Decision ID: b8920eaa-2c98-4a6b-82cc-2e8f2d06823a
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1970
geborene
X._
, Vater
dreier 1994, 1995
und
2002
geborener Kinder, war zuletzt
bis Ende August 2014
als „
Operator Warehouse
“ (Lagerist)
bei der
Y._
AG
tätig; letzter effektiver Arbeitstag war der
19
.
Jun
i
2014
(Urk.
6
/1
3
/1). Mit Datum vom
3
.
Juni 2015
meldete er sich unter Hinweis auf
psychische Probleme
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und beruflich-erwerbliche Abklärungen und zog
einen Auszug aus dem Individuellen Konto
(
IK-Auszug vom 1
9.
Juni
2015,
Urk.
6/6
)
sowie die Akten der Krankenversicherung (
Urk.
6/16/1-10) bei
.
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
4.
Januar
2016, Urk. 6/22
, Einwand vom
4.
Februar 2016
, Urk.
6/25
)
wie
s
die IV-Stelle das
Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom
7.
März 2016 (
Urk.
2) ab
.
2.
Dagegen erhob
X._
mit Datum vom 2
2.
April 2016
Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom
7.
März 2016
aufzuheben,
und
ihm eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten
. Ferner sei
die
Be
schwerdegegnerin
zur Anordnung von
beruflichen Massnahmen zu verp
f
l
ichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
Juni 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer am 2
3.
Juni 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Allgemeinen Teils des Sozial
versicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krank
heit oder Unfall sein
(
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wi
rd dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Um
fang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesun
dheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
%
auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindes
tens 60
%
auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG)
.
1.
4
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von Art
.
16 Abs
.
2
lit
.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung
, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.5
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, ha
ben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, ihre Abklä
rungen hätten ergeben, dass beim Beschwerdeführer kein Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer
vorliege. Ausser
dem habe sich sein Gesundheitszustand verbessert und sei die Prognose günstig. Vor diesem Hintergrund bestehe
kein Anspruch auf Leistungen der Invaliden
versicherung
(
Urk.
2 S. 1f.).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein,
aufgrund der vorhandenen Akten sei ausgewiesen, dass die beurteilenden Ärzte eine erhebliche Einschränkung de
r Arbeitsfähigkeit attestierten und
dass an sich eine gute Prognose bestehe. Je
doch müsse
er
(der Beschwerdeführer
)
erst einmal den Eins
tieg in die Berufswelt schaffen. So
könne sich nach Einschätzung der beurteilenden Ärzte
erst
in diesem beruflichen Umfeld eine Genesung einstellen.
Da er den Einstieg in die Berufswelt indes immer noch nicht gefunden habe, habe sich ungeachtet der an sich guten Prognose noch keine Genesung einstellen können. Aufgrund der medizinischen Aktenlage bestehe gestützt auf seine psychischen Leiden aktuell eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
und somit betreffend sämtliche Tätigkeiten. Entsprechend habe er (der Beschwerdeführer) Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
1 S. 4). Ob die Prognose gut sei, sei im Übrigen irrelevant. So habe die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid gestützt auf die aktuelle Situation und nicht aufgrund einer Prognose zu fällen.
Da
sich sein
Gesundheitszustand – ungeachtet der guten Prognose – seit mindestens Novem
be
r 2014 bis zuletzt nicht verändert
habe,
sei von einem Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere, Intensität und Dauer auszugehen
. E
ine
Leistungs
pflicht
der IV
könne
vor diesem Hintergrund
nicht abgelehnt werden
. Allenfalls seien weitere Abklärungen notwendig. Aufgrund der vorliegenden Akten sei jedenfalls bereits ausgewiesen, dass zumindest „berufliche Massnahmen und Eingliederungsmassnahmen“ dringend notwendig seien. Den IV-Akten sei denn auch zu entnehmen, dass er (der Beschwerdeführer) nicht in erster Linie eine Rente, sondern „berufliche Massnahmen und eine Arbeitsvermittlung“ anstrebe
(
Urk.
1 S. 5
f.
).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherun
g
hat
.
4.
Die medizinische Aktenlage stellt sich wie folgt dar:
4
.1
Mit Bericht vom 1
6.
Juli 2015 diagnostizierte der seit de
m 1
4.
November 2014 behandelnde
Psychologe
Z._
,
mitunterzeichnet
vo
n
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
sowie
Chefarzt am
B._
,
eine mittelgradig depressive Episode (F
32.1,
Urk.
6/12/5). Die bisherige therapeutische Arbeit sei unter den Gesichtspunkten der Ressourcenorientierung und –
aktivierung
erfolgt. Die anfängliche depressive Episode als Reaktion auf den Verlust
des langjährigen Arbeitsplatzes
habe der Beschwerdeführer verarbeitet. Es würden sich noch depressive Symptome im Hinblick auf seine
Sorge, keine Arbeit zu finden, zeigen. Aktuell bestehe noch eine leichte bis mittelgradig depressive Episode mit leicht erhöhter Reizbarkeit, Lustlosigkeit, leichten Schlafproblemen, Grübeln und mangelnder Lebensfreude. Die Prognose sei günstig. In einem geeigneten beruflichen Umfeld, in
welchem
der Beschwerdeführer seine eigene Nützlichkeit erlebe und partizipieren könne, dürfe eine Genesung als
w
ahrscheinlich gelten.
Der Beschwerdeführer
sei aus psychiatrischer Sicht wieder
arbeits
- und erwerbs
fähig
,
ohne
Leistungsminde
rung
. Er benötige jedoch eine Eingewöhnungsphase ins Berufsleben mit
einem zunächst verringerten
Pensum, um sich nicht zu überfordern.
Folglich sei er
ab sofort
und bei uneingeschränkter Leistungsfähigkeit
im Umfang von 80
%
arbeits- und erwerbsfähig
. Nach einer zweimonatigen Eingewöhnung
s
phase
sollte
die normale Aufnahme seiner Tätigkeit
wieder möglich sein (
Urk.
6/12/7 f.).
4
.2
Der seit 19
99 behandelnde Hausarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH f
ür Allgemeine Medizin,
diagnostizierte mit Bericht vom 1
7.
Juli 2015 eine mittel
gradig
e
depressive Episode (
Urk.
6/14/3). Nach Verlust des langjährigen Arbeits
platzes im Jun
i 2014 habe sich eine zunehmend
depressive Symptomatik ent
wickelt. Ein Arbeitsversuch im September 2014 sei gescheitert. In seiner bishe
rigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit dem 2
4.
Juni 2014 bis unbekannt
zu 100
%
arbeitsunfähig.
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei aktuell noch
nicht möglich. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne indes zu einem noch unbekanntem Zeitpunkt gerechnet werden (
Urk.
6/14/4 f.).
4.3
Am 3. Dezember 2015 berichteten Dr. med.
D._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärzt
in am
B._
, sowie Psychologe
Z._
von einem verbesserten Gesundheitszustand und beschrieben einen weitgehend unauffälligen psychopathologischen Befund; so konnten sie anläss
lich der Untersuchung vom 30. November 2015 lediglich noch eine Tendenz zum
Grübeln bei sonst geordnetem formalen Denken, einen leicht
dysthymen
Affekt bei erhaltener Schwingungsfähigkeit sowie einen verminderten Antrieb erheben. Sodann hielten sie dafür, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung der ange
stammten Tätigkeit als Lagerist wieder zu mindestens acht Stunden pro Tag ohne Leistungseinbusse möglich sei. Die aktuelle Medikation bestehe in 75 mg
Venlafaxin
, morgens einzunehmen. Schliesslich führten sie aus, dass die Prog
nose nach wie vor als günstig zu bezeichnen sei und eine Genesung in einem geeigneten beruflichen Umfeld, in welchem der Patient seine eigene Nützlich
keit erleben und
partzipieren
könne, wahrscheinlich sein dürfte, da ihn seine Arbeitslosigkeit sehr belaste. Eine adäquate berufliche Tätigkeit würde die Gene
sung deutlich fördern (Urk. 6/21).
5
.
5
.1
Entgegen dem Beschwerdeführer erweist sich der medizinische Sachverhalt als rechtsgenügend abgeklärt und
es
liegen hinreichend nachvollziehbare und schlüssige fachärztliche Berichte vor, um den infrage stehenden Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers sowie dessen Arbeitsfähigkeit zu beurteilen.
5
.2
Zunächst haben die
hierfür fachlich kompetenten
Ä
rzte des
B._
dem Beschwer
deführer bereits mit Bericht vom
1
6.
Juli 2015 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
attes
tiert
sowie
nach einer z
weimonatigen Eingewöhnungsphase
eine
vollschich
ti
ge
Arbeitsfähi
gkeit in Aussicht gestellt.
Entsprechend
wiesen sie dem Beschwe
r
deführer
mit
Verlaufsbericht vom 3.
Dezember 2015 eine Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit v
on mindestens 8 Stunden am Tag aus
, was einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit gleichkommt (vgl.
auch
Urk.
6/13/2)
.
Kommt die Erfahrungstat
sache hinzu
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien
tinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere Ausführungen zur
höchstrichtlichen
Rechtsprechung, wonach
leichten (vgl. 6/12/6, E.
4.1
) bis mittelgradig depressiven Episoden
,
seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch
,
nur unter
besonderen
Umständen
eine im rechtlichen Sinne invalidisierende Wirkung zukäme
(vgl.
BGE
140 V 193 E.
3.3 mit Hinweis; vgl.
BGE 140 V 193 E.
3.3; BGE 137 V 64 E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 1
2.
Mai 2016 E. 4.1).
Ganz
zu schweigen
da
von, dass
insbesondere
auch dann
kein invalidisierender psychischer
Gesund
heitsschaden
gegeben
ist,
wenn
im Wesentlichen nur Befunde
vorliegen
,
die
in den psychosozialen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, g
leichsam
in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730
/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2).
B
ei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Fachärzteschaft des
B._
handelt es sich entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde
nicht um eine
prognostische Einschätzung
.
Die
Verwertbarkeit der vollen Arbeitsfä
higkeit
wurde
auch
nicht
von der Durchführung beruflicher Rehabilitationsmassnahmen abhängig ge
macht
.
Unter Hinweis auf die zitierte medizinische Aktenlage (E. 4.1 ff.)
erweist sich
im Übrigen auch
d
ie Darstellung des Be
schwerdeführers, wonach in sämt
lichen Arztberichten erhebliche Einschränkungen seiner Arbeitsfähigkeit festge
halten worden seien,
als
nicht
stichhaltig
.
Die beweiskräftige Arbeitsfähigkeit
sbeurteilung der Fachärzte
des
B._
vermag auch nicht
durch den
Bericht
des behandelnden Hausarztes Dr.
C._
vom 1
7.
Juli 2015, worin er dem Beschwerdeführer – ausserhalb seines fachliche
n Kompetenzbereichs – gestützt auf die depressive Symptomatik eine 100%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit
attestierte
(vgl. E.
4
.3), in
Zweifel gezogen zu werden.
Kommt hinzu, dass dem
Bericht keinerlei objektive Befunde zu ent
nehmen
sind
, womit
die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
von
Dr.
C._
nicht nachvollzogen werden kann
. Letzteres umso weniger
mit Blick auf seinen
Be
richt zuhanden der Kranken
taggeld
versicherung vom
8.
Oktober 2014
, worin er dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbei
tsfähigkeit in einer leichten, wechsel
belastenden
Verweistätigkeit auswies (
Urk.
6/16/6). Wie es
bei gleichbleibender Diagnose und günstiger Prognose (vgl.
Urk.
6/16/7) zwischenzeitlich
zum gänz
lichen Verlust der Arbeits
- und Erwerbs
fähigkeit gekommen sein soll, ist
jeden
falls nicht
einsichtig.
Von zusätzlichen Abklärungen sind keine weiteren Aufschlüsse zu erwarten
.
Entsprechend besteht
– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers –
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
5.3
Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle von keiner
invalidenversi
cherung
srechtlich
relevanten Einschränkung der Leis
tungsfähigkeit des Be
schwerdeführers ausgin
g und
einen Rentenanspruch
entsprechend
verneinte
.
6
.
6
.1
Unter Hinweis auf das unter E. 1.
4
Gesagte unterliegt d
er Anspruch auf
berufli
che Massnahmen
den allgemeinen Anspruchsvo
raussetzungen gemäss
Art.
8 IVG
.
Für den
vorliegend
allenfalls
in Frage kommenden
Anspruch auf Arbeits
ver
mittlung nach
Art.
18 IVG
(vgl.
Urk.
6/7/5
, E.
1.5
)
reicht
grundsätzlich
der Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit; sie muss sich nicht zur Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG) oder gar zur Invalidität (
Art.
8 ATSG) verdichtet haben; insofern ist der Arbeitsvermittlungsanspruch gegenüber der von der Invalidenversiche
rung sonst grundsätzlich verlangten Voraussetzung der (leistungsspezifischen) Invalidität losgelöst
. Entsprechend der Legaldefinition von
Art.
6 ATSG wird auch eine teilweise Arbeitsunfähigkeit genügen; doch darf sie nicht bloss vor
übergehender Natur sein, sondern hat sie quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen zu sein, dass sie die versicherte Person erheblich behindert
(vgl. Urteil vom 1
5.
Februar
2
013, 9C_236/2012 E.
3.7, Meyer/
Reichmuth
, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum IVG,
Art.
18 N 2 f.
).
Sodann muss zwischen dem
Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung ein Kausal
zusammenhang bestehen (vgl.
Art.
4
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG
), und muss die versicherte Person bei der
Stellensuche aus invaliditätsbedingten Gründen auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen
sein
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_966/2011 vom
4.
Mai 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
6
.
2
Vorliegend scheitert der
Anspruch
des Beschwerdeführers
auf eine Arbeits
vermittlung
der IV
bereits an der fehlenden dauerhaft
en Arbeitsunfähigkeit (vgl. E.
5
.2
)
.
Im Übrigen
ist
nicht ersichtlich, inwiefern
die
fehlende berufliche Ein
gliederung im Sinne der Verwertung der bestehenden Arbei
tsfähigkeit
auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen
wäre
und
die Arbeitsvermittlung
in die Zuständigkeit der IV (
statt
gegebenen
falls
in den Bereich der Arbeitslosenversicherung, ALV)
fiele
.
Jedenfalls war der
Beschwerdeführer
unmittelbar
nach dem Verlust
seiner
Arbeits
platzes
bei der
Y._
AG
Ende August
2014 erfolgreich
bei der Stellensuche
und
konnte
er bereits im September
2014 eine
neue
Anstellung
als Lagerist antreten
(vgl.
Urk.
6/14/3).
Kommt s
chliesslich
hinzu, dass
vorliegend
keine
spezielle
n,
inva
liditätsbedingten
Anforderungen an den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen)
und/
oder
den Arbeitgeber (z.B. Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhe
pausen)
zu stellen
sind
.
Andere Massnahmen beruflicher Art
scheitern bereits am Erfordernis der Mindestinvalidität
(vgl. E.
1.4
)
.
Entsprechend
hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf
berufliche Massnahmen
zu Recht
verneint.
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialver
sicherungsrecht massgebenden Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichk
eit erstellt, dass
es
dem Be
schwer
de
führer
bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinweisen)
und
in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht
jedenfalls seit
Dezember 2015
zuzumuten ist,
ohne berufli
che Massnahmen
einer rentenausschliess
enden
Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist a
bzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).
Das Gericht
erkennt
:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Tomas Kempf
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.