Decision ID: a8753ff8-292f-470f-87ab-c07a11ba8a60
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956
, war seit 1994 als Betriebsmitarbeiter einer Giesse
rei in der Gussnachbehandlung tätig (Urk.
7
/23), wobei er
ab
dem 17.
März 2010
zu 100
%
arbeitsunfähig war (Urk.
7
/21) und dieses Arbeitsver
hältnis per
August
2011
gekündigt wurde (Urk
.
1
).
Am 10.
Mai 2010 meldete der Versicherte sich wegen einem Diabetes mellitus und einer
am 1
8.
März 2010 erfolgten
Zehenamputation
(
Urk.
6/21/5)
bei der Eidgenössischen Invalidenver
sicherung zur beruflichen Eingliederu
ng und zum Rentenbezug an (Urk.
7
/12).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen vor (
Urk.
7/18,
Urk.
7/21,
Urk. 7/24, Urk.
7/27, Urk. 7/47
, Urk. 7/48, Urk.
7/49
).
Zudem zog sie die Akten der Innova
Taggeldversicherung
bei (Urk.
7/19).
Mit Vorbescheid vom
12.
April 2011 wurde dem Versi
cherten eine ganze Rente per 1.
März 2011 in Aussicht gestellt
,
unter Annahme einer
vollständige
n
Arbeitsunfähigkeit
(Urk.
7
/52). Daraufhin stellte die Innova
Taggeldversicherung
de
r IV-Stelle am 20.
April 2011 den Arztbericht von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Endokrino
logie und Diabetologie, vom 15. April 2011 zu (Urk.
7
/54, Urk.
7
/55). Nach weiteren Abklärungen
(
Urk.
7/62,
Urk.
7/75)
wurde dem Ver
sicherten im
neuen
Vorbescheid vom 8.
November 2011
die Auszahlung einer
Dreiviertelsrente
ab dem
1.
März 2011 in Aussicht gestellt, wobei vo
n
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit,
einer Arbeitsfähigkeit von 50
% in einer angepassten Tätigkeit sowi
e einem Invaliditätsgrad von 66 % ausgegangen wurde (Urk.
7
/77). Mit Verfü
gung vom 6.
März 2012 entschied die IV-Stelle im Sinne di
eses zweiten Vorbe
scheids (Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Re
chtsanwalt Georg Engeli, am 20.
April 2012 Beschwerde und liess die Zusprechung einer ganzen Invaliden
rente sowie die Anordnung beruflicher Massnahmen beantragen. Zudem stellte er ein Gesuch um Gewährung
von
unentgeltlicher Prozessführung und Rechts
verbeiständung
(Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss am 5.
Juni 2012 auf Abweisung der Beschwerde und wies darauf hin, der Beschwerdeführer
habe
keine Eingliederungsmassnahmen gewünscht,
könne solche
jedoch jederzeit beantragen
(Urk.
6). Mit Verfügung vom 6.
September 2013 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwalt Georg Engeli als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Ausserdem wurde ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk.
16). Am 16.
Dezember 2013 liess der Versicherte die Replik erstatten und am 7.
Januar 2014 verzichtete
die
IV-Stelle auf eine Duplik (Urk. 22, Urk. 25). Am 30.
Januar 2014 reichte Rechtsanwalt Engeli nach telefonischer Aufforder
ung seine Honorarnote ein (Urk. 27, Urk.
28).
Mit Verfügung vom 28.
April
2014
wurde die zuständige berufliche
Vorsorgeeinrichtung beigeladen und dieser Frist zur Stellungnahme angesetzt, wobei keine Stellungnahme erfol
gte (Urk. 29, Urk. 31, Urk.
32).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei
lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nic
ht überwindbar ist (Art. 7 Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Pro
zent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs.
2
des Gesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
])
.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemä
ss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkomm
ensver
gleichs; BGE 130 V 343 E.
3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
-
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu
kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen
und insgesamt auf höchs
tens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Ver
gleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt
werden dürfen (BGE 134 V 322 E.
5.2).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbei
tsunfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet
werden kön
nen (BGE 125 V 256 E.
4
mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
In der
angefochtenen
Verfügung vom 6.
März 2012 führte die IV-Stelle aus, dem Versicherten sei die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Mitarbeiter einer Giesserei nach Ablauf der einjährigen Warte
zeit
per 17. März 2011 und
künftig
nicht mehr zumutbar. In einer behinderungsangepas
sten Tätigkeit sei er jedoch 50
% arbeitsfähig. Eine solche Tätigkeit sei zum Beispiel Call-Center-
Mitarbeiter, Sachbearbeiter oder Bürohilfe.
Werde beim
Inv
alideneinkommen ein lei
densbedingter Abzug von 10
% berücksichtigt, so resulti
ere ein Invalidi
tätsgrad von 66
% und somit ein Anspruch
auf eine Dreiviertel
s
rente (Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer liess insbesondere geltend machen, er
sei zu deutlich weni
ger als 50
% arbeitsfähig und es müsse ein leidensbed
ingter Abzug in der Höhe von 25
% berücksichtigt werden. Es sei nicht korrekt,
den
teuerungsbe
dingte
n
Lohnanstieg für die Jahre 2010 und 2011 beim Invalideneinkommen
zu berücksichtigen
, beim Valideneinkommen jedoch nicht.
Die
Beurteilung
en
der
Arbeitsfähigkeit durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und
durch
Dr.
Z._
widerspr
ä
che
n
sich
, wobei die Untersuchung durch den RAD ver
trauenswürdiger erscheine. Es sei nicht zulässig
, dass die IV-Stelle
die Arbeits
fähigkeit auf Umwegen o
hne ärztliche Untersuchung festgestellt habe
(Urk. 1, Urk.
22).
3.
3.1
Dem Austrittsbericht des
A._
vom 26.
März 2010 lässt sich entnehmen, dass die Zehenamputation postoperativ komplikationslos
ver
lief
. Als Diagnosen wurden eine
f
euchte Gangrän Dig I-III
am rechten
Fuss
und ein neu diagnostizierter Diabetes
mellitus festgehalten. Vom 18. März bis 9.
April 2010 sei der Versicherte arbeitsunfähig
(Urk.
7/19/8-9). Der behan
delnde Hausarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Allgemeine Medizin, hielt am 4.
Mai 2010 gegenüber der Innova Taggeldversicherung fest, der Versic
herte sei in seinem bisherigen
Beruf bis auf weiteres nicht arbeitsfähig, und es sei eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit zu erwarten. Zur Möglichkeit alternativer Arbeiten hielt er fest, die Wunde sei momentan noch nicht
vollständig verheilt und
der Fuss nicht belastbar (Urk.
7/19/6).
Am 18.
Januar 2011 teilte
Dr.
B._
mit, in Bezug auf die berufliche Situation könne er keine abschliessende
Beur
teilung fällen. Momentan komme eine Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz nicht in Frage. Für leichte Arbeiten bestehe eine Teilarbeitsfähigkeit,
wobei
für eine
konkrete
Einschätzung eine Berufsabkl
ärung durchgeführt werden
müsse
(Urk.
7/40).
3.2
Im Bericht
des
A._
zuhanden
der IV-Stelle vom 4.
April 2011 wurden diverse Problempunkte zusammengefasst. Es wurde festgehalten, bei einer komplexen internistischen Situation nach einer
einmaligen Konsulta
tion am 31.
März 2011
könne
keine abschliessende Beurteilung vorgenommen werden.
Die Arbeitsfähigkeit werde sicherlich einerseits durch die Polyneuro
pathie und andererseits durch Infekte an den Füssen wie auch durch ein allfälli
ges Schlafapnoesyndrom beeinflusst. Zudem beständen nach der Zehenamputa
tion Einschränkungen der Stabilität und
der
Gangsicherheit. Vorerst sei unklar, ob
die Gelenkbeschwerden alleine auf degenerative Veränderungen zurückzu
führen seien oder ob eine rheumatische
Grunderkrankung vorliege (Urk.
7/47).
3.3
Der
RAD-Untersuchungsbericht
vom 8.
April 2011 (
Urk.
7/49)
beruht auf
der
Untersuchung
vom
5.
April 201
1.
Der Versi
cherte berichtete, seit dem 18.
Januar 2011
beständen erneut
Wunden am linken Fuss und er sei deshalb zehn Tage lang hospitalisiert gewesen. Die Füsse fühlten sich wie tot an, er habe oft das Gefühl, sie seien aufgeschwollen und
er leide an
ein
em
unangenehme
n
Kältegefühl. Am Abend im Bett sei eine Art Entzündungsgefühl in den unteren Extremitäten sehr unangenehm und er könne dann oft zwei bis drei Stunden
lang
nicht einschlafen.
Wegen der Wunde am linken Fuss verwende er für das Gehen ausser Hauses einen Stock. Seit einem Jahr würden neben den F
uss
schmerzen
auch zune
hmend
Gelenkschmerzen im Bereich der Hände, der Ellbo
gen, der Schultern, der Knie und der Hüften auftreten. Auch habe er zunehmend Rückenschmerzen und eine Art Summen im Kopf, das ihn sehr beunruhige. Er wünsche wegen dieser Gelenk- und Kopfschmerzen weitere Abklärungen und könne sich erst nach dieser Abklärung sowie einer Besserung eine Arbeitsauf
nahme vorstellen
(
Urk.
7/49/1-2)
.
Es wurden folgende Hauptdiagnosen gestellt
(
Urk.
7/49/3)
:
Status nach Amputation der Zehen I bis III im März 2010 wegen feuch
ter Gangrän bei diabetischer Mikroangiopathie und bei schwerer diabe
tischer Polyneuropathie
Feuchte
Gangrän auch am linken Fuss, aktuell betroffen ist der Vorfuss links
Zudem wurden folgende Nebendiagnosen erhoben
(
Urk.
7/49/3)
:
Beginnende Coxarthrose beidseits
Klinisch Lumbovertebralsyndrom bei Verdacht auf degenerative Ver
-
ände
rung der Wirbelsäule
Klinisch Peria
r
t
h
r
opathia humeroscapularis, ebenfalls bei Verdacht auf degenerative Veränderung der Schultergelenke
Dem Statusbogen lässt sich entnehmen, dass die Beweglichkeit von Hals
-, Brust- und Lendenwirbelsäule
eingeschränkt war sowie in deren Bereich eine Verhärtung und Druckschmerz feststellbar waren. Weiter wurde eine Funktions
einschränkung der Schultern und der Hüftgelenke festge
stellt (Urk.
7/4
8
)
.
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten,
der Versicherte sei
für die
ange
stammte
Tätigkeit wie auch jede andere schwere körperliche Tätigkeit
vollstän
dig arbeitsunfähig
. Solange offene Wunden an den Füssen vorhanden seien, bestehe auch für eine angepasste Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine Besserung und damit das Wiedererreichen einer
Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit sei nicht ganz ausgeschlossen,
jedoch
aus heutiger Sicht und angesichts der rezidivierenden und schlecht heilenden Läsionen am linken Fuss eher unwahrscheinlich
(
Urk.
7/49/6)
.
3.
4
Dr
.
Z._
teilte der Innova
Taggeldversicherung
am 1
5.
April 2011 mit,
dass er den Versicherten
am 14.
April 2011 einmalig zur diabetologischen Beurtei
lung gesehen habe.
Die Zuckerwerte seien optimal eingestellt, doch leider lies
sen sich bereits manifeste Spätimplikationen de
s
Diabetes durch eine Verbesse
rung der Einstellung nicht wieder rückgängig machen. Daher werde sich die diabetische Neuropathie nicht wesentlich bessern, sondern könne nur das Fort
schreiten gebremst oder aufgehalten werden. Bei dem Versicherten solle
mög
lichst bald eine
Umschulung für eine angepasste Tätigkeit erfolgen. Dabei müsse vor allem auf eine Schonung der Füsse geachtet werden, ansonsten sei der Ver
sicherte
grundsätzlich
normal leistungsfähig. Es dürfe keine Verletzungsgefahr bestehen, aber auch eine längere Dauerbelastung durch Stehen oder Gehen
sei
ungünstig. Zusätzlich werde die Arbeitsfähigkeit durch akute Veränderungen wie Ulzerationen beeinflusst, wobei
es dem Versicherten diesbezüglich ziemlich gut gehe und er in der Praxis normal mobil gewesen sei. Auf eine Wundkon
trolle habe er verzichtet, da der Versicherte diesbezüglich bereits anderweitig
engmaschig betreut werde (Urk.
7/54).
3.5
Am 2
3.
Juni 2011 hielt
Dr.
B._
gegenüber
der IV-Stelle fest,
am
rechten Fuss lägen trockene, spröde Hautverhältnisse vor, welche mit fettenden Salben behandelt würden und bei welchen aktuell keine medizinischen Massnahmen notwendig seien.
Am
linken Fuss sei die Haut noch sehr dünn und lädierbar, aktuell ohne Infektzeichen. Es bestehe allerdings die latente Gefahr einer erneuten unerwarteten
Infektbildung mit Nekrose (Urk.
7/64/4).
3.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Innere Medizin, vom RAD füh
rte in der Stellung
nahme vom 2.
August 2011 aus, offensichtlich seien die Läsionen an den Füssen inzwischen soweit abgeheilt, dass für eine angepasste Tätigkeit wieder eine Arbeitsfähigkeit in gewissem Umfang angenommen werden könne. Dabei könne aufgrund der Untersuchung
im RAD
(Urk. 7/49)
und dem Bericht von
Dr.
B._
vom 18
.
Januar 2011
(Urk. 7/
40)
von einer A
rbeitsfähigkeit von un
gefähr 50
% ausgegangen werden. Für die bisherige Tätigkeit und jede andere körperlich schwere Tätigkeit bestehe seit dem 1
7.
März 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für eine angepasste
Tätigkeit bestehe seit dem 23.
Juni
2011 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei gelte das Anforderungsprofil einer körper
lich leichten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit. Es müsse die Möglichkeit beste
hen, die Füsse zu schonen und zu pflegen (Tragen von Spezialschuhen, Schutz vor Verletzungen, mindestens zweimal wöchentlich eine Pflege durch die
Spitex), ausserdem müsse der eingeschränkten Mobilität
Rechnung getragen werden (Urk.
7/75/2)
.
3.7
Am 2
9.
November 2011 teilte
Dr
.
B._
der IV-Stelle mit, es komme an beiden Füssen wiederholt zu Weichteilinfektionen. Des Weiteren
lägen
eine Erkrankung der Nerven im Fussbereich sowie Arthrosen im ganzen Körper
vor
. Die Fort
führung der angestammten Arbeitstätigkeit sei ausgeschlossen und ob eine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit beste
he, müss
e geprüft werden (Urk.
7/86).
4.
4.1
Sämtliche ärz
tliche
Berichte stimmen dahingehend überein, dass aufgrund
von
Fussbeschwerden eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige sowie jede andere körperliche schwere Tätigkeit vorliegt. Dies erscheint nachvollziehbar und wurde auch von der IV-Stelle in der Verfügung vom 6.
März 2012 so fest
gehalten.
Weiter ist unbestritten und aufgrund der ärztlichen Berichte nachvoll
ziehbar, dass eine angepasste Tätigkeit höchstens zu 50
%
ausgeübt werden könnte (Urk.
2).
4.2
Was das
Einsatzprofil für eine angepasste Tätigkeit
betrifft,
ist unklar, wie sich die Fussbeschwerden auf die Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit
konkret
auswirken. D
ie IV-Stelle
ging
gestützt auf den ärztlichen Bericht sowie die Stellungnahme des RAD
(Urk. 7/49, Urk.
7/75/2)
davon aus, dass eine ange
passte Arbeitstätigkeit zumutbar sei, wenn keine offenen Wunden mehr vor
handen seien
(Urk.
2)
.
Der
RAD-Bericht
vom 8.
April 2011 (Urk.
7/49
)
berichtete
von rezidivierenden und schlecht heilenden Läsionen am linken Fuss
,
deren
Besserung nicht ganz ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich sei, wobei eine Neubeurteilung in einem Jahr empfohlen werde.
Demgegenüber hielt
Dr.
Z._
am 15.
April 2011
, also wenige Tage später,
ohne Vornahme einer Wundkontrolle
fest, dass es dem Versicherten diesbezüglich gut gehe
(Urk.
7/54)
. Am 23.
Juni 2011 stellte
Dr.
B._
fest, zurzeit liege kein Infekt vor, doch es bestehe die latente Gefahr, dass ein solcher wieder auftrete
(Urk.
7/64/4)
und
a
m 29.
November
2011 erklärte er
, es komme an beiden Füssen
wiederholt zu Weichteilinfektionen
, wobei
er sich weder über den momentanen Stand noch über das Auftreten solcher Infektionen im Verlaufe der vergangenen Monate
äusserte
(Urk.
7/86)
.
Es kann somit aufgrund der vor
l
iegenden medizinischen Berichte
nicht
abschliessend
beurteilt werden, ob die Infekte an den Füssen in regelmässigen Abständen immer wieder auftreten oder ob von einer einigermassen stabilen Situation
seit Juni 2011
ausgegangen wer
den kann, in welcher lediglich eine latente Gefahr eines Wiederauftretens
der Wundproblematik
be
steht
.
Klar ist jedenfalls
, dass
als angepasste Tätigkeit nur
eine sitzende Tätigkeit in Betracht käme, welcher
der Beschwerdeführer wäh
rend des
Vorliegen
s
von Infekten nicht nachgehen könnte.
4.3
A
usserdem
ergeben sich aus den Akten Anhaltspunkte für
weitere
gesundheitli
che
Beschwerden
, welche bisher nicht detailliert abgeklärt wurden
, deren Vor
handensein jedoch durch ärztliche Berichte dokumentiert und von der IV-Stelle nicht in Abrede gestellt wurde
. So berichtete das
A._
am 4.
April 2011 von Gelenkbeschwerden, bei welchen unklar sei, ob
diese
alleine auf degenerative Veränderungen zurückzuführen seien oder ob eine rheumati
sche Grunderkrankung vorliege. Zudem wurde eine
allenfalls bestehende
Schlafapnoe erwähnt
und darauf hingewiesen, dass die
internistische
Situation komplex sei (Urk.
7/47)
. Der RAD-Bericht
vom 8.
April 2011
erwähnte Gelenk- und Rückenbeschwerden als Nebendiagnosen.
Weiter klagte der
Versicherte anlässlich der RAD-Untersuchung über Kopfschmerzen
(Urk.
7/49)
.
Anlässlich eines Gesprächs im Zusammenhang mit der Eingliederungsberatung
am
6.
Oktober 2011 teilte der Versicherte
gegenüber der IV-Stelle erneut
mit, er habe bereits seit längerer Zeit grosse Probleme mit seinen Gelenken. Die Schmerzen in den Gelenken seien so stark, dass er oftmals nachts nicht schlafen könne, was auch seine Stimmung immer stärker beeinträchtige. Mit seinen Armen könne er auch im Sitzen keine Arbeit
ausführen, weshalb ihm auch eine angepasste Arbeit nicht möglich sei (Urk.
7/71).
Dr.
B._
berichtete
im Zeug
nis vom 29.
November 2011
von
Arthrosen im ganzen Körper
(Urk.
7
/8
6/1
).
Aufgrund dieser Arztberichte muss davon ausgegangen werden, dass tatsächlich
erhebliche
Gelenkbeschwerden vorliegen, was auch eine
„
angepasste
“
sitzende Tätigkeit
nur eingeschränkt zulässt
,
da
Rücken und Schultern nicht zu stark belastet werden können.
Zusammenfasse
n
d muss an
gesichts der komplex zu
sammengesetzten gesundheitlichen Beschwerden
davon ausgegangen werden, dass
sich
eine allfällige Restarbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers sehr einge
schränkt gestaltet
.
4.
4
Der Beschwerdeführer war im Verfügungszeitpunkt 55 Jahre alt, verfügt über keine in der Schweiz absolvierte berufliche Ausbildung und war während 16 Jahren für dieselbe Arbeitgeberin als Mitarbeiter in der Gussnachbehandlung tätig
(Urk. 7/12)
. S
eine Schulzeit
verbrachte der Beschwerdeführer
in
D._
und hat
mit
der deutschen Sprache
offenbar
noch
gewisse Schw
ierigkeiten, so dass er zu Gesprächen
mit Ärzten oder der IV-Stelle einen Dolmetscher bestel
le
n oder sich von
einem
seiner
S
ö
hn
e
begleiten liess (
Urk.
7
/22,
Urk.
7
/46
, Urk.
7
/71
).
Weiter ging er bisher
soweit aus den Akten ersichtlich
nie e
iner
Büro
tätigkeit nach und
verfügt gemäss eigenen Angaben über keine EDV-Kenntnisse (Urk.
7
/12), was glaubhaft erscheint, da er die Korrespondenz im Verwaltungsverfahren
handschriftlich führte (Urk.
7
/46, Urk.
7
/87).
Die in der
Verfügung vom 6.
März 2012 erwähnten behinderungsangepassten Tätigkeiten in einem Call-Center, als Sachbear
beiter oder als Bürohilfe (Urk.
2) erscheinen
somit
- zumindest ohne entsprechende Umschulung -
als realitätsfremd.
Viel
mehr müsste von einer leichten Tätigkeit in der Produktion, beispielsweise einer sitzend ausführbaren Kontrolltätigkeit, ausgegangen werden.
Solche Tätigkeiten sind auf d
em ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus
vorhanden,
auch wenn
der Versicherte nur Tätigkeiten mit einem sehr eingeschränkten Tätigkeitsprofil nachgehen könnte.
4.
5
Der Beschwerdeführer machte unter anderem geltend, selbst falls er zu 50 % einer leichten Tätigkeit nachgehen könnte, so wäre vom Invalideneinkommen gemäss Tabellenwert ein behinderungsbedingter Abzug in der Höhe von 25 % vorzunehmen (Urk. 1 S. 2, Urk. 22 S. 2).
Gemäss der IV-Stelle rechtfertigen weder Alter, Dienstalter noch Aufenthaltskategorie einen leidensbedingten Ab
zug. Der Abzug für die Teilzeittätigkeit und das Anforderungsprofil sei auf 10
% festzulegen (Urk.
7
/74).
Das fortgeschrittene Alter ist
rechtsprechungsgemäss
als abzugsrelevanter Aspekt immer unter Berücksichtigung aller konkrete
n
Um
stände des Einzelfalles zu prüfen (Urteil
des Bundesgerichts
9C_334/2013
vom
2
4.
Juli
2013, E.
3
).
D
er Versicherte
war
während Jahren im selben Bereich tätig, verfügt jedoch weder über eine Qualifikation als Facharbeiter noch über Führungserfahrung oder Spezialkenntnisse.
Dies
erschwert seine Integration in den Arbeitsmarkt in seinem fortgeschrittenen Alter
erheblich
, weshalb das Alter als Abzugsgrund zu berücksichtigen ist.
Weiter ging der
Versicherte zuvor einer körperlich schweren Arbeit nach, bei welcher er Lärm und Staub ausgesetzt war (Urk. 7/24). Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt gemäss Rechtsprechung nicht automatisch zu einer weiteren Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst. Doch erfüllt die Voraussetzungen für einen solchen Abzug, wer auch bei grundsätzlich zumutbaren leichten und mittel
schweren Arbeiten nur optimal auf die gesundheitlichen Beschwerden adaptierte Tätigkeiten wahrnehmen kann, da so das erwerbliche Leistungsvermögen ent
sprechend beschränkt ist und die betreffende Person sich wohl mit einem gerin
geren Lohn zu begnügen hat, als voll leistungsfähige und entsprechend einsetz
bare Arbeitnehmer (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
9C_455/2013 vom 4.
Oktober 2013, E.
4.4). Das Tätigkeitprofil des Versicherten gestaltet sich aufgrund seiner diversen gesundheitlichen Einschränkungen sehr eingeschränkt (vgl. Erwägun
gen 4.3 und 4.4) - die Tätigkeit muss
nicht lediglich
sitzend ausgeführt werden können,
sondern sie darf
weder R
ücken noch Arme zu sehr belasten
. Dieses stark eingeschränkte Tätigkeitsprofil ist bei der Bemessung der Höhe des Abzugs
angemessen zu berücksichtigen. Weiter ist die aufgrund der Fussproblematik eingeschränkte Mobilität (Urk. 11/75/2) ebenfalls zu berücksichtigen, da diese im Zusammenhang mit dem Arbeitsweg sowie in Bezug auf die Einsatzmöglich
keiten eine Rolle spielt. Weiter hat die IV-Stelle zu Recht als Abzugsgrund berücksichtigt, dass der Versicherte
in der angepassten Tätigkeit
nur teilzeitlich arbeitsfähig ist.
Insgesamt erweist sich der
von der IV-Stelle vorgenommene leidensbedingte
Abzug angesichts des aufgrund der diversen gesundheitlichen Beschwerden sehr eingeschränkten
Tätigkeitsprofils,
angesichts des fortgeschrittene
n Alters
sowie angesichts der lediglich teilzeitlichen Arbeitsfähigkeit
als zu tief
.
Als angemes
sen erweist sich ein
behinderungsbedingter
Abzug in der Höhe von 20
%.
5.
5.1
Unbestritten und zutreffend ist, dass der Rentenanspruch des Versicherten ab dem
1.
März 2011 besteht, da die gesundheitlich bedingte Arbeitsunfähigkeit am 17. März 2010 begann.
Die IV-Stelle stützte sich zur Ermittlung des Valideneinkommens auf d
en in den Auszügen aus dem Individuellen Konto (IK-Auszügen) ersichtlichen Lohn, den der Versicherte in den Jahren 2005 bis 2009 bei der
E._
erzielte, ab
(Urk
. 7/18
)
. Danach hatte der Beschwer
deführer
in der bisherigen Tätigkeit ein
durchschnittliches
Jahreseinkommen von
Fr.
83‘120
.-- erzielt (Urk.
7/74
).
Das Valideneinkommen ist
-
abgesehen von der Frage, ob dieses hätte aufgerechnet werd
en müssen
-
unbestritten
und korrekt berechnet
.
5.2
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens ist auf die Tabelle TA 1 der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 200
8
abzustellen. Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für Männer betrug Fr. 4
‘806
.--. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
11
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,
7
Stunden hoch
zurechnen (
Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit, Periode 1990 bis 2013, im Internet abrufbar
) sowie an die Nominallohnentwicklung an
zupassen (Bundesamt fü
r Sta
tistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [2005 = 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex Männer [T1.1.05
und T1.1.10
], Total;
2009: 2.1, 2010: 0.7, 2011: 1.0
). Daraus resultiert ein jährli
ches Bruttoeinkommen von Fr. 6
2
'
433
.75
(
Fr.
4‘
806
.-- x 12 : 40 x 41,
7
x 1.021 x
1
.00
7
x
1.0
1
)
respektive von
Fr.
31‘
216
.
75
für ein 50%iges Pensum
. Wird
ein
behinderungsbedingter
Abzug
von
20 %
vorgenommen
(vgl. Erwägung 4.
5
), resultiert ein Invalideneinkomm
en in der Höhe von gerundet Fr.
24‘
973
.--
und ein Minderverdienst von Fr.
58‘
147
.--. Dies ergibt einen Invaliditätsgrad von
gerundet 70
%, weshalb ein
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
resultiert
.
Ob die Teuerung wie vom Versicherten geltend gemacht, hätte berücksichtigt werden müssen, kann somit offen gelassen werden.
5.
3
Die Beschwerde ist daher gutzuheissen
.
Die
Verfügung vom 6.
März 2012
ist
aufzuheben und
der Beschwerdef
ührer hat ab 1.
März 2011
Anspruch auf
eine ganze
Invalidenrente
.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
600.-- anzusetzen
und ausgangsgemäss
der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Ferner hat der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessent
-
schädi
gung. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge
richt des Kantons Zürich [
GSVGer
]
). Es kommt der für Rechtsanwälte gerichts
übliche Stundenansatz von
Fr.
200.-- zur Anwendung.
Zur Festlegung der Pro
zess
-
entschädigung sind die Honorarnote vom 3
0.
Januar 2014
(
Urk.
28)
sowie die Tatsachen zu berücksichtigen, dass die Honorarnote auch Abklärungen in Sachen BVG enthält, die nicht im vorliegenden Verfahren zu entschädigen sind
,
und dass d
ie beiden Rechtsschriften (Urk. 1, Urk.
22) mit je zwei Seiten verhält
nismässig kurz ausfielen. Die Beschwerdegegnerin ist
angesichts dessen
zu ver
pflichten, dem Rechtsvertreter und unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers eine Prozessentsc
hädigung in der Höhe von
Fr.
2‘2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.