Decision ID: f2ce3b7f-bb49-40a5-ad90-cd8143f646ef
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z.F._,
Beschwerdeführer,
gegen
CSS Versicherung, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Forderung
Sachverhalt:
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A.
A.a Das Ehepaar Z._ und D.F._ sowie deren drei Kinder A._, B._ und C._
waren bei der CSS Versicherung (nachfolgend CSS) im Rahmen der obligatorischen
Krankenpflege versichert. B._ trat der CSS am 1. Oktober 2005 bei, die Eltern sowie
A._ am 1. Januar 2006 und C._ am 1. Oktober 2007 (act. G 12.1/1). Die
monatlichen Prämien für das Jahr 2009 betrugen für den Ehemann Fr. 132.60, für die
Ehefrau Fr. 142.70, für die beiden Söhne je Fr. 57.60 und für die Tochter Fr. 65.60, das
heisst insgesamt Fr. 456.10 (act. G 12.1/4). Bei Versicherungsantritt wurde zwischen
den Parteien ein halbjährliches Zahlungsintervall vereinbart (act. G 16.1/5).
A.b Am 6. Juni 2009 stellte die CSS dem Ehemann die Prämien der ganzen Familie für
die Monate Juli bis Dezember 2009 in Rechnung. Zahlbar war der Betrag von total
Fr. 2'709.25 (Fr. 2'736.60 minus Fr. 27.35 Skonto) bis 31. Juli 2009 (act. G 5.1/3). Mit
dem Hinweis, dass die Zahlung nicht fristgerecht eingegangen sei, stellte die CSS dem
Ehemann am 31. August 2009 das Skonto im Betrag von Fr. 27.35 in Rechnung (act.
G 5.1/2).
A.c Am 19. Januar 2010 stellte die CSS beim Betreibungsamt D._ das
Betreibungsbegehren gegen den Ehemann für die Prämien von Juli bis Dezember 2009
über Fr. 2'736.60 nebst Zins zu 5 Prozent ab 31. Juli 2009 und Mahnspesen von
Fr. 80.-- (act. G 5.1/5). Gegen den Zahlungsbefehl vom 21. Januar 2010 (Betreibung
Nr. 100'076; zugestellt am 22. Januar 2010) erhob der Ehemann am 25. Januar 2010
Rechtsvorschlag (act. G 5.1/6).
A.d Mit Verfügung vom 1. Februar 2010 stellte die CSS einen Zahlungsausstand von
total Fr. 2'885.40 plus Betreibungskosten fest und hob den Rechtsvorschlag auf. Der
vorgenannte Betrag setzte sich zusammen aus Fr. 2'736.60 für die Prämien Juli bis
Dezember 2009, Fr. 80.-- Mahnspesen und Fr. 68.80 Verzugszins (act. G 5.1/7).
A.e Mit Schreiben vom 8. Februar 2010 teilte der Ehemann der CSS mit, dass er nicht
hätte betrieben werden dürfen, da er sich bereit erklärt habe, die offene Forderung in
Teilraten zu zahlen (act. G 5.1/8). Die CSS wies den Ehemann mit Schreiben vom
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10. Februar 2010 darauf hin, dass es nicht mehr möglich sei, die Ausstände in Raten zu
begleichen (act. G 5.1/9).
B.
Mit Schreiben vom 15. Februar 2010 erhob der Ehemann Einsprache gegen die
Verfügung vom 1. Februar 2010 (act. G 5.1/10). Die CSS wies diese mit
Einspracheentscheid vom 26. Februar 2010 ab (act. G 5.1/12).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Ehemann mit Eingabe vom 4. März
2010 Beschwerde. Zur Begründung legt er dar, dass er bereit gewesen wäre, die
offene Forderung in monatlichen Raten zu zahlen. Ausserdem hätte die Betreibung
nicht erfolgen dürfen, da man ihm ein monatliches Zahlungsintervall in der
Vergangenheit nicht gestattet habe und es nun doch möglich sei, die Prämien
monatlich zu begleichen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 26. März 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom
26. Februar 2010, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des
Beschwerdeführers. Zur Begründung legt sie unter anderem dar, dass weder der
Bestand noch die Höhe des in Betreibung gesetzten Ausstandes bestritten würden.
Dem Beschwerdeführer sei es jederzeit offen gestanden, seinen Willen hinsichtlich
monatlicher Zahlungen mittels Leistung von Teilbeträgen kundzutun. Derartige
Zahlungen seien jedoch erst seit Beginn des Jahres 2010 erfolgt. Ausserdem sei sie
nicht verpflichtet, Ratenzahlungen anzubieten, um die schwierige finanzielle Situation
des Beschwerdeführers zu entschärfen. Aufgrund der Verordnung über die
Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) sei sie sogar gezwungen, ausstehende
Prämien in Betreibung zu setzen. Diese Verpflichtung zur Betreibung und das
sogenannte Gleichbehandlungsgebot würden gebieten, dass man keine
Ratenzahlungen gewähre (act. G 5).
C.c Mit Replik vom 6. April 2010 bestätigte der Beschwerdeführer seinen Antrag
gemäss Beschwerde (act. G 7).
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C.d Mit Schreiben vom 12. April 2010 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die
Einreichung einer Duplik. Es werde an den bisher gestellten Rechtsbegehren sowie
Ausführungen vollumfänglich festgehalten (act. G 9).
C.e Mit Schreiben vom 10. Mai 2010 wurden bei der Beschwerdegegnerin weitere
Akten eingefordert (act. G 11). Diese stellte sie zwischen 25. Mai 2010 und 10. Juni
2010 zu (act. G 12, 14, 16).
C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

weiteren Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand ist der angefochtene Einspracheentscheid. Inhalt des
Entscheids sind Prämienausstände betreffend die obligatorische Krankenversicherung
der Familie des Beschwerdeführers. Ausserdem ist die Aufhebung des
Rechtsvorschlags im Zusammenhang mit der Einforderung dieser Prämien Bestandteil
des Einspracheentscheids (act. G 5.1/12). Somit bilden die Prämienausstände der
obligatorischen Krankenversicherung und die Aufhebung des Rechtsvorschlags den
Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren.
1.2 Unstreitig ist, dass die Familie des Beschwerdeführers im fraglichen Zeitraum bei
der CSS versichert war. Auch werden weder die Höhe noch der Bestand der Forderung
bestritten. Daher können die Prämienausstände bei dieser Aktenlage für den Zeitraum
von Juli bis Dezember 2009 nicht in Frage stehen.
2.
2.1 Der Abschluss der Krankenpflegeversicherung gehört zu den laufenden
Bedürfnissen der Familie im Sinn von Art. 166 Abs. 1 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Für die Prämien haften die Ehegatten solidarisch.
Dies hat zur Folge, dass jeder der Ehegatten für die gesamte Forderung belangt
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werden kann (Urteil des Bundesgerichts K 4/07 vom 26. November 2007 E. 4.1 ff.; Art.
144 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) [OR; SR 220]). Die Eltern haben
gemeinsam für den gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen. Sie haben
insbesondere auch für den Unterhalt der Kinder aufzukommen (Art. 276 Abs. 1 ZGB).
Dazu gehört auch die Bezahlung von Beiträgen an die Sozialversicherungen (BGE 125
V 435 E. 3b S. 436). Demzufolge ist es zulässig, dass vorliegend die
Beschwerdegegnerin beim Beschwerdeführer die Prämien für die ganze Familie
einfordert.
2.2 Prämien sind im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen (Art. 90 KVV).
Diese Regelung untersagt es der versicherten Person nicht, ein jährliches,
halbjährliches, quartalsweises oder auch ein anderes Zahlungsintervall zu wählen. Für
eine in der Schweiz wohnhafte versicherte Person muss jedoch jederzeit die
Möglichkeit zum Wechsel auf monatliche Prämienzahlung gewahrt bleiben. Dem
Versicherer ist es erlaubt, die Fälligkeit der Prämien in den Versicherungsbedingungen
autonom zu regeln (Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV Soziale Sicherheit, hrsg. von Ulrich Meyer, 2. Aufl.
2007, Rz. 1024).
2.3 Mit Schreiben vom 27. Oktober 2005 wählte der Beschwerdeführer für die
Zahlung der Prämien ein halbjährliches Zahlungsintervall (act. G 16.1/5). Gemäss
eigener Aussage habe er die Beschwerdegegnerin später mehrfach schriftlich um
monatliche Zahlung ersucht (act. G 1). Einen Nachweis hierfür legt er jedoch nicht vor.
Die Beschwerdegegnerin äussert sich demgegenüber dahingehend, dass ihr keine
entsprechenden Schreiben vorliegen würden (act. G 12). Wie im Folgenden dargelegt
wird, kann die Frage, inwieweit die Beschwerdegegnerin vom monatlichen
Zahlungswunsch des Beschwerdeführers Kenntnis hatte, für die Beurteilung der Höhe
des Prämienausstands offenbleiben. Gemäss Art. 14.1 des Reglements der
Beschwerdegegnerin für die Versicherungen nach KVG, Ausgabe 01.2005 (nachfolgend
AVB), ist die versicherte Person verpflichtet, die ihrer Versicherung und Einteilung
entsprechenden Prämien gemäss Police im Voraus zu entrichten (act. G 12.1/11). Bei
einem monatlichen Zahlungsintervall werden die Prämien somit am letzten Tag des
Monats fällig, der demjenigen vorhergeht, für den die Prämien zu entrichten sind, und
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zwar unabhängig von der Zustellung einer Rechnung. Falls der Beschwerdeführer die
monatliche Zahlung bei der Beschwerdegegnerin verlangt haben sollte, hätte dies für
ihn die Pflicht mit sich gebracht, die Prämienzahlungen auch tatsächlich monatlich
vorzunehmen. Da jedoch vom Beschwerdeführer offensichtlich keinerlei Zahlungen fürs
zweite Halbjahr 2009 getätigt wurden, beträgt der Prämienausstand unabhängig vom
gewählten Zahlungsintervall Fr. 2'736.60.
2.4 Hingegen ist das Zahlungsintervall für die Berechnung des Verzugszinses von
Bedeutung. Auf fälligen Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattungsansprüchen
sind 5 Prozent Verzugs- und Vergütungszinsen zu leisten (Art. 26 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1] i.V.m. Art. 105a KVV). Am 6. Juni 2009 wurden dem Beschwerdeführer die
Prämien für Juli bis Dezember 2009 in Rechnung gestellt (act. G 5.1/3). Da die Prämien
gemäss AVB im Voraus zu entrichten sind, wären diese bei halbjährlicher Zahlung am
30. Juni 2009 fällig gewesen. Die Beschwerdegegnerin verlangte in der Betreibung
allerdings erst ab Ablauf der mit der Rechnung gesetzten Zahlungsfrist Zins, d.h. ab
31. Juli 2009 (act. G 5.1/3, 5, 6). Im Einspracheentscheid dagegen geht sie dann von
periodisch anfallenden Forderungen aus und greift für die Berechnung des
Verzugszinses auf den mittleren Verfall zurück (vgl. BGE 131 III 12 E. 9.5 S. 25; act.
G 5.1/12). Aus dem Wortlaut von Art. 26 Abs. 1 ATSG und Art. 105a KVV geht klar
hervor, dass Verzugszins ab Fälligkeit zu leisten ist. Eine vom Krankenversicher in der
Prämienrechnung bzw. Mahnung gewährte Zahlungsfrist ist daher nicht massgeblich.
Wie oben ausgeführt, sind die Aussagen bezüglich des gewählten Zahlungsintervalls
widersprüchlich. Aufgrund dessen, dass im Einspracheentscheid mit dem mittleren
Verfall gerechnet wird, kann für die Festsetzung der Verzugszinsen von einer
monatlichen Prämienzahlung ausgegangen werden. Die Prämien sind somit jeweils am
letzten Tag des Monats fällig, der demjenigen vorhergeht, für den die Prämien zu
entrichten sind (Art. 14.1 AVB). Basierend darauf ergibt sich als mittlerer Verfall der
15. September 2009 (die Beschwerdegegnerin ermittelte den 31. Oktober 2009).
Grundsätzlich handelt es sich bei der Vorverlegung des mittleren Verfalls um eine
reformatio in peius. Angesichts der Geringfügigkeit der Verschlechterung (Fr. 17.--)
wird jedoch darauf verzichtet, diese dem Beschwerdeführer gemäss Art. 61 lit. d ATSG
anzuzeigen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme bzw. zum Beschwerderückzug zu
geben, da nicht anzunehmen ist, dass er aufgrund der geringfügigen Verschlechterung
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die Beschwerde zurückziehen würde. Aus Gründen der Prozessökonomie und
Verhältnismässigkeit erscheint daher ein Verzicht auf die Anzeige gerechtfertigt.
3.
3.1 Der Versicherer muss unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im
Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, nachdem er mindestens
einmal an diese Ausstände erinnert hatte, getrennt von allfälligen anderen
Zahlungsausständen spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich mahnen. Mit der
Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen
Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (Art. 64a Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] i.V.m. Art. 105b
Abs. 1 KVV). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so
muss der Versicherer die Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von
allfälligen anderen Zahlungsausständen in Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV).
Gemäss Urteil des Bundesgerichts 9C_786/2008 vom 31. Oktober 2008 E. 3.2 handelt
es sich bei Art. 105b KVV bezüglich der Fristen um eine reine Ordnungsvorschrift,
deren Nichteinhaltung weder den Anspruch auf die Ausstände noch denjenigen auf die
betreibungsrechtliche Durchsetzung verwirkt. Die einzige Konsequenz aus der
Nichteinhaltung der Fristen ist, dass die Sanktionsfolgen nach Art. 64a Abs. 2 KVG -
ein Leistungsaufschub - nicht eintreten können. Inwieweit die Fristen gemäss Art. 105b
KVV eingehalten worden sind, kann für die Beantwortung der vorliegenden Frage somit
offen bleiben.
3.2 Mit Mahnung vom 24. Oktober 2009 machte die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer auf die ausstehenden Prämien aufmerksam (act. G 12.1/7). Die
Folgen bei Nichterfüllung wurden in der Mahnung mit dem Hinweis auf die Inhalte von
Art. 64a Abs. 2 und 4 KVG erwähnt. Aus dem Eintrag "MS" (Mahnstufe) im
Prämienkonto kann geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer mehrmals
gemahnt worden ist (act. G 12, 12.1/10). Die entsprechende Betreibung erfolgte dann
rund zwei Monate nach der in der Mahnung vom 24. Oktober 2009 angesetzten
Zahlungsfrist (act. 5.1/5, 6). Die Voraussetzungen des Mahn- bzw.
Betreibungsverfahrens sind somit erfüllt.
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3.3 Die gesetzliche Pflicht des Versicherten zur Prämienzahlung (Art. 61 KVG) bringt
die Pflicht des Krankenversicherer mit sich, die Ausstände einzufordern, dies mit Blick
auf die in der sozialen Krankenversicherung geltenden Grundsätze der Gegenseitigkeit
und der Gleichbehandlung der Versicherten (Art. 13 Abs. 2 lit. a KVG). Befindet sich
eine versicherte Person mit der Bezahlung von Prämien im Verzug, so muss der
Krankenversicherer das Vollstreckungsverfahren zwingend einleiten (Art. 105b Abs. 2
KVV; vgl. BGE 131 V 147 E. 5.1 f. S. 149 f.). Handelt es sich um eine Nachforderung,
welche die versicherte Person nicht zu verantworten hat, könnte vor dem Hintergrund
des Verhältnismässigkeitsprinzips eine Ratenzahlung bzw. eine Stundung in Erwägung
gezogen werden. Eine gesetzliche Pflicht für eine Ratenzahlung existiert jedoch nicht
(Eugster, a.a.O., Rz. 1014a, 1033). Vorliegend gibt es keine Hinweise, dass der
Prämienausstand nicht im Verantwortungsbereich des Beschwerdeführers liegen
könnte. Aufgrund des obgenannten Betreibungszwangs gab es somit für die
Beschwerdegegnerin keine Pflicht, dem Beschwerdeführer eine Ratenzahlung zu
gewähren.
4.
4.1 Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung
nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren
erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 3 KVV; BGE
125 V 276; Eugster, a.a.O., Rz. 1044).
4.2 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer im Einspracheentscheid
zusätzlich zum Prämienausstand Mahnkosten von Fr. 80.-- auferlegt (act. G 5.1/12).
Gemäss Art. 14.3 AVB fallen Auslagen der Beschwerdegegnerin für Mahnungen und
Betreibungen zulasten der versicherten Person. Die Höhe dieser Auslagen ist in den
AVB nicht festgelegt (act. G 12.1/11). Für die Beurteilung der Angemessenheit ist in
solchen Fällen das Kostendeckungs- oder Äquivalenzprinzip anzuwenden (Eugster,
a.a.O., Rz. 1045, Fn 1635). Die in diesem Zusammenhang von der
Beschwerdegegnerin als Mahnaufwand geforderten Fr. 80.-- sind als angemessen zu
betrachten, zumal mehrmals gemahnt wurde und aufgrund der Nichtbezahlung der
Halbjahresprämie das Skonto separat in Rechnung gestellt werden musste.
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5.
5.1 Die Krankenversicherer haben die Befugnis, mit Verfügung über den Bestand
ihrer Forderungen gegenüber versicherten Personen zu entscheiden und einen im
Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) zu beseitigen
(vgl. BGE 121 V 109; Art. 54 Abs. 2 ATSG). Die Betreibungskosten für das laufende
Betreibungsverfahren (worunter nur die durch das Betreibungsamt belasteten Kosten
zu verstehen sind, nicht jedoch die vertraglich abgemachten
Umtriebsentschädigungen, vgl. Kurt Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, § 13 RZ 1 ff.) können nicht in die
Rechtsöffnung mit einbezogen werden, da diese von der Gläubigerin vorzuschiessen
sind (Art. 68 Abs. 1 zweiter Satz SchKG) und die endgültige Belastung des Schuldners
mit Betreibungskosten vom Ausgang des Betreibungsverfahrens abhängt. Ausserdem
wirkt der Rechtsvorschlag - wie von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid
richtig erwähnt - ohnehin nicht gegen die (amtlichen) Betreibungskosten, da diese von
Gesetzes wegen vom Schuldner zu tragen sind (Art. 68 Abs. 1 erster Satz SchKG; vgl.
auch Amonn/Walther, a.a.O., § 18 Ziff. 25; RKUV 2003 Nr. KV 251 S. 226).
5.2 Hebt der Krankenversicherer den Rechtsvorschlag mittels formeller Verfügung
auf, muss das entsprechende Dispositiv mit Bestimmtheit auf die hängige Betreibung
Bezug nehmen, auf eine bestimmte Geldsumme in Schweizer Franken lauten und den
Rechtsvorschlag ausdrücklich als aufgehoben erklären. Diese Aufhebung kann
vollumfänglich oder in einer bestimmten Höhe erfolgen (Eugster, a.a.O., Rz. 1030; BGE
119 V 329 E. 2b S. 331). Die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin erfüllen diese Voraussetzungen (act. G 5.1/7, 12).
6.
Gemäss den obenerwähnten Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 26. Februar 2010 somit in dem Sinn abzuweisen, als der
Beschwerdeführer verpflichtet wird, der Beschwerdegegnerin den Betrag von
Fr. 2'816.60 (Prämien von Fr. 2'736.60 und Mahngebühr von Fr. 80.--) zuzüglich Zins
zu 5 Prozent auf den ausstehenden Prämien ab 15. September 2009 zu bezahlen. In
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diesem Umfang ist der Beschwerdegegnerin in der Betreibung Nr. 100'076 des
Betreibungsamts D._ definitive Rechtsöffnung zu erteilen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG