Decision ID: 706848e6-ac4f-4702-a65d-e19b36fdd78e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 28. März 2000 bei der IV-Stelle zum Bezug von
Rentenleistungen an (IV-act. 1). Die behandelnde Dr. med. B._, FMH
Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Bericht vom 14. April 2000 einen Status nach
Hüft-Totalprothesen-Implantation links am 6. Oktober 1999 bei invalidisierender
Coxarthrose (IV-act. 4). Die IV-Stelle verfügte am 1. September 2000 die Abweisung
des Rentengesuchs, da es dem Versicherten wieder zumutbar sei, ohne
Erwerbseinbusse in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kurierfahrer zu arbeiten (IV-
act. 10).
A.b In der IV-Anmeldung vom 24. Juli 2007 beantragte der Versicherte eine
Umschulung auf eine neue Tätigkeit (IV-act. 11). Dr. B._ berichtete am 17. August
2007, der Versicherte leide seit November 2006 zusätzlich an einer Okzipitalisneuralgie
bei Foramenstenose durch Facettengelenkhypertrophie und Discushernienprolaps C3/
C4 rechts und an einer Gangstörung mit rascher Ermüdbarkeit der Beine bei Verdacht
auf Myelopathie wegen grossem Discushernienprolaps C6/C7 mit Myelonimpression
und Syrinxbildung (IV-act. 27). Am 7. September 2007 unterzog sich der Versicherte im
Regionalspital C._ einer operativen Entfernung beider Bandscheibenvorfälle und
Fusionen mit intra-korporellen PEEK-Cages HW 3/4 und HW 6/7 von ventral. Die
Operation und der postoperative Verlauf seien unauffällig gewesen. Postoperativ habe
der Versicherte von einer deutlichen Verbesserung der neurologischen Beschwerden
berichtet (Bericht des Regionalspitals C._ vom 11. September 2007, IV-act. 31-5 f.;
vgl. auch Verlaufsbericht von Dr. B._ vom 26. November 2007, IV-act. 31-1 ff.).
A.c Zur Überprüfung der Eingliederungsfähigkeit untersuchte RAD-Arzt Dr. med.
D._, Facharzt für Innere Medizin, den Versicherten am 10. Juni 2008. Im Unter
suchungsbericht vom 16. Juni 2008 führte der RAD-Arzt aus, nach einer innerbetrieb
lichen Umteilung auf eine körperlich leichte Tätigkeit (vgl. hierzu die RAD-Stellung-
nahme vom 5. Mai 2008, IV-act. 38) arbeite der Versicherte zu 50% in einem Holzver
arbeitungsbetrieb. Er lackiere ausschliesslich Holzlatten, die auf einem Band befördert
würden. Vom Heben und Herumtragen einzelner oder gebündelter Latten werde er von
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der äusserst kooperativen und verständnisvollen Arbeitgeberin entbunden. Dem
Versicherten könne eine Steigerung des Pensums auf 80% zugemutet werden. Es
bestehe ein Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit (IV-act. 40). Der Versicherte teilte
der IV-Stelle am 25. September 2008 mit, er habe versucht, seine Arbeitstätigkeit auf
80 bis 100% zu steigern. Da die körperlichen Beschwerden stark zugenommen hätten,
habe er den Versuch bereits nach kurzer Zeit wieder abbrechen müssen. Neu seien
nebst den Lähmungserscheinungen in den Beinen auch starke Rückenschmerzen
aufgetreten. Er ersuchte um Prüfung der Rentenfrage (IV-act. 50). RAD-Arzt Dr. D._
ging davon aus, dass die zervicogenen Kopfschmerzen und "Beinlähmungen" vom
"ausreichend dokumentierten Alkoholkonsum" herrührten und im Fall einer
Alkoholabstinenz mit grosser Wahrscheinlichkeit abklingen würden (Stellungnahme
vom 7. Oktober 2008, IV-act. 53). Daraufhin forderte die IV-Stelle den Versicherten
unter Hinweis auf die Schadenminderungspflicht auf, sich bis spätestens 31. Oktober
2008 für eine 6-monatige Abstinenzzeit mit seiner Hausärztin in Verbindung zu setzen
(Schreiben vom 15. Oktober 2008, IV-act. 56). Dr. B._ berichtete am 11. Februar
2009, sie kontrolliere die Alkoholabstinenz seit 17. Oktober 2008 in vierwöchigem
Abstand und denke, dass der Versicherte abstinent sei. Sein Allgemeinzustand und die
Kommunikation seien viel besser geworden (IV-act. 63-4 und IV-act. 66-2; vgl. auch
Protokoll über die Alkoholabstinenz vom 20. Mai 2009, IV-act. 73). Der seit 16. Juni
2008 behandelnde Dr. med. E._, Neurochirurgie FMH, gab im Bericht vom 6. Juli
2009 an, der Versicherte sei als Lackierer zu 50% arbeitsfähig (IV-act. 74).
A.d Die Eingliederungsverantwortliche hielt im Schlussbericht vom 22. Juli 2009 fest,
der Versicherte arbeite weiterhin 50% bei seiner Arbeitgeberin. Eine Steigerung des
Pensums sei aufgrund der gesundheitlichen Probleme nicht möglich. Gemäss dem
Versicherten könne er nicht mehr als 50% Arbeitsfähigkeit verwerten. Der Versicherte
sei adaptiert mit 50% eingegliedert und es sei die Rentenprüfung einzuleiten (IV-
act. 77). Am 30. Juli 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten den Abschluss der
Arbeitsvermittlung mit, da eine Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich sei (IV-act. 79).
Dr. B._ bescheinigte im Verlaufsbericht vom 31. August 2009 einen stationären
Gesundheitszustand und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 82). RAD-Arzt
Dr. med. F._, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Physikalische Medizin und
Rehabilitation FMH, hielt in der Stellungnahme vom 30. September 2009 fest, entgegen
der ursprünglich positiven Annahme habe sich die erhoffte Arbeitsfähigkeit von 80%
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als Holzlackierer im bisherigen Betrieb nicht realisieren lassen, was unter
Berücksichtigung der vorhandenen HWS-Problematik medizinisch plausibel sei, da es
sich dabei nicht um eine maximal adaptierte Tätigkeit handle. Nichtsdestotrotz könne
weiterhin davon ausgegangen werden, dass in einer bestmöglich adaptierten körperlich
leichten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit mit Wechselbelastung ohne Überkopfarbeiten
sowie Vibrationen und ohne längeres Verharren in einer vornüber geneigten
Kopfhaltung eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben sei (IV-act. 83-2). Mit Vorbescheid vom
4. Januar 2010 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht, sein Rentenbegehren
abzuweisen, da er für eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit verfüge (IV-act. 98).
A.e Dagegen erhob der Versicherte am 2. Februar 2010 Einwand und beantragte eine
ganze, respektive eine halbe IV-Rente rückwirkend auf den 1. März 2008. Mit dem
Einwand reichte der Versicherte den Bericht von Dr. med. G._, Oberarzt Orthopädie
mbF an der Klinik für Chirurgie und Orthopädie des Spitals H._, vom 6. Januar 2010
ein, worin dieser eine aseptische Humeruskopfnekrose, Partialruptur der
Rotatorenmanschette und AC-Gelenksarthrose rechts, DD: Cervicobrachialgie mit
Irritation von C4 rechts, diagnostizierte und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bescheinigte (IV-act. 99). RAD-Arzt Dr. F._ vertrat am 16. Februar 2010 die
Auffassung, aufgrund der komplexen Schulterpathologie sei eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit seit ca. Ende Dezember 2009 plausibel (IV-act. 100). Am 17. Mai
2010 bezeichnete RAD-Arzt Dr. F._ den Gesundheitszustand weiterhin als instabil
(IV-act. 108). Dr. E._ gab am 17. Januar 2011 an, aus neurochirurgischer Sicht
bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für die vom Versicherten ausgeübte Tätigkeit als
Lackierer (IV-act. 129). Vom 9. bis 23. Februar 2011 war der Versicherte in der K._-
Klinik hospitalisiert und unterzog sich am 10. Februar (mikrochirurgische vordere
Diskektomie und Entfernen von Cage C6/7 und Einsetzen eines neuen Cages C6/C7)
und am 16. Februar 2011 (Wundrevision bei einem kleinen Duraleck C6/C7 links)
operativen Eingriffen (Austrittsbericht vom 23. Februar 2011, IV-act. 139). Am 27. April
2011 berichtete Dr. E._, der Versicherte verfüge wieder über eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 143).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 8. November 2011 in der ABI
Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär (allgemeininternistisch,
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psychiatrisch und orthopädisch) untersucht. Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches zerviko- und thorakovertebrales
Schmerzsyndrom ohne fassbare radikuläre Symptomatik; ein chronisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare radikuläre Symptomatik; chronische
