Decision ID: 0b50cc44-9876-4bb3-8bd7-ec7e09f1ad98
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1949,
ausgebildete
Röntgenassistentin, bezog ab 3. Okto
ber
2005 Tag
gelder der Arbeitslosenversicherung, war seit Januar 2006 im Sinne eines
Zwi
schenverdienstes
als Praxis- und Röntgenassistentin in der Praxis von
Dr.
med.
Y._
angestellt (Teilzeitpensum) und bei der Schweizerischen
Unfall
ver
si
cherungsanstalt
(SUVA) versichert, als sie am 29. Mai 2007 einen Sturz in ei
nem ruckartig fahrenden Bus abfing und sich dabei an der linken Schulter ver
letzte (Urk. 6/1; vgl. auch Urk. 2 S. 2).
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnost
izierte ein posttraumatisches
Im
pingement
syndrom
der linken Schulter (Bericht vom 19. September 2007 [Urk. 6/2]). Nach weiteren medizinischen Abklärungen (vgl. etwa Urk. 6/11-13 und
6
/16-18) wurde die Versicherte am 21. Januar 2009 von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie, operiert (Urk. 6/22). In der Folge wurde sie unter a
nderem im Rahmen der Schulter-/
Ellbogensprechstunde der
Klinik B._
betreut (vgl. Urk. 6/50, 6/52-56, 6/58, 6/60 und 6/67). Vom 1
9.
bis 24. August 2010 war die Versicherte in der
Klinik B._
hospitalisiert; dort erfolgte ein er
neuter operativer Eingriff (Urk. 6/74-75).
1.2
Mit Schreiben vom 20. Juni 2011 (Urk. 6/119) teilte die SUVA der Versicherten mit, dass sie gemäss den medizinischen Unterlagen ab 1. Juni 2011 wieder zu 60 % und ab 4. Juli 2011 wieder zu 100 % arbeitsfähig sei, weshalb ab 1. Juni 2011 das Taggeld auf 50 % reduziert werde und ab 4. Juli 2011 die Taggeld
zahlungen eingestellt würden. Für die Kosten der noch notwendigen Heilbe
hand
lung werde weiterhin aufgekommen.
1.3
Kreisarzt-Stellvertreter
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie, untersuchte die Versicherte am 12. Februar 2013 (Urk. 6/159; vgl. auch Urk. 6/160).
1.4
Mit Verfügung vom 21. August 2013 (Urk. 6/191) verneinte die SUVA den An
spruch der Versicherten auf eine Invalidenrente mit der Begründung, dass sie in ihrer letzten Tätigkeit als Röntgen- und Praxisassistentin infolge des Unfalls
nicht erheblich eingeschränkt sei. Mit separater Verfügung vom 22. August 2013
(Urk. 6/192) wurde der Versicherten eine Integritätsentschädigung von 10 % zu
gesprochen.
Dagegen erhob die Versicherte
am
18. September 2013 Einsprache und bean
trag
te
die Überprüfung der Rentenfrage und die Ausrichtung einer höheren
Inte
gri
täts
entschädigung
(Urk. 6/195). Mit Entscheid vom 6. Februar 2014 (Urk. 2 = Urk. 6/205) wies die SUVA die Einsprache ab.
1.5
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, hatte den An
spruch der Versicherten auf eine Rente der Eidgenössischen Invalidenversiche
rung bereits mit Verfügung vom 27. September 2013 (Urk. 6/197) abgewiesen. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 6/202).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 6. Februar 2014 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. März 2014 (Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen. Die SUVA liess in ihrer
Beschwer
deantwort
vom 5. Mai 2014 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde schliessen, wo
von der Versicherten am 9. Mai 2014 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erfor
der
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
[ATSG]), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über die Un
fallversicherung (UVG)
Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach
Art.
18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von
Art.
16 ATSG abweichen.
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditäts
grad
aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16
ATSG). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, das
s
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst ge
nau er
mittelt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der
Ein
kom
mens
differenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die frag
lichen
Erwerbs
ein
kommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewon
ne
nen Annä
herungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schät
zung vor
ge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Fest
le
gung von Annäherungswerten be
stehen. Vielmehr kann auch eine Gegen
über
stellung blosser
Prozent
zahlen
genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hy
pothe
tische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu be
werten, während das
Invaliden
ein
kommen
auf einen entsprechend klei
neren Prozentsatz veran
schlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (so genannter Pro
zentvergleich; BGE 128 V 29 E.
1, 114 V 310 E.
3a mit Hin
weisen; AHI 2000 S. 309
E. 1a mit Hinweisen).
1.3
Gemäss
Art.
18
Abs.
3 UVG kann der Bundesrat ergänzende Vorschriften über die Bestimmung des Invaliditätsgrades erlassen. Von dieser Befugnis hat er mit dem Erlass von
Art.
28
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Ge
brauch gemacht, welche Bestimmung verschie
dene Sonderfälle der
Invaliditäts
be
messung
regelt. Gemäss
Art.
28
Abs.
4 UVV sind für die Bestimmung des
In
validitätsgrades
die Erwerbseinkommen massge
bend, die eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte, wenn sie nach dem Unfall die Er
werbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt (Variante I) oder wenn sich das vorgerückte Alter erheblich als Ur
sache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähig
keit auswirkt (Variante II). Nach der Rechtsprechung liegt das mittlere Alter im Sinne dieser Bestimmung bei etwa "42 Jahren" oder zwischen "40 und 45 Jah
ren" und das vorgerückte Alter im Bereich von "rund 60 Jahren", wobei für letztes der Zeitpunkt des
Renten
be
ginns
massgebend ist (BGE 122 V 418 E. 1b, 122 V 426 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und o
b die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine
Invalidenrente im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) im Wesent
li
chen mit der Begründung, dass zwar gewisse unfallbedingte Einschränkungen be
i der Ausübung der angestammten Tätigkeit als Röntgenassistentin plausibel er
schie
nen, aber daraus keine Erwerbseinbusse und somit keine Invalidität re
sul
tiere. Die Beschwerdeführerin
verfüge
nämlich
über
diverse zusätzliche beruf
liche Erfahrungen in den Bereichen Patientenbetreuung, Assistenz und Admini
stra
tion, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten im bisherigen Tätigkeitsbereich ohne erhebliche Erwerbseinbusse erwarten liessen. Von 1993 bis 1998 sei die Be
schwerdeführerin als Leiterin des Röntgenbereichs des
D._
so
gar ausschliesslich in einer voll zumutbaren administrativen Tätigkeit be
schäf
tigt gewesen. Schliesslich
sei
festzuhalten, dass das Alter der Beschwerde
führe
rin und die damit verbundenen erheblichen Schwierigkeiten nach Art. 28 Abs. 4 UVV für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nicht zu berücksichtigen sei
en
. Es sei die Erwerbssituation einer versicherten Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung zu betrachten
: Die Beschwer
de
führerin habe sich 1999 im Bereich MRI/CT weitergebildet. Dabei handle es sich um eine Tätigkeit, die nicht mit dem Tragen von Lasten verbunden sei. Es sei anzuneh
men, dass die Beschwerdeführerin, wenn sie den
Gesundheits
schaden
im mitt
leren Alter erlitten hätte, die genannte Weiterbildung aktua
li
siert hätte und demzufolge keine Erwerbseinbusse resultiert hätte.
An dieser Sichtweise liess die Beschwerdegegnerin auch im vorliegenden Pro
zess festhalten (vgl. Urk. 5).
2.2
Demgegenüber
machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass
sie infolge des Unfalls als Röntgenassistentin erheblich eingeschränkt sei. In me
dizinischer Hinsicht seien verschiedene Bewegungen
sowie das Heben und
Tragen von L
asten über 15 kg nicht mehr möglich. Vom
E._
sei bestätigt worden, dass eine maximale Belastung von 15 kg für eine MTRA (Fachfrau
für Medizinisch-technische Radiologie
) sehr wenig sei. Sie sei als MTRA nicht einsetzbar. Die Behauptung, dass eine MTRA - je nach Erfah
rung - in der Disposition beziehungsweise bei CT und MRI eingesetzt werden könne, treffe nicht zu. Es entscheide allein die leitende MTRA
,
wer ins Team passe und wer in Frage komme. Aufgrund ihrer fehlenden Praxiserfahrung im Bereich CT und MRI würde sie nicht angestellt werden. Sie werde nur schon aus Kos
ten
gründen nicht für Büroarbeiten in der Röntgenabteilung beschäftigt; zu
dem habe sie keine kaufmännische Ausbildung (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Be
schwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat, weil die Be
schwerdeführerin, obwohl nach wie vor gewisse unfallbedingte Einschränkun
ge
n vorhanden sind, dadurch keine (erhebliche) Lohneinbusse erleidet bezie
hungs
weise erleiden würde, wenn sie sich im Sinne von
Art. 28 Abs. 4 UVV in einem mittleren Alter befände.
Die der Beschwerdeführerin mit Verfügung
vom 22. August 2013 (Urk. 6/192) zu
gesprochene und mit
Einspracheentscheid
vom 6. Februar 2014 (Urk. 2) be
stätigte Integritätsentschädigung von 10 % wurde
dagegen
beschwerdeweise nicht
mehr in Zweifel gezogen.
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht gehen die Parteien übereinstimmend
und zu Recht von
dem Sachverhalt aus, wie er im
Bericht von Kreisarzt-Stellvertreter
Dr.
C._
vom 12. Februar 2013 (Urk. 6/159) dargelegt wurde:
3.2
Die Beschwerdeführerin - so
Dr.
C._
- klage über immer wieder auftretende Schmerzen in der linken Schulter (vor allem nach längerer Belastung) und eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit (Griff nach hinten und Überkopfarbeiten). Auch
Umwendbewegungen
seien schmerzhaft. Gelegentlich habe sie auch in Ruhe leichte Schmerzen. An Medikamenten nehme sie noch gelegentlich
Irfen
oder
Panadol
, selten
Tramal
-Tropfen. Ein bis zwei Mal pro Woche fänden phy
siotherapeutische Behandlungen statt (S. 2). Es zeige sich - so
Dr.
C._
weiter - noch eine Reizsymptomatik, vor allem im Bereich des
Supraspinatus
und
Subs
kapularis
. Der Beschwerdeführerin sei bereits eine
Kap
sulotomie
empfohlen worden;
hie
von
möchte sie jedoch Abstand nehmen. Die noch geklagten Be
schwerden seien damit erklärt. Er habe der Beschwerdeführerin die selbständig weiter fortzuführenden Funktions- und Kräftigungsübungen empfohlen. Diese seien ein bis zwei Mal pro Jahr durch Physiotherapie zu überprüfen bezie
hungsweise zu ergänzen. Lokal könnten antirheumatische Salben angewandt werden, gegebenenfalls ergänzt durch ein NSAR (S. 3).
Dr.
C._
formulierte folgendes Zumutbarkeitsprofil (S. 4): „Der Versicherten sind keine Überkopfarbeiten mit gleichzeitiger Abstützung mehr zuzumuten. Auch
häufige Rotationsbewegungen im Schultergelenk sollten vermieden werden, seit
liche Elevationen unter Belastung sind nicht mehr möglich, ebenso das Tra
gen von Lasten über 15 kg. Günstig wären Arbeiten in Brust- und Bauchhöhe. Unter Berücksichtigung dieser Behinderung wäre der Versicherten ein ganztägi
ger Arbeitseinsatz zuzumuten.“
4.
4.1
Die
medizinische Einschätzung
von
Dr.
C._
ist
unter den Parteien zu Recht un
be
stritten. Sie erfüllt sämtliche, oben in E. 1.4 wiedergege
benen Anforderungen der Praxis. Darauf kann abgestellt werden.
4.2
Zu prüfen bleibt, ob die von
Dr.
C._
festgestellten Einschränkungen in
erwerbs
mässiger
Hinsicht zu einer Einkommensverminderung (
beziehungsweise
zu einer
In
validität) führen oder ob sie
- wie die Beschwerdegegnerin argumentierte
–
keine (erhebliche
) Erwerbseinbusse
bewirken
, insbesondere auch (aber nicht nur) bei Berücksichtigung des Alters der Beschwerdeführerin.
4.3
4.3.1
Aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin (Urk. 6/165) geht hervor, dass sie von 1993 bis 1996 als Leiterin des Röntgenbereichs des
D._
tätig war. Dabei hatte sie folgende Aufgaben zu erfüllen (S. 3): Einkauf des Verbrauchmaterials, Budgetierung, Strahlenschutz, Unterhalt der
Röntgenanla
gen
, Planung und Koordination zwischen Ärzten und der Pflegeabteilung. Da
neben
hat
te sie auch allgemeine Büroarbeiten
zu
erledigen und Statistiken
zu
er
stellen (vgl. auch S. 6).
