Decision ID: 3246a272-f9ce-45dc-ac15-77dbe4df6115
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1960, arbeitete
seit dem
3.
Januar 1985
bei der
Y._
als Werbeassistent und war in dieser Eigenschaft bei der Basler
Versicherung AG (nachfolgend: Basler) gegen die Folgen von Unfällen ver
si
chert,
als er am
2
2
.
Oktober
1985
bei einem Motorradunfall
eine
dritt
gra
dige
offene Un
ter
schenkel-Mehretagenfraktur links, eine
Densfraktur
sowie eine Commotio
cerebri erlitt (
Urk.
14/
1/1,
Urk.
14/3/
1-2
)
.
Die Basler gewährte Heil
behandlung und
Taggeld.
Insbesondere aufgrund eines In
fektes war zur Versorgung de
s
Un
ter
schenkel
bruches
eine Vielzahl von
Opera
tionen
nötig
(Urk.
14/3/
1-6,
Urk.
14/3/
12
).
1.2
Am 1
0.
August 1988 brach sich der Versicherte beim Joggen
erneut den
beim Un
fall vom
22. Oktober
1985 verletzte
n
linke
n
Unterschenkel (
Urk.
14/1/
43), wes
wegen er am selben Tag im
Z._
operiert wurde (
Urk.
14/3/
19).
Kurz nach der Spitalentlassung kam es zu
Infektsymptomen
und schliesslich Fistelbildung am distalen Unterschenkel (
Urk.
14/
3/
23). Es
mussten
weitere
Operationen
durchgeführt
werden
(insbes.
Urk.
14/3/
25
-26
, Urk. 14/3/
32
-
37,
Urk.
14/3/
41
,
Urk. 14/3/
80
,
Urk.
14/3/
84
-85,
Urk.
14/3/
87
,
Urk.
14/3/
89
,
U
rk.
14/3/
106
, Urk. 14/3/
110-112
, Urk. 14/3/
115
-122
,
Urk. 14/3/
142,
Urk.
14/3/
152
,
Urk.
14/3/
175
, Urk. 14/3/
182-183, Urk. 14
/3/
185
).
1.3
Im Rahmen ihrer Abklärunge
n zum medizinischen Sachverhalt
veranlasste die
Basl
er das Gutachten von
Dr.
med.
A._
,
Chirurgie FMH, vom
1.
Mai 2011
(
Urk.
14/4/
10).
A
m
6.
Oktober 2011
verfügte
sie
die Ausrichtung einer In
validenrente ab
1.
Mai 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 20
%
sowie einer
In
tegritätsentschädigung
bei einer Integritätseinbusse
von 35
%
.
Sie verneinte den überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusam
menhang
von
Beschwerden be
züg
lich des Rund
rückens, der
Beinlängen
differenz
, der
Abnützungserschei
nungen
im rech
ten Knie und Rücken zum Unfallereignis vom 2
2.
Oktober 1985 wie
auch
ihr
e Leistungspflicht für weite
re
Psychotherapien und beschränk
t
e die künf
tige
un
fall
bedingte
Heilbehandlung auf den linken Fuss
(
Urk.
14/2/
3)
.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 7. November 2011
Einsprache
(
Urk.
14/2/
4)
.
X._
wurde am 2
1.
Dezember 2011 i
n der
Klinik B._
ein weiteres
Mal am li
nken Fuss operiert (
Urk.
14/3/
192).
M
it
Ein
sprachee
ntscheid
vom 11. Jun
i 2012
hiess die Basler dessen Einsprache
insoweit teilweise gut, als sie ent
schied, dass die Beinlängenverkürzung unfallkausal sei und der versicherte
Verdienst Fr. 126‘000.-- (
Maximum gemäss Bun
desgesetz über die Unfallver
si
che
rung [UVG]
) und die monatliche Invalidenrente (20
%
)
Fr.
1‘680.-- betrage (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 1
1.
Juli 2012 Beschwerde und beantragte, in Auf
hebung des
Einspracheentscheides
vom 1
1.
Juni 2012
seien ihm weiterhin Taggelder zu leisten, die Sache sei zur erneuten Begutachtung
an die
Beschwer
degegnerin
zurückzuweisen, ihm sei ein höherer Invaliditätsgrad zu attestieren
und eine höhere Integri
tätsentschädigung zu entrichten, und die
medizinischen Leis
tungen
, die
er auch nach Festsetzen der Rente in Anspruch nehmen dürfe
, seien
festzulegen
(
Urk.
1 S. 2).
Mit
Beschwerde
antwort
vom
3.
September 2012
be
antragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
13, un
ter
Beilage ihrer Akten,
Urk.
14/1
-
6
). Die Parteien hielten
replicando
(
Urk.
19) und
duplicando
(
Urk.
23) an ihren Anträgen fest. Mit Mitteilung vom 2
2.
Januar 2013 wurde dem Beschwerde
führer eine Kopie der Duplik zugestellt (
Urk.
24).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit er
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte
im angefochte
nen
Einspracheentscheid
vom 11
.
Juni 2012
in Bezug auf die streitigen Belange
auf das Gutachten von
Dr.
A._
vom 1. Mai 2011
(Urk. 14/
4/
10)
ab
(
Urk.
2 S. 4).
Sie verneinte die
Un
fall
kausalität
der Hal
swirbelsäulen
(HWS)-Beschwerden und der lumbalen
Rücken
be
schwer
den
, ging
aber
aufgrund des Berichts von
Dr. med.
C._
,
Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
Chefarzt
am
Zentrum für Fusschirurgie
der
Klinik B._
,
vom
4.
November 2011 davon aus, dass die Beinl
ängendifferenz unfallkausal sei
(
Urk.
2 S. 5).
G
e
stützt auf die Be
urteilung von
Dr.
A._
vom
1.
Mai 2011
führte sie aus
, dass der Beschwerdeführer
im angestammten Beruf als Werbespezialist eine Arbeits
fähigkeit von 80
%
und
in einer leidensangepassten Tätigkeit eine
solche von
90
%
erreichen könne (
Urk.
2 S. 5). Ca. 26 Jahre nach dem Unfall vom 22. Oktober 1985 sei der End
zustand am
1.
Mai 2011 erreicht
(
Urk.
2 S. 6). Die Beschwerdegegnerin er
mittelte einen Invaliditätsgrad von 20
%
, womit – bei ei
nem massgebenden Jahreslohn von
Fr.
126‘000.-- (Höchstbetrag des versicher
ten Verdienstes) – ab
1.
Mai 2011 ein monatlicher Rentenanspruch von
Fr.
1‘680.-- resultiere (
Urk.
2 S. 6).
Die Beurteilung eines Integritätsschadens von 35
%
durch
Dr.
A._
werde durch die Beurteilung von
Dr.
C._
vom
4.
November 2011 (30 bis 40
%
) gestützt und erweise sich so
mit als korrekt
(
Urk.
2 S. 7). Schliesslich
hielt
die Beschwerdegegnerin fest, dass
sie
die
unfall
bedin
gten
Behandlungen betreffend das linke
Bein, insbesondere auch in Be
zug auf die
Beinlängen
verkürzung
, im Rahmen von
Art.
21 UVG
weiterhin er
bringe (
Urk.
2 S. 7).
1.2
D
e
r Beschwerdeführer
stellt sich demgegenüber
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt, dass der Endzustand am
1.
Mai 2011 noch nicht erreicht worden sei (
Urk.
1 S. 3
,
Urk.
19 S. 2
). Er bringt formelle und materielle Einwände gegen das
Gutachten von
Dr.
A._
vom
1.
Mai 2011 (
Urk. 1.
S. 3 bis 4
,
Urk.
19 S. 5 bis
6,
S.
12 bis 15
) vor und kritisiert namentlich, dass die
von ihm eingereichten me
dizinischen Berichte dem Gutachter nicht vorgelegt worden seien (
Urk.
1 S. 4). Wegen seiner psychischen Probleme verlangt der Beschwerdeführer, dass bei einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ein polydisziplinäres Gutach
ten einzuholen sei (
Urk.
1 S. 4,
Urk.
19 S. 2 bis 3).
Ferner bemängelt er, dass
nicht klar
sei
, welche Behandlungen betreffend den linken Fuss die
Beschwer
de
gegnerin
weiterhin erbringen werde (
Urk.
1 S. 5).
2.
2.1
Vorab zu klären ist
demnach,
ob
die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus
ging, dass der medizinische Endzustand am
1.
Mai 201
1
erreicht war sowie, ob
der medizinische Sachverhalt weiter abzuklären ist
.
2.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu.
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 ATSG) invalid, so hat sie
Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Be
s
se
rung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
glie
derungsmassnahmen der Invaliden
ver
sicherung abgeschlossen sind. Mit dem
Ren
tenbeginn
fallen die Heil
behan
dlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.3
In
BGE 134 V 109
E. 4 hat sich das Bundesgericht eingehend mit der Frage aus
einandergesetzt, wann ein Unfallversicherer einen Versicherungsfall mit Ein
stellung der bis anhin gewährten vorübergehenden Leistungen (Taggeld und Hei
l
behandlung) und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (als Dau
er
leis
tung) und/oder eine Integritätsentschädigung
abschliessen
darf. Dabei hat es er
kannt, mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzep
tion nach auf erwerbstätige Personen ausgerichtet ist, bestimme sich die in
Art.
19
Abs.
1 UVG erwähnte "namhafte Besserung des Gesundheits
zu
standes" nament
lich nach
Massgabe
der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstel
lung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Die Verwendung des Begriffs "nam
haft" in
Art.
19
Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (
zweckmässige
) Heilbehandlung im Sinne von
Art.
10
Abs.
1 UVG er
hoffte Be
sserung ins Gewicht fallen muss
. Kommt der Versicherungsträger hin
gegen zum Schluss, eine Fortsetzung der ärztlichen Behandlung führe nicht mehr zu einer nennenswerten Besserung, oder hält er eine vom Versicherten oder dessen Arzt vorgeschlagene Behandlung für
un
zweckmässig
, kann er ge
stützt auf
Art.
48 UVG die Fort
setzung der Behandlung ablehnen
. Ein Anspruch auf weitere medizinische Behandlung besteht somit nur, wenn damit eine er
hebliche Besserung des Gesundheits
zustandes erreicht werden kann. Hingegen verleihen weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fort
set
zung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren
Massnahmen
–
wie etwa
einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fort
schritt An
spruch auf deren Durchführung. In diesem Zu
sammenhang muss der Gesund
heits
zustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retro
spek
tiver Fest
stellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgericht 8C_970/2012
vom 3
1.
Juli 2013 E. 2.3, mit weiteren Hinweisen
).
2.
4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersu
chten Person auseinander setzt –
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
–
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
che
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
3.1.1
Die Beschwerdegegnerin gab bei
Dr.
A._
am 1
2.
März 2010 eine
spe
zial
ärztliche
Begutachtung in Auftrag, durch welche insbesondere die Kausalität
des
Unfallereignisses vom 22. Oktober 1985 für
d
ie
Beschwerde
n
des Be
schwer
de
füh
rers beurteilt werden sollte (
Urk.
14/1/
197).
Dr.
A._
untersuchte den Be
schwerdeführer am
8.
April 2010 und – nachdem
dieser
am 2
3
.
Juli 2010
im
D._
operiert
worden war
(
Urk.
14/1/
198-199
,
Urk.
14/3/
182-183
)
– erneut am 1
7.
März 201
1
(
Urk.
14/4/
10 S. 1)
.
Gestützt auf seine Untersu
chun
g
en des Beschwerdeführers sowie die von der
Beschwer
degegnerin
und vom Be
schwerdeführer zur Verfügung gestellten Unterlagen
(
Urk.
14/4/
10 S.
1)
stell
t
e
Dr.
A._
die
Hauptd
iagnose
funktionelle und weniger statische Be
schwerden im linken Fuss auf der Basis eines posttrauma
tischen
Rückfussvalgus
mit Arth
rosen im Mittelfuss und in den
Meta
tarsal
gelenken
, Senk- und Spreiz
fuss rechts
sowie die Nebendiagnose Status nach Diagnose einer
therapieresis
tenten
Lum
boi
schalgie
links mit
Wur
zelirritation
L5/S1 links
(
Urk.
14/
4/
10 S. 12
bis 13,
S. 14
)
.
Als Dia
gnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit be
zeichnete
er
funk
tio
nelle und weniger statische Beschwerden im linken Fuss (
Urk.
14/4/
10 S. 14).
3.1.2
Laut
Dr.
A._
stehen die heutigen Beschwerden am linken Fuss in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 2
2.
Oktober 1985 (
Urk.
14/4/
10 S. 15)
.
Die vom Beschwerdeführer angege
benen Rest-Rückenbeschwerden (Rundr
ücken), die Beinlängendifferenz
, die jetzigen und zukünftigen über
durchschnittlichen Abnützungserscheinungen im Rücken resp. eine erhöhte An
fälligkeit für Arthrose stünden in einem höchstens mögli
chen Kausalzusam
men
hang
zum Unfall vom 2
2.
Oktober 198
5.
Ver
schiedene Studien hätten gezeigt, dass es selbst bei Patienten mit amputierten Beinen, mit Prothesen oder
mit Lähmungen an einem Bein in der Mehrzahl nicht zu ent
sprechenden Becken- resp. Rückenbeschw
erden respektive zu Beschwerden in den
Gegen
gelenken
wie Hüfte, Knie oder Füssen komme. Es bestehe kein über
wiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang (
Urk.
14/4/
10 S. 16).
3.1.3
Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hielt
Dr.
A._
fest, dass
dieser
in seinem ehemal
igen Beruf als Werbespezialist
unter Idealbedingungen mit Ar
beiten im Atelier grösstenteils sitzend, teils stehend, und ohne dauerndes aus
wärtiges Arbeiten mit Autofahrten eine Tätigkeit bis 80
%
erreichen könne. Im allgemeinen Arbeitsmarkt könnte der Beschwerdeführer
für leichte Arbeiten, gröss
tenteils sitze
nd, teils stehend, ohne dauerndes Treppenhinauf
-
und
-
hin
un
tergehen,
ohne
Zwangshaltungen mit dem rechten Bein,
ohne
Arbeiten in kauern
der Stellung,
ohne
rasche Stellungsbezüge mit den Beinen und
ohne
dauern
des Heben von Ge
wichten von 2 bis 3 kg
, eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
er
reichen
(
Urk.
14/4/
10 S. 16).
3.1.4
Unter
Berücksichtigung der
funktionellen
Beschwerden im linken Fuss bei ver
steifte
m
unterem Sprunggelenk und teils versteiftem oberem Sprunggelenk
,
Schmerzen im Mittelfuss
sowie
stark
dekonfigu
r
iertem
distalem Unterschenkel nach zwei
Lappen
plastiken
mit verminderter Sensibilität
am lateralen
Malleolus
, welche er mit
den
in den
Tabelle
n
4 (Integritätsschaden bei einfachem
oder
kom
binierten Zehen-, Fuss- und
Bein
verlusten
) und
5 (Integritätsschaden bei Arth
rosen)
der Schweizerischen Unfall
versicherungsanstalt (SUVA)
erfassten
Inte
gritätsschäden
verglich,
taxierte
Dr
.
A._
den Integritätsschaden auf 35
%
(
Urk.
14/4/
10 S. 16
bis 17
).
3.
2
Bei seiner Untersuchung des Beschwerdeführers vom
5.
Mai 2011 erhob PD Dr. med.
E._
,
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Oberarzt Orthopädie
an der
Klinik B._
, anam
nestisch Überlastungszeichen des r
echten Kniegelenks (Urk. 14/3/
187).
Nach
durchge
führter MRI-Untersuchung des rechten Knies vom 2
0.
Mai 2011 diagnos
tizierte
er
einen
anteromedialen
bis
peripatellären
Kniesc
hmerz rechts
(
Urk.
14/3/
189
S. 1
).
3.3
In seinem Bericht vom 19. Mai 2011 hielt
Dr.
C._
fest, dass die
Restbe
schwerden
la
teralseits
im Rück- und Mittelfuss
links
durch die
Anpassung der neuen Stellung des Fusses bedingt seien. Es sei
möglich, dass
noch eine Bes
serung eintre
t
e
n werde
. Dr.
C._
ging davon aus, dass der Endzustand – zumindest vorläufig – Ende des Jahres 2011 erreicht werde
. Vorerst bleibe die Arbeitsfä
higkeit aufgrund der Einschränkungen bei 50
%
(
Urk.
14/1/
206)
.
Am 2. September 2011 attestierte
Dr.
C._
dem Beschwerdeführer
aufgrund der Be
schwerden im Bereich des Rückfusses
lateralseits
auf Höhe des lateralen
Malleolargelenkes
und der recht stark eingeschränkten Gehfähigkeit
eine 50%-Arbeitsf
ähigkeit
für eine vorwiegend sitzende Tätigkeit
.
Es wurde
eine SPECT-CT-Untersuchung vor
geschlagen, um die Ausdehnung der Entzündung im Fuss besser lokalisieren zu können
(
Urk.
14/1/
213).
Nach der Konsultation vom 4. November 2011 hielt Dr.
C._
fest, dass die
SPECT
-CT-Untersuchung die klinische
Verdachts
diagnose
eines
Impingements
zwischen Talus und
Fibu
la
spitze
bestätigt habe. Aufgrund dieses Befundes, der anamnestischen Angaben
und des klinischen Befundes ergebe sich eine klare Indikation für eine
Ge
lenk
s
toilette
auf diesem Niveau. Das
„
IV-Zeugnis
“
werde noch nicht ausgefüllt, weil doch signifikante Änderungen im Anschluss an die Operation
zu erwarten seien (Urk. 14/3/
190). Dieser operative Eingriff
fand
am 21. Dezembe
r 2011 statt (Urk. 14/3/
192).
Dr.
C._
führte am
8. November 2012
aus
, dass der „End
zustand“ im Mai 2011 „sic
herlich“ noch nicht erreicht ge
wesen sei
. Er
wies
da
rauf hin, dass die Operation vom 21. Dezember 2011 eine leichte Besserung ge
bracht habe.
Die Tatsache, dass die Operation am 2
1.
Dezember 2011 eine Bes
se
rung gebracht habe – aufgrund einer Pathologie, welche mit einer
SPECT-CT
-Unter
suchung habe objektiviert werden können
–
beweise dies eindeutig.
Seit August
(2012)
könne gesagt werden, dass sich der Zustand
stabilisiert
habe
und dass keine weitere Besserung mit spezifischen Therapien zu erreichen sein wird.
Er (
Dr.
C._
) denke nicht, dass durch weitere operative Behandlungen der Zustand signifikant gebessert werden könne. Beim heutigen stabilisierten „End
zustand“ bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(vier Stunden am Tag) und eine vornehmlich sitzende Tätigkeit könne zu ca. 80
%
durchgeführt wer
den. Möglicherweise
könne
eine Steigerung um 10
%
erreicht werden
(
Urk.
20/1).
3.
4
Auf Zuweisung von
Dr.
C._
untersuchte
Dr.
med.
F._
,
Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rheumatologie, und Innere Medizin FMH, Chefärztin
Rheumatologie
und Rehabilitation
an der
Klinik B._
,
den Beschwerdeführer am 1
3.
Dezember 201
1.
Ihrer Beurteilung ist zu
ent
neh
men, dass bezüglich Unfallkausalität ein Zusammenhang der
Brustwirbe
l
säulen
(BWS)-Problematik mit der Fehlstatik eher fraglich anzusehen sei, ausser es wäre
n
beim
initialen
Unfall auch Wirbelfrakturen auf Höhe der BWS vor
handen gewesen. Das Gehen an Krückstöcken erkläre die Entwicklung der
Keil
deforma
tionen
nicht. Viel eher müsse ein Status nach Morbus Scheuermann an
genom
men werden,
w
omit die BWS-Kyphose als vorbestehend zu werten wäre. Bezüg
lich der Kniebeschwerden rechts bestünden radiologisch keine Hin
weise auf eine bereits fortgeschrittene Arthrose. Beim Gehen an den Krück
stöcken sei nicht zwingend von einer Überlastung rechts auszugehen, insbesondere da die Gehleistung und damit die aufsummierte Gesamtbelastung eher beschränkt aus
gefallen sei (
Urk.
14/3/
193 S. 2 bis 3).
3.5
Im ärztlichen Zeugnis vom 2
3.
November 2012 führt
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, aus, dass beim Beschwerdeführer schwers
te
arthrotische
Veränderungen in verschiedensten Gelenken bestünden. Die Belastbarkeit des linken Beines sei deutlich eingeschränkt. Die freie
Gehstre
cke
betrage 150 Meter. Dem Beschwerdeführer sei es deshalb aus gesundheitli
chen Gründen nicht möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an den Ar
beitsplatz zu fahren, weil die Gehstrecken so lange seien, dass er Stöcke benüt
zen müss
t
e, was ebenfalls für ein vorbestehendes Schulterleiden ungünstig sei (
Urk.
20/3).
4.
4.1
4.1.1
Der Beschwerdeführer macht
–
insbesondere unter Hinweis auf
die
von
Dr.
C._
verfassten Berichte
–
geltend, dass der Endzustand am
1.
Mai 2011
noch nicht erreicht gewesen sei (
Urk.
1 S. 3
,
Urk.
19 S. 2
).
De
r Umstand, dass er
kurz nach der
Begutachtung
nochmals operiert worden sei, wovon man sich eine
wesent
liche Besserung erhofft habe, zeige, dass der Endzustand im Zeitpunkt der Begutachtung noch nicht eingetreten sei (
Urk.
19 S. 14).
Wird auf die Ein
schätzung von Dr.
A._
vom
1.
Mai 2011 abgestellt, wonach der Be
schwerde
führer bereits im Untersuchungszeitpunkt (März 2011) – unter Berück
sichtigung der Folgen des Unfalls vom 22. Oktober 1985 – in seiner ange
stammten Tätig
keit als Werbe
spezialist
zu 80 % und in einer
leidensange
passten
Tätigkeit zu 90 % arbeitsfähig war (E. 3.1.3), kann nicht davon ge
sprochen wer
den, dass
die
Ar
beits
fähigkeit durch die Operation vom 21. De
zember 2011 noch einmal signi
fi
kant
hätte
g
esteigert werden kö
nnen
.
Eine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes im
Sinne der höchstrichterlichen Rechtsprechung (E. 2.3) liegt da
her nicht vor.
Zwar erwartete Dr.
C._
vom
am 21. Dezember 2011 in der
Klinik B._
durchgeführten ambulanten opera
tiven Eingriff eine signi
fikante Änderung, weshalb er bezüglich der Invalidität noch nicht Stellung neh
men
wollte (E. 3.3). Daraus lässt sich entgegen der An
sicht des Beschwerde
füh
rers (Urk. 19 S. 4) jedoch nicht ableiten, dass Dr.
C._
im Bericht vo
m 4. November 2011 (Urk. 14/3/
190) ausdrücklich von der Möglichkeit einer be
deu
tende
n
Steigerung der Arbeitsfähigkeit gespro
chen h
ä
tte.
Keinen Einfluss hat
die nachträgliche Bestätigung von
Dr.
C._
,
dass der operative Ein
griff vom
2
1.
Dezember 2011 eine leichte Besserung ge
bracht habe (E. 3.3),
weshalb
der Endzustand im Mai 2011 noch nicht erreicht gewesen sei
.
Bezüglich dieser Aus
sage
n
gilt es
zudem
zu beachten
, dass
Dr.
C._
als be
handelnder Spezial
arzt, ähnlich wie ein Hausarzt
,
in einem
auftragsrechtlichen
Vertrauensver
hält
nis zum Be
schwerdeführer steht, weshalb seine Beurteilung mit Zurückhaltung zu würdigen ist (BGE 125 V 35
1
E. 3b/
cc
,
Urteil des Bundes
gerichts
U 202/01
vom
7.
Dezember 2001 E. 2b/
bb
, je mit weiteren Hinweisen). Dies gilt umso mehr
für seine Stellungnahme vom 8.
November 2012
, weil diese nach Erlass des ab
schlägigen Entscheids der Beschwerdegegnerin ergangen ist (vgl. Urteil des Bun
des
gerichts I 92/06 vom 16. August 2006 E. 5.3).
Vor die
sem Hintergrund
stellt es keinen Mangel dar, dass der Gutachter Dr.
A._
zu den vom Beschwerde
führer einge
reichten Berichten von Dr.
C._
nicht noch einmal Stellung ge
nommen hat.
Auch in Kenntnis der
Berichte
von
Dr.
C._
ist es nicht zu be
anstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
davon
ausging, dass nach dem
1.
Mai 2011
von der Fortsetzung der ärztlichen Be
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheit
s
zustandes im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG mehr erwartet
w
er
den konnte
.
4.
1.
2
Der Vollständigkeit halber sei zu erwähnen, dass
die Entstehung des Renten
anspruchs
g
emäss
Art.
19
Abs.
1 UVG weiter auch den Abschluss
allfällige
r
Eingliederungsmassnahmen der
Eidg
. Invalidenversicherung (
IV
)
voraussetzt. Im an
gefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Juni 201
2 (
Urk.
2)
ging die
Be
schwer
de
gegnerin
darauf nicht ein, obschon ihr bekannt war, dass sich der Be
schwer
de
führer am 25. Oktober 2011 erneut bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons
Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug angemeldet hatte (IV-Akten, Urk. 14/6).
Ist von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr zu erwarten, wird jedoch der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung erst später gefällt, wird vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an vorübergehend eine
Übergangsrente
ausgerichtet (
Art.
19
Abs.
3 UVG
i.V.m
.
Art.
30
Abs.
1 der Ver
ord
nung über die Unfallversicherung [UVV]). Damit eine Übergangsrente ausge
richtet werden kann, muss der ausstehende Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung
allerdings
Vorkehren beschlagen, welche einer
Eingliederungs
problematik
aufgrund eines unfallkausalen Gesundheitsschadens gelten.
Recht
sprechungs
gemäss
kann sich sodann der in
Art.
19
Abs.
1 erster Satz UVG vor
behaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV, soweit es um berufliche Massnahmen geht nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden
In
validi
tätsgrad
zu beeinflussen. Für das Vorliegen dieser Voraussetzungen braucht es
konkrete Anhaltspunkte (
Urteil des Bundesgerichts
8C_423/2008 vom 1
0.
Juli 2009
E. 5.3, mit weiteren Hinweisen).
I
m Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung
vom
6. Oktober 2011
(Urk. 14/2/
3)
bzw. des angefochtenen
Einspracheent
scheids
vom 1
1.
Juni 2012
(
Urk.
2)
hatte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer noch keine
beruflichen Massnahmen zugesprochen.
Die IV-Stelle erteilte dem Be
schwer
deführer
erst
am 2
5.
Juni 2012 Kostengutsprache für ein Arbeitstraining bei der
H._
vom
2.
Juni 2012 bis
1.
Januar 201
3
(IV-Akten, Urk. 14/
6)
.
So oder anders bestehen indes keine An
haltspunkte dafür, dass durch
dieses
Ar
beits
training
das
Invalidenein
kom
men
des Be
schwerdeführers verbessert
bzw
.
der
die Invalidenrente der
Beschwerde
gegnerin
bestimmende Invaliditätsgrad beein
flusst werden könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_423/2008 vom 1
0.
Juli
2009
E. 5.4). Auch in dieser Hinsicht gibt der
Fall
abschluss
der
Beschwerdegeg
nerin
per
1.
Mai 2011 somit zu keinen Beanstan
dungen Anlass.
4.2
4.2.1
Dr.
A._
erstattete
seine Expertise vom
1. Mai 2011 (Urk. 14/4/
10)
nach ein
läss
lichen
Unter
suchungen und in Kennt
nis der und in Auseinander
setzu
ng mit den
Vorakten
(Anam
nese)
.
Entgegen der
Auffassung
des Beschwerdeführers finden sich keine Anhalts
punkte – insbesondere auch nicht aufgrund der Auf
listung der Operationen des Be
schwerdeführers in der Replik (Urk. 19 S. 6 bis 12)
– dafür, dass Dr.
A._
bei seiner Expertise nicht sämtliche Akten zur Ver
fügung
ge
standen hätte
n
. Dr.
A._
hat
– mit Ausnahme der
Beinlängen
diffe
renz
, deren Unfallkausalität die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspra
che
entscheid
vom 11. Juni 2012 jedoch anerkannte (Urk. 2 S. 5)
–
detaillierte und nachvollziehbare Be
funde und Diagno
sen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklag
ten Beschwerden und seinem Verhalten aus
einander
gesetzt. Zudem hat er die medizinischen Zusammenhänge und die me
dizinische Situation einleuchtend dargelegt und seine Schlussfolgerungen nach
vollziehbar begründet. Seinem Gutachten kommt somit grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E.
2
.4).
Neben den bereits genannten erhebt der Beschwer
deführer weiter
die folgenden
Ein
wen
dungen gegen das
Gutachten von Dr.
A._
vom
1. Mai 2011
(Urk. 14/4/
10)
:
4.2.
2
Der Beschwerdeführer
bemängelt, dass sich
Dr.
A._
zu
Ein
schrän
kungen der HWS nicht geäussert
habe, obwohl aus den Akten
(diesbezüglich)
gravierende Einschränkungen her
vorgehen würden (Urk. 19
S. 5 und
S. 14).
Er nimmt Bezug auf
das Gutachten von
Dr.
med.
I._
,
Spezialarzt für Chirurgie und Or
tho
pädie, Orthopädische Chirurgie, vom
8.
Juni 1995 (
Urk.
14/4/
1).
Dessen Ex
per
tise ist allerdings zu entnehmen, dass die beim Unfall vom 2
2.
Oktober 1985 er
littene
Densfraktur
in guter Stellung
ossär
konsolidiert
sei. Gemäss der Be
ur
teilung von
Dr.
I._
standen die bei
den
Röntgenuntersuchung
vom 1
4.
Juni 1994
(
vgl.
Urk.
14/4/
1 S. 21
)
festgestellten leichten
osteochon
droti
sche
n
und
spondylarthrotische
n
Veränderungen im mittleren und unteren Ab
schnitt der HWS möglicherweise in einem Zusammenhang mit der
Dens
fraktur
(
Urk.
14/4/
1 S.
25)
.
Bereits
Dr.
I._
ging somit nicht von einem überwiegend wahr
schein
lichen Kausalzusammenhang zwischen den HWS-Beschwerden und dem Unfall vom 2
2.
Oktober 1985 aus, womit das Argument des Beschwerde
führers nicht zu überzeugen vermag.
4.2.3
Der Beschwerdeführer macht
weiter
geltend, dass er eine lumbale Di
s
kushernie
erlitten
habe, nachdem
der
Beinlängenausgleich v
on 6 cm durchgeführt worden sei
. Dr.
A._
sei in seiner Beurteilung gar nicht auf die lumbalen Beschwerden
eingegangen (Urk. 19 S. 13).
Der Be
schwerdeführer stellt sich unter Hinweis auf den Bericht des
Chiropraktors
Dr.
J._
vom
19. November 1999 (Urk. 14/3/
102) auf
den
Standpunkt, dass die damalige Diskushernie
wegen der
unphysiologische
n
Belastung der Lendenwirbelsäule, die auf die
Beinverlänge
rung
zurückzuführen sei, unfallkausal war
.
Zudem
verspüre
er
wegen der Mehr
be
lastung des rechten Beines Knie
schmerzen, auch wenn die Gehleistung nicht so gross sei (Urk. 19 S. 13).
Entgegen dieser Aus
führungen erweist es sich u
nter
Berücksichtigung der Einschätzung von Dr.
F._
vom 13. De
zem
ber 2011 (E. 3.4)
allerdings
als über
zeugend, dass Dr.
A._
die gel
tend ge
machten l
umbale
n
Beschwerden und
Schmerzen im
rechte
n
Knie
nicht als
un
fall
kausal
beurteilte.
4.2.4
Wenn der Beschw
erdeführer im Übrigen bemängelt
, dass
Dr
.
A._
die Kran
ken
geschichte im Zusammenhang mit der Beinlängenverkürzung nicht nach
voll
zo
gen und den Kausalzusammenhang zwischen
dem
Unfall vom 2
2.
Oktober 198
5
und der Beinlängendifferenz lediglich als möglich beurteil
te
(Urk. 19 S. 12)
, wo
hin
gegen für
Dr.
C._
die Kausalität sicher sei (
Urk.
1 S. 3 bis 4), verkennt er, dass auch die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass die
Beinlän
gendiffe
re
nz
unfallkausal ist (
Urk.
2 S. 5
).
4.2.
5
Schliesslich behauptet der B
eschwerdeführer, dass der lange
Heilungsverlauf mit
all diesen Rückfällen geeignet gewesen sei, psy
chische Defizite zu bewirken (Urk. 1 S. 4).
Anlässlich der Begutachtung durch Dr.
A._
gab der Beschwer
deführer an, dass er zwei Mal pro Monat die Psychotherapie besuche (Urk. 14/4/4/10 S.
10
). Bei seiner Neuanmeldung bei der IV
vom 2
5.
Oktober 2011
nannte der Beschwerdeführer weder
ein
psych
isches Leiden noch einen be
handelnden Psychiater (IV-Akten,
Urk.
14/
6).
D
a sich in den Akten keine
konkrete
n
Anhaltspunkte dafür finden, dass beim Beschwerdeführer aktuell eine psychische Gesundheitsstörung besteht,
braucht
auf sein Vorbringen
indes
nicht wei
ter eingegangen zu werden
.
4.3
Die
Kritik
des Beschwerdeführer
s
verm
a
g somit keine Zweifel am Beweiswert des Gutachtens von
Dr
.
A._
vom
1.
Mai 2011 (
Urk.
14/4/
10) zu begründen. Mit
Dr.
A._
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer – unter Be
rück
sichtigung der Unfallfolgen – in
der angestammten Tätigkeit als Werbespe
zialist zu 80
%
und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 90
%
arbeitsfähig ist.
5.
Der Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin sowie die Höhe des ver
si
cher
ten Verdienstes blieben unangefochten und geben zu keinen Bean
stan
dung
en
Anlass.
Der Beschwerdeführer hat
bei einem Invaliditätsgrad von 20
%
ab dem
1.
Mai 2011
Anspruch auf eine
Invalidenrente der
Beschwerdegegnerin
.
Nach
dem
d
er Beschwerdeführer
die Einschätzung
zur
Integritätsent
schädigung
von
Dr.
A._
(35
%
)
als
angemessen beurteilt
,
soweit diese die Einbusse be
züglich des linken Fusses betrifft, und
er
seinen Antrag auf eine höhere
Inte
g
ritäts
ent
schädigung
lediglich damit begründet, dass die übrigen
Gesundheits
schäden
, welche er auch als unfallkausal ansieht (
Urk.
19 S. 14), worin ihm aber – wie fest
gehalten
(insbes. E. 4.2.
2
bis 4.2.
3
) –
nicht gefolgt werden kann,
auch zu be
rücksichtigen seien,
geben die Aus
führungen des Beschwerdeführers zur
Inte
gri
tätsentschädigung
zu keinen Weiterungen Anlass.
6
.
6
.1
Schliesslich beantragte der Beschwerdeführer, dass festzulegen sei, welche medi
zi
nischen Leistungen er auch nach Festsetzung der Rente in Anspruch nehmen dürfe (
Urk.
1 S. 2).
6
.2
Wenn der Rentenbezüger nach der Festsetzung der Rente zur Erhaltung
seiner ver
bleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege bedarf, wer
den
ihm
die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen
(
Art.
10 bis 13 UVG)
gewährt
(
Art.
21
Abs.
1
lit
. c UVG).
6
.3
Der Beschwerdeführer
macht
unter
Hinweis auf den Bericht von Dr.
C._
vom 8. August 2012 geltend
, dass erst ab August 2012 von einem stabilisierten Zustand gesprochen werden könne. Zur Aufrechter
haltung dieses Zustandes sei er auf Spiraldynamik angewiesen, wie auch auf
Schmerz
medi
kamente
, Einlagen, welche jährlich kontrolliert und angepasst werden müssen. Zur Reduktion der
lokalen Schwellung müssten regelmässig Stützst
r
ümpfe getragen werden (Urk. 19
S. 4).
Mit
dem
angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Juni 2012
hat die
Beschwerde
gegnerin
nicht im abweisenden Sinne über diese Heilbe
handlung ent
schieden. Sie hielt vielmehr fest, dass
sie
die unfallbedingten Be
handlungen be
treffend das linke
Bein, insbesondere auch in Bezug auf die
Beinlängen
ver
kür
zung
, im Rahmen von Art. 21 UVG weiterhin erbringe (Urk. 2 S. 7). Der Be
schwer
deführer kann kein aktuelles schützenswertes Interesse be
züglich der Fest
legung der einzelnen Leistungen gelten machen
, weil im jetzi
gen Zeitpunkt nich
t bestimmbar ist, welche Leistungen
er
dereinst in Anspruch nehmen
muss
.
Ihm steht die Möglichkeit offen, im Einzelfall bei einem ableh
nenden Entscheid eine Verfügung zu verlangen.
Auf sein
B
e
gehren ist
daher
nicht einzutreten
.
7
.
Diese Erwägungen führ
en zur Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einge
treten w
er
d
en kann
.