Decision ID: f0359bcf-3719-5601-859e-d9f29418c5d1
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Kurde aus der Provinz B._ (Syrien), in der Schweiz am 21. Juli 2008 um Asyl ,
dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und  Kreuzlingen vom 30. Juli 2008 angab, er habe Syrien am 13. Juli 2008 verlassen und sei von der Türkei über ihm unbekannte Länder in die Schweiz gereist,
dass er von Geburt an bis zum 25. März 2008 in C._ gelebt und nie einen Reisepass besessen habe,
dass er seine Identitätskarte im April oder Mai 2008 in Damaskus  habe,
dass er am 20. März 2008 ans Newrozfest gegangen sei, während dessen Verlauf die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet hätten, wobei vier Menschen getötet worden seien,
dass er nach diesem Vorfall zwei syrische Flaggen verbrannt habe, weshalb er von den Behörden am folgenden Tag zu Hause gesucht worden sei,
dass er deshalb untergetaucht und anschliessend aus Syrien  sei,
dass das BFM sich am 6. August 2008 an die Schweizerische  in Damaskus wandte und diese um die Vornahme von  ersuchte,
dass die Schweizerische Botschaft in Damaskus dem BFM am 2.  2008 das Ergebnis ihrer Abklärungen mitteilte,
dass der Beschwerdeführer gemäss den Abklärungen den in B._ ausgestellten Reisepass No. (...) besitzt, mit dem er von Syrien legal nach Russland gereist sei, und er von den  gesucht werde, bei denen er sich persönlich zu melden habe,
Seite 2
D-1246/2009
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers bei den österreichischen Behörden ergab, der Beschwerdeführer sei unter der Identität D._, geboren (...), Irak, am 7. Oktober 2002 über den Flughafen Wien/Schwechat nach Österreich eingereist, wo er am 9. Oktober 2002 einen Antrag auf Gewährung von Asyl gestellt habe, und das Verfahren am 15. Oktober 2002 zufolge unbekannten Aufenthalts eingestellt worden sei (vgl. Schreiben des Bundesministeriums für Inneres vom 5. September 2008, act. A23/3),
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers bei den deutschen Behörden ergab, er sei unter der Identität E._, geboren (...), Syrien, am 26. Februar 2002 nach Deutschland eingereist und habe dort ein Asylgesuch gestellt, welches am 29. November 2003 abgelehnt worden sei, und gelte seit dem 10. Juli 2008 als untergetaucht (vgl. Schreiben der Bundespolizeiinspektion Konstanz vom 13. Oktober 2008, act. A22/2),
dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung zu den Asylgründen vom 24. November 2008 geltend machte, er habe Syrien am 20. Oktober 2002 verlassen und vom 26. Oktober 2002 bis zum 23. Juni 2008 in Deutschland gelebt,
dass er damals von Syrien in die Türkei und von dort aus in einem Lastwagen nach Deutschland gereist sei,
dass er damals drei- oder viermal Papiere der legalen Yeketi-Partei bei Kurden abgegeben habe und am 2. September 2002 vom politischen Sicherheitsdienst festgenommen worden sei,
dass er insgesamt einen Monat lang festgehalten worden sei,
dass er gegen Kautionsleistung und unter der Auflage, mit den  zusammenzuarbeiten, freigelassen worden sei,
dass sein Bruder in die Ereignisse vom März 2008, die er während der Kurzbefragung erwähnt habe, involviert gewesen sei und er sich an dessen Stelle versetzt habe,
dass er Deutschland am 23. Juni 2008 verlassen habe und auf dem Landweg nach Syrien zurückgekehrt sei, wo er am 2. Juli 2008 bei seinen Eltern angekommen sei,
Seite 3
D-1246/2009
dass sich am 8. oder 9. Juli 2008 Angehörige des politischen  nach ihm erkundigt hätten,
dass er Syrien am 13. Juli 2008 erneut verlassen habe,
dass dem Beschwerdeführer die Ergebnisse der Abklärungen bei den deutschen und österreichischen Behörden bekannt gegeben wurden,
dass er bestritt, sich am 10. Juli 2008 noch in Deutschland aufgehalten zu haben,
dass er hingegen einräumte, sich in Österreich aufgehalten zu haben und von Aleppo über Russland nach Wien geflogen zu sein,
dass er ebenfalls einräumte, Syrien mit seinem eigenen Reisepass verlassen zu haben,
dass das BFM den Beschwerdeführer am 6. Januar 2009 von den Ergebnissen der Abklärungen der Schweizerischen Botschaft in  in Kenntnis setzte und ihm Frist zur Einreichung einer  ansetzte,
dass der Beschwerdeführer am 13. Januar 2009 eine Stellungnahme zu den Abklärungsergebnissen einreichte,
dass das BFM mit Verfügung vom 22. Januar 2009 – eröffnet am 28. Januar 2009 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die  vorgebrachten Asylvorbringen betreffend die Monate /Oktober 2002 seien durch die Tatsache der legalen Ausreise aus Syrien widerlegt,
dass auch die neu behauptete von Deutschland aus erfolgte Rückkehr nach Syrien als nachgeschoben zu erachten sei, und sich der  bezüglich des Datums der angeblichen Rückkehr widersprüchlich geäussert habe,
dass er gemäss den Angaben der deutschen Behörden in Deutschland noch am 10. Juli 2008 in Erscheinung getreten sei,
Seite 4
D-1246/2009
dass die Glaubhaftigkeit der gesamten Asylvorbringen nachhaltig  sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Februar 2009 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu , eventualiter sei infolge subjektiver Nachfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren, subeventualiter sei eine vorläufige  infolge Unzumutbarkeit oder Unzulässigkeit des  zu gewähren,
dass er zudem beantragte, die Vollzugsbehörden seien im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Weitergabe von Daten an denselben bis zum Entscheid über die Beschwerde zu sistieren, und vor einer  Ablehnung der Beschwerde sei eine eventuelle bereits erfolgte Datenweitergabe offenzulegen und ihm dazu das rechtliche Gehör im Hinblick auf subjektive Nachfluchtgründe zu gewähren,
dass schliesslich beantragt wird, es sei ihm die Bezahlung von  zu erlassen und auf die Erhebung eines  zu verzichten,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
Seite 5
D-1246/2009
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass die vom Beschwerdeführer bei der Kurzbefragung geltend  Fluchtgründe nicht der Wahrheit entsprechen, was er bei der Anhörung einerseits aus eigenen Antrieb, andererseits auf Vorhalt der
Seite 6
D-1246/2009
Abklärungen durch die Schweizerische Botschaft in Syrien bzw. bei den österreichischen und deutschen Behörden einräumte,
dass er sein Heimatland mit seinem eigenen Reisepass legal verliess, weshalb davon auszugehen ist, er habe zum Zeitpunkt seiner im Jahr 2002 erfolgten Ausreise keine begründete Furcht vor asylrechtlich  Verfolgung gehegt, ansonsten er dieses nicht über einen gut kontrollierten Flughafen verlassen hätte,
dass in Übereinstimmung mit der Auffassung des BFM erhebliche Zweifel an der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rückkehr nach Syrien im Juni 2008 bestehen,
dass ungeachtet dessen der Beschwerdeführer, wäre er tatsächlich nach Syrien zurückgekehrt, sich freiwillig unter den Schutz des Heimatstaats gestellt hätte, wodurch allfällige frühere Probleme mit den heimatlichen Behörden und die geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeiten in Deutschland als asylrechtlich nicht mehr bedeutsam zu beurteilen wären,
dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei am 8. oder 9. Juli 2008 vom politischen Sicherheitsdienst zu Hause gesucht worden, nicht zu überzeugen vermag, da für eine solche Suche aufgrund der Aktenlage kein glaubhafter Anlass besteht und der politische , würde er eine seit langem gesuchte Person nach Jahren des Auslandaufenthalts zu Hause vermuten, mit Sicherheit geschickter vorgehen würde, um dieser Person habhaft zu werden,
dass der Beschwerdeführer sich gemäss den Abklärungen der  Botschaft bei den Immigrationsbehörden melden müsste, weil er von diesen gesucht wird,
dass indessen nicht davon auszugehen ist, die Immigrationsbehörden würden ihn aus asylrechtlich relevanten Gründen suchen,
dass die in der Beschwerde aufgestellte These, er sei im Juli 2008 zu Hause wegen der verweigerten Kooperation mit dem Sicherheitsdienst oder aufgrund seiner exilpolitischen Aktivitäten in Deutschland gesucht worden, aufgrund der Aktenlage nicht zu überzeugen vermag,
dass der Beschwerdeführer, sollte er im Juni 2008 tatsächlich nach Syrien zurückgekehrt sein, zum Zeitpunkt seiner Wiederausreise nach
Seite 7
D-1246/2009
wie vor keine begründete Furcht vor asylrechtlich relevanter Verfolgung zu hegen gehabt hätte,
dass Flüchtlingen kein Asyl gewährt wird, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimatstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG wurden (vgl. Art. 54 AsylG),
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde ausführt, er habe nach seiner Einreise in die Schweiz an Demonstrationen vor ausländischen Botschaften teilgenommen und umgebe sich regelmässig mit anderen Yeketi-Anhängern,
dass es denkbar sei, dass der syrische Geheimdienst von seinen  Aktivitäten erfahren habe,
dass er seine exilpolitischen Aktivitäten hinreichend umschreibt und teilweise durch die eingereichten Beweismittel belegt, weshalb der diesbezügliche Sachverhalt als rechtsgenüglich erstellt erscheint und sich weitere Abklärungen dazu erübrigen,
dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, das  des Beschwerdeführers sei über die blosse Teilnahme an  und Kundgebungen, an der sich die Yeketi beteiligte, hinausgegangen,
dass diese Einschätzung durch die eingereichten Fotografien, auf denen er als Teilnehmer an Kundgebungen wahrnehmbar ist, und seine Angaben in der Beschwerde, wo er selbst einräumt, dass er nicht in pominenter Stellung für die Yeketi aktiv gewesen sei, gestützt wird,
dass insgesamt gesehen nicht von einem solchen Mass an  Tätigkeit in der Schweiz oder in Deutschland auszugehen ist, dass er deswegen den Behörden seines Heimatstaats aufgefallen sein müsste,
dass der Umstand, wonach exilpolitische Aktivitäten syrischer  von den syrischen Behörden beobachtet werden, für sich allein genommen nicht ausreicht, um eine begründete  glaubhaft zu machen,
Seite 8
D-1246/2009
dass zusätzliche konkrete Anhaltspunkte - nicht lediglich abstrakte oder rein theoretische Möglichkeiten - dafür vorliegen müssten, dass der Beschwerdeführer tatsächlich das Interesse der syrischen  auf sich zog respektive als regimefeindliches Element namentlich identifiziert und registriert wurde,
dass derartige konkrete und glaubhafte Hinweise im vorliegenden Fall nicht bestehen,
dass es, selbst wenn die exilpolitische Tätigkeit des  den syrischen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt werden sollte, angesichts der Art seines Engagements als  erscheint, dass er deswegen bei einer Rückkehr nach  eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu gewärtigen hätte,
dass er bei der Yeketi, für die er sympathisiert oder deren Mitglied er geworden ist, keine Führungsposition innehatte und weder  noch besonders wichtige Aufgaben übernahm,
dass ihm somit keine subjektiven Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG zuerkannt werden können,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht  oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
Seite 9
D-1246/2009
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der  oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen  entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass – wie bereits erwähnt – der Umstand, dass der  von den Immigrationsbehörden gesucht wird und er sich bei diesen persönlich zu melden hat, keine begründete Furcht vor asylrechtlich relevanter Verfolgung zu begründen vermag und dadurch auch keine "substantial grounds" im Sinne der Rechtsprechung vorliegen, der  könnte bei einer Rückkehr in sein Heimatland einer menschenrechtswidrigen Behandlung ausgesetzt werden,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass in Syrien keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, weshalb in konstanter Praxis von der generellen Zumutbarkeit des  nach Syrien ausgegangen wird,
dass keine individuellen Gründe ersichtlich sind, welche gegen die  einer Rückkehr des Beschwerdeführers sprächen,
Seite 10
D-1246/2009
dass er zwar der kurdischen Ethnie angehört, was indessen nicht  den Vollzug der Wegweisung spricht, halten sich doch zahlreiche Familienmitglieder (Eltern und zehn Geschwister sowie weitere ) in Syrien auf, wo sie gemäss den Aussagen des  unter guten Bedingungen leben,
dass der junge Beschwerdeführer, der gemäss Aktenlage unter keinen ernsthaften gesundheitlichen Problemen leidet, über 20 Jahre in Syrien gelebt hat und dort über ein dichtes familiäres Beziehungsnetz verfügt, weshalb es ihm gelingen wird, sich in seiner Heimat zu  und sich eine Existenzmöglichkeit zu schaffen,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines  durch den Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos wird,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,
dass der Antrag, die Vorinstanz sei vorsorglich anzuweisen, keinen Kontakt mit den heimatlichen Behörden aufzunehmen und diesen keine Angaben über ihn zu machen, angesichts des Entscheids in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,
dass aufgrund der dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten nichts auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers durch eine allfällige Bekanntgabe der in Art. 97 Abs. 3 AsylG erwähnten  gegenüber den zuständigen ausländischen Behörden hindeutet, weshalb der Antrag, es vor einer allfälligen Ablehnung der Beschwerde eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe offen-
Seite 11
D-1246/2009
zulegen und ihm dazu das rechtliche Gehör im Hinblick auf subjektive Nachfluchtgründe zu gewähren, abzuweisen ist,
dass das BFM hingegen anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer im Rahmen von Art. 26 ff. VwVG eine eventuell bereits erfolgte  von Personendaten im Sinne von Art. 97 Abs. 3 Bstn. a - c AsylG an die zuständige ausländische Behörde offenzulegen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 12
D-1246/2009