Decision ID: b188a125-8ae0-4b6f-b570-afa4c6b978be
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, Mutter von zwei erwachsenen Kindern (Jahrgang 1995 und 1997), ist seit dem
1.
April 2016 bei
der
Y._
als
Mitar
bei
terin im Sortier- und Abpackbetrieb
tätig, wobei der letzte Arbeitstag am
3
1.
August 2016
war (
Urk.
9/15
). Unter Hinweis auf
B
eschwerden
im linken Bein
meldete sich die Versicherte am
1.
März 2017
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/3
).
Mit Mitteilung vom 2
8.
Juni 2017 teilte
ihr
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
mit, dass zurzeit keine beruflichen Massnahmen durchgeführt werden könn
t
en (
Urk.
9/18). Die IV-Stelle
klärte
in der Folge
die medizinische und erwerbl
iche Situation ab, zog Akten des Krankentaggeldversicherers
bei (
Urk.
9/14,
Urk.
9/23 und
Urk.
9/56-57
) und holte ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
1
7.
Dezember 2018
erstattet wurde (
Urk.
9/51
).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
9/55
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
0.
Mai 2019
einen Rentenanspruch (
Urk.
9/58
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1
9.
Juni 2019
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
0.
Mai 2019
(
Urk.
2) und beantragte, diese
sei aufzuheben, es sei
der Entscheid
über den Anspruch auf eine Invalidenrente bis zum Abschluss von Eingliede
rungs
massnahmen zu sistieren, die IV-Stelle sei zu verpflichten
(
Urk.
1 S.
1
f.
Ziff.
1-6):
-
den Anspruch auf Umschulung zu prüfen
,
bevor Eingliederungs
mass
nah
men eingeleitet werden
-
sie im Anschluss an die Eingliederungsmassnahmen bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle zu unterstützen und hierbei externe Unter
stützung in Form eines geeigneten Case Managements hinzuzuziehen
-
für sie einen Arbeitsversuch zu ermöglichen
-
AlbaCaseLajqi
- Case
Management
Interkulturell, mit ihrer Fallbetreuung
während der Umsetzung der Eingliederungsmassnahmen zu beauftragen
-
beim Abschluss der Eingliederungsmassnahmen eine medizinische Abklä
rung durchzuführen, um eine reale Restarbeitsfähigkeit zu definieren
Ferner solle d
er Entscheid über eine allfällige Invalidenrente erst nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen geprüft und mittels Verfügung kommuniziert werden (
Urk.
1 S.
2
Ziff.
7)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
Juli 2019
(
Urk.
8
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
2
3.
August 2019
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E.
5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281
E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E.
4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig
und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis
belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen
)..
1.6
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere das polydisziplinäre Gutachten vom 1
7.
Dezember 2018 (
Urk.
9/50), davon aus, dass
die Beschwerdeführerin seit Juni 2016 bis auf weiteres in ihrer angestammten Tätigkeit eingeschränkt sei (S.
1 unten). In einer angepassten Tätigkeit sei sie jedoch zu 90
%
arbeitsfähig und könne somit einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Mit einer solchen Tätigkeit entstehe ihr keine Erwerbseinbusse. Somit entstehe kein Anspruch auf e
ine Inva
lidenrente (S. 2 oben).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Standpunkt,
dass weder die seit September 2016 involvierten Krankentag
geldversicherungen
Sanitas
und
Vaudoise
, noch die
Beschwerdegegnerin
etwas zu
ihre
r
beruflichen
Weiterentwicklung
unternommen
hätten.
Es
sei
erstaunlich, dass das Prinzip
«
Eingliederung
vor Rente
»
, das die
Invalidenversicherung
seit der
5.
IV-Revision stets
betone
, in diesem Fall überhaupt nicht berücksichtigt
worden sei
. A
uch sei
sie
noch nie für eine Besprechung bei der IV-Stelle eingeladen
worden
, um mögliche
Weiterentwicklungsm
assnahmen mit ihr zu erörtern. Am 2
8.
Juni 2017
sei
ihr lediglich mitgeteilt
worden
, dass keine beruflichen
Einglie
derungsmassnahmen
durchgeführt werden könn
t
en
(S. 2 Mitte)
.
Im Interesse aller Beteiligten wäre es in diesem Fall angebracht gewesen, den medizinischen Ver
lauf zu verfolgen und - sobald eine verwertbare Arbeitsfähigkeit vorhanden
ge
wesen wäre
-
sie
über mögliche
Eingliederungsmassnahmen
zu informieren und solche umzusetzen, da
der Beschwerdegegnerin
ein entsprechender Bericht am
5.
Juli 2018
vorgelegen habe
. Dies, um entweder den bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten oder einen neuen zu finden.
Weiter
wäre
für die Begutachtung ein
Dolmetscher
nötig gewesen. Dies
sei
jedoch bei der Auftragserteilung völlig ausser Acht gelassen
worden
und
sie habe
die medizinische Untersuchung ohne Dolmetscher absolvieren
müssen
. Zwar
würden
alle medizinischen Experten von einer guten Verständigung
berichten
, was allerdings zu bezweifeln
sei.
Sie könne sich zwar im Alltag verständigen, jedoch komplexe Sachverhalte nicht verstehen.
Auch der behandelnde Hausarzt
könne
die Verständigungsprobleme
bestätig
en
.
So sei zu bezweifeln, dass sie die Frage, ob berufliche Massnahmen sinnvoll wären
oder nicht, richtig verstanden und im Kontext und in Relation zu ihrer beruflichen Zukunft richtig interpretiert
habe
. Aus ihrer Antwort
sei
jedoch abgeleitet
worden
, dass sie sich subjektiv nicht in der Lage sehe, irgendeiner beruflichen Tätig
keit in der freien Wirtsch
aft nachgehen zu können.
D
eshalb
seien
berufliche Massnahmen nicht als sinnvoll erachtet
worden (S. 3 oben).
D
er Entscheid
der Beschwerdegegnerin,
ihr
Leistungsbegehren abzulehnen,
sei
unausgereift und verfrüht
,
trotz der Dauer der Arbeits
u
nfähigkeit und de
s
fehlenden Erfolg
es
der bisherigen medizinischen Behandlung
, d
ies, weil - zumindest was die beruflichen
Eingliederungsmassnahmen
betreffe
- keine genügenden Abklärungen gemacht
worden seien
, um e
inen
solchen
Entscheid zu rechtfertigen (S. 3 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen
ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
2.4
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Re
chts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung be
ziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit
bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwer
deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Soweit
die
Beschwerdeführer
in
beschwerdeweise
beantragt
e
, es seien
ihr ver
schie
dene
berufliche Massnahmen zu gewähren (
Urk.
1 S. 2
oben
), ist auf die an
ge
fochtene Verfügung vom
2
0.
Mai 2019
zu verweisen, mit welcher
der An
spruch der
Beschwerdeführer
in
auf eine Invalidenrente verneint
wurde (
Urk.
2). Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet damit ausschliesslich der Ren
tenanspruch
der Beschwerdeführerin
. Über den Anspruch auf berufliche Mass
nah
men hat die Beschwerdegegnerin nicht befunden. Es fehlt damit bezüglich beruflicher Massnahmen an einem Anfechtungsgegenstand, weshalb
diesbe
züg
lich
auf die
Be
schwerde nicht einzutreten ist.
3.
Die Beschwerdegegnerin stützte
die angefochtene
Verfügung im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom 1
7.
Dezember 2018 (
Urk.
9/51), worin
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für
Rheumatologie,
Dr.
med.
B._
, Fach
arzt für Psychiatrie und P
sychotherapie, sowie
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
aufführten
(S. 8 Mitte):
-
c
hronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 8 unten):
-
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F
4
5)
-
f
unktionelle
He
misymptomatik
links
-
a
ktenanamnestisch
Gonarthrose links
-
aktenanamnestisch Status nach
C
ervicobrachialgie
-
m
eta
bolisches Syndrom
-
Hemithyreoidektomie
rechts am 2
7.
August
2018 sowie Autotrans
plan
tation der rechten kaudalen Nebenschilddrüse in den M.
sternocleido
mas
toideus
rechts bei
Stru
ma
uninodosa
rechts
-
Vitam
in D Insuffizienz
Dazu führten die Gutachter aus, i
m interdisziplinären Konsensus
bestünden
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit primär pathologische Befunde am Bewegungs
apparat mit der rheumatologischen Feststellung eines chronischen linksbetonten
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms ohne Hinweise für sensomotorische Defi
zite. Ansonsten
hätten
die Untersuchungen aus neurologischer, psychia
trischer und allgemeininternistischer Sicht keine Diagnosen
ergeben,
welche die Arbeits- und Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen würden
(S. 9
Ziff.
4.3)
.
Neben den medizinisch
begründeten Einschränkungen
könn
t
e
n
als Belastungs
faktor
en
insbesondere die mangelnde berufliche Ausbildung und eine erhebliche subjektive Krankheits- und Behinderungsüberzeugung mit klarer sekundärer Selbst
limitierung festgestellt werden
(S. 9
Ziff.
4.4)
.
Das Ausmass der gesamten
g
eklagten Beschwerden am Bewegun
gsapparat mit der di
ffusen Schmerzaus
wei
tung in die linke untere Extremität
könne
weder aus klinisch-rheumatologischer noch neurologischer Sicht objektiviert werden, sodass unter Berücksichtigung der psychiatri
schen Evaluation von einer ganz
erheblichen funktionellen
Üb
erlage
rung des Schmerzgeschehen
s
auszugehen
sei (S. 9
Ziff.
4.5)
.
Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in den letzten sowie sonstigen körperlich regel
mässig mittel- oder gar schwerbelastende
n
beruflichen Tätigkeiten
könne
seit Juli 2016 postuliert werden
(S
.
9
Ziff.
4.6.4)
.
Eine Arbeitstätigkeit
müsse
wechsel
be
lastend durchgeführt werden können: Vermieden werden sollten stereotype Rota
tionsbewegungen des Achsenskelettes sowie Arbeiten in anhaltender Oberkörper
vorneige- oder Rückhalteposition
.
Es
bestünde
n
in einer ergonomisch gut ein
gestellten sitzenden Position keine spezifischen Einschränkungen für manuell verarbeitende Tätigkeiten an einem Arbeitsplatz in mehrheitlicher Schulterneu
tralstellung. Gehende Tätigkeiten auf ebener Unterlage
seien
ebenfalls nicht ein
geschränkt. Vermieden werden sollten berufliche Tätigkeiten mit häufigem Be
nut
zen von Treppen oder dem Gehen auf unebenem Untergrund, das Benutzen von Leitern und Gerüsten
sei
nicht möglich. Das Heben und Tragen von Lasten
bis zur Taille
dürfe
10 selten 1
5 kg, über Taille 5 selten 10 kg betragen
(S.
10
Ziff.
4.7.1)
.
Zur Gewährung von regelmässigen Arbeitspausen bestehe ein redu
ziertes Rendement von 10
%
(S. 10
Ziff.
4.7.3). Es bestehe somit eine 90%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für körperlich leichte bis intermittierend mittel
schwere, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten (S. 10
Ziff.
4.7.4). Diese Anga
ben würden seit Juni 2016 gelten (S. 10
Ziff.
4.7.5).
Die Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit im angestammten Beruf, insbesondere unter Berücksichtigung eines vorliegenden Arbeitgeberberichts vom Oktober 2017,
bestehe
aufgrund der rheumatologischen Diagnose eines anhalten
den linksbetonten chronischen
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom
s. Trotz e
iner eindeutigen funktionellen Üb
erlagerung der gesamten
g
eklagten Schmerz
symptomatik
bestehe
ein somatischer Kern der
g
eklagten Beschwerden, sodass diese zuletzt angestammte berufliche Tätigkeit sowie sonstige körperlich regel
mässig mittel oder gar schwerbelastende berufliche Tätigkeiten nicht mehr zu
m
u
tbar
seien
. Da wie dargelegt keine zusätzlichen relevanten sonstigen
pathoa
na
tomischen
Befunde am Bewegungsapparat oder sonstige zusätzliche relevante Erkrankungen im polydisziplinären Konsensus
hätten
festgestellt werden
können, bestehe
eine insgesamt 90%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für eine adap
tierte berufliche Tät
igkeit im oben erwähnten Rahmen (S. 10
Ziff.
4.8).
Rheumatologisch
sei
bei optimaler
Patientencompliance
mittel- und langfristig durch eine gezielte Rehabilitation eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis selten mittelschwere, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten zu erwar
ten
. D
a die bisherigen
rehabilitativen Massnahmen inklusiv
einer mehr
wöchigen stationären Rehabilitation jedoch erfolglos
gewesen seien
, erschein
e
es insgesamt zweifelhaft zu sein, ob die
Beschwerdeführerin
die
notwendige Compli
ance aufbringe
, um konsequent ein notwendiges Kraftaufbaupro
gramm langfris
tig durchzuführen (S. 10
Ziff.
4.9).
Da sich die Beschwerdeführerin subjektiv nicht in der Lage erachte, irgendeiner beruflichen Tätigkeit in der freien Wirtschaft nachzugehen zu können, könn
t
en dementsprechend keine beruflichen Massnahmen als sinnvoll erachtet werden (S.
10
Ziff.
4.10).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren abweisenden Entscheid auf das
polydis
ziplinäre
Gutachten
des
Z._
, wonach bei der Beschwerdeführerin von einer
90%igen
Arbeits
- und Leistungs
fähigkeit
für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten
auszugehen sei (vorsteh
end E.
3
).
4.2
Das
polydisziplinäre
Gutachten
des
Z._
vom
1
7.
Dezember 2018
beruht auf für die strittigen Belange umfassenden
internistischen, rheumatologischen, psychia
trischen
und neurologischen
Untersuchungen und berücksichtigt die von der Be
schwerdeführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein
und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeits
fähigkeit werden ausführlich begründet. So
zeigten die
Gutachter auf,
dass mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit primär pathologische Befunde am Bewegungs
apparat mit der rheumatologischen Feststellung eines chronischen linksbetonten
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms ohne Hinweise für sensomotorische De
fi
zite bestehen würden und die Untersuchungen aus neurologischer, psychia
tri
scher und allgemeininternistischer Sicht keine Diagnosen ergeben hätten,
welche die Arbeits- und Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen würden
.
Die Gutachter stellten eine erhebliche
subjektive Krankheits- und Behindertenüberzeugung mit klarer sekundärer Selbstlimitierung fest und gingen aufgrund der nicht objek
ti
vierbaren Beschwerden mit diffuser Schmerzausweitung von einer ganz erhebli
chen funktionellen Überlagerung des Schmerzgeschehens aus.
Die
Z._
-
Gutachter kamen in ihrer Gesamtbeurteilung zum na
chvollziehbaren Schluss, dass
seit Juni 2016
eine 90%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für körperlich leichte bis inter
mittierend mittelschwere, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten bestehe (vor
stehend E. 3).
Im
psychiatrischen Teilgutachten
wurde
einlässlich erörtert, i
nwieweit aus psy
chiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit an
zunehmen oder zu verneinen sei
(
Urk.
9/51/36-39
).
Der psychiatrische Gutachter konnte anlässlich seiner fachärztlichen Untersuchung keine krankheitsbedingten Einschränkungen erkennen. Der klinische Befund ergab keine
kognitiven Beeinträchtigungen, psychomotorisch präsentierte sich die Beschwerdeführerin weder agitiert noch gehemmt, im Affekt zeigte sie sich ausgeglichen und gefasst, eine bedrückte Stim
mungslage konnte nicht festgestellt werden und es fehlten ebenso Hinweise für schwer depressive Merkmale im Sinne einer vitalen Traurigkeit, einer Antriebs
störung oder von Suizidgedanken (vgl. S. 38 f.).
Der psychiatrische Gutachter stellte sodann fest, dass keine Hinweise auf eine psychisch bedingte Verursachung der Schmerzen bestehen würden. Es hätten keine Konflikte oder sonstige Belas
tungsfaktoren bei einem intakten familiären Umfeld festgestellt werden können. Weiter würden keine Komorbiditäten im Sinne einer affektiven Störung oder einer Persönlichkeitsstörung bestehen (vgl. S. 39 Mitte).
Psychiatrischerseits
findet keine Behandlung statt und anlässlich der Begutachtung
konnte keine erwähnenswerte Psychopathologie festgestellt werden (
Urk.
9 S. 40 oben).
Die dem Teilgutachten zu entnehmende Begründung vermag durchaus den Anforde
rungen auch der neuen Rechtsprechung zu genügen, die verlangt, dass das funk
tionelle Leistungsvermögen anhand einer Reihe von Standardindikatoren (Aus
prä
gung der diagnoserelevanten Befunde, Behandlungs- und Eingliederungs
er
folg oder -resistenz, Komorbiditäten, persönliche Ressourcen, sozialer Kontext, Konsistenz auf der Ebene des Verhaltens) beurteilt wird (BGE 141 V 281 E. 4.1.3).
Die festgestellte
vollständige
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
ist
daher auch unter dies
em Titel nich
t zu
beanstanden
.
Nach dem Gesagten ist das Gutachten für die Beantwortung der Fragen um
fassend und erfüllt die praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4
-6
)
voll
umfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das Gutachten sei nicht beweis
kräftig, weil die Untersuchung ohne
Beizug
eines Übersetzers erfolgt sei,
so kann ihr nicht gefolgt werden
.
4.3.1
Der bestmöglichen sprachlichen Verständigung zwischen Experte und versicher
ter Person kommt zwar insbesondere bei der psychiatrischen Abklärung beson
deres Gewicht zu. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts besteht aber kein unbedingter Anspruch auf Durchführung einer medizinischen Abklärung in der Muttersprache des Exploranden resp. der Explorandin oder unter
Beizug
eines Übersetzers (Urteile des Bundesgerichts 9C_511/2009 vom 3
0.
November 2009 E.
4.2.2.1, 9C_1022/2008 vom 2
4.
Juli 2009 E.
3.3.2 und 9C_822/2008 vom 2
1.
April 2009 E. 3.4.1). Auch in den Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen (publi
ziert in: Schweizerische Ärztezeitung
,
SAeZ
,
2004 S. 1048 ff., S. 1051) wird für die Untersuchung von Fremdsprachigen lediglich empfohlen, einen geeigneten Übersetzer beizuziehen, wenn die sprachliche Verständigung zwischen Gutachter und Exploranden nicht genügend möglich ist. Diese Leitlinien haben zwar nicht verbindlich-behördlichen Charakter, formulieren aber doch den fachlich anerk
annten Standard für eine sachgerechte, rechtsgleiche psychiatrische Begutach
tungspraxis in der Schweiz (Urteile des Bundesgerichts 8C_945/2009 vom 2
3.
September 2010 E.
5, 8C_695/2009 vom 1
7.
Dezember 2009 E.
3.2.1 und 8C_694/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.3).
Ob eine medizinische Abklärung in der Muttersprache des Exploranden oder der Explorandin oder unter
Beizug
eines Übersetzers im Einzelfall geboten ist, hat grundsätzlich der Gutachter im Rahmen sorgfältiger Auftragserfüllung zu ent
scheiden. Massgeblich dafür, ob und in welcher Form bei medizinisch-psychia
trischen Abklärungen dem Gesichtspunkt der Sprache und der sprachlichen Ver
ständigung Rechnung getragen werden muss, ist letztlich die Bedeutung der Massnahme im Hinblick auf die in Frage stehende Leistung. Es geht um die Aus
sagekraft und damit die beweismässige Verwertbarkeit des Gutachtens als Ent
scheidungsgrundlage für die IV-Stelle und gegebenenfalls das Sozialver
siche
rungs
gericht. Danach müssen die Feststellungen des Experten nachvollziehbar sein, seine Beschreibung der medizinischen Situation muss einleuchten und die Schlussfolgerungen müssen begründet sein (AHI 2004 S. 143, I 245/00 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 9C_511/2009,
vom 3
0.
November 2009 E. 4.2.2.1 und 9C_1022/2008, vom 2
4.
Juli 2009 E. 3.
3.2).
4.3.2
Die Beschwerdeführerin lebt seit
Dezember
19
95
(
Urk.
9/4/2
) in der Schweiz und verfügt über die Niederlassungsbewilligung C.
Weder in den zahlreichen Berich
ten
der behandelnden Ärzte noch im polydisziplinären Gutachten finden sich Anhaltspunkte, welche darauf hindeuten würden, dass sich bei der Behandlung irgendwelche
Sprachschwierigkeiten ergeben beziehungsweise sich
die
Gutachter und die Beschwerdeführerin inhaltlich nicht oder nicht richtig verstanden hätten.
Die Gutachter erwähnten in ihren Teilgutachten sogar explizit, dass eine gute Kommunikation in
hochdeutscher
Sprache stattgefunden habe (vgl.
Urk.
9/
51 S.
24
Ziff.
4.2) und die Beschwerdeführerin über ordentliche Kenntnisse der deut
schen Sprache verfüge (S. 38
Ziff.
4.2).
Diese Aussagen spiegeln sich sodann auch im Detailierungsgrad der in den einzelnen Teilgutachten wiedergegebenen Anga
ben der Beschwerdeführerin wider und sind somit plausibel und nachvollziehbar.
Weder im Anschluss an das Gutachten noch in der erhobenen Beschwerde legte die Beschwerdeführerin nachvollziehbar dar, inwiefern sich die angeblichen Sprach
schwierigkeiten auf die Qualität des Gutachtens ausgewirkt haben sollen und zeigte keine konkreten Missverständnisse oder sprachlich bedingte Fehlan
nahmen auf, bei welchen das Gutachten von ihren Darlegungen abgewichen is
t. Der Hinweis der Beschwerdeführerin,
wonach aus den Akten hervorgehe, dass sie einen Dolmetscher gebraucht hätte und für die Begutachtung ein solcher nötig gewesen wäre, ist
unbehelflich
. Die
Beschwerdegegnerin
teilte der Beschwer
de
führerin am 1
4.
September 2018 mit, dass eine umfassende medizinische Unter
suchung notwendig
sei und wies sie explizit daraufhin, dass die begutachtenden Fachärzte deutschsprachig seien und sie sich bei der Gutachterstelle frühzeitig melden solle, wenn ein Dolmetscher benötigt werde (vgl.
Urk.
9/40 S. 2).
Die Be
schwerdeführerin meldete sich darauf offenbar nicht, so dass das
Z._
im Aufge
bot zur Untersuchung vom 1
8.
September 2018 festhielt, dass die Untersuchung ohne Dolmetscher stattfinde.
Die Beschwerdeführerin vermag nicht genügend sub
stan
t
iiert darzutun, inwiefern ihr durch das Fehlen einer Übersetzung ein Nachteil entstanden sein soll.
Es ist sodann nicht nachvollziehbar, inwiefern bei einer medizinischen Untersuchung komplexe Sachverhalte verstanden werden
müssen
, wie dies die Beschwerdeführerin vorbrachte (vgl.
Urk.
1 S. 3 oben)
.
In diesem
Sinne ist es
nicht nachvollziehbar, weshalb im Rahmen der gutachter
lichen Untersuchung die Vorgeschichte und das Beschwerdebild der Beschwerde
führerin unvollständig und unzutreffend im Gutachten wiedergegeben worden sein soll
t
en.
4.4
Nach dem Gesagten steht damit fest, dass in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 90%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit besteht und die Beschwerdeführerin bei Ausschöpfung ihres beruflichen Leistungsvermögens keine rentenbe
gründen
de Erwerbseinbusse erleidet. Somit ist der durch die Beschwerdegegnerin zur Er
mittlung der erwerblichen Auswirkungen vorgenommene Einkommensvergleich (vgl.
Urk.
9/53), welcher durch die Beschwerdeführerin nicht gerügt wurde, nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin begründete
dabei
plausibel
, weshalb
sie
keine Parallelisierung
vornahm
und beim Invalideneinkommen
zusätzlich
einen leidensbedingten Abzug von 5
%
berücksichtigte (vgl.
Urk.
9/53)
.
Ergänzend
dazu ist
festzuhalten, dass angesichts des tiefen
Valideneinkommens
und der hohen Restarbeitsfähigkeit von 90
%
selbst bei der Vornahme einer Parallelisierung kein
e
invaliditätsbedingte
Erwerbseinbusse
resultieren würde.
4.5
Angesichts der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Untersuchung ge
machten Äusserungen, wonach sie sich subjektiv nicht in der Lage erachte, irgend
einer beruflichen Tätigkeit in der freien Wirtschaft nachgehen zu können und sie zuerst
gesund
werden
möchte (vgl.
Urk.
9/51 S. 8 oben, S. 11 oben, S. 24 oben, S.
35 Mitte, S.
38 Mitte)
,
ist es
sodann
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin vor Erlass der rentenverneinenden und angefochtenen Ver
fügung keine Eingliederungsmassnahmen (mehr) prüfte. Es bleibt der Beschwer
de
führerin - einen
Eingliederungswillen vorausgesetzt
(vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_111/2018 vom 21.08.2018 E. 6.3 f
.
)
- jedoch unbenommen, sich
mit ihren Anträgen zu beruflichen Massnahmen
bei der Beschwerdeführerin
er
neut zu melden.
Damit erweist sich die einen Rentenanspruch verneinende Verfügung vom 2
0.
Mai
2019 als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
auf
zu
erlegen.