Decision ID: 81677c46-e096-4847-b987-b557e09faee1
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,
Postfach, 9410 Heiden,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
berufliche Massnahmen (Nichteintreten) / Rentenrevisions (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ wurde am 21. Januar 1991 von einem herabfallenden Container getroffen
und erlitt dabei eine Fraktur im Bereich des linken Fusses. Die Elvia Schweizerische
Versicherungs-Gesellschaft (Elvia) übernahm die unfallversicherungsrechtlichen
Leistungen (act. G 4.2 im Verfahren IV 2010/102).
A.b Am 10. Mai 1993 meldete sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er habe acht Jahre lang die Schule besucht und den Beruf
eines Textiltechnikers erlernt (IV-act. 1; die zitierten Nummern der IV-Akten
entsprechen der Nummerierung gemäss den Akten im Verfahren IV 2010/102). Das
F._ – als Arbeitgeber – berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 24. Juni
1993, der Versicherte arbeite seit 1. März 1989 als Chauffeur. Die Möglichkeit der
internen Umplatzierung beschränke sich auf eine Teilarbeitsfähigkeit von 50% (IV-act.
8).
A.c Dr. med. B._, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, gab der IV-Stelle am 19. Juli
1993 an, der Versicherte habe am 21. Januar 1991 eine Fraktur der Metatarsale I
erlitten. Posttraumatisch sei eine Dystrophie des linken Fusses aufgetreten, weshalb
eine Arthrodese zwischen Metatarsalia II und III sowie der Cunei formia I und II Fuss
links durchgeführt worden sei. Der Versicherte leide seit der Fraktur weiterhin
andauernd an Schmerzen. Er könne nur wenige Schritte gehen. Die Arbeitsfähigkeit
betrage zur Zeit höchstens 50% (IV-act. 9). Weitere medizinische Massnahmen folgten,
ohne dass sich an der ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 50% etwas änderte (IV-
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act. 17, 18, 19 und 22). Mit Verfügung vom 5. Juli 1996 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten ab 1. Mai 1992 eine halbe Rente zu (IV-act. 36).
B.
Die von Amtes wegen durchgeführten Rentenrevisionen (zuletzt 2004; IV-act. 75)
ergaben keine Änderungen, die sich auf die Höhe der Rente auswirkten, auch wenn
zusätzliche Beschwerden zur Fussproblematik hinzukamen, wie ein rezidivierendes
lumbovertebrales Syndrom und Schulterschmerzen (IV-act. 60, 65 und 74).
C.
C.a Am 24. Juni 2008 leitete die IV-Stelle erneut ein Rentenrevisionsverfahren ein. Der
Versicherte gab am 3. Juli 2008 an, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert.
Die operierte rechte Schulter – am 12. November 2007 war eine Arthroskopie mit
subakromialer Dekompression vorgenommen worden (IV-act. 103-32) – sei immer noch
nicht ganz gut. Er leide an Zucker und habe Probleme mit dem Blutdruck. Er sei zu
100% arbeitsunfähig (IV-act. 83). Gleichentags reichte der Versicherte auch eine neue
Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ein und ersuchte sinngemäss um eine
Erhöhung der Rente (IV-act. 84). Dr. med. C._, Facharzt für Innere Medizin FMH,
berichtete der IV-Stelle am 13. August 2008, der Versicherte leide an einer Periarthrosis
humeroscapularis rechts, einem Diabetes mellitus Typ II, an einem chronischen
lumbovertebralen Schmerzsyndrom sowie an chronischen Fussschmerzen links bei St.
n. Fussfraktur und Operation. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine
Hypertonie, eine Hyperlipidämie sowie eine Adipositas. Die Arbeitsunfähigkeit betrage
seit April 2000 bis auf weiteres 100%. Dem Versicherten sei weder die bisherige noch
eine andere Tätigkeit zumutbar (IV-act. 89).
C.b Am 28. August 2008 führte das F._ aus, der Versicherte sei vom 1. März 1989
bis 31. Juli 2008 als Mitarbeiter Materialzentrallager angestellt gewesen. Das
Arbeitsverhältnis sei nach Ablauf der Lohnfortzahlungspflicht wegen Krankheit
aufgelöst worden. Von 1. September 1995 bis 4. Mai 2007 (letzter Arbeitstag) habe der
Versicherte seine Tätigkeit zu 50% ausgeübt (IV-act. 93-1/14).
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C.c Der zuständige Arzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals
St. Gallen gab in seinem Bericht vom 1. Oktober 2008 an, bei stationärem Zustand
ohne Veränderung der Arbeitsfähigkeit sei eine Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten
denkbar (IV-act. 97). Am 21. November 2008 erachtete der Regionale Ärztliche Dienst
(RAD) Ostschweiz eine orthopädische Begutachtung als angezeigt, da die
Beurteilungen des Hausarztes und des Kantonsspitals stark differierten (IV-act. 98).
C.d Am 19. Dezember 2008 beauftragte die IV-Stelle Dr. med. und Dr. sc. nat. D._,
Fachärztin für Innere Medizin und für Rheumatologie FMH, mit der Begutachtung des
Versicherten. Insbesondere stellte sie die Frage, ob sich der Gesundheitszustand seit
Mai 2004 objektivierbar verändert habe und welche Tätigkeiten dem Leiden ideal
angepasst wären (IV-act. 101). Am 15. Mai 2009 erstattete Dr. D._ das Gutachten.
Sie gab an, beim Versicherten seien folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit erhoben worden:
- Adipositas Grad II (BMI 38.1 kg/m2) mit
- Diabetes mellitus (ED 1992) mit
- ungenügender Blutzuckereinstellung (HBA 1c 8.3%) und
- Insulintherapie seit April 2008
- Vitamin D-Mangel (32 nmol/l)
- arterielle Hypertonie (ED 1997)
- St. n. Lisfranc-Fraktur und Fraktur des Os metatarsale I am 21. Januar 1991
- mit kurzfristiger Dystrophie und
- Lisfranc-Teilarthrodese April 1992 und Metallentfernung August 1992 und Lisfranc-
Arthrodese April 1994
- St. n. Fraktur des Os metatarsale V links am 25. Februar 2009 mit guter Heilung bei
konservativer Therapie
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- St. n. erfolgreicher arthroskopischer Sanierung eines Supraspinatusdefekts rechts
am 12. November 2007 mit
- persistierender mässiggradiger AC-Gelenksarthrose und leichtgradiger Omarthrose
(MRI April 2009).
Dem Versicherten sei unter Berücksichtigung seiner Klagen, der Anamnese, der
klinischen Untersuchung sowie der Resultate der bildgebenden und der Laborbefunde
eine adaptierte Tätigkeit zu 100% zumutbar. Dabei benötige er jedoch für die mehrmals
tägliche Messung des Blutzuckers eine Stunde Pause. Gewichte bis 10 kg könnten
gehoben oder getragen werden. Der Gesundheitszustand habe sich seit Mai 2004
deutlich gebessert. Der Versicherte sei nun in der Lage, täglich mehrere Stunden lang
zu gehen. Die bisherige Tätigkeit als Chauffeur eines Elektromobils im Kantonsspital sei
dem Versicherten vollumfänglich zumutbar (IV-act. 103). Der RAD erachtete das
Gutachten als nachvollziehbar, konsistent und widerspruchsfrei. Die Pausen zur
Messung des Blutzuckers bewirkten eine 15%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche
Tätigkeiten (IV-act. 105).
C.e Am 30. Juni 2009 führte die IV-Stelle ein Assessmentgespräch zur Evaluation von
beruflichen Massnahmen durch. Dabei wurde dem Versicherten von der
Eingliederungsberaterin das Ergebnis der Begutachtung erläutert. Der Versicherte
erklärte, er fühle sich nicht arbeitsfähig. Die Eingliederungsberaterin erachtete deshalb
weitere berufliche Massnahmen nicht als möglich und sinnvoll (IV-act. 110). Unter
Androhung von Sanktionsmassnahmen mahnte die IV-Stelle am 21. September 2009
die Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht des Versicherten ab. Sie forderte ihn
auf, bis am 5. Oktober 2009 eine Erklärung einzureichen, dass er aktiv an der
Stellensuche mitzuwirken gedenke. Zudem habe er sein Bewerbungsdossier zu
aktualisieren und einzureichen, überzeugend bei Abklärungsmassnahmen mitzuwirken
sowie sich unverzüglich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
anzumelden (IV-act. 112). Der Versicherte liess daraufhin am 30. September 2009
durch seinen Rechtsvertreter um Akteneinsicht und Fristverlängerung ersuchen (IV-act.
113). Nach Eingang der Vollmacht am 12. Oktober 2009 stellte die IV-Stelle dem
Rechtsvertreter am 27. Oktober 2009 die Akten zu (IV-act. 114 und 116). Am
6. November 2009 forderte die IV-Stelle den Versicherten über seinen Rechtsvertreter
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erneut auf, seinen Mitwirkungs- und Schadenminderungspflichten nachzukommen. Sie
setzte letztmals Frist bis spätestens 20. November 2009, die gemäss Korrespondenz
vom 21. September 2009 gestellten Auflagen zu erfüllen (IV-act. 117). Der
Rechtsvertreter ersuchte daraufhin am 20. November 2009 wegen aktueller
Arbeitsbelastung und Abklärungsbedarfs um eine kurze Fristerstreckung bis
5. Dezember 2009 (IV-act. 118).
C.f Mit Verfügung vom 24. November 2009 teilte die IV-Stelle mit, "auf das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen" werde nicht eingetreten. Weil sich der
Versicherte den zumutbaren Eingliederungsmassnahmen widersetze, würden die
Erhebungen eingestellt (IV-act. 120). Gleichentags teilte die IV-Stelle dem
Rechtsvertreter des Versicherten mit, dass keine Fristerstreckung gewährt werde (IV-
act. 121).
C.g Am 9. Dezember 2009 stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid die Einstellung der
Rente in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass beim Versicherten eine
Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten und ihm eine 85%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Der Einkommensvergleich führe zu einem
Invaliditätsgrad von 15%. Da dieser unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch
mehr (IV-act. 125).
C.h Am 30. Dezember 2009 liess der Beschwerdeführer gegen die
Nichteintretensverfügung vom 24. November 2009 betreffend berufliche Massnahmen
Beschwerde erheben (Verfahren IV 2009/485). Er beantragte ihre Aufhebung und die
Anweisung an die Vorinstanz, auf das Leistungsbegehren für berufliche Massnahmen
einzutreten. Indem die Beschwerdegegnerin keinen Vorbescheid erlassen habe, habe
sie den Grundsatz des rechtlichen Gehörs in fundamentaler Art und Weise verletzt.
Zwar habe sie dem Beschwerdeführer in Aussicht gestellt, Sanktionen zu ergreifen,
wenn er seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkomme. Allerdings habe sie dabei den
Grundsatz des rechtlichen Gehörs nicht gewahrt, weil sich der Beschwerdeführer
wegen der verweigerten Fristerstreckung nicht rechtsgenüglich habe einbringen
können. Zum einen sei es dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aus zeitlichen
Gründen schlechterdings nicht möglich gewesen, sich in der zur Verfügung
gestandenen Zeit in das umfangreiche Dossier einzulesen oder in dieser kurzen Zeit die
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gebotenen Abklärungen in Bezug auf das Gutachten D._ vorzunehmen. Schliesslich
habe zu wenig Gelegenheit bestanden, die Sache mit dem Beschwerdeführer
persönlich zu besprechen, da dieser Mitte Oktober 2009 habe hospitalisiert werden
müssen, wie aus dem beiliegenden Austrittsbericht des Spitals Rorschach vom
22. Oktober 2009 hervorgehe (act. G 1.1.2 im Verfahren IV 2009/485). Das rechtliche
Gehör sei daher ungeachtet der Frage, ob ein Vorbescheidsverfahren hätte
durchgeführt werden müssen, verletzt worden. Die angefochtene Verfügung sei ohne
materielle Prüfung aufzuheben, da eine Heilung des Verfahrensfehlers im
Gerichtsverfahren nicht möglich sei. Damit würde die Rechtsweggarantie des
Beschwerdeführers verletzt. Dennoch werde - nicht zuletzt aus Gründen der
anwaltlichen Sorgfaltspflicht - darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer den
angefochtenen Entscheid auch inhaltlich nicht anerkenne (act. G 1 im Verfahren
IV 2009/485).
C.i Der Versicherte liess am 8. Februar 2010 die Sistierung des
Rentenrevisionsverfahrens beantragen, da beim Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen betreffend berufliche Massnahmen bereits ein Beschwerdeverfahren hängig sei.
Wie aus der Beilage hervorgehe, erachte der Hausarzt Dr. C._ gemäss seinem
Bericht vom 28. November 2009 den Versicherten aufgrund der chronischen
Schmerzen und des schwer einstellbaren Diabetes mellitus als zu 100% arbeitsunfähig
(IV-act. 130 und 131). Der RAD gab in seiner Stellungnahme vom 16. Februar 2010 an,
der Hausarzt bringe keine neuen medizinischen Fakten vor, die nicht schon zum
Zeitpunkt der Begutachtung bekannt gewesen seien (IV-act. 132).
C.j Mit Verfügung vom 17. Februar 2010 stellte die IV-Stelle die Rente auf Ende des
der Zustellung folgenden Monats ein. Zu den Einwänden des Versicherten vom
8. Februar 2010 führte sie aus, dass keine neuen medizinischen Fakten vorlägen,
weshalb sie an ihrem Entscheid festhalte. Das Sistierungsgesuch wies sie implizit ab
(IV-act. 133).
C.k In der Beschwerdeantwort vom 2. März 2010 im Verfahren IV 2009/485 betreffend
das Nichteintreten auf ein Gesuch um berufliche Massnahmen beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Seit dem Gespräch mit der
Eingliederungsberaterin vom 30. Juni 2009 sowie den Aufforderungen vom
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21. September und 6. November 2009 wisse der Beschwerdeführer, dass von ihm für
berufliche Massnahmen eine aktive Mitwirkung erwartet werde. Trotz einer Bedenkzeit
von zwei Monaten sei der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungs- und
Schadenminderungspflicht nicht nachgekommen. Die zwei Tage im Spital im Oktober
2009 stellten keinen Grund für eine neue Fristverlängerung dar. Inwiefern im Verfahren
um Mitwirkungs- und Schadenminderungspflichten ein Vorbescheid zu erlassen sei, sei
nicht nachvollziehbar. Durch die Anordnungen sei dem Beschwerdeführer
vollumfänglich bekannt gewesen, welche IV-rechtlichen Folgen sein Verhalten haben
werde. Das Nichteintreten auf das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen sei
zu Recht erfolgt. Der Beschwerdeführer könne jederzeit wieder ein Gesuch um
berufliche Massnahmen einreichen (act. G 4 im Verfahren IV 2009/485). Ein zweiter
Schriftenwechsel kam nicht zustande, nachdem der Beschwerdeführer auf eine Replik
verzichtet hatte (act. G 8 im Verfahren IV 2009/485).
C.l Am 11. März 2010 erhob der Beschwerdeführer auch gegen die Verfügung vom
17. Februar 2010 betreffend Renteneinstellung Beschwerde. Er beantragte deren
Aufhebung und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ihm weiterhin mindestens
eine halbe IV-Rente zu bezahlen. Die Angelegenheit sei zur Vornahme weiterer
Abklärungen im Hinblick auf die weitere Berentung des Beschwerdeführers
zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer habe nach Erhalt des Vorbescheids betreffend
Renteneinstellung um Sistierung des Verfahrens ersucht. Im Gegensatz zur Auffassung
der Beschwerdegegnerin tangiere der Entscheid betreffend berufliche Massnahmen
den Rentenentscheid, da der Grundsatz Eingliederung vor Rente gelte. Der
Beschwerdeführer habe seit etwa 18 Jahren eine halbe Rente bezogen. Auf die von Dr.
D._ attestierte Arbeitsfähigkeit von 100% bei einem Leistungsabzug wegen
regelmässiger Blutzuckerbestimmungen sei nicht abzustellen. Die vielschichtigen
Beschwerden des Beschwerdeführers seien polydisziplinär abzuklären. Eine lediglich
rheumatologische Einschätzung genüge nicht. Komme dazu, dass auch die
rheumatologische Beurteilung nicht überzeuge. Die Gutachterin habe sich nicht mit den
anderslautenden medizinischen Einschätzungen auseinandergesetzt. Das Gutachten
leide auch an einem fundamentalen inneren Widerspruch. Die Gutachterin habe
festgestellt, es sei unklar, weshalb der Beschwerdeführer mehrere Jahre wegen eines
Unfalls vom 21. Januar 1991 als 50% arbeitsunfähig beurteilt worden sei. Eine
adaptierte Tätigkeit wäre zu 100% möglich gewesen. Dass sich die Gutachterin eine
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Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rückwirkend über fast zwei
Jahrzehnte anmasse, erstaune im hohen Masse, zumal sie im Gegensatz zu derjenigen
der damals befassten Medizinalpersonen stehe. Die Äusserung erscheine daher nicht
unbefangen. Noch entscheidender sei, dass im gleichen Atemzug eine deutliche
Verbesserung des Gesundheitszustands behauptet werde, was zur vorherigen Aussage
widersprüchlich sei. Daher könne auf das Gutachten nicht abgestellt werden (act. G 1
im Verfahren IV 2010/102).
C.m Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2010
im Verfahren IV 2010/102 die Abweisung der Beschwerde. Die Rentenfrage könne
bereits vor der Eingliederung entschieden werden, da der Beschwerdeführer mit oder
ohne berufliche Massnahmen keinen Rentenanspruch habe. Dass sich die
Fussbeschwerden stark verbessert hätten, gehe aus den zahlreichen medizinischen
Berichten hervor. Nur der Zeitpunkt der Verbesserung sei nicht genau bekannt. Da die
Rente nur für die Zukunft eingestellt werde, könne diese Frage offen bleiben. Es falle
auf, dass die Fussbeschwerden in den 90er-Jahren im Vordergrund gestanden hätten.
Der neue Hausarzt, der den Beschwerdeführer seit 2003 behandle, habe in seinem
Bericht vom 29. April 2004 gelegentliche Schmerzen am Bewegungsapparat
angegeben. Diese Verbesserung gehe auch aus dem Tagesablauf des Versicherten
hervor, der aktuell Spaziergänge von zwei bis drei Stunden unternehmen könne. Die
übrigen Diagnosen würden keine Arbeitsunfähigkeit verursachen. Nachdem keine
Anhaltspunkte für andere rheumatologische Beschwerden vorlägen, seien keine
weiteren Abklärungen angezeigt. Aufgrund der eindeutigen Verbesserung sei die Rente
zu Recht eingestellt worden. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass die erste
Rentenverfügung aufgrund eines Fehlers erfolgt wäre, weil sich die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit zum Beispiel auf subjektive Angaben des Versicherten oder lediglich
auf Unterlagen des behandelnden Arztes abgestützt hätte, würde dies am Ergebnis
nichts ändern. Die Rente wäre so oder anders einzustellen (act. G 4 im Verfahren IV
2010/102).
C.n Mit Replik vom 2. September 2010 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen im Verfahren IV 2010/102 fest. Gemäss beiliegendem Bericht von Dr. C._
vom 14. April 2010 stünden die Schmerzen in der rechten Schulter im Vordergrund
(act. G 10.1 im Verfahren IV 2010/102). Da sich der Bericht von Dr. D._ auf die
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rheumatologische Disziplin beschränke, könne nicht darauf abgestellt werden.
Erforderlich sei auch eine neurologische, vor allem aber eine orthopädische
Einschätzung (act. G 10 um Verfahren IV 2010/102).
C.o Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 8. September 2010 auf eine Duplik (act.
G 12 im Verfahren IV 2010/102).

Erwägungen:
1.
Strittig ist einerseits, ob die Beschwerdegegnerin im Rahmen eines
Rentenrevisionsverfahrens zu Recht Massnahmen der beruflichen Eingliederung
eingeleitet, abgemahnt und anschliessend ohne Vorbescheid am 24. November 2009
Nichteintreten verfügt hat, und andererseits, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die
halbe Rente eingestellt hat. Da den beiden Verfahren IV 2009/485 und IV 2010/102
derselbe Sachverhalt zugrunde liegt und sich die gleichen Parteien gegenüberstehen,
rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu
erledigen (vgl. etwa BGE 128 V 124 E. 1).
2.
2.1 Angefochten ist zum Einen die Verfügung vom 17. Februar 2010, die das im Juni
2008 eingeleitete Revisionsverfahren abgeschlossen hat. Ändert sich der
Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung jede wesentliche
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar,
wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine bloss
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes
stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V
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372 E. 2b). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der versicherten
Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, die auf einer umfassenden
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht
(BGE 133 V 108), mit dem Sachverhalt zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung
(BGE 125 V 369 E. 2). Seit der ursprünglichen Rentenzusprache mit Verfügung vom
5. Juli 1996 hat keine umfassende Prüfung mehr stattgefunden. Die von den
Hausärzten in den Revisionsverfahren eingeholten Verlaufsberichte sind jeweils
äusserst knapp ausgefallen (vgl. IV-act. 43, 53, 60, 65 und 74). Gestützt auf sie ist die
bisher ausgerichtete halbe Rente jeweils bestätigt worden. Entsprechend der zitierten
Bundesgerichtspraxis ist daher der Sachverhalt bei Erlass der Verfügung vom
17. Februar 2010 zu vergleichen mit dem Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt der
ursprünglichen Rentenzusprache im Juli 1996 dargestellt hat.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG
anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
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Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob es für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, auf das Gutachten von Dr. D._ könne
nicht abgestellt werden. Die vielschichtigen Beschwerden seien polydisziplinär oder
mindestens orthopädisch statt nur rheumatologisch zu untersuchen. Sodann sei das
Gutachten widersprüchlich. Wie aus den medizinischen Akten hervorgeht, hatte sich
der Beschwerdeführer am 21. Januar 1991 einen Mittelfussknochen links gebrochen.
Anschliessend hatte sich eine Arthrose im Fuss entwickelt. Die Schmerzen hatten
angedauert. Der linke Fuss war deshalb mehrmals operiert und das betroffene Gelenk
versteift worden. Längeres Stehen oder Gehen hatten weiterhin Schmerzen verursacht.
Dr. med. E._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, hatte der Beschwerdegegnerin mit Bericht vom
30. Oktober 1995 angegeben, der Beschwerdeführer könne die 50%ige Arbeit
ordentlich durchführen. Eine Verbesserung der Belastbarkeit sei zumindest mittelfristig
nicht zu erwarten (IV-act. 22). Gestützt auf die bis zu diesem Zeitpunkt verfügbaren
zahlreichen Berichte des Hausarztes und des behandelnden Orthopäden, die bis dahin
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten, war dem Beschwerdeführer am 5. Juli
1996 eine halbe Rente zugesprochen worden. Die ursprüngliche Rentenzusprache war
aufgrund der verminderten Fussbelastbarkeit erfolgt.
2.5 Dr. D._ hat für die Erstellung des Gutachtens vom 15. Mai 2009 umfangreiche
Akten eingeholt, die zuvor nicht im IV-Dossier waren. Diese sind dem Gutachten
beigelegt. Daraus geht hervor, dass der Beschwerdeführer im März 1997 lumbale
Beschwerden beklagt hatte (IV-act. 104-26/51). Die Fussbeschwerden waren damals
als stationär beschrieben worden, weshalb die 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt
worden war (IV-act. 43). Mit Bericht des Hausarztes Dr. B._ vom 26. November 2001
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war die Beschwerdegegnerin davon unterrichtet worden, dass der Beschwerdeführer
neben den Fussbeschwerden an einem rezidivierenden lumbovertebralen Syndrom, an
einem Zustand nach Prostatitis (Juli 2000) und nach Urethersteinabgangs rechts sowie
an einem Diabetes mellitus Typ II und einer Hypertonie leide. Der Gesundheitszustand
war als stationär bezeichnet worden (IV-act. 60). Am 18. Januar 2004 hatte der
Hausarzt berichtet, die Schmerzen im Fuss seien unverändert; falls der
Beschwerdeführer den Fuss mehr als vier Stunden belaste, komme es zu
Schwellungen des Fusses und des Unterschenkels. Neu seien in den letzten Monaten
zu den bekannten Diagnosen lumbovertebrale Schmerzen (Verdacht auf Discopathie
L2/L3) und Schulterschmerzen rechts hinzugekommen, die mit Antirheumatika
behandelt würden (IV-act. 65). Wie der Aktenauszug zeigt (IV-act. 103-4/29), war die
50%ige Arbeitsfähigkeit hauptsächlich durch die verminderte Belastbarkeit des linken
Fusses begründet worden. Weder die aufgetretenen Rückenschmerzen noch der
Diabetes hatten ein Ausmass erreicht, welches die Arbeitsfähigkeit zusätzlich
leistungsmindernd beeinflusst hätte. Der Beschwerdeführer hatte denn auch seine
Tätigkeit als Chauffeur / Mitarbeiter Transportdienst im F._ weiterhin zu 50%
ausgeübt (IV-act. 68).
2.6 Im Jahr 2007 hat eine MR-Arthrographie der rechten Schulter eine hypertrophe
AC-Gelenksarthrose und einen ossär verschmälerten Subacrominalraum sowie ein
Impingement der Supraspinatussehne mit kurzstreckiger kompletter Sehnenruptur und
Partialruptur der obersten Subcapularissehne gezeigt. Die Schulter ist in der Folge
operiert worden (IV-act. 104-1/51 und 104-33/51). Am 10. März 2008 ist beim
Versicherten wegen ungenügender Blutzuckerkontrolle eine Insulin-Therapie begonnen
worden (IV-act. 104-39/51). Im Rentenrevisionsverfahren hat der Beschwerdeführer im
Juli 2008 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht (IV-act.
83). Sein Hausarzt, Dr. C._, hat ihm in seinem Bericht vom 13. August 2008 – bei
unveränderten Diagnosen – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit April 2000 attestiert
(IV-act. 89). Der zuständige Orthopäde des Kantonsspitals St. Gallen hat am 1. Oktober
2008 den Zustand als stationär bezeichnet und angegeben, Überkopfarbeiten seien
dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (IV-act. 97). Am 26. Februar 2009 hat der
Beschwerdeführer eine Distorsion am linken Fuss erlitten. Die konservative Behandlung
war erfolgreich und der Beschwerdeführer hat nach der Gipsentfernung den Fuss
wieder belasten können (IV-act. 104-31/51). Eine erneute Untersuchung (MRI Arthro)
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der rechten Schulter vom 8. April 2009 hat eine erfolgreiche Reparatur der
Supraspinatussehne gezeigt, wobei eine Ansatz-Degeneration der Subcapularissehne
und eine mittelgradige AC-Gelenksarthrose erkannt wurden (IV-act. 104-10/51).
2.7 Anlässlich der Begutachtung vom 5. Mai 2009 durch Dr. D._ hat der
Beschwerdeführer über Schmerzen in der rechten Schulter und in den Knochen
berichtet. Die Beine seien manchmal geschwollen. Wenn er ein bis zwei Stunden lang
gehe, werde sein rechter (gemeint wohl: linker) Fuss geschwollen. Dann träten auch
Rückenschmerzen auf. Sonst habe er keine Rückenschmerzen. Auch der Fuss mache
aktuell kaum noch Beschwerden. Jeden Tag gehe er zwei bis drei Stunden spazieren,
ausser wenn es regne. Täglich spiele er etwa zwei Stunden lang mit seinen
Enkelkindern mit einem Ball. Etwa dreimal täglich messe er seinen Blutzucker (IV-act.
103-34/53). In der klinischen Untersuchung hat sich eine fast normale Beweglichkeit
der rechten Schulter gezeigt. Dr. D._ hat in ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
angegeben, der Beschwerdeführer werde aktuell durch die Lisfranc-Arthrodese am
linken Fuss, die Beschwerden in der rechten Schulter und durch den Diabetes mellitus
eingeschränkt. Unter Berücksichtigung seiner Klagen, der Anamnese und der
klinischen Untersuchung sowie der Resultate der bildgebenden und der Laborbefunde
könne er eine adaptierte Tätigkeit zu 100% ausüben. Dabei benötige er jedoch für die
mehrmals tägliche Messung seines Blutszuckers täglich eine Stunde vermehrte Pause.
Beschwerden in den Füssen seien kaum mehr vorhanden. Er sei in der Lage, täglich
zwei bis drei Stunden zu gehen. Der Supraspinatusdefekt in der rechten Schulter sei
erfolgreich saniert worden. Weitere Einschränkungen wegen des Diabetes mellitus
ergäben sich nicht, da beim Beschwerdeführer bisher keine Hypoglykämien
beobachtet worden seien. Die Beschwerden am Schultergelenk führten zu einer
Limitierung in der Positionierung der Hand im Raum oder beim Einsatz der Hand über
Brust-/Schulter-Kopfniveau. Gewichte könnten bis 10 kg gehoben oder getragen
werden (leichtes Belastungsniveau). Bei Sprunggelenksarthrosen könnten
Einschränkungen für das Gehen in unebenem Gelände, das Kauern und Knien
vorliegen. Meist gäbe es keine Einschränkungen für im Sitzen zu verrichtende
Tätigkeiten. Relative Einschränkungen könnten für die Bedienung von Pedalen
vorhanden sein (Chauffeurtätigkeiten). Funktionseinschränkungen der Füsse hätten
meist Auswirkungen auf im Stehen oder im Gehen zu verrichtende Tätigkeiten sowie
das Arbeiten auf Leitern. Daher sei die bisher ausgeübte Tätigkeit als Fahrer eines
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Elektromobils im F._ mit hauptsächlichem Sitzen und gelegentlichem Gehen als
adaptierte Arbeit zu betrachten (IV-act. 103-46/53 ff.).
2.8 Wie die Ausführungen im Gutachten vom 15. Mai 2009 zeigen, hat sich der
Gesundheitszustand betreffend den linken Fuss seit der ursprünglichen
Rentenzusprache im Jahr 1996 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachhaltig
verbessert. Damals war ein längeres Stehen oder Gehen nicht möglich. Im Gutachten
von Dr. D._ wird von täglichem Gehen von zwei bis drei Stunden berichtet. Auch
stehen nicht Fussbeschwerden im Vordergrund, sondern die Schmerzen in der
Schulter. Diese führen jedoch lediglich zu einer qualitativen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit, indem dem Beschwerdeführer keine Überkopfarbeiten mehr zumutbar
sind. Sodann ist der Supraspinatusdefekt erfolgreich saniert worden. Die Beweglichkeit
der Schulter war anlässlich der gutachterlichen Untersuchung erhalten. Schliesslich
schränkt der Diabetes mellitus den Beschwerdeführer wegen der notwendigen
Blutzuckermessungen ein, was eine zusätzliche Pause von einer Stunde täglich
bedingt. Der RAD hat diese quantitative Einschränkung mit 15% bewertet, was
plausibel erscheint (IV-act. 105). Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 85% in einer
leidensadaptierten Tätigkeit ist daher nachvollziehbar und schlüssig. Die vom Hausarzt
am 13. August 2008 rückwirkend attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit seit April 2000 ist
widersprüchlich, da er noch in seinem Bericht vom 29. April 2004 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit bestätigt hatte (IV-act. 89 und 74). Der Beschwerdeführer hat denn
auch seine Tätigkeit am F._ bis zur Läsion der Supraspinatussehne und der damit
verbundenen Schmerzexazerbation am 4. Mai 2007 zu 50% ausgeübt. Seither hat er
die Arbeit nicht wieder aufgenommen. Auch der im Rahmen des Verfahrens betreffend
Nichteintreten auf berufliche Massnahmen eingereichte Bericht von Dr. C._ vom
28. November 2009 begründet nicht, inwiefern bei den bereits bei der Begutachtung
bekannten Einschränkungen aufgrund des Diabetes, der Lisfranc-Arthrodese sowie des
verheilten Supraspinatussehnendefekts eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen
sein sollte (IV-act. 131). Der RAD hat deshalb in seiner Stellungnahme vom 16. Februar
2010 die hausärztliche Beurteilung als eine andere Beurteilung des im Wesentlichen
gleichen medizinischen Sachverhalts eingestuft (IV-act. 132). Dies erscheint plausibel
und nachvollziehbar.
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2.9 Dr. D._ hat als Fachärztin FMH für Innere Medizin und für Rheumatologie eine
ausreichende Qualifikation für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerden des
Beschwerdeführers. Denn die Rheumatologie befasst sich mit der Diagnose und
Therapie chronischer Krankheiten insbesondere auch des Bewegungsapparates. Die
Orthopädie befasst sich mit der Entstehung, Erkennung, Verhütung und Behandlung
angeborener oder erworbener Störungen und Anomalien in Form oder Funktion des
Stütz- und Bewegungsapparates (De Gruyter, Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch,
262. Auflage 2011, S. 1503). Da die Fussbeschwerden seit 1991 bestehen und somit
als chronisch anzusehen sind und eine Arthrose zur Versteifung des Fussgelenks
geführt hat, ist eine Beurteilung durch eine Rheumatologin nicht zu beanstanden. Als
Fachärztin für Innere Medizin hat Dr. D._ zudem auch die Auswirkungen der
Adipositas und des Diabetes auf die Arbeitsfähigkeit beurteilen können. Zudem hätte
die Gutachterin auf den Bedarf nach einer weiteren fachärztlichen Beurteilung (etwa
durch einen Orthopäden) hingewiesen, wenn Anlass dazu bestanden hätte.
Entsprechende Hinweise liegen nicht vor. Im Übrigen ist der
Supraspinatussehnendefekt erfolgreich medizinisch behandelt worden. Der zuständige
Arzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen hat in seinem
Bericht vom 1. Oktober 2008 denn auch bestätigt, dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
ohne Überkopfarbeiten denkbar sei (IV-act. 97). Zusammenfassend kann daher auf das
überzeugende und nachvollziehbare Gutachten von Dr. D._ abgestellt werden. Wie
der RAD zutreffend festgestellt hat, ist dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung
des erhöhten Pausenbedarfs hinsichtlich der Blutzuckermessungen eine
leidensadaptierte Tätigkeit zu 85% zumutbar. Eine Steigerung von 50 auf 85% ist auch
nachvollziehbar, da die Fussbeschwerden, die ursprünglich zu einer Berentung geführt
haben, aktuell nicht mehr im Vordergrund stehen und täglich mehrstündiges Laufen
und Ballspielen mit den Enkeln möglich sind. Insgesamt ist daher eine im
revisionsrechtlichen Sinn relevante Verbesserung des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers gemäss den obenstehenden Ausführungen überwiegend
wahrscheinlich.
3.
3.1 Bei einer massgebenden Arbeitsfähigkeit von 85% in der angestammten sowie in
einer leidensadaptierten Tätigkeit liegt der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
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jedenfalls unter der rentenbegründenden Schwelle von 40%. Die Beschwerdegegnerin
hat bei der Invaliditätsbemessung bei der Festsetzung des Invalideneinkommens
keinen Abzug zugelassen, der die ausser dem Gesundheitsschaden bestehenden
Nachteile (insbesondere Konkurrenznachteile gegenüber gesunden Arbeitnehmerinnen
etc.) ausgleicht. Auch wenn eine gänzliche Verweigerung eines solchen Abzugs nicht
angemessen erscheint, wären unter diesem Titel doch nicht mehr als eine Reduktion
von 10% zu gewähren. Da der Beschwerdeführer zudem vor Eintritt des
Gesundheitsschadens nur unwesentlich mehr verdiente als der Durchschnitt der
männlichen Hilfsarbeiter in der Schweiz (vgl. IV-act. 93-2/14 sowie die Tabelle TA1 der
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
[LSE] 2008), wird ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40% nicht erreicht.
3.2 Aufgrund der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. D._ im Gutachten vom 15. Mai
2009 stand für die Beschwerdegegnerin bei Eingang des Gutachtens eine Reduktion
oder gar eine Einstellung der langjährig bezogenen halben Rente im Raum. Die
Beschwerdegegnerin hat deshalb in Nachachtung des Grundsatzes "Eingliederung vor
Rentenrevision" (vgl. Hardy Landolt, Eingliederung vor Rentenrevision, in: René
Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungstagung 2008, S. 177 ff.) von
Amtes wegen berufliche Eingliederungsmassnahmen geprüft (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 28. April 2008 i/S. S. [9C_720/2007] E 4. mit Hinweisen). Dabei
hat sie zu Recht auf besondere Vorkehren zur Wiedereingliederung in den
Erwerbsprozess – wie etwa eine Umschulung – verzichtet. Denn es ist vom Grundsatz
der erwerblichen Verwertbarkeit einer verbesserten oder wiedergewonnenen
Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung auszugehen. Nur
ausnahmsweise können vom Gesetz vorgesehene Eingliederungsmassnahmen
angezeigt sein, etwa in Fällen langjähriger Absenz vom Arbeitsmarkt und allenfalls
daraus sich ergebender psychischer Probleme, eher schwachem Leistungsprofil
hinsichtlich Wissen und intellektuellen Fähigkeiten sowie bei Fehlen nennenswerter
beruflicher Erfahrung. Dagegen haben nicht gesundheitlich bedingte Umstände, welche
einer erfolgreichen Eingliederung entgegenstehen, ausser Acht zu bleiben (Urteil des
Bundesgerichts vom 25. Januar 2011 i.S. A. [9C_882/2010] E. 8.1 mit Hinweisen).
Vorliegend geht aus dem Gutachten von Dr. D._ überzeugend hervor, dass der
(ungelernte) Beschwerdeführer sowohl in seiner früheren Tätigkeit (als Fahrer eines
Elektromobils und eingesetzt zum Sammeln und Pressen von Papier und Karton), die er
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bis ins Jahr 2007 noch zu 50% ausgeübt hatte, als auch in einer anderen adaptierten
Hilfstätigkeit jedenfalls zu 85% arbeitsfähig ist. Besondere berufliche Massnahmen
oder Integrationsmassnahmen im Sinn von Art. 14a IVG, um diese Arbeitsfähigkeit zu
verwerten (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2010 i.S. M. [8C_303/2009]),
sind unter diesen Umständen nicht angezeigt.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens
berufliche Massnahmen geprüft und am 24. November 2009 das Nichteintreten auf das
"Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen" verfügt. Da – wie dargelegt –
besondere Eingliederungsvorkehren nicht angezeigt sind, können Gegenstand der
Nichteintretensverfügung nur berufliche Massnahmen im Sinn von Arbeitsvermittlung
(allenfalls mit Eingliederungstaggeldern) nach Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG sein. Die
Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle deckt einzig das Risiko der Arbeitslosigkeit und
hat keinen Einfluss auf den Invaliditätsgrad. Denn bei der Bestimmung des
Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG auf ein zumutbares Erwerbseinkommen
abgestellt, das die versicherte Person, die keiner Arbeit mehr nachgeht, auf dem
hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen könnte. Eine Arbeitsvermittlung
durch die Invalidenversicherung nach Art. 18 IVG rechtfertigt sich immer dann, wenn
die gesundheitliche Beeinträchtigung eine versicherte Person zur Aufgabe der
Arbeitsstelle zwingt und sich gleichzeitig die Zahl der in Frage kommenden Stellen
gegenüber früher deutlich vermindert hat. Der einzige Unterschied der
Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung zu jener der
Arbeitslosenversicherung ist dabei, dass die Arbeitslosigkeit durch die
Gesundheitsbeeinträchtigung ausgelöst worden ist (vgl. den Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 2001 [IV 2000/47]). Weil die
Arbeitsvermittlung somit keinen Einfluss auf den Invaliditätsgrad hat, besteht auch
keine (Schadenminderungs-) Pflicht der versicherten Person, an
Arbeitsvermittlungsmassnahmen mitzuwirken. Sie hat lediglich einen Anspruch auf
Arbeitsvermittlungsmassnahmen.
4.2 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin einzig Arbeitsvermittlungsmassnahmen
geprüft. Aus der Abmahnung der Schadenminderungspflicht vom 21. September 2009
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geht nämlich hervor, dass der Beschwerdeführer aktiv bei der Stellensuche
mitzuwirken, sein Bewerbungsdossier zu aktualisieren, an Abklärungsmassnahmen im
Rahmen der zumutbaren Arbeitsfähigkeit mitzuwirken und sich unverzüglich beim RAV
anzumelden habe (IV-act. 112). Die Beschwerdegegnerin hat die Mitwirkung bei der
Arbeitsvermittlung mittels eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abgemahnt und ist
schliesslich auf das "Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen" nicht eingetreten,
weil der Beschwerdeführer nicht aktiv bei der Arbeitsvermittlung mitgewirkt hat. Sinn
und Zweck des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist, eine versicherte Person zu einem
bestimmten regelkonformen Verhalten zu bewegen. Eine versicherte Person zu einem
bestimmten Verhalten zu ermahnen setzt voraus, dass diese Person eine Pflicht für ein
solches Verhalten hat. Nur dann greift der schadenmindernde Zweck, welcher der
Sanktionierung der Verletzung der Mitwirkungspflicht innewohnt; es geht nicht um eine
Bestrafung der Strafe willen, sondern darum, das gewünschte Verhalten doch noch zu
erreichen (vgl. BGE 125 V 242). Vorliegend kommt, wie ausgeführt, lediglich ein
Anspruch auf Arbeitsvermittlung in Frage; es besteht aber keine Pflicht, bei
Arbeitsvermittlungsmassnahmen mitzuwirken. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren
kann somit bei Verweigerung der Mitwirkung bei Arbeitsvermittlungsmassnahmen gar
nicht greifen beziehungsweise ist vorliegend als falsches Instrument zu bezeichnen. Die
Verweigerung der Mitwirkung bei Arbeitsvermittlungsmassnahmen kann nur einen
impliziten Verzicht auf Arbeitsvermittlung darstellen. Das vorliegend durchgeführte
Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Zusammenhang mit
Arbeitsvermittlungsmassnahmen war somit weder nötig noch richtig, da eine
entsprechende Pflicht zur Mitwirkung fehlt.
4.3 Die Nichteintretensverfügung vom 24. November 2009 stellt eine
Sanktionsverfügung nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren dar. Da
bereits das Mahn- und Bedenkzeitverfahren rechtswidrig war, ist dies die darauf
folgende Sanktionsverfügung ebenso; sie ist daher ersatzlos aufzuheben. Da eine
Sanktionsverfügung vorliegend gar nicht hätte ergehen müssen, da keine
Schadenminderungspflicht abzumahnen und zu sanktionieren war, ist auch die Frage
nicht mehr zu beantworten, ob zulässigerweise vor Erlass der Sanktionsverfügung ein
Vorbescheid hätte erlassen werden müssen. Die Frage der Gehörsverletzung stellt sich
daher nicht. Da der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitsvermittlung mit der
Einstellung vom 24. November 2009 nicht unterging, kann er jederzeit wieder um
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Arbeitsvermittlungsmassnahmen ersuchen, wenn er an solchen Massnahmen
mitwirken will.
4.4 Die Beschwerdegegnerin muss nach der Aufhebung der Verfügung vom 24.
November 2009 durch das Gericht keine neue Verfügung erlassen, denn es lag zu
keiner Zeit ein Gesuch um Arbeitsvermittlung vor. Der Beschwerdeführer hat
zusammen mit dem Fragebogen zur Revision der Invalidenrente am 3. Juli 2008 eine
Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung eingereicht und um
Erhöhung der Rente ersucht (IV-act. 83). Auch anlässlich des Assessmentgesprächs
vom 30. Juni 2009 hat er sich als arbeitsunfähig bezeichnet und nicht sinngemäss ein
Gesuch um Arbeitsvermittlungsmassnahmen gestellt (IV-act. 110). Ein Gesuch um
berufliche Massnahmen, auf das nicht hätte eingetreten werden können, ist folglich
nicht vorhanden.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde im Verfahren
IV 2010/102 abzuweisen. Die Beschwerde im Verfahren IV 2009/485 ist gutzuheissen
und die Verfügung vom 24. November 2009 ist ersatzlos aufzuheben.
5.2 Die Beschwerdeverfahren sind kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Für das Verfahren IV 2010/102 erscheint eine
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- als angemessen. Diese sind mit dem im Verfahren
IV 2010/102 geleisteten Kostenvorzuschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Für das Verfahren
IV 2009/485 erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- als angemessen. Die
Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b des st. gallischen
Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der Sozialversicherungsanstalt und damit Teil
einer selbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP
(Befreiung von der Pflicht zur Übernahme amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl.
Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen –
dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die
Beschwerdegegnerin hat deshalb die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- zu bezahlen. Der
bis
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Kostenvorschuss von Fr. 600.-- im Verfahren IV 2009/485 wird dem Beschwerdeführer
zurückerstattet.
5.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat auf Grund des Ausgangs des
Verfahrens IV 2009/485 Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese bemisst sich
gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des
Prozesses. Da nur ein einfacher Schriftenwechsel geführt worden ist erweist sich unter
Berücksichtigung der genannten Kriterien eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP