Decision ID: c0465a61-2c58-48a0-97f1-863b2e77b3d5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1962 geborene
X._
bezog mit Wirkung ab dem 1. Juli 1993 eine ausserordentliche halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 40 % (vgl. die Verfügung der Ausgleichskasse Schwyz vom 5. Mai 1994 [Urk. 12/1
/3-4
]).
Zufolge Wohnsitzwechsels der Versicherten am 1. April 1995 (Urk. 12/9/2) war in der Folge die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zuständig (Urk. 1
2/3). Mit Inkrafttreten der 10.
AHV-Revision
wurde die
Rente
per 1. Januar 1997
aufgehoben (Urk. 12/7).
Die Ve
rsicherte
, welche
ihre
Lehra
usbildung
zur
Verkäuferin
abgebrochen hatte (Urk. 12/70/35),
arbeitete ab
1996
im sozialen Bereich
(insbesondere Familienberatung und
betreuung
)
und bildete sich
fortlaufend
weiter. Nebenbei arbeitete sie
ab 2009 (gemäss Auszug aus dem individuellen Konto)
in der Wintersaison zusätzlich als Aushilf
s-Skilehrerin (vgl. Urk. 12/24
und Urk. 12/35
).
Nachdem ihr die lang
jährige Stelle als Familienberaterin gekündigt worden war (Urk. 12/27/11-12), arbeitete sie ab dem 1. Juli 2012 als
Behindertenbetreuerin
(Urk. 12/40).
Am 10. Juli 2013 (Eingangsdatum) meldete sie sich bei der IV-Stelle Zürich
unter Hinweis auf eine Diskushernie L4/5 mit Wurzelkompression L5 rechts
zum Bez
ug von Leistungen der Invaliden
versicherung an
(Urk. 12/28). Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 12/32
, Urk. 12/45, Urk. 12/47
49
). Am 24. Januar 2014 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass gemäss Abklärungen zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 12/42).
Am 30. Dezember 2014 veranlasste sie eine
bidis
ziplinäre
(Neurologie/Orthopädie)
Untersuchung (Urk. 12/66). Prof.
Dr.
med. Z._
, Facharzt FMH für Neurologie sowie Psychiatrie und Psych
otherapie, sowie Dr. med. A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, erstatteten das Gutachten am 14. April 2015 (Urk. 12/70). Am 17. Juni 2015 (Urk. 12/71) veranlasste die IV-Stelle eine
Haus
haltsabklärung
, welche am 14. Juli 2015 bei der Versicherten zu Hause durch
geführt wurde und eine Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt von 20 % ergab (Urk. 12/73). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 3. August 2015 [Urk. 12/76]; Einwand vom 4. September 2015 [Urk. 12/81])
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 5. Oktober 2015 ab (Urk. 2 [= Urk. 12/84]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 6. November 2015 Beschwerde und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr vom 1. Januar 2014 bis zum 30. November 2015 eine ganze Rente zuzusprechen; zur Prüfung
des Leistungsanspruchs ab 1. Dezember 2015 sei die Sache zu weiteren Abklä
rungen zurückzuweisen; eventuell seien berufliche Massnahmen zu gewähren (Urk. 1 S. 2). Mit Eingabe vom 7. Januar 2016 (Urk. 7) reichte die Beschwerde
führerin zwei Berichte
des
B._
über MRI
Untersuchungen vom 7. Oktober 2015 (Urk. 8/1) und vom 27. November 2015 (Urk. 8/2) sowie einen Bericht von
Dr.
med. C._
, Fachärztin FMH für physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, vom 22. Dezember 2015 (Urk. 8/3)
zu den Akten
.
Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2016 schloss die
Beschwerde
gegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 5. Februar 2016 angezeigt wurde (Urk. 13). Mit Eingabe vom 25. Februar 2016 (Urk. 14) reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von Prof.
Dr.
med. D._
, Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 26. Januar 2016 ein (Urk. 15).
Je eine Kopie von Urk. 14 und Urk. 15 wurden der Beschwerdegegnerin am 1. März 2016
zur Kenntnisnahme
zugestellt (Urk. 16).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.2.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.6
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsa
chen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen
Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitge
genstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurtei
lung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin
(Urk. 2)
,
seit Dezem
ber 2012 sei die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeits- bzw. Leistungsfä
higkeit eingeschränkt. Die Abklärungen hätten ergeben, dass sie ohne
Gesund
heitsschaden
weiterhin ihrer Tätigkeit als Betreuerin sowie Skilehrerin zu einem Pensum von
insgesamt
65 % nachgehen würde. Die restlichen 35 % entfielen in den Aufgabenbereich Haushalt. Ohne Gesundheitsschaden könnte die Be
schwerdeführerin in einem 65%-Pensum ein Jahreseinkommen von Fr. 51‘145.65 erzielen. Eine angepasste Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin weiterhin
uneingeschränkt
zumutbar.
Sie
könnte
daher
noch Fr. 38‘808.10 pro Jahr verdienen.
In Anwendung der gemischten Methode
resultiere ein
Invalidi
tätsgrad
von 23 %, womit kein Rentenanspruch entstehe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin
zusammengefasst
geltend (Urk. 1
S. 4 f.
),
die Annahme der Gutachter, sie sei sechs Monate nach der Ope
ration arbeitsfähig, entspreche nicht den medizinisch dokumentierten Tatsa
chen. Sie habe sich nämlich vom 23. September bis 12. Oktober 2013 in der
E._
befunden und sei demzufolge zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Zweitens seien die Gutachter davon ausgegangen, dass die Operation sowie die postoperative Heilungs- und Aufbauphase optimal verlaufen
seien. Dies sei jedoch nicht der Fall, d
enn die Beschwerdefü
h
r
erin habe ein Rezidiv erlitten (erneuter Riss des
Anulus
fibrosus
sowie damit einhergehende
Nerven
wurzeleinengung
). Zudem wirke sich die vorbestehende Skoliose auf das
Opera
tionsresultat
ungünstig aus, eigentlich sei es eine Kontraindikation für die durchgeführte Operation. Dies hätten die Gutachter überhaupt nicht berücksich
tigt. Dazu komm
e
, dass nach der Operation die LWS der Beschwerdeführerin instabil geworden sei. Dies sei ebenfalls eine medizinische Erfahrungstatsache, welche von den Operateuren gerne ausgeblendet werde. Nach dem Eingriff sei denn auch eine neue
Diskusprotrusion
auf einer höheren Etage, nämlich auf Höhe L3, aufgetreten. Die Operation habe somit lediglich vorübergehend
eine kurze
Besserung, langfristig
aber
sogar eher eine Verschlechterung der Situation gebracht. Im Übrigen habe die Krankentaggeldversicherung während 730 Tagen Taggeldleistungen erbracht.
Es sei ferner nicht nachvollziehbar, weshalb bei der
Auswahl der
pluridisziplinären
Gutachterstellen das Zufallsprinzip gelten soll
e
, bei
den
mono- und
bisdisziplinären
jedoch nicht. Die im September 2013 im
B._
gemach
te dynamische Myelographie zeige
einen Kontakt zur Nervenwurzel L
5.
Auf S. 89 behaupte
der Gutachter jedoch, dass
keine
Neuro
kompression
vorlieg
e. Die beiden Gutachter hätten
es auch nicht für notwendig
erachtet
, eine aktuelle
bildgebende Untersuchung durchzuführen, um ihre gegenteiligen Aussagen objektiv
zu
belegen und den
aktuellen Zustand im März 2015 objektiv
zu
beurteilen
. Der Gutachter erwähne, dass bei der Beschwerde
führerin anlässlich der gutachterlichen Untersuchung eindeutig
neuroradikuläre
Symptome feststellbar seien, er meine jedoch lapidar, dass diese Symptome therapierbar seien und dadurch eine Beschwerdereduktion erreicht werden könne. Tatsache sei aber, dass die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt bereits während 2 Jahren therapiert worden sei und dennoch keine massgebli
che Beschwerdebesserung eingetreten sei. Interessant sei auch, dass sich der Neurologe mit psychiatrischen Befunden auseinandersetze, welche erstens nicht in den Akten dokumentiert seien und zweitens überhaupt nicht seinem Fachge
biet entsprächen. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte für psychische Beschwerden oder eine von den Gutachtern und den IV-Stellen so gerne herbeigeredete Schmerzverarbeitungsstörung.
Die Beschwerdeführerin brachte weiter vor (Urk. 1 S. 5 f.), der orthopädische Gut
achter widerspreche sich selbst, wenn er im März 2015 meine, es sei nun ein schrittweiser Ausbau des Arbeitspensums zu empfehlen, obwohl er die Beschwer
deführerin bereits seit dem 2
0.
September 2013 als
zu
100
% arbeits
fähig erachte.
Unter dem Begriff „mittelfristig" seien 6-12 Monate zu verstehen, was bedeute, dass die Beschwerdeführerin selbst unter Berücksichtigung der gutachterlichen Beurteilung früheste
ns ab September 2015 resp. ab
Dezember 2015 zumindest teilweise arbeitsfähig wäre. Im Gutachten werde die Einschät
zung der Arbe
itsfähigkeit nicht begründet. Dieses
genüge den
bundesgerichtli
chen
Beweisanforderungen nicht und habe daher keinen Beweiswert.
Die Beschwerdeführerin bemängelt sodann (Urk. 1 S. 7), dass die
Haushaltab
klärung
keine verlässliche
n
Angaben für die zurückliegenden Jahre 2013 und 2014 liefern könne.
Die
aktuellen Einschränkungen seien in Anbetracht der von den Fachärzten festgehaltenen Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht ganz nach
vollziehbar, gerade im Hinblick auf die bestehende Poly- und
Rizarthrose
. Da die Beschwerdeführerin zudem 65% arbeiten würde, hätte sie nicht so viel Zeit für den Haushalt zur Verfügung und könnte auch nicht die im Haushaltbericht erwähnten notwendigen Pausen machen, um die Aufgaben im Haushalt über
haupt bewältigen zu können. Dazu würde ihr die Zeit fehlen, hätte sie ja bloss 35% der Zeit zur Verfügung. Dies sei bei der Abklärung gänzlich unberücksich
tigt geblieben. Und gerade die Tatsache, dass sie Pausen einlegen müsse, zeige ja, dass sie im Haushalt ebenfalls massgeblich eingeschränkt sei. In der ange
fochtenen Verfügung gehe die Beschwerdegegnerin zudem mit keinem Wort darauf ein, weshalb sie trotz angeblich seit September 2013 bestehender 100%ige
r
Arbeitsfähigkeit keine beruflichen Massnahmen durchgeführt habe. Die Beschwerdegegnerin habe zu keinem Zeitpunkt geprüft, ob berufliche Mass
nahmen in Frage kämen. Sollte dem Gutachten trotz vorhandener offensichtli
cher Widerspr
ü
che voller Beweiswert zuerkannt werden, so seien von der Beschwerdegegnerin sicherlich berufliche Massnahmen durchzuführen.
3.
3.1
Im
bidiszip
linären
Gutachten von Prof.
Z._
und Dr.
A._
vom 14. April 2015 wurden
aus neurologisch-orthopädischer Sicht
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (Urk. 12/70/2):
Status nach Mikrodis
k
ekt
omie L4/5 vom 19.3.2013 mit minimen motori
schen Ausfallerscheinungen und neuropathischem Restsymptom, unzu
reichend therapiert, und Lumbalgie bei generalisierter
Facettengelenks
arthrose
und stattgehabter Diskektomie L4/5 bei kernspintomographisch nachgewiesener medio-lateraler
Diskusprotrusion
im Segment L3/4 rechts ohne Bewegungslimitierung; ICD-10 M54.07
Polyarthrose beidseits mit Betonung der End- und Grundgelenke von Klein- und Zeigefin
g
er; ICD-10 M15.1
Rhizarthrose
beidseits; ICD-10 M18.0
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden aufgeführt (Urk. 12/70/2):
Cervi
c
ocephalgie
mit Fehlhaltung und muskulärer
Dysbalance
ohne mass
gebliche Bewegungslimitierung; ICD-10 M54.02
Blockade des rechten
Ileosakralgelenkes
; ICD-10
M54.10
MR-tomographischer Nachweis eines
Diskusbulging
L3/4 rechts ohne Nachweis einer neurologischen Ausfallsymptomatik
Muskulärer Hartspann
ce
r
vical
ohne neurologische Ausfallerscheinungen
Migräne ohne Aura
Die Gutachter kamen zum Schluss
(Urk. 12/70/3)
, aus neurol
ogisch-orthopädi
scher Sicht
sei die Beschwerdeführerin in der mechanischen Funktion ihrer Lendenwirbelsäule sowie der
vor
genannten Fingergelenke limitiert. Im Sinne eines negativen Leistungsbildes wurden folgende Leistungseinschränkungen in qualitativer Hinsicht aufgeführt:
Schwerst- und Schwerarbeiten
Ständige mittelschwere Arbeiten
Tätigkeiten in Zwangshaltungen mit Haltungskonstanz
Arbeiten mit Heben und Tragen von Lasten über 15 kg ohne technische Hilfsmittel
Arbeiten unter ständiger Rumpfvorbeugung
Ständiges Heben von Lasten über die Horizontale (
Hyperlordosierung
der LWS sowie der BWS)
Ständiges, repetitives Bücken
Ständiges Besteigen von Leitern, Gerüsten und schrägen Ebenen
Erhöhte Vibrationsbelastung des Achsenorgans
Tätigkeiten mit erhöhtem
intraabdominellem
/thorakalem Druck
Tätigkeit mit erhöhter manueller Kraftausübung
Tätigkeiten mit Tangentialbewegungen
Weiter hielten die Gutachter fest
(Urk. 12/70/
3
)
, für das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg seien technische Hilfsmittel erforderlich. Das negative
Leis
tungsprofil
sei mit demjenigen der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (schweres Heben erforderlich) und der Tätigkeit als Skilehrerin nicht vereinbar. Diese Ein
schätzung gelte seit dem 8. Dezember 2012 (erster Fehltag infolg
e der
Band
scheibenproblematik
). Das p
ositive Leistungsbild
wurde wie folgt beschrieben: Unter Wahrung der genannten qualitativen Schonkriterien bestehe für eine behinderungsangepasste, wechselnd belastende, leichte bis mittelschwere Tätig
keit ohne vermehrte manuelle Kraftanwendung aus
orthopädisch-versiche
rungs
medizinischer
Sicht bezogen auf ein volles Schichtpensum eine unlimi
tierte Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 12/70/3). Es bestehe eine postoperative Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten leichten Tätigkeit für längstens 6
Monate. In einer adaptierten Tätigkeit entsprechend dem genannten Profil sei die Beschwerdeführerin daher spätestens ab dem 20. September 2013 bezogen auf ein 100%iges Arbeitspensum uneingeschränkt arbeitsfähig.
3.2
Der begutachtende Neurologe führte in seiner zusammenfassenden Beurteilung aus
(Urk. 12/70/44 f.)
, bei der Beschwerdeführerin handle es sich um eine 52
jährige Schweizerin, die in ihrem Leben multiplen psychischen Traumati
sierungen ausgesetzt gewesen sei und eine auffällige psychiatrische
neurosen
biografische
Anamnese habe. Sie sei als Kind Fahrender zunächst bei ihren Urgrosseltern im Zürcher Oberland aufgewachsen. Im Alter von sechs Jahren sei sie erstmals
fremdplaziert
worden. Im Alter von sieben Jahren sei sie erstmals aus dem Heim weggelaufen wegen körperlicher Misshandlungen. Ab dem 10. Lebens
jahr sei sie in einem Heim für schwererziehbare Kinder untergebracht worden. Als Jugendliche solle sie psychiatrisch in
einer
F._
untersucht
worden sein, wobei nach ihren eigenen Angaben eine Legasthenie und ein POS diagnostiziert worden seien (Anmerkung des Gutachters: es fänden sich keine Unterlagen im IV-Dossier). Im Alter von 18
Jahren sei die Beschwer
deführerin erstmals schwanger gewo
rden, mittlerweile sei sie dreifache Mutter
(zwei Söhne und eine Tochter; vgl. Urk. 12/70/35)
.
Der
jüng
ere
Sohn
sei
1991 im Rahmen einer Hundebissattacke sehr schwer verletzt
worden
und
sei
heute mit einer spastischen Hemiparese invalide. Hiernach
sei die Beschwerdeführerin
drogenabhängig (Heroin und
Cocain
i.v
.
)
geworden
und
habe
nach zwei Jahren in Rumänien eine Entzugsbehandlung
gemacht.
Seither
sei
sie clean.
Trotz
der
aussergewöhnlich schweren psychischen Belastungen, die unverständlicherweise in keinem einzigen Arztbericht im IV-Dossier erwähnt würden, habe die Beschwerdeführerin
bisher
dennoch erfolgreich ihr Leben bestritten. Ihre Lehre
zur Verkäuferin habe sie zwar
infolge ihrer ersten Schwangerschaft abgebro
chen. Sie habe aber während 19 Jahren als Streetworkerin und
dann als
Betreu
erin schwerbehinderter Menschen gearbeitet.
Prof.
Z._
führte weiter aus, die neurologische Vorgeschichte d
er Beschwerde
führerin sei
bland
. Erstmals sei es im Jahre 2010 zu episodischen Rückenschmerzen gekommen. Am 12. Dezember 2012 sei es dann zu akuten rechtsseitigen
Lumboischialgien
gekommen, die mit Schmerzen im Bereich des vorderen lateralen Oberschenkels, des lateralen Unterschenkels entlang des L5
Dermatoms persistiert hätten. In einem Nativ MRI der LWS vom 11. Januar 2013 hätten sich Bandscheibenveränderungen mit einer Hernie in der Höhe L4/5 rechtsseitig mit Verlagerung der
recessalen
Wurzel ohne
Kompressionszei
chen
gezeigt. Am 19. März 2013 habe Prof.
Dr.
med.
G._
eine
mikrochirurgi
sche
Operation mit Nervenwurzel- und Diskusdekompression L4/5 rechts vorge
nommen. Der postoperative Verlauf sei komplikationslos gewesen. Die Beschwer
deführerin sei anschliessend im Zeitraum vom 1
9.
bis 23. März 2013 im
H._
hospitalisiert gewesen
bei persistierendem
radikulärem
Reiz- und sensorischem Ausfallsyndrom L5 rechts. Am 10. Mai 2013 habe der Operateur von einer Konsultation der
Beschwerdeführerin
berichtet, die angege
ben habe, dass sich der Rücken- und Beinschmerz um ca. 70% im Vergleich zum Zustand vor der Operation gebessert habe. Sie habe von einem anhalten
den Taubheitsgefühl am lateralen Unterschenkel und am
Fussrist
berichtet. Des Weiteren habe sie ein
giving-way
Phänomen rechts beschrieben. Im Befund werde ein FBA von 30 cm angegeben ohne muskuläre Ausfälle bei
Sensibili
tätsstörung
entlang des L
5
-Dermatoms rechts.
Im Bericht vom 25. August 2013 habe die Rheumatologin Dr.
C._
einen lumbalen Rückenschaden L3 (L4) rechts bei St. nach Mikrodiske
k
tomie L4/5 am 19. März 2013 und möglichem Rezidiv L5 diagnostiziert. Diese Diagnose
sei
auf ein Kontroll-
MRT vom
28. August
2013
abgestützt
worden
, welches infolge einer
Quadricepsschwäche
rechts ver
anlasst
worden sei
und eine Restvorwölbung des Diskus L4/5 mit neuem
Anulus
fibrosus
Riss dorsal mit Kontak
t zur Nervenwurzel L5 beschrieben habe.
In ihrem
Verlaufsbericht vom 12. November
201
4 habe die Rheumatologin Dr.
C._
neu
ein
zervikocephales
und
zervikospond
ylogenes
Syndrom
rechts
betont
bei
deutlich verminderter HWS
Beweglichkeit und Migräneattacken
diagno
stiziert
(
Urk.
12/70/45)
.
Sodann führte Prof.
Z._
aus (Urk. 12/70/46 f.), beim heutigen Untersuch habe die Versicherte die postoperativen MR Bilder vom 28. August 2013 dabei gehabt, welche von ihm hätten gesichtet werden können. Hierauf sei zu erkennen, dass es zwar zu einer zirkulären
Bandscheibenprotrusion
gekommen sei, welche Kontakt zu beiden LS-Wurzeln erhalt
en habe
, jedoch ohne diese zu komprimieren oder zu verlagern. Der verbleibende
rezessale
Raum sei bsd. gering. Der Spinalkanal selbst sei ausreichend weit ohne Hinweis auf eine
Stenosierung
. In den anderen Höhen ergäben sich keine
Wurzelkompressions
phänomene
. Bei der klinisch neurologischen Untersuchung hätten sich die MER seitengleich mittellebhaft bis lebhaft auslösen lassen. Er könne nicht bestätigen, dass der PSR rechts ausgefallen sei, wie von der Rheumatologin
Dr.
C._
in ihrem IV-Verlaufsbericht vom 12. November 2014 dokumentiert. Auch bei der Untersuchung der Einzelkraft lasse sich zwar eine schmerzbedingte
Minder
innervation
der Kniestreckung feststellen, jedoch – wenn man die Beschwerde
führerin bitte, die Schmerzgrenze zu überschreiten – sei bei wiederholter Unter
suchung keine motorische Ausfallserscheinung in der
Quadricepsmusku
latur
bds
. feststellbar. Auch sei nur eine minime Restschwäche in der
Grossze
hen
hebung
re
. (4-5/5) bei der isolierten Kraftprüfung nachweisbar. Das funktio
nelle Gangbild sei ohne Hinweis auf Paresen. Ein
giving
way
Phänomen mit Ein
knicken des rechten Kniegelenkes habe hier nicht beobachtet werden kön
nen, sei jedoch im Sinne einer Wurzelreizsymptomatik nicht vollends auszu
schliessen. Zusammenfassend bestehe ein Status nach Mikrodiske
k
tomie L4/5 am 19. März 2013 mit Verdacht auf Wurzelreizsyndrom L5
re
. und klinisch-neurologischen Zeichen einer
Wurzelschädigung L5 mit ne
uropathischem Schmerz. So finde
sich am
rechten Bein ein
auffälliger Sensibilitätsbefund mit einer
Allodynie
, die sich im
Kniebereich und ventralen Unterschenkel nachwe
i
sen lasse
. Diese
Allodynie
projiziere
nicht siche
r auf ein
Dermatom
. Jedoch komme
es bei
neuropathischen Schmerzen häufig zum Überschreiten der
radi
kulären
Grenzen infolge des wind-
up
Phänomens, d.h. der Rekrutierung von
wide
damage
Neuronen.
Die bestehen
den sensiblen Plussymptome seien
als
neuropathisches Syndrom bei Status nach
Bandscheibenoperation vom 19. März
2013
diagnostisc
h einzuordnen. Diese Störung sei therapierbar. Zum einen
erhalte
die
Beschwerdeführerin bereits
Lyrica
, zum anderen empfehle er
die Behandlung mit
einem
Qutenza
-Pflaster (
Capsaicin
). Hierdurch sollten sich die Beschwerden
deutlich minimieren
lassen
. Bezüglich des von der Rheumatologin
C._
diagnostizierten
zervikoz
ephalen
und
zervikospondylogenen
Syndroms rechtsbetont sei
neurologischerseits
kein Hinweis auf ein
radikuläres
Syndrom oder eine
z
ervi
k
ale Myelopathie festzustellen. Es handle sich um ein
myofaszi
ales
Problem, zu welchem sich der orthopädische Co-Autor
Dr.
med.
A._
äussern werde. Die von der Rheumatologin diagnostizierte Migräne sei phä
nomenologisch aus neurologischer Sicht auf der Grundlage der IHS
Klassifikation als Migräne ohne Aura mit seltenem Auftreten einzuordnen. Sie könne zu vereinzelten Fehltagen führen, sei jedoch mit einem
Triptan
gut behandelbar und habe bezüglich der mittel- und langfristigen Arbei
tsfähigkeit keine Auswir
kungen.
3.3
Dr.
A._
hielt in seiner zusammenfassenden Beurteilung
im Wesentlichen
fest
(Urk. 12/70/140)
,
die behandelnde Rheumatologin
Dr.
C._
habe der Beschwer
deführerin attestiert, sie sei
praktisch nicht mehr
arbeitsfähig, auch in
b
estange
passter
Tätigkeit nicht. Prognostisch sei i
m Grossen
und Ganzen mit einer Ver
schlechterung über
die nächsten Jahre zu rechnen. Die
diesbezügliche medizinische Begründung ble
ibe
Dr.
C._
jedoch schuldig. In ihrem
einge
re
ichten Untersuchungsbericht gebe
sie mehr od
er weniger die von der Beschwerdeführerin
beklagten Beschwerden wieder, jedoch ohne diese mit kli
nisch
en,
rheumatologischen/orthopädischen Befunden zu untermauern.
Nach Studium des vorliegenden IV-Dossiers, der vorliegenden Bildgebung sowie
ins
besondere aufgrund der
heutigen klinischen orth
opädischen Untersuchung könne
die versicherungsmedizinische Einschätzung der beh
andelnden Rheuma
tologin
Dr.
C._
in keiner Weise nachvoll
zogen werden.
Des Weiteren führte
Dr.
A._
aus
(Urk. 12/70/143)
, das von der Beschwerde
führerin geschilderte Instabilitätsgefühl im Bereich des rechten Oberschenkels sowie des rechten Kniegelenkes könne nach eingehender orthopädisch-chirur
gischer Untersuchung nicht objektiviert werden und sei aus orthopädischer Sicht nicht nachvollziehbar. Im Rahmen der heutigen gutachtlichen Untersu
chung habe die Beschwerdeführerin
die am 28. August
2013
angefertigten ke
rn
spintomographischen Aufnahmen der Lendenwirbelsäule mitgebracht.
Auf diesen
postoperativen Aufnahmen sei
zu erkennen, dass es zwar zu einer
zirku
lären
Bandscheibenprotrusion
gekommen sei
mit Kontakt zu den beiden
Ner
venwurzeln
L5,
jedoch ohne diese zu komprimieren oder zu v
erlagern. Der
recessale
Raum sei
beidseits gering. Der Spinalkanal selbst
sei
aber
ausreichend weit, ohne Hinweis auf eine
massgebliche Einengung des Spinalkanals.
Insge
samt liess
en sich bei der
Beschwerdeführerin
bis auf die genannten
arthroti
schen
Veränderungen der Fingergelenke bei bestehender Polyarthrose sowie die genannten
degenerativen Veränderungen
im Bereich der Lendenwirbelsäul
e keine
Einschränkungen auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet objektivie
ren.
Dr.
A._
kam zum Schluss (Urk. 12/70/145
-147
), in ihrer als körperlich schwer einzustufenden zuletzt ausgeübten hauptberuflichen Tätigkeit als
Behin
dertenbetreuerin
sowie ihrer nebenberuflichen Tätigkeit als Skilehrerin in der Wintersaison sei die Beschwerdeführerin seit Antragstellung nicht mehr arbeits
fähig. Postoperativ nach dem Eingriff von Prof.
G._
am 19. März 2013 habe eine Arbeitsunfähigkeit von längstens 6 Monaten bestanden, sodass die Beschwer
deführerin spätestens ab dem 20. September 2013 bezogen auf ein Pen
sum von 100% uneingeschränkt arbeitsfähig sei.
In IV-relevantem Sinne empfehle er der Beschwerdeführerin eine Medizinische Trainingstherapie zur Kräftigung und Stärkung der autochthonen lumbalen Rückenmuskulatur. Begleitend sollte eine leitliniengerechte adäquate Schmerztherapie erfolgen.
Unter dem Titel „Hinweise zur beruflichen Wiedereingliederung“ führte der Gut
achter schliesslich aus,
a
us orthopädisch-chirurgischer Sicht sei eine sukzessive Integration in das Arbeitsleben in adaptierter Tätigkeit mit einem schrittweisen Ausbau des Arbeitspensums zu empfehlen. Unter Hilfestellung und Unter
stützung sollte mittelfristig ein Arbeitspensum von 100% realisierbar sein.
4.
4.1
Das
umfangreiche und äusserst detaillierte
bi
disziplinäre
Gutachten vom
14. April 2015 (Urk. 12/70)
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Exper
tise gestellten Anforderungen vol
lumfänglich zu erfüllen (E. 1.5
). So tätigten die Gutachter sorgfältige, umfassende Abklärungen, berücksichtigten die g
eklagten Beschwerden und begrün
deten ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie
in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
. Die Gutachter le
gten die medi
zinischen Zusammen
hänge und die medizinische Situation einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Dem Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
4.2
Der
Umstand, dass
die Vergabe des
bidisziplinäre
n
Gutachten
s
vom 14. April 2015
nicht nach dem
Zufallsprinzip
erfolgte
,
ändert an
dessen Beweiswert nicht
s
.
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte
die
Grundsätze der
bundesge
richtlichen
Rechtsprechung (Urteil
9C_207/2012
des Bundesgerichts vom
3.
Juli 2013
E. 5.3 f.)
zur Vergabe von mono- bzw.
bidisziplinären
Gutachten; nach diesen Grundsätzen gelangt
das Zufallsprinz
ip nicht zur Anwendung
.
Die
Beschwer
degegnerin
gab
der Beschwerdeführerin
mit Mitteilung vom
30. De
zember 2014 die Namen
der Sachverständigen mit jeweiligem
Facharzt
titel
bekannt
(Urk. 12/66) und
räumte
ihr damit die Mö
glichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener Einwendungen
ein
.
Da
d
ie Beschwerde
führerin
innert der ihr angesetzten Frist
keine Einwendungen
gegen die Gut
achter vorgebracht hatte, ist vorliegend nicht weiter auf die
im
Beschwerdever
fahren
vorgebrachten
pauschalen Vor
würfe
eine
r
Unvoreingenommenheit derselben einzugehen
.
Das Gutachten lässt jedenfalls keine Rückschlüsse auf eine
Unvoreingenommenheit
der Gutachter
zu.
4.3
Die Gutachter legten nach umfassender Untersuchung der Beschwerdeführerin einlässlich dar, weshalb sie von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit ab dem 2
0.
September 2013 ausging
en (
Urk.
12/70/41-50 bzw. E. 3.2
und
Urk.
12/70/107-151
bzw. E. 3.3
).
Sie äusserten
sich
auch
ausdrück
lich zum Bericht vo
n
Dr.
C._
vom 2
5.
August 2013 und erklärten, weshalb sie deren Einschätzung nicht teilen konnten.
Weshalb an dieser gutachterlichen Eins
chätzung
, welche
sowohl klinisch als auch röntgenologisch begründet wurde,
zu zweifeln sein sollte, konnte die Beschwerdeführerin
denn auch nicht nachvollziehbar darlegen. Vielmehr musste sie selbst einräumen
, dass der Ein
schätzung von
Dr.
C._
eine ausführliche medizinische Begrü
ndung fehle (
Urk.
1 S. 6 unten)
. Die Einschätzung der Gutachter erscheint sodann auch vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin gegenüber
Dr.
A._
angegeben hatte, täglich 3 bis 4 Stunden mit ihrem Hund
spazierenzugehen
und 3 bis
4x
pro Woche in einem Fitnessstudio zu trainieren (
Urk.
12/70/103), sowie ange
sichts des Umstands, dass sie die Anreise zur Begutachtung bei
Dr.
A._
mit
tels eigenem PKW und bei einer Fahrzeit von circa 1 Stunde als nich
t belastend empfunden hatt
e und während der circa 60-minütigen
Anamnese
erhebung
in ruhiger Sitzposition ohne schmerzbedingte Gewichtsverlagerung auf dem Sprechzimmersessel verharrt hatte (Urk. 12/70/112), durchaus nach
vollziehbar.
4.4
Dass die Gutachter auf neue bildgebende Abklärungen verzichteten, ist ange
sichts der bereits vorhandenen MRI-Bilder vom 28. August 2013 der LWS (vgl. Urk. 12/70/129) und des
Myelo
-CT der LWS vom 12. September 2013 (Urk. 12/70/130) sowie des von den Gutachtern am 20. März 2015 erhobenen
klinischen
Befunds nicht zu beanstanden. Im Übrigen lässt sich dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht vom
7.
Oktober 2015 (
Urk.
8/1) des
B._
über das gleichentags durchgeführte MRI der HWS nicht
s
entnehmen,
was die Einschätzung der Gutachter entkräften könnte
.
4.5
Die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte d
es
B._
vom 27.
November 2015 (
Urk.
8/2), von
Dr.
C._
vom 22.
Dezember 2015 (
Urk.
8/3)
sowie von Prof.
D._
vom 26.
Januar 2016 (
Urk.
15) betreffen sodann einen Sachverhalt nach Verfügungserlass
(vgl. E. 1.6)
und vermögen
damit
weder
an der Beweiskraft des
Gutachten
s
etwas zu ändern
noch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor Verfügungserlass nachzuweisen.
Ob sich der Gesundheitszustand nach
Verfügungserlass verschlechtert hat
, ist vorliegend nicht zu beurteilen.
Es ist
aber immerhin
darauf hinzuweisen, dass Prof.
D._
die Hoffnung äusserte, dass
den
geeigneten konservativen und chirurgischen Möglichkeiten durchaus Erfolg beschwert sein könnte.
4.6
A
us der Tatsache, dass
die Krankentaggeldversicherung während 730 T
agen
Tag
geldleistungen
erbrachte,
lässt sich
nicht ableiten, die Beschwerdeführerin sei während
dieser
gesamten Zeit nicht arbeitsfähig gewesen. Den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass die Krankentaggeldversicherung eine Begutachtung der
Beschwerdeführerin veranlasst hä
tte. Vielmehr stützte
sie
sich
allein
a
uf die
Atteste der behandelnden Ärzte.
Auch ändert der Aufenthalt der Beschwerde
führerin in der
E._
vom 23.
September bis 12.
Oktober 2013
(vgl. Urk. 12/45/7-8) nichts an der Nachvollziehbarkeit der gutachterli
chen Beurteilung. Der Aufenthalt
in der
E._
hatte einen positiven Einfluss auf die Motorik und die Kraft im rechten Bein der Beschwer
deführerin, sodass sie
bei Entlassung
wieder längere Strecken gehen und Treppen
steigen konnte. Auch liessen sich die Rumpfstabilität und die allge
meine Körpermotorik positiv beeinflussen. Die vorbestehende
Sensibilitätsstö
rung
blieb
zwar
bestehen, doch
liess sich die Schmerzsymptomatik partiell reduzieren, sodass auch die Schmerzmedikation reduziert werden konnte (Urk. 12/45/8).
Selbst wenn eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit erst nach dem Aufenthalt in der
E._
angenommen würde
, änderte dies nichts
am Ergebnis
:
Ein allfälliger Rentena
nspruch ent
stü
nde
ohnehin
frühestens ab dem
1. Januar 2014, nachdem sich die Beschwer
deführerin am 10. Juli 2013 zum
Leistungsbezug angemeldet hat
(vgl. Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG).
Bis zu diesem Zeitpunkt hätte aber auch
ein schritt
weiser Ausbau des Arbeitspensums ohne weiteres vonstatten gehen können,
wie von Dr.
A._
empfohlen (Urk. 12/70/147).
Diesbezüglich ist anzumerken, dass seine Empfehlungen zur Wiedereingliederung nach faktischer Arbeitsabsenz nicht in Widerspruch zur grundsätzlichen Einschätzung der medizinisch-theo
retischen Arbeitsfähigkeit stehen.
4.7
Des Weiteren
erweist sich das Vorbringen
der Beschwerdeführerin
, der begut
ach
tende Neurologe habe sich in unzulässiger Weise
mit psychiatr
ischen Be
funden auseinandergesetzt
,
als nicht
schlüssig
. Zum einen verfügt
Prof.
Z._
nicht nur über einen Facharzttitel in Neurologie, sondern auch in Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. den Eintrag im
Medizinalberuferegister
).
Zu
m anderen brachte die Beschwerdeführerin selbst zum Ausdruck
, sie glaube, dass ihre Pro
bleme zum Teil psychisch bedingt seien (Urk. 12/70/39 und Urk. 12/70/109).
4.8
Nach dem Gesagten ist auf das
bisdisziplinäre
Gutachten
vom
14. April 2015 (Urk. 12/70)
abzustellen, womit erstellt ist, dass der Beschwerdeführerin
spätes
tens ab dem 1. Januar 2014 (frühester Rentenbeginn)
und bis zum
Verfügungs
erlass
(5. Oktober 2015)
bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinweisen) eine 100%ige Arbeitstätigkeit
in einer angepasste
n
Tätig
keit
zumutbar
ist
. Zu berücksichtigen ist das von den Gutachtern erstellte
Belas
tungsprofil
(E. 3.1)
.
Bei der
langjährigen
Tätigkeit der Beschwerdeführerin beim
I._
von 2002 bis 2012 handelte es sich um eine Tätigkeit im sozialen Bereich (vgl. Lebenslauf [Urk. 12/24/1] mit dem folgenden Beschrieb: Beratung für Familien, Betreuerin mit Zusatzqualifikation Bereich HSA in folgenden Bereichen: Planung und Durchführung von Events für Familien, Betreuung von Familien in organisatorischen Bereichen, Organisieren von Freizeitaktivitäten für Kinder, Gassenarbeit an Brennpunkten, Führung/Abrechnung der mtl. Kassenbelege/Buchhaltung), welche als angepasste Tätigkeit zu betrachten ist.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin ist als Teilzeiterwerbstätige mit einer Aufteilung im Erwerbs- und Haushaltbereich von
65% bzw. 35%
zu qualifizieren
(vgl. den Abklärungsbericht vom
30. Juli 2015 [Urk. 12/73])
.
Dies wurde denn auch nicht bestritten.
Demgemäss kommt zur Bemessung des Invaliditätsgrades die gemischte Methode
(E. 1.2.2)
zur Anwendung, welche mit Urteil der zweiten Kammer des Europäischen Gerichtshofs f
ür Menschenrechte (EGMR) vom 2.
Februar 2016 (7186/09) nicht grundsätzlich in Frage gestellt wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 2
5.
April 2016 E. 5.1
f.), sondern bloss im Zusammen
hang mit der Rentenaufhebung bei einer Vers
icherten, bei welcher davon aus
gegangen wurde, sie würde ohne gesundheitliche Ein
schränkungen nach der Geburt ihrer Kinder nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein.
5.2
Die
Vorbringen der Beschwerdeführerin
betreffend den Abklärungsbericht vom 30.
Juli 2015
gehen fehl
. Bei einer Aufteilung Erwerbsbereich/Haushaltbereich von 65%/35%
und einer Einschränkung von 20
% im Tätigkeitsbereich Haus
halt ist nicht ersichtlich,
inwiefern
der Beschwerdeführerin die vorhandene Zeit – auch unter Berücksichtigung von notwendigen Pausen – nicht ausreichen sollte, um die Aufgaben im Haushalt bewältigen zu können. Angesichts der nachvollziehbaren gutachterlichen
medizinischen
Beurteilung ist sodann
nicht
zu sehen
, weshalb eine 20%ige
Einschränkung im Haushaltsbereich
nicht bereits ab dem 1.
Januar 2014 (frühester Rentenbeginn)
hätte gelten sollen
.
Nach dem Gesagten ergibt sich bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von
65%/35%
und einer 20%igen Einschränkung im Tätigkeitsbereich Haushalt ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von 7 % (35 % x 20 %).
5.3
5.3.1
Aus den Unterlagen ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin
im Jahr 2013
bei der am 1. Juli 2012 neu angetretenen Stelle als
Behindertenbetreuerin
ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 48‘549.15 in einem 60%-Pensum verdient hätte (vgl. den Arbeitgeberbericht vom 17. Januar 2014 [Urk. 12/40]).
Diese Tätigkeit ist ihr jedoch nicht mehr zumutbar. Dasselbe gilt für die Tätigkeit als Skilehrerin, bei welcher die Beschwerdeführerin in den Jahren 2009-2012 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 2‘272.-- (2009: Fr.
4
‘
738
.--, 2010:
Fr.
2‘199.--, 2011: Fr. 585.--, 2012: Fr. 1‘899.-- [Urk. 12/35/1]) erzielt hatte.
5.3.2
Unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung (Index
stand
2648
[2013] auf
2673
[2014
], vgl. Bundesamt für Statistik,
Arbeitsmarktindikatoren 2016
, T
35 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne,
1976–2015,
Nominallöhne Frauen) resultiert im Jahr 2014
als
Behindertenbe
treuerin
in einem 60%-Pensum
ein
Jahreseinkommen
von Fr. 49‘008
.
--
(Fr. 48‘549.15 : 2648 x 2673)
.
Unter Berücksichti
gung der
Nominallohnent
wicklung
(Index
stand
2552
[2009],
2579
[2010],
2604
[2011],
2630
[2012] auf
2673
[2014
], vgl. Bundesamt für Statistik,
Arbeitsmarktindikatoren 2016
, T
35 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976–2015,
Nominallöhne Frauen) resultiert im Jahr 2014
als Skilehrerin in einem circa 5%-Pensum
ein
Jahreseinkommen
von
Fr.
2
‘443.-- (Durchschnitts
wert aus Fr. 4‘962.65, Fr. 2‘279.15, Fr.
600.50
und Fr. 1
‘
930.05)
.
Das
Validen
einkommen
beträgt somit Fr.
51
‘
451
.--.
5
.3.3
Die Beschwerdeführerin war – vor ihrer Tätigkeit als Behindertenbetreuerin – während langer Jahre als Familienbetreuerin tätig. Diese Tätigkeit ist als ange
passt zu betrachten (vgl. E. 4.8). Da ihr diese Stelle allerdings per 31. Juli 2012 aus betrieblichen Gründen (Strukturwandel) gekündigt worden war (Urk. 12/27/11-12), sind z
ur Ermittlung des Invalideneinkommens
die statisti
schen Werte der LSE 2012 heranzuziehen, und es
ist auf das standardi
sierte monatliche Einkommen für
Hilfstätigkeiten
im Bereich Gesundheits- und Sozi
alwesen (LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Ziff. 86-88
, Kom
petenzniveau 1, Frauen) von Fr. 4‘610.--
abzus
tell
en.
U
nter Berücksichtigung der durchschnittli
chen A
rbeitszeit im Jahr 2014 von 41,5
Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Sta
tistik, Betriebsübliche Arbeitsze
it nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008]
, in S
tunden pro Woche, 2004-2015, Q 86-88
) sowie der
Nominallohn
entwicklung bis ins Jahr 2014 (Indexstand 26
30 [2012] auf 2673 [2014],
vgl. Bundesamt für Statistik,
Arbeitsmarktindikatoren 2016
, T
35 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976–2015,
Nominallöhne Frauen
) ergibt sich bei ei
nem Arbeitspensum von 65
%
ein
Invalideneinkommen
von Fr.
37
‘
916.
--
(
Fr.
4‘610.-- : 40 x 41,5 x 12 x 0.65
: 2630 x 2673).
5.3.4
Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt dem
nach Fr.
13
‘
535
.-- (
Valideneinkommen
von Fr.
51
‘
451
.--
abzüglich
Invaliden
einkommen
von
Fr.
37
‘
916.
--
), was einem
Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbsbe
reich
von gerundet 26
% entspricht.
5.3.5
Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von
65% bzw.
35%
und einer 26%igen Einschränkung im Tätigkeitsbereich Erwerb ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 16.9 % (65 % x 26 %).
5.4
Die Summe der Teilinvaliditätsgrade im Tätigkeitsbereich Haushalt von 7 % (E. 5.2) und im Tätigkeitsbereich Erwerb von 16.9 % (E. 5.3.5) beträgt gerundet 24 %, was dem
Gesamt-
Invaliditätsgrad entspricht. Da dieser die massgebliche Schwelle von 40 % nicht erreicht, besteht kein Rentenanspruch.
5.5
Da der Beschwerdeführerin die
bisherige
langjährige
Tätigkeit im sozialen Bereich
(insbesondere Familienbetreuung)
, welche als angepasst zu betrachten ist
(vgl. E. 4.8)
,
weiterhin zumutbar ist, sind auch keine berufl
ichen Mass
nahmen durchzuführen. Eine Selbsteingliederung
ist
zumutbar.
6.
Nach dem Gesagten
erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).