Decision ID: e2f0d94d-5a26-5910-ad4d-ea50a281dbef
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der minderjährige Beschwerdeführer stellte am 4. Juni 2021 in der
Schweiz ein Asylgesuch. Am 10. Juni 2021 wurde B._ als Rechts-
vertretung und Vertrauensperson im Rahmen des Asylverfahrens gemäss
Art. 102f ff. AsylG i.V.m. Art. 17 Abs. 3 Bst. a AsylG und Art. 7 Abs. 2 AsylV1
bevollmächtigt.
B.
Am 21. Juni 2021 wurde der Beschwerdeführer summarisch zu seiner Per-
son befragt (BzP) und am 6. Juli 2021 vertieft angehört, jeweils in Beglei-
tung seines Rechtsbeistandes.
Zur Begründung seines Asylgesuchs sowie seinen persönlichen Verhält-
nissen machte er im Wesentlichen geltend, afghanischer Staatsangehöri-
ger und ethnischer Hazara zu sein und aus C._, in der Provinz
D._, im Iran zu stammen. Seine Eltern stammten beide aus der Pro-
vinz E._, Afghanistan. Seine Probleme hätten begonnen, als eines
Tages der Mann der Cousine seines Vaters – die ebenfalls im Iran gelebt
habe – verstorben sei. Deren Schwager sei damals in den Iran gekommen
und habe von ihr verlangt, dass sie ihn heirate, damit er auf sie und ihre
beiden Kinder aufpassen könne. Die Cousine habe dies nicht gewollt. Der
Schwager habe jedoch darauf bestanden und sie belästigt, weshalb die
Cousine den Vater des Beschwerdeführers um Hilfe gebeten habe. Dieser
habe der Cousine und ihren beiden Kindern ein Haus in einer anderen
Stadt besorgt. Der Schwager habe den Vater des Beschwerdeführers auf-
gesucht und von ihm verlangt, er solle ihm das Versteck der Cousine mit-
teilen. Da der Vater des Beschwerdeführers dies nicht getan habe, sei er
vom Schwager bedroht und einmal mutmasslich angegriffen worden. Von
den Behörden hätten sie keine Hilfe erwarten können. Im Iran seien sie
überdies Diskriminierungen ausgesetzt gewesen. In der Folge hätten die
Familie und die Cousine gemeinsam entschieden, den Iran zu verlassen.
Sie hätten versucht, illegal in die Türkei zu gelangen, seien jedoch an der
Grenze gefasst und nach Afghanistan ausgeschafft worden. Dort hätten sie
ungefähr ein halbes Jahr gelebt, bevor sie sich – einerseits aus Angst vor
dem Krieg in Afghanistan und andererseits aus Angst vor dem Schwager,
der ihnen auch in Afghanistan hätte gefährlich werden können – wieder in
den Iran begeben hätten. Von dort aus sei ihnen die Flucht in die Türkei
gelungen. Allerdings sei er von seiner Familie getrennt worden und allein
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in die Schweiz gereist. Seine Familie befinde sich vermutungsweise wieder
im Iran.
C.
Am 13. Juli 2021 unterbreitete das SEM dem damaligen Rechtsvertreter
den Entscheidentwurf zur Stellungnahme. Dieser nahm am gleichen Tag
Stellung und führte aus, dass der Beschwerdeführer dem Entwurf nichts
hinzuzufügen habe.
D.
Mit Verfügung vom 15. Juli 2021 verneinte die Vorinstanz die Flüchtlings-
eigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte das Asylgesuch ab und ver-
fügte die Wegweisung aus der Schweiz. Den Vollzug der Wegweisung
schob sie infolge Unzumutbarkeit zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme
auf, beauftragte den zuständigen Kanton mit deren Umsetzung und hän-
digte dem Beschwerdeführer respektive seinem Rechtsvertreter die editi-
onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus.
E.
Der beigeordnete Rechtsvertreter legte sein amtliches Mandat im vorlie-
genden Verfahren nach Verfügungseröffnung nieder.
F.
Mit Eingabe vom 13. August 2021 erhob der Beschwerdeführer im eigenen
Namen und nicht vertreten beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde.
Er beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben, die Vo-
rinstanz sei anzuweisen, ihn als Flüchtling anzuerkennen und ihm Asyl zu
gewähren. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hin-
sicht sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm ein unentgeltli-
cher Rechtsbeistand beizuordnen.
G.
Am 18. August 2021 bestätigte das Gericht dem Beschwerdeführer den
Eingang der Beschwerde.
H.
Mit Schreiben vom 17. August 2021 (Eingang beim Gericht: 23. August
2021) teilte die zuständige kantonale Behörde mit, dass der Beschwerde-
führer von der Sozialhilfe unterstützt werde und Herr Alain Hervouêt als
gesetzliche Vertretung (Vertrauensperson) bestimmt worden sei.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem
Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (Art. 105
AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer ist minder-
jährig; es ist jedoch vorliegend von seiner Urteilsfähigkeit auszugehen. An-
haltspunkte, die zu einem anderen Schluss führen könnten, finden sich in
den Akten nicht. Das Ergreifen eines Rechtsmittels ist ein relativ höchst-
persönliches Recht, welches von der urteilsfähigen minderjährigen Person
auch selbst ausgeübt werden kann. Dies hat der Beschwerdeführer vorlie-
gend offensichtlich getan, nachdem der im beschleunigten Verfahren amt-
lich beigeordnete Rechtsvertreter sein Mandat nach erfolgter Chancenprü-
fung niedergelegt hat. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist daher einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1
VwVG).
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG.
3.
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im Ver-
fahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten
Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-
rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1
und 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als
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ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Le-
bens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psy-
chischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 AsylG).
4.2 Die Flüchtlingseigenschaft muss nachweisen oder zumindest glaubhaft
machen, wer um Asyl nachsucht (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Glaubhaft gemacht
ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind ins-
besondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet
oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder
massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt wer-
den (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG).
4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaub-
haftmachen der Vorbringen in einem publizierten Entscheid dargelegt und
folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl.
BVGE 2015/3 E. 6.5.1, m.w.H.).
5.
5.1 Zur Begründung seiner Verfügung im Asylpunkt führte das SEM im We-
sentlichen aus, die vom Beschwerdeführer beklagten Diskriminierungen im
Iran aufgrund seiner ausländischen Herkunft seien nicht asylrelevant, da
sich diese nicht in seinem Heimatland Afghanistan, sondern in einem Dritt-
staat ereignet hätten. Die Bedrohung seines Vaters durch den Schwager
sei ebenfalls nicht geeignet, eine asylbeachtliche Verfolgungssituation zu
begründen, denn es bestünden keine konkreten Hinweise dafür, dass die
Handlungen des Schwagers aus einem der in Art. 3 AsylG genannten Mo-
tive geschehen seien. Auch bestünden keine konkreten Hinweise dafür,
dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Afghanistan mit
Verfolgungsmassnahmen im Zusammenhang mit den Drohungen des
Schwagers gegenüber seinem Vater rechnen müsste. Die Bedrohungen
hätten sich schliesslich nicht gegen ihn gerichtet. Eine Verfolgung bezie-
hungsweise zukünftige Verfolgung seiner Person liege somit nicht vor. So-
dann sei auch die geltend gemachte schlechte Sicherheitslage in Afgha-
nistan nicht asylrelevant; dieser werde aber unter dem Aspekt der Zumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs Rechnung getragen. Insgesamt sei die
Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers zu verneinen und das Asyl-
gesuch abzulehnen.
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5.2
5.2.1 Die Erwägungen der Vorinstanz zur fehlenden Asylrelevanz sind voll-
umfänglich zu bestätigen. Zur Vermeidung von Wiederholungen ist auf die
überzeugende Begründung der Vorinstanz zu verweisen. Der Beschwer-
deführer beschränkt sich in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen
darauf, seine Befürchtungen in Bezug auf eine Rückkehr zu wiederholen.
Damit setzt er den Erwägungen der Vorinstanz zur fehlenden Asylrelevanz
nichts Wesentliches entgegen. Im Einzelnen ist folgendes festzustellen:
5.2.2 Zunächst ist festzustellen, dass Asylsuchende, welche über eine
Staatsangehörigkeit verfügen (d.h. nicht staatenlos sind), nur als Flücht-
linge anerkannt werden können, wenn sie in ihrem Heimatstaat verfolgt
werden. Verfolgungsmassnahmen, die eine asylsuchende Person aus-
serhalb des Staates, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, erlitten oder
zu befürchten hat, sind dagegen für die Beurteilung ihrer Flüchtlingseigen-
schaft nicht relevant (vgl. Art. 3 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 1A Abs. 2 FK; UN-
HCR, Handbuch über Verfahren und Kriterien zur Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft, Neuauflage 2019, Rz. 90; WALTER KÄLIN, Grundriss des
Asylverfahrens, S. 34 f.). Der Beschwerdeführer ist gemäss eigener Aus-
sage afghanischer Staatsangehöriger. Seine Asylvorbringen sind demnach
ausschliesslich unter dem Blickwinkel einer allfälligen asylrechtlichen Ver-
folgung in seinem Heimatstaat Afghanistan zu prüfen.
5.2.3 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, ihm
drohe im Falle einer Rückkehr nach Afghanistan allenfalls eine Verfolgung
durch den Schwager der Cousine väterlicherseits respektive auch durch
dessen Familie. Wie das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht
festgestellt hat, bestehen aufgrund der Aktenlage keine überzeugenden
Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer im Heimatstaattatsächlich mit
der Zufügung ernsthafter Nachteile im Zusammenhang mit dem Schwager
rechnen müsste. So hatte der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge
persönlich keine Auseinandersetzung mit dem Schwager der Cousine vä-
terlicherseits und wurde auch nicht von ihm bedroht. Vielmehr handelt es
sich um einen privaten Konflikt zwischen seinem Vater und dem Schwager
der Cousine, bei dem der Beschwerdeführer nicht persönlich involviert war.
Die Familie war während ihres mehrmonatigen Aufenthalts in Afghanistan
so dann auch nicht in Konflikte mit dem Schwager involviert. Sofern der
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nunmehr entgegnet, dass die Fa-
milie während des Aufenthalts in Afghanistan aus Angst vor potentiellen
Angriffen des Schwagers respektive dessen Familie mehrfach die Unter-
kunft gewechselt habe, ist festzustellen, dass eine konkrete Behelligung
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nicht stattgefunden hat, was entweder das Ergebnis der getroffenen Mas-
snahmen ist, oder Ausdruck davon, dass mit keinen weiteren Behelligun-
gen zu rechnen ist.
5.2.4 Im Zusammenhang mit dem (eventualiter) gestellten Rückweisungs-
antrag rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe sein Asylvorbringen
– namentlich jene betreffend das Motiv des Schwagers – unzureichend ge-
prüft, da er nicht wissen könne, was das Motiv des Schwagers gewesen
sei; dieses könne allenfalls auch religiöser Natur sein (vgl. Beschwerde,
Ziff. 3). Die Rüge erweist sich als unbegründet. Zum einen hat sich der Be-
schwerdeführer anlässlich der Anhörung klar zum Motiv seines Schwagers
geäussert, nämlich, dass dieser die Verheiratung mit der verwitweten Cou-
sine habe durchsetzen wollen. Es ergeben sich nach Prüfung der Akten
keine hinreichenden Anhaltspunkte, welche den Schluss zulassen würden,
das SEM habe den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig abgeklärt, mit-
hin den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Seitens des Beschwerdeführers
wird denn auch nicht näher ausgeführt, weshalb respektive inwiefern der
Sachverhalt nicht richtig erstellt sei, zumal es dem Beschwerdeführer auch
als Minderjährigem obliegt, seiner Mitwirkungspflicht erwartungsgemäss
nachzukommen und an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken.
Dies betrifft insbesondere Umstände, die nur seinem Wissen entspringen
können. Die formelle Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung ist
nach dem Gesagten als unbegründet zu erachten, und der damit einher-
gehende Kassationsantrag ist abzuweisen.
5.3 Sofern der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs auf
die prekäre Sicherheitslage in Afghanistan verweist, kann auf die zutreffen-
den Ausführungen in der vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden.
Dem wurde insofern Rechnung getragen, als der Beschwerdeführer vor-
läufig in der Schweiz aufgenommen ist.
5.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass keine asylrechtlich relevanten Ver-
folgungsgründe ersichtlich sind, weshalb die Vorinstanz zu Recht die
Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylge-
such abgelehnt hat.
6.
6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
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6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche
Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44
AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
6.3 Das SEM hat in seiner Verfügung vom 15. Juli 2021 infolge Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme des Beschwer-
deführers in der Schweiz angeordnet (vgl. Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bun-
desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG,
SR 142.20]). Praxisgemäss erübrigen sich damit weitere Ausführungen zur
Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs.
7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist daher
abzuweisen.
8.
8.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlos-
sen. Der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver-
zichten, ist damit gegenstandslos geworden.
8.2 Die Beschwerde ist in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen als
aussichtslos zu erachten. Das in der Beschwerde gestellte Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist da-
her ungeachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzu-
weisen. Ebenso verhält es sich mit dem Antrag um Beiordnung eines amt-
lichen Rechtsvertreters nach Art. 102m AsylG. Auch eine solche Beiord-
nung setzt voraus, dass sich die Beschwerdebegehren nicht als aussichts-
los erweisen. Dies gilt auch im Verfahren minderjähriger Personen.
8.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt
Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv nächste Seite)
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