Decision ID: 5fc72dd2-f30a-5d69-a381-7825df0a977c
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ erlitt am 5. Oktober 2016 einen Autounfall. Er war infolgedessen bis 31.
Januar 2017 zu 100% arbeitsunfähig (vgl. UV-act. 1, 11-4). Die Schadenmeldung UVG
erfolgte am 2. Februar 2017 durch die B._ GmbH, Luzern, bei welcher A._ gemäss
Arbeitsvertrag vom 24. September 2016 ab dem 1. Oktober 2016 als Berufsarbeiter/
Hilfsschaler angestellt war (vgl. UV-act. 1, 14).
A.b Mit Schreiben vom 7. Februar 2017 forderte die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) die B._ GmbH auf, ihr verschiedene
Unterlagen zur Beurteilung der Arbeitnehmerschaft von A._ einzureichen (UV-act. 2).
Dieser erhielt das Schreiben zur Kenntnis (UV-act. 3).
A.c Mit Schreiben vom 8. Februar 2017 wurde A._ von der Suva aufgefordert, zur
Ergänzung der Schadenmeldung einen Fragebogen auszufüllen (UV-act. 7).
A.d Am 10. Februar 2017 forderte die Suva die B._ GmbH auf, die Gründe für die
Verzögerung der Unfallmeldung zu benennen (UV-act. 8).
A.e Am 16. Februar 2017 teilte A._ der Suva telefonisch mit, dass er alle ihm zur
Verfügung stehenden Unterlagen einreichen werde. Er habe mit der B._ GmbH
telefoniert, diese weigere sich jedoch, ihm Unterlagen auszuhändigen; warum wisse er
nicht (UV-act. 10). Gleichentags reichte er der SUVA mehrere Unterlagen
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(insbesondere: Arbeitsvertrag, Arztzeugnis, Fragebogen, Unfallschein UVG) per Mail ein
(UV-act. 11).
A.f Auf telefonische Anfrage vom 21. Februar 2017 hin teilte Dr. med. C._, Facharzt
Innere Medizin, der Suva mit, dass der Eintrag auf dem Unfallschein, wonach A._ seit
2013 zu 100% arbeitsunfähig als Schaler/Gipser sei, stimme (vgl. UV-act. 19).
A.g Mit -per Einschreiben versandtem- Schreiben vom 28. Februar 2017 verlangte die
Suva unter Ansetzung einer Frist erneut sowohl von A._ als auch von der B._
GmbH, welche die Anfrage vom 10. Februar 2017 nicht beantwortet hatte,
verschiedene Unterlagen zur Beurteilung der Arbeitnehmerschaft von A._
einzureichen, verwies auf deren Auskunfts-/Mitwirkungspflichten und machte auf die
Folgen bei deren Verletzung aufmerksam (UV-act. 24 f.).
A.h Am 1. März 2017 meldete sich der Sohn von A._ telefonisch bei der Suva und
informierte diese darüber, dass sein Vater bereits Unterlagen eingereicht und die B._
GmbH kontaktiert habe, diese sich aber weigere, der Suva Unterlagen zur Verfügung
zu stellen (UV-act. 26). Am 15. März 2017 erkundigte sich der Sohn von A._ bei der
Suva telefonisch, ob die B._ GmbH Unterlagen eingereicht habe (UV-act. 29).
A.i Mit Schreiben vom 30. März 2017 stellte die Suva der B._ GmbH das Schreiben
vom 28. Februar 2017, welches nicht abgeholt worden war, erneut zu (UV-act. 30).
A.j Mit Verfügung vom 11. April 2017 teilte die Suva A._ mit, sie könne keine
Versicherungsleistungen erbringen, weil aufgrund der vorhandenen Akten nicht
bewiesen sei, dass er zum Zeitpunkt des Unfalles bei der B._ GmbH zu den auf der
Schadenmeldung angegebenen Konditionen tätig gewesen sei (UV-act. 32).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob A._, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Jonas
Steiner, schadenanwaelte.ch AG, Basel, mit Schreiben vom 17. Mai 2017 Einsprache
(UV-act. 37). Am 21. Juni 2017 reichte der Rechtsvertreter die Einsprachebegründung
nach (UV-act. 43).
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B.b Mit Einspracheentscheid vom 7. September 2017 wies die Suva die Einsprache ab
(UV-act. 54).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 7. September 2017 liess A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 10. Oktober 2017 durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde
erheben mit folgenden Anträgen: 1. Die Verfügung vom 11. April 2017 und der
Einspracheentscheid vom 7. September 2017 seien aufzuheben. 2. Es sei die Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die
gesetzlichen Leistungen gemäss UVG auszurichten. 3. Eventualiter sei die
Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4.
Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der
Unterzeichnete als unentgeltlicher Vertreter einzusetzen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 10. Oktober 2017 und die
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 7. September 2017 (act. G 5).
C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 8).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden,
nachdem ein Ereignis vom 5. Oktober 2016 zu beurteilen ist, die bis 31. Dezember
2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
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2.1 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht haben von
sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts
zu sorgen. Rechtserheblich sind dabei alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt,
ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (BGE 115 V 133 E.
8a; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundrisse des
Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 N 4.). Der
Untersuchungsgrundsatz ist in Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) festgelegt. Danach
prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von
Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der
Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in
den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158
E. 1a, je mit Hinweisen). Die Mitwirkungspflicht bildet eine gewisse Ergänzung und
Einschränkung des Untersuchungsgrundsatzes, darf aber nicht zu dessen Aufhebung
führen. Besondere Bedeutung hat die Mitwirkungspflicht dann, wenn der Sachverhalt
ohne Mitwirkung der betroffenen Person gar nicht (weiter) abgeklärt werden kann (BGE
122 V 157 E. 1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015,
N 9 und 13 zu Art. 43 ATSG; LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 2 f.). So bestimmt Art.
28 Abs. 1 ATSG, dass die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der
Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer
Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die
zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen
erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere
Personen, welche Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten
in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der
Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er
muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen;
ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).
2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe den
Sachverhalt unzureichend abgeklärt und zu Unrecht gestützt auf eine ungenügende
Aktenlage entschieden. Nicht er, sondern die B._ GmbH habe die Auskunfts- bzw.
Mitwirkungspflicht verletzt. Aus dem schuldhaften Verhalten der B._ GmbH dürfe ihm
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kein finanzieller Nachteil erwachsen (act. G 1-5). Die Beschwerdegegnerin hält
dagegen, dass sie alle Nachforschungen getätigt habe, die ihr möglich gewesen seien
(vgl. act. G 5, Rz. 4.1), namentlich habe sie sowohl den Beschwerdeführer als auch die
B._ GmbH mehrmals (auch mittels Mahnschreiben) dazu aufgefordert, Unterlagen
einzureichen (vgl. UV-act. 2 f., 8, 24 f., 28, 30), sich mit dem Hausarzt des
Beschwerdeführers in Verbindung gesetzt (vgl. UV-act. 5, 9, 17, 19, 20, 23), den IK-
Auszug eingeholt (UV-act. 46)
sowie im Rahmen des Einspracheverfahrens weitere aktuelle Auskünfte bei den
betroffenen kantonalen Sozialversicherungsanstalten (St.Gallen, Zürich, Luzern)
eingeholt (vgl. UV-act. 51 ff.).
2.3 Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass eine Verletzung der
Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht nur massgebend ist, wenn sie auf die versicherte
bzw. leistungsbeanspruchende Person zurückgeht. Wird die Auskunfts- oder
Mitwirkungspflicht beispielsweise durch eine Arbeitgeberin nicht erfüllt, kann dies nicht
zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist (Entscheid
aufgrund der Akten). In solchen Fällen ist der massgebende Sachverhalt mittels
sonstiger Abklärungsmassnahmen zu ermitteln (KIESER, a.a.O., N 90 zu Art. 43 ATSG).
Die Beschwerdegegnerin hat solche Abklärungsmassnahmen vorgenommen, indem sie
eigene Nachforschungen zur Eruierung des rechtserheblichen Sachverhalts angestellt
hat (vgl. Erwägung 2.2). Die Untersuchungen sind einzustellen, wenn die Akten
vollständig sind, d.h. wenn die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen,
welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung
dieser Beweismittel mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 60) einen
bestimmten Sachverhalt ergibt (KIESER, a.a.O., N 27 zu Art. 43 ATSG). Wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen, lässt sich anhand der von der
Beschwerdegegnerin eingeholten sowie vom Beschwerdeführer eingereichten Akten
ein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt feststellen. Demzufolge erübrigen sich
weitere Ausführungen zur Frage der Erfüllung der Untersuchungs- bzw. Auskunfts-
oder Mitwirkungspflicht.
3.
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Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob zwischen dem Beschwerdeführer und der
B._ GmbH im Zeitpunkt des Unfalls vom 5. Oktober 2016 ein Arbeitsverhältnis
bestanden hat, der Beschwerdeführer demgemäss als Arbeitnehmer der B._ GmbH
zu qualifizieren war und daher gegenüber der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf
Versicherungsleistungen besteht (vgl. dazu Art. 66 Abs. 1 lit. b UVG).
3.1 Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a UVG sind die in der Schweiz beschäftigten
Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lernende, Praktikanten, Volontäre
sowie die in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Personen obligatorisch versichert.
