Decision ID: bbc968fc-7b31-5802-b9f6-6847edcb3f89
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ N.B., geb. 1964, ist Staatsangehöriger von Serbien. Er hielt sich von 1986 bis 1990
als Saisonnier im Kanton St. Gallen auf. 1990 wurde ihm eine
Jahresaufenthaltsbewilligung erteilt. 1991 wurden seiner Ehefrau Branka B., geb. 1968,
und der gemeinsamen Tochter Mirjana, geb. 25. November 1989,
Aufenthaltsbewilligungen im Rahmen des Familiennachzugs erteilt. Am 26. März 1991
wurde in Uzwil der Sohn Predrag und am 14. September 1992 in Herisau der Sohn
Nenad geboren. Am 24. März 1997 erhielten N.B. und die drei Kinder
Niederlassungsbewilligungen. Im November 2003 meldeten sich die Eheleute B. mit
den drei Kindern von St. Peterzell kommend in St. Gallen an. Nachdem sie auf
Schreiben der Schulbehörde nicht reagiert hatten, wurden Abklärungen über den
Aufenthalt der Kinder getätigt. Diese ergaben, dass die Kinder seit Januar 1998 bei den
Eltern von Branka B. in Serbien leben.
Am 4. August 2005 stellte N.B. ein Gesuch um Familiennachzug für die drei Kinder. Mit
Verfügung vom 15. März 2006 wies das Ausländeramt das Gesuch ab. Zur Begründung
hielt es fest, die Ehegatten hätten ein unzureichendes Einkommen, weshalb bei einem
Nachzug der Kinder die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen
Fürsorgeabhängigkeit drohe. Die Ehegatten hätten schon ohne Anwesenheit der Kinder
Mühe, den Lebensunterhalt zu finanzieren. Bei den Betreibungsämtern Neckertal und
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St. Gallen seien Verlustscheine im Umfang von Fr. 201'164.-- verzeichnet, und es seien
Betreibungen im Betrag von Fr. 54'380.30 offen. Zudem hätten die Kinder die letzten
acht Jahre bei den Grosseltern gelebt und seien in der Heimat eng verwurzelt. Es sei
nicht belegt, dass die Grosseltern die Betreuung nicht mehr wahrnehmen könnten. Es
stehe nicht das familiäre Zusammenleben im Vordergrund.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob N.B. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 30. März 2006 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit
Entscheid vom 6. Dezember 2006 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8. Januar 2007 erhob N.B. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 6. Dezember 2006
und die Verfügung des Ausländeramts vom 15. März 2006 seien aufzuheben und das
Ausländeramt sei anzuweisen, den drei Kindern eine Einreise- und
Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu erteilen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, der
Beschwerdeführer halte sich seit mehr als zwanzig Jahren in der Schweiz auf. Er und
seine Ehegattin hätten sich Ende der Neunzigerjahre entschlossen, die Kinder
vorübergehend bei den Eltern der Ehefrau in der Heimat unterzubringen. Dieser Umzug
sei allerdings nur als vorübergehende Lösung geplant gewesen, und die Kinder seien
immer davon ausgegangen und hätten sich darauf eingestellt, langfristig wieder in die
Schweiz zu ihren Eltern ziehen zu können. Die Kinder seien mit den Verhältnissen in der
Schweiz bestens vertraut und ihre "Wiederintegration" in der Schweiz werde
problemlos möglich sein. Da aufgrund der aktuellen finanziellen Verhältnisse des
Beschwerdeführers davon ausgegangen werden könne, dass dieser künftig in der Lage
sei, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, rechtfertige sich eine
Verweigerung des Familiennachzugs nicht. Der Beschwerdeführer könnte von seiner
Arbeitgeberin ein höheres Einkommen erhalten, mit dem er nicht nur in der Lage wäre,
den Bedarf für sich und seine Familie zu decken, sondern daneben auch die bereits
vorhandenen Schulden zu begleichen. Der Beschwerdeführer habe mittlerweile eine
eigene Gesellschaft in der Schweiz aufgebaut und beschäftige etliche Arbeitnehmer.
Aufgrund seiner nunmehr gefestigten beruflichen Situation, aber auch aufgrund des
Umstands, dass die Grosseltern nicht mehr in der Lage seien, die Kinder adäquat zu
betreuen, hätten sich der Beschwerdeführer und seine Ehegattin entschlossen, die
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Kinder, wie dies von Anfang an geplant gewesen sei, wieder zu sich in die Schweiz zu
holen. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2007 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 8. Januar 2007
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Nach Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) haben ledige Kinder von Ausländern, die in
der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die
Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammenwohnen und
noch nicht achtzehn Jahre alt sind.
2.1. Zweck des Familiennachzugs ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu
ermöglichen. Der Gesetzeswortlaut verdeutlicht, dass die rechtliche Absicherung des
Zusammenlebens der Gesamtfamilie angestrebt wird. Der nachträgliche
Familiennachzug durch zusammenlebende Eltern ist möglich, ohne dass besondere
stichhaltige Gründe die beabsichtigte Aenderung der Betreuungsverhältnisse
rechtfertigen müssen. Innerhalb der Schranken von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG, d.h.
vorbehältlich des Erlöschens des Anspruchs auf Familiennachzug wegen Verstosses
gegen die öffentliche Ordnung (vgl. dazu E. 2.2), ist der Nachzug von gemeinsamen
Kindern durch beide Elternteile zusammen grundsätzlich jederzeit zulässig; vorbehalten
bleibt einzig das Rechtsmissbrauchsverbot. Je länger mit der Ausübung des
Nachzugsrechts ohne sachlichen Grund zugewartet wird und je knapper die
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verbleibende Zeit bis zur Volljährigkeit ist, umso eher kann sich auch bei im Ausland
verbliebenen gemeinsamen Kindern zusammenlebender Eltern die Frage stellen, ob
wirklich die Herstellung der Familiengemeinschaft beabsichtigt ist oder ob die
Ansprüche aus Art. 17 Abs. 2 ANAG zweckwidrig für die blosse Verschaffung einer
Niederlassungsbewilligung geltend gemacht werden (vgl. BGE 126 II 333).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird das gesetzgeberische Ziel von Art.
17 Abs. 2 ANAG, das familiäre Zusammenleben zu ermöglichen und rechtlich
abzusichern, nicht erreicht, wenn der in der Schweiz niedergelassene Ausländer
jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und dieses erst kurz vor Erreichen des
achtzehnten Altersjahrs in die Schweiz holt. Eine Ausnahme kann nur gelten, wenn es
gute Gründe gibt, aus denen die Familiengemeinschaft in der Schweiz erst nach Jahren
hergestellt wird; solche Gründe müssen sich aus den Umständen des Einzelfalles
ergeben. Es werden hohe Beweisanforderungen gestellt. Die Verweigerung einer
Bewilligung lässt sich jedenfalls dann nicht beanstanden, wenn die Familientrennung
von den Betroffenen ursprünglich selbst freiwillig herbeigeführt worden ist, für die
Aenderung der bisherigen Verhältnisse keine überwiegenden familiären Interessen
bestehen bzw. sich ein Wechsel als nicht zwingend erweist und die Fortführung und
Pflege der bisherigen familiären Beziehungen nicht behördlich verhindert werden (vgl.
die allgemeinen Erwägungen zum Nachzug von Kindern nicht getrennt lebender Eltern
in BGE 129 II 11 E. 3.1.3 und 129 II 253 E. 2.1).
Die Frage des Rechtsmissbrauchs bei Nachzugsgesuchen für im Ausland verbliebene
Kinder zusammenlebender Eltern kann sich dann stellen, wenn mit der Ausübung des
Nachzugsrechts ohne einleuchtenden Grund lange zugewartet wird und den
nachzuziehenden Kindern nur noch wenig Zeit bis zum Erreichen der Volljährigkeit
bleibt (vgl. BGE 2A.455/2004 vom 13. Dezember 2004).
2.2. Fest steht, dass der Beschwerdeführer über eine Niederlassungsbewilligung
verfügt. Damit hat er nach Art. 17 Abs. 2 ANAG grundsätzlich Anspruch auf Nachzug
der minderjährigen Kinder. Sodann gewährleisten Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der
Schweizerischen Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) die Achtung des Privat-
und Familienlebens. Dieser Anspruch kann allerdings eingeschränkt werden, wenn
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konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit und
damit ein Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG besteht (BGE 122 II 8).
Der in Art. 17 Abs. 2 ANAG verankerte Anspruch auf Familiennachzug erlischt, wenn
der Anspruchsberechtigte gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat (Art. 17 Abs. 2
letzter Satz ANAG). Die Voraussetzungen für ein Erlöschen des Anspruchs sind weniger
streng als im Fall des ausländischen Ehegatten eines Schweizers oder einer
Schweizerin, bei dem nach Art. 7 Abs. 1 ANAG ein Ausweisungsgrund vorliegen muss
(BGE 122 II 390). Auch bei einem Anspruch gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG genügen aber
bloss finanzielle Bedenken für die Abweisung eines Gesuchs um Familiennachzug
nicht; es muss konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen
Fürsorgeabhängigkeit im Sinn von Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG gegeben sein (BGE 125 II
641). Besteht eine erhebliche und fortgesetzte Gefahr einer Fürsorgeabhängigkeit, so
lässt sich die Verweigerung des Familiennachzugs auch auf Art. 8 Ziff. 2 EMRK stützen,
wonach das Recht auf Familienleben unter anderem dann eingeschränkt werden kann,
wenn es für das wirtschaftliche Wohl eines Landes notwendig ist. Für die Beurteilung
der Gefahr einer Fürsorgeabhängigkeit ist von den aktuellen Voraussetzungen
auszugehen; die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung ist aber auf längere Sicht
abzuwägen (BGE 122 II 8).
2.3. Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen des Ausländeramts und der
Vorinstanz beträgt der monatliche Bedarf für die fünfköpfige Familie des
Beschwerdeführers Fr. 4'857.80. Der Beschwerdeführer erzielt einen Monatslohn von
brutto Fr. 4'000.-- bzw. netto Fr. 3'282.80. Seine Ehefrau erzielte zwischen April und
September 2005 durchschnittlich Fr. 431.30 pro Monat. Somit wird der Bedarf für die
minimale Existenzsicherung um Fr. 1'143.70 unterschritten. Die Vorinstanz hält zudem
fest, dass nach den zwischenzeitlich massgebenden Richtlinien der monatliche Bedarf
der Familie Fr. 5'623.-- und der Fehlbetrag somit rund Fr. 1'900.-- beträgt. In der
Beschwerde werden die Feststellungen der Vorinstanz über die gegenwärtigen
finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau nicht angefochten.
Es wird lediglich geltend gemacht, es sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer von seiner Arbeitgeberin ein höheres Einkommen erhalten könnte.
Die Vorinstanz hielt dazu fest, angesichts des Fehlbetrages hätte eine (übliche)
Lohnerhöhung keinen massgeblichen Einfluss auf die Finanzlage. Im übrigen sei die
behauptete Lohnverbesserung nicht dargetan bzw. nicht langfristig gesichert. Diese
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Feststellungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers ist die NB xxx AG. Der Beschwerdeführer ist
einzelzeichnungsberechtigter Direktor dieser Gesellschaft. Er macht geltend, er habe
seine eigene AG aufgebaut und beschäftige mittlerweile mehrere Arbeitnehmer. Der
Beschwerdeführer hat allerdings keine Beweismittel eingereicht oder bezeichnet,
welche seine Behauptungen belegen und glaubhaft erscheinen lassen, seine
Einkommensverhältnisse könnten sich aufgrund seiner Tätigkeit bei der NB xxx AG in
naher Zukunft erheblich verbessern. Insbesondere hat er keine Unterlagen über die
Geschäftstätigkeit des von ihm beherrschten Unternehmens und über die Zahl der von
diesem beschäftigten Arbeitnehmer eingereicht.
Zwar hat das Bundesgericht in einem Urteil festgehalten, dass allein wegen
(vorehelicher) Schulden eines Nachzugsberechtigten die Annahme einer fortgesetzten
und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit nicht gerechtfertigt ist. Der Entscheid betraf
allerdings Ehegatten, die zusammen ein Erwerbseinkommen erzielten, das nicht nur
ihren Bedarf deckte, sondern auch in begrenztem Umfang die Sanierung der Schulden
erlaubte (BGE 125 II 641). Solche Verhältnisse sind im vorliegenden Fall nicht gegeben.
Wie erwähnt, ist eine erhebliche Steigerung des Einkommens des Ehemannes nicht
nachgewiesen, und die Ehefrau erzielt lediglich ein geringes Einkommen. Inwiefern die
Ehefrau ihre Erwerbstätigkeit ausbauen kann, wie in der Beschwerde behauptet wird,
ist nicht ersichtlich. Gegenüber der Kantonspolizei erklärte der Beschwerdeführer,
seine Ehefrau könne "ja eigentlich nicht arbeiten, plötzlich bekommt sie Schmerzen
und kann nicht mehr weiter machen" (Frepo act. 236). Die Ehefrau erzielte jedenfalls
während der Abwesenheit der Kinder lediglich, wenn überhaupt, ein bescheidenes
Erwerbseinkommen. Inwiefern sie zusätzlich zur geltend gemachten Betreuung der
Kinder ein erheblich höheres Einkommen erzielen könnte, ist nicht ersichtlich.
Der Beschwerdeführer war Ende 2005 bei den Betreibungsämtern Neckertal und St.
Gallen mit Verlustscheinen von insgesamt mehr als Fr. 200'000.-- verzeichnet. 2005
waren fünf Betreibungen von rund Fr. 40'000.-- anhängig. Der Auszug aus dem
Betreibungsregister zeigt, dass der Beschwerdeführer namentlich auch seinen
Verpflichtungen gegenüber dem Fiskus, der Krankenkasse, der SUVA und der
Sozialversicherungsanstalt nicht nachkommt. Unter diesen Umständen, namentlich
aufgrund des monatlichen finanziellen Fehlbetrags von rund Fr. 1'900.-- für die
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Deckung des Existenzminimuns der Familie und der fehlenden Möglichkeiten für eine
nennenswerte Erhöhung der Einkünfte hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, es
bestehe die konkrete Gefahr einer erheblichen und fortgesetzten Fürsorgeabhängigkeit.
2.4. In der Beschwerde wird als Grund für die Rückschaffung der Kinder nach Serbien
im Januar 1998 angeführt, der Beschwerdeführer und seine Ehegattin hätten sich
aufgrund ihrer damals äusserst angespannten finanziellen Situation dazu entschlossen,
die Kinder vorübergehend bei den Grosseltern in der Heimat zu plazieren. Diese
Erklärung ist nicht stichhaltig. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die
finanziellen Verhältnisse anfang 1998 schlechter waren als im Zeitpunkt der
Einreichung des Nachzugsbegehrens bzw. im heutigen Zeitpunkt. Das Gegenteil ist der
Fall; 1997 wurde im Rahmen der Ermittlung der finanziellen Verhältnisse im Hinblick auf
die Erteilung der Niederlassungsbewilligung festgestellt, dass der Beschwerdeführer
über ein steuerbares Einkommen von Fr. 55'000.-- verfügte, seinen finanziellen
Verpflichtungen nachkam und keine Betreibungen aufwies. Die finanziellen Verhältnisse
waren somit klarerweise besser als im heutigen Zeitpunkt.
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Verweigerung des Familiennachzugs
sei unverhältnismässig. Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer seit rund zwanzig
Jahren in der Schweiz lebt. Inwiefern von einer guten Integration ausgegangen werden
kann, erscheint aber aufgrund des finanziellen Gebarens des Beschwerdeführers
fraglich. Fest steht jedenfalls, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau
entschieden, die Kinder, als sich diese im Primarschulalter befanden, nach Serbien zu
den Grosseltern zu verbringen und die Familie zu trennen. Wie erwähnt, sind die
geltend gemachten finanziellen Gründe für dieses Verhalten nicht nachgewiesen.
Offenbar erachtete es der Beschwerdeführer als vordringlich, dass die Kinder die
prägenden Kindheits- und Jugendjahre im Herkunftsland verbringen und ihre
schulische Ausbildung dort abschliessen. Während siebeneinhalb Jahren lebten der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau getrennt von ihren Kindern, ehe sie ein
Familiennachzugsbegehren stellten. Aufgrund des Fehlens nachvollziehbarer Gründe
für die Trennung der Familie und für die Rückschaffung der damals über eine
Niederlassungsbewilligung verfügenden Kinder muss das Familiennachzugsbegehren
als missbräuchlich eingestuft werden. Inwiefern es unverhältnismässig ist, die Kinder
weiterhin in Serbien zu belassen, ist nicht nachvollziehbar. Wie die Vorinstanz
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zutreffend festhält, ist nicht nachgewiesen, dass die Grosseltern nicht mehr in der Lage
sind, den Kindern die adäquate Betreuung zukommen zu lassen. Da die Kinder bereits
im Jugendalter stehen, ist eine intensive Betreuung, wie sie zu Beginn der Rückkehr
nach Serbien erforderlich war, nicht mehr notwendig. Die Kinder waren bei der
Einreichung des Familiennachzugsbegehrens zwischen dreizehn und sechzehn Jahre
alt und leben nunmehr seit über neun Jahren im Herkunftsstaat. Sie sind somit
weitgehend in Serbien integriert, und es erscheint fraglich, ob ein Nachzug in die
Schweiz überhaupt im Interesse der Kinder liegen würde.
2.5. Zusammenfassend ergibt sich aufgrund der vorstehenden Erwägungen, dass die
Vorinstanz den anbegehrten Familiennachzug zu Recht verweigert hat. Folglich ist die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).