Decision ID: 02bb14c3-6cb9-4e09-8b11-3c0c654928ff
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1963,
erlernte keinen Beruf
(Urk.
10/3/4
).
Sie
hei
ratete
1982
und wurde
Mutter dreier Kinder, geboren 1988, 1989 und 1993
(Urk.
10/3/2
und 10/16/7
).
Zuletzt
war
sie vom
1.
August
2013
bis
zum 3
0.
Juni 2014
bei der
Y._
als
Raumpflegerin angestellt
(Urk.
10/7/1 und 10/8)
; ihren
letzten Arbeitstag
absolvierte sie am 11.
April 2014 (Urk.
10/8/1).
Am
13
.
August
2014 meldete sich die Versicherte bei der Sozialver
siche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
, da sie an Rückenwirbelbeschwerden und an einer Paranoia leide
(Urk.
10
/
3
). Die IV-Stelle
nahm die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu ihren Akten (
Urk.
10/4) und
holte
weitere erwerbliche (
Urk.
10/7
-8
) und medizinische
(
Urk.
10/14 und 10/16)
Auskünfte ein
.
Anschliessend gab sie bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auf
trag (
Urk.
10/19 ff.),
welches
er
am 1
2.
Juli 2015 erstattete (
Urk.
10/24).
Mit Vorbe
scheid vom
26
.
August
2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abwei
sung ihres
Leistungsbegehrens
in Aussicht (Urk.
10/28
). Dagegen liess die Versi
cherte Ein
wand erheben (Urk.
10/33
) und
eine Stellungnahme
der sie psy
chiatrisch und psychotherapeutisch Behandelnden
vom 23.
September 2015 (Urk. 10/34)
zum Gutachten
einreichen (
vgl.
Urk.
10/35
).
Diese wurde
Dr.
Z._
zur
Ergänzung seines
Gutachtens
unterbreitet
(
Urk.
10/37)
. Er liess sich mit Schreiben vom
17.
November 2015
vernehmen
(Urk.
10/38
)
, das
dem Rechtsver
treter der Versicherten
zugestellt
wurde (
Urk.
10/40). Dieser reichte
eine weitere Stellungnahme
der die Versicherte psychiatrisch und psycho
therapeutisch Behandelnden vom 18.
Februar 2016 (
Urk.
10/44) ein
(vgl.
Urk.
10/43)
.
Die IV-Stelle verneinte m
it Verfügung vom 6. Juli 2016 einen
Leistungsanspruch
(Urk. 2 =
10/47
).
2.
Gegen die Verfügung vom
6. Juli 2016
liess die Versicherte, vertreten durch Rechts
anwalt
Hans
Hegetschweiler
, mit Eingabe vom
6
.
September
2016 (Urk. 1) Beschwerde erheben mit dem Antrag, die angefochtene Verfüg
ung sei aufzu
heben und es sei
ihr ab dem 1. März 2015
eine ganze Invalidenrente
zuzu
sprechen; unter Kosten- und Ent
schädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde
geg
nerin (Urk. 1 S. 2
und 3
).
Ferner
beantragte sie, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zu gewähren (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss am
5
.
Oktober
2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
9
). Davon wurde der
Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom
7
.
Oktober
2016 Kenntnis gegeben
, mit der ihr auch die unentgeltliche Prozessführung gewährt und
Rechtsanwalt Hans
Hegetschweiler
als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt wurde (Urk. 12
).
Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften
wird, soweit erfor
derlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
matische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat
sächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Ur
teil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person
zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; 1
41 V 547 E. 2).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit die
sen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gege
benenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise be
gründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führte die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen
an, es sei auf das Gutachten von
Dr.
Z._
vom
1
2.
Juli 2015
und dessen ergänzende Stellungnahme vom
1
7.
November 2015
abzustellen. Demnach liege kein Gesundheitsschaden vor, der die Beschwerdeführerin erheb
lich in
ihrer
Arbeitsfähigkeit einschränke (
Urk.
2).
Demgegenüb
er liess die Beschwerdeführerin den
Standpunkt vertreten,
die Aus
führungen
Dr.
Z._
s seien nicht schlüssig, weshalb die Einholung eines
psy
chiatrische
n
G
erichtsg
utachten
s
erforderlich sei
(
Urk.
1).
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten entnehmen, dass
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Kinder
- und Jugend
psychiatrie, der Ver
sicherten mit Arzt
zeugnis vom 2
0.
Mai 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 14.
April bis zum 1
4.
Juni 2014 wegen einer An
passungs
störung, Angst und depressive
r
Reaktion
gemischt
(ICD-10: F43.22)
,
bescheinigte
.
Sie führte eine depressive Stimmung, einen verminderten Antrieb, Konzentrations
störung
en, eine psychomotorische Hemmung, Schlafstörungen, Ängste
und
Kopf
schmerzen bei psychosozialer
Belastung als Befunde an (Urk.
10/4/1).
3.2
Dr.
med.
B._
, den die Versicherte
am
9.
September 2014
als Behandler ge
nannt hatte (vgl.
Urk.
10/9), war bereits pensioniert (vgl.
Urk.
10/14/1). Seine Praxisnachfolgerin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, erklärte in ihrem Bericht vom 2
8.
November 2014, sie habe die Ver
sicherte
seit dem 6. August 2013
bisher nur dreimal in ihrer Sprechstunde gese
hen. Sie könne
deren Arbeitsfähigkeit
daher nicht beurteilen. Die Versicherte leide an chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Im Frühling dieses Jahres hab
e
sie sich in die psychotherapeutische Behandlung von
Herrn
D._
begeben
, unter anderem aufgrund der Gewalterlebnisse
(Urk. 10/14/1).
3.3
Am 2
1.
D
ezember 2014 verfasste
Dr.
A._
einen Bericht, in dem sie eine rezidi
vierende depressive Störung mit körperlichen Symptomen (ICD-10: F33.1) und eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Ex
trembelastung (ICD-10:
F62.0) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufführte
(Urk. 10/16/6)
und eine 100%
ige
Arbeitsunfähigkeit seit April 2014 attestierte (Urk. 10/16/7).
Dr.
A._
behandle die Versicherte seit dem
1.
April 2014
mit delegierter Psycho
therapie, die
D._
, Fachp
s
ychologe für Psychotherapie FSP
,
ein- bis zwei
mal pro Woche durchführe
(
Urk.
10/16/6)
. Aktuell erhalte die Versicherte über
dies abends 25 mg
Trimipramin
(
Urk.
10/16/7)
.
Anamnestisch vermerkte
Dr.
A._
, die Versicherte sei im Kosovo in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und habe 1982 geheiratet. Es sei
eine
s
ehr proble
matische Beziehung, die durch den gewalttätigen Ehemann und schwierige psy
chosoziale Verhältnisse geprägt gewesen sei. Nach
dem
Ausbruch des Kriegs 1992 sei die
Versicherte in die Schweiz geflohen. Im
Krieg und
in der
Ehe
mehr
fachtraumatisiert durch Kriegserfahrungen, Drohungen und häusliche Gewalt.
Seit 2002 habe die Versicherte zuerst in einer Logistikfirma und ab 2007 bis 2014 in verschiedenen Hotels als Zimmerreinigungskraft gearbeitet.
Trennung
und Scheidung
seien
unter belastenden psychosozialen Umständen
vollzogen worden
. Seit Anfang 2014 habe die Versicherte zunehmend unt
er emotionalen Verstimmungen, St
immungss
chwa
n
kungen, Ängsten, Appetitlosigkeit
,
A
n
triebs
losigkeit, Gewichtsverlust, chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Angst
träumen, Kopf- und Bauchschmerzen
gelitten
(
Urk.
10/16/7).
3.4
Vom 2
9.
Januar bis zum
9.
Februar 2015 hielt
sich
die Versicherte
zur stationä
ren psychiatrischen Behandlung im
E._
auf (Urk. 10/24/16)
,
unterbrochen durch einen Wochenendurlaub vom
6.
bis zum 8.
Februar 2015
(
Urk.
10/24/18)
.
Es wurden eine Anpassungsstörung mit Angstzuständen nach Misshandlungen durch den Ehemann in der Vorgeschichte (ICD-10: F43.2) diagnostiziert (
Urk.
10/24/16).
3.5
In seinem psychiatrischen Gutachten vom 1
2.
Juli 2015
(
Urk.
10/24)
stellte Dr.
Z._
die Diagnosen einer Panikstörung (ICD-10: F41.0) und einer asthe
nischen,
unintelligenten
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.7).
Abgesehen von der realen Bedrohung durch den Ehemann schienen die psy
chischen Störungen den Handlungsspielraum der Versicherten nicht mit Wahr
scheinlichkeit bedeutsam einzuschränken. Die Versicherte mache bei der Haus
haltsarbeit zwar in einem quantitativ schlecht einschätzbaren reduzier
t
en Rah
men mit. Dies möge aber auch durch eine
überprotektive
schonende Haltung der Kinder bedingt sein. In Begleitung unternehme die Versicherte ausgiebige Spaziergänge, sie unterhalte sich in der Familie, mache Zeichnungen, freue sich an albanischer Musik und
spiele am Computer
. Im Gespräch zeige die Versicher
te wenig spürbare Affektivität. Daneben seien jedoch keine psychischen Span
nungen sichtbar, es gebe keine Hinweise auf eine pathologische, eigengesetz
liche Ängstlichkeit, der Antrieb und die psychische Energie seien normal und es sei keine Depressivität ersichtlich
. Es bestünden keine Anhaltspunkte für rele
vante kognitive oder Antriebsstörungen
(Urk. 10/24/13-14).
Die diagnostizierten psychischen Störungen mit Krankheitswert seien zur Hauptsache situativ bedingt und hätten sich im Verlauf nicht mit genügender Wahrscheinlichkeit auf eine eigengesetzliche Weise verschlechtert. Sie besässen weder in Bezug auf die Art, die Dauer noch den Schweregrad eine invalidenver
sicherungsrechtliche Relevanz
(
Urk.
10/24/14)
.
3.6
Die Behand
elnden
Dr.
A._
und
D._
vertraten in ihrer Stellungnahme vom 23. September 2015 die Auffassung, es müsse die Diagnose einer andau
ernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0) gestellt werden. Es dürfe nicht übersehen werden, dass die Versicherte über lange Zeit eine be
lastbare arbeitsfähige Frau gewesen sei, die durchaus über Eigenständig
keit und Lebenstüchtigkeit verfügt habe. Erst nach der langandauernden Erfah
rung von
Gewalt in der Ehe habe sie psychische Symptome entwickelt, die sie nun erheb
lich im Alltag beeinträchtigten, verunsicherten und auf Hilfe ange
wiesen mach
ten
(
Urk.
10/34/1)
.
Die Versicherten leide weiter unter den psy
chischen Folgen der jahrelangen Gewalt, obwohl die Bedrohung nicht mehr akut vorhanden sei.
Zudem liege infolge
der langjährigen psychischen und phy
sischen Verletzungen
eine
ko
m
morbide
depressive Verstimmung vor
. Die Ver
sicherte sei deshalb massiv und langandauernd beeinträchtigt und ihre Arbeits
fähigkeit
sei
erheblich eingeschränkt
(
Urk.
10/34/2).
3.7
Am
1
7.
November 2015
hielt
Dr.
Z._
an seinen Ausführungen im Gutachten vom 1
2.
Juli 2015 fest und nahm zur geäusserten Kritik Stellung
(
Urk.
10/38
)
.
3.8
Dr.
A._
und
D._
liessen sich darauf mit einem weiteren Schreiben vom 1
8.
Februar 2016 (
Urk.
10/44) vernehmen.
Zusammenfassend
bekräftigten auch sie die von ihnen gestellten Diagnosen
. I
hrer Beurteilung zufolge seien eine angstgeprägte
Traumafolgestörung
und eine depressive Symptomatik inklusive psychosomatischer Begleitsymptome klinisch feststellbar, welche die psychische Befindlichkeit und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Da
Dr.
A._
und
D._
von rezidivierenden depressiven Störungen ausgingen, liege es in der Natur der Sache, dass aufgrund der Schwankungen im Krankheitsverlauf nicht immer der gleiche Grad einer fixierten depressiven Störung klinisch nachweis
bar sei
(Urk.
10/44/2).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob zur Beurteilung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
Z._
vom 1
2.
Juli 2015 samt dessen ergänzender Stellungnahme vom
1
7.
November 2015
abgestellt werden kann (Urk.
1, 2
und 9
)
.
4.2
Das zur Diskussion stehende psychiatrische Gutachten basiert auf der fachärzt
lichen Untersuchung der Beschwerdeführerin am 29. Juni 2015
, die unter
Bei
zug
eines Albanisch-Dolmetschers erfolgte (Urk. 10/24/1)
. Es wurde in Kenntnis der von der IV-Stelle zur Verfügung gestellten und
vom Gutachter beigezoge
nen
medizinischen
Vorakten
erstattet (Urk.
10/24/1
und 10/24/3-4
).
Der Gut
achter führte eine sorgfältige Anamnese- und Befunderhebung durch
(
Urk.
10/24/5-10)
und beantwortete die
gestellten Fragen umfassend (Urk.
10/24/11-15
).
E
r setze sich auch
mit den
zum Teil
anderslautenden Beur
teilungen
der Behandelnden
, insbesondere
betreffend
depressive
Störung
ausei
nander
und erkannte insoweit zutreffend, auch im
E._
sei keine solche
festge
stellt worden
(
Urk.
10/24/13
und 10/38/2
-3
; vgl. Urk. 10/24/16
)
.
4.3
In formeller Hinsicht wurde beanstandet, der Gutachter habe die Versicherte mit der Unterstützung eines männlichen Dolmetschers befragt, was in einem Straf
verfahren wegen häuslicher Gewalt niemals möglich gewesen wäre und was natürlich zu Hemmungen der Versicherten geführt habe, sich zu öffnen (
Urk.
1 S. 4 f.).
Dazu ist zu bemerken, dass sich die Versicherte
,
der
Dr.
Z._
bereits am 1
3.
April 2015
als
Gutachter
bekannt gegeben
worden
war (
Urk.
10/21),
weder vor noch anlässlich der Begutachtung gegen die Anwesenheit einer männlichen Person ausgesprochen hatte, ebenso wenig
Dr.
A._
oder
D._
. Der betreffen
de Einwand erweist sich daher von vornherein als verspätet.
Den
noch
ist zu bemerken, dass die Versicherte von
Beginn an von
einem männ
lichen Psycho
therapeuten
behandelt wurde
und keine Anhaltspunkte dafür vor
handen sind, dass die gutachterliche Untersuchung nicht korrekt durchgeführt werden konn
te
.
Es trifft
insbesondere
nicht zu, dass der Gutachter
Dr.
Z._
erklärte, er könne
mit den
Aussagen der Versicherten kein klares Bild gewinnen (
Urk.
1 S. 5). Vielmehr zeigte er sorgfältig
und korrekt
die sich aus den Akten und den Schilderungen der Versicherten
ergebenden Widersprüche auf
(
Urk.
10/24/11
; vgl.
Urk.
10/14/1,
10/24/5-
6
, 10/24/8 und
10/24/17
)
, was für die Wertigkeit seines Gutachtens spricht. Danach gelangte er zum Schluss, in der Gesamtschau aller Angaben und Befunde kristallisierten sich genügend stimmige psycho
pathologische Konzepte heraus, was er im Folgenden einge
hend
und schlüssig begründete (Urk.
10/24/11 ff.).
4.
4
So führte er mit Bezug auf die diagnostizierte
Persönlichkeitsstörung
aus, d
ie Versicherte sei im Kosovo in einer grösseren Bauernfamilie aufgewachsen. Sie habe gute psychische Bedingungen gehabt, in der Jugend keine psych
opatholo
gischen Symptome aufgew
i
e
sen und
ihre
Familien
a
namnese sei
bland
.
Daher bestünden keine Apriori-
Dispositionen
für schwere psychische
Störungen.
Es fehle einzig
die Schulbildung. Die Versicherte könne praktisch nicht lesen und schreiben. Sie spreche nach 23 Jahren in der Schweiz noch fast kein Deutsch. Sie mache einen
unintelligenten
Eindruck und weise ein äusserst einfaches Denken auf mit einer sehr geringen Auffassungsgabe und einem mangelhaften Überblick. Sie wirke auch emotional wenig differenziert. Dies disponiere zu einer grossen Selbstunsicherheit und Fremdabhängigkeit, bei der Versicherten im Grade einer Persönlichkeitsstörung. Die Versicherte habe sich vom Ehemann wehrlos ausnützen lassen, bis sich die Kinder für sie gewehrt hätten. Sie könne Situationen schlecht form
ulieren, berufe sich bloss auf andere und
scheine in allen Lebensbereichen auf Hilfe angewiesen zu sein. Zumindest anfänglich scheine ihre Arbeitsleistung m
angelhaft gewesen zu sein (Urk.
10/24/11).
Diese Ausführungen stehen
nicht nur
mit den
Angaben der Versicherten
(Urk.
10/24/8-9) und den
Vorakten
(
vgl.
Urk.
10/16/7
)
im Einklang
, sondern
sie
erscheinen auch
überzeugen
d
.
Zum Einwand, es werde verkannt, dass die Ver
sicherte eine belastbare arbeitsfähige Frau gewesen sei, die durchaus über Eigenständigkeit und Lebenstüchtigkeit verfügt habe (Urk.
10/34/1
), ist zu bemerken, dass die Versicherte ihren eigenen Angaben zufolge
2002
erst auf Betreiben der die Familie finanziell unterstützenden Gemeinde arbeitstätig wur
de und
ihre erste
Arbeitsstelle bloss
dank
der Vermittlung dieser Gemeinde behalten konnte (
Urk.
10/24/9).
Mit Bezug auf die Diagnose einer Panikstörung brachte
Dr.
Z._
vor, n
achdem die Kinder
der Versicherten
grösser geworden seien, hätten sie die Trennung der Ehe
ihrer Eltern
angestrengt, welche im Februar 2012 gerichtlich angeordnet worden sei. Der schon seit zehn Jahren arbeitslose Ehemann sei zwar ausgezo
gen, habe die Versicherte und ihre Kinder aber weiterhin bedroht. Vor einem Jahr sei er gegen einen Sohn gewalttätig geworden und für einen Monat in Untersuchungshaft gekommen. Die Versicherte habe deshalb weiterhin Angst vor Gewalttätigkeiten durch ihn. Diese Angst habe sich in den letzten Jahren
zu
einer Panikstörung entwickelt. Sie sei gru
nds
ätzlich permanent vorhanden, Angstattacken träten auch spontan ohne unmittelbar drohende Gegenwart des Ehemannes auf. Die Angst der Versicherten und die gesamt
e
daraus folgende Symptomatik seien ausschliesslich auf den Ehemann bezogen und hätten sich nicht generalisiert. Demzufolge stelle die Bedrohung der Versicherten durch den Ehemann, die weiterhin aktuell sei, einen psychosozialen Belastungsfaktor dar, der als die hauptsächliche Ursache der psychischen Störungen angesehen wer
den müsse (
Urk.
10/24/12-13).
Auch diese Erläuterungen decken sich mit den Akten und
sind schlüssig
. Insbe
sondere ist dar
in nicht – wie behauptet (
Urk.
10/34/1) – ein Widerspruch zu er
blicken.
Die Bedrohungssituation
durch den Ehemann
wurde vom Gutachter
auch
nicht als einzige, sondern lediglich als hauptsächliche Ursache
bezeichnet
.
Es trifft insbesondere nicht zu, dass er eine pathologische Ursache verneinte, wie es in der Beschwerdeschrift behauptet wurde (
Urk.
1 S. 4).
Soweit geltend gemacht wurde,
die Bedrohung
sei
nicht mehr akut vorhanden (Urk.
10/34/2), bemerkte der Gutachter zutreffend
(vgl.
Urk.
10/38/2)
,
dass die Versichert
e
ihm gegenüber
geschildert hatte
, sie schlafe noch immer schlecht,
da ihr
Ex-
Ehemann noch immer in ihrer Nähe schlafe (
Urk.
10/24/5), er wohne im Nach
bardorf und komme oft mit Freunden nach
F._
(
Urk.
10/24/9).
Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Scheidung
mit Urteil vom 10.
April 2015 ausge
sprochen worden war (
Urk.
10/25
; vgl.
Urk.
10/34/2
).
Dem
Gutachter
Dr.
Z._
wurde
vorgeworfen, in der Anamnese komme der Grad der Traumatisierung zu wenig zum Ausdruck (
Urk.
1 S. 5).
Dabei
geht aus
derselben hervor,
dass die Versicherte eingehend schilderte,
wie ihr Ehemann sie immer wieder an den verschiedensten Orten bedroht habe
(Urk.
10/24/5)
, dass er gegen sie und die Kinder, welche er ebenfalls bedroht habe, gewalttätig gewesen sei
und ihr das Geld abgenommen habe
(Urk. 10/24/7
und
10/24/9
)
.
Auch den
Vorakten
,
von denen
Dr.
Z._
Kenntnis hatte
, lässt sich entnehmen, dass ein Sohn der Versicherten gegenüber dem Krankentaggeldversicherer erklärte, seine Mutter werde von ihrem
Ehemann häufig geschlagen (Urk.
10/4/2).
Überdies wurden im Bericht des
E._
vom 1
0.
März 2015
einzelne der über Jahre erlit
tenen körperlichen Misshandlungen beispielhaft aufgeführt (
Urk.
10/24/17). Dieser Vorgeschichte
trug
Dr.
Z._
in seinem Gutachten Rechnung (
Urk.
10/24/11).
Weitere Erkenntnisse lassen
sich dem Urteil SB140491 des Obergerichts des Kantons Zürich vom
2.
Februar 2015
(im Inter
net abrufbar unter:
http://www.gerichte-zh.ch/entscheide/entscheide-anzeigen.html
)
, auf welches in der Beschwerde
schrif
t verwiesen wurde (
Urk.
1 S.
5), nicht
gewinnen
. Daraus geht
im Wesentlichen
hervor, dass der damalige Ehemann der Versicher
ten wegen Drohung, teilweise versuchter Drohung, mehrfacher Beschimpfung und mehrfachen Tätlichkeiten gegenüber
seinem Sohn und seiner Tochter
zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen
verurteilt wur
de
, wobei ihm 16 Tage erstandene Untersuchungshaft angerechnet wurden
. Es erübrigt sich daher, den bea
ntragten
Aktenbeizug
(
Urk.
1 S.
5) anzuordnen.
Des Weiteren wurde gerügt
, der Gutachter
Dr.
Z._
habe d
i
e kriegsbedingte
sekundäre
Traumatisierung
der Versicherten
viel zu wenig
berücksichtigt
(Urk.
1 S. 4 und 10/34/2).
Hierzu ist festzuhalten
, dass die Versicherte
Dr.
Z._
gegen
über
ausdrücklich erklärte, sie habe keine Kriegserlebnisse gehabt, der Krieg sei erst später ausgebrochen (
Urk.
10/24/8). Dies steht im Einklang mit
den bei der IV-Anmeldung gemachten Angaben und dem auf ihrem Ausweis vermerkten Einreisedatum
, gemäss welchen
die Versicherte bereits am 13.
Januar 1992 aus dem Kosovo in die Schweiz einreiste (
Urk.
10/3/1 und 10/23/2).
Es trifft daher nicht zu, dass die Versicherte erst im Dezember 1992 wegen des Krieges aus dem Kosovo in die Schweiz
f
lieh
en musste
(Urk.
10/24/17).
Dr.
Z._
monierte
in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1
7.
November 2015
überdies
zu
Recht
, weder die Versicherte selbst noch die Behandelnden hätten eine kriegs
bedingte
Traumatisierung
beschrieben
(Urk.
10/38/2; vgl. Urk.
10/4/1, 10/16/5-9, insbesondere 10/16/7, und
10/24/16-18, insbesondere 10/24/17).
Letzteres lässt sich auch nicht mit dem von
Dr.
A._
und
D._
angeführten Umstand erklären, die Versicherte neige aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes, ihrer mangelnden Schulbildung und ihrer Unsicherheit dazu, gegenüber ihr unver
trauten Personen beschönigende und weniger beschämend-stigmatisierende Aussage über ihren emotionalen Zustand zu machen. Beim genauen Nachfragen
in einer tragfähigen Beziehung würden dann oft viel mehr problematische Sachverhalte offenbart (
Urk.
10/44/1).
Erst am 1
8.
Februar 2016 hielten
Dr.
A._
und
D._
, bei welchen sich die Versicherte seit April 2014 in Behandlung befand,
schriftlich fest,
sie
habe miterleben müssen, wie auf ihren Vater
geschossen un
d er am Bein verletzt worden sei (Urk. 10/44/1)
.
Dieses nachträg
liche Vorbringen allein vermag
an der
Beurteilung
Dr.
Z._
s
keine Zweifel zu wecken
.
Vielmehr erscheint es in Anbetracht
der Darlegungen
Dr.
Z._
s
als
schlüssig und nachvollziehbar, dass
den Symptomen, soweit sie auf die diagnostizierten psychischen Störungen mit Krankheitswert zurückzuführen sind, weder in Bezug auf die Art, die Dauer noch den Schweregrad eine invalidenversiche
rungsrechtliche Relevanz zukommt. Dies muss umso mehr gelten, als
Dr.
Z._
zutreffend erkannte
, dass die Versicherte
ein erhebliches Aktivitätsniveau an den Tag zu legen vermag
(
Urk.
10/24/13
und 10/38/2
)
.
Die diversen Tätigkeit
en, welche die Versicherte
ihm gegenüber
ge
schildert
hatt
e (Urk.
10/24/7
),
wurden
denn auch
weder
von
Dr.
A._
noch
von
D._
in Abrede gestellt
(
Urk.
10/34 und 10/44; vgl. auch
Urk.
10/4/1 und 10/16/5-9)
. D
ie beiden
begnügten sich damit
, generell auf zahlreiche Einschränkungen und Behinde
rungen zu verwei
sen
, ohne diese im Einzelnen zu konkretisieren (vgl.
Urk.
10/44/4).
Der Um
stand, dass die Versicherte das
E._
nach ihrem freiwilligen Eintritt zur Krisen
intervention bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen konnte (
Urk.
10/24/16-18), spricht gegen das Vorhan
densein eines ernsthaften Leidens
drucks
, welcher bei einschränkenden Beschwerden zu erwarten wäre
.
Es bleibt zu bemerken, dass
Dr.
Z._
im Rahmen seines Ermessens auf die Ein
holung fremdana
mnestischer Auskünfte verzichten
durfte
.
Dies muss umso mehr gelten, als offenbar bereits die
Behandelnden im
E._
solche vom
Sohn der Versicherten eingeholt
und damit
keine wesentlichen neuen Erkenntnisse
gewonnen hatten
(
Urk.
10/24/17).
Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertre
tenen Ansicht (vgl.
Urk.
1 S. 5 f.) ist
Dr.
Z._
in die
sem Punkt somit kein Ver
säumnis vorzuwerfen.
4
.
5
Es wurde auch sonst nichts
vorgetragen, was das psychiatri
sche Gutachten von Dr.
Z._
als nicht schlüssig erscheinen liesse oder sonst in Zweifel zu ziehen vermöchte
(vgl.
Urk.
1, 10/34 und 10/44)
. Ebenso wenig ist etwas Derartiges aus den Akten ersichtlich. Vielmehr erfüllt das Gutachten sämtliche von der Recht
sprechung statuierten Anforderungen an ein medizi
nisches Gutachten (vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a). Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht darauf abgestellt
, zumal
auch
keinerlei Anhaltspunkte dafür vorhan
den sind, dass sich die gesundheitliche Situation und die Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin seit ihrer Begutachtung am 2
9.
Juni 2015 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
6.
Juli 2016 verschlechterten (vgl. Urk. 1,
10/34 und
10/44
)
.
Unter diesen Umständen erübrigt es sich, das von Seiten der Beschwerdeführerin beantragte psychiatrische Gerichtsgutachten einzuholen (vgl.
Urk.
1 S. 2, 3 und
7
).
Vielmehr ist gestützt auf
die gutachterlichen Ausfüh
rungen
Dr.
Z._
s davon auszugehen, dass die festgestellten Gesundheits
schäden keine invaliden
ver
sicherungs
rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit bewirken.
Dementsprechend verfügt
die Beschwerdeführerin
über keinen Leis
tungsanspruch.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Ausgangs
ge
mäss sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge
ge
währter unentgeltlicher Prozessführung (Urk. 12) jedoch einstweilen auf die Ge
richtskasse zu nehmen.
5.2
Rechtsanwalt Hans
Hegetschweiler
hat für seine Bemühungen und Auslagen als unent
geltlicher Rechtsvertreter im vorliegenden Verfahren keine Honorarnote einge
reicht. In Anbetracht der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses erscheint es angemessen, ihm eine Entschädigung von Fr. 1‘500.-- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten.