Decision ID: 77dd68a8-606c-54a3-aeb4-7e1f066a3fb4
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt: A.
A.a Am 16. Juni 2006 (Datum des Einganges) reichte die X. GmbH (nachfolgend die Arbeitgeberin oder die Beschwerdeführerin) bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend die Auffangeinrichtung oder die Vorinstanz) Anmeldeunterlagen betreffend den BVG-Anschluss rückwirkend auf den 1. Juni 2005 ein (act. 1). Gleichzeitig meldete die Arbeitgeberin den Austritt des Arbeitnehmers Y._ per 31. Mai 2006 (act. 2).
A.b Mit Schreiben vom 11. Juni 2006 bestätigte die Auffangeinrichtung der  den Erhalt der Anmeldeunterlagen und teilte ihr mit, dass mit dem Austritt des Arbeitnehmers Y._ eine Freizügigkeitsleistung fällig sei, so dass kein freiwilliger Anschluss mehr möglich sei. Der unumgänglich gewordene Zwangsanschluss sei mit Verfügungskosten von Fr. 450.-- und Gebühren von Fr. 375.-- verbunden (act. 3).
B. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2006 ordnete die Auffangeinrichtung den rückwirkenden Anschluss der Arbeitgeberin per 1. Juni 2005 an, unter Auferlegung der angedrohten Kosten in der Höhe von Fr. 450.-- sowie der Gebühren von Fr. 375.--. Als Begründung führte sie im Wesentlichen aus, aus den am 13. Juni 2006 von der Arbeitgeberin eingereichten  ergebe sich, dass die Arbeitgeberin seit dem 1. Juni 2005 dem Obligatorium unterstellten Arbeitnehmern Löhne ausgerichtet habe und dass mit dem Dienstaustritt des Arbeitnehmers Y._ per 31. Mai 2006 die Voraussetzungen für den Anschluss nach Art. 12 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alter-, - und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) an die Auffangeinrichtung erfüllt seien.
C. Gegen die Anschlussverfügung der Auffangeinrichtung erhob die  bei der Eidgenössischen Beschwerdekommission der beruflichen -, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (nachfolgend die Eidg.  BVG) Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dabei machte sie im  geltend, dass ihr Personal zunächst bei der La Suisse in Lausanne und sodann bei der Helvetia-Patria Vorsorgestiftung in Basel versichert  sei. Eine zweite Pensionskasse sei daher unnötig. Dabei legte die Beschwerdeführerin einerseits die Kopie eines an sie adressierten  der La Suisse vom 13. April 2005 ins Recht, wonach die Swiss Life sich künftig auf das Vorsorge- und Lebensversicherungsgeschäft  und jeder Kunde eine Offerte von Swiss Life im Hinblick auf die  der bisherigen betrieblichen Vorsorge erhalten werde.  reichte die Beschwerdeführerin die Kopie eines Personalvorsorge- Sammelausweises der Helvetia-Patria ein. Im Übrigen wies die  darauf hin, dass sie sich bei der Auffangeinrichtung nicht  habe.
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D. Mit Vernehmlassung vom 27. Februar 2007 beantragte die Vorinstanz beim Bundesverwaltungsgericht, an das die Akten zwischenzeitlich  worden waren, die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde  Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Zur Begründung dieses Antrages führte sie im Wesentlichen aus, dass die Lohnbescheinigung 2006 der zuständigen Ausgleichskasse den Dienstaustritt des Arbeitnehmers per 31. Mai 2006 bestätige, was gemäss Art. 12 BVG den Zwangsanschluss zur Folge habe, zumal die  sich erst ab dem 1. Juni 2006 bei der Helvetia-Patria  angeschlossen habe. Der Zwangsanschluss sei demnach für die Zeit vom 1. Juni 2005 bis zum 31. Mai 2006 vorzunehmen.
E. Die Beschwerdeführerin liess sich nicht mehr vernehmen, obwohl ihr der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit  vom 8. März 2007 dazu Gelegenheit geboten hatte.
F. Den mit Zwischenverfügung vom 22. Mai 2007 vom Instruktionsrichter  Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- hat die  fristgemäss überwiesen.
G. Mit Verfügung vom 19. Juni 2007 wurde den Parteien die  des Spruchkörpers mitgeteilt. Bis heute ist kein Ausstandsbegehren eingereicht worden.
H. Auf entsprechende Anfrage des zuständigen Instruktionsrichters bestätigte einerseits die SwissLife mit Schreiben vom 29. August 2007, dass die  versicherte Person der Beschwerdeführerin, Frau Z._, per 31. Dezember 2003 infolge Aufnahme selbständiger Erwerbstätigkeit aus dem BVG-Vertrag - welcher im Übrigen per 31. Juli 2003 an die Sammelstiftung Aspida angeschlossen worden sei - ausgetreten sei und seitdem keine Person mehr in diesem Vertrag versichert gewesen sei. Andererseits  die Helvetia-Patria Vorsorgestiftung mit Schreiben vom 7.  2007, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juni 2006 zur  der BVG bei ihr angeschlossen sei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den  Verfügungen gehören jene der Auffangeinrichtung, zumal diese im Bereiche der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt und somit zu den Vorinstanzen des  gehört (Art. 33 lit. h VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet , ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die  der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der Departe-
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mente hängigen Rechtsmittel. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Vorliegend war das Bundesverwaltungsgericht von Beginn des  an zuständig, auch wenn die Beschwerde vom 13. Januar 2007 fälschlicherweise noch an die per 31. Dezember 2006 aufgelöste Eidg. Beschwerdekommission BVG adressiert war.
2. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der  der Auffangeinrichtung vom 15. Dezember 2006, welcher eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt. Die  hat frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde . Durch die Verfügung ist sie besonders berührt und hat ein  Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 lit. b und c VwVG). Nachdem auch der eingeforderte Kostenvorschuss  geleistet wurde, ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten.
3. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht  der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).
4.
4.1 Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17. Altersjahr vollendet hat und bei einem Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen  gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und  vom 18. April 1984 (BVV 2; SR 831.441.1) erzielt und bei der AHV versichert ist (Art. 5 Abs. 1 BVG). Mit Inkrafttreten des BVG am 1. Januar 1985 betrug dieser Mindestlohn Fr. 16� 560.--. Seitdem ist er verschiedene Male angehoben worden. Am 1. Januar 2003 erhöhte er sich auf Fr. 25'320.--. Per 1. Januar 2005 wurde er im Zuge der 1. BVG-Revision auf Fr. 19'350.-- festgelegt. Art. 11 Abs. 1 BVG bestimmt, dass sich der , der obligatorisch zu versicherndes Personal beschäftigt, eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anzuschliessen hat. Gemäss Art. 12 Abs. 1 BVG haben die Arbeitnehmer oder ihre Hinterlassenen Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen, auch wenn sich der Arbeitgeber noch nicht einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat. Diese Leistungen werden von der Auffangeinrichtung erbracht. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434) sieht vor, dass der Arbeitgeber von Gesetzes wegen für alle dem Obligatorium unterstellten Arbeitnehmer der Auffangeinrichtung  wird, falls der gesetzliche Anspruch eines Arbeitnehmers auf Versicherungs- oder Freizügigkeitsleistung zu einem Zeitpunkt entsteht, an dem sein Arbeitgeber noch keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist. Dabei erfolgt der Anschluss rückwirkend (vgl. Art. 11 Abs. 3 BVG) und der Arbeitgeber muss der Auffangeinrichtung alle in diesem Zusammenhang entstehenden Aufwendungen ersetzen (Art. 3 Abs. 4 der Verordnung über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge).
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4.2 Auf Grund sowohl der Anmeldeunterlagen der Beschwerdeführerin vom 16. Juni 2006 (welche im Übrigen dieselbe Unterschrift tragen wie die ) als auch den Jahresabrechnungen 2005 und 2006 der SVA Zürich ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin zwischen dem 1. Juni 2005 und dem 31. Mai 2006 einen Arbeitnehmer (Y._, AHV-Nr. NN) beschäftigt hat, welcher einerseits je für 2005 und 2006 � aufgerechnet auf ein Jahr gemäss Art. 2 Abs. 2 BVG � eine das BVG-Minimum übersteigende, also beitragspflichtige Lohnsumme erhielt und andererseits per 31. Mai 2006 aus der Arbeitgeberfirma austrat. Nicht umstritten ist auch, dass der Anschluss an die Helvetia-Patria Vorsorgeeinrichtung erst per 1. Juni 2006 erfolgte. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass es einen nahtlosen Übergang von der La Suisse zur letztgenannten Vorsorgeeinrichtung gegeben habe, wird durch die Korrespondenz der La Suisse vom 13. April 2005 und der Swiss Life vom 29. August 2007 widerlegt. Der Arbeitnehmer Y._ war bei der Swiss Life nicht versichert. Dafür hätte die Beschwerdeführerin wohl auf das erstgenannte Schreiben reagieren und die Fortführung des BVG-Anschlusses organisieren müssen. Nun ist aber der Freizügigkeitsfall für den erwähnten Arbeitnehmer zu einem Zeitpunkt (31. Mai 2006) eingetreten, in welchem die Beschwerdeführerin just keiner registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen war. In einem solchen Fall erfolgt gestützt auf Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge der Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung von Gesetzes wegen.
Nach dem Gesagten steht fest, dass der Zwangsanschluss im  Fall zu Recht und rückwirkend auf den 1. Juni 2005 erfolgt ist. Somit ist die Beschwerde abzuweisen.
5. Gemäss art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die Verfahrenskosten sind gemäss dem Reglement vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu . Sie werden auf Fr. 800.-- festgelegt. Es erfolgt eine Verrechnung mit dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss.