Decision ID: d5f03827-882f-48ac-9bb9-9dcea1559c69
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1949, war seit dem
7.
April 1997 als Raumpflegerin bei der
Z._
AG tätig und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 1
3.
März 2011 in
A._
auf Glatteis stürzte (
Urk.
10/1) und sich eine
bimalleolare
Fraktur rechts zuzog (
Urk.
10/6).
Nach notfallmässiger Behandlung
in
B._
mit Reposition und Anlegen
eines Gipses erfolgte
n
im Spital
C._
am 2
1.
März 2011 eine offene Reposition sowie Osteosynthese (
Urk.
10/8) und hielt sich die Versicherte vom
6.
bis zum 2
6.
April 2011 statio
när in der
Klinik D._
auf (
Urk.
10/12).
Gestützt auf die
kreisärztliche Untersuchung vom 2
1.
November 2011 durch Prof.
Dr.
med.
E._
, Fach
arzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,
wonach
X._
das Ausüben
eine
r
leichte
n
wechselbelastende
n
Tätigkeit ganztags
zumutbar sei (
Urk.
10/43), stellte die SUVA ihre Taggeldleistungen per
1.
Januar 2012 (Verfügung vom 2
5.
November 2011
,
Urk.
10/44
) ein.
Nach
dem die SUVA weitere
Verlaufsbe
richte
beigezogen und die Versicherte mit Schreiben vom
6.
Dezember 2012
um Ausrichtung einer Rente sowie einer Integritätsentschädigung
(
Urk.
10/70)
ersucht hatte, erfolgte am
2
7.
Februar 2013
eine erneute Untersuchung durch den Kreisarzt
(
Urk.
10/80)
.
Am
3.
April 2013 (
Urk.
10/84) zeigte die
SUVA
den Abschluss des Versicherungsfalls sowie die Einstellung der
Versicherungsleis
tungen ab dem
1.
März 2013
an. Mit
Verfügung vom 1
7.
April 2013 (
Urk.
10/92)
verneinte sie sodann
sowohl einen Anspruch auf Invalidenrente als auch einen solchen auf Integritätsentschädigung. Die hiergegen erhobene Ein
sprache (
Urk.
10/94 und
Urk.
10/97) wies die SUVA mit Entscheid vom
4.
September 2013 (
Urk.
2) ab.
2.
Hiergegen liess
X._
am
3.
Oktober 2013 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr eine Rente zu gewähren. Eventualiter sei der Beschwer
deführerin eine Integritätsentschädigung in Höhe von 10
%
auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
Dezember 2013 (
Urk.
9 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
10/1-100) schloss die Be
schwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
0.
Januar 2014 (
Urk.
11) ange
zeigt wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Während die Beschwerdegegnerin unter Zugrundelegung des von Prof.
Dr.
E._
formulier
t
en Zumutbarkeitsprofils bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 55‘081.-- u
nd einem Invalideneinkommen
von
Fr.
57‘858.-- einen Renten
anspruch verneinte
sowie
die Voraussetzungen zur Ausrichtung einer
Integri
tätsentschädigung
als
nicht gegeben erachtete (
Urk.
2),
lässt
die Beschwerde
führerin insbesondere vorbringen, das Invalideneinkommen sei mit
Fr.
45‘000.-- und das
Valideneinkommen
mit
Fr.
71‘238.-- zu beziffern, was zu einem
Invali
ditätsgrad
von 37
%
und mithin zu einem Rentenanspruch in der genannten Höhe
führe (
Urk.
1).
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung,
UVG
,
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer
Kapitalleis
tung
gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicher
ten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallver
sicherung,
UVV
,
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
2.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab an
zulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
Nach
Hospitalisation
vom
1
4.
März bis
zum
6.
April 2011
und am 2
1.
März 2011 erfolgter operativer Reposition der
Bimalleolarfraktur
rechts (Bericht des Spital
s
C._
vom 2
9.
März 2011,
Urk.
