Decision ID: 3398c380-96ba-4695-bbdb-5c0eede4717e
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft am 19. Oktober 2004 die Liegenschaft Z. in Y. im Eigentum von A. mit einer Grundbuchsperre belegte (act. 6.1) und im  Verlaufe des Verfahrens weitere Vermögenswerte von A. ;
- A. und dessen Ehefrau B. im Herbst 2006 aus der genannten Liegenschaft
auszogen und die C. AG in Y. seit dem 20. September 2006 mit der  der Liegenschaft beauftragt ist (act. 1.1, S .1 und 2);
- in den Jahren 2009 und 2010 mehrere Schäden an der Liegenschaft Z. auf-
traten, welche eine Sanierung unabdingbar machen (act. 1.9, act. 1.1, S. 2);
- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 4. April 2011 Fr. 200'000.-- aus
den beschlagnahmten Vermögenswerten von A. für  und die seit dem 1. Januar 2011 laufenden Unterhalts- und  der Liegenschaft Z. zur Verfügung stellte (act. 1.1, S. 3);
- A. mit Beschwerde vom 14. April 2011 die vollumfängliche Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Auferlegung der Sanierungskosten der Liegenschaft Z. in Y. auf die Bundesanwaltschaft, respektive die  beantragt (act. 1, Ziff. I.);
- die Bundesanwaltschaft in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2011 be-
antragt, die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu  des Beschwerdeführers abzuweisen (act. 6);
- A. in seiner Beschwerdereplik vom 24. Mai 2011 sinngemäss an seiner Be-
schwerde festhält (act. 8).

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG und Art. 19 Abs. 1 des Orga-
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nisationsreglements vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [ BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]);
- der Beschwerdeführer am 5. April 2011 von der angefochtenen Verfügung
Kenntnis erlangte und am 14. April 2011 Beschwerde erhob (act. 1, Ziff. II.1), die Beschwerde somit form- und fristgerecht eingereicht wurde (Art. 396 Abs. 1 StPO);
- der Beschwerdeführer als Eigentümer der beschlagnahmten Vermögens-
werte direkt betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 382 Abs. 1 StPO);
- die Schäden an der Liegenschaft Z. in Y. von keiner Partei bestritten sind
und eine ausbleibende Sanierung zu einem enormen Schaden führen  (act. 1, Ziff. 6);
- der Beschwerdeführer der vorzeitigen Verwertung der Liegenschaft zuge-
stimmt hat (act. 1, Ziff. 5; act. 6, Ziff. 9) und die Liegenschaft ohne  nicht veräussert werden könnte, womit die anfallenden Kosten  im Sinne von Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB darstellen und die Finanzierung der Sanierung durch Verwendung der ebenfalls dem  zuzurechnenden Vermögenswerte somit angebracht ist;
- die der Bundesanwaltschaft vorgeworfene Verletzung der Sorgfaltspflicht
(act. 1, Ziff. 5) durch den Geschädigten im heutigen Verfahrensstadium  auf dem Weg der Staatshaftung gegen die Bundesanwaltschaft nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 14. März 1958 über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und  (Verantwortlichkeitsgesetz, VG; SR 170.32) geltend zu machen ist, nachdem die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene StPO keine  Klage auf Schadenersatz infolge einer Sorgfaltspflichtverletzung der Strafverfolgungsbehörden vorsieht;
- auf die Beschwerde aus den oben genannten Gründen nicht eingetreten
wird;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem  aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festgesetzt und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet wird und der  von Fr. 1'000.-- dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten ist (Art. 73
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StBOG und Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren, BStKR; SR 173.713.162);
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