Decision ID: 3ef4f9ed-e6da-490c-aec6-c71019947d75
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X besitzt den Führerausweis der Kategorie B seit dem 18. Mai 2000. Am Samstag,
17. März 2018, um ca. 22.55 Uhr, fuhr er mit seinem Personenwagen auf der
Alpenblickstrasse in Lachen auf die Verzweigung mit der Alten Fabrikstrasse zu und
beabsichtigte, dort links abzubiegen. Die Signalisation verpflichtete ihn zur
Vortrittsgewährung. X verlangsamte seine Fahrt auf ca. Schritttempo und übersah den
vortrittsberechtigten Fahrradfahrer Y, welcher zu diesem Zeitpunkt mit seinem
nichtbeleuchteten Fahrrad auf der Alten Fabrikstrasse in Richtung Feldstrasse fuhr. Als
X kurz vor der Durchfahrt des Fahrradfahrers auf die Alte Fabrikstrasse geriet, kam es
zur Kollision der Fahrzeuge. Der Fahrradfahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Am
Personenwagen und am Fahrrad entstand jeweils ein geringer Sachschaden.
Wegen des Vorfalls vom 17. März 2018 wurde X mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft
March vom 10. September 2018 der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln durch
Nichtgewähren des Vortritts schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 200.–
verurteilt. Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
B.- Am 15. August 2018 eröffnete das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des
Kantons St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) gegenüber X ein
Administrativmassnahmeverfahren und entzog ihm mit Verfügung vom 30. November
2018 den Führerausweis für die Dauer eines Monats zufolge mittelschwerer
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Missachtung des Vortritts mit
Unfallfolge).
Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamts erhob X mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 12. Dezember 2018 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) mit dem Antrag, die
Verfügung sei aufzuheben und eine Verwarnung auszusprechen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Die Vorinstanz verzichtete am 21. Dezember 2018 auf eine
Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen im Rekurs zur Begründung des Antrags wird, soweit erforderlich,

in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum
Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs
vom 12. Dezember 2018 ist rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den
Rekurs ist einzutreten.
2.- Nach Verkehrsregelverletzungen befindet bei Widerhandlungen, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (SR 741.01, abgekürzt:
OBG) ausgeschlossen ist, die Strafbehörde über die strafrechtlichen Sanktionen
(Freiheitsstrafe, Geldstrafe, Busse) und die Verwaltungsbehörde in einem separaten
bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
und grundsätzlich unabhängigen Verfahren über Administrativmassnahmen
(insbesondere Führerausweisentzug, Verwarnung).
a) Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem OBG ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis
entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet zwischen
leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlungen
(Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von
Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei
nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Nach der Rechtsprechung
müssen beide Voraussetzungen kumulativ gegeben sein (BGE 135 II 138 E. 2.2.3). Ist
die Verletzung von Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die
Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung
schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft
oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie stellt einen Auffangtatbestand dar
und liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung
und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung gegeben sind
(BGE 135 III 138 E. 2.2.2).
In tatsächlicher Hinsicht bestreitet der Rekurrent nicht, am 17. März 2018 in Lachen
beim Einbiegen in die Alte Fabrikstrasse aufgrund Vortrittsmissachtung einen
Verkehrsunfall mit Verletzungsfolgen verursacht zu haben. Von diesem Sachverhalt ist
deshalb auch in diesem Verfahren auszugehen. Umstritten ist, ob die
Verkehrsregelverletzung als mittelschwere (Art. 16b SVG) oder als leichte
Widerhandlung (Art. 16a SVG) einzustufen ist. Diesbezüglich sind die Gefährdung und
das Verschulden genau zu prüfen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
b) Die Vorinstanz stufte das Verhalten des Rekurrenten als mittelschwere
Widerhandlung im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ein. Zur Begründung wird in der
angefochtenen Verfügung ausgeführt, dass der Rekurrent durch sein Fehlverhalten
einen Verkehrsunfall verursacht habe und dabei den Radfahrer konkret gefährdet habe.
Unabhängig vom Grad des Verschuldens liege daher ein mittelschwerer Fall nach
Art. 16b Abs. 1 SVG vor.
Gegen die Qualifikation des Verhaltens als mittelschwere Widerhandlung bringt der
Rekurrent im Wesentlichen vor, die konkrete Gefahr sei noch als leicht einzustufen, da
der Rekurrent den Radfahrer bei Schritttempo nur leicht berührt habe. Der schlecht
sichtbare Radfahrer habe ein hohes Tempo auf der leicht abfallenden Strecke erreicht,
weshalb der Rekurrent eine Kollision nicht habe vermeiden können. Schliesslich sei nur
ein geringer Sachschaden entstanden und der Radfahrer habe sich nur leicht verletzt.
c) Die Bestimmungen von Art. 16a bis 16c SVG ordnen der Gefährdung der Sicherheit
allgemein eine wesentliche und eigenständige Bedeutung zu. Der Gesetzgeber misst
dem Gesichtspunkt der Verkehrsgefährdung bewusst ein höheres Gewicht bei.
Insbesondere verselbständigte er das Recht des Warnungsentzugs und verschärfte die
Massnahmen im Hinblick auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit (Urteil des
Bundesgerichts [BGer] 1C_267/2010 vom 14. September 2010 E. 3.4).
Eine Gefahr für die Sicherheit anderer liegt vor, wenn die körperliche Integrität einer
Person entweder konkret oder zumindest abstrakt gefährdet wurde. Im Recht der
Administrativmassnahmen wird zwischen der einfachen und der erhöhten abstrakten
Gefährdung unterschieden. Erstere zieht keine Administrativmassnahme nach sich (vgl.
Art. 16 Abs. 2 SVG). Von einem solchen Fall ist jedoch nur dann auszugehen, wenn
keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten hätten betroffen werden können.
Führte dies hingegen zu einer Verletzung eines Rechtsguts oder einer konkreten bzw.
einer erhöhten abstrakten Gefährdung der körperlichen Integrität, hat dies eine
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die neuen
Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum
Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43 ff.). Innerhalb der erhöhten
abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je
näher die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung liegt, umso
schwerer wiegt die erhöhte abstrakte Gefahr (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete
Gefahr liegt vor, wenn für einen bestimmten, tatsächlich daherkommenden
Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer des Täters die Gefahr einer Körperverletzung
oder gar Tötung bestand (J. Boll, Grobe Verkehrsregelverletzung, Davos 1999, S. 12).
Ob eine konkrete, eine erhöhte abstrakte oder eine abstrakte Gefährdung geschaffen
worden ist, kann nicht aufgrund der blossen Feststellung einer Verkehrsregelverletzung
beurteilt werden, sondern hängt von der konkreten Situation ab, in welcher sie
begangen wird (BGer 1C_267/2010 vom 14. September 2010 E. 3.2 sowie
1C_266/2014 vom 17. Februar 2015 E. 3.4 mit Hinweisen).
Grundlage für die Beurteilung der Gefahr im Sinne von Art. 16a Abs. 1 oder Art. 16b
Abs. 1 SVG ist das tatsächliche Vorliegen einer Verkehrsregelverletzung. Es ist
unbestritten und aufgrund der polizeilichen Fotodokumentation belegt, dass der
Rekurrent das Vortrittsrecht des Radfahrers missachtete und einen Unfall mit
Verletzungsfolgen verursachte; entsprechend wurde er strafrechtlich rechtskräftig
verurteilt. Die Vorinstanz stufte die Verkehrsregelverletzung als mittelschwere
Widerhandlung ein und entzog dem Rekurrenten den Führerausweis gestützt auf
Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG für einen Monat. Strafrechtlich wurde der Rekurrent wegen
einfacher Verletzung von Verkehrsregeln im Sinn von Art. 90 Abs. 1 SVG verurteilt.
Diese Strafbestimmung umfasst administrativrechtlich die leichte (Art. 16a SVG) und
die mittelschwere Widerhandlung (Art. 16b SVG). Das straf- und das
administrativrechtliche Sanktionensystem sind insoweit nicht deckungsgleich (BGer
1C_259/2011 vom 27. September 2011 E. 3.4, 1C_282/2011 vom 27. September 2011
E. 2.4). Dass die Strafverfolgungsbehörde von einer einfachen Verkehrsregelverletzung
ausging, steht der Annahme einer mittelschweren Widerhandlung im
Administrativmassnahmeverfahren somit nicht entgegen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Gemäss Polizeirapport vom 11. April 2018 sowie provisorischem Notfallbericht des
Spitals Lachen vom 18. März 2018 erlitt der Fahrradfahrer bei der Kollision mit dem
Personenwagen des Rekurrenten eine leichte Verletzung (Kontusion) am linken Knie.
Nach einer Untersuchung im Spital konnte er nach Hause entlassen werden. Da die
Strassenverkehrsgesetzgebung die körperliche Integrität und die Gesundheit anderer
Personen schützt, genügt jede Gefährdung, welche eine Beeinträchtigung der
Gesundheit nach sich ziehen kann. Eine Verletzung dieser Rechtsgüter muss deshalb
nicht die Schwelle einer Körperverletzung im Sinn des Strafrechts erreichen (vgl. GVP
2006 Nr. 29). Durch die Verkehrsregelverletzung des Rekurrenten blieb es nicht bei
einer abstrakten Gefährdung. Mit der Kollision konkretisierte sich die Gefahr, und es
zeigte sich, dass das Verhalten des Rekurrenten jedenfalls geeignet war, andere
Personen zu verletzen. Es kann daher nicht mehr von einem Bagatellfall bzw. einer
geringen Gefahr gemäss Art. 16a SVG gesprochen werden. Dass der Verkehrsunfall für
den Radfahrer keine ernst zu nehmenden gesundheitlichen Folgen hat und dieser keine
Anzeige wegen Körperverletzung einreichte, ändert am Ergebnis nichts, weil ein
Warnungsentzug nicht eine Verurteilung wegen eines Delikts gegen Leib und Leben
voraussetzt.
Der Einwand des Rekurrenten, der Radfahrer sei für ihn wegen der Dunkelheit, dem
Nichtvorhandensein eines Lichts, der Geschwindigkeit, der dunklen Kleidung und den
örtlichen Gegebenheiten schlecht erkennbar gewesen, ist zur Beurteilung der
Gefährdung nicht massgebend, sondern vielmehr beim Verschulden zu
berücksichtigen. Selbst wenn von einem leichten Verschulden des Rekurrenten
ausgegangen würde, was aufgrund der Aktenlage ohne weiteres möglich ist, müsste
mangels geringer Gefährdung von einer mittelschweren Widerhandlung ausgegangen
werden (vgl. BGer 1C_3/2008 vom 18. Juli 2007 E. 5.1). Auch der Verweis des
Rekurrenten auf diverse Verfügungen des Strassenverkehrsamts Zürich und Appenzell
Ausserrhoden, in denen angeblich in vergleichbaren Konstellationen eine Verwarnung
statt eines Führerausweisentzugs ausgesprochen wurde, ist im vorliegenden Verfahren
unerheblich. Einerseits ist die VRK nicht an Verfügungen von Strassenverkehrsämtern
gebunden und andererseits gibt es genügend Präjudizen, die in vergleichbaren
Konstellationen eine mittelschwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 SVG
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
bestätigt haben (vgl. BGer 1C_267/2010 vom 14. September 2010; VRKE IV-2015/63
vom 27. August 2015; VRKE IV-2016/128 vom 23. Februar 2017, beide abrufbar unter:
www.gerichte.sg.ch).
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Verkehrsregelverletzung des
Rekurrenten zu Recht als mittelschwere Widerhandlung gegen das
Strassenverkehrsgesetz qualifizierte und den Führerausweis gestützt auf Art. 16b
Abs. 1 lit. a SVG entzog.
3.- Zu prüfen bleibt die Dauer des Entzugs des Führerausweises.
a) Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind
gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen,
namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als
Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.
Die Mindestdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Diese beträgt gemäss
Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG nach einer mittelschweren Widerhandlung einen Monat.
b) Die vorinstanzlich verfügte Entzugsdauer von einem Monat entspricht der
gesetzlichen Mindestentzugsdauer, die nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
zu Art. 16 Abs. 3 SVG selbst bei einer beruflichen oder persönlichen Angewiesenheit
des Betroffenen auf den Führerausweis und bei einem ungetrübten automobilistischen
Leumund, was beim Rekurrenten jedoch nicht der Fall ist, nicht unterschritten werden
darf (vgl. BGE 132 II 234 E. 2.3). Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung
auch hinsichtlich der Entzugsdauer von einem Monat zu bestätigen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 9/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
4.- Die Vorinstanz ordnete in Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung an, dass der
Rekurrent den Führerausweis und allfällige vorhandene weitere Ausweise bis
spätestens am 1. März 2019 abzugeben habe. Hierbei handelt es sich um eine
vollstreckungsrechtliche Anordnung, die separat verfügt werden müsste. Darauf ist
nicht weiter einzugehen, denn der Abgabetermin (1. März 2019) wird im Zeitpunkt des
Erhalts dieses Entscheids bereits vorüber sein, weshalb besagte Anordnung zufolge
Gegenstandslosigkeit aufzuheben ist. Die Vorinstanz wird einen neuen Abgabetermin
festlegen müssen. Allerdings hätte Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung aufgehoben
werden müssen, wenn die Abgabefrist nicht bereits abgelaufen wäre. Dies ist bei der
Kostenverlegung zu berücksichtigen.
5.- Die Kosten des Rekursverfahrens haben die Parteien nach Massgabe ihres
Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Sie sind dem Rekurrenten
zu vier Fünfteln und dem Staat zu einem Fünftel aufzuerlegen. Denn einerseits
unterliegt der Rekurrent in der Hauptsache und andererseits hat die Vorinstanz die
materielle Verfügung (Führerausweisentzug) in unzulässiger Weise mit einer
Vollzugsanordnung (Abgabetermin des Ausweises) kombiniert. Eine Entscheidgebühr
von Fr. 1'200.– erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist mit
dem Kostenanteil des Rekurrenten in der Höhe von Fr. 960.– zu verrechnen. Der Rest
des Kostenvorschusses von Fr. 240.– ist dem Rekurrenten zurückzuerstatten.
Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten (Art. 98 VRP).