Decision ID: 78b73aeb-1d19-4300-829b-3240dfa1858f
Year: 2016
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

erwerbliche Situation ab. Im Rahmen dieser Sachverhaltsabklärungen
holte sie insbesondere einen Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende ein. In der Folge sprach sie A._ mit
Verfügung vom 15. Oktober 2014 ausgehend von einem Invaliditätsgrad
von 100 % mit Wirkung ab dem 1. April 2010 eine ganze Invalidenrente
zu.
4. In Umsetzung der im verwaltungsgerichtlichen Rückweisungsentscheid
S 13 76 vom 19. Juni 2014 enthaltenen Vorgaben ordnete die SUVA im
November 2014 nach vorgängiger Konsultation von A._ eine
fachärztliche Beurteilung der Anosmie durch Dr. med. B._,
Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie FMH, SUVA, Abteilung
Arbeitsmedizin, an. Diese bejahte in der Beurteilung vom 14. November
2014 das Vorliegen einer organisch bedingten Anosmie, die auf den
Unfall vom 7. April 2009 zurückzuführen sei. Wegen dieses
Gesundheitsschadens sei A._ in als olfaktiv zu qualifizierenden
Berufen zu 100 % arbeitsunfähig. Den unfallkausalen Integritätsschaden
schätzte sie auf 15 %. Aufgrund dieser Beurteilung gewährte die SUVA
A._ mit Verfügung vom 12. August 2015 bei einem
Integritätsschaden von 15 % eine Integritätsentschädigung von
Fr. 18'900.--. Zugleich verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad von 2.13 %
dessen Anspruch auf eine Invalidenrente. Am 27. August 2015 erhob
A._ gegen diesen Entscheid Einsprache mit dem Antrag, den
rentenbegründenden Invaliditätsgrad unter Anwendung der
ausserordentlichen Bemessungsmethode zu bestimmen und A._ auf
dieser Grundlage eine Invalidenrente zuzusprechen. Dieses Begehren
wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 16. September 2015 ab.
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5. Gegen diesen abschlägigen Rentenentscheid reichte A._
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. Oktober 2015 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. Darin beantragte er,
die Verfügung vom 21. August 2015 sowie der Einspracheentscheid vom
16. September 2015 seien aufzuheben und die Angelegenheit zur
Bestimmung des Invaliditätsgrads und der entsprechenden Invalidenrente
an die SUVA zurückzuweisen. Begründend brachte der
Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die SUVA habe den
rentenbegründenden Invaliditätsgrad zu Unrecht aufgrund der
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ermittelt. Stattdessen
hätte sie den streitigen Invaliditätsgrad anhand der ausserordentlichen
Bemessungsmethode bestimmen müssen. Hierfür sei ein wirtschaftliches
Gutachten erforderlich, worin die unfallbedingte Einschränkung des
Beschwerdeführers in seiner Tätigkeit als M._ wirtschaftlich
gewichtet werde. In Gutheissung der vorliegenden Beschwerde sei die
Angelegenheit deshalb an die SUVA zurückzuweisen, damit diese die
notwendigen Abklärungen treffe und anhand der ausserordentlichen
Bemessungsmethode den rentenbegründenden Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers bestimme.
6. Die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in der
Vernehmlassung vom 10. Dezember 2015 die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Im vorliegenden Fall sei es
möglich gewesen, den rentenbegründenden Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers aufgrund der allgemeinen Methode des
Einkommensvergleichs zuverlässig zu bestimmen. Damit sei es nicht
erforderlich, für die Invaliditätsbemessung auf die ausserordentliche
Bemessungsmethode zurückzugreifen. Das vom Beschwerdeführer
geforderte betriebswirtschaftliche Gutachten sei demnach für die
Bemessung des streitigen Invaliditätsgrads nicht erforderlich. Ein solches
Gutachten stelle ohnehin die Ausnahme (bei hochkomplexen)
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Verhältnissen dar. Ausserdem wäre ein gewichteter Betätigungsvergleich
vorliegend nicht zielführend, da der Beschwerdeführer wegen nicht
kausaler psychischer Beschwerden zu 100 % arbeitsunfähig und seit dem
Unfall vom 7. April 2009 nicht mehr erwerbstätig gewesen sei.
7. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2015 teilte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers dem Verwaltungsgericht mit, auf die Einreichung
einer Replik zu verzichten. Zugleich reichte er seine Honorarnote vom
16. Dezember 2015 ein, in welcher er den Aufwand für das vorliegende
Beschwerdeverfahren bezifferte.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die
eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den abschlägigen
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. September 2015.
Gegen solche Entscheide kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m.
Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim
Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden,
in welchem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte
zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der versicherte
Beschwerdeführer wohnt in Y._, womit das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit
ergibt sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des
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Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist
die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der
vorliegenden Beschwerde zu bejahen. Als formeller und materieller
Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der
Beschwerdeführer davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges
Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine
Beschwerdelegitimation ist folglich zu bejahen. Auf die zudem frist- und
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach insoweit einzutreten
(Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG), als sich die darin
gestellten Anträge als zulässig erweisen.
b) Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde vom 16. Oktober
2015, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. August 2015
sowie deren Einspracheentscheid vom 16. September 2015 seien
aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Bestimmung des
Invaliditätsgrades sowie der entsprechenden Invalidenrente an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In Bezug auf dieses
Rechtsbegehren ist zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin den in
der Verfügung vom 21. August 2015 gefällten Rentenentscheid aufgrund
der Einsprache des Beschwerdeführers im Entscheid vom 16. September
2015 auf seine Rechtmässigkeit hin überprüfte und in Form der
Abweisung der erhobenen Einsprache bestätigte. Dadurch trat der
fragliche Einspracheentscheid hinsichtlich des abschlägigen
Rentenentscheids an die Stelle der vorgängig erlassenen Verfügung und
bildet damit den alleinigen Anfechtungsgestand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 119 V 347 E.2b; Urteil des
Bundesgerichts 9C_539/2014 vom 18. Dezember 2014 E.2.1; UELI
KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2015, Art. 52
N. 60). Auf die vorliegende Beschwerde kann daher mangels
Anfechtungsobjekt insoweit nicht eingetreten werden, als darin die
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. August 2015 betreffend die
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ablehnende Rentenzusprache angefochten und deren Aufhebung
beantragt wird. Im Übrigen erweist sich das Rechtsbegehren des
Beschwerdeführers als zulässig, womit insoweit auf die Beschwerde vom
16. Oktober 2015 einzutreten ist.
2. Nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die
dem Beschwerdeführer infolge des Unfalls 7. April 2009 mit
beschwerdegegnerischer Verfügung vom 21. August 2015
zugesprochene Integritätsentschädigung. Gegen die fragliche Anordnung
hat der Beschwerdeführer keine Einsprache erhoben, womit diese in
formelle Rechtskraft erwachsen ist (vgl. BGE 119 V 347 E.1b; Urteile des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 72/07 vom 15. Juni 2007
E.3.2, I 664/03 vom 19. November 2004 E.2.3; KIESER, a.a.O., Art. 52
N. 37). Angefochten ist ausschliesslich der Rentenanspruch des
Beschwerdeführers. Diesbezüglich steht aufgrund der Beurteilung von Dr.
med. B._ vom 14. November 2014 mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit fest und ist im vorliegenden Verfahren nunmehr
unbestritten, dass der Beschwerdeführer durch den Unfall vom 7. April
2009 eine Anosmie erlitten hat, die zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
für olfaktive Berufe, wie z.B. Koch oder Confiseur, geführt hat, die den
Beschwerdeführer ansonsten indessen in seiner Arbeitsfähigkeit nicht
beeinträchtigt (vgl. Beilagen der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 438).
Streitig und nachfolgend zu prüfen ist einzig, ob diese medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf eine Invalidenrente
begründet.
3. a) Der Beschwerdeführer stellt sich diesbezüglich auf den Standpunkt, der
rentenbegründende Invaliditätsgrad sei anhand der ausserordentlichen
Bemessungsmethode zu ermitteln. Der Beschwerdeführer habe vor dem
Unfall vom 7. April 2009 von seiner Unternehmung nicht nur einen festen
Lohn bezogen, sondern als deren Alleineigentümer je nach
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Geschäftsergebnis auch von entsprechenden Gewinnausschüttungen
profitiert. Welche Einkünfte der Beschwerdeführer auf diese Weise
zukünftig erzielt hätte, könne auf der Grundlage der von 2005 bis 2008
erwirtschafteten Geschäftsergebnisse nur bedingt beurteilt werden, da er
damals nebst der Tätigkeit in seiner Unternehmung noch bei der C._
AG gearbeitet und dort ein Einkommen erzielt habe. Während dieser Zeit
habe er folglich nicht seine gesamte Arbeitskraft in seine Unternehmung
einbringen können. Ausserdem habe sich die D._ GmbH im
Unfallzeitpunkt noch in der Aufbauphase befunden. Durch den
unfallbedingten Ausfall des Beschwerdeführers habe deren
wirtschaftliches Potential nicht ausgeschöpft werden können. So sei im
Juli 2008 eine Filiale in X._ eröffnet worden, die infolge des Ausfalls
des Beschwerdeführers wieder habe geschlossen werden müssen. Die
Ermittlung der für die Invaliditätsbemessung massgeblichen
Vergleichseinkommen werde sodann dadurch erschwert, dass der
Beschwerdeführer seit dem Unfallereignis vollständig arbeitsunfähig sei.
Die finanziellen Folgen dieser Arbeitsunfähigkeit hätten sich nur teilweise
im Geschäftsabschluss der D._ GmbH niedergeschlagen, weil die
Mitarbeiter, E._ und F._, den gesundheitsbedingten Ausfalls
des Beschwerdeführers anfänglich, soweit wie möglich, aufzufangen
versucht hätten, ohne hierfür zusätzlich entlöhnt worden zu sein. Erst ab
dem 1. September 2013 sei das Pensum von F._ aufgestockt
worden. Schliesslich habe auch die IV-Stelle anerkannt, dass sich der
Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers nicht durch einen einfachen
Einkommensvergleich ermitteln lasse. Der streitige Invaliditätsgrad sei
folglich anhand der ausserordentlichen Methode des gewichteten
Betätigungsvergleichs zu bestimmen.
b) Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, gestützt
auf die Angaben der D._ GmbH von einem Valideneinkommen des
Beschwerdeführers von Fr. 72'000.-- ausgegangen zu sein. Dieses
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Einkommen sei von der Treuhänderin des Beschwerdeführers bestätigt
worden. Zudem erweise sich das von der Unfallversicherung
angenommene Valideneinkommen von Fr. 72'000.-- auch im Vergleich zu
dem von der Invalidenversicherung berücksichtigten Jahresverdienst von
Fr. 70'000.-- als angemessen. Die Invalidenversicherung habe zur
Bemessung des Valideneinkommens eine Abklärung für
Selbständigerwerbende durchgeführt. Sie habe anhand einer
Betriebsanalyse und unter Berücksichtigung des Auszugs aus dem
individuellen Konto des Beschwerdeführers eine Spannweite von
Fr. 63'000.-- bis Fr. 77'000.-- ermittelt und sich schliesslich auf ein
arithmetisches Mittel von Fr. 70'000.-- festgelegt. Darin habe nicht nur der
ausbezahlte Lohn als Geschäftsführer, sondern auch das wirtschaftliche
Potential der vom Beschwerdeführer gegründeten sowie geführten
Unternehmung Berücksichtigung gefunden. Die Beschwerdegegnerin
habe dem Beschwerdeführer ein um Fr. 2'000.-- höheres
Valideneinkommen zuerkannt. Werde dieser Jahresverdienst dem
Invalideneinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 70'469.--
gegenübergestellt, so resultiere eine Erwerbseinbusse von unter 10 %.
Dem Beschwerdeführer stehe folglich keine Invalidenrente zu.
4. a) Wird ein Versicherter infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid
(Art. 8 ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG). Für die Ermittlung des Invaliditätsgrads ist das
Erwerbseinkommen, welches der Versicherte nach Eintritt der Invalidität
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielen könnte (sog.
Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen,
das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG). Bei diesem Einkommensvergleich
werden in der Regel die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen im
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Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegenüber gestellt, worauf sich aus der
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine
Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29
E.1, 114 V 310 E.3a, 104 V 135 E.2b). Können die massgeblichen
Vergleichseinkommen nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit beziffert
werden oder ist ein solches Vorgehen mit einem übermässigen Aufwand
verbunden, sind sie im Einzelfall zu schätzen und die so gewonnenen
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Dabei kann auch eine
Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (BGE 114 V 310
E.3a, 104 V 135; Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom
13. Oktober 2009 E.2b; E.3.1).
b) Diese Methoden der Invaliditätsbemessung erweisen sich bisweilen
allerdings als undurchführbar. Dies gilt namentlich für
Selbständigerwerbende, die zusammen mit Familienmitgliedern ein
Unternehmen betreiben. Die Buchhaltung bildet in solchen Fällen oft
keine genügende Grundlage für den Einkommensvergleich, da daraus
nicht hervorgeht, ob Ertragsschwankungen mit der Invalidität
zusammenhängen oder auf andere Faktoren zurückzuführen sind (Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 761/02 vom 5. März 2003
E.3.2; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrechts, Bern
1985, S. 358). In derartigen Konstellationen kann es angezeigt sein, den
rentenbegründenden Invaliditätsgrad nach der ausserordentlichen
Bemessungsmethode zu ermitteln. Der Unterschied zwischen dieser
Methode der Invaliditätsbemessung und der bei Nichterwerbstätigen
anzuwendenden spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung besteht
darin, dass die Invalidität nicht allein aufgrund eines
Betätigungsvergleichs bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des
Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung in der
angestammten Tätigkeit festzustellen. Diese ist sodann im Hinblick auf
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ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Umfasst die Arbeit
des Versicherten mehrere Tätigkeitsbereiche, sind diese nicht nur nach
Massgabe des zeitlichen Aufwands, sondern zusätzlich gestützt auf die
für den jeweiligen Bereich massgeblichen Lohnansätze zu gewichten
(BGE 128 V 29 E.4). Denn eine bestimmte Einschränkung im
funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar,
braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse in gleichem
Umfang zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbstätigen
ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so
wäre der in Art. 8 Abs. 1 und Art 16 ATSG verankerte Grundsatz verletzt,
wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach
Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (vgl. zum Ganzen:
BGE 128 V 29 E.1-4, 104 V 135 E.2c; Urteil des Bundesgerichts
9C_236/2009 vom 7. Oktober 2009 E.4; KIESER, a.a.O., Art. 16 N. 75;
GUSTAVO SCARTAZZINI / MARC HÜRZELER, Bundesversicherungsrecht,
4. Aufl., Basel 2012, S. 191; MAURER, a.a.O., S. 358; HANS-JAKOB
MOSIMANN, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen
Sicherheit, Basel 2014, N. 22.84; URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren
in der Invalidenversicherung, Bern 2010, Rz. 1081).
c) Welche dieser Methoden der Invaliditätsbemessung Anwendung findet,
hängt in erster Linie davon ab, ob sich die massgeblichen hypothetischen
Vergleichseinkommen zuverlässig schätzen lassen oder nicht. Kann eines
der massgeblichen Vergleichseinkommen nicht hinreichend genau
ermittelt werden, ist der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs
die notwendige Grundlage entzogen, weshalb grundsätzlich die
ausserordentliche Methode anzuwenden ist (ULRICH MEYER, MARCO
REICHMUTH, in: STAUFFER / CARDINAUX [Hrsg.], Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2014, Art. 28a
N. 40; MOSIMANN, a.a.O., N. 22.84). Lässt diese Methode allerdings, wie
etwa im Falle einer Betriebsaufgabe, keine aussagekräftigen Ergebnisse
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erwarten, so ist auf die Durchführung eines gewichteten
Betätigungsvergleichs zur Ermittlung des Invaliditätsgrads zu verzichten
(REICHMUTH / MEYER, a.a.O., Art. 28a N. 44). Bei der Wahl der für die
Invaliditätsbemessung massgeblichen Methode ist der Unfallversicherer
nicht an den entsprechenden Entscheid der Invalidenversicherung
gebunden (BGE 133 V 549 E.6.2, abweichend noch BGE 131 V 120 E.3).
Er verfügt diesbezüglich über einen relativ erheblichen
Ermessensspielraum, in den das Gericht nicht ohne Not eingreift.
5. a) Im vorliegenden Fall steht in sachverhaltsrechtlicher Hinsicht fest und ist
im Übrigen unbestritten, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom
7. April 2009 nie mehr über einen längeren Zeitraum in der D._
GmbH tätig war und auch keine andere Erwerbstätigkeit ausübte (vgl.
Verfügung der IV-Stelle vom 15. Oktober 2014 [Bg-act. 436]). Unter
diesen Umständen ist das Einkommen, welches der Beschwerdeführer
bei Ausschöpfung der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht
massgeblichen Arbeitsfähigkeit erzielen könnte (sog.
Invalideneinkommen), aufgrund der vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgegebenen LSE-Tabellenlöhne oder den sogenannten
DAP-Zahlen zu ermitteln (BGE 129 V 475 E.4.2.1). Beim Abstellen auf die
LSE-Tabellenlöhne sind praxisgemäss die standardisierten Bruttolöhne
(Tabellengruppe A1) und der entsprechende Zentralwert (Median) zu
verwenden, welche – da auf einer Arbeitszeit von 40 Stunden beruhend –
auf die jeweilige durchschnittliche Arbeitszeit umzurechnen sind
(BGE 129 V 472 E.4.3.2, 126 V 75 E.3b/bb; Urteil des Bundesgerichts
9C_632/2015 vom 4. April 2016 E.2.5). Der auf diese Weise ermittelte
Verdienst ist alsdann herabzusetzen, wenn aufgrund der massgeblichen
persönlichen und beruflichen Umstände (leidensbedingte Einschränkung,
Alter, Dienstjahre, Nationalität / Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen
ist, dass der in Frage stehende Versicherte wegen seiner
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gesundheitlichen Verfassung auf dem Arbeitsmarkt lohnmässig
benachteiligt und deshalb nur einen unterdurchschnittlichen Lohn erzielen
würde. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei dieser
sogenannte leidensbedingte Abzug nicht mehr als 25 % betragen darf
(BGE 134 V 322 E.5.2; 129 V 472 E.4.2.3; MOSIMANN, a.a.O., N. 22.68).
b) Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen des
Beschwerdeführers in Anwendung dieser Grundsätze anhand der LSE
2012, TA1, Männer, Kompetenzniveau 2, mit Fr. 5'633.-- beziffert. Dieses
Monatseinkommen hat sie danach auf die im 2012 betriebsübliche
Arbeitszeit von 41.7 Stunden umgerechnet. Daraus resultierte ein
Jahresverdienst von Fr. 70'469.-- (Fr. 67'596.-- [12 x Fr. 5'633.--] : 40 x
41.7). Diese Berechnung beruht auf der Annahme, dass es dem
Beschwerdeführer als Ausfluss der ihn treffenden
Schadensminderungspflicht zuzumuten ist, seine vor dem Unfall
ausgeübte Tätigkeit aufzugeben und eine Erwerbstätigkeit auszuüben, bei
welcher er nicht auf seinen Geruchssinn angewiesen ist und die er
infolgedessen ohne Beeinträchtigung durch seinen unfallbedingten
Gesundheitsschaden ausüben kann. Die diesbezüglich von der
Beschwerdegegnerin getroffenen Annahmen und vorgenommenen
Wertungen sind nicht zu beanstanden (vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 11. April 2012 E.2 und 4). Dasselbe
gilt für den Verzicht auf einen leidensbedingten Abzug, wirkt sich doch der
unfallbedingte Gesundheitsschaden in einer leidensadaptierten Tätigkeit
nicht aus. Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in Abrede
gestellt, weshalb sich eine eingehende Auseinandersetzung mit der
entsprechenden Berechnung erübrigt. Demzufolge gilt als mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer
bei Ausschöpfung der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht
massgeblichen Restarbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des frühestmöglichen
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Rentenbeginns (1. September 2012 nach Einstellung der Taggelder) ein
Invalideneinkommen von Fr. 70'469.-- hätte erzielen können.
6. a) Für die Ermittlung des diesem Verdienst nach der allgemeinen Methode
des Einkommensvergleichs gegenüberzustellenden Valideneinkommens
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der
realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es
empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Angesichts der
vorgeschriebenen Parallelisierung des massgeblichen hypothetischen
Vergleichseinkommens mit dem AHV-rechtlich beitragspflichtigen
Einkommen kann das Invalideneinkommen von Selbständigerwerbenden
grundsätzlich auf der Grundlage der Einträge im individuellen Konto
ermittelt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2009 vom
19. November 2009 E.5.3.1). Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte
Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung
getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren
Zeitspanne erzielten Durchschnittswert abzustellen (Urteile des
Bundesgerichts 8C_748/2012 vom 11. Juni 2012 E.4.2, 9C_428/2009
vom 13. Oktober 2009 E.3.2.1, 8C_576/2008 E.6.2). Dem Versicherten
steht der Gegenbeweis offen, dass die verabgabten Einkünfte allenfalls
erheblich vom tatsächlich erzielten Verdienst abweichen (Urteile des
Bundesgerichts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E.2.1.2, I 705/05 vom
4. Januar 2007 E.3.2; vgl. zum Ganzen KASPER GERBER, Lohnstatistische
Daten in der Invaliditätsbemessung des Einkommensvergleichs, in: SZS
2016 S. 237 ff., 260).
b) Der Beschwerdeführer ist der einzige Gesellschafter der D._ GmbH
mit Sitz in Y._, die er 2005 als Einzelunternehmung gründete und
2008 in eine GmbH umwandelte (Bg-act. 465 S. 7-10). Vor dem
interessierenden Unfallereignis war der Beschwerdeführer einerseits im
- 15 -
fraglichen Betrieb als Geschäftsführer tätig, andererseits arbeitete er als
Betriebsangestellter bei der C._ AG (vgl. Lebenslauf des
Beschwerdeführers [Bg-act. 465 S. 29]). Mit diesen Tätigkeiten erzielte er
im 2005 laut den Eintragungen in seinem individuellen AHV-Konto ein
Jahreseinkommen von total Fr. 69'600.--, bestehend aus einem Verdienst
von Fr. 60'000.-- als Arbeitnehmer für die C._ AG und Einkünften aus
selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 9'600.--. Im 2006 ist im
individuellen Konto des Beschwerdeführers lediglich ein
Jahreseinkommen von Fr. 39'000.-- aus seiner beruflichen Tätigkeit für
die C._ AG ausgewiesen. Im 2007 belaufen sich die entsprechenden
Einkünfte auf Fr. 22'750.-- (Bg-act 465 S. 11). Wie viel der
Beschwerdeführer in diesen beiden Jahren als Selbständigerwerbender
verdient hat, geht aus den aktenkundigen Eintragungen in dessen
individuellem Konto nicht hervor. Diesbezüglich wird in dem im Rahmen
des IV-Verfahrens erstellten Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende vom 25. November 2013 festgehalten, die ersten
drei Geschäftsjahre der D._ GmbH (damals noch als
Einzelunternehmung geführt) seien sehr unterschiedlich verlaufen mit
einem überaus erfolgreichen Markteintritt im 2005, einem markanten
Rückschlag im 2006 und einer anschliessenden Erholung im 2007 (Bg-
act. 465 S. 19). Da Herr A._ aber seine selbständige Erwerbstätigkeit
mit der unselbständigen Anstellung bei der C._ AG kombiniert und
die Schwankungen beim selbständigen Einkommen damit abgefedert
habe, ergebe die Gesamtbetrachtung der Erwerbstätigkeit in den drei
Jahren vor Eintritt der Invalidität doch ein recht plausibles Bild. Die
Gesamtsumme aus dem bereinigten selbständigen Erwerbseinkommen
und dem bei der C._ AG generierten unselbständigen
Erwerbseinkommen sei zwischen 2005 bis 2007 indexiert bis 2012 bei
durchschnittlich Fr. 63'000.-- pro Jahr gelegen, wobei Herr A._ erst
rund einen Viertel seines Einkommens mit der Tätigkeit bei der ihm
gehörenden Unternehmung erzielt habe (Bg- 465 S. 19, vgl. auch
- 16 -
tabellarische Übersicht Bg-act. 465 S. 24). Dass diese Beurteilung
unzutreffend ist, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist nicht
ersichtlich. Anknüpfend an den zuletzt vor dem Unfall erzielten Verdienst
wäre somit für den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns von
einem indexierten Jahresverdienst von total Fr. 63'000.-- auszugehen.
c) Fraglich ist, ob diese Einkünfte das Erwerbspotential des
Beschwerdeführers widerspiegeln. Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung ist es nicht zulässig, das Valideneinkommen anhand des
zuletzt erzielten Verdiensts zu ermitteln, wenn die vor der
Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte Tätigkeit keine verlässliche
Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens darstellt. Bei
Selbständigerwerbenden kann dies etwa der Fall sein in den ersten
Jahren nach der Gründung einer Unternehmung, in denen die
Betriebsgewinne aus verschiedenen Gründen (z.B. hohe
Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen, geringeres Umsatzvolumen
etc.) geringer ausfallen können als in späteren Jahren (vgl. Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 761/02 vom 5. März 2003 E.
