Decision ID: ed33fb26-2226-4c38-b9ce-e08567e02861
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der am (...) 1969 geborene portugiesische Staatsbürger A._
lebt in Portugal. Von Mai 2003 bis Dezember 2014 war er in der Schweiz
als Hilfsarbeiter im Baugewerbe erwerbstätig und leistete dabei Beiträge
an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(IV-act. 26).
A.b Am 15. Februar 2015 erlitt A._ bei einem Treppensturz eine
dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts, die am 16. Februar 2015
operativ versorgt werden musste. Er meldete sich daraufhin via Suva bei
der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (vgl. IV-act. 1).
A.c Mit Schlussbericht vom 3. Mai 2016 (IV-act. 29 S. 3 ff.) stellten
Dr. med. B._, und Dr. med. C._, beide Fachärzte für Allge-
meine Medizin des Regionalen Ärztlichen Dienstes, in Würdigung der Ak-
ten fest, es bestehe weiterhin eine schmerzhafte Einschränkung der Be-
weglichkeit und Belastung mit Beschränkung der Arbeitsfähigkeit als Bau-
arbeiter. Eine Rückkehr in die angestammte Tätigkeit sei aufgrund der dort
hohen körperlichen Belastung nicht mehr zumutbar. Eine wechselbelas-
tende Tätigkeit mit teils Sitzen und Stehen und verbunden mit Heben und
Tragen von Lasten von maximal 10 kg sei hingegen uneingeschränkt zu-
mutbar.
A.d Mit Verfügung vom 18. Juli 2016 (IV-act. 38) wies die IV-Stelle
D._ das Leistungsbegehren von A._ ab. Zur Begründung
führte sie aus, es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätig-
keiten. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein IV-Grad von 13 %,
woraus sich kein Rentenanspruch ableiten lasse (vgl. Vorbescheid vom
7. Juni 2016, IV-act. 35). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft
erwachsen.
B.
B.a Mit E-Mail vom 11. Mai 2017 (IV-act. 47) wandte sich A._, ver-
treten durch die Gewerkschaft E._, erneut an die IV-Stelle
D._ und machte geltend, sein Zustand habe sich verschlechtert, es
seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen.
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B.b Mit Schreiben vom 15. Mai 2017 (IV-act. 49) machte die IV-Stelle
D._ A._ darauf aufmerksam, dass es im Falle einer Neuan-
meldung ihm (und nicht der IV-Stelle) obliege, die entsprechenden Unter-
lagen beizubringen, um die Verschlechterung glaubhaft zu machen. Die IV-
Stelle D._ setzte ihm eine Frist, um weitere Unterlagen einzu-
reichen.
B.c Mit Eingabe vom 1. Juni 2017 (IV-act. 50) reichte A._ weitere
Unterlagen ein. Daraus ergaben sich folgende Diagnosen: 1) Osteoporose
(ED 05/2017) mit/bei LWK 3-Fraktur, multiple Deckplattenimpressionen
lumbal, Lumbospondylogenes Syndrom, fraglich radikuläres Reizsyndrom
L5 rechts, mässige Spondylarthrose, weitere pathologische LWS-Verände-
rungen, Epiduralinfiltration via Sakralkanal, 2) mediale Schenkelhalsfraktur
rechts mit Schraubenosteosynthese/Revision 02/2015, 3) Arterielle Hyper-
tonie, 4) Hyperlipidämie, 5) intermittierend Alkoholabusus mit erhöhten Le-
berwerten, aktuell keine Probleme, 6) Sludge in der Gallenblase, 7) anam-
nestisch Hiatushernie, St.n. Duodenalulzera/Refluxkrankheit, 8) Divertiku-
lose mit intermittierender Divertikulitis und 9) Polypektomie tubuläres Ade-
nom in Kolon (08/2015). Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeinmedi-
zin, erachtete A._ unter Berücksichtigung der vorgenannten Diag-
nosen in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter kaum mehr als ar-
beitsfähig.
B.d Mit Abmeldebescheinigung vom 27. Juni 2017 (IV-act. 52) teilte
A._ der IV-Stelle D._ seinen Wegzug nach Portugal per
30. Juni 2017 mit.
B.e Dr. med. B._, Facharzt für Allgemeinmedizin beim RAD, führte
in seiner Stellungnahme vom 31. Juli 2017 (IV-act. 53) aus, den einge-
reichten Unterlagen seien keine glaubhaften Verschlechterungen des Ge-
sundheitszustands zu entnehmen, da bereits früher gesundheitliche Be-
schwerden bestanden hätten, die zu Einschränkungen in der angestamm-
ten Tätigkeit geführt hätten. Es bestehe nach wie vor eine volle Arbeitsfä-
higkeit in angepassten Tätigkeiten.
B.f Mit Schreiben vom 23. August 2017 (IV-act. 54) überwies die IV-Stelle
D._ das Dossier zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versi-
cherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz). Diese teilte
A._ mit, dass er eine allfällige Neuanmeldung über den ausländi-
schen Sozialversicherungsträger einreichen müsse.
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B.g Am 23. April 2019 ging bei der IVSTA das Formular E 204 ein (IV-
act. 73).
B.h Mit Vorbescheid vom 18. Juni 2019 (IV-act. 84) stellte die IVSTA
A._ das Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aus-
sicht. Mit Eingabe vom 3. Juli 2019 (IV-act. 85) erhob dieser Einwand ge-
gen den Vorbescheid. Er machte geltend, sein Gesundheitszustand habe
sich verschlechtert. Er könne keinen Beruf ausüben; die zugesprochene
Rente in Portugal beweise dies. Er werde weitere medizinische Unterlagen
einreichen und – falls nötig – zu einer Untersuchung in die Schweiz reisen.
B.i Mit Verfügung vom 10. September 2019 (IV-act. 96) trat die IVSTA nicht
auf die Neuanmeldung von A._ ein, da dieser nicht habe glaubhaft
machen können, dass sich sein Gesundheitszustand in rentenerheblicher
Weise verschlechtert habe.
C.
C.a Gegen die Verfügung vom 10. September 2019 erhob A._
(nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 19. September 2019
(BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean-
tragte sinngemäss die Zusprache einer Invalidenrente und in verfahrens-
rechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Er
führte zur Begründung aus, er könne aufgrund der Schmerzen nicht arbei-
ten und müsse viele Medikamente einnehmen. Ausserdem reiche das
Geld, das er erhalte, nicht zum Leben, da seine Medikamente teuer seien.
C.b Mit Vernehmlassung vom 5. November 2019 (BVGer-act. 7) bean-
tragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung
führte sie aus, unter Berücksichtigung der neu eingereichten Arztberichte
sei der beurteilende IV-Arzt zum Schluss gelangt, dass sich keine wesent-
lichen Veränderungen des Gesundheitszustands ergeben hätten und der
Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit weiterhin voll arbeitsun-
fähig und in einer angepassten Tätigkeit jedoch voll arbeitsfähig sei.
C.c Mit Zwischenverfügung vom 4. Dezember 2019 (BVGer-act. 10) hiess
der Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gut.
C.d Mit Replik vom 26. Dezember 2019 (IV-act. 12) hielt der Beschwerde-
führer sinngemäss an seinem Antrag fest. Er machte geltend, es könne
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Seite 5
nicht sein, dass man ihn in Portugal als arbeitsunfähig einstufe und er in
der Schweiz aber keine Rente erhalte.
C.e Mit Duplik vom 31. Januar 2020 (BVGer-act. 14) hielt die Vorinstanz
an ihrem Abweisungsantrag fest.
C.f Mit Eingaben vom 20. Mai 2020 (BVGer-act. 17) und vom 24. Februar
2021 (BVGer-act. 21) reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische
Berichte ein.
C.g Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-
weismittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.
C.h

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69
Abs. 1 Bst. b des IVG (SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht
Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle
für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt
nicht vor.
1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Ge-
mäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Ver-
fahren die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1) vorbehalten.
Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bun-
desgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und so-
weit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1
IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung an-
wendbar (Art. 1a bis 26bis und Art. 28 bis 70), soweit das IVG nicht aus-
drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den all-
gemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht
mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejeni-
gen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-
teilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).
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Seite 6
1.3 Als direkter Adressat ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen
Verfügung berührt und er kann sich auf ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Änderung berufen (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1
VwVG).
1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art 60 Abs. 1
ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde
grundsätzlich einzutreten (vgl. jedoch untenstehende E. 3).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Portugal und hat dort
seinen Wohnsitz. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom
21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-
schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-
hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft
getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr.
987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar
2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr.
465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen
zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-
liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im
Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach
schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4).
2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1).
Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass
der Verfügung vom 10. September 2019 in Kraft standen; weiter aber auch
Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren,
die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-
che von Belang sind.
2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-
fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs
oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-
dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemes-
senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).
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Seite 7
2.4 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-
sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen
Verwaltungsverfügung (hier: 10. September 2019) eingetretenen Sachver-
halt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither
verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-
tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
3.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz auf die Neuanmel-
dung des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist. Prozessthema
ist vorliegend somit die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausge-
gangen ist, dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, eine anspruchs-
erhebliche Veränderung glaubhaft zu machen. Soweit der Beschwerdefüh-
rer (sinngemäss) die Zusprache einer Rente geltend macht, geht sein An-
trag über das im Anfechtungsobjekt geregelte Rechtsverhältnis hinaus,
weshalb auf dieses Begehren nicht einzutreten ist.
3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei-
gert, so wird auf eine Neuanmeldung nur dann eingetreten, wenn die ver-
sicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität seither
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87
Abs. 2 und 3 IVV in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 ATSG; vgl. hierzu
BGE 130 V 343 E. 3.5.3). Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, tritt die Ver-
waltung auf das Gesuch nicht ein und eröffnet dies durch eine Nichteintre-
tensverfügung (BGE 109 V 108 E. 2b). Ist dagegen in einem für die Ren-
tenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eine Änderung glaubhaft
gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das Gesuch einzutreten und
in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen, ob die vom Ver-
sicherten glaubhafte Veränderung des Invaliditätsgrades tatsächlich einge-
treten ist (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b).
Mit der Bestimmung von Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV soll verhindert werden,
dass sich die Verwaltung nach vorausgegangener rechtskräftiger Renten-
verweigerung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begrün-
deten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Ren-
tengesuchen befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3, 125 V 410 E. 2b und
117 V 198 E. 4b). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es in
erster Linie Sache der versicherten Person selbst, substanzielle Anhalts-
punkte für eine allfällige neue Prüfung des Leistungsanspruches darzule-
gen (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 und Urteil des BGer 8C_844/2012 vom 5. Juni
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2013 E. 3). In diesem Verfahrensstadium gilt demnach der Untersuchungs-
grundsatz atypischerweise nicht. Vielmehr wird der versicherten Person für
das Eintreten auf eine Neuanmeldung eine Behauptungs- und Beweisfüh-
rungslast auferlegt (URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Invali-
denversicherung, Bern 2010, § 21 Rz. 955 mit Hinweis auf BGE 130 V 68
E. 5.2.5 und BGE 117 V 198). Es sind dabei grundsätzlich alleine die im
Verwaltungsverfahren eingereichten medizinischen Unterlagen zu prüfen
(Urteil des BGer 8C_264/2012 vom 4. Juli 2012 E. 2). Arztberichte, welche
aus der Zeit nach Erlass der angefochtenen Verfügung datieren und erst
im Beschwerdeverfahren aufgelegt wurden, sind bei der Beurteilung der
Frage, ob die Verwaltung auf die Neuanmeldung hätte eintreten müssen –
von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht zu berücksichtigen (vgl.
BGE 130 V 64 E. 5.2.5, 8C_844/2012 E. 2.2; Urteile des Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGer] B-2615/2012 vom 7. November 2013 E. 6.3.1, C-
3632/2010 vom 5. März 2013 E. 4.4 und C-7857/2008 vom 7. Februar
2011 E. 6.2 und 7).
Unter Glaubhaftmachung ist nicht der Beweis nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein massgebenden Grad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind vielmehr her-
abgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung
der Verwaltung begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechts-
kräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist.
Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachum-
stand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus
noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde
sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Bei der Prüfung der
Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berück-
sichtigt die Verwaltung unter anderem, ob seit der rechtskräftigen Erledi-
gung des letzten Rentengesuches lediglich kurze oder schon längere Zeit
vergangen ist; je nachdem sind an das Glaubhaftmachen einer Änderung
des rechtserheblichen Sachverhalts höhere oder weniger hohe Anforde-
rungen zu stellen (Urteile des BGer 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008
E. 2.2 und 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 mit Hinweis auf
BGE 109 V 262 E. 3). Bereits ab einer Zeitspanne von 15 Monaten dürfen
nach der bundesgerichtlichen Praxis keine allzu hohen Anforderungen an
die Glaubhaftmachung gestellt werden (BGE 130 V 64 E. 6.2). Insofern
steht der Verwaltung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Rich-
ter grundsätzlich zu respektieren hat. Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden-
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Seite 9
rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemach-
ten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2003 IV Nr. 25 E. 2.2 und
2.3, 2002 IV Nr. 10 E. 1c/aa).
Für den Fall, dass einer Neuanmeldung zwar ärztliche Berichte beigelegt
sind, diese indessen so wenig substantiiert sind, dass sich eine neue Prü-
fung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, ist
die IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben nur verpflichtet, wenn
den – für sich allein genommen den Anforderungen der Glaubhaftmachung
nicht genügenden – Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden
können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare
rechtserhebliche Änderung vorliegt. Der Verwaltung ist es aber auch hier
unbenommen, entsprechende Erhebungen selber anzustellen, ohne dass
deswegen bereits auf ein materielles Eintreten auf die Neuanmeldung zu
schliessen wäre (vgl. Urteil des BGer 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013
E. 2.1 mit Hinweis auf die Urteile 8C_341/2011 vom 27. Juni 2011 E. 2.2.2,
8C_1009/2010 vom 7. April 2011 E. 2.3; 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009
E. 2.2.3, I 781/04 vom 17. Februar 2005 E. 3). Unterlässt die IV-Stelle die
Nachforderung weiterer Angaben trotz erkennbarer Hinweise für eine
rechtserhebliche Änderung des Sachverhalts, steht der Berücksichtigung
von im Gerichtsverfahren beigebrachten Beweismitteln nichts entgegen
(vgl. analog dazu BGE 130 V 64 E. 5.2.2 und E. 6).
3.2 Die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) ist auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der ver-
sicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4,
BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begrün-
det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit we-
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Seite 10
der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereich-
ten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten
(BGE 125 V 351 E. 3a).
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie
in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-
verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde
Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonde-
rer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee
mit Hinweisen).
Auf Stellungnahmen der Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) respektive
der medizinischen Dienste der IV-Stellen kann für den Fall, dass ihnen ma-
teriell Gutachtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie
den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Be-
richt genügen (Urteil des BGer I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die
RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen
und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifi-
kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine er-
hebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutach-
tens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Ex-
perten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gut-
achter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender
spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht vi-
sierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des BGer 9C_410/2008 vom
8. September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3,
I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1 und I 178/00 vom 3. August 2000
E. 4a).
Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht
wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizi-
nischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Bedarf“ selber
ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Be-
urteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von
eigenen Untersuchungen an sich ist somit kein Grund, um einen RAD-Be-
richt in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesent-
lichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts
geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in
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Seite 11
den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli
2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hin-
weisen).
3.3 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen
Änderung bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige
Verfügung, welche auf einer materiellen Beurteilung des Rentenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durch-
führung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten einer Änderung
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht
(BGE 133 V 108 E. 5.4 und 130 V 71 E. 3.2.3). Diese Prüfung muss dabei
denjenigen anspruchserheblichen Aspekt umfasst haben, auf dessen (be-
hauptete) Veränderung sich die Neuanmeldung stützt (vgl. Urteil des BGer
9C_899/2009 [= SVR 2010 IV Nr. 54] vom 26. März 2010 E. 2.1). Zeitliche
Referenzpunkte bilden im vorliegenden Fall der 18. Juli 2016 (letzte ableh-
nende Verfügung nach Prüfung des Anspruchs) und der 10. September
2019 (Datum der angefochtenen Nichteintretensverfügung).
4.
4.1 Der abweisenden Verfügung vom 18. Juli 2016 lagen namentlich die
Berichte von Dr. med. G._, Facharzt für Allgemein- und Unfallchi-
rurgie, vom 8. April 2016 (IV-act. 25), vom 18. Januar 2016 (IV-act. 15) und
vom 16. November 2015 (IV-act. 13 S. 5 f.) sowie der Schlussbericht des
RAD vom 3. Mai 2016 (IV-act. 29) vor. Diesen Berichten ist zu entnehmen,
dass beim Beschwerdeführer im Wesentlichen aufgrund des Unfalls vom
15. Februar 2015 eine dislozierte Schenkelhalsfraktur rechts vorlag, die
operativ versorgt werden musste. Postoperativ trat eine Sinterung der
Fraktur mit Glutealinsuffizienz und Beinlängenverkürzung auf, und es
wurde ein persistierendes Trendelenburg-Hinken festgestellt. Dem Be-
schwerdeführer wurde eine prothetische Versorgung empfohlen, die er je-
doch ablehnte. Als Nebendiagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfä-
higkeit hielten die Ärzte Adipositas und Nikotinabusus fest. Aufgrund der
ungenügenden Mobilisier- und Belastbarkeit attestierten die Ärzte eine
volle Arbeitsunfähigkeit für die bisherige (körperlich schwere) Tätigkeit als
Bauarbeiter. In einer angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
wurde dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert. Im Rah-
men des Einkommensvergleichs wurde ihm aufgrund der auch in leichten
Tätigkeiten zu beachtenden funktionellen Einschränkungen ein leidensbe-
dingter Abzug von 10 % angerechnet, woraus sich im Einkommensver-
gleich ein Invaliditätsgrad von 13 % ergab.
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4.2 Im Rahmen der Neuanmeldung ist bei der Vorinstanz der Formularbe-
richt E 213 vom 27. August 2018 (IV-act. 77), dem die Diagnosen Osteo-
porose, Status nach Schenkelhalsfraktur, Spondylarthrose, Bluthochdruck,
Dyslipidämie, Gallensteine, eine Hiatushernie, ein Zwölffingerdarmge-
schwür, Reflux sowie ein Status nach Polypektomie eines tubulären Ade-
noms zu entnehmen sind. Die Ärztin bezifferte die Arbeitsfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter mit 0 %. Zur Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit äusserte sie sich nicht. Ferner liegen ein Formular-
bericht vom 11. Juni 2018 (IV-act. 78) sowie die Dokumentation von meh-
reren Konsultationen bei Dr. med. H._ (IV-act. 80) vor, denen im
Wesentlichen dieselben Diagnosen wie dem Formularbericht E 213 zu ent-
nehmen sind.
4.3 Anlässlich des Vorbescheidverfahrens reichte der Beschwerdeführer
weitere Unterlagen ein: Ein Attest von Dr. med. I._ vom 1. Juli 2019
(IV-act. 86), mit welchem dieser bestätigte, dass der Beschwerdeführer
keinerlei Arbeit mehr verrichten könne und sich sein Zustand aufgrund der
Osteoporose verschlechtere. Seit Oktober 2018 sei der Beschwerdeführer
auf Gehstützen angewiesen. Ferner reichte er einen Bericht von
Dr. med. J._ vom 12. Juli 2018 (IV-act. 87) ein. Diesem sind die be-
reits bekannten Diagnosen zu entnehmen. Ferner berichtete der Arzt, dass
der Beschwerdeführer an Schmerzen im unteren Rücken leide und auf-
grund der Osteoporose auch bei geringen Belastungen zu Frakturen neige.
Der Beschwerdeführer sei deshalb vollständig arbeitsunfähig.
4.4 Gestützt auf die eingereichten Unterlagen schloss
Dr. med. K._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, des RAD mit
Stellungnahmen vom 12. Juni 2019 (IV-act. 83) und vom 10. August 2019
(IV-act. 94), dass gestützt auf die neu eingereichten Unterlagen keine Hin-
weise vorlägen, die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hindeuteten. Immerhin seien keine
neuen bedeutenden funktionellen Einschränkungen des Bewegungsappa-
rates attestiert worden und der Beschwerdeführer sei seit längerer Zeit oh-
nehin nur noch in einer angepassten, leichten Verweistätigkeit ohne das
Heben von schweren Gewichten als arbeitsfähig anzusehen. Daran änder-
ten die neu hinzugekommenen Beschwerden nichts. Die volle Arbeitsunfä-
higkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter bleibe unbestrittenermas-
sen bestehen. Den neuen Berichten lägen teilweise keine klinischen Un-
tersuchungen zugrunde (so bei Dr. med. I._) oder die Schlussfolge-
rungen seien nicht begründet (so bei Dr. med. J._), sodass keine
konkreten Anhaltspunkte für eine Verschlechterung vorlägen.
C-4965/2019
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4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus den neuen medizi-
nischen Berichten zwar Anhaltspunkte für das Vorliegen von neu aufgetre-
tenen Störungen (namentlich Osteoporose und Spondylarthrose) ergeben,
diese jedoch auf die Arbeitsfähigkeit in leichten, angepassten Tätigkeiten,
wie sie dem Beschwerdeführer bisher noch zumutbar waren, keinen Ein-
fluss haben. Auch bei den weiteren attestierten Beschwerden wie Blut-
hochdruck, Dyslipidämie, Gallensteine, Hiatushernie, Zwölffingerdarmge-
schwür, Reflux sowie ein Status nach Polypektomie eines tubulären Ade-
noms ist nicht ersichtlich, inwiefern sie einen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers haben könnten. Es ist somit nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass der Beschwerde-
führer mit den eingereichten Unterlagen nicht darzutun vermochte, dass
eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands vorliegt und so-
mit immer noch von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in leichten Tätigkeiten
auszugehen ist. Auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Ren-
tenzusprache in Portugal hat keinen Einfluss auf den Anspruch auf Leis-
tungen der Schweizerischen Invalidenversicherung, sodass der Beschwer-
deführer auch daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Die Vor-
instanz ist somit zu Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten. Die
Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und
die angefochtene Verfügung ist zu bestätigen.
5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
5.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Franken festzulegen
(Art. 69 Abs. 1bis IVG). Die Verfahrenskosten werden in der Regel der un-
terliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Zufolge Bewilligung
der unentgeltlichen Rechtspflege sind dem unterliegenden Beschwerde-
führer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.
5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-
wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen
(Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
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verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Als Bundesbehörde hat die IV-
STA jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3
VGKE).