Decision ID: 00c881a6-748d-467b-a134-a3f199e9d585
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X ist Eigentümer der Grundstücke Nrn. 000, 000, 000 und 000 in Y. Diese
Grundstücke wurden im Unterhaltsperimeter Z-bach Y vom 28. Mai 2013 mit
zusammen 25'864.8 von 264'994 Punkten erfasst, was 9.76% entspricht. Mit
Rechnung Nr. 000/2014 vom 8. Dezember 2014 forderte das Z-bachunternehmen von
X für seine Grundstücke für das Jahr 2014 einen Unterhaltsbeitrag an den Z-
bachperimeter von insgesamt Fr. 9'828.65 ein. Dagegen erhob X am 17. Dezember
2014 beim Z-bachunternehmen Rekurs und beantragte, das Grundstück Nr. 000 sei im
Perimeter als Wiesland einzustufen. Der Gemeinderat Y wies den Rekurs am
26. Februar 2015 ab. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die
Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 23. November 2015 ebenfalls ab. Die
Rechnung über Fr. 9'828.65 wurde von X nicht beglichen.
B.- Am 28. April 2016 beantragte X beim Z-bachunternehmen ein neues
Kostenverlegungsverfahren. Der Gemeinderat Y wies den Antrag an der Sitzung vom
25. Oktober 2016 ab mit der Begründung, dass die Voraussetzungen zur Durchführung
eines neuen Kostenverlegungsverfahrens nicht erfüllt seien. Dagegen erhob X mit
Eingabe vom 16. November 2016 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission und
beantragte unverändert die Durchführung eines neuen Kostenverlegungsverfahrens.
Mit Schreiben vom 3. Januar 2017 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung.
Auf die vom Rekurrenten zur Begründung seines Antrags gemachten Ausführungen

und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 16. November 2016 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
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Anforderungen (Art. 41 Abs. 1 lit. e Ziff. 2, 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Angefochten ist der Entscheid des Gemeinderats Y, mit welchem der Antrag des
Rekurrenten auf Durchführung eines neuen Kostenverlegungsverfahrens abgelehnt
wurde. Der Rekurrent macht geltend, dass ihn der Perimeterbeitrag von Fr. 9'828.– in
einen finanziellen Engpass bringe und die Belastung in keinem Verhältnis zu den
anderen Grundeigentümern stehe.
3.- Im Wasserbaugesetz (sGS 734.1, abgekürzt: WBG) werden Unterhalt und Ausbau
der öffentlichen Gewässer geregelt. Der Z-bach Y ist als Gemeindegewässer klassiert.
Für Bau und Unterhalt der Gemeindegewässer trägt die politische Gemeinde die
Kosten, soweit nicht Beiträge zur Verfügung stehen. Besteht ein öffentlich-rechtliches
Unternehmen, trägt dieses die Kosten (Art. 40 Abs. 1 WBG). Die Höhe der
Gemeindebeiträge richtet sich nach dem öffentlichen Interesse; sie beträgt für Bau und
Unterhalt wenigstens 25 Prozent der Kosten, die nach Abzug der Beiträge von Bund,
Kanton und Dritten nach Art. 42 des Erlasses verbleiben (Art. 40 Abs. 2 WBG). Die
Eigentümerinnen und Eigentümer der betroffenen Grundstücke, Bauten und Anlagen
leisten an die Kosten von Bau und Unterhalt der Gemeindegewässer Beiträge. Die
Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Interesse des Grundeigentümers am Schutz
vor Hochwasser und Erosion sowie den Nutzungsmöglichkeiten (Art. 40 Abs. 3 WBG).
Die Bau- und Unterhaltskosten werden durch Errichtung eines Perimeters aufgeteilt,
wenn die Kostentragung nicht durch Vereinbarung geregelt wird (Art. 43 Abs. 1 WBG).
Für die Gemeinde- und übrigen Gewässer erstellt die politische Gemeinde einen
Beitragsplan. Dieser enthält den Kostenvoranschlag, die beitragspflichtigen
Grundstücke, die Anteile der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, den Anteil
der politischen Gemeinde, den Anteil des Kantons sowie die Anteile Dritter (Art. 44 Abs.
1 und 2 WBG).
In Art. 43 Abs. 2 WBG und Art. 27 der Wasserbauverordnung (sGS 734.11, abgekürzt:
WBV) werden die Voraussetzungen genannt, damit ein Unterhaltsperimeter
nachträglich errichtet oder geändert werden kann. Gemäss Art. 43 Abs. 2 WBG wird für
die nachträgliche Errichtung oder Änderung eines Unterhaltsperimeters das
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Kostenverlegungsverfahren sachgemäss durchgeführt, wenn insbesondere die
Belastung einzelner Grundeigentümerinnen oder Grundeigentümer in einem
Missverhältnis zum zusätzlichen oder erneuerten Hochwasserschutz steht (lit. a),
Grundstücke, Bauten und Anlagen Dritter einen Mehrwert durch den zusätzlichen oder
erneuerten Hochwasserschutz nachträglich erfahren (lit. b) oder der zweckmässige
Unterhalt es erfordert (lit. c). Ist eine der in lit. a und b erwähnten Voraussetzungen
erfüllt, haben Eigentümerinnen und Eigentümer der betroffenen Grundstücke, Bauten
und Anlagen einen Rechtsanspruch auf Errichtung oder Änderung des Perimeters. Die
politische Gemeinde kann nach lit. c auch von sich aus die Errichtung oder Änderung
veranlassen, wenn der ordnungsgemässe Unterhalt nicht mehr gewährleistet ist
(Botschaft der Regierung zum Wasserbaugesetz vom 22. April / 14. Mai 2008,
ABl 2008, S. 2210 f.). Gemäss Art. 27 WBV werden bestehende Perimeter nach dem
Wasserbaugesetz angepasst, wenn sich die Verhältnisse massgeblich geändert haben.
4.- Für den Unterhalt des Z-bachs in Y wurde am 28. Mai 2013 von der Vorinstanz ein
Perimeter erlassen. Dieser wurde vom 19. August bis 17. September 2013 aufgelegt.
Es wurden keine Einsprachen dagegen erhoben. Es besteht somit ein rechtskräftiger
Perimeter. Darin sind die Grundstücke des Rekurrenten mit insgesamt 25'864.8 von
264'994 Punkten erfasst, was 9.76% entspricht. Zu prüfen ist, ob aufgrund der
Beanstandungen, die der Rekurrent gegen den Perimeter vorbringt, die
Voraussetzungen erfüllt sind, damit dieser geändert werden kann.
a) Der Rekurrent macht zur Begründung seines Antrags auf Abänderung des
Unterhaltsperimeters zunächst geltend, dass das Grundstück Nr. 000 vor sechzehn
Jahren als Industrieland eingezont worden sei. In dieser Zeit sei das Grundstück im
Perimeter jeweils als Wiesland taxiert worden. Neu werde es als GI geführt, obwohl
sich in der Nutzung nichts geändert habe und es nach wie vor landwirtschaftlich als
Wiesland genutzt werde.
Gemäss Art. 16 WBV bemessen sich die Beiträge der Eigentümerinnen und Eigentümer
der betroffenen Grundstücke, Bauten und Anlagen an die Kosten von Bau und
Unterhalt der Gemeindegewässer und der übrigen Gewässer nach der Grösse der
gefährdeten Fläche (lit. a), der Nutzungsmöglichkeit (lit. b), der Gefährdungsintensität
(lit. c) und dem besonderen für einzelne Grundstücke, Bauten und Anlagen zu
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erwartenden Nutzen (lit. d). Die Nutzungsmöglichkeit eines Grundstücks ergibt sich aus
dem Zonenplan der Gemeinde. Das Grundstück des Rekurrenten Nr. 000 ist gemäss
Zonenplan der Gemeinde Y in die Zonen Gewerbe- und Industriezone A (GI), übriges
Gemeindegebiet (ueG) und Wald eingeteilt. Dass es im Unterhaltsperimeter dem
Zonenplan entsprechend (als ueG, GI und Wald) berücksichtigt wurde, ist somit nicht
zu beanstanden. Es ist unerheblich, wie das Grundstück im vor sechzehn Jahren
geltenden Unterhaltsperimeter berücksichtigt wurde und dass es nach wie vor als
Wiesland genutzt wird. Abzustellen ist auf die mögliche Nutzung, die sich aus dem
Zonenplan ergibt, und nicht auf die tatsächliche Nutzung.
b) Im Weiteren macht der Rekurrent geltend, es sei unverständlich, dass das Land im
geltenden Unterhaltsperimeter der höchsten Stufe (starke Gefährdung 100%)
zugewiesen werde, obwohl es nie vom Z-bach überflutet werden könne, da die
gegenüberliegende Uferseite wesentlich tiefer sei und der Bach auf jener Seite über
das Ufer treten würde.
