Decision ID: 7155af9f-d240-5f8a-8abb-9ae31beb77a9
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im Februar 2016 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er gab an, er habe eine Berufslehre zum
Bauspengler absolviert. Zuletzt sei er als Produktionsmitarbeiter tätig gewesen. Sein
Bruttolohn habe sich auf 3’600 Franken pro Monat belaufen. Die Anästhesistin Dr. med.
B._ berichtete im März 2016 (IV-act. 12), der Versicherte leide an einem CRPS nach
einem Bagatell- respektive Supinationstrauma, das er am 31. Juli 2015 am linken Fuss
erlitten habe. Ein stationärer Spitalaufenthalt zur forcierten Mobilisation sei erfolglos
gewesen. Der Versicherte sei weiterhin sehr empfindlich und schmerzgeplagt. Er habe
grosse Angst vor jeder Mobilisation und er erscheine immer weniger compliant. Er
könne sich kaum mobilisieren oder motivieren. Der Verlauf sei insgesamt sehr schlecht.
In einem persönlichen Gespräch mit einer Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle
am 29. August 2016 gab der Versicherte an (IV-act. 40), er habe seine Berufslehre
abgebrochen, weshalb er über keinen Berufsabschluss verfüge. Sein Berufswunsch sei
Physiotherapeut. An einem Arbeitsversuch würde er gerne teilnehmen, aber er sei
momentan einfach nicht in der Lage dazu. Er mache täglich die Übungen, die er im
Rahmen der Physio- und der Ergotherapie erlernt habe, und er gehe täglich draussen
spazieren. Die Eingliederungsverantwortliche notierte, der Versicherte habe einen
Gehstock und eine Gehschiene benutzt, aber sie sei sich nicht sicher, ob er den
Gehstock wirklich benötige. Er habe etwas fahrig gewirkt. Seine Aussagen seien
teilweise etwas ausweichend oder unklar gewesen. Zwar habe er verbal geäussert,
dass er motiviert sei, zu arbeiten oder Arbeitsversuche zu unternehmen, aber sie habe
wenig davon erkannt beziehungsweise gespürt. Die Oberärztin der psychosomatischen
Klinik C._, die Psychiaterin Dr. med. D._, berichtete im Februar 2017 über eine
stationäre Behandlung des Versicherten in der Zeit vom 19. Dezember 2016 bis zum
11. Februar 2017 (IV-act. 59). Sie hielt fest, der Versicherte leide an einer chronischen
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, an einer mittelgradigen
A.a.
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agitiert-depressiven Episode sowie an akzentuierten, ängstlich-vermeidenden
Persönlichkeitszügen bei einer Selbstwertproblematik und einer Regression. Im Verlauf
der stationären Behandlung habe der Versicherte zunehmend eigenverantwortlich
motiviert und aktiv mitgearbeitet. Sein Umgang mit den Beeinträchtigungen durch die –
CRPS-typisch – sehr langsame und schwankende Besserung der Beschwerden des
linken Fusses habe zwischen einem hilflos-passiven, kindlich-resignativen Verhalten
und einer agitierten Unruhe mit einer Überlastung geschwankt. Intermittierend habe der
Versicherte panische Angst gehabt, dass sein Fuss vielleicht abgenommen werden
müsste. Aus ärztlicher Sicht sei eine möglichst rasche Wiedereingliederung mithilfe der
Invalidenversicherung zu empfehlen. Der Versicherte sei motiviert. Zudem könne
dadurch eine erneute Regression hintan gehalten werden.
Mit einer Mitteilung vom 29. März 2017 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ein
Belastbarkeitstraining für die Zeit vom 23. März 2017 bis zum 2. Juli 2017 zu (IV-act.
72). Der Einsatzbetrieb berichtete am 17. Juli 2017 (IV-act. 94), der Versicherte habe
sein Pensum von 36 Prozent (eines Vollpensums) auf 40 Prozent steigern können. Das
Arbeitstempo sei verlangsamt gewesen. Der Versicherte habe aber einen guten Einsatz
gezeigt. Er sei jeweils pünktlich am Arbeitsplatz erschienen und er habe sich
mehrheitlich interessiert und motiviert gezeigt. Ab und an seien Lernschwierigkeiten
aufgefallen, was möglicherweise mit der fehlenden Geduld des Versicherten
zusammengehängt habe. Bereits mit einer Mitteilung vom 5. Juli 2017 hatte die IV-
Stelle dem Versicherten ein Aufbautraining für die Zeit vom 3. Juli 2017 bis zum 30.
