Decision ID: d7867f29-77ad-5415-b07a-54a78e4e675f
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._, als Monteur bei der B._ AG, bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen
versichert, liess am 19. September 2008 einen Unfall anmelden, der sich am 14. August
2008 ereignet hatte. Der Unfall wurde wie folgt beschrieben: „Montage von
Sonnenmarkisen: unerwartete Gewichteinwirkung (Gewicht unterschätzt) von ca. 250
kg auf Schulter und Halswirbelsäule.“ (Suva-act. 1). Im Fragebogen der Suva zur
Ergänzung der Unfallmeldung bezifferte der Versicherte am 30. September 2008 das
Gewicht der Markise auf ca. 150 kg (Suva-act. 4). Dr. med. C._, Innere Medizin FMH,
bestätigte im Arztzeugnis UVG vom 1. Oktober 2008 eine Erstbehandlung am 15.
August 2008, stellte die Diagnosen einer HWS-Distorsion sowie einer Schultergürtel-
Kontusion und attestierte dem Versicherten vom 15. August 2008 bis voraussichtlich
31. August 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Der Behandlungsabschluss war am
27. August 2008 erfolgt (Suva-act. 3, vgl. dazu auch Suva-act. 2 und 5).
A.b Am 13. März 2013 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin einen Rückfall
zum Unfallereignis vom 14. August 2008 melden. Er verspüre seit längerer Zeit wieder
Schmerzen im Nackenbereich (Suva-act. 6). Darauf folgend holte die Suva die
medizinischen Unterlagen ein - die Arztzeugnisse UVG für Rückfall der
(weiter-)behandelnden Ärzte Dr. C._ und Prof. Dr. med. D._, Facharzt FMH für
Neurochirurgie, vom 11. März 2013 bzw. 30. Mai 2013 (Suva-act. 9, 13), die
radiologischen Untersuchungsberichte von Dr. med. E._, Facharzt medizinische
Radiologie FMH, vom 26. Februar und 5. April 2013 (Suva-act. 25, 22), die
Untersuchungsberichte von Prof. Dr. D._ vom 25. März und 8. April 2013 (Suva-act.
15, 24) sowie ein ärztliches Zeugnis von Dr. C._ vom 8. Juni 2013 über eine vom 7.
bis 12. Juni 2013 andauernde 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 16). Ausserdem
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liess die Suva vom Versicherten ein Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen
ausfüllen (Suva-act. 27) und führte mit ihm am 13. August 2013 eine Besprechung
durch, bei der er das Unfallereignis schilderte. Sie hätten am 14. August 2008 zu Dritt
eine Markise installiert, wobei alle drei Monteure auf einer Leiter gestanden seien. Sein
Kollege habe die Markise auf seiner Seite eingehängt, worauf der mittlere Monteur die
Markise ruckartig losgelassen habe. In der Folge sei ihm die Markise mit ihrem ganzen
Gewicht auf die linke Nackenseite geprallt (Suva-act. 28).
A.c Zwischenzeitlich hatte Prof. Dr. D._ beim Beschwerdeführer am 24. Juni 2013
bei der Indikation einer zervikalen Instabilität C2/3 eine diagnostische therapeutische
Blockade des Facettengelenks C2/3 beidseits vorgenommen und die zervikale
Instabilität C2/3 zur Diagnose erhoben (Suva-act. 26).
A.d Gestützt auf die im Sachverhalt unter Bstb. A.b angeführten medizinischen
Unterlagen und eine Beurteilung der Rückfallkausalität durch ihre Kreisärztin Dr. med.
F._, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, vom 18. September 2013 (Suva-act. 30) eröffnete die Suva
dem Versicherten mit Schreiben vom 18. September 2013, dass zwischen den als
Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 14. August 2008 kein sicherer
oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht
leistungspflichtig (Suva-act. 31). Mit Schreiben vom 25. September bzw. 22. November
2013 erklärten sich Dr. C._ und die Rechtsschutzversicherung des Versicherten mit
der Leistungsablehnung nicht einverstanden, die Rechtsschutzversicherung
insbesondere mit der Begründung, dass der Kurzbeurteilung von Dr. F._ kein
genügender Beweiswert zukomme (Suva-act. 32, 36).
