Decision ID: 4dfdcab0-7c19-59df-90c7-3e11bea6c2df
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Eheleute F. und C. sind in W. wohnhaft. Der Ehemann ist hauptberuflich als
Autoverkäufer bzw. Verkaufsleiter tätig. Er gründete am 11. November 2006
gemeinsam mit R. und Z. die Personengesellschaft "R, D. und F. einfache
Gesellschaft". Diese übernahm am 20. November 2006 das Grundstück Nr. 000 mit
dem Hotel-Restaurant L. in W. Der Besitzesantritt erfolgte am 1. Juli 2007. Die
Gesellschafter nahmen in der Folge einen Umbau des Gebäudes vor und führten eine
Renovation durch.
Am 15. September 2007 wurde das Eigenkapital von F. in der einfachen Gesellschaft
durch Zahlungen von R. und Z. von je Fr. 25'000.-- zu Lasten von deren Eigenkapital
um Fr. 50'000.-- erhöht.
Die Eheleute F. und C. deklarierten in der Steuererklärung 2007 die Leistungen von R.
und Z. von je Fr. 25'000.-- als Schenkungen. Die Veranlagungsbehörde behandelte die
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Erhöhung des Kapitalkontos als Einkommen aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit
und veranlagte F. und C. für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 138'000.-- und einem steuerbaren Vermögen von
Fr. 171'000.-- und für die direkte Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 134'800.--. Die gegen diese Veranlagungen erhobenen
Einsprachen wurden vom kantonalen Steueramt mit Entscheiden vom 14. April 2009
teilweise gutgeheissen. Das kantonale Steueramt berücksichtigte auf den Einkünften
aus der einfachen Gesellschaft eine Rückstellung von AHV-Beiträgen von Fr. 2'050.--
und setzte das steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern neu auf
Fr. 136'500.-- fest. Das steuerbare Vermögen blieb unverändert. Für die direkte
Bundessteuer wurde das steuerbare Einkommen auf Fr. 132'800.-- festgesetzt.
B./ Gegen die Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts erhoben die
Pflichtigen durch ihren Vertreter mit Eingabe vom 12. Mai 2009 Rekurs und
Beschwerde mit dem Antrag, die von den Teilhabern der einfachen Gesellschaft an F.
ausbezahlten Leistungen seien als Schenkung zu qualifizieren und das steuerbare
Einkommen entsprechend herabzusetzen.
Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs und die Beschwerde mit
separaten Entscheiden vom 30. März 2010 gut und hob die Einspracheentscheide des
kantonalen Steueramts vom 14. April 2009 auf. Sie veranlagte die Eheleute F. und C.
für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von
Fr. 87'600.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 171'000.-- und für die direkte
Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 84'800.--. Sie erwog,
der Rekurrent bzw. Beschwerdeführer habe die Zuwendungen als Schenkungen
deklariert. Er habe schriftliche Bestätigungen seiner Teilhaber beigebracht, nach denen
die Übertragung ihrer Kapitalansprüche gegenüber der einfachen Gesellschaft im
Umfang von je Fr. 25'000.-- auf sein Kapitalkonto als Schenkungen gedacht gewesen
seien. Diese Übertragung habe dazu geführt, dass die drei Gesellschafter
entsprechend der Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag zu je einem Drittel an der
Gesellschaft beteiligt gewesen seien. Soweit der Rekurrent eine Leistung erbracht
habe, habe er sie nicht gegenüber den beiden Teilhabern, sondern als - sich
steuerrechtlich lediglich, aber immerhin, als Vermeidung von Aufwand auf den Gewinn
der Unternehmung auswirkenden - Beitrag gegenüber der einfachen Gesellschaft
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erbracht. Daher handle es sich bei den beiden Gutschriften von je Fr. 25'000.-- auf dem
Kapitalkonto bei der einfachen Gesellschaft um Übertragungen schenkungshalber von
den Kapitalkonti der beiden Teilhaber.
C./ Mit separaten Eingaben vom 7. Mai 2010 erhob das kantonale Steueramt
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Entscheide der
Verwaltungsrekurskommission vom 30. März 2010 seien aufzuheben und die
Einspracheentscheide vom 14. April 2009 seien zu bestätigen, unter Kostenfolgen. Zur
Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, dem Vermögenszugang von
Fr. 50'000.-- stehe eine Arbeitsleistung des Steuerpflichtigen gegenüber. Dies
anerkenne auch die Vorinstanz. Um die Beteiligungsverhältnisse und die
entsprechende Beteiligung am Erfolg zu je einem Drittel beizubehalten und damit auch
die Leistungen des Beschwerdegegners kapitalwirksam zu machen, hätten die beiden
Teilhaber die Zuwendung von je Fr. 25'000.-- vorgenommen. Auf die einzelnen
Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Steuerpflichtigen beantragten mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 25. Mai 2010
die Abweisung der Beschwerden bzw. den Schutz der angefochtenen Entscheide.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 28. Mai 2010 ebenfalls die
Abweisung der Beschwerden.
Die Eidg. Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Angefochten sind der Rekursentscheid betr. Staats- und Gemeindesteuern sowie
der Beschwerdeentscheid betr. direkte Bundessteuer. Nach der bisherigen Praxis
waren in solchen Fällen zwei separate Urteile zu fällen, die zwar in einem einzigen Akt
ergehen konnten, aber separate Begründungen und Dispositive für die kantonalen
Steuern und die direkte Bundessteuer aufweisen mussten (U. Cavelti, in: Zweifel/
Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl., Basel
2008, N 10b zu Art. 143 DBG mit Hinweis auf BGE 130 II 509 E. 8). Dieser Grundsatz
wurde in der neuesten Rechtsprechung relativiert, da die Befugnisse des
Bundesgerichts auf dem Gebiet der direkten Bundessteuer mit jenen übereinstimmen,
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die es in Bezug auf die in Art. 73 Abs. 1 des Steuerharmonisierungsgesetzes (SR
642.14, abgekürzt StHG) aufgeführten Bereiche der Kantons- und Gemeindesteuern
hat. Es ist nunmehr zulässig, dass ein einziger Entscheid ergeht und sogar im
Dispositiv nicht mehr zwischen kantonalen Steuern und der Bundessteuer
unterschieden wird, solange sich der Begründung klar entnehmen lässt, dass das Urteil
sämtliche Steuern umfasst. Gegen solche Entscheide kann künftig mit einer einzigen
Eingabe Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden (BGE 135 II 260,
Kommentierung in ZBJV 2010, S. 475 f.). Vorliegend geht es um die streitige
Qualifikation einer Leistung als Einkommen, was nach kantonalem Recht und nach
dem Recht der direkten Bundessteuer nach denselben Kriterien zu beurteilen ist. Daher
können die Beschwerden gegen die beiden vorinstanzlichen Entscheide im selben
Urteil behandelt werden.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 196
Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1;
Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt DBG). Das
kantonale Steueramt ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Eingaben vom 7. Mai
2010 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 196 Abs. 1 StG und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die
Beschwerden ist einzutreten.
2. Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die Zahlungen von je Fr. 25'000.--, welche dem
Beschwerdegegner am 15. September 2007 auf dem Kapitalkonto der einfachen
Gesellschaft zu Lasten der Kapitalkonti der beiden anderen Gesellschafter
gutgeschrieben wurden, bei ihm als Einkommen steuerbar oder als Schenkung
einkommenssteuerfrei sind.
2.1. Nach Art. 29 Abs. 1 StG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen
Einkünfte der Einkommenssteuer. Nicht unter die Einkommenssteuer fallen
Vermögensanfälle infolge Schenkung (Art. 37 lit. a StG). Nach Art. 143 Abs. 1 StG
unterliegen freiwillige Zuwendungen unter Lebenden, soweit der Empfänger aus dem
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Vermögen eines anderen ohne entsprechende Gegenleistung bereichert wird, der
Schenkungssteuer.
Die Bestimmungen des DBG weisen dieselbe Regelung auf. Nach Art. 16 Abs. 1 DBG
unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer.
Schenkungen sind nach Art. 24 lit. a DBG steuerfrei.
2.2. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Gesellschafter F. und D. am
15. September 2007 zu Lasten ihres Kapitalkontos dem Beschwerdegegner je
Fr. 25'000.-- zukommen liessen. Der Beschwerdegegner deklarierte diese Leistungen
in der Steuererklärung als Schenkung. Im Verfahren vor der Vorinstanz reichte er
schriftliche Erklärungen der Mitgesellschafter ein, wonach die Zuwendungen im
Umfang von je Fr. 25'000.-- "als Schenkung gedacht" gewesen seien. Anlässlich einer
telefonischen Unterredung mit dem Veranlagungsbeamten erklärte der
Beschwerdegegner, es seien zu den deklarierten Schenkungen keine schriftlichen
Unterlagen vorhanden. Er habe zusammen mit den beiden Teilhabern die Liegenschaft
Hotel-Restaurant L. zu Gesamteigentum erworben. Die Liegenschaft sei nach einer
Renovation verpachtet worden. Er sei Autoverkäufer und seine Teilhaber seien
Kadermitarbeiter der X-Bank. Diese hätten daher keine Zeit gehabt, um sich persönlich
um die Liegenschaft zu kümmern. Er habe die Administrativaufgaben (Kontrolle
Bauarbeiten, Augenscheine etc.) übernommen und sich um kleine und grosse
Probleme gekümmert. Die Zahlungsmoral des Pächters sei sehr schlecht gewesen,
was wiederum mit Mehraufwand für ihn verbunden gewesen sei. Die Teilhaber hätten
ein schlechtes Gewissen bekommen, weil er sich so eingesetzt habe.
Im Rekurs machte der Beschwerdegegner geltend, F. und er seien seit Kindheit eng
befreundet und an der gleichen Strasse aufgewachsen. F. wiederum arbeite mit D. seit
vielen Jahren bei der X-Bank, und auch diese beiden seien eng befreundet. Die drei
Gesellschafter befänden sich in unterschiedlichen finanziellen Verhältnissen. Um die
Beteiligungsverhältnisse gemäss Gesellschaftsvertrag beibehalten zu können, hätten
sich F. und D. entschieden, ihm je Fr. 25'000.-- zu schenken, was er auch akzeptiert
habe. Dadurch hätten sich alle drei Partner kapitalmässig auf "Augenhöhe" befunden.
Der Umbau sei ausschliesslich an Dritte delegiert gewesen, die von der einfachen
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Gesellschaft entsprechend entschädigt worden seien. Er sei kein Baufachmann,
sondern Autohändler.
2.3. Ob die Zuwendungen als Schenkungen zu qualifizieren sind, kann im Streitfall
weder anhand der vom Steuerpflichtigen gemachten Deklaration noch der von den
Teilhabern gemachten schriftlichen Erklärungen entschieden werden. Die schriftlichen
Erklärungen der Teilhaber wurden nach Eröffnung des Einspracheentscheids verfasst.
Sie wurden offensichtlich mit der Absicht erstellt, dem Beschwerdegegner eine
zusätzliche Argumentation zu ermöglichen.
Der Zufluss einer Geldleistung durch Erhöhung des Kapitalkontos des
Beschwerdegegners ist unbestritten. Hinsichtlich der Beweislast gilt der Grundsatz,
dass die Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen trägt, welche die Steuerschuld
begründen oder mehren, der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche die Steuerschuld
aufheben oder mindern (vgl. statt vieler M. Zweifel, in: Zweifel/Athanas, Kommentar
zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl., Basel 2008, N 28 zu Art. 130
DBG mit Hinweisen). Im Streitfall tragen somit der Beschwerdegegner die Beweislast
für Tatsachen, aufgrund welcher die Zuwendung als Schenkung zu qualifizieren ist,
denn als Schenkung wäre sie im Bereich der direkten Bundessteuer steuerfrei (Art. 24
lit. a DBG), und im Bereich der Staats- und Gemeindesteuern würde die Steuerschuld
gegenüber der Einkommenssteuer verringert, da sie nach gesonderten Bestimmungen
unabhängig von den übrigen Einkünften besteuert würde (Art. 143 ff. StG).
Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass sich der Beschwerdegegner als einziger in W.
ansässiger Gesellschafter um die Koordination und die Überwachung der Bauarbeiten
und nach Abschluss der Bauphase auch um Probleme im Zusammenhang mit dem
Pachtverhältnis kümmerte. Daher geht der Beschwerdeführer zu Recht davon aus,
dass den Leistungen des Beschwerdegegners eine Gegenleistung gegenüberstand.
Der Beschwerdegegner erklärte, seine Teilhaber hätten keine Zeit gehabt, um sich
persönlich um die Liegenschaft zu kümmern. Deshalb habe er die
Administrativaufgaben (Kontrolle Bauarbeiten, Augenscheine, Inkasso Pächter etc.)
übernommen und sich vor Ort um die kleinen und grossen Probleme gekümmert. Dies
ist glaubhaft. Die drei Teilhaber übernahmen am 20. November 2006 die Liegenschaft
für Fr. 630'000.--. Für den Umbau tätigten sie erhebliche Investitionen. Für Maschinen,
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Einrichtungen und Inventar wendeten sie über Fr. 100'000.-- auf. Für die
Gebäuderenovation wurden gemäss Buchhaltungsunterlagen zwischen März und Ende
Dezember 2007 rund Fr. 350'000.-- aufgewendet. Gemäss der Website des Hotels L.
(www.. .. ) wurde das Gebäude innen und aussen umfassend renoviert. In den
Buchhaltungsunterlagen der einfachen Gesellschaft werden keine Aufwendungen für
Bauleitung etc. ausgewiesen. Der Beschwerdegegner anerkennt, verschiedene
Bauleitungsaufgaben übernommen zu haben. Es ist denn auch kaum denkbar, dass ein
Gebäude wie das Hotel-Restaurant L. innen und aussen komplett renoviert werden
kann, ohne dass ein erheblicher Aufwand hinsichtlich Bauleitung bzw. Koordination der
Bauarbeiten anfällt. Bei einem solchen Vorhaben nehmen die Koordination und
Überwachung der verschiedenen Handwerker erfahrungsgemäss einen erheblichen
Zeitaufwand in Anspruch. Der Beschwerdegegner fungierte auch als Zustelladresse der
einfachen Gesellschaft. Er ist von Beruf Mechaniker und als Autoverkäufer bzw.
Verkaufsleiter in einer Garage tätig. Aufgrund seiner handwerklichen Ausbildung und
seiner Erfahrung ist der Beschwerdegegner zweifellos befähigt, den Einsatz der
Bauhandwerker zu koordinieren. Er deklarierte übrigens in den Bemessungsjahren
1997/98 Eigenleistungen für Verputzarbeiten an seiner Liegenschaft, was ebenfalls
darauf hinweist, dass er gewisse Erfahrungen im Bereich Gebäuderenovation hat.
Zudem befindet sich sein Arbeitsort in Y. und damit in nicht allzu grosser Entfernung
vom Umbauobjekt. Als Autoverkäufer bzw. als Verkaufsleiter eines Garagebetriebs
verfügte er ausserdem über eine gewisse zeitliche Flexibilität, um bei Bedarf kurzfristig
das Umbauobjekt aufzusuchen. Da nach Darstellung des Beschwerdegegners die
beiden anderen Teilhaber keine Zeit hatten, sich mit dem Umbau zu befassen, und in
der Buchhaltung der einfachen Gesellschaft keinerlei Aufwendungen für Bauleitung etc.
ausgewiesen werden, ist es naheliegend, dass die entsprechenden Tätigkeiten vom
Beschwerdegegner übernommen worden waren. Schliesslich ist es auch nicht
überzeugend, dass die beiden anderen Teilhaber allein aufgrund ihrer
unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten dem Beschwerdegegner eine Schenkung
von insgesamt Fr. 50'000.-- machten, damit alle drei kapitalmässig auf "Augenhöhe"
sind, wie vor der Vorinstanz geltend gemacht wurde. Die unterschiedlichen finanziellen
Verhältnisse bestanden bereits bei der Gründung der einfachen Gesellschaft. Zudem
bestünde der kapitalmässige Gleichstand bei einer Schenkung ohnehin nur formal; im
Innenverhältnis könnte nicht davon gesprochen werden, die Teilhaber würden sich auf
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"Augenhöhe" befinden, wenn der Kapitalausgleich durch eine Schenkung
zustandekommt. Selbst wenn es sich so verhalten würde, wie der Beschwerdegegner
behauptet, so bleibt dieser eine Erklärung schuldig, welche Drittpersonen für die
Bauleitung und -koordination entschädigt wurden und welche Beträge hiefür geleistet
wurden. In der Einsprache wurde festgehalten, es habe sich während des Umbaus
automatisch ergeben, dass die Handwerker unvorhergesehene Probleme mit dem
Beschwerdegegner zu lösen versucht hätten. Dass dieser nicht selber entschieden,
sondern seine Partner orientiert hat, ist glaubhaft. Wesentlich ist allerdings, dass die
Handwerker und Unternehmer eine Ansprechperson hatten, welche imstande war,
kurzfristig eine Entscheidung der drei Teilhaber herbeizuführen. Wenn behauptet wird,
die Tätigkeit des Beschwerdegegners habe lediglich die normalen Handlungen
umfasst, welche von einem Gesellschafter gefordert werden, so ist dies nicht
überzeugend, da die anderen Gesellschafter keine entsprechenden Tätigkeiten
ausführten. Daher ist eine separate Abgeltung des Beschwerdegegners naheliegend.
Dass diese im Verhältnis zur Bausumme geradezu unverhältnismässig war, begründet
der Beschwerdegegner nicht näher. Das Bestehen eines freundschaftlichen
Verhältnisses zwischen den Teilhabern spricht im übrigen nicht zwingend für eine
Schenkung. Ebenso lässt sich argumentieren, dass das freundschaftliche Verhältnis
gegen eine Schenkung spricht, da sich der Beschenkte aufgrund der Zuwendung nicht
auf "Augenhöhe" mit den anderen beiden Teilhabern befunden hätte. Hingegen können
das freundschaftliche Verhältnis und die finanziellen Möglichkeiten der anderen
Teilhaber ein Grund sein, dass die Einsätze des Beschwerdegegners grosszügig
entschädigt wurden. Der Beschwerdeführer hält im übrigen zutreffend fest, dass die
Qualifikation der Arbeitsleistung des Beschwerdegegners als unentgeltlicher Beitrag an
die Gesellschaft mit einer erheblichen Benachteiligung im Liquidationsfalle verbunden
wäre.
2.4. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerdegegner keine Tatsachen nachgewiesen haben, welche die Zuwendung als
Schenkung erscheinen lassen. Aufgrund der dargelegten Sachlage ist in der Erhöhung
des Kapitalkontos des Beschwerdegegners eine Abgeltung für Leistungen im
Zusammenhang mit dem Umbau der Liegenschaft zu erblicken, welche als steuerbares
Einkommen zu erfassen ist (vgl. oben E. 2.1.).
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2.5. Als Eventualbegehren beantragen die Beschwerdegegner, der Betrag sei als
abzugsfähiger Unkostenbeitrag in der Buchhaltung der einfachen Gesellschaft zu
klassieren.
Die Buchhaltung der einfachen Gesellschaft kann aufgrund der rechtlichen Qualifikation
der Leistungen an den Beschwerdegegner nicht geändert werden. Zutreffend weist der
Beschwerdeführer sodann darauf hin, dass die Zuwendungen von den Teilhabern
erfolgten und nicht von der Gesellschaft. Auch das Eventualbegehren erweist sich
daher als unbegründet.
2.6. Nach dem Gesagten sind die Beschwerden gutzuheissen. Die Rekursentscheid
von 30. März 2010 und der Beschwerdeentscheid vom 30. März 2010 sind aufzuheben
und die Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 14. April 2009 zu
bestätigen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahren zu Lasten der Beschwerdegegner (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in
Verbindung mit Art. 144 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen
(Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist bei F. zu erheben.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Die Beschwerdegegner sind
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf
Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).
Die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Rekursentscheids von Fr. 1'200.-- und des
Beschwerdeentscheids von Fr. 1'000.-- sind ebenfalls den Beschwerdegegnern
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 DBG).
Demnach hat das Verwaltungsgericht