Decision ID: 000c53b1-1be2-5841-9e2a-95946d02b251
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis der Fahrzeugkategorie B am 26. September 1966.
Dazu ist er für die Kategorien A2, D2 und E (seit 1. Juni 1991) sowie A1, F und G (seit
3. Januar 1994) fahrberechtigt. Am Montag, 31. August 2015, um 9.30 Uhr, lenkte er
einen Personenwagen in A. Vor dem Fussgängerstreifen in der Nähe des
Kindergartens, wo ein Polizist gerade eine Verkehrsinstruktion mit Kindergartenkindern
durchführte, hatten drei Fahrzeuge, eines davon ein Lieferwagen, angehalten. X schloss
auf und überholte diese auf der linken Fahrbahn. Noch vor Überfahren des
Fussgängerstreifens wurde er vom anwesenden Polizisten angehalten.
B.- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes U vom 14. Dezember 2015 wurde X der
einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig gesprochen und zu einer Busse von
Fr. 300.– verurteilt. Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C.- Am 2. Oktober 2015 eröffnete das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des
Kantons St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) ein
Administrativmassnahmeverfahren gegen X, gewährte ihm das rechtliche Gehör und
ordnete anschliessend mit Zwischenverfügung vom 4. Dezember 2015 eine
vertrauensärztliche Untersuchung an. Nachdem diese keine konkreten Hinweise auf
das Vorliegen einer fehlenden Fahreignung ergeben hatte, wurde das
Administrativverfahren fortgesetzt. Dazu nahm der Rechtsvertreter von X mit Schreiben
vom 23. Februar 2016 Stellung. Mit Verfügung vom 3. März 2016 (richtig: 10. März
2016) entzog das Strassenverkehrsamt X den Führerausweis wegen einer
mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften für die Dauer
eines Monats.
D.- Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamtes erhob X durch seinen
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 29. März 2016 und Ergänzung vom 25. April 2016
Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, unter Kosten- und
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Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Vorinstanz
verzichtete am 4. Mai 2016 auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen des Rekurrenten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 29. März 2016 ist rechtzeitig
eingereicht worden und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 25. April 2016 in
formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45,
47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt:
VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Strittig und zu prüfen ist, ob die Verkehrsregelverletzung vom 31. August 2015 eine
besonders leichte, eine leichte oder eine mittelschwere Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften darstellt.
a) Die Vorinstanz wirft dem Rekurrenten eine mittelschwere Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften vor. Er habe verbotenerweise Fahrzeuge vor einem
signalisierten Fussgängerstreifen überholt. Als ortskundiger Lenker hätte er in Betracht
ziehen müssen, dass die Fahrzeuge zum Stillstand gekommen seien, um jemanden
passieren zu lassen. Die Tatsache, dass er die Kindergärtnerin, den Polizisten und die
Kinder, die auf beiden Seiten des Fussgängerstreifens gewartet hätten, nicht
wahrgenommen habe, lasse auf Unaufmerksamkeit schliessen. Er sei damit einer
elementaren Pflicht nicht nachgekommen, weshalb das Verschulden nicht mehr leicht
wiege. Zudem habe er mit seinem Überholmanöver eine erhöhte abstrakte Gefährdung
für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen. Dass er den Fussgängerstreifen nicht
überquert habe, sei nur dem rasch und gut reagierenden Polizisten zu verdanken
(vgl. act. 3/1).
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Der Rekurrent macht im Wesentlichen geltend, beim fraglichen Vorfall habe er auf einen
stehenden, breiten Lieferwagen aufgeschlossen, der nicht unmittelbar vor dem
Fussgängerstreifen gestanden und ihm die Sicht auf den Strassenrand verdeckt habe.
Er habe daher auch nicht bemerken können, dass weiter vorne ein Polizist
Verkehrsunterricht erteilt habe. Ein entsprechendes Hinweisschild sei nicht vorhanden
gewesen. Er habe lediglich gesehen, dass die Strasse weiter vorne frei gewesen sei. Er
sei deshalb davon ausgegangen, dass der Lieferwagen angehalten habe, um jemanden
aussteigen zu lassen oder etwas auszuladen. Er sei ganz vorsichtig und im
Schritttempo nach links ausgeschert, um ganz langsam an den haltenden Fahrzeugen
vorbeizufahren. Es liege allerhöchstens eine leichte Widerhandlung vor. Die
hervorgerufene Gefahr sei, wenn überhaupt, als äusserst gering einzustufen. Er habe
nicht wissen können, weshalb der Lieferwagen stehen geblieben sei, obschon aus
seiner Sicht die Strasse grundsätzlich frei gewesen sei. Dass zu jenem Zeitpunkt
gerade Verkehrsunterricht stattgefunden habe, sei nirgends signalisiert gewesen.
Niemand habe den Fussgängerstreifen überquert oder habe auf der linken Seite vor
dem Fussgängerstreifen gewartet. Bei dem im Schritttempo erfolgten Manöver habe
unmöglich etwas passieren können. Er hätte jederzeit praktisch ohne Bremsweg
anhalten können. Es sei daher nicht die geringste abstrakte oder gar konkrete
Gefährdung hervorgerufen worden. Offenkundig treffe ihn auch ein nur leichtes
Verschulden.
b) Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist,
der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das
Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG)
und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln
eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1
lit. a SVG). Ist die Verletzung von Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die
Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Die mittelschwere Widerhandlung
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nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG stellt einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn
nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung und nicht alle
qualifizierenden Bestandteile einer schweren Widerhandlung gegeben sind (BGE 135 II
138 E. 2.2.2).
In besonders leichten Fällen wird nach Art. 16a Abs. 4 SVG auf jegliche Massnahme
verzichtet. Ein besonders leichter Fall liegt dann vor, wenn die Verkehrsregelverletzung
zu einer besonders geringen Gefahr für die Sicherheit anderer geführt hat und den
fehlbaren Fahrzeuglenker nur ein besonders leichtes Verschulden trifft (Urteil des
Bundesgerichts [BGer] 1C_438/2012 vom 17. Juni 2013 E. 2.1 mit Hinweis auf 6A.
52/2005 vom 2. Dezember 2005 E. 2.2.3; Philippe Weissenberger, Kommentar SVG
und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16a N 33). Die Auslegung des besonders leichten Falls
orientiert sich an den Verkehrsregelverletzungen, die nach dem Ordnungsbussengesetz
erledigt werden und ebenfalls keine Administrativmassnahmen nach sich ziehen
(vgl. BGer 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 4.2).
c) aa) Nach Art. 33 Abs. 1 und 2 SVG ist den Fussgängern das Überqueren der
Fahrbahn in angemessener Weise zu ermöglichen und hat der Fahrzeugführer vor
Fussgängerstreifen besonders vorsichtig zu fahren und nötigenfalls anzuhalten, um den
Fussgängern den Vortritt zu lassen, die sich schon auf dem Streifen befinden oder im
Begriffe sind, ihn zu betreten. Diese Regelung wird durch Art. 6 Abs. 1 der
Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11, abgekürzt: VRV) konkretisiert, wonach der
Fahrzeugführer vor Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung jedem Fussgänger oder
Benützer eines fahrzeugähnlichen Gerätes, der sich bereits auf dem Streifen befindet
oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn überqueren will, den Vortritt gewähren
muss. Er muss die Geschwindigkeit rechtzeitig mässigen und nötigenfalls anhalten,
damit er dieser Pflicht nachkommen kann.
Überholen und Vorbeifahren an Hindernissen ist nur gestattet, wenn der nötige Raum
übersichtlich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird. Im
Kolonnenverkehr darf nur überholen, wer die Gewissheit hat, rechtzeitig und ohne
Behinderung anderer Fahrzeuge wieder einbiegen zu können (Art. 35 Abs. 1 SVG).
Fahrzeuge, deren Führer die Absicht anzeigt, nach links abzubiegen, oder vor einem
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Fussgängerstreifen anhält, um Fussgängern das Überqueren der Strasse zu
ermöglichen, dürfen nicht überholt werden (Art. 35 Abs. 5 SVG).
bb) In tatsächlicher Hinsicht steht in Übereinstimmung mit den Polizeiakten und dem
rechtskräftigen Strafbefehl fest, dass der Rekurrent am Montag, 31. August 2015, um
9.30 Uhr, in A drei vor einem Fussgängerstreifen in einer Kolonne stehende Fahrzeuge
überholte. Das eine dieser Fahrzeuge war ein Lieferwagen. Im Strafverfahren wurde er
deshalb wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 35 Abs. 5 SVG sowie Art. 10 Abs. 1 VRV) zu einer Busse von Fr. 300.– verurteilt
(act. 9/5 f.). Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Dieser Sachverhalt wird vom Rekurrenten
nicht bestritten.
cc) In Bezug auf die rechtliche Würdigung des Sachverhalts ist die Verwaltungsbehörde
dann an das Strafurteil gebunden, wenn die rechtliche Beurteilung sehr stark von der
Würdigung von Tatsachen abhängt, die der Strafrichter besser kennt als die
Verwaltung, etwa wenn er den Beschuldigten persönlich einvernommen hat (BGE 119
Ib 158 E. 3c, mit Hinweisen; 136 II 447, E. 3.1). Folglich ist die Verwaltungsbehörde in
Fällen, wo der Strafrichter seine Verfügung lediglich aufgrund eines Polizeirapports und
ohne untersuchungsrichterliche Einvernahme des Betroffenen oder von Zeugen
erlassen hat, nicht an die rechtliche Qualifikation des Sachverhalts im Strafverfahren
gebunden. Die Verwaltungsbehörde hat dabei aber auch den Grundsatz der
Vermeidung widersprüchlicher Urteile gebührend zu berücksichtigen
(BGer 1C_413/2014 vom 30. März 2015 E. 2.2 mit Hinweis auf 1C_424/2012 vom
15. Januar 2013 E. 2.3).
Mit Strafbefehl vom 14. Dezember 2015 wurde der Rekurrent wegen des Vorfalls vom
31. August 2015 der einfachen Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 1 SVG
schuldig gesprochen. Als einfache Verkehrsregelverletzung werden Regelverstösse
gewertet, die weder im Ordnungsbussenverfahren beurteilt, noch als grobe oder gar als
qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung gewertet werden können (Weissenberger,
a.a.O., Art. 90 N 13). Diese Strafnorm beinhaltet daher sowohl die leichte als auch die
mittelschwere Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 und Art. 16b Abs. 1 SVG
(Weissenberger, a.a.O., Art. 90 N 24 mit Hinweisen). Ausführungen zum Verschulden
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sind dem Strafbefehl keine zu entnehmen. Die Busse ist mit Fr. 300.– aber
verhältnismässig gering.
dd) Wie eingangs dargelegt, dürfen vor einem Fussgängerstreifen anhaltende
Fahrzeuge nicht überholt werden. Diese wichtige Vorschrift bezweckt, dass die auf
dem Fussgängerstreifen vortrittsberechtigten Fussgänger nicht gefährdet werden. Der
Rekurrent macht geltend, der Lieferwagen habe nicht unmittelbar vor dem
Fussgängerstreifen angehalten. Das Fahrzeug davor habe er daher nicht sehen können.
Es mag zwar zutreffen, dass der Lieferwagen die Sicht des Rekurrenten sowohl auf das
sich vor dem Lieferwagen befindliche Fahrzeug, das vor dem Fussgängerstreifen
angehalten hatte, als auch auf die rechte Seite des Fussgängerstreifens verdeckte. Da
jedoch der Fussgängerstreifen ordnungsgemäss signalisiert, ihm als ortskundigem
Lenker bekannt war und er dessen linke Hälfte sehen konnte, war er zu erhöhter
Vorsicht verpflichtet. Der Rekurrent machte nicht geltend, der Lieferwagen habe den
Warnblinker oder den rechten Blinker betätigt. Er konnte und durfte deshalb nicht
davon ausgehen, dass der Lieferwagen angehalten habe, um jemanden aussteigen zu
lassen oder etwas auszuladen. Gerade weil ihm die Sicht auf die Fahrbahn vor dem
Lieferwagen und die rechte Seite des Fussgängerstreifens verdeckt war, hätte er
zwingend abwarten müssen, da die Möglichkeit, dass der Lieferwagen sowie allfällige
sich vor diesem befindlichen Fahrzeuge vor dem Fussgängerstreifen angehalten hatten,
um Fussgängern den Vortritt zu gewähren, mehr als naheliegend war. Da Fussgänger
auf dem Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung stets Vortritt haben, war eine
Signalisation oder ein Hinweis auf die stattfindende Verkehrserziehung weder geboten
noch nötig. Hinzu kommt, dass sich entgegen der Behauptung des Rekurrenten auch
auf der linken Strassenseite Personen, nämlich die Kindergärtnerin und mehrere
Kinder, vor dem Fussgängerstreifen befanden (vgl. Polizeirapport, act. 10/3). Als der
Rekurrent bei der polizeilichen Einvernahme gefragt wurde, ob er die Kinder auf beiden
Strassenseiten bemerkt habe, verneinte er dies, bestritt aber die Tatsache an sich nicht
(act. 10/8). Bei Einhaltung der gebotenen Vorsicht und Aufmerksamkeit (vgl. Art. 3 Abs.
1 VRV) hätte er diese jedoch bemerken müssen. Auch wenn seine Geschwindigkeit
beim Überholen nicht hoch war, hat er eine wichtige Verkehrsregel missachtet. Das
Überholmanöver war zudem gefährlich, da ein von rechts kommender Fussgänger auf
der zweiten Fahrbahnhälfte nicht mit einem von links herannahenden Fahrzeug rechnen
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muss. Die Pflichtverletzung wiegt daher nicht mehr leicht im Sinn von Art. 16a Abs. 1
lit. a SVG. Daran vermag auch die verhältnismässig geringe Busse nichts zu ändern.
c) Aufgrund eines nicht mehr leichten Verschuldens sind die Voraussetzungen für die
Annahme eines leichten Falles im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG und damit auch
eines besonders leichten Falles nach Art. 16a Abs. 4 SVG unabhängig vom Ausmass
der konkreten oder abstrakten Gefährdung nicht gegeben. Es liegt eine mittelschwere
Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG vor. Der von der Vorinstanz
ausgesprochene Entzug des Führerausweises für einen Monat entspricht der
gesetzlichen Minimaldauer von Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG. Damit bleibt weder Raum für
die Berücksichtigung des guten Leumunds als Fahrzeuglenker noch für eine
Verhältnismässigkeitsprüfung. Folglich ist der Rekurs abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.–
dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1‘200.– ist zu
verrechnen.
Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten (Art. 98 VRP).