Decision ID: 52011c95-7050-4422-b7cc-0a2b3853dc07
Year: 2000
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

I. Die Sozialbehörde C. beschloss am 20. Januar 1999, die Sozialhilfeleistungen für A. B. würden per 1. Januar 1999 eingestellt. Sie stützte die sich dabei auf eine Bedarfsrechnung, die einen Überschuss von Fr. 138.30 monatlich ergab.
II. Dagegen erhob A. B. am 25. Februar 1999 Rekurs an den Bezirksrat F.. Sie verlangte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mit der Weisung, die Bedarfsrechnung neu zu erstellen und der Beschwerdeführerin Sozialhilfe in der Höhe von Fr. 1'575.20 monatlich rückwirkend ab dem 1. Januar 1999 zuzusprechen. Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 28. Januar 2000 teilweise gut, hob den angefochtenen Beschluss auf und legte die monatliche Hilfe auf Fr. 238.70 fest. Der Bezirksrat erwog im Wesentlichen, im Unterschied zum angefochtenen Entscheid seien die auf den gemeinsamen Sohn von A. B. und G. H. entfallenden Anteile an allgemeinen Lebenshaltungs‐, Wohnungs‐ und Gesundheitskosten nur zur Hälfte Herrn H. zu belasten, zur anderen Hälfte aber ins Unterstützungsbudget aufzunehmen. Im Übrigen erweise sich die Rechnung der Sozialbehörde C. als korrekt, was die Anrechnung einer Haushaltsentschädigung, die Höhe der Wohnkosten sowie die Festlegung von Grundbedarf I und II betreffe.
III. A. B. wandte sich am 28. Februar 2000 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der Beschluss des Bezirksrats F. sei aufzuheben, es sei eine neue Bedarfsrechnung im Sinn der nachstehenden Erwägungen zu erstellen und ihr Sozialhilfe im Umfang von Fr. 2'154.70 monatlich rückwirkend ab 1. Januar 1999 zuzusprechen. Eventuell sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Verfahrensrechtlich verlangte sie die Ausrichtung einer Parteientschädigung, eventualiter die Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege.
Der Bezirksrat F. beantragte am 9. März 2000 die Abweisung der Beschwerde, ebenso die Sozialbehörde C. mit Beschwerdeantwort vom 5. April 2000. Diese wies zusätzlich darauf hin, dass die Prämienverbilligungsbeiträge für die Beschwerdeführerin und ihre Kinder per 1999 auf Fr. 3'360.‐ festgelegt worden seien und ihr Lebenspartner, G. H., die Vaterschaft für ihren Sohn I. anerkannt habe, aber ein Unterhaltsvertrag noch ausstehe. Für Herrn H. sei ein erhöhter Anteil am Unterhalt für I. festgelegt worden, da in einem stabilen Konkubinat Einkommen und Vermögen des nichtunterstützten Partners angemessen berücksichtigt werden dürften.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. a) Die Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats F. ist nach § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zulässig. Da auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, hat das Verwaltungsgericht grundsätzlich auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. Da die Beschwerdeführerin monatliche Leistungen in Höhe von Fr. 2'154.70 an Stelle solcher von Fr. 238.70 beantragt, beläuft sich der Streitwert entsprechend der Praxis des Verwaltungsgerichts, bei periodischen Leistungen komme es in der Regel auf deren Summe innerhalb eines Jahrs an (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21), auf 12*(2'154.70-238.70)=Fr. 22'992.‐. Somit hat nach § 38 VRG die Kammer zu entscheiden.
b) Nicht einzutreten ist auf das Rechtsmittel jedoch insoweit, als die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht mehr verlangt als die Fr. 1'575.20 monatlich, mit denen sie sich vor der Vorinstanz noch begnügen wollte. Der Streitgegenstand kann sich im Lauf des Verfahrenszugs nur einschränken, nicht aber ausdehnen (Kölz/Bosshart/Röhl, Vorbem. zu §§ 19-28 Rz. 86; § 52 N. 3).
2. a) Gemäss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 16 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Grundlage der Bemessung der Unterstützung stellen nach § 17 SHV die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien, zur Zeit in der Fassung von November 1998) dar. Vorbehalten bleiben begründete Abweichungen im Einzelfall.
Die Beschwerdeführerin bemängelt die Einkommens‐ und Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin, auf die sich deren Beschluss vom 20. Januar 1999 stützt, in mehreren Punkten.
b) Sie bringt erstens vor, die Beschwerdegegnerin habe ihr zu Unrecht eine Entschädigung von Fr. 700.‐ für die Führung des Haushalts ihres Partners und des gemeinsamen Sohns als Einkommen angerechnet. Herr H. erbringe selbst den auf ihn entfallenden Anteil an der Hausarbeit.
Die Anrechnung einer Haushaltsentschädigung stützt sich auf § 16 Abs. 3 SHV. Bei deren Festlegung ist zu berücksichtigen, dass die zuständige Behörde aus naheliegenden Gründen nicht feststellen kann, in welchem Verhältnis sich die hilfesuchende Person und deren Lebenspartner im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der Verwaltungsbehörden, den Sachverhalt von Amts wegen abzuklären, stösst hier an enge Grenzen. Die Beschwerdegegnerin war deshalb darauf angewiesen, die Rollenverteilung aufgrund äusserer Indizien abzuschätzen. Von Bedeutung ist dabei insbesondere, inwieweit die Beteiligten aufgrund ihrer Berufstätigkeit in der Lage erscheinen, Haushaltsarbeiten selbst zu erledigen. Im vorliegenden Fall arbeitet der Partner der Beschwerdeführerin vollzeitlich, während die Beschwerdeführerin selbst nicht erwerbstätig ist. Daraus durfte die Beschwerdegegnerin den Schluss ziehen, dass die Beschwerdeführerin den überwiegenden Teil der Haushaltsarbeit, und zwar auch zugunsten ihres Partners, leiste (vgl. ZeSo 1998, S. 173). Insbesondere aber hat die Beschwerdeführerin tagsüber die Betreuungsarbeit für den gemeinsamen Sohn I. allein zu erbringen. Aus diesen Gründen war die Beschwerdegegnerin berechtigt, ihr einen Entschädigungsbetrag als Einkommen anrechnen. Bei dessen Festlegung verfügt die Behörde über ein erhebliches Ermessen. Gemäss F.5.2 der SKOS-Richtlinien beträgt die Entschädigung in einem Zweipersonenhaushalt zwischen Fr. 550.‐ und Fr. 900.‐ monatlich. In Berücksichtigung der Tatsache, dass der Partner der Beschwerdeführerin auch deren Betreuungsarbeit für I. abzugelten hat, ist der Betrag von Fr. 700.‐ monatlich durchaus angemessen, insbesondere, weil der durch die SKOS-Richtlinien gesetzte Rahmen für Zweipersonenhaushalte gilt, in denen keine Kinder zu betreuen sind. Jedenfalls aber liegt kein Ermessensmissbrauch im Sinn von § 50 Abs. 2 lit. c VRG vor, weshalb das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid in diesem Punkt nicht ändern kann (§ 50 Abs. 1 VRG; Kölz/Bosshart/Röhl, § 50 N. 70 ff.). Anzumerken ist überdies, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit der Aufnahme des halben Bedarfs von I. ins Unterstützungsbudget bereits entgegengekommen ist, obwohl dies durchaus nicht zwingend war, da der eine Elternteil für den Unterhalt des Kinds allein aufzukommen hat, falls der andere nicht leistungsfähig ist (vgl. Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. A., Bern 1999, N.20.02). An der Aufteilung der Vorinstanz ist jedoch festzuhalten, da das Verwaltungsgericht nach § 63 Abs. 2 VRG den angefochtenen Entscheid nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin abändern darf.
c) Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, die Beschwerdegegnerin habe den Grundbedarf I gemäss B.2.2. SKOS-Richtlinien falsch berechnet. Sie habe nicht von einem Sechspersonenhaushalt ausgehen dürfen, da der Partner der Beschwerdeführerin nicht und der gemeinsame Sohn I. nur hälftig unterstützt werde. Diese Auffassung trifft nicht zu. Auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht den gesamten Haushalt als Unterstützungseinheit behandelt hat, war es richtig, von einem Sechspersonenhaushalt auszugehen. Die Rechtfertigung der degressiven Skala gemäss SKOS-Richtlinien liegt darin, dass ein grösserer Haushalt Kosteneinsparungen ermöglicht, die Kosten pro zusätzliches Mitglied somit sinken. Diese Ersparnismöglichkeit besteht gleichermassen, ob nun alle Haushaltsmitglieder unterstützt werden oder nicht (vgl. VGr, 15. April 1999, VB.99.00035 E. 2; 23. November 1998, VB.98.00317 E. 4; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 158 ff.; SKOS F.5.1). Die Berechnungsweise der Vorinstanz ist somit insoweit nicht zu beanstanden.
d) Gegen die Berechnung der Wohnungskosten bringt die Beschwerdeführerin vor, es könne gar nicht zutreffen, dass für eine Siebenzimmerwohnung nur ein Mietzins von Fr. 1'500.‐ zu bezahlen sei, und sucht dies mit Zeitungsinseraten zu belegen, in denen Wohnungen in der Umgebung von C. angeboten werden. Die Fr. 1'500.‐ stellten vielmehr ihren Anteil an den gesamten Wohnkosten dar. Bei Vermietung des ganzen Hauses würde der Mietzins Fr. 3'000.‐ betragen.
Es erscheint zwar durchaus glaubhaft, dass die Marktmiete für eine Siebenzimmerwohnung in der Gegend von C. Fr. 3'000.‐, jedenfalls aber mehr als Fr. 1'500.‐ ausmacht. Die Beschwerdeführerin trug jedoch weder vor Bezirksrat noch jetzt vor Verwaltungsgericht hinreichend zur Erstellung des hier massgebenden konkreten Sachverhalts bei. Bei den Akten liegt nur der Mietvertrag, den sie mit ihrem Partner abgeschlossen hat. In welcher Eigenschaft dieser den Vertrag einging, ob als Eigentümer oder seinerseits als Mieter, und wie hoch die gesamten Kosten für die ganze Wohnung sind, ist in keiner Weise belegt. Die Beschwerdeführerin kam somit bisher ihrer sich aus § 18 SHG und § 28 SHV ergebenden Mitwirkungspflicht nicht in genügender Weise nach. Eingewandt werden könnte allenfalls, dass der Bezirksrat entweder der Beschwerdeführerin hätte Gelegenheit einräumen sollen, die gesamten Wohnungskosten in rechtsgenügender Weise zu belegen, oder die Angelegenheit zu ergänzender Untersuchung an die Beschwerdegegnerin hätte zurückweisen müssen. Dies führt aber nicht dazu, dass der angefochtene Entscheid in diesem Punkt aufzuheben wäre: Spätestens durch den bezirksrätlichen Entscheid hätte der anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführerin klar werden müssen, dass ihr Beitrag zur Sachverhaltsermittlung bisher ungenügend war. Trotzdem begnügte sie sich auch vor Verwaltungsgericht damit, mit Inseraten auf das angebliche Mietzinsniveau in der Gegend von C. hinzuweisen. Es ist deshalb vom aktenkundigen Sachverhalt auszugehen, bis die Beschwerdeführerin vollständige Unterlagen über ihre Wohnungskosten einreicht.
Angemerkt werden kann immerhin, dass auch ein Mietzins von Fr. 3'000.‐ nicht unbedingt dazu führen würde, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin anweisen könnte, eine günstigere Unterkunft zu suchen. Massgebend bei der Prüfung der Angemessenheit der Kosten ist der durch die Beschwerdegegnerin zu tragende Teil, wobei es dem Partner der Beschwerdeführerin als nicht Unterstütztem frei steht, einen grösseren Anteil als den arithmetisch auf ihn entfallenden zu übernehmen.
e) Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass sie seit dem 1. Januar 2000 nicht mehr Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 650.‐ monatlich, sondern nur noch solche von Fr. 300.‐ erhalte. Eine Berücksichtigung dieser Noven dränge sich deshalb auf, weil sie andernfalls bei der beschwerdegegnerischen Sozialbehörde erneut ein Abänderungsbegehren stellen müsse.
Das Verwaltungsgericht hat zwar Noven im Allgemeinen zu berücksichtigen (§ 52 VRG; Kölz/Bosshart/Röhl, § 52 N. 9 ff.), doch ist nur ausnahmsweise auf Tatsachen abzustellen, die sich nach Erlass der erstinstanzlichen Verfügung verwirklicht haben. Solche Ausnahmen sind aus wichtigen prozessökonomischen Gründen zuzulassen (Kölz/Bosshart/ Röhl, § 52 N. 16 f.). Vorliegendenfalls ist indessen absehbar, dass die Beschwerdegegnerin für das angebrochene Jahr 2000 eine neue Bedarfsrechnung erstellen wird, in der sie den von Herrn H. zu tragenden Unterhaltsbeitrag für seinen Sohn I. neu festlegen und die inzwischen feststehenden Prämienverbilligungsbeiträge berücksichtigen will. Ohnehin hat sie nach § 33 SHV ihre Leistungen regelmässig, mindestens aber einmal jährlich zu überprüfen. Es erübrigt sich deshalb, die offenbar eingetretene ‐ trotz entsprechender Ankündigung allerdings nicht belegte ‐ Änderung zu berücksichtigen. Eine Berücksichtigung ist auch deswegen nicht nötig, weil die von den Parteien vorgebrachten Noven sich in ihrer finanziellen Wirkung beinahe aufheben.
f) Schliesslich bemängelt die Beschwerdeführerin die Bemessung des Grundbedarfs II durch die Beschwerdegegnerin. Diese hätte wegen der Haushaltsgrösse und den hohen Lebenshaltungskosten im Wirtschaftsraum Zürich den Maximalbetrag gewähren müssen.
Zwar ist der eine Einwand der Vorinstanz, bei der Festlegung des Grundbedarfs II komme es nicht auf die Familiengrösse an, angesichts der abgestuften Skala in SKOS B.2.4 wenig überzeugend. Jedoch dient der Betrag dazu, eine Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Aus diesem Grund kann durchaus darauf abgestellt werden, dass die Kinder der Beschwerdeführerin mehrheitlich noch klein sind und deshalb nur in bescheidenem Mass entsprechende kostenverursachende Bedürfnisse haben. Jedenfalls hat die Beschwerdegegnerin auch hier ihr Ermessen weder überschritten noch missbraucht, so dass das Verwaltungsgericht nach § 50 Abs. 2 VRG nicht korrigierend eingreifen kann.
3. Die Vorbringen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort sind insbesondere aus zwei Gründen nicht von Bedeutung: Einerseits ist nur ausnahmsweise ‐ und vorliegendenfalls gar nicht (vgl. E. 2e) ‐ auf Tatsachen abzustellen, die sich erst nach der erstinstanzlichen Verfügung ergeben haben. Anderseits darf das Gericht den angefochtenen Entscheid nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin abändern (vgl. E. 2b unten).
4. a) ...
b) Eventualiter verlangt die Beschwerdeführerin die Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege. Die Voraussetzung der Mittellosigkeit nach § 16 Abs. 1 VRG kann zwar im vorliegenden Fall als erfüllt gelten, da die Einkünfte der Beschwerdeführerin den Notbedarf kaum übersteigen und sie kein Vermögen besitzt. Zusätzlich setzt die unentgeltliche Rechtspflege voraus, dass das Begehren der gesuchstellenden Person nicht offensichtlich aussichtslos ist. Daran fehlt es im vorliegenden Fall, erwiesen sich doch sämtliche Vorbringen der Beschwerdeführerin nach kurzer Prüfung als nicht stichhaltig. Der Vertreter der Beschwerdeführerin hätte als Rechtsanwalt die mangelnden Aussichten seiner Vorbringen erkennen müssen, da die Festlegung des Haushaltsbeitrags nach § 16 Abs. 3 SHV und des Grundbedarfs II weitgehend Ermessenssache sind, es bei der Ermittlung des Grundbedarfs I aufgrund der Rechtfertigung der degressiven Skala auf die gesamte Haushaltsgrösse ankommen muss, die von der Beschwerdeführerin behaupteten Wohnkosten nicht rechtsgenügend belegt sind und die Berücksichtigung von Tatsachen, die sich nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergeben haben, die Ausnahme darstellt. Das Gesuch ist deshalb abzuweisen. Sofern die Beschwerdeführerin auch die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG erreichen wollte, scheitert dies an derselben Voraussetzung.