September 2017 zugesprochen (IV-act. 92). Am 27. September 2017 berichtete der
Einsatzbetrieb (IV-act. 102), der Versicherte habe sein Pensum auf 50 Prozent
gesteigert. Das Arbeitstempo sei generell verlangsamt gewesen. Der Versicherte habe
viele kurze Zwischenpausen benötigt. Er habe aber weiterhin grundsätzlich über eine
gute Arbeitsmotivation verfügt. Während des Aufbautrainings sei er auch aktiver
geworden. Mit einer Mitteilung vom 2. Oktober 2017 verlängerte die IV-Stelle das
Aufbautraining um drei Monate bis zum 31. Dezember 2017 (IV-act. 105). Mit einer
weiteren Mitteilung vom 28. Dezember 2017 verlängerte die IV-Stelle das
Aufbautraining um weitere drei Monate bis zum 31. März 2018 (IV-act. 117). Der
Einsatzbetrieb berichtete am 14. Februar 2018 (IV-act. 128), der Versicherte habe seine
Präsenzzeit auf 65 Prozent gesteigert. Das Arbeitstempo sei verlangsamt gewesen.
A.b.
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B.
Vordergründig sei er kooperativ und motiviert gewesen; er habe angegeben, dass er
wieder arbeiten und eine Tagesstruktur haben möchte. „Wenn es dann konkret“
geworden sei, sei er ausgewichen. In seinem (undatierten) Schlussbericht hielt der
Einsatzbetrieb fest (IV-act. 131), der Versicherte habe das Pensum letztlich auf 80
Prozent erhöhen können. Die Leistungsfähigkeit sei aufgrund der schwankenden
Tagesverfassung, der Ablenkbarkeit, des verlangsamten Arbeitstempos und der
zusätzlichen Zwischenpausen um 40 Prozent vermindert gewesen. Der Versicherte
habe seine Fähigkeiten tendenziell eher überschätzt. Der Eingliederungsverantwortliche
der IV-Stelle notierte am 3. April 2018 (IV-act. 135), der Wille des Versicherten zur
Überwindung der Schmerzen und zu „Schritten vorwärts“ sei generell gering
beziehungsweise zurückhaltend gewesen. Immer wieder habe Druck betreffend die
Steigerungsvorgaben ausgeübt werden müssen; die entsprechenden Steigerungen
seien dann möglich gewesen. Verbindlichkeiten hätten immer wieder aufgefrischt und
eingefordert werden müssen. Der Versicherte habe sich für den Sommer 2018 für eine
Handelsschule angemeldet. Er habe sich nicht beim regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum anmelden wollen; er habe sich als nicht arbeitsfähig auf
dem freien Arbeitsmarkt qualifiziert. Der Übergang in die Arbeitsvermittlung habe
deshalb nicht realisiert werden können.
Mit einer Mitteilung vom 4. April 2018 wies die IV-Stelle „das Leistungsbegehren
um berufliche Massnahmen“ ab (IV-act. 137). Zur Begründung führte sie aus, die
Abklärungen hätten ergeben, dass eine reduzierte Leistungsfähigkeit vorliege. Es seien
keine weiteren beruflichen Massnahmen angezeigt. Dagegen liess der Versicherte am
24. April 2018 einwenden (IV-act. 138), das Belastbarkeitstraining müsse bis zum
Schulbeginn weitergeführt werden, damit die erzielten Erfolge gesichert werden
könnten. Da er seine ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausüben könne, habe er einen
Anspruch auf eine Umschulung. Mit einer Verfügung vom 4. Mai 2018 wies die IV-Stelle
das Begehren des Versicherten um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 142).
A.c.
Am 6. Juni 2018 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) eine
Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Mai 2018 erheben (act. G 1.1). Sein
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
B.a.
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Erwägungen
1.
Gewährung einer Umschulung, eventualiter die Rückweisung der Sache zur Ermittlung
des Invaliditätsgrades an die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) und
subeventualiter die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Abschluss der
Rentenprüfung. Zur Begründung führte er an, zum aktuellen Zeitpunkt könne noch gar
nicht gesagt werden, wie hoch die Erwerbseinbusse des Beschwerdeführers ausfallen
werde. Zuerst müssten die psychischen Probleme detailliert abgeklärt werden. Es sei
nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin den Umschulungsanspruch
ohne weitere fachliche Abklärungen verneint habe.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 22. August 2018 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung führte sie aus, die psychischen Leiden des
Beschwerdeführers liessen die Durchführung einer Umschulung als nur schwer
umsetzbar erscheinen. Der genaue Invaliditätsgrad sei für die Abweisung des
Begehrens um eine Umschulung nicht relevant gewesen.
B.b.
Der Beschwerdeführer liess am 18. September 2018 an seinen Anträgen festhalten
(act. G 9) und eine Honorarnote einreichen (act. G 9.1).
B.c.
Am 7. November 2018 sistierte das Versicherungsgericht das
Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des Rentenverfahrens (act. G 11). Die
Sistierung wurde am 26. April 2019 wieder aufgehoben (act. G 13), nachdem die
Beschwerdegegnerin dem Versicherungsgericht am 23. April 2019 eine Kopie der
Verfügung vom 16. April 2019 zugestellt hatte, mit der sie das Rentenbegehren des
Beschwerdeführers abgewiesen hatte (act. G 12 und G 12.1).
B.d.
Der Beschwerdeführer liess am 13. Mai 2019 geltend machen (act. G 14),
angesichts des von der Beschwerdegegnerin ermittelten Invaliditätsgrades von 27
Prozent sei sein Umschulungsanspruch ausgewiesen. Die These der
Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei nicht eingliederungsfähig, sei
abwegig. Das im Rentenverfahren eingeholte bidisziplinäre Gutachten enthalte
jedenfalls keine entsprechenden Ausführungen.
B.e.
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Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des
Beschwerdeführers auf „berufliche Massnahmen“ verneint, ohne sich zur Art dieser
Massnahmen zu äussern. Die angefochtene Verfügung könnte also so interpretiert
werden, dass ein Anspruch auf all jene beruflichen Eingliederungsmassnahmen
verneint worden sei, die im Fall des Beschwerdeführers irgendwie in Frage hätten
kommen können. Die Beschwerdeschrift enthält allerdings nur eine
Auseinandersetzung mit der Verneinung eines Umschulungsanspruchs. Der
Beschwerdeführer hat dementsprechend eine Umschulung und nicht auch noch
weitere berufliche Eingliederungsmassnahmen beantragt. Sollte die angefochtene
Verfügung auch einen Anspruch auf andere berufliche Eingliederungsmassnahmen
(insbesondere die Arbeitsvermittlung) verneint haben, ist sie demnach mangels einer
beschwerdeweisen Anfechtung in formelle Rechtskraft erwachsen. Den
Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet deshalb nur ein allfälliger Anspruch
des Beschwerdeführers auf eine Umschulung.
2.
Eine invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Person hat laut dem
Art. 8 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese
notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten
oder zu verbessern, und soweit die Voraussetzungen für den Anspruch auf die
einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art (Art.
8 Abs. 3 lit. b IVG) umfassen die Berufsberatung, die erstmalige berufliche Ausbildung,
die Umschulung, die Arbeitsvermittlung und die Kapitalhilfe.
2.1.
Der Beschwerdeführer hat seine Lehre zum Bauspengler gemäss seinen eigenen
Angaben abgebrochen, so dass er nicht über einen Berufsabschluss verfügt. Er ist
denn auch immer als Hilfsarbeiter erwerbstätig gewesen. Da er somit als Hilfsarbeiter
zu qualifizieren ist, müsste jede Art von Umschulung als eine sogenannt höherwertige
Umschulung qualifiziert werden. Beim Beschwerdeführer würde eine Umschulung also
nicht dazu führen, dass er wieder als Berufsmann auf dem bisherigen
Ausbildungsniveau, aber in einem neuen Beruf tätig sein könnte. Vielmehr hätte sie zur
Folge, dass er neu als Berufsmann höher qualifizierte Tätigkeiten als vor dem Unfall
verrichten könnte. Vor diesem Hintergrund könnte die Auffassung vertreten werden,
dass der Beschwerdeführer zum Vorneherein keinen Umschulungsanspruch habe, weil
eine höherwertige Umschulung nicht vom Sinn und Zweck des Art. 17 Abs. 1 IVG
abgedeckt sei. Dem wäre entgegen zu halten, dass eine höherwertige Umschulung in
jenen Fällen durch den Art. 17 Abs. 1 IVG abgedeckt sein muss, in denen ohne sie der
Eintritt einer rentenbegründenden Invalidität droht. Wenn mit einer Erwerbseinbusse
2.2.
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von 40 Prozent oder mehr zu rechnen ist, besteht also – für Hilfsarbeiter wie für
Berufsleute – ein Anspruch auf eine höherwertige Umschulung. Vor diesem Hintergrund
liesse sich die Verweigerung einer höherwertigen Umschulung bei einem
Arbeitsunfähigkeitsgrad von mehr als 20 Prozent, aber weniger als 40 Prozent nur
rechtfertigen, wenn diese Umschulung der betreffenden versicherten Person einen
zusätzlichen Erwerbsvorteil brächte, der bei einer gewöhnlichen, das heisst
„gleichwertigen“ Umschulung fehlen würde, oder wenn eine höherwertige Umschulung
deutlich höhere Kosten als eine gewöhnliche Umschulung verursachen würde. Beides
ist nicht der Fall; eine höherwertige Umschulung unterscheidet sich weder in Bezug auf
den dadurch bewirkten Erwerbsvorteil noch in Bezug auf die Kosten von einer
gewöhnlichen Umschulung. Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass bei
einer Erwerbseinbusse von mindestens 20 Prozent unabhängig von der „Gleich- oder
Höherwertigkeit“ einer allfälligen Umschulung ein Umschulungsanspruch bestehe (vgl.
etwa das Urteil I 360/04 vom 23. November 2004, E. 3, mit Hinweisen).
Ein Umschulungsanspruch des Beschwerdeführers setzt also voraus, dass für alle,
das heisst auch für behinderungsadaptierte Hilfsarbeiten eine dauernde
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 Prozent besteht. Die Frage, ob dies der Fall ist,
kann anhand des
bidisziplinären Gutachtens der Dres. med. E._ und F._ vom 15. Dezember 2018
beantwortet werden. Dieses Gutachten ist zwar erst nach der Eröffnung der
angefochtenen Verfügung erstellt worden, aber es äussert sich zum Sachverhalt im
Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung, weshalb es bei der
Sachverhaltswürdigung zu berücksichtigen ist. Die Sachverständigen haben sich
eingehend mit den medizinischen Vorakten auseinandergesetzt und sie haben den
Beschwerdeführer umfassend orthopädisch, psychiatrisch und neuropsychologisch
untersucht. Dadurch sind sie mit dem massgebenden medizinischen Sachverhalt
umfassend vertraut gewesen. Der orthopädische Sachverständige hat anhand der
objektiven klinischen Befunde überzeugend begründet dargelegt, dass dem
Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit nicht mehr, eine ideal leidensadaptierte
Tätigkeit dagegen uneingeschränkt zumutbar sei. Als leidensadaptiert hat er
Tätigkeiten bezeichnet, die körperlich sehr leicht seien, die kein Heben oder Tragen von
Lasten über fünf Kilogramm erforderten, die vorwiegend sitzend verrichtet werden
könnten, die die Möglichkeit zu Positionswechseln böten, die keine Zwangspositionen
im Bereich des linken oberen Sprunggelenks (also kein Hocken oder Kauern)
erforderten, die keine längere Gehstrecken beinhalteten und bei denen keine
Höhendifferenzen mittels Treppen, Leitern oder Gerüsten überwunden werden
müssten. Die psychiatrische Sachverständige hat mit einer überzeugenden
2.3.
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3.
Da die Beschwerde bei diesem Ergebnis gutzuheissen ist, ist hinsichtlich der Kosten-
und Entschädigungsfolgen praxisgemäss von einem vollen Obsiegen des
Beschwerdeführers auszugehen. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind folglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete
Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten, die antragsgemäss auf
1’680.10 Franken (vgl. act. G 9.1) plus 250 Franken für den auf knapp eine Stunde zu
schätzenden Aufwand für die ergänzende Stellungnahme vom 13. Mai 2019
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer), also insgesamt auf 1’930.10
Franken festzusetzen ist.