Decision ID: bccc7fda-1ca0-4008-ad0a-51528e11f737
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei der B._ AG als Typografin angestellt und dadurch bei der
SWICA obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von
Berufskrankheiten versichert. Am 11. Januar 2009 stürzte die Versicherte beim
Skifahren und verletzte sich an der linken Schulter (Unfallmeldung vom 28. Januar
2009, UV-act. 1). Die im Spital C._ erstbehandelnde Dr. med. D._, Assistenzärztin
Chirurgie/Orthopädie, diagnostizierte eine proximale Humerusfraktur links (3-Part;
Bericht vom 24. Februar 2009, UV-act. 7; erst später wurde ein vierter Bruch im
Schultergelenk festgestellt, vgl. hierzu die Telefonnotiz vom 16. November 2009, UV-
act. 50). Bei der Diagnose einer Frozen shoulder bei Status 5 Monate nach
konservativer Therapie einer 3-Fragment Humeruskopffraktur links unterzog sich die
Versicherte am 5. August 2009 einem von Dr. med. E._, Spezialarzt Orthopädische
Chirurgie, Klinik F._, durchgeführten operativen Eingriff (arthroskopisches
Débridement subacromial; UV-act. 30). Wegen eines posttraumatischen Entrapments
der Bicepssehne links führte Dr. med. G._, Spezialarzt FMH für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie, Orthopädie H._, an der linken Schulter der Versicherten
am 8. Dezember 2009 eine offene Bicepssehnen-Revision mit Tenodese durch
(Operationsbericht vom 31. Dezember 2009, UV-act. 59). Zur postoperativen
Rehabilitation befand sich die Versicherte vom 1. März bis 1. April 2010 im Kurhotel
I._ (Bericht vom 8. April 2010, UV-act. 84).
A.b Aufgrund einer posttraumatischen Arthrofibrose an der linken Schulter fand am
13. Juli 2010 eine neuerlich von Dr. G._ durchgeführte Operation statt
(Schultergelenksarthroskopie mit intraarticulärem Débridement und Resektion des
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Bicepsstumpfes sowie subacromiale Bursektomie und Adhäsiolyse links, Mobilisation;
Operationsbericht vom 14. Juli 2010, UV-act. 99). Dr. G._ berichtete am 5. Oktober
2010 über einen stark protrahierten Verlauf mit nur ungenügender Besserung (UV-
act. 104; vgl. auch den Verlaufsbericht vom 25. März 2011, UV-act. 120). Zur Einholung
einer Zweitmeinung (UV-act. 120, S. 2) wurde die Versicherte im Muskelzentrum des
Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) untersucht. Die dort mit der Versicherten befassten
medizinischen Fachpersonen diagnostizierten eine posttraumatische Schultersteife
links, ein Sharp-Syndrom, einen chronischen Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz)
und einen episodischen Kopfschmerz (Migräne). Hinweise für eine neurogene Läsion
fanden die Experten nicht. Der Schmerz zeige inzwischen eine Ausbreitung über die
Schulter hinausgehend nach thorakal-ventral und dorsal. Darüber hinausgehend
bestünden Schmerzen in der HWS rechtsbetont sowie seit dem Unfall Kopfschmerzen
von lokal in den Kopf ausstrahlend (Bericht vom 5. April 2011, UV-act. 121).
A.c Am 28. Juni 2011 wurde die Versicherte vom SWICA-Vertrauensarzt PD
Dr. med. J._, Facharzt für Chirurgie, untersucht. Im Bericht vom 29. Juni 2011 führte
er aus, es bestehe ein Status nach Mehrparthumeruskopffraktur links und konservativer
Behandlung mit schmerzhaft eingesteifter Schulter links für Elevationsbewegungen
über ca. 70° und für die Rotationsbewegungen namentlich Aussenrotation. Das
Unfallereignis sei die einzige Ursache der zur Zeit festgestellten gesundheitlichen
Störung. Die vorbestehenden Krankheiten (Sharp-Syndrom, Blutkrankheit mit
Dauerantikoagulation) hätten höchstens das therapeutische Vorgehen beeinflusst, im
Sinn, dass keine operative Frühbehandlung durchgeführt worden sei, die
möglicherweise ein besseres Heilungsresultat ergeben hätte. Zur Zeit sei die
Versicherte für die angestammte Tätigkeit höchstens zu 10% arbeitsfähig. Für eine
leidensangepasste Tätigkeit verfüge sie über eine höchstens 70%ige bis 80%ige
Arbeitsfähigkeit. Den Integritätsschaden schätzte er auf 10 bis 25%. Eine definitive
Einschätzung sei aber erst nach Ausschöpfung aller therapeutischen Möglichkeiten
vorzunehmen. Um die Erfolgsaussichten einer weiteren operativen Massnahme
beurteilen zu können, empfahl er eine schulterchirurgische Abklärung (UV-act. 134).
Diese erfolgte am 7. November 2011 durch Dr. med. K._, Leitender Arzt Orthopädie
an der Klinik L._. Er gelangte zur Auffassung, dass die von der Versicherten
geklagten Schmerzen nicht im Zusammenhang mit der als äusserst marginal zu
bezeichnenden Fehlstellung nach Humeruskopf-Fraktur stünden, die selbst keine
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Beschwerden auslöse. Dementsprechend sei von weiteren operativen Eingriffen
Abstand zu nehmen. Über eine nochmalige Basis-Abklärung durch einen in der
Behandlung von Collagenosen erfahrenen Rheumatologen wäre zu diskutieren,
insbesondere mit Fragestellung, ob durch eine Basis-Therapie für das Sharp-Syndrom
eine Verbesserung der Schmerzsituation auf Niveau der Schulter zu erreichen wäre
(UV-act. 144). Eine entsprechende rheumatologische Abklärung wurde durch Dr. med.
M._, Oberarzt, und Dr. med. N._, Chefin Rheumatologie und Rehabilitation an der
Klinik L._, durchgeführt. Im nicht in den Akten liegenden Bericht vom 24. Januar
2012 führten die Rheumatologen aus, das Sharp-Syndrom könne bestätigt werden.
Hinweise für eine aktuell hohe Krankheitsaktivität würden fehlen. Inwieweit sich die
Erkrankung negativ auf den Verlauf nach dem Unfall ausgewirkt habe, bleibe
spekulativ. Sicher sei die rheumatologische Erkrankung im Moment wenig aktiv. Somit
sei auch von einer neu begonnenen Basistherapie kaum ein relevanter positiver Effekt
hinsichtlich der schwer eingeschränkten Schulterbeweglichkeit links zu erhoffen (vgl.
die Wiedergabe des Berichts im medas-Gutachten, UV-act. 163, S. 9 f. und 28; vgl.
auch die Telefonnotiz vom 26. Januar 2012, UV-act. 149).
A.d Am 20., 22. und 27. März 2012 wurde die Versicherte im Auftrag der SWICA in
der medas Ostschweiz orthopädisch-psychiatrisch begutachtet. Mit Einschränkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit diagnostizierte die orthopädische Expertin eine
schmerzhafte Bewegungseinschränkung der linken Schulter nach konservativ
behandelter Mehrfragmentfraktur des Humeruskopfes linksseitig am 11. Januar 2009,
einen Status nach Narkosemobilisation und arthroskopischem Débridement am
5. August 2009, einen Status nach offener Bizepssehnenrevision mit Tenodese am
8. Dezember 2009, einen Status nach arthroskopischem Débridement und Resektion
des Bizepsstumpfes, subacromialer Bursektomie und Adhäsiolyse am 13. Juli 2010,
aktuell im MRT vom 27. März 2012 leichte Bursitis subacromialis ohne Ruptur der
Rotatorenmanschette; HWS-Beschwerden, ausstrahlend in den Hinterkopf, mit
geringer Bewegungseinschränkung, neurologisch unauffällig, beginnend März/April
2010 bei deutlichen radiologisch nachweisbaren degenerativen Veränderungen im
Bereich der HWS und Diskushernie C5/6. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei der
jetzt noch vorliegende Befund an der linken Schulter einzig auf den Unfall vom
11. Januar 2009 zurückzuführen. Die von der Versicherten beklagten seit März/April
2009 aufgetretenen HWS-Schmerzen, ausstrahlend in den rechten Hinterkopf, dürften
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überwiegend wahrscheinlich auf Verspannungen und degenerative Veränderungen im
Bereich der HWS zurückzuführen sein. Ein Kausalzusammenhang zwischen den
Migräneanfällen und dem Unfall sei lediglich möglich. Der psychiatrische Experte stellte
die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren (ICD-10: F45.41). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei das Unfallereignis
der Auslöser dieser psychischen Gesundheitsstörung. Sie sei ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit. Interdisziplinär kamen die Gutachter zum Schluss, für eine adaptierte
Tätigkeit als Typografin bestehe aufgrund des Schulterleidens eine Einschränkung von
20% durch die Verminderung des Rendements bei vollzeitlicher Präsenz. Eine
zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerden an der HWS sei
nicht anzunehmen. Aufgrund des Sharp-Syndroms sei bei Auftreten von
Krankheitsschüben und bei Migräneanfällen mit vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten
zu rechnen. Für eine andere leidensangepasste Tätigkeit sei keine wesentliche
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte
spätestens ab dem Begutachtungszeitpunkt. Es sei sodann aus somatischer Sicht ein
Integritätsschaden von 10% anzunehmen (Gutachten vom 6. Juni 2012, UV-act. 163,
insbesondere S. 32 ff.).
A.e Mit Schreiben vom 3. September 2012 stellte die SWICA der Versicherten die
Einstellung der Übernahme der Heilbehandlungskosten per 31. Juli 2012 und der
Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 in Aussicht (UV-act. 168).
A.f Vom 1. bis 31. Oktober 2012 nahm die Versicherte an einer von der IV-Stelle
des Kantons St. Gallen angeordneten beruflichen Abklärung in der O._, teil. Die
Abklärungspersonen der O._ gaben im Bericht vom 20. November 2012 an, die
Versicherte sei bereits bei einem 50%igen Pensum an ihre körperlichen Grenzen
gekommen. Nachdem das Pensum auf 60% gesteigert worden sei, habe die
Versicherte vermehrte Pausen einlegen müssen, da ihre körperlichen Beschwerden und
die damit verbundenen Schmerzen ersichtlich zugenommen hätten. Die Versicherte
habe von Anfang an die Haltung gehabt, dass sie maximal 50% arbeiten könne. Die
geleistete Arbeitsqualität sei „freiwirtschaftlich“. Durch die vermehrten
Arbeitsunterbrüche und ihre Einschränkung sei ihre Tagesleistung sehr niedrig. Für die
Versicherte kämen nur leichte Büroarbeiten in Frage, die sie mehrheitlich mit der
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rechten Hand ausführen könne. Das Arbeitspensum liege dabei höchstens bei 50%
(UV-act. 183.3).
A.g Am 4. Januar 2013 nahm die Versicherte Stellung zum Schreiben der SWICA
vom 3. September 2012. Darin brachte sie u.a. vor, das medas-Gutachten sei nicht
beweiskräftig (UV-act. 183), und sie reichte nebst dem Abklärungsbericht der O._
vom 20. November 2012 einen Bericht vom behandelnden Dr. med. P._, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin, medizinisches Zentrum Q._, vom 19. Dezember 2012 ein
(UV-act. 183-2). Darin äussert er sich kritisch zum medas-Gutachten.
A.h Am 23. April 2013 äusserten sich die medas-Gutachter zum Abklärungsbericht
der O._ sowie zur Kritik von Dr. P._. Sie hielten an der im Gutachten geäusserten
Arbeitsfähigkeitsschätzung fest (UV-act. 189).
A.i Nach einem weiteren Schriftenwechsel zwischen der SWICA und der
Versicherten (Schreiben der SWICA vom 10. September 2013, UV-act. 196;
Stellungnahme der Versicherten vom 13. September 2013, UV-act. 198) verfügte jene
am 23. Dezember 2013 die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012
und der Übernahme der Heilbehandlungskosten per 31. Juli 2012. Das Gesuch um
Rentenleistungen wies sie ab und sprach der Versicherten eine 10%ige
Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 12‘600.-- zu (UV-act. 203). Die gegen
sämtliche Leistungsentscheide erhobene Einsprache vom 16. Januar 2014 (UV-
act. 207) wies die SWICA im Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 vollumfänglich ab
(UV-act. 215).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 7. Juli 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt darin dessen
Aufhebung, soweit die Beschwerdegegnerin eine weitergehende Leistungspflicht
verneine. Es sei ihr über den 31. Oktober 2012 hinaus ein Taggeld bis zum 31. März
2013 auf der Basis von 100% und anschliessend auf der Basis von mindestens 62,5%
zuzusprechen. Es seien über den 31. Juli 2012 hinaus die Kosten der Heilbehandlung
zu übernehmen. Eventualiter sei ihr eine ganze Invalidenrente ab dem 1. November
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2012 und eine Integritätsentschädigung auf der Basis von mindestens 80%
zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt
die Beschwerdeführerin vor, das medas-Gutachten sei nicht beweiskräftig und
inzwischen auch veraltet. Sodann sei es nicht einleuchtend, weshalb nicht mehr mit
einer Verbesserung des Gesundheitszustands gerechnet werden solle. Des Weiteren
kritisiert sie die Höhe des von der Beschwerdegegnerin ermittelten
Invalideneinkommens und des Integritätsschadens (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 28. Juli 2014
die Abweisung der Beschwerde. Sie hält die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
Experten der medas für beweiskräftig. Der Fallabschluss und die Einstellung der
Heilbehandlungsleistungen sowie der Taggeldleistungen seien zu Recht erfolgt. Es
bestehe ferner kein Anlass für eine Erhöhung der Integritätsentschädigung (act. G 3).
B.c In der Replik vom 18. August 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an
ihren Anträgen fest (act. G 7).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 9).
B.e Das Versicherungsgericht wies die Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen
die Verfügung der IV-Stelle vom 7. Oktober 2013, worin diese das Gesuch um
berufliche Massnahmen abgewiesen hatte, mit Entscheid vom 3. November 2015,
Verfahren IV 2013/512, ab. Die gegen die rentenabweisende Verfügung der IV-Stelle
vom 13. Mai 2014 erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht im selben
Entscheid vom 3. November 2015, Verfahren IV 2014/272, insoweit teilweise gut, als es
die Sache zur weiteren Abklärung hinsichtlich eines befristeten Rentenanspruchs
betreffend die Zeit vor der medas-Begutachtung an die IV-Stelle zurückwies. Im
Übrigen wies es die Beschwerde ab. Der Entscheid erwuchs unangefochten in
Rechtskraft.

Erwägungen
1.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen sind die Ansprüche der
Beschwerdeführerin auf Heilbehandlungs-, Taggeld- und Rentenleistungen sowie auf
eine Integritätsentschädigung.
2.
Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20)
werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und
Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die
Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.).
3.
Als erstes ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Heilbehandlung gemäss Art. 10
UVG über den 31. Juli 2012 hinaus zu prüfen.
3.1 Eine verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG), solange
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Ob eine namhafte
Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese
unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19
Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im
Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine
weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer Badekur - zu
erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren
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Durchführung. Die Einstellung der Heilbehandlung setzt nicht dass Dahinfallen jeglichen
Bedarfs an Heilbehandlung voraus (siehe zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts
vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2 mit Hinweisen und E. 4.2.2).
3.2 Aus somatischer Sicht verneinten die medas-Gutachter eine namhafte
Besserungsmöglichkeit mit Blick auf das Leiden an der linken Schulter (UV-act. 163,
S. 35 oben). Auch Dr. K._ empfahl, von weiteren operativen Massnahmen
abzusehen. Eine weitere Verbesserung der Beweglichkeit erschien ihm
unwahrscheinlich. Von einer weiteren konservativen Therapie versprach er sich
lediglich „die Situation stabil zu halten“ (Bericht vom 7. November 2011, UV-act. 144).
Diese Sichtweise wurde von den Dres. N._ und M._ bestätigt (vgl. den in UV-
act. 163, S. 9 f., wiedergegebenen Bericht vom 24. Januar 2012). Weder aus den
übrigen Akten noch aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich
Anhaltspunkte dafür, dass von einer Heilbehandlung der unfallbedingten somatischen
Leiden über den 31. Juli 2012 hinaus eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG zu erwarten war.
3.3 Aus psychiatrischer Sicht wurde eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
den medas-Gutachtern verneint (UV-act. 163, S. 35). Das Versicherungsgericht hat im
Entscheid vom 3. November 2015, IV 2013/512 + IV 2014/272, E. 2.2.1, dargelegt,
weshalb es diese Beurteilung für beweiskräftig hält, worauf vollumfänglich verwiesen
wird (vgl. auch die Ausführungen des psychiatrischen medas-Gutachters in der
Stellungnahme vom 23. April 2013, UV-act. 189). Zwangsläufig fehlt es damit an einer
Steigerungsmöglichkeit der Arbeitsfähigkeit durch eine medizinische Behandlung der
psychischen Leiden, wie sie etwa der psychiatrische medas-Gutachter vorgeschlagen
hat (vgl. hierzu UV-act. 163, S. 35).
3.4 Vor diesem Hintergrund war von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
spätestens am 31. Juli 2012 keine namhafte Besserung mehr zu erwarten. Damit stellte
die Beschwerdegegnerin die Heilbehandlungsleistungen im Sinn von Art. 10 UVG zu
Recht auf dieses Datum hin ein.
4.
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Als nächstes ist die Frage zu prüfen, ob die von der Beschwerdegegnerin angeordnete
Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 rechtmässig ist. Gegenstand
des angefochtenen Einspracheentscheids bildet der Anspruch der Beschwerdeführerin
auf Taggeldleistungen für die Zeit ab 1. November 2012. Demgegenüber sind die zuvor
ausgerichteten (nicht auf einem einheitlich-untrennbaren Rechtsverhältnis beruhenden
und unbestritten gebliebenen) Taggeldleistungen mangels Anfechtungsgegenstands
nicht zu prüfen.
4.1 Ob die Beschwerdeführerin über den 31. Oktober 2012 hinaus einen Anspruch
auf Taggeldleistungen hat, hängt - nachdem bereits Ende Juli 2012 von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes mehr hatte erwartet werden können (vgl. vorstehende E. 3.1 ff.)
- davon ab, ob allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung im Sinn
von Art. 19 Abs. 1 UVG zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen waren. Der in Art. 19
Abs. 1 UVG erwähnte Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung bezieht sich nur auf Vorkehren, die geeignet sind, den der
Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde liegenden Invaliditätsgrad zu
beeinflussen (RKUV 2004 Nr. U 508 S. 265). Demgegenüber findet die Regelung von
Art. 25 Abs. 3 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) - auf den
die Beschwerdegegnerin in der Begründung des Einspracheentscheids verweist (UV-
act. 215, Rz 3.9) - vorliegend keine Anwendung. Denn weder aus den Akten noch den
Ausführungen der Beschwerdegegnerin ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin am
1. November 2012 bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet gewesen wäre, was
allerdings Tatbestandsvoraussetzung von Art. 25 Abs. 3 UVV bildet (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. August 2008, 8C_173/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). Aus der
Verfügung vom 23. Dezember 2013 geht einzig eine Empfehlung der
Beschwerdegegnerin hervor, die Beschwerdeführerin solle sich bei der
Arbeitslosenversicherung anmelden (UV-act. 203, S. 2).
4.2 Weder am 31. Oktober 2012 noch beim - die zeitliche Grenze der richterlichen
Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 131 V 11 E. 1 mit Hinweisen) - Erlass des
Einspracheentscheides vom 20. Juni 2014 waren noch IV-Eingliederungsmassnahmen
im Gange. Die ursprünglich für drei Monate geplante berufliche Abklärung in der O._
musste vorzeitig am 31. Oktober 2012 abgebrochen werden (UV-act. 183.3; siehe auch
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Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. November 2015, IV 2013/517 +
IV 2014/272, lit. A.d). In der Folge wies die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche
Massnahmen ab (bestätigt im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. November
2015, IV 2013/517 + IV 2014/272, E. 3.1 f. mit Ausführungen zur fehlenden
Eingliederungsbereitschaft der
Beschwerdeführerin). Damit standen dem Fallabschluss und der Einstellung der
Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 weder eine ärztliche Behandlung bzw.
Behandlungsoption noch eine Eingliederungsvorkehr der Invalidenversicherung
entgegen.
5.
Des Weiteren ist für die Zeit nach dem Fallabschluss per 31. Oktober 2012 (Art. 19
Abs. 1 Satz 1 UVG) der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu
prüfen.
5.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität
ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit
siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die
Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei
Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch
entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden
kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
abgeschlossen sind.
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5.2 Das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf eine entsprechende Lohnangabe
der ehemaligen Arbeitgeberin (UV-act. 192) für das Jahr 2013 ermittelte
Valideneinkommen von Fr. 74‘100.-- (Fr. 5‘700.-- x 13) blieb von der
Beschwerdeführerin unbestritten (act. G 1, Rz 5). Aus den Akten ergeben sich keine
Hinweise, die Zweifel daran wecken. Zwar ist der frühest mögliche Rentenbeginn auf
den 1. November 2012 festzusetzen. Da es für das Jahr 2012 indessen an einer
entsprechenden Lohnangabe der Arbeitgeberin fehlt und keine Anhaltspunkte
ersichtlich sind, die gegen eine gleichmässige Entwicklung der Vergleichseinkommen
sprechen, ist mit den Parteien zur Bestimmung der Vergleichseinkommen auf das Jahr
2013 abzustellen und von einem Valideneinkommen von Fr. 74‘100.-- auszugehen.
5.3 Zu bestimmen ist sodann die Höhe des Invalideneinkommens.
5.3.1 Die medas-Gutachter bescheinigten der Beschwerdeführerin spätestens ab dem
Begutachtungszeitpunkt (die Begutachtungen fanden allesamt im März 2012 statt) eine
100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (UV-act. 163, S. 31 und
S. 36). Das Versicherungsgericht hat sich bereits im Entscheid IV 2013/512 +
IV 2014/272 einlässlich mit den Einwänden der Beschwerdeführerin gegen die
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auseinandergesetzt und ist zum Schluss
gelangt, dass diese beweiskräftig ist (E. 2.1 ff. des Entscheids). Darauf ist zu verweisen.
Damit ist der Bestimmung des Invalideneinkommens eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten zugrunde zu legen. Die medas-Gutachter definierten die
Adaptionsvoraussetzungen wie folgt: leichte vorwiegend sitzende Tätigkeit; keine
Drehbewegungen des linken Arms über die Körperachse nach links hinaus; keine
Tätigkeiten über Schulterhöhe; die Notwendigkeit des Hebens schwerer Gewichte sei
zu vermeiden; Möglichkeit zum Positionswechsel (keine ausschliesslich sitzende
Tätigkeit; act. G 163, S. 31). Ferner nannten sie weitere Erfordernisse, die allerdings auf
unfallfremde Leiden (Sharp-Syndrom und hereditärer V Mangel) zurückzuführen und
daher vorliegend nicht von Bedeutung sind.
5.3.2 Wie das Versicherungsgericht im Entscheid vom 3. November 2015, IV 2013/512
+ IV 2014/272, E. 4.3, ausgeführt hat und worauf verwiesen wird, bildet das von der
Beschwerdeführerin im Rahmen eines 37,5%igen Beschäftigungsgrads tatsächlich
erzielte Einkommen keine taugliche Grundlage für die Bestimmung des
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Invalideneinkommens, weshalb ein statistischer Lohn heranzuziehen ist. Die
Rechtsprechung wendet für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von
Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1 ("Monatlicher
Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des
Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor"), Zeile "Total" an (BGE 124 V 323
E. 3b/aa). Nach den konkreten Umständen des Einzelfalls kann es sich indessen
rechtfertigen, auf die seit der LSE 2012 geführte Tabelle T17 ("Monatlicher Bruttolohn
[Zentralwert] nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht - Privater und
öffentlicher Sektor [Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen]
zusammen"; vgl. auch Anhang zum IV-Rundschreiben Nr. 328) abzustellen, wenn dies
eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten
Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (vgl. hierzu die
Rechtsprechung zur ehemals bis 2010 vom Bundesamt für Statistik publizierten Tabelle
T7S Urteile des Bundesgerichts vom 7. März 2014, 9C_841/2013, E. 4.2 und E. 4.4,
und vom 15. Mai 2014, 8C_910/2013, E. 3.1.2.1).
5.3.3 Die Beschwerdeführerin verfügt aufgrund ihrer Ausbildung als Typografin über
profunde EDV-Kenntnisse, insbesondere betreffend die Textverarbeitung. Sie verfügt
demnach über Kompetenzen für kaufmännisch-administrative Tätigkeiten, weshalb zur
Ermittlung eines möglichst realitätsbezogenen Invalideneinkommens auf die Löhne der
Berufsuntergruppe der Tabelle T17, Ziff. 41 ("Allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte"),
abgestellt werden kann. Dabei kann offen bleiben, ob das Total für Frauen (Fr. 5‘754.--)
oder der Betrag für den Lebensaltersbereich 30 - 49 Jahre, Frauen (Fr. 5‘983.--),
heranzuziehen ist. Denn die entsprechenden (noch an die betriebsübliche wöchentliche
Arbeitszeit und die bis 2013 eingetretene Nominallohnentwicklung anzupassenden)
Löhne weichen nicht wesentlich vom Valideneinkommen ab. Auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt stehen der Beschwerdeführerin demnach und da kein Anlass für die
Gewährung eines Tabellenlohnabzugs besteht (siehe nachstehende E. 5.3.4) nach wie
vor Tätigkeiten offen, die verglichen mit dem Valideneinkommen nicht mit einer
Erwerbseinbusse, jedenfalls nicht im rentenbegründenden Ausmass von mindestens
9,5%, verbunden sind. Vor diesem Hintergrund kann die konkrete Berechnung des
Invalideneinkommens und des Invaliditätsgrads unterbleiben.
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5.3.4 Bei der noch nicht im fortgeschrittenen Alter stehenden Beschwerdeführerin
(Jahrgang 1973) bestehen keine Anhaltspunkte, die (bezogen auf einen ausgeglichen
Arbeitsmarkt) auf lohnwirksame Nachteile für Tätigkeiten als „Allgemeine Büro- und
Sekretariatskräfte“ deuten bzw. einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen würden. Die
qualitativen Anforderungen an eine an die Unfallleiden angepasste Tätigkeit (vgl. hierzu
vorstehende E. 5.3.1) sind nicht derart einschränkend, dass in dem der
Beschwerdeführerin offen stehenden Segment lohnwirksame Nachteile zu befürchten
wären. Das im medas-Gutachten beschriebene erhöhte Absenzenrisiko (UV-act. 163,
S. 31) ist auf das unfallfremde Sharp-Syndrom bzw. unfallfremde Migräneanfälle (UV-
act. 163, S. 33 f.) zurückzuführen und bei der Bestimmung der durch die Unfallfolgen
beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit - auch im Rahmen der Festsetzung des
Tabellenlohnabzugs - ausser Acht zu lassen. Weder aus der Aktenlage noch aus den
Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich anderweitige Umstände, die einen
Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen vermögen.
5.4 Mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrads von mindestens 10% hat die
Beschwerdeführerin folglich keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
6.
Ohne Anspruch auf eine Invalidenrente besteht sodann kein Anspruch auf
Heilbehandlung im Sinn von Art. 21 UVG, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht
festhält (vgl. UV-act. 215, Rz 3.8).
7.
Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung.
7.1 Die Beschwerdegegnerin legte in der Verfügung vom 23. Dezember 2013 (UV-
act. 203, S. 4) die rechtlichen Voraussetzungen für die Bemessung der
Integritätsentschädigung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
7.2 Die im vorliegenden Fall zugesprochene Integritätsentschädigung von 10%
beruht auf der - wenn auch knappen - Beurteilung im medas-Gutachten (UV-act. 163,
S. 36). Diese ist mit dem zuvor von Dr. J._ provisorisch geschätzten Rahmen von
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10 bis 25% (UV-act. 134) vereinbar und entspricht der suva-Tabelle 1,
Integritätsschaden gemäss UVG, Tabelle 1.1 Integritätsschaden bei
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, die bei einer (Rest-)Beweglichkeit der
Schulter bis 30° über die Horizontale einen Integritätsschaden von 10% vorsieht (vgl.
zu den damit zu vereinbarenden Ergebnissen der Untersuchung der oberen Extremität,
Ab-/Adduktion links 40-0-30°, UV-act. 163, S. 16). Die Beschwerdeführerin begründet
die von ihr geforderte 80%ige Integritätsentschädigung allein mit dem Standpunkt,
faktisch sei es so, dass sie ihre linke Schulter nicht mehr gebrauchen könne (UV-
act. 207, S. 9; act. G 1, Rz 7). Diese Einschätzung ist mit der medizinischen Aktenlage
nicht zu vereinbaren. So geht aus dem medas-Gutachten schlüssig hervor, dass der
Beschwerdeführerin zwar einzelne Bewegungen aufgrund ihres Schulterleidens nicht
mehr zugemutet werden können (UV-act. 163, S. 31; vgl. auch die Befunde bei der
Untersuchung der oberen Extremitäten in UV-act. 163, S. 16), jedoch keine völlige
Gebrauchsunfähigkeit vorliegt. Eine solche ergibt sich insbesondere auch nicht aus
ihren Angaben zu den aktuellen Beschwerden im Alltag (siehe hierzu UV-act. 163,
S. 14). Vor diesem Hintergrund besteht keine Rechtfertigung für eine Erhöhung des
Integritätsschadens. Im Übrigen übersieht die Beschwerdeführerin bei ihrem Antrag
ohnehin, dass selbst bei einer völligen Gebrauchsunfähigkeit der oberen Extremität
höchstens ein Integritätsschaden von 50% anerkannt wird (suva-Tabelle 1,
Integritätsschaden gemäss UVG, Tabelle 1.1 Integritätsschaden bei
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten).
8.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung.