Decision ID: b6ca4199-97c7-4bc1-a99d-90c4d1104f76
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
wurde
am 1. August 1973
geboren
(
Urk.
7/1
,
7/8/1
und 7/9/1 f
)
.
Nach dem Abschluss der Realschule begann sie
bei der
Firma Y._
eine Lehre als Verkäuferin, welche sie
nach einem halben Jahr abbrach
(
Urk.
7/32/10)
.
Sie wechselte in die Abteilung Metzgerei und war dort einige Jahre
als Hilfskraft
tätig
(Urk. 7/2/2 f.
,
Urk.
7/16/10
und 7/32/10
)
.
Danach arbeitete sie b
is etwa 1998
mit Unterbrüchen
als Serviceangestellte
(
Urk.
7/2/2
,
7/12/2
und 7/16/10
)
.
Am
25. Mai 1998
und am 3.
Oktober 2000
wurde sie Mutter ihrer Tochter
Z._
und
ihr
es
Sohn
es
A._
(
Urk.
7/4
und 7/9/4 ff.
)
.
Mit
dem Vater der Kinder
,
B._
, war sie vom 26. März 1999
bis zum 21
. März 2006 verheiratet (Urk.
7/7 und 7/8/2).
Ab
dem Jahr
2002
arbeitete
X._ bei der Firma C._
(
vgl.
Urk.
7/2/1 und 7/12/3
)
.
Vom
Arbeitsbeginn
bis zum 30.
September 2003
absolvierte sie
ein
Pensum von 80
%
u
nd vom 1.
Oktober 2003 bis
zu ihrem letzten Arbeitstag
am 31. Oktober 2004
ein sol
ches
von 47,62
%
(Urk. 7/8/6
; vgl. auch
Urk.
7/2/1
und 7/12/3
).
Am 23.
Februar 2007 ging sie mit
D._
die Ehe ein (Urk.
7/8/1 f.
und 7/9/3
).
Dieser
beziehungsweise
ihre Schwiegermutter
brachte
ihr Reiki b
ei
, worauf sie v
ersucht
e, in ihrer Wohnung als Heilerin Leute zu behandeln.
Mit dieser Tätig
keit verdiente sie jedoch nichts
, da sie zu wenig Patienten
hatte
(Urk. 7/32/11 und
Urk.
7/33/2).
Die Familie
wird
seit dem 1. Juli 2008
durch das Sozialamt
unterstützt
(
Urk.
1 S. 3,
7/32/9
und 7/55
; vgl. auch
Urk.
7/5/8
und 7/6
)
.
A
m
8. Februar 2010
meldete sich die Versicherte
bei der Invalidenversicherung zum
Renten
bezug an und erklärte,
sie leide seit dem Jahr 2002 an Rückenbeschwerden
(
Urk.
7/
8, vgl. insbesondere
Urk.
7/8/7
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell
e, zog darauf die IK-Auszüge der
Versicherten
(Urk. 7/2 und 7/12)
und
von
B._
(Urk. 7/3) bei
. Überdies holte sie
medizinische Unterlagen
ein (
vgl.
Urk. 7/
9,
7/15
, 7/16, 7/24
, 7/25 und 7/26
).
Am 9. August 2010 führte sie eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch (
Urk.
7/33).
Danach
gab sie ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (vgl.
Urk.
7/27/3 f.), welches am 26. Januar 2012 vom Begutachtung
sinstitut E._
, Medizinische Abklärungsstelle der Eidgenössischen Invalidenversicherung (MEDAS) erstattet wurde (
Urk.
7/32)
. Am
7. Februar 2012
erliess
die IV-Stelle
einen
negativen Vorbe
scheid (Urk. 7/
36
). Nachdem
der
damalige
Rechtsvertreter der Beschwerdeführe
rin mit Eingabe vom 30. April 2012
Einwand erhoben hatte
(
Urk.
7/42)
,
forderte
die IV-Stelle
bei ihm diverse Unterlagen
und Angaben
zum
Arbeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der
Firma C._
an
(
Urk.
7/48).
M
it Zuschrift vom 17. September 2012
wurde
eine ergänzende
Begründung des Einwandes
eing
ereicht
(
Urk.
7/54)
. In der Folge wies
die IV-Stelle das
Rentenbegehren
mit Verfügung vom 26. Februar 2013 ab (
Urk.
2 = Urk. 7/
58
).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 15. April 2013 (
Urk.
1) Beschwerde erheben. Ihre Rechtsvertreterin beantragte, es sei die ange
fochtene Verfügung aufzuheben und es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere eine angemessene, min
destens halbe Rente. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge
n
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2). Ferner ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
um
Bestellung als unentgeltliche Rechts
vertreteri
n (
Urk.
1 S. 2). Am 2
2.
Mai 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 6. Juni 2013 wurde der Beschwer
deführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt
,
i
hre Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechts
vertreterin
bestellt
und ein zweiter Schriftenwechsel ange
ordnet
(
Urk.
8).
Die Replik wurde mit Eingabe vom 10. September 2013 erstattet (
Urk.
12),
worauf
die IV-Stelle auf das Einreichen einer Duplik verzichtete (
Urk.
15)
.
Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom
10. Oktober 2013
Kenntnis erhalten (
Urk.
16
).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf ab
gestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen (
Art.
28a Abs. 2 IVG
;
Betätigungsvergleich
).
Bei Versicherten, die zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbereich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a Abs. 2 IVG fest
gelegt
und für den erwerblichen Bereich aufgrund eines Einkommensvergleiches nach
Art.
28a Abs. 1 IVG
(
Art.
28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.2
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nic
hterwerbstätig einzustufen ist,
ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenvers
icherung;
IVV).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgabenbereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträch
tigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Bei der Bestim
mung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in wel
chem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indi
zien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wer
den oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom 8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 30. Dezem
ber 2013
,
je
mit Hinweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung die Auffas
sung, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 100
%
im Haushalt tätig wäre (
Urk.
2 S. 1).
Sie
stellte auf den MEDAS-Bericht
vom
26. Januar 2012
ab, gemäss welchem die Beschwerdeführerin bei der Ver
richtung von Haushaltsarbeiten lediglich im Umfang von 10
%
eingeschränkt sei
, und gelangte
zum Schluss, es liege kein Invaliditätsgrad vor, der einen Rentenanspruch zu begründen vermöchte
(
Urk.
2 S. 1)
. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin macht
demgegenüber
im Wesentlichen
geltend,
ihre Man
dantin habe die Stelle bei der
Firma C._
im Herbst 2004 krankheitsbedingt aufgeben müssen (
Urk.
1 S. 3)
.
Wäre sie gesund, so wäre sie voll erwerbstätig
,
zumal die Familie sozialhilfeabhängig sei und die Kinder bereits 12 1⁄2 und 14 Jahre alt seien
(
Urk.
1 S. 4
und S. 6
sowie
Urk.
12 S. 2 f.
).
Ferner
sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin schon als Kind an
einer
Persönl
ichkeitsstörung gelitten habe. Bereits i
m Alter von 20 Jahren habe sie
persis
tierende lumbale
Beschwerden ge
habt
. Aus diesen Gründen habe sie die begon
nene Verkäuferinnenlehre bei der
Firma Y._
abbrechen müssen (Urk
.
1 S. 3), so dass das
Valideneinkommen
nach
Art.
26
Abs. 1
IVV zu ermitteln
und dementsprechend auf
Fr.
75‘000.
--
anzusetzen
sei
(
Urk.
1 S. 4
und S. 8
).
3.
Es ist unbestritten und aufgrund der medizinischen Unterlagen erstellt, dass die Beschwerdeführerin an einem chronischen
lumbovertebralen
und lumbalen Schmerzsyndrom leidet, wobei eine Segmentdegeneration L5/S1 mit ventraler
Spondylolisthesis
L5/S1 und eine mediane Diskushernie festgestellt w
u
rden (vgl. Urk. 7/5/6, 7/15/1, 7/26/4, 7/26/6 und 7/32/32). Überdies wurden bei ihr eine emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ, eine rezidi
vierende depressive Störung, eine Adipositas per magna und eine
Bulimia
nervosa
diagnostiziert (vgl.
Urk.
7/16/7, 7/16/13, 7/26/7 und 7/32/32; vgl. auch
Urk.
7/25/1 f.).
Hinsichtlich der gestellten Diagnosen und der damit verbunde
nen Einschränkungen
ist auf das polydisziplinäre
MEDAS-Gutachten vom 26. Januar 2012
zu verweisen
, das in Kenntnis sämtlicher Akten und nach einge
hender Untersuchung der Beschwerdeführerin erstattet wurde
(vgl. Urk.
7/32). Dieses ist schlüssig, nachvollziehbar begründet und wider
spruchsfrei. Zwar er
achtet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin es als erstaunlich, dass der psychiatrische Gutachter die Beschwerdeführerin nicht hinsichtlich einer post
traumatischen Belastungsstörung exploriert habe, obwohl er Kenntnis von traumatischen Erlebnissen wie Gewalt und sexuellen Übergrif
fen in der Kindheit sowie von Suizidversuchen der Besch
werdeführerin gehabt habe (Urk.
1 S. 4).
Es ist jedoch nichts ersichtlich, weswegen dem Gutachter in diesem Punkt eine Unterlassung vorzuwerfen wäre.
Er
hatte nicht nur
Kenntnis von den Vorfällen, welche sich in der Vergangenheit der Beschwerdeführerin zugetragen hatten, sondern
er
be
zog dieselben auch in seine Beurteilung mit
ein (vgl. Urk.
7/32/25 ff., insbesondere
Urk.
7/32/29).
Offenbar
hatte er
keine Anhaltspunkte für
das Vorliegen einer
posttraumatische
n
Belastungsstörung, sondern
diagnostizierte
eine Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ (
Urk.
7/32/29). Es besteht kein
Anlass, das Gutachten
deswegen
in Zweifel zu ziehen.
Ebenso wenig ist
es dies
bezüglich
ergänzungsbedürftig.
4.
Im
MEDAS-Gutachten
wird festgehalten, bei der Beschwerdeführerin habe sich
lediglich für stark rückenbelastende Arbeiten eine Arbeitsunfähigkeit ausma
chen
lassen
.
Als
Hausfrau
bestehe
gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
beziehungsweise eine Arbeitsunfähigkeit von 10
%
(vgl.
Urk.
7/32/35).
Darauf
ist
nach der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht abzustellen, da die Situation in Kenntnis sämtlicher Fakten beurteilt worden sei (
Urk.
2 S. 5). Dagegen wandte die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
ein,
es sei von einer Einschränkung von 41
%
auszugehen,
welche die
Abklärungsperson ermittelt und im
Haushaltabklärungsbericht vom 23.
August 2010
festgehalten habe
(
Urk.
1 S. 8
und
Urk.
12 S. 3
).
Für die Invaliditätsbemessung im Haushalt stellt der eingeholte Abklärungsbericht eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage dar. Rechtsprechungsgemäss bedarf es des
Beizugs
einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaub
würdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu ärztlichen Befunden stehen
,
und bei psychischen Leiden (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_733/2008 vom 15. Januar 2009 E.
5.1 mit zahlreichen Hinweisen).
Eine der
artige Konstellation liegt hier nicht vor.
Insbesondere sind die Beeinträchtigun
gen im Haushalt vorwiegend auf körperliche und nicht auf psychische Gründe zurückzuführen, weshalb anderslautenden ärztlichen Feststellungen – entgegen der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Auffassung (
Urk.
6 S. 3) – kein er
höhtes Gewicht zuzumessen ist (BGE 133 V 450 E. 11.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch die Urteile des Bundesgerichtes 9C_631/2009 vom
2.
Dezember 2009 E. 5.1.2, 8C_315/2009 vom 28. Juli 2007 E. 6.2.2 und 8C_671/2007 vom 13. Juni 2008 E.3.2.1, je mit Hinweisen). Es sind
darüber hinaus
auch keine Anhalts
punkte ersichtlich, welche an der Kompetenz der zuständigen Abklärungsperson zweifeln liessen. Der Haushaltabklärungsbericht vom 23. August 2010 genügt
zudem
hinsichtlich der ermittelten Einschränkungen im Haushaltbereich den Erfordernissen bezüglich Plausibilität, Begründetheit und Detailliertheit in allen Punkten (vgl.
Urk.
7/33/1 ff.).
In ihrer Beschwerdeantwort verweist die Beschwerdegegnerin erstmals darauf, dass seit der Haushaltabklärung vom 9. August 2010 weitere therapeutische Massnahmen unternommen worden seien (
Urk.
6 S. 3 mit Hinweis auf Urk. 7/34/4). Es trifft zwar zu, dass das Feststellungsblatt für den angefochtenen Entscheid eine entsprechende Anmerkung des Regionalen Ärztlichen Dienstes enthält (vgl.
Urk.
7/34/4). Um welche therapeutischen Massnahmen es sich
gehandelt haben soll, wird nicht näher ausgeführt. Insbesondere lassen sich den medizinischen Unterlagen keinerlei Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin vom Zeitpunkt der Haushaltabklärung bis zu
r
Untersuchung im Oktober 2011, welche dem MEDAS-Gutachten vom 26. Januar 2012 zu Grunde lag (Urk. 7/32/2), verbessert haben könnte. Vielmehr hielt
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Allgemein
medizin, in seinem Bericht vom 2
2.
Februar 2011 noch ausdrücklich fest, die Schmerzsituation sei mit der aktuellen medikamentösen Behandlung nur knapp kompensiert, weshalb sich auch die Arbeitsfähigkeit vor allem im Haushalt nicht verbessert habe (
Urk.
7/26/3). Es
ist
daher kein Grund ersichtlich
,
weshalb
von der durch die Abklärungsperson ermittelten Einschränkung im Haushaltbereich von 41
%
abgewichen werden sollte
(vgl.
Urk.
7/33/7).
5.
Zur Beurteilung der
Statusfrage zog die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen in Betracht, dass die Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt
ihrer Anmeldung zum Rentenbezug im Februar 2010 bereits seit fünf Jahren keiner regelmässigen Er
werbstätigkeit mehr nachgegangen sei.
Der Abklärungsperson und deren Begleitung
habe
die Beschwerdeführerin
am 9. August 2010 berichtet
, dass sie
nach der Geburt ihrer beide
n
Kinder vorwiegend als Hausfrau und Mutter tätig gewesen sei. Sie
habe
versucht
, als
selbständige
Reiki-Lehrerin
zu arbeiten
,
diese Tätigkeit
habe sie
jedoch seit mindestens drei bis vier Jahren nicht mehr ausgeübt.
Bereits vor Jahren hätte die Beschwerdeführerin mit einer angepass
ten Tätigkeit einer Arbeit nachgehen können, was sie jedoch nicht in die Tat umgesetzt habe. Es sei daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass sie auch ohne Behinderung nicht erwerbstätig wäre (
Urk.
2 S. 5).
Dagegen wendet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein, dass
ihre Mandantin
zu
100
%
arbeiten w
ürde, wenn sie gesund wäre, zumal
die Familie sozialhilfeabhängig sei und die Kinder bereits 12 1⁄2 und 14 Jahre alt seien (Urk. 1 S. 6
und 12 S. 2 f.
).
Rechtsprechungsgemäss
wäre
den Aussagen der versicherten Personen im Rah
men der Haushaltabklärung erhöhtes Gewicht beizumessen (Urteil
8
C_
352
/20
08
des Bundesgerichts vom
9. Oktober 2008 E
. 3.2.2 mit Hinweisen).
Da es die Abklärungsperson
offenbar
jedoch
unterlassen hat
, die Beschwerdeführerin danach zu fragen, in welchem Umfang sie erwerbstätig wäre, wenn sie gesund
heitlich nicht beeinträchtigt wäre, sind dem Haushaltsabklärungsbericht vom 23. August 2010 keine diesbezüglichen Angaben zu entnehmen (vgl.
Urk.
7/33/1 ff.). Er enthält
lediglich
die Feststellung, dass die Beschwerdeführerin seit der Geburt ihrer Kinder keiner
regelmässigen
Erwerbstätigk
eit mehr nachgegangen sei (Urk.
7/33/3).
Zu Recht beanstandet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, dass der Haushaltsabklärungsbericht
in diesem P
unkt aktenwidrig sei (
Urk.
1 S.
7). Aufgrund der vorhandenen IK-Auszüge steht
nämlich
fest, dass die Beschwerdeführerin im März des Jahres 2002 ihre Arbeitsstelle bei der
Firma C._
antrat (
Urk.
7/2/1 und 7/12/3)
, nach
dem sie
in den Jahren 1998 und 2000
bereits Mutter geworden war
(
Urk. 7/4 und 7/9/4 ff.)
.
Es trifft
sodann
zu, dass die finanziellen Verhältnisse des Haushalts und das Alter der Kinder – neben zahlreichen weiteren Gesichtspunkten – zu berück
sichtigen sind (BGE 137 V 334 E. 3.2
; vgl.
Urk.
1 S. 6
).
Beide sind im vorliegen
den Fall als Indiz für eine Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall zu werten.
Ebenso
der
– wie gezeigt –
zu Recht geltend gemachte
Umstand, dass die Beschwerdeführerin
auch nach der Geburt ihrer beiden Kinder erwerbstätig war.
Darüber hinaus hat die Beschwerdeführerin
in den Jahren 2008 und 2009
zu
mindest den Versuch unternommen,
in einem Teilzeitpensum
als selbständige Reiki-Heilerin
zu arbeiten
(vgl.
Urk.
7/15/3,
7/32/11 und 7/32/26).
Diese
Indi
zien
sprechen dagegen
, die Beschwerdeführerin als zu 100
%
im Haushalt tätig zu qualifizieren.
Es lassen sich aber ebenso wenig Anhaltspunkte für eine mutmassliche Erwerbstä
tigkeit im Umfang von 100 % finden.
Vielmehr ist
als Indiz gegen eine solche
zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin
ihre
Tätigkeit
bei der
Firma C._
mit einem Pensum
von 80
%
ausübte und dieses
per 1. Oktober 20
0
3 auf
47,62
%
reduzierte
(Urk. 7/8/6; vgl. auch
Urk.
7/2/1 und 7/12/3)
.
Weder
wurde
behauptet noch geht aus den Akten hervor, dass diese
Pensumsänderung
aus gesundheitlichen Gründen erfolgte
.
Insbesondere wurde bezüglich der
somatischen Beschwerden
erst
mit einer Ma
gnetresonanztomographie vom 25.
Februar 2005
ein Befund
erhoben
(vgl.
Urk.
7/32/17
und 7/32/21 f.
).
Zur angestrebten Tätigkeit als Reiki-Heilerin ist zu bemerken, dass auch der Ehemann der Beschwerdeführerin
deren Angaben zufolge
bloss
in einem Teilzeitpensum
als selbständiger Reiki-Therapeut
gearbeitet hatt
e
, diese Tätigkeit jedoch nach einer gewissen Zeit wieder
aufgeben mu
ss
t
e, da die Fami
lie nicht davon leben
konnte
(vgl. Urk. 7/32/10 und 7/33/2).
Schliesslich ist auch
als Indiz gegen den
angeführten
Beschäftigungsumfang
von 100
%
zu
werten
, dass die
verheiratete
Beschwerdeführerin weder über eine abgeschlos
sene Ausbildung noch über eine Fahrerlaubnis verfügt
(vgl.
7/32/10 und
7/32/12
)
.
Es ist
daher davon auszugehen,
dass sie ohne gesundheitliche Beein
trächtigung mit zunehmender Selbständigkeit ihrer Kinder und wachsender finanzieller Bedrängnis wieder ein
Arbeitspensum
von 80
%
absolviert
hätte.
6.
6.1
Die Anmeldung zum Rentenbezug datiert vom 8. Februar 2010 (
Urk.
7/8/9). Es steht somit ein Rentenanspruch ab August 2010 zur Diskussion (
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG; vgl. auch
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG sowie
Urk.
7/5/4 und
7/33/1 ff.
), weshalb dieser Zeitpunkt für die Ermittlung des
Valideneinkommens
und des Invalideneinkommens massgebend ist.
6.2
6.2.1
Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin macht
e
geltend, ihre Mandantin habe ihre Verkäuferinnenlehre aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen und verfüge deshalb über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Das
Valideneinkommen
sei deshalb nach
Art.
26
Abs.
1
IVV
zu bestimmen und auf
Fr.
75‘000.-- pro Jahr festzulegen
(
Urk.
1 S. 3,
4
und 8
).
Diese Argumentation
verfän
gt nicht. Selbst wenn die Beschwerdeführerin wegen ihrer Invalidität die begonnene berufliche Ausbildung nicht hätte abschliessen können, so würde dies lediglich dazu führen, dass das Erwerbseinkommen, da
s
sie als Nicht
-
invalide er
zielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen einer Erwerbs
-
tätigen im Beruf entspricht, für den die Ausbildung begonnen wurde (
Art.
26
Abs.
2 IVV).
Mit anderen Worten wäre der Lohn einer Verkäuferin zu berücksichtigen.
Das
Valideneinkommen
liesse sich anhand der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010 ermitteln. Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) im Detailhandel (
Ziffer
47, Anforderungsniveau 3
) für Frauen betrug Fr. 4'360.--. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
10
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von
42,0
Stunden hochzurechnen (Die Volkswirt
schaft,
4
-201
4
, Tabelle B9.2
,
Noga
-Abschnitt N
)
. Daraus resultiert
b
ei einem Beschäftigungsgrad von
80
%
ein jährliches Bruttoeinkommen von
Fr. 43‘948.80
(
Fr.
4‘
360
.-- x
12 :
40 x 4
2
: 100 x 80
).
6.2.2
Das
Val
i
deneinkommen
liesse sich
aber
auch ausgehend von
der
zuletzt
von der Beschwerdeführerin
ausgeübten Tätigkeit bei der
Firma C._
bestimmen
.
Mit
einem Arbeitspensum von
47,62
%
(Urk.
7/8/6)
er
zielte die Beschwerdeführerin
in der Zeit von Januar bis November 2004 einen Betrag von
Fr.
21‘313.-- (
Urk.
7/2/1 und 7/12/3). Dies ergäbe ein jährli
ches Ein
kommen von
Fr.
39‘060.14
bei einem Pensum von
80
% (
Fr.
21‘313.
-- :
11 x 12 : 47,62 x
80
).
Dieser Betrag ist an die Nominallohnentwicklung anzu
passen (
Bundesamt fü
r Sta
tistik [BFS],
Schweize
rischer Lohnindex nach Branche [1993 = 100; im Internet abrufbar]
,
Nominallohnindex Frauen [T1.2.93_I],
Ab
schnitt M, N, O,
öffentliche Dienstleistungen
;
2004
:
114.4
; 20
10
:
124.2
). Daraus resul
tiert ein jährliches Bruttoe
inkommen
für das Jahr 2010
von Fr.
42‘406.20
(Fr.
39‘060.14
:
114.4 x 124.2
).
6.3.
6.3.1
Im
MEDAS-Gutachten vom 26. Januar 2012
wird der
Beschwerdeführerin – unter Berücksichtigung der somatischen und psychischen Aspekte – in der zu
letzt ausgeübten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von
50
%
attestiert
. Auch alle anderen angepasste
n, rückenschonenden, körperlich
leich
ten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeiten
seien
zu 50
%
zumutbar (vgl.
Urk.
1 S. 9 und 7/32/36).
Es erscheint fraglich, ob
die
Arbeit
bei der Firma C._
tatsächlich als eine angepasste Tätigkeit im erwähnten Sinne zu betrach
ten ist. Dies kann jedoch offen bleiben.
6.3.2
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens
für eine angepasste Tätigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
kann auf die
Tabelle TA 1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 20
10
ab
g
estellt
w
e
r
den
. Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für
Frauen
betrug Fr. 4'
225
.--. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
10
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,
6
Stunden hochzurechnen (Die Volkswirtschaft,
4
-201
4
, Tabelle B9.2
, Total
)
.
Daraus resultiert ein jährli
ches Bruttoeinkommen von Fr.
52‘728.--
(
Fr.
4‘2
25
.-- x
12 :
40 x 41,
6
). Weiter ist
ein
behinderungsbedingte
r
Ab
zug von 1
0 % zu berücksichtigen. Gemessen am noch zumutbaren Pensum von
50
% resultiert ein Invalideneinkommen von Fr.
23‘727.60 (
Fr.
52‘728.
-- :
100 x 90
: 100 x 50)
.
6.3.3
Wenn auf die Tätigkeit
bei der Firma C._
abzustellen wäre, so liesse sich das Invalideneinkommen mit Hilfe der Tabelle TA 3 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010 ermitteln. Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für Post-, Kurier- und Expressdienste (Ziffer 53, Anforderungsniveau 4) für Frauen betrug Fr. 3'883.--. Dieser Betrag wäre auf die im Jahr 2010 betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden hochzurechnen (Die Volkswirtschaft, 4-2014
, Tabelle B9.2
, Abschnitt S, Erbringung von sonsti
gen Dienstleistungen
)
. Daraus würde ein jährliches B
ruttoeinkommen von Fr. 48‘692.80
für das Jahr 2010 resultieren (
Fr.
3‘883.-- x
12 :
40 x 41,8). Gemessen am noch zumutbaren Pensum von 50 % würde ein Invalideneinkommen von Fr. 2
4‘346.40 resultieren
.
6.4
6.4.1
Vergleicht man das
höhere
Valideneinkommen
als Verkäuferin
(
Fr.
43‘948.80
)
mit dem tieferen der beiden ermittelten
Invalideneinkommen
von
Fr.
23‘727.60
,
so
ergibt sich ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von Fr.
2
0
‘
221
.
20
und
folglich
ein Invaliditätsgrad von
46
%
im Erwerbsbereich
.
6.4.2
Aus dem
Vergleich des
tieferen
Valideneinkommens
von
Fr.
42‘406.20
bei der Firma C._
mit dem
höheren der beiden ermittelten Invalideneinkommen Fr. 2
4‘346
.
4
0
resultiert ein invaliditätsbe
dingter Minderverdienst von Fr. 18‘
059
.
8
0
, was immer noch einem Invaliditätsgrad von
4
2
,
6
%
im Erwerbsbereich entspricht.
6.5
Die beiden für den Erwerbsbereich ermittelten Invaliditätsgrade sind je mit 80
%
zu gewichten, was Einschränkungen von
36,8
%
und von 3
4,1
%
ergibt. Hinzu kommt die Einschränkung von 8,2
%
im Haushaltbereich (20
%
x 41
%
). Daraus resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von 4
5
%
beziehungsweise von 4
2
,
3
%
.
Bei beiden
Varianten hat
die Beschwerdeführerin Anspruch auf Zusprechung einer
Viertelsrente
(
Art.
28
Abs.
2 IVG).
7.
Zu keinem anderen Ergebnis würde man gelangen, wenn man die Einschätzung der Beschwerdegegnerin teilen würde, dass die Beschwerdeführerin als allein im Haushalt tätig zu qualifizieren sei. Auch in diesem Fall gäbe die ermittelte Ein
schränkung von 41
%
im Haushalt ein
en
Anspruch auf eine
Viertelsrente
(Art. 28
Abs.
2 IVG).
Ebenfalls zum gleichen Ergebnis würde die Annahme füh
ren, die Beschwerdeführerin wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 100
%
erwerbstätig, da
diesfalls
von einem Invaliditätsgrad von 46
%
respektive 42,6
%
auszugehen wäre. Der
Beschwerdeführerin
ist
daher in
Aufhebung
des angefochtenen Entscheides
eine
Viertelsrente
zuzusprechen. Da sie ab Januar/Februar 2009 wegen der Rückenbeschwerden immer wieder in unter
schiedlichem Ausmass arbeitsunfähig geschrieben wurde (vgl.
Urk.
7/32/4-5), ist die Eröffnung der Wartezeit gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG auf diesen Zeit
punkt anzusetzen. Die Wartezeit war damit sechs Monate nach der Anmeldung vom 1
0.
Februar 2010 (
Urk.
7/8;
Art.
29
Abs.
1 IVG) abgelaufen, so dass der Rentenbeginn auf den
1.
August 2010 festzusetzen ist. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
8.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00
.
-- anzusetzen.
Die Koste
n sind der
im Wesentlichen
unterlie
genden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8
.2
Nach der Rechtsprechung ist bei bloss teilweisem Obsiegen dann eine unge
kürzte Parteientschädigung zuzusprechen, wenn die versicherte Person im Grundsatz obsiegt und lediglich im
Masslichen
(teilweise) unterliegt. In Streitig
keiten um die Höhe einer Invalidenrente trifft dies zu, wenn nicht die bean
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zugesprochen
wird
. Dahinter steht die Überlegung, dass eine "
Überklagung
" eine Reduktion der Parteientschädigung nicht rechtfertigt, soweit das Rechtsbegehren keinen Einfluss auf den Prozessaufwand ausübt (
Urteil des Bundesgerichts
9C_995/2012 vom 17.
Januar 2013
E. 3 mit weiteren Hinweisen
).
Das trifft hier zu, weshalb kein Grund besteht, die Parteientschädigung zu kürzen.
D
ie
unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
de
r
Beschwerdeführer
in
weist in der einge
reichten Kostennote vom
2
2.
Mai 2014
(Urk.
20
) für das vorliegende Verfahren einen Zeit
aufwand von
18 Stunden und 28 Minuten
sowie Barauslagen von Fr.
110.80
aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt, weshalb
die Beschwerdegeg
nerin
der
unentgeltlichen
Rechtsvertreter
in
de
r
Beschwerde
füh
rer
in
eine P
rozess
entschädigung in der Höhe von Fr.
4‘108.40
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu bezahlen hat.