Decision ID: dfdc54d0-ab4e-4f0e-b85e-084ad9f08b37
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft gegen D. eine Untersuchung führt wegen des  der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 StGB sowie des  Betrugs gemäss Art. 146 StGB (Akten BA, pag. 1-00001);
- sie im Rahmen dieses Verfahrens u. a. die bei der Bank E. AG liegenden
Vermögenswerte der F. Ltd. beschlagnahmte (Akten BA, pag. 7.2.1.-00001 ff.);
- sie die diesbezügliche Beschlagnahme mit Verfügung vom 31. Januar 2011
aufhob (act. 1.1);
- Rechtsanwalt Rüdy im Namen der eingangs erwähnten Beschwerdeführer als (mutmassliche) Privatkläger hiergegen am 14. Februar 2011 bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob und u. a. die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte (act. 1);
- Rechtsanwalt Rüdy im Rahmen des Schriftenwechsels vor der I. Be-
schwerdekammer die Beschwerde mit Eingabe vom 5. April 2011  und diesbezüglich beantragt, den Beschwerdeführern keine Kosten aufzuerlegen (act. 16);
- diese Eingabe der Bundesanwaltschaft am 6. April 2011 zur Kenntnis ge-
bracht worden ist (act. 17).

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder  zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO);
- die Rückzugserklärung (Abstand) den Rechtsstreit beendet (in diesem Sin-
ne CALAME, Commentaire romand, Bâle 2011, n°4 ad art. 386 CPP);
- das Beschwerdeverfahren demzufolge als erledigt von der  abgeschrieben werden kann (in diesem Sinne ZIEGLER, Basler , Basel 2011, Art. 386 StPO N. 4);
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- die Parteien die Kosten des Beschwerdeverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens tragen, wobei als unterliegend auch die  gilt, die die Beschwerde zurückzieht (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die vor Inkrafttreten der StPO geltenden Prozessordnungen und die Recht-
sprechung vorsahen, dass die zuständige Behörde unter gewissen  von der allgemeinen Regel (im Sinne des Art. 428 Abs. 1 StPO) abweichen konnte, wobei in Art. 428 Abs. 2 StPO diese Ausnahmen vom Gesetzgeber aber offenbar bewusst nur zum Teil übernommen wurden (vgl. hierzu Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1328; vgl. auch DOMEISEN, Basler , Basel 2011, Art. 428 StPO N. 17; GRIESSER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010; Art. 428 StPO N. 6);
- vorliegend kein Ausnahmegrund im Sinne von Art. 428 Abs. 2 StPO vor-
liegt, weshalb der Antrag der Beschwerdeführer, ihnen keine Kosten , nicht gutgeheissen werden kann;
- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf Fr. 200.-- festgesetzt
(Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet wird;
- die Bundesstrafgerichtskasse den Beschwerdeführern daher Fr. 1'300.--
zurückzuerstatten hat;
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