Decision ID: 7d1b38a5-cdbc-4bce-a05c-3a3cb7fd512f
Year: 2005
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_002
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: public_law

Sachverhalt:
Sachverhalt:
A. A.C._ war bis zum 31. Dezember 1998 selbstständig erwerbend. Danach war er bei der D._ AG angestellt, von welcher er seit 1991 20% der Aktien innehatte; die restlichen 80% der Aktien dieser Gesellschaft waren im Besitz von E._. Die D._ AG spaltete ihre Spritzgiessaktivitäten am 26. November 1997 ab und übertrug die entsprechenden Aktiven und Passiven zum Verkehrswert von Fr. 351'000.-- der von A.C._ und F._ neu gegründeten G._ AG. Im Laufe des Jahres 1998 wurden die Aktien der G._ AG für Fr. 1'250'000.-- an die H._ AG verkauft. Diese absorbierte in der Folge ihre Tochtergesellschaft.
A. A.C._ war bis zum 31. Dezember 1998 selbstständig erwerbend. Danach war er bei der D._ AG angestellt, von welcher er seit 1991 20% der Aktien innehatte; die restlichen 80% der Aktien dieser Gesellschaft waren im Besitz von E._. Die D._ AG spaltete ihre Spritzgiessaktivitäten am 26. November 1997 ab und übertrug die entsprechenden Aktiven und Passiven zum Verkehrswert von Fr. 351'000.-- der von A.C._ und F._ neu gegründeten G._ AG. Im Laufe des Jahres 1998 wurden die Aktien der G._ AG für Fr. 1'250'000.-- an die H._ AG verkauft. Diese absorbierte in der Folge ihre Tochtergesellschaft.
B. Die Eheleute C._ wurden am 8. August 2000 aufgrund des Bemessungsjahres 1998 betreffend die Staatssteuer für das Steuerjahr 1999 und für die direkte Bundessteuer für die Veranlagungsperiode 1999/2000 (Bemessungsjahre 1997/98) veranlagt. Mit Verfügung vom 16. November 2001 wurden diese Veranlagungen jedoch berichtigt, indem für A.C._ auf den 1. Januar 1999 eine Zwischenveranlagung vorgenommen und zugleich eine geldwerte Leistung von Fr. 179'800.-- aus der Abspaltung D._ AG/G._ AG und dem darauf folgenden Verkauf der Aktien der G._ AG aufgerechnet wurde; die berichtigten Veranlagungen lauteten für die Staatssteuer 1999 auf ein Einkommen von Fr. 276'566.-- (zum Satze von Fr. 285'366.--) und für die direkte Bundessteuer 1999/2000 auf ein Einkommen von Fr. 179'600.--. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies die Veranlagungsbehörde X._ mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2002 betreffend die Staatssteuer ab und setzte das steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer auf Fr. 148'400.-- fest. Der Rekurs betreffend die Staatssteuer 1999 bzw. die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 1999/2000 an das Kantonale Steuergericht Solothurn wurden mit Entscheid vom 21. Juni 2004 teilweise gutgeheissen, das versehentlich nicht berücksichtigte Aktienkapital von Fr. 20'000.-- vom steuerbaren Beteiligungsertrag abgezogen und damit die steuerbare geldwerte Leistung nur noch auf Fr. 159'800.-- (bzw. durchschnittlich Fr. 79'900.--) bestimmt (Verkaufspreis Fr. 1'250'000.-- abzüglich Aktiven im Betrag von Fr. 351'000.-- = Fr. 899'000.--, abzüglich Aktienkapital Fr. 100'000.-- = Fr. 799'000.--, davon 20% = Fr. 159'800.--). Daraus resultierte für die Eheleute C._ für die Staatssteuer 1999 ein Einkommen von Fr. 256'366.-- (zum Satz von Fr. 265'166.--) und für die direkte Bundessteuer 1999/2000 ein solches von Fr. 138'300.--.
B. Die Eheleute C._ wurden am 8. August 2000 aufgrund des Bemessungsjahres 1998 betreffend die Staatssteuer für das Steuerjahr 1999 und für die direkte Bundessteuer für die Veranlagungsperiode 1999/2000 (Bemessungsjahre 1997/98) veranlagt. Mit Verfügung vom 16. November 2001 wurden diese Veranlagungen jedoch berichtigt, indem für A.C._ auf den 1. Januar 1999 eine Zwischenveranlagung vorgenommen und zugleich eine geldwerte Leistung von Fr. 179'800.-- aus der Abspaltung D._ AG/G._ AG und dem darauf folgenden Verkauf der Aktien der G._ AG aufgerechnet wurde; die berichtigten Veranlagungen lauteten für die Staatssteuer 1999 auf ein Einkommen von Fr. 276'566.-- (zum Satze von Fr. 285'366.--) und für die direkte Bundessteuer 1999/2000 auf ein Einkommen von Fr. 179'600.--. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies die Veranlagungsbehörde X._ mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2002 betreffend die Staatssteuer ab und setzte das steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer auf Fr. 148'400.-- fest. Der Rekurs betreffend die Staatssteuer 1999 bzw. die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 1999/2000 an das Kantonale Steuergericht Solothurn wurden mit Entscheid vom 21. Juni 2004 teilweise gutgeheissen, das versehentlich nicht berücksichtigte Aktienkapital von Fr. 20'000.-- vom steuerbaren Beteiligungsertrag abgezogen und damit die steuerbare geldwerte Leistung nur noch auf Fr. 159'800.-- (bzw. durchschnittlich Fr. 79'900.--) bestimmt (Verkaufspreis Fr. 1'250'000.-- abzüglich Aktiven im Betrag von Fr. 351'000.-- = Fr. 899'000.--, abzüglich Aktienkapital Fr. 100'000.-- = Fr. 799'000.--, davon 20% = Fr. 159'800.--). Daraus resultierte für die Eheleute C._ für die Staatssteuer 1999 ein Einkommen von Fr. 256'366.-- (zum Satz von Fr. 265'166.--) und für die direkte Bundessteuer 1999/2000 ein solches von Fr. 138'300.--.
C. Gegen diesen Entscheid des Kantonalen Steuergerichts Solothurn vom 21. Juni 2004 (eröffnet am 12. August 2004) erheben A. und B.C._ mit Eingaben vom 9. September 2004 sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht. Sie rügen eine Verletzung von Art. 9 BV, insbesondere einen Verstoss gegen das Gebot des Handelns nach Treu und Glauben sowie des Willkürverbotes, und sie stellen sinngemäss die Begehren, das angefochtene Urteil des Steuergerichts des Kantons Solothurn (und die entsprechenden Steuerrechnungen vom 30. August 2004) aufzuheben, das steuerbare Einkommen um den Erlös aus dem Verkauf der Aktien der G._ AG zu reduzieren, die Zwischenveranlagung per 1. Januar 1999 lediglich bezüglich des Erwerbseinkommens - unter Ausklammerung der übrigen Steuerfaktoren - vorzunehmen, und das steuerbare Einkommen für die Staatssteuer 1999 auf Fr. 96'500.-- und für die direkte Bundessteuer 1999/2000 auf Fr. 58'500.-- festzusetzen.
Das Steueramt des Kantons Solothurn sowie das Kantonale Steuergericht Solothurn beantragen die Abweisung der beiden Beschwerden, letzteres unter Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben) schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Die im Wesentlichen gleich lautenden Beschwerden betreffen die gleichen Parteien, richten sich gegen den selben Entscheid und werfen grösstenteils übereinstimmende Rechtsfragen auf. Es rechtfertigt sich deshalb, sie gemeinsam zu behandeln und zu diesem Zweck die Verfahren zu vereinigen.
2. In beiden Verfahren stellen sich die zwei Fragen, ob der aus der Umstrukturierung auf Seiten des Aktionärs resultierende Zufluss von insgesamt Fr. 159'800.-- bei den Beschwerdeführern besteuert und - gegebenenfalls - ob dieser Zufluss im Rahmen berichtigter Veranlagungen steuerlich erfasst werden darf.
2. In beiden Verfahren stellen sich die zwei Fragen, ob der aus der Umstrukturierung auf Seiten des Aktionärs resultierende Zufluss von insgesamt Fr. 159'800.-- bei den Beschwerdeführern besteuert und - gegebenenfalls - ob dieser Zufluss im Rahmen berichtigter Veranlagungen steuerlich erfasst werden darf.
3. Die erste Frage hat das Bundesgericht in Bezug auf den Mehrheitsaktionär F._ bereits im Urteil 2P.24/2004 bzw. 2A.55/2004 vom 12. Oktober 2004 entschieden. Gleichwohl stellen sich die Beschwerdeführer erneut auf den Standpunkt, die Steuerbehörde habe ihnen eine verbindliche Zusicherung gegeben, wonach der aus dem Aktienverkauf erzielte Kapitalgewinn auf den aus der Umstrukturierung hervorgegangenen neuen Beteiligungsrechten der G._ AG steuerfrei sei. Die Vorinstanz vermochte jedoch aus den vorgelegten Unterlagen wiederum keine solche Zusicherung seitens der Steuerbehörde zu erkennen. Dieses Ergebnis hat das Bundesgericht schon im erwähnten Urteil betreffend den Hauptaktionär F._ ausdrücklich bestätigt. Im Übrigen übersehen die Beschwerdeführer, dass vorliegend gar nicht dieser Veräusserungsgewinn - teilweise - steuerlich erfasst wurde, sondern ein Teil des Liquidationserlöses der aus der steuerlich grundsätzlich nicht privilegierten (weil der Verkauf der Aktien der aus der Abspaltung hervorgegangenen G._ von Anfang an festgestanden hatte) Umstrukturierung der D._ AG. Man ging diesbezüglich von einer Art "Teilliquidation" aus, indem auf Stufe der D._ AG über gewisse stille Reserven abgerechnet werden musste und - entgegenkommenderweise - nur ein Teil der "Barleistungen" bei der Abspaltung auf Seiten der Aktionäre einkommenssteuerlich erfasst wurde. Selbst wenn die kantonale Steuerverwaltung, Abteilung juristische Personen, eine Zusicherung bezüglich der steuerlichen Behandlung eines allfälligen Kapitalgewinnes abgegeben haben sollte, wäre sie nicht unrichtig gewesen; denn hier wird gar kein Kapitalgewinn steuerlich erfasst, sondern der Kapitalertrag aus der teilweisen Liquidation der D._ AG. Was die Steuerbemessung betrifft, erwiesen sich die Steuerbehörden sowohl bei der D._ AG als auch auf der Stufe der Aktionäre als sehr zurückhaltend und trugen den Aspekten der Wirtschaftsförderung hinreichend Rechnung.
3. Die erste Frage hat das Bundesgericht in Bezug auf den Mehrheitsaktionär F._ bereits im Urteil 2P.24/2004 bzw. 2A.55/2004 vom 12. Oktober 2004 entschieden. Gleichwohl stellen sich die Beschwerdeführer erneut auf den Standpunkt, die Steuerbehörde habe ihnen eine verbindliche Zusicherung gegeben, wonach der aus dem Aktienverkauf erzielte Kapitalgewinn auf den aus der Umstrukturierung hervorgegangenen neuen Beteiligungsrechten der G._ AG steuerfrei sei. Die Vorinstanz vermochte jedoch aus den vorgelegten Unterlagen wiederum keine solche Zusicherung seitens der Steuerbehörde zu erkennen. Dieses Ergebnis hat das Bundesgericht schon im erwähnten Urteil betreffend den Hauptaktionär F._ ausdrücklich bestätigt. Im Übrigen übersehen die Beschwerdeführer, dass vorliegend gar nicht dieser Veräusserungsgewinn - teilweise - steuerlich erfasst wurde, sondern ein Teil des Liquidationserlöses der aus der steuerlich grundsätzlich nicht privilegierten (weil der Verkauf der Aktien der aus der Abspaltung hervorgegangenen G._ von Anfang an festgestanden hatte) Umstrukturierung der D._ AG. Man ging diesbezüglich von einer Art "Teilliquidation" aus, indem auf Stufe der D._ AG über gewisse stille Reserven abgerechnet werden musste und - entgegenkommenderweise - nur ein Teil der "Barleistungen" bei der Abspaltung auf Seiten der Aktionäre einkommenssteuerlich erfasst wurde. Selbst wenn die kantonale Steuerverwaltung, Abteilung juristische Personen, eine Zusicherung bezüglich der steuerlichen Behandlung eines allfälligen Kapitalgewinnes abgegeben haben sollte, wäre sie nicht unrichtig gewesen; denn hier wird gar kein Kapitalgewinn steuerlich erfasst, sondern der Kapitalertrag aus der teilweisen Liquidation der D._ AG. Was die Steuerbemessung betrifft, erwiesen sich die Steuerbehörden sowohl bei der D._ AG als auch auf der Stufe der Aktionäre als sehr zurückhaltend und trugen den Aspekten der Wirtschaftsförderung hinreichend Rechnung.
4. Damit bleibt noch zu untersuchen, ob dieser Kapitalertrag bei den Beschwerdeführern im Rahmen berichtigter Veranlagungen steuerlich erfasst werden durfte.
I. Verwaltungsgerichtsbeschwerde (2A.508/2004)
I. Verwaltungsgerichtsbeschwerde (2A.508/2004)
5. 5.1 Der angefochtene Entscheid ist ein auf Steuerrecht des Bundes gestütztes, letztinstanzliches kantonales Urteil, das mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG und Art. 98 lit. g OG sowie Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer; DBG, SR 642.11). Als betroffene steuerpflichtige Personen sind die Beschwerdeführer aufgrund von Art. 103 lit. a OG zur Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
5.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 104 lit. a OG) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. b OG) gerügt werden. Hat - wie hier - als Vorinstanz eine richterliche Behörde entschieden, so ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, wenn der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 114 Abs. 1 OG nicht an die Anträge der Parteien gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 145 E. 1.2.2 S. 150 f. mit Hinweis).
Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 114 Abs. 1 OG nicht an die Anträge der Parteien gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 145 E. 1.2.2 S. 150 f. mit Hinweis).