Decision ID: db44d7ec-be4c-4b45-8015-3844642b1a51
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich annullierte X._ mit Verfügung vom
28. September 2009 den Führerausweis auf Probe und entzog ihm den
Lernfahrausweis der Kategorie CE wegen mangelnder Fahreignung (Suchtmittel- und
Charakterproblematik) auf unbestimmte Zeit. Ein neuer Lernfahrausweis könne nur
unter Einhaltung der Auflagen (Suchtmittelabstinenz und Psychotherapie) sowie
aufgrund eines verkehrspsychologischen und verkehrsmedizinischen Gutachtens erteilt
werden. Mit Verfügung vom 26. April 2013 erteilte das Strassenverkehrsamt des
Kantons Thurgau X._ einen neuen Lernfahrausweis mit der Auflage, die Alkohol- und
Drogenabstinenz auf unbestimmte Zeit fortzuführen sowie sich weiterhin einer
Psychotherapie zu unterziehen. Aufgrund eines epileptischen Anfalls (ärztliches
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Zeugnis des Spitals G._ vom 30. Mai 2013) war die Fahreignung von X._ nicht mehr
gegeben, und das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau entzog ihm mit
Verfügung vom 11. Juni 2013 den Lernfahrausweis auf unbestimmte Zeit
(Sicherungsentzug).
b. Im Aktengutachten des Kantonspitals St. Gallen, Institut für Rechtsmedizin
(nachfolgend: IRM), vom 6. August 2014 wurde die Fahreignung von X._ bei
Einhaltung der Auflagen befürwortet. Daraufhin beantragte X._ beim
Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen (nachfolgend:
Strassenverkehrsamt) die Erteilung des Lernfahrausweises. Diesem Antrag kam das
Strassenverkehrsamt nach und erteilte X._ mit Verfügung vom 25. August 2014 den
Lernfahrausweis unter Auflagen (vollständige, kontrollierte Alkohol- und
Drogenabstinenz inkl. Cannabis, Haaranalyse alle sechs Monate jeweils im Februar und
August, Einhalten der ärztlichen Weisungen bezüglich der epileptischen Erkrankung
und Einreichen eines neurologischen Berichts alle zwölf Monate jeweils im August). Mit
diesen Auflagen hatte sich X._ zuvor einverstanden erklärt, und gab dem
Strassenverkehrsamt die betreuenden Ärzte an.
Kurz darauf hob das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau mit Verfügung vom
3. September 2014 den Sicherungsentzug des Lernfahrausweises unter Einhaltung von
Auflagen (regelmässige ärztliche Kontrolle und Behandlung der epileptischen
Erkrankung, Fortsetzen der kontrollierten Alkohol- und Drogenabstinenz inkl. Cannabis,
Urin-Kontrolle einmal pro Monat auf Cannabis, Haaranalyse alle sechs Monate im
Januar und Juli; das Strassenverkehrsamt St. Gallen informiere über das genaue
Vorgehen) auf.
X._ hielt die vom Strassenverkehrsamt gemachten Auflagen vorerst ein
(Auflagenzeugnis Dr. med. U._ vom 26. März 2015, Zwischenbericht von
Psychotherapeut lic. phil. R._ vom 15. Februar 2015 und neurologisches Zeugnis vom
23. Juni 2015, act. Strassenverkehrsamt 25, 30, 36).
c. Mit Verfügung vom 26. August 2015 verbot das Strassenverkehrsamt X._
vorsorglich ab sofort das Führen von Motorfahrzeugen. Das IRM habe am 26. August
2015 mitgeteilt, dass X._ trotz Aufforderung keinen Termin für die Auflagenkontrolle
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vom August 2015 vereinbart habe. Zudem sei er im April 2015 positiv auf LSD getestet
worden. Er habe die Auflagen missachtet, weshalb der Ausweis zu entziehen sei. Die
am 3. September 2015 entnommene Haarprobe von X._ fiel negativ aus bzw. war mit
den auferlegten Abstinenzen vereinbar (act. Strassenverkehrsamt 45). Allerdings
bemerkte Dr. med. U._, dass der Abstinenznachweis auf Cannabis aufgrund fehlender
Urinproben nicht lückenlos sei (act. Strassenverkehrsamt 48).
d. Am 5. Oktober 2015 geriet X._ mit seinem Personenwagen unter anderem wegen
Überschreitung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit um 17 km/h in eine Kontrolle
der Stadtpolizei St. Gallen.
In der Folge entzog das Strassenverkehrsamt X._ mit Verfügung vom 17. November
2015 den Führerausweis auf Probe auf unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug). Er habe
eine schwere Verkehrsregelverletzung begangen, indem er ohne Führerausweis und
zudem mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sei. Zudem habe er die Auflagen nicht
eingehalten, da der Abstinenznachweis auf Cannabis für vier Monate fehle und eine
Urinprobe im April 2015 positiv auf LSD getestet worden sei. Diese Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
e. X._ war am 26. November 2015 mit seinem Personenwagen ohne Führerausweis
unterwegs und wurde von der Kantonspolizei kontrolliert. Mit Schreiben vom
23. Dezember 2015 kündigte das Strassenverkehrsamt X._ wegen dieses Vorfalls die
Annullierung des Führerausweises an.
Trotz Führerausweisentzug lenkte X._ am 4. Januar 2016 seinen Personenwagen
erneut. Zudem wurde ein Drogenschnelltest vorgenommen, welcher positiv auf Kokain
ausfiel. Die gleichentags entnommene Urinprobe im Rahmen der Untersuchung am
IRM fiel ebenfalls positiv auf Kokain aus, allerdings nicht für den Zeitpunkt des
Ereignisses. Das Strassenverkehrsamt teilte X._ daher mit Schreiben vom 15. Februar
2016 mit, dass aufgrund des Analyseberichts Kokainkonsum feststehe und er damit
erneut gegen die Auflagen verstossen habe. Die verschiedenen Widerhandlungen
würden in einem Verfahren behandelt (act. Strassenverkehrsamt 463). Im
Auflagenzeugnis vom 11. März 2016 bestätigte Dr. med. U._ ebenfalls, dass in der
Haaranalyse vom 4. Februar 2016 Kokain und Metabolite sowie Amphetamin
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nachgewiesen worden seien und die Abstinenz somit nicht nachvollzogen werden
könne (act. Strassenverkehrsamt 467).
f. Mit Schreiben vom 3. Februar 2016 und 14. März 2016 beantragte der
Rechtsvertreter von X._ beim Strassenverkehrsamt die Feststellung der Nichtigkeit der
Verfügung vom 25. August 2014, die Wiedererwägung der Verfügungen vom
26. August und 17. November 2015 sowie den Verzicht auf die Annullierung des
Führerausweises auf Probe. Das Strassenverkehrsamt trat mit Verfügung vom 4. April
2016 nicht auf das Wiedererwägungsgesuch ein. Es seien keine erheblichen Tatsachen
geltend gemacht worden, die nicht schon bekannt gewesen seien. Den dagegen
erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom
29. September 2016 ab.
g. X._ wurde mit Entscheid vom 11. August 2017 vom Kreisgericht K._ wegen
mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Ausweises, der
mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln und der Übertretung des
Betäubungsmittelgesetzes für schuldig erklärt und zu einer Geldstrafe von 110
Tagessätzen zu je CHF 70 und zu einer Busse von CHF 2'200 verurteilt. Dagegen
erhob X._ durch seinen Rechtsvertreter Berufung an das Kantonsgericht. Das
Verfahren ist derzeit noch hängig.
Am 30. November 2017 stellte der Rechtsvertreter von X._ beim Strassenverkehrsamt
die Rechtsbegehren auf Wiederaufnahme der Verfahren der Verfügungen vom
26. August 2015 (vorsorglicher Führerausweisentzug) und 17. November 2015
(Sicherungsentzug), die Feststellung der Nichtigkeit der Verfügung vom 25. August
2014 sowie die ersatzlose Aufhebung sämtlicher an die Fahrerlaubnis bzw. den
Führerausweis geknüpften Auflagen. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 trat das
Strassenverkehrsamt nicht auf das Wiederaufnahmebegehren ein. Die
Verwaltungsrekurskommission wies den gegen die Wiederaufnahme hinsichtlich des
Sicherungsentzugs erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 23. August 2018 ab. Sie
begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass der geltend gemachte
Revisionsgrund bei zumutbarer Sorgfalt bereits mit einem ordentlichen Rechtsmittel
hätte geltend gemacht werden können.
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B. X._ (Beschwerdeführer) reichte mit Eingabe vom 3. September 2018 und
Ergänzung vom 2. November 2018 durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde gegen
den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 23. August 2018
ein. Er stellte die Rechtbegehren, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und das
Strassenverkehrsamt (Beschwerdegegner) sei anzuweisen, auf das
Wiederaufnahmebegehren vom 30. November 2017 einzutreten und es anschliessend
neu zu beurteilen und zu entscheiden, und es sei festzustellen, dass die Verfügungen
des Beschwerdegegners vom 25. August 2014, 26. August und 17. November 2015
nichtig seien; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zudem stellte er den
Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und –verbeiständung.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 12. November 2018 die

Abweisung der Beschwerde und verwies auf die Erwägungen im angefochtenen
Entscheid. Überdies merkte sie an, dass die Ausführungen zur fehlenden Datierung des
Schreibens von Dr. sc. nat. H._ neu seien und die dazu eingereichten Akten ihr nicht
vorgelegen hätten. Es erscheine fraglich, ob ein solches Nachreichen von Unterlagen
zulässig sei. Allerdings hätte sie ohnehin offengelassen, ob das
Wiederaufnahmeverfahren rechtzeitig eingereicht worden sei. Der Beschwerdegegner
verzichtete am 19. November 2018 auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten sowie die Akten wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheides zur
Beschwerdeerhebung befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerde wurde mit Eingabe vom 3. September 2018 rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 2. November 2018 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
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Über die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 23. August 2018
betreffend Wiederaufnahmeverfahren (vorsorglicher Führerausweisentzug) befindet der
Abteilungspräsident für das Gericht, und damit ergeht in dieser Sache ein separater
Entscheid.
2.
2.1. Verfügungen und Entscheide von Verwaltungsbehörden, die nicht oder nicht mehr
mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden können, erwachsen in
formelle Rechtskraft. Dies hat zur Folge, dass die Verfügung nur noch mit einem
ausserordentlichen Rechtsmittel anfechtbar und damit grundsätzlich vollstreckbar ist
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 1182). Mit dem Eintritt der formellen Rechtskraft wird ein Entscheid in der Regel
zugleich materiell rechtskräftig, d.h. grundsätzlich unabänderlich und verbindlich. Die
materielle Rechtskraft wird durch Rückkommensmöglichkeiten wie Wiedererwägung,
Widerruf oder Revision resp. Wiederaufnahme des Verfahrens relativiert (Merkli/
Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im
Kanton Bern, Bern 1997, Rz. 1 ff. zu Art. 56).
Nach Art. 81 Abs. 2 VRP wird auf Wiederaufnahmebegehren nur eingetreten, wenn die
Gründe mit einem ordentlichen Rechtsmittel nicht geltend gemacht werden können
und das auch bei zumutbarer Sorgfalt unmöglich war. Das Wiederaufnahmebegehren
stellt lediglich ein subsidiäres Rechtsmittel dar, und auch aus Gründen der
Rechtssicherheit soll ausgeschlossen werden, dass ein Betroffener, anstatt den
ordentlichen Rechtmittelweg zu wählen, ein Revisionsbegehren stellt. Eine
Wiederaufnahme ist also einerseits zulässig, wenn es objektiv unmöglich war, die
geltend gemachten Gründe im ordentlichen Rechtsmittelverfahren vorzubringen, und
andererseits, wenn es dem Betroffenen aufgrund der Umstände nicht zumutbar war,
den ordentlichen Rechtsmittelweg zu beschreiten. Vom Betroffenen ist ein bestimmtes
Mass an Sorgfalt zu erwarten. Lässt er es daran fehlen, ist ihm die Anhebung eines
nachträglichen Revisionsverfahrens verwehrt (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1182 f.). Ein
Hinweis auf Rechtsunkenntnis oder auf rechtsirrtümlich Unterlassenes gilt nicht als
entschuldbarer Grund (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O, Rz. 12 zu Art. 56, VerwGE
Bern 200 14 1027 UV vom 24. September 2014 E. 2.3). Für die Eintretensfrage bei der
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Revisionsbehörde ist demnach einzig relevant, ob der Betroffene die zumutbare
Sorgfalt zur Ergreifung eines ordentlichen Rechtsmittels walten liess, und nicht ob sich
die Verwaltungsbehörde ihrerseits in einem Irrtum oder in Unkenntnis über
entscheidende Tatsachen befunden hat (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1182).
Gemäss Art. 83 Abs. 1 VRP muss das Wiederaufnahmebegehren innert drei Monaten
eingereicht werden, nachdem der Betroffene vom Wiederaufnahmegrund Kenntnis
erhalten hat, spätestens aber innert zehn Jahren seit der Eröffnung der Verfügung oder
des Entscheids.
2.2. Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz offenliess, ob die Frist zur Einreichung
des Wiederaufnahmebegehrens von maximal drei Monaten seit Kenntnis des
Wiederaufnahmegrundes vom Beschwerdeführer eingehalten wurde. Sie wies den
Rekurs mit der Begründung ab, dass der Beschwerdeführer den geltend gemachten
Revisionsgrund bei zumutbarer Sorgfalt bereits mit einem ordentlichen Rechtsmittel
hätte geltend machen können und der Beschwerdegegner damit zu Recht nicht auf das
Wiederaufnahmebegehren bezüglich des am 17. November 2015 verfügten
Sicherungsentzugs eingetreten sei. Sofern das Verwaltungsgericht zu demselben
Schluss gelangt, muss daher nicht weiter geprüft werden, ob die vom
Beschwerdeführer erst im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Unterlagen
einerseits überhaupt zuzulassen sind und andererseits die dreimonatige Frist zum
Einreichen eines Wiederaufnahmebegehrens eingehalten wurde.
2.3. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz im Wesentlichen zum Schluss,
dass es dem Beschwerdeführer ohne weiteres möglich gewesen wäre, bereits im
Verfahren des Sicherungsentzugs die Auskunft von Dr. sc. nat. H._ einzuholen, zumal
er ja stets davon ausgegangen sei, dass die auf LSD positive Urinprobe vom 23. April
2015 fehlerhaft gewesen sei. Sowohl der Hausarzt als auch der Beschwerdeführer
selbst (Auftraggeber des Hausarztes) hätten eine Bestätigungsanalyse der Urinprobe
beim Labor anfordern können. Schliesslich hätte er den Sicherungsentzug, der sich
unter anderem auf das positive LSD-Resultat im Urin gestützt habe, anzufechten und
spätestens dann den Beweisantrag auf eine Bestätigungsanalyse oder eine Auskunft
des Labors zu stellen gehabt. Der Beschwerdegegner hätte dann den Sachverhalt
entsprechend näher abklären müssen. Der Beschwerdeführer habe jedoch in jenem
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Verfahren keine schriftlichen Einwände eingebracht. Es gehe nicht an, nachträgliche
Mängel an den Laborresultaten geltend zu machen, die aufgrund grosser zeitlicher
Distanz und Vernichtung des Probematerials nicht mehr überprüft werden könnten.
Schliesslich stehe trotz der Auskunft von Dr. sc. nat. H._ nicht fest, dass es sich bei
der positiv ausgefallenen LSD-Urinprobe vom 23. April 2015 tatsächlich um ein falsch-
positives Resultat handle, auch dann nicht, wenn falsch-positive Resultate bei
denselben Personen oft wiederholt auftreten würden. Sodann sei die auf LSD positiv
ausgefallene Urinprobe nicht der einzige Grund für den Sicherungsentzug gewesen.
Während drei Monaten sei keine Urinprobe auf Cannabis untersucht worden. Es
würden damit keine nachträglich geänderten Verhältnisse vorliegen, die ein Eintreten
auf das Revisionsgesuch rechtfertigen würden.
Der Beschwerdeführer vertritt die Ansicht, dass es ihm nicht zumutbar gewesen sei,
zum damaligen Zeitpunkt ein ordentliches Rechtsmittel gegen die Verfügung vom
17. November 2015 zu ergreifen. Er habe erst am 30. August 2017 die schriftliche
Stellungnahme von Dr. sc. nat. H._ erhalten und dabei erfahren, dass positive
Screeningresultate immer eine Bestätigungsanalyse erfordern würden. Beim positiven
Screeningresultat im April 2015 sei keine solche Bestätigungsanalyse veranlasst
worden. Dafür sei der Auftraggeber, im vorliegenden Fall Dr. med. M._ verantwortlich.
Die (medizinische) Verantwortung für die korrekte Durchführung der Tests und deren
Interpretation liege damit bei Dr. med. M._ und nicht bei ihm, da es ihm nur schon an
medizinischem Fachwissen fehle. Zudem sei er nicht Auftraggeber, weshalb er keine
Bestätigungsanalyse hätte verlangen können. Es sei auch nicht zutreffend, dass er sich
nicht gegen das falsch-positive Ergebnis des LSD-Screeningtests gewehrt habe.
Nachdem das Ergebnis vorgelegen habe, habe er umgehend eine weitere Probe
abgegeben. Der falsch-positive LSD-Befund könne nun inzwischen durch die
Einnahme des Hustenmedikaments mit dem Wirkstoff "Ambroxol" erklärt werden. Er
habe vom Januar bis Mai 2015 nachweislich an einer zähen Bronchitis gelitten und
dieses Medikament rezeptfrei in der Apotheke geholt und eingenommen. Die Hürde zur
Ergreifung eines Rechtsmittels für einen juristischen Laien, wie er einer sei, sei als sehr
hoch einzustufen. Für ihn hätte deshalb keine Veranlassung bestanden, sich um die
sehr spezifischen medizinischen Fragestellungen zu kümmern und ein ordentliches
Rechtsmittel zu ergreifen. Hinsichtlich der nicht lückenlos vorhanden Urinproben sei
festzuhalten, dass faktisch höchstens zwei Urinproben auf Cannabis im Juni und
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August 2015 fehlen würden. Dies sei allerdings nicht ihm anzulasten, da Dr. med. M._
dafür verantwortlich gewesen sei, ihn rechtzeitig in unregelmässigen Abständen zur
Abstinenzkontrolle aufzubieten. Offenbar habe dieser die Kontrolle im Juni und August
2015 aufgrund eigener Ferienabwesenheit ausgelassen. Er habe damit nicht erkennen
können, dass der verantwortliche Arzt seine Arbeit nicht richtig mache.
2.4. Zu prüfen ist damit, ob es dem Beschwerdeführer aufgrund der geltend gemachten
Umstände tatsächlich nicht zumutbar war, den ordentlichen Rechtsmittelweg zu
beschreiten. Das vom Beschwerdeführer vorgebrachte Argument der für einen
juristischen Laien zu hohen Hürde für die Rechtsmittelerhebung ist aus zwei Gründen
nicht stichhaltig. Zum einen war der Beschwerdeführer auch als juristischer Laie bereits
fähig, sich im Rahmen des rechtlichen Gehörs schriftlich vernehmen zu lassen
(Schreiben vom 23. August 2014 betreffend die Erteilung des Führerausweises mit
Auflagen an den Beschwerdegegner, act. Strassenverkehrsamt 10). Damit bewies er,
dass er solche Verwaltungsverfahren durchaus gewohnt ist und damit umzugehen
weiss. Zum anderen holte sich der Beschwerdeführer beim Rechtsvertreter
unbestrittenermassen juristische Hilfe. Dies ergibt sich aus den Akten bzw. dem
Akteneinsichtsgesuch des Rechtsvertreters vom 4. Dezember 2015 (act.
Strassenverkehrsamt 76). Ob der Beschwerdeführer beim Rechtsvertreter noch
rechtzeitig bzw. vor Ablauf der Rechtsmittelfrist der Verfügung vom 17. November 2015
um Beratung bat oder nicht, ist ohne Belang, denn selbst die Unkenntnis der
Rechtsmittelfrist, welche allerdings der Verfügung zu entnehmen war, könnte dem
Beschwerdeführer nicht zum Vorteil gereichen (vgl. BGE 111 V 402 E. 3, 124 V 215 E. 2
b/aa). Daher ist ohne weiteres davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die
Erhebung des ordentlichen Rechtmittels zumutbar und möglich gewesen wäre. Daran
vermag auch nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer behauptet, erst nach Erhalt
der schriftlichen Stellungnahme von Dr. sc. nat. H._ vom 30. August 2017 vom falsch-
positiven LSD-Befund gewusst zu haben. Denn nur er allein wusste, ob er tatsächlich
LSD konsumierte hatte oder nicht. Die aus seiner Sicht fehlerhafte Urinprobe hätte er
damit sofort anzweifeln können und müssen, insbesondere nachdem die
nachfolgenden Tests sowie die Haarprobe vom 3. September 2015 negativ ausfielen.
Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, wären dem Beschwerdeführer daher mehrere
Möglichkeiten offen gestanden. Er hätte sich im Rahmen des rechtlichen Gehörs
vernehmen lassen und beim Beschwerdegegner einen Beweisantrag hinsichtlich der
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LSD-Probe stellen können. Auch hätte er bereits selbst eine Auskunft beim
Laborchemiker einholen oder zumindest Rücksprache mit seinem Hausarzt nehmen
können, um sich den möglicherweise falsch-positiven LSD-Befund erklären zu lassen.
Aber spätestens die Anfechtung der Verfügung betreffend Sicherungsentzug wäre ihm
möglich gewesen und er hätte auf den falsch-positiven LSD-Befund bzw. die
nachfolgenden negativen Tests aufmerksam machen können und müssen.
Allerdings ist die im April 2015 positiv auf LSD getestete Urinprobe nicht der einzige
Grund, welcher zum Sicherungsentzug führte. Der Beschwerdegegner führte in der
Verfügung vom 17. November 2015 überdies an, dass der Abstinenznachweis auf
Cannabis für vier Monate fehle. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liegt die
Verantwortung für den Nachweis und damit die Einhaltung der Auflagen bei ihm und
nicht beim Hausarzt. Zwar hat der Arzt den Beschwerdeführer unangekündigt und
kurzfristig aufzubieten, nichtsdestotrotz steht es dem Beschwerdeführer zu, den Arzt
auf allfällige offene Termine hinzuweisen bzw. nachzufragen. Im Übrigen muss er sich
auch das Verhalten seines Vertreters anrechnen lassen. Denn er selbst wählte Dr. M._
als seinen für die Durchführung der Abstinenznachweise zuständigen Arzt aus. Des
Weiteren fehlen nicht nur ein, sondern vier (März, Mai, Juni, August 2015)
Abstinenznachweise auf Cannabis, womit selbst der behauptete Grund einer
Ferienabsenz des Hausarztes im Sommer nicht verfängt. Dem Beschwerdeführer
waren die Auflagen und das dazugehörige Vorgehen seit längerer Zeit bekannt und
bewusst, wie sich unschwer daraus ergibt, dass er die Auflagen bis im März 2015
anstandslos einhielt. Der Beschwerdeführer vermag daher nicht nachvollziehbar zu
erklären, weshalb er diese Auflage nachher nicht mehr einhielt. Abschliessend gelangte
die Vorinstanz daher zu Recht zum Entscheid, dass es dem Beschwerdeführer
zumutbar und möglich gewesen wäre, ein ordentliches Rechtsmittel zu ergreifen (vgl.
Art. 81 Abs. 2 VRP). Bei diesem Ergebnis kann damit offenbleiben, ob die Frist zur
Einreichung des Wiederaufnahmegesuchs eingehalten wurde. Der Revisionsgrund im
Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. c VRP, wie ihn der Beschwerdeführer geltend macht (act.
vi. 9/8 S. 10, act. Strassenverkehrsamt 517), liegt ebenfalls nicht vor. Ein solcher ist
gegeben, wenn die Behörde wesentliche Tatsachen oder Beweismittel, die zur Zeit des
Erlasses der Verfügung oder des Entscheids bestanden hätten, nicht gekannt hat.
Revisionsbegründend sind nur Tatsachen, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits
bestanden haben (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1192). Die Stellungnahme von Dr. sc. nat.
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H._ bestand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 26. August 2015 noch nicht,
sondern wurde erst am 30. August 2017 verfasst. Die Beschwerde erweist sich folglich
als unbegründet und ist abzuweisen.
3.
3.1. Weiter verlangt der Beschwerdeführer die Feststellung der Nichtigkeit der
Verfügungen vom 25. August 2014, 26. August 2015 und 17. November 2015. Er macht
unter Verweis auf die von der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa) erlassene
Richtlinie Nr. 21 zur örtlichen Zuständigkeit im Administrativmassnahmeverfahren
geltend, dass der Kanton für den Erlass der abschliessenden Verfügung zuständig sei,
welcher das Verfahren eröffnet und daher auch bis zum Abschluss zu führen habe. In
diesem Fall wäre der Kanton Thurgau zuständig gewesen und nicht der
Beschwerdegegner. Die von der offensichtlich örtlich unzuständigen Stelle erlassene
Verfügung vom 25. August 2014 und die damit zusammenhängende Verfügung vom
26. August 2015 sei damit nichtig. Zudem habe der Einzelrichter des Kreisgerichts K._
mit Entscheid vom 11. August 2017 festgestellt, dass die Verfügung des
Strassenverkehrsamtes des Kantons Thurgau vom 3. September 2014 zumindest
bezüglich der Auflagen nichtig sei.
3.2. Die Nichtigkeit einer Verfügung muss von Amtes wegen beachtet werden; sie
kann von jedermann jederzeit geltend gemacht werden (vgl. etwa BGE 139 II 243 E.
11.2 ff., 137 III 217 E. 2.4.3, 133 II 366 E. 3.1; Urteil des BVGer B-5107/2016 vom
3. Mai 2018 E. 1.1.4; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl.
2016, N. 1096). Nichtig ist eine Verfügung nur ausnahmsweise, nämlich dann, wenn sie
an einem besonders schweren, offensichtlichen oder zumindest leicht erkennbaren
Mangel leidet und die Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährden würde.
Ansonsten ist ein fehlerhafter Verwaltungsakt nur anfechtbar, aber in der Regel nicht
nichtig (BGE 139 II 243 E. 11.2, 138 II 501 E. 3.1 und 137 I 273 E. 3.1, Cavelti/Vögeli,
a.a.O., Rz. 555.).
3.3. Vorliegend entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau dem
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. Juni 2013 den Lernfahrausweis auf
unbestimmte Zeit (Sicherungsentzug). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
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handelt es sich beim Sicherungsentzug weder um eine vorsorgliche Massnahme noch
um ein hängiges Administrativverfahren (vgl. Art. 22 Abs. 3 des
Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, SVG). Unbestritten ist, dass der
Beschwerdeführer seinen Wohnsitz am 2. Dezember 2013 in den Kanton St. Gallen
verlegt hatte. So ersuchte auch er selbst am 11. August 2014 beim Beschwerdegegner
- und nicht beim Strassenverkehrsamt im Kanton Thurgau - um Erteilung des
Lernfahrausweises, welcher in der Folge dem Gesuch unter Einhaltung von Auflagen
mit Verfügung vom 25. August 2014 entsprach. Für die Erteilung von Ausweisen ist der
Wohnsitzkanton (Art. 22 Abs. 1 SVG) und im vorliegenden Fall damit der
Beschwerdegegner zuständig. Zu diesem Ergebnis gelangte auch der Einzelrichter des
Kreisgerichts in seinem Entscheid vom 11. August 2017 (E. 1d). Ebenso enthält die
vom Beschwerdeführer eingereichte asa Richtlinie Nr. 21 (act. vi. 9, nicht publiziert
unter: https://asa.ch/online-bibliothek/richtlinien/) Ziff. 3 und 4 keine abweichende
Regelung, da kein Anwendungsfall von Ziff. 4.3 (Wohnsitzwechsel während eines
laufenden Verfahrens) vorliegt. Wie bereits die Vorinstanz zu Recht feststellte, erweisen
sich die Verfügung vom 25. August 2014 und die damit zusammenhängenden
Verfügungen vom 26. August 2015 und 17. November 2015 nicht als nichtig. Es kann
somit offenbleiben, ob überhaupt ein Anspruch auf einen Feststellungsentscheid
bestünde, was die Vorinstanz verneint hat (angefochtener Entscheid E. 4.b und
Entscheid der Vorinstanz IV-2016/54 vom 29. September 2016 E. 4.b [act.
Strassenverkehrsamt 506]).
4. Die Beurteilung eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege zusammen mit dem
Endentscheid ist insbesondere in denjenigen Fällen nicht zu beanstanden, in denen
das Gesuch mit der Eingabe in der Hauptsache verbunden wird und, wie vorliegend
(vgl. Beschwerdeergänzung vom 2. November 2018), keine weiteren Vorkehren des
Rechtsvertreters erforderlich sind (vgl. BGer 4A_20/2011 vom 11. April 2011 E. 7.2.2
mit Hinweis). Der Entscheid über das Begehren fällt in die Zuständigkeit des
Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 6 des Reglements über die Organisation und den
Geschäftsgang des Verwaltungsgerichts, sGS 941.22). Die unentgeltliche Rechtspflege
wird gewährt, wenn der Gesuchsteller bedürftig und das von ihm angestrebte
Verfahren nicht aussichtslos ist (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272 ZPO], und Art. 29 Abs. 3 erster Satz der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [SR 101, BV]). Als
https://asa.ch/online-bibliothek/richtlinien/
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aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich
geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet
werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich
Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig
geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine
Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde,
nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet. Diese vom Bundesgericht
zum Begriff der Aussichtslosigkeit gemäss Art. 29 Abs. 3 BV entwickelte Praxis ist auch
für die Auslegung von Art. 117 Ingress und lit. b ZPO zu berücksichtigen (vgl. BGE 138
III 217 E. 2.2.4 mit Hinweis).
Im vorliegenden Beschwerdeverfahren war "lediglich" und im Rahmen der
eingeschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts (Art. 61 VRP) zu beurteilen, ob die
Vorinstanz, ein mit voller Kognition entscheidendes erstinstanzliches Gericht, zu Recht
den Rekurs des Beschwerdeführers gegen das Nichteintreten des Beschwerdegegners
auf das vom Beschwerdeführer beantragte Wiederaufnahmeverfahren abwies. Beim
Wiederaufnahmeverfahren nach Art. 81 ff. VRP handelt es sich um ein
ausserordentliches bzw. subsidiäres Rechtsmittel, welches nur bei Vorliegen
besonderer Voraussetzungen behandelt wird (Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches
Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015, Rz. 2013; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1182). Sowohl vom
Sachverhalt als auch von der Rechtslage her waren die Gewinnaussichten des vom
Beschwerdeführers angestrebten Verfahrens von Anfang an als beträchtlich geringer
einzustufen als die Verlustgefahren. Zudem verfügt der Beschwerdeführer über eine
Rechtsschutzversicherung (act. 14, S. 2 Ziff. 7), weshalb es auch an der Bedürftigkeit
des Beschwerdeführers fehlt (vgl. BGer 8C_607/2013 vom 28. November 2013 E. 6.3).
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren
ist deshalb abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten vom
Beschwerdeführer zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500
erscheint angemessen (Art. 7 Ziffer 212 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Ausseramtliche Kosten sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zu entschädigen
(Art. 98 Abs. 1 und 98 VRP).bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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