Decision ID: f9226991-ada3-4a0a-a15b-860952c24f8c
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966, war seit 1999 Geschäftsfüh
rer/Werkstattchef in der eigenen Firma
(Urk. 6/2 Ziff. 6.3.1)
. Aufgrund eines am 14. Januar 2006
erlittenen Autounfalls
(vgl. Urk. 6/5/130)
meldete er sich
am 25. Januar 2007
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Wiederein
gliederung, Rente) an (Urk. 6/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (Urk. 6/12, Urk. 6/14, Urk. 6/17,
Urk. 6/33-34, Urk. 6/38, Urk. 6/
42, Urk. 6/50), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 6/11)
und
Auszüge
aus dem individu
ellen Konto (IK-Auszug, Urk. 6/24-25, Urk. 6/48)
ein und zog Akten der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA, Urk. 6/5, Urk. 6/10, Urk. 6/16, Urk. 6/18, Urk. 6/20, Urk. 6/22-23, Urk. 6/29, Urk. 6/54, Urk. 6/59) sowie der
Krankentaggeld
versicherung des Versicherten (Urk. 6/44) bei. Ferner
führte sie eine Abklärung für Selbständigerwerbende durch (Urk. 6/60).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/64) sprach die IV-Stelle mit Verfügungen vom 12. und 16. A
ugust 2013 dem Versicherten ab Januar 2007 eine ganze Invalidenrente, von Mai
2009 bis Juni 2011
eine halbe Invaliden
rente
(Urk. 6/95 = Urk. 2/3),
von Juli 2011 bis August 2012 (Urk. 6/102) eine ganze Invalidenrente
,
von September 2012 bis Juli 2013
eine halbe Invaliden
rente (Urk. 6/109 = Urk. 2/2) und ab August 2013 eine halbe Invalidenrente (Urk. 6/81 = Urk. 2/1) zu.
1.2
Die SUVA
richtete mit Verfügung vom 10. September 2013 (Urk. 6/120 = Urk. 3/5) dem Versicherten eine Rente aus der Unfallversicherung
entsprechend einer Einkommenseibusse
von 54 % aus.
2.
Gegen die Verfügungen vom 12.
und 16. August 2013 (Urk. 2/1-3
) erhob der Versicherte am 16. September 2013 Beschwerde und beantragte
die Ausrichtung einer angemessenen Invalidenrente vo
n
Mai 2009 bis Juni 2010, vo
n
September 2012 bis Juli 201
3
und
ab
August 2013
(Urk. 1 Ziff. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2013 (Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be
schwerde, was dem Beschwerdeführer am 23. Oktober 2013 zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei
lweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Kran
kheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihren Verfügungen vom 1
2.
und 16. August 2013 (Urk. 2/1-3
) gestützt auf ihre Abklärungen von einer Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in angestammter sowie in einer der Behinderung angepass
ten Tätigkeit von 30 % nach Ablauf der Wartezeit
(Januar 2007)
, von einer ab dem 9. Februar 2009 zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeit (Kontroll
arbeiten, Überwachung oder einfache administrative Tätigkeiten) von 80 %, von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab April 2011 und von einer
Arbeitsfä
higkeit in
behinderungsangepasste
r
Tätigkeit im Umfang von 75 %
ab 16. Juni 2012
aus
, wobei sie sich beim Einkommensvergleich nicht auf die Buchhal
tungsunterlagen
des Beschwerdeführers
stützte, sondern auf die Tabellenlöhne abstellte
(Ur
k. 2/2 Verfügungsteil 2 S. 2-3).
2.2
Demgegenüber era
chtete der Beschwerdeführer für die Zeitperiode Mai 2009 bis Juni 2011 den von der SUVA
festgesetzten
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 70 %
in angestammter Tätigkeit
als
zutreffend und machte geltend, darüber hinaus be
stünden
weitere unfallfremde Einschränkungen, namentlich ein Adenokarzinom und eine Divertikulitis (Urk. 1 S. 3 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente
während den Zeiten, für welche
von der Beschwerdegegnerin
nicht schon eine ganze Rente
der Invalidenversicherung zugesprochen wurde
(Mai 2009 bis Juni 2011 und ab September 2012; vgl. Urk. 2/2 Verfügungsteil 2)
.
Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine Beurtei
lung dieser Frage zulassen, oder ob es weitere Abklärungen des rechtserhebli
chen Sachverhalts bedarf.
3.
3.1
Am
9. Februar 200
9
ist von Prof.
Dr.
med.
Y._
, Facharzt Neuro
logie FMH,
Dr.
med.
Z._
, Facharzt Psychiatrie und Psycho
therapie FMH,
Dr.
med.
A._
, Fachärztin Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH
,
und Dr. phil.
B._
, Fachpsychologe Neuropsy
chologie FSP,
C._
, ein polydisziplinäres Gutachten im Auftrag der SUVA
erstellt worden
.
Das Gutachten beruht auf einer psychiatrischen (Urk. 6/22/3-16), neurologischen (Urk. 6/22/17-33 = Urk. 6/23/1-17), neuropsy
chologischen (Urk. 6/22/38-42)
und
physikalisch-medizinischen (Urk. 6/22/49-53) Untersuchung des Beschwerdeführers im November 2008 und den zur Ver
fügung gestellten Akten.
Die Gutachter nannten
folgende
Di
agnosen (Urk. 6/22/15, Urk. 6/22/41, Urk. 6/22/53):
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung, hirnorganische Schädigung (ICD-10 F07.2 oder F04)
Halswirbelsäulen
(HWS)-Distorsion
In de
r interdisziplinären Zusammenfassung führten die Gutachter aus,
es sei aus neu
ropsychologischer Sicht
fes
t
zuhalten
, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Unfalles vom 14. Januar 2006 eine leichte traumatische Hirnverletzung er
litten habe.
Aus neurootologischer Sicht
werde eine zentrale vestibuläre Funk
tionsstörung leich
t
er Ausprägung beschrieben sowie eine diskrete
Hörstörung mit gut kompensiertem
Tinnitus.
Aus neuropsychologischer Sicht
hätten sich mittelgradige Einschränkungen der verbalen Behaltensleistungen (freier Abruf, Wiedererkennungsleistungen) sowie der Aufmerksamkeitsbelastung gezeigt. Leichte Einbussen
(Interferenzunterdrückung, intellektuelle Flexibilität)
seien auch bei einzelnen Exekuti
vfunktionen festgestellt worden
. Die hohe Spezifität des Ausfallmusters im Bereich der Mnestik spreche klinisch für eine hirnorga
nische Schädigung, wobei die Störung als leicht bis mittelschwer zu beurteilen sei. Aus physikalisch-medizinischer Sicht
habe
der Beschwerdeführer beim Un
fall eine HWS-Distorsion erlitten. Es würden weiterhin belastungsabhängige Schmerzen, für die sich aktuell kein strukturelle
s Korrelat finden lasse, persis
tieren (Urk. 6/22/34). Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Anhaltspunkte
für eine depressive Verstimmung oder eine psychotraumatologische Störung
(Urk. 6/22/35). Infolge der Unfallfolgen sei der Beschwerdeführer in seiner Ar
beitsfähigkeit im Beruf des Garagisten und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leistungsvermindert, wobei im angestammten Beruf als Garagist eine Arbeits
unfähigkeit von 70 % bestehe. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien körper
lich leicht bis mittelschwere Tätigkeiten und kognitiv leichte Tätigkeiten (zum Beispiel einfache manuelle Tätigkeiten) zumutbar, wobei von einer Leistungs
minderung von etwa 20 % auszugehen sei (Urk. 6/22/36).
3.2
Dr. med.
D._
, FMH Urologie, stellte in
seinem
Bericht vom 14. Oktober 2011 (Urk. 6/34/5-6)
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
schlecht differenziertes Adenokarzinom der Harnblase mit Anteilen eines kleinzelligen neuroendokrinen differenzierten Karzinoms im Bereiche des Blasenhalses und der beiden Ostien (Erstdiagnose am 1. Juli 2011)
Status nach TUR
(transurethral
e R
esektion)
-Blase am 1. Juli 2011 mit TUR-Nachresektion der Blase am 23. August 2011 und Pigtaileinlage beidseits
Status nach Einleiten einer Chemotherapie mit Cisplatin und Etopophos am 3. Oktober 2011
r
ezidivierende Sigmadivertikulitis bestehend seit 2008 (ohne Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit)
r
ezidivierende Divertikulitis-Schübe April 2011 bis September 2011 (ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit)
Status nach Autounfall mit Polytrauma 2006
Er
erachtete den Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Automecha
niker vom
1.
Juli 2011 bis auf W
eiteres für vollständig arbeitsunfä
hig (Ziff. 1.6) und hielt betreffend Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsange
passten Tätigkeit
fest, dass aktuell keine Aussage möglich sei (Ziff. 1.7).
3.3
Mit Verlaufsbericht vom 15. Juni 2012 (Urk. 6/42/5-6) führte Dr.
D._
bei be
kannter Diagnose aus, von Seite der physischen Erholung sei der Beschwerde
führer absolut schmerzfrei und voll belastungsfähig. Einzig
bestünden
noch die Problematik der Notwendigkeit des vermehrten Trinkens und der häufigeren Miktionen sowie eine gewisse Belastungsinkontinenz bei Heben von schweren Lasten. Subjektiv fühle sich der Beschwerdeführer wieder zu 75 % voll arbeits
fähig (S. 1).
3.4
PD Dr. med.
E._
, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumatologie, berichtete am 18. September 2012 der Beschwerdegegnerin
(Urk. 6/50/1)
, dass sich beim Beschwerdeführer die Situa
tion insofern noch verschlechtert habe, dass er 2012 ein Blasen-Karzinom habe
operieren lassen müssen mit anschliessender Chemotherapie. Mit dieser Situa
tion habe sich sein Allgemeinzustand verschlechtert. Der Beschwerdeführer sei müde und müsse wegen der Blase nachts auch häufig aufstehen. Betreffend
die
z
e
r
ebrale Problematik sei er sehr vergesslich und habe Konzentrationsprobleme, sodass er nur noch eine minimale Leistung in einem eigenen Geschäft erbringen könne. Aufgrund seiner Gesamterkrankung könne er
im Endeffekt
höchstens noch eine Arbeitsleistung von 30 % pro Tag erreichen
(S. 1
).
3.5
In ihrer Stellungnahme vom 2. April 2013 (Urk. 6/62/8)
hielt Dr. med.
F._
, Allgemeine Medizin FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
fest
, aus medizinischer Sicht
sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
ab April 2011
auch massgeblich durch internistische Leiden
eingeschränkt
worden, wes
halb von
einer bis
zu
100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen
sei
. Zusam
menfassend bestehe
daher
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit vom 14. Januar 2006 bis zum Gutachten
C._
am 9. Februar 2009, hernach eine 30%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter bezie
hungsweise zirka 80 %
in
angepasst
er Tätigkeit
. Ab April 2011 bis 15. Juni 2012 bestehe wiederum eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten aufgrund des Blasenkarzinoms und der entzündlichen Darmproblematik. Ab 16. Juni 2012 sei
aufgrund der nicht unfallbedingten Leiden
von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit angepasst auszugehen. Betreffend
die
bisherige Tätigkeit be
stehe geschätzt weiterhin eine 30%ige Arbeitsfähigkeit beziehungsweise eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %.
3.6
Beim Einkommensvergleich nach LSE (Lohnstrukturerhebung) ging die Be
-
schwer
degegnerin aufgrund der medizinischen Beurteilung ab 16. Juni 2012 von einer zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeit des Beschwerdefüh
rers von 75 % aus (Urk. 6/61/3).
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer
sowohl
an unfallspezifische
n
als auch an
unfallfremde
n
Beeinträchtigungen leidet
, na
mentlich an einer unfallbedingten leichten traumatischen Hirnverletzung
und einer HWS-Distorsion
(vgl. vorstehend E. 3.1)
sowie
an einem
(
unfallfremden
)
Harnblasenkrebs, welcher mittels transurethrale
r
Blasentumorresektion und Chemotherapie behandelt wurde
(vgl. vorstehend E. 3.2)
.
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme der Ärz
tin des RAD vom 2. April 201
3.
Darin führte diese aus, ab 15. Juni 2012 bestehe eine 75%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten aufgrun
d nicht unfall
bedingte
r
Leiden (vgl. vorstehend E. 3.5)
, wobei sie sich
betreffend Arbeitsfä
higkeit
auf die medizinische Einschätzung von Dr.
D._
stützte (vgl. vorste
hend E. 3.3)
.
Sodann besteht gemäss den Gutachtern aus
C._
un
fallbedingt eine angepasste Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 20 %
bezie
hungsweise
eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. vorstehend E. 3.1).
Es stellt sich nun die Frage
, ob die 20
%ige unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit in den quasi internistischen 25 % „inbegriffen“
ist
oder nicht (so PD Dr.
E._
im Er
gebnis
, welcher von einer bloss 30%igen Arbeitsfähigkeit ausging
, vgl. vorste
hend E. 3.4).
Die Beschwerdegegnerin hat diese Frage nicht behandelt und auch n
ach Lage der Akten lässt sich nicht erkennen, w
ie
es sich mit der unfallbe
dingten Einschränkung
verhält
, weshalb sich der Gesundheitszustand
des Be
schwerdeführers
in den relevanten Zeitperioden
nur ungenügend beurteilen lässt. Bei dieser Aktenlage bestand für die Beschwerdegegnerin die Pflicht zu ergänzenden medizinischen Abklärungen (Art. 43 ATSG
; vgl. vorstehend E. 1.5)
.
Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin in geeigneter Weise abzuklären, wie es sich gemäss medizinischer Beurteilung mit der Arbeitsfähigkeit in angepass
ter Tätigkeit verhält, wenn sowohl unfallbedingte als auch unfallfremde Beein
trächtigungen gesamthaft berücksichtigt werden.
4.2
Zusammenfassend ergibt sich, dass über den strittigen Leistungsanspruch in den angefochtenen Zeitperioden nicht ohne zusätzliche medizinische Abklärungen entschieden werden kann. Die fehlenden Abklärungen sind grundsätzlicher Natur, weshalb die Beschwerdegegnerin diese durchzuführen hat. Der ange
fochtene Entscheid ist somit aufzuheben und die Sache ist zur Durchführung
der nötigen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
D
ie Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
500.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
5.2
Praxisgemäss wird die Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit de
m
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zusteht, die bei
m praxisgemässen Ansatz von Fr.
200.-- pro Stunde (zuzüglich Mehrwert
steuer) ermessensweise auf F
r.
1‘900.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.