Decision ID: f3be62f3-3c00-4670-a927-e827bea34605
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1961
geborene
X._
bezog
– intermittierend –
seit 2014
Arbeitslosenentschädigung
, wobei per 14. Januar 2020 erneut eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug eröffnet wurde
(
Urk.
6/
13,
Urk. 6/14,
Urk.
6/26
im parallel geführten Verfahren AL.2021.
00
162).
Ab
dem
1
0.
Februar 2020
leistete er für die
Y._
AG
Arbeitseinsätze
als Sanitätsmonteur
und wurde am 25. August
2020 von der Arbeitsvermittlung abgemeldet
(
Urk.
6/82 im parallel geführten Ver
fahren AL.2021.00162)
. D
as Arbeitsverhältnis
wurde
seitens der Arbeitgeberin per
2
3.
Dezember 2020
aufgelöst (
vgl.
Urk.
6/85,
Urk. 6/107,
Urk.
6/
141
,
Urk.
6/143
im parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
). Am
1
7.
Dezember 2020
meldete
sich der V
er
sicherte
erneut
beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Dietikon zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/
142
im parallel geführten Verfahren
AL.
2021.00162
) und beantragte am
2
9.
Dezember 2020
ab dem
24.
Dezember 2020
Arbeitslosenentschädigung (Urk.
6/141
im parallel geführten Verfahren AL.
2021
.00162
). Mit Verfügung vom
1
7.
Februar 2021
stellte das Amt für Wirt
schaft und Arbeit (AWA) den Versicherten wegen ungenügenden persönli
chen Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode
Januar 2021
mit Wirkung
ab dem
1.
Januar 2021
für
vier
Tage in der Anspruchsberechtigung ein (Urk. 6/2).
Die
von
diesem am
2
4.
Februar 2021
dagegen
erhobene Einsprache
(Urk. 6/4
) wies
das AWA mit
Einspracheentscheid
vom
2
1.
April 2021
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
1
9.
Mai 2021 (Datum Poststempel) Beschwerde und be
antragte
sinngemäss
, es sei
in Aufhebung des angefochte
n
en
Einspracheentscheids
von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzu
sehen
(Urk. 1). Der Beschwerdegegner schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
3
.
Ju
ni
2021
(unter Hinweis auf die im parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
vollständig eingereichten Akten)
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am
2.
Juli 2021
mitgeteilt wurde (Urk. 7).
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 30’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be
schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
, in der ab 1. Juni 2020 geltenden Fas
sung).
1.2
Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen
ver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zustän
di
gen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermei
den oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nöti
genfalls auch
ausserhalb
ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühungen nachweisen können.
Gemäss
Art. 30 Abs. 1
lit
. c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich nicht genü
gend um zumutbare Arbeit bemüht.
Gemäss
Art. 26 Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeits
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) muss die versicherte Person den Nachweis der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden
Werktag einreichen. Als Kontrollperiode gilt jeder Kalendermonat (Art. 27a AV
IV). Die Arbeitsbemühungen werden nach Art. 26 Abs. 2 Satz 2 AVIV nicht mehr be
rücksichtigt, wenn die versicherte Person die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund geltend macht. Die
Einstellung
erfolgt, ohne dass eine zu
sätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem
Einspracheverfahren
(vgl. BGE 139 V 164 E. 3.2).
1.3
Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zu
mutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 139 V 524 E. 2.1.4, und 124 V 225 E. 4a je mit Hinweisen).
Dabei kommt es nicht auf den Erfolg der Arbeitsbemühungen an, sondern viel
mehr auf die Tatsache und Intensität derselben (BGE 124 V 225 E. 6; Urteil des Bundesgerichts C 16/07 vom 22. Februar 2007 E. 3.1). Die Arbeitsbemühungen müssen zudem umso intensiver sein, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (vgl. Barbara Kupfer Bucher,
Rechtsprechung des Bun
desgerichts zum AVIG,
5.
Auf
lage,
Zürich/Basel/Genf 2019
[nachfolgend:
Recht
sprechung]
, S. 132).
Betreffend Quantität der persönlichen Arbeitsbemühungen können zwar keine eindeutigen Zahlenwerte angegeben werden, in der Regel müssen aber mindes
tens zehn bis zwölf geeignete Arbeitsbemühungen je Kontrollperiode nachge
wiesen werden (BGE 139 V 524 E. 2.1.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_917/2013 vom 4. März 2014 E. 2.2).
1.4
Die Dauer der
Einstellung
bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittel
schwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV).
Wird die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt,
so wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert. Für die Verlängerung werden
die Einstellungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt (Art. 45 Abs. 5 AVIV).
1.5
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dies
es soll sie bei seiner Entschei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog der Beschwerdegegner,
der Beschwerdeführer
habe
in der Kontrollperiode
Januar 2021
zwölf
Arbeitsbemühungen nach
ge
wiesen.
Gemäss
Angaben im Nachweisformular seien
deren vier schriftlich und die Ü
brigen telefonisch oder mittels persönlicher Vorsprache erfolgt. Darüber hin
aus habe der Beschwerdeführer keine Bewerbungsschreiben, Stelleninserate oder Antwortschreiben der Arbeitgeber eingereicht. Die Arbeitsbemühungen seien damit ungenügend belegt und der Nachweis genügender Arbeitsbemühungen sei
nicht
erbracht. Zudem
werde von den Versicherten verlangt, sich primär um aus
geschriebene und damit offene Stellen zu bemühen. Die Kontaktaufnahme mit einem Stellenvermittlungsbüro sei ohne zusätzliche Anstrengungen
ungenügend.
I
n
dem am
6.
März
2020 erstellten Dokument „Vorgabe betreffend persönlicher
Arbeitsbemühungen“
sei der Beschwerdeführer auf die
qualitativen und quanti
ta
tiven
Vorgaben der persönlichen Arbeitsbemühungen
hingewiesen worden. Dieses
Dokument
sei
ihm
selbentags
per A-Post +
und
anlässlich seiner (Wieder-)An
meldung beim RAV im
Dezember 2020
mit
E-Mail
vom 2
1.
Dezember 2020 erneut
zugestellt worden
.
Allerdings hätte der Beschwerdeführer auch unabhängig
da
von wissen müssen, dass insbesondere schriftliche Bewerbungen auf ausgeschrie
bene Stellen erwartet würden. So sei er keineswegs zum ersten Mal beim RAV angemeldet. Zudem sei der Beschwerdeführer
bereits
in den Kontrollperioden März und April 2018 wegen ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen in der Anspruchs
berechtigung eingestellt worden. Dabei sei er
in den entsprechen
den Entscheiden darauf
hingewiesen worden
, dass er sich in erster Linie schrift
lich auf ausgeschr
iebene Stellen zu bewerben habe und seine Arbeitsbemühungen mit den dazugehörigen Unterlagen nachzuweisen habe
.
Folglich sei der Be
schwerdeführer für vier Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, es
existiere
keine
von ihm gezeichnete
Ve
reinbarung über das Erfordernis,
zwölf schriftliche Bewerbungen
aus
zuweisen. Im März 2
021
habe er seine RAV-Beraterin wieder
holt um Zustellung dieser Vereinbarung
ersucht
. Diese habe keine Vereinbarung schicken können
(
Urk.
1
mit Hinweis auf
Urk.
3).
3.
3.1
Unter Hinweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage
(vgl. vorstehend E. 1.2)
muss
die Versicherungsleistungen beanspruchende Person ihre Arbeitsbe
mühun
gen
gemäss
Art. 17 Abs. 1 AVIG nachweisen können. Dies bedeutet, dass die schriftlichen Angaben, die von Versicherten für den Nachweis verlangt werden, die Verwaltung in die Lage versetzen sollen, die Quantität und Qualität der Be
mühungen abzuklären und zu würdigen (vgl. Barbara Kupfer Bucher,
Recht
spre
chung
, S. 130 f.). In diesem Sinne sind die Arbeitsbemühungen mittels Stellenin
seraten, Kopien der Bewerbungsschreiben sowie allfälligen Antworten der Unter
nehmen (insbesondere Absageschreiben) zu dokumentieren (vgl. Barbara Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, Basel
2016, S. 28);
die
blosse
Anmel
dung bei einem Stellenvermittlungsbüro
ist q
ualitativ un
genügend
(
Urteil des
Bundesgerichts 8C_468/2020 vom 27. Oktober 2020 E. 5.3 mit Hinweisen,
Barbara
Kupfer Bucher,
Rechtsprechung
, S. 222 mit Hinweis).
3.2
3.2
.1
Fest steht, dass der Beschwerdeführer im
Nachweisformular der persönlichen Arbeitsbemühungen f
ür den Kontrollmonat Januar 2021
zwölf
Arbeitsbe
mü
hungen
dokumentiert
hat
.
Diese
richteten sich
fast
ausschliesslich
an die Adresse von
Stellen- und Personalvermittlungsbüros
.
V
on
den aufgeführten Bewerbun
gen waren
gemäss
Angaben des Beschwerdeführers
vier schriftlic
h und die Ü
bri
gen
per Telefon oder
mitte
ls persönlicher Vorsprache
erfolgt
(Urk. 6/
10
);
(
Be
werbungs
-)Unterlagen
oder Stelleninserate
reichte er
keine
ein
(vgl.
Urk.
6/39 im parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
)
.
3.2.2
Abgesehen von den klaren Angaben
auf dem Nach
weisformular
, wonach schrift
liche Unterlagen wie Kopien von Bewerbungsschreiben oder Absagebriefen auf
zubewahren und auf Verlangen einzureichen sind
(vgl. Urk. 6/9, vgl. auch
Urk.
6/27 ff. im parallel
geführten Verfahren AL
.
2021.00162
)
,
wurde der Beschwer
de
führer
gemäss
Vorgaben
vom
6.
März 2020 darauf hingewiesen, dass
er
min
destens drei schriftliche Bewerbungen pro Woche bzw. 12 pro Monat in einwand
freier Qualität auf ausgeschriebene Stellen inkl. Suchn
achweis, namentlich
Stel
len
inserate, Bewerbungsschreiben bzw. Mailübermittlung sowie Antworten der Firmen bis zum fünften Tag des folgenden Monats auszuweisen
hat
(
Urk.
6/78 im parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
).
Im Nachgang
seiner (Wieder-)A
n
meldung beim RAV
am 1
7.
Dezember 2020
(
Urk.
6/142,
vgl.
auch
Abmeldebe
stätigung vom 2
5.
August
2020,
Urk.
6/82 im
parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
)
wurde der
Beschwerdeführer
mit E-Mail vom 2
1.
Dezember 2020
von seiner RAV-Beraterin
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Vorgaben vom
6.
März 2020
gemäss
Anhang weiterhin Gültigkeit hätten
(vgl.
Urk.
6/84 im
parallel geführten Verfahren
AL.
2021.00162
).
Laut
Eintrag im
prozessorien
tier
ten
Beratungsprotokoll
wurde der B
eschwerdeführer
anlässlich des
Erstgesprächs
vom
4.
Januar 2021
von seiner
RAV-Beraterin
erneut
auf die Einhaltung der
Vor
gaben
vom
6.
März 2020
hingewiesen
.
Darüber hinaus
wurde ihm
erklärt
, dass
seine bisherige Suchstrategie (
Kontaktaufnahmen mit
Temporärbüros
) nicht aus
reiche und
(
im
Kontro
llmonat Dezember 2020
)
letztmalig akzeptiert werde; ab Januar 2021 würden
Suchbemühungen, welche den
quali
tativen
und quantita
ti
ven Anforderungen nicht genügten,
nicht mehr toleriert
.
Selbentags
wurde dem
Beschwerdeführer die E-Mail vom 2
1.
Dezember
2020
, worin er auf die Einhal
tu
ng der Vorgaben vom
6.
März 2020 hingewiesen wurde,
erneut zugeschickt
(
vgl.
Urk.
6/84 und
Urk. 6/140
S.
5 f
.
im parallel
geführten Verfahren AL.
2021.00162
).
Darüber hinaus
wurde
der Beschwerdeführer
im Rahmen
vorangehe
nder RAV-Anmeldungen
bereits
wiederholt darüber
orientiert
,
dass pro Monat in der Regel
zwölf
schriftliche
Arbeitsbemühungen
im definierten Suchbereich erwartet würden
. A
uch wurde er
wiederholt darauf hingewiesen, dass
(
telefonische
)
Kontaktauf
nahmen mit
Temporärbüros
und
Stellenbemühungen ohne Suchn
achweis
den Vorgaben nicht genügten (
vgl.
etwa die
E
inträ
g
e
vom 20.
Februar 2017,
2
2.
Juni
2017,
1.
November 2017,
5.
März 2018,
2
4.
Juli 2018,
1
2.
Februar 2019,
Urk.
6/
139 im parallel
geführten Verfahren AL.
2021.00162
; vgl. auch
das
Schreiben vom
6.
März 2020,
Urk.
6/80 im parallel geführten Verfahren AL
.2021.00162
).
Schliess
lich
wurde
der Beschwerdeführer
bereits in der Vergangenheit
wiederholt
wegen
ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen sanktion
iert
(
Urk.
6/48,
Urk.
6/54
ff
.
im parallel
geführten Verfahren AL.
2021.00162
);
in den entspre
chen
den Verfügungen und
Einsprach
eentscheiden
wurde jeweils
auf die
quanti
ta
tiven
und qualitativen
Anforderungen der persönlichen Arbeitsbemühungen
hin
gewiesen
, insbesondere darauf, dass die Stellensuche (hauptsächlich) schriftlich erfolgen und dokumentiert werden müsse (vgl. Verf
ügungen vom 1
2.
Juni 2018
sowie
Einspracheentscheide
vom
2.
August 2018
, Urk.
6/60
ff.
im parallel ge
führten Verfahren AL.
2021.00162
).
Bei alle dem
wurde der
Beschwerdeführer
wiederholt, sowohl
schriftlich als
auch
im Rahmen der
persönlichen
Beratungsgespräche,
auf
seine
Pflicht
hingewiesen
, pro Kontrollmonat zwölf schriftliche Stellenbemühungen
auf ausgeschriebene Stellen
zu tätigen und diese den V
orgaben
entsprechend
zu dokumentieren
.
Mit
hin
musste
ihm
– unabhängig von der
schriftlichen Vorgabe des RAV
vom
6.
Mär
z 2020 -
bewusst sein, dass er sich in erster Linie schriftlich auf konkrete Stellen
ausschreibungen zu bewerben und seine Arbeitsbemühungen durch geeignete Unterlagen, insbesondere Stelleninserate sowie Bewerbungs- und gegebenenfalls
Absageschreiben, zu belegen hat.
Daran ändert auch das beschwerdeweise Vor
bringen des Beschwerdeführers, wonach
eine von ihm gezeichnete Vereinbarung über zwölf schriftliche Bewerbungen nicht existiere resp. (sinngemäss)
er
habe
die Vereinbarung
vom
6.
März 2020
nicht unterzeichnet
, weshalb sie für ihn nicht gelte, nichts.
Davon abgesehen hat sich der Beschwerdeführer
ausschliesslich
bei Stellen- und Personalvermittlungsbüros beworben und kann
mangels Beibrin
gung von geeigneten Belegen (vgl.
Urk.
6/39 im parallel geführten Verfahren AL.
2021.00162
)
auch
nicht überprüft werden, ob
es sich dabei um ausgeschrie
bene Stellen handelte respektive ob
die im Nachweisformular angegebenen Stellenbemühungen tatsächlich vorgenommen wurden
.
3.3
Demnach
erweisen sich
die
Arbeits
bemühungen
des
Beschwerdeführers
in der Kontrollperiode Januar 2021
als ungenügend
. Die Einstellung in der Anspruchs
berechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1
lit
. c AVIG erfolgte daher
zu Recht (vgl. vorstehend E. 1.2
).
4.
Der Beschwerdegegner erachtete eine Einstell
ungs
dauer von
vier
Tagen
mit Wir
kung
ab dem
1.
Januar 2021
– somit im unter
st
en Bereich des leichten Verschul
dens
(vgl. vorstehend E. 1.4)
– als angemessen
(vgl. auch das
Einstellraster des Staatssekr
etariats für Wirtschaft [SECO]
, wonach
bei
erst
malig ungenügenden Arbeitsbemühungen
während der Kontrollperiode
eine Einstellung
für
drei bis vier
Tage zu erfolgen
hat,
AVIG-Praxis ALE,
Rz
.
D79
Ziff. 1.C/1
).
Da
der Be
schwerdeführer vorliegend wiederholt über die Vorgaben informie
rt und
anfangs Januar 2021
ausdrücklich
ermahnt resp. verwarnt
wurde (vgl. Eintrag in das pro
zessorientierte Beratungsprotokoll vom
4.
Januar 2021,
Urk.
6/
140 im parallel
geführten Verfahren AL
.
2021.00162
),
erweist sich die Einstell
ungs
dauer von vier Tagen
jedenfalls nicht als unangemessen
.
5
.
Nach dem Ausgeführten erweist sich die Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
1. April
2021 (Urk. 2) als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.