Decision ID: 7add4e70-1b93-4954-8605-bf731a17ed25
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Kontraktmanager bei der B._ angestellt
und als solcher bei der Zürich Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Zürich)
unfallversichert, als er gemäss Unfallmeldung am 20. Mai 2013 während des Gehens
plötzlich starke Schmerzen verspürte (act. G 4.1/1). Die medizinischen Abklärungen
ergaben eine Fraktur des Malleolus medialis der distalen Tibia rechts (act. G 4.2/1 ff.),
welche am 3. Juni 2013 in der Klinik C._ durch den Operateur Dr. med. D._,
Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, operativ versorgt wurde (act. G 4.2/5). Intraoperativ bestätigte
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sich das Vorliegen einer Pseudoarthrose (act. G 4.2/6). Nach einigen Abklärungen, die
darauf hindeuteten, dass die Verletzung nicht auf das Ereignis vom 20. Mai 2013,
sondern auf eine Bewegung beim Tennisspielen am 20. Dezember 2012
zurückzuführen war (vgl. act. G 4.1/3 und 4.2/8), anerkannte die Zürich am 20.
November 2013 das Schadensereignis als Unfall (vgl. act. G 4.1/5 und 4.1/12). Sie kam
für die Heilbehandlungskosten auf und entrichtete Taggeldleistungen (vgl. act. G 4.1/7
und 4.1/12 f.).
A.b Am 23. Januar 2014 erfolgte aufgrund einer Refraktur des Innenknöchels bei einer
Arthrose des oberen Sprunggelenks (OSG) eine erneute Operation, eine Arthrodese
(act. G 4.2/12). Ab dem 21. Mai 2014 erlangte der Versicherte wieder eine 40%ige
Arbeitsfähigkeit bei Ausübung seiner Arbeit in Homeoffice, jedoch laut Angaben des
Versicherten keine 40%ige Leistungsfähigkeit (act. G 4.2/20 und 4.2/32; G 4.1/50 und
4.1/56).
A.c In einem Bericht an die Zürich vom 2. Oktober 2014 teilte Dr. D._ mit, dass der
Versicherte an einer Pseudoarthrose leide. Nach einem initial günstigen Verlauf nach
der Arthrodese sei anlässlich einer Kontrolle im Mai 2014 eine Sekundärdislokation
festgestellt worden. Mit Ruhigstellung und Belastungsaufbau habe leider keine
Konsolidierung erreicht werden können. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit liege bei 40 % in
der Homeoffice-Tätigkeit. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei erst bei
konsolidierter Re-Arthrodese möglich, womit jedoch eine Reintervention notwendig
wäre. Die Indikation zur Re-Arthrodese mittels eines Rückfussnagels sei prinzipiell
gegeben. Hinsichtlich einer allfälligen Re-Operation sei eine angiologische Beurteilung
durchgeführt worden, bei welcher beim Versicherten ein Aneurysma der
Femoralarterien beidseits festgestellt worden sei, welches einer weiteren Abklärung
bedürfe (act. G 4.2/24). In seinen Notizen zur Sprechstunde vom 16. Dezember 2014
hielt Dr. D._ fest, dass beim Versicherten unterdessen eine Gefässoperation rechts
vorgenommen worden sei, während links kein Eingriff notwendig sei (act. G 4.2/26).
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A.d Am 17. Februar 2015 berichtete Dr. D._, dass aufgrund der gesundheitlichen
Situation des Versicherten mit einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
gerechnet werden müsse (act. G 4.2/29). In einem Bericht an die Zürich vom 18.
Februar 2015 teilte Dr. D._ mit, dass es fraglich sei, ob der Versicherte die volle
Arbeitsfähigkeit wieder erlangen könne (act. G 4.2/30). Am 4. März 2015 berichtete Dr.
D._ über beim Versicherten persistierende belastungsabhängige Schmerzen im OSG
mit hochgradiger Einschränkung der Gehstrecke. Das Vorliegen einer Pseudoarthrose
sei mittels CT bestätigt worden. Der Versicherte sei seit dem 21. Mai 2014 zu 60 %
arbeitsunfähig. Nach einer Re-Arthrodese, welche konsolidiert sei, könne letztlich mit
einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden, jedoch sei es unsicher, ob die
volle Arbeitsfähigkeit langfristig wieder erreicht werden könne (act. G 4.2/32).
A.e Am 26. März 2015 erfolgte auf Wunsch der Zürich eine Untersuchung durch Dr.
med. E._ und Assistenzärztin med. pract. F._, Klinik G._. Gemäss dem
Konsultationsbericht vom 30. März 2015 zeigte sich im Röntgenbild des rechten
Fusses des Versicherten eine deutliche dystrophe fleckige Veränderung im gesamten
dargestellten Knochen, ein Hallux rigidus, ein Schraubenbruch mit Pseudoarthrose,
eine Varus-Fehlstellung im Bereich des OSG und eine Arthrose des unteren
Sprunggelenks (USG) mit deutlichen zystischen Veränderungen. Es bestehe beim
Versicherten eine deutliche belastungsabhängige Beschwerdeproblematik mit
Einschränkung in der Mobilität sowie Reduktion der Arbeitsfähigkeit aufgrund der
rezidivierenden Schwellungstendenzen und der Notwendigkeit zur Hochlagerung der
betroffenen Extremität mit Arbeitsunterbrüchen in Intervallen von 1.5 Stunden. Aktuell
werde eine orthopädische Schuhversorgung eingeleitet. Nach Stellungsoptimierung im
Schuhwerk sei der aktuelle Beschwerdeverlauf abzuwarten. Bei therapierefraktärer
Situation und entsprechendem Leidensdruck beim Versicherten wäre eine Re-
Arthrodese zu empfehlen. Aufgrund der höheren Heilungschancen wäre jedoch eine
Re-Arthrodese mittels Ring-Fixateur und Spongiosaentnahme aus dem Beckenkamm
mit gleichzeitiger USG-Arthrodese zu empfehlen, da auch im USG zystische
Veränderungen zu sehen seien. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität sei dem
Versicherten aktuell keine andere Arbeit als die zurzeit ausgeübte Homeofficetätigkeit
zumutbar (act. G 4.2/33).
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A.f Am 27. April 2015 berichtete Dr. D._ über eine unveränderte Situation ohne
zunehmende Abkippung in den Varus (act. G 4.2/35).
A.g Am 15. Mai 2015 unterzeichnete der Versicherte einen neuen Arbeitsvertrag mit
der B._ mit welchem er in einem Pensum von 25 % als Kontraktmanager angestellt
wurde mit der Möglichkeit von Homeoffice. Der Vertrag enthielt die Anmerkung, dass er
spätestens am 7. Oktober 2015 in Kraft trete (vgl. act. G 4.1/100 i.V.m. 4.1/62).
A.h Am 3. Juli 2015 nahm der beratende Arzt der Zürich, Prof. H._, FMH
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gemeinsam mit
I._, Dipl. Pflegefachfrau HF, eine Aktenbeurteilung vor. Sie hielten fest, dass sich als
Folge der wegen vorbestehender Polyarthritis indizierten medikamentösen Steroid-
Behandlung eine ausgeprägte Osteoarthropathie (Zerstörung von Knochen und Gelenk)
entwickelt habe, welche für die Pseudoarthrose mitverantwortlich sei. Angesichts
dieser ossären Situation sei von einer sehr ungünstigen Ausgangslage auszugehen.
Eine prognostische Aussage hinsichtlich einer nochmaligen Versteifungsoperation sei
schwierig. Die Aussicht auf eine namhafte Besserung bei einer allfälligen Re-Arthrodese
sei äusserst fraglich. Die Indikation zu einer Versteifungsoperation mit unklarem
Ergebnis sei sehr zurückhaltend zu stellen. Insbesondere sei trotz eines operativen
Eingriffs keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der beruflichen Tätigkeit als
Kontraktmanager zu erwarten. Die Zumutbarkeit einer Re-Arthrodese bei einer
Pseudoarthrose sei zwar generell gegeben. Zu den operationsspezifischen Risiken
zähle im Allgemeinen eine weitere verzögerte bzw. fehlende Konsolidierung. Beim
Versicherten sei dieses Risiko aufgrund der Osteoarthropathie jedoch um ein
Vielfaches erhöht, weshalb die Sinnhaftigkeit des Eingriffs bei adaptiertem
Leidensdruck fraglich sei, zumal nicht abgeschätzt werden könne, inwieweit eine Re-
Arthrodese aufgrund der knöchernen Situation tatsächlich zu einer Verbesserung
führen werde. Ein weiterer Eingriff sei mit einer schlechten Prognose verbunden,
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sodass eine operative Intervention bei stabilen Restbeschwerden nicht zumutbar sei.
Der Endzustand sei erreicht. Die Integritätsentschädigung werde auf 25 % geschätzt
(act. G 4.2/41).
A.i In einem Bericht vom 16. Juli 2015 beurteilte Dr. D._ den Gesundheitszustand
weiterhin als stationär. Der Rückfuss erscheine klinisch stabil, weshalb die Situation
weiterhin akzeptiert werde (act. G 4.2/40).
A.j Am 15. September 2015 schrieb Dr. D._ den Versicherten aufgrund akuter
Schmerzen im OSG zu 75 % arbeitsunfähig. Möglich sei, dass der Versicherte eine
Fibulafraktur erlitten habe. Die Rückfussstellung sei unverändert (act. G 4.2/47). Am 29.
Oktober 2015 bezeichnete Dr. D._ den Zustand als deutlich beschwerdeärmer. Die
Rückfussstellung sei nicht konklusiv beurteilbar, subjektiv sei keine vermehrte Varus-
abkippung bemerkt worden (act. G 4.2/49).
A.k Am 1. Dezember 2015 wurde der Versicherte im Auftrag der Zürich von Chefarzt
Prof. Dr. med. J._ sowie von Oberärztin med. pract. K._, Klinik für Orthopädie und
Traumatologie der L._ AG, untersucht. Diese empfahlen in ihrem Gutachten vom 9.
Dezember 2015 eine korrigierende Re-Arthrodese im OSG mit vorgängigem Spect-CT
zur Beurteilung einer allfälligen Arthrose des USG. Bei Bestätigung einer Arthrose im
USG, wäre auch eine USG-Arthrodese durchzuführen. Eine erfolgreiche Re-Arthrodese
werde praktisch sicher (fast 100 %) die Gebrauchsfähigkeit bzw. die Stabilität des
Fusses verbessern. Mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit könne durch die
vorgeschlagene Behandlung die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit verbessert werden. Die
Operation berge allgemeine und spezifische Risiken. Das grösste Risiko sei aufgrund
der Immunsuppression bei rheumatoider Arthritis in der frühen postoperativen Phase
eine Infektion (10 % Wahrscheinlichkeit) und im Verlauf der Behandlung eine erneute
Pseudoarthrose (30 % Wahrscheinlichkeit). Die in der Behandlungsphase
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vorübergehende unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei
auf 75 % einzuschätzen (act. G 4.2/53).
A.l Mit E-Mail vom 20. Januar 2016 äusserte sich der Versicherte zum Gutachten von
Prof. J._ und med. pract. K._. Er machte insbesondere geltend, dass drei
verschiedene Ärzte drei verschiedene Operationen vorgeschlagen hätten. Bei einer
nicht erfolgreichen Operation würde er wahrscheinlich den Fuss verlieren. Nachdem
schon zwei Operationen gescheitert seien, stelle sich die Frage, was Prof. J._ mit
"praktisch sicher" meine. Weiter stellte der Versicherte die Frage, von wem er eine
Erfolgsgarantie erhalte, dass die Operation gut verlaufe. Aufgrund der erwähnten
Risiken komme eine Operation für ihn aktuell eher nicht in Frage. Dr. D._ und Dr.
E._ hätten die Empfehlung abgegeben, zunächst einen Spezialschuh auszuprobieren
und eine Operation erst bei einer gravierenderen Verschlechterung ins Auge zu fassen.
Der Endzustand sei aktuell erreicht. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %. So
sehe dies auch die IV-Stelle (act. G 4.1/125).
A.m Mit Schreiben vom 12. April 2016 nahm Prof. J._ gemeinsam mit med. pract.
K._ zum Gutachten vom 9. Dezember 2015 nochmals ergänzend Stellung. Sie
schätzten die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch die Re-
Arthrodese auf 90 % mit dem Hinweis, dass damit nicht das Ausmass der
Verbesserung beziffert werde. Die Arbeitsfähigkeit könne erst nach Erreichen des
Endzustandes eingeschätzt werden. In der Literatur würden die Erfolgsaussichten einer
Re-Arthrodese mit einer Fusionsrate von 70-80 % sowie zu 68 % mit einer guten und
exzellenten Patientenzufriedenheit angegeben (act. G 4.2/56).
A.n Am 18. April 2016 liess das Zentrum M._, in welchem der Versicherte
nebenberuflich als Dozent tätig gewesen war, der Zürich eine Aufstellung über die vom
Versicherten im Zeitraum vom 20. Dezember 2011 bis 19. Dezember 2012 erteilten
Lektionen zukommen (act. G 4.1/141). Mit Schreiben vom 21. April 2016 liess die
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Zürich dem Versicherten unter Berücksichtigung der Dozententätigkeit eine bereinigte
Taggeldabrechnung zustellen (act. G 4.1/144).
A.o Am 19. Mai 2016 erfolgte eine von der Zürich veranlasste (vgl. act. G 4.1/155)
Aktenbeurteilung durch Prof. Dr. med. N._, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals O._. Aktuell bestehe beim
Versicherten eine Situation, die erfahrungsgemäss sowohl aus funktionellen
Überlegungen als auch aufgrund des Leidensdrucks nicht akzeptabel sei. Es bestehe
eine schmerzhafte Pseudoarthrose mit Instabilität und Fehlstellung, wobei mit einer
Progression der Fehlstellung sowie der Varusabkippung des Rückfusses zu rechnen
sei. Seines Erachtens bestehe daher zweifellos die Indikation zur Reintervention. Aus
orthopädischer Sicht handle es sich beim vorgeschlagenen Eingriff um eine
mittelgrosse Operation, wenn sie von einem erfahrenen Operateur durchgeführt werde.
Die Gefahr einer Infektion sei bei einem wiederholten Eingriff zwar etwas erhöht, jedoch
sei das Operationsrisiko insgesamt nicht als signifikant erhöht zu bewerten. Bei einer
adäquaten Operationstechnik sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Erfolg zu erwarten.
Mit einer adäquaten Operationstechnik meine er die tibioalare Arthrodese mit einem
intramedullären Kraftträger (retrograde Nagelung). Entsprechend seiner Erfahrung sei
eine isolierte Rearthrodese des OSG sehr schwierig. Bei retrograder Nagelung könne
mit hoher Wahrscheinlich mit einer nachfolgenden Ausheilung gerechnet werden (act.
G 4.2/57).
A.p Mit E-Mail vom 20. Mai 2016 nahm der Versicherte zu den ergänzenden
Ausführungen von Prof. J._ und med. pract. K._ vom 12. April 2016 Stellung und
warf mehrere aus seiner Sicht noch zu klärende Fragen auf (act. G 4.1/ 161).
A.q Mit Schreiben vom 22. Juni 2016 stellte die Zürich dem Versicherten die
Beurteilung von Prof. N._ vom 19. Mai 2016 zu (act. G 4.1/170).
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A.r Mit Schreiben vom 24. Juni 2016 setzte die Zürich dem Versicherten eine
Bedenkfrist von 30 Tagen zur schriftlichen Mitteilung, ob er die Re-Arthrodese
durchführen lassen wolle. Weiter wies sie ihn sinngemäss darauf hin, dass sie aufgrund
der medizinischen Unterlagen die Operation als Option zur Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit ansehe. Des Weiteren machte sie ihn auf seine versicherungsrechtliche
Schadenminderungspflicht aufmerksam. Sodann drohte sie ihm an, dass sie bei
ausbleibender Stellungnahme seinerseits oder im Falle, dass er sich gegen die
Operation entscheide, den Versicherungsfall mit einer Verfügung abschliessen werde,
wobei sie von einer erfolgreichen Operation und einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgehen
würde (act. G 4.1/178). Dazu liess der Versicherte durch Rechtsanwältin lic. iur. D.
Bilgeri, St. Gallen, am 15. September 2016 Stellung nehmen und forderte die Zürich zu
weiteren Abklärungen auf. Eine konkrete Stellungnahme sei erst möglich, wenn er über
die noch abzuklärenden Positionen informiert worden sei und eine konkrete,
umfassende Beurteilung der Erfolgsaussichten der Re-Arthrodese vorliege (act. G
4.1/191).
A.s Mit Verfügung vom 4. Oktober 2016 stellte die Zürich die
Heilbehandlungsleistungen per 31. Januar 2016 und die Taggeldleistungen per 30.
September 2016 ein. Überdies verneinte sie einen Anspruch des Versicherten auf eine
Invalidenrente, sprach ihm jedoch aufgrund einer Integritätseinbusse von 25 % eine
Integritätsentschädigung von Fr. 31'500.-- zu (act. G 4.1/194).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 27. Oktober 2016 durch seine
Rechtsanwältin Einsprache erheben. Darin beantragte er, die Verfügung vom 4.
Oktober 2016 sei aufzuheben, die gesetzlich geschuldeten Taggelder seien zu
erbringen und der Rentenanspruch sei zu prüfen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G 4.1/197).
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B.b Am 23. Dezember 2016 erstatteten Prof. J._ und Dr. med. K._ neu in ihrer
Funktion als leitende Ärztin auf Nachfrage der Zürich (vgl. act. G 4.1/198) einen
ergänzenden Bericht. Sie erklärten, dass die krankhaften Vorzustände des Versicherten
bei den angegebenen Erfolgsaussichten einer Re-Arthrodese von 70-80 %
berücksichtigt worden seien. In einer neueren Arbeit werde eine Heilungsrate von 73 %
in einem komplexen Patientenkollektiv beschrieben. Bei einer erfolgreichen Re-
Arthrodese werde die Gebrauchsfähigkeit des Fusses praktisch sicher verbessert und
durch die verbesserte Gebrauchsfähigkeit sei die Wahrscheinlichkeit einer
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf etwa 90 % zu schätzen. Bei erfolgreicher
Operation könnte der Versicherte die angestammte Tätigkeit wieder in einem Pensum
von 100 % aufnehmen. Eine sitzende Tätigkeit könne zwei Monate nach der Operation,
eine gehende und stehende Tätigkeit 4-6 Monate nach der Operation aufgenommen
werden. Als Operationstechnik werde eine Re-Arthrodese über einen sogenannten
transfibularen Zugang und Fixation mittels Klingenplatte empfohlen. In der Literatur
würden verschiedene Operationsmethoden zur Re-Arthrodese beschrieben. Es liege
kein einheitlicher Standard vor. Jede Methode habe ihre Vor- und Nachteile. Eine
zusätzliche Versteifung des USG wäre primär nicht vorgesehen, sondern nur im Falle
einer aktiven Arthrose im USG. Hinsichtlich der Befürchtung des Versicherten, bei einer
nicht erfolgreichen Operation wahrscheinlich den Fuss zu verlieren, hielten Prof. J._
und Dr. K._ fest, dass die Literatur keine eindeutigen Hinweise für die Einschätzung
des Risikos einer transtibialen Amputation gebe. In einer Studie werde angegeben,
dass 11 % der untersuchten Patienten nach fehlgeschlagener Re-Re-Arthrodese
(dreifach fehlgeschlagene Versteifung) die Amputation als definitive Lösung wünschten.
In einer anderen Übersichtsarbeit sei festgehalten, dass signifikante medizinische
Probleme bei infizierten Pseudoarthrosen am besten mit einer transtibialen Amputation
in den Griff zu bekommen seien (act. G 4.2/58). Zur Einschätzung von Prof. J._ und
Dr. K._ vom 23. Dezember 2016 äusserte sich der Versicherte in einem Schreiben
vom 22. Februar 2017 und zeigte aus seiner Sicht bestehende Unklarheiten bzw.
Widersprüche auf (act. G 4.1/205).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 wies die Zürich die Einsprache
insbesondere unter Verweis auf die Stellungnahmen von Prof. J._ und unter
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Bezugnahme auf die vom Versicherten geäusserten Bedenken an der Re-Arthrodese
ab (act. G 4.1/206).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) durch seine Rechtsanwältin am 31. Mai 2017 Beschwerde erheben
(act. G 1). Darin beantragte er, der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 sei
aufzuheben und die Zürich (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die
gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Es sei festzustellen, dass die Re-Arthrodese des
OSG bisher und zurzeit nicht zumutbar sei, und die Beschwerdegegnerin sei zu
verpflichten, die Taggelder in Berücksichtigung des Einkommens aus seiner
Dozententätigkeit rückwirkend und bis auf Weiteres auszurichten, die Leistungen für
Heilbehandlungen aus dem Unfallereignis rückwirkend und bis auf Weiteres zu
erbringen sowie die Rentenprüfung vorzunehmen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellte der Beschwerdeführer
den Antrag auf Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung mit persönlicher
Anhörung (act. G 1 S. 2). Zusammen mit der Beschwerde reichte er einen Bericht von
Dr. D._ vom 23. Mai 2017 ein, in welchem dieser das Komplikationsrisiko einer Re-
Arthrodese aufgrund der Gesamtsituation als hoch eingeschätzt hatte. Als Risiken hatte
Dr. D._ eine Wundheilungsstörung mit Infektion und eine erneute Pseudoarthrose
bzw. eine Schädigung des Nervus tibialis genannt. Weiter hatte er im Bericht
angemerkt, dass bei akzeptabler Gesamtsituation und Lebensqualität die Arthrodese
somit eher nicht empfohlen sei (act. G 1.3).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. August 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers (act. G 4).
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C.c In seiner Replik vom 7. September 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen
gestellten Anträgen fest (act. G 6).
C.d In ihrer Duplik vom 29. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an den
gestellten Anträgen fest (act. G 8).
C.e Mit Mitteilung vom 4. Oktober 2017 wies das Versicherungsgericht die Parteien
darauf hin, dass ein weiterer Schriftenwechsel nicht mehr vorgesehen sei. Der
begründete Entscheid werde zu gegebener Zeit zugestellt (act. G 9).
C.f Mit Schreiben vom 19. März 2019 teilte der verfahrensleitende Richter den Parteien
mit, im Rahmen der abschliessenden Fallbeurteilung sei aufgefallen, dass die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ursprünglich eine mündliche Verhandlung
beantragt habe. Der Nutzen einer solchen Verhandlung sei seines Erachtens nicht
ersichtlich. Auch habe die Rechtsvertreterin diesen Antrag nicht begründet. Da zudem
die Mitteilung vom 4. Oktober 2017 ohne Reaktion geblieben sei, gehe das
Versicherungsgericht davon aus, dass am Antrag auf Durchführung einer mündlichen
Verhandlung nicht festgehalten worden sei. Ohne umgehenden Gegenbericht werde
der Fall daher baldmöglichst mit der Zustellung des begründeten Entscheids zum
Abschluss gebracht (act. G 10).
C.g Mit Schreiben vom 22. März 2019 teilte Rechtsanwalt lic. iur. M. Dähler, St. Gallen,
dem Versicherungsgericht mit, dass er im vorliegenden Verfahren durch
Rechtsanwältin D. Bilgeri, welche die Kanzlei verlassen habe, substituiert worden sei.
