Decision ID: 481ce63c-ffd0-4f4f-90d0-7e1d7abeecb5
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

wirtschaftlichen Sachverhalt würden bei der Wiedererwägung keine Rolle
spielen. In Bezug auf die Korrektur einer ursprünglich unrichtigen
Verfügung gebe es keine Verwirkungsfrist. Die rechtliche Situation im
Zeitpunkt des Vergleichs über den versicherten Verdienst habe keine
Einigung unter Einrechnung einer prognostizierten hypothetischen
Karriereentwicklung im Gesundheitsfall zugelassen. Die
Beschwerdegegnerin habe einen Fehler begangen. Der
Beschwerdeführer habe deswegen jedoch keinen Nachteil erlitten,
sondern von überhöhten Rentenzahlungen profitiert, welche er nun nicht
zurückzubezahlen brauche. Es bestehe kein Anspruch auf Weiterführung
eines offensichtlichen Fehlers, mithin die weitere Schädigung der
Beschwerdegegnerin. Die Abwägung von Treu und Glauben,
Gesetzmässigkeit und Gleichbehandlung müsse zur teilweisen
Einschränkung zumindest eines Grundsatzes führen. Der
Vertrauensschutz finde dort seine Grenze, wo der Legalitätsanspruch zu
erfüllen sei.
8. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 8. Juli 2013 auf die
Einreichung einer Replik.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. März 2013, in
welchem der Antrag auf weitere Ausrichtung der Rente auf Basis der
ursprünglichen Rentenverfügung vom 20. Dezember 1996 abgelehnt
wurde. Gegen Einspracheentscheide kann Beschwerde an das kantonale
Versicherungsgericht erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Zuständig ist das
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hatte (Art. 58 Abs. 1 ATSG).
Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, ist das
Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr
letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter
schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Der
Beschwerdeführer hat seinen Wohnsitz in Deutschland. Ausgewiesen ist,
dass er zum Zeitpunkt des Unfalls im Jahre 1988 als Koch bei der Hotel
N._ AG angestellt war. Damit hatte seine letzte schweizerische
Arbeitgeberin ihren Sitz im Kanton Graubünden, womit das angerufene
Verwaltungsgericht örtlich zuständig ist. Die sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden zur Beurteilung der
vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs.
2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100). Die Legitimation des Beschwerdeführers (vgl. Art. 59 ATSG) ist
ebenfalls gegeben. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Wiedererwägung der
ursprünglichen Verfügung vom 20. Dezember 1996 betreffend dem
versicherten Verdienst zu Recht erfolgt ist. Nicht Gegenstand des
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vorliegenden Verfahrens und auch nicht Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids vom 7. März 2012 ist die vom Beschwerdeführer
noch im Einspracheverfahren geltend gemachte Verschlechterung des
Gesundheitszustandes. Diesbezüglich weist die Beschwerdegegnerin
darauf hin, dass ein entsprechendes Revisionsverfahren mit
gutachterlicher Abklärung eingeleitet worden ist.
3. Die Verfahrensakten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens S 12 50
werden auf Antrag des Beschwerdeführers beigezogen, nachdem sich die
Beschwerdegegnerin damit einverstanden erklärt hat. Dies vor allem im
Hinblick darauf, als beide Parteien sich in ihren Rechtsschriften mehrfach
auf diese Verfahrensakten beziehen.
4. a) Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts
kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher
Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig
sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53
Abs. 2 ATSG; BGE 138 V 147 E.2.1, 133 V 50 E.4.1).
Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich ebenso in Wiedererwägung
gezogen werden wie eine Verfügung, wenn er das Legalitätsprinzip
missachtet und nicht innerhalb eines vorhandenen Ermessensspielraums
des Versicherers abgeschlossen wurde (BGE 138 V 147 E.2.4).
b) Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn
eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht
oder unrichtig angewandt wurden. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn
kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig
war. Es darf nur ein einziger Schluss – derjenige auf dessen Unrichtigkeit
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– möglich sein, wobei die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der
rechtskräftigen Leistungszusprechung massgebend ist (Urteil des
Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. August 2011 E.2.5.1; BGE 126 V
399 E.2b/bb; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 2009, Art. 53 N. 31).
Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich
materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung
notwendigerweise Ermessenszüge aufweist (Urteil des Bundesgerichts
9C_837/2010 vom 30. August 2011 E.2.5.1). Eine gesetzwidrige
Leistungszusprechung gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (Urteil des
Bundesgerichts 9C_187/07 vom 30. April 2008 E.4.1ff. mit Hinweisen).
c) Eine in Frage stehende Korrektur ist erheblich, wenn mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass eine korrekte
Beurteilung hinsichtlich der konkreten Frage zu einem anderen Ergebnis
geführt hätte (KIESER, a.a.O., Art. 53 N. 33). Bei Dauerleistungen - wie sie
hier zur Diskussion stehen - ist das für eine Wiedererwägung notwendige
Erfordernis der Erheblichkeit der Berichtigung der Verfügung ohne
weiteres gegeben (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 379/05 vom
26. Januar 2006 E.2.3).
5. a) Die Verfügung vom 20. Dezember 1996 durfte somit unter der
Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit und der Erheblichkeit der
Berichtigung in Wiedererwägung gezogen werden. Die Erheblichkeit der
Berichtigung ist vorliegend gegeben, nachdem es sich bei der Rente um
eine Dauerleistung handelt (vgl. vorne E.4c). Zu prüfen bleibt, ob die
Leistungszusprechung unter Berücksichtigung einer hypothetischen
Karriereentwicklung zweifellos unrichtig gewesen war.
b) Die Rentenzusprache in der Verfügung vom 20. Dezember 1996 erfolgte
auf der Basis eines zwischen den Parteien vereinbarten versicherten
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Verdienstes von Fr. 72‘000.--, wobei als Bemessungsbasis
unbestrittenermassen ein Jahreseinkommen herangezogen wurde,
welches eine hypothetische mögliche Karriereentwicklung des
Beschwerdeführers berücksichtigte (vgl. Verfügung vom 20. Dezember
1996, S. 2 [Akten Beschwerdegegnerin {Bg-act.} 125]). In der
angefochtenen Verfügung vom 17. Februar 2012 wurde demgegenüber
von einem versicherten Verdienst von Fr. 42‘183.-- ausgegangen, welcher
auf dem im Jahr vor dem Unfall (Oktober 1987 – September 1988)
effektiv erzielten und anhand der Nominallohnentwicklung bis zum
Rentenbeginn (1. Januar 1996) aufindexierten Bruttolohn basierte. Eine
mögliche Karriereentwicklung wurde nicht mehr berücksichtigt.
c) Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst
bemessen. Gemäss Art. 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sowie Art. 22 Abs. 4 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) gilt als
versicherter Verdienst für die Bemessung der Rente der innerhalb eines
Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn, wobei sich dieser nach dem
gemäss der Bundesgesetzgebung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebenden Lohn bestimmt
(Art. 22 Abs. 2 UVV). Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem
Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn
massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall oder die
Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er
höher ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der
Berufskrankheit erzielte Lohn (Art. 24 Abs. 2 UVV). Damit wird die
Anpassung an die normale Lohnentwicklung im angestammten
Tätigkeitsbereich angestrebt (BGE 127 V 172 E.3b, 123 V 45 E.3c, 118 V
298 E.3b). Gemäss der bereits bis 1996 geltenden Rechtsprechung
ermöglicht Art. 24 Abs. 2 UVV nicht, eine von der versicherten Person
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angestrebte berufliche Weiterentwicklung und damit eine ohne Unfall
mutmasslich realisierte individuelle Lohnerhöhung mit zu berücksichtigen
(BGE 118 V 298 E.3b; RKUV 1999 S. 110, U 204/97 E.3c mit Hinweisen;
unverändert BGE 127 V 165 E.3b; HOLZER, Der versicherte Verdienst in
der obligatorischen Unfallversicherung, in SZS 2010 S. 224 f. mit
Hinweisen auf die Rechtsprechung). Der versicherte Verdienst und das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen), bemessen sich nicht
nach den gleichen Kriterien. Vielmehr entspricht es dem Willen des
Gesetzgebers, dass Veränderungen des vom Versicherten ohne den
Versicherungsfall mutmasslich erzielbaren Jahresverdienstes keinen
Einfluss auf die Rente der Unfallversicherung haben sollen (BGE 119 V
492 E.4b; RKUV 1999 S. 110, U 204/97 E.3c). Angesichts dieser
grundsätzlichen Unabänderlichkeit des versicherten Verdienstes hätte die
Berücksichtigung beruflicher Weiterentwicklungen oder Karriereschritte
eine mit der Rechtsgleichheit nicht zu vereinbarende Besserstellung
derjenigen Versicherten zur Folge, deren Rente nicht innert fünf Jahren
nach dem Unfall festgesetzt wird (BGE 127 V 165 E.3b f. mit Hinweisen).
Tatsächlich ist bei der Bemessung des versicherten Verdienstes auf die
allgemeine statistische Nominallohnentwicklung im angestammten
Tätigkeitsbereich und nicht auf die Lohnentwicklung beim konkreten
Arbeitgeber abzustellen (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts U 79/06 vom 19. September 2006 E.4.2.3; HOLZER,
a.a.O., S. 225).
d) Die bisherige Rechtsprechung, d.h. die bereits vor 1996 geltende
Rechtsprechung, lässt sich so zusammenfassen, dass im Rahmen von
Art. 24 Abs. 2 UVV lediglich die allgemeine Lohnentwicklung, nicht aber
andere den versicherten Verdienst beeinflussende Änderungen in den
erwerblichen Verhältnissen - wie etwa mutmassliche Beförderungen,
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Erhöhungen des Arbeitspensums usw. - zu berücksichtigen sind (HOLZER,
a.a.O., S. 224 f.). In Beachtung dieser Praxis ist die hier zur Diskussion
stehende hypothetische mögliche Karriereentwicklung bei der Bemessung
des versicherten Verdienstes ausser Acht zu lassen. Somit ist der durch
Vergleich festgesetzte versicherte Verdienst von Fr. 72‘000.-- in der
Verfügung vom 20. Dezember 1996 als Grundlage für die
Rentenberechnung gesetzeswidrig und damit zweifellos unrichtig im
Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Die Verfügung vom 20. Dezember 1996
ist somit zu Recht in Wiedererwägung gezogen worden.
e) Der Einwand des Beschwerdeführers, die rechtliche Situation im
Zeitpunkt der vertraglichen Regelung des versicherten Verdienstes habe
eine solche Einigung, d.h. die Berücksichtigung einer hypothetischen
beruflichen Weiterentwicklung, zugelassen, ist somit unbegründet.
6. Der Einwand des Beschwerdeführers, das Abänderungsrecht der
Beschwerdegegnerin sei verwirkt, ist unbegründet. Dem Wortlaut von
Art. 53 Abs. 2 ATSG kann keine Befristung des Wiedererwägungsrechts
entnommen werden. Das Bundesgericht hielt im Zusammenhang mit
Art. 88 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201) fest, dass es sich bei einer Herabsetzung pro futuro nicht
rechtfertigen würde, Dauerleistungen, welche ursprünglich unrichtig
zugesprochen worden waren, auch für die Zukunft weiter auszurichten,
nur weil der ursprüngliche Fehler vor mehr als zehn Jahren begangen
worden sei (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. August
2011 E.2.4 mit Hinweis auf Urteil des Eidgenössisches
Versicherungsgerichts I 276/04 vom 28. Juli 2005 E.2.1 und 2.2). Es ist
nicht ersichtlich, weshalb dieselben Überlegungen nicht auch vorliegend
zum Tragen kommen sollten, nachdem auch hier die Korrektur des
versicherten Verdienstes lediglich Auswirkungen pro futuro zeigt. Ob
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diese Beurteilung indessen auch im Falle einer rückwirkenden Anpassung
gelten würde, kann vorliegend offen bleiben, da eine solche ja gerade
nicht erfolgt ist.
7. a) Der Beschwerdeführer beruft sich des Weiteren auf den Vertrauensschutz
und macht geltend, die Rente sei seit 1996 unverändert ausgerichtet
worden und er habe sich auf den Weiterbestand der Rente in bisheriger
Höhe verlassen dürfen, zumal die Rente mehrere Male überprüft und
unverändert weiter bezahlt worden sei. Er habe im Vertrauen auf den
Weiterbestand der Rente seine Lebensplanung ausgerichtet und
Wohneigentum erworben.
b) Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Gesetzgeber mit
der positivrechtlichen Regelung der Wiedererwägung rechtskräftiger
Verfügungen in Art. 53 Abs. 2 ATSG die im Rahmen des
verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes vorzunehmenden
Abwägungen zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem
Interesse an der Bestandskraft der Verfügung abstrakt und für das
Bundesgericht verbindlich vorgenommen (Art. 190 der Bundesverfassung
[BV; SR 101]). Die richtige Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist somit
von Verfassungs wegen mit dem Vertrauensschutz vereinbar.
Vorbehalten sind nur jene Situationen, in welchen sämtliche
Voraussetzungen für eine – gestützt auf den Vertrauensschutz – vom
Gesetz abweichenden Behandlungen gegeben sind (BGE 138 V 258
E.6). Unter diesen Umständen gehen die Prinzipien der Gesetzmässigkeit
und Rechtsgleichheit vor, wenn sich eine Verfügung als zweifellos
unrichtig erweist und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist
(Urteil des Eidgenössisches Versicherungsgerichts I 453/02 vom
21. Oktober 2003 E.4.2.2; RUMO-JUNGO, Die Instrumente zur Korrektur
der Sozialversicherungsverfügung, in: Verfahrensfragen in der
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Sozialversicherung, St. Gallen 1996, S. 284). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt das selbst dann, wenn die
versicherte Person Dispositionen mit noch andauernder Wirkung
getroffen hat, die sie nicht rückgängig machen kann (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 161/03 vom 21. Februar 2005
E.3).
c) Somit ist die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen gemäss
Art. 53 Abs. 2 ATSG mit dem Vertrauensschutz vereinbar. Der Einwand
des Beschwerdeführers, im Vertrauen auf den Fortbestand der Rente in
bisheriger Höhe seinen Lebensplan ausgerichtet und Wohneigentum
erworben zu haben - was er indessen in keiner Weise nachweist - , ist
daher nicht weiter beachtlich und vermag keinen Vertrauensschutz zu
begründen. Zu erwähnen bleibt, dass mit der hier vorliegenden
Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügung vom 20. Dezember 1996
die Rente nicht aufgehoben wurde. Der Beschwerdeführer hat
unverändert einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 50 %,
verändert hat sich aufgrund der Neuberechnung des versicherten
Verdienstes lediglich die Rentenhöhe, die neu Fr. 1‘126.-- (zuzüglich
Teuerung gemäss Art. 34 UVG) gegenüber ursprünglich Fr. 1‘920.--
(zuzüglich Teuerung) pro Monat beträgt. Bei der Wiedererwägung mit der
Wirkung ex nunc et pro futuro ist die Anrufung des Vertrauensschutzes
schliesslich grundsätzlich nicht begründet, da künftig eben kein
vertrauensbildendes Verhalten des Versicherungsträgers vorliegt und
eine Rente zu jeder Zeit der Möglichkeit einer Revision oder
Wiedererwägung unterliegt, wenn die entsprechenden Voraussetzungen
erfüllt sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 161/03
vom 21. Februar 2005 E.3), weshalb auch keine Garantie für eine
dauerhafte Geltung der einmal zugesprochenen Rente besteht.
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8. Der Beschwerdeführer bringt gegen die Berechnung des neu
festgesetzten versicherten Verdienstes von Fr. 42‘183.-- als Grundlage für
die Rentenberechnung keine Einwände vor. Dies zu Recht, da sich aus
der entsprechenden Berechnung gemäss Ziff. 4 des
Einspracheentscheids vom 7. März 2013 (S. 9) keine
Unregelmässigkeiten ergeben. Der versicherte Verdienst wurde korrekt
berechnet und ist nicht zu beanstanden.
9. a) Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die ursprüngliche
Rentenverfügung vom 20. Dezember 1996 zu Recht aufgrund der
zweifellosen Unrichtigkeit des mittels Vergleich festgesetzten versicherten
Verdienstes und der Erheblichkeit der Berichtigung gestützt auf Art. 53
Abs. 2 ATSG in Wiedererwägung gezogen wurde. Der angefochtene
Einspracheentscheid erweist sich damit als rechtens, weshalb die
Beschwerde abzuweisen ist.
b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger
Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben
werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine
Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).