Decision ID: 6be6a3c2-30a2-4fb8-a8b2-00bb7fe13239
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, war zuletzt vom 16. Mai 2005 bis 31. März 2006 (Urk. 9/13/1-3 S. 1, Urk. 9/7/6) als Gipser beziehungsweise
Isoleur
bei
Y._
,
Z._
, tätig gewesen, als er sich am
4. Mai
2006 bei der
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
9/8). Nach
durch
geführtem Vorbe
scheidverfahren (Urk. 9/19,
Urk.
9/27) verneinte die
Sozia
l
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
mit Verfügung vom 21. Febru
ar
2007 (Urk.
9
/29) einen Anspruch des Ver
siche
rten auf eine Inva
lidenrente. Die vom Versicherten
am 23. März 2007
dagegen erhobene
Be
schwerde
(
Urk.
9/33/3-8) wies das hiesige Gericht
mit dem
in Rechtskraft erwach
senen Entscheid vom 2
6.
September
2008 (Prozess Nr. IV.2007.00463;
Urk.
9/39/1-12) ab.
1.2
Am 1
8.
August 2009 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Rücken
beschwerden und eine unfallbedingte Verletzung der Halswirbelsäule (HWS)
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/41
Ziff.
6.2).
Die IV-Stelle zog bei der Suva die Akten zum U
n
fall des Versicherten vom 1
9.
November
2008 (
Urk.
9/45/1-54) bei
und liess den Versicherten polydiszi
plinär begutachten (Gutachten vom 2
4.
August 2010;
Urk.
9/74
/1-38
)
. Nach
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
9/59,
Urk.
9/61,
Urk.
9/67)
ver
nein
te sie
mit Verfügung vom 1
0.
September 2010 (
Urk.
9/77) erneut einen Rentenan
spruch des Versicherten. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft er
wach
sen.
1.3
Am 1
2.
Dezember 2011 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf De
pres
sionen, Schulterbeschwerden, Diabetes, Schwindel, Schlaf- und Atemstörungen (
Urk.
9/86
Ziff.
6.2) erneut bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an, worauf die IV-Stelle dem Versicherten Leistungen der Eingliederungs
be
ra
tung ausrichtete
. Mit
Mitteilung vom
5.
Juli 2012 (Urk.
9/110)
stellte die IV-Stelle
die Massnahmen zur Unterstützung des Versicherten bei der Einglie
de
rung
ein und verneinte n
ach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/113,
Urk.
9/118) mit
V
erfügung vom
6.
November 2012 (
Urk.
9/124) erneut einen
Rentenanspruch des Versicherten. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechts
kraft erwachsen.
1.4
Am
7.
Dezember 2012 ersuchte der Versicherte um Ausrichtung von beruflichen
Eingliederungsmassnahmen
, insbesondere
Arbeitsvermittlung (Urk.
9/129), wo
rauf
die IV-Stelle nach Erlass des Vorbescheids (
Urk.
9/135) mit Verfügung vom
2
5.
März
2013 (
Urk.
9/138) einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen verneinte.
1.5
Am
9.
September 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Kopf
schmerzen, Rückenschmerzen und psychische Beeinträchtigungen erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/145
Ziff.
6.2), worauf die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom
4.
November 2014 (
Urk.
9/147) ein
Nichteintreten au
f
sein Leistungsbegehren in Aussicht stellte. In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 1
1.
September
2015;
Urk.
9/171/2-41) und verneinte n
ach durchgeführtem Vor
be
scheidverfahren (
Urk.
9/188,
Urk.
9/192)
mit Verfügung vom 1
1.
Juli 2016
(
Urk.
9/202 =
Urk.
2) erneut einen Anspruch des Versicherten auf eine Inva
liden
rente.
2.
Gegen die Verfügung vom 1
1.
Juli 2016 (Urk. 2) erhob der Versicherte am
7.
September 2016
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
diese sei aufzuheben und es sei ihm für die Zeit ab Beginn der Leistungspflicht der Invalidenver
sicherung eine Dreiviertel
s
rente zuzusprechen
.
Gleichzeitig beantragte der Ver
sicherte, es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsver
tretung zu gewähren (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
16. November 2016
(Urk.
8
) die Ab
weisun
g der Beschwerde. Am 2
7.
Januar 2017 wurde dem Beschwerde
führer eine Kopie der Beschwerdeantwort zugestellt und es wurde ihm antrags
gemäss die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung gewährt. Der Beschwerdeführer wurde alsdann darauf hingewiesen, dass
eine Partei, welche unentgelt
li
che Rechtsvertretung beansprucht
, die Möglichkeit
hat
, dem Gericht vor der Fällung des Endentscheids eine detaillierte Zusammenstellung über den bisherigen Zeitaufwand und die bisher angefallenen Barauslagen einzu
reichen
, und dass im
Unterlassungsfall das Gericht die Entschädigung nach Ermessen fest
setzt
(
Urk.
10)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerb
s
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
tels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise ge
än
dert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verän
derung des Invaliditätsgrades auch tatsäch
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie
fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs
begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Aus
wirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
spre
chung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Recht
spre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit. f IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichs
zeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
Ist ein Revisionsgrund gegeben, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an
frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts 9C_882/2010
vom 25. Januar 2011 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
1
1.
Juli
201
6 (Urk. 2) davon aus, dass
dem Beschwerdeführer die Ausübung einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines Beschäftigungsgrades von 75
%
zuzu
muten sei, und dass bei einem Invaliditätsgrad von 28
%
ein Renten
an
spruch nicht ausgewiesen sei.
2.2
Der Beschwerdeführer
bringt
hiegegen
vor, dass
er die ihm verbleibende Rest
arbeitsfähigkeit nur unter sehr guten Bedingungen ausschöpfen könne, und dass es ihm in Anbetracht
s
eines fortgeschrittenen Alters von 59 Jahren sowie
auf Grund der Umstände
, dass er
über
keine Berufsausbildung
verfüge
und die deutsche Sprache nur schlecht beherrsche,
nicht möglich sei, eine solche Arbeits
stelle zu finden (
Urk.
1 S. 3
f.
).
Da er
(in der Schweiz)
ausschliesslich als Gipser und
Fassadenisoleur
gearbeitet habe, fehle es ihm an der erforderlichen Anpassungsfähigkeit
,
um eine andere Tätigkeit ausüben zu können (
Urk.
1 S. 5).
3.
3.1
Nach Erlass der
rentenverneinenden Verfügung vom 21. Februar 2007 (Urk. 9/2
9)
meldete sich der Beschwerdeführer am 1
8.
August
2009 (Urk. 9/41), am 1
2.
Dezem
ber 2011 (
Urk.
9/86) und am
9.
September 2014 (
Urk.
9/145) erneut zum Leistungsbezug an.
Die Beschwerdegegnerin prüfte den Rentenanspruch des Beschwerdeführers jeweils in materieller Hinsicht neu und verneinte m
it Verfügungen vom 1
0.
September 2010 (Urk. 9/77), vom
6
.
November
2012 (
Urk.
9/124) und vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
2) einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente.
3.2
Streitig und zu prüfen
ist vorliegend daher
, ob sich der anspruchsrelevante Sachverhalt im Vergleichszeitraum
seit
Erlass der
Verfügung vom
6
.
November 2012 (
Urk.
9/124)
bis zum Erlass de
r angefochtenen Verfügung
vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
2)
in einer für den Rentenanspruch massgebenden Weise
erheblich
verändert hat.
4.
4.1
Bei Erlass der
rentenverneinenden Verfügung vom
6
.
November 2012 stützte sich die Beschwerdegegnerin zur Hauptsache auf die Stellungnahme von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Anästhesiologie, ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 2
3.
Mai 2012 (
Urk.
9/112 S. 3 f.). Darin
ging dieser gestützt auf den Bericht der Ärzte des
B._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 1
9.
April 2012 (
Urk.
9/100) sowie
auf
den Bericht der Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
9/91/5-10) davon aus, dass dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht die Ausübung mindestens leichter Arbeit
en
ganztags zuzumuten sei, und dass der von den Ärzten des Psychiatriezentrums
C._
geschilderte psychopathologische Befund im Vergleich zu demjenigen
, welcher
bei Erlass der Verfügung
vom 1
0.
September 2010
bestanden habe,
im Wesentlichen unverändert
geblieben
sei, weshalb auf die Beurteilung durch
die
Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
vom
3.
Januar 2012,
die zudem
offensichtlich invaliditätsfremde, psychosoziale Faktoren nicht ausgeklammert hätten, nicht abzustellen sei. Viel
mehr sei medizinisch-theoretisch weiterhin unverändert von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen (S. 3).
4.2
Die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
stellten in ihrem Bericht vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
9/91/5-10) die folgenden Diagnosen (S. 1 f.):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
c
hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
-
c
hronisch generalisiertes Schmerzsyndrom mit/bei
:
-
Verdacht auf z
erviko
spondylogenes Schmerzsyn
drom
beidseits
mit Diskusprotrusion auf Niveau C5/6, ohne Nerven- oder
Duralsackkompression
-
l
umbo
spondyl
ogenes Schmerzsyndrom
beidseits
mit/bei
:
-
Diskusprotru
sion L4/5, ohne neurale Kompres
sion
-
Spondylarthr
osen und leichte Spinalkanalste
nose L3/S1
-
Hemisakralisation
links und beginnende Osteochondrose L5/S1
-
Status nach
Unfallereignisse
n
vom
1
8.
November
2008 und
7.
März
2009
-
Status nach
Distorsion
der HWS (Halswirbelsäule)
von
2
2.
März
2007 und
nach
Autounfall
im Jahre
1999 mit leichter HWS-Distorsion
-
Kardiopathie mit Episoden von AV-
Knoten-
Reentrytachykardie
-
Anpassungsstörung
(Differentialdiagnose:
leichte bis mittelgradige depressive Episode
)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
a
rterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus
Typ II
Sie erwähnten, dass der Beschwerdeführer unter Alb
träume
n,
starke
n
Kopf-, Rücken- und Beinschmerzen
leide, und dass
sich das psychische Leiden
und insbesondere die
anhal
tende
Schmerzstörung
chronifiziert
habe
. Es bestehe gegenwärtig eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
. Mit einer
Verbesserung des Zustandes
sei
nicht zu
rechnen (S. 3)
.
4.3
Die
Ärzte des
B._
, Rheumaklinik und Ins
titut für Physi
kalische Medizin
,
stellten in ihrem Bericht vom
1
9.
April 2012 (
Urk.
9/100)
die folgenden Diagnosen (S. 2):
a
beitsrelevante
Diagnosen
:
-
l
umbo
spondylogenes Schmerzsyndrom bei
dseits
mit/
bei
:
-
Diskusprotrusion L4/5 ohne neurale Kompression,
-
Spondylarthrosen und leichte
r
Spinalkanalstenose L3/S1,
-
Hemisakralisation
links und
beginnende
r
Osteochondrose L5/S1
-
Status nach
Arbeitsunfällen
vom
1
8.
November 2008 und
7.
März
2009
-
Status nach
HWS-Distorsion
vom
2
2.
März
2007 und Auffahrunfall
im Jahre
1999
-
z
ervikospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits
mit/
bei
:
-
Diskusprotrusion C5/6, ohne Nerven- oder
Duralsackkompression
-
r
ezidivierende
r
depressive
r
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
-
Verdacht auf Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
a
ndere Diagnosen
:
-
c
hronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Faktoren
-
Kardiopathie mit Episoden von AV-Knoten-
Reentrytachykardie
-
a
rterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
Vitamin-D-Mangel
Die Ärzte stellten fest, dass ein allfälliges arbeitsrelevantes Problem nicht habe erhoben werden können, da während des durchgeführten Arbeitsassessments das Schmerzverhalten des Beschwerdeführers mit
einer ausgeprägten
Selbstlimi
tie
rung im Vordergrund gestanden habe. In Bezug auf Ressourcen erwähnten sie, dass der Beschwerdeführer einen guten Freund habe, um spazieren zu gehen. Sodann
verfüge der Beschwerdeführer über
eine erhaltene Tagesstruktur (S. 2). Aus somatisch-rheumatologischer Sicht seien grundsätzlich keine Anhaltspunkte
ersichtlich, welche gegen eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in einer mindestens leichten Tätigkeit sprächen. Allenfalls könne dem Beschwerdeführer auf Grund
einer allgemeinen Dekonditionierung
infolge
einer
langjährige
n
Arbeitslosigkeit und
auf Grund
der degenerativen
Veränderungen eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
im Umfang
von 20
%
attestiert werden. Diese wäre aber durch einen sukzessiven Wiedereinstieg bei der Arbeit und
durch
ein körperliches Aufbautraining im Prinzip überwindbar. Daraus
ergebe
sich
aus rein somatisch-rheumatolog
ischer Sicht
eine zumutbare Arbeitsfähi
gkeit in einer angepassten Arbeits
tätigkeit
im Umfang
von 100
%
.
Zusätzlich bestehe
aber eine psychische Störung von Krankheitswert, d
eren Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht
zu beurteilen sei
.
Insgesamt dürfte die tatsächlich
verwertbare Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
indes
ungefähr
im Umfang von
50 - 80
%
zu
liegen
kommen (S. 4)
.
5.
5.1
Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
2) stellte sich der relevante medizinische Sachverhalt folgendermassen dar:
5.2
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für
Neurologie
, stellte in ihrem Bericht vom 2
3.
Januar
2014 (
Urk.
9/154/21-26) die folgenden Diagnosen (
ohne übernomme
ne
Diagnosen;
S. 1):
-
chronische Zervikobrachialgien beidseits linksbetont bei
zerviko
spondy
lo
genem
Schmerzsyndrom beidseits mit/bei:
-
Diskusprotrusion C5/6 oder Nerven- oder
Duralkompression
seit dem Jahre 2008
-
Unkovertebralarthrose
der mittleren Halswirbelsäule (HWS), konsekutive
foraminale
Einengung seit dem Jahre 2012
-
Status nach Auffahrunfä
ll
en
in den Jahren 1978 un
d 1999 mit anamnestisch leichten
HWS-Distorsion
en
-
Status nach anamnestischer HWS-Distorsion nach Unfall vom 2
2.
März 2008
-
Verdacht auf klinisch
apparentes
Karpaltunnel-Syndrom rechts
-
chronische, belastungsabhängige
Lumboischialgien
beidseits,
postero
la
te
rale
Aus
strahlung bei
lumbospondylogenem
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Diskus
protrusion L4/5 ohne neurale Ko
mpression
-
Spondylose und leichte
r
Spinalkanalstenose L3/S1
-
Hemisakralisation
links und beginnende
r
Osteochondrose L5/S1 seit dem Jahre 2003 beziehungsweise 2009
Die Ärztin erwähnte, dass die chronischen Zervikobrachialgien
,
ohne senso
motorisches Defizit
,
gegenwärtig im Vordergrund stünden, und stellte fest, dass wegen einer schlechten Untersuchungstoleranz
eine neurophysiologische Abklä
rung
nicht habe durchgeführt werden können, und dass
die
Magnetresonanz
tomographie
(MRT)
der HWS vom 2
4.
Januar 2014
deswegen
nur eingeschränkt beurteilbar sei. In therapeutischer Hinsicht sei Physiotherapie und
auf Grund des
Verdacht
s
auf
ein
Karpaltunnel-Syndrom eine Handgelenksschiene rechts
ange
zeigt
(S. 5)
.
In psychischer Hinsicht sei eine regelmässige ambulante psycho
therapeutische Begleitung
sowie
eine Intensivierung der Tagesstruktur angezeigt (S. 6).
5.3
Die Ärzte der psychiatrischen
Klink
E._
stellten
in ihrem
(unda
tierten)
Austrittsbericht betreffend die Hospitalisation des Beschwerdeführers vom
9.
April bis
6.
Mai 2014 (
Urk.
9/154/8-11) die folgend
en
Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit/bei:
-
anhaltender somatoformer Schmerzstörung
-
Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen Zügen (Differenzial
diagnose: Persönlichkeitsstörung mit entsprechendem Anteil)
-
Diabetes mellitus
-
essentielle Hypertonie
-
metabolisches Syndrom
Anlässlich der Hospitalisation habe der Beschwerdeführer sämtliche Therapie
emp
fehlungen infrage gestellt. Sodann habe sich der gemeinsame Diskurs
mit dem Beschwerdeführer
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in geschütztem Rahmen schwierig gestaltet, da sich der Be
schwerdeführer in Bezug auf die Ausübung jeglicher
Tätigkeit ausser Stande
ge
fü
hlt habe. Aus diesem Grunde sei
eine realistische Einschätzung nicht möglich gewesen
, weshalb
eine eher schlechte Prognose zu stellen
sei
(S. 3).
5.
4
In ihrem Bericht vom 1
8.
Juli 2014 (
Urk.
9/154/19-20) führten die
Ärzte der psychiatrischen
Klink
E._
aus, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Auf Grund eines ausgeprägten chronischen Schmerzsyndroms mit sowohl somati
schen als auch psychischen Symptomen bestehe indes für Tätigkeiten im
1.
Arbeitsmarkt eine stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit (S. 1). Ein gewisses Wiedereingliederungspotential bestehe auch für den
1.
Arbeitsmarkt, wobei auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer sich als vollinvalide beurteile, fraglich sei, ob
er
seine leistungs- und arbeitsbezogenen Ressourcen ausschöpfen könne (S. 2).
5.5
Die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
stellten in ihrem Bericht vom 2
2.
Dezember 2014 (
Urk.
9/156/2-3)
die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit/bei:
-
Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen Zügen (Differen
t
ial
diagnose: Persönlichkeitsstörung mit entsprechendem Anteil)
-
Diabetes mellitus
-
essentielle Hypertonie, metabolisches Syndrom
Der Beschwerdeführer leide weiterhin unter Schmerzen am ganzen Körper, Schlafstörungen, Angst und depressiven Zuständen (S. 1). Die
se
Krankheit habe sich chronifiziert und es sei nicht mit einer Verbesserung zu rechnen. Gegen
wärtig bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 2).
5.6
Die Ärzte der Klinik
F._
, Radiologie, erwähnten im MR-Bericht vom 2
6.
März 2015 (
Urk.
9/171/75), dass eine am 2
6.
März 2015 durchgeführte MRT der Lendenwirbelsäule (LWS) des Beschwerdeführers im Vergleich zur Vorunter
suchung vom 1
0.
März 2009 eine progrediente degenerative Spinalkanalstenose, ohne
neuroforaminale
Einengung
,
ergeben habe.
5.7
PD
Dr.
D._
führte in ihrem Bericht vom
7.
April 2015 (
Urk.
9/171/68-71) aus, dass beim Beschwerdeführer Schmerzen in den oberen Extre
mitäten
im Vor
der
grund stünden (S. 2). Hinsichtlich der chronischen
Zevikalgien
,
Zervikobra
chia
lgien
,
Lumbalgien und Lumboischialgien sei eine Fortführung der Physio
the
rapie
und des medizinisch technischen Trainings
angezeigt
.
Bei der Kopfschmerz
-
symptomatik handle es sich vermutlich um ein Mischbild aus
Zervikozephalgien
, schmerzhafter Kopfbeweglichkeit, Spannungskopfschmerzen bei bekannter psy
cho
sozialer Belastungssituation und niedergedrückter Stimmungslage sowie Kopfschmerzen im Rahmen des Schlafapnoe Syndroms, ohne neurologische Defi
zite (S. 3).
5.8
Am 1
1.
September 2015 erstatteten die
Ärzte des
G._
im Auftrag der B
eschwerdegegnerin
e
in
polydisziplinäres
Gutachten (
Urk.
9/171/2-41)
, worin sie
erwähnten
, dass der Beschwerdeführer am 1
5.
Juli und
am
5.
August 2015 allgemeininternistisch, psychiatrisch, rheumato
logisch und neurologisch untersuch
t worden sei (S. 1)
. Sie
stellten die folgenden Diagnosen (S. 36 f.):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
c
hronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits rechtsbe
tont
mit/bei
:
-
radiomorphologisch
intaktem ventralem und dorsalem
Al
ignement zwischen Th12 bis LWK4, ohne
Hinweise für Nervenwurzel
kompression
-
im Bewegungssegment LWK4/LWK5 progrediente
r
Spinalkanal
stenose
mit
Protrusion
des
Discus
intervertebralis
,
Spondylarthrose
u
nd
Hypertrophie der Ligamenta
flava
, ohne
intrafor
aminale
Nerven
wurzel
kompression
-
Protrusion
des
D
iscus
intervertebralis
i
m Segment LWK5/SWK1
,
ohne
Spondyl
arthrose
und ohne Hinweis auf eine
Nerven
wurzel
kom
pression
(
Differentialdiagnose:
intermittierende
Claud
icatio
spinalis
)
-
Wirbelsäulenfehlhaltung/-
fehlform
-
muskuläre
r
Dysbalance mit Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen
-
c
hronisches zervikales,
zervikoz
ephales
sowie bilaterales
zerviko
spondylogenes
Schmerzsyndrom
mit/bei:
-
Höhenminderung der Zwischenwirbelscheibe
auf Höhe C5/6
sowie Boden- und Deckplatten
unregel
mässigkeiten
als
Zeichen einer Osteo
chondrose
und mit
l
eichte
n
posteriore
n
spondylophytäre
n
Anbauten in diesem Segment
-
m
ediolateral
rechts kleine
r
Protrus
ion
beziehungsweise
Hernierung
-
im Segment C5/6 und
im Segme
nt C4/5 leichtem
Diskusbulging
-
u
nauffällige
r
Darstellung der kleinen Wirbelgelenke und der para
vertebralen Weichteile
-
reaktive
n
Myogelosen
im Rahmen einer muskulären Dysbalance
-
k
linisch und radiologisch beginnende
Coxarthrose
beidseits rechtsbetont
-
m
etabolisches Syndrom
-
Adipositas
-
Dyslipidämie
-
arterielle Hypertonie
-
insulinpflichtiger Diabetes mellitus
,
Typ 2
,
mit
diabetische
r
Polyneu
ro
pathie
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
Schmerzverarbei
tungsstörung
-
Dysthymie
-
l
eichtes obstruktives Schlafapnoesyndrom
-
i
ntermittierendes
thorakocostales
Schmerzsyndrom links
(
Differen
t
ial
diagnose:
im Rahmen einer
costotransversalen
Dysfunktion
)
-
Status nach erfolgreicher Modifikation
der langsamen Bahn bei AV-Knoten
Reentry
t
achykardie
im Jahre
2006
Aus allgemeininternistischer Sicht sei dem Beschwerdeführer
auf Grund eines metabolischen Syndroms
mit insulinpflichtigem
Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Polyneuropathie die Ausü
bung sturzgefähr
dender
Tätigkeiten
sowie
das Führen von Motorfahrzeugen und die Arbeit an gefährlichen Maschinen nicht mehr zuzumuten (S. 19).
In psychischer
Hinsicht leide der Beschwerdeführer unter einer Schmerzverar
beitungsstörung. Die finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten hätten zudem zu einer
Dysthymie
geführt. Obwohl
der Beschwerdeführer wiederholt
unter chronischen, leichten depressiven
Verstimmunge
n leide und reizbar sei, liege
eine eigentliche depressive Störung
nicht
vor.
Zudem sei e
in Leidensdruck in Bezug auf die geklagten, jedoch sehr vage angegebenen Schmerzen kaum vorhanden und es würden kaum Therapien durchgeführt.
Auffallend sei eine ausgeprägte Selbstlimitierung.
Die durchgeführten Blutuntersuchungen hätten
denn auch
ergeben, dass der Beschwerdeführer die verordneten Psychopharmaka kaum einnehme. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
deshalb
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 23).
Aus rheumatologischer Sicht leide der Beschwerdeführer einerseits unter chro
nischen Lumbalgien mit Ausstrahlung in die unteren Extremitäten
rechtsbetont und andererseits unter chronischen zervikalen Beschwerden mit Ausstrahlung bis okzipital-frontal und in beide Hände.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe in Bezug
auf
körperlich leichte
bis nur selten mittelschwere, wechselbelastende
Tätigkeiten
e
ine Arbeitsunfähigkeit von 75
%
. Darin sei
eine um 25
%
reduzierte Leistungsfähigkeit für regelmässige Pausen bereits enthalten (S. 30).
Aus neurologischer Sicht werde der Beschwerdeführer durch eine diabetische Polyneuropathie im Bereich seiner unteren Extremitäten beeinträchtigt, weshalb ihm Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Gleichgewichtsfunktionen, insbesondere
Tätigkeiten auf Gerüsten und Leitern
,
nicht mehr zuzumuten seien
(S. 35).
Insgesamt
bestehe in Bezug auf körperlich schwere und anhaltend mittelschwere
Tätigkeiten
, unter Einschluss der
bisherigen Tätigkeit als Gipser und
Fassaden
isoleur
,
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
. Hingegen
sei dem Beschwerdeführer die Ausübung
körperlich leichte
r bis selten mittelschwerer,
behinderungs
ange
passte
r
Tätigkeiten
, ohne Tätigkeiten, welche
das Führen von Motorfahrzeugen
erforderten
,
ohne Tätigkeiten
an gefährlichen Maschinen
und
auf Gerüsten und Leitern, im Umfang
eines vollzeitlichen Arbeitspensums
bei einer verminderten Leistungsfähigkeit
im Umfang von 25
%
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs und damit insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von 75
%
zuzumuten (S.
38).
6.
6.1
B
ei
Erlass der
rentenverneinenden Verfügung vom
8.
November 2012
gingen die
Ärzte des
B._
, Rheumaklinik und Ins
titut für Physikalische Medizin
,
in ihrem Bericht vom
1
9.
April 2012 (Urk.
9/100)
davon aus, dass der Beschwerdeführer aus somatischen Gründen in der Ausübung behinderungs
angepasster Tätigkeiten im Umfang
von 20
%
beeinträchtig
t
gewesen sei, und dass allenfalls aus psychischen Gründen eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (vorstehend E.
4.3
). Demgegenüber
attestierten die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
in ihrem Bericht vom
3.
Januar 2012 (vorstehend E.
4.2
) dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychi
schen Gründen.
Gestützt darauf zog
RAD-Arzt
Dr.
A._
in seiner Stellungnahme
auf Grund der Akten
vom 2
3.
Mai 2012 (vorstehend E.
4.1
)
den Schluss,
dass dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht die Ausübung mindestens leichte
r Arbeit
en
ganztags zuzumuten sei, und dass er aus psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit ni
cht beeinträchtigt sei
.
6.2
Die Beurteilung durch
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2012
stand insgesamt nicht gänzlich in Widerspruch
zur
dama
li
gen medizinischen Aktenlage und erscheint daher
als
vertretbar. Demnach kam die gestützt darauf erfolgte Arbeitsfähig
keits
beurteilung durch die Beschwerdegegnerin bei
Erlass der
Verfügung vom
6
.
November 2012
noch
innerhalb des ihr im Bereich der materiellen Anspruchs
voraussetzungen zustehenden Ermessenspielraums zu liege
n
und ist nicht zu beanstanden. Dies wird im Übrigen auch
vom Beschwerdeführer nicht bestritten (
Urk.
1).
7.
7.1
B
ei Erlass der angefochtenen Verfügung wurde durch die Ärzte der Klinik
F._
, Radiologie,
mit
MR-Bericht vom 2
6.
März 2015 (vorstehend E.
5.6
)
in somatischer Hinsicht
neu eine progrediente degenerative Spinalkanalstenose, ohne
neuroforaminale
Einengung
,
festgestellt.
Die Gutachter des
G._
ging
en
in ihrem Gutachten vom
1
1.
September 2015
(vorstehend E.
5.8
)
sodann davon aus, dass der Beschwerdeführer ausschliesslich aus somatischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei und stellten
in
Bezug auf behinderungs
an
ge
passte, körperlich leichte bis selten mittelschwere
Tätigkeiten eine
einge
schränkte
Leistungsfähigkeit
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs
im Umfang
von
25
%
beziehungsweise eine Restar
beitsfähigkeit von insgesamt 75
% fest.
Dem
gegen
über gingen die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
(vorstehend E.
5.5
) davon
aus, dass der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen in Bezug auf jegliche Erwerbstätigkeit weiterhin im Umfang von 100
%
in seiner Arbeitsfähig
keit beeinträchtigt werde.
7.2
Das polydisziplinäre Gutachten
der Ärzte des
G._
vom 1
1.
September 2015 (vor
stehend E.
5.8
)
erfüllt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine be
weis
kräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausge
setzten Kriterien (vgl. vorste
hend E. 1.6). Denn die Gutachter verfügten als Fachärzte für Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie über für die
Beur
-
tei
lu
ng
des Gesund
heitszustandes des Beschwerde
führers
angezeigte fachmedi
zinische Weiterbildungen. Sie hatten zudem Kennt
nis sämtlicher medizinischer Vorakten und setzten sich in an
gemessener Weise mit den geäusserten Be
schwer
den sowie den Ergebnissen der
von ihnen
durchgeführten umfassenden medizinischen Untersuchungen auseinander und be
gründeten die gezogenen Schlüsse in nachvollziehbarer Weise
.
Die Beurteilung durch die Ärzte des
G._
erscheint auch in inhaltlicher Hinsicht als schlüssig. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
sie davon aus
gingen, dass der Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht unter
einer Schmerz
verar
beitungs
störung und unter einer
Dysthymie
leide, dass
indes
eine eigentliche depressive Störung nicht vorliege, da es dem Beschwerdeführer
, welcher nur sehr vage Schmerzen angebe, kaum Therapien durchführe und die verordneten Psy
chopharmaka kaum einnehme,
an dem dafür
vorausgesetzten
,
genügend ausge
prägten
Leidensdruck
fehle.
D
iese Beurteilung entspricht sodann der Rechtsprechung, wonach e
ine
Dysthy
mie
,
wenn sie nicht
zusammen mit anderen
schwerwiegenden
Befunden
, bei
-
spielsweise
einer ernsthaften
Persönlichkeits
störung
,
auftritt
,
zwar
eine Einbusse an Leistungsfähigkeit mit sich bringen
kann
, für sich allein
aber
nicht einem
Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes gleich
kommt
(Urteil
e
des Bundes
gerichts 9C_146/2015 vom 1
9.
Januar
2016 E
.
3.2
und
8C_162/2015 vom 3
0.
September 2015 E. 3.3.3).
Schliesslich
vermag zu überzeugen, dass die Ärzte
des
G._
,
insbesondere auf Grund
der
festgestellten ausgeprägten Selbstlimitierung
,
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen verneinten.
Sodann vermag zu überzeugen, dass die Gutachter
davon ausgi
ngen, dass der Beschwerdeführer
seine bisherige Tätigkeit als Gipser und
Fassadenisoleur
sowie weitere körperlich schw
ere und anhaltend mittelschwere
Tätigkeiten nicht mehr ausüben könne, dass ihm indes die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis selten mittelschwerer Tätigkeiten im zeitlichen Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums
,
bei einer verminderten Leistungsfähigkeit auf Grund eines
erhöhten Pausenbedarfs im Umfang von 25
%
,
und daher insgesamt im Umfang einer Arbeitsfähigkeit von 75
%
zuzumuten sei
.
7.3
7.3.1
Nicht abgestellt werden kann auf die Beurteilung durch
die Ärzte des Psy
chiatriezentrums
C._
vom 2
2.
Dezember 2014 (vorstehend E.
5.5
) Denn dieser Beurteilung lässt sich
weder eine
nachvollziehbare Beurteilung der
diag
nostizierten rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi
sode, noch der darin postulierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf jegliche Tätigkeit entnehmen.
7.3.2
Diesbezüglich gilt es zudem zu berücksichtigen, dass
gemäss den klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD
-
10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheits
organisation, ICD-10 Kapitel V,
Dilling
/
Mom
bour
/
Schmidt,
10. Aufl., Bern 2015
) für die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode zwei der drei typischen Symptome einer Depression (de
pressive Stimmung, Verlust von Interesse oder Freude und Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbarkeit) gegeben sein
müssen
. Zusätzlich müssen drei oder besser vier der weiteren Symptome (verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühl von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizidge
danken, erfolgte Selbstver
letzung/Suizid
handlungen, Schlafstörungen und ver
min
derter Appetit) vorhanden sein. Einige der Symptome müssen in ihrem Schweregrad besonders ausgeprägt sein oder aber es ist durchgehend ein besonders breites Spektrum von Symptomen vorhanden, wobei ein Patient mit einer mittelgradigen depressiven Episode nur unter erheblichen Schwierigkeiten soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortsetzen kann (
Dilling
/
Mom
bour
/Schmidt
, a.a.O., S. 173).
Der Beurteilung durch
die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
lässt sich indes nicht entnehmen, welche der geschilderten Symptome für eine mittelgradi
g
Episode einer depressiven Störung beim Beschwerdeführer vorhanden sein sollten. Da die Beurteilung
durch
die Ärzte des Psychiatriezentrums
C._
zudem weder Angaben zur Ausprägung der Symptome und zu dem für die Diagnose einer depressiven Störung vorausgesetzten Leidensdruck noch eine nachvollziehbare Begründung der postulierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit enthält, kann darauf vorliegend nicht abgestellt werden.
7.3.3
Ergänzend
gilt es zu berücksichtigen, dass es nach der Rechtsprechung wegen der unter
schied
lichen Natur von Behandlungs
auftrag der therapeutisch tätigen Fach
ärzte und des Begut
achtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Exper
ten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Ge
richts
gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä
rungen zu nehmen, wenn die behandeln
den Ärzte zu anderen Einschätz
ung
en gelan
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergän
zung des medi
zinischen Dossiers oder direkt eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärzt
licher Inter
preta
tion entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung un
erkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_252/2012 vom 7. September
2012 E.
8.4 und 8C_784/2011 vom 15. Dezem
ber 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorliegend indes nicht gegeben und werden vom Beschwerde
füh
rer auch nicht vorgebracht (vgl.
Urk.
1).
7.4
Des Gleichen kann
in psychischer Hinsicht nicht auf die Beurteilungen durch die
Ärzte der psychiatrischen
Klink
E._
abgestellt werden. Denn obwohl diese in ihrem Bericht
betreffend die Hospitalisation vom
9.
April bis
6.
Mai 2014 (
vorstehend E.
5.3
)
erwähnten, dass der
Beschwerdeführer sämtliche Therapieempfehlungen infrage gestellt
habe, und dass er sich in Bezug auf die Ausübung jeglicher Tätigkeit ausser Stande gefühlt habe, womit eine realistische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich gewesen sei,
vertraten
sie in ihrem Bericht vom
1
8.
Juli 2014 (
vorstehend E.
5.4
)
die Ansicht, dass eine
uneingeschränkt
e
Arbeitsfähigkeit
lediglich
noch
im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes
bestehe, und postulierten in Bezug auf
Tätigkeiten im
1.
Arbeits
markt eine stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
aus psychischen Gründen.
Eine nachvollziehbare
Begründung
der festgestellten Arbeitsunfähigkeit lässt sich daraus indes nicht entnehmen
. Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch die Ärzte der psychiatrischen
Klink
E._
daher nicht abgestellt werden.
8.
Nach Gesagtem ist gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte
des
G._
vom 1
1.
September 2015 (vorstehend E.
5.8
)
davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer durch ein
somatisches
Leiden im Sinne
chronischer Lumbalgien mit Ausstrahlung in die unteren Extremitäten, chronis
cher zervikaler
Beschwerden mit Ausstrahlung bis okzipital-frontal und bis in beide Hände und einer diabetischen Polyneuropathie im Bereich der unteren Extremitäten in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtig
t
ist, und dass
ihm
späte
stens ab
dem
Zeitpunkt der Untersuchung durch die Ärzte des
G._
vom 1
5.
Juli 2015 (vorstehend E.
5.8
)
die Ausübung behinderungs
angepasster, körperlich leichter bis selten mittelschwerer Tätigkeiten im vollzeitlichen Umfang, jedoch
-
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs
- lediglich im Rahmen einer
verminderten
Leistungsfähigkeit im Umfang von 25
%
und daher insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von 75
% zuzumuten ist.
9.
9.1
Demzufolge steht fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit Erlass der rentenverneinenden Verfügung vom
8.
November
2012 (Urk. 9/124
)
ver
ändert hat. Im Folgen
den
sind
die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
9.2
Der Beschwerdeführe
r
bringt vor,
dass
er im Zeitpunkt der angefochtenen Ver
fügung bereits
60
Jahre alt gewesen
sei
.
Hinzu komme, dass er über keine Berufsausbildung verfüge und die deutsche Sprache nur schlecht beherrsche. Diese Umstände liessen eine Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit als unrea
listisch erscheinen (
Urk.
1 S. 4).
9.3
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienst
aussich
ten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundes
gerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1, publiziert in SVR 2008 IV Nr.
62 S.
203). Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditäts
fremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusam
men mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliede
rungs
last nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Rest
erwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen An
spruch auf eine ganze Invali
denrente begründet (Urteile des Bundesgerichts
9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 und I 831/05 vom 21. August 2006 E. 4.1.1
mit Hinweisen).
9.
4
Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsver
mögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Ein
zelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsscha
dens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbei
tungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhandene Bega
bungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang
oder Anwendbar
keit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_153/2011 vom 22. März 2012 E.
3.1 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2.2). Somit hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Per
son für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfü
gung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2). Für den Zeit
punkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähig
keit bei vorgerücktem Alter beantwor
tet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.2; BGE 138 V 457 E. 3.3).
Sind aus medizinischer Sicht körperlich leichte Tätigkeiten ohne weitreichende Einschränkungen generell zumutbar und geht aus den ärztlichen Abklärungen und Beschreibungen hinreichend klar hervor, dass der versicherten Person auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend zumutbare Tätigkeiten offen stehen, ist praxisgemäss eine zusätzliche
berufsberaterische
Einschätzung nicht erforder
lich (Urteile des Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2.1 und I 797/05 vom 29. August 2006 E. 3).
9.
5
Nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2.2) wurde bei einem 60-jährigen Versicherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war, mit Bezug auf den hypothe
tischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt die Möglichkeit, eine Stelle zu finden bejaht mit der Begründung, dass Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen, ausge
glichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt würden, und dass der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittel
schwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig gewesen sei (Urteil des Bundesgerichts I 376/05 vom 5. August 2005 E. 4.2).
Bejaht wurde zudem die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener psychischer und phy
sischer Limitierungen um 30 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit (Urteil I des Bundesgerichts I 304/06 vom 22. Januar 2007 E. 4.1 und 4.2).
Verneint wurde demgegenüber die Verwertbarkeit einer im 64. Altersjahr stehen
den versicherten Person, welche als gelernte Schneiderin vorwiegend als Küchen
hilfe in einer Grossküche tätig war, welche indes die bestehende medizi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in einer Grossküche ausserhalb der bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr verwerten konnte, und welcher, die für sie angesichts ihres beruflichen Werdeganges und ihrer eher bescheidenen Ausbil
dung am ehesten in Frage kommenden körperlichen Hilfsarbeiten (Reinigungs
ar
beiten oder Beschäftigungen in der industriellen Montage), nicht mehr zumut
bar waren, da ihr nur noch Verweistätigkeiten zumutbar waren, die in tempe
rierten Räumen ausgeübt werden und bei denen die linke Hand nicht gebraucht wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_153/2011 vom 22. März 2012 E. 3.3).
Des Weiteren wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem über 61-jährigen Versicherten verneint, der über keine Berufsausbildung verfügte, der bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50 % zumutbaren fein
motorischen Tätigkeiten über keinerlei Vorkenntnisse verfügte, dessen Teil
ar
beitsfähigkeit weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen unterlag und dem von den Fachleuten der Berufsberatung die für einen Berufswechsel erfor
derliche Anpassungsfähigkeit abgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts I 392/02 vom 23. Oktober 2003 E. 3.2 und 3.3).
Als unverwertbar erachtet wurde auch die durch verschiedene Auflagen limi
tierte Arbeitsfähigkeit von 50 % eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden (Urteil des Bundes
gerichts I 401/01 vom 4. April 2002 E.
4c und d), ebenso eine 50%ige Arbeits
fähig
keit einer im Verfügungszeitpunkt 61 Jahre und einen Monat alten Versicherten, die bezüglich der für sie in Frage kommenden Tätigkeiten einer Umschulung bedurft hätte (Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2008 vom 19. März 2009 E. 4).
9
.
6
Der am
1
2.
Mai 1956
(Urk.
9/3
) geborene Beschwerdeführer hatte zum Zeit
punkt
des
Erlass
es
der angefochtenen Verfügung vom 1
1.
Juli 2016
(Urk.
2
) das 6
0
. Altersjahr bereits überschritten und war aus diesem Grunde nicht leicht ver
mittelbar. Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass
er
weder in seinem Heim
a
tland noch in der Schweiz
eine Berufsausbildung absolviert hat
, und dass er
seit
seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 1978 stets als Hilfsarbeiter im Baugewerbe, zuletzt als Gipser und
Fassadenisoleur
,
tätig war
(Urk.
9/109/1-5 S. 1)
.
9
.
7
Im Lichte der dargelegten Grundsätze und insbesondere der relativ hohen Hürden, welche von der Rechtsprechung für eine Unverwertbarkeit der Rest
arbeits
fähig
keit älterer Menschen vorausgesetzt werden (vorstehend E.
9.
5
), ist
jedoch
nicht davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer der Zugang zu dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt auf Grund seines fortge
schritt
enen Alters gänzlich unmöglich war. Dem Beschwerdeführer, welchem gemäss der Beurteilung durch
die Gutachter des
G._
(vorstehend E.
5.8
) die
Ausübung körperlich leichter bis selten mittelschwerer, behinderungsangepasster Tätigkei
ten, ohne das Führen von Motorfahrzeugen,
ohne
Arbeit an gefährlichen Maschi
nen
und ohne
Tätigkeiten auf Gerüsten und Leitern
,
im Umfang eines Arbeits
pensums von 75
%
zuzumuten ist,
steht trotz seiner gesundheitlichen Einschrän
kungen ein vergleichsweise weites Spektrum zumutbarer Hilfstätigkeiten offen. Denkbar wären beispielsweise Tätigkeiten, welche die Kontrolle von Waren in der maschinellen Herstellung oder die Überwachung von voll- oder halbauto
matischen Maschinen oder Abfüllanlagen umfassen, oder sonstige
Überwach
ungs
-
, Verpackungs-, Sortier- oder Montagearbeiten. Solche Hilfsar
beiten sind auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt in genügender Anzahl vorhanden und werden grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt. Dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Arbeitsbiographie keine Erfahrung mit fein
motorischen Tätigkeiten hat, vermag die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit
sodann
nicht auszuschliessen (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2013 vom 10. September 2013 E. 4.3.3). Da dem Beschwerdeführer auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt
folglich
genügend zumutbare Tätigkeiten offen stehen, sind berufliche Massnahmen, eine
berufsberaterische
Einschätzung oder eine vorgän
gige Anpassungszeit nicht erforderlich (vorstehend E.
9
.
4
) und es ist trotz des fortgeschrittenen Alters von einer grundsätzlichen Zumutbarkeit der Selbstein
gliederung auszugehen.
10.
10.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
10
.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Renten
be
ginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidenti
scher Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der Ver
gleichs
ein
kommen müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden (BGE
129 V 222 E.
4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
10
.3
Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne) abzustellen (vgl. AHI 1999 S. 240 E. 3b), wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren mit zu berücksichtigen sind (AHI 1999 S. 237, E. 3; Urteile des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 3.2.1, 9C_868/2013 vom 24. März 2014 E. 4.2.2, 9C_210/2011 vom 21. April 2011 E. 3.2.1.2). Nach der Rechtsprechung können
die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohn
strukturerhebungen (LSE) heran
gezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird pra
xisgemäss auf die stan
dardisier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentral
wert (Median) auszuge
hen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berück
sichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochen
stunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende be
triebs
üb
liche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
10.4
Nach der Rechtsprechung kommt der
LSE
2012
für alle Fälle erstmaliger Inva
liditätsbemessung und auf Neuanmeldung hin nach vorausgegangener rechts
kräf
tiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie auch grundsätzlich im Revisionsverfahren (mit Entstehung des potentiellen oder Ver
änderung des laufenden Rentenanspruches im Jahr
2012
oder später) Beweis
eig
nung zu (Urteile des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016, E. 2.5.8.1, zur Publikation vorgesehen, und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2), wobei für die Invaliditätsbemessung (bis auf Weiteres) nur die unter anderem nach dem Kompetenzniveau differenzierten TA1-Tabellen der
LSE
2012
zu verwenden sind (BGE 142 V 178 E.
2.5.7). Das Anforderungs
niveau 4 der
LSE
2010 entspricht dem Kompetenzniveau 1 der
LSE
2012
(IV-Rundschreiben Nr. 328 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 22. Okto
ber 2014).
10.
5
Da vorliegend
ein möglicher
Rentenbeginn im Jahre
2015
liegt (vgl. vorstehend E.
8
), sind beim Einkommensvergleich die Verhältnisse dieses Jahres mass
ge
bend. Da
der Beschwerdeführer letztmals vom 1
6.
Mai 2005 bis 3
1.
März 2006 erwerbstätig war (
Urk.
9/13/1-3
Ziff.
1) und seither keine Erwerbstätigkeit mehr ausübte,
ist vorliegend
bei der Bemessung des Valideneinkommens
auf
Erfahrungs- und Durch
schnittswerte (Tabellenlöhne)
abzu
stellen
.
Sodann ist, da der Beschwerdeführer über keine in der Schweiz anerkannte Berufsausbildung verfügt,
bei der
Bestimmun
g des Va
lideneinkom
mens auf den Durchschnitts
lohn (Zentralwert) für Männer
des
Kompetenzniveau
s
1 der
LSE
2012
im Bau
gewerbe
(Wirtschaftsabteilung
41-43
) abzu
stellen. Ausgehend
vom Tabellenlohn von
Fr.
5‘430
.
resultiert
bei einer betriebsüblichen Wochen
arbeitszeit
im Baugewerbe
im Jahre
2015
von
41.4
Stunden (
www.bfs.admin.ch
)
,
in
Berück
sichtigung
einer
durchschnittlichen Nominal
lohn
entwicklung
für Männer im Jahre 2013
von
0.8 %, im Jahre 2014 von 0.7 % und im Jahre 2015 von 0.3 %
(
www.bfs.admin.ch;
T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumen
ten
preise und der Reallöhne, 1976-2016
),
bei einem Beschäftigungsgrad von 100
%
im Jahre 2015
ein Valideneinkommen von rund
Fr.
68‘661.--
(Fr.
5‘430
.-- x
12 Monate
x 1.008 x 1.007 x 1.003
÷ 40 Stun
den x 4
1.4
Stunden
)
.
11.
11.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
spre
chung Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reich
muth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
11.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprün
glich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichs
einkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar
2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.
1.2).
11.3
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invali
den
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 (ab 2012: Kompetenzniveau 1) bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schwe
ren Tätigkeiten umfasst (Urteile des Bundesgerichts 9C_187/2011 vom 30. Mai 2011 E. 4.2.1 und 9C_72/2009 vom 30. März 2009 E. 3.4).
11.4
Ein Leidensabzug ist nach der Rechtsprechung auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen oder die eingeschränkte Leistungs
fähigkeit beziehungsweise das eingeschränkte Rendement vom medizinischen Experten in der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits berücksichtigt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2 und
3.3). Sodann rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeits
fähige versicherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leis
tungsfähig ist, nach der Rechtsprechung keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteile des Bundesgerichts 8C_827/2009 vom 26. April
2010 E. 4.2.1, 9C_980/2008 vom 4. März
2009 E. 3.1.2, 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 4.3.3, 9C_344/2008 vom 5. Juni 2008 E. 4 und I 69/07 vom 2. November 2007 E.
5.1). Auch ein erhöhter Pausenbedarf, welchem der medizinische Experte mit einem verminderten Rendement bereits hinreichend Rechnung ge
tragen hat, darf nicht zusätzlich mit einem Abzug und damit doppelt berück
sichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
11.5
11.5.1
Vorliegend
ist dem Beschwerdeführer gemäss der Beurteilung
der
Ärzte des
G._
(vorstehend E.
5.8
) die
Ausübung körperlich leichter bis selten mittelschwerer, behinderungsangepasster Tätigkeiten, ohne das Führen von Motorfahrzeugen, ohne Arbeit an gefährlichen Maschinen und ohne Tätigkeiten auf Gerüsten und Leitern, im vollzeitlichen Umfang bei einer
Leistungsminderung
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs
von
25
%
und damit insgesamt im Umfang eines
Arbeitspensums von 75
%
zuzumuten.
Demzufolge steht fest, dass die Ärzte des
G._
dem
vermehrten Pausenbedarf mit der attestierten Einschränkung
der Leistungsfähigkeit um 25
%
bereits Rechnung getragen
haben. Da
mit dem um
25
%
verminderten Ren
dement
dem erhöhten Pausenbedarf
bereits hinreichend Rechnung getragen
wurde, ist ein darüber hinausgehender leidensbedingter Abzug vom Tab
ellenlohn nicht gerechtfertigt
, zumal auch leidensadaptierte Tätigkeiten (etwa leichte Verpackungs-, Montage- und Kon
trollarbeiten)
in genügender Anzahl vorhanden
sind.
11.5.2
Der Beschwerdeführer
ist
jedoch
bereits über 60
Jahre alt. Wenn auch dieser Umstand nach der Rechtsprechung nicht automatisch zu einem Abzug führt, muss das
,
bezogen auf die durchschnittliche Lebensarbeitszeit
,
fortgeschrittene Alter als ein abzugsrelevanter Aspekt
je
doch immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalles geprüft werden
(vgl.
Urteil des Bundes
gerichts
9C_334/2013
vom 2
4.
Juli 2013
E. 3)
. Diese zeichnen sich hier
unter anderem
dadurch aus, dass der Beschwerdeführer
seit seiner Einreise in
die Schweiz ausschliesslich als Hilfsarbeiter im Baugewerbe gearbeitet hat und daher
nur über ein sehr schmales berufliches Rüstzeug
verfügt
, was ihm als
ein zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
bereits über
60-Jährigen
die Integration in den Arbeit
smarkt doch erheblich erschweren dürfte. Mangels
weiterer einkommens
beeinflus
sender Merkmale
erscheint insgesamt daher ein Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 10
%
als gerechtfertigt.
11.6
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts für
einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1
) für
Männer der LSE 2012 (Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 2012)
von Fr.
5‘210.--
,
bei einer betriebs
üblichen
Wochenarbeitszeit im Jahre 2015
von ins
gesamt 41.7 Stunden (www.bfs.admin.ch;
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
), bei einem zumutbaren Beschäftigungsgrad von
75
%
,
einer durch
schnittlichen
Nomin
al
lohnentwick
lung
für Männer
im Jahre 2013
von
0.8
%
,
im Jahre 2014 von 0.
7
%
und im Jahre 2015 von 0.3
%
(
vgl. vorstehend E.
10.5
)
und einem Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
resultiert
im Jahre 2015
ein Inv
aliden
einkommen von rund Fr.
44‘791.--
(Fr. 5‘210.-- x
12 Mo
nate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stunden
x 0.75
x 1.00
8 x 1.007 x 1.003 x 0.9
)
.
12
.
Der
Vergleich des Vali
deneinkommens von Fr.
68‘661
.-- mit dem
Invaliden
ein
kommen von
Fr.
44‘791
.
-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr.
23
‘
870
.--. Da
raus resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet)
35
%. Damit
wird
ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von
min
des
tens 40
%
nicht erreicht.
Mangels einer für den Rentenanspruch relevanten gesundheitlichen Verände
rung erweist
sich die angefochtene Verfügung
vom 1
1.
Juli 2016 (Urk. 2) daher
als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
13
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf
Fr.
8
00.-- fest
zusetzen und dem
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.
Zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind sie jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
14.
Ausgangsgemäss ist der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Roman
Schmidlin
, Rapperswil, welcher es unterlassen hat, dem
Gericht eine detaillierte Zusammenstellung über den Zeitaufwand und die angefallenen Barauslagen einzureichen, ermessenweise mit
Fr.
2‘100.-- (inklu
sive Mehrwertsteuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (GSVGer) aufmerksam zu machen, wonach er zur Nachzah
lung der Auslagen für die Vertretung
sowie der Prozesskosten
verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.