Decision ID: 6d81c100-e566-4bfd-894d-c2ebb7911a32
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
60,
meldete sich am
30
.
Dezember 2002
unter Hin
weis auf
eine seit 1996 bestehende Polyarthritis-Psoriasis
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/3
Ziff.
7.2-3
). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach ihr
mit Verfügung vom
1
9.
April 2004 eine vom
1.
November 2002 bis 3
1.
März 2004 befristete ganze Rente samt Kinderrente zu (
Urk.
6/29 und
Urk.
6/33).
1.2
Am
3
0.
August
2018
meldete sich d
ie
V
ersicherte, welche zwischenzeitlich von August 2008 bis August 2014 in einem Teilzeitpensum beim Schulamt
Y._
in der Betreuung gearbeitet hatte (
Urk.
6/50
Ziff.
5.4), unter Hinweis auf eine seit 1996 bestehende Polyarthritis und seit etwa 2007 bestehende Rücken
beschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/50
Ziff.
6.1).
Die IV-Stelle klärte den medizinischen Sachverhalt ab
und veranlasste eine Haushaltsabklärung, über welche am
8.
März 2019 Bericht erstattet wurde (
Urk.
6/63). Mit Vorbescheid vom 2
3.
April 2019 stellte die IV-Stelle die Ausrich
tung einer halben Rente ab
1.
Februar 2019 in Aussicht (
Urk.
6/69). Nach am 2
1.
Mai 2019 von de
r Versicherten dagegen erhobene
r
Einsprache (
Urk.
6/76)
nahm die IV-Stelle weitere Abklärungen vor und veranlasste bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, ein rheu
matologisches Gutachten, welches am
5.
Mai 2020 erstattet wurde (
Urk.
6/94).
Zu der von der Versicherten am 2
4.
Juni 2020 geäusserten Kritik (
Urk.
6/96) nahm
Dr.
Z._
am 1
5.
Juli 2020 Stellung (
Urk.
6/
98).
Nach durchgeführtem Vorbe
scheidverfahren (
Urk.
6/105;
Urk.
6/106) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
2.
Juni 2021 ab
1.
Februar 2019 eine Viertelsrente zu (
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
1.
Juni 2021 Beschwerde gegen die Verfügung der IV
Stelle vom
2.
Juni 2021 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab
1.
Februar 2019 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzu
sprechen. Eventuell sei das Verfahren an die IV-Stelle zurückzuweisen, mit der Verpflich
tung, eine ergänzende Stellungnahme von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie,
betreffend die attestierte Arbeitsfähigkeit von 20
%
bis 30
%
ein
zuholen. Eventuell sei das Verfahren an die IV-Stelle zur Durchfüh
rung einer Haushaltsabklärung unter Berücksichtigung der medizinischen Beur
teilung von
Dr.
Z._
vom
5.
Mai 2020, in welcher eine
mindestens 50%i
ge Ein
schränkung im Haushaltsbereich attestiert werde, zurückzuweisen (
Urk.
1 S.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
August 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen (
Urk.
5), was der Beschwerdeführerin am 1
2.
August 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf
den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis
31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und
bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis)
.
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs
.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabe
nbereich von Bedeutung (BGE 141
V 9 E. 2.3, 134 V
131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetisc
hen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I
28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeits
unfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V
343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.
7
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstäti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätig
keit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäf
tigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.
8
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG entspricht der Ein
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgaben
bereich (Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheb
licher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszu
gehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungs
pflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu ent
wickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftli
chen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse
Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Fami
lienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Fami
lienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemein
schaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungs
pflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliess
lich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3 ZGB zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittel
bar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können, an der Schadenminderungspflicht der im Haus
halt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbs
bereich darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den Haus
haltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen).
1.
9
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3081 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar.
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und
räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausi
bel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein
schränkun
gen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobe
nen Angaben stehen.
Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt mass
gebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versi
cherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2
).
Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushalt
führung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicher
ten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen. Zwar ist der Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Aus
masses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beur
teilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (zum Ganzen: Urteil des Bundes
gerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1).
1.
10
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (
Urk.
2) die Zusprache einer Viertelsrente ab
1.
Februar 2019 damit,
dass gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
davon auszugehen sei, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh
rerin in einer angepassten Tätigkeit bei 50
%
liege. Die Beurteilung einer Rest-Arbeitsfähigkeit von 20
%
bis 30
%
durch den behandelnden Rheumatologen sei nicht nachvollziehbar.
Es sei von einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 60
%
Erwerbstätige und zu 40
%
im Haushalt Tätige auszugehen. Laut der vorgenommenen Abklärung vor Ort
bestünden Einschränkungen im Haushalt von 16
%
. Damit resultiere insgesamt ein Invaliditätsgrad von 44
%
(Begründung S. 1 ff.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass ihr laut ihrem behandelnden Facharzt
Dr.
A._
lediglich noch eine Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 20
%
bis 30
%
zumutbar sei und das Gutachten von
Dr.
Z._
eine
r
Momentaufnahme entspreche.
Ausgehend von einem noch möglichen 30%-Pensum sei sie in der Lage
,
ein Invalideneinkommen von
Fr.
15'832.50 zu erwirtschaften, was bei einem Valideneinkommen von
Fr.
73'146.15 im mit 60
%
zu gewichtenden Erwerbsbereich
zu einem Teilinvali
ditätsgrad
von 47.01
%
führe. Zuzüglich des aus dem Haushaltsbereich resultie
renden Teilinv
aliditätsgrad
s
von 7
%
resultier
e ein Invaliditätsgrad von insge
samt 54
%
und damit ein klarer Anspruch auf eine halbe Rente. Sollte auf die Beurteilung von
Dr.
A._
nicht abgestellt werden können, sei von ihm eine ergänzende Stellungnahme einzuholen (S. 2 I.
Ziff.
1).
Auch das konsequente Abstellen auf die Einschätzung des Gutachters
Dr.
Z._
ergäbe einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, zumal er von einer 50%igen Einschränkung im Haushaltsbereich ausgegang
en
sei,
welche die Beschwerdegegnerin nicht berück
sichtigt habe (S. 3
Ziff.
2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Höhe des Anspruches
der Beschwer
deführerin auf eine Invalidenrente.
3.
Die mit Verfügung vom
1
9.
Apr
il 2004
(
Urk.
6/29 und
Urk.
6/33) vom
1.
Novem
ber 2002 bis 3
1.
März 2004 erfolgte befristete Zusprache einer ganzen Rente samt Kinderrenten
basierte auf der Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 70
%
Erwerbstätige und zu 30
%
im Haushalt Tätige.
In medizinischer Hinsicht wurde gestützt auf d
ie
Bericht
e
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin,
vom 1
5.
Januar und 1
8.
Dezember 2003
(
Urk.
6/
6/3-4
und
Urk.
6/
22
/3-4
) bei diagnos
tizierter
, seit Dezembe
r 1999 bestehender erosiver Pol
yarthritis, zurzeit nicht klar klassifizierbar, Differenzialdiagnose (DD) Psoriasis-Arthropathie sine Psoriasis (
Urk.
6/6/3-4
lit. A.)
,
davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn der einjährigen Wartezeit im November 2001 erheblich in ihrer Arbeits
fähigkeit eingeschränkt und ihr bis 3
1.
Dezember 2003 keine Tätigkeit zumutbar
gewesen
sei. Was den Haushalts-Bereich anbelangt, wurde gestützt auf den Abklä
rungsbericht vom
4.
Dezember 2003 (
Urk.
6/20)
von einer Einschränkung von 30.51
%
(
Urk.
6/20
Ziff.
9)
ausgegangen.
Ab
1.
Januar 2004 wurde
Dr.
B._
folgend
(
Urk.
6/22/3-4
Ziff.
6)
auf einen ver
besserten Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und darauf
geschlossen,
dass
ihr
nun eine körperlich leichte und sitzende Tätigkeit in einem Pensum von 50
%
zumutbar sei
(vgl.
Urk.
6/27).
4
.
4.1
Nach der Neuanmeldung
der Beschwerdeführerin bei der Invalidenversicherung im August 2018
(
Urk.
6/50)
liegen die folgenden relevanten medizinischen Berichte vor:
4.2
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom
3
0.
Januar 2019
(
Urk.
6/58/1-2)
folgende Diagnosen (S. 1 Ad 1.2):
-
chronische Polyarthritis mit
-
DD Psoriasis-Arthritis, Rheumafak
tor-, ACPA-negative rheumatoide
Arthritis
-
Rheumaknoten, rezidivierende Oligoarthritis
-
chronisch rezidivierendes
lumbovertebrales
und
-
spondylogenes
Schmerz
syndrom mit
-
passager radikulärer Komponente und intermittierende
r
Claudicatio spinalis
-
deutliche
r
linkskonvexe
r
Skoliose mit mehrsegmentaler
Osteochond
rose
und Spondylarthrose
-
MR-tomographisch zunehmende
r
Spinalkanalstenose L3/4, geringer ausgeprägt
er
und stationäre
r
Stenose L4/5 mit zunehmenden
neurofo
raminalen
, mehrsegmentalen Engen
Dr.
A._
führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit Juli 2015 bei ihm in Behandlung sei und die letzte Kontrolle am 2
2.
Januar 2019 stattgefunden habe (S. 2 Ad 3.1). Aus rheumatologischer Sicht bestehe für mittelschwere bis schwere körperliche Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit. I
nwie
fern
ein geringes Rest
pensum von 20
%
bis 30
%
aufgrund des Verlaufes der letzten vier Jahre (Rücken
problematik mit zunehmender Ausstrahlung, intermittierende Gelenks
schübe) in einer Wechseltätigkeit, insbesondere administrativ wirkend möglich sei, bleibe schwierig abzuschätzen (S. 2 Ad 4)
.
Grundsätzlich sei die Langzeit
prog
nose abhängig von der Frequenz der Entzündungsschübe
und von der möglichen, jedoch unsicheren Zunahme von C
laudicatio-
ähnlichen Beschwerden. Eine Verbesserung der aktuellen Funktionsfähigkeit und eine deutliche Reduktion der Schmerzen mit Verbesserung somit auch der Aktivitäten sei nicht zu erwarten (S. 2 A
d 3.3).
Dr.
A._
führte aus, dass in Bezug auf die chronische Polyarthritis zwischen Herbst 2015 und Januar
2019 einzelne rezidivierende Schübe
aufgetreten seien
, welche mit der Erhöhung der peroralen Steroiddosierung neben der Basismedika
tion jeweils hätten behandelt werden können. Auch ohne Schubsituation könne bezüglich der Handsituation eine zunehmende Einschränkung über die vergan
genen fünf Jahre beobachtet werden. Deutlich zunehmend zwischen 2017 und 2019 seien die
lumbovertebralen
und
spondylogenen
Schmerzen.
Längere Sitz-, Steh- und Gehtätigkeiten führten zu Rückenschmerzen. Die ausstrahlende Schmerz
problematik im Sinne leichter radikulärer Beschwerden sei erneut abge
klungen (S. 1 f. Ad. 1.3).
4.
3
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom
1
2.
September 2019
(
Urk.
6/80)
aus,
dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätig
keit aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsintensitäten und der
notwendi
gen Pausen einer Gesamtleistungsfähigkeit von gut 20
%
entspreche
(S. 1 Ad 3). I
n einer teils sitzenden, teils stehenden Tätigkeit und bei höherer Intensität
über einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden
zeige sich
eine rasche Ermüdbarkeit und eine Zunahme von Rückenbeschwerden mit der Notwendigkeit von Positions
wechseln und Pausen. Bezüglich der Handfunktion seien aufgrund der rheumato
iden Arthritis mit sekundären Arthrosen intensivere administrative Tätigkeiten wie am PC nicht in einer Kontinuität durchführbar. Auch hier seien be
reits nach kürzeren Zeitdauern
längere Pausen notwendig. Über einen Gesamtzeitraum eines Arbeitstages führten
diese deutlichen Unterbrüche mit verminderter Arbeitszeit auch aufgrund der Rücken- und Handfunktionseinschränkungen zu einer ver
minderten Leistungsfähigkeit bezüglich der Intensitäten dieser Arbeit
(S. 1 Ad 1)
.
Dr.
A._
führte
aus, dass im Vergleich zum Jahr 2014 aufgrund der Hand
funktionseinschränkung und der Rückenbeschwerden eine Abnahme der Leis
tungsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit medizinisch zu begründen sei (S. 1 Ad 2). Die Aktivitäten der Selbstversorgung und Arbeiten im Haushalt seien auf
grund der guten Partizipation und trotz der Einschränkungen mit Unterbrüchen teilweise selbständig oder dank guter privater Unterstützung durchführbar
,
auch in Phasen von Entzündungsschüben (S. 2 oben).
4.
4
Dr.
A._
führte in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2020 (
Urk.
6/90) aus, dass die Beschwerdeführerin in den Alltagaktivitäten und Funktionen nun zwischenzeitlich neben dem Einlegen von Pausen auch von Angehö
rigen für gewisse Tätigkeiten unterstützt werde. Ohne eigentliche Arbeits
platz
evaluation sei eine weitere Differenzierung hinsichtlich der effektiven Ein
schränkungen schwierig. Sofern eine weitere Differenzierung gewünscht würde, wäre
n
eine externe rheumatologische Mitbeurteilung oder eine Arbeitsevaluation in Erwägung zu ziehen.
4.
5
Dr.
Z._
erstattete am
5.
Mai 2020 sein rheumatologisches Gutachten
(
Urk.
6/94)
. Er stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 16
Ziff.
6.1.1):
-
erosive Polyarthritis mit betontem Befall der Fingergelenke, weniger der Zehengelenke, DD rheumatoide Arthritis Psoriasis
sine Psoriasis
-
über Jahre wechselnde Basistherapien mit Immunsuppressiva
-
postarthritische Deformitäten an den Langfingern mit Einschränkung der Feinmotorik
-
schubartige Entzündungsaktivitätszunahme, jeweils kontrolliert unter erhöhter peroraler Steroiddosierung
-
bewegungs- und vor allem belastungsabhängige
lumbovertebrale
bis
lumboradikuläre
Schmerzen bei
-
relevanten degenerativen Veränderungen mit Spinalkanalstenosen L3/4 und L4/5, aktivierten Spondylarthrosen LWK3/4 und LWK4/5, aktivierter
Osteochondrose
LWK4/5 und LWK5/SWK1, Kompression der Nervenwurzeln L2/L3/L4 und L5
-
konsekutive
r
anhaltende
r
radikuläre
r
Reizsymptomatik der betreffen
den Wurzeln mit
-
Hyposensibilität in Dermatom L5 links, angedeutete Verminderung der rohen Kraft im Kennmuskel der Nervenwurzel L5 links
-
sekundäre
r
r
elevante
r
Fehlform mit linkskonvexer degenerativer Skoli
ose
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
Z._
einen Status nach
Interphalangealgelenk
(
IP
)
-Arthrodese der linken Grosszehe
im
April 2011 (S. 16 f.
Ziff.
6.1.2).
Dr.
Z._
führte aus, dass der Beschwerdeführerin ihre bis 2014 ausgeübte angestammten Tätigkeit an der heilpädagogischen Schule mit Kinderbetreuung aufgrund der unergonomischen Positionen und Bewegungsabläufen mit wieder
holten zum Teil erheblichen G
ewichtsbelastungen und auch m
anuellem Einsatz
bleibend nicht mehr zumutbar sei. Dies ab Anfang 2014 (S. 21
Ziff.
8.1).
In einer ideal angepassten Tätigkeit mit fehlenden grobmanuellen Arbeiten und nicht monoton oder wiederholt feinmotorischen Aktivitäten, ohne wiederholte Gewichtsbelastungen über 10 kg, ohne wiederholt gebückte Arbeitsabläufe, ohne Erschütterungen mit einem Wechsel zwischen sitzend
en
und stehenden
Positio
nen, bestehe bezogen auf ein Vollzeitpensum eine bleibende 50%ige Arbeitsun
fähigkeit. Es handle sich um eine relevante
2-Etagen Schmerzsymptomatik ohne Aussicht auf eine relevante Verbesserung des Gesundheitsschadens unter fort
gesetzter Behandlung mit höchstens zu erwartender einigermassen anhaltender Kompensation unter den erwähnten Therapieoptionen (S. 21 f.
Ziff.
8.2). Die Beschwerdeführerin leide anhaltend und praktisch
ununterbrochen an einer Schmerzintensität im Bereich VAS 5/10
mit radikulären Restbeschwerden und wiederkehrenden Arthritis-Schüben im Bereich der Hände und Fingergelenke
. Durch eine gute
Medikamentencompliance
gelinge es mehr oder weniger, eine Stabilisierung und Kompensation aufrecht zu erhalten.
Eine solche Verweistätig
keit wäre idealerweise mit einem Teilpensum vormittags oder nachmittags bewäl
tigbar
. Vorübergehende Verschlechterungen mit zeitlich begrenzten Arbeitsunfä
higkeiten
seien nicht ausgeschlossen
(S. 22 oben)
.
Dr.
Z._
hielt fest, dass er den Beginn dieser Beurteilung auf Anfang 2014 festlege. Das ursprüngliche Pensum sei im Bereich von 60
%
gewesen
,
sei ab Herbst 2013 auf 40
%
reduziert worden und ab 2014 habe krankheitsbedingt eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden
(S. 22 Mitte).
Die Einschränkung im Haushaltsbereich sei grösser, als dies festgestellt worden sei, mindestens 50
%
(S. 19 unten).
4.
6
In seiner ergänzenden
Stellungnahme vom 1
5.
Juli 2020 (
Urk.
6/98)
zu den von der Beschwerdeführerin am 2
4.
Juni 2020 an seinem Gutachten vom
5.
Mai 2020 (vorstehend E. 4.
5
) vorgebrachten Kritikpunkten (
Urk.
6/96)
führte
Dr.
Z._
aus,
dass er in seinem
Gutachten die Schonkriterien für die Ausübung einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit in einem Pensum
von 50
%
aufgeführt und
die Beschwerdeführerin eine relevante Besserung der Entzündungsaktivität an den Händen und eine Stabilisierung für das lumbale Achsenskelett angegeben habe.
Dass eine Rest-
Arthritisaktivität
an den Händen bestehe, sei nicht zu verneinen. Unter der angegebenen immunsuppressiven Behandlung sei eine gute Kontrolle erreicht worden, und zwischenzeitlich erhöhte Aktivitäten könnten durch eine Medikamentenanpassung abgefangen und kontrolliert werden. Dieselbe Beur
tei
lung gelte für das lumbale Achsenskelett, wobei die Beschwerdeführerin eine wesentlich bessere Kontrolle der Beschwerden bestätigt habe. Es persistierten Rest
beschwerden, jedoch nicht mehr limitierend (S. 1 Mitte). Damit resultiere zwar eine Belastbarkeitseinschränkung, es bestehe jedoch bei der Entwicklung einer anhaltenden ordentlichen Kompensation eine zumutbare Restarbeitsfähigkeit in einer Schon-/Verweistätigkeit. Für eine höhere Arbeitsunfähigkeit in einer Ver
weistätigkeit sehe er keinen Grund. Zudem habe er die Option erwähnt, das 50%ige Teilzeitpensum auf vormittags und nachmittags aufzuteilen.
Dr.
Z._
führte aus, dass das Niveau der Alltagaktivitäten bei der Beschwerdeführerin in vergleichbaren Lebensbereichen gut erhalten sei. Zudem strebe sie eine Tätigkeit an, die für sie optimal angepasst wäre. So habe sie zum Beispiel eine Mitarbeit bei Pro
Infirmis
in der Patientenbetreuung erwähnt. Eine solche Tätigkeit wäre ideal und zumutbar (S. 1 unten f.).
Die von
Dr.
A._
in seinem Bericht vom Januar 2019 aufgrund des Verlaufes der letzten vier Jahre attestierte Restarbeitsfähigkeit von 20
%
bis
30
%
sei nicht nachvollziehbar, da er im Oktober 2016 und Februar 2018 einen sehr guten Ver
lauf angegeben habe
(S. 2 oben).
In seinem Bericht vom 1
2.
September 2019 sei die von ihm formulierte Schlussfolgerung betreffend
die
Arbeits- und Leistungs
fähigkeit nicht begründet worden (S. 3 oben).
4.
7
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für
Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
R
egionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
, führte in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Juli 2020 (
Urk.
6/103/8) aus, dass
Dr.
Z._
seine Beurteilung nachvollziehbar begründe. Das Belastungsprofil werde insofern präzisiert, als dass Zwangspositionen und monotone oder wieder
holt feinmotorische manuelle Aktivitäten nicht geeignet seien. Das betreffe auch längerdauernde PC-Arbeit. Die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit durch
Dr.
A._
vom 1
2.
September 2019 werde nicht begründet. Aus versi
cherungsmedizinischer Sicht könne auf das Gutachten abgestellt werden. Die Ein
schränkungen im Haushalt seien auch weiterhin plausibel
.
4.
8
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom 3
1.
Mai 2021
(
Urk.
6/125) zusammen mit der Beschwerdeführerin
aus, dass es bei
ihr
in Bezug auf die rheumatoide Arthritis in den vergangenen sechs Monaten
zu
einer Progredienz mit Teilein
schränkungen auf Ebene der Rheumaknoten und
zu
zusätzliche
r
Einschränkung der Handfunktion
gekommen sei.
Ferner zeige sich eine persistierende, deutliche
lumboradikuläre
Reizsymptomatik betont der Wurzel L3 und allenfalls L4 rechts bei schweren degenerativen Veränderungen, kombiniert mit der Skoliose. In diesem Sinne zeige sich im Vergleich zum Frühjahr und Sommer 2020 bezie
hungsweise Herbst 2019 eine zunehmende Einschränkung auf Ebene der Mobili
tät und der Handfunktion
.
5
.
5.1
Der Gesundheitszustand de
r Beschwerdeführerin hat sich, wenn man
von
der gesundheitlichen Situation, wie sie
sich
anlässlich der
mit Verfügung vom 1
9.
April 2004
(
Urk.
6/29 und
Urk.
6/33) erfolgten
von November
2002
bis März 2004 befristeten Zusprache einer ganzen Rente präsentierte (vorstehend E. 3), durch die
seither
zusätzlich aufgetretenen
lumbovertebralen
und
spondylogenen
Schmerzen infolge der degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule
und die fortschreitenden Handfunktionseinschränkungen
verändert. Ein Revisionsgrund ist demnach zu bejahen (vorstehend E. 1.4-5).
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
im Rahmen der vorl
iegenden Rentenan
spruchsprüfung
zur Beurteilung
des medizinischen Sachverhaltes
auf das
rheu
matologische Gutachten von
Dr.
Z._
vom
5.
Mai 2020 (vorstehend E. 4.
5
)
ab, wonach
die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Betreuungstätigkeit seit Januar 2014 nicht mehr arbeitsfähig ihr jedoch eine behinderungsangepasste
Tätigkeit
in
einem Pensum von
50
% zumutbar sei (vgl. vorstehend E. 2.1).
5.
2
Das
rheumatologische Gutachten
von
Dr.
Z._
vom
5.
Mai 2020
(vorstehend E.
4.
5
)
berücksichtigt die vo
n der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen Vorakten abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizini
schen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.
10
).
Auch die anderslautende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den behandelnden Arzt
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2-4) vermag keine Zweifel an dem schlüssigen Gutachten von
Dr.
Z._
zu erwecken.
Abgesehen davon, dass
Dr.
A._
in
seiner Stellungnahme
vom 1
7.
Februar 2020 (vorstehend E. 4.
4
) selbst eine externe rheumatologische Beurteilung befür
wortete
,
ist hinsichtlich seiner
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
zu berücksichti
gen, dass
seine
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung
zumindest als hausarztähn
lich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung
seiner
Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Zu
berücksichtigen ist, dass
Dr.
Z._
in dem von ihm formulierten Belastungs
profil
detailliert
ausführte
, unter Einhaltung welcher Kriterien der Beschwerde
führerin die Erbringung einer 50%igen Arbeits
leistung zumutbar wäre, während
dem sich die Ausführungen von
Dr.
A._
diesbezüglich als wenig präzise erwiesen.
Weiter
legte
Dr.
Z._
in seiner Stellungnahme vom
1
5.
Juli 2020
(vorstehend E. 4.
6
) dar, weshalb er der rückblickend über die letzten vier Jahre
vorge
nommene
n
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch
Dr.
A._
nicht folgen könne
, namentlich unter Hinweis auf dessen Ausfüh
rungen in den Berichten vom
9.
Oktober 2016
(
Urk.
6/
12-13
) und vom
7.
Februar 2018 (
Urk.
6/48/7), wonach sich hinsichtlich der Arthritis eine sehr gute stabile Situation
gezeigt habe. Auch in seinem Bericht vom 3
0.
Januar 2019 (vorstehend E. 4.
2
) sprach
Dr.
A._
in Bezug auf die Polyarthritis
davon, dass es zwischen Herbst 2015 und Januar 2019 lediglich zu einzelnen rezidivierenden Schüben gekommen sei, welche mit der Erhöhung der peroralen Steroiddosierung neben der Basismedikation jeweils hätten behandelt werden können.
Dr.
Z._
ging in seinem Gutachten
zudem
davon aus, dass es in Schubphasen zu Arbeitsunfähig
keiten kommen werde, womit er dem schubweisen Verlauf der Krankheit Rech
nung getragen hat.
An dem sich als schlüssig und nachvollziehbar erweisenden Gutachten von
Dr.
Z._
ändert auch das zusammen mit der Beschwerdeführerin verfasste Schreiben
von
Dr.
A._
vom 3
1.
Mai 2021 (vorstehend E.
4.
8
)
nichts, zumal es sich
als zu wenig differenziert
erweist
, als dass
sich
hieraus eine höhere, als die von
Dr.
Z._
festgelegte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ableiten liesse.
5.
3
Aufgrund des Gesagten ist gestützt auf das beweiskräftige rheumatologische Gut
achten von
Dr.
Z._
vom
5.
Mai 2020 davon auszugehen, dass der Beschwer
deführerin ihre angestammte Tätigkeit seit
Anfang 2014
nicht mehr zumutbar ist, hingegen in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht.
6.
6.1
Hinsichtlich
des Haushaltabklärungsberichtes vom
8.
März 2019
unbestritten geblieben ist die von der Abklärung
sperson zu diesem Zeitpunkt
festgestellte Quali
fikation der Beschwerdeführerin als zu 60
%
Erwerbstätige und zu 40
%
im Haushalt Tätige
(
Urk.
6/63
Ziff.
2.6). Jedoch machte die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Ausführungen von
Dr.
Z._
in seinem Gutachten vo
m
5.
Mai 2020 (vorstehend E. 4.5
)
geltend, entgegen den
Feststellungen der Abklärungs
person, wonach sie im Haushaltsbereich insgesamt zu
16
%
eingeschränkt sei (
Urk.
6/63
Ziff.
6.
6
), tatsächlich zu
50
%
eingeschränkt
zu sein
(vorstehend E.
2.2).
6.2
Nach der Rechtsprechung stellt der durch die IV-Stelle eingeholte Bericht über die Abklärung vor Ort eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt tätigen Versicherten dar.
Wie ausgeführt (vorstehend E. 1.
8-9
)
,
ist für die Feststellung der Behinderung
im anerkannten Aufgabenbereich
nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsfähig
keit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitszustand in der nichter
werblichen Betätigung konkret au
swirkt, was durch die Abklärung vor
Ort und Stelle im Haushalt der v
e
rsicherten Person erhoben wird.
Für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes ist auf die unter E. 1.
9
dar
gelegten Kriterien zurückzugreifen. Sind diese
erfüllt, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift diesfalls in das Ermessen der
Abklärungs
person nur ein, wenn
klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (zum Beispiel infolge von Wi
der
sprüchlichkeiten) vorliegen.
Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht.
Die von
Dr.
Z._
ohne die konkreten Kenntnisse vor Ort abgegebene Einschätzung der Einschränkungen im Haushalt, erweist sich als nicht massgeblich.
6.3
Die zuständige Abklärungsperson führte am
7.
März 2018 die Haushaltabklärung an
Ort und Stelle durch. Sie hat dabei unter Berücksichtigung de
r von der Beschwerdeführerin
geklagten Leiden und Behind
erungen sowie der Familien- und
der Wohnverhältnisse, der technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich von
16
%
fest
gestellt (
Urk.
6/63
Ziff.
6.
6
).
Die Abklärungsperson hatte Kenntnis über die von
Dr.
A._
gestellten Diagnosen sowie darüber, dass dieser von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit selbst in einer angepassten Tätigkeit ausging (
Urk.
6/63 S. 2).
Der von der Abkläru
ngsperson verfasste Bericht vom
8.
März 2019
(
Urk.
6/63)
befasst sich umfassend mit den einzelnen Haushaltsbereichen und de
ren prozen
tualer Gewichtung. Er
umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Eins
chränkungen in diesen Bereichen
(
Urk.
6/63
Ziff.
6).
Die Beschwerdeführerin führte selbst aus, dass sie im Alltag gut zurechtkomme und sich ihre Zeit und Arbeit so einteilen würde, dass sie die Belastungen aus
halten könne
(
Urk.
6/63 S. 2 unten,
Ziff.
6), wozu
sie
im Rahmen der ihr oblie
genden Schadenminderungspflicht
auch
gehalten
ist
(vorstehend E. 1.
8
).
Der Abklärungsbericht ist schlüssig und in nachvollziehbarer Weise begründet. Es sind vorliegend keine besonderen Umstände gegeben, w
elche den Abklärungs
bericht als
mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestellten Anforderungen, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
Konkrete Kritikpunkte wurden denn auch nicht vorgebracht.
6.
4
Aufgrund des Gesagten ist demnach
von einer Einschränkung der Beschwerde
führerin
von
16
% im Haushaltsbereich auszugehen.
7.
7.1
Hinsichtlich der Qua
lifikation ist gestützt auf den beweiswertigen
Haushalt
abklärungsbericht vom
8.
März 201
9
(vorstehend E.
6)
davon auszugeh
en, dass die Beschwerdeführerin
zum Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns per 1.
Februar
201
9 als zu 6
0 % Erwerbstätige und zu
4
0 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren ist (Urk.
6/63
Ziff. 2.6).
Entsprechend ist der Invaliditätsgrad in Anwendung der gemischten Methode
im
Sinne
von Art. 28a Abs. 3 IVG
zu bemessen (
vorstehend E. 1.
6
-
7
). Ausgehend
von der
vorgenommenen Qualifikation ist
nachfolgend
zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin korrekt bemes
sen hat.
7.
2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
7
.
3
Die Beschwerdegegnerin ermittelte
gestützt auf den Auszug aus dem individuel
len Konto (IK-Auszug; vgl.
Urk.
6/66)
aus dem Durchschnitt des von der Beschwerdeführerin bei
Y._
mit ihrer Betreuungstätigkeit (
Urk.
6/50
Ziff.
5.4) in den Jahren 2011 bis 2013 erzielten Einkommens
auf den Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns ein Valideneinkommen von rund
Fr.
43'888.-
- in einem 60%-Pensum respektive von rund
Fr.
73’146.-- aufgerechnet auf ein Vollzeitpensum (
Urk.
6/64,
Urk.
6/102)
. Dies blieb von der Beschwerdeführerin
unbestritten
(vorstehend E. 2.2)
und ist auch nicht zu beanstanden, weshalb von diesem Wert auszugehen ist.
7
.
4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Ver
fügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
7
.
5
Gemäss
den
Feststellungen
im rheumatologischen Gutachten von
Dr.
Z._
vom
5.
Mai 2020
war
der Beschwerdeführerin ab
rentenrel
e
vante
m
Zeitraum ab
1.
Februar 2019
eine leidensadaptier
te Tätigkeit im Umfang von 50 %
zumutbar
.
Im Jahr 201
8
belief sich der Medianlohn von Fr
auen, Kompetenzniveau 1, gemäss
LSE 201
8
auf Fr. 4‘3
7
1
.-- pro Monat (LSE 201
8
, Tabelle TA1, Total, Frauen, Kom
petenzniveau 1). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www. bfs.admin.ch,
Statistiken, Arbeit und Erwerb)
und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von
1
%
im Jahr 201
9
(vgl. Nominallohnindex, Frauen, 201
6
-201
9, Tabelle T1.2.15, Total)
resultiert bei dem noch möglichen 50 %-Pe
nsum ein Invalideneinkommen von
rund
Fr.
27’614
.--
im Jahr 201
9
(
Fr.
4'371.--
: 40 x 41.7 x 12 x
1.0
10
x 0.5).
Ein leidensbedingter Abzug hiervon wurde von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend gemacht, biete
t doch weder ihr Alter noch die
Notwendigkeit einer Teilzeittätigkeit (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 30. November 2012 E. 4.2.2 unter Bezugnahme auf LSE 2008 und 2010 und 9C_72/2017 vom 19. Juli 2017 E. 4.3 unter Bezugnahme auf LSE 2012 und 2014; vgl. Monatlicher Bruttolohn nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, Bun
desamt für Statistik, 2018, T18) oder das allfällige
Angewiesensein
auf einen rücksichtsvollen Arbeitgeber (Urteil des Bundesgerichts 9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.4.2; vgl. auch Urteil 9C_233/2018 vom 11. April 2019 E. 3.2 mit Hinweisen) einen Abzugsgrund.
7.
6
Ausgehend von dem auf ein 100
%
- Pensum hochgerechneten Valideneinkommen
von
Fr.
73’146.--
und dem noch erzielbaren Invalideneinkommen von
Fr. 27’614.--
resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
45'532.--, was
einer Ein
schränkung im Erwerbsbereich von
62.25
%, beziehungsweise einem Teil
invaliditätsgrad von rund
37
% entspricht (
0.6
x
62.25). Addiert mit dem
Teil
invaliditä
tsgrad im Haushaltsbereich
von
6.4
%
(
0.4 x 16;
vorstehend E.
6.4
) beläuft sich der
Gesamtinvaliditätsgrad auf rund
4
3
%, was ab
1.
Februar
2019
Anspruc
h
auf eine Viertelsrente
vermittelt.
7.
7
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin ab 1.
Feb
ruar
2019 Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
Die angefochtenen Verfügungen (Urk. 2) erweisen sich demnach als korrekt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausg
ang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.