Decision ID: 1d5d93c6-bd3e-4e9d-a897-c4733ab1fdd7
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1960
,
besuchte
die obligatorische Schule und absolvierte eine einjährige
Ausbildung
zur Pflegeassistentin (Urk.
7/63 S. 1 und S. 5)
.
Nach einer Versorgung mit zwei Hörgeräten (Verfü
g
ung vom
4.
Ju
ni 2009,
Urk.
7/6) meldete si
e
sich am
26
.
Juli
2010
unter
Hinweis auf
funktionale Einschränkungen
eines
Mittelfingers
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7
/
10
S.
7
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom
31.
Mai
2012
(Urk.
7
/
55
) bei einer Qualifikation
als Teilerwerbstätige mit einem
Erwerbsanteil
von 40 %
(Einschränkung: 0 %)
und einem Haushalt
anteil
von 60 %
(Einschränkung: 0 %)
bei einem Invaliditätsgrad von 0 %
einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
1.2
Zuletzt
arbeitete
die Versicherte
seit 15. Februar 2012
in einem Pensum von ca. 45
%
als Pflegehelferin bei der
Y._
, als sie
am 14. Dezember 2015 beim Fahrradfahren
stürzte und ihr in der Folge
von ihren Behandlern
– abgesehen von einer
kurzen
Phase
im Januar und Februar
2016 – durchgehend
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert wurde
(vgl. Urk. 7/
70
S.
1-
2
, Urk. 7/
75/81, Urk. 7/75/153-180
).
Die Versicherte wurde
am 29. März 2016
ein erstes Mal und am 7. Dezember 2016
ein zweites Mal
an der linken Schulter operiert (vgl. Urk. 7/75/112-113, Urk. 7/75/91-92).
Am
11
.
Dezember
2016
(Urk.
7
/
63
) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf
den
Fahrradunfall
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an.
Die
IV-Stelle
tätigte daraufhin
medizinische und erwerbliche Abklärungen
.
Die Arbeitgeberin kündigte am 15. März 2017 (Urk. 7/75/7) per 30. Juni 2017 das Arbeitsverhältnis.
Am 14. Juni 2017
(Urk. 7/77)
teilte
die IV-Stelle
der Versi
cherte
n
mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine beruflichen Ein
glie
derungsmassnahmen möglich seien und über den Rentenanspruch eine
separate
Verfügung ergehe.
Die
Versicherte
wurde am 23. August 2017
ein drittes Mal an
der linken Schulter operiert (Urk. 7/94/19-20).
Die IV-Stelle zog
die
Akten der
Unfallversicherung
bei
(Urk.
7/
85, Urk. 7/94, Urk. 7/112, Urk. 7/115, Urk. 7/118, Urk. 7/123, Urk. 7/126, Urk. 7/137
)
, welche
unter anderem
ein Gutachten von
Dr. med.
Z._
,
Chefarzt Klinik für Rheumatologie am
A._
,
vom
3
. Dezember 2018
(Urk.
7/
123/2-41
)
enthielten.
Zudem veranlasste
sie
eine Ab
klärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf
und Haushalt bei der Ver
sicherten zuhause (vgl. Abklärungsbericht vom
30
.
Oktober
2019
[Urk.
7
/
136
]). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7
/
141
,
Urk.
7
/
144, Urk. 7/151
)
sprach
die IV-Stelle
der Versicherten
mit Verfügung vom
17
.
September 2020
(Urk. 2)
von
Juni 2017 bis August 2018 eine
befristete halbe Rente zu
.
Dies aus
gehend von einer 100%igen Einschränkung im mit 50
%
gewichteten Erwerbs- und einer 18%igen im mit 50
%
gewichteten Haushaltsbereich (Gesamtin
validi
tätsgrad: 59
%
).
2.
Die Versicherte erhob am
16
.
Oktober
2020
(Urk. 1) Beschwerde gegen die Ver
fügung vom
17
.
September
2020
und
stellte folgendes Rechtsbegehren
(S. 5)
:
«
Ich beantrage, dass
vom Gericht der Beschwerde gegen die Rentenverfügung und damit der Ein
sprache stattgegeben wird
die IV-Stelle der SVA Zürich aufgefordert wird, eine geeignete Abklä
rung/
Untersuchung vorzunehmen und die Arbeitsfähigkeit ab Juni 2018 auf Basis des Verlaufs Reha-Austritt bis heute komplett neu zu beurteilen
das Gutachten von Herrn Dr.
Z._
aufgrund der dokumentierten Zweifel nicht als Grundlage für diese Beurteilung dienen kann, sondern der zeitge
rechten und nicht direkt von der Unfallversicherung
beauftragten Einschät
zung des Reha-Arztes Vorrang zu geben ist
die Verschlechterung der rechten Schulter und des Rückens für beide Beur
teilungen Haushaltsleistung und Erwerbsleistung berücksichtigt wird
eine aktuelle Untersuchung durch einen unabhängigen Arzt im Auftrag der IV-Stelle durchzuführen ist, um sowohl den Verlauf seit Juni 2018, als auch die Verschlechterung der Gesundheit (rechte Schulter, Rücken Atmung) zu beurteilen
eine Unterstützung der IV in Richtung Qualifikation für Arbeiten ohne die körperliche Belastung einer Hauswirtschaftstätigkeit zu prüfen ist. (Dabei würde ich mich über eine Beratung bezüglich meiner Fähigkeiten und Arbeits-Perspektiven freuen, insbesondere da mir Wissen und Verständnis bezüglich Computerarbeit bisher fehlen)
der mit 18 % niedrige Grad an Einschränkung bei der Haushaltsleistung aufgrund der Berücksichtigung einer parallelen Arbeitstätigkeit (je nach Fest
legung selbiger) und aufgrund obiger medizinischer Untersuchung
überprüft
wird.»
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
25
.
November
2020
(Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom
26
.
November
2020
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
8
).
3.
Mit heutigem Datum ergeht sodann das Urteil im Verfahren der Beschwer
de
führerin gegen die Suva
betreffend Leistungseinstellung per 3
0.
Juni 2019 (Prozess-Nr.
UV.2020.
00059).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1
.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, si
ch im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1
.3
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 1. Dezember
2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am
17.
September 2020
und somit nach Inkraft
treten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69 Abs. 2 IVV, vgl. auch
Rz
. 3081 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung, KSIH)
stellt für ge
wöhn
lich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesund
heitlichen Einschränkung im Haushalt dar.
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau
sibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschrän
kungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_671/2017 vom 12. Juli
2018 E. 4.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung vom
17
.
Septem
ber
2020
(Urk. 2) aus,
aufgrund eines Unfalls sei die Beschwerdeführerin seit Dezember 2015 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Pflegehelferin nicht mehr arbeitsfähig.
Aufgrund ihrer verspäteten Anmeldung liege der
frühestmögliche
Rentenbeginn im Juni 201
7.
Zu diesem Zeitpunkt sei sie auch in einer ange
passten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen.
Unter Berücksichtigung des Arbeitspensums von 50 % und damit einem Teilinvaliditätsgrad von 50 % im Erwerbsbereich und einer gemäss Abklärung vor Ort vorliegenden Einschränkung von 18 % im Haushalt mit einem Teilinvaliditätsgrad von 9 % resultiere insge
samt ein Invaliditätsgrad von 59 %, womit ab Juni 2017 ein Anspruch auf eine halbe Rente bestehe.
Seit Juni 2018 seien leichte, wechselbelastende Tätigkeiten wieder zu 100 % möglich.
Damit könn
e
sie
in einer Hilfstätigkeit aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 55'348.80 erzielen. In ihrer bis
herigen Tätigkeit hätte sie mit einem 100 % Pensum Fr. 67'572.90 erzielen können. Stelle man die beiden Beträge
gegenüber
resultiere im Erwerbsbereich eine Einschränkung von 18.09 %. Bei einem Anteil von je 50 % des Erwerbs- und Haushaltsbereich
s
bei einer Einschränkung von 18.09 % respektive 18 % in jedem Bereich resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von insgesamt 18.05 %. Eine Verbesserung müsse mindestens drei Monate andauern, bevor sie berücksichtigt werden könne, weshalb die
Rente bis August 2018 zu befristen sei
(S.
5 f.
).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde vom
16
.
Oktober
2020
(Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt, d
as Gutachten von Dr.
Z._
, welches der Beschwerdegegnerin als Grundlage für ihren Entscheid gedient habe, vermöge nicht zu überzeugen, weshalb sie sich nicht darauf hätte
ab
stützten dürfen.
Weiter sei
eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes dokumentiert. Die IV-Stelle habe diese Verschlechterung nicht genügend abgeklärt, weshalb sie ihrer Abklä
rungspflicht nicht ausreichend nachgekommen sei. Zudem widerspreche die im Gutachten attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit bei Aufgaben hauswirtschaft
li
cher Art in einer angepassten Tätigkeit der im Haushaltsbereich bescheinigten Einschränkung von 18 %. Ferner sei die Ursache ihrer wi
e
derkehrenden Atem
probleme nicht geklärt (S. 3
f.
).
2.3
Umstritten und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin nach der Neuanmeldung vom
11. Dezember 2016 (Urk. 7/63)
eine Invalidenrente zusteht.
Dabei
ist offenkundig, dass wesentliche Änderungen in
den tatsächlichen Ver
hält
nissen seit der Leistungsverweigerung vom
31. Mai 2012 (Urk. 7/55)
vor
liegen, welche geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
So ist eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszust
andes ge
genüber dem Zeitpunkt der leistungsverweigernden Verfügung im Jahr
2012 aus
gewiesen.
Gemäss Feststellungsblatt vom 11.
April
2012
(Urk.
7
/
52) standen
bei der damaligen Beurteilung der Invalidität
Beschwerden
des linken Mittelfingers
im Vordergrund
. Aktuell
spielen
vorn
eh
mlich
Leiden
im Nachgang zu einem Fahrradunfall am 14. Dezember 2015, die unbestrittenermassen und nach einhel
liger ärztlicher Meinung zu einer dauerhaften
100%igen
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin geführt haben, eine Rolle
(vgl.
das
Gutachten von Dr.
Z._
vom 3. Dezember 2018
[
Urk. 7/123/2-41
S.
39
]
,
die
Stellungnahme des Vertrauensarztes der Unfallversicherung
vom 13. August 2018
[
Urk. 7/
126/16-22 S. 6
],
die Stellungnahme von Dr. med.
B._
, Facharzt für
Chirurgie
, vom
regionalen ärztlichen Dienst [RAD]
vom
26
.
Februar
20
19
[Urk.
7
/
13
9
S.
9 unten
]).
Im Folgenden ist daher der Leistungsanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen (vgl. Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 144 I 28 E. 2.2; BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen
).
Nachdem feststeht, dass
seit dem
14. Dezember 2015
eine dauerhafte
100%ige Arbeits
un
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin
besteht
und die Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Dezember 2016 (Urk.
7/63)
erfolgt ist, konnte aufgrund der halbjährigen Karenzfrist ein Rentenanspruch frühestens per Juni 2017 entstehen (
Art.
29
Abs.
1 und
Abs.
3 IVG). Aus medizinischer Sicht steht daher der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
ab diesem Zeitpunkt und die damit allfällig einhergehenden Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit im Vordergrund.
Weiter unbestritten ist (vgl. Urk. 1 und E. 2.1) die Qualifikation der Beschwerde
führerin als Teilerwerbstätige mit einem Anteil von je 50 % im Haushalts
-
und im Erwerb
s
bereich (vgl. Urk. 7/136 S. 4 Ziff. 2.6, Urk. 7/138).
