Decision ID: 2abb5c4c-3d2e-4ba8-bd9d-bd5780928366
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urban Baumann, Dobler Rechtsanwälte AG,
Oberdorfstrasse 12, Postfach 152, 8853 Lachen SZ,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente (Einkommensvergleich)
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Sachverhalt:
A.
A.a A._, meldete sich am 5. Juli 2009 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1).
Anlässlich des FI-Gesprächs vom 10. Juli 2009 teilte der behandelnde Dr. med. B._,
Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, mit, der Versicherte leide an einem chronischen
multilokulären Schmerzsyndrom, an einem Diabetes mellitus Typ II sowie an einer
arteriellen Hypertonie, Hypercholesterinämie (Protokoll vom 6. Dezember 2009, IV-
act. 34-1 f.; vgl. zum Leidensbild ferner den Austrittsbericht der Klinik C._ vom
17. Juli 2009, wo der Versicherte vom 8. Mai bis 28. Juni 2009 behandelt wurde, IV-
act. 40-2 ff.).
A.b Im von der Krankentaggeldversicherung veranlassten psychiatrischen Konsilium
vom 7. Dezember 2009 diagnostizierte Dr. med. D._, Facharzt FMH u.a. für
Psychiatrie und Psychotherapie, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10: F45.4). Hinweise für eine Depression fand er nicht. Er hielt den Versicherten
aus psychiatrischer Sicht zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 46).
A.c Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS Ostschweiz am 12. Januar 2010 mit einer
polydisziplinären (allgemeininternistischen, rheumatologischen und psychiatrischen)
Begutachtung, die am 12. und 14. April 2010 durchgeführt wurde. Die Experten
diagnostizierten im Gutachten vom 20. Mai 2010 mit Einschränkung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes, thorakal betontes, diffuses, generalisiertes
Schmerzsyndrom sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Wegen
Unklarheiten in der diagnostischen Einschätzung empfahl der psychiatrische Gutachter
eine ambulante oder besser stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische
Behandlung. Nach erfolgter Behandlung könne in etwa 6 bis 12 Monaten im Rahmen
einer erneuten psychiatrischen Begutachtung eine definitive Einschätzung der
andauernden Arbeitsunfähigkeit getroffen werden. Aus somatischer Sicht lasse sich
eine Arbeitsunfähigkeit in körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne
feinmotorische manuelle Arbeiten nicht begründen (IV-act. 60).
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A.d Der behandelnde (Erstkonsultation am 2. März 2010, zweite Konsultation am
14. Juli 2010) Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, teilte
der IV-Stelle am 2. August 2010 mit, dass er im Rahmen einer ambulanten Therapie bei
bereits chronifizierter Problematik kein realistisches Therapiepotential sehe (IV-act. 70).
Vom 30. August bis 19. Oktober 2010 wurde der Versicherte stationär in der Klinik
F._ psychiatrisch behandelt. Med. prakt. G._, Oberarzt an der Klinik F._,
diagnostizierte im Bericht vom 19. Oktober 2010 u.a. eine schwere depressive Episode
ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) und eine schwere somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Er attestierte dem Versicherten während des
stationären Aufenthalts "und wahrscheinlich auch längerfristig" eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit. Die schwere Symptomatik habe sich trotz Optimierung der
Medikation und kooperativer Teilnahme am Behandlungsprogramm nur unwesentlich
verbessert (IV-act. 71).
A.e Im Auftrag der IV-Stelle fand am 6. und 8. Juni 2011 eine polydisziplinäre
Verlaufsbeurteilung in der MEDAS Ostschweiz statt. Die Gutachter diagnostizierten im
Verlaufsgutachten vom 1. Dezember 2011 (IV-act. 77) mit Einschränkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes, linksbetontes diffuses, generalisiertes
Schmerzsyndrom sowie eine mittelgradige depressive Störung mit somatischem
Syndrom (ICD-10: F32.11). Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit der Hospitalisation in
der psychiatrischen Klinik F._ eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche berufliche
Tätigkeiten (ganztägige Arbeitspräsenz mit eingeschränkter Leistung). Aus somatischer
Sicht hätten sich gegenüber dem Erstgutachten keine neuen Gesichtspunkte
betreffend die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ergeben. Eine über die aus
psychiatrischer Sicht attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit hinausgehende
Einschränkung der Leistungsfähigkeit könne in körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten ohne feinmotorische manuelle Arbeiten nicht begründet werden (IV-act. 77).
RAD-Ärztin Dr. med. H._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt die
gutachterliche Beurteilung für beweiskräftig (Stellungnahme vom 19. Dezember 2011,
IV-act. 81; vgl. ferner das Besprechungsprotokoll vom 14. März 2012, IV-act. 85-2).
A.f Mit Vorbescheid vom 13. April 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit
Wirkung ab 1. Januar 2010 eine halbe Rente in Aussicht. Hinsichtlich der Bestimmung
des Valideneinkommens hielt sie fest, dass der Versicherte die angestammte Neben
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erwerbstätigkeit als Unterhaltsreiniger, wofür eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, aus
wirtschaftlichen Gründen verloren habe, weshalb sie lediglich den in der angestammten
Haupterwerbstätigkeit erzielten Lohn berücksichtige (IV-act. 91). Im dagegen
erhobenen Einwand vom 22. Mai 2012 rügte der Versicherte die Ermittlung des
Valideneinkommens als zu tief, da die Nebenerwerbstätigkeit ausser Acht gelassen
worden sei. Des Weiteren hielt er die Vornahme eines 25%igen Tabellenlohnabzugs für
gerechtfertigt und beantragte die Zusprache einer ganzen Rente (IV-act. 94). Am
16. Oktober 2012 (für die Zeit ab Oktober 2012) verfügte die IV-Stelle die Zusprache
einer halben Rente (IV-act. 105; für den Zeitraum von Januar 2010 bis September 2012
siehe die Verfügung vom 23. November 2012, IV-act. 107).
B.
B.a Gegen die verfügte Rentenzusprache richtet sich die vorliegende Beschwerde vom
16. November 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Zusprache einer ganzen Rente. Wie bereits im Einwand vom
22. Mai 2012 rügt er die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Festsetzung des
Validen- und Invalideneinkommens (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2013
die Abweisung der Beschwerde. Es bestehe kein Anlass, von dem im
Verwaltungsverfahren ermittelten Invaliditätsgrad abzuweichen (act. G 6).
B.c In der Replik vom 1. Mai 2013 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (vgl. act. G 11).

Erwägungen:
1.
Da die rückwirkende und auf unbestimmte Zeit wirkende Rentenzusprache ein
einheitliches Rechtsverhältnis bildet, ist der Rentenanspruch für den gesamten
Zeitraum Gegenstand der gerichtlichen Überprüfung, und es gilt mithin die zweite
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Verfügung vom 23. November 2012 (IV-act. 107) als mitangefochten (vgl. BGE 131 V
164). Zwischen den Parteien ist einzig die Höhe des Rentenanspruchs unter dem
Aspekt der Vergleichseinkommen umstritten. Unbestritten geblieben ist demgegenüber
insbesondere die gutachterlich bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten. Da sich aus den Akten keine Mängel an der
gutachterlichen Beurteilung ergeben und diese vom RAD - unter Einbezug der
einschlägigen rechtlichen Gesichtspunkte - schlüssig bestätigt wurde (Stellungnahme
vom 19. Dezember 2011, IV-act. 81; vgl. auch Besprechungsprotokoll vom 14. März
2012, IV-act. 85), ist auch im Beschwerdeverfahren darauf abzustellen.
2.
2.1 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das
Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der
Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens sind - ohne Rücksicht auf den hierfür erforderlichen zeitlichen oder
leistungsmässigen Aufwand - namentlich auch Einkünfte aus einer
Nebenbeschäftigung zu berücksichtigen, sofern sie bereits im Gesundheitsfall erzielt
wurden und weiterhin erzielt worden wären, wenn die versicherte Person keine
gesundheitliche Beeinträchtigung erlitten hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April
2014, 9C_890/2013, E. 2 mit Hinweisen).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
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Vorliegend kann offen bleiben, ob und wie die während mehreren Jahren erzielte
Nebenverdiensttätigkeit bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen zu
berücksichtigen ist. Denn unabhängig der von den Parteien vertretenen Sichtweisen
(vgl. hierzu act. G 1 und G 6) resultiert bei korrekt ausgewähltem Tabellenlohn und
zutreffender Vornahme eines Tabellenlohnabzugs ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente (vgl. nachfolgende E. 3.1 ff.).
3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf
Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer
Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären.
Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
herangezogen (BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1). Das Bundesgericht hat im Urteil vom
24. August 2007, 9C_237/2007 (nicht veröffentlichte E. 5 von BGE 134 V 545),
festgehalten, auf den Wert "Total Privater Sektor" abzustellen rechtfertige sich
namentlich dort, wo der versicherten Person die angestammte Tätigkeit nicht mehr
zumutbar sei und sie darauf angewiesen sei, ein neues Betätigungsfeld zu suchen,
wobei grundsätzlich der ganze Bereich des Arbeitsmarktes zur Verfügung stehe
(bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008, 9C_22/2008, E. 4.2.3). Es
bestehen keine Gründe - und der Beschwerdeführer legt solche auch nicht
substanziiert dar (siehe act. G 1, Rz 7.2) -, weshalb im vorliegend zu beurteilenden Fall
von diesem Grundsatz abzuweichen ist. Der Beschwerdeführer bringt insbesondere
keine Anhaltspunkte vor, weshalb der von ihm vorgeschlagene Wirtschaftszweig
"Dienstleistungen" zu einer angemesseneren Festsetzung des Invalideneinkommens
führt. Im Jahr 2009 betrug der einschlägige Hilfsarbeiterlohn Fr. 61'240.-- (vgl.
Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV), womit unter
Berücksichtigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Einkommen von Fr. 30'620.--
(Fr. 61'240.-- x 0.5) resultiert.
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3.2 Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter
und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine
schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b
und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
3.2.1 Der Beschwerdeführer fordert aus verschiedenen Gründen (nur noch
körperlich leichte Arbeiten zumutbar; Teilerwerbstätigkeit; gesundheitliche
Einschränkungen; Alter, eingeschränkte Sprachkenntnisse und tiefere Ausbildung,)
einen Abzug von 25% (act. G 1, Rz 7.3 ff.). Demgegenüber hält die
Beschwerdegegnerin einen Abzug für nicht gerechtfertigt (act. G 6, Rz 4).
3.2.2 Dem Beschwerdeführer, der als Gesunder im Haupterwerb eine mittelschwere
bis schwere - nunmehr aus somatischer Sicht nicht mehr zumutbare (IV-act. 77-9 und
81-2) - Tätigkeit verrichtete (IV-act. 12-7), stehen bloss noch körperlich leichte
wechselbelastende Tätigkeiten ohne feinmotorische manuelle Arbeiten, ohne
überdurchschnittliche psychische Belastungen und Leistungsanforderungen offen
(RAD-Stellungnahme vom 19. Dezember 2011, IV-act. 81; vgl. ferner Verlaufsgutachten
vom 1. Dezember 2011, IV-act. 77). Allein schon aus dem erheblich eingeschränkten
Spektrum verbliebener Verweistätigkeiten - der Beschwerdeführer ist selbst bei
leichten körperlichen Tätigkeiten in der Arbeitsfähigkeit quantitativ (um 50%) und
qualitativ eingeschränkt - rechtfertigt sich ein 10%iger Abzug (Urteile des
Bundesgerichts vom 10. August 2011, 9C_648/2010, E. 3.6.4, und vom 30. März 2011,
9C_1041/2010, E. 6.2). Hingegen ist nicht ersichtlich, inwiefern das Alter des 1957
geborenen Beschwerdeführers (IV-act. 1-1) angesichts der ihm im Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung (16. Oktober bzw. 23. November 2012, IV-act. 105 und 107)
verbliebenen, immerhin noch knapp zehnjährigen Aktivitätsdauer sich zusätzlich
abzugserhöhend auswirkt. Auch die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten
Sprachschwierigkeiten oder tiefe Ausbildung dürften sich im Bereich der verbliebenen
Hilfsarbeiten nicht lohnmindernd auswirken, zumal diese Umstände den
Beschwerdeführer nicht daran hinderten, in seiner angestammten Tätigkeit einen im
Vergleich zu den Hilfsarbeiterlöhnen überdurchschnittliches Einkommen zu erzielen
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(vgl. hierzu IV-act. 105-4 sowie IV-act. 12-4). Ob die Teilerwerbstätigkeit bei
ganztägiger Verwertbarkeit (vgl. hierzu IV-act. 77-16 und 81-2) entgegen der
höchstrichterlichen Rechtsprechung (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts vom
21. September 2012, 8C_419/2012, E. 3.1 mit Hinweisen) vorliegend einen
Abzugsgrund darzustellen vermag, kann offen bleiben. Selbst wenn dies bejaht und der
Abzug - wenn überhaupt höchstens - auf 15% erhöht würde, bliebe dies ohne
Auswirkung auf den Rentenanspruch (vgl. nachfolgende E. 3.2.3). Das
Invalideneinkommen beträgt damit mindestens Fr. 26'027.-- (Fr. 61'240.-- x 0.5 x 0.85)
bzw. bei einem 10%igen Abzug Fr. 27'558.-- (Fr. 61'240.-- x 0.5 x 0.9).
3.2.3 Unter Berücksichtigung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten
Valideneinkommens von Fr. 84'517.-- (act. G 1, Rz 6.5) resultierte eine
Erwerbseinbusse von Fr. 58'490.-- (Fr. 84'517.-- - Fr. 26'027.--) bzw. Fr. 56'959.--
(Fr. 84'517.-- - Fr. 27'558.--) und ein Invaliditätsgrad von abgerundet 69%
([Fr. 58'490.-- / Fr. 84'517.--] x 100) bzw. 67% ([Fr. 56'959.-- / Fr. 84'517.--] x 100).
Wird das von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ermittelte
Valideneinkommen von Fr. 69'550.-- (IV-act. 105-4) herangezogen, so resultiert bereits
bei einem Invalideneinkommen von Fr. 27'558.-- ein eine Dreiviertelsrente
begründender Invaliditätsgrad von abgerundet 60% ([{Fr. 69'550.-- -
Fr. 27'558.--} / Fr. 69'550.--] x 100). Somit hat der Beschwerdeführer, der sich am
5. Juli 2009 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet hat (IV-act. 1), ab 1. Januar
2010 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.
4.
4.1 Nach dem Gesagten sind die angefochtenen Verfügungen vom 16. Oktober 2012
und vom 23. November 2012 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben.
Dem Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. Januar 2010 eine Dreiviertelsrente
zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bis
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erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459,
E. 5.2 f.). Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
4.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2012, IV 2010/158) eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht