Decision ID: 598121f0-0673-59f2-923e-b430d1676d67
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein  Staatsangehöriger kurdischer Ethnie aus B._, Provinz C._, seinen Heimatstaat am 27. Juli 2000 auf dem Seeweg. Über Italien sei er am 1. August 2000 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz gelangt. Am 2. August 2000 stellte er im D._ ein Asylgesuch. Nach der Kurzbefragung vom 16. August 2000 wurde er mit Verfügung vom 18. August 2000 für den Aufenthalt während des Asylverfahrens dem Kanton E._ zugewiesen. Am 20. Oktober 2000 wurde der Beschwerdeführer vom BFF zu seinen Asylgründen angehört.
Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im  aus, im Oktober 1993 sei seine Mutter zusammen mit fünf Guerilleros der kurdischen Arbeiterpartei (PKK) festgenommen . Man habe gegen diese ein Verfahren wegen Unterstützung und Beherbergung von PKK-Angehörigen eingeleitet. Unter den  habe sich auch F._ befunden, der Verantwortlicher einer Organisation der PKK in B._ gewesen sei. Er selber habe sich zu diesem Zeitpunkt im Militärdienst befunden. Er sei daraufhin im Y._ während seines Militärdienstes festgenommen und während eines Monats in einem schmutzigen Raum festgehalten worden. Man habe ihn geschlagen und ihm vorgeworfen, das Militär für die PKK ausspionieren zu wollen. Da sich sein Gesundheitszustand während der Haft stark verschlechtert habe, sei er zum Arzt gebracht und schliesslich wieder freigelassen worden. Man habe ihm in der Folge keine Waffe mehr ausgehändigt. Seine Mutter sei nach ihrer Festnahme während 15 Tagen festgehalten und anschliessend mangels Beweisen freigelassen worden.
Am Z._ sei er aus dem Militärdienst entlassen worden. Im W._ sei ihr Kleidergeschäft in B._ von einem  zusammen mit Sicherheitskräften überfallen worden, worauf er sich zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder G._ zu diesem Polizeispitzel begeben und sie diesen zur Rede gestellt hätten. Der Spitzel habe den Vorfall zugegeben und versprochen, die gestohlene Ware zurückzugeben. In der Folge hätten er und sein Vater auf den Posten zum Kommissar der politischen Polizei von B._
Seite 2
D-7025/2006
gehen müssen. Dort habe man sie beschimpft und ihnen mit einem Überfall auf das zweite Geschäft gedroht, falls sie sich nicht ruhig verhalten würden. Daraufhin seien sie je einzeln in eine Zelle geführt und dort geschlagen worden. Aufgrund der Schläge habe er das Bewusstsein verloren. Als er wieder zu sich gekommen sei, habe er sofort starke Schmerzen im linken Unterarm verspürt. Sie seien jedoch deshalb nicht ins Spital gegangen, weil man ihnen dann mit weiteren Repressalien gedroht habe. Sein Arm sei erst im Dorf verbunden worden, nachdem sie nach zwei Tagen wieder vom Posten entlassen worden seien.
Mitte des Jahres V._ habe er sich mit einem Mädchen verlobt, welches die Schwester eines PKK-Verantwortlichen gewesen sei. Im U._ hätten sie geheiratet, worauf ihr Haus immer wieder von Sicherheitskräften aufgesucht und verwüstet worden sei. Ferner sei während der Hochzeitsfeier die Polizei erschienen und habe ihn sowie seinen Vater und noch einige andere Personen auf den Posten geführt. Dort habe man ihm vorgeworfen, wegen der Verbindung seiner  zu einem PKK-Veranwortlichen selber bei der PKK zu sein. Am nächsten Morgen sei er wieder freigelassen worden. In den folgenden drei bis vier Monaten hätten die Sicherheitskräfte immer wieder ihre Wohnung aufgesucht und seien über Nacht geblieben in der Hoffnung, PKK-Angehörige verhaften zu können. Manchmal sei er auch  worden.
Am Q._ sei er Mitglied der HADEP ("Halksi Demokrat Partisi" beziehungsweise Demokratische Volkspartei der Kurden) geworden und habe dieser jeweils seinen Wagen zur Verfügung gestellt. Er sei in der Jugendkommission tätig gewesen, wobei sie versucht hätten, die Jugendlichen für die HADEP zu gewinnen. Ansonsten habe er an Kundgebungen und anderen Anlässen der Partei teilgenommen.
Nach der Festnahme von Abdullah Öcalan im Februar 1999 sei er im Rahmen einer Polizeiaktion festgenommen, während der Haft  und aufgefordert worden, für die Behörden als Spitzel zu . Dies habe er jedoch abgelehnt. (...) sei er erneut festgenommen und während fünf Tagen festgehalten worden. Mit dieser Aktion habe die Polizei die Propaganda für die HADEP durch Personen mit eigenem Auto unterbinden wollen. Man habe ihm erneut angeboten, als Spitzel tätig zu sein, was er aber wiederum abgelehnt habe.
Seite 3
D-7025/2006
Das Verfahren seiner Mutter sei im Jahre T._ entschieden worden und man habe sie mangels Beweisen freigelassen respektive freigesprochen.
Im S._ habe die HADEP ein Essen für die Öffentlichkeit organisiert, das von der Zivilpolizei gefilmt worden sei. Nach dem Essen sei er mit zwei weiteren Personen zusammen in seinem Auto unterwegs gewesen, als sie von der Polizei angehalten und nach B._ in die Räume der politischen Polizei verbracht worden seien. Man habe sie einzeln untergebracht und ihm vorgeworfen, für die PKK Transporte mit seinem Auto durchzuführen sowie Geld für diese Organisation zu sammeln. Ein weiteres Spitzelangebot habe er abgelehnt, worauf er nach einem Tag ohne Auflagen wieder entlassen worden sei. Schliesslich habe er sich zur Ausreise entschlossen.
Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer mehrere Beweismittel zu den Akten (u.a. Gerichtsakten betreffend seine Mutter, undatierte Bestätigung der HADEP, Brief aus der Haft von F._ usw.).
A.b Die Vorinstanz ersuchte am 9. November 2001 die  Vertretung in Ankara um Abklärungen vor Ort. Gemäss dem  der Botschaft vom 23. August 2002 bestehe über den Beschwerdeführer bei der Polizei weder ein politisches noch ein gemeinrechtliches Datenblatt. Der Beschwerdeführer werde von der Polizei oder der Gendarmerie weder auf nationaler noch lokaler Ebene gesucht und unterstehe keinem Passverbot. Über die Mutter des  bestehe ein politisches Datenblatt mit dem Vermerk "unbequeme Person". Die Polizei von C._ habe dieses Datenblatt 1993 wegen Hilfe und Unterstützung der PKK angelegt. Sie werde von der Polizei oder der Gendarmerie weder auf nationaler noch lokaler Ebene gesucht und unterstehe keinem Passverbot. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Gerichtsdokumente seien authentisch. Seine Mutter sei mit rechtskräftigem Urteil vom R._ von der Anklage der Unterstützung der PKK mangels Beweisen freigesprochen worden. Die Familie I._ habe wegen ihrer politischen Einstellung Probleme mit den türkischen Behörden bekommen. Obwohl die Mutter freigesprochen worden sei, würden sie und die übrigen Familienangehörigen von den Behörden unter Aufsicht gehalten. Ferner sei der Beschwerdeführer nicht als Mitglied der
Seite 4
D-7025/2006
HADEP registriert. Die vom Beschwerdeführer eingereichte Mitgliedschaftsbestätigung sei nicht vom Kreisbüro in B._ ausgestellt worden, weshalb sie eine Fälschung sein müsse.
B. Mit Schreiben des BFF vom 23. September 2002 wurde dem  die Botschaftsanfrage und der entsprechende  unter Abdeckung der geheim zu haltenden Stellen zur Stellungnahme unterbreitet. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2002 sowie mit Ergänzung vom 28. Oktober 2002 reichte der Beschwerdeführer seine Stellungnahme zur Botschaftskorrespondenz ein.
C. Mit Verfügung vom 22. November 2002 - eröffnet am 25. November 2002 - lehnte das BFF das Asylbegehren ab und ordnete gleichzeitig die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz und den Vollzug an. Das als gefälscht bezeichnete Dokument wurde . Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers die Anforderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllten. Ferner sei der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich zu erachten.
D. Mit Eingabe vom 27. Dezember 2002 beantragte der  bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK) die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die  von Asyl. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur  zurückzuweisen. Zumindest sei festzustellen, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig und unzumutbar sei, und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Ferner sei in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und von einem  abzusehen. Auf die Begründung wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
E. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2002 ersuchte der  um Wiederherstellung der Frist zur Einreichung der Beschwerde. Ferner sei vorsorglich anzuordnen, dass er den Ausgang des  in der Schweiz abwarten könne, falls über das vorstehende  um Wiederherstellung der Frist nicht vor Ablauf der Ausreisefrist gemäss BFF-Entscheid vom 22. November 2002 entschieden werde.
Seite 5
D-7025/2006
F. Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 14. Januar 2003 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass vorliegend die  als gewahrt zu erachten und daher das Gesuch um  der Beschwerdefrist gegenstandslos geworden sei. Weiter könne er den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz . Ferner wurde für die Beurteilung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen und gleichzeitig auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. Der Beschwerdeführer wurde aufgefordert, die in Telefaxkopien  Beweismittel innert 30 Tagen ab Erhalt der  im Original nachzureichen, andernfalls aufgrund der übrigen  entschieden werde.
G. Mit Eingabe vom 10. März 2003 liess der Beschwerdeführer eine  seiner Beschwerdeschrift anbringen und reichte gleichzeitig eine Bestätigung des Muhtars aus J._ (Provinz K._), datierend vom 13. Januar 2003, zu den Akten.
H. In ihrer Vernehmlassung vom 14. März 2003 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde.
I. Mit Zwischenverfügung vom 17. März 2003 wurde dem  die vorinstanzliche Vernehmlassung zur Stellungnahme . Dieser replizierte mit Eingabe vom 1. April 2003.
J. Mit Eingaben vom 31. Januar 2005 und vom 23. Februar 2005 reichte der Beschwerdeführer diverse Beweismittel, seine exilpolitischen  und seine Stellung im kurdischen Verein E._ betreffend, zu den Akten.
K. Mit Eingaben vom 4. September 2007 und 28. November 2007  der Beschwerdeführer um Auskunft über den Stand und baldige  seines Beschwerdeverfahrens.
Seite 6
D-7025/2006

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.
2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
Seite 7
D-7025/2006
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3.
3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung des ablehnenden  im Wesentlichen an, die vom Beschwerdeführer geltend  Vorkommnisse zwischen 1993 und 1997 (recte: 1999) würden zu weit zurückliegen, als dass sie dem vom Asylgesetz geforderten Kausalzusammenhang zwischen fluchtauslösendem Ereignis und  Ausreise aus dem Heimatstaat genügten, da der  erst im August 2000 ausgereist und zudem seit April 1999 bis Juni 2000 von den türkischen Behörden nicht mehr behelligt worden sei.
Ferner stellten die vom Beschwerdeführer gemachten Übergriffe (Darlegung der Übergriffe) Eingriffe in die physische und psychische Integrität dar. Aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer ohne weiteres durch die Behörden freigelassen worden sei, müsse geschlossen werden, dass gegen ihn keine offensichtlich konkreten Verdachtsmomente vorliegen würden. Ferner hätten die Abklärungen der Botschaft ergeben, dass über den Beschwerdeführer bei der Polizei weder ein politisches noch ein gemeinrechtliches Datenblatt bestehe. Er werde zudem von der Polizei oder Gendarmerie weder auf nationaler noch auf lokaler Ebene gesucht und unterstehe auch keinem Passverbot. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs habe die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vermerkt, der Beschwerdeführer sei wohl beim militärischen Geheimdienst und nicht bei der Polizei registriert. Dazu sei festzuhalten, dass, falls der militärische Geheimdienst Verfolgungsabsichten gegenüber dem Beschwerdeführer gehabt hätte, er dies den Polizeikräften gemeldet
Seite 8
D-7025/2006
hätte und danach von der Polizei nach dem Beschwerdeführer gefahndet worden wäre. Da dies offensichtlich nicht der Fall gewesen sei, sei von einer Registrierung beim militärischen Geheimdienst nicht auszugehen. Aufgrund dieser Abklärungsergebnisse könne geschlossen werden, dass es sich bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Nachteilen um lokal oder regional beschränkte Verfolgungsmassnahmen handle. Es sei ihm deshalb zuzumuten, sich ihnen durch Wegzug in einen anderen Teil seines Heimatstaates, beispielsweise in den Grossraum Istanbul, zu entziehen, weshalb er nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei.
Bezüglich der Befürchtungen des Beschwerdeführers, wonach er bei einer Rückkehr in die Türkei wegen seiner HADEP-Aktivitäten und derjenigen seiner Familie (Darlegung der Aktivitäten) wie früher festgenommen und misshandelt würde, seien keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden, die auf einer objektivierten Betrachtungsweise - und nicht auf dem subjektiven Empfinden des Betroffenen - fussen würden. Aus der subjektiven Sicht des Beschwerdeführers erscheine es, inbesondere aufgrund der Haft im Juni 2000 und der behördlichen Filmaufnahmen am , verständlich, wenn er sich vor einer Rückkehr in die Türkei und weiteren Verfolgungsmassnahmen fürchte. Es liessen sich jedoch stichhaltige Gründe gegen die Annahme zukünftiger asylrelevanter staatlicher Verfolgungsmassnahmen anführen. So sei der  nach den Verhaftungen jeweils innerhalb kurzer Zeit ohne  wieder freigelassen worden. Dementsprechend sei er, wie bereits angeführt, polizeilich nicht registriert und werde weder auf lokaler noch nationaler Ebene gesucht. Zudem unterstehe er auch keinem Passverbot. Er werde daher problemlos wieder in die Türkei einreisen können und es stehe ihm danach frei, sich im Westen des Landes niederzulassen.
Zwar soll der Beschwerdeführer mit einer Frau verheiratet sein, welche nahe Angehörige bei der PKK habe. Zwischen der angeführten Heirat und den Abklärungen der Botschaft würden aber drei Jahre liegen, weshalb eine aus der Heirat abgeleitete Gefährdung des  mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne. Ferner sei dem Bundesamt bekannt, dass Bekannte oder Freunde von Aktivisten staatsfeindlicher Organisationen, die von den türkischen  mit Haftbefehl gesucht würden, Schwierigkeiten  könnten. Im Rahmen von einschlägigen Ermittlungsverfahren
Seite 9
D-7025/2006
könne dann jeweils nicht ausgeschlossen werden, dass es zu  Übergriffen auf die Bekannten komme. Vorliegend sei aber darauf hinzuweisen, dass das Ermittlungsverfahren gegen F._ abgeschlossen sei und sich dieser bereits seit dem Jahre 1993 in Haft befinde. Der Briefkontakt mit F._ werde daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Gefährdung des Beschwerdeführers führen. Die eingereichten Briefcouverts, das Schreiben vom 10. April 2002 und das Foto von F._ seien somit nicht geeignet, asylrelevante Beweiskraft zu entfalten. Der Einschätzung der Rechtsvertreterin, wonach die Familie des Beschwerdeführers auf "immer und ewig" von den türkischen Behörden wegen der PKK-Aktivitäten verfolgt würde, könne nicht gefolgt werden, da abgesehen von einem Bruder, der in der Schweiz um Asyl ersucht habe, die gesamte Familie des Beschwerdeführers in der Türkei lebe. Es möge zutreffen, dass die türkischen Behörden die Familie in B._ regelmässig aufgesucht und angepöbelt habe, wie dies der Quartiervorsteher ausgesagt habe. Dass es sich dabei um Behelligungen in asylrelevantem Ausmass gehandelt habe, sei aber in Abrede zu stellen, da die polizeilich registrierte Mutter des Beschwerdeführers nach ihrer Freilassung (spätestens Anfang des Jahres 1994) weiterhin in B._ gelebt habe. Ferner habe die Rechtsvertreterin erst im Schreiben vom 28. Oktober 2002, also nach Erhalt der den Bruder G._ betreffenden Verfügung, angeführt, die Eltern des Beschwerdeführers seien vor einem Monat (also im September 2002) in den Westen der Türkei gezogen. Diese  Stellungnahme der Rechtsvertreterin vom 28. Oktober 2002 erscheine daher als eine Anpassung des Sachverhalts, um die Begründung des BFF zu entkräften. Gemäss diesen Ausführungen sei das vom Beschwerdeführer eingereichte Urteil vom 22. April 1999 nicht geeignet, asylrelevante Beweiskraft zu entfalten.
Hinsichtlich der HADEP-Tätigkeiten sei festzuhalten, dass gemäss dem Abklärungsergebnis der Botschaft die vom Beschwerdeführer eingereichte Mitgliedschaftsbestätigung eine Fälschung sein müsse. Ferner würden Aktivitäten für die HADEP und das diesbezügliche  Interesse an einer Person nicht genügen, um eine  Furcht vor einer zukünftigen asylrelevanten Verfolgung . Eigenen Angaben zufolge sei der Beschwerdeführer nicht in  exponierten Stellung für die HADEP tätig gewesen. Zudem sei er im Juni 2000 nach kurzer Zeit durch die Behörden wieder freigelassen worden. Daher bestehe keine beachtliche Wahrscheinlichkeit, dass
Seite 10
D-7025/2006
sich die Befürchtungen des Beschwerdeführers, wegen seiner  für die HADEP Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu werden, verwirklichen würden. Ausserdem habe der Beschwerdeführer eine  Mitgliedschaftsbestätigung der HADEP eingereicht. Die  der Rechtsvertretung in Aussicht gestellte echte  sei jedoch bis heute nicht beim BFF eingegangen. Eine abschliessende Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer  HADEP-Mitglied gewesen sei oder nicht, könne jedoch , seien doch einfache Mitglieder der HADEP ohne exponierte Stellung durch den türkischen Staat nicht verfolgt. Die eingereichte  Mitgliedschaftsbestätigung der HADEP aus B._ sei in Anwendung von Art. 10 Abs. 4 AsylG einzuziehen.
3.2 In seiner Beschwerdeschrift brachte der Beschwerdeführer im  vor, die Vorinstanz habe Art. 3 AsylG unvollständig zitiert und unterlasse es in der Folge, die begründete Furcht vor Verfolgung umfassend zu prüfen. Die Schlussfolgerung, wonach die zwischen 1993 und 1999 erlebte behördliche Repression nicht ausreisekausal gewesen sei, sei nicht nachvollziehbar. Die ernsthaften Nachteile  mit (Darlegung der einzelnen Vorkommnisse). Auch wenn er erst wieder ein von der HADEP für die Öffentlichkeit organisiertes Essen und die damit im Zusammenhang stehende Festnahme im S._ als wichtig für seine Flucht erwähnt habe, habe er in der Zwischenzeit kein normales Leben führen können. Immer wieder sei die Polizei nachts vorbeigekommen und habe sie kontrolliert sowie das Haus ständig beobachtet. Es sei nicht zulässig, die Verfolgungen vor dem Jahre 2000 als nicht asylrelevant zu bezeichnen und sie damit auszuschliessen. Die Bedrohungen, Verhaftungen und Misshandlungen seien deswegen geschehen, weil er ein politisch oppositionell denkender und handelnder Kurde sei, aus einer politisch engagierten Familie stamme und zusätzlich noch in eine solche eingeheiratet habe.
Ferner sei das Abklärungsergebnis der Botschaft kritisch zu , zumal indirekte Kontakte des BFF zu den türkischen  letzteren die objektive Möglichkeit bieten würden, durch Falschinformation Einfluss auf das schweizerische Asylverfahren zu nehmen. Falsche Auskünfte aus Kreisen der türkischen Verwaltung seien in einzelnen Fällen auch nachgewiesen worden. So habe die Türkei keinerlei Interesse an den Recherchen eines , der unter anderem dazu beitrage, türkischen Staatsfeinden ein
Seite 11
D-7025/2006
Bleiberecht und ihren Organisationen ein Operationsfeld im Ausland zu geben. Andererseits sei die Emigration der kurdischen Bevölkerung für die Türkei nützlich, um die Aufstandsbewegung loszuwerden. Dass über ihn kein politisches oder gemeinrechtliches Datenblatt bestehe und er weder auf nationaler noch auf lokaler Ebene gesucht werde, heisse noch lange nicht, dass er keine Schwierigkeiten und  zu befürchten habe. Angesichts der diversen Registratursysteme in der Türkei hätten die Vertrauensanwälte gar nicht Zugang zu allen personenbezogenen Registrierungen. Ausserdem müsse die Türkei ihre Fahndungsdaten aus dem Bestand des politischen Strafrechts für die Weitergabe an Interpol herausfiltern, da sie mit dem Interpol-Statut nicht vereinbar seien. Zudem sei eine Zusammenarbeit zwischen  und Polizei eher als unwahrscheinlich zu bezeichnen. Nur weil die Polizei vom militärischen Geheimdienst nicht beauftragt worden sei, nach ihm zu fahnden, heisse dies nicht, dass er dort nicht registriert sei. Im Gegenteil sei das Ergebnis der Nachforschung der Botschaft doch so, dass gemäss dem Quartiervorsteher seine Familie ewig von den Behörden unter Aufsicht gehalten werde.
Weiter sei es ihm angesichts eines fehlenden sozialen , als lokal verfolgter Kurde und angesichts der Wirtschaftskrise nicht möglich, sich im Westen des Landes anzusiedeln. Zudem werde er in der Türkei wegen des Stigmas seiner Familie, nämlich PKK- und -Aktivisten zu sein, nicht in Würde leben können.  gehe er aufgrund seines Briefwechsels mit F._, in dem er jeweils mit seinem richtigen Namen unterschrieben habe, davon aus, dass die Gefängnisbehörden und somit in der Folge auch die Polizei von seiner Identität und seinen Kontakten erfahren hätten.
Weiter würden seine Eltern seit drei Monaten mehrheitlich in der  von K._ leben, was eine Tatsache und nicht einen  Sachverhalt darstelle. Obwohl der kleinste Sohn dort nicht in die Schule gehen könne, hätten sich die Eltern entschlossen, sich den endlosen Belästigungen und Befragungen nach den Söhnen durch die Sicherheitskräfte zu entziehen. Auch seine Ehefrau lebe nun im Dorf ihrer Eltern und komme nur noch bei wichtigen  nach B._ in die Stadt. Überdies sei bei der Anmeldung seiner Mitgliedschaft bei der HADEP-B._ offensichtlich ein Fehler geschehen, da diese vergessen gegangen sei, was durch die beigelegten Schreiben von damaligen Vorstandsmitgliedern der HADEP bestätigt werde. Weiter nehme der
Seite 12
D-7025/2006
Muhtar M._ in seinem Schreiben vom 24. Dezember 2002 zur Situation seiner Familie Stellung.
3.3 In ihrer Vernehmlassung vom 14. März 2003 hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, die Beschwerdeschrift enthalte keine neuen  oder Beweismittel, welche eine Änderung des im angefochtenen Entscheid dargelegten Standpunktes zu rechtfertigen vermöge. Die beiden Schreiben zweier HADEP-Vorstandsmitglieder würden zwar die Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei der HADEP bestätigen,  jedoch keine Auswirkungen auf die materiellen Erwägungen im  Entscheid. So sei in der Verfügung bereits dargelegt , dass die Frage einer tatsächlichen Mitgliedschaft bei der HADEP offen gelassen werden könne, seien doch einfache Mitglieder der HADEP ohne exponierte Stellung durch den türkischen Staat nicht . Allfälligen regionalen oder lokalen behördlichen Schikanen könne sich der Beschwerdeführer durch Wegzug in einen anderen Teil seines Heimatstaates entziehen. Bezüglich des Schreibens des Muhtars M._ vom 24. Dezember 2002 müsse gesagt werden, dass in der angefochtenen Verfügung in keiner Weise regionale oder lokale Verfolgungsmassnahmen des Beschwerdeführers und seiner Familie abgestritten worden seien. Vielmehr habe sich das BFF in seiner Verfügung darauf berufen, dass sich der Beschwerdeführer diesen Verfolgungsmassnahmen durch Wegzug in einen anderen Teil seines Heimatstaates entziehen könnte. In Würdigung dieser Ausführungen seien die eingereichten Dokumente nicht geeignet, asylrelevante Beweiskraft zu entfalten. Das mit der Eingabe vom 10. März 2003 eingereichte Schreiben des Muhtars von K._ vermöge an den Erwägungen ebenfalls nichts zu ändern.
3.4 In seiner Stellungnahme vom 1. April 2003 brachte der  im Wesentlichen vor, die Feststellung sei unzutreffend,  HADEP-Mitglieder ohne exponierte Stellung nicht verfolgt seien, auch wenn das Hauptaugenmerk der türkischen Sicherheitskräfte auf den Repräsentanten der HADEP liege. Die Mitglieder der HADEP  der gleichen Vergehen beschuldigt (Unterstützung der kurdischen Rebellen und Gefährdung der Einheit des Staates), die auch zum kürzlich ausgesprochenen Verbot der Partei geführt hätten. Daraus gehe hervor, dass aktive HADEP-Mitglieder potenziell immer mit  Bein im Gefängnis stehen würden.
Ferner könne entgegen der vorinstanzlichen Ansicht auch nicht von ei-
Seite 13
D-7025/2006
ner innerstaatlichen Fluchtalternative ausgegangen werden. An jedem neuen Wohnort bestehe die Anmeldepflicht, wolle man nicht illegal . Da entsprechende Abklärungen den Verdacht, mit Separatisten zu tun gehabt zu haben, zutage fördern würden, sei es für ihn nicht möglich, sich in einem anderen Landesteil unter menschenwürdigen Bedingungen niederzulassen.
3.5
3.5.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz habe es , seine begründete Furcht vor asylrelevanten Nachteilen  zu prüfen, weshalb die Sache an das Bundesamt zur  zurückzuweisen sei. Soweit der Beschwerdeführer dadurch eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes geltend macht, ist Folgendes festzuhalten:
Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i. V. m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige  des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie ordnungsgemäss darüber Beweis führen (beispielsweise durch die Einholung eines ). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er  sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 Abs. 1 AsylG). Die Vorinstanz hat in casu weitere Abklärungen vorgenommen, indem sie eine Botschaftsabklärung durchführte und dem Beschwerdeführer dazu in der Folge das  Gehör gewährte. Da sich die Ergebnisse der Abklärungen durch die Schweizer Vertretung in der Türkei mit der vorinstanzlichen  der Gefährdungslage des Beschwerdeführers aufgrund dessen Aussagen deckte, brauchte sie keine weiteren Abklärungen, so beispielsweise eine ergänzende Anhörung, durchzuführen. Aufgrund dieser Umstände ist die Vorinstanz aufgrund der Parteiauskünfte und der weiteren Abklärungen (vgl. Art. 12 Bst. b VwVG; Art. 41 Abs. 1 AsylG) offensichtlich und auch zu Recht davon ausgegangen, dass der rechtserhebliche Sachverhalt als erstellt gelten könne und keine  Beweismassnahmen zu ergreifen seien. So gilt ein Sachverhalt erst dann als unvollständig festgestellt, wenn in der Begründung des Entscheides ein rechtswesentlicher Sachumstand übergangen  überhaupt nicht beachtet wird (vgl. FRITZ GYGI, Bundesver-
Seite 14
D-7025/2006
waltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 286). Von einer  des Untersuchungsgrundsatzes im Rahmen einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen  kann demnach vorliegend nicht ausgegangen werden. Im Weiteren ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer in seiner  zum Sachverhalt keine wesentlichen Ergänzungen , sondern sich vor allem mit der Beurteilung seiner geltend  Vorkommnisse auseinandersetzt, was darauf schliessen lässt, der vom BFF seiner Verfügung zugrunde gelegte Sachverhalt sei richtig erfasst worden. Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, weshalb der diesbezügliche Antrag abzuweisen ist.
3.5.2 Zu den im Zusammenhang mit der Botschaftsabklärung  Vorbringen ist Folgendes festzuhalten: Dem Beschwerdeführer ist insofern beizupflichten, als die einzelfallspezifischen Informationen der Botschaft als ein Beweismittel unter anderen immer kritisch zu  und zu würdigen sind, weshalb ihre Bedeutung nicht  werden darf und grundsätzlich lediglich als eine der Grundlagen für die Beurteilung des Falles durch die schweizerischen Asylbehörden dient. Jedoch liegen in casu keinerlei Anhaltspunkte vor, aufgrund welcher die Qualität des Abklärungsergebnisses in Zweifel zu ziehen ist. Da sich die Schweizerische Vertretung - wie auch in diesem Fall - für ihre Abklärungen jeweils mehrerer, voneinander unabhängiger Quellen bedient und keine Anhaltspunkte vorliegen, welche Anlass zu Zweifeln geben könnten, darf der Schluss gezogen werden, dass der Vorinstanz seitens der Botschaft korrekte Informationen zugekommen sind.
Auch der Einwand, dass angesichts der diversen Registratursysteme in der Türkei trotz fehlenden Datenblattes nicht gesagt werden könne, er habe keine Schwierigkeiten und Festnahmen zu befürchten, kann vorliegend nicht als stichhaltig erachtet werden. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer auf lokaler beziehungsweise regionaler Ebene keine gerichtlichen Untersuchungsmassnahmen über sich  lassen musste (der Beschwerdeführer sei jeweils kurzzeitig von der Polizei festgehalten, zu Spitzeldiensten aufgefordert und dann  Auflagen wieder freigelassen worden), kann der Schluss gezogen werden, dass er - in Übereinstimmung mit dem Abklärungsergebnis der Botschaft - wegen der gleichen Angelegenheit weder polizeilich noch durch die Gendarmerie auf lokaler Ebene gesucht wird. Zudem
Seite 15
D-7025/2006
spricht gegen die Argumentation in der Beschwerdeschrift, dass die gleichen Abklärungen der Botschaft betreffend die Mutter des  die Existenz eines Datenblattes zum Vorschein brachten, weshalb nicht einsichtig ist, weshalb - im Rahmen der  Abklärungen - beim Beschwerdeführer selber die türkischen  mit Falschinformation gezielten Einfluss auf das  Asylverfahren hätten nehmen sollen. Im Übrigen behauptete der Beschwerdeführer im bisherigen Asylverfahren selber nie, dass er nach Absolvierung seines Militärdienstes respektive im vorliegend  Zeitraum vom militärischen Geheimdienst unter Druck gesetzt, gesucht oder gar verhaftet worden wäre. Dass ferner eine  des Beschwerdeführers auch über zwei Jahre nach seiner Ausreise im Jahre 2000 von der Schweizer Vertretung im Rahmen  Abklärung (August 2002) nicht festgestellt werden konnte, stützt denn auch die zutreffende vorinstanzliche Einschätzung, welcher sich das Bundesverwaltungsgericht anschliesst.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die vorinstanzliche , wonach die zwischen 1993 und 1999 erlebte behördliche  nicht ausreisekausal gewesen sei, sei nicht nachvollziehbar, ist entgegenzuhalten, dass er den Akten zufolge im April 1999  von den Behörden für kurze Zeit in Haft gesetzt wurde. Weitere Behelligungen brachte er in der Zeit bis Juni 2000, als er für wenige Stunden auf den Posten von B._ gebracht und dort befragt worden sei, nicht in hinreichend konkreter Weise vor. Zwar führt er auf Beschwerdeebene an, er habe in dieser Zeitspanne kein normales Leben führen können, da nachts immer wieder die Polizei vorbeigekommen sei und sie kontrolliert sowie das Haus ständig beobachtet habe. Anlässlich der Bundesanhörung führte der Beschwerdeführer diesbezüglich in etwas unterschiedlicher Weise aus, die Behörden hätten ab dem Jahre 1999 gesagt, dass seiner Familie etwas passieren könne, wenn er das Angebot der Spitzeltätigkeit nicht akzeptiere. Konkret seien sie immer wieder zu ihnen nach Hause gekommen und hätten nach ihm gesucht (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 8). In diesem Zusammenhang erstaunt jedoch, dass der Beschwerdeführer, der bis zu seiner Ausreise immer in B._ gewohnt haben will (vgl. Protokoll Empfangsstelle, S. 1), für sich persönlich keine Nachteile während dieser Zeitspanne anführte, obwohl er gemäss Rechtsmitteleingabe immer wieder von der Polizei zu Hause gesucht worden sein soll. Schliesslich führte er auf Frage nach dem effektiven Auslöser seiner Ausreise bei der
Seite 16
D-7025/2006
Bundesanhörung an, es sei die Aufforderung gewesen, für die  als Spitzel zu arbeiten. Auf Vorhalt, dass er bereits früher (d.h. im Jahre 1999) mehrere Male die gleiche Aufforderung erhalten habe, ohne jedoch ausgereist zu sein (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 8), vermochte der Beschwerdeführer keine plausible Erklärung zu liefern, zumal er die früheren Aufforderungen allesamt ablehnte, ohne dass ihm - wie aus obigen Erwägungen ersichtlich wird - offenbar daraus behördliche Nachteile erwachsen wären.
Wie die als zutreffend zu erachtenden Abklärungen der Vorinstanz ergeben haben, besteht kein Datenblatt gegen den Beschwerdeführer und er wird weder auf nationaler noch regionaler Ebene gesucht, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass er bei einer Einreise in die Türkei nicht in asylrelevanter Weise benachteiligt würde. Wie das BFF in zutreffender Weise feststellte, dürfte es sich bei den geltend gemachten Nachteilen um lokal oder regional beschränkte Verfolgungsmassnahmen gehandelt haben, denen der Beschwerdeführer durch Verlegung seines Wohnsitzes in den Westen der Türkei entgehen kann. Dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Ausreise einer landesweiten asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt gewesen sei, die ihn auch im Westen seines Heimatlandes getroffen habe, wird weder hinreichend belegt noch glaubhaft . Selbst wenn die Asylrelevanz der an seinem Wohnort erlittenen Nachteile bejaht würde, so wäre dem Beschwerdeführer - entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Ansicht - eine  Fluchtalternative offen gestanden, welche die Anerkennung als Flüchtling und somit die Asylgewährung ausschliesst (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 1 E. 5c S. 6 f., 1999 Nr. 9 E. 4b.bb S. 58).
Soweit der Beschwerdeführer Tätigkeiten für die HADEP und daraus resultierende behördliche Schwierigkeiten anführt, ist festzuhalten, dass er gemäss dem Abklärungsergebnis der Botschaft bei der HADEP nicht als Mitglied registriert ist. Der Beschwerdeführer  in diesem Zusammenhang, seine Nichtregistrierung auf  mit zwei Bestätigungen von damaligen  der HADEP zu belegen. So sei gemäss diesen Bestätigungen im Rahmen der Anmeldung seiner Mitgliedschaft bei der ._ offensichtlich ein Fehler geschehen, da diese vergessen gegangen sei. Diese Bestätigungen sind jedoch als nicht stichhaltig zu erachten, zumal der Beschwerdeführer mit der Einreichung gerade
Seite 17
D-7025/2006
einer solchen Mitgliedschaftsbestätigung, welche er im Oktober 2000 dem Bundesamt zukommen liess, seinem Argument der  Nichtregistrierung widerspricht. Unbesehen dieses Umstandes hielt die Vorinstanz jedoch zu Recht fest, dass der Beschwerdeführer - selbst wenn eine Mitgliedschaft zur HADEP bestünde und belegt wäre - als einfaches Mitglied dieser Partei ohne exponierte Stellung durch den türkischen Staat nicht verfolgt würde. Zudem ist erneut darauf , dass dem Beschwerdeführer auch in diesem  in der Türkei ohne weiteres eine die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG ausschliessende innerstaatliche  offenstünde, um sich allfälligen Übergriffen lokaler Behörden zu entziehen.
Der Einwand des Beschwerdeführers, dass für ihn keine  offenstehe, vermag nicht zu überzeugen. So sollen sich  seine engsten Familienangehörigen in K._, im Westen des Landes aufhalten, ohne dass diesen dort aktenkundig eine behördliche Benachteiligung widerfahren wäre. Zudem ist aus obigen Erwägungen (Nichtvorhandensein eines Datenblattes; Inexistenz einer behördlichen Suche) entgegen der in der Replik vom 1. April 2003 geäusserten Ansicht nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer gezwungen wäre, in der Illegalität zu leben, um die Anmeldepflicht zu umgehen respektive es ihm nicht möglich wäre, der Anmeldepflicht ordnungsgemäss und ohne Nachteile für seine Person zu erleiden, nachzukommen.
Der Rechtsmitteleingabe sind somit keine stichhaltigen Entgegnungen zu entnehmen, welche die Argumentation der Vorinstanz in Zweifel zu ziehen vermöchten. Unter diesen Umständen erübrigen sich weitere Ausführungen zu den Beschwerdevorbringen im Asylpunkt und die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Beweismittel, da sie nicht zu einer anderen Beurteilung zu führen vermögen; zur Vermeidung von Wiederholungen wird diesbezüglich auf die zutreffenden  Ausführungen in der angefochtenen Verfügung des BFF verwiesen.
3.6 Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer durch sein Verhalten nach der Ausreise aus dem Heimatland, namentlich das auf  geltend gemachten exilpolitischen Engagement in der Schweiz Anlass für eine zukünftige Verfolgung durch die türkischen
Seite 18
D-7025/2006
Behörden gegeben hat und aus diesem Grund (subjektive ) die Flüchtlingseigenschaft erfüllt.
3.6.1 Flüchtlingen wird kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres  nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden (Art. 54 AsylG).
Wer sich darauf beruft, dass durch sein Verhalten nach der Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsland eine Gefährdungssituation erst geschaffen worden ist, macht subjektive Nachfluchtgründe geltend (vgl. Art. 54 AsylG). Subjektive Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich oder nicht missbräuchlich gesetzt wurden. Das vom Gesetzgeber vorgesehene Konzept, wonach das Vorliegen von  Nachfluchtgründen die Gewährung von Asyl ausschliesst,  auch ein Addieren solcher Gründe mit Fluchtgründen, welche vor der Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat entstanden sind und die für sich allein nicht zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asylgewährung ausreichen (vgl. EMARK 1995 Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 ff., 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f., mit weiteren Hinweisen).  ist, ob die heimatlichen Behörden das Verhalten des  als staatsfeindlich einstufen und dieser deswegen bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG befürchten muss. Es bleiben damit die Anforderungen an den Nachweis einer begründeten Furcht massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG).
3.6.2 Der Beschwerdeführer verweist zur Geltendmachung seiner  Nachfluchtgründe auf exilpolitische Aktivitäten als Präsident des kurdischen Kulturvereins E._ und die Veröffentlichung von Zeitungsartikeln der "Özgür Politika" im Internet, in welchen sein  in diversen Zusammenhängen (Darlegung der einzelnen Zusammenhänge) genannt worden sei.
3.6.3 Das Bundesverwaltungsgericht geht trotz dieser für die  einer Gefährdung sprechenden Elemente - wie nachfolgend  wird - davon aus, dass insgesamt keine subjektiven  vorliegen, die bei einer Rückkehr des Beschwerdeführers in die Türkei zu einer für die Flüchtlingseigenschaft relevanten  führen.
Seite 19
D-7025/2006
In genereller Hinsicht ist zunächst darauf hinzuweisen, dass nach konstanter Praxis der Schweizer Asylbehörden bei türkischen  das blosse Einreichen eines Asylgesuches keinen  Nachfluchtgrund im Sinne von Art. 54 AsylG darstellt. Die blosse Teilnahme an Demonstrationen gelangt in der Regel nicht zur Kenntnis der heimatlichen Behörden eines Asylgesuchstellers und führt bei  Wegweisung nicht zwingend zu einer konkreten Gefährdung.  reicht auch allein die mögliche Identifizierbarkeit des  nicht aus zur Annahme, er hätte deswegen bei einer Rückkehr in die Türkei eine Verfolgung zu befürchten, zumal - entgegen der auf Beschwerdeebene geäusserten Ansicht - vorliegend keine Hinweise ersichtlich werden, wonach sich der Beschwerdeführer in der Schweiz besonders hervorgetan oder exponiert hätte. Angesichts von  Aktivitäten von türkischen Staatsangehörigen in ganz  erscheint es somit unwahrscheinlich, dass die heimatlichen Behörden von den behaupteten Exilaktivitäten des Beschwerdeführers soweit Notiz genommen haben, dass er bei einer Rückkehr in die  deswegen verfolgt würde.
Aus den angeführten politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers nach seiner Ankunft in der Schweiz kann vorliegend keine begründete Furcht bei einer Rückkehr in die Türkei abgeleitet werden. Der  legt in diesem Zusammenhang nicht substanziiert dar, in der Schweiz in einer hohen und in der Öffentlichkeit exponierten  Kaderstelle einer linksextremen türkischen Organisation oder kurdischen Separatistenorganisation zu arbeiten, weshalb es  ist, dass die türkischen Behörden von den Exilaktivitäten des Beschwerdeführers überhaupt Notiz genommen haben. Unter  Umständen ist es nicht nachvollziehbar, auf welchem Weg die  Behörden den Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in sein Heimatland als linksextremen oder separatistischen Aktivisten  könnten, zumal dessen Identifizierung aufgrund der blossen  im Internet unwahrscheinlich erscheint. Eine  ist auch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund des  auszuschliessen, dass die Botschaftsabklärung keine  für eine Suche nach dem Beschwerdeführer ergab. Somit liegt auch kein subjektiver Nachfluchtgrund im Sinne von Art. 54 AsylG vor.
3.7 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weder eine asylrechtlich relevante Verfolgung erlitt noch begründete
Seite 20
D-7025/2006
Furcht vor einer solchen glaubhaft machen beziehungsweise beweisen konnte und auch keine subjektiven Nachfluchtgründe vorliegen,  die angefochtene Verfügung bezüglich der Verneinung der  und der Abweisung des Asylgesuchs zu bestätigen ist.
4.
4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
4.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
5.
5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2
5.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Seite 21
D-7025/2006
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
5.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach  dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die  Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
5.3
5.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
Seite 22
D-7025/2006
staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
5.3.2 Die allgemeine Lage in der Türkei spricht nicht gegen die  des Vollzuges der Wegweisung. Vorliegend ist der  auch aus individuellen Gründen als zumutbar zu , weil keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der  bei einer Rückkehr in die Türkei einer konkreten Gefährdung ausgesetzt wäre. So verfügt er eigenen Angaben zufolge über  der türkischen Sprache sowie über Berufserfahrungen als  (vgl. Protokoll Empfangsstelle, S. 2). Zudem hat er mit seinen engsten Familienangehörigen, welche sich derzeit im Westen des  (K._) aufhalten sollen, in seiner Heimat auch ein intaktes soziales Beziehungsnetz. Zudem bestehen auch keine gesundheitlichen Beschwerden beim Beschwerdeführer, welche einen Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen liessen, zumal er den Akten zufolge letztmals im September 2001 wegen Lungenproblemen ärztlich behandelt und daran anschliessend in gutem Gesundheitszustand nach Hause entlassen wurde, weshalb der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar zu bezeichnen ist.
5.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung seines Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist.
5.5 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat den Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
Seite 23
D-7025/2006
7. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Dabei verfügt eine Person dann nicht über die erforderlichen Mittel, wenn sie ohne Beeinträchtigung des notwendigen Lebensunterhaltes die  nicht zu bestreiten vermag. Eine Beschwerde gilt ferner dann als aussichtslos, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich  sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft  werden können (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275).
Es ist von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Auch können die Begehren der Beschwerde nicht als aussichtslos  werden. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  ist somit gutzuheissen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten .
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 24
D-7025/2006