Decision ID: 9f6d598b-b13d-4202-a75a-370c2df00bc0
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
gegen
Kantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Arbeitslosenentschädigung
Sachverhalt:
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A.
A.a S._ meldete sich per 16. März 2009 zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung
an (act. G 3.8). Mit Schreiben vom 27. März 2009 forderte die kantonale
Arbeitslosenkasse (nachfolgend: Kasse) den Versicherten auf, ihr folgende Unterlagen
einzureichen: Die Bescheinigung der Arbeitgeber, bei denen er im Zeitraum vom 16.
März 2007 bis 15. März 2009 gearbeitet habe; das Formular "Angaben der versicherten
Person" für den Monat März 2009; Kopien der Lohnabrechnungen für die letzten zwölf
Anstellungsmonate sowie eine Kopie seiner aktuellen Aufenthaltsbewilligung (act. G
3.15). In der Folge reichte der Versicherte einen Teil der geforderten Unterlagen ein. Mit
Schreiben vom 29. Mai 2009 teilte die Kasse dem Versicherten mit, es fehlten die
Bescheinigung der Arbeitgeber, bei denen er im Zeitraum vom 16. März 2007 bis 15.
März 2009 gearbeitet habe, sowie die Kopien der Lohnabrechnungen der letzten zwölf
Anstellungsmonate. Sie forderte ihn auf, die fehlenden Unterlagen einzureichen,
ansonsten sie den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht weiter prüfen könne
(act. G 3.20). In der Folge reichte der Versicherte weitere Unterlagen ein. Mit Schreiben
vom 25. Juni 2009 teilte die Kasse dem Versicherten mit, er habe die gewünschten
Unterlagen, die sie für die Anspruchsabklärung benötige, noch nicht eingereicht. Sie
setzte ihm eine letzte Frist bis 9. Juli 2009, um die gewünschten Unterlagen
einzureichen und wies ihn darauf hin, dass der Anspruch erlösche, wenn er nicht innert
dreier Monate nach dem Ende der Kontrollperiode, auf die er sich beziehe, geltend
gemacht werde (act. G 3.24).
A.b Mit Verfügung vom 20. Juli 2009 lehnte die Kasse den Antrag des Versicherten auf
Arbeitslosenentschädigung ab 16. März 2009 ab, da er keine
Arbeitgeberbescheinigung für die Zeit von August bis Oktober 2008 sowie keine
Kopien der Lohnabrechnungen für die letzten zwölf Anstellungsmonate eingereicht
habe (act. G 3.26). Hiergegen erhob der Versicherte am 21. August 2009 Einsprache.
Auf seine telefonische Nachfrage bei der Kasse sei ihm gesagt worden, dass -
nachdem er noch einige Unterlagen nachgereicht habe - nun alle nötigen Unterlagen
vorlägen. Er sei deshalb erstaunt und erschrocken, dass sein Antrag abgelehnt worden
sei. Wenn Unterlagen gefehlt hätten, sei dies nicht bewusst oder aus Böswilligkeit,
sondern aus Unkenntnis der hiesigen Anforderungen geschehen. In der Beilage reiche
er die als fehlend angeführten Unterlagen nach (act. G 3.29).
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B.
Mit Entscheid vom 15. September 2009 wies die Kasse die Einsprache ab. Der
Versicherte habe auf ihre Schreiben nicht reagiert und die angesetzten Fristen
ungenutzt verstreichen lassen. Eine Reaktion sei erst mit der Einsprache vom 21.
August 2009 erfolgt. Aufgrund der Dreimonatsfrist sei der Anspruch für die Monate
März und April 2009 verwirkt. Ab 1. Mai 2009 könne der Anspruch nun geprüft werden
(act. G 3.31).
C.
C.a Mit Eingabe vom 14. Oktober 2009 erhebt der Versicherte Beschwerde und
beantragt sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids. Zur Begründung
wiederholt er die bereits im Verwaltungsverfahren vorgebrachten Argumente. Er habe
die fehlenden Unterlagen im Rahmen der Einsprache nachgereicht und sich für seinen
Fehler entschuldigt. Trotzdem sei die Einsprache abgelehnt worden. Er verstehe diese
Ablehnung nicht, denn ausser der verpassten Frist, welche ihm nicht bekannt gewesen
sei (zudem sei er davon ausgegangen, dass alles vollständig sei), lägen die Unterlagen
ja jetzt vor (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2009 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Aussage des
Beschwerdeführers, wonach ihm die Auskunft erteilt worden sei, er habe alle
Unterlagen eingereicht, könne nicht gefolgt werden, da sie ihn dann nicht mehr
aufgefordert hätte, die Unterlagen einzureichen. Der Anspruch für die Monate März und
April 2009 sei verwirkt; ab Mai könne der Anspruch geprüft werden (act. G 3).
C.c Ein weiterer Schriftenwechsel findet nicht statt (vgl. act. G 5).

Erwägungen:
1.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung für März und April 2009. Die
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Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch für diese Monate mit der Begründung
abgelehnt, der Beschwerdeführer habe die zur Prüfung des Anspruchs notwendigen
Unterlagen nicht rechtzeitig eingereicht. Nicht Gegenstand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens ist der Anspruch des Beschwerdeführers ab Mai 2009, da die
Beschwerdegegnerin ihm im Rahmen des Einspracheentscheids eine Prüfung seines
Anspruchs ab jenem Zeitpunkt in Aussicht gestellt hat, nachdem er die verlangten
Unterlagen im Einspracheverfahren nachgereicht hatte.
2.
2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung erlischt, wenn er nicht innert dreier
Monate nach dem Ende der Kontrollperiode, auf die er sich bezieht, geltend gemacht
wird (Art. 20 Abs. 3 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]). Als
Kontrollperiode gilt jeder Kalendermonat, für den die arbeitslose Person
Entschädigungsansprüche geltend macht (vgl. Art. 27a der Verordnung über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR
837.02] i.V.m. Art. 18a AVIG). Die in Art. 20 Abs. 3 Satz 1 AVIG gesetzte Frist ist eine
Verwirkungsfrist, die weder einer Erstreckung noch einer Unterbrechung, aber einer
Wiederherstellung zugänglich ist. Eine Fristwiederherstellung kann gewährt werden,
wenn die gesuchstellende Person für ihre Fristversäumnis entschuldbare Gründe
vorbringen kann (BGE 114 V 123; ARV 1993/94 Nr. 33 S. 234 E. 1b; ARV 2000 Nr. 6
S. 31 E. 2a; vgl. auch Art. 41 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
2.2 Den Anspruch für u.a. die erste Kontrollperiode während der Rahmenfrist macht die
versicherte Person nach Art. 29 Abs. 1 AVIV geltend, indem sie der Kasse folgende
Dokumente einreicht: den vollständig ausgefüllten Entschädigungsantrag (lit. a), das
Doppel des amtlichen Anmeldeformulars (lit. b), die Arbeitsbescheinigungen für die
letzten zwei Jahre (lit. c), den Ausdruck des Datensatzes "Kontrolldaten" oder das
Formular "Angaben der versicherten Person" (lit. d) sowie alle weiteren Unterlagen,
welche die Kasse zur Beurteilung ihres Anspruchs verlangt (lit. e). Das Erfordernis, zur
Geltendmachung des Anspruchs die in Art. 29 AVIV aufgeführten Unterlagen
einzureichen, ist darin begründet, dass die Arbeitslosenkasse ausreichend über alle –
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oder zumindest alle wesentlichen – Elemente informiert sein muss, die sie zur
Anspruchsbeurteilung benötigt (BGE 113 V 68 f. E. 1b; vgl. auch ARV 2000 Nr. 6 S. 30
E. 1c). Nach Art. 29 Abs. 3 AVIV setzt die Kasse der versicherten Person nötigenfalls
eine angemessene Frist für die Vervollständigung der Unterlagen und macht sie auf die
Folgen der Unterlassung aufmerksam.
2.3 Es gilt im Sozialversicherungsrecht der Grundsatz, dass schwere Rechtsnachteile
aufgrund pflichtwidrigen Verhaltens nur dann erwachsen dürfen, wenn die versicherte
Person vorgängig ausdrücklich und unmissverständlich auf die Rechtsfolgen
hingewiesen wurde. Gerade über die Verwirkungsfolge bei verspäteter
Geltendmachung des Anspruchs besteht eine Aufklärungspflicht der Verwaltung. Es
geht dabei um eine derart einschneidende Rechtsfolge, dass deren Eintritt die
Einhaltung strenger Verfahrensvorschriften voraussetzt. Die Schutznorm von Art. 29
Abs. 3 AVIV findet aber ihrem Wortlaut entsprechend nur dann Anwendung, wenn es
um die Vervollständigung der erforderlichen Dokumente geht. Beim Fehlen jeglicher
Unterlagen muss die Arbeitslosenversicherung die säumige Person hingegen weder
mahnen noch ihr eine zusätzliche Frist einräumen (ARV 2005 Nr. 11, S. 140, E. 5.3.2 mit
Hinweisen).
3.
3.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer den Aufforderungen der
Beschwerdegegnerin, die zur Anspruchsprüfung notwendigen Unterlagen einzureichen,
nur unzureichend nachgekommen ist. Insbesondere reichte er die verlangten
Lohnabrechnungen der letzten zwölf Anstellungsmonate erst am 21. August 2009
zusammen mit seiner Einsprache gegen die Verfügung vom 20. Juli 2009 ein (vgl.
Beilagen zu act. G 3.29). Zu jenem Zeitpunkt waren die geltend gemachten Ansprüche
für die Monate März und April 2009 infolge des Ablaufs der Dreimonatsfrist gemäss Art.
20 Abs. 3 AVIG grundsätzlich verwirkt.
3.2 Wie oben dargelegt, ist die Kasse verpflichtet, die versicherte Person ausdrücklich
und unmissverständlich über die Verwirkungsfolge bei verspäteter Geltendmachung
des Anspruchs aufzuklären, ansonsten diese Rechtsfolge nicht eintreten kann. Ob dies
vorliegend geschehen ist, ist nachfolgend zu prüfen.
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Im ersten Schreiben vom 27. März 2009 wurde der Beschwerdeführer ohne Hinweis
auf allfällige Folgen im Unterlassungsfall zur Einreichung namentlich aufgeführter
Unterlagen aufgefordert (act. G 3.15). Allerdings hatte er das mit diesem Schreiben u.a.
eingeforderte Formular "Angaben der versicherten Person" für den Monat März 2009
bereits eingereicht (vgl. Eingangsstempel in act. G 3.13). Im "Erinnerungsschreiben"
vom 29. Mai 2009 nannte die Beschwerdegegnerin die noch fehlenden Unterlagen und
forderte den Beschwerdeführer erneut auf, diese einzureichen. Sie wies ihn darauf hin,
dass sie seinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ohne Aktenvollständigkeit
nicht weiter prüfen könne. Falls sie bis Ablauf der neu gesetzten Frist die fehlenden
Unterlagen nicht erhalte, müsse sie annehmen, dass er auf weitere Ansprüche
verzichte (act. G 3.20). Dieser Hinweis war nicht korrekt, hatte der Beschwerdeführer
doch ausdrücklich Ansprüche angemeldet und wollte diese auch weiter verfolgen. Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat sich mehrmals mit dem im
Zusammenhang mit Art. 20 Abs. 3 AVIG verwendeten missverständlichen Ausdruck
"Verzicht" befasst. Richtigerweise muss der Adressat bzw. die Adressatin der
Aufforderung darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei fehlender Reaktion innert
gesetzter Frist die Ansprüche erlöschen. Nur ein solcher Hinweis erfüllt das Erfordernis
der ausreichenden Bestimmtheit einer Androhung, indem er klar stellt, dass als Folge
der Nichtreaktion der Anspruch untergeht. Ein blosser Verzicht kann dagegen dadurch
in Abrede gestellt werden, dass Einsprache bzw. Beschwerde eingereicht wird. Bei
formrichtiger Androhung erübrigt sich im Übrigen auch eine weitere Aufforderung
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. September
2008, AVI 2008/23, E. 3.1; Entscheid vom 5. Mai 2008, AVI 2007/97, E. 1.2). Vorliegend
hat die Beschwerdegegnerin auf dem Erinnerungsschreiben vom 29. Mai 2009
zusätzlich den Wortlaut von Art. 20 Abs. 3 AVIG im Sinn einer Rechtsbelehrung
wiedergegeben, doch kann auch darin keine formrichtige Androhung erblickt werden.
So geht aus dem wiedergegebenen Wortlaut von Art. 20 Abs. 3 AVIG lediglich hervor,
dass der Anspruch erlöscht, wenn er nicht innert dreier Monate nach dem Ende der
Kontrollperiode, auf die er sich bezieht, geltend gemacht wird. Nachdem der
Beschwerdeführer seine Ansprüche unbestrittenermassen rechtzeitig geltend gemacht
hatte, musste er gestützt auf diese "Rechtsbelehrung" nicht mit irgendwelchen
Konsequenzen rechnen. Ohnehin scheint es angesichts des in Frage stehenden
schweren Rechtsnachteils angezeigt, den versicherten Personen die angedrohten
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Rechtsfolgen im eigentlichen Text des jeweiligen Schreibens - und nicht wie vorliegend
als "Anhang" - aufzuzeigen, und zwar mittels einer einfachen und unmissverständlichen
Formulierung.
Mit der "letzten Mahnung" vom 25. Juni 2009 hat die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer noch einmal darauf hingewiesen, dass der Anspruch gemäss Art. 20
Abs. 3 AVIG erlösche, wenn er nicht innert dreier Monate nach dem Ende der
Kontrollperiode, auf die er sich beziehe, geltend gemacht werde (act. G 3.24). Zwar ist
der Hinweis auf Art. 20 Abs. 3 AVIG dieses Mal im eigentlichen Text erfolgt, doch wird
die angedrohte Rechtsfolge auch hier wieder an die Geltendmachung des Anspruchs -
und nicht an das nicht rechtzeitige Einreichen der fehlenden Unterlagen - geknüpft, so
dass auch dieses Schreiben nicht als formrichtige Androhung angesehen werden kann.
Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in diesem
Schreiben zu Unrecht den Vorwurf gemacht hat, auf die letzten beiden Schreiben nicht
reagiert zu haben. So waren bei der Beschwerdegegnerin in der Zwischenzeit sowohl
eine Arbeitgeberbescheinigung als auch Lohnabrechnungen eingegangen (act. G 3.21
f.). Die Datierung der Arbeitgeberbescheinigung (5. Juni 2009 [Freitag]) und das
Eingangsdatum bei der Beschwerdegegnerin (8. Juni 2009 [Montag]) lassen darauf
schliessen, dass diese Unterlagen direkt von der W._ AG eingereicht worden sind.
Allerdings hat diese lediglich die Unterlagen betreffend das Jahr 2007, nicht jedoch
auch die verlangten Dokumente für das Jahr 2008 eingereicht. Dies war dem
Beschwerdeführer offenbar nicht bekannt, und es geht auch aus der "letzten Mahnung"
vom 25. Juni 2009 nicht hervor, wird dort doch nicht einmal aufgeführt, um welche
Dokumente es sich bei den "gewünschten Unterlagen" handelt. Angesichts der
gravierenden Rechtsfolgen der Anspruchsverwirkung wäre die Beschwerdegegnerin
gehalten gewesen, den Beschwerdeführer über die unzureichende Akteneinreichung
durch die W._ AG zu informieren und ihm eine (letzte) Frist zur Vervollständigung der
Unterlagen - dies unter ausdrücklicher Nennung der fehlenden Dokumente -
anzusetzen, und zwar mit der ausdrücklichen Androhung, dass sein Anspruch verwirke,
wenn er die bezeichneten Unterlagen innert der gesetzten Frist nicht vollständig
einreiche.
3.3 Zusammengefasst bleibt damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer nicht ausreichend ausdrücklich und unmissverständlich auf die
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Verwirkungsfolge bei verspäteter Einreichung der für die Beurteilung des
Leistungsanspruchs wesentlichen Unterlagen hingewiesen hat. Entsprechend sind die
Ansprüche des Beschwerdeführers nicht verwirkt. Die Sache ist daher an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die geltend gemachten Ansprüche
in materieller Hinsicht beurteilt.
4.
Im Sinn der obigen Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen, und die Sache ist
zur materiellen Anspruchsprüfung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53