Decision ID: 357dd3e0-811d-483b-aa0b-7541bddd6293
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ arbeitete seit 15. Mai 1995 als B._ für die C._ AG, Zweigniederlassung
D._, und war dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und
Berufskrankheiten versichert. Am 12. Juli 2012 klemmte die vom Versicherten im
Rahmen der Erwerbstätigkeit bediente Bohrmaschine plötzlich ein, wodurch sich sein
rechter Unterarm verdrehte (Unfallmeldung vom 20. September 2012, UV-act. I.1). Am
17. Dezember 2012 stürzte der Versicherte eine Treppe hinab (siehe Schadenmeldung
der Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2012, worin fälschlicherweise eine Verletzung des
rechten Unterarms angegeben wurde, UV-act. II.1) und schlug sich das Kinn, die linke
Rippenseite und den linken Ellbogen an der Treppe auf. Der rechte Ellbogen blieb vom
Sturz unberührt, schmerzte aber noch infolge des Unfalls vom 12. Juli 2012 (Rapport
vom 5. Mai 2017, UV-act. I.24-1 unten; zum Versehen in der Schadenmeldung vom
21. Dezember 2012 siehe auch die Ausführungen des Versicherten in act. G 1, Rz 25).
Die Suva erbrachte für beide Unfälle Taggelder und übernahm die Kosten der
Heilbehandlungen (UV-act. I.2 und UV-act. II.3). Eine MRT-Abklärung vom
4. September 2012 hatte eine Epicondylitis lateralis rechts mit partieller Ruptur der
tendinösen Strukturen ergeben (UV-act. I.17; vgl. auch den Bericht der Klinik für Hand-,
Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom
4. Januar 2013, UV-act. I.4). Am 22. Januar 2013 wurde der Versicherte vor dem
Hintergrund der Diagnosen «Epikondylitis humeri radialis rechts posttraumatisch» und
«Synovialitis am Ellbogen rechts posttraumatisch» von Dr. med. E._, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, operiert
A.a.
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(modifizierte Operation nach Hohmann rechts und Synovialektomie im Ellbogengelenk
rechts; UV-act. I.3; siehe auch den Untersuchungsbericht vom 18. Januar 2013, UV-
act. I.5-4 f.). Ab dem 7. März 2013 bescheinigte sie dem Versicherten wieder eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (Bericht vom 12. März 2013, UV-act. I.7).
Am 17. März 2017 meldete die Arbeitgeberin einen am 9. März 2017 eingetretenen
Rückfall (den sie fälschlicherweise in Bezug zum Sturzereignis vom 17. Dezember 2012
setzte; UV-act. I.8). Der Versicherte gab zum Hintergrund der Rückfallmeldung an,
anfangs März 2017 habe er auf einer Baustelle eine ca. 30 kg schwere Tür aushängen
müssen. Er habe sie in beide Hände genommen, aus der Angel gehoben und nach
rechts gekippt, um sie besser tragen zu können. Als er den rechten Arm geöffnet bzw.
durgestreckt habe, habe er einen starken «Stich» oben am rechten Ellbogen in der
Mitte verspürt. Den Ellbogen habe er nicht angeschlagen. Von Tag zu Tag hätten sich
die Ellbogenschmerzen verschlechtert. Ab dem 9. März 2017 habe er die Arbeit
niederlegen müssen. Die Schmerzen seien nun etwas stärker geworden als jene, die er
schon seit Jahren gehabt habe (UV-act. I.24). Der Kreisarzt Dr. med. F._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vertrat in der
auf den Akten basierenden Stellungnahme vom 14. Juni 2017 die Auffassung, 4 Jahre
nach dem Distorsionstrauma könne von einer geheilten Situation bezüglich des rechten
Ellbogens ausgegangen werden. Die Arbeit, vor allem bei intensiver Tätigkeit, habe
ohne Unfallereignis zur Überlastung geführt. Epicondylitiden seien für Rezidive bei
Überlastung bekannt. Die entsprechenden Heilbehandlungskosten gingen zulasten der
Krankenkasse (UV-act. I.26). Gestützt auf diese Einschätzung verfügte die Suva am
15. Juni 2017 mangels Unfallkausalität die Abweisung des Gesuchs des Versicherten
um Leistungen für den von ihm geltend gemachten Gesundheitsschaden (UV-act. I.27).
A.b.
Der an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates am KSSG behandelnde Dr. med. G._ teilte der Suva am
26. Januar 2018 mit, es sei bei einer am 17. Oktober 2017 durchgeführten MRI-
Untersuchung (siehe hierzu den gleichentags erstellten Bericht der Klinik für Radiologie
und Nuklearmedizin am KSSG, UV-act. I.41) eine Ruptur festgestellt worden. Diese
könne nur entweder von einem Unfall oder einem Durchschnitt herrühren. Somit könne
die Ruptur eine Unfallfolge oder eine Folge der Operation vom 22. Januar 2013 sein,
bei der die Sehne durchtrennt worden sei. Er bitte um eine neuerliche Prüfung des
A.c.
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Leistungsanspruchs des Versicherten (UV-act. I.32; siehe auch den
Untersuchungsbericht vom 26. Januar 2018, UV-act. I.33, sowie zur am 27. Oktober
2017 im KSSG durchgeführten LUCL-Rekonstruktion bei postero-lateraler
Rotationsinstabilität am rechten Ellbogen bei LUCL-Ruptur nach Trauma vom «Herbst
2012» UV-act. I.36). Der Kreisarzt Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, gelangte am 13. Februar 2018 nach
einer Würdigung der neuen medizinischen Unterlagen zur Auffassung, dass es sich
beim Leiden am Ellbogen um einen Rückfall zum Ereignis vom «17.12.2012» handle
(UV-act. II.51-2; richtig: vom 12. Juli 2012, siehe UV-act. I.24-1 und act. G 1, Rz 18 und
Rz 25 f.). Daraufhin hob die Suva am 15. Februar 2018 die Verfügung vom 15. Juni
2017 auf und erbrachte rückwirkend Versicherungsleistungen (Übernahme der Kosten
für Heilbehandlung und Ausrichtung von Taggeldern, UV-act. I.43-5 f.).
Anlässlich der Besprechung mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva vom
1. März 2018 erwähnte der Versicherte, dass er am 19. Februar 2018 die Arbeit wieder
zu 100 % aufgenommen habe. Leider sei er gleichentags ausgerutscht und habe sich
am linken Handgelenk verletzt (mehrfragmentäre, nicht dislozierte intraartikuläre
Processus styloideus Radiusfraktur, die gut heilte; siehe hierzu sowie zur
wiedererlangten 100%igen Arbeitsfähigkeit den Bericht von Dr. G._ vom 24. Mai
2018, UV-act. II.75-2 f.; siehe auch den Bericht von Dr. H._ vom 6. April 2018, UV-
act. II.69). Im Moment sei er im rechten Ellbogen komplett schmerzfrei. Die Operation
vom 27. Oktober 2017 habe eine deutliche Verbesserung gebracht (UV-act. II.62).
A.d.
Am 24. April 2018 suchte der Versicherte Dr. G._ auf, da er 6 Wochen zuvor
einen Pack Wasserflaschen (9 kg; siehe hierzu die vom Versicherten am 23. Mai 2018
gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der Suva gemachten Angaben in UV-act. I.
77-1 unten) mit dem rechten Arm gehoben habe und seither Schmerzen am rechten
Ellbogen verspüre. Dr. G._ ging klinisch und anamnestisch am ehesten von
Beschwerden im Sinn eines Sulcus ulnaris Syndroms aus (Bericht vom 1. Mai 2018,
UV-act. II.72-3 f.). Prof. Dr. I._, Facharzt für Neurologie, Leiter J._ am KSSG, hielt
im Bericht vom 6. Juli 2018 fest, beim Versicherten lägen zwei Beschwerdekomplexe
vor. Einerseits leide er unter belastungsabhängigen, andererseits auch nächtlichen
Schmerzen im Bereich des rechten Ellbogens mit klinisch deutlich schmerzbedingt
eingeschränkter Pro- und Supinationsbewegung sowie an einer Druckdolenz über dem
A.e.
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Epicondylus radialis humeri. Ursächlich hierfür sei wahrscheinlich eine lokale
Tendinopathie, sodass möglicherweise eine lokale Infiltration mit Steroiden erfolgreich
sein könnte. Betreffend das ebenfalls beklagte intermittierende Taubheitsgefühl des
dritten bis fünften Fingers der rechten Hand fänden sich weder klinisch noch
elektrophysiologisch Hinweise auf eine Schädigung des Nervus ulnaris im Bereich des
Sulcus. Auch hätten sich elektrophysiologisch keine Hinweise auf eine Schädigung des
Ramus superficialis des Nervus radialis bei dorsal lokalisierten schmerzhaften
Missempfindungen der Hände und Unterarme finden lassen (UV-act. II.85). Der
Kreisarzt med. pract. K._, Facharzt für Chirurgie, hielt die verschiedenen
Beurteilungen des KSSG in der Stellungnahme vom 24. Juli 2018 für widersprüchlich.
Einerseits werde eine Läsion des Nervus ulnaris am Ellbogen vermutet, d.h. medial-
dorsal gelegen, und eine Operation empfohlen. Andererseits werde eine Epicondylitis
radialis humeri diagnostiziert, d.h. radial-lateral gelegen, ohne eine Läsion des Nervus
ulnaris. Bei so unklarer Diagnosebeurteilung seien weitere medizinische Abklärungen
erforderlich (UV-act. II.87).
Die medizinischen Fachpersonen der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie am KSSG berichteten am 20. August 2018, es bestünden
am rechten Ellbogen diffuse Druckdolenzen lateral und im Bereich des Olecranon (UV-
act. II.90-2 f.). Eine am 14. September 2018 am rechten Ellbogen durchgeführte MRI-
Untersuchung ergab eine zwischenzeitlich erfolgte Rekonstruktion des LUCL mit
intaktem Autograft und regelrechten Artikulationsverhältnissen sowie eine geringe
Arthrose in allen Kompartimenten (UV-act. II.100). Am 4. Oktober 2018 teilte die Suva
dem Versicherten mit, gemäss (nicht in den Akten dokumentierter) kreisärztlicher
Einschätzung weise alles darauf hin, dass die persistierende Schmerzsymptomatik zum
einen auf eine Knorpelschädigung im Bereich des Radiusköpfchens und im
Allgemeinen auf eine leichte Arthrose des gesamten Ellbogengelenks zurückzuführen
sei. Aufgrund dessen werde eine Injektionstherapie empfohlen (UV-act. II.103). Der
Versicherte äusserte am 23. Oktober 2018, dass er weiterhin trotz der Schmerzen zu
100 % arbeite. Er wisse nicht, wie lange er es noch aushalten werde (UV-act. II.104).
Am 19. Dezember 2018 erfolgte im KSSG eine radio-humerale Infiltration am Ellbogen
rechts (UV-act. II.117). Eine Verbesserung der Beschwerden wurde dadurch nicht
erzielt (siehe die telefonische Angabe des Versicherten vom 16. Januar 2019, UV-act. II.
A.f.
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119). Dr. H._ berichtete am 25. Januar 2019, der Versicherte klage über heftigste
belastungsabhängige rechtsseitige Armschmerzen. Er habe ihn wegen erneuter
Exazerbation per 25. Januar 2019 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. II.
124-5 f.; vgl. auch den Bericht vom 29. November 2019, UV-act. II.144). Der Kreisarzt
Dr. H._ hielt die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bis Ende Februar 2019 für
ausgewiesen und eine erfolgreiche Reintegration in die angestammte Tätigkeit für
fraglich. Er empfahl, sich Gedanken über eine Umschulung in eine weniger belastende
Tätigkeit zu machen (Stellungnahme vom 30. Januar 2019, UV-act. II.123).
Im Auftrag der Suva wurde am 5. und 6. Dezember 2019 in der ergonomicsystems
ag eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchgeführt. Zudem
wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von Dr. med. L._, Facharzt für
Rheumatologie sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, Amriswil, am
5. Dezember 2019 begutachtet. Dr. L._ diagnostizierte: 1. eine symptomatische
Ellbogenarthrose rechts bei/mit anamnestisch Status nach akzidenteller forcierter
Supination 07/2012, Status nach modifizierter Operation nach Hohmann am 22. Januar
2013, Status nach LUCL-Rekonstruktion mit Palmaris longus-Autograft am
27. Dezember 2017 und degenerativen Veränderungen tricompartimental im MRT vom
14. September 2019 und 2. ein sekundäres myofasziales Syndrom am Ellbogen- und
Schultergelenk rechts. Die vom Versicherten beklagten Beschwerden bzw.
demonstrierten Funktionseinschränkungen seien weitgehend konsistent und aus
medizinischer Sicht angesichts der bekannten strukturellen Veränderungen im rechten
Ellbogengelenk nachvollziehbar. Das myofasziale Syndrom im Bereich der rechten
Schulter weise darauf hin, dass der Versicherte diese Region schmerzreflektorisch
durch unphysiologische Ausweichbewegungen aufgrund von Ellbogenschmerzen
konsequent, vor allem im beruflichen Kontext, fehl- und überbelaste. Bei beklagten
Dysästhesien in den Fingern 3 bis 5 bestünden keine klaren Hinweise auf eine
neuropathische Genese. Die aktuelle Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr
zumutbar. Zumutbar seien ihm leichte bis mittelschwere leidensangepasste Tätigkeiten
(Gutachten vom 17. Dezember 2019, UV-act. II.146; zum EFL-Bericht vom
16. Dezember 2019 siehe UV-act. II.147).
A.g.
Zur «Zumutbarkeitsbeurteilung mit Therapieziel» befand sich der Versicherte vom
28. April bis 20. Mai 2020 in der Rehaklinik M._. Die dort behandelnden
A.h.
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B.
Dagegen erhob der Versicherte am 20. November 2020 Einsprache und beantragte die
Zusprache einer 44%igen Invalidenrente und einer 15%igen Integritätsentschädigung
(UV-act. II.235). Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom 25. Februar 2021 ab
(UV-act. II.249).
C.
medizinischen Fachpersonen beurteilten den Versicherten für eine Tätigkeit als B._
vollständig arbeitsunfähig. Eine leichte leidensangepasste Tätigkeit hielten sie für ihn
ganztags zumutbar. Der Versicherte habe sich von Beginn an sehr schmerzfokussiert
gezeigt. Das Training habe er durchzuführen versucht, sich jedoch unter
Schmerzangaben selbst limitiert. Physiotherapeutische Inputs seien nur wenig oder
nicht umgesetzt worden. Die Rehabilitation sei wegen verminderten Therapiezugangs
frühzeitig beendet worden. Als Probleme bei Austritt nannten sie belastungsabhängige
Schmerzen am rechten Ellbogen, eine reduzierte Kraft am rechten Arm und
Parästhesien «Dig IV und V» der rechten Hand (UV-act. II.177). Der Kreisarzt Dr. H._
beurteilte am 7. Juli 2020 den Integritätsschaden und führte aus, unter
Berücksichtigung einer zu erwartenden leichten posttraumatischen Arthrose des
rechten Ellbogengelenks bei persistierender Instabilität und Bewegungs- und
Belastungsschmerzen sowie Bewegungslimitierung erscheine ein unfallbedingter
Integritätsschaden von 12,5 % angemessen. Die persistierende Rotationsinstabilität
werde mit 5 %, die zu erwartende leichte Arthrose des Ellbogengelenks bei
Einzelbetrachtung mit 7,5 % taxiert (UV-act. II.183). Mit Verfügung vom 22. Oktober
2020 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2021 eine
Invalidenrente bei einem 20%igen Invaliditätsgrad und eine Entschädigung für eine
12,5%ige Integritätseinbusse zu (UV-act. II.218; zur bereits am 15. September 2020
mitgeteilten Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen auf den
31. Dezember 2020 [bzw. auf den 31. Januar 2021, UV-act. II.211-1 und UV-act. II.224
f.] siehe UV-act. II.202).
Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Februar 2021 erhob der
Beschwerdeführer am 30. März 2021 Beschwerde. Er beantragte: 1. Der angefochtene
Einspracheentscheid sei aufzuheben. 2. Es sei ihm eine höhere Invalidenrente
C.a.
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zuzusprechen. 3. Es sei ein gerichtliches polydisziplinäres medizinisches Gutachten in
Auftrag zu geben. 4. Die Integritätsentschädigung sei zu erhöhen und 5. Es sei ihm die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das «Verwaltungsverfahren» zu gewähren;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung brachte er im
Wesentlichen vor, dass die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten um 20 %
vermindert sei. Falls die Beschwerdegegnerin dieser Einschätzung nicht folgen wolle,
werde eine neutrale polydisziplinäre Begutachtung (insbesondere unter Einbezug der
neurologischen und psychiatrischen Disziplin) beantragt. Zudem rügte der
Beschwerdeführer die Höhe der von der Beschwerdegegnerin ermittelten
Vergleichseinkommen. Bei der Bemessung der Integritätsentschädigung sei eine
teilweise Ulnarislähmung zu berücksichtigen, womit Anspruch auf eine 20%ige
Integritätsentschädigung bestehe (act. G 1). Der Beschwerdeführer reichte u.a.
Berichte von Dr. H._ vom 23. Februar (act. G 1.5) und 16. März 2021 ein (act. G 1.3).
Auf Aufforderung durch das Gericht (Schreiben vom 7. April 2021, act. G 2) sandte er
ein ausgefülltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (für das Beschwerdeverfahren)
samt Beilagen ein (act. G 4).
Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2021
die Abweisung der Beschwerde. Sie hielt an der von ihr vorgenommenen Bemessung
der Invalidität und des Integritätsschadens fest und erachtete den Sachverhalt als
spruchreif abgeklärt (act. G 5).
C.b.
Das Versicherungsgericht teilte dem Beschwerdeführer am 17. Mai 2021 mit,
aufgrund der von ihm gemachten Angaben sei von einem monatlichen Überschuss an
Einkommen von Fr. 1'225.90 auszugehen, weshalb es ihm möglich sei, die Kosten der
Rechtsvertretung innert einigen Monaten zu bezahlen (act. G 6). Hierauf erwiderte der
Beschwerdeführer, dass er seine inzwischen in Portugal lebende Familie mit
durchschnittlich monatlich Fr. 983.73 unterstütze und sich der Überschuss
entsprechend vermindere (act. G 7). Das Versicherungsgericht beschied dem
Beschwerdeführer am 3. Juni 2021, dass sich die Beurteilung der Prozessarmut nach
sozialhilferechtlichen Kriterien richte und bei der Bedarfsrechnung nur behördlich
geregelte Ehegatten- und/oder Kinderunterhaltsbeiträge berücksichtigt werden
könnten. Falls solche Verpflichtungen bestünden, so seien die entsprechenden
Unterlagen bis 23. Juni 2021 einzureichen. Bei unbenütztem Ablauf der Frist werde
C.c.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ausschliesslich die
Höhe der Ansprüche des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung.
2.
In einem ersten Schritt wird die Höhe des Rentenanspruchs geprüft.
davon ausgegangen, dass am Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht
festgehalten werde. Andernfalls werde das Gericht mit dem Endurteil über die
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung entscheiden (act. G 8). Am
4. Juni 2021 machte der Beschwerdeführer geltend, die monatlichen Zahlungen
ergingen in Erfüllung der ihm obliegenden Unterstützungspflicht, weshalb er am
Gesuch festhalte (act. G 9).
In der Replik vom 7. Juli 2021 hielt der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 11; zur Ergänzung, dass allenfalls ein «Schmerzgutachten»
einzuholen sei, siehe Antrag 3 der Replik).
C.d.
Die Beschwerdegegnerin teilte am 13. September 2021 den Verzicht auf eine
umfassende Duplik mit und verwies auf die Begründung in der Beschwerdeantwort
vom 11. Mai 2021 und im angefochtenen Einspracheentscheid (act. G 13).
C.e.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als Invalidität gilt laut
Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
2.1.
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Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Für die
Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die medizinische und gegebenenfalls auch andere Fachleute
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachpersonen ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend,
ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Anzufügen ist, dass die Rechtsprechung auch
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen stets Beweiswert
zuerkennt, sofern keine auch nur geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit bestehen
(BGE 139 V 225 E. 5.2). Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 % des
versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20
Abs. 1 UVG).
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Zunächst ist zu beurteilen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif
abgeklärt wurde. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Entscheidfindung im
Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. L._ vom 17. Dezember 2019 (UV-act. II.146)
sowie auf den Austrittsbericht der Rehaklinik M._ vom 17. Juni 2020 (UV-act. II.177).
Zudem wies sie darauf hin, dass auch der zuständige RAD-Arzt von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausging (act. G 5, Rz 7.2 mit Hinweis
auf act. G 1.6, Eintrag vom 7. Februar 2020). Bezüglich dieses Vorgehens wiederholt
der Beschwerdeführer hauptsächlich die bereits im invalidenversicherungsrechtlichen
Verfahren vorgebrachte Kritik (vgl. dazu den im invalidenversicherungsrechtlichen
Verfahren ergangenen Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022,
IV 2021/23, Sachverhalt B.a).
2.2.
Der Beschwerdeführer bemängelt, dass es an einer psychiatrischen und neurolo
gischen Beurteilung fehle (act. G 1, Rz 43 f.; siehe auch act. G 11, Rz 13 ff.). Für die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheint eine zusätzliche fachneurologische Abklärung
nicht erforderlich. Die neurologischen Sachverständigen des Muskelzentrums am
KSSG führten bereits im Bericht vom 6. Juli 2018 aus, dass sich an der rechten Hand
weder klinisch noch elektrophysiologisch Hinweise auf eine Schädigung fänden (UV-
act. II.85; zur Berücksichtigung dieser Erkenntnisse durch Dr. L._ siehe UV-act. II.
146-2 und UV-act. II.146-6, worin er klare Hinweise auf eine neuropathische Genese
verneinte). Der Beschwerdeführer legt denn auch gar nicht dar, welcher zusätzlichen
fachneurologischen Abklärungen es noch bedurft hätte. Vorliegend kommt hinzu, dass
der RAD-Arzt Dr. med. N._ über eine neurochirurgische Fachausbildung verfügt und
deshalb als Sachverständiger für das medizinische Feld zwischen den Fachbereichen
Chirurgie und Neurologie zu betrachten ist. Aus seiner Stellungnahme geht ebenfalls
kein fachneurologischer Abklärungsbedarf hervor (siehe hierzu den im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.6). Gegen einen
psychiatrischen Abklärungsbedarf spricht, dass der Beschwerdeführer – jedenfalls bis
zum für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des
Einspracheentscheids (siehe hierzu das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2011,
8C_1011/2010, E. 4) – keiner fachpsychiatrischen Behandlung bedurfte. Vielmehr
äusserte er gegenüber den medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M._, es gehe
ihm aktuell psychisch weitgehend gut (UV-act. II.177-7 unten mit Hinweis auf eine im
März 2019 erfolgte einmalige Behandlung bei einem Psychologen). Zu ergänzen ist,
dass erstmals mit der Replik (lediglich) eine psychologische Behandlung in Portugal,
die aktuell via Skype erfolge, erwähnt wird, bei der im Übrigen eine emotionale
2.2.1.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 12/19
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Reaktion auf den Arbeitsplatzverlust im Vordergrund steht und die damit der
Verarbeitung psychosozialer bzw. sozioökonomischer Belastungen dient (act. G 1,
Rz 44). Ein davon unabhängiges krankheitswertiges Leiden ist nicht erkennbar. Ins
Gewicht fällt zudem, dass auch die medizinischen Fachpersonen des
Schmerzzentrums am KSSG im Bericht vom 29. März 2019 weder neurologische noch
psychiatrische Abklärungen für erforderlich hielten (siehe hierzu den im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.6). Vor diesem
Hintergrund kann offenbleiben, ob ein allfälliges psychisches Leiden überhaupt in
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit einem bei der Suva
versicherten Ereignis stehen würde.
Des Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer am Gutachten von Dr. L._, es
stelle keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit dar. So ergebe sich aus
der Vorbemerkung (UV-act. II.146-1), dass die gutachterliche Untersuchung eine
ausführliche medizinische Begutachtung nicht ersetzen könne (act. G 1, Rz 47, und act.
G 11, Rz 21). Dieser Vorbehalt schmälert die Aussagekraft des Gutachtens von
Dr. L._ nicht, denn weder aus den Akten noch aus den Ausführungen des
Beschwerdeführers ergeben sich konkrete objektiv relevante Gesichtspunkte, die im
Rahmen der gutachterlichen Beurteilung ausser Acht geblieben wären. Der
Beschwerdeführer legt auch nicht – jedenfalls nicht substanziiert – dar und es ist auch
nicht ersichtlich, dass die Untersuchungen von Dr. L._ unvollständig gewesen wären.
Hinzu kommt, dass sich das Gutachten u.a. auf die schlüssigen Ergebnisse einer EFL
stützt und von den medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M._ im Wesentlichen
bestätigt wurde.
2.2.2.
Die Beurteilung der Rehaklinik M._ zieht der Beschwerdeführer mit der
Begründung in Zweifel, diese stelle kein Gutachten dar. Zudem stehe die
Leistungsbeurteilung im Widerspruch zu den im Zusammenhang mit den geschilderten
Schmerzen anzunehmenden Beeinträchtigungen (act. G 1, Rz 48, und act. G 11,
Rz 22). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Austrittsbericht der Rehaklinik M._
vom 17. Juni 2020 beruht auf einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt, klinischen
sowie zusätzlichen bildgebenden Untersuchungen (siehe den radiologischen Bericht
vom 30. April 2020, UV-act. II.177-12). Die relevanten medizinischen Vorakten wurden
berücksichtigt. Die Beurteilung ist ausführlich und überzeugend begründet worden. Sie
enthält zudem die Erkenntnisse von zahlreichen Leistungstests (UV-act. II.177) und
erfüllt demnach die Voraussetzungen für eine beweiskräftige medizinische Expertise
(siehe vorstehende E. 2.1 am Schluss). Entgegen der Sichtweise des
2.2.3.
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Beschwerdeführers ist es auch nicht als widersprüchlich zu bezeichnen, dass die
medizinischen Fachpersonen zur Auffassung gelangten, die konstant vorhandenen
Schmerzen würden sich bei Belastung verstärken (UV-act. II.177-7). Vielmehr erscheint
es nachvollziehbar, dass die Schmerzen zunehmen, wenn die betroffenen Körperteile
unter Belastung stehen. Zudem deckt sich diese Beurteilung mit den Schmerzangaben
des Beschwerdeführers (siehe hierzu etwa dessen ausführliche Auskunft gegenüber
dem Suva-Aussendienstmitarbeiter vom 23. Oktober 2018, UV-act. II.104-1; zum
belastungsabhängigen Charakter der Schmerzen siehe etwa auch den Bericht von
Dr. H._ vom 29. November 2019, UV-act. II.144-2). Im Übrigen erfordern die vom
Beschwerdeführer beklagten konstanten Schmerzen lediglich einer analgetischen
Bedarfsmedikation (siehe UV-act. II.177-2 und UV-act. II.177-8 je Mitte). Dies bzw. der
damit anzunehmende begrenzte Leidensdruck vermag eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
für leidensangepasste Tätigkeiten nicht in Zweifel zu ziehen.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 11, Rz 12) gehen aus
den Beurteilungen von Dr. H._, namentlich aus derjenigen vom 23. Februar 2021 (act.
G 11.2), keine objektiven, für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf
leidensangepasste Tätigkeiten relevanten Gesichtspunkte hervor, welche Dr. L._
oder die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M._ ausser Acht gelassen
hätten. Seine Berichte enthalten ausserdem keine näher begründete
Arbeitsfähigkeitsschätzung für leidensangepasste Tätigkeiten (vgl. act. G 11.2 oder act.
G 1.3). Nichts anderes gilt bezüglich des (psychologischen) Berichts des
Schmerzzentrums am KSSG vom 29. März 2019, auf den Dr. H._ verweist. Dieser
Bericht über eine psychologische Abklärung enthält denn auch keine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit, sondern äussert sich im Wesentlichen zur Stimmungslage des
Beschwerdeführers, ohne dass daraus relevante Beeinträchtigungen der
Arbeitsfähigkeit hervorgehen. Vielmehr ergeben sich mehrere Hinweise darauf, dass
einer erfolgreichen Verwertung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten
Tätigkeit hauptsächlich sozioökonomische Überlegungen (Verdienstreduktion),
motivationale Aspekte und dysfunktionale Coping-Strategien entgegenstehen (siehe
hierzu den im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.5; vgl. auch die Angaben
im Rahmen der beruflichen Standortbestimmung in der Rehaklinik M._ vom 26. Mai
2020, UV-act. II.175-4). Weder die Berichte von Dr. H._ noch der Bericht des
Schmerzzentrums am KSSG sind demnach geeignet, die gutachterliche Einschätzung
und die Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik M._ vom 17. Juni 2020 in
Zweifel zu ziehen.
2.2.4.
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Sowohl die vorstehend geprüften sowie die weiteren Vorbringen des
Beschwerdeführers zur Begründung der fehlenden Spruchreife gehen hauptsächlich in
einer Wiederholung der im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vorgebrachten
Argumente (act. G 11, Rz 7 ff.) auf, weshalb hierzu auf den im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergangenen Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.1 ff., insbesondere
E. 2.1 f. und E. 2.7, verwiesen werden kann. Darin gelangte das Versicherungsgericht
zum Schluss, dass ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf bezüglich der
Restarbeitsfähigkeit zu verneinen und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer bezogen auf leidensangepasste
Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.
2.2.5.
Auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten ist nachfolgend die Invalidität des Beschwerdeführers zu ermitteln. Für den
hierfür vorzunehmenden Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) sind die Verhältnisse im
Zeitpunkt des Rentenbeginns, vorliegend 1. Februar 2021 (UV-act. II.218; vgl. zum
Rentenbeginn auch UV-act. II.224 f.), massgebend. Validen- und Invalideneinkommen
sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen
der Vergleichseinkommen sind bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen (siehe
etwa Urteil des Bundesgerichts vom 23. März 2018, 8C_61/2018, E. 6.2 mit Hinweis
u.a. auf BGE 128 V 174).
2.3.
Das Valideneinkommen ist die monetäre Bemessung der Erwerbsfähigkeit der
Versicherten im Sinn von Art. 7 und Art. 16 ATSG. Daraus folgt, dass für dessen
Ermittlung nur Einkommensbestandteile zu berücksichtigen sind, die Ausdruck der
Erwerbsfähigkeit bzw. der Erwerbsmöglichkeiten der Versicherten sind. Kinder- und
Familienzulagen werden rein aus sozialpolitischen Gründen gewährt und sagen nichts
über die Erwerbsfähigkeit von Versicherten aus, weshalb sie bei der Ermittlung des
Valideneinkommens ausser Acht zu lassen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
19. März 2010, 8C_569/2009, E. 2.1.2, sowie Christoph Frey/Nathalie Lang, in:
Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg.], Allgemeiner Teil des
Sozialversicherungsrechts, Basler Kommentar, 2019, N 37 zu Art. 16). Soweit der
Beschwerdeführer für die Bemessung des Valideneinkommens auf Art. 15 Abs. 2 UVG
abstellt (act. G 1, Rz 33), übersieht er, dass diese Bestimmung nicht das
Valideneinkommen bzw. den Invaliditätsgrad beschlägt, sondern die Bemessung des
versicherten Verdienstes, der ausschliesslich der betragsmässigen Festsetzung der
Rentenleistung für eine Invalidität dient. Allein schon deshalb kann nicht auf die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Valideneinkommen abgestellt werden. Wie sich
2.3.1.
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aus dem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ergibt, sind die im individuellen
Konto gutgeschriebenen, dem Jahr des Unfalls (2012) vorangegangen
Jahreseinkommen erheblich schwankend (2008: Fr. 72'688.--, 2009: Fr. 77'528.--,
2010: Fr. 67'413.-- und 2011: Fr. 81'501.--; siehe den Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 3.2). Deshalb erscheint für
die Bemessung des Valideneinkommens die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin, der
Beschwerdeführer hätte im Jahr 2020 einen Lohn von Fr. 82'160.-- verdienen können
(UV-act. II.180), aussagekräftiger, zumal der Beschwerdeführer in den Jahren 2016 und
2017 noch tiefere Einkommen erzielt hatte (2016: Fr. 79'402.-- und 2017: Fr. 80'715.--,
IV-act. 7). Angepasst an die bis zum Rentenbeginn (1. Februar 2021) eingetretene
Nominallohnentwicklung von + 0,8 % (siehe Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2020,
Männer) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 82'817.-- (Fr. 82'160.-- x 1,008). Es
bestehen keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer als Gesunder bezogen
auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG
dauerhaft über davon abweichende Erwerbsmöglichkeiten verfügt hätte. Deshalb kann
zur Bestimmung des Valideneinkommens auf die an die Nominallohnentwicklung
angepasste Lohnangabe der ehemaligen Arbeitgeberin abgestellt werden.
Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten (vgl. act. G 1, Rz 35), dass das
Invalideneinkommen auf der Grundlage des Medianlohns für Hilfsarbeiter gemäss der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung zu bestimmen ist. Unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung ermittelte die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2020 einen
Medianlohn für Hilfsarbeiter von Fr. 68'991.96 bzw. von aufgerundet Fr. 68'992.--. Für
das vorliegend massgebende Jahr 2021 resultiert nominallohnangepasst ein Betrag
von aufgerundet Fr. 69'544.-- (Fr. 68'992.-- x 1,008). Zusätzlich gewährte die
Beschwerdegegnerin einen 5%igen Tabellenlohnabzug, womit das
Invalideneinkommen bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten aufgerundet Fr. 66'067.-- (Fr. 69'544.-- x 0,95) beträgt. Der
Beschwerdeführer legte weder in der Beschwerde vom 30. März 2021 (act. G 1) noch
in der Replik vom 7. Juli 2021 (act. G 11, noch in der miteingereichten im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren verfassten Replik vom 28. Juni 2021, act.
G 11.1) substanziiert Gründe dar, die eine Korrektur des von der Beschwerdegegnerin
gewährten Tabellenlohnabzugs zu rechtfertigen vermögen. Dem noch nicht im
fortgeschrittenen Erwerbsalter stehenden Beschwerdeführer stehen gemäss
überzeugender Beurteilung der Rehaklinik M._ noch (körperlich) leichte Arbeiten
offen, die weder mit längerdauernden Tätigkeiten im Zusammenhang mit Krafteinsatz
2.3.2.
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beider Arme noch mit Vibrationen oder repetitiven Umwendbewegungen verbunden
sind (UV-act. II.177-2). Diese qualitativen Anforderungen schränken zwar das Segment
(körperlich) leichter Arbeiten zusätzlich ein, allerdings nicht in einem Mass, das auf
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt stark einschränkende Lohneinbussen erwarten
liesse. Ferner geht weder aus den Akten hervor noch ist erkennbar, dass der
Beschwerdeführer allgemein die rechte Hand für Tätigkeiten mit Schaltern, Hebeln oder
Steuerknüppeln (Joysticks) bzw. Schaltgeräten nicht mehr einsetzen könnte. Dies gilt
erst recht mit Bezug auf die linke Hand. Lediglich bei einer rechtshändigen
Joystickbedienung, die mit einer erhöhten Sensitivität verbunden ist, stellt sich die
Frage einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Anzufügen bleibt, dass die
medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik M._ die von der damaligen Arbeitgeberin
angebotene Tätigkeit als Kranführer hauptsächlich deshalb nicht für zumutbar hielten,
da der Beschwerdeführer hierfür einen Hochkran hätte besteigen und somit den auch
in seiner Beweglichkeit eingeschränkten Ellbogen rechts immer wieder hätte belasten
müssen (UV-act. II.177-3). Hinzu kamen aber auch die Höhenangst des
Beschwerdeführers und die Bedenken bezüglich der grossen Verantwortung (siehe
hierzu den Inhalt der in den Akten der Beschwerdegegnerin nicht enthaltenen, im
Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Januar 2022, IV 2021/23, E. 2.1
wiedergegebenen E-Mails des Suva-Case Managers vom 21. April 2020; siehe ferner
die telefonische Auskunft der mit der beruflichen Abklärung betrauten Mitarbeiterin der
Rehaklinik M._ vom 11. Mai 2020, wonach der Beschwerdeführer «unabhängig von
der medizinischen Einschätzung vom Typ her nicht in der Lage [sei,] die Tätigkeit als
Kranführer ausüben zu können», UV-act. II.170). Die an der rechten Hand bzw. an den
dortigen Fingern vom Beschwerdeführer beklagten Leiden sprachen offenbar nicht
gegen eine solche Tätigkeit. Im Übrigen verfügt der Beschwerdeführer über ein Auto
(act. G 4.1); Hinweise auf eine Fahrunfähigkeit bestehen nicht. Damit hat es beim von
der Beschwerdegegnerin gewährten Tabellenlohnabzug von 5 % bzw. bei einem
Invalideneinkommen von Fr. 66'067.-- sein Bewenden.
Bei einem Valideneinkommen von Fr. Fr. 82'817.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 66'067.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 20 %
([Fr. 82'817.-- - Fr. 66'067.--] / Fr. 82'817.--).
2.3.3.
Bezüglich des für den Rentenbetrag massgebenden versicherten Verdienstes ist
unbestritten, dass Art. 24 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV;
SR 832.202) vorliegend zur Anwendung gelangt. In Nachachtung der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 127 V 173 E. 3b; siehe auch Doris
Vollenweider/Andreas Brunner, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt
2.3.4.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 17/19
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3.
Nachfolgend wird die Höhe der Integritätsentschädigung geprüft.
Pärli, Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N 95 zu Art. 15)
berücksichtigte die Beschwerdegegnerin die Nominallohnentwicklung bis und mit dem
Jahr 2020 (UV-act. II.208). Bei einem 20%igen Invaliditätsgrad und einem versicherten
Verdienst von Fr. 89'262.-- beträgt die monatliche Invalidenrente, wie von der
Beschwerdegegnerin berechnet, Fr. 1'190.15 ([89'262.-- x 0,8 x 0,2] / 12).
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die
Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein
Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt
(Art. 24 Abs. 2 UVG). Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG
entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei einem gleichen
medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird
abstrakt und egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person
bleiben dabei unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c und BGE 113 V 221 E. 4b). Die
Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen
Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische
Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei
subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36
Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3
zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht
abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in
Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in
tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten
Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden
soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).
3.1.
Der Kreisarzt Dr. H._ hat den von ihm auf 12,5 % eingeschätzten
Integritätsschaden in der Beurteilung vom 7. Juli 2020 nachvollziehbar und umfassend
begründet, worauf verwiesen wird (UV-act. II.183-1). Was der Beschwerdeführer
dagegen vorbringt (act. G 1, Rz 53 ff.), verfängt nicht. So berücksichtigte der Dr. H._
bereits u.a. Bewegungs- und Belastungsschmerzen sowie eine Bewegungslimitierung.
Darüber hinaus finden die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Lähmungen
keine Stütze in den Akten, wie bereits die Beschwerdegegnerin schlüssig darlegte und
3.2.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 18/19
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4.
5.
Zu prüfen bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. Im Fall des Obsiegens wäre vorliegend
(lediglich) eine Parteientschädigung von höchstens pauschal Fr. 3'000.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) in Betracht gefallen, da ein Grossteil
der Bemühungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in einer Übernahme
bzw. Wiederholung der wenige Wochen zuvor bereits im
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren vorgebrachten Begründung bestand. Dort
stellten sich denn auch im Wesentlichen – abgesehen von der Höhe der
Integritätsentschädigung – dieselben Streitfragen in tatsächlicher und rechtlicher
Hinsicht, wobei die dortigen Bemühungen im Übrigen durch eine
Rechtsschutzversicherung gedeckt zu sein scheinen. Hinzu kommt, dass die
worauf ebenfalls verwiesen wird (UV-act. II.249-12 E. 8d). Die Symptomatik präsentiert
sich denn auch nicht in einer relevanten Lähmungserscheinung (teilweises Einschlafen
mehrerer Finger an der rechten Hand in der Nacht; UV-act. II.90-2 unten), die eine
Erhöhung der Integritätsentschädigung zu rechtfertigen vermag. Hinzu kommt, dass
sich im Rahmen der EFL weder bei der Kraft noch bei der Koordination relevante
Defizite an der rechten Hand zeigten (UV-act. II.147-4, UV-act. II.147-10 und UV-act. II.
147-11 unten; zu den schwankenden, von den Ellbogenschmerzen geprägten
Ergebnissen der Kraftprüfung während der Abklärung in der Rehaklinik M._ siehe
UV-act. II.177-11 oben). Die Beweglichkeit des Handgelenks ist im Übrigen nicht
eingeschränkt (UV-act. II.177-9 oben) und die Handbeschwielung zeigte sich nicht
auffällig («beidseits vorhanden», UV-act. II.177-8 unten). Damit kann offenbleiben, ob
die geklagten Leiden an den Fingern der rechten Hand (zu den divergierenden Angaben
der betroffenen Finger siehe UV-act. II.90-2 unten [Finger 2 bis 4], UV-act. II.146-3
oben [Finger 3 bis 5] und UV-act. 177-8 unten [Finger 4 und 5]) überhaupt in einem
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit einem bei der
Beschwerdegegnerin versicherten Ereignis stehen.
Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vollumfänglich
abzuweisen.
4.1.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f ATSG).4.2. bis
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.
4.3.
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Beschwerdegegnerin auf eine (näher) begründete Duplik verzichtete (act. G 13). Zu
berücksichtigen ist ausserdem der vom Beschwerdeführer bereits geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- (act. G 4). Selbst wenn die vom Beschwerdeführer
geltend gemachte, nicht näher substanziierte zusätzliche finanzielle Unterstützung für
die Familie von monatlich Fr. 983.73 (act. G 7) vollumfänglich berücksichtigt würde,
resultierte immer noch ein Überschuss von monatlich Fr. 242.17 (Fr. 1'225.90 -
Fr. 983.73). Damit ist der Beschwerdeführer in der Lage, die nach Abzug des
geleisteten Vorschusses verbliebene Parteientschädigung von maximal Fr. 2'000.--
innert rund 9 Monaten ratenweise zu begleichen. Damit fehlt es so oder anders an der
für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung erforderlichen
Mittellosigkeit (Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP;
sGS 951.1] i.V.m. Art. 117 lit. a der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO;
SR 272]; siehe hierzu auch die vom Versicherungsgericht analog angewandten
Richtlinien des Kantonsgerichts St. Gallen zur unentgeltlichen Rechtspflege im
Zivilprozess und für die Privatklägerschaft im Strafprozess, Mai 2011, Ziff. 2.2).