3.
3.1
Nachdem die Beschwerdeführerin nach am 14. Dezember 2015 erlittenem Unfall
am 29. März 2016 (
Urk. 7/75/112-113
), am 7. Dezember 2016
(
Urk. 7/75/91-92)
sowie am
23. August 2017 (Urk. 7/94/19-20) an
der linken Schulter operiert
und ihr – abgesehen von einer kurzen Phase im Januar und Februar 2016 – fort
dauernd eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
worden war
(vgl. Urk. 7/70
S. 2
, Urk. 7/75/81, Urk. 7/75/153-180
, Urk. 7/85-86, Urk. 7/88, Urk. 7/90, Urk. 7/95
), führte der l
eitende Arzt Orthopädie des
C._
Dr.
med.
D._
in seinem Bericht vom 15. Januar 2018 (Urk. 7/
100
) aus, es zeige sich eine langsame Verbesserungstendenz. Insgesamt best
ehe
jedoch nach wie vor eine deutlich eingeschränkte Funktionssituation mit auch nicht gelöster Schmerzsituation. Ob in einer körperlich stark belastenden Tätigkeit als Pflegeassistentin wieder eine sinnvolle Arbeitsfähigkeit zu erzielen sei, müsse zumindest als fraglich beurteilt werden. In einer körperlich leichten oder nicht belastenden Tätigkeit auf Bauchniveau sei zumindest eine 50%ige Arbeitsfähigkeit denkbar.
3.2
Chefarzt der
muskuloskelettalen
Rehabilitation Dr. med.
E._
von der
F._
, wo die Beschwerdeführerin 18. Juni bis 6. Juli 2018 hospi
talisiert war, stellte in seinem Bericht vom 6. Juli 2018 (Urk.
7/
112/2-4
) unter
anderem folgende Diagnosen (S. 1):
-
Impingement
-Syndrom Schulter links
-
Sturz vom Velo 14. Dezember
2015 mit nachfolgend
Supra
spinatus
sehnen-Rekonstruktion
März 2016
-
Status nach
Dé
bridement
und Ankerentfernung Dezember 2016
-
Status nach
arthroskopischer
Arthrolyse
und
Kapsulotomie
August 2017
-
Status nach dreimaliger Infiltration der
linken Schulter links durch Dr.
G._
(wenig Wirkung)
-
Restbeschwerden
myofaszial
und
subakromial
-
Rönt
g
en der linken Schulter Juni 2018: verschmälerter
Subakro
mial
raum
7 mm
-
Zervikospondylogenes
Syndrom bei intermittierender Dysfunktion,
myo
fasziale
Befunde
Dr.
E._
erklärte
,
a
ls Pflegeassistentin sei die Beschwerdeführerin in der aktuellen Situation weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. In einer alternativen
,
leichten körperlichen Tätigkeit, wie
zum Beispiel
Büroarbeit, schätze er die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht aktuell auf ca. 50 % (S. 3).
3.
3
Dr.
Z._
stellte in seinem von der
Unfallversicherung
in Auftrag gegebenen Gutachten vom 3. Dezember 2018
(Urk. 7/123/2-41)
, nachdem er die Beschwer
de
führerin am 1. November 2018 untersucht hatte,
folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf d
ie Arbeitsfähigkeit (S. 23-25):
-
Schulterschmerzen links im Sinne einer
Periarthropathia
humero
scapu
laris
mit/bei:
-
Status nach Sturz auf die linke Körperhälfte vom 14. Dezember 2015
-
MRI-HWS (Halswirbelsäule) vom 17. Dezember 2015: Degenerative Veränderungen der HWS ohne Nervenwurzelkompression
-
Arthro
-MRI Schulter links vom 29. Februar 2016: Kleine
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
im distalen Drittel mit einem ca. 3 mm messenden Defekt und konsekutivem Kontrastmittelübertritt in die Bursa
subdeltoidea
und
subacromiales
,
Entesiophyt
des
Musculus
deltoideus
am
Acromion
, AC-Gelenksarthrose als Ursache für ein klinisches
Impingement
, kleine Hill-Sachs-Delle als Hinweis auf eine alte
anteroinferiore
Schulterluxation
-
Status nach Operation vom 29. März 2016:
Arthroskopische
trans
ossäre
Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
auf
Supraspinatus
,
glenohumerale
Synovektomie
,
Bizepstenotomie
, ACG-Resektion und
subacromiale
Dekompression
-
Schulterarthroskopie links am 7. Dezember 2016 mit intra- und
extra
artikulärer
Probenentnahme, Anker- und Fadenentfernung sowie intra
artikulärer
Synovektomie
und
extraartikulärem
Débridement
-
MR-
Arthrographie
Schulter links vom 17. Dezember 2016: Status nach
Refixierung
der
Supraspinatussehne
mit erhaltener Kontinuität der Sehne und leichtgradigem
bursaseitigem
Einriss der insgesamt schmächtigen Sehne. Kontrastmittel in der Bursa
subdeltoidea
, Status nach
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, leichtgradige AC-Gelenks
arthrose mit diskreten Aktivierungszeichen, der
Subacromialraum
misst 6 mm. Keine Zeichen einer
Kapsulitis
adhaesiva
.
-
Arthroskopische
Arthrolyse
mit zirkulärer
Kapsulotomie
Schulter links am 23. August 2017
-
Status nach postoperativer
Phrenikusparese
bei versuchtem
I
nter
skalenusblock
bei Operation Nummer 1
-
Cervicospondylogenes
Syndrom, vor allem im
cervicothorakalen
Übergang mit intermittierender Dysfunktion und
myofascialem
Befund
Dr.
Z._
hielt fest, unfallbedingt bestünden keine Einschränkungen der Arbe
its
fähigkeit. Krankheitsbedingt könnten nur Lasten bis zu einem Gewicht von 5 kg bis auf Bauchhöhe gehoben und getragen werden. Tätigkeiten über Bauchhöhe bzw. über
Thoraxhöhe
seien nicht zumutbar. Noch zumutbar seien Tätigkeiten mit leichten Gewichten unter 5 kg bis Brusthöhe. Die bisherige Tätigkeit als
dipl.
Pflegehelferin sei nicht mehr zumutbar (100 % arbeitsunfähig). In einer ange
passten zumutbaren Tätigkeit bestünden keine Einschränkungen (S. 32-34).
Die Arbeitsfähigkeiten gälten ab Austritt aus der Reha in
F._
Anfang Juni 2018 (S. 39).
3.
4
Die für die Haushaltsabklärung vom
4
.
September
2019
(Bericht vom
30
.
Oktober
2019
[Urk.
7
/
136
])
verantwortliche Fachperson führte aus, die Beschwerde
füh
rerin
leb
e mit ihrem
Lebenspartner
in
einem Einfamilienhaus mit
ca. 400-600qm Umschwung (
S.
1
unten
).
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, zuletzt seit 2012 zu 50 % bei der
Y._
gearbeitet zu haben (S. 3 unten).
Die Abklärungs
person qualifizierte die Beschwerdeführerin mit einem Anteil von je 50 % Erwerbstätigkeit und Haushalt (S. 4 Ziff. 2.6).
Weiter berichtete die Abklärungsperson, im Bereich Ernährung sei bei einer Gewichtung von
30
% und einer Einschränkung von
0
% von
einer Behinderung von 0 % auszugehen
.
In diesem Bereich erledige die Beschwerdeführerin alles selbständig, alles mit der rechten Hand (Kochen, Gemüse rüsten, Geschirrspüler ein- und ausräumen, Kästen ab- und ausreiben, Anrichten, Vorrat bewirt
schaf
ten). Von ihrem Partner sei keine grosse Hilfestellung erforderlich
(S.
6
Ziff. 6.1).
Ferner hielt die Abklärungsperson zum Bereich Wohnungs-, Haushaltspflege und Haustierhaltung fest, in dem Bereich sei bei einer Gewichtung von
40
% und einer Einschränkung von
40
% von
einer Behinderung von
16.00
% auszugehen.
Die Beschwerdeführerin habe geschildert, in
der Wohnungspflege teile
s
ie die Arbei
ten ein. Sie könne etappenweise arbeiten und Pausen einlegen, wenn es ihr nicht gut gehe
. Sie habe ein
en
Staubsaugroboter. Für die nicht erreichbaren Stellen würde der Partner alle zwei Wochen den normalen Staubsauger nehmen. Die Böden nehme die Tochter sporadisch feucht auf. Im Garten könne sie nicht mehr arbeiten. Da würde der Partner helfen oder sogar Hilfe von auswärts in Anspruch genommen werden.
Die Abklärungsperson folgerte, i
n der Wohnungspflege würde die Beschwerdeführerin abstauben, aufräumen, WC und Lavabo reinigen und übernehme die Abfallentsorgung, wenn der Sack nicht zu schwer sei. Der Partner reinige die Badewanne, übernehme alle Gartenarbeiten und mache das Bett und ziehe diese
s
frisch an. Die Gartenarbeiten würden als anrechenbare Ein
schränkung anerkannt. Betten machen, Badewanne reinigen könne dem Partner im Sinne der Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht zugemutet werden
(S.
6 f.
Ziff. 6.2).
Zum Bereich Einkauf sowie weitere Besorgungen führte die Abklärungsperson aus, bei einer Gewichtung von 10 % und einer Einschränkung von 0 % sei von
einer Behinderung von 0 % auszugehen. Die Beschwerdeführerin habe
erklärt
,
ihre Einkäufe tätige sie mit einem Einkaufswagen auf vier Rädern. Diesen könne sie stossen wie einen Kinderwagen. Sie sei mit
de
m
ÖV unterwegs. Die Steuer
erklärung habe schon immer ihr Partner gemacht. Die Abklärungsperson zog den Schluss, dass in diesem Bereich keinerlei anrechenbare Einschränkungen
be
stün
den
(S.
7
Ziff. 6.3).
Im Übrigen berichtete die Abklärungsperson zum Bereich Wäsche und Kleider
pflege, bei einer Gewichtung von 20 % und einer Einschränkung von
10
% sei von einer Behinderung von
2
% auszugehen.
Die Beschwerdeführerin habe
be
richtet
, in diesem Bereich habe sie Schwierigkeiten mit den grossen Teilen. Einen Tumbler habe sie nicht, weshalb die Wäsche aufgehängt werden müsse und dann vom Bläser getrocknet werde. Die grosse Wäsche hänge der Partner auf. Den gesamten Rest erledige sie selber, etappenweise. Die Abklärungsperson hielt fest,
die Beschwerdeführerin
trage die Wäsche hinunter mittels Wäschekorb mit H
enkel, räume die Wäsche ein und aus, hänge die kleinen Wäschestücke a
m
Stewi
auf und lege diese zusammen. Der Partner hänge die grossen Wäscheteile an die Leine, lege diese zusammen und trage die Teilwäsche hoch. Die Beschwerde
führerin habe sich für ein Gebläse anstelle eines Tumblers entschieden. Diese Tatsache wirke sich auf die anrechenbare Einschränkung aus. Sie müsste die grossen Wäschestücke nicht an die Leine hängen, hätte sie einen Tumbler. Dessen Anschaffung wäre
zumutbar
(S.
7 f.
Ziff. 6.4).
Für die Einschätzung der invalidi
tätsbedingten Einschränkung
wurde
der Bereich der Kinderbetreuung
- bei Fehlen betreuungspflichtiger Kinder (
Urk.
