Decision ID: 80643dd4-c03d-5edb-bf61-e7e6a6f1c2df
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die 1985 geborene thailändische Staatsangehörige W._ (im Folgenden: Gesuchstellerin) beantragte am 3. Dezember 2007 bei der Schweizerischen Botschaft in Bangkok ein Visum für einen  Besuchsaufenthalt bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater (P._ und C._; im Folgenden: Gastgeber bzw. ) in S._ (AG). Die Schweizer Vertretung lehnte es  ab, ein Visum in eigener Kompetenz zu erteilen und leitete das  zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz weiter.
B. Zum Antrag begrüsst, holte das Migrationsamt des Kantons Aargau beim Gastgeber ergänzende Auskünfte ein und leitete sie an die Vorinstanz weiter. Letztere lehnte es in einer Verfügung vom 21.  2008 ab, das beantragte Besuchsvisum zu erteilen. Dies im  mit der Begründung, die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Besuchsaufenthalt könne nicht als  betrachtet werden. Die Gesuchstellerin lebe in einer Region, aus der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und  Verhältnisse ein anhaltend starker Zuwanderungsdruck  sei. Bei der Gesuchstellerin selbst seien weder berufliche noch  Verpflichtungen, aber auch keine familiären  erkennbar, die trotz dieser Verhältnisse besondere Gewähr für eine Wiederausreise bieten könnten.
C. Mit Beschwerde vom 25. Januar 2008 (Datum des Poststempels)  die Gastgeber beim Bundesverwaltungsgericht implizit, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das Visum für einen  sei zu erteilen. Zur Begründung bringen sie  vor, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass die  der Gesuchstellerin nach einem Besuchsaufenthalt nicht  wäre. In ihrer Eigenschaft als Gastgeber garantierten sie (die Beschwerdeführer) für ein regelkonformes Verhalten ihres Gastes. Die Gesuchstellerin werde keine rechtlichen Mittel zur Verlängerung des Aufenthalts ergreifen. Sie habe entgegen der Einschätzung der  durchaus familiäre Verpflichtungen in ihrem Heimatland, sei sie doch Mutter einer 5-jährigen Tochter, die während des beabsichtigten Besuchsaufenthalts in Thailand bleibe. Sie sei zudem bereits im Jahre
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1999 einmal hier zu Besuch gewesen und fristgerecht wieder .
D. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 26. März 2008 an der angefochtenen Verfügung fest und schliesst auf Abweisung der . Ergänzend weist sie unter anderem darauf hin, dass eine Schwester der Gesuchstellerin nach einem Besuch im Jahre 2005 die Schweiz nicht mehr verlassen und sich hier verheiratet habe.
E. Die Beschwerdeführer machten von dem ihnen eingeräumten Recht auf Replik keinen Gebrauch.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden  Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM, mit denen die Erteilung eines  verweigert wird. In dieser Materie urteilt das  endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Die Beschwerdeführer sind gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  berechtigt. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50–52 VwVG).
2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
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erheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist  Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht  und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines  (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten  2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3. Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher  handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl.  zum Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).
4. Am 1. Januar 2008 sind das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie die dazu gehörigen Ausführungsverordnungen (u.a. die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren [VEV, AS 2007 5537]) in Kraft getreten. In der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 wurde dem Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen  der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin (SR 362) zugestimmt. Die entsprechenden  (darunter das Abkommen vom 26. Oktober 2004  der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Europäischen  und der Europäischen Gemeinschaft über die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des -Besitzstands [SAA, SR 0.360.268.1]) sind sodann für die Schweiz am 12. Dezember 2008 definitiv in Kraft getreten. Seitdem ist die Schweiz verpflichtet, den übernommenen Schengen-Besitzstand  und umzusetzen, wie u.a. die Bestimmungen zur  Visapolitik, auf die verschiedentlich in EG-Rechtsakten verwiesen wird. Durch die Übernahme des Schengen-Besitzstandes wurden im
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AuG entsprechende Anpassungen notwendig (vgl. u.a. Art. 2 Abs. 4 AuG, wonach die Bestimmungen über das Visumverfahren und über die Ein- und Ausreise nur gelten, sofern das Schengen-Recht keine abweichenden Bestimmungen enthält). Im Weiteren ist die VEV total revidiert worden (Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204], in Kraft seit 12. Dezember 2008). Art. 57 VEV sieht vor, dass hängige Verfahren nach dem neuen, übergeordneten (Schengen-)Recht fortgeführt werden. Das bedeutet, dass die Schweiz ungeachtet der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 126 Abs. 1 AuG völkerrechtlich verpflichtet ist, auf Verfahren, die am 12. Dezember 2008 hängig sind, das neue Recht anzuwenden (zum Vorrang des internationalen Rechts: vgl. BGE 131 II 352 E. 1.3.1 [mit Hinweis auf Rechtsprechung und zitierte Doktrin], 119 V 171 E. 4; RAINER J. SCHWEIZER, Zur Einleitung: Das Bundesverwaltungsgericht im System der öffentlich-rechtlichen Rechtspflege des Bundes, in:  Ehrenzeller/Rainer J. Schweizer (Hrsg.), Das : Stellung und Aufgaben, St. Gallen 2008, S. 24).
