Decision ID: 2e0b8b2c-60ac-5dc8-82af-bd953bf3c7a7
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Am 15. August 2006 genehmigte die Regierung das Projekt "Kantonsstrasse Nr. 17,
Uznach, Zürcherstrasse Kreisel Kunsthof bis Etzelstrasse" mit einem
Kostenvoranschlag von Fr. 2'980'000.--. Das Projekt ist im 14. Strassenbauprogramm
(2004 bis 2008) unter dem Titel Umweltschutzmassnahmen/Strassenraumgestaltung
als Bauvorhaben der ersten Priorität enthalten.
Die Kantonsstrasse Nr. 17 führt von Amden über Uznach und Schmerikon nach
Rapperswil. Die Zürcherstrasse in Uznach dient allen Verkehrsteilnehmern als
Ortsverbindungsstrasse. Das Projekt sieht vor, die Verkehrssicherheit und den Schutz
für Fussgänger und Radfahrer zu erhöhen. Sodann werden die Erschliessung des
Linth-Parks verbessert und die Fahrbahn samt Beleuchtung saniert. Die Fahrbahn wird
neu als Kernfahrbahn ausgebildet. Bei zwei Fussgängerübergängen mit beidseitigen
Bushaltestellen wird die Fahrbahn für den Bau einer Mittelinsel aufgeweitet. Der Knoten
Zürcherstrasse/Buchbergstrasse wird mit einer Lichtsignalanlage geregelt und mit einer
Linksabbiegespur versehen. Die Beleuchtung wird ersetzt und die
Strassenentwässerung wird teilweise angepasst.
B./ Das Projekt lag in der Zeit vom 6. September bis 5. Oktober 2006 öffentlich auf
(ABl 2006/2306). Am 1. September 2006 wurden sodann Personen, die für das
Projekt private Rechte abzutreten haben, mit persönlicher Anzeige von der
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Durchführung eines Planverfahrens und vom Enteignungsverfahren in Kenntnis gesetzt.
Eine persönliche Anzeige ging auch an R. B., Eigentümer des Grundstücks Nr. 000.
Am 28. September 2006 erhoben R. und R. B., die B. AG und die L. AG Einsprache
gegen das Projekt. Die Einsprachen richteten sich gegen die Lichtsignalanlage, die im
Bereich der Einmündung der Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse vorgesehen ist.
Das Baudepartement führte am 11. Dezember 2006 einen Augenschein mit
Einspracheverhandlung durch. In der Folge nahmen die Einsprecher Stellung und
brachten verschiedene Ergänzungen an. Sie machten insbesondere geltend, aus
verschiedenen Gründen sei ein Kreisel einer Lichtsignalanlage vorzuziehen. Am
14. Februar 2007 liess sich der Gemeinderat Uznach vernehmen und beantragte, die
Einsprachen seien abzuweisen. Er führte aus, er bekenne sich zur Lichtsignalanlage,
weil die Erstellung eines Kreisels nicht möglich sei. Nachdem das Strasseninspektorat,
Dienststelle Verkehrstechnik, und die Kantonspolizei, Dienststelle Verkehrspolizei,
Stellung genommen hatten, wies die Regierung die Einsprache von R. und R. B., sowie
diejenigen der B. AG und der L. AG am 26. Juni 2007 ab. Der Entscheid wird im
Wesentlichen damit begründet, der Bau der Lichtsignalanlage bei der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse sei zweckmässig und ein Kreisel stelle keine
taugliche Alternative dar. Somit überwiege das öffentliche Interesse an der Ausführung
des Projekts gegenüber dem privaten Interesse der Einsprecher.
C./ Am 6. Juli 2007 bzw. am 11. Juli 2007 erhoben die B. AG und R. und R. B. gegen
den Entscheid der Regierung vom 26. Juni 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Sie stellten sinngemäss das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben. Zur Begründung machten sie geltend, die geplante Lichtsignalanlage
schaffe massive Verkehrsprobleme und sei deshalb ungeeignet. Eigene Berechnungen
hätten ergeben, dass ein Kreisel erstellt werden könne.
Am 17. September 2007 nahm die Regierung Stellung und beantragte, die
Beschwerden seien abzuweisen. Am 18. Oktober 2007 machte die B. AG von der
Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen Vorbringen zu
äussern.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die Beschwerde der B. AG sowie diejenige von R. und R. B. betreffen denselben
Sachverhalt und sind inhaltlich fast identisch. Es ist somit zweckmässig, sie
verfahrensrechtlich zu vereinigen.
2. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
2.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, abgekürzt StrG, in Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann
entsprechen die Beschwerdeeingaben vom 6. Juli 2007 und 11. Juli 2007 und ihre
Ergänzungen vom 17. August 2007 und 20. August 2007 zeitlich, formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
2.2. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens im Fall einer Kantonsstrasse sind das
Projekt als solches und die Zulässigkeit der Enteignung (Art. 45 Abs. 1 lit. a und b
StrG). Der Rechtsschutz richtet sich im übrigen nach den Vorschriften des VRP (Art. 46
StrG).
2.2.1. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die
Rechtsmittelbefugnis voraus, dass eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung
zum Streitgegenstand besteht. Dabei liegt das schutzwürdige
Interesse im "praktischen Nutzen", den ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem
Betroffenen in seiner rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der
Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile, den ein Bestand der
angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen Entscheids mit sich bringen würde
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003,
Rz. 391 mit Hinweisen). Die Rechtsmittelbefugnis wird verneint, wenn jemand mit der
Prozessführung nicht eigene, sondern Interessen Dritter oder der Allgemeinheit verfolgt
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388 mit Hinweisen).
2.2.2. Das Grundstück Nr. 000, Zürcherstrasse 00, liegt unmittelbar östlich der
Etzelstrasse, wo diese in die Zürcherstrasse einmündet. Im Bereich des Grundstücks
Nr. 000 sind keine baulichen Massnahmen vorgesehen. Die vorübergehende
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Bodenbeanspruchung beträgt laut Landerwerbs- und Enteignungsverzeichnis
rund 35 m . Die umstrittene Neugestaltung im Bereich der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse mit Lichtsignalanlage befindet sich rund 120 m
östlich der Liegenschaft Zürcherstrasse 00.
R. B. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 000, Zürcherstrasse 00, wo er mit R. B.
wohnt, und die B. AG ist Mieterin eines Teils der Liegenschaft. R. und R. B. sowie die
B. AG haben im Rahmen des Einspracheverfahrens geltend gemacht, der Betrieb einer
Lichtsignalanlage im Bereich der Einmündung der Buchbergstrasse in die
Zürcherstrasse bewirke auf der Zürcherstrasse einen Rückstau, der die Zufahrt zur
Liegenschaft Zürcherstrasse 00 wesentlich erschwere und einen ins Gewicht fallenden
Rückgang des regen Kundenverkehrs und damit Umsatzeinbussen zur Folge habe.
Dieser Rückstau gefährde sodann Mieter, Kunden und Angestellte bei der Wegfahrt
von der Liegenschaft bzw. vom Geschäftslokal. In den Hautverkehrszeiten wäre an eine
Wegfahrt in Richtung Schmerikon nicht mehr zu denken, weil ein Einfügen in den
Strassenverkehr mit unverhältnismässigen Gefahren verbunden wäre. Weiter entstehe
durch das Anhalten von in Richtung Schmerikon fahrenden Fahrzeugen unnötiger Lärm
und unnötiger Ausstoss von krebserregenden Russpartikeln. Insoweit sind die B. AG
sowie R. und R. B. auch zur Beschwerde legitimiert.
2.2.3. Die Beschwerdebefugnis ist der B. AG sowie R. und R. B. indessen
abzusprechen, soweit sie geltend machen, die projektierte Lichtsignalanlage werte das
Ortsbild ab und wenn sie in Betrieb genommen werde, sei es für Anwohner der
Brauereistrasse kaum mehr möglich, sich in den Verkehr auf der Zürcherstrasse
einzugliedern.
2.3. Auf die Beschwerden ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.
3. Die Beschwerdeführer beantragen, es sei ein verkehrstechnisches Gutachten zu
erstellen, welches folgendes berücksichtige: Verkehrsaufkommen der Brauereistrasse
und der entsprechenden Baulandreserve, Burgerfeldstrasse als möglicher
Verkehrsträger, Situation Einkaufszentrum Linth-Park mit Baulandreserve, mögliche
Verbindungsstrasse Wiesentalstrasse/Linth-Park, Anbindung an die geplante regionale
Entlastungsstrasse. Sodann sei ein Augenschein durchzuführen.
2
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Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den Akten.
Insbesondere ist die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit des Knotens
Zürcherstrasse/Buchbergstrasse durch ein amtsunabhängiges Ingenieurbüro beurteilt
worden. Auf die Erstellung des beantragten Gutachtens und auf die Durchführung
eines Augenscheins kann deshalb verzichtet werden.
4. Die Beschwerdeführer wenden sich gegen die konkrete Ausgestaltung des
Strassenprojekts im Bereich der Einmündung der Buchbergstrasse in die
Zürcherstrasse.
