Decision ID: b023040f-9acc-42e8-8c52-9163ced4fbd0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1963, war als Maurer bei der
A._
GmbH angestellt, und über diese bei der Suva obligatorisch unfallver
sichert, als er am 22. August 2013 ausrutschte und sich das rechte Knie ver
drehte. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
9/2, 9/8 f.). Am 11. September 2013 unterzog sich der Versicherte einer
Teil
meniskektomie
medial rechts
(vgl. Urk. 9/14). Bei weiterhin
attestierter Arbeits
unfähigkeit meldete
er sich
im Juni 2014 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an (vgl. unter anderem
Urk.
9/70, 9/76, 9/88). Am 2
1.
Oktober 2014 unterzog
Dr.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, den Versicherten einer kreisärztlichen Untersuchung (
Urk.
9/103; Ergänzungen in
Urk.
9/121).
Mit Schreiben vom 1
6.
April 2015 teilte die Suva dem Versicherten die Ein
stellung der Taggeldleistungen und der Übernahme der Heilungskosten per 3
0.
Juni 2015 mit (
Urk.
9/155) und verneinte mit Verfügung vom 2
2.
Juni 2015 sowohl einen Anspruch auf eine Invalidenrente als auch einen solchen auf eine Integritätsentschädigung (
Urk.
7/170). Mit der Einsprache vom 2
4.
August 2015
liess der Versicherte die Ausrichtung einer Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 26
%
und einer Integritätsent
schädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von mindestens 15
%
beantra
gen (
Urk.
9/178).
Am 2
4.
Oktober und 2
3.
November 2015 beantragte der Versicherte die Ausrichtung von Taggeldern und die Übernahme von Heilungskosten zur Beha
nd
lung einer Beinverkürzung,
eines Beckenschiefstandes
und von
Rücken
schmerzen respektive Schmerzen am
grossen Zeh
, welche
Folgeschäden der Knieverletzung seien (
Urk.
9/184, 9/190). Mit Verfügung vom
1.
Dezember 2015 lehnte die Suva eine Leistungspflicht hierfür mangels genügenden Kausalzusammenhanges ab (
Urk.
9/194). Die Einsprache dagegen datiert vom 1
8.
Januar 201
6
(
Urk.
9/102; nachträ
gliche Begründung:
Urk.
9/217).
Am 2
4.
März 2016 nahm
Dr.
B._
e
ine Kausalitätsbeurteilung der
Rückenbe
schwerden un
d der Beinlängendifferenz vor (
Urk.
9/219
).
Mit Verfügung vom 2
6.
August 2016 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten eine vom
1.
Dezember 2014 bis 3
1.
Juli 2016 befristete ganze Invalidenrente zu
(
Urk.
9/242)
. Die dagegen gerichtete Beschwerde im Verfahren IV.2016.01078 liess der Versicherte am 1
4.
Februar 2018 zurückziehen (vgl. Abschreibungsverfügung IV.2016.01078 vom 2
3.
März 2018).
Am 1
6.
November 2016 nahm
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Arbeitsarzt, eine weitere kreisärztliche Beurteilung vor (
Urk.
9/24
5
). Darauf sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom
1
8.
J
anuar 2017
eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 10
%
zu
. Die Voraussetzungen
für die Gewährung einer Integritätsentschädi
gung erachtete
sie
nicht als erfüllt (
Urk.
9/252). Die Einsprache vom 1
0.
Februar 2017 (
Urk.
9/262;
Begründung derselben in
Urk.
9
/265) wies die Suva mit Entschei
d vom 2
9.
März 2017 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 1
5.
Mai 2017 Beschwerde erheben und be
antragen, es sei ihm unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids eine In
validenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 16
%
auszurichten. Zudem sei ihm die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
zu gewähren (
Urk.
1 S. 2). Mit der Vernehmlassung vom
8.
August 2017 liess die Suva auf Abweisung der Beschwerde schliessen (
Urk.
8). Am 1
6.
August 2017 wurde dem Beschwerdeführer in Bewilligung seines Gesuchs Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt (
Urk.
11).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hat die massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze zum Gegenstand der Unfallversicherung (
Art.
6
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es über die Unfallversicherung,
UVG)
, zu den Leistungsvoraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 177 E. 3.1 und E. 3.2) und zu den Folgen der Beweislosigkeit (BGE 126 V 35
3.
E. 5b) im angefochtenen Ent
scheid zutreffend dargelegt (
Urk.
2 S. 3). Darauf wird verwiesen.
Ebenfalls richtig dargelegt hat sie
die
Bestimmungen und Grundsätze zum An
spruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (
Art.
18 UVG), zur allge
meinen Methode der Bemessung des Invaliditätsgrades nach dem Einkommens
vergleich (
Art.
16 ATSG) sowie zur Aufgabe des Arztes und der Ärztin bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades (BGE 125 V 256 E
. 4 S. 261). Auch d
arauf wird verwiesen.
1.2
Zu ergänzen ist,
dass die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und
Hilflosenentschädigungen
gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG nicht ge
kürzt werden, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles
ist. Dagegen werden nach Art. 36 Abs. 2 UVG die Invalidenrenten, die Integri
tätsentschädigungen und die
Hinterlassenenrenten
angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist. Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Er
werbsfähigkeit geführt haben, werden dabei nicht berücksichtigt.
Diese Bestimmung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte Ereignis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben. Dagegen ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden.
Diesfalls
sind die Folgen des versicher
ten Unfalles für sich allein zu bewerten (BGE 126 V 116 E. 3a, 121 V 326 E. 3c mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Beurteilungen des Kreisarztes
Dr.
B._
vom 3
0.
November 2015 (
Urk.
9/193) und 2
4.
März 2016 (
Urk.
9/219) auf den Standpunkt, dass die Beinlängenverkürzung rechts und die Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule höchstens möglicherweise auf den versicherten Unfall vom 2
2.
August 2013 zurückzufüh
ren seien, weshalb diesbezüglich kein A
nspruch auf Leistungen bestehe. Was die unfallbedingten Restfolgen im rechten Knie anbelangt, kam sie gestützt auf die diesbezügliche Beurteilung von
Dr.
B._
vom 2
1.
Oktober 2014 (
Urk.
9/103) und deren Ergänzungen vom 2
2.
Dezember 2014 (
Urk.
9/121) und vom
4.
Mai 2015 (
Urk.
9/161) zum Schluss, dass der Beschwerdeführer zwar nicht mehr in seiner angestammten Tätigkeit als Maurer, jedoch in einer angepassten Tätigkeit (wech
selbelastend, körperlich leicht bis höchstens mittelschwer, halb sitzend, halb ge
hend/stehend, ohne Notwendigkeit von häufigem Treppen
steigen
und Begehen von Leitern und Gerüsten beziehungsweise auf unebenem Gelände) zu 100 % arbeiten könne. Wie der Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
C._
vom 1
6.
November 2016 (
Urk.
9/242) zu entnehmen sei,
berücksichtige
dieses Zumutbarkeitsprofil auch die Grenzen der vorbestehenden Erkrankungen (
Kristallarthor
pathie
, Knorpelläsionen). Weiterhin verneinte
die Beschwerdegegnerin
das Vorliegen eines erheblichen Integritätsschadens (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt in diesem Verfahren sowohl unbestritten, dass er aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig wäre, als auch, dass er keinen Anspruch auf eine Integritäts
entschädigung hat. Streitig und angesichts der im Recht liegenden überzeugen
den kreisärztlichen Beurteilungen von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
(
Urk.
9/103, 9/121, 9/161, 9/219, 9/242) einzig zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigung (vgl.
Urk.
1).
3.
3.1
Nicht in Frage stellen liess der Beschwerdeführer das von der Beschwerdegegnerin beigezogene hypothetische
Valideneinkommen
von Fr. 75'344.-- im Jahr 2015 (vgl.
Urk.
2 S. 8). Sie ermittelte
es
gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk.
9/142
), wobei ihr in der ursprünglichen Berechnung vom 1
9.
Juni 2015 beim Abzug des 1
3.
Monatslohn
s
vom Bruttolohn von
Fr.
41.30 ein Fehler unterlief, indem sie einen Grundlohn zuzüglich Ferien- und Feiertags
entschädigung von
Fr.
37.85 anstatt
von
Fr.
38.12
5
ermittelte (
Fr.
41.30 : 108.33 x 100;
vgl.
Urk.
9/169 S. 2
; vgl. diesbezügliche Vorbringen des Beschwerde
führers in der Einsprache vom 2
4.
August 2015,
Urk.
9/178
). Zutreffend erweist sich in ihrer Berechnung der Abzug der
Ferien- und Feiertagsentschädigung von insgesamt 15,7
7
%
(vgl.
Urk.
9/169 S. 2), da die von der ehemaligen Arbeitge
berin angegebene betriebsübliche Jahresarbei
ts
stundenzahl von 2112 Stunden (
Urk.
9/142) die betriebsüblichen Ferien offensichtlich nicht mitberücksichtigt
e
, resultiert doch aus der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 40,5 Stunden (vgl.
Urk.
9/2) unter Berücksichtigung von 52
W
ochen eine Jahre
s
stundenzahl von 2106 Stunden.
Nach Abzug der Ferien- und Feiertagsentschä
digung von 15,77
%
von
Fr.
38.12
5
res
ultiert ein massgeblicher
Grundlohn pro Stunde von
Fr.
32.
93
(
Fr.
38.125
: 115,7
7
x 100), was unter Berücksichtigung der 2112 Jahresarbeitsstunden und dem 1
3.
Monatslohn zu einem massgeglichen hyp
othetischen
Validenlohn
von Fr.
75'341.50
führt (
Fr.
32.93 x 2112 x 108.33 : 100).
3.2
3.2.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine
Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkre
ten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
3.2.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich für die Berechnung des hypotheti
schen In
valideneinkommens
zu Recht auf die im Verfügungszeitpunkt bereits veröffent
lichte LSE 2014
(vgl. Info zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unter:
www.bsv.admin.ch
)
.
Als
massgeblich
erachtete sie
den Medianlohn
"Total" für Männer
im privaten Sektor
gemäss
der Tabelle TA1_tir
age_skill-level, wobei sie das Kompetenzniveau 2
angesichts der abgeschlossenen Ausbildung
des Beschwerdeführers
zum Fliesenleger/Maurer und
der
letzten Anstellung als Maurer Q, was der Qualifikation eines gelernten Baufacharbeiters entspreche, für angemessen
hielt
(
Urk.
2 S. 7).
Der Beschwerdeführer
liess
dagegen
einwenden, dass sich
der
Beizug
des Kom
petenzniveaus 2 in seinem Falle nicht rechtfertige, könne er doch aus seiner bis
herigen Tätigkeit keine Kenntnisse oder Fähigkeiten verwenden, welche ihm in der Verweistätigkeit von Nutzen wären (
Urk.
1 S. 3)
.
Gemäss
höchstrichterlicher Rechtsprechung rechtfertigt sich die Anwendung des Kompetenzniveaus 2, beziehungsweise bis
zur
LSE 2010 d
es Anforderungs
niveaus 3,
nur dann, wenn die versicherte Person nach Eintritt der Inval
i
dität
zwar nicht auf einen anges
tammten Beruf zurückgreifen
kann
, aber über beson
dere Fertigkeiten und Kenntnisse verfüg
t
(Urteile 8C_457/2017 vom 1
1.
Oktober 2017 E. 6.3 mit Hinweisen,
8C
_
227/2018 vom 1
4.
Juni 2018 E. 4.2.2).
Wenn die Beschwerd
egegnerin ausführen lässt
, der Beschwerdeführer könne eine Berufs
ausbildung vorweisen und habe seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 2007 immer wieder temporäre Anstellungen inn
e
gehabt, weshalb ihm praktische Tätigkeiten in einem breiten Bereich zumutbar seien (
Urk.
8 S. 5), ändert dies nichts daran, dass dem Beschwerdeführer aufgrund seines auf leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten begrenzten Zumutbarkeitsprofils die angestammte und gelernte Tätigkeit als Maurer wie auch die meisten übrigen handwerklichen Tätig
keiten nicht mehr zumutbar sind. Ausserdem rechtfertigen sich aufgrund der Ak
tenlage (vgl. unter anderem
Urk.
9/236 S. 53) und der Vorbringen des Beschwer
deführers (
Urk.
1 S. 3) keine Zweifel daran, dass dieser seit Abschluss seiner Lehre im Jahr 1981 (vgl.
Urk.
9/229 S. 323) ein
zig auf dem Bau gearbeitet hat
und über keine beruflichen Erfahrungen im administrativen Bereich oder im
Dienstleis
tungsbereich verfügt. Insofern überzeugen die Vorbringen der Beschwerdegegne
rin zum massgebliche
n
Kompetenzniveau nicht. Die von ihr im angefochtenen
Entscheid zur Untermauerung der Massgeblichkeit des Kompetenzniveaus 2 bei
gezogene Erwägung 3.3 des bundesgerichtlichen Entscheids 9C_728/2016 vom 2
1.
Dezember 2016 betrifft im Übrigen die Festsetzung des hypothetischen Validen-, nicht diejenige des Invalideneinkommens.
Nach dem Gesagten rechtfertigt sich für die Festlegung des Invalidenkommens der Rückgriff auf den Durchschnittslohn im Kompetenzniveau 2 nicht; vielmehr ist derjenige des Kompetenzniveaus 1
von
Fr.
5'312.
--
beizuziehen. Eine Be
schränkung auf die
– höheren -
Hilfslöhne aus dem Bereich "Baugewerbe" gemäss Ziffer 41-43 der Tabelle TA1_tirage_skill-level, wie von der Beschwerdegegnerin
verlangt
(
Urk.
8 S. 5), drängt sich nicht auf, finden sich doch in sämtlichen Be
reichen Hilfstätigkeiten, welche dem Zumutbarkeitsprofil des Beschwerde
führers Rechnung tragen
.
Der Entwicklung der Nominallöhne für männliche An
gestellte von
103.2
%
im Jahr 2
014
auf
104.1
%
im Jahr 2016
(Bundesamt
für Statis
tik, Schweizerischer Lohnindex,
T 1.1.10
,
Nominallohnindex, Männer, 2011
-2016
, Basis 2010 = 100
)
und der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41,7 Stunden angepasst
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Tabelle T 03.02
.03.01.04.01
)
ergibt sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von
Fr.
67'032.65 (12 x
Fr.
5'312 : 103.2 x 104.1 : 40 x 41.7).
3.2.3
Dieser Betrag ist rechtsprechungsgemäss zu kürzen, wenn persönliche und beruf
liche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Der Abzug ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 2
0.
Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksich
tigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkauf
nahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1 mit Hinweisen).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten
auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeits
markt
(Art.
16 ATSG) als
ausserordentlich
zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_366
/2015 vom 22. September 2015 E.
4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2015 vom 13. April 2016 E.
3.2.1).
Dass der Beschwerdeführer gemäss seinem Zumutbarkeitsprofil auf leichte bis mittelschwere Tätigkeiten angewiesen ist, rechtfertigt keinen Abzug vom Tabel
lenlohn, umfasst doch der
Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Viel
zahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2).
Auch rechtfertigt das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers keinen Abzug, wer
den doch
Hilfsarbeiten auf dem
massgebenden
ausgeglichenen Stellenmarkt al
tersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8
C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invalidi
tätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017
vom 22.
November 2017 E.
3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 14.
Februar 2014 E. 7.3).
Eine
lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt betrifft das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts
9C_808/2015 vom 29.
Februar 2016 E
. 3.4.2 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.3 unter Hinweis auf 8C_
351/2014 vom 14. August 2014 E.
5.2.4.2).
Der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug von 5
%
vom Tabellenlohn (vgl.
Urk.
2 S. 8) erweist sich angesichts dessen als eher grosszügig,
ist aber letztlich nicht zu beanstanden,
berücksichtigt
er doch
in
nicht un
ange
messener Weise
, dass der Beschwerdeführer auch bei der Ausübung einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit behinderungsbedingt in mehrfacher Hinsicht ein
ge
schränkt ist, hat er dieselbe
doch vorzugsweise
wechselbelastend, ohne Notwen
digkeit von häufigem Treppen
steigen
und Begehen von Leitern und Gerüsten beziehungsweise auf unebenem Gelände
mit lediglich vereinzeltem Heben von Las
ten bis 5 Kilogramm auf Schulterhöhe und 10 Kilogramm über Beckenhöhe aus
zuüben.
Das massgebliche Invalideneinkommen redu
ziert sich entsprechend auf Fr.
63'681.-- (
Fr.
67'032.65 x 0.95).
3.3
Der Vergleich des Invalideneinkommens mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 75'341.50
ergibt eine
Erwerbseinbusse von 15.47
%
, was zu einem Rentenan
spruch von 15
%
führt (zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3)
.
Die Beschwerde ist entsprechend teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid ist mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer ab
1.
Juli 2015 An
spruch auf eine Invalidenrente aufgrund einer Invalidität von 15
%
hat, aufzu
heben.
%1.
Dem Ausgang des Verfahrens e
ntsprechend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung
wobei trotz des leichten Überklagens (Antrag auf 16%ige Invalidenrente in
Urk.
1 S. 2)
von einer
Reduktion der Parteientschädi
gung
abzusehen ist
(Wilhelm, in: Kommentar zum Gesetz über das Sozial
ver
sicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Auflage, Zürich, Basel, Genf, 2009,
§
34
Rz
8). Die Entschädigung
ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierig
keit des Prozesses zu bemessen.
In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Pro
zessentschädigung von
Fr.
3‘000.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer), welche dem unentgeltlichen Rechtsvertreter Rechtsanwalt
Leimbacher
auszuzah
len ist.