5. 5.1 Bezüglich der Einreisevoraussetzungen für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten verweist Art. 2 Abs. 1 VEV auf die Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex [SGK, ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1–32]). Art. 5 Abs. 1 SGK präzisiert die  für Drittstaatsangehörige. Diese benötigen zur Einreise ein oder mehrere gültige Reisedokumente und – sofern sie der Visumspflicht unterliegen – ein gültiges Visum (Bst. a und b). Sie müssen den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Bst. c). Im Weiteren dürfen sie nicht im Schengener  (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die  Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines  darstellen (Bst. d und e).
5.2 Die Einreisevoraussetzungen gemäss Schengener Grenzkodex entsprechen im Wesentlichen Art. 5 Abs. 1 Bst. a–d AuG. Das in Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK genannte Erfordernis, Zweck und Umstände des  Aufenthalts zu belegen, wird in Art. 5 Abs. 1 AuG nicht explizit erwähnt. Demgegenüber verlangt Art. 5 Abs. 2 AuG, dass im Falle ei-
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nes nur vorübergehenden Aufenthalts für die gesicherte  Gewähr zu bieten ist. Dies stellt jedoch kein zusätzliches im  Recht verankertes Erfordernis dar und steht daher nicht im  zum Schengener Grenzkodex. Die Angabe des  Aufenthaltszwecks stellt nämlich zugleich eine  dar, nach Erfüllung dieses Zwecks wieder ausreisen zu wollen. Erfolgen widersprüchliche oder unglaubwürdige Angaben zum , so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der  Gesuchsteller nicht willens ist, nach Ablauf des geplanten  den Schengenraum fristgerecht zu verlassen. In diesem Sinne äussert sich auch die Gemeinsame Konsularische Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden (GKI, ABl. C 326 vom 22.12.2005, S. 1–149), die eine analoge Auslegung vornimmt. Die GKI verlangt hinsichtlich des Entscheids über den Visumsantrag die  des Migrationsrisikos; es muss geprüft werden, "ob der  die Absicht hat, in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten mit Hilfe eines zu Touristik-, Studien-, Geschäfts- bzw. zu  ausgestellten Visums einzuwandern und sich dort “ (vgl. ABl. C 326, S. 10). Die laut Art. 5 Abs. 2 SGK zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltszwecks in Frage kommenden  werden beispielhaft in Anhang I des Schengener Grenzkodex .
5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass die nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK erforderliche Überprüfung des Aufenthaltszwecks dieselbe Fragestellung aufwirft wie die Überprüfung des in Art. 5 Abs. 2 AuG genannten Merkmals der gesicherten . Es kann daher an die bisherige Praxis und Rechtsprechung bezüglich des letztgenannten Merkmals angeknüpft werden.
6. Das Schengen-Recht nimmt eine Differenzierung in Bezug auf die  von Drittstaatsangehörigen vor. Die Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7) verweist in Art. 1 Abs. 1 und 2 auf die Anhänge I und II, welche jeweils eine Liste von Drittländern enthalten. In  I sind diejenigen Drittstaaten aufgelistet, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im Besitz eines Visums sein müssen; Anhang II dagegen führt  Drittländer auf, deren Staatsangehörige von der Visumspflicht be-
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freit sind. Als thailändische Staatsangehörige unterliegt die  damit der Visumspflicht.
7. 7.1 Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der  keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen machen. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.
7.2 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise können sich aus der allgemeinen Lage im Herkunftsland der  oder des Besuchers ergeben.
Die Wirtschaft Thailands hat sich zwar nach der Asienkrise von 1997/98 überraschend schnell erholt. Das Wachstum des  zog von 2001 (2.2 %) bis 2003 (7.1 %) respektive 2004 (6.3 %) stark an. In den Jahren 2005 bis 2007 verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum jedoch mit einer Wachstumsrate von 4.5 %, 5.1 % und 4.8 %, was auf die innenpolitische Unsicherheit,  Gewalt in den vier südlichsten Provinzen des Landes und  des verheerenden Tsunami von 2004 zurückzuführen ist (Quelle: U.S. Departement of State, <http://www.state.gov >, Travel > Countries and Regions > Background Notes > Thailand, Stand: Januar 2009, besucht am 2. März 2009). Die grundsätzlich ermutigende  Entwicklung kann aber nicht über die Tatsache , dass nach wie vor breite Bevölkerungsschichten von  schwierigen ökonomischen und sozialen  betroffen sind. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf betrug im Jahre 2007 nur gerade USD 3'737, im Jahr 2008 schätzungsweise USD 4'102 (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, <http://www.seco.admin.ch >, Themen > Aussenwirtschaft >  > Asien/Ozeanien > Thailand, Stand: Juni 2008, besucht am 2. März 2009). Entsprechend hoch ist der Anteil jener, die , ins Ausland zu gelangen, um sich unter günstigeren  eine bessere Existenz aufbauen respektive sichern zu . Der Trend zeigt sich erfahrungsgemäss dort besonders stark, wo durch die Anwesenheit von Verwandten oder Bekannten bereits ein  soziales Beziehungsnetz im Ausland besteht. Im Falle der Schweiz führt dies angesichts der restriktiven Zulassungsregelung nicht selten zur Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmungen.
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http://www.state.gov/ http://seco.admin.ch/
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7.3 In Anbetracht der beschriebenen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Thailand und der damit einhergehenden  ist die Beurteilung der Vorinstanz, die das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise als relativ hoch einschätzte, nicht zu . Es wäre jedoch zu schematisch und nicht haltbar, generell und ohne spezifische Anhaltspunkte ausschliesslich aufgrund der  Lage in der Herkunftsregion auf eine nicht hinreichend  Wiederausreise zu schliessen. Die allgemeinen Verhältnisse entbinden die Vorinstanz daher nicht von einer einzelfallbezogenen Beurteilung. Namentlich können berufliche, gesellschaftliche oder  Verpflichtungen die Prognose einer anstandslosen  begünstigen.
8. 8.1 Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um eine 23-jährige,  Frau und Mutter einer inzwischen 6-jährigen Tochter.  ist über ihre persönlichen und familiären Verhältnisse nur bekannt, dass an ihrem Wohnort noch weitere Angehörige leben. Als Mutter  knapp schulpflichtigen Tochter dürfte die Gesuchstellerin durchaus familiäre Verpflichtungen im Heimatland haben. Da sie aber ohne  Grund gleich für drei Monate in die Schweiz reisen möchte, kann geschlossen werden, dass sie die Betreuung der Tochter für  Zeit Drittpersonen überlassen kann. Im familiären Bereich sind somit keine zwingenden Verantwortlichkeiten zu erkennen, welche die Gesuchstellerin ernsthaft davon abhalten könnten, den Entschluss für eine Emigration zu fällen. In diesem Zusammenhang bleibt , dass die Existenz naher Angehöriger (z.B. Kinder)  für sich allein die Prognose einer fristgerechten und  Wiederausreise nicht begünstigen kann. Wesentliche Bedeutung kommt hier den wirtschaftlichen Verhältnissen zu, in denen sich die Betroffenen befinden. Der Wunsch nach einer Emigration ist nämlich häufig auch mit der Hoffnung verbunden, zurückbleibende  aus dem Ausland effizienter unterstützen und gegebenenfalls später nachziehen zu können.
8.2 Im Zeitpunkt der Antragstellung ging die Gesuchstellerin  keiner Erwerbstätigkeit nach und es ist nicht bekannt, wie sie ihren Lebensunterhalt damals bestritten hat bzw. heute bestreitet. Es wurde auch nicht offen gelegt, in welchen wirtschaftlichen  die Gesuchstellerin mit ihrer Tochter lebt. Selbst wenn die  – wie vom Beschwerdeführer bei seiner Auskunftserteilung
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gegenüber dem Migrationsamt des Kantons Aargau behauptet –  einer Erwerbstätigkeit nachgehen sollte, könnte aus dieser Tatsache allein noch nicht auf Verhältnisse geschlossen werden, die eine Emigration als unwahrscheinlich erscheinen liessen.
8.3 In der Beschwerde wird geltend gemacht, die Gesuchstellerin sei bereits im Jahre 1999 in der Schweiz zu Besuch gewesen und damals fristgerecht wieder ausgereist. Aus diesem Aufenthalt können die  aber nichts besonderes für sich ableiten. Damals war die Gesuchstellerin gerade mal 14 Jahre alt und es kann selbst ohne genaue Kenntnis der persönlichen und familiären Verhältnisse davon ausgegangen werden, dass keine vergleichbaren Umstände gegeben waren. Heute ist die Gesuchstellerin eine junge erwachsene Frau, die über ihre Lebensgestaltung frei entscheiden kann. Tritt hinzu, dass nach den (von den Beschwerdeführern nicht bestrittenen)  der Vorinstanz eine Schwester der Gesuchstellerin bzw. weitere Tochter der Beschwerdeführerin erst vor wenigen Jahren einen  dazu benutzt haben soll, in der Schweiz eine Ehe  und hier zu verbleiben. In Ermangelung einer Stellungnahme zu diesen Vorgängen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die  geneigt sein könnte, es ihrer Schwester gleichzutun.
8.4 Die Vorinstanz durfte vor dem aufgezeigten allgemeinen und  Hintergrund demnach davon ausgehen, dass keine  Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose  der Gesuchstellerin nach einem Besuchsaufenthalt besteht. An  Beurteilung vermögen die Zusicherungen der Beschwerdeführer im Gesuchsverfahren (auf die im Beschwerdeverfahren ausdrücklich verwiesen wird) nichts zu ändern. Diese sind rechtlich nicht verbindlich und faktisch auch nicht durchsetzbar. Als Gastgeber können die  zwar für gewisse finanzielle Risiken im  mit dem Besuchsaufenthalt, aus nahe liegenden Gründen aber nicht für ein bestimmtes Verhalten ihres Gastes garantieren (anstelle vieler vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3243/2007 vom 10. Juni 2008 E.5.5).
9. Aus vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
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10. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die  Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1, 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]).
(Dispositiv S. 11)
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