Decision ID: a1e5ff9a-c640-4d56-aba3-62975052124e
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
wurde 1966 geboren (
Urk.
11/1).
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer
Lehre als Dentalassistentin
übte
sie
einige Zeit diesen Beruf aus und bildete sich daneben zur Arzt- und Spitalsekretärin weiter. Danach war
sie
als Sekretariatsmitarbeiter
i
n
in einer
Bank tätig.
Mit ihrem
damaligen
Ehemann
bekam
X._
in den Jahren 1990 und 1992 die Kinder
Z._
und
A._
.
In einem Teilzeitpensum arbeitete sie v
on 1993 bis 2000 als Schmuckberaterin und danach während zweier Jahre als Callcenter-Agentin.
Ab
dem 1. April
2002 war sie in einem Pensum von 60
%
als Pflegemitarbeiterin im
B._
angestellt
. Zusätzlich
übernahm
sie
ab
dem Jahr 2004 während zwei
er
Stunden pro Woche die Aufgabenbetreuung in der Primarschule
Y._
(vgl.
Urk.
11/10/2 ff., 11/14
/2,
11/14/5 f.
und 11/23/3
).
Die Versicherte
meldete
sich am
27. Januar 2009
nach erfolgter Früherfassung (vgl. Urk. 11/5
und 11/12
) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
für Massnahmen zur beruflichen Eingliederung
an
, da sie an Multipler Sklerose leide
(
vgl.
Urk.
11
/
14
).
Die IV-Stelle
tätigte darauf erwerbli
che (
Urk.
11/19
, 11/23
und 11/31
) und medizinische (
Urk.
11/
24 und 11/25
) Abklärungen.
In der Folge übernahm sie
die Kosten für
den
berufsbegleitenden
Besuch der
C._
zum Erwerb eines Bürofachdiploms VHS (vgl.
Urk.
11/26
,
11/29
und 11/46
).
Mit dieser
Zusatzqualifikation
fand die Ver
sicherte ab dem 1
.
September 2010
eine
bis zum 31.
Juli 2012 befristete Anstellung als Empfangsmitarbeiterin im Spital
D._
(
Urk.
11/51). Die
IV-Stelle erklärte darauf die
beruflichen Massnahmen
als erfolgreich abgeschlossen
(
Urk.
11/50). Nachdem sie diverse
weitere medizinische Auskünfte
eingeholt hatte
(
Urk.
11/38, 11/41
,
11/43
und 11/53),
liess
sie
die
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
ab
klären
(
Urk.
11
/
55
).
Mit Vorbescheid vom
23. Mai 2011
stellte
die IV-Stelle
die Abweisung des
Renten
begehrens in Aussicht (
Urk.
11
/
59
), worauf
die Versicherte
Einwand erhob (
Urk.
11/60)
. In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
27. Juni 2011
einen Rentenanspruch (
Urk.
11
/
63
). Dieser Entscheid blieb unangefochten
(vgl.
Urk.
11/69)
.
Mit Schreiben vom
13. April 2012
liess
X._
durch
ihren Rechtsvertreter
bei
der
IV-Stelle geltend machen
, da
ss ihre jüngste Tochter ihre Ausbildung beenden werde und sie daher im Gesundheitsfall wieder zu 100
%
erwerbstätig
wäre (
Urk.
11/76)
. Die IV-Stelle
zog darauf
aktuelle
erwerbliche (
Urk.
11/78) und medizinische
(
Urk.
11/84)
Unterlagen bei
. Überdies klärte
sie
die
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
neu ab
(Urk.
11/89)
. Gegen den negativen Vorbescheid vom
29
.
Oktober
2012 (Urk.
11
/
95
) liess die Versicherte Einwand erheben (vgl.
Urk.
11
/
97 und 11/100
).
Mit Verfügung vom
25. Januar
2013
verneinte
die IV-Stelle
einen Rentenanspruch
(Urk. 2 = Urk.
11
/
103
).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom
21
.
Februar
2013 (Urk. 1) Beschwerde erheben. Ihr Rechtsvertreter verlangte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es sei der Beschwerdeführerin eine halbe Invalidenrente zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2)
.
Mit Zuschrift vom 27. Februar 2013 (Urk. 6) reichte er eine Bestätigung des Spitals
D._
vom 18. Februar 2013 ein (
Urk.
7).
Am
18. April 2013
verzichtete die IV-Stelle schriftlich auf das Einreichen einer Stellungnahme
(Urk.
10
).
Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom 23. April 2013 Kenntnis erhalten.
Mit Verfügung vom 17. September 2014 wurde die Pensionskasse der Stadt
Y._
zum Prozess beigeladen (
Urk.
13). Diese verzichtete am 13. Oktober 2014 auf eine Stellungnahme (
Urk.
14).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
und die neu eingereichte Unterlage
wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens
-
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
2.
In der angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2013 zog die Beschwerde
-
gegne
rin
in Betracht, dass die Beschwerdeführerin seit August
2012
als zu 100
%
Erwerbstätige zu qualifizieren sei. Aufgrund eines
Einkommens
vergleiches
gelangte die Beschwerdegegnerin
z
um Schluss, es liege ein
Invali
ditätsgrad
von 37
%
vor, welcher keinen Rentenanspruch zu begründen ver
möge (
Urk.
2 S. 2).
Demgegenüber macht der Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin geltend, dass der Berechnung des Invaliditätsgrades
falsche
Validen- und Invalideneinkommenszahlen zu Grunde gelegt worden seien
(Urk.
1 S. 2 ff.).
3.
Es ist unbestritten und aufgrund der Akten erstellt, dass die Beschwerdeführerin an
Multipler
Sklerose mit einem schubförmigen Verlauf
leidet
(Urk. 11/24/6, 11/24/8, 11/25/6, 11/38/7, 11/41/7
, 11/53/5 und 11/
84/1
)
.
Aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes ist sie nicht mehr in der Lage, ihre ursprüngliche Tätigkeit als
Pflegemitarbeiterin
auszuüben. Es ist ihr lediglich noch eine ange
passte Tätigkeit
, namentlich als Telefonistin,
in einem Pensum von 50
%
zu
mutbar (
Urk.
11/43/7
, 11/53/6, 11/84/1 f. und 11/84/9
)
. Zu Recht stellt keine der Parteien mehr in Frage, dass die Beschwerdeführerin
nach
dem
Lehrab
schluss
ihrer jüngeren Tochter
A._
und dem damit verbundenen Wegfall von Unterhaltszahlungen
, das heisst seit dem 1. August 2012
ohne
Gesundheits
schaden
mit einem Pensum von 100
%
arbeitstätig wäre (
Urk.
1 S. 2 und
2 S. 2
; vgl. auch
Urk.
11/2/1 f.
, 11/12/2
, 11/55/4
,
11/60/1 f.
und 11/89/2
).
4
.
4
.1
Aufgrund ihrer veränderten tatsächlichen Verhältnisse liess d
ie Beschwerde
-
führe
rin
mit Schreiben vom 13. April 2012 erneut um Ausrichtung einer Invalidenrente ersuchen (
Urk.
11/76). Es steht folglich ein Rentenanspruch ab dem 1. Oktober 2012 zur Diskussion (Art. 29
Abs.
1 IVG). Für den
Einkom
mensvergleich
sind daher die Zahlen betreffend das Jahr 2012 massgeblich (BGE 129 V 222 E. 4.2).
4
.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das
Valideneinkommen
anhand des
Arbeit
-
ge
berfragebogens
des
B._
vom 12. Februar 2009, gemäss welchem die Beschwerdeführerin im Jahr 2008 mit einem Pensum von 60
%
ein Jahreseinkommen von
Fr.
35‘047.45 erzielt habe. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung sei deshalb von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
61‘507.-- bei einem Pensum von 100
%
im Jahr 2012 auszugehen (
Urk.
2 S. 2).
Dagegen
wendet
der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu Recht
ein
, dass der Gesundheitsschaden nicht erst im Jahr 2008, sondern bereits früher einge
treten sei (
Urk.
1 S. 2).
Wie er richtig bemerkt hat, geht aus den medizinischen Unterlagen hervor, dass sich die ersten
Krankheitssymptome
bereits ab April 2005 zeigten (
Urk.
1 S. 2 f.
; vgl.
Urk.
11/24/7
und 11/38/7
).
Zu
krankheitsbe
dingten
Abwesenheiten vom Arbeitsplatz kam es jedoch erst im Verlauf des
Jahres 2006 (vgl.
Urk.
11/4 f. und
11/23/9
). Es ist deshalb an das im Jahr 2005
erzielte Einkommen anzuknüpfen
, welches diejenigen der Jahre 2004 und 2006 – wenn auch nicht in erheblichem
Ausmass – übersteigt (vgl. Urk.
6/19/2).
Ent
gegen der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung (
Urk.
1 S. 3) kann das
Valideneinkommen
nicht anhand des
ab dem Jahr 2010
als Empfangsmitarbeiterin des Spitals
D._
erzielten Verdienstes ermittelt wer
den. Dieses Anstellungsverhältnis ist auf eine Zusatzqualifikation zurückzufüh
ren, welche die Beschwerdeführerin im Rahmen beruflicher Eingliederungs
massnahmen erworben hat (vgl.
Urk.
11/26, 11/29, 11/46 und 11/51). Es erscheint nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass
sie
sich im Gesundheitsfall ebenso beruflich verändert hätte.
Mit ihrer 60%igen Tätigkeit als Pflegemitarbeiterin im
B._
erzielte die Beschwerdeführerin
im Jahr 2005
ein jährliches Ein
kommen von
Fr.
40‘780.-- (vgl.
Urk.
11/14/5,
11/19/2
und 11/23/3
). Während zwei
er Stunden
pro Woche
übernahm sie
daneben
die
Aufgabenbetreuung
in der
Primarschule
Y._
, wofür sie
von Februar bis und mit Dezember
2005 insgesamt
Fr.
1‘830.-- erhielt (Urk.
11/14/6)
.
Es trifft zwar zu, dass ein Zusatzverdienst bei der Ermittlung des
Valideneinkom
mens
berücksichtigt werden kann (
Urk.
1 S. 3; vgl.
die
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_
671/2010
vom
25. Februar 2011
E.
4.
5.
2 mit Hinweisen und 9C_883/2007 vom 18. Februar 2008 E. 1
). Mit Bezug auf die erwerblichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin ist jedoch zu bemerken, dass diese ihre Nebeneinkünfte nicht im Rahmen einer Tätigkeit erzielte, die sie
zusätzlich
zu einem 100
%
-
Pensum ausübte.
Es geht deshalb nicht an, das Einkommen aus ihrer 60%ig
en Erwerbstätigkeit auf ein 100
%-Pensum hochzurechnen und dann noch Einkünfte aus der Nebenerwerbstätigkeit zu addieren, wie es vom Rechts
vertreter der Beschwerdeführerin gefordert wird (vgl.
Urk.
1
S.
3).
Vielmehr ist
allein
das
mit einem Pensum von 100
%
a
ls Pflegemitarbeiterin im
B._
im Jahr 2005 erzielbare
jährliche Ein
kommen
massgebend
.
Dieses ist an die Nominallohnentwicklung anzupassen (
Bundesamt fü
r Sta
tistik [BFS],
Schweize
rischer Lohnindex [1939 = 100; im Internet abrufbar]
,
Nominallohnindex Frauen, Total; 2005: 2386, 2012: 2630). Daraus resultiert ein
Valideneinkommen
von Fr. 74‘917.-- (
Fr.
40‘780.-- : 60 x 100
: 2386 x 2630) für das Jahr 2012.
4.3
Hinsichtlich des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin in Betracht, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer behinderungsangepassten 50%igen Tätig
keit im Spital
D._
im Jahr 2011 ein
Jahreseinkommen von
Fr.
38‘157.--
erzielt habe. Unter Berücksichtigung der Nominallohnbereinigung sei deshalb von einem Invalideneinkommen von
Fr.
38‘538.55 im Jahr 2012 auszugehen
(
Urk.
2 S. 2). Dagegen bringt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor, dass
seine Mandantin
im Jahr 2012 lediglich
Fr.
38‘456.35 verdient habe, weshalb dieser Betrag als Invalideneinkommen in die Invaliditätsberechnung einzusetzen sei (
Urk.
1 S. 4).
Gemäss dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Lohnausweis für das Jahr 2012 erhielt die Beschwerdeführerin vom Spital
D._
einen Lohn von Fr. 40‘348.-- und einen Bonus von
Fr.
400.-- (vgl.
Urk.
3/6). Der Bestätigung der Leiterin des Personaldienstes des Spitals
D._
vom 31. Januar 2013 zufolge waren in der erwähnten Lohnsumme auch Ausbildungszulagen von
Fr.
1‘
891.65 enthalten (
Urk.
3/7). Diese haben
, wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführe
rin richtig erkannt hat, unberücksichtigt zu bleiben
(
Urk.
1 S.
4; vgl. Art. 6
Abs.
2
lit
. f der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[AHVV]).
Auf
g
rund der
ebenfalls neu eingereichten Bestätigung der
Personal
assistentin
des Spitals
D._
vom 18. Februar 2013, gemäss welcher es sich bei der Auszahlung von
Fr.
400.-- im April 2012 um eine einmalige Lohnzulage gehandelt habe (
Urk.
7),
erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin in ihrem gegenwärtigen Anstellungsverhältnis regel
mässig
solche zusätzlichen Einkünfte erzielen wird
. Der Betrag von
Fr.
400.-- ist bei der Festlegung des massgeblichen Invalideneinkommens folglich
ausser Acht zu lassen,
wie
es der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin gefordert hat
(vgl.
Urk.
1 S. 4
und 6
).
Es ist deshalb von einem Inv
alideneinkommen von
Fr.
38‘056.35 im Jahr 2012 auszugehen.
4.4
Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen
Minderver
dienst
von
Fr.
3
6
‘
860
.65 u
nd einen Invaliditätsgrad von 49
,
2
%
([Fr. 7
4
‘9
1
7.-- -
Fr.
38‘056.35] :
Fr.
7
4
‘9
1
7.-- x 100). Die Beschwerdeführerin hat folglich Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Dies führt zur teilweisen Gutheis
sung der Beschwerde.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Die Kosten sind der im Wesentlichen unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach der Rechtsprechung ist bei bloss teilweisem Obsiegen dann eine unge
kürzte Parteientschädigung zuzusprechen, wenn die versicherte Person im Grundsatz obsiegt und lediglich im
Masslichen
(teilweise) unterliegt. In Streitig
keiten um die Höhe einer Invalidenrente trifft dies zu, wenn nicht die bean
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zugesprochen
wird
. Dahinter steht die Überlegung, dass eine "
Überklagung
" eine Reduktion der Parteientschädigung nicht rechtfertigt, soweit das Rechtsbegehren keinen Einfluss auf den Prozessaufwand ausübt (
Urteil des Bundesgerichts
9C_995/2012 vom 17.
Januar 2013
E. 3 mit weiteren Hinweisen
).
Das
ist
hier
der Fall
, weshalb kein Grund besteht, die Parteientschädigung zu kürzen.
Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]). Vorliegend erscheint eine
Prozess
entschädigung
von
Fr.
1‘600.--
(inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer)
als angemessen.