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2 S. 4) zutreffend davon aus, dass die Beschwerdeführerin diese Arbeiten
, die im Wesentlichen als administrativ zu bezeichnen sind, auch mit den vorliegenden unfallbedingten Einschränkungen ausführen könnte. Es ist nicht ersichtlich und wird von ihr auch nicht dargetan, inwiefern die genannten Arbeiten
aus dem
Rah
men des von
Dr.
C._
formulierten Zumutbarkeitsprofils (vgl. oben E. 3.2)
fall
en würden. Insbesondere müsste die Beschwerdeführerin als Leiterin einer Röntgenabteilung weder schwere Lasten tragen noch die genannten
Überkopf
arbeiten
oder dergleichen ausführen. Aus dem Gesagten folgt, dass die bei der Beschwerdeführerin vorliegenden unfallbedingten
Gesundheitsbeeinträchtigun
gen
und Funktionseinschränkungen aus medizinischer Sicht nicht verhindern, dass sie wieder als Leiterin einer Röntgenabteilung arbeiten könnte. Eine
un
fall
bedingte
Ein
schränkung der Erwerbsfähigkeit liegt demzufolge nicht vor.
4.3.2
Angesichts des vorgerückten Alters
der Beschwerdeführerin (im Jahr 2013: 64 Jahre [vgl. oben E. 1.3])
fällt – entsprechend der Eventualbegründung der
Beschwerdegegenerin
-
die Bestimmung von Art. 28 Abs. 4 UVV
in Betracht,
wo
nach
bei der Bemessung des
Invali
ditätsgrades
diejenigen
Erwerbsein
kommen
massgebend
sind
, die eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung er
zielen
könnte.
Mit dieser Bestimmung (zur Frage der Gesetzmässigkeit und allgemein vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Recht
sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. S. 141) wird bei der Invaliditätsbemessung zum
einen dem Umstand Rechnung getragen, dass nebst der – grundsätzlich allein ver
sicherten – unfallbedingten Invalidität auch das vorgerückte Alter eine Ur
sache der Erwerbslosigkeit oder –
unfähigkeit
bildet. Zum andern wird berück
sichtigt, dass die Invalidenrente der Unfallversicherung bis zum Tod der Ver
sicherten zur Ausrichtung gelangen (vgl. zum Ganzen etwa Bundesgerichtsurteil 8C_164/2010 vom 30. Juni 2010 E. 5.1 mit Hinweisen).
Ob im konkreten
Fall
in Anlehnung an die Rechtsprechung
(vgl. dazu das
von der Beschwerdegegnerin erwähnte
bundesgerichtliche Urteil U 538/06 vom 30. Janu
ar 2007 E. 3.2 und 3.5) davon auszugehen
wäre
, dass die Beschwer
deführerin die im Jahr 1999 absolvierte Weiterbildung (MRI und CT [vgl. Urk. 6/165 S. 5]) durch entspreche
nde Berufspraxis vertieft hätte,
und
ob sie dadurch in der Lage gewesen wäre, ihre
Ein
kommenssituatio
n
insgesamt sogar zu verbessern, mag dahingestellt bleiben.
Jedenfalls kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sie mit entsprechender Berufserfahrung (MRI und CT) zumindest dasselbe Einkommen erzielt hätte, wie als Röntgenassistentin im konventionellen Bereich, und dabei keine
- durch das Zumutbarkeitsprofil ausgeschlossenen - Lasten zu tragen ge
habt hätte
(vgl. dies
bezüglich die Abklärung der Beschwerdegegnerin beim
E._
vom 12. Juni 2013 [Urk. 6/186]).
Die von der Beschwerdeführerin dagegen eingewandten Gründe, wonach sie auf
grund ihres Alters bereits aus Kostengründen keine Chance auf eine Anstel
lung habe beziehungsweise allein die Leitung der Röntgenabteilung entscheide, wer ins Team passe und wer nicht, beschlagen invaliditätsfremde Themenberei
che und
fallen
deshalb
ausser Betracht
.
Nach dem Gesagten
durfte die Beschwerdegegnerin auf einen ziffern
mässigen Einkommensvergleich verzichten. Es liegt offensichtlich keine
Ein
kommensein
busse
vor, jedenfalls keine relevante Einbusse von mindestens 10 %.
Damit ist die
Beschwerde abzuweisen
.