Decision ID: b5e03b6e-0b32-52ff-9e7a-6cc7fb3342c0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, war ab
1.
November 1991 als Tanz- und
Bewe
gungs
therapeutin
bei der
Psychiatrie Y._
angestellt und da
durch bei der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich (BVK)
berufs
vorsorge
ver
sichert
(
Urk.
7/3
). Der Beschäftigungsgrad betrug zunächst 80,36
%
und wurde
per
1.
April 2000 auf 60,12
%
reduziert (
Urk.
7/3, vgl. auch
Urk.
6 S. 3). Ab 1
7.
September 2009 war die Versicherte
arbeitsunfähig
geschrieben (
Urk.
7/3).
Die BVK lies
s die Versicherte
durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemein
medizin, abklären. Dieser diagnostizierte eine Angststörung und hielt fest, dass die therapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft worden seien, da
sich die Versicherte bisher keiner
Psychopharmakatherapie
unterzogen habe (
Gut
achten vom
8.
Mai 2010,
Urk.
7/4 S.
11 und 16).
Mit Schreiben vom 1
2.
Mai 2010
informierte die BVK die
Versicherte
über diesen Befund und er
suchte sie, eine medikamentöse Behandlung in Angriff zu nehmen
(
Urk.
7/5).
I
n der Folge
untersuchte
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie,
im Auftrag der BVK
die Versicherte. Gestützt au
f das von ihm erstat
tete
Gutachten vom 2
7.
Oktober 2010
(
Urk. 7/6) und die ergänzende
Stellung
nahme vom 2
7.
Oktober/2
3.
Dezember 2010 (
Urk.
7/7) teilte die BVK der Versi
cherten
mit Schreiben vom
5.
Januar 2011
mit, dass eine Berufsinvalidität von 100
%
bestehe. Weiter wies sie die Versich
erte auf die ihr obliegende
Mitwir
kungs
- und Schadenminderungspflicht und die Möglichkeit einer
Leistungsver
weigerung
hin und forderte sie
auf,
sich einer medikamentösen Behandlung mit Psychopharmaka
zu unterziehen (
Urk.
7/8).
Aufgrund der festgestellten
Berufs
invalidität
sprach die BVK der Versicherten mit Schreiben vom 1
7.
Januar 2011 rückwirkend ab
1.
Dezember 2010 eine volle Berufsinvalidenrente sowie einen Überbrückungszuschuss zu (
Urk.
2/10).
Anlässlich einer Nachuntersuchung vom 2
6.
September 2012 konstatierte
Dr.
A._
,
dass
sich
die Versicherte trotz Auferlegung der
Schadenminderungs
pflicht
einer
medikamentöse
n
Behandlun
g verweigere
. Er hielt dafür, dass
bei
Be
handlung
eine
Besserung der gesamten Symptomatik
und
mithin eine
Erhö
hung der Arbeits
fähigkeit auf 50
%
eingetreten wäre
(Gutachten vom 1
5.
Okto
ber
2012,
Urk.
7/9; ergänzende Stellungnahme vom
6.
November 2012,
Urk.
7/10). Mit Schreiben vom 1
3.
November 201
2
teilte die BVK der Versi
cherten mit, dass die Berufsinvalidenrente aufgehoben werde. Da bei konse
quenter Behandlung
mit Psychopharmaka die Arbeitsfähigkeit 50
%
betragen würde, bestehe bezo
gen
auf das versicherte Pensum von 60,12
%
lediglich noch ein Invaliditätsgrad von
17
%
(gerundet), was einen Anspruch auf eine Invali
denrente ausschliesse
(
Urk.
7/11
). Daran hielt die BVK im verwaltungsinternen
Einspracheverfahren
fest (
Urk.
2/2, 7/12).
2.
Mit Eingabe vom 2
7.
Juni 2013 liess die Versicherte Klage gegen die BVK erhe
ben und
beantragen, es sei ihr bis auf
W
eiteres
eine Berufsinvalidenrente aus
zurichten (
Urk.
1
S. 2
). Dazu reichte sie Berichte ihrer behandelnden Ärzte ein (
Urk.
2/2, 2/3). Die BVK schloss in der Klageantwort vom
2.
Oktober 2013 auf Abweisung der Klage (
Urk.
6). Die Parteien hielten im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels
sowie in ihren weiteren Eingaben
an ihren Anträgen fest (
Urk.
11, 16
, 19, 25
). Zudem
gaben
sie
weitere ärztliche Stellungnahmen zu den Akten (
Urk.
17/2, 20/13, 20/14, 26/3).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf Invalidenleistungen aus beruflicher Vorsorge haben Personen, die
im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40
%
invalid sind und bei Ein
tritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versi
chert
waren (
Art.
23
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hin
terlassenen- und Invalidenvorsorge,
BVG). Mit Bezug auf die weitergehende be
rufliche Vorsorge steht es den Vorsorgeeinrichtungen im Rahmen von
Art.
6 und
Art.
49
Abs.
2 BVG sowie der verfassungsmässigen Schranken (wie
Rechts
gleich
heit
, Willkürverbot und Verhältnismässigkeit) frei, den Invaliditätsbegriff und/
oder das versicherte Risiko abweichend von
Art.
23 BVG zu definieren (SZS 1997
S. 557, B 40/93 E. 4a; BGE 120 V 106 E. 3c S. 108 f. mit Hinweisen). Während sie im Rahmen der obligatorischen beruflichen Vorsorge jedenfalls die
Min
dest
vorschrift
des
Art.
23 BVG zu beachten haben (
Art.
6 BVG), gilt diese Bestimm
ung einschliesslich der hierzu ergangenen Rechtsprechung im
überobli
gato
ri
schen
Bereich nur, soweit die Reglemente oder Statuten bezüglich des massge
benden Invaliditätsbegriffs oder versicherten Risikos nichts Abweichen
des vor
sehen (BGE 136 V 65 E. 3.2 S. 69 mit Hinweisen).
1.2
Die Statuten der BVK (Statuten der Versicherungskasse für das Staatspersonal, Vorsorgereglement Version 2010) sehen in § 19 eine sogenannte
Berufsinvali
denrente
vor. Darauf Anspruch haben Personen, welche vor Vollendung des 63. Altersjahres wegen Krankheit oder Unfall für die bisherige Berufstätigkeit invalid geworden sind. Sie wird längs
tens für zwei Jahre ausgerichtet. Für über 50-jährige Personen entfällt die zweijährige Befristung, die Rente wird jedoch
längstens bis zum 63. Altersjahr ausge
richtet (Abs. 1). Über das Vo
rhandensein und den Grad der
Be
rufsinvali
dität
wird aufgrund ei
ner Untersuchung durch ei
nen Vertrauensarzt der Versicherungskasse entschie
den (Abs. 2). Die versi
cherte Person oder die vorgesetzte Direktion beziehungsweise der Arbeitgeber kann um die Einholung einer Oberexpertise nachsuchen, wenn sie die Schluss
folgerungen des Gutachtens der Vertrauensärztin oder des Vertrauensarztes nicht anerkennt. Die Oberexpertin oder der Oberexperte wird einvernehmlich durch die Antrag
stellerin oder den Antragsteller und die Versicherungskasse ernannt. Kommt keine
Einigung zustande, obliegt die Ernennung der Präsiden
tin oder dem Prä
si
denten des Sozialversicherungsgerichts. Die Kosten der
Ober
expertise
werden im Verhältnis von Unterliegen und Obsiegen von der Antrag
stellerin oder vom An
tragsteller und von der Versicherungskasse getragen (Abs. 3).
Die Berufsinvalidenrente beträgt bei voller Invalidität 60
%
des letzten versi
cher
ten Lohnes. Bei teilweiser Berufsinvalidität wird die Rente entsprechend dem
Invaliditätsgrad festgesetzt (
§
20
Abs.
1 und 2 der BVK-Statuten). Dauer
hafte und
wesentliche Änderun
gen des Grades der Berufsinvalidität führen zu einer An
pass
ung der Invalidenrente, Dauerhaft ist eine Änderung, wenn sie voraussicht
lich mehr als ein Jahr besteht, wesentlich, wenn sie mehr als 10
%
eines vollen Pensums ausmacht (
§
20
Abs.
5 BVK-Statuten).
N
ach dem Auslaufen der Rente wegen Berufsinvalidität haben versicherte Perso
nen gemäss § 21 der BVK-Statuten Anspruch auf eine Rente, wenn volle oder teilweise Erwerbsinvalidität besteht (Abs. 1). Eine versicherte Person gilt als
er
werbsinvalid
, wenn sie infolge Krankheit oder Unfall ihre bisherige oder eine andere, ihrem Wissen und Können entsprechende und zumutbare Er
werbstätig
keit nicht mehr ausüben kann, oder wenn sie aufgrund eines Ent
scheides der eidgenössischen IV-Kommission invalid erklärt wurde (Abs. 2). Das Verfahren
für die Bestimmung des Anspruches und des Invaliditätsgrades wird gleich durch
geführt wie bei der Berufsinvalidität (Abs. 3). Die Renten wegen
Erwerbsinva
li
di
tät
werden längstens bis zum vollendeten 63. Altersjahr ausge
richtet (Abs. 4).
Gemäss § 22 Abs. 2 der BVK-Statuten wird bei teilweiser Erwerbsinvalidität die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad wie folgt festgesetzt: bis 24 % Er
werbsunfähigkeit keine Rente, von 25 bis 59 % eine Rente gemäss IV-Grad, bei 60 bis 69 % eine Dreiviertelrente und bei 70 % und mehr eine ganze Rente.
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE
134
V 231 E. 5.1,
125 V 351 E. 3a)
.
2.
2.1
Zu prüfen ist, ob die Klägerin schuldhaft ihre Schadenminderungspflicht
nicht nachgekommen ist
.
2.2
Das Gebot der Schadenminderung gilt generell in der Sozialversicherung, mit
hin auch im Bereich
der
b
eruflichen Vorsorge (
BGE 117
V 275 E. 2b).
2.3
Wiewohl das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die berufliche Vorsorge grundsätzlich nicht erfasst, sind die nachstehenden Grundsätze sinngemäss anzuwenden, wovon denn auch die Parteien ausgehen.
Nach
Art.
21
Abs.
4 ATSG können Leistungen vorübergehend oder dauernd ge
kürzt oder verweigert wer
den, wenn sich eine versicherte Person einer zumut
baren Behandlung oder Ein
gliederung ins Erwerbsleben entzieht oder wider
setzt, die eine wesentliche Ver
besserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zu
mutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechts
folgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzu
räumen. Behandlungs- und Einglie
derungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben
und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.
E
ine Leistungskürzung oder -verweigerung gestützt auf
Art.
21
Abs.
4 ATSG
ist folglich
davon abhängig, ob die fragliche Massnahme eine wesentliche Verbes
serung der Erwerbsfähigkeit verspricht. Vorausgesetzt wird, dass die medizini
sche oder erwerbliche Vorkehr geeignet ist, eine erhebliche Minderung des ver
sicherten Schadens zu bewirken. Eines strikten Beweises, die verweigerte Mass
nahme hätte tatsächlich zum erwarteten Erfolg geführt, bedarf es nicht, sondern es genügt, wenn die Vorkehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen wäre. Der erforderliche Grad an Wahrscheinlichkeit ist unter Berück
sichtigung der Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in Per
sönlichkeitsrechte zu beurteilen: Bei therapeutischen Massnahmen, welche mit einem nur geringen Eingriff verbunden sind, dürfen an die Wahrscheinlichkeit der zu erwartenden Besserung keine hohen Anforderungen gestellt werden. Ist der Eingriff erheblich (beispielsweise bei einer wirbe
lsäulenorthopädischen Ope
ra
tion
), wird eine höhere Wahrscheinlichkeit, aber nicht
ein sicherer Erfolg ver
langt (Bundesgerichtsu
rteil I 824/06 vom 1
3.
März 2007 E. 3.2.1, publiziert in: SVR 2008 IV Nr. 7 S. 19). Sodann sind die Anforderungen an die
Schaden
min
derungspflicht
dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invali
den
ver
sicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf
schadenmin
dernde
Vorkehren
Rentenleistungen auslöst (Bundesgerichtsurteil,
a.a.O.
,
E.
3.1.1 mit Hinw
eis auf BGE 113 V 22 S. 32 f.).
3.
3.1
Im Gutachten vom
2
7.
Oktober 2010 stellte
Dr.
A._
die Diagnosen einer gene
ralisierten Angststörung (ICD-10 F41.1)
, Zwangsgedanken und
-
handlung
en
gemischt (ICD-10 F42.2) sowie
einer rezidivierenden leichten de
pressiven Epi
sode,
gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10 F33.4
;
Urk.
7/6 S.
21
).
Er führte aus,
die Mutter der Klägerin habe unter einer
schizoaffektiven
Psychose gelitten. Diese sei derart ausgeprägt gewesen, dass die Klägerin habe fremdplatziert werden müssen. Im Alter von 10 Jahren habe
sie
selber multiple Ängste und Zwangsstörungen entwickelt, welche bis h
eute andauerten. Aufgrund der Erfah
rungen ihrer Mutter mit der Psychiatrie
habe die Klägerin eine Abneigung gege
n Psychiater und vor allem gegen Psychopharmaka entwi
ckelt.
Ihre sonstige psy
chische und schulische Entwicklung sei zunächst unauf
fällig gewesen.
Ab
1984 habe sie
, offenbar im Zusammenhang mit
dem Tod
der Grossmutter, unter einer Anorexie gelitten, wel
che 1986 stationär
behandelt worden sei. Im Anschluss d
aran habe sie sich einer psychoanalytischen Be
handlung unterzogen und werd
e seitdem von ihrem Hausarzt homöopathisch behandelt. Diese Behandlungen hätten trotz Überforderungssituationen, depres
siven Verstimmungen und frühe
rer Entwicklung von Ängsten und
Kontroll
zwängen
genügt,
um
die Arbeit zu be
wältigen
(
Urk.
7/6 S. 13 f.)
.
Die Kläge
rin sei
Lehrerin.
Da ihr dieser Beruf
nicht zugesagt habe, habe sie sich
zur Tanz- und Bewegungstherapeutin ausgebildet.
Als solche habe sie
ab No
vem
ber 1991
zu 80
%
resp. zu 60
%
in psychiatrischen Institutionen gearbeitet
. Fehl
zeiten habe sie bis zu ihrer Krankschreibung im Herbst 2009 nur wenige gehabt. Nach Angaben der Klägerin hätten im Verlauf des Jahres 2009 die Be
lastungen am Arbeitsplatz in einem unzumutbaren Mass zugenommen
. Gle
ich
zeitig habe sie sich
vor der damals aufkommenden Schweinegrippe gefürchtet
, so
dass es
zu einer Verstärkung und Ausweitung
von Ängsten und Zwängen sowie
ver
mehrten depressiven Zuständen und vegetativen Störungen gekom
men sei.
Seit 2
7.
Januar 2010 sei die Klägerin
wieder in psychiatrischer Be
handlung, ohne je
doch Psychopharmaka einzunehmen.
Inzwischen sei sie
von ihrem Hausarzt
seit
1.
September 2010
wieder zu 100
%
arbeitsfähig geschrie
ben. Im Zeitpunkt der Begutachtung hätten sich psychopathologisch keine we
sentlichen Auffällig
kei
ten gezeigt
(
Urk.
7/6 S. 14 f.)
.
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
A._
aus,
dass für die Tätigkeit als Tanz- und Bewegungstherapeutin in einer psychiatrischen Klinik eine Berufsunfähigkeit von 70
%
bezogen auf ei
n Pensum von 100
%
bestehe. Hingegen sei
eine
ange
passte Tätigkeit, wozu auch die bisherige Tätigkeit in einem anderen Umfeld gehöre (z.B. Rehaklinik
oder Praxis),
uneingeschränkt möglich (
Urk.
7/6 S.
1
8 und 20
). Auf Nachfrage
erläuterte er dazu, dass es der Klägerin trotz ihrer Vor
belastung gelungen sei
, eine Ausbildung zur Bewegungstherapeutin zu machen und
auf diesem Beruf
in einer psyc
hiatrischen Klinik zu arbeiten.
Die Arbeit mit psychisch Kranken sei
angesichts der psychischen Erkrankung
der Klägerin
ein Stressor
.
Jedoch verfüge sie
über
gros
se Anpassungskräfte
, weshalb
ein
Wieder
ein
stieg
in ihren Beruf möglich
sei. Dieser sollte
unter möglichst geringen Be
las
tungen erfolgen.
Medizinisch-theoretisch sei ihr
eine Tätigkeit
in der psychia
t
r
ischen Klinik zu 30
%
zumutbar.
Ein
Umfeld mit Personen, die nicht psychisch krank seien und von denen sie sich daher besser abgrenzen könne, führe zu we
niger Belastungen, so dass eine volle Arbeitsfähigkeit möglich sei (
Urk.
7/7).
Weiter hielt
Dr.
A._
fest
, dass die Arbeitsfähigkeit
durch
eine kognitive Ver
haltenstherapie in Kombination mit einer
Psychopharmakabehandlung
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit verbessert werden könne.
Zwar müsse offen
bleiben, ob sich der Zustand der Klägerin soweit stabilisieren würde, dass sie eine
volle Arbeitsfähigkeit auch bei Bedingungen, wie sie
am letzten Arbeits
platz vorgelegen hätten
, wieder erlange. Jedoch seien die Chancen hierfür in
takt. Eine abschliessende Beurteilung sei erst möglich, wenn die Klägerin bereit sei, sich einer solchen Behandlung zu unterzie
hen. Bislang habe sie sich
dage
gen ausge
sp
rochen. Aus seiner Sicht als Gutachter
sei bei einer
Psychopharma
kabehand
lung
mit den heutigen Medikamenten nur mit moderaten und keines
falls ge
fährlichen Nebenwirkungen zu rechnen. Es gebe keine Hinweise dafür, dass die Klägerin eine solche Behandlung aufgrund einer Störung der
Urteilsfä
higkeit ablehne
. Ihr Entscheid, auf eine medikamentöse Behandlung zu ver
zichten, sei zwar lebensgeschichtlich nachvollziehbar, einen relevanten Grund
dafür gebe es
a
us psychiatrischer Sicht
aber nicht (
Urk.
7/6 S. 19 und 21).
3.2
Im Gutachten vom 1
5.
Ok
tober 2012 stellte
Dr.
A._
einen im W
esentlichen unveränderten Gesundheitszustand fest. Er wies darauf hin, dass im Rahmen ei
ner laufenden Psychotherapie nun auch eine kognitive Verhaltenstherapie stat
t
finde. Medikamentös erfolge
indessen
nach wie vor lediglich eine homöo
pa
thische Behandlung.
Die Einnahme von Psychopharmaka lehne die Klägerin ab.
Dr.
A._
hielt deshalb fest, dass die Klägerin nicht alle
ihr zumutbaren Mass
nahmen
zur Schade
nminderung ergriffen habe. Es sei davon auszugehen, dass
bei einer adäquaten Be
handlung mit Psychopharmaka eine
deutlich
e
B
es
serung der Symptomatik eintrete
(
Urk.
7/9 S. 1
3
f.).
Auf Zusatzfragen der BVK erklärte er, dass bei einer konsequenten Behandlung innerhalb von zwei b
is drei Monaten mit einer Verbesserung der gesamten Symp
tomatik (Zwänge, Angst, depressive Störung) gerechnet werden könne.
Unter dieser Voraussetzung halte
er
eine erfolgr
eiche Wiedereingliederung resp.
sukzessive Erhöhung
der Arbeitsfähigkeit
für
erreichbar. Dies gelte umso mehr, als die Klägerin trotz Zwängen und Ängsten jahrelang zur vollen Zufriedenheit gearbeitet habe. Eine punktgenaue individuelle Prognose sei nicht möglich.
Je
doch sei
aufgrund statistischer Erfahrungswerte
die Annahme realistisch, dass
es u
nter einer geei
gneten und wirksamen Behandlung
seit Januar 2011 bis zum Zeitpunkt der Beantwortung der Zusatzfragen (November 2012)
zu einer Stei
gerung der
Arbeits
fähigkeit von 30 auf
50
%
bezogen auf ein vo
lles Pensum von 100
%
gekommen wäre
(
Urk.
7/10
S. 2 ff.).
4.
4.1
Die von
Dr.
A._
erstellten Gutachten und Stellungnahmen erfüllen die von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien für den vollen Bewe
iswert eines Gut
achtens (
BGE
134
V 231 E.
5.1; E.
1.3 hie
r
vor
). Aus den Ausführungen von
Dr.
A._
geh
t klar und eindeutig hervor, dass davon auszugehen ist, dass bei einer konsequenten psychopharmakologischen Behandlung mit einer Besserung der gesamten Symptomatik und mithin mit einer Steigerung der Arbeitsfähig
keit auf 50
%
hätte gerechnet werden können.
Was die Klägerin dagegen vor
bringt, vermag nicht durchzudringen.
4.2
4.2.1
Die Kläge
rin
bestreitet, dass ihr die
Befolgung der
auferlegten Massnahme
zu
mutbar gewesen sei (
Urk.
1 S. 6)
.
Für die Beantwortung der Frage nach der Zu
mutbarkeit der Behandlung oder der Eingliederungsmassnahme sind die ge
samten persönlichen Verhältnisse, insbesondere die berufliche und soziale Stel
lung des Versicherten, zu berü
cksichtigen. Massgebend ist
das objektiv Zumut
bare, nicht die subjektive Wertung des Versicherten (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts I 105/93 vom 1
1.
März 1994, E. 2a; ZAK 1982 S. 495 E. 3;
Ulrich Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen
Leis
tungs
recht
, Bern 1985, S. 189). D
ie Zumutbarkeit ist in Relation einerseits zur Tragweite der Massnahme, andererseits zur Bedeutung der in Frage stehen
den Leistung zu beurteilen
.
4.2.2
Die Klägerin ist seit
1.
September 2010 wieder arbeitsfähig geschrieben. Diese Bescheinigung gilt auch für Tätigkeiten als Tanz
- und Bewegungstherapeutin, sofern damit kein Kontakt
mit
psychisch
kranken Menschen verbunden ist
. Die
Klägerin hat sich unter anderem denn
auch auf entsprechende Stellen beworben (
Urk.
2/6,
Urk.
26/3
S.
2
). Lohnmässig
haben sich die Erwerbsmöglichkeiten der Klägerin
folglich
nicht oder nur geringfügig geändert.
Da
s ist für den Anspruch auf die zu prüfende (überobligatorische) Berufsinvalidenrente
insofern
irrele
vant,
als
hierfür die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit massgebend ist.
Doch ist diesem Umstand bei der Schadenminderungspflicht Rechnung zu tra
gen. Lässt sich
mit der psychopharmakologischen Behandlung
die
(aufgrund der in Frage stehenden
Rentenleistungen
)
erhebliche Inanspruchnahme der Beklag
ten vermeiden, so ist
bei der Beurteilung der
Zumutbarkeit
ein strenger Mass
stab anzulegen.
4.2.3
Der behandelnde Psychiater,
Dr.
med.
B._
,
hält eine psychopharmakologische Behandlung wegen der erheblichen gesundheitlichen Risiken
für
unzumutbar.
Die Klägerin habe stets darauf verzichtet, konventionelle Pharmaka einzuneh
men.
Dies sei aufgrund ihrer eigenen Lebensgeschichte sowie der leidvollen Kranken
geschichte der Mutter nachvollziehbar.
Wä
hrend der ganzen
Behand
lungszeit
habe keine medizinische Indikation bestanden, ihr gegen ihren Willen Psycho
pharmaka zu verschreiben. Es sei hinlänglich bekannt, dass eine aufge
zwungene
Behandlung erfolglos sei und der ärztlichen Ethik widerspreche
. Das Brechen von
Widerständen sei höchst problematisch und könne zu schwersten psychi
schen Dekompensationen führen
. Zudem sei
die Weigerung der Klägerin auf eine fehlende Krankheitseinsicht zurückzuführen
(
Urk.
2/4).
Dazu ist festzuhalten, dass
auch
Dr.
A._
die Abneigung der Klägerin gegen Psychopharmaka psychologisch für verst
ändlich
hält
. Indessen ist nicht ersicht
lich und wird von
Dr.
B._
auch nicht
nachvollziehbar
dargelegt, inwie
fern du
rch die
Einnahme
von Psychopharmaka
der Klägerin
eine Ge
fahr für Leib und Leben drohen
soll
.
Aufgrund
ihrer Weigerung
, die potentiell hilfreichen Medika
mente auch nur versuchsweise einzunehmen,
kann nicht abschliessend einge
schätzt werden, ob
und welche
Nebenwirkungen
sich
zeigen würden.
Zu
dem
be
stünde
dann
immer noch die Möglichkeit, die Medikation anzupassen
bzw. a
ls
ultima
ratio
abzusetzen
.
Zur Frage, ob bei der Klägerin eine Krankheitseinsicht besteht, äusserte sich der Gutachter
Dr.
A._
eingehend. Er führte
aus
, dass die Klägerin
zwar Psycho
pharmaka ablehne, aber zwischendurch andere Medikamente, auch nicht homö
opathische
wi
e etwa Aspirin
, einnehme. Weiter
habe sie sich trotz ihren Vorbe
halten zweimal psychiatrisch behandeln lassen (
Urk.
7/6
S. 21).
Im Rahmen der Exploration hätten sich keine Hinweise auf kognitive Störungen gefunden. Die Klägerin sei in de
r Lage gewesen, ihren Willen
kl
ar und differenziert zu äussern. Sie habe klare Vorstellungen davon, welche Tätigkeiten für sie in Frage kämen
und welche nicht. Auch bei der Medikamenteneinnahme zeige sie kein starres, unange
passtes Muster, sondern könne
differenziere
n
.
Dr.
A._
ging daher da
von aus, dass sich die Klägerin bei voller Urteilsfähigkeit bewusst gegen diese medizinische Massnahme entschied
en habe
(
Urk.
7/9 S. 13).
Diese Begründung überzeugt.
D
emgegenüber erscheint die
von
Dr.
B._
postulierte
Urteil
sun
fähig
keit
vor dem Hintergrund des differenzierten Verhaltens der Klägerin nicht
als plausibel. Folglich
ist davon auszugehen, dass sich die Klägerin ganz bewusst unter In
kaufnahme allfälliger Nachteile
gegen die Behandlung mit Psycho
phar
maka entschiede
n hat.
Zudem geht
es
zu weit
,
die auferlegte
Massnahme
einer
gegen die ärztliche Ethik verstossende
n
Zwangsbehandlung
gleichzusetzen
. Folgte man dieser Ar
gumentation, wäre die Auferlegung von Schadenminderungspflichten gar nicht möglich.
Eine
Zwangsbehandlung
liegt vor, wenn die Behandlung gegen den Willen der betroffenen Pe
rson, notfalls mit unmittelbarem
Zwang, durchgeführt wird.
Davon kann vorliegend keine Rede sein, steht es der Klägerin
doch
frei
, ob
sie sich der Be
handlung unter
ziehen will. Trägt sie indessen nicht ihren Anteil zur Vermei
dung des Schadens bei, hat sie
eine
Leistungskürzung resp
.
-
ein
stel
l
ung
in Kauf zu nehmen
.
Die Klägerin geht sodann fehl, wenn sie behauptet, mit der Einnahme von Ho
möopathie resp.
Phytopha
rmaka
genüge sie
ihrer Schadenmi
nderungspflicht
(
Urk.
11 S. 4
, vgl. auch
Urk.
2/3
).
Dr.
A._
hat
nachvollziehbar dargelegt, dass
der Nachweis der Wirksamkeit von Homöopathie
bei psychischen Störungen
wissenschaftlich
nicht erbracht sei, wobei er sich keineswegs gegen die Fort
füh
rung der homöop
a
thischen Behandlung aussprach. Indessen insistierte er
–
alter
na
tiv oder kumulativ - auf einer Behandlung mit Psychopharmaka (
Urk.
17/2).
Selbst der behandelnde Psychiater
Dr.
B._
behauptet bei allem Verständnis für die Klägerin nicht, dass der Behandlung mit Homöopathie die gleiche Wirk
sam
keit wie
jener
mi
t Psychopharmaka zukomme
(
Urk.
2/4
).
4.2.4
In Würdigung der dargelegten ärztlichen Berichte ist zu schliessen, dass der
Klägerin die geforderte Schadenminderung zumutbar ist. Letztlich ist diese Frage
jedoch juristischer Natur
(BGE 140
V 193 E. 3.2). Die Rechtsprechung
hat
in der
Vergangenheit die Auferlegung einer
Psychopharmakatherapie
, die Durchfüh
rung
einer Psychotherapie und die Einnahme von Medikamenten im Rahmen von
Schadenminderungspflichten
regelmässig
als zumutbar erachtet (
Bundesge
richtsurteile
8C_70/2014 vom
7.
April
2014, 9C_82/2013 vom 2
0.
März
2013
, I 1068/06
vom 3
1.
August 2007
und I 824/06 vom 1
3.
März 2007;
Urteil des
Eid
genössischen
Versicherungsgericht
s I 417/04 vom 3
1.
Mai
2005
). Hier ver
hält es sich nicht anders.
4.3
Eine Kürzung oder Verweigerung der Leistung ist im Weiteren davon abhängig, dass die fragliche Massnahme eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähig
keit verspricht. Vorausgesetzt wird also, dass die medizinische oder erwerbliche Vorkehr geeignet ist, eine erhebliche Minderung des versicherten Schadens zu bewirken.
Dabei wird die Frage,
ob die verweigerte Leistung zu einer Steigerung der Erwe
rbsfähigkeit beigetragen hätte,
als Problem des Kausalzusammenhangs zwischen der Verweigerung und dem Ausbleiben der Zustandsverbesserung be
handelt
.
Die Kausalität muss notwendigerweise prospektiv und dami
t hypothe
tisch beurteilt werden.
Es bedarf keines strikten Beweises, dass die verweigerte
Massnahme tatsächlich zum erwarteten Erfolg geführt hätte; es genügt, wenn die
Vorkehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen wäre (
Bun
des
gerichtsurteil
I 824/06 vom 1
3.
März 2007 E. 3.2.1).
Laut der Einschätzung von
Dr.
A._
hätte eine realistische Möglichkeit bestan
den, dass die Einnahme von Psychopharmaka zu einer Verminderung der Symp
tomatik geführt hätte, womit eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 30 auf 50
%
zu erwarten gewesen wäre.
Dass
Dr.
A._
hierzu keine exakte Prog
nose machen konnte, liegt in der Natur der Sache.
Aufgrund der fehlenden Mit
wirkung der Klägerin
musste er von klinischen Studien und Erfahrungswer
ten ausgehen. Mit diesen kann belegt werden, dass es bei vielen Patienten mit Hilfe von Psychopharmaka zu einer Verbesserung des Gesundheitszus
tandes kommt, was wohl
auch bei der Klägerin der Fall gewesen wäre
(
Urk.
17/2 S. 5,
Urk.
26/3 S.
3)
. Vorliegend genügt unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäs
sigkeit be
reits die Möglichkeit einer Verbesserung, da die Behandlung - wie dargelegt - ohne
Weiteres
zumutbar ist.
4.4
Die Leistungskürzung setzt schliesslich voraus, dass sich die versicherte Person
der Massnahme widersetzt oder entzogen oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr
Zumutbare beigetragen hat.
Ab
welchem Zeitpunkt eine entsprechende An
nah
me getroffen werden darf, ist von der richtigen Durchführung des Mahn- un
d
Bedenkzeitverfahrens
abhängig. Dies bedeutet
, dass der versicherten Person un
ter substantiierter Bezugnahme auf das von ihr geforderte Verhalten schrift
lich mitzuteilen ist, welche Folgen ihre Widersetzlichkeit nach sich ziehen kann, und
sie ist aufzufordern, ihrer (zumutbaren) Schadenminderungspflicht nachzu
kom
men. Zudem ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (BGE 122 V 219)
.
Diesem Erfordernis kam die Beklagte nach. Sie teilte der Klägerin mit Schreiben vom 1
2.
Mai 2010 und
5.
Januar 2011 mit, dass sie von ihr die Aufnahme einer
Psychopharmakabehandlung
erwarte
(
Urk.
7/5, 7/8)
.
Sie stellte in Aussicht, dass
im Juli 2011 überprüft werde, ob sie der Auflage nachgekommen sei. Ebenso wurde die Klägerin darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass sie sich der Mass
nahme nicht unterziehe, der Rentenanspruch so beurteilt würde, wie wenn die Massnahme durchgeführt worden wäre, was zu einer Kürzung oder Aufhe
bung der Rente führen könne
(
Urk.
7/8)
.
Mit diesem Vorgehen
räumte sie der Klägerin
bis
der mit Schreiben vom 1
3.
November 2012 (
Urk.
7/11)
erfolgten
Mitteilung der Rentenaufhebung
auch genug Zeit ein, sich dem Versuch einer psycho
phar
makologischen Behandlung zu unterziehen.
4.5
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Klägerin unter dem günsti
gen Einfluss der indizierten medizinischen Massnahme
(
n
)
eine Leistungs
fähig
keit von 50
%
erlangen könnte, was beim bei der Beklagten versicherten
Arbeit
s
pensum
von 60.12
%
zu einer Einbusse von rund 10
%
und somit zu einem
In
validitätsgrad
von 17
%
(10 x 100 / 60) und mithin zur Aufhebung der Rente führt.
In der Klage beantragte die Klägerin im Rahmen der
Begründung
eine erneute Begutachtung durch einen unabhängigen, über Fachkenntnisse auf den Gebie
ten der Psychiatrie und Homöopathie verfügenden Experten (
Urk.
1 S. 8).
Der Be
klagten ist bei
zupflichten, dass darunter ein
Antrag auf Einholung eines Gerichtsgutachtens zu verstehen ist (
Urk.
6 S.
8). Dafür spricht auch, dass die Klägerin in der Replik explizit
einen Antrag auf Einholung eines gerichtlichen Obergutachtens
stellte
(
Urk.
11 S. 4)
. Auch wenn sie gleichzeitig festhielt, sie habe
mit der Klage, d.h.
rechtzeitig einen Antrag auf eine
Oberexpertise gestellt
(
Urk.
11
S.
7), kann nicht von einem
rechtsgenüglichen
Antrag auf eine
Ober
expertise
im Sinne von
§
19
Abs.
3 BVK ausgegangen werden. So oder a
nders besteht in
dessen weder
eine Veranlassung für die Einholung eines
Gerichts
gutachtens
noch für die Anordnung einer Oberexpertise im Sinne der BVK-Statuten.
Da es sich bei der
Frage na
ch
der
Zumutbarkeit
der
Schadenmin
de
rungspflicht
um eine juristische Frage handelt, die sich gestützt auf die vor
liegende Aktenlage ab
schliessend beurteilen lässt, ist die Zulässigkeit der Auf
he
bung der Rente aus
gewiesen. An diesem Ergebnis vermöchten auch weitere Ab
klärungen nichts zu ändern (
antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229 E.
5.3
S. 236).
Dies führt zur Abweisung der Klage.