Decision ID: 27f0ac42-cebb-4cd3-935f-000698389ba3
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 12. August 2002 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act.
2). Mit Verfügung vom 18. März 2004 sprach ihm die IV-Stelle mit Wirkung ab 1. Januar
2004 eine halbe Rente zu (IV-act. 60; zur wegen Taggeldleistungen befristeten
Rentenleistung für die Dauer vom 1. Januar bis 31. März 2003 vgl. die Verfügung vom
31. August 2004, IV-act. 92). Gestützt auf das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten
der ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH vom 7. Juli 2006, worin dem
Versicherten mit Wirkung ab 24. Mai 2006 (Datum Untersuchung) eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigt wurde (IV-act. 127; zur
ergänzenden Stellungnahme vom 12. Januar 2007 siehe IV-act. 158), stellte die IV-
Stelle in der Verfügung vom 14. Februar 2007 die Rentenleistungen mit Wirkung ab 1.
April 2007 ein (IV-act. 162). Die dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde vom
16. März 2007 (IV-act. 182) hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 21.
August 2008, IV 2007/126, teilweise gut. Es wies die Sache zur weiteren Abklärung und

neuen Verfügung im Sinn der Erwägungen an die IV-Stelle zurück (IV-act. 232).
A.b In dem von der IV-Stelle eingeholten interdisziplinären (rheumatologisch-
psychiatrischen) Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 23. April 2009 wurde dem
Versicherten eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
bescheinigt (IV-act. 241; zur ergänzenden Stellungnahme der MEDAS Ostschweiz vom
30. November 2009 siehe IV-act. 260). Gestützt darauf verfügte die IV-Stelle am 11.
Dezember 2009 die Einstellung der Rentenleistungen ab 1. April 2007 (IV-act. 262).
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Dagegen erhob der Versicherte am 25. Januar 2010 Beschwerde (IV-act. 268), die das
Versicherungsgericht mit Entscheid vom 10. Dezember 2010, IV 2010/30, abwies (IV-
act. 278).
A.c Am 15. Juni 2014 (Datum Posteingang bei der IV-Stelle: 24. Juni 2014) meldete
sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 282). Er brachte
vor, an Schmerzen in verschiedenen Gelenken (Knie links und rechts, Handgelenk
vorwiegend links und Rücken) zu leiden (IV-act. 283; siehe auch die Eingabe des
Versicherten vom 19. August 2014 [Datum Posteingang bei der IV-Stelle] mit
verschiedenen ärztlichen Berichten in IV-act. 286). Der RAD-Arzt Dr. med. B._,
Facharzt für Chirurgie, führte in der Stellungnahme vom 21. August 2014 aus, es sei
aufgrund der eingereichten Unterlagen nachvollziehbar, dass die Belastungsfähigkeit
und Funktionsfähigkeit des rechten Kniegelenks reduziert sei. An der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter der MEDAS Ostschweiz könne festgehalten
werden. Ein Anlass für weitere Abklärungen bestehe nicht (IV-act. 287). Daraufhin trat
die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren nicht ein (Verfügung vom 3. September 2014,
IV-act. 289). Der Versicherte erhob dagegen am 25. September 2014 Beschwerde (IV-
act. 297-2 f.; zu den eingereichten medizinischen Unterlagen siehe IV-act. 299). Auf
Empfehlung des Rechtsdienstes (siehe dessen Stellungnahme vom 23. Januar 2015,
IV-act. 305) widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung vom 3. September 2014
(Verfügung vom 23. Januar 2015, IV-act. 307; zum Abschreibungsbeschluss des
Versicherungsgerichts vom 29. Januar 2015, IV 2014/453, siehe IV-act. 310).