Schulterbeschwerden unter rechtsseitiger Betonung. Die vom Versicherten
angegebenen Beschwerden liessen sich mit den klinischen und radiologischen
Befunden vollständig erklären. Aus orthopädischer Sicht seien dem Versicherten
körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Dies treffe
auch auf einen grossen Teil der zurzeit ausgeübten Tätigkeit zu. Für körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80%, in einem
ganztägigen Pensum mit vermehrten Pausen ausführbar. Die Gutachter gingen davon
aus, dass die Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten
seit der ersten Operation an der HWS im September 2007 bestehe. Bezüglich
angepasster Tätigkeiten könne ausser nach den Operationen jeweils für höchstens
6 Monate keine länger andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit festgestellt
werden (IV-act. 163).
A.g Gestützt auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stellte die IV-Stelle
dem Versicherten im neuerlichen Vorbescheid vom 15. Februar 2012 in Aussicht, das
Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 168). Dagegen erhob der Versicherte am 9. März
2012 Einwand (IV-act. 169). Die ABI nahm hierzu am "3. März 2012" (Datum
Posteingang IV-Stelle: 9. Mai 2012) Stellung und hielt an ihrer Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 176). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (siehe
Schreiben der IV-Stelle vom 15. Mai 2012, IV-act. 178) verfügte die IV-Stelle am
14. Juni 2012 die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 179).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 14. Juni 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 13. August 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung und es sei ihm ab dem 1. Juli 2008 eine halbe
Invalidenrente, eventualiter nach Ermessen des Gerichts, auszurichten. Eventualiter sei
die Angelegenheit für die Durchführung einer BEFAS und zur Neuberechnung des
Anspruchs an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung bringt er vor,
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das ABI-Gutachten sei nicht beweiskräftig, insbesondere die darin enthaltene
retrospektive Einschätzung. Des Weiteren rügt er die von der Beschwerdegegnerin
ermittelten Vergleichseinkommen (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 5. November
2012 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält das ABI-Gutachten für beweiskräftig.
Die Vergleichseinkommen seien in der angefochtenen Verfügung korrekt ermittelt
worden. Ein Tabellenlohnabzug könne nicht gewährt werden (act. G 4).
B.c Der Beschwerdeführer hat auf eine Replik verzichtet (act. G 6).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
14. Juni 2012 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat (Wiederanmeldung vom 24. Juli 2007, IV-act. 11). Daher und aufgrund
dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht
rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen
und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur
4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006,
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I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen insoweit keine
materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des Begriffs und der
Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende
2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden, soweit nicht
anders vermerkt, die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG
wiedergegeben.
1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.3 Für die Betimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
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1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinischen Verhältnisse rechtsgenüglich
abgeklärt sind und eine taugliche Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs
besteht. Die angefochtene Verfügung stützte sich in medizinischer Hinsicht auf die
Beurteilung der ABI-Gutachter (IV-act. 179). Der Beschwerdeführer hält diese aus
verschiedenen Gründen für mangelhaft (act. G 1).
2.1 In allgemeiner Weise rügt der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Literatur
(Kurt Pfändler, Begutachtung: Korrekturen dringend notwendig, in: plädoyer 6/10,
S. 12; IV-act. 169-2 f.) und Rechtsprechung des Versicherungsgerichts (Urteil des
Versicherungsgerichts vom 24. März 2009, IV 2008/155, E. 2.7; act. G 1, S. 6) die
Qualität der ABI-Gutachten. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass im konkreten
Einzelfall die Beweiskraft des jeweiligen ABI-Gutachtens zu beurteilen ist, weshalb sich
Weiterungen erübrigen, zumal weder ersichtlich noch dargetan ist, dass die ABI-
Gutachter im hier zu beurteilenden Fall voreingenommen gewesen wären oder sich
sonstwie nicht lege artis verhalten hätten.
2.2 Der Beschwerdeführer hält die gutachterliche Einschätzung, wonach es sich bei
der aktuellen Tätigkeit um eine mittelschwere Tätigkeit handle, für unzutreffend. Die
Gutachter hätten weder abgeklärt noch rechtsgenüglich geprüft, wie häufig und wie
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intensiv die von ihnen als mittelschwer eingestuften Tätigkeiten ausgeübt werden
müssten (act. G 1).
2.2.1 Anlässlich der Begutachtung gab der Beschwerdeführer bezogen auf die
aktuell ausgeübte Tätigkeit als Lackierer an, er stehe stets, nehme häufig
Überkopfverrichtungen vor und bewege Lasten von bis zu 25 kg. Immer wieder
montiere und demontiere er Gerüste und besteige diese (IV-act. 163-18). Er müsse im
Betrieb alles ein wenig machen. U.a. sei er mit dem Bestücken des Wagens mit den
Holztäfern von bis 6 m Länge beschäftigt, sodass er dabei jeweils 15 bis 20 kg tragen
müsse (IV-act. 163-10). Beim morgendlichen Abladen von 1'500 Brettern habe er mehr
Schmerzen als bei einer leichten Tätigkeit (IV-act. 163-14).
2.2.2 Angesichts dieser vom Beschwerdeführer selbst geschilderten Verhältnisse
leuchtet die gutachterliche Schlussfolgerung ein, dass die ausgeübte Tätigkeit keiner
körperlich leichten, leidensangepassten Tätigkeit (wechselbelastende Arbeit; das
Heben und Tragen von Lasten über 10kg, Überkopfbewegungen sowie das Bücken
sollten vermieden werden; IV-act. 163-18) entspricht. Diese Sichtweise wird von
Dr. E._ insoweit bestätigt, als er die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als
Lackierer als schwere Arbeit bezeichnet hat (Bericht vom 10. Juli 2009; IV-act. 82-5)
und Schwierigkeit beim "nach oben schauen" während der Arbeit beschreibt (Bericht
vom 17. Januar 2011, IV-act. 129-4; siehe auch Bericht vom 27. April 2011, IV-
act. 143-2: "Zervikalgien bei Reklination der HWS während der Arbeit", "Als
Bauarbeiter muss er [der Beschwerdeführer] oft nach oben schauen").
2.2.3 Im Licht dieser Verhältnisse und unter Beachtung des Umstands, dass die
Schmerzen des Beschwerdeführers zum grossen Teil belastungs- und
bewegungsabhängig sind (zu den Zervikalgien bei der Reklination der HWS während
der Arbeit siehe IV-act. 143-2; zu den belastungsabhängigen Lumbalgien,
Lumboischialgie rechts sowie Zervikalgien siehe IV-act. 129-4; vgl. auch die Aussage
des Beschwerdeführers, wonach "sein Zustand erträglich wäre, wenn er nicht viel
arbeiten müsse", IV-act. 163-13; zur Bewegungsabhängigkeit der Schmerzen siehe
auch die Ausführungen des Beschwerdeführers in IV-act. 163-14), bestehen keine
Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung, die dem Beschwerdeführer eine
Arbeitsfähigkeit von 80% zumutet.
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2.3 Gegen die gutachterliche Beurteilung führt der Beschwerdeführer sodann die
Einschätzung von Dr. E._ ins Feld (act. G 1, S. 8). Die Einschätzungen von Dr. E._
wurden von den Gutachtern zur Kenntnis genommen und diskutiert (IV-act. 163-22).
Entscheidend ist weiter, dass die Beurteilung von Dr. E._ nicht schlüssig ist. So
bescheinigt er für die noch vom Beschwerdeführer ausgeübte nicht leidensangepasste
Tätigkeit (vgl. vorstehende E. 2.2.2) eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 129-4) und
bezeichnet diese Tätigkeit als "optimal" (IV-act. 129-7), was allein schon angesichts
des bewegungs- und belastungsabhängigen Charakters der Schmerzen (siehe hierzu
vorstehende E. 2.2.3) nicht überzeugt. Eine schlüssige Auseinandersetzung mit einer
möglichen leidensangepassten Tätigkeit nahm Dr. E._ nicht vor, weshalb seine
Berichte - aus denen sich keine objektiven Gesichtspunkte ergeben, die von den
Gutachtern ausser Acht gelassen worden wären - nicht geeignet sind, Zweifel an der
gutachterlichen Beurteilung entstehen zu lassen.
2.4 Ins Gewicht fällt bei der Würdigung des ABI-Gutachtens weiter, dass es auf
eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange
umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die
Attestierung einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten im
Zeitpunkt der Begutachtung leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Weiter
bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht
berücksichtigt worden wären. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass für die vom
Beschwerdeführer beantragte BEFAS (act. G 1, S. 8).
2.5 Was den Einwand des Beschwerdeführers hinsichtlich der retrospektiven Arbeits
fähigkeitsbeurteilung anbelangt (act. G 1, S. 9), so fehlt es in der Tat an einer
schlüssigen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für den zurückliegenden Zeitraum. Die
Gutachter führten in diesem Kontext bloss vage aus, "für die angepasste Tätigkeit kann
ausser nach den Operationen jeweils für höchstens 6 Monate keine länger andauernde,
höhergradige Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden" (IV-act. 163-21). Zu deren Höhe
äusserten sie sich nicht. Hinsichtlich eines allfälligen rückwirkenden Rentenanspruchs
erweist sich die Angelegenheit somit als noch nicht spruchreif und die Sache ist zur
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Klärung dieses Punkts an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen
und neuer Verfügung zurückzuweisen.
3.
Im Rahmen des Einkommensvergleichs bleibt die Höhe der Vergleichseinkommen zu
bestimmen.
3.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 130 V 349
E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3.1.1 Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2007 an immer
stärker werdenden Schmerzen litt (Bericht des Regionalspitals C._ vom 11.
September 2007, IV-act. 31-5; vgl. auch Arztbericht Dr. B._ vom 17. August 2007, IV-
act. 27) und der RAD eine Arbeitsunfähigkeit ab Januar 2007 bestätigt (Stellungnahme
vom 17. Dezember 2007, IV-act. 32), ist der frühest mögliche Rentenbeginn gemäss
dem vorliegend anwendbaren Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis 31. Dezember 2007
geltenden Fassung) auf den 1. Januar 2008 festzusetzen.
3.1.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Valideneinkommen auf den im
IK-Auszug enthaltenen Lohn für das Jahr 2006 von Fr. 63'779.-- ab und passte diesen
der bis zum Jahr 2009 eingetretenen Nominallohnentwicklung an (act. G 4 und IV-
act. 179; zum IK-Auszug siehe IV-act. 57). Die Beschwerdegegnerin übersieht, worauf
der Beschwerdeführer zutreffend hinweist (act. G 1, S. 8), dass die Arbeitgeberin am
15. August 2007 angab, der Beschwerdeführer würde im Jahr 2007 einen Lohn von
Fr. 64'675.-- verdienen (IV-act. 23-3). Damit ist eine überwiegend wahrscheinliche
Lohnkarriere im Gesundheitsfall dargetan. Angepasst an die Nominallohnentwicklung
für Männer für das Jahr 2008 von +2.2% (Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2013)
ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 66'098.-- (Fr. 64'675.-- x 1.022).
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3.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern
kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist,
dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer
Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und
nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der
versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung)
angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung
zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1).
3.2.1 Zwar ist es anerkennenswert, dass der Beschwerdeführer weiterhin einer
Erwerbstätigkeit nachgeht. Da der Beschwerdeführer in der von ihm noch ausgeübten
Tätigkeit jedoch lediglich ein 50%iges Pensum bewältigt, diese nicht einer
leidensangepassten Tätigkeit entspricht (vgl. vorstehende E. 2.2.2), ihm im Zeitpunkt
der angefochtenen Verfügung noch eine Aktivdauer von rund 10 Jahren verblieb und
keine Gründe ersichtlich sind, die gegen eine realistische Verwertbarkeit der
gutachterlich bescheinigten 80%igen Restarbeitsfähigkeit in einer dem Leiden
angepassten Tätigkeit sprechen, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
(act. G 1, S. 8) zur Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf den tatsächlich
noch erzielten Lohn, sondern auf den statistischen Hilfsarbeiterlohn abzustellen. Dieser
beträgt für das Jahr 2008, Männer, Fr. 59'979.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-
Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2012).
3.2.2 Zu klären bleibt damit noch die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem
Umfang ein Tabellenlohnabzug bei der Bestimmung des Invalideneinkommens
gerechtfertigt erscheint. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten
behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren
arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit
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unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Vorliegend
kann die Frage nach der Abzugshöhe offen gelassen werden. Denn selbst wenn der
vom Beschwerdeführer aufgrund Teilleistungsfähigkeit und leidensbedingter
Einschränkungen geltend gemachte 15%ige Abzug gewährt würde, begründete dieser
zumindest für den Zeitraum, für den von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit
auszugehen ist, keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad (vgl. nachstehende E. 3.3).
3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'098.-- (vgl. vorstehende E. 3.1.2) und
einem Invalideneinkommen von Fr. 40'786.-- (Fr. 59'979 x 0.8 x 0.85) resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 25'312.-- (Fr. 66'098.-- - Fr. 40'786.--) und ein nicht renten
begründender Invaliditätsgrad von abgerundet 38% ([Fr. 25'312.-- / Fr. 66'098.--]
x 100).
3.4 Was den vor der Begutachtung liegenden Zeitraum anbelangt, so kann mangels
abgeklärter medizinischer Situation kein Einkommensvergleich vorgenommen werden.
Angesichts dessen, dass die Angelegenheit in diesem Kontext an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, sie diesbezüglich weitere Abklärungen
vorzunehmen hat (vorstehende E. 2.5), das Ende eines allfälligen rückwirkend
befristeten Rentenanspruchs noch nicht feststeht und eine rückwirkend
vorgenommene befristete Rentenzusprache aus einem einheitlichen Beschluss der IV-
Stelle heraus zu erfolgen hat sowie demzufolge zeitgleich verfügungsweise zu eröffnen
ist (BGE 131 V 166 E. 2.3.3), ist die angefochtene Verfügung vollumfänglich
aufzuheben.
4. 4.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 14. Juni
2012 aufzuheben. Die Sache ist im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin
zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen (vorstehende E. 2.5) und zu neuem
Rentenentscheid zurückzuweisen.
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4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Da die Beschwerde lediglich teilweise betreffend einen
allenfalls rückwirkenden befristeten Rentenanspruch gutgeheissen wird, ist von einem
hälftigen Obsiegen auszugehen. Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der
vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem teilweisen Obsiegen
entsprechend bezahlen die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer die
Gerichtsgebühr je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und
im Umfang von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.
4.3 Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf
eine Parteientschädigung. Dieser ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von Fr. 3‘500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Wegen des nur teilweisen
Obsiegens erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1‘750.-- als gerechtfertigt. Die
Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung von
Fr. 1‘750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP