Decision ID: 8f4dee5b-10fa-41aa-a963-73762324c1d3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
absolvierte in Mazedonien eine Schneiderlehre (Urk. 8/25/1)
, arbeitete seit 1988 in der Schweiz
und
war zuletzt
mit einem Pensum von 100 %
als Bauarbeiter
B
bei der
Y._
tätig
(Urk. 8/14
/1-4
)
. Am 25. November 2011 meldete er sich unter Hinweis
auf Herz- und Lungenbeschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
8/7
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
des Versicherten
ab und
zog
insbesondere die Akten des Krankentaggeldversicherers
bei
(Urk. 8/8)
.
Am 14. Mai 2012 informierte
sie ihn
darüber
, dass aufgrund sei
nes Gesundheitszustandes
aktuell
keine beruflichen Eingliederungs
mass
nahmen möglich seien (Urk. 8/
20).
Mit Mitteilungen vom 3. April
2013
(Urk. 8/34)
und 16. August 2013 (Urk. 8/49
-50
)
erteilte die IV
Stelle Kosten
gutsprache für eine Abklärung vom
8.
bis zum 19. April 2013
durch die
Z._
(
Schlussbericht vom 4.
Juni 2013
, Urk. 8/46
)
sowie für
die Betreuung durch die
A._
während der Dauer des
Arbeitstraining
s beim Verein
B._
vom 12. August 2013 bis zum 11. Februar 201
4.
Das Arbeitstraining wurde
unter Hinweis auf die tiefe
und kaum
steigerbare
Leistungsfähigkeit des
Versicherten
per 31. Dezember 2013 vorzeitig beendet (
Urk. 8/63).
Die IV-Stelle veranlasste in der Folge eine polydisziplinäre
(Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie)
Begutachtung
durch die
C._
(
Urk. 8/70 und Urk. 8/73; Expertise vom 2. September 2014, Urk. 8/76).
Am 30. Oktober 2014
auferlegte
die IV
Stelle de
m
Versicherten
eine
Schadenminderungspflicht
(
Nikotinstopp
, regel
mässige
CPAP
[
„
Continuous
Positive
Airway
Pressure
“
]
-Therapie
und
Gewichts
reduktion
;
Urk. 8/79
)
unter dem Hinweis, dass eine diesbezügliche Überprüfung im Rahmen der amtlichen Revision per 1. Oktober 2016 vorgese
hen sei
.
Mit Vorbescheid vom
gleichen Tag
(Urk. 8/81) stellte die IV
Stelle unter Hinweis a
uf einen Invaliditätsgrad von 4
4 %
die
Zusprechung
einer
Viertels
rente
mit Wirkung ab 1. Juli 2012 in Aussicht. Als Ersatz für diesen Vorbe
scheid erliess die IV-Stelle am 17. Dezember 2014 einen neuen Vorbescheid (Urk. 8/88), wobei sie bei einem unverändertem Invaliditätsgrad (
44 %) eine
Viertelsrente
ab
1. Januar 2014 in Aussicht stellte. Mit Verfügung vom 16. März 2015 (Urk. 2)
sprach die IV-Stelle
dem
Versicherten
eine
Viertelsrente
mit Wir
kung ab 1. Januar 2014
zu.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 4. Mai 2015 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, die Verfügung vom 16. März 2015 (Urk. 2) sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Juli 2012 eine halbe Rente zuzusprechen
;
eventuell sei die Sache zwecks weiterer Abklärungen und
neuem Entscheid
über den Renten
anspruch an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2). Mit
Beschwer
de
antwort
vom 11. Juni 2015 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abwei
sung der Beschwerde.
Der
Beschwerdeführer
reichte
am 23. Sep
tember 2015
die
Replik (Urk. 12)
ein
,
worauf die Beschwerdegegnerin am 27. Okto
ber 2015 auf das Einreichen einer Duplik verzichtete (Urk. 15).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung vom 16. März 2015
(Urk. 2)
d
amit, dass der Beschwerdeführer
gemäss
Gutachten der
C._
vom 2. Sep
tember 2014
in einer angepassten
Tätigkeit zu 70
%
arbeitsfähig sei.
Aus dem
Ein
kommensvergleich
resultier
e ein Invaliditätsgrad von 44 %, weshalb
de
r
Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Viertelsrente
habe
.
Da
er vom 8. April bis 31. Dezember 2013 IV-Taggelder bezogen habe, sei
die
Rente
mit Wirkung
ab 1. Januar 2014
auszurichten
(S. 2)
.
In der Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2015 (Urk.
7
)
führte die
Beschwerdegegnerin
weiter aus
, beim Beschwerdeführer habe durchgehend eine mindestens 70%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestanden, weshalb
von
eine
r
durchgehende
n
Eingliederungs
fähig
keit
auszugehen sei
und eine Rente vor Abschluss der Eingliederungsmass
nahmen am 31. Dezember 2013 nicht in Frage komme (S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber
(Urk. 1) auf den Standpunkt, der Rentenanspruch sei bereits
am
1. Juli 2012 entstanden. An diesem Datum sei die sechsmonatige Wartefrist im Sinne von
Art.
29 IVG abgelaufen.
Er
habe
sodann
nicht
durchgehend vom 8. April bis
31. Dezember 2013 IV-Taggelder bezogen, sondern lediglich für die Zeit vom
8.
bis 19. April 2013 und vom 12.
August bis 31. Dezember 201
3.
Da er zudem nicht einmal beim Verein
B._
reüssiert
habe
,
sei seine Eingliederungsfähigkeit fraglich (S. 4-5, Urk. 12 S. 2).
Im Weiteren vermöge das
C._
-Gutachten betreffend die Arbeitsfähigkeit nicht zu überzeugen, weshalb nicht darauf abgestellt wer
den dürfe
und die Sache zu
weiteren medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei.
Schliesslich sei der von der
Beschwer
degegnerin
im Rahmen des Einkommensvergleichs vorgenommene
von 5 %
zu tief ausgefallen.
A
ufgrund des eingeschränkten Belastungsprofils, des
Teilzeit
pensums
und der Fähigkeiten des Beschwerdeführers
sei
ein Abzug von 15 % zu gewähren, woraus ein Invaliditätsgrad von
57 % respektive
der
Anspruch auf eine halbe Rente resultiere (Urk. 1
S. 9-10).
3.
3.1
Die Ärzte der Klinik für Kardiologie
des
D._
stellten in ihrem Bericht vom 11. Mai 2012 (Urk. 8/
24
/5-10
) folgende Diagnosen (S. 1):
Belastungsdyspnoe NYHA III
a
ktuell: Koronarangiographie am 10.5.2012
Ausschluss von Koronarstenosen
normale LV-Funktion
cardiac
index
2.6
l/(min*m2)
pulmonale D
r
u
cksteigerung (
mPAP
= 30
mmHg
)
t
ranspulmonaler Gradient
= 16
mmHg
transthorakale Echokardiographie 03/2012 Uster: normal grosser,
septumhy
pertrophierter
linker Ventrikel, LV
E
F 55-60 %, dilatierte Vor
höfe, diastolische Dysfunktion
CvRF
: arterielle Hypertonie,
Nikotinabusus
, Diabetes mellitus Typ II, OSAS
c
hronische Bronchitis
relative Lungenüberblähung und erhöhte Atemwegswiderstände, formal keine obstruktive Ventilationsstörung
Nikotinabusus
,
kum
. 30
py
Diabetes mellitus Typ 2
OAD-Therapie
a
rterielle Hypertonie ED 2004
Adipositas
permagna
(BMI 42 kg/m2)
obstruktives Sch
l
afapnoe-Syndrom ED 04/2011
Auto-CPAP-Therapie seit 08/2011
aktuell nicht angewendet
chronisch-venöse Insuffizienz
beidseitig
Erythrozytose
, 10.5.2012
a.e
. sekundär,
hypoxisch
bedingt
Es wurde festgehalten
, dass koronarangiografisch relevante Koronarstenosen als Ursache der Beschwerden
ausgeschlossen seien. Die linksventrikuläre
Pump
funktion
sei normal, es sei aber eine leichte pulmonale Druckst
eige
rung und eine tiefe arterielle Sättigung von 86
%
eruierbar
. Für die
Belastungs
dyspnoe
scheine v
ordergründig die Adipositas
per
magna
u
rsächlich zu sein (S. 1
).
3.2
In seinem Bericht vom 16. Juni 2013 (Urk. 8/47/2) führte der
damalige Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
E._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, folgende Diagnosen auf:
hypertensive
Herzkrankheit
Diabetes m
ellitus Typus II
Hypertonie
Hypercholesterinämie
Adipositas
Schlafapnoe-Syndrom
Der Arzt hielt fest, der Beschwerdeführer sei unter adäquater Medikation „am Rande der Kompensation“ und der kleinsten Anstrengung nicht gewachsen. Für eine Tätigkeit auf dem Bau sei er untauglich, für eine leichte, teilweise sitzende Arbeit
bestehe
indessen
eine 50
%
ige Arbeitsfähigkeit
. Entsprechend sei von einer
„AUF [
Arbeits
un
fähigkeit
]
(seit langem) und bis auf weiteres von 50
66 %
“
auszugehen.
3.
3
Dr.
med.
F._
, Assistenzärztin an der Klinik für Endokrinologie,
Diabetologie
und
klinische Ernährung
des
D._
, nannte
i
n ihrem Bericht vom 1. Juli 2013 (Urk. 8/48) folgende Diagnosen:
Diabetes
m
ellitus Typ 2
unter OAD
Hb
A
1c 6,5
%
(10.12.2012)
Verdacht auf beginnende Polyneuropathie
a
rterielle Hypertonie ED 2004
Adipositas
per
magna
(BMI 42 kg/m2)
obstruktives Sch
l
afapnoe-Syndrom ED 04/2011
im Rahmen der Adipositas-Diagnose
Auto-CPAP-Therapie seit 08/2011, aktuell nicht angewendet
Belastungsdyspnoe NYHA III
wahrscheinlich multifaktoriell
chronische Bronchitis (relative Lungenüberblähung und erhöhte
Atem
wegs
widerstände
, formal keine obstruktive Ventilationsstörung),
Nikotin
abusus
,
kum
. 30
py
pulmonale Drucksteigerung (
mPAP
= 30
mmHG
) ED 05/2012
Dekond
itionierung
im Rahmen der Adipositas
Erythrozytose
, 10.5.2012
w
ahrscheinlich sekundär,
hypoxisch
im Rahmen des obstruktiven Schlafap
noe-Syndroms
chronisch-venöse Insuffizienz b
eidseitig
Die Ärztin wies darauf hin, dass aus
endokrinologischer
Sicht kein Grund für eine IV-Berentung bestehe. Das Hauptproblem des Beschwerdeführers sei dessen Adipositas, wobei
sich
eine deutliche Gewichtsreduktion auf sämtliche Diagno
sen
und die Arbeitsfähigkeit positiv auswirken würde.
3.
4
Die Hausärztin des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
G._
, FMH für Innere Medizin, hielt in
ihrem
undatierten Bericht (Urk. 8/66) fest, der Beschwerdeführer sei für leichte Arbeiten zu 50 % arbeitsfähig.
3.
5
3.5.1
Die Gutachter
Dr.
med.
H._
, FMH für Allgemeine Innere Medizin,
Dr.
med.
I._
, FMH für Kardiologie, und
Dr.
med.
J._
, FMH für Lungenkrankheiten, nannten in ihrem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen
C._
-
Gut
achten vom 2. September 2014 (Urk. 8/76/1-29) folgende Diagnosen (S. 24):
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Verdacht auf chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Nikotinabusus
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
:
hypertensive
Herzerkrankung
langjährige arterielle Hypertonie
kon
zentrische,
septumbetonte
linksventrikuläre Hypertrophie, EF 65 %, normale diastolische Funktion, leicht dilatierter linker Vorhof,
grenz
wertige
grosse Aorta
ascendends
(40 mm)
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
Diabetes mellitus Typ II
Adipositas
permagna
positive Familienanamnese für koronare Herzkrankheit
Apnoehypopnoesyndrom
Dr.
I._
hielt fest, dass als einziges kardiales Problem eine arterielle Hyper
to
nie bestehe, die nicht immer optimal, aktuell unter regelmässiger medi
kamentöser Therapie jedoch befriedigend eingestellt sei. Es zeige sich als einzi
ges eine
septumbetonte
konzentrische linksventrikuläre Hypertrophie, wobei rele
vante Begleiterkrankungen ausgeschlossen werden könnten. Die durchge
führte
Ergometrie
weise eine massiv eingeschränkte Belastbarkeit von 39 % der Soll-Leistung aus, wobei der Beschwerdeführer weder von Seiten der Herzfre
quenz noch der Leistungsfähigkeit annährend an seine Leistungsgrenze
gestossen sei. Symptomatisch stünden eine Anstrengungsdyspnoe sowie
Thorax
schmerzen
im Vordergrund, die teilweise belastungs- und
lagerungs
abhängig
und deshalb nicht typisch für eine koronare Herzkrankheit seien, zumal sie bis zu einer Stunde andauern könnten. Besagte Beschwerden seien am ehesten im Rahmen der Adipositas
permagna
zu interpretieren.
Bei
der
Ergo
metrie
sei ein Giemen pulmonal
aufgefallen
, welches sich bei Belastung ver
stärkt habe
(S. 17).
Die kardiovaskulären Risikofaktoren erschienen betreffend den Blutzucker und den Blutdruck nicht optimal eingestellt, der Beschwerdeführer rauche weiterhin 6-7 Zigaretten pro Tag und die Adipositas sei unverändert deutlich vorhanden. Die limitierenden Beinbeschwerden seien bei normale
n
rechtsventrikuläre
n
Funktionen sicherlich nicht kardial zu erklären. Entsprechend bestehe eine knapp eingestellte arterielle Hypertonie ohne relevante Begleiterkrankung als einziges kardiales Problem. Aus kardiologischer Sicht sei der Beschwerdeführer
für jegliche Arbeiten, insbesondere auch
für
schwere körperliche
Tätigkeiten
,
zu 100 % arbeitsfähig
. Eine kardial begründete Arbeitsunfähigkeit
habe auch in der
Vergangenheit nie bestanden.
„
Formal gesehen
“
seien jedoch schwere körperli
che Arbeiten bei entsprechender Adipositas
permagna
nur schwer vorstellbar.
Die Prognose sei als ungünstig einzustufen, zumal die kardiovaskulären Risi
kofaktoren (Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Adipositas und
Nikotin
abusus
)
nur ungenügend behandelbar seien und das Schlafapnoe-Syndrom offenbar nicht konsequent behandelt werde. Entsprechend könnte sich die arte
rielle Hypertonie k
ünftig weiter verschlechtern und es könn
t
e
sich
ein
Vorhof
flimmern einstellen
(S. 18)
.
3.5.2
Der
Pneumologe
Dr.
J._
führte aus, es
bestünden
formal eine
schw
ergradige
Ventilationsstörung
sowie
ein rückenlag
eabhängiges vorwiegend
Hypopnoe
-
basiertes obstruktives
Apnoehypopnoesyndrom
. Die ausgeprägte nächtliche
Sauer
stoffdesaturation
sei im Zusammenhang mit der
durch die
Adipositas bedingten respiratorischen Störung zu sehen.
In der Vergangenheit könne
v
on einer Therapie des besagten Syndroms, insbesondere durch eine
apparative Drucktherapie
, nicht gesprochen werden
(
S. 19 und
S. 21 f.)
. Weiter hielt
Dr.
J._
fest, die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei
schwergradig
eingeschränkt,
wobei
man
das Ausmass
bis heute
nicht habe aussagekräftig objektivier
en
können.
Die Leistungseinschränkung sei wohl vorwiegend auf die
durch die
Adipositas bedingten Veränderung
en sowie partiell auf eine COPD
bedingte oder auch kardiale
chronotrope
Insuffizienz zurückzuführen.
Die Spiroergometrie aus dem Jahre 2012 w
eise
massive Mängel auf, weshalb eine wegweisende Beurteilung der Differentialdiagnose CO
PD/Adipositas nicht möglich sei
(S. 22).
Entsprechend empfahl
Dr.
J._
die
Durchführung
weiterer Untersuchungen, namentlich eine
r
Spiroergometrie zur Beurteilung der Le
istungs
fähigkeit. Des Weiteren seien künftig die Möglichkeiten
einer
ver
besserten „Compliance“ betreffend Nikotinstopp,
CPAP-Therapie
und
Gewichts
reduktion
anzugehen.
Der Gutachter
empfahl eine erneute Beurteilung mit Frage
stellung der Leistungsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit in einem Jahr.
Er
führte weiter aus, die Untersuchungsresultate deuteten auf eine deutlich einge
schränkte Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Adipositas hin. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteh
e
zeitlich nicht, ansonsten seien
seit
dem 8. Juli 2011 schwere körperliche Arbeiten und Tätigkeite
n mit atemwegsreizenden Stoffen und
andauernder Kälte und Nässe zu vermeiden (S. 23).
Die Prognose hänge von der „
Therapiecompliance
“ des Beschwerdeführers ab
(S. 24)
.
3.5.3
Aus
gesamtmedizinischer
S
icht
hielten
die Gutachter
zusammenfassend
fest,
dass dem Beschwerdeführer schwere körperliche Tätigkeiten mit
atemweg
s
rei
zenden
Stoffen nicht mehr zumutbar seien und die Arbeitsfähigkeit für konstant mittelschwere Tätigkeiten aktuell nicht abschliessend beurteilt werden könne. Für leichte bis intermittierend mittelschwere Arbeiten bestehe sicherlich eine
verwertbare
„
vollschichtige
“
Arbeitsfähigkeit mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von ungefähr 30 % (erhöhter Pausenbedarf), wobei Schicht
arbeiten aufgrund des Diabetes mellitus zu vermeiden seien (S. 27 f.).
4.
4.1
D
as
polydisziplinäre
Gutachten der
C._
vom 2. September 2014 (vgl. E. 3.5
hievor
) ist
umfassend
und
beruht
auf den erforderlichen Untersu
chungen
.
Es
wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben (Urk.
8/76 S. 7-8 und S. 30-31
) und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein.
D
ie Schlussfolgerungen der Gutachter
sind
in einer Weise begründet, dass
sie nachvollzogen werden können
.
D
er Gutachter Dr.
I._
legte schlüssig dar,
dass einzig die Hypertonie auf eine kardiale Ursache zurück
zuführen, diese jedoch unter regelmässiger medikamentöser Therapi
e befriedi
gend eingestellt
sei
. Die übrigen Beschwerden
seien
kardial nicht zu erklären, weshalb der Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht zu 100 % arbei
tsfähig
sei
(Urk. 8/76 S. 17-18).
Aus
pneumologischer
Sicht beschrieb Dr.
J._
,
dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Rahmen der Adipositas seit dem 8. Juli 2011
schwergradig
eingeschränkt
sei
beziehungsweise
schwere körperli
che Arbeiten und Tätigkeiten mit atemwegsreizenden Stoff
en
und
andauernder Kälte und Nässe zu vermeiden s
eien
(S. 23). In gesamtmedizinischer Hinsicht legen die Gutachter schliesslich nachvollziehbar dar, dass für leichte bis inter
mittierend mi
ttelschwere Tätigkeiten eine 70
%ige Arbeitsfähigkeit vorlieg
e
(S. 27 f.).
Das Gutachten erfüllt demnac
h die praxisge
mässen
Anforderungen
an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (
vgl.
BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c), weshalb
namentlich auch bezüglich der Arbeitsfähigkeit
darauf abzu
stellen ist.
4.2
An dieser Beurteilung vermögen die Berichte des
D._
vom 11. Mai 2012 und vom 1. Juli 2013 (vgl. E. 3.1 und E. 3.3
hievor
) nichts zu ändern. Die
darin
gestellten Diagnosen stimmen mit jenen der
C._
-Guta
chter überein (vgl. E. 3.5
hievor
)
; davon abgesehen äusserten sich
die Ärzte des
D._
nicht zur
Arbeitsfähigkeit.
D
e
r Haus
arzt
Dr.
E._
machte in seinem Bericht vom 16. Juni 2013 (vgl.
E. 3.2
hievor
)
unklare
Angaben betreffen
d
das Leistungsvermögen;
für leichte, im Sitzen auszuführende Arbeiten
ging er einerseits
von einem 50%igen
P
en
sum
aus
und postulierte andererseits eine Arb
eitsunfähigkeit von 50 bis 66 %
. Dr.
G._
beliess es bei einem pauschalen und nicht weiter begründeten Hinweis auf eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (vgl. E. 3.4
hievor
).
Insoweit darf der
Erfahrungstatsache
Rechnung getragen werden
, dass behandelnde Ärzte mitun
ter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (B
GE
135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
Der Arzt der
Z._
,
Dr.
med.
K._
, FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumatologie,
hielt in seiner Stellungnahme
vom 4. Juni 2013 (Urk. 8/46)
zur medizinischen Situation fest, dass internistis
che Erkrankungen „berufsbezogen
einschränkend im Vordergrund
“
st
ü
nden und
verwies dabei auf
den Bericht des
D._
vom 11. Mai 2012
(vgl. E. 3.1
hievor
)
respektive
auf
die darin genannte
n Befunde, namentlich die
Belastungsdyspnoe NYHA III
sowie die chronische Bronchitis, was indes nichts daran ändert, dass
auf
das
C._
-Gutachten
abzustellen
ist
, welchem
insbesondere
die
fachärztli
chen
Untersuchungen des Kardiologen Dr.
I._
sowie des
Pneumologen
Dr.
J._
und eine medizinische Gesamtbeurteilung
zugrunde liegen
.
4.3
Der Beschwerdeführer
wies darauf hin
,
dass
die
wie
von den
C._
-
Ärzten
attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit keine Invalidität
begründe
, was den Gutach
tern bekannt sein dürfte (Urk. 1 S. 7). Soweit
er damit
sinngemäss zum Aus
druck bringen
w
ollte
, die Gutachter seien nur deshalb von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen,
weil sie
einen Rentenanspruch
verneinen
woll
ten,
geht dieser Einwand
fehl
. Sowohl
der Kardiologe Dr.
I._
wie auch
der
Pneumologe
Dr.
J._
legten
nachvollziehbar
dar, weshalb der Beschwerdeführer
namentlich
gestützt auf die
von ihnen erhobenen Befunde
in einer angepassten Tätigkeit
zu 100 % respektive zu 70 % arbeitsfähig ist (
Urk. 8/76 S. 16-18 und S. 20-23
)
.
Entsprechend überzeugt auch
der Hinweis
nicht
, die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar
begründet (Urk. 1 S. 8), zumal
es
der Beschwerdeführer
beim pauschalen Einwand belässt
und
er
nicht näher ausführt, weshalb die Beurteilung der Gutachter nicht
plausibel
sein soll.
Der blosse Umstand, dass im
Z._
-Bericht von einer geringeren Arbeits
fähigkeit ausgegangen wird als im
C._
-Gutachten reicht
für sich
allein
nicht aus, um die in sich schlüssige
umfassende
gutachterliche Einschätzung umzu
stossen. Dies insbesondere auch im Hinblick auf den genannten Umstand, dass der
Z._
-Arzt nicht in Kardio- und Pneumologie spezialisiert ist (vgl. E. 4.2
hievor
).
Gleiches gilt betreffend die Behauptung des Beschwerdeführers, die Gutachter hätten
namentlich
den Bericht der
Z._
und des Vereins
B._
vom 28. Oktober 2013 (Urk. 8/59) nur ungenau studiert und zitiert (Urk. 1 S. 8).
Der
Bericht
des Vereins
B._
lässt
zudem
keine Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
zu
, zumal er
nicht
von
einer Arztperson
(sondern vom Leiter Lager und Transport des Vereins)
verfasst wurde
und die darin erwähnten Defizite des Beschwerdeführers nicht im Zusammenhang mit dessen körperlichen
Beschwerden
stehen
(vgl. beispiels
weise die Bemerkungen betreffend Selbständig
keit
-, Zuverlässig
keit
- und Lern
fähigkeit sowie Arbeitsqualität
[
Urk. 8/59 S. 1 und Urk. 8/57/2
]
; vgl. auch Urk. 1
S. 6
).
Dies gilt gleichermassen für
die
Hinweis
e
der zuständigen Person
vo
m
A._
betreffend die
gesundheitlichen Einschränkungen
des
Beschwer
de
führers
(
Urk. 8/62 S. 8, vgl. auch Urk. 1 S. 6
).
Bei dieser Sachlage
besteht kein Anlass für weitere
medizinische Abklärungen (
Urk. 1 S. 9,
antizi
pierte
Beweis
würdi
gung
; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
4.4
Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
zu
70 % arbeitsfähig ist
; dies bei vermehrtem Pausenbedarf
voll
schichtig
umsetzbar.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mens
vergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.
2
Bei der
Festlegung
des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 16. März 2015 (Urk. 2) vom zuletzt bei der
Y._
erzielten und auf das Jahr 2011
hoch
gerechneten Verdienst von Fr. 72‘
871
.
50
aus
(S. 3; vgl. auch Urk. 8/14/1-3 S. 2 Ziff. 2.10). Bezüglich des Invalideneinkommens
gelangte
sie
ausgehend von
der vom Bundesamt für Sta
tistik herausgegebenen Schweizerischen L
ohnstrukturerhebung (LSE)
des Jahres
2010
und angepasst
an die Lohnentwicklung bis ins Jahr 2011
zu einem Wert von Fr. 61‘311.5
0.
Unter Berücksichtigung
eines
Arbeitspensum
s
von 70 % sowie eines Tabellenlohnabzugs von 5 % aufgrund des Teilzeitpensums ermittelte die Beschwerdegegnerin ein Invalideneinkommen von Fr. 40‘772.15, was einem Invaliditätsgra
d von 44 % entspr
i
ch
t
(Urk. 2 S.
4
).
5.
3
5.3.1
Was die
Ermittlung
des
Valideneinkommens
anbelangt, ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten
(
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
)
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre
.
Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1)
.
5.
3.2
Dem Kündigungsschreiben der
Y._
vom 26. Mai 2011 (Urk. 8/14/8) lässt sich entnehmen, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerde
führer aus wirtschaftlichen Gründen respektive
infolge einer
Umstrukturierung und Neuausrichtung des
Betriebs aufgelöst
wurde
.
Die
Kündi
gung
wurde
zudem
mehr als sechs Wochen vor der
erstmaligen ärztlichen Bescheinigung
einer
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
am 13. Juli 2011 (Urk. 8/20)
ausgesprochen
.
Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass die Kündigung unabhängig vom Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung
erfolgte
und die bisherige Tätigkeit
auch
ohne Gesundheitsschaden nicht fort
gesetzt worden wäre.
Entsprechend ist
bei der
Ermittlung des
Validen
lohns
nicht auf den bei der
Y._
erzielten Verdienst
abzustellen
, sondern
es
sind
die
Tabellenlöhne
der LSE
heranzuziehen
.
Nachdem die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) am 1
6.
März 2015, und damit nach dem 2
2.
Oktober 2014 (Stichtag für die Anwendung der LSE 2012)
e
rgan
gen
ist,
ist auf die LSE des Jahres 2012 abzustellen (vgl. BGE 142 V 178
E. 2.5.8.1 und IV-Rundschreiben Nr. 328
vom 22. Oktober 2014). Der Beschwer
deführer war
seit seine
m
Lehrabschluss im Jahre
1981 bis August 2011 als Bau
arbeiter tätig (Urk. 8/44 S. 1)
, weshalb bei der Ermittlung des
Validenein
kommens
auf den monatlichen Bruttolohn männliche
r
Arbeitskräfte in einfa
chen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher
Art
im Baugewerbe in der Höhe von Fr. 5‘430.-- (LSE 2012, TA1, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor,
Ziff.
41-43 Baugewerbe, Kompetenzniveau 1, Männer) abzustellen ist.
Bereinigt um die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7
Stunden im Jahr 2012 (BFS, T
03.02.03.01.04.01
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
in Stunden pro Woche
)
resultiert ein
Validenlohn
von Fr. 67‘929.-- (Fr. 5‘430.
-- / 40 x 41.7 x 12)
.
5.
4
5.
4
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
der
LSE her
angezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1
; ferner BGE 142 V 178 zur LSE 2012 und deren Unterschiede zur LSE 2010
).
5.
4
.2
Der Beschwerdeführer hat s
eit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses
durch die
Y._
per Ende August
2011
(Urk. 8/14/8)
keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen
(Urk. 8/82
S. 1)
.
D
as
Invalideneinkommen
ist demzufolge
gestützt auf die
Tabellenlöhne
der LSE 2012
(vgl. E. 5.3.2
hievor
)
zu ermitteln
.
Unter Berücksichtigung des Umstands, dass
dem Beschwerdeführer
gemäss dem
C._
-Gutachten
nur noch leichte bis intermittierend
mittel
schwere Arbeiten zu 70 % zumutbar
sind
(vgl. E. 3.5
und E. 4.1
hievor
)
,
ist zur Bestimmung des Invaliden
einkommens
auf den monatlichen Bruttolohn
für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art männlicher Angestellter (LSE 2012, TA1, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen,
Kompetenz
niveau
und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Kompetenz
niveau 1, Männer)
im Umfang von
Fr.
5‘210.--
abzustellen.
Bereinigt um die
betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2012 (BFS, T
03.02.03.01.04.01
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
in Stunden pro Woche
)
resultiert
ein
Wert
von Fr. 65‘177.-- (Fr. 5‘210.--
/ 40 x 41.7 x 12), was bei
einer
70 %
igen
Ar
beitsfähigkeit (vgl. E. 4.4
hie
vor
) ein
em
Betrag
von Fr. 45‘624.--
entspricht
.
5.
4
.3
Zum behinderungsbedingten Abzug vom Tabellenlohn hielt das Bundesgericht fest, dass die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes führt, weil der Tabellenlohn im tiefsten Niveau bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung geht mit Blick auf den allein massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG; BGE 134 V 64 E. 4.2.1) davon aus, dass dieser auch Stellen umfasst, welcher Versicherten mit eingeschränkten Belastungsprofilen beziehungsweise spezifischen Anforderungen an einen Arbeitsplatz gerecht werden, weshalb solche Einschränkungen grundsätzlich nicht abzugsrelevant sind (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012
vom
3.
September 2012 E. 8). Dem Beschwerdeführer sind jedenfalls leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten ohne atemwegsreizende Stoffe und ohne andauernde Kälte respektive Nässe vollschichtig zumutbar, dies mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von ungefähr 30
%
zufolge erhöhten Pausenbedarfs, wobei Schichtarbeiten aufgrund des Diabetes Mellitus zu ver
meiden sind. Damit kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (und auch unter Mitberücksichtigung dessen, dass er offenbar weder über
feinma
nuelle
Fertigkeiten noch über Computerkenntnisse verfügt) nicht gesagt werden, der als ausgeglichen unterstellte allgemeine Arbeitsmarkt halte ke
ine genügende Anzahl an entsprechenden Arbeitsmöglichkeiten offen.
Praxisgemäss ist unter dem Titel „Beschäftigungsgrad“ kein Abzug gerechtfer
tigt, weil die 70%ige Arbeitsfähigkeit hier vollschichtig umsetzbar (E. 3.5.3 und E. 4.4
hievor
) ist (vgl. dazu etwa Bundesgerichtsurteile 8C_740/2014 vom 1
1.
Februar 2015 E. 4.5 und 8C_7/2015 vom
7.
April 2015 E. 5.2.3). Sodann wurde der geltend gemachte vermehrte Pausenbedarf bereits bei der Reduktion der Arbeitsfähigkeit (auf 70
%
) berücksichtigt. Da Hilfsarbeiten auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt altersunabhängig nachgefragt werden, wirkt sich der Faktor Alter nicht (zwingend) lohnsenkend aus, und ausserdem erfordern einfa
che Tätigkeiten auch kein besonderes (Aus-)Bildungsniveau (vgl. etwa
Bundes
gerichtsurteil
9C_808/2015 vom 2
9.
Februar 2016 E. 3.4.2 und E. 3.4.3).
5.
5
Ein Abzug, der über den von der Verwaltung angenommen
en
5
%
(zu den
Vor
auss
setzungen
des Eingreifens in das diesbezügliche Ermessen der Verwal
tung BGE 137 V 71 E. 5.1) läge (d.h. maximal 10
%
), würde zu einem
Invali
den
einkommen
von
Fr.
41‘062.-- führen, woraus verglichen mit dem
Validen
einkommen
von Fr. 67‘929.
-- eine Lohneinbusse von Fr. 26‘867.-- und damit ein Invaliditätsgrad vo
n gerundet 4
0 % (BGE 130 V 121) resultierte.
Ein Abzug von 5
%
ergäbe gar einen Invaliditätsgrad von unter 40
%
(zum Grundsatz, wonach von der Möglichkeit einer
reformatio
in
peius
nur zurück
haltend Gebrauch zu machen ist vgl.
Bundesgerichtsurtiel
8C_953/2010 vom 2
9.
April 2011 E. 7.1).
Jedenfalls besteht kein Anspruch auf eine höhere als die verfügte
Viertelsrente
.
6.
6.1
Was schliesslich die strittige Frage
eines
Rentenanspruchs
bereits
ab 1. Juli 2012
(Ablauf des Wartejahrs)
bis 31. Dezember 2013
(vgl. E. 2
hievor
)
betrifft
, ist Folgendes zu bemerken:
6.2
Der in der Invalidenversicherung geltende Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ bewirkt, dass
die Rente grundsätzlich hinter einer Eingliederungsmassnahme beziehungsweise hinter dem damit verbundenen Taggeld zurücktreten muss und ein Rentenanspruch erst nach Beendigung der Eingliederungsmassnahmen ent
stehen kann (Art. 29
Abs.
Abs. 2 IVG; BGE 126 V 243 E. 5). Vor der Durch
führung von Eingliederungsmassnahmen kann eine Rente nur dann gewährt werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustands (noch) nicht eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_186/2009 vom 29. Juni 2009 E. 3.2
und
BGE
121 V 190 E. 4
a und 4b
).
Nachdem d
er
Beschwerdeführer vom 8. bis 21. April 2013 und vom 12. August bis 31. Dezember 2013 IV-Taggelder bezogen hat (Urk. 8/39 und Urk. 8/51)
, die beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen -
insbesondere
das
Arbeitstraining beim Verein
B._
-
wegen der geringen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
vorzeitig beendet wurde
n
(Urk. 8/63) und die
C._
-Gut
achter eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
seit dem 8. Juli 2011 attestierten (Urk. 8/76 S. 23), war der Beschwerdeführer seit dem genannten Zeitpunkt nicht
eingliederungsfähig. Entsprechend steht ihm – mit Ausnahme der Perioden, in welchen er IV-Taggelder bezogen hat - mit Wirkung ab 1. Juli 2012 ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
zu.
6.
3
Zusammenfassend steht fest, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine
Viertels
rente
zugesprochen hat, diese jedoch ab 1. Juli 201
2
(ausgenommen Perioden mit Taggeldbezug)
auszurichten ist. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
7.
7.1
Nachdem es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die
Gerichtskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen.
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) wurde der Beginn der
Viertelsrente
auf den 1. Januar 2014 angesetzt. Nachdem
die
Viertelsrente
bereits
ab
1. Juli 2012
auszurichten ist
(vgl. E. 6.3
hievor
), obsiegt der Beschwerdeführer im hiesigen
Verfahren teilweise
und
es
sind die
Gerichtskosten zu vier Fünftel
n
dem Beschwerdeführer und zu einem Fünftel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Unter Berücksichtigu
ng seines
weitgehenden
Unterliegens
steht dem Beschwer
de
führer eine reduzierte Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
) von
Fr.
300.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu.