Decision ID: c47bb559-fe5b-407e-ac60-9ab3e2c8f9bc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
P._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Matthias Leuthold, Bahnhofstrasse 10,
9100 Herisau,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
P._ wurde von seinem Hausarzt, Dr. med. A._, am 11. Oktober 2005 zum Bezug
von IV-Leistungen angemeldet. In der IV-Anmeldung wies der Hausarzt auf einen
langjährigen Krankheitsverlauf mit verschiedenen Organstörungen hin und legte der IV-
Anmeldung diverse medizinische Akten bei. In der Anmeldung führte er unter 8.
Ergänzende Bemerkungen an, dass vor allem eine schwer einzustellende arterielle
Hypertonie, eine psychische Dekompensation sowie Schwindel und Rückenschmerzen
vorlägen (act. G 4.1/1). Aus den Akten ergibt sich, dass der Versicherte am 17. Juni
2005 notfallmässig wegen plötzlich auftretendem Schwankschwindel während seiner
Arbeit hospitalisiert wurde, wobei Schwankschwindel unklarer Genese (V.a. Neuronitis
vestibularis und paroxysmaler Lagerungsschwindel, im Rahmen der arteriellen
Hypertonie, ischämisch) und eine arterielle Hypertonie festgestellt wurden (act.
G 4.1/2-22). Am 21. Juni 2005 erfolgte ein Übertritt in die Medizinische Klinik des
Kantonalen Spitals Flawil und ein darauffolgender bis zum 4. Juli 2005 dauernder
stationärer Aufenthalt, wobei neu chronische Rückenschmerzen festgestellt wurden
(act. G 4.1/2-21). Die am 16. Juli 2005 durchgeführte neurootologische Untersuchung
bei Dr. med. B._, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie, Hals- und
Gesichtschirurgie, St. Gallen, ergab eine zentral dekompensierte Labyrinthopathie links
mit einer multisensorischen Funktionsstörung, wobei eine ambulante Physiotherapie
empfohlen wurde (act. G 4.1/2-16). Im Rahmen der ambulanten Beurteilung durch die
neurochirurgische Abteilung des Kantonsspitals St. Gallen vom 5. September 2005
wurden eine chronische, immobilisierende Lumbago bei/mit rechtsseitiger mässiger
Ischialgie sowie mit/bei St.n. Hemilaminektomie L4/5 bds., eine Squestero/
Nukleotomie und eine translaminäre Verschraubungsspondylodese L4/5 (1992)
festgestellt (act. G 4.1/2-4 ff.). Zur weiteren Abklärung wurde am 20./21. September
2005 stationär eine lumbale Myelographie durchgeführt, welche den Befund einer
chronischen Lumbago mit rechtsseitiger Ischialgie bei St.n. Diskushernienoperation
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L4/5 bds. sowie mit translaminärer Verschraubungsspondylodese L4/5 (1992)
bestätigte. Dabei konnte eine deutliche Spinalkanalstenose auf Höhe L3/4 und L2/3 im
Sinne eines epifusionellen Syndroms, aber keine Wurzelkompression auf der Höhe L4/5
diagnostiziert werden. Aufgrund der klaren Stenose wurde dem Versicherten ein
operativer Eingriff (Dekompression auf Höhe L2/3 sowie auf Höhe L3/4 bds.) empfohlen
(act. G 4.1/2-2).
A.a Auf Anfrage der Eidgenössischen Invalidenversicherung gab Dr. med. A._,
Hausarzt des Versicherten, im Arztbericht vom 23. Oktober 2005 folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an: Rückenschmerzen / spondylogenes
Schmerzsyndrom (bestehend seit 1992); Nierensteinleiden (bestehend seit 1993);
Handfraktur (bestehend seit 1995); Herzinsuffizienz (bestehend seit 2003); Schwere
Depression (bestehend seit 2003) sowie Schwindel von erheblichem Masse (bestehend
seit 2005). Weiter führte er aus, der Versicherte sei seit Juni 2005 und bis auf weiteres
zu 100% arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand des Versicherten würde sich
zunehmend verschlechtern. Medizinische Massnahmen zur Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit seien nicht aussichtsreich. Berufliche Massnahmen seien zudem keine
angezeigt. Auch würde der Versicherte weder Hilfsmittel benötigen noch sei er in den
alltäglichen Lebensverrichtungen auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen. Im
Übrigen sei eine ergänzende medizinische Abklärung nicht angezeigt. Die
gesundheitlichen Störungen wirkten sich kontraproduktiv auf die bisherige Tätigkeit
aus. Die Leistungsfähigkeit des Versicherten sei im Rahmen mehrfacher diverser
Arbeitsversuche überprüft worden. Diese Versuche seien jedoch allesamt an der
körperlichen sowie seelischen Schwäche des Versicherten gescheitert. Eine Tätigkeit
am bisherigen Arbeitsplatz sei somit weder zumutbar gewesen, noch habe die
Arbeitsfähigkeit verbessert werden können. Weiter sei dem Versicherten keine andere
Tätigkeit zuzumuten gewesen, da sich dieser zur damaligen Zeit in Behandlung
befunden habe und keine körperliche Tätigkeit habe ausüben dürfen. Das Arbeiten sei
ihm dementsprechend krankheitsbedingt nicht zumutbar gewesen. Zusammenfassend
verneinte der Hausarzt eine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (act. G 4.1/6).
A.b Die IV-Stelle beauftragte am 16. August 2006 das Medizinische Gutachtenzentrum
St. Gallen (MGSG) mit der interdisziplinären Abklärung des Beschwerdeführers sowohl
in orthopädischer als auch psychiatrischer Hinsicht. Die IV-Stelle forderte die
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Sachverständigen des MGSG auf, insbesondere die Frage nach der zumutbaren
adaptierten Restarbeitsfähigkeit zu beantworten und ein ORL-Konsilium bei der
Gesamtbeurteilung miteinzubeziehen, falls durch den Schwindel eine Beeinträchtigung
der Arbeitsfähigkeit erwartet werden sollte (act. G 4.1/31; vgl. act. G 4.1/30). Am 31.
Mai 2007 reichte Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates am Medizinischen Gutachtenzentrum St.
Gallen, seinen Abklärungsbericht ein. Es lägen eine hochgradige Spondylarthrose L2
bis 4 mit hochgradiger linksbetonter Spinalkanalstenose L2/3 und mediolinksseitiger
Diskushernie sowie L2 Nervenwurzelkompression vor, als auch eine hochgradige
spondylogene Spinalkanalstenose L3/4, zudem Status nach Spondylodese L4/5 mit
lokalen Schrauben (November 1992), weiter seien eine Adipositas, eine mittelgradige
depressive Episode sowie eine Anpassungsstörung und eine depressive Reaktion, eine
hypertensive Herzkrankheit, eine zentral dekompensierte Labyrinthopathie links mit
multisensorischer Funktionsstörung und ein Nikotinabusus zu diagnostizieren. Die
lumbalen Schmerzen sowie die pathologischen Untersuchungsbefunde der LWS seien
durch die radiologisch dargestellten mehretagigen degenerativen Veränderungen der
LWS und insbesondere durch die zweietagige Spinalkanalstenose zu erklären, wobei
die Prognose bei gleichzeitiger Adipositas ohne operative Dekompression schlecht sei.
Der Versicherte habe angegeben, dass er durch den Schwindel nicht mehr
beeinträchtigt sei, so dass auf ein ORL-Konsilium verzichtet worden sei. Der
Versicherte sei aufgrund der genannten Diagnosen in seiner körperlichen
Leistungsfähigkeit zweifellos eingeschränkt. Vorwiegend sitzende oder stehende und
gehende Tätigkeiten in feuchter und kalter Umgebung, bei denen regelmässig
unphysiologische speziell gebückte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände
über 10kg gehoben oder getragen werden müssten, seien dem Versicherten nicht mehr
vollumfänglich zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit als Hilfselektromechaniker betrage bei
voller Stundenpräsenz somit noch ca. 40%. Hingegen könnte der Versicherte
körperlich leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise sitzend und stehend in
temperierten Räumen durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei regelmässig
gebückte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10kg gehoben oder
getragen werden müssten, bei voller Stundenpräsenz zu ca. 70% ausüben.
Schliesslich sei in Anbetracht des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. D._ die
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zumutbare Restarbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bei voller Stundenpräsenz
gesamthaft bei 65% anzusiedeln (act. G 4.1/34).
A.c Am 8. März 2007 hatte Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie am Medizinischen Gutachtenzentrum St. Gallen, das psychiatrische
Teilgutachten eingereicht. Er diagnostizierte eine mittelgradige depressive Episode.
Hinsichtlich der Angstsymptomatik dränge sich eine Agoraphobie auf, wobei eine
eigenständige Diagnose der Agoraphobie sich nicht rechtfertige, da zum einen das
späte Erkrankungsalter untypisch sei und zum anderen das depressive Bild das
klinische Bild beherrsche. Aufgrund der depressiven Symptomatik liege beim
Versicherten eine mittelgradige Beeinträchtigung des Fähigkeits- und Aktivitätsprofils
vor. Zwar lägen keine Hinweise für eine schwerwiegende Störung des Gedächtnisses
vor, im Rahmen der Untersuchung habe sich jedoch eine Beeinträchtigung der
Konzentrationsfähigkeit und des formalen Denkens manifestiert. Insbesondere in einer
Belastungssituation sei anzunehmen, dass beim Versicherten in einer Situation am
Arbeitsplatz, in der von ihm unter Zeitdruck komplexere praktische Handlungen und
Aufmerksamkeit verlangt würden, eine Leistungseinbusse mittleren Grades zu
beobachten wäre. Weiter führte Dr. D._ aus, dass der Versicherte durch die affektive
Beeinträchtigung, insbesondere die Reizbarkeit, das Grübeln und der inneren Unruhe in
seiner Fähigkeit eingeschränkt sei, grundlegenden Ansprüchen, welche von ihm am
Arbeitsplatz gefordert würden, zu genügen. Es sei davon auszugehen, dass eine
psychische Vulnerabilität und Labilität vorliege, welche dazu führen könnten, dass der
Versicherte in Belastungssituationen aller Voraussicht nach inadäquat reagiere. Weitere
Beeinträchtigungen beständen durch den Antriebs- und Interessenverlust, die
Gleichgültigkeit, die rasche körperliche Ermüdbarkeit sowie die daraus resultierende
verminderte Leistungsfähigkeit. Zudem sei anzunehmen, dass es aufgrund der Ängste
gleichfalls zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit käme, wenn der Versicherte an
einem Arbeitsplatz mit immer neuen, ihm fremden Menschen konfrontiert werde. Der
Versicherte habe zwar nicht ausdrücklich auf seine Schwindelbeschwerden
hingewiesen, trotzdem sei doch davon auszugehen, dass er für Arbeiten in grosser
Höhe, wie z.B. auf einem Gerüst, auf Grund des Schwindels nicht geeignet sei.
Aufgrund der geschilderten Symptomatik sei in der bisherigen Tätigkeit eine
Arbeitsfähigkeit von 30%, in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 65%
anzunehmen, wobei diese eher zu erzielen sei, wenn der Versicherte die Teilleistung in
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einem zeitlichen Rahmen erbringen müsste, welcher einer 100%igen Tätigkeit
entspreche (act. G 4.1/33).
Anlässlich der gemeinsamen orthopädischen/psychiatrischen Beurteilung vom 31. Mai
2007 kamen die Gutachter überein, dass die Arbeitsfähigkeit gesamthaft in der
bisherigen Tätigkeit auf 30% bei voller Stundenpräsenz und in einer adaptierten
Tätigkeit ebenfalls bei voller Stundenpräsenz auf ca. 65% festzulegen sei (act. G
4.1/34).
B.
Mit Vorbescheid vom 21. August 2007 kündigte die Sozialversicherungsanstalt St.
Gallen die Ablehnung des Leistungsbegehrens mangels eines anspruchsrelevanten
Invaliditätsgrades an (act. G 1.1). Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur.
Matthias Leuthold, nahm mit Schreiben vom 3. Oktober 2007 Stellung. Er beantragte
die Festlegung des Invaliditätsgrades auf mindestens 40%, womit ihm mindestens eine
Viertelsrente zuzusprechen sei. Insbesondere sei die Gleichsetzung des
Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen nicht richtig. Das
Invalideneinkommen sei vorliegend von Fr. 46'609.-- auf Fr. 40'800.-- zu reduzieren.
Weiter führte der Rechtsvertreter aus, die Festlegung der Arbeitsunfähigkeit für die
bisherigen wie auch für die zumutbaren adaptierten Tätigkeiten seien aus dem
Gutachten des Medizinischen Gutachtenzentrum St. Gallen (MGSG) vom 5. Dezember
2006 nicht schlüssig nachzuvollziehen. Es würden die Begründungen fehlen. Die
verschiedenen Fachgutachten hätten sowohl in der bisherigen als auch in einer
adaptierten Tätigkeit verschiedene Arbeitsfähigkeiten ergeben: Der Orthopäde habe für
die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 40%, für eine adaptierte Tätigkeit eine
solche von 70% festgestellt, der Psychiater hingegen für die erstere eine
Arbeitsfähigkeit von 30% und für die letztere eine solche von 65%. Die Steigerung in
der Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht sei nicht nachvollziehbar. Das
Beschwerdebild zeige auf, dass der Versicherte erheblich beeinträchtigt sei und dass
sich dies wenig auf die jeweils konkrete Tätigkeit ausgewirkt habe. Eine Erhöhung auf
65% Arbeitsfähigkeit sei dementsprechend nicht richtig. Tatsächlich sei, wenn
überhaupt, nur eine geringfügige Erhöhung angezeigt, welche sich auf eine gemeinsam
festzulegende Restarbeitsfähigkeit für zumutbare adaptierte Arbeit von 60% reduziere.
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Schliesslich beantragt der Rechtsvertreter, in Anbetracht des sich aufgrund des
Einkommensvergleiches knapp an der Grenze zur Anspruchsberechtigung befindlichen
Invaliditätsgrades, eine zusätzliche medizinische Untersuchung, welche abschliessend
Klarheit schaffen solle (act. G 4.1.49/50/57).
B.a Mit Verfügung vom 5. November 2007 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen das Leistungsbegehren des Versicherten ab, weil der
Invaliditätsgrad unter 40% liege und somit kein Rentenanspruch bestehe. Zur
Begründung führte sie insbesondere aus, dass gemäss Regional Ärztlichem Dienst
(RAD) in einer angepassten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 65% bestehe. Dieser
Schluss sei nachvollziehbar und es könne im Weiteren vollumfänglich auf die
gutachterliche Beurteilung abgestellt werden. Auch sei die Nivellierung des
Invalideneinkommens zum Valideneinkommen nicht zu beanstanden. Vorliegend sei
der Versicherte vor Eintritt der Invalidität zu einem verhältnismässig tiefen Lohn
eingestellt worden, wobei davon auszugehen sei, dass er sich nicht freiwillig mit einem
bescheidenen Einkommen hätte begnügen wollen. Gemäss gängiger
Bundesrechtssprechung sei somit der Ausgangswert des Invalideneinkommens bei
einer vollen Arbeitsunfähigkeit entsprechend auf das Niveau des Valideneinkommens
zu kürzen. Auch was die Schlüssigkeit des MEDAS Gutachtens angeht, konnte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten nicht folgen. Die MEDAS sei eine
eigens für die IV geschaffene spezialisierte Gutachterstelle, welche den
bundesrechtlichen Anforderungen, so z.B. dem polydisziplinären Ansatz, an ein
Gutachten entspreche. Zudem sei der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass
behandelnde (Fach-)Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung eher zugunsten
ihrer Patienten aussagen würden. Schliesslich stehe der IV-Stelle ein weiter
Ermessensspielraum zu. Für die weitere Argumentation sei auf die Verfügung selbst zu
verweisen (act. G 1.1).
B.b Gegen diese Verfügung richtet sich die vom Rechtsvertreter des Versicherten am
5. Dezember 2007 erhobene Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung sei
aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme der
notwendigen Abklärungen, insbesondere aber zur Durchführung eines
verwaltungsexternen Gutachtens über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers,
zurückzuweisen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin in der Folge neu zu verfügen.
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Eventualiter sei die genannte Verfügung aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei
mit Wirkung ab 1. Juni 2006 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40%,
eine Viertelsrente auszusprechen. In der Begründung führt der Beschwerdeführer aus,
die zumutbare Restarbeitsfähigkeit von 65% sei im ärztlichen Gutachten nicht in
nachvollziehbarer Art und Weise festgelegt worden. In der Hauptsache leide er an
Rückenbeschwerden, weshalb insbesondere auf das orthopädische Gutachten
abzustellen sei. Hingegen vermöge dasjenige von Dr. med. C._ nicht den
Anforderungen, welche die Vorinstanz selbst an ein Beweismittel stelle, zu genügen.
Insbesondere fehle eine umfassende Beurteilung, da auf die beklagten Beschwerden
nicht genügend eingegangen worden sei. Zudem sei keine Begründung für eine
Schlussfolgerung, vor allem aber für die Festlegung der Arbeitsfähigkeit auf 65% bei
adaptierter Tätigkeit, zu erkennen. Eine Untersuchung von rund 15 Minuten, wie im
vorliegenden Fall, sei zudem nicht geeignet, ein umfassendes Bild über den
Gesundheitszustand eines Patienten zu machen. Dementsprechend seien die
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers im Gutachten nur rudimentär aufgelistet
und es sei anzunehmen, dass der Gutachter sein Wissen hauptsächlich den Vorakten
entnommen habe. Obwohl er dem Beschwerdeführer eine Einschränkung in der
körperlichen Leistungsfähigkeit zugestehe, komme er ohne weitere Begründung zum
Schluss, die Arbeitsfähigkeit als Hilfs-Elektromonteur betrage noch ca. 40%, in einer
adaptierten Tätigkeit hingegen 70%. Wie der Gutachter auf diese Prozentanteile
gekommen sei, sei hingegen nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer bemängelt
zudem, dass im Gutachten keine detaillierten Angaben zu Schmerzempfindungen
aufgeführt worden sind, wie dies an anderer Stelle gemacht worden sei. So bestünden
auf der VAS-Skala auch objektivierbar sehr hoch einzustufende lumbale Schmerzen.
Wie nun der Gutachter auf eine 70%-ige Restarbeitsfähigkeit gelange, sei nicht
nachvollziehbar. Zusammenfassend fehle es dem orthopädischen Gutachten an einer
umfassenden Würdigung der vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden, sowie
an einer begründeten und nachvollziehbaren Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit.
Dementsprechend müssten die notwendigen Abklärungen im Rahmen eines weiteren
externen Gutachtens erfolgen.
Des Weiteren verlangt der Beschwerdeführer die Berücksichtigung der zeitlichen
Differenz zwischen der orthopädischen und der psychiatrischen Untersuchung. Zur
Begründung macht er geltend, erstere sei am 5. Dezember 2006 durchgeführt worden,
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während letztere hingegen erst am 8. März 2007 statt gefunden habe. Im Rahmen der
gemeinsamen Beurteilung vom 31. Mai 2007 hätten die Begutachter sich auf eine
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 30% und in einer adaptierten Tätigkeit
von 65% geeinigt. Zwar sei unbestritten, dass die psychiatrischen und die somatischen
Arbeitsfähigkeiten nicht addiert werden müssten. Die Ergebnisse verschiedener
Disziplinen seien aber so zusammenzuführen, dass gesamthaft die Auswirkungen auf
die Leistungsfähigkeit aufgrund sorgfältig erhobener Befunde bestimmt werden
könnten. Im Gutachten sei auf keine Weise dargelegt worden, wie die
Zusammenführung der beiden Ergebnisse zum Endergebnis von 65% Arbeitsfähigkeit
geführt haben solle. Seien verschiedene Gutachter jeweiliger Disziplinen an einer
Abklärung beteiligt, so müsse ein besonderes Augenmerk nicht nur auf die sorgfältige
Erhebung, sondern auch auf die sorgfältige Zusammenführung der Ergebnisse gelegt
werden. Auch ein solcher Prozess der Zusammenlegung verschiedener Gutachten
müsse nachvollziehbar sein. Zudem dürfe zwischen den einzelnen Erhebungen und
deren Zusammenführung nicht zu viel Zeit verstreichen. Es dürfte gerichtsnotorisch
sein, dass je weiter die Befundaufnahme zurück liege, desto eher der Eindruck bei
einem Gutachter verblassen dürfte. Vorliegend sei insbesondere zu berücksichtigen,
dass zwischen der Begutachtung durch Dr. med. C._ und der gemeinsamen
Beurteilung mit Dr. med. D._ knapp sechs Monate lägen, wobei die Gutachten selbst
erst am 31. Mai 2007 und somit lange nach den Begutachtungsterminen
zusammengeführt worden seien. Ausserdem stelle sich die begründete Frage, nach
welcher Art, mit welchem Aufwand und dementsprechend mit welcher Sorgfalt die
Zusammenführung der Ergebnisse tatsächlich erfolgt sei, weil die Beschwerdegegnerin
die Rechnung von Dr. med. C._ über Fr. 3'449.10 zur Begutachtung an den
Regionalen Ärztlichen Dienst gesandt habe. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass
im Rahmen der freien Beweiswürdigung die gutachterliche Feststellungen nicht
ausreichen würden, um den rechtserheblichen Sachverhalt in Hinblick auf die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers abschliessend klären zu können. Deshalb
werde die Rückweisung an die Vorinstanz zur Vornahme einer neuen Begutachtung
verlangt (act. G 1).
Zur Begründung des Eventualantrages bringt der Beschwerdeführer Folgendes vor:
Mit der Gleichsetzung der Einkommen gehe die Beschwerdegegnerin davon aus, dass
der Beschwerdeführer im Invaliditätsstand für adaptierte Tätigkeiten gleichviel
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verdienen könne, wie er bei umfassender Gesundheit tatsächlich als Elektro-
Hilfsmonteur verdient habe. Unabhängig davon sei festzustellen, dass die
Beschwerdegegnerin keinen Leidensabzug vorgenommen habe. Beim
Beschwerdeführer handle es sich um einen nicht ausgebildeten Arbeitnehmer, der in
der bisherigen Tätigkeit relativ schwere wirbelsäulenbelastende Arbeiten an
exponierten Arbeitsplätzen ausgeführt habe. Zudem verdienten teilzeitbeschäftigte
Männer regelmässig überproportional weniger als ihre vollzeitlich angestellten Kollegen.
Dazu kämen das mittlere Alter des Beschwerdeführers, das zur eingeschränkten
Leistungsfähigkeit hinzu eine zusätzliche Benachteiligung bedeute, und seine
sprachlichen Schwierigkeiten. Unter diesen Umständen sei ein Leidensabzug von
mindestens 15% zu gewähren, woraus ein Invalideneinkommen von Fr. 25'751.--
resultiere, was wiederum zu einem Invaliditätsgrad von 45% führe. Der
Beschwerdeführer habe somit mindestens Anspruch auf eine Viertelsrente.
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2008 verlangt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die einzelnen Vorbringen des
Beschwerdeführers vermöchten das Gutachten vom 31. Mai 2007 nicht in Frage zu
stellen. Die kritisierte Dauer der orthopädischen Untersuchung sei weder belegt noch
plausibel. Die vom Gutachter aufgrund eigener Untersuchungen erhobenen Befunde
seien so detailliert, dass sie unmöglich in der behaupteten kurzen Zeit hätten erhoben
werden können. Zudem ergäben sich auch sonst keine Anzeichen dafür, dass das
Gutachten ohne die gebotene Sorgfalt erstellt worden sei. Weiter bringt die
Beschwerdegegnerin vor, es bestehe auch kein Widerspruch zwischen dem Gutachten
und den Feststellungen des Kantonsspitals St. Gallen. Die VAS-Skala sei auch nicht
geeignet, die Arbeitsunfähigkeit zu belegen. Zudem könne der Beschwerdeführer die
zeitliche Differenz zwischen der orthopädischen und psychiatrischen Untersuchung
nicht zu seinen Gunsten auslegen, zumal nicht behauptet werde, der
Gesundheitszustand habe sich interkurrent verschlechtert. Ebenso überzeugend sei,
dass die von den Ärzten festgestellten Einschränkungen nicht zu addieren seien. So sei
es durchaus nachvollziehbar, dass eine Verlangsamung der Arbeit aus psychischen
Gründen auch den Rücken zu schonen vermöge. Die Beschwerdegegnerin verlangt,
dass am interdisziplinären Gutachten vom 31. Mai 2007 und an einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 65% festzuhalten sei.
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In Bezug auf die Vorwürfe des Beschwerdeführers gegen den von ihr angestellten
Einkommensvergleich führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer
bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens immer deutlich unterdurchschnittliche
Einkommen erzielt habe. Es sei deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
anzunehmen, dass er aufgrund seiner bildungsmässigen und soziokulturellen Situation
sowie aufgrund seines Alters auch als Gesunder weiterhin ein unterdurchschnittliches
Einkommen hätte hinnehmen müssen. Da der Beschwerdeführer seine
Restarbeitsfähigkeit nicht verwerte, sei das Invalideneinkommen anhand der
theoretischen LSE-Werte festzulegen, die aber höher lägen als das Valideneinkommen.
Die daraus resultierende Schlechterstellung sei durch Nivellierung der Einkommen
aufzufangen. Faktisch resultiere ein reiner Arbeitsfähigkeitsvergleich unter
Berücksichtigung weiterer Nachteile (Leidensabzug). Vorliegend allerdings sei ein
solcher Leidensabzug nicht gerechtfertigt (act. G 4).
B.d Mit Replik vom 18. April 2008 hält der Beschwerdeführer unverändert an seinem
Rechtsbegehren fest. Als Begründung führt er an, die Feststellungen von Dr. med.
C._ im Gutachten vom 5. Dezember 2006 sowie das Ergebnis der gemeinsamen
orthopädisch/psychiatrischen Beurteilung vom 31. Mai 2007 seien problematisch und
für den Erlass einer IV-Rentenverfügung unbrauchbar. Das Gutachten erfülle nicht die
Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den relevanten Beweiswert
eines Arztberichtes. Insbesondere aber beruhe das Gutachten nicht auf einer allseitigen
Untersuchung und liefere keine ausreichende Begründung für eine Schlussfolgerung.
Zusätzlich zu den bereits in der Beschwerde geltend gemachten Gründen sei davon
auszugehen, dass die orthopädische Untersuchung knapp 15 Minuten gedauert habe.
Tatsächlich seien die vom Gutachter erhobenen und auch als solche erkennbaren
Befunde keineswegs so umfangreich und detailliert, dass sie nur in einer länger
dauernden Aufnahme hätten eruiert werden können. Die Ausführungen unter A.1
Anamnese hätten den umfangreichen Vorakten entnommen werden können. Einzig die
unter A.2 erhobenen subjektiven Angaben und die unter A.3 festgestellten objektiven
Befunde seien Ausfluss der tatsächlichen vorgenommenen Untersuchung. Gesamthaft
könne jedoch nicht von einem übermässigen Detaillierungsgrad der Ausführungen
ausgegangen werden. So beruhten gerade die objektiven Befunde auf
Routineuntersuchungen und die subjektiven Beschwerdeangaben seien
ausserordentlich knapp zusammengefasst worden. Weiter führt der Beschwerdeführer
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aus, dass zwischen dem Gutachten von Dr. med. C._ und demjenigen von Dr. med.
D._ gerade im Hinblick auf die Anamnese, dem Ergebnis aus den Vorakten sowie
den objektiven Befunden ein offensichtlich grosses Gefälle bestehe. Während Dr. D._
seine Erkenntnisse sorgfältig und ausführlich darstelle und seine Untersuchungen
aufliste, sei das Gutachten von Dr. med. C._ äusserst rudimentär. Dieser Unterschied
könne wohl kaum mit den unterschiedlichen medizinischen Disziplinen begründet
werden. Ebenso verkürzt seien die Ausführungen von Dr. med. C._ betreffend die
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bzw. die Eingliederungsfähigkeit. Die
Einschätzung auf einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 40% in der bisherigen Tätigkeit und
einen solchen von 70% in einer adaptierten Tätigkeit sei ohne Begründung erfolgt.
Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer den Aufbau des interdisziplinären
Gutachtens als solches. So liege ein orthopädisches Hauptgutachten und ein
psychiatrisches Teilgutachten vor, wobei deren Zusammenführung gerade mal auf drei
Linien abgehandelt worden sei. Eine Begründung für eine gemeinsame
zusammenfassende Einschätzung fehle vollständig, womit die bereits erwähnten
Anforderungen an den ausreichenden Beweiswert einer ärztlichen Einschätzung,
insbesondere aber das Vorliegen einer nachvollziehbaren Begründung der
Expertenschlussfolgerung, nicht erfüllt seien (act. G 10).
B.e In Kenntnisnahme der Replik teilte die Beschwerdegegnerin am 26. Mai 2008 mit,
an den Ausführungen ihrer Beschwerdeantwort sowie an ihrem Antrag vollumfänglich
festzuhalten (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügungen vom 5. November 2007 eingetretenen Sachverhalt
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abzustellen ist (BGE 121 V 366 E. 1b), sind auf die angefochtene Verfügung die bis zum
31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.
2.
2.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Bemessung der
Invalidität von erwerbstätigen Versicherten wird gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art.
16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt. Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens
zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.
Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss Art. 28
Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Gemäss Art. 16 ATSG wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht.
Somit ist für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen, ob eine invalide
Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern
einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte,
wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen
würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b). Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der
Zurücksetzung der erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher
Beeinträchtigung ergeben. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind daher
zunächst medizinische Grundlagen wesentlich. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist
es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.
Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung
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der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden
können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34; Rz 3047 f des vom Bundesamt für
Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die
invaliditätsbedingten Faktoren auf die Vermittlungsfähigkeit und die
Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die versicherte Person eine ihr
zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung
hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 19
VwVG, Art. 61 lit. c ATSG). Dementsprechend schreibt das Bundesrecht nicht vor, wie
die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Die Versicherungsträger und
Sozialversicherungsrichter haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Nach ständiger
Rechtsprechung des Bundesgerichtes haben die Versicherungsträger und die
Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabhängig ihrer Herkunft, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a;
vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte
Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung
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objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung,
welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die
Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125
V 351 E. 3ee; vgl. auch BGE 122 V 161 f. E. 1c).
2.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte die angefochtene Verfügung vom 5. November
2007 (act. G 4.1/58) auf das interdisziplinäre Gutachten von Dr. med. C._ und Dr.
med. D._ vom 5. Dezember 2006 / 8. März 2007 / 31. Mai 2007. Die orthopädische
Untersuchung erfolgte dabei am 5. Dezember 2006, die psychiatrische Untersuchung
am 8. März 2007 und die gemeinsame Beurteilung am 31. Mai 2007 (act. G 4.1/34 ff./
33 ff.). Die Kritik des Beschwerdeführers richtet sich gegen das orthopädische
Gutachten sowie in interdisziplinärer Hinsicht gegen die Zusammenführung beider
Gutachten. Das psychiatrische Gutachten wird nicht in Frage gestellt. Der
Beschwerdeführer bringt vor, dass das Gutachten von Dr. med. C._ keine
umfassende medizinische Beurteilung beinhalte und keine begründete
Schlussfolgerung aufweise. Die festgesetzte Restarbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers sei unbegründet und somit nicht nachvollziehbar. Zudem fehle es
an einer sorgfältigen Zusammenführung beider Teilgutachten (act. G 1 und G 10).
2.2.2 Dieser Kritik ist nicht beizupflichten. Zwar erscheint das orthopädische
Gutachten, insbesondere im Vergleich zum psychiatrischen Gutachten, tatsächlich als
sehr knapp formuliert. Nichtsdestotrotz entspricht es den vom Bundesgericht
aufgestellten formellen Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vgl. BGE 125 V
351 E. 3a). Es beinhaltet sowohl subjektive als auch objektive Angaben zur versicherten
Person und bezieht verschiedene Befunde (i.c. Röntgenbefund) mit ein, womit das
Gutachten als umfassend bezeichnet werden kann. Ebenfalls stützt es auf allseitige
Untersuchungen ab (manuelle Untersuchung/verschiedene Röntgenbefunde). Auf die
Beschwerden des Beschwerdeführers wurde, wenn auch nur kurz, ebenfalls
eingegangen. Die Anamnese ist zwar knapp gehalten, für Gerichtszwecke aber
ausreichend. Schliesslich sind die Darlegung der medizinischen Vorgänge und eine,
wenn auch in kürzester Form, begründete Schlussfolgerung vorhanden.
Zusammenfassend ist das orthopädische Gutachten nicht zu beanstanden. Die
bidisziplinäre Arbeitsfähigkeitsschätzung in einer adaptierten Tätigkeit (65%) ist
nachvollziehbar, insbesondere auch weil sie sich nicht wesentlich von der behaupteten
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Restarbeitsfähigkeit (60%) unterscheidet. Ebenfalls ist anzunehmen, dass auch eine
kurze Unterredung der Spezialisten für eine Konsensfindung betreffend den
Invaliditätsgrad genügen kann. Die Zusammenführung der beiden Teilgutachten ist
ebenfalls nicht in Zweifel zu ziehen. Es besteht kein Anhaltspunkt, dass die beiden
Gutachten unsorgfältig zusammengeführt worden sein sollten. Dem Antrag auf
Anordnung eines Obergutachtens ist daher nicht stattzugeben.
2.3 Vorliegend gehen die Gutachter davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer
adaptierten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 65% besitzt. Zieht man nun für die
Ermittlung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne heran, so ist gemäss ständiger
Bundesgerichtspraxis auf die Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach
Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht; Privater
Sektor) der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (Urteil vom
8. November 2007 der II. sozialrechtlichen Abteilung des Eidgenössischen
Bundesgerichtes, I 902/06, E. 3.3.1). Gemäss TA1 der LSE 2006 (S. 25) erzielten mit
einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigte Männer im Durchschnitt einen
monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'732.--, was nach Umrechnung auf die
durchschnittliche betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 im Jahr 2006 einem
Jahreseinkommen von Fr. 59'197.-- (12 x Fr. 4'732.-- / 40 x 41.7) entspricht. Beim
Valideneinkommen, d.h. dem hypothetischen Verdienst ohne Gesundheitsschaden, ist
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei muss die Ermittlung des
Valideneinkommens so konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden erfahrungsgemäss fortgesetzt wird, ist in der Regel vom letzten
Lohn auszugehen, der vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt wurde. Dieses
Gehalt ist wenn nötig der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung
anzupassen (Urteil I 902/06 vom 8. November 2007 der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Eidgenössischen Bundesgerichtes, E. 3.2.1; vgl. auch BGE RKUV 2006 Nr. U 568
S. 65 E. 2, U 87/05; Urteil I 407/06 vom 28. Februar 2007, E. 4.1 mit Hinweisen). Der
Beschwerdeführer war bis zum 17. Juni 2005 zu 100% als Hilfsarbeiter tätig. Sein
zuletzt erzieltes Jahreseinkommen belief sich auf Fr. 45'600.-- (12 x 3'800.--). Unter
Berücksichtigung der Teuerung von 1.2% ergibt dies für das Jahr 2006 einen
Jahreslohn von Fr. 46'147.--. Das Valideneinkommen des Beschwerdeführers liegt
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damit deutlich unter dem LSE-Durchschnittseinkommen (Fr. 59'197.-). Dieses
unterdurchschnittliche Einkommen ist auf invaliditätsfremde Gründe (z.B. geringe
Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, Hilfsarbeiterstatus) zurückzuführen. Dem
ist bei der Invaliditätsbemessung Rechnung zu tragen, sofern – wie hier – keine
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte sich aus freien Stücken mit einem
bescheidenen Einkommensniveau begnügen wollte. Nur auf diese Weise ist der
Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden
Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen
gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 134 V 322, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Mittels des Parallelisierens der Einkommen ist diese Schlechterstellung auszugleichen,
wobei diese praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine
entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens auf das statistische
Durchschnittseinkommen oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine
entsprechende Herabsetzung des Ausgangseinkommen auf das
Durchschnittseinkommen erfolgen kann (BGE 134 V 322 E. 4.1). Es ist somit vorliegend
auch für die Ermittlung des Invalideneinkommens von Fr. 46'147.- als Basis
auszugehen. Bei einer medizinisch geschätzten Arbeitsfähigkeit von 65% ergibt sich
ein Einkommen von Fr. 29'996.-.
2.4 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, ihm sei ein weiterer Abzug vom
Invalideneinkommen von 15% zu gewähren. Der oftmals als "Leidensabzug"
bezeichnete Abzug hat mit dem Leiden als solches nichts zu tun. Vielmehr werden die
statistischen Tabellenlöhne auf der Grundlage von Daten gesunder Arbeitnehmer
erhoben, weshalb die versicherten Personen mit einer Gesundheitsbeeinträchtigung bei
der Bemessung des Invalideneinkommens an Hand der statistischen Daten einen
Nachteil erleiden. Dieser hat – neben der Arbeitsunfähigkeit – einen Lohnnachteil zur
Folge (vgl. BGE 126 V 75). Vorliegend fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer
gegenüber einem gesunden Konkurrenten für einen geeigneten Arbeitsplatz ein
höheres Krankheitsabwesenheits-Risiko hat. Aus der Sicht eines ökonomisch
denkenden Arbeitgebers senkt dieses Risiko, dessen Verwirklichung die
Gesamtlohnkosten des Betriebes erhöhen würde, den "Wert" des Beschwerdeführers
als Arbeitnehmer. Hinzu kommt, dass er behinderungsbedingt nicht oder nur sehr
eingeschränkt in der Lage ist, seine Produktivität zu steigern, d.h. bei Bedarf
Überstunden zu leisten oder kurzfristig an einem nicht adaptierten Arbeitsplatz tätig zu
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sein. Zudem verlangt eine psychische Beeinträchtigung die Rücksichtnahme seitens
der Arbeitskollegen und Vorgesetzten, womit ein solcher Arbeitnehmer erhöhten
Betreuungsaufwand benötigt. Um diese Nachteile kompensieren zu können und
konkurrenzfähig zu bleiben, müsste er seine Arbeitskraft zu einem entsprechend
tieferen Lohn offerieren.
Bei Männern im tiefsten Anforderungsniveau ist Teilzeitarbeit statistisch gesehen
hochgerechnet auf ein Vollpensum schlechter entlöhnt als Vollzeitarbeit (Tabelle T2* auf
S. 16 der LSE 2006). Wie bereits in RKUV 1999 S. 412 ff. anerkannte das
Bundesgericht im Entscheid 9C_603/07 vom 8. Januar 2008, dass nicht nur
Teilzeitarbeit als solche, sondern auch ein ganztägiger Einsatz bei reduzierter
Leistungsfähigkeit die Vornahme eines Abzugs rechtfertige. Es hielt fest, ein rund
hälftiges Arbeitspensum, das lediglich über einen ganzen Arbeitstag verteilt erbracht
werden könne und nicht etwa nur vormittags oder nachmittags, sei aus
betriebswirtschaftlicher Sicht (Auslastung des Arbeitsplatzes) als lohnmässig relevante
Erschwernis für die erwerbliche Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit
anzuerkennen (E. 4.2.3). Obwohl das Bundesgericht in einigen Entscheiden gegenteilig
argumentiert (vgl. etwa I 69/07 vom 2. November 2007), erscheint es als gerechtfertigt,
den sogenannten Teilzeitabzug auch bei ganztägiger Anwesenheit mit reduzierter
Leistungsfähigkeit anzuerkennen. Denn dieselben ökonomischen Mechanismen, die bei
einer "echten" Teilzeitbeschäftigung eine unterdurchschnittliche Entlöhnung bewirken,
sind auch bei der vollzeitlichen Beschäftigung bei reduzierter Leistung wirksam. Wird
ein Versicherter für Arbeit im Ausmass von z.B. 50% eines Vollpensums angestellt, so
wird er gewiss keinen höheren Lohn erwarten können, wie wenn er für diese 50%
Leistung 100% der betriebsüblichen Arbeitszeit benötigt. Somit ist dem Bundesgericht
in seiner Argumentation gemäss dem Entscheid 9C_603/07 zu folgen. Im davon
abweichenden Entscheid I 69/07 nannte das Bundesgericht als Beispiel eines Faktors,
der eine Vollzeittätigkeit mit eingeschränktem Leistungsvermögen für einen Arbeitgeber
attraktiver erscheinen lasse als eine Teilzeittätigkeit, grössere Flexibilität bei der
Einsatzplanung bei vollzeitlicher Anwesenheit (E. 5.2). Dieses Beispiel vermag nicht zu
überzeugen, denn gerade bei der Einsatzplanung muss stets darauf Rücksicht
genommen werden, dass der invalide Arbeitnehmer nur eine hälftige Leistung erbringen
kann, auch wenn er physisch ganztags anwesend ist. Der reduzierten Leistung müsste
durch zusätzliches Personal oder durch Mehrarbeit der Arbeitskollegen Rechnung
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getragen werden. Ein Arbeitgeber wird in der Regel nicht bereit sein, dem ganztägig
anwesenden Arbeitnehmer bei einer Leistungsfähigkeit von 65% einen höheren Lohn
zu bezahlen als dem zeitlich nur zu 65% anwesenden, aber voll leistungsfähigen
Arbeitnehmer. Tendenziell dürfte eher das Gegenteil der Fall sein. Auch wenn dies
statistisch offenbar noch nicht belegt ist, erscheint es doch angezeigt, den statistisch
ausgewiesenen Teilzeitnachteil sowohl bei teilzeitlich mit voller Leistung als auch bei
vollzeitlich mit eingeschränkter Leistung arbeitsfähigen Versicherten anzuwenden. Der
Teilzeitnachteil hat nach dem Gesagten also auch im vorliegenden Fall der ganztägigen
Anwesenheit bei reduzierter Leistungsfähigkeit zum Tragen zu kommen. Männer im
tiefsten Anforderungsniveau erzielten im Jahr 2006 mit einem zwischen 50% und 74%
liegenden Arbeitspensum ein aufgerechnet auf ein Vollpensum um 10,04% tieferes
Einkommen (LSE 2006, Tabelle T2*).
Insgesamt erscheint vorliegend für die Berücksichtigung dieser Nachteile ein Abzug
von 15% als angemessen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 46'147.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 25'496.-- (Fr. 46'147.- x 0.65 x 0.85) ergibt sich eine
Einschränkung von gerundet 45%. Demzufolge ist das Begehren des
Beschwerdeführers auf Zusprechung einer Viertelsrente gutzuheissen.
3.
Ab einem IV-Grad von 40% besteht eine Verpflichtung der IV-Stelle, die berufliche
Eingliederung versicherter Personen zu prüfen. Vorliegend liegt ein IV-Grad von 45%
vor, welcher einen Rentenanspruch begründet. Aufgrund der im
Sozialversicherungsrecht allgemein gültigen Schadenminderungspflicht ist vorgängig
die Eingliederung des Beschwerdeführers in den ausgeglichenen Arbeitsmarkt – im
Sinne des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" (vgl. etwa Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl., Vorbemerkungen zu N 47) – abzuklären. Dementsprechend
schreibt Art. 16 ATSG vor, dass der Einkommensvergleich zur Bemessung des
Invaliditätsgrades erst nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist und die versicherte Person, wenn ohne
berufliche Massnahmen ein Rentenanspruch droht, die Pflicht hat, sich geeigneten und
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zumutbaren Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die IV-Stelle ihrerseits hat die
Pflicht, vor dem Entscheid über die Rentenfrage von Amtes wegen alle
Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden. Die zu
überprüfende Eingliederung hat dabei zum Zweck, den Invaliditätsgrad unter 40% zu
halten. Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben während 13 Jahren als
Berufsmusiker in seinem Heimatland tätig, bevor er 1987 in die Schweiz kam. Insofern
ist auch zu prüfen, ob eine Wiedereinschulung in den damaligen Beruf möglich ist. Die
IV-Stelle liess am 26. Juli 2007 im Rahmen eines Beratungsgespräches die generelle
Verwertbarkeit und die Möglichkeit einer Eingliederung in die Arbeitswelt vorfrageweise
abklären. Die zuständige Eingliederungsberaterin schätzte eine Eingliederung aufgrund
der subjektiv empfundenen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers jedoch als
wenig erfolgreich ein (act. G 4.1/40). Angesichts der fehlenden Motivation des
Beschwerdeführers sowie der weit zurückliegenden musikalischen Berufstätigkeit und
der Tatsache, dass die IV-Stelle selbst nicht von einem rentenbegründenden
Invaliditätsgrad ausgegangen ist, hat sie auf weitere Abklärungen zur Eingliederung
verzichtet. Bei dem vorliegend resultierenden Invaliditätsgrad von 45% muss hingegen
eine Wiedereinschulung bzw. Eingliederung geprüft werden. Der psychiatrischen
Beurteilung von Dr. med. D._ ist zu entnehmen, dass die Migration in die Schweiz
und die damit verbundene Aufgabe des Berufes als Musiker – mit der der
Beschwerdeführer sich sehr zu identifizieren schien – weniger seinen eigenen
Wünschen als vielmehr den materiellen Ansprüchen seiner damaligen Frau
zuzuschreiben waren. Dadurch war er nämlich zur Annahme einer Hilfsarbeit
gezwungen. Nach eigenen Angaben erfreute sich der Beschwerdeführer stets an der
Musik, gab diese jedoch vor 18 Jahren in der Meinung, die Musik liesse sich nicht mit
seinen Problemen vereinbaren, auf (act. G 4.1/33-5/11). Vorliegend ist aber trotzdem
davon auszugehen, dass eine rentenrelevante Eingliederung unwahrscheinlich ist, da
zum Einen die musikalische Karriere des Versicherten fast 20 Jahre zurückliegt und
zum Anderen die Verwertbarkeit der musikalischen Tätigkeit, welche sich im
Ursprungsland offenbar auf Auftritte im kleinen Kreis (Hochzeiten und andere private
Anlässe) konzentrierte, in der Schweiz wohl ebenfalls beschränkt wäre. Sehr
wahrscheinlich käme der Beschwerdeführer in einer musikalischen Tätigkeit in der
Schweiz nicht auf ein rentenausschliessendes Einkommen. Alsdann hat der
Beschwerdeführer aus eigenem Antrieb auch nichts für eine Reintegration in den
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früheren Musikerberuf unternommen. Somit ist davon auszugehen, dass die
Wiedereingliederung in die frühere Tätigkeit als Berufsmusiker im jetzigen Zeitpunkt als
ungeeignet und nicht erfolgsversprechend erscheint. Die Eingliederung in einen
anderen Beruf ist nach Lage der Akten (insbesondere aufgrund des Alters, des
Ausbildungsgrades und des subjektiven Arbeitsunfähigkeitsempfindens des
Beschwerdeführers) zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht möglich. Im Ergebnis ist
somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die
Eingliederungsbemühungen eingestellt hat.
4.
Zusammenfassend ist die Beschwerde unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung
vom 5. November 2007 gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ist eine Viertelsrente
zuzusprechen. Zu bestimmen ist noch der Beginn des Rentenanspruchs. Die
bidisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers, die in einer adaptierten Tätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 65% ergab, fand zwischen Dezember 2006 und März 2007
statt. Der Hausarzt hatte dem Beschwerdeführer im Bericht vom 23. Oktober 2005 seit
dem 17. Juni 2005 und bis auf weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(act. G 4.1/6). Das Arbeitsverhältnis, in welchem der Beschwerdeführer zuletzt als
Hilfselektromechaniker gearbeitet hatte, wurde per 31. Oktober 2005 aufgelöst. Für die
Zeit nach Ende Oktober 2005 sind den Akten keine ärztlichen
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Berichte über den gesundheitlichen Zustand
des Beschwerdeführers zu entnehmen. Immerhin erachtete Dr. D._ es für richtig, die
von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit in Übereinstimmung mit den Angaben des
Hausarztes auf Juni 2005 zu datieren (act. G 4.1/33-11). Das Wartejahr kann damit ab
Juni 2005 als eröffnet gelten. Ferner ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
nach Ablauf des Wartejahres, d.h. ab 1. Juni 2006 – entsprechend der
Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter – in einer seinen Beeinträchtigungen
angepassten Tätigkeit zu 65% arbeitsfähig war. Die Viertelsrente ist ihm daher mit
Wirkung ab 1. Juni 2006 zuzusprechen. Die betragsmässige Rentenhöhe wird die
Beschwerdegegnerin noch festzusetzen haben.
5.
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Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen. Sie sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand zu
bemessen (Art. 69 Abs. 1 lit. 1bis IVG) und vorliegend auf Fr. 600.-- festzusetzen. Der
Gerichtskostenvorschuss ist der obsiegenden Partei in gleicher Höhe
zurückzubezahlen. Der Beschwerdeführer hat zudem Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Angesichts der Schwierigkeit des Falls sowie
der Art und Umfangs der Bemühungen erscheint eine Parteientschädigung, wie in
vergleichbaren Fällen üblich, von Fr. 3'500.-- einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG