Decision ID: 7bf0e52b-da98-4148-a55d-2bd234afac3f
Year: 2022
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 18. Februar 2021 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die  medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen.
E. Mit Schreiben vom 4. Mai 2021 beauftragte das Kantonsgericht Dr. med. E._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens, welches am 10. Oktober 2021 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den  des Versicherten auswirken würden. Mit Eingabe vom 11. November 2021 hielt die  unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) fest, dass die veranschlagte Arbeitsfähigkeit von 30% akzeptiert werde, womit der Versicherte  auf eine ganze Rente habe. Die Gutachterin äussere sich jedoch nicht zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit, weshalb diesbezüglich eine Rückfrage an dieselbe erfolgen müsse. Der  verzichtete auf eine entsprechende Stellungnahme.
F. Nach sorgfältiger Würdigung des Gutachtens gelangte der Instruktionsrichter zur , dass eine Beurteilung der Angelegenheit auf dieser Grundlage nicht möglich sei, weil das Gutachten sich nicht zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit bzw. zum Beginn der attestierten  im Sinne von Ziffer 7 des Fragenkatalogs äussere. Am 1. Dezember 2021 wurde Dr. E._ daher beauftragt, ergänzend zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen. In ihrer Stellungnahme vom 4. Februar 2022 gelangte Dr. E._ zum Schluss, dass die attestierte Restarbeitsfähigkeit von 30% seit Februar 2019 bestehe. Als Grund nannte sie hierfür zum einen die Tatsache, dass der Versicherte seit diesem Zeitpunkt in diesem Umfang in der für ihn optimal angepassten Tätigkeit im Obdachlosenheim in X._ arbeitet. Zuvor  Versuche, das Arbeitspensum über 30% zu steigern hatten zu einer gesundheitlichen Zustandsverschlechterung geführt. Zum anderen bezifferte die behandelnde Psychiaterin, med. pract. C._, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten im März 2019 mit maximal 50% in  Rahmen. Für den Zeitraum davor mangelte es insbesondere an einer medizinisch  belegten, dauerhaften, anspruchsrelevanten Arbeitsunfähigkeit.
G. Mit Eingabe vom 6. Februar 2022 erklärte sich der Versicherte mit dem von der  festgelegten Beginn der anspruchsbegründen Arbeitsunfähigkeit als einverstanden. Die  machte mit Schreiben vom 3. März 2022 unter Hinweis auf eine weitere  ihres RAD vom 21. Januar 2022 geltend, dass nach wie vor eine herbe Diskrepanz zwischen dem Gesundheitsschaden und der attestierten Arbeitsunfähigkeit bestehe.

Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen .
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Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und  eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den  Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31.  2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre  oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare  wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während  Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig  sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit  ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von , Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch  der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der  auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu  50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen  setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich  Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
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wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen)  – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen  des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer  relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2).
3.5 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht mit BGE 145 V 215 vor dem Hintergrund der Rechtsprechung zur Ausdehnung des strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 auf sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 409 und 418) und nach  Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Medizin die bisherige Rechtsprechung, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen (BGE 124 V 265 E. 3c, 99 V 28 E. 2; Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_608/2018, E. 3.2.1, und vom 10. April 2018, 9C_620/2017, E. 2.2), fallen gelassen hat (E. 5.3.3). Es hat entschieden, dass fortan – gleich wie bei allen anderen psychischen  – nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls  sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die  der versicherten Person auswirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des  Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen – wie auch bei anderen psychischen Störungen – oft eine  aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren . Letztere seien auch bei Abhängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt  funktionelle Folgen zeitigen würden (E. 5.3.1).
4. Die vorliegende Angelegenheit betrifft eine Neuanmeldung nach rechtskräftiger  einer befristeten Invalidenrente. Im Falle eines Eintretens auf eine Neuanmeldung ist nach Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 ATSG analog zu einer Rentenrevision zu prüfen, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse seit dem Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (SVR 2011 IV Nr. 2 E. 3.2; BGE 117 V 198 E. 4b).
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der  der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf  angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen
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und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die  Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige  für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch  werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den  gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle  Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle , unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs . Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den  nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden , in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der  Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche  dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen  abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im  nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung , darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der  sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). Schliesslich lässt es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu  Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht rein subjektiver  Interpretation entspringende − Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung  oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen).
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6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. Juli 2020 bei der  des medizinischen Sachverhalts und der Frage, ob seit der Verfügung vom 10. Oktober 2007 eine anspruchserhebliche Änderung in den gesundheitlichen Verhältnissen eingetreten ist, im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D._ vom 3. Juli 2019, wonach mangels Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit . Demzufolge verneinte sie einen Rentenanspruch. Den im Rahmen des  eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund  Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der  volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten  vom 18. Februar 2021 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an den  Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, gab insbesondere der Umstand, dass dieses eine dürftige Diskussion bezüglich des Vorliegens der Diagnose einer  enthielt, wobei es dem Gutachten hierbei namentlich an einer vertieften Auseinandersetzung mit den involvierten Fachpersonen mangelte. Ins Gewicht fiel dabei, dass erstmals im  der Klinik F._ vom 13. September 2004 der Verdacht auf eine Persönlichkeit mit  und schizotypen Zügen (ICD-10 F21.0) gestellt worden war. Ferner hatte auch der Austrittsbericht der Klinik G._ vom 6. April 2005 als Austrittsdiagnose den Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und schizoiden Anteilen festgehalten. Die gleiche Diagnose hatte sich im Verlaufs- respektive Austrittsbericht der Klinik G._ vom 28. Oktober 2005 sowie vom 7. Februar 2006 gefunden. Auch die Klinik H._ hatte mit Austrittsbericht vom 17. Juni 2013 die Diagnose einer "Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnet" (ICD-10 F60.9) gestellt, und im Austrittsbericht derselben Institution vom 28. Juni 2017 war erneut von einer ", nicht näher bezeichnet", die Rede. Schliesslich hatte auch med. pract. C._ im Arztbericht vom 4. Dezember 2017 u.a. eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit schizoiden und selbstunsicheren Anteilen (ICD-10 F61) und im Verlaufsbericht vom 27. März 2019 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen (Borderline) und  Anteilen diagnostiziert. Vor diesem medizinischen Hintergrund vermochten die  Feststellung des Gutachters nicht zu überzeugen, wonach keine Persönlichkeitsstörung , weil der Explorand in der Lage gewesen sei, das Gymnasium erfolgreich und – mit  – ein Studium in Psychologie abzuschliessen. Der Gutachter liess dabei eine  berufliche, private und soziale Anamnese vermissen, welche indessen für die  der Frage nach dem Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung unabdingbare Voraussetzung bildet. In diesem Zusammenhang fehlte es dem Gutachten insbesondere auch an einer  Auseinandersetzung mit dem Beziehungsverhalten des Versicherten. Schliesslich gab das Gutachten auch bezüglich der Auseinandersetzung mit einer allenfalls vorliegenden -/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) Anlass zu konkreten Zweifeln. Dem  mangelte es auch in diesem Kontext an einer Auseinandersetzung mit den fachärztlichen Feststellungen sowie den erhobenen Testergebnissen. Unter diesen Umständen war der  Schluss auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar und in Zweifel zu ziehen. Nach Auffassung des Gerichts vermochten indessen auch die versicherungsinternen Be-
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urteilungen keine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu bilden. Nachdem sich  mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 18. Februar 2021 die Einholung eines  Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutachten von Dr. E._ vom 10. Oktober 2021 im Zentrum der medizinischen Beurteilung.
6.2 In diesem Gutachten werden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren, zwanghaften und emotional-instabilen (vom  Typ) Zügen (ICD-10 F61.0), "psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch" (ICD-10 F10.1), "psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulantien  Koffein, schädlicher Gebrauch" (ICD-10 F15.1) sowie eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) diagnostiziert. Hierzu hielt die Gutachterin  fest, der Versicherte sei unter äusserlich versorgenden und zugewandten Verhältnissen aufgewachsen. Der Versicherte beschreibe seine Kindheit jedoch trotzdem unter dem Einfluss von impulsiven Handlungen beider Eltern gegenüber den Kindern. Hereditär sei er deutlich durch psychische Erkrankungen belastet. Für sein Psychologiestudium habe er übermässig lange Zeit benötigt, er habe es jedoch nach zehn Jahren mit einem Bachelor-Titel abschliessen können. Bereits während des Studiums, also im frühen Erwachsenenalter, sei der Versicherte in  Behandlung gewesen, mehrfach auch krisenmässig aufgrund akuter Suizidalität bzw. durchgeführter Suizidversuche. Eine dauerhafte Beziehung habe der Versicherte nie geführt. Nach zwei Klinikaufenthalten im Jahr 2005 sei der Versicherte in ein betreutes Wohnen . Er sei wiederholt in ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen. Den Akten sei zu , dass es sich um mindestens vier verschiedene psychiatrisch-psychotherapeutische Therapien gehandelt habe. Im Vordergrund habe dabei stets der Verdacht auf eine  bzw. eine ADHS gestanden. Zur Differenzialdiagnose einer ADHS sei zu sagen, dass sich viele Symptome der beiden Störungen überschneiden würden. Aufgrund der  sozialen Defizite des Versicherten sei jedoch die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung als Hauptdiagnose zu stellen, ohne dass die Diagnose einer ADHS gänzlich als weitere Diagnose auszuschliessen sei. Die Diagnose einer ADHS sei zumindest lege artis in der Klinik H._ im Jahr 2017 gestellt worden. Trotz des Studienabschlusses in Psychologie sei es dem Versicherten nicht gelungen, im Berufsleben Fuss zu fassen. Selbst temporäre Arbeiten seien immer wieder nach kurzer Zeit abgebrochen worden. Gemäss Abschlussbericht zu den  hätten beim Versicherten immer wieder verschiedene berufliche Pläne bestanden, die er jedoch nicht dauerhaft habe verfolgen und umsetzen können. Dem Versicherten falle  auch die Selbststrukturierung schwer, eine Fähigkeit, die an jedem Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt verlangt werde. Im Rahmen der durchgeführten psychiatrischen und  Behandlungen seien verschiedene Therapiemethoden angewandt worden, welche zwar zu einer gewissen Stabilisierung, namentlich der affektiven Situation, geführt, jedoch an der grundsätzlichen Strukturproblematik des Versicherten nichts geändert hätten. Beim Versicherten bestehe eine mittelgradige bis schwere strukturelle Störung. Es fände sich beim Versicherten eine mässig integrierte Selbstreflexion. Der Versicherte sei intelligent, es existiere indessen noch immer kein kohärentes Bild von sich selbst und seiner inneren Situation. Affekte würden , könnten aber nicht differenziert geschildert werden. Symptome von Entfremdung,  und Depression würden geschildert. Das Gefühl einer konstanten psychosexuellen Aus-
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richtung im Sinne einer Identität sei für den Versicherten nicht verfügbar. Andere Personen  in Extremen erlebt, besonders gut oder besonders schlecht. Impulse seien schlecht integriert, könnten nicht aufgeschoben oder durch ein differenziertes handlungsleitendes Wertesystem  werden. Aggressive Tendenzen würden in selbst- und fremddestruktiven Handlungen münden. Die Beziehungslosigkeit werde in übermässigem Masse sexualisiert. Negative Affekte hätten überflutenden Charakter und würden ungesteuertes impulsives Verhalten auslösen. Das Selbstwertgefühl sei fragil, was sich in grosser Kränkbarkeit äussere. Es bestünden Entwertung, Gereiztheit, Beziehungsabbruch und die Unfähigkeit, eigene Grenzen zu akzeptieren. Insgesamt bestehe beim Versicherten ein gering integriertes Persönlichkeitsniveau, was das Vorliegen der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sichere.
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führte die Gutachterin aus, dass beim Versicherten keine  Tätigkeit im engeren Sinne bestehe. Er habe zwar ein Psychologiestudium absolviert, jedoch in diesem Beruf nie wirklich gearbeitet. Die letzte längere Tätigkeit sei diejenige als  im sozialpädagogischen Bereich gewesen. Angesichts seiner fehlenden Impulskontrolle  er die Anforderungen an eine solche Tätigkeit nicht. Beim Versicherten würden sich  Phasen, in denen er eher überschiessende Energie habe, mit Phasen von innerer Leere abwechseln. Letztere seien in den Berichten als depressive Phasen bezeichnet worden. Ihres Erachtens seien diese jedoch Ausdruck der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung. Im  der hochaktiven Phasen sei der Versicherte noch weniger in der Lage, seine Triebe zu  und zu kontrollieren. Diese Phasen hätten auch starke Auswirkungen auf sein . Somit seien auch die Umstellungsfähigkeit und die Flexibilität beim Versicherten mittelgradig bis schwer beeinträchtigt. Auch die Durchhaltefähigkeit sei wechselhaft. Tage, an denen der  in der Lage sei, auch längerfristig an einer Aufgabe zu sitzen, würden sich mit Tagen abwechseln, in denen er nicht fähig sei, das von ihm Verlangte zutun. Aktuell arbeite der  als Küchenhilfe in einer Einrichtung für Obdachlose in X._. Er erledige dort immer  Arbeiten (Salat rüsten und anrichten sowie Kaffeemaschine bedienen). Medizinisch- sei beim Versicherten von einer Arbeitsfähigkeit in der angepassten Tätigkeit als  in einer sozialen Institution ohne inhaltlichen und sozialen Druck von 30% auszugehen. Diese Arbeitsfähigkeit sei ein Produkt von Anwesenheit und Leistung. Für die Reduktion der  besonders bedeutsam sei die Inkonstanz der Leistungen aufgrund der emotional wechselhaften Situation, in der der Versicherte nicht in der Lage sei, sich anzupassen, und in keiner Weise flexibel sei. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit würde sich nicht unterscheiden. Die Tätigkeit als Küchenhelfer sei als ideal zu .
6.3 Nach sorgfältiger Würdigung des Gutachtens ist der Instruktionsrichter zur Auffassung gelangt, dass eine Beurteilung der Angelegenheit auf dieser Grundlage nicht möglich sei, weil das Gutachten sich nicht zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit äussere. Am 1.  2021 ist Dr. E._ daher um eine ergänzende Stellungnahme gebeten worden. Mit  vom 4. Januar 2022 hielt Dr. E._ hierzu fest, dass sie sich bei ihrer Aussage auf die ihr vorliegenden Akten bis 2019, die Anamnese und die Aussagen des Versicherten stütze, nachdem der Versicherte im Verlauf keine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung mehr in
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Anspruch genommen habe. Im April 2018 sei eine Standortbestimmung durch das KIGA  bezüglich Vermittelbarkeit und Arbeitsfähigkeit vorgenommen worden. Dort sei erwähnt , dass der Versicherte Mühe habe, sich an Regeln und Routinen zu halten. Ein Bürofachkurs in geschütztem Rahmen sei empfohlen worden. Die Arbeitsfähigkeit sei nicht quantifiziert worden. Im März 2019 habe die behandelnde Psychiaterin, med. pract. C._, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten mit maximal 50% in geschütztem Rahmen beurteilt. Der Versicherte habe ab  2019 im Obdachlosenheim in X._ gearbeitet. Zuvor (2018) habe er eine berufliche  im Bürofachbereich bei der Stiftung I._ und in der Arbeitsintegration J._ absolviert. Arbeitspensen von über 30%, die der Versicherte einige Male versucht habe (Mitte Juli 2019 bis März 2020, 40% Arbeitspensum in ungelernter Küchenarbeit, ehrenamtlich), hätten  wieder zu einer gesundheitlichen Zustandsverschlechterung geführt. Im Rahmen der  sei es jeweils wieder zu mehr Fehlzeiten und krankheitsbedingten Absenzen sowie zu einer qualitativen Verschlechterung bei der Arbeit gekommen. Aus diesem Grund sei als  dieser Einschätzung Februar 2019 (Beginn der Arbeit im Obdachlosenheim) zu nennen. Diese Arbeit könne der Versicherte nun über einen längeren Zeitraum zuverlässig ausführen.
6.4 Das zitierte Gerichtsgutachten von Dr. E._ vom 10. Oktober 2021 erfüllt mit dessen Ergänzung vom 4. Januar 2022 alle rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein  Gerichtsgutachten. Nachdem sich die begutachtende Psychiaterin im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 4. Januar 2022 nunmehr eingehend zum retrospektiven Verlauf der  geäussert hat, weist die gerichtliche Begutachtung weder formale noch inhaltliche  auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend. Die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachterin hat den Versicherten persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und geht  auf seine Angaben und Beschwerden ein. Sie setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander und begründet abweichende  in überzeugender Weise.
Die Gerichtsgutachterin vermag dabei namentlich anhand einer ausführlichen Diskussion der  Struktur des Versicherten und einer eingehenden Würdigung der Berufs-, Sozial- und Familienanamnese schlüssig zu begründen, dass die für eine Persönlichkeitsstörung  Kriterien anhand der zur Verfügung stehenden Akten und Informationen als erfüllt betrachtet werden können. In Bezug auf die Differenzialdiagnose ADHS legt sie ferner nachvollziehbar dar, dass sich die Symptome der beiden Störungen überschneiden würden, der  indessen als Hauptdiagnose der Vorrang zu geben sei, wenngleich eine ADHS als weitere Diagnose nicht vollständig auszuschliessen sei. Hierbei ist daran zu erinnern, dass für die  der Invalidenversicherung nicht die Diagnose, sondern insbesondere die sozial-praktische Auswirkung der Erkrankung, mithin die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, mass- gebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2019, 9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. September 2017, 8C_820/2016, E. 5.4). Aufgrund einer sorgfältigen Diskussion der das Leistungsvermögen abbildenden ICF-Kriterien schliesst die Gutachterin diesbezüglich auf eine mittelschwere bis schwere Beeinträchtigung des Funktionsniveaus in allen Lebensbelangen. Unter Hinweis auf die divergierenden Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit, insbesondere das Gutachten von Dr. D._
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vom 3. Juli 2019, legt sie sodann plausibel dar, weshalb eine geringere Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht begründet werden könne. Dabei hebt sie die zahlreichen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungen hervor und weist darauf hin, dass diese, mit  einer gewissen Stabilisierung der affektiven Situation, an der grundsätzlichen  des Versicherten nichts geändert hätten. Anhand einer eingehenden Diskussion der Standardindikatoren, welche eine umfassende Würdigung der psychosozialen  und Ressourcen des Versicherten umfasst (vgl. hierzu ausführlich Gutachten S. 29 ff.),  sie schliesslich überzeugend zum Schluss, dass beim Versicherten nur noch eine  von 30% besteht. Insgesamt sind die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im  bzw. namentlich die daraus resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leistungsfähigkeit umfassend und plausibel begründet worden, und es ergibt sich ein lückenloses Bild der Gesundheitsschädigung und der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 4. Januar 2022 legt die Gutachterin ebenso  dar, dass diese Arbeitsfähigkeit seit der Aufnahme der Tätigkeit im Obdachlosenheim  werden könne. Diese Beurteilung steht im Einklang mit der Aktenlage. Wenngleich sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zweifellos bereits zu einem früheren Zeitpunkt  haben dürften, fehlt es − namentlich mangels erneut in Anspruch genommener  oder psychotherapeutischer Behandlungen − für den Zeitraum davor an einer  echtzeitlich belegten, dauerhaften, anspruchsrelevanten Arbeitsunfähigkeit.
6.5 In ihrer Stellungnahme zum Gerichtsgutachten vom 11. November 2021 anerkannte die Beschwerdegegnerin die im Gutachten ermittelte Arbeitsfähigkeit von 30% und vertrat unter  eines Einkommensvergleichs den Standpunkt, dass der Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente habe. Nachdem Dr. E._ sich mit ergänzender Stellungnahme vom 4. Januar 2022 zum anspruchsrelevanten Beginn der Arbeitsunfähigkeit geäussert hatte, verwies die  mit Schreiben vom 3. März 2022 auf eine Stellungnahme ihres RAD vom 21. Januar 2022, wonach nach wie vor eine herbe Diskrepanz zwischen Gesundheitsschaden und attestierter fast voller Arbeitsunfähigkeit bestehe. Sofern das Gericht jedoch der Auffassung sei, dass der Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente (im Sinne der von ihr im Schreiben vom 11. November 2021 vorgenommenen Berechnungen) habe, so könne der Beginn der  gemäss den Ausführungen von Dr. E._ auf Februar 2019 festgelegt werden.
Unter Berücksichtigung des vorstehend Dargelegten zielt der Hinweis der Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2022, demzufolge eine herbe Diskrepanz zwischen dem Gesundheitsschaden und der attestierten Arbeitsunfähigkeit bestehe, ins Leere. Dies umso mehr, als sie bzw. ihr RAD anhand dieses pauschalen Hinweises nicht näher darlegt, worin diese  bestehen soll. Eine normale oder überdurchschnittliche Intelligenz steht der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung jedenfalls nicht entgegen. Gleichermassen verhält es sich für die tadellose Kooperation bzw. das gezeigte Verhalten in der Untersuchung, zumal Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung sich in der Untersuchungssituation bekanntermassen oft nicht zu ihren − vielleicht gar nicht ohne weiteres bewussten − Defiziten bekennen können. Die Kritik des RAD erschöpft sich schliesslich in einer isolierten Hervorhebung einzelner Befunde, ohne sich dabei mit den im Gesamtkontext getätigten gutachterlichen Ausführungen auseinanderzusetzen
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oder Aspekte zu benennen, die bei der gutachterlichen Untersuchung unerkannt oder  geblieben wären.
7. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei einem  nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen  Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im  Fall keine vor, weshalb kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten  und dessen Ergänzung abzuweichen. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten kann demnach auf das überzeugende Gutachten von Dr. E._ vom 10. Oktober 2021 einschliesslich der Ergänzung vom 4. Januar 2022 abgestellt , in welchem die Gutachterin zum nachvollziehbaren Ergebnis gelangt ist, dass beim  seit Februar 2019 nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 30% besteht.
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen . Gemäss Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten  eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die  Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen  und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei  Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum , das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander  werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen ( Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Dabei ist in zeitlicher  grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns  (BGE 129 V 222, 128 V 174). Dem Gutachten von Dr. E._ zufolge besteht die  der Arbeitsfähigkeit im attestierten Umfang seit Februar 2019. Damit kommt der Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG unter  des auf den besagten Monat festgelegten Beginns des Wartejahres auf den 1. Februar 2020 zu liegen.
8.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin von einer fehlenden rechtserheblichen  des Gesundheitszustands ausgegangen war, hat sie in ihrer Verfügung vom 20. Juli 2020 auf die Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet. In ihrer Stellungnahme vom 11. November 2021, mit der sie die gutachterlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit zunächst explizit anerkannt hatte (vgl. E. 6.5 hiervor), ermittelte sie das Valideneinkommen anhand der  Ausführungen, wonach der Versicherte als letzte längere Tätigkeit ein Praktikum im  Bereich absolviert habe. Gestützt auf die Tabelle TA1, Sektor Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 errechnete sie unter Berücksichtigung der wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6  ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 67'242.--. Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 30% als Hilfsarbeiter hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Tabelle TA1, Privater  Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, der LSE 2018, ein Invalideneinkommen von Fr.
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19'314.-- ermittelt. Hierbei berücksichtigte sie zusätzlich einen Teilzeitabzug von 5%. Anhand der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von 71% und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Das Valideneinkommen wie auch die massgebenden  des Invalideneinkommens sind nicht zu beanstanden, weshalb vorliegend darauf abgestellt werden kann. Auch der Beschwerdeführer hat diesbezüglich keine Einwände vorgebracht. Anzumerken bleibt lediglich, dass die Beschwerdegegnerin die  ausser Acht gelassen hat. Nach Anpassung der Beträge an die Nominallohnentwicklung resultiert im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (Februar 2020) ein  in der Höhe von Fr. 69’181.-- (Tabellen BFS T1.15, jeweils Nominallohnindex Gesundheits- und Sozialwesen, Männer, 2016-2020, Jahr 2019 [-0,5%], Jahr 2020 [3,4%]) und ein  von Fr. 19'643.-- (Tabellen BFS T1.1.15, jeweils Nominallohnindex Männer, , Jahr 2019 [0.9%], Jahr 2020 [0,8%]), womit es jedoch bei einem Invaliditätsgrad von 71% und damit bei einem Anspruch auf eine ganze Rente bleibt. Gleichermassen verhält es sich im Übrigen auch ohne Berücksichtigung eines Teilzeitabzugs von 5%.
9. Im Ergebnis ist die Beschwerde vom 14. September 2020 demnach gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 20. Juli 2020 ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die  oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die  werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-sind somit der  aufzuerlegen.
10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der  zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten  an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen  den IV-Stellen aufzuerlegen (das soeben zitierte Urteil E. 4.4.2). Vorliegend war das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 18. Februar 2021 zum Ergebnis , dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es kann in dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts
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vom 18. Februar 2021 verwiesen werden (vgl. auch E. 6.1 hiervor). In Anbetracht der dort  Umstände war die gerichtliche Begutachtung durch Dr. E._ nicht nur angezeigt,  unerlässlich. Es tritt hinzu, dass das Gerichtsgutachten und dessen Ergänzung vom 4.  2022 nunmehr zweifellos die Grundlage für die dem Beschwerdeführer zuzusprechende Invalidenrente bildet. Im Lichte der geschilderten Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung vom 12. Oktober 2021 insgesamt auf Fr. 4'200.-- belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
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