Decision ID: b59143fb-96d4-4d87-9cd0-4ec2b4504fae
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 28.12.2015 Art. 30 Abs. 1 lit. b und c UVV; Art. 19 UVG. Rentenanspruch.Die natürliche Kausalität von Kopfschmerzen wurde vorliegend verneint.Ist der Entscheid der IV betreffend Umschulung pendent, ist die Frage nach einer Übergangsrente zu prüfen.Die Suva ist unter genau bezeichneten Voraussetzungen befugt, für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die DAP-Werte zurückzugreifen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Dezember 2015, UV 2014/89).Entscheid vom 28. Dezember 2015BesetzungPräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Lisbeth Mattle Frei;Gerichtsschreiberin Marilena GnesaGeschäftsnr.UV 2014/89ParteienA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., K & B Rechtsanwälte, Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt
A.a A._ (in der Folge: der Versicherte), erlitt am 13. August 2010 einen
Verkehrsunfall (Kollision zwischen einem Personenwagen und dem vom Versicherten
gelenkten Motorrad; Suva-act. 1), in dessen Folge er sich eine Luxationsfraktur der
rechten Schulter, eine Innenbandzerrung am rechten Knie sowie eine
Rippenserienfraktur rechts (3.-5. Rippe) zuzog (Suva-act. 6 und 16). Die
Erstbehandlung erfolgte vom 13. bis 30. August 2010 im Kantonsspital St. Gallen
(KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie, wo am 13. August 2010 eine offene
Reposition, eine Reposition des tuberculum minus sowie eine Fixation mittels
Zugschraube und Plattenosteosynthese durchgeführt wurde (Suva-act. 5, 16, 17).
A.b Der Versicherte war seit 1. August 2010 als Mitarbeiter Inhouse Facility Services
bei der B._ AG, Niederlassung C._, im Pensum von 100 % angestellt (Suva-act. 3)
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und bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen
sowie Berufskrankheiten versichert. Das Arbeitsverhältnis wurde noch in der Probezeit
per 20. Oktober 2010 aufgelöst (Suva-act. 43). Die Suva anerkannte den Schadenfall
und richtete Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) aus (Suva-act. 7
und 8).
A.c Vom 30. August bis 15. Oktober 2010 sowie 24. Oktober bis 5. November 2010
unterzog sich der Versicherte einer Rehabilitationsbehandlung in der Klinik Valens
(Suva-act. 50; vgl. auch Suva-act. 4, 11, 12 und 41). Zwischen 21. Dezember 2010 und
16. Januar 2011 erfolgte ein weiterer stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon
(Suva-act. 57). Vom 17. Januar bis 11. Februar 2011 fand in der Rehaklinik Bellikon
eine vierwöchige berufliche Abklärung hinsichtlich Umschulung bzw. zur Klärung des
Eingliederungspotentials statt (Suva-act. 72; vgl. auch Suva-act. 63-66, 76 und 144),
gefolgt von einer zweimonatigen vertieften beruflichen Abklärung in der dortigen
Abteilung Berufliche Eingliederung (14. Februar bis 8. April 2011; Suva-act. 85, 122).
Nachdem feststand, dass eine Tätigkeit in den bisher ausgeübten Berufen aus
medizinischen Gründen nicht mehr möglich sein würde (Suva-act. 65), gewährte die IV-
Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten am 7. Juli 2011 Berufsberatung und
Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (Suva-act. 107). Ausserdem
wurde im Auftrag der IV-Stelle eine Eignungsabklärung für die Ausbildung zum Leiter
Z._ durchgeführt. Die Berufs- und Laubahnberater befürworteten eine entsprechende
Umschulung. Die vertiefte berufliche Abklärung in der Rehaklinik Bellikon ergab, dass
der Versicherte sich zum Leiter Z._ umschulen lassen wolle (Suva-act. 103). Die IV
erteilte am 20. Oktober 2011 Kostengutsprache für die dazu notwendigen Vorkurse
(Suva-act. 116) sowie am 21. Dezember 2011 für die Umschulung zum Leiter Z._
(Suva-act. 123; vgl. auch Suva-act. 104, 130 und 170). Für die Zeit vom 1. Juli 2011 bis
30. Juni 2013 richtete die IV-Stelle dem Versicherten Taggelder aus (Suva-act. 104, 130
und 170).
A.d Der Versicherte wurde im Verlauf der auf den Unfall vom 13. August 2010
folgenden Behandlungen verschiedentlich neurologischen Untersuchungen
unterzogen, um die Ursachen der geklagten Kopfschmerzen abzuklären; die
neurologischen Untersuchungen ergaben unauffällige und altersentsprechende
Befunde (Suva-act. 108, 173, 198 und 236).
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A.e Während des Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon fand ein psychosomatisches
Konsilium statt (Suva-act. 75). Dabei diagnostizierte Dr. phil. D._, Fachpsychologe für
klinische Psychologie und Psychotherapie FSP, eine chronifizierte Panikstörung mit
Agoraphobie (ICD-10 F40.01), akzentuierte Persönlichkeitszüge bei etwas unstetem
Curriculum (ICD-10: Z73.1) sowie eine psychosoziale Belastung durch Arbeitslosigkeit
und finanzielle Probleme (ICD-10: 756, Z59). In psychiatrisch-psychologischer Hinsicht
sei von einer leichten Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit aus unfallfremden
Gründen auszugehen.
A.f Ein am 19. Dezember 2011 durchgeführtes MRI der Wirbelsäule sowie des
Neurocraniums ergab im Wesentlichen einen regelrechten, altersentsprechenden
Befund (Suva-act. 201).
A.g Am 6. November 2012 wurde der Versicherte in der Hals-Nasen-Ohrenklinik des
KSSG einer Vestibularisabklärung unterzogen (Suva-act. 172). Dr. E._, F._ AG,
unterzog den Versicherten einer neurophysiologischen Untersuchung, deren
Ergebnisse im Bericht vom 23. Oktober 2013 dargestellt wurden (Suva-act. 243).
A.h Dr. med. G._, Oberarzt Klinik für Neurologie KSSG, hatte im Bericht vom 19.
September 2012 (Suva-act. 173) einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz
diagnostiziert. Dr. med. H._ und Dr. med. I._, Oberärztinnen am Schmerzzentrum
des KSSG, diagnostizierten am 7. November 2012 gegenüber dem Krankenversicherer
ebenfalls ein chronisches Schmerzsyndrom mit posttraumatischen Kopfschmerzen bei
leichter Kopfverletzung im August 2010 (Suva-act. 176). Im Bericht vom 15. Februar
2013 an die Suva bestätigte Dr. H._, nunmehr Oberärztin bei der Palliativ-
Schmerzsprechstunde des KSSG, dieselbe Diagnose (Suva-act. 171).
A.i Im Juli 2013 informierte der Versicherte die Suva und die IV-Stelle, dass er die
Fachprüfung zum Leiter Z._ nicht bestanden habe (Suva-act. 182). Der Versicherte
lehnte es ab, die Prüfung zu wiederholen, und ersuchte um Gewährung von weiteren
beruflichen Massnahmen (Umschulung zum Arbeitsagogen).
A.j Dr. med. J._, Facharzt für Neurologie FMH, Suva-Versicherungsmedizin, hielt
in seiner neurologischen Beurteilung vom 12. Februar 2014 (Suva-act. 236) fest, die
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heute geklagten Kopfschmerzen seien nicht als unfallkausal zu werten.
Posttraumatische Veränderungen, insbesondere Blutungen, Kontusionszonen oder
sonstige relevante Auffälligkeiten und generell pathologische Befunde seien keine zu
erkennen gewesen.
A.k Dr. med. K._, Fachärztin für Chirurgie FMH, Kreisärztin der Suva, führte am
11. März 2014 eine ärztliche Abschlussuntersuchung durch und äusserte sich zum
Zumutbarkeitsprofil (Bericht vom 11. März 2014, Suva-act. 245). Die
Bewegungseinschränkung sowie die Beschwerden im Bereich der rechten Schulter
seien unfallkausal, ebenfalls die Beschwerden am rechten Kniegelenk. Bezüglich der
Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit verwies Dr. K._ auf
die neurologische Beurteilung durch Dr. J._ vom 12. Februar 2014 (Suva-act. 236)
und bezüglich Integritätsentschädigung auf die separate Beurteilung vom 11. März
2014 (Suva-act. 244).
A.l Die Suva teilte daraufhin dem Versicherten am 13. März 2014 mit, dass von
weiteren Behandlungsmassnahmen keine namhafte Besserung des Zustandes mehr zu
erwarten sei, weshalb sie die Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 31. Mai 2014
einstellen werde. Übernommen würden noch gelegentliche Schmerzmittel bei Bedarf
sowie sporadische ärztliche Kontrollen. Per 1. Juni 2014 werde die Suva prüfen, ob der
Versicherte Anspruch auf langfristige Versicherungsleistungen habe (Suva-act. 248).
A.m In der Folge richtete die Suva dem Versicherten für die verbliebene
Beeinträchtigung eine Integritätsentschädigung in Höhe von 15 % aus (Suva-act. 244,
246). Die entsprechende Verfügung vom 14. März 2014 erwuchs unangefochten in
Rechtskraft. Mit Verfügung vom 26. Juni 2014 verneinte die Suva im Weiteren einen
Anspruch des Versicherten auf eine Rente (Suva-act. 259).
B.
B.a Mit Eingabe vom 21. Juli 2014 erhob der Versicherte Einsprache gegen die
Verfügung der Suva vom 26. Juni 2014 (Suva-act. 262). Er begründete dies damit, die
in der angefochtenen Verfügung dargestellte Situation des Gesundheitszustandes
entspreche nicht den Tatsachen; aktuelle Gutachten seien nicht berücksichtigt worden.
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Im Weiteren seien die durch die Kopfschmerzen verursachten Beschwerden und
Beeinträchtigungen nicht geprüft worden. Ausserdem seien die der Rentenprüfung
zugrunde gelegten Einkommenszahlen nicht korrekt, da er in den Jahren 2004-2008 ein
Jahreseinkommen von bis zu Fr. 80‘000.-- erzielt habe. In der Folge reichte der nach
Einspracheerhebung als Rechtsvertreter des Versicherten mandatierte Fürsprecher
Marco Büchel, Uzwil, am 29. September 2014 eine Ergänzung der
Einsprachebegründung ein (Suva-act. 268). Er stellte die Anträge, es sei die
angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2014 aufzuheben und es sei die Suva zu
verpflichten, weiterhin Taggeldleistungen zu erbringen, eventualiter sei dem
Versicherten eine Invalidenrente von 35 % auszurichten. Dies wurde damit begründet,
die Ärzte im IV-Verfahren hätten dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit in
angestammter Tätigkeit von 50 % bescheinigt, womit weiterhin Eingliederungspotential
bestehe. Demzufolge sei die Einstellung der Taggeldleistungen verfrüht, da die
Voraussetzung des Abschlusses von Eingliederungsmassnahmen der IV noch nicht
erfüllt sei. Die Verfügung betreffend Integritätsentschädigung vom 14. März 2014
(Suva-act. 246) betreffe einzig die unfallbedingte Schulterverletzung rechts sowie das
rechte Kniegelenk. Eine Verfügung betreffend Kopfschmerzen,
Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sei nicht erlassen worden. Dies sei
jedoch eine Voraussetzung für die Beurteilung des Invaliditätsgrades des
Beschwerdeführers. Dadurch, dass die Suva über die Unfallkausalität der
Kopfschmerzen noch keine Verfügung erlassen habe, habe sie das rechtliche Gehör
des Beschwerdeführers verletzt. Schliesslich würden die von der Suva im Rahmen der
DAP-Methode angegebenen Stellen nicht dem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil
entsprechen; vielmehr hätte die Suva das Invalideneinkommen auf Grund der LSE-
Tabellenlöhne ermitteln sollen. Das Valideneinkommen sei auf Grund des innerhalb
eines Jahres vor dem Unfall bezogenen Lohnes zu ermitteln und belaufe sich damit
nicht auf Fr. 66‘300.--, sondern auf Fr. 81‘029.--.
B.b Die Suva wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2014
ab (Suva-act. 270).
C.
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C.a Gegen den Einspracheentscheid der Suva (in der Folge: Beschwerdegegnerin)
vom 14. Oktober 2014 erhob der Versicherte (in der Folge: Beschwerdeführer) mit
Eingabe vom 11. November 2014 Beschwerde mit den Anträgen: es sei die Verfügung
vom 26. Juni 2014 sowie der Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2014 aufzuheben
und die Suva zu verpflichten, weiterhin Taggeldleistungen zu erbringen, und es sei
betreffend Kopfschmerzproblematik ein externes Gutachten in Auftrag zu geben;
eventualiter sei die Suva zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente
von 35 % auszurichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Mit
Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2014 (act. G 3) beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 2. Februar 2015
(act. G 6) sowie Duplik vom 27. Februar 2015 (act. G 8) halten die Parteien an ihren
Standpunkten fest.
C.b Die Verfahrensleitung bewilligte am 17. Dezember 2014 das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche
Rechtsverbeiständung; act. G 5).
C.c Auf die in den Rechtsschriften vorgebrachten Begründungen wird, soweit

erforderlich, in den anschliessenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
1.1 Streitig und zu beurteilen ist die Frage, ob die von der Suva vorgenommene
Einstellung der Taggeldleistungen sowie die Verneinung eines Rentenanspruchs
rechtmässig sind. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bildet der
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung nicht Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids und ist damit nicht Anfechtungsgegenstand. Mit Verfügung vom
14. März 2014 (Suva-act. 246) richtete die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer für die verbliebene unfallbedingte Beeinträchtigung eine
Integritätsentschädigung im Sinne von Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i. V. m. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV;SR 832.202) in der Höhe von 15 % aus. Mit der
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Integritätsentschädigung sind gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV alle sich aus dem Unfall vom
13. August 2010 ergebenden Gesundheitsschäden abgegolten. Diese Verfügung ist
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.2 In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer zunächst eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101])
geltend (act. G 1). Diese erblickt er darin, dass die von der Beschwerdegegnerin in der
Abschlussuntersuchung vom 11. März 2014 (Suva-act. 245) in Aussicht gestellte
separate Entscheidung über eine Integritätsentschädigung bezogen auf die
Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, und Vergesslichkeit, nicht erfolgt sei. Dem
ist entgegenzuhalten, dass ein Anspruch auf eine eigenständige Verfügung betreffend
die Kopfschmerzen im Rahmen der Prüfung des Anspruchs auf eine
Integritätsentschädigung nicht besteht (vgl. hierzu Art. 36 Abs. 3 UVV). Damit ist eine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu verneinen.
2.
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche,
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat
die versicherte Person nach einem Unfall Anspruch auf die zweckmässige Behandlung
ihrer Unfallfolgen. Ist sie zufolge Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG),
so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalls zu
mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente
(Art. 18 Abs. 1 UVG).
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität,
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3). Ursachen im
Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren
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Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der
gleichen bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher
Störungen ist. Es genügt, wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 119 V 337 E. 1; BGE
127 V 177 E. 3). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119
V 338 E. 1; BGE 129 V 177 E. 3.1 je mit Hinweisen).
2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges somit durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a; BGE 127 V 181 E.
3.2 je mit Hinweisen; BGE 129 V 177 E. 3.2 je mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines
natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der
eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der kumulativ erforderliche adäquate
oder rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, deren
Beantwortung der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht und nicht dem Arzt
obliegt (BGE 125 V 461 E. 5a).
2.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, sobald der Unfall nicht mehr
die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt. Der
Unfallversicherer hat somit in jenem Zeitpunkt seine Leistungen einzustellen, in
welchem der Unfall keine ursächliche Rolle mehr spielt. Dabei hat der Unfallversicherer
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nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Gründe (etwa
Krankheit, degenerative Veränderungen, Geburtsgebrechen) für ein nach wie vor
geklagtes Leiden verantwortlich zu machen sind, ist an sich unerheblich und ohne
weitere Relevanz. Allein entscheidend ist die Frage, ob die unfallbedingten Ursachen
eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, d.h. dahingefallen
sind. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass
kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2007 vom 17. Juni 2008 E. 2.2 mit
Hinweisen).
2.5 Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz (BGE
125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a je mit Hinweisen) schliesst die Beweislast im
Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess
tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Da es dem Leistungsansprecher obliegt, das
Vorliegen eines (leistungsbegründenden) natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen, liegt die entsprechende
Beweislast bei ihm. Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann.
Die blosse Möglichkeit genügt nicht (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 119 Nr. U 86
S. 50; A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. A. Zürich
2012, S. 4 f.). Ein Grundsatz, wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel
zugunsten der versicherten Person entscheiden müsse, besteht im
Sozialversicherungsrecht nicht. Bleibt demnach eine behauptete Tatsache unbewiesen,
fällt der Entscheid zuungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte (Art. 8 ZGB).
3. Der Beschwerdeführer macht einen verfrühten Fallabschluss geltend.
3.1 Er rügt, dass die Beschwerdegegnerin den (hypothetischen) Rentenbeginn auf
den 1. Juni 2014 festgelegt und damit ab diesem Zeitpunkt einen Anspruch auf
Ausrichtung von Heilkosten und Taggeldern verneint habe. Die von der IV
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zugesprochene Umschulung zum Leiter Z._ habe er aber nicht erfolgreich
abgeschlossen, und die IV sei daran, eine neue Umschulung zu prüfen. Damit seien die
beruflichen Eingliederungsmassnahmen keineswegs abgeschlossen und die Verfügung
sei zu früh ergangen. Daraus würde sich ein Anspruch auf weitergehende
Taggeldzahlungen ergeben, eventuell auf eine IV-Rente (act. G 1, I./2., I/4.). Die
Beschwerdegegnerin entgegnet, Dr. K._ habe am 11. März 2014 anlässlich der
Abschlussuntersuchung festgehalten, dass bezüglich der physischen Beschwerden an
der Schulter und am Knie der medizinische Endzustand erreicht sei und dass von
weiteren Behandlungsmassnahmen keine namhafte Besserung des Zustands mehr zu
erwarten sei (act. G 3, S. 8, Ziff. 5.6).
3.2 Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV
abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Ist von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten
Person mehr zu erwarten, wird jedoch der Entscheid der IV über die berufliche
Eingliederung erst später gefällt, so wird vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an
vorübergehend eine UVG-Invalidenrente (sog. Übergangsrente) ausgerichtet, sofern
eine entsprechende Invalidität ausgewiesen ist. Die Invalidenrente wird auf Grund der
in diesem Zeitpunkt bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt. Der Anspruch
erlischt u. a. mit dem negativen Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung
sowie dem Entscheid über die Festsetzung der definitiven Rente. Die Übergangsrente
ist vorläufiges Surrogat der allenfalls folgenden definitiven Invalidenrente nach Art. 18
ff. UVG (Art. 30 Abs. 1 lit. b und c UVV; Art. 19 UVG; Urteil des Bundesgerichts
8C_306/2009 vom 28. Mai 2009 E. 4).
3.3 Was die Rüge des verfrühten Fallabschlusses betrifft, so bescheinigt der
ärztliche Abschlussbericht von Dr. K._ vom 11. März 2014 bezüglich der
somatischen Verletzungen einen insgesamt guten Rehabilitationszustand und einen
stationären Zustand ohne weitere therapeutische Optionen (Suva-act. 245). Unter
diesen Umständen ist davon auszugehen, dass von einer weiteren ärztlichen
Behandlung keine namhafte, ins Gewicht fallende Besserung des
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Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war bzw. ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_306/2009 E. 4).
3.4 Zum Anspruch auf weitergehende berufliche Massnahmen hat sich das hiesige
Gericht mit Entscheid IV 2015/75 geäussert. Darin wird festgehalten, dass bei
Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin am 31. Mai 2014 keine IV-
Eingliederungsmassnahmen mehr stattfanden, weil der Beschwerdeführer die
Abschlussprüfung zum Leiter Z._ ein Jahr zuvor nicht bestanden und die angebotene
Wiederholung der Prüfung bisher abgelehnt hatte, obwohl ihm dies gemäss Urteil IV
2015/75 zumutbar gewesen wäre. Bei dieser Sachlage ist ihm zuzumuten, eine
Hilfsarbeit anzunehmen. Auf dem allgemeinem Arbeitsmarkt ist dem Beschwerdeführer
eine leichte bis mittelschwere, welchselbelastende Tätigkeit, ohne Überkopfarbeit,
ohne Besteigen von Leiter und Gerüst, ohne Bedienen von vibrierenden Maschinen
bzw. repetitiven abduzierenden Bewegungen bezüglich des rechten Arms ganztags
zumutbar (Suva-act. 245, S. 13). Ein Anspruch auf eine Übergangsrente besteht
mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrads (vgl. hierzu nachstehende Erwägung
5.2.3) nicht.
3.5 Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin bezüglich
somatischen unfallkausalen Verletzungen das Erreichen des Endzustandes per 31. Mai
2014 angenommen und im Sinne der erwähnten gesetzlichen Bestimmungen (Art. 30
Abs. 1 lit. b und c UVV und Art. 19 UVG) die Heilkosten- und Taggeldleistungen
eingestellt sowie den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Suva-act. 246) und
auf eine Rente (Suva-act. 259) geprüft hat.
4.
Auf Grund der medizinischen Dokumentation ist zunächst zu klären, ob die geltend
gemachten Kopfschmerzen natürlich kausal auf den Unfall vom 13. August 2010
zurückzuführen sind und damit für die Frage nach den gesetzlich geschuldeten
Leistungen zu berücksichtigen sind. Unstrittig ist, dass die verbleibenden Beschwerden
an der rechten Schulter sowie am rechten Kniegelenk in einem natürlichen und
adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 13. August 2010 zu sehen sind
(Suva-act. 245). Zu Recht unbestritten ist ferner, dass die Schwankschwindelattacken
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nicht auf den Unfall vom 13. August 2010 zurückgehen, wie die Vestibularisabklärung
bei der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG vom 12. November 2012 (Suva-act. 172)
ergab.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Klärung der Frage nach der
natürlichen Unfallkausalität der Kopfschmerzen auf die neurologische Beurteilung
durch Dr. J._ vom 12. Februar 2014 (Suva-act. 236).
4.1.1 Dr. J._ weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem
Unfall und zeitnah danach nicht über Schmerzen im Kopf- oder HWS-Bereich geklagt
hatte, sondern nur über Schmerzen an der rechten Schulter, am Abdomen, Becken und
am rechten Knie. Eine kopfbezogene Pathologie, insbesondere Kopfschmerzen, sei
nicht festgestellt worden. Der Beschwerdeführer sei nicht bewusstlos gewesen, der
GCS bei Eintreffen des Rettungsdienstes des KSSG habe 15 betragen. Sämtliche
dokumentierten Röntgenuntersuchungen, welche zeitnah und bis 16 Monate nach dem
Unfall angefertigt wurden, hätten ausschliesslich Röntgenuntersuchungen der Schulter,
der BWS, der Knie, des Beckens umfasst, nicht aber des Kopfes. Die erste
Untersuchung des Kopfes und der HWS sei erst einige Monate nach dem Unfall auf
Anregung des Neurologen Dr. L._ erfolgt, der den Patienten am 21. Juli 2011
untersucht hatte. Die MRI des Kopfes und der HWS vom 19. Dezember 2011 (Suva-
act. 201) hätten keine erkennbare posttraumatische Veränderung ergeben. Der
Beschwerdeführer habe selbst gegenüber den Ärzten und Ärztinnen des
Schmerzzentrums des KSSG bestätigt, dass er direkt nach dem Unfallereignis keine
akuten Kopfschmerzen gehabt habe, sondern erst ab ca. November 2011 (Bericht vom
22. November 2012, Suva-act. 176). In den Abschlussberichten des KSSG und der
Klinik Valens würden keine Kopfschmerzen erwähnt. Die enge therapeutische Arbeit
der Physiotherapeuten mit dem Arztpersonal und die sorgfältige ärztliche
Überwachung während des Rehabilitationsaufenthalts machten es ausgesprochen
unwahrscheinlich, dass ein relevantes Kopfschmerzproblem nicht erkannt worden
wäre. Kopfschmerzen seien erstmals 5 Monate nach dem Unfall anlässlich der
Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon aktenkundig erwähnt (Suva-act. 236).
4.1.2 Dr. med. M._, Fachärztin für Neurologie, die mit einem externen
neurologischen Konzil betraut wurde, diagnostizierte am 25. Januar 2011 auf Grund
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des unauffälligen neurologischen Status und des ebenso unauffälligen EEG sowie
ausgehend von den IHS-Kriterien (International Headache Society) chronische
Spannungskopfschmerzen mit zum Teil migränöser Komponente,
differentialdiagnostisch einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz, sowie selten
Migräne ohne Aura (Suva-act. 198). Dr. med. L._, Facharzt für Neurologie FMH, der
ebenfalls mit einer konsiliarischen Beurteilung betreffend Kopfschmerzen betraut
wurde, stellte am 15. Juli 2011 ebenfalls die Diagnose von chronifizierten
Spannungskopfschmerzen nach Motorradunfall und stellte ansonsten einen
altersentsprechenden Befund ohne neurologische Auffälligkeiten fest (Suva-act. 108).
Die Diagnose von chronischen Kopfschmerzen wurde später am 12. Februar 2014 von
Dr. J._ in der erwähnten neurologischen Beurteilung bestätigt (Suva-act. 236, S. 8 f.).
Aus dieser Aktenlage sind keine Befunde erkennbar, die überwiegend wahrscheinlich
eine natürliche Unfallkausalität der Kopfschmerzen erkennen lassen.
4.2 Abweichend von obiger Diagnose diagnostizierte Dr. G._ am 19. September
2012 einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz bei leichter Kopfverletzung
und Migräne ohne Aura bei unauffälligem neurologischem Befund. Er hielt die
natürliche Kausalität zwischen dem Unfall vom 13. August 2010 und den
Kopfschmerzen für „evident“, obwohl er selber festgestellt hatte, ein klinisches Korrelat
sei nicht zu finden (Suva-act. 173). Dr. H._ und Dr. I._, Schmerzzentrum des KSSG,
übernahmen diesen Befund ohne näheren Kommentar und diagnostizierten am 22.
November 2012 ebenfalls ein chronisches Schmerzsyndrom mit posttraumatischen
Kopfschmerzen (Suva-act. 176).
4.2.1 Dr. J._ setzt sich in der neurologischen Beurteilung vom 12. Februar 2014 mit
der abweichenden Diagnose von Dr. G._ auseinander. Die Annahme, dass es sich
um einen Kopfschmerz bei einer leichten Kopfverletzung handle, sei nicht haltbar. Denn
nach den Kriterien der Europäischen Neurologischen Gesellschaften (EFNS) liege gar
keine leichte traumatische Hirnverletzung (LTHV) vor, allenfalls ein Kopfanprall (Suva-
act. 236, S. 9). Die Ärzte und Ärztinnen des KSSG hätten korrekterweise bemerkt, dass
gegen die Diagnose eines posttraumatischen Kopfschmerzes die Tatsache spreche,
dass sich zeitnah zum Unfallereignis keine Symptome in Richtung Hirnerschütterung
oder Nackenschmerzen gezeigt hätten. Diesen Widerspruch zwischen den unmittelbar
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nach dem Unfall vorliegenden Symptomen und ihrer eigenen Diagnose hätten sie, so
Dr. J._, zwar erkannt, sie hätten ihn aber nicht aufgeklärt (Suva-act. 236).
4.2.2 Für die Annahme der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfall vom 13. August
2010 und den geklagten Kopfschmerzen liefern die Ärzte und Ärztinnen des KSSG im
Ergebnis weder eine aussagekräftige Begründung noch entsprechende Befunde; sie
begnügen sich damit, auf den zeitlichen Zusammenhang hinzuweisen. Dass ein
Schmerz zeitlich nach einem Unfall aufgetreten ist, hat für sich allein keine
wissenschaftlich genügende Erklärungskraft; andernfalls würde man sich mit dem
blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und
davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall
verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat („post hoc ergo propter hoc“; U. Kieser,
ATSG-Kommentar, 3. A. Zürich 2015, N 69 zu Art. 4; Urteil des Bundesgerichts
8C_590/2007 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen, BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Allein
dadurch, dass die Kopfschmerzen durch die Ärzte und Ärztinnen des KSSG als
posttraumatisch bezeichnet wurden, lässt sich kein natürlicher Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und den Kopfschmerzen belegen.
4.2.3 Im Lichte des soeben Gesagten ist die von Dr. G._ gestellte Diagnose von
posttraumatischen Kopfschmerzen nicht geeignet, die Beurteilung durch Dr. J._ in
Frage zu stellen und die Kopfschmerzen als überwiegend wahrscheinlich natürlich
unfallkausal erscheinen zu lassen.
4.3 Der Beschwerdeführer bringt ferner vor, dass der neurologischen Beurteilung
durch Dr. J._ vom 12. Februar 2014 (Suva-act. 236) kein Beweiswert zukommt. Er
begründet dies damit, die Aussage von Dr. J._, Kopfschmerzen hätten sich erst fünf
Monate nach dem Unfall eingestellt, sei unzutreffend. Dem Verlaufsbericht der
Rehaklinik Valens (vgl. act. G 1.1, Beilage 2) könne entnommen werden, dass der
Beschwerdeführer bereits am 8. und am 12. Oktober 2010 über starke Kopfschmerzen
und Übelkeit klagte (act. G 1, S. 5). Zu prüfen ist, ob dieses Vorbringen an der
Beurteilung der natürlichen Kausalität durch Dr. J._ Zweifel entstehen lässt.
4.3.1 Eine Kopfverletzung und Kopfschmerzen zeitnah zum Unfall sind gemäss der
neurologischen Beurteilung durch Dr. J._ echtzeitlich nicht dokumentiert; eine
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notwendige Bedingung für die Diagnose von posttraumatischen Kopfschmerzen
gemäss den Kriterien der Internationalen Kopfwehgesellschaft bestehe darin, dass
diese sich innert 7 Tagen nach dem Unfallereignis manifestieren müssen. Diese
Aussage wird durch die Angaben der Rehaklinik Valens nicht in Frage gestellt (Suva-
act. 236, S. 8 f.). Dr. J._ betont im Weiteren die gemäss ärztlicher Dokumentation
bestehenden erheblichen unfallunabhängigen Chronifizierungsrisiken eines
Kopfschmerzes: Eine psychiatrisch diagnostizierte Panikstörung mit Agoraphobie,
Status nach Burnout 2008, psychosoziale Belastung mit Arbeitslosigkeit, unklarer
beruflicher Zukunft und finanziellen Problemen (Suva-act. 236, S. 8). Dies spricht
ebenfalls gegen die natürliche Unfallkausalität der Kopfschmerzen.
4.3.2 Bereits Dr. M._ machte sodann darauf aufmerksam, die Chronizität sei darauf
zurückzuführen, dass die Kopfschmerzerkrankung vorbestehend sei; so habe der
Patient bereits vor dem Unfall rezidivierend unter teilweise wochenlang anhaltenden
Kopfschmerzen gelitten. Auch im Jugendalter habe er vermehrt auch migräneartige
Kopfschmerzen gehabt, mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie
Rückzugstendenz (vgl. hierzu Austrittsbericht der Rehaklinik Valens: In der Kindheit viel
Kopfschmerzen, Suva-act. 50, S. 3). Ausserdem sei auf Grund der Anamnese eine
familiäre Belastung festzustellen (Suva-act. 198; vgl. Suva-act. 173 und 236, S. 9:
familiäre Belastung als genetische Prädisposition bei der Entwicklung von
chronifizierten Kopfschmerzen).
4.3.3 Vor diesem Hintergrund vermögen die rund zwei Monate nach dem
Unfallereignis am 8. und 12. Oktober 2010 dokumentierten Kopfbeschwerden keine
aussagekräftige Grundlage betreffend die natürliche Unfallkausalität zu bilden bzw. die
Einschätzung von Dr. J._ nicht in Zweifel zu ziehen.
4.4 Auch im Übrigen ist nichts ersichtlich, was den Beweiswert des neurologischen
Berichts von Dr. J._ in Frage zu stellen vermag. Die neurologische Beurteilung durch
Dr. J._ (Suva-act. 236) ist umfassend und schlüssig; sie wurde in Kenntnis der
gesamten Aktenlage abgegeben und erfüllt sämtliche bundesgerichtlichen
Anforderungen an den Beweiswert von Berichten und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3,
BGE 129 V 472 E. 4.2.2, BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 135 V 465 E. 4). Dr. J._ hat sich
mit der abweichenden Einschätzung durch Dr. G._ auseinandergesetzt und hat
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eingehend dargelegt und begründet, warum dieser Auffassung nicht gefolgt werden
kann. Die Beschwerdegegnerin durfte demnach den neurologischen Bericht von Dr.
J._ berücksichtigen und demjenigen von Dr. G._ den Beweiswert hinsichtlich der
Frage nach der natürlichen Unfallkausalität der Kopfschmerzen absprechen, zumal die
Einschätzung von Dr. J._ durch die Ausführungen von Dr. M._ gestützt werden
(vgl. Erwägung 4.3.2).
4.5 Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die über den Fallabschluss hinaus geltend
gemachten Kopfschmerzen nicht überwiegend wahrscheinlich im natürlichen kausalen
Zusammenhang mit dem Unfall vom 13. August 2010 stehen. Für die Prüfung von
unfallversicherungsrechtlichen Ansprüchen sind damit einzig die Restbeschwerden an
der rechten Schulter sowie am rechten Kniegelenk zu berücksichtigen. Von weiteren
Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb der Antrag des
Beschwerdeführers um Einholung eines externen Gutachtens abzuweisen ist
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_924/2014 vom 2.
April 2015 E. 4.3).
5.
Es bleibt die Frage nach dem Invaliditätsgrad zu prüfen. Auf Grund der allgemeinen
Einkommensvergleichmethode (Art. 16 ATSG) und unter Zugrundelegung des
medizinischen Zumutbarkeitsprofils (Suva-act. 245) ist zu bestimmen, ob eine
anspruchsbegründende Invalidität besteht.
5.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch
realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht (BGE 126
V 75 E. 3b; BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Das Invalideneinkommen ist unter Einbezug der
Verdienstmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu bestimmen. Ein
Abstellen auf den tatsächlich erzielten Verdienst setzt voraus, dass die versicherte
Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität eine Erwerbstätigkeit ausübt, bei der
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Zudem muss
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn
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erscheinen. Sind diese Erfordernisse kumulativ erfüllt, gilt grundsätzlich der tatsächlich
erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit
aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder die LSE-
Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1;
BGE 135 V 297 E 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2014 vom 15. Oktober 2014
E. 4.2.4; 8C_790/2009 vom 27. Juli 2010 E. 4.1).
5.1.1 Unter der Bezeichnung DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen) führt die Suva
eine interne Dokumentation zu ausgewählten Arbeitsplätzen mit Angaben zu den
ausbildungsmässigen und körperlichen Anforderungen, der betriebsüblichen
Arbeitszeit, dem Verdienst sowie zum konkreten Aufgabenbereich
(Arbeitsplatzbeschrieb), die laufend aktualisiert und erweitert wird. Sie dient der
Invaliditätsbemessung anhand zumutbarer konkreter Arbeitsmöglichkeiten. Den DAP-
Zahlen kommt kein genereller Vorrang gegenüber den Tabellenlöhnen zu (BGE 129 V
472 E. 4.2.1). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt das Abstellen auf die
DAP-Lohnangaben voraus, dass sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf
mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze stützt. Zusätzlich sind Angaben zu machen
über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden
dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den
Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden
Gruppe. Damit wird auch die Überprüfung des Auswahlermessens hinreichend
ermöglicht, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der dem verwendeten
Behinderungsprofil entsprechenden Gesamtzahl behinderungsbedingt in Frage
kommender Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im
Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva
verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche
Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im
konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben
auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige
Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der
Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im Einspracheentscheid damit
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auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten
Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich
abgestellt werden; die Suva hat in diesem Fall im Einspracheentscheid die Invalidität
auf Grund der LSE-Tabellenlöhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache
des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu
prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle
des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE
vorzunehmen (BGE 129 V 472 E. 4.2.2; BGE 139 V 592 E. 6.3). Werden die Vorgaben
eingehalten, muss nicht in jedem Fall noch eine Kontrollrechnung gemäss LSE
durchgeführt werden. Eine eingehende Begründung der Auswahl der fünf Blätter wird
nicht verlangt. Die Angabe der Gesamtzahl der leidensangepassten Arbeitsplätze sowie
des Höchst-, Tiefst- und des Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses
reicht zur Überprüfung des Auswahlermessens der Suva aus (BGE 129 V 472 E. 4.2.2;
Urteil des Bundesgerichts 8C_790/2009 vom 27. Juli 2010 E. 4.3 und 4.4; Urteil des
Bundesgerichts 8C_541/2012 vom 31. Oktober 2013 E. 6).
5.1.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen auf Grund der DAP-
Zahlen ermittelt. Der Beschwerdeführer erhebt Einwände gegen dieses Vorgehen und
verlangt die Bestimmung des Invalideneinkommens auf Grund der LSE-Tabellen. Er
begründet dies damit, die von der Beschwerdegegnerin aufgelisteten Berufe seien für
den Beschwerdeführer nicht repräsentativ. Eine Überprüfung der gesamten Resultate
habe ergeben, dass die Beschwerdegegnerin mehrere Stellen ausgewählt habe, die
dem Beschwerdeführer nicht zumutbar seien (Verkäufer, Büroangestellter,
Bankangestellter, Bürohilfe, Verwaltungssekretär, Arztsekretär, Richter, Monteur). Es
genüge nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze
angegeben würden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des
bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefälle handeln könne. Daher habe die
Beschwerdegegnerin die Invalidität auf Grund der LSE-Löhne zu bestimmen, nämlich
auf Grund von Tabelle TA1 Niveau 4 (Männer).
5.1.3 Aus der Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage
kommenden dokumentierten 127 DAP-Arbeitsplätze hat die Beschwerdegegnerin die
Arbeitsplätze DAP-Nrn. 1109 (Hilfsarbeiter), 5468 (Hilfsarbeiter), 5595 (Mechaniker),
8530 (Hilfsarbeiter) und 11305 (Montagearbeiter) ausgewählt (IV-act. 256). Ihnen
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gemeinsam ist, dass dafür einzig eine Grundschulausbildung vorausgesetzt ist; das
Einschalten von Pausen ist an allen fünf Arbeitsplätzen möglich; Schichtarbeit ist in
keinem dieser Betriebe notwendig; die Arbeitsplätze sind nicht besonders exponiert;
Arbeiten über Kopfhöhe oder das Besteigen von Treppen wird nie oder selten verlangt.
Angesprochen sind in allen fünf Fällen leichte bis sehr leichte Tätigkeiten ohne Tragen
oder Heben von mehr als 10 kg schweren Gewichten. Der Minimallohn beträgt Fr.
41‘600.--, der Maximallohn Fr. 80‘571.--; der Durchschnitt der Durchschnittslöhne
beläuft sich auf Fr. 60‘644.--. Bezogen auf das verwendete Behinderungsprofil beträgt
der Minimallohn Fr. 53‘950.--, der Maximallohn Fr. 66‘740.--, bei einem
Durchschnittslohn von Fr. 63‘407.40.
5.1.4 Auf Grund des in Erwägung 5.1.3 Gesagten sind die bundesgerichtlichen
Anforderungen für das Abstellen auf die DAP-Lohnangaben erfüllt. Die Auswahl der
fünf DAP-Blätter entspricht dem Zumutbarkeitsprofil gemäss kreisärztlicher
Abschlussuntersuchung durch Dr. K._ vom 11. März 2014 (Suva-act. 245). Das
basierend auf den DAP-Lohnangaben ermittelte hypothetische Invalideneinkommen
beläuft sich somit ausgehend von der von Dr. K._ bescheinigten 100 %igen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (Suva-act. 245, S. 13) auf Fr.
63‘407.40 für das Jahr 2014. Dieses Ergebnis ist nicht zu beanstanden.
5.2 Für die Ermittlung des Einkommens, das die versicherte Person ohne Invalidität
erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im Gesundheitsfall tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
5.2.1 Der Beschwerdeführer lässt darauf hinweisen, dass bei der Bestimmung des
Valideneinkommens nicht auf das Einkommen der B._ AG von Fr. 5‘100.-- monatlich
abgestellt werden könne. Das wird damit begründet, dass er am Tag des Unfalls erst
seit 13 Tagen bei der B._ AG angestellt gewesen sei. Das dabei erzielte Einkommen
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bilde keine verlässliche Basis für die Festlegung des Valideneinkommens. Vielmehr sei
von dem innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogenen Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG)
auszugehen. In diesem Sinne sei für die Bestimmung des Valideneinkommens auf den
bei der N._ AG in den Jahren 2007, 2008 und 2009 erzielten Verdienst abzustellen,
was zu einem Valideneinkommen von Fr. 81‘029.-- führe. Es könne nicht davon
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Unfall weiterhin zum tieferen
Einkommen bei der B._ AG gearbeitet hätte. Vielmehr sei davon auszugehen, dass er
ohne Unfall wieder ein Einkommen von Fr. 81‘029.-- erzielt hätte.
5.2.2 Der Beschwerdeführer war von Januar bis Juli 2004 arbeitslos und bezog
Arbeitslosengelder. Von August 2004 bis Oktober 2006 war er als Hauswart bei der
Sekundarschulgemeinde O._ angestellt und verdiente dabei jährlich rund Fr.
75‘000.--. Im November und Dezember 2006 bezog er Arbeitslosengelder. Im Jahr
2007 bezog er während sieben Monaten Arbeitslosengelder und erzielte zusätzlich,
wiederum als Hauswart bei der Sekundarschulgemeinde O._, einen Lohn von Fr.
1‘310.--. Von August 2007 bis Februar 2009 erzielte er als Hauswart bei der N._ AG,
ein Jahreseinkommen von etwas über Fr. 80‘000.--. Von März 2009 bis Juli 2009 bezog
er Arbeitslosengelder und verdiente in einem Nebenjob Fr. 431.--. Ab August 2010 war
er sodann bei der B._ AG mit einem Jahresverdienst von Fr. 66‘300.-- (Fr. 5‘100.-- x
13) angestellt (Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers, Suva-act.
239).
5.2.3 Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2007-2009 ein
Einkommen in der Höhe von ca. Fr. 80‘000.-- erzielte. Nichts deutet darauf hin, dass
dieser Lohn überhöht gewesen wäre, wie die Arbeitszeugnisse der damaligen
Arbeitgeber nahelegen (vgl. act. 6-13, 6-10 in den IV-Akten). Allerdings war der
Beschwerdeführer ab März 2009 während Monaten arbeitslos und fand erst auf 1.
August 2010 eine Stelle als Hausdienstmitarbeiter bei der B._ AG. Dabei erzielte er
ein tieferes Jahreseinkommen von Fr. 66‘300.--. Der in Erwägung 5.2.2 aufgezeigte
Verlauf zeigt wiederholte Zeiten von Arbeitslosigkeit und offenkundige Schwierigkeiten,
selbst vor dem gesundheitsbeeinträchtigenden Unfall eine neue, gut bezahlte
Anstellung zu finden. Es kann somit festgehalten werden, dass auch bei hypothetisch
erhalten gebliebener Validität nicht davon ausgegangen werden kann, dass der
Beschwerdeführer sein an den beiden früheren Stellen (Sekundarschulgemeinde O._
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sowie N._ AG) erzieltes Lohnniveau wieder erreichen würde. Es entspricht
ausserdem empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit bei der B._ AG ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Nach Aktenlage ist es überwiegend
wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer ohne den Unfall vom 13. August 2010 die
Arbeitstätigkeit am bisherigen Ort mit einem Lohn von Fr. 5‘100.-- monatlich fortgeführt
hätte, hat doch die B._ AG auf Anfrage bestätigt, dass der Lohn für die Jahre 2011
bis 2014 gleich geblieben wäre (Suva-act. 235). Daran ändert die Tatsache nichts, dass
der Beschwerdeführer erst seit wenigen Tagen bei der B._ AG angestellt war, da
nichts aktenkundig ist, das den Schluss zulassen würde, es sei nicht mit einer
weitergehenden Anstellung zu rechnen. Eine andere Validenkarriere ist nicht
überwiegend wahrscheinlich dargetan. Somit ist das Valideneinkommen für das Jahr
2014 auf den Betrag von Fr. 66‘300.-- festzulegen. Der Vergleich des
Valideneinkommens von Fr. 66‘300.-- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 63‘407.40
(ein Abzug hat rechtsprechungsgemäss nicht zu erfolgen, vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3)
ergibt eine Erwerbseinbusse für das Jahr 2014 von Fr. 2‘892.40 und einen
Invaliditätsgrad von 4.37 %. Damit ist der Anspruch auf eine Invalidenrente der
Unfallversicherung zu verneinen.
6.
6.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist
deshalb abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Dem Beschwerdeführer wurde am 17. Dezember 2014 die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 5). Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1‘000.--
bis Fr. 12‘000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das
Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit
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erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 2‘800.-- angemessen. Somit hat
der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inkl.
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Eine Partei, der die unentgeltliche
Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der
Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art.
99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).