Decision ID: 2d0668cd-8056-4b77-b9ef-3f3b096e6f8e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1974
,
schloss
die Matur Typus-D ab und absolvierte die Schule
Y._
des Schweizerischen Roten Kreuzes (Urk. 10/11
und
Urk.
10/8/3
). Ein Studium an der Universität
Z._
brach sie nach einem Jahr vorzeitig ab (Urk. 10/8/1-2 S. 2).
Seit dem Jahr
2002
ist sie
in einem 45 %-Pensum beim
M
useum
A._
als Mitarbeiterin im Besucherdienst tätig (Urk. 10/11 S. 5).
Vom
1. September 2009 bis 31. Mai 2012 war sie
zudem
in einem 40%igen Pensum bei der
B._
AG als Nachtwache und in der Kinderbe
treuung angestellt
gewesen
, wobei sie diese Stelle weg
en
einer
Rück
en
problema
tik
sei
t
dem
25.
Januar 2011 nicht mehr ausübt
(Urk. 10/2, Urk. 10/11 S. 5).
Nachdem
die Versicherte am
30
.
März
2012
(Urk. 10/2
) von
ihre
r
damalige
n
Arbeitgeberin
(
B._
AG)
wegen
der
Rückenproblematik
zur Früherfassung
an
ge
meldet worden war, meldet
e
sie
sich am
4
.
Mai
2012
(Urk. 10/11)
unter
Hinweis auf eine
Diskushernie und eine Depression
selbst
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit
Verfügung vom
28
.
Mai
2014
(Urk.
10
/
60
) bei einer Qualifi
kation als
Vollerwerbstätige mit einer 85 %-A
rbeitstätigkeit
[richtig: Teilerwerbs
tätigkeit ohne Aufgabenbereich]
und
basierend auf
einem Invaliditätsgrad von 35 %
einen
Leistungsanspruch (vgl. Urk. 10/47 S. 5
f.
unten
und
Urk.
10/46
)
.
1.2
Am
19
.
Juli 2017
(Urk.
10
/
61
)
wurde die Versicherte durch die bevollmächtigte
C._
, Personal- und Sozialb
eratung der Bundesverwaltung (PSB; Urk. 10/62)
,
unter Hinweis auf
eine Verschlimmerung der Rückenproblematik
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
gemeldet
.
In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Am 20. April 2018 (Urk. 10/70) teilte sie der Versicherten die Kostenübernahme eines Jahres-Abonnements
Tai-Chi
(Frühinterventionsmassnahme) und am 25. April 2018 (Urk. 10/72) den
erfolgreichen Abschluss der Arbeitsplatzerhaltung für die 45%ige Tätigkeit
be
im
M
useum
A._
mit.
Nach durchgeführ
tem Vorbescheidverfahren (
Urk. 10/77,
Urk.
10
/8
2
,
Urk.
10
/
89
)
wies die IV-Stelle das Renten
begehren mit Verfügung
vom
25
.
September
2018 (Urk. 2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am
26
.
Oktober
2018 (Urk. 1) Beschwerde gegen die Ver
fügung vom
25.
September 2018
und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
eine Dreiviertelsrente auszurichten
.
Zudem stellte sie Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
27
.
November
2018 (Urk.
9
) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am
3
.
Dezember
2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
11
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen
wieder
herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicher
ten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
bemisst sich die Invalidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder einer Untervari
ante (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfah
ren) davon. Dabei ist das
Valideneinkommen
nach Massgabe der ohne Gesund
heitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchfüh
rung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzulegende
–
Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; wiedergege
ben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
thetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. IVV) so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesent
liche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben
bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung vom 25. Septem
ber 2018
(Urk. 2) aus,
die beruflichen Massnahmen seien erfolgreich abgeschlos
sen worden. Zu den Vorakten habe sich nichts Wesentliches verändert. Aufgrund der neuen gesetzlichen Grundlage werde das Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung auf 100 % hochgerechnet. Aus dem entsprechenden Einkom
mensvergleich resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 38 %.
Die mit Einwand zugestellten Arz
t
berichte seien dem regionalen ärztlichen Dienst (RAD) zur
medizinischen
Beurteilung vorgelegt worden.
Es
seien keine neuen med
i
zinischen Tatsa
chen vorgebracht worden, die
unbekannt
gewesen seien. Weiterhin bestehe eine Arbeitsfähigkeit in bisheriger sowie angepasster Tätigkeit von 50 %. Das Studium sei nicht aus gesundheitlichen, sondern privaten Gründen und wegen ungenügender finanzieller Verhältnisse abgebrochen worden.
Darum könne das
Validene
inkommen
nicht nach Hochschulabschluss berechnet werden.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde vom
26
.
Oktober
2018 (Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt, dass
sich ihr Gesundheitszustand gegen
über dem Zeitpunkt der rentenabweisenden Verfügung vom 28. Mai 2014 verschlechtert habe
. Sie sei
nicht mehr in der Lage, in einer angepassten Tätigkeit zu 50 %, sondern allerhöchstens noch zu 45 % tätig zu sein
(S. 6-10)
.
Zudem sei sie schon im Rahmen ihrer beruflichen Ausbildung erkrankt, weshalb sie kein
Hochschulstudium
habe vollenden können. Darum sei ihr
Valideneinkommen
nicht anhand der Einkommen als Pflegeassistentin
und Museumsaufsicht, son
dern mittels standardisierter Löhne für universitäre Hochschulabgänger gemäss
der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung festzusetzen (S. 10-12).
Weiter sei beim
Validene
i
n
kommen
von einem 100 %-Pensum auszugehen, da sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nicht nur 85 %, sondern 100 % tätig
sein würde
(S. 12-14).
2.3
Umstritten und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin nach der Neuanmeldung vom
19. Juli 2017 (Urk. 10/61)
eine Rente
der Invalidenversicherung
zusteht
.
I
m Vordergrund steh
t
dabei
die Frage, ob
sich der Gesundheitszustand der Besch
werdeführerin gegenüber dem 28.
Mai 2014
wesentlich
verändert
hat
.
Sollte dies der Fall sein
,
wäre zu prüfen,
ob sie als Vollerwerbstätige
mit gesundheits
bedingter Einschränkung
oder als
Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich
(85 %) zu qualifizieren
wäre, sowie
, ob die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erkran
kung
das
Universitätsstudium nicht
hatte
abschliessen
können
.
3.
3.1
Die Verfügung vom
28. Mai 2014 (Urk. 10/60)
beruht
e gemäss versicherungsin
ternen Feststellungsblättern vom 26. März und 28. Mai 2014 (Urk. 10/47, Urk. 10/59)
im Wesentlichen
auf nachstehenden medizinischen Unterlagen:
3.2
PD Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
FMH,
und lic. phil.
E._
, Psychologin, bei welchen
sich die Beschwerdeführer
in
seit dem
11
.
November
20
1
0
in Behandlung
befand
, stellte
n
in
ihrem undatierten
Bericht
m
it letzter Kontrolle am 16.
November 2012
(
Urk.
10
/
24
; vgl. auch Urk. 10/58
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
-
Schwere bipolare affektive Störung, Typ II, ohne symptomfreie Phasen, aktuelle schwere Depression (ICD-10 F31.4)
-
Anhaltende schwere posttraumatische Reaktion auf Medikamentenneben
wirkungen (ICD-10 F43.8)
-
Rheumatologische Erkrankung
Sie
führten dazu aus,
für die ca.
45 %-Stelle
als Museumsaufsicht sei die Beschwerdeführerin zurzeit zu 50 % (der 45 %) arbeitsunfähig, nachdem sie zuvor zum Teil zu 100 %, zum Teil zwischen 50-100 % arbeitsunfähig gewesen sei.
Es sei wesentlich der Einsatzbereitschaft der Beschwerdeführerin zu verdan
ken, dass sie unter diesen Umständen überhaupt noch eine Stelle habe halten können. Eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe seit 2010
(S. 4
f
.
).
3.3
Prof.
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
sowie für Neurologie FMH und zertifizierter medizinischer Gutachter SIM
, und Dr. med.
sowie Dr. sc. nat.
G._
,
Fachärztin für Innere Medizin FMH
,
spezialisiert für Rheumaerkrankungen sowie zertifizierte medizinische Gutachtern SIM, nannten
in
ihrer
Zusammenfassung vom 14
.
November
201
3
(Urk.
10
/
39/1
) des
bidiszip
linären
Gutachtens f
olgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Schwere bipolare affektive Störung, Typ II, ohne symptomfreie Phasen, aktuell schwere Depression (ICD-10 F31.4)
-
Lumbovertebrales
bis interm
ittierend lumbospondylogenes Syndrom rechts bei
:
-
leichter
Spondylarthrose
der unteren
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
-
Osteochondrose L4/L5 mit leicht
regredienter
partiell sequestrierter paramedianer bis mediolateraler Diskushernie rechts mit
Kompres
sion der Nervenwurzel
L5 rechts
-
leicht
regredienter
mediolateraler Diskushernie L5/S1 rechts mit Devia
tion der Nervenwurzel S1 rechts
-
deutliche
r
Regredienz
der früher vorhandenen Diskushernie L3/L4, welche sich zu einer
Protrusion
verkleinert hat (Oktober
2013 gegenüber MRI
Juni
2012)
-
ohne
radikuläre
Zeichen
Prof. Dr.
F._
und Dr.
G._
hielten fest, aus rheumatologischer Sicht könne die Beschwerdeführer
in
eine angepasste LWS-schonende Tätigkeit zu 100 % bzw. ganztags bezogen auf ein Pensum von 100 % ausüben. Dabei könne sie Lasten bis zu 15 kg heben oder tragen (leichtes bis mittelschweres Belastungs
niveau). Die bisherige Tätigkeit im
Museum A._
sei angepasst. Es sei denkbar, dass in der bisherigen Tätigkeit als Pflegeassistentin ein Teilbereich nicht ange
passt sei. Diesen Teilbereich könne sie nicht mehr ausüben. Aus psychiatrischer Sicht könne
sie als Pflegeassistentin nicht mehr arbeiten. Dagegen sei die Tätig
keit im
Museum A._
teiladaptiert. Aus
bidisziplinärer
Sicht könne sie die Tätigkeit im
Museum A._
oder eine andere angepasste Tätigkeit zu 50 % ausüben bezogen auf ein Pensum von 100%.
3.4
Die Beschwerdegegnerin schloss gestützt auf diese Aktenlage auf eine Arbeitsfä
higkeit von 50 % in der Tätigkeit als Museumsaufsicht im
A._
(Urk. 10/60). Indem sie
das
Valideneinkommen
(Lohn
als Pflegeassist
ent
in
bei der
B._
AG [40
%-Stelle
]
plus Einkommen im
Museum
A._
[45 %-Stelle]) dem Invalideneinkommen [Aufrechnung des Einkommens im
Museum
A._
auf ein 50 %-Pensum] gegenüberstellte, errechnete die Beschwerdegegnerin einen ren
tenausschliessenden Invaliditätsgrad von 35 % und wies in der Folge das Rentenbegehren ab.
4.
4.
1
Chefarzt der Rheumatologie
Dr. med.
H._
, prakt. med.
I._
, Spitalfachärz
tin, und lic. phil.
J._
, Leitung Schmerzzentrum/Psychosomatik, von der Reha
k
lini
k
K._
, wo die Beschwerdeführerin vom 11. September bis 9. Oktober 2017 hospitalisiert
gewesen
war, nannten in ihrem
Austrittsb
ericht vom
16
.
Oktober
2017
(Urk.
10
/
68
) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
-
Myo
fasciale
Komponente
-
Musku
läre
Dysbalance
-
Somatoforme Schmerzstörung
Die Fachpersonen attestierten
der Beschwerdeführerin vom 11. September bis 15
.
Oktober 2017 eine 100%ige Arbe
itsunfähigkeit sowie ab dem 16.
Oktober 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für eine leicht belastende Tätigkeit (Stehen, Gehen, Sitzen) ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, häufiges Bücken sowie statisch einseitig belasten
de
Zwangshaltungen für weitere 2 Wochen mit dem Verweis, dass der behandelnde Arzt nach den zwei Wochen die Arbeitsfä
higkeit weiter zu beurteilen habe (S. 3).
4.
2
Leitender Arzt
Dr. med.
L._
und Assistenzärztin
M._
von der Wirbelsäu
len- und Neurochirurgie der
Klinik N._
nannten
in
ihrem
Bericht vom
2. August 2018
(
Urk. 10/85
) folgende Diagnosen:
-
Chronische
s
lumbales Schmerzsyndrom
-
Osteochondrose L4/5 sowie Bandscheibendegeneration L5/S1 und L3/4
-
Diskushernie L4/5 rechts param
edian nach kaudal geschlagen mit
Kom
pression der L5 Nervenwurze
l
rezessal
rechts
(MRI April 2017)
-
Diskushernie L5/S1 rechts paramedian bis
rezessal
mit Aff
e
ktion der rechtsseitigen S1-er Wurzel
(MRI April 2017)
-
V
erdacht auf
Hämangiom
Lendenwirbelkörper (
LWK
)
2
-
St
atus nach
epiduraler
Infiltration L4/5 unter BV am 9. und 14. Dezember 2011 sowie am 18. Oktober 2012
4.
3
Dr
.
med.
O._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
FMH,
und lic. phil.
E._
nannten in
ihrer
Stellungnahme zuhanden der Vertreterin der Beschwer
deführerin vom 2
6.
Juli
2018
(
Urk.
10
/
87
; vgl. auch
Telefonnot
iz vom 29. Juni 2018 über ein Gespräch zwischen der Vertreterin der Beschwerdeführerin und lic. phil.
E._
[
Urk. 10/86
]
)
als
Diagnosen
eine s
chwere bipolare
affektive Störung, Typ II, ohne symptomfreie Phasen, aktuelle schwere Depression (ICD-10 F31.4)
sowie die r
heumatologische Erkrankung
.
Dazu
führten
sie aus
,
die
Arbeit als Museumsaufsicht könne
die Beschwerdeführerin
nur unter grösster Anstrengung und höchster Disziplin zu maximal 45
% wahrnehmen. Aus psychiatrischer Sicht sei
sie aufgrund des schweren Ausprägungsgrades der Depression kaum arbeits
fähig
(S. 1). Ihr Gesundheitszustand habe sich
seit
Mai 2014 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wesentlich verändert. Ihr Gesundheitszustand habe sich zunehmend verschlechtert, die depressive Symptomatik habe sich mittlerweile derart
chronifiziert
, so dass es kaum m
ehr symptomfreie Episoden gebe
. Trotz mehrfacher Überprüfung und Änderung der Medikation und intensiver Psycho
therapie zeichne sich keine Besserung der schweren psychischen Erkrankung ab. Die Arbeitsfähigkeit vermind
e
re sich stetig
(S. 2)
.
4.
4
Hausarzt Dr. med.
P._
, bei welchem sich die Beschwerdeführer
in
seit dem Jahr 2007 in Behandlu
ng befindet (vgl. Urk. 10/21/1
), führte in seinem Schreiben vom 16. Juli 2018 (Urk. 10/88/1-2) auf Rückfrage der Vertreterin der Beschwerdefüh
rerin aus,
die
se
sollte in einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 4 kg und mit der Option zum Sitzen vier Stunden pro Tag arbeiten können, somit sei sie ca. 50 % arbeitsfähig. Der Gesundheitszustand habe sich seit Mai 2014 wesentlich verändert. Leider sei es sowohl vom Rücken als auch bezüglich Psyche zu einer weit
eren Verschlechterung gekommen.
4.
5
Lic. phil.
Q._
, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, hielt in ihrem Schreiben vom 26. Juli 2018 (Urk. 10/88/3) auf Rückfrage der Vertreterin der Beschwer
de
führerin fest, die Krankengeschichte der Beschwerdeführerin sei schon vernich
tet worden. Einzig die Angaben über die
Diag
nose einer «F43.2» nach ICD-10 (Anpassungsstörung)
und über die Behandlungsdauer vom 31. Januar 2005 bis 3. April 2006 mit 41 Sitzungen seien noch in
der
digitalen Patientendatei abruf
bar. Ferner berichtete sie, dass sich die Beschwerdeführerin aus Scham- und Angstgefühlen nicht getraut habe, eine Ausbildung anzufangen.
5.
5
.1
Aus erwerblicher Sicht hat sich die Situation der Beschwerdeführerin
– unbestrit
tenermassen (vgl. Urk. 1) -
seit der Verfügung vom 28.
Mai 2014 nicht verändert.
Sie geht nach einem
vorübergehenden
4-wöchigen stationären Aufenthalt auf
grund persistierende
r
Rückenschmerzen in der Rehak
lini
k
K._
(E. 4.1) und erfolgreicher Frühintervention in Form eines Tai-Chi-Kurses (vgl. Urk. 10/70, Urk. 10/72) weiterhin und im gleichen Ausmass ihrer Tätigkeit im
Museum
A._
nach (vgl. Urk. 10/74 S. 8 unten).
5.2
5.2.1
Es
ist offenkundig, dass sich
die
gesundheitliche Situation
der Beschwerdeführe
rin
zumindest
aus somatischer Sicht
verändert
hat.
Im Gegensatz zum Gutachten
von Dr.
G._
und Dr.
F._
(E. 3.
3
) wird von den Behandlern
nun
das
lumbospondylogene
Schmerzsyndrom als chronisch und mit
myofascialer
Komponente beschrieben (E. 4.1).
Ebenso wurde die Diskushernie LWK5/SW
K
1 als
gegenüber dem Jahr 2015
progredient bezeichnet (Urk. 10/65
/4
)
.
Zur Thematik einer Hypästhesie L5 und Spinalkanalstenosen L4/5
(Urk. 1 S. 7 oben)
ist zu bemerken, dass
die
se Diagnosen von den Ärzten der
Klinik N._
im Bericht vom 24. Mai 2017 (Urk.
10/65/1-2)
von ihnen selbst in ihrem aktuelleren Bericht vom 2. August 2018 nicht bestätigt
wurden
(E. 4.2). Ebenso war bereits den Gutachtern 2014 die Verdachtsdiagnose eines Hämangiom LWK 2 bekannt (vgl. Urk. 10/36 S. 7 Mitte), konnte aber von ihnen nicht bestätigt werden (E. 3.
3
). Bei einem Hämangiom handelt es sich um ein gutartiges Blutschwämmchen. Es ist nicht ersichtlich, wie sich dieses auf die funktionelle Leistungsfähigkeit aus
wirken sollte
, wurde doch keine Nervenwurzelbeteiligung geschildert.
Die Veränderungen betreffend das
lumbospondylogene
Schmerzsyndrom und die Diskushernie LWK5/SWK1 sind
nicht ohne Weiteres mit einer wesentlichen Ver
änderung im Sinne eines Revisionsgrundes
gleichzusetzen
.
Inwiefern sich
diese
auf die funktionelle Leistungsfähigkeit
auswirken, wurde von den Behandlern nicht
aufgezeigt
(vgl. E. 4.1-2, E. 4.4, Urk. 10/65).
Insgesamt z
ur Arbeitsfähigkeit äusserten sich
einzig
die Fachpersonen der
Rehak
lini
k
K._
in ihrem Aus
trittsbericht
(E. 4.1)
und Hausarzt Dr.
P._
(
E. 4.4
)
.
Die Fachpersonen der
K._
gingen
bei Austritt einer aufgrund
der
Rücken
schmerzen
angetretenen
4-wöchigen Hospitalisation
-
mit 100%iger Arbeitsun
fähigkeit während des Aufenthaltes
–
von einer
für weitere
zwei Wochen andauernden 50%igen
Arbeitsunfähigkeit aus
. Allein die Wortwahl deutet darauf
hin
, dass sie prognostisch
wohl
von einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit
innert
Kürze
ausgingen. Sie verwiesen jedoch für die weitere Beurteilung auf den Haus
arzt
, welcher
die Arbeitsfähigkeit
auf
ca. 50 %
einschätze
(E. 4.4)
. Seine
Einschätzung
fusst
e
jedoch
nicht auf einer Funktionsdiagnose, welcher bei soma
ti
sch begrün
deten Funktionseinschränkungen zentrale Bedeutung zukommt (Urteil des Bu
n
desgerichts 9C_335/2015 vom 1.
September 2015 E.
4.2.2).
Ebenso
wenig
äussert er sich
hinreichend darüber, inwiefern im Vergleich zur früheren Beurteilung eine effektive Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten ist
, zumal
er
früher
die Arbeitsfähigkeit mit 6 Stunden täglich – bei gutachterlich attestierter 100%iger Arbeitsfähigkeit (E. 3.3) - in einem ähnlichen Rahmen als gegeben ansah (Urk. 10/21/
3
)
.
Dr.
P._
proklamierte
nun
pauschal
,
der Rücken und die Psyche hätten sich verschlechtert
, ohne aufzuzeigen, inwiefern dies der Fall wäre
(E. 4.4)
. Damit kommt seiner
Aussage
für die Belange der Rentenrevision
grund
sätzlich
kein genügender Beweiswert
zu
(Urteil des Bun
des
gerichts 8C_322/2018 vom 12.
Dezember 2018 E. 2.3 mit
Hinweisen). RAD
-
Arzt Dr. med.
R._
, Fach
arzt für Chirurgie, orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, sah
hingegen
in
seiner
fachärztlichen
Aktenbeurteilung vom 24.
September 2018 (Urk. 10/90 S. 5)
– nach Vorlage sämtlicher neuer medizi
nischer Unterlagen -
keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes als ausgewiesen
an
.
Selbst
wenn jedoch
aus somatischer Sicht
von einer Veränderung im Sinne
einer
ver
ringerten
Arbeitsunfähigkeit in
angepasster Tätigkeit
von
neu
50 % ausge
gangen würde, bringt
dies keine gesundheitliche Verschlechterung mit
Auswir
kung
auf den Invaliditätsgrad
mit sich.
Die
Rentenbeurteilung
im Jahr
2014
basierte
– wenn
gleich
aufgrund der psychischen Besch
w
erden
(E. 3)
–
auf
einer 50%ig
en Arbeitsfähigkeit
, womit in der Konsequenz bei unveränderten erwerb
lichen Verhältnisse
n
(E. 5.1)
bei ähnlichem Stellenprofil
der gle
iche Invaliditätsgrad resultieren würde
.
Eine kumulative Wirkung der Einschrän
kungen ist nicht plau
sibel und solches wurde auch nicht geltend gemacht.
Von einer wesentlichen den Invaliditätsgrad beeinflussenden somatischen Verände
rung ist demnach nicht auszugehen.
5.2.2
Was den psychischen Gesundheitszustand angeht
,
ist
hinsichtlich funktioneller Einschränkungen
und somit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
eine wesent
liche Veränderung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
.
Die ange
blich hinzugetretene somatoforme Schmerzstörung, wie sie ohne Zuord
nung von diagnostischen
Kriterien durch eine n
icht fachärztlich
e Person
in der Rehak
lini
k
K._
genannt wurde (E. 4.1), konnte selb
st vom behandelnden Psychiater
nicht bestätigt werden (E. 4.4).
Die Behandler
(lic. phil.
E._
und Dr.
O._
)
po
stulier
t
en nun eine
ch
r
o
nifi
zierte
schweren Depression im Rahmen
der bipolaren affektiven Störung
mit dem Argument, es gebe
kaum symptomfreie Phasen (E. 4.3
)
.
Bereits
vor der ursprüng
lichen Rentenverweigerung
diagnostizierten sowohl
die
Behandler
(
lic. phil.
E._
und
PD
Dr.
D._
)
als auch
insbesondere
der psychiatrische Gutachter
Dr.
F._
eine
bipolare Störung ohne symptomfreie Phasen
(E. 3.2-3).
Es ist
demnach
nicht ersichtlich, inwiefern sich etwas verändert haben sollte.
Daneben ist auch nicht nachvollziehbar
,
wie sich
die nun postulierte
chronifizierte
schwere Depression
von
einer akuten nicht
chronifizierten
Depression im Rahmen der bipolaren Störung mit Blick auf funktionelle Einschränkungen unterscheiden sollte
.
Eine hinzugetretene oder weggefallene Diagnose stellt nicht per se einen Revisionsgrund dar, da damit das quantitative Element der (erheblichen) Gesund
heitsverbesserung oder -verschlechterung nicht
ohne Weiteres
ausgewiesen ist.
In diesem Sinne
zeigten die Behandler im Vergleich zum Zeitpunkt des Gutach
tens
nicht
auf, inwiefern sich der Gesundheitszustand konkret
- insbesondere im Hinblick auf die funktionelle Einschränkung
(Symptomatik)
-
verschlechtert
haben sollte
.
Sie hielten
nur
fest, dass sich trotz unterschiedlicher Medikation und intensiver Psychotherapie keine Verbesserung eingestellt habe und sich die Arbeitsfähigkeit stetig vermindere.
Zudem
spricht
die von
der
selben
Behandler
i
n
(lic. phil.
E._
)
gegenüber früher nicht mehr gestellten Diagnose einer anhal
tenden schweren posttraumatischen Reaktion
eigentlich
eher
für eine Verbesse
rung
(
vgl. E. 3.
2
,
E. 4.
3
)
.
Widersprüchlich erscheint auch die von den Behandlern gemachte Aussage, die Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht eigent
lich kaum arbeitsfähig
und es sei einzig ihrer Disziplin und ihrer Anstrengung zu verdanken, dass sie überhaupt der Arbeit im
Museum
A._
nachkomme
, wenn sie faktisch über Jahr
e
hinweg
dieser Tätigkeit
nachging
.
Für eine aus psychischer Sicht weiterhin
unverändert
bestehende Arbeitsfähigkeit spricht im Übrigen auch die Aussage der Arbeitgeberin, welche
nach e
rfolgtem Aufenthalt in der Rehak
lini
k
K._
wiedergab, die Beschwerdeführerin mache die Arbeit zuverlässig, ohne Fehlzeiten und stressbedingte Reaktionen seien kein Thema mehr. Zudem sei die Einsatzplanung mit ausschliesslich halben Tagen à 3.5-4.5 Stundeneinsätzen kein Problem.
Ferner
seien Sonntagseinsätze möglich und würden von der Beschwerdeführerin gerne übernommen (Urk. 10/74 S. 6 oben).
5
.
3
Nach
dem Gesagten ist weder aus erwerblicher noch gesundheitlicher Sicht
eine
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit
der ursprünglichen Rentenverneinung im Jahr 2014 ausgewiesen
, die geeignet
wäre
, den Invalidi
tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen.
Sodann
liegt auch keine neue gesetzliche Grundlage vor, welche Anlass zur Neu
berechnung des Invaliditätsgrades gibt (vgl. Urk. 2 S. 1 unten). Die von der Beschwerdeführerin
angesprochenen
am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen neuen Art. 27
bis
Abs. 2-4
IVV
betreffen die Teilerwerbstätigkeit mit Aufgabenbe
reich (Urteil des Bundesgerichts 8C_504/2018 vom 19. Oktober 2018 E. 3.4). Weder
die von der Beschwerdegegnerin vertretene
Auffassung, dass
es sich
bei der
Beschwerdeführerin um eine Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich
und freiwillig
reduziertem
Arbeitspensums
handelt
(
in ihren Worten: «Vollerwerbstä
tige (85%)
»
; vgl. Urk.
10/90 S. 1
)
, noch die Ansicht der Beschwerdeführerin, sie
sei
als Vollzeiterwerbstätige mit einem aus gesundheitlichen Gründen reduzierten Pensum
zu qualifizieren
(
Urk. 1 S. 12-14
)
,
hätte eine Subsumtion
unter die revi
dierten Art.
27
bis
Abs.
2-4 IVV zu
r
Folge
.
Mit BGE 142 V 290 wurde zwar die Rechtsprechung für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich
dahingehend
präzisiert,
dass die Einschränkung im erwerblichen Bereich proportional zu berück
sich
tigen ist,
die
Rechtsprechungsänderung allein stellt
jedoch
keinen
Neu
an
mel
dungs
- oder Revisionsgrund dar
. Gleiches gilt im Übrigen auch für
die
neue Rechtsprechung
zur Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens beim Vorliegen psychischer Erkrankungen
(Urteil des Bundesgerichts
8C_587/2017
vom 1
4.
Mai 2018 E. 5.3).
Ein Revisionsgrund ist somit nicht ausgewiesen
, womit sich ein Einkommensver
gleich erübrigt
und die Beschwerde
abzuweisen
ist
.
6
.
6
.1
Die
Beschwerdeführer
in
beantragte (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Rechtspflege unter Bestellung von
Rechtsanwältin
Anna Willi
,
Rechtsdienst
Inclusion
Handicap
,
Zürich,
als unentgeltliche Rechtsvertreter
in
. Die Prozessführung schien zum Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung nicht aussichtlos, die Bedürftigkeit
der
Beschwerdeführer
in
ist ausgewiesen (vgl. Urk.
8/1-19
) und eine
Rechtsverbei
ständung
geboten. Ih
r
ist daher die unentgeltliche Rechtspflege unter Bestellung
von
Rechtsanwältin
Anna Willi
,
Rechtsdienst
Inclusion
Handicap
,
Zürich,
als unentgeltliche
Rechtsbeistä
nd
in
zu gewähren (vgl. BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
6
.2
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 800.
--
festzuset
zen. Ausgangsgemäss sind sie
der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, infolge der bewilligten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
Rechtsanwältin Anna Willi, Rechtsdienst
Inclusion
Handicap, Zürich, als unent
geltliche Rechtsvertreterin ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialver
sicherungsgericht (
GebV
SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Der von der Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 24. Februar 2020 (Urk. 13) gel
tend gemachte Aufwand von 22,83 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- und
3% Administrationspauschale (zuzüglich
MW
St.
von 7.7%) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen
(Urk. 14)
.
Namentlich
sind die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem vorinstanzlichen Verwaltungsverfahren
bis zum Erlass der Verfügung vom 25. September 2018 (Urk.
2)
nicht zu entschä
digen.
Sodann waren ihr die Akten bekannt.
Ebenso
war die
Korrespondenz
mit Dritten
– im Einzelnen mit
C._
sowie Herr
S._
PSB
, und lic. phil.
E._
(Positionen vom 28. September, 3. und 16. Oktober 2018 sowie 7. August, 7. September, 28. Oktober, 6., 8., 13., und 15. November
und
2.
Dezember
2019 sowie
5.
und 12. Februar 2020) – für das vorliegende Verfahren, bei dem es keine
r
zusätzlichen medizinischen Abklärungen oder Auskünfte des Arbeitgebers bedurfte, nicht not
wendig
.
Es flossen auch keinerlei Ergebnisse ins Verfahren ein. Damit verbleibt ein Aufwand von 9.69 Stunden, weshalb
die Entschädigung bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 18
5
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) für
eine institutionelle Vertretung
auf Fr.
1'988
.
60
(inklusive Barauslagen Mehrwert
steuer) festzusetzen
ist
.
Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Auslagen für die Vertretung verpflich
tet werden kann, sofern
sie
dazu in der Lage ist.