Decision ID: c4f71c52-e8b8-487b-91b2-b4860169ea4f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, Hausfrau und kaufmänni
sche Angestellt
e, meldete sich am 1
5.
Mai 2010
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
(berufliche Eingliederung
smassnahmen
)
an unter Hinweis
auf ein Hodgkin-Lymphom und
eine chemotherapeutische Behandlung
(
Urk.
7/10). Seit dem 1
4.
Dezember 2009 bezog die Versicherte
Krankentaggel
der
(Urk.
7/12). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
traf erwerbliche
(
Urk.
7/19
,
Urk.
7/20
und
Urk.
7/21) und
medizinische
(
Urk.
7/24
,
Urk.
7/28
und
Urk.
7/29
)
Abklärungen
und zog die
Unterlagen
der
Kran
ken
taggeldversicherung
(
Urk.
7/25) und der Pensionskasse bei (
Urk.
7/26
27).
Anfangs Dezember 2010 nahm
X._
ihre Erwerbsarbeit
bei der
Y._
schritt
weise
zu Beginn mit einem 10
%
-Pensum
wieder auf (
Urk.
7/33
Ziff.
3).
Am 2
9.
De
zember 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien und der weitere medi
zinische Verlauf abgewartet werden müsse
. Der Rentenanspruch werde geprüft
(
Urk.
7/30).
Die IV-Stelle holte in der Folge weitere Arztberichte ein
(
Urk.
7/33
,
Urk.
7/34
und
Urk.
7/38
)
. Ab November 2011 arbeitete die Versicherte wieder in ihrem ursprünglichen 40
%
-Pensum bei der
Y._
. Sie teilte der IV-Stelle zudem mit, dass sie i
hr angestammtes 10%-Pensum als Ortsschulleiterin bei der
Z._
schon seit längerem wieder
aufgenommen habe
(
Urk.
7/39 und
Urk.
7/40). Die IV-Stelle veranlasste
eine Abklärung der beein
trächtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt
, die am 1
3.
Juni 2012 statt
fand
(
Urk.
7/43). Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
7/49-50,
Urk.
7/
55-56
und Urk.
7/59)
verfügte
sie
am
9.
April 2013 (
Urk.
2
/1-3
)
d
en
rückwirkenden Anspruch auf eine
von
November 2010
bis
Februar 2011
lau
fende
befristete halbe Rente der Invalidenversicherung
sowie auf eine befristet
e
Viertelsrente
für
den Monat
März 201
1
;
p
er 3
1.
März 2011
wurde
die Invali
denrente aufgehoben.
2.
Gegen die Verfügung vom
9.
April 2013 (
Urk.
2/1-3) erhob die Versicherte am 1
0.
Mai 2013 Beschwerde (
Urk.
1) mit
dem
Antrag auf
Zusprechung
eine
r
Vier
telsrente
. Die IV
Stelle
schloss
in ihrer
Vernehmlassung
vom 1
7.
Juni 2013
auf
Abweisung der Beschwerde (
Beschwerdeantwort,
Urk.
6).
Die Versicherte man
datierte in der Folge den Rechtsdienst Integration Handicap zur Vertretung im Beschwerdeverfahren (
Urk.
11).
Am
2
3.
September 2013
liess sie ihre Replik
(
Urk.
14)
erstatten
unter
Beilage von
zwei Arztberichte
n
(
Urk.
15/1-2)
und
mit
den folgenden angepassten Anträgen
(S. 2):
„
1.
Es sei der Beschwerdeführerin ab
1.
November 2010 eine ganze und ab 1. März 2011 eine
Dreiviertelsrente
sowie ab
1.
April 2011 bis 3
0.
Juni 2011 eine
Vier
telsrente
zuzusprechen.
2.
Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin teilte dem Gericht am 2
4.
Oktober 2013 mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte (
Urk.
18)
, was der Beschwerdeführerin
mit Schreiben vom
2
4.
Oktober 2013
zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
19)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tät
igkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG
festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung
des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind
-
analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis)
-
verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt zur Begründung ihrer Verfügung vom
9.
April 2013 (
Urk.
2/1-3) fest (
Urk.
2/3 S.
2.
f.), ihre Abklärungen hätten ergeben, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden weiterhin
ihrer Tätigkeit als Sekretärin in einem Pensum von
50
%
nachgehen würde
. Die restlichen
50
%
entfielen auf den Haushalt
bereich. Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (1
2.
November 2010) sei der Beschwerdeführerin aus medi
zinischer Sicht
im Erwerbsbereich
keine Tätigkeit
zumutbar gewesen. Im Haushalt sei sie
gemäss den Abklärungen
zu 18,5
%
eingeschränkt
gewesen
. Ab Dezember 2010
habe sich der Gesund
heitszustand der Versicherten verbessert und es sei ihr
wieder
ein Pensum von 10
%
in
der bisheri
gen Tätigkeit zumutbar gewesen. Ab
Januar 2011
habe sich der Gesundheitszustand nochmals
verbessert;
ab diesem Zeitpunkt sei
ein Pen
sum von 20
%
in
der bisherigen Tätigkeit
zumutbar gewesen
.
2.2
In ihrer Beschwerde vom 1
0.
Mai 2013 (
Urk.
1) führte die Versi
cherte
im Wesentli
chen
aus, sie sei im Haushalt
bereich gegenüber früher
zu
mindestens 30
%
eingeschränkt. Spätestens mit dem Oberstufeneintritt des jüngeren Sohnes im Sommer 2013 wäre zudem bei guter Gesundheit geplant gewesen,
ihr Pen
sum auf mindestens
60
%
zu
erhöhe
n
.
Des Weiteren
erachte
sie
wegen ihres Gesundheitszustandes eine Reduktion des Pensum
s
, beispielsweise
auf 20
%
,
als ideal
;
dies
werde
sie noch
mit ihrem Arzt besprechen
.
Es
bestehe
insgesamt
Anspruch
auf eine
Viertelsrente
.
In der Replik (
Urk.
14) passte die
Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin
die gestellten Anträge an (S. 2), wies auf eine Neuanmeldung hin (
Ziff.
1) und
rügte
bezüglich des bis zum Erlass der Verfügung vom
9.
April 2013 massgeblichen Sachverhalts
insbesondere
die festgestellte Einschränkung im Haushalt
.
Sie führte diesbezüglich aus, d
ie Haushalt
abklärung
habe
erst am 2
5.
Juni 2012 stattgefunden,
also
zu einer Zeit, als
die Beschwerdeführerin
wieder zu 40
%
im Erwerb tätig gewesen sei. Während sie ihr Arbeitspensum langsam und schritt
weise erhöht habe
,
gehe die Beschwerdegegnerin davon aus, dass
die Beschwer
deführerin
nach Ablauf des Wartejahre
s im Haushalt durchgehend zu 18,
5
%
eingeschränkt gewesen
sei.
Die Rechtsvertreterin holte im Beschwerdeverfahren
bei der behandelnden Onkolo
gin und beim Hausarzt
Stellungnahmen zur
Ein
schränkung im Haushalt ein
(
Urk.
14 S. 4
Ziff.
2
f.
und
Urk.
15/1.2
). Auf diese Berichte
stützte
sie
sich
bei
ihrer Neub
erechnung des Ge
samtinvaliditätsgrades ab
(
Ziff.
6 ff.).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Vertrauensärztin der Pensionskasse der Stadt Zürich, stellte in ihrem Bericht vom 1
4.
Februar 2011 (
Urk.
7/33) die folgenden Diagnosen:
–
Hodgkin-Lymp
hom
, Ann Arbor-Stadium IIBE mit Risikofaktoren (BRS)
Status nach 8 Zyklen einer Polychemotherapie nach Schema BEACOP
P eskaliert vom 16.12.2009 bis 2
6.05.2010
k
omplette metabolische Remission (PET-CT vom 26.
1
.2010)
a
ktuell klinisch keine Hinweise auf erneute Tumoraktivität
Status nach Herpes Zoster
Th
12 links 10/2010
vorzeitige Menopause, therapieinduziert
Status nach depressiver Entwicklung mit Suizidalität
Dr.
A._
führte aus,
das Lymphknotenmalignom
sei
im Novem
ber/De
zember 2009
diagnostiziert
und anschliessend von
Mitte Dezember 2009 bis Mitte Mai 2010 eine kurativ intendierte und den Allgemeinzustand sehr stark beeinträchti
gende Polychemotherapie durchgeführt worden. Die Beschwerde
führerin habe sich sehr langsam und in kleinen Schritten soweit von der Chemotherapie erholt, dass sie geplant habe, Ende Oktober 2010 ihre Tätig
keit teilweise wieder aufzunehmen. Sie sei aber Ende Oktober an einem Herpes Zoster im
Segment
Th12 rechts erkrankt, der wieder zu einer massiven Zunahme der allgemeinen Erschöpfung geführt habe. Die Arbeitsaufnahme sei dann anfangs Dezember 2010 mit 10
%
(eine
m
halben Tag
entsprechend
) erfolgt. Im Sinne eines Versuchs habe die Beschwerdeführerin einmal einen ganzen Tag arbeiten wollen, dies
es Vorhaben
aber wegen grosser Müdigkeit und Kopfschmerzen nach sechs Stunden abbrechen müssen und eine ganze Woche gebraucht, um sich von ihrer Erschöpfung wieder zu erholen.
Seit dem
8.
Januar 2011 arbeite sie nun wieder zu 20
%
, das heisse zwei Mal einen hal
ben Tag. Subjektiv leide die Beschwerdeführerin unter Müdigkeit und rascher Erschöpfung bei jeder Tätigkeit.
Dr.
A._
führte aus, durch die zwei schweren konsumierenden Erkrankungen und durch die sehr belastende Che
motherapie habe die Beschwerdeführerin offensichtlich ihre Energiereserven vollständig aufgebraucht. Sie könne deshalb ihr Arbeitspensum nur langsam in kleinen Schritten steigern. Bei günstigem Krankheitsverlauf, das heisse
sofern kein
Rezidiv eintrete, werde sie ihr angestammtes Arbeitspensum sicher wieder erbringen können.
Dr.
A._
prognostizierte
,
es könne
voraussichtlich
ab
anfangs
bis
Mitte April 2011 mit einer Erhöhung der Einsatzf
ähigkeit auf 30
%
und
ab
Ende Juni oder
anfangs Juli 2011 auf 40
%
gerechnet werden.
3.
2
Im Bericht vom 3
1.
Mai 2011 (
Urk.
7/34/1-7) stellte der Hausarzt der Beschwerde
führerin,
Dr.
med.
B._
, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
–
Hodgkin-Lymphom
noduläre
Sklerose, Ann Arbor-
Stadium 2 BE mit Risiko
faktoren
PET-CT mit pathologischen FDG Anreicherungen in sämtlichen
Lymph
knotenarealen
zervikal, thorakal sowie im Perikard
Knochenmarksaspiration ohne Nachweis eines
Lymphombefalls
Status nach 8 Zyklen einer kurativ intendierten Polychemotherapie nach Schema BEACOPP eskaliert, Therapie im Rahmen des Studienprotokolls HD 18
bisher keine Hinweise eines Rezidivs
depressive
Fehlentwicklung (ICD-10 F34.1)
(Status nach Ehe-Problemen, Status nach Konversionsstörung
in
der Kind
heit, Satus nach Suizidalität)
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit waren nach Einschätzung von Dr.
B._
eine Hypothyreose
, ein
Vitamin D-Mangel und seit der Chemotherapie vermehrte Sehnen- und Muskelschmerzen
,
teilweise im Rahmen einer
Poly
tendinitis
.
Dr.
B._
hielt fest,
von Seiten des Hodgkin sei bis im
Berichtszeit
punkt
glücklicherweise kein Rezidiv (auch
nicht
metabolisch im PET-CT) nach
weisbar. Die Beschwerdeführerin sei aber weiterhin in ihrer Leistungsfähigkeit reduziert. Die bereits zuvor geringe Arbeitstätigkeit habe noch nicht voll aufge
nommen werden können. Bezüglich Arbeitsfähigkeit könne, sofern kein Rezidiv auftrete, mit einer schrittweisen Zunahme
des Pensums
gerechnet werden, so dass die Beschwerdeführerin wahrscheinlich bis zum Ende des Jahres
(2011)
wieder ihre gewohnten
,
vor der Erkrankung
ausgeübten
40
%
arbeiten könne. Zurzeit arbeite die Beschwerdeführerin etwa drei halbe Tage pro Woche, was einem Pensum von 28 - 30
%
entspreche.
Dr.
B._
wies auf rasche Ermüdung und die Notwendigkeit längerer Erholungsphasen hin. Des Weiteren leide die Beschwerdeführerin immer noch ein wenig an den Folgeerscheinungen der sehr intensiven Chemotherapie, wie
an
generalisierten Gelenk- und
Sehnenschmer
zen
,
d
ie gemäss Auskunft der Onkologin über lange Zeit persistieren könnten.
Am 2
3.
Januar 2012 (
Urk.
7/40) berichtete
Dr.
B._
der IV-Stelle, dass die Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerdeführerin seit anfangs November
(2011)
wieder 100
%
(bei eine
r Anstellung von 40
%
) betrage.
3.
3
Die IV-Stelle liess am 1
3.
Juni 2012 eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit in Beruf und Haushalt durchführen. Die Abklärungsperson hielt im Bericht vom 2
5.
Juni 2012 (
Urk.
7/43) fest, die Versicherte habe geschildert, dass sie unter Nachwirkungen der Chemotherapie leide und ihre Leistungsfähig
keit sehr stark abgenommen habe, was sie bei der Arbeit und auch im Aufga
benbereich täglich spüre. Körperlich fühle sie sich nach wie vor geschwächt, sie sei müder und viel kraftloser als vor Eintritt des Gesundheitsschadens
;
sie sei oft erschöpft
und
zudem habe die Konzentrationsfähigkeit merklich abgenom
men. Weiter habe die
Beschwerdeführerin
erklärt, dass sie nach der Chemothe
rapie unter massiven Muskel- und Gelenkschmerzen gelitten habe. Dank der regelmässigen Physiotherapie seien diese wieder ein wenig abgeklungen. Es sei dennoch zu einer Muskelabnahme gekommen (
Ziff.
1).
Die Abklärungsperson berichtete weiter, die Versicherte habe ihr geschildert, sie habe die Anstellung als Ortsschulleiterin
bei
der
Z._
aufgrund ihrer raschen Erschöpfbarkeit per Ende März 2012 gekündigt. Sie habe diese Tätigkeit von zu Hause aus ausüben könn
en, aber bereits im Herbst 2010,
als sie wieder
eingestiegen sei
,
gemerkt, dass sie nicht mehr zur Ruhe
komme
. Dies sei sehr belastend gewesen. Deshalb habe sie sich entschlossen, die Anstellung aufzugeben (
Ziff.
2.4).
Gestützt auf die Auskunft der Versicherten und in Anbetracht der wirt
schaftli
chen Verhältnisse der Familie erachtete die Abklärungsperson es als plausibel, dass die Versicherte bei guter Gesundheit
bis zum Oberstufeneintritt ihres jüngeren Sohnes
im August 2013 ein 50
%
-Pensum beibehalten hätte
. Entspre
chend ging sie
aktuell
von einer Aufgabenteilung 50
%
Erwerb und 50
% Haus
halt aus (Ziff. 2.5).
Laut Abklärungsperson schilderte
die Versicherte
,
sie
sei
vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
für den gesa
mten Haushalt zuständig gewesen
. Aufgrund der schnelleren Ermüdbarkeit und Kraftlosigkeit fielen ihr seit
her
sämtliche Arbeiten schwerer. Sie müsse ihren Energiehaushalt und sämtliche
Haus
halt
ar
beiten
gut
einteilen respektive
die Haushaltarbeiten aufgeteilt
und
in Etappen
erledigen
. Ihr Ehemann und die Kinder unterstützten sie seit Eintritt des Gesundheitsschadens bei den anfallenden Haushaltarbeiten massgeblich. Die Abklärungsperson hielt fest, die einjährige Wartezeit könne per November 2009 eröffnet werden, weshalb die Einschränkungen im Haushalt ab November 2010 massgebend seien. Die Versicherte habe beschrieben, dass sie sich seither bei den Haushaltarbeiten aufgrund ihrer gesundheitlichen Beschwerden gleicher
massen limitiert fühle.
A
nzufügen sei, dass es der Versicherten im Rahmen der Schadenminderungspflicht zugemutet werden könne, die Arbeiten in Etappen zu erledigen. Ebenso könne dem Ehemann und den Kindern eine
Mitwirkungs
pflicht
bei den Haushaltarbeiten zugemutet werden, was im
Betätigungsver
gleich
mitberücksichtigt werde. Insgesamt ging die Abklärungsperson von einer Einschränkung
von 18,
5
%
seit Ablauf des Wartejahres (November 2010)
im Haushaltbereich
(Anteil 50
%
)
und somit vo
n einem Invaliditätsgrad von 9,
25
%
in diesem Teilbereich
aus (
Ziff.
6).
3.
4
Am
2
7.
August 2013
äusserte sich
Dr.
med.
C._
, Oberärztin Onkologie Spital
D._
, welche die Beschwerdeführ
erin seit November 2009 betreute,
gegenüber
der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
auf Anfrage dahingehend, dass
die Beschwerdeführerin sich bis im Mai 2010 einer intensi
ven, konsumierenden Chemotherapie
habe
unterziehen müssen. Im Anschluss
daran
sei sie während sechs Monaten zu 100
%
arbeitsunf
ähig geschrieben gewesen, was na
ch einer derartigen Therapie durchaus adäquat sein könne. Sie habe die Beschwerdeführerin in diesem Zeitraum 3-monatlich gesehen und sich davon überzeugen können, dass eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit damals noch nicht möglich gewesen sei. Die Leistungsfähigkeit für
Haushalt
aufgaben
habe damals, das heisse bis mindestens Ende November 2010, maxi
mal 50
%
betragen. Ab Dezember 2010 habe die Arbeit ausser Haus in kleinstem Pensum wieder aufgenommen und langsam gesteigert werden können bis zum Erlangen der ursprünglichen Arbeitsfähigkeit ab November 201
1.
Aus diesen Beschreibungen gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin Ende November 2010, dass heisse kurz vor Wieder
aufnahme
einer Tätigkeit in kleinstem Pensum ausserha
lb des Hauses, auch in Haushalts
tätigkeiten deutlich
stärker
eingeschränkt
gewesen sei als
zu
18,
5
%
. Entsprechend der gesteigerten Leistungsfähigkeit seit
Chemotherapieabschluss
habe sie zu jenem Zeitpunkt schätzungsweise
wieder
eine 50%ige Leistungsfähigkeit in Bezug auf
Haushalt
aufgaben
erreicht
(
Urk.
15/1)
.
3.
5
Der Hausarzt
Dr.
B._
, bei dem die Beschwerdeführerin bis im Februar 2012 in Behandlung stand, berichtete der Rechtsvertreterin am 2
4.
August 2013
(
Urk.
15/2)
, die Beschwerdeführerin sei im November 2010 von der Chemothe
rapie noch deutlich geschwächt gewesen, so dass sie recht grosse Hilfe im Haushalt gebraucht habe. Dies habe sie gelegentlich erwähnt. Die Beschwerde
führerin sei zu diesem Zeitpunkt ja auch noch zu 100
%
arbeitsunfähig gewe
sen
,
was auch ein Hinweis auf die verminderte Leistungsfähigkeit sei. Die Ein
schränkung
habe
im November 2010 wohl um
die
30
-
40
%
betragen
. Die Beschwerden (Gelenk- und Sehnenschmerzen) seien damals noch deutlich
vorhanden
gewesen und auch deutlich abhängig von der körperlichen Aktivität.
Mit Sicherheit sei die Einschränkung
im
Jahr
2010 deutlich grösser gewesen als
im
Jahr
2012, da es der Patientin
doch
immer besser gegangen sei.
Während der Chemotherapie sei die Beschwerdeführerin in erstaunlich guter Verfassung gewesen. Hingegen seien danach Beschwerden
aufgetreten
, die sehr hartnäckig
gewesen seien
und lange angehalten
hätten
. Somit sei nicht nach
vollziehbar, weshalb sie zwei Jahre vorher, als sie in einem klar schlechteren Zustand gewesen sei, nicht mehr eingeschränkt gewesen sein soll
e
.
4.
4.1
In Bezug auf
den medizinischen Sachverhalt
und
die
krankheitsbedingte
A
rbeits
unfähig
keit
der Beschwerdeführerin
im Erwerbsbereich bestehen zwi
schen den Parteien
bis zum Verfügungszeitpunkt
keine Differenzen. Entspre
chend der medizinischen Aktenlage gehen beide davon au
s, dass
die Beschwer
deführerin
nach ihrer Erkrankung
wegen
eine
s
Hodgkin Lymphom
s
und der intensiven chemotherapeutischen Behandlung
(
von
Mitte Dezember 2009 bis Mitte Mai 2010)
in der Zeit
vom 1
3.
November 2009 bis 3
0.
November 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig war. E
rst ab Dezember 2010
konnte sie
ihr Arbeitspensum
bei der
Y._
schrittweise wieder auf
nehmen.
Für eine adaptierte Tätigkeit
galt
gemäss
Stellungnahme
des RAD
-Arztes
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Innere Medizin,
vom 1.
September 2011 dieselbe Einschätzung der Ar
beitsfähigkeit, wobei sich seine
prozentualen Angaben offensichtlich auf ein 100%-Pensum bezogen (Urk.
7/48 S. 4)
.
Die Beschwerdeführerin litt
unter Nachwirkungen der Chemotherapie
,
namentlich an Müdigkeit und rascher Erschöpfung sowie
an
Sehnen-, Gelenks- und Muskelbeschwerden
,
wobei letztere
nach Einschätzung ihres Hausarztes die Arbeitsfähigkeit
im Erwerbsbereich
nicht
beeinträchtigten
.
Ab Dezember 2010
war sie in der Lage
,
ein 10
%
-Pensum auszuüben;
ab Januar 2011 konnte sie das Pensum auf 20
%
steigern
.
Ab 11.
April 2011 arbeitete die Beschwerdeführerin
in einem
30
%
-Pensum
, was
auch
mit den ärztlichen Ein
schätzungen
der
Arbeitsfähigkeit übereinstimmte. Im November 2011
konnte
die Beschwerdeführerin wieder ihr angestammtes 40
%-Pensum auf
nehmen.
4.2
Strittig
ist
zwischen den Parteien indessen
das Ausmass der
k
rank
heitsbeding
ten
Einschränkungen im Haushalt
bereich.
Vor Verfügungserlass ergangene
ärztliche
Stellungnahmen zu diesem
Tätigkeits
bereich
sind
nicht
aktenkundig
und praxisgemäss auch nicht
notwendig
.
Im Zusammenhang mit Einschrän
kunge
n im Haushalt ist nicht die medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nicht erwerblichen Tätigkeit konkret auswirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 9C_150/2012 vom 3
0.
August 2012 E. 5.3.1 mit Hinweis).
Für die Invaliditätsbemessung im Haushalt stellt der eingeholte Abklärungsbericht
die
geeignete und genügende Grundlage dar
(vgl. neueren Datums etwa auch Bundesgerichtsurteil 8C_334/2014 vom 2
1.
Juli 2014 E. 5.2 mit Hinweis auf SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86, 9C_201/2011 E. 2)
.
Nur in Aus
nahmefällen sind
rechtsprechungsgemäss
Stellungnahmen von ärztlichen
Fach
personen
zur Zumutbarkeit der
einzelnen Positionen der Haushaltführung
vorausgesetzt
, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Per
son, die im Widerspruch zu den ärztlichen
Befunden stehen
,
und bei psychi
schen Leiden
(
vgl.
etwa
Bundesgerichtsurteil 9C_733/2008
vom 15.
Januar 2009
E.
5.1 mit zahlreichen Hinweisen)
. Derartige Umstände liegen
hier
nicht vor.
Insbesondere ist d
ie Beeinträchtigung im Haushalt auf Nachwirkungen der Chemotherapie und nicht auf psychische Gründe zurückzuführen.
4.3
Gegenüber der Abklärungsperson gab die Beschwerdeführerin
im Juni 2012
wie erwähnt
an, dass sie sich seit November 2010 bei den Haushaltarbeiten auf
grund ihrer gesundheitlichen Beschwerden gleichermassen limitiert fühle (
E.
3.3
hievor
).
Dieser
unbestrittenen
Auskunft der Beschwerdeführerin,
auf w
elche die Abklärungsperson abstellte
,
ist (da noch nicht von möglichen
versicherungs
rechtlichen
Überlegungen geprägt) rechtsprechungsgemäss erhöhtes Gewicht beizumessen (Bundesgerichtsurteil 8C_646/2012 vom 14. März 2013 E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 121 V 45 E. 2a).
Die
Versicherte
g
ab der
Abklärungs
person
denn auch
differenziert Auskunft
über die massgeblichen
Gegebenheiten
seit der
Erkrankung
,
so dass
es
nicht als
überwiegend
wahrscheinlich erscheint
,
dass die Versicherte
es
aus Versehen
unterlassen hätte
,
auf eine stärkere Ein
schränkung
kurz vor ihrem beruflichen Wiedereinstieg
und
auf
eine
seither ein
getretene
Verbesserung
im Haushaltbereich
hinzuweisen
.
Die Abklärungsperson hatte zudem Kenntnis
vom
nur schrittweisen beruflichen Wiedereinstieg mit
zu Beginn
10
% im Dezember 2010
und
von den
s
ich aus den
medizinischen Diag
nosen ergebenden Einschränkungen
.
Ebenfalls
zu beachten
ist de
r
Umstand, dass
im Haushaltbereich
ein grösserer Spielraum hinsichtlich der Einteilung der Arbeit sowie der Art und Weise, wie sie ausgeführt wird, besteht als im Erwerbsbereich, so dass die dort geltende Einschätzung nicht
einfach zu über
nehmen ist beziehungsweise die Einschränkung der Bet
ätigungsmöglichkeit im Haushalt
bereich zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich nicht zwingend parallel verlaufen muss.
Als
mögliche Erklärung
für eine gleich
bleibende
Einschränkung im Aufgabenbereich trotz stufenweise zu
nehmender Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich sind sodann mögliche Wechsel
wirkungen
zwischen den beiden Tätigkeitsbereichen
in Betracht zu ziehen (vgl.
hierzu
BGE 134 V 9).
Dass
die Abklärungsperson
entsprechend der Auskunft der Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres keine zeitlich abgestufte Einschränkung im
Haus
haltbereich
erwog, erscheint deshalb unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht
unplausibel
.
4.4
Grundsätzlich kommt einer
ärztlichen Schätzung der Arbeitsfähigk
eit
wie erwähnt
kein genereller Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenver
sicherung im Haushalt zu
(
vgl.
auch bereits
Urteil I 175/01 des Bundesgerichts
vom
4.
September 2001 E.
4a mit Hinweisen)
.
Die
s gilt umso mehr
f
ür die
vor
liegend
en
(im Übrigen
erst
vor Erstattung
der Replik
eingeholten
)
pauschalen
und auch nicht übereinstimmenden
Schätzungen der behandelnden Ärzte zur
E
inschränkung im Haushaltbereich
, während sich die Abklärungsperson
entsprechend den von Rechtsprechung und Verwaltung
(Kreisschreiben über Inva
l
idität und Hilflosigkeit, KSIH
, gültig ab 1.
Januar 2013
,
Ziff.
3084 ff.
)
formu
lierten Vorgaben
differenziert mit den Einschränkungen in den einzelnen häus
lichen
Verrichtungen auseinandersetzt
e
. Nicht ersichtlich ist des Weiteren, dass die Ärzte
bei ihrer Schätzung
die von
der
Rechtsprechung weit gefasste
Scha
den
minderungspflicht
und zumutbare Mithilfe der Familienangehörige
n
(vgl. BGE 133
V 504 E. 4.2)
mit
berücksichtigt hätten
.
Die
Abklärungsperson
wies
demgegenüber
bei den meisten
häuslichen Verrichtungen
auf
die zumut
bare
vermehrte Mithilfe durch
den Ehemann und die
Kinder sowie
die Not
wendigkeit von
etappenweisem Arbeiten
hin
; eine Thematik, auf die sich ein
Ab
klärungs
bericht
Haushalt ebenfalls erstreckt (Bundesgerichtsurteil 9C_150/2012 vom 3
0.
August 2012 E. 5.3.1)
.
Die
nachträglich
eingereichten
Schätzung
en
der behandelnden Ärzte
vermögen nach dem Gesagten
die
von der Abklärungsperson
ermittelte Einschränkung
im Haushalt
nicht
in Frage zu stellen,
deren Bericht
über die Abklärung an Ort und Stelle
den praxisgemässen
Anforderungen
an eine volle Beweiswertigkeit
bezüglich Plausibilität, Begründetheit,
Detailliertheit
und
Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse und der Beeinträchtigungen
(vgl. E. 1.5
hievor
)
in jeder Hinsicht
genügt
.
Demnach
ist erstellt
, dass die Beschwerdeführerin seit November 2010
bis zum Verfügungszeitpunkt
im Haushaltbereich zu 18
,
5
%
eingeschränkt
war
und
somit
- davon ausgehend, dass unbestritten und gemäss Abklärungsbericht ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit bis zum Verfügungszeitpunkt (
9.
April 2013) weiterhin zu 50 % im Haushalt und zu 50 % im Erwerbsbereich tätig gewesen wäre (E. 3.3
hievor
) -
vo
n einem Invaliditätsgrad von 9,
25
%
in diesem Teilbereich auszugehen ist
.
5.
5.1
Was den Erwerbsbereich angeht
war die Versicherte
auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens
als Sachbearbeiterin
bei der
Y._
tätig.
Bei der
Bemessung des
Valideneinkommens
rechnete die Beschwerdegegnerin
– zugunsten der Beschwerdeführerin –
auf der einen Seite
das
bisherige im
40
%
-Pensum
bei der
Y._
erzielte Einkommen
(
Urk.
7/19)
auf ein 50
%
-Pensum
hoch
und passte es an die Lohnentwicklung an (
Urk.
7/47 S. 1)
. Auf
der anderen Seite
liess sie
das im Herbst 2010 wieder aufgenommene und per März 2012
gekündigte
weniger gut
entl
ö
hnte
10
%-Pensum als Ortsschulleiterin
bei
der
Z._
im Betrag von
Fr.
6‘728.80 (13 x
Fr.
517.60
,
Urk.
7/20
)
unberücksich
tigt (
vgl. E. 3.3
hievor
,
Urk.
7/47 S.
1 und
Urk.
7/59 S. 1
).
Dieses Vorgehen
be
ziehungsweise
die
dergestalt
erre
chnete
n
Valideneinkommen
von
Fr.
39‘782.85
für das Jahr
2010 und
von
Fr.
40‘180.70
für das Jahr
2011
blieben
unbestritten
.
5.
2
Da die Beschwerdegegnerin in der Folge sowohl in Bezug auf das
Validen
einkom
men
als auch in Bezug auf das Invalideneinkommen auf den bei der
Y._
erzielten Lohn abstellte, nahm sie zur Ermittlung des
Teilinvaliditäts
grades
im Erwerbsber
eich
im Ergebnis
einen Prozentvergleich vor
(vgl.
Urk.
7/47)
. Diese
s
Vorgehen übernahm die
Beschwerdeführerin
in ihrer Replik (vgl.
Urk.
14 Ziff.
6).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin errechnete
für November 20
10
ein
en
Invaliditätsgrad von 59
%
(50
%
im
Erwerbsbereich und 9,25
%
im
Haushaltbereich
;
zum Run
den BGE 130 V 101
), für Dezember 2010 ein
en
Invaliditätsgrad von 49
%
(40
%
im
Erwerbsbereich und 9,25
%
im
Haushaltbereich) und ab Januar 2011 ein
en
Invaliditätsgrad von 39
% (30
%
im
Erwerbsbereich und 9,25
%
im
Haushalt
bereich
).
Diese Berechnungsweise ist unbestritten geblieben und gibt einzig zur Bemer
kung Anlass,
dass die Frage, ob der Beschwerdeführerin
beim
Invalidenein
kommen
ab November 2010
ein zusätzlicher Verdienst
von
Fr. 6‘728.80
für die
im
Herbst 2010 wieder
aufgenommene Tätigkeit als Ortsschulleiterin bei der
Z._
hätte
angerechnet werden müssen (vgl.
E. 3.3
hievor
),
offen bleiben kann
,
da dies
weder
bei der Invaliditätsberechnung für
November 2010 ([Fr.
39‘782.85
-
Fr.
6‘
728
.
8
0] /
Fr.
39‘782.85 x 100
%
/ 2 + 9,
25
%
=
gerundet 51
%
)
noch bei der Invaliditätsberechnung für Dezember 2010
([
Fr.
39‘782.85 - Fr. 14‘685.35] /
Fr.
39‘782.85 x 100
%
/ 2 + 9.25
%
=
gerundet 41
%
)
eine
relevante Änderung des Invaliditätsgrades
ergeben
würde
.
6.2
Dies führt zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin ab November 2010 Anspruch auf eine halbe Rente
und
im März 2011 Anspruch auf eine
Viertels
rente
der
Invalidenversicherung hatte
;
a
b
April 2011
stand ihr
ke
in Rentenan
spruch mehr zu
(zum Zeitpunkt der revisionsweisen Herabsetzung beziehungs
weise Aufhebung
der Rente
vgl.
Art.
88a
Abs.
1 IVV)
. Die angefochtene Verfügung erweist sich dementsprechend als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.