Decision ID: 7bafcecb-bba5-47f5-ac87-37adf6298137
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ arbeitete seit 1. März 2006 als Bäcker bei der B._ AG (Arbeitsvertrag vom
14. Februar 2006, act. G 4.1/73). Der behandelnde Dr. med. C._, Facharzt für
Lungenkrankheiten und Innere Medizin FMH, äusserte am 14. August 2014 den
Verdacht auf eine Berufskrankheit: Asthma bronchiale und allergische Rhinitis bei
polyvalenter Sensibilisierung inklusive Mehlstäube. Der Versicherte sei bezogen auf die
Tätigkeit als Bäcker-Konditor ab 3. Juli 2014 zu 100% arbeitsunfähig. Bei
konsequenter Expositionsprophylaxe sei die Prognose gut (act. G 4.1/71). Aufgrund der
Berufsunfähigkeit kündigte die Arbeitgeberin dem Versicherten per 30. September
2014 (Kündigung vom 8. Juli 2014, act. G 4.1/70). Dieser meldete sich am 22.
September 2014 zur Arbeitsvermittlung an (act. G 4.1/75) und beantragte bei der
Kantonalen Arbeitslosenkasse die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ab 1.
Oktober 2014 (act. G 4.1/74). Die Suva unterstellte den Versicherten der
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arbeitsmedizinischen Vorsorge und erklärte ihn rückwirkend auf den 1. Oktober 2014
als nicht geeignet für die Tätigkeit als Bäcker/Konditor (Verfügung vom 8. Oktober
2014, act. G 4.1/39).
A.b Die Kantonale Arbeitslosenkasse erbrachte für den Monat Oktober 2014
Taggeldleistungen im Betrag von brutto Fr. 2‘432.30 (netto: Fr. 2‘336.05; vgl.
Abrechnung vom 11. November 2014, act. G 4.1/40). Der leistungspflichtige
Unfallversicherer (AXA Versicherungen AG) richtete dem Versicherten unter
Anrechnung der Arbeitslosenentschädigung für den Zeitraum vom 1. bis 31. Oktober
2014 eine Übergangsleistung von Fr. 3‘367.70 aus (Schreiben vom 18. November
2014, act. G 4.1/38). Daraufhin gelangte die Kantonale Arbeitslosenkasse an den
Versicherten und teilte ihm mit, da eine Berufskrankheit bestehe und hierfür der
Unfallversicherer zahlungspflichtig sei, würden für den Monat November 2014 keine
Taggelder ausgerichtet. Die für den Monat Oktober 2014 ausgerichteten Taggelder
würden beim Unfallversicherer zur Verrechnung angemeldet (Schreiben vom 28.
November 2014, act. G 4.1/32; vgl. auch das Schreiben vom 16. Dezember 2014, act.
G 4.1/19). Am 18. Dezember 2014 verfügte die Kantonale Arbeitslosenkasse gegenüber
dem Versicherten eine Rückforderung von als Vorleistung gegenüber der
obligatorischen Unfallversicherung ausbezahlten Leistungen im Betrag von (netto) Fr.
2‘228.05. Die Rückforderung werde mit einem Verrechnungsantrag bei der AXA
Versicherungen AG geltend gemacht (act. G 4.1/14). Da der Versicherte zum 1. Februar
2015 mit Unterstützung der IV-Stelle eine Umschulung zum Hauswart beginnen konnte
(act. G 4.1/11 und act. G 4.1/9), meldete er sich per 31. Januar 2015 von der
Arbeitsvermittlung ab (act. G 4.1/10).
A.c Die AXA Versicherungen AG erhob am 2. Februar 2015 Einsprache gegen die
Verfügung vom 18. Dezember 2014 und beantragte: 1. Es sei die Verfügung vom 18.
Dezember 2014 aufzuheben. 2. Es seien dem Versicherten für die Periode Oktober
2014 bis Januar 2015 die ungekürzten ALV-Taggelder zuzusprechen und über diesen
Anspruch mit separater Verfügung zu entscheiden. 3. Es seien ihr die ALV-Ansprüche
des Versicherten für die Periode November 2014 bis Januar 2015 auszuzahlen (act. G
4.1/6). Die Kantonale Arbeitslosenkasse wies mit Einspracheentscheid vom 26. Februar
2016 die Einsprache und sämtliche Anträge der AXA Versicherungen AG ab (act. G
4.1/2; zum Datum des Erlasses des Einspracheentscheids siehe act. G 1.1).
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B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Februar 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde der AXA Versicherungen AG vom 30. März 2016, worin sie Folgendes
beantragt: 1. Es sei der angefochtene Einspracheentscheid und die damit ihr
gegenüber bestätigte Rückforderung von Fr. 2‘228.05 aufzuheben. 2. Es sei gerichtlich
festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht über den (angeblich fehlenden)
Anspruch auf ALV-Taggelder des Versicherten für die Periode Oktober 2014 bis Ende
Januar 2015 keine anfechtbare Verfügung erlassen hat. 3. Es sei die
Beschwerdegegnerin gerichtlich anzuweisen, ihr (der AXA Versicherungen AG) die für
die Periode November 2014 bis Januar 2015 erbrachten Vorleistungen zum ALV-
Anspruch im Gesamtbetrag von Fr. 12‘909.90 zurückzuerstatten; unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Im Wesentlichen bringt die Beschwerdeführerin vor, die
Taggelder der Arbeitslosenversicherung seien im intersystemisch-
koordinationsrechtlichen Verhältnis zum Übergangstaggeld prioritär zu leisten, weshalb
die Beschwerdegegnerin keine Kürzung ihrer Leistungen vornehmen dürfe (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 17. Mai 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin,
das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin, der Einspracheentscheid vom 26.
Februar 2016 und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom 18. Dezember 2014
seien aufzuheben, sei abzuweisen. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin
über keine Legitimation verfüge, um eine Verfügung betreffend Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung für den Versicherten zu verlangen, und dass sie (die
Beschwerdegegnerin) keine Rückerstattung an die Beschwerdeführerin zu leisten habe,
da die Beschwerdeführerin keine Vorleistung erbracht habe, „sondern ihr gesetzlich
auferlegte Leistungen im vollem Umfang“. Zur Begründung führt sie aus, das
Übergangstaggeld sei im intersystemisch-koordinationsrechtlichen Verhältnis zum
Arbeitslosentaggeld prioritär zu leisten. Deshalb habe sie auf die ursprüngliche
Taggeldzusprache zurückkommen müssen und habe unter Berücksichtigung des
Übergangstaggelds zu Recht eine Rückforderung verfügt (act. G 4).
B.c In der Replik vom 5. Juli 2016 hält die Beschwerdeführerin unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 8).
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B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik und der beigeladene Versicherte auf
eine Stellungnahme verzichtet (act. G 11; zur Beiladung siehe act. G 10).

Erwägungen
1.
Gegenstand der Verfügung vom 18. Dezember 2014 bildeten ausschliesslich die
prozessuale Revision der Leistungsausrichtung für den Monat Oktober 2014 und die
Rückforderung der für diesen Monat aus der Sicht der Beschwerdegegnerin zu Unrecht
ausbezahlten Arbeitslosenentschädigung (act. G 4.1/14). Die dagegen erhobene
Einsprache hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 26. Februar
2016 abgewiesen (act. G 4.1/2). Die Beschwerdeführerin stellte in der Einsprache vom
2. Februar 2015 auch Anträge, die über den Anfechtungsgegenstand hinausgingen
(Zusprache von ungekürzten Leistungen für die Monate November 2014 bis Januar
2015 mit separater Verfügung an den Versicherten; Auszahlung dieser Leistungen
direkt an die Beschwerdeführerin; act. G 4.1/6, S. 5). Die Beschwerdegegnerin ist im
angefochtenen Einspracheentscheid bezüglich dieser Anträge zur Überzeugung
gelangt, dass der Beschwerdeführerin die Legitimation fehle (act. G 4.1/2, Rz 5 lit. f).
Sie ist damit auf die zusätzlichen Anträge der Beschwerdeführerin nicht eingetreten.
Daran ändert der Wortlaut des Dispositivs „Abweisung“ im Einspracheentscheid (act. G
4.1/2, S. 5) nichts, ist doch auch der Inhalt von Dispositiven - wie von sämtlichen
übrigen Rechtshandlungen - mittels Auslegung insbesondere im Licht der dazu
ergangenen Begründung auf jeden einzelnen Antrag zu ermitteln (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 16. Mai 2011, 9C_1049/2010, E. 1.2 mit Hinweisen). In der
Beschwerde vom 30. März 2016 stellt die Beschwerdeführerin betreffend den Zeitraum
von November 2014 bis Januar 2015 materielle Begehren. Da die Beschwerdegegnerin
im Einspracheentscheid auf diese nicht eingetreten ist und demnach keinen materiellen
Entscheid gefällt hat, ist bei diesen Anträgen einzig zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht auf diese nicht eingetreten ist. Dagegen hat sich das
Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen. Gegenstand des
angefochtenen Einspracheentscheids und des vorliegenden Beschwerdeverfahrens
bilden somit lediglich die nachträgliche Korrektur der Leistungsausrichtung für den
Monat Oktober 2014 und die damit verbundene Rückforderung sowie das
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Nichteintreten auf die übrigen, den Zeitraum vom November 2014 bis Januar 2015
betreffenden Anträge der Einsprache vom 2. Februar 2015 (act. G 4.1/6, S. 5).
2.
Zu prüfen ist sodann die Legitimation der Beschwerdeführerin zur Anfechtung von
Leistungsentscheiden der Beschwerdegegnerin.
2.1 Die Legitimation zur Anfechtung einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids
durch Beschwerde an das kantonale Gericht richtet sich nach Art. 59 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1). Gemäss dieser Bestimmung ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die
angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Für das
Einspracheverfahren nach Art. 52 ATSG gelten inhaltlich dieselben
Legitimationsvoraussetzungen.
2.2 Besondere Bedeutung kommt dem Legitimationserfordernis zu, wenn nicht der
Verfügungsadressat bzw. der Adressat eines Einspracheentscheids im materiellen
Sinn, sondern eine Drittperson den Entscheid anficht. In dieser Konstellation haben die
Legitimationsanforderungen die Funktion, die Popularbeschwerde auszuschliessen,
weshalb bei der Bejahung der Legitimation zur Drittbeschwerde Zurückhaltung geboten
ist (BGE 133 V 192 E. 4.3.3 mit Hinweisen). Personen, die nicht Adressaten der
Verfügung sind, erfüllen die Legitimationsvoraussetzungen nach Art. 49 Abs. 4 ATSG,
wenn sie kumulativ einerseits ein tatsächliches Interesse und andererseits eine
hinreichende Beziehungsnähe bzw. eine Betroffenheit von genügender Intensität
aufweisen. Bei der Beurteilung dieser Voraussetzungen wird danach unterschieden, ob
das Rechtsmittel gegen eine den Adressaten begünstigenden Entscheid gerichtet ist
(Drittbeschwerde "contra Adressat") oder ob es zu dessen Gunsten erhoben werden
soll (Drittbeschwerde "pro Adressat"; BGE 134 V 156 E. 5.1 mit Hinweisen).
2.3 Eine Legitimation Dritter zur Anfechtung "pro Adressat" kommt, wenn der
Verfügungsadressat selbst kein Rechtsmittel ergreift, ausserhalb förmlicher
gesetzlicher Anerkennung nur in Betracht, wenn sie ein selbstständiges, eigenes
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Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdeführung für sich in Anspruch nehmen
können (BGE 134 V 157 E. 5.3). Ohne weiteres bejaht werden die
Legitimationsvoraussetzungen, wenn der einen Anspruch verneinende Entscheid des
verfügenden Versicherers unmittelbar die prinzipielle Leistungspflicht des
anfechtungswilligen Trägers begründet (BGE 134 V 157 E. 5.3.1). Falls sich der
anzufechtende Entscheid nicht auf die grundsätzliche Leistungspflicht einer Drittperson
auswirkt, diese jedoch in quantitativer Hinsicht beeinflusst, ist für die
Rechtsmittellegitimation über das daraus resultierende wirtschaftliche Interesse hinaus
erforderlich, dass der Drittperson aus der angefochtenen Verfügung ein unmittelbarer
Nachteil erwächst (BGE 134 V 157 E. 5.3.2). Es genügt nicht, wenn sie dem
Verfügungsadressaten aus irgendwelchen Gründen beistehen will, sondern der geltend
gemachte Nachteil muss sich unmittelbar für die Drittperson ergeben. Ein bloss
wirtschaftliches Interesse gilt für sich allein nicht als schutzwürdig (BGE 134 V 157 E.
5.3.2).
2.4 Im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) vom 28. Oktober 1994, U 60/94, E. 1
(nicht publ. in BGE 120 V 352, aber publ. in RKUV 1995 Nr. U 212 S. 63) wurde unter
dem früheren Recht (aArt. 129 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR
832.202]; in Kraft gewesen bis Ende 2002) die Pensionskasse als legitimiert erachtet,
eine durch den obligatorischen Unfallversicherer verfügte Leistungsablehnung mittels
Einsprache und Beschwerde anzufechten. Das Gericht begründete dies mit dem
koordinationsrechtlichen Zusammenhang zwischen Unfallversicherungs- und
Berufsvorsorgeleistungen. Später wurde die Frage jedoch wieder offen gelassen (Urteil
des EVG vom 29. Oktober 2003, U 217/02, publ. in: RKUV 2004 Nr. U 506 S. 252).
Unter der Herrschaft des ATSG wurde im Urteil vom 16. Januar 2006, U 36/05, E. 2.5
(publ. in: RKUV 2006 Nr. U 580 S. 186), festgehalten, die Vorsorgeeinrichtung sei durch
eine Verfügung des Unfallversicherers, mit welcher dieser seine Leistungen für ein
bestimmtes Ereignis einstellt, im Sinn von Art. 59 ATSG in ihrer Leistungspflicht
berührt. Dieses Urteil bezog sich dabei sowohl auf die Vorleistungspflicht (E. 6.4) als
auch auf die Kürzungsmöglichkeit bei Überentschädigung (E. 6.3). Der
Unfallversicherer, welcher eine Komplementärrente zur Invalidenrente der
Invalidenversicherung ausrichtet und sich damit in einer vergleichbaren Situation
befindet wie ein zur Kürzung wegen Überentschädigung befugter Versicherungsträger,
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wurde im Urteil des Bundesgerichts vom 2. August 2007, I 249/06 (HAVE 2007 S. 274),
seinerseits als legitimiert angesehen, die revisionsweise Herabsetzung der (bereits
laufenden) IV-Rente anzufechten (siehe zum Ganzen BGE 134 V 158 f. E. 5.3.2.4 sowie
das Urteil des Bundesgerichts vom 27. August 2008, 8C_606/2007, E. 7.3.2.4). Im nicht
ein Übergangstaggeld, sondern eine Übergangsentschädigung nach Art. 86 ff. VUV
betreffenden Entscheid vom 27. Mai 2015, AVI 2014/27, E. 2.4.4, liess das
Versicherungsgericht die Frage offen, ob die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum
rechtsmittellegitimierenden Berührtsein bei intersystemischen
Rentenkoordinationsfällen auch für Arbeitslosentaggelder gilt.
2.5 Zu beachten ist, dass Art. 49 Abs. 4 ATSG die intersystemische Koordination
betrifft (BGE 134 V 157 E. 5.3.1). Mit dieser Bestimmung beabsichtigte der
Gesetzgeber offenbar, dass den einzelnen Trägern verschiedener
Sozialversicherungszweige ein eigenes Rechtsmittelrecht zur Sicherstellung der
intersystemischen Koordination eingeräumt wird, soweit sie davon bei ihrer
Leistungsausrichtung betroffen sind. Es sind keine Gründe ersichtlich, dass diese
Rechtsmittellegitimation auf die blosse Frage der Leistungspflicht an und für sich
beschränkt ist, nicht jedoch deren Umfang erfassen soll. Das Bundesgericht hat denn
auch zu Recht eine Legitimation eines Unfallversicherers gegen den
Leistungsentscheid der Invalidenversicherung bejaht, da dieser unmittelbare
Auswirkung auf den Umfang des UVG-Rentenanspruchs (Komplementärrente; Art. 20
Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) hatte (Urteil
des Bundesgerichts vom 2. August 2007, I 249/06, E. 3.2; siehe auch vorstehende E.
2.4). Es gelangte zutreffend zur Auffassung, dass wenn ein Sozialversicherungsträger
aufgrund des Leistungsentscheids eines anderen, zweigfremden
Sozialversicherungsträgers im Rahmen der intersystemischen Koordination eine
Mehrbelastung erwarten müsse, ein Berührtsein im Sinn von Art. 49 Abs. 4 ATSG „in
optima forma“ vorliege. Denn der Umfang seiner Leistungspflicht werde direkt und
unmittelbar vom Entscheid des andern Sozialversicherers betroffen (Urteil des
Bundesgerichts vom 2. August 2007, I 249/06, E. 3.2 am Schluss). Wie sich aus den
nachstehenden materiellen Ausführungen ergibt, ist die Beschwerdeführerin durch den
angefochtenen Entscheid der Beschwerdegegnerin aufgrund der damit verbundenen
Auswirkungen im Rahmen der intersystemischen Koordination berührt. Würde die
Abweisung des Gesuchs um Arbeitslosenentschädigung in Rechtskraft erwachsen,
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wäre die Beschwerdeführerin auf der intersystemischen Ebene ihrer
Leistungsfestsetzung daran gebunden und hätte eine Mehrbelastung zu tragen, welche
die massgebende intersystemische Koordinationsregel gerade verhindern will (Art. 89
der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten [VUV; SR
832.30]).
3.
Materiell ist zu prüfen, ob die angeordnete Rückforderung und die Verneinung eines
Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung für den Monat Oktober 2014 rechtmässig
sind. Hinsichtlich der Rückforderung ist Folgendes zu beachten:
3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) in
Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen
zurückzuerstatten.
3.2 Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher
Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn bei eingetretener Rechtskraft der
Leistungsentrichtung in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die
(prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen
Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG
umschrieben. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen
und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person
oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt
oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53
Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn
ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen
Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen
Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen
Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Auflage, Art. 53 N 19). Leistungsabrechnungen der
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Arbeitslosenversicherung, die - wie im vorliegenden Fall - nicht in die Form einer
formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. Juli 2003, C 7/02, E. 3.1;
BGE 125 V 476 E. 1 und 122 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Sind formell oder formlos
zugesprochene Leistungen noch nicht rechtskräftig geworden, kann die Verwaltung
innert 30 Tagen darauf zurückkommen, ohne dass - wie dies im Fall des
Zurückkommens auf rechtskräftige Verfügungen der Fall ist - die Voraussetzungen für
eine Wiedererwägung oder Revision erfüllt sein müssen. Die Frist von 30 Tagen läuft ab
Erlass der zu berichtigenden Verfügung oder ab Leistungsausrichtung. Sie darf nicht
mit der «angemessenen Frist» von 90 Tagen verwechselt werden, die den Versicherten
eingeräumt wird, um eine formelle Verfügung zu verlangen (vgl. zum Ganzen Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Dezember 2010, AVI
2010/24, E. 2 mit Hinweisen).
3.3 Aus den Akten ergibt sich nicht, dass die Beschwerdegegnerin innerhalb von 30
Tagen nach der Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung für den Monat Oktober
2014 auf die Leistungsabrechnung vom 11. November 2014 (act. G 4.1/40)
zurückgekommen wäre. Die Beschwerdegegnerin bedurfte daher im Zeitpunkt der
Anordnung der Rückforderung (18. Dezember 2014; act. G 4.1/14) zunächst eines
Rückkommenstitels, um auf die ursprüngliche Leistungszusprache zurückkommen zu
können. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Korrektur der ursprünglichen
Leistungsausrichtung auf Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision; act. G 4.1/14, S.
2).
4.
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Versicherte rein zweigintern betrachtet
sowohl die Voraussetzungen für ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung als auch für
ein Übergangstaggeld erfüllt. Uneinigkeit besteht zwischen den Parteien bezüglich der
für die von der Beschwerdegegnerin angeordneten Rückforderung relevante Frage,
welche intersystemisch koordinationsrechtlichen Folgen das Zusammenfallen dieser
Leistungsansprüche bewirkt. Zu prüfen ist deshalb die zwischen den Parteien
umstrittene Frage, ob die Beschwerdegegnerin hinsichtlich ihrer Taggeldleistungen im
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Verhältnis zum Übergangstaggeld der Beschwerdeführerin relativ subsidiär
leistungspflichtig ist. Die Beschwerdegegnerin bejaht diese Frage unter Hinweis auf Art.
28 Abs. 2, Abs. 4 und 95 Abs. 1bis AVIG (act. G 4.1/2, S. 2, und act. G 4.1/14, S. 1 und
S. 3).
4.1 Es erscheint angebracht, zunächst auf das Wesen der von der
Beschwerdegegnerin ausgerichteten Übergangstaggelder einzugehen.
4.1.1 Unter dem Titel „Unfallverhütung“ legt Art. 84 Abs. 2 Satz 1 UVG fest, dass die
Durchführungsorgane nach Anhören des Arbeitgebers und der unmittelbar betroffenen
Versicherten bestimmte Massnahmen zur Verhütung von Berufsunfällen und
Berufskrankheiten anordnen. Die Durchführungsorgane können Versicherte, die
hinsichtlich Berufsunfällen oder Berufskrankheiten durch bestimmte Arbeiten
besonders gefährdet sind, von diesen Arbeiten ausschliessen (Nichteignung; siehe
hierzu Art. 78 VUV). Der Bundesrat ordnet die Entschädigung für Versicherte, die durch
den Ausschluss von ihrer bisherigen Arbeit im Fortkommen erheblich beeinträchtigt
sind und keinen Anspruch auf andere Versicherungsleistungen haben (Art. 84 Abs. 2
UVG). Der Verordnungsgeber hat die Voraussetzungen u.a. für ein Übergangstaggeld in
der VUV geregelt. Der von einer Arbeit befristet oder dauernd ausgeschlossene
Arbeitnehmer erhält vom Versicherer ein Übergangstaggeld, wenn er wegen des
Ausschlusses für kurze Zeit in erhebliche erwerbliche Schwierigkeiten gerät,
insbesondere wenn er seinen Arbeitsplatz unverzüglich verlassen muss und keinen
Lohn mehr beanspruchen kann (Art. 83 VUV). Das Übergangstaggeld entspricht dem
vollen Taggeld nach Art. 17 Abs. 1 UVG (Art. 84 Abs. 1 VUV). Es wird während
höchstens vier Monaten entrichtet (Art. 84 Abs. 2 VUV). Art. 89 Abs. 1 VUV regelt die
intersystemische Koordination und sieht vor, dass das Übergangstaggeld nach Art. 69
ATSG gekürzt wird, wenn es mit anderen Sozialversicherungsleistungen
zusammentrifft.
4.1.2 Bei den Übergangsentschädigungen handelt es sich nicht um
Versicherungsleistungen im engeren Sinn, sondern um Leistungen, die im
Zusammenhang mit der Verhütung von Berufsunfällen und Berufskrankheiten erbracht
werden. Mit ihnen soll die versicherte Person einen teilweisen finanziellen Ausgleich
von wirtschaftlichen Nachteilen erhalten, die sie im Voraus zur Verhütung einer
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Schädigung in Kauf nehmen muss. Die Übergangsentschädigung setzt denn auch
weder Arbeitsunfähigkeit noch Invalidität voraus (BGE 138 V 44 E. 4.2). Vielmehr ist
eine Übergangsentschädigung bzw. das Übergangstaggeld, um das sich der
vorliegende Streit dreht, in dem Umfang ausgeschlossen, als eine nach UVG
versicherte Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Denn eine solche wird ausschliesslich durch das
intrasystemisch absolut prioritäre Taggeld gemäss Art. 16 f. UVG entschädigt (siehe zur
zweiginternen Koordination Art. 84 Abs. 2 Satz 1 UVG; vgl. hierzu BGE 130 V 438 E.
4.3 sowie Urteil des Bundesgerichts vom 1. Mai 2012, 8C_777/2011, E. 2.1).
4.1.3 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin mit ihren Leistungen keine
Arbeitsunfähigkeit, sondern den im Nachgang zur Nichteignungsverfügung
entstandenen Erwerbsausfall entschädigt. Insbesondere hat sie kein Taggeld im Sinn
von Art. 16 f. UVG ausgerichtet.
4.2 Unter der Überschrift „Taggeld bei vorübergehend fehlender oder verminderter
Arbeitsfähigkeit“ bestimmt Art. 28 Abs. 1 AVIG: Versicherte, die wegen Krankheit (Art. 3
ATSG), Unfall (Art. 4 ATSG) oder Schwangerschaft vorübergehend nicht oder nur
vermindert arbeits- und vermittlungsfähig sind und deshalb die Kontrollvorschriften
nicht erfüllen können, haben, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen
erfüllen, Anspruch auf das volle Taggeld. Dieser dauert längstens bis zum 30. Tag nach
Beginn der ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit und ist innerhalb der Rahmenfrist
auf 44 Taggelder beschränkt. Abs. 2 regelt, dass Taggelder der Kranken- oder
Unfallversicherung, die Erwerbsersatz darstellen, von der Arbeitslosenentschädigung
abgezogen werden.
4.2.1 Die Regelung von Art. 28 Abs. 1 AVIG findet ausschliesslich bei Versicherten
mit vorübergehend fehlender oder verminderter Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit
Anwendung (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 7. Dezember 2007, AVI
2007/38, E. 2.3). Der Versicherte war im vorliegenden Fall zu keiner Zeit in einer
adaptierten Tätigkeit arbeitsunfähig und hat denn auch kein Taggeld im Sinn von Art.
16 f. UVG bezogen. Des Weiteren war auch seine Vermittlungsfähigkeit zu keiner Zeit
vermindert. Allein schon deshalb bildet Art. 28 Abs. 1 AVIG keine Grundlage für eine
Anrechnung des einen nichteignungsbedingten Erwerbsausfall entschädigenden
Übergangstaggelds.
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4.2.2 Auch Art. 28 Abs. 2 AVIG, der eine intersystemische relative Subsidiarität
zugunsten der Arbeitslosenversicherung vorsieht, bildet vorliegend keine Grundlage für
eine intersystemisch koordinationsbedingte Kürzung des Arbeitslosentaggelds. Dies
deshalb, weil Art. 28 Abs. 2 AVIG ausschliesslich auf Fälle Anwendung findet, die den
Tatbestand von Art. 28 Abs. 1 AVIG erfüllen (Entscheid des Versicherungsgerichts vom
7. Dezember 2007, AVI 2007/38, E. 2.3 am Schluss sowie E. 2.5), was nach dem
Gesagten vorliegend nicht der Fall ist (siehe vorstehende E. 4.2.1).
4.3 Es stellt sich des Weiteren die Frage, ob die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art.
28 Abs. 4 AVIG berechtigt war, die Übergangstaggelder der Beschwerdeführerin auf
ihre eigene Leistungspflicht anzurechnen.
4.3.1 Arbeitslose, die ihren Anspruch nach Abs. 1 ausgeschöpft haben, weiterhin
vorübergehend vermindert arbeitsfähig sind und Leistungen einer Taggeldversicherung
beziehen, haben, sofern sie unter Berücksichtigung ihrer verminderten Arbeitsfähigkeit
vermittelbar sind und die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, Anspruch auf: a.
das volle Taggeld, wenn sie zu mindestens 75% arbeitsfähig sind; b. das um 50%
gekürzte Taggeld, wenn sie zu mindestens 50% arbeitsfähig sind (Art. 28 Abs. 4 AVIG).
Art. 28 Abs. 4 AVIG gewährleistet, dass Versicherte, die weiterhin vorübergehend
vermindert arbeitsfähig sind, ein Arbeitslosentaggeld beziehen, das ihrer effektiven
Arbeitsfähigkeit, die auf dem Arbeitsmarkt (noch) verwertbar ist (siehe
Vernehmlassungsvorlage des SECO zur Teilrevision des AVIG vom 14. Dezember 2007,
S. 30), entspricht (BBl 2008 7755).
4.3.2 Die Berufung auf Art. 28 Abs. 4 AVIG scheitert im vorliegenden Fall schon
deshalb, weil der Versicherte das Tatbestandsmerkmal der verminderten
Arbeitsfähigkeit nicht erfüllt (siehe vorstehende E. 4.2.1).
4.4 Schliesslich berief sich die Beschwerdegegnerin auf Art. 95 Abs. 1bis AVIG (act. G
4.1/14, S. 1).
4.4.1 Nach Art. 95 Abs. 1bis AVIG ist eine versicherte Person, die
Arbeitslosenentschädigung bezogen hat und später für denselben Zeitraum Renten
oder Taggelder der Invalidenversicherung, der beruflichen Vorsorge, aufgrund des
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Erwerbsersatzgesetzes vom 25. September 1952, der Militärversicherung, der
obligatorischen Unfallversicherung, der Krankenversicherung oder gesetzliche
Familienzulagen erhält, zur Rückerstattung der in diesem Zeitraum bezogenen
Arbeitslosentaggelder verpflichtet. In Abweichung von Art. 25 Abs. 1 ATSG beschränkt
sich die Rückforderungssumme auf die Höhe der von den obgenannten Institutionen
für denselben Zeitraum ausgerichteten Leistungen.
4.4.2 Diese Bestimmung bezieht sich in erster Linie auf Rückforderungen in
Zusammenhang mit der Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung nach Art. 15
Abs. 3 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und
Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02; BBl 2001 2303; siehe auch BGE 142 V 455
E. 5.3 f.). Im hier zu beurteilenden Fall ist allerdings die jeweils zweiginterne
Leistungspflicht der beiden involvierten Versicherungsträger nicht umstritten, sondern
einzig die intersystemische Koordination der zusammenfallenden Leistungsansprüche.
4.5 Nach dem Gesagten besteht keine gesetzliche Grundlage für die intersystemisch
koordinationsbedingte Kürzung der Arbeitslosenversicherungstaggelder. Es liegt keine
vom Rechtsanwender zu füllende Lücke vor, da Art. 89 Abs. 1 VUV eine
Überentschädigung verhindert. Die ursprüngliche Zusprache von
Arbeitslosenentschädigung für den Monat Oktober 2014 erweist sich somit nicht als
zweifellos unrichtig im Sinn von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Mangels eines
Rückkommenstitels war die Beschwerdegegnerin damit nicht befugt, auf die in
Rechtskraft erwachsene Leistungszusprache für Oktober 2014 zurückzukommen. Sie
wird sodann auch den Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung für
die Monate November 2014 bis Januar 2015 noch zu prüfen und hierbei den
Verrechnungsanspruch der Beschwerdegegnerin zu berücksichtigen haben.
5.
5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist der Einspracheentscheid vom 26. Februar 2016
aufzuheben und die Sache zur materiellen Prüfung der Arbeitslosentschädigung für die
Monate November 2014 bis Januar 2015 im Sinn der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin zu überweisen. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht
einzutreten.
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5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
5.3 Der Beschwerde führende Versicherungsträger hat keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung, soweit - wie vorliegend - die Prozessführung der Gegenpartei
nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (BGE 126 V 143, 128 V 323).