Als Arbeitnehmer nach Art. 1a Abs. 1 UVG gilt, wer eine unselbständige
Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) ausübt (Art. 1 UVV). Durch die
Rechtsprechung wird im Sinne leitender Grundsätze als Arbeitnehmer gemäss UVG
bezeichnet, wer um des Erwerbes oder der Ausbildung willen für einen Arbeitgeber
mehr oder weniger untergeordnet, dauernd oder vorübergehend tätig ist, ohne hierbei
ein eigenes wirtschaftliches Risiko tragen zu müssen (Urteile des Bundesgerichts vom
5. Mai 2015, 8C_116/2015, E. 2.1, und vom 4. August 2015, 8C_254/2015, E. 3). Aus
diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch
anwendbaren Lösungen ableiten. Im Regelfall besteht zwischen Arbeitnehmer und
Arbeitgeber ein Arbeitsvertrag gemäss Art. 319 ff. des Obligationenrechts (OR; SR
220). Ist ein solches Rechtsverhältnis gegeben, besteht kaum mehr ein Zweifel, dass es
sich beim Arbeitnehmer um einen solchen gemäss UVG handelt. Dennoch ist das
Vorhandensein eines Arbeitsvertrages gemäss Art. 1a Abs. 1 UVG nicht Voraussetzung
für die Versicherteneigenschaft. Liegt kein Arbeitsvertrag vor, muss anhand anderer
Umstände das Vorhandensein des geltend gemachten Arbeitsverhältnisses mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt betrachtet werden
können (Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2014, 8C_183/2014, E. 7.1).
3.2 Im Recht liegt ein Arbeitsvertrag vom 24. September 2016 zwischen der B._
GmbH und dem Beschwerdeführer, wonach ab 1. Oktober 2016 eine Anstellung als
Hilfs-Schaler mit einem Arbeitspensum von 100% vereinbart wurde (UV-act. 14).
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer diesen Arbeitsvertrag nicht erfüllen
konnte, da er seit 2013 als Schaler/Gipser zu 100% arbeitsunfähig gewesen war (UV-
act. 11-10, 19; act. G 1.3). Der Beschwerdeführer bringt indessen vor, er habe bei der
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B._ GmbH im Rahmen eines Arbeitsversuchs als Chauffeur gearbeitet (UV-act. 43;
act. G 1).
3.3 Dr. C._ bestätigte mit Schreiben vom 13. Juni 2017 (UV-act. 44; act. G 1.3), dass
ein Arbeitsversuch als Chauffeur für einige Stunden am Tag mit dazwischenliegenden
Pausen, in denen sich der Beschwerdeführer habe bewegen können, realistisch
gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe Kollegen von einer Baustelle zur anderen
gefahren und habe dazwischen Pausen gehabt. Dr. C._ stützte sich dabei
offensichtlich ausschliesslich auf Angaben des Beschwerdeführers (vgl. act. G 1.3).
Bezüglich dieser ist zu prüfen, ob auf sie abgestellt bzw. davon ausgegangen werden
kann, dass das vom Beschwerdeführer beschriebene Arbeitsverhältnis tatsächlich
bestanden hat. Der Arbeitsvertrag vom 24. September 2016 betreffend eine Anstellung
als Hilfs-Schaler in einem Arbeitspensum von 100% stellt jedenfalls keinen
überzeugenden Nachweis für eine Vereinbarung über einen Arbeitsversuch als
Chauffeur dar. Wie in Erwägung 3.2 ausgeführt, hat ein Arbeitsverhältnis als Hilfs-
Schaler unstreitig nie bestanden. Unbestritten ist auch, dass betreffend eine
versuchsweise Anstellung als Chauffeur kein schriftlicher Arbeitsvertrag zwischen dem
Beschwerdeführer und der B._ GmbH vorliegt. Dementsprechend sind die gesamten
Umstände des vorliegenden Einzelfalls zu beurteilen (vgl. Erwägung 3.1).
3.4 Ein massgebender Hinweis für das geltend gemachte Arbeitsverhältnis zwischen
dem Beschwerdeführer und der B._ GmbH wäre der Nachweis einer Lohnzahlung.
