Decision ID: 8f1d536d-257a-407e-9279-6350cbcff285
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1956, bezog
ab
Dezember 2004 eine halbe Rente der Invalidenversicherung (
vgl. die
Verfügung
en des Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich
[SVA], IV-Stelle,
vom 5. Oktober 2005 und vom 19. Juni 2006
in Urk. 8/178, Urk. 8/179 und
Urk. 8/183
[blaue, vom Sozialversicherungs
-
gericht angebrachte Nummerierung]
)
. Für die Zeit
ab August 2009 wurde ihre halbe auf eine ganze Rente erhöht (Verfügungen der IV-Stelle vom 19. August und vom 14. Oktober 2010 in Urk. 8/174).
Der
Eh
emann
Y._
, geboren 19
52, hatte ursprünglich ab März 2005 eine halbe und ab Juni 2005 eine Dreiviertelsrente
zugesprochen erhalten
(vgl. die Verfügungen der IV-Stelle in Urk. 8/176 und Urk. 8/177), die im Anschluss an das rückweisende Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 23. April 2008 (Prozess Nr. IV.2006.00745)
auch für die Zeit ab März 2005 auf eine Dreiviertelsrente erhöht worden war (
vgl. den
Sachverhalt im Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 6. Februar 2014 in Sa
chen
Y._
betreffend Invalidenre
nte der beruflichen Vorsorge, Prozess Nr. BV.2012.00023
, und die
Verfügungen der IV-Stelle vom 19. August und vom 14. Oktober 2010 in Urk. 8/173
)
.
1.2
Ab April 2005 bezogen die
Eheleute
Y._
und
X._
bei der
Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL)
,
Zusatzleistungen (Ergänzungsleistungen, kantonale Beihilfe und Gemeindezuschüsse) zu den Renten der Invalidenversicherung (vgl. die Verfügungen in Urk. 8/191/1-34).
Y._
vollende
te
im Juni 20
12 das 60. Altersjahr. D
as AZL nahm Kenntnis davon, dass
Y._
bei der
Z._
über zwei Freizügigkeitskonti der zweiten Säule der beruflichen Vorsorge verfügte
,
und liess sich die Kontoabschlüsse per 31. Dezember 2011 zustellen
(Urk. 8/157 und Urk. 8/158). Mit Verfügung vom 15. Juni 2012
setzte das AZL den
Zusatzleistungsanspruch von
Y._
und
X._
für die Zeit ab Juli 2012 von bisher Fr. 1‘604.-- (Verfü
gung vom 7. Dezember 2011, Urk.
8/191/29) auf Fr. 838.-- im Monat herab, wobei die kantonale Beihilfe und der Gemeindezuschuss wegfiel
en
. Dabei berücksichtigte das AZL neu die Freizügigkeitsguthaben gegenüber der
Z._
als verzehrbares Vermögen
(Urk. 8/191/32; vgl. auch die Begründung im separaten Schreiben
vom 15. Juni 2012, Urk. 8/160
).
Die Eheleute
Y._
und
X._
erh
oben
am
11. Juli 2012 Einsprache
(Urk. 8/161). Mit Entscheid vom 25. Juli 2012 wies das AZL die Einsprache ab
(Ur
k
. 2 = Urk. 8/191/34).
2.
Y._
und
X._
erhoben mit Eingabe
an das AZL
vom 2.
August 2012
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 25. Juli 2012 (Urk. 1). Nach entsprechender Mitteilung a
n das Ehepaar (Schreiben vom 6.
August 2012 mit dem beigelegten Informationsblatt der
Z._
zum Freizügigkeitskonto der zweiten Säule [Internetausdruck vom 6. August 2012], Urk. 4 = Urk
.
8/162) leitete das AZL die Eingabe vom 2. August 2012 an das Sozialversicherungsgericht weiter (Überweisungsschreiben vom 15. August 2012, Urk. 3).
Das AZL
schloss in der Beschwerdeantwort vom 31. August 2012 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Y._
und
X._
liessen
die ihnen angesetzte Fris
t zur Replik (Verfügung vom 10.
September 2012, Urk. 9) unbenützt v
erstreichen, was dem AZL am 22.
Oktober 2012 mitgeteilt wurde (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
N
ach Art. 3 Abs.
1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche
rung
(ELG) bestehen die Ergänzungsleis
tungen aus der jährlichen Ergänzungs
leistung (lit. a) und aus der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (lit. b).
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht gemäss Art. 9 Abs. 1 ELG dem Betrag,
um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen über
steigen.
1.2
Die anerkannten Ausgaben sind in Art. 10 ELG, die anrechenbaren Einnahmen in
Art. 11 ELG aufgelistet.
Bei Personen, die nicht dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben,
also bei zu Hause lebenden Personen, bestehen die anerkannten Ausga
ben in einem nach oben begrenzten jährlichen Betrag für den allgemeinen Le
bens
bedarf (Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG; bei Ehepaaren Fr. 28‘575.-- in den Jahren 2011 und 2012 gemäss der Verordnung 11 über Anpassungen bei den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV) und im ebenfalls auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzten Mietzins einer Wohnung (Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG; bei
Ehepaaren
Fr.
15
‘
0
00.-- gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. b Ziffer 1 ELG).
Zu den anrechenbaren Einnahmen
gehören unter anderem die Renten, Pensio
nen und anderen wiederkehrenden Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und der IV (Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG), die Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG), und ein
Fünfz
ehntel
, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel
des Reinvermögens, soweit es bei
Ehepaaren
den Betrag von Fr.
60‘000.
-- übersteigt (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG).
1.3
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung sind
nach Art. 23 Abs. 1 der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.
Art. 25 ELV sieht sodann vor, dass die jährliche Ergänzungsleistung in be
stim
m
ten Fällen während des laufenden Jahres erhöht, herabgesetzt oder auf
gehoben wird, namentlich bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit dauern
den Ver
min
derung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechen
ba
ren Einnahmen sowie des Vermögens, entweder, wenn diese Ände
rungen vom
Bezüger gemeldet werden, oder im Rahmen einer periodischen Überprüfung von Amtes wegen (vgl. Art. 25 Abs. 1 lit. c-d ELV und Art. 25 Abs. 2 lit. b-d ELV). Bei einer Verminderung des Ausgabenüberschusses im Sinne von Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV ist die jährliche Ergänzungsleistung spätestens auf den Beginn des
Monats neu zu bemessen, der auf die neue Verfügung folgt, wobei die Rückfor
de
rung bei Verletzung der Meldepflicht vorbehalten bleibt (Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV).
2.
2.1
In Bezug auf die Beihilfen nach dem kantonalen Gesetz über die Zusatzleistun
gen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicher
ung (Zu
satzleistungsgesetz [ZLG] und Zusatzleistungsverordnung [ZLV]) finden nach § 15
ZLG die Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungsleistung nach Art. 9 ff.
ELG gelten, entsprechende Anwendung, soweit für die Beihilfe nichts Abwei
chendes be
stimmt ist.
Nach § 16 Abs. 1 Satz 1 ZLG beträgt der jährliche Höchstanspruch
auf Beihilfe für Ehepaare
Fr.
3‘630
.--. Nach § 17 ZLG wird für die Berechnung der Bei
hilfe auf die Bedarfsrechnung für die jährliche Ergänzungsleistung abgestellt, wo
bei die tatsächlich ausgerichteten Ergänzungsleistungen als anrechenbare Ein
nah
men behandelt werden (Abs. 1 lit. a) und der Betrag für den allgemeinen
Lebensbedarf bei zu Hause wohnenden Personen um
den Höchstbetrag der Bei
hilfe
erhöht wird (Abs. 1 lit. b).
Nach
§
18 ZLG kann die Beihilfe gekürzt oder verweigert werden, soweit sie für den Unterhalt nicht benötigt wird und der bundesrechtlich gewährleistete Anspruch auf Prämienverbilligung gewahrt bleibt.
§ 19 ZLV regelt als Anwendungsfall von § 18 ZLG die Kürzung der Beihilfe bei Mehrpersonen
-
haushalten mit nicht
invaliden Familienmitgliedern. Das Bundesgericht hat in einem ne
ueren Ent
scheid die vorinstanzlic
he Auffassung nicht als willkürlich beurteilt
, wonach § 19 ZLV lediglich ein
Beispiel für die Anwendung von § 18 ZLG darstelle und § 18 ZLG somit die Kürzung in weiteren,
nach den konkreten Umstän
den zu beurteilenden F
ällen erlaube (Ur
teil des Bundesgerichts 8C_499/2010 vom 23. August 2010
, E. 3.2).
2.2
Gemäss § 20 ZLG können die Gemeinden Gemeindezuschüsse zu den Beihilfen gewähren, die nicht als Einkommen anzurechnen sind. In der Stadt Zürich sind die Gemeindezuschüsse in der Verordnung des Gemeinderates über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung und die Gewährung von Gemeindezuschüssen (Zusatzleistungsve
rordnung Stadt Zürich) und in den Ausführungsbestim
-
mungen zur Zusatzleistungsverordnung Stadt Zürich geregelt.
Nach Art. 4 Abs. 1 der
städtischen
Zusatzleistungsverordnung wird für die Berechnung des jährlichen Gemeindezuschusses auf die Bedarfsrechnung für die gesetzliche Beihilfe abgestellt, wobei die tatsächlich ausgerichtete Beihilfe als Einnahme angerechnet wird. Dabei wird bei zu Hause wohnenden Personen der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf um die Beträge in Art. 3 der Verord
nung erhöht
(Fr. 5‘856.-- für Ehepaare)
(Art. 4 Abs. 2 lit. a der
Verordnung
)
, und der ermittelte Bedarf wird um den Mietzinsanteil erhöht, der nach Abzug des im Einzelfall möglichen gesetzlichen Mietzinsabzuges verbleibt
, höchsten
s um Fr. 3‘300.-- (Art. 4 Abs. 2 lit. b der
Verordnung
).
Ferner
wird der Gemeindezuschuss nach
Art. 4 Abs. 4 der
Ver
ordnung
um einen Fünfzehntel, bei Altersrentnerinnen und
Altersrentnern um einen Zehntel
desjenigen Reinvermögens gekürzt, das b
ei Ehepaaren den Betrag von Fr.
40‘000.-- übersteigt.
Wie
die kantonale Beihilfe
nach § 18 ZLG
kann d
er jährliche Gemeindezuschuss gemäss Art. 6 der
städtischen Zusatzleistungsv
erordnung
verweigert oder gekürzt werden, wenn er für den Unterhalt nicht oder nur teilweise benötigt wird
.
Im Übrigen erklärt
Art. 12 Abs. 1 der
städtischen Zusatzleistungsv
erordnung die Bestimmungen des ZLG sinngemäss auch für die G
emeindezuschüsse als anwendbar, soweit in der Verordnung nichts Abweichendes geregelt ist.
3.
3.1
Die Neuberechnung der Zusatzleistungen für die Zeit ab Juli 2012 basiert darauf, dass die Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt die Guthaben aus den beiden Freizügigkeitskonti des Beschwerdeführers 2 bei
der
Z._
in Anwendung von Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG
bei der Ermittlung der
anrechenbare
n
Einnahmen berücksichti
gte (Urk. 8/191/32, Urk. 8/160
, Urk. 2, Urk. 7).
3.2
3.2.1
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind Freizügigkeitsguthaben der zweite
n Säule
nach den Vorschriften über
den Vermögensverzehr in
Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG zu behandeln, sobald sie bezogen werden können
, und es spielt dabei keine Rolle, ob vom Bezugsrecht tatsäch
lich Gebrauch gemacht wird
(Urteil
e des Bundesgerichts
9C_884/2013 vom 9. Apr
il 2014, E. 2,
9C_612/2012 vom 28. November 2012, E. 3, und
P
5
6
/0
5 vom 29. Mai 2006, E. 3
, je
mit Hinweisen
; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV
, 2. Auflage, Zürich
2009, S. 164)
.
Nach Art. 16 Abs. 1 der Verordnung über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Freizügigkeitsverordnung, FZV) dürfen Altersleistungen von Freizügigkeitspolice
n und Freizügigkeitskonti frühestens fünf Jahre vor und spätestens fünf Jahre nach Erreichen des Rentenalters nach Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVG) ausbezahlt werden. Des Weiteren wird
nach Art. 16 Abs. 2 FZV
die Altersleistung auf Begehren der
v
ersicherten
Person
dort vorzeitig ausbezahlt, wo
diese
Person
eine volle
(richtig: ganze)
Invalidenrente der Eidgenössischen Invalidenversicherung bezieht und das Invaliditätsrisiko nach Art. 10 Abs. 2 und Abs. 3 zweiter Satz FZV
nicht zusätzlich versichert wird. Diese beiden Möglichkeiten des Bezugs vor dem ordentlichen Rentenalter - fünf Jahre vorher oder noch früher beim Bezug einer ganzen Invalidenrente -
sind auch im Informationsblatt der
Z._
festgehalten (Urk. 8/162). S
ie gelten
daher
nicht nur für den obligatorischen Bereich, sondern auch für den überobligatorischen Bereich der zweiten Säule.
3.2.2
Entgegen der Meinung der Beschwerdeführenden (Urk. 1, Urk. 8/161) sind somit die beiden Freizügigkeitsguthaben bei der
Z._
nicht bis zur Vollendung des 65. Altersjahres des Beschwerdeführers 2 gesperrt.
D
ie Voraussetzun
gen der
Rechtsprechung für einen Einbezug der beiden Freizügigkeitsguthaben in die Einkommensanrechnung
waren vielmehr
bereits
erfüllt, nachdem der Beschwerdeführer 2 im Juni 2012 das 60. Altersjahr vollendet hatte und nur noch fünf Jahre bis zum Er
reichen des Rentenalters von 65
Jahren nach Art. 13 Abs. 1 lit. a BVG zurückzulegen hatte.
Die Beschwerdegegnerin hat daher die
beiden
Freizügigkeitsguthaben von Fr. 67‘690.90 und Fr. 13‘990.40 (Urk. 8/157 und Urk. 8/158)
gestützt auf Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG und die dargelegte Rechtsprechung
grundsätzlich
zu Recht
als verzehrbares Vermögen
in die Berechnung der Ergänzungsleistungen der Beschwerdeführenden
per 1. Juli 2012
einbezogen, nachdem der Beschwerde
-
führer 2
im Juni 2012
das 60. Altersjahr vollendet hatte.
Was allerdings den anzurechnenden Betrag betrifft, ist gemäss der neusten Rechtsprechung des Bundesgerichts zu berücksichtigen, dass Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG, der die Anrechnung des Anteils des Freizügigkeitsvermögens regelt, vom
Rein
vermögen spricht, von dem ein bestimmter Anteil anzurechnen ist, was der Abzug von nachgewiesenen Schulden vom rohen Vermögen impliziert. Es ist somit zunächst die hypothetische Steuerschuld, die auf dem (hypothetischen) Bezug des Freizügigkeitsguthabens lastet, vom Freizügigkeitsguthaben abzuziehen und so der (fiktive) Nettobetrag als hypothetisches Reinvermögen zu ermitteln. Den abzuziehenden Steuerbetrag haben dabei die Beschwerde
-
führenden nachzuweisen (erwähntes Urteil des Bundesgerichts 9C_884/2013 vom 9. April 2014 E. 4).
Die Sache ist somit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie - nach Ermittlung der geschuldeten Steuern im Jahr 2012 auf dem hypothetisch bezogen Freizügigkeitsvermögen durch die Beschwerdeführenden - den Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab 1. Juli 2012 neu berechne.
3.3
3.3.1
Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerde
-
führenden auf kantonale Beihilfe und auf
einen Gemeindezuschuss
ab dem
1. Juli 2012 richtigerweise verneint hat.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich dabei in Bezug auf die kantonale Beihilfe auf die Regelung in § 18 ZLG, wonach
die Beihilfe gekürzt oder verweigert werden
kann
, soweit sie für den Unterhalt nicht benötigt wird
, und in Bezug auf den
Gemeindezu
schuss
auf
Art. 6 der städtischen
Zusatzleistungsv
erordnung, wonach der Zuschuss verweigert oder gekürzt werden kann, wenn er für den Unterhalt nicht oder nur teilweise benötigt wird
(vgl. Urk. 8/191/32 S. 3).
In
beiden Fällen begründete sie
die Verweigerung der
Leistung
damit, dass das anrechenbare Vermögen neu über Fr. 1
00‘000.-- betrage (Urk. 8/160).
3.3.2
N
ach der
Regelung in §
17 ZLG ist für die Berechnung der
kantonalen
Bei
hilfe auf die Bedarfsrechnung für die jährliche Ergänzungsleistung
abzustellen, die anrechenbaren Einnahmen sind alsdann um die tatsächlich ausgerichteten Ergänzungsleistungen zu erhöhen, und die Ausgaben sind um den jährlichen Höchstanspruch
auf Beihilfe - Fr. 3‘630.-- für Ehepaare - zu erhöhen. Die Bestimmungen in Art. 10 ELG über die anerkannten Ausgaben und in Art. 11 ELG über die anrechenbaren Einnahmen
sind demnach durch die Verweisung in § 17
Z
LG
ebenfalls
für die Berechnung de
r
kantonalen Beihilfe massgebend, und dazu gehört auch die Regelung in Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG z
ur Anrechenbarkeit von Vermögen.
Wird
aber
das Vermögen
- im vorgeschriebenen begrenzten Umfang -
bereits
bei der
rechnerischen Festsetzung
des Beihilfebetrags
b
erücksichtigt, so
widerspräche es der Verweisungsnorm in § 17 ZLG, die Beihilfe anschliessend allein wegen des Vorhandenseins
desselben
Vermögen
s
gestützt auf § 18 ZLG
ganz zu verweigern.
Die Sache ist demzufolge an die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der kantonalen Beihilfe nach Berechnung des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen zurückzuweisen.
3.3.3
Was den Gemeindezuschuss betrifft, so ist
in Art. 4
der
städtischen
Zusatzleistungsverordnung
ausdrücklich eine Anrechnung von Vermögens
-
verzehr vorgesehen, die über diejenige nach Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG hinausgeht
, indem der Gemeindezuschuss um
einen Fünfzehntel des Rein
-
vermögens, das bei Ehepaaren den Betrag von Fr. 40‘000.-- übersteigt
, gekürzt wird
.
Auch dieser Begriff des Reinvermögens ist im Sinne des Nettovermögens zu verstehen, wie es vom Bundesgericht in seinem erwähnten Urteil dargelegt wurde.
Eine Verweigerung
des
Zuschusses g
estützt auf
Art. 6 der
städtischen
Zusatz
-
leistungsverordnung und auf
Art. 1 Abs. 1
und Abs. 3
der
Ausführungs
be
-
stimmungen
dazu
ist
aus denselben Gründen nicht gerechtfertigt, die bereits in Bezug auf die kantonale Beihilfe dargetan worden sind. Denn auch hier beruft sich
die Beschwerdegegnerin einzig auf die Höhe des Vermögens der Beschwerdeführenden als Verweigerungsgrund.
Dieses ist jedoch
bereits durch Anwendung der Kürzungsregelung in Art. 4
Abs. 4
der städtischen Zusatzleistungsv
erordnung berücksichtigt worden, und
e
ine Verweigerung der bereits gekürzten Leistungen
allein
wegen des
Vermögens stünde damit im Widerspruch zu
dieser Verordnungsregelung.
Auch hinsichtlich der Verweigerung des Zuschusses ist demzufolge der Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des Zuschusses ab Juli 2012 zurückzuweisen.