Decision ID: bc570445-b294-451f-a7ca-89ce7822f8b2
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
hat Anspruch auf
eine Rente der Invaliden
ver
sicherung.
Am
2.
Dezember 2016 stellte
X._
ein Gesuch um Zuspre
chung von Zusatzleistungen zu ihrer Invalidenrente (Urk. 7/2). Mit zwei Verfü
gungen vom 3
0.
Januar 2017
setzt
die Durchführungsstelle den
Ergänzungs
leis
tungsanspruch der
per
1.
Dezember 2016 aus Brasilien zugezogene
n
X._
für den Dezember 2016 und ab dem
1. Januar 2017 fest
(Urk. 7/4-5).
Am 9. Februar 2017 (Urk.
7/
1
1
/
1
-2
) erhob
X._
Beschwerde gegen
eine
Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
9. Januar 2017
betreffend Invalidenrente (Urk.
7/11/
2
). Sie beantragte
unter anderem
die Erhöhung ihrer monatlichen Ergänzungsleistung auf ihr Existenzminimum von Fr. 5‘100.-- (Urk.
7/11/1 S.
2).
Das hiesige Gericht stellte im Erledigungsbeschluss IV.2017.00179 vom 2
8.
Februar 2017 (Urk.
3/1
) fest, der Antrag auf Erhöhung der Ergänzungs
leistungen beziehe sich auf den Entscheid
der Gemeinde
O._
,
Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV
,
vom 30. Januar 2017, we
s
wegen es die Sache an die Gemeinde
O._
zur
Anhandnahme
der Eingabe
vom
9.
Februa
r 2017 als Einsprache
überwies (
Erwägung
2 und Dispositiv
Ziff.
2).
Nach erfolgter Überweisung der Einsprache wies die Durchführungsstelle diese mit Einspracheentscheid vom 2
1.
Juli 2016 (richtig: 2017) ab (Urk. 2).
2.
Gegen diesen
Einspracheentscheid
erhob
X._
mit Eingaben vom 11.
August
2017 Beschwerde und beantragte die Erhöhung der Ergänzungs
leis
tungen auf ihr monatliches Existenzminimum von
Fr.
5‘100.--. Des Weiteren beantragte sie die Abänderung ihres Scheidungsurteils respektive eine Revision des Scheidungsverfahrens
(Urk.
1/
1-2).
Die Durchführungsstelle
schloss
in der
Be
schwerdeantwort vom 23. August 2017
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk
. 6). Mit Eingabe vom
7.
September 2017 äusserte sich
X._
erneut zur Sache (Urk. 9). Davon wurde der Durchführungsstelle gleichentags Kenntnis gegeben (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Nach Massgabe von
Art.
9
Abs.
1 des Bundesgesetzes über Ergänzungs
lei
s
tung
en zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) entspricht d
ie jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausga
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen.
Was
als
anerkannte
Ausgaben und
anrechenbare
Einnahmen zu
berücksichtigen
ist
,
legt das Gesetz in den Art
. 10 und 11 ELG fest.
Die jeweilige Aufzählung in den genannten Bestimmungen ist abschliessend, namentlich der gesetzliche Höchstbetrag für die
jährliche
Miete und die
jährliche
Pauschale für die
Krankenpflegeversicherung
(vgl.
Art.
10
Abs.
1 lit. a und
Abs.
3 lit. d ELG.
2.
D
ie Beschwerdeführerin
stellt
die von der Durchführungsstelle in den Verfü
gung
en vom 3
0.
Januar 2017 berechneten anerkannten Ausgaben in dem Sinne in Frage, als sie
grössere
effektive
Auslagen und damit einen
tatsächlich
höh
eren Lebensbedarf geltend macht
. Namentlich weist sie auf ihre effektiven Aus
lagen für die Miete und die Krankenkasse hin. Ferner rügt si
e
die Berück
sich
tigung von Einkünften und Vermögen (Pensionskasse, Genugtuung
,
Unterhalt). Sie macht geltend,
die Ergänzungsl
eistungen seien an den tatsächlichen Bedarf von
Fr.
5‘100.-- pro Monat anzupassen
(vgl.
Urk.
1/1 S. 1 f.
).
Da die im Gesetz vorgesehenen anerkannten Ausgaben, sowohl bezüglich der
Art als auch bezüglich der Höhe
abschliessend festgelegt sind,
und das Gesetz des Weiteren bestimmt, dass das Einkommen und das Vermögen der Leistungs
bezüger bei der Anspruchsbemessung zu berücksichtigen sind,
besteht f
ür die Festsetzung von
Ergänzungsleistungen über den gesetzlich bestimmten Rahmen
hina
us kein Raum. Die gesetzlich
vorgesehenen
anerkannten Ausgaben
und die anrechenbaren Einnahmen
hat die Beschwerdegegnerin
im Übrigen
korrekt er
mittel
t und
in die Berechnung einbezogen (vgl.
Urk. 7/4 S. 3 und Urk.
7/5 S. 4), weswegen die Bemessung des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen ab dem 1. Dezember 2016 sowie des Anspruchs ab dem
1.
Januar 2017 nicht zu bean
standen
ist
. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich dem
nach als unbegründet und ist abzuweisen.
3.
Zur Beurteilung des Rechtsbegehrens auf Erhöhung
des nachehelichen Unter
haltes
(Abänderung Scheidungsurteil)
respektive für ein Revisionsverfahren in der betreffenden Angelegenheit
ist das angerufene G
ericht
nicht zuständig (vgl.
§
2 f.
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer).
Ebenso ver
hält es sich
bezüglich der von der Beschwerdeführerin erwähnten Straftaten (vgl.
Urk.
1/2 S. 1 f.).
Diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.