Decision ID: 4359052c-d061-4095-b8ff-690cd952bf63
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend versuchte schwere Körperverletzung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom 11. Juni 2020 (DG190322)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 15. Oktober
2019 (Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 47 S. 29 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne
von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-
setzt.
4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins ab
9. September 2018 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das
Genugtuungsbegehren abgewiesen.
5. Rechtsanwalt lic. iur. X2._ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten mit
Fr. 12'870.50 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
6. Rechtsanwältin lic. iur. Y._ wird als unentgeltliche Rechtsbeiständin des Privatklägers
mit Fr. 12'091.– aus der Gerichtskasse entschädigt.
7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 3'600.– Gebühr Strafuntersuchung
Fr. 20.– Zeugenentschädigung
Fr. 12'870.50 amtliche Verteidigung
Fr. 12'091.– unentgeltliche Rechtsverbeiständung Privatklägerschaft
8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten
auferlegt, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung der Privatklägerschaft.
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9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung der
Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nach-
forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
10. [Mitteilung]
11. [Rechtsmittel]"
Berufungsanträge:
a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 49 S. 2; Urk. 79 S. 1):
1. Es sei der Beschuldigte vollumfänglich freizusprechen.
2. Es sei die Anschlussberufung vollumfänglich abzuweisen.
3. Eventualiter sei der Beschuldigte im Falle eines Schuldspruches zu einer
Geldstrafe in Höhe von 180 Tagessätzen à CHF 30.00 zu verurteilen.
4. Subeventualiter sei der Beschuldigte im Falle eines Schuldspruches zu einer
Freiheitsstrafe von 6 Monaten zu verurteilen.
5. Der mögliche Vollzug der Strafe sei in jedem Fall mit einer Probezeit von
einem Jahr vollumfänglich aufzuschieben.
6. Die Forderungen des Privatklägers seien auf den Zivilweg zu verweisen.
7. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten sei im Rahmen der beiliegen-
den Kostennote (inkl. MwSt. und 4 % Spesenpauschale) zu entschädigen.
8. Die Kosten der Untersuchung, der beiden gerichtlichen Verfahren (Vo-
rinstanz und Berufung), der amtlichen Verteidigungen sowie der unentgeltli-
chen Rechtsverbeiständung des Privatklägers seien vollumfänglich sowie
endgültig auf die Staatskasse zu nehmen.
9. [Antrag auf Wechsel der amtlichen Verteidigung]"
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b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 59 S. 2; Urk. 81 S. 1):
1. Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils in Bezug auf den Schuldpunkt (Dis-
po. Ziff. 1)
2. Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten
3. Aufschub der Freiheitsstrafe im Umfang von 15 Monaten, Probezeit 2 Jahre
und Vollzug der Freiheitsstrafe im Umfang von 12 Monaten
c) der Privatklägerschaft (Urk. 82 S. 2):
1. Das vorinstanzliche Urteil sei zu bestätigen, der Beschuldigte entsprechend
im Sinne der Anklageschrift schuldig zu sprechen und zu verpflichten, dem
Privatkläger eine Genugtuung von CHF 3'000.– zuzgl. Zins von 5% ab dem
9. September 2018 zuzusprechen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Staatskasse.

Erwägungen:
I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales
1. Verfahrensgang
1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-
dung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz
im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 47 S. 3 E. I.1.).
1.2. Der Beschuldigte wurde mit Urteil der Vorinstanz vom 11. Juni 2020 ge-
mäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv schuldig gesprochen und
bestraft. Gegen dieses Urteil meldete er mit Eingabe vom 22. Juni 2020 fristge-
recht Berufung an (Urk. 42). Nach Zustellung des begründeten Urteils erklärte er
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innert Frist Berufung, stellte gleichzeitig einen Beweisantrag auf Einholung eines
medizinischen Gutachtens und beantragte einen Wechsel der amtlichen Verteidi-
gung (Urk. 49; vgl. dazu auch Urk. 46/2). Mit Verfügung vom 17. September 2020
wurde Rechtsanwalt lic. iur. X2._ Frist angesetzt, um zum beantragten
Wechsel der amtlichen Verteidigung Stellung zu nehmen (Urk. 52; vgl. dazu auch
Urk. 56-58/1-2). Mit Verfügung vom 9. Oktober 2020 wurde Rechtsanwalt lic. iur.
X2._ als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten entlassen und ersucht, die
Kostennote für seine Bemühungen im Berufungsverfahren einzureichen. Als neu-
er amtlicher Verteidiger wurde Rechtsanwalt MLaw X1._ bestellt. Sodann
wurde dem Privatkläger und der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um zu erklä-
ren, ob Anschlussberufung erhoben wird, oder um begründet ein Nichteintreten
auf die Berufung zu beantragen sowie um zum Beweisantrag des Beschuldigten
Stellung zu nehmen (Urk. 54).
1.3. Mit Eingabe vom 13. Oktober 2020 erhob die Staatsanwaltschaft An-
schlussberufung (Urk. 59). Mit Eingabe vom 2. November 2020 teilte der Privat-
kläger mit, dass er auf eine Stellungnahme zum Beweisantrag und auf An-
schlussberufung verzichte (Urk. 61). Mit Verfügung vom 4. November 2020 wurde
dem Beschuldigten und dem Privatkläger eine Kopie der Anschlussberufungser-
klärung der Staatsanwaltschaft zugestellt und Letzterer abermals Frist angesetzt,
um zum Beweisantrag des Beschuldigten obligatorisch Stellung zu nehmen (Urk.
63).
1.4. Mit Eingabe vom 1. Dezember 2020 reichte Rechtsanwalt lic. iur. X2._
seine Kostennote ein und am 7. Dezember 2020 wurde der beantragte Betrag zur
Zahlung angewiesen (Urk. 65-67A).
1.5. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 wurde der Staatsanwaltschaft
abermals obligatorisch Frist angesetzt, um zum Beweisantrag des Beschuldigten
Stellung zu nehmen (Urk. 68), welcher Aufforderung sie mit Eingabe vom
15. Dezember 2020 nachkam (Urk. 70). Mit Verfügung vom 28. Dezember 2020
wurde der Beweisantrag des Beschuldigten abgewiesen (Urk. 72; vgl. dazu auch
Urk. 74).
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1.6. Am 27. September 2021 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit
des Beschuldigten und seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt
MLaw X1._, Staatsanwältin lic. iur. Françoise Stadelmann sowie der unent-
geltlichen Rechtsvertreterin des Privatklägers, Rechtsanwältin lic. iur. Y._,
statt (Prot. II S. 8 ff.).
2. Umfang der Berufung und der Anschlussberufung
Der Beschuldigte verlangt einen vollumfänglichen Freispruch mit entsprechender
Regelung der Nebenfolgen und die Staatsanwaltschaft eine schärfere Bestrafung.
Nicht angefochten wurden Dispositiv-Ziffer 5, 6 und 7 (Kosten- und Entschädi-
gungsregelung) des vorinstanzlichen Urteils, die damit rechtskräftig wurden, was
in Form eines Beschlusses festzuhalten hat. Im Berufungsverfahren zur Dispositi-
on stehen die Dispositiv-Ziffern 1 bis 4 sowie 8 und 9 des vorinstanzlichen Urteils.
3. Prozessuales
1.1. Die massgeblichen Strafanträge (wegen Körperverletzung und Tätlichkeit)
liegen vor (Urk. 1/2-3).
1.2. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten
Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies
in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit
Erwähnung findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem An-
spruch auf rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu
begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen,
von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid
stützt. Es darf sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und
muss sich nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem recht-
lichen Einwand auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässi-
ger Motivationsaufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt
sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf
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jedes Argument gefordert würde (vgl. dazu statt Weiterer Urteil des Bundesgerich-
tes 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).
II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
1. Anklagevorwurf
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, was folgt: Am 9. September 2018, um
ca. 05.20 Uhr, sei es an der B._-strasse ... in Zürich ..., auf der C._, vor
der "D._" zu einer verbalen und tätlichen Auseinandersetzung zwischen ihm
und einer Gruppe nicht näher bekannter Männer gekommen, in welche Aus-
einandersetzung der als Türsteher vor der "D._" im Einsatz stehende
Privatkläger E._ eingegriffen habe. Im weiteren Verlauf habe sich die Wut
des Beschuldigten zusehends auf den Privatkläger verlagert, so dass dieser einen
ersten, drohenden tätlichen Angriff des Beschuldigten auf ihn mit dem Einsatz des
Pfeffersprays abzuwenden vermocht habe. In der Folge habe sich der Beschul-
digte an den auf der C._ befindlichen Brunnen begeben, an welchem er sich
aufgrund des zuvor erfolgten Pfefferspray-Einsatzes die Augen ausgewaschen
habe. Daraufhin habe der Beschuldigte das metallene, ca. 22 cm lange und rund
950 Gramm schwere Abflussrohr des Brunnens behändigt, sich erneut dem Pri-
vatkläger genähert und diesem damit seitlich dermassen gegen dessen linke
Kopfhälfte geschlagen, wobei er ihn am linken Unterkiefer getroffen habe, so dass
der Privatkläger zusammengebrochen sei und das Bewusstsein kurzzeitig verlo-
ren habe. Durch den Schlag gegen den Kopfbereich, insbesondere durch den
Bewusstseinsverlust, habe durch die behandelnden Ärzte eine Gehirnerschütte-
rung nicht ausgeschlossen werden können. Zudem habe der Privatkläger ein
leichtes Schleudertrauma der Halswirbelsäule erlitten. Des Weiteren habe er wäh-
rend mehrerer Tage Kopfschmerzen und Schwindel verspürt, so dass er während
sieben Tagen als arbeitsunfähig gegolten habe. Der Beschuldigte habe gewusst,
dass ein Schlag, wie er ihn ausgeführt habe, mit einem rund 22 cm langen, rund
4 cm dicken und rund 950 Gramm schweren Messingrohr gegen den Kopf eines
Menschen geeignet ist, um schwere, ja lebensgefährliche Verletzungen zu bewir-
ken. Dies, da ein solcher Schlag zu einem "Knock-out", damit zur Bewusstlosig-
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keit und daher zum Verlust der Schutzreflexe und somit zu einem ungebremsten
und unkontrollierten Aufschlagen des Kopfes auf dem Boden führen könne, was
der Beschuldigte auch gewollt, zumindest aber in Kauf genommen habe. Dadurch
habe sich der Beschuldigte der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne
von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht, wofür
er zu bestrafen sei (Urk. 18 S. 2 f.).
2. Ausgangslage
Was den Standpunkt des Beschuldigten bzw. den unstrittigen und den zu erstel-
lenden Sachverhalt betrifft, kann vorab auf die zutreffenden vorinstanzlichen Aus-
führungen verwiesen werden (Urk. 47 S. 4 E. II.1.2.). Demnach anerkennt der
Beschuldigte, dass es in den frühen Morgenstunden des 9. September 2018 an
der C._ in Zürich ... zwischen ihm und dem Privatkläger zu einer Auseinan-
dersetzung kam. Ebenso anerkennt er im Wesentlichen die in der Anklageschrift
geschilderte Vorgeschichte. Er bestreitet indes, dem Privatkläger mit dem metal-
lenen Abflussrohr des Brunnens der C._ gegen den Kopf geschlagen zu ha-
ben.
3. Sachverhaltserstellung und Beweismittel
Die Vorinstanz hat die massgebenden Grundsätze der Sachverhaltserstellung
und der Beweiswürdigung sowie die vorliegend relevanten Beweismittel zutref-
fend wiedergegeben, worauf zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verwie-
sen werden kann (Urk. 47 S. 4-6 E. II.2.1.-2.4.1.). Weiter kann auf die ebenfalls
zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen zur allgemeinen Glaubwürdigkeit der
Befragten verwiesen werden (a.a.O., S. 6 f. E. II.2.4.2.-2.4.4.), wobei nochmals,
wie bereits die Vorinstanz richtig ausführte (a.a.O., S. 7 E. II.2.5.), darauf hinzu-
weisen ist, dass für die Sachverhaltserstellung in erster Linie die Glaubhaftigkeit
der Aussagen relevant ist.
4. Aussagen des Privatklägers
Der strittige Sachverhalt stützt sich massgeblich auf die Aussagen des Privat-
klägers und des Zeugen F._ (vgl. zu Letzterem sogleich unter E. II.5.). Die
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Vorinstanz hat die relevanten Aussagen des Privatklägers richtig zusammen-
gefasst und zutreffend gewürdigt (Urk. 47 S. 7-10 E. II.3.1. bzw. S. 18-21 E. II.4.
f.), worauf verwiesen werden kann. Mit dieser ist davon auszugehen, dass die
stimmigen, lebensnahen, authentisch und tatsächlich erlebt wirkenden, keine re-
levanten Strukturbrüche aufweisenden und im Wesentlichen widerspruchsfreien
Aussagen des Privatklägers glaubhaft sind und überzeugen. Der Privatkläger
zeigte sich bemüht, das Wahrgenommene möglichst tatsachengetreu wiederzu-
geben, wobei weder ein besonderer Belastungseifer noch Aggravierungstenden-
zen erkennbar sind. Er unterschied jeweils zwischen dem, was er selbst gesehen
hat, und dem, was ihm von Dritten erzählt wurde, wobei er insbesondere angab,
nicht gesehen zu haben, wer ihn geschlagen hat (Urk. 2/1 S. 7 F/A 27). Ebenso
gab er an, nicht gesehen zu haben, mit was er geschlagen wurde (Urk. 3/1
F/A13). Auch dieses sachliche und zurückhaltende Aussageverhalten spricht für
die Glaubhaftigkeit seiner Depositionen. Ebenso der Umstand, dass sich diese
zwanglos mit den ebenfalls überzeugenden Schilderungen des Zeugen F._
in Einklang bringen lassen. Im Übrigen ist kein überzeugendes Motiv für eine fal-
sche Belastung des Beschuldigten ersichtlich. Dass der Privatkläger versucht ha-
ben soll, eine Straftat mit einer neuen Straftat zu vertuschen, erscheint ebenso
wenig plausibel, wie dass es sich bei seinen Belastungen um eine Vergeltungs-
massnahme handeln soll, zumal der Privatkläger und der Beschuldigte nicht mit-
einander bekannt waren und ersterer als Türsteher über langjährige Erfahrung im
Umgang mit – auch schwierigen – Partygängern verfügt, weshalb nicht nachvoll-
ziehbar ist, weshalb sich der Privatkläger vom Beschuldigten provoziert gefühlt
haben soll und sich in der Folge zu einer Racheanzeige hingerissen lassen haben
soll (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 47, S. 20 E. II.4.2.)
5. Aussagen des Zeugen F._
Auch die Aussagen des Zeugen F._ wurden von der Vorinstanz zutreffend
zusammengefasst und gewürdigt (Urk. 47 S. 10 f. E. II.3.2. bzw. S. 18-21 E. II.4.
f.), worauf zunächst zu verweisen ist. Der Zeuge schilderte die Kerngeschehnisse
gleichbleibend und im Wesentlichen übereinstimmend mit den Angaben des Pri-
vatklägers. Er gab an, wenn er etwas nicht wusste, und auch seine Aussagen wir-
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ken nicht übermässig belastend. In Bezug auf das Tatwerkzeug sprach der Zeuge
von einem braun-schwarzen Gegenstand, der wie ein Totschläger oder wie eine
Schlagwaffe aussah (Urk. 5/3 S. 1 F/A 4), bzw. einem ca. 50 cm langen braunen
Stock (Urk. 5/4 S. 3 F/A 11). Insgesamt sind seine Aussagen glaubhaft und über-
zeugend. Im Übrigen ist auch bei ihm kein überzeugendes Motiv für eine falsche
Belastung des Beschuldigten ersichtlich.
6. Aussagen des Zeugen G._
Was die von der Vorinstanz ebenfalls soweit korrekt dargestellten und gewürdig-
ten Aussagen des Zeugen G._ betrifft (Urk. 47 S. 11 f. E. II.3.3.), ist mit die-
ser davon auszugehen, dass auf dessen im Kerngehalt widersprüchliche und im
Ergebnis nicht überzeugende Aussagen nicht abgestellt werden kann. So gab
dieser insbesondere bei der Polizei noch an, er glaube nicht, dass der Beschul-
digte etwas in der Hand gehabt habe, als er den Privatkläger geschlagen habe
(Urk. 5/1 S. 3 F/A 18), erklärte dann aber bei der Staatsanwaltschaft dezidiert, der
Beschuldigte habe mit einem "Eisenstück" "von einem Brunnen, der gleich bei der
D._-Bar steht" zugeschlagen, ohne jedoch diesen wesentlichen Widerspruch
plausibel erklären zu können (Urk. 5/2 S. 3-5 F/A 11-20). Gestützt auf die Aussa-
gen des Zeugen G._ darf deshalb weder zugunsten noch zuungunsten des
Beschuldigten Entscheidendes abgeleitet werden.
7. Aussagen der Zeugen H._ und I._
Die Vorinstanz hat die Aussagen der beiden Kollegen des Beschuldigten, der
Zeugen H._ und I._, ebenfalls zutreffend zusammengefasst und gewür-
digt (Urk. 47 S. 12-15 E. II.3.4. f. bzw. S. 20 E. II.5.1.), auch darauf kann verwie-
sen werden. Festzuhalten ist dazu vorab, dass sich die Aussagen der beiden
Zeugen mit jenen des Zeugen F._ im Wesentlichen decken, ausser soweit es
um die Frage geht, ob der Beschuldigte mit einem Gegenstand auf den Privatklä-
ger losging. Mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass beide Zeugen den
Geschehensablauf im Grossen und Ganzen übereinstimmend darstellten und sich
deren Darstellung auch mit der Schilderung des Beschuldigten deckt (vgl. zu Letz-
terem nachfolgend unter E. II.11.). Das ist jedoch angesichts des Umstands, dass
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offenbar eine gemeinsame Nachbesprechung des Vorfalls stattfand (Urk. 4/1 S. 4
F/A 18, Urk. 5/11 S. 8 f. F/A 50 und Prot. I S. 15), auch zu erwarten und spricht
deshalb nicht unbedingt für die Glaubhaftigkeit der Darstellung. Beide Zeugen
schlossen kategorisch aus, dass der Beschuldigte etwas in der Hand hatte, als er
zum Privatkläger ging und es zur eingeklagten Tat gekommen sein soll (Urk. 5/5
S. 3 F/A 23 und Urk. 5/6 S. 9 F/A 54 bzw. Urk. 5/11 S. 5 F/A 25). Gleichzeitig
konnten jedoch beide zum eigentlichen Kernvorwurf nur lückenhafte und vage
Angaben machen, da beide ausgerechnet diese relevante Szene nicht richtig
wahrgenommen haben wollen (Urk. 5/5 S. 2 F/A 8 und S. 3 F/A 22 und Urk. 5/6 S.
8 F/A 46 bzw. Urk. 5/11 S. 4 F/A 21), was nicht einleuchtet, gaben doch beide an,
sie hätten den Beschuldigten davon abhalten wollen, erneut zum Privatkläger hin-
zugehen (Urk. 5/5 S. 2 F/A 8 und Urk. 5/6 S. 3 F/A 11 bzw. Urk. 5/11 S. 3 f. F/A
13). Eher fraglich erscheint zudem auch die Aussage des Zeugen H._, dem
der Beschuldigte unmittelbar vor dem Vorfall noch einen Gegenstand in die Hand
gedrückt haben soll, von dem er partout nicht mehr sagen konnte, um was für ei-
nen Gegenstand es sich handelte (Urk. 5/5 S. 2 F/A 8 f. und 11 Urk. 5/6 S. 6 f.
F/A 35-37). Die hinsichtlich des Kernvorwurfs lückenhaften und nicht überzeu-
genden Aussagen der beiden Zeugen sind damit nicht geeignet, den Beschuldig-
ten zu entlasten bzw. die in diesem Punkt wie ausgeführt glaubhaften Aussagen
des Zeugen F._ (vgl. dazu vorne unter E. II.5.) umzustossen.
8. Aussagen der Zeugen J._, K._ und L._
Was die Aussagen der Zeugen J._, K._ und L._ (Urk. 5/8-10) an-
belangt, ist festzuhalten, dass diese zum Kernvorwurf nichts Sachdienliches bei-
tragen konnten, weshalb deren Aussagen für die Sachverhaltserstellung nur am
Rande relevant sind (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 47 S. 5 E. II.2.3.).
9. Verletzungsbild
Das eingeklagte Verletzungsbild ist gestützt auf den vorliegenden ärztlichen Be-
fund (Urk. 6/2) grundsätzlich erstellt. Präzisierend ist festzuhalten, dass von medi-
zinischer Seite namentlich ein Verdacht auf ein leichtes Schleudertrauma der
Halswirbelsäule bestand. Schliesslich sei dazu an dieser Stelle lediglich noch be-
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merkt, dass es doch eher abwegig und lebensfremd erscheint, dass die festge-
stellten Verletzungen auf ein schlichtes "Handgemenge" zurückzuführen sind, wie
dies der Beschuldigte insbesondere anlässlich der polizeilichen Einvernahme
wiederholt ausführte (Urk. 4/1).
10. Aussagen des Beschuldigten
Die Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen des Beschuldigten zutreffend zu-
sammengefasst und gewürdigt (Urk. 47 S. 15-17 E. II.3.6. f. bzw. S. 18 E. II.4.1.),
auch darauf kann verwiesen werden. Mit ihr ist zunächst als auffällig anzusehen,
dass der Beschuldigte kaum eigenes Fehlverhalten schildert, sondern den ganzen
Abend bzw. die ganze Nacht in erster Linie als fortlaufende Aneinanderreihung
von ungerechten Behandlungen durch Dritte ihm gegenüber wiedergibt, was we-
nig glaubhaft erscheint. Gleiches gilt für das beschönigende Bild, das er von sich
und seinem Verhalten zeichnet und das den Angaben der übrigen Beteiligten klar
widerspricht. Nicht überzeugend ist schliesslich, dass auch der Beschuldigte zum
Kernvorwurf nur lückenhafte und vage Angaben machen konnte, obschon er was
den Rest betrifft sehr detailreich aussagte (vgl. in diesem Sinne auch a.a.O.,
S. 16 f. E. II.3.7.). Zumal das Erinnerungsvermögen im Laufe der Zeit bekanntlich
naturgemäss abnimmt, leuchtet ferner nicht ein, weshalb sich der Beschuldigte in
der Befragung vor Berufungsinstanz sicher zeigte, dem Privatkläger keinen
Schlag versetzt zu haben (Urk. 78 S. 9 unten), obwohl er zumindest in der polizei-
lichen Einvernahme, welche zeitnah nach dem Vorfall erfolgte, noch angegeben
hatte, sich nicht erinnern zu können, ob er den Privatkläger geschlagen habe
(Urk. 4/1 S. 3 F/A 15). Soweit der Beschuldigte die ihm gegenüber erhobenen
Vorwürfe bestreitet, überzeugen seine Ausführungen jedenfalls nicht und sind sie
vor dem Hintergrund des übrigen Beweisergebnisses als reine Schutzbehauptun-
gen anzusehen.
11. Tatwerkzeug
Das eingeklagte Tatwerkzeug, d.h. das metallene Abflussrohr des Brunnens auf
der C._, konnte nicht sichergestellt werden. Für einen Schlag mit einem Ge-
genstand sprechen insbesondere die glaubhaften Aussagen des Zeugen F._
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(vgl. dazu bereits vorne unter E. II.5.). Dieser gab wie gesehen an, der Beschul-
digte habe den Privatkläger mit einem braun-schwarzen Gegenstand, der wie ein
Totschläger oder wie eine Schlagwaffe ausgesehen habe, bzw. einem ca. 50 cm
braunen Stock geschlagen (Urk. 5/3 S. 1 F/A 4 bzw. Urk. 5/4 S. 3 F/A 11). Nach
dem Vorfall habe man die C._ nach dem Tatwerkzeug abgesucht. Dabei ha-
be man festgestellt, dass der Stöpsel des Brunnens auf der C._ gefehlt habe.
Er vermute deshalb, dass der Beschuldigte den Stöpsel aus dem Brunnen ge-
nommen habe (Urk. 5/3 S. 3 F/A S. 17 f. bzw. Urk. 5/4 S. 4 F/A 16). Dass der Be-
schuldigte das Abflussrohr als Schlagwaffe eingesetzt hat, ist denkbar. Insbeson-
dere muss die Situation nach dem Vorfall angesichts der zahlreichen Beteiligten
und der aufgewühlten Atmosphäre unübersichtlich und hektisch gewesen sein,
weshalb denkbar erscheint, dass das Abflussrohr durch einen Kollegen des
Beschuldigten beiseite geschafft wurde. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass der
Zeuge nur beobachtet bzw. wahrgenommen hat, dass der Beschuldigte den Pri-
vatkläger mit einem ca. 50 cm langen braunen Stock bzw. braun-schwarzen Ge-
genstand niederstreckte, diesen Gegenstand jedoch nicht als Abflussrohr identifi-
zierte. Der Rückschluss, dass es sich hierbei um das Abflussrohr des Brunnens
handle, gründet wie gesehen einzig auf einer Vermutung gestützt auf die nach-
trägliche Feststellung, dass das Abflussrohr im Brunnen auf der C._ fehlte.
Erstellt ist zwar, dass das Abflussrohr entfernt wurde (vgl. dazu Urk. 1/8 bzw. Urk.
1/11 S. 2). Wann dies konkret geschah, lässt sich hingegen nicht mehr zweifels-
frei eruieren. Ebenso lässt sich nicht erstellen, wer das Abflussrohr entfernt hat.
Jedenfalls war vom Abflussrohr als mögliches Tatwerkzeug gemäss Polizeirap-
port unmittelbar nach dem Vorfall noch nicht die Rede (Urk. 1/1 S. 5 f.). Der Pri-
vatkläger meldete sich diesbezüglich denn auch erst drei Tage später, am 12.
September 2018, bei der Polizei und gab an, der Zeuge F._ habe gesehen,
dass er [der Privatkläger] mit einem Metallrohr niedergeschlagen worden sei
(a.a.O. S. 6). Sodann gab er am 13. September 2018 erstmals zu Protokoll, er sei
nach dem Vorfall zum Brunnen gegangen und habe dabei festgestellt, dass das
Abflussrohr gefehlt habe. Da sei ihm klar geworden, dass der Beschuldigte ihn
damit geschlagen habe (Urk. 3/1 S. 2). Daraus ergibt sich nicht schlüssig, zu wel-
chem Zeitpunkt das Fehlen des Abflussrohres konkret festgestellt wurde. Jeden-
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falls wurde dies nicht nur erst nach dem Vorfall sondern auch erst nach der an-
schliessenden polizeilichen Rapportierung bemerkt. Es ist zwar möglich, dass das
nämliche Abflussrohr vom Beschuldigten entfernt und als Schlagwaffe gegen den
Privatkläger eingesetzt wurde. Aufgrund des Gesagten bzw. mangels Vorliegens
gegenteiliger Beweise kann indes auch nicht ausgeschlossen werden, dass das
Abflussrohr erst nach dem Vorfall (durch eine Drittperson) entfernt wurde. Dass
es sich beim Abflussrohr um den vom Zeugen F._ beschriebenen Gegen-
stand gehandelt haben soll, drängt sich auch aufgrund seiner Beschreibungen
des Tatwerkzeuges nicht zwingend auf. Gemäss den Angaben des Zeugen sah er
in den Händen des Beschuldigten einen ca. 50 cm langen Stock oder Totschläger
(Urk. 5/4 S. 3 F/A 11). Das nämliche Abflussrohr des Brunnens war gemäss der
Wasserversorgung Zürich 22 cm lang (Urk. 1/11 S. 2). Der Beschuldigte musste
den Gegenstand beim Halten mit seiner Hand zum Teil verdeckt haben, weshalb
der Zeuge davon bestenfalls 10 bis 15 cm sah. Aufgrund der Längenangabe des
Zeugen ist folglich nur schwerlich vorstellbar, dass es sich dabei um das Abfluss-
rohr gehandelt haben soll, welches lediglich halb so lang wie der vom Zeugen be-
schriebene Gegenstand ist. Schliesslich lassen sich die eher geringfügigen Ver-
letzungsfolgen – Prellung des Unterkiefers und Verdacht auf ein leichtes Schleu-
dertrauma der Halswirbelsäule (Urk. 6/2) – auch kaum mit einem Schlag mit ei-
nem ca. 950 Gramm schweren, teilweise kantigen Messingrohr in Einklang brin-
gen. Lediglich am Rande sei ferner erwähnt, dass offenbar auch (Plastik-)Rohre
mit einem Gewicht von ca. 550 Gramm als Abflussrohr verwendet werden
(Urk. 1/11 S. 4 f.). Während aktenkundig ist, dass das neue Abflussrohr aus Mes-
sing ist und ca. 950 Gramm wiegt (Urk. 1/11 S. 2 und Urk. 1/13 S. 1-3), lässt sich
die Gattung des entfernten Abflussrohres nicht mehr bestimmen, weshalb auch
nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich hierbei um eines handelte, wel-
ches nur ca. 550 Gramm wog. Insgesamt lässt sich rückblickend das Tatwerk-
zeug nicht mehr bestimmen. Zugunsten des Beschuldigten ist deshalb davon
auszugehen, dass er den eingeklagten Schlag mit einem ungefährlichen Gegen-
stand ausführte.
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12. Ergebnis
12.1. Insbesondere aufgrund der glaubhaften Aussagen des Privatklägers und
des Zeugen F._ sowie des erstellten Verletzungsbildes bestehen keine
ernsthaften Zweifel daran, dass sich der äussere Sachverhalt – mit der folgenden
Ausnahme – wie eingeklagt zugetragen hat. Nicht erstellt ist, dass der Beschul-
digte den Schlag mit einem metallenen, ca. 22 cm langen und rund 950 Gramm
schweren Abflussrohr ausgeführt hat. Erstellt ist hingegen, dass er den Privatklä-
ger mit einem Gegenstand niederstreckte, wobei zu Gunsten des Beschuldigten
von einem ungefährlichen Tatwerkzeug auszugehen ist.
12.2. Im Hinblick auf die Erstellung des inneren Sachverhalts hat die Vorinstanz
unter Hinweis auf die einschlägige Rechtsprechung zutreffend festgehalten, dass
das Wissen, Wollen oder Inkaufnehmen des Beschuldigten zur Sachverhaltsab-
klärung gehört, was grundsätzlich auch dann gilt, wenn bei Fehlen eines Ge-
ständnisses des Täters aus äusseren Umständen auf innere Tatsachen geschlos-
sen werden muss, wobei sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise über-
schneiden (Urk. 47 S. 21 E. II.6.1.). Auch auf diese Ausführungen kann verwiesen
werden.
12.3. Zur Klärung der Frage, ob der Beschuldigte wusste bzw. zumindest für
möglich hielt, dass ein Schlag mit einem Gegenstand gegen den Kopf einer Per-
son Verletzungen nach sich ziehen kann und dies zumindest in Kauf nahm, ist
mangels anderer Anhaltspunkte von den äusseren Umständen auf die innere Tat-
sache, also die Willensrichtung des Beschuldigten, zu schliessen, was im Rah-
men der rechtlichen Würdigung zu erfolgen hat.
13. Rechtliche Würdigung
13.1. Da – wie gesehen – erstellt ist, dass der Beschuldigte dem Privatkläger mit
einem ungefährlichen Gegenstand einen Schlag gegen den linken Unterkiefer
versetzt hat und mit Blick auf das Verletzungsbild fällt eine (versuchte) schwere
Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB (in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1)
StGB ausser Betracht.
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13.2. Der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB macht
sich schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder
Gesundheit schädigt. In objektiver Hinsicht erfasst Art. 123 Ziff. 1 StGB alle Kör-
perverletzungen, welche weder als schwer im Sinne von Art. 122 StGB noch als
Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 StGB zu werten sind. Eine Körperverletzung
liegt vor, wenn ein krankhafter Zustand verursacht worden ist, wohingegen eine
Tätlichkeit bei einer bloss vorübergehenden harmlosen Störung des Wohlbefin-
dens zu bejahen ist (BGE 127 IV 59 S. 61 E. 2.a)bb)). Der Privatkläger brach auf-
grund des Schlages zusammen und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Nebst ei-
nem Verdacht auf ein leichtes Schleudertrauma der Halswirbelsäule trug der Pri-
vatkläger eine linksseitige Prellung des Unterkiefers davon. Überdies litt er mehre-
re Tage an Kopfschmerzen und Schwindel (Urk. 6/2; Urk. 2/1 S. 8 F/A 37 und 39).
Die Verletzungsfolgen gehen damit klar über eine bloss vorübergehende harmlo-
se Störung des Wohlbefindens hinaus, womit die Grenze zur Körperverletzung
überschritten ist. Dementsprechend fällt auch ein leichter Fall im Sinne von Art.
123 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ausser Betracht. Das Handeln des Beschuldigten ist somit
als einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB zu qualifizieren.
13.3. Vorsätzlich handelt, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätz-
lich handelt dabei bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in
Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz liegt vor, wenn "der Täter den
Eintritt des Erfolgs für (ernsthaft) möglich hält, aber dennoch handelt, weil er den
Erfolg für den Fall seines Eintritts billigt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch
unerwünscht sein" (BGE 134 IV 28). Der Beschuldigte führte den Schlag bewusst
und gewollt aus und musste aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung zumin-
dest in Kauf nehmen, dass dieser beim Privatkläger zu einer körperlichen Beein-
trächtigung im genannten Ausmass führen würde. Damit ist der Tatbestand von
Art. 123 Ziff. 1 StGB auch in subjektiver Hinsicht erfüllt.
13.4. Die Verteidigung brachte in ihrer Eventualbegründung vor, der Beschuldig-
te habe sich während eines Gefühlsausbruchs auf den Privatkläger gestürzt, wel-
cher ihn zuvor mit Pfefferspray attackiert habe, womit der Beschuldigte in einer
Art Notwehr gehandelt habe (Urk. 79 S. 21 Ziff. 65). Insbesondere aufgrund der
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glaubhaften Aussagen des Privatklägers sowie des Zeugen F._ ist zweifels-
frei erstellt, dass der Beschuldigte der Aggressor war und der Privatkläger ledig-
lich abwehrte. Wie der Beschuldigten im Übrigen auch selber vor Berufungs-
instanz einräumte, war er derjenige, der nach einer ersten Auseinandersetzung
mit dem Privatkläger erneut auf diesen zuging, wobei seine beiden Kollegen
H._ und I._ noch versuchten, ihn davon abzuhalten, was ihnen aufgrund
des aggressiven Verhaltens des Beschuldigten jedoch nicht gelang (Urk. 78 S. 9).
Das Handeln des Beschuldigten ist folglich nicht als Notwehr zu würdigen.
13.5. Mangels Rechtfertigungs- du Schuldausschlussgründen hat der Beschul-
digte sich somit der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1
StGB schuldig gemacht.
III. Sanktion und Vollzug
1. Strafrahmen und allgemeine Strafzumessungskriterien
Der Strafrahmen für eine einfache Körperverletzung beträgt Freiheitsstrafe bis zu
drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 123 Ziff. 1 StGB). Die Vorinstanz hat die allge-
meinen Strafzumessungskriterien zutreffend dargelegt (Urk. 47 S. 23 ff. E. IV.2.
ff.), auf die entsprechenden Ausführungen kann ergänzungslos verwiesen wer-
den. Die verminderte Schuldfähigkeit des Beschuldigten stellt einen obligatori-
schen Strafmilderungsgrund im Sinne von Art. 48a StGB dar (Art. 19 Abs. 2
StGB). Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind vorliegend keine
besonderen Gründe ersichtlich, welche ein Verlassen des ordentlichen Strafrah-
mens rechtfertigen würden (BGE 136 IV 55 S. 63), weshalb die verminderte
Schuldfähigkeit strafmindernd zu berücksichtigen ist.
2. Konkrete Strafzumessung
2.1. In objektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass es sich um eine Spontan-
tat handelte. Die Verletzungsfolgen sind nicht besonders gravierend. Immerhin
versetzte der Beschuldigte dem Privatkläger einen Schlag gegen den Unterkiefer,
wodurch letzterer zusammenbrach und kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Es ist
davon auszugehen, dass der Beschuldigte mit einer gewissen Härte vorging.
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Weiter fällt ins Gewicht, dass er einen Gegenstand als Schlagmittel einsetzte,
auch wenn – wie gesehen – zu seinen Gunsten von einem ungefährlichen Ge-
genstand auszugehen ist. Eine hinterhältige bzw. heimtückische Vorgehensweise
– wie von der Staatsanwaltschaft suggeriert (Urk. 81 S. 2) – ergibt sich hingegen
weder aus dem verbindlichen Anklagesachverhalt noch aus den Akten, insbeson-
dere auch nicht aus den glaubhaften Aussagen des Zeugen F._. Die Ein-
satzstrafe ist damit bei 8 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen.
2.2. In subjektiver Hinsicht fällt ins Gewicht, dass sich der Beschuldigte sowohl
von der Polizei als auch vom Privatkläger ungerecht behandelt fühlte, nachdem er
offenbar den Dieb eines Handys gestellt hatte, den Diebstahl zur Anzeige bringen
wollte und diese Emotionen in Bezug auf die Tatmotivation wohl im Vordergrund
standen. Der genaue Grad der Alkoholisierung ist nicht aktenkundig, die Blutalko-
holkonzentration im Tatzeitpunkt wurde nicht medizinisch erhoben bzw. gutachter-
lich abgeklärt. Aufgrund der Haftakten ergibt sich lediglich, dass am Morgen nach
der Tatnacht um 09:08 Uhr ein Atemalkoholtest durchgeführt wurde, wobei dann
einmal von einem Wert von 0.33 mg/l und einmal von einem Wert von 0.46 mg/l
die Rede ist (Urk. 9/2 S. 1 f.). Zu Gunsten des Beschuldigten ist davon auszuge-
hen, dass er zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert war. Die dadurch verursachte
verminderte Schuldfähigkeit wirkt sich merklich reduzierend auf das Tatverschul-
den aus. Zudem ist die durch Alkohol bedingte Enthemmung strafmindernd zu
berücksichtigen.
2.3. Nach Würdigung aller Faktoren der Tatkomponente ist das Verschulden des
Beschuldigten als leicht zu qualifizieren. Die Einsatzstrafe ist aufgrund der Tat-
komponente bei 6 Monaten Freiheitsstrafe bzw. 180 Tagessätzen Geldstrafe
anzusetzen.
2.4. Die Vorinstanz hat im Rahmen der Abhandlung der Täterkomponente
differenzierte und zutreffende Ausführungen gemacht (Urk. 47 S. 26 E. IV.4.), auf
die zunächst verwiesen werden kann. Ergänzend ist in diesem Zusammenhang
zu den aktuellen persönlichen Verhältnissen festzuhalten, dass der Beschuldigte
inzwischen einen Bruttomonatsverdienst von Fr. 4'900.– (zuzüglich 13. Monats-
lohn) erzielt (Urk. 78 S. 2). Die minimalen Zugeständnisse des Beschuldigten
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wirken sich nicht merklich strafmindernd aus.
2.5. In Würdigung aller relevanten Strafzumessungsgründe erweisen sich
6 Monate Freiheitsstrafe bzw. 180 Tagessätze Geldstrafe als dem Verschulden
und den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten angemessen.
3. Sanktionsart
Bei der Wahl der Sanktionsart sind die Zweckmässigkeit einer bestimmten
Sanktion, ihre Auswirkung auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre
präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 82, E. 4.1.). Dabei ist grund-
sätzlich diejenige Strafe zu wählen, welche weniger stark in die persönliche Frei-
heit der betroffenen Person eingreift bzw. sie am wenigsten hart trifft. Dies bedeu-
tet, dass die Geldstrafe der eingriffsintensiveren Freiheitsstrafe vorzuziehen ist,
wenn im konkreten Fall aufgrund des Strafmasses beide zur Verfügung stehen
(BGE 134 IV 97, E. 4.2.2.). Bei der vorliegenden Strafhöhe entspricht die Ausfäl-
lung einer Geldstrafe den gesetzlichen Vorgaben (Art. 34 Abs. 1 StGB). Der
Geldstrafe ist daher den Vorrang zu geben.
4. Tagessatzhöhe
Während sich gemäss Art. 34 Abs. 1 StGB die Anzahl Tagessätze nach dem
Verschulden des Täters bemisst, richtet sich die Höhe des Tagessatzes nach den
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des
Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen
Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum. Ein
Tagessatz beträgt dabei in der Regel mindestens 30 und höchstens 3'000 Fran-
ken (Art. 34 Abs. 2 StGB). Wie gesehen, erzielt der Beschuldigte einen Bruttomo-
natsverdienst von Fr. 4'900.– (zuzüglich 13. Monatslohn). Er hat weder Schulden
noch Vermögen, bzw. investiert allfällige Vermögenswerte in das von ihm gegrün-
dete Unternehmen, womit er indes noch keinen Gewinn erzielt (Urk. 78 S. 2 f.).
Unter Berücksichtigung von Steuern und Krankenkassenprämien sowie der guten
Berufsbildung des Beschuldigten erscheint es angemessen, den Tagessatz auf
Fr. 60.– festzusetzen.
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5. Vollzug
Die objektive Voraussetzung zur Gewährung des bedingten Vollzugs ist mit der
Geldstrafe gegeben (Art. 42 Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht ist erforderlich,
dass der Vollzug nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung
weiterer Delikte abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Dabei wird eine günstige Prog-
nose in dieser Beziehung vermutet (HEIMGARTNER, StGB-Kommentar, Zürich
2018, 20. Aufl., Art. 42 N 6). Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und es ist da-
von auszugehen, dass ihn das vorliegende Verfahren genügend beeindruckte, um
von weiterer Delinquenz abzusehen. Der Vollzug der Geldstrafe ist deshalb auf-
zuschieben, und die Dauer der Probezeit ist auf das gesetzliche Minimum von
zwei Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB) anzusetzen.
6. Fazit
Im Ergebnis ist der Beschuldigte mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tages-
sätzen zu Fr. 60.– zu bestrafen. Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben und
die Probezeit auf zwei Jahre anzusetzen.
IV. Zivilansprüche
Der Privatkläger verlangt im Zivilpunkt in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils
die Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 3'000.– zuzüglich Zins von 5% ab
9. September 2018 (Urk. 82 S. 2). Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für
einen adhäsionsweisen Entscheid über im Strafverfahren geltend gemachte
Zivilansprüche und die Zusprechung einer Genugtuung zutreffend dargelegt
(Urk. 47 S. 27 f. E. VI.1.-2.), darauf kann vollumfänglich verwiesen werden. Wie
bereits ausgeführt, wiegt das Tatverschulden des Beschuldigten insgesamt leicht.
Die Verletzungen des Privatklägers (Prellung des Unterkiefers, Verdacht auf ein
leichtes Schleudertrauma der Halswirbelsäule, Kopfschmerzen während mehrerer
Tage) sind nicht besonders gravierend ausgefallen. Längerfristige Beeinträchti-
gungen der physischen und/oder psychischen Gesundheit, welche kausal auf die
Tat zurückzuführen sind, sind nicht ersichtlich und wurden vom Privatkläger auch
nicht geltend gemacht (Urk. 82 S. 6 unten f.; Urk. 37 S. 11 f.). Immerhin hatte der
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einigermassen heftige Schlag des Beschuldigten mit einem ungefährlichen Ge-
genstand jedoch zur Folge, dass der Privatkläger zusammenbrach und das Be-
wusstsein kurzzeitig verlor. Zudem hat sich der Privatkläger als Folge der Tat of-
fenbar eine Body-Cam für seine Arbeitstätigkeit gekauft (Urk. 37 S. 12 oben), wo-
ran gewisse Auswirkungen der Tat auf den Privatkläger ersichtlich sind. Insge-
samt rechtfertigt sich, dem Privatkläger eine Genugtuung von Fr. 500.– zuzuspre-
chen. Die zuzusprechende Genugtuungssumme ist antragsgemäss mit 5% ab
dem Tag des die immaterielle Unbill bewirkenden Ereignisses, sprich ab
9. September 2018, zu verzinsen (BGE 129 IV 149 E. 4.1-4.3 mit Hinweisen). Im
Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren abzuweisen.
V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Vorinstanzliches Verfahren
Die im angefochtenen Entscheid getroffene Kostenregelung (Urk. 47 S. 28 f.
E. VII.) erweist sich ausgangsgemäss nach wie vor als angemessen und ist zu
bestätigen.
2. Berufungsverfahren
2.1. Die Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Die Kos-
ten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-
gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte dringt mit sei-
nem Antrag auf vollumfänglichen Freispruch nicht durch, erwirkt jedoch mit seiner
Berufung eine Verurteilung gestützt auf einen wesentlich milderen Straftatbestand
sowie eine wesentlich mildere Bestrafung. Demgegenüber unterliegt die Staats-
anwaltschaft mit ihrer Anschlussberufung vollumfänglich. Folglich ist es gerecht-
fertigt, die Kosten des Berufungsverfahrens dem Beschuldigten zur Hälfte aufzu-
erlegen und im übrigen Umfang auf die Gerichtskasse zu nehmen. Damit sind die
Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privat-
klägerschaft zur Hälfte definitiv und zur Hälfte einstweilen unter Vorbehalt der
Nachzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO auf die Gerichtskasse zu nehmen.
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2.2. Der aktuelle amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt
MLaw X1._, reichte an der Berufungsverhandlung seine Honorarnote mit der
Auflistung seiner Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren ein
(Urk. 80). Darin macht er unter anderem einen zeitlichen Aufwand von fast
50 Stunden für Aktenstudium und angefallene Arbeiten rund um die Ausarbeitung
des Plädoyers geltend. Angesichts des Tatvorwurfs und des für eine sorgfältige
Verteidigung angemessen erscheinenden zeitlichen Aufwandes sowie unter Be-
rücksichtigung des Umfangs der Plädoyernotizen und des Umstandes, dass sich
Rechtsanwalt MLaw X1._ im Berufungsverfahren in den Fall neu einarbeiten
musste, erscheint es angemessen, Rechtsanwalt MLaw X1._ für das Beru-
fungsverfahren mit pauschal Fr. 12'000.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse zu
entschädigen. Der vom ehemaligen amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur.
X2._, beantragte Betrag wurde am 7. Dezember 2020 zur Zahlung angewie-
sen (Urk. 65-67A; vgl. E. I.1.4.).
2.3. Auch die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Privatklägers hat an der Beru-
fungsverhandlung ihre Honorarnote eingereicht (Urk. 83). Die geltend gemachten
Aufwendungen und Auslagen sind ausgewiesen und angemessen. Unter zusätz-
licher Berücksichtigung des zeitlichen Aufwandes für die Berufungsverhandlung
erscheint es angemessen, Rechtsanwältin lic. iur. Y._ für das
Berufungsverfahren mit pauschal Fr. 4'200.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse
zu entschädigen.