVV). In
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Bezug auf das Beitragsjahr 2008 hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer
gestützt auf die Steuermeldung für 2008 von der Beitragspflicht befreit (Schreiben vom
22. September 2009 [act. G 1.1]), so dass das Verfahren betreffend die Beiträge und
Verzugszinsen 2008 gegenstandslos geworden ist. Die Akontoverfügung für das Jahr
2009 ist demgegenüber nicht zu beanstanden. Schliesslich hatte die
Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 41 Abs. 1 lit. b AHVV für das bereits abgelaufene
Kalenderjahr 2007 Verzugszinsen zu erheben. Die entsprechende
Verzugszinsverfügung vom 17. April 2009 ist demnach ebenfalls nicht zu beanstanden.
3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit sie nicht als
gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53