Decision ID: 36da6ca2-ab45-590a-88d6-d4fd7b83a202
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, war seit 1989 an der
Y._
als
Hausdienst
mitarbeiterin
tätig (Urk. 6/49 S. 2 unten), als sie sich am 7. November 2005 unter Hinweis auf ein operiertes linkes Hüftgelenk bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 31. Oktober 2006 (Urk. 6/27) einen Rentenanspruch.
Diese Verfügung wurde mit Urteil vom 27. Februar 2007 aufgehoben und an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen zurückgewiesen (Prozess Nr. IV.2006.01108, Urk. 6/33). Die IV-Stelle liess daraufhin die Versicherte im
Z._
polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 10. April 2008, Urk. 6/44) und führte eine Haushaltabklärung durch (Urk. 6/49).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/52-53) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 5. März 2009 von September bis Novem
ber
2005 eine ganze (Urk. 6/60) und ab Dezember 2005 eine halbe Invaliden
rente (Urk. 6/59, Urk. 61-62) zu, wobei sie die Versicherte als zu 83 % Erwerbs
tätige und zu 17 % im Haushalt Tätige qualifizierte.
1.2
Im September 2013 wurde eine Revision eingeleitet (vgl. Revisionsfragebogen, Urk. 6/68). Daraufhin holte die IV-Stelle medizinische Berichte (Urk. 6/70-71, Urk. 6/74-75, Urk. 6/84, Urk. 6/87), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 6/69) sowie einen Arbeitgeberbericht (Urk. 6/72) ein. Zudem holte sie bei der Begutacht
ungs
stelle
A._
ein
bidis
ziplinäres
Gutachten ein, das am 24. Juli 2014 erstattet wurde (Urk. 6/83). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/92-99) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. April 2015 (Urk. 6/100 = Urk. 2) die bisherige halbe Invali
denrente auf Ende des folgendes Monats nach
Zustellung der Verfügung auf.
2.
Die Versicherte erhob am 11. Mai 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. April 2015 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr auch ab Juli 2015 weiterhin eine halbe Rente zu gewähren (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2015 (Urk. 5) die Ab
weisung der Beschwerde. Mit Replik vom 3. Juli 2015 beantragte die Be
schwer
deführerin zusätzlich, eventuell sei ihr ab Juli 2015 zumindest weiterhin eine
Viertelsrente
zu gewähren (Urk. 8 S. 2 Ziff. 1-3). Die Beschwerdegegnerin ver
zich
tete auf eine Duplik
(Urk. 12), was der Beschwerdeführerin am 15. Oktober 2015 (Urk. 13) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung
).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemes
sungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
träch
ti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine
möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 50
4 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozial
versi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
messungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Wil
lensent
scheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Diese inne
ren Tat
sa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf
Beweiswür
digung
beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebens
erfahrung
mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folge
rungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die all
gemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Ur
teile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November
2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehe
gatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die
Invalidität nach
Art.
16 ATSG fest
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Inva
lidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In die
sem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der un
ent
geltlichen Mitar
beit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Auf
gabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behin
de
rung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Me
thode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die
Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtin
validität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9
).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes
erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im
Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lu
ng einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.6
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder
des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter
brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an
dauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozial
versiche
rungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.8
Im Gebiet der Invalidenversiche
rung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialver
sicherung geltenden Grundsatzes der
Schadenmin
derungspflicht
(vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berück
sichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E.
4a mit Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung; ZAK 1989 S.
214 E.
1c). Als Ausdruck der allgemeinen
Scha
den
minderungspflicht
geht die Pflicht, die notwendigen Schritte zur
Selbstein
glie
derung
zu unternehmen, nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. Novem
ber 2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. Novem
ber 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (Urk. 2) gestützt auf das 2014 eingeholte Gutachten davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Be
schwer
deführerin verbessert habe und sie seit 24. Juli 2014 in ihrer ange
stammten Tätigkeit als Hausdienstmitarbeiterin wieder zu 50 % arbeitsfähig sei. In einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg, ohne ausschliesslich stehende oder gehende und ohne repetitiv gebückte Arbeitsabläufe sowie ohne kalt-feuchte Exposition, sei sie wieder zu 100 % arbeitsfähig (S. 2 oben). Ohne gesundheitliche Einschränkun
gen wäre sie weiterhin in einem 83 %-Pensum erwerbstätig, die restlichen 17 % würden in den Haushalt entfallen (S. 2 Mitte). Gestützt darauf ermittelte die Beschwerdegegnerin – unter Gewährung eines leidensbedingten
Abzuges von 15 % vom statistischen Tabellenlohn – einen nicht rentenbegründenden
Invali
ditätsgrad
von 36 % (
S. 2 unten, S. 3).
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (Urk. 8), dass das Gutachten
von
Juli 2014 nicht den Nachweis des verbesserten Gesundheits
zustandes erbringe, sondern dass es lediglich denselben Gesundheitszustand viel strenger beurteile. Es bestehe somatisch sogar ein schlechterer Zustand, ebenso psychiatrisch, zusätzlich mit Schlafstörungen und Ängsten
(S. 9 Ziff. 15.3)
. Dies sei revisionsrechtlich nicht relevant. Das Gutachten erkläre auch nicht, ab wann sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
verbessert hätte und in
wiefern (S. 2 Ziff. 1
).
Sie beziehe seit knapp zehn Ja
hren eine Invalidenrente
und im Oktober 2015 werde sie 56 Jahre alt. Die Beschwerdegegnerin habe die Wiedereingliederung überhaupt nicht geprüft und keinerlei Wiedereingliederungsversuche unter
nommen. Wenn sie jedoch ernsthaft daran festhalte, dass die Beschwerdeführe
rin in der angepassten Tätigkeit im Kinderhort ganztägig arbeitsfähig wäre, hätte sie Massnahmen zur Verbesserung der Eingliederungsfähigkeit prüfen lassen. Diese Prüfung sei nicht erfolgt. Die verfügte Rentenaufhebung sei damit mit Sicherheit zu früh erfolgt und sei auch aus diesem Grund aufzuheben (S. 9
Ziff. 16
).
Zudem habe ihr die Beschwerdegegnerin im August 2008 einen Leidensabzug von 10 % gewährt, da nur noch zeitlich flexible Tätigkeiten und kein Heben
von Lasten über 5 kg möglich sowie eine Wechselbelastung nötig gewesen seien
.
Das Invalideneinkommen habe damit Fr. 22‘625.-- betragen. Im April 2015 habe
ihr die Beschwerdegegnerin aufgrund des Belastungsprofils einen er
höhten Ab
zug von 15 %
gewährt
. Es sei nicht nachvollziehbar, dass dies nun zu einem Invalideneinkommen von
rund
Fr. 36‘80
2.--
führen solle, bei eher ver
schlech
ter
ten Beschwerden und Befunden. Realistisch betrachtet habe sie als stark eingeschränkte und psychisch stark belastete 56-jährige, schlecht ausge
bildete Migrantin am ersten Arbeitsmarkt keine reelle Chance mehr. Auch aus diesem Grund sei es recht und billig, ihr wenigstens die halbe Rente weit
erhin auszu
bezahlen (S. 10 Ziff. 19
).
Sc
hliesslich falle mit dem Wegzug ihres Ehemannes 2009 auch dessen
finanzi
elle Unterstützung für den gemeinsamen Haushalt weg. Nicht abgeklärt sei die Frage, ob sie angesichts dieser Tatsache nicht darauf angewiesen sei, ihr Arbeitspensum von 83 % auf 100 % aufzustocken. Für diesen Fall wäre, bei dem
(
zu hohen
)
Invalideneinkommen von
rund
Fr. 36‘80
2.--
, neu ein
Vali
den
ein
kommen
von Fr. 68‘853.-- zu veranschlagen, was bei einem
(
zu tiefen
)
Leidens
abzug
von 15 % immer noch einen Invaliditätsgrad von 46.3 %
ergäbe
. Even
tua
liter mache sie
deshalb geltend, dass ihr zumindest die
Viertelsrente
weiter
hin ausbezahlt werde (S. 10 f. Ziff. 21 ff.
).
2.3
Strittig ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente
, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Be
schwer
de
führerin wesentlich verbessert respektive sich die für die
Invaliditäts
bemes
sung
massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 5. März 2009 mit demjenigen, welcher der hier angefochtenen Verfügung vom 30. April 2015 zugrunde liegt.
3.
3.1
Der rechtskräftigen
Leistungszusprache
vom 5. März 2009 (Urk. 6/59-62) lagen im Wesentlichen das Gutachten der Ärzte
des
Z._
vom 30. April 2008 (Urk. 6/44) sowie der Bericht über die
Haus
haltabklärung
vom 20. Juni 2008 (Urk. 6/49) zu Grunde.
3.2
Die Ärzte des
Z._
erstatteten das von der Beschwerdegegnerin in Au
ftrag gege
bene polydisziplinäre
Gutachten (Urk. 6/44) gestützt auf die ihnen über
lassene
n und nachträglich eingegangenen
Akten (S. 2 ff. Ziff. 1), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 7 ff. Ziff. 2), die während des stationären Aufent
haltes vom 2
1.
bis 24. Januar 2008 durchgeführten Untersuchungen in den Disziplinen Orthopädie (S. 12 ff. Ziff. 3.2), Neurologie (S. 15 f. Ziff. 3.3) und Psy
chiatrie (S. 16 ff. Ziff. 3.4) sowie auf die Ergebnisse der Erhebung des
All
gemeinstatus
(S. 11 f. Ziff. 3.1).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 19 Ziff. 4.1):
chronische Lumbago und intermittierend
lumboradikuläres
Reizsyndrom beid
seits bei
Diskopathie
L5/S1 und mässiger rechtsbetonter
Spondylarthrose
sowie Verdacht auf Gelenksganglion rechts
Hüftgelenksdysplasie, Status nach Beckenosteotomie links 1980, sekundäre
Coxarthrosen
beidseits, Status nach Hüft-Totalprothese links Mai 2005
depressive Fehlentwicklung, gegenwärtig mittelgradige Episode bei massiver Ehebelastung wegen Alkoholismus des Gatten
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie
, hier leicht gekürzt angeführt
(S. 19 f. Ziff. 4.2):
Hyperthyreose-Rezidiv eines Morbus Basedow (Erstdiagnose Oktober 2004)
Adipositas (B
MI 33.
6)
Verdacht auf arterielle Hypertonie
Varizen Unterschenkel, rechts mehr als links
Status nach Varizenoperation rechts 1998
Polyallergien
Status nach Operation einer
epigastrischen
Hernie 1999
Die Beschwerdeführerin sei gesamtmedizinisch seit September 2004 in der ur
sprünglichen Tätigkeit als Putzfrau beziehungsweise Hausdienstmitarbeiterin zu 100 % arbeitsunfähig. Im Anschluss an die Hüft-Totalprothese links und ent
sprechender Rekonvaleszenz bestehe ab September 2005 eine
Restarbeitsfähig
keit
. In einer Verweistätigkeit ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg, ohne Tätigkeiten in Zwangspositionen, vor allem nicht in vorübergeneigter Tätigkeit, sowie der Möglichkeit, die Position zu wechseln, bestehe eine Arbeits
fä
higkeit von 50 %. Die Einschränkung des Rendements ergebe sich durch das psychiatrische Leiden (S. 21 Mitte).
Zudem sei die Beschwerdeführerin bei Haushaltarbeiten bei schweren Tätig
keiten wie Putzarbeiten,
W
enden von Matratzen, Heben und Tragen schwerer Ge
genstände
(
Waschkörbe, Tragen von schweren Einkaufstüten, et
c.)
einge
schränkt. Sie habe berichtet, dass sie von ihrem Ehegatten im Haushalt unter
stützt werde. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit be
i Haushaltarbeit werde auf zirka
30 % geschätzt. Für eine genauere Beurteilung müsste eine
Haus
haltabklärung
durchgeführt werden (S. 22 unten).
3.3
Gemäss Feststellungsblatt vom 22. August
2008 (Urk. 6/50) gab PD
Dr.
med.
univ. B._
, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD
), in seiner Stellungnahme vom 29. April 2008 an, dass auf das Gutachten abge
stellt werden könne (S. 3 oben).
3.4
Im Bericht vom 20. Juni 2008 (Urk. 6/49) über die am 9. Juni 2008 erfolgte
Haus
haltabklärung
(S. 1) wurde ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin von April 1989 bis Oktober 2006 bei der
Y._
als Hausdienstmitarbeiterin tätig gewesen sei (S. 2 Ziff. 2.2). Ihr sei wegen ihrer Krankheit gekündigt wor
den. Bei guter Gesundheit
würde die Beschwerdeführerin im gleichen
Arbeits
pensum
von 83.29 % - dies entspreche 34.15 Stunden pro Woche – arbeiten. Sie wurde sodann als zu 83.29 % Erwerbstätige und zu 16.71 % im Haushalt Tätige quali
fiziert (S. 3 Ziff. 2.4-2.5).
Aus dem Abklärungsbericht geht ferner hervor, dass der Ehemann der Be
schwer
deführerin seit 1. Juli 2007 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % beziehe. Bis Ende Juni 2006 sei dem Ehemann die Mithilfe in diver
sen Aufgabenbereichen zumutbar gewesen
. Ab dem 1. Juli 2006
sei ihm jedoch nur eine minimale Mithilfe zumutbar gewesen. Der Haushalt sei deshalb in zwei Phasen aufgenommen worden. Die Abklärungsperson ermittelte für die erste Phase bis Ende Juni 2006 eine gesamthafte Einschränkung von 29.5 % bezie
h
ungsweise f
ür die zweite Phase ab Juli 2006
eine solche von 40.3 % (S. 4 f. Ziff. 6), was bei einem Anteil im Haushalt von 16.71 % einem Invaliditätsgrad von 4.93 % beziehungsweise von 6.73 % entspreche (S. 7 Ziff. 8).
3.5
Die Einschränkung im erwerblichen Teil errechnete die Beschwerdegegnerin anhand eines Einkommensvergleiches. Das
Valideneinkommen
ermittelte sie auf
grund der Angaben im Arbeitgeberbericht vom 20. Januar 2006 (Urk. 6/9) und das Invalideneinkommen
– unter der Annahme einer 50%igen Arbeits
fähig
keit in einer angepassten Tätigkeit –
gestützt auf Tabellenlöhne und unter Berück
sichtigung eines Abzuges von 10 % (Urk. 6/51). Unter Anwendung der ge
mischten Methode errechnete die Beschwerdegegnerin so einen eine ganze
Rente begründenden Invaliditätsgrad von total 87 % ab 1. September 2005 be
ziehungsweise einen eine halbe Rente begründenden Invaliditätsgrad von 51 % ab 1. Dezember 2005 und von 53 % ab
1. Juli 2007 (
Urk.
6/59-62).
4.
4.1
A
m 10. September 2010
wurde
der
Beschwerdeführerin
auf
grund einer zuneh
mend invalidisierenden
Coxarthrose
rechts eine Hüft-Total
prothese rechts im
plantiert (Urk. 6/75/1-3).
4.2
Dr.
med. C._
, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie, führte in seinem Bericht vom 11. Oktober 2013 (Urk. 6/70) aus, dass die Beschwerde
führerin in handchirurgischer Sicht nicht invalid sei.
4.3
Dr.
med. D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und
für
Nephrologie, nannte in seinem Bericht vom 15. Oktober 2013 (Urk. 6/71/6-9) fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
chronisches
lumbovertebrales
beziehungsweise
lumbospondylogenes
sowie in
termittierend recht
sseitig
lumboradik
uläres
Schmerzsyndrom seit Mai 2005
Status nach Implantation einer Hüft-Totalprothese rechts am 10. September 2010 wegen einer invalidisierenden
Coxarthrose
rechts
Status nach Hüft-Totalprothese links wegen
Dysplasiecoxarthrose
links am 13. Mai 2005
leichte depressive Verstimmung
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er
eine
Hypo
thyreose
, eine
Adipositas
, eine
axiale
Hiatushernie
und eine a
rterielle Hyperto
nie
(
Ziff. 1.1)
.
Die Beschwerdeführerin habe zwischenzeitlich eine zunehmende symptoma
tische
Coxarthrose
rechts entwickelt, so dass diese schliesslich ebenfalls am 10. September 2010 durch eine Totalprothese habe ersetzt werden müssen. Von Seiten der Hüften sei die Beschwerdeführerin mehrheitlich beschwerdefrei, im Vordergrund würden die Rückenschmerzen stehen, welche intermittierend in das rechte Bein ausstrahlen und sich vor allem auch bei körperlichen Tätigkei
ten beziehungsweise beim Tragen schwerer Gegenstände verstärken würden (Ziff. 1.4). In der bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe sei sie vom 22. September 2004 bis 2009 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen, seit 2009 bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.6). Die Beschwerdeführerin sei vor allem körperlich ein
geschränkt durch die Rückenbeschwerden, zudem bestehe eine leichte depres
sive Verstimmung. Sie könne lediglich noch zwei bis drei Stunden pro Tag einer Arbeitstätigkeit nachgehen. Auf Grund der Rückenbeschwerden sollte sie ledig
lich noch leichte körperliche Tätigkeiten verrichten (Ziff. 1.7). Es bestehe eine
Gewichtslimite
von 5 kg (S. 4 Mitte).
4.4
Am 24. Juli 2014 erstatteten
Dr.
med. E._
, Facharzt für Psychia
trie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und
für
Rheumatologie, das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Gutachten (Urk. 6/83) gestützt auf die ihnen
überlassenen Akten (S. 3 ff. Ziff. 3), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 12
ff. Ziff. 4), die am 22. Mai 2014 durchgeführte psychiatrische Untersu
chung (S. 16 ff. Ziff. 5.1) sowie die am 14. Juli 2014 durchgeführte rheumatolo
gische Untersuchung (S. 20 ff. Ziff. 5.2, S. 30 ff.).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 28 Ziff. 6.1.1):
belastungsabhängige Missempfindungen in der rechten Leistenregion bei
Status nach
arthroplastischer
Versorgung Hüftgelenk rechts am 10. September 2010
Klinik G._
ohne
Periarthropathie
mit vereinzelten
myofaszialen
Triggerpunk
ten
proximal in der
Abduktorenmuskulatur
belastungsabhängige
lumbovertebrale
Missempfindungen bei
MRI-dokumentierter beginnender
Diskopathie
L5/S1 ohne
Diskusher
nie
und beginnende
Spondylarthrosebildung
L
5/S
1 rechtsbetont
ohne Hinweise weder für eine facettengelenksfortgeleitete noch
radi
kuläre
Reiz- oder Ausfallssymptomatik
Ligamentose
und Irritationszone L5/S1 ohne
Periarthropathie
konventionell-radiologisch
dokumentierbare
beginnende
Chond
rose
L
5/S
1 mit beginnenden
Spondylarthrosen
und diskret ange
deuteter degenerativ bedingter
Anterolisthese
L1 über S1 von 2mm
Zudem nannten sie folgende
, hier leicht gekürzt angeführte,
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 28 Ziff. 6.1.2):
Status nach
arthroplastischer
Gelenksversorgung links am 13. Mai 2005
Klinik G._
bei
Tendovaginitis
stenosans
Finger (
D
)
V rechts
psychosoziale Belastungsfaktoren (Konflikt mit dem Vater, Konflikt mit dem Ehemann, ICD-10 Z63.0/Z63.1)
Aufgrund der biographischen Schilderungen der Beschwerdeführerin gebe es keine
Hinweise auf das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne. Die Fixierung auf den Verlust des Ehemannes und die Ungerechtigkeit des Vaters deute darauf hin, dass bestimmte individuelle Belastungen nicht gut verarbeitet worden seien. Es erscheine aber nicht angemessen, dies als akzen
tuierte Persönlichkeitszüge im engeren oder gar pathologischen Sinne zu beur
tei
len, sondern diese seien als Charakterzüge ohne pathologische Bedeutung zu verstehen. Die affektive Auslenkung zum depressiven Pol sei gering und hinrei
chend mit den Erfahrungen von Ungerechtigkeit und schlechter Behandlung durch den Ehemann und durch den Vater zu erklären, ohne dass
ihr
eine depressive Verstimmung mit Krankheitswert zuerkannt werden könne. Die Be
schwerdeführerin zeige keine allgemein und anhaltend gedrückte Stimmung, keinen Interessensverlust und keine
Anhedonie
. Der Antrieb sei nicht gemin
dert, die Konzentration nicht beeinträchtigt, es gebe kein vermindertes Selbst
wertgefühl, keine Schuldgefühle, keine pessimistischen
Zukunftsperspektiven, keine Suizidversuche und keinen verminderten Appetit. Dementsprechend bestehe keine depressive Störung gemäss den Kriterien des ICD-1
0.
Gleichwohl gebe es Hinweise auf ein subjektives Leiden in Bezug auf die ungerechte Be
handlung durch den Vater und dessen ungerechtfertigte
n
Schuldzuweisungen und die Beschwerdeführerin leide unter der schlechten Behandlung durch ihren Ehemann. Dabei handle es sich aber um invaliditätsfremde psychosoziale
Be
lastungsfaktoren
und deren Folgen (Nervosität, Reizbarkeit), nicht aber um eine manifeste psychische Erkrankung im Sinne des ICD-10 (S. 18 Ziff. 5.1.5).
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit sei vorliegend die rheumatologische Beurteilung wegweisend, da aus psychiatrischer Sich
t
keine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit bestehe. Dabei sei die Einhaltung der nachfolgenden Schonkriterien von entscheidender Bedeutung: keine ausschliesslich stehenden oder gehenden und keine repetitiv gebückten Arbeitsabläufe, ideal
erweise
Wechsel zwischen vor
wiegend sitzenden und weniger stehenden und gehenden Arbeitsabläufen, keine repetitiven Gewichtsbelastungen über 15 kg sowie keine kalt-feuchte Exposition bei subjektiv
meteoropathischer
Komponente. Für die angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst bestehe ebenso wie für die aktuelle Tätigkeit als Küchenhilfe im Kinderhort nur eine maximale 50%ige Arbeitsfähigkeit, da die genannten Schonkriterien nicht erfüllt seien. Für Tätigkeiten, bei denen die genannten Schonkriterien vollumfassend berücksichtigt würden, bestehe hinge
gen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein volles Arbeitspensum (S. 29 Ziff. 6.2.1, vgl. S. 25 Ziff. 5.2.4). Ferner werde eine Beurteilung der
Leistenmiss
empfindungen
an der
Klinik G._
empfohlen und eine gezielte
Trigger
punkttherapie
im Bereich der proximalen Oberschenkeladduktoren rechts (S. 29 Ziff. 6.2.2). Schliesslich seien berufliche Massnahmen mit dem Ziel der völligen Wiedereingliederung in das Berufsleben unter Einhaltung der
rheumatologi
scherseits
genannten Schonkriterien sofort möglich (S. 29 Ziff. 6.2.3).
4.5
Im Arztbericht der
Klinik G._
vom 25. August 2014 (Urk. 6/84) wurde folgende Diagnose genannt (S. 1 Mitte):
Trochanter-/
Tractusirritation
beidseits (rechts führend) bei:
Status nach Hüft-Totalprothese beidseits (rechts September 2010, links Mai 2005)
Als
Nebendiagnosen
wurden sodann ein
Zustand nach
Chiari
-Beckenosteotomie 1980
und ein
chronisch
lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerz
syn
drom
genannt (S. 1 Mitte)
.
Dabei wurde ausgeführt, dass sich radiologisch ein guter Sitz beider Prothesen zeige. Die bestehende Beschwerdesymptomatik sei am ehesten auf eine Über
lastung im Bereich des Trochanter
major
sowie des Traktus
iliotibialis
zurück
zuführen (S. 2 oben).
4.6
Dr.
F._
führte in seiner Stellungnahme vom 1. Oktober 2014 (Urk. 6/87) zu den von der Beschwerdegegnerin am 9. September 2014 gestellten Fragen zum Gutachten (Urk. 6/85) aus, dass die
Hüftarthroplastik
im 2005 linksseitig ein gutes Ergebnis ergeben habe und ohne Einflu
ss auf die Arbeitsfähigkeit sei;
die rechtsseitige
Arthroplastik
vom 2010 habe ebenfalls eine Beschwerdebesserung vermittelt, jedoch würden die in seinem rheumatologischen Teilgutachten aus
geführten Beschwerden persistieren. Entsprechend habe er in der
Schlussbeur
teilung
die Empfehlung gemacht, diesbezüglich zusätzlich eine fachärztlich-orthopädische Untersuchung anzuschliessen. Er verweise auf den Bericht der
Klinik G._
vom 25. Oktober 2014 mit Diagnose einer Trochanter-Traktus Irritation rechtsbetont, ohne
Lysezeichen
oder Hinweise für eine Lockerung und guten Sitz beider Prothesen (vgl. vorstehend
E. 4.5
).
Solche Irritationen und Über
lastungen im Bereich des Trochanter
major
sowie Traktus
Iliotibialis
seien eine nicht seltene Problematik nach solchen Eingriffen und schwierig zu be
he
ben. Er gehe davon aus, dass die dadurch bedingte
Belastbarkeitsein
schrän
kung
auch längerfristig bestehen bleibe, weshalb das Einhalten der
Schonkri
te
rien
notwendig sei. Er habe keine Veranlassung, seine Beurteilung der Arbeitsfähig
keit bezogen auf die Schonkriterien respektive das notwendige Einhalten der
selben zu ändern (S. 1 Mitte).
4.7
Gemäss Feststellungsblatt vom 30. Januar 2015 (Urk. 6/91) gab
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, in seiner Stellungnahme vom 15. November 2014 an, dass gestützt auf das Gutachten vom 24. Juli 2014 von einem gebesserten dauerhaft
a
rbeitsunfähigkeit
s
relevanten Gesundheitszustand ausgegangen wer
den könne, namentlich mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 24. Juli 2014 in der bisherigen Tätigkeit beziehungsweise einer
100%igen Arbeitsfähigkeit in
ein
er
angepassten Tätigkeit. Die Beurteilung beruhe auf somatischen Kriterien, da psychiatrisch keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Die Beschwerde
füh
rerin könne nur Arbeiten mit folgendem Belastungsprofil verrichten:
wechselbe
las
tende
bis 15 kg Gewicht belastende Arbeiten, keine ausschliesslich stehenden oder gehenden und keine repetitiv gebückten Arbeitsabläufe, keine kalt-feuchte Exposition (S. 9 oben).
5.
5.1
Der rechtskräftigen
Leistungszusprache
vom
5.
März 2009 (Urk. 6/59-62) lag im Wesentlichen das Gutachten der Ärzte des
Z._
vom April 2008
zu Grunde, in welchem eine
Rückenproblematik (
chronische Lumbago und
ein
intermittierend
lumboradikuläres
Reizsyndrom beidseits bei
Diskopathie
L5/S1 und mässiger
rechtsbetonter
Spondylarthrose
)
, eine
Hüftproblematik (
Hüftgelenksdysplasie
;
Status n
ach Beckenosteotomie links 1980
,
s
ekundäre
Coxarthrosen
beidseits
;
Status nach Hüft-Totalprothese links Mai 2005
) sowie eine mittelgradige De
pression aufgrund
massiver Ehebelastung wegen Alkoholismus des Gatten
diag
nostiziert
wurden
(vgl. vorstehend E. 3.2
).
Demgegenüber stützte sich die Beschwerdegegnerin beim Erlass der angefoch
tenen Verfügung vom 30. April 2015 (Ur
k. 2) auf den Bericht von
Dr.
D._
vom Oktober 2013
sowie auf das Gutachten von Dr.
E._
und Dr.
F._
vom Juli 201
4.
Dr.
D._
nannte nebst der Rücken
problematik
und der
Hüft
proble
matik
mit Totalprothese links neu eine 2010 erfolgte
Totalprothese-Ver
sor
gung rechts
und eine lediglich
noch
leichte depressive Verstimmung
(vgl. vorstehend E. 4.3).
Dr.
E._
und Dr.
F._
diagnostizierten
i
n ihrem Gut
achten
von 2014 eine Hüftproblematik (
belastungsabhängige Missempfin
dung
en
in der rechten Leistenregion bei
Status nach
arthroplastischer
Versorgung Hüft
gelenk rechts 2010
)
sowie
eine Rückenproblematik (
belastungsabhängige
lumbo
ver
tebrale
Missempfindungen bei
MRI-dokumentierter beginnender
Diskopathie
L5/S1
ohne Diskushernie und beginnende
Spondylarthrosebildung
L
5/S
1
rechts
betont
); eine psychiatrische Diagnose stellten sie nicht
(vgl. vors
tehend E. 4.4
).
Aufgrund
der 2008 und 2013/2014 gestellten Diagnosen
kann von einer Ver
besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgegangen wer
den.
Zwar
bestehen bezüglich der Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden keine erheblichen Unterschiede des Gesundheitszustandes im Vergleich zum Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
.
Jedoch
liegt bezüglich der
Hüftbeschwer
den
im Vergleich zum Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
ein ver
besserter Gesundheitszustand vor, wurde doch der Beschwerdeführerin 2010 rechts eine Hüft-Totalprothese implantiert. Ausserdem liegt eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes vor; wurde im Zeitpunkt der ursprüngli
chen
Rentenzusprache
noch von einer mittelgradigen Depression aufgrund massiver Ehebelastung wegen Alkoholismus des Gatten ausgegangen, so lag diese im Zeitpunkt der Rentenaufhebung nicht mehr vor
,
und die für die Be
schwerdeführerin im Zeitpunkt des Gutachtens des
Z._
so belastend dar
gestellte Ehe ist nunmehr aufgelöst. Somit kann – entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin – in somatischer als auch in psychischer Hinsicht von einem
verbesserten Gesundheitszustand ausgegangen werden und nicht nur von einer
anderen
Beurteilung des gleichen Gesundheitszustandes.
5.2
Bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist auf das Gutachten von Dr.
E._
und Dr.
F._
abzustel
len, das den
rechtspre
chungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Beweis
grundlage
(vgl. vo
rstehend E. 1.7
) vollumfänglich genügt.
Die Gutachter
attes
tierten der Beschwerdeführerin
für die angestammte Tätigkeit
im
Reinigungs
dienst
sowie für die aktuelle Tätigkeit
als Küchenhilfe im Kinderhort eine ma
xi
male 50%ige Arbeitsfähigkeit, da die Schonkriterien –
keine ausschliesslich stehenden oder gehenden und keine repetitiv gebückten Arbeitsabläufe,
ideal
er
weise
Wechsel zwischen vorwiegend sitzenden und weniger stehenden und gehenden Arbeitsabläufen, keine repetitiven Gewichtsbelastungen über 15 kg sowie keine kalt-feuchte Exposition bei subjektiv
meteoropathischer
Kompo
nente
– nicht erfüllt seien. Für Tätigkeiten, bei denen die Schonkriterien erfüllt seien, bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein volles Arbeitspensum (vgl. vorstehend E. 4.4).
Die
se
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch die Gut
ach
ter ist
sogar zurückhaltender als diejenige durch
Dr.
D._
(und somit
mit
die
ser vereinbar)
, der in seinem Bericht vom Oktober 2013 von einer seit 2009 be
stehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Küchen
hilfe ausging, wobei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Rückenbeschwerden le
diglich noch leichte
körperliche Tätigkeiten verrichten könne und dabei eine
Gewichtslimite
von 5 kg einhalten sollte (vgl. vorstehend E. 4.3).
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Vergleich zum Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
erheblich verbessert hat
und im Zeitpunkt der Rentenaufhebung
von einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
im Reinigungsdienst sowie für die aktuelle Tätigkeit als Küchenhilfe im Kinderhort
und von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit
in der angepassten Tätig
keit
ausgegangen werden kann.
5.3
Unzutreffend ist demnach die Ansicht der
Beschwerdeführerin
, wonach
die Beschwerdegegnerin von einer vollen Arbeitsfähigkeit
in
der
Tätig
keit
im Hort ausgehe
, denn
in der
aktuelle
n
Tätigkeit als Küchenhilfe im Kin
derhort besteht aufgrund nic
ht erfüllter Schonkriterien nur eine
Arbeitsfähigkeit
von 50
%,
i
n einer angepassten Tätigkeit besteht nur eine 100%ige Arbeitsfähig
keit, sofern die genannten Schonkriterien erfüllt sind
(vgl. vorstehend E. 5.2).
Eben davon ist die Beschwerdegegnerin ausgegangen (
vgl.
Urk.
6/91 S. 9 oben)
.
5.4
Strittig und zu prüfen ist ferner die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation der Beschwerdeführerin.
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf den
Haus
haltabklärungsbericht
von einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu
83 % Erwerbstätige und zu 17 % im Haushalt Tätige aus (vgl. vorstehend E. 3.4).
Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, dass
nicht abgeklärt worden sei,
ob sie angesichts des Wegzugs ihres Ehemannes 2009 und des damit zusam
menhängen
den Wegfalls dessen finanzieller
Unterstützung für den gemeinsa
men Haushalt
darauf
angewiesen sei, ihr Arbeitspensum von 83 % auf 100 % aufzu
stocken (vgl. vorstehend E. 2.2).
Anlässlich der
Rentenzusprache
im März 2009 berücksichtigte die
Beschwerde
gegnerin
die damalige Wohnsituation, als die Beschwerdeführerin noch mit ihrem Ehemann zusammen lebte, welchem bis Ende Juni 2006 die Mithilfe in di
versen Aufgabenbereichen und ab Juli 2006 nur noch eine minimale Mithilfe zumutbar gewesen ist (vgl. vorstehend E. 3.4). Die Beschwerdeführerin lebt nun alleine in einer 1-Zimmerwohnung (Urk. 6/83 S. 12 Ziff. 4.1.1), weshalb davon auszugehen ist, dass sie ohne die gesundheitlichen Ei
nschränkungen aus finan
ziellen Gründen zu 100 %
erwerbstätig sein
würde. Folglich ist für die Ermitt
lung des Invaliditätsgrades mittels
Einkommensvergleiches von einem vollen Pensum auszugehen
(vgl. nachstehend E. 5.5
).
5.5
Zu prüfen bleibt damit
die Ermittlung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich aufgrund des Einkommensvergleiches.
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, was die Be
schwerdeführerin aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Da
bei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im
Gesund
heitsfall
weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Be
stimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
stellte die Beschwerdegegnerin auf die Angaben des früheren Arbeitgebers der Beschwerdeführerin ab, wonach sie ihm Jahr in ihrer angestammten Tätigkeit in einem 83 %-Pensum
2004 ein Ein
kommen von Fr. 50‘439.--
erzielte. Unter Berücksichtigung der
Nominallohn
entwicklung
ergab dies für das Jahr 2014 ein Einkommen in der Höhe von Fr. 56‘881.-- (Urk. 6/9 S. 2 oben, Urk. 6/51 S. 1 Mitte, Urk. 6/90 S. 1 Mitte). Ohne gesundheitliche Einschränkungen würde die Beschwerdeführerin – wie bereits dargele
gt wurde (vgl. vorstehend E. 5.4
) – in einem vollen Pensum arbei
ten, weshalb das von der Beschwerdegegnerin errechnete
Validenein
kommen
auf ein 100%iges Pensum aufzurechnen ist. Das
Valideneinkommen
beträgt demnach rund Fr. 68‘531.--.
5.6
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen
hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
di
sierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens für eine gemäss
Belas
tungsprofil
zumutbare Tätigkeit errechnete die Beschwerdegegnerin unter Be
rücksichtigung der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturer
heb
ungen
(LSE) ein für das Jahr 2014 massgebendes
Invaliden
einkommen
von rund Fr. 43‘296.-- für ein 83 %-Pensum (Urk. 6/90 S. 2), wobei sie davon einen leidensbedingten Abzug von 15 % gewährte und somit
von ei
nem
Invaliden
ein
kommen
von Fr. 36‘802.-- ausging. Der gewährte Abzug von 15 % erscheint angemessen.
Bei der
Rentenzusprache
2009 basierte die Invaliditätsbemessung auf einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 50 %, während nunmehr von einer solchen von 100 % auszugehen ist. Aus diesem Grund lässt sich die
Höhe des zusätzlich berücksichtigten Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urk. 1 S. 10
Ziff.19) nicht vergleichen.
Gemäss dem Gutachten von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung der Schonkriterien auszugehen, weshalb das von der
Be
schwerdegegnerin
errechnete Invalideneinkommen ebenfalls auf ein 100%iges
Pensum aufzurechnen ist, was ein Einkommen von rund Fr. 52‘164.--
ergibt. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15 % ist somit von einem Invalideneinkommen von rund Fr. 44‘339.-- auszugehen.
5.7
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 68‘531.-- mit dem
Invalidenein
kommen
von Fr. 44‘339.-- ergibt eine Einkommensbusse von Fr. 24‘192.-- und damit einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von rund 35 %.
5.
8
Ferner macht
e
die Beschwerdeführerin geltend, sie beziehe seit knapp zehn Jahren eine Invalidenrente und im Oktober 2015 werde sie 56 Jahre alt. Die Beschwerdegegnerin habe die Wiedereingliederung überhaupt nicht geprüft und keinerlei Wiedereingliede
rungsversuche unternommen (
vorstehend E. 2.2).
Die im Rahmen der allgemeinen Schadenminderungspflich
t bestehende
Pflicht, die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung zu unternehmen, gehen nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (vgl. vorstehend E. 1.9). Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben
sodann unter anderem Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, wenn diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (Art. 8 Abs. 1
lit
. a IVG).
Die Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2015 in einer angepassten Tätigkeit
zu 100 % arbeitsfähig
und als Kü
chenhilfe in einem Kinderhort in einem 50
%-Pensum tätig. Damit ist sie der Selbsteingliederungspflicht nachgekommen, weshalb vorliegend keine Einglie
derungsmassnahmen notwendig erscheinen.
5.9
Die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente ist somit nicht zu beanstanden.
Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dage
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 800
.--
festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen
.