Decision ID: 6de22915-ff8b-4d9f-8cc2-fba39a7ee0a0
Year: 2016
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Ergänzung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur
Begründung führte er insbesondere aus, nach dem Unfall könne er noch
zu 50 % in seinem Unternehmen tätig sein. Es sei somit von einem
Invalideneinkommen in seinem Unternehmen von Fr. 52'500.--
auszugehen. Der Kreisarzt (Dr. med. E._) gehe zunächst zu Recht
davon aus, dass er seine Arbeitsfähigkeit in seiner Tätigkeit als Inhaber
und Angestellter seines Unternehmens voll ausschöpfe. Der Kreisarzt
umschreibe diese Tätigkeit zutreffend mit 40 % administrativer Tätigkeit
und 10 % Unterstützung der Mitarbeiter vor Ort. Die "Unterstützung der
Mitarbeiter vor Ort" bestehe nicht in handwerklicher Arbeit, sondern in der
Anweisung, Kontrolle und Beratung der Mitarbeiter auf der Baustelle. Er
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selbst sei nicht mehr in der Lage, handwerkliche Arbeiten auszuführen. Er
schöpfe seine Arbeitsfähigkeit nicht nur aus, vielmehr tendiere er
offensichtlich dazu, sich zu überfordern, worauf in mehreren Arztberichten
hingewiesen werde. Wie bereits in der Einsprache sinngemäss
vorgetragen sei ihm nicht zumutbar, seine selbständige Erwerbstätigkeit,
die er noch zu 50 % ausüben könne, zugunsten einer vollzeitlichen
unselbständigen Erwerbstätigkeit aufzugeben. Der Beurteilung von Dr.
med. E._ fehle es an einer nachvollziehbaren Begründung, weshalb
der Beschwerdeführer die von sämtlichen Ärzten als Limite angesehene
50%ige Arbeitsfähigkeit als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen
nicht ausreichend umsetzen solle. Der kreisärztliche Bericht erfülle die
Anforderungen des Bundesgerichts an ein Gutachten nicht. Dass die
Tätigkeit des Beschwerdeführers in seinem Unternehmen mit der
theoretischen Verweistätigkeit vergleichbar sein solle, werde zwar
unterstellt, aber nicht begründet und sei auch nicht nachvollziehbar. Wenn
dem Beschwerdeführer keine körperliche Arbeit zumutbar sei, dann
könne ihm folglich auch jene leichte bis mittelschwere in der theoretischen
Tätigkeit nicht zumutbar sein. Es dränge sich eine berufliche Abklärung
auf. Erst anhand einer BEFAS-Abklärung könnte die Belastung und die
tatsächliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers abgeklärt werden.
Der Verweis im Einspracheentscheid auf BGE 138 V 457 sei sachfremd.
Hier gehe es nicht um Schadensminderungspflicht, sondern in erster Linie
um eine widersprüchliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den
Kreisarzt.
16. Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2016 beantragte die SUVA
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie
führte im Wesentlichen aus, dass die Auffassung des Beschwerdeführers,
"50%ige Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit = 50%ige Rente" nicht
gefolgt werden könne. Gemäss medizinischen Beurteilungen sei eine
angepasste Tätigkeit ganztags möglich. Entgegen den
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beschwerdeführerischen Behauptungen seien die Schlussfolgerungen im
kreisärztlichen Bericht vom 31. August 2015 gut nachvollziehbar. Diese
würden sich auch gut mit den übrigen medizinischen Beurteilungen
decken. Von weiteren Abklärungen könne somit abgesehen werden. Die
Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet, BEFAS-Abklärungen
durchzuführen. Unzutreffend sei, dass der Kreisarzt die Zumutbarkeit
widersprüchlich festgelegt habe. Dem Beschwerdeführer obliege eine
Schadenminderungspflicht. Diese nehme er nicht wahr, wenn er in seiner
angestammten Tätigkeit zu 50 % arbeite und eine andere Tätigkeit
verweigere.
17. In seiner Replik vom 20. April 2016 vertiefte der Beschwerdeführer seinen
Standpunkt. Insbesondere betonte er, dass es ihm vor dem Hintergrund
der Rechtsprechung zur Schadenminderungspflicht gestützt auf seine
Teilarbeitsunfähigkeit nicht zuzumuten sei, sein selbständiges
Unternehmen aufzugeben, in welchem er 50 % tätig sein könne. Es wäre
unverhältnismässig, von ihm eine vollzeitliche Verweistätigkeit mit
erheblichen, wenn auch nicht genau bestimmbaren sozialen Folgen zu
verlangen und die bisherige selbständige Tätigkeit aufzugeben, die er zu
50 % ausüben könne. Die Einsparung der SUVA durch die Ausrichtung
einer Rente auf der Basis von 38% statt von 50 % sei im Vergleich mit
den Nachteilen des Beschwerdeführers – der Aufgabe des Betriebs und
den übrigen sozialen Folgen – nicht wesentlich, was den angefochtenen
Einspracheentscheid als unverhältnismässig erscheinen lasse.
18. Mit Duplik vom 26. April 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem
Standpunkt fest.
19. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 28. Dezember 2015. Gegen solche
Entscheide kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht
desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die
versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der
Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt in
Graubünden, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts
des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden
Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus
Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit
des angerufenen Gerichts für die Beurteilung des vorliegenden Streitfalls
zu bejahen. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Hier streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine höhere Invalidenrente hat. Dabei ist die Berechnung des
Invaliditätsgrades streitig, der gemäss der Beschwerdegegnerin 38 %,
dem Beschwerdeführer zufolge 50 % betragen soll. Unbestritten ist
hingegen der medizinisch diagnostizierte Gesundheitsschaden des
Beschwerdeführers. Nicht streitig sind auch das ermittelte
Valideneinkommen von Fr. 105'000.-- sowie die zugesprochene
Integritätsentschädigung. In dieser Hinsicht (Integritätsentschädigung) ist
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der vorinstanzliche Einspracheentscheid in Teilrechtskraft erwachsen (vgl.
BGE 119 V 347).
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes be-
stimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat
der Versicherte in Form von kurzfristigen Versicherungsleistungen
Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG)
und Taggelder, welche den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung
erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der
Versicherte infolge des Unfalls zu 10 % invalid, so kann er eine
Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind (Art. 19 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei erwerbstätigen
Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird zunächst das
Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
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zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 mit weiteren Hinweisen).
4. a) Zunächst ist die umstrittene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu
beurteilen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 6 ATSG ist
Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Zur Feststellung der
diesbezüglich massgeblichen medizinischen Verhältnisse ist die
rechtsanwendende Behörde auf medizinische Unterlagen angewiesen, in
denen der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ermittelt und,
wenn nötig, seine Entwicklung im Laufe der Zeit beschrieben wird, d.h.
mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter
Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde erhoben und
gestützt darauf eine Diagnose gestellt wird. Auf dieser Grundlage nimmt
die Arztperson zur Arbeitsfähigkeit, mithin zu jenen Tätigkeiten, die dem
Versicherten aufgrund seiner gesundheitlichen Stellung noch zumutbar
sind, Stellung (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_850/2013 vom 12. Juni
2014 E.3.2). Arztberichte unterliegen − wie sämtliche Beweismittel in
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren − der freien Beweiswürdigung
(Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf
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allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darstellung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a).
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten
(BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es
die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen.
So kommt den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen
ihre Zuverlässigkeit sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt
in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351
E.3b/ee). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des
Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). In Bezug auf
Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache
Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit Hinweisen).
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b) Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid vom
28. Dezember 2015 aufgrund der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med.
E._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, vom 31. August 2015 festgehalten, dass der
Beschwerdeführer in der früheren Tätigkeit als Geschäftsinhaber nur noch
zu 50 % (40 % administrative Arbeiten, 10 % Unterstützung der
Mitarbeiter vor Ort) arbeitsfähig sei. Weitere praktische Arbeiten
mehrheitlich in gebückter Haltung, zum Teil mit Heben und Tragen von
grösseren Gewichten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar.
Sodann geht die Beschwerdegegnerin stets gestützt auf die Beurteilung
von Dr. med. E._ davon aus, dass dem Beschwerdeführer
zuzumuten sei, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine ganztägige
Tätigkeit, wechselbelastend, leicht bis mittelschwer auszuüben.
Nachfolgend ist somit zu klären, ob die Beschwerdegegnerin für die
Ermittlung der umstrittenen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
zu Recht auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._ vom 31.
August 2015 abstellte oder weitere Abklärungen erforderlich sind.
c) Der Beschwerdeführer wendet ein, dass er mit der Tätigkeit in seinem
Betrieb seine Restarbeitsfähigkeit ausschöpfe. Er wendet weiter ein, dass
die Beurteilung von Dr. med. E._ nicht nachvollziehbar und
widersprüchlich sei. Er begründe insbesondere nicht, wie die konkrete
50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit mit einer ganztägig
zumutbaren leichten bis mittelschweren Arbeit mit Einschränkungen
gleichsetzt werden könne. Es fehle an einer nachvollziehbaren
Begründung, weshalb der Beschwerdeführer die von sämtlichen Ärzten
und vom Kreisarzt selber als Limite angesehene 50%ige Arbeitsfähigkeit
als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen nicht ausreichend
umsetzen soll.
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d) Der Kreisarzt Dr. med. E._ untersuchte den Beschwerdeführer
erstmals am 29. September 2014, d.h. etwa ein Jahr nach dem
Unfallereignis vom 9. Oktober 2013. Bei jener Untersuchung sei gemäss
Dr. med. E._ einerseits die Muskelschwäche aufgefallen,
andererseits die ausgeprägte thoracale Kyphosebildung mit vollständiger
Versteifung. Bei der vornüber geneigten Körperhaltung seien
Belastungsschmerzen lumbal und cervical durchaus verständlich
gewesen. Gemäss dem Kreisarzt habe der Beschwerdeführer einer
intensiven Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur benötigt, weshalb
er den Hausarzt bat, den Beschwerdeführer zu einer medizinischen
Trainingstherapie (MTT) zweimal wöchentlich anzumelden. Damals
beurteilte Dr. med. E._ den Beschwerdeführer noch nur zu 50 %
allein für Bürotätigkeiten als arbeitsfähig. Er ging davon aus, dass mit
zunehmender Muskelkräftigung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf
75 % ab anfangs 2015 möglich, dagegen eine weitere wesentliche
Steigerung der Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich nicht realisierbar gewesen
sei. Zudem hielt er fest, dass sich der Beschwerdeführer nicht mehr für
eine manuelle Arbeit, die mit Lasten Tragen und Tätigkeiten in
Zwangshaltungen einhergehe, eigne (vgl. beschwerdegegnerische Akten
[Bg-act.] 86). Sodann kam Dr. med. E._ nach erneuter persönlichen
Untersuchung des Beschwerdeführers, in Anbetracht der verbleibenden
Unfallfolgen am Rücken, in seiner kreisärztlichen Abschlussuntersuchung
vom 31. August 2015 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der
früheren Tätigkeit als Geschäftsinhaber noch zu 50 % arbeitsfähig sei
(40 % administrative Arbeiten, 10 % Unterstützung der Mitarbeiter vor
Ort). Weitere praktische Arbeiten mehrheitlich in gebückter Haltung, zum
Teil mit Heben und Tragen von grösseren Gewichten seien nicht mehr
zumutbar. Ganztags zumutbar sei dagegen eine leichte bis mittelschwere
Tätigkeit (Gewichtslimite 10-15 kg) in Wechselbelastung, ohne Tätigkeiten
in gebückter Körperhaltung, ohne Belastungen körperfern (vgl.
Abschlussuntersuchung vom 31. August 2015, Bg-act. 140). Dr. med.
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E._ äussert sich dabei zu den Unfallfolgen dahin, dass diese den
Endzustand erreicht hätten. Sie seien dauernd und erheblich. Es würden
sich keine verbessernden Massnahmen mehr anbieten. Es zeige sich ein
gemischtes Beschwerdebild von Unfallfolgen und einer degenerativen,
unfallfremden HWS-Problematik.
Dieses von Dr. med. E._ in seiner Abschlussuntersuchung vom 31.
August 2015 dargestellte Zumutbarkeitsprofil deckt sich mit der ein Jahr
zuvor erfolgten Beurteilung der Klinik Valens (Klinik für Rheumatologie
und internistische Rehabilitation), wo sich der Beschwerdeführer
zwischen dem 19. Juni 2014 und dem 17. Juli 2014 stationär aufhielt.
Nach Erstellung unter anderem eines Job Match (Bg-act. 73) von der
Abteilung Ergonomie wurde im Austrittsbericht von Dr. med. G._,
Abteilungsärztin, und Dr. med. H._, Oberärztin mbF Rheumatologie,
vom 5. August 2014 (Bg-act. 68) festgehalten, dass die beobachtete
Belastbarkeit einer wechselbelastenden mittelschweren Tätigkeit
ganztags (Hantieren von horizontalen Lasten selten bis max. 25 kg)
entsprochen habe. Sämtliche Zwangshaltungen mit
Rotationsbewegungen oder vorgeneigte Haltungen hätten nie vorkommen
sollen. Die beobachtete Belastbarkeit habe unter den
Belastungsanforderungen der bisherigen Arbeit gelegen. Die
untersuchenden Ärzten kamen schon damals zum Schluss, dass für die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (wobei sogar
eine Verbesserung im Laufe der Zeit nicht ausgeschlossen wurde) und für
reine Bürotätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit, wenn
Wechselbelastungen möglich seien, bestanden habe.
Seit dieser Beurteilung seitens der Klinik Valens ist aus den
medizinischen Akten keine Verschlechterung der gesundheitlichen
Situation des Beschwerdeführers erkennbar, auch nicht aus dem Bericht
von Dr. med. F._, Facharzt Neurologie FMH, vom 8. April 2015 (Bg-
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act. 112), bei welchem der Beschwerdeführer eine Zweitmeinung
einholte. Dr. med. F._ hält nämlich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % im
jetzigen Beruf für realistisch, wobei sich die Arbeit auf überwiegend
administrative Tätigkeiten beschränken müsse, äussert sich aber nicht zur
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (vgl. Bg-act. 112).
Abweichend zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit äussert sich
lediglich der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. D._,
Facharzt Allgemeinmedizin FMH, in seinem Kurzbericht vom 18. März
2015. Darin hält er fest, dass die Arbeitsfähigkeit von 50 % mit
Büroarbeiten für den Patienten ein Maximum darstelle (vgl. Bg-act. 106 S.
2).
e) Das von Dr. med. E._ in der Abschlussuntersuchung vom 31. August
2015 dargestellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich insgesamt als schlüssig
und zuverlässig. Es beruht auf einer persönlichen Untersuchung des
Beschwerdeführers und wurde in Kenntnis der Vorgeschichte gemäss
den Akten erstellt. Die geklagten Beschwerden werden berücksichtigt und
die Beurteilung der medizinischen Situation leuchtet ein. Das Gutachten
entspricht somit den bundesgerichtlichen Voraussetzungen, welche an
medizinische Beweismittel hinsichtlich des Beweiswertes gestellt werden
(vgl. vorne E.4a). Die vom Hausarzt des Beschwerdeführers Dr. med.
D._ abgegebene Beurteilung vom 18. März 2015 ist aufgrund der
wenig fundierten Ausführungen nicht geeignet, Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. med.
E._ zu wecken. Auf die Erkenntnisse von Dr. med. E._,
namentlich auf dessen Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit des Beschwerdeführers, kann hier somit abgestellt werden,
zumal auch, abgesehen vom nicht massgebenden Kurzbericht des
Hausarztes vom 18. März 2015, keine dieser Beurteilung
widersprechenden Arztberichte bestehen.
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f) Der Sachverhalt ist genügend abgeklärt und die medizinischen Berichte
lassen eine ausreichende Aussage über den Gesundheitszustand und
dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu.
Demnach ist es in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung nicht
erforderlich, weitere fachärztliche Abklärungen zu treffen, sodass auf die
vom Beschwerdeführer beantragte Einholung einer beruflichen Abklärung
verzichtet werden kann (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b,
122 II 464 E.4a). Es kann somit von einer ganztägigen, zumutbaren
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Rahmen einer adaptierten
Tätigkeit ausserhalb des Betriebs des Beschwerdeführers ausgegangen
werden, wie Dr. med. E._ in seiner nachvollziehbaren Beurteilung
feststellt (vgl. vorne E.4d).
5. a) Zu prüfen bleibt die Frage des Invalideneinkommens. Art. 16 ATSG
bestimmt, dass für den Grad der Invalidität einer versicherten Person
jenes Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen),
mit demjenigen Erwerbseinkommen verglichen wird, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Aus
der Schadenminderungspflicht folgt, dass sich der Beschwerdeführer im
Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen zu lassen
hat, welche er bei Aufnahme einer leidensangepassten unselbständigen
Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.2).
b) Vorliegend stellt sich somit die Frage, ob dem Beschwerdeführer, welcher
auch nach dem Unfall weiterhin in seiner eigenen Unternehmung im
Rahmen von 50 % tätig blieb, wo er aber seine 100 %
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Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit nicht vollausschöpft, ein
Berufswechsel in eine unselbständige angepasste Tätigkeit zuzumuten
ist. Bei der Frage der Zumutbarkeit der Aufgabe einer selbständigen
Erwerbstätigkeit sind praxisgemäss die gesamten subjektiven und
objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im
Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene
Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie das
Alter, die berufliche Stellung und die Verwurzelung am Wohnort. Bei den
objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt
und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (Urteil des
Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.2.2 m.w.H.
insbesondere auf das Urteil I 15/05 des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 18. Juli 2005 E.6.1.2). Als zu prüfende
Kriterien kommen noch beispielsweise die Sprachkenntnisse, der
Arbeitsweg, die Ausbildung oder die soziale Deklassierung hinzu. Steht
ein Wechsel von einer selbstständigen zu einer unselbstständigen
Tätigkeit in Frage, nennt das Bundesgericht (zusätzlich zu den
allgemeinen Prüfungskriterien) eine weitere Voraussetzung: Einer
vormals selbstständig erwerbenden versicherten Person ist die Aufnahme
einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit nur dann zuzumuten, wenn
hiervon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet
werden kann (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I
643/03 vom 17. August 2004 E.3.2 und I 116/03 vom 10. November 2003
E.3.1). Bei den Anforderungen, welche unter dem Titel der
Schadenminderung an den Versicherten gestellt werden, darf sich die
Verwaltung nicht einseitig vom öffentlichen Interesse an einer sparsamen
und wirtschaftlichen Versicherungspraxis leiten lassen, sondern sie hat
auch die grundrechtlich geschützten Betätigungsmöglichkeiten des
Leistungsansprechers in seiner Lebensgestaltung angemessen zu
berücksichtigen. Welchem Interesse der Vorrang zukommt, kann nicht
generell entschieden werden. Als Richtschnur gilt, dass die
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Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort
strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der
Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn
der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen
auslösen oder zu einer grundlegend neuen Eingliederung Anlass geben
würde (BGE 113 V 22 E.4d).
c) Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass er sein
Unternehmen nicht aufgeben möchte. Der Rentenanspruch würde durch
Erhaltung der selbständigen Erwerbstätigkeit nicht "ausgelöst"; die UV-
Rente wäre allein um 12 % höher. Dies rechtfertige nicht, dass er seine
gesamte bisherige Lebensgestaltung verändern müsse. Gewichtige
Gründe, die für die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit zugunsten
einer unselbständigen Tätigkeit sprechen würden, lägen nicht vor. Auch
die persönlichen Verhältnisse würden die Aufgabe der selbständigen
Erwerbstätigkeit nicht zu rechtfertigen vermögen. Eine Aufgabe des
Geschäfts und allenfalls sogar ein Wohnortwechsel seien nicht zumutbar.
Sein Alter spreche zwar nicht von vornherein gegen einen Berufswechsel,
jedoch hätte er mit erheblichen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu
rechnen. Er sei gelernter Sanitärinstallateur, könne Offerten ausarbeiten
und Rechnungen stellen; für die übrigen administrativen Arbeiten sei er
aber weder ausgebildet noch habe er sich je damit befasst. Er wohne in
der Wohngemeinde, wo er aufgewachsen sowie sozial und politisch
engagiert und integriert sei. Bei einem Berufswechsel müsste er
andernorts arbeiten, was nicht schlechthin unzumutbar sei, dennoch ins
Gewicht falle. Denn er würde in der näheren Umgebung seines Wohnorts
als ehemaliger selbständiger Unternehmer und Geschäftsinhaber keine
Arbeitsstelle finden. Die Beschwerdegegnerin setze sich damit nicht
auseinander. Sodann sei es unverhältnismässig, ihm wegen einer
Teilarbeitsunfähigkeit von 50 % die Aufgabe seines Betriebs, seiner
beruflichen Existenz zuzumuten. Wenn ihm nun zugemutet werde, eine
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Verweistätigkeit aufzunehmen, würde ihm die Liquidation oder der
Verkauf seines Betriebs zugemutet, was zu einem sozialen Abstieg aus
einer interessanten selbständigen Tätigkeit in eine einfache und repetitive
berufliche Arbeit führe. Vergleiche man diese Nachteile mit der Differenz
von 12 % der UV-Rente, werde dem Beschwerdeführer mehr zugemutet,
als die Versicherungsleistung der Beschwerdegegnerin ausmache.
d) Für die Zumutbarkeit der Aufgabe des eigenen Betriebs spricht hier erst
einmal das Alter des Beschwerdeführers. Er wurde am 19. Mai 1966
geboren und war im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids vom 28.
Dezember 2015 somit 49 Jahre alt, weshalb ihm noch eine relativ lange
Aktivitätsdauer verbleibt. Das Alter steht somit – wovon auch der
Beschwerdeführer ausgeht – einem Berufswechsel nicht im Wege. Nicht
ersichtlich ist, weshalb er, der in 23 Jahren ein intaktes Unternehmen
aufgebaut hat (gemäss Handelsregister besteht seine zuerst in Form
eines Einzelunternehmens und ab 2002 als AG geführte Firma seit 1993),
Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben sollte. Dass der
Beschwerdeführer als ehemaliger Unternehmer ausserhalb seiner
jetzigen Umgebung arbeiten müsste, wird von ihm behauptet, ist aber
nicht belegt und stellt nur eine mögliche aber nicht überwiegend
wahrscheinliche Prognose dar. Selbst unter Annahme des Eintritts dieser
Behauptung wird jedoch aus der Schadensminderungspflicht abgeleitet,
dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit an einem anderen Wohnort zu verwerten hat. Denn es wird zwar
nicht bezweifelt, dass er am seinen Wohnort und Sitz seiner Firma unter
anderem aufgrund des angeblich während mehrerer Jahre bis 2012
innegehabten Amts im Gemeinderat und der früheren Teilnahme an
verschiedenen Sportvereinen (vgl. Bg-act. 20) stark integriert ist. Einem
Wohnortwechsel steht gemäss Rechtsprechung indessen selbst eine
starke Verwurzelung am Wohnsitzort nicht entgegen (vgl. zum Ganzen
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 15/05 vom 18. Juli
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2005 E.6.3). Des Weiteren ist auch aufgrund des stabilen
Gesundheitsverlaufs (vgl. Bg-act. 140 S. 4) davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit mit Wechselbelastungen besser
verwerten könnte, als in seinem eigenen Betrieb. Die übrigen von ihm
geltend gemachten Gründe erscheinen letztlich wenig stichhaltig und
vermögen ebenfalls nicht gegen die Verwertung seiner
Restarbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu sprechen.
Insbesondere überzeugt das Argument nicht, dass die Nachteile auf
Seiten des Beschwerdeführers bei einem Berufswechsel weitaus höher
wiegen würden als die 12%-Differenz zwischen der zugesprochenen
(38 %) und der vom Beschwerdeführer verlangten (50 %) UV-Rente. Bei
der Invalidenrente der Unfallversicherung handelt es sich erstens um eine
Dauerleistung, die erst mit der gänzlichen Abfindung, mit dem Auskauf
der Rente oder dem Tod des Versicherten erlischt (Art. 19 Abs. 2 UVG).
Bei einem versicherten Verdienst von monatlich Fr. 7'497.-- (vgl. Bg-act.
154) ergibt sich eine Differenz von monatlich Fr. 899.64 (12 % von
Fr. 7'497.--), was Fr. 10'795.65 pro Jahr entspricht. Diese Differenz ist
somit erheblich, weshalb die Auffassung des Beschwerdeführers bereits
von daher nicht stichhaltig ist. Sodann kann diesbezüglich die
Rechtsprechung hinsichtlich einer Rentenrevision der Unfallversicherung
(Art. 17 ATSG) vergleichsweise herangezogen werden. Danach bejaht
das Bundesgericht die Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung, welche
Voraussetzung für eine Revision der Rente der Unfallversicherung nach
Art. 17 Abs. 1 ATSG ist, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5
Prozentpunkte ändert (BGE 140 V 85 E.4.3 m.H.). Sinngemäss gilt für
den vorliegenden Fall, dass die Differenz von 12 % zwischen der
zugesprochenen und der verlangten Rente mehr als das Doppelte der
massgebenden Prozentpunkte gemäss oberwähnter Rechtsprechung
beträgt und deshalb erheblich ist. Die Zumutbarkeit eines Berufswechsels
von der aktuellen selbständigen Tätigkeit zu einer unselbständigen
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adaptierten Tätigkeit ist demnach mit der Beschwerdegegnerin zu
bejahen.
6. Übt eine versicherte Person nach Eintritt eines unfallbedingten
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare
neue Erwerbstätigkeit aus, so dass bei der Bestimmung des
Invalideneinkommens nicht von dem mit der aktuellen erwerblichen
Betätigung erzielten Verdienst ausgegangen werden kann, sind nach der
Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung entweder Tabellenlöhne
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der SUVA-internen
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) heranzuziehen (Urteil des
Bundesgerichts 8C_448/2014 vom 29. Dezember 2014 E.5.1 mit Hinweis
auf BGE 139 V 592 E.2.3). Die Beschwerdeführerin hat sich für die erste
Variante entschieden. Dagegen lässt sich dem Grundsatz nach nichts
einwenden. Die eigentliche Bemessung des Invalideneinkommens nach
LSE wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht gerügt. Somit ist den
von der Beschwerdegegnerin ermittelten Invaliditätsgrad von 38 %
ausgehend von einem Valideneinkommen des Beschwerdeführers als
Geschäftsführer von Fr. 105'000.-- sowie einem zumutbaren
Invalideneinkommen von Fr. 68'361.-- (Jahreseinkommen gemäss den
LSE von 2012, Tabelle A1, Kompetenzniveau 2, aufgewertet mit dem
Nominallohnindex und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von
10 %) nicht zu beanstanden.
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer einen
Berufswechsel in eine adaptierte Tätigkeit zuzumuten ist. Faktisch wird er
damit zwar nicht gezwungen, seine bisherige selbständige Tätigkeit
aufzugeben. Dennoch hat er sich bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades
das zumutbare Invalideneinkommen in der adaptierten Tätigkeit gemäss
der massgebenden LSE-Tabelle (Fr. 68'361.--, vgl. vorstehende
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Erwägung) zurechnen zu lassen. Der angefochtene Einspracheentscheid
erweist sich somit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
8. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden in Anwendung von
Art. 61 lit. a ATSG keine Verfahrenskosten erhoben. Als unterliegende
Partei kann der Beschwerdeführer, dessen Beschwerde sowohl im Haupt-
als auch im Eventualantrag abgewiesen wurde, keine aussergerichtliche
Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG). Die
Beschwerdegegnerin, die in ihrer Eigenschaft als zuständige
Sozialversicherungsträgerin obsiegt hat, kann ebenfalls keine
Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).