Decision ID: 7a7cd700-d384-4618-a371-502d5bf945e8
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1967 geborene
X._
meldete sich am 30. September 2009 (Urk.
13
/2) unter Hinweis auf Arm- und Schulterprobleme sowie eine Neurose ein erstes Mal bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an.
Mit
Verfügung vom 25. September 2012 (
Urk. 13/73)
wies die
Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
den An
spruch der Versi
cherten auf eine Invalidenrente
ab
.
Am 11. Oktober 2012 (Urk.
13
/74) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Hand- und
Kniebeschwerden erneut zum Leistungsbezug an. Mit
Verfügung vom
23. Mai 2013 (Urk.
13/110)
verneinte die IV-Stelle
einen
Anspruch auf eine Invalidenrente
.
Die
hiergegen erhobene Beschwerde (Urk.
13
/111) wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts IV.2013.00557 vom 17. Juni 2014 (Urk.
13
/113) in dem Sinne gutgeheissen,
als
die
angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zwecks Durchführung weiterer Abklärungen zurückge
wiesen wurde.
Nach ergänzenden Abk
l
ärungen
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. August 2015 (Urk.
13
/142)
einen
Anspruch auf eine Invaliden
rente
mit der Begründung
, dass der
Versicherten
eine angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar sei, womit ein Invali
ditätsgrad von 11 % resultiere.
Am 13. Juni 2016 (Urk.
13
/145 ff.) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine Arthritis
psoriatica
wi
ederum bei der IV zum Leistungs
bezug an.
In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Am 1. Oktober 2016 trat die Versicherte eine unbefristete Stelle als Küchenhilfe in einem 50
%
Pensum bei der
Y._
an (vgl. Urk. 13/
194 S. 2 f.
)
.
Am 6. Dezem
ber 2016 wurde
sie
durch die
Dres
. med.
Z._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psy
chotherapie, sowie
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
regionalen ärztlichen Dienst (RAD)
der IV-Stellen
je einer versicherungsinternen Untersuchung unterzogen (Urk.
13
/158
-
159).
Mit Verfügung vom 7. März 2017 (Urk. 13/173)
verneinte die IV-Stelle
einen
Anspruch auf eine Invalidenrente
. Zur Begründung führte sie aus, aus psychi
atrischer Sicht bestehe keine gesundheitliche Einschränkung. Aus somatisch-orthopädischer Sicht sei ihr die bisherige Tätigkeit als Reinigungskraft weiterhin nicht zumutbar. Seit Dezember 2016 habe sich der Gesundheitszustand wesent
lich verbessert, sodass seit dann von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit auszugehen sei
, womit ein Invaliditätsgrad von 19 % resultiere
.
Da der Invaliditätsgrad ab Dezember 2016 unter 40 % betrage, bestehe
bei am 15. Juni 2016 erfolgter Anmeldung
kein Anspruch auf eine
Invalidenrente.
Eine
dagegen
erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit
Urteil
IV.
2017
.
00318
vom
30
.
Oktober
2018
(Urk.
13
/
182
)
ab. Das Bundesgericht trat auf eine gegen
dieses
Urteil erhobene Beschwerde mit Urteil 8C_832/2018 vom 7. Dezember 2018 (Urk. 13/184) nicht ein.
1.2
Die
Versicherte
war weiterhin
als Küchenhilfe in einem 50
%-Pensum bei der
Y._
angestellt (vgl. Urk. 13/194 S. 2 f.).
Am 15. August 2019 (Urk. 13/187) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine gesundheitliche Verschlechterung erneut bei der
IV
zum Leistungsbezug
an. Die IV-Stelle tätigte darauf hin medizinische und erwerbliche Abklärungen
. Sie holte unter anderem je eine aktenbasierte Stellungnahme bei
Dres
.
Z._
sowie
A._
vom
RAD ein (Urk. 13/200 S. 4-8).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk.
13
/
201
, Urk.
13
/
204
)
wies
die IV-Stelle
das Rentenbegehren
gestützt auf die RAD-Beurteilung
mit Verfügung vom
2
.
März
2020 (Urk. 2)
mit der Begründung
ab
, dass sich der körperliche Gesundheitszustand nicht wesent
lich verschlechtert habe
und auch psychiatrisch eine Verschlechterung nicht nachvollzogen werden
könne
.
Am 14. März 2020 zog sich die Beschwerdeführerin bei einem Sturz eine Fraktur des linken Handgelenkes zu, welche operiert werden musste (
vgl.
Urk. 16/1-10).
2.
Die Versicherte erhob am
31
.
März
2020 (Urk. 1) Beschwerde gegen die Ver
fü
gung vom
2.
März
2020 und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine
halbe IV-Rente zuzusprechen sowie es sei unter Feststellung, sie
habe
Anrecht auf eine halbe IV-Rente, de
r
Fall zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen
(S. 1).
Daneben reichte sie diverse Berichte ihrer Behandler ein (Urk. 3/1-10).
Am
9
.
April
2020 (Urk.
5
) reichte die Beschwerdeführerin
einen weiteren
Bericht ihrer Behandler nach (Urk.
6
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
16
.
Juni
2020 (Urk.
12
) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
17
.
Juni
2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
14
).
Mit am 9. November 2020
am hiesigen Gericht eingegangener Eingabe
(Urk.
15
) reichte die Beschwerdeführerin weitere Berichte
im Zusammenhang mit
dem
Unfall
vo
m 14. März 2020
ein (Urk.
16
/1-
10
), welche der IV-Stelle mit Schreiben vom 10.
November
2020 (Urk.
17
) zur Kenntnis zugestellt wurden.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind au
sschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs.
3 der
Verordnung über die Invalidenversicherung
[
IVV
]
) so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
Anlass zur Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustandes revidierbar (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
1.
4
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger.
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der rentenabweisenden Verfügung vom
2
.
März
2020
(Urk. 2) aus,
gemäss der Beurteilung des RAD habe sich der körperliche Gesundheitszustand zu den
Vorakten
nicht wesentlich verändert respektive ver
schlechtert.
Auch
psychiatrisch könne keine Verschlechterung nachvollzogen werden (
S. 1
unten).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde vom 31. März 2020 (Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt,
die Berichte der behandelnden Ärzte bestätigten, dass es bei ihr zu erheblichen Verschlechterungen gekommen sei.
Die Berichte der RAD-Ärzte könnten nicht ohne Weiteres akzeptiert werden. Es bestünden grosse Zweifel, dass sie den Fall nicht
rechtsgenüglich
abgeklärt hätten und sogar mit Diagnosen manipuliert hätten, um einen negativen Entscheid zu bewirken. Sie leide an zahlreichen somatischen und psychischen Beschwerden, wie von den behandelnden Ärzten festgestellt worden sei. Es sei deutlich, dass die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sachverhalt nicht rechtsgenügend und korrekt habe abklären wollen
(S. 2-
5
).
2.3
Umstritten und zu prüfen ist, ob
der
Beschwerdeführerin nach der Neuanmeldung vom
15. August 2019 (Urk. 13/187)
eine Rente der Invalidenversicherung zusteht.
Dabei im Vordergrund steht die Frage, ob sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin gegenüber dem
7. März 2017
insofern wesentlich verändert hat, als der veränderte Gesundheitszustand geeignet ist, den Invaliditätsgrad und
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen respektive überhaupt einen Renten
an
spruch zu begründen.
Zu
prüfen ist dabei insbesondere,
ob der Sachverhalt genügend abgeklärt worden ist und
somit
ein Entscheid über den Rentenanspruch
überhaupt
ergehen konnte
.
3.
3.1
D
ie Beschwerdegegnerin
und
-
im Rahmen der gerichtlichen Überprüfung der Verfügung vom 7. März 2017
-
auch d
as hiesige Gericht
-
stützte
n
sich im Wesentlichen auf
die auf
eigenen Untersuchungen beruhenden
Beurteilung
en
der RAD-Ärzte
Dres
.
Z._
und
A._
(vgl.
Verfügung vom 7. März 2017, Urk. 13/173; vgl. auch
Urteil
vom
30
.
Oktober
2018
E. 3.2
f., Urk. 13/182
)
.
Nach der Unter
suchung der Beschwerdeführerin durch die RAD-Ärzte Dr.
Z._
und Dr.
A._
am 6. Dezember 2016 stellte Dr.
Z._
am keine psychiatrische Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(Urk. 13/158 S. 5). Bei der aktuellen Unter
suchung zeige sich keine depressive Symptomatik. Es könne rückwirkend nicht beurteilt werden, ob früher eine solche vorgelegen habe. Eine anhaltende soma
toforme Schmerzstörung (F45.4) oder eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) könnten nicht diagnostiziert werden, da die entsprechenden ICD-10-Kriterien nicht erfüllt seien (S.
6).
Dr.
A._
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit eine schmerz
hafte Bewegungseinschränkung der linken Schulter bei ak
tenanamnestisch bestehender,
subacromialer
Impingementsymptomatik
, aktuell klinisch nur gering imponierend (Differenzialdiagnose:
pseudoradikuläre
Symp
tomatik im Rahmen der degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule [HWS] im Seg
ment C5/6), eine klinisch bestehende
Cervicobrachialgie
mit sensibler und schmerzhafter Wurzelreizsymptomatik C6 links bei MR-tomographisch nachge
wiesener
Osteochondrose
und Bandscheibenpr
olaps im Segment C5/6 sowie kli
nisch den Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom
links (Differenzialdiagnose:
ra
dikuläre
Symptomatik im Zusammenhang mit den degenerativen Veränderungen der HWS im Segment C5/6; Urk.
13
/159 S. 8). Die Arbeitsfähigkeit in der früheren Tätigkeit als Reinigungskraft betrage weiterhin 0 %. In angepasster Tätigkeit habe gemäss rheumatologischem Gutachten von Dr.
B._
eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bestanden, retrospektiv zumindest bis zum Auftreten der aktuell im Vordergrund stehenden, linksseitigen Schulterproblematik im Juni 2015. Inzwi
schen sei nun seit spätestens Juni 2015 noch die mit schmerzhafter Bewegungs
einschränkung einhergehende, linksseitige
Schulterproblematik dazugekommen, weshalb retrospektiv ab Juni 2015 auch für eine angepasste Tätigkeit die von Dr.
C._
in seinem Bericht
vom 8. Juli 2016 (Urk. 13/149)
angegebene, nur 50%ige Arbeitsfähigkeit akzeptiert werden sollte, zumal sich nach seiner Aussage zum Zeitpunkt seines Berichts die Beweglichkeit der linken Schulter deutlich gebessert habe, allerdings bei gleich gebliebenem Schmerz. Im Hinblick auf den aktuell erhobenen klinischen Befund sei allerdings nach dem derzeitigen Stand, noch ohne Kenntnis der Berichte der
D._
, rein aus soma
tisch-orthopädischer Sicht für eine wirklich optimal angepasste Tätigkeit, ohne Hantieren im kalten Wasser, ohne häufige Arbeiten in Schulterhöhe oder darüber, von einer höheren Arbeitsfähigkeit von etwa 80 % auszugehen, resultierend aus einer ganztägigen Präsenz und einer um etwa 20 % geminderten Leistungs
fähigkeit. Belas
tungsprofil einer aus orthopädi
scher Sicht optimal behinderungs
angepassten Tätigkeit sei eine körperlich leichte bis sehr leichte Tätigkeit, ohne Hantieren mit beiden Händen in kaltem Wasser oder generell in Kälte, ohne Notwendigkeit des ständigen festen Greifens oder Haltens, ohne besondere Kraftan
forderung an beide Hände, ohne Arbeiten über Kopf und nur selten in Schulter
höhe, ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule und speziell der HWS (S. 9 f.).
Nach Eingang der von den RAD-Ärzten Dr.
Z._
und Dr.
A._
eingeforderten Arztberichte der
D._
(
Bericht vom 4. März
und vom
7
. September 2016 [Urk. 13
/160 S.
2 f.
und 6 f.]
) und der behandelnden Psychiaterin Dr.
med.
E._
(Urk.
13
/161) führten diese am 19. Januar 2017 (Urk.
13
/167 S. 7) in ihrer ergänzenden Stellungnahme aus, von orthopädischer Seite würden die Berichte der
D._
keine wesentlichen, neuen, nicht schon bekannten und berücksichtigten medizinischen Tatsachen enthalten, nur viel
leicht eine etwas andere Formulierung. Eine Änderung hin
sichtlich der Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich daraus nicht. Auch der Bericht der Psychi
aterin Dr.
E._
enthalte aus somatisch-orthopädischer Sicht keine medizini
schen Befunde/Diagnosen, welche eine Änderung der nach erfolgter
bidiszipli
närer
Untersuchung ve
rfassten RAD-Konsensus-Stellung
nahme erforderlich machten. Aus psychiatrischer Sicht könnten die angeblich noch vorhandenen Einschränkungen bei einer remittierten mittelgradigen depressiven Episode nicht nachvollzogen werden. Bei der psychiatrischen RAD-Untersuchung habe keine psychiatrische Symp
tomatik festgestellt werden kön
nen, es könne daher auf die RAD-Stellung
nahme vom
8
. Dezember 2016 abge
stellt werden.
3.2
Das hiesige Gericht erwog hierzu im Urteil vom
30. Oktober 2018 (Urk. 13/182
),
dass die versicherungsinternen Beurteilungen der
Dres
.
Z._
und
A._
beweis
wertig im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
seien. Es schloss daraus,
dass d
ie Beschwerdegegnerin somit in ihrer Verfügung vom
7. März 2017 (Urk. 13/173)
zu Recht darauf ab
gestellt und
einen Anspruch der Beschwerde
führerin auf eine Invalidenrente
verneint
habe
(E. 3.3).
4.
4.1
Die rentenabweisende Verfügung vom
2
.
März
2020 (Urk. 2)
nach Neuanmeldung
vom 15. August 2019 (Urk. 13/187)
beruhte im Wesentlichen auf nachstehenden medizinischen Unterlagen:
4.
2
Dr
. med.
F._
, Facharzt für
Chirurgie FMH, Dr. med.
G._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie FMH, Dr. med.
H._
, Facharzt für Anästhesiologie FMH, Dr. med.
I._
, Fachärztin für Psychotherapie und Psychiatrie und Dr. phil.
J._
, Klinischer Psychologe
vom
K._
, stellten in ihrem
im
Bericht vom
12
.
Juni
2018
(Urk. 13/
180
/
12
-
19
)
folgende
Diagnose
n (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1)
-
Zervikalgie
und C6
Radikulopathie
links (Dr. med.
C._
12. Juli 2017)
-
Psoriasis (Erstdiagnose 1976)
-
Seronegative
Arthritis (
D._
7. September 2016)
-
Sub
akromiales
Impingement
linke Schulter (Dr. med.
C._
12. Juli 2017)
-
Migräne mit Aura seit 2007
-
Status nach Nasenoperation nach Unfall 2010
-
Status nach
Sesamoidektomie
MCP II links, postoperativ mittelgradiges CRPS (
L._
)
-
Vitamin D-Mangel
Dr.
I._
führte zur Beurteilung
aus
psychiatrischer Sicht aus,
die Beschwer
deführerin sei seit 2010 aufgrund der Sch
m
erzen in der linken Hand zu 50 % arbeitsunfähig. Es habe sich eine depressive Störung seit 2014 aufgrund zuneh
mender Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich entwickelt. Eine körperlich schwere Tätigkeit sei der Beschwer
d
eführerin nicht mehr zuzumuten.
Des Weite
ren bestünden im Rahmen der depressiven Störung Konzentrationsschwierig
keiten, eine erhöhte Ermüdbarkeit und Reizbarkeit. Die Beschwerdeführerin weise aufgrund ihrer Einschränkungen ein verringertes Arbeitstempo auf. Eine Erhö
hung des aktuellen Arbeitspensums sei nicht möglich, die Schmerzen würden sich dadurch wieder verstärk
en. Aus diesem Grund beurteil
t
e
n
sie die Beschwerde
führerin auch in einer anderen leichten, angepassten Tätigkeit als mindestens zu
50 % arbeitsunfähig
(S. 6 Mitte)
. Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr.
I._
fest, sub
jektiv bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in leichten, angepassten Tätigkeiten. Als negatives Leistungsbild gelt
e
: Bücken wenig, kein Kauern oder Knien, keine Überkopfarbeiten, keine schweren Arbeiten, einge
schränkte Kopfrotation links (immer mit ganzem Oberkörper drehen), kein Lärm oder grosse Menschenmengen (S. 6
unten
).
4.
3
Dr. med.
M._
und Dr. med.
N._
von
der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie der
L._
stellten in ihrem Bericht vom
8.
März 2019
(Urk. 13/
186/5-6
)
gestützt auf
das
Röntgenbild der HWS vom 6. März 2
019 und ein MRI der HWS vom 31.
Januar 2019 als
Diagnose
eine
Osteochondrose
C5/C6
mit beidseitiger
Unkarthrose
und
Bandscheibenprotrusion
mit
foraminaler
Enge beidseits sowie
eine
Spinalkanalstenose auf Höhe C5/C6
.
Die klinische Vor
stellung korreliere nur partiell mit der vorhandenen Bildgebung.
Das MRI zeige eine Neurokompression der C6-Wurzeln, wobei die ausstrahlenden Schmerzen nicht
Digitus
I und II beträfen, sondern
Digitus
III rechts und IV links. Da die restlichen
Neuroforamina
der HSW frei seien, sähen sie differentialdiagnostisch keine andere
offensichtliche Pathologie
,
die diese ausstrahlenden Schmerzen erklären könnten
(S. 2)
.
Dr. med.
O._
und Dr. med.
P._
von
der
Abteilung für Neurologie der
L._
nannten in ihrem Bericht vom
19.
März 20
19 (Urk. 13/186/10
12)
als Diagnose eine chronische
Zervikobrachialgie
beidseits linksbetont seit
mehreren
Jahren mit aktuell Verdacht auf eine
radikuläre
Reizung C6
(S. 1)
.
Sie hielten dazu fest, k
linisch
sei
kein
dermatom
- oder
myotombezogenes
Defizit oder Reizsyndrom
feststellbar. Es f
i
nde sich kein
Hinweis auf eine
floride
Radikulo
pathie
.
Bezüglich der Spinalkanalstenos
e
sei die
Untersuchung normal
(S.
3
)
.
Am 23. April 2019 (
Urk. 13/186/7-8)
berichteten sie
, in der heute ergänzend durch
geführten elektrophysiologischen Untersuchung mit Testung der
somatosensibel
evozierten Potentiale (
Ulnaris
-SEP beidseits) hätten sich keine Auffälligkeiten
ergeben und die errechnete NLG
(Nervenleitgeschwindigkeit) für den
N
ervus
ulnaris
beidseits sei unauffällig ausgefallen (S. 2).
4.
4
Dr. med.
Q._,
Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie
FMH, und Dr. phil.
J._
vom
K._
,
nannten
in ihrem
Schreiben
vom
10.
Mai 2019 (Urk. 13/186/3-4)
auf Rückfrage der Beschwerdeführerin
als
psychiatrische
Diag
nose eine
rezidivierende depressive Störung
mit gegenwärtig
mittelgradige
r
Epi
sode
(ICD-10 F33.1; S. 1).
Sie führten dazu aus, 2012 und 2015 sowie 2016 seien von den Versicherungsärzten keine Depression und damit keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt worden. 2017 sowie 2018 sei von den Behandlern im Verlauf dann aber eine mittelgradige Depression mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostiziert worden
,
trotz Medikation. Daher habe sich die Verschlechterung des Zustandes negativ auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt
(S. 2)
.
4.
5
Dr. med.
F._
nannte in seinem Bericht vom 10. August 2019 (Urk. 13/186/1-2) folgende
Diagnosen
(S. 1)
:
-
Cervicobrachiales
Sy
ndrom linksbetont (Angabe der Beschwerdeführerin)
-
Cervicalg
ie
und C6
Radikulopathie
links
-
Diskushernie C5/C6 mit Spinalkanalstenos
e sowie
foraminaler
Enge C6 beidseits
-
Psoriasis (
Erstdiagnose
1976)
-
Seronegative
Arthritis (
D._
7.
September 20
16)
-
Subakromiales
Impingement
linke Schulter (Teilruptur
Supraspinatus
sehne
)
-
Status nach diskreter Bursitis
-
Migräne seit 2007
-
Vitamin D-Mangel
-
rezidivierende
depressive Störung
gegenwärtig mittelgradige Depression
Dr.
F._
hielt dazu fest,
in
einer
der
Behinderung angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht 50 % arbeitsfähig. In den letzten 12 Monaten sei der Verlauf wechselhaft gewesen. Es sei jedoch nicht zu einer richtungsweisenden Verschlechterung gekommen. Die Beschwerdeführerin arbeite nun schon seit Jahren mit 50 % in der Küche. Sie könne diese Arbeit gut bewältigen, sei jedoch damit am Limit
(S. 2)
.
4.
6
Dr. med.
C._
,
Facharzt für
Innere Medizin und Rheumatologie FMH,
welcher d
ie
Beschwerdeführer
in
seit März 2016 behandelt, nannte in seinem Bericht vom
29.
Oktober
2019 (Urk. 13/196/1-5)
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf A
rbeitsfähigkeit (
Ziff. 2.5
)
:
-
Zervikalgie
und C6
Radikulopathie
(
links seit 2017
)
-
Subakromiales
Impin
gement
linke Schulter (seit 2016)
-
P
eriarthopathia
humeroscapularis
rechts (
PHS;
seit Anfang 2019)
Zudem nannte Dr.
C._
folgende
Diagnosen ohne Auswirkung auf
Arbeitsfähig
keit (Ziff. 2.6):
-
Migräne seit Jahren
-
Mitralklappenprolap
s
bei normal
er Klappenfunktion (März 2018)
-
Psoriasis (Erstdiagnose mit 9 Jahren)
Dr.
C._
führte aus, in den letzten Monaten sei es auch zu rechtsseitigen Schmer
zen gekommen.
Klinisch
zeigten sich bei aktiven und passiven Bewegungen (Abduktion, Elevation und Innenrotation) 1/3 Einschränkungen beidseits mit endständigen Schmerzen. Bei der
resistivisometrischen
Prüfung zeige sich eine leichte Kraftminderung beidseits (S. 3 Ziff. 2.2 in
fine
). Angesichts der Beschwer
den seien bei der aktuellen Tätigkeit 4.5 Stunden pro Tag zumutbar. Diese Tätig
keit könne unter den aktuellen Bedingungen als angepasst betrachtet werden. Eine Steigerung über 50 % sei nicht möglich (S.
5 Ziff. 4.1-2
; vgl. auch den Bericht vom 13. November 2018, Urk. 13/183/6-8
)
.
4.
7
RAD-Arzt Dr.
A._
hielt in seiner aktengestützten Stellungnahme vom
18.
November 20
19 (Urk. 1
3/200 S. 4-7
)
fest, bei genauem Vergleich der in den aktuellen Arztberichten genannte
n
Diagnosen mit denjenigen, die zum Zeitpunkt der
bidisziplinären
RAD-Untersuchung von Dezember 2016 und abschliessenden Stellungnahme vom Januar 2017 vorlagen, sei leicht erkennbar, dass sich die somatischen Befunde mit im Vordergrund stehender, linksseitiger HWS-Schulter-Arm-Symptomatik nicht wesentlich verändert hätten, abgesehen von den aktua
lisierten radiologischen (MR-tomographisch) Befunden. Laut Dr.
C._
(E. 4.
6
vorstehend) sei nun aktuell eine ähnliche Schulterproblematik rechts hinzuge
kommen, was aber medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich ohne wesent
lichen Einfluss auf die ohnehin schon eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sei.
Dr.
F._
habe erwähnt
, dass
- neben
d
er Schulter-Arm-Problematik –eine «stark ausgeprägte Migräne
»
bestehe,
welche neurologisch abgeklärt werde. Er habe unter anderem auch damit die von ihm angegebene 50%ige Arbeitsun
fähigkeit begründet. Eine Migräne allerdings sei aus versicherungsmed
i
zinischer Sicht nich
t geeignet, eine langandauernde, quantitative Beeinträchtigung der Arbeits
fähigkeit zu begründen (S. 6). Zusammenfassend habe sich aus versiche
rungsmedizinischer, somatisch-orthopädischer Sicht überwiegend wahrscheinlich der Gesundheitszustand und damit auch die
Arbeitsfähigkeit
seit dem Zeitpunkt der massge
b
lichen,
bidisziplinären
RAD-Untersuchung nicht wesentlich verän
dert respektive verschlechtert. Das heisse
,
aus somatischer Sicht sei weiterhin
eine ganztä
g
ige Präsenz
mit einer Leistungsminderung von 20 % zumutbar. Die Angaben einer nur 50%igen Arbeitsfähigkeit seitens Dr.
C._
s
und Dr.
F._
s
sei in diesem Zusammenhang aus versicherungsmedizinischer Sicht als eine «andere Beurteilung desselben Sachverhaltes» anzusehen (S. 7 oben).
4.
8
Dr.
Z._
führte in
ihrer
aktengestützten Stellungnahme vom
3.
Januar
2020 (Urk. 13/200 S. 7
f.) aus,
die Fachpersonen des
K._
hätten der Beschwerde
führerin in ihrem Bericht vom 12. Juni 2018 eine rezidivierende Störung mit gegenwärtig mittelgradige
r
Episode diagnostiziert. Der psychopathologische
Befund sei nicht plausibel nachvollziehbar. Bei zum Beispiel festgestelltem formal beweglichem Denken trotz deutlicher Einschränkung der Kognition mit deutlicher Vergesslichkeit. Ebenfalls seien ein aktives Spontanverhalten und eine verbal mitteilungsaktive Besch
werdeführerin nicht klar zu ver
einen mit einer deutlich depressiv-resignierten Stimmung. Eine mittelgradige depressive Symptomatik könne so nicht nachvollzogen werden. Unter dem Belastungsprofil habe der psy
chiatrische Behandler mit Ausnahme von Tätigkeiten ohne Lärm und ohne grosse Menschenansammlung ausschliesslich somatische Einschränkungen beschrieben. Zudem habe er eine subjektive Arbeitsunfähigkeit von 50 % angegeben, was heisse, dass er vollständig auf die Aussagen der Beschwerdeführerin abgestellt habe. Eine Verschlechterung könne so nicht plausibel
nachvollzogen werden.
Im Bericht vom 10
.
Mai 2019 hätten die Fachpersonen des
K._
wiederum eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradige
r
Episode diag
nostiziert. In diesem aktuellen Bericht des
K._
sei kein psychopathologischer Befund aufgeführt. Zusammenfassend könne aus psychiatrischer Sicht eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes sei
t dem letzten Entscheid vom 26.
Januar 2017 nicht plausibel nachvollzogen werden.
4.
9
4.
9
.1
Im Beschwerdeverfahren vor dem hiesigen Gericht reichte die Beschwerde
führerin zudem folgende
Unterlagen, welche den bis zum Verfügungszeitpunkt
vom 2. März 2020
massgeblichen Sachverhalt betreffen, ein (vgl. zu den weiteren ein
gereichten Unterlagen, welche die Zeit nach dem Verfügungszeitpunkt
anbe
langen
,
E.
6 nachstehend
)
:
4.
9
.
2
Prof. Dr. med.
R._
und Dr. med.
S._
von der orthopädischen Abteilung der
D._
hielten in ihrem Bericht vom
19
. November 2019 (Urk. 3/10) fest, die Beschwerdeführerin sei durch ihren Hausarzt zur Beurteilung einer Schwellung der dorsalen Hand zugewiesen worden. Sie berichte schon seit mehreren Jahren über
Beschwerden
und wünsche nun eine Entfernung
. In der Sonographie habe sich der Verdacht auf ein
Carpal
boss
am CMC 3 der linken Hand bestätigt. Die Beschwerdeführerin sei hierdurch gestört und wünsche die operative Entfernung. Der ambulant durchgeführte Eingriff erfolge am 21. Januar 2020 (vgl. Operationsbericht vom 21. Januar 2020 [Urk. 3/7]).
Prof. Dr.
R._
und Dr. med.
T._
hielten im Verlaufsbericht vom
11
. Februar 2020 (Urk. 3/6) fest, es zeige sich ein regelrechter Verlauf zwei Wochen postoperativ mit reizloser Wunde. Ab nun erfolge eine Ergotherapie zur Narbenmobilisierung. Das Tragen der Schiene sei für zwei weitere Wochen geplant.
4.
9
.3
Im Beschwerdeverfahren
reichte die Beschwerdeführerin ein Schreiben
von Dr.
C._
vom
25.
März 2020
(Urk. 3/2)
ein. Darin hielt dieser fest, er
könne sich mit dem negativen Entscheid der IV-Stelle nicht einverstanden erklären. Die von ihm eingereichten Bericht
e
müssten vom RAD nicht genau gelesen worden sein.
Einerseits klage die Beschwerdeführerin über neue, rechtsseitige Schulter
schmerzen. Zudem bestünden weiterhin starke
cervicale
Beschwerden, welche von den Spezialisten häufiger in den letzten zwei Jahren und unmissverständlich als Ausdruck
radikulärer
Kompressionen interpretier
t
würden (S. 1).
Der neu aus
geprägte Reizzustand der Endplatten C5 und C6, wie er im MRI der
D._
vom 31. Januar 2019 festgestellt worden sei, sei Ausdruck einer degenerativen Entwicklung der Wirbelkörper in Richtung
Osteochondrose
(erheb
liche Degeneration der Deck- und Bodenplatten der Wirbelkörper). Es sei Zeit einzusehen, dass die Nacken- und Armbeschwerden nicht funktionell bedingt seinen, sondern Ausdruck einer medizinisch nachgewiesenen realen und ungünsti
gen degenerativen Entwicklung in der HWS mit konsekutiven Nervenwurzel-Kompressionen und signifikanter Auswirkung auf die alltägliche Arbeitsfähigkeit. Die Interpretation der gelieferten Berichte und Dokumente durch die IV-Ärzte sei falsch (S.
2
).
5.
5
.1
Vorweg zu bemerken ist, dass für die Verschlechterung des Gesundheits
zustandes im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne nicht die Art der
Beschwerden
und diesbezügliche Veränderung des medizinischen Sachverhaltes, sondern einzig die
damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen ent
scheidend sind. So kann
gestützt auf andere Diagnosen bzw. Leiden aber mit entsprechend gleicher Funktionseinschränkung nicht auf eine wesentliche Verände
rung im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne geschlossen werden. Zu prüfen ist daher, ob eine gesundheitliche Veränderung vorliegt, die eine weitergehende funktionelle Einschränkung als anlässlich der
vorangehenden
Rentenverneinung festgestellt worden war (vgl. E. 3)
,
begründet, und die somit
geeignet wäre, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen
.
Als Grundlage für ihre Verfügung vom 2.
März
20
20
(Urk. 2) dienten der Beschwerdegegnerin gemäss den versicherungsinternen Feststellungsblättern
vom
9
.
Januar
und
2
.
März
2020
(Urk.
13
/
200
, Urk.
13
/
207
)
im Wesentlichen
die Unterlagen
des
K._
(E.
4
.
2 und E. 4.4
),
der
L._
(E.
4.3
),
von Dr.
F._
(E.
4
.
5
),
von Dr.
C._
(E.
4.6
) sowie die a
ktengestützte
n
Stellung
nahme
n
der
RAD-
Ärzte
Dr.
A._
und Dr.
Z._
(E.
4
.7
und 4.8
).
Die Beschwerde
gegnerin schloss aus den
ihr vorliegenden Unterlagen, dass
sich weder der kör
perliche noch der psychische der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wesentlich verschlechtert habe
(E. 2.1).
5
.2
5.2.1
Aus somatischer Sicht konnte
RAD-Arzt Dr.
A._
in seiner Stellungnahme vom 18. November 2019 (E. 4.7) gestützt auf alle ihm vorliegenden medizinischen Unterlagen nachvollziehbar darlegen, dass
sich
aus
somatisch-orthopädischer Sicht überwiegend wahrscheinlich der Gesundheitszustand und damit auch die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
seit der RAD-
Beurteilung
im Dezember 2016 respektive Januar 2017 (E. 3.1)
nicht wesentlich verändert
hat, sodass
wei
terhin eine ganztätige Präsenz mit
einer Leistungsminderung von 20
% zumutbar
ist.
Insbesondere konnte
Dr.
A._
plausibel aufzeigen, dass es sich bei den abwei
chenden Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit seitens
Dr.
F._
s
(E. 4.5)
und
Dr.
C._
s
(E. 4.6)
um
andere
Einschätzungen
desselben Sachverhaltes handelt.
Diese Schlussfolgerung
wurde
schlüssig
begründet
.
Dr.
A._
zeigte überzeugend auf, dass sich betreffend
die
im Vordergrund ste
hende linksseitige HWS-Schulter-Arm-Symptomatik
(
subacromiale
Impingement
symptomatik
,
Cervicobrachialgie
mit sensibler
Wurzelreiz
symptomatik C6 bei
Osteochondrose
und Bandscheibenprolaps C5/C6, Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom links [vgl. E. 3.1]
)
nichts
Wesentliches
verändert hat.
Die anderweitige Einschätzung von Dr.
C._
vermag daran kein
e
Zweifel zu erwecken. Einerseits geht Dr.
C._
selbst von einer
- invalidenversicherungs
rechtlich entscheidenden (vgl. E. 5.1 vorstehend) -
gleichgebliebenen
Arbeits
fähigkeit
aus. Wenngleich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Ausmass von derjenigen von Dr.
A._
im Sinne einer
anderweitigen
Beurteilung desselben Sachverhaltes abweicht,
sah
Dr.
C._
d
iese
im Jahr 2016 (E. 3.1)
wie auch
aktuell (E. 4.6)
unverändert
bei 50 % liegen
.
Anderseits
sah
Dr.
C._
, wie sich seinem Schreiben vom 25. März 2020 (E. 4.9.3) entnehmen lässt, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes hinsichtlich der HWS-Schulter-Arm-Symptomatik
im
Umstand
radikulärer
Kompressionen bei den Wirbeln C5/C6 begründet, wobei er sich dabei auf ein MRI der
D._
vom 31. Januar 2019 stützte.
Die nachfolgenden Abklärungen der
L._
vom März und April 2019
legen jedoch einen anderen Schluss nahe.
So konnten die Fachärzte der
L._
gestützt
zusätzlich
auf ein
HWS-
Röntgenbild vom 6. März 2016
sowie elektrophysiologische Untersuchungen
keine offensichtliche Patho
logie für die ausstrahlenden Schmerzen finden.
Klinisch
konnten
sie
kein
derma
tom
- oder
myotombezogenes
Defizit oder Reizsyndrom feststellen, Hinweis
e
auf
f
l
o
ride
Radikulopathie
n
fanden sie keine und
die
Untersuchung der Spinalkanal
stenose war normal.
Zudem zeigte die
e
lektrophysiologische Untersuchung keine Auffälligkeiten und die errechnete
Nervenleitgeschwindigkeit
für den
Nervus
ulnaris
war beidseits unauffällig (E. 4.
3
). All diese Umstände sprechen gegen eine
zusätzliche
radikuläre
Kompression mit Auswirkung auf die funktionelle Leis
tungsfähigkeit
und stützen die Einschätzung von Dr.
A._
, wonach sich die gesundheitlichen Verhältnisse bezüglich der
linksseitigen HWS-Schulter-Arm-Symptomatik nicht wesentlich verändert haben.
Dr.
A._
waren denn so
wohl die
Beurteilungen
von Dr.
C._
als auch die Berichte der
L._
bekannt und
sie
wurden von ihm
berücksichtig
t
.
Wenngleich Dr.
F._
sich im Gegen
satz von Dr.
A._
für eine 50%ige Arbeitsfähigkeit – im Sinne einer anderen Beurteilung des gleichen Sachverhaltes - aussprach, sah er in Übereinstimmung mit Dr.
A._
auch
keine richtungsweisende Verschlechterung als gegeben an (E. 4.5).
Was die neu beschriebene Problematik der rechten Schulter
(PHS)
angeht, konnte Dr.
A._
plausibel aufzeigen, dass sich diese nicht zusätzlich auf die Arbeits
fähigkeit auswirkt.
So
ist
es denn
auch nachvollziehbar, dass allfällige damit ein
hergehende funktionelle Einschränkungen im bereits anlässlich
Beurteilung im Dezember 2016 formulierten Belastungsprofil (nur körperlich leichte bis sehr leichte Tätigkeiten, ohne Arbeiten über Kopf und nur selten in der Schulterhöhe
ohne Notwendigkeit des ständigen festen Greifens oder Haltens, ohne besondere Kraftanforderung an beide Hände
; E. 3.1) aufgehen.
Dr.
C._
stellte sich auf den Standpunkt, dass die Beschwerden der rechten Schulter unweigerlich zu einer Verschlechterung führ
t
en, zeigte aber auch nicht auf, welche zusätzlichen über das von Dr.
A._
formulierte Belastungsprofil hinausgehende funktionelle Ein
schränkungen dies
e
Beschwerden
mit
sich
br
ingen
(E. 4.6 und E. 4.9.3).
Hinzu
kommt, dass
sich das
PHS nach am 4. September 2019 erfolgter Infiltration
bes
serte
(Urk.
13/196/1-5 S. 2 Mitte
)
.
Daneben zeigte Dr.
A._
nachvollziehbar auf, dass die Migräne keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hat (E. 4.7). Dies deckt sich mit der Ansicht
von Dr.
C._
(E. 4.6)
.
Eine Veränderung ist
zudem bei der seit dem Jahr 2007 bestehende
n
Migräne
nicht ausgewiesen. Gleiches gilt für die Psoriasis und die
seronegative
Arthritis (vgl. E. 4.5-4.7).
5.2.2
Das im Nachgang zur RAD-Beurteilung durch Dr.
A._
von den Fachärzten der
D._
diagnostizierte
Carpal
boss
am CMC 3 der linken Hand, welches bereits seit Jahren bestand, war, wie von den Ärzten festgehalten, nur störend, zeitigte jedoch keine
von Dr.
A._
in seiner Beurteilung unberück
sichtigte funktionelle Einschränkung. Auch die operative Entfernung ging problemlos von statten. So zeigte sich zwei Wochen nach der Operation ein regelrechter Verlauf mit reizloser Wunde und es war nur ein zwei wöchiges Tragen einer Schiene geplant (E. 4.9.
2
).
Es handelt sich dabei nur um eine vorübergehende, nicht invalidenversicherungsrechtlich-relevante Beeinträchti
gung der Arbeitsfähigkeit
während der kurzen Rekonvaleszenz
.
5.2
.
3
Was den von der Beschwerdeführerin
angeführte
n
(Urk. 1 S.
4 unten
)
,
undatierten
halbseitigen
Bericht ihres
Arbeitskollegen
(Urk. 13/194/9) über ihren Zustand angeht, enthält dieser keine Hinweise auf weitergehende medizinisch begründete Einschränkungen, als nicht bereits durch die medizinischen Akten bekannt
waren
. So lässt sich diesem im Wesentlich
en
entnehmen, dass sich aufgrund der Schmerzen im Rücken, der Schulter und im Nacken «gar nichts verbessert, eher verschlechtert»
habe
. Aus dem Bericht lassen sich keine neuen Erkenntnisse gewinnen.
5.2.4
Nach
dem Gesagten
bestehen keine Zweifel an der
Einschätzung
von Dr.
A._
(E. 4.7).
Anhaltspunkte für unberücksichtigte Beeinträchtigungen bestehen nicht. Demnach besteht aus somatischer Sicht kein Anlass für weitergehende Abklärun
gen.
Es
kann
daher
auf
die
Beurteilung
von Dr.
A._
abgestellt werden und es
ist
somit davon auszugehen, dass betreffend die somatischen Beschwerden
bis zum Verfügungserlass am 2. März 2020
keine wesentliche Veränderung
vorliegt
.
5
.3
Was den psychischen Gesundheitszustand angeht, konnte RAD-
Ärztin
Dr.
Z._
in
ihrer
Stellungnahme vom
3
.
Januar
2020
(E. 4.
8
)
überzeugend
darlegen, dass
auch aus psychiatrischer
Sicht
seit der letzten rentenabweisenden Verfügung keine
wesentliche
Veränderung des
Gesundheitszustand
s
nachvollziehbar ist.
Für
ihre
Beurteilung lagen Dr.
Z._
ein Bericht
des
K._
vom 12. Juni 2018 (E. 4.2), welcher auch den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin zum Gegenstand hatte, und ein auf Rückfrage der Beschwerdeführerin eingeholtes, einfaches Schreiben
des
K._
vom 10. Mai 2019 (E. 4.4) vor.
Bei am
15. August 2019 (Urk. 13/187) erfolgter Neuanmeldung ist der Zustand
,
wie er sich am 12. Juni 2018 präsentierte
,
für
den vorliegend zu beurteilenden
Renten
anspruch
im Grund
e
nicht von Belang
.
Dem Schreiben vom 10. Mai 2019
lassen
sich
jedoch
keine
relevanten
Informationen zur Beurteilung einer gesundheit
lichen Verschle
chterung entnehmen,
fehlt
doch
eine eigentliche Befunderhebung. I
m Wesentlichen
wird darin
nur festgestellt
, dass
in den Jahren 2017 und 2018 eine mittelgradige Depression mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diag
nostiziert worden sei, was vorher nicht der Fall gewesen sei, weshalb sich die Verschlechterung des Zustands negativ auf die Arbeits
fähigkeit auswirke (E.
4.4). Dr.
Z._
hat sich daher für die Beurteilung einer Verschlechterung zu Recht inhaltlich mit dem Bericht vom 12. Juni 2018 auseinandergesetzt.
Dabei konnte
sie
plausibel aufzeigen
, dass der darin erhobene Befund zum Teil widersprüchlich
war. So wurde
einerseits
ein formal bewegliches Denken
andererseits
aber
eine
deutliche Einschränkung der Kognition mit deutlicher Vergesslichkeit festge
halten
. E
in aktives Spontanverhalten einer mitteilungsaktiven Beschwerde
führerin
bestand bei
deutlich depressiv-resignierte
r
Stimmung. Dr.
Z._
folgerte daher zu Recht, dass eine mittelgradige Symptomatik so nicht nachvollzogen werden kann.
Zudem wies
sie
zutreffend darauf hin, dass die behandelnde Ärztin
,
was die Einschränkungen angeht, im Wesentlichen somatische Einschränkungen beschrieben hat und
im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
lediglich von einer «subjektiven» Arbeitsfähigkeit von 50 % sprach (vgl. E. 4.2 und E. 4.8).
Es springt tatsächlich ins Auge, dass Dr.
I._
grundsätzlich ein auf
die
soma
tischen Leiden zurückzuführendes negatives Leistungsbild zeichnete (Bücken wenig, kein Kauern oder Knien, keine Überkopfarbeiten, keine schweren Arbeiten, eingeschränkte Kopfrotation links – immer mit ganzen Oberkörper drehen) und die Begrenzung der Leistungsfähigkeit auf 50 % darin
sah
, dass die Schmerzen – und damit eine somatische Ursache – sich verstärken würden (E. 4.2). Es ist denn auch nicht
direkt
ersichtlich
,
worin
die einzig
von ihr beschriebenen möglich psychischen bedingten Einschränkungen (kein Lärm oder grosse Menschen
mengen) ihren Ursprung haben sollen, machte sie dazu keine Ausführungen beziehungsweise begründete sie diese nicht.
Möglich ist, dass diese Einschrän
kungen im Zusammenhang mit den an anderer Stelle beschriebenen Konzentra
tionsstörungen, der erhöhten Ermüdbarkeit un
d Reizbarkeit stehen (vgl. Urk.
13/180/12-19 S. 6 Mitte).
Die genannten Einschränkungen stehen
jedoch
im Widerspruch zu der über Jahre hinweg im 50 %-Pensum ausgeführten Tätigkeit als Küchenhilfe bei der
Y._
in
U._
, dürfte es da doch ab und an laut zu
-
und
hergehen
und
es
sich nicht um eine kontaktarme Arbeit
h
andel
n
(vgl. Urk. 13/194).
Ergänzend
ist festzuhalten
,
dass
seit März 2017
keine Intensivierung der medi
kamentösen und psychotherapeutischen Behandlung ersichtlich ist. Die Beschwerdeführerin nimmt weiterhin
Antidepressiva (zuerst:
Cymbalta
und
Trittico
, aktuell:
Duloxetin
und
Trittico
) ein und befindet sich in lockerer psycho
therapeutischer Begleitung (vgl. Urk. 13/161/2 und
13/180/12-19 S. 6 oben).
Nach
dem Gesagten lassen sich keine Zweifel an der Einschätzung von Dr.
Z._
(E. 4.8) ausmachen. Es ist auf
ihre
Beurteilung abzustellen und es
ist
damit davon auszugehen, dass auch hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes keine wesentliche Veränderung eingetreten
ist
.
5
.
4
Zusammenfassend
kann auf die Beurteilung
en
der RAD-Ä
rzte Dr.
A._
(E. 5.2)
und Dr.
Z._
(E. 5.3)
abgestellt werden.
Die Vorbringen
der
Beschwerdeführer
in
und die von ih
r
im Zuge des vorliegenden Verfahren eingereicht
en medizinischen Unterlagen ver
mögen keine Zweifel an der Beurteilung des RAD sowie der Voll
ständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung
en
durch
die Beschwerdegegnerin zu erwecken. In Anbetracht der gegebenen Sach- und Rechtslage sind von zusätzlichen medizinischen Abkl
ärungen keine
entscheid
wesentli
chen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist
(
antizipi
erte
Be
weiswürdigung; BGE
136
I
229
E.
5.3
).
Ein
e wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes
bis zum Verfügungserlass
ist
demnach
nicht
ausge
wiesen. Demzuf
olge ist die Beschwerde abzuwei
sen
.
6.
Was die von der Beschwerdeführerin
im vorliegenden Verfahren im Zusammen
hang
mit dem am 14. März 2020 ereigneten
Sturz auf das linke Handgelenk und damit verbundene
n
Folgebeschwerden
respektive
-
b
ehandlungen
eingereichten Berichte
(Berichte des
V._
und
W._
vom 18., 19.
und 24.
März
, 3. April, 15. Mai, 11. Juni und 1. November 2020 sowie von Dr. med.
AA._
vom 22. Oktober 2020
und vom
K._
vom 31.
März 2020 über die psychischen Auswirkungen
[
Urk. 3/8,
Urk. 6,
Urk. 16/
1-10]
)
angeht, betreffen diese einen Sachverhalt, welcher nach dem mit Verfügung
s
erlass
vom 2
. März 2020
festge
legten massgeblichen Endzeitpunkt des für die gerichtliche Überprüfung rele
vanten Geschehens liegen (BGE 130
V
138
E. 1.2). Diese Berichte
sind
daher im vorliegenden Verfahren nicht
zu
berücksichtigen
.
Allerdings ist eine
invaliden
versicherungs
-
rechts
relevante
zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesund
heitszustandes aufgrund dieser Berichte
– namentlich aufgrund des Berichts von Dr.
AA._
_
vom 22. Oktober 2020 (Urk. 16/10) -
nicht ausgeschlossen. Die Sache ist daher nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die Beschwerdegegnerin zu überweisen, damit sie diese als Neuanmeldung entgegen
nehme und diese prüfe.
Dabei ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin erst
mals in ihrer
auf den 31. März 2020 datierten
Beschwerde (Urk. 1
; Poststempel vom 1. April 2020
) auf den Sturz vom 14. März 2020 und die damit
einher
gehende
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes hinwies (S.
4
Mitte).
7
.
Ausgangsgemäss gehe
n die Verfahrenskosten von Fr. 8
00.-- zulasten
der
unter
li
egenden Beschwerdeführerin (Art.
69 Abs.
1
bis
IVG).