Decision ID: 0fb0fa1b-1a7f-4ca5-857e-f446b0412099
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958, verfügt über keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung und war ab dem
1.
Juni 2010 bei der
Y._
, Zürich, a
ls
Hilfsm
aschinist angestellt (
Urk.
6
/1,
6
/6
und 6/15
).
Am 11. November 2010 zog er sich ein direktes
Thoraxtrauma
zu, als er von einem Gabelstapler erfasst wurde (
Urk.
6/10/34, 6/10/40). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (vgl.
Urk.
6/7, 6/41/2
ff.).
Am
5.
April 2011 meldete
sich der Versicherte
unter Hinweis auf die beim Unfall erlittenen Ver
letzungen bei der
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte nebst einem Aus
zug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
6/9) insbesondere einen Arbeit
geberbericht (
Urk.
6/15) sowie die Akten der Suva ein (
Urk.
6/10).
Am 14. Septem
ber 2011 erteilte sie Kostengutsprache für Arbeitsvermittlung sowie
ein
Arbeitstraining (
Urk.
6/21), wobei sie diese beruflichen Massnahmen mit Mit
teilung vom 1
4.
November 2011 wieder abschloss (
Urk.
6/30). Nach Kenntnis
nahme mehrerer ärztlicher Berichte (
Urk.
6/32, 6/39, 6/43, und 6/46) sowie weiterer Akten der Suva (
Urk.
6/40 f., 6/47 und 6/50)
erteilte die IV-Stelle
ab August 2013
wiederum Kostengutsprache
für verschiedene Eingliederungs
mass
nahmen (Urk. 6/52, 6/60, 6/63, 6/69, 6/74, 6/80, 6/90 und 6/97) und richtete Tag
gelder aus (
Urk.
6/58, 6/66, 6/73, 6/76, 6/83 f., 6/94 und 6/99).
Mit Mitteilung vom
1.
Oktober 2014 schloss sie die Eingliederungsberatung mit der Begründung ab, dass es nicht gelungen sei, den Versicherten innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren (
Urk.
6/100).
Im Rahmen der Prüfung des Rentenanspruchs
gab die IV-Stelle bei der
Z._
, St.
Gallen,
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am
2.
Dezember 2015 vorgelegt wurde
(
Urk.
6/159).
Da sich der Versicherte nach den gutachterlichen Untersuchungen im November 2015 infolge eines Ende Septem
ber 2015 erlittenen Sturzes zwei operativen Eingriffen
am Rücken
unterziehen musste (vgl.
Urk.
6/144, 6/153 und 6/161), veranlasste die IV-Stelle eine
weitere B
egutachtung bei der
Z._
(Verlauf
sgutachten vom
6.
Februar 2017
[
Urk.
6/182
] sowie
eine
ergänzende Stellungnahme vom 2
6.
Juni
2017 [
Urk.
6
/186]
).
Mit Vorbescheid vom 2
4.
Juli 2017 stellte sie dem Versicherten die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab
1.
September 2015 und
die Herab
setzung auf eine
Viertelsrente
ab 1.
April 2016 in Aussicht (
Urk.
6/194), wogegen jener am 12.
Oktober 2017 Einwand erhob (
Urk.
6/203). Am
8.
März 2018 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (
Urk.
6/207 und 6/215 [=
Urk.
2]).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
6.
April 2018 Beschwerde mit dem Rechts
begehren, die angefochtene Verfügung sei teilweise aufzuheben und ihm sei auch über den 3
1.
März 2016 hinaus eine ganze, eventualiter ab dem
1.
April 2016 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juni 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
3.
Juni 2018 in Kenntnis ge
setzt wurde
(
Urk.
8)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
A
TSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d;
Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen
Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE
131
V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
gen
ständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer ab
ge
stuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesge
richts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimm
ung
en (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Inva
li
den
versicherung
,
IVV
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ein
getreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sions
grund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwend
baren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl.
BGE
125 V 413 E. 2d mit
Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom
8.
März 2018 zog die Beschwerdegegnerin
zusammengefasst in Erwägung, dass der Beschwerdeführer am 1
1.
November 2010 einen Berufsunfall erlitten und sich dabei eine Verletzung des Brustkorbs zugezogen habe. Daraufhin habe er sich am
6.
April 2011 zum Leistungsbezug angemeldet. Aus medizinischer Sicht seien ihm ab dem
1.
April 2011 körperlich leichte bis knapp mittelschwere Arbeiten wieder uneingeschränkt zumutbar ge
wesen. Bei einem mittels Einkommensvergleich ermittelten Invaliditätsgrad von 1
%
bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente
.
Am 3
0.
September 2015 sei der Beschwerdeführer auf einer Treppe gestürzt, was zwei operative Eingriffe notwendig gemacht habe.
Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass vom 3
0.
September bis 3
1.
Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten vorgelegen habe.
Ab dem
1.
Januar 2016 habe sich der Gesundheitszustand wieder verbessert und die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten habe 55
%
betragen. Der Invaliditätsgrad belaufe sich ab diesem Zeitpunkt auf 43
%
. Insgesamt habe der B
eschwerdeführer somit ab dem 1.
September 2015 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab dem
1.
April 2016 – drei Monate nach Eintritt der Verbesserung –
bestehe noch Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers im
Vorbe
scheid
verfahren
sei von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt auszugehen. Zudem sei kein leidensbedingter Ab
zug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt (
Urk.
2 S. 6 ff.).
2.2
In seiner Beschwerdeschrift vom 2
6.
April 2018 machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass es ihm
in Anbetracht
seines
fortgeschrittenen
Alters
und der konkreten Umstände nicht möglich sei, die allfällig verbleibende Arbeitsfähigkeit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
bestehe folglich über den 3
1.
März 2016 hinaus An
spruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
1 S. 8 ff.).
Even
tua
liter rechtfertige es sich aufgrund zahlreicher Faktoren
wie dem Migrations
hintergrund und der fehlenden Berufsausbildung, einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen von mindestens 15
%
zu gewähren. Im Ergebnis resul
tiere ein Invaliditätsgrad von gerundet 52
%
, was einen
A
nspruch auf eine halbe Rente begründe (
Urk.
1 S. 11 f.).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer zog sich am 1
1.
November 2010
ein direktes
Thoraxtrauma
zu, als er von einem Gabelstapler auf der Höhe des Sternums erfasst wurde. Da
raufhin war er bis zum 2
5.
November 2010 hospitalisiert, wobei
nebst einer
Tho
raxdrainage
ein osteosynthetischer Eingriff erfolgte
. Der postoperative Verlauf habe sich gemäss den behandelnden Ärzten komplikationslos
gestaltet (
Urk.
6/10/33 ff.
,
6/17).
3.2
Am 1
0.
Oktober 2011 nahm
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Kardiologie und All
gemeine Innere Medizin, eine kardiologische Abklärung vor.
In seinem Bericht gleichen Datums hielt er fest, dass ein echokardiographisch strukturell und funktionell normales Herz vorliege und keine Residuen einer allfälligen
Contusio
cordis
erkennbar seien. Die
Dyspnoebeschwerden
seien sehr wahrscheinlich auf die körperliche
Dekonditionierung
bei Train
ingsmangel zurückzuführen. Bei den kardialen
Extrasystolen
handle es sich
per se
um einen Normalbefund
(Urk. 6/41/68).
3.3
Dr.
med. B._
, Facharzt für Chirurgie und Kreisarzt der Suva,
gelangte in seinem Untersuchungsbericht vom
8.
Dezember 2011 zur Auffassung, dass sich bezüglich der Schmerzproblematik im
Sternumbereich
ein sehr protrahierter Verlauf gezeigt habe
. Aus klinischer und bildgebender Sicht sei
en
das Sternum stabil und die Osteosynthese intakt. Die massive Schmerzproblematik sei eigent
lich nicht erklärbar. Aus somatischer Sicht sei eine volle Arbeitsunfähigkeit nicht gerechtfertigt, was auch während des Arbeitstrainings bewiesen worden sei. Welche Belastungsfähigkeit wirklich möglich sei, könne nur sehr schwierig eva
luiert und festgelegt werden. Ausgeschlossen seien jedenfalls sehr schwere Tätig
keiten. Für leichte und nahezu mittelschwere Tätigkeiten mit Maximalbe
las
tungen von bis zu zehn Kilogramm sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit problemlos möglich (
Urk.
6/40/8 ff.).
3.4
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom
6.
Juni 2012 folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit (
Urk.
6/46/1):
-
Zustand nach posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
im Rahmen dieser Entwicklung zunächst eine schwere depressive Episode ohne klare psychotische Symptome (ICD-10 F32.2), gegenwärtig mittel
gradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11).
Der Beschwerdeführer leide unter vermindertem Antrieb sowie einer Störung der Aufmerksamkeit und Konzentration. Zudem seien Intrusionen,
Hyperarousal
und ein Vermeidungsverhalten im Zusammenhang mit dem Unfall und auch in All
tags
situationen vorhanden. Für die angestammte Tätigkeit sei von einer 100%ige
n Arbeitsunfähigkeit auszugehen; für angepasste Tätigkeiten belaufe sich die Arbeitsfähigkeit für mindestens zwei Jahre auf maximal
50
%
(Urk. 6/46/3 f.).
In seinem
am 2
5.
Oktober 2012 zuhanden der Suva erstellten
Bericht diag
nos
tizierte
Dr.
C._
eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion und phobischen Ängsten (Herzphobie). Die Erkrankung sei als sekundär bedingt ein
zustufen und habe bisher keine negative Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/47/37 f., vgl. auch
Urk.
6/47/81).
Demgegenüber hielt er in seinem an die IV-Stelle adressierten Verlaufsbericht vom
4.
Mai 2015 fest, dass der Gesund
heits
zustand
seit dem Bericht vom
6.
Juni 2012 stationär sei. Nach wie vor bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für
eine leidensadaptierte Tätigkeit
(
Urk.
6/119/1).
3.5
Dem
Z._
-Gutachten vom
2.
Dezember 2015 sind folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (
Urk.
7/159/43 f.):
-
diffuses chronisches Schmerzsyndrom thorakal linksbetont nach
Thorax
kontusion
im November 2010 nach
Hämatothorax
und operativ versorgter
Sternumfraktur
(ICD-10 R07.4)
-
lumboradikuläres
Syndrom L3/4 rechts seit Oktober 2015 gemäss MRI (ICD-10 M51.1)
-
Asthma bronchiale
-
in den letzten Jahren variable Atemwegsobstruktion
-
promptes Ansprechen auf
Symbicort
-
aktuell hochnormale
Bodyplethysmographie
mit normaler CO-Diffu
sions
kapazität
-
chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-10 F45.41)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0).
Demgegenüber wurde ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf folgende Diagnosen verneint (
Urk.
7/159/44):
-
Adipositas (BMI 31.6 kg/m
2
)
-
Unterschenkelvarikosis
-
Periarthropathia
humeroscapularis
links bei klinischen Zeichen einer
Supraspinatussehnen
-Läsion.
Die Sachverständigen gelangten zum Schluss, dass aus internistischer Sicht keine Schädigungen mit langfristigen Auswirkungen auf das berufliche Leistungs
ver
mögen vorhanden seien. Im Vordergrund habe bis Oktober 2015 ein chronisches thorakales Schmerzsyndrom gestanden, welches anfänglich unfallkausal gewe
sen, mit der Zeit jedoch somatisch als immer weniger begründbar eingestuft worden sei.
Überlagert werde das chronische Schmerzsyndrom durch die psychi
schen Erkrankungen. Aus polydisziplinärer Sicht bestehe aufgrund des chroni
schen Schmerzsyndroms und der psychischen Faktoren seit spätestens der aktu
ellen Begutachtung eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
für die angestammte und eine leidensadaptierte Tätigkeit.
Das jetzige Zustandsbild
erweise sich
jedoch als instabil, da
am
3
0.
September 2015 durch einen Sturz auf
d
er Haustreppe ein
Ischiasleiden
ausgelöst worden sei, welches gemäss MRT
– bei bildgebend nach
gewiesenem Bandscheibenvorfall auf dieser Höhe –
durch ein
lumboradikuläres
Syndrom L3/4 er
klärt werden könne
.
Aufgrund des
vorgesehenen Bandscheiben
eingriff
s
dränge sich eine erneute Begutachtung in etwa einem halben Jahr wieder auf (
Urk.
7/159/45 f.).
3.6
Am
5.
November 2015 wurde in der
D._
eine mikrochi
rurgische
foraminal
-/
extraforaminale
Sequestrektomie
L3/4 rechts durchgeführt (
Urk.
6/161/3). Bei persistierenden Schmerzen aufgrund einer
Rezidivdiskus
hernie
erfolgte am 12. November 2015 eine Revisionsoperation (
Urk.
6/161/5).
Mit Be
richt vom
9.
Dezember 2015 hielten die behandelnden Ärzte fest, dass der Be
schwerdeführer weniger Schmerzen verspüre als vor den Eingriffen; allerdings bestehe nach wie vor ein hoher Leidensdruck und täglich sei die Einnahme von
Schmerzmitteln notwendig (
Urk.
6/161/1). Im Bericht vom 1
0.
Februar 2016 wurde
sodann ausgeführt, dass drei Monate postoperativ ein regelrechter Verlauf vor
liege. Insgesamt gehe es dem Beschwerdeführer besser, wobei er aktuell noch täglich auf Schmerzmittel zurückgreife. Das Gangbild sei
hinkfrei
und dem
Der
matom
L4 entsprechend bestehe eine leichte Hyposensibilität rechts (
Urk.
6/169/7).
3.7
Dem Verlaufsgutachten der
Z._
vom
6.
Februar 2017
sind die fol
gen
den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 6/18
2/30):
-
Post-Thorakotomie-Syndrom nach
Thoraxkontusion
mit
Hämatothorax
und operativ versorgter
Sternumfraktur
im November 2010, Metallent
fernung 2013 und chronische
n
Na
r
benschmerzen in fataler Kombination mit
-
chronischem
lumboradikulären
Syndrom L3/4 rechts nach
Sequestrek
to
mie
und Re-
Sequestrektomie
L3/4 rechts im Oktober und November 2015 mit
radikulärem
Restsyndrom
-
chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-10 F45.41)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0).
Als Diagnosen ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden dagegen aufgeführt:
-
Opiat-Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (Methadon; ICD-10 F11.22)
-
Asthma bronchiale
-
in den letzten Jahren variable Atemwegsobstruktion
-
promptes Ansprechen auf
Symbicort
-
aktuell hochnormale
Bodylethysmographie
mit normaler CO-Diffu
sions
kapazität
-
Status nach
Thoraxtrauma
am 1
1.
November 2010
-
mit
Sternumfraktur
, Rippenfraktur,
Hämatothorax
und Lungen
kon
tusion
-
Status nach O
steosynthese der
Sternumfraktur
und
Metallentfernung im Verlauf.
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheu
matologie, führte in seiner Teilexpertise insbesondere aus, dass der Gang des Be
schwerdeführers im Rahmen der Untersuchung
hinkfrei
und unauffällig gewesen sei. Die Halswirbelsäule habe ein normales Bewegungsausmass gezeigt, mit An
gabe von endphasigem Druck in der Nackenmitte rechtsbetont in alle Richtungen und
myofascialen
Druckdolenzen
suboccipital
. Beim Strecken und Bücken habe der Beschwerdeführer im Bereich der Brustwirbelsäule Schmerzen angegeben
.
Bei der Ausführung von Rumpfbeugen seien rechtsbetonte lumbale Schmerzen auf
ge
treten, dies auch bei Seitenneigung und
Reklination
. Im Weiteren seien aus
gedehnte
myofasciale
Druckdolenzen
links thorakal und
scapulär
sowie rechts
lumbosakral
sowie
kettentendinosenartig
am rechten Bein feststellbar gewesen.
Im
Thoraxbereich
habe sich eine normale Herz- und Lungenauskultation gezeigt. In Bezug auf die lange Narbe über dem gesamten Sternum sei eine starke Druckempfindlichkeit angegeben worden. Schmerzen über
dem Brustbein und der
vorderen
Thoraxwand
seien ausserdem bei der Rotation im Sitzen sowie bei Streck
- und Vorneige-Bewegungen angegeben worden (
Urk.
6/182/17 f.).
Aus rheumato
lo
gischer Sicht sei
en
als Folge des Gabelstaplerunfalls vom 1
1.
November 2010 eine überdurchschnittlich schmerzhafte
Sternumnarbe
sowie ein Post-Thorako
tomie-Syndrom verblieben, welches viele Bewegungen des Brustkorbes und der oberen Nackenregion schmerzhaft behindere. In fataler Weise hinzugetreten sei ein
lumboradikuläres
Syndrom mit nicht erfolgreichen Bandscheibenoperationen
im Oktober und November 201
5.
Feststellbar sei ein
radikuläres
Restsyndrom mit
Verschmächtigung
der Oberschenkelmuskulatur rechts und einem abgeschwäch
ten Patellarsehnenreflex.
Beide Problematiken seien in ungünstiger Weise kombi
niert und hätten Einschränkungen bei vielen Bewegungsabläufen zur Folge (
Urk.
6/182/31).
Anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
med. F._
, Fachärztin für Psy
chiatrie und Psychotherapie, habe der Beschwerdeführer berichtet, seit den Ope
rationen im November wieder besser gehen zu können. Allerdings habe er seither nicht nur im Rücken, sondern auch im rechten Bein Schmerzen
, was
insbesondere beim Treppensteigen der Fall
sei
. Zwischen Juli und September 2016 sei er in der
G._
aufgrund einer
Oxynorm
-Abhängigkeit in einer ambu
lanten Entzugsbehandlung gewesen, wobei er unter sehr starken Entzugser
schei
nungen gelitten habe. Seither nehme er Methadon ein; die anderen Medikamente habe er nicht vertragen (
Urk.
6/182/19 f.).
Aus psychiatrischer Sicht sei der Be
schwerdeführer wach sowie zu Ort, Zeit, Situation und eigener Person vollständig orientiert gewesen. Es hätten sich weder kognitive Defizite noch Wahrnehmungs- oder Denkstörungen feststellen lassen.
Vorhanden seien eine
Grübeltendenz
, eine leichte Antriebsminderung, Vitalgefühls- und Schlafstörungen sowie eine Reduk
tion der affektiven Schwingungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe passive Suizidgedanken geäussert, jedoch keine konkreten suizidalen Absichten oder Pläne, was sich aus seiner Sicht ändern könne, falls er die Familie verlieren würde (
Urk.
6/182/20).
Beide Diagnosen
, welche bereits im Rahmen der Vorbegutach
tung im November 2015 gestellt worden seien, seien aktuell zu bestätigen. Zwi
schen der chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Kom
po
nenten sowie der rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter Episode bestehe eine Wechselwirkung. Vor allem die schmerzbedingte Überzeu
gung, nicht mehr leistungsfähig zu sein, verstärke das negative Selbstbild sowie den Rollenverlust und nähre unentwegt nihilistische Gedanken. Diese selbstli
mitierende Verhaltensweise
erhalte wiederum die depressive Störung aufrecht.
Insgesamt würden sich die chronischen Schmerzen sowie die
verfestigte Überzeu
gung des Beschwerdeführers, nicht mehr in der Lage zu sein, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Teilzeitstelle zu finden
und regelmässig die geforderte Leistung zu erbringen
, nachteilig auswirken. Ressourcen seien demgegenüber die Unter
stützung der Familie, regelmässige soziale Kontakte und die selbständige Gestal
tung der Tagesstruktur. Diese setze der Beschwerdeführer jedoch nur ein, um den Status quo zu erhalten und nicht zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit.
Aus psychiatrischer Sicht sei sowohl für die bisherige als auch für eine angepasste Tätigkeit eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (Urk. 6/182/23 f.).
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Pneu
mologie, hielt in ihrer Teilexpertise fest, dass zweifelsohne ein Asthma bronchiale vorhanden sei, bei einer variablen Atemwegsobstruktion, zeitweise obstruktiver Atmung und deutlichem Ansprechen auf
Symbicort
. Bezüglich der lungenfunk
tionellen Werte bestehe eine gewisse Variabilität;
diese
seien jedoch stets normal bis hochnormal gewesen. Bei Arbeitseinsätzen sei unbedingt darauf zu achten, dass der Beschwerdeführer keinen
inhalativen
Noxen exponiert sei. Die Lungen
volumina seien allerdings so hoch, dass eine mittelschwere körperliche Tätigkeit
aus
pneumologischer
Sicht in einem 100%-Pensum zumutbar sei (
Urk.