3.2). Nicht auf die vor dem invalidisierenden Gesundheitsschaden
erzielten Einkünfte ist für die Bemessung des Valideneinkommens aus
selbständiger Erwerbstätigkeit ferner abzustellen, wenn es sich unter den
gegebenen Umständen als überwiegend wahrscheinlich erweist, dass der
Versicherte im Gesundheitsfall seine nicht einträgliche selbstständige
Erwerbstätigkeit aufgegeben und eine besser entlöhnte Tätigkeit
aufgenommen hätte (vgl. etwa Urteile des Eidgenössisches
Versicherungsgerichts I 696/01 vom 4. April 2002 E.4b/bb, I 608/02 vom
23. April 2003 E.3.2). Hat sich ein Versicherter hingegen, auch als seine
Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg
mit einem bescheidenen Einkommen aus einer selbstständigen
Erwerbstätigkeit begnügt, ist dieses für die Festlegung des
Valideneinkommens massgebend, selbst wenn besser entlöhnte
- 17 -
Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten. Dies gilt auch dann, wenn beim
Invalideneinkommen dem Versicherten aufgrund der
Schadenminderungspflicht zugemutet wird, in eine einträglichere,
unselbstständige Tätigkeit zu wechseln (BGE 135 V 58 E.3.4.6).
d) Bezüglich des vorliegenden Falls ist in diesem Zusammenhang zu
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die interessierende
Unternehmung bis zum Unfall vom 7. April 2009 seit rund vier Jahren
führte. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt die
Aufbauphase eines Betriebs mit Beginn des dritten Betriebsjahres
grundsätzlich als abgeschlossen (Urteil des Bundesgerichts I 37/00 vom
21. Februar 2001 E.4b). Im vorliegenden Fall stünde demnach an sich ein
repräsentativer Zeitraum für die Bemessung des Valideneinkommens zur
Verfügung. Von besonderem Interesse wäre dabei das Jahr 2008 als
viertes Geschäftsjahr. Gerade für dieses Geschäftsjahr existiert jedoch
kein Jahresabschluss, da der Beschwerdeführer die von ihm gegründete
Einzelunternehmung Mitte 2008 in eine GmbH umwandelte und dabei die
Rechnungsperiode neu festlegte. Seither dauert das Geschäftsjahr von
Juli bis Juni, während bis dahin von Januar bis Dezember abgerechnet
wurde. Deshalb fehlt just für das Jahr 2008 eine Jahresrechnung der vom
Beschwerdeführer gegründeten Firma (vgl. Bg-act. 465). Den
aktenkundigen Geschäftsergebnissen kann jedoch entnommen werden,
dass sich der Umsatz der fraglichen Unternehmung seit dem Markteintritt
im 2005 ungefähr in derselben Grössenordnung bewegte. So erzielte die
Unternehmung des Beschwerdeführers im 2005 in zehn Monaten einen
Umsatz von Fr. 390'553.--, im 2006 von Fr. 370'455.--, im 2007 von
Fr. 424'156.--, im 2008/2009 von Fr. 456'794.--, im 2009/2010 von
Fr. 451'715.--, im 2010/2011 von Fr. 387'747.-- und im 2011/2012 von
Fr. 417'458.-- (vgl. tabellarische Übersicht im Abklärungsbericht der IV-
Stelle für Selbständigerwerbende [Bg-act. 465 S. 23]). Angesichts dieser
Umsatzentwicklung deutet nichts auf das vom Beschwerdeführer
- 18 -
behauptete fulminante Wachstum seiner Unternehmung hin. Dies umso
weniger, als der höchste Umsatz mit Fr. 468'663.60 (Fr. 390'553.-- : 10 x
12) im ersten Geschäftsjahr erzielt wurde, wenn die damalige
Aktivitätsdauer von zehn Monaten auf ein Jahr hochgerechnet wird. Laut
dem Abklärungsbericht der IV-Stelle für Selbständigerwerbende vom
25. November 2013 erklärt sich diese Umsatzentwicklung durch den
Markeintritt eines Konkurrenzunternehmens, welches einen Teil der
Kundschaft absorbierte und ein Wachstum des Umsatzvolumens
verhinderte (Bg-act. 465 S. 24). Vor diesem Hintergrund erscheint es als
überwiegend wahrscheinlich, dass die Unternehmung des
Beschwerdeführers ihr Marktpotential in der dreijährigen Aufbauphase
nach ihrer Gründung ausgeschöpft hat und, vorbehältlich der
Veränderung der Marktbedingungen, in Zukunft nicht mit einem
erheblichen Marktwachstum zu rechnen ist. Die von 2005 bis 2007
erzielten Geschäftsumsätze, die in den folgenden Jahren in dieser
Grössenordnung blieben (2009/2010: Fr. 451'715.--, 2010/2011:
Fr. 387'747.--, 2011/2012: Fr. 417'458.--), erweisen sich folglich durchaus
als repräsentativ für das wirtschaftliche Potential der D._ GmbH (Bg-
act. 465 S. 23 und 441 S. 36-57).
e) Soweit der Beschwerdeführer dem entgegenhält, durch den Unfall vom
7. April 2009 daran gehindert worden zu sein, sein Unternehmen zu
vergrössern, indem er andernorts weitere Filialen eröffnet hätte, ist
festzuhalten, dass die von ihm zum Beweis dieser Behauptung
angeführte Unternehmensgründung in X._ nicht durch ihn bzw. die
von ihm gegründete Unternehmung, sondern durch seinen Bruder erfolgt
ist (Bg-act. 465 S. 26). Es handelt sich hierbei somit nicht um eine
Zweigniederlassung der D._ GmbH, sondern eine
Einzelunternehmung seines Bruders, die dieser unter der Firma
"G._" am 25. Juli 2008 gründete (Bg-act. 465 S. 26). Allfällige hiermit
erzielte Einkünfte fliessen folglich weder direkt noch indirekt dem
- 19 -
Beschwerdeführer zu, sondern sind seinem Bruder als selbständiges
Erwerbseinkommen zuzuordnen. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer
nicht vor, diese Unternehmensgründung hätte sich positiv auf die
Betriebskosten der A._ GmbH ausgewirkt. Damit ist nicht ersichtlich,
inwiefern diese Unternehmungsgründung das Erwerbseinkommen des
Beschwerdeführers beeinflusst hat und in Zukunft hätte beeinflussen
können. Durch welche anderen Strategien der Beschwerdeführer im
Gesundheitsfall neue Kunden für die D._ GmbH akquiriert und
dadurch eine wesentliche Umsatzsteigerung bewirkt hätte, legt er nicht
dar. Die alleinige Behauptung, als Gesunder wäre es ihm gelungen, neue
Kunden zu finden und das Umsatzvolumen zu erhöhen (vgl. dazu
Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 25. November 2013
[IV-act. 465 S. 18]), genügt für sich allein nicht, um eine solche
Entwicklung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Unter
den gegebenen Umständen erscheint es als überwiegend wahrscheinlich,
dass sich die von 2005 bis April 2009 zu konstatierte Entwicklung mit
einem sich um Fr. 400'000.-- bewegenden Umsatz im Gesundheitsfall
fortgesetzt hätte. Die Ertragskraft der D._ GmbH im Gesundheitsfall
entspricht folglich der in den Geschäftszahlen von 2005-2012
abgebildeten. Der gegenteiligen Auffassung des Beschwerdeführers kann
nicht gefolgt werden.
f) Der Beschwerdeführer weist hingegen zu Recht darauf hin, dass sich
seine Erwerbssituation kurz vor dem interessierenden Unfallereignis
insofern verändert hatte, als er seine unselbständige Erwerbstätigkeit bei
der C._ AG aufgegeben hatte und zu 100 % als Geschäftsführer bei
der ihm gehöhrenden D._ GmbH arbeitete (vgl. Bg-act. 441 S. 48).
Diese erwerbliche Situation bestand vor dem Unfall vom 7. April 2009,
soweit bekannt, nur während weniger Monaten, weshalb keine
Jahresrechnung der D._ GmbH existiert, die dieser Erwerbssituation
des Beschwerdeführers entspricht. Am ehesten könnte diesbezüglich auf
- 20 -
den Geschäftsabschluss 2008/2009 abgestellt werden, als der
Beschwerdeführer mit seiner Tätigkeit als Arbeitnehmer bei der C._
AG nur mehr ein Jahreseinkommen von Fr. 9'111.--, mithin Fr. 759.25 pro
Monat, erzielte und damit den Grossteil seiner Arbeitskraft in sein
Unternehmen investiert haben dürfte (vgl. tabellarische Übersicht [Bg-
act. 465 S. 23]). Im vorliegenden Fall erscheint es jedoch nicht als
angemessen, das Valideneinkommen des Beschwerdeführers allein
aufgrund der Ergebnisse eines einzigen Geschäftsjahres festzulegen,
bezog doch der Beschwerdeführer als Selbständigerwerbender von 2005
bis Mitte 2008 ein gewinnabhängiges und damit naturgemäss gewissen
Schwankungen unterworfenes Einkommen aus seiner Tätigkeit als
Geschäftsführer der ihm gehörenden Unternehmung, das als Basis für
den Lohn gedient haben dürfte, den sich der Beschwerdeführer seit der
Umwandlung seiner Unternehmung in einem GmbH von Juli 2008 bis
April 2009 als Arbeitnehmer ausbezahlte. Da laut dem Abklärungsbericht
der IV-Stelle für Selbständigerwerbende vom 25. November 2013 für die
Art von Unternehmen, wie der Beschwerdeführers eines führt, keine
Branchenkennzahlen existieren, kann das interessierende
Valideneinkommen des Beschwerdeführers auch nicht in Anknüpfung an
die bekannten Umsatzzahlen durch einen Vergleich mit branchenüblichen
Aufwand- und Ertragswerten abgeschätzt werden (Bg-act. 465 S. 24).
g) Indessen geht aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten
Mitarbeiterblatt der D._ GmbH hervor, dass dessen Bruder am
1. November 2005 in das Unternehmen eintrat, dieses in der Folge zu
einem nicht bekannten Zeitpunkt verliess und am 22. September 2009
wieder von der D._ GmbH angestellt wurde (Bg-act. 441 S. 32).
Dieser übernahm nach Angaben des Beschwerdeführers nach dem Unfall
vom 7. April 2009 gemeinsam mit F._ die früheren Aufgaben des
Beschwerdeführers. Fortan sei er für die praktische Geschäftsführung mit
Einkauf, Produktion und Vertrieb, inklusive Bewirtschaftung des
- 21 -
Wagenparks, verantwortlich gewesen, während sich F._ um die
Administration gekümmert und zugleich gekocht habe (vgl. IV-
Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 25. November 2013
[Bg-act. 465 S. 18]; vgl. auch Beschwerdeschrift vom 16. Oktober 2016
S. 5 f.). Infolge dieser Reorganisation sei zum einen der Lohn seines
Bruders mit Blick auf dessen grössere Verantwortung auf Fr. 3'600.-- pro
Monat erhöht worden, zum anderen habe Frau Wilhelm ihr 60 % Pensum
auf 100 % aufgestockt. Dadurch verdiene sie nunmehr monatlich
Fr. 3'000.-- (Bg-act. 465 S. 18). Werden diese Löhne, welche die D._
GmbH im 2012 den Personen ausrichtete, welche die Aufgaben des
Beschwerdeführers nach dessen Unfall übernommen haben, als
Richtschnur für den mutmasslichen Verdienst genommen, den der
Beschwerdeführer für seine Tätigkeit als Geschäftsführer bei der D._
GmbH im 2012 erzielt hätte, so wäre von einem monatlichen Einkommen
von Fr. 4'800.-- (Fr. 3'600.-- [Lohn des Bruders] + Fr. 1'200.-- [Fr. 3'000.--
x 0.4, Entgelt für Pensumserhöhung]), mithin einem Jahreslohn von
Fr. 57'600.--, auszugehen. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen
fordert, bei der Bemessung des Valideneinkommens müsste der
Unternehmensgewinn berücksichtigt werden, ist darauf hinzuweisen, dass
er seit der Umwandlung der von ihm gegründeten Einzelunternehmung in
eine GmbH versicherungsrechtlich grundsätzlich als Arbeitnehmer zu
qualifizieren ist und seither nur mehr auf dem von ihm in dieser
Eigenschaft bezogenen Lohn Sozialversicherungsbeiträge erbracht hat.
Dies hat zur Folge, dass bei der Bestimmung seines Valideneinkommens
ein von der D._ GmbH erzielter Unternehmensgewinn bei der
Bestimmung des Valideneinkommens im Regelfall ausser Betracht zu
bleiben hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2009 vom
19. November 2009 E.5.3.1). Weshalb von diesem Grundsatz im
vorliegenden Fall abzuweichen wäre, ist nicht ersichtlich. Gründe hierfür
werden denn auch nicht vorgebracht. In Anlehnung an die Entlöhnung der
Personen, welche die Aufgaben des Beschwerdeführers nach dessen
- 22 -
Unfall übernommen haben, wäre demnach im Jahr 2012 von einem
Valideneinkommen von Fr. 57'600.-- auszugehen.
h) Auf entsprechende Nachfrage hin teilte die Treuhänderin der D._
GmbH der Beschwerdegegnerin am 30. April 2014 dagegen mit, der
Beschwerdeführer hätte als Gesunder bei der D._ GmbH bei einer
42 Stundenwoche im Jahr 2010 Fr. 72'000.--, inkl. Gratifikation und
13. Monatslohn, im Jahr 2011 Fr. 72'000.--, inkl. Gratifikation und
13. Monatslohn, und im Jahr 2012 Fr. 72'000.--, inkl. Gratifikation und
13. Monatslohn, verdient (Bg-act. 417 S. 3 f.). Auf der Grundlage dieser
Auskunft erachtete die Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen in
dieser Grössenordnung als ausgewiesen. Dieses Valideneinkommen liegt
Fr. 14'000.-- (Fr. 72'000.-- - Fr. 57'600.--) über dem vorangehend
ermittelten und Fr. 2'000.-- über dem im Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende vom 25. November 2013 angenommenen. Im
fraglichen Abklärungsbericht wird in Bezug auf das Valideneinkommen
des Beschwerdeführers im Wesentlichen festgehalten, aus dem
Tätigkeitsmix in den Jahren vor dem Eintritt der Behinderung (= dem
interessierenden Unfallereignis) resultiere ein bereinigtes und indexiertes
Einkommen von rund Fr. 63'000.-- (vgl. vorstehende Erwägung 6b).
Demgegenüber sei das frühere Einkommen aus den unselbständigen
Erwerbstätigkeiten des Versicherten mit rund Fr. 77'000.-- etwas höher.
Dem Versicherten sei indessen das Potenzial nicht abzusprechen, dass
er ohne Gesundheitsschaden in seiner selbständigen Erwerbstätigkeit
eine gewisse Einkommenssteigerung hätte herbeiführen können.
Allerdings seien die ersten drei Geschäftsjahre sehr unterschiedlich
verlaufen und ein kontinuierlicher Aufwärtstrend sei nicht auszumachen.
Vor diesem Hintergrund erscheine es angemessen, das
Valideneinkommen gemäss Betriebsanalyse von Fr. 63'000.-- als tiefsten
Wert anzusehen und den hochgerechneten Verdienst aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 77'000.-- als höchstes
- 23 -
Einkommen. Davon ausgehend sei das arithmetische Mittel dieser beiden
Eckwerte mit rund Fr. 70'000.-- als Valideneinkommen anzusehen (Bg-
act. 465 S. 20). Diese Berechnung vermag, wie der Beschwerdeführer
zutreffend festhält, nicht restlos zu überzeugen, wäre doch der
Beschwerdeführer im 2012 vollzeitlich für die D._ GmbH tätig
gewesen, was einer Berechnung des Valideneinkommens aufgrund des
von ihm als Unselbständigerwerbender erzielten Einkommens
entgegensteht. Würde aus diesem Grund bei der Bemessung des
Valideneinkommens ausschliesslich der Verdienst als massgebend
erachtet, der dem Beschwerdeführer im fraglichen Abklärungsbericht für
seine Tätigkeit bei der Pizzakurier GmbH angerechnet wurde, so wäre
freilich von einem deutlich tieferen Einkommen auszugehen (vgl. Bg-
act. 465 S. 20 und die tabellarische Übersicht [Bg-act. 465 S. 23]). Der
Beschwerdeführer kann aus dem Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende vom 25. November 2013 folglich nichts zu seinen
Gunsten ableiten, zumal er nicht geltend macht, dass er im
Gesundheitsfall die weniger einträgliche Tätigkeit als Geschäftsführer bei
der D._ GmbH aufgegeben hätte und wieder als Arbeitnehmer tätig
gewesen wäre. Wenn die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
vor diesem Hintergrund ein Valideneinkommen von Fr. 72'000.--
zugesteht, ist dies offensichtlich nicht zu beanstanden.
i) Wird dieses Valideneinkommen dem mutmasslichen Invalideneinkommen
des Beschwerdeführers von Fr. 70'469.-- (vgl. vorstehende Erwägung 5b)
gegenübergestellt, so resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 1'531.--
(Fr. 72'000.-- - Fr. 70'469.--). Dies entspricht einem gerundeten
Invaliditätsgrad (vgl. BGE 130 V 121 E.3) von 2 % (Fr. 1'531.-- :
Fr. 72'000.-- x 100). Dem Beschwerdeführer steht infolge des Unfalls vom
7. April 2009 folglich keine Invalidenrente zu. Dass die beantragte
Zeugeneinvernahme von H._ an diesem Ergebnis etwas ändern
würde, kann in antizipierter Beweiswürdigung ausgeschlossen werden.
- 24 -
H._ hat sich als verantwortliche Mitarbeiterin der I._ AG GmbH
bereits am 30. April 2014 zum Valideneinkommen des
Beschwerdeführers geäussert (vgl. vorstehende Erwägung 6h). Von
deren Befragung als Zeugin sind unter diesen Umständen keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf diese Beweisvorkehr in
antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3,
131 I 153 E.3). Gleich verhält es sich bezüglich der beantragten
Zeugeneinvernahme von F._ und E._. Diese sollen sich
einerseits zu der nach dem Unfall vorgenommenen betrieblichen
Reorganisation äussern (vgl. Beschwerdeschrift vom 16. Oktober 2015
S. 5 f.), andererseits zur Frage Stellung nehmen, in welchem Umfang der
Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfallereignis tätig war (vgl.
Beschwerdeschrift vom 16. Oktober 2015 S. 7). Letzteres ist vorliegend
nicht von Bedeutung, weil der streitige Invaliditätsgrad anhand der
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu ermitteln ist. In
Bezug auf die betriebliche Reorganisation wird die
Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers als ausgewiesen
angesehen, weshalb sich diesbezügliche Beweiserhebungen erübrigen
(vgl. vorstehende Erwägung 6g). Die Zeugeneinvernahme von F._
und E._ vermag daher am bisherigen Beweisergebnis, wonach aus
unfallversicherungsrechtlicher Sicht kein rentenbegründender
Invaliditätsgrad vorliegt, nichts zu ändern. Davon ist daher in antizipierter
Beweiswürdigung abzusehen (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 E.3).
Auch ansonsten sind keine Beweisvorkehren ersichtlich, die eine
zuverlässigere Beurteilung der für die Invaliditätsbemessung
massgeblichen Vergleichseinkommen erwarten lassen. Die
Beschwerdegegnerin hat den massgebliche Sachverhalt demzufolge
hinreichend abgeklärt und auf dessen Grundlage die begehrte
Invalidenrente richtigerweise abgelehnt.
- 25 -
j) Es bleibt darauf hinzuweisen, dass sich am ablehnenden
Rentenentscheid selbst dann nichts ändern würde, wenn der streitige
Invaliditätsgrad, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, anhand der
ausserordentlichen Methode des gewichteten Betätigungsvergleichs zu
bestimmen wäre. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer vor, als
Gesunder in seinem Betrieb im Umfang von 20-30 % als Geschäftsführer
und zu 70-80 % als Koch tätig gewesen zu sein, wobei er nicht nur für die
D._ GmbH, sondern auch für das im gleichen Gebäude liegende
Café und das K._ Hotel gearbeitet hätte (Bg-act. 374 S. 14 Ziff. 2.3;
auch Bg-act. 370 S. 2, Beschwerdeschrift vom 16. Oktober 2015 S. 7).
Diese Sachverhaltsdarstellung stimmt insofern mit der Erwerbsbiographie
des Beschwerdeführers überein, als dieser über Jahre als
Unselbständigerwerbender vornehmlich in Berufen tätig war, in welchen
er auf seinen Geruchssinn angewiesen war. Dies ändert aber nichts
daran, dass die behauptete Tätigkeit für die D._ GmbH im zeitlichen
Umfang von 70-80 % in den Akten keine Stütze findet. So gab der
Beschwerdeführer im Formular betreffend die Versicherung von
Familienangehörigen des Betriebsinhabers am 22. Januar 2009 an, als
Geschäftsführer der D._ GmbH tätig zu sein, wobei er bei einer
wöchentlichen Arbeitszeit von 41 Stunden zu 10 % Arbeiten betrieblicher
Art und zu 90 % Arbeiten administrativer Natur ausführe (Bg-act. 442
S. 1). Sodann erklärte er am 16. Juli 2009 gegenüber der
Beschwerdegegnerin, seine beruflichen Aufgaben, die im Wesentlichen in
der Führung lägen, gesundheitsbedingt nicht ausführen zu können (Bg-
act. 15). Anlässlich der Besprechung vom 16. September 2009 beschrieb
er die vor dem Unfall vom 7. April 2009 ausgeübte Tätigkeit sodann
vorwiegend als Büroarbeit (vgl. 45 S. 3). Diesen Aussagen des
Beschwerdeführers sind als "Aussagen der ersten Stunde" unbefangener
als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art
beeinflusst sein können. Wenn ein Versicherter seine Darstellung im
- 26 -
Laufe der Zeit wechselt, ist den Angaben, die er kurz nach dem Unfall
gemacht hat, deshalb meistens grösseres Gewicht beizumessen als
jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE
121 V 45 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012
E.5.1). Aufgrund dieser Beweismaxime erscheinen die anfänglichen
Angaben des Beschwerdeführers zu dem von ihm ausgeübten Pensum
als Koch glaubhafter als dessen spätere Behauptungen. Damit gilt als
erstellt, dass der Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfall mit
einem 90%igen Pensum im administrativen Bereich tätig war. Die
restliche Arbeitszeit umfasste nach unbestritten gebliebener
Sachverhaltsdarstellung sowohl die Tätigkeit als L._ als auch jene
als Koch. Nur in der letztgenannten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer
infolge der durch den Unfall vom 7. April 2009 erlittenen Anosmie
beeinträchtigt. Demnach wirkt sich die aus unfallversicherungsrechtlicher
Sicht massgebliche Arbeitsunfähigkeit nur in Tätigkeiten aus, die der
Beschwerdeführer vor dem interessierenden Unfallereignis in einem
zeitlichen Umfang von weniger als 10 % ausübte. Bei der erwerblichen
Gewichtung dieser Beeinträchtigung ist davon auszugehen, dass die
Tätigkeit als Koch im Vergleich zu den administrativen Tätigkeiten sowie
der Arbeit als L._ höchstens als wirtschaftlich gleichwertig
einzustufen ist. Demzufolge beträgt der rentenbegründende
Invaliditätsgrad nach dem gewichteten Betätigungsvergleich als
ausserordentliche Methode der Invaliditätsbemessung weniger als 10 %.
Selbst wenn somit der streitige Invaliditätsgrad im vorliegenden Fall
anhand der ausserordentlichen Methode zu bestimmen wäre, so könnte
der Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 7. April 2009 folglich keine
Invalidenrente beanspruchen.
k) Aus dem vorangehend Ausgeführten folgt, dass der Beschwerdeführer
infolge der auf den Unfall vom 7. April 2009 zurückzuführenden Anosmie
im für die Rentenbemessung massgeblichen Zeitpunkt eine
- 27 -
Erwerbseinbusse von weniger als 10 % erlitten hat. Er hat demnach
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG. Die vorliegende
Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet, was zur Bestätigung
des angefochtenen Einspracheentscheids und zur Abweisung der
dagegen erhobenen Beschwerde führt.
7. Das vorliegende Verfahren ist, abgesehen von vorliegend ausser Betracht
fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende
Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e
contrario).