A.e Nachdem die Suva mit Schreiben vom 28. November 2013 an ihrer
Leistungsablehnung festgehalten (Suva-act. 37) und die Rechtsschutzversicherung
infolgedessen am 4. Dezember 2013 um Erlass einer anfechtbaren Verfügung ersucht
hatte (Suva-act. 38), legte die Suva den Schadenfall erneut Dr. F._ vor. Diese
ersuchte die Suva abzuklären, ob für die Jahre 2008 bis 2013 medizinische Dokumente
vorlägen (Suva-act. 40). Eine Mitarbeiterin der Praxis von Dr. C._ bestätigte am 15.
Januar 2014 telefonisch, dass der Versicherte zwischen September 2008 und Februar
2013 nicht in ihrer Praxis in Behandlung gewesen sei (Suva-act. 41), worauf Dr. F._
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am 17./18. März/2. April 2014 ihre ärztliche Beurteilung vornahm (Suva-act. 42).
Gestützt auf diese bestätigte die Suva am 4. April 2014 verfügungsweise ihre
Leistungsablehnung (Suva-act. 43).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 4. April 2014 liess der Versicherte durch seine
Rechtsschutzversicherung am 6. Mai 2014 Einsprache erheben (Suva-act. 44).
B.b Auf Ersuchen der Suva erläuterte Dr. F._ am 16. Mai 2014 ihre Feststellung in
der ärztlichen Beurteilung vom 17./18. März/2. April 2014, ihres Erachtens sei mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und
den aktuell geltend gemachten Beschwerden möglich (vgl. Suva-act. 42). Sie habe
damit gemeint, der Kausalzusammenhang sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nicht gegeben (Suva-act. 47).
B.c Am 17. September 2014 erliess die Suva einen ablehnenden
Einspracheentscheid (Suva-act. 50).
C.
C.a Gegen diesen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten
durch Rechtsanwalt M. Büchel, Oberuzwil, am 17. Oktober 2014 Beschwerde mit
folgenden Anträgen: Die Verfügung vom 4. April 2014 sowie der Einspracheentscheid
vom 17. September 2014 seien aufzuheben. Die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen
Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Eventualiter seien ergänzende
medizinische Abklärungen, insbesondere ein medizinisches Gutachten gemäss Art. 44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) einzuholen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 12. November 2014 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 17. September 2014 (act. G 3).
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C.c Mit Replik vom 23. Januar 2015 hielt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an seinen Anträgen unverändert fest (act. G 7) und legte neu
Rechnungen von G._, Praxis für Energie und Körperarbeit, vom 30. Juni, 31. August
und 31. Oktober 2012 ins Recht (act. G 7.1-7.3).
C.d Mit Duplik vom 19. Februar 2015 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihrerseits
ihr Rechtsbegehren (act. G 9).
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen
in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den von der Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers am 13. März 2013 gemeldeten Nackenschmerzen (Suva-act. 6) und
seinem am 14. August 2008 erlittenen Unfall ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann. Diese Frage wird von der
Beschwerdegegnerin insbesondere gestützt auf die Beurteilung ihrer Kreisärztin Dr.
F._ vom 17./18. März/2. April 2014 (Suva-act. 42) verneint.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die auch
bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung
[UVV; SR 832.202]) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen einem Unfall und einer in dessen Folge eingetretenen
Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
[UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Für
die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge
im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf Angaben ärztlicher Experten oder
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
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demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 123 III 110 und 112 V
30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz
gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige
Bedeutung (BGE 138 V 250 f. E. 4 mit Hinweisen, BGE 118 V 291 f. E. 3a).
2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
Rückfall zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen
Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die
diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 4, 79). Die Verwaltung
als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung
eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 119 V 338 E. 1, BGE 118
V 289 f. E. 1b, BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).
2.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
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der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den
Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss
gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).
3.
3.1 Dr. F._ hält in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 17./18. März/2. April 2014 fest,
dass 2008 keine ossären strukturellen Läsionen konventionell radiologisch
nachgewiesen worden seien. Des weiteren würden keine medizinischen
Dokumentationen über neurologische Defizite in unmittelbar zeitlichem Zusammenhang
nach dem Unfallereignis existieren. Über viereinhalb Jahre lägen keine weiteren
medizinischen Dokumentationen über Brückensymptome oder weitere Behandlungen
im Zusammenhang mit den geltend gemachten Nackenbeschwerden vor. Aufgrund
dieser Sachlage sei der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den aktuell
geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit möglich.
