Decision ID: 4532b0c1-805f-4c4d-be69-b9f47a5a9269
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1965 geborene
X._
meldete sich am 2
4.
Januar 2011 (Ein
gangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Rentenleistungen an (
Urk.
7/9; vgl. auch
Urk.
7/15).
Am 2
4.
Februar 2011 teilte die IV-Stelle mit, dass
angesichts des Gesundheitszustands des Versicherten
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich
seien (
Urk.
7/17). Sie traf daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und sprach ihm mit Verfügung vom 2
6.
Oktober 2011 eine ganze Rente mit Wirkung ab
1.
August 2011 zu (Urk. 7/35 un
d
Urk.
7/41).
Im Rahmen des im September 2012 von Amtes wegen initiierten
Revisionsver
fahrens
(
Urk.
7/50)
informierte die Verwaltung
X._
über die Notwendigkeit einer spezialärztlichen Untersuchung in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie und Endokrinologie (
Urk.
7/56). Mit Schreiben vom 2
6.
August 2013
mach
te die Rechtsvertreterin des Versicherten
geltend
, es sei einzig ein
bidisziplinäres
Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie und Rheumatologie geboten (Urk. 7/60). Mit Zwischenverfügung vom 1
8.
September 2013 hielt die IV-Stelle an der Durchführung einer polydisziplinären Untersuchung in den von ihr bislang vorgesehenen Fachbereichen fest (
Urk.
7/62). Nachdem dem Beschwerdeführer die Namen der involvierten Gutachter – worunter sich auch ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie befand – mitgeteilt
worden waren (
Urk.
7/69), lehnte seine Rechtsvertreterin mit Schreiben vom
3.
April
2014 sowohl den Experten für Allgemeine Innere Medi
zin als auch für Psychiatrie und Psychotherapie ab (
Urk.
7/71). Mit erneuter Zwischenverfügung vom 1
5.
April 2014
hielt die Verwaltung auch an den ange
kündigten Gutachterpersonen fest (
Urk.
7/72). Am
7.
Juli 2014 benachrichtigte sie den Versicherten darüber, dass in der Fachrichtung der Rheumatologie ein neuer Experte ernannt worden sei (
Urk.
7/76), wogegen Ersterer keine Einwen
dungen erhob (
Urk.
7/79). Am 2
5.
August,
3.
September und 2
0.
Oktober 2014 wurde
X._
durch die Ärzte der
Y._
begutachtet (Expertise vom 1
3.
November 2014 [
Urk.
7/84]).
Mit Vorbescheid vom 1
0.
Dezember 2014 stellte die IV-Stelle die Einstellung der Rente per Ende des auf die Zustellung des Entscheids folgenden Monats in Aussicht (
Urk.
7/92)
. Nachdem der Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (
Urk.
7/98), reichte die Gutachterstelle – nach Aufforderung durch die Verwal
tung (
Urk.
7/101) –
am 26. Mai 2015
eine Stellungnahme ein (
Urk.
7/102). Mit Verfügung vom 2
0.
Juli 2015 hielt die IV-Stelle an der angekündigten
Rent
en
einstellung
fest (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe
vom 1
4.
September 2015 Beschwer
de und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm
weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Mit
Beschwer
deantwort
vom
8.
Oktober 2015
(Urk. 6)
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der
Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 20. Oktober
2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Die Unfallversicherung stellte ihre Leistungen mit Wirkung per 3
1.
Dezember 2013 ein. Die dagegen am 3
0.
September 2014 erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts abgewiesen (Prozess-Nr. UV.2014.00231).
4
.
Auf die Ausführungen
der Parteien
und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei
aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gege
n
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend er
höht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Renten
revision
gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Er
werbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin
derung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext un
beachtlich. Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Renten
anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend („allseitig“) zu prü
fen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
revisionsrechtlich relevanten
Änderung des Invaliditätsgrades bilde
t
die
letzte rechtskräftige Verfügung
, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE
133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3
).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinisch
er Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforde
rlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vo
r allem bei psychischen Fehlentwicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der un
d gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolg
erungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Expert
e oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Renteneinstellung – unter
Hinweis auf das Gutachten des
Y._
vom 1
3.
November 2014 – damit, dass der Beschwerdeführer infolge einer Verbesserung seines Gesundheitszustands in einer leidensangepassten Tätigkeit grundsätzlich wieder vollschichtig arbeitsfähig sei, wobei angesichts eines erhöhten Pausenbedarfs eine Leistungsfähigkeit von 80
%
be
stehe. Das Invalideneinkommen betrage daher
Fr.
50‘617.--. Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
77‘631.-- ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 35
%
, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt
, sein Gesundheitszustand habe sich
massiv verschlechtert. Das
Y._
-Gutachten vom 1
3.
November 2014 sei nicht geeignet, eine Verbesserung zu belegen; vielmehr sei darin eine Verschlechterung dokumentiert.
Denn i
m Vergleich zum Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen Verfügung beinhalte die Expertise weitere Diagnosen.
Es werde sodann e
ine bestehende schwere Osteoporose
festgestellt, welche
per definitionem zu Frakturen führe
.
Erstaunlich sei zudem, dass die Adipositas per magna ohne Einfluss auf di
e Arbeitsfähigkeit bleibe
(
Urk.
1 S. 5
ff.
).
3.
3.1
3.1.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
vom 2
6.
Oktober 2011 (
Urk.
7/35 und Urk. 7/41) basierte im Wesentlichen auf den folgenden medizinischen Akten:
Dr.
med.
Z._
, Chefarzt am Spital
A._
,
stellte in seinem Bericht vom 25. Februar 2011 (
Urk.
