Decision ID: 3960613a-3357-449c-b7b4-6644287280e2
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
57, war seit dem 12
.
Juni
20
14
als
Kranführer bei der
E._
AG
angestellt und damit bei der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert, als er am
2
6.
Juni 2014 bei der Arbeit auf einer Leiter ausrutschte und sich beim Festhalten an der Leiter die rechte Schulter zerrte (vgl. Schadenmeldung UVG;
Urk.
7/3).
Des Weiteren verletzte er sich auch am
rechten
Fuss
(vgl.
Urk.
7/29,
Urk.
7/36
,
Urk.
7/
38-
39
).
Das am
2.
Dezember 2014 durch
geführte
Arthro
-MRI
und die
Arthrographie
der rechten Schulter ergaben eine
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
(vgl.
Urk.
7/32) und das MRI des rechten oberen Sprunggelenkes (OSG) vom 1
3.
November 2014 ergab einen kom
pletten Achillessehnenriss (vgl.
Urk.
7/46).
Die Suva anerkannte ihre Leistungs
pflicht.
Am
6.
Mai 2015 wurde eine
arthroskopische
Supraspinatussehne
n
rekon
st
r
uktion
rechts durchgeführt (vgl.
Urk.
7/63
) und am
2.
November 2015
erfolgte
eine Rekonstruktion der rechten Achillessehne
(vgl.
Urk.
7/85/1-2)
.
1.2
Am 2
2.
Januar 2016
(vgl.
Urk.
7/101/1-2)
äusserte
Dr.
F._
, Fach
arzt für Neurologie,
Klinik
G._
, den dringende
n
Verdacht auf eine
amyotrophe
Lateralsklerose (ALS), was durch die
Ärzte des Neurozentrums, S
pital
H._
, am 2
9.
Februar 2016 nach einer Zweitbeurteilung bestätigt wurde (vgl.
Urk.
7/112).
1.3
Nach am
20
.
Mai 2016
bei Dr.
I._
, Fach
ärztin
Chirurgie, er
folgter kreisärztlicher Untersuchung (vg
l. Urk. 7/129
)
gewährte
die Suva
dem Versicherten mit Verfügung vom 2
9.
August 2016
(
Urk.
7/152)
ab
dem
1.
Sep
tember 2016 auf Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 10
%
eine Invalidenrente und verneinte weiter
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Die da
gegen
vom Versicherten
am
28
.
September 2016
erhobene Einsprache (Urk. 7/
160
) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
24
.
Oktober 2017
ab (Urk. 7/
178
= Urk. 2).
2.
2.1
Der Versicherte
erhob am 2
1.
November 2017 Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom 2
4.
Oktober 2017 (
Urk.
2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von min
destens 50
%
mit Wirkung ab
1.
September 2016 zu gewähren. Eventuell sei die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen
(Urk. 1
S. 2
).
2.2
M
i
t Beschwerdeantwort vom
8
.
Januar 2018
beantragte die
Suva
die Abweisung d
er Beschwerde (Urk. 6)
, wovon dem Versicherten
am 1
3.
Februar 2018
Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9)
.
2.3
Am
18. Februar 2019
teilte der Rechtsvertreter des
Versicherten
m
i
t, dass d
ieser
am
16
.
Januar 2019
verstorben sei
. Weiter wies der Rechtsvertreter darauf hin, dass versucht werde, mit der Beschwerdegegnerin eine verg
leichsweise Einigung zu finden
(Urk. 10
).
In der Folge gingen diesbezüglich keine weiteren Informati
onen ein.
Auf telefonische Anfrage seitens des Gerichts teilte der Rechtsvertreter des verstorbenen
Versicherten
am 1
7.
Juni 2019 mit, dass die Beschwerdegegne
rin nicht auf seine Anfrage reagiert habe, weshalb das Verfahren strittig weiter
zuführen sei (
Urk.
12). Mit Gerichtsverfügung
vom 2
8.
Juni
2019 wurde der Pro
zess sistiert
bis
zum Entscheid
über den Antritt der Erbschaft des
Versicherten
und seinem Rechtsvertreter aufgegeben, das Gericht über den Erbschaftsantritt mit Erbschein in Kenntnis zu setzen und anzugeben, ob die Erben beziehungs
weise welche Erben den Prozess weiterführen woll
t
en (
Urk.
14). Nach mehrfacher gerichtlicher telefonischer Anfrage reichte der Rechtsanwalt des verstorbenen
Versicherten
a
m
9.
Oktober 2019 eine Liste
der
gesetzlichen
Erben ein, welche den Prozess weiterführen wollten
,
dies seien
die Ehefrau
Y._
sowie die Kinder
Z._
,
A._
,
B._
,
C._
und
D._
(vgl.
Urk.
18/1-2). Nachdem auf erneute telefonische Anfrage
vom
1
7.
Oktober 2019
(vgl.
Urk.
19) beim Rechtsvertreter
des verstorbenen
Versicherten
der gefor
derte Erbschein nicht eing
ereicht wurde
, wurde das Bezirksgericht Zürich mit Schreiben vom 2
5.
