Decision ID: 2a9733bc-0164-4e09-85d0-802fd55c567f
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y., Jg. 1964, besitzt den Führerausweis der Kategorien B, D1, BE und D1E seit
September 1982 und denjenigen für die Kategorie A seit April 2003. Am 2. Mai 2002
lenkte er ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss (Mittelwert von 2,06 Gewichtspromille) und
verursachte einen Selbstunfall. In der Folge wurde ihm am 23. August 2002 ein
vorsorgliches Fahrverbot erteilt. Nach einer verkehrsmedizinischen Begutachtung
entzog ihm das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt am 18. Dezember 2002 wegen
des Vorfalls vom 2. Mai 2002 den Führerausweis für die Dauer von vier Monaten. Nach
einer hausärztlichen Mitteilung wegen erhöhter CDT-Resultate und eines stationären
Alkoholentzugs wurde ihm am 16. September 2003 der Führerausweis erneut
vorsorglich entzogen. Gestützt auf das Ergebnis der verkehrsmedizinischen
Begutachtung erteilte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt mit Verfügung vom
28. April 2004 den Führerausweis wieder mit der Auflage, eine vollständige, strikte
kontrollierte Alkoholabstinenz einzuhalten. Am 27. April 2005 wurden die Auflagen
aufgehoben (act. G 9/9 61-77).
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b. Am 29. Juni 2013 lenkte X.Y. einen Personenwagen in angetrunkenem Zustand mit
einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,52 Gewichtspromille. Der
Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen. Mit Strafbefehl der
Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 23. Juli 2013 wurde er wegen vorsätzlichen
Fahrens in qualifiziert fahrunfähigem Zustand und der vorsätzlichen Verletzung der
Verkehrsregeln schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von
160 Tagessätzen zu je Fr. 130.– sowie zu einer Busse von Fr. 3100.– verurteilt. Mit
Verfügung vom 25. Juli 2013 entzog ihm das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt
den Führerausweis vorsorglich und ordnete mit Zwischenverfügung vom 27. August
2013 eine verkehrsmedizinische Untersuchung an, welche am 19. November 2013
durchgeführt wurde. Am 11. April 2014 wurde X.Y. der Führerausweis auf unbestimmte
Zeit entzogen und eine Sperrfrist von drei Monaten (29. Juni - 28. September 2013)
festgesetzt. Als Bedingungen für die Aufhebung des Entzugs wurden eine kontrollierte
und fachlich betreute Alkoholabstinenz (Beratungsstelle und Haaranalyse) von
mindestens zwölf Monaten (gemäss Info-Blatt) und eine verkehrsmedizinische
Untersuchung festgelegt (vgl. act. G 9/10 1-22).
c. Am 20. August 2014 stellte X.Y. ein Gesuch um Wiedererteilung des
Führerausweises. In der Folge wurde er am 3. September 2014 verkehrsmedizinisch
untersucht. Im Kurzgutachten vom 24. September 2014 wurde die Fahreignung für die
3. medizinische Gruppe bejaht unter der Auflage des Nachweises einer
Alkoholabstinenz (Haaranalysen alle 6 Monate und Fachtherapie). In der Folge hob das
Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 8. Oktober 2014 den Führerausweisentzug
vom 11. April 2014 auf (Ziffer 1) und versah den Führerausweis mit den Auflagen (Ziffer
2), dass X.Y. unter fachlicher Betreuung (Suchtfachstelle) eine vollständige, kontrollierte
Alkoholabstinenz einzuhalten habe mit halbjährlichen Berichterstattungen im März und
September und Haarprobeentnahmen (lit. a). Weiter wurde festgehalten, dass die
Auflagen auf unbestimmte Zeit Gültigkeit haben und eine Aufhebung der Auflagen
frühestens in drei Jahren geprüft werden könne (lit. b; vgl. act. G 9/9 3-41). Gegen
diese Verfügung erhob X.Y. mit Eingabe vom 20. Oktober 2014 (Datum der
Postaufgabe) Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem sinngemässen
Antrag, dass eine Aufhebung der Auflagen nicht erst nach drei Jahren zu prüfen sei
(act. G 9/1). Mit Entscheid vom 2. April 2015 hiess die Verwaltungsrekurskommission
den Rekurs teilweise gut und änderte Ziff. 2b der Verfügung vom 8. Oktober 2014 wie
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folgt ab: „ Diese Auflagen haben auf unbestimmte Zeit Gültigkeit und werden mit Code
101 in ihren Führerausweis eingetragen. Eine Lockerung der Auflagen kann frühestens
in zwei Jahren, die vollständige Aufhebung frühestens in drei Jahren geprüft
werden.“ (Ziff. 1). Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung
entzogen (Ziff. 2; act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 22. April 2015 Beschwerde mit
den Anträgen, die geforderte Abstinenz von drei Jahren sei nicht ab dem
vorinstanzlichen Entscheid, sondern ab dem Beginn der Abstinenz (22. August 2013) zu
rechnen; die geforderte fachtherapeutische Beratung sei ebenfalls auf zwei Jahre ab
Beginn der Betreuung zu reduzieren (act. G 1).
b. Der Beschwerdegegner reichte auf Wunsch des Beschwerdeführers am 13. Mai
2015 eine Kopie der Auflagenzeugnisse (Haaranalyse, Bericht Fachtherapie) vom 11.
und 31. März 2015 ein (act. G 5 und 6).
c. In der Vernehmlassung vom 20. Mai 2015 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid (act. G 8). Der Beschwerdegegner verzichtete auf eine Vernehmlassung (act.
G 11).
d. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2015 bestätigte der Beschwerdeführer seinen
Standpunkt (act. G 13). Auf ein Schreiben des Verwaltungsgerichts vom 15. Oktober
2015 (Einräumung der Gelegenheit zum Beschwerderückzug; act. G 14) teilte der
Beschwerdeführer am 2. November 2015 mit, dass er an der Beschwerde festhalte
(act. G 15).
e. Auf die Darlegungen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für

den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 22. April 2015 wurde rechtzeitig eingereicht und
entspricht formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist - mit
nachstehendem Vorbehalt (E. 2.3) - einzutreten.
2.
2.1. Nach Art. 14 Abs. 2 lit. c des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) verfügt
über die Fahreignung, wer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von
Motorfahrzeugen beeinträchtigt. Gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG wird der
Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht
leidet, welche die Fahreignung ausschliesst. Der auf unbestimmte Zeit entzogene
Lernfahr- oder Führerausweis kann bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden,
wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die
betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung
ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 SVG).
Die an eine Wiedererteilung des Führerausweises regelmässig geknüpften Auflagen
sind Nebenbestimmungen, die dazu dienen, Unsicherheiten beim Nachweis Rechnung
zu tragen, dass die Alkoholabhängigkeit tatsächlich behoben und die Fahrfähigkeit der
betroffenen Person stabil ist. Ob eine Alkoholsucht bzw. ein verkehrsrelevanter
Alkoholmissbrauch dauerhaft erfolgreich überwunden wurden, bedarf nach der
Wiedererteilung des Führerausweises in der Regel einer weiteren, vier bis fünf Jahre
dauernden Kontrolle der Einhaltung einer vollständigen Alkoholabstinenz und der
therapeutischen Begleitung. Dazu sind regelmässige Laboruntersuchungen der
alkoholrelevanten Blut- und Leberwerte erforderlich. Bei günstigem Verlauf kann der
Betroffene frühestens drei Jahre nach Wiedererteilung des Führerausweises aus den
Auflagen bzw. der verkehrsmedizinischen Kontrolle entlassen werden. Es bedarf nach
der Wiedererteilung des Führerausweises noch während mindestens dreier Jahre einer
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verkehrsmedizinisch kontrollierten gänzlichen Alkoholabstinenz. Darüber hinaus muss
eine Suchttherapie während mindestens zwei Jahren durchgeführt werden. Die
betroffene Person hat dazu regelmässig eine Beratungs- oder Therapiestelle
(Suchtberatung, Psychologe, Psychiater, Hausarzt usw.) für Beratungsgespräche
aufzusuchen. Sofern eine vollständige Alkoholabstinenz eingehalten wurde, die
Laboruntersuchungen regelmässig erfolgten und die Suchttherapie erfolgreich verlief,
kann nach frühestens zwei Jahren die Therapie sistiert werden, und es müssen dann
nur noch die Laborkontrollen durchgeführt werden (BGer 6A.61/2005 vom 12. Januar
2006, E. 2.1 mit Hinweis auf R. Seeger, Alkohol und Fahreignung, in: Handbuch der
verkehrsmedizinischen Begutachtung, Bern 2005, S. 29).
2.2. Im verkehrsmedizinischen Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin am
Kantonsspital St. Gallen vom 18. Dezember 2013 wurde die Fahreignung des
Beschwerdeführers wegen eines zumindest verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs
nicht befürwortet (act. 9/2/6). Nach Beizug der Berichte des Mühlhof, Zentrum für
Suchttherapie und Rehabilitation (act. G 9/2/7, act. 9/10), sowie des Spitals Wattwil
verneinten die Gutachter am 21. März 2014 die Fahreignung wegen einer
Alkoholabhängigkeit gemäss ICD-10 (act. G 9/2/4). Die Verfügung des
Beschwerdegegners vom 11. April 2014 (act. G 9/2/3), mit welcher dem
Beschwerdeführer der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen wurde, erwuchs
unangefochten in Rechtskraft. Gegenstand der im Rekursverfahren angefochtenen
Verfügung vom 8. Oktober 2014 bildete die Wiedererteilung des Führerausweises unter
der Auflage einer vollständigen, kontrollierten Alkoholabstinenz.
Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, eine Entlassung aus den
Auflagen bzw. aus der verkehrsmedizinischen Kontrolle sei nach der Rechtsprechung
(BGer 6A.61/2005, a.a.O, E. 2.1) frühestens nach einer Mindestdauer von drei Jahren
nach Wiedererteilung des Führerausweises möglich. Daneben müsse zwingend
während mindestens zwei Jahren eine Suchttherapie durchgeführt werden. Zwar sei
aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar, weshalb die Gutachter aufgrund eigener
Beobachtungen zunächst eine Alkoholabhängigkeit nach ICD-10 verneint hätten, diese
jedoch nach Vorliegen weiterer Berichte - sie würden sich insbesondere auf die
Austrittsberichte des Spitals Wattwil stützen, welche sich jedoch nicht in den Akten
befänden - schliesslich bejaht hätten. Da die Zeitintervalle zur Überprüfung bzw.
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Aufhebung der Auflagen unabhängig davon gelten würden, ob eine Alkoholsucht oder
ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch vorliege, sei vorliegend auf diesen
Widerspruch nicht näher einzugehen. Die vom Beschwerdegegner angeordneten
Auflagen (vollständige Alkoholabstinenz während mindestens drei Jahren, zweimal
jährliche Überprüfung mittels Haaranalysen, Besuch einer Suchtfachstelle) würden
folglich den üblichen Rahmen darstellen. Zu berücksichtigen sei aber, dass der
Beschwerdeführer nach eigenen Angaben seit August 2013 alkoholabstinent sei, was
durch das Kurzgutachten vom 24. September 2014 (act. G 9/9 15-19) nicht widerlegt
werde. Im Gegenteil habe der Bericht des Mühlhof vom 11. Februar 2014 bestätigt,
dass der Beschwerdeführer während des ganzen Aufenthalts vom 26. August 2013 bis
20. Februar 2014 vollständig abstinent geblieben sei (act. G 9/2/7). Nach dem Austritt
aus dem Mühlhof habe der Beschwerdeführer die Nachsorgeberatung des Blauen
Kreuzes St. Gallen-Appenzell in Anspruch genommen und ab April 2014 zudem den
FiaZ-Kurs "Das passiert mir nie wieder! - Oder doch?" besucht. Dabei habe er sich
motiviert an den Gruppengesprächen beteiligt und habe die Hausaufgaben
gewissenhaft gelöst (act. G 9/9 43 ff.). Er scheine damit aus seinem Fehlverhalten
gelernt zu haben, weshalb es sich rechtfertige, bei günstigem Verlauf eine Lockerung
der Auflagen - beispielsweise durch Verzicht auf den Besuch einer Suchtfachstelle -
nach frühestens zwei Jahren zu prüfen. Der Rekurs sei daher teilweise gutzuheissen
(act. G 2 S. 5 f.).
2.3. Im angefochtenen Rekursentscheid wurde wie dargelegt die in Ziffer 2b der
Verfügung vom 8. Oktober 2014 festgesetzte Frist für die Überprüfung der Aufhebung
der Auflagen von mindestens drei Jahren abgeändert und die Möglichkeit der Prüfung
einer Lockerung der Auflagen frühestens in zwei Jahren und diejenige einer
vollständigen Aufhebung der Auflagen frühestens in drei Jahren verfügt (act. G 2 S. 7).
Soweit sich die Einwände des Beschwerdeführers implizit auf die Verfügung vom 11.
April 2014 beziehen und den unter anderem auf Berichte des Spitals Wattwil gestützten
Ausweisentzug beanstanden (vgl. act. G 1 Sachverhalt, erster und zweiter Absatz; act.
G 15), ist darauf im vorliegenden Verfahren, da ausserhalb des
Verfahrensgegenstandes liegend, nicht einzutreten.
2.4. Der Beschwerdeführer geht irrtümlich von einem Fristenlauf für die Auflagen ab
Datum des Rekursentscheids aus (vgl. Antrag in act. G 1 S. 1). Die Zweijahresfrist bis
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zur Prüfung einer Lockerung der Auflagen läuft jedoch ab dem Datum der
Wiedererteilung des Ausweises mit Auflagen (8. Oktober 2014). Die Frist dauert somit
bis zum 8. Oktober 2016. Die Dreijahresfrist bis zur Prüfung einer vollständigen
Aufhebung der Auflagen läuft dementsprechend bis 8. Oktober 2017. Dem Antrag des
Beschwerdeführers, dass die Frist bereits ab dem Beginn der Abstinenz (22. August
2013) zu rechnen sei, kann somit nicht entsprochen werden.
Der Beschwerdeführer macht im Weiteren sinngemäss geltend, dass die Frist bis zur
Prüfung der vollständigen Aufhebung der Auflagen (Abstinenz-Kontrolle mit
Haaranalyse) ebenfalls auf zwei Jahre zu reduzieren sei. Es sei unverhältnismässig, die
Auflagen für drei Jahre gestützt auf eine angebliche ICD-10 Problematik bzw. einen
verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch festzulegen. Die fachtherapeutische Betreuung
sei nach einer sechsmonatigen Therapie einschliesslich Gesprächen und FIAZ-Kurs
nun sicher überflüssig und übertrieben. Ebenfalls sei eine Kontrolle mit Haaranalyse
erstens sehr kostspielig; zweitens seien mit dieser ungenauen Diagnose drei Jahre
Abstinenz (seit 22. August 2013) völlig ausreichend (act. G 1).
2.5. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid einlässlich und nachvollziehbar. Es
lässt sich nicht beanstanden, dass sie im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens
zugunsten des Beschwerdeführers eine Auflagenlockerung vornahm, im Übrigen
jedoch die Verfügung des Beschwerdegegners vom 8. Oktober 2014 bestätigte. Ein
Anlass für einen hiervon abweichenden Entscheid ergibt sich weder aus den Eingaben
des Beschwerdeführers (act. G 1, 13 und 15) und dem in den Auflagenzeugnissen vom
11. und 31. März 2015 bestätigten positiven Verlauf (act. G 6) noch aus den weiteren
Akten. Insbesondere die Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die Fachtherapie
völlig überflüssig und die Haaranalysen sehr kostpielig und „sehr einschränkend in
Bezug auf Null-Alkohol“ (act. G 13) seien, rechtfertigen keine veränderte Beurteilung.
Auflagen zum Führerausweis sollen wie dargelegt eine konstant und dauerhaft
gegebene Fahrfähigkeit sicherstellen. Indem sie die Möglichkeit der vollständigen
Aufhebung der Auflagen nach einer Mindestdauer von drei Jahren bestätigte, trug die
Vorinstanz zum einen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorstehende E.
2.1) und zum anderen auch dem konkreten Sachverhalt (vgl. vorstehend A. und E. 2.2)
angemessen Rechnung.
3.
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3.1. (...).
3.2. (...).