Decision ID: 888bf520-1cf5-554d-ab2f-a58db7532bc5
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ bezog ab dem 1. Februar 1999 bei einem IV-Grad von 40 % eine halbe IV-
Rente (Härtefallrente, Verfügungen vom 28. März 2000, 23 ff.). Die IV-Stelle des
Kantons St. Gallen hatte in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten der
sozialpsychiatrischen Beratungsstelle B._ vom 23. März 1999 abgestellt (IV-act. 13,
18). Die Gutachter hatten dem Versicherten wegen einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig remittiert, einer Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst),
einem Verdacht auf eine Anpassungsstörung hinsichtlich dem Verlust seiner Mutter und
einem Verdacht auf eine nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung eine
Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert. Die aktuelle Tätigkeit (eigenes Imbissgeschäft)
sei von Vorteil, da der Versicherte den familiären Betrieb ohne erhebliche
Konsequenzen (wenn nötig fluchtartig) verlassen könne. Für die Bemessung des
Valideneinkommens stellte die IV-Stelle auf das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen als
Betriebsmitarbeiter bei der Firma C._ AG ab (IV-act. 7, 16-2; 13 x Fr. 4'110.--) und
setzte es auf Fr. 53'430.-- fest. Bezüglich der Invalidenkarriere hielt die IV-Stelle fest,
dass es keine Firma gebe, welche das tägliche Davonlaufen am Arbeitsplatz
akzeptieren könnte (IV-act. 16-2). Die IV-Stelle ermittelte das Invalideneinkommen
daher anhand von hypothetischen Einnahmen aus der selbständigen Erwerbstätigkeit
A.a.
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B.
im Imbissbetrieb und setzte es "vorsorglich", d.h. bis am Ende des Geschäftsjahres die
genauen Zahlen feststünden, auf Fr. 32'000.-- fest (IV-act. 17-2). Die IV-Stelle
unterliess es jedoch, die Höhe des Invalideneinkommens in den folgenden Jahren zu
überprüfen. Per 1. April 2004 wurde die halbe (Härtefall-)Rente in eine Viertelsrente bei
einem gleichzeitigen Anspruch auf Ergänzungsleistungen umgewandelt (IV-act. 52, 54,
58, 62, 66, 144-2).
Am 20. September 2005 liess der Versicherte ein Revisionsgesuch stellen, da sich
sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe (IV-act. 81). Der behandelnde
Psychiater Prof. med. D._ bestätigte eine Verschlimmerung des depressiven
Zustandsbildes (IV-act. 82 und 89). Daraufhin beauftragte die IV-Stelle die
Psychiatrische Klinik E._ mit einer Abklärung des Versicherten. Die stellvertretende
Chefärztin Dr. med. F._ gab im Gutachten vom 14. April 2007 (IV-act. 120) als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F 61.0) und einen Verdacht auf einen
Tranquilizerabusus an. Die Gutachterin kam zum Schluss, dass keine Verschlechterung
des psychischen Zustands ausgewiesen sei (IV-act. 120-34 f.). Mit Verfügung vom
6. September 2007 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch ab (IV-act. 129). Die
dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
mit Entscheid vom 11. Mai 2009 ab (IV 2007/369, IV-act. 165).
A.b.
Im Dezember 2013 stellte der Versicherte erneut ein Rentenerhöhungsgesuch (IV-
act. 239). Sein Hausarzt Dr. med. G._ berichtete der IV-Stelle am 8. Januar 2014 (IV-
act. 243), dass seit Jahren eine Depression mit Antriebslosigkeit vorliege. Der
Versicherte habe im Januar 2013 einen Myokardinfarkt erlitten mit anschliessender
Stentimplantation. In der Folge sei es zu einer zunehmenden Muskelschwäche
gekommen. Der Versicherte könne nur noch 40 Meter gehen. Treppensteigen sei ihm
nicht mehr möglich. Der behandelnde Neurologe Dr. med. H._ vom Muskelzentrum
des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatte im Juli 2013 eine Polymyositis bioptisch
gesichert. Im Verlaufsbericht vom 25. November 2013 (IV-act. 243-10 ff.) hatte er
angegeben, dass sich klinisch aktuell keine reproduzierbare Schwäche in der
Einzelkraftprüfung nachweisen lasse. Die vom Versicherten geschilderte zunehmende
B.a.
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Einschränkung im Alltag lasse sich nicht mit dem Untersuchungsbefund vereinbaren.
Die objektiven Untersuchungsbefunde sprächen gegen die Myositis als Ursache für die
angegebene Schwäche. Vielmehr erscheine diese im Rahmen einer psychischen
Dekompensation mit funktionellen Beschwerden zu liegen. Bei aktuell fehlenden
Paresen sei fraglich, ob Massnahmen wie die Anschaffung eines Treppenlifts oder einer
Aufstehhilfe wirklich noch nötig seien.
Am 21. Februar 2014 berichtete Dr. H._ der IV-Stelle (IV-act. 260), dass der
Versicherte in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als "Kioskbesitzer" seit März 2013 und
bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig sei, da es sich hierbei um eine "lange"
stehende Tätigkeit mit Tragen und Einräumen von schweren Gegenständen handle.
Zudem bestünden ausgeprägte psychiatrische Probleme mit einer schweren reaktiven
Depression. Die Einschränkungen wirkten sich bei der Arbeit durch eine verminderte
Leistungsfähigkeit mit einer verminderten muskulären Ausdauerfähigkeit und Kraft
insbesondere im Bereich der Oberschenkel aus. Bei einer Besserung des
Zustandsbildes sowie im weiteren Verlauf unter regelmässiger Einnahme von
immunsuppressiven Medikamenten könne eine Stabilisierung erhofft werden. Dann
wäre auch eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit wieder möglich. RAD-Ärztin Dr. med.
I._ notierte am 12. Mai 2014 (IV-act. 264), dass sich der neurologische Befund unter
der Methotrexat-Therapie verbessert habe. Nun stehe die exazerbierte psychische
Situation im Vordergrund. Dr. I._ hielt fest, dass ab Januar 2013 eine volle
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Seit März 2013 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
50 %. Die Arbeitsfähigkeit sei auf das ursprüngliche Pensum steigerbar, wenn sich die
psychische Situation wieder verbessere und sich die Polymyositis unter der
Methotrexat-Therapie weiterhin stabil verhalte.
B.b.
Dr. H._ berichtete der IV-Stelle am 20. Mai 2014 (IV-act. 266), dass sich bei der
Verlaufskontrolle vom 19. Mai 2014 hinsichtlich der muskulären Problematik ein stabiler
Befund gezeigt habe. Im Vordergrund stehe unverändert die depressive Symptomatik
mit einer Antriebsstörung und einer Somatisierungstendenz, welche sich aktuell zudem
in Form einer funktionellen Gangstörung äussere. Von muskulärer Seite her bestehe
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % in der Tätigkeit als selbständiger
"Kioskbesitzer". Aufgrund der depressiven Symptomatik sei die Leistungsfähigkeit
jedoch deutlich niedriger anzusetzen. Von muskulärer Seite her wären dem
B.c.
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Versicherten leichte Tätigkeiten mit wechselnder Belastung und Heben von geringen
Gewichten zumutbar. Eine solche Tätigkeit sei dem Versicherten momentan jedoch aus
psychiatrischen Gründen nicht möglich. Die Ärzte der Klinik J._ berichteten der IV-
Stelle am 30. Mai 2014 über eine Hospitalisation zur psychosomatischen Rehabilitation
vom 27. März bis 16. April 2014 (IV-act. 267). Als Diagnosen gaben sie unter anderem
eine psychophysische Erschöpfung (Z73.0; ausgeprägte Antriebslosigkeit,
Symptomaggravation mit v.a. funktionell progredienter Muskelschwäche, seit 24
Jahren unter Therapie mit Cipralex), eine rezidivierende depressive Störung, zuletzt
leichtgradig (F33.0), und Panikstörungen (F41.0) an.
Dr. G._ berichtete der IV-Stelle am 23. Januar 2015 (IV-act. 297), dass der
Versicherte weiterhin an schweren depressiven Zuständen mit Rückzugstendenz,
Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und Angstzuständen leide. In der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit bestehe seit Februar 2013 und bis auf weiteres eine volle
Arbeitsunfähigkeit. Dr. med. K._ von der Klinik L._ hatte im Bericht vom 3. Februar
2014 festgehalten (297-18 f.), dass er keine Hinweise für eine kardiale Mitbeteiligung
der Polymyositis gefunden habe. Er gehe von einem stabilen Verlauf der koronaren
Herzkrankheit aus. Dr. H._ hatte am 5. September 2014 über einen klinisch sowie
elektrophysiologisch stabilen Befund der Myositis und der eingeleiteten Therapie mit
Methotrexat informiert (IV-act. 297-14 ff.). Das Zentrum für Schlafmedizin des KSSG
hatte am 16. Dezember 2014 über einen erfolgreichen Verlauf der CPAP- resp.
Heimventilationstherapie berichtet (IV-act. 297-23 f.). Vom 9. bis 13. Januar 2015 war
eine stationäre Behandlung im Psychiatriezentrum M._ erfolgt (Austrittsbericht vom
15. Januar 2015, IV-act. 297-5 ff.). Die Klinikärzte hatten als Diagnosen unter anderem
eine depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1), und einen
Verdacht auf eine nicht näher bezeichnete Angststörung angegeben. Die stationäre
Aufnahme sei mit dem Ziel einer allgemeinen Stabilisierung des psychischen
Zustandsbildes und der Etablierung einer geeigneten Tagesstruktur erfolgt. Der
Versicherte habe nach wenigen Tagen den Austritt gewünscht.
B.d.
Dr. med. N._, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie O._, berichtete der IV-
Stelle am 21. April 2015, dass der Versicherte an einer rezidivierenden schweren
depressiven Episode (F33.2) leide. Der Versicherte befinde sich seit dem 5. März 2014
in seiner ambulanten Behandlung. Für die Tätigkeit als selbständiger Restaurant-/
B.e.
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Imbissbesitzer bestehe seit Juli 2013 und bis auf weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Zur Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nahm Dr. N._ keine
Stellung. RAD-Ärztin Dr. I._ und RAD-Psychiater Dr. med. P._ notierten am 3. Juli
2015 (IV-act. 304), dass aus psychiatrischer Sicht keine wesentliche Veränderung des
Beschwerdevortrages und des objektivierbaren Gesundheitszustandes festgestellt
werden könne. Das Vorliegen einer schweren depressiven Episode müsse angezweifelt
werden. Aus psychiatrischer Sicht sei von einer Arbeitsunfähigkeit von höchstens 50 %
auszugehen. Dieser werde im Rahmen der somatisch bestehenden Einschränkung von
50 % ausreichend Rechnung getragen. Dr. H._ schilderte im Verlaufsbericht vom
28. September 2015 einen klinisch unveränderten Befund (IV-act. 305).
Nach Durchführung des Vorbescheidsverfahrens wies die IV-Stelle das
Rentenerhöhungsgesuch mit Verfügung vom 16. Februar 2016 ab (IV-act. 310, 313,
318). Nachdem der Versicherte dagegen Beschwerde erhoben hatte (IV-act. 323),
widerrief die IV-Stelle die Verfügung am 12. Mai 2016 (IV-act. 336). Das
Beschwerdeverfahren (IV 2016/94) wurde abgeschrieben (IV-act. 342).
B.f.
Dr. H._ berichtete dem Hausarzt am 30. September 2016 (IV-act. 354), dass sich
die Polymyositis unter Therapie mit wöchentlich 10 mg MTX seit September 2015 in
Remission befinde. Möglicherweise sei die Myositis mittlerweile ausgeheilt. Das
Restless-Legs-Syndrom (RLS) werde nun medikamentös therapiert werden.
B.g.
Im September und Oktober 2016 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle
polydisziplinär (allgemein-internistisch, pneumologisch, rheumatologisch, kardiologisch
und psychiatrisch) durch das Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) abgeklärt (Gutachten
vom 23. November 2016, IV-act. 356). Die Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit lauteten (vollständige Diagnoseliste: IV-act. 356-91 f.; Diagnosen ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Siehe IV-act. 356-92):
B.a.
Schwergradiges obstruktives Apnoe-/Hypopnoe-Syndrom, Diagnose 2006, CPAP
seit 2006
–
Verdacht auf Restless-Legs-Syndrom–
gestörter zirkadianer Rhythmus–
Polymyositis seit Januar 2013, aktuell klinisch in Remission–
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Dr. med. Q._, Facharzt für Lungenkrankheiten, hielt fest, dass aus pneumologischer
Sicht weder in der Vergangenheit noch aktuell eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe.
Die Tagesmüdigkeit beruhe multifaktoriell auf der Dyssomnie bei einem gestörten
zirkadianen Rhythmus (erworben durch die langjährige "Schichtarbeit" im
Restaurationsbetrieb) sowie der Psychopathologie. Ein Restless-Leg-Syndrom könne
behandelt werden und begründe keine Arbeitsunfähigkeit. Der Rheumatologe Dr. med.
R._ führte aus, dass die Myositis mittlerweile möglicherweise ausgeheilt sei. Die für
den Versicherten im Vordergrund stehende Kraftlosigkeit sei somatisch nicht erklärbar.
Die im Rahmen der klinischen Untersuchung vorhandenen, ausgeprägten Paresen der
Oberschenkelmuskulatur hätten beim Gehen kein Korrelat gefunden. Die Prognose sei
insofern unsicher, als eine Polymyositis durchaus rezidivieren könne. Retrospektiv
müsse mit dem behandelnden Neurologen seit anfangs 2013 von einer
Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen werden. Aufgrund der günstigen
Kontrolluntersuchungsbefunde könne seit Anfang Oktober 2016 für die zuletzt
ausgeübte, körperlich leichte, administrative Tätigkeit wie auch für mittelschwere
Tätigkeiten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden. Der
Kardiologe Dr. med. S._ erklärte, dass die kardiovaskulären Risikofaktoren beim
Versicherten sehr gut eingestellt seien. Die aktuell vom Versicherten beschriebenen
Thoraxbeschwerden seien nicht ischämisch bedingt. Abgesehen von einer
einmonatigen Arbeitsunfähigkeit zur Zeit der Stentimplantation im Februar 2013
bestehe selbst für körperlich schwere Arbeiten keine kardiologische Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Dr. med. T._, Psychiatrie, hielt fest, dass eine adäquate
Begutachtung wegen mangelnder Kollaboration des Versicherten nicht möglich
gewesen sei. Aufgrund der langen Begutachtung und aufgrund der umfangreichen
Akten habe trotzdem eine Begutachtung durchgeführt werden können. Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt könne keine über eine leichte depressive Episode
koronare 1-Ast-Erkrankung (RIVA)–
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittiert (F33.4)–
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit impulsiven, histrionischen abhängigen,
haltlosen, narzisstischen und unreifen Anteilen (F61.0)
–
Panikstörung (F40.0), gegenwärtig weitgehend subsyndromal ausgeprägt.–
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hinausgehende Depression ausgemacht werden. Der Versicherte sei nämlich
überhaupt nicht vermindert im Antrieb. Er spreche mit lauter Stimme, er spreche sehr
viel und sei eher fast etwas beschleunigt in seinem Denken. Gesichert liege eine
schwere Persönlichkeitsstörung vor. Erstaunlicherweise hätten dies die aktuell
behandelnden Psychiater übersehen. Ob jemand mit einer Persönlichkeitsstörung seine
Arbeitsfähigkeit "verwirklichen" könne oder nicht, hänge von den Arbeitsumständen
und den interpersonellen Umständen ab. Der Versicherte sei nicht in jedem Betrieb
arbeitsfähig. Er könne aber durchaus, z.B. im Betrieb seiner Tochter im Take Away
oder auch im rückwärtigen Raum eines eigenen Restaurationsbetriebes, arbeiten.
Gesichert müssten eine verminderte Leistungsfähigkeit, ein vermindertes
Durchhaltevermögen, eine verminderte Stressresistenz und eine verminderte
Belastbarkeit ausgemacht werden. Der Versicherte sei auch vermindert flexibel, nicht
konfliktfähig, seine Teamfähigkeit sei reduziert und er könne sich nicht auf Neues
einlassen. Die Fähigkeit, sich in alternative Strukturen einzulassen, sei erschwert. Er
selbst sei der Chef und Patriarch. Eine Aggravation müsse sicher angenommen
werden, wobei diese im Rahmen der Persönlichkeitsstörung zu werten sei. Heute
müsse von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Der Versicherte
könne nur noch vier Stunden pro Tag mit normalem Rendement oder auch sechs
Stunden bei einer verminderten Leistungsfähigkeit bei einer Gesamtarbeitsfähigkeit von
50 %, z.B. in einem Restaurationsbetrieb, eingesetzt werden. Der Versicherte müsse
am Arbeitsplatz entsprechend seiner psychischen Befindlichkeit erscheinen können. Er
müsse den Arbeitsplatz gelegentlich verlassen können. Es werde also auch zu
Absenzen kommen. Der Versicherte sei nicht mehr therapiefähig. In polydisziplinärer
Hinsicht schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als
Geschäftsführer und Geschäftsleiter eines Imbisses weiterhin auf 50 %. RAD-
Psychiater Dr. P._ notierte am 25. November 2016, dass auf das BEGAZ-Gutachten
abgestellt werden könne (IV-act. 358).
B.i. Mit Vorbescheid vom 3. Januar 2017 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Rentenerhöhungsgesuchs an (IV-act. 361). Zur Begründung hielt sie
fest, dass gemäss dem BEGAZ-Gutachten in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
"Kioskbetreiber" wie auch in einer ideal adaptierten Tätigkeit weiterhin eine
unveränderte Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Dagegen liess der Versicherte am 8.
Februar 2017 durch seine Rechtsvertreterin einwenden (IV-act. 362), dass das BEGAZ-
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Gutachten unvollständig und widersprüchlich sei. In der Aktenzusammenstellung seien
teilweise relevante Aktenstellen nicht und/oder falsch aufgeführt. Eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung aus allgemein-internistischer Sicht fehle. Der
pneumologische Gutachter habe fälschlicherweise angenommen, dass die
angestammte Tätigkeit des Versicherten Schicht- und Nachtarbeiten beinhalte und
dass die ausgeprägte Schlafstörung als Störung des zirkadianen Rhythmus zu
interpretieren sei. Die Auswirkungen des RLS seien hierbei vollständig ausser Acht
gelassen worden. Ausserdem sei der pneumologische Gutachter nicht befugt gewesen,
den Einfluss eines RLS, einer neurologischen Erkrankung, auf die Arbeitsfähigkeit zu
beurteilen. Eine neurologische Begutachtung fehle. Des Weiteren sei das vorhandene
Röntgendossier nicht nachgefordert worden. Es sei zu hinterfragen, inwiefern ein
Rheumatologe in der Lage sei, die Muskelbeschwerden des Versicherten ganzheitlich
zu erfassen. Der rheumatologische Gutachter habe sich nur rudimentär mit dem Bericht
von Dr. H._ vom 30. September 2016 auseinandergesetzt. Eine Begründung,
weshalb das RLS keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben solle, fehle.
Zudem sei auch der rheumatologische Gutachter nicht befugt gewesen, den Einfluss
des RLS auf die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen. Der kardiologische Gutachter habe
darüber, dass der im Rahmen der Exploration erhobene Blutdruck viel zu hoch und der
Puls vergleichsweise viel zu tief gewesen sei, kein Wort verloren. Die stressbedingten
Thoraxbeschwerden habe er nicht ernst genommen. Der psychiatrische Gutachter
habe angegeben, dass eine adäquate Begutachtung wegen mangelnder Kollaboration
des Versicherten nicht möglich gewesen sei. Obwohl der Versicherte kein einziges
Datum exakt gewusst habe, seien allfällige Zeitgitterstörungen nicht untersucht
worden. Der psychiatrische Gutachter habe verkannt, dass der Versicherte an
depressiven Symptomen leide. Obwohl er eine Remission der Depression festgestellt
habe, habe er an anderer Stelle eine leicht ausgeprägte Depression aufgeführt. Der
Gutachter habe auch verkannt, dass eine Persönlichkeitsstörung nur selten einzeln
auftrete, sondern oft von Depressionen und Angststörungen begleitet werde. Der
Gutachter habe sodann nicht berücksichtigt, dass der Versicherte keinen eigenen
Restaurationsbetrieb mehr habe. Für die Familienmitglieder sei er nicht länger tragbar.
Ausserdem habe der psychiatrische Gutachter nicht näher spezifiziert, wie der
Versicherte trotz der von ihm aufgezählten Einschränkungen zu 50 % arbeitsfähig sein
solle. Der Gutachter habe denn auch gegenüber dem Bericht über die psychiatrische
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Hospitalisation von 2015 eine wesentliche Verschlechterung des
Gesundheitszustandes bestätigt und eine Therapiefähigkeit verneint. Weshalb der
Gutachter die Panikattacken und das fluchtartige Verlassen von Gebäuden oder
Situationen als nicht nachvollziehbar bezeichnet habe, sei unverständlich. Hinsichtlich
des Einkommensvergleichs argumentierte die Rechtsvertreterin, dass für die
Berechnung des Validen- und des Invalideneinkommens auf das statistische
Durchschnittseinkommen eines Hilfsarbeiters abzustellen sei, da das Einkommen aus
einer unselbständigen Tätigkeit grosse Schwankungen aufweise. Zudem sei ein
maximaler "Leidens- und Teilzeitabzug" von 25 % zu berücksichtigen. Selbst bei einer
Arbeitsunfähigkeit von 50 % resultiere somit mindestens eine Dreiviertelsrente.
B.j. Am 16. März 2017 nahm RAD-Arzt Dr. med. U._ Stellung zu den Einwänden der
Rechtsvertreterin gegen den somatischen Teil des BEGAZ-Gutachten (IV-act. 363). Er
hielt fest, dass lediglich ein Verdacht auf ein RLS bestehe. Zudem könne ein
Pneumologe die entscheidenden Auswirkungen eines RLS, nämlich diejenigen auf den
Schlaf, besser beurteilen als ein Neurologe. Des Weiteren habe die Rechtsvertreterin
verkannt, dass die ausgeprägten (Pseudo-)Paresen der Oberschenkelmuskulatur ihre
Ursache in einer Symptomausweitung und einer Selbstlimitierung hätten. Aus
somatischer Sicht fehle ein medizinischer Revisionsgrund. RAD-Psychiater Dr. P._
nahm am 24. März 2017 Stellung zur Kritik am psychiatrischen Teilgutachten (IV-act.
363). Der Einwand, dass eine adäquate Begutachtung nicht möglich gewesen sei,
erscheine aus dem Zusammenhang gerissen, da eine gesamthafte Einschätzung des
Versicherten schlussendlich doch möglich gewesen sei. Bezüglich allfälliger
Gedächtnisstörungen sei festzuhalten, dass es im Ermessen des Gutachters liege, eine
neuropsychologische und testpsychologische Untersuchung vorzunehmen. Es sei
davon auszugehen, dass der Gutachter solche Untersuchungen durchführe, wenn von
ihnen ein Erkenntnisgewinn erwartet werde. Angesichts des umfassend erfassten
klinischen Bildes und der Vorbehalte hinsichtlich der Kooperation des Versicherten sei
ein Verzicht auf diese Untersuchungen ohne weiteres verständlich. Die Einschätzung
und Interpretation der klinischen Symptomatik obliege dem Gutachter. Solange aus
dem übrigen klinischen Bild eine konsistente Darstellung resultiere, müsse dem
Gutachter dieser Ermessensspielraum zugestanden werden. Der Gutachter habe die
depressive Symptomatik durchaus gewürdigt. Die Aufgabe des Gutachters sei es, sich
zu den Ressourcen zu äussern. Die Beurteilung, ob eine Tätigkeit tatsächlich möglich
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sei oder nicht, obliege demgegenüber dem Rechtsanwender. Eine gewisse
Restarbeitsfähigkeit sei medizinisch durchaus nachvollziehbar und stehe nicht
unbedingt in Widerspruch zur Therapieresistenz. Zusammenfassend könne
festgehalten werden, dass aus psychiatrischer Sicht keine neuen Tatsachen
vorgebracht worden seien.
B.k. Mit Verfügung vom 31. März 2017 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch
wie angekündigt ab (IV-act. 364). Zum Einwand hielt sie fest, dass keine neuen
wesentlichen medizinischen Änderungen der Befunde oder Symptome mitgeteilt
worden seien, die nicht schon zum Zeitpunkt des Vorbescheids bekannt gewesen
seien. Sie erklärte die RAD-Stellungnahme vom März 2017 zum integralen Bestandteil
der Verfügung.
C.
C.a. Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
8. Mai 2017 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die
Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer ganzen Rente ab Gesuchsdatum;
eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Dreiviertelsrente oder eine halbe Rente
zuzusprechen; subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des
Sachverhalts an die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zur
Begründung äusserte die Rechtsvertreterin die bereits im Vorbescheidverfahren
vorgebrachte Kritik am BEGAZ-Gutachten. Ergänzend hielt sie fest, dass sich die
aktuelle Gesundheits-, Erwerbs- und Aktivitätslage diametral zu den Feststellungen im
Gutachten aus dem Jahr 2007 präsentiere. Die Familie sei regelrecht
auseinandergebrochen. Der Beschwerdeführer sei verschuldet. Es sei ihm nicht
möglich, einen eigenen Betrieb aufzubauen. Der Take Away der Tochter benötige keine
weiteren Mitarbeiter und habe keinen "hinteren Raum". Ausserdem möchte die Tochter
den narzisstisch und querulatorisch veranlagten Vater nicht in ihrem Betrieb haben.
Aufgrund der Persönlichkeitsstörung sei der Beschwerdeführer in einem fremden
Betrieb auch im hinteren Raum mit weiteren Mitarbeitern nicht einsetzbar.
C.b. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 4. Juli 2017 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, dass das Gutachten der BEGAZ
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den Anforderungen der Rechtsprechung entspreche, so dass auf es abgestellt werden
könne. Zu den konkreten Einwänden des Beschwerdeführers hätten die RAD-Ärzte
bereits im Rahmen des Einwandverfahrens ausführlich Stellung genommen. Ein
medizinischer Revisionsgrund sei nicht ausgewiesen. Der Rentenanspruch könne
deshalb nicht allseitig überprüft werden.
C.c. Am 21. September 2017 informierte die ehemalige Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers das Gericht darüber, dass das Mandatsverhältnis mit sofortiger
Wirkung aufgelöst worden sei (act. G 8).

Erwägungen
1.
Vorab ist zu klären, ob der Beschwerdeführer rechtzeitig Beschwerde erhoben hat.
Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30
Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung ist
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 5. April 2017 zugestellt worden (act.
G 1.1.2). Die Beschwerdefrist hat somit am 6. April 2017 zu laufen begonnen.
Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen oder Monaten bestimmt sind,
stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern still
(Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Der Ostersonntag ist im Jahr 2017 auf den 16. April
gefallen, d.h. die Frist hat von Sonntag, 9. April bis Sonntag, 23. April 2017
stillgestanden. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat am 8. Mai 2017 und
somit bereits am 18. Tag der Frist Beschwerde erhoben. Die Beschwerde ist also
rechtzeitig erfolgt, weshalb auf sie einzutreten ist.
2.
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich
der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art.
87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.201). Beim
Beschwerdeführer ist im Juli 2013 neu eine Polymyositis bioptisch gesichert worden.
Hierbei handelt es sich um eine den Kollagenosen zugeordnete Autoimmunkrankheit,
die besonders die Muskulatur betrifft. Betroffene zeigen eine Muskelschwäche im
Schulter- oder Beckengürtel (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage, Berlin
2017, S. 1439). Der Hausarzt des Beschwerdeführers hat im Bericht vom 8. Januar
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2014 (betreffend die Beurteilung des Anspruchs auf einen Treppenlift/eine
Treppensteighilfe) ausgeführt, dass der Beschwerdeführer an einer zunehmenden
Muskelschwäche leide; er könne nur noch 40 Meter gehen, Treppensteigen sei nicht
mehr möglich. Damit hat der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines
Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht. Die Beschwerdegegnerin ist deshalb zu
Recht auf das Revisionsgesuch eingetreten.
3.
4.
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen,
die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen,
Anlass zur Rentenrevision. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen
Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes
erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann
gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt
oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit
Hinweisen).
3.1.
Gegenstand dieses Verfahrens ist, ob die Beschwerdegegnerin das
Erhöhungsgesuch des Beschwerdeführers vom Dezember 2013 zu Recht abgewiesen
hat. Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ist letztmals anlässlich der
Revisionsverfügung vom 6. September 2007 materiell geprüft worden. Nachfolgend ist
somit zu prüfen, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse, namentlich die Arbeitsfähigkeit
oder die erwerblichen Verhältnisse des Beschwerdeführers, zwischen dem 6.
September 2007 und dem 31. März 2017 (Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen
Verfügung) derart verändert haben, dass daraus eine Änderung des Invaliditätsgrades
resultiert, welche zu einer Änderung des Rentenanspruchs führt.
3.2.
Als Nächstes ist zu prüfen, ob zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen
Revisionsverfügung auf das Gutachten der BEGAZ vom 23. November 2016 abgestellt
werden kann.
4.1.
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Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat das BEGAZ-Gutachten als
unvollständig und widersprüchlich bezeichnet. Sie hat diverse medizinische Vorbehalte
gegen das Gutachten vorgebracht, mit denen sich bereits der RAD im
Vorbescheidverfahren auseinandergesetzt hat (IV-act. 363).
4.2.
In formeller Hinsicht hat die Rechtsvertreterin geltend gemacht, der psychiatrische
Gutachter habe eingestanden, dass eine adäquate Begutachtung des
Beschwerdeführers nicht möglich gewesen sei. Der psychiatrische Gutachter hat
tatsächlich darauf hingewiesen, dass eine "adäquate" Begutachtung wegen der
mangelnden Kollaboration des Beschwerdeführers nicht möglich gewesen sei. Er hat
jedoch auch festgehalten, dass trotzdem aufgrund der langen Begutachtung(sdauer)
und aufgrund der umfangreichen Akten eine Begutachtung habe durchgeführt werden
können (IV-act. 356-55 f.). Die Ausführungen des Gutachters sind auf den ersten Blick
etwas widersprüchlich: Ist keine adäquate Begutachtung möglich, so dürfte die
Arbeitsfähigkeit nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
feststehen. Der Gutachter hat jedoch ausdrücklich festgehalten, dass eine
Begutachtung lege artis möglich gewesen sei. Deshalb ist davon auszugehen, dass die
etwas widersprüchliche Aussage des Gutachters auf eine falsche bzw. ungenaue
Wortwahl zurückzuführen ist: Der Gutachter hat nicht sagen wollen, dass keine
"adäquate", im Sinne von angemessene Begutachtung möglich gewesen sei, sondern
dass keine "normale" Begutachtung möglich gewesen sei. Die Begutachtung ist also
anders verlaufen als im Normalfall, sie ist aber trotzdem möglich und adäquat
gewesen, weil die Vorakten umfangreich gewesen sind, weil sich der Gutachter für die
Untersuchung genügend Zeit genommen hat und weil er den psychopathologischen
Status hat erheben können. Auch der RAD ist zum Schluss gekommen, dass eine
gesamthafte Einschätzung des Beschwerdeführers möglich gewesen sei. Dem
psychiatrischen Teilgutachten kann somit nicht wegen der mangelnden Kooperation
des Beschwerdeführers die Beweiskraft abgesprochen werden.
4.3.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat vorgebracht, dass in der
Aktenzusammenstellung relevante Aktenstellen teilweise nicht und/oder falsch
aufgeführt seien. Falsche oder weggelassene Aktenstellen in der Zusammenfassung
der Vorakten schmälern den Beweiswert eines Gutachtens nur dann, wenn zu
vermuten ist, dass die Gutachter ihrer Beurteilung falsche Tatsachen zugrunde gelegt
oder wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt haben. Dies ist bei den von der
Rechtsvertreterin bemängelten Aktenstellen nicht der Fall gewesen. So ist für die
gutachterliche Beurteilung beispielsweise nicht relevant gewesen, ob der
Beschwerdeführer bisher eine halbe Rente oder eine Viertelsrente bezogen hat. Des
4.4.
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Weiteren hat es Sinn gemacht, sich bei der Zusammenfassung der Berichte des
Muskelzentrums des KSSG auf die somatischen Angaben zu beschränken, da
Neurologen in der Regel nicht über das notwendige Fachwissen verfügen, um den
psychischen Gesundheitszustand umfassend beurteilen zu können. Der Einwand der
Rechtsvertreterin ist somit nicht stichhaltig.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat moniert, dass eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung aus allgemein-internistischer Sicht fehle. Der Grund hierfür
liegt darin, dass der Gutachter Dr. med. V._ keine Diagnose aus allgemein-
internistischer Sicht hat stellen können (vgl. IV-act. 356-31). Natürlich wäre es
wünschenswert gewesen, dass er ausdrücklich festgehalten hätte, aus allgemein-
internistischer Sicht könnten keine Diagnosen gestellt werden, so dass auf seinem
Fachgebiet keine Arbeitsunfähigkeit resultiere. Dies ist für das Gutachtensergebnis
jedoch unbedeutend gewesen. Im Übrigen ist der allgemein-internistische Gutachter an
der polydisziplinären Arbeitsfähigkeitsschätzung beteiligt gewesen (IV-act. 356-96).
4.5.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, der
pneumologische Gutachter habe fälschlicherweise angenommen, dass die
angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers Schicht- und Nachtarbeiten beinhalte
und die ausgeprägte Schlafstörung als Störung des zirkadianen Rhythmus zu
interpretieren sei. Der Beschwerdeführer geht gemäss eigenen Angaben zwischen ein
und zwei Uhr morgens zu Bett, kann in der Regel aber bis fünf Uhr morgens nicht
einschlafen. Um zehn bis elf Uhr morgens steht er auf (IV-act. 356-33). Der Schlaf-
Wach-Rhythmus des Beschwerdeführers ist also offensichtlich gestört. Ob dies nun
durch Schicht- und Nachtarbeit ausgelöst worden ist oder andere Gründe hat, ist nicht
relevant. Entscheidend ist vielmehr, dass die Rhythmusstörungen gemäss dem
pneumologischen Gutachter mittels einer Chronotherapie und schlafhygienischen
Massnahmen behandelt werden können (IV-act. 356-35 f.) und somit keine
langandauernde Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermögen.
4.6.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat weiter kritisiert, dass die
Auswirkungen des RLS ausser Acht gelassen worden seien. RAD-Arzt Dr. U._ hat
sich mit diesem Vorwurf detailliert auseinandergesetzt und ihn entkräftet (IV-act. 363).
Relevant ist insbesondere, dass es sich lediglich um eine Verdachtsdiagnose handelt
(IV-act. 356-36). Laut dem pneumologischen Gutachter wäre ein RLS zudem
behandelbar (IV-act. 356-36), weshalb es keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit zur
Folge hätte. Dr. H._ vom Muskelzentrum des KSSG hat in seinem Bericht vom
30. September 2016 denn auch festgehalten, dass mit einer medikamentösen Therapie
4.7.
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des RLS begonnen werde. Auch diese Kritik der Rechtsvertreterin geht somit an der
Sache vorbei.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat bemängelt, dass keine
neurologische Untersuchung stattgefunden habe. Der Beschwerdeführer leidet an einer
Polymyositis, d.h. an einer entzündlichen Muskelerkrankung. Für einen medizinischen
Laien erscheint es als sachgerecht, dass eine rheumatologische Teilbegutachtung
erfolgt ist, da die Rheumatologie das Spezialgebiet für Erkrankungen und
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates ist. Dazu gehören insbesondere
Entzündungen von Knochen, Gelenken und der Muskulatur, aber auch von inneren
Organen oder des Nervensystems (www.hirslanden.ch/de/corporate/fachgebiete/
rheumatologie.html, besucht am 19. November 2019). Deshalb ist davon auszugehen,
dass der rheumatologische Gutachter in der Lage gewesen ist, die
Muskelbeschwerden des Beschwerdeführers ganzheitlich zu erfassen. Hinzu kommt,
dass die Gutachter und die RAD-Ärzte eine (ergänzende) neurologische Begutachtung
empfohlen hätten, wenn sie dies für notwendig erachtet hätten. Im Übrigen hat der
rheumatologische Gutachter plausibel begründet, weshalb er darauf verzichtet hat, das
fehlende Röntgendossier nachträglich einzusehen: Es hatten im
Begutachtungszeitpunkt keine Beschwerden am Bewegungsapparat vorgelegen, die
einer bildgebenden Diagnostik bedurft hätten (IV-act. 356-37).
4.8.
Dem kardiologischen Gutachter hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
vorgeworfen, er habe sich nicht damit auseinandergesetzt, dass der im Rahmen der
Exploration erhobene Blutdruck viel zu hoch und der Puls vergleichsweise viel zu tief
gewesen sei. Der kardiologische Gutachter hat einen Blutdruck rechts von 185/107
mmHG und einen Puls von 68/Min. gemessen (IV-act. 356-52). Trotz des anlässlich der
Begutachtung gemessenen erhöhten Blutdruckwertes hat er in seinem Teilgutachten
festgehalten, dass die kardiovaskulären Risikofaktoren beim Beschwerdeführer sehr
gut eingestellt seien. Die langjährige arterielle Hypertonie werde konsequent behandelt
und echokardiographisch zeigten sich hier bis auf eine diastolische Dysfunktion Grad 1
keine Veränderungen, insbesondere keine linksventrikuläre Hypertrophie, was ebenfalls
für eine gut eingestellte arterielle Hypertonie spreche (IV-act. 356-54). Die
Schlussfolgerungen des kardiologischen Gutachters decken sich mit den
Selbstangaben des Beschwerdeführers, wonach er den Blutdruck selber häufig messe
und der letzte Blutdruck, der ihm erinnerlich sei, bei 130/90 mmHg gelegen habe. Der
Blutdruck sei auch gemäss dem Hausarzt gut eingestellt (IV-act. 356-51 f.). Etwas
Anderes ergibt sich auch nicht aus den im Recht liegenden medizinischen Akten. Die
erhöhten Werte anlässlich der Begutachtung können beispielsweise dadurch erklärt
4.9.
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werden, dass der Beschwerdeführer etwas nervös gewesen ist (sog. Praxis- oder
Weisskittelhypertonie, siehe z.B. Schweizerische Herzstiftung, www.swissheart.ch/
herzkrankheiten-hirnschlag/risikofaktoren/blutdruck/bluthochdruck-was-nun.html,
besucht am 19. November 2019). Auch die Behauptung der Rechtsvertreterin, der
Gutachter habe die geltend gemachten Thoraxbeschwerden nicht ernst genommen, ist
nicht stichhaltig. Der kardiologische Gutachter hat sich mit diesen Beschwerden
befasst. Weil der Beschwerdeführer diese sehr diffus, als nicht belastungsabhängig,
über die Jahre konstant und vor allem stressbedingt bezeichnet hat, hat er sie nicht als
ischämisch bedingt interpretiert. Der behandelnde Kardiologe war im Jahr 2014 zum
gleichen Schluss gekommen (IV-act. 297-18 f.). Die Argumente der Rechtsvertreterin
vermögen somit auch am kardiologischen Teilgutachten keine Zweifel zu wecken.
Der rheumatologische Gutachter hat die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
wegen der Polymyositis retrospektiv für die Zeit von Anfang 2013 bis Anfang Oktober
2016 für jegliche Tätigkeiten auf 50 % geschätzt. Ab Anfang Oktober 2016 hat er dem
Beschwerdeführer für die zuletzt ausgeübte, körperlich leichte administrative Tätigkeit
(als Geschäftsführer im eigenen Imbissbetrieb) keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit mehr attestiert. Begründet hat er dies mit den günstigen
Kontrolluntersuchungsbefunden der behandelnden Ärzte. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des rheumatologischen Gutachters überzeugt nur teilweise.
Der behandelnde Neurologe Dr. H._ hatte nämlich bereits im Bericht vom 25.
November 2013 angegeben, dass sich klinisch aktuell keine reproduzierbare Schwäche
in der Einzelkraftprüfung nachweisen lasse und dass sich die vom Beschwerdeführer
geschilderten zunehmenden Einschränkungen im Alltag nicht mit den
Untersuchungsbefunden vereinbaren liessen. Die objektiven Untersuchungsbefunde
sprächen gegen die Myositis als Ursache für die angegebene Schwäche. Die vom
Beschwerdeführer angegebene Schwäche insbesondere im Bereich der Oberschenkel
hat ihre Ursache somit auch im Jahr 2013 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
in der Polymyositis gehabt. Zwar hat der behandelnde Neurologe die Arbeitsfähigkeit in
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als "Kioskbetreiber" (richtig: Betreiber eines Imbisses)
ebenfalls auf lediglich 50 % geschätzt. Im Gegensatz zum rheumatologischen
Gutachter ist er jedoch davon ausgegangen, dass diese Tätigkeit das Heben und
Tragen schwerer Gegenstände und längeres Stehen beinhalte (IV-act. 260-4). Leichte
Tätigkeiten mit wechselnder Belastung hat er von muskulärer Seite her als zumutbar
erachtet (IV-act. 266-4). Ob der Beschwerdeführer von Anfang 2013 bis Anfang
Oktober 2016 wegen der Polymyositis in der zuletzt ausgeübten selbständigen
Tätigkeit im Imbissbetrieb in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen ist, kann
jedoch offen gelassen werden. Die Gutachter der BEGAZ sind nämlich zum Schluss
4.10.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 18/21
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gekommen, dass es nicht zu einer Addition der Arbeitsunfähigkeiten aus somatischer
und psychiatrischer Sicht komme, d.h. dass der Beschwerdeführer die aus
psychiatrischer Sicht reduzierte Arbeitsfähigkeit von vier Stunden pro Tag oder von
sechs Stunden pro Tag bei einer verminderten Leistungsfähigkeit auch zur physischen
Erholung nutzen könne. In interdisziplinärer Hinsicht hätte die vorübergehende
Arbeitsunfähigkeit von 50 % wegen der Polymyositis also nicht zu einem höheren
Arbeitsunfähigkeitsgrad in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit im Imbissbetrieb geführt.
Die vorübergehende, somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % hätte also
keinen Einfluss auf den Invaliditätsgrad gehabt, weshalb sie auch keinen
Revisionsgrund darstellen könnte.
Bezüglich des psychiatrischen Teilgutachtens hat die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers vorgebracht, dass allfällige Zeitgitterstörungen nie untersucht
worden seien, obwohl der Beschwerdeführer kein einziges Datum exakt gewusst habe.
RAD-Arzt Dr. P._ hat hierzu festgehalten, es sei davon auszugehen, dass ein
Gutachter neuropsychologische und testpsychologische Untersuchungen vornehme,
wenn er dadurch einen Erkenntnisgewinn erwarte. Zudem sei der Verzicht darauf aus
medizinischer Sicht angesichts des umfassend erfassten klinischen Bildes und der
Vorbehalte hinsichtlich der Kooperation des Beschwerdeführers ohne weiteres
verständlich gewesen. Die Ausführungen des RAD-Arztes überzeugen. Von einer
neuropsychologischen Untersuchung sind also keine weiterführenden Erkenntnisse
bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu erwarten gewesen.
4.11.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auch die Diagnose einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig weitgehend remittiert, in Zweifel
gezogen. Auch diesbezüglich ist auf die überzeugende Stellungnahme des RAD vom
24. März 2017 zu verweisen: Der psychiatrische Gutachter hat die depressive
Symptomatik gewürdigt. Er hat keine wesentliche Depression relevanten Ausmasses
über eine leichte depressive Episode hinaus ausmachen können. Seine von den
behandelnden Ärzten abweichende Einschätzung hat er einerseits damit begründet,
dass er die Rückzugstendenz und das Vermeidungsverhalten nicht als depressive
Antriebshemmung gewertet habe, weil der Beschwerdeführer im Antrieb überhaupt
nicht vermindert gewesen sei, mit lauter Stimme und sehr viel gesprochen habe und
eher fast etwas beschleunigt in seinem Denken gewesen sei. Andererseits hat der
psychiatrische Gutachter im Gegensatz zum behandelnden Psychiater Dr. N._ beim
Beschwerdeführer eine schwere Persönlichkeitsstörung (kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit impulsiven, histrionischen, abhängigen, haltlosen,
narzisstischen und unreifen Anteilen) diagnostiziert. Diese Diagnose ist nicht neu:
4.12.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 19/21
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5.
Bereits bei der ersten Begutachtung im Jahr 1999 ist der Verdacht auf eine nicht näher
bezeichnete Persönlichkeitsstörung angegeben worden (IV-act. 13-4). Dr. F._ hat
diesen Verdacht bei der Verlaufsbegutachtung im Jahr 2007 bestätigt und, wie später
der BEGAZ-Gutachter, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit impulsiven,
histrionischen, abhängigen, haltlosen, narzisstischen und unreifen Zügen diagnostiziert
(IV-act. 120-33/34). Wie der psychiatrische Gutachter der BEGAZ hat auch Dr. F._
keine depressive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) erheben
können. Die vom psychiatrischen Gutachter der BEGAZ gestellten Diagnosen
überzeugen auch angesichts des von ihm erhobenen psychopathologischen Befundes
(IV-act. 356-77). Die Kritik der Rechtsvertreterin hinsichtlich der vom Gutachter
gestellten psychiatrischen Diagnosen verfängt somit nicht.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auch die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters in Zweifel gezogen: Es sei
nicht nachvollziehbar, inwiefern der Beschwerdeführer trotz der vom psychiatrischen
Gutachter festgestellten Einschränkungen zu 50 % arbeitsfähig sein sollte. Der
Beschwerdeführer habe nämlich keinen eigenen Restaurationsbetrieb mehr und er sei
den anderen Familienmitgliedern oder anderen Mitarbeitern nicht mehr zumutbar.
Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in
Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter (ICD-10: F.60.-). Sie
sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf
unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Solche Verhaltensmuster
sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der
psychologischen Funktionen (F60-F69). Dem Beschwerdeführer ist bereits im Jahr
2007 wegen der kombinierten Persönlichkeitsstörung eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %
attestiert worden. Inwiefern sich das (in der Regel stabile) Krankheitsbild
zwischenzeitlich verschlechtert haben sollte, ist nicht ersichtlich. Die Panikattacken und
das fluchtartige Verlassen von Gebäuden und Situationen sind bereits bei der
Verlaufsbegutachtung im Jahr 2007 bekannt gewesen. Die Beurteilung des
psychiatrischen Gutachters der BEGAZ, wonach der Beschwerdeführer in der
bisherigen selbständigen Tätigkeit im Imbissbetrieb aus psychiatrischer Sicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin zu 50 % in seiner Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt sei, überzeugt daher. Somit ist auch aus psychiatrischer Sicht kein
Revisionsgrund gegeben.
4.13.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat schliesslich noch geltend
gemacht, dass sich die erwerbliche Situation zwischenzeitlich wesentlich verändert
5.1.
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6.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung.