Decision ID: 005b8e63-43f9-597f-8a49-35fa004d4d99
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer ersuchte am 12. November 2015 in der Schweiz um
Asyl. Anlässlich der Befragung zur Person vom 24. November 2015 und
der Anhörung vom 8. September 2017 führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen aus, er sei ethnischer Hazara und stamme aus dem Dorf
B._, Distrikt C._, Provinz Ghazni. Eines Tages im Jahr 2013
sei er nach dem Besuch seines kranken Vaters im Spital von den Taliban
beschossen worden. Er sei vom Motorrad gefallen. Sie hätten ihn verprü-
gelt und beschuldigt, ein Informant zu sein. Er sei im Spital wieder zu sich
gekommen. Der Onkel habe ihm gesagt, seine Mutter und seine Schwester
seien durch einen Angriff der Taliban getötet worden. Nach der Genesung
sei er in den Iran ausgereist, wo er sich illegal aufgehalten habe. Nach
einem Jahr respektive zwei Jahren sei er nach Afghanistan zurückgekehrt,
um seinen kranken Vater nochmals zu sehen. Die Taliban hätten ihn bei
seinem Onkel gesucht, weshalb er sechs Monate respektive eine Woche
später, am 27. September 2015, endgültig aus Afghanistan ausgereist sei.
Der Beschwerdeführer reichte seine Tazkira im Original ein.
B.
Gemäss LINGUA-Bericht vom 18. Juni 2018 hat die hauptsächliche Sozi-
alisierung des Beschwerdeführers eindeutig im ländlichen Gebiet der Pro-
vinz Ghazni, Afghanistan, stattgefunden.
C.
Mit Verfügung vom 30. Juli 2018 (eröffnet am 2. August 2018) stellte die
Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft
nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an.
D.
Mit Eingabe vom 30. August 2018 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, es sei die Verfügung der
Vorinstanz vom 30. Juli 2018 in den Dispositivpunkten 4 und 5 aufzuheben,
und der Beschwerdeführer sei wegen Unzulässigkeit und/oder Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig als Ausländer aufzunehmen.
Eventualiter sei die Sache zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechts-
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pflege zu bewilligen. Es sei daher der Rechtsvertreter als amtlicher Rechts-
beistand zu bestellen und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses zu verzichten.
Der Beschwerdeführer reichte eine Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung und
eine Honorarnote ein.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 4. September 2018 hiess der Instruktionsrich-
ter die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und amtliche Rechts-
verbeiständung gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses und gab der Vorinstanz Gelegenheit zur Einreichung einer Vernehm-
lassung.
F.
Mit Schreiben vom 6. September 2018 gab der Beschwerdeführer die
Tazkira seines Vaters, die Tazkira seines Grossvaters und einen Arztbericht
eines Psychiaters und Hirnspezialisten aus dem Jahr 2015 betreffend sei-
nen Vater (alles im Original) zu den Akten.
G.
Am 17. September 2018 reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung ein.
H.
Mit Replik vom 3. Oktober 2018 nahm der Beschwerdeführer zur Vernehm-
lassung Stellung. Dem Schreiben war eine Honorarnote beigelegt.
I.
Mit Schreiben vom 14. März 2019 reichte der Beschwerdeführer einen
Arztbericht des Zentrums für Psychotraumatologie (Gravita SRK) vom
6. März 2019 ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorlie-
gende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
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1.2 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember
2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- und
Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Die vorliegend anzuwendenden Ge-
setzesartikel (Art. 83 Abs. 1–7 und Art. 84) sind unverändert vom AuG ins
AIG übernommen worden.
2.
Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend –
endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwerdeführer
ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48
VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-
treten (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
3.
Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht (ein-
schliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die un-
richtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Kognition im Bereich des
Ausländerrechts richtet sich nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
4.
Der Beschwerdeführer hat mit seiner Beschwerde den in der vorinstanzli-
chen Verfügung angeordneten Wegweisungsvollzug angefochten. Die Ver-
neinung seiner Flüchtlingseigenschaft, die Ablehnung seines Asylgesuchs
und die Anordnung der Wegweisung blieben unangefochten und sind mit
Ablauf der Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen. Gegenstand des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit einzig die Frage, ob die
Wegweisung zu vollziehen ist oder ob anstelle des Vollzugs eine vorläufige
Aufnahme anzuordnen ist.
5.
5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis
nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme
(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG).
5.2 Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-
weisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst,
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sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls
wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
5.3 Die genannten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Wegwei-
sungsvollzug (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit) sind al-
ternativer Natur. Sobald eine dieser Bedingungen erfüllt ist, ist der Vollzug
als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit der be-
troffenen Person in der Schweiz nach den Bestimmungen über die vorläu-
fige Aufnahme zu regeln (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4.).
6.
6.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
6.2
6.2.1 Die Vorinstanz führt zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus,
gemäss LINGUA-Bericht stamme der Beschwerdeführer aus dem Dorf
B._, Distrikt C._, Provinz Ghazni. Gemäss Rechtsprechung
des Bundesverwaltungsgerichts wäre eine Rückkehr dorthin aufgrund der
dort herrschenden Sicherheitslage und humanitären Situation als unzumut-
bar zu erachten. Der Beschwerdeführer habe indes unglaubhafte und wi-
dersprüchliche Angaben zu seinem Lebenslauf gemacht, wodurch er eine
sinnvolle Prüfung möglicher Vollzugshindernisse verunmöglicht habe. So
habe er wenig konsistente und plausible Angaben zu seiner Identität
(Dauer des Schulbesuches), seinen Papieren (anderer Nachname als der
Vater und Grossvater), dem Reiseweg und der Dauer der Iranaufenthalte
gemacht. Ferner sei es ihm nicht gelungen, die Asylvorbringen glaubhaft
darzulegen. Dem SEM sei es daher nicht möglich, sich in voller Kenntnis
seiner tatsächlichen persönlichen und familiären Situation zur Zumutbar-
keit des Wegweisungsvollzugs zu äussern. Es sei nicht Sache des SEM,
nach allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen zu forschen. Hinzuzu-
fügen sei, dass er gesund sei und über Arbeitserfahrung im Bereich der
Landwirtschaft und als (...) verfüge, womit keine individuellen Gründe ge-
gen einen Wegweisungsvollzug sprechen würden.
6.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der Befragung und
in der Anhörung vorgebracht, aus dem Dorf B._, Distrikt
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C._, Provinz Ghazni, zu stammen. Die LINGUA-Analyse habe er-
geben, dass seine hauptsächliche Sozialisierung im sozio-ethnischen Mi-
lieu der Provinz Ghazni stattgefunden habe. Die eingereichte Tazkira be-
stätige ebenfalls seine Herkunft aus Ghazni. Gemäss Rechtsprechung des
Bundesverwaltungsgerichts sei ein Wegweisungsvollzug in die Provinz
Ghazni unzumutbar. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass er jemals in
einer der Grossstädte Kabul, Herat oder Masar-i-Sharif gelebt hätte.
Ebenso sei es unwahrscheinlich, dass er sich mit einem Aufenthaltsrecht
legal im Iran oder sonst einem Drittstaat aufhalten könnte. Die Ungereimt-
heiten bezüglich Daten und Aufenthaltsorten würden lediglich die letzten
zwei Jahre vor seiner Reise in die Schweiz betreffen. Die Vorinstanz könne
daraus nicht ableiten, es bestünden keine Hinweise auf eine konkrete Ge-
fährdung im Fall eines Wegweisungsvollzugs. Vielmehr sei aufgrund seiner
Angaben sowie der Sprach- und Herkunftsanalyse davon auszugehen,
dass der Wegweisungsvollzug nach Afghanistan unzumutbar sei.
6.3 In der Vernehmlassung fügt die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer
begründe nicht, weshalb es unwahrscheinlich sei, sich in einem Drittstaat
wie dem Iran legal aufhalten zu können. Es erstaune, dass er die Tazkira
seines Vaters und Grossvaters sowie einen Arztbericht seines Vaters erst
im Beschwerdeverfahren eingereicht habe. Im Arztbericht sei ein anderes
Spital aufgeführt als das vom Beschwerdeführer genannte. Zudem seien
diese Beweismittel käuflich erwerbbar und leicht zu fälschen.
6.4 In der Replik entgegnet der Beschwerdeführer, er sei im Rahmen der
Befragungen nicht nach Ausweispapieren von Familienmitgliedern gefragt
worden. Erst als er erfahren habe, dass seine Identität in Frage gestellt
werde, habe er seine Familienmitglieder gebeten, ihm ihre Ausweispapiere
zu senden. Er wisse nicht, weshalb ein anderes Spital auf dem Arztbericht
aufgeführt sei. Möglicherweise habe sein Vater das Spital gewechselt, was
nicht unüblich sei.
7.
7.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Referenzurteil D-5800/2016
vom 13. Oktober 2017 eine aktuelle Lageeinschätzung zu Afghanistan vor-
genommen. Das Gericht stellte eine deutliche Verschlechterung der Si-
cherheitslage seit dem letzten Länderurteil des Bundesverwaltungsge-
richts im Jahr 2011 (BVGE 2011/7) über alle Regionen hinweg fest. Es kam
zum Schluss, dass in weiten Teilen von Afghanistan unverändert eine der-
art schlechte Sicherheitslage und derart schwierige humanitäre Bedingun-
gen bestehen würden, dass die Situation als existenzbedrohend im Sinne
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von Art. 83 Abs. 4 AIG zu qualifizieren und somit der Wegweisungsvollzug
nach wie vor als unzumutbar zu beurteilen sei. Der Wegweisungsvollzug
in die Provinz Ghazni erweise sich unabhängig von den persönlichen Um-
ständen als generell unzumutbar (E. 7.6 und 10.1).
7.2 Der Beschwerdeführer gab an der Befragung und der Anhörung über-
einstimmend an, er stamme aus dem Dorf B._, Distrikt C._,
Provinz Ghazni. Im LINGUA-Bericht wird ausgeführt, seine landeskundli-
chen-kulturellen Kenntnisse über den ländlichen Raum in der Provinz
Ghazni seien durchwegs zutreffend. Es gebe keine Anzeichen auf eine So-
zialisierung in einer anderen Gegend Afghanistans oder ausserhalb Afgha-
nistans. Er spreche den Dialekt der Hazara aus dem Distrikt C._,
Provinz Ghazni. Die hauptsächliche Sozialisierung des Beschwerdeführers
habe eindeutig im ländlichen Milieu der Provinz Ghazni stattgefunden.
Der Beschwerdeführer stammt folglich aus dem Dorf B._, Distrikt
C._, Provinz Ghazni, wo er auch sozialisiert worden ist. Die Vor-
instanz bestreitet dies nicht, sieht sich aber aufgrund seiner widersprüchli-
chen Angaben nicht in der Lage, allfällige Wegweisungsvollzugshinder-
nisse zu prüfen. Sie verkennt mit dieser Argumentation, dass gemäss
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts der Wegweisungsvoll-
zug in die Provinz Ghazni generell, also unabhängig von den persönlichen
Verhältnissen, unzumutbar ist. Eine Prüfung individueller Vollzugshinder-
nissen erübrigt sich hiermit. Des Weiteren kann dem Beschwerdeführer
nicht eine grundsätzliche Verletzung der Mitwirkungspflicht vorgeworfen
werden. So hat der LINGUA-Bericht ergeben, dass die Angaben zu seiner
Herkunft zutreffend sind. Zudem hat er seine Tazkira und diejenigen seines
Vaters und Grossvaters eingereicht. Seine Erklärung, weshalb er die
Tazkira der Familienmitglieder erst später eingereicht hat, ist zudem über-
zeugend. Aus dem LINGUA-Bericht lässt sich auch die Glaubhaftigkeit sei-
ner angegebenen Tätigkeit in der Landwirtschaft ableiten, was auch von
der Vorinstanz nicht bestritten wird. Es bestehen zwar tatsächlich Unge-
reimtheiten in den Aussagen zum Schulbesuch und zur exakten Dauer der
Aufenthalte im Iran. Dies ändert aber ebenso wenig an seiner eindeutigen
Herkunft aus Ghazni wie die Unglaubhaftigkeit seiner Asylvorbringen. Ins-
gesamt ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zweifelsfrei aus der
Provinz Ghazni stammt und in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung
des Bundesverwaltungsgerichts ein Wegweisungsvollzug dorthin, unab-
hängig von allfälligen individuellen Vollzugshindernissen, als generell un-
zumutbar zu betrachten ist. Da den Akten keine Gründe im Sinne von
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Art. 83 Abs. 7 AIG zu entnehmen sind, ist der Beschwerdeführer in der
Schweiz vorläufig aufzunehmen.
8.
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. Die Dispositivziffern 4 und 5 der
Verfügung vom 30. Juli 2018 sind aufzuheben. Die Vorinstanz ist anzuwei-
sen, den Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
9.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens
in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm
notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Sein Rechts-
vertreter reichte eine Honorarnote in der Höhe von Fr. 1'775.– ein. Der ver-
anschlagte Stundenansatz von Fr. 200.– bewegt sich im gemäss Art. 10
Abs. 2 VGKE vorgesehenen Rahmen. Die Vorinstanz ist somit anzuwei-
sen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von
Fr. 1‘775.– (inkl. Auslagen) auszurichten.
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