Decision ID: a8cb02f2-c01d-4488-9894-2bcb2868a4fd
Year: 2022
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

er ihr die Sachverhalte jedoch nicht erklärt. Es sei deshalb davon auszugehen, dass B._ der Inhalt des Schenkungsvertrages nicht bekannt gegeben worden sei oder sie den Inhalt gar nicht verstanden habe.
G. Mit Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 21. September 2021 wurde der  Antrag auf eine vorläufige Einstellung der Betreibung für die Dauer des Verfahrens  und der A._ AG eine Frist angesetzt zur Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme bezüglich der vorsorglichen Einstellung der Betreibung.
H. Mit Stellungnahme vom 1. Oktober 2021 begehrte die A._ AG, vertreten durch  Dr. Jürg Schütz, dass die Klage abzuweisen sei unter o/e-Kostenfolge zulasten der . Sie beantragte weiter, dass die Betreibung XXXXXXXX nicht vorläufig einzustellen und die Betreibung XXXXXXXX einstweilen fortzuführen sei. Eventualiter sei der Antrag auf vorläufige Einstellung abzuweisen und die Betreibung einstweilen weiterzuführen.
Zur Begründung brachte die A._ AG vor, dass der Darlehensschuldner, E._, das gewährte Darlehen nicht zurückbezahlt habe. Sie habe ihn darauf betrieben und die Betreibung bis zum Erhalt eines Pfändungsverlustscheins fortgesetzt. Anschliessend habe sie B._ zur Bezahlung aufgefordert. Sie habe auch Kontakt mit den Eltern von E._ aufgenommen, um die  der Sicherheit möglichst zu vermeiden. Als die Forderung jedoch nicht bezahlt worden sei, habe sie den Betrag in Betreibung setzen müssen. B._ bringe keine Gründe vor, welche die Gültigkeit oder Wirksamkeit des Schenkungsversprechens in Frage stellen würde. B._  schliesslich auch nicht, die «Bürgschaft/Schenkung» unterzeichnet zu haben. Es sei davon auszugehen, dass B._ zumindest bei der Unterzeichnung des Schenkungsversprechens vor fast zwei Jahren voll geschäftsfähig gewesen sei. B._ übersehe zudem, dass das  nebst der Liegenschaft auch einen Geldbetrag über CHF 374’750.00 zum  habe. Dieser Teil des Schenkungsversprechens sei auch ohne öffentliche Beurkundung formgültig. Es bestehe folglich kein Grund für die vorläufige Einstellung der Betreibung.
I. Mit Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2021 wurde der Antrag von B._ auf vorläufige Einstellung der Betreibung XXXXXXXX des Betreibungsamtes in Anwendung von Art. 85a Abs. 2 Ziffer 1 SchKG gutgeheissen.
Zur Begründung wurde in der Verfügung im Wesentlichen ausgeführt, dass bei einer  Prüfung die Prozesschancen von B._ deutlich besser als jene der Gläubigerin A._ AG seien. Das fundamentale Interesse von B._ an der vorläufigen Einstellung der Betreibung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Feststellungsprozesses würde die Interessen der A._ AG an einer umgehenden Verwertung offensichtlich überwiegen. Dies insbesondere angesichts des Umstandes, dass die Verwertung der von der 84-jährigen B._ bewohnten  kurz bevorstehen würde. Der A._ AG sei es unter den gegebenen Umständen  zuzumuten, die mit dem Feststellungsprozess verbundene zeitliche Verzögerung .
J. Mit Eingabe vom 18. Oktober 2021 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung  (fortan: Kantonsgericht), erklärte die A._ AG, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Schütz, die «Beschwerde» und beantragte, dass die Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2021 aufzuheben und auf die Klage nicht einzutreten, eventuell die Klage  sei. Demgemäss sei das Betreibungsamt anzuweisen, das Vollstreckungsverfahren in Betreibung XXXXXXXX fortzuführen. Subeventuell sei die Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2021 aufzuheben, die Betreibung XXXXXXXX nicht vorläufig einzustellen und die  XXXXXXXX einstweilen fortzuführen. Demgemäss sei das Betreibungsamt anzuweisen, das Vollstreckungsverfahren in Betreibung XXXXXXXX fortzuführen. Subsubeventuell sei die
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Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2021 aufzuheben und zur ergänzenden  und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Auf die Begründung wird in den Erwägungen eingegangen.
K. Mit prozessleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 21. Oktober 2021 wurde der  der Beschwerde vom 18. Oktober 2021 bestätigt, ein Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1’500.00 mit einer Frist von 10 Tagen erhoben und B._ auf die Möglichkeit, ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu stellen, hingewiesen.
L. Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2021 beantragte B._, vertreten durch C._, dipl. Sozialarbeiter FH, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, unter o/e- zu Lasten der Beschwerdeführerin. Auf die Begründung der Beschwerdeantwort wird ebenfalls in den Erwägungen eingegangen.
M. Ebenfalls mit Eingabe vom 11. November 2021 beantragte B._ die unentgeltliche Rechtspflege für das vorliegende Rechtsmittelverfahren und reichte das von ihrem Vertreter C._ ausgefüllte und unterzeichnete Gesuch mit den erforderlichen Unterlagen ein.
N. Mit Verfügung vom 15. November 2021 schloss das Kantonsgericht den Schriftenwechsel und teilte den Parteien mit, dass aufgrund der Akten entschieden werde.
Erwägungen
1.1 Das vorliegende Rechtsmittel richtet sich gegen den von der Vorinstanz gutgeheissenen Antrag auf vorläufige Einstellung der Betreibung nach Art. 85a Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1). Die vorläufige Einstellung der Betreibung wird entsprechend ihrer Natur als vorsorgliche Massnahme im summarischen Verfahren  (Art. 248 lit. d der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272)). Gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10’000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Da der Streitwert im vorliegenden Fall offenkundig CHF 10’000.00 , ist der vorinstanzliche Entscheid mit Berufung anfechtbar. Die Rechtsmittelklägerin hat jedoch ihr mit Eingabe vom 18. Oktober 2021 eingereichtes Rechtsmittel als Beschwerde, die Parteien als Beschwerdeführer und Beschwerdegegner, das Anfechtungsobjekt als , das angerufene Präsidium des Kantonsgerichts, Abteilung Zivilrecht, als  sowie die zehntätige Rechtsmittelfrist als Beschwerdefrist bezeichnet. Es stellt sich daher die Frage, ob die eingereichte unzulässige Beschwerde unter Wahrung der Interessen der Gegenpartei und der Prozessökonomie als Berufung entgegengenommen und behandelt werden kann.