Decision ID: 26cee0ef-5f6b-481a-91e1-0bcbcc1db5b2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, bezieht seit 1. August 1996 eine ganze Rente der Invalidenversicherung gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 %.
Mit Ver
fügung vom 2
2.
Januar 2008 sistierte die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, die Weiterauszahlung der Rente aufgrund des Verdachts eines unrechtmässigen Leistungsbezugs bis zur Herausgabe der Akten der Unfall
versicherung,
der
Zürich Versicherungs-Gesellschaft. Das
Sozialversiche
rungsgericht
des Kantons Zürich hiess die Beschwerde dagegen mit Urteil IV.2008.00148 vom 2
8.
Mai 2008 gut und hob die vorsorgliche Anordnung der IV-Stelle auf.
Nachdem das Bundesgericht mit Urteil 8C_629/2009 vom 2
9.
März 2010 das die unfallversicherungsrechtlichen Folgen betreffende Urteil UV.2008.00155
vom 2
9.
Mai 2009
mit Ausnahme der Verzugszinsregelung
aufgehoben und den
Einspracheentscheid der Zürich vom 1
0.
April 2008, welchem bei der Berech
nung der Leistungsansprüche eine 10%ige
Einschränkung in der Arbe
its- und Erwerbsfähigkeit zugrunde lag
, bestätigt hatte, nahm die
IV-Stelle
das
A
bklä
rungsverfahren
im Rahmen d
es Revisionsverfahrens neuerlich anhand.
Am 14. Juni 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten die Notwendigkeit einer polydisziplinären medizinischen Untersuchung mit (Allge
meine/Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie, Psychiatr
ie) und
hielt mit Zwischenverfügung vom 28. August 2012 an der Notwen
digkeit einer med
izinischen Abklärung durch eine
noch nicht konkret bezeichnete
Begutachterstelle
MEDAS fest
.
Auf die Beschwerde der Versicherten
vom 2
8.
September 2012
dagegen
trat das Sozial
versicherungsgericht mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Beschluss IV.2012.01042 vom 22. April 2013 nicht ein.
1.2
Am 1
8.
Juni 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten die Begutachtung durch die MEDAS unter gleichzeitiger Bekanntgabe der Disziplinen und Gutachterpersonen mit
und bestätigte dies mit Zwischenverfügung vom 2
6.
August 201
3.
Die Beschwerde dagegen wurde mit
unangefochten in Rechtskraft erwachsenem
Urteil IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013 abgewiesen (vgl. zum Ganzen Sachverhalt im Urteil IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013,
Urk.
5/224).
1.3
Am 1
4.
Februar 2014 erfolgte der Aktenversand zur Erstellung des Gutachtens Nr. 3182 an
die MEDAS
(
Urk.
5/225). Am
3.
Juni 2014 bot
die MEDAS
die V
ersicherte zur Begutachtung a
m
8.
und
9.
September 2014 auf
(
Urk.
5/231). Mit Schreiben vom
6.
Juni 2014 teilte die IV-Stell
e der Versicherten mit, dass
neu
Dr.
Y._
für die neurologische Abklärung zuständig sei (
Urk.
5/232)
.
Am 1
3.
Juni 2013 liess die Versicherte um Sistierung des Abklärungsverfahrens bis zum Abschluss des das unfallversicherungsrechtliche Verfahren betreffende
Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte
ersuchen
(
Urk.
5/233).
Mit Verfü
gung vom 2
4.
Juni 2014 hielt die IV-Stelle an der Begutachtung fest und ver
neinte das Vorliegen von Sistierungsgründen (
Urk.
5/237).
D
as
Sozialversiche
rungsgericht
des Kantons Zürich trat
mit Beschluss IV.2014.00817 vom 1
9.
Sep
tember 2014
auf die dagegen gerichtete Beschwerde ma
ngels nicht wiedergut
zumachenden
Nachteil
s
nicht ein
(vgl.
Urk.
5/243).
Nachdem
die MEDAS
im Oktober 2014 die Versicherte mehrfach schriftlich aufgefordert hatte, sich für eine neue Terminvereinbarung zu melden, und sie telefonisch wiederholt nicht erreicht hatte (vgl.
Urk.
5/245 und 5/246), liess die anwaltlich vertretene Ver
sicherte am
5.
November 2014 beantragen, es sei ein Verlaufsgutachten beim Neurologen
Dr.
Z._
durchführen zu lassen (
Urk.
5/251). Am 1
8.
November 2014 teilte
ihr
die IV-Stelle mit, dass die Begutachtung bei den mitgeteilten Är
zten der
MEDAS
durchgeführt werde
,
und
machte sie auf ihre
Mit
wirkungspflicht
und die Folgen einer unentschuldbaren Verletzung
aufmerksam
(
Urk.
5/253). Dem Ansinnen der Versicherten auf Erlass einer anfechtbaren Verfügung hierzu (
Urk.
5/256) verweigerte sich die IV-Stelle und räumte ihr mit Schreiben vom 1
9.
Dezember 2014 eine letztmalige Frist bis 1
5.
Januar 201
5 zur Terminvereinbarung mit der
MEDAS
ein (
Urk.
5/258).
1.4
Darauf gelangte die Versicherte
am 1
2.
Januar 2015
mit
Rechtsverweigerungs
be
schwerde
neuerlich
an das Sozialversicherungsgericht
(
Urk.
5/262). Mit Vor
be
scheid vom 2
3.
Januar 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten die voraus
sichtliche Renteneinstellung mit,
da
infolge der Verwei
gerung der Mitwirkung kein beweiskräftiges Gutachten vorliege und damit die Rechtsgrundlage für die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente fehle (
Urk.
5/263). Mit Urteil und Beschluss IV.2015.00033 vom 2
6.
Februar 2015
wurde sowohl
die
Rechtsver
weigerungsbeschwerde
als auch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, letzteres zufolge offensichtlicher Aussichts
losig
keit, ab
gewiesen
(
Urk.
5/270
). Am 2
0.
März 2015 verfügte die IV-Stelle
die Renteneinstellung auf Ende des der Zustellung folgenden Monats (
Urk.
2).
2.
Dagegen
liess
X._
am
5.
Mai 2015 Beschwerde erheben
(Eingang:
7.
Mai 2015)
mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2)
1.
Es sei auf die Verfügung vom 2
0.
März 2015 zurückzukommen und die
Vor
instanz anzuweisen, eine Verlaufsbegutachtung bei Herrn
Dr.
Z._
anzuordnen.
2.
Es sie auf die Verfügung vom 2
0.
März 2015 zurückzukommen und die
Vorinstanz anzuweisen, die Rente weiterhin bis zur endgültigen
Begut
achtung auszubezahlen.
3.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
4.
Es sei das Bundesamt für Sozialversicherungen aufzufordern, bekannt zu
gebe
n
, wann die Gutachterstelle
MEDAS
im vorliegenden Verfahren der
Versicherten zugelost wurde.
5.
Es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der
Beschwerdeführerin einen unentgeltlichen Rechtsbeistand in der Person
des Unterzeichnenden beizuordnen.
Am
6.
Mai 2015 trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_277/2015 auf die Beschwerde gegen den Entscheid IV.2015.00033 vom 2
6.
Februar 2015 infolge eines offensichtlichen Begründungsmangels nicht ein. Die IV-Stelle schloss in der Ve
rnehmlassung vom
4.
Juni 2015
auf Abweisung der Beschwerde
in diesem Verfahren
(
Urk.
4). Mit Verfügung vom
5.
Juni 2015 wurde der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass ein zweiter Schriftenwechsel nicht als erforderlich
e
rachtet werde, es ihr aber unbenommen sei, sich nochmals zu äussern oder weitere Unterlagen einzureichen (
Urk.
7).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versiche
rungsleistungen erforderlich sind (
Art.
28
Abs.
2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). Laut
Art.
43
Abs.
1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (
Art.
43
Abs.
2 ATSG).
Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspru
chen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf
g
rund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Perso
nen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versiche
rungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E. 3b; SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94,
Urteil des Bundesgerichts
9C_961/2008 vom 3
0.
November 2009 E.
3.1).
1.2
Gemäss
Art.
7b
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) können die Leistungen nach
Art.
21
Abs.
4 ATSG gekürzt oder verweigert wer
den, wenn die versicherte Person den Pflichten nach
Art.
7 IVG oder nach
Art.
43
Abs.
2 ATSG nicht nachgekommen ist.
1.3
Die Anwendung von
Art.
43
Abs.
3 ATSG in einem Fall, bei dem es um lau
fende Leistungen geht und wo die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihrer Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, indem sie die Ausführungsorgane der Invalidenversicherung daran hindert, den rechtserhebli
chen Sachverhalt festzustellen, hat eine Umkehr der Beweislast zu Folge. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder auf
heben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der
Mitwirkungs
pflicht
durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere
entscheidwesentliche
Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflus
senden Ausmass verändert haben (SVR 2010 IV Nr. 30,
Urteil des Bundesge
richts
9C_961/2008 vom 3
0.
November 2009 E. 6.3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Renteneinstellung im angefochtenen Entscheid damit, dass eine medizinische Begutachtung der Beschwerdeführerin notwendig sei und
dass sowohl die Gutachterstelle
MEDAS
als auch die
Gutachter
personen
gerichtlich bestätigt worden seien. Die Beschwerdeführerin sei mehr
fach auf ihre Mitwirkungspflicht und die Konsequenzen bei Nichtmitwirken hingewiesen worden.
Nachdem sie auch die letzte Frist bis 1
5.
Januar 2015
zur Terminvereinbarung mit der
MEDAS
ungenutzt habe verstreichen lassen, liege kein beweiskräftiges Gutachten vor. Ohne nachvollziehbare ärztliche Einschätzung der massgebli
chen Arbeitsfähigkeit sei eine rechtskonforme Invaliditätsbemessung nicht möglich, weshalb es an einer Rechtsgrundlage für die Ausrichtung der Rente fehle (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt dem im Wesentlichen entgegen halten, dass im Zeitpunkt, als die angefochtene Verfügung erlassen worden sei, eine
Rechtsver
weigerungsbeschwerde
in gleicher Angelegenheit
hängig
gewesen sei. Kraft
Devolutiveffekt
sei es daher der Beschwerdegegnerin verwehrt gewesen, in glei
cher Angelegenheit eine Verfügung zu erlassen, was bereits zur Nichtigkeit der Verfügung führe.
Ausserdem habe keinerlei Veranlassung bestanden, diese Begutachtung durchzu
führen, da ohne Zweifel feststehe, dass die Beschwerdefüh
r
erin infolge ihres Front
alhirnsyndroms keiner Erwerbstät
igkeit mehr nachgehen könne, worauf mehrere Gutachten in den Akten hindeuten würden. Selbst wenn sie sich der Begutachtung verweigert hätte,
hätte ein Entscheid aufgrund der Akten zwangsläufig zu einer Bestätigung der Rente führen müssen (
Urk.
1).
3.
3.1
Soweit die Beschwerdeführerin neuerlich vorbringen lässt
(
Urk.
1 S. 2 ff.)
, es sei eine Verlaufsbegutachtung bei
Dr.
Z._
durchführen zu lassen und der Zwang zur Begutachtung
bei der
MEDAS
verletze sowohl das Rechtsstaatsprinzip als auch das Prinzip des fairen Verfahrens, wird sie auf die diesbezüglichen Aus
führungen in den Entscheiden IV.2015.00033 vom 2
6.
Februar 2015, IV.2014.00817 vom 1
9.
September 2014 und IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013
verwiesen.
Anfechtungsgegenstand in diesem Verfahren bildet einzig die verfügte Rentenei
nstellung
. Das neuerliche Aufwerfen der rechtskräftig ent
schiedenen Fragen nach der Rechtmässigkeit der Anordnung des
MEDAS
Gut
achtens und der ausgewählten Gutachter ers
cheint, wie auch d
er Antrag der Beschwerdeführerin
, das Bundesamt
für Sozialversicherungen sei aufzufor
dern, bekannt zu geben, wann die Gutachterstelle
MEDAS
im vorliegenden Ver
fahren zugelost worden sei, angesichts der bereits ergangenen Beschlüsse und Urteile hierzu als gerade
zu
mutwillig un
d in keiner Weise sachbezogen
. Gegen den Ersatz des von ihr nicht erwünschten Neurologen
Dr.
A._
(
vgl.
dazu unter anderem E. 2.2 und E. 3.4.4 im Urteil IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013) durch
Dr.
Y._
mit Mitteilung vom
6.
Juni 2014 (vgl.
Urk.
5/232) liess die Beschwerdeführerin zudem keine konkreten Einwände vor
bringen
.
Auf Weiterungen hierzu
ist zu
verzichte
n
.
3.2
Nicht weiter hilft der Beschwerdeführerin auch der Einwand h
insichtlich des
Devolutiveffekt
s
aufgrund der
am 1
2.
Januar 2015 im Verfahren IV.2015.00033 erhobenen
Rechtsverweigerungsbeschwerde.
Rechtsmittel mit
Devolutiveffekt
überwälzen das ganze Verfahren auf eine andere Instanz. Die Herrschaft über den Streitgegenstand geht an die Beschwer
deinstanz über. Zugleich verliert die Vorinstanz die Befugnis, sich mit der Sache zu befassen (BGE 130 V 138).
Trifft die Beschwerdeinstanz einen
Beschwerde
entscheid
, so ersetzt dieser den angefochtenen Entscheid und tritt an dessen Stelle.
Devolutive
Rechtsmittel sind definitionsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass eine andere als die verfügende Behörde zur Behandlung der Streitsache zuständig ist (
R
h
inow
, Koller, Kiss,
Thurnherr
, Brühl-Moser, Öffentliches Prozess
recht, Grundlagen und Bundesrechtspflege,
2.
Auflage, Basel 2010,
Rz
684 ff.).
Beim
Rechtsmittel der Rechtsverweigerung
sbeschwerde fehlt es an einem
Anfech
tungsobjekt
.
Die materiellen Rechte und Pflichten bilden
rechtspre
chungsgemäss
nicht Gegenstand entsprechender Beschwerden; vielmehr beschränkt sich der Streitgegenstand auf die Frage der Recht
sverweigerung beziehungsweise Rechts
verzögerung
als solche
(
SV
R 2005 IV Nr. 26 S. 102 E.
4.2
;
Urteil
des Bundesgerichts
9C_157/2008 vom 2
0.
März 2008
). Ent
sprechend entfaltet die Beschwerde hinsichtlich des
zugrunde
liegenden materielle
n
Strei
ts auch keinen
Devolutiveffekt
;
die Verfahrenshoheit liegt
weiter
hin bei der Ver
waltung
, bezweckt die Beschwerde doch gerade ein Handeln der Verwaltung in der Sache
(Urteil des Bundesgerichts 2C_45/2009 vom 2
6.
Mai 2009 E. 2.2.3)
Die am 1
2.
Januar 2015 im Verfahren IV.2015.00033 erhobene
Rechtsverweige
rungsbeschwerde
entzog folglich der Beschwerdegegnerin ebenso wenig wie der Weiterzug des Urteils vom 2
6.
Februar 2015 an das Bundesgericht die
Ver
fahrenshoheit
in Bezug auf den hier streitigen Rentenanspruch.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, ob
sich die Beschwerdegegnerin
zu Recht auf den Standpunkt stellte, die Beschwerdeführerin habe, indem sie auch die letztmalige Frist bis 1
5.
Januar 2015 zur Terminvereinbarung mit
der
MEDAS
nicht wahrgenommen habe, in schuldhafter Weise ihre Mitwirkungspflicht gemäss
Art.
43
Abs.
3 ATSG verletzt
.
Infolgedessen fehle es an einer nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, weshalb eine rechtskonforme
Invaliditätsbe
messung
nicht
möglich sei und
es an einer Rechtsgrundlage für die Ausrichtung der Invalidenrente
fehle
(
Urk.
2).
4.2
Was zunächst die bestrittene Notwendigkeit und Zumutbarkeit
der Begutach
tung in der
MEDAS
anbelangt, wird auf obige Erwägung 3.1 und auf Erwägung
3.1 im Urteil IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013 verwiesen, wo die Notwendigkeit und Zumutbarkeit
der medizinischen Abklärung
im Revisionsverfahren
trotz des langjährigen Rentenbezugs und
des
fortgeschrittenen
Alters der Beschwerde
führerin
bejaht wurde
n
, könne doch
von der Verwaltung ein grundsätzlicher Verzicht auf Abk
lärungsmassnahmen und damit eine
voraussetzungslose
Wei
t
erausrichtung
der seit August 1996
ausgerichteten
Invalidenrente nicht verlangt werden
. Dies gilt umso mehr, als
der
Verwaltung beim Entscheid, ob auf
grund der vorhandenen Akten bereits eine
rechtsgenügliche
Beurteilung vorge
nommen werden kann oder eine zusätzliche Abklärung angezeigt sei, ebenso wie bei der Wahl der Abklärung ein weiter Ermessenspielraum zu
steht
(Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 1
2.
März 2010 E. 4.1).
Zudem ist bei kom
plexen Fällen wie dem vorliegenden in der Regel eine interdisziplinäre Abklä
rung und Beurteilung durch Fachärzte angez
eigt (vgl. BGE 134 V 109 E.
9.3
).
Anzufügen bleibt, dass sich d
ie
Vorbringen
der Beschwerdeführerin im Zusam
menhang mit dem Verfahren am Europäischen Gerichtsh
of für Menschenrechte in Bezug auf
das
die unfallversicherungsrechtlichen Ansprüche betreffende
Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2009 vom 2
9.
März 2010 (
Urk.
1 S. 4)
auch in di
esem Verfahren als
unbehelflich
und unsachlich
erweisen,
zumal d
ie
Beschwerdeführerin
bereits im Entscheid IV.2014.00817 vom 1
9.
September 2014 auf die fehlende Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den anderen Sozialversicherungszweig hingewiesen worden war und darauf, dass der vor dem Europäischen Gerichtshof strittige unfallver
sicherungsrechtliche Entscheid lediglich den Zeitraum November 1996 bis 1
0.
April
2008 betrifft, hier aber ein im
Juli 2010 anhand genommenes
Revisi
onsverfahren
zu
beurteilen ist, welches in eine sanktionsweise
Rentenein
stellung
aufgrund der Akten per Ende April 2015
mündete
. Auch
dieser Ein
wand hilft ihr
offensichtlich
nicht weiter.
4.3
Zu Recht unbestritten blieb von der Beschwerdeführerin, dass das Mahn- und
Bed
enk
zeitverfa
hren
-
abgesehen von den Einwänden im Zusammenhang mit dem behaupteten
Devolutiveffekt
-
rechtskonform durchgeführt wurde.
Nach
dem
die MEDAS
im Oktober 2014 die Versicherte mehrfach schriftlich aufgefordert hatte, sich für eine ne
ue Terminvereinbarung zu melden und die Beschwerde
führerin telefonisch
nicht erreicht hatte (vgl.
Urk.
5/245 und 5/246),
wies d
ie Beschwerdegegnerin
die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1
8.
November 2014 darauf hin, dass die Begutachtung,
wie rechtskräftig bestätigt, in der
MEDAS
stattfinde.
Unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflicht teilte sie der Beschwerde
führerin die Folgen einer unentschuldbaren Verletzung derselben gemäss
Art.
43
Abs.
3 ATSG und
Art.
7b
Abs.
1 IVG
in
rechtskonformer Weise
mit und hielt fest, dass es ihr ohne das Gutachten nicht möglich sei, über den
Leistungs
anspruch
materiell zu entscheiden, weshalb bei einem Aktenentscheid die Ren
tenleistungen eingestellt würden (
Urk.
5/253). Nachdem die Beschwerdeführerin am 1
6.
Dezember 2014
hatte
beantragen lassen, dass ein Verlaufsgutachten bei
Dr.
Z._
einzuholen sei (
Urk.
5/256), räumte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1
9.
Dezember 2014
ausdrücklich
eine letztmalige Frist bis 1
5.
Januar 2015 ein, um sich mit de
r
MEDAS
für eine
Termin
vereinbarung
in Verbindung zu setzen. Dabei wies sie die Beschwerdeführerin neuerlich
auf die nachteiligen Rechtsfolgen für den Säumnisfall
hin (
Urk.
5/258). Gemäss Mail der
MEDAS
vom 1
6.
Januar 2015 liess die Beschwerde
führerin die Frist ungenutzt verstreichen (
Urk.
5/261), was von letzterer unbe
stritten blieb.
Bei dieser Sachlage steht fest, dass das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
korrekt durchgeführt wurde und sich die Beschwerdeführerin einer ihr im Sinne von
Art.
43
Abs.
2 ATSG zumutbaren Begutachtung nicht unterzogen hat
, indem sie die Frist zur Terminvereinbarung bis 1
5.
Januar 2015 verstreichen liess. Dieses Verhalten wertete die Beschwerdegegnerin zu Recht als schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Sinne von
Art.
43
Abs.
3 ATSG und entschied dem
zufolge aufgrund der vorhandenen (unvollständigen) Akten.
4.4
4.4.1
Zu prüfen bleibt, ob sie sich dabei
zu Recht auf den Standpunkt
stellte
, dass
es
bei der gegebenen
Aktenlage
an einer nachvollziehbaren ärztlichen Ein
schätzung der aktuellen Arbeitsfähigkeit fehle, weshalb eine rechtskonforme Invaliditätsbemessung nicht möglich
sei
und damit der Anspruch auf eine weitere Rente nicht beurteilt werden könne
, oder ob der Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach ein Aktenentscheid angesichts der Folgen des
Frontal
hirnsyndroms
zwangsläufig zu einer Bestätigung des Rentenanspruchs führe
n müsse
(
Urk.
1 S. 8), zu folgen ist.
4.4.2
Streitgegenstand in diesem Verfahren bildet die am 2
0.
März 2015 verfügte
Ren
teneinstellung
per Ende April 2015 (Zustellungsdatum der Verfügung: 2
3.
März 2015, vgl.
Urk.
1 S. 3). Die Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwer
deführerin hat nach dem oben Gesagten (E. 1.3) eine Umkehr der Beweislast zur Folge.
Gelingt der
B
eschwerdeführerin der
Beweis, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere
entscheidwesentliche
Umstände
bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids
nicht
in
einem den Invaliditätsgrad beein
flussenden Ausmass verändert haben
, nicht, hat sie die Folgen ihres Verhaltens zu tragen.
Zu prüfen bleibt damit, ob aufgrund der Akten oder der Parteivorbringen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist, dass sich der Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin bis zum Erlass de
s
hier angefochtenen Entscheids am 2
0.
März 2015 in anspruchsrelevanter Weise verbessert hat
.
Zeit
liche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades
bildet die ursprüngliche Rentenv
erfügung
vom 2
1.
März 2002 (
Urk.
5/81-82). Im Rahmen der ersten
und bisher einzigen
Revision Ende 2004 (
Urk.
5/92) holte die Beschwerdegegnerin einzig einen Bericht des Haus
arztes
Dr.
B._
vom
5.
Januar 2005 ein (
Urk.
5/97), welcher angesichts der Komplexität der bei der Beschwerdeführerin über die Jahre zur Diskussion gestandenen Gesundheitsschäden einer
rechtskonforme
n Sachverhaltsabklärung nicht genügt
(BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bun
desgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
4.4.3
Der mit Verfügung vom 2
1.
März 2002 (
Urk.
5/81-82) rückwirkend ab
1.
August 1996 zugesprochenen ganzen Invalidenrente lag gemäss Feststellungsblatt vom 1
2.
Dezember 2001
(
Urk.
5/72) in medizini
scher Hinsicht ein Gutachten der
MEDAS
vom
4.
Deze
mber 2001 zugrunde (
Urk.
5/71). Die Diagnosen lauteten auf eine leichte traumatische Hirnverletzung nach Unfall am 2
8.
August 1995 im Sinne eines organischen Psychosyndroms nach Schädel-/Hirntrauma, einen Status nach
Halswirbelsäulen(
HWS
)
-Distorsions- oder Abknicktrauma, eine
depressive
Entwicklung
mittelgradige Episode, ein Os
odontoideum
und eine
Spinal
kanal
stenose
C1/2 bei Segmentinst
abi
lität C
1/
2.
Der
Beschwerdeführerin
wurde
auf
grund ihrer Schmerzen und vor allem der verhaltensneurologisch
en
und neuro
psychologischen Auffälligkeiten mit Schwerpunkt im Frontalhirnbereich nach de
m
Unfall vom 2
8.
August 1995 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf
als
Coiffeuse
bescheinigt
. Für jegliche andere Tätigkeit sei sie ebenfalls anhaltend zu 70 bis 100
%
eingeschränkt (
Urk.
5/91/35).
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht
vom
5.
Januar 2005
die
Diagnosen
eines
Statu
s nach Commotio cerebri, eines
S
tatus nach Halswirbelsäulendistorsion und eine
r
depressive
n
Stimmung. Der Zustand sei stationär; eine Erwerbstätig
keit erachtete er als nicht mehr zumutbar (
Urk.
5/94).
Gestützt darauf teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin am 2
4.
Januar 2005
mit, es
bestehe unverändert
Anspruch auf die bisherige
ganze Invalidenrente
(
Urk.
5/97).
Nach
Erlass des
Urteil
s
des Bundesgerichts
8C_629/2009
vom 2
9.
März 2010
(
Urk.
5/165)
bat die Beschwerdegegnerin
die Zürich
um
Zustellung der Akten
(
Urk.
5/166)
.
Das
hierauf
eingereichte
, vom Bundesgericht
für die Beurteilung der Unfallfolgen
als massgeblich erachtete
Aktengutachten
von
Dr.
med.
C._
,
Facha
rzt FMH für Neurologie
, datiert
vom 1
2.
April 2007
(
Urk.
5/177).
Dr.
C._
erachtete eine organisch
bedingte Frontalhirnstörung als nicht aus
gewiesen
und
ging unfallbedingt von einer höchstens 10%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus (
Urk.
5/177/
22 ff.).
Hierauf
nahm
die Beschwerdegegner
in am
1.
Juli 2010 das
Revisionsverfahren
wieder
anhand
und holte einen weitern Bericht von
Dr.
B._
vom
1.
Sep
tember 2010 ein. Gemäss seinem
Gesamteindruck
sei
auf einen praktisch unver
änderten Gesundh
eitszustand zu schliessen
, jedoch könne er die Fragen nicht abschliessend beantworten, habe er die Beschwerdeführerin
doch
seit 2005 lediglich sechsmal gesehen (
Urk.
5/171
/6
).
Die neurolo
gische Fachärztin FMH,
Dr.
med.
D._
,
welche
die Beschwerde
führerin am
7.
Juni 2010 einmalig konsultiert hatte,
erklärte
am 2
4.
November 2010
, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihrer Wahrnehmung nicht arbeitsfä
hig sei und prognostisch weiterhin von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, sofern sich ihre diagnostischen Vermutungen
(
wohl auf eine Wesensveränderung im Sinne einer Frontalhirnstörung mit deutlicher
Antriebs
minderung
, vgl.
Urk.
5/173 S. 1) bestätigen würden. Sie erachtete eine rasche gutachterliche Abklärung als notwendig, um eine suffiziente, aber wahr
scheinlich rein
symptomatische Therapie init
iieren zu können (
Urk.
5/173/1-5).
Aktuellste ärztliche Beurteilung in den Akten bildet ein von der Beschwerde
führe
rin
offensichtlich im Wesentlichen
zum Beweis der Unfallfol
gen zuhanden des Strassburger Verfahrens
eingeholtes Gutachten von
Dr.
med.
E._
, Spezialarzt für Neurologie FMH, vom
8.
Februar 2012
(
Urk.
5/181/5-33
), welchem
sich
Dr.
B._
am 3
0.
Mai 2012 ohne Weiterungen anschloss (
Urk.
5/181/1-3)
.
Dr.
E._
erstellte sein Gutachten im Wesentlichen
gestützt
eine
eigene Untersuchung, von ihm veranlasste
und im Gutachten inhaltlich zitierte
Untersuchungen im Sinne einer funktionellen Dopplersonographie durch
Dr.
D._
, funktionell bildgebender Untersuchungen durch Prof.
Dr.
med.
F._
, Paris, und einer
ophtalmolo
g
ischen
Untersuchung
durch
Dr.
med.
G._
und gestützt auf
die Unfallakten
. Er schloss auf einen Status nach mässigem okzipitalem Schädeltrauma mit okzipitaler Kopfplatzwunde und einen Status nach mittelschwerem Hirntrauma mit zahlreichen, grösstenteils heute noch nachweisbaren Verletzungen, hauptsächlich das Stirnhirn,
das
Hin
terhaupt
hirn
, das Kleinhirn und d
en oberen Hirnstamm betreffend. Hieraus resultierten gemäss
Dr.
E._
diverse
, allesamt unfallbedingte hirnorganische Störungen
und
sekundäre
posttraumatisch aufge
tretene Nacken-Kopfschmerzen bei vorbestehender klinisch stumm gewesener Arnold
Chiari
Malformation Typ 1
(vgl. vollständige Diagnose in
Urk.
5/181/26 f.), welche zu einer vollständigen und dauernden Arbeitsunfähigkeit führen würden.
4.
4.4
Die Würdigung der medizinischen Akten macht zunächst deutlich, dass es für die Beurteilung des Ge
s
undheitszustandes im hier massgeblichen Zeitraum von Ende 2014 bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids im März 2015 (vgl.
Art.
88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) offensichtlich an einer aktuellen ärztlichen Einschätzung fehlt. Zudem erklärte
Dr.
B._
noch am
1.
September 2010
,
kein
e
abschliessende Beurteilung vornehmen zu können, habe er die Beschwerdeführerin doch seit 2005 lediglich sechsmal gesehen (
Urk.
5/171/6).
Andere aktuell oder in den letzten Jahren behandelnde Ärzte sind weder den Akten noch den Vorbri
ngen der Parteien zu entnehmen
, was nebenbei Zweifel an der Erheblichkeit des Leidensdrucks aufkommen lässt
.
Dr.
D._
sprach in ihrem offensichtlich ohne Aktenkenntnis erstellten Bericht vom November 2010 lediglich von diagnostischen Vermutungen (
Urk.
5/173).
Einzig
Dr.
E._
nahm klar und abschliessend Stellung. Jedoch ist bei der Würdigung seiner Beurteilung
zu berücksichtigen, dass er in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stand und sein Gutach
ten
von der Beschwerdeführerin
im Rahmen eines jahrelangen, bis zum Euro
päischen Gerichtshof führenden Versicherungsstreites eingeholt wurde. Zwar
folgt
a
us dem Grundsatz der Waffengleichheit das Recht der versicherten Per
son, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt
lichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen.
Jedoch gilt es
,
die Auftragsstellung des Gutachters und daraus unter Umständen fliessende Tendenzen zu berücksichtigen
(
BGE 125 V 351 E. 3a
, 135 V 465
E. 4.5
).
Ebenso wie in einem Streitfall eine direkte
Leistungszusprache
einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen wird (vgl. dazu: BGE 135 V 46
5
E. 4.5), kann
in einem Fall wie dem hier zu beurteilenden e
ine Weiterausrichtung der Rente einzig gestützt auf di
e Beurteilung eines Parteigutachters, welcher es zudem an Aktualität fehlt
, nicht zur Diskussion stehen
. Zwar
scheint wahrscheinlich
, dass, sofern die Diagnosen von
Dr.
E._
zu bestätigen wären, mutmasslich von einem nicht verbesserten Zustand
auch bis Verfügungserlass
auszugehen wäre
. Jedoch lassen sich seine Schlussfolgerungen
, welche hinsichtlich Schwere des Gesundheitsschadens weit über sämtliche bisherigen in den Akten liegenden ärz
tlichen Beurteilungen hin
ausgehen
,
in diesem Verfahren
aufgrund der Akten
nicht überprüfen
. Indem sich die Beschwerdeführerin der angeordneten Begutachtung bis anhin wider
setzte, verunmöglichte sie auch eine fachärztliche Überprüfung
und allenfalls Bestätigung
des Gutachtens von
Dr.
E._
.
Dieses Verhalten hat sie sich anrechnen zu lassen
und die Konsequenzen ihrer Untersuchungsverweigerung zu tragen. Die Renteneinstellung der
Beschwerd
e
gegnerin
ist zu be
s
tätigen. D
ie Beschwerde
ist
abzuweisen.
Im
Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeit der Sanktion
(Entscheid auf
grund der Akten) sind die Parteien abschliessend darauf hinzuweisen, dass sich diese nur auf die Zeitspanne der Verweigerung der Zusammenarbeit mit der festgelegten Gutachterstelle bezieht. Der Beschwerdeführerin steht es folglich frei, sich im Rahmen eines Neuanmeldeverfahrens der bereits angeordneten Begut
achtung doch noch zu unterziehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 1
0.
Dezember 2010 E. 5.6 mit Hinweisen).
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin liess um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege in diesem Verfahren ersuchen (
Urk.
1 S. 2).
5.2
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die
Rechtsvor
kehr
nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aus
sichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünfti
ger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).
5.3
Insbesondere die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten formalrechtli
chen Rügen hat ihr Anwalt weitgehend bereits in anderen Verfahren erhoben, wobei das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und das Bundesge
richt diese jeweils verworfen hat
oder mangels Sachbezogenheit nicht darauf eingegangen ist
(vgl.
Urteil IV.2013.00867 vom 3
1.
Dezember 2013, Beschluss IV.2014.00817 vom 1
9.
September 2014, Urteil und Beschluss im Verfahren IV.2015.00033
vom 2
6.
Februar 2015, Urteil des Bundesgerichts 8C_277/2015 vom
6.
Mai 2015
).
Die
rechtlich
neuen und zumindest sachbezogenen
Vorbrin
gen der Beschwerdeführerin zum hier beurteilten Streitgegenstand beschränken
sich auf Ziffer 20 und
die ersten beide
n
Sätze aus Ziffer 21
der Beschwerde
(
Urk.
1 S. 8); sowohl die Vorbringen zum
Devolutiveffekt
der
Rechtsverweige
rungsbeschwerde
als
auch diejenigen zur angeblichen Rechtsverweigerung
erscheinen
aber
insgesamt
von vornherein als aussichtslos.
Vor dem Hintergrund, dass die
Beschwerdeführer
in die ihr
von der
Verwaltung angesetzte letztmalige Frist bis 1
5.
Januar 2015 unbestrittenermassen ungenutzt verstreichen liess und ihr die Sanktion (Aktenentscheid
)
und die Folge der
Ren
ten
einstellung
zuvor ausdrücklich mitgeteilt worden war (
Urk.
5/258), die in den Akten liegenden medizinischen Unterlagen offensichtlich nicht aktuell und die Zulässigkeit und Notwendigkeit der
MEDAS
-Begutachtung bereits mehrfach gericht
lich bestätigt
respektive
thematisiert worden war,
muss die Beschwerde im vorliegenden Fall als aussichtslos bewertet werden. Entsprechend rechtfertigt sich die Annahme, ein
e solvente
Beschwerdeführer
in
würde diesen Prozess bei vernü
nftiger Überlegung nicht führen
.
Dem
Gesuch um unentgeltliche Rechts
pflege
kann folglich
nicht entsprochen werden.
5.4
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht beschliesst
:
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen
,
und
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
5
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Philip
Stolkin
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.