4.1. Nach Art. 32 StrG werden Strassen gebaut, wenn eine der folgenden
Voraussetzungen es erfordert: Zweckbestimmung (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b);
Verkehrsaufkommen (lit. c); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere
von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. d); Interessen des öffentlichen
Verkehrs (lit. e); Umweltschutz (lit. f). Die Aufzählung ist abschliessend und alternativ zu
verstehen, d.h. Strassen dürfen gebaut werden, wenn mindestens eine der genannten
Voraussetzungen erfüllt ist (Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar
zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, Rz. 2 zu Art. 32 StrG). Ein
elementares Kriterium bildet das in Art. 32 lit. c StrG erwähnte Verkehrsaufkommen,
denn primärer Zweck jeder Strasse bleibt es, den Verkehr aufzunehmen
(Schönenberger, a.a.O., Rz. 5 zu Art. 32 StrG).
Sodann ist nach Art. 33 StrG beim Strassenbau
folgendes zu beachten: Schutz des Menschen und seiner Umwelt (lit. a);
Verkehrssicherheit (lit. b); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere
von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. c); Ortsbild- und Heimatschutz
(lit. d); Natur- und Landschaftsschutz (lit. e); die anerkannten Grundsätze eines umwelt-
und siedlungsgerechten Strasssenbaus (lit. f); sparsamer Verbrauch des Bodens (lit. g).
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Die Grundsätze des StrG sind bei der Planung, Projektierung und Ausführung einer
Strasse zwingend zu beachten (Schönenberger, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 33).
Im weiteren beurteilt sich die Zweckbestimmung im Sinn von Art. 32 lit. a StrG nach
den Zielen und Grundsätzen von Art. 1 und Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG; vgl. Schönenberger, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 33
StrG; VerwGE vom 12. September 2003 i.S. E. und S. C. mit Hinweisen; VerwGE vom
18. Juni 2002 i.S. G. H.). Gemäss Art. 1 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 2 RPG haben die
Behörden dafür zu sorgen, dass der Boden haushälterisch genutzt und die Landschaft
geschont werden. Mit den raumplanerischen Massnahmen sind insbesondere
wohnliche Siedlungen zu schaffen und zu erhalten (Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG) sowie
Wohngebiete vor schädlichen und lästigen Einwirkungen möglichst zu schonen (Art. 3
Abs. 3 lit. b RPG).
Schliesslich sind die einschlägigen Normen der Vereinigung Schweizerischer
Strassenfachleute (VSS-Normen) von Bedeutung. Es handelt sich nicht um
Rechtssätze, sondern um Richtlinien, die allerdings ein anerkanntes Hilfsmittel bei der
Abklärung der Frage bilden, ob eine Anlage den Anforderungen der Verkehrssicherheit
genügt (GVP 1990 Nr. 99). Ihre Anwendung im Einzelfall muss dem Grundsatz der
Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie einem Entscheid nicht ungeachtet der
konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden dürfen (ZBl 1979 S. 223 f. und BGE 94
I 141 mit Hinweisen).
4.2. Der zuständigen Verwaltungsbehörde kommt bei der Interessenabwägung im
Zusammenhang mit den raumplanungs- und strassenrechtlichen Grundsätzen, die
untereinander kein widerspruchsfreies Zielsystem bilden, ein erheblicher
Ermessenspielraum zu. Diesen Ermessenspielraum hat das Verwaltungsgericht, das
nach Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur Rechtskontrolle befugt ist, zu respektieren. Eine
Ermessenskontrolle gegenüber der Regierung steht ihm nicht zu. Das
Verwaltungsgericht darf daher einen Entscheid der Vorinstanz nur ändern, wenn damit
Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. Soweit es um die Ausübung
pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm dagegen eine Korrektur verwehrt. Im Streitfall
bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht einen sachlich haltbaren und
zweckmässigen Strassenplanungsentscheid der Vorinstanz selbst dann nicht ändert,
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wenn es eine andere Lösung als ebenso zweckmässig erachtet oder sogar bevorzugen
würde (VerwGE vom 18. Juni 2002 i.S. G. H. mit Hinweis auf VerwGE vom 13.
November 2001 i.S. M. R.-E., vom 16. November 1998 i.S. E. D. und andere und vom
17. November 1997 i.S. P. N. und andere).
5. Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, durch die projektierte
Lichtsignalanlage im Bereich der Einmündung der Buchbergstrasse in die
Zürcherstrasse werde das Verkehrsaufkommen auf der Zürcherstrasse nicht mehr
bewältigt werden können und es werde regelmässig zu Stausituationen kommen. Weil
das Verkehrsaufkommen auf der Buchbergstrasse gering sei, erweise es sich sodann
als unverhältnismässig, mittels Lichtsignalanlage in den Verkehrsfluss auf der
Zürcherstrasse einzugreifen. Die Beschwerdeführer schlagen vor, der Zustand sei
unverändert zu belassen bzw. es seien "mildere Massnahmen" zu verwirklichen, wobei
ein Kreisel im Vordergrund stehe.
5.1. Was die verkehrstechnische Knotenleistungsfähigkeit im Bereich der Einmündung
der Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse anbetrifft, beruht der angefochtene
Entscheid auf einer fachtechnischen Beurteilung des Ingenieurbüros Nagel + Steiner
GmbH, St. Gallen, vom 1. Juni 2004, (in der Folge: Gutachten), die vom
Strasseninspektorat als Projektgrundlage in Auftrag gegeben worden war. Danach wird
das Einkaufszentrum Linth-Park strassenseitig ab der Zürcherstrasse hauptsächlich
über die beiden Zubringer Burgerfeldstrasse (nur Zufahrt) und Buchbergstrasse (Zu-
und Wegfahrt) erschlossen. Sodann haben Zählungen der Nagel + Steiner GmbH
gezeigt, dass Fahrer von Fahrzeugen auf der Buchbergstrasse in der
Abendspitzenstunde (17.00 -18.00 Uhr) mit durchschnittlich mehr als 45 Sekunden
Wartezeit rechnen müssen, bis sie in die Zürcherstrasse einbiegen können. Am
Samstagnachmittag beträgt die durchschnittliche Wartezeit 15 bis 20 Sekunden.
Nach der VSS-Norm 640 022 entspricht eine mittlere Wartezeit von mehr als
45 Sekunden der Verkehrsqualitätsstufe E, d.h. der Verkehrszustand ist kritisch und
"geringe Zunahmen der Verkehrsbelastungen führen zu stark ansteigenden Wartezeiten
und Staulängen. Der Verkehr kann knapp bewältigt werden. Die Sicherheit nimmt
deutlich ab" (Tabelle 3, S. 10). Nach Einschätzung des Ingenieurbüros Nagel + Steiner
GmbH werden Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität sowohl mit einer
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Lichtsignalanlage als auch mit einem Kreisel verbessert, und beide Knotenformen
würden genügend Reserve aufweisen. Die verkehrstechnische Beurteilung hat ergeben,
dass sich die durchschnittliche Wartezeit von Verkehrsteilnehmern, die von der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse einbiegen wollen, in den Spitzenstunden durch
eine Lichtsignalanlage wesentlich verringern lässt. Sie beträgt durchschnittlich rund 17
Sekunden, was gemäss VSS-Norm 640 022 einer befriedigenden Qualität des
Verkehrszustandes entspricht (Tabelle 3, S. 10). Bei einer Phasenbildung, wonach die
Abbieger ab der Hauptrichtung (Zürcherstrasse) jeweils "auf Konflikt" abbiegen (d.h. sie
müssen gegen die gleichzeitig fahrenden Fahrzeuge aus der Gegenrichtung abbiegen),
weist der Knoten sodann, je nach gewählter Umlaufzeit, zwischen 47 Prozent und 57
Prozent Leistungsreserve auf.
Zwecks Verbesserung der Verkehrssicherheit sieht das Projekt sodann vor, dass der
nördliche Fahrbahnrand der Zürcherstrasse im Bereich der Buchbergstrasse über eine
Länge von rund 80 m aufgeweitet wird. Dadurch kann zwar keine separate
Linksabbiegespur, aber eine überbreite (aufgeweitete) Spur mit einer Breite von 5.50 m
(inkl. Geradeausspur) mit der Markierung eines Geradeaus- und eines Abbiegepfeils (in
Richtung Buchbergstrasse) geschaffen werden, was Behinderungen des
Geradeausstroms durch wartende Linksabbieger verringert. Wie die Vorinstanz in ihrer
Stellungnahme vom 17. September 2007 ausführt, sind derartige Anordnungen an
mehreren Knoten im Kanton St. Gallen (z.B. Gossau Mettendorf, St. Gallen
Lerchentalstrasse) in Betrieb und haben sich bewährt. Auch wird den Interessen des
öffentlichen Verkehrs angemessen Rechnung getragen. Auf der Zürcherstrasse sind im
Abstand von 97 m (von Osten) und 120 m (von Westen) vom jeweiligen Haltebalken
Busanmeldeschlaufen vorgesehen. Somit kann ein nahender Bus an der
Lichtsignalanlage bevorzugt werden. Schliesslich sieht das Projekt für die Fussgänger
je einen gesteuerten Übergang über die Zürcher- und die Buchbergstrasse vor.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ergibt sich somit, dass das Projekt im
Bereich der Einmündung der Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse eine wesentliche
Verbesserung der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer bewirkt und dass die
Staubildung auf der Buchbergstrasse, die gemäss Gutachten in der
Abendspitzenstunde regelmässig erfolgt, beseitigt werden kann. An dieser Beurteilung
ändert nichts, dass auch die Vorinstanz nicht bestreitet, dass das Verkehrsaufkommen
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auf der Buchbergstrasse zu demjenigen auf der Zürcherstrasse insgesamt gering und
zudem im Tagesverlauf von unterschiedlicher Intensität ist.
5.2. Die Vorinstanz bestreitet nicht, dass die Emissionen bei gestörtem Verkehrsfluss
steigen. Sie gibt indessen zu bedenken, dass auch die Fahrzeuge auf der
Buchbergstrasse heute bei einer Wartezeit von über 45 Sekunden einen erhöhten
Ausstoss produzieren. Sodann hält sie die Befürchtungen der Beschwerdeführer, durch
die vorgesehene Verbesserung der Verkehrssicherheit, insbesondere durch den Betrieb
einer Lichtsignalanlage, werde sich auf der Zürcherstrasse regelmässig ein Rückstau
bis zur Liegenschaft Zürcherstrasse 00 bilden, aus heutiger Sicht als unbegründet. Die
Vorinstanz bezieht sich im angefochtenen Entscheid auf die Stellungnahme des
Strasseninspektorats, Dienststelle Verkehrstechnik, vom 16. Februar 2007 und führt
aus, die projektierte Lichtsignalanlage weise je nach gewählter Umlaufzeit eine
Leistungsreserve von 47 bis 57 Prozent auf. Zu bedenken sei weiter, dass die
Liegenschaft Zürcherstrasse 85 75 bzw. 120 m vom Knoten Zürcherstrasse/
Buchbergstrasse entfernt liege und dass ein Rückstau in dieser Länge ohnehin nicht
bei jeder Rotlichtphase zu erwarten sei. Im übrigen könne vom Parkplatz der
Liegenschaft Zürcherstrasse 85 auch bei Stausituationen in die Zürcherstrasse
eingemündet werden, weil Fahrzeuglenker erfahrungsgemäss Zwischenabschnitte
freihalten würden.
Unbestritten ist, dass die projektierte Lichtsignalanlage im Bereich der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse für Fahrzeuge, die auf der Zürcherstrasse
zirkulieren, Wartezeiten bewirkt. Dies ist "anlagebedingt" bzw. es liegt in der Natur der
Sache und ist grundsätzlich hinzunehmen, wenn die Bewältigung des
Verkehrsaufkommens dadurch insgesamt verbessert wird. Andernfalls wäre es
unmöglich, den Verkehr auf einem Knoten mittels einer Lichtsignalanlage zu regeln. Im
Gutachten werden bezüglich einer allfälligen Staulänge auf der Zürcherstrasse zwar
keine Prognosen gemacht. Wie ausgeführt, wird indessen festgehalten, möglich sei
eine Phasenbildung, wonach die Fahrzeuglenker ab der Hauptrichtung auf der
Zürcherstrasse jeweils "auf Konflikt" abbiegen, und je nach gewählter Umlaufzeit (60
bis 90 Sekunden) weise der Knoten in diesem Fall eine Leistungsreserve von 47
Prozent bis 57 Prozent auf. Nach der fachtechnischen Beurteilung der
Leistungsfähigkeit des Knotens muss somit nicht damit gerechnet werden, die
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Inbetriebnahme der Lichtsignalanlage bewirke unweigerlich und regelmässig
Stausituationen auf der Zürcherstrasse, die sich bis zur Liegenschaft Zürcherstrasse 00
hinziehen, bzw. die Verkehrssituation werde dort in unzumutbarer Weise verschlechtert.
Diese Einschätzung entspricht auch derjenigen der Kantonspolizei, Abteilung
Verkehrspolizei, wie sie im Mitbericht vom 9. März 2007 zum Ausdruck kommt. Dort
wird ausgeführt, die projektierte Lichtsignalanlage sei eine gute Lösung und erhöhe die
Verkehrssicherheit insbesondere auch für die Fussgänger. Lichtsignalanlagen seien
dazu da, nichtverträgliche Verkehrsströme zeitlich zu trennen. Die Inbetriebnahme der
Lichtsignalanlage bei der Einmündung der Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse
werde zur Folge haben, dass die Fahrzeuge auf der Zürcherstrasse kurz anhalten
müssten, um dem Querverkehr das Ein- und Ausfahren zu ermöglichen. Da der
Querverkehr im Gegensatz zu demjenigen auf der Zürcherstrasse gering sei, müsse
nicht mit einem längeren Rückstau gerechnet werden. Die am Verkehrsknoten
eingesetzte Lichtsignalanlage habe bei guter Einstellung eine hohe Leistungsfähigkeit
und es entstehe kein Verkehrschaos, sondern die Leistungsfähigkeit dürfte keine
negativen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (auf der Zürcherstrasse) haben. Sodann
stehe die Lichtsignalanlage im Einklang mit dem Prinzip der Selbstregulierung des rund
330 m entfernten Kreisels Zürcherstrasse/Wiesentalstrasse (Aldi-Kreisel). Der
Gemeinderat Uznach führt in seiner Stellungnahme vom 14. Februar 2007 in diesem
Zusammenhang zwar aus, die Befürchtungen der Beschwerdeführer hinsichtlich
Staubildung seien nicht völlig unbegründet. Es sei indessen zu erwarten, dass eine
Lichtsignalanlage bei optimaler Steuerung zu keinen entscheidenden Nachteilen für die
anderen Verkehrsbeziehungen führe. Zu berücksichtigen sei zudem, dass der Verkehr
auf der Zürcherstrasse bevorzugt werde und dass vernünftige Fahrzeuglenker
Nebenstrasseneinmündungen und Zufahrten zu Liegenschaften nicht versperrten.
Schliesslich hat die Regierung in ihrer schriftlichen Antwort auf die Interpellation
Bühler-Schmerikon/Zahner-Uznach (23 Mitunterzeichnende) vom 3. April 2007 darauf
hingewiesen, die Distanz zwischen dem Aldi-Kreisel und der Einmündung
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse betrage 330 m und der Kreisel Kunsthof sei
rund 730 m von der projektierten Lichtsignalanlage entfernt. Es könne deshalb keine
Rede davon sein, dass der Verkehrsfluss für schwere Motorwagen schikanös behindert
werde. Auslöser des Projekts sei der Abfluss des Verkehrs aus der Buchbergstrasse
gewesen. Dieser werde mit der Lichtsignalanlage entscheidend verbessert und die
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Verkehrssicherheit werde am Knoten für alle Verkehrsteilnehmer wesentlich erhöht.
Sodann werde beim Bau der Lichtsignalanlage darauf geachtet, dass die für die
Anmeldungen an der Lichtsignalanlage notwendigen Detektoren in einem grosszügigen
Abstand zum Haltebalken verlegt
würden. So könne sichergestellt werden, dass die Lichtsignalanlage die Grünzeit
sinnvoll verlängern könne und dass ein ständiges "stopp and go" verhindert werde.
Dementsprechend würden auch schwere Motorwagen nicht gezwungen, dauernd zu
bremsen und wieder anzufahren.
Die Ausführungen im Gutachten sowie diejenigen der kantonalen Amtsstellen und des
Gemeinderats Uznach überzeugen. Es darf davon ausgegangen werden, die
Inbetriebnahme der projektierten Lichtsignalanlage habe zwar zur Folge, dass auf der
Zürcherstrasse zirkulierende Fahrzeuge zwischenzeitlich anhalten müssen, führe dort
indessen nicht zu regelmässigen, für die Beschwerdeführer unzumutbaren
Stausituationen. Demzufolge ist auch nicht damit zu rechnen, die durch gestörten
Verkehrsfluss verursachte Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe werde gegenüber
heute zunehmen.
5.3. Die Beschwerdeführer machten zwar geltend, beim Bau des Aldi-Kreisels sei der
Verkehr auf der Zürcherstrasse während einer gewissen Zeit mittels zweier
provisorischer Lichtsignalanlagen im Gegenverkehr geregelt worden, wobei die
Baustelle eine Länge von rund 45 m aufgewiesen habe. Trotz sich rasch
abwechselnder Rot- und Grünphasen habe sich auf der Zürcherstrasse in beiden
Richtungen insbesondere über die Mittags- und Feierabendzeit ein unverhältnismässig
langer Rückstau von bis zu 1,5 km Länge gebildet, der sich während des Tages jeweils
nur unvollständig aufgelöst habe. Vor kurzem sei die Infrastruktur der
Wasserversorgung Uznach entlang der Zürcherstrasse erneuert worden. In diesem
Zusammenhang sei der Verkehr auf der Zürcherstrasse wiederum mit provisorischen
Lichtsignalanlagen gesteuert worden, dieses Mal auch im Bereich des Verkehrsknotens
Zürcherstrasse/Buchbergstrasse. Obwohl drei Lichtsignalanlagen in Betrieb gewesen
seien, sei die Stausituation auf der Zürcherstrasse wesentlich schlimmer gewesen als
beim Bau des Aldi-Kreisels.
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Die Vorinstanz bezieht sich im angefochtenen Entscheid auf die Stellungnahme des
Strasseninspektorats, Dienststelle Verkehrstechnik, vom 16. Februar 2007, und führt
aus, es sei nicht möglich, die Auswirkungen einer provisorischen Baustellen-
Lichtsignalanlage auf den Verkehrsfluss mit denjenigen einer fest installierten
Lichtsignalanlage, wie sie projektiert sei, zu vergleichen. Die Vorgaben insbesondere
betreffend Sicherheit, Raumwege und Fahrgeschwindigkeit würden zu stark
divergieren. In ihrer Stellungnahme im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vom
17. September 2007 führt die Vorinstanz ergänzend aus, bei einer definitiven Anlage
würden wesentlich mehr Detektoren eingesetzt als bei einer provisorischen Anlage.
Während die Baustellen-Anlage im Bereich des Haltebalkens lediglich
Anmeldeschlaufen (Radar) aufweise, werde der Verkehr bei der geplanten fest
installierten Lichtsignalanlage bereits 104 m (Zürcherstrasse) bzw. 55 m
(Buchbergstrasse) vor dem Haltebalken erfasst. Diese Erfassung ermögliche es, dass
im Verhältnis zu einer Baustellen-Anlage wesentlich flexibler und demzufolge dem
Verkehrsaufkommen angepasst geschaltet werden könne.
Die Argumentation der Vorinstanz überzeugt. Auf Grund von Verkehrsbehinderungen in
Form von Staubildung, die durch Baustellen-Lichtsignalanlagen verursacht worden
sind, kann jedenfalls nicht geschlossen werden, eine fest installierte Lichtsignalanlage
werde dieselben oder ähnliche Auswirkungen haben.
5.4. Die Beschwerdeführer berufen sich weiter
darauf, das Projekt trage künftigem, durch die Siedlungsentwicklung bedingtem
Mehrverkehr keine Rechnung. Im Bereich "Obere Brauerei" seien grossflächige
Baulandreserven vorhanden und auch das Einkaufszentrum Linth-Park verfüge über
unüberbaute Flächen, die doppelt so gross seien wie die überbaute Fläche. Wenn
dieses Land überbaut werde, sei mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommens zu
rechnen, was gegen eine Lichtsignalanlage und für die Verwirklichung
eines Kreisels spreche. Zu berücksichtigen sei weiter, dass
Hunderte von Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen des Einkaufszentrums Linth-Park
nicht bewirtschaftet würden und dass die Erschliessung des Linth-Parks mit
öffentlichen Verkehrsmitteln geprüft werden müsse. Gemäss eigenen Berechnungen
sei es entgegen der Annahme der Vorinstanz möglich, im Bereich der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse einen Kreisel zu erstellen.
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5.4.1. Im Siedlungsgebiet "Obere Brauerei" besteht nach den Feststellungen der
Vorinstanz eine Baulandreserve von 12 bis 15 Wohneinheiten und nach Einschätzung
des Gemeinderats Uznach ist in diesem Gebiet längerfristig nicht mit Einzonungen zu
rechnen. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass der aus den 12 bis 15
Wohneinheiten resultierende Mehrverkehr, gemessen an der heutigen Belastung der
Zürcherstrasse, nicht ins Gewicht fällt. Sodann lässt die Zonenordnung eine
Erweiterung des Linth-Parks nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht zu. Möglich
ist indessen die Erstellung von Wohn- und Gewerbebauten.
5.4.2. Den Beschwerdeführern ist beizupflichten, dass jede Verkehrszunahme auf der
Buchbergstrasse die verkehrsmässigen Verhältnisse im Bereich der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse verschärft. Es ist indessen davon auszugehen,
dass der Verkehrsfluss bei diesem Knoten grundsätzlich nur mittels Lichtsignalanlage
oder Kreisel verbessert werden kann. Andere Möglichkeiten, dessen Leistungsfähigkeit
zu verbessern, bestehen nicht. Unbestritten ist, dass der Bau eines Kreisels, wie ihn die
Beschwerdeführer vorschlagen, aus verkehrstechnischer Sicht grundsätzlich möglich
wäre. Im Gutachten wird festgehalten, wenn die Leistungsfähigkeit des Knotens mittels
Kreisel erhöht werde, sei die Wartezeit für alle beteiligten Fahrzeuge sehr gering. In der
Abendspitzenstunde liege sie für alle Zufahrten unter 10 Sekunden und die
Leistungsreserve betrage rund 40 Prozent. In der Spitzenstunde am Samstag sei mit
Wartezeiten von rund 5 Sekunden zu rechnen und die Leistungsreserve betrage rund
85 Prozent.
Die Vorinstanz geht indessen mit Recht davon aus, ein Kreisel könne auf Grund der
konkreten Verhältnisse vor Ort nicht oder nur mit unverhältnismässig grossem
finanziellem Aufwand verwirklicht werden und mehrere Anstösser hätten unzumutbare
Eingriffe in private Rechte hinzunehmen. Unmittelbar bei der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse (Zürcherstrasse 68, Assek.-Nr. 1956) befindet
sich die Geschäftsliegenschaft der ABU Bernet AG, die über die Zürcherstrasse
erschlossen wird. Es versteht sich von selbst, dass die private Zu- und Wegfahrt zu
dieser Liegenschaft gewährleistet bleiben muss. Hinzu kommt, dass der Bau eines
Kreisels insbesondere im Bereich der Grundstücke Nrn. 878 und 941 sehr viel Boden
beanspruchen würde. Demgegenüber wird für die Erstellung der Lichtsignalanlage
kaum Boden benötigt, womit dem Grundsatz des sparsamen Verbrauchs des Bodens
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Rechnung getragen werden kann (Art. 33 lit. g StrG). Schliesslich hat die Vorinstanz zu
Recht berücksichtigt, dass die Kosten für den Bau eines Kreisels aufgrund des grossen
Landbedarfs wesentlich höher wären als diejenigen für die Erstellung einer
Lichtsignalanlage.
5.4.3. Die Beschwerdeführer stellen sich zwar auf den Standpunkt, es sei nicht
nachvollziehbar, warum die Vorinstanz davon ausgehe, ein Kreisel müsse einen
Durchmesser von 28 m aufweisen, zumal es in umliegenden Kantonen Kreisel mit weit
geringerem Durchmesser gebe, die ein weit höheres Verkehrskaufkommen
aufzunehmen hätten.
Für Kreisel, die mit allen Fahrzeugarten befahren werden und die innerhalb besiedelter
Gebiete liegen, empfiehlt die VSS-Norm 640 263 einen Aussendurchmesser von 26 bis
35 m (C. 11 S. 8). Nach der Dienstanweisung des Baudepartements betreffend
"Baulicher Standard von Kantonsstrassen" vom 5. September 2005 erfolgt die
Projektierung der Kreisel grundsätzlich nach der VSS-Norm 640 263. Dabei gilt als
minimaler Durchmesser auf allen Kantonsstrassen 28 m. Abweichungen nach unten
sind nur in Absprache mit dem Kantonsingenieur zulässig. Die Schleppkurven aller
Fahrbeziehungen sind innerhalb der Fahrbahn sicherzustellen (Ziff. 6 S. 9).
Im vorliegenden Fall ist es sachgerecht, zu verlangen, dass ein Kreisel am Knoten
Zürcherstrasse/Buchbergstrasse einen Durchmesser von 28 m aufweisen müsste,
zumal die Zürcherstrasse von allen Fahrzeugen, so auch von Lastwagen,
Sattelschleppern, Cars und Bussen befahren wird und zudem Teil einer Route für
Ausnahmetransporte der Kategorie II ist (Art. 9 Abs. 3 und Art. 20 des
Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, Art. 78 ff. der Verkehrsregelnverordnung,
SR 741.11, Art. 110 Abs. 4 der Signalisationsverordnung, SR 741.21). Grosse
Fahrzeuge sind auf entsprechende Schleppkurven und gut befahrbare Fahrstreifen
angewiesen.
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerden abzuweisen sind, soweit
darauf eingetreten werden kann. Die Erstellung der geplanten Lichtsignalanlage erhöht
die Verkehrssicherheit und die Verkehrsqualität im Bereich der Einmündung der
Buchbergstrasse in die Zürcherstrasse und dient dem Schutz der schwächeren
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Verkehrsteilnehmer. Sodann kann ein Kreisel aufgrund der konkreten Verhältnisse vor
Ort nicht oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand verwirklicht werden und
die Anstösser hätten unzumutbare Eingriffe in ihre privaten Rechte hinzunehmen. Auch
wenn die Lichtsignalanlage unbestrittenermassen Wartezeiten für Fahrzeuge auf der
Zürcherstrasse zur Folge hat, kann im weiteren damit gerechnet werden, dass die
privaten Interessen der Beschwerdeführer an einer ungehinderten Zu- und Wegfahrt
zur Liegenschaft Zürcherstrasse 85 bzw. an einem flüssigen Verkehr in diesem Bereich
in aller Regel nicht gefährdet werden. Bei dieser Ausgangslage kommt das
Verwaltungsgericht insgesamt zum Ergebnis, dass das öffentliche Interesse an der
Verwirklichung des Projekts gegenüber dem privaten Interesse der Beschwerdeführer
am Verzicht auf das Projekt bzw. an einem anderen Projekt überwiegt.
6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). In
der Regel werden die amtlichen Kosten in vereinigten Verfahren gleichmässig auf die
Pflichtigen verteilt (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 84). Eine Entscheidgebühr
von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie
wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von je Fr. 3'000.-- verrechnet. Der Rest von
Fr. 1'000.-- wird den Beschwerdeführern zu gleichen Teilen zurückerstattet.
6.2. Die Beschwerdeführer haben keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht