Decision ID: e5a4dd6d-0744-5384-a6be-af4e7fcc815b
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Deutschschweiz (nachfolgend: Auffangeinrichtung) verfügte am 12. Oktober 2007  per 1. März 2006 bis zum 31. März 2006 den  der F._ GmbH. Für den Erlass dieser Verfügung erhob sie androhungsgemäss Gebühren in der Höhe von Fr. 450.-, zuzüglich zu Fr. 375.- für die Durchführung des Zwangsanschlusses.
B. Am 13. März 2008 stellte die Auffangeinrichtung beim Betreibungsamt X._ ein Betreibungsbegehren gegen die F._ GmbH für die Forderungssumme von 1'738.- (nebst Zins zu 5% seit dem 11. März 2008) plus 150.-, insgesamt 1'888.-.
C. Am 31. März 2008 wurde der F._ GmbH der Zahlungsbefehl , die Forderungssumme beinhaltete zusätzlich zu der oben  Summe Gebühren von Fr. 70.- für die Ausstellung des .
D. Hiergegen erhob die F._ GmbH am 1. April 2008  ohne Begründung.
E. Mit Wiedererwägungsverfügung vom 15. April 2008 hob die  den Zwangsanschluss rückwirkend per 1. März 2006 auf, da der strittige Monat März 2006 nicht BVG-pflichtig sei. Die Gebühren für den Erlass der Verfügung vom 12. Oktober 2007 in der Höhe von Fr. 450.-, die Durchführung des Zwangsanschlusses von Fr. 375.-  für die rückwirkende Rechnungsstellung für eine versicherte  von Fr. 200.- (insgesamt Fr. 1025.-) wurden der Arbeitgeberin . Die Verfügung vom 15. April 2008 erging kostenfrei.
F. Gegen diese Verfügung erhob die Arbeitgeberin am 7. Mai 2008  beim Bundesverwaltungsgericht. Weder die  noch das Bundesverwaltungsgericht hat der Beschwerde die  Wirkung entzogen. Bisher liegt kein rechtskräftiger Ent-
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scheid in dieser Sache vor (vgl. das heutige Urteil des  C-3072/2008).
G. Mit Verfügung vom 22. August 2008 stellte die Auffangeinrichtung fest, dass der Beitragsausstand nach wie vor bestehe, erkannte den schuldnerischen Rechtsvorschlag als materiell unbegründet und hob ihn – im Umfang von Fr. 1'231.- zuzüglich 5% Sollzinsen – auf. Dieser Betrag setzte sich folgendermassen zusammen:
Saldo des laufenden Prämienkontos per 10.03.2008 Fr. 1'738.- Beitragsgutschrift vom 19.08.2008 ./. Fr. 727.- Mahn- und Inkassokosten Fr. 150.- Zahlungsbefehlskosten Fr. 70.-
Total Fr. 1'231.-
plus 5% Sollzinsen auf Fr. 1'738 seit dem 11.03.2008
Die Kosten für diese Verfügung wurden auf Fr. 450.- () und Fr. 75.- (Verwaltungskosten), Total Fr. 525.-, festgelegt.
H. Gegen diese Verfügung erhob die F._ GmbH (nachfolgend: ) am 12. September 2008, ergänzt am 1. Oktober 2008, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 22. August 2008.
I. Mit Vernehmlassung vom 3. November 2008, ergänzt am 24.  2008, beantragte die Auffangeinrichtung die Abweisung der .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Die vorliegende Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung im Sinne von Art. 5 VwVG unterliegt nach Art. 33 Bst. h VGG der Be-
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schwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Eine sachliche  gemäss Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Die Beschwerdeführerin ist im Sinne von Art. 48 Abs. 1 VwVG .
1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 50 ff. VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.
2. Vorliegend ist zu entscheiden, ob die Auffangeinrichtung mit  vom 22. August 2008 den Rechtsvorschlag der  vom 1. April 2008 zu Recht aufgehoben hat.
2.1 Nach Art. 39 VwVG kann die Behörde ihre Verfügungen , wenn sie nicht mehr durch Rechtsmittel angefochten werden können; die Verfügung zwar noch angefochten werden kann, das  Rechtsmittel aber keine aufschiebende Wirkung hat; die einem Rechtsmittel zukommende aufschiebende Wirkung entzogen wird.  auf Geldzahlungen oder Sicherheitsleistungen sind nach Art. 40 VwVG auf dem Wege der Schuldbetreibung nach dem  vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) zu vollstrecken.
2.2 Vorliegend hat die Auffangeinrichtung am 15. April 2008 (unter ) die Auferlegung von Gebühren verfügt. Diese Verfügung hat die Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 7. Mai 2008 beim  angefochten. Der Beschwerde wurde die ihr aufgrund von Art. 55 VwVG zukommende aufschiebende Wirkung  von der Auffangeinrichtung noch durch das  entzogen. Bisher liegt kein rechtskräftiger Entscheid in dieser  vor, die entsprechenden Gebühren sind (auch deshalb) nicht fällig.
Entsprechend konnte die Vollstreckung der durch die  am 15. April 2008 verfügten Gebühren nicht erfolgen.
2.3 Die Auffangeinrichtung kann die fehlende Fälligkeit der von ihr  Gebühren beziehungsweise die Vollstreckbarkeit ihrer  vom 15. April 2008 nicht dadurch umgehen, dass sie – nachdem sie bereits am 13. März 2008 Betreibung eingeleitet hatte, wohingegen die Beschwerdeführerin am 1. April 2008 Rechtsvorschlag erhoben hat – am 22. August 2008 eine betreffend die (aufgrund des  nach Art. 54 VwVG mittlerweile beim Bundesverwaltungsgericht
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streitigen) Gebühren identische Verfügung im Verwaltungsverfahren im Sinne von Art. 79 SchKG erlässt und mit dieser gleichzeitig den Rechtsvorschlag aufhebt (BGE 134 III 115 E. 4.1.2, und hierzu die  Bemerkungen von THOMAS GÄCHTER/PHILIPP EGLI, Art. 40, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler (Hrsg,), Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich u.a. 2008, N. 18 Fn. 42; siehe auch DANIEL STAEHELIN, Art. 79, in: Adrian Staehelin, Thomas Bauer, Daniel Staehelin (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Basel u.a. 1998, N. 16).
2.4 Das Bundesverwaltungsgericht, das vorliegend als  über die am 22. August 2008 im Verwaltungsverfahren nach Art. 79 SchKG getroffene Verfügung der Auffangeinrichtung zu  hat (DANIEL STAEHELIN, a.a.O., N. 14), hat somit die hiergegen erhobene Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 22. August 2008 aufzuheben.
3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).
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