Decision ID: c75054bd-bcac-5e93-be18-d9f3a3af6fd2
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.
1
Die 1962 geborene
X._
, Mutter dreier 1982, 1987 und 1992 geborener Kinder, war zuletzt bis Ende Juni 2013 als Unterhaltsreinigerin (ca. 10
Wochenstunden) bei der
Y._
angestellt; letzter effektiver Arbeitstag war der 26. September 2012 (Urk. 7/9). Im September 2012 erlitt die Versicherte einen Treppensturz (Urk. 7/15/158), woraufhin sie sich mit Datum vom 9. April 2013 unter Hinweis auf Kniebeschwerden bei der Eidge
nössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/2). Nach ersten Abklärungen teilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten am 19. Juni 2013 mit, zurzeit seien keine beruflichen Ein
gliederungsmassnahmen möglich (Urk. 7/12). Im Hinblick auf die Rentenprüfung zog die IV-Stelle die Akten der Unfallversicherung (
Urk. 7/6/1-86,
Urk. 7/15/1-163, Urk. 7/18/1-190) bei und tätigte zusätzliche medizinische und erwerbliche Abklärungen. Ausserdem b
eauftragte sie ihren Abklärungs
dienst mit der Abklä
rung der beeinträchtigten Arbeitsfäh
igkeit der Versi
cherten im Haushalt (Abklä
rungsbericht vom 2. Februar 2015, Urk. 7/26). Mit Vorbescheid vom 2. Februar 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten befristet vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 eine ganze Rente in Aussicht (Urk. 7/31). Nachdem die Ver
sicherte dagegen Einwand erhoben hatte (Urk.
7/33, mit ergänzenden
Einwand
begründung
vom 21. Mai 2015, Urk. 7/38)
,
veranlasste die IV-Stelle das rheu
ma
tologis
che Gutachten von Dr. med. Z._
, Facharzt FMH für Rheuma
tologie und Innere Medizin, vom 27. November 2015 (Urk. 7/48/1-18). Nach
Beizug
einer inter
nen Stellungnahme (Urk. 7/54/4 ff.) sprach die IV-Stelle der Versicherten wie vorbeschieden mit Verfügung vom 23. Februar 2016 befristet für die Periode vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 eine ganze Rente zu. Dies gestützt auf einen nach der gemischten Methode bemessenen Gesamtin
vali
ditätsgrad von 83 %. Darüber hinaus verneinte
sie einen Rentenanspruch (Urk. 7/52,
Urk.
7/57 ff.
).
D
ie
von der
Beschwerdeführerin am 11. April 2016
dagegen erhobene
Beschwerde
(
Urk.
7/63)
wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2016.00416 vom 3
1.
Januar 2017 ab (
Urk.
7/68/1-16
). Dieser Entscheid ver
blieb unangefochten.
1.2
Am
5.
März 2018 (nachträglich gezeichnet am
2
3.
März 2018,
Urk.
7/74)
meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an
(
Urk.
7/69).
Auf entsprechende Aufforderung (Urk.
7/71) gab sie
zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung
den Bericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Inner
e
Medizin und Rheumatologie,
B._
, vom 2
1.
März 2018
zu den Akten (Urk.
7/73
).
D
ie IV-Stelle veranlasste
daraufhin
insbesondere eine
Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit der Versicher
ten im Haushalt
(Abklärungsbericht vom
12. April
2019
, Urk.
7/99) sowie
das
r
heumatologische
Gutachten
von
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Rheu
matologie, inkl. Evaluation der funktionellen Leistungs
fähigkei
t (EFL) vom 22
.
Juli
2019
(Urk.
7/96/1-61
). Nach durchge
führten
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/102,
Urk.
7/104,
Urk.
7/109
) wies sie das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom
25
.
März 2020
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
1.
April 2020 Beschwerde und bean
tragte in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 2
5.
März 2020 die
Zu
sprache
eine Rente; eventualiter seien weitere mediz
i
nische Abklärungen durch
das Gericht anzuordnen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort 2
6.
Mai 2020 schloss
die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Be
schwerdeführerin am 2
8.
Mai 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8). Mit Eingabe vom
8.
Oktober 2020 gab die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte zu den Akten (
Urk.
9,
Urk.
10/1-4).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vor
aussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Re
vi
sionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi
cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades
auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist
sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
ge
stellte
Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Inva
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Anlass zur Rentenrevision
nach Art. 17 Abs.1 ATSG
gibt jede wesentliche Ände
rung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbe
sondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zu
standes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesund
heitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeu
tung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisions
grund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Metho
denwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die ledi
glich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich geblie
benen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen
der
IVV
vom 1. Dezember 2017
in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Inva
lidi
tätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Nach Absatz 1 der Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom 1. Dezem
ber 2017 ist für am 1. Januar 2018 laufende
Dreiviertelsrenten
, halbe Renten und
Viertelsrenten
, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzu
leiten. Eine allfällige Erhöhung der Rente erfolgt auf den
1.
Januar 201
8.
Wurde eine Rente vor dem 1. Januar 2018 wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads einer teilerwerbstätigen versicherten Person, die sich zusätzlich im Aufgaben
bereich betätigte, verweigert, so wird eine neue Anmeldung geprüft, wenn die Berechnung des Invaliditätsgrads nach Artikel 27
bis
Absätze 2–4 IVV voraussicht
lich zu einem Rentenanspruch führt (Absatz 2 der Übergangsbestimmung).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, aufgrund der medi
zinischen Abklärungen habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
füh
rer
in
im Jahr 2017 verschlechtert und ab 2018 wieder verbessert. Die ange
stammte Reinigungstätigkeit sei weiterhin nicht zumutbar. Demgegenüber be
stehe hinsichtlich einer körperlich leichten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit.
Aufgrund der Haushaltsabklärungen wäre die Beschwerdeführerin
im Gesund
heitsfall wei
terhin zu 30 % erwerbstätig
. Die restlichen 70 % entfielen auf den Aufgabenbereich.
Hier bestehe eine 43%ige Einschränkung
. Der darauf gestützt ermittelte Einkommensvergleich ergebe einen
rentenausschliessenden Invalidi
tätsgrad von 36
%
(
Urk.
2)
.
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein,
auf das Gutachten von
Dr.
C._
dürfe nicht angestellt werden. Er habe in nicht nachvollziehbarer Weise das seitens der Behandler diagnostizierte
Sjörgen
-Syndrom verneint. Zudem seien der Gonarthrose und dem chronischen
subakromialen
Impingement
beider Schultern
im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
Rechnung zu tragen.
Dr.
C._
sei
aufgrund des Übergewichts der Beschwerdeführerin voreingenommen und lapi
dar davon ausgegangen, die Problematik sei lediglich auf d
eren Gewicht und
Dekonditionierung
zurückzuführen.
Es
sei gestützt auf die Arbeitsfähigkeits
be
urteilung
des behandelnden Arztes
insgesamt von
einer 30 bis 40%igen Arbeits
fähigkeit hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
Andernfalls müssten
weitere Abklärungen getätigt werden. Schliesslich sei der Beschwerdeführerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung ein Malus von mindestens 10
%
zu gewähren (
Urk.
1).
3.
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten. Strit
tig und zu prüfen ist, ob
eine anspruchsrelevante
Veränderung
im Gesund
heitszustand
der
Beschwe
rdeführerin
eingetreten ist; z
eitlicher Referenzpunkt
bildet die
rechts
kräf
tig
gerichtlich
bestätigte V
erfügung vom
23.
Februa
r 2016, worin der Be
schwerdeführerin
eine bef
ristete Rente zugesprochen wurde
(Urk. 7/52,
Urk.
7
/5
7
ff.;
vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.1)
.
3.1
In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 2
3.
Februar 2016
auf das
rheumatologische
Gutachten
von
Dr.
Z._
vom 27. November 2015 (Urk. 7/48/1-18)
ab
.
Darin
stellte
dieser
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7/48/12
, vgl. auch Urteil des hiesigen Gerichts IV.2016.00416 vom 3
1.
Januar 2017, E. 3,
Urk.
7/68/7ff.
):
-
Chronische Knieschmerzen links
-
Status nach Treppensturz am 20.09.2012 und zweimaliger
arthrosko
pischer
Teilmeniskektomie
medial und lateral
-
Mässiggradige
trikompartimentale
Arthrose
-
Schmerzchronifizierung
mit funktioneller, nicht-
nozizeptiver
Kompo
nente sowie ausgeprägten
myofascialen
Befunden im linken Bein
-
Lumbovertebralsyndrom
bei geringer
Diskopathie
L4/5 und L5/S1
-
Cervikospondylogenes
Syndrom bzw.
myotendinotisches
Schulter-Arm-Syndrom rechts bei geringen degenerativen Veränderungen C4 bis C6
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr.
Z._
anam
nestisch
eine
substituierte Hypothyreose fest (Urk. 7/48/12).
Die Beschwerdeführerin habe anhaltende Schmerzen im linken Kniegelenk, vor allem beim Anlaufen und bei längerem Gehen beschrieben. Ihre maxi
male Geh
strecke betrage 30 Minuten. Insbesondere das Aufwärts- oder Abwärtsgehen und das Tr
eppensteig
en würden ihr Mühe bereiten. In Ruhe bzw. im Sitzen würden keine Schmerzen bestehen, diese würden erst beim Aufstehen auftreten. Jedoch
verspüre sie bei längerem Sitzen ein Ameisen
laufen im ganzen linken Bein. Da
neben bestünden belastungsabhängige Beschwerden am rechten Ellbogen, welche durch regelmässige Injektionen behandelt würden, sowie belastungsabhängige Nackenschmerzen und Lum
balgien (Urk. 7/48/14).
Klinisch habe das linke Kniegelenk eine mässige
synoviale
Schwellung
supra
patellär
und eine sehr diffuse
periartikuläre
Druckdolenz
gezeigt. Die Beweg
lichkeit sei nur leicht eingeschränkt mit einem Flexionsdefizit von 10° und einem Extensionsdefizit von 5° gegenüber der reizlosen und schmerz
freien Gegenseite.
Die Umfange
im Ober- und Unterschenkel seien seiten
gleich, jedoch bestehe
inspektorisch
doch eine gewisse Atrophie des für die
Patellastabilisierung
mass
geblichen
Musculus
vastus
medialis
. Zusätzlich hätten sich ausgedehnte
myo
tendinotische
Befunde im Becken und Ober
schenkel links als Ausdruck einer mus
kulären
Dysbalance
infolge der nun mehrjährigen Fehlbelastung gezeigt. Radio
logisch bestehe aufgrund der aktu
ellen konventionellen Aufnahmen eine
mässig
gradige
trikompartimentale
Gonarthrose links, welche sicher einen wes
ent
lichen Teil der Kniebeschwer
den erklärten. Zusätzlich dürfte mittlerweile auch eine
Schmerzchronifizie
rung
mit einer nicht-
nozizeptiven
Komponente einge
setzt haben. Dafür wür
den insbesondere die ausgeprägte und diffuse
periarti
ku
läre
Druckdolenz
bei Palpation mit bereits sehr geringem Druck sowie die diffuse Hypästhesie im ganzen linken Bein, welche sich nicht einer zentralen oder peripheren neu
ralen Struktur zuordnen liessen, sprechen. Auch die lumbal und
cervikal
beklagten Beschwerden seien mit den radiologischen Befunden von eher dis
kreten degenerativen Veränderungen sowohl an HWS wie auch BWS nur teil
weise zu erklären. Auch hier dürften nicht-organische Faktoren und die allge
meine
Dekonditionierung
mit muskulärer
Dysbalance
eine gewisse Rolle spielen, wofür einerseits die somatisch kaum zu erklärende starke
Dolenz
der gesamten Brust- und Lendenwirbelsäule ohne jeglichen paravertebralen Hypertonus, aber auch die ausgeprägten
myofascialen
Befunde im Bereich des rechten Schulter
gürtels und Ellbogens sprechen würden (Urk. 7/48/14f.).
Die Beschwerdeführerin sei für vorwiegend stehend/gehend durchzuführende Tätigkeiten seit September 2012 und auch weiterhin zu 100 % arbeitsunfä
hig. Zusätzliche Einschränkungen bestünden angesichts der degenerativen Wirbel
säulenbeschwerden auch für das Heben, Tragen und Hantieren von Lasten bzw. für repetitiv-monotone Tätigkeiten mit dem rechten Arm. Ihre angestammte Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei der Beschwerdeführerin daher seit Septem
ber 2012 dauerhaft nicht mehr zumutbar. Demgegenüber sei die Beschwerde
füh
rerin seit Abschluss der ambulanten Rehabilitation am 4. Juni
2014 in einer körperlich leichten, vorwiegend sitzenden, wechselbe
lastenden Tätigkeit, ohne
uniform-repetitive Belastung des rechten Armes bzw. der rechten Hand und ohne repetitives Heben oder Tragen von Lasten über 5 kg bzw. Einzellasten über 10 kg zu 100 % arbeitsfähig. Dabei sei ihr Stehen an Ort maximal bis zu 15 Minuten und Gehen bis maximal 20 Minu
ten zumutbar. Gehen auf unebenem Boden, Knien und Arbeiten in der Hocke seien zu vermeiden. Kurzes Treppensteigen sei der Beschwerdeführerin nur gelegentlich zumutbar. Zwar könne davon ausge
gangen werden, dass die beklagten Rückenbeschwerden nach Abschluss der am
bulanten Rehabilita
tion zugenommen hätten. Jedenfalls seien die
myotendino
tischen
Beschwer
den im Schultergürtel und im rechten Arm im Austrittsbericht noch nicht beschrieben. Bezüglich Arbeitsfähigkeit wirkten sich diese Beschwer
den hin
sichtlich repetitiver Belastungen des rechten Armes und der rechten Hand aus, was allerdings einer rein qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähig
keit entspreche und die Arbeitsfähigkeit in der näher umschriebenen ange
passten Tätigkeit nicht weiter einschränke (Urk. 7/48/15f.).
3.2
Im
Abklärungsbericht vom 2. Februar 2015
wurden
die
Bemessungsfaktoren "Anteil Erwerbstätigkeit"
mit
3
0 % bzw.
"Anteil Haushaltstätigkeit"
mit 7
0 % beziffert. Weiter wurde festgehalten, dass
die Beschwerdeführerin im Haushalt ab September 2013 (Ablauf Wartejahr) zu 75.20 % und ab Juni 2014 (Abschluss der Rehabilitation in der
D._
) zu 37.60 % eingeschränkt war (vgl. Urk. 7/26).
4.
4.1
Im rheumatologischen G
utachten vom 2
2.
Juli 2019 diagnostizierte
Dr.
C._
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit u
nspezifische Rückenschmerzen mit/bei
Symptomausweitung
, Fehlhaltung und Haltungsinsuffiz
i
enz sowie geringe dege
ne
rative Veränderungen zervikal und lumbal anamnestisch
(
Urk.
7/96/46). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt er (1) ein Ganzkörperschmerz
syn
drom
unklarer Ätiologie mit/bei Erschöpfungssymptomatik, muskulärer
Dysba
lance
, (2) Adipositas Grad I (BMI 31.2 kg/m
2
) sowie (3)
eine
Hy
p
othyreose anam
nestisch
fest
(
Urk.
7/96/46)
.
Die Beschwerdeführerin habe Ganzkörperschmerzen und eine Erschöpfungs
symptomatik mit Müdigkeit beklagt. Diesbezüglich sei seitens der Rheumaklinik des
E._
im Oktober 2017 ein
Sjörgen
-Syndrom vermutet worden. Eine Lippenbiopsie habe die Diagnose a
ber nicht bestätigen können und es sei in der Folge differenzialdiagnostisch auch eine
sero
negative
Polyarthritis festgehalten worden. Mehrmalige Steroidstösse sowie Basistherapien mit
Plaquenil
und
Methotrexat
hätten keinerlei Besserung ge
bracht
. Es müsse auch darauf hingewiesen werden, dass die mit einem
Sjörgen
-Syndrom in Ver
bindung
gebrachte Müdigkeit, orale und
okkuläre
Sicca
-Symptomatik sowie generalisierte Arthralgien absolut unspezifisch seien und sich durchaus auch anders erklären liessen. So habe denn auch der Vorgutachter
Dr.
Z._
Ende 2015 eine chronische Schmerzsymptomatik im Bereich des linken Knies
mit nicht-
nozizeptiver
fun
k
t
ioneller Komponente sowie ausgeprägte
myofasziale
Be
funde im linken Bein beschrieben. Zudem habe er belastungsabhängige Be
schwerden am rechten Ellbogen sowie belastungsabhängige Nacken- und Kreuz
schmerzen dokumentiert. Letztere
hätten sich durch die diskreten degenerativen Veränderungen von HWS und BWS nur teilweise erklären lassen; ohne jeglichen parave
rteb
ralen Hypertonus seien die starken
Dolenzen
der gesamten BWS und LWS somatisch nicht erklärbar gewesen.
Aktuell habe die Beschwerdeführerin neben generalisierten vor allem Schmerzen der Hände, Füsse und Knie beklagt. Klinisch sei der Handbefund
absolut unauf
fällig
; die diskreten Ver
breiterungen der Fingerendgelenk
e im Sinne einer be
ginnenden
Heberdenarthrose
fänden kein klinisches Korrelat. Der nur schwache und wechselhaft durchgeführte Faustschluss beidseits sei funktioneller Art; beim
Ent
- und Ankleiden habe ein absolut unauffälliger Einsatz der Hände beobachtet werden können. Die anamnestisch geschilderten Schwellungen seien in den medi
zinischen
Vorakten
nicht dokumentiert, insbesondere fehlten Hinweise für eine relevante entzündliche Aktivität.
Die Füsse seien alterse
n
tsprechend unauffällig
; im Rahmen der Untersuchung sei keine spezielle Schmerzhaftigkeit der
Vorfüsse
oder Fersen feststellbar gewesen.
Das rechte Kniegelenk sei in klinischer Hinsicht absolut unauffällig und frei beweglich; links sei im
Vergleich zur Gegenseite ledigl
ich die Extension etwas weniger ausgeprägt, aber immer noch leicht überstreckbar. Ansonsten seien beide Knie frei beweglich, ohne Meniskuszeichen und spezielle Schmerzhaftigkeit. Die Versicherte habe auch problemlos die Hocke bis 95° einnehmen können. Die beklagten Knieschmerzen seien denn auch nie Anlass genug gewesen für weiter
gehende radiologische Abklärungen. Zusätzlich werde die Problematik durch das Fehlen von objektivierbaren Schonungszeichen, was ein konstantes Schonen des linken Beins ausschliesse und
gegen eine relevante Gelenkpat
hologie spreche, relativiert
(
Urk.
7/96/48).
Die restlichen Gelenke wie Ellbogen un
d Schultern imponierten ebenfall
s absolut unauffällig. Auch habe sich keine
tendopathische
Problematik abgrenzen lassen.
Insbesondere sei nicht von einer rein
nozizeptiven
Problematik mit gesenkter Schmerzschwelle
und damit auch nicht von einer Fibromyalgie
aus
zugehen. Vielmehr handle es sich vorliegend um ein
Ganzkörperschmerzsyndrom unkla
rer
Ä
tiologie
, wobei
zumindest eine funktionelle Komponente offensichtlich sei (
Urk.
7/96/48).
Die Wirbelsäule sei allseits altersentsprechend und schmerzfrei beweglich.
Auf
fallenderweise
habe die Beschwerdeführerin im Rahmen der Untersuchung keine
Dolenzen
im Bereich des Achsenskeletts angegeben
; eine schmerzhafte seg
men
tale Funktionsstörung könne somit ausgeschlossen werden. Die in den
Vorakten
beschriebene Irritation der Facettengelenke liege somit heute auch nicht mehr vor. Mithin könne aktuell lediglich von unspezifischen Rückenschmerzen bei Fehlhaltung und Haltungsinsuffizienz die Rede sein; das somatische Korrelat bestehe in der muskulären
Dysbalance
im Schulter- und Beckengürtel. Ein gra
vierendes Rückenleiden sei jedenfalls auszuschliessen und vielmehr von einer muskulären Problematik auszugehen (
Urk.
7/96/49).
Die angegebene Müdigkeit finde weder ein klinisches noch labormässiges Korre
lat. Die Beschwerdeführerin bringe dieses teilweise in Verbindung mit einer Schilddrüsenunterfunktion; die
Vorakten
sprächen indes für eine ausreichen
de Substitution. Im Rahmen der 2.
5 Stunden dauernden Untersuchun
g seien zudem weder Müdigkeit noch abfallende Konzentration aufgefallen. Im Gegenteil habe die Beschwerdeführerin, die lebhaft ihr zustehende Leistungen reklamiert habe, einen recht vitalen Eindruck erweckt (
Urk.
7/96/49).
Dass die Beschwerdeführerin trotz der angegebenen starken Schmerzen funk
tioniere und nicht regelmässig wirksame Analgetika benötige, spreche für eine Schmerzverarbeitungsstörung. Da
das Ganze
mit unspezifischen Rücken– und muskulären Beschwerden
im Schulter-Nackenbereich angefangen und sich im Verlauf ausgeweitet habe, könne auch von einer Symptomausweitung
, das heisse von einer Symptomatik, die ausschliesslich auf Verhaltensebene laufe,
gespro
chen werden
. Jedenfalls müsse auf die Diskrepanz zwischen den beklagten Be
schwerden sowie Limitierungen einerseits und
den unspezifischen, nicht patholo
gischen klinischen Befunden andererseits hingewiesen werden. Zudem habe die Beschwerdeführerin nicht den Eindruck eines grösseren Leidensdrucks erweckt
, zumal sie keinerlei Anstalten zur Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit zeige und keine wirksame Analgesie einnehme
(
Urk.
7/96/49
f.
,
Urk.
7
96/53
)
.
Im Rahmen der EFL (
Urk.
7/98)
habe
sich
im Wesentlichen
eine erhebliche Symp
tomausweitung und Selbstlimitierung
ergeben
.
Die beobachtete Belastbarkeit entspreche im Wesentlichen einer sehr leichten oder vorwiegend sitzenden Tätigkeit. Aufgrund der festgestellten Symptomausweitung sei indes von einer höheren Belastbarkeit auszugehen. Dabei sei der Beschwerdeführerin eine ganz
tägige Tätigkeit möglich (
Urk.
7/98/2).
Zusammenfassend hätten
die subjektiv geschilderten körperlichen Belastungs
grenzen nicht plausibilisiert werden können
und
es
habe sich für die Schmerzen kein plausibles somatisches Korrelat finden lassen
. Dasselbe gelte für die ange
gebene Müdigkeit, die keine erkennbare Funktionseinbusse zur Folge habe
.
Auf
grund der im Rahmen der EFL durchgef
ührten Tests hätten sich keine
B
elastungs
limiten
objektivieren lassen, weil sich die Beschwerdeführerin vor deren Erreichen selbstlimitiert habe.
Im Vordergrund stünden
viel
eher
rehabilitative Massnahmen wie muskuläre Kräftigung sowie Gewichtsreduktion. Hierzu müsste die Beschwer
deführer indes ihr passives Schon- und Vermeidungsverhalten aufgeben und sich im Alltag trainingswirksam belasten. Dazu müsse sie auch zur Kenntnis nehmen, dass ihr gesundheitliches Hauptproblem nicht eine entzündliche Systemerkran
kung, sondern ihre
Dekonditionierung
und ihr Gewicht sei und sie für beides die Verantwortung selber übernehmen müsse. Eine entsprechende Motivation der Beschwerdeführerin sei indes anzuzweifeln mit Blick auf die Pensionierung des Ehemannes, d
i
e Unterstützung durch die Familie
sowie von ihr selbst geäusserte Zweifel
an einem erfolgreichen beruflichen Widereinstieg
; d
ies aufgrund ihres
Alters sowie mangelnder Qualifikation und Sprachk
enntnisse. Bei besserer Koope
ration könnte die Beschwerdeführer mehr leisten, was sich denn auch im Rahmen der EFL habe bestätigen lassen; das nicht adäquate Schmerzverhalten und das schlechte Leistungsverhalten sprächen für eine erhebliche Symptomausweitung (
Urk.
7/96/51
f
f
.).
Auf jeden Fall habe sich der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin seit dem Vorgutachten 2015 objektiv nicht relevant verän
dert (
Urk.
7/96/55) und gelte die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von
Dr.
Z._
weiterhin (
Urk.
7/96/57);
die – näher umschriebene - optimal angepasst
e
Ver
weistätigkeit sei ganztags möglich. A
ufgrund der vorliegenden
Dekonditionie
rung
sei – soweit überhaupt plausibel quantifizierbar
–
jedoch
eine Ein
schrän
kung der Leistungsfähigkeit in Höhe von maximal 20
%
möglich (
Urk.
7/96/58).
4.2
Im Abklärungsbericht vom
1.
April 2019
wurde bei gleichbleibender Gewichtung der
Bemess
ungsfaktoren Erwerbstätigkeit (3
0 %) und Haushaltstätigkeit (
7
0 %
)
die
Einschränkung im Haushaltsbereich neu mit in
sgesamt
42.5
%
beziffert (Urk.
7/99).
5.
5.1
Das rheumatologische Gutachten vom
2
2.
Juli 2019
erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
und den beklagten Beschwerden sowie gestützt auf die
EFL vom 1
7.
u
nd 1
8.
Juli 2019
. Es leuchte
t in der Darlegung der medizini
schen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen.
Dr.
C._
hat
zu den medizinischen
Vorakten
, insbesondere den seit der rechtskräftigen Verfügung vom 2
3.
Februar 2016 neu eingegangen Arztberichte einlässlich Stellung bezogen und
– sowie er davon abwich –
seine anderslautende Beurteilung
nachvollziehbar begründet
(
Urk.
7/96/46 f.)
.
Zudem hat er sich aufschlussreich zur Frage nach einer allfällig wesentlichen Verän
derung im massgebl
ichen Zeitraum, allen voran dem Einfluss eines möglichen
Sjögren
-Syndroms auf die Leistungsfähigkeit (Urk. 7/96/55), geäussert
.
Das Gut
achten erfüllt damit die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage geste
ll
ten Anforderungen (vgl. E. 1.5
).
5.2
Beim Ver
gleich der Befunde im
rheumatologischen Gutachten von
Dr.
Z._
vom 2
7.
November 2015 ei
nerseits
(vgl.
Urk.
7/48/10 f.)
mit
ebensolchen im rheumatologischen Gutachten von
Dr.
C._
vom 2
2.
Juli 2019
(
Urk.
7/96/44 f.) sowie
im
Bericht von
Dr.
A._
vom 2
2.
Dezember 2019, worin dieser – ohne bildgebende Befunde – «zwischenzeitlich eine Gonarthrose sowie ein chronisches
subakromiales
Impingement
beider Schultern» diagnostizierte
,
(
Urk.
3)
anderer
seits
lässt sich
keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der
rechtskräftigen Rentenverfügung
vom
23. Januar 2016
erblicken. Vielmehr ist die
zur Begründung der medizinischen Einschätzungen angeführte Symptomatik un
d Befundlage weitestgehend deckungsgleich
(vgl.
Urk.
7/96/47)
. So
hat bereits
Dr.
Z._
Schmerzen im linken Knie sowie Schulter-, Nacken- und Ellbogenschmerzen dokumentiert und
bereits
darauf hingewiesen, dass sich die Beschwerden nur teilweise ob
jektivieren liessen. Auch hat
Dr.
Z._
eine
allgemeine
Dekonditionierung
mit muskulärer
Dysbalance
notiert (
Urk.
7/48/15). Die vo
n der Beschwerdeführerin
neu geltend gemachte
(
Urk.
7/96/33) und vo
m behandelnden
Dr.
A._
im Rahmen eines
Sjörgen
-Syn
drom
s
interpretierte
(vgl. Bericht
e
vom
5.
Januar
2018,
7.
Februar
2018, 2
1.
März
2018 und 2
2.
Dezember 2019, Urk.
7/91
f
.,
Urk.
3
)
ausgeprägte Müdigkeit
liess sich gut
achterlich nicht
objektivieren
. Im Gegenteil hat
Dr.
C._
festgehalten
, im Rahmen der 2.
5 Stunde
n
dauernden Untersuchung sei weder eine besondere Müdigkeit noch abfallende Konzentration aufgefallen
(
Urk.
7/96/42 f.); die ange
gebene Müdigkeit finde weder ein klinisches noch labormässiges Korrelat (
Urk.
7/96/49
; damit konkordant
der
Bericht von
Dr.
A._
vom
5.
Januar 2018
,
wonach
die Speicheldrüse
nbiopsie und Laborbefunde
ni
cht konklusiv sei
en
,
Urk.
7/91/2
)
.
Daran
ändern
wiederholt erhöhte Entzündungswerte
ebenso wenig wie der Hinweis von Dr.
A._
, wonach nicht alle
Sjörgen
-Syndrom-Patienten
die
typischen Laborwerte aufwiesen
(vgl. Bericht vom 2
2.
Dezember 2019,
Urk.
3
).
D
ie vom letzteren
zur besseren Beurteilung
der Auswirkungen
des
Sjörgen
-Syndroms empfohlene EFL (vgl.
Urk.
7/80,
Urk.
7/84/3) vermochte
das Ausmass der
postulierten funktio
nellen Einschränkungen
, insbesondere Müdigkeit,
eben
falls
nicht zu
objektivieren
.
Vielmehr imponierte die
Beschwerdeführerin dabei
mit
Selbstlimitierung und Symptomausweitung (vgl.
Urk.
7/98).
Für den
-
unter allgemeinem Hinweis auf «zahlreiche Studien»
-
beschwerdeweise
n
Vorwurf, Dr.
C._
habe die Problematik lapidar
auf das Übergewicht und
Dekonditio
nierung
der Beschwerdeführerin zurückgeführt
(vgl.
Urk.
1 S. 5), bleibt damit kein Raum.
Sodann standen
Beschwerden im Sinne der
von
Dr.
A._
ausserdem notierten orale
n
und
okk
uläre
n
Siccasymptomatik
(vgl.
Urk.
7/91/2)
, womit er das postulierte
Sjörgen
-Syndrom zuletzt vornehmlich begründete (vgl. Bericht vom 2
2.
Dezember 2019,
Urk.
3)
,
im Zeitpunkt der
neuerlichen
Exploration
selbst subjektiv
nicht im Vordergrund; die Beschwerdeführerin gab diesbezüglich ledig
lich an,
sie benutze für trockene Schleimhäute lokale Cremes und Pflaster (
Urk.
7/96/52)
.
Dazu passend stellte
Dr.
med.
F._
,
Facharzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten
, welcher
von
Dr.
A._
offenbar konsiliarisch
beigezogen
wurde, fest, dass ein Teil der kleinen Speicheldrüsen noch funktio
niere und die grossen sogar recht unauffällig wirkten (vgl.
Urk.
3 S. 2).
S
elbst wenn ein – wie auch immer geartetes, typisches oder untypisches -
Sjörgen
-Syndrom bestünde, sind daraus resultierende
arbeitsrelevante
Eins
chränkungen
jedenfalls nicht ausgewiesen.
Davon abgesehen
liegt
regelmässig dort
keine ver
sicherte Gesundheitsschädigung vor, wo die
(behauptete)
Leistungseinschränkung vornehmlich auf Symptomausweitung oder einer ähnlichen Konstellation beruht
.
I
n diesem Kontext
bleiben
ausserdem
die subjektive Krankheitsüberzeugung sowie passive Schon- und Ve
r
meidungsverhalten de
r Beschwerdeführerin zu ver
merken
(
vgl.
Urk.
7/96/52 f.)
.
Bei alle dem
kam
Dr.
C._
zum
begründeten
Schluss,
der
Gesundheitszustand
und
die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hätten
sich seit dem Vorgut
achten 2015 nicht wesentlich verändert (
Urk.
7/96/55). Dass er – in vager Formulierung – hinsichtlich einer angepassten Verweistätigkeit
(zusätzlich)
eine
dekonditionsbedingte
Leistungseinschränkung von maximal 20
%
in Raum stellte
, ist unbeachtlich. Handelt es sich doch dabei um einen
invalidität
sfremden Faktor.
D
ie damit
korrelierende
Erschöpfungssymptomatik, muskuläre
Dysbalance
und Adipositas
hat
Dr.
C._
denn auch
als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit taxiert (vgl.
Urk.
7/96/46). Davon abgesehen vermöchte
eine
höhere Einschät
zung der Arbeitsunfähigkeit
ohnehin
per se
k
eine relevante Ge
sundheitsver
schlechterung darzustellen
(Ur
teil des Bundesgerichts 9C_955/2012 vom 1
3.
Februar 2013 E. 3.3.4)
.
Entsprechend lässt
sich
auch
aus der von
Dr.
A._
postulierten 60-70%igen Arbeitsunfähigkeit
für sich allein
nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten
. Insbesondere liess
er hierfür eine hinreic
hende Begründung vermissen
(
vgl.
Urk.
3) und
setzte sich
Dr.
A._
in keiner Weise mit den gutachterlichen Feststellungen auseinander. Kommt weiter hinzu, dass
das Gericht
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
D
ie unterschiedliche Natur von Behand
lungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutach
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini
schen Experten andererseits
lässt es im Übrigen auch
nicht zu
, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vor
gängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (SVR 2017 IV Nr. 49 [9C_338/2016] E. 5.5).
5.3
W
eitergehende oder
zusätzliche
Einschränkungen lassen sich
auch den am
8.
Oktober 2020
nachträglich
eingereichte
n Unterlagen (
Urk.
9,
Urk.
10/1-4) nicht entnehmen.
Insbes
ondere ist nicht einzusehen, inwiefern
etwa aufgrund
eine
r
leichte
n
akute
n
Augenirritation oder
Parodo
n
talbehandlung
eine wesentliche Veränderung erblickt werden könnte
. Dasselbe gilt für ein allfällig erhöhtes Risiko der Beschwerdeführerin für die Entwicklung
parodontaler
Erkrankungen (vgl.
Urk.
10/1). Davon abgesehen beurteilt
das Sozialversicherungsgericht
die Gesetz
mässigkeit des angefochtenen Entscheids
nach
ständiger Rechtsprechung
in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsver
fahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
5.4
Schliesslich
ergibt
sich auch
aufgrund der
unbestrit
ten gebliebenen
Haushalts
abklärung vom
1.
April 2020
keine
rentenwirksame Veränderung
(vgl.
Urk.
7/99,
E. 4.2)
; e
ine
Neub
erechnung des Invaliditätsgrads
gestützt auf
Art.
27
bis
Absätze 2–4 IVV
führte ebenfalls
zu
keinem Rentenanspruch
(
vgl. E. 1.4
)
.
5
.5
Zusammenfassend ist
aufgrund der aufschlussreichen und
beweis
kräftigen Akten
lage
hinreichend erstellt
, dass sich
weder
die tatsächlichen
noch gesund
heitlichen
Verhältnisse der Beschwerdeführerin seit der
materiell
rechtskräftigen Rentenverfügung
vom
23. Februar 2016 (Urk. 7/52,
Urk.
7/57 ff.
)
bis zum Erlass
der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
2
5.
März 2020
(Urk. 2) anspruchs
relevant verändert haben.
Damit
besteht
– entgegen der Beschwerdeführerin –
auch kein weiterer Abklärungsbedarf
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Weil es damit an einem Revisionsgrund fehlt, bleibt kein Raum
für eine in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht umfassende Prüfung des Rentenanspruchs.
Die angefochtene Verfügung erweist sich im Ergebnis als rechtens und die Be
schwerde ist entsprechend abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr. 7
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).