Decision ID: 341d3250-8460-484b-aba2-fc739b0d9c83
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, war seit April 2010 bei der
Y._
AG als Lagermitarbeiter angestellt und über diese bei der Suva gegen die Fol
gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (
Urk.
8/1
Ziff.
1-3). Bei einem Unfall
beziehungsweise Wohnung
s
brand
vom 1
6.
Juli 2015
zog er sich
Verbren
nungen
zu
(
Urk.
8/1
Ziff.
4-6). Die Suva
richtete
für die Folgen des Ereigniss
es
Versicherungsleistungen
aus
(
vgl.
Urk.
8/9).
Mit Verfügung vom 1
2.
Juli 2019
(
Urk.
8/284)
sprach die Suva
dem Versicherten
ab dem
1.
August 2019 eine Invalidenrente bei
einer Erwerbsunfähigkeit von 63
% und eine Integritätsentschädigung zu.
Die vom Versicherten
am 12.
Sep
tember 2019 (
Urk.
8/295)
dagegen erhobene Einsprache wies
die Suva mit Entscheid vom
4.
Februar 202
0 (
Urk.
8/315 =
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am
9.
März 2020
Beschwerde gegen den Einspracheent
scheid vom
4.
Februar 2020 (
Urk.
2) und beantragte,
Dispositiv Ziff
er
1 des Ent
scheides sei aufzuheben und es sei ihm ab dem
1.
August 2019 eine Rente basie
rend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100
%
zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Des Weiteren
sei ein gerichtliches Obergutachten einzuholen (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
März 2020 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
2.
April 2020 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
Am
2
9.
April 2020 (
Urk.
10)
reichte
er
eine ergän
zende Stellungnahme ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
ur
teilende Unfall hat sich am 1
6.
Juli 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1
.2
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 UVG werden - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt.
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts,
ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus
,
aus medizinischer Sicht sei unbestritten, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr vollumfänglich
zugemutet werden könne
. Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung sei ihm
eine leichte, wechselbelas
tende Tätigkeit
aber
mit einem Pensum von 50
%
möglich
. Nicht zumutbar seien Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie Zwangshaltungen und Arbeiten im Hocken und Knien
. Die kreisärztliche Beurteilung sei schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend
(S. 5
Ziff.
4a).
Die von der Hausärztin erwähnten Augenerkran
kungen
sowie
Depressionen hätten
schon
vor dem
Unfall bestanden. Die
se
Beschwerden seien
daher
bei der Festsetzung der Restarbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen.
Bezüglich
einer
Trachealstenose sei
für die angestammte und eine leichte Tätigkeit
sogar
von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 5 f.
Ziff.
4b).
Die Beschwerdegegnerin
führt
e sodann
einen Einkommensvergleich
durch und nahm bei der
Bestimmung des Invalideneinkommens
einen Abzug auf
dem Tabellenlohn von 15 % vor. Bei einem
Valideneinkommen von
Fr.
77'200.-
- und ein
em
Invalideneinkommen von
Fr.
28’7921.--
ermittelte sie
einen
Invali
ditätsgrad von rund 63
%
(S.
7 f.
Ziff.
5b
und 6
).
Ergänzend führte die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung aus, es sei nicht
plausibel und nachvollziehbar, wieso auch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestehen sollte (
Urk.
7 S. 2
Ziff.
III.5).
Zur Beurteilung durch den Kreisarzt sei zu sagen, dass die Kreisärzte der Beschwer
degegnerin
über besonders ausgeprägte
traumatologische
Kenntnisse und
Erfah
rungen
verfügten
(
Urk.
7
S. 3
Ziff.
III.5).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte vor,
die Befunde im Gutachten beschränkten sich auf eine Dreiviertelseite und berücksichtigten die tatsächlichen Einschränkungen in ungenügender Weise beziehungsweise überhaupt nicht
. Aufgrund welcher Feststellungen und Befunde der Gutachter zur Einschätzung einer Arbeitsfähig
keit von 50
%
komme
,
bleibe offen
(
Urk.
1 S. 6
Ziff.
25
f.
).
Dass er mit den fest
gestellten Befunden in einer Verweistätigkeit ein Pensum von 50
%
verrichten könnte, sei lebensfremd. Im Bereich der Hautverbrennungen habe er ständige Beschwerden. Die Haut sei sehr stark gespannt, druckempfindlich und jucke teil
weise stark. L
anges Sitzen sei nicht möglich
. Weiter sei er in regelmässiger psy
chiatrischer Behandlung (S. 7
Ziff.
29-30
). Die behandelnde Ärztin sei mit der Beurteilung des vermeintlich zumutbaren Arbeitspensums
ebenfalls
nicht einver
standen (S. 7
Ziff.
32).
Der von der Beschwerdegegnerin verwendete Tabellenlohn enthalte eine Vielzahl von verh
ältnismässig sehr gut
entlöhnten
Schwerst- und Schwerarbeiten. Ein sol
ches Invalideneinkommen sei nicht realistisch. Es sei von einem durchschnittli
chen
Einkommen
von
Fr.
5'016.-- pro Monat auszugehen (S. 9 Ziff.
42).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
die Höhe des Rentenanspruches des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Gemäss Unfallmeldung vom 1
7.
Juli 2015
zog sich der Beschwerdeführer bei einem Brand in
seiner Wohnung vom 1
6.
Juli 2015
schwere Verbrennungen
zu
(
Urk.
8/1
Ziff.
4-6).
3.2
Die Erstbehandlung erfolgte in der
Klinik für Plastische Chirurgie und Handchi
rurgie, U
niversitätsspital
Z._
. Die Ärzte des
Z._
nann
ten
im
Bericht vom 1
7.
Juli 2015 (
Urk.
8/13)
als
Diagnosen
ein
Explosionstrauma im Rahmen eines Hausbrandes mit Verbrennung
en
der Körperoberfläche
Grad
IIa
-III vom 1
6.
Juli
2016
, eine
Depression,
eine
rhegmatogene
Amotio
retinae
(
superior
,
Makula
on, Riss 12 Uhr
)
und
eine
Pseudopha
kie
Auge beidseits
, zirka 201
3.
3.3
Der Beschwerdeführer
weilte sodann
vom 3
0.
September bis 2
8.
November 2015 in der Rehaklinik
A._
in stationärer Behandlung (
Urk.
8/50 S. 1 oben).
Die Ärzte der Rehaklinik
A._
nannten
im
Austrittsbericht vom
3.
Dezember 2015 (
Urk.
8/50)
als
Diagnosen
unter anderem ein
Explosionstrauma im Rahmen eines Hausbrandes mit Verbrennung von 62
%
der Körperoberfläche, G
rad
IIa
-III, vom 1
6.
Juli 2015,
eine
Ventilator-assozi
i
erte Pneumonie
(
Erstdiagnose 2
0.
Juli 2015
)
bei Tracheotomie am 1
8.
Juli 2015
,
einen
Katheterinfekt
mit
Klebsiella
pneumoniae
(
Erstdiagnose
7.
August 2015
)
,
eine
schwere depressive Episode, November 2013,
eine
rhegmatogene
Amotio
retinae
und eine
Pseudophakie
Auge beidseits, zirka 2013 (S. 1 f.). Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, die Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei aktuell nicht zumutbar.
Seit dem
2
8.
November 2015 bestehe ein
e Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 3 Mitte).
3.4
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Plastische,
Rekonstruktive
und Ästhetische Chirurgie,
Assistenzarzt,
Z._
,
hielt
im Bericht vom 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
8/80)
fest
, rund sieben Monate nach den Verbrennungen zeigten sich am Integument regelrechte Wundverhältnisse. Über den Gelenken sei die H
aut noch sehr dünn (S
.
1 unten).
Bei einer
aktuellen
Hebelast
von 5 kg pro Hand sei an die Arbeit als Gabelstapler im Moment nicht zu denken. Es erscheine nicht sehr wahrscheinlich, dass der Patient in der angestammten Arbeitsumgebung wieder Fuss fassen werde (S. 2).
3.5
Die Ärzte der Augenklinik des
Z._
antworteten am 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
8/188/1) auf eine Anfrage der Beschwerdegegnerin. Sie führten aus, es bestehe ein Status nach Netzhautablösung links am 2
8.
Februar 2015 und rechts am
9.
Dezember 201
6.
Die Netzhautablösung vom Dezember 2016 stehe ihrer Meinung nach nicht im Zusammenhang mit dem Explosionstrauma vom Juli 201
5.
3.6
Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, gab in
der Stellungnahme vom 1
5.
März 2019 (
Urk.
8/259) zur Diagnose einer Trachealstenose auf 5 mm
bei Status nach Tracheotomie 2015
an, anhand der Unterlagen sei die
Tätigkeit
als Lagermitarbeiter aus ORL-Sicht uneingeschränkt zumutbar (S. 1
Ziff.
1).
3.7
3.7.1
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
berichtete am
4.
Juni 2019 (
Urk.
3/5 =
Urk.
8/274
)
über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom gleichen Tag.
Er
führt
e
aus, der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er ständig Beschwerden im Bereich der Hautverbrennungen ha
be. Die Haut spanne se
hr stark, sei druck
empfindlich, jucke teilweise sehr stark und lasse
sich schlecht g
egen die Unter
haut verschieben.
Langes Sitzen auf den Gesässbacken sei schlecht möglich. In diesem Bereich habe er starke Verbrennungen gehabt. Er mache regelmässig Übungen zum Erhalt der Beweglichkeit in den Schulter-
, E
llenbogen- und Hand
gelenken sowie
in
den
Hüft
-
, Knie- und Fussgelenken
. Die Atmung sei durch die eingeschränkte Beweglichkeit der Haut über dem Brustkorb
eingeschränkt
(S.
5 oben).
Der Beschwerdeführer könne sodann nicht kniend arbeiten oder in die Hocke gehen. Bei intensivem Krafttraining verstärkten sich die Spannungszu
stände
an
der Haut. Arbeiten im Haushalt, welche ihm früher leichtgefallen seien, bedürften nun einer grossen Überwindung. Für schwere Tätigkeiten müsse er die Hilfe seiner Tochter, ihres Partners oder seines Neffen in Anspruch nehmen, was ihm
schwer falle
(S. 5 Mitte).
Er verwende regelmässig
s
ilikonartige Pflaster, ins
besondere im Gesässbereich. Hierdurch verringerten sich die Schmerzen beim Sitzen (S. 5 unten).
3.
7
.2
Im
Gesichtsbereich
bestünden Verbrennungsnarben
,
die
bland
verheilt seien. Die
beidseits
herabhängenden Augenlider würden im Rahmen einer kosmetischen Korrektur
gemäss den Angaben des Beschwerdeführers
demnächst korrigiert. Im Bereich der Nase, der Lippen sowie der Ohren fänden sich keine entstellenden Narben (S. 6 oben).
Über den Schultergelenken bestünden ausgedehnte Verbren
nungsnarben, welche sich über den Thorax und den Oberbauchraum fortsetzten. Im Bereich der Oberarme fänden sich stark eingezogene Vernarbungen der Haut. Im Bereich beider Unterarme bestünde
n
g
ering eingezogene Vernarbungen.
Die Beweglichkeit in beiden Schultergelenken sei
geringgradig
in allen Ebenen ein
geschränkt
. In
den Ellenbogengelenken ge
linge die Streckung vollständig und die
Beweglichkeit
in beiden Handgelenken sei
uneingeschränkt frei
(S. 6 Mitte).
Im Bereich des Gesässes mit Betonung über den Sitzbeinhöckern fänden sich ausge
dehnte Verbrennungsnarben, welche
druckdolent
seien. Am rechten
Oberschenkel lateralseitig über dem Trochanter
major
beginnend bis in den Bereich des Sprung
gelenks
ventralseitig
ziehend sowie über dem linken Oberschenkel bis zum Sprunggelenk fänden sich ausgedehnte Vernarbungen mit fehlendem Unterhaut
fettgewebe und festem Anhaften der Haut am Unterhautbindegewebe.
Im Bereich des linken Unterschenkels fänden sich Zeichen einer chronisch venösen Insuf
fi
zienz
mit Stauungsdermatitis dem klinischen Aspekt entsprechend.
Bei der Bewe
gung beider Kniegelenke würden ab einer Beugung von 90° Schmerzen angege
ben. Eine Beugung von über 120° sei wegen starker Schmerzen in den Kniege
lenken nicht durchführbar. Sämtliche Narben seien
bland
verheilt, inklusive der
Narben der Z-Plastiken an den Schultergelenken. Die Narbenbildungen
ventral
seitig
über dem Thorax und
den Armen und Beinen hätten einen stark entstel
lenden Charakter. Diese könnten
durch das Tragen entsprechender Kleider
bedeckt gehalten werden (S. 6 unten).
3.
7
.3
Dr.
D._
nannte als Diagnosen das Ereignis vom 1
6.
Juli 20
1
5
mit
einem
Inhalationstrauma und Verbrennungen von 62
%
der Körperoberfläche Grad
IIa
-III entsprechend
, Narbenbildung, Funktionseinschränkung und Schmerzhaftigkeit im Bereich der Verbrennungen
,
und eine Trachealstenose bei Status nach Tracheotomie. Als unfallfremde Diagnose nannte er rezidivierende depressive Episoden (S. 7 Mitte).
Der
Beschwerdeführer habe sich am 1
6.
Juli 2015 im Rahmen eines Brandes in
s
einer Wohnung zweit- bis
drittgradige
Haut
verbrennungen im Ausmass von 62
% der Körperoberfläche zugezogen. Im Rahmen der Unfallbehandlungen sei es zusätzlich zu einer Trachealstenose gekommen,
die
aktuell keine chirurgische Intervention benötige. Die im Verlauf durchgeführte chirurgische Behandlung
der Verbrennungsfolgen, die Deckungen mit Spalt- und Fremdhaut und die Z-Plasti
ken seien
heute
bland
verheilt. Entsprechend der Ausdehnung der Verbrennungen
und der daraus
folgenden Narbenbildungen
führe dies
zu Spannungszuständen über den Gelenken, Schmerzhaftigkeit über den Narben und reduzierter Druckbe
lastung der Hauttransplantate. Der Beschwerdeführer sei schmerzkompensiert
und
benötige keine schmerzlindernden oder modulierenden Medikamente.
Es könne davon ausgegangen werden, dass durch die Fortsetzung
der Behandlung
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden könne
(S
.
7 unten).
Dr.
D._
antwortete auf die Fragen der Beschwerdegegnerin, es sei ein stabiler medizinischer Zustand beziehungsweise Endzustand erreicht. Eine namhafte Bes
serung im Sinne einer Steigerung
oder
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit lasse sich nicht mehr erreichen. Der Beschwerdefüh
rer sei im 5
8.
Lebensjahr (S. 8
Ziff.
1). Weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig. Die durchgeführten Abklärungen seien abschliessend (S. 8
Ziff.
2). Die angestammte Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei
körperlich
zu schwer und dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Eine
leidensangepasste Tätig
keit entspreche einem Pensum von 50
%
in einer
leichten, wechselbelastenden Tätigkeit. Nicht zumutbar seien Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie in einer Zwangshaltung und Arbeiten im Hocken und Knien (S. 8
Ziff.
3). Durch die Fort
setzung der Physiotherapie einmal pro Woche könne der Gesundheitszustand auf
rechterhalten und eine Verschlechterung verzögert werden. Die Behandlung
mittels Salben sei Bestandteil der täglichen Narbenpflege. Physiotherapie sollte voraussichtlich für zwölf weitere Monate durchgeführt werden (S. 8
Ziff.
4.2).
3.
8
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
hielt
in einer Beurteilung vom 1
0.
September 2019 (
Urk.
3/6 =
Urk.
8/293 S. 24) fest,
sie komme zu den gleichen Befunden wie
Dr.
D._
.
Sie bedanke sich für die gründliche Abklärung und die detaillierten Beschreibungen.
Mit der Beurteilung einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
sei sie
aber
nicht einverstanden. Die von Dr.
D._
erwähnten Befunde und die Tatsache, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers auf jeden Fall verschlechtern werde, machten ihrer Meinung eine Wiedereingliederung in den Arb
eitsprozess unmöglich.
Er
sollte
unbedingt weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben werden.
Weitere Beschwerden wie eine Trachealstenose, ein eingeschränktes Sehvermögen und rezidivierende Depressionen erschwerten das Leben des Beschwerdeführers zusätzlich.
Die Beschwerden
würden auch bei einer leichten Arbeit ins Gewicht fallen.
3.9
D
er Beschwerdeführer war
wegen einer Narbenrevision im rechten Kniegelenk
vom
4.
bis
7.
Dezember
und erneut vom 1
8.
bis 2
2.
Dezember 2019 in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Z._
in stationärer Behandlung
(
Urk.
8/308 S. 2,
Urk.
8/309 S. 2 f.).
Die Ärzte des
Z._
stellten im
Austrittsb
ericht vom 2
7.
Dezember 2019 (
Urk.
8/308/2-4) folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
Wundinfekt Oberschenkel rechts bei/mit
-
Status nach Narbenrevision Knie/
präpatellär
rechts mit
subcutaner
Rigotomie
,
Fatgrafting
mit
Liposuctions
-Entnahmestelle Abdomen links,
Microfett
-Injektion
s
ubcutan
sowie
Needling
und
intra
cutane
Nanofett-Injektion vom
5.
Dezember 2019
-
instabile Narbenverhältnisse
präpatellär
rechts bei Narbenadhärenz
-
Status nach Narbenrevision Knie/
präpatellär
rechts
-
Explosionstrauma im Rahmen eines Hausbrandes mit Verbrennung von 62
%
der Körperoberfläche, Grad
IIa
-
III vom 1
6.
Juli 2015
-
tracheale Stenose differentialdiagnostisch bei Status nach Tracheotomie, Differentialdiagnose thermal
lesion
-
MRI Hals vom 2
6.
Oktober 2018: schlitzförmige Stenosierung der Trachea auf maximal 5 mm
-
Narbenkorrekturen
Axilla
beidseits und Jugulum sowie
atrophe
Narbe Oberschenkel rechts
-
s
chwere depressive Episoden, November 2013
-
rhegmatogene
Amotio
retinae
links am 2
7.
Februar 2015
-
Pseudophakie
Augen beidseits, zirka 2013
Zum Verlauf wurde ausgeführt, bei einem Wundinfekt sei eine erneute stationäre Aufnahme erfolgt zur
intravenösen
Antibiose mit
Augmentin
(S. 2 unten). Vom 2
2.
Dezember 2019 bis
5.
Januar 2020 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden (S. 3).
4.
4.1
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
4.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
4.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl.
auch Meyer/Reichmuth,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung
,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
4.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
5.
5.1
Der Bericht von
Dr.
D._
vom
4.
Juni 2019 erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert eines ärztlichen Berichtes
(vorstehend E. 4.1)
.
Er erweist sich für die streitigen Belange als umfassend.
Der
Kreisarzt
trug
den geklagten
Beschwerden
bezüglich der
erlittenen
Verbrennungen und Vernarbungen der Haut
und der sich daraus ergebenden Einschränkungen
des Beschwerdeführers
ausreichend Rech
nung
(E. 3.
7
.1
).
Dem Vorwurf, wonach die
Beschwerden
nicht in die Beurteilung
des Kreisarztes
eingeflossen
seien
(
Urk.
1 S. 7
Ziff.
31),
kann nicht gefolgt werden
.
Dass
Dr.
D._
dennoch
zur Einschätzung einer
zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50
%
in einer angepassten Tätigkeit gelangte, spricht nicht gege
n den Beweiswert des Berichtes.
Mit dem Attest einer
teilweisen
anstelle einer vollen Arbeitsfähigkeit
wurde
den Einschränkungen
des Beschwerdeführers
gerade
Rechnung getragen
.
Der Kreisarzt berücksichtigte
diese
zudem bei der
Umschrei
bung des Belastungsprofils, wonach Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, in Zwangshaltungen und im Hocken oder Knien
nicht möglich
seien
. Zwar bestün
den Spannungszustände
über den Gelenken und eine Schmerzhaftigkeit über den Narben; der Beschwerdeführer sei jedoch schmerzkompensiert und benötige keine schmerzlindernden oder modulierenden Medikamente
(E. 3.7.3
hiervor
).
Gestützt auf die persönliche Untersuchung
und die erhobenen Befunde
war
Dr.
D._
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
sehr wohl
möglic
h
.
Soweit der Beschwerde
führer die Einschätzung
des Kreisarztes
als lebensfremd bezeichnete (
Urk.
1 S. 7
Ziff.
29), vermag er daraus nichts
zu seinen Gunsten abzuleiten.
Der Bericht
erfolge sodann in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den Vorak
ten und er
vermag in der medizinischen Beurteilung und in den Schlussfolgerun
gen zu überzeugen.
Anhaltspunkte für
Zweifel an
der Beurteilung
bestehen nicht.
Auf den Bericht kann daher abgestellt werden.
Die im Dezember 2019
im
Z._
vorgenommene Narbenrevision am rechten Kniegelenk
hatte keine
längerfristige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
zur Folge
.
Es erübrigen sich daher weitere
medizinische Abklärungen zur Arbeitsf
ähigkeit sowie die Einholung eines Gerichtsgutachtens (
vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1 unten).
5.2
Auf die Beurteilung durch
Dr.
E._
vom 1
0.
September 2019 kann
dagegen
nicht unbesehen abgestellt werden.
Die
Hausärztin
legte
darin
nicht
plausibel
dar
, weshalb auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit keine verwertbare
Teil-
Arbeitsfähigkeit mehr bestehen sollte.
Die von
Dr.
E._
erwähnten weiteren Beschwerden wie eine rezidivierende Depression und eine eingeschränkte Sehfä
higkeit
(
vorstehend
E. 3.8)
sind unbestritten nicht auf den Unfall vom 16.
Juli 2015 zurückzuführen. Diese Beschwerden sind bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit daher nicht zu berücksichtigen.
Weiter ist auf den Grundsatz
hin
zuweisen, wonach Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund ihrer auftragsrecht
lichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 313 E. 3b/cc).
Gemäss
Dr.
C._
besteht
aus ORL-ärztlicher Sicht trotz der Diagnose einer Trachealstenose in der angestammten Tätigkeit gar eine volle Arbeitsfähigkeit
(E.
3.6 hiervor)
.
Die diesbezüglichen Beschwerden wirken sich
somit ebenfalls
nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus.
Der medizinische Sachverhalt ist
somit
als dahingehend erstellt zu erachten, dass dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr zugemutet werden kann. Für eine behinderungsangepasste
körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeit ist dagegen von einer zumutbaren Restar
beitsfähigkeit von 50
%
auszugehen.
5.3
Die Beschwerdegegnerin
stellte auf ein Valideneinkommen von
Fr.
77'200.-- ab (
Urk.
8/284 S. 2 unten,
Urk.
2 S. 8 E. 6).
Gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2019
Fr.
5'800.--pro Monat sowie eine Gruppenleiter-Zulage von
Fr.
150.-- pro Monat verdient (
Urk.
8/250
S. 2 unten). Damit ergibt sich ein Einkommen von
Fr.
77'200.-- (
Fr.
5'800.-- x 13
+
Fr.
150.-- x 12). Da davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer weiterhin in der angestammten Tätigkeit
als Lagermitarbeiter
gearbeitet hätte,
ist das
Vali
deneinkommen
mit
Fr.
77'200.-- zu veranschlagen.
5.4
Gemäss der medizinischen Beurteilung durch
Dr.
D._
ist dem Beschwerde
führer eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit
mit einem Pensum
von 50
%
möglich. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können die LSE-Tabellenlöhne
herangezogen
werden.
Dabei ist
auf
de
n
allgemeinen Tabellenl
ohn
LSE 2016 TA1_tirage_skill_level
ausgehend von
Kompetenzniveau eins
und
somit
auf ein Einkommen von
Fr.
5'340.--
abzustellen
.
Der
verwendete
Tabellen
lohn
beinhaltet
eine Vielzahl von
Tätigkeiten, die
dem Beschwerdeführer
noch
möglich sind
.
A
uf
Rz 45-47
der Tabellenlöhne (Handel;
Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen)
kann dagegen nicht abgestellt werden
. Die Aus
bildung des Beschwerdeführers zum Automechaniker liegt zu lange zurück,
als
dass mit einer Anstellung
in dieser Branche
gerechnet werden könnte.
Da nur noch eine Teilerwerbstätigkeit des Beschwerdeführers besteht,
ist
hierfür ein
Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren.
Ein zusätzlicher
Abzug
erweist sich
aufgrund des Alters des Beschwerdeführers
als gerechtfertigt
.
Da dem Beschwer
deführer eine angepasste, körperlich leichte Tätigkeit
aber
grundsätzlich möglich ist, kommt
ein höherer Abzug in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht in Frage
(Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 E. 4.1.1).
Der von der Beschwerd
egegnerin gewährte Abzug von 15
% erweist sich
zudem als grosszügig bemessen.
Bei einer Nominallohnentwicklung
für Männer von 0.4
%
im Jahr 2017 und 0.5
% im Jahr 2018
(
Tabelle T1.10
,
Nominallohnindex) und
von 0.5
%
im Jahr 2019
(gemäss der
3.
Quartalsschätzung 2019)
und einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden resultiert ein Einkommen von
Fr.
28'791.--
(
Fr.
5'340.
-- x 12 x
0.5
:
40 x 41.7 x 1.004 x 1.005 x 1.005 x 0.85
). Als zumutbares Invalideneinkommen sind
somit
Fr.
28'791.-- zu veranschlagen.
Vergleicht man das Valideneinkommen von
Fr.
77'200.-- mit dem Invalidenein
kommen von
Fr.
28'791.--, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr.
48'409.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 63
%
entspricht.
5.5
Zusammenfassend ist
ein Rentenanspruch bei einem
Invaliditätsgrad von 63
%
, wie von der Beschwerdegegnerin ermittelt, zu bestätigen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom
4.
Februar 2020 erweist sich
somit
als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.