7/1
Ziff.
3) -
nicht gewichtet (S.
8
Ziff. 6.5).
Schliesslich führte die Abklärungsperson aus,
bei einem Anteil des Haushalts
bereiches von 50 % und Einschränkungen von insgesamt 18.00 % in diesem Bereich
resultiere ein
Gesamti
nvaliditätsgrad von
9
.
00
% (S.
8
Ziff. 6.6 und Ziff. 7).
4.
4.1
Das
Gutachten von Dr.
Z._
vom 4. Mai 2018 (E. 3.
4
) beruht auf den erfor
der
lichen allseitigen Untersuchungen – insbesondere einer Funktionsdiagnose, wel
cher bei somatisch begründeten Funktionseinschränkungen zentrale Bedeu
tung zukommt (
Urk. 7/123/2-41 S. 13-15
; Urteil des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2) -
,
auf der Erfassung des Neurostatus sowie auf de
n
aktuellen
Ultraschallbilder
n
der
im Vordergrund stehenden linken sowie auch der rechten Schulter
(
S. 16
). Es wurde in Kenntnis der und nach Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet (S.
2
-
8
, S.
18
-
21
), berücksichtigt
– entgegen der An
sicht der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 3 Mitte) -
die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten
der Beschwerdeführerin
ausein
ander (S.
11 f.
,
S. 18-23).
Der Gutachter hat die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Er zeigte auf, dass
die
Beschwerdeführer
in
aufgrund
ihrer
Leiden
(Schulterschmerzen links und
c
ervicospondylogenes
Syndrom; E. 3.
3
)
in der
zuletzt ausgeübte
n
Tätigkeit
als Pflegehelferin nicht mehr arbeitsfähig ist, da diese Arbeiten mit Patienten im Sinne von Umlagern, Heben, Stützen umfasst (Urk. 7/123/2-41 S. 39)
.
Zudem
stellte er fest, dass die Beschwerdeführerin mit aktiv mehr als passiv einge
schränkter Beweglichkeit und schmerzhaftem
cervicoth
o
rakale
m
Übergang mit
myofaszialem
Befund im täglichen Leben durch die Behinderung des linken
Armes, aber mit ganztätigen Aktivitäten mit Spaziergängen, leichten Haushalts
tätigkeiten, Einkaufen und Reisetätigkeiten, eingeschränkt ist, sodass
sie
in einer angepassten Tätigkeit unter Beachtung des festgelegten Tätigkeitsprofils (Heben und Tragen von Lasten bis 5 kg bis auf Bauchhöhe und Unzumutbarkeit von Tätigkeiten über der
Brusthöhe
;
S.
20 f. und S.
33
)
zu 100 % arbeitsfähig
ist
.
Dabei ist sein Schluss, dass diese Arbeitsfähigkeit seit der absolvierten Reha
bili
tation in der
F._
gelten, plausibel (S. 39), erfolgte in der Zwi
schenzeit doch
keine aktenkundige
Veränderung des Gesundheitszustandes.
Die
Beschwerdeführerin
trat jedoch
, wie sich unschwer dem Austrittsbericht von Dr.
E._
entnehmen lässt
,
nicht Anfang Juni 2018 aus der
F._
aus, sondern am 6. Juli 2018 (E. 3.
2
vorstehend), weshalb die von Dr.
Z._
fest
gelegte Arbeitsfähigkeit ab dann ihre Gültigkeit hat und nicht schon bereits ab Anfang Juni 2018, wie von diesem wohl aus Versehen so vermerkt.
Damit entspricht
die Expertise
den bundes
gerichtlichen Vorgaben an ein beweis
kräftiges Gutachten (
BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
).
4.2
Dr.
D._
in seinem Bericht vom
15. Januar 2018 (E. 3.1)
und Dr.
E._
in seinem
Bericht
vom 6. Juli 2018 (
E. 3.2
)
sprachen
in Abweichung vom
Gutachten von Dr.
Z._
(
diesem
allerdings
auch zeitlich vorangehend
)
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
. We
itere Aussagen zur Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
finden sich daneben
in den Akten
nicht
.
Bei
den
Äusse
rungen
handelt es sich
jedoch
im Falle von Dr.
D._
um eine unsichere Prognose
und
bei der
von Dr.
E._
lediglich um eine vage Einschätzung
. So hielt Dr.
D._
denn wörtlich fest, dass «zumindest» eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
«
denkbar
»
sei. Seine
Einschätzung datiert
aus dem Januar 2018
und somit
noch vor der
absolvierten
Rehabilitation in der
F._
,
womit
es sich
damit
eindeutig
um eine
rein
prognostische Aussage handelt (E. 3.1)
. Dr.
E._
äusserte sich nur
unbestimmt
dahingehend, dass er die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf «ca.» 50 % «schätze».
Er führte
im Gegensatz zu Dr.
Z._
keine für die Beurteilung von somatischen Leiden und die damit zusammenhängende funktionelle Einschränkung
zentrale
Funktionsdiagnose durch
(vgl. E. 4.1)
.
Seine
Schätzung
vermag
daher
die zeitlich zwar nachfolgende aber den gleichen Zeitraum nach der absolvierten Rehabili
tation betreffende Beurteilung von Dr.
Z._
nich
t in
Zweifel
zu
ziehen
, be
nannte
er
auch
keine Aspekte, welche von Dr.
Z._
unerkannt
oder
unbe
rücksichtigt geblieben
wären
.
Darüber hinaus bestätigte Dr.
B._
vom RAD als Facharzt für Chirurgie die Einschätzung von Gutachter Dr.
Z._
in seiner
aktenbasierten
Stellung
nahme vom 26
.
Februar 2019
(Urk.
7/139/8-10).
Die Prognose von Dr.
D._
oder die Schätzung von Dr.
E._
vermögen die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr.
Z._
somit nicht in Frage zu stellen.
4.3
Die
Beschwerdeführer
in
brachte
in verschiedener Hinsicht Kritik
vor, weshalb auf das
Gutachten
von Dr.
Z._
nicht abgestellt werden könne
(Urk. 1 S. 3 f.)
.
Tatsächlich beurteilte das Gutachten von Dr.
Z._
, indem es sich für eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit
nach Abschluss der Reha
bilitation
ausspricht, einen Tatbestand der
zeitlich einige Monate
vor der gut
achterlichen Untersuchung
lag. Dies tut seiner Aussagekraft jedoch keinen Abbruch, entspricht es den bundesgerichtlichen Voraussetzungen an ein beweis
kräf
tiges Gutachten
(E. 4.1)
, beruhte
insbesondere
auf allen bis zu diesem Zeit
punkt vorhandenen medizinischen Unterlagen
,
und eine Veränderung des Gesund
heits
zustandes von
Juli
bis November 2018 ist
nicht
ausgewiesen
.
Dr.
Z._
s klinischer Untersuchung liegt– im Gegensatz
der von
Dr.
E._
-
eine eingehende
Funktionsdiagnose zu Grunde und bei dessen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit handelte es sich nur um eine Schätzung ohne
Begründung
(E. 4.2). Damit ist die Dauer des stationären Aufenthalts und die einmalige gut
achterliche Untersuchung – entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 3)
- vorliegend kein Kriterium für die Aussagekraft zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
. Ein angeblich
er
unbegründeter Widerspruch in der Beurteilung
der
Arbeitsfähigkeit – wie von der Beschwerdeführerin vertreten (Urk. 1 S. 3) -
liegt demnach auch nicht vor, da von den Behandlern gar nicht aufgezeigt worden
ist, wie sie
überhaupt zu
ihre
r
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gelangt sind.
W
eshalb das Gutachten an Beweiswert einbüssen sollte,
nur
weil es im Auftrag der Unfallversicherung erstellt worden ist, ist nicht ersichtlich, handelt es sich um ein
e
auf Empfehlung des die Unfallversicherung beratenden Arztes
im ordent
lichen Verfahren
nach Art.
44
ATSG
eingeholte
externe und
beweiskräftige
Expertise
(vgl.
Urk. 7/115, Urk. 7/126/16-22 S. 7 oben, E. 4.1
).
Ebenso
wenig
ist ersichtlich, wie die von der Beschwerdeführerin im Parallelverfahren (UV.2020.00059) über die Leistungspflicht der Unfallversicherung am Gutachten von Dr.
Z._
unter Verweis auf diverse Fachärzte vorgebrachte Kritik an der Beurteilung der Unfallkausalität (unfallbedingte oder degenerativbedingte Ein
schrän
kungen) die von Dr.
Z._
aufgrund aller vorliegenden Einschränkungen (unfall- und degenerativbedingt) nachvollziehbar hergeleitete Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in Frage stellen sollte. Beschlägt doch dies ein anderes Beweisthema (Unfallkausalität).
Auch besteht - entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S.
4 Mitte
) - k
ein Widerspruch
zwischen
der im
Gutachten von Dr.
Z._
gemachten Aus
sage über die Zumutbarkeit hauswirtschaftlicher Tätigkeiten
und der
im
Haus
haltsabklärung
sbericht
vom 4. September 2019
festgelegten 18%igen Einschrän
kung im Haushalt (
vgl.
E. 3.3-3.4)
.
So versteht es sich von selbst, dass Dr.
Z._
diese Aussage mit Vorbehalt des von ihm b
eschriebenen Belast
ungs
profil
s
ge
meint hat, schliesst sich der betreffenden Passage gleich ein relati
vie
render Ab
schnitt an, in welchem er erläuterte, dass in einer «ressourcen
an
ge
passten
»
Tätig
kei
t keine Einschränkungen bestünden (Urk. 7/123/2-41 S. 39).
Nach dem Gesagten vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin keine Zweifel an der Zuverlässigkeit
des Gutachtens
von Dr.
Z._
zu wecken.
4.
4
Der medizinische Sachverhalt ist
mit dem beweiskräftigen Gutachten von Dr.
Z._
damit
erstellt und die
von der
Beschwerdeführer
in
beantragten wei
teren
medizinischen Abklärungen (Urk. 1 S. 5
) erübrigen sich.
Denn für die von
ihr
behauptete
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
im Nachgang zur Begutachtung
liegen keine stichhaltigen
Hinweise
vor. So
verwies sie dafür auf die Dokumentation
der
im H
aushaltsabklärungsbericht
festgehaltenen, von ihr angegebenen Schmerzen in Rücken und Schulter
aufgrund
ihrer Fehlhaltung
wegen de
n
Beschwerden
in
der linken Schulter und unregelmässig
alle ein bis zwei Monate
auftretende Probleme
beim Einatmen. Es ist nicht ersichtlich, wie sich diese Beschwerden dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit im Sinne einer Inva
lidität auswirken sollten, noch ist dergleichen durch medizinische Unterlagen belegt. Die Beschw
erdeführerin reichte denn auch keine solchen Unterlagen ein
.
Weitere
entscheidwesentliche
Erkenntnisse sind
daher von weiteren Abklärungen
nicht zu erwarten (antizipierte Be
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E.
1d). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes liegt nicht vor.
Gestützt
auf das Gutachten von Dr.
Z._
ist
somit
zumindest in angepasster Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerdeführer
in
nach der absolvierten Rehabilitation in der
F._
ab dem
7
.
Juli
2018
auszugehen, mit der Einschränkung, dass
ihr
nur zumutbar
ist
,
Lasten bis zu einem Gewicht von 5 kg bis auf Bauchhöhe
zu heben und zu tragen
.
Tätigkeiten über Bauchhöhe bzw. über
Thoraxhöhe
sind ihr
nicht
zumutbar
(E. 3.
3
, E. 4.1
).
In
der Zeit
davor
(
14. Dezember 2015
bis 6.
Juli 2018)
ist
hingegen aufgrund der Leiden und in diesem Zusammenhang durchgeführten Operationen mit anschlies
senden
Rekonvaleszenzzeiten
auch in einer angepassten Tätigkeit von keiner Arbeitsfähigkeit auszugehen
, wie dies auch von der Beschwerdegegnerin
vertre
ten
wurde
(
vgl. E. 2.1 und
E. 3.1)
.
5.
Die Fachperson von der Beschwerdegegnerin besuchte für ihren Haushaltsbericht die Beschwerdeführerin an ihrem Wohnort und erstellte den Bericht in Kenntnis der Gesundheitsbeeinträchtigung (Urk.
7
/
136
S. 1). Sie erfasste die Wohnver
hält
nisse bezüglich Wohnparteien (
Lebenspartner)
, Liegenschaft (
Einfamilienhaus auf einer Etage mit drei Zimmern mit ca. 400-600qm Umschwung, Keller und Estrich
), Einrichtung/Ausrüstung (Parkett, Stein/Keramik,
Bad
, elektrische Küche,
Steamer/Kombi-
Steam
, Geschirrspülautomat,
Staubsaugroboter
, Bügeleisen, Tief
kühlfach
im Keller
, Waschmaschine und Tumbler
im Keller
) im Detail (Urk.
7
/
136
S. 1 und
S.
4 f.
).
Sie beschrieb ein
gehend und nachvollziehbar die aufgrund
des
G
esundheitszustandes bestehen
den Einschränkungen in den einzelnen Teilbe
reichen des Haushaltes (Ernährung, Wohnungs- und Hauspflege, Einkauf und weitere Besorgungen, Wäsche und Kleiderpflege, Betreuung von Kindern und/
oder Angehörigen; Urk.
7
/
136
S.
6
8, E. 3.5
) respektive die Tätigkeiten, welche sie selber verrichten kann sowie in zumutbarer Weise durch die Familien
an
ge
hörigen verrichtet werden können. Der Bericht ist plausibel, begründet und ange
messen detailli
ert bezüglich der einzelnen Ein
schränkungen sowie der den Fami
lienangehörigen als zumutbar angerechneten Aufgaben und steht in Über
ein
stimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben.
Damit
ist der Bericht
vom 30. Oktober 2019
beweiskräftig und es ist darauf abzustellen. Somit ist von einer Einschränkung von
18
.
00
%
im Haushaltsbereich
auszugehen (E. 3.
4
).
Dabei ist jedoch – entgegen der anscheinend von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht (Urk. 2 S. 5) – festzustellen, dass der Haushaltsabklärungsbericht auf der von
Z._
per 7. Juli 2018 festgestellten medizinischen Sachlage beruht. Angesichts anderer Anhaltspunkte ist für die Zeit davor – eine Haushaltsabklärung wurde
zuvor
nicht durchgeführt
- gestützt auf die medizinisch festgehaltene vollständige Arbeitsunfähigkeit, wie sie für die Zeit bis zum 6. Juli 2018 auch von der Beschwerdegegnerin vertreten wird, ebenfalls im Haushaltsbereich von einer vollständige
n
Einschränkung auszugehen
.
6.
6.1
Aufgrund der vollständigen Arbeitsunfähigkeit
im Erwerbsbereich und einer vollständigen Einschränkung
im
Haushalt
vom 14. Dezember 2015 bis 6. Juli 2018 (E. 4.4
; E. 5
)
ist
in dieser Periode
von einem Invaliditätsgrad von 100 % auszugehen, was zu einem Anspruch
auf eine
ganze Rente führt.
6.2
6.2.1
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
tätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
6.2.2
Was die Zeit ab dem 7. Juli 2018 angeht, ist für den Erwerbsbereich ein Einkom
mensvergleich vorzunehmen. Grundsätzlich erweist sich die
Berechnung der Beschwerdegegnerin
mit
zwei
Ausnahme
n
als korrekt.
So ist a
uch das
Validen
ein
kommen
der Nominallohnentwicklung anzupassen
und
zudem
ist
auf die aktuellsten Tabellenlöhne der
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
abzustellen
(vgl. Urk. 2 S. 5 f. und Urk. 7/138 S. 1).
Damit ergibt si
ch
ein
auf ein
100 %-Pensum aufgerechnete
s
Valideneinkommen
von
Fr.
68'435.90
(Fr.
3
0.94
[
Stundenlohn
exkl. Ferienent
schädigung,
inkl.
Anteil 13.
Monatslohn
im Jahr 2015 gemäss
Angaben der ehe
maligen Arbeitgeberin
; Urk. 7/
70 S. 4
]
x 42 Wochenstunden [allgemein Arbeits
zeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin; Urk. 7/70 S. 2] x 52 Jahreswochen
:
101
.
8
[Index 2015] x
103
.1 [Index 2018;
Nominallohnindex
Frauen
, Bundesamt für Statistik, BFS, Tabelle T 1.
2
.10
, Ziff. Q Gesundheitswesen
]) und
ein
Invalideneinkommen
von
Fr.
54'681.20
(Fr.
4'371
.--
[
LSE
2018
Tabelle
TA1
, total Frauen, Kompetenzniveau 1
(einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerk
licher Art
)]
: 40 x 41.7 [Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftszweigen, BFS, Tabelle T 03.02.03.01.04.01] x 12
Monate
)
.
Stellt man das Validen- dem Inva
lideneinkommen gegenüber
resultiert
für die Zeit ab dem 7. Juli 2018 ein
gerundeter
Invaliditätsgrad von
20
%
im Erwerbsbereich und damit
bei einem 50%igen Erwerbsanteil (E. 2.3) ein Teilinvaliditätsgrad von 10 %.
6.2.3
Für
die Einschränkungen im Haushalt
ab dem 7. Juli 2018
ist auf den beweis
kräftigen
-
auf
der medizinischen
Grundlage des Gutachtens von Dr.
Z._
erstellten
-
Haushaltsbericht vom 30. Oktober 2019
abzustellen und
somit
von
einer
18%
igen Einschränku
ng
im Haushaltsbereich auszugehen (E. 3.4
, E. 5
)
. Dies führt
bei einem 50%igen Haushaltsanteil
(E. 2.3)
zu einem Teilinvaliditätsgrad von 9 %
.
6.2
.4
Nach dem Gesagten
ergibt
sich für die Zeit ab dem 7. Juli 2018 bei einem Erwerbs- und einem Haushaltsanteil von je 50 %
und
Teilinvaliditätsgrad
en
von 10 %
und
9 %
insgesamt
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von insge
samt 19 %.
6.3
Da vorliegend rückwirkend über eine befristete Invalidenrente zu entscheiden ist, was einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung umfasst, ist der Zeitpunkt für die die Aufhebung der Rente analog zu
Art.
88a
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen.
Die
Beschwerde
führer
in hat
demnach
bei im Dezember 2016 erfolgten A
nmeldung
vom
1. Juni 2017 bis
31
.
Oktober
2018
(gesundheitliche Verbesserung am 7. Juli 2018)
bei einem Invaliditätsgrad von
100
%
Anspruch auf eine
ganze
Invalidenrente.
Die Beschwerde ist insoweit teilweise gutzuheissen.
6.4
6.4.1
Anzufügen bleibt, dass das Bundesgericht mit BGE 145 V 209 entschieden hat, dass
die Rechtsprechung, wonach es bei der wiedererwägungs- oder revisions
weisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei zurückgelegtem 5
5.
Altersjahr oder mehr als 15 Jahre dauerndem Rentenbezug grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen gilt, auch dann Anwendung
findet
, wenn zeitgleich mit der
Rentenzusprache
über deren Befristung und/oder Abstu
fung befunden wird
(E. 5.4)
.
Die Schlussfolgerung einer zumutbaren Selbsteingliederung rechtfertigte sich nur bei Vorliegen hinreichender konkreter Anhaltspunkte dafür, dass sich der Be
schwerdeführer ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren könne.
Gegen eine Unzumutbarkeit sprächen insbesondere eine Absenz vom
Arbeitsmarkt aus invaliditätsfremden Gründen, eine besondere Agilität, Gewandt
heit und Integration im gesellschaftlichen Leben sowie eine breite Ausbildung und Berufserfahrung (
E. 6).
6.4.2
Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der Rentenaufhebung (Oktober 2018) knapp 58 Jahre alt. Sie fällt damit unter den besonders geschützten Personen
kreis. Ihre Absenz vom Arbeitsmarkt erfolgte ausschliesslich aus gesundheitlichen Gründen und eine besondere Agilität, Gewandtheit und Integration im gesell
schaftlichen Leben ist - trotz offenbar intaktem Freundeskreis - nicht ausge
wiesen. Im Vordergrund steht indes der Umstand, dass die Beschwerdeführerin
über
keine breite Ausbildung verfügt und sich ihre Berufserfahrung praktisch ausschliesslich auf den gelernten Beruf als Pflegehelferin bezieht, welchen sie nun nicht mehr ausüben kann (
Urk.
7/81). Damit kann die Beschwerdeführerin nicht auf die Selbsteingliederung verwiesen werden. Dies umso mehr, als sie im vorliegenden Verfahren um Unterstützung bei der Eingliederung ersucht hat unter dem Hinweis, dass sie Beratung im Hi
n
blick auf ihre Fähigkeiten und Arbeitsperspektiven benötigt, zumal sie keine Computerkenntnisse besitzt. Diese Ausführungen sind nach einem Arbeitsleben in der Hilfspflege und nötiger Umstellung auf einen neuen Beruf ohne Weiteres nachvollziehbar
. Demgemäss ist die Rentenaufhebung so lange nicht gerechtfertigt, bis die Beschwerdegegnerin Eingliederungsmassnahmen durchgeführt hat.
Da die Beschwerdegegnerin bis
lang keine Eingliederungsbemühungen tätigte, ist eine Rentenaufhebung nicht möglich.
Bei
allfälliger
Weigerung
der Beschwerdeführerin
hat
die Beschwerde
gegnerin
das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durchzuführen.
6.4.3
Zu beachten ist indes, dass die Beschwerdeführerin zu 50
%
im Erwerbs- und zu 50
%
im Aufgabenbereich tätig ist. Wie bereits eingehend dargelegt, war es ihr ab
7.
Juli 2018 möglich, ihren Aufgaben im Haushalt mit einer Einschränkung von 18
%
(gewichtet 9
%
) nachzukommen (vgl. E. 3.4, E. 6.2.3). Im Gegensatz zur erwerblichen Verbesserung ist diese Änderung auch ohne Eingliederungsmass
nahmen zu berücksichtigen, da nicht einzusehen ist, inwiefern
sie
zur Wieder
aufnahme der Tätigkeiten im Aufgabenbereich einer Hilfestellung bedürfte. In Anwendung von
Art.
88a IVV ist daher ab
November
2018 von einem Inva
lidi
tätsgrad von 59
%
auszugehen (100%ige Einschränkung im Erwerbsbereich, ge
wichtete 9%ige Einschränkung im Aufgabenbereich)
, was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet.
7
.
Die
Verfahrenskosten
sind nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streit
wert a
uf Fr.
800.-- festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und entsprechend dem Ver
fahrensausgang der
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen
, da diese in der Haupt
sach
e unterl
iegt
.