Decision ID: 7060e8e8-fcdc-4999-b076-1a09a46cee5e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975,
arbeitete seit
Oktober 201
3
als Mitarbeiter Reini
gung/Verfahrenstechnik bei der Stadt Zürich,
Y._
(
Y._
;
Urk. 7/16)
. Am 29. August 2015 erlitt der Versicherte einen Unfall und zog sich dabei eine intraartikuläre Unterschenkelfraktur zu, welche am 30. August 2015 mit einem Fixateur externe operativ versorgt wurde (Urk. 7/7/
25-
27). Am 14. September 2015 wurde der Fixateur externe
durch eine
Plattenosteosynthese ersetzt (Urk. 7/7/31). Am 17. Februar 2016 meldete sich der Versicherte bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5). Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen (Urk. 7/7-33) und zog in diesem Zusammenhang ins
besondere
die Akten der Unfallversicherung (Urk. 7/7),
einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten
(Urk. 7/15)
sowie einen Arbeitgeberbericht
(Urk. 7/16)
bei.
Vom 25. August bis am 22. September 2016 durchlief der Versi
cherte eine Rehabilitation in der Rehaklinik
Z._
(Urk. 7/24).
Danach
startete
er
in einem Teilzeitpensum die Reintegration an seinem angestammten Arbeits
platz
, welche jedoch misslang
(Urk. 7/45/2)
.
Am 14. Dezember 2016 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengutsprache für Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche in Form von Arbeitsvermittlung Plus (5. Januar 2017 bis 4. Juni 2017
)
bei der
A._
(Urk. 7/34
, vgl. Beschlussprotokoll vom 7. Dezem
ber 2016 Urk. 7/33
).
Am 6. März 2017 trat der Versicherte einen Schnuppertag am
B._
im Bereich Entsorgung
an, welchen er vorzeitig abbrach
(Urk. 7/45/2)
.
Mit Mitteilung vom 16. Mai 2017 informierte die IV-Stelle den Ver
sicherten über die Kostenübernahme für ein Arbeitstraining bei
der
C._
AG ab dem 16. Mai 2017 bis am 15. August 2017 (Urk. 7/49).
Das betreffende Arbeitstraining wurde
per
18. Mai 2017 vorzeitig abgebrochen (Urk. 7/60, vgl. Urk. 7/55).
Am 4. Oktober 2017 wurde das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
sodann
p
er 31. Oktober 2017 aufgehoben (vgl. Urk. 7/114/68).
1.2
Mit Vorbescheid vom 29. November 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache
einer
befristeten
Viertelsrente
von Mai 2017 bis Januar 2018 in Aussicht (Urk. 7/88). Dagegen erhob der Versicherte am 30. Januar 2018 Einwand (Urk. 7/93) und ergänzte diesen
mit Eingabe vom
1. März 2018 (Urk. 7/104). Da
raufhin gab die IV-Stelle bei der medizinischen Ab
k
lärungsstelle Neurologie
D._
(
Medas
)
ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie in Auftrag (vgl. Urk. 7/106
-107
). Das Gutachten wurde von
der
Medas
am 1. Juni 2018
erstattet (Urk. 7/114). Nachdem die IV-Stelle am 18. September 2018 einen neuen Vorbe
scheid erlassen hatte
(Urk. 7/120),
verneinte
sie
einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung
mit Verfügung vom 29. Oktober 2018 (Urk. 2 = Urk. 7/121).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 27. November 2018 Beschwerde und bean
tragte, die Verfügung vom 29. Oktober 2018 aufzuheben und ihm die gesetzli
chen Leistungen zu gewähren (Urk. 1 S.
2).
Seiner
Beschwerde legte
d
e
r
Versi
cherte
unter anderem ein natives CT des rechten Unterschenkels inklusive OSG vom 1. November 2018 sowie zwei Berichte des Stadtspitals
E._
vom 1. und vom 9. November 2018 bei
(Urk. 3/3-6).
Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten Urk. 7/1-122), was dem
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 16. Januar 2019 angezeigt wurde (Urk. 8).
3.
Zu ergänzen ist, dass die
Suva, als Unfallversicherung des
Beschwerdeführer
s,
die vorübergehenden Leistungen per Ende November 2017 einstellte unter Ver
neinung eines Rentenanspruchs (
Einspracheentscheid
vom 1
5.
Oktober 2018), mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2018 jedoch während des hängigen Beschwerde
verfahrens eine Integritätsentschädigung von 15
%
zusprach.
Die vom Beschwer
deführer
beim Sozialversicherungsgericht
g
egen
den
Einspracheentscheid
erho
bene Beschwerde ist Gegen
stand des Verfahrens
UV.2018.00276
und wurde mit Urteil heutigen Datums
abgewiesen
, soweit sie nicht gegenstandslos geworden war.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
1.
3
.1
Gemäss Art. 88a Abs. 1
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbe
reich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbe
dingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem ange
nom
men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs
anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2 je mit Hinweisen).
1.
3
.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Ab
stu
fung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjeni
gen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzu
setzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Un
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me
dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
Von
Medas
erstellte Administrativgutachten sind voll beweiswertig, sofern nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi
zien können sich aus dem Gutachten selber ergeben (z.B. innere Widersprüche, mangelnde Nachvollziehbarkeit) oder auch aus Unvereinbarkeiten mit anderen ärztlichen Stellungnahmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_872/2014 vom 3. März 2015 E. 4.2.1).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
vertritt in ihrem abweisenden Entscheid im Wesentli
chen den Standpunkt, gestützt auf das
Medas
-Gutachten
vom 1. Juni 2018
sei erstellt, dass ab Oktober 2016, zwei Monate nach Ablauf der gesetzlichen Warte
zeit (August 2016)
,
beim
Beschwerdeführer
bereits wieder eine Arbeitsfähigkeit von 75 % bestanden habe. Somit bestehe keine Einschränkung, welche für die Invalidenversicherung relevant sei
, sondern es wäre dem
Beschwerdeführer
seit Oktober 2016 zumutbar gewesen, ein rentenausschliessendes Einkommen zu er
zielen (Urk. 2 S. 2).
2.2
Dahingegen brachte der
Beschwerdeführer
vor, auf das
Medas
-Gutachten vom 1. Juni 2018
könne nicht abgestellt werden. Die Administrativgutachter seien bei ihrer
Beurteilung durchweg
s
davon ausgegangen, dass die Fraktur inzwischen verheilt bzw. stabil und belastbar sei. Dies treffe jedoch nicht zu, was der Chefarzt der Traumatologie des Stadtspitals
E._
so bestätigt habe. Apparativ bildge
bend habe nachgewiesen werden können, dass im Schienbein ein Frakturspalt ventral und dorsal sehr wohl noch vorhanden sei.
Das verwendete Röntgendossier habe lediglich vier Untersuchungen aus den Jahren 2016/2017 beinhaltet und es sei im Rahmen der Begutachtung kein aktuelles Bildmaterial angefertigt worden.
Die gutachterliche Beurteilung beruhe damit auf unzutreffenden Annahmen, neue Abklärungen seien damit unentbehrlich
(Urk. 1 S. 3-
5
).
3.
3.1
Die im Zeitpunkt der Begutachtung vorliegenden medizinischen Berichte wurden im
Medas
-
Gutachten vom
1. Juni 2018
jeweils fachspezifisch
zusammengefasst (Urk.
7/114/12-20
, Urk. 7/114/32-38, Urk. 7/114/59-64
)
,
weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
Im
Medas
-Gutachten vom 1. Juni 2018
stellten die Gutachter folgende Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/114/4):
-
Funktionsstörung des rechten Beines nach operativ versorgtem Mehr
stückbruch von Schienbein und Wadenbein mit verbliebener Einschrän
kung der Fusshebung und Reduktion der Beweglichkeit im unteren Sprunggelenk rechts
Zudem wurden folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 7/114/4):
-
Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle (ICD-10 F 43.23)
-
Möglicherweise leicht- bis mittelgradig ausgeprägte posttraumatische Be
lastungsstörung (ICD-10 F 43.1)
Auf orthopädischem Fachgebiet wurden folgende relevanten objektiven Befunde erhoben: Beim Barfussgang falle ein erheblich variables Schonhinken auf. Bei der ersten Schrittfolge sei der Gang noch raumgreifend und
hinkfrei
. Bei der zweiten geprüften Schrittfolge werde der rechte Fuss, der vormals ein regelrechtes Abroll
verhalten gezeigt habe, nur noch plan aufgesetzt und ohne Bewegung im oberen Sprunggelenk angehoben und wieder nach vorne gesetzt. Bei Betrachtung von hinten bestehe Beckengeradstand und Schultergeradstand. Zehenspitzen- und Fersenstand seien dem
Beschwerdeführer
möglich. Hierbei würden Beschwerden im rechten Unterschenkel und im rechten oberen Sprunggelenk angegeben. Im Weiteren gebe der
Beschwerdeführer
an, er könne rechts doch nicht auf den Ze
henspitzen gehen. Er könne schon gar nicht auf dem rechten Fuss wippen oder hüpfen. Bei der erneuten Gegenprüfung des Zehenspitzenstandes werde dieser als nicht mehr durchführbar angegeben. Das tiefe Abhocken und Hochkommen aus der tiefen Hocke sei problemlos vorführbar.
Inspektorisch
bestehe keine sichtbare Muskelminderung am rechten Bein. Knapp oberhalb des Sprunggelenks am rech
ten Bein bestünde eine
keloidartige
Verdickung und eine schlechte
Verschieblich
keit
der Narbe. An dieser Stelle sei die Wunde schlecht geheilt. Im Übrigen sie die Wunde reizlos und ohne fortgeleitete Entzündungszeichen und abgesehen vom Narbenkeloid im unteren Anteil nicht druckschmerzhaft.
Das obere Sprunggelenk sei für die Fusshebung bewegungseingeschränkt (Fusshebung bis 10°) bei frei möglicher Fusssenkung.
Das
untere
Sprunggelenk sei für die Inversion, also für die Fussbewegung nach innen, gering gemindert
. Das Anheben des äusseren Fussrandes sei im Seitenvergleich nicht reduziert. Das aktive Fussheben und Fuss
senken sei gegen Widerstandsgabe kräftig möglich, ohne fühlbare Kraftmin
de
rung im Seitenvergleich zu links. Es bestünde
n
keine Überwärmung und keine tastbare Schwellung von oberem und unterem Sprunggelenk. Knapp oberhalb des Innenknöchels zeige sich eine etwa 5x5 cm bräunliche Hautinduration nach dort stattgehabter
Hautdurchspiessung
im Rahmen des offenen Unterschenkelbruches. Es sei keine Achsfehlstellung erkennbar gewesen. Es sei keine Instabilität im vor
maligen Bruchbereich fühlbar oder tastbar gewesen. Es bestehe eine beidseits seitengleiche
Fusssohlenbeschwielung
.
Die Fussmuskulatur sei beidseits gleich entwickelt (Urk. 7/114/
43-
44).
Auf psychiatrischem Fachgebiet wurden im Wesentlichen folgende Unter
su
chungsbefunde nach AMDP festgehalten: Der
Beschwerdeführer
sei wach und bewusstseinsklar sowie zeitlich, örtlich, situativ und zur Person orientiert. Er
könne Lebensdaten sicher rekonstruieren und im Zeitgitter einordnen. Das Lang- und Kurzzeitgedächtnis seien intakt. Die Konzentration und Aufmerksamkeit seien nicht eingeschränkt. Der Subtraktionstest werde zunächst fehlerfrei durch
geführt. Dann setze eine Verlangsamung ein, der
Beschwerdeführer
verrechne sich um eine Zahl, bei der nächsten Rechenoperation um zehn Zahlen, und be
stätige auf Nachfrage, dass dies Ausdruck verminderter Konzentration sei, was diskrepant zu seinem sonst gut konzentrierten Antwortverhalten sei. Der formale Gedankenlauf sei geordnet, auf das Wesentliche beschränkt bei angemessener Denkgeschwindigkeit. Eine
Grübelneigung
werde nicht berichtet. Der
Beschwer
deführer
deute an, Angst wegen des Herzstolperns zu haben. Darüberhinausge
hende Ängste oder Phobien und ein Vermeidungsverhalten seien nicht zu eruieren. Es bestünden keine Zwangsgedanken, -impulse oder -handlungen. Hin
weise für inhaltliche Denkstörungen würden nicht vorliegen und es würden sich keine Hinweise für das Vorliegen von akustischen, optischen, gustatorischen, olfaktorischen, taktilen oder
zönästhetischen
Halluzinationen
ergeben
. Ich-Störun
gen seien nicht
eruierbar
.
Der
Beschwerdeführer
sei zunächst, als er das Thema Krieg erwähne, gereizt, wirke
weitstreckig
unterschwellig gereizt bei einem Be
mühen um eine adäquate Interaktionsgestaltung. Er sei moduliert und auslenk
bar. Es würden keine Schuld- und Insuffizienzgefühle bestehen. Einmalig, wäh
rend der
Beschwerdeführer
das zweite Mal über Kriegserlebnisse spreche, sei er neben der gereizten Haltung auch
affektinkontinent
und breche in Tränen aus. Der ge
richtete notorische Handlungsantrieb sei adäquat. Psychomotorische Auf
fällig
keiten würden sich nicht zeigen. Es bestünde kein Anhalt für Suizidgedan
ken oder -pläne (Urk. 7/114/71-73).
Aus orthopädischer Sicht sei die
Fraktur mit der Funktionseinschränkung der ver
minderten Belastbarkeit des Sprunggelenks stabil und belastbar verheilt. Es
habe gutachterlich
anhand objektiver Befunde nachgewiesen werden können, dass der
Beschwerdeführer
,
entgegen seinen Behauptungen
,
das verunfal
lte Bein praktisch voll belaste, Zeichen einer Minderbelastung lägen nicht vor.
Aus psychiatrischer Sicht sei ausgeführt worden, dass unter Berücksichtigung der Aktenlage und der Befunde trotz der Möglichkeit einer leicht- bis mittelgradig ausgeprägten post
traumatischen Belastungsstörung ein – entsprechend der Einschätzung in
Z._
– bewusst dysfunktionales Verhalten mit einer auch hier beobachteten demonstrativen Symptompräsentation vorliege und dass keine psychischen Ein
schränkungen vorliegen würden. Es könne eine Anpassungsstörung mit vorwie
gender Beeinträchtigung anderer Gefühle (ICD-10 F 43.23) diagnostiziert werden
(Urk. 7/114/3-4).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/114/5).
Es falle im Aktenverlauf auf, dass der
Beschwerdeführer
zwar durchaus Initiative und Bereitschaft zur Wiederaufnahme einer Arbeit markiert, es dann aber trotz weitgehenden Entlastungen umgehend – jeweils zum Erstaunen der Betreuer – scheitern lassen habe. Das von ihm selber vermittelte und teilweise von den be
handelnden Chirurgen laut Angaben des
Beschwerdeführer
s
übernommene Leis
tungsprofil sei aufgrund des Lokalbefundes in seiner funktionellen Enge an sich nicht plausibel und stehe im krassen Gegensatz zu den objektiven Befunden. Das geklagte Missverstanden-Sein und die hier teilweise deutlich gezeigte Ungehal
tenheit seien demonstrativ. Der
Beschwerdeführer
wäre auch durchaus in der Lage, die vorsichtige und das Vorgehen lange offenlassende Haltung der Ärzte bezüglich Metallentfernung zu verstehen. Er mache aber lieber Schuldzuweisun
gen, halte systematisch alle hin und sei der Auffassung, dass zunächst eine Ent
schädigung fällig sei (Urk. 7/114/4-5).
Es bestehe eine behandlungsbedingte Arbeitsfähigkeit von 0 % vom 29. August 2015 bis am 25. September 201
6.
Anschliessend liege vom 26. September 2016 bis am 16. Oktober 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und vom 17. Oktober 2016 bis am 6. November 2016 eine solche von
75 % vor. In der bisherigen Tä
tigkeit liege eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit in einem reduzierten Pen
sum von 6 Stunden täglich, entsprechend gesamthaft einer Arbeitsfähigkeit von 70 % seit dem 7. November 2016 vor. In einer angepassten Tätigkeit bestehe seit dem 7. November 2016 eine volle Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten bei Wechsel zwischen Gehen, Stehen und teilweise, nicht überwiegend, im Sitzen und ohne häufiges Treppen- oder Leiternsteigen. Die zeitliche Einschränkung des Tages
pensums in der bisherigen Tätigkeit bestehe wegen verminderter Belastbar
keit des rechten Sprunggelenks
(Urk. 7/114/5).
3.2
Am 1. November 2018 wurde im Stadtspital
E._
ein natives CT des rechten Unterschenkels inklusive OSG
zur Beurteilung der Konsolidation (Urk. 3/
5
)
durchgeführt.
Gestützt darauf
hat Dr.
F._
, Fachärztin FMH für Radiologie,
folgende Befunde festgehalten:
Status nach plattenosteosynthetischer Versorgung einer distalen
Unterschenkelschaftfraktur
rechts mittels medial anlie
gender
Osteosyntheseplatte
und lateraler Winkelplatte der distalen Tibia.
Osteo
synthesematerial
in unveränderter Lage, kein Materialbruch. Lateral an der distalen Fibula anliegende
Osteosyntheseplatte
, hier ebenfalls intaktes Fremd
mate
rial, kein Bruch. Die distale Tibia ist weitgehend durchbaut mit noch partiell ein
sehbarem
randsklerosiertem
Frakturspalt ventral und dorsal von jeweils 5 mm.
Distula
Fibula Schaftfraktur in Knickbildung mit einem Versatz von 7 mm nach dorsal vollständig konsolidiert. Fortgeschrittene degenerative Veränderung im oberen und unteren Sprunggelenk. Mehrere
randsklerosierte
Fragmente kaudal
am
Malleolus
medialis
und zwischen den
Metatarsalia
. Keine frische Fraktur. Aus
geprägte
Osteopenie
. Kompaktinsel im
Calcaneus
. Kleines Os
tibiale
externum
.
3.3
Dr.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie, und Dr.
H._
, Fachärztin FMH für Chirurgie, hielten zu den Ergebnissen des CT vom 1. November 2018 fest, es bestehe eine distale
Tibiafraktur
mit Platten
osteo
synthese versor
gt mit noch partiell einsehbarem
randsklerosiertem
Fraktur
spalt ventral und dorsal. Die
Fibulafraktur
sei vollständig konsolidiert. Das Material sei intakt. Es bestünden deutliche degenerative Veränderungen im oberen sowie im unteren Sprunggelenk sowie
Osteopenie
. Es sei nicht davon aus
zugehen, dass die Beschwerden durch eine
Osteosynthesematerialentfernung
ver
bessert werden könnten, zumal die Fraktur nicht vollständig geheilt sei und sich bereits degene
rative Veränderungen im OSG sowie im USG zeigten. Es werde deshalb empfoh
len, dass sich der
Beschwerdeführer
bei der primär behandelnden Kli
nik im Universitätsspital I._
vorstelle. Ebenfalls empfohlen werde eine kreis
ärztli
che Untersuchung bezüglich der Reintegration in den Berufsalltag (Urk. 3/3).
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützt ihre Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
auf das
Medas
-Gutachten vom 1. Juni 2018
(vgl. Urk. 2)
.
Das
betreffende
Gutachten
wurde in Kenntnis der
Vorakten
erstattet (Anamnese;
Urk.
7/114/12-20, Urk. 7/114/32-38, Urk. 7/114/59-64
), ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen (Urk.
7/114/
23-25, Urk. 7/114/42-45, Urk. 7/114/71-73
), setzt sich mit den geklagten Beschwerden sowie dem Verhalten
des
Beschwerdeführer
s
auseinander (
Urk. 7/114/20-22, Urk. 7/114/38-40,
Urk.
7/114/65-70
) und leuchtet in der Darlegung der medizi
nischen Zustände und Zusammenhänge ein (
Urk. 7/114/3-5,
Urk.
7/114/25-28,
Urk.
7/114/45-53, Urk. 7/114/78-82
). Damit erfüllt das
Medas
-
Gutachten
die for
mellen
Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent
scheidungsgrund
lage (vgl. E. 1.
5
).
4.
2
Der
Beschwerdeführer
erachtet das
Medas
-Gutachten vom 1. Juni 2018 als nicht beweiskräftig
(vgl. E. 2.2)
, weil
die Gutachter ihrer Beurteilung
die Annahme einer
stabil abgeschlossenen
Heilung der Fraktur
zugrunde legten
(vgl.
insbesondere
Urk.
7/114/3, Urk. 7/114/
47-49).
Das zur Beurteilung der
Konsolidierung angefertigte
CT des rechten Unterschen
kels vom 1. November 2018 brachte eine weitgehend konsolidierte distale
Tibia
fraktur
mit noch partiell einsehbarem
randsklerosierten
Frakturspalt ventral und
dorsal zu Tage (Urk. 3/
4-
5).
Soweit der
Beschwerdeführer
daraus neue radio
logi
sche Befunde herleitet, ist ihm entgegenzuhalten, dass sich das CT vom 1. November 2018
bildgebend nicht vom CT vom
7.
September 2017
(vgl. Urk. 7/80/17
)
unterscheidet,
welches den Gutachtern vor
gelegen hat
(
vgl.
Urk. 7/114/37,
Urk. 7/114/45
).
Im CT vom 7. September 2017 wird sodann im Vergleich mit demjenigen vom 13. April 2017 von stationären nahezu anatomi
schen Verhältnissen ausgegangen (Urk. 7/80/17).
Die stationären Verhältnisse
be
stätigend erachteten die Ärzte des
I._
am 21. November 2017 einen vorläufigen Endzustand als erreicht, vorerst seien keine Änderungen zu erwarten (Urk. 7/83).
Nach dem Gesagten ist belegt, dass die Gutachter bei ihrer Beurteilung über das Bestehen von Frakturspalten orientiert waren.
Dass sie diesen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s keinen Einfluss beigemessen haben
,
steht in Einklang mit dem in den
Akten der Suva im
Verfahren Nr.
UV.2018.00276 vorzufindenden
Bericht des Ver
trauensarztes Dr.
J._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 11. Dezember
201
8.
Demgemäss
liegen die Frakturspalten nicht in der Hauptbelastungszone, sodass die geklagte Beschwerdesymptomatik hierdurch nicht erklärt
wird
und somit nichts an der
aus medizinischer Sicht möglichen Tätigkeit zu ändern
vermag
(Urk. 8/1 S. 5
in Ver
fahren Nr. UV.2018.00276
)
.
Aufgru
nd der
ausgewiesener
massen
stationären Ver
hältnisse
spätestens
seit dem CT vom 13. April 2017 konnte im Rahmen der Be
gutachtung
auf die
Erstellung von
aktuellem
Bildmaterial
verzichtet
werden.
Sodann vermag a
uch die Einschätzung im Bericht des Stadtspitals
E._
vom 9. November 2018, wonach die Fraktur nicht vollständig geheilt sei, keine Zweifel
an den gutachterlichen Schlussfolgerungen
aufkommen zu lassen.
D
araus
lässt sich nichts
in Bezug auf die
– invalidenversicherungsrechtlich relevante –
funktionale Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s herleiten.
Da der psychiatrische Gutachter das Vorliegen einer psychiatrischen Einschrän
kung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in überzeugender Weise aus
schloss (vgl. Urk. 7/114
/73-82
) –
was in Einklang mit den unauffä
lligen objekti
ven Befunden (E. 3.1) und den
Vorakten
steht (vgl. Urk.
7/80/6-10,
Urk
. 7/24/5) – er
ü
brigt
sich die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens
nach Massgabe von
BGE 141
V 281
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9C_580/2017
vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
4.
3
Zu prüfen
bleiben
die erwerblichen Auswirkungen
der
funktionalen
Einschrän
kungen.
Der Beschwerdeführer erzielte bei der Stadt Zürich gemäss IK-Auszug im Jahre 2014 ein Jahreseinkommen von
Fr.
66'693.-- (
Urk.
7/15/4). Gemäss Aus
kunft der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk.
7/16/2) hätte der Beschwerdeführer ab April 2015 einen Grundlohn von
Fr.
64'018.50 erzielt. Unabhängig davon, von
welcher Basis das
Valideneinkommen
bemessen wird, ergibt sich, dass das hypo
thetische Invalideneinkommen, gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik her
ausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 ermittelt
,
in unerheblichem Aus
mass davon abweicht (vgl. TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert], Privater Sektor, Total, Männer Niveau 1 [einfache Tätigkeiten kör
perlicher oder handwerklicher Art]:
Fr.
5'340.--, hochgerechnet auf die durch
schnittlich betriebsübliche Arbeitszeit 2016 von 41,7 Stunden die Woche ergibt ein Jahreseinkommen von
Fr.
66'803.40), weshalb die Erwerbsunfähigkeit der attestierten Arbeitsunfähigkeit gleichgesetzt werden kann. Bei voller Arbeits
fähig
keit in einer angepassten Tätigkeit ergibt sich selbst unter Berücksichtigung eines maximalen Abzugs vom Tabellenlohn
(vgl. hierzu statt vieler: BGE 135 V
297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc), der jedoch nicht ange
messen wäre, kein rentenanspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen.
In Anbetracht
der Anmeldung des
Beschwerdeführer
s vom 17. Februar 2016 und dem Beginn des Wartejahres am 29. August 2015 (vgl. Sachverhalt E. 1.1), stellt
der 1. August 2016 den
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dar (Art. 28 Abs. 1
lit
. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). Bis zum 25. September 2016 attes
tierten die
Medas
-Gutachter
dem Beschwerdeführer
eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätig
keit. Ab dem 26. September 2016 bis zum 16. Oktober 2016 stuften sie den
Beschwerdeführer
als zu 50 % und vom 17. Oktober 2016 bis am 6. November 2016 zu 75 % arbeitsfähig in sämtlichen Tätigkeiten ein. Ab dem 7. November 2016
beträgt die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
7
0 % und
ist keine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mehr ausgewiesen
(Urk. 7/114/5).
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist jedoch die Erwerbsunfähigkeit nach Ablauf des Wartejahres rentenrelevant, auch wenn sie nur kurze Zeit (we
niger als drei Monate) andauert (ZAK 1963 S. 141; vgl. auch das vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebene Kreisschreiben über Invali
dität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1.1.2015, Stand 1.1.2018). Am 2
9.
August 2016, im Zeitpunkt des Ablaufs des Wartejahres, war der Beschwerdeführer nach gutachterlicher Einschätzung noch für alle Tätigkei
ten voll arbeitsunfähig, weshalb – die entsprechende durchschnittliche Arbeits
unfähigkeit während des Wartejahres gegeben – der Beschwerdeführer am
1.
August 2016 Anspruch auf eine ganze Rente erwarb. Die 50%ige Arbeitsfähig
keit ab 2
6.
September 2016 führt zu einem entsprechenden Invaliditätsgrad, wes
halb in Anwendung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV die ganze Rente per
1.
Dezember
2016 auf eine halbe Rente herabzusetzen ist. Ab 1
7.
Oktober 2016 war der Be
schwerdeführer
in rentenausschliessendem Mass a
rbei
ts- und e
rwerbsfähig, was ab
1.
Januar 2017 zu berücksichtigen ist, weshalb ab diesem Zeitpunkt kein Rentenanspruch mehr besteht.
4.4
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vom
1.
August 2016 bis am 3
0.
November 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
Anspruch auf eine ganze Rente, und ab
1.
Dezember bis 3
1.
Dezember 2016 bei einem Invali
ditätsgrad von 50
%
Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat. Ab
1.
Januar 2017 besteht kein Anspruch mehr auf eine Rente. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
5.
Die Gründe, welche zur teilweisen Gutheissung führten, wurden beschwerdeweise nicht angeführt und führten zu keinem Mehraufwand, was bei der Aufteilung der Prozesskosten zu berücksichtigen ist.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren entgegen
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- festzulegen. Die Kosten sind entsprechend dem geringfügigen Obsiegen zu 2/3 (
Fr.
400.--) dem Beschwerdeführer und zu 1/3 (
Fr.
200.--) der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Bei diesem Verfahrensausgang steht dem Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung in der Höhe von
Fr.
500.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu.