Decision ID: 915eb0b7-0d44-4103-bae6-d2a041002983
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1976 geborene
X._
war
ab November 2009
an mehreren Stellen
teilzeitlich
als
Hauswartin im Nebenamt und
Unterhaltsreinigerin
tätig
(Urk. 7
/
11, Urk. 7/13, Urk. 7/15,
Urk. 7/41-44,
Urk. 7/49/2
).
Am 20. Juni 2011 meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zur Früherfassung an (Urk. 7
/4). Am
4.
Juli 2011 folgte die Anmeldung zum Leistungsbezug
(Urk.
7
/7). Daraufhin
klärte
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab. Unter anderem liess sie die Ver
sicherte von
Dr. med.
Y._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychothe
rapie
,
vom
Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
, begutachten (
Bericht vom 18.
Januar 2012,
Urk.
7/30)
und eine
Haushaltabklärung
vornehmen
(
Bericht vom
1.
Mai 2012,
Urk
. 7
/49).
Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7/52,
Urk.
7
/56)
wies die IV-Stell
e
das Leistungsbegehren
mit Verfügung vom
1
3.
November 2012
ab
(Urk.
7
/59).
Die dagegen am
7.
Januar 2013 erhobene Beschwerde (
Urk.
7/68/3-15) wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfahren Nr. IV.2013.00024 mit Urteil vom
2
2.
August 2014
ab (Urk.
7/11
3
).
1.2
Am 3
0.
November 2016 (mit Eingang am
2.
Dezember 2016) meldete sich die Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung erneut zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7/120).
Mit Schreiben vom 2
6.
Januar 2017 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, Beweismittel einzureichen, welche eine wesentliche Verände
rung der tatsächlichen Verhältnisse sei
t
Erlass der letzten Verfügung glaubhaft machen würden (
Urk.
7/126). Daraufhin reichte die Versicherte der IV-Stelle diverse Arztberichte ein (
Urk.
7/127/1-37). Mit Vorbescheid vom 1
7.
August 2017 kündigte die IV-Stelle an, auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten (
Urk.
7/138). Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 1
8.
September 2017
(
Urk.
7/140), ergänzt mit Schreiben vom 2
5.
Oktober 2017 (
Urk.
7/144) und unter Beilage der Berichte des Zentrums
Z._
vom 16. Oktober 2017 (
Urk.
7/143/1-
13
)
sowie
des
Rehaz
entrums
A._
vom
7.
Juli 2016 (
Urk.
7/143/14-16), Einwände. Die IV-Stelle trat mit Verfügung vom
2.
November 2017
wie
angekündigt auf das
neu
e
Le
istungsbegehren nicht ein (Urk. 2
).
2.
Hiergegen
erhob die Versicherte
mit Eingabe vom
6.
Dezember
2017
unter Bei
lage des Berichts des
Z._
vom
22. November 2017 (Urk. 3)
Beschwerde und beantragte, die Verfügung
vom
2.
November
2017
sei aufzuheben und
die
Beschwerdegegnerin
sei zu verpflichten, auf ihr Leistungsbegehren vom 2. Dezember
2016 einzutreten sowie die notwendigen Sachverhaltsabklärungen
durchzuführen (
Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2
4.
Januar 2018
schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 6
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationss
ystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen
einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig
von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
t
ische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von Standardindikatoren zu ermitteln
, die auf
den fun
ktionellen Schweregrad bezogen sind
(BGE 141 V 281).
Mit
BGE 143 V 4
18
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser An
pas
sungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklä
run
gen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtser
heblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die unter anderem während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1
lit
. b und c IVG). Der Rentenan
spruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend
machung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditäts
grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Inva
liditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
1.4.1
Wird der Verwaltung eine Neuanmeldung eingereicht, so ist gemäss Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 der Verordnung über die
Invalidenversiche
rung (IVV) da
rin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität seit dem letzten leistungsabweisenden Entscheid in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Der versicherten Person kommt damit ausnahmsweise eine
Beweisführungslast zu und der Untersuchungsgrundsatz spielt insoweit nicht (
BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung somit zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Per
son überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Die Verwaltung hat daher erst dann gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV), wenn sie auf das Leis
tungsbegehren eingetreten ist.
1.4.2
Unter Glaubhaftmachen im Sinne von
Art.
87
Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2
IVV ist nicht der Beweis nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein mass
gebenden Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verstehen. Die Be
weis
anforderungen sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung der Verwaltung
begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Verwaltung unter anderem, ob seit der rechtskräftigen Erledigung des letzten Leistungsgesuchs lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nach
dem sind an die Glaubhaftmachung einer Änderung des rechts
erheb
lichen Sach
ver
halts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundes
ge
richts
9C_236/2011 vom 8. Juli 2011
E. 2.1.1 mit Hinweisen). Insofern steht der Verwaltung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grund
sätz
lich zu respektieren hat (BGE 109 V 108 E. 2b;
Urteil des Bundes
gerichts I 888/05 vom 7. Juni 2006 E. 2).
Die
Eintretensvoraussetzung
gemäss
Art. 87
Abs. 2 und
3 IVV soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden un
d nicht näher begrün
deten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Die Rechtskraft der früheren Verfügung steht ein
er neuen Prüfung so lange entge
gen, wie der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sic
h in der Zwischenzeit nicht ver
ändert hat. Wenn die dem Revisionsg
esuch beigelegten ärztlichen Berichte so wenig sub
stantiiert sind, dass sich eine neue P
rüfung nur aufgrund weiterer Erkennt
nisse allenfalls rechtfertigen wü
rde, ist die IV-Stelle zur Nach
forderung weiterer Angaben nur, aber immerhin dann verpflichtet, w
enn den - für sich allein genom
men nicht Glaubhaftigkeit begründend
en - Arztberichten konkrete Hin
weise entnommen
werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren
Erhe
bungen erstellbare rechtserhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bun
desge
richts 8C_228/2010 vom 19. Juli
2010 E. 2.2 und E. 2.3 mit Hin
weisen
).
1.4.3
Das Gericht hat die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig
ist, das heisst wenn die Verwal
tung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintre
ten beschlossen hat und die versi
cherte Person deswegen Beschwerde führt
. Seiner beschwerdeweisen Überprü
fung hat das Gericht den Sachverhalt zugrund
e zu legen, wie er sich der Ver
waltung bei Erlass des
Nichteintretensentscheides
bot (
BGE
130 V
64 E. 5.2.5; Urteil des Bundes
gerichts 8C_196/2008 vom 5. Juni 2008). Zeitlicher
Ausgangs
punkt für die Beurteilung einer anspruchser
heblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet bei der Neuan
meldung die letzt
e rechtskräftige Ver
fügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Demgemäss sind die Ver
hält
nisse bei Erlass der strittigen
Verwaltungsverfügung mit denje
nigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Abweisung zu vergleichen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurtei
lung der Auswirkun
gen eines im Wesentlichen unverändert geblie
benen Gesund
heitszustandes auf die Arbe
itsfähigkeit für sich allein ge
nommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefo
chtenen Entscheid auf den Stand
punkt, die Besc
hwerdeführerin habe nicht glaub
haft gemacht, dass seit der
leis
tungsabweisenden
Verfügung vom
1
3.
November 2012, bestätigt mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom
2
2.
August 2014,
eine
wesentliche
Veränderung der Verhältnisse, insbeson
dere eine erhebliche Verschlech
terun
g des Gesundheits
zustands einge
treten sei.
Die
von der
Beschwerdeführerin
vorgelegte
n
Berichte würden
keine neuen medizinischen Sachverhalte
aufweisen
.
Es würden sich teil
weise widersprüchliche Angaben in den Berichten der verschiedenen Behandler finden und es seien keine Angaben zum Verlauf unter Therapie sowie zu einer Prognose gemacht worden
(Urk. 2 S. 1 f.)
2.2
Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein,
mit dem Austrittsbericht des
Rehaz
entrums
A._
vom
7.
Juli 2016
(
Urk.
7/143/14-16)
sei ausgewie
sen, dass sich ihr Gesundheitszustand aus rheumatologischer Sicht verschlechtert habe. Denn sie weise seit 2016 eine chronische
Impingementproblematik
an der linken Schulter auf und das generalisierte
myofasziale
Schmer
z
syndrom habe sich massgeblich verschlechtert und intensiviert; denn aktuell bestehe ein gene
ralisierter Schmerz auch in Ruhe. Hinzu komme eine
Fasciitis
plantaris
beidseits.
Weiter werde von einer mittelschweren bis schweren depressiven Episode gesprochen
.
Gemäss dem Bericht
zur interdisziplinären Schmerzbehandlung (des
Z._
) vom 1
6.
Oktober 2017 (Urk. 7/143)
seien neu
zudem chronische Span
nungskopfschmerzen und Analgetika induzierte Dauerkopfschmerzen
hinzuge
kommen
. Aus internistischer Sicht bestehe neu eine chronische Polysinusitis sowie eine Gastritis.
Auch diesem Bericht sei zu entnehmen, dass sich die rezidi
vierende depressive Störung massiv verschlechtert habe.
Dem Bericht des
Z._
vom 2
2.
Juli 2017 sei ferner zu entnehmen, dass sich in der Zwischenzeit
die
psychopathologische
n
Befunde verändert hätten. Die
Beschwerdeführerin
weise unter anderem seit 2017 deutliche optische Halluzinationen auf
und sei neu affektiv unkontrolliert
.
Es
zeige sich eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen. Insgesamt würden die
Z._
-Ärzte zum Schluss kommen, dass sich die Depression seit 2012 inten
siviert habe. Trotz adäquater
regelmässiger
medizinischer Behandlung
habe sich der psychische Zustand derart
chronifiziert
, dass von einer massgeblichen Ver
schlechterung seit dem Urteil vom 2
2.
August 2014 ausgegangen werden müsse
(Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin zu Recht auf
das
neue Leis
tungs
begehren der Beschwerdeführerin vom
3
0.
November
2016
(
Eingang vom 2.
Dezember
2016;
Urk.
7/120
)
nicht eingetreten ist
und ob
die Beschwer
deführe
rin
seit der letzten materiell
-
rechtlichen Leistungsprüfung
mit leistungsabwei
sender
Verfügung vom
1
3.
November
2012
(Urk.
7/59
), bestätigt mit Urteil
IV.2013.00024
vom 22.
August 2014
(Urk.
7/113
),
eine
anspruchserhebliche Änderung
glaubhaft
gemacht hat.
3.
3.1
Zur Prüfung dieser Frage
sind
in medizinischer Hinsicht allein
die
von der
Beschwerdeführerin im Ver
waltungsverfahren vorgelegte
n
Bericht
e
(
Urk.
7/127/1-37, Urk. 7/143/1-16)
beacht
lich, da
bei der besc
hwerdeweisen gerichtlichen Über
prüfung jener Sachverhalt zu
grunde
zu legen
ist
, wie er sich der Ver
waltung bei Erlass des
Nichteintretensentscheides
geboten hat
(
BGE
130 V
64 E. 5.2.5; Urteil des Bundes
gerichts
8C_196/2008 vom 5. Juni 2008).
Der
erst mit der Beschwerde eingereichte
Bericht des
Z._
vom
22
. November 2017 (Urk.
3)
ist in die Bewe
is
würdigung daher nicht einzube
ziehen
.
3.2
3.2.1
In der
leistungsabweisenden
Verfügung vom
13. November 2012
war die Beschwerdegegnerin zum Schluss gekommen
,
gestützt auf den Untersuchungs
bericht der RAD-Ärztin
Dr.
Y._
vom 1
9.
Januar
2012
(Urk. 7/30)
sei in psy
chischer Hinsicht von den Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung und einer mittelgradigen depressiven Episode auszugehen. Diese seien als überwindbar und nicht als invalidisierender Gesundheitsschaden anzusehen
(Urk. 7/59/1-2).
3.2.2
Im
Urteil
IV.2013.00024 vom 22. August 2014 (Urk. 7/113
)
hielt d
as
Sozialver
sicherungsgericht fest
, ausgehend vom Bericht vom
1.
Mai 2012 zur Haushaltsab
klärung am 2
4.
April 2012 (
Urk.
7/49
) sei die
Beschwerdeführerin
als zu 65
%
erwerbstätig und zu 35
%
im Haushalt tätig zu qualifizieren
sowie gestützt darauf sei von einer Einschränkung im Haushaltsbereich von 16,1 % anzunehmen, welche gewichtet noch 5,64
%
(0,35 x 16,1 %) ausmache
(E. 5; Urk
.
7/113/16-19
).
Im Erwerbsbereich sei
in somatischer Hinsicht auf
das Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 21. Septem
ber 2011 (
Urk.
7/
94
)
abzustellen
.
Danach
hätten die
bildgebenden Untersuchungen eine beginnende
Chondrose
L4/5, eine Segmentschmälerung und
Osteochondrose
L5/S1 sowie angedeutet ein
Baastrupp
-Phänomen L4/5 gezeigt. Als Diagnosen habe er ein generalisiertes Schmerzsyndrom bei chronischen
spondylogenen
Symptomen lumbal und zervikal beidseits (ICD-10: M54.4 respektive M53.1 / M53.0) gestellt und angemerkt, dass ein radiologisches
Korrelat fehle;
hingegen
sei
eine Symptomausweitung bei psychosozialer Problemkonstellation
gegeben
. Es bestünden zahlreiche nicht organische Zeichen (
Waddell
-Zeichen) und die in der klinischen Untersuchung gezeigte generalisierte Schmerzsymptomatik
sei
nicht durch eine zwingend organische Pathologie erklärbar, dies abgesehen von einer deutlichen Fehlhaltung bei muskulärer
Dekonditionierung
und Fehlstatik bei Übergewicht. Aufgrund des aktuell in der klinischen Untersuchung gebotenen beschwerdeverdeutlichenden Verhaltens sei auch eine gewisse Aggravationsten
denz nicht sicher auszuschliessen
(
E. 3.3;
Urk. 7/113/8-9)
.
Das Gericht schloss
daraus
, es sei de
mnach aufgrund der
von
Dr.
B._
erhobenen objektiven Befunde
von einer Arbeitsfähigkeit
von
mindestens 50
% in der bisherigen Tätig
keit
als Reinigerin
und damit in einer mittelschweren Tätigkeit auszugehen.
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit
habe
sich
Dr.
B._
nicht geäussert. Es müsse indes nicht weiter geklärt werden, ü
ber welche höheren Leistungsressourcen die Beschwerdeführerin in einer körperlich leichten Tätigkeit gegebenenfalls
verfüge (E. 4.5; Urk. 7/113/16).
Bezüglich der psychischen Beschwerden stützte das Gericht auf die Einschätzung von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
1.
März
2012 (
Urk.
7/95) ab.
Dieser
habe festgestellt, d
ie Beschwerdeführerin habe zu den Beschwerden und deren Verlauf teils vage, teils wechselhafte und teils unpräzis-ausweichende Angaben gemacht, es sei eine medikamentöse
Incompliance
nach
weisbar, es bestünden teilweise Widersprüche zwischen der subjektiven Schilde
rung der Beschwerden und der objektiven Beobachtung und die Beschwerdevali
dierungstests hätten eine suboptimale Leistungsbereitschaft sowie eine deutliche Tendenz zu negativer Antwortverzerrung gezeigt. Diese Inkon
sistenzen begründe
ten aus psychiatrischer Sicht vernünftige Zweifel an der Glaubwürdigkeit der sub
jektiven Beschwerdeklagen der Beschwerdeführerin.
Die
Entwicklung einer soma
toformen Schmerzstörung nach ICD-10
sei
daher und angesichts
Lebensereignisse
sowie
-
umstände
nicht plausibel, ebenso wenig das Stimmenhören, wie es die Beschwerdeführerin angegeben habe.
Die gutachterliche Beurteilung habe sich daher ausschliesslich auf den objektiven
Querschnittsbefund abzustützen.
Bei den angegebenen Schmerzen seien die Entwicklung einer depressiven Störung sowie das Vorhandensein von Ängsten nachvollziehbar.
Objektiv fests
tellbar seien
die
folgende
n
psychopa
thologische
n
Befunde: Müdigkeit, leichte Gedächtnisstörun
gen, ei
ne mittelgra
dige Einengung des formalen Denkens, ein leich
tes Vorbei
reden, eine mittelgra
dige Affektarmut, Bedrückung, jedoch nicht Niedergeschla
genheit, mittelgradige Antriebsarmut und leichte Theatralik. Daraus lasse sich nur die Diagnose einer leichten depressiven Episode ohne somatisc
hes Syndrom (ICD-10: F32.00) ab
leiten. Infolge der rascheren Ermüdbarkeit, der Antriebsarmut und der daraus ableitbaren verminderten Durchhaltefähigkeit sei die Beschwerdefüh
rerin bezogen auf ein 100%-Pensum um 2
5
%
eingeschränkt (E. 3.7;
Urk.
7/113/11-12).
Hierzu
hielt das Gericht fest
, angesichts der festgestellten Inkonsistenzen sei es gerechtfertigt,
dass Dr.
C._
an der Glaubwürdigkeit der subjektiven Beschwer
deklagen der Beschwerdeführerin
gezweifelt habe
und nicht darauf, sondern auf die objektiv erhobenen Befunde
abgestellt und
ausschliesslich eine leichte depres
sive Episode ohne somatisches Syndrom
(ICD-10: F32.0) diagnostiziert habe
.
Dabei
sei
auch die bezogen auf ein 100%-Pensum um 25 % eingeschränkte Leistungsfähigkeit infolge rascherer Ermüdbarkeit und reduzierter Durchhalte
fähigkeit plausibel.
Insofern sei daher
bezogen auf ein Vollpensum von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % als Reinigungsfachfrau auszugehen
(E. 4.3; Urk. 7/113/14-15)
.
Selbst unter der Annahme, dass zusätzlich zur leichten depressiven Episode eine somatoforme Schmerzstörung vorliege, könnte nicht von einer ausnahmsweisen Unüberwindbarkeit des Leidens ausgegangen werden.
Denn eine leichte depressive Episode
vermöge
nach der (
damals
anwendbaren
) Rechtsprechung
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_176/2011 vom 2
9.
Juni 2011 E. 4.3 und 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1, je mit Hinweisen)
s
chon
wegen ihres geringen Krank
heitswertes keine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer zu begründen
und
gelte als therapeutisch
angehbar
.
Ausserdem seien die (damals rechtsprechungsgemäss massgeblichen sogenannten) Foerster-Kriterien
(vgl. BGE
130 V 352) nicht als au
sreichend erfüllt zu beurteilen (E. 4.4; Urk. 7/113/15).
Das Gericht kam zum Schluss, h
insichtlich der psychischen Beschwerden sei
sowohl in der bisherigen als auch in jeder
anderen in Frage kom
menden Tätigkeit,
gestützt auf das Gutachten von
Dr.
C._
vom 2
1.
März 2012
(
Urk.
7/95)
von einer Arbeitsfähigkeit
von jedenfalls
über 50
%
auszugehen
,
so dass
sich unter diesem Gesichtspunkt keine weitere Einschränkung
ergebe
. Die bisherige Tätigkeit könnte die Beschwerdeführerin somit weiterhin im Umfang von 50
%
au
süben
(E. 4.
5
; Urk.
7/113/16).
Im Erwerbsbereich
resultiere damit eine Erwerbseinbusse von 23
%
(15 x
100 :
65), was gewichtet
einen Invaliditätsgrad von 14,95
%
(0,65 x 23
%
) respektive zusammen mit der Einbusse im Haushaltsbereich einen Invaliditätsgrad von insgesamt 21
%
ergebe (E. 6; Urk.
7/113/1
9
).
Zur Beurteilung der Streitfrage ist von dieser Vergleichsbasis auszugehen.
3.3
3.3.1
Den
mit
der Neuanmeldung Anfang Dezember 2016 (
Urk.
7/120)
respektive
im
weiteren
Verwaltungsverfahren eingereichten
medizinischen
Berichte
n
(
Urk. 7/127/1-37;
Urk.
7/143/1-16)
ist im Wesentl
ichen das Folgende zu entneh
men:
Gemäss
dem Austrittsbericht
vom
7.
Juli 2016
wurde die
Beschwerdeführerin
im
Reha
z
entrum
A._
vom
2.
bis 2
9.
Juni 2016
im Rahmen des Interdisziplinären Schmerzprogramms DISP
stationär behandelt. Die Ärzte hielten die folgenden Diagnosen fest
: 1. Invalidisierende
Cervicobrachialgien
links und chronisches
Lumbovertebralsyndrom
; 2. Chronische
Impingementproble
matik
Schulter links; 3. Generalisiertes
myofasziales
Schmerzsyndrom;
4.
Mittelschwere bis
schwere depressive Episode; 5.
Fascii
tis
plantaris
beidseits; 6.
Perona
e
us
brevis
Split links und
Peroneatsehnentendinopathie
rechts (
MRI
Mai 2014);
7.
Knick-/Senkfüs
se beidseits; 8.
Helicobacter
pylori
Gastritis Februar 2016,
Eradikation
seit 23. Februar 2016;
9.
Grippaler Infekt am
2.
Juni 201
6.
Die
Beschwerdeführerin
habe angegeben, aktuell würden
von den seit Jahren beste
henden Schmerzen an verschiedenen Körperstellen die
Rücken- und Schulter
schmerzen, am stärksten in der linken Schulter mit wechselnder Intensität, sowie
die
Schmerzen an der Fusssohle im Vordergrund stehen.
Ausserdem habe sie über Übelkeit, Kopfschmerzen links und Angst geklagt. Die Stimmung sei niederge
drückt. In der Nacht erwache sie, erschrecke und müsse dann weinen. Sie leide unter Einschlafstörungen. Sie habe 20 Kilogramm zugenommen und es bestehe eine
Infek
t
anfälligkeit
. Sie
habe es verlernt
,
sich zu freu
en
,
und auch zu Hause gebe es viele Konflikte
. Ausser Spaziergänge
hätten bei der
Beschwerdeführerin
keine Ressourcen ausfindig gemacht werden können, auch v
or der Heirat habe sie kein
Hobby gehabt.
S
ie leide unter Antriebslosigkeit und fühle sich
rasch
erschöpft, nach 10 Minuten langsamem Gehen habe sie keine Kraft mehr, es werde
ihr schwind
lig und die Schmerzen würden massiv zunehmen
(Urk. 7/143/14
-16
).
Die Ärzte des
Z._
, wo die
Beschwerdeführerin
seit 2011 ambulant behandelt werde (
Urk.
7/143/3),
führten im Bericht mit dem Titel "Bericht zur Interdiszipli
nären Schmerzbehandlung" vom 1
6.
Oktober 2017
die folgenden Diagnosen auf:
1.
Lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei degenerativen Wirbelsäulenverän
derungen tieflumbal vor allem auf Niveau L5/S1, Arthrose der
Iliosakralgelenke
(
ISG
) beidseits, kein Hinweis auf entzündliche oder postentzündliche Verände
rungen, kugelige
exophytische
Raumforder
ung des Uterus, wahrscheinlich
m
yomentsprechend
(Magnetresonanztomographie
[
MRT
]
vom 1
1.
Juni 2013 der BWS, LWS und ISG);
2.
Chronische
Impingementproblematik
an der linken Schulter (
Rehaz
entrum
A._
,
7.
Juli 2016) mit/bei wenig Erguss in der Bursa
subacromialis
/
subdeltaoidea
, allenfalls im Rahmen einer geringen Bursiti
s
, ansonsten unauffällig (
MR-Arthrographie
der linken Schulter vom 3
0.
März 2016);
3.
Fasciitis
plantaris
beidseits (
Rehaz
entrum
A._
,
7.
Juli 2016) mit/bei
Knick-/
Senkfüsse
(n)
beidseits
,
Peronaeus
brevis
Split links und
P
eroneatsehnentendinopathie
rechts (
MRT
vom Mai 2014)
,
Tendinopathie
der
peronaeus
brevis
Sehne beidseits mit longitudinaler Partialruptur links, reizlose, intakte übrige Extensoren- und Flexoren-Sehnen
, intakte
Tibialis
posterior
Sehne beidseits (MRT vom 1
3.
Mai 2014 Uniklinik
D._
);
4.
Helicobacter
pylori
Gastritis im Februar 2016 (
Reha
z
entrum
A._
,
7.
Juli 2016);
5.
Funk
tionell überlagerte, seit längerem persistierende Schmerzen am rechten Daumen
(Spital
E._
, 2
5.
September
2015)
mit/bei
Status nach möglicher Distorsion zirka im Juli 2015, Status nach Schnittverletzung
palmar
über dem MP-Gelenk des rechten Zeigefingers mit Verdacht auf eine einmalige Läsion des radialen Digi
talnerven;
6.
Chronische Polysinusitis links beim vorderen
Ethmoid
(Praxis
Dr.
med.
F._
, 1
7.
Februar 2017);
7.
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2);
8.
Nikotinkonsum;
9.
Adipositas
(BMI 32.3
kg/m
2
; 1
0.
Verdacht auf Reflux; 1
1.
Kopfschmerzen anamnestisch mit Ausstrahlung in den linken Arm (
Dr.
med. G._
, 2
1.
März 2017); 12.
Rhinopathie
, differentialdiagnostisch andere Ursache (
Dr.
med.
G._
, 21. März 2017
; Urk. 7/143/1-2
).
Es bestehe seit April 2011
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der Tätigkeit als Reinigungsmitarbeite
rin
(
Urk.
7/143/12)
. Aufgrund der Schwere der depressiven Symptomatik sei auch in einer leichten, leidensangepassten Tätigkeit
eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
gegeben. Aus
somatischer Sicht könne die
Arbeitsunfähigkeit
auch höher liegen und müsste durch entsprechend
e
Fachärzte beurteilt werden
(
Urk.
7/143
/12
).
3.4
3.4.1
In somatischer Hinsicht
wurden in den
neu
vorgelegten Arztberichten
im Ver
gleich zum Sachverhalt
,
wie er
der Verfügung vom 13.
November 2012 und
dem
Urteil vom 2
2.
August 2014
zugrunde gelegen hatte
, zwar
zum Teil
neue Befunde und Diagnosen
genannt
.
Jedoch sind damit keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine anspruchserhebliche Veränderung gegeben, wi
e sich aus dem Folgenden ergibt:
So wurde n
eu eine chronische
Impingementproblematik
an der linken
Schulter
diagnostiziert. Jedoch
wurde in objektiver Hinsicht
gemäss
dem Bericht
des Medizinischen Radiologischen Instituts
zur
MR-Arthrograp
hie
der linken Schulter vom 30.
März 2016
lediglich wenig
Erguss in der Bursa
subacromialis
/
sub
deltaoidea
, allenfalls im Rahmen einer geringen Bursitis,
festgestellt. A
nsonsten
sei
der Befund
unauffällig ausgefallen
(
Urk.
7/127/13).
Auch im
Z._
-Bericht vom 1
6.
Oktober
2017
wurde festgehalten, es
hätten
in der
klinischen
orthopädisch-chirurgischen Untersuchung
bezüglich
der
angegebene
n
Schulter
schmerzen
keine Hinweise auf eine Schulterpathologie, insbesondere eine
Impin
gem
entsymptomatik
gefunden werden
können
.
Die AC-Gelenke seien als
druck
dolent
angegeben worden, die spezifischen Tests seien indes negativ gewesen.
Auch das
Arthro-MRT
der l
inken Schulter habe keine degenerativen Veränderun
gen, keine
Rotatorenseh
n
en
-
und keine
Limbus
läsion
gezeigt
(Urk. 7/143/5).
Ebenfalls keine Befunde konnten i
n der
rheumatologische
n
Z._
-
Untersuchung
bezüglich der
angegebenen Schulterbeschwerden erhoben
werden
(Urk.
7/143/6).
Es wurde sodann weder aus orthopädisch-chirurgischer noch aus rheumatolo
gischer Sicht eine
Arbeitsunfähigkeit
attestiert (
Urk.
7/143/5-12).
Im Übrigen
hatte die
Beschwerdeführerin
auch schon in der Zeit vor Erlass der leistungsab
weisenden Verfügung vom 1
3.
November 2012 über linksseitige Schulterbe
schwerden geklagt (vgl.
Z._
-Berichte
vom
5.
und 31.
Oktober 2010;
Urk.
7/
20/7, Urk. 7/26/1; Gutachten von
Dr.
B._
vom 2. Oktober 2011, Urk. 7/94/10
; Gutachten von
Dr.
C._
vom 2
1.
März 2012, Urk. 95/11/23
)
.
Auch b
ezüglich der
neu gestellten
Diagnose
Fasciitis
plantaris
beidseits
(
mit/bei Knick-/
Senkfüsse
(n)
beidseits,
Peronaeus
brevis
Split links und
Peroneatsehnen
tendinopathie
rechts,
Tendinopathie
der
P
eronaeus
-
brevis
-
Sehne beidseits mit lon
gitudinaler Partialruptur links
)
finden sich in den vorgelegten Arztberichten
(
Urk.
7/127, Urk. 7/143)
keine Hinweise auf dadurch bedingte und aus objektiver Sicht begründete
,
zusätzliche erhebliche Einschränkungen der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit
bezüglich der bisherigen
(mindestens)
50%igen Arbeits
fähig
keit
.
Dem Bericht der Orthopädie der Uniklinik
D._
vom 26.
November 2014 zur
Fusssprechstunde
vom 2
0.
November 2014 ist zu
ent
nehmen, dass das Gang
bild symmetrisch, der Fersen- und Zehenstand gut durchführbar
sowie
das Inte
gument unauffällig
gewesen
seien, keine Rötung oder Schwellung der
Füsse
habe festgestellt werden können und bezüglich des leicht vermehrten
Rückfussvalgus
eine gute Kompensation im Zehenspitzenstand
bestanden habe
. Auch die sonstige
Fussuntersuchung
sei - abgesehen von den
Druckdolenzen
am Ansatz der
Plantarfascie
beidseits und im Bereich des Verlaufs der
Peronealsehnen
- unauf
fällig gewesen
(
Urk.
7/127/24)
.
Im Austrittsbericht des
Reha
z
entrums
A._
vom
7.
Juli 2016
wurden zu den geklagten Schmerzen an den
Fusssohlen
nur die Diagnosen basierend auf dem MRT aus dem Jahr 2014
,
nicht jedoch selb
ständig erhobene Befunde
und objektivierte Beurteilungen zu den dadurch ver
ursachten Einschränkungen
aufgeführt
(Urk. 7/143/14-16)
.
Auch im
Z._
-Bericht vom 1
6.
Oktober 2017 wurden hierzu keine objektiv
festgestellten
Einschränkun
gen beschrieben
. Wegen der
Fussschmerzen
wurde allein aus orthopädisch-chirurgischer Sicht festgehalten, es sollte gedehnt werden und die Schuhe sollten im
Vorfuss
nicht eine biegsame Sohle haben. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde aus orthopädisch-chirurgischer Sicht
und auch aus rheumatologischer Sicht dagegen nicht attestiert
(
Urk.
7/143/5-
12
).
Ferner
hatte
die
Beschwerdeführerin
schon
vor November 2012
über Schmerzen an den Füssen
ge
klagte und
war nach ihren Angaben
nur wenig auf den Beinen (
vgl.
H
aushaltsbericht vom
1.
Mai 2012,
Urk. 7/49/1-2).
Bezüglich der internistischen Diagnosen einer chronischen Polysinusitis, einer
Rhinopathie
, differentialdiagnostisch andere Ursache, und einer
Helicobacter
pylori
Gastritis
geht aus dem
Z._
-Bericht vom 1
6.
Oktober 2017
einzig
hervor,
die Abklärung der Kopfschmerzen mittels MRT des Schädels habe
ausser einer Sinusitis keinen pathologischen Befund
ergeben. Die ORL-Abklärung verneine, dass dies die Ursache für die Kopfschmerzen sei, sondern einfach Folge der Rhinitis, welche mit
topischen
Steroiden behandelt werden solle (
Urk.
7/143/5).
Die
Beschwerdeführerin
habe weiterhin keinen Termin im HNO-Bereich wegen ihrer Nebenhöhlenentzündung mit Kopfschmerzen (
Urk.
7/143/2).
Internistische Befunde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden nicht beschrieben. Viel
mehr wurde festgehalten, dass auch a
us internistisch-kardiologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
gegeben sei
(Urk. 7/148/11).
Aber auch
aus dem Aus
trittsbericht des
Reha
z
entrums
A._
vom
7.
Juli 2016 sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, welche auf
eine anspruchserhebliche Veränderung durch diese Beschwerdebilder
hindeuten würden.
Die übrigen in den aktuellen Berichten aufgeführten somatischen Diagnosen betreffen sodann Beschwerdebilder,
welche
per Ende 2012 schon bestanden hatten
und mit den vorgelegten Berichten ebenfalls nicht auf eine erhebliche Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes hindeuten. Dies betrifft namentlich die Diagnose eines
lumbovertebralen
Schmerzsyndrom
s
,
von
Cervicobrachialgien
links respektive
Kopfschmerzen anamnestisch mit Ausstrahlung in den linken Arm
, eines g
eneralisierten
myofaszialen
Schmerzsyndrom
s
sowie
die funktionell überlagerten, seit längerem persistierenden Schmerzen am rechten Daumen
. Eine erhebliche Verschlechterung dieser Beschwerdebilder wurde im
Z._
-Bericht nicht beschrieben, zumal die
Z._
-Ärzte - wie erwähnt - aus orthopädisch-chirurgischer und rheumatologischer Sicht je eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierten (
Urk.
7/143/11). Aus
wirbelsäulen-
chirurgischer Sicht
wurde zwar eine 50%ige
Arbeits
un
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
attestiert
(
Urk.
7/143/11)
; dies
erfolgte
jedoch
aufgrund der bildgebenden Befunde aus dem
Jahr 2009 (Urk. 7/143/4).
Ausserdem
we
icht
die Einschätzung
im Wesentlichen nicht erheblich von jener von
Dr.
B._
(Urk. 7/94/11) ab. Die aus neurolo
gischer Sicht attestierte 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
sodann
wurde
vor dem Ergebnis des Schädel-MRTs
lediglich mit dem Stichwort chronisches Schmerzsyndrom (unter anderem schweres
Fibromyalgiesyndrom
[FMS], chro
nische Spannungskopfschmerzen,
analgetikainduzierte
Dauerkopfschmerzen,
HWS
-
LWS
-Syndrom)
begründet
(Urk. 7/143/11
)
. Auch aus der
tabellarischen Befunderhebung
ergibt sich
nicht
s
Weiteres
(
Urk.
7/143/7-9). Hinweise auf wesentliche Änderungen
können
darin jedenfalls nicht gesehen werden
.
3.4.2
Die i
n psychischer Hinsicht
im
Z._
-Bericht
vom
1
6.
Oktober
2017
aufgeführte
Diagnose einer r
ezidivierende
n
depressive
n
Störung, gegenwärtig schwere Epi
sode ohne psycho
tische Symptome (ICD-10 F33.2
; Urk. 7/143/1
),
ist
im Vergleich zu jener, welche D
r.
C._
im Gutachten vom 2
1.
März
2012
gestellt
hatte
(
Urk.
7/
95/23
)
, zwar
erheblich schwerer. Jedoch
war diese Diagnose auch schon im Berichte des
Z._
zuhanden der
Beschwerdegegnerin
vom
5.
Oktober 2011
mit einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit
gestellt
worden (
Urk.
7/20/6-7) und sowohl von
Dr.
C._
(
Urk.
7/
95/22
)
als auch vom Gericht im Urteil vom 22.
August 2014 (
Urk.
7/113/
12
)
diskutiert sowie unter anderem wegen der nicht objektivierten Ein
schätzung der geklagten Beschwerden abgelehnt worden
.
Nichts
anderes
ergibt sich aus dem
Bericht der
Z._
-Ärzte vom
1
6.
Oktober
2017
, wo
aus psychiatrischer Sicht
ohne kritische Würdigung der geklagten Beschwerden im Wesentlichen die
selben Befunde (
Urk.
7/149/9)
wie schon im Bericht vom 5
.
Oktober
2011 (
Urk.
7/20/6)
genannt wurden und
eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
bereits seit
2011
attestiert wurde
(
Urk.
7/143/12).
Der
Austrittsbericht des
Reha
z
entrums
A._
vom
7.
Juli 2016 enthält in psychischer Hinsicht
ebenfalls
keine Hinweise auf eine erhebliche
Ä
nderung. Zwar wurde auch hier die Diagnose einer mittschweren bis schweren depressiven Episode aufgeführt. Jedoch wurde zum Psychostatus lediglich festgehalten, dass die Stimmung sehr niedergedrückt sei, seit vier Jahren Depressionen bestehen würden, die
Beschwerdeführerin
in der Nacht hochschrecke und dann weinen müsse sowie unter Einschlafstörungen leide. Die Befunde basieren hauptsächlich auf Angaben der
Beschwerdeführerin
und weisen im Vergleich zu den Schilde
rungen im Vorverfahren keine erheblichen Änderungen aus.
Ausser
dem
ist nicht nachvollziehbar,
wie
diese Befunde
die Diagnose-Kriterien für eine mittelschwere und erst recht nicht für eine schwere depressive Episode
erfüllen könnten
.
3.
5
Insgesamt
wurde mit den im Verwaltungsverfahren vorgelegten Berichten somit nicht glaubhaft gemacht, dass sich der
im Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2013.00024 vom 2
2.
August
2014
bestimmte Grad der Invalidität von insgesamt 21 % (bei einem Erwerbs- und Haushaltsbereich im Umfang von 65 % und 35 %, mit Einschränkungen von 23 % und 16,1 %, gewichtet 14,95 % und 5,64 %; Urk. 7/113/19) in einer anspruchsrelevanten Weise erhöht hat.
Sämtliche Vorbringen der
Beschwerdeführerin
führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.
4.
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom
2.
November
2017 (
Urk.
2) eine
wesentliche
Ä
nderung seit der leistungsabweisenden Verfügung vom 13. November 2012 (
Urk.
7/59) verneint hat und auf die Neuanmeldung vo
m 30.
November 2016 (
Urk.
7/120
) nicht ein
getreten ist.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5
.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), ermessensw
eise auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen und der
Beschwerdefüh
rerin
aufzuerlegen.