Decision ID: 5079e82c-7eaa-4da3-8e6f-a914a87bc673
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, war über seine Arbeitgeberin, die
Personalver
mittlung
Y._
, bei der
Z._
als Produktionsmitarbeiter tätig. Am 26. November 2003 erlitt er mit dem Auto einen Selbstunfall, als er bei einer Kreuzung mit einem grossen Stein kollidierte (Urk.
7/19/157
). Im
A._
, wo er bis zum 3. Dezember 2003 hospi
talisiert war, wurde eine dislozierte Nasenbeinfraktur, eine
Impressions
fraktur
der Sinus
frontalis
-Vorderwand beidseits sowie eine
Septumfraktur
fest
gestellt (Urk.
7/19/146
).
In der Folge klagte der Versicherte über frontale Kopfschmerzen, Sehstörungen, Nacke
n- und
Thoraxschmerzen
(Urk. 7/19/145
). Eine Computertomographie vom 5. März 2004 des Thorax zeigte Frakturen des Corpus
sterni
und
einer
caudalen
Rippe (Urk. 7/
1
9/142
).
Die SUVA als zuständiger Unfallversicherer liess den Versicherten am
13. Mai 2004
durch ihren Kreisarzt untersuchen.
Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, hielt fest, im Bereich des Sinus
frontalis
und Sinus
maxillaris
bestünden noch
Klopfdolenzen
und als Folge der
Stück
fraktur
des Corpus
sterni
klage der Versicherte über belastungsabhängige Beschwerden. Ab 17. Mai 2004 s
ei ein Arbeitspensum von 50 % zu
mutbar. Allerdings bestünden noch Einschränkungen bei Überkopfarbeiten und bei Arbeiten, die mit häufigen Rotationsbewegungen des Oberkörpers einhergingen. Etwa 14 Tage später sei alsdann mit einer weiteren Steigerung der Arbeit
sfähig
keit zu rechnen (Urk. 7/19/134
). Am 23. Juni 2004 verfügte die SUVA die Reduktion der Taggelder ab 17. Mai 2004 auf 50 % und schliesslich deren Ein
stellung ab 1. Juli 2004. Gleichzeitig teilte sie mit, dass die Kosten der noch notwendigen Be
handlung weiter
hin übernommen würden (Urk. 7/17/6-7
). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 17. August 2004 fest (Urk.
7/17/10-13
). Die dagegen erhobene Beschwerd
e hiess das
Sozialversiche
rungs
gericht
des Kantons Zürich mit Urteil vom 30. November 2005 insofern gut, als es die Sache zur weiteren Abklärungen bezüglich der Kopf-, Rücken- und
Thoraxbeschwerden
zurückwies (Urk.
7/19/31-41
; Prozess UV.2004.00299).
1.2
Am
4.
Oktober 2005 hatte sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (
Urk.
7/2).
In der Folge entschied sich die
Sozi
alversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Sinne einer Koordina
tion die
(weiteren)
Abklärungen der SUVA abzuwarten (
Urk.
7/59).
1.3
In Nachachtung des
Urteils
vom 3
0.
November 2005
holte die SUVA bei der
C._
ein interdisziplinäres (orthopädisch/
neurologisch
es
und
neu
ropsychiatrisch
es
)
Gutachten vom 2. April 2007 ein (Urk.
7/55/347
-373
; vgl. auch den Gutachtensauftrag vom 31. März 2006, Urk.
7/55/404
). Weiter liess die SUVA den Versicherten durch das
A._
, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals-
und Gesichtschirurgie, begutachten (Gutachten vom 8. November 2007, Urk.
7/55/322-324
). Da die
C._
trotz mehrma
liger Mahnung Zusatzfragen unbeantwortet liess (
vgl.
Urk.
7/59/4)
, veranlasste die SUVA bei Dr. med.
D._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, das Gut
achten vom 2. März 2010 und bei Dr. med.
E._
, Facharzt für Neurologie, das Gutachten vom 3. März 2010 (
Urk.
7/55/171-196
,
Urk.
7/55/208-218
). Letzterer hielt eine zusätzliche neuropsychologische Beur
teilung für notwendig. Das entsprechende Gutachten vom
F._
erging am 14. Juli 2010 (Urk.
7/55/139-153
). Gestützt darauf ergänzte Dr.
E._
mit Stellungnahme vom 7. Dezember 2010 sein Gut
achten (Urk.
7/55/110-111
). Schliesslich erstattete Dr. med.
G._
, Chefarzt am
H._
, Facharzt für Chirurgie, das
thoraxchirurgische
Gut
achten vom 20. Juni 2012 (Urk.
7/55/15-17
). Mit Verfügung vom 30. Januar 2013 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass die Voraussetzun
gen für den Fallabschluss per 1. August 2004 gegeben seien. Dementsprechend würden keine weiteren Taggelder ausgerichtet. Ein Anspruch auf eine Invali
den
rente oder Integritätsentschädigung bestehe nicht (Urk.
7/58
)
.
Das hiesige Gericht hiess die gegen den bestätigenden
Einspracheentscheid
erho
bene Beschwerde teilweise gut und sprach dem Versicherten Taggelder basierend auf einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit bis 1
7.
Januar 2005 und basierend auf einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit bis 1
8.
Juli 2005 (sowie Heilbehandlung) zu (Prozess Nr. UV.2013.00193). Die dagegen erhobene Beschwerde ist derzeit unter der
Ver
fahrensnummer
8C_430/2015 am Bundesgericht
hängig
.
1.4
Gestützt auf die Verfügung der SUVA vom 3
0.
Januar 2013
hatte
die IV-Stelle den Vorbes
cheid
vom 1
8.
März 2013
erlassen
, mit welchem sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte (
Urk.
7/60). Auf
die dagegen erhobe
ne
n
Einwände
des Versicherten hin (
Urk.
7/64) holte sie beim
I._
das polydisziplinäre
(
internistische, neu
rologische/neuropsychologische,
rheumatologische und psy
chiatrische) Gutachten vom 1
4.
April
2014 ein (
Urk.
7/89). Nach
Durchführung eines (erneuten)
Vorbescheidverfahrens
(
Urk.
7/91) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2014 einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am
1
0.
September 2014 Beschwerde erheben und beantragen, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen
auszurichten
(
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
3.
Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom
2
7.
Juli 2015
wurde das
vom hiesigen Gericht im parallel laufenden
unfallver
sicherungsrechtlichen
Verfahren
(UV.200
13.00193) eingeholte Ergänzungsgutachten von
Dr.
G._
vom
3.
Dezember 2014 beigezogen un
d den Parteien zur
Stel
lungnahme unterbreitet
(
Urk.
9,
10
).
Der Beschwerdeführer äusserte sich dazu mit Eingabe vom 2
9.
Juli 2015, worin er auf eine im
unfallversicherungsrechtli
chen
Verfahren eingereichte Stellungnahme vom 24. Februar 2015 verwies (
Urk.
12,
Urk.
13)
.
Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Eingabe vom 1
0.
August 2015 verlauten (
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Am
1.
Januar 2008 und am
1.
Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In materiell-
rechtlicher Hinsicht gilt
der allgemeine übergangsrechtliche Grund
satz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die ange
fochtene Verfügung ist am
2
3.
Juli 2014
– und somit nach Inkraf
ttreten der
5.
IV-Revision resp.
der Revision 6a – ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechts
kräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertemporalrechtli
chen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen
und für d
ie Zeiten
ab dem
1.
Januar 2008 und ab dem
1.
Januar 2012 auf die jeweil
s neuen Normen der Revisionen
5 und 6a abzustellen (vgl. zu
r
4.
IV-Revision: BGE 130 V 445
)
. Soweit jedoch diese Revisionen keine sub
stanziellen Änderungen gegenüber der früheren Rechtslage gebracht haben, ist die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung w
eiterhin massge
bend (
Bundesgerichts
urteil
8C_76/2009 vom 1
9.
Mai 2009
E.
2).
2.
2.1
Invalidität wird in
Art.
8
Abs.
1 ATSG definiert als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
2.2
2.2
Gemäss
Art.
28
Abs.
2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70
%
, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60
%
, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50
%
oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40
%
invalid sind.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG (in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalidenein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
2.3
Der Rentenanspruch entsteht nach
Art.
29
Abs.
1 IVG in der bis Ende 2007 in Kraft gewesenen Fassung frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40
%
bleibend erwerbsunfähig geworden ist (
lit
. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b).
Nach
Art.
48
Abs.
2
IVG
werden die Leistungen
für die zwölf der Anmeldung vorangegangenen Monate ausgerich
tet, wenn sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Entstehung des Anspruchs anmeldet (
Art.
48
Abs.
2 Satz 1 IVG). Weitergehende Nachzah
lungen werden erbracht, wenn die versicherte Person den
anspruchsbegründen
den
Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten nach Kenntnisnahme vornimmt (
Art.
48
Abs.
2 Satz 2 IVG).
Eine entsprechende Regelung ist in
Art.
28
Abs.
1
lit
. b und c IVG in der ab Anfang 2008 gültig
en Fassung statuiert. Indessen
kann der Rentenanspruch ab dem
1.
Januar
(bzw. nach den intertemporalrechtlichen Regeln ab
1.
Juli)
2008 gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung entstehen.
2.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes bzw. Gutachtens ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3
.
Streitig und zu prüfen ist, ob die
IV-Stelle zu Recht einen Anspruch des Beschwer
deführers auf eine Invalidenrente verneint hat. Dabei geht es um die Frage
, ob die
Kopf-, Rücken-,
Thorax
- und psychischen B
eschwerden
die Arbeitsfähigkeit massgeblich beeinträchtigen.
Darauf ist nachfolgend im Einzel
nen einzugehen.
4
.
4
.1
Die IV-Stelle lehnte das Leistungsbegehren
ab
mit der Begründung
, dass es sich beim
Gesundheitsschaden des Beschwerdeführer
s um reine
Unfallfolgen
handle
.
Gemäss Abklärungen
der
SUVA
bestehe
seit dem
1.
August 2004
keine rele
vante Einschränkung in der Arbeitsfähigkei
t mehr
.
Zum etwa gleichen Ergebnis komme das
von ihr in Auft
rag gegebene
I._
-Gutachten
. Dieses habe
ergeben, dass eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit ab Juli 2004 zu verneinen sei
. Mithin habe der Beschwerdeführer vor Ablauf des Wartejahres die volle Arbeitsfähigkeit wieder erlangt, was einen Rentenanspruch ausschliesse
(
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Feststellung der IV-Stelle, wonach lediglich reine Unfallfolgen vorlägen, falsch sei. Es würden darüber hinaus degenerative Gesundheitsschäden bestehen, die nicht in die Beurteilung der SUVA eingeflossen, aber vorliegend zu berücksichtigen seien. Sodann erweise sich das
I._
-Gutachten als mangelhaft.
In Frage stehe
der
Anspruch auf eine Rente ab
1.
November 200
4.
Aufgrund der Aktenlage sei ab diesem Zeitpunkt bis März 2010 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
bzw. ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ausgewiesen.
Zur Beurteilung des Rentenanspruchs ab April 2010 bedürfe es weiterer medizinischer Abklä
rungen (
Urk.
1).
4
.2
4
.2.1
Die SUVA, auf deren Einschätzung die IV-Stelle abstellt, stützte sich hinsicht
lich der Beurteilung der Kopfschmerzen
auf das Gutachten von
Dr.
E._
vom
3.
März 201
0.
Darin diagnostizierte er
eine traumatische Hirnverletzung als Folge des Unfalls vom 26. November 2003 sowie Kopfschmerzen nach
Analge
tikaübergebrauch
(Urk.
7/55/19
1
-19
2
)
. Seine
Annahme ein
er erlittenen trauma
tischen Hirn
verletzung basierte auf dem
MRI vom 25. Juni 2008, welches dis
krete zerebrale Läsionen zeigte (Urk.
7/55/283
). Diesen Befund beurteilte er als posttraumatische Residuen einer Mikroblutung (Urk.
7/55/190
). Da die neu
ropsychologische Abklärung beim
F._
ein weitgehend unauffälliges kognitives Leistungsprofil ohne Hinweise für fokale hirnorganische Defizite ergeben hatte (Urk.
7/55/149
unten), mass Dr.
E._
den im MRI beschriebenen punktförmigen
Hämosiderinspuren
keine klinische Relevanz zu (Urk.
7/55/111
).
D
er
I._
-Gut
achter
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Neurologie
, teilte diese Ansicht
(
Urk.
7/89
/
52
).
Anhaltspunkte, welche diese Beurteilung in Zweifel zu ziehen vermöchten
, bestehen nicht
.
Insbesondere gibt es keine
davon abweichende
n
ärztlic
hen Einschätzungen
.
Damit ist davon auszugehen, dass diesem organi
schen Befund keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zukommt.
4
.2.2
Ebenso wie die Abklärung beim
F._
ergab
en
die im Rahmen der
polydiszipli
nären
Begutachtung beim
I._
durchgeführten neuropsychologischen Untersu
chungen keine Hinweise auf fokal-neurologische Defizite (
Urk.
7/89/53). Aus diesem Grund verneinten die
I._
-Ärzte im Gutachten vom 1
4.
April 2014 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht (
Urk.
7/89/
53+79).
Zu diesem Ergebnis war auch
Dr.
E._
gelangt
, wobei er sich lediglich zu den unfallbedingten Einschränkungen zu äussern hatte (
Urk.
7/55/111). Der von ihm festgestellte Kopfschmerz infolge
Analgetikaüber
gebrauch
gehört nicht dazu. Indessen hielt er ihn für behandelbar und mass ihm deshalb für die Arbeitsfähigkeit keine Relevanz zu (
Urk.
7/55/189)
. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer ein weitgehend unauffälliges kognitives
Leistungsprofil aufweist, verm
ag die
ärztlich attestierte volle Arbeitsfähigkeit zu überzeugen.
Daran ändert
auch die
vom Beschwerdeführer veranlasste
Beurtei
lung der Neuropsychologin
lic
. phil.
K._
nichts
, welche ihm minimale Stö
rungen der sprachl
ich-auditiven Informationserfas
sung bescheinigt
e (Bericht vom
4.
Dezember 2008;
Urk.
7/55/268-274)
.
Wie
Dr.
E._
nachvollziehbar dar
legte, ist diese Einschätzung aus medizinischer Sicht nicht haltbar (
Urk.
7/55/
190
). Doch selbst wenn darauf abzustellen wäre, ist nicht ersichtlich, inwiefern sich eine allfällige minimal eingeschränkte Auffassungsgabe in einer dem Beschwerdeführer
offenstehenden
einfachen und repetitiven Täti
gkeit
negativ auswirken soll.
4
.2.3
Die Beurteilungen von
Dr.
E._
und der
I._
-Gutachter beziehen sich auf den Zeitpunkt der jeweiligen Begutachtung vom 1
2.
Januar 2010 resp.
Novem
ber/
Dezember 201
3.
Eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit per
1.
August 2004 lässt sich damit nicht begründen. Indessen lässt sich der Verlauf der Arbeitsfähigkeit aufgrund der echtzeitlichen Berichte bestimmen.
Der vom Hausarzt
Dr.
med.
L._
konsiliarisch beigezogene
Neurologe, Dr. med.
M._
, empfahl
zur Behandlung der Kopfschmerzen
eine zeitlich befris
tete Behandlung mit
Dihydergot
-Tabletten und Physiotherapie (
Bericht vom
2
8.
Oktober 2004
Urk.
7/55/566-567
). Der SUVA-Arzt
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Neurologie,
kommentierte diesen Behandlungsansatz
in seiner Aktenbeurteilung vom 1
7.
Januar 2005
zustimmend und erklärte dazu, damit würde der Gebrauch von Analgetika in Grenzen gehalten.
Er
hielt eine Arbeits
fähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit ab sofort für m
öglich. Für nicht geeignet erachtete
er Arbeiten, die eine starke Beanspruchung der oberen Extremitäten erforderten. Unter der Voraussetzung einer adäquaten Kopfwehbehandlung, wie von Dr.
M._
vorgeschlagen, erwartete er eine Stei
gerung der Arbeitsfähigkeit bei adaptierter Tätigkeit auf mindestens 90 %
(
Urk.
7/55/541-544
)
.
Am
1.
Februar 2005 berichtete de
r Hausarzt
Dr.
med.
L._
, wel
cher die entsprechende Behandlung übernahm, denn auch von einer erheblichen Verbess
erung der Symptomatik (
Urk.
7/55/545
), bevor danach offenbar wieder eine Verschlechterung eintrat. Anlässlich einer weiteren konsi
liarisch
en Unter
suchung vom 1
8.
Juli 2005
stellte
Dr.
M._
einen normalen Neurostatus fest und kam
z
um Schluss, dass nunmehr psychi
sche Faktoren für das Kopfschmerzgeschehen
verantwortlich seien (
Urk.
7/55/531-532).
Angesichts dieser Beurteilungen der neurologischen Fachärzte ist davon auszuge
hen, dass aufgrund der Kopfschmerzen ab Unfalldatum bis zum 1
7.
Januar 2005 von einer vollumfänglichen
Arbeitsunfähigkeit
und danach bis zum 1
8.
Juli
2005 von einer 50%igen Arbeits
fähigkeit
in einer
leidensange
passten
Tätigkeit
auszugehen ist.
Die bisherige Tätigkeit in der Produktion fällt nicht darunter, da, soweit ersichtlich, deren Ausübung
einen
erheblichen Krafteinsatz der Arm
e
erfordert (
Urk.
7/55/361
,
Urk. 7/55/408).
5
.
5
.1
Was die Beurteilung der
Thoraxbeschwerden
anbelangt, stützte sich die SUVA
resp. die IV-Stelle
auf das Gutachten von Dr.
G._
vom 20. Juni 2012
ab
(Urk. 2
,
Urk.
7/58
). Darin diagnostizierte er eine konsolidierte Fraktur des Corpus
sterni
nach Unfall vom 26. November 2003. Den Beschwerdeführer erachtete er zum Zeitpunkt der Begutachtung vom 15. Mai 2012 al
s voll arbeitsfähig
(Urk.
7/55/15-17
). In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 3. Dezember 2014 präzisierte er, dass nach einer
Sternumfraktur
körperlich belastende Tätigkeiten erfahr
ungsgemäss erst nach sechs Mona
ten möglich seien. Hauptgrund
hiefür
sei, dass es unmöglich sei, eine
Sternumfraktur
ruhig zu stellen, weshalb der Heilungsprozess überaus länger dauere als bei ruhig gestellten Frakturen. Indessen sei nach Ablauf eines Jahres die Ausübung eines körperlich belastenden Berufs meist möglich (Urk.
9
).
5
.2
Diese Beurteilung überzeugt
.
Dr.
G._
war bekannt, dass die bishe
rige Tätig
keit des Beschwerdeführers einen erheblichen Krafteinsatz der Arme erfor
derte (vgl. Urk.
9
S. 2). Diesem Umstand trug er Rechnung, indem er sie als kör
perlich belastend einstufte
, was der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juli 2015 resp. 2
4.
Februar zu verkennen scheint (Urk. 12,
Urk.
13 S.
2)
.
Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus
thorax
chirur
gischer
Sicht ein Jahr nach dem Unfall, also per 26. November 2004, wieder voll arbeitsfähig war. Dieser Umstand ist indessen insofern irrelevant, als über diesen Zeitpunkt hinaus aufgrund der Kopfschmerzen noch eine Arbeits
unfä
higkeit bestand.
6
.
Der Beschwerdeführer leidet unter einem zervikal und lumbal betonte
n
Panver
tebralsyndrom
. Der
I._
-Gutachter
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Rheumatolo
gie,
erhob anlässlich der rheumatologischen Begutachtung
eine Fehlhaltung der Hals- und Brustwirbelsäule, degenerative Veränderungen im Bereich der
Hals
wirbelsäule
auf der Höhe C4/5 und der Lendenwirbelsäule auf der Höhe L4/5 und L5/S1 sowie ein
en
Status nach Deckplatteneinbruch LWK2 und ein
en
Sta
tus nach Fraktur
des Corpus
sterni
. Eine
radikuläre
Symptomatik bestand nicht.
Die
Gelenke an den oberen un
d unteren Extremitäten waren frei und schmerzlos beweglich. Aufgrund dieser Befunde bescheinigten die
I._
-Gutachter dem Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/89/48).
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, zwischen den von ihm geklagten Schmerzen und den erhobenen Befunden bestehe ein Korrelat (
Urk.
1 S. 6), ist darauf hinzuweisen, dass die
I._
-Gutachter diesem Umstand bei der Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit
hinreichend Rechnung
trugen. Daran ändert nichts, dass sie fälschlicherweise annahmen, bei der bisherigen Tätigkeiten in der Produktion habe es sich um eine leichte und mithin leidensangepasste Arbeit gehandelt
(
Urk.
7/89/48).
Die
erwähnten Befunde an
der
Wirbelsäule sind degenerativer Natur. Sie sind, wie auch
die Gutachter der
C._
fest
halten, lediglich
als
mässig
zu bezeichnen
(
Urk.
7/55/372).
Die Rücken
schmerzen werden massgeblich durch die allgemeine
Dekonditionierung
beein
flusst (Gutachten
Dr.
D._
,
Urk.
7/55/215;
I._
-Gutachten,
Urk.
7/8
9/45+48). Diese ist
durch e
in Haltungstraining
angehbar
und daher aus Sicht der Invali
denversicherung unbeachtlich
.
7
.
7
.1
Anlässlich
der psychiatrischen Untersuchung
vom
4.
Dezember 2013 im Rahmen
der Begutachtung am
I._
konnte kein massgebender psychischer Gesundheitsschaden festgestellt werden. Demzufolge wurde eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht verneint (
Urk.
7/89/69). Diese Beurteilung überzeugt in Bezug auf den Zeitpunkt der Begutachtung und wurde vom Beschwerdeführer denn auch nicht beanstandet (
Urk.
1). Indessen bestehen in den Akten Hinweise auf frühere psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Zwar wird im
I._
-Gutachten auf die in der Vergangen
heit bestandene depressive Symptomatik hingewiesen. Gleichzeitig wird festge
halten, dass aufgrund der Aktenlage und des Untersuchungsgesprächs keine Auskunft gegeben werden könne, wann sich diese gebessert habe (
Urk.
7/
89
/
81
). Dem kann so nicht gefolgt werden. Die echtzeitlichen Berichte geben
durchaus Auskunft über den Verlauf
des psychischen Gesundheitszustandes.
7
.2
Der Hausarzt
Dr.
L._
wies im Bericht vom 1
8.
März 2005 darauf hin, dass der Beschwerdeführer infolge der Brust- und Rückenschmerzen eine mittel
schwere Depression entwickelt habe und deshalb einer Psychotherapie bedürfe (
Urk.
7/55/540). Der behandelnde Neurologe
Dr.
M._
sprach in den Berichten vom 2
7.
Juli und 1
5.
November 2005 von einer posttraumatischen
Belastungs
störung
und hielt ebenfalls eine psychiatrische Behandlung f
ür angezeigt (
Urk.
7/55/510-511,
Urk.
7/55/531-532).
D
er Beschwerdeführer
begab sich schliesslich
ab Mitte Juni 2006
zu
Dr.
med.
P._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung, welche eine mittelgradige depressive Epi
sode mit somatischem Symptom (
ICD-10 F32.11) diagnostizierte
(
Bericht
Dr.
P._
vom
6.
Oktober 2006
,
Urk.
7/55/388
-390
). Am 1
2.
Oktober 2006 erfolgte die Untersuchung durch
Prof.
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychothera
pie, im Rahmen
der Begutachtung an der
C._
.
Dr.
Q._
bestätigte die von
Dr.
P._
gestellte Diagnose (
Urk.
7/55/370). Im Gutachten wurde im Sinne einer Gesamtschätzung - unter Berücksichtigung der somatischen und psychischen Beeinträchtigungen - die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit mit 50
%
beziffert (
Urk.
7/55/
371-
372). Den Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Begut
achtung am
I._
vom
4.
Dezember 2013
ist zu entnehmen, dass er rund ein Jahr bei
Dr.
P._
in Behandlung war. Seither steht er in keiner psychiatri
schen Behandlung mehr und nimmt auch keine
Psychopharmaka mehr ein. Die Medikation im Rahmen der Therapie bei
Dr.
P._
bestand in der Verabrei
chung von Citalopram 20 mg (
Urk.
7/55/389,
Urk.
7/89/65). Danach verzichtete der Beschwerdeführer auf dessen Einnahme (
Urk.
7/89/65).
Die zeitnächsten Berichte zum
C._
Gutachten sind d
as Gutachten der ORL
Klinik vom
8.
November 2007
und das
neuropsychologische Gutachten von
lic
. phil.
K._
vom
4.
Dezember
200
8.
Während E
rsteres
keine Angaben zum psychischen Gesun
dheitszustand
enthält
(
Urk.
7/55/322-324
), äusserte sich
lic
.
phil.
K._
dazu
(
Urk.
7/55/268-273). Ihr waren die
Vorakten
bekannt.
Sie vermerkte, dass
anlässlich ihrer Untersuchung
keine
Hinweise auf eine relevante (
leistungsbe
einträchtigende
) depressive Symptomatik
mehr zu beobachten gewesen seien
(
Urk.
7/55/271).
7
.3
Die
I._
-Gutachter
erachteten die von
Dr.
P._
gestellte Diagnose einer mittel
gradigen
depressiven
Episode aufgrund ihres Berichts als schlüssig (
Urk.
7/89/69+81). Hingegen kritisierten sie die Beurteilung von Prof.
Dr.
Q._
als nicht nachvollziehbar (
Urk.
7/89/80). Offenbar verkannten sie, dass die Untersuchung durch Prof.
Dr.
Q._
nur wenige Tage nach der Redaktion des Berichts von
Dr.
P._
erfolgt war und beide Ärzte zur selben Diagnose gelangt waren.
Während sich
Dr.
P._
einer Einschätzung der Arbeitsfähi
gkeit enthielt, bezifferte
n
die Gutachter der
C._
diese
auf 50
%
. Dabei handelt es sich um eine Gesamtbeurteilung. Auf die Frage
indessen
, welche Tätigkeiten und Verrichtungen der Beschwerdeführer in
Anbetracht der Unfallfolgen
zumutbarerweise
noch ausüben kön
ne, antworteten die Gutachter, d
ass der Beschwerdeführer sämtliche leichtere
n
,
wechselbelasten
de
n
Arbeiten zu verrichten vermöge (
Urk.
7/55/372). Eine zeitliche Einschrän
kung nannten sie dabei nicht. Daraus ist zu schliessen, dass die 50%ige Ein
schränkung auf die mittelgradige depressive Episode zurückzuführen ist.
Lic
. phil
.
K._
ist keine psychiatrische Fachärztin. Indessen ist davon auszuge
hen, dass sie als Neuropsychologin
fähig ist,
im Rahmen einer
von ihr durchgeführten
Begutachtung ein depressives Geschehen zu erkennen. Da
anlässlich der Untersuchung
vom
2.
Dezember 2008
keine Anzeichen für eine depressive Symptomatik
mehr
vorlagen, ist
davon auszugehen
, dass
diese z
wi
schenzeitlich remittiert war
.
Es ist somit
eine Einschränkung in der Arbeitsfä
higkeit von 50
%
bis Ende November 2008
aufgrund der psychischen Beschwerden anzunehmen.
Zwar ist aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer bereits Mitte 2007 eine Weiterführung der
Psychotherapie nicht mehr als notwendig erachtete, nicht auszuschliessen, dass bereits früher eine Verbesserung eingetreten war. J
edoch lässt sich diese
Annahme
angesichts der dürftigen
echtzeitlichen
Aktenlage, wofür die IV-Stelle einzustehen hat, nicht mit hinreichend
er Wahrscheinlichkeit belegen
.
8
.
Durch die vorliegenden
Untersuchungsresultate
erweisen sich die
Kopf-, Rücken-,
Thorax
- und psychischen Beschwer
den als genügend abgeklärt.
Weitere Abklärungen können daher unterblieben
(antizi
pierte Beweiswürdi
gung, BGE 137 V 69 E. 5.2, 136 I 236 E. 5.3).
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bis
zum
1
7.
Januar 2005
von einer vol
len Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. Danach bestand bis
zum 3
0.
November 2008
e
ine
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit, wobei die bisherige Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter nicht darunter fällt.
9
.
Ausnahmsweise darf von d
er ärztlich geschätzten
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
ohne Weiteres auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen werden (SVR 2011 IV Nr. 71 S. 213 E. 3.2.3 [9C_994/2010]). Dies trifft beispielsweise zu, wenn die beiden Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind.
Diesfalls
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeits
unfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, der höchstens 25
%
betragen darf (BGE 135
V 297 E. 5.2 S. 301;
Bundesge
richtsurteil
8C_450/2014 vom 2
4.
Juli 2014 E. 7.3
).
Die Arbeit in der Produktion bei der
Z._
ent
sprach
jener eines
Hi
lfsarbeiters
. Angestellt war der Beschwerdeführer indessen bei der Personalvermittlung
Y._
(
Urk.
7/
5
)
. Aufgrund dessen kann nicht von einer stabilen Beschäftigung bei der
Z._
ausgegangen werden. Das
Valideneinkommen
ist daher anhand
der Tabellenlöhne der
Schweizerischen Lohnstrukturer
hebung (LSE)
im
Anforde
rungsniveau
4
zu bestimmen. Im Weiteren hat
der Beschwerdeführer
keine zu
mutbare Verweisungstätigkeit aufgenommen, weshalb für die zahlenmässige Bestimmung des Invalideneinkommens praxi
sgemäss ebenfalls auf die
se
Tabel
lenlöhne
abzustellen ist (vgl. BGE 126 V 76 E. 3b/
bb
)
.
Da bis 1
7.
Januar 2005 eine
vollumfängliche
Arbeitsunfähigkeit bestand, besteht vom
1.
November 2004 (Rentenbeginn) bis 3
0.
April 2005 (
nach Mass
gabe von
Art.
88a IVV
) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Von
1.
Mai 2005 bis 2
8.
Februar
2009
(nach Mass
gabe von
Art.
88a IVV) besteht
-
ausge
hend von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
und der Gewährung eines
ermes
sensweise
festzusetzenden leidensbedingten Abzugs von 10
%
-
ein
Invalidi
tätsgrad
von 55
%
und mithin ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Insofern ist die Beschwerde gutzuheissen.
10
.
Die Gerichtskosten
(
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
)
sind auf
Fr.
800.-- festzusetzen und je hälftig den Parteien aufzuerlegen.
Aufgrund des teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers ist die IV-Stelle zu verpflichten, ihm eine reduzierte Prozessentschädigung von
Fr.
2‘000.-- bezahlen.