Decision ID: 3653f887-146d-543a-b18b-54b44eef593a
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2006 ersuchte A._ (Gesuchsteller) die Zulassungskommission für den Zivildienst (Zulassungskommission), ihn zum Zivildienst zuzulassen. Zur Begründung seines Gesuchs brachte er im Wesentlichen vor, die Führung von Kriegen mit Hilfe von Armeen sei kein geeignetes Mittel, um die Probleme der Welt zu lösen. Hierfür sei die Zusammenarbeit aller Nationen und die Einführung eines Rechtssystems auf globaler Ebene erforderlich. Demgegenüber sei die Durchsetzung von Interessen mit militärischen Mitteln weder demokratisch noch . Eine Armee sei daher eine "reine Symptombekämpfungsmaschinerie". In seinen Ausführungen berief er sich unter anderem auf Erkenntnisse aus der Spieltheorie und der Evolutionstheorie. Er könne die Leistung des  nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, da er damit ein  unterstütze, das konkrete Problemlösungen verhindere, er seinen Nachfahren eine noch unlösbarere Situation bereite und er sich damit dem Rest der Welt gegenüber feige verhalte.
In seinem Lebenslauf führte der Gesuchsteller unter anderem aus, er habe eine glückliche Kindheit gehabt. Die Familie habe stark nach den  Grundsätzen gelebt. Er sei Mitglied der Jungwacht und der  gewesen. Während der Schulzeit habe ihm ein Mitschüler, der aus der Balkanregion stamme, von teilweise grausamen Ereignissen, die er in seinem Heimatland während des Krieges erlebt habe, berichtet. Dies habe ihn sehr beeindruckt. Die Rekrutenschule habe er als eine Zeit erlebt, die in krassem Gegensatz zu seinen bisherigen Erfahrungen im zwischenmenschlichen Umgang gestanden habe. Deshalb habe er , noch während seines Aufenthaltes in der Rekrutenschule ein  zu stellen. Da er jedoch Angst gehabt habe, möglicherweise bis zum Beginn seines Studiums keine Arbeit zu finden, habe er davon .
B. Am 16. November 2006 hörte die Zulassungskommission den  persönlich an.
Mit Verfügung vom 21. November 2006 wies die Zulassungskommission das Gesuch des Gesuchstellers ab. Zur Begründung führte sie aus, aus seinen Darlegungen sei zwar erkennbar, dass er dem Wohlergehen auf der ganzen Welt einen hohen Stellenwert einräume. Er könne jedoch  Bezug zu seinen Werten und zum Leisten seiner Militärdienstpflicht glaubhaft darlegen. Zudem sei nicht erkennbar, dass sich ein  entwickelt habe, während der Gesuchsteller Militärdienst leistete. Es müsse daher davon ausgegangen werden, dass das Zivildienstgesuch aus opportunistischen Gründen eingereicht worden sei. Ferner könne das Engagement des Gesuchstellers in der Jungwacht und in  Projekten nur teilweise und nur am Rande mit dem geltend  Gewissenskonflikt in Verbindung gebracht werden. Es gehe nicht über das üblicherweise zu erwartende Mass hinaus, stütze deshalb keinen  und stehe in keinem Zusammenhang mit einer moralischen
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Forderung im Sinne des Zivildienstgesetzes, die mit dem Leisten von  unvereinbar wäre. Ausserdem habe der geltend gemachte  sein Befinden während des Militärdienstes nicht in einem Mass beeinflusst, dass er sich zu einem sofortigen Handeln gezwungen gesehen hätte. Abschliessend brachte die Zulassungskommission vor, dass die Angaben im schriftlichen Gesuch mit den Aussagen, die  der Anhörung gemacht worden seien, in verschiedenen relevanten Punkten, insbesondere hinsichtlich der Gewissensgründe, dem Inhalt und der Tragweite des geltend gemachten Gewissenskonfliktes sowie den  auf das Befinden und die Lebensführung, nicht übereinstimmen. Insgesamt habe der Gesuchsteller zwar in verschiedener Hinsicht Ansätze geltend gemacht, hinter denen sich eine moralische Grundhaltung  könnte, die geeignet sei, schliesslich die Grundlage eines  gegen den Militärdienst zu bilden. Es sei ihm jedoch nicht , einen klaren Bezug zu moralischen Forderungen herzustellen, weshalb im Ergebnis kein Schluss auf einen Gewissenskonflikt im Sinne von Art. 1 ZDG gezogen werden könne.
C. Gegen den Entscheid der Zulassungskommission erhebt das  Volkswirtschaftsdepartement (Beschwerdeführer) am 21. Dezember 2006 Beschwerde bei der Rekurskommission EVD. Darin beantragt es, die Verfügung der Zulassungskommission vom 16. November 2006  und die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Es macht geltend, es sei nicht auszuschliessen, dass die  anlässlich der Anhörung Erklärungen abgegeben habe, die den Gesuchsteller verunsichert haben könnten. In Z. 3 f. der Anhörungsnotiz habe sie ihn darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht nur "über den Kopf" reden könnten, sondern auch "über das Herz" sprechen müssten. Angesichts der theoretischen Darlegungen im Gesuch (Spieltheorie,  des Menschen und seines gesellschaftlichen Lebens) habe die  mit dieser Bemerkung zu verstehen gegeben, dass  "logische" Überlegungen nicht erwünscht seien. Es bestünden  Zweifel, ob die Zulassungskommission damit nicht von vornherein von ihrer Aufgabe, die darin bestehe, den Gesuchsteller zu seinen Gründen anzuhören, abgewichen sei. Es sei davon auszugehen, dass die  sich negativ auf das Gesprächsklima ausgewirkt hat. Zudem habe sie den Gesuchsteller darauf hingewiesen, worauf es in der Anhörung , nachdem dieser erklärt habe, welche Gewissensgründe er gegen das Leisten des Militärdienstes vorbringe. Hierdurch habe sie zu verstehen , dass das, was er bisher gesagt hatte, als Vorbringen ungeeignet sei. Aufgabe der Zulassungskommission wäre es vielmehr gewesen, dem Gesuchsteller durch geeignetes Nachfragen zu den  von Art. 18b ZDG Gelegenheit zu geben, glaubhaft zu machen, dass den vom ihm vorgebrachten Motiven eine moralische Forderung gemäss Art. 1 Abs. 2 und 3 ZDG zu Grunde liege, die ihm das Leisten des  unmöglich mache. Sofern die Zulassungskommission vom  verlange, sich in seinen Ausführungen auf die Schweiz zu , sei dies zwar insofern nachvollziehbar, als der geltend ge-
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machte Gewissenskonflikt mit dem Dienst in der Schweizer Armee  müsse. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich aus der von ihm dargelegten Utopie, wonach es keine nationalen Armeen mehr geben dürfe, ein Gewissenskonflikt ergeben könne.
Zudem seien einige Fragen so formuliert gewesen, dass erhebliche Zweifel bestünden, ob die Anhörung fair verlaufen sei. Einige Fragen seien nicht darauf ausgerichtet gewesen, die Auffassung und das Verständnis des  nachvollziehen zu können, sondern vermittelten den Eindruck, die Zulassungskommission habe seine Auffassung widerlegen wollen. Es sei jedoch unzulässig, wenn die Zulassungskommission die Darlegungen des Gesuchstellers an den eigenen Moralvorstellungen messe.
Der Gesuchsteller habe wegen der Art und Weise, in der die Anhörung  wurde, nicht die Gelegenheit gehabt, sich zu dem von ihm geltend gemachten Gewissenskonflikt zu äussern. Der rechtsrelevante Sachverhalt sei nicht vollständig festgestellt worden und die Vorinstanz habe  Fragen gestellt, die nicht dem Verständnis der Aussagen des  dienten.
D. Mit Verfügung vom 15. Januar 2007 bestätigte das , dass es das hängige Beschwerdeverfahren per 1. Januar 2007  habe.
E. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Februar 2007 beantragt die  die Abweisung der Beschwerde. Sie bleibt bei den in der  Verfügung vom 21. November 2006 vorgebrachten . Ausserdem betont sie, dass sie von Anfang des Gespräches an  habe, eine wohlwollende und entgegenkommende Haltung , gerade weil die Inhalte des Gesuches sehr theoretisch gewesen seien und sich auf einer übergeordneten Ebene bewegt hätten. Sie habe dem Gesuchsteller in grosser Empathie gezeigt, dass sie ihn verstehen wolle, aber hierfür seinen Gedanken folgen können müsse. Sie habe sich bemüht, Fragen zu stellen, die es ihm ermöglicht hätten, einfache  zu geben. Hingegen sei der Gesuchsteller oftmals nicht in der Lage , sich nachvollziehbar zu äussern. Es sei nicht Aufgabe der , sein Gedankengebäude so zu entwirren, dass ein  herauskristallisiert werden könne.
Der Gesuchsteller liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
F. Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit sie rechtserheblich , in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit  und übernimmt, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der Departemente hängigen  (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
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desverwaltungsgericht, Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32). Der Entscheid der Zulassungskommission vom 21. November 2006 ist eine Verfügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. a). Diese Verfügung kann nach Art. 63 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 über den zivilen Ersatzdienst, Zivildienstgesetz, ZDG, SR 824.0 im  der allgemeinen Bestimmungen über die  (vgl. Art. 44 ff. VwVG i.V.m. Art. 31 ff. und 37 ff. VGG) mit  beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Die  erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG am Ende).
Dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement steht ein  gegen Zulassungsentscheide nach Art. 18c ZDG zu (Art. 48 Abs. 2 VwVG, Art. 64 Abs. 1bis ZDG). Hierzu braucht das Departement weder eine Beschwer noch ein schutzwürdiges Interesse nachzuweisen.
Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der  sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) und die  Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. VwVG). Auf die  ist daher einzutreten.
2. Militärdienstpflichtige, die glaubhaft darlegen, dass sie den Militärdienst mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, leisten einen zivilen  (Zivildienst) nach dem Zivildienstgesetz (Art. 1 Abs. 1 ZDG). Der Gewissenskonflikt nach Abs. 1 ZDG zeichnet sich dadurch aus, dass sich die betroffene Person auf eine moralische Forderung beruft, durch die ihr Gewissen aus ihrer Sicht mit der Militärdienstpflicht in einen unauflöslichen Konflikt gerät (Art. 1 Abs. 2 ZDG). Diese moralische Forderung steht im Einklang mit dem persönlichen Moralverständnis der betreffenden Person (Art. 1 Abs. 3 ZDG). Eingeleitet wird das Zulassungsverfahren durch das Gesuch des Stellungs- beziehungsweise Militärdienstpflichtigen an die Vollzugsstelle. Darin erläutert er seinen Gewissenskonflikt (Art. 16a Abs. 1 und 2 Bst. a i.V.m. Art. 1 Abs. 2 und 3 ZDG). Nachdem die  den Gesuchsteller angehört hat, beurteilt sie die Darlegung des Gewissenskonflikts in Bezug auf ihre Glaubhaftigkeit gemäss Art. 18b ZDG. Diese Bestimmung nennt keine weiteren , vielmehr umschreibt sie Sachverhalts- und Fragenbereiche, auf  die Zulassungskommission im Zusammenhang mit ihren Abklärungen das Augenmerk richten soll und welche in die Beurteilung der  einzubeziehen sind. Bezüglich der Anerkennung der Motive, welche der innerlich verpflichtenden Forderung zu Grunde liegen, anerkannte die Rekurskommission EVD bis anhin, dass im weitesten Sinn "ethische", "", "sittliche" oder "religiöse" Werte in Betracht fielen. Wesentlich sei dabei, dass grundlegende, gewichtige persönliche Überzeugungen , die das eigene menschliche Handeln verantwortungsvoll und in  Weise steuerten. Persönliche Gründe wie beispielsweise  Neigungen, Bequemlichkeiten, Aus- und Weiterbildung oder  Erwägungen sowie rein politisch-taktische Erwägungen fielen damit ausser Betracht, um vom Militärdienst befreit zu werden ( des Bundes [VPB] 64.131, E. 5.2 f. und 6.1). Auch das Bun-
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desverwaltungsgericht folgt in seiner Rechtsprechung diesen Grundsätzen.
3. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller . Dabei können sowohl Rechtsverletzungen oder  Sachverhaltsfeststellungen als auch die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG).
4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Zulassungskommission habe während der persönlichen Anhörung die vom Gesuchsteller vorgebrachten Argumente einer negativen, an ihren eigenen Moralvorstellungen  Würdigung unterzogen. Dies sei in ihren Anworten zum Ausdruck , was den Gesuchsteller verunsichert und ein unangenehmes  erzeugt habe. Dabei stützt sich der Beschwerdeführer auf die während des Gespräches angefertigte Anhörungsnotiz.
4.1 Die Botschaft zum Zivildienstgesetz (BBl 1994 III 1609, Botschaft I, S. 1669 f.) hält fest, dass die Zulassungskommission mittels einer , gesprächsweisen Auseinandersetzung mit der gesuchstellenden Person versuchen soll, die Ernsthaftigkeit des Gewissensentscheides zu ergründen. Die persönliche Anhörung muss mit Einfühlungsvermögen durchgeführt werden und dem meist jugendlichen Alter der  Personen Rechnung tragen. Sie soll nicht als Hindernis, sondern als Chance verstanden werden. Dies bedeutet indessen nicht, dass die  die Aussagen eines Gesuchstellers nicht kritisch hinterfragen darf. Denn der Zweck der Anhörung besteht darin, dem Gesuchsteller die  zu gegeben, seine Gewissensnot aufzuzeigen beziehungsweise seine inneren Beweggründe, welche es ihm verbieten Militärdienst zu , glaubhaft und nachvollziehbar darzulegen. Diese Gedankengänge und Wertvorstellungen des Gesuchstellers stellen den durch die  zu erhebenden Sachverhalt dar und dienen als Grundlage des Entscheides (vgl. Art. 18 Abs. 1 ZDG i. V. m. Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 5. September 2003 über die Kommissionen des Zivildienstes, VKZD, SR 824.013). So liegt es in der Natur der Anhörung, dass die  versucht, möglichst aussagekräftige, überzeugende und  Antworten des Gesuchstellers zu erhalten. Sie stellt hierzu  auch als provokativ empfundene Fragen. Negative Wertungen der vom Gesuchsteller gemachten Aussagen haben ihren Platz allenfalls in der Sachverhaltswürdigung im Entscheid; während der Anhörung sind  Äusserungen durch die Zulassungskommission jedoch in der  deplatziert, da sie das Entstehen einer sachlichen und vertrauensvollen Atmosphäre, wie sie für ein Gespräch über höchst private Gedankengänge erforderlich ist, hindern können.
4.2 Laut Z. 2 ff. der Anhörungsnotiz bemerkte ein Kommissionsmitglied zu  der Anhörung: "Nach den Artikeln des Gesetzes führen wir [ein] . [Es] geht darum, was Sie belastet, Militärdienst zu leisten. Da  wir nicht nur über [den] Kopf reden, d.h. das Logische, sondern [auch] über das Herz." Später fragte ein Kommissionsmitglied: "Wo sitzt Ihr , das Sie steuert?". Der Gesuchsteller antwortete: "Das sind meine Überlegungen ... kann nicht sagen, wo es sitzt". Daraufhin fragte das Kom-
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missionsmitglied weiter: "Sitzt es im Kopf oder tiefer?" (vgl. insofern Z. 15 ff. der Anhörungsnotiz).
Nachdem er nach den Gründen, die sein Gewissen belasten, gefragt  entgegnete der Gesuchsteller: "Der Hauptgrund [...] ist, dass ich mich ziemlich stark verantwortlich fühle, wie es in der Welt läuft. Mit den , die ich mache und auch aufgeschrieben habe, denke ich, dass wenn ich Militärdienst leiste, dass das nicht das richtige ist." Im weiteren Verlauf des Gesprächs erklärt ein Kommissionsmitglied: "Sie müssen uns sagen, was Sie daran hindert, Militärdienst zu leisten. Sie müssen Ihr  uns erklären. Nicht wir Ihnen. Was müssen die konkret machen im Schweizer Militär, das Ihr Gewissen belastet?" (siehe Z. 23 ff. der ).
Ferner bemerkt ein Kommissionsmitglied während der Anhörung: "Das Globale wäre eine spannende Diskussion, aber das Gesetz schreibt uns vor, dass wir Sie als Schweizer Bürger wahrnehmen, der in der Schweiz Militärdienst macht und wir müssen erkunden, warum Sie [ein] Problem mit der Schweizer Armee haben." (Z. 63 ff. der Anhörungsnotiz).
Ausserdem stellt die Kommission folgende Fragen: "Bedroht die  Armee jemanden?" (Z. 45 der Anhörungsnotiz); "Schottet sich [die] Schweiz ab?" (Z. 51 der Anhörungsnotiz); "Verhält sich [die]  Armee gegen das Gemeinwohl in [der] Welt?" (Z. 62 der ); "Haben Sie nicht nur als Soldat mit der Schweiz ein Problem,  auch [da]mit, Bürger zu sein von dem Land?" (Z. 71 der ); "Ist eine Waffe für Sie gut oder ist eine Waffe für Sie schlecht?" (Z. 88 f. der Anhörungsnotiz) "Es macht unsere Arbeit nicht einfach, was Sie sagen. Ich sage Ihnen das klar. Ich frage Sie, was geht in Ihnen vor, wenn Sie weiterhin einen Tag länger Militärdienst leisten müssten?" (Z. 120 der Anhörungsnotiz). Ein Kommissionsmitglied stellte im Laufe des Gespräches fest: "Die Schweizer [Armee] ist eine reine . Wir beschränken uns auf die Schweiz. Wir gehen nicht hinaus."
4.3 Im vorliegenden Fall ist dem beschwerdeführenden Departement insofern zuzustimmen, als die von ihm angeführten Passagen zwar durchaus  verstanden werden können, als dass die  mit diesen Äusserungen zu erkennen gegeben habe, dass die  Ausführungen des Gesuchstellers (noch) nicht geeignet seien,  Gewissenskonflikt glaubhaft zu machen. Diese Interpretation ist  nicht die einzig mögliche. Derartige Äusserungen können auch den Zweck verfolgen, einem Gespräch, das in eine für den Gesuchsteller  Sackgasse geraten ist, eine etwas andere Richtung zu geben, welche für den Gesuchsteller neue Chancen bereit hält. Wesentlich für die Art und Weise, wie der Gesuchsteller die Äusserungen aufgefasst hat,  sicher auch die genaue Formulierung und der Ton des betreffenden Kommissionsmitglieds.
4.4 Wie bereits die Rekurskommission EVD in ihren Entscheiden festgestellt hatte, handelt es sich bei der Anhörungsnotiz nicht um ein vom  bestätigtes Wortprotokoll, das dieser zu lesen und zu unterzeichnen
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hat. Die Anhörungsnotiz ist daher von beschränktem Beweiswert in Bezug auf den genauen Wortlaut der gestellten Fragen oder der gegebenen . Insbesondere lässt sich der exakte Wortlaut und die Atmosphäre des Gespräches jedenfalls nicht allein anhand der Anhörungsnotiz .
4.5 Der Gesuchsteller liess sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht vernehmen, obwohl er hierzu vom Bundesverwaltungsgericht aufgefordert wurde. Mit seiner Aussage fehlt ein wichtiges Beweismittel, das zur  Aufklärung des Sachverhaltes hätte beitragen können. Insbesondere kann nicht geklärt werden, ob der Gesuchsteller die von der  vorgetragenen Fragen und Bemerkungen tatsächlich als  empfunden hat oder von ihnen verunsichert wurde. Gleichzeitig lässt die Reaktion des Gesuchstellers darauf schliessen, dass er sich von der Ablehnung seines Gesuches nicht in einem Ausmass in seinen Rechten betroffen fühlt, das angesichts der vorliegenden Beweissituation eine  der Anhörung rechtfertigen könnte.
5. Die Beschwerde ist somit als unbegründet abzuweisen.
6. Nach Art. 65 Abs. 1 ZDG sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und keine Parteientschädigung zuzusprechen.
7. Dieser Entscheid kann nicht an das Schweizerische Bundesgericht weiter gezogen werden (Art. 83 Bst. i des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110). Er ist somit endgültig.