Decision ID: cf500061-6828-55d8-bf57-ee43df094994
Year: 2014
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Im September 2011 meldete sich der 1956 geborene A._ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 1, 9). Als gesundheitliche Beeinträchtigung gab er chronische starke Schmerzen im Bereich des Nackens, der Schultern, der Arme, des Rückens und der Knie an, welche ihm keine normalen Bewegungsabläufe erlauben würden. Weiter leide er an Kopf- und Gesichtsschmerzen, einem Augenbrennen und einer Sehschwäche links, einer vegetativen Störung des Magendarmtraktes sowie an einer Depression. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hätten 1975 im Gefängnis begonnen und hätten mit den Jahren zugenommen Er sei über lange Zeit mentaler und physischer Folter ausgesetzt gewesen (AB 9 S. 6). Der Versicherte ist als Flüchtling anerkannt (AB 2).
Nachdem die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) Abklärungen vorgenommen hatte, stellte sie mit Vorbescheid vom 7. Februar 2012 (AB 24) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Ihre Abklärungen hätten ergeben, dass der Gesundheitsschaden bereits bei der Einreise in die Schweiz am 9. Juni 2008 bestanden habe. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin B._, Einwand. Nur eine korrekte Beurteilung einzelner Beeinträchtigungen, ihres Zusammenspiels und ihrer Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit könne aufzeigen, ob, in welchem Ausmass und seit wann ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Der blosse Hinweis auf einen Gesundheitsschaden bei der Einreise reiche nicht, um einen Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente zu verneinen (AB 28). In der Folge beauftragte die IV-Stelle die Dres. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und D._, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie FMH, mit einer interdisziplinären Abklärung (Gutachten
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vom 1. April 2013, AB 36.1 und 37.1). Zudem holte sie die beim Bundesamt für Migration vorhandenen medizinischen Akten ein (AB 46).
Mit Verfügung vom 22. August 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Aufgrund ihrer Abklärungen sei anzunehmen, dass der Versicherungsfall vor der Einreise in die Schweiz eingetreten sei, weshalb die versicherungsmässigen Voraussetzungen zur Ausrichtung einer Invalidenrente nicht erfüllt seien (AB 47).
B.
Dagegen erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch Fürsprecherin B._, am 20. September 2013 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die Verfügung sei aufzuheben und die Angelegenheit zur korrekten Feststellung des Sachverhalts und des Eintritts des Versicherungsfalls an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und es sei ihm Fürsprecherin B._ als amtliche Anwältin beizuordnen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:
1.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des
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kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 22. August 2013 (AB 47). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).
1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).
2.
2.1 Flüchtlinge mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf ordentliche Renten der Alters- und Hinterlassenenversicherung sowie auf ordentliche Renten und Hilflosenentschädigungen der Invalidenversicherung. Das Erfordernis des Wohnsitzes und des gewöhnlichen Aufenthalts ist von jeder Person, für die eine Rente ausgerichtet wird, einzeln zu erfüllen (Art. 1 Abs. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 4. Oktober 1962 [SR 831.131.11]).
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2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.
2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.6 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben. Die Invalidität bezüglich Rente gilt als
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eingetreten, wenn während eines Jahres (ohne wesentlichen Unterbruch) eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bestanden hat und eine anspruchsbegründende Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. 16 ATSG oder Art. 8 Abs. 3 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG weiterhin besteht (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c S. 298).
2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).
2.8 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).
Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).
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3.
Ob der Beschwerdeführer bereits bei der Einreise einen Gesundheitsschaden hatte, der zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% führte, was einen Rentenanspruch mangels Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen ausschlösse (vgl. THOMAS ACKERMANN, Versicherungsmässige Voraussetzungen des Leistungsanspruchs in der Invalidenversicherung, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2011, St. Gallen 2012, S. 23 ff.), kann vorliegend offen bleiben. Selbst wenn man das Erfüllen der versicherungsmässigen Voraussetzungen bejahen würde, hätte er mangels Erfüllens der materiellen Voraussetzungen keinen Rentenanspruch, wie im Folgenden zu zeigen sein wird (vgl. E. 4 – 6 hiernach). Da vorliegend somit unabhängig von der Frage des Bestehens der versicherungsmässigen Voraussetzungen abschliessend über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers entschieden werden kann, besteht an der Beantwortung der betreffenden Frage – entgegen der in der Beschwerde S. 5 Ziff. 4 vertretenen Auffassung – kein aktuelles Rechtsschutzinteresse.
4.
4.1 Der somatische Gutachter Dr. med. D._ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 1. April 2013 (AB 36.1) in körperlicher Hinsicht in Übereinstimmung mit den Vorakten (vgl. AB 11 S. 2 und 9, AB 13 S. 2, AB 15 S. 8 – 10, AB 16 S. 1 sowie AB 18) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Cervikobrachialsyndrom, einen Verdacht auf ein persistierendes leichtes Impingementsyndrom sowie einen Verdacht auf eine persistierende Irritation der Supraspinatussehne an der rechts dominanten Schulter, ein chronisches lumbales pseudoradikuläres Schmerzsyndrom sowie chronische Knieschmerzen beidseits (AB 36.1 S. 23 f.). Aufgrund dieser Beeinträchtigungen seien dem Beschwerdeführer andauerndes Sitzen oder andauerndes Stehen/Gehen nicht zumutbar. Ungünstig seien auch Arbeiten in der Hocke oder auf unebenem Gelände. Das gelegentliche Heben von Lasten bis 10kg sei ihm zumutbar. Wegen der operierten rechten Schulter könne er keine Arbeiten über Schulterhöhe
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verrichten. Solcherart angepasste, wechselbelastende Arbeiten seien dem Beschwerdeführer zu 8.5 Stunden täglich zumutbar. Dabei bestehe als Folge der Schmerzen und der dadurch etwas vermehrten Pausenbedürftigkeit eine verminderte Leistungsfähigkeit von schätzungsweise maximal 10% (AB 36.1 S. 33 Ziff. 7.12 – 7.14 sowie S. 32 Ziff. 7.5).
4.2 Der psychiatrische Gutachter Dr. med. C._ hielt in seinem Gutachten vom 1. April 2013 (AB 37.1) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F. 32.00) sowie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische Belastungsstörung leichteren Schweregrades (ICD-10: F43.1) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10: F45.41) fest (AB 37.1 S. 12).
Den Akten könne entnommen werden, dass sich die geklagten Schmerzen nur teilweise hinreichend durch körperliche Störungen erklären liessen. Aus psychiatrischer Sicht würden sich diverse Belastungen nachweisen lassen, die schwerwiegend genug seien, um in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Schmerzen zu stehen. Diesbezüglich sei insbesondere die langjährige Trennung von der Tochter zu nennen. In diagnostischer Hinsicht könne unter Berücksichtigung dieser Faktoren von einer chronischen Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen ausgegangen werden. Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens lasse sich indes nicht erkennen. Im Gegenteil leide der Beschwerdeführer unter der aus anderweitigen Gründen bestehenden Kontaktlosigkeit mit seiner Tochter. Eine schwerwiegende psychiatrische Komorbidität lasse sich zudem nicht diagnostizieren. Der Schweregrad sowohl der posttraumatischen Belastungsstörung als auch der Depression sei lediglich als leichtgradig zu beurteilen. Von einer Therapieresistenz der den Beschwerden zu Grunde liegenden Konflikte könne zudem nicht ausgegangen werden (AB 37.1 S. 15 f.).
Die psychischen Einschränkungen dürften sich gemäss Gutachter in allen Tätigkeiten in etwa gleichem Ausmass auswirken. Unter Berücksichtigung aller Faktoren sei aus psychiatrischer Sicht bei einem zeitlich vollen
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Arbeitspensum von einer Verminderung der Leistungsfähigkeit von 20% auszugehen, da der Beschwerdeführer aufgrund der genannten Beschwerden vermehrt Pausen benötige (AB 37.1 S. 16 f.).
4.3 In ihrer gemeinsamen interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter in der Folge zum Schluss, dass lediglich körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten gemäss dem im rheumatologischen Gutachten (AB 36.1) beschriebenen Belastungsprofil zumutbar seien, wobei eine Leistungsverminderung von 20% bestehe. Ein additiver Effekt betreffend der Leistungsverminderung aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht bestehe nicht (AB 37.1 S. 19).
5.
Die Gutachten der Dres. med. D._ und C._ (AB 36.1 und 37.1) erfüllen sämtliche der von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.8 hiervor). Sie sind im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis und schlüssiger Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden und sind in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begründet. Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzungen der Dres. med. D._ und C._ sprechen würden, liegen keine vor und werden denn auch nicht geltend gemacht. Entgegen der Auffassung in der Beschwerde S. 4 Ziff. 2 in fine, wonach die Qualifikation der gewählten Experten für die Begutachtung einer Person, die physische und psychische Folter erlebt habe, zu bezweifeln sei, ist festzuhalten, dass für diese Behauptung weder Gründe angeführt werden, noch ersichtlich sind. Weder fehlt es den Dres. med. D._ und C._ an den für die vorliegende Begutachtung notwendigen fachärztlichen Qualifikationen, noch finden sich in den Akten oder in den Gutachten Anhaltspunkte, dass die betreffenden Erlebnisse des Beschwerdeführers von den Gutachtern nicht oder nicht korrekt berücksichtigt worden wären,
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was entscheidend ist. Die schlüssigen Gutachten der Dres. med. D._ und C._ (AB 36.1 und 37.1) erbringen somit vollen Beweis (vgl. E. 2.8 hiervor). Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer Leistungsverminderung von 20% vollständig arbeitsfähig ist (vgl. E. 4.3 hiervor).
6.
6.1 Frühest möglicher Rentenbeginn ist vorliegend März 2012, da sich der Beschwerdeführer im September 2011 erstmals bei der Invalidenversicherung angemeldet hat (AB 1; Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Beschwerdeführer verfügt über keine angestammte Tätigkeit, so dass für das Valideneinkommen auf statistische Zahlen abzustellen ist. Massgebend ist dabei TA1, Niveau 4, Total, Männer, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE; diese Zahl spiegelt eine breite Palette möglicher Tätigkeiten wieder. Der gleiche Wert ist für das Invalideneinkommen heranzuziehen. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2).
6.2 Vorliegend beruhen beide Vergleichseinkommen auf statistischen Grössen, weshalb invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen zu berücksichtigen wären (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5), während den behinderungsbedingten Einschränkungen mit der anerkannten Leistungsverminderung von 20% (vgl. E. 4.3 hiervor) genügend Rechnung getragen ist. Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers beträgt nach dem Dargelegten im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns somit 20%. Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer unabhängig von der Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen (vgl. E. 3
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hiervor) mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades (vgl. E. 2.4 hiervor) keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.
7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 700.-- festzusetzen und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Prozessführung – dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
7.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege.
7.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).
7.3.2 Aufgrund der zum Gesuch um unentgeltliche Prozessführung eingereichten Unterlagen (Beschwerdebeilage [BB] 6 und 7) ist die Prozessbedürftigkeit erstellt. Das vorliegende Beschwerdeverfahren war auch nicht als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen. Auch war die anwaltliche Verbeiständung im Beschwerdeverfahren gerechtfertigt. Damit sind die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung im Beschwerdeverfahren erfüllt. Das
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Gesuch ist somit gutzuheissen. Der Beschwerdeführer ist folglich – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008, in Kraft seit 1. Januar 2011 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien (Art. 113 VRPG) und ihm ist Fürsprecherin B._ als amtliche Anwältin beizuordnen.
7.4 Gemäss Art. 42 (in der seit 1. Januar 2011 gültigen Fassung) des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711), in Kraft seit dem 1. Januar 2011, beträgt der Stundenansatz Fr. 200.--.
Die von Fürsprecherin B._ eingereichte Kostennote vom 5. November 2013 gibt bezüglich Höhe zu keinen Bemerkungen Anlass. Gestützt auf diese Kostennote wird der tarifmässige Parteikostenersatz von Fürsprecherin B._ inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer auf Fr. 3'164.40 (Fr. 2'880.-- Honorar, Fr. 50.-- Auslagen, Fr. 234.40 Mehrwertsteuer) und ihre amtliche Entschädigung auf Fr. 2'646.-- (Fr. 2'400.-- Honorar [12h x Fr. 200.--/h], Fr. 50.-- Auslagen, Fr. 196.-- Mehrwertsteuer) festgesetzt. Die amtliche Entschädigung wird Fürsprecherin B._ nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Der Beschwerdeführer hat dem Kanton Bern diese Kosten entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO nachzuzahlen.
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