Decision ID: f76758cf-8f2b-4e0b-b9c1-324fd1751f00
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a Die 1952 geborene A._ beantragte am 26. September 2005 bzw. mit
vervollständigtem Anmeldeformular vom 5. Oktober 2005 bei der Invalidenversicherung
wegen Krankheit eine Rente. Sie habe keine Lehre absolviert und sei seit August 2000
als Küchenangestellte in einem Altersheim angestellt (IV-act. 7).
A.b Dr. med. B._, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte mit Bericht vom
12. Oktober 2005 bei der Versicherten eine aktuell invalidisierende Gonarthrose links
bei Status nach Tibiakopfosteotomie 1990 und OSG-Beschwerden links. Eine
Kniegelenksarthroskopie links mit Infiltration und Metallentfernung proximale Tibia links
sei am 7. September 2005 erfolgt. Vom 20. bis 26. Juni 2005 sei die Versicherte
vollständig arbeitsunfähig gewesen und vom 5. bis 28. August 2005 zu 50 %. Seit dem
6. September 2005 betrage die Arbeitsunfähigkeit bis voraussichtlich in einem Monat
100 %. Eine ergänzende medizinische Abklärung sei angezeigt. Die Versicherte stehe
seit 2001 in seiner Behandlung. Im Juni 2005 seien massive Knieschmerzen
aufgetreten bei ganztägigem Stehen bei schwerer Arbeit in der Küche und im Service
des Alters- und Pflegeheims. Wahrscheinlich bringe nur eine Totalprothese definitiv
Besserung. Die Versicherte könne nicht dauernd stehen. Eine verminderte
Leistungsfähigkeit bestehe beim Stehen und Gehen. Eine vorwiegend im Sitzen zu
verrichtende Tätigkeit sei halbtags bis ganztags zumutbar, wahrscheinlich nur in einem
anderen Tätigkeitsbereich. Der Heilungsverlauf sei zurzeit noch unklar (IV-act. 10).
A.c Am 25. Oktober 2005 bestätigte der Arbeitgeber, die Versicherte sei seit 20. August
2000 vollzeitlich als Küchenmitarbeiterin beschäftigt und habe seit dem 1. Januar 2005
einen Monatslohn von Fr. 3'705.--. Im Jahr 2003 habe sie einen Jahresverdienst von
Fr. 49'774.-- und im Jahr 2004 einen solchen von Fr. 50'557.-- erzielt. Seit dem 7.
September 2005 sei die Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. Ob und in welcher Weise
die Versicherte weiterbeschäftigt werde, sei in Abklärung (IV-act. 11).
A.d Auf Anfrage nach dem Verlauf gab Dr. B._ am 17. November 2005 bekannt, die
Versicherte habe von der Operation nicht profitieren können. Die Schmerzen seien
unvermindert; sie könne kaum noch den eigenen Haushalt bewerkstelligen und nicht
beruflich arbeiten. Es sei eine Totalprothese vorgesehen (IV-act. 14). In einem
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Verlaufsbericht vom 10. März 2006 erklärte Dr. B._ unter Hinweis auf den
entsprechenden Operationsbericht vom 7. Dezember 2005, der Bewegungsumfang
bessere sich verzögert. Es seien berufliche Massnahmen angezeigt. Die Versicherte
stelle sich eine Arbeit im Hausdienst vor, nachdem die Küchenarbeit am Arbeitsplatz
ausgelagert worden sei (IV-act. 18). In einem beigelegten Bericht vom 7. Februar 2006
hatte die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen erklärt, die
Versicherte beschreibe acht Wochen nach der Implantation persistierende Schmerzen,
ein ausgeprägtes Streck- und Beugedefizit im linken Kniegelenk und Schmerzen beim
Treppensteigen. Es finde sich ein gutes postoperatives Ergebnis. In einem weiteren
Verlaufsbericht vom 15. Juni 2006 bezeichnete Dr. B._ den Gesundheitszustand der
Versicherten als stationär. Sie könne an 4.25 Stunden täglich arbeiten, teils sitzend,
teils stehend (abwaschen, Frühstück richten, Küche putzen). Sie habe im linken Knie
und Knöchel noch Schmerzen bei längerem Stehen, beim Gehen für mehr als eine
Stunde und bei der Arbeit nach zwei bis drei Stunden (IV-act. 19).
A.e Der Arbeitgeber gab am 21. Juni 2006 zur Auskunft, die Versicherte sei noch
angestellt und vorwiegend in der Küche, d.h. im Abwasch und beim Tablettieren am
Morgen, beschäftigt. Eine Umplatzierung habe nicht stattgefunden, da keine
entsprechende Stelle vorhanden sei. In Frage käme eventuell eine Beschäftigung in der
Reinigung, die jedoch für die Knie ebenfalls eine grosse Belastung mit sich bringe.
A.f Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (Dr. med. C._)
hielt am 21. Juli 2006 dafür, das linke Bein sei trotz TEP-Implantation vermindert
belastbar. Mit einer weiteren, durchgreifenden Verbesserung sei nicht mehr zu rechnen;
das Streckdefizit und die verminderte Belastbarkeit würden bestehen bleiben. Als
Küchenhilfe mit überwiegend im Stehen und Gehen ausgeübter Tätigkeit betrage die
Arbeitsfähigkeit 50 % (100 % Leistung in Teilzeit). Für überwiegend im Sitzen zu
verrichtende, körperlich leichte Arbeiten sei die Versicherte voll arbeitsfähig (IV-act. 21).
A.g Der IV-Fachmitarbeiter berichtete am 28. Juli 2006, die Versicherte arbeite beim
bisherigen Arbeitgeber in einem Pensum von 50 % mit voller Leistung weiter. Die
Tätigkeit im Altersheim sei nicht optimal. Problematisch sei, dass die Versicherte kaum
eine andere angepasste Stelle finden dürfte, wobei auch invaliditätsfremde Faktoren
einen wesentlichen Einfluss hätten (Alter, Wirtschaftslage, mangelnde Schul- und
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Berufsausbildung). Zu vergleichen seien ein Valideneinkommen von Fr. 51'522.--
(gemäss IK-Auszug 2004, aufgerechnet um die Teuerung) und ein Invalideneinkommen
von Fr. 47'460.-- (gemäss LSE 2006, Ostschweiz, Privater Sektor, Niveau 4, 100 %; IV-
act. 23).
A.h Mit einem Vorbescheid vom 4. August 2006 stellte die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten dementsprechend bei einem
Invaliditätsgrad von 8 % die Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht (IV-act.
26 f.).
A.i Die Versicherte erhob hiergegen am 21. August 2006 ihren Einwand zu Protokoll
und reichte ein Arztzeugnis von Dr. B._ vom selben Tag ein. Sie beantragte eine
Rentenzusprechung beziehungsweise eine erneute Prüfung des Sachverhalts. Die
angestammte, im Stehen zu verrichtende Tätigkeit sei ihr zu 50 % (halbtags) noch
möglich. Die Beschwerden im linken Knie seien zu stark, um eine Tätigkeit im Sitzen in
Vollzeit auszuführen. Die Schmerzen würden durch das Anschwellen des Beines noch
verschlimmert. Dr. B._ hatte am 21. August 2006 bescheinigt, die Versicherte könne
weiterhin nur 4.25 Stunden täglich arbeiten, teils sitzend, teils stehend.
Ununterbrochenes Sitzen für länger als eine halbe Stunde sei ihr nicht möglich. Eine
volle Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, vorwiegend im Sitzen zu verrichtende Arbeit
bestehe weiterhin nicht (IV-act. 28).
A.j Am 22. Juni 2007 erstattete Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie
FMH, das in Auftrag gegebene Gutachten. Als Diagnosen bezeichnete er eine
Schmerzpersistenz bei Status nach zementierter Knietotalprothesenimplantation links
12/05 mit varisierter Tibiakomponente und eine Depression. Die Ursache der
persistierenden Kniegelenksschmerzen und der reduzierten Kniegelenksbeweglichkeit
sei schwierig zu eruieren. Ein Infekt beziehungsweise eine Sudeckdystrophie seien
auszuschliessen. Bei persistierenden Schmerzen und einem Extensionsdefizit von 15
Grad erscheine die Feststellung der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen, es finde sich ein gutes postoperatives Ergebnis, unqualifiziert.
Körperlich schwere Arbeiten in kalter und feuchter Umgebung, die vorwiegend sitzend
oder stehend und gehend ausgeübt werden müssten und die mit häufigem Knien sowie
Heben und Tragen von Gegenständen über 10 kg sowie mit Treppen Steigen oder
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Besteigen von Leitern verbunden seien, könnten der Versicherten nicht mehr
vollumfänglich zugemutet werden. Die Arbeitsfähigkeit als Küchenangestellte betrage
bei voller Stundenpräsenz ca. 60 %. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten
Räumen hingegen, die abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt werden
könnten, ohne dass dabei regelmässig kniende Positionen eingenommen und
Gegenstände über 10 kg gehoben werden müssten oder auf Leitern gestiegen werden
müsse, seien der Versicherten bei voller Stundenpräsenz zu ca. 80 % zumutbar. Beide
Arbeitsfähigkeitsschätzungen gälten ab ca. April 2006. Die Arbeitsfähigkeit vor der
Operation könne retrospektiv nicht beurteilt werden. Vom Operationszeitpunkt bis
anfangs April 2006 habe sicher eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 37).
A.k Dr. B._ brachte in einem Schreiben vom 11. September 2007 vor, die Angaben
des Gutachters zur Arbeitsfähigkeit seien ihm nicht klar, die Versicherte arbeite
krankheitsbedingt seit August 2005 noch 4.25 Stunden täglich in leichter Arbeit (IV-
act. 42-2/2).
A.l Der RAD (Dr. med. D._) befürwortete am 8. Oktober 2007 ein Abstellen auf das
Gutachten. Die vorgeschlagenen diagnostischen Abklärungen seien aus medizinischer
Sicht wahrscheinlich sinnvoll, aus rein versicherungsmedizinischer Sicht sei hingegen
keine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von entsprechenden Massnahmen
zu erwarten. Die erstmals erwähnte Diagnose einer Depression sei wahrscheinlich ohne
Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 44).
A.m Mit Verfügung vom 30. November 2007 lehnte die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch, namentlich den
Rentenanspruch, der Versicherten ab. Vom 7. September 2005 bis 31. März 2006 habe
eine volle Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten bestanden. Ab 1. April 2006 habe sich
der Gesundheitszustand wieder verbessert. Das Valideneinkommen betrage
Fr. 52'140.-- (Einkommen 2004 zuzüglich Nominallohnentwicklung bis 2007). Die
angestammte Tätigkeit sei auch mit Behinderung noch zu 60 % zumutbar. Eine
leidensangepasste Tätigkeit sei der Versicherten mit Behinderung zu 80 % zumutbar,
was ein Einkommen von Fr. 38'429.-- (LSE 2007) ergebe. Der Invaliditätsgrad belaufe
sich auf 26 % (IV-act. 46).
B.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 10. Dezember 2007. Die
Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss, die angefochtene Verfügung aufzuheben,
die Sache zu prüfen und ihr eine Rente zuzusprechen. Sie habe ernsthaft versucht, das
Arbeitspensum zu erhöhen, was zu stark zunehmenden Schmerzen geführt habe. Die
von der IV erwähnten Arbeitsbedingungen einzuhalten, sei einfach nicht möglich.
Schon um das gegenwärtige Pensum von 50 % erfüllen zu können, sei sie auf sehr viel
Entgegenkommen ihrer Mitarbeiter und des Arbeitgebers angewiesen. Eine andere
Stelle mit den vorgegebenen, fast schon laborähnlichen Arbeitsbedingungen zu finden,
erscheine ihr sehr unrealistisch. Sie habe schon früher versucht, einen anderen
Arbeitsplatz zu finden. In dem beigelegten Schreiben vom 7. Dezember 2007 hatte
Dr. B._ zuhanden des Gerichts dargelegt, dass die Beschwerdeführerin einen
Arbeitsversuch mit sechs bis sieben Arbeitsstunden täglich im Hausdienst gemacht
habe und diesen wegen massiver Schmerzen habe abbrechen müssen. Aufgrund der
bekannten Behinderungen könne die Beschwerdeführerin weder knien noch in die
Hocke gehen, wie es im Hausdienst an sich nötig wäre, und sie könne sich auch
schlecht bücken. Dass sie Gewichte von 10 kg sollte heben können, etwa Wassereimer
usw., sei unrealistisch hoch veranschlagt. Neu seien erhebliche Handbeschwerden
dazugekommen infolge einer Daumenarthrose rechts und von vermehrten Schmerzen
bei einem Strecksehnenausriss des linken Zeigefingers mit Fehlstellung im Endglied.
C.
Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Weder von der Beschwerdeführerin noch vom Hausarzt
werde die Aussagekraft des Gutachtens substantiiert bestritten. Da die Tätigkeit im
Hausdienst dem Leiden der Beschwerdeführerin nicht angepasst sei, könne das
Ergebnis des Arbeitsversuchs für die IV keine Relevanz haben. Die neu geltend
gemachten Handbeschwerden hätten entweder keine ernsthafte Bedeutung oder die
Beschwerdeführerin habe ihre Mitwirkungspflicht bei der Feststellung des Sachverhalts
verletzt, sei doch nicht einzusehen, weshalb sie auf die bereits im Vorjahr festgestellte
Problematik der rechten Hand erst im Beschwerdeverfahren hinweise. Das wäre
gegebenenfalls beim Kostenspruch zu berücksichtigen. Bei der radiologischen
Untersuchung vom 12. Dezember 2006 habe einzig eine mögliche Fissur am Naviculare
festgestellt werden können. Aufgrund des weiteren Verlaufs bestünden aber keine
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Hinweise auf eine anhaltende, relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die
Handproblematik. Entsprechend finde sie im Gutachten keine Erwähnung. Mit der am
3. Dezember 2007 und damit nach Erlass der angefochtenen Verfügung festgestellten
leichten Rhizarthrose mit ausgezogenem Trapezium am rechten Daumen lasse sich
keine im massgeblichen Zeitpunkt bestehende Arbeitsunfähigkeit belegen. Gleiches
gelte für die Diagnosen am linken Zeigefinger. Es müsse angenommen werden, dass
sich die Beschwerdeführerin nach Erlass der Verfügung eine Verletzung zugezogen
habe. Diese Gesundheitsschäden hätten - wenn überhaupt - die Arbeitsfähigkeit erst
nach Erlass der angefochtenen Verfügung tangiert. Es stehe der Beschwerdeführerin
offen, unter Berufung auf die veränderte Situation eine Neuanmeldung einzureichen.
D.
Von der ihr mit Schreiben vom 14. Februar 2008 eingeräumten Möglichkeit, zur
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen, hat die
Beschwerdeführerin keinen Gebrauch gemacht.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 30. November 2007 entwickelt hat, sind die auf den
1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Strittig ist die Abweisung des Leistungsgesuchs der Beschwerdeführerin. Im
vorliegenden Verfahren sind sinngemäss (wie in der Anmeldung) allein
Rentenleistungen beantragt worden. Streitgegenstand bildet daher zunächst der
allfällige Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne
Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage stünde, so gehörte zum
Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin
zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
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Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4).
3.2 Nach den Angaben von Dr. B._ trat bei der Beschwerdeführerin wegen ihrer
Beschwerden in Knie und OSG im Juni 2005 eine Arbeitsunfähigkeit in ihrer Arbeit als
Mitarbeiterin in der Küche (und im Service) eines Alters- und Pflegeheims ein, welche
schwer sei und ganztägiges Stehen erfordere. Die angegebene Arbeitsunfähigkeit war
im Zeitablauf zunächst eine volle, dann eine hälftige, dann wieder eine volle und zuletzt
wieder eine solche von 50 %. Im August 2006 hat Dr. B._ erklärt, die
Beschwerdeführerin könne noch an 4.25 Stunden täglich arbeiten. Er bezog diese
Beurteilung offenbar auf die damals tatsächlich ausgeübte Tätigkeit im Alters- und
Pflegeheim (abwaschen, Frühstück richten, Küche putzen), umschrieb sie aber nun als
teils sitzend und teils stehend zu verrichtende Tätigkeit, im September 2007 sogar als
leichte Arbeit. Der Gutachter bescheinigte der Beschwerdeführerin für die Tätigkeit als
Küchenangestellte bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von nur leicht mehr,
nämlich von ca. 60 %, wie für alle körperlich schweren Arbeiten mit ungeeignetem
Belastungsprofil.
3.3 Was eine adaptierte Tätigkeit betrifft, umschrieb sie der Gutachter als eine
körperlich leichte Tätigkeit in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend
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und stehend durchgeführt werden könne, ohne dass dabei regelmässig kniende
Positionen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben werden müssen oder
auf Leitern gestiegen werden müsse. Solche Tätigkeiten hält er für der
Beschwerdeführerin bei voller Stundenpräsenz zu ca. 80 % zumutbar.
3.4 Das Gutachten ist nach einer Kenntnisnahme von den Vorakten erstellt worden. Es
basiert auf einer persönlichen Befragung und Untersuchung der Beschwerdeführerin
durch den Gutachter einschliesslich des Erstellens von Röntgenaufnahmen. Der
Gutachter nahm die Anamnese auf, berücksichtigte die geklagten Beschwerden und
erhob die Befunde. Das Gutachten erscheint umfassend, sein Ergebnis ist einleuchtend
begründet. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb auf die Schlussfolgerungen nicht
abgestellt werden könnte.
3.5 Die Beschwerdeführerin wendet unter Berufung auf ihren Hausarzt ein, schon eine
Arbeitsleistung von 50 % sei ihr nur dank Rücksichtnahme von Seiten des Arbeitgebers
gerade noch möglich. Dr. B._ beanstandet die gutachterlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen als unklar (bei voller Stundenpräsenz ca. 60 % bzw. volle
Stundenpräsenz zu 80 %) und als unrealistisch weitreichend. Im Zeitablauf betrachtet
hatte er im Oktober 2005 noch dafürgehalten, eine vorwiegend im Sitzen zu
verrichtende Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin halbtags bis ganztags zumutbar. Im
November musste er feststellen, dass die Arthroskopie vom September 2005 nicht zu
einer Verbesserung geführt habe, so dass die Beschwerdeführerin nicht berufstätig
sein könne. Nach der Implantation der Totalprothese vom Dezember 2005 legte er wie
erwähnt dar, die (tatsächlich ausgeübte) Arbeit, welche die Beschwerdeführerin teils im
Sitzen und teils im Stehen verrichte, sei ihr an 4.25 Stunden pro Tag zumutbar. Zu einer
angepassten Tätigkeit hielt er einzig fest, eine volle Arbeitsfähigkeit für körperlich
leichte, vorwiegend im Sitzen zu verrichtende Arbeit (wie sie der RAD befürwortete
hatte) bestehe weiterhin nicht. Nach seinen Angaben vom September 2007 zu
schliessen, erachtete er die Reduktion auf eine Arbeitsleistung von 4.25 Stunden pro
Tag in der tatsächlichen, nun als leicht umschriebenen Arbeit für medizinisch
begründet. Diese Beurteilung ist allerdings nicht geeignet, in einer Beweiswürdigung
der Einschätzung des Gutachtens vorgezogen zu werden. Denn es kann nicht
angenommen werden, dass die tatsächlich verrichtete Arbeit einer leichten,
angepassten Tätigkeit entspricht. Nachdem die Küchenarbeit ausgelagert worden war,
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hatte die Beschwerdeführerin eine Arbeit im Hausdienst aufgenommen. Wie Dr. B._
nachvollziehbar beschreibt, ist bei einer solchen Arbeit erforderlich, sich zu bücken, in
die Knie oder in die Hocke zu gehen, und auch der Arbeitgeber hatte erklärt, eine
Beschäftigung in der Reinigung bringe für die Knie (wie die frühere Arbeit) eine grosse
Belastung mit sich. Geeigneter als solche kniebelastende Arbeit wären aber körperlich
leichte Arbeiten. Der Gutachter mutet der Beschwerdeführerin selbst solche Arbeit
nicht vollumfänglich, sondern zu 80 % zu. Weshalb diese Beurteilung unrealistisch sein
sollte, ist nicht nachvollziehbar. Dass die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit im
Arbeitsversuch nicht ausgedehnt werden konnte, sagt nichts über die zumutbare
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus. Der Arbeitsversuch erfolgte nicht in
einer adaptierten Tätigkeit.
3.6 In seinem (Beschwerde-)Schreiben vom 7. Dezember 2007 gab Dr. B._ erstmals
bekannt, dass bei der Beschwerdeführerin neu erhebliche Handbeschwerden
dazugekommen seien, nämlich im Sinne einer Daumenarthrose rechts und von
vermehrten Schmerzen bei einem Strecksehnenausriss am linken Zeigefinger mit
Fehlstellung im Endglied. Er verwies dazu auf ein Röntgenbild vom 3. Dezember 2007.
Dieses hatte nach seinem Befund einerseits eine leichte Rhizarthrose am rechten
Daumen mit ausgezogenem Trapezium und anderseits eine Deviation und einen
Extensionsausfall von knapp 20° im DIP des linken Zeigefingers gezeigt. Die Befunde
sind in unmittelbarer Nähe zu dem für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt
massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 121 V 362) erhoben worden.
Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass die damit verbundenen
Beeinträchtigungen jedenfalls nicht bereits damals zu einer längerdauernden relevanten
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt haben, hat Dr. B._ doch von neu
aufgetretenen Beschwerden berichtet und hat die Beschwerdeführerin selber nach der
Aktenlage zu keiner Zeit solche Beschwerden erwähnt. Etwas anderes ergibt sich auch
nicht in Bezug auf den Röntgenbefund vom 12. Dezember 2006. Sollte sich allerdings
eine zusätzliche anhaltende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus den
Handbeschwerden entwickeln, ist es der Beschwerdeführerin unbenommen, sich bei
der Invalidenversicherung neu anzumelden.
3.7 Nach dem Gesagten besteht vorliegend kein Anlass, von den Schlussfolgerungen
im Gutachten vom 22. Juni 2007 abzuweichen. Demnach ist (bis zum vorliegend
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massgeblichen Zeitpunkt) von einer Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 80 %
in einer körperlich leichten Tätigkeit unter Berücksichtigung der im Gutachten
umschriebenen spezifischen Einschränkungen auszugehen, und zwar ab ca. April
2006.
4.
4.1 Was die erwerblichen Auswirkungen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
betrifft, wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Nach der Rechtsprechung ist für die Ermittlung
des Valideneinkommens entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V
325 E. 4.1).
4.2 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die
Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V
222), vorliegend somit auf das Jahr 2006. Im letzten Jahr vor Eintritt der
gesundheitlichen Beeinträchtigung, dem Jahr 2004, hat die Beschwerdeführerin
gemäss IK-Auszug ein Jahreseinkommen von Fr. 50'560.-- (wie ungefähr schon 2002)
erzielt. Es rechtfertigt sich daher, einen um die Nominallohnentwicklungen (gemäss
Tabelle T1.93 der Lohnentwicklung 2006 des Bundesamtes für Statistik) auf
Fr. 51'678.-- angepassten Betrag als Valideneinkommen zu betrachten.
4.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
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Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ -
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint,
gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V
472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Nach
der Aktenlage hat die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit bei ihrem bisherigen
Arbeitgeber im Umfang von 50 % (abgesehen von einem abgebrochenen
Arbeitsversuch mit durchschnittlich 77 %) weitergeführt. Es kann davon ausgegangen
werden, dass der Lohn der Hälfte des Valideneinkommens entspricht. Diese Tätigkeit
ist allerdings ungeeignet und erlaubt ihr auch nicht, die zumutbare Restarbeitsfähigkeit
(von 80 % in adaptierter Arbeit) genügend auszuschöpfen.
4.4 Die Beschwerdeführerin wendet in ihrer Beschwerde ein, eine ihr zumutbare Arbeit
stehe aus medizinischen Gründen unter so engen ("labormässigen") Bedingungen,
dass entsprechende Stellen auf dem Arbeitsmarkt nicht angeboten würden. Sie habe
denn auch trotz entsprechenden Bemühungen keinen Arbeitsplatz gefunden.
Massgebend ist bei der Invaliditätsbemessung jedoch nicht der konkrete, sondern der
ausgeglichene Arbeitsmarkt (eine Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2), welcher von
seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen
Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer
verschiedenartiger Stellen beinhaltet (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S O. vom 22. November 2006, U 303/06). Er hat rein
hypothetischen Charakter und dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität
voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Die gesundheitlichen
Rahmenbedingungen für eine medizinisch zumutbare Arbeit der Beschwerdeführerin
ergeben sich insbesondere aus dem Vermeiden von schweren, kniebelastenden
Arbeiten und des Umgangs mit schweren Gewichten sowie dem Erfordernis,
abwechslungsweise sitzend und stehend arbeiten zu können. Sie sind nicht so ein
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engend, dass die Einsatzmöglichkeiten auf dem fiktiven Arbeitsmarkt als realitätsfremd
zu betrachten wären. Zwar ist durchaus verständlich, dass die Beschwerdeführerin bei
der konkreten Arbeitsmarktlage ihre Anstellung innebehalten hat, statt das Risiko der
Arbeitslosigkeit auf sich zu nehmen. Weil für die Invaliditätsbemessung aber wie
erwähnt nicht darauf abzustellen ist, ob sie unter den konkreten
Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich eine Anstellung in einer angepassten Tätigkeit
finden kann, sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem
Angebot an Arbeitskräften entsprächen (AHI 1998 S. 291 E. 3b), kann die
Invalidenversicherung für das Invalideneinkommen nicht auf das tatsächliche
Einkommen abstellen.
4.5 Vielmehr sind nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beizuziehen. Es kann davon
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführerin auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt ausreichend viele adaptierte Arbeitsmöglichkeiten offen stehen. Gemäss
der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE 2006 des
Bundesamtes für Statistik konnten Frauen mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im
privaten Sektor in jenem Jahr durchschnittlich (statistisches Mittel, Zentralwert; vgl. AHI
1999 S. 50) Fr. 48'228.-- (12mal Fr. 4'019.--) verdienen. Bezogen auf die
betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von damals 41.7 Stunden (statt
40 Stunden, wie sie der Tabelle TA1 zugrunde liegen) macht dies Fr. 50'278.-- aus.
4.6 In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens
herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig
von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen
leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der
Einfluss aller Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
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schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller
jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen
(vgl. BGE 126 V 75). Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte keinen Abzug. Die
Beschwerdeführerin – welche gemäss der gutachterlichen Beschreibung bis anhin
immer körperlich schwere Arbeiten verrichtet hat – kann nur noch körperlich leichte
Arbeiten in einem reduzierten Pensum ausüben. Dabei ist sie auch bei der Verwertung
dieser Restarbeitsfähigkeit nicht mehr voll einsatzfähig, was sich zusätzlich
lohnmindernd auswirkt. In Würdigung der Umstände erscheint vorliegend ein Abzug
von insgesamt 15 % als gerechtfertigt, womit sich ein Lohnniveau von Fr. 42'736.--
ergibt.
4.7 Das Invalideneinkommen beträgt damit bei der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von 80 % Fr. 34'189.--. Der Invaliditätsgrad erreicht demnach mit
34 % das rentenbegründende Ausmass nicht. Das wäre sogar bei einem Abzug von
20 % nicht der Fall. Nach dem Ablauf des Wartejahres im August 2006 mit einem
hohen Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeit lag demnach (seit April 2006) keine
rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit mehr vor. Die Beschwerdegegnerin hat somit
zu Recht den Rentenanspruch verneint.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG
bis
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