Decision ID: 88bf6d07-a483-4ee6-8318-db4af8afc545
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a Die 1948 geborene S._ beantragte bei der Invalidenversicherung am 21./23.
September 2003 eine Rente. Sie gab unter anderem an, sie sei 1985 in die Schweiz
eingereist und habe von 1985 bis 1992 bei der gleichen Arbeitgeberin gearbeitet.
Zurzeit sei sie vollständig arbeitsunfähig wegen Asthma, Rückenschmerzen und
anderen Leiden, etwa hohem Blutdruck, Übelkeit, Depressivität. Die Schmerzen
bestünden schon seit zehn Jahren und sie sei auf die Hilfe von Drittpersonen
angewiesen (IV-act. 1).
A.b Dr. med. A._, Innere Medizin FMH, bescheinigte der Versicherten im IV-
Arztbericht vom 14. November 2003 (IV-act. 10-1 bis 4/9) folgende Diagnosen: ein
generalisiertes Schmerzsyndrom (am ehesten anhaltende somatoforme
Schmerzstörung), belastungsinduzierbares Asthma bronchiale, arterielle Hypertonie mit
hypertonen Krisen, Depression, Adipositas und eine rezidivierende Refluxsymptomatik.
In der Tätigkeit als Wäschereimitarbeiterin (bei Arbeitslosigkeit seit 1992) sei die
Versicherte seit dem 1. Juli 2002 voll arbeitsunfähig. Wegen des generalisierten
Schmerzsyndroms bestehe auch in anderen Tätigkeiten keine (auch keine Teil-)
Arbeitsfähigkeit mehr. Seit ca. zwei Jahren hätten sich zunehmende,
behandlungsresistente Beschwerden entwickelt. Der Gesundheitszustand sei stationär
bei schlechter Prognose. Beigelegt war unter anderem ein Bericht von Dr. med. B._,
Innere Medizin/Rheumatologie FMH, vom 25. August 2003 (IV-act. 10-7 ff./9), wonach
die Versicherte aus eher psychosomatischen als rheumatologischen Gründen für alle
ausserhäuslichen Tätigkeiten nicht mehr einsetzbar zu sein scheine. Die Tätigkeit im 4-
Personen-Haushalt mit zwei erwachsenen Söhnen sollte ihr mit Ausnahme schwererer
Arbeiten (wie Staubsaugen und Einkaufen) zumutbar sein.
A.c Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen veranlasste in der
Folge eine Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt, die am 26. Mai 2004 durchgeführt
wurde. Die Abklärungsbeauftragte ermittelte dabei eine Einschränkung in der
Haushalttätigkeit von 30.08 %. Die Versicherte habe angegeben, im Gesundheitsfall
wäre sie zu 50 % erwerbstätig. Sie habe ihre letzte Anstellung auf August 1992
aufgegeben, sei seither nicht mehr ausserhäuslich tätig gewesen und habe von
September 1992 bis März 1994 volle Arbeitslosenentschädigung bezogen. Die
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Qualifikation der Versicherten sei zurzeit noch unklar (IV-act. 16). Auf Anfrage vom
14. Juli 2004 teilte die Versicherte am 27. August 2004 (Eingang) mit, nachdem ihr die
Stelle gekündigt worden sei, habe sie sich zunächst noch um Arbeit beworben, dann
sei sie aber krank geworden und habe dies nicht mehr gekonnt. Sie fühle sich
gegenwärtig so schlecht, dass sie sich auch nicht um eine Stelle zu 50 % bewerben
könne.
A.d Dr. B._ erklärte nach Vorlegen des Abklärungsergebnisses die erhobene
Einschränkung von 30 % im Haushaltbereich am 25. Oktober 2004 als wohl zutreffend.
Die psychosomatische Erkrankung müsste allenfalls durch einen Psychiater weiter
beurteilt werden (IV-act. 21).
A.e Mit Verfügung vom 11. November 2004 lehnte die IV-Stelle das Leistungsgesuch
der Versicherten ab. Sie sei seit mindestens 1994 als Hausfrau tätig. Die Einschränkung
in diesem Aufgabenbereich betrage 30 %. Bei einem Invaliditätsgrad unter 40 %
bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 23). Mit Einsprache vom 13. Dezember 2004 (IV-
act. 27) und Einspracheergänzung vom 31. Januar 2005 liess die Versicherte die
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Anordnung von zusätzlichen
medizinischen Massnahmen beantragen. Sie sei zu Unrecht als Hausfrau qualifiziert
worden. Sie habe behinderungsbedingt die Stellensuche aufgeben müssen und wäre
ohne Gesundheitsschaden im Umfang von 50 % erwerbstätig. Es sei ein korrekter
Einkommensvergleich vorzunehmen und dabei zu berücksichtigen, dass sie für jegliche
ausserhäusliche Tätigkeit nicht mehr einsetzbar sei. Zusätzlich sei eine fachärztliche
psychiatrische Abklärung zu veranlassen, damit die in der (somit unvollständigen)
Haushaltabklärung bis anhin nicht berücksichtigten psychischen Probleme,
insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen auf die Haushalttätigkeit, untersucht
werden könnten (IV-act. 30). Nach Rücksprache mit dem Rechtsdienst widerrief die IV-
Stelle die rentenabweisende Verfügung am 23. Februar 2005, um weitere Abklärungen
zu treffen (IV-act. 32), und schloss das Einspracheverfahren ab.
A.f Am 9. Mai 2005 erteilte die IV-Stelle Dr. med. C._, Spezialarzt FMH Innere
Medizin und Physikalische Medizin und Rehabilitation, den Auftrag für eine
medizinische Abklärung einschliesslich Psychiatrie (IV-act. 38). Dr. C._ gab im
Gutachten vom 19. Juni 2007 als interdisziplinäre Stellungnahme folgende
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internistisch-rheumatologischen Diagnosen an: ein leichtes cervico- und lumbo-
degeneratives Wirbelsäulenleiden, Kniebeschwerden bei/mit beginnender
degenerativer Gelenkserkrankung, eine chronische Bronchitis (DD Asthma bronchiale),
einen Verdacht auf Arzneimittelmissbrauch mit Nebenwirkungssyndrom und eine
arterielle Hypertonie/Adipositas Klasse II. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit sei mangels ausreichend verfügbarer arbeitsmedizinischer Daten nicht
beurteilbar. In einer angepassten Tätigkeit, d.h. für jede körperlich leichte bis
mittelschwere Tätigkeit gemäss DOT-Klassifikation der Arbeitsbelastung, sei die
Versicherte zu 100 % arbeitsfähig. Im psychiatrischen Gutachten werde der Verdacht
auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung des respiratorischen Systems
diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit mit 100 % beurteilt. Interdisziplinär sei somit von
einer vollen Arbeitsfähigkeit der Versicherten in angepasster Tätigkeit auszugehen.
Anderslautende Beurteilungen von Dr. B._ seien nicht nachvollziehbar; sie stützten
sich entweder auf Leiden von nicht-invalidisierendem Krankheitswert oder auf solche
ausserhalb der Organmedizin ab (IV-act. 46). Der psychiatrische Sachverständige Dr.
med. D._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hatte Dr. C._ am 21. Mai 2007
berichtet, es sei derzeit keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychiatrische
Krankheit zu diagnostizieren (IV-act. 47).
A.g Nachdem der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung am
25. Juni 2007 ein Abstellen auf das Gutachten befürwortet hatte (IV-act. 48), stellte die
IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 4. Juli 2007 die Abweisung des
Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 51 f.). Die Versicherte wandte am 10. Juli 2007
ein, sie sei sehr krank, das könnten ihre Ärzte bestätigen. Seit Jahren sei sie nicht fähig,
ihrer Hausarbeit nachzugehen, die Familie helfe ihr regelmässig. Sie habe täglich starke
Schmerzen und müsse viele Medikamente nehmen. Den IV-Ärzten habe sie vielleicht
nicht alles richtig erklären können, weil sie sehr schlecht Deutsch spreche. Sie bitte um
nochmalige Überprüfung (IV-act. 54). Mit Verfügung vom 10. September 2007 lehnte
die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch, insbesondere den
Rentenspruch der als Hausfrau zu qualifizierenden Versicherten, ab (IV-act. 55).
B.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 3. Oktober 2007
(Poststempel: 4. Oktober 2007). Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und eine Neubeurteilung der Arbeitsunfähigkeit unter
physischem und psychischem Aspekt und sinngemäss die Zusprechung einer Rente,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Seit 1985 habe sie gearbeitet, seit 1986 habe
sie Probleme mit Asthma und sei deshalb hin und wieder arbeitsunfähig gewesen, 1992
sei ihr deswegen die Stelle gekündigt worden. Dazu gekommen seien noch
Beschwerden mit Magen, Knochen, Gelenken, Rücken, Blutbild, Blutdruck,
Depressionen und Schlafstörungen. Es sei ihr nichts anderes übrig geblieben, als zu
Hause zu bleiben und nach ihren Möglichkeiten den Haushalt zu führen wie alle
Rentner ohne Haushalthilfe. Jetzt werde ihr eine Arbeitsfähigkeit von knapp 70 % als
Hausfrau bescheinigt. Sie müsste also ein Pflegefall werden, um eine Invalidenrente zu
bekommen. Das könne doch nicht sein.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Aufgrund des klaren und überzeugenden
Beweisergebnisses der Begutachtung könne davon ausgegangen werden, dass die
Beschwerdeführerin zumindest im Erwerbsbereich zu 100 % arbeitsfähig sei. Soweit
sie geltend machen wollte, sie wäre als Gesunde - die sie IV-rechtlich betrachtet immer
noch sei - zu 50 % erwerbstätig, was allerdings angesichts der 15-jährigen, nicht
gesundheitsbedingten Arbeitsabstinenz nicht glaubwürdig sei, vermöchte ihr das nicht
zu helfen, denn sie könne im Erwerb keine gesundheitliche Einschränkung nachweisen.
Bei der Haushaltabklärung, die sich wesentlich auch auf die Selbstdarstellung und -
einschätzung der Beschwerdeführerin gestützt habe, sei eine Einschränkung von rund
30 % ermittelt worden. Dieses Ergebnis müsse wohl als zu pessimistisch eingestuft
werden, da gemäss dem Gutachten kein invalidisierendes Leiden festzustellen sei.
Unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin als Hausfrau oder als Teilerwerbstätige
zu betrachten sei, liege kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor.

Erwägungen:
1.
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1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 10. September 2007 entwickelt hat, sind die auf den
1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Strittig ist die Abweisung des Rentengesuchs der Beschwerdeführerin.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung)
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so besteht
Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe
Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Zunächst ist massgebend, inwiefern die versicherte Person durch das Leiden in
den Funktionen, welche die in Frage kommenden Tätigkeiten von ihr erfordern,
medizinisch eingeschränkt ist, und bezüglich welcher Tätigkeiten sie in welchem
(zeitlichen und leistungsmässigen) Umfang noch arbeitsfähig ist (vgl. BGE 125 V 261
E. 4). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt,
ist für die Invaliditätsbemessung unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der
Invalidenversicherung = KSIH in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung).
2.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Invaliditätsbemessung auf das
Ergebnis des bidisziplinären Gutachtens, das unter Mitwirkung von Dr. C._ und
Dr. D._ erstellt wurde. Danach ist die Beschwerdeführerin in jeder körperlich leichten
bis
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bis mittelschweren Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Nach ihrer Auffassung ist die
Beschwerdeführerin in der Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt.
2.4 Eine vom Begutachtungsergebnis abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin liegt mit dem Bericht von Dr. B._ (IV-act. 10-7 ff./9) vor, auf
dessen Beurteilung auch Dr. A._ (IV-act. 10-2/9) Bezug nimmt. Dr. B._ hatte am
25. August 2003 dafürgehalten, die Beschwerdeführerin sei wohl in ausserhäuslichen
Tätigkeiten nicht mehr einsetzbar, erwähnte aber, dass die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit bei solchen Schmerzsituationen (generalisiertes Schmerzsyndrom)
schwierig sei. Die Arbeitsfähigkeit führte er eher auf psychosomatische als
rheumatologische Gründe zurück und erklärte am 25. Oktober 2004 (IV-act. 21-5/5), die
psychosomatische Erkrankung, an welcher die Beschwerdeführerin nach seiner
Beurteilung zumindest teilweise leide, sei allenfalls durch einen Psychiater abzuklären.
Aufgrund des Gutachtens der Dres. C._ und D._ kann nun davon ausgegangen
werden, dass der medizinische Sachverhalt sowohl internistisch/rheumatologisch wie
psychiatrisch genügend abgeklärt wurde. Die fachärztlichen psychiatrischen
Erhebungen haben kein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigendes Leiden aufgezeigt.
Dass die Begutachtung aus einem - allenfalls sprachlichen - Grund mangelhaft
gewesen wäre, muss nicht angenommen werden, auch wenn, wie Dr. D._ erwähnte,
ihm das Beurteilungsinstrument der direkten Interaktion im Gespräch weitgehend nicht
zur Verfügung stand. Aus dem Bericht über die erhobenen Befunde (Status und
Anamnese) lässt sich schliessen, dass die von der Beschwerdeführerin geschilderten
Beschwerden und ihre weiteren Angaben beim Gutachter ausreichend (und zur übrigen
Aktenlage widerspruchsfrei) Ausdruck finden konnten. Auch aus internistisch/
rheumatologischer Sicht konnte ein Korrelat für die geklagten Beschwerden der
Beschwerdeführerin nicht gefunden werden. Eine körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeit kann der Beschwerdeführerin demnach zugemutet werden. Auf das
entsprechende, nachvollziehbar begründete Ergebnis der Begutachtung kann
vollumfänglich abgestellt werden.
3.
Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für körperlich leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten (bei Fehlen einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden
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Diagnose) erübrigen sich Ausführungen zur anwendbaren Methode der Bemessung der
Invalidität. Denn weder im Einkommensvergleich noch nach der gemischten Methode
oder dem Betätigungsvergleich wird bei dieser Sachlage ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad erreicht. Die Abklärung an Ort und Stelle hatte im Übrigen mit 30 %
ebenfalls eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt ergeben, die unter der
massgeblichen Grenze liegt.
4.
Was die Beschwerdesituation der Beschwerdeführerin betrifft, kann auf die
gutachterliche Empfehlung hingewiesen werden, die eingesetzten Medikamente (zur
Verminderung von Unverträglichkeiten) aufeinander abzustimmen und auf ein Minimum
zu reduzieren. Die Schmerzsituation wird die Beschwerdeführerin mit einer geordneten
Verwendung des Erforderlichen an Arzneimitteln bekämpfen können. Es ist der
Beschwerdeführerin zuzumuten, sich einem sorgfältigen ärztlichen
Schmerzbekämpfungsmanagement zu unterziehen.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG