Decision ID: 3e3bc4ba-0d71-4b52-8216-952d78fa8323
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Unabhängige Gemeinschaftsstiftung Zürich (UGZ), Moosstrasse 2a, Postfach 223,
8803 Rüschlikon,
Beklagte,
betreffend
Versicherungsleistungen (Invalidenrente)
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Abkanter bei der B._ AG angestellt und
dadurch bei der unabhängigen Gemeinschaftsstiftung Zürich (UGZ; nachfolgend:
Gemeinschaftsstiftung) vorsorgeversichert, als er sich am 27. März 2009 bei der Arbeit
den linken Daumen einklemmte, wobei ihm die Fingerkuppe abgetrennt wurde. Die
Verletzung wurde in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals
St. Gallen (KSSG) operativ behandelt. Die Suva erbrachte Taggeldleistungen und kam
für die Heilungskosten auf. Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis am 19.
November 2009 auf Ende Februar 2010 (act. G 1.1). Mit Verfügung vom 1. April 2010
stellte die Suva die Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 27. März
2009 per 15. Februar 2010 ein. Eine weitere medizinische Behandlung der Unfallfolgen
sei nicht mehr notwendig. Die jetzt noch geklagten Beschwerden seien organisch als
Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklärbar. Allenfalls seien psychische Gründe
dafür verantwortlich. Hinsichtlich solcher sei jedoch ein adäquater
Kausalzusammenhang mit dem Unfall zu verneinen. Mangels Vorliegens kausaler
Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf weitere Geldleistungen der Suva in Form
einer Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (UV-act. 66). Die gegen diese
Verfügung erhobene Einsprache vom 11. Mai 2010 (UV-act. 68) wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 16. Juli 2010 ab (UV-act. 72). Eine Beschwerde gegen
diesen Einspracheentscheid wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit
Entscheid vom 3. Mai 2011 ab (UV 2010/68).
A.b Im Dezember 2009 hatte sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (nachfolgend: IV) angemeldet (IV-act. 1). Mit Verfügungen vom
19. November 2012 sprach ihm diese für die Zeit vom 1. Juni bis 31. Oktober 2010 eine
ganze Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100% und ab 1. November
2010 eine halbe Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 50%
(Valideneinkommen von Fr. 62'790.-- und Invalideneinkommen von Fr. 31'395.--) zu
(act. G 1.3; IV-act. 76). Ein Leistungsbegehren des Rechtsvertreters des Versicherten,
Rechtsanwalt lic. iur. W. Bodenmann, St. Gallen, vom 23. November 2012 (act. G 1.4,
G 5.5) beantwortete die Gemeinschaftsstiftung mit Schreiben vom 19. Dezember 2012
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abschlägig, wobei sie auf ihre Darlegungen im Einwand zuhanden der IV vom 18. Mai
2012 (act. G 5.3) verwies (act. G 5.6).
B.
B.a Am 14. März 2013 erhob Rechtsanwalt Bodenmann für den Versicherten Klage
gegen die Gemeinschaftsstiftung mit den Rechtsbegehren, die Beklagte sei zu
verpflichten, dem Kläger rückwirkend ab dem 27. März 2009 bis 31. Juli 2010
Leistungen basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 100% und ab August 2010
Leistungen basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% zu erbringen. Zur
Begründung führte er unter anderem aus, die Beklagte sei an die IV-Verfügung vom 19.
November 2012 gebunden. Sie berufe sich rechtsmissbräuchlich auf die fehlende
Bindungswirkung, zumal sie keine Beschwerde gegen die Verfügung erhoben habe,
obwohl ihr die Verfügung lange vor Ablauf der Rechtsmittelfrist (am 23. November
2012) zur Kenntnis gebracht worden sei. Die Beklagte hätte somit ohne Weiteres die
Möglichkeit gehabt, gegen die IV-Verfügung innerhalb der Rechtsmittelfrist
Beschwerde zu erheben, zumal sie sich bereits vorher am IV-Verfahren beteiligt habe.
Sie könne sich deshalb nicht auf die fehlende Bindungswirkung berufen und sei allein
schon aus diesem Grund leistungspflichtig. Selbst wenn keine Bindungswirkung
bestehen sollte, sei die Beklagte leistungspflichtig, zumal die Arbeitsunfähigkeit, die zur
Zusprechung von Invalidenleistungen geführt habe, in einem Zeitpunkt eingetreten sei,
als der Kläger bei der Beklagten BVG-versichert gewesen sei. Der Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 3. Mai 2011 (UV 2010/68) betreffe lediglich die Unfallfolgen.
Die Diabetes-Erkrankung habe bereits während längerer Zeit zu einer Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit geführt. Offensichtlich habe sich im Jahr 2010 eine
Verschlechterung in Bezug auf die lange vorbestehende Diabetes-Erkrankung ergeben.
Auch während der Operationen vom März und August 2010 sei der Kläger zu 100%
arbeitsunfähig gewesen. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass vor März 2011
keine invaliditätsbegründende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe, so sei festzuhalten,
dass die Arbeitsunfähigkeit aus internistischen Gründen seitens der Beklagten selbst
anerkannt worden sei. Die Verschlechterung und die invaliditätsbegründende
Arbeitsunfähigkeit seien eingetreten, als der Versicherungsschutz bei der Beklagten
noch bestanden habe.
