Decision ID: 925f1bd1-907f-5782-a39e-4680dbbc464e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1987 geborene
X._
, Mutter eines 2014 geborenen K
indes und von Beruf Fachfrau Hauswirtschaf
t
(HWS)
EFZ
sowie
Medizinische Praxis
angestellte (MPA)
EFZ
, meldete sich unter Hinweis auf eine Colitis
ulcerosa
, Polyarthralgien,
Bandlaxität
, Depress
ion, Ängste mit Pani
k
a
ttack
en, Lumbalgien sowie Vitamin D3-
Insuffizienz
am
1
0.
Oktober 2015
(Eingangsdatum)
erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte beruflich-medizi
nische Abkläru
ngen. Insbesondere veranlasste s
ie die interdisziplinäre (Psychiatrie/Allgemeine Innere Medizin/Gastroenterologie/Rheumatologie) Exper
tise der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
,
Y._
,
vom
2
8.
Dezember 2016 (
Urk.
9/20/1-68). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
ver
fahren
(
Urk.
9/21,
Urk.
9/23,
Urk.
9/26) und zwischenzeitlicher Sistierung (vgl.
Urk.
9/28 f.) wies die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
4.
Juli 2017
das Leistungsbegehren
(Rente/be
ruf
liche Massnahmen) der Versicherten ab (
Urk.
9/30).
1.2
Am
2
7.
April
2018
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (
Urk.
9/32). Auf entsprechende Aufforderung (vgl. Schreiben vom 2
1.
Juni 2018,
Urk.
9/37) reichte sie zur Glaubhaftmachung ein
er wesentlichen Veränderung
verschiedentlich medizinische
Unterlagen ein (
Urk.
9/38 ff.). Nach
dem die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
9.
Oktober 2018 (
Urk.
9/63) zunächst Nichteintreten angezeigt
hatte,
wogegen
die Versicherte am 1
5.
November 2018 Ein
wand
erhob
(
Urk.
9/65, vgl. auch
Urk.
9/69 ff.
)
,
verneinte sie
mit Verfügung vom
6.
März 2019
einen Leistungsanspruch
der Versicherten
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
5.
April 2019 Beschwerde und beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
6.
März 2018 mit Wirkung ab sechs Monaten nach der Neuanmeldung eine Rente zuzu
sprechen. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung einer poly
disziplinären Begutachtung an die IV-Stelle zurückzuweisen resp. auf deren Kosten ein Gerichtsgutachten anzuordnen. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwer
deführerin um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (
Urk.
1 S.
2). Mit
Nachtrag
vom 1
1.
April 2019 gab die Beschwerdeführer
in
den Bericht des behan
delnden Prof.
Dr.
med.
Dr.
phil.
Z._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin sowie Gastroenterologie,
Klinik für
Gastroenterologie
und Hepatologie
des
A._
,
vom
8.
April 2019 zu den Akten
(
Urk.
5,
Urk.
6). Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Mai 2019 schloss die Beschwerdegegne
rin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), was der Beschwerde
führerin am 2
3.
Mai 2019 zur Kenntnis gebracht wurde.
Zugleich
wurde ihr mitgeteilt, das Gericht erachte einen zweiten Schriftenwechsel nicht als erforderlich (
Urk.
10).
Mit Eingabe
n vom
9.
Juli
resp.
2.
August 2019
gab die Beschwerdeführerin den Sprechstundenbericht der
B._
vom
2.
Juli 2019
resp.
den Verlaufsbericht von
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 1
5.
Juli 2019 zu den Akten (
Urk.
12, Urk.
13/1,
Urk.
15,
Urk.
16)
.
Die Doppel resp.
Kopie
n
dieser Eingabe
n
wurde
n
der Beschwerde
gegnerin am 1
2.
Juli
und
9.
August
2019 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
14
,
Urk.
17
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teil des Sozialver
si
cherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lich
kei
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksich
ti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
-
ti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus
setzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi
sionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi
cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl.
auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Soweit
die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist
,
unterbleibt eine richterliche B
eurteilung der
Eintretensfrage
(BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Aus
wir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f IVV auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin
,
seit dem
leistungs
ablehnenden Entscheid vom 1
4.
Juli 2017 sei keine
andauernde Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen (
Urk.
2)
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, es hätten sich seit Juli 2017 sowohl ihr Gesundheitszustand als auch ihre Arbeitsfähigkeit verschlechtert. Insbesondere sei es ab Januar 2018 zu einem massiven Schub der Colitis
ulcerosa
gekommen. Auch seien erhebliche psychische Probleme aufgetre
ten.
Alsdann bestünden
unterdessen kardiologische Leiden.
Bezüglich letztge
nanntem
habe die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt.
Vorliegend werde der Sache
nur mit einer
erneuten
interdisziplinären Expertise Genüge getan. Dabei sei auch der schlechten Prognose und Not
wendigkeit zur Dauermedikation mit den entsprechenden Nebenwirkungen Rechnung zu tragen
.
Zudem seien die Leiden resp. deren Auswirkungen unter Stress zu begutachten und nicht in einer Phase ohne Berufstätigkeit.
A
ufgrund der rezidivierenden akuten Krankheitsschübe (sowohl der psychiatrischen Erkrankung als auch der Colitis
ulceros
a
und Rheumaerkrankung)
sowie
der
neu hinzugetretenen Leiden
sei
von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen (
Urk.
1).
3.
3.1
Die Beschwerdeg
eg
nerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten.
Zeitlicher Referenz
punkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung der t
atsächlichen Verhältnisse (vgl.
E. 1.
4
) bildet vorliegend die un
angefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom
1
4.
Juli 2017
(
Urk.
9/30
),
welche
gestützt auf
das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom
2
8.
Dezember 2016
erging
(vgl.
E. 4
hienach
)
.
3.2
Der
Vollständigkeit
halber bleibt vorab darauf hinzuweisen,
dass die IV
Stelle
ungeachtet dessen, dass sie
von dem im Vorbescheid in Aussicht gestellt
e
n Ent
scheid abweichend verfügte -
vorliegend nicht verpflichtet war
, vorgängig noch
mals ein
Vorbescheidverfahren
durchzuführen
;
der
entscheid
relevante
Sachver
halt
wurde
grösstenteils vor Erlass des Vorbescheides abgeklärt und der
ein
wand
weise
n
Sachverhaltsvervollständigung
kam
keine ausschlag
gebende Bedeutung zu (
vgl. E. 5
hienach
;
Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).
Eine Gehörsverletzung ist damit jedenfalls zu verneinen und wurde beschwerdeweise zu Recht auch nicht behauptet.
4.
Im interdisziplinären MEDAS-Gutachten vom
2
8.
Dezember 2016
kamen
die beurteilenden Fachärzte
zum Schluss, es bestünden keine Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie folgende Diagnosen fest (
Urk.
9/20/17):
-
Seit 2003 bekannte Colitis
ulcerosa
(aktuell seit 20
11 komplette klinische
und endoskopische Remission)
;
-
e
ndoskopisch multiple
Pseudopolypenbildung
von der rechten Flexur bis ins Sigma (
Ileokoloskopie
11/2016)
;
-
f
ortlaufende
antiinflammatorische
Behandlung mit
Imurek
/5-ASA
;
-
Polyarthralgien
;
-
s
onstiger chronischer Schmerz
(ICD-10:
R 52.2
);
-
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung
(ICD
10:
Z
73)
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, seit etwa 2003 an e
iner Colitis
ulcerosa
zu leiden. Dabei komme es
zu einem imperativen
Stuhldrang sow
ie gehäufte
n
(4
bis 5 Mal täglich)
,
teilweise unkontroll
ierbare
n
Stuhlgänge
n
,
begleitet von
stechenden Bauchschmerzen und
leichter Inkontinenz, Müdigkeit sowie
Leistungs
intoleranz.
Diesbezüglich sei
sie
seit 2003
in
gastroenterologischer
Behandlung mit entsprechender Medikation. Alsdann
bestehe e
i
n
e jahrelang vor
bestehende Nackensteifigkeit
resp.
allmorgendliche
Steifigkeit der Wirbelsäule und fast ständig anhaltende und vor allem beim Aufwachen besonders ausge
prägte Schmerzen im
HWS- und
LWS-Bereich
. Es sei
en
diesbezüglich inter
mittierende Polyarthralgien
und
Arthralgien,
speziell in den Gelenken
,
berichtet
diagnostiziert worden
.
Letzteres sei
in letzter Zeit schlimmer geworden. Auch diesbezüglich werde sie
medikamentiert
.
Weiter habe die Beschwerdeführerin
eine subjektive Tagesmüdigke
it, schnell
e
Erschöpfbarkeit,
geringe Belastbar
keit im Alltag, depressive Schwankungen, eine gedrückte Stimmung, ein
en
soziale
n
Rück
zug, Ein- und Durchschlafstörungen,
Grübelzwänge
, Energieverlust und Zukunftsängst
e
geklagt
.
Es gehe
ihr psychisch schlecht und
sie «möge
manchmal ni
cht mehr». S
eit 2013
sei sie
in psychiatrischer Behandlung
(
Urk.
9/20/7 f.,
Urk.
9/20/15
f.
).
In
objektiv
-
allgemein internistischer
Hinsicht notierte der begutachtende Fach
arzt
einzig ein verifizierter Vitamin D3-Mangel. Dieser werde medik
amentös behandelt (
Urk.
9/20/15
)
.
Im Rahmen der
gastroenterologischen
Untersuchung
wurden ein guter
Ernäh
rungs- und Allgemeinzustand (
BMI von 24.9 kg/m
2
) festgehalten
. Die klinische
Abdomenuntersuchung
sei
unauffällig
gewesen
. Bei der per
Rectum
-Untersuchung habe sich ein normaler Tonus des Analsphinkters sowie eine
unauffälllige
Sphinkterfunktion
gezeigt. Die Laborwerte hätten normale Blut
werte ergeben, ohne Erhöhung der Entzündungszeichen. Die normale
Calpro
tectin-Konzentration
im Stuhl wiederspiegle eine zurzeit fehle
nde
inflammatori
sche
Aktivität;
die Mitte November 2016 durchgeführte
Ileokoloskopie
habe multiple Pseudopolypen im ge
s
amten Kolonrahmen, ohne Hinweise für eine aktive entzündliche Aktivität ergeben. Mithin befinde sich die Beschwerde
führerin unter der fortlaufenden
antiinflammatorischen
Behandlung mit
Imurek
/5-ASA seit ca. fünf Jahren in einer vollständigen klinischen und endo
skopischen Remission. Die zurzeit leicht erhöhte Stuhlfrequenz sei am ehesten im Rahmen funktioneller Störungen des Magen-Darmtraktes zu erklären (
Urk.
9/20/16).
Aus klinisch psychiatrischer Sicht bestehe
kein
e spezifische Angststörung, allen
falls eine Ängstlichkeit im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstruktur der Beschwerdeführerin und den als beängstigend erlebten somatischen Beschwer
den.
Eine depressive Stör
ung sei ebenfalls zu verneinen; der Hamilton Depressions
test habe einen Punktwert von 10 ergeben. Dies entspreche einem sehr niedrigen Depressionswert. Ungeachtet der Klagen über Körperbeschwerden bestehe auch keine somatoforme Störung; die entsprechenden ICD-10 Klassifika
tionskriterien seien nicht erfüllt.
Demgegenüber
sei in Anbetracht der Klagen über psychische Probleme und Energieverlust von einem teilweise dysfunktionalen Umgang mit belastenden und eventuell als stressig erlebten Situationen im Alltag auszugehen. Zudem
hätten sich Anhaltspunkte für ein Schonverhalten bei inten
siver familiärer Unterstützung
ergeben; die Beschwerdeführerin widme sich vor
nehmlich der Betreuung ihrer damals
zweijährigen Tochter und erhalte daneb
e
n im Haushaltsber
e
ich tatkräftige Unterstützung durch die Familie.
Eine r
elevante Aggravation ergebe sich daraus indes nicht.
Mithin
zeige die Persönlichkeits
struktur der Beschwerdeführerin psychopathologisch leicht vermeidende, ängst
liche Tendenzen sowie eine Stressanfälligkeit und
anankastische
Akzentuierung. Dabei handle es sich um leichte Auffälligkeiten der Persönlichkeitsstruktur und nicht um eine Persönlichkeitsstörung
(
Urk.
9/20/15,
Urk.
9/20/19)
.
Rheumatologischerseits
habe
sich
eine gute Beweglichkeit der gesamten Wirbel
säule, ohne Hinweise auf eine entzündliche Aktivität
sowie
ein aktuell unauffäl
liger Gelenkstatus
,
ohne Hinweise für eine Arthritis oder
Synovitis
,
ergeben. Auf
grund dieser Diskrepanz zu den subjektiv berichteten Beschwerden sei eine MRI
Untersuchung der gesamten W
irbelsäule durchgeführt worden;
eine ent
zündliche Aktivität im Sinne einer
Enteropathie
-assoziierten
Spondylarthrose
habe sich
nicht objektivieren lassen. Zudem
sei
das
HLA-Gen nicht nachweisbar
, was ins
besondere einen axialen Befall im Rahmen einer
Enteropathie
-assoziierten
Spon
dylarthropathie
eher unwahrscheinlich erscheinen lasse.
Mithin ergäben sich
entsprechend den rheumatologischen
Vorakten
-
weder klinische noch bildge
bende Hinweise
für eine entzündliche Aktivität im Sinne
einer Colitis
ulcerosa
assoziierten
Sp
ondylarthropathie
(
Urk.
9/20/16,
Urk.
9/20/18).
Im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurteilung kamen die begutachtenden Fachärzte zum Schluss, der Beschwerdeführerin seien jegliche Tätigkeiten
, ohne starke
Stressbelastung, ohne erhöhten Zeitdruck, ohne Lastenheben über 10 Kg, ohne Frühschichten aufgrund der Morgensteifigkeit, ohne Exposition gegenüber Nässe, Kälte, ohne Temperaturschwankungen, jedoch mit der Möglichkeit auf Toilettengänge sowie mit regelmässigen Pausen zu 100
%
zuzumuten. Unter diesen Beding
ungen sei
sie
auch in ihrer angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
9/20/20); in retrospektiver Hinsicht habe allenfalls eine kurz
zeitige Arbeitsunfähigkeit bestanden aufgrund rezidivierender Entzündungs
schübe (
Urk.
9/20/18).
5.
Im Rahmen der Neuanmeldung stellt sich die Aktenlage im Wesentlichen wie folgt dar:
5.1
Ab
August 2017
kam es zu
eine
r
sich am rechten Unterarm ausbreitende
n,
ent
zündliche
n
Hautveränderung mit Juckreiz und Schmerzen bei Berührung, welche ärztlicherseits als unklare
papulopustulöse
Dermatose resp.
Pyoderma
resp.
Tinea
corporis
resp. unklare
erythema
töse
Plaques
interpretiert und medikamentös behandelt wurde (
Urk.
9/38/9,
Urk.
9/39). Histologische und
immunhistochemi
sche
Weiterungen erbrachten keine klare
re
Diagnose
(Urk.
9/39/16 f.). Eine Pilz
infektion
sowie Mikrobakterien konnten im Rahmen entsprechender
Untersu
chungen
jedenfalls
ausgeschlossen werden (
Urk.
9/39/18).
Es wurde
schliesslich
auf eine Immunreaktion zufolge
der aufgrund der Colitis
ulcerosa
eingenomme
nen
immunsuppressiv
en Medikamente
geschlossen
(Urk.
9/39/20 ff.).
5.2
Im Konsiliarbericht vom
8.
Januar 2018
hielt Prof.
Dr.
Z._
eine mild aktivierte Pro
k
titis
ulcerosa
, Mayo Score 1 – sicher mehr Aktivität als bei der Koloskopie vor ei
nem Jahr
,
fest
. Die
perianale
Haut sei indes weiterhin unauffällig, der Sphinkter
palpatorisch
normal, der Analkanal glatt und
protoskopisch
normal. Das distale Rektum sei
ebenfalls
unauffällig
(
Urk.
9/38/2
). Im
Sprech
stunden
be
richt vom
3.
April 2018 notierte Prof.
Dr.
Z._
ausserdem
, die Beschwerde
führerin habe eine neue Stelle angetreten. Das schaffe eine Menge Stress. Hier
unter sei die anfangs Jahr festgestellte Prok
t
itis weiterhin leicht aktiv und es werde diese
nunmehr
mit Puri
Nethol
und
Budenofalk
medikamentiert
(Urk.
9/38/5).
5.3
Im April 2018
liess
sich die Beschwerdeführerin aufgrund
ausgeprägter psycho
sozialer Belastung
freiwillig in die
D._
einweisen. Im Austrittsbericht vom 1
5.
Mai 2018 wird nebst den vorbekannten
Diagnosen
neu eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.2) festgehalten (
Urk.
9/55/1).
Die Beschwerdeführerin habe mehrfach weinend von belastenden körperlichen Erkrankungen mit aktuellem leichten Schub der Colitis
ulcerosa
, einer Hautpilzerkrankung, Arthriti
s in der
LWS und rezidivierenden Harnwegsinfekten berichtet. Sie sei indes eine «
Schaffernatur
» und habe trotz den Schmerzen im März 2018 eine neue Stelle im 40%-Pensum angetreten als MPA im
E._
. Kaum eingeführt sei sie dabei rasch überfordert gewesen und habe
deshalb
in der Probezeit gekündigt. Ihre Familie sei indes sehr unterstützend.
Sodann bestünden
depressive Sym
p
tome
mit Schlafstörungen aufgrund von Grübeln und Zukunftssorgen, Antriebs
losigkeit, Niedergedrücktheit, Affektlabilität, Konzentrations- und Gedächtnis
störungen. Im kurzstationären Verlauf (2
3.
Bis 2
6.
April 2018) habe die Beschwerdeführerin eine rasche Entlastung du
rch die neuerliche IV
Anmeldung, den guten Kontakt
zum Betreuungsteam sowie zu wenigen Mitpatienten
erlebt
. Aufgrund der belastenden Darmsituation und Rücken
schmerzen habe sie einen raschen Austritt sowie die Aufgleisung einer ambulanten Psychotherapie gewünscht. Der Austritt sei nach einer problemlosen Belastungsprobe in gebessertem Zustand erfolgt (
Urk.
9/55/2).
5.4
Die seit dem 1
7.
Juli 2018 ambulant behandelnde
Dr.
C._
diagnostizierte
nach einmali
ger Konsultation am
1
7.
Juli 2018
eine mittelschwere depressive Episode (ICD-10: F 32.1) und psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten
(ICD-10: F 54)
. Die Beschwerdeführerin zeige eine leicht reduzierte Konzentration,
berichte einen starken Leidensdruck, sei sehr angespannt und
gedanklich eingeengt
auf ihre körperlichen Leiden
. Im Affekt sei sie ausgeprägt niedergestimmt, traurig bis verzweifelt, überfordert und es bestünden Lebensüberdruss und Ängste
darob
, wie sich die chronischen Erkrankungen weiterentwickelten. Der Antrieb sei reduziert. Gleichzeitig habe die Beschwerdeführer
in hohe Ansprüche an sich selbst
, was teils zu ausgeprägter Unruhe sowie zum Gefühl führe, keine Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Aus
serdem habe sie ein reduziertes Selbstwertgefühl sowie das Gefühl
,
keine Kraft mehr zu haben. Sie sei stark belastet aufgrund der körperlichen Symptome und Einschränkungen, empfinde sich selbst als Last. Weiter bestünden ein sozialer Rückzug, Ein- und Durchschlafstörungen, Ruhewünsche, aber
eine
klar und glaubhafte Distanz von suizidalen Gedanken. Bei alle dem sei die Beschwerde
führerin momentan zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
9/54).
5.5
Im
einwandweise
eingereichten Verlaufsbericht vom
8.
November 2018 hielt
Dr.
C._
bei weitestgehend gleichbleibenden Befunden (vgl. E. 5.
4
) neu (1) eine rezidivierende depressive Störung
(2013, 2015, 2017)
, Status nach mittelschwerer depressiver Episode (ICD-10: F 32.1), aktuell leichte Symptomatik, (2) Probleme durch Ereignisse in der Kindheit, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge haben (ICD-10: Z 61.3)
, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlichen und
anankastischen
Anteilen (ICD-10: Z
73.1)
sowie (
4
) Mangel an Entspannung und Freizeit (ICD-10: Z 73.1) fest.
Unter der regelmässigen Psycho- und Psycho
phar
makotherapie (
Cipralex
) habe sich die Symptomatik bereits etwas zurück
gebildet.
Aktuell versuche die Beschwerdeführerin ihre 30%ige Tätigkeit als MPA wieder
aufzunehmen. Eine in quantitativer Hinsicht darüberhinaus
gehende Arbeits
fähig
keit
sei aktuell nicht erreichbar (
Urk.
9/64).
5.6
Schliesslich
erhellt aus dem
einwandweise
eingereichten Bericht der beurteilen
den Oberärztin des Herzzentrums am
A._
vom
7.
Januar 2017
,
dass
die Beschwerdeführerin
nach eigenen Angaben seit ca. 10 Jahren an
Palpitation
en
leide
; seit Dezember 2018 sei es dreimalig zu einem
präsynkopalen
Zustand gekommen mit
Prodomi
,
Hitzgefühl
, Übelkeit und Schweissausbruch. Zwei davon seien in stressigen Situation aufgetreten. In diagnostischer Hinsicht wurde eine symptomatische idiopathische
Extrasystolie
festgehalten (
Urk.
9/71/1). Die daraufhin stationär
durchgeführten Untersuchungen (Holter-EKG, Fahrrad-Ergo, Herz-MRI)
zeitigten unauffällige Befunde und
die
im Februar 2019 durchgeführte Ablation zeitigte Erfolge
(
vgl. Austrittsbericht vom 25. Februar 2019,
Urk.
9/71)
6
.
Die Neuanmeldung vom
2
3.
April 2018 (
Urk.
9/32)
erfolgte rund
neun
Monate nach
der
leistungsabweisenden
Verfügung
vom
14
. Juli 2017
(Ur
k. 9/30
)
und rund 1
6
Monate nach der polydisziplinären MEDAS-Begutachtung vom
Dezember 2016
(Urk. 9/20/1-68
).
6
.1
In somatischer Hinsicht sind den eingereichten Unterlagen keine
anspruchs
rele
vanten
Veränderungen zu entnehmen. Zwar kam es anfangs 2018
zu einer akuten Aktivierung
der seit 2003
vorbestehenden und seit 2011 grundsätzlich remittier
ten
Colitis
ulcerosa
.
Nach ärztlicher Einschätzung
handelte es sich dabei
aller
dings
lediglich um eine leichte Entzündung und
befand sich diese
jedenfalls im August 2018 wieder in Remission (
Bericht von Prof.
Dr.
Z._
vom
6.
August 2018,
Urk.
9/68
).
Inwie
fern der
in diesem Kontext vollzogene
Medikamenten
wechsel auf Puri-
Nethol
ihre
Arbeitsfähigkeit nebenwirkungs
bedingt
weiter
ein
schränken soll, hat die Beschwerdeführerin nicht plausibilisiert (vgl.
Urk.
1 S.
7); die
von
Prof.
Dr.
Z._
im Bericht vom 8.
April 2019 genannten Neben
wir
kungen
(vgl.
Urk.
6) sind
zudem
un
geeignet, das
gutachterlicherseits
definierte Belastbarkeitsprofil weiter einzuschränken. Kommt hinzu, dass die behaupteten Nebenwirkungen - mit Ausnahme der Hautprobleme
–
mit den
pharmazeutischen Produktinformationen (so etwa
www.compendium.ch
)
nicht übereinstimmen und die Beschwerdeführerin jedenfalls im Juli 2019 offenbar wieder mit
Imurek
behandelt wurde (vgl. Sprechstundenbericht der
B._
vom 2.
Juli 2019,
Urk.
13/1).
Sodann beklagte die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der interdisziplinären MEDAS-Begutachtung
ständige Körper
s
chmerzen,
insbe
sondere
Schmerzen in der HWS, LWS und in den Gelenken, namentlich Ellbogen-, Knie- und Sprunggelenke sowie
eine
Steifheit der Wirbel
säule resp. des Nackens
.
Zudem handelte es sich bereits damals
um rezidivierende resp. schubweise auftr
etende Beschwerden
(vgl.
Urk.
9/20/7, Urk.
9/20/15).
Inso
fern sind dem Sprechstundenbericht der
B._
vom
2.
Juli 2019 keine
wesentlich
neuen Befunde zu entnehmen
; daran ändert sich auch nichts, wenn
das vorbestehende Beschwerdebild
zuletzt
als Ausdruck ent
zündli
cher Prozesse
interpretiert wurde
(
Urk.
13/1).
Im Übrigen wurden Tätig
keiten mit Kälte- / Nässeexposition und Temperaturschwankungen, welche arthritischer und ähnlicher Leiden unzuträglich sind,
gutachterlicherseits
bereits
aus dem zumut
baren
Belastungsprofil ausgeschlossen
(
Urk.
9/20/18).
Schliesslich
galt
die im Januar
2019 diagnostizierte symptomatische idiopathische
Extrasystolie
bereits
im Februar 2019
als
erfolgreich behand
elt
.
Eine
Herzinsuffizienz
und
myokardiale
Ischämie
konnten
ausgeschlossen werden. In der Ergometrie zeigte die Beschwerde
führerin eine überdurchschnittlich gute Leistung; EKG und MRI
erwiesen sich als unauffällig. Entsprechend gab die Beschwerdeführerin
selbst
an, im Allgemeinen kardial beschwerdefrei und insgesamt «gut leistungs
fähig» zu sein; das zwei Mal wöchentlich durchgeführte Kraft- und Ausdauer
training voll
zog sie problemlos
(
Urk.
9/71/1 ff.,
Urk.
9/75/3 ff.)
.
Dass
die Beschwerdeführerin
im März 2019
erneut eine «kurze Episode eines
runs
» berichtete und die behan
delnde Ärztin bei anhaltender Symptomatik eine erneute medikamentöse Thera
pie resp. Komplettie
rung der Ablation erwog, stellt keine wesentliche Verschlech
terung dar
. Insbesondere
war
sie nach eigenen Angaben
weiterhin
kardial
weitest
gehend beschwerdefrei
und notierten die behandelnden Ärzte einen ins
gesamt erfreulichen Verlauf nach stattgehabter Ablation
(
Urk.
3/3). Eine kardial bedingte Verminderung der Arbeitsfähigkeit – so wie beschwerdeweise behauptet (
Urk.
1 S. 6) – ist nicht ausgewiesen.
Da ärztlicher
seits bereits im Februar 2019 eine erfolgreiche Ablation festgehalten wurde, war die Beschwerdeführerin
im Übrigen
auch nicht angehalten, «weitere Abklärungen» und den weiteren Verlauf vor ihrem Leistungsentscheid abzu
warten; die in diesem Kontext beschwerde
weise behauptete Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
(
Urk.
1 S. 6)
geht damit ins Leere.
6
.2
In psychiatrischer Hinsicht
korrelieren d
ie
im Rahmen der Neuanmeldung notier
ten Befunde weitestgehend mit den
anlässlich
der psychiatrische
n Exploration 2016
festgehaltenen
. Die
Beschwerdeführerin
litt bereits
damals
unter
depressiven Schwankungen,
gedrückter Stimmung
,
Grübelzwängen
, Tagesmüdigkeit
und
Müdigkeit am Abend
, geringer Belastbarkeit im Alltag,
Stress,
schneller Erschöpf
barkeit
,
Mangel an Entspannung, Energieverlust
und Zukunftsängsten
sowie Ein- und Durchschlafstörungen.
Weiter berichtete sie einen sozialen Rückzug, dass
sie «manchmal nicht mehr möge»,
es ihr psychisch schlecht gehe und sie seit 2013 in psychiatrischer Behandlung
sei
(
Urk.
9/20/
7 f.,
Urk.
9/20/
11).
Entsprechend diagnostizierte
Dr.
C._
eine rezidivierende depressive Symptomatik (2013, 2015, 2017, vgl. E. 5.6
; vgl. auch den Verlaufs
bericht vom 1
5.
Juli 2019,
Urk.
16
). D
ie
unterschiedliche Wertung der beschriebe
nen Symptomatik und die
daraus abgeleitete Arbeitsfähig
keit lassen sich dabei zwanglos aus der Verschiedenheit von Behandlungsauftrag einerseits und Begut
achtungs
auftrag andererseits erklä
ren (Urteil
des Bundesgerichts 9C_842/2009 vom 17. November 2009 E. 2.2 mit Hinweisen).
Dasselbe gilt für das im beschwerdeweise eingereichten Bericht von Prof.
Dr.
Z._
vom
8.
April 2019 erstmals genannte
Fatigue
-Syndrom mit angeblicher Erstdiagnose 2018 (
Urk.
6).
Im Übrigen vermöchte selbst eine
neu
hinzugetretene Diagnose
per se keine relevante Gesundheitsverschlechterung
dar
zu
stellen
(BGE 141 V 9 E. 5.2 S
. 12; 141 V 385 E. 4.2 S. 391)
.
Endlich ist darauf hinzuweisen, dass
von vornherein unbeachtl
ich
ist
, wenn die zwischenzeitlich
geltend gemachte
Verschlechteru
ng des Gesundheitszustandes auf
versicherungsrechtlich unbeachtlichen psychosozialen Umständ
en fusst
-
wofür die vorliegenden Akten wiederholt Hinweise liefern
(vgl.
Urk.
9/38/5,
Urk.
9/39/23 f.
,
Urk.
9/55/2
)
.
6
.3
Zusammenfassend ist
aufgrund der insoweit hinreichend aufschlussreichen und aussagekräftigen Aktenlage
festzuhalten, dass sich die Verhältnisse der Beschwerdeführerin seit der rechtskräftigen
Verfügung vom 14
.
Juli 2017
(Urk.
9/30
) bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 6.
März 2018
(Urk. 2) nicht anspruchsrelevant verändert haben.
Damit erübrigen sich
entgegen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 2) - weitere Abklärungen.
Weil es damit
auch
an einem Revisionsgrund fehlt, bleibt kein Raum für eine in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfasse
nde Prüfung des Rentenanspruchs.
Die angefochtene Verfügung erweist sich
als rechtens und die Be
schwerde ist entsprechend abzuweisen.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
7
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).