Decision ID: 2b898366-3ac1-450e-bcb6-a4daf7a4dbb0
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
meldete sich am 11. Februar 2019 (Eingangsdatum) mit seiner Einzelfirma
«
D._
»
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Aus
gleichs
kasse, zur Anerkennung und Registrierung als
Selb
ständig
erwerbende
r
im
Neben
beruf
mit Erwerbsaufnahme im Dezember 2007
an
(Urk. 8/110)
.
Mit
Verfügungen
vom
8. April 2020
teilte die Ausgleichskasse
X._
sowie
der
Z._
GmbH, der
Y._
GmbH
und der
B._
mit, dass das Begehren
von
X._
um Anerke
nnung als Selb
stän
digerwerbender
abgelehnt werde und das
s sie das
ab 1. Januar 2017
an
X._
ausgerichtete Entgelt als «
Arbeit
nehmer
einkommen
»
mit
der
Aus
gleichs
kasse abzurechnen
hätten
(
Urk. 8/158-161
).
Dagegen erhob
en
X._
und die
Y._
GmbH
mit Ein
gaben vo
m 7. Mai 2020 (Urk. 8/168) respektive
vom 12. Mai 2020
Ein
sprache (
Urk. 8/174-175
)
. Die
Z._
GmbH sowie die
B._
erhoben innert Frist keine Einsprache gegen die sie betreffende Verfügung. Nach Überprüfung des Sach
verhalts wies die Ausgleichskasse mit
Einsprache
ent
scheiden
vom 11. Januar 2020 (recte: 2021) die Einsprache von
X._
(Urk. 8/199 = Urk. 2) sowie der
Y._
GmbH (Urk. 8/198 = Urk. 2 im Prozess AB.2021.00008) ab.
2
.
2.1
Gegen den ihn betreffenden
Einspracheentscheid
vom 11. Januar 2020 (recte: 2021) erhob
X._
am 10. Februar 2021 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung sowie die Anerkennung als Selbständigerwerbender für sämt
liche Tätigkeiten (Urk. 1
; Prozess Nr. AB.2021.00007
). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März
2021 bean
tragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Be
schwer
de (Urk. 7, unter Beilage der Kas
senakten [Urk. 8/1-222]).
2.2
Die
Y._
GmbH erhob ebenfalls am 10. Februar 2021 gegen den
Einspracheentscheid
vom 11. Januar 2020 (recte: 2021) Beschwerde und bean
tragte,
X._
sei für seine Tätigkeit für die
Y._
GmbH als selbständig Erwerbstätiger zu qualifizieren. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin
2
um Vereinigung des Verfahrens mit demjenigen von
X._
(Urk. 1 im Prozess Nr. AB.2021.00008 [=Urk. 9/1]). Mit Be
schwerde
antwort vom 15. März 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin Ab
weisung der Be
schwerde und verwies auf die im Verfahren AB.2021.00007 ein
ge
reichten Kassen
akten (Urk. 7 im Prozess Nr. AB.2021.00008 [=Urk. 9/7]).
2.3
Der Prozess Nr. AB.2021.00008 in Sachen
Y._
GmbH gegen die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, wurde mit Ver
fügung vom 2
3.
März 2021 mit dem vorliegenden Prozess Nr. AB.2021.00007 vereinigt und unter dieser Prozessnummer weitergeführt. Der Prozess Nr. AB.2021.00008 wurde als dadurch erledigt abgeschrieben (
Urk.
10) und dessen Akten wurden als
Urk.
9
/0-
8
zu den Akten des vorliegenden Prozesses genom
men.
2.4
Mit derselben Verfügung wurde die
Z._
GmbH sowie die
B._
zum Prozess beigeladen und
es wurde ih
nen
Frist zur
Stellungnahme angesetzt (
Urk.
10
).
Die innert Frist eingereichte
n
Stellung
nah
me
n
der
B._
(Beigeladene 2) vom 2
0.
April 2021 (Urk.
11,
Urk.
12/A-C & 0-8) sowie der
Z._
GmbH
(Beigeladene 1) vom 7.
Mai 2021 (
Urk.
13) wurde allen Verfahrensbeteiligte
n mit Verfügung vom 2.
Juni 2021
je wechselseitig
zur Kenntnis
nahme zuge
stellt (
Urk.
14).
3.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten
und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die vom Beschwerdeführer
1
für die Beschwerdeführerin 2, für die Beigeladene 1 und für die Beigeladene 2 (separat) ausgeübten Tätigkeiten AHV-beitragsrechtlich zu Recht als
unselbstän
dig
erwerbend
qualifiziert hat.
Die beitragsrechtliche Qualifikation ist für jedes Vertragsverhältnis einzeln zu prüfen. Die Beschwerdeführ
erin 2
erbringt Dienstleistungen im Sanitätsbereich, insbesondere Schulungen sowie Beratungen (
Urk.
15/1). Der Beschwerdeführer 1 führt für sie als Ausb
ildner Schulungen durch (
Urk.
8/116/11
). Die B
eigeladene 1
ist ein Dienstleister im Bereich der medizinischen und sicherheitstechnischen Assistance. Ihr Sitz ist in Deutschland (vgl. 15/2). Der Beschwerdeführer 1 über
nimmt für sie die Aufgaben eines Rettungsassistenten im Rahmen von Patien
ten
transporten aus dem Ausland (
Urk.
8/116/9
). Bei der Beigeladenen 2
handelt es sich um eine staatlich anerkannte private Hochschule in Deutschland. De
r
Be
schwerdeführer 1 erteilt dort Seminare und fungiert als wissenschaftli
cher Betreu
er
(
Urk.
8/185-188+190+191,
Urk.
11).
2
.
2
.1
Im Haupterwerb ist der Beschwerdeführer 1 als Arbeitnehmer für
das Spital E._
tätig (
Urk.
8/116/17-21,
Urk.
8/149
). Daneben gründete er im Dezember 2007 die Einzelfirma
D._
(
Urk.
16/1). Er generiert als Selbstän
diger
werbender Einkommen über die Einzelfirma (vgl.
Urk.
8/161/3). Darüber hinaus erzielt er Einkommen mit Einsätzen für die Beschwerdeführerin 2, die Beigeladene 1 und Beigeladene
2.
Da er
in der Schweiz unselbständig erwerbs
tätig ist, er in Deutschland einer Lehrtätigkeit nachgeht und die Beigeladene 1, für welche er Repatriierung
en
vornimmt, ihren
Sitz in Deutschland hat,
liegt ein länderübe
rgreifender Sachverhalt vor. Dieser ist
auf der Grundlage von
Art.
8 des Abkommens vom 2
1.
Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) und
Art.
1
Abs.
1 Anhang II FZA
i.V.m
.
Art.
11 ff. der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2
9.
April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher
heit (nachfolgend: VO Nr. 883/2004) und den diese konkretisierenden Vorgaben der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 1
6.
September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der V
O Nr. 883/2004 zu beurteilen
.
2
.2
Als Grundregel bestimmt
Art.
11
Abs.
1 VO Nr. 883/2004, dass Personen, für die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates unter
liegen. Eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine
Beschäftigung ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt (
Art.
13
Abs.
1
lit
. a VO Nr. 883/2004). Eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt (
Art.
13
Abs.
2
lit
. a VO Nr. 883/2004). Eine Person, die gewöhnlich in verschie
denen Mitgliedstaaten eine Beschäftigung und eine selbstständige Erwerbstätig
keit ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie eine Beschäftigung ausübt, oder, wenn sie eine solche Beschäftigung in zwei oder mehr Mitgliedstaaten ausübt, den nach Absatz 1 bestimmten Rechtsvorschriften (
Art.
13
Abs.
3 VO Nr. 883/2004).
2
.3
Für die Anwendung von
Art.
13 VO Nr. 883/2004 sind unter
«
Beschäftigung
»
bzw.
«
selbstständiger Erwerbstätigkeit
»
diejenigen Tätigkeiten zu verstehen, die im Rahmen der Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit des Mitgliedstaates, in dessen Gebiet die Tätigkeit ausgeübt wird, als solche (unselbstständige oder selbstständige Tätigkeit) angesehen werden. Diese Regel bezieht sich indessen lediglich auf die Frage nach dem anwendbaren Recht; sie besagt noch nichts über die konkrete beitragsrechtliche Qualifikation eines bestimmten Einkommensteils, wenn die Unterstellung unter die schweizerischen Rechtsvorschriften feststeht (vgl. BGE 139 V 297 E. 2.3 S. 301 f.; SVR 2019 AHV Nr. 9 S. 24, 9C_65/2018 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_603/2019 vom 1
7.
Februar 2020 E. 3.1.2).
Etwas anderes sieht auch die Wegleitung des Bundesamtes für Sozialver
siche
rungen über die Versicherungspflicht in der AHV/IV (WVP) nicht vor. Nach
Rz
.
2013 und 2014 WVP (Stand:
1.
Januar 2021) hängt die Versicherungs
unter
stellung von Personen, die in mehreren Staaten arbeiten, davon ab, ob sie unselb
ständig oder selbständig erwerbstätig sind. Das Beitragsstatut (unselbständig oder selbständig erwerbend) wird aufgrund des nationalen Rechts desjenigen Staates bestimmt, in welchem die jeweilige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Bei einer in Frankreich und in der Schweiz erwerbstätigen Person beispielsweise ist für die in Frankreich ausgeübte Tätigkeit gemäss dem französischen Recht und für die in der Schweiz ausgeübte Tätigkeit nach dem AHVG zu bestimmen, ob es sich um eine selbständige oder eine unselbständige Erwerbstätigkeit handelt. Diese Regeln beziehen sich indessen lediglich auf die Frage nach dem anwendbaren Recht; sie besagen noch nichts über die konkrete beitragsrechtliche Qualifikation eines bestimmten Einkommensteils, wenn die Unterstellung unter die schweizerischen Rechtsvorschriften feststeht (vgl. BGE 139 V 297 E. 2.3.1).
2
.4
Da der Beschwerdeführer
1
im Haupterwerb einer unselbständigen Erwerbstätig
keit in der S
chweiz nachgeht, hat aufgrund von
Art.
13
Abs.
1
lit
a
i.
V.m
.
Art.
13
Abs.
3 VO 883/04 die Versicherungsunterstellung in der Schweiz zu erfolgen
.
3
.
3
.1
Im Folgenden ist somit nach schweizerischen Recht zu prüfen, ob die Tätigkeiten des Beschwerdeführers 1 für die Beschwerdeführer
in
2, die Beigeladene 1 respek
tive die Beigeladene 2 als selbständig oder unselbständig aufzufassen sind. Die Parteien haben sich denn auch einzig
unter diesem Gesichtspunkt zum
Beitrags
statut geäussert.
3
.2
Die Beschwerdegegnerin erwog in ihrem
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Januar 2020 (recte: 2021;
Urk.
2), der Beschwerdeführer
1
sei im Zusammenhang mit seiner
Tätigkeit für
die Beigeladene 1
desha
lb als unselbständig Er
wer
bender
zu quali
fi
zieren, weil
er keine nennenswerten Investitionen tätigen müsse und die Unkos
ten in Rechnung stellen könne. Er trete nicht in eigenem Namen auf und sei auch nicht für die Auftragsbeschaffung verantwortlich, mithin
sei
ein unter
neh
merisches Risiko nicht auszumachen. Ausserdem sei eine Weisungs
gebun
denheit gege
ben, insofern bestehe eine arbeitsorganisatorische Abhängig
keit. Betreffend die Tätigkeit für die Beigeladene 2 verneinte die Beschwerdegegnerin eine selb
stän
dige Erwerbstätigkeit und führte aus, der Beschwerdeführer
1
sei als Lehrkraft tätig und angesichts dessen, dass er weder an den Investitionen der Veranstaltungen beteiligt sei, noch ein Inkassorisiko trage und auch die Kursteil
nehmenden nicht selber suchen müsse, als unselbständig Erwerbender zu quali
fizieren. Dasselbe gelte auch für seinen Einsatz für das
F._
.
Er trete nicht in eigenem Namen auf, tätige keine Investitionen und trage auch kein Verlustrisiko. Ferner seien Einsatzzeit und Einsatzort wie auch die Entschädigung klar vorgegeben. Hinsichtlich der Tätigkeit für die Beschwerdeführerin
2
kon
statierte die Beschwer
de
gegnerin, die wesentlichen Kriterien für eine selbständige Erwerbstätigkeit eines Kursleiters seien nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer
1
sei in die Arbeits
orga
ni
sation der Beschwerdeführerin
2
eingebunden und erhebliche Investitionen seien nicht auszumachen. Schliesslich seien auch ein Verlust- und Inkassorisiko zu verneinen. Demnach
sei
der Beschwerdeführer
1
für keine der Tätigkeiten als selb
ständiger Erwerbstätiger zu qualifizieren.
3
.3
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer
1
in seiner Beschwerde vom 10. Fe
bruar 2021 (
Urk.
1)
hinsichtlich der Tätigkeit für die Beigeladene 1
im Wesent
lichen vor, er müsse ständig Aus- und Weiter
bil
dun
gen sowie Zertifizierungen
absolvieren, um überhaupt Aufträge zu erhalten. Die dadurch entstandenen Kost
en müsse er
selbst tragen, was umso einschnei
den
der sei, als dass insbesondere auch die Zeit für die Schulungen und Zertifi
zie
run
gen niemandem verrechnet we
rden könne (
Urk.
1 S. 5). Sodann
würden nicht sämtliche Spesen übernommen werden. So seien weder die Telefonkosten, noch die kurzfristigen notwendigen Auslagen (Expressvisa, Umbuchung von Flügen) abgedeckt. Auch müsse er die Arbeits
kleidung selbst beschaffen. Dass der grobe Zeitpunkt und Zielort vorgegeben sei, ergebe sich aus dem Umstand, dass ein Patient an einen gewissen Ort gebracht
werden müsse. Insofern bestimme dieser die Vorgaben. Die Dokumentations
pflicht
ergebe sich aus dem Umstand, dass es sich um eine medizinische Rückholung handle und die nachfolgenden Ärzte exakt orientiert sein müssten. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin bestehe keine grosse arbeits
organisato
rische Abhängigkeit, sondern bei medizinischen Not
fällen vielmehr eine Notwen
digkeit der Absprache des Auftraggebers mit dem Auf
tragnehmer (
Urk.
1 S. 5-6). Was seine Tätigkeit für die Beigeladene 2 betreffe, handle es sich um eine ge
mischte Tätigkeit, im Rahmen derer er einerseits unter
richte, andererseits Kurs
teil
nehmer betreue. Er müsse sich ständig auf eigene Kos
ten weiterbilden und die Zeit für die Betreuung bei Projekten könne er grund
sätzlich frei einteilen, sodass keine Weisung bestehe. Weiter erhalte er eine Pau
scha
le, mit welchem der Aufwand abgegolten werde. Falle der Aufwand höher aus, habe er diesen selbst zu tragen. Insofern bestehe für ihn auch bei dieser Tätig
keit ein Unternehmens
risiko und keine grosse arbeitsorganisatorische Ab
hängigkeit. Entsprechend sei er für diese Tätigkeit als Selbständigerwerbender zu qualifizieren (
Urk.
1 S. 7). Dasselbe gelte auch für seinen Einsatz für das
F._
.
Gemäss Ver
trag mit der Projektleitung sei er beauftragt gewesen, als Dozent und Supervisor bei praktischen Rettungseinsätzen in Südamerika tätig zu sein.
Der vertraglich festgelegte Inhalt entspreche eine
m Auftrags
verhältnis. Dies gelte umso mehr,
als der Vertrag jederzeit hätte gekündigt werden können und die Einsatzzeit abge
sprochen worden sei. Auch das Pauschalhonorar spreche für ein Auftragsver
hält
nis (
Urk.
1 S. 8). Betreffend das Verhältnis mit der Be
schwerdeführerin
2
führte der Beschwerdeführer
1
aus, er habe nicht nur stets hohe Investitionen in funk
tions
fähiges Material zu tätigen, sondern er beteilige sich auch an der Planung und insbesondere betreue er den Hauptkunden. Dabei bestehe seitens der Be
schwerdeführerin
2
kein Weisungsrecht, sondern die Aufträge würden partner
schaftlich bearbeitet werden. Somit sei auch diese Tätigkeit als selbständige Er
werbs
tätigkeit zu qualifizieren (
Urk.
1 S. 10).
3
.4
Die Beschwerde
führerin
2
hielt
in ihrer Beschwerde vom 1
0.
Februar 2021
fest
(
Urk.
9/1), die Pla
nung erfolge in Zusam
men
arbeit mit dem Beschwerdeführer
1.
Dass die Auf
träge im Namen der Beschwer
de
führerin
2
erfolgen würden, sei
einzig auf die not
wen
di
gen Zertifi
zie
rungen zu
rückzuführen, was aber branchen
spezifisch sei und des
halb nicht als aus
schlag
gebendes Kriterium herangezogen werden könne. Der Beschwerdeführer
1
könne unmöglich sämtliche Zertifizie
rungen selbst abschlies
sen, sondern sei dies
bezüg
lich auf die Zusammenarbeit mit Anbietern angewie
sen. Weiter erfolge auch die Abrechnung aufgrund der branchenspezifischen Anforderungen über die Be
schwer
de
führerin
2.
Es sei jedoch massgebend, dass der Beschwerdeführer
1
lediglich ein Entgelt erhalte, wenn er den Kurs durchführe. Insofern bestehe seitens Be
schwerdeführer
1
auch ein Inkassorisiko. Der Beschwer
de
führer
1
sei entsprechend als selbständig
e
rwer
bend anzuerkennen.
3
.5
Die Beigeladene 2 hob in ihrer Stellungnahme vom 2
0.
April 2021 (
Urk.
11) hervor, der Beschwerdeführer
1
sei als nebenberufliche Lehrkraft im Jahr 2018
sowie in den Jahren 2019 und 2020 je
für ein Modul berufen worden. Die Ver
anstaltungen hätten nur in einem von vielen Studiengängen stattgefunden und könnten aufgrund zwei
er
Seminartage
pro Jahr nicht als regelmässiger Unterricht gewertet werden. Der Beschwerdeführer
1
habe ausserdem die Projektbetreuung einer Studiengruppe übernommen und sei als Drittprüfer bei der mündlichen Abschlussprüfung von sechs betreuten Studieren
d
en tätig gewesen. Diesbezüglich
erfolge
die Abrechnung
pro Arbeit, nach abgeschlossener Betreuung (falls in Anspruch genommen) und nach Einreichung des Gutachtens.
3
.6
Die Beigeladene 1 äusserte in ihrer Stellungnahme vom
7.
Mai 2021 (
Urk.
13), sie würden immer wieder kurzfristig selbständige Rettungsassistenten benötigen, um verschiebende Dienstleistungen durchzuführen. Es handle sich meist um quali
fi
zierte notfallmedizinische Trainings oder Rückholungen von Patienten. Es be
stehe keine Garantie für Einsätze und eine zertifizierte Qualifikation sei Pflicht. Sie würden mit verschiedensten Firmen arbeiten und mit der Firma
Y._
(gemeint wohl:
D._
)
aufgrund deren Eigenstän
dig
keit stets zufrieden sein.
4
.
4
.1
Vorweg ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 1 im Jahr 2019 während insgesamt rund vier Wochen im Rahmen des
F._
als Dozent und Supervisor bei praktischen Rettungseinsätzen in Südamerika tätig war (
Urk.
8/116
/12-13
). Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom
8.
April 2020 sowie im
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Januar 2021 davon aus, dass diese Einsätze im Rahmen des Vertragsverhältnisses mit der Beigeladenen 2 stattfanden
(
Urk.
2,
Urk.
8/161/3). Dem ist nicht so. Vertragspartner war nicht die Beigela
dene
2
, sondern das
G._
(wobei die Vergütung über
H._
GmbH erfolgte
;
Urk.
8/161/12-13
,
Urk.
8/172/15+25+37+38).
Daran ändert nichts, das
s der Projektleiter I._
auch an der
B._
tätig ist.
4
.2
Weder die Verfügung vom
8.
April 2020 noch der
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Januar 2021 wurden dem
G._
eröffnet. Angesichts dieses Verfahrensmangels ist daher der ange
fochtene
Einspracheentscheid
, soweit die Qualifikation des Einkommens aus der Tätigkeit im Rahmen des
F._
in Frage steht, aufzuheben und die Sache
an die Beschwerdegegnerin
zur gehörigen Eröffnung der Ver
fügung
zu
rückzuweisen. Soweit die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, in Bezug auf das
F._
komme das FZA nicht zur Anwendung, weil die Einsätze ausserhalb der EU stattgefunden hätten, so dass einzig Arbeitnehmer-, aber keine Arbeitgeberbeiträge zu erheben seien (
Urk.
8/161/3), ist sie darauf hinzuweisen, dass
d
er Sitz der Arbeitgeberin massgebender Anknüpfungspunkt
für die Koordi
nation ist (BGE 13
9 V 216).
5.
5
.1
Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit,
massgebender
Lohn ge
nannt, werden paritätische Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge erhoben (
Art.
5 Abs. 1 und
Art.
13
des Bundesgesetzes über die Alters- und H
interlasse
nen
versicherung [AHVG]
). Als
massgebender
Lohn gilt jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit (
Art.
5
Abs.
2 AHVG). Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird demgegenüber ein Beitrag des Selbständigerwerbenden erhoben (
Art.
8 AHVG). Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (
Art.
9 Abs. 1 AHVG).
Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf Grund der Rechtsnatur des
Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen da
bei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einer oder einem Arbeitgebenden in
be
triebswirtschaftlicher beziehungsweise arbeitsorganisatorischer Hinsicht
abhän
gig
ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösun
gen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachver
halte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall über
wiegen (BG
E 146 V 139 E. 3.1 mit Hinweis).
5
.2
Die beitragsrechtliche Unterscheidung des Selbständigerwerbenden vom
Unselb
ständigerwerbenden
beruht auf einer unabhängigen Begriffsbildung, die sich ins
besondere mit dem, was üblicherweise unter einem (
Un
-)Selbständigen verstan
den
werden mag, nicht zu decken braucht. In diesem Sinne ist bei einem Versi
cher
ten, der gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, jedes Erwerbs
einkommen dahin
ge
hend zu prüfen, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt, selbst wenn die Arbeiten für eine und dieselbe Firma vorgenommen werden (BGE 122 V 169 E. 3b; AHI-Praxis 1996 S. 241 f., je mit Hinweisen).
5
.3
Charakteristische Merkmale einer selbständigen Erwerbstätigkeit sind
recht
spre
chungs
gemäss
die Tätigung erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Ge
schäfts
räum
lichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem Personal (BGE 119 V 163 E. 3b). Das spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass unab
hängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die der Versicherte selber zu tragen hat (ZAK 1986 S. 333 E. 2d und S. 121 E. 2b). Für die Annahme selbständiger Erwerbs
tätigkeit spricht sodann die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesell
schaften in eigenem Namen, ohne indessen abhängig zu sein (ZAK 1982 S. 215). Massgebend ist dabei nicht die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren
Arbeitgebern anzu
nehmen, sondern die tatsächliche Ausgangslage (vgl. ZAK 1982
S. 186 E.
2b).
Von unselbständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die für den Arbeits
vertrag typischen Merkmale vorliegen, das heisst wenn der Versicherte Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom Arbeitgeber abhängig und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb eingeordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimm
ten
Arbeitsplans, die Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu er
statten, sowie das
Angewiesensein
auf die Infrastru
ktur am Arbeitsort (ZAK 1986 S.
121 E. 2b, S. 333 E. 2d) oder - bei einer regelmässig ausgeübten Tätigkeit - darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation ent
steht, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers der Fall ist. Die Abhän
gigkeit der eigenen Existenz vom persönlichen Arbeitserfolg ist praxis
ge
mäss nur dann als Risiko eines Selbständigerwerbenden zu werten, wenn be
trächt
liche Investitionen zu tätigen oder Angestelltenlöhne zu bezahlen sind. Mit einem Arbeits- und Lohnausfall müssen alle jene Personen rechnen, die ihre beruf
liche Tätigkeit von Fall zu Fall ausüben und nicht in einem fest entlöhnten Arbeits
verhältnis stehen (BGE 119 V 163 E. 3b).
Gemäss der vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Weglei
tung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML; in der seit 1. Januar 2021 gültigen Fassung; vgl. zur Bedeutung von Verwal
tungsweisungen BGE 133 V 587 E.
6.1) sind Merkmale für das Bestehen eines Unternehmerrisikos im Allgemeinen das Tätigen erheblicher Investitionen, die Verlusttragung, das Tragen des Inkasso- und Delkredererisikos, die Unkostentragung, das Handeln in eigenem Namen und auf eigene Rechnung, das Beschaffen von Aufträgen, die Beschäftigung von Personal sowie eigene Geschäftsräumlichkeiten (
Rz
1019). Das wirtschaftliche beziehungsweise arbeitsorganisatorische Abhängigkeitsverhältnis kommt demgegenüber in der Regel beim Vorhandensein der folgenden Gegeben
heiten zum Aus
druck: Weisungsrecht, Unterordnungsverhältnis, Pflicht zur per
sönlichen Aufgabenerfüllung, Konkurrenzverbot, Präsenzpflicht (
Rz
1020).
Zu ergänzen ist, dass insbesondere Tätigkeiten im Bereich der Dienstleistungen ihrer Natur nach nicht notwendigerweise bedeutende Investitionen erfordern. Der arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit ist in solchen Fällen gegenüber dem In
vestitionsrisiko erhöhtes Gewicht beizumessen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_729/2019 vom 1
0.
Juni 2020, E. 2.3 mit Hinweisen)
.
5
.4
Gemäss
Rz
. 4010
WML
gehören zum mass
ge
ben
den Lohn Bezüge von Personen,
die an Schulen, Ausbildungsstätten oder Tagungszentren regelmässig unter
rich
t
en beziehungsweise Kurse geben. Mass
ge
bende Kriterien sind dabei, dass die Lehr
kräfte an den Investitionen der Veran
stal
tungen nicht beteiligt sind, das In
kassorisiko nicht tragen und die Kurs
teil
neh
menden nicht selber suchen müssen (vgl. auch
Art.
7
lit
. l
der Verordnung über die Alters- und H
interlassenen
ver
sicherung [AHVV]
). Derartige Lehr
tätig
keiten gelten somit als unselbständige Erwerbstätigkeiten.
Nicht zum massgebenden Lohn gehören hingegen in der Regel Vergütungen für Kurse, die nur gelegentlich gegeben werden. Insoweit sind die Lehrpersonen als selbständig erwerbstätig zu betrachten.
5
.5
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
5
.6
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be
stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2).
6
.
6
.1
Die vertragliche Grundlage der Beziehung zwischen de
m
Beschwerdeführer
1
und der
Beschwerdeführerin
2
bildet nach Aktenlage die schriftliche
«V
ereinbarung
über Zusammenarbeit»
vom 1
6.
Juni
201
3
(
Urk.
8/116/11
).
Diese wurde durch die Zusatzvereinbarung vom
8.
Mai 2020 ergänzt respektive teilweise abgeändert (
Urk.
8/165).
Demnach
bietet die Beschwerdeführerin
2
Dienstleistungen im Sani
tätsbereich an und betreibt Schu
lun
gen im Bereich Erste Hilfe. Die Planungs- und
Durchführungs
ver
ant
wortung der Kurse inklusive Materialbereitstellung sowie die Abrechnung erfolgt über die Beschwerdeführerin
2.
Sie ist
gemäss Verein
barung vom 1
6.
Juni 2013
die ausschliessliche Kontaktperson für jeg
liche An
fragen und Anliegen seitens der Kunden und Dritten
;
gemäss Zusatzvereinbarung vom
8.
Mai 2020
ist nun auch der Beschwerdeführer 1 im Verlauf des Kurses Ansprechpartner und wird bei der Terminplanung beigezogen
. Der Beschwerde
führer
1
führt im Auftrag der Beschwerdeführerin
2
als Aus
bilder die Schulungen durch, wobei er gegenüber den Kunden im Namen der Beschwerdeführerin
2
auftritt. Für die Er
bringung der Leistung als Ausbilder wird der Beschwerdeführer
1
mit Fr. 60.-- pro Stunde
entlö
hnt. Er hat jeweils eine detaillierte monatliche Rechnung an die Be
schwerdeführerin
2
zu stellen. Für einen ausreichenden Ver
sicherungsschutz hat er selbst besorgt zu sein. Die Kündigungsfrist des Vertrags beträgt ein Monat.
6
.2
Das vorliegend zu prüfende Verhältnis zeichnet sich dadurch aus, dass
der
Be
schwer
deführer
1
von
der Beschwerdeführerin
2
beauftragt wird,
als Ausbilder Schu
lungen insbesondere im Bereich Erste Hilfe durchzuführen.
Die Beschwerde
führerin 2 ist erste Kontaktperson der Kunden. Der Beschwerdeführer 1 führt
die Schulungen
in ihrem
Namen und mit auf sie lautenden Kursunterlagen durch
(
Urk.
8/195
)
.
Daran ändert auch die Vertragsanpassung vom 8
. Mai 2020 (Urk.
8/165) nichts.
War gemäss Vereinbarung vom 1
6.
Juni 2013 die Beschwer
de
führerin 2 für die Materialbereitstellung verantwortlich (
Urk.
8/116/11), stellt nunmeh
r der Beschwerdeführer 1
das Material
zur Verfügung
. Jedoch wird er dafür von der Beschwerdeführerin 2 entschädigt (
Urk.
8/165). Wesentliche Inve
stitionen hat er mithin nicht zu tätigen. Er
muss weder die Kursteilnehmer selber suchen, noch hat er ein Inkassorisiko, wird er doch nicht von den Kursteil
neh
mern, sondern von der Be
schwerdeführerin
2
be
zahlt.
Nach Lage der Akten
stellte
der Beschwerdeführer
1
im August 2018
zwar eine Mitarbeiterin
ein
, die er
nach Arbeitsanfall
entschädigt
(vgl.
Urk.
8/94,
Urk.
8/114/3).
D
eren Lohn
belief sich jedoch lediglich auf Fr. 2’003.-- (2019;
Urk.
8/141) respektive auf
Fr.
7
3.-- (2020,
Urk.
8/
211). Ansonsten beschäftigt er kein Personal. Damit erschöpft sich
das wirtschaftliche Risiko in der Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg. Dieser ist nur dann als Geschäftsrisiko einer selbständig erwer
ben
den Person zu qualifizieren, wenn beträchtliche Investitionen zu tätigen oder An
ge
stelltenlöhne zu bezahlen sind (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich UV.2013.00252 vom 9. Dezember 2014 E. 3.3 mit Hinweis auf ZAK 1992 S. 165), was vorliegend eben gerade nicht der Fall ist.
A
us der Ver
trags
anpassung
geht
zwar hervor, dass der Beschwerdeführer
1
bei
der Aufgaben
erfül
lung von seiner Mitarbeiterin
vertreten werden kann
(
Urk.
8/165), d
ies jedoch nur im Krankheit
sfall
und auch nur für gewisse Kurse
. Grundsätzlich hat der
Be
schwer
deführer
1
die Ausbildungsleistung persönlich zu erbringen.
Der Einwand des Beschwerdeführers,
dass die Kurse im Namen der Be
schwer
de
führerin
2
an
geboten und durchgeführt wür
den, sei auf seine fehlende Zertifi
zie
rung zu
rück
zu
führen
(vgl.
Urk.
1 S. 9)
,
ist
unbehelflich
,
unterstreicht dies doch gerade
seine
arbeitsorgani
sa
torische Ab
hängigkeit
von der Beschwer
de
führer
in
2
.
Daran vermag auch die Tatsache, dass kein explizites Konkurrenz
verbot vereinbart wurde, nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer
1
ver
meidet
jedoch
eine Konkurrenzierung freiwillig, indem er auf eine eigene Zerti
fizierung verzichtet
, was übrigens so in der Zusatzvereinbarung vom
8.
Mai 2020 aus
drücklich festgehalten wird
(
Urk.
8/165).
Schliesslich sprechen auch die festge
legte Entlöhnung sowie die Kündigungsfrist für ein Unterordnungsverhältnis.
6
.3
Auch wenn die vom Beschwerdeführer
1
mit der Beschwerdeführerin
2
am 1
6.
Juni
2013 sowie ergänzend am
8.
Mai
2020
abgeschlossene
V
ereinbarung
über die Zusammenarbeit
gewisse Elemente aufweisen mag, welche bei selbständiger Erwerbstätigkeit üblich sind, überwiegen hier klar Gesichtspunkte, welche für eine unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen.
Insbesondere verändert die
Ver
tragsanpassung vom
8.
Mai 2020 die Wesensmerkmale nicht. Dass nunmehr der Beschwerdeführer 1 im Verlauf des Kurses ebenfalls Ansprechperson der Kunden ist, in gewissen, doch sehr eingeschränkten Konstellationen Ausbildungsmaterial vermieten darf
, für interne Weiterbildungen verantwortlich ist, eine gewisse Qua
lität seiner eigenen Leistung sicherstellen muss und die Leistungsvergütung differenzierter gehandhabt wird (
Urk.
8/165), verändert den Charakter des Ver
trags
verhältnisses nicht massgeblich.
7
.
7
.1
Das Vertragsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer
1
und der Beigeladenen 1
wird durch den «Vertrag über freie M
itarbeit
»
vom 1
2.
Juli 2010
bestimmt (U
rk.
8/116/9). Demnach übernimmt der Beschwerdeführer
1
ab 1
5.
Juli 2010 die Aufgaben eines Rettungsassistenten im Rahmen der Begleitung von Patienten
transporten und medizinischen Dienstleistungen.
Dabei unterlieg
t
er keinen
Wei
sun
gen des Auf
trag
gebers. Art und Umfang der übertragenen Aufgaben werden pro Patienten individuell vereinbart. Der Beschwerdeführer
1
unterliegt in der Aus
ge
staltung sei
ner Arbeitszeit keinen Einschränkungen und darf auch für andere Auftrag
geber tätig sein, sofern es sich nicht um unmittelbare Konkurrenz
firmen handelt. Als Vergütung wird ein Honorar auf Stunden- oder Tagesbasis gemäss den Rahmen
bedingungen des Auftraggebers für freie Mitarbeiter zu
grun
de gelegt. Die Kündigung des Vertrags ist spätestens am 1
5.
eines Monats für den Schluss des
Kalendermonats zulässig. Die Rahmenbedingungen für freie Mitar
bei
ter des Auftraggebers sind zur Durchführung der Aufträge bindend
.
Diese
(in einem Zusatzdokument festgelegten)
Rahmen
be
din
gungen für freie Mitarbeiter
(
Urk.
8/184)
enthalten Vorschriften betreffend ein
zu
reichende
Unterlage
n, Ver
si
cherungen, Kommunikation und Dokumentation, das Honorar, die Reiseklassen und das Abrechnungsverfahren. Sodann ist die Auftragsvergabe in Ziffer 8.2 ge
regelt. Demnach werden die
Escorts
bei Vorliegen eines neuen Falles in der Regel telefonisch, in Ausnahmefällen per E-Mail
oder SMS, informie
rt. Der erste freie Mitarbeiter, der den Auftrag annehmen und zeit
nah um
setzen kann, erhält den Auftrag. Für die Aussendarstellung der Beigela
de
nen 1 gegenüber dem Patienten und dem Kunden sowie behördlichen Vertre
tern ist es für
Escorts
sinnvoll, einen Ausweis mit Lichtbild und Namen zu tragen (Ziff. 8.6). Schliesslich wird auch empfohlen bei
Escorteinsätzen
eine dunkle Hose und ein weisses Hemd zu tragen (Ziff. 8.7)
.
7
.2
A
us den Rahmenbedingungen für freie Mitarbeiter
(
Urk.
8/184)
ergeben sich zahl
reiche Hin
weise auf eine arbeitsorganisatorische Abhängigkeit des
Be
schwerde
führers
1
gegen
über der
Beigeladenen
1.
So hat er der Beigeladenen 1 einen Lebens
lauf und eine Kopie seines Berufsabschlusses sowie seiner Reise
dokumente einzureichen (
Ziff.
1.1-1.3) und Auskunft über alle relevanten Impf
ungen zu geben (Ziff. 1.5). Ebenso hat er detaillierte Angaben über den Inhalt seiner medizinischen Ausrüstung und alle international anerkannten medi
zi
ni
schen Kurse zu machen (
Ziff.
1.6-1.7). Gegenüber den Kunden und Patienten tritt der Beschwerdeführer
1
im Namen der Beigeladenen 1 auf und hat einen ent
spre
chenden A
usweis mit Foto und Namen zu tragen (
Ziff.
8.6). Ausserdem wird ihm nahegelegt in uniformartiger Kleidung (dunkle Hose, weisses Hemd) aufzu
treten (
Ziff.
8.7).
Dass der Beschwerdeführer
1
bei der Begleitung von Patienten
trans
porten keinen Weisungen unterliegt
(vgl.
Urk.
8/116/9)
,
wird insofern rela
ti
viert, als dass er gemäss Rahmenbedingungen verpflichtet ist, sich bei den ein
zel
nen Wegpunkten der Reise bei der Alarmzentrale zu melden (
Ziff.
3.3)
, wobei die
Gespräche
aufge
zeichnet werden (
Ziff.
4.2)
.
Sodann hat der Beschwerdeführer
1
medizinische Be
richte anzufertigen und eine lückenlose Dokumentation zu ge
währ
leisten (Ziff. 4.1).
Weiter wird von der Beigeladenen 1 vorgegeben, in wel
chen
Reise
klassen die Patiententransporte zu erfolgen haben (
Ziff.
6).
Die Ver
gütung ist in den Rahmenbedingungen klar festgelegt (Ziff. 5)
, der Beschwerde
führer
1
ist zur persönlichen Aufgabenerfüllung verpflichtet
und es besteht ein Konkur
renzverbot für unmittelbare Konkurrenzfirmen.
Der Umstand, dass es dem Be
schwerdeführer
1
grundsätzlich freisteht, für andere Auftraggeber tätig zu sein (Urk. 8/116/9), ist demgegenüber nicht ausschlaggebend. Vorliegend geht es ein
zig um die
Qualifikation der erwerblichen Tätigkeit, die aufgrund der
im Ver
trag über freie Mitarbeit vom 12. Juli 2010 sowie den dazugehörigen Rahmen
be
din
gungen
effektiv zustande gekommen ist. Anderweitige berufliche Aktivitäten ste
hen hier nicht zur Diskussion.
Neben der Einbindung in arbeitsorganisatorischer Hinsicht ist das Fehlen eines spezifischen Unternehmerrisikos für die AHV-rechtliche Qualifikation von Bedeu
tung. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer
1
von den Kun
den und Patienten nicht als unter eigenem Namen auftretend wahrgenommen wird, wird von ihm doch verlangt, sich bei Einsätzen als Mitarbeiter der B
eige
ladenen
1 auszuweisen und einen entsprechenden Ausweis
mitzu
tragen (
Ziff.
8.6
).
Ab
ge
sehen von den Weiterbildungskosten, für welche der Beschwerdeführer
1
selbst auf
kommen muss (
Urk.
1 S. 5), tätigte er denn auch keine wesentlichen In
vestitionen.
Sämtliche
Reise
k
os
ten
und Spesen
werden von der Bei
geladenen über
nommen und können ihr in Rechnung gestellt werden (Z
iff.
5.4
,
Ziff.
7.1.1
).
Lediglich für die Verpflegung hat der Beschwerdeführer
1
selbst aufzukommen (Ziff. 7.1.2). Das vom Beschwerde
führer
1
zur Verfügung gestellte medizinische Verbrauchsmaterial wird von der Beige
la
denen 1 ersetzt (
Ziff.
1.6).
Überdies
ist der Beschwerde
führer
1
auch nicht für die Beschaffung von Aufträgen verant
wort
lich, erfolgt dies doch über die Beigeladene 1 (
Ziff.
8.2)
. Dass der Beschwer
deführer
1
bei Vorliegen eines neuen Falles telefonisch informiert wird, betont die Abhängigkeit des Beschwer
de
führers
1
von der Beigeladenen 1, zumal es ihm
untersagt ist, Aufträge unmittel
barer Konkurrenzfirmen anzunehmen.
Schliess
li
ch
benötigt er zur Auftrags
erfüllung weder Personal noch eigene Geschäfts
räum
lichkeiten. Insofern ist auch kein we
sentliches
Unternehmerrisko
auszu
machen.
7
.3
Zusammengefasst
sprechen die Umstände insgesamt
für eine be
triebs
wirtschaft
liche respektive arbeits
organi
sa
to
ri
sche Unterordnung und Ab
hängig
keit de
s
Be
schwerdeführers
1
gegenüber der
Beigeladenen 1
und damit
für eine unselb
stän
dige Erwerbstätigkeit
.
Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer 1 jahrelang Beiträge für Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber (ANOBAG) leistete auf Einkommen, das er aus der Tätigk
eit für die Beigeladene 1
erzielte (
vgl.
Urk.
8/80,
Urk.
8/91,
Urk.
8/93
).
Er ging
also (zu Recht) selber davon aus, dass eine unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt.
8
.
8
.1
Das Rechtsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer 1 und der Beigeladenen 2 wird durch drei Verträge geregelt: den Lehrvertrag (
Urk.
8/185,
Urk.
8/186,
Urk.
8/188), den Projektbetreuungsvertrag (
Urk.
8/116/15 =
Urk.
8/191) und
den
Prüfungsvertrag (
Urk.
8/187).
Aus dem Vertrag zur wissenschaftlichen Projekt
be
treuung (
Urk.
8/116/15)
geht her
vor, dass die Projektbetreuung
die Betreuung der Studierenden, die Korrektur und Begut
ach
tung der Leistungs
nach
weise, die Ab
nah
me der Projektstudienarbeit
,
Präsenta
tio
nen sowie die Vorberei
tung, Durch
führung und Nachbereitung eines Seminars und die Unterstützung bei der Aus
arbeitung der Abschlussarbeiten
be
inhaltet
. Die Seminarunterlagen sind auf das Layout der Beigeladenen 2 anzu
passen und die Rechte werden diese
r
abgetreten.
Die
B._
-Ordnungen
, die Stu
dien
prüfungs
ordnung des Studien
pro
gramms sowie die Spezifika
tionen gemäss dem Seminar
profil sind Bestandteil des Projektbe
treuungsvertrags. Die Beigela
de
ne
2 behält sich vor, bei Nichtzustande
kommen des Programms und bei grund
sätzlich erfor
der
lichen konzeptionellen Ver
ände
rungen
die Projekt
be
treu
ung spä
tes
tens sechs Wochen vor dem ge
plan
ten Datum abzusagen. Ein An
spruch auf die Durch
füh
rung der Projektbetreuung besteht in diesem Fall nicht. Bei Schlecht
erfüllung besteht jederzeit die Möglich
keit einer Kündigung des Ver
trags.
Die Entschädigung für die Korrektur von Studien
ar
beiten (SA) und von Bachelor Thesis (BT) als Leistungsnachweise (LNW)
wird auf €
60 respektive
€
100 pro Arbeit festgelegt (vgl. auch
Urk.
11 A
n
lage A S. 2).
Den
von der Beigeladenen 2 eingereichten Akten ist sodann zu entnehmen, dass
die Dauer einer Projektbetreuung zwischen drei bis sechs Monate beträgt (
Urk.
11 Anlage 6).
Der Lehrvertrag wird in Hinblick auf eine bestimmte Lehrveranstaltung abgeschlossen. Er beinhaltet die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbe
reitung des Seminars sowie gegebenenfalls die Korrektur der Leistungsnachweise. Die Prüfungsfragen sind 14 Tage nach dem Seminar, spätestens jedoch 14 Tage vor dem Klausurtermin einzureichen.
Wie beim Projektbetreuungsvertrag sind die Seminarunterlagen auf das Layout der Beigeladenen 2 anzu
passen
.
Die
B._
-Ordnungen, die Studienprüfungsordnung des Studienprogramms sowie die Spezi
fi
kationen gemäss dem Seminarprofil bilden
Be
standteil des Lehr
vertrags. Die Beigelade
ne 2 beh
ält sich vor, bei Nichtzustande
kom
men des Programms und bei
grund
sätzl
ich erforderlichen konzeptionellen Veränderungen, das Seminar spät
es
tens sechs Wochen vor dem geplan
t
en Datum abzusagen (
Urk.
8/185-188).
Im Fall, dass der Studiengang auch im Folgejahr stattfindet, besteht von Seiten der Lehrkraft (NLK) kein Anspruch auf die Durchführung (
Urk.
11)
.
In den Jahren 2018 und
2019 dauerte die
Lehrveranstaltung zwei Tage, im Jahr 2020 drei Tage. Vergütet wurde sie jeweils mit
€
880 bzw.
€ 980 (
Urk.
11)
. Im Prüfungsvertrag
schliesslich
werden im Wesentlichen die Aufgaben des Prüfers umschrieben sowie das Honorar
(€
20 pro Student) und die Spesenvergütung (€ 80) festgelegt
(
Urk.
8/187).
8
.2
Die beschriebenen Tätigkeiten hängen zusammen. Insofern sind die drei Verträge als Einheit aufzufassen.
In E.
5
.4
wurde dargelegt, dass Personen, die an Schulen,
Ausbildungsstätten oder Tagungszentren regelmässig unterrichten beziehungs
weise Kurse geben, eine un
selb
ständige Erwerbstätigkeit ausüben, sofern die Lehrkräfte an den Investitionen der Veranstaltungen nicht beteiligt sind, das In
kassorisiko nicht tragen und die Kursteilnehmenden nicht selber suchen müssen.
Angesichts
dieser
Kriterien
ist offensichtlich, dass die Tätigkeit des
Be
schwerde
führers
1
als
Dozent
für die Beigeladene
2
als unselbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist. Der
Be
schwerdeführer
1
trägt kein Unternehmerrisiko, da er an den Investitionen der
Bei
ge
ladenen 2
nicht beteiligt ist, kein Inkassorisiko hat, da er nicht von den Kurs
teil
nehmern (sondern von der
Beigeladenen 2
) bezahlt wird und die Kurs
teil
nehmer auch nicht selber suchen muss. Er ist (wenigstens bis zu einem gewissen Grad) arbeits
organi
sa
torisch in den Betrieb der
Beigeladenen 2
integriert, weil er
die Seminarunterlagen dem Layout der Beigeladenen 2 anzu
passen hat, die Rech
te dafür an diese abtritt und
sich nach
dem Programm der Beigeladenen 2
richten muss. Bei seiner Tätigkeit
als Dozent
muss er sich
überdies an
deren
Ord
nun
gen
halten. Das Hono
rar, das dem
Beschwerde
führer
1
von der
Beigeladenen 2
aus
gerichtet wird, ist standardisiert festgelegt - eben
so die Spe
sen
entschädigung.
Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer
1
nur an zwei bis drei Tagen pro Jahr ein Seminar
ab
hält. Die Projektbetreuung dauert indessen bedeutend länger, gemäss Akten drei bis sechs Monate. Deshalb ist auch von einer Regelmässigkeit der Ausübung der Lehrtätigkeit auszugehen. Die vorliegend in Frage stehende
Kurstätigkeit
ist
vergleich
bar mit einer Lehrverpflichtung im Rah
men eines über das Lehrangebot lediglich ergänzenden Haltens von Vorträgen
(vgl.
auch AHI-Praxis 4/2001 S. 182ff.). In
diesem Sinne gehört der Beschwerde
führer zum Lehrkörper der Beigeladenen
2.
Mit dem Argument, der Beschwerde
führer sei frei in der Gestaltung der Projektbetreuung und keinen Weisungen unterworfen (
Urk.
1 S. 7), vermag er sich nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, denn Lehrpersonen sind grundsätzlich frei in der Gestaltung und Zeiteinteilung der Unterrichtsstunden und Studierendenbetreuung.
8
.3
Aus dem Gesagten folgt, dass der
Beschwerdeführer
1
auch hinsichtlich seiner Tätigkeit als
Dozent
als unselbständig erwerbstätig zu betrachten ist.
9
.
Nach dem Gesagten
ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als der angefoch
tene
Einspracheentscheid
aufzuheben ist
und die Sache zur gehörigen Durch
führung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwäg
ungen an die Beschwer
de
gegnerin zurückgewiesen wird
, soweit er die Tätigkeit im Rahmen des
F._
betrifft. Ansonsten
erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie
im Übrigen
ab
zuweisen ist.
10
.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens - teilweises Obsiegen - steht dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer
1
gestützt auf
Art.
61
lit
. g
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
eine gekürzte Pro
zess
entschädigung zu. Die Entschädigung wird vom Gericht nach Ermessen und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt (
§
34
Abs.
1 und 3
GSVGer
). Der Beschwerdeführer
1
unterliegt zum grösseren Teil
. Entsprechend ist ihm eine gekürzte Prozessentschädigung von
Fr.
500.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.