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B.b In der Klageantwort vom 23. Mai 2013 beantragte die Beklagte Abweisung der
Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung legte sie unter
anderem dar, sie sei zwar ins IV-Vorbescheidsverfahren einbezogen worden. Jedoch
sei ihr die IV-Rentenverfügung vom 19. November 2012 nicht formgültig eröffnet
worden. Sie habe von der Verfügung einzig mit Schreiben des Rechtsvertreters des
Klägers vom 23. November 2012 Kenntnis erhalten. Eine Bindungswirkung der
Verfügung vom 19. November 2012 entfalle daher. Bei einer freien Prüfung der Akten
sehe die Lage anders aus, als dies die IV und der Kläger darlegen würden. Unbestritten
sei, dass der Kläger vom 27. März 2009 bis 14. Februar 2010 unfallbedingt in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Dass ab 15. Februar 2010 durchgehend
eine volle und ab August 2010 eine 50%ige krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit
bestanden und angehalten habe, vermöchten die IV-Akten nicht mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Aus den Akten gehe bis zum
Medas-Gutachten vom 29. April 2011 hauptsächlich hervor, dass der Kläger seit 1998
an einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus leide. Mit besonderer Deutlichkeit gehe
aus den Akten aber hervor, dass der Kläger seit dem Unfall vom 27. März 2009
überzeugt gewesen sei, nicht mehr arbeiten zu können. Diese subjektive Überzeugung
habe sich von den Unfallfolgen, nachdem die Unfallleistungen definitiv eingestellt
worden seien, auf die seit Jahren vorbestehenden Beschwerden verlagert. Echtzeitliche
anhaltende Bestätigungen der Arbeitsunfähigkeit fänden sich nach dem 15. Februar
2010 bis zum Gutachten vom 29. April 2011 keine. Mangels überzeugender
anderslautender Belege sei für den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den Zeitpunkt der
Untersuchungen zum Medas-Gutachten (März 2011) abzustellen. Allenfalls seien die
Akten der Kranken- und Krankentaggeldversicherung beizuziehen. Da die
Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der Nachdeckungsfrist (Ende März 2010) eingetreten
sei, sei die Klage abzuweisen. Daran ändere auch der Einwand des Klägers nichts,
wonach die Beklagte eine Verschlechterung der Erkrankung anerkannt habe, die
bereits vorbestanden habe. Nicht umstritten sei der Befund eines Diabetes, der
offenbar bereits 1998 diagnostiziert worden sei. Ebenfalls nicht bestritten werde, dass
sich diese Erkrankung im Laufe der Zeit - namentlich wegen fehlender Compliance des
Klägers - verschlimmert und schliesslich auch eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit
begründet habe. Bestritten werde jedoch, dass während der Versicherungsdauer bei
der Beklagten eine erhebliche, offensichtliche und dauerhafte, auf den Diabetes
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zurückzuführende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Die zur Invalidität führende
Arbeitsunfähigkeit sei nicht während der Versicherungsdauer aufgetreten. Der
sachliche Zusammenhang zwischen der während der Versicherungsdauer
eingetretenen unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und der späteren krankheitsbedingten
Invalidität sei nicht gegeben.
B.c Mit Replik vom 26. Juni 2013 (act. G 7) und Duplik vom 16. August 2013 (act. G 9)
bestätigten die Parteien ihre Anträge und Ausführungen.
B.d Das Versicherungsgericht zog sowohl die Akten der IV als auch jene der
Krankentaggeldversicherer (Visana Services AG, Helsana Versicherungen AG)
betreffend den Kläger zum Verfahren bei (act. G 12, 18 und 24). Die Parteien
verzichteten - die Beklagte nach Einsicht in die Akten - auf eine zusätzliche
Stellungnahme; (act. G 15 f., 16, 25 ff.).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 23 lit. a des Bundesgesetzes über die Berufliche Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) haben (im Obligatoriumsbereich) Anspruch auf
Invalidenleistungen Personen, die im Sinn der IV zu mindestens 40 Prozent invalid sind
und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat,
versichert waren. Anspruch auf eine volle Invalidenrente hat die versicherte Person,
wenn sie im Sinn der IV zu mindestens 70 Prozent invalid ist (Art. 24 Abs. 1 lit. a BVG).
1.2 Streitig ist, ob die Beklagte dem Kläger für die Zeit ab März 2009
Invalidenleistungen auszurichten hat. Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht
auf eine Rente der IV und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich,
dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in
der IV grundsätzlich der gleiche ist. Aufgrund von Art. 6 BVG steht es den
Vorsorgeeinrichtungen frei, den Invaliditätsbegriff bereits in der obligatorischen
Versicherung zugunsten des Versicherten zu erweitern oder Invalidenrenten schon bei
einem Invaliditätsgrad von weniger als 40% auszurichten. Die Vorsorgeeinrichtungen
sind frei in der Wahl des Invaliditätsbegriffs; sie haben sich aber an eine einheitliche
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Begriffsanwendung zu halten. Gehen sie ausdrücklich oder unter Hinweis auf das
Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die IV, sind sie hinsichtlich des
versicherten Ereignisses an die Invaliditätsbemessung der IV-Stellen (der Kantone und
des Bundes) gebunden, es sei denn, dass diese sich als offensichtlich unhaltbar
erweist (vgl. BGE 126 V 308; 120 V 108 f. E. 3c; 118 V 39 E. 2b/aa; 115 V 208 und 215).
Mit BGE 129 V 73 wurde eine Bindungswirkung der IV-rechtlichen Feststellungen für
die Vorsorgeeinrichtung verneint, wenn diese nicht spätestens im
Vorbescheidsverfahren (Art. 73 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV;
SR 831.201]) in das IV-rechtliche Verfahren einbezogen wird. Hält sich die
Vorsorgeeinrichtung demgegenüber im Rahmen des IV-rechtlich Verfügten, ja stützt sie
sich darauf, ist das Problem des Nichteinbezugs des Vorsorgeversicherers ins IV-
Verfahren gegenstandslos. In diesem Fall kommt ohne Weiterungen die vom
Gesetzgeber gewollte, in den Art. 23 ff. BVG zum Ausdruck gebrachte
Verbindlichkeitswirkung unter Vorbehalt offensichtlicher Unrichtigkeit des IV-
Entscheids zum Zug. Stellt somit die Vorsorgeeinrichtung auf die IV-rechtliche
Betrachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese grundsätzlich
entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine
Invalidenrente entscheidend war (vgl. BGE 130 V 274 E. 3.1 und Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. August 2000, B 50/99, E. 2b), und zwar
ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im IV-Verfahren beteiligt war oder nicht
(vgl. dazu Urteil des EVG vom 9. Februar 2004, B 39/03, E. 3.1).
1.3 Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt des versicherten Ereignisses
angeschlossen war. Dieser Zeitpunkt fällt mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat. Die Versicherteneigenschaft muss
nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. Für eine
einmal - aus während der Versicherungsdauer aufgetretener Arbeitsunfähigkeit -
geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst
wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert.
Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen
Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 123 V 263 E. 1a; 118 V 45 E.
bis
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5). Auf diese Weise kommt der Schutz der zweiten Säule zum Tragen, wonach das
Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein muss, wenn es rechtlich gesehen erst nach
einer langen Krankheit eintritt, während welcher die leistungsanbegehrende Person
unter Umständen dem Obligatorium nicht mehr unterstanden hat (BGE 120 V 116
E. 2b; 118 V 39 f. E. 2b/aa). Damit die frühere Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig
bleibt, ist allerdings nicht nur erforderlich, dass die Arbeitsunfähigkeit zu einer Zeit
einsetzte, als die versicherte Person ihr angeschlossen war, sondern auch, dass
zwischen dieser Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ein direkter und enger
Zusammenhang besteht. Zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität muss
sowohl ein sachlicher als auch ein zeitlicher Zusammenhang bestehen. Der sachliche
Zusammenhang ist gegeben, wenn der invalidisierende Gesundheitsschaden der
gleiche ist, wie er sich bereits während der Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung
manifestierte. Die zeitliche Konnexität setzt voraus, dass zwischen der früheren
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität bzw. deren Verschlimmerung keine
längere Periode der Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei sind die gesamten Umstände des
Einzelfalls zu würdigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen
prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, welche die versicherte
Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlassten (BGE 123 V 263 E. 1c; 120 V
117 ff. E. 2c/aa f. mit Hinweisen).
2.
2.1 Die Ärzte des KSSG bescheinigten am 1. April 2009 eine unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit des Klägers vom 27. März bis 17. April 2009 (UV-act. 2); später
verlängerten sie diese bis 3. Mai 2009 (UV-act. 9, 12 Beilage). Der Hausarzt Dr. med.
C._ hielt am 17. April 2009 fest, der Patient habe schon vor dem Unfall immer wieder
angetönt, auf Grund seiner Gesamtsituation "die Arbeit zu sistieren". Er werde
zunehmend kraftloser und müde. Der Diabetologe Dr. med. D._ habe den Verdacht
auf Polyneuropathie, Nephropathie und Retinopathie erhoben. Im Weiteren bestehe
eine arterielle Hypertonie mit hyperextensiver Herzkrankheit. Die Daumenschmerzen
seien abzuklären. Die Frage der Wiederaufnahme der Arbeit sei noch offen (UV-
act. 6). Die Rehaklinik Bellikon diagnostizierte im Austrittsbericht vom 24. Juni 2009
eine Fingerkuppenamputation Dig. I Hand links, einen Verdacht auf CRPS (=
komplexes regionales Schmerzsyndrom; früher auch: Morbus Sudeck), eine arterielle
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Hypertonie (seit 1999 bekannt und medikamentös eingestellt) sowie einen
insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II (seit 1998 bekannt). Die Tätigkeit als
Maschinenschlosser/Abkanter erachtete die Klinik als aktuell nicht zumutbar und
attestierte dem Kläger in der Tätigkeit als Maschinenschlosser/Abkanter eine
Arbeitsunfähigkeit von 100% ab 24. Juni 2009 (UV-act. 20). Suva-Kreisarzt Dr. med.
E._ sowie Dr. C._ bestätigten in der Folge eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von
50% ab 2. September bzw. 1. Oktober 2009 (UV-act. 27, 28, 43, 45, 49). Am 17.
Dezember 2009 wurde eine rheumatologische Untersuchung im Departement Innere
Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des KSSG (nachfolgend Rheumatologie des
KSSG) durchgeführt. Sowohl die klinische als auch die röntgenologische Untersuchung
ergaben keine wegweisenden Befunde für ein CRPS. Als Verdachtsdiagnose wurde
wegen der klinisch vorhandenen Druckdolenz im Bereich des MCP III palmar bei
Streckdefizit des Kleinfingers und der Begleitdiagnose eines Diabetes mellitus ein
Verdacht auf Morbus Dupuytren der linken Hand gestellt (UV-act. 57). Am 6. November
2009 hielt Dr. C._ unter anderem fest, dass die Arbeitsfähigkeitseinschränkung
objektiv abgeklärt werden müsste (UV-act. 15-6/16). Im Fragebogen für Arbeitgeber
bescheinigte die Arbeitgeberin am 18. Dezember 2009 zuhanden der IV unter anderem,
dass der Kläger vom 27. März bis 17. August 2009 vollständig arbeitsunfähig gewesen
sei und in der Folgezeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestanden habe (UV-act. 11).
Zuhanden des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV berichtete Dr. C._ am
11. Januar 2010, gemäss Beurteilung der Suva sei eine Arbeitsaufnahme an einem
leichteren Arbeitsplatz möglich, und gemäss Casemanagerin des Krankenversicherers
sei von Seiten der Diabetes keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt. Der
Patient sehe sich nicht in der Lage, arbeiten zu können (IV-act. 15-16/16). Am 5.
Februar 2010 hielt Dr. E._ unter anderem fest, es könne davon ausgegangen werden,
dass dem Kläger (von Seiten der Unfallfolgen) wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
zumutbar sei (UV-act. 58). Gemäss Beurteilung von Dr. E._ vom 9. März 2010 stand
der Arbeitsaufnahme bei einem nicht eingeschränkten Rendement nichts im Wege.
Zumutbar seien alle Arbeiten, die manuell ausgeübt werden könnten mit Ausnahme
solcher, bei denen Gegenstände beidhändig (kräftig) umfasst werden müssten, sowie
von Tätigkeiten, die im Freien mit Kälteexposition einhergingen (Kälteempfindlichkeit
des Daumens), bei denen Material in irgendeiner Art und Weise beidhändig geknetet
und mit dem Flaschengriff umfasst werden müsste und ähnliches. Die linke Hand, die
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nur im Bereich des Daumenendglieds verletzt worden sei, könne für die meisten
Tätigkeiten vollumfänglich herangezogen werden, insbesondere wenn sie nur als
Gegenhalt genutzt werde. Bei groben Arbeiten könnte der Daumen überdies durch das
Anziehen eines Arbeitshandschuhs geschützt werden (UV-act. 63). Dr. C._ bestätigte
am 7. April 2010 zuhanden der IV eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 21. September
2009 bis 14. Februar 2010; diese begründete er mit der Daumenkuppenamputation
bzw. den posttraumatischen Disparästhesien und dem Diabetes mellitus (IV-act. 20).
Die RAD-Ärztin Dr. med. S. E._ ging gemäss Berichten vom 14. Juni 2010 von einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus, vermerkte jedoch, dass
sich der Kläger subjektiv nicht arbeitsfähig fühle und für die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung (angestammt und adaptiert) eine polydisziplinäre
Begutachtung notwendig sei (IV-act. 24-26). Dies bestätigte die Ärztin im Bericht vom
8. November 2010 (IV-act. 32). Berufliche Massnahmen hatte die IV am 23. September
2010 verfügungsweise mit der Begründung abgelehnt, dass sich der Kläger aufgrund
seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage fühle, einer Erwerbstätigkeit
nachzugehen (IV-act. 31).
2.2 Eine Begutachtung des Klägers in der Medas ergab gemäss Gutachten vom
29. April 2011 die Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit eines
insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II (Erstdiagnose 1998) sowie einen Status nach
Teilamputation Endphalanx linker Daumen. Als Nebendiagnosen ohne wesentliche
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter eine Somatisierungsstörung,
eine akzentuierte Persönlichkeit mit passiv aggressiven Zügen und einen Status nach
laparoskopischer Cholezystektomie an. Aus rheumaorthopädischer Sicht seien sowohl
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Abkanter als auch die vom Arbeitgeber alternativ
angebotene Tätigkeit zu 100% zumutbar, da bei beiden Arbeiten der linke Daumen
nicht belastet und auch nicht berührt werden müsse. Aus internistischer Sicht sei aber
keine Tätigkeit mehr vollschichtig zumutbar; unter Berücksichtigung sämtlicher unter
der Diagnose aufgeführter Probleme sei die Zumutbarkeit etwa im Umfang von 50%
mit vermehrten Pausen unter Berücksichtigung der regelmässigen Essenszeiten und
Insulin-Injektionen gegeben. Die jetzige Situation sei aus internistischer Sicht zu einem
nicht unerheblichen Teil auch als Ausdruck einer fehlenden Krankheitseinsicht und
Mitwirkungspflicht über Jahre (IV-fremd) zu werten (act. G 1.7; IV-act. 39). Der RAD
schloss sich den gutachterlichen Feststellungen an (IV-act. 41). Dr. med. G._,
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Augenarzt FMH bestätigte im Bericht vom 18. Juli 2011 unter anderem, dass der
Kläger von der Augensituation her nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei (IV-
act. 44). Im Bericht des KSSG vom 6. Juli 2012 wurden die Diagnosen eines Diabetes
mellitus, einer arteriellen Hypertonie (Erstdiagnose ca. 2000), einer chronischen
Niereninsuffizienz, einer diabetischen Retinopathie beidseits, einer Adipositas WHO
Grad I, eines schweren obstruktiven Schlafapnoesyndroms, einer leichten Anämie und
eines posttraumatischen Schmerzsyndroms des linken Daumens bestätigt (act. G 1.8).
Am 14. September 2011 führte der RAD unter anderem aus, aus medizinischer Sicht
könne durch eine optimierte Einstellung des Blutzuckers und eine gute Compliance des
Klägers bei der Diabetesbehandlung ein weiteres Fortschreiten der Spätkomplikationen
verzögert werden. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes mit einer
signifikanten Erhöhung der Arbeitsfähigkeit sei durch diese Massnahmen allerdings
nicht zu erwarten. Idealerweise könne die 50%-Arbeitsfähigkeit durch regelmässige
fachärztliche Behandlung (Diabetologe) und Einhaltung der Kontrolltermine und
ärztlichen Weisungen durch den Kläger erhalten werden (IV-act. 46). Die Ärzte des
KSSG bestätigten im Bericht vom 6. Juli 2012, auf weitere Abklärungen sei bisher
verzichtet worden, da wenig Anhaltspunkte dafür bestehen würden und mit dem OSAS
(obstruktives Schlafapnoesyndrom), der Adipositas sowie der Nierenerkrankung die
schwer einstellbare arterielle Hypertonie erklärt werden könne (IV-act. 74-6/21). Der
RAD hielt am 31. Oktober 2012 unter anderem fest, eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands mit signifikanten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei allein
durch das OSAS nicht anzunehmen, da bei dem metabolischen Syndrom die
verschiedenen Symptome (Adipositas, körperliche Inaktivität, Blutzuckereinstellung,
Nierenfunktion) alle miteinander im Zusammenhang stehen und sich gegenseitig
beeinflussen würden. Entsprechend könne auch von der durch die intensivierte
Insulintherapie verbesserten Blutzucker-Kontrolle kein positiver Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Die vom Opthalmologen Dr. G._ diagnostizierte
diabetische Retinopathie sei bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit als diabetische
Spätkomplikation bereits berücksichtigt worden (IV-act. 75).
3.
3.1 Gemäss Art. 5.3.1 des Reglements Personalvorsorge der Beklagten, gültig ab
1. Januar 2008 (act. G 32.1), gilt als versichertes Ereignis die Invalidität infolge
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Krankheit (einschliesslich Zerfall der geistigen und körperlichen Kräfte) und Unfall (lit. a).
Ein Arbeitnehmer ist invalid, wenn er durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar
ganz oder teilweise ausserstande ist, eine seinem Beruf oder seiner Lebensstellung,
seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben, oder
wenn er im Sinne der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) invalid ist (lit. b). Die
Invalidität gilt als eingetreten, sobald der Invaliditätsgrad des Arbeitnehmers
mindestens 25% ist (Art. 5.3.2 lit. a des Reglements Personalvorsorge). Ein Anspruch
auf Invalidenleistungen setzt voraus, dass der Arbeitnehmer bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, gemäss diesem
Reglement versichert war (Art. 5.3.3 lit. a des Reglements Personalvorsorge). Im Falle
von Teilinvalidität werden die Invaliditätsleistungen wie folgt bestimmt: Ein
Invaliditätsgrad von weniger als 25% begründet keinen Anspruch auf Leistungen. Bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 25% und weniger als 60% werden die
Leistungen entsprechend dem Invaliditätsgrad festgesetzt. Bei einem Invaliditätsgrad
von 60% bis 69.9% besteht ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von 70% und mehr besteht Anspruch auf die vollen Leistungen (Art.
5.3.5 lit. b des Reglements Personalvorsorge). Der Kläger war per 1. Januar 2008 in
den Vorsorgeplan der Beklagten eingetreten. Die per 1. Januar 2009 versicherten
Leistungen ergeben sich aus dem Vorsorgeausweis (act. G 5.2).
3.2 Zu prüfen ist konkret die Frage, ob beim Kläger während des bis 28. Februar 2010
(vgl. act. G 1.1) dauernden Vorsorgeverhältnisses bzw. der daran anschliessenden
einmonatigen Nachdeckungsfrist (Art. 10 Abs. 3 BVG) bei der Beklagten eine
Arbeitsunfähigkeit aufgetreten ist, welche in sachlichem und zeitlichem
Zusammenhang zu der von der IV ab 1. Juni 2010 anerkannten Invalidität steht. Mit
Blick auf die vorangehend dargelegten Reglementsbestimmungen ist festzuhalten,
dass die Beklagte im Ergebnis - soweit den Kläger als angelernter Abkanter/
Maschinenführer betreffend - denselben Invaliditätsbegriff wie die IV verwendet. Die
Verfügungen vom 19. November 2012 wurden ihr von der IV-Stelle
unbestrittenermassen nicht zugestellt (act. G 1.3), obschon sie die Vorbescheide vom
21. November 2011 und vom 23. April 2012 erhalten (act. G 1.5) und sie auch einen
Einwand eingereicht hatte (IV-act. 70). Hingegen hatte der Rechtsvertreter des Klägers
der Beklagten bereits am 23. November 2012 Verfügungskopien zukommen lassen
(act. G 1.4). Entgegen ihrer Auffassung (vgl. act. G 1.5) wäre auf eine von ihr erhobene
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Beschwerde vor dem Versicherungsgericht eingetreten worden. Im Einwand vom 18.
Mai 2012 hatte die Beklagte dargelegt, weshalb der Beginn der Arbeitsunfähigkeit aus
ihrer Sicht nicht auf März 2009, sondern auf März 2011 festzulegen sei (act. G 1.6 und
5.3). Nachdem die Beklagte somit am Vorbescheids-Verfahren teilgenommen und von
der Verfügung vom 19. November 2012 noch während laufender Rechtsmittelfrist
(diese wurde durch die vom 18. Dezember 2012 bis 2. Januar 2013 dauernden
Gerichtsferien verlängert; Art. 60 Abs. 2 i. V. m. mit Art. 38 Abs. 4 lit. c des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]) Kenntnis erhalten hatte, wäre die Verbindlichkeit der Festsetzung des
Invaliditätsgrads durch die IV-Stelle (masslich) für die Beklagte grundsätzlich zu
bejahen, sofern der Kläger beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur
Invalidität geführt hat, bei ihr versichert war. Das Bundesgericht verneinte im Urteil vom
28. Februar 2012, 9C_702/2011, allerdings trotz Kenntnisnahme der IV-Verfügung
durch die Vorsorgeeinrichtung innerhalb der Rechtsmittelfrist teilweise eine
Bindungswirkung (vgl. Urteil, a.a.O., E. 3.2), wobei die Vorsorgeeinrichtung - im
Gegensatz zum vorliegenden Sachverhalt - soweit ersichtlich überhaupt nicht am IV-
Verwaltungs- bzw. Vorbescheidsverfahren beteiligt war. Der Sachverhalt in jenem Urteil
weicht vom vorliegenden Sachverhalt somit in einem wesentlichen Punkt ab. Die Frage
der Bindungswirkung braucht jedoch vorliegend insofern nicht abschliessend geklärt zu
werden, als nachstehend (E. 4.1) jedenfalls zu prüfen sein wird, ob hinsichtlich des
Beginns der rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit eine Bindung an den IV-Entscheid
(Beginn des Wartejahrs) anzunehmen ist, da die Beklagte diesbezüglich sinngemäss
eine offensichtliche Unrichtigkeit der IV-Verfügung geltend macht (vgl. act. G 5.3 und
G.5 E. 4). Hinzu kommt, dass für die IV die im vorliegenden Verfahren betreffend
berufliche Vorsorge in erster Linie zu beantwortende Frage des Beginns der
rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit insofern nicht von Bedeutung war, als sie
zufolge verspäteter Anmeldung für den Beginn des Rentenanspruchs zum vornherein
auf die gesetzliche Sechsmonatsfrist nach Eingang der IV-Anmeldung (Art. 29 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]) abstellen musste
(vgl. act. G 1.3). - Unter Arbeitsunfähigkeit ist die gesundheitlich bedingte Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf zu verstehen. Die
Arbeitsunfähigkeit muss erheblich, offensichtlich und dauerhaft sein. Die Erheblichkeit
wird in der Regel dann bejaht, wenn die Einschränkung mindestens 20% beträgt (vgl.
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Bundesamt für Sozialversicherung, Mitteilungen über die berufliche Vorsorge, Nr. 44 Rz
258 mit Hinweis auf die Rechtsprechung; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2012,
9C_876/2011, E. 2.1). Die Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit geht von ärztlichen
Bewertungen aus. Wenngleich diese für das Gericht nicht verbindlich sind, so sollen sie
dennoch nicht ohne hinreichenden Grund umgestossen oder abgeändert werden. Der
Beurteilungsspielraum, der dem Arzt oder der Ärztin zukommt, ist auch vom Gericht zu
respektieren (RSKV 1983, S. 266). Für die Festlegung des Beginns und des Grads der
Arbeitsunfähigkeit ist grundsätzlich die nach ärztlicher Beurteilung medizinisch
zumutbare Arbeitsfähigkeit massgebend. Der von einer versicherten Person effektiv
erbrachten Arbeitsleistung kann jedoch soweit Bedeutung zukommen, als durch sie
eine widersprechende ärztliche Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an
Beweiskraft verlieren kann (Entscheid des sankt-gallischen Versicherungsgerichts vom
25. Februar 2003, BV 2002/2, E. 3b).
4.
4.1 Die Suva stellte ihre Leistungen (Heilkosten und Taggelder) auf den 14. Februar
2010 ein. Das Versicherungsgericht erachtete diese Leistungseinstellung im Entscheid
vom 3. Mai 2011 (UV 2010/68) als rechtmässig. Es hielt unter anderem fest, in die
Zumutbarkeitsbeurteilung seien lediglich die unfallkausalen Gesundheitsschäden
einzubeziehen. Als Unfallrestfolge sei der verkürzte linke Daumen zu berücksichtigen.
Hinsichtlich der geklagten Hypersensibilität des linken Daumens, der Beschwerden in
der linken Hohlhand sowie des Streckdefizits des kleinen Fingers der linken Hand sei
die Kausalität zum Unfall vom 27. März 2009 zu verneinen. Gemäss Beurteilung von
Dr. E._ vom 9. März 2010 stehe der Arbeitsaufnahme bei einem nicht
eingeschränkten Rendement nichts im Wege. Zumutbar seien somit alle Arbeiten, die
manuell ausgeübt werden könnten mit Ausnahme solcher, bei denen Gegenstände
beidhändig (kräftig) umfasst werden müssten, sowie von Tätigkeiten, die im Freien mit
Kälteexposition einhergingen (Kälteempfindlichkeit des Daumens), bei denen Material
in irgendeiner Art und Weise beidhändig geknetet und mit dem Flaschengriff umfasst
werden müsste. Die linke Hand, die nur im Bereich des Daumenendglieds verletzt
worden sei, könne für die meisten Tätigkeiten vollumfänglich herangezogen werden,
insbesondere wenn sie nur als Gegenhalt genutzt werde. Bei groben Arbeiten könnte
der Daumen überdies durch das Anziehen eines Arbeitshandschuhs geschützt werden
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(UV-act. 63). Angesichts der Unfallrestfolgen erscheine die Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. E._ schlüssig und ohne weiteres nachvollziehbar. Durch die übrigen
medizinischen Akten sei eine Arbeitsfähigkeit von 100% nicht in Frage gestellt. Im
ärztlichen Zwischenbericht vom 6. November 2009 habe Dr. C._ zwar festgehalten,
der Beschwerdeführer sei aus medizinischen Gründen zu 50% arbeitsunfähig (UV-act.
49). Seiner Feststellung habe die frühere Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. E._
vom 7. Oktober 2009 zu Grunde gelegen (UV-act. 43). Diese wiederum habe auf einer
Funktionalitäts- bzw. Beweglichkeitsprüfung der linken Hand und den vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden basiert. Im damaligen Zeitpunkt hätten
jedoch noch mögliche Unfallfolgen - ein eventuelles Neurom und ein Morbus Sudeck -
zur Diskussion gestanden, die abzuklären gewesen seien und die in der Folge im
Rahmen medizinischer Untersuchungen ausgeschlossen worden seien. Sie
rechtfertigten deshalb keine 50%ige Arbeitsfähigkeitseinschränkung mehr. Der
Umstand allein, dass eine versicherte Person nach einem Unfallereignis über
unveränderte Beschwerden klage, begründe nicht auch eine andauernde, unveränderte
Leistungspflicht des Unfallversicherers. Beim Beschwerdeführer sei somit in einer
adaptierten Tätigkeit, wie sie von Dr. E._ definiert worden sei, von einer 100%-igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen (Entscheid, a.a.O., E. 6.3). In der Verfügung vom 19.
November 2012 ging die IV von einem Beginn einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit und
der einjährigen Wartezeit am 27. März 2009 (Unfalldatum) aus. Infolge der
unfallbedingten Daumenverletzung links habe bis September 2009 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Anschliessend sei die volle Arbeitsunfähigkeit durch den
Hausarzt aus anderen, vorwiegend internistischen Gründen (komplizierte
Blutzuckereinstellung etc.) bis Februar 2010 verlängert worden. Sowohl im März 2010
als auch im August 2010 sei der Kläger hospitalisiert gewesen. Der
Gesundheitszustand sei in diesem Zeitraum als instabil anzusehen gewesen. Es könne
deshalb die von den Gutachtern bestätigte 50%ige Arbeitsfähigkeit erst ab August
2010 bestätigt werden. Aus rheumaorthopädischer Sicht sei die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Abkanter und insbesondere die angebotene Alternativarbeit an einer
Maschine mit Betätigung des Auslösers mit beiden Händen nach wie vor zumutbar, da
der linke Daumen dazu geschont werden könne. Es könne deshalb kein Leidensabzug
gewährt werden. Die IV-Anmeldung sei am 7. Dezember 2009 eingereicht worden,
weshalb erst ab 1. Juni 2010 (6 Monate nach Einreichung der IV-Anmeldung) Anspruch
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auf eine ganze Rente bestehe (verspätete Anmeldung). Seit August 2010 werde eine
Arbeitsfähigkeit von 50% bestätigt, weshalb ab 1. November 2010 (drei Monate nach
Eintritt der Verbesserung) die ganze Rente auf eine halbe Rente herabgesetzt werde
(act. G 1.3).
4.2
4.2.1 Der Kläger war - auch wenn die Diabetes-Krankheit als solche schon seit
langer Zeit bestand (Erstdiagnose 1998; vgl. UV-act. 20 und IV-act. 39) - in der Lage,
während vieler Jahre die Tätigkeit bei der B._ AG - das Anstellungsverhältnis dauerte
von September 1993 bis Februar 2010 (IV-act. 11) - ohne ersichtliche Einschränkung
oder längere krankheitsbedingte Arbeitsunterbrüche vollzeitlich auszuüben. Eine
Arbeitsfähigkeitseinschränkung ergab sich erst im Nachgang zum Unfall vom 27. März
2009 (vgl. IV-act. 11-4/14f). Dr. C._ vermerkte im Bericht zuhanden des
Krankentaggeldversicherers vom 6. November 2009 als Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit die Daumenendglied-Verletzung sowie den insulinpflichtigen
Diabetes mellitus (IV-act. 15-7/16). Eine Beurteilung des Vertrauensarztes des
Krankentaggeldversicherers Helsana vom 25. März 2010 (enthalten in act. G 24) ergab,
dass eine 100%ige (krankheitsbedingte) Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar sei.
Falls die Arbeitsunfähigkeit über 50% liege, sei eine Begründung zu verlangen. Im
Bericht vom 7. April 2010 bescheinigte Dr. C._ eine volle Arbeitsunfähigkeit bis
14. Februar 2010 ebenfalls mit dem Hinweis auf die Daumenkuppenamputation und
den Diabetes mellitus, wobei er festhielt, dass der Krankentaggeldversicherer infolge
des Diabetes eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit akzeptiere (IV-act. 20-2/4f; vgl. auch
Bericht Dr. C._ vom 22. Mai 2010 zuhanden der Helsana [in act. G 24]). Entgegen der
Auffassung der Beklagten (act. G 5 S. 9 unten) hat sich somit bereits während des
Vorsorgeverhältnisses bei ihr auch eine krankheitsbedingte (teilweise)
Arbeitsunfähigkeit ergeben. Ab dem 15. Februar 2010 ist in den Akten "echtzeitlich"
lediglich eine von Dr. C._ am 15. Februar 2010 bescheinigte volle, krankheitsbedingte
Arbeitsunfähigkeit vom 1. bis 28. Februar 2010 dokumentiert (Zeugnis enthalten in act.
G 24). Im Folgenden hat aber auch die RAD-Ärztin Dr. E._ am 26. März 2010 zu
Recht vermerkt, dass sich die im Unfallversicherungsverfahren bestätigte volle
Arbeitsfähigkeit per 15. Februar 2010 (einzig) auf die Daumenverletzung bezogen habe
(vgl. vorstehende E. 4.1). Im Übrigen ging sie von einer "im Verlauf steigerbaren
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Arbeitsfähigkeit von 50%" aus (IV-act. 26-2/2). Der Krankentaggeldversicherer
erbrachte von Februar bis Juni 2010 Leistungen gestützt auf eine (krankheitsbedingte)
Arbeitsunfähigkeit von 50% bzw. 100% (vgl. Leistungsabrechnungen in act. G 24). Der
Vertrauensarzt hat am 10. Juni 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bis Ende Juli
(2010) bestätigt und am 22. Juli 2010 für die Folgezeit eine Arbeitsunfähigkeit verneint
(Beurteilungen enthalten in act. G 24). Im August 2010 erfolgte eine Hospitalisation im
Spital H._ wegen einer Hypoglykämie im Rahmen des metabolischen Syndroms
(Kurzaustrittsbericht vom 31. August 2010, enthalten in act. G 24). Dr. C._
bescheinigte am 17. Dezember 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit von Juli bis
Dezember 2010 (Zeugnis enthalten in act. G 24). Im Bericht des KSSG vom 6. Juli 2012
wurde sodann unter anderem ein Status nach schwerer nächtlicher Hypoglykämie
2010 bestätigt (act. G 1.8). Bei dieser Aktenlage kann somit nicht angenommen
werden, bei Beendigung des Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten bzw. im
Zeitpunkt des Ablaufs der Nachdeckungsfrist (Ende März 2010) habe aus
internistischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Nach Kenntnisnahme des
Berichts von Dr. C._ vom 7. April 2010 hielt die RAD-Ärztin am 15. April 2010 an der
vorerwähnten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 26-2/2). Für die Zeit von
Mitte Februar 2010 bis zur Medas-Begutachtung im März 2011 (IV-act. 39) ergeben
sich aus den medizinischen Akten keinerlei Anhaltspunkte für einen veränderten
Gesundheitszustand bzw. für eine Änderung der Arbeitsfähigkeit des Klägers in
internistischer Hinsicht. Die Medas-Gutachter bestätigten denn auch die frühere
Arbeitsfähigkeitsschätzung der RAD-Ärztin und erachteten aus internistischen Gründen
in sämtlichen Tätigkeiten ein 50%-Pensum als zumutbar. Auch die von ihnen für die
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit angegebenen Gründe - vermehrte Pausen unter
Berücksichtigung der regelmässigen Essenszeiten und Insulin-Injektionen - zusammen
mit deren Feststellung, dass die jetzige Situation aus internistischer Sicht zu einem
nicht unerheblichen Teil nicht rein schicksalhaft so geworden sei, sondern auch
Ausdruck einer fehlenden Krankheitseinsicht und Mitwirkungspflicht über Jahre sei,
sprechen gegen eine Veränderung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit
(IV-act. 39). Am 27. März 2012 legte der RAD in einer Stellungnahme dar, dass die volle
Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Unfall vom März 2009 bis September
(richtig: August) 2009 gedauert habe. Anschliessend sei die volle Arbeitsunfähigkeit
durch den Hausarzt aus anderen, vorwiegend internistischen Gründen (komplizierte
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Blutzuckereinstellung etc.) bis Februar 2010 verlängert worden. Sowohl im März 2010
als auch im August 2010 sei der Kläger hospitalisiert gewesen, zunächst aufgrund einer
laparoskopischen Gallenblasenentfernung, und im August 2010 wegen internistischer
Probleme (metabolisches Syndrom). Der Gesundheitszustand sei in diesem Zeitraum
als instabil anzusehen. Es sei daher anzunehmen, dass erst ab August (richtig:
September) 2010 die von den Medas-Gutachtern bestätigte 50%ige Arbeitsfähigkeit
vorgelegen habe. Von März 2009 bis August 2010 habe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bestanden (IV-act. 60). Bei dieser
Aktenlage besteht kein Anlass für die Annahme, die während des
Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten aufgetretene Teilarbeitsunfähigkeit aus
internistischen Gründen sei nach dem 15. Februar 2010 zwischenzeitlich nicht mehr
gegeben gewesen bzw. "befristet weggefallen". Dem Kläger kann insofern keine
Verletzung der Schadenminderungspflicht vorgeworfen werden, als durch ein
optimales Verhalten bezüglich seiner Diabetes-Erkrankung ein Fortschreiten der
Spätkomplikationen zwar verzögert werden könnte, eine Verbesserung des
Gesundheitszustands bzw. eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit dadurch jedoch nach
wiederholt vertretener Auffassung von RAD-Ärztin Dr. E._ nicht zu erwarten sei (vgl.
IV-act. 46, 75-2/3).
4.2.2 Ein sachlicher Zusammenhang zwischen der während laufendem
Vorsorgeverhältnis bei der Beklagten eingetretenen Teilarbeitsunfähigkeit und der
späteren Invalidität ist insofern zu bejahen, als nach Lage der Akten sowohl die
Teilarbeitsunfähigkeit als auch die Invalidität ihre Ursache in der Diabetes-Erkrankung
des Klägers hatten bzw. haben (vgl. IV-act. 20 und 39). Die nach Auflösung des
Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten neu bescheinigten Diagnosen (OSAS,
diabetische Retinopathie) wirkten sich auf die Bemessung der Arbeitsfähigkeit nicht
aus (vgl. Darlegungen von Dr. E._ in IV-act. 75).
4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die wegen Diabetes eingetretene
Teilarbeitsunfähigkeit, deren Ursache ab 1. September 2010 zur Invalidität des Klägers
führte, während des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten, im September 2009,
begonnen hatte. Der zeitliche Zusammenhang dieser Arbeitsunfähigkeit zur früheren
Invalidität wurde durch den Umstand, dass für die Zeit von 15. Februar bis August
2010 keine "echtzeitlichen" ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorliegen,
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nicht unterbrochen. Der Kläger war im sechsmonatigen Zeitraum von Februar bis
August 2010 nicht erwerbstätig. Eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit hatte nach
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der B._ AG zu keinem Zeitpunkt mehr
vorgelegen, und die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens (vgl. BGE
134 V 20 E. 5.3) war schon aufgrund der operationsbedingten Einschränkungen (vgl.
E. 4.2.1) ausgeschlossen. Ein Anspruch auf reglementarische Leistungen (vgl. Art. 5.3
des Reglements Personalvorsorge) ist daher grundsätzlich zu bejahen. Der
Vollständigkeit halber bleibt darauf hinzuweisen, dass infolge der früheren
unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit durch den Daumenendgliedverlust keine zu
berücksichtigende Invalidität entstanden ist (Einstellung der Versicherungsleistungen
der Unfallversicherung ab 14. Februar 2010). Insofern ist ein Leistungsanspruch
gegenüber der Beklagten vom 27. März 2009 (Unfalldatum) bis 31. August 2010 (Ablauf
des Wartejahrs) zu verneinen.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beklagte in teilweiser Gutheissung
der Klage zu verpflichten, dem Kläger ab 1. September 2010 eine Invalidenrente auf
der Basis eines Invaliditätsgrads von 50% auszurichten. Die Angelegenheit ist zur
Berechnung der Leistungen an die Beklagte zu überweisen (vgl. dazu BGE 129 V 450
E. 3.4).
5.2 Im Bereich der beruflichen Vorsorge anerkennt die Rechtsprechung die Pflicht zur
Entrichtung von Verzugszinsen bei einer verspäteten Überweisung von
Freizügigkeitsleistungen sowie bei verspäteter Auszahlung eines Alterskapitals oder bei
Invalidenrenten (Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur
beruflichen Vorsorge, 1996, S. 27). Enthalten die Statuten - wie vorliegend - keine
Bestimmung über die Höhe des Verzugszinses, beträgt dieser 5% (Art. 104 Abs. 1 des
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
[Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220]). Der Beginn der Zinspflicht richtet sich
nach Art. 105 Abs. 1 OR (BGE 119 V 133 E. 4 = Pra 83 [1994] Nr. 67), wonach ein
Schuldner, der mit der Entrichtung von Renten im Verzug ist, erst vom Tag der
Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen zu bezahlen
hat. Im vorliegenden Fall hat der Kläger am 14. März 2013 die Klage eingeleitet; somit
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schuldet ihm die Beklagte ab diesem Zeitpunkt Verzugszins zu 5% auf den
ausstehenden Leistungen.
5.3 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Hingegen hat der
Kläger bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine Parteientschädigung durch
die Beklagte. Diese wird vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.
Art. 98 ff. des sankt-gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS
951.1] i. V. m. Art. 19 ff. der sankt-gallischen Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Vor Versicherungsgericht beträgt das Honorar
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO). Mit Rücksicht auf das
weitgehende Obsiegen des Klägers (er unterliegt nur in Bezug auf den Beginn des
Leistungsanspruchs) und die Schwierigkeit des Falls mit doppeltem Schriftenwechsel
rechtfertigt es sich, ihm eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) zuzusprechen (Art. 98bis VRP i. V. m. Art. 19 HonO).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP