Decision ID: b2eb4296-0a04-547b-a09b-ff70a397a16c
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger islamischer Religionszugehörigkeit mit letztem Wohnsitz in Istanbul, verliess  Heimatstaat gemäss eigenen Angaben am 20. Dezember 2004 und gelangte über Mazedonien und andere ihm unbekannte Länder am 2. Januar 2005 illegal in die Schweiz, wo er am 4. Januar 2005 um Asyl nachsuchte. Die summarische Erstbefragung im  Kreuzlingen fand am 6. Januar 2005 und die direkte  am 13. Januar 2005 statt.
Zur Begründung seines Asylgesuches machte er im Wesentlichen , er habe sich in der Türkei für die DHKP-C (Revolutionäre -Front) politisch eingesetzt. Als Revolutionär und links ausgerichtete Person sei er von staatlichen Organen unter Druck  worden. Seit 1993 übe er Vereinstätigkeiten aus, welche weder legal noch illegal seien. Der Verein heisse THOD (Verein für  und Freiheit). Er habe an vielen Anlässen - namentlich an  und Versammlungen - teilgenommen. Deswegen sei er von der Polizei festgenommen und unter Druck gesetzt worden. Auf der  Abteilung der Sicherheitsdirektion sei er geschlagen worden. Er habe Todesdrohungen erhalten, seine Wohnung sei durchsucht und er sei sowohl zu Hause als auch auf der Strasse festgenommen . Im November 2004 seien drei Polizisten in sein Taxi eingestiegen, wobei einer von ihnen eine Waffen gezogen habe. Man habe ihm , dass er getötet werde, falls er sich weiter für den Verein politisch engagiere. Als die Polizisten das Taxi verlassen hätten, sei er von  beschimpft worden. Die Türkei habe er zusammen mit (...), welcher am Todesfasten beteiligt gewesen sei, verlassen. Er habe ihn oft in dessen Wohnung besucht, wobei er einmal festgenommen worden sei. Es sei ihm gesagt worden, er dürfe (...) nicht mehr besuchen; auch Todesdrohungen habe er erhalten. Solche Vorfälle seien häufig vorgekommen. Aus politischen Gründen sei er mehrere Male für einige Monate im Gefängnis gewesen. Insgesamt seien sieben bis acht Verfahren gegen ihn eröffnet worden, wobei die meisten mangels Beweisen mit einem Freispruch geendet hätten; die anderen Verfahren seien eingestellt worden. In den Jahren 2003 und 2004 sei er aufgrund seiner Tätigkeiten als Vereinsmitglied von der Polizei monatlich  worden, wobei er jeweils einige Tage festgehalten und geschlagen worden sei. Er habe die Falaka, Faust- und Knüppelschläge erhalten,
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sei jedoch nicht dem Gericht vorgeführt worden. Als er im Jahre 2002 in der Schweiz zu Besuch gewesen sei, habe er nicht an ein  gedacht, da die eigentlichen Behelligungen erst in den letzten beiden Jahren begonnen hätten. Er habe eigentlich bereits einige  früher ausreisen wollen, jedoch keinen Schlepper gefunden.
B. Mit Verfügung vom 14. Januar 2005 lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz. Das Bundesamt führte aus, seine Vorbringen würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) und an die  gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Des Weiteren erachtete das BFM den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und , so dass dem Beschwerdeführer eine Frist zur Ausreise aus der Schweiz gesetzt wurde.
C. Mit Beschwerde vom 14. Februar 2005 an die vormals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) liess der  durch seinen Rechtsvertreter beantragen, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft des  sei festzustellen und es sei ihm Asyl zu gewähren,  sei die Unzulässigkeit sowie die Unzumutbarkeit des  festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses unnd um die Ausrichtung einer angemessenen Parteientschädigung ersucht.
D. Mit Zwischenverfügung vom 28. Februar 2005 teilte der  der ARK dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abgewiesen; im Falle des  einer Fürsorgebestätigung innert Frist wurde jedoch ein  Befinden über das obgenannte Gesuch und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses in Aussicht gestellt. Das Gesuch
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um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs.2 VwVG wurde abgewiesen.
E. Mit Schreiben vom 14. März 2005 reichte das Schweizerische Rote Kreuz (Ennenda) eine Fürsorgebestätigung zu den Akten.
F. Am 31. März 2005 reichte die Vorinstanz aufforderungsgemäss ihre Vernehmlassung ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
G. Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 11. April 2005 an der Beschwerde fest.
H. Mit Schreiben vom 15. November 2006 wurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass die ARK durch das  ersetzt werde, welches seine Tätigkeit am 1. Januar 2007 aufnehme und die Beurteilung der in diesem Zeitpunkt bei den Vorgängerorganisationen hängigen Rechtsmittel übernehme.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
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1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem  oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten  die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit  Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck . Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft , wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere , die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden  im Wesentlichen aus, dass die Angaben des , wonach er sich in den Jahren 2003 und 2004 praktisch jeden Abend im Vereinslokal der THOD aufgehalten habe und dabei sehr oft festgenommen, geschlagen und bedroht worden sei, nicht glaubhaft
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seien. Ein tatsächlich oft festgenommener, mehrfach inhaftierter und bedrohter Mensch würde sich nicht ständig diesen Gefahren . Ebenso realitätsfremd und erfahrungswidrig sei die Tatsache, dass es der Beschwerdeführer unterlassen habe, sich wegen der geltend gemachten Festnahmen und Übergriffen einzelner, lokaler Polizisten an übergeordnete Behörden oder an einen Rechtsanwalt zu wenden. Ein derartiges Verhalten entspreche nicht dem einer tatsächlich  Person und wiederspreche der allgemeinen Lebenserfahrung. Zudem habe der Beschwerdeführer die Erfahrung gemacht, dass  Behörden durchaus korrekt handelten, seien doch die  Verfahren gegen ihn alle mit einem Freispruch oder einer  erledigt worden. Weiter wäre es dem  möglich gewesen, sich an einem anderen Ort in seinem  niederzulassen und sich so den lokalen Behörden zu entziehen. Gemäss konstanter schweizerischer Asylpraxis setze der Begriff der Flüchtlingseigenschaft einen in zeitlicher und sachlicher Hinsicht  engen Kausalzusammenhang zwischen Verfolgung und Flucht voraus. Den für den Zeitraum bis 2002 vorgebrachten Ereignissen  mit seiner jetzigen Ausreise aus dem Heimatland dieser zeitlich  Zusammenhang. Die eingereichten Beweismittel würden sich alle auf die Zeit vor dem Jahre 2002 beziehen, weshalb auf diese  nicht weiter einzugehen sei.
Ferner würden sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in den  mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der  vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohe. Weder die in seinem Heimatstaat herrschende politische  noch andere Gründe würden gegen die Zumutbarkeit der  in den Heimatstaat sprechen. Ausserdem sei der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch durchführbar.
4.2 In der Beschwerde wird der Argumentation der Vorinstanz  entgegengehalten: Die Verfolgungssituation des  sei bis heute aktuell. Es sei keineswegs so, dass der  für die Ereignisse vor seinem Besuch in der Schweiz im Jahr 2002 sachlich und zeitlich nicht genügend eng sei. Der  sei aufgrund seiner politischen Aktivitäten, welche ein  darstellen würden, in der Vergangenheit mehrmals  und auf grausame Weise gefoltert worden. Diese Verfolgung
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würde aufgrund der Aktivitäten des Beschwerdeführers für den THOD heute noch andauern. Den Ausschlag für die Nichtstellung eines  anlässlich seines Besuches im Jahre 2002 in der Schweiz sei die Ehre gewesen. In der Sache selbst hätte er sehr wohl Grund dafür gehabt. Wenn jemand vom Staat wegen seiner Ansichten immer  auf das Schärfste verfolgt und schwerer Folter ausgesetzt werde, sei es realitätsfremd und erfahrungswidrig, wenn die Vorinstanz , ein solches Opfer habe genug Vertrauen in den Verfolgerstaat, um an an der Unabhängigkeit der Justiz nicht zu zweifeln. Dass von den sieben oder acht Verfahren, welche der Beschwerdeführer habe durchmachen müssen, die meisten eingestellt worden seien oder mit einem Freispruch geendet hätten, könne aufgrund der vorangehenden Folterungen nichts daran ändern. Die Vorinstanz verkenne zudem, dass der Beschwerdeführer für seine politischen Ansichten während 25 Jahren eingestanden sei und sich vom türkischen Staat nicht habe einschüchtern lassen. Er sei aus Überzeugung Mitglied des THOD , da sich dieser Verein für die Menschenrechte einsetze. Es sei kritisch, aufgrund der Annahme eines möglichen  auf das Verhalten eines Einzelnen zu schliessen. Der  hätte bereits Anfang der Neunzigerjahre die Möglichkeit , aus der Türkei zu fliehen und in der Schweiz um Asyl . Seinem Bruder und seiner Schwester seien aufgrund der  Asyl gewährt worden, er jedoch habe es vorgezogen, sich  dem politischen Kampf in seinem Heimatland zu widmen. Es sei blauäugig zu glauben, dass jemand mit dem politischen Hintergrund des Beschwerdeführers ernsthaft die Möglichkeit gehabt hätte, sich an einem anderen Ort in der Türkei niederzulassen, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Die Behörden würden über landesweit  elektronische Datenbanken verfügen. Ein Untertauchen würde der Geheimpolizei oder ähnlichen Institutionen nicht entgehen.
Aus den erwähnten Gründen erscheine der Vollzug der Wegweisung in die Türkei unzulässig, die Menschenrechtslage in der Türkei habe sich noch nicht signifikant verbessert. Am 3. Februar 2005 sei die Türkei erneut vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wegen Verletzung von Art. 3 EMRK verurteilt worden und  Berichte würden zeigen, dass die Menschenrechtslage noch  dem europäischen Standard angepasst sei. Daher sei der Wegweisungsvollzug für den Beschwerdeführer auch nicht zumutbar. Er müsste hinsichtlich der inländischen Zufluchts- oder  in eine andere grössere Stadt ziehen, habe aber keinerlei
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Beziehungen zu anderen Personen in der Türkei. Auch müsste seine Familie ihre vertraute Umgebung abrupt verlassen und mit einer  Zukunft leben. Es ein soziales Beziehungsnetz, eine soziale Integration scheine an einem anderen Ort kaum möglich, und zudem verfüge der Beschwerdeführer nicht über die finanziellen Mittel für  Neuanfang.
4.3 Vorerst ist zur Verfolgungssituation Folgendes festzuhalten:  für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft ist der  des Asylentscheides, wobei zu prüfen ist, ob Furcht vor  besteht und begründet ist; dabei ist eine seit der Ausreise  Veränderung der Situation im Verfolgerstaat zu Gunsten und zu Lasten der asylsuchenden Person zu berücksichtigen ist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2005 Nr. 18). Dies bedeutet, dass die Furcht vor  im Zeitpunkt der Flucht aus dem Verfolgerstaat bestanden und bis zum Zeitpunkt des Asylentscheides angedauert haben muss oder (bei Nachfluchtgründen) später entstanden ist. Vom Bestehen der  Furcht im Zeitpunkt der Ausreise wird in der Regel , wenn zwischen einer erfolgten Verfolgungsmassnahme oder anderweitiger Kenntnisnahme einer Verfolgungsgefahr und der  ein zeitlicher und sachlicher Zusammenhang besteht. Nicht  ist der Kausalzusammenhang, wenn die Verzögerung der Ausreise auf entschuldbare (objektive oder subjektive) Gründe  ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 8). Des Weiteren wird eine nur in  Teil des Landes verfolgte Person, die sich in eine andere, sichere Region begeben kann, zufolge Bestehens einer innerstaatlichen Schutzalternative im Fall ihrer Ausreise aus dem Heimatland nicht zum Flüchtling. Die Anforderungen an die Effektivität des Schutzes vor  und mittelbarer Verfolgung, auf den der Asylsuchende hinsichtlich eines von den schweizerischen Asylbehörden konkret zu nennenden und zu überprüfenden Alternativaufenthaltes zählen kann, sind hoch. Die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsystems muss für den Schutzbedürftigen sodann auch  zumutbar sein (vgl. EMARK 2006 Nr. 18)
4.3.1 Übereinstimmend mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismitteln nichts zu dessen Gunsten abgeleitet werden kann. Diejenigen , welche ihn selber direkt betreffen - beispielsweise die  des Staatssicherheitsgerichts Istanbul vom 11. Februar 1991 -
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sind allesamt zu alt, um vorliegend die Flüchtlingseigenschaft  zu können. Und die zu den Akten gereichten Beweismittel  Datums - wie etwa der Turkey Country Report vom Oktober 2004 - beziehen sich nicht konkret auf den Beschwerdeführer, sondern auf die allgemeine Lage in der Türkei. Somit kann er die geltend  Behelligungen durch türkische Sicherheitskräfte in den Jahren vor seiner Ausreise nicht nachweisen. Zudem sind die Vorbringen des  auch nicht glaubhaft. So macht es aus der Sicht der Polizei wenig Sinn, ihn über Jahre hinweg in regelmässigen Abständen festzunehmen, um ihn dann kurze Zeit später wieder freizulassen,  ein Verfahren gegen ihn zu eröffnen. Wenig plausibel ist weiter der geltend gemachte Vorfall im Taxi: Als prägendes Erlebnis nur gerade zwei Monate vor der Ausreise sind die Schilderungen des  sehr detailarm; sie beschränken sich auf allgemeine Dinge wie das Ziehen einer Waffe, Drohungen wegen der angeblichen  Tätigkeiten oder nicht näher spezifizierte Beschimpfungen. In der Aussage des Beschwerdeführers finden sich keine , wie beispielsweise Gefühlsregungen, Details oder Gespräche  des Vorfalls. Im Gegensatz dazu erscheint die geschilderte Festnahme und die anschliessende Folterung im Jahre 1993 . Obwohl das Erlebte viel länger zurückliegt, bringt der  Einzelheiten vor. Vage und teilweise wirr fallen dagegen die Angaben betreffend seine angeblichen Aktionen für den THOD aus. Es entsteht der Eindruck, seine Schilderungen basierten auf  beziehungsweise er habe das Vorgebrachte nicht selber . Es ist zwar möglich, dass der Beschwerdeführer Sympathisant oder gar Mitglied des THOD war, aber es ist unglaubhaft, dass er eine besondere Funktion ausübte. Dass er von der Polizei regelmässig festgenommen und geschlagen worden ist, ist unter diesem Aspekt unwahrscheinlich. Auch ist der Beschwerdeführer nie zu einer  verurteilt worden und es ist gegen ihn in den letzten Jahren auch kein Strafverfahren mehr eröffnet worden ist. Schliesslich hat er an der Anhörung ausgesagt, er sei nicht mehr bei der DHKP-C, er könne und wolle nicht mehr politisch tätig sein; es ist deshalb nicht einzusehen, weshalb er wegen politischen Aktivitäten bei einer  in die Türkei bedroht sein sollte.
4.3.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde und in der Replik , weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Zusammenfassend folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG
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nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
6.
6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Fol-
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ter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in seinen Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in seinen Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des EGMR und jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der  eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft , dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder  Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in der Türkei lässt, auch wenn sie nicht in allen Belangen zu befriedigen vermag, den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
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6.5 Angesichts der heutigen Lage in der Türkei kann nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder von kriegerischen oder  Verhältnissen gesprochen werden, welche für den  bei einer Rückkehr eine konkrete Gefährdung  würde (vgl. die weiterhin zutreffende Lagebeurteilung in EMARK 2004 Nr. 8). Eigenen Angaben zufolge leben seine Ehefrau und vier seiner Brüder nach wie vor in Istanbul. Der Beschwerdeführer verfügt folglich in der Türkei über ein intaktes soziales Beziehungsnetz und wird für die wirtschaftliche Reintegration auf die Unterstützung seiner Familie zählen können. Es sind somit auch keine persönlichen Gründe ersichtlich, die gegen die Rückkehr des Beschwerdeführers sprechen. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
6.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem aber aufgrund der Aktenlage von der  des Beschwerdeführers auszugehen ist und die Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gutheissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
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