Oktober 2019 gebeten,
dem Gericht
mitzuteilen, ob
in Sachen des verstorbenen Versicherten
Erbscheine ausgestellt w
orden seien
, eine letztwil
lige Verfügung eröffnet oder die Erbschaft ausgeschlagen w
orden sei
, sodann, ob erbrechtliche
Massnahmen
angeordnet w
orden seien
(
Urk.
20). Am 3
0.
Oktober 2019 (
Urk.
21) reichte das Bezirksgericht Zür
ich den Erbschein ein, welcher die Erbenstellung der bereits genannten Erben bestätigte
(
Urk.
22)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
6.
Juni 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität,
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach
Art.
18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des Invaliditäts
grades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von
Art.
16 ATSG abweichen.
1.5
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben
sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Ver
dienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkom
men entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich er
mitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist
die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer
den; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gege
benenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Be
einträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Ver
sicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Be
fangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters o
der der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U
356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit,
dass die der Bemessung des Invalideneinkommens zugrundeliegenden DAP-Arbeitsplätze mit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 2
0.
Mai 2016 vereinbar seien. Dies ergebe einen durchschnittlichen Invalidenlohn von
Fr.
65'148.--. Ein leidensbedingter Abzug sei nicht vorzunehmen, da die unfall
bedingten Einschränkungen bei der Auswahl der Arbeitsplätze bereits berück
sichtigt worden seien. Bei einem im Jahr 2016 anzunehmenden mutmasslichen
Valideneinkommen
von
Fr.
72'618.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 10.29
%
. Unfallbedingt sei der Anspruch auf
Hilflosenentschädigung
offensichtlich zu ver
neinen (S. 5 f.
Ziff.
3). Gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung vom 2
0.
Mai 2016 sei eine Integritätsentschädigung zu verneinen (S. 6 f.
Ziff.
4).
2.2
Dagegen machte
n
d
ie
Beschwerdeführenden
in
der
Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
auf das Zumutbarkeitsprofil der Kreisärztin könne nicht abgestellt werden. Diese
s
hätte durch einen neutralen Arzt festgelegt werden müssen (S. 6
Ziff.
15).
Die
vorhandenen unfallbedingten Beeinträchtigungen an der Schulter und dem Fus
s seien derart ausgeprägt
gewesen
, dass,
wenn überhaupt, nur noch leichte und zudem wechselbelastende Verweistätigkeiten möglich und zumutbar
gewesen
wären. Es sei unrichtig, wenn von einer ganztägigen Leistungsfähigkeit ohne zu
sätzliche Pausen beziehungsweise Effizienzeinbussen ausgegangen werde (S. 6
Ziff.
16
, S. 6
Ziff.
18
). Es sei unklar, was unter einer leichten beziehungsweise mittelschweren Verweistätigkeit genau zu verstehen sei und weshalb die heran
gezogenen fünf Arbeitsplätze mit dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil über
einstimmen sollen (S. 6
Ziff.
17).
Zudem sei unklar, ob und inwieweit die als Folge der ALS-Krankheit insgesamt herabgesetzte Leistungsfähigkeit, welche auch die unfallbedingten funktionellen Leistungsdefizite betreffe, berücksichtigt werden müsse
(S. 6 f.
Ziff.
19)
.
Das bei
m
(inzwischen verstorbenen)
Versicherten
-
krank
heitsbedingt zusätzlich eingeschränkte
-
unfallbedingt
im Zeitpunkt des
Ein
spracheentscheids
noch mögliche
Leistungsvermögen könne nicht i
m Rahmen ei
nes DAP-Vergleichs monetär bewertet werden. Die im angefochtenen Entscheid genannte
n
Arbeitsplätze beziehungsweise das diesbezügliche funktionelle
Leis
tungsprofil
sei nicht mit dem Leistungsprofil vergleichbar, welches bei
m Versi
cherten bestanden habe
(S. 7
Ziff.
21). So würden versicherte Personen, welche die im angefochtenen Entscheid aufgeführten Arbeitsplätze ausführten, nicht an einer Nervenkrankheit leiden. Es wäre daher von vornherein angezeigt gewesen,
die Invaliditätsbemessung auch anhand der Einkommensvergleichsmethode vor
zunehmen und den höheren der beiden Invaliditätsgrade für die Berechnung der Invalidenrente hinzuzuziehen (S. 7 f.
Ziff.
22). Zudem hätte die Beschwerdegeg
nerin den Vergleichslohn der genannten fünf Verweistätigkeiten beziehungsweise bei Anwendung der Einkommensvergleichsmethode den Tabellenlohn kürzen müssen. Zusätzlich hätte noch ein leidensbedingter Abzug gewährt werden müs
sen (S. 8 ff.
Ziff.
23-35).
2.3
Die Beschwerdegegnerin machte in ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
6) geltend,
dass die Ursache der ALS weitgehend unbekannt sei und infolgedessen die sinn
gemäss vorgetrage
ne
Argumentation de
r Beschwerdeführenden nicht zu verf
an
gen möge,
und
dass
das Unfallereignis vom 2
6.
Juni 2014 sich teilkausal auf die ALS-Erkrankung und deren Folgen im Sinne einer Verschlimmerung ausgewirkt
habe
(S. 6
Ziff.
21). Nicht nachvollziehbar sei weiter die Rüge, dass das Zumut
barkeitsprofil durch einen neutralen Arzt hätte festgelegt werden müssen. Hin
sichtlich der kreisärztlichen Beurteilung seien sämtliche von der Rechtsprechung geforderten Voraussetzungen erfüllt.
Die ALS-Diagnose
s
ei unfallfremd. Inwie
fern die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar sein soll,
sei unbegründet geblieben
(S. 7 f.
Ziff.
22)
. Die Be
schwerdeführenden
würden
verkenn
en
, dass es sich bei der Unfallversicherung um
eine Kausalversicherung handle
(S. 8
Ziff.
23
, S. 9
Ziff.
25, S. 9 f.
Ziff.
27,
S. 10
Ziff.
29
).
2.4
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.
3.
3.1
Die relevante medizinische Akten
lage präsentiert sich wie folgt:
3.2
Dr.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
stellte in seinem Bericht vom 2
8.
September 201
5 (
Urk.
7/74) folgende Diagnose
(S. 1):
-
Status nach
arthroskopischer
Bicepstenodese
,
sub
a
kromialer
Dekompres
sion und
transossärer
Supraspinatusrekonstruktion
der rechten Schulter vom
6.
Mai 2015 bei
-
posttraumatischer
transmuraler
Supraspinatusruptur
mit instabiler
Bi
zepslongus-Sehne
nach Hyperabduktions-Trauma vom Juni 2014
Dr.
J._
führte aus, dass vierein
halb Monate postoperativ noch eine leichte Bewegungseinschränkung vor allem in Abduktion und in Innenrotation rechts gegenüber links bestehe. Dies erkläre auch die
residuellen
Schmerzen, die
subak
romial
anterior
bei Mobilisation oder am Ende eines Tages aufträten (S. 2 oben). Daneben klage der Patient über eine Schwäche der Feinmotorik insbesondere
beim Zuknöpfen eines Hemdes oder bei
m
Heben von kleinen Gegenständen mit der linken Hand. Diesbezüglich werde eine neurologische Untersuchung empfoh
len.
Aus schulterchirurgischer Sicht könne die Achillessehnenrekonstruktion ab Anfan
g
November 2015 erfolgen
. Vorerst bestehe noch eine volle Arbeitsunfä
higkeit bis Ende Oktober 2015 (S. 2 Mitte).
3.3
Dr.
F._
stellte in seinem Bericht vom 2
2.
Januar 2016 (
Urk.
7/101/1-4
)
in der Hauptsache
folgende Diagnosen (S. 1)
:
-
dringender Verdacht auf beginnende - untere -
Motoneuronenerkrankung
mit subklinischer (MEP) Pyramidenbahnbeteiligung zu den Beinen (ALS)
-
Status nach Sturzverletzung im Juni 2014
-
Schulterverletzung recht
s
, operiert im Mai 2015
-
Achillessehnenruptur rechts, Operation im November 2015
-
Diabetes mellitus Typ II
Dr.
F._
führte in seiner Beurteilung aus, dass sich in der Gesamtschau der klinisch-neurologischen und elektrodiagnostischen Untersuchungsbefunde, des MRI
der
Halswirbelsäule (
HWS
) bis Lendenwirbelsäule (
LWS
)
, des bis auf eine leichte Gesamteiweisserhöhung normalen Liquor
s
sowie der bis auf Zeichen eine
s
schlecht eingestellten Diabetes mellitus im Wesentlichen unauffälligen Laborre
sultate der dringende Verdacht auf eine beginnende - untere -
Motoneuronener
krankung
mit subklinischer (MEP) Pyramidenbahnbeteiligung zu den Beinen vom Typ einer
ALS
als
Ursache der sc
hmerzlosen leichten
distalbeton
ten
myatrophen
Paresen der Arme und distal-
extensorenbetont
en
Paresen
des rechten Beines er
gebe (S. 1 unten f.). Dies
,
auch wenn der Patient einen direkten Zusammenhang der Paresen an Hand und Fuss rechts mit dem Arbeitsunfall vom Juni 2014 sehe und eine Zunahme der entsprechenden Parese
n
in den vergangenen Monaten verneine. Vorgeschlagen werde das Einholen einer neurologischen Zweitmeinung (S. 2 oben).
3.4
Dr.
J._
stellte in seinem Bericht vom
5.
Februar 2016 (
Urk.
7/106
)
die glei
che Diagnose wie in seinem Vorbericht vom 2
8.
September 2015
(S. 1
, vgl. vor
stehend E. 3.2
)
.
Als weitere Diagnose nannte
er
eine schwere Neuropathie mit Muskelatrophie der Handgelenksflexoren und Extensoren sowie ausgeprägter Atrophie der
Intraosseous
- und
Hypothenarmuskulatur
beider Hände mit Verlust der Greiffunktion und Verlust der Feinmotorik an beiden Händen (S. 1).
Dr.
J._
führte aus, im Bereich der rechten Schulter sei der Patient zufrie
den. Die Beweglichkeit habe sich in den letzten Wochen weiter verbessert (S. 1 Mitte). Bezüglich der
rechte
n
Schulter könne
sechs
Monate postoperativ
die
Be
handlung abgeschlossen werden. Es bestehe daneben eine ausgeprägte Neuropa
thie beider oberer Extremitäten,
insbesondere der Vorderarme und der Hände. Diesbezüglich
sei eine
weitere Abklärung
in der Neurologie des Universitätsspitals
K
._
geplant.
Daraus resultiere vorerst
w
eiterhin eine volle Ar
beitsunfähigkeit
. Die n
eurologische Beurteilung werde fortgesetzt
(S. 2 oben)
.
3.5
Dr.
L._
, Leitender Arzt, und
Dr.
M._
, Assistenz
arzt,
Neurozentrum, S
pital
H._
,
führten in ihrer Beurteilung vom 2
9.
Feb
ruar 2016 (
Urk.
7/112
)
aus, der Versicherte sei mit der Bitte um eine Zweitmei
nung bei Verdacht auf eine
Motoneuronenerkrankung
zugewiesen worden (S. 1). Wie bereits im Vorfeld beurteilt, werde das Vorliegen einer
Motoneuronenerkran
kung
mit vordergründig klinischer und elektrophysiologischer Affektion des zweiten Motoneurons vermutet (S. 2 unten). Es böten sich keine differenzialdiag
nostischen Alternativen. Trotz unauffälligen motorischen und sensiblen Neuro
graphien in der unteren Extremität w
erde
bei Abwesenheit
des
Achillessehnenre
flex
es
(
ASR
)
beidseits, leichtgradiger
Hyppallästhesie
sowie der leicht gestörten
Hauttrophik
der Füsse zusätzlich eine elektrophysiologisch (noch) nicht fassbare Polyneuropathie im Rahmen des Diabetes mellitus Typ II vermutet. Diesbezüglich werde dringend die initiale Einstellung desselben über den Hausarzt empfohlen. Ansonsten werde die von
Dr.
F._
vermutete Differenzialdiagnose als hoch
wahrscheinlich erachtet (S. 3 oben).
3.6
Kreisärztin
Dr.
I._
führte in ihrer Stellungnahme vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
7/113
) aus, dass die
Motoneuronenerkrankung
eine
Krankheit und nicht unfallkausal
sei. Die Behandlung beziehungsweise Abklärung durch
Dr.
F._
und
Dr
.
L._
sei demnach nicht unfallkausal.
3.7
Dr.
N._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
Klinik
G._
, stellte in sei
nem Bericht vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
7/116
) folgende Diagnosen (S. 1)
:
-
neu diagnostizierte
ALS
bei zunehmender Muskelschwäche in Arm und Bein rechts
-
Status nach Achillessehnenrekonstruktion rechts vom
2.
November 2015
Dr.
N._
führte aus, bereits
Dr.
F._
(Neurologe Klinik
G._
) habe den Verdacht
auf
eine
ALS
geäussert, und diese sei nun vor zwei Wochen im
S
pital
H._
bestätigt worden. Di
e
s erkläre natürlich auch die zunehmende Schwäche, insbesondere für die Fussheber am Bein rechts. Entsprechend sei nun auch dieser verzögerte Verlauf mit Kraftverlust erklärbar. Zur Sicherheit und Do
kumentation werde noch ein MRI des Rückfusses durchgeführt
(S. 1 unten)
.
Dr.
N._
führte aus, seines Erachtens sei die Achillessehnenrekonstruktion gut geheilt und mehr Kraft werde der Patient nicht mehr entwickeln können. Im Gegenteil werde er durch die
ALS
in den nächsten Jahren nur schwächer, weshalb er nicht glaube, dass eine Rückkehr an die Arbeit als Kranführer mit Treppenstei
gen wieder
möglich sein werde.
Entsprechend werde eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit bestätigt (S. 2)
.
3.8
Dr.
N._
stellte in seinem Bericht vom
7.
April 2016 (
Urk.
7/122
)
die glei
chen Diagnosen wie im Vorbericht vom 1
8.
M
ärz 2016 (S. 1, vgl. vorstehend
E. 3.7
).
Sodann
führte
er
aus, es bestünden unveränderte Restbeschwerden und insbeson
dere eine Schwäche der Muskulatur. Am
7.
April 2016 sei ein MRI des linken Rückfusses
(
richtig wohl: rechter
Rückfuss
, vgl.
Urk.
7/120
)
gemacht worden. Von Seiten des Transfers und der Achillessehnenrekonstruktion finde sich keine Er
klärung für diese ausgeprägte Schwäche bis auf die mässige Verfettung. Entspre
chend seien weitere Kontrollen nur noch bei Bedarf notwendig (S. 1 unten).
3.9
Am 2
0.
Mai 2016 erstattete
Dr.
I._
Bericht (
Urk.
7/129) über ihre gleichentags durchgeführte kreisärztliche Abschlussuntersuchung.
Dr.
I._
nannte folgende Diagnosen (S. 7):
-
diskrete, belastungsabhängige Restbeschwerden im Bereich der rechten Schulter bei Status nach
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
,
Bizeps
tenodese
am
6.
Mai 2015 bei Status nach Hyperabduktionstrauma mit Bi
zeps
longus
-Sehnenreizung am 2
0.
Juni 2014
-
Restbeschwerden im Bereich des rechten Fusses bei Status nach Achilles
sehnenrekonstruktion mit Flexor
hallucis
longus
-Transfer am
2.
Novem
ber 2015 bei Status nach Fehltritt und Achillessehnenruptur im November 2014
-
ALS
bei zunehmender Muskelschwäche
a
rm- und
b
einbetont rechts
Dr.
I._
führte aus, die klinische Untersuchung habe im Bereich der oberen Extremitäten bezüglich der Schulterfunktion ein einwandfreies Ergebnis gezeigt mit seitengleicher Beweglichkeit und Kraftentwicklung. Die
Rotatorenmanschet
ten
- und
Impingement
tests
seien negativ gewesen
.
Es
würden
jedoch die neuro
logische Veränderung mit Atrophie der intrinsischen Handmuskulatur sowie auch die Veränderung der pathologischen Muskeleigenreflexe
auffallen
.
Im Bereich der unteren Extremitäten seien Hüft-, Knie- und OSG-Gelenke
inspek
torisch
unauffällig und ebenso seitengleich
frei
beweglich. Die Narbe im Bereich
der rechten Achillessehne sei reizlos, etwas verhärtet, jedoch taste man gut eine gespannte Sehne.
Dr.
I._
führte aus, dass sich klinisch eine
Fusshebe
r
schwä
che
rechts im Seitenvergleich und auch eine zirkuläre Hyposensibilität im Bereich des rechten Unterschenkels sowie eine auffallende Muskelatrophie im Bereich des Unterschenkels rechts im Seitenvergleich zeige (S. 8
Mitte). Die Muskeleigenre
flexe p
atellar und die Achillessehnenreflexe seien rechts nicht auslösbar. Das Bar
fussgangbild zeige ein Schonhinken rechts, und
d
er Strichgang sei sehr unsicher.
Insgesamt falle auf, dass die
Propriozeption
und Stabilität im Bereich des rechten Beines wesentlich geringer sei als links.
A
ufgrund der klinischen Untersuchung und der vorli
e
genden bildgebenden Di
agnostik seien die derzeitig beklagten Einschränkungen und Beschwerden im Be
reich des rechten Fusses nur noch zu einem geringen Teil auf das Unfallereignis mit
Achillessehnenruptur/Achilles
sehnenrekonstruktion zurückzuführen. Der Hauptteil der Einschränkung sei wahrscheinlich der n
eu
diagnostizierten
ALS
zu
zuschreiben (S. 8 unten).
Zur Zumutbarkeit führte
Dr.
I._
aus, aus rein unfallkausaler Sicht bestehe bezüglich der rechten Schulter aufgrund der heutigen klinischen Untersuchung eigentlich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bezüglich de
s
rechten Fus
s
es
mit Achillessehnenrekonstruktion bei zum Teil nachvollziehbaren Restbe
schwerden wäre
in
eine
r
leichte
n
bis mittelschwere
n
, wechselbelastende
n
Tätig
keit ohne Gehen auf unebenem Gelände mit nur manchmal Treppengehen, ohne Besteigen von Leiter
n
und Gerüst
en
, ohne
kniende
, kauernde Tätigkeiten
eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben (S. 8 unten f.).
Gesamthaft sei jedoch aufgrund der
ALS
die Arbeitsfähigkeit wesentlich stärker eingeschränkt. Dies betreffe auch die oberen Extremitäten. Entsprechend der heu
tigen Untersuchung seien dem Versicherten keine Tätigkeit
en
,
bei denen
die Fein
motorik gefordert
sei,
keine repetitiven manuellen Tätigkeiten und keine schwe
ren Zug- und Stossbelastungen möglich. Ebenso sei auch im Bereich der unteren Extremitäten die Einschränkung durch die Befunde der
ALS
führend. Die Insta
bilität,
die verminderte
Propriozeption
und das schlechte Gangbild seien zum grossen Teil auf die
ALS
zurückzuführen (S. 9 oben).
Dr.
I._
führte zur Kausalität aus, dass bezüglich des rechten Schultergelenkes eine Wetterfühligkeit beklagt werde. Gemäss der klinischen Untersuchung hätten sich eine seitengleiche Beweglichkeit und Kraftentwicklung gezeigt. Somit sei das dokumentierte subjektive Empfinden aufgrund der operativen Veränderungen nachvollziehbar und unfallkausal. Be
treffend
den rechten Fuss/
die
Achillessehne seien die derzeit beklagten Beschwerden und Einschränkungen nur noch zu einem geringen Anteil auf die Achillessehnenverletzung/Rekonstruktion zurückzufüh
ren
,
und vor allem die Muskelatrophie, die Instabilität und die
Fusshebe
r
schwäche
seien auf die neu diagnostizierte
ALS
zurückzuführen.
Aufgrund der heutigen klinischen Untersuchung und der vorliegenden bildge
benden Diagnostik erreiche der aktuelle Integritätsschaden aus unfallkausaler Sicht noch nicht das entschädigungspflichtige Ausmass von 5
%
(S. 9 Mitte). Ak
tuell benötige der Versicherte
aus unfallkausaler Sicht
keine weiteren Heilkosten (S. 9 unten).
3.10
Kreisärztin
Dr.
I._
bestätigte in ihrer Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2016 (
Urk.
7/142
), dass dem
Versicherten auch ausschliesslich sitzende Tätigkeiten zu
mutbar
seien
, da die Belastung wesentlich geringer sei, als bei einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils auf die Einschätzung durch die Kreisärztin
Dr.
I._
vom
2
0.
Mai 2016
(vgl. vorstehend E. 3.9)
,
wonach
b
ezüglich de
s
rechten Fuss
es
mit Achillessehnenrekonstruktion bei zum Teil nachvollziehbaren Restbeschwerden in einer leichten bis mittel
schweren, wechselbelastende
n
Tätigkeit ohne Gehen auf unebenem Gelände mit nur manchmal Treppengehen, ohne Besteigen von Leiter
n
und Gerüst
en
, ohne kniende, kauernde Tätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben
sei
.
4.2
Der kreisärztliche Untersuchungsbericht von
Dr.
I._
vom
2
0.
Mai 2016 (vor
stehend E. 3.9
)
beruht auf allseitigen Untersuchungen
des Versicherten
, berück
sichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben.
Weiter leuchtet der Bericht in
der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachv
ollziehbarer Weise begründet. Er
erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräft
ige Expertise (vorstehend E. 1.6
).
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden (vgl. vorstehend E. 2.2) erweist sich eine Begutachtung durch einen versicherungsinternen Arzt nicht per se als
ungenügend
. So kommt dieser Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheint, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei ist und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. vorstehend E. 1.
6
).
D
ie Vorbringen
der Beschwerdeführenden
(vgl. vorstehend E. 2.2)
vermögen den Beweiswert des Untersuchungsberichts
von
Dr.
I._
nicht in Zweifel zu ziehen, zumal
die
Argumente im Wesentlichen auf
die Mitberücksichtigung der
Ein
schränkungen durch die
nach
Überweisung durch
Dr.
J._
(vgl. vorstehend E. 3.2)
erstmals durch
Dr.
F._
im Januar 2016
diagnostizierte
ALS
(vgl. vor
stehend E. 3.3)
abzie
len
.
D
iesbezüglich
sind
die Beschwerdeführenden
darauf hin
zuweisen, dass es sich, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte (vgl. vor
stehend E. 2.3)
,
bei der Unfallversicherung um eine Kausalversicherung handelt. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 1.3)
,
setzt die
Leistungspflicht eines Unfall
versicherers voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
Ein natürlicher Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 2
6.
Juni 2014 und der
ALS
respektive ihrer
Auswirkungen ist klar zu verneinen.
Infolgedessen hat Kreisärztin
Dr.
I._
das Zumutbarkeitsprofil
ohne Berücksichtigung der Au
swirkungen der
ALS
und nur mit Bezug auf die konkreten Unfallfolgen formuliert, welches Vorgehen sich
als korrekt
erweist
,
auch wenn sich
die ALS
zweifelsohne
faktisch
massiv
auf das
(damals)
noch mögliche Zumutbarkeitsprofil
auswirkt.
Dass der Versicherte
, wie geltend gemacht wurde (vgl. vorstehend E. 2.2),
rein aufgrund der Unfallfolgen vermehrte Pausen benötig
t hätte
und nicht in der Lage
gewesen
wäre, ein Vollzeitpensum umzusetzen
,
gründet
e
allein in seinem subjek
tiven Beschwerdeempfinden. So liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche dies bestätigen würden.
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Kreisärztin
Dr.
I._
sowie das von ihr formulierte Zumutbarkeitsprofil vermögen auch vor dem Hintergrund zu überzeugen, dass
sie in
Übereinstimmung mit den Berichten von
Dr.
J._
vom
5.
Februar 2016
(vgl. vorstehend E. 3.4)
sowie
von
Dr.
N._
(vgl. vor
stehend E. 3.7-8)
erging
en
.
Hinsichtlich der Schulter führte
Dr.
J._
in seinem Bericht vom
5.
Februar 2016
aus
, dass der Versicherte zufrieden sei und die Behandlung sechs Monate postoperativ abgeschlossen werden könne
(vgl. vorstehend E. 3.4)
. Auch anläss
lich der kreisärztlichen Untersuchung bei
Dr.
I._
am 2
0.
Mai 2016 zeigte sich bez
üglich der Schulterfunktion ein
einwandfreies Ergebnis (vgl. vorstehend
E.
3.9).
Entsprechend hielt
Dr.
I._
fest, dass bezüglich der rechten Schulter aus unfallkausaler Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere.
Hingegen erachtete sie hinsichtlich de
s
rechten Fuss
es
mit Achillessehnenrekon
struktion zumindest teilweise
vorhandene
Restb
eschwerden für
nachvollziehbar und formulierte das Zumutbarkeitsprofil entsprechend.
Dies
,
obwohl
Dr.
N._
in seinem Bericht vom 1
8.
März 2018 (vgl. vorstehend E. 3.7) die zunehmende Schwäche
,
insbesondere für den Fussheber am rechten Bein
,
am ehesten im Zusammenhang mit der ALS sah. Auch nach
am
7.
April 2016 durch
geführtem
MRI des
rechten
Rückfusses
konnte
Dr.
N._
von Seiten der Achillessehnenrekonstruktion keine Erklärung für die ausgeprägte Schwäche fin
de
n (vgl. vorstehend E. 3.8)
.
Die Zumutbarkeitsbeurteilung
durch
Dr.
I._
fiel demnach eher zu Gunsten des Versicherten aus.
Abschliessend
ist festzuhalten, dass
selbst wenn der Versicherte
zwischenzeitlich
nicht verstorben wäre,
in Anbetracht der umfassenden klinischen
fachärztlichen
und zahlreichen bildgeb
enden Untersuchungen auf die
verlangte Durchführung von weiteren Abklärungen (vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
16 und S. 7
Ziff.
19 und 20
) in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b) verzichtet
worden wäre
, gründeten doch die beschwerdeweise vorgebrachten Argumente im Wesentlichen
in einem Nichtbeachten des Kausalitätsprinzips und entbehrten einer medizini
schen Grundlage.
Die Sachlage erweist sich als hinreichend abgeklärt, und von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse
zu erwarten gewesen.
4.3
Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass
der Versicherte
im
massgebenden
Zeitpunkt des
Einspracheent
scheids
unfallbedingt
in seiner angestammten Tätigkeit als
Kranführer aufgrund der Einschränkungen am rechten
Fuss
nicht mehr
arbeitsfähig
war
. Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung vom
20
.
Mai 2016
ist indessen da
von auszugehen, dass er in einer angepassten Tätigkeit in Beachtung des
Zumut
barkeitsprofils
(vgl. vorstehend E.
3.9
) vollschichtig einsatzfähig
gewesen wäre
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommens
vergleich.
5.2
Die
Beschwerdegegnerin ermittelte
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
72‘618.--
im Jahr 201
6.
Dies wurde von den Beschwerdeführenden
nicht
bestritten und erging nach Einholen der
hierfür
wesentlichen Auskünfte
(vgl
.
Urk.
7/2/2,
Urk.
7/135,
Urk. 7/
138
-139
,
Urk.
7/148
), weshalb darauf abgestellt werden kann.
5.3
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
realisier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerbli
chen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da der
Versicherte
vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit ausübt
e
, können nach der Rechtsprechung entweder die LSE- Tabellenlöhne oder DAP-Zahlen herangezogen werden (
vgl. vorstehend E. 1.5
). Die Beschwerdegegnerin entschied sich zur Ermittlung des Invalideneinkommens für ein Vorgehen anhand von DAP-Löhnen.
Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. 4) kann auf das von Kreisärztin
Dr.
I._
formulierte Zumutbarkeitsprofil abgestellt werden, wonach
in einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastende
n
Tätigkeit ohne Gehen auf unebenem Gelände mit nur manchmal Treppengehen, ohne Besteigen von Leiter
n
und Gerüst
en
, ohne kniende, kauernde Tätigkeiten eine
vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben
war
(vgl. vorstehend E. 3.9). Zudem bestätigte
Dr.
I._
in ihrer Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2016, dass dem Versicherten auch rein sitzende Tätigkeiten zumutbar
gewesen
wären (vgl. vorstehend E.
3.
10).
Vorliegend ergibt der
Blick auf die einzelnen körperlichen Anforderungsprof
ile der
von der Beschwerdegegnerin herangezogenen
Stellen
keinerlei Hinweise da
rauf, dass eine davon dem festgelegten Zumutbarkeitsprofil nicht entsprechen
würde.
Aus
den entsprechenden Beschrieben
lassen sich
keine Anhaltspunkte ent
nehmen,
die
eine Unzumutbarkeit zur Folge hätten.
So handelt es sich bei
DAP-Nr.
6104
, Nr.
2556
, Nr.
11305
, Nr.
4251
und Nr.
2601 durchwegs um leichte bis mittelschwere wechselbelastende oder hauptsächlich
im Sitzen zu verrichtende
Tätigkeiten,
die
insbesondere kein Gehen auf unebenem Gelände
, Knien
oder das Besteigen von Leitern beinhalten
(vgl. Urk. 7/1
40
S. 1 und S.
8
ff.).
Die evaluierten Arbeitsplätze entsprechen demnach dem von
Dr.
I._
festgelegten Zumutbar
keitsprofil.
5.4
Gestützt auf den Durchschnitt der Lohnangaben aller fünf DAP ging die
Be
schwerdegegnerin
im Jahr 2016
von einem Invalideneinkommen von Fr.
65‘148
.-- aus. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze (DAP-Nr.
6104
, Nr.
2556
, Nr.
11305
, Nr.
4251
und Nr.
2601
) ab und gab die Gesamtzahl der mit der Behin
derung des
Versicherten
in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechen
den Gruppe an (vgl. Urk. 7/
140
S. 1). Damit sind sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommens
-
vergleich gestützt auf die DAP-Tabellen stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt (vgl.
vorstehend E. 1.
5
). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden (vgl. vor
stehend E. 2.2)
sind bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf
DAP
-Profile Abzüge weder sachgerecht noch zulässig (BGE 129 V 472).
5.5
Würde vorliegend das Invalideneinkommen anhand der vom Bundesamt für Sta
tistik herausgegebenen Lohntabellen (LSE) ermittelt, wäre gestützt auf die vorlie
gend anwendbare LSE 2016 vom Einkommen für männliche Hilfskräfte von Fr. 5'340.-- (LSE 2016, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1) auszu
gehen, was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (be
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, To
tal; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb) einen hypoth
etischen
Jahreslohn im Jahr 2016
von rund Fr. 6
6‘803
.--
ergäbe (Fr. 5‘340.-- : 40 x 41.
7 x 12).
Da
gemäss
dem festgestellten Zumutbarkeitsprofil dem
Versicherten
nach wie vor leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar
waren
(vgl. vorstehend E.
3.9
)
,
st
and
ihm
grundsätzlich noch ein weites Spektrum an möglichen ange
passten Tätigkeiten offen. So stellt der Umstand allein, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, selbst bei eingeschränkter Leistungsfähig
keit keinen Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug dar, weil der
Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mit
telschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2).
Die Beschwerdeführenden machten sodann
gelten
d
, dass ein leidensbedingter Ab
zug vom Invalideneinkommen vorzunehmen sei, da beim Versicherten eine lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt be
standen habe
und er seine ursprüngliche Tä
tigkeit nicht mehr
hätte
ausüben könne
n
. Stattdessen
hätte
er nur noch als Hilfs
arbeiter in fremden Branchen tätig sein
können
, wo ihm die Berufserfahrung
ge
fehl
t hätt
e. Zudem
wäre
der Versicherte aufgrund seines Alters und des Migrati
onshintergrundes auf dem konkreten Arbeitsmarkt benachteiligt
gewesen
.
Weiter
habe
eine Krankheit
bestanden
, die es ihm von vornherein verunmöglich
t hätt
e, die vor dem Hintergrund der unfallbedingten Beeinträchtigung theoretisch noch vorhandene Resterwerbsfähigkeit ausführen zu können (
Urk.
1 S. 9
Ziff.
29).
Soweit die Beschwerdeführenden hinsichtlich eines zu gewährenden leidensbe
dingten Abzuges auf die ALS-Erkrankung verweisen, ist festzuhalten, dass, wie bereits erläutert wurde (vgl. vorstehend E. 4.2), die Auswirkungen der ALS auf
grund mangelnder Kausalität zum Unfallereignis nicht berücksichtigt werden können, auch nicht im Rahmen eines allfälligen leidensbedingten Abzuges
.
Von einer langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt kann bei einer gut zweijährigen Dauer
auch
nicht gesprochen werden.
Vor dem Hintergrund, dass sich
im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) ein fortgeschrittenes Alter nicht zwin
gend lohnsenkend auswirken muss, indem Hilfsarbeiten
auf dem
massgebenden
ausgeglichenen Stellenmarkt alters
unabhängig nachgefragt
werden
(Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2
016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3), ist ein zusätzlich zu gewährender Abzug vom Tabellenlohn aufgrund des Alters des Ver
si
cherten zu verneinen. Auch setz
en die Hilfsarbeiten
gemäss
Kompetenzniveau 1 keine Ausbildung voraus, weshalb eine nicht vorhandene Ausbildung
oder
feh
lende Berufse
rfahrung ebenso wenig zu einem l
eidensbed
ingten Abzug berechti
gen
. Auch wirkte sich der Migrationshintergrund des Versicherten nicht auf seine Arbeitsbiographie aus.
Ein zusätzlich zu gewährender Abzug zum Tabellenlohn wäre demnach vorlie
gend zu verneinen.
Demnach würde bei Anwendung der LSE-Tabellenlöhne zur Berechnung des In
valideneinkommens
ein solches von rund
Fr.
66‘803.-- resultieren. Bei
einem
Va
lideneinkommen
von
Fr.
72‘618.--
ergäbe dies
eine Differenz von
Fr.
5‘815
.--
, was
einem
Invaliditätsgrad von 8
%
entspräche
. Damit bestünde kein Anspruch auf eine Rente
(vgl. vorstehend E. 1.4)
.
Zu Gunsten des Versicherten ist demnach
der Berechnung
des Invalideneinkommens mittels der DAP-Lohnangaben de
r
Vorzug zu geben (vgl. vorstehend E. 5.4).
5.6
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
72‘618.--
(vgl. vorstehend E. 5.2
) und ei
nem Invalideneinkommen von
Fr.
65‘148
.--
(vgl
. vorstehend E. 5.
4
) resultiert eine
Lohneinbusse
von Fr. 7‘
470
.-- beziehungsweise ein
Invaliditätsgrad von gerundet 10
%. Die zugesprochene Rentenleistung ist damit nicht zu beanstanden.
Der
angefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
erweist sich demnach
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Das Verfahren ist kostenlos.