Den Akten lässt sich indessen nicht entnehmen, dass die B._ GmbH dem
Beschwerdeführer jemals einen Lohn ausbezahlt hat. Der Beschwerdeführer macht
diesbezüglich geltend, es könne ihm nicht angelastet werden, dass die B._ GmbH es
nicht für nötig erachtet habe, ihm für die fünf Arbeitstage bis zum Unfall eine
Lohnabrechnung vorzulegen (UV-act. 43-4). Dieser Einwand vermag insofern nicht zu
überzeugen, als der Beschwerdeführer nicht geltend macht, keinen Lohn erhalten zu
haben. Eine Lohnzahlung, welche auch ohne Abrechnung erfolgen kann, wäre bei
Bestehen eines Arbeitsverhältnisses zu erwarten und ein Kontoauszug hätte
ausgereicht, um eine solche zu belegen. Letzteren hätte gerade der Beschwerdeführer
unabhängig von der Mitwirkung der B._ GmbH vorlegen können. Im Recht liegt dafür
ein durch die Beschwerdegegnerin eingeholter IK-Auszug des Beschwerdeführers vom
30. Mai 2016. In diesem ist ebenfalls kein von der B._ GmbH ausbezahltes
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Einkommen registriert, von welchem die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen
worden wären. Erfasst ist einzig ein Einkommen einer anderen Arbeitgeberin aus dem
Jahr 2013 (UV-act. 46). Die Beschwerdegegnerin hat sich am 28. August 2017
nochmals bei allen infrage kommenden Ausgleichskassen (Luzern/St.Gallen/Zürich)
danach erkundigt, ob für das Jahr 2016 Beiträge abgerechnet worden seien, was
indessen von allen verneint wurde (vgl. UV-act. 51, 52, 53). Die Ausgleichskasse Luzern
teilte überdies mit, dass sich der Beschwerdeführer nicht auf der Lohnmeldung 2016
der B._ GmbH befunden habe (UV-act. 51). Als weiteres Indiz gegen ein
Arbeitsverhältnis in Form eines Arbeitsversuchs des Beschwerdeführers als Chauffeur
bei der B._ GmbH ist zu werten, dass das Unfallfahrzeug, welches vom
Beschwerdeführer gelenkt wurde, nicht auf die B._ GmbH, sondern auf eine andere
GmbH zugelassen war, welche nicht mit der B._ GmbH in Verbindung steht (vgl. UV-
act. 31-3). Darüber hinaus ist zu bemerken, dass die Beschreibung des angeblichen
Arbeitsverhältnisses als "Arbeitsversuch" äusserst vage klingt und die Verwirklichung
eines solchen zusätzlich fraglich erscheinen lässt.
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass lediglich die Erklärung des
Beschwerdeführers, er sei im Unfallzeitpunkt bei der B._ GmbH als Chauffeur
angestellt gewesen, vorliegt. Der Beschwerdeführer hat dafür weder beweisende
Belege beigebracht noch liess sich die Angabe anhand der Abklärungen der
Beschwerdegegnerin belegen. Vielmehr sprechen die vorliegenden Fakten gegen ein
solches Arbeitsverhältnis. Ein Anstellungsverhältnis bei der B._ GmbH ist unter
Würdigung der gesamten Umstände zu bezweifeln und damit nicht im geforderten
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Dies hat zur Folge, dass
vorliegend nicht von einer Versicherteneigenschaft bzw. Unfallversicherungsdeckung
des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Unfalls bei der Beschwerdegegnerin
ausgegangen werden kann und die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht
abgelehnt hat.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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4.3 Schliesslich ist vorliegend noch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu
prüfen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass dem Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers mit Schreiben vom 17. Januar 2018 letztmalig eine Frist gesetzt
worden ist, um das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege samt Unterlagen
einzureichen. Gleichzeitig wurde ihm angedroht, dass unvollständige Angaben bzw.
fehlende Belege zur Abweisung des Gesuchs führen würden (act. G 8; vgl. dazu Art. 17
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Grundsätzlich setzt
die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege voraus, dass die folgenden Kriterien
kumulativ erfüllt sind: Finanzielle Bedürftigkeit, keine Aussichtslosigkeit des Verfahrens
und die Vertretung ist notwendig oder doch geboten (BGE 98 V 117 E. 2). Für die
Beurteilung der finanziellen Bedürftigkeit ist auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des
Entscheids abzustellen (BGE 108 V 265 E. 4; KIESER, a.a.O., N 190 zu Art. 61 ATSG).
Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, dass er über kein Einkommen
sowie über kein relevantes Vermögen verfüge, von seinen Familienmitgliedern
unterstützt werde und zusammen mit seinem Sohn und dessen Ehefrau in einer
Wohnung lebe (act. G 1-6). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte eine
Auskunft des Finanzdepartements St. Gallen vom 19. Januar 2018 ein, wonach für das
Jahr 2016 weder eine Erwerbstätigkeit noch ein entsprechendes Erwerbseinkommen
des Beschwerdeführers bekannt sei. Da der Beschwerdeführer zudem der
Quellensteuer unterliegen würde, existiere auch keine Steuererklärung (act. G 9).
Weitere Belege wurden nicht vorgelegt. Anhand der vorgenannten Auskunft des
Finanzdepartements St. Gallen, welche sich ausschliesslich auf das Jahr 2016 bezieht,
kann jedoch nicht eruiert werden, ob der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt
bedürftig ist, oder ob er allenfalls über Einkünfte verfügt (bspw. Lohn, Sozialleistungen).
Somit ist das Erfordernis der finanziellen Bedürftigkeit vorliegend nicht nachgewiesen
und die unentgeltliche Rechtspflege damit nicht zu gewähren.