Decision ID: 4b3a3cbf-fb44-545e-bb1e-bb1a162d25b8
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963,
absolvierte erfolgreich eine Lehre als Maurer
(
Urk.
5/13)
.
Anschliessend war er von
November 1982
bis Ende Juli 1983
als Lagermitarbeiter der
seinem Vater gehörenden
Y._ AG
erwe
r
bs
tätig (
Urk.
5/3/7
, 5/3/8
und 5/3/11
).
Ab dem 2
2.
August 1983
arbeitete er
als
Maurer-
A
kkordant
für die
Z._ AG
(
Urk.
5/3/3
,
5/10/11 und 5/10/13
).
Diese meldete der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) einen Unfall des Versicherten vom 1
2.
März 1984,
nach
welchem er über starke Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung
im linken Schultergelenk klagte
(
Urk.
5/10/13).
Im
April
1984
beantragte
d
er
Versicherte
bei der Invalidenversi
cherung
wegen
seiner
Schultergelenksbeschwerden
eine Umschulung
(vgl.
Urk. 5/3/24 bis 5/3/29).
Vom
3.
September 1984 bis Ende 1985
arbeitete er
als
Schaltermitarbeiter und Verkäufer
bei der
Genossenschaft A._
(Urk.
5/3/15,
5/10/1
und 5/28/3
)
.
Her
nach war er
als Elektro-Monteur erneut
für die
Y._ AG
tätig
(
Urk.
5/3/8)
. Im Dezember 1986 sprach ihm die Invalidenversicherungs-Kommission des Kan
tons Aargau die Übernahme der Kosten für eine Um
schulung auf eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich zu (
vgl.
Urk.
5/3/1
und 5/3/10
), welche er jedoch nicht antrat (Urk. 5/4).
Ab dem 5.
Januar 1987
arbeitete
der Versicherte
wieder
als Maurer-
Akkordant
für die
B._ AG
(
vgl.
Urk.
5
/5/7, 5/28/3 und 5/29
).
Am 2
4.
November
1987 ersuchte er erneut
um Gewährung berufliche
r
Massnahmen (
Urk.
5/5/11). Dieses Begehren wurde
rund ein Jahr später
als erledigt abge
schrieben
. Zur Begründung wurde angeführt, dass
der Versicherte
inzwischen als Einkäufer bei der
C._
AG ein
renten
ausschliessendes
Erwerbsein
kommen
erziele
und weder
d
en
diversen Aufge
boten der Regionalstelle
Folge geleistet
noch
den Besuch der vorge
schlagenen Handelsschule angestrebt
habe
(
Urk.
5/5/1).
1.
2
Im Januar 2004 meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an,
da er
nach einem Unfall vom 1
0.
Juni 2003
am 1
4.
Oktober 2003 an der linken Schulter eine
Total
endoprothese
eingesetzt erhalten habe (
Urk.
5/15). Die IV-Stelle zog darauf die Akten der Suva bei (
Urk.
5/21
und 5/26
). Überdies tätigte sie weitere erwerbli
che (
Urk.
5/17
und
5/19) und medizinische (
Urk.
5/18
und
5/27
) Abklärungen.
Am
3
0.
September 2004
erteilte sie
Kostengutsprache für den Besuch der
Schule D._
zum Erwerb des Handelsdiploms VSH
(
Urk.
5/33). Der Versicherte
versäumte zahlreiche Schulstunden und besuchte den Unterricht ab dem 11. Mai 2005 gar nicht mehr
(vgl.
Urk.
5/70),
worauf die
Verfügung vom 3
0.
September 2004
mit Verfügung vom 21. Oktober 2005
per 1
1.
Mai 2005
aufgehoben
wurde (
Urk.
5/72).
Im November 2005 wurde der IV-Stelle
ein neuer Unfall
des Versicherten
gemeldet (
Urk.
5/78)
. Am
3
0.
Mai 2006
ersuchte
der Versicherte
darum, die abgebrochene
Umschulung an der
Han
delsschule no
chmals beginnen zu dürfen (Urk.
5/82).
Die
IV-Stelle
zog darauf
nebst den
aktuellen Akten der Suva (Urk.
5/86) weitere erwerbliche (
Urk.
5/81
und
5/90
) und medizinische (Urk.
5/87
, 5/91
, 5/94 und
5/95
) Unterlagen bei.
Am 1
1.
Mai 2007 erteilte sie Kostengutsprache für den Besuch des ersten Semesters der Tageshandelsschule für Erwachsene
vom 13.
August 2007 bis zum 26.
Januar 2008 (
Urk.
5/107). Am 1
0.
September 2007
erklärte
der Versi
cherte
, er sei
psychisch und physisch nicht in der Lage
, die Schule weiter zu besuchen (Urk. 5/112), worauf die
Mitteilung
vom 1
1.
Mai 2007
mit Verfügung vom 5. November 2007 per 2
7.
August 2007 aufgehoben wurde (
Urk.
5/117).
Die IV
Stelle forderte den Versicherten wiederholt und unter Androhung von
Säumnis
folgen
dazu auf mitzuteilen, ob und bei wem er sich in psychiatrischer Behandlung befinde (vgl.
Urk.
5/128).
Sie nahm weitere Unterlagen
der Suva (
Urk.
5/120
und 5/130
)
, ein
Schreiben der
Klinik E._
vom 2
0.
November 2007
, gemäss welchem der Versicherte am 1
2.
Dezember 2006 letztmals zur Kontrolluntersuchung erschienen sei
(Urk.
5/121)
, und einen aktuellen IK-Aus
zug
(Urk.
5/127
)
zu den Akten. Hernach
wies
sie
das Rentenbegehren mit
Ver
fügung vom 1
9.
Juni 2008
wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht gestützt auf die vorhandenen Akten
ab (Urk.
5/138). In der Folge
trafen bei der
IV-Stelle
diverse
Arztberichte
ein (Urk.
5/139 bis 5/
147).
1.
3
Am
2.
April 2012 meldete sich der Versicherte
bei der IV-Stelle
erneut zum
Leis
tungsbezug
an und machte geltend, dass er
am 5.
September 2011
ei
nen Unfall erlitten habe und nun
auch
unter Beschwerden an der rechten Schulter leide
(Urk.
5/148).
Die IV-Stelle zog darauf
wiederholt
Akten der Suva bei (Urk.
5/73
,
5/164
, 5/167 und 5/170
).
Überdies
tätigte sie
diverse
erwerbliche (
Urk.
5/153
,
5/171
und 5/179
) und medizinische
(Urk.
5/158
, 5/160 und
5/165
) Abklärungen.
Danach gab sie einen Abklärungsbericht für
Selbständigerwer
bende
in Auftrag, der am 2
7.
Ja
nuar 2014 erstattet wurde (Urk.
5/179).
Mit Vorbescheid vom
23.
Juni
2014 stellte sie die Abweisung des Re
ntenbegehrens in Aussicht (Urk.
5/
182
). Hernach verneinte sie mit Verfügung vom
3.
September
2014 einen
Rentenanspruch (
Urk.
2 = 5/187)
.
2.
Gegen die Verfügung vom
3.
September 2014 erhob der Versicherte mit Eingabe vom
3.
Oktober 2014
Beschwerde
und beantragte sinngemäss die Ausrichtung einer Invalidenrente (
Urk.
1)
.
Die IV-Stelle schloss am 1
1.
November 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4).
Der Beschwerdeführer erstattete am
12. Dezember 2014 seine Replik (
Urk.
8) und reichte eine neue medizinische Unterlage ein (
Urk.
9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer Duplik (
Urk.
11), wovon der Gegenpart
ei Kenntnis gegeben wurde (Urk.
12).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtssch
riften und die neu einge
reichte Unterlage
(
Urk.
9
) wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einge
gangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung vom 3. Sep
tember 2014 in Betracht, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. September 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als Bauplaner nicht mehr arbeitsfähig sei. Eine angepasste
(leichte, wechselbelastende)
Tätigkeit sei ihm zu 100
%
zumutbar. Die Beschwerdegegnerin führte einen
Einkommensver
gleich
durch
, dem s
ie ein
Valideneinkommen
von Fr.
102‘456.90 und ein
Inva
lideneinkommen
von Fr. 75‘258.10 zu Grunde legte
.
Sie ermittelte
einen
Invali
ditätsgrad
von 27
%
, der keinen Rentenanspruch zu begründen vermöge (
Urk.
2).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 1
1.
November 2014 vertritt die
Beschwerde
gegnerin
neu
die Auffassung, dass sie das
Valideneinkommen
n
icht korrekt ermittelt habe. Dieses sei lediglich auf
Fr.
82‘128.15 zu beziffern, während von einem Invalideneinkommen von
Fr.
74‘660.80 auszugehen sei. Aus dem
Ein
kommensvergleich
resultiere folglich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 9
%
(
Urk.
4).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass
er bereits eine Rente der Suva erhalte. E
s
sei ihm nicht möglich
, ein
Invalidenein
kommen
von
Fr.
75‘258.10 zu erzielen (
Urk.
1)
. Er habe Maurer gelernt und später auch als ungelernter Bauführer gearbeitet. Er habe keine Ahnung, welche Tätigkeit er mit seinen körperlichen Behinderungen ohne eine zusätzliche Aus
bildung noch ausüben könnte, zumal er im Dezember 2014 an der Wirbelsäule operiert werde (
Urk.
8).
3.
3.1
Wegen seiner Schulterbeschwerden wurde
dem
Beschwerdeführer
ab dem 13.
März 1984 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
im
gelernten Beruf als Maurer
attestiert (
vgl.
Urk.
5/10/9
,
5/10/13
, 5/18/6
, 5/21/22, 5/21/26
,
5/21/73
und 5/27/1
)
.
3.2
Am
1.
November 20
05 rutschte
er
beim Treppensteigen aus und fiel über zwei Tritte (
Urk.
5/86/48)
.
Darauf war
er
vom
3.
bis zum 11.
November 2005 im Spi
tal
F._
hospitalisiert, wo eine Ruptur des vorderen und
des
hinteren
Kreuzbandes, ein medialer Meniskusriss und eine Ruptur des medialen
Seiten
bandes
diagnostiziert wurden (
Urk.
5/86/23).
V
om 1
7.
bis zum 28.
November 2005
hielt er sich
in der
Klinik E._
auf.
Dort musste er sich am 18. November 2005 einem operativen Eingriff am rechten Knie unterziehen, bei welchem Rekonstruktionen des hinteren Kreuzbandes, des vorderen Kreuzban
des und des medialen Sei
tenbandes erstellt wurden (Urk.
5/86/36 und 5/86/38).
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie und Suva-Kreisarzt,
erhob
am
2
7.
November 2006
bezüglich des rechten Kniegelenks eine leichte
Belas
tungsintoleranz
, eine Bewegungseinschränkung, eine Kraftminderung,
be
lastungs
abhängige
Schmerzen, eine erhalten
e
Bandstabilität, eine erhaltene
Mus
kel
trophik
, eine leichte Reizsituation des
Kniegelenkes mit
Weichteil
schwe
llung
ohne Erguss und reizlose Narbenverhältnisse als Befund (
Urk.
5/94/8).
Hinsichtlich der linken Schulter stellte er eine erhebliche
Belas
tungsintoleranz
, eine Bewegungsflusseinschränkung im mittleren oberen
Bewe
gungsbogen
, eine Kraftminderung und eine Muskelatrophie
Supraspinatus
,
Deltoideus
, fest. Der Abriss der
Bizepssehne
sei proximal. Die Kraftentwicklung sei leicht vermindert un
d es bestünden belastungs- und b
ewegungsabhängige Schmerzen. Bildgebend vermerkte er eine gute Stellung der Gelenkprothese (
Urk.
5/94/9). Ferner
stellte
er bezüglich des linken Kniegelenks praktisch beschwerdefreie Verhältnisse, einen vollen Bewegungsu
mfang, eine unauffällige
Trophi
k
, eine erhaltene Muskulatur und Bandstabilität sowie eine volle Funk
tion
fest
(
Urk.
5/94/8). Hinsichtlich der rechten Schulter erhob er
einen Status nach
Operation bei ausgezeichnetem Resultat ohne Beschwerden (Urk. 5/94/9).
Zur Arbeitsfähigkeit
führte
Dr.
G._
aus
, dass der Beschwerdeführer als Maurer nicht mehr einsetzbar sei.
Es seien ihm wechselbelastende Tätigkeiten und vereinzelt Zusatzbelastungen, statisch 10-15 kg
,
zumutbar. Er könne mehrere Male pro Arbeitszeit eine Gehstrecke von 200 bis 400 m zurücklegen. Stehen sei ohne ausschliessliche Belastung des rechten Beines möglich. Er könne auch
s
itzen ohne Einschränkung, mit der Möglichkeit aufzustehen und herumzugehen
und sollte eine freie
Arbeitsposition
haben
.
Nicht zumutbar sei
en
das
Gehen ausschliesslich auf unebenem Untergrund,
Leiternarbeit
, Gerüstarbeit, kniende und kauernde Bodenarbeiten, repetitives Treppensteigen, Tätigkeiten über Schulterhöhe, kraftvolle Stoss-, Zug- und Dreh
bewegungen mit dem rechten Bein und dem linken Arm, Vibrationen, Bo
hren, Spitzen, Hämmern, Schläge und
Überkopfarbeiten. Das
Zumutbarkeits
profil
werde durch die unfallfremden Behandlungen am linken Kniegelenk und an der rechten Schulter nicht zusätzlich beeinflusst. Allfällige
Leistungsein
schränkungen
seien in der genannten Beschreibung der Unfallfolgen bereits berücksichtigt (
Urk.
5/94/9 f.).
3.3
Aus den
diversen
Unterlagen der
Klinik E._
geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer am 2
5.
Juni 2008 ein Distorsionstrauma am rechten Knie erlitt (vgl.
Urk.
5/139 bis 5/147
und 5/153/10
).
Gemäss den
Bericht
en
vom
10.
u
nd
1
6.
Dezember 2008
wurde er für
Schwerstarbeiten
und mittelschwere Arbeiten
auf dem Bau
als
zu
100
%
arbeitsunfähig beurteilt. F
ür Bürotätigkeiten
wurde
die Arbeitsunfähigkeit
mit
0
%
beziffert
. Ebenso wurde er für leichte Tätigkeiten mit wechselnder sitzender und stehender Position zu 100
%
ein
satzfähig erachtet
(
vgl.
Urk. 5/140
und 5/153/10
).
Es wurde darauf
eine
K
nie
arthroskopie
rechts mit
Teilmen
iskektomie
am
mediale
n
Hinterhorn
durchge
führt (
vgl.
Urk.
5/141
bis 5/157
).
Am
2.
Februar 2009 untersuchte
Dr.
G._
den Beschwerdeführer
erneut
und gelangte
zum Schluss, dass wegen des rechten Kniegelenkes und der Behand
lung bei erheblicher Reizsituation aktuell keine Arbeitsfähigkeit bestehe. Ohne Rückmeldung der behandelnden Ärzte sei mit einer Abheilung der
Operations
folgen
vom Januar 2009
bis
zum
1.
April 2009
zu rechnen
(Urk.
5/153/9)
. Die behand
e
lnden Ärzte der
Klinik E._
hielten in ihrem Bericht vom
4.
August 2009
fest, dass sie den Beschwerdeführer am 2
8.
Juli 2009 untersucht hätten. A
ls Bauführer
sei er
lediglich für Bürotätigkeiten einsetzbar.
Dies ent
spreche etwa 20
%
seines Beschäftigungsgrades.
Eine sitzende Tätig
keit sei zu 100
%
möglich (Urk.
5/141/2).
Bei posttraumatischer
Gonarthrose rechts wurde
am 7. Februar 2010 eine
compu
ter
-assistierte Knie-
Totalprotese
links (
Medacta
CAS) eingesetzt
(vgl. Urk.
5/144 bis 5/147)
.
D
em Beschwerdeführer
wurde darauf bis zum 9.
Juni 2010
eine
100%
ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert
(
vgl.
Urk.
5/144
/2 und
5/145/2
). Anlässlich der Verlaufskontrolle vom
9.
Juni 2010 wurde
er als für
sitzende Tätigkeiten arbeitsfähig
qualifiziert
(
Urk.
5/145
/2
).
3.
4
Am
5.
September 2011 erlitt der Beschwerdeführer
seinen Angaben zufolge
erneut einen Treppensturz
, bei dem er
sich das
rechte Knie und die rechte Schulter
anschlug
(
Urk.
5/149/67)
.
Er suchte darauf
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, auf, der ihm ab dem
7.
September 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigte (
Urk.
5/149/
21
und 5/149/
50
). Am 8.
September 2011 begab sich
der Beschwerdeführer
zur Untersuchung in die
Klinik I._
, wo ein Status nach Distraktionstrauma der rech
t
en S
chul
t
er bei Treppensturz am 5.
September 2011, konventionell radiologisch und
sono
graphisch
kein pathologischer Befund
,
und ein Status
nach offener
Schultersta
bilisierung
vor Jahren diagnostiziert wurden (
Urk.
5/149/56).
Es folgten
am
2
4.
November 2011
und am 2
4.
Januar 2012
weitere Untersuchungen
(
Urk.
5/149/3
und
5/149/30). Gemäss dem Austrittsbericht vom 1
9.
März 2012 war
d
er
Beschwerdeführer
vom 1
6.
bis zum 1
7.
März 2012
in
der
Klinik I._
hospitalisiert,
weil
er sich einem operativen Eingriff an der
rechten
Sc
hulter unterziehen musste (Urk.
5/149/9).
I
m Bericht der
Klinik I._
vom 2
7.
Juni 2012
wurden
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
aufgeführt
(Urk.
5/158/5
):
-
Status nach Schulter-Arthroskopie rechts, Tenotomie der langen
Biceps
sehne
,
subacromialer
Bursektomie
und
Acromioplastik
am 16. März 2012 bei
-
therapieresistenten Schulterschmerzen rechts bei nicht rekon
struier
barer
Subscapularissehnenruptur
mit medialer Luxa
tion der
Biceps
longus
-Sehne
-
Status nach Treppensturz am
5.
September 2011
-
Status nach offener Schulter-Stabilisierung vor Jahren
-
Status nach Implantation einer anatomischen
Schulterarthroplastik
links
-
Status nach Implantation einer Knie-Totalprothese rechts
-
Rückenproblematik, auswärts behandelt
-
Verdacht auf Äthyl-Abusus.
Seit dem
5.
September 2011 sei der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauführer zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
5/158/6)
.
In der Folge wurde die Arbeitsfähigkeit als nicht
mehr
steigerbar
beurteilt (vgl. Urk.
5/164/15 und 5/164/32).
3.
5
Als Beifahrer war der Beschwerdeführer am
1.
Februar 2013 in einen Autounfall involviert
(
Urk.
5/168/31)
.
Er konsultierte darauf am
5.
Februar 2013
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, und klagte über eine Lumbalgie und Lähmung sowie über verschwommenes Sehen beim Blick nach links (Urk. 5/168/35).
Die ihm
vorgeschlagenen spezialärztlichen Untersuchungen
liess er nicht vornehmen
(vgl.
Urk.
5/168/35 bis 5/168/39).
Am
8.
März 2013 wurde in der Wirbelsäulensprechstunde der
Klinik E._
eine
Lumboischialgie
rechts mit
foraminaler
Nervenwurzelkompression L4 rechts diagnostiziert
und ein Nervenwurzelblock L4 rechts angeordnet
(
vgl.
Urk.
5/168/8
und 5/168/20
).
3.
6
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie und Suva-Kreisarzt
,
unter
suchte den Beschwerdeführer am 2
4.
September 2013
(
Urk.
5/170/14)
.
Er gelangte zum
Schluss, dass dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Schulter- und Kniegelenksbeschwerden eine leichte wechselbelastende Tätigkeit während des ganzen Tages zumutbar sei. Er könne Lasten bis zu 10 kg bis auf Taillenhöhe und Lasten bis zu 5 kg
bis
auf Brusthöhe heben. Überkopfarbeiten seien nicht mehr möglich. Tätigkeiten, welche mit Impulswirkung verbunden seien, wie Arbeiten mit stossenden oder vibrierenden Geräten, seien ungeeignet. Die Dauer der stehenden beziehungsweise gehenden Position sollte einen Drittel der gesamten Arbeitszeit nicht überschreiten und auf den ganzen Tag verteilt sein. Die Phasen der stehenden beziehungsweise gehenden Tätigkeiten sollten 15 Minuten nicht überschreiten. Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten seien nicht mehr zumutbar (
Urk.
5/170/27).
4.
4.1
Es ist unbestritten und ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen, dass der Beschwerdeführer
aufgrund
seiner Leiden
sowohl in seinem gelernten Beruf als Maurer als auch
seit dem
5.
September 2011
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Bauführer
zu 100
%
arbeitsunfähig ist.
4.2
U
nter Berücksichtigung der geschilderten medizinischen Aktenlage
ist auch
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin g
estützt auf
die Resultate der kreisärztlichen Untersuchung durch
Dr.
G._
vom 24.
September 2014
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
leidensange
passten
Tätigkeit ausgegangen ist.
Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom
3.
September 2014
lagen zwar medizinische Unterlagen vor,
in welchen als Folge des Autounfalles vom
1.
Februar 2013
auch
Rückenbe
schwerden
thematisiert werden (vgl.
Urk.
5/168/8 und 5/168/20). Darüber hin
aus ist dem Bericht der Notfallpr
axis des Spitals
K._
vom 20.
Mai 2012
zu entnehmen,
dass der Beschwerdeführer nach dem Tragen schwerer Gegenstände beim Zügeln über lumbale Schmerzen,
Parästhesien
und
Dysästhesien
klagte, worauf eine akute
Lumboischialgie
rechts diagnostiziert wurde (
Urk.
5/160/7).
Aus den fraglichen Berichten ergeben sich jedoch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass
die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers
wegen eines
Rückenlei
dens
dauerhaft
eingeschränkt sein könnte. Insbesondere
geht daraus nicht her
vor
,
weswegen die von
Dr.
G._
umschriebene Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
von 100 % anzupassen wäre.
D
em im Beschwerdeverfahren neu ein
gereichten
Bericht der
Klinik E._
vom 2
8.
November 2014 über die Untersuchung vom 2
1.
November 2014 (
Urk.
9)
lässt sich
in dieser Hinsicht
ebenfalls
nichts
entnehmen
.
Vielmehr
hält dieser fest
, dass die diagnostizierte
Radikulopathie
L4
wiederholt
mit Infiltrationen
behandelt wurde, welche jeweils
einen guten Erfolg erzielten. Eine dauerhafte Beschwerdebesserung sollte mit der auf den 1
5.
Dezember 2014 angesetzten Dekompression, Exzision der
extraforaminalen
Diskushernie sowie
Spondylodese
mit TLIF L4/5 erreicht wer
den (vgl.
Urk.
9).
5
.
5
.1
Zur Begründung seines Invalidenrentenbegehrens beruft
sich
der Beschwerde
führer
darauf
, dass ihm die Suva aufgrund eines Invali
di
tätsgrades von 38
%
eine Rente ausrichte (
Urk.
1).
Dem ist entgegen zu halten, dass
rechtsprechungs
gemäss
keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der Unfallversiche
rung für die Invalidenversicherung besteht (BGE 133 V 549). Dies gilt insbeson
dere auch dann, wenn der von einem Unfallversicherer angenommene Invaliditätsgrad auf einem Vergleich mit der anspruchsberechtigten Person beruht (BGE 112 V 174 E. 2a, vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_740/2013 vom 1
2.
Dezember 2013 E. 3), wie es hier der Fall ist (vgl.
Urk.
5/172 und 5/178). Der Beschwerdeführer kann daher weder aus dem mit der Suva abgeschlossenen Vergleich noch aus dem Umstand, dass er von der Suva Rentenleistungen erhält, etwas zu seinen Gunsten ableiten.
Vielmehr ist
anhand eines Vergleiches des hypothetischen
Valideneinkommens
mit dem hypothetisch erzielbaren Invalideneinkommen
konkret zu prüfen, ob die
Beschwer
degegnerin
zu Recht zum Schluss gelangte, es liege kein
renten
anspruchsbegründender
Invaliditäts
grad
vor.
5
.2
Der Beschwerdeführer meldete sich am
2.
April 2012
bei der
Beschwerdegegne
rin
zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/148/6). Es steht folglich ein
Invalidenr
enten
anspruch
ab dem
1.
Oktober 2012 zur Diskussion (
Art.
29
Abs.
1 IVG). Für den Einkommensvergleich sind daher die Zahlen betreffend das Jahr 2012 massge
blich (BGE 129 V 222 E. 4.2).
5
.3
5.3.1
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin
beim Erlass ihrer Verfügung
davon aus, dass der Beschwerdeführer während langer Zeit selbständig erwerbend gewesen sei
. In Koordination mit der Suva sei des
halb auf die Lohnangaben der Arbeitslosenversicherung abzu
stellen
und dem
entsprechend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
102‘456.90 im
Jahr
2012 auszugehen (
Urk.
2 S. 2).
Da
von hat die Beschwerdegegnerin gemäss ihrer Beschwerdeantwort A
bstand genommen,
weil
der Beschwerdeführer seinen eigenen Angaben zufolge seit 2002 nicht mehr als
Selbständigerwerbender
tätig
war und im Gesundheitsfall weiterhin die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Bau
führer
in einem Angestelltenverhältnis ausüben würde. Da sich das
Validenein
kommen
gestützt auf den IK-Auszug nicht zuverlässig ermitteln lasse, sei dieses anhand der LSE-Tabelle zu ermitteln. Das Einkommen als Bauführer im
Jahr
2011 belaufe sich auf
Fr.
82‘128.15 (LSE TA1,
Ziff.
41-43, Baugewerbe,
Anfor
derungsniveau
1 + 2,
Fr.
6‘500.-- : 40 x 41,7 x 12 x 1,01). Das der Berechnung zugrunde gelegte monatliche Einkommen von
Fr.
6‘500.
--
stimme
auch
mit dem versicherten Lohn der Arbeitslosenversicherung und den Angabe
n des Beschwer
deführers hinsichtlich des üblichen Lohnes überein
(Urk.
4 S. 1
f.
).
5.3
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mens
entwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
gli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. Septem
ber 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
5.3
.3
Ab dem 1
6.
August 2010 war der Beschwerdeführer als arbeitslos gemeldet und ab Dezember 2010 bezog er Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
5/153 und 171/1).
Am 2
7.
Januar 2014 führte er gegenüber der Abklärungsperson aus, dass er lediglich von 1991 bis etwa 2002 in der Baubranche einen eigenen
Akkordbe
trieb
geführt habe. Danach sei er nicht mehr als Selbständiger
erwerbs
tätig gewesen. Seine letzte Anstellung als Bauführer bei der
L._
GmbH
habe von etwa 2007 bis 2009 gedauert.
Er wisse nicht mehr, wie hoch sein Lohn damals gewesen sei. Im Allgemeinen seien für eine solche Tätigkeit etwa
Fr.
6‘500.-- bis
Fr.
7‘000.-- üblich. Die
L._
GmbH
gebe es nicht mehr, deshalb sei er ab 2010 ja auch arbeitslos geworden. Ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung würde er als Bauführer im Angestelltenverhältnis tätig sein (
Urk.
5/179/2).
5
.
3
.
4
Die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner selbständigen Erwerbstätigkeit werden mit den Buchungen und Stornierungen im IK-Auszug bestätigt (Urk. 5/171). Daraus geht auch
hervor, dass der Beschwerdeführer
zuletzt und lediglich im Zeitraum
von Juli bis und mit Dezember 2009 ein Einkommen von
Fr.
39
‘000.-- von der
L._
GmbH erhielt (
Urk.
5/171)
, was einem durchschnittlichen Betrag von
Fr.
6‘500.
-- pro Monat
entspricht
.
Bei der
(gelöschten)
L._
GmbH konnten keine weiteren Informationen zum Arbeitsverhältnis erhältlich gemacht werden (
Urk.
5/156).
Gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers ist jedoch davon auszugehen, dass es aus invaliditätsfremden Gründen beendet
wurde
.
Unter diesen Umständen ist der
Validenlohn
nicht ausgehend vom im IK
-Auszug ausgewiesenen Einkommen
, sondern
anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen, die in der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) enthalten sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts
I 98/06 vom 2
1.
April 2006 E. 4.1
, I 111/04 vom
6.
August 2004 E. 2.3 und
I 714/02 vom
7.
Mai 2003 E. 5.2
).
Der Beschwerdeführer verfügt über eine abgeschlossene Berufslehre als Maurer
(
Urk.
5/13)
. Er war während Jahren immer wieder auf dem Bau tätig und konnte zum Teil auch organisatorische und leitende Aufgaben übernehmen
(vgl.
5/19, 5/21/97
,
5/86/9
und 5/90
)
.
Darüber hinaus verfügt er aufgrund seiner Tätigkeit für die
Genossenschaft A._
über Arbeitserfahrung im
adminstrativen
Bereich und im Verkauf (vgl.
Urk.
5/28/3).
Es ist der Beschwerdegegnerin daher beizupflichten, dass das
Valideneinkom
men
auf der Basis
eines durchschnittlichen monatlichen Einkommens von
Fr.
6‘500.-- für Männer im Baugewerbe, welche höchst anspruchsvolle und schwierigste Arbeiten beziehungsweise selbständige und qualifizierte Arbeiten verrichten (Anforderungsniveau 1 + 2),
gemäss der LSE-Tabelle TA1
2010
fest
gesetzt werden kann.
Unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentli
chen Arbeitszeit von 41,
5
Stunden in der Baubranche (im Internet abrufbar, vgl. http:/www.bfs.admin.ch) und der Teuerung (in der Baubranche 2011
:
1
%
und 2012
:
0,7
%
, vgl. den Nominallohnindex
2011
2014
des Bundesamtes für Sta
tistik, T
1.10
,
F 41-43
) ergibt sich ein
Valideneinkommen
von
Fr.
82‘
301
.--
pro Jahr (LSE 2010, TA1,
Ziff.
4
1-43, Niveau 1 + 2, Männer, Fr.
6‘500.-- : 40 x 41,
5
[durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit] x
1,01
7
[Nominallohnbereinigung] x 12).
5.3.5
Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt zu bemerken, dass der Beschwerde
führer seinen erlernten Beruf als Maurer, den er ab dem 2
2.
August 1983 bei der
Z._ AG
als
Akkordant
ausübte (vgl.
Urk.
5/3/3, 5/10/11 und 5/10/13), aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.
Im IK-Auszug sind ab September 1983 bis und mit August 1984 Zahlungen von insgesamt Fr. 11‘222.-- verbucht (vgl.
Urk.
5/2/1, 5/2/4
, 5/11/1
und
5/171/4
). Es erscheint daher nicht plausibel, dass der Beschwerdeführer wie behauptet mit einem Stundenlohn von
Fr.
21.--
brutto
im Akkord rund
Fr.
3‘800.-- Monatslohn erhielt (vg
l.
Urk.
5/3/8 und 5/3/26). Aufgrund der kurzen Anstellungsdauer und der branchenüblichen
wetterbedingten
saisonalen Schwankungen
(vgl. Urk. 5/10/11)
wäre das
Vali
deneinkommen
als Maurer ebenfalls anhand eines Tabellenlohnes zu ermitteln.
Auszugehen wäre von einem monatlichen Einkommen
im Jahr 2010
von
Fr.
5‘74
2
.-- für Männer im Baugewerbe, die eine Tätigkeit ausüben, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzt (vgl.
LSE 2010 TA1
Ziffer 41-43,
Bau
branche
,
Niveau 3, Männer).
Es erscheint daher
nicht als überwiegend wahr
scheinlich, dass der Beschwerdeführer als Gesunder mit einer Tätigkeit als gelernter Maurer
im Jahr 2012
ein höheres Einkommen
erziel
t
hätte
als dasje
nige von
Fr.
82‘301.--, welches
ihm als
Valideneinkommen
für die zuletzt aus
geübte Bauführertätigkeit zugestanden wird.
5
.4
5.4.1
Hinsichtlich des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin in Betracht, dass der Beschwerdeführer
seit
dem
5.
September 2011 keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen habe. Es sei deshalb
auf die Tabelle TA1 der
LSE
2010
abzustellen
und vom durchschnittlichen
Monatslohn
der Männer in allen Branchen
für gelernte Tätigkeiten (Anforderungsniveau 3) von
Fr.
5‘909.-- im Jahr 2010 auszugehen.
Dieser Betrag sei auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit hochzurechnen und der
Nominallohnentwicklung
anzupassen. Dem
entsprechend sei von einem Invalideneinkommen von
Fr.
75‘258.10 im
Jahr
2012 auszugehen (
Urk.
2 S. 2). Der Beschwerdeführer bestreitet, dass er ein Invalideneinkommen in diesem Umfang erzielen könnte (
Urk.
1).
5.4.2
Da der Beschwerdeführer bereits seit 2010 kein Erwerbseinkommen mehr erzielt, ist es korrekt, zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens
Tabel
lenlöhne
heranzuziehen (BGE 126 V 75 E. 3b/
bb
).
Ebenso wenig ist zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin ihren Berechnungen einen standardisier
ten Monatslohn für Tätigkeiten, die Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3), für Männer von Fr. 5‘909.
-- gemäss LSE 2010
zu Grunde gelegt hat. Damit wird nicht nur den
intellektuellen
Fähigkeiten und der Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers Rechnung getragen, sondern es wird auch der Umstand angemessen berücksichtigt, dass er sämtliche
Umschulungs
massnahmen
aus invaliditätsfremden Gründen
nicht angetreten beziehungs
weise
abgebrochen hat
(vgl.
Urk.
5/4, 5/5/1, 5/70, 5/72, 5/112, 5/117 und 5/128)
.
Aus den bei der
Schule D._
erziel
ten Schulnoten geht auch mit hinreichender Deutlichkeit hervor,
dass die Umschulung nicht an mangelnden intellektuellen Fähigkeiten scheiterte (
Urk.
5/66 und 5/68/2).
Die fehlende fachliche Eignung im kaufmännischen Bereich hat
d
er
Beschwerdeführer
folglich selbst zu vertreten. Dementsprechend ist
auch richtig,
ihn
so zu stellen, als hätte er eine solche erworben.
Der standardisierte Monatslohn ist auf die im Jahr 2012 übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (im Internet abrufbar, vgl. http:/www.bfs.admin.ch) hochzurechnen und der Teuerung anzupassen. (im Internet abrufbar, vgl. http:/www.bfs.admin.ch) und der Teuerung (2011
:
1
%
und 2012
:
0,8
%
, vgl. den Nominallohnindex 2011-2014 des Bundesamtes für Statistik, T1.10, Total).
Es resultiert eine hypothetisches Invalideneinkommen
von Fr.
75‘252
.-- pro Jahr (LSE 2010, TA1,
Total
, Niveau
3
, Männer, Fr.
5
‘
9
0
9
.-- : 40 x 41,
7
[durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit] x 1,01
8
[
Nominallohn
bereinigung
] x 12).
Selbst wenn man
die
maximal
möglichen
25
%
vom statistischen Lohn in Abzug bringen würde, um dem Alter des Beschwerdeführers und dessen leidensbedingten Einschränkungen Rechnung zu tragen, verbliebe immer noch ein hypothetisches Invalideneinkommen von
Fr.
56‘439.--
.
5
.5
Eine Gegenüberstellung der beiden
für das Jahr 2012 massgebenden
Vergleichs
einkommen
ergibt einen Invaliditätsgrad von
8,56
%
([
Fr.
82‘301.--
–
Fr. 75‘252.--
] :
Fr.
82‘301.--
x 100).
Auch bei einem hypothetischen
Invaliden
einkommen
von lediglich
Fr.
56‘439.-- würde der Invaliditätsgrad
mit 31,42
%
kein rentenbegründendes Ausmass erreichen. Die Beschwerdegegnerin hat folg
lich zu Recht einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.--
festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.
--
anzusetzen
und dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei aufzuerlegen.