6/182/27
f.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Sachverständigen zum Schluss, dass angesichts des bisherigen Verlaufs aufgrund der unglücklichen Kombination eines Post-
Sternotomie
-Syndroms und zweier nicht erfolgreiche
r
Bandscheiben
eingriffe Ende 2015 mit verbleibendem
radikulären
Restsyndrom eine Arbeits
un
fähigkeit in den angestammten, körperlich belastenden Tätigkeiten seit dem Unfallereignis am 1
1.
November 2010 angenommen werden könne. Für körper
lich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten
ohne stärkere Belastungen des Brust
korbes und der Lendenwirbelsäule
sei vorwiegend wegen der kombinierten
mus
kuloskelettalen
Schmerzproblematik
von einer mindestens 40-50%igen Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dies gelte spätestens seit den erfolglosen Bandscheibenoperationen im
Oktober und November 2015 (Urk.
6/182/32).
Er
gän
zend
betonte
Dr.
E._
mit
Stellungnahme vom 26. Juni 2017
, dass die beiden fatal kombinierten Probleme am Bewegungsapparat viele Einschrän
kung
en von Beweglichkeit und Belastbarkeit an der Brust- und Lendenwirbelsäule zur Folge hätten, welche sich auch bei körperlich leichteren Tätigkeiten im ge
schätzten Ausmass auswirken würden
. Dr.
F._
wies ihrerseits insbesondere auf verschiedene psychiatrische Faktoren hin, welche für die Aufrechterhaltung der chronischen Schmerzstörung verantwortlich seien (
Urk.
6/186
).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin beurteilte den Rentenanspruch des Beschwerdeführers für verschiedene Zeiträume seit Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug vom
5.
April 2011, wobei auch die beschwerdeweise unbestritten gebliebenen Be
zugs
zeiten Gegenstand der gerichtlichen Überprüfung bilden (vgl. E. 1.3 vorsteh
end).
4.2
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch ab dem Zeitpunkt der Anmeldung bei der Invalidenversicherung bis zum 3
0.
August 2015 (
Urk.
2 S. 6)
, was seitens des Beschwerdeführers sowohl im Verwaltungs- als auch im Be
schwerdeverfahren unbestritten blieb (vgl.
Urk.
6/203/1
und
Urk.
1 S. 7 Ziff.
19).
Auch aus Sicht des Gerichtes besteht kein Anlass zur Beanstandung dieser Beurteilung.
Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
Dr.
B._
in seinem kreisärztlichen Bericht vom
8.
Dezember 2011 zum Schluss gelangte, dass dem Beschwerdeführer eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei (Urk. 6/40/10).
Die Beschwerdegegnerin ermittelte gestützt darauf eine nicht
rentenbegründende Erwerbseinbusse (
Urk.
6/190/1)
, was nicht zu beanstanden is
t
.
Den Akten sind ferner keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand im weiteren Verlauf bis zum Treppensturz am 3
0.
September 2015 massgeblich verschlechtert
hä
tte.
Entsprechend verfügte die Suva am 1
8.
Juni 2015
bei voller Arbeitsfähigkeit
(für eine Verweistätigkeit)
und
ausgeh
end davon, dass keine
behandlungsbedürftigen
Unfallfolgen mehr vorhanden seien, auch die Einstellung der von ihr erbrachten Leistungen (
Urk.
6/129).
Soweit ersichtlich erhob der Beschwerdeführer dagegen keine Einwände.
4.3
4.3.1
Für den Zeitraum a
b dem 3
0.
September 2015 ging die Beschwerdegegnerin da
von aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aufgrund der beim Treppensturz erlittenen
Verletzungen verschlechtert und daher
bis zum 31.
Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten vorgelegen habe
.
Ab 1. Januar 2016 habe sich die gesundheitliche Situation wie
der verbessert, sodass ab diesem Zeitpunkt dauerhaft wieder eine 55%ige Arbeits
fähigkeit für leidensadaptie
rte Tätigkeiten
ausgewiesen sei
. Vom 1. September 2015 bis 3
0.
März 2016 bestehe vor diesem Hintergrund Anspruch auf eine ganze Rente
bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
(
Urk.
2 S. 7).
Der Sturz am 30. September 2015 hatte eine schmerzhafte L3-Radikulopathie rechts bei
extraforaminaler
Diskushernie L3/4 zur Folge, weshalb am
5.
und
12.
November 2015 jeweils ein operativer Eingriff in der
D._
vorgenommen wurde (
Urk.
6/161/3 ff.).
Die behandelnden Ärzte atte
stierten
bei regelrechtem Heilungsverlauf
vom
4.
November bis
8.
Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/163/5).
Auch
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
appa
ra
tes
,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), ging in seiner Stellungnahme vom
8.
Februar 2017 davon aus, dass nach der letzten Operation für einige Wochen auch für angepasste Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (
Urk.
6/191/17).
Diese Einschätzung deckt sich zwar nicht mit der
jenigen
der
Z._
-Sachverständigen im Verlaufsgutachten vom
6.
Februar 2017
, welche im interdisziplinären Konsens
bereits
direkt
nach den Bandscheiben
operationen im November 2015 wieder eine
50-60%ige
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit für zumutbar erachteten (vgl.
Urk.
6/182/32).
Sie erweist sich allerdings in Anbetracht der notwendig gewordenen operativen Eingriffe, der damit verbundenen
Hospitalisationen
sowie
den einzubeziehenden
Phasen der Rekonvaleszenz als nachvollziehbar.
Im Übrigen hatten sich die Gutachter in ihrer Expertise vom 2. Dezember 2015 noch dahingehend geäussert, dass nach einem Bandscheibeneingriff auch bei komplikationslosem postopera
tive
m
Verlauf eine drei- bis sechsmonatige Arbeitsunfähigkeit zu erwarten sei (
Urk.
6/159/46).
Insgesamt
ist daher
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer nach dem Sturz am 3
0.
September 2015 auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit aus somatischen Gründen vorübergehend
für jegliche erwerbliche Tätigkeit
arbeitsunfähig war.
Dementsprechend hat
ihm die Beschwerdegegnerin zu Recht bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
vom Beginn jenes Monats an eine ganze Rente ausgerichtet, da dieser Gesundheitszustand rückblickend stabil war, rechtfertigt sich von der in
Art.
88a
Abs.
2 IVV veran
kerten Wartefrist abzusehen.
4.3.
2
Unbestritten ist sodann, dass ab dem
1.
Januar 2016 eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.
Dies
ergibt sich nicht nur
aus den
B
erichte
n
der behandelnden Ärzte der
D._
(vgl. Urk. 6/163/4 f., 6/167/6), sondern
erschliesst sich insbesondere auch aus dem
Z._
-Ver
lauf
s
gutachten vom
6.
Februar 201
7.
Zwar ist
– wie soeben dargelegt – nicht bereits
unmittelbar
nach den im November 2015 erfolgten Operationen nur noch von einer 40-50%igen Arbeitsunfähigkeit
in einer leidensadaptierten Tätigkeit
auszugehen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass das Gutachten grundsätzlich die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für
eine beweiswerte medi
zinische Expertise erfüllt, da es namentlich in Kenntnis der
Vorakten
erstellt wurde (
Urk.
6/182/5 ff.), die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden berück
sich
tigt (
Urk.
6/182/
16 f., 6/182/19 f. und 6/182/26 f.
)
,
und eine Auseinandersetzung mit vorangegangenen ärztlic
hen Beurteilungen enthält (Urk.
6/182/21 f., 6/182/25,
6/182/
27 und 6/182/29
). Zudem wurden sowohl die gestellten Diag
nosen als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar dargelegt und erläutert (
Urk.
6/182/30 ff.; vgl. E. 1.
5
vorstehend
).
Es
ist folglich in Übereinstimmung mit den Parteien
davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer spätestens ab dem 1. Januar 2016 aus medizinischer Sicht wieder in der Lage war, eine leidensadaptierte Tätigkeit in einem
Teilzeitpensum
aufzunehmen.
In Nachachtung von Art.
88a
Abs. 1
IVV
, wonach eine Verbesse
rung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat,
hat die Beschwerdegegnerin den An
spruch auf eine ganze Rente folglich zu Recht bis zum 3
0.
März 2016 befristet.
5.
5.1
Uneinigkeit besteht zwischen den Parteien allerdings in Bezug auf
die Höhe des Rentenanspruchs
ab dem
1.
April 201
6.
Ausgangspunkt bildet die Beurteilung der
Z._
-Gutachter
, wonach die angestammte Tätigkeit als
Hilfsmaschinist bereits seit dem ersten Unfall vom 1
1.
November 2010 nicht mehr zumutbar ist.
In Bezug auf eine angepasste
, körperlich leichte
Tätigkeit schlossen die medi
zi
ni
schen Sachverständigen auf
eine 40-50%ige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 6/182/32).
Letztere erscheint
zwar
als grosszügig bemessen, zumal aus dem psychiatrischen Teilgutachten von
Dr.
F._
– welche eine vom Bundesgericht grundsätzlich für sämtliche psychischen Leiden geforderte Prüfung der Standardindikatoren vornahm (vgl. BGE 141 V 281, 143 V 409 und 143 V 418)
und aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
für sämtliche Tätigkeitsbereiche atte
stierte
– deutlich hervorgeht, dass zahlreiche und teilweise gar frappierende Diskrepanzen aufgefallen seien. So unterscheide sich die Selbstwahrnehmung des
Beschwerdeführers als nicht mehr leistungsfähigen Menschen deutlich von dessen
ausgefülltem Tagesablauf, welcher unter anderem Haushaltsarbeiten, Spazier
gänge
, den Besuch des Schrebergartens sowie Treffen mit der Familie beinhalte. Im Weiteren ist der Teilexpertise zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer psychiatrische Sitzungen
vermutlich seltener als einmal
pro Monat
wahrnehme
und das verschriebene Antidepressivum gar nicht oder nur unregelmässig ein
nehme,
was auf einen nicht vorhandenen Leidensdruck hinweise, der auch wäh
rend der Untersuchung nicht spürbar gewesen sei (Urk. 6/182/22 f.).
Allerdings
trägt die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge, die es zu respektieren gilt (Urteil des Bundes
gerichts 9C
_397/2015 vom
6.
August 2015 E.
5.3).
Darüber hinaus stehen aus polydisziplinärer Sicht insgesamt die sternalen und lumbalen Schmerzen im Vor
dergrund,
wobei letztere
gemäss
Dr.
E._
zudem durch überdurch
schnitt
lich
e degenerative Veränderungen erklärbar
seien. Dies habe zahlreiche Ein
schrän
kungen der Beweglichkeit und Belastbarkeit der Brust- und Lenden
wirbel
säule zur Folge, was sich auch bei körperlich leichteren Tätigkeiten auf die Leis
tungs
fähigkeit auswirke (
Urk.
6/186/1).
Angesichts dieser Umstände rechtfertigt es sich daher nicht, von der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzuwei
chen, was denn auch von den Parteien nicht in Betracht gezogen wird
(vgl.
Urk.
1 S. 9,
Urk.
2 S. 7)
.
5.2
5.2.1
Der Beschwerdeführer macht
allerdings
geltend, dass er die von den Gutachtern attestierte Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten könne (
Urk.
1 S. 8 ff.).
5.2.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des
Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwend
barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE
138
V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätig
keit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Er
werbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE
138
V 457 E. 3.4).
5.
2.
3
Eine zuverlässige Feststellung des medizinischen Sachverhalts war spätestens ab dem 2
6.
Juni 2017 möglich (Datum der ergänzenden Stellungnahme der
Z._
-Gutachter,
Urk.
6/186). Zu diesem Zeitpunkt war der im Februar 1958 ge
borene Beschwerdeführer rund 59 Jahre und vier Monate alt. Bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-
Renten
alters verblieb ihm somit noch eine Aktivitätsdauer von
über
fünf Jahren, was die Verwertbarkeit der verbleibenden Restarbeits
fähig
keit für sich alleine nicht ausschliesst (Urteil des Bundesgerichts 9C_535/2017 vom 1
4.
Dezember 2017 E. 4.5.2 mit Hinweis).
Zu berücksichtigen ist ferner, dass der Beschwerdeführer zwar über keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung verfügt, hierzulande aber doch von 1986 bis 2010 in verschiedenen Berufsfeldern – auch im Rahmen einer mehrjährigen selbständigen Tätigkeit –Erfahrungen sammeln konnte (
Urk.
6/41/150).
Auch anlässlich der durchgeführten Eingliede
rungsmassnahmen konnte festgestellt werden, dass er über viele Fachkompeten
zen verfügt sowie selbständig und sehr zuverlässig arbeitet (
Urk.
6/88/2 f., 6/101/2 ff.).
Einschränkend wirkt sich dagegen aus, dass der Beschwerdeführer gemäss medizinischem Belastungsprofil nur noch leichte, wechselbelastende Tätig
keiten ohne stärkere Belastungen des Brustkorbes oder der Lendenwirbel
säule in einem Teilzeitpensum
von
50
-60
%
ausüben kann (Urk.
6/182/32).
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst jedoch auch sogenannte Nischenarbeits
plätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozia
len Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweisen).
In Bezug auf die Persönlichkeitsstruktur ist sodann festzuhalten, dass der Beschwer
deführer aus gutachterlicher Sicht über eine gute Kommunikationsfähigkeit ver
fügt, worauf auch die regen Kontakte zu Kollegen und Familienmitgliedern hin
deuten (
Urk.
6/182/19,
6/182/22).
Für die berufliche Integration nachteilig wirken sich dagegen die
diesbezüglich
fehlende Motivation und die subjektive Krank
heitsüberzeugung des Beschwerdeführers aus (vgl. Urk. 6/182/25, 6/182/33).
Diesen Umständen kann jedoch
aus Sicht der Invalidenversicherung
kein ent
schei
dendes Gewicht beigemessen werden, zumal
ein alltägliches Aktivitätsni
veau vorliegt
, welches nicht mit dem Selbstbild einer nicht mehr leistungsfähigen Person zu vereinbaren ist
(vgl.
Urk.
6/182/19, 6/182/23).
Gesamthaft
ist im Lichte der
rechtsprechungsgemäss
hohen Hürden für die An
nahme einer unverwertbaren Restarbeitsfähigkeit
im fortgeschrittenen Alter
fest
zuhalten, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers nicht derart beschaffen ist, dass sich der Schluss rechtfertigt, die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit sei nicht mehr realistisch.
Zwar liegen Faktoren vor, welche
für eine berufliche Integration in eine angepasste Tätigkeit hinderlich sind.
Ein inva
lidenversicherungsrechtlich erheblich erschwerter Zugang zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist
allerdings
zu verneinen.
6.
6.1
Zu klären bleibt somit, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad ab dem
1.
April 2016 korrekt bemessen hat.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist
dieser
gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ein
kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die bei
den
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er
mitt
elt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein
kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch reali
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
6.2.2
Der Beschwerdeführer war vor Eintritt des Gesundheitsschadens im November 2011 als
Hilfsm
aschinist bei
der
Y._
angestellt, wobei
das Arbeits
verhältnis per 3
1.
März 2011 aufgelöst wurde (Urk. 6/15
).
Am 2
1.
Februar 2013 teilte die ehemalige Arbeitgeberin der Suva unter anderem schriftlich mit, dass eine vergleichbare Stelle nicht mehr existiere (
Urk.
6/50/54).
Entgegen der Auf
fassung der Beschwerdegegnerin
(vgl. Urk. 6/190/2)
ist
zur Festlegung des
Vali
den
einkommen
s
folglich
nicht an den zuletzt erzielten Verdienst anzuknüpfen
, da der
Beschwerdeführer
seiner
angestammte
n
Tätigkeit auch
im Gesundheitsfall
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
spätestens ab
Februar 2013
nicht
mehr
hätte nachgehen können
.
Abzustellen ist
vielmehr –
unter Berücksichtigung der fehlenden
respektive in der
Schweiz nicht anerkannten
beruflichen Ausbildung
–
auf
den durchschnittlich erzielbaren Verdienst für einfache Tätigkeiten körper
licher oder handwerklicher Art gemäss
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (
LSE 2014, TA1
_tirage_skill_level
, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Priva
ter Sektor,
Total, Kompetenzniveau 1, Männer
).
Dieselbe Grundlage ist
mangels Vorliegens eines stabilen Arbeitsverhältnisses nach Eintritt der Invalidität
und
angesichts
des medizinischen Belastungsprofil
s
auch für die Be
stimmung
des Invalideneinkommens massgeblich, was die Beschwerdegegnerin richtig erkannt hat (
Urk.
6/190/2).
Beide Vergleichseinkommen sind somit ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, weshalb sich deren genaue Ermittlung rechts
prechungsgemäss erüb
rigt, da
der Invaliditätsgrad
prinzipiell
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit ent
spricht (v
gl. Urteil des Bundesgerichts 8C
_365/2012 vom 3
0.
Juli 2012 E. 7 mit Hinweis).
Dementsprechend beträgt der Invaliditätsgrad im konkreten Fall auf der Grundlage
des Mittelwerts der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_730/2012 vom
4.
Juni 2013 E. 4.2)
grund
sätzlich
45
%
.
6.
2.3
Abschliessend bleibt jedoch zu prüfen, ob vom Invalideneinkommen ein leidens
bedingter Abzug vorzunehmen ist.
Während die Beschwerdegegnerin
dies ver
neint
(vgl.
Urk.
6/190/2,
Urk.
2 S. 8), erachtet der Beschwerdeführer einen Abzug von mindestens 15
%
als angemessen (
Urk.
1 S.
11 f.).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungs
grad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige
bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbe
ding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als nahelie
gen
der erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein be
stimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
Zunächst ist nochmals zu betonen, dass sich die Einschätzung der Arbeitsun
fähigkeit durch die Gutachter als eher
wohlwollend
erweist (vgl. E.
5.1
vor
stehend)
, weshalb hinsichtlich der Gewährung eines leidensbedingten Abzuges eine gewisse Zurückhaltung angebracht
ist
.
Die vom Beschwerdeführer vorge
brachten Faktoren
– soweit sie nicht ohnehin bereits im Rahmen der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit Berücksichtigung fanden –
vermögen
jeden
falls
keinen Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen. So muss der Umstand, dass das fortgeschrittene Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, als invaliditätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017 vom 22. November 2017 E. 3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.3). Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt ausserdem altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Im Weiteren
wirkt sich die vom Beschwerdeführer geltend gemachte lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt
mit Blick auf die zu
mutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten im untersten Kompetenzniveau
nicht relevant auf das Invalideneinkommen aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_166/2017 vom
3.
Juli 2017 E. 6 mit Hinweisen).
Ebenfalls nicht abzugsrelevant
sind
in Anbe
tracht dieser Gegebenheit
die fehlende Berufsausbildung sowie die sprachlichen Schwierigkeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_266/2017
vom 2
9.
Mai 2018 E. 3.4.4 mit Hinweisen).
Im Übrigen
haben Männer ohne Kaderfunktion, denen nur noch die Ausübung eines Teilzeitpensums von 50-74
%
zumutbar ist, bei Anwendung der LSE 2014 keine überproportionale Lohneinbusse im Vergleich zu einem Vollzeitpensum zu verzeichnen, weshalb auch i
n diesem Kontext
kein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_610/2019 vom 2
0.
November 2019 E. 4.2.3 mit Hinweis auf
8C_12/2017 vom 2
8.
Februar 2017 E. 5.5.2
).
Gesamthaft ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt hat.
Bei einem Invaliditätsgrad von 45
%
(vgl. E. 6.2.2
hievor
)
hat der Beschwerdeführer ab dem
1.
April 2016
daher
Anspruch auf eine
Viertelsrente
(vgl. E. 1.2 vorstehend).
7.
Zusammenfassend
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung vom
8.
März 2018 (
Urk.
2) im Ergebnis zu Recht vom
1.
September
2015 bis 3
1.
März 2016 eine ganze Rente und danach ab dem
1. April 2016
nur noch
eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zuge
spro
chen.
Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist
demnach
abzuweisen.
8
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.