Das zu erwartende Urteil sei daher ihm zuzustellen. Auf eine mündliche Verhandlung
werde aus heutiger Sicht verzichtet (act. G 11).
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Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend steht ein Unfall aus dem Jahr 2012 bzw. 2013
zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen
Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer
wegen der von ihm bislang verweigerten Operation (Re-Arthrodese des oberen rechten
Sprunggelenks) die ihm obliegende Schadenminderungspflicht verletzt und was
gegebenenfalls die Konsequenzen daraus sind.
3.
3.1 Eine Verletzung der Schadenminderungspflicht bei einer unterbliebenen
medizinischen Behandlung oder einer unterbliebenen erwerblichen Eingliederung bildet
Gegenstand von Art. 21 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1): Entzieht oder widersetzt sich eine
versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben,
die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue
Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr
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Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd
gekürzt oder verweigert werden (Satz 1). Gemäss Art. 21 Abs. 4 Satz 2 ATSG kann eine
Verletzung der Behandlungs- oder Eingliederungspflicht erst angenommen werden,
nachdem die versicherte Person mit schriftlicher Mahnung auf die betreffenden
Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt worden
ist. Art. 61 UVV konkretisiert und präzisiert die Folgen einer Weigerung im Bereich der
Unfallversicherung. Einer versicherten Person, die sich ohne zureichenden Grund
weigert, sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmassnahme zu
unterziehen, werden gemäss Art. 61 UVV nur diejenigen Leistungen des UVG gewährt,
die beim Erfolg dieser Massnahmen wahrscheinlich hätten entrichtet werden müssen
(vgl. Praxis 2/2009 Nr. 27 S. 156 f. E. 2.1 ff. = BGE 134 V 189 ff.; vgl. zum Ganzen
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2010, UV
2008/96, E. 2).
3.2 Für die Beantwortung der Frage der Zumutbarkeit sind sämtliche persönlichen
Verhältnisse, insbesondere auch die berufliche und soziale Stellung der versicherten
Person, zu berücksichtigen. Die gesetzliche Vorgabe, wonach Massnahmen, die eine
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, nicht zumutbar sind (Art. 21 Abs. 4 Satz 3
ATSG), bedeutet nicht, dass eine Vorkehr, die keine Gefahr für Leben und Gesundheit
darstellt, automatisch zumutbar sei; sie weist aber doch darauf hin, dass nur Gründe
von einer gewissen Schwere Unzumutbarkeit annehmen lassen. Die Zumutbarkeit ist in
Beziehung einerseits zur Tragweite der Massnahme, andererseits zur Bedeutung der in
Frage stehenden Leistung zu beurteilen. Bei medizinischen Massnahmen, die einen
starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicherten Person darstellen können,
unterliegt die Zumutbarkeit einem strengen Massstab. Umgekehrt ist die Zumutbarkeit
umso eher zu bejahen, wenn es sich um einen erfahrungsgemäss unbedenklichen,
nicht mit Lebensgefahr verbundenen Eingriff handelt, der mit Sicherheit oder grosser
Wahrscheinlichkeit völlige Heilung oder doch erhebliche Besserung des Leidens und
damit verbunden eine wesentliche Erhöhung der Erwerbsfähigkeit erwarten lässt, nicht
zu einer normalerweisen sichtbaren Entstellung führt und nicht übermässige
Schmerzen verursacht (RKUV 1995 Nr. U 213 S. 68 E. 2b, mit Hinweisen). Sodann sind
die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erhöhte
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Inanspruchnahme der Sozialversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht
auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst (BGE 113 V 32 f. E. 4d;
Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juni 2015, 8C_128/2015, E. 2.3; vgl. zum Ganzen
Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 2007, I 824/06, E. 3.1.1 und Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2010, UV 2008/96, E.
3.1).
3.3 Vor dem Grundsatz der Zumutbarkeit halten nur diejenigen Behandlungsvorkehren
stand, die verhältnismässig sind, mithin die für die Erreichung des in Frage stehenden
Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich sowie den massgeblichen objektiven und
subjektiven Umständen des konkreten Falls angemessen sind. Art. 21 Abs. 4 ATSG hat
gemäss dessen Wortlaut Behandlungen und Eingliederungsvorkehren zum
Gegenstand, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit versprechen. Um
die Verhältnismässigkeit der geforderten Massnahme bejahen zu können, müsste sie
demnach geeignet sein, den in Art. 21 Abs. 4 ATSG enthaltenen Zweck - wesentliche
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Art. 21 Abs. 4 Satz 1 ATSG) - zu erreichen. Da es
vorliegend um eine unfallversicherungsrechtliche Streitigkeit geht, kann die
Beschwerdegegnerin nur solche Behandlungsvorkehren gestützt auf Art. 21 Abs. 4
ATSG und Art. 61 UVV vom Beschwerdeführer fordern, die eine wesentliche
Verbesserung der durch ein UVG-versichertes Ereignis eingeschränkten
Erwerbsfähigkeit versprechen. Denn im UVG sind nur Erwerbsunfähigkeiten versichert,
die auf einem UVG-versicherten Ereignis im Sinn von Art. 6 Abs. 1 UVG beruhen (zum
Ganzen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar
2010, UV 2008/96, E. 3.4.1).
4.
4.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass ihm die Re-Arthrodese
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin nicht zumutbar
gewesen sei (act. G 1). Zum einen bringe jede Operation allgemeine Risiken mit sich.
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Zum anderen erhöhe die dritte Operation an demselben Gelenk alleine aufgrund der
Wiederholung die operationsspezifischen Risiken. Da bereits eine Pseudoarthrose
vorliege, werde bei einer erneuten Operation ein analoger Verlauf befürchtet. Aufgrund
der Immunsuppression bei rheumatoider Arthritis läge zusätzlich eine
patientenspezifische Risikoerhöhung vor, welche von allen Ärzten anerkannt werde. Im
schlimmsten Fall müsse mit einer kompletten Versteifung des oberen und unteren
Sprunggelenks oder sogar einer Amputation des Fusses gerechnet werden (act. G 1 S.
6). Auch sei nicht erstellt, welche der in Frage kommenden Operationsmethoden
überhaupt zur Anwendung gelangen solle. Es sei für ihn nicht möglich, die mit der
Operation tatsächlich verbundenen Risiken umfassend einzuschätzen (act. G 1 S. 7).
Prof. H._ habe von einer weiteren Operation ausdrücklich abgeraten. Es sei nicht
nachvollziehbar, warum die Einschätzung von Prof. J._ zutreffender als jene von Prof.
H._ sein solle. Prof. J._ lasse eine Auseinandersetzung mit den Risiken bei einem
Worst-Case-Szenario vermissen. Auch die IV-Stelle, die Pensionskasse sowie eine
private Erwerbsunfähigkeitsversicherung hätten eine weitere Operation als nicht
zumutbar erachtet (act. G 1 S. 7 f.). Ausserdem habe Prof. H._ ausdrücklich
festgehalten, dass trotz des operativen Eingriffs keine Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit in der beruflichen Tätigkeit als Kontraktmanager zu erwarten sei. Auch
die Invalidenversicherung habe offensichtlich keine Möglichkeit zur Verbesserung der
Erwerbsfähigkeit gesehen, habe sie ihm doch eine volle Invalidenrente zugesprochen.
Zudem sei selbst bei einer Zustimmung zur Operation innert der ihm gesetzten Frist
und einem Operationserfolg davon auszugehen, dass er unter Berücksichtigung einer
gewissen Vorlaufzeit bis zur Operation und der Rehabilitationsphase im Idealfall erst
per 24. Mai 2017 wieder voll arbeitsfähig gewesen wäre. Da er bereits per _ 2016 in
Pension gegangen sei, sei eine wesentliche Verbesserung der unfallbedingten
Erwerbsfähigkeit durch die Operation nicht zu erwarten gewesen. Selbst wenn er bis
zum ordentlichen Pensionierungsalter gearbeitet hätte, wäre ihm nicht mehr viel Zeit für
eine Erwerbstätigkeit geblieben. Demnach sei die Operation angesichts der Risiken
und des geringen erwerblichen Vorteils nicht verhältnismässig (act. G 1 S. 9 ff.).
4.2 Demgegenüber will die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die von Prof.
J._ vorgeschlagene Operationsvariante zumuten. Sie ist der Ansicht, dass Prof. H._
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nicht ausdrücklich vom operativen Eingriff abgeraten habe, sondern lediglich die
Indikation zu einer Versteifungsoperation sehr zurückhaltend gestellt habe. Zudem
habe Prof. J._ unter Verweis auf die massgebliche Fachliteratur begründet, weshalb
der Auffassung von Prof. H._ nicht gefolgt werden könne. Hinzukomme, dass Prof.
J._ den Beschwerdeführer persönlich untersucht habe, während die Einschätzung
von Prof. H._ lediglich aufgrund der Akten erfolgt sei. Auch habe sich Prof. J._
entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers zu den Worst-Case-Szenarien
geäussert (act. G 4 S. 4). Die Beurteilung des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) sei
vor dem Vorliegen des Gutachtens von Prof. J._ entstanden und in keiner Weise
begründet. Weshalb die IV-Stelle das Gutachten von Prof. J._ nicht berücksichtige,
sei nicht nachvollziehbar. Die Pensionskasse und die private
Erwerbsunfähigkeitsversicherung würden den von der IV-Stelle ermittelten IV-Grad
übungsgemäss ohne weitere Abklärungen übernehmen (act. G 4 S. 4 f.). Die von Prof.
J._ vorgeschlagene Operation werde bei einer Heilungsrate von 70-80 % bzw. 73 %
mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % innerhalb von vier bis sechs Monaten nach der
Operation zu einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner
angestammten Tätigkeit führen. Hätte sich der Beschwerdeführer innert der ihm
gesetzten Bedenkfrist zur Operation entschieden, hätte die Operation bei einer
Vorlaufzeit von zwei bis drei Monaten zwischen Ende September und Ende Oktober
2016 stattfinden können, weshalb davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer
im Zeitraum von Ende Januar bis Ende April 2017 seine Tätigkeit wieder zu 100 %
hätte aufnehmen können. Demnach hätte die unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit des
Beschwerdeführers noch vor Erreichen des ordentlichen Pensionsalters per _ 2018
wesentlich verbessert werden können. Es sei von einer Erwerbstätigkeit von deutlich
mehr als einem Jahr bis zur Pensionierung auszugehen gewesen (act. G 4 S. 5 f.).
Ausserdem habe der Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben auch
tatsächlich bis zum _ 2018 weitergearbeitet (act. G 1 S. 5 und 7). Weiter ist die
Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer
Operation die Dauer zwischen dem Erreichen der vollständigen Erwerbsfähigkeit und
dem Pensionsalter insbesondere dann keine wesentliche Rolle spielen dürfe, wenn, wie
vorliegend, eine lebenslängliche UVG-Invalidenrente beantragt werde (act. G 4 S. 6).
5.
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5.1 Das Konzept der schweizerischen Sozialversicherung geht davon aus, dass mit
dem Erreichen der AHV-Altersgrenze auch keine invaliditätsbedingte, sondern lediglich
noch eine altersbedingte Erwerbsunfähigkeit besteht, mithin nur noch das Risiko
"Alter" Ursache für die Erwerbsunfähigkeit bildet. So werden etwa die IV-Rente (Art. 30
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]) und die
Invalidenrente der Militärversicherung (Art. 47 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Militärversicherung [MVG; SR 833.1]) mit dem Erreichen der AHV-Altersgrenze durch
eine Altersrente abgelöst. Selbst im UVG-Bereich ist unbestritten, dass der über das
AHV-Alter hinaus ausgerichteten Rentenleistung nicht mehr die Funktion zukommt,
eine invaliditätsbedingte Erwerbsunfähigkeit zu entschädigen (vgl. BGE 134 V 398 E.
6.1 mit Hinweisen auf die Literatur; vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2010, 8C_161/2010, E. 3.4.2).
5.2 Die Beschwerdegegnerin hat am 24. Juni 2016 vom Beschwerdeführer verlangt,
dass er seine Zustimmung zur Operation innert 30 Tagen mitteilt (act. G 4.1/178). Beide
Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass die von der Beschwerdegegnerin
angesetzte Bedenkfrist bis zum 24. Juli 2016 angedauert hat (vgl. act. G 1 S. 9 und 4 S.
5). Allerdings hat die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer nicht gefordert, dass
die Operation noch innert dieser Bedenkfrist erfolgen müsse (vgl. act. G 4.1/178).
Vielmehr sind sich die Parteien darin einig, dass für die zur Diskussion stehende
Operation wahrscheinlich eine Vorlaufzeit von ca. zwei bis drei Monaten bestanden
hätte, weshalb die Operation erst Ende September bzw. Ende Oktober 2016 hätte
stattfinden können. Auch teilen beide Parteien die Ansicht, dass der Beschwerdeführer
die Erwerbsfähigkeit nicht unmittelbar nach der Operation wieder zurückgewonnen
hätte, sondern eine Rehabilitationsphase notwendig gewesen wäre (vgl. E. 4.1 und 4.2).
Der Beschwerdeführer geht von einer dreimonatigen Zeit im Rollstuhl und einer
weiteren viermonatigen Aufbauphase aus und nimmt daher an, dass eine volle
Erwerbsfähigkeit im Idealfall frühestens per 24. Mai 2017 hätte erreicht werden können
(act. G 1 S. 9). Demgegenüber geht die Beschwerdegegnerin, wie bereits erwähnt,
davon aus, dass der Beschwerdeführer vier bis sechs Monate nach der Operation,
sprich im Zeitraum von Ende Januar bis Ende April 2017, seine angestammte Tätigkeit
wieder zu 100 % hätte aufnehmen können (act. G 4 S. 5). Entsprechend den
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Ausführungen von Prof. J._ vom 23. Dezember 2016 ist bei der Tätigkeit des
Beschwerdeführers postoperativ mit einer vier bis sechs Monate dauernden
Rehabilitation zu rechnen (vgl. act. G 4.2/58 S. 3), wobei es sich dabei, wie der
Beschwerdeführer zu Recht einwendet, um den Idealfall handeln würde. Ausgehend
vom Idealfall hätte der Beschwerdeführer seine Erwerbstätigkeit frühestens zwischen
Januar und April 2017 aufnehmen können. Zu diesem Zeitpunkt ist der
Beschwerdeführer, geboren am _, bald 64-jährig und gemäss seinen eigenen
Angaben bereits frühpensioniert gewesen, sodass die Erwerbsunfähigkeit grundsätzlich
bereits altersbedingt und nicht mehr invaliditätsbedingt gewesen ist. Die von der
Beschwerdegegnerin angeordnete Behandlungsmassnahme war deshalb grundsätzlich
nicht mehr geeignet, eine invaliditätsbedingte Erwerbsunfähigkeit zu verbessern. Selbst
wenn man, z.B. aus Gründen der Gleichbehandlung, nicht die Frühpensionierung,
sondern das Erreichen des ordentlichen Rentenalters als Referenzpunkt für einen
Wechsel von der invaliditätsbedingten zur altersbedingten Erwerbsunfähigkeit sieht,
hätte dem Beschwerdeführer im Idealfall gerade noch etwas mehr als ein Jahr für eine
erhöhte Erwerbsfähigkeit zur Verfügung gestanden. Angesichts der schon im Rahmen
der ersten Arthrodese aufgetretenen Komplikationen dürfte das Risiko eines
verzögerten, vom Idealfall abweichenden Heilungsverlaufs jedoch erhöht sein, womit es
mit beträchtlicher Wahrscheinlichkeit zu einer weiteren Verkürzung der bis zur
Pensionierung verbleibenden Erwerbszeit gekommen wäre. Prof. H._ und Dr. D._
haben es überdies als äusserst fraglich bezeichnet, ob der Beschwerdeführer
überhaupt wieder die volle Erwerbsfähigkeit erlangen könnte (vgl. act. G 4.2/29, 30, 32
und 41). Prof. H._ hat darauf hingewiesen, dass eine prognostische Aussage
hinsichtlich des Ausgangs einer nochmaligen Versteifungsoperation schwierig sei und
nicht abgeschätzt werden könne, ob die Operation überhaupt zu einer Verbesserung
führe. Er hat sogar ausdrücklich erwähnt, dass trotz eines operativen Eingriffs keine
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der beruflichen Tätigkeit als Kontraktmanager zu
erwarten sei (act. G 4.2/41). Auch Prof. J._ hat sich zunächst dahingehend geäussert,
dass die Arbeitsfähigkeit erst nach Erreichen des Endzustandes eingeschätzt werden
könne (act. G 4.2/56). Demnach erscheint es äusserst fraglich, ob der von der
Beschwerdegegnerin angeordnete operative Eingriff überhaupt geeignet gewesen
wäre, die invaliditätsbedingte Erwerbsunfähigkeit zu verbessern.
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5.3 Selbst wenn aber die Zweckmässigkeit der Behandlungsmassnahme zu bejahen
wäre, erschiene es dennoch als begreiflich und entschuldbar, wenn sich der
Beschwerdeführer aufgrund seines mit Blick auf das AHV-Alter weit fortgeschrittenen
Alters nicht mehr dieser Operation mit den allgemeinen und spezifischen
Operationsrisiken hat aussetzen wollen, zumal die Ärzte die Risiken aufgrund des
wiederholten Eingriffs und aufgrund der Immunsuppression bei rheumatoider Arthritis
als erhöht betrachtet haben (vgl. act. G 4.2/41, 53 S. 11 und 57 S. 2). Prof. J._ hat
das Risiko einer Infektion immerhin mit 10 % angegeben und das Auftreten einer
erneuten Pseudoarthrose mit 30 % (act. G 4.2/53 S. 11). Prof. N._ hat zwar das
Operationsrisiko als nicht signifikant erhöht betrachtet, gleichwohl darauf hingewiesen,
dass die Gefahr einer Infektion bei einem wiederholten Eingriff etwas höher liege (act. G
4.2/57 S. 2). Prof. H._ hat das Risiko einer verzögerten bzw. fehlenden
Knochenheilung beim Beschwerdeführer aufgrund der bereits bestehenden
Osteoarthropathie sogar als um ein Vielfaches erhöht bezeichnet (act. G 4.2/41 S. 3).
Überdies hätte die Operation auch das Risiko beinhaltet, dass nicht nur im oberen,
sondern auch im unteren Sprunggelenk eine Versteifung hätte durchgeführt werden
müssen (vgl. act. G 4.2/33 S. 2, 53 S. 10, 57 S. 3 und 58 S. 5) und auch das Risiko
einer Fussamputation wäre bei der Operation nicht auszuschliessen gewesen (act. G
4.2/58 S. 4). Begreiflich ist auch, dass die unterschiedlichen Angaben der Ärzte zu den
Erfolgsaussichten und die unterschiedlichen Empfehlungen zur Operationsmethode
dem Beschwerdeführer einen Entschluss zu einer Operation erschwert haben. Dies gilt
umso mehr, da der Beschwerdeführer bereits bei der ersten Operation negative
Erfahrungen gemacht hatte.
5.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die von der Beschwerdegegnerin
verlangte Re-Arthrodese des rechten oberen Sprunggelenks dem Beschwerdeführer
nicht zugemutet werden konnte und er durch seine Weigerung, sich der geforderten
Operation zu unterziehen, keine Schadenminderungspflicht verletzt hat. Die
Beschwerdegegnerin hat ihre Versicherungsleistungen daher zu Unrecht eingestellt.
Der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 ist somit aufzuheben und die Sache zur
Prüfung und Ausrichtung der Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Dazu ist anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer weiteren
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Abklärungen auch die Höhe der Arbeitsfähigkeit im Zeitverlauf noch prüfen kann, zumal
eine Besserung des Gesundheitszustandes bzw. eine Angewöhnung an die
gesundheitliche Situation nicht auszuschliessen ist (vgl. zur Lebensqualität act. G 1.3).
6.
6.1 Weiter verlangt der Beschwerdeführer die rückwirkende Anpassung der bereits
ausgerichteten Taggeldleistungen an den Umstand, dass er ab Januar 2014 seine
Dozententätigkeit nicht mehr habe aufnehmen können (vgl. act. G 1 S. 2 und 5).
Demgegenüber bringt die Beschwerdegegnerin vor, dass die Dozententätigkeit bei der
Berechnung der Taggelder berücksichtigt worden sei, wie die Ausführungen in der
Taggeldabrechnung vom 21. April 2016 belegten. Überdies stelle die
Taggeldabrechnung vom 21. April 2016 eine rechtskräftige Verfügung dar, da dagegen
nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhoben worden seien. Die Taggeldabrechnung
sei somit nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens (act. G 4 S. 2 f. und 8 S. 2).
6.2 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt (vorliegend) der
Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand.
Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Einspracheentscheid ergangen ist
(BGE 131 V 164 E. 2.1 mit Hinweis; vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 16. März 2018, UV 2015/80, E. 1).
6.3 Nachdem der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin mündlich auf seine
Dozententätigkeit und die sich daraus möglicherweise ergebenden Änderungen für die
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Taggeldhöhe aufmerksam gemacht hatte (vgl. avt. G 4.1/117 und 132), hat die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 21. April 2016 eine
neue Taggeldabrechnung unter Berücksichtigung der Dozententätigkeit zukommen
lassen (act. G 4.1/144). Das fehlende Einverständnis mit dieser Taggeldabrechnung hat
der Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom 27. Oktober 2016 zum Ausdruck
gebracht (act. G 4.1/197 S. 3). Entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin war
in diesem Zeitpunkt seit der Zustellung der Taggeldabrechnung noch kein Jahr
verstrichen gewesen, weshalb sie nicht ohne weiteres hat annehmen dürfen, die
Mitteilung vom 21. April 2016 sei bereits in Rechtskraft erwachsen. Vielmehr wäre die
Beschwerdegegnerin, nachdem sie vom fehlenden Einverständnis hinsichtlich der
Taggeldabrechnung bzw. der Taggeldhöhe Kenntnis erlangt hatte, verpflichtet
gewesen, darüber eine einsprachefähige Verfügung zu erlassen (vgl. Art. 49 Abs. 1
ATSG; BGE 134 V 145). Dies hat sie zu Unrecht unterlassen. Auch im
Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 ist sie auf die diesbezügliche in der Einsprache
vorgebrachte Rüge nicht eingegangen (vgl. act. G 4.1/206) und im
Beschwerdeverfahren stellt sie sich auf den Standpunkt, die Berechnung der
Taggeldhöhe sei nicht Gegenstand des Einspracheentscheides gewesen (act. G 4 S.
3). Mithin hat sich die Beschwerdegegnerin zur Höhe der Taggeldleistungen bisher
noch in keiner anfechtbaren Verfügung und in keinem anfechtbaren Entscheid
geäussert, namentlich ist die Taggeldhöhe nicht Gegenstand des
Einspracheentscheids gewesen. Demnach kann die Taggeldhöhe vorliegend auch nicht
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein. Vielmehr wird die Beschwerdegegnerin
über die Höhe der bereits ausgerichteten Taggelder noch eine Verfügung zu erlassen
haben (vgl. dazu auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 16. März 2018, UV 2015/80, E. 1).
7.
7.1 Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 2. Mai 2017 in Gutheissung
der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Prüfung und Ausrichtung der
Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
7.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG). Im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) der Bedeutung und der Komplexität der Streitsache angemessen.