Decision ID: 881431d1-6927-54ef-839c-d0b2f70f1f6e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführer,
gegen
RAV Rapperswil-Jona, Neue Jonastrasse 59, Postfach, 8640 Rapperswil,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Amt für Arbeit, Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen,
betreffend
Vermittlungsfähigkeit (zeitliche Einschränkung)
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
A.a Am 16. Februar 2006 meldete sich M._ beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab
9. Februar 2006 an. Er gab an, voraussichtlich im Juli 2006 mit dem Studium zu
beginnen und für die Zwischenzeit eine Arbeit zu suchen (act. G 3.1.C15). Am 4. Juli
2006 eröffnete ihm die Kantonale Arbeitslosenkasse eine Rahmenfrist vom 9. Februar
2006 bis 8. Februar 2008 (act. G 3.1.C20). Per 23. Juni 2006 wurde er vom RAV
abgemeldet (act. G 3.1.C22).
A.b Am 4. Juli 2007 meldete sich der Versicherte erneut beim RAV und beantragte
Arbeitslosenentschädigung per 4. Juli 2007. Zudem meldete er sich zur
Arbeitsvermittlung an. Im entsprechenden Formular verneinte er die Frage, ob er in der
Lage sei, ab Beginn der Arbeitslosigkeit ununterbrochen für mindestens drei Monate
eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Zur Begründung gab er "Schul- oder
Studienantritt" an. In der Folge wurde die Angelegenheit zur vertieften Abklärung an
den Rechtsdienst überwiesen (vgl. act. G 3.1.B14). Mit Verfügung vom 31. August 2008
entschied das RAV, dass der Versicherte ab Antragstellung vom 4. Juli 2007 nicht
vermittlungsfähig sei. Da in seinem Fall zwischen Anmeldung beim RAV und Beginn
des Studiums lediglich zweieinhalb Monate lägen, sei ausgeschlossen, dass ein
Arbeitgeber ihn in dieser kurzen Zeit regulär anstellen würde (act. G 3.1.A8).
B.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 14. September 2007 Einsprache (act.
G 3.1.A9). Mit Entscheid vom 5. Dezember 2007 wies das RAV die Einsprache ab (act.
G 3.1.A10).
C.
C.a Mit Eingabe vom 7. Januar 2008 (Datum der Postaufgabe) erhebt der Versicherte
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid und beantragt sinngemäss die Zusprache
von Arbeitslosenentschädigung seit dem 4. Juli 2007. Er habe sich per 4. Juli 2007
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beim RAV angemeldet, um für die Zeit von seinem Auslandstudium bis zum Beginn des
Master-Studiums in A._ Arbeitslosengelder zu erhalten. Sein Anspruch sei bereits
mehrere Male mit den zwei Hauptargumenten abgewiesen worden, dass erstens seine
zu überbrückende Zeit zu kurz sei und dass er zweitens keine Arbeitsbemühungen vor
der Rückkehr aufzeigen könne. Er habe sein Auslandstudium in B._ Ende Juni 2007
erfolgreich abgeschlossen und habe das Glück gehabt, dass ihm ein Platz für ein
Master-Studium in Neurowissenschaften in C._, offeriert worden sei, welches Mitte
September 2007 begonnen habe. Leider sei zwischen diesen zwei Studiengängen eine
Lücke entstanden, die ein wenig kürzer als drei Monate gewesen sei, was ihm zum
Verhängnis geworden sei. Er verstehe voll und ganz, dass es schwierig sei, eine Arbeit
für nur zweieinhalb Monate zu finden, jedoch mache es absolut keinen Unterschied, ob
es nun zweieinhalb oder drei Monate seien, für die man eine Beschäftigung suche,
denn jede Temporärarbeit unter sechs Monaten werde nicht gerne von Arbeitgebern
offeriert, da der bürokratische Aufwand verglichen mit dem Ertrag des Geleisteten
einiges grösser sei. Diese Regelung sei zudem nicht im Gesetz erwähnt, weshalb er alle
Voraussetzungen für die Vermittlungsfähigkeit erfülle. Als einzigen Grund könnte man
die fehlenden Bemühungen um eine Langzeitstelle erwähnen. Dann dürften jedoch
auch keine Arbeitslosenentschädigungen für Temporärarbeiten, die länger als drei
Monate dauern, geleistet werden. Diese drei Monate seien willkürlich festgelegt
worden. Die Frist zwischen seinen Studiengängen sei ungünstig, doch habe er sie nicht
beeinflussen können. Zudem sollte die Arbeitslosenversicherung seines Erachtens
auch Weiterbildungen unterstützen, da diese Ausbildungen eine zukünftige
Arbeitslosigkeit stark vermindern würden. Sein Szenario gleiche einem Arbeitnehmer,
dem gekündigt worden sei, der jedoch bereits vor der Anmeldung beim RAV eine
weitere Arbeit gefunden habe, die rund zwei Monate nach der Kündigung der ersten
Arbeit beginne. Er sei sich dessen bewusst, dass seine Situation schwierig sei, doch
habe er das Bestmögliche unternommen, um eine Arbeit zu finden (act. G 1).
C.b In seiner Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2008 beantragt der
Beschwerdegegner unter Hinweis auf das Kreisschreiben über die
Arbeitslosenentschädigung vom Januar 2007 die Abweisung der Beschwerde. Da aus
dem Wortlaut dieses Kreisschreibens unmissverständlich hervorgehe, dass bezüglich
der Verfügbarkeit die drei Monate als Grenzwert massgebend seien, könne keine Rede
davon sein, dass diese Frist willkürlich festgelegt worden sei. Unbestritten sei, dass der
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Beschwerdeführer dem Arbeitsmarkt weniger als drei Monate zur Verfügung gestanden
habe. Trotz dieses Sachverhalts könnte die Vermittlungsfähigkeit bejaht werden, sofern
eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestünde, von einem Arbeitgeber angestellt zu
werden. Diese Wahrscheinlichkeit sei vorliegend jedoch zu verneinen, da sich der
Beschwerdeführer vor der Anmeldung am 4. Juli 2007 nur ungenügend um Arbeit
bemüht habe und nach der Anmeldung Arbeitsbemühungen (sie bezögen sich
vorwiegend auf Laborantenstellen) nur für den Zeitraum vom 7. bis 19. Juli 2007 sowie
vom 2. August bis 21. August 2007 nachweisen könne. Aufgrund der Tatsache, dass
die zeitliche Verfügbarkeit unter drei Monaten liege und Arbeitsbemühungen zeitlich
nicht konsequent genug sowie hinsichtlich der gesuchten Stellen zu wenig flexibel
erfolgt seien, müsse davon ausgegangen werden, dass kein Arbeitgeber den
Beschwerdeführer in den zweieinhalb Monaten bis zum Studienbeginn Mitte
September 2007 angestellt hätte. Somit sei die Vermittlungsfähigkeit ab Antragstellung
zu verneinen (act. G 3).

Erwägungen:
1.
1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen auf Arbeitslosenentschädigung ist die
Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]).
Vermittlungsfähigkeit liegt nach Art. 15 Abs. 1 AVIG vor, wenn die arbeitslose Person
bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach
nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die
Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während
der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 123 V 216 E. 3 mit Hinweis). Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis 1. Januar 2007 Eidgenössisches
Versicherungsgericht) liegt Vermittlungsunfähigkeit unter anderem vor, wenn eine
versicherte Person aus persönlichen oder familiären Gründen ihre Arbeitskraft nicht so
einsetzen kann oder will, wie es ein Arbeitgeber normalerweise verlangt. Sind einer
versicherten Person bei der Auswahl des Arbeitsplatzes so enge Grenzen gesetzt, dass
das Finden einer Stelle sehr ungewiss ist, muss Vermittlungsunfähigkeit angenommen
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werden. Der Grund für die Einschränkung spielt dabei keine Rolle (BGE 120 V 388 E.
3a). Eine versicherte Person ist nicht vermittlungsfähig, wenn sie ihre Arbeitsleistung
auf dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stellen kann, weil sie tatsächlich oder
rechtlich gebunden ist. Indessen liegt dann keine rechtlich relevante Bindung vor, wenn
die versicherte Person bereit und in der Lage ist, ihre Aufgabe, die sie durchaus bindet,
jederzeit abzubrechen (vgl. G. Gerhards, Kommentar zum
Arbeitslosenversicherungsgesetz, 1987, N 38 ff. zu Art. 15 AVIG).
1.2 Eine versicherte Person, die auf einen bestimmten Termin anderweitig disponiert
hat und deshalb für eine neue Beschäftigung nur noch während relativ kurzer Zeit zur
Verfügung steht, gilt in der Regel als nicht vermittlungsfähig (BGE 123 V 214 E. 5a;
Rz 161a des Kreisschreibens über die Arbeitslosenentschädigung [KS-ALE] und ALV-
Praxis 1998/1, Blatt 7). In einem solchen Fall sind nämlich die Aussichten, zwischen
dem Verlust der alten Arbeitsstelle und dem Zeitpunkt der anderweitigen Disposition
von einem Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering. Entscheidend für
die Beurteilung des Einzelfalls ist dabei, ob mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
angenommen werden kann, dass ein Arbeitgeber die versicherte Person für die konkret
zur Verfügung stehende Zeit noch einstellen würde (SVR-ALV 2000 Nr. 1 E. 2a mit
Hinweisen). Sind die Anstellungschancen unter den gegebenen Umständen als gering
zu bezeichnen, so muss die Vermittlungsfähigkeit im Sinn von Art. 15 Abs. 1 AVIG
verneint werden (ARV 1991 Nr. 3 S. 24 E. 2a in fine mit Hinweisen).
1.3 Die versicherte Person hat schon vor Eintritt der Arbeitslosigkeit angemessene
Anstrengungen zur Stellensuche zu unternehmen, wenn sie um die zu erwartende
Arbeitslosigkeit weiss. Sie hat sich deshalb bereits während der Kündigungsfrist bzw.
in den letzten Monaten eines befristeten Arbeitsverhältnisses um einen neuen
Arbeitsplatz zu bewerben (ARV 1993/94 Nr. 9 S. 87 E. 5b, Nr. 26 S. 184 E. 2b).
Gleiches gilt in Fällen, in denen jemand nicht (mehr) in einem Arbeitsverhältnis steht,
z.B. eine Ausbildung abschliesst oder sich beruflich neu orientiert und sich schliesslich
bei der Arbeitslosenversicherung anmeldet. In all diesen Fällen einer sich
abzeichnenden Arbeitslosigkeit muss die versicherte Person mit der Anmeldung zum
Taggeldbezug gegenüber der zuständigen Amtsstelle ihre Bemühungen um Arbeit
nachweisen (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]) und sich vor
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der Meldung auf dem Arbeitsamt unterlassene Stellenbewerbungen entgegenhalten
lassen (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss.
Zürich 1998, S. 136 f.).
2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers für die
Zeit zwischen dem Abschluss seines Auslandstudiums und dem Beginn seines Master-
Studiums, also vom 4. Juli 2007 bis Mitte September 2007. Diese Frage beurteilt sich -
wie im Sozialversicherungsrecht die Regel - prospektiv, d. h. von jenem Zeitpunkt aus
und aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass des
Einspracheentscheids entwickelt haben (BGE 120 V 387 f. E. 2, m.w.H.)
2.2 Der Beschwerdegegner begründet seinen ablehnenden Entscheid damit, dass
der Beschwerdeführer dem Arbeitsmarkt für weniger als drei Monate zur Verfügung
gestanden habe. Die Vermittlungsfähigkeit hätte daher nur bejaht werden können,
wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür bestanden hätte, für diese Zeit eine Stelle
zu finden. Dies sei jedoch zu verneinen, da sich der Beschwerdeführer vor der
Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung nur ungenügend um Arbeit
bemüht habe und nach der Anmeldung nur wenig Arbeitsbemühungen nachweisen
könne.
2.3 Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, die Frist von drei Monaten sei
willkürlich festgelegt worden. Er habe bei seiner Anmeldung ein Dokument ausgefüllt,
wonach er von der Verpflichtung, bereits drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit
nach Arbeit zu suchen, entlastet werden sollte, da er mit den Schlussprüfungen
beschäftigt gewesen sei. Zudem habe er sich bei einem Vermittlungsbüro gemeldet.
Die Bewerbung direkt an einen Arbeitgeber wäre durch die ernorme Distanz praktisch
unmöglich gewesen, da Präsenz für ein Bewerbungsgespräch in der Bewerbungsphase
erwartet werde. Zudem seien die vielen Stellen als Laborant erst im August verfügbar
geworden, weshalb er für den Juli nicht so viele Arbeitsbemühungen habe nachweisen
können.
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2.4 In der Verwaltungspraxis wird davon ausgegangen, dass die Vermittlungsfähigkeit
zu bejahen ist, wenn die versicherte Person dem Arbeitsmarkt für mindestens drei
Monate zur Verfügung steht. Steht die versicherte Person weniger als drei Monate dem
Arbeitsmarkt zur Verfügung, so wird die Vermittlungsfähigkeit anhand der konkreten
Umstände näher geprüft (Rz 227 KS-ALE). Diese Praxis dient der rechtsgleichen
Behandlung. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann die Frist von drei
Monaten nicht als willkürlich bezeichnet werden, handelt es sich doch dabei nicht um
eine starre Grenze. Vielmehr ist in jedem Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände
zu entscheiden, ob die Vermittlungsfähigkeit bejaht werden kann oder nicht.
Entsprechend hat der Beschwerdegegner denn auch geprüft, ob der Beschwerdeführer
aufgrund der konkreten Umstände als vermittlungsfähig angesehen werden kann oder
nicht. In diesem Zusammenhang gilt es klarzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht
von der Verpflichtung befreit wurde, bereits drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit
nach einer Arbeit zu suchen. Es wäre ihm vielmehr zumutbar gewesen, sich auch
neben der Vorbereitung auf seine Abschlussprüfungen um eine Arbeitsstelle zu
bemühen. Dies umso mehr, als ihm bewusst war, dass er nur für einen sehr kurzen
Zeitraum eine Stelle suchte und die Aussichten, etwas Passendes zu finden, daher von
vornherein gering waren. Auch wäre es ihm möglich gewesen, sich direkt mit
potentiellen Arbeitgebern in Verbindung zu setzen und einen Termin für ein allfälliges
Vorstellungsgespräch auf die Zeit nach seiner Rückkehr in die Schweiz zu legen.
Zudem ist den Arbeitsnachweisen zu entnehmen, dass er sich fast ausschliesslich für
Stellen als Laborant/Chemiker beworben hat, wobei im Monat Juli lediglich vom 7. bis
19. fünf Bewerbungen sowie im Monat August vom 2. bis 21. acht Bewerbungen
nachgewiesen sind (vgl. act. G 3.1.B6 und 3.1.B7). Nachdem derartige Stellen gemäss
eigenen Angaben des Beschwerdeführers erst ab August 2007 verfügbar waren, hätte
er sich von vornherein und früher auch um andere (Hilfs-)Stellen, die seinem knappen
Zeitrahmen entsprochen hätten, bemühen müssen. In Anbetracht der ungenügenden
Flexibilität bei der Arbeitssuche in zeitlicher und qualitativer Hinsicht bestand keine
genügende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Beschwerdeführer für die zweieinhalb
Monate tatsächlich eine Stelle finden würde. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn
der Beschwerdegegner die Vermittlungsfähigkeit und damit den Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung unter den gegebenen Umständen verneint hat.
3.
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Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde somit abzuweisen. Das Verfahren
ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG