Decision ID: bb7aee33-e8c2-5331-bd6e-345b79d01959
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführer suchten am 26. Oktober 2015 in der Schweiz um
Asyl nach. Am 11. November 2015 fanden ihre Befragungen zur Person
statt. Am 17. August 2017 wurde der Beschwerdeführer und am 26. Okto-
ber 2017 die Beschwerdeführerin zu ihren Asylgründen angehört.
Hierbei machten sie geltend, sie seien syrische Staatsangehörige kurdi-
scher Ethnie mit letztem Wohnsitz in C._. Nachdem der Beschwer-
deführer im Jahr (...) seinen Militärdienst regulär abgeschlossen habe, hät-
ten sie geheiratet. Der Beschwerdeführer habe als Chauffeur von Trans-
portfahrzeugen gearbeitet. Die Beschwerdeführerin habe einen Kleiderla-
den gehabt, an Demonstrationen gegen das Regime teilgenommen und
sei in einer Hilfsorganisation für Flüchtlinge aktiv gewesen. In C._
hätten die syrischen Behörden die Kontrolle ausgeübt und den Beschwer-
deführer mehrmals dazu aufgefordert, mit seinem Fahrzeug Transporte
durchzuführen. Nachdem er diesen Aufforderungen wiederholt nachge-
kommen sei, habe er sich weiteren Anfragen entzogen und sich während
ungefähr zwei oder drei Monaten in Dörfern versteckt. In dieser Zeit hätten
Angehörige der Armee mehrmals sein Zuhause aufgesucht. Nachdem die
syrischen Behörden aus C._ vertrieben worden seien, habe er zu
seiner Familie zurückkehren können. Alsdann habe er sich bei der YPG
(Yekîneyên Parastina Gel) gemeldet und ungefähr eineinhalb Jahre Trans-
porte für diese durchgeführt. Nachdem er die Methoden der YPG kritisiert
habe, hätten ihn Angehörige der YPG unter Drohung aufgefordert, von sol-
chen negativen Äusserungen abzusehen. Anfang (...) habe er von einem
Verwandten erfahren, dass er auf einer Liste der YPG stehe und verhaftet
werden solle, woraufhin er in die Türkei ausgereist sei. Die Beschwerde-
führerin sei von der YPG zum Verbleib ihres Mannes befragt worden, wes-
halb sie Ende (...) mit ihrer Tochter ebenfalls in die Türkei gereist sei, wo
der Visumsantrag der Beschwerdeführerin und ihres Mannes für die
Schweiz abgelehnt worden und die Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter
deshalb nach Syrien zurückgekehrt sei, bevor sie erneut in die Türkei ge-
reist seien.
B.
Mit Verfügung vom 14. August 2018 (zugestellt am 16. August 2018) stellte
das SEM fest, die Beschwerdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft
nicht, lehnte die Asylgesuche ab, verfügte die Wegweisung aus der
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Schweiz und ordnete aufgrund der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs die vorläufige Aufnahme an.
C.
Mit Eingabe vom 17. September 2018 (Poststempel) reichten die Be-
schwerdeführer unter Beilage eines Auszugs aus dem syrischen Strafre-
gister in Kopie inklusive Übersetzung beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde ein und beantragten, es sei die Verfügung des SEM vom 14. Au-
gust 2018 aufzuheben und Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Flücht-
lingseigenschaft anzuerkennen und sie seien als Flüchtlinge vorläufig auf-
zunehmen. In prozessualer Hinsicht sei auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses zu verzichten und die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh-
ren.
D.
Mit Schreiben vom 20. September 2018 bestätigte das Bundesverwal-
tungsgericht den Eingang der Beschwerde.
E.
Mit Eingabe vom 1. November 2018 reichten die Beschwerdeführer das
Original des Strafregisterauszugs nach.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes vom
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende
Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmun-
gen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
2.
Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend
– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG, Art. 105 AsylG). Die Beschwerde-
führer sind als Verfügungsadressaten zur Beschwerdeführung legitimiert
(Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist
einzutreten (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
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3.
3.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG.
3.2 Der Wegweisungsvollzug (Dispositivziffern 4 bis 6) wurde zugunsten
einer vorläufigen Aufnahme aufgeschoben und bildet deshalb nicht Gegen-
stand des Beschwerdeverfahrens.
3.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im
Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten
Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-
rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1
und 2 AsylG).
4.
4.1 Gemäss Art. 3 AsylG sind Flüchtlinge Personen, die in ihrem Heimat-
staat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Reli-
gion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt
sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu wer-
den (Abs. 1). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Abs. 2).
4.2 Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung
oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete
Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 3
AsylG).
5.
5.1 Nach Prüfung der Akten durch das Gericht ist in Übereinstimmung mit
der Vorinstanz festzustellen, dass die Vorbringen der Beschwerdeführer
den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG
nicht standzuhalten vermögen, weshalb vorab auf die ausführlichen und
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen ist. Diese sind we-
der in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Die ange-
fochtene Verfügung ist ausreichend begründet, zumal sich die Vorinstanz
nicht mit jedem Argument auseinanderzusetzen hat. Dass eine sachge-
rechte Anfechtung möglich war, zeigt die Beschwerde selbst. Das rechtli-
che Gehör wurde nicht verletzt. Der Sachverhalt ist ausreichend abgeklärt.
Die hierzu oberflächlich getätigten Rügen sind unbegründet.
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Es trifft zu, dass das Verweigern weiterer Transportleistungen des Be-
schwerdeführers im Jahr (...) keine Asylrelevanz zu entfalten vermag. So
wurden die anfänglichen Suchaktionen nach ihm dann auch eingestellt, so-
dass er wieder nach Hause zurückkehren und dort bis zu seiner Ausreise
im Jahr (...) von den syrischen Behörden unbehelligt leben konnte. Es ist
auch nicht davon auszugehen, dass er – nachdem er mehrere Male Trans-
porte zur Zufriedenheit der Behörden durchgeführt hatte – lediglich auf-
grund seiner fehlenden Bereitschaft weitere Transporte durchzuführen, als
Regimegegner registriert worden wäre. Was die negativen Äusserungen
gegen die YPG anbelangt ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer von
der YPG nur aufgefordert wurde, von solchen abzusehen. Da er während
eineinhalb Jahren freiwillig für die YPG gearbeitet und keine weiteren
Probleme mit der YPG gehabt hatte, fehlt es auch diesem Vorbringen an
Intensität. Lediglich die Hinweise von Drittpersonen, wonach er auf einer
Liste der YPG stehen und nach seinem Weggang nach ihm gefragt worden
sein soll, vermögen hieran nichts zu ändern (vgl. Urteile des BVGer
E-801/2015 vom 6. Oktober 2017 E. 3.7, E-4329/2006 vom 17. Oktober
2011 E. 4.4, wonach Vorbringen, die sich lediglich auf Informationen Dritter
stützen, den Anforderungen an eine Verfolgung im asylrechtlichen Sinne
nicht standzuhalten vermögen). Schliesslich machte er geltend, in Syrien
weder Mitglied einer Partei noch in anderer Weise politisch aktiv gewesen
zu sein (SEM-Akten A17 F103 ff.).
Was die Beschwerdeführerin anbelangt, ist der Vorinstanz darin beizu-
pflichten, dass sie zwar die Teilnahme an Demonstrationen in Syrien er-
wähnte, die entsprechenden Ausführungen in den Befragungen jedoch
nicht darauf schliessen lassen, dass sie von den syrischen Behörden als
Demonstrationsteilnehmerin identifiziert oder als regimekritische Persön-
lichkeit bekannt geworden wäre. Beweismittel, die einen anderen Schluss
zuliessen, wurden nicht ins Recht gelegt. Vielmehr bestätigte sie, dass ihre
eigenen Tätigkeiten in Syrien keine Probleme nach sich gezogen hätten
(SEM-Akten A22 F78 ff.).
Soweit sich die Beschwerdeausführungen in allgemeinen Erklärungen
ohne ausreichenden Bezug zu den Beschwerdeführern erschöpfen, ist
auf diese nicht weiter einzugehen. Im Übrigen ist der Beschwerde
entgegenzuhalten, dass eine Zwangsrekrutierung durch die YPG für sich
alleine nicht zur Anerkennung als Flüchtling führt. Es ist auf die entspre-
chenden Erwägungen im Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts
D-5329/2014 zu verweisen (Urteil des BVGer D-5329/2014 vom 23. Juni
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2015 insb. E. 5.3 [als Referenzurteil publiziert]). Mangels anderweitiger An-
haltspunkte ist davon auszugehen, dass auch im heutigen Kontext zwar
Aufforderungen zur Wahrnehmung der Dienstpflicht ergehen können, eine
Weigerung jedoch keine flüchtlingsrechtlich relevanten Sanktionen nach
sich ziehen würde (vgl. Urteile des BVGer D-3114/2018 vom 28. Juni 2019
E. 5.3, E-4866/2015 vom 18. Mai 2017 insb. E. 5.1.3–5.1.4). Was sodann
die Ausführungen im Zusammenhang mit dem Militärdienst anbelangt, ist
festzustellen, dass der Beschwerdeführer (...) seinen Militärdienst regulär
abgeschlossen hat, sich zum Zeitpunkt seiner Ausreise bereits in seinem
(...) Lebensjahr befand und bis dahin nie in die syrische Armee aufgeboten
worden war (z. B. SEM-Akten A4 Ziff. 1.17.05 und A17 F90 ff. und F100 f.).
Mithin ist nicht davon auszugehen, dass er wegen Desertion oder Wehr-
dienstverweigerung ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG
zu gewärtigen hätte. Weiter listen die Beschwerdeführer in der Beschwerde
verschiedene Aktennummern vorinstanzlicher Verfahren auf und führen
aus, die Vorinstanz habe in diesen Fällen die Flüchtlingseigenschaft aus-
schliesslich aufgrund der illegalen Ausreise aus Syrien und dem damit zu-
sammenhängenden Verstoss gegen behördliche Ausreisebestimmungen
anerkannt. Da die Umstände und die persönlichen Verhältnisse bei diesen
Personen identisch mit den ihrigen seien, seien auch sie als Flüchtlinge
anzuerkennen (Beschwerde S. 9). Zunächst ist hierzu festzustellen, dass
die Beschwerdeführer nicht ansatzweise darlegen, inwiefern diese Sach-
verhalte mit den ihrigen identisch sein sollen. Zudem verkennen sie, dass
sie die Flüchtlingseigenschaft in eigener Person darzulegen haben und sie,
wenn in vergleichbaren Fällen diese ohne zureichenden Grund anerkannt
respektive angeordnet worden wäre, daraus nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten können, zumal auch kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht
bestünde. Nach konstanter Rechtsprechung führen nämlich weder eine il-
legale Ausreise aus Syrien noch die blosse Tatsache der Asylgesuchstel-
lung in der Schweiz zur Annahme, dass einer syrischen Person bei einer
Rückkehr in ihr Heimatland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine flücht-
lingsrechtlich relevante Verfolgung droht. Zwar kann aufgrund der illegalen
Ausreise und der längeren Landesabwesenheit nicht ausgeschlossen wer-
den, dass bei einer Wiedereinreise nach Syrien eine Befragung durch die
heimatlichen Behörden stattfindet. Da die Beschwerdeführer aber keine
asylrelevante Vorverfolgung erlitten haben und nicht davon auszugehen
ist, dass sie vor dem Verlassen Syriens als regimefeindliche Personen ins
Blickfeld der syrischen Behörden geraten sind, kann mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sie als staatsgefährdend
eingestuft würden. Ferner ist auch nicht aktenkundig, dass sie sich seit ih-
rer Ausreise exilpolitisch betätigt hätten. Demonstrationsteilnahmen in der
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Schweiz werden zwar in der Beschwerde vom 15. September 2018 pau-
schal behauptet, diese werden indessen weder zeitlich näher bestimmt
noch wurden die in Aussicht gestellten Beweismittel eingereicht, obwohl
die Beschwerdeführer hierzu inzwischen genügend Zeit gehabt hätten. So-
mit ist nicht davon auszugehen, sie könnten nach einer (hypothetischen)
Rückkehr als regimefeindliche Personen ins Blickfeld der syrischen Behör-
den geraten (vgl. Urteil des BVGer D-3839/2013 vom 28. Oktober 2015
E. 6.4.3 [als Referenzurteil publiziert]). Nach dem Gesagten können die
Beschwerdeführer aus ihrer illegalen Ausreise nichts zu ihren Gunsten ab-
leiten.
Der erst im Beschwerdeverfahren vorgelegte Strafregisterauszug des Be-
schwerdeführers vom (...) ist nicht geeignet zu belegen, dass der Be-
schwerdeführer von den heimatlichen Behörden in asylrechtlich relevanter
Weise verfolgt würde. Namentlich steht die Echtheit dieses Dokuments
nicht fest. So kommt Dokumenten, die käuflich leicht erworben werden kön-
nen oder die keine fälschungssicheren Merkmale aufweisen, für sich al-
leine nur geringer Beweiswert zu; bei dem eingereichten Dokument trifft
beides zu. Zudem fällt auf, dass der Strafregisterauszug kurze Zeit nach
Ergehen der angefochtenen Verfügung ausgestellt wurde und die Erklä-
rung, wie dieser nun plötzlich in den Besitz der Beschwerdeführer gelangt
sein soll, nicht zu überzeugen vermag. Die Aushändigung eines Strafregis-
terauszugs an eine Drittperson erscheint grundsätzlich fraglich; eine vom
Beschwerdeführer hierzu an eine Drittperson ausgestellte Vollmachtskopie
wurde sodann auch nicht eingereicht. Ferner ist nicht ersichtlich, wie eine
Drittperson (Vertrauensanwalt) in der Lage gewesen sein sollte, ein sol-
ches Dokument in so kurzer Zeit nach Eröffnung der angefochtenen Ver-
fügung bei den Behörden erhältlich zu machen. Der Übermittlungsweg ist
ebenfalls nicht erstellt, wurde doch kein Briefumschlag zu den Akten ge-
reicht. Sodann ist der Inhalt des Strafregisterauszugs ([...]) mit den Aussa-
gen des Beschwerdeführers nicht in Einklang zu bringen. Bei dieser Sach-
lage kommt dem besagten Dokument mangels glaubhafter Authentizität
keine genügende Beweiskraft zu. Die Beschwerdeführer bitten um eine
Frist zur Nachreichung des Originals des Strafregisterauszugs sowie wei-
terer Dokumente. Das Original reichten sie jedoch bereits mit Schreiben
vom 1. November 2018 nach und die weiteren in Aussicht gestellten Doku-
mente wurden nicht präzisiert. Zudem werden ihre Vorbringen nicht in
Zweifel gezogen und hatten sie im Übrigen seit Beschwerdeeinreichung
inzwischen genügend Zeit zur Nachreichung weiterer Dokumente, womit
keine Frist anzuberaumen ist.
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Schliesslich wird in der Beschwerde erstmals geltend gemacht, der Be-
schwerdeführer habe inzwischen in der Schweiz an politischen Demonst-
rationen teilgenommen; entsprechende Beweismittel würden nachge-
reicht. Hierzu hatten die Beschwerdeführer seit der Beschwerdeeingabe
vom 15. September 2018 ebenfalls genügend Zeit. Es ist mithin davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführer in der Schweiz nicht politisch aufge-
fallen sind. Das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe ist deshalb eben-
falls zu verneinen.
5.2 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass es den Beschwerdeführern
nicht gelungen ist, einen flüchtlingsrechtlich bedeutsamen Sachverhalt dar-
zulegen. Die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführer erfüllten
die Flüchtlingseigenschaft nicht, ist dementsprechend zu bestätigen. Die
Vorinstanz hat die Asylgesuche zu Recht abgelehnt.
6.
Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das Staatssekretariat in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf
nicht eintritt. Die Beschwerdeführer verfügen weder über eine ausländer-
rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung
einer solchen (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733). Die Wegweisung wurde zu
Recht angeordnet.
7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzu-
weisen.
8.
8.1 Die Beschwerdeführer beantragen die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden
Erwägungen ergibt sich indessen, dass ihre Begehren als aussichtslos zu
gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen
nicht gegeben, weshalb dem Gesuch nicht stattzugeben ist.
8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2)
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den Beschwerdeführern aufzuerlegen. Mit vorliegendem Urteil ist der An-
trag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos
geworden.
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