Es trifft zu, dass die heutige Gefährdung durch Hochwasser für die Grundstücke des
Rekurrenten als vergleichsweise gering gilt, wenn man die aktuellen Unterlagen über
die gravitativen Naturgefahren beizieht. Dies ist jedoch auf den Umstand
zurückzuführen, dass die heutige Verteilung der Gefährdung durch Hochwasser für die
Liegenschaften im Bereich des Z-bachs das Ergebnis der bereits bestehenden
wasserbaulichen Hochwasserschutzmassnahmen ist. Vor der Umsetzung
wasserbaulicher Hochwasserschutzmassnahmen war das Dorf Y bei Hochwasser
jeweils stark betroffen (vgl. act. 9/1). Erst aufgrund der Hochwasserschutzmassnahmen
wurde das Gefährdungsrisiko für die Liegenschaften des Rekurrenten im heutigen
Ausmass reduziert. Zu berücksichtigen ist, dass durch wasserbauliche Massnahmen
insbesondere Bauzonen zu schützen sind, weil diese überbaut sind bzw. zum Zweck
der Überbauung ausgeschieden wurden und dem Aufenthalt von Menschen dienen
bzw. hohe Sachwerte darstellen (vgl. Art. 2 WBG).
Der streitige Unterhaltsperimeter beinhaltet insbesondere auch die Verteilung der
Aufwendungen, die für den Unterhalt, die Erneuerung und den Weiterbestand der
damals ausgeführten wasserbaulichen Massnahmen notwendig sind. Nur wenn diese
Anlagen weiterhin vollumfänglich funktionsfähig sind, bleibt der heutige Zustand
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hinsichtlich Gefährdung bzw. Nichtgefährdung durch Hochwasser erhalten. Der
heutige, intakte Zustand der damals ausgeführten wasserbaulichen
Hochwasserschutzmassnahmen kommt somit insbesondere auch den Grundstücken
des Rekurrenten zu Gute, wie der Rekurrent selbst indirekt einräumt. Wäre dies nicht
der Fall, wären (auch) die Grundstücke des Rekurrenten unter Umständen nicht mehr
hinreichend gegen Hochwasser geschützt, nicht mehr als Bauland geeignet (vgl. Art. 15
RPG) und somit einer Nichtbauzone zuzuscheiden. Aus den dargelegten Gründen hat
sich die Verteilung der Unterhaltskosten für früher ausgeführte
Hochwasserschutzmassnahmen heute und auch in Zukunft an jenen Verhältnissen zu
orientieren, die im Zeitpunkt der Planung und Umsetzung gegeben waren. Mit anderen
Worten sind jene Verhältnisse massgebend, die vor der Ausführung der
Hochwasserschutzmassnahmen vorlagen; nicht massgebend ist die heutige Situation
nach der Bauausführung und der damit bewirkten wesentlichen Reduktion oder
Behebung der Gefährdung durch Hochwasser.
Für die Abgrenzung der Gefahrenbereiche ist zudem, wie im Bericht der
Schätzungskommission festgehalten, nicht nur jenes Gebiet einzubeziehen, das
überflutet wird, sondern das gesamte mögliche Gefahrengebiet im Bereich des
Gewässers. Zu den möglichen schädlichen Auswirkungen des Wassers zählen nicht
nur Überschwemmungen, sondern auch Erosionen und Feststoffablagerungen (Sutter/
Norer, in: Hettich, Jansen, Norer [Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und
zum Wasserbaugesetz, Zürich/Basel/Genf 2016, N 28 f. zu Art. 1 WBG). Wasserbau,
speziell Hochwasserschutz, soll darüber hinaus vorausschauend geplant und betrieben
werden. Für Siedlungsgebiete ist deshalb ein Schutzgrad von HQ100 bis HQ300 (100-
bis 300-jährliches Ereignis) anzustreben (Ritter, a.a.O., S. 46 und 48).
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass das Land, das den Z-bach umgibt, zu
Recht der höchsten Gefahrenklasse (starke Gefährdung, 100%) zugewiesen wurde.
c) Schliesslich bemängelt der Rekurrent, dass im Bericht der Schätzungskommission
von jährlichen Unterhaltskosten von Fr. 70'000.– ausgegangen werde. Abzüglich des
Gemeindebeitrags von 25% würden sich die Kosten für die Perimeterpflichtigen auf Fr.
52'000.– belaufen. Somit müsse er rund 19% des Betrags von Fr. 52'000.– zahlen, was
nicht stimmen könne und nichts mehr mit einem Gemeinwesensgedanken zu tun habe.
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Die Höhe der Beiträge der Eigentümerinnen und Eigentümer der an ein Gewässer
angrenzenden Grundstücke richtet sich nach dem Interesse des Grundeigentums am
Schutz vor Hochwasser und Erosion sowie den Nutzungsmöglichkeiten der einzelnen
Grundstücke (sog. Sondervorteil). Unter "Sondervorteil" ist nach Lehre und
Rechtsprechung ein "besonderer Nutzen" zu verstehen, der durch den Bau, Ausbau
oder Unterhalt eines Gewässers für das Grundeigentum im Bereich dieses Gewässers
bewirkt wird. Ein Grundstück, dessen Hochwassersicherheit sich durch Wasserbau
und Gewässerunterhalt erhöht, steigt grundsätzlich im Wert. Deshalb gehören
Wasserbau und Gewässerunterhalt zu den Leistungen eines Gemeinwesens, die
wirtschaftliche Sondervorteile zur Folge haben. Der Sondervorteil liegt in der grösseren
Hochwassersicherheit und dem daraus resultierenden höheren Wert des Grundstücks.
Die Beitragspflicht eines Eigentümers berührt es nicht, ob dieser den wirtschaftlichen
Sondervorteil tatsächlich realisiert. Entscheidend ist vielmehr, ob er dies bei objektiver
Betrachtungsweise unter Annahme eines vernünftigen Handelns tun könnte (Ritter,
Kommentar zum Wasserbaugesetz des Kantons St. Gallen, Widnau 2012, S. 103 ff.).
Aufgrund der wasserbaulichen Massnahmen am Z-bach werden die Grundstücke des
Rekurrenten vor Hochwasser geschützt. Der Rekurrent wird aufgrund dieses
Hochwasserschutzes insbesondere von der Wasserbaupflicht befreit und Vorschriften,
wie beispielsweise der Gewässerabstand, und Auflagen zum Objektschutz fallen weg.
Diese Vorteile wurden im Perimeter (zusammen mit der Grösse der gefährdeten Fläche,
der Nutzungsmöglichkeit und der Gefährdungsintensität gemäss Art. 16 WBV)
gewichtet. Gleichermassen wurden im Perimeter die Sondervorteile der weiteren
betroffenen Grundeigentümer gewichtet. Ein Missverhältnis ist nicht ersichtlich. Der
Perimeter wurde geschaffen, um die bestehenden wasserbaulichen Massnahmen zu
unterhalten. Der Rekurrent, wie auch die übrigen Grundeigentümer, erfahren aufgrund
dieser Bauten, und insbesondere aufgrund des Unterhalts dieser Bauten, fortwährend
einen Sondervorteil. Es wäre fatal, wenn diese Werke untergingen und der
Hochwasserschutz wegfiele.
Im Bericht der Schätzungskommission vom 12. Juli/28. Mai 2013 ist festgehalten, dass
dem Unterhaltsperimeter kein konkretes Bauprojekt zu Grunde liege. Bei den
Fr. 70'000.– handle es sich um mutmassliche jährliche Unterhaltskosten (vgl. Ziff. 8 des
Berichts). Der Rekurrent kann sich somit nicht auf den Betrag im Bericht der
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Schätzungskommission berufen. Dabei handelt es sich um einen geschätzten
Durchschnittswert, um den Perimeterpflichtigen einen ungefähren Anhaltspunkt über
die auf sie zukommenden Kosten zu geben. Was für den Rekurrenten massgeblich ist,
ist die Punkteanzahl seiner Grundstücke, welche mit insgesamt 25'864.8 von 264'994
Punkten erfasst sind, was 9,76% entspricht. Die Verwaltungskommission des
Perimeter-Unternehmens Z-bach der Gemeinden A, B, Y und C beschloss, für das Jahr
2014 Perimeterbeiträge von Fr. 100'000.– einzuziehen (vgl. Budget 2014-2016,
act. 6/5). Aufgrund der Gesamtpunktzahl des Perimeters von 264'994 ergibt sich
daraus ein Ansatz von Fr. 0.38 pro Perimeterpunkt. Da die Grundstücke des
Rekurrenten im Unterhaltsperimeter mit insgesamt 25'864.8 Perimeterpunkten belegt
sind, ergibt sich daraus der Betrag von Fr. 9'828.65 (25'864.8 Punkte x Fr. 0.38). Dies
entspricht nicht wie vom Rekurrenten geltend gemacht 19% der gesamten
Perimeterbeiträge, sondern seinem im Perimeter festgelegten Anteil von 9.76% (vgl.
auch VRKE I/2-2015/15 vom 23. November 2015 E. 2d).
d) Zusammenfassend ergibt sich damit, dass aufgrund der Rügen des Rekurrenten
gegen den rechtskräftigen Unterhaltsperimeter die Voraussetzungen für dessen
Abänderung nicht erfüllt sind. Insbesondere steht weder die Belastung des
Rekurrenten in einem Missverhältnis zu den anderen Grundeigentümerinnen und
Grundeigentümern, noch haben sich seit Erlass des Perimeters am 28. Mai 2013 die
Verhältnisse wesentlich geändert. Der Rekurs ist deshalb abzuweisen.
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1‘000.– ist
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– ist zu verrechnen.