10/8) sowie
der
vom 6.
bis zum 26.
April 2011
dauernden Rehabilitation
in der
Klinik D._
(
Urk.
10/12)
notierte der Operateur,
Dr.
med.
F._
, am 1
6.
Juni 2011 (Urk.
10/14), es bestehe insgesamt ein regelrechter Verlauf. Unter physiothera
peutischer Kontrolle habe in den
nächsten Wochen eine Stockentwöhnung nach Massgabe der Beschwer
d
en zu erfolgen.
Es sei wichtig, dass die Beschwerde
führerin auf ihr Körpergewicht achte. Die am 2
7.
Juli 2011 durchgeführte Rönt
genuntersuchung des rechten Sprunggelenkes zeigte bei noch deutlich geschwollenem Fuss und leicht eingeschränkter Beweglichkeit eine praktisch g
eheilte Fraktur.
Dr.
F._
hielt fest, unter physi
otherapeutischer Kon
trolle könn
e weiterhin ein vorsichtiger Belastungsaufbau erfolgen. Am 1
4.
September 2011 notierte
Dr.
F._
(
Urk.
10/32), es bestehe eine freie Bewegl
ichkeit des oberen Sprunggelenk
s bei derzeit fast nicht geschwolle
nem Fuss. Das
Gangbild
mit zwei Stöcken und korrektem Schuhwerk zeige sich
beinahe
hinkfrei
. Er hielt dafür, dass zur Verbesserung der muskulären Kontrolle und zur Stockentwöhnung mit Gangschulung nochmals ein Zyklus Physiothe
rapie nötig sei.
Am
7.
November 2011 schliesslich berichtete
Dr.
F._
(
Urk.
10/40), die Fraktur erscheine nun konsolidiert und geheilt. Dennoch benö
ti
ge der Fuss noch etwas Zeit, um
die Knochenstruktur besser aufzubauen und
es
sei die Physiotherapie unbedingt fortzusetzen. Weiterhin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
3.2
Am 2
1.
November 2011 untersuchte Kreisarzt Prof.
Dr.
E._
die
Beschwerdeführe
rin
(
Urk.
10/43). Der Arzt erhob eine
geringgradig
ausgeprägte Bewegungseinschränkung und Belastungsintoleranz im rechten oberen Sprung
gelenk. Er notierte, die
Beschwerdeführerin
habe im Rahmen der Untersuchung vorwiegend belastungsabhängige Schmerzen beklagt und vor allem das Trep
pensteigen als problematisch geschildert. Konkret bestehe zwischen den subjek
tiv geklagten
Beschwerden
und den radiologischen B
efunden - diese dokumen
tierten
reizlos liegende Implantate und eine vollständige knöcherne Konsoli
dierung bei beginnender Sprunggelenksarthrose -
eine erhebliche Diskrepanz. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Beschwerdeführerin bei klinisch und radiologisch unauffälligem Befund nicht ohne Gehstützen fortbewegen könne. Prof.
Dr.
E._
hielt abschliessend fest, der medizinische Endzustand sei noch nicht erreicht. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Raumpflegerin
, wel
che per Ende Jahr gekündigt worden sei,
bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr
(
Urk.
10/43 S. 4).
In körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeiten
sei die Beschwerdeführerin
demgegenüber
ganztags arbeitsfähig
, wobei Tätigkeiten die ausschliesslich und überwiegend im Stehen oder Gehen
auszuüben
sowie mit häufigem Treppensteigen, Knien und Hocken verbunden seien, vom
Tätigkeits
profil
auszuschliessen seien (
Urk.
10/43 S. 5).
3.3
Nachdem
Dr.
F._
am 2
7.
Dezember 2011
eine freie Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes
bei fehlender Belastung
erhoben, gleichzeitig jedoch von einer aktuellen Druckproblematik
im Bereich der Schraubenköpfe
sowie von Beschwerden im Bereich der Hüfte berichtet hatte
und
bis Ende Jahr
von einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit a
usgegangen war (Bericht vom 27.
Dezember 2011,
Urk.
10/58),
zeigte sich am 2
8.
Februar 2012 (
Urk.
10/61), dass wahrscheinlich die Problematik
im Rahmen
einer
Hüftkopfnekrose im Vor
dergrund stehe.
Mit
Bericht vom
9.
März 2012 (Urk.
10/64)
bezeichnete
der Hausarzt der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
G._
, Innere Medizin FMH,
den bisherigen Verlauf als gut und hielt fest
, die Wiederaufnahme der Arbeit
sei
seit dem
1.
Januar 2012
zu 100
%
vorgesehen und die Beschwerdeführerin
habe sich
beim RAV
an
gemeldet
. Demnächst werde wahrscheinlich die Entfernung des
Osteosynthesematerials
notwendig.
3.4
Bei
am 3
0.
Oktober 2012
bestätigter
Femurkopfnekrose
links (
Urk.
10/69)
und
gegenüber
Dr.
G._
weiterhin geklagten Schmerzen bei Belastung des oberen Sprunggelenkes (
Urk.
10/75) erfolgte am 2
7.
Februar 2013 erneut eine
kreis
ärztliche
Untersuchung (
Urk.
10/80).
Prof.
Dr.
E._
erhob unverändert eine geringe Bewegungseinschränkung und eine
geringgradig
ausgeprägte
Belas
tungsintoleranz
des rechten oberen Sprunggelenks. Wie bereits anlässlich der ersten Untersuchung dargelegt
,
seien die noch immer geklagten starken Schmerzen, welche
sich beim Gehen verstärkten, aber auch
nachts auftreten würden, bei
klinisch und radiologisch im Wesentlichen unauffälligen
Befund nicht nachvollziehbar.
Z
wischenzeitlich
hätten sich
keine funktionellen Verän
derungen mehr ergeben und die Beschwerdeführerin habe mitgeteilt, dass kurz- bis mittelfristig von der Entfernung der Metalle abgesehen werde. Mithin sei der Endzustand erreicht
und weitere Therapiemassnahmen nicht mehr erforderlich, da hiervon keine relevante Verbesserung mehr zu erwarten sei. Schliesslich fehle es an den Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung. Prof.
Dr.
E._
hielt unter Nennung des bereits in der Voruntersuchung erstellten Zumutbarkeitsprofils
(E.
3.2)
erneut fest,
in einer leichten körperlichen Tätigkeit
bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/80 S. 5).
4.
4.1
Soweit die Beschwerdeführerin Ausführungen zur Anordnung von (Gerichts)Gutachten machen lässt (
Urk.
1 S. 5-6), ist nicht erkennbar, weshalb sie die dem Entscheid der Beschwerdegegnerin zugrunde gelegten Beurteilungen von Kreisarzt Prof.
Dr.
E._
als nicht beweiswertig erachten so
llte, bezeichnet sie doch einerseits die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten als „schlüssig“ (
Urk.
1 S. 4), hält aber andererseits die Beurteilung des Kreisarztes für „sehr summarisch und zur Beurteilung ungenügend“ (
Urk.
1 S. 7)
, ohne sich
hierzu
konkret
vernehmen zu lassen. Angesichts der Aktenlage, die einen regelrechten Heilungsverlauf (E 3.1) bis zur völligen Konsolidierung der Fraktur (E. 3.2) nachzeichnet, ergibt sich denn auch keinerlei Anlass, die
nach umfas
sender Untersuchung nachvollziehbar begründete
Beurteilung von Kreisarzt Prof.
Dr.
E._
in Frage zu stellen.
Dies umso weniger, als nunmehr eine nicht unfallkausale Beeinträchtigung im Vordergrund zu stehen scheint und selbst der Hausarzt der Beschwerdeführerin
ab Januar 2012
eine Tätigkeit zu 100
%
für möglich erachtet hatte (E. 3.3).
Dass die Beschwerdegegnerin
ihrem Entscheid
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zugrunde gelegt hat, ist damit nicht zu beanstanden.
4.2
Desgleichen vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Einwendungen gegen die Festsetzung des Invaliditätsgrades (E. 1) nicht
durchzudringen.
Die Beschwerdegegnerin
setzte
das
Valideneinkommen
gestützt auf die Anga
ben der früheren Arbeitgeberin fest
(
Urk.
10/87)
. Danach hätte
die Beschwerde
führerin
- wie auch eine Arbeit
nehmerin mittleren Alters (Urk.
10/85) -
im Jahre 2013 ein monatliches Einkommen von
Fr.
4‘570.--
und unter Berücksichtigung einer monatlichen Wäschezulage von
Fr.
20.--
ein jährliches
Einkommen (x 12) von Fr. 55‘
080.-- erzielt (
Urk.
10/74
; vgl. auch Schadenmeld
ung vom 1
8.
März 2011,
Urk.
10/1
sowie
Urk.
10/23
).
Sodann stützte sich die
Beschwerdegegnerin
unter Berücksichtigung sämtlicher von der Rechtsprechung an einen
Einkom
mensvergleich
gestützt auf DAP-profile aufgestellten Voraussetzungen (
BGE 129 V 472, BGE 139 V 592) zur Ermittlung des Invalideneinkommens
auf
die DAP-Profile Nr.
405522, 4774, 6113, 9977 und 8321 (
Urk.
10/81), welche mit den der Beschwerdeführerin verbleibenden unfallkausalen Einschränkungen vereinbar sind (vgl. E. 3.2)
,
und
ermittelte
aufgr
und der berücksichtigten
Lohn
an
g
a
ben
ein hypothetisches
Einkommen von
Fr.
58‘090.--
für das Jahr 201
3.
Dieses Vorgehen gibt
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
zu keiner Beanstandung Anlass
.
So mangelt es nicht bloss an gewichtigen Hin
weisen dafür, dass die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin nicht korrekt wären,
sondern
auch an
nachvollziehbaren
Darlegungen der
Beschwerdeführe
rin
,
weshalb von anderen
Vergleichszahlen
auszugehen
sei
. Mithin hat
die Beschwerdegegnerin zu Recht einen anspruchsbegründend
en Invaliditätsgrad verneint
.
4.3
S
chliesslich
hat Kreisarzt
Prof.
Dr.
E._
in Anbetracht der sowohl klinisch als auch radiologisch im Wesentlichen unauffälligen Befunde das Vorliegen
eines
Integritätssch
adens
nachvollziehbar verneint (E. 3.4). Die
Beschwerdeführerin
vermag daher
mit ihrem Antrag auf Ausrichtung einer Integritätsentschädigung n
icht durchzudringen, bedarf es hierfür doch einer erheblichen Schädigung, welche
sich
augenfällig oder stark beeinträchtigend auswirkt (E. 2.3). Hieran fehlt es vorliegend offenkundig.
4.4
Endlich ist die Beschwerdeführerin auf
Art.
19 UVG zu verweisen, wonach der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen
(
Heilbe
handlung und Taggeld
)
abzuschliessen hat, sofern von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des - unfallbedingt beein
trächtigten - Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind
(E. 2.1)
.
Weder stehen bei der im Juni 2013 in den Ruhestand getretenen Beschwerdeführerin Eingliederungsmassnahmen zur Diskussion, noch wäre von weiteren medizinischen Massnahmen eine relevante Verbesserung zu erwarten (E. 3.4). Davon abgesehen, dass ihr die Beschwerdegegnerin die Übernahme der Kosten für
weiterhin notwendige
Schmerzmittel sowie
die
Materialentfernung zugesichert hat (
Urk.
10/84), besteht kein Anspruch auf Übernahme der Kosten für weitere Heilbehandlungen.
5
.
Zusammenfassend erweist sich der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom
4.
September 2013 in allen Teilen als rechtens, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.