Decision ID: e5134325-6025-533e-88fa-b672ef4a6167
Year: 2017
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_006
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: penal_law

Sachverhalt
A. A._ unternahm zwischen September 2012 und Dezember 2012 in Begleitung von B._, C._ und D._ sowie einmal zusätzlich E._ zwei Reisen nach Holland, um dort Ecstasy-Pillen zu kaufen und diese anschliessend in die Schweiz zu transportieren. Anlässlich der ersten Reise wurden insgesamt 2‘500 Ecstasy-Pillen gekauft, davon 2'000 durch A._. Von diesen konsumierte er eine kleine Anzahl, den Rest verkaufte er. Er erzielte dabei einen Umsatz von rund CHF 9‘500.- bzw. einen Gewinn von ungefähr CHF 5‘100.-. Bei der zweiten Reise wurden Total 22‘000 Ecstasy-Pillen gekauft und in die Schweiz transportiert, davon 15‘000 Stück von A._. Er erzielte mit den Verkäufen einen Umsatz von ca. CHF 42‘700.- und einen Gewinn von rund CHF 9‘700.- (act. 13‘072 f.).
Am 8. September 2013 verursachte A._ unter Alkoholeinfluss und aufgrund unangepasster Geschwindigkeit einen Verkehrsunfall (act. 2‘004 ff.).
Im November 2013 kaufte A._ von C._ 3‘000 Ecstasy-Pillen und verkaufte diese in der Folge mit einem Umsatz von ca. CHF 11‘750.- und einem Gewinn von rund CHF 3‘350.-. Am 28. November 2013 kaufte er C._ wiederum 2‘000 Ecstasy-Pillen ab. Mit diesen erzielte er einen Umsatz von rund CHF 6‘825.-; der Gewinn betrug ca. CHF 1‘125.-. Im Dezember 2013 verkaufte und konsumierte A._ eine unbestimmte Menge Ecstasy (act. 13‘072 f.). Total handelte er demnach in einem Jahr mit rund 22‘000 Ecstasy-Pillen wovon er 17‘000 aus Holland importierte. Er erzielte einen Umsatz von rund CHF 70‘775.- sowie einen Gewinn von ca. CHF 19‘375.- (act. 10‘006).
In der Zeit von Juni 2012 bis zum 5. Dezember 2013 konsumierte A._ Marihuana und Amphetamine (act. 13‘072 f.).
B. Mit Urteil vom 18. Januar 2016 wurde A._ unter anderem der Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 Bst. c und d BetmG sowie der qualifizierten Straftatbestände von Art. 19 Abs. 2 Bst. a (grosse Menge), Bst. b (Bandenmässigkeit) und Bst. c (Gewerbsmässigkeit) BetmG schuldig gesprochen. Für die Zeit vom 18. Januar 2013 bis zum 5. Dezember 2013 wurde ihm der Konsum von Marihuana und Amphetaminen angelastet (Art. 19a Ziff. 1 BetmG).
Für den Verkehrsunfall wurde er wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeuges infolge unangepasster Geschwindigkeit (Art. 31 Abs. 1 und Art. 90 Abs. 1 SVG) und Fahrens in angetrunkenem Zustand (Art. 91 Abs. 1, 2. Satz aSVG) schuldig gesprochen.
Das Gericht des Saanebezirks verurteilte A._ zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, davon 30 bedingt, bei einer Probezeit von 5 Jahren (Art. 40, 47, 49, 51 StGB und Art. 19 Abs. 2 BetmG); der unbedingt zu vollziehende Teil wurde auf 6 Monate festgesetzt, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft vom 5. Dezember 2013 bis zum 24. April 2014. Für die Dauer der Probezeit ordnete das Gericht Bewährungshilfe an und erteilte A._ zwei Weisungen (Art. 44 ff. StGB): Die völlige Drogenabstinenz, welche durch regelmässige Kontrollen zu prüfen sei und das Erreichen eines Lehrabschlusses. Daneben wurde er für das SVG-Delikt und den Eigenkonsum zu einer Busse von CHF 500.- verurteilt. Für die durch den Handel erzielten Gewinne wurde ihm das Bezahlen einer Ersatzforderung in der Höhe von CHF 6‘000.- an den Staat auferlegt (Art. 71 StGB und Art. 105 f. StGB).
C. Am 8. Februar 2016 erklärte die Staatsanwaltschaft gegen dieses Urteil Berufung. Sie führte im Wesentlichen aus, die Strafe sei nicht schuldangemessen und zu milde. Des Weiteren könne
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die Weisung einen Lehrabschluss zu erreichen, nicht rechtsgültig erteilt werden. Ziffer 2 des Urteils sei wie folgt abzuändern:
„Ziff. 2: A._ wird zu vier Jahren Freiheitsstrafe und zu einer Busse von CHF 500.- verurteilt“.
D. Am 9. Februar 2016 erklärte A._ (nachfolgend: der Berufungsführer) ebenfalls Berufung. Er beantragte die folgenden Anpassungen:
„Ziff. 2 Abs. 1: A._ sei zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 24 Monaten zu verurteilen unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 5. Dezember 2013 bis 24. April 2014. Der Vollzug dieser Strafe sei aufzuschieben mit Festsetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
Ziff. 2 Abs. 2: Für die Dauer der Probezeit sei eine Bewährungshilfe anzuordnen.
Ziff. 2 Abs. 3 und 4: Von der Erteilung von Weisungen sei abzusehen.
Ziff. 2 Abs. 5: [streichen]
Ziff. 3: Auf die Auferlegung einer Ersatzforderung des Staates sei zu verzichten.“
Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen und die diesbezüglichen Parteikosten zu entschädigen.
E. Der zuständige Staatsanwalt verzichtete angesichts der am 8. Februar 2016 eingereichten Berufung mit Schreiben vom 2. März 2016 darauf, Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten zu beantragen.
F. Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 reichte A._ das Folgende nach: einen Bericht der behandelnden Psychologin, die Kostengutsprache der IV-Stelle Kanton Bern für eine Ausbildung zum Kaufmann „Profil E“, ein Zwischenzeugnis der K._ sowie ein Gutachten, welches zuhanden der Invalidenversicherungsstelle erstellt worden war.
G. Der Strafappellationshof verhandelte die Angelegenheit am 9. Januar 2017. Sowohl der Berufungsführer als auch die Staatsanwaltschaft hielten an den Anträgen fest. Der Berufungsführer machte von der Möglichkeit Gebrauch, ein Schlusswort abzugeben.

Auf die Aussagen des zur Sache und zur Person befragten Berufungsklägers sowie auf die Plädoyers des amtlichen Verteidigers und der Staatsanwaltschaft wird im Übrigen, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1. a) Als beschuldigte und erstinstanzlich auch verurteilte Person besitzt der Berufungsführer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO und ist somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und entspricht den gesetzlichen Anforderungen, folglich ist darauf einzutreten.
b) Die Staatsanwaltschaft ist nach Art. 381 StPO ebenfalls zur Ergreifung eines Rechtsmittels legitimiert. Auch ihre Berufung ist form- und fristgerecht erfolgt; es ist somit darauf einzutreten.
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2. a) Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nach Art. 404 Abs. 1 StPO nur in den angefochtenen Punkten. Der Strafappellationshof verfügt bei dieser Überprüfung über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO). Vorliegend haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Berufungsführer die Berufung erklärt, demnach ist das Berufungsgericht nicht an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden (ZIEGLER/KELLER, in Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 391 StPO N. 4).
b) aa) Die Staatsanwaltschaft richtet ihre Berufung gegen das Strafmass soweit die Freiheitsstrafe betreffend und gegen die Weisung einen Lehrabschluss zu erreichen. Auch der Berufungsführer wendet sich gegen die Strafzumessung soweit die Freiheitsstrafe betreffend, die Erteilung von Weisungen sowie die Auferlegung einer Ersatzforderung. Er führt betreffend die Strafzumessung aus, die Strafe sei zu hoch ausgefallen, da sie sich in erster Linie an der gehandelten Menge als qualifizierend orientiere, was im Widerspruch zu der aktuellen bundesgerichtlichen Praxis bezüglich Ecstasy-Pillen stehe. Mit anderen Worten ficht der Berufungsführer nicht den entsprechenden Schuldspruch an, sondern nur dessen Reflex als Strafzumessungsregel.
bb) Das Berufungsgericht kann zugunsten der beschuldigten Person nach Art. 404 Abs. 2 StPO auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzeswidrige oder unbillige Entscheide zu verhindern. Eine Abweichung von der Dispositionsmaxime im Berufungsverfahren lässt sich jedoch nur dann rechtfertigen, wenn der Mangel im nicht angefochtenen Punkt offenkundig und stossend ist (HUG/SCHEIDEGGER, in Kommentar zur Schweizerischen StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 404 StPO, N. 5). Das Gericht darf von dieser Möglichkeit nur mit Zurückhaltung Gebrauch machen, ansonsten würde die in Art. 399 Abs. 3 und 4 sowie Art. 404 Abs. 1 StPO verankerte Dispositionsmaxime ihres Sinnes entleert (Urteil BGer 6B_533/2016 vom 29. November 2016 E. 4.2).
Die Verurteilung des Berufungsführers wegen Verstoss gegen Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG (grosse Menge) steht in einem Spannungsverhältnis zu der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach Ecstasy nicht geeignet ist, die körperliche oder seelische Gesundheit in eine naheliegende und ernstliche Gefahr zu bringen und folglich die Annahme eines mengenmässig schweren Falles ausscheidet (BGE 125 IV 90 E. 3; Urteil BGer 6S.167/2000 vom 24. Juni 2000 E. 1e). Mit Blick auf die restriktive Anwendung von Art. 404 StPO kann bezogen auf den Schuldspruch nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG jedoch nicht von einem offenkundigen und stossenden Mangel gesprochen werden. Unter anderem da die Qualifikationsgründe von Art. 19 Abs. 2 Bst. b und c BetmG unbestrittenermassen erfüllt sind und somit der verschärfte Strafrahmen so oder anders zur Anwendung kommt.
Das vorinstanzliche Urteilsdispositiv ist demensprechend betreffend die Ziff. 1 (Schuldsprüche), Ziff. 4 (Beschlagnahme) und Ziff. 5 (Entschädigung für Berufungsführer), sowie Ziff. 6 (Kosten- und Entschädigung) nicht angefochten und in Rechtskraft erwachsen. Im Übrigen ist das erstinstanzliche Urteil zu überprüfen.
3. Von Amtes wegen wurde über den Berufungsführer ein aktueller Strafregisterauszug, datierend vom 12. Dezember 2016, eingeholt. Am 4. Januar 2016 reichte er neue Gutachten sowie eine Kostengutsprache der IV für die Ausbildung zum Kaufmann „Profil E“ ein. Zudem wurde der Berufungsführer anlässlich der Berufungsverhandlung kurz zur Sache und zu seinen persönlichen Verhältnissen einvernommen. Im Übrigen stützt sich das Berufungsverfahren auf die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhobenen Beweismittel (vgl. Art. 389 Abs. 1 StPO).
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4. a) Der Berufungsführer wendet im Wesentlichen ein, die Strafe sei zu hoch bemessen, da kein mengenmässig schwerer Fall vorliege. Selbst wenn ein solcher vorläge, würden die Qualifikationsmerkmale nur einmal erreicht und nicht mehrmals. Um einen Vergleich herzustellen verweist er auf BGE 124 IV 286, in welchem die Qualifikationsmerkmale mehrmals erreicht wurden und das Gericht eine Zuchthausstrafe von 30 Monaten aussprach. Er sei demnach zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 24 Monaten zu verurteilen unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft. Der Vollzug dieser Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren
Die Staatsanwaltschaft hält dem entgegen, die Strafe sei nicht schuldangemessen und zu milde. Der Berufungsführer habe über längere Zeit einen bedeutsamen Handel mit Ecstasy betrieben und damit nicht unbeträchtlich Geld verdient. Eine vierjährige Strafe würde auch dem Gleichbehandlungsgrundsatz besser entsprechen und bei dieser Dauer bestehe die Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung während der Freiheitsstrafe.
b) Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Bei der Strafzumessung ist zwischen Tat- und Täterkomponente zu unterscheiden. Die Tatkomponente umfasst das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Art und Weise der Begehung der Tat, die Willensrichtung und die Beweggründe des Täters. Zur Täterkomponente sind die persönlichen Verhältnisse des Täters, das Vorleben und die Vorstrafen, das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, die Strafempfindlichkeit sowie weitere strafmindernde und -erhöhende Aspekte zu zählen. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht in der Urteilsbegründung die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung zu begründen. Diese Bestimmung nimmt die von der Rechtsprechung unter der Geltung des alten Rechts aufgestellten Anforderungen auf. Danach hat das Gericht in seinem Urteil die Überlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in den Grundzügen darzustellen. Es muss in der Regel die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und Täterkomponenten so erörtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgeblichen Gesichtspunkte Berücksichtigung fanden und wie sie gewichtet wurden. Insgesamt müssen seine Erwägungen die ausgefällte Strafe rechtfertigen, d.h. das Strafmass muss als plausibel erscheinen (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1). Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat das Gericht das Verschulden zu bewerten. Es hat im Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5).
Zudem ist die neue bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Strafzumessung bei mehreren strafbaren Handlungen zu beachten: Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat bzw. für die schwerste Tatgruppe zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Der Richter hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen, indem er alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände berücksichtigt. In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. Auch insoweit muss er den jeweiligen Umständen Rechnung tragen (vgl. die Urteile BGer 6B_417/2012 E. 3 vom 14. Januar 2013;
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BGE 127 IV 101 E. 2b; 6B_460/2010 E. 3.3.4 vom 4. Februar 2011 sowie zur Frage der Tatgruppen 6B_417/2012 E. 3 und 4.2 vom 14. Januar 2013 und 6B_561/2012 E. 1.2.2 und 1.4.3 vom 12. März 2013).
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass der ordentliche Strafrahmen durch Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe nicht automatisch erweitert wird, worauf dann innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach den üblichen Zumessungskriterien festzusetzen wäre. Der ordentliche Rahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8 mit Hinweisen).
c) aa) Der Berufungsführer wurde wegen Widerhandlungen gegen Art. 19 Abs. 1 Bst. c und d BetmG sowie der qualifizierten Straftatbestände von Art. 19 Abs. 2 Bst. a,. b und c BetmG schuldig gesprochen. Für die Zeit vom 18. Januar 2013 bis zum 5. Dezember 2013 wurde ihm der Konsum von Marihuana und Amphetaminen angelastet (Art. 19a Ziff. 1 BetmG).
Für den Verkehrsunfall wurde er wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeuges infolge unangepasster Geschwindigkeit (Art. 31 Abs. 1 und Art. 90 Abs. 1 SVG) und Fahrens in angetrunkenem Zustand (Art. 91 Abs. 1, 2. Satz aSVG) schuldig gesprochen.
Im Folgenden ist wie dargelegt (E. 4b) die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen, bevor die Strafe dann aufgrund der weiteren Delikte zu erhöhen ist.
bb) Die Tatbestände aus dem Bereich der Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz sehen für Erwerb, Besitz und in Verkehrbringen (Art. 19 Abs 1 Bst. c und d BtmG) eine Freiheitsstrafe (Art. 40 StGB) bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe (Art. 34 StGB) vor. Die qualifizierten Tatbestände des Art. 19 Abs. 2 BetmG sehen einen abstrakten Strafrahmen von Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr vor, während der Konsum (Art. 19a BtmG) eine Übertretung darstellt und mit Busse (Art.106 StGB) bestraft wird.
Die Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Nichtbeherrschens des Fahrzeuges infolge unangepasster Geschwindigkeit (Art. 31 Abs. 1 und Art. 90 Abs. 1 SVG) werden mit Busse (Art, 106 StGB) bestraft; das Fahren in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration (Art. 91 Abs. 1, 2. Satz aSVG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
Bei der Festsetzung des abstrakten Strafrahmens ist somit von den qualifizierten Tatbeständen des Art. 19 Abs. 2 BetmG auszugehen, welche eine Freiheitsstrafe von mindestens einem und maximal 20 Jahren vorsehen.
d) aa) Das geschützte Rechtsgut des vorliegend verletzten Art. 19 BetmG ist die sogenannte Volksgesundheit und die Drogenverkehrskontrolle. Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (Maurer, in Orell Füssli Kommentar StGB, 19. Aufl. 2013, Art. 19 BetmG N. 2 und 9). Es wird ein Verhalten mit Strafe bedroht, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft, unabhängig davon, ob im Einzelfall tatsächlich eine Gefahr geschaffen wurde. Das bedeutet, dass die strafrechtliche Haftung durch das betreffende Verhalten als solches begründet wird. Der Nachweis, dass eine Gefahr eingetreten oder vom Täter gewollt war, ist nicht erforderlich (BGE 117 IV 58 E. 2). Bei abstrakten Gefährdungsdelikten bemisst sich das Verschulden nach dem Mass der Abweichung von der allgemeinen Verhaltensnorm
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(STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, S. 181).
Im Bereich der Betäubungsmitteldelikte sind zudem die folgenden Strafzumessungsfaktoren zu beachten. Auch wenn der Betäubungsmittelmenge keine ausschlaggebende Rolle zukommt, stellt sie ein wichtiges Element dar. Sie verliert allerdings an Bedeutung, je weiter sie sich von der durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung definierten Schwelle zum schweren Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG (BGE 138 IV 100 E. 3.2) entfernt. Zu beachten sind sodann Art und Reinheitsgrad der Betäubungsmittel. Wenn der Täter weiss, dass es sich um ausgesprochen reine Drogen handelt, ist sein Verschulden höher; demgegenüber ist sein Verschulden geringer, wenn er weiss, dass die Droge überdurchschnittlich verdünnt ist (BGE 122 IV 299 E. 2c; Urteil BGer 6B_632/2014 vom 24. Oktober 2014 E. 1.2). Auch die Art und Weise, wie der Drogenhandel organisiert ist und welche Stellung der Täter dabei einnimmt, ist von Bedeutung. Die Beurteilung ist eine andere, je nachdem ob der Täter alleine handelt oder in eine Organisation eingebunden ist; und wenn er Teil einer Organisation ist, welche Funktion und Stellung ihm zukommt. Der Umfang des Drogenhandels hat ebenfalls seine Bedeutung – ein ausschliesslich lokaler Handel wird in der Regel weniger streng beurteilt als jener mit Verästelungen auf internationaler Ebene. Schliesslich bildet auch die Anzahl der Handlungen ein Indiz um die Deliktsschwere einzugrenzen. Wer in einem Mal ein Kilogramm Heroin in Umlauf bringt wird in der Regel weniger streng beurteilt, als jener, der zehnmal hundert Gramm verkauft. Was die Beweggründe betrifft, die den Täter in die Betäubungsmitteldelinquenz führten, ist ein klarer Unterschied zu machen zwischen dem Abhängigen, der damit seine Sucht finanziert, und jenem, der einzig aus Gewinnsucht handelt (Urteil BGer 6B_632/2014 vom 24. Oktober 2014 E. 1.2 mit Verweisen).
bb) Der Berufungsführer erwirtschaftete mit dem Handel mit insgesamt über 22‘000  einen Umsatz von rund CHF 70‘775.- und einen Gewinn von ca. CHF 19‘375.-. Relativierend in Bezug auf diese grosse Menge wirkt sich die dargelegte (vgl. E. 2.b/bb) bundesgerichtliche Rechtsprechung in Bezug auf Ecstasy aus. Selbst wenn nicht von einer erheblichen Gefährdung der Volksgesundheit ausgegangen wird, ist die Menge von insgesamt rund 22‘000 Ecstasy-Pillen gleichwohl für das Verschulden an sich aussagekräftig. Der Grossteil der Pillen wurde infolge der beiden eigens dafür geplanten und durchgeführten Reisen zwischen September und November 2012 in die Schweiz importiert. Dabei reiste der Berufungsführer mit mehreren Personen, darunter auch solche, welche Teil eines grösseren Drogenkreises waren, nach Holland. Dort kaufte die Bande Ecstasy-Pillen, welche sie anschliessend, in einem Autoreifen versteckt, über die Grenze in die Schweiz brachten und hier gewinnbringend verkauften. Innerhalb der Gruppe war der Berufungsführer der finanziell stärkste. Deshalb ging von den gekauften Pillen jeweils ein Grossteil an ihn (2‘000 von insgesamt 2‘500 bzw. 15‘000 von insgesamt 22‘000 Pillen). Ansonsten war die Rolle des Berufungsführers in der Bande von untergeordneter Natur. So wurde unter anderem ausgeführt, seine Hauptaufgabe sei es gewesen, die Ecstasy-Pillen in der Schweiz testen zu lassen (act. 3‘020 und 3‘045). Der Berufungsführer hat durch seinen Handel den bundesgerichtliche Richtwert für einen grossen Umsatz (ab CHF 100‘000.- vgl. BGE 129 IV 188) nicht erreicht. Die Grenze für einen erheblichen Gewinn (ab Nettogewinn von CHF 10‘000.- vgl. BGE 129 IV 253) hat er um das Doppelte jedoch insgesamt nur um wenig überschritten. Aus den dargelegten Zahlen folgt, dass der Berufungsführer durch geschickten Handel sogar einen überdurchschnittlich hohen Gewinn erzielte.
Das objektive Tatverschulden ist damit insgesamt als mittelschwer zu qualifizieren.
cc) In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Berufungsführer vorsätzlich handelte. Er hätte sich ohne Weiteres gegen die Rechtsverletzung entscheiden können. Wie die
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Vorinstanz zutreffend ausführt, handelt es sich nicht um Beschaffungskriminalität da der Berufungsführer selber nur unregelmässig konsumierte (act. 2‘068). Ebenfalls zuzustimmen ist der Vorinstanz, wenn sie festhält, dass seine Beweggründe und Ziele egoistischer Natur waren. Sein Handeln war verwerflich, da es seinen Ursprung in der Gewinnsucht hat. Ziel war es nicht, mit dem Gewinn seine Existenz sicher zu stellen, sondern er beabsichtigte sich mit dem Gewinn eine Reise zu finanzieren (act. 13‘077). Dem bleibt anzufügen, dass er durch die Reisen nach Holland und den anschliessenden Drogenimport über die Grenze eine erhöhte Risikobereitschaft manifestierte. Nur sehr leicht positiv zu werten ist, dass der Berufungsführer die Drogen testen liess, bevor er sie in Umlauf brachte (act. 3‘020, 3‘045). Durch die Kontrolle wollte er zwar einerseits die Gesundheit seiner Abnehmer sicherstellen, andererseits bestimmt die Qualität aber schlicht den Preis der Droge (act. 3‘077).
Das objektive Verschulden des Berufungsführers wird durch das subjektive nicht relativiert. Insgesamt wiegt das Tatverschulden des Berufungsführers somit mittelschwer.
e) aa) Hinsichtlich der Täterkomponente machte die Vorinstanz folgende Ausführungen (act. 13’078): „A._ ist am 29. Dezember 1984 in Bern geboren. Er ist Sohn einer Schweizerin und eines Australiers, wobei sein Vater nach Australien zurückgehrt ist, als er ein Jahr alt war. Anfänglich wurde der Kontakt zum Vater zwar aufrechterhalten, er brach jedoch ab, als A._ 12 Jahre alt war (act. 3‘009). Nach der obligatorischen Schulzeit trat der Beschuldigte eine erste Stelle als Gebäudemaler in Riggisberg an (act. 3‘001). Nach einem halben Jahr brach er die Lehre ab – er war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt. In der Folge war A._ ein halbes Jahr vom Sozialamt abhängig, um im Anschluss daran rund 2 Jahre als Angestellter einer Firma zu arbeiten, die Druckmaschinen revidiert. Danach war der Beschuldigte arbeitslos, worauf das RAV eine Stelle bei F._ in G._ organisieren konnte (act. 3‘001). Da es A._ in diesem Betrieb nicht gut gefiel (langweilig), kündigte er und ging ein halbes Jahr nach Australien (er besitzt auch einen australischen Pass). Nach seiner Rückkehr hat der Beschuldigte für die H._ in I._ sowie für die J._ gearbeitet und zwar bis im Sommer 2012. Seinen Aussagen zufolge hat A._ nie lange gearbeitet, da es ihm psychisch nicht so gut geht (act. 3‘001). Der Beschuldigte wohnt im Haus seiner Mutter, wobei er kaum einen Mietzins zu bezahlen hat. Zwischendurch war er für geraume Zeit finanziell vollständig auf seine Mutter angewiesen (act. 3‘001, 3‘010). Dem Gesagten nach ist festzuhalten, dass A._ heute anfangs 30 ist und noch keine eigene Existenz aufgebaut hat.
Diesbezüglich gilt es jedoch zu präzisieren, dass der Beschuldigte seit einem Jahr bei der K._ [Stiftung für berufliche Integration] arbeitet, welche von der IV organisiert ist und der Berufsfindung dient. Anlässlich der heutigen Verhandlung hat A._ ausgesagt, gegenwärtig zu 100% zu arbeiten und ein IV-Taggeld von CHF 3‘000.00 pro Monat zu erhalten, was ihn finanziell unabhängig mache. Aufgrund seiner Entscheidungsschwierigkeiten und der Angst zu versagen, sowie eines Bandscheibenvorfalles sei es dem Beschuldigten indes bisher nicht möglich gewesen, sich für einen Beruf zu entscheiden. Momentan interessiere er sich für die „Betreuung im Behindertenheim“ sowie für den „Fachmann Archiv“. Ziel sei es, sich bis Ende Januar 2016 auf einen oder zwei Berufe festzulegen, um eine entsprechende Lehrstelle zu finden und den gewählten Beruf zu erlernen. Das Gericht trägt diesen Tendenzen beruflicher Perspektiven sowie dem Umstand, dass A._ seit Januar 2015 komplett drogenabstinent ist, strafmindernd Rechnung.
Weiter hält das Gericht fest, dass A._ zwar ein Ersttäter ist, was Gefängnisstrafen anbelangt. Indes ergibt sich aus dem Strafregisterauszug, dass sich der Beschuldigte im Jahr 2006 der Gewalt und Drohung gegen Beamte schuldig gemacht hat und zu einer Busse sowie einer
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bedingten Strafe mit einer Probezeit von 1 Jahr verurteilt worden war (act. 1‘000), was angesichts der seit der Verurteilung verstrichenen Zeitdauer (nicht ganz 10 Jahre) jedoch nur sehr leicht straferschwerend wirkt. Leicht strafmindernd trägt das Gericht dem Umstand Rechnung, dass sich A._ anlässlich der heutigen Verhandlung reuig und einsichtig gezeigt hat.“
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz (act. 13‘077 f.) ist die späte Kooperationsbereitschaft des Berufungsführers nicht leicht positiv sondern neutral zu werten. Geständnisse können berücksichtigt werden, wenn sie Ausdruck von Reue und Einsicht sind. Ein Geständnis führt dagegen zu keiner Strafmilderung, wenn es die Strafverfolgung nicht erleichtert hat, zum Beispiel wenn der Täter nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden ist (TRECHSEL/AFFOLTER-EIJSTEN, Praxiskommentar StGB, Art. 47 N. 24). Vorliegend war der Berufungsführer erst nach mehreren Befragungen und nach Vorlage der Aussagen der anderen Bandenmitglieder zur Kooperation bereit. Sein spätes Geständnis nach Vorlage der Beweise hat folglich nicht zu einer Erleichterung des Strafverfahrens geführt.
Positiv zu berücksichtigen ist der Lebenswandel des Berufungsführers nach der Untersuchungshaft. Er widmete sich intensiv der Berufsfindung. Die K._ bzw. die verschiedenen Arbeitgeber in deren Berufe er Einsicht nehmen konnte, schreiben ihm stets ein gutes Arbeitsverhalten zu (act. 13'022 f.). Für die Zeit zwischen Januar 2015 und Juni 2015 bestätigt ein Schreiben des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt Bern seine Drogenabstinenz (act. 13‘025). Anlässlich der Hauptverhandlung wurde ein aktueller Strafregisterauszug eingeholt. Dieser führt keine neuen Einträge auf. Immer noch aufgeführt ist die Busse aus dem Jahr 2006 wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Abs. 1 StGB). Da die Bewährungsfrist von einem Jahr bereits vor der Begehung der in Frage stehenden Delikte abgelaufen ist und angesichts der Zeit die seit dem Eintrag verstrichen ist, wird dieser Eintrag neutral gewichtet.
Was die persönlichen Verhältnisse des Berufungsführers anbelangt, so haben sie sich seit der Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils positiv verändert. Aufgrund des Bandscheibenvorfalles und des laufenden Strafverfahrens war es nicht möglich – wie zu Begin geplant – einen Ausbildungsplatz im Bereich Betreuung zu finden. Seinen Angaben anlässlich der Berufungsverhandlung sowie den eingereichten Berichten und Gutachten zufolge hat er die Kostengutsprache der IV-Stelle im Kanton Bern und kann ab Februar 2017 eine Ausbildung zum Kaufmann „Profil E“ beginnen. Diese wollte er bereits im August 2016 antreten, wegen der fehlenden Kostengutsprache der IV musste das jedoch verschoben werden. Für seine berufliche Entwicklung ist ferner das Gutachten, welches mit Schreiben vom 5. Januar 2017 eingereicht wurde, von Relevanz. In diesem wird dem Berufungsführer eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0), eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) sowie eine soziale Phobie (ICD-10 F40.1) diagnostiziert.
Der Strafappellationshof erachtet die Entwicklung des Berufungsführers in jüngster Zeit als durchaus positiv; insgesamt ist die Täterkomponente daher strafmindernd zu berücksichtigen.
bb) Angesichts des mittelschweren objektiven und subjektiven Tatverschuldens und der strafmindernd zu gewichtenden Täterkomponenten, erachtet der Strafappellationshof eine Einsatzstrafe von rund 33 Monaten als schuldangemessen.
f) Im Folgenden ist die Einsatzstrafe von 33 Monaten aufgrund der weiteren Delikte angemessen zu erhöhen, wobei wiederum den jeweiligen Umständen Rechnung zu tragen ist. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann jedoch bei Delikten mit unterschiedlichen
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Strafrahmen nicht von einer identischen Strafschwere ausgegangen werden, weshalb das Verschulden nachfolgend für die verschiedenen Delikte individuell zu bestimmen ist (Urteil BGer 6B_561/2012 vom 12. März 2013, E. 1.4.3).
g) aa) Wie vorerwähnt erstreckt sich der abstrakte Strafrahmen für die Tatbestände des Nichtbeherrschens des Fahrzeuges infolge unangepasster Geschwindigkeit (Art. 31 Abs. 1 und Art. 90 Abs. 1 SVG) auf Busse (Art, 106 StGB). Das Fahren in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration (Art. 91 Abs. 1, 2. Satz aSVG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
bb) Wie die Vorinstanz zutreffend darlegte, ist das geschützte Rechtsgut der verletzten Tatbestände die Verkehrssicherheit. Der Berufungsführer fuhr ein Motorfahrzeug mit einem qualifizierten Alkoholwert. Gemäss Unfallprotokoll, betrug seine Alkoholkonzentration zur Tatzeit mindestens 1.86 ‰. Damit hat der Berufungsführer die Grenze von 0.8 ‰ zum qualifizierten Tatbestand nicht nur knapp, sondern um mehr als das Zweifache überschritten. Dies ist im Rahmen des qualifizierten Tatbestands ohne Verletzung des Doppelverwertungsverbots erheblich straferhöhend zu gewichten. Ihm musste angesichts der Menge konsumierten Alkohols bewusst gewesen sein, dass er sich in keiner Weise in einem fahrfähigen Zustand befand. Er verursachte innerorts einen Selbstunfall, beschädigte dabei die Verkehrsinsel, sowie zwei korrekt parkierte Fahrzeuge und gefährdete durch sein Verhalten die Verkehrssicherheit erheblich; sein Handeln ist als verwerflich zu bezeichnen. Angesichts des weiten Strafrahmens wiegt die objektive Tatkomponente mittelschwer.
In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Berufungsführer handelte, ohne zu überlegen, welche möglichen Folgen sein Verhalten auf andere Verkehrsteilnehmer haben könnte. Seine Beweggründe lagen darin, nach einer durchzechten Nacht noch heimzufahren, um eine Parkbusse zu vermeiden. Dafür hat er es in Kauf genommen, durch sein Fahren in betrunkenem Zustand eine erhöhte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Er handelte vorsätzlich und aus egoistischen Motiven. Es ist anzumerken, dass der Berufungsführer sich höchstwahrscheinlich nicht im nüchternen Zustand entschieden hat, später alkoholisiert Auto zu fahren und seine Entscheidungsfreiheit für oder gegen das Delikt als leicht vermindert bezeichnet werden kann. Insgesamt sind die subjektiven Tatkomponenten neutral zu berücksichtigen.
cc) Hinsichtlich der Täterkomponenten kann auf das unter Ziff. 4e) Gesagte verwiesen werden; es ergeben sich keine Änderungen.
Zusammenfassend ist hinsichtlich des Fahrens in angetrunkenem Zustand festzuhalten, dass die Tatschwere mittelschwer wiegt und die Täterkomponente strafmindernd zu berücksichtigen sind.
h) Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden (vgl. das Urteil BGer 6B_684/2011 vom 30. April 2012 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).
Vorliegend fällte die Vorinstanz sowohl bei der Strafzumessung für die Übertretungen gegen das SVG als auch für den Betäubungsmittelkonsum eine Busse von CHF 500.- aus (Urteil S. 14, Ziff. II.4). In diesem Punkt wurde das Urteil weder vom Berufungsführer noch von der Staatsanwaltschaft angefochten. Für die Übertretungstatbestände bleibt es somit bei einer Busse von CHF 500.- Die Übertretungsstrafe ist rechtskräftig.
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Die Einsatzstrafe von rund 33 Monaten wird somit in Anwendung des Asperationsprinzips um 3 Monate erhöht. Die Gesamtstrafe wird damit auf 36 Monate festgesetzt.
5. a) Gemäss Art. 43 StGB ist der teilbedingte Strafvollzug unter anderem anwendbar auf Freiheitsstrafen von mindestens einem und höchstens drei Jahren (Art. 43 Abs. 2 und 3 StGB). Der Aufschub ist möglich, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen. Der unbedingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen; bei der teilbedingten Freiheitsstrafe muss sowohl der aufgeschobene als auch der zu vollziehende Teil mindestens sechs Monate betragen. Damit ein teilbedingter Vollzug ausgesprochen werden kann, müssen die materiellen Voraussetzungen im Sinne von Art. 42 StGB erfüllt sein. Gemäss diesen ist die Strafe bedingt auszusprechen, wenn eine günstige Prognose abgegeben werden kann. Erscheint eine unbedingte Strafe nicht notwendig, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen und Vergehen abzuhalten, ist der Vollzug der Strafe in der Regel aufzuschieben. Der Strafaufschub ist demnach die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose abgewichen werden darf (SCHNEIDER/GARRÉ, in Basler Kommentar, StGB I, 3. Aufl. 2013, Art. 42 StGB N. 38). Dabei ist eine günstige Legalprognose zu vermuten (DUPUIS ET AL, Petit Commentaire – Code Pénal, 2012, Art. 42 StGB N. 9). Die Frage, ob eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten, muss vom Richter aufgrund einer Gesamtwürdigung beantwortet werden. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind neben den Tatumständen das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen (SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O, Art. 42 StGB N. 46).
Das Verhältnis der Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Prognose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser muss der auf Bewährung ausgesetzte Strafteil sein. Der unbedingte Strafteil darf dabei das unter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 43 Abs. 1 sowie Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten (BGE 134 IV 1 E. 5.6).
b) Der Berufungsführer wird zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt, die formellen Voraussetzungen zur Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges sind damit erfüllt (Art. 43 Abs. 1 StGB). Wie dargelegt, ist eine günstige Legalprognose zu vermuten. Vorliegend ergibt sich weder aus den Tatumständen, noch aus dem Vorleben (keine Vorstrafen im Betäubungsmittelbereich) noch aus dem Verhalten nach der Untersuchungshaft etwas anderes. Seit Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils vor rund 12 Monaten hat der Berufungsführer keine weiteren Straftaten begangen. Er ist drogenabstinent und arbeitet an seiner beruflichen Integration. Eine unbedingte Strafe erscheint nicht notwendig, um ihn von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten und der Vollzug der Strafe ist aufzuschieben. Dem Berufungsführer ist daher der teilbedingte Strafvollzug zu gewähren. Der unbedingt vollziehbare Teil der Strafe wird dabei, unter Berücksichtigung des Verschuldens einerseits, und des Zeitablaufs seit der Tat andererseits, auf 6 Monate (Art. 43 Abs. 3 StGB) bestimmt. Der verbleibende Strafrest von rund 40 Tagen wird voraussichtlich in Form der Halbgefangenschaft vollzogen werden können, die Bedingungen erscheinen erfüllt.
c) Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). Die konkrete Bemessung der Probezeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und dem Charakter des Verurteilten sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit. Je grösser diese Gefahr, desto länger muss die
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Bewährungsprobe mit ihrem Zwang zum Wohlverhalten sein. Massgebend ist, bei welcher Dauer der Probezeit die Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten am geringsten ist. Keine Rolle spielt nach herrschender Auffassung die Schwere der Tat (SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O, Art. 44 N. 4).
Wie bereits dargelegt ist dem Berufungsführer eine günstige Legalprognose zu stellen. Er hat sich in den drei seit den Straftaten vergangenen Jahren wohlverhalten und es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass sich daran etwas ändern wird. Es ist deshalb zu vermuten, dass er sich durch den bei erneuter Delinquenz drohenden Vollzug der Freiheitsstrafe genügend beeindrucken und von der Begehung weiterer Straftaten abhalten lässt. Die Berufung wird insofern gutgeheissen und die Probezeit auf eine Dauer von drei Jahren herabgesetzt.
6. a) Die Vorinstanz erteilte dem Berufungsführer zwei Weisungen. So soll er einerseits eine Lehre abschliessen und andererseits drogenabstinent bleiben. Zusätzlich wurde eine Bewährungshilfe angeordnet, welche die Drogenabstinenz kontrollieren und ihn bei der Berufslehre mit Rat und Tat unterstützen soll. Der Berufungsführer führt diesbezüglich im Wesentlichen aus, die Weisung einen Lehrabschluss zu erreichen könne nicht rechtsgültig erteilt werden. Gleiches gelte für die Weisung der Drogenabstinenz wegen des Konnexes zu den Straftaten. Die Staatsanwaltschaft hält unter anderem fest, die Weisung eine Lehre abzuschliessen könne nicht erteilt werden, weil sie unter Umständen nicht erfüllbar sei.
b) Das Gericht kann, ab Beginn und – höchstens – für die Dauer der Probezeit Bewährungshilfe anzuordnen und dem Verurteilten bestimmte Weisungen erteilen (Art. 44 Abs. 2 StGB). Diese flankierenden Massnahmen dienen dem Zweck, „den Verurteilten so zu betreuen, dass er sich von den Zwängen lösen kann, die seiner Delinquenz zugrunde liegen“ (STRATENWERTH, a.a.O., S. 150; SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O, Art. 44 N. 18). Die Weisungen stehen damit im Dienst der Spezialprävention: Sie sollen dazu beitragen, weitere Straftaten des Verurteilten zu verhüten (STRATENWERTH, a.a.O., S. 153). Das Gesetz gibt dem Richter die Freiheit, jede denkbare Weisung zu erteilen, die geeignet ist, nach der ratio legis von Art. 42-46 StGB der Resozialisierung zu dienen und vom Betroffenen nicht mehr als eine zumutbare, verhältnismässige Anstrengung verlangt (BGE 108 IV 152 E. 3). Die Weisung muss einhaltbar sein und in einem Zusammenhang mit den Delikten stehen (TRECHSEL/AEBERSOLD, Praxiskommentar StGB, 2. Aufl. 2013, Art. 94 StGB N. 3 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Eine Weisung ist nur zulässig, wenn sie in erster Linie im Interesse des Verurteilten liegt, hilfreich ist und voraussichtlich befolgt werden kann (STRATENWERTH, a.a.O., S. 153). Die Weisung ist im Interesse des Verurteilten, wenn sie seine Besserung und sein Wohlverhalten während der Probezeit unterstützt und fördert (DUPUIS ET AL, a.a.O., Art. 44 StGB N. 6).
aa) Nach Art. 94 StGB können unter anderem auch Weisungen betreffend die Berufsausübung erteilt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Freiheit der Berufswahl zu den elementaren Persönlichkeitsrechten gehört. Deshalb ist nach einem Teil der Lehre allenfalls die Weisung zulässig, überhaupt eine Berufslehre zu absolvieren, nicht aber, einen bestimmten Beruf zu erlernen (STRATENWERTH, a.a.O., S. 155; SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O, Art. 44 N. 39; TRECHSEL/AEBERSOLD, a.a.O., Art. 94 N. 4). Dabei bleibt zu beachten, dass keine Weisung erteilt werden kann, deren Erfüllung von Dritten abhängt (TRECHSEL/AEBERSOLD, a.a.O, Art. 94 StGB N. 12). Der Abschluss einer Lehre während der Dauer der Probezeit hängt jedoch von verschiedenen vom Berufungsführer nicht zu beeinflussenden Faktoren ab. So beispielsweise, ob ein Lehrmeister gefunden werden kann, der einen Vorbestraften 30-jährigen anstellt oder ob die Lehrabschlussprüfungen tatsächlich im ersten Anlauf bestanden werden. Der Strafappellationshof kommt zum Schluss, dass – auch wenn sie im Interesse des Berufungsführers liegt und der
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Spezialprävention dient – die Weisung einen Lehrabschluss zu erlangen, nicht rechtsgültig erteilt werden kann.
bb) Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, dass als Weisung eine ärztliche oder psychologische Betreuung angeordnet werden kann. Auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts besteht die Möglichkeit, dem Betroffenen regelmässige medizinische Kontrollen aufzuerlegen (Urteil BGer 6B_626/2008 vom 11. November 2008 E. 6.1; DUPUIS ET AL, a.a.O., Art. 94 StGB N. 5a). Die in Frage stehende Weisung der Drogenabstinenz liegt in erster Linie im Interesse des Berufungsführers. Sie ist geeignet weitere Straftaten zu verhindern, indem versucht wird, den Kontakt mit Drogen und dem entsprechenden Millieu zu verhindern. Darüber hinaus, unterstützt sie die Besserung und das Wohlverhalten des Berufungsführers während der Probezeit. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend festhält, verlangt die Einhaltung der Weisung vom Berufungsführer keine unverhältnismässige Anstrengung, konsumiert er doch nach eigenen Angaben seit April 2013 keine Drogen mehr (act. 3‘073). Die Weisung der Drogenabstinenz ist demnach aufrecht zu erhalten.
cc) Es wird darauf hingewiesen, dass bei Nichtbefolgen einer Weisungen die Probezeit um die Hälfte verlängert, die Weisungen geändert, neue Weisungen erteilt oder die bedingte Strafe widerrufen werden kann (Art. 95 Abs. 3 bis 5 StGB).
c) Die Bewährungshilfe, welche das Gericht für die Dauer der Probezeit anordnen kann, soll dem Verurteilten Unterstützung geben, ihn vor Rückfälligkeit bewahren und sozial integrieren (Art. 93 Abs. 1 StGB). Es werden mit anderen Worten spezialpräventive Ziele verfolgt (IMPERATORI, in Basler Kommentar, StGB I, 3. Aufl. 2013, Art. 93 StGB N. 4 und 23 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend ist die Bewährungshilfe anzuordnen, um den Berufungsführer zu beraten, zu betreuen und so das diesbezüglich fehlende Netz zu ersetzen. Ziel ist es die gefundene KV-Lehrstelle zu behalten und erfolgreich abzuschliessen sowie in der Folge einen geregelten Alltag sicher zu stellen.
7. Der Berufungsführer beantragt, von einer Ersatzforderung abzusehen. Diese gefährde seine Resozialisierung massiv, wenn er doch eine Berufslehre absolvieren solle. An der Verhandlung fügte er dem bei, die Zahlungen der IV seien gerade existenzsichernd und nicht für Rückzahlungen bestimmt.
Vermögenswerte, die durch Betäubungsmittelhandel erlangt wurden, sind gemäss Art. 70 StGB einzuziehen. Sind diese Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, kann nach Art. 71 StGB auf eine Ersatzforderung des Staates erkannt werden. Die Ausgleichseinziehung dient in erster Linie dem Ausgleich deliktischer Vorteile. Dahinter steht nach einhelliger Auffassung das sozialethische Gebot: „Strafbares Verhalten soll nicht lohnen“ (BGE 125 IV 6). Was den für die Vorteilsermittlung massgeblichen Zeitpunkt betrifft, stellt das Bundesgericht auf den Zeitpunkt unmittelbar bevor und unmittelbar nach dem Verkauf der Betäubungsmittel ab (BGE 103 IV 142).
Es ist nicht ersichtlich inwiefern die Ersatzforderung von CHF 6‘000.- die Resozialisierung des Berufungsführers gefährden sollte. Dies insbesondere angesichts des Bruttoumsatzes von rund CHF 70‘775.- und des erzielten Gewinnes von insgesamt mehr als CHF 19‘000.-, wovon bei Entlassung aus der Untersuchungshaft noch CHF 9‘000.- versteckt gewesen sein sollen (act. 3‘054). Das vorinstanzliche Urteil ist damit nicht zu beanstanden und der Berufungsführer hat eine Ersatzforderung von CHF 6‘000.- an den Staat zu bezahlen.
8. a) Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Sowohl die
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Staatsanwaltschaft als auch der Berufungsführer sind mit ihren Anträgen nur teilweise durchgedrungen, die Verfahrenskosten sind demnach hälftig zu teilen. Sie umfassen die Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. JR). In Anwendung dieser Bestimmungen werden die Gerichtskosten auf CHF 3‘300.- festgesetzt (Gebühren: CHF 3‘000.-; Auslagen: CHF 300.-) und dem Ausgang des Verfahrens entsprechend je hälftig dem Berufungsführer (CHF 1‘650.-) und dem Staat (CHF 1‘650.-) auferlegt.
b) Der Berufungsführer ist amtlich verteidigt und hat daher keinen Anspruch auf Entschädigung (BGE 138 IV 205).
c) Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 JR wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im Kanton Freiburg aufgrund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen unter jenem des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 6B_586/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.3); nach geltendem Recht wird eine Stunde mit CHF 180.- entgolten [Art. 57 Abs. 2 JR]).
Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate pauschal auf 5% der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Zusätzlich hat die amtliche Verteidigung Anspruch auf eine Reiseentschädigung für Verrichtungen ausserhalb der Ortschaft, in der sie ihr Büro hat. Für Reisen innerhalb des Kantons beträgt die Entschädigung CHF 2.50 je Kilometer (Art. 76 Abs. 1 und Art. 77 Abs. 1 JR). Entschädigt der Staat eine amtliche Rechtsbeiständin oder einen amtlichen Rechtsbeistand, so entspricht die Entschädigung bei Reisen ausserhalb des Kantons ab dem 61. Kilometer dem Bahnbillet erster Klasse zuzüglich CHF 160.- für jeden halben Tag und CHF 90.- je Nacht (Art. 78 Abs. 1 JR).
Fürsprecher Schmidli veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen Zeitaufwand von insgesamt 19.03 Stunden. Er hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die Akten zu studieren, mit seinem Klienten das weitere Vorgehen zu besprechen, Rechtsabklärungen vorzunehmen, die Berufungserklärung zu verfassen, das Plädoyer vorzubereiten sowie der Berufungsverhandlung beizuwohnen. Die nach der Urteilseröffnung anfallenden nötigen Aufwendungen sind zusätzlich zu vergüten.
Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände – die Verhandlung dauerte weniger lange als veranschlagt und die Reisezeit wird nach Tarif entschädigt – erscheint ein Aufwand von total 17.03 Stunden, ausmachend CHF 3‘702.95, als angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 153.25, die Reiseentschädigung auf CHF 210.- festgesetzt. Dem Gesagten zu Folge ist Fürsprecher Schmidli bei einem Zeitaufwand von insgesamt 17.03 Stunden zu CHF 180.- (CHF 3‘065.40), den Auslagen von CHF 153.25 und der Reiseentschädigung von CHF 153.25, zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von CHF 274.30, eine angemessene Pauschalentschädigung von CHF 3‘702.95 zu entrichten. Für die Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt die Rückzahlungspflicht des Berufungsführers gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO vorbehalten.
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