Decision ID: feb60b18-8263-5994-b82f-d98556b30abf
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 27./28. Oktober 2005 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung und eine Rente.
Er sei seit 1987 in der Schweiz und habe hier als Maler gearbeitet, zunächst bis
November 2002 bei der B._ AG (Nettolohn monatlich Fr. 5'280.--), dann in einem
andern Arbeitsverhältnis von März 2003 bis Juli 2004 und zuletzt bei der C._ AG von
August 2004 bis Juni 2005. Er habe seit neun Jahren Schmerzen an Nacken, Rücken
und Kreuz (eine Diskushernie im Halsbereich sei operiert). Am 1. Juli 2005 sei die
Diagnose gestellt worden.
A.b Die B._ AG bescheinigte am 4. November 2005 (IV-act. 8), der Versicherte sei
von März 1987 bis November 2002 als Maler beschäftigt gewesen und habe im Jahr
2000 Fr. 74'373.--, 2001 Fr. 74'395.-- und 2002 (bis 30. November angestellt gewesen)
Fr. 72'743.-- verdient. Das Arbeitsverhältnis sei aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt
worden. - Die C._ AG gab am 7. November 2005 (IV-act. 12) an, der Versicherte habe
vom 1. August 2004 bis 30. Juni 2005 in einem befristeten Arbeitsverhältnis gestanden
und einen Stundenlohn von Fr. 24.35 erzielt. In den fünf Monaten des Jahres 2004
habe er Fr. 27'632.55 und im ersten halben Jahr 2005 Fr. 26'827.50 verdient.
A.c Dr. med. D._, Allgemeine Medizin FMH, hatte in seinem IV-Arztbericht vom
5. November 2005 (IV-act. 14) erklärt, es lägen beim Versicherten eine Diskushernie
C7/Th1 links, nach kaudal sequestriert (seit 2003/Januar 2005), mit Hernienoperation
(am 11. Juli 2005), bei residuellem Schmerz- und sensomotorischem Ausfallssyndrom
C8 links, und eine reaktive Depression (seit September 2005) vor. Der Versicherte sei
als Maler vom 1. bis 11. Februar 2005 voll arbeitsunfähig gewesen und sei nun seit
dem 1. Juli 2005 wiederum voll arbeitsunfähig, und zwar infolge von Schmerzhaftigkeit
im Schultergürtel und Kraftlosigkeit im linken Arm. Schon 1995, dann 2001 und erneut
2003, nochmals im Januar und Februar 2005 und gegen Ende Juni 2005 seien
Nackenschmerzen aufgetreten. Der Versicherte habe dabei jeweils weiter gearbeitet.
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Am 29. Juni 2005 habe er (der Arzt) ihn zum MRT der HWS angemeldet. Am 1. Juli
2005 sei er dann vom Notfallarzt neurochirurgisch hospitalisiert worden. Eine Tätigkeit
ohne Heben und Tragen von schweren Lasten (von über 10 kg), ohne ungünstige
Körper- und Kopfhaltung, Überkopfarbeit und grossen Krafteinsatz mit dem
Schultergürtel, die nicht in Kälte und Nässe ausgeübt werden müsse, sei zumutbar,
anfänglich zeitlich reduziert, schätzungsweise auf die Hälfte, später voll. In der Beilage
fand sich ein Bericht der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom
31. August 2005.
A.d Die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen berichtete in ihren IV-
Arztberichten vom 7. Januar 2006 und vom 15. März 2006 (IV-act. 20 f.) unter anderem
von einer ventralen Diskektomie vom 12. Januar 2006. Die bisherige Tätigkeit sei dem
Versicherten nicht mehr zumutbar. Es bestünden noch Nacken-/Schulter-Schmerzen
und partiell Reste von radikulären Beschwerden im operierten Areal. Insgesamt zeigten
sich tendenziell eine verbesserte Schmerzsituation und zunehmende Beweglichkeit.
Die Restbeschwerden schränkten den Versicherten und seine allgemeine Belastbarkeit
jedoch noch deutlich ein. Andere Tätigkeiten seien ihm zumutbar. Statische Arbeiten
seien jedoch zu vermeiden. Erforderlich sei die Möglichkeit zum Wechsel der
Arbeitsposition. Wahrscheinlich bestehe eine schmerzbedingt reduzierte zeitliche
Belastbarkeit. Es würden sich diesbezüglich eine objektive Evaluation durch eine
arbeitsmedizinische Institution und ausserdem eine psychologische Abklärung
hinsichtlich einer Schmerzverarbeitungsstörung empfehlen.
A.e Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung erklärte am 6. April
2006 (IV-act. 22-2), eine eingeschränkte Belastbarkeit der HWS sei nachvollziehbar.
Bezüglich der adaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht sollte nach der
Spondylodesen-Operation zunächst eine Rekonvaleszenzzeit von einem halben Jahr
abgewartet werden.
A.f Dr. D._ erklärte in einem Verlaufsbericht vom 30. April 2006 (IV-act. 25), der
Versicherte könne die bisherige Arbeit nicht leisten. Andere Tätigkeiten seien ihm
zumutbar, doch müssten zuerst die medizinischen Massnahmen zu Ende geführt
werden. Es lägen (verkürzt wiedergegeben) eine foraminale Diskushernie C7/Th1 und
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eine Lumboischialgie rechts mit Claudicatio spinalis vor, beide die Arbeitsfähigkeit
stark beeinträchtigend. Der Zustand habe sich verschlechtert.
A.g Nachdem der den Versicherten psychiatrisch behandelnde Arzt Dr. med. E._,
Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, keinen Arztbericht eingereicht hatte,
sah die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle eine bidisziplinäre Begutachtung vor.
Dr. med. F._, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, gab im Gutachten vom
16. März 2007 (IV-act. 37), das im Zusammenwirken mit Dr. med. G._, Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, erstellt wurde, als Diagnosen an: ein chronisches
cervikoradikuläres Reiz- und sensibles Ausfallssyndrom C8 links, ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom rechts, eine Dysthymia und Probleme in Verbindung
mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Maler sei aus
rheumatologischer Sicht nicht mehr zumutbar, körperlich leicht belastende Tätigkeiten
in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen hingegen schon. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um ca. 25 %. Bidisziplinär
gesehen bestehe in allen den somatischen Leiden angepassten Tätigkeiten eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25 %. Berufliche Massnahmen seien zumutbar
und aus psychiatrischer Sicht empfehlenswert.
A.h Der RAD schloss sich der Beurteilung an (vgl. IV-act. 39). - Gemäss einem
Verlaufsprotokoll des IV-Eingliederungsberaters (IV-act. 45) gab der Versicherte beim
Erstgespräch vom 20. Juni 2007 an, er würde gern arbeiten, habe aber immer
Schmerzen, im Nacken ganz grosse. In der linken Hand fehle ihm die Kraft und in den
Fingern das Gefühl. Er leide bereits seit zehn Jahren an diesen Schmerzen und sie
würden immer schlimmer. Daher habe er auch Schlafstörungen und psychische
Probleme. Er befürchte, bei der Arbeit eine ungewöhnliche Bewegung zu machen, die
der Bandscheibe schade, und dann noch mehr Schmerzen zu haben als jetzt schon.
Der Eingliederungsberater wies ihn auf die Arbeitsfähigkeit von 75 % hin. - Am 5. Juli
2007 wurde dem Versicherten mit zwei Vorbescheiden (IV-act. 52 ff.) angekündigt,
dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da er sich nicht arbeitsfähig fühle,
und dass ein Rentenanspruch abgewiesen werde, da ein Invaliditätsgrad von 34 %
vorliege. - Der Versicherte wandte am 11. Juli 2007 (IV-act. 57-4 und IV-act. 57-1) ein,
es sei ihm nach einer Arbeitsunfähigkeit von zwei Jahren Dauer nicht möglich, ein
volles Arbeitspensum anzutreten. Vielmehr wäre eine langsame Steigerung von
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zunächst 25 bis 30 % auf 50 % angezeigt. So könnte eine Eingliederung zu 100 %
allenfalls erfolgreich sein. Der Anspruch auf berufliche Massnahmen sei nochmals zu
prüfen. Im Übrigen sei auf den Brief seines Hausarztes vom 5. Juli 2007 hinzuweisen.
Der Entscheid zu den Rentenleistungen sei zu sistieren, bis über die beruflichen
Massnahmen entschieden sei. - In dem erwähnten Schreiben (IV-act. 57-5) hatte
Dr. D._ dem RAD mitgeteilt, dass er dem IV-Eingliederungsberater vorgeschlagen
habe, beispielsweise während eines Monats mit einer Arbeitsfähigkeit von 25 bis 30 %
zu beginnen und dann einen weiteren Monat lang eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
anzunehmen, um nach einem weiteren Monat mit einer Arbeitsfähigkeit von 75 % bei
der verfügten Arbeitsfähigkeit anzugelangen. Dieser habe auf der RAD-Taxation
beharrt. Er (der Arzt) sei aber überzeugt, dass eine Wiedereingliederung, die vom ersten
Tag an ein Vollpensum verlange, zum Scheitern verurteilt sei. An der festgelegten
Arbeitsfähigkeit, den Beschwerden und am Arbeitswillen des Versicherten sei nicht zu
zweifeln. - In einer Aktennotiz (IV-act. 63) wurde unter anderem festgehalten, Dr. D._
habe die momentane Arbeitsfähigkeit nach telefonischer Auskunft vom 10. Juli 2007
auf 20 % geschätzt und für steigerbar gehalten. Mit dem Versicherten, der nur
schwerlich Deutsch verstehe, habe nicht telefoniert werden können. Das Regionale
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) habe am 12. September 2007 erklärt, der Versicherte
fühle sich zu 20 % arbeitsfähig und arbeite seit dem 3. September 2007 trotz
Schmerzen täglich von 07.50 Uhr bis 10.00 Uhr in einem Einsatzprogramm.
A.i Mit Verfügung vom 28. November 2007 (IV-act. 64) wies die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen einen Anspruch auf
(weitere) Arbeitsvermittlung ab. Seit dem 3. September 2007 befinde sich der
Versicherte in einem Einsatzprogramm des RAV und werde von dort bei der
Stellenvermittlung begleitet. Gleichentags wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
einen Rentenanspruch ab (IV-act. 65).
A.j Am 8. Januar 2008 (IV-act. 70) schrieb Dr. E._ der Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle, zurzeit bestehe aus rein psychiatrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit. Der
sehr unsichere, aber pflichtbewusste Versicherte habe, nachdem er den Entscheid der
IV erhalten habe, psychisch allmählich dekompensiert. Die Verschlechterung des
körperlichen Zustands habe ihn noch mehr entmutigt. Die Symptome sprächen für eine
Exazerbation zu einer schweren depressiven Störung auf dem Boden einer
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selbstunsicheren Persönlichkeit, begleitet von stark intensivierten Panikattacken. - Am
10. Januar 2008 (IV-act. 75-2) erhob der Versicherte Beschwerde gegen die
Verfügung(en) vom 28. November 2007. In der Beschwerdeergänzung vom 28. Februar
2008 (IV-act. 79) beantragte sein Rechtsvertreter für ihn die Zusprechung einer ganzen
Rente, eventuell einer halben Rente, unter Begleitung von beruflichen Massnahmen,
subeventuell die Rückweisung zur weiteren Abklärung. Er legte einen Bericht von
Dr. E._ vom 10. März 2007 an Dr. D._ bei. Darin (IV-act. 80-2 f) hatte Dr. E._ eine
mittel- bis schwergradige depressive Störung mit somatischen Symptomen, eine
Panikstörung und ein chronifiziertes Schmerzsyndrom bei bekannten
Wirbelsäulen[ver]änderungen angegeben. Der Zustand habe sich chronifiziert und einen
invalidisierenden Verlauf genommen. Durch die bisherige Therapie sei es nicht zu einer
Besserung gekommen. Aus psychiatrischer Sicht halte er den Versicherten für zu 70 %
arbeitsunfähig. - Der RAD befürwortete daraufhin (IV-act. 89) eine
Verlaufsbegutachtung. Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle widerrief am 28. April
2008 (IV-act. 94) die Verfügungen vom 28. November 2007, worauf das
Beschwerdeverfahren am 16. Mai 2008 (IV-act. 102) abgeschrieben wurde.
A.k Im Gutachten vom 27. August 2008 (IV-act. 105) bezeichnete Dr. F._ (unter
Mitwirkung wiederum von Dr. G._) als Diagnose nebst dem residuellen sensiblen
Ausfallssyndrom C8 links und dem chronischen lumbospondylogenen Syndrom rechts
eine mittelgradige depressive Störung mit somatischen Symptomen (DD: Angst und
depressive Störung, gemischt). Das arbeitsmedizinische Problem präsentiere sich aus
rheumatologischer Sicht gegenüber der Voruntersuchung weitgehend unverändert.
Zumutbar seien danach körperlich leicht belastende Tätigkeiten in
wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen im Gehen, Stehen und Sitzen in einem
zeitlich vollen Pensum. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit auf ca. 60 %
eingeschränkt. Diesbezüglich sei das Leiden medikamentös offenbar unzureichend
behandelt. Es seien berufliche Massnahmen zu diskutieren.
A.l Nachdem der Rechtsvertreter des Versicherten am 12. November 2008 (IV-
act. 108) mitgeteilt hatte, dieser habe sich einem dritten Eingriff an der Wirbelsäule
unterziehen müssen (minimal-invasive Foraminotomie L5 rechts am 29. Oktober 2008
bei extraforaminaler Diskushernie LW5/S1, vgl. IV-act. 109-2), wurde ein Bericht der
Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen eingeholt. Im IV-Arztbericht vom
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Februar 2009 (IV-act. 112) gab die Klinik an, es habe sich eine reaktive Depression
eingestellt. Eine Arbeitsfähigkeit bestehe nur in sehr eingeschränktem Mass
(eingeschränkte Gewichtsbelastung, zeitliche Limite), worüber eine objektive Evaluation
der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu empfehlen sei. Tätigkeiten rein im Sitzen
und wechselbelastende Tätigkeiten seien seit ungefähr 2008 zeitlich ungefähr zu 50 %
zumutbar; die Einschränkung der Leistung ergäbe sich aus der EFL. Am 5. Juni 2009
(IV-act. 116) berichtete der Rechtsvertreter, es werde eine weitere Operation in
Betracht gezogen. Der Heilungsverlauf scheine äusserst langwierig zu werden. Dem
beigelegten Bericht der erwähnten Klinik vom 5. Mai 2009 (IV-act. 117) war zu
entnehmen, dass ein Kernspintomogramm eine eher progrediente Osteochondrose und
eine leichte Rezidivdiscushernie L5/S1 foraminal bis extraforaminal gezeigt habe,
welche die Beschwerdesymptomatik gut erkläre. Im Arztbericht vom 22./23. Juni 2009
(IV-act. 119) gab die Klinik bekannt, es persistierten belastungsabhängige
Lumboischialgien rechts, welche Ausdruck einer nachhaltigen Nervenaffektion seien.
Daneben bestünden weiterhin chronische Nacken-/Schulter-/Armschmerzen.
Zusätzlich schränke eine reaktive Depression ein. Leichte Tätigkeiten seien im
Ausmass von 25 % zumutbar. Nach Abschluss der Behandlung bzw. der allfälligen
nächsten Operation sei die Arbeitsfähigkeit objektiv zu quantifizieren. - Dr. D._
erklärte in einem Arztbericht vom 20. September 2009 (IV-act. 123), der Versicherte sei
vom 1. Juli 2005 bis 10. Juli 2007 zu 100 %, anschliessend bis 17. Dezember 2007 zu
80 % und hernach bis zum 31. Dezember 2007 wiederum zu 100 % arbeitsunfähig
gewesen. Seit dem 28. Oktober 2008 sei er ebenfalls zu 100 % arbeitsunfähig. Auch in
einer angepassten Tätigkeit bestehe, wenn überhaupt, nur eine minimste
Einsatzmöglichkeit. Wechselbelastende Tätigkeiten seien (seit Oktober 2008) während
einer Stunde pro Tag zumutbar; mit welcher Leistung, sei unklar. In einem Bericht vom
30. Januar 2010 (IV-act. 131) erklärte Dr. D._, zurzeit bestehe keine verwertbare
Arbeitsfähigkeit. Der Zustand sei nicht stabil.
A.m Am 25. Februar 2010 ging ein Bericht der Klinik für Neurochirurgie am Kantons
spital St. Gallen (IV-act. 137) ein, wonach eine interlaminäre Fensterung L5/1 rechts mit
Entfernung des rechts medio-lateralen Bandscheibenvorfalls und Dekompression der
Nervenwurzel L5 in diesem Bereich indiziert sei.
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A.n Am 13. April 2010 (IV-act. 144) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem
Versicherten, nachdem sie ihm am 13. Oktober 2009 (IV-act. 126) Arbeitsvermittlung
zugesprochen hatte, mit, aufgrund seines Gesundheitszustands seien zurzeit keine
beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich.
A.o Wie einem Bericht der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom
6. Mai 2010 (IV-act. 148-3 f.) zu entnehmen ist, bestehe nach der Operation vom
8. März 2010 weiterhin eine Hypästhesie im Bereich des lateralen rechten Unter
schenkels. Neue neurologische Defizite seien nicht aufgetreten.
A.p In einem weiteren interdisziplinären Gutachten von Dr. F._ und Dr. G._ vom
14. Dezember 2010 (IV-act. 153) wurde bekannt gegeben, als Diagnosen lägen
(verkürzt wiedergegeben) vor (rheumatologisch) nebst dem residuellen sensiblen
Ausfallssyndrom C8 links ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit
möglicher sensibel radikulärer Symptomatik L5 rechts, möglicher Narbenbildung und
ausgeprägter Schmerzchronifizierung mit V. a. neuropathische Schmerzkomponente,
und (psychiatrisch) eine Dysthymia und eine ausgeprägte Schmerzchronifizierung mit
V. a. neuropathische Schmerzkomponente. Aus rheumatologischer Sicht sei der
zwischenzeitlich auch an der Wirbelsäule operierte Versicherte ab dem Zeitpunkt der
Begutachtung zu mindestens 60 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit um rund 25 bis 30 %, und zwar lediglich aufgrund
einer verminderten Konzentrationsfähigkeit und einer erhöhten Tagesmüdigkeit,
weshalb sich ein erhöhter Pausenbedarf ergebe. Bidisziplinär sei daher ab dem Datum
der Begutachtung von einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 60 %
auszugehen. Durch die Medikation erlebe der Versicherte die Schmerzen als weniger
bedrängend. Die Psychotherapie nehme er regelmässig wahr. Bei Fortbestehen von
eklatanten neuropsychologischen Defiziten müsste eine entsprechende Untersuchung
eingeleitet werden.
A.q Am 17. Mai 2011 (IV-act. 166) wurden berufliche Massnahmen wiederum infolge
subjektiven Krankheitsempfindens abgeschlossen.
A.r Die Psychosomatik des Departements Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen
berichtete dem neuerdings behandelnden Hausarzt Dr. med. H._, Allgemeine Medizin
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FMH, am 27. Mai 2011 (IV-act. 173), beim Versicherten habe sich im Zug einer seit ca.
sechs Jahren bestehenden chronischen Schmerzkrankheit (chronisches
neuropathisches Schmerzsyndrom L5 rechts) eine depressive Anpassungsstörung
entwickelt. Die Klinik für Neurochirurgie erwäge das Implantieren einer Spinal Cord
Stimulation (SCS).
A.s Mit Vorbescheid vom 14. Juli 2011 (IV-act. 178 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten die Ausrichtung einer
Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40 % ab 1. August 2009 in Aussicht.
A.t Der Versicherte liess durch seinen Rechtsvertreter am 19. September 2011 (IV-
act. 184) einwenden, es sei ihm ab 1. Juli 2005 mindestens eine Dreiviertelsrente
zuzusprechen, eventuell seien weitere Abklärungen vorzunehmen.
A.u Am 12. Dezember 2011 (IV-act. 191-2 ff.) sprach die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten ab 1. August 2009 eine Viertelsrente
zu. Der Beginn der langdauernden Krankheit sei auf den 1. April bzw. 1. August 2008
(beides IV-act. 191-9) angesetzt worden. Der Versicherte sei seit 2002 keiner
geregelten Arbeit mehr nachgekommen, so dass der Einkommensvergleich anhand von
Niveau 4 der Tabellenlöhne zu erstellen sei. Eine weitere Begutachtung sei nicht
zielführend. - Der RAD hatte am 4. November 2011 (IV-act. 186) unter anderem
dafürgehalten, es seien postoperative Phasen voller Arbeitsunfähigkeit auch in
adaptierter Tätigkeit von drei Monaten nach Diskushernienoperationen und von sechs
Monaten nach Spondylodesen anzunehmen. Die ersten beiden solchen Phasen wirkten
sich beim Versicherten nicht aus, weil das Wartejahr noch nicht erfüllt gewesen sei. Die
Operation vom Oktober 2008 falle in das Wartejahr, das im August 2008 begonnen
habe, und die postoperative Phase ab März 2010 wirke sich wegen der IV-
Revisionsbestimmungen nicht auf die Rente aus.
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti am
27. Januar 2012 für den Betroffenen erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem
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Beschwerdeführer sei ab dem 1. Juli 2005 (wohl 2006) mindestens eine
Dreiviertelsrente der IV zuzusprechen, eventuell seien weitere medizinische
Abklärungen vorzunehmen, ausserdem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Abklärungen durch die
Beschwerdegegnerin vom Sommer 2008 und Oktober 2010 hätten für die Beurteilung
der Erwerbsunfähigkeit zur Zeit des Rentenbeginns vom Juli 2005 keine Klärung
gebracht. Es gelte daher weiterhin das in der Beschwerdeergänzung vom 28. Februar
2008 Dargelegte. Die dem Gutachten vom März 2007 zugrunde liegende psychiatrische
Beurteilung stelle lediglich eine Momentaufnahme dar. Sie schliesse das
Vorhandensein einer mittelgradigen bis schweren Depression nicht aus, empfehle, die
aktuelle Arbeitsfähigkeit über berufliche Massnahmen oder einen Case-Manager zu
ermitteln und halte eine ambulante tagesklinische Betreuung zur Förderung der
Motivation und Verbesserung des Selbstwertgefühls für allenfalls hilfreich, womit sie
die eigene Arbeitsfähigkeitsschätzung in Frage stelle. Diagnose und
Arbeitsfähigkeitsschätzung stünden zudem in herbem Gegensatz zur Beurteilung durch
den Hausarzt und durch den behandelnden Psychiater Dr. E._. Nach dem
beigelegten Bericht des Letzteren vom 10. März 2007 sei der Beschwerdeführer aus
psychiatrischer Sicht zu 70 % arbeitsunfähig gewesen, nach jenem vom 8. Januar
2008 nach einer Verschlechterung voll. Der Einschätzung von Dr. E._ sei gegenüber
dem Gutachten der Vorzug zu geben, weil sie zum einen auf einer Beobachtung des
Beschwerdeführers über eineinhalb Jahre hinweg und im zweiwöchentlichen Rhythmus
statt auf einem rund zweistündigen Gespräch beruhe. Bei der Begutachtung ohne
Dolmetscher oder Begleitung müssten zum andern zwangsläufig
Verständigungsschwierigkeiten bestanden haben, während Dr. E._ sich bei der
Behandlung und der Begutachtung der Muttersprache des Beschwerdeführers habe
bedienen können. Des Weiteren sei die Stellungnahme des RAD offenkundig ohne das
Vorliegen des Berichts von Dr. E._ vom 10. März 2007 ergangen. Dem
Beschwerdeführer sei daher auf der Grundlage der Beurteilung durch Dr. E._ ab
1. Juli 2006 eine ganze Rente zuzusprechen. Sofern keine Rente gesprochen werde,
habe angesichts der erheblichen Beurteilungsunterschiede und der Verschlechterung
des Gesundheitszustands zwingend eine Neubegutachtung zu erfolgen. Von Juli 2006
bis und mit März 2007 sei aber jedenfalls eine ganze Rente geschuldet, denn selbst
nach der Beurteilung des RAD sei der Beschwerdeführer vom Juli 2005 bis zum
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14. März 2007 vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Auch die Erkenntnisse über den
somatischen Zustand (vom 11. Dezember 2007, Dr. D._, und vom 27. Dezember
2007, Kantonsspital) zeigten, dass die Arbeitsunfähigkeit über der in der Verfügung
angenommenen liege. Die Arbeitsunfähigkeit sei also dauerhaft und erheblich höher als
vom Gutachten veranschlagt. Bis mindestens Ende 2006 sei von einer vollen
Arbeitsunfähigkeit auch in einem angepassten Tätigkeitsbereich auszugehen. Wie der
RAD im April 2006 festgehalten habe, sei eine halbjährige Rekonvaleszenz bezüglich
der somatisch adaptierten Tätigkeit abzuwarten. Dass sämtliche Atteste voller
Arbeitsunfähigkeit über längere Zeit hinweg für jede Tätigkeit im Zusammenhang mit
den ersten Operationen ignoriert worden seien, sei unhaltbar. Missachtet worden sei
auch, dass der Hausarzt und der Gutachter der Psychiatrie einen Ausbau der
beruflichen Tätigkeit, beginnend mit 25 bis 30 % Arbeitsfähigkeit, als ausserordentlich
wichtig bezeichnet hätten. Gerade bei der psychiatrischen Begutachtung sei dem
Beschwerdeführer ein Zustand nach sorgfältiger Wiedereingliederung zugeschrieben
worden, der aber nicht habe erreicht werden können, da nach einem einzigen Versuch
keine weiteren Bemühungen mehr aufgenommen worden seien. Da eine
neurochirurgische bzw. neurologische Problematik im Vordergrund stehe, die Klinik für
Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aber
nur wenig Auskunft gebe, sei eine lediglich rheumatologische und psychiatrische
Begutachtung ungenügend. Unausweichlich sei vielmehr ein polydisziplinäres
Gutachten unter Einschluss einer neurologischen Beurteilung. Die Klinik für
Neurochirurgie am Kantonsspital habe unter Berücksichtigung sämtlicher Vorakten
ausführlich zu berichten und den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu schätzen. Die
Beschwerdegegnerin habe auf ein Invalideneinkommen von Fr. 39'844.-- abgestellt,
gemäss den Akten aufgrund der LSE 2007 Region Ostschweiz. Massgebend sei aber
das Jahr 2006 und regionale Unterschiede dürften nicht berücksichtigt werden. Der
Lohnabzug sei ferner mit 10 % viel zu tief angesetzt worden, angebracht wären 20 bis
25 %. Dazu habe entweder ein Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit oder ein erhöhter
Leidensabzug zu kommen, weil die Inanspruchnahme eines Arbeitsplatzes bei
reduzierter Leistungsfähigkeit ein erhöhtes Entgegenkommen des Arbeitgebers
voraussetze. Insgesamt sei der Maximalabzug von 25 % angemessen. Das
Invalideneinkommen liege demnach bei Fr. 31'941.-- (Fr. 56'784.-- Tabellenlohn, mit
25 % Abzug und bei einer Arbeitsfähigkeit von 75 %). Wenn die Beschwerdegegnerin
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auf ein Einkommen bei der C._ AG von Fr. 59'410.-- im Jahr 2005 abstelle, verkenne
sie, dass damals die invalidisierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen längst
bestanden hätten. Die Kündigung durch die B._ AG sei, obwohl offiziell aus
wirtschaftlichen Gründen erfolgt, auf die beginnenden Probleme in HWS und Arm
zurückzuführen gewesen. Es sei davon auszugehen, dass dieses fünfzehn Jahre
andauernde Arbeitsverhältnis bei Gesundheit des Beschwerdeführers weitergeführt
worden wäre. Bei der C._ AG habe der Beschwerdeführer aufgrund der
gesundheitlichen Beeinträchtigung weniger Stunden arbeiten können, als es sonst der
Fall gewesen wäre. Letztes reguläres und somit als Valideneinkommen massgebliches
Einkommen seien die im Jahr 2001 erzielten Fr. 74'395.-- gewesen. Für 2006 ergebe
sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein Betrag von Fr. 78'775.80.
Selbst mit einer Arbeitsfähigkeit von 75 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 59 %.
Verbleibe eine Restarbeitsfähigkeit, so seien berufliche Massnahmen zuzusprechen.
Was den Zeitraum ab Ende 2008 betreffe, sei nach der derzeitigen Aktenlage
unabhängig vom Resultat der notwendigen zusätzlichen Abklärungen von einer
durchgehenden Arbeitsfähigkeit von maximal 60 % in einer angepassten Tätigkeit
auszugehen. Ein Invaliditätsgrad von über 67 % sei in jedem Fall anzunehmen.
Eventuell könnte anstelle des Einkommens bei der B._ AG dasjenige bei der C._
AG von Fr. 59'411.-- (Fr. 54'460.-- in elf Monaten) als Valideneinkommen gewählt
werden.
B.b Mit Beschwerdeergänzung vom 6. März 2012 bringt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers vor, es sei eine rentenbegründende gesundheitliche
Beeinträchtigung ab Juli 2005 erwiesen. Es seien fünf Eingriffe an der Wirbelsäule
vorgenommen worden. Dass der Beschwerdeführer seit 2002 keiner geregelten Arbeit
mehr nachgekommen sei, treffe nicht zu. Er habe damals seine Stelle als Maler und
seine Nebenerwerbstätigkeit (als Hausabwart) aufgeben müssen, sei aber
anschliessend während rund eineinhalb Jahren temporär arbeitstätig und zuletzt noch
während elf Monaten angestellt gewesen. Die Verfügung vom 28. November 2007 sei
deshalb widerrufen und das Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, weil der Beginn
der Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands für nicht genügend
bestimmt gehalten worden sei. Im Gutachten vom August 2008 sei die erhebliche
Verschlechterung bestätigt worden. Deren Zeitpunkt rückwirkend zu bestimmen, sei
aber als nicht möglich bezeichnet worden. Das lasse aber nicht die Annahme zu, der
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Beschwerdeführer sei damals arbeitsfähig gewesen. Allein die operativen Eingriffe
plausibilisierten volle Arbeitsunfähigkeiten in jeder Tätigkeit jeweils für mehrere Monate.
Massgebend seien die tatsächlich von den Ärzten belegten Ausfälle und nicht
Standardwerte wie vom RAD am 4. November 2011 befürwortet. Gemäss dem Bericht
der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom Februar 2009 sei zudem
aus rein neurologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 % seit
2008 nachgewiesen. Im Zeitraum der ausserordentlich langen Verfahrensdauer habe
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers weiter verschlechtert. Trotz
diverser Infiltrationen habe das Beschwerdebild nicht gebessert werden können, so
dass im März 2010 ein weiterer Eingriff stattgefunden habe. Es sei wiederum ein
ausschliesslich bidisziplinäres Gutachten veranlasst worden. Bezüglich des
rheumatologischen Gutachtens erstaune, dass es ohne Einsicht in das Röntgendossier
habe verfasst werden können. Besonders befremde, dass der einzige
neurochirurgische Arztbericht aus dem Jahr 2009, der eine schon rein zeitlich auf
50 %, aber auch anderweitig zusätzlich beschränkte Arbeitsfähigkeit bescheinige,
ausgeblendet werde. Die theoretische Erwerbsfähigkeit liege erheblich unter 50 %. Es
sei anzuzweifeln, ob überhaupt eine Restarbeitsfähigkeit bestehe. Der Empfehlung,
eine EFL zu veranlassen, sei die Beschwerdegegnerin nicht nachgekommen.
Unabhängig davon stehe jedoch fest, dass die Erwerbsfähigkeit nicht über die
bezeichnete Arbeitsfähigkeit von "anfangs 25 %" hinausgehen könne.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2012 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde und die Feststellung, dass der Beschwerdeführer keinen
Rentenanspruch habe. Gemäss dem ersten Gutachten von März 2007 seien dem
Beschwerdeführer rheumatologisch leicht belastende adaptierte Tätigkeiten unein
geschränkt zumutbar gewesen. Er sei in sehr gutem Allgemeinzustand gewesen, mit
kräftiger, gut mit Muskeln versehener Statur und kompensierter Körperhaltung sowie
ohne palpatorisch nachvollziehbare tendomyotische Verspannungen, wie sie bei der
lumbal geltend gemachten Symptomatik zu erwarten gewesen wären. Auch in der
Nackenregion hätten klinisch abgesehen von der chronischen Ausfallssymptomatik
keine Zeichen einer persistierenden neuromeningealen Reizung bestanden. Im zweiten
Gutachten von August 2008 sei festgehalten worden, in der Nackenregion fehlten
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tendomyotische Verspannungen, wie sie bei einem aktiven Zervikalsyndrom zu
erwarten wären. Bezüglich der nun vermehrt geltend gemachten lumbalen
Schmerzsymptomatik sei wie zervikal eine periradikuläre Infiltration durchgeführt
worden. Der Verlauf nach Sakralblock sei nicht von dritter Seite dokumentiert worden.
Aufgrund der lumbalen Abnützungserscheinungen sei eine verminderte Belastbarkeit
gegeben. Bei beiden Begutachtungen seien somatisch betrachtet also bloss qualitative
Einschränkungen attestiert worden. Für die Annahme einer invalidisierenden
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei aber erforderlich, dass Schmerzangaben auch
durch korrelierende fachärztlich schlüssig festgestellte Befunde hinreichend erklärbar
seien. Der Gutachter habe jedoch das Ausmass der Schmerzen nicht hinreichend
erklären können, so dass rechtlich betrachtet einleuchte, dass rheumatologisch für
adaptierte Tätigkeiten volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Gemäss dem dritten
Gutachten von Dezember 2010 bestünden eine residuelle Ausfallssymptomatik in Form
einer Empfindungsstörung am lateralen Unterschenkel und Schmerzausstrahlungen im
Dermatom [L5], die aber nicht in eine objektivierbare Empfindungsstörung mündeten.
Die entsprechenden Beschwerden erfüllten die Kriterien für einen neuropathischen
Schmerz, der medikamentös behandelt werde. Anhaltspunkte für eine akute
neuromeningeale Kompression seien klinisch nicht zwingend fassbar. Bezüglich
allfälliger Narbenbildung sei eine ergänzende Bildgebung vorgesehen. Der Gutachter
der Rheumatologie habe neuropathische Schmerzen vermutet, die gemäss
Pschyrembel auf Irritation oder Schädigung des peripheren oder zentralen
Nervensystems ohne Beteiligung von Nozizeptoren beruhten. Ein objektives
motorisches Defizit im Bereich der unteren Extremität sei aber - wie am Kantonsspital -
nicht festgestellt worden und eine objektivierbare Schädigung des Nervensystems
habe ebenfalls beiderorts nicht plausibel aufgezeigt werden können. Dass die vier
fachlich korrekt durchgeführten Eingriffe die Schmerzen mittel- und langfristig nicht
hätten zu lindern vermögen, sei als Indiz dafür zu betrachten, dass im Wesentlichen
nicht organische Faktoren die Schmerzwahrnehmung bestimmten. Bei objektiver
Betrachtung habe der Rheumatologe bei der dritten Begutachtung keine
Verschlechterung des somatischen Zustands festgestellt, so dass das Attest einer
Arbeitsunfähigkeit von auf einmal quantitativ 40 % nicht nachvollziehbar sei. Das durch
operative Eingriffe kaum beeinflussbare chronische lumbospondylogene Syndrom
stelle rechtlich einen ätiologisch-pathogenetisch unerklärlichen syndromalen
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Leidenszustand dar, dem infolge fehlender Objektivierbarkeit keine invalidisierende
Wirkung zukomme. In psychiatrischer Hinsicht habe sich der Gutachter mit den anders
lautenden, in Bezug auf die depressive Symptomatik pessimistischeren Beurteilungen
von Dr. E._ auseinandergesetzt. Dieser habe keine objektiv feststellbaren
Gesichtspunkte vorgebracht, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung
unerkannt geblieben und geeignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu
führen. Seine Beurteilung sei auch von einer therapeutischen Sichtweise geprägt, bei
welcher das Augenmerk auf der Schonung des Patienten liege. Der Gutachter dagegen
habe den Zustand streng nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt. Bei der zweiten
Begutachtung sei zwar eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden,
doch sei die Verschlechterung mit der ungenügenden und nicht eingenommenen
antidepressiven Medikation begründet worden. Aus allen drei Beurteilungen werde
deutlich, dass sich die depressive Symptomatik dann verstärke, wenn es zu einer
Schmerzexazerbation komme. Die gutachterlich gestellten Diagnosen und
psychopathologischen Befunde seien also plausibel. Zu prüfen sei indessen, ob die
Leiden den Rechtsbegriff der invalidisierenden Krankheit im Sinn von Art. 4 Abs. 1IVG
erfüllten, und das sei ausschliesslich Aufgabe der rechtsanwendenden Behörde. Die in
der ersten und der letzten Begutachtung diagnostizierte Dysthymie sei nicht
invalidisierend, denn auch der zusätzlichen Diagnose der Probleme in Verbindung mit
Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit komme keine solche Wirkung zu. Auf die attestierte
Arbeitsunfähigkeit von 25 bis 30 % könne somit nicht abgestellt werden. Bei der
anlässlich der zweiten Begutachtung festgestellten mittelgradigen depressiven Störung
mit somatischen Symptomen handle es sich um ein vorübergehendes Leiden, da
solche Episoden im Mittel etwa sechs Monate, selten länger als ein Jahr dauerten, und
länger dauernde Störungen als rezidivierende depressive Störung oder anhaltende
affektive Störungen zu erfassen seien. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische
Störungen würden ausserdem grundsätzlich als therapeutisch angehbar gelten. Auch
der mittelschweren depressiven Störung, unter welcher der Beschwerdeführer
vorübergehend gelitten habe und die vom Schmerzgeschehen geprägt gewesen sei,
komme demnach keine invalidisierende Wirkung zu. Bis zum Verfügungserlass am
12. Dezember 2011 sei der Beschwerdeführer in den somatischen Beeinträchtigungen
angepassten Tätigkeiten uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen. Einzig nach den
operativen Eingriffen sei die Arbeitsfähigkeit jeweils während höchstens drei Monaten
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auch quantitativ eingeschränkt gewesen. Von einer neurologischen Abklärung seien
keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten. Das langjährige Arbeitsverhältnis sei
dem Beschwerdeführer aus wirtschaftlichen und nicht aus gesundheitlichen Gründen
gekündigt worden, zumal als erstes Datum mit einer Arbeitsunfähigkeit der 1. Februar
2005 angegeben worden sei. Die letzte Beschäftigung habe bloss kurz gedauert,
weshalb auf die Erfahrungs- und Durchschnittswerte zurückzugreifen sei, wie sie in der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik enthalten seien. Da der
Beschwerdeführer in einer körperlich leichten adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit in seiner
Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt sei, entfielen sowohl ein Teilzeit- wie ein
Leidensabzug. Auch unter dem Titel des Alters sei kein Abzug zu machen, ebenso
wenig aufgrund der Nationalität, denn die statistischen Löhne erfassten jene der
schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung. Die angeblichen sprach
lichen Schwierigkeiten würden sich ebenfalls nicht lohnmindernd auswirken. Ein Inva
liditätsgrad liege nicht vor, selbst bei Einräumen des Maximalabzugs aber jedenfalls
kein rentenbegründender.
D.
Am 8. Mai 2012 hat die Verfahrensleitung dem Gesuch um Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen.
E.
Mit Replik vom 7. Juni 2012 beantragt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für
ihn ergänzend die Abweisung des Antrags der Beschwerdegegnerin. Dr. D._ habe
bestätigt, dass der Beschwerdeführer bereits 1995, dann wieder 2002 und 2003 sowie
im Januar, Februar und Ende Juni 2005 über Nackenschmerzen geklagt, aber
weitergearbeitet habe. Schon im Jahr 2003 und im Januar 2005 habe er eine
Diskushernie diagnostiziert. Der RAD habe auf die Anfrage vom 21. März 2006 hin (IV-
act. 22-2) zutreffend ausgeführt, dass lediglich zwei Monate nach der Spondylodesen-
Operation noch nichts zur somatisch adaptierten Tätigkeit ausgesagt werden könne; es
müsse erst eine halbjährige Rekonvaleszenz abgewartet werden. Das Gutachten vom
21./27. August 2008 beruhe auf einer ambulanten Untersuchung, die rund zehn
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Wochen früher stattgefunden habe. Es behaupte einen gleich bleibenden somatischen
Gesundheitszustand, habe sich aber bereits eine Woche nach Eingang bei der
Beschwerdegegnerin diesbezüglich als obsolet erwiesen, da die Klinik für
Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen am 8. September 2008 von einer
Kompression durch eine Diskushernie berichtet habe, die das Schmerzsyndrom des
Beschwerdeführers gut zu erklären vermöge. Die Korrelation zwischen dem
Schmerzsyndrom und dem Bildbefund habe die Klinik in der Folge nach einem
stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers am 3. November 2008 bestätigt. Im
Februar 2009 habe sie eine Arbeitsfähigkeit unter sehr erheblichen Einschränkungen in
einem zeitlichen Rahmen von maximal 50 % als zumutbar erachtet. Von der
Beschwerdegegnerin nicht erwähnt worden seien die Eingriffe vom November 2009
und vom März 2010. Die Behauptung, die Schmerzangaben würden nicht mit
fachärztlich schlüssig festgestellten Befunden korrelieren, sei aktenwidrig. Sie
widerspreche den Berichten der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen
und den rheumatologischen Diagnosen und verschweige, dass jeweils keine aktuellen
Röntgendossiers vorgelegt worden seien, wie sich den ersten beiden Gutachten
entnehmen lasse. Anlässlich der zweiten Begutachtung seien mit Verweis auf
Ausführungen der Klinik Stephanshorn Einengungen des Spinalkanals, Kontakte zur
Nervenwurzel und Diskushernien bestätigt worden. Dass das Ausmass der Schmerzen
mit den erhobenen Befunden am Bewegungsapparat nicht erklärbar wäre, ergebe sich
aus den Gutachten nicht. Die dritte Begutachtung sei in erster Linie wegen der
dazugekommenen Operationen veranlasst worden; die angebliche
Symptomausweitung sei nur zuletzt noch erwähnt worden. Aus dem Gutachten sei zu
schliessen, dass die geltend gemachten Beschwerden nach Erkenntnis des Gutachters
die Kriterien für einen neuropathischen Schmerz erfüllten. Falsch sei die Behauptung,
die Problematik habe kein organisches Korrelat (gehabt). Es habe gemäss Bericht vom
17. Februar 2010 eine persistierende Kompression der L5-Nervenwurzel rechts
foraminal festgestellt werden können. Sowohl die Klinik für Neurochirurgie am
Kantonsspital St. Gallen als auch der begutachtende Rheumatologe hätten die
Schmerzangaben des Beschwerdeführers übereinstimmend und im Zusammenhang
mit der ausgewiesenen Wirbelsäulenproblematik als neuropathisch eingeschätzt. Die
nach Konsultation des Pschyrembel angestellte Spekulation der Beschwerdegegnerin
vermöge die Einschätzung der Fachärzte nicht zu erschüttern, zumal Schmerzen bei
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Engpasssyndromen wie beispielsweise Bandscheibenvorfällen gemäss Pschyrembel
explizit als Ursache neuropathischer Schmerzen betrachtet würden. Die
Schmerzangaben seien damit durch korrelierende, fachärztlich schlüssig festgestellte
Befunde hinreichend erklärbar. Sämtliche Arztberichte stünden der Behauptung, der
Beschwerdeführer leide an einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom, das
ätiologisch-pathogenetisch unerklärlich und damit nicht objektivierbar sei, entgegen.
Der Gutachter der Psychiatrie habe am 21. August 2008 die Diagnose bestätigt, welche
Dr. E._ im März 2007 gestellt habe. Der angeblich krasse Gegensatz zur
antidepressiven Medikation lasse sich auflösen. Der Beschwerdeführer habe dem
Gutachter geschildert, er nehme regelmässig Schmerzmedikamente zu sich, auch
müsse er regelmässig Medikamente zur Beruhigung einnehmen. Es sei davon
auszugehen, dass er in Anspannungssituationen und bei Nervosität zu Saroten greife
und seine Schilderung, dass dieses jeweils helfe, durchaus glaubwürdig sei. Der
Gutachter der Psychiatrie gehe im dritten Gutachten von einem verbesserten
Gesundheitszustand aus, ohne dies näher zu begründen. In Anbetracht des gleichzeitig
beschriebenen Rückzugs, der geschilderten fehlenden Zukunftsperspektive, der
Verstimmung und Resignation, der erhöhten Tagesmüdigkeit, der Reizbarkeit usw.
dürfte aber kaum von einer massgebenden Verbesserung auszugehen sein. In
Verbindung mit den Berichten von Dr. E._ gesehen dürfte der Beschwerdeführer am
25. Oktober 2010 einen seiner raren guten Tage gehabt haben. Der behandelnde
Psychiater habe entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin objektiv
feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die
Ausführungen des Gutachters, der den Beschwerdeführer in einem Zeitraum von
annähernd vier Jahren drei Mal gesehen habe, hinsichtlich der Schwankungen des
psychischen Gesundheitszustands zuverlässiger sein sollten, als diejenigen des
behandelnden Psychiaters, welcher den Beschwerdeführer im Zweiwochenrhythmus
getroffen habe. Die vorübergehende Verschlechterung der Befindlichkeit im
Zusammenhang mit Schmerzexazerbationen sei lediglich eine Vermutung des
Gutachters. Der Gutachter der Psychiatrie sei anlässlich der ersten Begutachtung nicht
in der Lage gewesen, eine Diagnose festlegen. In Anbetracht der Diagnosen des
behandelnden Psychiaters und der eigenen Diagnose vom Mai/August 2008 sei davon
auszugehen, dass er die Schwere der Einschränkung unterschätzt habe. Damals habe
die Arbeitsunfähigkeit weit über 25 bis 30 % gelegen. Dass die Arbeitsunfähigkeit
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aus psychiatrischer Sicht im Oktober 2010 tiefer eingeschätzt werde, liege wohl
ausschliesslich daran, dass die Gutachter hätten erkennen müssen, dass die
Schmerzsymptomatik nicht allein psychisch bedingt sei, sondern über ein somatisches
Korrelat verfüge. Da beim Beschwerdeführer seit über sechs Jahren mittel- bis
schwergradige depressive Störungen diagnostiziert und regelmässig
psychotherapeutisch behandelt würden, könne nicht mehr von einem vorübergehenden
Leiden ausgegangen werden. Dass der Beschwerdeführer nicht in einer angepassten
Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei, ergebe sich nicht nur aus den
regelmässigen Berichten der Klinik für Neurochirurgie und den Berichten von Dr. E._,
sondern auch aus den Einschätzungen der Gutachter und des RAD. Postoperative
Arbeitsunfähigkeiten könnten nicht abstrakt bestimmt werden. Ausserdem habe der
Beschwerdeführer fünf Operationen über sich ergehen lassen müssen. Die Begründung
der Kündigung mit wirtschaftlichen Gründen sei erfolgt, um dem Beschwerdeführer das
wirtschaftliche Fortkommen zu erleichtern. Nach dem über 15 Jahre dauernden
Anstellungsverhältnis mit einem ansehnlichen Einkommen von gegen Fr. 75'000.-- und
einer weiteren Tätigkeit als Maler wäre, wenn wider Erwarten auf Tabellenlöhne
abgestellt werden müsste, das Anforderungsniveau 2 bzw. 3 im Baugewerbe
massgebend. Die Arbeitsfähigkeit liege bei maximal 60 % Dass ausländische
Arbeitskräfte keine Lohnnachteile in Kauf zu nehmen hätten, sei falsch, wie sich aus
der LSE (2008, Ziff. 2 S. 5) ergebe.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 22. Juni 2012 auf die Erstattung einer Duplik ver
zichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Nach dem davor (bis
31. Dezember 2007) in Kraft gewesenen Recht entsteht der Rentenanspruch frühestens
nach Ablauf der Wartezeit (aArt. 29 Abs. 1 IVG). Meldet sich eine versicherte Person
mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen
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nach aArt. 48 Abs. 2 IVG für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate
ausgerichtet. Nach dem neuen, ab 1. Januar 2008 geltenden Art. 29 Abs. 1 IVG
entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der
Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Die Beschwerdegegnerin hat die
angefochtene Verfügung am 12. Dezember 2011, also unter der Geltung des Rechts
dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in
eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück, so dass zu entscheiden ist, ob sich
der Rentenbeginn nach altem oder nach neuem Recht richte. Die 5. IV-Revision enthält
keine die Rente betreffende übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für
Sozialversicherungen unterstellt aber im IV-Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember
2007 in Bezug auf den Rentenbeginn zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke.
Danach gilt (jedenfalls dann) altes Recht, wenn der Versicherungsfall gemäss altem
Recht (im Folgenden zitiert) vor dem 1. Januar 2008 eingetreten (d.h. die Wartezeit mit
anschliessender Erwerbsunfähigkeit vor dem 1. Januar 2008 bereits abgelaufen) ist.
Wie es sich mit dem Eintritt des Versicherungsfalls vorliegend verhält, wird zu erwägen
sein. Für die Invaliditätsbemessung als solche hat sich keine Änderung der Rechtslage
ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2011 hat die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 1. August 2009 eine Viertelsrente
zugesprochen. Das Verwaltungsverfahren hat sich auf die Ansprüche auf berufliche
Massnahmen und auf Rente bezogen. Die beruflichen Massnahmen wurden wegen des
subjektiven Krankheitsempfindens des Beschwerdeführers mit Mitteilung vom 17. Mai
2011 abgeschlossen. In der Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegegnerin
die Feststellung, dass kein Rentenanspruch bestehe, also eine reformatio in peius. Der
Beschwerdeführer lässt in diesem Verfahren ab einem früheren Zeitpunkt (höhere)
Rentenleistungen, aber keine beruflichen Massnahmen beantragen. Zum
Streitgegenstand gehört allerdings angesichts des verfügten Rentenanspruchs
notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor
Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen
korrekt in Anspruch genommen habe. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist der
Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach Durchführung
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
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vorzunehmen und hat die versicherte Person, wenn ohne berufliche Massnahmen ein
Rentenanspruch droht, die Pflicht, sich geeigneten und zumutbaren
Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die Verwaltung ihrerseits hat die Pflicht,
vor dem Entscheid über die Rentenfrage von Amtes wegen alle
Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden.
2.
2.1 Nach Art. 28 IVG (Abs. 1 in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Fassung, Abs. 2 in der Fassung seit dem 1. Januar 2008) besteht der
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu
70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Im Hinblick auf einen Rentenanspruch gilt die Invalidität in dem Zeitpunkt als ein
getreten, in dem der Anspruch nach Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007
gültig gewesenen Fassung) entsteht, d.h. (abgesehen von der hier nicht anwendbaren
lit. a) frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig
(Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b; BGE 129 V 418 E. 2.1). Die einjährige Wartezeit gilt
als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % besteht (AHI 1998
S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit liegt vor, wenn die
versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig
war (Art. 29 IVV; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S K. vom
26. März 2004, I 19/04). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von
Arbeitsunfähigkeit sind zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; Ulrich Meyer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 1. A. 1997, S. 238; BGE 117 V 26 E. 3b;
BGE 121 V 264; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom
2. März 2000, I 307/99).
2.3 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
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Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im
Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V
99 f. E. 4; ZAK 1982 S. 34).
3.
Aus der medizinischen Aktenlage ergibt sich, dass beim Beschwerdeführer ab 1. Juli
2005 eine im oben erwähnten Sinn ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit bestand.
Dr. D._ hat zwar Nackenschmerzen schon für die Jahre 1995, 2001 und 2003 be
stätigt, ohne aber eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen. Bezogen auf die bisherige
Tätigkeit als Maler lag die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab Juli 2005 bei
100 %. Dabei blieb es, wie sich unter anderem auch dem ersten Gutachten vom März
2007 entnehmen lässt. Bei erstem möglichem Ablauf eines Wartejahres im Juli 2006 lag
eine zurückliegende entsprechende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit vor. Nach
Angaben von Dr. D._ vom 5. November 2005 war eine adaptierte Tätigkeit zur
Berichtszeit zeitlich schätzungsweise zur Hälfte zumutbar geworden. Fachärztlich war
am 7. Januar 2006 dafürgehalten worden, die Arbeitsfähigkeit müsse diesbezüglich
erst evaluiert werden. Die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen
beschrieb aber verschiedene Rahmenbedingungen für eine adaptierte Tätigkeit und
rechnete damit, dass der Beschwerdeführer schmerzbedingt zeitlich reduziert belastbar
sei. Es war von einer deutlichen Einschränkung des Beschwerdeführers in seiner
allgemeinen Belastbarkeit die Rede. Gemäss dem letzten Arztbericht vor Ablauf des
Wartejahres im Juli 2006, nämlich jenem vom 30. April 2006, berichtete Dr. D._ von
einer Zustandsverschlechterung. Weder sei es dem Beschwerdeführer möglich, mit
den Armen zu arbeiten, noch Lasten zu heben oder zu tragen oder länger als
30 Minuten zu gehen. Adaptierte Tätigkeiten seien zumutbar, doch müssten zuerst
medizinische Massnahmen durchgeführt werden. Die LWS müsse wahrscheinlich
operiert werden. Ein MRT der LWS vom 26. April 2006 hatte nämlich diverse Befunde
ergeben, unter anderem einen partiellen Diskuskollaps L5/S1 und eine zirkumferentielle
flachbogige Diskushernie mit foraminaler Kompression der Nervenwurzel L5 rechts und
foraminal links bis an die nicht komprimierte Nervenwurzel L5 heranreichend. Wie dem
Gutachten vom März 2007 zu entnehmen ist, hat die Klinik für Neurochirurgie am
Kantonsspital St. Gallen am 12. Mai 2006 zunächst einen konservativen
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Therapieversuch empfohlen, hernach eventuell eine selektive Wurzelinfiltration. Es ist
angesichts der von Dr. D._ beschriebenen Einschränkungen und der genannten
Befunde davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei Ablauf des Wartejahres im
Juli 2006 auch in einer adaptierten Tätigkeit nicht arbeitsfähig und also voll
erwerbsunfähig bzw. invalid (vgl. unten E. 7.1) war. Da im damaligen Zustand auch
keine beruflichen Massnahmen in Frage kamen, entstand im Juli 2006 ein Anspruch auf
eine ganze Rente.
4.
Im Fall einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen notwendig, den
Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe der
jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE 106 V 16;
BGE 109 V 125).
5.
5.1 Bei der ersten Begutachtung vom März 2007 wurde festgestellt, dass eine
umschriebene adaptierte Tätigkeit rheumatologisch betrachtet voll zumutbar sei. Aus
psychiatrischer - und interdisziplinärer - Sicht sei die Arbeitsfähigkeit zu ca. 25 %
eingeschränkt. Dr. D._ hielt am 5. Juli 2007, nachdem die Eingliederungsberatung auf
die Arbeitsfähigkeit von 75 % verwiesen hatte, einen Wiedereinstieg in die
Erwerbstätigkeit mit einer Arbeitsfähigkeit von nur 25 bis 30 % und mit monatlichen
Steigerungen für erforderlich. Am 10. Juli 2007 attestierte er dem Beschwerdeführer
eine Arbeitsfähigkeit von 20 %. Im letztgenannten Ausmass arbeitete der
Beschwerdeführer in der Folge denn auch in einem RAV-Einsatzprogramm. Der
Standpunkt von Dr. D._ wurde im zweiten Gutachten vom August 2008 (IV-
act. 105-14) gestützt. Die im ersten Gutachten bezeichnete Arbeitsfähigkeit von 75 %
wäre danach lediglich als theoretisch erreichbares Potential zu verstehen gewesen. Es
ergibt sich somit, dass sich bis zum März 2007 eine Verbesserung des
gesundheitlichen Zustands eingestellt hat, die attestierte Arbeitsfähigkeit von 75 %
medizinisch gesehen aber nicht bereits ab März 2007 voll verwertbar war. Da die
Erwartung einer sofortigen Umsetzung einer solchen Arbeitsfähigkeit nach
gutachterlicher Einschätzung das Scheitern der Verwertbarkeit provoziert hat, ist (ab
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September 2007) von einer Arbeitsfähigkeit von zunächst 20 % und davon
auszugehen, dass eine rentenwirksame Verbesserung (Erwerbsunfähigkeit von unter
70 %) sich damals noch nicht ergeben hat. Nach Auffassung von Dr. D._ vom
20. September 2009 lag im Übrigen vom 18. bis 31. Dezember 2007 wieder volle
Arbeitsunfähigkeit vor.
5.2 Am 8. Januar 2008 beschrieb der behandelnde Psychiater eine Verschlechterung
des Zustands mit voller Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Es sei zu einer
psychischen Dekompensation und einer schweren depressiven Störung gekommen.
Die nachfolgende (zweite) Begutachtung vom August 2008 bestätigte, dass sich der
Beschwerdeführer deutlich depressiver gezeigt habe. Es wurde gutachterlich die
Diagnose einer mittelgradigen depressiven Störung mit somatischen Symptomen
gestellt und eine (psychiatrische) Arbeitsunfähigkeit von 40 % bescheinigt. Hierauf ist
für die Zeit ab der Begutachtung (9. Juni 2008) abzustellen. Insgesamt liesse sich damit
- trotz psychischer Verschlechterung - eine Erhöhung der medizinisch gesehen
verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf 60 % annehmen, sofern die rheumatologische
Beurteilung als stichhaltig bezeichnet werden könnte. Das kann aber nicht
angenommen werden. Denn Zweifel daran ergeben sich dadurch, dass bei der
Begutachtung keine aktuellen Bilder angefertigt wurden und - entgegen der
diesbezüglich geklagten Verschlechterung - darauf abgestellt wurde, dass sich das
lumbale (und zervikale) Schmerzsyndrom klinisch gegenüber der Voruntersuchung eher
in besserem Zustand zu präsentieren scheine, wenn man die lokalen Befunde am
Bewegungsapparat und nicht das misslaunige Gesamtzustandsbild des
Beschwerdeführers betrachte. Bei einer zehn Tage nach Erstattung des Gutachtens
vorgenommenen Abklärung wurde allerdings, wie unten dargelegt wird, eine
Diskushernie L5/S1 gefunden. Da selbst eine allfällige Veränderung jedoch, wie sich
aus dem Folgenden ergibt, nicht ausreichend lange (drei Monate) anhielt, fällt sie für
eine Anpassung des Rentenanspruchs in jedem Fall ausser Betracht.
5.3 Wie aus einem Bericht der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen
vom 8. September 2008 (IV-act. 109) hervorgeht, hat nämlich ein
Computertomogramm vom 5. September 2008 wie erwähnt eine Diskushernie L5/S1
objektivieren können. Die Diskopathie mit bereits vorliegender Osteochondrose sei
nicht progredient, doch bestehe foraminal bis extraforaminal eine Kompression durch
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eine Diskushernie, wodurch das Schmerzsyndrom des Beschwerdeführers gut
erklärbar sei. Für den Fall persistierender Schmerzen wurde ihm eine Foraminotomie
empfohlen. Diese wurde am 29. Oktober 2008 durchgeführt. Am 3. November 2008 (IV-
act. 109-3) hielt die Klinik fest, aufgrund der Operation im Bereich des Ganglions des
Nerven L5 sei bekanntlich mit einer längeren Rekonvaleszenz zu rechnen. Nach
Angaben vom Februar 2009 bestand eine Arbeitsfähigkeit nur sehr eingeschränkten
Ausmasses (zeitlich auf etwa 50 %, die Leistung wäre zu eruieren). Am 5. Mai 2009
wurde von einer eher progredienten Osteochondrose und einer leichten
Rezidivdiskushernie L5/S1 berichtet, welche die Beschwerdesymptomatik gut erkläre.
Nach Angaben vom 22./23. Juni 2009 war dem Beschwerdeführer damals eine
Arbeitsfähigkeit von 25 % zumutbar. Nach Abschluss der Behandlung bzw. der
allfälligen nächsten Operation sei diese objektiv zu quantifizieren. Die Operation
erfolgte am 8. März 2010. Zwischenzeitlich hatte auch Dr. D._ dafürgehalten, dass
auch in adaptierter Tätigkeit nur minimste Einsatzmöglichkeiten bestünden (zeitlich
betrachtet eine Stunde Arbeit pro Tag - 12 % - mit unklarer Leistungsfähigkeit;
September 2009). Im Januar 2010 lag nach seinen Angaben keine Arbeitsfähigkeit
mehr vor. Damit blieb es wiederum bei dem unveränderten Rentenanspruch.
6.
6.1 Rund neun Monate nach der Operation vom 8. März 2010 wurde dem
Beschwerdeführer im dritten Gutachten vom 14. Dezember 2010 wiederum eine
Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 40 % attestiert, diesmal allerdings aus
rheumatologischer Sicht (höchstens 40 %) und unter Mitberücksichtigung einer
psychiatrisch bedingten Einschränkung um 25 bis 30 %.
6.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich, was den somatischen Gesichtspunkt zu jener
Zeit betrifft, auf den Standpunkt, das chronische lumbospondylogene Syndrom stelle
rechtlich einen ätiologisch-pathogenetisch unerklärlichen syndromalen Leidenszustand
dar, dem infolge fehlender Objektivierbarkeit keine invalidisierende Wirkung zukomme
(vgl. dazu unten E. 6.5). Bei objektiver Betrachtung habe der Rheumatologe keine
Verschlechterung festgestellt, so dass das Arbeitsunfähigkeitsattest nicht
nachvollziehbar sei. Er habe neuropathische Schmerzen vermutet. Ein objektives
motorisches Defizit im Bereich der unteren Extremität sei aber nicht festgestellt worden
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und eine objektivierbare Schädigung des Nervensystems habe ebenfalls nicht plausibel
aufgezeigt werden können. Dass die vier fachlich korrekt durchgeführten Eingriffe die
Schmerzen mittel- und langfristig nicht hätten zu lindern vermögen, sei als Indiz dafür
zu betrachten, dass im Wesentlichen nicht organische Faktoren die
Schmerzwahrnehmung bestimmten.
6.3 Die Berichte der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital zeigen ein anderes
Bild. Ein objektives motorisches Defizit im Bereich der unteren Extremität besteht zwar
nicht (vgl. IV-act. 153-22). Schon im Bericht vom 22./23. Juni 2009 etwa wurde aber
ausdrücklich festgehalten, die persistierenden belastungsabhängigen Lumboischialgien
rechts seien Ausdruck einer nachhaltigen Nervenaffektion. Und nach der Fensterung
L5/S1 vom 8. März 2010, die erforderlich geworden war, gab die Klinik am 26. August
2010 (IV-act. 153-22) und im jüngsten vorhandenen Bericht vom 23. September 2010
(IV-act. 153-25) an, es bestehe unter anderem eine lumbale Diskushernie L5/S1 rechts
paramedian breitbasig mit persistierender Kompression der L5-Nervenwurzel rechts
foraminal. Die neuropathischen Schmerzen konnten danach aufgrund einer
medikamentösen Behandlung, die allerdings eine Müdigkeit bewirkt habe, und durch
Physiotherapie moderat reduziert werden. Gemäss dem dritten Gutachten vom
Dezember 2010 bestehen beim chronischen lumbospondylogenen Syndrom rechts
möglicherweise eine sensibel radikuläre Symptomatik L5 rechts und möglicherweise
eine Narbenbildung. - Von einem somatisch unerklärlichen Leiden und mangelnder
Nachvollziehbarkeit einer somatisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
kann selbst nicht für den Zeitraum nach einer Rekonvaleszenzphase im Anschluss an
die Operation vom März 2010 (erst recht aber nicht für die jeweils früheren Phasen) die
Rede sein, auch wenn die Schädigungen jeweils fachgerecht operativ behandelt
worden sind. Es geht nicht an, selbst eine aus rheumatologischen bzw.
neurochirurgischen Gründen fundiert attestierte Arbeitsunfähigkeit mit der Begründung
abzutun, es handle sich um einen unklaren syndromalen Zustand.
6.4 Auch hinsichtlich des psychiatrischen Zustands bringt die Beschwerdegegnerin in
der Beschwerdeantwort vor, ein invalidisierendes Leiden habe in der gesamten Zeit
weder bei diagnostizierter Dysthymia noch bei der mittelgradigen depressiven Störung
mit somatischen Symptomen vorgelegen, so dass auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit
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von 25 bis 30 % nicht abgestellt werden könne. Die depressive Störung sei
therapeutisch behandelbar und vom Schmerzgeschehen geprägt gewesen.
6.5 Das Bundesgerichts hat in seiner Rechtsprechung festgehalten, sämtlichen
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Grundlage (BGE 136 V 279) komme nur ausnahmsweise
invalidisierender, d.h. einen Rentenanspruch begründender Charakter zu (Art. 4 Abs. 1
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG; grundlegend BGE 130 V 352). Ein solcher
Sachverhalt liegt hier indessen wie erwähnt nicht vor. Nach der Objektivierung der
Diskushernie L5/S1 am 5. September 2008 etwa war das Schmerzsyndrom (bzw. die
Beschwerdesymptomatik) des Beschwerdeführers im Gegenteil ausdrücklich als gut
erklärbar bezeichnet worden, ebenso am 5. Mai 2009 jenes aufgrund der eher
progredienten Osteochondrose und leichten Rezidivdiskushernie L5/S1. Aus
fachärztlich neurochirurgischer Sicht (Bericht vom 3. November 2008) war zudem auch
damit zu rechnen, dass nach der Operation im Bereich des Ganglions des Nerven L5
längere Rekonvaleszenzzeiten erforderlich sind. - Im Verlauf des Rückenleidens mit
Verlust der Arbeitsmöglichkeit ist beim Beschwerdeführer mit einer depressiven
Verstimmung ein psychiatrisches Leiden aufgetreten. Dieses war bereits nach
Einschätzung des Gutachters der Psychiatrie im ersten Gutachten vom März 2007 klar
an die Schmerzexazerbationen gekoppelt. Es wurde festgehalten, der
Beschwerdeführer sei aufgrund der chronischen Schmerzen psychisch beeinträchtigt.
Von einem unklaren Beschwerdebild ohne organische Ursache kann demnach nicht
gesprochen werden. Bei der dritten Begutachtung, welche zu beurteilen ist, wurde
festgehalten, aufgrund der subjektiv und objektiv erkennbaren Schmerzdistanzierung
aufgrund der Medikation mit Lyrica habe sich auch der psychische Befund im Vergleich
zur Vorbegutachtung (von 2008) verbessert. Das untermauere die These, dass der
Beschwerdeführer an - von einer somatoformen Schmerzstörung zu unterscheidenden
- neuropathischen Schmerzen leide. Schon im März 2007 hat der Gutachter im Übrigen
die Wahl der Diagnose damit begründet, dass das psychiatrische Leiden bereits länger
als zwei Jahre dauere, womit nicht angeht, die psychische Störung (selbst für den
Zeitraum bis zum Gutachten von 2010 bzw. bis zur angefochtenen Verfügung vom
Dezember 2011) als vorübergehende von der invalidisierenden Wirkung
auszuschliessen. Festzuhalten ist aber jedenfalls, dass die psychisch begründete
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss dem dritten Gutachten ohnehin in
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der grösseren Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen aufgeht, also keine
eigenständige Bedeutung (mehr) hat.
6.6 Anzumerken ist im Zusammenhang mit dem dritten Gutachten, dass dem
Gutachter der Rheumatologie kein Röntgendossier vorlag (IV-act. 153-14). Im Hinblick
auf eine allfällige Narbenbildung sah er eine ergänzende Bildgebung vor. Hingegen
konnte der Gutachter verschiedene ärztliche Berichte berücksichtigen und hat auch
noch Akten angefordert, unter anderem solche der Klinik für Neurochirurgie am
Kantonsspital St. Gallen von August und September 2010. Nach diesem Gutachten
vom Dezember 2010 wurden keine Berichte der behandelnden Ärzte mehr eingeholt,
so dass nicht ersichtlich ist, ob der gutachterlich diagnostizierte V. a. eine
neuropathische Schmerzkomponente später weiter beobachtet worden ist. Indirekt -
durch Bericht der Psychosomatik vom 27. Mai 2011 - bekannt geworden ist hingegen,
dass die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen das Implantieren einer
SCS erwog. Da allerdings eine gesundheitliche Veränderung bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung am 12. Dezember 2011 nicht geltend gemacht worden ist,
kann auf die Veranlassung entsprechender Abklärungen verzichtet werden.
6.7 Auf das Ergebnis des dritten Gutachtens kann für die Frage der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit (60 % in adaptierter Tätigkeit) ab der Begutachtung (25. Oktober 2010)
bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung, der die zeitliche Grenze
des vorliegend zu beurteilenden Sachverhalts setzt, abgestellt werden. Dieses
erscheint überzeugend und es ist davon auszugehen, dass eine zusätzliche
Begutachtung durch neurochirurgische Spezialisten angesichts des Einbezugs
entsprechender Berichte in das Gutachten nicht erforderlich ist.
6.8 Auch in psychiatrischer Hinsicht ist dem dritten Gutachten ausreichender
Beweiswert zuzuerkennen.
7.
7.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG wird das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt
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zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden
wäre (Valideneinkommen). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist
rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl.
Bundesgerichtsentscheid i/S. A. vom 17. April 2012).
7.2 Der Beschwerdeführer war während fünfzehn Jahren bei der gleichen
Arbeitgeberin tätig. Nach dem Arbeitsplatzverlust hat er in einer
Temporärunternehmung gearbeitet und hatte hernach eine befristete Anstellung. Er
macht geltend, der Verlust der langjährigen Stelle sei bereits wegen gesundheitlichen
Einschränkungen erfolgt, auch wenn in der Arbeitgeberbescheinigung wirtschaftliche
Gründe dafür angegeben worden seien. Dr. D._ hat Beschwerden schon während
der Dauer jenes Arbeitsverhältnisses beschrieben, mit denen der Beschwerdeführer
aber gleichwohl weitergearbeitet habe. Eine Arbeitsunfähigkeit hat er erst für das Jahr
2005 bescheinigt. Selbst wenn die Kündigung im Wesentlichen wirtschaftlich bedingt
war, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wieder eine entsprechend
entlöhnte Beschäftigung gesucht hat. Dass er in dem befristeten Arbeitsverhältnis
weniger verdient hat, ist für die Bemessung seines Valideneinkommens nicht
ausschlaggebend. Im langjährigen Arbeitsverhältnis verdiente er gemäss der
Arbeitgeberbescheinigung (vgl. auch die eigenen Angaben des Beschwerdeführers im
Anmeldeformular) im Jahr 2000 Fr. 74'373.--, im Jahr 2001 Fr. 74'395.-- und im Jahr
2002 (von Fr. 72'743.-- in elf Monaten aus) umgerechnet Fr. 79'356.-- pro Jahr. Je
aufgewertet um die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr des Rentenbeginns 2006
ergeben sich Beträge von Fr. 80'704.-- (2000 bis 2006: 2014/1856), Fr. 78'776.-- (2001
bis 2006: 2014/1902) und Fr. 82'681.-- (2002 bis 2006: 2014/1933; vgl. je T39 der
Lohnentwicklung 2012 des Bundesamtes für Statistik, S. 23, Männer). Der Durchschnitt
der Einkommen der letzten drei Jahre macht somit Fr. 80'720.-- aus. Das ist für das
Valideneinkommen als massgebend zu betrachten.
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7.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können statistische Werte,
insbesondere Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für
Statistik herangezogen werden (Bundesgerichtsentscheid i/S G. vom 1. Mai 2013,
9C_820/12; BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
7.4 Der Beschwerdeführer hat nach Eintritt der gesundheitlichen Schädigung mit
Arbeitsunfähigkeit noch eine Arbeitsgelegenheit wahrgenommen, indem er (offenbar
kurz) vorübergehend in einem Einsatzprogramm gearbeitet hat, hat aber seine ver
bliebene Arbeitsfähigkeit ansonsten nicht mehr ausschöpfen können. Es kann trotz der
Einschränkungen (vgl. unten E. 7.5) angenommen werden, dass die verbliebene
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
verwertbar ist. Ein durchschnittlicher Hilfsarbeiterlohn betrug im Jahr 2006 Fr. 59'197.--
(vgl. Textausgabe Invalidenversicherung der Informationsstelle AHV/IV, Anhang 2).
7.5 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis
dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von
der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Eine Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers ist nach
gutachterlichen Angaben an diverse Rahmenbedingungen gebunden. Es bestehen
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Einschränkungen der Belastbarkeit der Nacken- und Schulterregion für schweres
Heben und Tragen, für langdauernde Arbeiten in vornüber geneigter und rein sitzender
Haltung, für Arbeiten mit achsenfern erhobenen Armen und Tätigkeiten im
Überkopfbereich (IV-act. 153-16). Der Beschwerdeführer ist ausserdem auf eine
Teilzeitarbeit angewiesen, sollen doch seine Arbeitstage (mit vermehrtem
Pausenbedarf) sechs bis sieben Stunden umfassen (IV-act. 153-20). Weitere Gründe
für einen Abzug sind allerdings nicht ersichtlich. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass
der Beschwerdeführer im Vergleich mit gesunden Mitbewerbern einen gewissen
Lohnnachteil wird in Kauf zu nehmen haben. Ein Abzug von den Tabellenlöhnen von
10 % erscheint angemessen. Das Invalideneinkommen 2006 stellt sich damit bei einer
Arbeitsfähigkeit von 60 % auf Fr. 31'966.--, der Invaliditätsgrad auf 60 %. Ob auch in
der Nebenerwerbstätigkeit Arbeitsunfähigkeit bestehe und sich deswegen noch eine
leichte Erhöhung ergäbe, kann offen bleiben, da diese jedenfalls nicht
anspruchsrelevant wäre. Es besteht bei diesen Gegebenheiten Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente.
7.6 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeeinflussende
Änderung nach Art. 88a Abs. 1 IVV für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen,
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und
voraussichtlich weiterhin andauern wird. Der Rentenanspruch ist demnach (bei Stichtag
25. Oktober 2010) ab 1. Februar 2011 auf eine Dreiviertelsrente herabzusetzen.
8.
Wie im dritten Gutachten (vgl. IV-act. 153-17 und 20) berichtet wurde, würde der
Beschwerdeführer gern einer leichten Tätigkeit nachgehen. Er wisse aber, dass er das
nur mit Hilfe der Vermittlung der IV werde erreichen können. Er bedürfe offensichtlich
der Unterstützung durch ein Arbeitstraining. Bereits im ersten Gutachten vom März
2007 war festgehalten worden, die dysthyme Verstimmung gehe, da sich der
Beschwerdeführer bislang über Arbeit und Leistung definiert habe, mit einem Verlust
des Selbstwertgefühls einher. Eine sinnvolle und regelmässige Beschäftigung wäre
daher ausgesprochen wünschenswert. Es seien die Reintegration zu versuchen und
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über berufliche Massnahmen (Arbeitstraining) das genaue Ausmass der somatischen
Arbeitsfähigkeit zu ermitteln. Angemerkt werden kann deshalb, dass die
Beschwerdegegnerin einen entsprechenden Anspruch zu prüfen haben wird.
9.
9.1 Im Sinn der Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der angefochtenen
Verfügung vom 12. Dezember 2011 teilweise zu schützen und dem Beschwerdeführer
ist im Sinn der Erwägungen ab 1. Juli 2006 eine ganze und ab 1. Februar 2011 eine
Dreiviertelsrente zuzusprechen.
9.2 Damit ist von einem vollen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen,
weshalb die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) vom 8. Mai
2012 obsolet geworden ist.
9.3 Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die
Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1
VRP/SG). Die Entscheidgebühr beträgt Fr. 600.--.
9.4 Dem Beschwerdeführer ist auch eine volle Parteientschädigung zuzusprechen. Die
Parteikosten werden vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat
eine Honorarnote vom 30. Juli 2012 mit einem Betrag von Fr. 3'524.05 (Fr. 3'137.50
Honorar, Fr. 125.50 Barauslagen, Fr. 261.05 MWSt) eingereicht. Diese erscheint
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP