Decision ID: f20900a2-5f5d-44ac-980a-f7daa5c94c0a
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1978 geborene
X._
meldete sich – nach erfolgter invaliden
ver
si
cherungsrechtlicher Früherfassung (
Urk.
7/3) – am 2
8.
Januar 2016 bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/18). Zur Klärung der erwerblichen und medi
zinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle nebst den Akten der Krankentag
geld
versicherung
(
Urk.
7/15 und
Urk.
7/47)
und der Pensionskasse der Versicherten (
Urk.
7/29-30)
einen Auszug aus dem i
ndividuellen Konto
bei
(Urk.
7/26) und holte einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/28) sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
7/
36-37 und
Urk.
7/41-42). Mit Vorbescheid vom 1
1.
Mai 2017 stellte
die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/48). Nac
h
dem die Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (
Urk.
7/61), liess die Verwal
tung sie im Januar 2018 von den Experten der
Y._
polydisziplinär unter
suchen (Gutachten vom
5.
April 2018 [
Urk.
7/81]). Mit Verfügung vom 2
7.
Juni 2018 hielt die IV-Stelle – nun gestützt auf
die
gutachterliche Beurteilung – an ihrer im Vorbescheid angekündigten Le
istungsablehnung fest (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
8.
August 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, nach weiteren Abklärungen über die Leistungspflicht erneut zu be
finden (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Oktober 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom
8.
Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde.
Am 6. Dezember 2018 und 2
1.
März 2019 (
Urk.
9-10 und
Urk.
14-15) reichte die Be
schwerdeführerin Unterlagen nach.
Auf eine Stellung
n
ahme hierzu verzichtete die Beschwerdegegnerin
(
Urk.
12 und
Urk.
17).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V
215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psy
chi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in:
H._
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsablehnung – unter Hinweis auf das Gutachten
der
Y._
– damit,
bei der Beschwerdeführerin liege keine ge
sundheitliche Beeinträchtigung vor, welche eine langandauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge habe. Eine Untersuchung im Fachbereich der Allergologie sei nicht nötig, da eine Begutachtung durch einen
Facharzt für Dermatologie stattgefunden
habe. Eine Untersuchung durch einen Spezialisten für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen sei ebenfalls nicht angezeigt
, denn die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands sei durch das Fachgebiet der Inneren Medizin abgedeckt (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die Be
schwerdegegnerin
stelle
zu Unrecht auf das Gutachten der
Y._
ab.
Dieses weise zahlreiche Fehler
auf und sei nicht schlüssig und nachvollziehbar. Nach
gewiesen sei, dass sie unter einem komplexen organischen Störungsbild leide, das zunehmend zu einer totalen Müdigkeit und Erschöpfung des Körpers und wohl auch der Psyche geführt habe. Unklar sei, was die Ursache all dieser Beschwerden sei. Die
Y._
-Gutachter hätten den Verdacht auf ein atypisches
atopisches
Sy
n
drom geäussert. Aus einer fehlenden klaren Diagnose auf eine volle Arbeits
fähigkeit zu schliessen, verbiete sich jedoch
. Vielmehr sei die Arbeitsfähigkeit mittels einer Evaluation der funktionellen und kognitiven Leistungsfähigkeit zu prüfen (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
3.1
Im Auftrag der Pensionskasse
Z._
wurde die Beschwerdeführerin am 2
9.
Oktober 2015 von
Dr.
A._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, untersucht. Die Vertrauensärztin stellte in ihrem Bericht vom 1
1.
November 2015 (
Urk.
7/29) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):
-
Histaminintoleranz
(
Diaminoxidase
4.1kU/l)
-
Atopische
Erkrankung mit
-
nachgewiesenen Allergien auf Birke-, Esche-, Erle-, Gräser- und Roggenpollen sowie Katzenhaare
-
leichter bronchialer
Hyperreaktivität
-
anamnestischer Bienen- und Wespenstichallergie
-
rezidivierenden Infekten der oberen Luftwege mit Sinusitiden
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
beurteilte sie den Status nach diversen Sportverletzungen (unter anderem Lawinenunfall mit Milz-/Leberriss [2003]), den Status nach
Lumboischialgie
2005 und 2007
und die anamnestische Fibromyal
gie (S. 2). Sie ging von einer vorübergehend bis Ende Januar 2016 bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 50
%
aus (S. 8).
3.2
Der am
Spital
B._
tätige
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Aller
gologie und klinische Immunologie, gab am 2
1.
Januar 2016 (Urk. 7/36/19-21) nachstehende Diagnosen an (S. 1):
-
Blähungen,
Abdominalschmerzen
und Diarrhoe, unklarer
Aetiologie
-
kein Hinweis für eine
atopische
Grunderkrankung
-
quantitativ normale Serum-Immunglobuline
-
erhöhter ANA-Titer 1:320
-
keine
Eosinophilie
im peripheren Blut
-
kein Nachweis von Parasiten, spezielle
Giardia
lamblia
Antigene
-
Infektanfälligkeit mit/bei
-
c
hronischer
Rhinosinusitis
, Tonsillektomie 1995
-
zwei mögliche Lungenentzündungen 2012
-
quantitativ und qualitativ normale Serum-Immunglobuline
-
leichter Verminderung der Memory-B-Zellen
-
Asthma mit/bei
-
unter Behandlung mit
Seretide
250,
Lomudal
und
Singulair
10 mg kontrolliert
-
keine Sensibilisierung auf ubiquitäre Aeroallergene nachweisbar
-
Fibromyalgie mit/bei
-
ANA-Titer 1:320
-
Seborrhoisches
Ekzem
Als Nebendiagnosen nannte er eine Dickdarmpolypose (
Kolonoskopie
alle fünf Jahre) und einen
Mangenulkus
1996 (S. 1). Er führte aus, unter der Behandlung mit dem
Antihistaminikum
Telfast
sei keine Histamin-
Testreaktivität
mehr
evo
zier
bar
gewesen, was eine suffiziente Behandlung nahelege. Da aus diesem Grund eine konventionelle
allergologische
Hauttestung nicht möglich gewesen sei, sei er auf den
ImmunoCAP
ISAC ausgewichen, welcher aber keinen spezifischen IgE Antikörpernachweis gegen allergenspezifische oder kreuzreaktive Allergenkom
po
nenten von Aero- oder Nahrungsmittelproteinen ergeben habe. Daher sei die Diagnose einer
Atopie
in Frage zu stellen, zumal eine antiallergische Behandlung mit
Antihistaminika
keinen Einfluss auf die serologische Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper hätte. Ob eine allergenspezifische Nebenwirkung die systemische Entzündungsreaktion ausgelöst habe oder ob das Allergen Trigger für einen
autoinflammatorischen
Prozess gewesen sei, bleibe offen. Die immu
nologische Evaluation habe ein
paar
Dysbalancen
ergeben wie einen leicht verminderten IgG4-Titer, was bei rund 10 % der erwachsenen Bevölkerung vorkomme, aber kaum als bedeutsam zu beurteilen sei. Auch das
Innate
-Immunsystem bei einem hochnormalen MBL-Titer von 3399
ng
/ml sei normal. Zusammenfassend gab
Dr.
C._
an, er könne die
atopische
Veranlagung nicht bestätigen. Hin
weise für eine Immunstörung seien keine offensichtlich. Am ehesten könne eine gewisse autoimmune Form bestehen, wobei selbst ein ANA-Titer von 1:320 als Grenzbereich zu beurteilen sei. Er könne – unter Berücksichtigung der objektiven Befunde – von
allergoimmunologischer
Seite keine Empfehlung für eine Nah
rungs
mittelkarenz machen (S. 2).
3.3
In ihrem Verlaufsbericht vom 2
7.
April 2016 nannte
Dr.
A._
nebst den
be
reits am 1
1.
November 2015 gestellten Diagnosen eine akute depressive Epi
sode
mit einem
psycho-physischen
Erschöpfungszust
and. Sie attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
für eine vorübergehende respektive noch ungewisse Dauer (
Urk.
7/30 S. 2 und S. 8).
3.4
Die Beschwerdeführerin war vom
9.
September bis 2
6.
Oktober
2015 in der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals
D._
in Behandlung, bevor sie auf
weitere Abklärungen verzichtete. In ihrem Bericht vom
2.
Mai 2016
(Urk. 7/36
/28-32)
stellten die Ärzte folgende Diagnosen
(S. 1 ff.)
:
-
Schluckbeschwerden und Globusgefühl unklarer Ursache
-
DD bei
Histaminintoleranz
, DD allergisch, DD psychogen
-
Gesamt-IgE 11,3
kU
/l,
ImmunoCAP
Multipanel negativ September 2015
-
unauffälliges Blutbild (keine
Eosinophilie
)
September
2015
-
Tryptase
1,
32
ug
/l
9.
September 2015
-
Komplement C4, C1-I
nhibitor
funktionell und quantitativ normwertig
-
externe Abklärung:
-
Typ 1
Sensibilisierung auf verschiedene Gewürze, Mandel
n, Walnuss
, Kiwi, Banane, Apfel
-
Rhinokonjunk
tivitis
allergica
und Asthma bronchiale
perennial
mit saisonaler Exazerbation
-
externe Abklärung:
-
Dr.
E._
,
F._
September 2015
-
Typ 1
Sensibilisierung auf Birken-, Erlen-, Hasel-, Eschen-, Oliv
en
baum-
,
Gräser-, Roggen-, Beifuss-,
Spitzwegerichpollen
-
Typ 1
Sensibilisierung auf Hausstaubmi
lben, Pf
erde-, Hunde- und Katzenhaare
-
ECP 13,5
(8-13,3
ug
/l
)
-
leichte bronchiale Hyperreagibilität
-
aktuelle Abklärung:
-
Gesamt-I
gE 11,3
kU
/l
,
ImmunoCAP
Multipanel negativ
September
2015
-
Spirometrie
normal
9.
September 2015
-
FeN0
27
ppb
9.
September 2015
-
Histaminunverträglichkeit
ED: 2013 (Aarau)
-
Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Hitzewallungen, Schweissaus
brüche, Kopfschmerzen, allgem
eine Müdigkeit, Schlafstörungen
-
externe Abklärung:
-
slgE
r
Tri
a 1 und Gluten negativ
November 2013
-
Diaminoxidase
4,1
kU
/
l November 2013
-
Anti-TTG-
lgA
negativ 11,
13, Immunglobuline norm
wertig, lgG3 1,19 (0,2-1,10) g/l
-
Komplement normwertig 11,
13/9
,
15
-
Anamnestische Bienen-
und
W
espenstichallergie
-
Grad III nach H.L. Müller (Dyspnoe und
pharyng
eal
e
Enge)
-
kein Stichereignis mehr seit 15 Jahren
-
Typ 1
Sen
sibilisierung auf Bienengift September
2015
-
slgE
Bienengift 0,85
kU
/l,
rApi
m 10,39
k
U
/I
-
slgE
Wespengift,
rVes
v 1,
rVes
v 5 negativ
-
besitzt Notfal
lset (Steroid,
Antihistaminikum
und
EpiPen
)
-
Verdacht auf NSAR-I
ntoleranz
-
Angioödem
nach
Bru
fen
-
Paracetamol wird gut toleriert
-
Anamnestisch Juckreiz nach Latexkontakt
-
externe Abklärung: keine Typ 1-Sensibilisierung auf Latex (Prick
September 201
5)
-
Anamnestisch Hautablösung nach Pflasterkontakt
-
externe Abklärung: positiver Prick auf Pflaster
September 2
015
-
Rezidivierende obere
Luftwegsinfekte
mit Sinusitiden
-
weniger Beschwerden seit
histaminarmer
Diät
-
Anamnestisch Fi
bromyalgie
-
Status nach
diversen Sport
verletzungen, u.a. Lawinenunfall mit Milz-/Leber
ri
ss
Sie schilderten, für die diffusen Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten die bereits in der Vorabklärung nachgewiesenen Soforttypsensibilisierungen im Sinn einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie (wobei serologisch aktuell keine Sensibilisierung nachgewiesen werden konnte), die vermutete
Histaminintoleranz
oder eine psychische Überlagerung eine Rolle spielen. Daneben sei ein Trocken
heitsgefühl auf den Schleimhäuten eine typische Nebenwirkung einer Therapie mit
Antihistaminika
.
Die ganzjährigen Beschwerden (Rhinit
i
s, Asthma) könnten durch die Hausstaubmilbensensibilisierung hervorgerufen werden
(S. 4)
.
3.5
Dr.
G._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, gab in seinem Bericht vom 2
7.
Juni 2016 (
Urk.
7/36/6-
9)
nachstehende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit an
(S. 1):
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), Oktober 2015
-
Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), 2003
-
Schwere
atopische
Erkrankung (ED seit Kindheit)
-
Rhinokonju
n
ktivitis
allergica
-
Asthma bronchiale
-
Urticaria
-
a
naphylaktische Reaktionen mit Schleimhautschwellung, Dyspnoe und
Dysphagie
-
nachgewiesene Sensibilisierung auf Birke-, Erle-, Hasel-, Esche-,
Olivenbaum-, Gräser-, Rog
g
en-, Beifuss- und
Spitzwegerichpollen
, Haus
staub
milben, Pferde-, Hunde- und Katzenhaare, Bienenstich
allergie
-
Histaminunverträglichkeit
, ED 2013
-
Verdacht auf NSAR Intoleranz mit
Angioödem
-
Fibromyalgie
-
Status nach
lumboradikulärem
Schmerzsyndrom L5/S1 rechts, 2005
-
Status nach Lawinenunfall mit Milz-Leberriss, 2003
Er attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Arbeit als Sozial
arbeiterin seit 2
2.
Dezember 2015 (S. 3).
3.6
In seinem im Auftrag der Krankentaggeldversicherung verfassten psychiatrischen Gutachten vom 1
7.
Oktober 2016 (
Urk.
7/47/16-36) diagnostizierte
Dr.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, eine depressive Erkran
kung mit aktuell mittelgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10 [S. 9]). Er äusserte zudem den Verdacht auf eine organisch depressive Störung (ICD-10 F06.32 [S. 10]).
Er attestierte in der bisherigen Tätigkeit als Büro
angestellte wie auch in einer angepassten Arbeit eine 100%ige Arbeitsun
fähig
keit. Sofern in den nächsten drei Monaten keine somatische affektive Erkrankung zu finden sei, sei in drei Monaten in der angestammten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 30
%
und in einer adaptierten Tätigkeit
von einer solchen von 50
%
auszugehen. Innerhalb von weiteren drei Monaten sei dann
in allen Tätigkeiten
eine Steigerung auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen (S.
12
f.).
Falls innerhalb von drei Monaten eine klare somatische Grunder
kran
kung dokumentier- und darstellbar sei, sei von einer weitergehenden
Arbeits
unfähigkeit von 100
%
in jeglicher Tätigkeit auszugehen. In diesem Fall sei eine
erneute psychiatrische Begutachtung, möglicherweise auch eine somatische Unter
suchung, angezeigt (S. 15).
3.7
Die im Psychiatriezentrum
I
._
tätigen
Dr.
J._
, Oberärztin, und
K._
, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, nannten am 28. Februar 2017 (
Urk.
7/41/4-7) nachstehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), BDI-II vom 2
4.
Februar 2017: 26 Punkte, was einer moderaten Ausprägung der Symptome ent
spricht
-
Verdacht auf dissoziative Störung (ICD-10 F44)
-
Anamnestisch posttraumatische Verbitterungsstörung (ICD-10 F43.8)
-
Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1)
Sie berichteten, anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung vom 20. Septem
ber 2016 sei eine leichte kognitive Störung diagnostiziert worden. Aktuell unterrichte die Beschwerdeführerin mit Unterstützung ihrer Mutter ihren Sohn zu Hause. Dabei komme sie an ihre Grenzen. Eine weitere Tätigkeit würden sie nicht empfehlen, da eine Dekompensation sehr wahrscheinlich wäre. Die bisherige Tätigkeit könne nicht mehr ausgeübt werden. Die stunde
n
weise Unter
richtung des Sohns sei möglich (S. 3). Die grosse E
rschöpfung wirke sich auf den
Alltag
der Beschwerdeführerin
als Mutter aus und sei vermutlich Ursache und
aufrecht erhaltender
Faktor der depressiven Problematik. Auch die belastete Be
zieh
ung zu ihrem
getrennt lebenden
Mann führe zu Symptomen, welche einer posttraumatischen Verbitterungsstörung zuzuordnen seien. Bleibe die somatische Belastung bestehen, sei eine
Chronifizierung
der depressiven Symptomatik wahr
scheinlich (S. 4).
3.8
Dr.
G._
diagnostizierte am 2
0.
März 2017 nebst den am 2
7.
Juni 2016 ge
nannten Diagnosen (E. 3.5
hievor
) eine
Hyperlaxizität
der Gelenke und äusserte
gestützt auf den Bericht von Dr.
L._
, Facharzt für Rheumatologie, vom 28. Juli 2016
den Verdacht auf eine Systemerkrankung aus dem immunolo
gi
schen Formenkreis. Er berichtete, aufgrund der psychischen Probleme und der Probleme im sozia
len Umfeld (Trennung vo
m langjährigen Lebenspartner und Vater der beiden Kinder, Scheidung
) sei eine
Rückkehr zu einer Arbeitstätigkeit nicht möglich.
Zudem würden massive Probleme mit dem ältesten Sohn bestehen. Zurzeit unterrichte die Beschwerdeführerin ihren Sohn, da keine geeignete Einzel
schulung gefunden werden konnte (
Urk.
7/42/4-7).
Nach den Angaben von Dr.
G._
vom 23. August 2017 sei auf die von Dr.
L._
(vgl. Urk. 7/42/8-11 S. 4) empfohlene stationäre Abklärung verzichtet worden, da
Dr.
C._
davon keine neuen Erkenntnisse erwartete (Urk.
7/60/1). Die allergische Erkrankung stelle eine gesundheitliche Beeinträchti
gung dar. Namentlich führe diese dazu, dass obere
Luftwegsinfektionen
oder Infek
tio
nen im Magen-Darm-Bereich extrem häufig seien (Urk. 7/60/1).
3.9
Am 13. Oktober 2017 berichtete Dr.
C._
über die Untersuchung vom 9. Oktober 2017 und stellte folgende Diagnosen:
1.
chronische, spontane (idiopathische) Urtikaria assoziiert mit
Angioöde
m
en
(ED 2013)
-
assoziierte
Histamin-
lntoleranz
-
zum Teil induzierbare Urtikaria
2.
Abdominalbeschwerden
, zum Teil mit Blähungen, Schmerzen und Diarr
hoe, unklarer Genese
-
Verdacht auf Histamin-
lntoleranz
-
Verdacht auf Nicht-Zöliakie-Gluten-
lntoleranz
3.
Intermittierende Dysphagie/Dyspnoe mit/bei
-
hoher Verdacht für
Vocal
cord
dysfunction
-
Atopie
anamnestisch
Erneut (vgl. E. 3.2) hielt er fest, auch wenn vor Jahren einmal von einer
Atopie
ausgegangen worden sei, hätten sich bei den vor zwei Jahren durch
ge
führten Untersuchungen absolut keine spezifischen IgE-Antikörper gegen 51 ubi
quitäre
Allergenzquellen
und 112 verschiedene Aero- und alimentäre Eiweiss
komponenten gezeigt (Urk. 7/69/1-2 S. 2).
3.10
Gestützt auf die Ergebnisse der internistischen, dermatologischen, rheumatolo
gischen und psychiatrischen Untersuchung konnten die
Y._
-Gutachter in ihrer Expertise vom
5.
April 2018
(
Urk.
7/81)
keine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden Diagnosen stelle
n. Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beur
teilten sie ein mögliches atypisches
atopisches
Syndrom (ICD-10 L20.0
[S. 43]
).
Der
internistische
Befund
– so
M._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin
–
sei unauffällig. Aktenkundig werde auch keine internistische Erkrankung mit namhaftem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beschrieben
(S. 20).
Dr.
N._
, Facharzt für Dermatologie, berichtete in seinem derma
tolo
gischen Fachgutachten,
obwohl die Beschwerdeführerin mehrfach in
speziali
sierten Hospitälern ambulant und stationär
untersucht worden sei
,
sei
eine ab
schliessende diagnostische Einordnung der Beschwerden nicht
möglich gewesen.
Aus
allergologischer
Sicht seien die vorliegenden Befunde
in hohem Masse wid
ersprüchlich und unklar. So werde
in den vorliegenden Unterlagen häu
fig das Vorliegen multipler Typ
1-Sensibilisierungen, nachgewiesen im Prick-Test, ange
ge
ben, ein entsprech
end nachgewiesener Befund finde
sich jedoch nur im Bericht der ORL/HNO-
Praxis Dr.
E._
vom
5.
April
201
6.
Die
ser Prick-Test sei
unter Einnahme von
Antihistaminika
durchgeführt
worden
und
habe
eine dreifach positive Reaktion auf die Testsubstanz Histamin und eine negative Reak
tion auf die Testsubstanz Kochsalzlösung
angegeben. Positive Reaktionen hätten
sich auf Birke, Erle, Hasel, Esche, Olivenbaum, Gräser, Roggen, Beifuss, Spitzwe
gerich, Hausstaubmilbe, Hundehaar, Katzenhaar, Pferdehaar und Pflaster
gezeigt
. Im Lebensmitteltest
sei eine
positive Reaktion auf Pfeffer, Paprika, Curry, Tomate,
Senf, Mandel, Walnuss, Kiwi, Banane, Apfel, Stechmücke und Löwenzahn
ersich
t
lich gewesen. Dieses Ergebnis sei
in hohem Masse erstaunlich, weil unter der Einnahme
von
Antihistamini
ka
normalerweise auch bei Vorliegen von Aller
gien keine positiven
Reaktionen gezeigt wü
rden, ein Prick
-Test somit nicht ver
wertbar sei. Dies werde
– so der Gutachter weiter –
auch durch einen Befund des
S
pitals
B._
vo
m
Januar 2016 bestätigt
. D
ort
sei
ein Histamin-Prick-Test durch
geführt
worden
, der unter der Einnahme des
Antihistaminikums
Telfast
erwar
tungsgemäs
s eine negative-Reaktion gezeigt habe
. Sowohl in dieser Klinik als auch im Spital
F._
und dem Universitätsspital
D._
seien im Jahr 2016
all
ergologische
Blutuntersuchungen durchgeführt
worden
, die übereinstimmend keine po
sitiven Reaktionen auf Typ 1-All
ergien
gezeigt hätten
, obwohl im
S
pital
B._
mit 112 Allergenen ein sehr grosse
s Testspektrum zur Anwendung gekommen sei
. Die nur in einem unter irregulären Bedingungen durchgeführten Prick-Test nachgewie
senen zahlreichen Typ 1-Al
lergien, die möglicherweise zu
mindest teilweise das breite
Beschwerdebild der Beschwerdeführerin erklären
könnten
,
seien
somit nur sehr bedingt
aussagekräftig.
Für ein mögliches i
mmu
no
logisches Geschehen spreche
die Angabe der
Beschwerdeführerin
, nach einer Hyposensibilisierungsbehandlung hätten sich die meisten Beschwerden deutlich verschlechtert und unter hochdosierter
Antihistaminikagabe
sei eine gewisse, jedoch keine befriedigende Besserung eingetrete
n.
Umso wichtiger sei eine fun
dierte
allergologische
Abklärung. Zusammenfassend führte
Dr.
N._
aus, aus dermatologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (S. 24 ff.).
Dem rheumatologischen Teilgutachten von
Dr.
O._
, Facharzt für Physi
kalische Medizin und Rehabilitation, Sozialmedizin und Sportmedizin, kann ent
nommen werden, dass
sich i
n der hiesigen Untersuchung kein ausreichendes Korre
lat
für die
reklamierten Beschwerden
ergeben habe
. Die spontane Beweg
lich
keit
sei
weitgehend frei und ungehindert
gewesen. I
nsbesondere im Bereich
der oberen Extremitäten habe
eine Hypermobilität
bestanden
. Ein
radikuläres
Schmerzprojektions- ode
r sensibles Störungsmuster lasse
sich nicht ableiten, auch
keine umschriebene Parese. Die dargebotene Einschränkung der
Wirbelsäulen
beweglichkeit sei
ohne Korrelation in der spontanen Mobilitätsbeobachtung
geblieben
und die Versicherte
habe
nicht namhaft schmerzgeplagt
gewirkt
. In den rad
iologischen Bildbefunden hätten
lediglich degenerative Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke im unteren LWS-Bereich nachgewiesen werden
können
.
Die Bildbefunde seien
alterstypisch und ohne eigenständigen Krankheitswert.
Die
l
aborchemische
n
Untersuchungen
seien
unauffällig ohne Nachweis einer
ent
zünd
lichen Aktivität
gewesen, obwohl die Beschwerdeführerin
im Rahmen der Begut
achtung angegeben habe
, an einer starken Erkältungserkrankung zu leiden. Für
eine Erkrankung aus dem rheum
atologischen Formenkreis bestehe
sowohl kli
nisch als auch aktenkundig kein ausreichender Anhalt.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe daher keine Arbeitsunfähigkeit (S.
32 f.).
Dr.
P._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
schilderte in seinem psychiatrischen Fachgutachten,
i
m hiesigen AMDP-konform erhob
enen psy
chiatrischen Befund seien
keine Beeinträchtigungen zu beobachten, insbeson
dere Stimmung und Antrieb und affektive
Schwingungsfähigkeit würden
weit
geh
end unbeeinträchtigt
wirken, weshalb
eine affektive Erkrankung nicht ICD-10-kon
form zu diagnostizieren
sei
. Auch eine anderweitige psychiatrische
Erkrankung liege nicht vor.
E
i
ne Angst- oder Zwangserkrankung respektive eine
Persön
lich
keitsstörung
oder Suchterkrankung sei
nicht zu diagnostizieren, da die entspre
chenden ICD-10 Kriterien fehlen
würden
.
Eine
Traumafolgestörung
bestehe
eb
en
falls nicht mehr.
Eine somatoforme Schmerzstörung oder gastrointestinale Funk
tionsstörung
würde
ebenfalls nicht vor
liegen.
Der weitgehend unbeeinträchtigte klinische
Eindruck sowie die erhaltene All
tagsselbst
ändigkeit und soziale Ein
bindung
würden
ebenfalls gegen das Vorliegen einer invalidisierenden psychia
trischen Erkrankung
sprechen
. Die niedrige Intensität der psychoth
erapeutischen
Behandlung spreche
eben
so
gegen eine
höhergradige
psychische Beein
träch
ti
gu
ng. Zusammenfassend sei
somit eine psychiatrische Erkrankung mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit nicht mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit zu erkennen
(S.
39 f.).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die beteiligten Spezialärzte zusammen
fassend aus, in der zuletzt ausgeübten wie auch einer adaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin aus interdisziplinärer Sicht zu 100
%
arbeitsfähig.
Es bestehe ein mögliches atypisches
atopisches
Syndrom. Diesbezüglich sei eine erweiterte stationäre Diagnostik sinnvoll. Im Anschluss könne gegebenenfalls noch zu ver
meidenden
allergenen
Expositionen Stellung genommen werden. Der jetzige Sta
tus habe vorerst keinen positiven Beleg für eine
allergol
ogische
Erkrankung mit namhaftem
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten oder einer vergleich
baren (Büro-)Tätigkeit ergeben (S. 40).
3.1
1
In ihrer an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin adressierte
n
Stellung
nahme zum
Medas
-Gutachten vom 2
3.
Mai 2018 führte die Psychotherapeutin
K._
aus,
in der
psychiatrischen
Expertise werde
berichtet, dass die
Versicherte
nicht beeinträchtigt und nicht
wesentlich schmerzgeplagt wirke. Dies sei
der sub
jektive Eindruck des Gutachters; die Beschwerdeführerin fühle
sich von den seit Jahren bestehenden somatischen Beschwerden und der vermutlich daraus resultierenden Erschöpfung subjektiv sehr beeinträchtigt.
Es sei
wichtig
, diesen
Umstand mö
glichst gut zu objektivieren. Es werde ein psychopathol
ogischer Status nach AMDP erhoben, weitere Untersuchungen
würden keine erwähnt
. Die Konzentrat
ion und Aufmerksamkeit beurteile
Dr.
P._
als unauffällig, im Bericht von
Dr.
O._
sei
im Rahmen der Sozialanamnese von deutlichen Problemen die Rede. Um diesen Befund zu objektivieren
,
empfehle
sie
dringend eine erneute neuropsychologische Untersuchung
. Eine durch das
Psychiatriezentrum
I
._
im September 2016 durchgeführte
neuropsychologische Untersuchung habe aus neuropsychologischer Sicht eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Beruf und in der Alltagsbewältigung um 10-30
%
festgestellt.
Eine
am
8.
August 2017 durchgeführte
neurologische Abklärung
habe versucht,
die rezidi
vierenden a
na
mnestischen Lücken a
ufzuklären. In der Untersuchung hätten sich keine Hinweise für ein epilepti
sches Geschehen
gefunden. Die
a
na
mnestischen Lücken
seien als
funktionell beschrieben
worden
. Zu diesen a
namnestischen Lücken nehme
das Gutachten keine Ste
llung, obwohl diese «Blackouts»
von der Beschwerdeführerin beschrieben worden seien
. Stressbedingtes dissoziatives Erle
ben, welches auf eine hohe emotionale Belastung der
Versicherten hinweisen würde, sei
durchaus möglich.
Sie
könne
nicht bestätigen, dass die Stimmung der
Beschwerdeführerin
euthym
und schwingungsfähig sei
. Über die
gesamte Thera
pie
zeit von über zwei
Jahre
n habe sie
eine mehrheitlich
dysthyme
Stimmung sowie eine Affektlabilität und leicht reduzierte Schwingungsfähigkeit
beobachtet
.
Des Weiteren sehe sie
deutliche Beeinträchtig
ung
en
im Antrieb.
Die hohe Leis
tungs
orientier
ung und Gewissenhaftigkeit
der Beschwerdeführerin lasse
sie ver
mut
lich
bezüglich
Antrieb kompetente
r wirken als sie tatsächlich sei; dies sei aber m
it einer enormen Anstrengung verbunden.
Schuldgefühle und Insuffi
zienzer
le
ben sei
en
Haupt
themen der
Psychotherapie und
würden die Beschwerdeführerin be
las
ten. Die Psychotherapeutin diagnostizierte eine mittelgradige depressive Epi
sode
ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10) sowie einen Status nach post
trau
ma
tischer Verbitterungsstörung (ICD-10 F43.8) und posttraumatischer Belas
tungsstörung (ICD-10 F43.1).
Die Beschwerdeführerin habe 2
016
ihre psycho
the
rapeutische Behandlung
begonnen
, nach
dem sie ihren
Job verloren habe
und dadurch psychisch sehr belastet
gewesen sei
.
Es sei
durch die jahrelange
n
un
kla
ren und doch sehr belastenden somatischen Beschwerden zu
m
Jobverlust und als Folge zur psychischen Dekompensation
gekommen
. Vermutlich
sei ein
wichtiger
,
vor allem den Selbstwert stabilisierender
Faktor weg
gefallen
; die Belastungen durch die körperlichen Beschwerden
hätten
nicht mehr kompensiert werden
kö
nnen
. Die gena
nnte depressive Symptomatik könne
somit durchaus als emo
tionale Erschöpfung gesehen werden. Da bezüglich
der somatischen
Beschwerden bisher keine abschliessende Diagnose gestellt werden konnte,
aufgrund der Dauer und der
mangelnden
Therapieresponsivität
de
r Verlauf eher für eine
Chroni
fizie
rung
spreche
und die
Beschwerdeführerin
dadurch wenig Aussicht auf Besserung hinsichtlich
der
somatischen Probl
eme sehe
,
werde
vermutlich die depressive Symptomatik aufrechterhalten
.
Ein phasenartige
r
Verlauf mit einer (Teil-)Re
mis
sion
sei
nicht erkennbar.
Zur Validierung sei eine erneute neuropsychologische Untersuchung mit Fokus auf die berichteten Depressions- und Erschöp
fungs
symp
tome und deren Auswirkung auf die Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit wichtig. Aufgrund der psychischen Störung mit mittlerweile chronischem Verlauf liege eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 7/86).
4.
4.1
Das Gutachten der
Y._
vom
5.
April 2018, gestützt auf welches die Be
schwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ablehnte, nimmt umfassend Stellung zur Frage der weiterhin vorhandenen Gesundheitsstörungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsf
ähigkeit der Beschwerdeführerin, beruht auf allseitigen Unter
su
chungen, berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden, erging in Kenntnis der
Vorakten
und enthält begründete Schlussfolgerungen.
Sofern – was von der Beschwerdeführerin bestritten wird (
Urk.
1 S. 4 ff.) – die gut
achterliche Darlegung der medizinischen Zusammenhänge beziehungsweise die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, kann auf das Gutachte
n abgestellt werden (vgl. E. 1.4
hievor
).
4.2
4.2.1
Die von der Beschwerdeführerin betreffend die internistische Untersuchung vor
g
ebrachten Rügen (
Urk.
1 S. 5 f
.
)
vermögen an der Beweiskraft
der Expertise nichts zu ändern. Dies gilt selbst dann,
wenn
der Vorwurf,
gewisse gutachterliche Angaben
seien ungenau und diffus (
Urk.
1 S. 5) zutrifft
, weshalb sich Weite
rung
en hierzu erübrigen.
Z
u ergänzen ist zudem
, dass auch
eine
chronische Sinusitis
(Urk. 1 S. 6) – der die Beschwerdeführerin seit März 2013 behandelnde Dr.
G._
berichtete von einer
Rhinokonju
n
ktivi
tis
allergica
(
Urk.
7/36/6-9 S.
1) – zu keiner massgeblichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit
in der ausgeübten Tätigkeit als Büromitarbeiter
in
(und in einer adaptierten Arbeit)
führen würde.
Im Einklang damit steht, dass
der
Facharzt
für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
Dr.
E._
, der
eine chronisch allergische
Rhinopharyngolaryngitis
diagnostizierte, ebenfalls
ei
ne volle Arbeitsfähigkeit – dies auch im Wissen der rechtsseitigen Lymphkno
ten
schwellung
(vgl.
Urk.
1 S.
6)
– attestierte (Bericht vom
5.
April
2016 [
Urk.
7/47/45-47]).
Im vom Rheumatologen – und nicht der Internistin
, weshalb auch die im Messblatt angegebenen Schmerzen keinen Eingang in das internis
tische Fachgutachten fanden (
Urk.
1 S. 6)
– ausgefüllten Messblatt ist, wie die Beschwerdeführerin zutreffend erwähnt (
Urk.
1 S. 6), ein Finger-Boden-Abstand von 22 cm angegeben (
Urk.
7/81 S. 59). Anlässlich der rheumatologischen Unter
suchung betrug im
Langsitz
der Fingerspitzen-Zehenabstand hingegen lediglich
noch 13 cm (Urk.
7/81 S. 31)
, ohne dass hierfür eine Erklärung ersichtlich ist
.
Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Expertin setze sich nicht mit den seit Jahrzehnten rezidivierend auftretenden Infektionskrankheiten mit Betei
li
gung von Nase, R
achen, Bronchien, Lungen und
den
Dysphagie
/Dyspn
o
e-Epi
soden auseinander (S. 6), betrifft, geht – wie bereits erwähnt – aus dem Bericht von Dr.
E._
hervor, dass aus
oto-rhino-laryngologischer
Sicht keine Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit besteht (
Urk.
7/47/45-47 S. 2). Vor diesem Hin
tergrund erübrigt sich eine eingehende Besprechung der entsprechenden Be
schwer
den.
4.2.2
Die
(unterlassene) Präzisierung hinsichtlich des zeitlichen Auftretens der
Schwel
lung von Lippe und Zunge
wie auch die fehlende Auflistung von
Pulmicort
in der Medikamentenliste
(
Urk.
1 S. 6 f.)
– diesbezüglich wurden ohnehin einzig die fachbezogenen Medikamente aufgeführt (
Urk.
7/81 S. 23), worunter
Pulmicort
nicht gehört –
sprechen
nicht
gegen die Beweistauglichkeit des
dermatologischen
Gutachtens. Mit der Aussage, als Erklärung für die Beschwerden sei – nebst
verschiedenen anderen Diagnosen – eine
Histaminintoleranz
diskutiert worden (
Urk.
1 S. 7), brachte der
Y._
-Gutachter lediglich zum Ausdruck, dass eine abschliessende diagnostische Einordnung (noch)
nicht möglich war (Urk.
7/81 S.
24).
Nicht ersichtlich ist sodann, weshalb der Dermatologe
N._
nicht in der Lage sein soll, die Beschwerden der Versicherten kompetent zu beurteilen (
Urk.
1 S. 6). Insbesondere ist nicht
einleuchtend
, weshalb hierfür zusätzlich ein Allergologe nötig sein soll
. Denn Teil der dermatologischen Fachausbildung ist
unter anderem
, sich – sowohl theoretisch wie auch praktisch – vertiefte Kennt
nisse der Epidemiologie, Physiopathologie und Klinik der allergischen Krank
hei
ten anzueignen
,
die Indikationsstellung, Technik und Beurteilung der
epikuta
nen
und
perkutanenen
Tests zu beherrschen sowie Kenntnisse der
Haptene
und Aller
gene zu erlangen
(
www.siwf.ch
,
Weiterbildungsprogramm
vom 1.
Januar 2019 für den Facharzt für Dermatologie und Venerologie, zuletzt besucht am
6. Januar 2020
).
Im Wesentlichen dasselbe gilt auch für die Facharztausbildung für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Deutschland
(vgl.
www.bundesaerztekammer.de
, Musterweiterbildungsordnungen, zuletzt besu
cht am 6. Januar 2020).
Die Fach
kompetenz von
Dr.
N._
erstreckt sich damit auch auf
allergologische
Leiden.
Die vom Experten empfohlene stationäre Abklärung wurde vor dem Hintergrund der (noch immer) unklaren
diagnostischen Einordung der Beschwerden
gestellt. Diesbezüglich sei es sinnvoll – so der Gutachter – die bisherige Medikation, ins
besondere die
Antihistaminika
abzusetzen, um unter standardisierten Beding
ungen
allergologisch
an der Haut testen zu können, gegebenenfalls einschliesslich oraler,
verblindeter
Provokationstestungen bei zahlreichen berichteten Nahrungs
mittelallergi
en (Urk.
7/81 S. 26 und S. 40).
Diesbezüglich ist zu ergänzen, dass es für die Leistungsberechtigung in der Invalidenversicherung nicht
auf die genaue Diagnose ankommt
, sondern auf die erwerblichen Auswirkungen eines Gesund
heits
schadens an sich (Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_811/2013 vom 6.
Februar 2014 E. 4
.2
).
Angesichts dessen
, dass die in den medizinischen Akten angegebe
nen multiplen Typ 1-Sensibilisierungen mittels eines grundsätzlich
unter irregu
lären Bedingungen durchgeführten
Prick-Tests erhoben wurden, weder anlässlich der Testung im
Spital
B._
, im Universitätsspital
D._
und im Spital
F._
, wobei in Ersterem mit 112 Allergenen ein sehr grosses Testspektrum
zur Anwendung gelangte, positive Reaktionen auf Typ 1-Allergien gezeigt werden
konnten und unter hochdosierter
Antihistaminikagabe
eine gewisse – nach Anga
ben der Beschwerdeführerin jedoch keine befriedigende – Besserung eingetreten ist (
Urk.
7/81 S. 25),
erscheint eine fehlende Einschränkung des Leistungsver
mögens der Beschwerdeführerin in der bisherigen Bürotätigkeit nachvollziehbar, zumal jene in der Regel nicht mit erheblichen
allergogenen
Belastungen einher
geht.
Letzteres gilt auch für eine leidensangepasste Arbeit.
4.2.3
Die von der Beschwerdeführerin gerügten ungenauen Angaben im rheumato
lo
gischen Gutachten (
Urk.
1 S. 7 f.) vermögen die Beweiswertigkeit der Expertise ebenfalls nicht in Abrede zu stellen. Inwiefern eine
Kniescheibe, die luxiert werden (
Urk.
1 S. 7), das heisst aus ihrem Gleitlager herausspringen kann, zu einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen kann, ist sodann nicht zu sehen. Hinzu kommt, dass die Verrenkung der Kniescheibe bei der Be
schwerdeführerin ohne traumatische Ursache
möglich ist und sie sich deswegen
bislang
nicht in ihrem Leistungsvermögen beeinträchtigt sah. Was die beklagten Knieschmerzen betrifft (
Urk.
1 S. 7)
, ist anzumerken, dass Schmerzen an sich noch keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähig
keit bedingen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 994/06 vom 29. August 2007 E.
3.3 mit Hinweisen). Zu ergänzen ist abschliessend,
dass die gutachterliche Untersu
chung kein ausreichendes Korrelat für die reklamierten Beschwerden ergab. Die spontane Beweglichkeit war weitgehend frei und ungehindert. Während der
Anam
neseerhebung konnte keine Schonhaltung, kein Schongang und kein Schon
sitz beobachtet werden (
Urk.
7/81 S. 29 und S. 32).
4.2.4
Auch wenn das
Antidepressivum
Escitalopram
– wie von der Beschwerdeführerin ausgeführt (
Urk.
1 S. 8) – erst
im März 2018 und nicht bereits im Januar 2018
abgesetzt wurde
(vgl.
hierzu auch die gegenüber dem Rheumatologen gemachten
, ohne die Erwähnung von
Escitalopram
erfolgten
Angaben zur
medikamentösen Therapie
[
Urk.
7/81 S. 28])
,
fällt auf, dass die Beschwerdeführerin
–
trotz von der behandelnden
Psychotherapeutin
diagnostizierter mittelgradiger depressiver
Epi
sode
– keine antide
pressiven Medikamente mehr einnimmt (
Urk.
7/86 S. 2 f.
; siehe auch
Urk.
10 S. 6
).
N
ach Absetzen des
Escitaloprams
konnte
sodann
objek
tiv keine Veränderung der psychopathologischen Symptome beobachtet werden (
Urk.
7/86 S. 3).
Mit Blick darauf, angesichts des geschilderten
aktiven
Sozial
lebens mit einer intakten Partnerschaft und einem Freundeskreis wie auch auf
grund der Tatsache, dass sie für ihre beiden Kinder sorgen und den Haushalt – unter Mithilfe ihrer Mutter – erledigen kann (
Urk.
7/81 S. 37), vermag die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters zu überzeugen.
Auch für die Zeit vor der Begutachtung im Januar 2018 war nach der überzeugenden Beurteilung des psychiatrischen Gutachters von ausreichenden Ressourcen für eine Arbeitstätig
keit auszugehen (vgl. Urk. 7/81 S. 45; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2018 vom 2. Dezember 2019 E. 4.3).
Die Kritik, der psychiatrische Experte habe seine nach den AMDP-Richtlinien erhobenen Befunde nicht durch weitere Testver
fahren abgesichert (
Urk.
1 S. 9),
zielt deshalb ins Leere, weil die Rechtsprechung solchen Testverfahren höchstens ergänzende Funktion zuerkennt, während die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhal
tens
beobachtung entscheidend ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_207/2015 vom
5.
Juni 2015 E. 4.2 mit weiterem Hinweis).
Sowohl bei der internistischen und der rheumatologischen Untersuchung als auch bei der psychiatrischen Untersuchung wurde die Versicherte als freundlich und zugewandt beschrieben (Urk. 7/81 S. 19, 7/81 S. 29, 7/81 S. 37 f.). Hinweise dafür, dass die Affektivität durch den psychia
trischen Gutachter nicht korrekt erfasst worden wäre, finden sich somit nicht (vgl. Urk. 1 S. 8 f.).
In Bezug auf die divergierende Beurteilung der
Psychotherapeutin
K._
–
die über keinen Facharzttitel
in Psychiatrie und Psychotherapie verfügt (vgl.
hiezu
auch E. 1.3
hievor
, wonach die Annahme eines invalidenversicherungsrechtlich bedeutsamen psychischen Gesundheitsschadens eine
r
fachärztlich festgestellte
n
psychische
n
Krankheit bedarf
)
– ist
schliesslich anzumerken, dass die psychia
trische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei ist. Si
e eröffnet der begutachtenden
psychiatrischen Fachperson deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychia
trische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern lege
artis
vorgegangen worden ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medi
zinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag geht es nicht an, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnde Ärzte
schaft nachträglich zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangt oder an vor
gängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhält. Anders verhält es sich lediglich, wenn die behandelnden Ärztinnen und Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts 9C_363/2018 vom 10. Oktober 2018 E. 4.2.3 mit weiteren Hinweisen). Dies ist insbesondere beim Bericht
der Psycho
thera
peu
tin
K._
vom 2
3.
Mai 2018 (
Urk.
7/86)
nicht der Fall. Diesem fehlt im Übrigen ohnehin eine konkrete Äusserung hinsichtlich des Umfangs der attestierten Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 4).
Diesbezüglich erstaunt
ausserdem
, dass die Therapeutin die Therapiefrequenz unter anderem auch von ihren Ressourcen abhängig macht (S. 3).
4.2.5
Durchaus einleuchtend ist sodann, dass die von der Beschwerdeführerin beschrie
bene Erschöpfung im Rahmen einer depressiven Erkrankung gesehen werden kann (
Urk.
7/81 S. 47). Da eine solche nicht zu erkennen ist,
sind
die Ausfüh
rungen der Beschwerdeführerin hierzu
nicht relevant
.
4.3
Zusammenfassend sind keine Gründe ersichtlich,
die gegen die Beweistaug
lich
keit des Gutachtens der
Y._
sprechen.
Daran ändern
auch d
i
e im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte der Neuropsychologin
Q._
vom
1
7.
Oktober 2018 (
Urk.
10) und der Psychotherapeutin
K._
vom 1
5.
März 2019 (
Urk.
15) nichts, zumal diesen, da für die Beurteilung des Gesundheitszustands in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich der Zeitpunkt des Verfügungserlasses (hier: 2
7.
Juni 2018) massgebend ist (BGE 129 V E. 1.2), ohnehin die zeitliche Relevanz fehlt.
Hinzu
kommt, dass beiden Stellungnahmen keine konkrete Aussage zur vorhandenen Arbeitsfähigkeit entnommen werden kann.
5.
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
900.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).