Decision ID: 3e0ae573-5f85-4071-97c0-d6ac6c33ac65
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1962
geborene
X._
hat keine berufliche Ausbildung absol
viert und
war von 1987 bis 2005 als Gipser tätig. Ab März 1991 war er
be
i der
Z._
,
A._
, angestellt. P
er 31. März 2005
wurde das Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitg
eberin gekündigt (
Urk.
7/2, 7/6,
7/10
und 7/
17
)
.
Der Versicherte hatte am 10. Juni 2003 eine Kniedistorsion links
mit einer Läsion des medialen
Meniskushinterhorns
und einer Partialruptur des vorderen Kreuzbandes
erlitten
(
Urk.
7/15/81 f.) Am
12. Oktober 2006
zog er sich bei einem Sturz in der Badewanne eine distale, mehrfragmentäre, intraartikuläre Radius
fraktur
links
zu
(
Urk.
7/
15/128 f.)
.
Mit Verfügung vom 29. September 2008
sprach ihm d
er zuständige Unfallversicherer,
die
Suva,
eine Invalidenrente von 27 % sowie eine
Integritätsentschädi
gung von 10 % zu
(Urk. 7/30)
.
Nach
dem sich
der
Versicherte am
1
1.
April 2008
bei der Invalidenversiche
rung
zum Leistungsbezug
angemeldet hatte
(
Urk.
7/2)
, holte
die
Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich
,
IV-Stelle, insbesondere
ein
polydiszipli
näres
Gutachten
bei der
B._
ein
(
B._
-Gutachten
vom 2
7.
Januar 2010
,
Urk.
7/53
)
.
Mit Verfügung vom
23. Sep
tember 2010
verneinte
sie
einen Anspruch auf eine Invalidenrente
(
Urk.
7/
61)
. Dieser Entscheid wurde vom Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 3
0.
März 2012 aufgehoben
,
und dem Versicherten wurde für die Zeit zwischen
1.
Oktober 2007 und 3
1.
März 2008 eine ganze und für die Zeit ab
1.
Mai 2009 eine
Viertel
s
r
ente zugesprochen (Verfahren IV.2010.01033,
Urk.
7/73).
Gegen dieses Urteil wurde kein Rechtsmittel ergriffen.
1.2
Im Jahr
2013 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision
ein, wobei sie
zunächst nebst einem vom
Versicherten
ausgefüllten Fragebogen (
Urk.
7/100) Berichte der behandelnden Ärzte ein
holte
(
Urk.
7/102/6 f., 7/103).
Die Prüfung der
beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten des weiterhin erwerbslosen Versicherten (
vgl.
Urk.
7/105
, 7/108) schloss sie mit Mitteilung vom 1
9.
Februar 2014 unter Hinweis darauf, dass aufgrund des Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Mass
nahmen möglich seien, ab (
Urk.
7/109).
Die seitens der Suva eingeleitete Renten
revision endete im März 2015 mit der Beibehaltung der zugesprochenen Rente (
Urk.
7/121).
Nach Erhalt zahlreicher medizinischer Berichte
(
Urk.
7/114, 7/116, 7/117/6 f., 7/119, 7/122, 7/126/5 f., 7/127 und 7/129)
liess die IV-Stelle den
Versicherten durch das
C._
polydisziplinär begutachten (
C._
-Gutachten vom
2
1.
April 2016 [
Urk.
7/149
] sowie ergänzende Stellungnahme vom 3
1.
Mai 2016 [
Urk.
7/153]
).
Mit Vorbescheid vom 2
6.
Juli 2016 stellte
sie
dem Versicherten
ausgehend von einem Invaliditätsgrad
von 30
%
die Einstellung der Rente in Aussi
cht (
Urk.
7/156), wogegen dieser unter
Beilage verschiedener medizi
nischer Berichte (
Urk.
7/160
) Einwand
erhob
(
Urk.
7/162)
.
I
n einem neuen Vorbescheid vom 2
3.
August 2017
änderte die IV-Stelle
die Begrün
dung
der
von ihr in Betracht gezogenen
Rentenaufhebung
und er
mittelte
einen
Invaliditätsgrad von 12
%
(Urk.
7/167).
Der
Versicherte
erhob dagegen wiederum
Einwand (
Urk.
7/171)
und informiert
e die IV-Stelle über eine am 3.
Oktober 2017 vorgenommene Schulteroperation (
Urk.
7/174).
Am
5.
Februar 2018
stellte
diese wie angekündigt
die Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung der Verfü
gung folgenden Monats
ein
(
Urk.
7/177 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
7.
März 2018 Beschwerde
mit dem Rechts
begehren, die angefochtene
Verfügung sei aufzuheben und ihm sei weiterhin die ursprüngliche Viertelsrente auszurichten.
Eventualiter sei die Verfügung aufzu
heben und die Sache zur ergänzenden
medizinischen Abklärung und zu neuem
Entscheid über einen allenfalls veränderten
Rentenanspruch
zurückzuweisen (
Urk.
1
S.
2
).
Seiner Beschwerde legte er neue medizinische Berichte über Unter
suchungen bei, die Anfang 2018 stattgefunden hatten (Urk.
3/3, 3/4, 3/5).
Die
Beschwerdegegnerin
schloss
mit
Beschwerdeantwort vom 1
1.
April 2018
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom 1
2.
April 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG]
).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich
gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung
kann unter Umständen
ein früher nicht gezeigtes Verhalten eine im Sinne vo
n
Art.
17
Abs.
1 ATSG relevante
Tatsachen
änderung darstellen, wenn es sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Rentenanspruchs auswirken kann. Dies trifft etwa zu bei Versicherten mit einem Beschwerdebild, auf da
s die Rechtsprechung gemäss BGE
141 V 281 anwendbar ist, wenn ein Ausschlussgrund vorliegt, das heisst die Leistungsein
schränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht,
die eindeutig über die bloss (unbewusste) Tendenz zur Schmerzausweitung und
–
verdeutlichung
hinausgeht (zum Ganzen: Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_380/2019 vom 1
1.
Oktober 2019
E. 4.1 und
8C
_
825/2018 vom 6.
März 2019 E. 6.1).
Ist im Einzelfall ein solcher Grund gegeben, ist ein Revisionsgrund nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG zu bejahen und der Rentenanspruch umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3).
E
s liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krank
heitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisie
rung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachver
ständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verd
eutlichendes Verhalten hin (BGE
141 V 281
E. 2
.2.1
mit Hinweisen).
Wann ein Verhalten (nur) verdeutlichend und unter welchen Voraussetzungen die Grenze zur Aggravation und vergleichbaren leistungshindernden Konstella
tionen überschritten ist, bedarf einer einzelfallbezogenen, sorgfältigen Prüfung auf einer möglichst breiten Beobachtungsbasis auch in zeitlicher Hinsicht (SVR 2015 IV Nr. 38 S. 121, 9C_899/2014 E. 4.2.2; Urteile des Bundesgerichts 9C_462/20
19 vom 1
8.
Dezember 2019 E. 4.2 und
9C_658/201
8 vom 1
1.
Januar 2019 E. 4.1).
Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vornhe
rein keine
Grundlage für eine Invalidenrente,
selbst
wenn die
klassifikatorischen
Merkmale einer Störung gegeben
sein sollten (vgl.
Art.
7 Abs.
2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselb
ständigten Gesundheitsschädigung auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2.2 mit Hinwei
sen; Urteile
des Bundesgerichts
8C_825/2018 vom
6.
März 2019 E. 8.3 und 9C_501/2018 vom 1
2.
März 2019 E. 5.1).
1.6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid
vom
5.
Februar 2018 (
Urk.
2) zusammengefasst
auf den Standpunkt, dass entgegen der im
ersten
Vorbescheid vertretenen Auffassung nicht von einer Verbesserung des gesund
heit
lichen Zustandes auszugehen sei.
In dieser Hinsicht
sei
daher
kein Revisions
grund gegeben. Hingegen
stelle das erstmals im Revisionsverfahren
gezeigte
und klar ausgewiesene
Aggravationsverhalten
einen Revisionsgrund dar.
Dieses gelte ausserdem als Ausschlussgrund für eine Gesundheitsbeeinträchtigung.
Die Neubeurteilung der Gesamtsituation führe dazu, dass von einer gänzlichen
Arbeitsfähigkeit für sämtliche körperlich leichten Tätigkeiten auszugehen sei. Der neu ermittelte Invaliditätsgrad betrage
12
%
, weshalb kein Anspruch
mehr auf eine Invalidenrente
bestehe
.
2.2
Der Beschwerdeführer bestr
itt in seiner Beschwerdeschrift vom
7.
März 2018
im Wesentlichen
das Vorliegen einer Aggravation.
Von einer solchen sei weder im
B._
-Gutachten
noch im Urteil des
Sozialversicherungsgerichts
vom
3
0.
März 2012 die Rede
gewesen
. Auch der behandelnde Facharzt spreche nicht von einer Aggravation, sondern halte die pathologisc
hen Prozesse für objektivierbar. Die
Erwerbsfähigkeit sei durch die Beschwerden unverändert wesentlich beeinträch
tigt.
Da es sich beim vorliegenden Beschwerdebild nicht um einen Anwendungs
fall der neuen Schmerzrechtsprechung handle, sondern um einen organisch begründeten Gesundheitsschaden, sei eine Konsistenzprüfung nicht gerechtfertigt
(
Urk.
1 S. 7).
Das objektivierbare und multimorbide somatische Beschwerdebild in Wechselwirkung mit der psychischen Beeinträchtigung als blosse Aggravation abzutun, sei im konkreten Fall weder begründet noch nachvollziehbar. Sollten seine Angaben bezüglich der somatischen
Beschwerden widersprüchlich respek
tive übertrieben aufgefasst worden sein, was bestritten werde, seien diese subjek
tiven Schilderungen höchstens im Rahmen einer Verdeutlichung zu verstehen (
Urk.
1 S. 10).
Im Weiteren sei d
er Vo
rwurf der Aggravation
nur im neuropsy
chologischen
Teilgutachten erhoben w
orden und habe keinen Eingang in das
Gesamtgutachten gefunden.
Explizit sei
dort
die Frage nach Verdeutlichung
und Aggravation verneint worden;
die festgelegte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
sei
unter Ausschluss von Aggravation zustande gekommen
. Da
als Rechtsgrundlage für eine Leistungseinstellung weder ein Revisionsgrund aus medizinischer Sicht noch in Form eines Ausschlussgrundes vorliege, trage die Beschwerdegegnerin die Folgen der Beweislosigkeit. Folglich bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Viertelsrente
(
Urk.
1 S. 11)
.
Eventualiter sei im Falle begründeter Zweifel an der Feststellung des medizinischen Sachverhalts eine Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen angezeigt (
Urk.
1 S. 13).
3.
3.1
Das
Sozialversicherungsg
ericht
stützte sich
in seinem Urteil vom 3
0.
März 2012 (
Verfahren IV.2010.01033,
Urk.
7/73)
mit welchem dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom
1.
Oktober 2007 bis 3
1.
März 2008 eine ganze Rente und für die Zeit
ab
1.
Mai 2009 eine Viertelsrente zugesprochen wurde
in medizinischer Hinsicht
auf die
Beurteilung der
B._
-Gutachter vom 2
7.
Januar 2010, welche
im Wesentlichen
folgende
,
die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Diagnosen
stellten (
Urk.
7/53/20 f.):
-
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Funktions- und Belastungsdefizit des linken Handgelenks (ICD-10 M25.53)
bei Status nach distaler mehrfragmentärer intraartikulärer Radiusfraktur 10/06,
nach dorsale
r
Plattenosteosynthese 10/06 und nach Metallentfernung 09/07
-
belastungsabhängige
Gonalgien
links (ICD-10 M17.9)
bei medialer Gon
arthrose Grad I-II und Status nach traumatischer Kniedistorsion links 06/03 mit Läsion des medialen
Meniskushinterhorns
und partieller Ruptur des vorderen Kreuzbandes
,
arthroskopischer
Teilresektion des dorsalen Risses des medialen Meniskus 07/03 und
arthroskopischer
partieller medialer Meniskus- und
Plicaresektion
10/07
-
chronisches
thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 F54.4)
bei
myostatischer
Insuffizienz mit entsprechenden
muskuloliga
mentären
Überlastungsreaktionen, kernspintomographisch 08/08 und 01/09 leichten degenerativen Veränderungen L4-S1, ohne Nachweis einer Diskushernie
.
Der Beschwerdeführer habe im Rahmen der damaligen Untersuchungen über Schmerzen im Zervikal- und Lumbalbereich sowie im Bereich des linken Knie- und Handgelenks geklagt.
Die
Gutachter
gelangten
im interdisziplinären Konsens
zum Schluss,
dass
das gesamte Ausmass der geklagten Beschwerden auf der Grundlage der objektiven medizinischen Befunde nicht erklärt werden könne.
Als Ursache für das verstärkte Schmerzerleben sei
im Rahmen der psychiatrischen Exploration
eine anhaltende somatoforme Schm
erzstörung festgestellt worden, welche
durch die gleichzeitig bestehende leichte depressive Episode verstärkend beeinflusst
werde
.
Aus rheumatologischer Sicht s
ei dem
Beschwerdeführer
der
ange
stammte
Beruf als Gipser nicht mehr
zumutbar.
Für leidensangepasste, insbesondere leichte bis gelegentlich mittelschwere und wechselbelastende
Tätig
keit
en ohne Belastungen für die linke Hand und das linke Handgelenk bestehe jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Aufgrund der psychischen Komorbidität sei diese um 20
%
vermindert.
Die vollständige Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die angestammte Tätigkeit liege seit dem 1
2.
Oktober 2006 vor.
Unter Berück
sichtigung postoperativer Rekonvaleszenz sei der Beschwerdeführer danach bis Dezember 2007 auch für leidensadaptierte Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Anschliessend habe aus somatischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestanden. Die von psychiatrischer
Seite attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten gelte seit dem Beginn der psychiatrischen Behandlung im Februar 2009 (
Urk.
7/53/21 f.).
3.2
3.2.1
Im Zuge des
im Jahr 2013 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin beim
C._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, welches am 2
1.
April 2016 vorgelegt wurde. Diesem sind folgende Diagnosen
mit Auswirkun
gen
auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (
Urk.
7/149/60):
-
Bewegungseinschränkung linkes Handgelenk bei geringer posttrauma
tischer Handgelenksarthrose nach distaler mehrfragmentärer intraartiku
lärer und dorsaler Plattenosteosynthese 10/06 sowie nach Metallentfer
nung 09/07
-
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei
erosiver
Osteochondrose
L4/L5 und Haltungsinsuffizienz mit Hohlrundrücken, aktuell ohne
radikuläre
Reizung
-
rezidivierende depressive Störung, derzeit leichte depressive Störung
(ICD-10 F33.0)
.
In Bezug auf folgende Diagnosen wurde demgegenüber ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneint (
Urk.
7/149/60 f.):
-
Wandsklerose der
Carotisbifurkation
rechts
-
Plaques der
Arteria
femoralis
communis
beidseits (PAVK Stadium I)
-
Risikofaktoren: Positive Familienanamnese, Nikotinkonsum, Adipositas, anamnestisch Belastungshypertonie, Hypercholesterinämie
-
cervicales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Reizung
-
posttraumatische
Coccygodynie
(1997)
-
beginnende mediale Gonarthrose links
-
Senk-Spreiz-Plattfuss mit
Faszitis
plantaris
beidseits
-
interdigitale Mykose der Zehen links 4/5, rechts 2/3, 3/4 und 4/5
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
.
3.2.2
Von internistischer Seite
hielt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
fest
, dass die Untersuchung
altersentsprechend normal verlaufen sei und keine Hinweise für eine Herzinsuffizienz oder für eine Lungenerkrankung ergeben habe. Auch im Abdominal- und Neurostatus hätten sich keine patholo
gischen Befunde erheben lassen. Zudem könne von einer uneingeschränkten kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus internistischer Sicht lasse sich
weder für die zuletzt ausgeübte
noch für eine dem Alter und dem Habitus angepasste Tätigkeit
eine Einschränkung der A
rbeitsfähigkeit begründen (
Urk.
7/149/63 f.
, vgl. auch
Urk.
7/149/24 f.
).
3.2.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und
Angiologie
,
gelangte in seiner Teilexpertise
zur Auffassung, dass
die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden im Bereich des linken Armes und der linken Schulter
sowie
ausstrahlend vom Rücken
im Bereich der Beine weder arteriell noch klinisch venös zu erklären seien. Aus
angiologischer
Sicht lasse sich daher keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (
Urk.
7/149/31, 7/149/64).
3.2.4
Im Rahmen der chirurgisch-orthopädischen Untersuchung durch
Dr.
med. F._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
hielt diese fest,
der Beschwerdeführer
habe
fast den gesam
ten Körper betreffende Beschwerden angegeben.
Diese hätten sich grösstenteils nicht nachvollziehen lassen.
Namentlich sei der klinische Befund der Halswirbel
säule vollkommen regelrecht und ohne Hinweise auf eine zervikale Nervenwur
zelreizung gewesen.
Ein entsprechendes Korrelat für die Schmerzen in der linken Schulter
, die bereits beim leichten Anheben der Schulter auftreten würden und stärker als vor der Operation seien,
habe ebenfalls nicht gefunden werden können
.
Es hätten sich nur geringe Bewegungseinschränkungen des linken Schultergelen
kes gezeigt, die die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sicher nicht beeinfluss
en würden
(Urk. 7/149/38)
.
Die ständigen Schmerzen im linken Handgelenk mit massiven belastungsabhängigen Schmerzen
– so könne er nicht einmal eine Flasche Wasser halten -
seien nicht nachzuvollziehen gewesen. Insbesondere habe sich radiologisch nur eine geringe Verschmälerung des linken Handgelenk
spaltes gezeigt, was auch in Übereinstimmung stehe mit dem spontanen Einsatz beider Hände ohne jegliche Einschränkungen im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung
beim An- und Entkleiden
.
Überdies habe der Muskelmantel beider Arme keine wesentliche Umfangsdifferenz
a
uf
gewiesen
, was eine einseitige vermehrte Schonung eines Armes ausschliesse.
Aufgrund der klinischen und radiologischen Befunde ergebe
sich
lediglich eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit vermehrter einseitiger
Palmarflexion
der linken
adominanten
Hand. Eine weitere Einschränkung ergebe sich für körperlich schwere Tätigkeiten sowie für Arbeiten mit Zwangshaltungen der Lendenwirbel
säule
, welche
unter anderem
eine gering vermehrte Lordose aufweise
(
Urk.
7/149/39 f.)
.
3.2.5
Dem Teilgutachten von
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
ihm gegenüber von Schmerzen an den
Füssen, im Bereich der Leber, am Rück
en, Hals, beiden Schul
tern und a
n beiden Knien berichtet habe. Er könne keine Treppen mehr steigen und nicht mehr lange stehen, gehen oder sitzen. Zudem sei er nervös und habe Durchschlafstörungen wegen der Schmerzen (
Urk.
7/149/50).
Im Rahmen der Exploration habe sich jedoch kein schmerzgeplagtes Verhalten gezeigt
;
Mimik und Gestik hätten theatralisch gewirkt.
Der Beschwerdeführer habe häufig stereotype, plakative Antworten gegeben. Verschiedene Fragen hätten wiederholt werden müssen, was möglicherweise auf ein Aggravationsverhalten zu
rückzu
führen sei. Auf Nachfrage
habe der Beschwerdeführer jedoch von Problemen mit den Ohren berichtet (
Urk.
7/149/53).
Es hätten sich weder Anhaltspunkte für Bewusstseins- oder Orientierungsstörungen, noch
Wahn, Zwänge, Sinnes
täuschungen
oder Ich-Störungen eruieren lassen.
Das Interview sei durch die Unaufmerksamkeit des Beschwerdeführers etwas erschwert gewesen; eine Leistungsminderung bezüglich Auffassung, Merkfähigkeit oder Gedächtnis habe indes nicht bestanden.
Eingeschränkt gewesen sei der inhaltlich
e
Denkumfang mit
Verhaftetsein
auf ein Thema und Fixierung auf wenige Zielvorstellungen. Im Weiteren sei die affektive Modulationsfähigkeit eingeschränkt gewesen; für eine Modulation seien äussere Reize benötigt worden. Schmerz, Kummer und Ängst
lichkeit seien ausdrucksstark in Worten, Mimik und Gestik vorgetragen worden. Der Beschwerdeführer habe überwiegend geklagt und habe sich kaum davon lösen können, wodurch die Exploration zeitweise erschwert worden sei (
Urk.
7/149/54 f.).
Diagnostisch liege eine rezidivierende depressive Störung vor, welche derzeit leichtgradig ausgeprägt sei. Eine mittelgradige depressive Störung sei nicht kon
sistent nachweisbar, namentlich da die Schilderung der Symptome unecht und plakativ gewirkt habe. Dagegen spreche zudem, dass sich der Beschwerdeführer nicht mehr in psychiatrischer Behandlung befinde und die Angabe der Dosierung
des Antidepressivums
Trazodon
nicht mit dem Nachweis im Serum überein
stimme.
Eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sei anzunehmen, da längerfristig andauernde Schmerzen im Vordergrund stünden, die ihren Ausgangspunkt in einem physio
logischen Prozess oder einer körperlichen Störung h
ätten
.
Insgesamt habe die gutachterliche Konsistenzprüfung allerdings diverse Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben. Unter anderem seien die Klagen
appellativ
und theatralisch vorgetragen worden. Ferner hätten Diskrepanzen zwischen der Beschwerdeschilderung und der Verhaltens
beobachtung bestanden. Bei kritischer Würdigung ergebe sich daher das Bild einer Aggravation.
Der chronischen
Schmerzstörung sei kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuzumessen. Die derzeit leichte depressive Störung habe eine maximal 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge (
Urk.
7/149/57 ff.).
3.2.6
Dr.
sc. hum.
dipl.
p
sych.
H._
schloss unter Würdigung der Ergebnisse der von ihr durchgeführten neuropsychologischen Testung auf ein Aggravations
verhalten des Beschwerdeführers. Infolgedessen seien die neuropsychologischen Befunde nicht verwertbar und es könne wegen mangelnder Mitarbeit keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden (
Urk.
7/149/48 f., 7/149/80).
3.2.7
Im interdisziplinären Konsens hielten die
C._
-Gutachter fest, dass der Beschwer
deführer seit 2010 in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Gipser vollstän
dig arbeitsunfähig sei. In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leich
ten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangs
haltungen der Lendenwirbelsäule und ohne einseitigen vermehrten Einsatz der nicht dominanten linken Hand bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 70
%
. Dieses Belastungsprofil gelte aufgrund der psychiatrischen Einschätzung seit der aktu
ellen Begutachtung
. Aus der Angabe des Beschwerdeführers, dass er seit Anfang 2015 keinen Psychiater mehr konsultiert habe, könne im Zusammenhang mit den Aktivitäten und Tätigkeiten, zu denen er imstande sei, von einer Besserung der Symptomatik und der funktionellen Leistungsfähigkeit seit seinen Sommerferien im Juli 2015 ausgegangen werden
(
Urk.
7/149/67 f.)
Mit ergänzender Stellung
nahme vom 3
1.
Mai 2016 stellte
Dr.
G._
klar, dass aus psychiatrischer Sicht für jegliche Erwerbstätigkeit seit Januar 2015 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen sei (
Urk.
7/153).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Viertelsrente des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
5.
Februar 2018 (
Urk.
2) zu Recht aufge
hoben hat. Da in erster Linie das polydisziplinäre
C._
-Gutachten vom 21. April 2016 als medizinische Grundlage für den angefochtenen Entscheid diente, ist vorab auf dessen Beweiswert einzugehen.
Die Expertise b
asiert
auf umfassenden internistischen,
angiologischen
,
chirur
gisch-orthopädischen, psych
i
atrischen sowie neuropsychologischen
Unter
suchungen
und wurde in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (Urk. 7/149/2 ff.).
Der Beschwerdeführer konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen seine aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen
eingehend zu diversen Themenbereichen befragt (
Urk.
7/149/18 ff., 7/149/29, 7/149/31 ff., 7/149/44 f. und 7/149/49 ff.).
Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizi
ni
s
cher Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden (
Urk.
7/149/38 ff., 7/149/48 f., 7/149/56 ff. und 7/149/60 ff.). Die Gutachter bezogen ausserdem
soweit möglich
Stellung zu vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
7/149/
41,
7/149/49 und
7/149/
59 f.).
Gesamthaft erfüllt das
C._
-Gutachten somit die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1.6)
.
4.2
4.2.1
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).
Derartige Anhaltspunkte sind vorliegend nicht auszumachen
,
insbesondere nicht mit Blick
auf den vom Beschwerdeführer zitierten Bericht von
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 2. März 2017
(
Urk.
7/170)
.
Dieser nahm
zum einen
keine eigene Untersuchung, sondern bloss eine Aktenbeurteilung vor
(Urk. 7/170/1)
.
Zum anderen setzte er sich
wenn überhaupt
nur sehr oberflächlich mit dem
C._
-Gutachten auseinander. Es entsteht gar der Eindruck,
dass
ihm
diese
Expertise
nicht zur Verfügung stand, zumal er durchwegs
auf ein «
B._
-Gutachten» Bezug nahm und davon ausging, dass die Gutachter in soma
tischer Hinsicht eine vollständige Genesung des Beschwerdeführers postuliert hätten, was nur schon in Anbetracht der von ihnen gestellten Diagnosen (
Urk.
7/149/60 f.)
offensichtlich
nicht zutrifft.
4.2.2
Der
Beschwerdeführer
reichte mit der Beschwerde Berichte vom 1
3.
Januar 2018 betreffend ein MRI der Lendenwirbelsäule (
Urk.
3/3) und vom
5.
Februar 2018 betreffend
eine
Lendenwirbelsäulenuntersuchung
in der
J._
ein (
Urk.
3/4).
Abweichend zur Diagnose von
Dr.
F._
im
C._
-Gutachten wurde in der
J._
eine Kompression der Wurzel L5 linksseitig durch die Diskushernie L4/5 erwähnt, im MRI-Bericht wurde eine solche vermutet, während
Dr.
F._
«aktuell»
keine
radikuläre
Reizung in der Diagnose festhielt
(Urk
.
7/149/37).
Schon damals war
im MRI vom 1
8.
August 2014
, das
die Grund
lage der Beurt
eilung durch
Dr.
F._
war,
d
er Befund einer Irritation der N
ervenwurzel L5
erhoben worden, wobei das
K._
, welches
das
MRI veranlasst
hatte
,
im Bericht vom 1
5.
August 2014
gleichzeitig
fest
ge
stellt
hatt
e, dass klinisch jedoch kein eindeutiges Korrelat bestehe
(
Urk.
7/116/5)
.
Dr.
F._
verwertete
dies
e Erkenntnis
in ihrem Gutachten
. Auch
sie
hatte
in der Unter
suchung keine massgebenden klinischen Befunde fest
gestellt
, berücksichtigte jedoch die vorgeschädigte Lendenwirbelsäule
durchaus
bei der qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/149/40).
Trotz des Befundes im erwähnten neuen MRI berichteten auch die Ärzte der
J._
von keinen wesentlichen
neuen
klinischen Befunden,
die von denjenigen, die
Dr.
F._
erhoben
hatte, abgewichen wären, so
stellten auch si
e
im Besonderen keine Schonhaltung, keinen paraverteb
r
a
l
en
Hartspann, keine
Myoge
losen
und keine sensorische
n
Defizite
fest
(
Urk.
7/149/39,
Urk.
3/4).
Daraus kann geschlos
sen werden, dass die Auswirkungen dieser neuerdings leicht geänderten Diagnose zu keiner anderen orthopädischen Einschränkung führt
e
, als
derjenigen,
die durch
Dr.
F._
festgestellt worden war.
Das Gleiche gilt für die Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 1
8.
Februar 2018 sodann eine Schwerhörigkeit bei der
IV-Stelle zum Erhalt e
ines Hörgerätes anmeldete (Urk. 3/5).
4.2.3
Gesamthaft besteht
keine
begründete
Vera
nlassung, die
Zuverlässigkeit der somatischen Teilgutachten
in Frage zu stellen
.
Nicht gefolgt werden kann
damit der A
rgumentation
des Beschwerdeführers, wonach ein organisch begründeter Gesundheitsschaden vorliege (
Urk.
1 S. 7).
Dies widerspricht der überzeugenden Beurteilung von
Dr.
F._
, welche zum Schluss gelangte, dass
die den Körper betreffenden Beschwerde
n
aus chirurgisch-orthopädischer Sicht grösstenteils nicht nachvollziehbar seien (
Urk.
7/149/38).
Auf ein nur teilweise bestehendes morphologisches Korrelat war im Übrigen bereits seitens der
B._
-Gutachter hingewiesen worden (
Urk.
7/53/19 f.).
5.
5.1
Damit ist zu prüfen, ob auf der Grundlage des
C._
-Gutachtens
ein Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorliegt.
Die Parteien stimmen dahin
gehend überein, dass seit der Begutachtung
im
B._
keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist
(
Urk.
1 S. 4,
Urk.
2 S. 2
f.
)
, worin ihnen beizupflichten ist.
So sind i
n somatischer Hinsi
cht
zwischenzeitlich einige Diag
nosen hinzugetreten
(vgl.
Urk.
7/149/61
f.
)
; sie wirken sich jedoch gemäss
überzeugender
gutachterlicher Einschätzung nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus.
Ausdrücklich zu
erwähnen ist dabei die an der linken Schulter am 1
3.
Februar 2014 in der
L._
operierte
Rotatorenmanschettenruptur
(
Subsca
pularis
) (
Urk.
7/114), die zunächst
mit einer anfänglichen Schultersteife
zu einer gewissen verzögerten Heilung tendierte
,
Infiltrationen benötigte
und sich dadurch besserte
(
Urk.
7/
116/7, 7/122/7)
. Dr.
F._
konnte anlässlich der Begutachtung nur noch eine
endgradig
leicht eingeschränkte Beweglichkeit des linken Schultergelenks feststellen
, die Ober- wie Unterarmmuskulatur war seitengleich entwickelt und ohne wesentliche Seitendifferenz (
Urk.
7/149/34). Sie konstatierte noch
eine leichte
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
am Ansatz bei sonst regelrechtem Befund nach der Operation, erachtete aber aufgrund der nur leicht
gradigen Bewegungseinschränkung die Arbeitsfähigkeit als dadurch nicht beein
trächtigt, was einleuchtet
(
Urk.
7/149/39).
Einschränkungen in Bezug auf das Belastungsprofil haben nach wie vor im Wesentlichen die limitierte Beweglichkeit des linken Handgelenks sowie das
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom
zur Folge
(vgl. Urk. 7/149/60 f.).
Unverändert wird in diesem Kontext die Ausübung einer leidensangepassten, insbesondere körperlich leichten bis mittelschweren und wechselbelastenden Tätigkeit
in einem 100%-Pensum
für zumutbar erachtet
. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht weiterhin für die angestammte Tätigkeit als Gipser
(Urk.
7/149/40
f.
).
In psychiatrischer Hinsicht liegt
im Vergleich zur Beurteilung durch das
B._
unter Vorbehalt de
r nachfolgenden Ausführungen bezüglich
Aggrava
tion
lediglich eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor, was im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (vgl. E. 1.4 vorstehend).
Dies widerspiegelt sich nicht nur in den
erhobenen
objektiven Befunden, sondern auch in der konkreten Diagnostik
(vgl. E. 3.1 und 3.2.5 vorstehend).
Gerade bei der leicht voneinander abweichenden Diagnostik ist auf den Vermerk in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 Kapitel V (F) Klinisc
h-diagnostische Leitlinien, 9.A
, S. 233)
, hinzuweisen,
wonach zwischen der
Diagnose der
anhaltenden Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), wie sie im
B._
-Gutachten verwendet wurde, und der Diagnose der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Formen, wie sie als F45.41 in ICD-10-GM und vorliegend durch
Dr.
G._
im
C._
-Gutachten
gestellt
wurde,
inhaltlich
kaum ein Unterschied besteht
.
Und noch immer
ist
eine leichte depressive Störung
vorhanden
, nun rezidivierend (ICD-10 F33.0; zuvor: ICD-10 F32.0).
Auch die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
einzig
aus psychischen Gründen blieb durch eine solche von 30
%
gegenüber der vormaligen von 20
%
im Wesentlichen
die Gleiche
.
5.2
5.2.1
Die Beschwerdegegnerin stellt sich jedoch auf den Standpunkt, ein Revisions
grund sei
aufgrund des
von
den
C._
-Gutachter
n
festgestellten
aggravatorischen
Verhaltens ausgewiesen
(
Urk.
2 S. 2 ff.).
Der Beschwerdeführer erhebt
verschie
dene
Einwände gegen diese Betrachtungsweise, auf welche nachfolgend im Einzelnen einzugehen ist.
5.2.2
Der
Beschwerdeführer rügt
zunächst
in formeller Hinsicht
,
die Beschwerdegegne
rin
habe sich in der angefochtenen Verfügung nicht mit seinen im Vorbescheid
verfahren
gegen die Aggravation vorgebrachten Argumenten auseinandergesetzt, wodurch sie unter anderem ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen sei (
Urk.
1 S. 9
Ziff.
21).
Die Beschwerdegegnerin hat jedoch
hinreichend
veran
schaulicht
, aus welchen Gründen sie von einer Aggravation ausgeht
,
und
sie
durfte sich auf diesen für den Entscheid massgebenden Gesichtspunkt beschrän
ken. Dem Beschwerdeführer war es
zudem
möglich, sein Anliegen vor dem Sozialversicherungsgericht, welches sowohl den Sachverhalt als auch die Rechts
lage frei überprüft (vgl.
§
18a
des Gesetzes über das Soz
ialversicherungsgericht [
GSVGer
]
),
sachgerecht
darzulegen.
Für eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung verbunden mit der Rückweisung zur
näheren Begründung des Entscheids besteht daher keine Veranlassung, was im Übrigen seitens des Beschwerdeführers auch nicht beantragt wird.
5.2.3
Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht auf eine Aggravation geschlossen
, da die Grenzen eines bloss verdeut
lichenden Verhaltens nicht überschritten worden seien (
Urk.
1 S. 7 ff.).
Aus neuropsychologischer Sicht hielt
Dr.
H._
unter anderem fest, dass
der Beschwerdeführer bei einem Teil der Symptomvalidierungstests (Reaktionszeit
messung) höchst wahrscheinlich
aggravierte
Reaktionen gezeigt habe. Des Weiteren habe er
die ihm gestellten Fragen extrem vage beantwortet und seine Klagen
appellativ
und
theatralisch vorgetragen, was bei ihr ein Gefühl des Unechten hervorgerufen habe.
Längere Zeit sei es zu keinen schmerzbedingten Positionswechseln gekommen, dann aber zu demonstrativen Haltungsänderun
gen.
Es seien Inkonsistenzen zwischen dem behaupteten Leidensausmass und der fehlenden Erkennbarkeit von Leidensdruck aufgefallen
.
Insgesamt habe der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung deutliche Anzeichen von
aggra
vierendem
Verhalten
gezeigt, weshalb die neuropsychologischen Befunde nicht verwertbar seien
(
Urk.
7/149/46
ff.
, 7/149/77 ff.
).
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
G._
gelangte ebenfalls zur Auffassung, dass sich bei kritischer Würdigung der Befunde das Bild einer Aggravation ergebe. In diesem Zusammenhang führte er zahlreiche Verfälschungstendenzen auf,
welche im Rahmen der Untersuchung aufgefallen waren.
Beispielsweise stufte er die Symptombeschreibung als undifferenziert und plakativ ein, erkannte Diskrepanzen zwischen der Beschwerdeschilderung (starke Schmerzen) und der Verhaltensbeobachtung (keine Positionswechsel) und
qualifizierte
das Vorbrin
gen der Klagen als
appellativ
und theatralisch (
Urk.
7/149/58 f.).
Vor diesem Hintergrund ist entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Aggravation
und nicht bloss eine Verdeutlichungstendenz
ausgewiesen.
Dafür sprechen nicht nur die von neuropsychologischer und psychiatrischer Seite zahlreich genannten Anhalts
punkte, welche rechtsprechungsgemäss
geradezu
typisch sind für eine Aggrava
tion (vgl. E. 1.5 vorstehend).
Auch der Umstand, dass im Rahmen der
orthopä
dischen Untersuchung
etwa mit Blick auf das problemlose An- und Entkleiden sowie spontane Aktivitäten
Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen feststellbar waren (vgl.
Urk.
7/149/23, 7/149/27),
lässt
diese Beurteilung
nachvollziehbar
erscheinen
, selbst wenn in somatischer Hinsicht
und nicht
im Gesamtgutachten,
wie vom Beschwerdefüh
rer vorgebracht (
Urk.
1 S. 11)
im Ergebnis eine A
ggravation verneint wurde (Urk.
7/149/26).
Soweit
er
im Übrigen der Meinung ist, dass lediglich im neuropsychologischen Teilgutachten der Vorwurf eines
aggravatorischen
Verhal
tens erhoben worden sei (
Urk.
1 S. 11),
erweist sich dies nicht als stichhaltig. Die
von
Dr.
G._
im
psychiatrischen Teilgutachten aufgeführten Verfälschungs
tendenzen stimmen zwar
zum Teil mit den Feststellungen von
Dr.
H._
überein (vgl.
Urk.
7/149/48, 7/149/58)
. Von psychiatrischer Seite ist es jedoch einerseits geboten, die Ergebnisse einer neuropsychologischen Untersuchung in die eigene
fachärztliche
Beurteilung miteinfliessen zu lassen. Andererseits
ist klar ersicht
lich, dass
Dr.
G._
im Rahmen seiner Exploration
selbständig mehrere Anzeichen für eine Aggravation eruieren konnte, wie unter anderem das fehlende schmerzgeplagte Verhalten, die theatralische Gestik und Mimik sowie die häufig stereotypen und plakativen Antworten auf gestellte Fragen (
Urk.
7/149/53, 7/149/57).
5.2.4
Die
erstmals im Rahmen der
C._
-Begutachtung
festgestellte Aggravation
bildet
einen Revisionsgrund gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG, weshalb der Rentenanspruch umfassend neu und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen ist
.
Es geht vorliegend allerdings fehl, den Anspruch auf Versicherungsleistungen angesichts der Aggravation
ohne Weiteres
zu verneinen (vgl.
Urk.
2 S. 4).
Mit dem Beschwer
deführer (vgl.
Urk.
1 S. 11) ist vielmehr davon auszugehen
, dass die von psychiatrischer Seite attestierte
und im interdisziplinären Konsens übernommene generelle
Arbeitsunfähigkeit von 30
%
bereits
um die Aggravation bereinigt wurde
.
Denn
Dr.
G._
erwähnte in seinem Gutachten, dass der Beschwerde
führer
zwar
gewisse
Kriterien einer leichten depressiven Störung nach ICD-10 erfülle
,
und führte diese auf: D
ie allgemeinen Kriterien einer depressiven Episode, Interessen- und Freudverlust an Aktivitäten,
die normalerweise angenehm war
e
n
, verminderter Antrieb
, Verlust des Selbstvertrauens/Selbstwertgefühls, Klagen über vermindertes Denkvermögen, Schlafstörungen (vgl. die erwähnte Klassifika
tion ICD-10 S.
178 und S. 169 ff.)
. Daneben ha
be der Versicherte
aber
auch alle anderen Kriterien und fast alle Symptome bejaht,
die nachgefragt worden seien,
wobei die Schilderung
aber unecht und plakativ erschienen sei (
Urk.
7/149/57
). Diese weiteren Symptome nahm der Gutachter in der Folge nicht auf, liess sie mithin bei der Diagnose und der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von 30
%
Einschränkung ausser Acht.
6
.
6
.1
Für den Rechtsanwender ist
eine
medizinische Einschätzung der Arbeitsunfähig
keit
aus psychischen Gründen
nicht ohne Weiteres verbindlich. Es
kann davon abgewichen werden, ohne dass ein Gutachten seinen Beweiswert verliert (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom
1.
April 2015 E. 6.3 mit Hinweis).
G
rundsätzlich
soll
für sämtliche psychischen Leiden — namentlich auch für depressive Störungen —
ein
indikatorengeleitete
s
Beweisverfahren
gemäss BGE
141 V 281
Anwendung
finden
(vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 143 V 418 E. 7.1)
, das Aufschluss
über
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen geben soll (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes
gerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1).
Dabei
ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärzt
lichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der
massgeblichen Indika
toren erlauben oder nicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
6
.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
Die Standardindikatoren erlauben
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressour
cen) andererseits
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.3). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; 141 V 547 E. 2).
6
.3
6
.3.1
Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass
die diagnostizierte rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter depressiver Episode (ICD-10 F33.0) einen
direkten
Bezug zum Schweregrad aufweist, was auf die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10
-GM
F45.41
bzw. ICD-10 F45.4
) nicht zutrifft.
Aus gutachterlicher Sicht
haben diese psychischen Erkrankungen überwiegend keine oder
nur
leichtgradige Ein
schränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit zur Folge, Letzteres
–
ermit
telt mittels des Mini-ICF-APP Ratings für psychische Störungen -
unter anderem in den Bereichen Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit,
Kontaktfähigkeit zu Dritten
sowie in Bezug auf die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten (
Urk.
7/149/55 f.).
Entscheidend und zusätzlich zu prüfen ist rechtsprechungsgemäss allerdings, ob nach den übrigen Standardindikatoren auf einen funktionellen Schweregrad der psychischen Störung zu schliessen ist, der sich nach dessen konkreten Auswir
kungen und insbesondere danach beurteilt, wie stark die versicherte Person in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen dadurch beein
trächtigt ist (BGE 143 V 418 E. 5.2.3).
6
.3.2
Mit Blick auf den Gesichtspunkt der «Therapieresistenz» ist zu berücksichtigen, dass
aus psychiatrischer Sicht nicht alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Empfehlenswert
ist aus fachärztlicher Sicht
eine Wiederaufnahme der psychiatrischen Behandlung mit regelmässigen Serumspiegelkontrollen in Bezug auf die eingenommenen Medikamente. Eine schmerzspezifische Psychotherapie k
ann
im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie zu einer subjektiven Beschwerdelinderung führen, jedoch ohne Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7/149/59, 7/149/68).
Zum Eingliederungserfolg respektive zur Eingliederungsresistenz ist festzuhalten, dass
der Beschwerdeführer
im Januar / Februar 2005 seinen letzten Arbeitstag als Gipser hatte (Urk. 7/10/2, 7/149/19) und seither
abgesehen von Arbeitseinsätzen als Hauswart
, welche durch das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum organi
siert wurden
(
Urk.
7/149/50)
keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist. Er hat
über die Jahre
auch keine Anstrengungen unternommen, um sich in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt einzugliedern (
vgl.
Urk. 7/105/3, 7/
149/19 und
7/149/
50)
, obschon ihm nur eine Viertel
s
rente ausgerichtet
wurde
, so dass daneben noch ein erhebliches verwertbares Potential bestanden hätte
.
Von
medizinisch-theoretischer S
eite ist mit Blick auf das
B._
-Gutachten davon auszugehen, dass ihm spätestens seit
Januar 2008
zugemutet werden konnte, die
notwendige Willensanstrengung aufzubringen, um einer angepassten Tätigkeit nachzugehen (
Urk.
7/53/23). Dr.
G._
vom
C._
erachtete eine berufliche Wiedereingliederung ebenfalls als jederzeit möglich (
Urk.
7/149/59).
6
.3.3
In Bezug auf den Indikator «Komorbiditäten» ist
davon auszugehen
, dass
zwischen der
depressive
n
Störung
und der
chronische
n
Schmerzstörung
eine ungünstige
Wechselwirkung
besteht
(vgl.
Urk.
7/53/22).
Auf eine erhebliche
Komorbidität ist jedoch
nicht zu erkennen
, da
der Schmerzstörung aus fachärzt
licher Sicht kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt wurde
.
Des Weiteren
liegt nahe, dass sich die von den Gutachtern diagnostizierten körperlichen Begleiterkrankungen negativ auf die Stimmungslage auswirken,
und
sie
damit eine
n
Hinderung
sgrund
für eine gute Bewältigung
darstellen
.
6
.3.4
Was den Komplex «Persönlichkeit» anbelangt, gilt es zu beachten, dass von medizinischer Seite weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persön
lichkeitszüge festgestellt werden konnten.
Die Intelligenz des Beschwerdeführers wurde als durchschnittlich eingeschätzt (
Urk.
7/149/53).
Insgesamt
fehl
t es an
Anhaltspunkte
n, welche
für eine
ressourcenhemmende
Persönlichkeitsstruktur
sprechen
.
6
.3.5
Zum sozialen Lebenskontext ist aktenkundig, dass
der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau und den drei gemeinsamen Töchtern zusammenlebt. Das Verhält
nis zu seinen Töchtern sei sehr gut; mit seiner Frau komme er ebenfalls gut aus (
Urk.
7/149/23). Im Weiteren steht der Beschwerdeführer mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, welche in Apulien leben, in Kontakt. Er besucht sie ein bis zwei Mal pro Jahr, wobei er
die Reise
n
in erster Linie
mit dem
Flugzeug zurück
legt
(Urk. 7/149/50).
Im Übrigen trifft er manchmal andere Menschen, wenn er spazieren geht (
Urk.
7/149/51). Insgesamt verfügt der Beschwerdeführer über ein intaktes Beziehungsnetz innerhalb der Familie. Ausserhäusliche Kontakte scheint er
demgegenüber
kaum zu pflegen
. Unter Berücksichtigung der von
Dr.
G._
festgestellten eingeschränkten Kontaktfähigkeit zu Drittpersonen (vgl. Urk. 7/149/55 f.) kann von einem gewissen krankheitsbedingten sozialen Rück
zug ausgegangen werden. Die Gefahr einer sozialen Isolation besteht allerdings nicht.
6
.3.6
Im Kontext
der beweisrechtlich entscheidenden Kategorie «Konsistenz»
ist einer
seits erneut auf die von den
C._
-Gutachtern zahlreich festgestellten Inkonsistenzen hinzuweisen (vgl. E. 5.2 vorstehend).
Andererseits fällt ins Gewicht, dass keine erheblichen krankheitsbedingten Einschränkungen in allen vergleichbaren
Lebensbereichen vorliegen.
So geht
d
er
Beschwerdeführer
zwar seinen früheren Freizeitaktivitäten wie Schwimmen und Fahrradfahren nicht mehr nach, beschäftigt sich stattdessen jedoch
mit Fernsehen,
Spaziergängen
und Kaffeetrinken
.
Manchmal geht er mit seiner Ehefrau in den Ausgang.
In Bezug auf die Haushaltsführung unterstützt er
sie
beim Kochen und Geschirrspülen. Gelegentliche Einkäufe werden gemeinsam erledigt,
wobei auf den eigenen Personenwagen zurückgegriffen wird.
Der Beschwerdeführer sieht sich in der Lage, das Fahrzeug aufgrund der Rückenschmerzen maximal ein bis zwei Stun
den zu lenken. Probleme mit der Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln sind nicht vorhanden
(
Urk.
7/149/19 f., 7/149/45 und 7/149/50)
.
Insgesamt ist
ein
im Wesentlichen
strukturierter Tagesablauf
gegeben
.
Ein Leidensdruck ist aus mehreren Gründen nicht ausgewiesen. Zum einen
war ein solcher weder für
Dr.
H._
noch für
Dr.
G._
im Rahmen ihrer Unter
suchungen spürbar (
Urk.
7/149/46, 7/149/58).
Zum anderen befindet sich der Beschwerdeführer seit 2015 nicht mehr in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung und
zeigt in Bezug auf das
ihm verordnete Antidepressivum (
Trazo
don
)
unter Würdigung
der Ergebnisse der Blutanalyse eine klar mangelhafte Compliance (
Urk.
7/149/
28, 7/149/57).
6
.3.7
Zusammenfassend
ergibt sich aus der Prüfung der Standardindikatoren und deren Gesamtwürdigung, dass
insbesondere weder eine Therapie- oder Eingliederungs
resistenz noch eine ressourcenhemmende Persönlichkeitsstruktur vorliegt. Im sozialen Lebenskontext ist zwar ein gewisser Rückzug erkennbar; der Beschwer
deführer pflegt jedoch einen guten
Bezug
zu seiner Ehefrau und den drei Töchtern. Darüber hinaus steht er mit weiteren Familienmitgliedern in Italien in Kontakt.
Dies alles sind aufbauende Ressourcen.
Für die Beurteilung ausschlag
gebend ist schliesslich, dass weder eine gleichmässige Einschränkung des
Aktivi
tätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch ein erheblicher Leidensdruck erkennbar ist. Gesamthaft ist ein
rech
tsgenüglicher
Bezug zwischen den
diagnostizierten
psychischen Störungen
und deren funktionellen Auswirkun
gen im Sinne einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, wobei der materiell beweisbelastete Beschwer
deführer die Folgen
zu tragen hat (vgl. E.
6.2 vorstehend). Mit anderen Worten liegt keine schwere psychische Störung mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen vor, weshalb in Nachachtung der bundesgerichtlichen Recht
sprechung nicht von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden gesprochen werden kann (BGE 143 V 418 E. 5.2.2, Urteil des Bundesgerichts 9C_303/2
018 vom 3
0.
August 2018 E. 4.1
).
7
.
Auf der Basis des soeben Gesagten
ging die Beschwerdegegnerin
im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades
somit
im Ergebnis zu Recht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten aus.
Dabei legte sie sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen
anhand der
Schweizerische
n
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik fest
(LSE 2014)
. Der Einkommensvergleich führte unter Berücksichtigung der Nominallohnentwick
lung und der betriebsüblichen Arbeitszeit zu einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von gerundet 12
%
([
Fr.
76'857.
70
.
/. Fr. 67'454.70] * 100 /
Fr.
76'857.70;
Urk.
7/173/4).
Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Fehlerhaftigkeit der vorgenommenen Berechnung, was denn auch vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht wird.
Der Vollständi
gkeit halber bleibt
anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auch das
Valideneinkommen
gestützt auf die LSE festgelegt hat, da der Beschwerdeführer seiner angestammten Tätigkeit als Gipser zuletzt im Jahr 2005 nachging und
sich daher eine
Aufrechnung des damals erzielten Verdienstes
nicht rechtfertigt
.
Ob
sie
bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
zu Recht auf die
Tabelle TA1_b abgestellt hat, kann dahingestellt bleiben
, da dies i
m Vergleich zur in der Regel an
wendbaren
Tabelle (TA1_tirage_skill_level
, Monatlicher Brutto
lohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor
)
ein höheres Einkommen zur Folge hat, was sich wiederum zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt.
Off
en
bleiben kann schliesslich, ob analog zum Urteil vom 3
0.
März 2012 (Urk. 7/73) ein leidensbedingter
Abzug vom Invalideneinkommen zu gewähren ist, da selbst ein maximaler Abzug in Höhe von 25
%
(vgl. BGE 126 V 75 E. 5b/cc) keinen Invaliditätsgrad von min
destens 40
%
zur Folge hätte.
8
.
8
.1
Abschliessend bleibt auf den Einwand einzugehen, wonach die Beschwerdegeg
nerin die Rente aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers
und des fehlenden Selbsteingliederungspotentials zu Unrecht aufgehoben habe
(Urk. 1 S. 12).
8
.2
Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Einglie
derungsmassnahmen durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder)
ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Ausnahmen von der
diesfalls
grund
sätzlich («vermutungsweise») anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbstein
gliederung liegen namentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, wenn die versicherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist
oder
wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfah
rungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Rentenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leis
tungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1).
8
.3
Im Zeitpunkt der Renteneinstellung war der 1962 geborene Beschwerdeführer bereits über 55 Jahre alt. Die revisionsweise Aufhe
bung der Rente ist damit gemäss zitierter bundesgerichtlicher Praxis grundsätz
lich nur zulässig, wenn die Beschwerdegegnerin zuvor Eingliederu
ngsmass
nahmen durchgeführt hat.
Die Beschwerdegegnerin führte zu Beginn des Rentenrevisionsverfahrens ein Standortgespräch mit dem Beschwerdeführer durch (vgl.
Urk.
7/105).
Die in der Folge angestrebte Eingliederungsberatung konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht
stattfinden
, da sich der Beschwerdeführer am 1
3.
Februar 2014 eine
r
Operation an der linken Schulter unterzog (vgl.
Urk.
7/108/2,
7/114).
Die Beschwerdegegnerin
orientierte ihn
am 1
9.
Februar 2014 schriftlich
darüber
, dass zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien (
Urk.
7/109).
Trotz entspre
chendem Hinweis in der Mitteilung, dass bei veränderten Verhältnissen ein neues Gesuch eingereicht werden könne, ersuchte der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf nicht um Gewährung von Eingliederungsmassnahmen.
In dieser Hinsicht war er auch in der Vergangenheit nicht bei der Beschwerdegegnerin vorstellig geworden. Obwohl ihm zudem
mit Blick auf die Einschätzung der
B._
-Gutachter
sowie das Urteil des Sozialversicherungsgerichts
bewusst gewesen sein musste,
dass
für leidensadaptierte Tätigkeiten
aus medizinisch-theoretischer Sicht
seit
Januar 2008
eine
verwertbare Restarbeitsfähigkeit von 100
%
respektive von 80
% seit Februar 2009
vorliegt (
Urk.
7/53/22
f.
, 7/73/
10)
, unternahm
er
über Jahre hinweg keine
ernsthaften
Anstrengungen,
eine dem Belastungsprofil entsprechende Tätigkeit aufzunehmen
(vgl.
E. 6.3.2 vorstehend)
.
Die langjährige Abstinenz vom Arbeitsmarkt ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht invaliditätsbedingt, weshalb das fortgeschrittene Alter des Beschwerdefüh
rers der revisionsweisen Rentenaufhebung nicht entgegensteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2014 vom 1
9.
Juni 2015 E. 4).
9
.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Rente des Beschwerdeführers zu Recht revisionsweise auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats aufgehoben (vgl.
Art.
88
bis
Abs.
2 lit. a
der Verordnung über
die Invali
denversicherung, IVV
), da kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vorliegt. Entgegen dem Eventualantrag des Beschwerdeführers besteht in Anbe
tracht der beweiskräftigen Aktenlage auch kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Die angefochtene Verfügung vom
5.
Februar 2018 (
Urk.
2) ist somit nicht zu beanstanden, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
10
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.