Decision ID: cdbd43a3-1126-4d8c-8fb8-fce4155715b3
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1985 geborene
X._
,
welche
eine A
usbild
ung im Be
reich Kunst und Design
absolviert hatte
,
meldete sich unt
er Hinweis auf
psy
chische Leiden am 24. März 2014 (Eingangsdatum der IV-Stelle) bei der
Sozial
vers
iche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (Urk. 11/4).
Nachdem die IV-Stelle verschiedene Abklärungen getätigt hatte und eine Wie
dereingliederung der Versicherten versucht worden war (vgl.
Urk.
11/77), hielt die IV
-Stelle mit
Mitteilung vom 18. Juni 2015
fest, dass zurzeit keine Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien (Urk. 11/42). Am 2
4.
Juni 2015 wurde
X._
eine Schadenmi
n
derungspflicht auferlegt, womit
eine regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung verlangt wurde (Urk. 11/43).
Die
IV-Stelle
holte sodann
verschiedene
ärztliche
Berichte ein (Urk. 11/60,
11/67, 11/69, 11/72, 11/74
)
und stellte mit
Vorbescheid vom 29. August 2016
die Abweisung des
Leistungsbegehren
s in Aussicht
, da
X._
die Therapie abgebrochen habe (Urk. 11/76). Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 31. Oktober 2016 Einwand erheben (Urk. 1
1/
83). In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische
Begutach
tung
(Urk. 11/100).
Die
Z._
erstattete das Gutachten am 11. Dezember
2017 (Urk. 11/107).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 11/109, Einwand Urk. 11/110, 11/112) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 10. August 2018 einen
Rentena
nspruch (Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 13. September 2018 B
eschwerde erheben und beantragen
, es sei ihr unter Aufhebung der angefochte
nen Verfügung eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei
erneut
ein psy
chiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hinsicht wurde die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung beantragt (Urk. 1). Mit Beschwer
deantwort vom 8. Oktober 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Nach bisheriger und langjähriger höchstrichterlicher Rechtsprechung führten Suchterkrankungen als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Sie wurden im Rahmen der Invalidenversicherung erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt haben, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender, Gesundheitsschaden einge
treten war, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesund
heitsschadens waren, dem Krankheitswert zukam. Ein invalidisierender psychi
scher Gesundheitsschaden fehlte demgegenüber, wo in der Begutachtung im Wesentlichen nur Befunde erhoben wurden, welche in der Sucht ihre hin
reichende Erklärung fanden (Hinweise zur bisherigen Rechtsprechung in BGE
145
V 215 E. 4.1).
Diese bisherige Rechtsprechung änderte das Bundes
gericht mit BGE 145 V 215 dahingehend, dass - fachärztlich einwandfrei diagnostizierten - Abhängig
keitssyndromen beziehungsweise Substanz
konsum
störungen nicht zum vornhe
rein jede invalidenversicherungsrechtliche Relevanz abgesprochen werden kann (E. 5.3.3), sondern diese vielmehr als invaliden
ver
sicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesundheitsschäden in Betracht fallen (E. 6).
Gemäss BGE 143 V 418 E. 6 f. ist die Frage nach den Auswirkungen sämtlicher psychischer Erkrankungen auf das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beantworten. Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeits
syndrome (E. 6.2).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängig
keitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und sozio
kul
turellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhängig
keitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krank
heitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psycho
soziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge
ben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125
V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte ihren Entscheid
auf
das Gutachten der
Z._
vom 11.
Dezember 2017, wonach es sich bei den Diagnosen mit dauerhafter Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit um Suchtgeschehen durch Substanzgebrauch handle.
Die diagnostizierte depressive Störung liege in der Form einer gegenwär
tigen Episode vor,
die
von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt
werd
e
. Bei den
akze
ntuierten Persönlichkeitszügen
handle es sich zudem um
einen
IV
fremde
n Faktor
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt,
es handle sich bei der depressiven Störung nicht um eine blosse Episode, was
ihre Krank
heits
geschichte sei
t
mindestens fünf Jahre belege.
Es sei von einer schweren De
pression auszugehen.
E
in Suchtgeschehen
liege
im Übrigen
auch nicht mehr vor.
Das
Gutachten der
Z._
sei
nicht lege
artis
erstattet worden
und entspreche nicht der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Zusammenhang mit psychi
schen Erkrankungen.
Aufgrund der schweren Depression sei
ihr
eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1).
3.
3.1
Am 11. Dezember
2017 erstattete
n
Dr.
med
.
A._
, As
s
is
tenz
ärztin, und
pract
. med.
B._
, Fachärztin Psychiatrie und Psycho
therapie,
das psychiatrische Gutachten
und hielt
en
folgende
Diagnosen
fest
(Urk. 11/107/24):
-
Psychische und Verhaltungsstörungen durch Kokain: Abhängigkeitssyn
drom, gemäss Explorandin gegenwärtig abstinent (ICD-10: F14.2)
-
Störung durch Opioide, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F11.2)
-
Störung durch Alkohol, episodischer Substanzgebrauch (ICD-10: F10.26)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, ein
schliesslich Koffein: schädlicher Gebrauch von Amphetaminen (ICD-10: F15.1)
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0)
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge (
histrion
, unreif, nar
zisstisch, emotio
nal-instabil;
ICD-10: Z73)
In somatischer Hinsicht
wurden im Gutachten
fol
gende aktenanamnetische Diagnosen auf
geführt
:
-
Status nach Schädelhirntrauma 1988
-
Status nach Epilepsie mit Grand Mal Anfällen ED 1990, seit mehr als fünf Jahren ohne Medikation anfallsfrei
-
Status nach Ohrenoperation unter Mittelohrenentzündung mit Trommel
fellrekonstruktion 2000
-
Status nach Tonsillektomie 2005
-
Cervicobrachialsyndrom
,
exazerbiert
nach Autounfall 11/2013
-
Muskuloskelettale
Beschwerden im
Thoraxbereic
h
3.2
In der zusammenfassenden Beurteilung der Vorgeschichte hielt
en die Gutach
ter
innen
fest, dass die Beschwerdeführerin im Alter von drei Jahren eine Schädel
b
asisfraktur erlitten habe, neurologische
Auffälligkeiten
seien danach nicht
auf
getreten.
Im Alter von 12
Jahren sei eine Grand-Mal-Epilepsie diagnostiziert worden. Die EEG-
Untersuchung vom 29. September
2017 habe keine Hinweise auf epilepsietypische Potentiale ergeben. Die Beschwerdeführerin habe von einer
schwierigen Schulzeit berichtet:
Sie sei eine Aussenseiterin gewesen, habe in die
ser Zeit Suizidgedanken gehabt und sich selbst verletzt. Im Alter von 14 Jahren sei die Beschwerdeführerin v
on zuhause ausgezogen und habe
danach bei ihrem damaligen Partner
gewohnt
. Dies sei von den Eltern der Beschwerdeführerin un
terstützt und mitfinanziert worden.
In diesem Zeitraum habe sie begonnen
Sub
stanzen
zu konsumieren
.
Ab
dem 2
0.
Altersjahr
habe sie
täglich Kokain, Heroin und Amphetamine eingenommen.
Weiter
habe
die Beschwerdeführerin von
gros
se
n
Erinnerungslücken
bezüglich der Jahre 2002-2011
berichtet
. Gemäss
den Gutachterinnen
seien die Zeitangaben der Beschwerdeführerin oft widersprüch
lich gewesen oder hätten sich nicht mit den Akten gedeckt. So habe die Beschwer
deführerin erzählt, dass der schwere Missbrauch in Form von Zwa
ng zur Arbeit als Sexsklavin
unmittelbar vor dem Eintritt in das Suchtprogramm «
C._s
» statt
gefunden habe. In den Verlaufseinträgen
des
Suchtprogramm
s
hätten sich
aller
dings
keine Hinweise auf eine derartige Vorgeschichte finden lassen. Auch bezüglich der Zuweisung zu diesem Suchtprogramm
würden
die Angaben der Be
schwerdeführerin nicht mit den Akten überein
stimmen
. Das
in den Verlaufs
ein
trägen
beschriebene Kontaktverhalten der Beschwerdeführerin würde zudem ein untypisches Verhalten für die
von ihr
beschriebene Vorgeschichte dar
stellen. An
lässlich der Begutachtung habe die Beschwerdeführerin
sodann
erzählt, dass
sie nach dem Suchtprogramm ihre Ausbildung
abgeschlossen habe.
Aus den Akten gehe allerdings hervor, dass die Beschwerdeführerin die
Ausbildung
bereits 2005
absolviert habe
und
sie
das Suchtprogramm
von Mitte 2007
bis Ende 2008 be
sucht habe
.
Die Angaben der Beschwerde
führerin im Zusammenhang mit d
em einst
mitgegründeten
Unternehmen hätten plausibel und glaubhaft gewirkt. Sie
sei
auch authentisch
erschienen
, als sie über das Ende ihrer Arbeit in diesem Un
ternehmen berichtet habe. Lediglich die Zeitangabe
n würden nicht
mit den Akten überein
stimmen
(Urk. 11/107/25).
Zu den
Vorakten
hielten die Gutachterinnen fest
, die
Verdacht
sdiagnose
einer
posttraumatische
n
Belastungsstörung
sei
erstmals im Januar 2013
gestellt wor
den
. Die Beschreibung der Symptomatik
sei hierfür
jedoch
nicht typisch
, da weder Flashback
s
,
Alpträu
me, noch
Hyperarousal
im Befund
beschrieben würden. In den Folgeberichten würden zum Teil
Traumasymptome
beschrieben und während der Therapie sei es einmalig zu einem fraglich d
issoziativen Symptom gekommen. D
er Grossteil der Symptomatik basiere
allerdings lediglich
auf den Schilderungen der
Beschwerdeführeri
n
.
Anlässlich der Begutachtung habe die
Bes
chwerdefüh
rerin davon berichtet
, dass sie aufgrund der Therapie keine Alpträume mehr habe.
Dies sei
diskrepant zu
den Angaben der Therapeutin, wonach
sich die Alpträume und Flashbacks
noch nicht hätten bessern können, da d
ie Beschwerdeführerin
nicht
zu den Terminen erschienen
sei. Die Therapeutin habe dies als
Vermei
dungs
verhalten
verstanden
.
Gemäss der Ansicht der Gutachterinnen sei zudem auff
ällig, dass die Symptomatik der
Traumafolgestörung
erst fünf Jahre nach den beschriebenen traumatischen Erlebnissen
erstmals
dokumentiert worden sei.
Weiter
führten die Gutachterinnen aus
, dass sich in allen Arztberichten, sowie auch während der Begutachtung,
durchgehend
Befunde
für eine
depressive Symp
tomatik
ergeben hätten
: Affektlabilität beziehungsweise bedrückter Affekt, sowie Ängste und Antriebslosigkeit. Anhand der
Vorakten
hätten
sich im Längs
schnitt
allerdings
keine Anhaltspunkte für eine psychotische oder schwere affek
tive Störung
ergeben
. Im frühen Alter
habe
eine hirnorganische Pathologie
be
standen
, welche nachfolgend mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer epileptischen Erkrankung geführt habe. Ab diesem Zeitpunkt seien affektive und emotional insta
bile Probleme bei der Beschwerdeführerin aufgetreten
.
Bezüglich der Krampf
anfälle
vor der gesamten Klasse und de
r
Reaktion
en
ihr
er Mitschüler habe die Beschwerdeführerin emotional betroffen gewirkt und habe d
ie Thematisierung dieser Umstände abgelehnt. In der Folge sei es
damals
zu einer depressiven Epi
sode un
d zum Beginn von Substanzkonsum gekommen, was
die Gutachterinnen
als Selbstmedikation von ne
gativen Affekten interpretierte
n
. Aufgrund des eher unproblematischen Schulverlaufs und der Beibehaltung langfristig
er Freund
schaften und familiärer
Beziehungen, trotz einiger Konflikte, könne
kriterien
geleitet
keine
Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 diagnostiziert werden. Die Be
schwerdeführerin weise allerdings einige auffällige Persönlichkeitsakzentuie
run
gen auf, welche bei gleichzeitigem Auftreten weiterer Belastungen zu psychi
schen Dekompensationen und auch zu vermehrtem Substanzkonsum führen könn
t
e
n
(Urk. 11/107/26).
3.3
Befundmässig hielt
en die Gutachterinnen
fest, die Beschwerdeführerin
habe sich
anlässlich der Untersuchung
affektiv
labil präsentiert
. Sie habe viel geweint und
habe sich stark affektiv beteiligt, indem sie beispielweise hyperventiliert habe, was jeweils
sehr kurzzeitig
und oberflächlich erschienen
sei
. Hinweise auf ein depressives Syndrom hätten sich nur wenige
ergeben. Die
Beschwerdeführerin habe angegeben, sich noch sehr gut über ihre Hobbies freuen zu können und nur an bestimmten Tagen an Antriebslosigkeit zu leiden. Die
Ausführungen
der Be
schwerdeführerin, wonach sie
häufig u
nd gerne Besuch erhalte, würden
zudem
gegen ein soziales Rückzugsverhalten
sprechen
. Die Erhebungen mittels BDI wür
den allenfalls für eine leichte depressive Symptomatik sprechen.
O
b die
Beschwer
deführerin
tatsächlich an den von ihr
beric
hteten Flashbacks mit
Derealisa
t
i
ons
- und Depersonal
isationserl
ebnissen
sowie
dissoziativen Zustände
leide, sei nicht objektivierbar
. Eine genaue Schilderung dieser Situationen sei
der Beschwerde
führerin nicht gelungen. Sie habe plakativ dargestellt,
dass sie sich von aussen beobachte, was häufig literarisch und film
isch so dargestellt werde
. Bei der Explo
ra
tion der traumatischen Erlebnisse habe
sich die Beschwerdeführerin stark affek
tiv beteiligt
und
es sei einmalig
zu einem fraglichen Dissoziationszu
stand gekom
men.
Danach habe die Beschwerdeführerin
sehr schnell
wieder den Einstieg
i
n die Exploration gefunden
und
habe
kohärent und ko
nzentriert auf alle Fragen
an
t
worten können
, was auffällig sei.
Entgegen
den
Angaben der Beschwerde
führerin
liege zudem
mindestens ein schädliche
r Gebrauch von Am
phetami
nen vor. Aus der
Serumanalyse habe e
in positiver
Befund
für Ampheta
mine, welche
etwa während
24 Stunden na
ch Konsum nachweisbar seien, resultiert
(Urk. 11/107/26
f.
).
3.4
In der diagnostischen Beurteilung wies
en die Gutachterinnen
darauf hin,
es sei
nicht auszuschliessen
, dass die Beschwerdeführerin Situationen aussergewöh
n
li
cher Bedrohung
er
lebt haben könnte, obwohl ihre
diesbezüglichen
Angaben sehr
inkongruet
seien.
Nach den Angaben der Beschwerdeführerin seien die
Kriterien der Flashba
ck
s und Alpträume
erfüllt und s
ie
habe über Vermeidungsverhalten und
Hyperarousal
berichte
t. Hierfür hätten sich
anhand der Akten und auch aus dem Verhalten anlässlich der
Begutachtung
allerdings
keine Anhaltspu
nkte erge
ben. Dies spreche geg
en das Vorliegen einer PTBS
. Spezifische Symptome, wie ein
e übermässige Wachsamkeit und übertriebene Schreckreaktionen
,
seien
in e
ine
r Untersuchung
normalerweise gut beobachtbar
(Urk. 11/107/27). Das Zeit
kriteriu
m des Auftretens innerhalb von sechs
Monaten
sei
zudem ebenfalls
nicht erfüllt.
Zur Diagnose ADHS könne angesichts der fehlenden
Berichte aus der Ver
gangenheit
keine Stellung genommen werden. Angesichts
des gegenwärtigen Substanzkonsums
sei auf eine neuropsychologische Testung verzichtet worden.
Insgesamt
könnten
viele der Symptome im Rahmen der psychischen und Verhal
tensstörungen durch Substanzkonsum interpretiert werden. Damit wären bei
spielsweise die stark wechselnden Zustandsbilder, die Affektlabilität und die Un
fähigkeit,
sich an
Regeln und Strukturen
z
u
halten, erklärbar.
Im Übrigen seien d
as Kontakt- und Kommunikationsverhalten der Beschwerdeführerin auffällig
und sie sei
teilweise
distanzgemindert
aufgetreten
und
habe teilweise theatralisch gewirkt. Die Gutachterinnen
werte
ten
diese Auffälligkeiten
als akzentuierte Per
sönlichkeitszüge mit
histrionen
, unreifen, narzisstischen und emotional-insta
bilen Anteilen
(Urk. 11/107/28)
.
3.5
In versicherungsmedizinischer Hinsicht führte
n die Gutachterinnen
aus,
dass die Beschwerdeführerin
in Bezug auf das aktuelle Funktionsniveau
deutliche Defizite
aufweise
,
die ihr eine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt derzeit
ver
unmöglich
en
würden. Die Beschwerdeführerin pflege einen unsteten Lebenswandel und sei ak
tuell unfähig, sich an Regeln und Routinen anzupassen. Sie zeige ein reduziertes Durchhaltevermögen und eine starke Affektlabilität. Auch in ihrer Flexibilität sei sie deutlich eingeschränkt und nich
t
dazu fähig, sich an neue Begebenheiten und von aussen vorgegebene
n
Strukturen in angemess
ener Weise anzupassen. Des
halb sei derzeit eine
Arbeitsfähigkeit in ihrem bisherigen Arbeitsfeld
zu ver
neinen
. Eine angepasste Tätigkeit wäre denkbar, wenn die Beschwerdeführerin vor
gängig eine Entzugs- und Entwöhnungstherapie durchführen würde. Eine statio
näre Entwöhnungsbehandlung wäre sogar zu empfehlen, da die Beschwer
de
füh
rerin so in einem stabilen, abstinenten Umfeld lernen könnte, sich an Strukturen zu
halten. Danach sei
die tatsächlich vorhandene Leistungs
fähigkeit
besser
ein
zuschätzen
(Urk. 11/107/28).
Die Beschwerdeführerin
verfüge über gute Ressour
cen in den
Bereich
en
Kommunikation und Kontaktfähigkeit. Sie habe sich auch dahingehen
d
geäussert, dass sie motiviert sei und mit Unter
stützung gerne wieder arbeiten möchte. Nach erfolgter Entwöhnungstherapie würden die Erfolgs
chan
cen einer Wiedereingliederung zunächst in angepasster Tätigkeit auf 2 bis 3 Stun
den an drei Tagen pro Woche gut aussehen. Bei Stabi
lisierung und Fortfüh
rung einer ambulanten Psychotherapie wäre eine Erwei
terung der Arbeits
fähigkeit schrittweise möglich (Urk. 11/107/29).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf das Gutachten der
Z._
und erachtete die Diagnosen mit dauerhaften Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als nicht zu berücksichtigende Faktoren, da es sich um Suchtgeschehen durch Substanzgebrauch handeln würde (Urk. 2). Diese versiche
rungsrechtliche Betrachtung hält der neuen Rechtsprechung zu den Such
t
erkran
kungen nicht mehr stand. Dies ändert aber nichts daran, dass das Gutachten eine
schlüssige Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin im Lichte der nach BGE 141 V 281 und 143 V 409 massgeblichen Indikatoren zulässt und den Anforderungen an eine beweistaugliche Grundlage (
E. 1.5
) genügt. So tätigte
n
die Gutachterin
nen
sorgfältige, umfassende Abklärungen, berücksichtig
te
n
die geklagten Beschwerden und begründete
n
ihre Einschätzung
en
in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Im Gutach
ten werden die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt
.
Zu klären bleibt damit einzig, ob
unter
Anwendung des strukturier
t
en Beweisverfahrens (E. 1.3, 1.4) der Arbeitsunfähigkeitseinschätzung der Gutachterinnen Folge zu leisten ist.
Eine schwere Depression, wie sie die Be
schwerdeführe
r
in behauptet (
Urk.
1 S.
4), liess sich eben gerade nicht bestätigen (E.
3.3).
4.2
4.2.1
Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist in
Bezug auf den Indikator Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass
sich anlässlich der Begutach
tung nur wenige Hinweise auf ein depressives Syndrom ergeben haben.
So zeigte die
Beschwerdeführerin
eine affektive Labilität
und
weint
e viel
. Sie gab allerdings auch an, sich sehr gut über ihre Hobbies freuen zu können und lediglich an bestimmten Tagen an Antriebslosigkeit zu leiden.
Das depressive Geschehen entspricht
den Gutachterinne
n
zufolge
einer leichten Episode und die Persönlich
keitsproblematik konnte lediglich im Sinne von akzentuierten Persönlich
keits
zügen gesehen werden.
Weiter ist dem Gutachten zu entnehmen, dass ein schä
d
licher Gebrauch von Amphetaminen vorliegt, obwohl die Beschwerde
führerin angab, abstinent zu sein
(
vgl.
E. 3.3)
, was sie auch in
ihrer Beschwerde
schrift
be
kräftigte
(Urk. 1)
.
Mit Blick auf diese G
egebenheiten kann die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde nicht als erheblich bezeichnet werden.
In Bezug auf den Indikator Behandlungs
- und Eingliederungserfolg oder
-
resistenz ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
bereits
seit
mehr als 10
Jahren immer wieder
psyc
hiatrische Behandlungen in Anspruch nahm, diese allerdings
regelmässig unterbrochen beziehungsweise
ab
gebrochen hatte.
2013 liess sich die Beschwerdeführerin für rund 16 Tage stationär behandeln. Danach erfolgten am
bulante Behandlungen, wobei
s
ie die Termine
nur
unregelmässig wahr
nahm
(Urk. 11/107/4 ff., vgl. E. 3.2)
.
Aus dem Gutachte
n
ergibt sich
sodann
,
dass die Be
schwer
de
führerin einen unsteten Lebenswandel pflegt und aktuell unfähig ist, sich an Regeln und Routinen anzupassen.
Aus dem
Gutachten
geht
ferner
hervor, dass eine stationäre Entwöhnungsbehandlung zu empfehlen wäre, da die Be
schwerdeführerin
so lernen könnte, sich an Strukturen zu halten (vgl. E. 3.5).
Vorliegend scheinen sich vor allem diese Umstände, also der unstete Lebensstil und die Unfähigkeit sich an Regeln und Strukturen zu halten, auf die Leistungs
fähigkeit der B
eschwerdeführerin auszuwirken, was gemäss gutachter
licher Einschätzung einer Behandlung zugänglich ist.
Nach dem Gesagten ist
demnach weder
von
eine
r
Behandlungs- noch
von
eine
r
Eingliederungsresistenz
auszuge
hen
.
Unter den Komorbiditäten ist sodann die Persönlichkeitsakzentuierung der Be
schwerdeführerin zu
erwähnen
(
vgl.
BGE 143 V 418 E. 8.1)
. Vorliegend ergeben sich anhand des Gutachtens allerdings keine Hinweise, dass sich diese
in erheblichem Masse
ressour
cenhem
mend auswirkt. Trotz auffälligem
Kontakt-
und Kommunikationsverhal
ten werden der Beschwerdeführerin von den
Gutachterin
nen
gute Ressourcen
in den Bereichen
Kommunikation und Kontaktfähigkeit zu
gesagt (vgl. E. 3.4 und 3.5).
4.2.2
Beim Komplex «Persönlichkeit» ist festzuhalten, dass
eine
Akzentuierung mit
his
trionen
, unreifen, narzisstischen und emotional-instabilen Anteilen vorliegt, was sich beispielsweise in
einem distanzgeminderten oder theatralisch wirkenden Ver
halten äussert (vgl. E. 3.4). Gleichzeitig verfügt die
Beschwerdeführerin
über gute Kommunikations- und Kontaktfähigkeiten
(vgl. E. 3.5)
, absolvierte erfolgreich eine Ausbildung im Bereich Kunst und Design an einer höheren Fachschule
(Urk. 11/107/16),
führt einen eigenen Haushalt
(Urk. 11/107/15) und geht ver
schiedenen Hobbies nach
und äusserte sich gegenüber den Gutachterinnen sehr motiviert, mit Unterstützung wieder arbeiten zu wollen
(Urk. 11/
107/14
)
.
Persön
li
che Ressourcen sind daher ausreichend vorhanden.
4.2.3
Zum Komplex «sozialer Kontext» ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
oft
Besuch erhält, langjährige Freunde hat und
auch mit ihrer Mut
ter regel
mässigen Kontakt pflegt
(Urk. 11/107/13 f.). Weiter ist auch eine Tagesstruktur vor
handen, wobei die Tage mit diversen Aktivitäten wie Sozialkontakte, körperli
chen, musischen und kreativen Betätigungen gefüllt werden. Die Beschwerdefüh
rerin schildert Schwierigkeiten in der Haushaltführung, vor allem an Tagen,
an denen
es ihr nicht gut gehe und sie kaum etwas zu bewerkstelligen vermöge (Urk. 11/107/15).
Dennoch verfügt die Beschwerdeführerin angesichts der zuvor genannten Umstände
über
mehr als ausreichende
soziale Ressourcen.
4.2.4
Zur Kategorie «Konsistenz» ist zu bemerken, dass Diskrepanzen zwischen der Selbs
teinschätzung der Beschwerdefüh
re
rin
und dem weni
g
auffälligen klini
schen
psychopathologischen Befund sowie den nicht unerheblichen Freizeitakti
vitä
ten bestehen. Das
Aktivitätenniveau
ist re
l
a
tiv hoch (vgl. vorstehen
d
sozialer Kontext), die psychischen
Einsch
ränkungen relativ gering und
Therapiebemü
hungen sind
mässig
vorhanden. Angesichts dieser aktiven Lebensführung ist es
nicht konsistent, dass
sich
die Beschwerdeführerin nicht
arbeitsfähig sieht (
Urk.
11/107/18)
.
Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass Inkonsistenzen im Sinne von Beeinträchtigungen vorliegen, die nicht objektiviert werden konnten
(Flashbacks mit
Derealisations
- und Depersonalisationserlebnissen, vgl. E. 3.3)
. Die
ambulante und teilweise auch stationäre Behandlung (vgl. erster Abschnitt diese
r Erwägung)
lassen auf
einen
gewissen
behandlungsanamnestisch ausgewie
senen Leidensdruck schliessen
, welcher allerdings angesichts der zahlreich nicht wahrgenommenen Terminen als eher gering zu bezeichnen ist
.
4.2.5
In Anbetracht der
nicht
erheblich
ausgeprägten Befunde,
den
Diskrepanzen bei relativ hohem
Aktivitätenniveau
im privaten Lebensbereich
sowie der ausreichen
den persönlichen und sozialen Ressourcen
lässt sich die gutachterlich angegebene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 75-100 % mit Blick auf die Standardin
dikatoren nicht
aufrecht
erhalten
. Es ist
insbesondere
nicht ersichtlich, dass die Gutachterin
nen
die Inkonsistenzen betreffend
Aktivitätenniveau
und Leide
n
s
druck in ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
hätten einfliessen la
ss
en
. Die
Ar
beits
un
fähigkei
tseinschätzung erscheint mithin nicht als
«gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen» (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1
) abge
leitet
. Vielmehr haben
die Gutachterin
nen
dem beweisrechtlich entscheiden
den Aspekt der Konsistenz nicht so viel Gewicht beigemessen, wie dies recht
spre
chungsge
mäss angezeigt wäre (
vgl. E. 1.
4
).
Folglich fehlt es insgesamt an einem stimmigen Gesamtbild für die Annahme einer rechtlich relevanten Funk
tionseinbusse (BGE 145 V 361 E. 4.4).
4.3
Es
ist somit erstellt, dass der
Beschwerdefüh
rer
in
die bisherige
wie auch
ange
passte
Tät
ig
keit
en
zu 100 %
zumutbar
sind
.
Die
Beschwerdeführerin hat
folglich
keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
5.1
Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge
mäss
§
16
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) sind
vorliegend erfüllt (vgl. Urk. 8 und 9/1-2). Demzufolge ist der Beschwerdeführerin antragsgemäss (Urk. 1) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen.
5.2
Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
800.-- fest
zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
Die Beschwerdeführerin ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
Das Gericht
beschliesst:
In Bewilligung des Gesuchs vom 13. September 2018 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt,
und
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Departement Soziales der Stadt Winterthur
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.