A.d Mit Eingabe vom 13. Februar 2015 (Datum Posteingang bei der IV-Stelle) reichte
der Versicherte einen Bericht über eine am 4. Dezember 2014 auf Empfehlung einer
Psychiaterin durchgeführte cranio-zerebrale Kernspintomographie ein. Die
Untersuchung ergab ein altersentsprechend normales cranio-zerebrales
Kernspintomogramm, insbesondere ohne Nachweis einer intrakraniellen
Raumforderung (IV-act. 313 f.; zur Würdigung durch den RAD-Arzt Dr. B._ siehe
dessen Stellungnahme vom 18. Februar 2015, IV-act. 315). Der seit 1995 behandelnde
Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 7. Mai 2015, der
Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit 2003 an einer
Anpassungsstörung, seit 2011 an einer Chondropathie am linken und rechten Knie
sowie an einem Lumbovertebralsyndrom bei Osteochondrose L4/5. Im Laufe der Jahre
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hätten die Symptome dieser Krankheiten zugenommen (IV-act. 320; zur Würdigung
durch den RAD-Arzt Dr. B._ vom 12. Mai 2015 siehe IV-act. 321). Die im Zeitraum
vom 9. September 2014 bis 5. Februar 2015 im Psychiatrie-Zentrum D._
behandelnden Ärztinnen gaben im Bericht vom 26. Mai 2015 an, folgende Krankheiten
würden die Arbeitsfähigkeit des Versicherten einschränken: eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1); sonstige
abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle (ICD-10: F63.8);
kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (ICD-10: F61). Für die Dauer vom 1.
September 2014 bis 5. Februar 2015 bescheinigten sie dem Versicherten eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 326). Der RAD-Arzt Dr. B._ vertrat den Standpunkt,
aufgrund der vorliegenden Unterlagen könne weiter davon ausgegangen werden, dass
in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 75%
bestehe (Stellungnahme vom 2. Juli 2015, IV-act. 327).
A.e Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (zum Vorbescheid vom 3. Juli 2015
siehe IV-act. 330; zum Einwand des Versicherten vom 25. August 2015 [Datum
Posteingang bei der IV-Stelle] siehe IV-act. 332; zur RAD-Stellungnahme vom 19.
November 2015 siehe IV-act. 339) verfügte die IV-Stelle am 4. Januar 2016 die
Abweisung des Leistungsgesuchs (IV-act. 341). Dagegen erhob der Versicherte am 2.
Februar 2016 (Datum Postaufgabe) Beschwerde (IV-act. 342-2 f.). Auf neuerliche
Empfehlung des Rechtsdienstes (Stellungnahme vom 5. April 2016, IV-act. 348)
widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung vom 4. Januar 2016 (Verfügung vom
5. April 2016, IV-act. 350; zum Abschreibungsbeschluss des Versicherungsgerichts
vom 20. April 2016, IV 2016/33, siehe IV-act. 354).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 4. und 5. Juli 2016 in der ABI
polydisziplinär (allgemeininternistisch, orthopädisch und psychiatrisch) untersucht. Die
ABI-Gutachter stellten folgende Diagnosen, die zu einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit führen würden: 1. ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom
ohne fassbare radikuläre Symptomatik; 2. chronische Kniebeschwerden rechts; 3.
chronische Kniebeschwerden links. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien u.a.
folgende Diagnosen: eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und
psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41); narzisstische und impulsive
Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1). Die ABI-Gutachter bescheinigten dem
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Versicherten für die angestammte Tätigkeit als Betriebsmechaniker und für andere
körperlich schwer belastende berufliche Tätigkeiten eine bleibende und volle
Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte bis selten mittelschwere, angepasste
Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100% (Gutachten vom 15.
August 2016, IV-act. 367). Der RAD-Arzt Dr. B._ gelangte zur Auffassung, das ABI-
Gutachten erfülle die versicherungsmedizinischen Anforderungen (Stellungnahme vom
14. September 2016, IV-act. 368).
A.g Mit Vorbescheid vom 29. September 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 372). Der Versicherte erhob
dagegen am 18. Oktober 2016 Einwand (IV-act. 373; zum vom Versicherten
unterzeichneten Exemplar siehe IV-act. 374). Die IV-Stelle verfügte am 14. November
2016 die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 375).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 14. November 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 22. Dezember 2016 (Datum Postaufgabe, act. G 1), die der
Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Januar 2017 (Datum Postaufgabe, act. G 3)
ergänzt hat. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer
ganzen Rente. In einer weiteren Eingabe vom 22. Februar 2017 (Datum Postaufgabe)
nimmt er ergänzende Ausführungen vor. Im Wesentlichen macht er geltend, das ABI-
Gutachten vom 15. August 2016 sei mangelhaft (act. G 6; zur eingereichten
Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 5. Februar bis
7. März 2017 durch den Ärztlichen Dienst der Klinik E._ vom 21. Februar 2017 siehe
act. G 6.1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 8. März 2017
die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass das ABI-Gutachten
vom 15. August 2016 beweiskräftig sei. Gestützt darauf sei das Rentengesuch zu
Recht abgewiesen worden (act. G 9).
B.c Am 24. April 2017 ist dem Gesuch des Beschwerdeführers um Befreiung von den
Gerichtskosten entsprochen worden (act. G 14).
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B.d In der Replik vom 14. September 2017 beantragt der nunmehr anwaltlich
vertretene Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung vom 14. November 2016
und die Zusprache einer ganzen Rente. Eventualiter sei die Sache zu weiteren
Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualiter seien ihm
(dem Beschwerdeführer) berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen zu gewähren;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer wiederholt die Kritik
am ABI-Gutachten vom 15. August 2016. Er reicht u.a. mehrere Berichte der Klinik
E._ ein, worin ihm eine bipolare Störung bescheinigt wird. Ausserdem rügt der
Beschwerdeführer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, da die
Beschwerdegegnerin die Umstände der im Oktober 2016 notwendig gewordenen
Entfernung der Nebenschilddrüse nicht abgeklärt habe (act. G 21; zum Bericht der
Klinik E._ vom 19. April 2017 über die stationäre Behandlung vom 5. Februar bis 7.
März 2017 siehe act. G 21.3; zum Schreiben der Klinik E._ vom 9. August 2017 siehe
act. G 21.4; zum Bericht der Klinik E._ vom 29. August 2017 betreffend die stationäre
Behandlung vom 30. Mai bis 2. August 2017 siehe act. G 21.5).
B.e Am 18. September 2017 ist dem Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung
der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung entsprochen worden (act. G 22).
B.f Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 24).
Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist das vom
Beschwerdeführer am 15. Juni 2014 (Datum Posteingang bei der IV-Stelle: 24. Juni
2014) erneut eingereichte Rentengesuch (IV-act. 282).
1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
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invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a mit Hinweisen).
1.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
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mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu beantworten, ob der
medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. Die
Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das ABI-
Gutachten vom 15. August 2016. Der Beschwerdeführer macht daran verschiedene
Mängel geltend.
2.1 Was die vom Beschwerdeführer eingereichten Beurteilungen der Klinik E._
anbelangt, so beschlägt deren Inhalt nicht den vorliegend bis zum Verfügungserlass
vom 14. November 2016 eingetretenen Sachverhalt (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 14. November 2018, 8C_562/2018, E. 3.2). Die stationäre Behandlung vom 5.
Februar bis 7. März 2017 erfolgte freiwillig und mehrere Monate nach dem
Verfügungserlass aufgrund einer damals akuten Suizidalität bei mehreren psychosozial
belastenden Umständen. Die Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit erfolgte nicht
rückwirkend, sondern für die Dauer der Hospitalisation und die Zeit danach
(Austrittsbericht vom 19. April 2017, act. G 21.3). Die spätere Hospitalisation vom 30.
Mai bis 2. August 2017 erfolgte freiwillig im Nachgang zu einem Suizidversuch vom 26.
Mai 2017 (siehe den Austrittsbericht des Spitals F._ vom 30. Mai 2017, act. G 21.2).
Im Schreiben vom 9. August 2017 wurde unter Hinweis auf die beiden
Hospitalisationen denn auch ausgeführt, dass (erst) im Verlauf vom Vorliegen einer
bipolar affektiven Erkrankung mit gemischter Episode auszugehen sei (act. G 21.4). Aus
den genannten Berichten ergeben sich demnach keine Rückschlüsse auf den bis zum
Verfügungserlass vom 14. November 2016 eingetretenen Sachverhalt. Da sich
namentlich aus den Berichten der Klinik E._ Anhaltspunkte für eine nach dem
Verfügungserlass eingetretene gesundheitliche Verschlechterung ergeben, ist die
Sache zur diesbezüglichen Prüfung im Rahmen einer Neuanmeldung an die
Beschwerdegegnerin zu überweisen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. November
2018, 8C_562/2018, E. 3.2).
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2.2 An der allgemeininternistischen Beurteilung rügt der Beschwerdeführer, dass die
Ausführungen zum grenzwertigen obstruktiven Schlafapnoesyndrom nicht
nachvollziehbar seien, dass unklar sei, ob die Anamnese vollständig ermittelt worden
sei, und dass die Empfehlung zur Blutdruckmedikation Fragen aufwerfe (act. G 21, Rz
11 ff.).
2.2.1 Hinsichtlich des Schlafapnoesyndroms ergeben sich aus den Akten keine
Hinweise darauf, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers dadurch relevant
beeinträchtigt würde. Vielmehr massen bereits die MEDAS-Gutachter diesem Leiden
keine Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 241-14). Im Bericht von Dr. C._
vom 7. Mai 2015 wird ein Schlafapnoesyndrom nicht einmal (mehr) erwähnt (IV-act.
320). Der allgemeininternistische ABI-Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführer gebe
keine Beschwerden wie Tagesmüdigkeit an. Offenbar bestehe auch keine nächtliche
CPAP-Therapie (IV-act. 367-16). Es besteht deshalb kein Zweifel an der Einschätzung
des allgemeininternistischen ABI-Gutachters, dass das Schlafapnoesyndrom zu keiner
relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt.
2.2.2 Dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Leiden einen diffusen
Charakter haben, geht nicht nur aus der Beurteilung des allgemeininternistischen ABI-
Gutachters (IV-act. 367-14 oben), sondern u.a. auch aus dem Bericht der Klinik E._
vom 19. April 2017 (act. G 21.3, S. 3) hervor. Der allgemeininternistische ABI-Gutachter
hat auf diesen Umstand offenbar sachgerecht reagiert und "immer wieder nachgefragt
[...], um auf die gestellte Frage eine Antwort zu bekommen" (IV-act. 367-14). Eine
mangelhafte Anamneseerhebung ist deshalb zu verneinen. Daran vermögen die
allgemeininternistischen Ausführungen zur medikamentösen Blutdrucktherapie nichts
zu ändern. Der Beschwerdeführer nannte dem allgemeininternistischen Gutachter
gegenüber keine entsprechende Medikation. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass
der allgemeininternistische ABI-Gutachter die Empfehlung abgab, "falls der Explorand
noch kein Blutdruckmittel einnehme, sollte bei wiederholt erhöhten Werten eine
medikamentöse Therapie erfolgen" (IV-act. 367-17). Eine solche bedingt formulierte
Empfehlung erscheint auch deshalb sachgerecht, als der Beschwerdeführer anlässlich
der psychiatrischen Begutachtung angab, (lediglich) "gelegentlich" nehme er noch
Blutdruckmittel ein (IV-act. 367-18), was eher gegen eine konsequente medikamentöse
Therapie spricht. Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass auch die Ärztinnen
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des Psychiatrie-Zentrums D._ am 26. Mai 2015 eine mangelhafte Mitwirkung des
Beschwerdeführers an medizinischen Massnahmen festhielten (IV-act. 326-5). Im
Übrigen legt der Beschwerdeführer weder dar noch ergibt sich aus den Akten, dass
den Ausführungen zur Medikation oder dem erhöhten Blutdruck eine Bedeutung für die
Arbeitsfähigkeitsschätzung zukommt. Insbesondere führte auch Dr. C._ die
Hypertonie als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits¬fähigkeit auf (IV-act. 320-2).
2.3 Gegen die Person des psychiatrischen ABI-Gutachters bringt der
Beschwerdeführer zunächst vor, dieser sei befangen (act. G 21, Rz 22 und Rz 24).
Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachterstelle aufgrund der Vergabeplattform
"SuisseMED@P"
bestimmt wurde (IV-act. 361) und der Beschwerdeführer gegen die ihm vor der
Begutachtung am 24. Mai 2016 bekannt gegebenen Experten (IV-act. 362) keine
Einwände erhoben hat. Das Versicherungsgericht hat ausserdem im Entscheid vom 21.
August 2008, IV 2007/126, E. 5.6, die damalige Beurteilung des psychiatrischen ABI-
Gutachters nicht wegen einer mangelhaften psychiatrischen Untersuchung an sich für
nicht beweiskräftig erklärt. Entscheidend bei der damaligen Beweiswürdigung war,
dass der psychiatrischen Beurteilung keine valide somatische Befunderhebung
zugrunde lag (IV-act. 232-13), die für eine aussagekräftige Einschätzung des zu
beurteilenden psychosomatischen Leidensbilds als unabdingbar betrachtet worden
war. Deshalb und da mit der neuerlichen Begutachtung eine Verlaufsbeurteilung
angestrebt wurde, bildet der Umstand der Vorbefassung vorliegend für sich allein
keinen Grund, an der Unvoreingenommenheit des psychiatrischen ABI-Gutachters zu
zweifeln. Daran vermag nichts zu ändern, dass der psychiatrische MEDAS-Gutachter
die ursprüngliche Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen ABI-Gutachters als
"eher zu streng" (IV-act. 241-19) bewertete. Denn gerade bei psychischen
Beschwerdebildern wie dem vorliegenden eröffnet sich den begutachtenden
medizinischen Experten praktisch immer ein gewisser Ermessensspielraum, der bei
medizinischen Gutachten hinzunehmen ist, solange die Experten - wie der
psychiatrische ABI-Gutachter bei seiner ursprünglichen Beurteilung - lege artis
vorgegangen sind.
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2.4 Der Beschwerdeführer bemängelt weiter, dass der psychiatrische ABI-Gutachter
bei der Familienanamnese die psychiatrische Krankheit einer Schwester übersehen
habe. Deshalb sei davon auszugehen, dass der psychiatrische ABI-Gutachter keine
umfassende Kenntnis der Vorakten gehabt habe (act. G 21, Rz 24). Es trifft zwar zu,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Begutachtung in der
MEDAS Ostschweiz am 25. Februar 2009 angab, dass "die Schwester «zwischendurch
gesponnen» habe. Sie war nervlich überlastet und wurde vor ca. 7 - 8 Jahren in der
Psychiatrischen Klinik G._ vorübergehend hospitalisiert" (IV-act. 242-1). Dass der
psychiatrische ABI-Gutachter die im Zeitpunkt seiner Untersuchung bereits mindestens
14 Jahre zurückliegende, offenbar einmalige und hauptsächlich überlastungsbedingte
vorübergehende Hospitalisation der Schwester nicht berücksichtigt hat, vermag keinen
erheblichen Mangel an seiner Begutachtung darzustellen. Der Beschwerdeführer legt
denn auch nicht dar, inwiefern diesem Umstand für die Beurteilung seiner eigenen
Leistungsfähigkeit eine wesentliche Bedeutung zukommt. Weder der psychiatrische
MEDAS-Gutachter noch die behandelnden psychiatrischen Fachpersonen massen der
vorübergehenden Hospitalisation der Schwester eine Relevanz bei. Die psychiatrischen
Fachpersonen der Klinik E._ erwähnten die Hospitalisation der Schwester ebenfalls
nicht in ihren Berichten (act. G 21.3 bis act. G 21.5). In damit zu vereinbarender Weise
gab der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung vom 4. Juli 2016 im Übrigen
selbst an, "in der Familie seien keine psychiatrischen Erkrankungen bekannt" (IV-act.
367-18).
2.5 Aus der Sicht des Beschwerdeführers ist ausserdem unklar, auf welchen Zeitpunkt
sich die Beurteilung des psychiatrischen ABI-Gutachters beziehe (act. G 21, Rz 24).
Der psychiatrische ABI-Gutachter hat in diesem Zusammenhang eindeutig ausgeführt,
auch rückwirkend bestünden keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer jemals
an einer länger dauernden, ausgeprägten depressiven Störung gelitten habe. Somit
könne auch rückwirkend keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden (IV-act. 367-25).
Ein Mangel hinsichtlich des zeitlichen Aspekts der Arbeitsfähigkeitsschätzung ist nicht
ersichtlich (siehe in diesem Zusammenhang auch die RAD-Stellungnahme vom 14.
September 2016, IV-act. 368-2), zumindest nicht bezüglich des vorliegend
massgebenden, seit der Wiederanmeldung im Juni 2014 (IV-act. 282) eingetretenen
Sachverhalts.
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2.6 Am orthopädischen Teil des ABI-Gutachtens kritisiert der Beschwerdeführer die
Aussage, er habe seine Beschwerden auffallend diffus und abschweifend vorgebracht,
weshalb der Leidensdruck anamnestisch nur schwer fassbar gewesen sei. In
Anbetracht dessen geht der Beschwerdeführer davon aus, dass die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit lediglich gestützt auf Mutmassungen erfolgt sei (act. G 21, Rz 30). Des
Weiteren fehle auf Seite 32, Ziffer 4.2.9 ein Textteil, womit die gutachterlichen
Ausführungen unvollständig seien (act. G 21, Rz 31).
2.6.1 Der orthopädische ABI-Gutachter hat die Angaben des Beschwerdeführers zu
seinem Leiden umfassend erhoben und ausführlich im Gutachten wiedergegeben (IV-
act. 367-25 f.). Der Beschwerdeführer legt weder konkret dar noch ist ersichtlich, dass
wesentliche Gesichtspunkte unberücksichtigt geblieben sind. Die gutachterliche
Beurteilung beruht auf den anlässlich der Untersuchung ausführlich erhobenen
Befunden und auf den Vorakten. Dass der Leidensdruck des Beschwerdeführers nur
schwer fassbar sei, begründete der orthopädische Gutachter nicht nur damit, dass der
Beschwerdeführer "in diffuser Weise Beschwerden der adominanten linken oberen
Extremität zwischen Schulter und sämtlichen Fingern mit Ausnahme des Daumens, an
allen Wirbelsäulenabschnitten sowie den Knien" geschildert habe (IV-act. 367-30
oben). Sondern er wies zudem darauf hin, dass die gesamte ausführliche
Untersuchung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen bei ausreichender Kooperation
problemlos habe durchgeführt werden können (IV-act. 367-30). Der Beschwerdeführer
habe sich im Stehen ohne sichtbare Einschränkung entkleidet. Es bestehe ein "sehr
wechselhaft ausgeprägtes, unter anderem im Rückwärtsgang vollständig fehlendes
linksseitiges Hinken" (IV-act. 367-27). Die Einschätzung des orthopädischen ABI-
Gutachters, es liege eine erhebliche Diskrepanz zwischen den anamnestischen
Schmerzschilderungen einerseits und den objektivierbaren Befunden anlässlich der
heutigen Untersuchung andererseits vor, erscheint nach dem Gesagten plausibel.
2.6.2 Der Beschwerdeführer weist zutreffend darauf hin, dass am Ende des
orthopädischen Teilgutachtens ein unvollständiger Satz steht ("Inwieweit eine
Schmerzverarbeitungsstörung oder eine sonstige psychische Pathologie vorliegen und
ob dadurch gegebenenfalls ein Einfluss"; IV-act. 367-32, Ziffer 4.2.9). Dabei handelt es
sich allerdings um ein rein redaktionelles Versehen. Aufgrund der Formulierung und des
Kontexts des unvollständigen Satzes kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
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davon ausgegangen werden, dass der fehlende Satzteil den Verweis auf das
psychiatrische Teilgutachten zur Beurteilung einer Schmerzverarbeitungsstörung oder
einer sonstigen psychischen Pathologie sowie deren allfälligen Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit beinhaltet hätte. Eine Unvollständigkeit der orthopädischen Beurteilung
ist daher zu verneinen.
2.7 Zudem rügt der Beschwerdeführer, dass die im Oktober 2016 vorgenommene
Entfernung der Nebenschilddrüse zu Unrecht unberücksichtigt geblieben sei (act. G 21,
Rz 35). Der Beschwerdeführer legt weder dar noch kann den seither ergangenen Akten
(act. G 21.1 ff.) entnommen werden, dass diese medizinische Massnahme oder eine
dieser zugrunde liegende Erkrankung zu einer dauerhaften Einschränkung der
Leistungsfähigkeit geführt hätte. Im Austrittsbericht der Klinik E._ vom 19. April 2017
finden sich unter "somatische Probleme" (act. G 21.3, S. 4) keine Hinweise auf ein
längerdauerndes Schilddrüsenleiden, obschon die Operation der Nebenschilddrüse im
Oktober 2016 bekannt war (act. G 21.3, S. 1; vgl. auch den Austrittsbericht der Klinik
E._ vom 29. August 2017, act. G 21.5, worin weder unter den Diagnosen noch unter
"somatische Probleme" ein Hinweis auf ein bestehendes Schilddrüsenleiden
hervorgeht).
2.8 Bei der Würdigung des ABI-Gutachtens vom 15. August 2016 ist ausserdem von
Bedeutung, dass es auf eigenständigen, polydisziplinären Abklärungen beruht und für
die streitigen Belange umfassend ist. Es bestehen ferner keine Anhaltspunkte dafür,
dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Vor diesem
Hintergrund besteht kein Anlass, die Beweiskraft des ABI-Gutachtens in Frage zu
stellen. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens
seit der Wiederanmeldung im Juni 2014 über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten verfügt.
3.
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (act. G 9, III. 5), ist das vom
Beschwerdeführer beanstandete (act. G 3) redaktionelle Versehen in der
angefochtenen Verfügung (anstelle der Daten der tatsächlichen Untersuchung im ABI
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wurden die Daten der Auftragserteilung und des Auftragseingangs wiedergegeben; IV-
act. 367-2) ohne Bedeutung für die Beurteilung des Rentenanspruchs.
4.
Zu ermitteln bleibt der Invaliditätsgrad. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm
der orthopädische ABI-Gutachter - anders als noch gestützt auf das MEDAS-
Gutachten auszugehen war (siehe hierzu die Ausführungen des Versicherungsgerichts
im Entscheid vom 10. Dezember 2010, IV 2010/30, E. 5.2, IV-act. 278-11) - eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Betriebsmechaniker
bescheinigt habe (act. G 21, Rz 33). Der orthopädische ABI-Gutachter bescheinigte
unter der Annahme, dass die Tätigkeit als Betriebsmechaniker immer wieder auch
schwere Anteile enthalten habe und überwiegend stehend erfolgt sei, eine bleibende
und vollständige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 367-30 unten). Die bisherige Tätigkeit als
Betriebsmechaniker vermag folglich keine Grundlage mehr für die Bestimmung des
Invalideneinkommens zu bilden. Deshalb hat die Beschwerdegegnerin zu Recht keinen
Prozentvergleich (siehe hierzu den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 10.
Dezember 2010, IV 2010/30, E. 5.2), sondern die Bestimmung des
Invalideneinkommens anhand des vom Bundesamt für Statistik für Hilfsarbeiter
ermittelten Medianlohns vorgenommen (Fr. 66'453.--; siehe Anhang 2:
Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2018), der an sich unbestritten geblieben ist. Es besteht auch kein Anlass, von dem im
Entscheid des Versicherungsgerichts vom 10. Dezember 2010, IV 2010/30, E. 5.3.2,
gewährten 10%igen Tabellenlohnabzug abzuweichen (IV-act. 278-12). Bei einer
100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten beträgt das
Invalideneinkommen bei einem 10%igen Tabellenlohnabzug Fr. 59'808.-- (Fr. 66'453.--
x 0.9). Ausgehend vom Arbeitgeberbericht vom 20. Januar 2005, wonach der
Jahreslohn damals Fr. 68'380.-- (Fr. 5'260.-- x 13; IV-act. 105-2 und IV-act. 248-2)
betrug, resultiert für das Jahr 2014 ein an die Nominallohnentwicklung angepasstes
Valideneinkommen von Fr. 76'207.-- (Index 2005: 1992; Index 2014: 2220). Bei einem
Invalideneinkommen von Fr. 59'808.-- ergibt sich demnach ein nicht
rentenbegründender Invaliditätsgrad von aufgerundet 22% ([Fr. 76'207.-- - Fr.
59'808.--] / Fr. 75'096.--).
5.
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Das Versicherungsgericht hat bereits im Schreiben vom 5. Januar 2017 darauf
hingewiesen, dass ein allfälliger Anspruch des Beschwerdeführers auf
Eingliederungsmassnahmen nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet
(act. G 2). Im Hinblick darauf, dass darin ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad
ermittelt wurde, ist die Frage betreffend Eingliederungsmassnahmen auch nicht
notwendigerweise deren Gegenstand. Unter diesen Umständen ist der Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden
Verfahrens. Deshalb ist auf den Subeventualantrag um Gewährung von beruflichen
Wiedereingliederungsmassnahmen (act. G 21, S. 2) nicht einzutreten.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Zur im Rahmen einer Neuanmeldung vorzunehmenden Prüfung einer nach der
angefochtenen Verfügung eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterung ist die
Sache im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden
Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
6.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. In der
vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- der Bedeutung und dem Aufwand für die
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Streitsache angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
6.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).