Decision ID: eb15354c-eba3-456b-9728-7877825df404
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1954,
aus
Y._
,
ohne erlernten Beruf, arbeitete zuletzt bis 199
8
als Reifenmonteur. Im Juli 1999 meldete er sich erstmals unter Hinweis auf einen Unfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/8
), worauf ihm diese nach getätigten Abklärungen mit Verfügung v
om 3.
Mai 2000 nach Massgabe eines errechneten Invaliditätsgrades von 56 % eine halbe Rente nebst einer Zusatzrente für seine Ehegattin sowie zwei Kinderrenten zusprach (
Urk. 8/32
).
Dieser Anspruch
des
Versicherten
, welcher im Jahr 2000 in geringem Umfang eine selbständige Tätigkeit im Bereich Gartenpflege aufnahm
(vgl. etwa Urk. 8/52; vgl. auch IK-Auszug Urk. 8/162)
,
wurde
im Rahmen eines
im Jahr 2003
amtlich eingeleiteten Revisionsverfahrens
bestätigt
(
Mitteilung vom 25.
Juni 2003; Urk. 8/53
).
Im Jahr 2004 leitete
die IV-Stelle
ein weiteres Revisionsverfahren
in die Wege
und ordnete eine orthopädische Begutachtung des Versicherten an.
Gestützt auf das entsprechende Gutachten vom 5. März 2005
(Urk.
8/67) hob die IV-Stelle die laufende halbe Rente
mit Verfügung vom 5. April 2006
nach Massgabe eines neu errechneten Invaliditätsgrades von 35 %
pe
r Ende Mai 2006 auf (Urk. 8/82).
E
ine dagegen erhobene E
insprache
(
Urk.
8/90)
wies
die IV-Stelle
mit Entscheid vom
2. August 2007
ab
(Urk. 8/103)
.
Im
Ok
t
ober
2008
me
ldete sich der Versicherte abermals zum
Leistungsbezug
an
(vgl. Urk.
8/105), worauf die IV-Stelle nach durchgeführten Abklärungen mit Verfügung vom 13. November 2009 einen
Rentenanspruch
erneut
verneinte (Urk.
8/117)
. Auch ein weiteres Leistungsg
esuch vom 18.
November 2010
(U
rk.
8/121)
beschied die IV-Stelle
nach getätigten Abklärungen und durchge
führtem Untersuch durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
mit Verfü
gung vom 25. August 2011
abschlägig
(
Urk.
8/
138
).
2.
Am
13.
September 2012 machte der Versicherte bei der IV-Stelle erneut eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend (
Urk.
8/139
)
.
D
ie IV-Stelle
nahm
Abklärungen
in medizinischer und erwerblicher Hinsicht
vor
und ermit
telte einen Invaliditätsgrad von 34 %. Gestützt darauf verneinte sie mit
Verfü
gung vom 10.
Mai 2013
abermals
den
A
nspruch
auf eine Invalidenrente
(Urk. 8/160)
. Eine dagegen erhobene Beschwerde
vom 10. Juni 2013
hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom
24.
Mai 2014
in dem Sinne gut,
dass
es die Sache
in
Aufhebung der Verfügung vom 10.
Mai 2013 zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurückwies
(Urk.
8/173
; Prozess IV.2013.00543)
.
In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre
Untersuchung des Versicherten durch die Begutachtungsstelle
Z._.
Gestützt
auf
das entsprechende Gutachten vom
4.
März 2015
(Urk.
8/193)
sowie nach Durchführung des
Vorbescheidver
fahrens
(Urk. 8/195
ff.
)
wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren
mit Verfügung
vom 15.
Juni 2015
abermals ab
(Urk.
2).
3.
Hiegegen
lässt der Versicherte mit Eingabe vom
18.
August 2015 Beschwerde erheben (Urk. 1) und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu verpflichten,
ihm
rückwirkend eine angemes
sene Invalidenrente zuzusprechen und auszuzahlen, unter Kosten – und
Ent
schädigungsfolge
n
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragt
mit Vernehmlassung vom
18. Septem
ber 2015 (
Urk. 7) Abweisung der Beschwerde
, was dem
Beschwerdeführe
r mit Gerichtsverfügung vom 21.
September 2015 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.
3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerde
fall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.7
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punk
te dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen
und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass im Gutachten vom
4.
März 2015 keine neuen Erkenntnisse betreffend den Gesund
heitszustand des Versicherten aufgezeigt würden.
Der Versicherte
sei in seiner angestammten Tätigkeit als selbständig Erwerbender im Gartenbau zu 100
% arbeits
unfähig, für leichte körperliche Tätigkeiten bestehe seit 199
9 eine Arbeits
fähigkeit von 100 %.
Es
bestehe weiterhin ein Invaliditätsgrad
von 34
% (
Urk.
2).
2.2
Dagegen lässt der Beschwerdeführer
zur Hauptsache
vorbringen, dass
aufgrund des Gutachtens des
Z._
er
wiesen sei, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers im
Vergleich zum
Jahr 2006
durch die pulmonale Prob
lematik
verschlechtert habe.
Doch sei
die
diesbezügliche
Beurteilung
durch die Gutachter
widersprüchlich bzw.
unklar,
weshalb
zur
Arbeitsfähigkeit
ergän
zende Abklärungen angezeigt seien.
Bezüglich
des Einkommensvergleichs
rechtfertige es sich alsdann nicht,
den beim Invalideneinkommen vorgenomme
nen
Abzug
auf
10 % zu reduzieren (von 15 % gemäss
der
Verfügung vom
5. April 2006
)
.
Da sich d
er Gesundheitszustand
seit
2006
verschlechtert habe
und
aufgrund der diversen gesundheit
sbedingten
Einschränkungen
auch in einer Verweistätigkeit,
sei
vielmehr
ein Abzug in Höhe von 25 % angezeigt (
Urk.
1).
3.
3.1
Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom
13. September 2012
eingetreten
, weshalb i
m vorliegenden Verfahren zu prüfen
ist
, ob
seit Ergehen der
leistungs
abweisende
n
Verfügung vom 25. August 2011
, welche vorliegend
zeitliche
Ver
gleichsbasis
bildet (vgl. auch
Urteil des hiesigen Gerichts vom 24. Mai 2014; Urk. 8/173 E. 4.1
)
,
eine anspruchserhe
bliche Änderung eingetreten ist.
3.2
Der
Verfügung vom 25. August 2011
lagen die folgenden medizinischen Unterla
gen zugrunde
(vgl. so schon
E. 3.1 des
Urteil
s
des hiesigen Gerichts vom 2
4.
Mai 2014
; Urk. 8/173 S. 6 ff.)
:
3.
2
.1
Am 21. Februar 2010 (Urk.
8
/125/1-2) hielt Dr. med.
A._
, Fachärztin FMH für
Radio
logie, Klinik
B._
, in ihrer Beurteilung bezüglich der
Lenden
wirbel
säule
eine leichte
Osteochondrose
und eine
Diskusprotrusion
L5/S1 mit leichten
Spon
dylarthrosen
und konsekutiver,
osteodiskaler
Einengung des linken
Neuro
fora
mens
fest. Die Nervenwurzel L5 links werde zwar nicht komprimiert, eine
Ir
rita
tion derselben, insbesondere unter Belastung, sei jedoch gut denkbar. Fer
ner
hätten sich auch multisegmentale
leichtgradige
Spondylarthrosen
sowie eine keilförmige Deformation von Th11 und Th12 mit konsekutiver
Kyphosierung
in diesem Segment, verdächtig auf einen Status nach
anteriorer
Spondylodiscitis
, finden lassen. Im gleichen Segment habe sich eine
leicht
gradige
Diskusprotru
sion
mit geringer Eindellung der ventralen
Myelonkontur
gezeigt. Zeichen einer Myelopathie hätten sich nicht finden lassen.
3.
2
.2
Im Bericht vom 2
2.
Februar 2010 (Urk.
8
/125/3-4) hielt
Dr.
A._
a
n ihrer Be
ur
teilung fest, im rechten Knie bestünden Signalalterationen im
Hinterhorn
des
lateralen Meniskus ohne eine eindeutige Rissbildung. Im linken Knie bestehe kein
Anhalt für eine laterale Meniskusläsion.
3.
2
.3
Der seit Dezember 2009 behandelnde Dr. med.
C._
, FMH Kinder- und
Ju
gend
psychiatrie
und Psychoth
er
apie, diagnostizierte im Bericht vom 1
0.
Dezem
ber 2010 (Urk.
8
/125/5)
eine reaktive mittelschwere Depression auf
grund von Knie- und Rückenschmerzen. Dr.
C._
führte aus, aufgrund stän
diger Schmer
zen in Knie und Rücken, die den Beschwerdeführer täglich bei den
Arbeits
verrich
tung
en
geplagt hätten, sei er vor einem Jahr in eine mittelschwere depressive Epi
sode geraten. Diese Störung habe unter anderem mit
Cipralex
bis 40mg/die be
handelt werden müssen. Eine mittelschwere Adipositas habe im Ver
lauf redu
ziert
werden können.
Der Beschwerdeführer habe täglich Schmerzen und sei in seiner
Arbeits
ver
rich
tung
deutlich behindert. Die Gefahr einer erneuten depressiven Krise sei bei einem vollen Arbeitspensum, welches er unter Schmerzbelastung ab
solvieren sollte
,
evident. Um die Schmerzsymptomatik nicht zu verstärken, sei eine Re
duk
tion des
Arbeitspensums dringend indiziert.
3.
2
.4
Im Bericht vom 27. Dezember 2010 (Urk.
8
/127/1) führte der behandelnde Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, aus, dass der Be
schwerde
führer in den letzten Monaten vermehrt über Beschwerden in beiden Knie
gelen
ken, vorwiegend rechts, geklagt habe. Daneben bestünden auch wechselnde, zum
Teil erhebliche lumbale Rückenbeschwerden. Die Beschwerden hätten nach Angaben des Beschwerdeführers insgesamt zugenommen, ins
be
sondere beim Bergauf- und Bergabgehen. Inwieweit diese Veränderungen für eine
Neu
beur
tei
lung
der IV-Berentung relevant seien, könne er nicht beur
teilen. Die ortho
pä
disch-rheumatologische Problematik müsse durch einen ent
spre
chenden
Fach
spezia
listen
beurteilt werden.
3.
2
.5
Im psychiatrischen RAD-Untersuchungsbericht vom 27. April 2011 (Urk. 8/129)
konnte Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, keine
psychiatrische Diagnose erheben (S. 6).
Der RAD-Arzt Dr.
E._
hielt fest (S. 6 ff. Ziff. 12 f.), dass sich bei der psy
chiatrischen Untersuchung ein weitgehend unauffälliger psycho
patho
lo
gischer
Befund ergeben habe. Es hätten sich einzig eine
leicht
gradige
Energie- und
Vita
litätsverminderung
eruieren lassen. Ferner bestünden Existenz
ängste und Ängste,
von der Ehefrau verlassen zu werden.
Aufgrund des weitgehend
blanden
psychopathologischen Befundes sei aus
ver
sicherungs
psychiatrischer
Sicht keine relevante psychische Störung vorhanden
und infolge dessen sei auch retrospektiv eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in
bisheriger als auch in angepasster Tätigkeit bis auf weiteres ausgewiesen. Der Be
schwerdeführer arbeite seit vier Jahren als
Hausabwart
in einem 60
%-Pen
sum.
3.
3
3.3.1
Im Rahmen der laufenden Revision gingen zunächst die folgenden, im Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
4.
Mai 2014 umfassend dargestellten medizinischen Akten (
Urk.
8/173 S. 8 f. E. 3.2) ein:
-
Bericht vom 2
6.
September 2012 (
Urk.
8/142/6-7, vgl. dazu auch Urk. 8/142/9-14) von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Neurologie;
-
Stellungnahmen vom
2.
und vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
8/146) und vom 2
4.
April und vom
3.
Mai 2013 (
Urk.
8/159 S. 1 f.) des RAD-Arztes
Dr.
med.
G._
, Facharzt Allgemeinmedizin, zertifizierter Gutachter SIM;
-
Bericht vom 2
4.
März 2013 (
Urk.
8/155/1) des behandelnden
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin FMH;
-
Bericht des Arztes der
H._
, vom
5.
April 2013 (
Urk.
8/157/14);
-
Berichte vom 1
6.
April 2013 (
Urk.
8/155/1-9) der Ärzte der Uniklinik
I._
.
Darauf wird verwiesen.
3.3.2
Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2015 liegt das
polydis
ziplinäre
(internistische, psychiatrische, r
h
eumatologische und
pneumologische
)
Gutachten
des
Z._
vom
4
.
März
2015
(Urk. 8/193)
zugrunde. Darin
stellten die verantwortlich zeichnenden Ärzte
die f
olgende
n
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 36):
1.
Respiratorische Globalinsuffizienz bei schwerem
Overlap
-Syndrom (ED 06/2013)
m
ittelschwere chronisch obstruktive
Pneumopathie
GOLD II
g
emischtes, vor allem obstruktives Schlafapnoesyndrom
Adipositas
s
ekundäre
Polyglobulie
Status n
ach intermittierender CPAP-Therapie
Status
nach nicht invasiver Ventilation (Ende 20
13;
vorzeitiger
Thera
pie
ab
bruch
bei Klaustrophobie und Panikstörung
)
, bis heute Fortführung einer nächt
lichen S
auerstofftherapie mit 1.5 l/min
2.
Symptomatische
Gonarthrose
beidseits (chronische Knieschmerzen rechts > links)
-
r
echts:
Status nach
Teilmeniskekt
omie
,
Chondr
o
malacia
patellae
, Ba
ker-Zyste
-
links:
Chondromalacia
patellae
, Baker-Zyste (MRI vom 22.02.2010)
-
rechts: Retropatellararthrose,
Osteophyten
(Knie rechts vom 12.07.2012)
3.
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
, betont
th
o
rakolumbaler
Übergang
Deckenplattenimpressionsfraktur BWK12 (Röntgen BWS/LWS vom 03.12.2014) bzw. keilförmige Deformation Th11
und
12 (MRI LWS 19.02.2010)
a
usgeprägte
Fehlform
/-haltung (Hohlrundrücken)
k
eine Hinweise auf
radikuläre
Problematik
4.
Verdacht auf Osteoporose
Deckenplattenimpressionsfraktur BWK12 (siehe Diagnose 3).
sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 37)
1.
Status
nach Appendektomie vor 30 Jahren
2.
Status
nach
Hernienoperation
Leiste beidseits circa 2009
3.
Stationärer Alkoholentzug
1986
4.
Unfall mit Sturz aus 4 m Höhe und Meniskusoperation rechts
5.
Status
nach Fraktur des linken Fusses
In ihrer Gesamtbeurteilung
hielten
die Ärzte
in pulmonaler Hinsicht
fest
,
in den aktuell durchgeführten
pneumologischen
Untersuchungen (
Lungenfunktions
prü
fung
, Spiro-
Ergometrie
) habe der Explorand eine gute Kooperation gezeigt. Als hauptsächlich limitierender Faktor liege eine deutliche Beeinträchtigung der Ventilation
bereits in Ruhe
vor, die in ihrem Ausmass
dysproportional
zum Aus
mass der lungenfunktionellen Einschränkung erscheine. Diese Beobachtung sei typischerweise bei COPD-Patienten mit unbehandelt
em Schlafapnoesyndrom zu finden.
Es sei nicht mit einer lungenfun
k
tionellen Verbesserung im
Krank
heits
verlauf
zu rechnen, bestenfalls mit einer Stabilisierung
auf
dem derzeitigen Niveau.
Trotz Fehlens subjektiver Beschwerden wäre bezüglich des
Schlaf
ap
noe
syndroms
eine Behandlung mittels nächtlicher Überdrucktherapie bzw. nicht-invasiver Beatmung indiziert
(S. 38)
.
In rheumatologischer Hinsicht
zeige sich
in den neu angefertigten Röntgenbildern der Brust- und
Lendenwir
belsäule
eine Deckenplattenimpressi
o
nsfrak
t
ur BWK12, die
die
Beschwerden im
thora
ko
lum
balen
Übergang sehr gut erklären könnten.
Diesbezüglich sei
bei Verdacht auf Osteoporose
eine Abklärung zu empfehlen
. Eine
radikuläre
Pro
b
lematik finde sich nicht. Des W
eiteren bestünden chronische Kn
ieschmerzen rechts mehr als
links, ein
femoropatelläres
Problem lasse sich
klinisch nicht fin
den
(S. 39 oben)
.
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Ärzte an,
in der
angestammte
n
Tätigkeit als
Pneu
monteur
sei der Beschwerd
eführer
- in Übereinstimmung mit den
Vorbe
ur
teilungen
-
nicht mehr arbeitsfähig;
diese Einschätzung erfolge aufgrund der rheumatologischen und
pneumologischen
Beurteilung. Auch für körperlich schwere und mittelschwere (Verweis-) Tätigkeiten bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr, dies aufgrund der
pneumologischen
Beurteilung. Für eine körperlich leichte Verweistätigkeit bestehe eine v
olle Arbeitsfähigkeit; dies
unter der Vor
aussetzung,
dass es sich
um sitzende Tätigkeiten handle
ohne Arbeiten über K
opf und
mit der Möglichkeit zum Wechsel der Position,
die kein längeres Gehen
mit sich brächten
und
insbesondere keine Treppen bzw. andere Stei
gun
gen
beinhalteten
sowie in rauch- und staubfreier Umgebung
durch
ge
führt wür
den
. Alsdann sei der Explorand aufgrund der unbehandelten Schlafapnoe nicht für Berufe in der Personenbeförderung (z
.
B
.
Taxichauffeur) geeignet. Die Arbeits
unfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als
Pneumonteur
bestehe seit 1999, die zu attestierende volle Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte Tätig
keit mindestens seit März 2005 (
S. 39
)
.
5.
5.1
Das eingeholte Gutachten des
Z._
berücksichtigt die
Vorakten
in angemessener Weise, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden
,
legt
den Sachverhalt in einer schlüssigen Weise dar und kommt zu nachvollziehbaren Ergebnissen, auf welche abgestellt werden kann.
Ges
tützt darauf ist davon auszugehen
,
dass in Bezug auf die rheumatologische
n
Proble
matiken
an Rücken und
an den
Knien seit 2005 und mithin auch
im
hier
mass
gebenden
Vergleichszeit
raum
(vgl. E. 3.1
hievor
)
eine
im Wesentlichen
unver
änderte Situation vorliegt und der Beschwerdeführer
aus rheumatologischer Sicht
nach wie vor
in
einer
leichten Verw
e
istätigkeit
vollzeitlich
arbeitsfähig ist.
Dies wird soweit ersichtlich auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt
(Urk.
1 S.
5
)
.
Demgegenüber
ist gestützt auf das Gutachten
davon auszugehen, dass sich
die
pneu
mologische
Gesundheit
im
m
assgeblichen
Vergleichszeitraum
insoweit
ver
schlech
tert
hat, als der Beschwerdefü
hrer
a
n einem
COPD
leidet
,
welches nun
mehr zusätzlich Aus
wirkungen auf die Arbeit
s
fähigkeit hat
.
Aus
den Aus
füh
run
gen der Gutachter
ergibt sich
dabei
, dass
auch
das COPD
in einer an
ge
pass
ten
leichten
Tätigkeit zu keiner zeitlichen
Leistungseinbusse
führt, aller
dings
qualit
ative Auswir
k
ungen auf die Arbeitsfähigkeit
zeitigt
,
indem
neben den Einschränkungen
aus rheumatologischer Sicht
zusätzliche Vorgab
en
(im Sinne des Erfordernisses einer
rauch- und staubfreie
n
Umgebung
) hinzu
ge
treten
sind
.
5
.2
Entgegen
den Ausführungen des
Beschwerdeführers
leuchten
die Schluss
fol
gerun
gen
im
Gutachten
namentl
i
ch
auch in
pneumol
o
gischer
Hinsicht ein
. So
weit
die
für das
pneumologische
Teilgutachten verantwortlichen
Är
zte
aufgrund der durchgeführten Abklärungen (
einschliesslich
Lungenfunktions
prüfung
und Spiroergometrie; vgl.
Urk.
8/193 S. 109)
die körperliche Leis
tungsfähigkeit for
mal als leicht bis mittelschwer eingeschränkt erachteten
und
als hauptsächlich limitierenden Faktor
eine deutliche
Beeinträchtigung der Ventilation
bereits in Ruhe
feststellten
,
wurde d
iesen Beeinträchtigungen
mit der Beschränkung der zumutbaren Verweistätigkeiten auf leichte sitzende Tätig
keit
en (unter Berück
sichtigung der zusätzlichen
Vorgaben
)
Rechnung getragen.
Dies erscheint na
ch
vollziehbar
,
und
es
drängt sich die Annahme
e
ine
r
weiterge
hende
n
Einschrän
kung
als die gutachterlich attestierte
nicht
auf
,
hatte der Be
schwerdeführer
anlässlich der Begutachtung
bezüglich
der respiratorischen Si
tuation
doch
angegeben, vor allem
beim Treppensteigen (
Urk.
8/193 S. 28) bzw
.
bei stärkerer körperlicher Belastung (Urk. 8/193 S. 10
8
) bzw.
beim Gehen über längere Stre
cken
(
Urk.
8/193 S. 28)
an
Kurzatmi
gkeit zu leiden
.
A
lsdann beste
hen a
uch mit
Blick auf die
vom Beschwerdeführer
geschi
l
derte
n
Alltagsaspekte
keine Hin
weise darauf
, dass er
selbst
in einer dem zumutbaren Profil entspre
chenden
leichten und sitzenden
Tätigkeit zusätzlich eingeschränkt
sein könnte, ist
er
doch
in der Lage
,
l
eichten
Tätigk
eiten im Haushalt
oder
– im Rahmen sei
ner selbständigen Erwerbstätigkeit -
leichten bis mittelschweren Arbeiten
der Gar
tenpflege
nach
zugehen
(Urk.
8/193 S.
27
und S. 108
).
Vor diesem Hintergrund
besteht kein Anl
ass,
die Einschätzung
der Gutachter
, wonach
unter Berücksichtigung der zusätzlichen Vorgaben
in
leidensangepass
ter
leichter und
sitzender
Tätigkeit
eine vollständige Arbeitsfähigkeit
bestehe,
in Zweifel
zu
ziehen. Dies gilt auch mit Blick
darauf
,
dass
die aktuell
verordnete
T
herapie
der pulm
onalen
Problematik
eine
Sauerstoff
inhalation
während
16
Stunden
pro Tag
erfordert
(Urk.
8/170
)
,
wird doch
nach Lage der Akten
die Therapie
vom Beschwerdeführer
ausschliesslich
zuhause und
namentlich
in der Nacht durchgeführt
(
Urk.
8/193 S. 28
)
und
könnte
diese
überdies
während
5
S
tunden
pro Tag ausser Haus
erfolgen
(
vgl. ärztliche Ve
r
ordnung
für kont
i
nu
ierliche Sauerstoff-Langzeit
t
herapie
,
Urk. 8/170)
.
Einzig soweit
die Gutachter
mit Blick auf die unbehandelte
Schlafapnoe
nur Tätigkeiten
in der Personenbe
förderung (z.B. Taxichauffeur
)
und ni
c
h
t generell
Arbeiten,
welche das Führen von Fahrzeugen
(allenfalls auch
das Bedienen von Maschinen
)
umfassen
,
von den zumutbaren Verweistätigkeiten ausnehmen
, mag
die Beurteilung
– wie der
Beschwerdeführer gelt
end macht
(
Urk.
1 S. 6 und 7)
–
zumindest
diskutabel erscheinen. Dies
ändert jedoch nichts daran, dass
auch
ausserhalb diese
r
Tätig
keitsgebie
te
genügend
andere Einsatzmöglichkeiten
bestehen, wie die Verwal
tung in der Vernehmlas
s
ung
zu Recht
geltend mach
t
(
Urk.
7 S
.
2).
5.3
Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass auf das Gutachten
des
Z._
abgestellt werden kann.
Gestützt darauf
ist davon auszugehen, dass
im mass
ge
bli
chen Vergleichszeitraum
eine Veränderung
des Gesundheitszustandes
dahin
ge
hend stattgefunden hat, dass
die Arbeitsfähigkeit nicht nur in infolge des
rheu
matologischen Gesundheitsschaden
s
,
sondern nun auch zusätzlich durch
e
ine
pneumologische
Problematik
eingeschränkt
ist
.
D
er Beschwerdeführer
ist
in sei
ner angestammten Tätigkeit
als Reifenmonteur
nicht
mehr einsetzbar
,
hinge
gen -
unter
Berücksichtigung
zusätzlicher
Vorgaben
-
in einer
leidensange
passten
Tätigkeit
nach wie vor
vollzeitlich arbeitsfähig
.
6.
6.1
I
n erwerblicher Hinsicht
knüpfte die Verwaltung
an de
n
i
n der
-
mit Urt
e
i
l vom
24. Mai 2014
aufgeho
be
nen
-
Verfügung vom 10. Mai 2013
(Urk.
8/160 S. 2)
angestellten
Einkommensvergleich
an
(
vgl.
Urk. 8/194 S.
2 unter Hinweis auf den Einkommensvergleich vom
27. November 2012
[
Urk.
8/145
],
wo sie
per 2012
von einem
Valideneinkommen
in Höhe von
Fr. 84‘748.01 und –
vor
Berücksichtigung eines Abzugs von 10 % - von einem Invalideneinkommen i
n Höhe von Fr.
62‘404.38
ausgegangen war
)
. Die
se
Vergleichseinkommen werden
beschwerdeweise
im Grundsatz
nicht beanstandet
(
zum Rügeprinzip:
BGE 119 V 347
E. 1a mit Hinweis
)
,
gerügt
wird
lediglich
die Höhe des leidensbedingten Abzugs
vom Invalideneinkommen
von 10 %
(
vgl. E. 2.1
hievor
, vgl
.
auch
Urk.
1 S.
8).
6.2
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach
BGE 126 V 75
soll der Tatsache Rech
nung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder
Aufent
haltskategorie
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verblie
bene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(
BGE 134 V 64
E. 4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (
vgl.
E. 1.7
hievor
, vgl.
dazu
auch
BGE 135 V 297
E. 5.2). Mit Bezug auf den behinderungs- bzw. leidensbedingten Abzug im Besonderen ist zu beach
ten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeit
lich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt. Dadurch wird in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt, die unter Berück
sichtigung der Fähigkeiten sowie der Ausbildung und Berufserfahrung der ver
sicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unter
scheiden ist die Gegenstand des Abzugs vom Tabellenlohn nach
BGE 126 V 75
bildende Frage, ob mit Bezug auf konkret in Betracht fallende Tätigkeiten auf
grund der Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein kön
nen, verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Ist von einem genü
gend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände anerkannt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausser
ordentlich zu bezeichnen sind (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 8C_848/2014
vom 2
9.
April
2015 E. 4.
3.1
mit Hinweisen).
6.3
Gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen im Gutachten des
Z._
sind dem Beschwerdeführer
sitzend auszuübende
Verweistätigkeiten zumutbar,
die
ohne Arbeiten über Kopf und mit der Möglichkeit zum Wechsel der Position
ausgeübt werden können
, die kein längeres Gehen und insbesondere keine Treppen bzw. andere Steigungen
erfordern und in rauch- und staubfreier Umgebung durch
geführt werden können.
Wenn die Verwaltung diesen Einschränkungen mit der Vornahme eines leidensbedingten Abzuges
von
10 % Rechnung getragen hat
,
ist dies im Rahmen der dem Gericht zustehenden
Angemessenheitskontrolle
nicht zu beanstanden (zur Voraus
setzung einer entsprechenden gerichtlichen Anpassung üb
erhaupt: BGE 137 V 71 E. 5.
2
).
So darf nicht nur davon ausgegangen werden, dass der
als
ausgeglichen
unter
stellte
Arbeitsmarkt genügend Arbe
i
tsmöglichkeiten
kennt
,
welche die
Vorgaben aus
pneumologischer
Sicht (namentlich bezüglich Rauch- und Staubfreiheit)
erfüllen
.
Z
u berücksichtigen
ist
zudem
, dass
der
Umstand,
wonach
die versi
cherte Person gemäss den medizinischen Angaben auf eine Tätigkeit angewie
sen ist, die im Sitzen verrichtet werden kann und die Möglichkeit zu gelegentli
chen Positionswechseln bietet, ihre Einsatzmöglichkeiten daher begrenzt sind, im Hinblick auf den allein massgeblic
hen ausgeglichenen Arbeitsmarkt
nicht abzugsrelevant
ist
(vgl.
statt vieler
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_599/2015 vom 22.
Dezember 2015 E. 5.2.4 sowie
8C_176/2
012 vom 3. September 2012 E. 8)
.
Zwar unterliegen die
dem Beschwerdeführer weiterhin zumutbaren Tätigkeiten
darüber
hinaus
zusätzlichen
Einschränkungen
;
d
och
sind
diese nicht derart weitreichend, dass eine Anstellung vor dem Hintergrund des vergleichsweise weiten Spektrums
noch
zumutbarer (Hilfs-) Tätigkeiten nicht mehr
realistisch
erschien
e. Dies gilt umso mehr
,
als
die
genannten Einschränkungen zumindest teilw
eise ineinander
aufgehen
, so etwa
das Erfordernis
einer
sitzenden Tätigkeit
, die
weites Gehen und Treppen sowie
Steigungen regelmässig aus
schliessen dürfte
.
Selbst wenn mit Blick auf das Zusammen
fallen
u
nd die Verschiedenar
tigkeit der
vorhandenen
Einschränkungen
(rheumatologisch und
pneumolo
gisch
)
ausserordentliche Ums
t
ände im Sinne der
obgenannten
Rechtsprechung
(E. 6.2
hievor
)
anzunehmen wären, so
r
echtfertig
t
en
sie
keinen höheren
Abzug
als 10
%.
Alsdann rec
htfertigt sich
ein solcher
schliesslich auch daher nicht, weil
m
it Blick auf die vorliegend
in Betracht fallenden Verweistätigkeiten
(
im Bereich der Hilfsarbeiten
)
weitere Abzugsmerkmale
nicht ersichtlich
sind
und
vom Beschwerdeführer
denn auch
zu Recht nicht geltend gemacht
werden
.
Namentlich
rechtfertigt sich
ein Abzug
weder
aufgrund des Alters
noch
des
Auf
enthal
tsstatu
s
des Beschwerdeführers
(Niederlassung
sbewilligung
; zum
G
anzen statt vieler Urteil des Bundesgerichts 9C_777/2015 vom
1
2.
Mai 2016 E.
5.3)
.
6.4
Daran ändert nichts, dass
– wie der Beschwerdeführer
ausführen
lässt
(Urk.
1 S.
8
;
vgl. E. 2.2
hievor
)
-
der
(rentenaufhebenden)
Verfügung vom
5.
April
2006 noch
ein Abzug
vom Invalideneinkommen
von 15
% zugrunde
gelegen
hatte
(
vgl.
Urk.
8/82
)
.
Denn
im
vorliegend
massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. wiederum E. 3.1)
ist
eine Änderung des Gesundheitszustandes eingetreten
,
womit
sich
ein Aspekt aus dem gesamten für die Anspruchsberechtigung erhebli
chen Tatsachenspektrum
wesentlich verändert
hat.
Der
Rentenanspruch
ist des
halb
(auch im Verfahren der Neuanmeldung
;
analog der Revision; vgl. dazu BGE
141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1
)
in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfas
send (
„
allseitig")
neu
zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht
(
vgl. statt vieler etwa Urteil des Bundesgerichts
9C_378/2014
vom 21.
Oktober 2014 E. 4.2
).
Bezüglich des
der Verfügung vom 5. April 2006 zu
grunde gelegten Abzugs in Höhe von 15 % bleibt
immerhin
anzumerken, dass
damals
das Alter des Versicherten
(
zu Unrecht
;
vgl.
hievor
)
Eingang in die Be
messung
fand
(vgl. wiederum
Urk.
8/82
S.
2)
.
Im
Übrigen
führte
selbst
ein Ab
zug von 15
% noch nicht zu einem rent
enbegründenden Invaliditätsgrad.
6.
5
Damit ble
i
bt es aber bei
dem von der Verwaltung
erre
chneten Invaliditätsgrad von 34
%
,
womit
die
se
einen Rentenanspruch zu Recht verneint
hat
.
Zusam
menfassend führt dies zur Bestätigung der angefochtenen Verfügung sowie zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
Beschwerdeführer aufzuerlegen.