Decision ID: be943a8d-3d0c-5580-b1d9-421248bfa4d0
Year: 2013
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Mit Gesuch vom 16. Juni 2010 ersuchte der X._(im Folgenden:
X._oder Beschwerdeführer) das Bundesamt für Sozialversiche-
rungen (im Folgenden: BSV oder Vorinstanz) um Finanzhilfe für die Kon-
ferenz 2010 (act. BVGer 7 Beilage 1).
B.
Mit Verfügung vom 11. Oktober 2010 lehnte die Vorinstanz das Beitrags-
gesuch mit der Begründung ab, Finanzhilfen würden nur an Projekte ge-
leistet, welche zum ersten Mal oder einmalig stattfinden würden. Die ge-
plante Konferenz würde bereits zum 13. Mal stattfinden und gehöre des-
halb zu den regelmässigen Aktivitäten des Beschwerdeführers. Ein weite-
res grundlegendes Kriterium für eine Projektfinanzierung aus dem Ju-
gendförderungsgesetz sei, dass vorwiegend Kinder- oder Jugendliche bei
der Vorbereitung und Durchführung des Projektes mitwirken würden. Bei
der geplanten Konferenz sei zwar in der Durchführung eine aktive Beteili-
gung der Kinder vorgesehen, jedoch seien die Kinder nicht an der Orga-
nisation und Konzeption beteiligt (act. BVGer 1 Beilage 1).
C.
Mit Eingabe vom 5. November 2010 (act. BVGer 1) erhob der Beschwer-
deführer dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Gutheissung des Gesuchs um Finanzhilfe. Zur Begründung brachte er
vor, er habe in den vergangenen Jahren stets Finanzhilfe von der BSV
erhalten, was der bedeutendste Einnahmenposten in der Jahresrechnung
gewesen sei. Das Durchführen von Kinderanlässen sei nicht seine
Hauptaktivität, die Konferenz würde ergänzend zu den regelmässigen Tä-
tigkeiten stattfinden. Der Begriff "Konferenz" sei so etwas wie eine Platt-
form, die immer zu einem anderen Thema an einem anderen Ort in der
Schweiz und mit anderen Teilnehmenden stattfinden würde. Das jeweilige
Thema werde von den Kindern festgelegt. An der Konferenz würden die
Kinder in Gruppen selbstständig ihre eigenen Lösungen und Vorschläge
erarbeiten. Die X._habe dabei lediglich die Funktion eines Mode-
rators, indem sie die Infrastruktur organisiere und ältere Jugendliche für
die Begleitung der Gruppen coachen würde. Die Ergebnisse würden die
Kinder am letzten Tag der Konferenz der Öffentlichkeit präsentieren. So-
mit sei die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen sowohl an der Orga-
nisation als auch an der Konzeption der Tagung gegeben.
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D.
Mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2011 (act. BVGer 7) schliesst die
Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde, mit der Begründung die Kon-
ferenz sei zum 13. Mal durchgeführt worden und sei kein einmaliges Pro-
jekt. Die regelmässige Tätigkeit von X._sei im Rahmen des Ju-
gendförderungsgesetzes für das Jahr 2010 mit einer Jahrespauschalen
im Umfang von Fr. 19'192.- gefördert worden. Im Gesuchsformular wür-
den keine Angaben zu den gewählten Methoden und Abläufen der Parti-
zipation der Kinder im Prozess der Entstehung und Umsetzung der Ta-
gung gemacht. Ausserdem sei das Tagungskonzept immer dasselbe und
wenig innovativ.
E.
Mit Verfügung vom 8. Februar 2011 wurde das Verfahren sistiert und mit
Verfügung vom 6. Juni 2011 das Verfahren wieder aufgenommen (act.
BVGer 9 und 13).
F.
Nachdem der Beschwerdeführer innert der angesetzten Frist keine Replik
einreichte, wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 27. Juli 2011
geschlossen (act. BVGer 16).
G.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit
für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern wie
hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten
die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Dazu gehören nach Art. 5 Bun-
desgesetz über die Förderung der ausserschulischen Jugendarbeit vom
6. Oktober 1989 (SR 446.1; Jugendförderungsgesetz, JFG) in Verbindung
mit Art. 13 der Verordnung über die Förderung der ausserschulischen Ju-
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gendarbeit vom 10. Dezember 1990 (SR 446.11, Jugendförderungsver-
ordnung, JFV) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG die Verfügungen des
Bundesamtes für Sozialversicherung BSV betreffend Finanzhilfen zur
Förderung ausserschulischer Jugendarbeit.
1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt.
1.3 Beim Beschwerdeführer handelt es sich um eine juristische Person in
der Form eines Vereins nach Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches vom 10. Dezember 1097 (ZGB, SR 210). Der Beschwerdeführer
hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember
1968 [VwVG, SR 172.021]), ist durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG) und hat ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. c
VwVG). Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert und durch seinen
Präsidenten rechtsgenüglich vertreten.
1.4 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) ein-
gereichte Beschwerde ist daher, nachdem auch der verlangte Kostenvor-
schuss rechtzeitig geleistet wurde (act. BVGer 5), einzutreten.
2.
2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (vgl. z.B. BGE 130 V 329, BGE 112 V 168 E. 3c mit Hin-
weis auf MAX IMBODEN/RENÉ RHINOW, Schweizerische Verwaltungsrecht-
sprechung, 5. Aufl., Basel 1976, Bd. I, S. 95, mit Verweis auf BGE 89 I
468 E. 3c). Demnach ist grundsätzlich bei der Beurteilung des vorliegen-
den Falls auf den Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier der Verfügung vom 11. Oktober 2010 abzustellen.
2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-
fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).
Gemäss Art. 5 Abs. 1 JFG kann der Bund Trägerschaften der ausser-
schulischen Jugendarbeit Jahresfinanzhilfen und projektbezogene Fi-
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nanzhilfen ausrichten. Die hierfür erforderlichen Mittel sind jährlich in den
Voranschlag des Bundes einzustellen. Ein Anspruch auf Finanzhilfe be-
steht nicht, da es sich um eine Kann-Bestimmung handelt (BBl 1988 I S.
857). Es besteht daher kein Rechtsanspruch auf Finanzhilfe. Deshalb
überprüft das Bundesverwaltungsgericht den Entscheid der Verwaltung
nach ständiger Praxis mit einer gewissen Zurückhaltung (vgl. Urteile des
Bundesverwaltungsgerichts C-1903/2011 vom 29. August 2011, C-
6288/2008 vom 15. Juni 2009, C-459/2007 vom 4. Oktober 2007, C-
3770/2007 vom 13. Januar 2008 und C-2070/2008 vom 5. Januar 2009).
3.
3.1 Gemäss Art. 5 JFG kann der Bund Trägerschaften der ausserschuli-
schen Jugendarbeit Jahresfinanzhilfen und projektbezogene Finanzhilfen
ausrichten für Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen in Leitungs- und
Betreuungsfunktionen (Bst. a), Organisation von Veranstaltungen in den
Bereichen der ausserschulischen Jugendarbeit und des Jugendaustau-
sches (Bst. b), Koordinationsbestrebungen zugunsten von Jugendorgani-
sationen (Bst. c), internationale Zusammenarbeit von Jugendorganisatio-
nen (Bst. d), Information und Dokumentation über Jugendfragen (Bst. e).
3.2 Mit projektbezogenen Finanzhilfen können Vorhaben gefördert wer-
den, welche anstelle oder zur Ergänzung der regelmässigen Tätigkeit als
selbstständige Projekte durchgeführt werden (Art. 8 JFG).
Die für die projektbezogene Finanzhilfen zur Verfügung stehenden Mittel
werden für nationale und internationale Projekte verwendet (Art. 9 JFV).
3.3 Gemäss Art. 18 Abs. 1 der Richtlinien über die Berechnung der Fi-
nanzhilfen gemäss Jugendförderungsgesetz vom 1. Januar 2005, werden
projektbezogene Finanzhilfen nur für Vorhaben gewährt, welche die fol-
genden Voraussetzungen ausnahmslos erfüllen: Durchführung im Rah-
men einer ausserschulischen und nicht gewinnorientierten Tätigkeit (Art.
3 JFG), aktive Mitarbeit der Jugendlichen bei der Durchführung des Pro-
jektes, nationale Ausrichtung des Vorhabens (Art. 2 Abs. 3 JFG), insbe-
sondere bezüglich Mitwirkung der Jugendlichen, Tätigkeit, die anstelle
oder in Ergänzung zu den regelmässigen Tätigkeiten der Trägerschaft
stattfindet (Art. 8 JFG) und die keine finanzielle Unterstützung in Form
von Jahresfinanzhilfe erhält, Einreichung der Gesuche vor Durchführung
des Vorhabens (Art. 13 Abs. 3 JFV).
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Art. 18 Abs. 2 der Richtlinie besagt, dass sich die Festlegung des Bei-
trags nach folgenden Kriterien richtet: innovativer Charakter, Modellcha-
rakter, pädagogischer Wert, geografische Ausdehnung, Anreiz für regel-
mässige Tätigkeiten der Trägerschaft, Bedeutung ausserhalb der Träger-
schaft, Ausmass der schweizerischen Beteiligung, Grad der Eigenfinan-
zierung und Grad der Fremdfinanzierung.
4.
Nachfolgend ist die rechtliche Natur der Gesuche um Finanzhilfen für
ausserschulische Jugendarbeit zu erläutern:
4.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1990 über
Finanzhilfen und Abgeltungen (Subventionsgesetz, SuG, SR 616.1) sind
Finanzhilfen geldwerte Vorteile, die Empfängern ausserhalb der Bun-
desverwaltung gewährt werden, um die Erfüllung einer vom Empfänger
gewählten Aufgabe zu fördern oder zu erhalten.
Der Subventionsbegriff findet Anwendung im ganzen Bereich des Bun-
desrechts. Finanzhilfen sind Teil der Leistungsverwaltung, bei welcher der
Staat leistet, ohne dass der Subventionsempfänger aufgrund eines
Rechtssatzes zu einer Verhaltensweise verpflichtet wäre, während Abgel-
tungen Teil der Eingriffsverwaltung sind, da sie einen Ausgleich für einsei-
tig vorgenommene Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger bedeuten
(vgl. FABIAN MÖLLER, Rechtsschutz bei Subventionen, Basel 2006, S. 24
ff., insb. S. 25 f. und 32 mit weiteren Hinweisen).
Art. 13 Abs. 1 SuG, der die Prioritätenordnung regelt, gilt u.a. für jene Fäl-
le, bei denen aufgrund der Spezialgesetzgebung kein Rechtsanspruch
auf Finanzhilfen besteht. Übersteigen die eingereichten oder zu erwar-
tenden Gesuche die verfügbaren Mittel, so erstellen die zuständigen De-
partemente eine Prioritätenordnung, nach der die Gesuche beurteilt wer-
den (Art. 13 Abs. 2, 1. Satz SuG).
4.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein bundesrecht-
licher Anspruch auf einen Beitrag zu bejahen, wenn das Bundesrecht sel-
ber die Bedingungen umschreibt, unter welchen Leistungen zu gewähren
sind, ohne dass es im Ermessen der gesetzesanwendenden Behörde lä-
ge, ob sie einen Beitrag gewähren will oder nicht (BGE 118 V 16 E. 3a mit
Hinweisen). Beiträge, deren Ausrichtung im Ermessen der Behörden lie-
gen, werden in Lehre und Rechtsprechung auch Ermessenssubventionen
(als Gegenteil zu Anspruchssubventionen) genannt. Liegt eine Ermes-
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senssubvention vor, besteht kein Anspruch auf Subventionen (vgl. BAR-
BARA SCHAERER, Subventionen des Bundes, Chur/Zürich 1992 S. 173 ff.
und 201 f. sowie F. MÖLLER, a.a.O, S. 43 f.).
4.3 Gemäss Art. 5 Abs. 1 kann der Bund Finanzhilfen im Rahmen der
bewilligten Kredite ausrichten (BBl 1988 I S. 857). Hierbei handelt es sich
um typische Finanzhilfen, auf die kein Anspruch besteht und deren
Zusprache im Ermessen der Vorinstanz liegt, soweit die gesetzlichen
Voraussetzungen der eingereichten Projekte gegeben sind (Art. 8 JFG
i.V.m. Art. 9 JFV i.V.m Art. 18 JFG-Richtlinien).
Der Vorinstanz wird dadurch ein Spielraum für den Entscheid im Einzelfall
eingeräumt. Dies bedeutet aber nicht, dass sie in ihrer Entscheidung völ-
lig frei ist. Sie hat innerhalb ihres Entscheidungsspielraums unter Berück-
sichtigung der Rechtsgrundsätze der Ermessensausübung die zweck-
mässigste Lösung zu treffen. Sie ist dabei an die Verfassung gebunden
und hat insbesondere das Rechtsgleichheitsgebot und das Verhältnis-
mässigkeitsprinzip zu befolgen. Die öffentlichen Interessen sind zu wah-
ren und Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung zu beachten, nament-
lich die das betreffende Gebiet beherrschenden Rechtsgrundsätze. Der
Entscheid darf ferner nicht willkürlich sein (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG
MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zü-
rich/St. Gallen 2010, Rz. 441).
5.
5.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Ein-
maligkeit der 13. Konferenz und die Beteiligung der Kinder und Jungend-
lichen an der Organisation und Konzeption verneint. Die Konferenz werde
immer zu einem anderen Thema, an einem anderen Ort in der Schweiz
und mit anderen Teilnehmenden durchgeführt. Die Einmaligkeit der 13.
Konferenz sei insofern gegeben als es das erste Mal sei, dass Kinder und
Jugendliche aus allen Teilen des Landes vier Tage lang in Basel zusam-
menkommen würden, um sich zum Thema "Umgang mit der Zeit" auszu-
tauschen.
Bereits das Thema der Konferenz werde von den teilnehmenden Kindern
bestimmt. An der Konferenz würden die Kinder in Gruppen selbständig ih-
re eigenen Lösungen und Vorschläge erarbeiten und die Ergebnisse am
letzten Tag der Öffentlichkeit präsentieren (act. BVGer 1).
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5.2 Die Vorinstanz wies darauf hin, dass der Beschwerdeführer versäum-
te, rechtzeitig und formal korrekt eine Gesuchseingabe gemäss den
"Richtlinien für die Bearbeitung von Beitragsgesuchen im Rahmen des
Kredits Kinderrechte" für das Jahr 2010 vorzunehmen. Es sei als Entge-
genkommen des BSV zu werten, den Antrag innerhalb des Projektkredits
nach JFG geprüft habe.
Die Vorinstanz führte in ihrer Vernehmlassung aus (act. BVGer 7), die
Verordnung zum JFG werde in der Praxis vom BSV konsequent ausge-
legt. Es würden ausschliesslich Projekte finanziert, welche erst- oder
einmalig stattfinden würden. So seien in der Vergangenheit immer wieder
Projekte zurückgewiesen worden, welche um eine Unterstützung von
wiederkehrenden Anlässen unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen
angefragt hätten und mit dem Antrag der Beschwerdeführerin vergleich-
bar sei.
In Bezug auf die aktive Mitwirkung der Jugendlichen hielt die Vorinstanz
fest, um den Charakter eines freiwilligen Jugendprojektes und damit die
Fördervoraussetzungen zu erfüllen, müssten die Kinder und Jugendlichen
in ehrenamtlicher Tätigkeit bei Konzeption und Durchführung des Anlas-
ses beteiligt sein. Es sei also vor allem deren Partizipation bei der Ent-
stehung eines Vorhabens und nicht nur bei dessen Ausführung erforder-
lich. In dem vom Beschwerdeführer eingereichten Gesuchsformular zum
Projektvorhaben würden keine Angaben zu den gewählten Methoden und
Abläufen der Partizipation der Kinder im Prozess der Entstehung und
Umsetzung der Tagung gemacht. Leider habe der Beschwerdeführer
auch keine Aussagen zu Anzahl und Zusammensetzung der Projektteil-
nehmenden gemacht (act. BVGer 7, Beilage 1 S. 8 und 9 des Antrags-
formulars). Die Angaben im Gesuch, besonders der an dem Projekt betei-
ligten Personen an der Planung und Durchführung seien von den beurtei-
lenden Gutachterinnen als mangel- und fehlerhaft bezeichnet worden
(act. BVGer 7, Beilage 4). Ausserdem seien die Gutachterinnen überwie-
gend der Meinung, dass das Tagungskonzept immer dasselbe und wenig
innovativ sei.
5.3 Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer
zwar im Schreiben vom 1. Juli 2010 (act. BVGer 7, Beilage 1) ein Gesuch
um finanzielle Unterstützung aus dem Kredit Kinderrechte ersuchte, die-
ses jedoch aufgrund verspäteter Eingabe hätte abgelehnt werden müs-
sen und daher die Vorinstanz das Gesuch an die zuständige Stelle für Fi-
nanzhilfen aus dem Jugendförderungsgesetz weiterleitete.
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Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Jugend-
förderungsgesetzes für das Jahr 2010 bereits mit einer Jahrespauschale
im Umfang von Fr. 19'192 gefördert wurde. Gemäss Art. 5 JFG kann der
Bund für ausserschulische Jugendarbeit Jahresfinanzhilfen und projekt-
bezogene Finanzhilfen ausrichten. Der Botschaft des Bundesrates vom
18. Dezember 1987 ist zu entnehmen, dass in der Regel einer Träger-
schaft entweder eine Jahrespauschale oder eine projektbezogene Einzel-
finanzhilfe zugesprochen werden soll. Die projektbezogene Finanzhilfe
soll der Trägerschaft die Verwirklichung eines besonderen Vorhabens er-
möglichen, das nicht zu ihrer regelmässigen Tätigkeit gehört. Damit sollen
insbesondere Neuerungen gefördert und in sogenannten Projekten mit
Modellcharakter ausprobiert werden können. Projektbezogene Finanzhil-
fen kommen vor allem für sogenannte freie Gruppierungen in Frage. In
der Regel handelt es sich dabei um einmalige Projekte (BBl 1988 I S.
859).
Somit kann dem Beschwerdeführer keine projektbezogene Finanzhilfe
ausgerichtet werden, wenn die Konferenz zur regelmässigen Tätigkeit
gehört. Der Beschwerdeführer hielt in seiner Beschwerde fest, seine Auf-
gabe liege vorwiegend im Bereich der Interessenvertretung, Information,
Beratung, Dokumentation, Referate und Projekte (act. BVGer 1). Der
Homepage des Beschwerdeführers ist unter der Rubrik "Projekte" zu ent-
nehmen: Die X._setzt sich für die Rechte der Kinder in der
Schweiz ein. Sie fordert und fördert die Einführung, Bekanntmachung und
Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz und bietet Kindern Mitspra-
che- und Beteiligungsmöglichkeiten wie z.B. die Konferenz. Auf der
Homepage des Beschwerdeführers wird die Konferenz somit als mit der
Haupttätigkeit in einem engen Zusammenhang stehend dargestellt. Die
Konferenz wurde zuvor bereits zwölf Mal durchgeführt. Von einem Aus-
probieren kann somit keine Rede sein, vielmehr ist davon auszugehen,
dass die vorherigen Konferenzen erfolgreich waren und ein bewährtes
Mittel zur Umsetzung des Vereinszweckes darstellen.
Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers ist nicht entscheidend,
ob das Projekt Konferenz die Haupttätigkeit des Beschwerdeführers dar-
stellt, sondern ob regelmässig eine Konferenz durchgeführt wird. Der Be-
schwerdeführer führt jährlich eine Konferenz durch und im Jahre 2010
zum dreizehnten Mal, womit die Einmaligkeit der Konferenz nicht gege-
ben ist. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Konferenzen seien
immer anders, so wechsle das Thema, der Ort und die Teilnehmer, geht
ins Leere, denn für die Annahme der Einmaligkeit eines Projektes genügt
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es nicht, wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, wenn die Rahmenbedin-
gungen ändern, vielmehr muss das Projekt als solches innovativ sein.
Da bereits die Voraussetzung der Erst-, bzw. Einmaligkeit nicht erfüllt ist,
sind die weiteren Voraussetzungen nicht mehr zu prüfen.
6.
Zusammenfassend erweisen sich die vorgebrachten Rügen als unbe-
gründet, womit die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-
schädigung.
7.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfanges
und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf
Fr. 1'500.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4 bis
VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem
geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'500.- verrechnet.
7.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-
instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1
VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
8.
Das vorliegende Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. k des Bundesgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]).
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