Decision ID: db404b99-ecee-4974-bc88-38beaefce8fa
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1959 geborene X._ meldete sich am 5. Juni 2008 – unter Hinweis auf Bandscheibenbeschwerden – zum Bezug von Leistungen (Mass
nahmen für die berufliche Eingliederung, Rente) der Eidgenössischen Invali
denversicherung (IV) an (Urk. 6/8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin berufliche, erwerbliche sowie medizi
nische Abklärungen und zog die Akten der zuständigen Berufsvorsorgeein
richtung bei (Urk. 6/21 f.). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (vgl. Urk. 6/32) sprach sie der Versicherten in der Folge mit Verfügungen vom 12. November 2009 (Urk. 6/53 und Urk. 6/42) für die Zeit vom 1. August 2008 bis 31. Januar 2009 eine – auf einem Invaliditätsgrad von 80 % basierende – ganze Rente zu. Die gegen diesen Entscheid von der Ver
sicherten am 8. Dezember 2009 im Prozess Nr. IV.2009.01173 erhobene Be
schwerde (Urk. 6/55 S. 3) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 28. Juni 2011 (Urk. 6/74) in dem Sinne gut, dass es die Verfügungen vom 12. November 2009 (Urk. 6/53 und Urk. 6/42) insoweit aufhob, als damit der Rentenanspruch bis zum 31. Januar 2009 befristet wurde, und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese abkläre, ob und gegebenenfalls inwie
weit sich der Gesundheitszustand der Versicherten zwischen Anfang August und Ende Oktober 2008 in anspruchsrelevanter Weise verbessert habe und hernach über deren Rentenanspruch ab 1. Februar 2009 neu verfüge.
1.2
In der Folge liess die IV-Stelle die Versicherte am 20. Oktober sowie am 8. und 9. November 2011 von den Ärzten des Spitals Y._, Universitäts
klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allergologie, begut
achten (vgl. Expertise vom 26. Oktober [richtig wohl: November] 2011, Urk. 6/78). In Bestätigung ihres Vorbescheids vom 20. Februar 2012 (Urk. 6/82) verfügte die IV-Stelle daraufhin am 21. Mai 2012 für die Periode vom 1. März 2008 bis 31. Januar 2009 eine – auf einem Invaliditätsgrad von 80 % beruhende – ganze Rente (Urk. 6/89 und Urk. 6/84). Dieser Entscheid erwuchs in der Folge unangefochten in Rechtskraft.
1.3
Am 17. November 2013 stellte X._ – unter Hinweis auf anhal
tende Rückenbeschwerden – erneut ein Gesuch um Leistungen (berufliche Integration, Rente) der IV (Urk. 6/94).
Die IV-Stelle forderte sie daraufhin am 25. November 2013 auf, bis spätestens 7. Januar 2014 mittels entsprechender Beweismittel eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung glaubhaft zu machen, ansonsten auf das Leistungsgesuch nicht eingetreten würde (Urk. 6/97). Nachdem die Versi
cherte verschiedene medizinische Berichte eingereicht hatte (Urk. 6/98), ver
fügte die IV-Stelle am 18. Februar 2014 – in Be
stätigung ihres Vorbescheids vom 7. Januar 2014 (Urk. 6/102) – Nichteintreten auf das Leistungsbegehren (Urk. 6/105).
1.4
Am 16. März 2015 stellte
X._ – nun unter Hinweis auf Beschwer
den im Bereich des Daumensattelgelenks, des Handgelenks und bei
der Hände – abermals ein Leistungsbegehren bei der IV (Urk. 6/109). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Urk. 6/113) trat die IV-Stelle am 30. Juni 2015 auch auf dieses Leistungsgesuch nicht ein (Urk. 2/1).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2/1) erhob X._ am 27. Juli 2015 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei ihr mit Wirkung ab 1. Februar 2009 eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1). Die IV-Stelle schloss am 11. September 2015 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 5), was der Beschwerdeführerin am 15. September 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, so
weit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägun
gen einzugehen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub
haft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat
(BGE 117 V 198
E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen ha
ben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurtei
lung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein
getreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
1.3
Mit Art. 87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverwei
gerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvor
schrift nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Ver
waltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Än
derung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung er
heblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Ver
waltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72
E. 2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete ihr Nichteintreten auf die Neuanmeldung damit, dass die Beschwerdeführerin mit den eingereichten medizinischen Berichten keine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht habe (Urk. 2/1 S. 2, Urk. 5). Eine solche sei auch tatsächlich nicht eingetreten, weshalb der erneute Anspruch auf eine Rente bei materieller Prüfung des Leistungsbegehrens jedenfalls zu verneinen wäre (Urk. 6 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber sinngemäss auf den Stand
punkt, sie sei aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen, na
mentlich auch der nach einem operativen Eingriff Ende 2013 anhaltenden Beschwerden im Bereich der Hände seit der Rentenaufhebung zu mindestens 75 % invalid (Urk. 1).
3.
3.1
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2/1) ist die IV-Stelle auf das erneute Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 16. März 2015 (Urk. 6/109) nicht eingetreten; über deren Leistungsanspruch an sich hat sie im fraglichen Entscheid nicht befunden. Soweit die Zusprache von Leistungen beantragt wird (Urk. 1), ist dem
nach mangels Anfechtungsobjekts nicht auf die Be
schwerde einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3.2
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
am 30. Juni 2015 zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 16. März 2015 (Urk. 6/109) eingetreten ist (Urk. 2/1). Massgebend ist dabei, ob die Beschwerdeführerin mit den mit der Neuanmeldung und im Rahmen des Vorbescheidverfahrens eingereichten medizinischen Berichten (Urk. 6/107, Urk. 6/116) glaubhaft gemacht hat, dass sich ihre tatsächlichen Verhältnisse zwischen der (unangefochten in Rechtskraft erwachsenen) Verfügung der IV-Stelle vom 21. Mai 2012 (Urk. 6/89 und Urk. 6/84) und der Neuanmeldung vom 16. März 2015 (Urk. 6/109) in anspruchsrelevanter Weise verändert haben.
4.
4.1
Die
von der IV-Stelle am 21. Mai 2012
verfügte befristete ganze Rente für die Zeit vom 1. März 2008 bis 31. Januar 2009
(Urk. 6/89 und Urk. 6/84)
beruhte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem Gutachten des Spitals Y._ vom 26. Oktober [richtig wohl: November] 2011 (Urk. 6/78). Darin stellten die Experten – gestützt einerseits auf die im Rahmen ihrer rheumatologischen Untersuchung vom 20. Oktober 2011 erhobenen Befunde (S. 15 f.) und andererseits auf das Ergebnis der am 8. und 9. November 2011 durchgeführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; S. 23 ff.) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 18):
Chronisches lumbospondylogenes Syndrom, ICD-10 M54.5
Implantation Bandscheibenprothese L5/S1 von ventral am 18. Oktober 2007
mikrochirurgische Neurolyse Wurzel S1 links am 22. Juni 2008 und periradikuläre Therapie
Dekonditionierung
aktuell: persistierende Beschwerden
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten nachstehende Diagnosen:
Tendenz zu Hyperlaxizität
Morbus Crohn, Erstdiagnose Oktober 2005
Ileitis terminalis mit enteroenteraler Fistel
Ansprechen auf 3 x 300 mg Remicade und Solumedrol
Standortbestimmung vom Oktober 2006 ohne Krankheitsaktivität
anhaltende Diarrhoe und intermittierende Bauchschmerzen
Morbus Basedow
1986 bis 1990 mehrere Augenoperationen
1986 Thyreoidektomie wegen Hyperthyreose, seither Substitution mit Eltroxin
Depressive Verstimmung
Aufgrund der permanent vorhandenen lumbalen Schmerzen sei die Beschwer
deführerin als Hilfspflegerin und in jeglicher körperlich schweren Tätigkeit seit März 2007 nur noch zu 50 % und seit September 2007 gar nicht mehr arbeitsfähig. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei ihr indes – nach sechs Monaten intensiver Therapie – wohl wieder zu 100 % zumutbar (S. 17 und S. 19 f.).
4.2
4.2.1
Aus den in Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom 16. März 2015 (Urk. 6/109) sowie derjenigen vom 17. November 2013 (Urk. 6/94) einge
reichten medizinischen Berichten geht im Wesentlichen Folgendes hervor:
Die Ärzte des Z._, Departement Chirurgie, Klinik für Neurochirurgie, stellten am 22. Oktober 2012 nachstehende Diagnosen (Urk. 6/116 S. 1):
Chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach Implantation ei
ner Diskusprothese L5/S1 über einen retroperitonealen Zugang am 18. Juli 2007
Status nach mikrochirurgischer Neurolyse der Nervenwurzel S1 links am 20. Juni 2008
Morbus Crohn
Nachdem die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2009 umfassend abgeklärt worden sei, hätten sich im Rahmen der aktuellen klinischen Untersuchung keine neuen Anhaltspunkte erbeben, die Anlass zu einer Wiederholung der bildgebenden Untersuchungen gäben (S. 2).
4.2.2
Die Ärzte des Z._, Departement Chirurgie, Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, diagnostizierten am 27. Juli 2013 eine Myo
sitis ossificans Vastus lateralis rechts. Nach durchgeführter Stanzbiopsie sei der Befund nun vollständig rückläufig. Weitere diagnostische oder therapeu
tische Massnahmen seien nicht erforderlich (Urk. 6/116 S. 10).
4.2.3
Das – aufgrund eines weiterhin anhaltenden CRS (richtig wohl: CRPS [Com
plex Regional Pain Syndrome]) veranlasste – MRI der Halswirbelsäule vom 12. September 2013 ergab eine Segmentdegeneration C5/6 mit rezessaler Diskushernie beidseits und foraminaler Stenose, welche eine allfällige Rei
zung der Nervenwurzel C6 zu erklären vermöge. In den übrigen zervikalen Segmenten habe sich keine eindeutige Nervenwurzelbeeinträchtigung ge
zeigt. Es bestünden Spondylarthrosen C2/3 und C3/4 links (vgl. Bericht Radi
ologie O._ vom 13. September 2013, Urk. 6/116 S. 11).
4.2.4
Wegen einer seit längerem bestehenden symptomatischen Rhizarthrose links wurden am 17. Dezember 2013 an der rechten Hand eine Trapezektomie und eine APL-Suspensionsarthroplastik durchgeführt (vgl. Operationsbericht, Urk. 6/116 S. 19). Im Austrittsbericht vom nämlichen Datum stellten die Ärzte des Z._, Departement Chirurgie, Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, folgende Diagnosen (Urk. 6/116 S. 16):
Rhizarthrose links
Status nach Implantation einer Diskusprothese LW5/SW1 im Jahr 2007
Status nach mikrochirurgischer Neurolyse der Nervenwurzel S1 links im Jahr 2008
Morbus Crohn
Vom 17. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014 wurde der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
4.2.5
Am 6. Juni 2014 konsultierte die Beschwerdeführerin wegen stechender rechts
seitigen Unterbauchschmerzen die Ärzte des Z._, Interdisziplinärer Notfall. In ihren Bericht von 11. Juni 2014 stellten diese folgende Diagnosen (Urk. 6/116 S. 25):
Abdominelle Schmerzen rechter Unterbauch bei Morbus Crohn
Differentialdiagnose: muskulär
Status nach Implantation einer Diskusprothese LW5/SW1 im Jahr 2007
Status nach mikrochirurgischer Neurolyse der Nervenwurzel S1 links im Jahr 2008
Die Untersuchungen hätten keinen relevanten pathologischen Befund erge
ben. Unter symptomatischer Therapie mit Analgesie und Hydrierung habe die Beschwerdeführerin mit geminderten Beschwerden nach Hause entlassen werden können. Im Falle einer Beschwerdepersistenz seien ein CT des Abdo
mens beziehungsweise eine Koloskopie indiziert (S. 26).
4.2.6
Dr. med. A._, Facharzt FMH für Innere Medizin und für Rheumatolo
gie, attestierte der Beschwerdeführerin am 8. Dezember 2014 ab diesem Da
tum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine Neubeurteilung der Arbeitsfähig
keit sei für Januar 2015 vorgesehen (Urk. 6/107 S. 3).
4.2.7
Am 15. Januar 2015 stellten die Ärzte des Z._, Departe
ment Chirurgie, Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, nachste
hende Diagnosen (Urk. 6/116 S. 33):
Karpaltunnelsyndrom beidseits Grad II (rechts mehr als links) bei
Status nach Karpaltunnelspaltung rechts in Lokalanästhesie am 26. November 2014
Rhizarthrose links bei
Status nach Trapezektomie und APL-Suspensionsplastik links am 17. Dezember 2013
Die Beschwerdeführerin klage nach dem operativen Eingriff vom 26. November 2014 über Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand. Die – bis in das Handgelenk ziehenden – Schmerzen beträfen insbesondere die Finger III bis V und die ulnare Handkante. Zudem trete beim Beklopfen des Karpalkanals und – radiopalmar – des Bereichs der Rascetta ein brennender Schmerz auf. Die präoperativ bestandene Symptomatik im Zusammenhang mit dem Karpaltunnelsyndrom sei dagegen nicht mehr vorhanden. Aufgrund der klinisch nicht fassbaren und nur schwer objektivierbaren Symptomatik und vor allem des Beschwerdeausmasses sei eine neurologische Abklärung indiziert (S. 34).
4.2.8
Die Neurologen des Z._, Departement Medizin, gelang
ten gestützt auf die Ergebnisse der Untersuchung vom 3. Februar 2015 in ihrem Bericht vom 5. Februar 2015 zum Schluss, dass es im Rahmen der Operation vom 26. November 2014 möglicherweise zu einer leichten Irrita
tion des Nervus medianus auf der rechten Seite gekommen sei. Der Be
schwerdeführerin sei eine medikamentöse Therapie mit Lyrica verordnet worden. Sie werde in drei Wochen telefonisch mitteilen, ob diese Behandlung wirksam sei (Urk. 6/116 S. 36).
5.
5.1
Bei der Zusprache der befristeten Rente mit Verfügung vom 21. Mai 2012 (Urk. 6/89 und Urk. 6/84) ging die IV-Stelle betreffend den – mit 80 % ge
wichteten – Erwerbsbereich davon aus, dass die Beschwerdeführerin trotz des chronischen lumbospondylogenen Syndroms ab dem 1. November 2008 in einer leidensangepassten Tätigkeit wieder zu 80 % arbeitsfähig sei (Urk. 6/84 S. 2). Aufgrund der im Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom 16. März 2015 (Urk. 6/109) eingereichten medizinischen Beurteilungen steht zwar fest, dass die Beschwerdeführerin auch nach dem fraglichen Entscheid – wegen verschiedener Leiden – immer wieder in ärztlicher Behandlung stand. Auf eine zwischenzeitlich eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitszustan
des, aus der – dauerhaft – eine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit resultierte, deutet indes keiner der zitierten Arztberichte hin. So lässt der Bericht der Neurochirurgen des Z._ vom 22. Oktober 2012 auf eine unveränderte Persistenz der lumbalen Symptoma
tik schliessen (Urk. 6/116 S. 1 f.). Neu weist die Beschwerdeführerin gemäss dem Ergebnis des MRI vom 12. September 2013 zwar auch im zervikalen Bereich der Wirbelsäule degenerative Veränderungen auf (Urk. 6/116 S. 11); diese fanden indes in den seither ergangenen aktenkundigen medizinischen Einschätzungen keine Erwähnung mehr, was gegen eine Anspruchsrelevanz der fraglichen Befunde spricht.
Die am 27. Juli 2013 diagnostizierte Myositis ossficans Vastus lateralis rechts heilte sodann gemäss den Ärzten des Z._, Departe
ment Chirurgie, Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie, schon bald wieder ab (Urk. 6/116 S. 10); auf eine – auch nur vorübergehende – Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund dieser Gesundheitsstörung gibt es in den Akten keine Hinweise. Was die ebenfalls im Jahr 2013 festgestellte Rhizarthrose an der linken Hand betrifft, wurde diese am 17. Dezember 2013 operativ behan
delt, wobei der Beschwerdeführerin postoperativ noch für knapp einen Monat eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 6/116 S. 16). Anhalts
punkte für eine noch über den 12. Januar 2014 hinaus anhaltende Ein
schränkung des Leistungsvermögens im Zusammenhang mit dieser Diagnose gibt es in den Akten keine. Die Gründe für die notfallmässige Konsultation der Ärzte des Z._ am 6. Juni 2014 bildenden Unter
bauchschmerzen (Urk. 6/116 S. 25 f.) waren offenbar vorübergehender Natur und standen im Zusammenhang mit dem bereits am 26. Oktober bezie
hungsweise November 2011 von den Gutachtern des Spitals diagnosti
zierten Morbus Crohn, der schon damals intermittierende Bauchschmerzen verursacht
hatte (Urk. 6/78 S. 18).
Was im Weiteren das beidseitige Karpaltunnelsyndrom anbelangt, wurde die
ses am – stärker betroffenen – rechten Handgelenk am 26. November 2014 im Rahmen eines operativen Eingriffs (Karpaltunnelspaltung) erfolgreich be
handelt (Urk. 6/116 S. 30 und S. 33); die daraufhin noch geklagten rechtssei
tigen Handbeschwerden wurden von den Ärzten vor dem Hintergrund einer leichten Irritation des Nervus medianus interpretiert und klangen nach Lage der Akten unter medikamentöser Therapie mit Lyrica schon bald wieder ab (vgl. Urk. 6/116 S. 36). Das linksseitige Karpaltunnelsyndrom wurde von den Ärzten offenbar (noch) nicht als behandlungsbedürftig eingestuft, was auch auf dessen fehlende Relevanz für die Arbeitsfähigkeit schliessen lässt. Schliessich resultierte offensichtlich auch aufgrund der – lediglich milden – Rauchgasinhalation vom 17. April 2015 keine Arbeitsunfähigkeit, konnte die Beschwerdeführerin doch nach ihrer notfallmässigen Selbstvorstellung im Kantonsspital P._ – bei klinisch unauffälligem Befund – nach ambu
lanter Behandlung bereits wieder nach Hause entlassen werden (Urk. 6/116 S. 37 f.).
5.2
Nach dem Gesagten geben die aktenkundigen aktuellen Arztberichte keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es zwischen der Verfügung vom 21. Mai 2012 (Urk. 6/69 und Urk. 6/84)
und der Neuanmeldung vom
16. März 2015 (Urk. 6/109
)
respektive dem Nichteintretensentscheid vom 30. Juni 2015 zu einer anspruchsrelevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes ge
kommen ist. Eine solche machte die Beschwerdeführerin an sich auch gar nicht geltend, stellte sie sich doch sinngemäss vielmehr auf den Standpunkt, die am 21. Mai 2012 verfügte ganze Rente sei zu Unrecht befristet worden (Urk. 1). Eine Überprüfung der Rechtmässigkeit der – unangefochten in Rechtskraft erwachsenen – entsprechenden Verfügung (Urk. 6/69 und Urk. 6/84) in diesem Verfahren ist indes ausgeschlossen.
Da die IV-Stelle demnach am 30. Juni 2015 zu Recht nicht auf das erneute Leistungsbegehren eingetreten ist (Urk. 2/1), ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.-- der Beschwerde
führerin aufzuerlegen.