Allenfalls durch eine traumatische segmentale zervikale Instabilität in Zusammenhang
mit dem Unfallereignis aufgetretene Beschwerden wären in unmittelbar zeitlichem
Zusammenhang aufgetreten und hätten eine immediate ausführliche Abklärung und
Therapie ausgelöst (Suva-act. 42).
3.2 Der Umstand, dass Dr. F._ ihre Beurteilung ausschliesslich aufgrund der Akten
abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem
Beweiswert ihrer Beurteilung nicht entgegen (PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U
56 S. 371 E. 5b). Die Kreisärztin legt die Anamnese („aktenmässiger Verlauf“) bzw. die
Ergebnisse der von den behandelnden Ärzten durchgeführten Untersuchungen
lückenlos dar. Im Weiteren beziehen sich ihre Ausführungen auf die im Rahmen der
Beurteilung einer Rückfallkausalität massgebenden Beurteilungskriterien (vgl. dazu
nachfolgende Erwägungen 4 und 5), nämlich die ursprünglich gestellte Unfalldiagnose
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als massgebender Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden, die im Rahmen des
Rückfalls erhobene Diagnose, die Ergebnisse der radiologischen Untersuchungen
betreffend Vorliegen unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn struktureller
Veränderungen (vgl. dazu BGE 134 V 121 f. E. 9, BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen,
BGE 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 82 f. E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05];
Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches
Versicherungsgericht, EVG] vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen
Hinweisen) sowie den zeitlichen Ablauf.
3.3 Die Schlussfolgerung von Dr. F._, der Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall vom 14. August 2008 und den aktuell geltend gemachten Beschwerden sei
überwiegend wahrscheinlich möglich, ist tatsächlich unklar. So stellt sich die Frage, ob
die Kreisärztin die Möglichkeit - entsprechend ihrer Formulierung „möglich“ - eben nur
als möglich oder vielleicht doch als überwiegend wahrscheinlich betrachtet. Auf
Ersuchen der Beschwerdegegnerin stellte Dr. F._ am 16. Mai 2014 ihre
Schlussfolgerung klar. Sie hielt unmissverständlich fest, dass mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit kein Kausalzusammenhang zwischen den aktuell geklagten
Beschwerden und dem Unfallereignis gegeben sei (Suva-act. 47). Diese Formulierung
stimmt mit dem im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich geforderten Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Erwägung 1.3; vgl. weiter Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 46; Thomas Locher/Thomas
Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58 f.)
überein und würde bedeuten, dass der Kausalzusammenhang und damit eine
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gemäss Art. 6 UVG zu verneinen wären. Ob
der kreisärztlichen Beurteilung gefolgt werden kann, gilt es nachfolgend materiell-
rechtlich zu prüfen. Allein der Umstand, dass Dr. F._ ihre Schlussfolgerung
nachträglich erläuterte, lässt den Beweiswert ihrer Beurteilung nicht anzweifeln. Bereits
in ihrer ersten Beurteilung vom 18. September 2013 hatte sie eine Rückfallkausalität
verneint (Suva-act. 30). Daraufhin hatte ihr die Beschwerdegegnerin am 9. Januar 2014
klar formuliert die entscheidende Frage gestellt („Bleibt es aufgrund der Aktenlage bei
ihrem Entscheid vom 18. September 2013, dass kein überwiegend wahrscheinlicher
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 14.8.2008 und den aktuell geklagten
Beschwerden des Versicherten besteht?“; Suva-act. 40). Es besteht keinerlei
Veranlassung anzunehmen, dass Dr. F._ nicht bereits am 18. März/2. April 2014
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exakt diese Frage beantworten wollte. Im Übrigen lassen ihre weiteren Ausführungen
insgesamt keinen Zweifel offen, dass sie die fragliche Kausalität nicht als gegeben
betrachtete. Der Beweiswert der Beurteilung von Dr. F._ ist also allein mit der
obgenannten unklaren Formulierung nicht in Frage gestellt.
4.
4.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann
gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten -
apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, Computertomographie, MRI)
bestätigt werden (BGE 134 V 121 E. 9; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober
2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 82 f. E. 5.4 mit Hinweisen [U479/05]).
4.2 Als Befunde der MRI-Untersuchung der HWS vom 25. Februar 2013 benannte
Dr. E._ im entsprechenden Untersuchungsbericht vom 26. Februar 2013 eine
mässiggradige Kyphosefehlhaltung der HWS C2-C6 und eine leichtgradige
Bandscheibendegeneration C4/C5 mit minimaler Protrusion ohne Nervenkompression.
Ansonsten stellte sich das zerviko-vertebrospinale Kernspintomogramm normal dar.
Der Nachweis einer morphologisch fassbaren eindeutigen Traumafolge wurde verneint
(Suva-act. 25). Eine Kyphosefehlhaltung sowie Degenerationen im Bereich der
Bandscheibe (Osteochondrose, Spondylose) konnten von Dr. E._ röntgenologisch
am 5. April 2013 erhoben werden (Suva-act. 22). Dass es sich bei besagten
Gesundheitsschäden nicht um solche, durch ein Trauma verursachte strukturelle
Läsionen handelt, wird in den medizinischen Akten von keiner Seite in Frage gestellt
und ist mit Blick auf die medizinische Literatur im Regelfall auch nicht anzunehmen (vgl.
dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S.
490 ff., 811 ff., 848 ff.; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 181 f. unter
„Bandscheibendegeneration“, 1062 unter „Kyphose“, 1379 unter „Osteochondrosis“,
1737 unter „Spondylopathie“, 1738 unter „Spondylose“; Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 232 unter „Bandscheibenschaden“ und
„Bandscheibenvorfall“, 1164 f. unter „Kyphose“, 1557 unter „Osteochondrose“, 2000
unter „Spondylosis deformans“; RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a mit Hinweisen;
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Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U
459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17).
4.3
4.3.1 Auf den Röntgenaufnahmen der HWS vom 5. April 2013 stellte sich für Dr. E._
eine leichtgradige Hypermobilität C2/C3 mit grenzwertiger Pseudoventrolisthesis in
Neutralstellung und Inklination und bei erhaltenem Alignement in Reklination dar, wobei
er deren Krankheitswert offensichtlich als fraglich erachtete (Suva-act. 22). Auch Prof.
Dr. D._ stellte laut seinem Bericht vom 8. April 2013 auf den Röntgenaufnahmen in
Neutralstellung eine Retrolisthese C3 gegenüber von C2 um ungefähr 2-3 mm und eine
Verstärkung derselben um etwa 1 mm in Anteflexion und Ausgleich in Retroflexion fest.
Er erläuterte, dass das Segment C2/3 also leichtgradig instabil sei, was mit der
Beschwerdesymptomatik des Beschwerdeführers korreliere (Suva-act. 24). Bei der
Indikation einer zervikalen Instabilität C2/3 führte Prof. Dr. D._ am 24. Juni 2013 eine
diagnostische therapeutische Blockade des Facettengelenks C2/3 beidseits durch und
erhob gestützt darauf die besagte Instabilität zur Diagnose (Suva-act. 26).
4.3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beschwerdeantwort vom 12. November
2014 (act. G 3) angesichts eines im Rahmen der MRI-Untersuchung fehlenden
Nachweises einer morphologisch fassbaren eindeutigen Traumafolge das Bestehen
einer Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese und damit einer zervikalen Instabilität
grundsätzlich in Frage und verweist dazu auf zwei Bundesgerichtsurteile (S. 4).
Entgegen dieser Auffassung darf jedoch vorliegend ein organisches Substrat
grundsätzlich als ausgewiesen betrachtet werden. Insbesondere laut Beurteilung des
radiologischen Facharztes Dr. E._ kam die Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese
radiologisch zur Darstellung. Die Erklärung von Prof. Dr. D._ in seinem Bericht vom
25. März 2013 (Suva-act. 32) - in der MRI-Untersuchung sehe man naturgemäss die
Retrolisthesis nicht, weil der Patient bei dieser Untersuchung auf dem Rücken liege -
erscheint zudem schlüssig und nachvollziehbar. Selbst Dr. F._ bezweifelt in ihrer
Beurteilung eine zervikale segmentale Instabilität nicht ausdrücklich (Suva-act. 42). Die
von der Beschwerdegegnerin angeführten Bundesgerichtsurteile vom 17. September
2008, 8C_9/2008, und vom 26. Mai 2008, 8C_15272007, vermögen die
Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese als objektivierte organische Substrate und
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damit die zervikale Instabilität C2/3 nicht in Frage zu stellen. Die Erwägungen des
Bundesgerichts (E. 2 bzw. 5) beziehen sich auf die Objektivierung von Unfallfolgen
eines Schleudertraumas bzw. schleudertraumaähnlicher Verletzungen, welche im
Regelfall radiologisch nicht anhand eines pathologischen bzw. organischen Befundes
nachweisbar sind. Anders scheint dies bei der Pseudoventrolisthesis bzw.
Retrolisthese zu sein (vgl. dazu auch Debrunner, a.a.O., S. 852 f.; Leitlinie der
Orthopädie, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische
Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln
2002, S. 192; Pschyrembel, a.a.O., S. 2000 zu „Spondylolisthesis“).
4.3.3 Ein Wirbelgleiten bzw. eine Instabilität entsteht vorrangig im Rahmen eines
degenerativen Prozesses, vermag aber - wenn auch selten - als unfallkausaler
Gesundheitsschaden sekundär, d.h. als Folge einer primären Verletzung (insbesondere
einer Wirbelfraktur) aufzutreten (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 843; Leitlinie der
Orthopädie, a.a.O., S. 191; Pschyrembel, a.a.O., S. 2000 zu „Spondylolisthesis“ und
„Spondylolyse“). Prof. Dr. D._ stellte sich in seinem Bericht vom 25. März 2013 auf
den Standpunkt, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers mit der Retrolisthesis
C2/3, die sicher traumatischer Genese sei, in Zusammenhang stehen dürften (Suva-ct.
23). Die zervikale segmentale Instabilität als Schmerzursache wird von Dr. F._
bestätigt (vgl. Suva-act. 42/3). Nachfolgend zu entscheiden ist hingegen, von welcher
Kausalität hinsichtlich dem Wirbelgleiten bzw. der Instabilität mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.
5.
5.1 Wie von Dr. F._ in ihrer Beurteilung diskutiert, bilden die beim Unfall erlittene
Verletzung, d.h. die Unfalldiagnose, aber auch die Rückfalldiagnose massgebende
Kriterien für die Beurteilung des Vorliegens traumatischer Folgeschäden. Laut
Arztzeugnis UVG von Dr. C._ vom 1. Oktober 2008 zog sich der Beschwerdeführer
ursprünglich beim Unfall vom 14. August 2008 eine HWS-Distorsion sowie eine
Schultergürtelkontusion zu (Suva-act. 3). Es entspricht der medizinischen Erfahrung,
dass Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen (Distorsionen) ohne
strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit
verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (Debrunner, a.a.O., S. 412). Dieser
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medizinische Erfahrungssatz darf im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises
berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E.
4.6; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2, 3.2 mit Hinweisen auf
die medizinische Literatur). Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den
Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich
dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht
ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. Im vorliegenden Fall
liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Dr. C._ konnte die ärztliche
Behandlung des Beschwerdeführers bereits am 27. August 2008 abschliessen und der
Beschwerdeführer konnte seine Arbeit als Monteur bei der B._ AG am 1. September
2008 wieder aufnehmen (vgl. Suva-act. 3 ff.). Die initial am 20. August 2008
durchgeführte Röntgenuntersuchung der HWS hatte lediglich eine Streckhaltung,
jedoch keine Anhaltspunkte für eine traumatische ossäre Läsion ergeben (Suva-act. 9,
42/1). Die Hypermobilität C2/3 mit dem Wirbelgleiten ist erstmals im Rahmen des
Rückfalls bzw. im Bericht über die Röntgenuntersuchung vom 5. April 2013
dokumentiert (Suva-act. 22). Eine Instabilität mit Wirbelgleiten tritt, wie gesagt, nur
selten als sekundäre Begleiterscheinung einer primären Unfallverletzung auf (vgl.
Erwägung 4.3.3). Fehlt es - wie im konkreten Fall - an einer primären Unfallverletzung,
vermag auch die Instabilität mit Wirbelgleiten nicht als unfallkausal zu gelten, zumal ihre
Existenz im Regelfall unfallfremd ist und der fragliche Gesundheitsschaden
hauptsächlich im Rahmen eines Degenerationsprozesses auftritt (vgl. Erwägung 4.3.2).
Ergänzt wird im konkreten Fall ein unfallfremder Sachverhalt durch die beim
Beschwerdeführer erhobene Kyphose (vgl. Erwägung 4.2; vgl. Roche Lexikon Medizin,
a.a.O., S. 1737 unter „Spondylolisthesis“; Debrunner, a.a.O., S. 817). Entsprechend
dem Gesagten haben sowohl Dr. E._ als auch Prof. Dr. D._ eine
Pseudoventrolisthesis bzw. Retrolisthese festgehalten, welche im Gegensatz zur
Spondylolyse ausdrücklich als Wirbelverschiebungen degenerativer Art gelten (vgl.
dazu Debrunner, a.a.O., S. 847). Wie von Dr. F._ überzeugend und schlüssig erklärt,
ist anzunehmen, dass bei einer traumatischen segmentalen zervikalen Instabilität in
unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfallereignis Beschwerden aufgetreten
wären, die eine immediate ausführliche Abklärung und Therapie ausgelöste hätten.
Hätte der Beschwerdeführer beim Unfall vom 14. August 2008 eine Wirbelverletzung
erlitten, wäre es kaum nach nur rund zehn Tagen zu einem Behandlungsabschluss und
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der Wiederaufnahme der Arbeit gekommen. Der Frage, ob die auf den Nacken und die
Schulter des Beschwerdeführers gewirkte Kraft durch eine Markise von ca. 250 kg oder
nur rund 150 kg Gewicht erfolgt ist, kommt angesichts des Gesagten keine Bedeutung
zu. Ohnehin gingen die Ärzte in ihren Berichten bzw. Beurteilungen genauso wie die
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid - wie vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gefordert - von einem Gewicht von ca. 200 -
250 kg aus (vgl. Suva-act. 9, 13/3, 15, 42/3, 50/5). Zusammenfassend ist mithin
festzuhalten, dass die Rückfalldiagnose einer Instabilität mit Wirbelgleiten nicht als
überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfallereignisses vom 14. August 2008
betrachtet werden kann.
5.2 Die Aussage von Prof. Dr. D._ in seinem Bericht vom 25. März 2013 (Suva-act.
15), die Retrolisthesis C2/3 sei sicher traumatischer Genese, überzeugt angesichts des
Gesagten nicht. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, wie er zu dieser Beurteilung
kommt. Allein mit der Diagnose einer segmentalen Instabilität C2/3 bei Zustand nach
Traumatisierung der HWS 2008 (Suva-act. 15) wird einzig eine zeitliche Einordnung -
die segmentale Instabilität C2/3 trat nach der Traumatisierung der HWS auf -
vorgenommen. Der zeitliche Aspekt besitzt jedoch keine wissenschaftlich genügende
Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises
bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine
gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie
nach diesem auftrat (Kieser, a.a.O., Art. 4 N 69; Alfred Maurer, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der
Formel „post hoc ergo propter hoc“]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 54, E.
7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). In demselben Sinne vermag
auch der auf einer Aussage des Beschwerdeführers basierende anamnestische
Sprechstundeneintrag vom 22. März 2013 von Prof. Dr. D._, die
Nackenbeschwerden bestünden seit dem Unfall und vor dem Unfall habe der
Beschwerdeführer nie irgendwelche Probleme mit der HWS gehabt, keine überwiegend
wahrscheinliche Unfallkausalität der Instabilität nachzuweisen (Suva-act. 13; vgl. dazu
auch nachfolgende Erwägung 5.3).
5.3 Im konkreten Fall bildet schliesslich auch die Komponente des zeitlichen Ablaufs
ein bedeutendes Indiz für eine unfallfremde Instabilität mit Wirbelgleiten. Je grösser der
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zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen
Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV
1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Dr. F._ weist zutreffend darauf hin, dass im
vorliegenden Fall von einem über vier Jahre dauernden Intervall zwischen dem
Unfallereignis (14. August 2008) und der Rückfallmeldung (13. März 2013) bzw. der
Diagnose Instabilität mit Wirbelgleiten (5. April 2013) ohne aktenmässig dokumentierte
Behandlung oder Kontrolle und mit durchgehender Arbeitsfähigkeit als Monteur
auszugehen ist. Die vom Beschwerdeführer gegenüber Prof. Dr. D._ am 22. März
2013 (Suva-act. 13/3) und gegenüber der Beschwerdegegnerin anlässlich der
Besprechung vom 13. August 2013 (Suva-act. 28) geschilderten Brückensymptome
bzw. seit dem Unfall bestehenden Schmerzen sind nicht nachgewiesen (vgl. dazu
Suva-act. 5, 8, 13, 16 und insbesondere auch Suva-act. 41). Die Folgen dieser
Beweislosigkeit wirken sich zu Lasten des Beschwerdeführers aus (vgl. Erwägung 1.3).
Ohne dokumentierte Brückensymptome lässt die mehrjährige Latenzzeit eine
Rückfallkausalität als unwahrscheinlich erscheinen, zumal die Entstehung einer
unfallfremden Instabilität mit Wirbelgleiten über den fraglichen Zeitraum ohne weiteres
möglich ist. Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 19. Februar 2015 (act. G 9)
zutreffend fest, dass auch die mit der Replik vom 23. Januar 2015 (act. G 7) neu
aufgelegten Rechnungen von G._ vom 30. Juni, 31. August und 31. Oktober 2012 für
durchgeführte Rückenmassagen (act. G 7.1-7.3) keine überwiegend wahrscheinliche
Unfallkausalität nachzuweisen vermögen. Sie stellen grundsätzlich keine ärztlichen
Beurteilungen dar. Zudem ist die Ursächlichkeit der auf den Rechnungen vermerkten
Diagnose „Verspannungen der Rückenmuskulatur und Schmerzen/Verspannungen im
Nackenbereich“ nicht näher bestimmt. Die Ursachen von Rückenverspannungen sind
mannigfaltig. Im Übrigen würde auch ein Zusammenhang der ab Mai 2012 durch G._
behandelten Rückenverspannungen mit der Instabilität C2/3 am zeitlichen Ablauf nicht
massgeblich etwas ändern. Die Beurteilung ihrer Kausalität würde sich bei einer
Latenzzeit von mehr als drei Jahren gleich darstellen.
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit der radiologisch erhobenen
Instabilität mit Wirbelgleiten kein überwiegend wahrscheinlich natürlich unfallkausaler
Gesundheitsschaden nachgewiesen ist.
6.
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6.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen
der HWS und Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03;
RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare
pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle
Ausfälle verschiedenster Art, unter anderem Nackenbeschwerden, auftreten können.
Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung
typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 E. 5d/aa). Ist ein
Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert
und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von
Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit,
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch
BGE 117 V 382 E. 4b). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden
muss nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72
Stunden nach dem Unfall auftreten. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum
Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des
Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_413/2008, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen,
und vom 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die andern
im Rahmen des Schleudertraumas oder der HWS-Distorsion typischerweise
auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum
manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen
Kausalzusammenhangs auszugehen.
6.2 Dr. C._ diagnostizierte zwar beim Beschwerdeführer anlässlich seiner
Erstbehandlung vom 15. August 2008 eine HWS-Distorsion und damit eine
schleudertraumaähnliche Verletzung (Suva-act. 3). Weder innerhalb einer Latenzzeit
von 24 bis höchstens 72 Stunden noch später, im Rahmen des Rückfalls, wurden
jedoch beim Beschwerdeführer neben Nackenbeschwerden weitere
schleudertraumatypischen Beschwerden erhoben oder von ihm geltend gemacht (vgl.
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insbesondere Suva-act. 27, vgl. auch Suva-act. 3, 13, 15, 28). Damit kann sicher nicht
von einer Häufung von Beschwerden, sondern nur von einem äusserst begrenzten
Beschwerdebild gesprochen werden. Zusammenfassend ist mithin in Übereinstimmung
mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass keine Hinweise für eine durch den
Unfall vom 14. August 2008 überwiegend wahrscheinlich verursachte
schleudertraumaähnliche Verletzung vorliegen, schon gar nicht für eine solche mit
Langzeitfolgen. Diese Schlussfolgerung wird insbesondere auch durch den Umstand
der über vier Jahre angedauerten, behandlungsfreien Zeit mit voller Arbeitsfähigkeit
bekräftigt.
7.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde nach Prüfung sämtlicher in
Betracht kommender Kausalitätsbegründungen abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine Parteientschädigung ist bei diesem
Verfahrensausgang nicht geschuldet.