7/18 S. 5) folgende Diagnosen:
Durchblutungsstörung
Femur
rechts nach direktem Trauma am 1
2.
Juli 2010
im Verlauf nun auch Knochenmark
ödem
mit
Enhancement
am
Tibia
plateau
medialseits
, ausgeprägter als
lateralseits
, Stressreaktion mit Fraktur im Bereiche des
Tibiakopfes
ohne Sinterung
Meta
tarsale
II und III-
Schmerzen, Ermüdungsfrakturen
Adipositas
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Bezüglich einer Prognose der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf müsse zugewartet werden.
3.
1.
2
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin
,
nannte in seinem Be
richt vom
2.
März 2011 (
Urk.
7/19 S. 15) nachstehende Diagnosen:
Verdacht auf aseptische Knochennekrose im medialen
Femurkondylus
bei direktem Trauma am 1
2.
Juli 2010
Erste Konsultation bei mir am 1
7.
Juli 2010 nach Trauma am 1
2.
Juli 2010
Überweisung an Fachorthopäde
Dr.
med.
Z._
, Chefarzt Orthopädie Spital
A._
,
am
6.
September 2010 (Beilage, inkl. MRI)
Berichte
Dr.
med.
Z._
:
1
3.
September 2010
2
5.
November 2010
1
6.
Dezember 2010 inkl. MRI
1
9.
Januar 2011
2
1.
Februar 2011 inkl. MRI
chron. Schmerzproblematik mit
dep
. Entwicklung
Übergewicht
Nikotin, Nikotinstopp November 2010
Er bescheinigte eine seit 3
0.
Juli 2010 bestehende vollständige Arbeitsunfähig
keit.
3.
1.
3
In seiner aufgrund der Akten verfassten Stellungnahme vom 1
8.
März 2011 gelangte Dr. med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates, vom Regionalen Ärztlichen Dienst zum Schluss, mit der Diagnose eines Knochenmarködems/-nekrose des medialen
Femurkondylus
und des medialen
Tibiaplateaus
liege seit 3
0.
August 2010 ein relevanter Gesundheitsschaden vor. Die Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit betrage 0
%
seit 3
0.
Juli 2010 (
Urk.
7/28 S. 3).
3.1.4
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht vom
6.
Juni 2011 (
Urk.
7/25 S. 5) folgende Diagnosen:
Durchblutungsstörung
Femur
rechts nach direktem Trauma am 1
2.
Juli 2010
im Verlauf nun auch Knochenmark
ödem mit
Enhancement
am
Tibia
plateau
medialseits
ausgeprägter als
lateralseits
, Stressreaktion mit Fraktur im Bereiche des
Tibiakopfes
ohne Sinterung
Er gab an, für weitere Informationen sei mit dem behandelnden Facharzt direkt Kontakt aufzunehmen.
3.1.5
Dr.
C._
hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 2
0.
Juni 2011 fest, es könne weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit von 0
%
für jegliche Tätigkeit ausgegangen werden. Bei sich langsam besserndem Gesundheitszustand sollte in einem hal
ben Jahr eine medizinische Neuevaluation erfolgen (
Urk.
7/28 S. 4).
3.2
3.2.1
Die
am 2
0.
Juli 2015 verfügte
Renteneinstellung
be
ruhte auf
nachstehenden medizinischen Berichten:
Dr.
B._
nannte am
7.
September 2012
folgende Diagnosen (
Urk.
7/50 S. 4):
Durchblutungsstörung
Femur
rechts nach direktem Trauma am 1
2.
Juli 2010
im Verlauf nun auch Knochenmark
ödem mit
Enhancement
am
Tibia
plateau
medialseits
ausgeprägter als
lateralseits
, Stressreaktion mit Fraktur im Bereiche des
Tibiakopfes
ohne Sinterung
sek
undäres
m
yotendinotisches
Schmerzsyndrom Rücken / Beine beid
seits wahrscheinlich bei Fehl-/Überbelastung
Streckentlastung notwendig
Übergewicht
Er gab an, es sei keine Arbeitsbelastung im Sinne einer vom Beschwerdeführer durchführbaren Arbeit im erlernten Beruf (Baugewerbe) mehr möglich.
3.2.2
Dr.
Z._
stellte in seinem Bericht vom 2
2.
Februar 2013 (
Urk.
7/53/6-7) folgende Diagnosen:
Status nach
rezi
divierenden
osteoporotischen
Mik
rofrakturen zuerst im medialen
Fe
murkondylus
und
Tibiaplateau
(September
2010), dan
n im lateralen
Femurkondylus
(September
2011)
Differentialdiagnose:
Transiente Osteoporose b
zw. rezidivierende
Osteonekrose
n
bei/mit:
zusätzlicher Osteoporose der Lende
n
wirbelsäule
Osteopenie
der Hüftregion beidseits
schwerem
Vitamin D-Mangel ohne Hinweis für manifeste Osteo
malazie
Status nach
Therapie mit
Fosamax
September 2010 bis April 2011 mit Unverträglichkeit
Status nach
Therapie mit
Miacalcic
September 2010 bis April 2011
Chronisch rezidivierendes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts bei
Osteochondros
e
und
Spondylarthrose
L5/S1, Differentialdiagnose:
r
adikuläre
Komponente nicht ausgeschlossen
Er führte aus, eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch seine Person mach
e
keinen Sinn, da er den Beschwerdeführer seit bald elf Monaten nicht mehr ge
sehen habe, eine Beurteilung durch den Kreisarzt vorliege und eine
Zweitmei
nung
an der
D._
erhoben werde.
3.2.3
Prof.
Dr.
med.
E._
,
F._
,
G._
, nannte in seinem Bericht vom 1
8.
April 2013 (
Urk.
7/54/1-4) nachstehende Diagnosen (S. 1):
Etablierte Osteoporose der Lendenwirbelsäule mit rezidivierenden
Mikro
frakturen
Tibia-Pla
teau rechts und medialer
Femurkondylus
rechts
Rezidivierender schwerer Vitamin D-Mangel
Verdacht auf sekundäre Gonarthrose rechts
Verdacht auf primäre
Coxarthrose
rechts
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts bei
Osteochondrose
und
Spondylarthrose
L5/S1
Er bescheinigte eine volle Arbeitsunfähigkeit für den angestammten Beruf als Gipser wie auch für sämtliche leidensangepasste Tätigkeiten. Der Beschwerde
führer bleibe mit Sicherheit zu 100
%
arbeitsunfähig.
Als unterstützendes Hilfsmittel sei ein Gehstock links angezeigt
(S. 1 ff.)
.
3.2.4
Das am
4.
Juli 2014 im Spital
A._
aufgenommene MRI-Bild des rechten Knie
gelenks zeigte ein komplett
regredientes
Knochenmarködem im medialen
Femur
sowie der Tibia rechts bei Status nach Morbus
Ahlbäck
. MR-morphologisch gebe es keine Anhaltspunkte für Spätfolgen (
Urk.
7/84 S. 32).
3.2.5
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer internistischen, psychiatrischen, rheumatologi
schen, neurologischen und
endokrinologischen
Untersuchung
stell
ten die
Y._
-Gutachter in ihrer Expertise vom 1
3.
November 2014 (Urk. 7/84/1-31) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 27):
1.
Status nach r
ezidivierenden Mikrofrakturen
Ti
biaplateau
und medialer
Femurkondylus
rechts
(ICD-10
M80.99)
MRI Kniegelenk rechts
4.
Juli 2014
mit komplett
regredientem
Kno
chenmarködem
im medialen
Femur
sowie Tibia rechts
sekundäre Gonarthrose rechts
femoropatellär
(ICD-10 M17.9)
bei Diagnose
4
2.
Chronisches
l
umbospondylogenes
Schme
rzsyndrom rechts (ICD-10
M54.5)
radiomorphologisch im MRT LWS vom
3.
September
2014 im Seg
ment L3/L4 leichte
Osteochondrose
und rechtsseitige
Di
skusprotrusion
mit leichter
Rec
e
ssusstenose
, begi
nnende Facettengelenksarthrosen
; im Segment L4/L5
Osteochondrose
und geringe
Facettengelenksarth
rose
, bilaterale leichte
Recessusstenosen
(
wahrscheinlich anla
gebe
dingte enge
rezessale
Verhältnisse)
,
leichte Facettengelenksarthrosen
; i
m Segment L5/S1 paramedian rechtsseitige Diskushernie mit Verla
gerung der rechten S-Wurzel, zudem leichte rechtss
eitige
foraminale
Stenose ohne e
indeut
ige Kompression der rechten L5-
Wur
zel
3.
Anamnestisch Verdacht auf primäre
Coxarthrose
rechts (ICD-10
M16.1)
4.
Manifeste Osteoporose (ICD-10 M80.8)
Differentialdiagnose s
ekundär (
Hypogonadism
us
,
Hypercortisolismus
), primär
R
isikofaktoren: chronischer
Nikotin- und Alkoholkonsum, einge
schränkte Kalziumzufuhr,
Hypogonadismus
, Diabetes mellitus
bei Diagnose
1
Status nach
Ulnafraktur
rechts 2005
Antiresorptive Behandlung mit
Zoledronat
seit Januar 2012, Calcium-/Vitamin D-Supplementation
Den nachstehenden Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit bei (S. 28):
1.
Metabolisches Syndrom
Adipositas (BMI 37 kg/m
2
) (ICD-10 E66.0)
arterielle Hypertonie,
medikamentös behandelt (ICD-10 I
10)
Dyslipidämie
, bisher unbehandelt
(ICD-10 E78.2)
erhöhter HbA1
c-Wert mit 7,5
%
(Norm <6,3
%
)
Verdacht
auf
Diabetes
mellit
us
Typ
II
(ICD-10
E11.9
)
2.
Fortgesetzter Nikotinkonsum (ca. 30
py
) (ICD-10 F17.1)
3.
Kl
inisch und im EKG gehäufte ventrikuläre
Extrasystolie
,
kontrollbe
dürftig
4.
Normogonadotroper
Hypogonadismus
, a
bklärungsbedürftig (ICD-10
E29)
Die internistische Untersuchung habe
– so
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin – das Bild
eines
49-jährigen Versicherten in unauf
fälligem Allgemeinzustand ergeben. Die klinische Untersuchung des Herzens, der Lunge und des Abdomens (soweit das Abdomen bei Adipositas beurteilbar) sei unauffällig geblieben. Aus allgemeininternistischer Sicht würden vor allem Befunde im Rahmen des bei erheblicher Adipositas progredienten metabolischen Syndroms vorliegen. Per se resultiere aus der Adipositas und den grundsätzlich gut behandelbaren internistischen Begleiterkrankungen, bei auch nicht gegebe
ner subjektiver Beschwerdelage, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S.
8
f.
).
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete in seinem psyc
hiatrischen Fachgutachten, bei der psychiatrischen Untersuchung hätten keine psychopathologischen Symptome festgestellt werden können. Der Beschwerdeführer leide nicht unter Antriebsstörungen, depressiven Verstim
mungen, einem ausgeprägten sozialen Rückzug, einem
Lebensverleider
oder Suizidgedanken. Die erwähnte Ängstlichkeit sei
geringgradig
ausgeprägt. Der Versicherte sei überzeugt davon, aufgrund seiner körperlichen Beschwerden
nicht mehr arbeiten zu können. Vor dem Hintergrund dieser ausgeprägten sub
jektiven Krankheitsüberzeug
ung
sei es denkbar, dass er den geklagten Be
schwerden mehr Gewicht zumesse,
als dass es den tatsächlichen Befunden ent
spreche. Es würden sich keine Hinweise für eine Schmerzausweitung finden. Der Beschwerdeführer mache im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung auch keinen erheblich leidenden Eindruck. Es könne weder eine
Schmerzverarbei
tungsstörung
noch eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert werden. Aus psychiatrischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit be
gründen (S. 12 f.).
Dem rheumatologischen Teilgutachten von
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, kann entnommen werden, dass
o
bjektive
Verlauf
suntersuchun
gen
des
rechten Kniegelenks am
4.
Juli
2014 statt
gefunden h
ab
en. Ein
MRT des Kniegelenks rechts
habe
im Vergleich zu den Voraufnahmen der Jahre 2010 und 2012 eine komplette
Regredienz
des dam
alig festgestellten
Knochenmark
ödem
s
im medialen
Femur
sowie der Tibia
ergeben. Demgegenüber klage
der Explorand über eine stetig zunehmende Schmerzintensivierung betreffend das gesamte rechte Kniegelenk mit Ausstrahlungen vom Kniegelenk nach proximal sowie nach distal, sodass es ihm kaum mehr möglich sei, mehr als 20-30 m zu gehen, ohne dass er sich hinsetzen müsse.
Klinisch präsentiere
sich ein deutlich adipöser
Beschwerdeführer mit einem BMI von 37 kg/m
2
.
Der Versuch ei
ner ste
henden Untersuchung habe
nach einer Minute schmerzbedingt abgebrochen werden
müssen. Dem Versicherten sei es nicht gelungen,
im Stehen den Ober
körper in e
iner geraden Stellung zu halten. B
eim Versuch einer segmentalen Bewegungsprüfung lumbal
habe er
diffuse akute Schmerzen in allen
Bewe
gungsrichtungen
mit identischer Schmerzintensität an
gegeben. E
ine segmentale Untersuchung
habe
daher nicht abschliessend durchgeführt werden
können
. Bei der im Sitzen durchgeführten Untersuchung
hätten
sich vor allem
schmerzbe
dingte
Bewegungseinsc
hränkungen thorakal und zervikal gefunden
. Im Rahmen der im Liegen durchgeführten Untersuchung der Hüft- und Kniegelenke
habe
festgestellt werden
müssen
, dass das vorsichtige passiv assistierte Bewegen des rechten Beines bereits ab einer Hüftflexion von 45° zu einer massivsten Schmerzartikulation mit lautem Aufschreien des
Beschwerdeführers
führe. D
ie
Knieflexion in diesem Rahmen sei auf circa 90
°
l
imitiert
gewesen. Eine
weitere aktive Bewegungsprüfung am rechten Bein
habe
schmerzbedingt nicht durch
geführt werden
können. Rein objektiv – so der Gutachter weiter – präsentier
e sich das re
chte Kniegelenk absolut reizlos;
es
habe
keine Überwärmung und
keine Schwellung
bestanden. B
ereits das Berühren der Patella sowie der Versuch
,
die Patella vorsichtig zu mobilisieren
,
habe
wiederum zu einer massiven
Schmerz
exazerbation
, dito beim Berühren sämtlicher Kniegelenksstru
kturen
rechts medial und lateral, geführt
. Ein ähnliches, wenn auch nicht derart schmerzhaftes klinisches Erscheinungsbild
habe
sich bei der Untersuchung der
linken Hüfte und des linken Kniegelenks
gefunden
.
Beim Versuch, die periphere
n Fuss
- und Zehengelenke zu untersuchen
, habe
bereits das Berühren der Haut im Bereich der
Vorfüsse
z
u einer derart massiv
en Schmerzartikulation
geführt
, dass die Untersuchung in der Folge
habe
abgebrochen werden
müssen
.
Dr.
J._
berichtete zusammenfassend,
beim
Beschwerdeführer best
ünd
e
n
in Bezug auf das Kniegelenk rechts
i
m Rahmen einer Osteoporose
osteoporotische
Mikrofrak
turen
,
die
zuerst im medialen
Femurk
ondylus
und im
Tibiaplateau
,
dann im l
ateralen
Femurkondylus
aufgetreten seien
mit der Differentialdiagnose einer transiente
n Osteoporose bei
Osteonekrose
. Rein objektiv hätten
sich die MRI-Befunde des Kniegelenks rechts ganz eindeutig weitgehend normalisiert, bis auf eine gewisse sekundäre, vor allem
fem
oropatellär
betonte Gonarthrose. Es sei
daher aus klinisch
-
rheumatologischer Sicht nicht nachvollziehbar, dass der
Beschwerdeführer
einerseits eine stetig zunehmende Schmerzintensität schilder
e
und andere
rseits, dass
es
im Rahmen des
dargelegten
Status
bei minimalen einfachen Bewegungen und geringem Palpationsdruck im Bereich des Knie
gelenks rechts zu einer derartigen
Schmerzexazerbation
führe.
Es sei von einer deutlichen psychosozialen Überlagerung des Schmerzbildes auszugehen bis zu einem bewusstseinsnahen Verhalten des Beschwerdeführers. Aus
rheumato
logischer Sicht sei
en
körperlich
belastende berufliche Tätigkeiten, wie
sie der Beschwerdeführer
früher im Rahmen
seiner
Gipserarbeit
durchgeführt habe
,
so
wie
sonstige regelmässig mittel- bis körperlich schwer belastende Tätigkeiten
nicht
mehr
möglich
.
Für körperlich leichte
, wechselbelastende beru
fliche
Tätig
keit
en bestehe
eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit, wobei die Arbeits
zeit über den Tag verteilt werden sollte, um regelmässige Pausen zu gewähren
, und zwar
unter folgenden Arbeitsplatzbedingungen: da keine objektivierbare
n
pathologische
n
Befunde an den ober
en Extremitäten vorliegen würden,
bestün
den
keine Einschränkungen
in Bezug auf fein- oder intermittierend grobmanuell
verarbeitende Tätigkeiten mit beiden Händen
. Dem
entsprechend könn
t
en divers
e manuelle Arbeiten an einem ergonomisch idealen Arbeitsplatz durchgeführt werden unter der Voraussetzung, dass der
Beschwerdeführer
immer wie
der seine Position wechseln könne.
Arbeiten in anhaltender
Oberkörper-Vorneigeposition seien
ebenso ungünstig wie stereotype Rotationsbewegungen des
Achsens
ke
letts
. Nicht durchführbar seien
das berufsbedingte Zurücklegen von längeren Gehstrecken, das Gehen auf unebenen Böden oder das Besteigen von Gerüsten oder Leitern. Das Heben und Tragen von Lasten bis zur Taille
sei
bis zu 15
Kilogramm, über Taillenhöhe bis zehn Kilogramm
möglich (S. 18 ff.).
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurologie, schilderte in seinem
Fachgutachten, das neurologische Gebiet werde
tangiert von Rückenschmerzen, welche genau
genommen mehr in den
Be
ckenschaufeln lokalisiert würden
und dem anamnestisch
erwähnten
Lumbovertebralsyndrom
. Ein diesbezüglich neu ver
anlasstes MRI der
Lendenwirbelsäule habe
degenerative Veränderungen auf drei Etagen gezeigt und bei L5/S1 auch eine paramediane rechtsseitige Diskushern
ie mit Verlagerung der rechten S
1-Wurzel. Bei wohl s
chwachem, aber
seitenglei
chem
Achillessehnenreflex sei
diesbezüglich kein objektives Ko
rrelat festzuhal
ten. Wohl w
ür
de
n
bei der explizit
en Prüfung des
Lasè
gues
rechts schon bei 5° stärkste Schmerzen angegeben, bei Ablenkung
sei der
Lasè
gue
jedoch negativ. D
ie gesamte Untersuchung
sei
von einer erheblichen Schmerzausweitung ge
kennzeichnet
gewesen
. Diese sei
letztlich als bewusstseinsnah einz
uordnen, wie zum Beispiel
auch
das konstante zielsichere Danebenzeigen beim Zeigeversuch und das diskrepante Ve
rhalten beim Prüfen des
Lasègues
zeigen würden. Nicht schlüssig sei
auch das Tragen des Gehstockes auf der rechten Seite, wohingegen dieser für links verordnet
worden sei. Aus neurologischer Sicht könnten rücken
belastende Tätigkeiten nur eingeschränkt verrichtet werden. Für alle übrigen körperlich leichten bis punktuell mittelschweren Arbeit
en
sei eine volle Arbeits
fähigkeit gegeben (S. 23).
PD
Dr.
med.
L._
, Facharzt FMH für Endokrinologie, gab in seiner
endokri
nologischen
Beurteilung an, a
usgelöst durch ein Kontusionstrauma des rechten Kniegelenkes
habe der Beschwerdeführer
ein ausgeprägtes Knochenmark
ödem im medialen
Femurkondylus
rechts
entwickelt. Diskret habe
sich auch ein Kno
chenmark
ödem im
Tibiaplateau
medial und lateral
gezeigt
. Der klinische und radiologische Verlauf unter der medikamentösen Behandlung m
it
Alendro
nat
und
Calcitonin
sei
günstig
gewesen. Die
MRI-Verlau
fskontrolle vom Juli 2014 habe
eine
Restitutio
ad
integrum
gezeigt
. Im Rahmen des
Knochenmark
ödems
im Bereiche des
Tibiaplateaus
habe eine Mikrofraktur diagnostiziert werd
en
können. Diese sei
am ehe
sten als Folge der strukturellen
Störung bei
einem
Knochenmark
ödem im Sinne einer lokalisier
ten transienten Osteoporose zu interpretieren. Erschwerend komme
hinzu, dass beim
Beschwerdeführer
zu
sätzlich eine generalisierte Osteoporose vorlieg
e
. Im Rahmen de
r manifesten Osteoporose erfolge
seit Januar 2012 eine antiresor
ptive Behandlung mit
Zole
dronat
i
n Kombination mit einer Calcium-
/Vitamin D-Su
pplementation. Anam
nestisch seien
als
Osteoporoserisikofaktoren
ein Nikotin- und Alkoholkonsum sowie
eine eingeschränkte enterale Kalziumz
ufuhr zu erheben.
Aus
endokrino
logischer
Sicht seien körperlich mittelschwere bis schwere Tätigkeiten aufgrund der generalisierten Osteoporose mit erhöhtem Frakturrisiko nicht mehr zumut
bar. Für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende
adaptierte Tätigkeiten bestehe hingegen eine volle Arbeits- und Leistungsfähig
keit (S. 26 f.).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die beteiligten Spezialärzte zusammen
fassend aus, aus interdisziplinärer Sicht resultiere beim Beschwerdeführer für körperlich schwere und mittelschwere, nicht adaptierte Tätigkeiten, so auch für die Arbeit als Gipser, eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte, adap
tierte Tätigkeiten bestehe hingegen eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit
. Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt we
rden mit erhöhtem Pausenbedarf (S. 29).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob ein Revisionsgrund vorliegt, der zur Aufhebung der seit
1.
August 2011 ausgerichte
ten Rentenleistungen berechtigt
.
4.2
4.2.1
Aus den Akten ist zu schliessen, dass
der
Rentenzusprache
hauptsächlich
di
e
Diagnose eines
Knochenmarködems des medialen
Femurkondylus
und des me
dia
len
Tib
iaplateaus
– der Hausarzt
bestätigte
die
am
2.
März 2011 geäusserte
Verdachtsdiagnose einer as
e
p
tischen Knochennekrose
(
Urk.
7/19 S. 15) in seine
m Bericht vom
6.
Juni 2011 nicht mehr (
Urk.
7/25 S. 5) –
und eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
für jede Tätigkeit zugrunde lag (vgl. insbesondere
Urk.
7/
28 S. 3)
, wovon anfänglich auch der Beschw
erdeführer ausging (
Urk.
7/60).
4.2.2
Das von der Unfallversicherung eingeholte, im Rahmen des Revisionsverfahrens auf
gelegt
e MRI des rechten Kniegelenks vom
4.
Juli 2014 zeigte ein komplett
regredientes
Knochenmarkö
dem im medialen
Femur
sowie der Tibia rechts
; MR-morphologisch waren keine Anhaltspunkte für Spätfolgen ersichtlich
(Urk.
7/84 S. 32)
, wobei
Dr.
C._
bereits im Juni 2011 von einem sich in Bezug auf die
Kniebeschwerden bessernden Gesundheitszustand ausging (
Urk.
7/28 S.
4).
Ung
e
achtet der verschiedenen, neu im
Y._
-Gutachten vom 13. November 2014 ge
nannten Diagnosen
ist damit von einer im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG relevanten
Tatsachenänderung
(
Revisionsgrund; Wegfall der Diagnose eines Knochenödems des medialen
Femurkondylus
und des medialen
Tibiaplateaus
)
auszugehen
(vgl.
BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 5.2, je mit weiteren Hinweisen).
Die diesbezüglich vorgebrachten Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als
unbehelflich
.
Zu ergänzen ist einzig, dass vorliegend – entgegen den Aus
führungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 12) – gerade objektive Befunde vorhanden waren, die eine Veränderung zur postkonstitutionellen Situation zeigten
und hierin – wie von den
Y._
-Gutachtern in ihrer Stellungnahme vom
2
6.
Mai 2015 ausgeführt (
Urk.
7/102 S. 2) – der Unterschied zu Sachverhalten besteht, bei denen
ursprünglich
kaum objektive Befunde
festzustellen
waren.
4.2.3
Darüber hinaus ist zu den für die
Rentenzusprache
massgebenden Beschwerden im Bereich des rechten Kniegelenks ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts und eine manifeste Osteoporose hinzugekommen (vgl. Urk. 7/84/1-31 S. 28), was sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt und ge
eignet ist, zu einer abweichenden Beurteilung des Rentenanspruchs zu führen.
Darin ist ebenfalls eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts zu sehen. Der Umstand, dass es sich dabei um ein neu diagnostiziertes Leiden handelt, steht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einer
Rentenauf
hebung
nicht entgegen (BGE 141 V 9).
4.2.4
Da folglich ein Revisionsgrund gegeben ist, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln.
5.
5.1
Das auf
einlässlichen internistischen, psychiatrischen, rheumatologischen, neu
rologischen und
endokrinologischen
Untersuchung
en
beruhende, die
fallrele
vanten
Vorakten
sowie die geklagten Beschwerden berü
cksichtigende Gutachten des
Y._
entspricht den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine be
weiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. E.
1.5
hievor
). Nach einleuchtender Darlegung der medizinischen Zusammenhänge gelangten die Experten zur begründeten Schlussfolgerung, dass in einer körperlich schweren und mittelschweren Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Was die Ar
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit anbelangt, gingen sie davon aus, dass die vorhandenen Gesundheitsstörungen sich insofern einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten, als der Beschwerdeführer – vollzeitlich – nur noch in der Lage sei, einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
ohne Heben und Tragen von Lasten bis zur Taille über 15 Kilogramm und über Taillenhöhe bis zehn Kilogramm, ohne Einnahme von Zwangshaltungen, ohne Zurücklegen von längeren Gehstrecken, ohne Gehen auf unebenen Böden, ohne Besteigen von Gerüsten und Leitern und ohne wesentliche Einschränkungen für die Belastung der oberen Extremitäten nachzugehen (
Urk.
7/84/1-31 S. 29).
Dies vermag angesichts der erhobenen Befunde
durchaus
zu überzeugen.
Nicht ohne weiteres
nachvollziehbar
ist hingegen die 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit in einer eigentlich den körperlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers optimal adaptierten Tätigkeit
,
die die
Y._
-
Experten mit dem
Erfordernis zusätzlicher Pausen begründen. Schmerzen an sich begründen nämlich rechtsprechungsgemäss noch keine Arbeitsunfähigkeit (vgl. etwa Urteil des
damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 994/06 vom 2
9.
August 200
7 E.
3.3) und den aus den Befunden am Achsenskelett und des Knies zu schliessenden funktionell
en Einschränkungen wurde mit dem
von den
Gutach
tern formulierten Anforderungsprofil angemessen Rechnung getragen. A
usser
dem geht aus der Expertise
nicht hervor, dass der zusätzliche Pausenbedarf
durch
Schmerzexazerbationen
bedingt ist.
Diesbezüglich
ist zudem zu beachten, dass die
Geh
hilfe
vom Beschwerdeführer
auf der rechten Seite benutzt wird, obwo
hl sie
für links verordnet wurde (
Urk.
7/54/1-4 S. 4 und Urk. 7/84/1-31 S.
23).
Vermehrte Pausen werden sodann auch nicht (wegen
einer verstärkten Schwellneigung)
mit dem Hochlagern
des Knies begründet.
5.2
5.2.1
Der Umstand
, dass das polydisziplinäre
Y._
-Gutachten unter anderem ein rheumatologisches und kein orthopädisches Gutachten umfasst (
Urk.
1 S. 6), tut der Beweiskraft der betref
fenden Expertise keinen Abbruch. Dies gilt umso mehr, als der den Beschwerdeführer
seit 2011 behandelnde Prof. Dr.
E._
selbst Facharzt für Rheumatologie ist.
Die beiden Fachdisziplinen stehen
sodann
nicht etwa für unterschiedliche Konzepte, wie ein Gesundheitsschaden und dessen Folgen zu betrachten sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_134/2011 vom
6.
Juni 2011 E. 3.3).
(Chronische) Schmerzen des Bewegungsapparates bilden
ausserdem
Gegenstand sowohl der Rheumatologie als auch der Orthopädie (Urteil des Bundesgerichts 9C_203
/2010 vom 2
1.
September 2010 E.
4.1 und 9C_270/2012 vom 2
3.
Mai
2012 E.
4.2) und können daher von Fachärzten beider medizinischer Disziplinen hinlänglich beurteilt werden.
5.2.2
Die Rüge des Beschwerdeführers, die psychiatrische Beurteilung basiere auf einer mangel
haft
en Anamnese (
Urk.
1 S.
7), erweist sich als unzutreffend. Dem psychiatrischen Teilgutachten kann entnommen werden, dass der Beschwer
deführer gegenüber
Dr.
I._
erwähnte, dass er seit zwei Jahren Citalopram einnimmt. Citalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven
Serotonin-
Wiederaufnahmehemmer
(SSRI;
www.compendium.ch
und
www.wikipedia.org
)
. Dass der Psychiat
er die von Prof.
Dr.
E._
–
der über keinen Facharzt
t
it
el in Psychiatrie verfügt –
in seinem Bericht vom 18. April 2013 erwähnte chronische Depression, die im
Übrigen nicht einmal in der vom nämlichen Arzt
erstellten Diagnoseliste Aufnahme fand (Urk. 7/54/1-4 S. 1 f.), nicht diskutierte (
Urk.
1 S. 7), schmälert die Beweiskraft der gutachterlichen Beurteilung nicht.
5.2.3
Unbegründet ist der Vorwurf des Beschwerdeführers, d
er neurologische Gut
achter
habe
den
Bericht von Prof.
Dr.
E._
nicht gelesen
(
Urk.
1 S. 9), verweist doch
Dr.
K._
in seinem Teilgutachten explizit darauf (
Urk.
7/84/1-31 S. 21).
Aufgabe des Arztes und Teil einer fachgerechten Begutachtung ist sodann, die Konsistenz der angegebenen Beschwerden zu prüfen. Der Umstand, dass der Neurologe auf Symptomausweitungen und
aggravatorische
V
erhaltensweisen hinweist, zeugt
daher weder von der Voreingenommenheit des Experten noch von einer nicht lege
artis
gewählten Vorgehensweise bei der Begutachtung
(vgl.
Urk.
1 S. 9).
5.2.4
Die vom Endokrinologen abgegebene Beurteilung, wonach die Adipositas ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleibt, steht sodann mit der
bundesgerichtli
chen
Rechtsprechung im Einklang. So
begründet
Fettleibigkeit
grundsätzlich keine leistungsbegründende Invalidität, wenn sie keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schäden bewirkt und nicht die Auswirkung von solchen Schäden ist. Hingegen muss sie unter Berücksichtigung der besonderen Gege
benheiten des Einzelfalles als invalidisierend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau
ernde Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit beziehungsweise der Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (ZAK 1984 S. 345 f. E. 3; Urteile des Bundesgerichts I 839/06 vom 17. August 2007 E. 4.2.3 und I 745/06 vom 21. März 2007 E. 3).
Zu ergänzen ist sodann, dass selbst Prof.
Dr.
E._
in seinem Bericht vom 1
8.
April 2013 die Adipositas nicht bei den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufführt
e
(
Urk.
7/54/1-4 S. 1).
5.2.5
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers
betrifft
,
die
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
der nebst dem Knochenödem
bestehenden Diagnosen werde nicht beurteilt (
Urk.
1 S.
12),
ist darauf hinzuweisen, dass
aus dem
Y._
-Gutachten eine interdiszi
pli
näre Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit hervor
geht
(Urk.
7/84/1-31 S. 29). Ausserdem
– und damit entgegen dem
Vorhalt des
Beschwerdeführer
s
(
Urk.
1
S.
12) –
legt
e
der rheumatologische Gutachter nachvollziehbar dar, inwiefern auf
die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Prof.
Dr.
E._
vom 1
8.
April 2013 nicht abgestellt werden kann (
Urk.
7/84/1-31 S. 20).
Daneben
nahm Letztgenannter keine einleuchtende und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor, die insbesondere die massive generalisierte Einschränkung der Beweglichkei
t
erklären
würde.
Diesbezüglich ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass die
Y._
-Gutachter von einer erheblichen
Schmer
zausweitung
respektive einer Selbstlimitierung bei der Bewegungsprüfung be
richteten
, welche Prof. Dr.
E._
offenbar entgangen war
. Au
ch
ist
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach
behandelnde
Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc).
5.2.6
Einzig die Möglichkeit von wieder auftretenden Mikrofrakturen (
Urk.
1 S.
8 und
S.
11) führt sodan
n nicht zu
r
Annahme einer Arbeitsunfähigkeit.
Dem
Beschwer
deführer bleibt es
daher
unbenommen, bei einer Verschlechterung seines Ge
sundheitszustands ein neues Gesuch um Gewährung von Leistungen der Invali
denversicherung zu stellen.
Hinzu kommt, dass die Mikrofraktur in der Tibia am ehesten durch die posttraumatischen lokalen Veränderungen bedingt war (
Urk.
7/84/1-31 S. 26) und Unfallereignisse seit der MRI-Untersuchung im Juli 2014 nicht geltend gemacht wurden.
5.2.7
Schliesslich
ist festzuhalten, dass
invalidenversiche
rungsrechtlich
nicht die Diagnosen und deren Anzahl entscheidend
ist
(Urk. 1 S. 5)
, sondern die
Aus
wirkungen
der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 294).
5.3
Nach dem Gesagten sind keine
Umstän
de ersichtlich, die gegen die
Beweistaug
lichkeit
des
Y._
-Gutachtens sprächen.
Damit ist darauf abzustellen.
6.
6.1
Vor dem Hintergrund, dass die von den
Y._
-Gutachtern attestierte 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit in einer eigentlich den körperlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers optimal adaptierten Tätigkeit nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist (vgl. E. 5.1), wäre im Rahmen der
Invaliditäts
bemessung
den gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf das LSE-Anforderungsniveau 4, das die
tiefsten Lohnansätze enthält, und allenfalls aufgrund eines zusätzlichen
Leiden
s
abzugs
Rechnung zu tragen.
6.2
Wie es sich damit genau verhält, kann dann offen bleiben, wenn sich selbs
t un
ter Berücksichtigung einer 2
0%igen Leistungseinschränkung im Ergebnis ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad ergibt.
Hiezu
ergibt sich Folgendes:
6.2.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin den Tabellenlohn für männliche Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen des niedrigsten Anforderungsniveaus gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran.
Dies ist aufgrund dessen, dass der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 eine Vielzahl von leichten
Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktob
er
2013 E. 4.4) und einen Durchschnittswert darstellt, nicht zu beanstanden
(vgl.
Urk.
1 S. 15)
.
6.2.2
Richtig ist zwar (vgl.
Urk.
1 S. 15), dass die
Rechtsprechung unter dem Titel Be
schäftigungsgrad bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75
anerk
e
nnt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2).
Davon zu unterscheiden ist jedoch der Fall des Beschwerdeführers, dem d
ie Arbeit ganztags zumutbar ist
mit einer Leistungseinschränkung von 20 %. In dieser Konstellation rechtfertigt sich praxisgemäss kein über die Berücksich
tigung der eingeschränkten Leistungsfähigkeit und damit des Rendements hin
aus gehender Abzug (
Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2
, 8C_7/2014 vom 10. Juli 2014 E. 9.2 und 8C_7/2015 vom 27. April 2015 E. 5.2.3). Unter dem Titel „Beschäftigungsgrad“ kann daher kein Abzug vorge
nommen werden.
6.2.3
Der Beschwerdeführer begründet den verlangten Leidensabzug vom mindestens 15
%
zudem mit dem Umstand, dass er als ehemaliger Schwerarbeiter nicht den Durchschnittslohn erzielen könne (
Urk.
1 S. 15).
Diesbezüglich ist zu beachten, dass
d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schw
ere Arbeit zu verrichten,
nicht automatisch zu einer
(weiteren)
Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im
Anforderungs
niveau
4
– wie ausgeführt –
bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schweren
Tätigkeiten umfasst
.
6.2.4
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer bei Erlass der rentenaufhebenden Verfügung 50 Jahre alt war, lässt sich kein Abzug unter dem Merkmal
Alter
be
gründen
, zumal
sich
dieses
im Anforderungsniveau 4 sogar eher lohnerhöhend auswirkt und die Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers darauf schliessen lässt, dass er jahrzehntelang im Baugewerbe tätig war und über eine dement
sprechend grosse berufliche Erfahrung verfügt (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2
).
Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss
zudem
als invaliditätsfremder Faktor
unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 1
4.
Febru
ar
2014 E. 7.3).
6.2.5
Keinen Abzug
rechtfertigen
sodann die Nationalität und die Sprachkenntnisse des Beschwerdef
ührers (
Urk.
1 S. 15).
Der
M._-
sprachige Versicherte
arbeitete von
1994 bis 2010 in der Schweiz (
Urk.
7/7 und
Urk.
7/84/1-31 S. 7), wobei ihn seine Sprachkenntnisse
offensichtlich
nicht an der Ausübung einer Erwerbstätigkeit gehindert haben.
Hilfsarbeitertätigkeiten setzen sodann keine fundierten (deutschen) Sprachkenntnisse voraus, wobei
der
Gebrauch der
M._
Sprache
ohnehin im Rahmen
der betreffenden Arbeiten
verbreitet sein dürfte
.
Der Beschwerdeführer
verfügt zudem über die Aufenthaltsbewilligung B (Urk.
7/10).
6.3
Die Beschwerdegegnerin ging von einem Inva
lideneinkommen von Fr. 50‘671.--
aus (
Urk.
2). Im Vergleich zum
– vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen (
Urk.
1 S.
14) –
Valideneinkommen
von
Fr.
77‘631
.
--
resultiert damit selbst unter Berücksichtigung einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad. Zu keinem anderen Ergebnis würde
die Aufrech
nung des Invalideneinkommens auf die im Jahr 2015 gültige
Nominallohnent
wicklung
sowie eine durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stu
n
den pro Woche führen, weshalb darauf verzichtet werden kann.
7.
Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).