Decision ID: 1821a453-76a8-4b70-a381-5349358fb3eb
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft seit mehreren Jahren eine Strafuntersuchung gegen A. wegen qualifizierter Geldwäscherei etc. führt;
- A. mit Eingabe vom 21. April 2017 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafan-
zeige gegen die fallführende Staatsanwältin des Bundes C. einreichte;
- A. in seiner Strafanzeige im Wesentlichen geltend machte, die fallführende
Staatsanwältin habe sich im Zusammenhang mit der Beschlagnahme von Vermögenswerten bei der Bank D., der Bank E. und der Bank F. der  Eigentums- und Verfahrensverletzung sowie des Verstosses gegen Vorschriften des Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge schuldig ;
- die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft gestützt auf Art. 67
Abs. 1 StBOG B. als ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes mit der Verfahrensführung beauftragte;
- der ausserordentliche Staatsanwalt mit Nichtanhandnahmeverfügung vom
2. März 2020 die Strafanzeige vom 21. April 2017 nicht anhand nahm (act. 1.1);
- A. mit Eingabe vom 10. März 2020 Beschwerde bei der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts erhebt (act. 1).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die  an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die weiteren Eintretensvoraussetzungen angesichts des Verfahrensaus-
gangs offen bleiben können;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen  der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
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- die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen  festhielt, dass gestützt auf Art. 263 StPO Vermögenswerte einer  Person beschlagnahmt werden dürfen, wenn sie als  gebraucht werden, den Geschädigten zurückzugeben oder einzuziehen sind;
- sie weiter erwog, dass das ordentliche Rechtsmittel gegen Beschlagnahme-
verfügungen eine Beschwerde gestützt auf Art. 393 StPO sei;
- davon ausgehend die Beschwerdegegnerin zum Schluss kam, dass nicht
ersichtlich sei, wie sich die fallführende Staatsanwältin im Zusammenhang mit den Beschlagnahmungen strafbar gemacht haben soll, weshalb auf die Anzeige nicht einzutreten und die Untersuchung nicht anhand zu nehmen sei (act. 1.1);
- der Beschwerdeführer dagegen im Wesentlichen vorbringt, er habe die
Verstösse der Bundesanwaltschaft gegen das Bundesgesetz über die  Vorsorge sehr detailliert geschildert und die strafprozessualen  dürften nur vorgenommen werden, sofern damit nicht  andere Bundesgesetze verstossen würde; dieser Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin nicht geklärt worden sei (act. 1 S. 2);
- daraus offensichtlich wird, dass sich der Beschwerdeführer über die Geltung
und Tragweite von Art. 263 StPO im gegen ihn geführten Strafverfahren irrt; damit auch seine ganze Argumentation, weshalb sich die fallführende Staatsanwältin in Anwendung von Art. 263 StPO strafbar gemacht haben soll, auf dieser Fehlannahme beruht;
- darüber hinaus den weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers in der
Beschwerde nicht entnommen werden kann, wie sich die fallführende Staatsanwältin im Zusammenhang mit den Beschlagnahmungen strafbar  haben soll (act. 1);
- unter diesen Umständen die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Strafun-
tersuchung eröffnet hat;
- der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend
macht; er vorbringt, die zweizeilige Begründung sei nicht zutreffend, , detailliert, ausführlich begründet (act. 1);
- die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung die Gründe für
ihren Entscheid in nachvollziehbarer Weise dargelegt hat (s.o.), so dass der
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Beschwerdeführer dagegen die hier zu beurteilende Beschwerde erheben und ausreichend begründen konnte; sich die Gehörsrüge des  demzufolge als unbegründet erweist;
- sich die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung nach dem Ge-
sagten als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie ohne weiteren Schriftenwechsel abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten wird (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario);
- das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit dem vorliegenden
Entscheid gegenstandslos geworden und entsprechend abzuschreiben ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- diese auf das gesetzliche Minimum von Fr. 200.-- festzusetzen sind (vgl.
Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
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