Decision ID: 802c6dfc-af3a-455d-80ea-f717053eb4b2
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
ist seit 1999 als
selbständigerwerbender
Maurer tätig und
meldete sich am 1
2.
Januar 2012 bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2
Ziff.
5.4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2
8.
Januar 2013 ab (
Urk.
8/31). Das hiesige Gericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom
7.
Juni 2013 im Verfahren Nr. IV.2013.00218 (
Urk.
8/47) gut und wies die Sache zu ergänzenden medizinischen und erwerbli
chen Abklärungen an die IV-Stelle zurück (S. 7 ff. E. 4).
1.2
Die IV-Stelle holte daraufhin unter anderem ein
bidisziplinäres
Gutachten ein, das
von
Dr.
med.
Dr.
sc. nat. ETH
Y._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie
,
am
3.
April
(
Urk.
8/75)
und von PD Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
am
15.
April
(
Urk.
8/77)
sowie von beiden am
1
6.
April
2014
(
Urk.
8/78) erstattet wurde.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
8/
98,
Urk.
8/102,
Urk.
8/111) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom
1
7.
Dezember
2014 bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
eine Viertelsrente ab Juli 2012 zu (
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
6.
Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
7.
Dezember
2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze, eventuell eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S.
2
Ziff.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5.
März 2015 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingaben vom 2
5.
August 2015 (
Urk.
10) und 1
1.
November 2015 (
Urk.
15) machte der Beschwerdeführer geltend, auf das eingeholte rheumatologische Gutachten könne aus näher dargelegten Gründen nicht abgestellt werden
. Dies
wurde
der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12
,
Urk.
17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mens
entwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden aus
gegli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
tur
erhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.4
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewe
se
nen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im Gesundheitsfall seine nicht einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
ent
löhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der
Gesund
heitsbeeinträchtigung
ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kur
zen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Validenein
kommens
darstellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständi
gen Erwerbs
tätigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe
Abschrei
bungsquote
auf Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind. Wenn sich hingegen der Versicherte, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beein
trächtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des
Valideneinkommens
massgebend, selbst wenn besser
entlöhnte
Erwerbsmög
lichkeiten bestanden hätten. Das Bundesgericht hat denn auch eine Paralleli
sierung der Einkommen bei selbständig Erwerbenden in der Regel abgelehnt (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 2
9.
März 2012 E. 4.4 mit Hinwei
sen auf
BGE 135 V 58
E. 3.4.6-7).
1.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
7
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vor
gesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nach
gewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangen
heit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abge
stellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den
Arztgutach
ten
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1, 120 V 357 E. 3).
1.
8
Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Abhängigkeit führen nach gefestig
ter Rechtsprechung der regelmässige
Beizug
eines Gutachters oder einer Begutachtungsinstitution durch den Versicherungsträger, die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich allein genommen nicht zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3; Urteile des
Bundesgericht
s 9C_113/2012 vom 1
4.
März
2012 E. 2.1,
8C_702/2011 vom
8.
Februar 2012 E. 5.1,
8C_509/2008
vom
4.
Februar 2009
= SVR 2009 UV Nr. 32 E. 6; 9C_67/2007
vom 2
8.
August 2007
= SVR 2008 IV Nr. 22 E. 2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2
Begrün
dung
) davon aus,
gemäss dem eingeholten Gutachten sei dem Beschwerdeführer eine - näher umschriebene - behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zu
mutbar (S. 2). Sie stützte sich für die Festlegung des Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne der LSE, wovon sie einen Abzug von 20
%
vornahm (S. 2 f.)
,
und
ermittelte
das
Valideneinkommen
ausgehend von den Geschäftsabschlüssen der Jahre 2006 bis 2010 (S. 2 Mitte), womit ein Invaliditätsgrad von 41
%
resul
tierte (S. 3 oben).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), das Gutachten leide an bestimmten Mängeln (S. 5 ff.
Ziff.
1 ff.), weshalb darauf nicht abzustellen sei (S. 14
Ziff.
10). Ferner äusserte er sich
zum
Validenein
kommen
(S. 15
Ziff.
13 f.) und zum Invalideneinkommen (S. 15 f.
Ziff.
15)
.
In einer ergänzenden Eingabe (
Urk.
15) machte er gelten
d,
die Gutachterin
Dr.
Y._
sei angesichts des hohen Auftragsvolumens
der
Beschwerdegeg
nerin wirtschaftlich von dieser abhängig (S. 2 f.
Ziff.
2). Dass die Beschwerde
gegnerin rund 70
%
der Aufträge für rheumatologische Gutachten an
Dr.
Y._
vergebe, sei klar ergebnisorientiert und sei analog der in BGE 137 V 210 beurteilten Konstellation zu behandeln (S. 4 f.
Ziff.
6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob
auf
das von der Beschwerdegegnerin einge
holte Gutachten abgestellt werden kann, und wie es sich m
it der Arbeitsfähig
keit, dem
Valideneinkommen
und dem Inv
alideneinkommen verhält.
3.
3.1
Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, diagnosti
zierte in seinem Bericht vom 10. Januar 2012 (Urk.
8
/7/7-8
=
Urk.
8/9/6-7
) eine massive
Varusgonarthrose
und Knieinstabilität rechts sowie eine mässige
Varusgonarthrose
links (S. 1 unten). Er führte aus, dass der Beschwerdeführer eine Gonarthrose beidseits habe und
dass
rechts ein Status nach einem Unfall 1985 mit
Teilmeniskektomie
medial und konservativ behandelter VKB-Ruptur vorliege. Wegen seines Kniegelenkes habe er sich aber immer mehr schonen müssen und habe weniger Aufträge annehmen können (S. 1 Mitte). Seit einem
Jahr sei die Belastbarkeit der Kniegelenke, insbesondere des rechten Kniegelen
kes, deutlich zurückgegangen, und der Beschwerdeführer habe als selbständiger Handwerker einen Verdienstausfall von 50 % erlitten (S. 1 unten).
Mit Schreiben vom 30. Januar 2012 führte Dr.
A._
aus, dass der Beschwerde
führer aus seiner Sicht in angestammter Tätigkeit noch zu 50 % arbeitsfähig sei; in einer die Kniegelenke wenig und wechselnd belastenden Tätigkeit wäre er wohl zu 100 % vermittelbar
(Urk.
8
/7/6
=
Urk.
8/9/5
).
3.2
Dr. med.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Me
dizin, führte in ihrem Bericht vom 10. Februar 2012 (
Urk.
8/
8) aus, dass sie den Beschwer
deführer seit dem 2
9.
April 2011 behandle (
Ziff.
1.2) und nannte als Diagnose
eine schwere Gonarthrose rechts bei einem Status nach Unfall 1985 mit
Knie
arthroskopie
und medialer
Teilmeniskektomie
und Befund eines Kreuzbandrisses (Ziff. 1.1). Aufgrund des Unfalles sei es zunehmend zu einer degenerativen Ver
änderung mit schwerem Knorpelschaden im Sinne einer Arthrose gekommen, und auch das linke Knie sei inzwischen beeinträchtigt; es handle sich um eine chronisch progrediente Erkrankung (Ziff. 1.4). In seiner angestammten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit 1. Januar 2011 bis auf wei
teres zu 50 % arbeits
unfähig, und er benötige regelmässig stunden- oder tage
weise Pausen, damit sich die Reizung im Knie wieder beruhige (Ziff. 1.6
1.7).
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt
für Chirurgie sowie
für
Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
nannte in seiner orthopädi
schen Beurteilung vom 15. Februar 2012
(
Urk.
8/9/2-3)
die bereits bekannten Diagnosen und führte aus, die Beschwerden hätten seit einem Jahr deutlich zugenommen, und der Beschwerdeführer habe als Handwerker einen Arbeits
ausfall von 50 % erlitten
(S. 1 Mitte)
. Der Befund der Gonarthrose rechts sei fortge
schritten, sodass eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % als selb
ständiger Handwerker nachvollziehbar sei. Die jetzt vorliegende Gonarthrose sei vor allem die Folge des schweren Kniegelenksunfalls von 1985 mit dem damals zugezo
genen Meniskusschaden der vorderen Kreuzbandläsion mit seither beste
hender Instabilität, die schon 2002 zu deutlichen
Vorveränderungen geführt habe (S. 1
).
3.4
Ein MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 7. März 2012 (
Urk.
8/43
; vgl.
Urk.
8/75/58-59
) ergab folgende Beurteilung (S. 2 oben):
lumbosakrale
Übergangsanomalie mit partieller
Sakra
lisation
von LWK5
bei Th12-L2
geringe degenerative Bandscheibenveränderungen
L2-L4:
leichte
Osteochondrosen
und dorsale
Diskusprotrusionen
bei L3/4
leichte
Spondylarthrosen
, kei
ne Einengung des Spinalkanals
b
ei L4/5 schwere
Spondylarthrosen
mit
Pseudospondylolisthesis
um 4 mm so
wie
mässiggradige
Osteochondrose
,
konsekutiv leichte
foraminale
Ste
nosen beidseits
3.5
Dr.
B._
führte in ihrem Bericht vom 2
6.
Februar 2013 aus, der Beschwerde
führer leide (auch) an einem chronischen
Lumbovertebralsyndrom
mit degenerativen Veränderungen der LWS. In ihrem Bericht vom Februar 2012 (vorstehend E. 3.2) sei dies unerwähnt geblieben, weil damals noch Abklärun
gen im Gange gewesen seien und die definitive Diagnose noch nicht festgestan
den habe. Ihres Erachtens sollte unter Einbezug der von ihr genannten Befunde noch einmal eine Überprüfung stattfinden (
Urk.
8/42).
3.6
Ein Röntgen des Beckens vom
1
9.
Juli 2013
ergab als Befund eine
Koxarthrose
beidseits mit
subchondraler
Mehrsklerosierung
des
Acetabulumdaches
und
eine
ausgeprägte rechtsbetonte Gelenkspaltverschmälerung
mediobasal
; keine frische
ossäre
Läsion; achsengerechte Stellung (
Urk.
8/75/60).
3.7
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurochirurgie, führte in seinem Bericht vom
1
8.
Oktober 2013
(
Urk.
8/50) unter anderem aus,
klinisch neurologisch imponiere ein
e
linksseitige
Peronaeus
-Parese 4/5 und beidseits ein
hochpatho
logischer
, bei 40° schmerzhafter
Lasègue
(S. 2 oben). N
ach erfolgter Untersu
chung, ausführlicher Besprechung mit dem Patienten und einer Konsultation mit
Dr.
A._
(vorstehend E.
3.1) könne er bestätigen, dass der Beschwerde
führer seit dem
1.
Januar 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Eine operative Therapie müsse sich zwingend anschliessen (S. 2 Mitte). Inwieweit eine körper
lich leichte Tätigkeit unterhalbschichtig bis halbschichtig, also 3
5
Stunden mit Pausen, ausgeübt werden könne, könne frühestens 1 Jahr nach erfolgter Opera
tion beurteilt werden (S.
2 unten).
3.8
Ein Röntgen der LWS vom
1.
April 2014
ergab als Befund eine eingeschränkte
Reklination
und Inklination mit fixierter minimaler
Anterolisthesis
Grad I von L4 gegenüber L5 ohne Nachweis einer pathologischen
Listhesis
(
Urk.
8/75/52).
Eine Sonographie der Schulter beidseits vom
1.
April 2014 ergab rechts den Nachweis einer Bursitis und links den Verdacht auf Längsriss in der langen
Bizepssehne
bei insgesamt erhaltener Kontinuität der Sehne (
Urk.
8/75/53).
Ein Röntgen des Beckens mit Hüfte beidseits vom
1.
April 2014 ergab nur
gering
gradige
degenerative Veränderungen, beidseits weitgehend erhaltene Hüftgelenksspalten, linksseitig angedeutet verschmälert, einen nur diskreten
Osteophytenkranz
an den
Femurköpfen
, und
Tendopenostosen
loco
typico
(
Urk.
8/75/1-50 S. 33 oben).
3.9
Dr.
Y._
erstattete am
3.
April 2014 ein internistisch-rheumatologisches Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/75/1-50).
Sie stützte sich
auf die ihr überlassenen und weitere von ihr eingeholte Akten (S. 5 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers (S. 35 f.) und die von ihr anlässlich der Unter
suchung vom 2
4.
März 2014 erhobenen Befunde (S. 37 ff.).
Die Gutachterin nannte die folgenden rheumatologischen Diagnosen mit Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 43
Ziff.
9.1):
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden beider Knie bei
rechts: mässiger medialer Gonarthrose und schwerer
Femoropatellar
-Arthrose (Röntgen April 2014) bei
Status nach drei Unfällen (1985, 1987, 2002) mit Meniskusläsionen und Ruptur des vorderen Kreuzbandes mit
Arthroskopie am 1
6.
November 1987 mit medialer Korbhenkel-Re
sektion und
Arthroskopie am 1
9.
Dezember 2002 mit
Débridement
links: leichter bis mässiger medialer Gonarthrose und leichte
Femoro
pa
tellararthrose
(Röntgen April 2014)
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS bei
kongenitaler
lumbosakraler
Übergangsanomalie mit
Hemisakralisation
von LWK 5 rechts und Ausbildung eines
Nearthros
L5/S1 rechts mit fixierter minimaler
Anterolisthesis
Grad I von L4 gegenüber L5 ohne pathologische
Listhesis
mit stabilen Verhältnissen (funktionelles Röntgen
April
2014) und
leichten bis mässigen multisegmentalen degenerativen Veränderun
gen mit beginnenden
foraminalen
Stenosen mit fraglichen Reizungen der austretenden Nervenwurzel
n
ohne Kompression
bildgebend seit zwei Jahren im wesentlichen konstant
MRI April 2014 gegenüber MRI März 2012
ohne
radikuläre
Zeichen
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden beider Schultern bei
rechts: leichte
Omarthrose
und Bursitis
subdeltoidea
sowie kleinsten Verkalkungen im Ansatz der
Subscapularis
-Sehne und Einriss der
Supraspinatus
-Sehne bei erhaltener Kontinuität
Röntgen und Sonographie April 2014
links: leichte
Omarthrose
mit Verdacht auf Längsriss der langen
Bizeps
sehne
bei sonst intakter
Rotatoren
m
anschette
Röntgen und Sonographie April 2014
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte die Gut
achte
rin eine Adipositas Grad I, eine arterielle Hypertonie mit medikamentöser The
rapie, ein leicht erhöhtes
glykolisiertes
Hämoglobin (HbA
1
)
, eine Hyper
choleste
rinämie und einen Vitamin D-Mangel (S. 43
Ziff.
9.2).
Betreffend Arbeitsfähigkeit führte die Gutachterin aus, die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers werde durch die eingeschränkte Funktion beider Schul
tern, beider Knie und der LWS
limitiert
(S. 4
6
Mitte). Gemäss den Standards der
Swiss Insurance
Medicine
(SIM) hätten diese Einschränkungen folgende Aus
wirkungen:
Schultergelenk: mögliche Limitierungen in der Positionierung der
Hand im Raum oder beim Einsatz der Hand über Brust-/Schulter-Kopfniveau
; oft Einschränkung der Fähigkeit, Leitern und Gerüste zu besteigen und auf solchen zu arbeiten; mögliche Behinderungen beim Manipulieren (Heben und Tragen) von Lasten, insbesondere körperfern (S. 46)
Kniegelenk: mögliche Einschränkungen für das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Arbeiten in kauernder, kniender oder (bedingt) ste
hender Position sowie das Gehen in unebenem Gelände, längeres Abwärts
gehen und Hinunterspringen; meist keine Einschränkung für wechselbelastende Tätigkeiten und für im Sitzen zu verrichtende Tätig
keiten ohne Zwangshaltung für das betroffene Bein (z.B.
Pedalbe
dienung
) respektive genügender Beinfreiheit für Spontanbewegungen (S.
46 unten)
Rücken: unterschiedliche Auswirkung auf die Fähigkeit, häufig Lasten ohne Hilfsmittel zu heben und zu tragen; längeres Verharren in
vorn
übergeneigter
Haltung - stehend oder sitzen - zu vermeiden; unerwar
tete, asymmetrische Lasteinwirkungen auszuschliessen; wechselbe
lastende Tätigkeiten eher günstig (S. 47 oben).
Der Beschwerdeführer könne Lasten bis zu 12.5 kg heben oder tragen (leichtes bis knapp mittelschweres Belastungsniveau); eine Tätigkeit, die diesem Profil entspreche, könne der Beschwerdeführer zu 100
%
ausüben (S. 47 oben).
In der angestammten Tätigkeit im eigenen Einmannbetrieb im Baugewerbe mit Arbeit als Maurer, Hafner beziehungsweise Plattenleger bestehe ein nicht ange
passter Teilbereich
, den der Beschwerdeführer nicht mehr ausüben könne. Als Hausmann bestehe im Haushalt keine Arbeitsunfähigkeit; bei schweren Tätig
keiten helfe die Ehefrau (S. 47 Mitte).
Ferner führte sie unter anderem aus, dass sie die Einschätzungen durch
Dr.
A._
im Januar 2012 (vorstehend E. 3.1) und durch den SUVA-Kreisarzt
Dr.
E._
im Mai 2012 teile. Zur Einschätzung durch
Dr.
D._
im September 2013 (vorstehend E. 3.
7
)
führte sie aus, sie habe keine
Peronaeus
-Parese fest
stellen können und der
Lasègue
sei beidseits normal gewesen. Vor und nach
Dr.
D._
habe kein anderer Arzt die von ihm genannten
lumbo-radikulären
Ausfälle festgestellt. Auch überrasche, dass
Dr.
D._
den Exploranden ange
sichts einer solch rapiden Verschlechterung nicht hospitalisiert habe
(S. 49
Ziff.
12.4).
3.10
PD
Dr.
Z._
erstattete am 1
5.
April 2014 ein psychiatrisches Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/77).
Er stellte weder Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit noch solche ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7
Ziff.
4).
3.11
Dr.
Y._
und PD
Dr.
Z._
erstatteten am 1
6.
April 2014 eine
bidiszipli
näre
Zusammenfassung
. Als Diagnosen nannten sie die im rheumatologischen Teilgutachten aufgeführten. Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, der Beschwer
deführer könne eine angepasste Tätigkeit, die Knie-, Schulter- und LWS-scho
nend sei, zu 100
%
ausüben (
Urk.
8/78).
3.12
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neurochirurgie, nannte in seinem Bericht vom
1
2.
August 2014
(
Urk.
8/101) über die gleichentags erfolgte Untersuchung als Diagnose ein Wurzelreizsyndrom L5 und S1 bei
osteoligamentärer
und zystischer und
ligamentärer
Rezessus
spinalis
-Stenose L4/5 und
lumbosakral
(S.
1 Mitte). Er führte - bezugnehmend auf ein MRT der LWS vom
7.
März 2014 - unter anderem aus, im bildmorphologischen Vergleich 2012 zu 2014 fänden sich eine deutliche Verschlechterung des drittletzten freien Segmentes bei ange
nommener Übergangsstörung im Sinne eines
lumbalisierten
Os
sacrum
1 (also L4/5 auf der linken Seite) sowie ein Status idem im Bereich des
lumbosakralen
Segments, ferner - ohne klinische Konsequenz - bildmorphologische Kriterien einer Instabilität im Bereich aller vier unteren Segmente (S. 2 Mitte). Betreffend Therapieempfehlung führte er aus, abhängig vom Leidensdruck des Patienten könnte man die
kompressiv
wirkenden Strukturen problemlos operativ befreien (S. 1 Mitte). Der Patient möchte sich erst zu einer Operation entschliessen, wenn die Schmerzen wiederum ein Ausmass angenommen hätten, dass er damit letzt
lich bezüglich seiner Lebensqualität nicht mehr zurechtkomme (S. 2 unten).
3.13
Dr.
Y._
führte in ihrer Stellungnahme vom
1
6.
Oktober 2014
aus, sie
habe
keine wesentliche Veränderung zwischen der MRI-Untersuchung vom März 2012 und jener vom April 2014 festgestellt. Die von
Dr.
F._
postulierte Instabilität der vier unteren Segmente sei in der funktionellen Röntgenuntersu
chung vom
1.
April 2014 - die
Dr.
F._
vermutlich nicht kenne - ausge
schlossen
worden
. Sie habe deshalb keine Veranlassung, ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu ändern (
Urk.
8/108/1 =
Urk.
8/110)
.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer machte geltend, auf das rheumatologische Gutachten könne schon deshalb nicht abgestellt werden, weil die Gutachterin von der Beschwerdegegnerin wirtschaftlich abhängig und deshalb befangen sei (
Urk.
15).
Dieser Standpunkt findet in der
-
soweit ersichtlich konstanten
-
bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts (vorstehend E. 1.
8
) keine Stütze, weshalb ihm nicht zu folgen ist.
4.2
Weiter wurde in der Beschwerde (
Urk.
1) am genannten Gutachten kritisiert, auf die sogenannte
Bioimpedanz-Analyse Bezug nehmende Aussagen gehörten nicht in ein seriöses Gutachten
(S. 5
Ziff.
1)
, der Hinweis der Gutachterin auf
Gebrauchsspuren
an den
Fingerkuppen
seien „für die Beurteilung der medizini
schen Situation des Beschwerdeführers ohne jede Relevanz“
(S. 6
Ziff.
2)
, die
Arbeitsfähigkeit
sei
schematisch nach
den
SIM
-Empfehlungen
(S. 6
Ziff.
3) statt individuell (S. 7
Ziff.
4)
umschrieben worden, im Gutachten werde das Zusam
menspiel verschiedener
Beschwerden an mehreren Körperpartien
vollkommen vernachlässigt
(S. 7 f.
Ziff.
5)
, die Beurteilung der Röntgenbefunde des Beckens im April 2014 als altersentsprechend stehe zu jener im Juni 2013 (vgl. vorste
hend E. 3.6) im Widerspruch
(S. 8
Ziff.
6)
und die Gutachterin habe zu
früheren Beurteilungen
nur
selektiv
Stellung genommen
(S. 8 ff.
Ziff.
7)
.
4.3
Der Beschwerdeführer stellte mithin nicht Abrede, dass das genannte Gutachten für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist. Er machte sinngemäss sogar geltend, es basiere auf allzu umfassenden Abklärungen (Bioimpedanz) und Beobachtungen (Fingerkuppen-Gebrauchsspuren). Dass die Gutachterin die ihr verfügbaren Elemente auch dafür nutzt
e
, ihre Angaben bezüglich der zu vermutenden effek
tiven körperlichen Leistungsfähigkeit des Exploranden zu begründen, dürfte jedoch schwerlich als Mangel taxiert werden, so dass diese Kritikpunkte als nicht stichhaltig entfallen und das Gutachten die genannten praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.6) erfüllt.
Inwieweit auch die gezogenen Schlussfolgerungen (auf welche die übrigen
Kritik
punkte
zielen) nachvollziehbar sind, ist Gegenstand der vorliegenden Beurteilung. Jedenfalls ergibt sich alleine daraus, dass der Beschwerdeführer mit ihnen nicht einverstanden ist, noch kein Begründungsmangel.
4.4
In der
bidisziplinären
Beurteilung (vorstehend E. 3.11) wurde eine volle Arbeitsfä
higkeit für eine angepasste, Knie-, Schulter- und LWS-schonende Tätigkeit attestiert. Im rheumatologischen Gutachten (vorstehend E. 3.9) wurde unter Verwendung der SIM-Standards näher umschrieben, was unter
Knie-, Schulter- und LWS-schonende
r
Tätigkeit
zu verstehen ist
,
sowie eine Hebe- und
Traglimite
von 12.5 kg spezifiziert.
Das so gezeichnete Belastungsprofil für Tätigkeiten mit voller Arbeitsfähigkeit ist hinreichend bestimmt und individualisiert und
ist
für die Belange der Rechtsanwendung, namentlich mit Blick auf die Bestimmung des hypotheti
schen Invalideneinkommens
, verwendbar.
Vor diesem Hintergrund ist auch nicht ersichtlich, inwiefern dem geltend gemach
ten Zusammenspiel verschiedener Beschwerden nicht Rechnung getra
gen worden sein sollte, und weshalb die Gutachterin den 2014 aktuellen
Rönt
genbefund
bezüglich der Hüfte einlässlicher hätte kommentieren sowie frühere Arztberichte noch vertiefter, nämlich im beschwerdeweise geltend gemachten Umfang, hätte diskutieren sollen.
4.
5
Zusammenfassend ergibt sich, dass das eingeholte Gutachten alle
praxisgemäs
sen
Kriterien (vorstehend E. 1.6) erfüllt, so dass darauf abzustellen ist.
Demnach ist der Sachverhalt dahingehend erstellt, dass für
Knie-, Schulter- und LWS-schonende Tätigkeit
en mit bis zu einer
Hebe- und
Traglimite
von 12.5 kg
eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.
5.
5.1
Die Ermittlung des
Valideneinkommens
betreffend wurde im Urteil von 2013 (
Urk.
8/47)
unter anderem
ausgeführt, die 2003 bis 2007 erzielten Einkommen dürften nicht unberücksichtigt bleiben (S. 8 f. E. 4.2).
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das
Valideneinkommen
sodann, indem sie die „Geschäftsresultate der letzten 5 Jahre vor Erkrankung“, mithin der Jahre 2006 bis 2010, verwendete
, was einen Durchschnitt von
Fr.
83‘679.-- ergab
(
Urk.
8/96 S. 1 Mitte).
5.2
Nach nochmaliger Würdigung der Arztberichte von Januar und Februar 2012 (vorstehend E. 3.1-3), in denen übereinstimmend festgehalten wurde, die Beschwerden hätten vor rund einem Jahr zugenommen
, resultierend in e
ine
r
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(ab Januar 2011), ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Einkommen bis 2010 in ihre Berechnung mit einbe
zogen hat. Dies wird auch durch die Angabe im Abklärungsbericht vo
n
2012 (
Urk.
8/14) gestützt, wonach die Ehefrau des Beschwerdeführers 2008 eine Stelle angetreten habe, weil die Kinder
ält
er geworden waren, was wiederum den nötigen finanziellen Spielraum für eine
Pensumsreduktion
des
Beschwerde
führers auf 80
%
geschaffen habe (S. 7 unten). Die beschwerdeweise vorge
brachte Version, die Ehefrau habe ihr Pensum erhöhen müssen, um für den
gesundheitlich reduzierten - Beschwerdeführer einzuspringen (
Urk.
1 S. 15
Ziff.
14)
,
findet dagegen in den Akten keine Stütze.
Zu berücksichtigen sind jedoch - dem Urteil
von 20
13 folgend
-
zusätzlich
die 2003
bis 2005 erzielten
Einkommen
, mithin laut Abklärungsbericht
Fr.
94‘000.--,
Fr.
112‘200.-- und
Fr.
137‘900.-- (
Urk.
8/14 S. 6).
Damit resultiert ein
Valideneinkommen
von
Fr.
95‘312.-- (5 x
[
Fr.
83‘679.-- +
Fr.
94‘000.--
+
Fr.
112‘200.--
+
Fr.
137‘900.-- =
Fr.
762‘495.--
]
: 8).
5.
3
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalideneinkommen ausgehend vom Tabellenlohn für Hilfsarbeiter, wovon sie einen Abzug von 20
%
vornahm, womit
Fr.
49‘421.-- resultierten (
Urk.
8/96 S. 1 f.).
Beschwerdeweise wurde geltend gemacht, es sei der maximale Abzug von 25
%
angebracht (
Urk.
1 S. 15 f.
Ziff.
15).
Die dafür angeführten Gründe vermögen jedoch nicht zu überzeugen. So
führt
das (relativ)
fortgeschrittene
Alter nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4 sogar eher lohnerhöhend auswirkt. Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als
invali
ditätsfremder
Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/201
3 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.3).
Dass die langjährige Selbständigkeit bei einer Anstellung im gewählten Tabellenlohnsegment einen Nachteil darstel
len sollte, der eine Erhöhung des Abzugs von 20
%
auf 25
%
rechtfertigen könnte, ist nicht nachvollziehbar.
Schliesslich trifft wohl zu, dass Einschrän
kungen bezüglich mehrerer Körperpartien bestehen, und dass diese vorwiegend degenerativer Art sind. Warum dies jedoch einen Abzug von 25
%
statt 20
%
rechtfertigen sollte, ist weder ersichtlich noch dargelegt worden.
Somit hat es mit dem von der Beschwerdegegnerin gewährten Abzug von 20
%
sein Bewenden und das Invalideneinkommen ist mit
Fr.
49‘421.-- einzusetzen.
5.
4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
95‘312.-- (vorstehend E. 5.
2
) und einem Invalideneinkommen von
Fr.
49‘421.-- (vorstehend E. 5.
3
) beträgt die
Einkom
menseinbusse
Fr.
45‘891.--, was einen Invaliditätsgrad von rund 48
%
ergibt.
Ausgewiesen ist somit der Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl.
Art.
28
Abs.
2 IVG).
5.
5
Mit der angefochtenen Verfügung wurde eine Viertelsrente
zugesprochen
, was sich nach erfolgter Prüfung als korrekt erweist.
Dies führt zur Abweisung der
gegen die Verfügung e
rhobenen Beschwerde.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerle
gen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Noëlle
Cerletti
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.