Decision ID: 0aea82f2-877d-4ca1-ac5c-3f668ae6d61c
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956,
bezieht
seit
März 2011
eine
Viertels
rente d
er Invaliden
versicherung
be
i einem Invaliditätsgrad von 48
% (
Verfü
gung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle [nach
fol
gend: IV-Stelle] vom 27. September 2012,
Urk.
8/26
S.
5
)
.
Sie
leidet insbe
son
dere an psychischen
und kognitiven
Beschwerden
und Rückenbeschwerden, sodann besteht ein
Status nach
schäd
lichem Alkoholge
brauch
(
Urk.
3/1 S. 2
, Urk. 3/2 S. 1
f.
und S.
5
)
. Mitte November 2012 liess sie ein Gesuch um Er
hö
hung der Rente stellen (Urk. 3/7, Urk. 9), welches die
IV-Stelle
mit Verfügung vom 13. August 2013 ab
wies (
Urk.
11).
Diese Verfügung erwuchs unangefoch
ten in Rechtskraft.
1.2
Die Versicherte bezieht
seit März 2011
Zusatz
leistungen
zur Invalidenrente
von der
Gemeinde
O._
(Urk.
8/
1-13,
Urk.
8/15-19
,
Urk.
8/24-25
). Mit Ver
fügung vom
3. März 2014
kündigte
die Durchführungsstelle
für Zusatz
leistun
gen zur AHV/IV
der
Gemeinde
O._
(nachfolgend:
Durch
füh
rungs
stelle
)
der Versicherten an
, dass in der Berech
nung der Zusatzleistungen in An
wendung von Art. 14a der
Ver
ord
nung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lassenen- und In
validen
versicherung (ELV)
und von Art. 25 Abs. 4 ELV ab dem
4. Sep
tember 2014
ein (hypothetisches) Mindesterwerbseinkommen von F
r.
25‘600
.--
pro Jahr
als Ein
nahme an
ge
rechnet werde
.
Auf das Anrechnen eines solchen
Einkommen
s
könne indes verzichtet werden, wenn die Versicherte in einer geschützten Werkstätte arbeite
(Urk.
8/
30
S. 2
).
Die dagegen mit Schrei
ben vom
21. März 2014
erhobene Einsprache der Versicherten
, ver
treten durch ihren behandelnden Psychiater, Dr. med.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
(Urk. 8/29)
,
wies die Durchführungsstelle
mit Einsprache
ent
scheid vom 2.
April 2014 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen
liess die
Versicherte
, weiterhin vertreten
durch
Dr.
Y._
,
mit Ein
gabe vom
19. April 2014
Be
schwerde
erheben
und
sinngemäss
beantragen,
der Ein
sprache
entscheid
vom 2.
April 2014 sei
aufzuheben und es sei der ZL-Anspruch auf
grund einer neuen Berechnung ohne Berücksichtigung eines hypo
thetischen Ein
kommens festzusetzen (Urk. 1 S.
2
). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom
19. Mai 2014
auf Abweisung der Be
schwerde (Urk.
7
S.
3
). Das Gericht holte
von der IV-Stelle in Sachen der Be
schwerdeführerin
die
Verfügung vom 13. November 2013 ein
(
Urk.
11)
.
In der Replik hielt die
Versicherte an ihren Anträgen fest (
Urk.
14 S. 2).
Die Be
schwer
de
gegnerin reichte keine weitere Stellungnahme ein (Urk. 18).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2008 ist das neue Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) in Kraft getreten. In Bezug auf die hier zu beurteilende Streitfrage, ob de
r
Be
schwerde
führer
in
in der Bemessung
des
Anspruchs auf Zusatzleistungen ab
dem 4.
September 201
4
ein hypothetisches Einkommen anzurechnen sei, ist die Rechts
lage auch nach Inkrafttreten des neuen, ab 2008 gültigen ELG unverän
dert (Ur
teil des Bundes
gerichts 9C_190/2009 und 9C_191/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 3.2), weshalb die bisherige Rechtsprechung dazu weiterhin gilt.
1.2
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 ELG erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur AHV/IV, ZLG, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung).
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.3
Die Ergänzungsleistungen (ebenso wie die kantonale Beihilfe und die
Ge
meinde
zuschüsse) bezwecken eine angemessene Deckung des Existenz
-
bedarfs, indem sie bedürftigen Rentnern und Rentnerinnen der Alters-, Hinterlas
senen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) ein regelmässiges Mindesteinkom
men sichern sollen. Es gilt deshalb der Grundsatz, dass bei der Anspruchsberechnung nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögens
werte zu berücksichtigen sind (AHI 2001 S. 133 E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts P 18/02 vom 9. Juli 2002 E. 3a). Die Anrechnung eines Ein
kommens bei der Berechnung der Zusatzleistungen, das die betreffende versi
cherte Person nicht tatsächlich erzielt, ist ausnahmsweise zulässig.
1.
4
1.
4
.1
Nach
Art. 14a Abs.
2 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
ist
bei Teilinvaliden das Ein
kommen aus einer zumutbaren Erwerbstätigkeit als Erwerbseinkommen anzu
rechnen, wobei als anzurechnendes Mindesteinkommen für noch nicht sechzig
jährige Versicherte bei einem Invaliditätsgrad
von 40 bis unter 50 Prozent der um einen Drittel erhöhte Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Allein
stehen
den nach Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG
(lit. a)
gilt. Bei einem
Invaliditäts
grad
von 50 bis unter 60 Prozent
ist
der Höchstbetrag für den Lebensbedarf nach
lit
a
(lit. b) und
bei einem Invaliditätsgrad
von 60 bis unter 70 Prozent
sind z
wei Drittel des Höchstbetrages für den Lebensbedarf nach
lit.
a
(lit. c) als Min
desteinkommen
anzurechnen
.
Damit wird bei Nicht
erreichen dieses Grenz
betra
ges die Vermutung eines freiwilligen Verzichts auf Erwerbseinkünfte statuiert (Urteil des Bundesgerichts 9C_190/2009 und 9C_191/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 3.2).
1.4.2
Von einer Anrechnung eines Einkommens nach
Art.
14 a Abs. 2 ELV ist abzu
sehen, wenn der Invalide in einer Werkstätte im Sinne von
Art.
3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Institutionen zur Förderung der Eingliederung von invaliden Personen (IFEG) arbeitet.
Die Anrechnung eines Mindesteinkommens nach
Art.
14a Abs. 2 ELV entfällt
auch dann
, wenn die Invalidität von Nichterwerbstätigen aufgrund von
Art.
27 IVV fest
gelegt wurde (Invalidität im Aufgabenbereich, welche sich nach der ausseror
dentlichen Bemessungsmethode des Betät
igungsvergleichs bestimmt [Art.
28a Abs. 2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
, IVG]; Art.
14a Abs. 3 lit. a ELV).
Bei Teilerwerbstätigen, die zusätzlich in einem Aufgabenbereich nach
Art.
5 Abs. 1 IVG tätig sind (gemischte Bemessungsmethode), ist bezüglich des Ver
hältnisses zwischen Erwerbs- und Nichterwerbstätigkeit auf die ent
sprechende Aufteilung bei der Invaliditätsbemessung durch die Invalidenver
sicherung abzustellen und das gemäss
Art.
14a Abs. 2 ELV anrechenbare Einkommen nach dem Anteil der
Erwerbstätigkeit festzusetzen
(
BGE 117 V 202
E. 2c
;
Urteil
des Bundesgerichts
9C_5/2011
vom 1. April 2011
E. 4.2
; vgl. auch Jöhl, Ergän
zungs
leistungen zur AHV/IV
, in: SBVR, Soziale Sicherh
eit, 2.
Aufl. 2007, S.
1766 FN 629
)
.
1.
4.3
Nach der Rechtsprechung kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass es dem teilinvaliden Versicherten vermutungsweise möglich und zumutbar ist, im Rahmen seines von den Invalidenversicherungs-Organen festgestellten ver
bliebenen Leistungsvermögens die in
Art.
14a ELV festgelegten Grenzbeträge zu erzielen.
Diese Vermutung kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbs
fähig
keit übermässig erschweren oder verunmöglichen, widerleg
t werden
(BGE
140 V 267 E. 2.2
)
. Dabei be
steht eine verstärkte Mitwirkungspflicht des
Z
L-Anspre
chers oder -Bezügers bei der Sachverhaltsabklärung durch das Durch
führungs
organ der
ZL (Art. 43 Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts
, ATSG
) in dem Sinne, dass er die Umstände geltend zu machen hat, welche nach seiner Auffassung geeignet sind, die Vermutung eines Einkom
mens
verzichts umzustossen. Werden solche Umstände nicht geltend gemacht und sind sie auch nicht ohne Weiteres ersichtlich, oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat der invalide
ZL
-Anspre
cher oder -Bezüger die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 117 V 153
E. 3b). Er hat sich anrechnen zu lassen, was er mit überwiegender Wahr
scheinlich
keit trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung an Erwerbseinkom
men tatsächlich noch er
zielen könnte (Urteil des Bundesgerichts 9C_321/2013
vom 19.
September 2013 E. 2
mit Hinweisen
).
Die Vermutung eines Einkom
mensver
zichts kann widerlegt werden, indem die versicherte Person inten
sive Bemü
hungen um ihrem Leis
tungsprofil entsprechende Arbeitsstellen nach
weist (Carigiet/Koch, Ergänzungs
leistungen zur AHV/IV, 2. Aufl., 2009,
S.
154
und S. 156
; Urteil des Bundesge
richts 9C_190/2009 und 9C_191/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 4.5).
1.5
In diesem Rahmen
obliegt
es
den
Z
L-Durchführungsorganen, in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes und unter Wahrung des rechtlichen Gehörs abzuklären, ob Gründe vorliegen, welche die Vermutungsfolge
von Art.
14a ELV umzustossen vermögen. Dabei haben die betref
fenden Stellen lediglich zu prüfen, ob invaliditätsfremde Gründe (wie Alter, mangelnde Ausbildung oder fehlende Sprachkenntnisse) bestehen, welche die Verwertung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit verunmöglichen. Dagegen ist es nicht Sache der für die Fest
setzung der Ergänzungsleistungen zuständigen Organe, den nach Massgabe der invalidenversicherungsrechtlich relevanten Er
werbs
unfähigkeit ermittelten Invaliditätsgrad zu überprüfen. Abgesehen davo
n, dass es den Z
L-Durchfüh
rungsstellen hiefür an den fachlichen Voraus
setzungen fehlt, gilt es auch zu vermeiden, dass der gleiche Sachverhalt unter denselben Gesichtspunkten von verschiedenen Instanzen unterschiedlich beur
teilt wird. Die
ZL-Organe und das
Sozialversicherungs
gericht
haben sich mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit somit grundsätzlich an die Invaliditäts
bemessung durch die Invalidenversicher
ung zu halten (BGE 117 V 202 E.
2b
;
Urteil de
s Bundesgerichts P 35/06 vom 9.
Oktober 2007
E. 2.2
).
Nur bei Änderung des Gesundheitszustandes seit der rechtskräftigen IV-Ver
fügung kann die ZL-Stelle mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit selbst prüfen, ob die ZL-berechtigte Person das hypo
theti
sche Einkommen nach Art. 14a Abs. 2 ELV auch in gesundheitlicher Hinsicht tat
sächlich erzielen kann (Carigiet/Koch, a.a.O., S. 154 f.; Urteil des Bundesgerichts P 6/04 vom 4. April 2005 E. 3.1).
Sofern eine Ver
än
derung des Gesundheitszu
standes im massgeblichen Zeitpunkt (noch) nicht über
wiegend wahrscheinlich ist, können neue revisionsrechtlich erheb
liche Erkenntnisse über den Gesund
heits
zustand und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (erst) im Rahmen eines IV-Revisionsverfahrens so
wie eines Z
L-Anpassungsver
fahrens (
Art.
25 ELV) berücksichtigt werden (vgl. das soeben zitierte Urteil
des Bundesgerichts
P 6/04
, E. 3.1.2 in fine;
Urteil des Bundesger
ichts P 49/06 vom 16. Juli 2007
E. 4.1 f.
; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts
8C_172/2007
vom
6.
Februar 2008
E. 7).
Die ZL-Organe sind sodann im Rah
men der jährli
chen Überprüfung des Ergänzungsleistungsan
spruchs an die auf das Kalender
jahr bezogene und nur für diese Periode rechtsbeständige Fest
legung des ZL-Berechnungsfaktors (hier: Anrechnung eines hypothetischen Einkommens) nicht gebunden (Urteil des Bundesgerichts P 6/04 vom 4. April 2005 E. 3.1.4 mit Hinweisen).
1.
6
Nach Art. 25 Abs. 4 ELV wird die Herabsetzung einer laufenden Ergänzungs
leistung infolge der Anwendung eines Mindesteinkommens nach den Art. 14a Abs. 2 und Art. 14b ELV erst sechs Monate nach Zustellung der entsprechenden Verfügung wirksam.
1.7
Laut
der Rechtsprechung zum zeitlich massgeblichen Sachverhalt (BGE 121 V 362
E.
1b) ist in tatsächlicher Hinsicht von den gesundheitlichen und persönli
chen Verhältnissen auszugehen, wie sie sich bis und mit Erlass des Einsprache
entscheides (hier:
2. April 2014
, Urk. 2) entwickelt haben.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
nach der Rentenverfügung der IV-Stelle vom 27. September 2012, mit
welcher ein Teilinvaliditätsgrad von 48 % festgesetzt worden sei,
sei
auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens mit dem Hinweis verzichtet worden, dass die Situation in eineinhalb Jahren erneut abgeklärt würde
, da es der Beschwerdeführerin gemäss dem Sozialdienst damals so schlecht ge
gangen sei
. Gemäss Dr. med.
Z._
sei die Beschwerdeführerin nun
mehr in einer angepassten Tätigkeit durchaus teilarbeitsfähig. Wäre sie mit der Teilin
validität nicht einverstanden gewesen, hätte sie dagegen rekurrieren müssen. Die EL-Durchführungsstellen seien in Fällen
der Teilinvalidität
dazu verpflichtet, ein hypothetisches Einkommen anzurechnen.
Auch
würden keine Gründe dagegen sprechen, dass die Beschwerdeführerin einen Arbeitsversuch in einer ge
schützten Werkstätte starten könnte. Zudem
wäre für
sie
von Vorteil gewesen, wenn während eines Einsat
zes in einer geschützten Werkstä
tt
e allen
falls
festgestellt würde, dass die IV-Rente
neu beurteilt werden müsste (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein,
sie leide - auch mitverursacht durch eine stark belastete Kindheit und
Jugend - an gravierenden psychi
schen Krankheiten, zu erwähnen sei
en
die Diagnose
n
einer Persönlichkeits
störung, einer Suchterkrankung und einer kognitiven Beeinträchtigung. E
s bestehe zwar medizinisch-theoretisch eine 60%ige Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepass
ten Tätigkeit, dies
e
könne aber realistischer
weise
angesichts verschiedener berufsrelevanter Faktoren
nicht im ersten Arbeitsmarkt umgesetzt wer
den.
Schon im Gutachten
(des
A._
)
aus dem Jahr 2011 sei festgehalten worden, dass bei ihr keine Verbes
serung mehr zu erwarten sei, und es seien auch keine be
ruf
lichen und Integra
tionsmassnah
men mehr
empfohlen
worden.
Die versicherungsrechtliche Beur
teilung der In
vali
denversicherung (IV) sei hierbei kein medizinischer Massstab, sondern spiegle allein die versicherungsrechtliche Seite wieder.
Auch die
IV
sei offenbar der Ansicht, dass solche Massnahmen nicht sinnvoll seien, denn
es
seien ihr
seit mehreren Jahren keine konkreten Mass
nahmen
angeboten worden.
Sie sei hin
reichend nach ihren Bedürfnissen sozial integriert und mit
ihrer
Lebenssituation soweit zufrieden.
Sie bemühe sich seit längerer Zeit nach Mass
gabe ihrer Mög
lichkeiten um eine angemessene Tagesstruktur, was auch eine Tätigkeit im Bereich der Kinderbetreuung beinhalte.
Bei einer Umsetzung des Entscheides
sei
vor dem Hintergrund
der bisherigen Erfahrungen
im Zu
sammenhang mit der Grunderkrankung
aber
ein
erhebliche
r Rückfall möglich.
Es hätte erwartet wer
den können, dass die
Beschwerdegegnerin sich vor dem Ent
scheid mit
Dr.
Y._
über d
ie Sachlage ausgetauscht hätte und nicht die Angaben des Haus
arztes
aus somatischer Sicht
gegen jene des behandelnden Psychiaters ausspiel
e
.
Es könne keine Rede davon sein, dass sie den Entscheid der IV vom 27. September 2012 akzeptiert habe.
Die
Gemeinde
O._
, Sozialamt, habe selb
st am 13.
Nove
m
ber 2012 einen neuen IV-Antrag im Sinne einer Ver
schlechterung (des Gesundheits
zustan
des) gestellt und eine Depression mit sozialem Rückzug und Angstzu
ständen
angegeben
. Gegen den in der Folge erlas
senen Vorbescheid der IV vom 1.
März 2013 hab sie
Einsprache
erhoben.
Das Verfahren sei (von der IV) danach korrekt bearbeitet worden und der Ent
scheid der IV sei versicherungspsychiatrisch nachvollziehbar, ändere aber nichts daran, dass sie realpraktisch nach der Beurteilung von Dr.
Y._
nicht im ersten Arbeits
markt arbeitsfähig sei.
Bei der Schadenminderungspflicht sei auch die Zumutbarkeit und Verhältnismässigkeit relevant. Sogar die
A._
-
Gutachter hätten im Jahr 2011 ihre soziale Situation berücksichtigt und festgestellt, dass bei ihr infolge multipler sozialer Probleme eine Rückzugstendenz bestehe, sie sich immer wieder um Stellen beworben und nur Absagen erhalten habe, dabei auch ihr Alter von bereits 55 Jahren eine wesentliche Rolle spiele und dass die viele
n
Vorlücken in ihrer Arbeitstätigkeit ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt noch erschwere.
Wie vier Jahre später ihre Arbeitsmarktfähigkeit durch eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte gesteigert werden solle, sei nicht ver
ständlich.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, sie gegen ihren Wider
stand in eine
solche
Werkstätte unter Androhung materieller Nachteile zu drängen, sei störend u
nd angesichts der psychi
atrischen und sozialmedizini
schen Situation nicht verhältnismässig.
Auch hätte weder eine erfolgreiche noch eine nicht erfolgreiche Tätigkeit in einer solchen Werkstätte einen Einfluss auf die medizi
nisch-theoretische Arbeits
fähig
keit und damit auf eine allfällige IV-Revision.
Bei einem Entscheid der Sozialbehörde sollte der betrof
fenen Perso
n ein Mit
spracherecht zukommen und die Hilfe ihrer Lebenssituation angepasst
und ver
hältnis
mässig erfolgen. Mit dem angefoch
tenen Entscheid seien jedoch weder ihre Interessen berücksichtigt, noch die Massnahme hin
reichend inhalt
lich
hin
sichtlich deren Sinnhaftigkeit
begründet worden
. Es sei zudem die man
gelhafte Abklä
rung des Sachverhaltes zu bemängeln
(
Urk.
1
,
Urk.
14
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens
in
der Berechnung der
Zusatz
leistung
en zur Inva
lidenrente
als Einnahme
ab
dem 4. Sep
tember 2014
(Urk.
2, Urk. 8/30
)
.
3.
3.
1
3.2
Bereits
kurz nach dem Erlass der Verfügung der IV-Stelle vom 27. September 2012, mit welcher der Beschwerdeführerin ab März 2011 eine Viertelsrente mit einem Invaliditätsgrad von 48 % zugesprochen
worden war
(
Urk.
8/26)
,
wurde von Seiten der Beschwerdeführerin
(im Rahmen
des
Revisionsgesuches
vom 13. November 2012
an die IV-Stelle) eine Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes geltend gemacht
(
Urk.
3/7). Es war
der Beschwerdegegnerin recht
spre
chungsgemäss
daher
vorerst
unbenommen,
bei der Prüfung, ob in der ZL-Be
rechnung im Sinne von Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV ein hypothetisches Ein
kom
men anzurechnen sei, nicht nur invaliditätsfremde
,
sondern auch
aktuelle
ge
sundheitliche Umstände
zu berücksichtigen
und aufgrund dessen von der An
rechnung abzusehen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_172
/2007 vom 6.
Feb
ruar 2008 E. 7).
Für die Zeit ab
Erlass der
Verfügung der IV-Stelle vom 13.
August 2013,
mit der
das Revisionsgesuch um Erhöhung der Viertelsrente abgewiesen wurde
, weil sich der gesundheitliche Zustand nicht verschlechtert habe
(Urk. 11),
ist
ange
sichts der Ausführungen von Dr.
Y._
in der Be
schwerde
schrift
und
bei
dieser
Akten
lage
von einem stabilen Gesundheitszu
stand und
jedenfalls
nicht von einer Verschlechterung
auszugehen.
Für die Be
urtei
lung der
vorliegend
strittigen Frage sind daher allein
invaliditäts
fremde Umstände zu be
rücksichti
gen u
nd
sind
die gesundheitlichen Aspekte, welche die Arbeitsfähigkeit ein
schränken,
ausser
Acht
zu lassen.
3.3
Die Beschwerdegegnerin ging aufgrund des Alters der Beschwerdeführerin von 57
Jahren
(zum Zeitpunkt des
Erlass
es
des angefochtenen Entscheides
vom 2. April 2014, Urk. 2,
und der ihr zugrunde
liegenden Verfügung
vom 3. März 2014, mit welcher die Anrechnung eines Einkommens ab dem 4. September 2014 ankündigt wurde,
Urk.
8/30
)
sowie aufgrund des
von der
Invalidenver
si
cherung
bestimmten
Invaliditätsgrades von 48 % (Urk. 8/26 S. 5) davon aus, dass das in Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV vorge
sehene Mindesteinkommen von netto
Fr. 25‘600.--
(Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG in der von Anfang 2013 bis Ende 2014 gültig gewe
senen Fassung: Fr. 19‘210.-- + 1/3) massgeblich
sei
.
Es ist jedoch zu beachten, dass der Invaliditätsgrad von 48 % mittels der soge
nannten gemischten Methode ausgehend von einer 80%igen Erwerbstätigkeit (bei 20%iger Tätigkeit im Aufgabenbereich;
Art.
28a Abs. 2
und Abs. 3
IVG; vgl. dazu:
BGE 130 V 393 E. 3.3,
134 V 9
) bestimmt wurde (Urk. 8/26, Urk. 11 S. 2).
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist
b
ei
solchen
Teiler
werb
s
tätigen
das gemäss
Art.
14a Abs. 2 ELV anrechenbare Einkommen nach dem Anteil der
Erwerbstätigkeit
(
BGE 117 V 202
E. 2c;
Urteil
des Bundes
gerichts
9C_5/2011
vom 1. April 2011
E. 4.2) und nicht nach dem Ge
samt
invali
ditäts
grad festzu
setzen. Hier
belief sich die
Einbusse
im Bereich der Erwerbstätigkeit gemäss der IV-Verfügung vom 27. September 2012 auf 60 % (Urk.
8
/26 S.
5
), was
durch die IV-Verfügung vom 13. August 2013
keine Änderung erfuhr (Urk.
11).
Darau
s
folgt, dass das Ein
kommen nach Art.
14a Abs. 2 lit. c ELV, mithin zwei Drittel von
Fr. 19‘210.--
(
Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG in der von Anfang 2013 bis Ende 2014 gültig gewe
senen Fas
sung)
respektive
rund
Fr.
12‘807.--
netto
als Mindest
jahres
ein
kommen
mass
geblich ist
.
Dies
würde
bei einem mutmasslich erreichbaren Stun
den
lohn von
Fr.
20.--
netto
pro Stunde und vier Wochen Ferien
ein Einsatz von
rund 13
Stunden pro Woche, mithin ein Pensum von
etwa 30
%
bedeuten.
4.
4.1
Es
ist
zudem
rechtsprechungsgemäss
zu prüfen, ob
die
Art.
14a Abs. 2 ELV zugrunde liegende Vermutung,
es
sei
der teilinvaliden
Be
schwerde
führerin
möglich und zumutbar
gewesen wäre,
im Rahmen
ihres
von den Invaliden
ver
si
cherungso
rganen festgestellten ver
bliebenen Leistungs
vermögens
ein Jahres
e
in
kommen
von
netto
Fr. 12‘807.--
zu
erzielen
,
durch den Nachweis
in
validi
täts
fremde
r
Gründe wie Alter, mangel
hafte
r
Ausbildung und Sprach
kenntnisse, persönliche
r
Umstände oder
der
Arbeitsmarktsituation
widerlegt sei
(BGE 117 V 202 E. 2a,
140 V 267
E. 2.2
)
.
Hierzu wurde im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) nichts ausgeführt.
Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin diesbezüglich Ab
klä
rungen unterlassen hat. Von einer Rückweisung zur Ergän
zung des Sach
ver
haltes kann aufgrund der in diesem Verfahren von Seiten der Beschwerde
führe
rin eingereichten Unterlagen
indes
abgesehen werden.
4
.2
4.2.1
Bezüglich des vo
n den Invaliden
versicherungsorganen festgestellten
ver
bliebe
nen
Leistungs
vermögens ist das F
olgende festzuhalten
:
Entgegen den Ausfüh
rungen von Seiten der Be
schwerdefüh
rerin in der Be
schwer
deschrift (Urk. 1 S. 2) ist die IV-Stelle nicht von einer 60%igen, sondern gestützt auf das
A._
-Gutachten vom 6. Dezember 2011 (
Urk.
3/1) von einer nur noch 40%
igen
medi
zinisch-theoretisch
en
Arbeits
fähig
keit in einer leidens
angepassten, intellektuell nicht anspruchs
vollen Tätigkeit ohne Er
fordernis einer raschen Umstellungsfähigkeit und Reaktion ausge
gangen (Urk. 8/26 S. 4 Urk. 11 S. 2
).
Aus dem
A._
-Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung vom 6. Dezem
ber 2011 (Urk. 3/1) geht des Weiteren hervor, dass aufgrund der symmetrisch sen
siblen Poly
neuropathie von relevantem Ausmass multifaktorieller Genese (Äthyl, Vitamin B12-Mangel) mit leichter Gangataxie eine Gangunsicherheit bestehe. Dies schliesse Tätigkeiten aus, die längeres Gehen, aus
schliessliches Stehen, das Begehen von Gerüsten und Leitern, Trittsicherheit oder/und ein gutes Gleich
gewicht verlangen würden. Wegen des Verdachts auf Osteoporose seien, ab
hängig von einer Verifizierung derselben, alle körperlich schwer be
las
tenden Tätigkeiten und Tätigkeiten mit Sturzgefahr ebenfalls ausge
schlos
sen. Die Be
schwerdeführerin habe einen Amerikanerstock, mit dem sie sich beim Gehen sicherer fühle. Der Status nach einer ätiologisch unklaren Schenkel
hals
fraktur und ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom würden zu keiner weiteren Limitation der Arbeitsfähigkeit führen. Im Zuge der organischen Fol
gen des sekun
dären Äthylabusus (episodischer Substanzgebrauch) bestehe aus
ser
dem eine leichte,
aber doch eindeutige Einschränkung der kog
nitiven Leistungsfähigkeit mit einer Verlang
samung, verbalen Perseveration, einer Planungsschwäche und einem vermin
derten Textgedächtnis. Sie sei in ihrer Möglichkeit Neues zu erlernen und zu behalten, deutlich einge
schränkt. Es bestehe auch eine gewisse Kritikschwäche und damit eine ver
zerrte Selbst- und Fremdwahrnehmung. Dieser Befund schränke die Arbeits
fähigkeit für alle intel
lektuell anspruchsvollen Tätigkeiten und für alle Tätig
keiten, die eine rasche Umstellungsfähigkeit und rasche
Reaktion ver
langen würden, ein. Die depres
sive Stimmungslage der Be
schwerde
führerin sei im Rahmen der (ängstlich ver
meidenden und abhängigen) Persönlichkeitsstörung zusammen
gefasst. Es sei zutreffend,
was
der Hausarzt schreibe, dass sie infolge multipler sozialer Prob
leme eine Rückzugstendenz habe und naheliegenderweise auch eine be
drückte Stimmung. Sie habe sich immer wieder um Stellen beworben und nur Absagen erhalten. Dab
ei spielten
sicher auch ihr Alter von (
zur Zeit der
Begutachtung
) 55 Jahren und die vielen Vorlücken in ihrer Erwerbstätigkeit eine Rolle, was ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt noch zusätzlich erschwere. Dies seien aber keine medi
zini
schen, sondern soziale Faktoren, welche bei der Beurteilung (der Arbeits
fähig
keit) nicht berücksichtigt worden seien (Urk. 3/1 S. 2 ff.).
4.2.2
Es ist somit von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit
in einer leidens
angepassten,
körperlich leichten bis mittelschweren, vorwiegend sitzenden,
intellektuell nicht anspruchs
vollen Tätigkeit ohne Er
fordernis einer raschen Umstellungsfähigkeit und Reaktion
, ohne
längeres Gehen, aus
schliessliches Stehen, das Begehen von Gerüsten und Leitern,
dem Erfordernis von
Trittsicherheit
und/oder
einem guten
Gleich
gewicht
auszugehen.
Auch wenn dies den Rahmen des verbliebenen Leistungsvermögens bildet und naturgemäss den Kreis der möglichen Erwerbs
tätigkeiten einschränkt, ist
zu beachten, dass
das Vorbringen, Stellen mit dem der In
validitäts
bemessung zugrunde gelegten funktionellen Anforderungsprofil fän
den sich im konkreten
Arbeitsmarkt
nicht, praxisgemäss nur zu hören
ist
, wenn es sich auf
invaliditätsfremde
Gründe
bezieht, welche die Realisierung eines Ein
kommens verhindern oder erschweren (Urteil des Bundesgerichts 9C_255/2013 vom 1
2.
September 2013 E. 4.2).
4.3
Zum
invaliditätsfremde
n Hintergrund ist den Akten nebst
dem Alter der Beschwerde
führerin von 57 Jahren
zu ent
nehmen
, dass
sie
Schweizerin mit Muttersprache Deutsch
, Mutter von zwei erwachsenen Kindern (geboren 1990 und 1991), seit Anfang 2010 von ihrem zweiten Ehemann geschieden ist und alleine in einer Einzimmerwohnung
in
O._
lebt (Urk. 3/2 S. 2,
Urk.
8/27 S. 1 und S. 3).
In beruflicher Hin
sicht ist bekannt, dass sie nach dem Realschulabschluss eine Lehre bei der Post auf dem Postcheckamt absolviert und nach der ersten Heirat im Jahr 1975
in
verschiedenen Tätigkeiten, meist nur vorübergehend und/oder zur Erpro
bung verschiedener Berufstätigkeiten, gearbeitet hat. Zweimal betreute sie über einige Jahre Pflegekinder
. Von
1979 bis 1982 war sie bis zu einem Unfall Tramführerin in Zürich. Danach war sie Hausabwartin, Verkäuferin an einem Kiosk und
Mitarbeiterin
in einem „Tante-Emma-Laden“
. Nach ihrer zweiten Eheschliessung im Jahr 1990
arbeitete sie nebst der
Kinderb
etreuung im Geschäft ihres Ehemannes in Deutschland (1992-1995; Urk. 8/27 S. 2)
. Nach
dem Umzug in die Schweiz und
erneuter Mithilfe im neuen Geschäft ihres Ehe
mannes nahm sie
zusätzlich
Nebenerwerbstätigkeiten auf. Vor der Trennung von ihrem Eh
e
mann absolvierte
sie
ein Praktikum bei
B._
.
Ausserdem
machte
sie einen Computerkurs.
Seither war sie - soweit akten
kundig -
nicht mehr er
werbstätig
(
Urk.
3/2 S. 3 f.
, Urk. 8/27 S. 2
).
Ab dem 7. November 2008 wurde die Beschwerdeführerin arbeitsunfähig ge
schrieben (
Urk.
3/1 S.
5
).
4.
4
4.4.1
A
ufgrund
des
Wohnortes
der Beschwerdeführerin
in
O._
mit guter An
bindung
an die
öffentlichen Verkehrsmittel im Kanton Zürich
ist ihr
aus örtlicher Sicht ein relativ grosser
Arbeitsmarkt
ohne Probleme zugänglich
. Auch
ist
aufgrund ihrer
deutschen
Muttersprache
in sprachlicher Hinsicht
kein Hin
derungsgrund
zur Ver
wirklichung der Restarbeitsfähigkeit
gegeben
.
I
hr Alter
von 57 Jahren
, mithin unter 60 Jahren
stellt
ent
sprechend der gesetzlichen Ver
mutung von
Art.
14a Abs. 2 ELV
ebenfalls
kein
Hindernis dar, eine
teilzeitli
che Erwerbs
tätigkeit von etwa 13
Stunden in der Woche zu verrichten.
D
en ge
sund
heitlichen Einschränkungen
wird
durch die Festsetzung eines anrechen
baren hypothetischen Erwerbseinkommens von lediglich Fr. 12‘807.-- im Jahr hinrei
chend Rechnung getragen.
Insbesondere ist die geltend gemachte Gefahr eines erheblichen Rückfalls (
Urk.
1 S. 2
; gemeint wohl in die Alkohlab
hängig
keit) als gesundheitlicher Aspekt im Rahmen dieses Verfahrens nicht zusätzlich zu hören.
Auch die im
A._
-Gutachten beschriebenen Einschränkungen der kog
ni
tiven Leistungsfähigkeit (
Verlang
samung, verbalen Perseveration, Pla
nungs
schwäche, vermin
dertes Textgedächtnis, Schwierigkeit, Neues zu erlernen und zu behalten, Kritikschwäche, ver
zerrtes Selbst- und Fremd
wahrnehmung, Urk. 3/
1
S. ), welche durchaus geeignet sind, die Arbeitsbemühungen selbst und deren Erfolg erheblich zu erschweren,
sind gesundheitlich bedingt und daher hier nicht beachtlich.
4.4.2
Schliesslich lässt sich die gesetzliche Vermutung, dass
die
Be
schwerde
führer
in
den erwähnten Jahreslohn verdienen könnte, auch nicht durch
die Umstä
nd
e
, dass
sie
seit
mehreren Jahren
keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat
, nie auf ihrem angestammten Beruf auf der Post erwerbstätig war und vereinzelt Lücken in ihrer beruflichen Laufbahn bestehen
, umstossen. Dass ein Wiedereinstieg ins Arbeitsleben unter diesen Umständen erschwert ist, mag zutreffen; der Auf
nahme einer Teilzeitbeschäftigung im Umfang von etwa 1
3
Wochenstunden steht ein solcher
Erwerbsverlauf
jedoch nicht entgegen
(vgl. Urteil des Bundes
gerichts
9C_749/2009
vom 12.
November 2009
E. 2.4)
. Dies gilt insbesondere auch mit Blick darauf, dass
die Beschwerde
führerin in verschiedenen
Neben
-
erwerbs
t
ätigkeiten Berufser
fahrungen hat
und für eine
körperlich und intel
lektuell
leichte
, repetitive
Tätigkeit
etwa
als Sach
bearbeiterin oder auf der inter
nen Poststelle eines Betriebes auch durch das Praktikum bei der
B._
und den
in neuerer Zeit absolvierten
Com
puterkurs
(
Urk.
3/2 S.
4
)
zusätzliche Erfah
run
gen und Kenntnisse erwerben konnte
.
4.4.3
In Bezug
auf eine (schwierige)
Arbeitsmarktsituation
als erschwerender Faktor sodann liegt die objektive Beweislast für die Unverwertbarkeit der Restarbeits
fähigkeit auf dem konkreten
Arbeitsmarkt
beim Leistungsansprecher (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_326/2012 vom
2.
Juli 2012 E. 4.4). Dieser hat die be
haupteten
Gründe
zu substantiieren und hiefür soweit möglich Beweise anzu
bieten, namentlich durch den Nachweis erfolglos gebliebener Stellen
bemühun
gen (BGE 137 V 20 E. 2.2). Dem ist die Beschwerdeführerin jedoch nicht nach
gekommen
. Weder wurde behauptet, dass seit dem Erlass der neuesten IV-Ver
fügung (Urk. 11) ab Mitte August 2013 zahlreiche erfolglose Arbeitsbe
mühun
gen unter
nommen
worden seien
, noch sind
den Akten
entsprechende
Hinweise
dazu
zu entnehmen
. Die Folgen der Beweislosigkeit hat
die Be
schwerde
führerin
zu tragen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_255/2013 vom 1
2.
September 2013 E. 4.2).
4.5
4.5.1
Nach dem Gesagten vermag d
ie
Beschwerdeführer
in
den Beweis dafür, dass
sie das ihr
in der ZL-Berechnung
anzu
rechnende hypothetische
Jahrese
inkommen von
Fr. 12‘807.--
aus invaliditätsfremden Gründen
nicht erzielen kann, nicht zu erbringen.
4.5.2
Was die Beschwerdeführerin des Weiteren vorbringt, vermag an diesem Ergeb
nis nichts zu ändern.
Namentlich
kann aus ihrem Vorbringen
, es seien von der Invalidenversicherung seit mehreren Jahren keine konkreten beruf
lichen und Integrationsmassnahmen angeboten worden und auch von den
A._
-Gutach
tern keine solchen Massnahmen empfohlen worden,
im
vor
liegende
n
Verfahren
nichts zu ihren Gunsten abgeleitet werden
.
Die Frage der Ein
glie
derung ist im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren zu klären. Für die Bemessung der Invalidität ist auf das Erwerbseinkommen abzustellen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmass
nahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (
Art.
16 ATSG;
Art.
28
a
Abs.
1
IVG). Gleiches gilt für die angeführten Integr
ationsmass
nahmen (Art.
14a IVG).
Die Fragen der Eingliederung und der Inte
gration bilden nicht Gegenstand des Verfahrens
betreffend Ergänzungsleistungen (vgl. Urteil des Bun
desgerichts
8C_574/2008
vom 8. Juni 2009
E. 5.3).
Ebenfalls kein
en
Einfluss auf das Ergebnis hat der Umstand, dass
in der Ver
fügung vom 3. März 2014, welche dem ange
fochtenen Ent
scheid zugrunde lag,
festgehalten
worden
, dass auf die Anrechnung des hypothetischen Einkommens verzichtet werden könne, wenn die Be
schwerde
führerin in einer geschützten Werkstätte arbeite (
Urk.
8/30 S. 2).
Dies
e Anmerkung
entspricht der gesetzlichen Regelung von
Art.
14a Abs. 3 lit. b ELV, welche bei Aufnahme einer Tätigkeit in einer Werkstätte zur Anwendung kommt
, und vermag keine weiterführenden oder anderen Pflichten oder Rechte zu begründen.
4.6
4.6.1
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im ange
fochte
nen Entscheid zu Recht die Berücksichtigung eines hypothetischen Ein
kommens in der ZL-Berechnung
als Einnahme im Sinne von Art. 14a Abs.
2 ELV ab dem 4. September 2014
vorgesehen hat
(
Urk.
2, Urk. 8/30). Der
anzu
rechnende
Be
trag von Fr. 25‘600.-- (
Art.
14 Abs. 2 lit. a ELV) ist jedoch auf Fr. 12‘807.-- (
Art.
14a Abs. 2 lit. c ELV) zu
reduzieren
. Dieser Betrag ist zudem wie ein tat
sächlich erzieltes Einkommen
gemäss
Art.
11
Abs.
1 lit. a
ELG zu privile
gieren
(BGE 117 V 287 E. 3c, Urteil des Bundesgerichts
9C_293/2009
vom 4.
Dezember 2009
E. 3.3; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 153)
, so dass letztlich der Betrag von
gerundet
Fr.
8‘470.--
(netto)
als Jahreseinnahme anzu
rechnen ist
.
4.6.2
Der angefochtene Einsprache
ent
scheid (
Urk.
2) ist folglich
in teilweiser Gut
-
heis
sung der Beschwerde
insoweit
zu ändern
, als
festzustellen ist
, dass in der Berech
nung der Zusatzleistungen ab dem
4.
September 2014 ein hypothetisches Jahresein
kommen von
Fr.
8‘470.-- anzurechnen ist.
Mit dieser Feststellung ist die
Sache an
die Beschwerde
gegnerin
zur Neufestlegung des
Anspruch
s
auf Zusatz
leistungen ab dem
4.
September 2014
zurückzuweisen
.