Decision ID: 93ce768d-9dc4-586f-a0d3-c2e0665389d5
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Geschäftsführer der B._ GmbH bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert. Am 4. August 2016 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 24.
Juli 2016 auf einer Zuschauertribüne über einen Absatz neben der Treppe gestolpert
und über eine Sitzreihe gestürzt, er habe sich das Handgelenk und die Finger
rechtsseitig verletzt und verspüre ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger, wobei die
Schädigung noch unbestimmt sei (Suva-act. 1). Mit Schreiben vom 6. September 2016
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sicherte die Suva dem Versicherten die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 6). Am 8. September 2016 reichte die
Arbeitgeberin der Suva ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. med. C._, Facharzt
FMH für Allgemeinmedizin, vom 6. September 2016 für eine Arbeitsunfähigkeit des
Versicherten vom 24. Juli bis 8. September 2016 ein (Suva-act. 9).
A.b Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. C._ vom 27. September 2016 hatte am 3.
August 2016 eine Erstbehandlung stattgefunden. Der Versicherte hatte angegeben,
beim Unfall vom 24. Juli 2016 eine Handgelenkskontusion erlitten zu haben. Als
Befunde hatte Dr. C._ eine teigige Schwellung im Bereich der ganzen Hand mit
Druckdolenz ulnocarpal sowie eine Hypästhesie im Bereich des Hypotenars sowie des
Kleinfingers erhoben und den Versicherten für eine MRI-Untersuchung des rechten
Handgelenks der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Kantonsspitals St.
Gallen (KSSG) zugewiesen. Die am 19. August 2016 durchgeführte Untersuchung hatte
eine Längsruptur der Extensor carpi ulnaris-Sehne, eine Perforation des Discus
triangularis zentral, ein 9 mm messendes Ganglion palmoradial des Radiokarpalgelenks
mit perifokalem Reizzustand sowie ein intraossäres 8 mm messendes Ganglion im Os
trapezoideum mit angrenzendem perifokalem Knochenmarksödem zur Darstellung
gebracht, im Übrigen jedoch ein normales Kernspintomogramm gezeigt (Suva-act. 16).
Laut Arztzeugnis UVG hatte zudem am 26. September 2016 eine Konsultation bei Dr.
med. D._, Facharzt FMH Handchirurgie, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, stattgefunden (Suva-act. 10). Am selben Tag
hatte Dr. C._ ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit des
Versicherten ab dem 9. September bis 25. September 2016 ausgestellt (Suva-act.
17-2).
A.c In dem von der Suva eingeholten Untersuchungsbericht vom 26. September 2016
(Eingang bei der Suva am 28. September 2016) hatte Dr. D._ die Diagnosen
Handgelenkskontusion rechts vom 24. Juli 2016 mit ulnokarpalen
Handgelenksbeschwerden, Partialläsion Extensor carpi ulnaris Sehne und Neuropraxie
des Nervus ulnaris in der Guyon-Loge gestellt (Suva-act. 13).
A.d Am 20. und 21. Oktober 2016 folgte auf Zuweisung von Dr. D._ eine Beurteilung
durch Dr. med. E._, Facharzt Neurologie FMH, der gestützt auf eine klinische und
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elektrodiagnostische Untersuchung ein sensomotorisches Sulcus ulnaris-Syndrom
rechts sowie eine ulnare Handgelenkskontusion rechts am 24. Juli 2016 bei
Beinahesturz diagnostizierte und eine kernspintomographische Untersuchung des
Ellbogens empfahl (Suva-act. 18).
A.e Am 28. Oktober 2016 legte die Suva die medizinischen Unterlagen, zusammen mit
der konsiliarischen Beurteilung von Dr. E._, ihrem Kreisarzt Dr. med. F._, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur
Beurteilung der Unfallfolgen vor (Suva-act. 19). Gestützt auf dessen Beurteilung vom 2.
November 2016 (Suva-act. 19) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom
3. November 2016 die Einstellung der Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und
Taggeld) per 4. November 2016. Zur Begründung führte sie an, dass die aktuell
bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich
krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 24. Juli
2016 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss kreisärztlicher Beurteilung
spätestens drei Monate nach dem Unfallereignis wieder erreicht (Suva-act. 21).
A.f Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 5. Dezember 2016, vertreten
durch Rechtsanwältin MLaw Franziska Ammann, St. Gallen, Einsprache mit den
Anträgen, die Verfügung sei aufzuheben und dem Versicherten seien die gesetzlichen
Leistungen zuzusprechen (Suva-act. 26). Zusammen mit der Einsprache reichte die
Rechtsvertreterin insbesondere einen Bericht von Dr. med. G._, Radiologie Nordost,
Diagnosezentrum H._, vom 17. November 2016 über eine am selben Tag
durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Ellbogens des Versicherten ein (Suva-
act. 26-14 f.).
A.g Am 7. Dezember 2016 ersuchte die Suva Dr. F._ erneut um eine Beurteilung des
Schadenfalls, welche dieser am 16. Dezember 2016 vorlegte. Darin hielt er an der
Auffassung fest, der Status quo sine sei spätestens drei Monate nach dem Ereignis
erreicht gewesen (Suva-act. 28 f.).
A.h Am 19. Dezember 2016 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten ein
Arztzeugnis von Dr. C._ vom 15. Dezember 2016 über eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Dezember 2016 bis 17. Januar 2017 ein (Suva-act. 30).
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A.i Am 6. April 2017 wandte sich die Suva mit dem Bericht von Dr. G._ vom 17.
November 2016 für eine ergänzende Stellungnahme an Dr. F._, welche dieser am 6.
April 2017 einreichte (Suva-act. 35).
B.
Mit Einspracheentscheid vom 18. April 2017 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 36).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 18. April 2017 liess der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin am 22. Mai 2017
Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, der Einspracheentscheid der Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 18. April 2017 sowie die Verfügung vom 3.
November 2016 seien aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen
Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gutachten zur Unfallkausalität
anzuordnen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des angefochtenen
Einspracheentscheids (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 14. September 2017 (act. G 6) und Duplik vom 16. Oktober 2017
(act. G 8) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

Erwägungen
1.
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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.20) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin ab dem 4. November 2016.
3.
3.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im
Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche,
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der
Leistungspflicht des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate
Kausalität zwischen dem Unfall und der festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt
(vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel
auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
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nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181
E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz
gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige
Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S.
45).
3.2 Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit;
die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/
THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, §
70 N. 58 f.). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der
vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der
Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war
- nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U
363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O.,
S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert
worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in:
AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der
Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit
für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen;
RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4, 55).
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4.
Unstreitig ist zunächst, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2016 einen Unfall im
Sinn von Art. 4 ATSG erlitten hat, sich dabei das Handgelenk angeschlagen und
daraufhin unter Handgelenksbeschwerden sowie einem Taubheitsgefühl des
Kleinfingers gelitten hat. Sein Hausarzt Dr. C._ schrieb ihn ab dem 24. Juli 2016 zu
100% arbeitsunfähig (vgl. dazu Suva-act. 1, 9). Mit Schreiben vom 6. September 2016
teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Übernahme der
Heilbehandlungskosten sowie die Ausrichtung von Taggeldern ab dem 27. Juli 2016
mit (Suva-act. 6). Die Leistungsanerkennung erfolgte jedoch in Unkenntnis der
konkreten Unfallverletzungen. Die Beweislast liegt damit nur in Bezug auf die Folgen
der Handgelenkskontusion bei der Beschwerdegegnerin. Hinsichtlich der Frage, ob es
sich bei den der Beschwerdegegnerin erst im Rahmen ihrer nachfolgenden
Abklärungen zur Kenntnis gelangten ärztlich erhobenen strukturellen
Gesundheitsschäden um solche beim Unfall vom 24. Juli 2016 erlittene Verletzungen
handelt, ist der Beschwerdeführer beweisbelastet (vgl. Erwägung 3.2).
5.
Nachfolgend ist zunächst die Dauer der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in
Bezug auf die Handgelenksproblematik des Beschwerdeführers zu prüfen.
5.1 Die bei ihm am 19. August 2016 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
des KSSG durchgeführte MRI-Untersuchung des Handgelenks rechts brachte eine
Längsruptur der Extensor carpi ulnaris Sehne, eine Perforation des Discus triangularis
zentral (TFFC-Läsion) und Ganglien palmoradial sowie intraossär im Os trapezoideum
mit angrenzendem perifokalem Knochenmarksödem hervor (Suva-act. 16). Dr. D._
diagnostizierte hierauf im Untersuchungsbericht vom 26. September 2016 eine
Handgelenkskontusion rechts vom 24. Juli 2016 mit ulnokarpalen
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Handgelenksbeschwerden, eine Partialläsion Extensor carpi ulnaris Sehne und eine
Neuropraxie in der Guyon-Loge (Suva-act. 13).
5.2 Dr. F._ bezeichnete die radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden in seinen
Beurteilungen vom 2. November und 16. Dezember 2016 (Suva-act. 19, 29)
überzeugend und schlüssig als unfallfremd, indem er von verschleiss- bzw.
überlastungsbedingten Vorzuständen ausging. Sehnenrupturen bzw. -risse entwickeln
sich ohne weiteres auch degenerativ, d.h. ohne Trauma (vgl. ALFRED M. DEBRUNNER,
Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 628; PSCHYREMBEL,
Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1646; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5.
Aufl. München 2003, S. 1681). Im MRI-Untersuchungsbericht haben die Ärzte der Klinik
für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG den Nachweis weiterer Traumafolgen
verneint (Suva-act. 16) und auch Dr. D._ hat in Bezug auf die radiologischen
Untersuchungsbefunde in keiner Weise auf eine unfallkausale strukturelle Läsion im
Handgelenksbereich hingewiesen (Suva-act. 13). Die Längsruptur der Extensor carpi
ulnaris Sehne wurde von ihm lediglich in der Anamnese erwähnt und von Dr. F._
wurde sie aufgrund ihrer Verlaufsrichtung als überwiegend wahrscheinlich degenerativ
bedingt bezeichnet (Suva-act. 29). Die Perforation des Discus triangularis zentral
bezeichnete Dr. D._ als physiologisch und die Zysten ohnehin nur als Zufallsbefunde,
weil sie nicht im schmerzhaften Bereich liegen würden. Selbst die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers nennt einzig die Verletzung der Extensor carpi ulnaris Sehne,
vermag jedoch keinen Hinweis auf eine traumatische Verursachung anzugeben, und
geht auch in ihren weiteren Ausführungen nicht auf eine weitergehende
Handgelenksproblematik ein (act. G 1 und G 6).
5.3 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 24. Juli 2016
geklagten Hyposensibilität stellte Dr. D._ anlässlich seiner Untersuchung vom 26.
September 2016 fest, dass sich diese im Nervus ulnaris Gebiet auf den palmaren Teil
beschränke. Das Problem zeige sich also nicht im Sulcus ulnaris, sondern eher distal in
der Guyon-Loge. Entsprechend diagnostizierte Dr. D._ eine Neuropraxie des Nervus
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ulnaris in der Guyon-Loge (Suva-act. 13). Die neurologische und elektrodiagnostische
Untersuchung durch Dr. E._ vom 20. und 21. Oktober 2016 zeigte dann allerdings
normale Verhältnisse des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenks (u.a. Loge de
Guyon; Suva-act. 18). Selbst die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers scheint in
der Beschwerde vom 22. Mai 2017 (act. G 1) unter Hinweis auf den
Untersuchungsbericht von Dr. E._ vom 22. Oktober 2016 (Suva-act. 18)
einzuräumen, dass die Hypästhesien nicht - wie bisher angenommen - durch eine
Schädigung im Bereich des Handgelenks ausgelöst worden seien (vgl. dazu
nachfolgende Erwägung 6).
5.4 In Bezug auf das rechte Handgelenk diagnostizierte Dr. D._ also unfallbedingt
nur eine Handgelenkskontusion rechts (Suva-act. 13). Hinsichtlich dieser ging die
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von Dr. F._ vom 2. November
und 16. Dezember 2016 von einer (nur) vorübergehenden Verschlimmerung eines
verschleiss- respektive überlastungsbedingten Vorzustandes im Bereich des rechten
Handgelenks aus, bezüglich welcher der Status quo sine spätestens drei Monate nach
dem Ereignis erreicht sei. Entsprechend stellte sie ihre Versicherungsleistungen per 4.
November 2016 ein (Suva-act. 19, 21, 29, 36). Bei einer Kontusionsverletzung handelt
es sich, sofern sie - wie im konkreten Fall - nicht von einer strukturellen Läsion begleitet
ist, um eine einfache Weichteilverletzung, welche nach der medizinischen Erfahrung
auch ohne spezifische Behandlung innert kurzer Zeit folgenlos abheilt und bei der sich
die damit verbundenen Beschwerden demzufolge gänzlich zurückbilden (vgl.
DEBRUNNER, a.a.O., S. 412).
5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Folgen der vom Beschwerdeführer
beim Unfall vom 24. Juli 2017 erlittenen Handgelenkskontusion mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per Datum der Leistungseinstellung vom 4.
November 2016 abgeheilt waren und die Leistungseinstellung unter diesem
Gesichtspunkt nicht zu beanstanden ist.
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6.
Zu prüfen ist schliesslich eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf
eine allfällige unfallbedingte Schädigung im Bereich des rechten Ellbogens.
6.1 Erstmals im Rahmen seiner Untersuchungen vom 20. und 21. Oktober 2016
diagnostizierte Dr. E._ klinisch-neurologisch und mittels Elektroneuromyographie ein
sensomotorisches Sulcus ulnaris-Syndrom, also eine Schädigung im rechten Ellbogen,
und wich von einer Nervus ulnaris-Läsion im Bereich des Handgelenks (u.a. Loge de
Guyon) ab (Suva-act. 18). In seiner Beurteilung vom 2. November 2016 wies Dr. F._
auf die Kompression des Nervus ulnaris im Ellbogenbereich hin, äusserte sich jedoch
nicht zu deren Ätiologie (Suva-act. 19; vgl. Erwägung 5.2). In seinen - im Rahmen des
Einspracheverfahrens - verfassten Beurteilungen vom 16. Dezember 2016 (Suva-act.
29) und 6. April 2017 (Suva-act. 35) äusserte sich Dr. F._ sodann auch zur Frage der
Unfallkausalität der Ellbogenproblematik, worauf sich die Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Einspracheentscheid massgeblich abstützte.
6.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts entscheidend ist, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
einer eingereichten oder in Auftrag gegebenen ärztlichen Stellungnahme ist
grundsätzlich weder deren Herkunft noch deren Bezeichnung als Bericht oder
Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1). Auch Berichte und Gutachten, welche die
Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und
Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen,
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so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4. mit Hinweis;
bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).
Die Rechtsprechung erachtet sodann ärztliche Stellungnahmen aufgrund der Akten,
wie sie vorliegend von Dr. F._ erstellt wurden, als zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und
diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund,
damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen
Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (Urteil des EVG vom 8. Februar 2007, U
223/06, E. 5.1.2; PVG 1996 Nr. 89 265 E. 3b; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95). Wie die
nachfolgende materiellrechtliche Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zeigt, durfte
jedoch die Beschwerdegegnerin das Beweisverfahren mit den kreisärztlichen
Beurteilungen nicht als abgeschlossen betrachten.
6.3 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen
entsprechenden apparativen/bildgebenden Untersuchungsbefund (mittels Röntgen,
Computertomogramm, Kernspintomographie, Arthroskopie) erhoben wird bzw.
bestätigt werden kann (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V
363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).
6.4 Dr. E._ erhob beim Beschwerdeführer am 20. und 21. Oktober 2016 mittels EEG
eine eindeutige axonale Schädigung des Nervus ulnaris zum Musculus abductor digiti
minimi sowie auch zum Musculus interosseus I und II bei deutlicher Verlangsamung der
Nervenleitgeschwindigkeit im Sulcus ulnaris und diagnostizierte gestützt darauf das
sensomotorische Sulcus ulnaris-Syndrom rechts. Im konkreten Fall führte also nicht
nur ein vom Beschwerdeführer angegebenes Symptommuster zur Syndrom-Diagnose
(vgl. dazu ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1791). Vielmehr konnte das Krankheitsbild
einem bestimmten organischen Befund - einer Kompression des Ulnarnervs im Bereich
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des rechten Ellbogens - zugeordnet und der Gesundheitsschaden objektiviert bzw.
verifiziert werden. Am 17. November 2016 folgte die MRI-Untersuchung des rechten
Ellbogens durch Dr. G._, welche eine mässiggradige Partialruptur der
ursprungsnahen gemeinsamen Extensorensehne am Epikondylus humeri radialis, eine
Zerrung/Partialruptur der radio-dorsalen Gelenkkapsel unter Einbezug des dorsalen
Anteils des Kollateralbandes, eine Stressreaktion/leichte Zerrung auch der dorso-
ulnaren Gelenkkapsel auf Höhe des Bodens des Sulcus ulnaris mit hier kurzstreckig
diskret akzentuiert enhancendem Nervus ulnaris, eine subchondrale Zyste zentro-
dorsal am Capitulum humeri mit angrenzend kleinem unspezifischem
Knochenmarksödem (DD: unspezifisch degenerativ, DD: posttraumatisch, im Rahmen
einer sich vorwiegend subchondral manifestierenden kleinen osteochondralen Läsion),
eine ödematöse imbibierte Plica humero radialis, eine Insertionstendinose und
vorwiegend dorsale Peritendinitis der Trizepssehne und flächenhafte Infiltration dorsal
entlang des Olekranons unter Einbezug der bursa olecrani-Region zur Darstellung
brachte (Suva-act. 26-14).
6.5 Eine traumatische Verursachung des Sulcus ulnaris-Syndroms verneinte Dr. F._
in der Beurteilung vom 16. Dezember 2016 mit der Erklärung, beim Unfall vom 24. Juli
2016 habe nachweislich keine Verletzung des Ellbogens mit Kontusion/Distorsion
stattgefunden. Weiter werde die Handmuskulatur bereits kurz nach dem Unfallereignis
als sichtbar atroph beschrieben, was nach Ablauf einer derart kurzen Zeit nicht möglich
sei und für eine chronische unfallunabhängige Kompression des Ulnarnervs im Sulcus
ulnaris des nicht unfallbedingt geschädigten Ellbogengelenks spreche (Suva-act. 29).
Auch in der Stellungnahme vom 6. April 2017 stellte sich Dr. F._ auf den Standpunkt,
beim Unfall vom 24. Juli 2016 sei es zu einem Anprall der Handkante im Ulnarbereich
gekommen, ohne dass ein Sturz und damit eine Beteiligung des Ellbogengelenks
stattgefunden habe. Ohne Traumatisierung seien sämtliche im MRI aufgeführten
Befunde bzw. Veränderungen des Ellbogengelenks als unfallunabhängige
Erkrankungen zu bewerten. Die Veränderungen stünden demnach überwiegend
wahrscheinlich nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 24.
Juli 2016, sondern seien ausschliesslich verschleissbedingten Erkrankungen
geschuldet (Suva-act. 35).
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6.6
6.6.1 Wie bereits erwähnt, hat der Beschwerdeführer am 24. Juli 2016
unbestrittenermassen einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten und sich dabei
eine Handgelenkskontusion rechts zugezogen (vgl. Erwägung 4). Nachfolgend ist
jedoch eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Beschwerden
am rechten Ellbogen streitig und zu prüfen. Die unfallbedingte Handgelenkskontusion
vom 24. Juli 2016 bedeutet nicht ohne Weiteres, dass auch bezüglich des rechten
Ellbogens eine unfallbedingte Schädigung stattgefunden hat. Eine solche wäre etwa zu
bejahen, wenn der Beschwerdeführer dabei nicht nur das rechte Handgelenk, sondern
auch den rechten Ellbogen angeschlagen und sich dadurch eine natürlich kausale
Verletzung zugezogen hätte. Dies in dem Sinn, dass es offensichtlich erscheint, dass in
der Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung mit nachfolgenden
Beschwerden zeitigen kann. Insofern bildet der Unfallmechanismus ein massgebendes
Kriterium für die Beurteilung der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung. Wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermag jedoch die in den kreisärztlichen
Beurteilungen entscheidende Feststellung, der rechte Ellbogen sei beim Unfall nicht
beteiligt gewesen, nicht zu überzeugen.
6.6.2 Laut Bagatellunfallmeldung UVG vom 4. August 2016 ist der
Beschwerdeführer auf der Zuschauertribüne über einen Absatz neben der Treppe
gestolpert und über eine Sitzreihe gestürzt. Als verletzter Körperteil wurden das rechte
Handgelenk und ein Finger rechts vermerkt (Suva-act. 1). Im Arztzeugnis UVG notierte
Dr. C._ unter der Rubrik "Angaben des Patienten", der Beschwerdeführer sei auf
einer Zuschauertribüne gestanden, sei dabei über einen Absatz neben der Treppe
gestolpert und habe sich eine Handgelenkskontusion zugezogen (Suva-act. 10). Im
Untersuchungsbericht von Dr. D._ vom 26. September 2016 wurde wiederum ein
Sturz erwähnt, jedoch nur auf das Handgelenk (Suva-act. 13). Dr. E._ hielt sodann als
"relevante Anamnese" fest, der Beschwerdeführer sei auf dem Weg zur Tribüne auf der
Treppe ausgerutscht und dabei mit der rechten ulnaren Handgelenkskante gegen eine
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Stuhllehne geschlagen. Der Neurologe diagnostizierte eine ulnare
Handgelenkskontusion rechts am 24. Juli 2016 bei Beinahesturz. Ellbogenschmerzen
wurden verneint und ein Ellbogentrauma als nicht erinnerlich bezeichnet (Suva-act. 18).
Sämtliche ärztlichen Untersuchungen bezogen sich denn auch zunächst auf das rechte
Handgelenk, wo der Beschwerdeführer über ulnokarpale Schmerzen sowie eine
Hyposensibilität im Ulnarisgebiet klagte. Aus den angeführten Unfallschilderungen ist
ein sturzbedingter Aufprall des rechten Ellbogens auf den Boden oder auf einen Sitz
nicht augenscheinlich. Immerhin ist jedoch einzuräumen, dass der Beschwerdeführer
durchaus gestürzt sein könnte und sich selbst ein Ausrutschen bzw. Stolpern im
Bereich einer Treppe und Anschlagen an einer Stuhllehne unerwartet und schnell
abspielt und damit nicht immer in sämtlichen Einzelheiten wahrgenommen wird. Der
Beschwerdeführer wurde ausserdem nie anhand des üblichen Fragenkatalogs der
Unfallversicherer persönlich und ausführlich zum Unfallhergang befragt (vgl. dazu
Urteile des EVG vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und vom 27. Juni 2002, U
148/01, E. 2.b). Die Aussagekraft der Unfallschilderungen und damit ihr Beweiswert für
die Beurteilung der Unfallkausalität der Ellbogenproblematik ist damit in Frage gestellt,
zumal immerhin das rechte Handgelenk vom Unfallgeschehen betroffen war und damit
zwangsläufig auch die gesamte obere rechte Extremität involviert war.
6.6.3 Der Beschwerdeführer hat von Beginn weg fortdauernd über eine Hypästhesie
im Bereich des Kleinfingers und des Hypotenars geklagt (Suva-act. 10), also über eine
Symptomatik sowohl des Sulcus ulnaris- als auch des Loge de Guyon-Syndroms (vgl.
dazu DEBRUNNER, a.a.O., 751 f.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 700, 1243 "Nerven-
kompressionssyndrom", 1750; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1314, 1781, 1885
"Ulnartunnel-Syndrom"). Der Ulnarisnerv verläuft auf der Kleinfingerseite an der
medialen Seite des Unterarms sowie in der Ellbogenrinne (Sulcus nervi ulnaris; ROCHE
LEXIKON, a.a.O., S. 1314; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1249), weshalb eine genaue
Diagnosestellung schwierig sein dürfte. Jedenfalls stellte auch Dr. D._ zunächst im
Untersuchungsbericht vom 26. September 2016 fest, dass die Hyposensibilität im
Nervus ulnaris Gebiet auf den palmaren Teil beschränkt sei, sich das Problem also
nicht im Sulcus ulnaris, sondern eher distal in der Guyon-Loge zeige. Dennoch empfahl
er Dr. C._ die Einholung einer konsiliarischen Beurteilung hinsichtlich der Nervus
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ulnaris-Problematik durch Dr. E._ (Suva-act. 13). Der Neurologe führte am 20. und
21. Oktober 2016 eine elektroneurographische Untersuchung durch, welche eine
Schädigung des Nervs im Sulcus ulnaris und nicht, wie bisher angenommen, eine
Schädigung im Handgelenksbereich zeigte (Suva-act. 18). Das Gesagte zeigt immerhin
auf, dass der Beschwerdeführer echtzeitlich unter einer Ellbogenproblematik litt und
seit dem Unfall vom 24. Juli 2016 Brückensymptome vorliegen, welche die
Ellbogenproblematik zeitlich als Einheit kennzeichnen. Wenngleich der
Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen ist, dass Dr. E._ mit seiner Aussage im
Untersuchungsbericht vom 22. Oktober 2016 - aufgrund der Schilderung des
Beschwerdeführers, dass sich die Hypästhesien innerhalb weniger Stunden nach dem
Unfall manifestiert hätten, sei von einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall
auszugehen sei (Suva-act. 18) - grundsätzlich nur eine zeitliche Einordnung vornimmt
und der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft
besitzt (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 69 zu
Art. 4 ATSG; MAURER, a.a.O., S. 460 N. 1205 [= Beweisführung nach der Formel "post
hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren
Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb) - ist zu bemerken, dass eine solche
Beweisführung im konkreten Fall für die Beurteilung der Unfallkausalität nicht
untauglich ist. Vor dem Hintergrund einer Anamnese mit einer naheliegenden
Unfallbeteiligung des rechten Ellbogens, mit posttraumatischen Symptomen,
derentwegen der Beschwerdeführer zeitnah zum Unfall seinen Hausarzt konsultierte,
und mit einer apparativ verifizierten Nervenverletzung bestehen zumindest erhebliche
Hinweise auf eine traumatische Ellbogenverletzung. Eine Gesamtbetrachtung im Sinne
der vorangegangenen Erwägungen lässt jedoch ohne weitere Abklärungen keine
aussagekräftige Beurteilung der Unfallkausalität zu. Zudem ist in den medizinischen
Akten in keiner Weise erklärt, inwiefern die beim Beschwerdeführer verifizierte
Nervenschädigung überhaupt auch degenerativ bedingt sein kann. Eine gegenteilige
Beurteilung erschliesst sich auch nicht aus der von Dr. F._ festgestellten Atrophie der
Handmuskulatur. Immerhin ist anzunehmen, dass die Muskelatrophie mit der
Nervenschädigung im Zusammenhang steht, und festzustellen, dass für die Zeit vor
dem Unfall keine Hinweise auf eine Muskelatrophie aktenkundig sind. Von Dr. F._
wird zudem nicht begründet, ob sich eine Muskelatrophie infolge einer
Nervenschädigung nicht auch innerhalb von rund drei Monaten entwickeln kann. Im
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Übrigen beruht seine Beurteilung nicht auf einer eigenen Untersuchung der Atrophie,
womit seine Einschätzung primär spekulativen Charakter hat.
6.6.4 Die Argumentation der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom
29. Juni 2017 (act. G 3), die differentialdiagnostischen Verweise von Dr. G._ würden
nur eine rein zeitliche Vermutung beinhalten, erscheint nicht ohne Weiteres schlüssig.
Zum einen ist nicht erkennbar, ob Dr. G._ mit den Differentialdiagnosen
postkontusionell bzw. deren Zusatz "posttraumatisch" (nur) eine zeitliche Einordnung
vornehmen wollte, zum anderen führt er als Differentialdiagnose alternativ die
degenerativ bzw. überlastungsbedingte Verursachung auf. Damit bleibt immerhin
ungeklärt, ob eine traumatische Verursachung der radiologisch erhobenen
Gesundheitsschäden tatsächlich weniger wahrscheinlich ist als eine unfallunabhängige
degenerative Verursachung. Beweisrechtlich ist dies insofern von Bedeutung, als die
Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte, Dr. G._ äussere sich im MRI-
Untersuchungsbericht nicht zur Frage der Kausalität. An dieser Stelle ist zu
wiederholen, dass die Frage nach einer unfallbedingten Schädigung des rechten
Ellbogens am 24. Juli 2016 mangels Spruchreife noch nicht beurteilt werden kann (vgl.
Erwägung 6.6.2), womit der Schlussfolgerung von Dr. F._ die Grundlage fehlt. Auch
unter diesem Blickwinkel lässt es sich gestützt auf die derzeitige Aktenlage nicht
rechtfertigen, der traumatischen Differentialdiagnose jegliche Bedeutsamkeit
abzusprechen, der degenerativen Differentialdiagnose jedoch zu folgen. Hinsichtlich
der MRI-Befunde "Zerrung/Partialruptur der radio-dorsalen Gelenkkapsel unter
Einbezug des dorsalen Anteils des Kollateralbandes, Stressreaktion/leichte Zerrung
auch der dorso-ulnaren Gelenkkapsel auf Höhe des Bodens des Sulcus ulnaris mit hier
kurzstreckig diskret akzentuiert enhancendem Nervus ulnaris" ist schliesslich nicht
erklärt, inwiefern diese überhaupt degenerativ bedingt sein könnten. Immerhin wurde
eine der Zerrungen im Bereich des verletzten Nervus ulnaris erhoben (vgl. dazu
Erwägung 6.4) und diesbezüglich von Dr. G._ nur eine mit dem Zusatz
"posttraumatisch" ergänzte Differentialdiagnose gestellt.
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6.6.5 Dr. F._ begründet seine Feststellung, sämtliche im MRI-
Untersuchungsbericht vom 17. November 2016 (Suva-act. 26; vgl. Erwägung 5.4)
aufgeführten Veränderungen des Ellbogengelenks seien als unfallunabhängige
Erkrankungen zu bewerten, wie gesagt (vgl. Erwägung 6.5), entscheidend mit der
Annahme, beim Unfall vom 24. Juli 2016 habe keine Beteiligung des rechten Ellbogens
stattgefunden. Wie in Erwägung 6.6.2 dargelegt, konnte sich aber Dr. F._ hinsichtlich
Unfallhergang gerade nicht auf eine spruchreif abgeklärte Sachlage verlassen, womit
seine Annahme als zentrale, beweiskräftige Begründung für eine Verneinung der
Unfallkausalität nicht genügt.
6.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Gesamtbetrachtung der
medizinischen und übrigen Aktenlage mindestens geringe Zweifel an der ohne eigene
Untersuchung des Beschwerdeführers erfolgten Beurteilung von Dr. F._ bzw. seiner
Beantwortung der Frage entstehen lässt, dass die von Dr. E._ und Dr. G._
apparativ bzw. radiologisch im Bereich des rechten Ellbogens erhobenen
Gesundheitsschäden unfallfremd seien. Die lediglich knapp begründeten
kreisärztlichen Beurteilungen (Suva-act. 19, 35) beleuchten die Frage unzureichend und
vermögen insofern nicht zu überzeugen. Der Sachverhalt erweist sich damit hinsichtlich
der Fragen, ob es sich bei den fraglichen Gesundheitsschäden um zumindest teilweise
traumatische Unfallfolgen (vgl. dazu Art. 36 Abs. 1 UVG; Urteil des EVG vom 18.
Februar 2003, U 287/02, E. 4.4) oder um rein degenerative Gesundheitsschäden
handelt bzw. ob dem Unfallereignis vom 24. Juli 2016 kausale Bedeutung zukommt, als
noch nicht spruchreif. Für eine abschliessende Beurteilung dieser Fragen sind weitere
medizinische Abklärungen notwendig, welche die Beschwerdegegnerin durch einen
versicherungsexternen Fachspezialisten durchzuführen haben wird.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 18. April 2017 (Suva-act. 36) teilweise gutzuheissen und die
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Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessend
neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g
ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die
Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. Angesichts
der Schwierigkeit des Falles sowie der Art und des Umfangs der Bemühungen
erscheint eine Parteientschädigung, wie in vergleichbaren Fällen üblich (vgl. etwa den
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2018, UV
2016/43, E. 5.2), von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) angemessen.