Decision ID: 8c79e711-d427-41d5-a3f0-84b5f4edd0a5
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 (act. 5/11/45) verpflichtete das
Sozialamt der Politischen Gemeinde Q. X.Y., die für das in den Jahren 1999/2000
finanzierte Beschäftigungsprogramm beim Verein B. geleisteten kommunalen
Sozialhilfebeiträge in der Höhe von Fr. 2000.-- zurückzuerstatten.
B.
Dagegen rekurrierte X.Y. durch seinen Rechtsvertreter am 24. Dezember 2013 bei der
Verwaltungsrekurskommission (act. 5/1). Dabei liess er unter anderem um
unentgeltliche Rechtspflege ersuchen. Am 14. Januar 2014 reichte der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers ergänzende Begründungen für das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege ein (act. 5/5-7). Mit Vernehmlassung vom 29. Januar 2014 schloss die
Politische Gemeinde Q. auf Abweisung des Rekurses (act. 5/10). Mit Replik vom 17.
Februar 2014 (act. 5/13) liess der Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen
durch seinen Rechtsvertreter bestätigen. Zusätzlich liess er beantragen, es sei ein
Gutachten zur Rückerstattungspflicht gemäss SKOS-Richtlinien bei Prof. Dr. F.F.,
Luzern, einzuholen, falls die Verwaltungsrekurskommission die Korrektheit seiner
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Ausführungen nicht nachvollziehen könne (act. 5/13 S. 5). Mit Entscheid vom 8. Juli
2014 (act. 2/2) hiess die Verwaltungsrekurskommission den Rekurs vom 24. Dezember
2013 gut und hob die Verfügung des Sozialamtes der Politischen Gemeinde Q. vom
3. Dezember 2013 auf (Ziff. 1 und 2 des Dispositivs). Unter Ziff. 3 des
Entscheiddispositivs verpflichtete sie die Politische Gemeinde Q., X.Y. für das
Rekursverfahren ausseramtlich mit insgesamt Fr. 1347.85 (Fr. 1200.-- zuzüglich 4 %
Barauslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
C.
Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) liess X.Y.
(Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 22. August 2014 Beschwerde
(act. 1) beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren erheben, Ziff. 3 des
Entscheiddispositivs der Vorinstanz sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Politischen Gemeinde Q. (Beschwerdegegnerin), eventualiter zulasten des
Staates, aufzuheben und er sei für das vorinstanzliche Verfahren mit insgesamt
Fr. 4314.20 (Fr. 3800.-- zuzüglich Fr. 194.60 Barauslagen und Fr. 319.60
Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Überdies sei ihm für das Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Der Beschwerde beigelegt war unter
anderem eine Zusammenstellung des Zeitaufwandes des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers für das Rekursverfahren vom 18. Juli 2014 („Stundenzettel“, act.
2/3). Zur Begründung lässt er zusammengefasst vortragen, der effektive Aufwand
seines Rechtsvertreters für das Rekursverfahren, in welchem er vollumfänglich obsiegt
habe, betrage Fr. 3994.60 (15.2 Arbeitsstunden à Fr. 250.--, 472 Kopien à Fr. 0.30 und
Versandspesen in der Höhe von Fr. 53.--) zuzüglich Fr. 319.60 Mehrwertsteuer,
insgesamt Fr. 4314.20. Die pauschale Festsetzung der Parteientschädigung auf Fr.
1200.-- durch die Vorinstanz sei willkürlich, da eine Begründung fehle. Es sei nicht
nachvollziehbar, warum die Vorinstanz eine derart tiefe Pauschalentschädigung
festgesetzt habe. Aufgrund der Akten, des Schriftenwechsels etc. hätte sie davon
ausgehen müssen, dass der effektive Aufwand wesentlich höher sei. Hätte er nicht
rekurriert und die von der Beschwerdegegnerin verfügten Fr. 2000.--
Sozialhilfeleistungen freiwillig rückerstattet, würde er heute in seinen Verpflichtungen
um Fr. 1000.-- besser dastehen. Zu seinen Lasten verbleibe ein Prozesskostenverlust
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von Fr. 2966.45. In einem Rechtsstaat dürfe dem Rechtsuchenden das Recht nicht in
dieser Art verwehrt werden. Der von seinem Rechtsvertreter für das Rekursverfahren im
„Stundenzettel“ nachträglich geltend gemachte Aufwand von 8.68 Stunden für zwölf
Seiten Eingaben (vier Seiten Rekurs und acht Seiten Stellungnahme, ohne
Berücksichtigung der Eingaben für die unentgeltliche Rechtspflege), für das
Aktenstudium (2.35 Stunden), die Instruktion und Korrespondenz mit ihm (insgesamt
2.17 Stunden) und für die schriftliche und mündliche Korrespondenz mit der Vorinstanz
(1.25 Stunden) sowie für ein Vergleichsgespräch mit der Beschwerdegegnerin (0.75
Stunden) sei angemessen. Im Weiteren sei seinem Rechtsvertreter im vorinstanzlichen
Verfahren keine Gelegenheit gegeben worden, eine Kostennote einzureichen. Damit sei
sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. Von einem ausserkantonalen
Anwalt könne nicht verlangt werden, dass er die Kostennote gemäss St. Galler Praxis
unaufgefordert einreiche, sobald er hätte annehmen können, dass das Verfahren
beendet werde. Es gebe in der St. Galler Verfahrensordnung keine gesetzliche
Grundlage, welche die unaufgeforderte Einreichung einer Kostennote verlange.
Zumindest in Fällen der unentgeltlichen Rechtspflege sei es üblich, eine Kostennote
einzufordern. Sein Rechtsvertreter habe deshalb davon ausgehen dürfen, dass er von
der Vorinstanz zur Einreichung der Kostennote aufgefordert werde, damit ihm entweder
die unentgeltliche Rechtspflege gewährt oder aber die Beschwerdegegnerin mit einer
Parteientschädigung belegt werde. Insofern hätte das Einverlangen einer Kostennote
durch die Vorinstanz vor Abschluss des Rekursverfahrens auch kein Indiz für den
Ausgang des Verfahrens gegeben. Sodann habe sein Rechtsvertreter gar nicht wissen
können, wann das vorinstanzliche Verfahren beendet werde, da sein Beweisantrag, ein
Gutachten zu erstellen, unbeantwortet geblieben sei. Er habe stets damit rechnen
können, dass seinem Antrag gefolgt und das Verfahren deswegen noch nicht
abgeschlossen werde.
D.
Mit Vernehmlassung vom 1. September 2014 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der
Beschwerde (act. 4). Am 19. September 2014 nahm die Politische Gemeinde Q.
(Beschwerdegegnerin) Stellung und beantragte die Abweisung der Beschwerde (act. 7).
Am 25. September 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine
Honorarnote ein (act. 9).
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Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge

und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Eingabe
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 22. August 2014 erfolgte unter
Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 64 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VRP und
Art. 145 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung;
SR 272, ZPO) rechtzeitig und erfüllt formal und inhaltlich die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.2.
Die Beschwerdebefugnis setzt ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung
oder Änderung des angefochtenen Entscheids voraus (vgl. Art. 64 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 VRP). Gegen behördliches Handeln soll nur einschreiten können, wer
selbst davon betroffen ist (vgl. VerwGE B 2012/92 vom 14. Februar 2013 E. 1.2.1 mit
Hinweis auf Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen –
dargestellt an den Verfahren vor Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, N 387).
Diesbezüglich macht der Beschwerdeführer geltend, er sei beschwert, weil die ihm
zugesprochene Parteientschädigung die effektiven Kosten seines Rechtsvertreters
trotz Obsiegens nicht decke (act. 1, S. 3).
Im Streit steht einzig die Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung für das
vorangegangene Rekursverfahren. Ist ein Beteiligter, wie hier der Beschwerdeführer,
vor der Vorinstanz (erstinstanzliches Gericht) durch einen Anwalt vertreten, wird die
ausseramtliche Entschädigung nach der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
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Rechtsagenten (sGS 963.75, HonO) bemessen (vgl. Art. 30 lit. b Ziff. 1 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG). Bei der HonO handelt es sich um einen
gemässigten „Zwangstarif“, der grundsätzlich sowohl für den Anwalt als auch für den
Richter verbindlich ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 HonO). Will der Anwalt gegenüber seinem
Klienten nach Zeitaufwand abrechnen, so hat er mit diesem durch Einzelabrede und
unter Hinweis auf die HonO einen Stundenansatz zu vereinbaren (Art. 2 Abs. 3 HonO,
vgl. hierzu auch BGer 4P.137/2006 vom 20. September 2006 E. 3.1 f. und Entscheid
des Kantonsgerichts St. Gallen BR.2006.1 vom 7. September 2006 E. III. 1c). Nach Art.
2 Abs. 2 HonO binden die zugesprochenen Parteikosten den Rechtsanwalt sodann
nicht, wenn das Gesetz keine volle Entschädigung vorsieht. Art. 2 Abs. 2 HonO ist
dahingehend zu verstehen, dass keine Bindung des Anwalts an das vom Richter
festgelegte Honorar besteht, wenn im jeweiligen Einzelfall keine volle Entschädigung
zugesprochen werden konnte oder der Klient Aufwendungen verlangte, die eine übliche
Interessenwahrung übersteigen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., N 836, Fn. 152, anderer
Ansicht R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 204, wonach die
Rechtsvertreter und –vertreterinnen im Rekursverfahren gestützt auf Art. 2 Abs. 2 HonO
generell nicht an die zugesprochene Entschädigung gebunden sind). Vom Honorar
nach der HonO kann darüber hinaus abgewichen werden, soweit es in einem krassen
Missverhältnis zu den Bemühungen des Rechtsanwaltes steht (Art. 3 HonO). Art. 3
HonO betrifft aber vor allem den Fall, dass ein sehr hoher Streitwert einem sehr
geringen Aufwand gegenüber steht (vgl. Entscheid des Kantonsgerichtes St. Gallen
BZ_2007_84 vom 28. Februar 2008 E. III. 2b) und dient damit der Reduktion des
Honorars. Davon kann hier keine Rede sein, da der Beschwerdeführer geltend macht,
dass der effektive Aufwand seines Rechtsvertreters wesentlich höher sei als von der
Vorinstanz angenommen. Des Weiteren ist es der unentgeltlichen Vertretung nach
Art. 11 HonO verwehrt, für ihre Tätigkeit von der vertretenen Partei eine zusätzliche
Entschädigung zu verlangen (vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 247 und 249).
Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich und wird auch von der Vorinstanz weder im
angefochtenen Entscheid noch in der Vernehmlassung zur Beschwerde geltend
gemacht, dass die konkreten Umstände des Falles einen Verzicht auf eine
Entschädigung oder eine Reduktion der Entschädigung gestützt auf Art. 98 Abs. 2 VRP
nahelegen würden (vgl. hierzu VerwGE B 2011/88 vom 18. Oktober 2011 E. 2.2.4 mit
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Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, und GVP 1993 Nr. 53). Der im Rekursverfahren
obsiegende Beschwerdeführer hatte damit Anspruch auf Zusprache einer vollen
ausseramtlichen Entschädigung und erhielt nach den Erwägungen der Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid auch eine solche. Überdies ist eine Honorarvereinbarung
zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Rechtsvertreter im Sinne von Art. 2
Abs. 3 HonO nicht nachgewiesen. Auch hätte eine solche Vereinbarung im konkreten
Fall angesichts des Antrags des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege
(Antrag Ziff. 4 des Rekurses vom 24. Dezember 2013, act. 5/1), insbesondere um
Bestellung seines Rechtsvertreters als unentgeltlichen Rechtsbeistand im Sinne von
Art. 99 Abs. 1 und 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 und 118 Abs. 1 lit. c ZPO sowie
Art. 29 Abs. 3 BV, gemäss Art. 11 HonO nicht abgeschlossen werden dürfen.
Darüber hinaus bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer von
seinem Rechtsvertreter Aufwendungen verlangte, welche über die übliche
Interessenwahrung hinausgehen. Unter diesen Umständen ist der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an das von der Vorinstanz in Ziff. 3 des angefochtenen Entscheides
(act. 2/2) festgelegte Honorar von Fr. 1200.-- gebunden. Folglich ist nicht erkennbar
und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter dargelegt, inwiefern er in Bezug auf
die Bemessung der ausseramtlichen Kosten für das Rekursverfahren in eigenen
schutzwürdigen Interessen betroffen sein sollte. Die Kosten für die freiberufliche
Rechtsvertretung werden ihm vollumfänglich entschädigt. Daran würde auch die
geforderte Anpassung an den „effektiven“ Aufwand seines Rechtsvertreters, d.h. eine
allfällige Änderung der Höhe der im angefochtenen Rekursentscheid festgesetzten
ausseramtlichen Entschädigung im Beschwerdeverfahren, nichts ändern. Die
Beschwerdebefugnis des Beschwerdeführers ist somit nicht gegeben, weshalb auf die
Beschwerde nicht einzutreten ist. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer in eigenem
Namen Beschwerde erhoben. Es liegt keine Kostenbeschwerde seines
Rechtsvertreters im Sinne von Art. 12 Abs. 1 HonO vor (vgl. hierzu den Entscheid des
Kantonsgerichts St. Gallen VZ.2010.35 vom 16. November 2010 E. III. 1,
www.gerichte.sg.ch). Ob auf eine solche gemäss dem Wortlaut von Art.12 Abs. 1 HonO
ebenfalls nicht einzutreten gewesen wäre, da der Rechtsvertreter im Rekursverfahren
keine Kostennote eingereicht hat (vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 259), kann darum offen bleiben.
2.
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Lediglich der Vollständigkeit halber ist auf die vom Beschwerdeführer gerügten
Verfassungsverletzungen einzugehen.
2.1.
Vorweg ist festzuhalten, dass nach Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2
ZPO für die Vorinstanz keine Pflicht bestand, den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers vor Abschluss des Rekursverfahrens zur Einreichung einer
Kostennote aufzufordern (vgl. A. Urwyler, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.],
Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich/St. Gallen 2011, N 7 zu Art.
105, V. Rüegg, in Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische
Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 2 zu Art. 105, sowie Entscheid des
Kantonsgerichts St. Gallen FE.2013.16 vom 18. November 2013, E. 3a,
www.gerichte.sg.ch). Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV)
lässt sich deshalb keine Verpflichtung der Vorinstanz ableiten, den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers im Rekursverfahren vorgängig zur Festsetzung der amtlichen
Entschädigung zur Einreichung einer Kostennote einzuladen (vgl. BGer 1C_99/2014
vom 16. Dezember 2014 E. 4 und BGer 8C_262/2014 vom 3. Juli 2014 E. 4.2). Daran
hätte nichts geändert, wenn das vom Beschwerdeführer im Rekursverfahren
eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 29
Abs. 3 BV resp. Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO nicht
gegenstandslos geworden wäre (vgl. BGer 5D_54/2014 vom 1. Juli 2014 E. 1.4).
Darüber hinaus kann eine Aufforderungspflicht der Vorinstanz im konkreten Fall nicht
aus dem Fairnessgebot gemäss Art. 29 Abs. 1 BV abgeleitet werden, soweit sich der
Beschwerdeführer mit dem Hinweis auf seinen Beweisantrag überhaupt darauf beruft.
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde gemäss der Aktennotiz vom 17.
März 2014 (act. 5/16) vom zuständigen Abteilungspräsidenten der Vorinstanz
telefonisch darüber informiert, dass die Streitsache im Juni 2014 entschieden werde.
Bei dieser Sachlage kann keine Rede davon sein, dass der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers wegen seines Antrags auf Einholen eines Gutachtens zur
Rückerstattungspflicht gemäss SKOS-Richtlinien nicht wissen konnte, wann das
Rekursverfahren abgeschlossen wird. Vielmehr wäre es ihm ab dem 17. März 2014
offen gestanden, unaufgefordert eine Kostennote einzureichen. Die Nachreichung der
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Zusammenstellung seines Zeitaufwandes für das Rekursverfahren vom 18. Juli 2014
(act. 2/3) im Beschwerdeverfahren, d.h. nachdem die Vorinstanz das Honorar gestützt
auf Art. 22 Abs. 1 HonO bereits pauschal festgelegt hatte (vgl. Erwägung 2.3 f.
hiernach), erfolgte offensichtlich verspätet. Auch wäre eine solche Änderung des
Klagefundaments im Beschwerdeverfahren nach der Praxis gestützt auf Art. 61
Abs. 3 VRP nicht zulässig gewesen (vgl. VerwGE B 2014/71 vom 24. März 2015 E. 1.2
mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Eine allenfalls daraus resultierende Schmälerung
des Prozessgewinns hätte sich der Beschwerdeführer selbst zurechnen müssen. Dieser
Umstand bewirkt im Übrigen keine übermässige Beschränkung des Anspruchs auf
Zugang zu einem Gericht (vgl. BGer 2P.147/2005 vom 31. August 2005 E. 2.2).
2.2.
Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 58
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP eine mangelnde Begründungsdichte
vorwirft, ist festzuhalten, dass ein Kosten- und Entschädigungsentscheid unter
Umständen gar nicht begründet werden muss oder eine äusserst knappe Begründung
genügen kann. Dies gilt insbesondere, wenn es um Kosten geht, die nach Massgabe
der einschlägigen kantonalen Bestimmungen pauschal, innerhalb eines gewissen
Rahmentarifs, festgesetzt werden können, was eine gewisse Schematisierung erlaubt.
In diesem Fall wird eine besondere Begründung nur verlangt, wenn der Rahmen über-
oder unterschritten wird oder die Parteien besondere Umstände geltend machen (vgl.
BGer 8C_262/2014 vom 3. Juli 2014 E. 3.4 und BGer 6B_204/2014 vom 10. Juni 2014
E. 2 mit Hinweis auf BGer 1C_156/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 8.1.1 mit zahlreichen
Hinweisen).
Im konkreten Fall bewegt sich die von der Vorinstanz festgelegte ausseramtliche
Entschädigung für das Rekursverfahren innerhalb des von Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO für
die Honorarpauschale festgelegten Rahmens. Damit konnte die Vorinstanz auf eine
besondere Begründung verzichten.
3.
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Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens
zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 1500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS
941.12). Auf die Erhebung wird angesichts der finanziellen Verhältnisse des
Beschwerdeführers verzichtet (Art. 97 VRP). Das Gesuch des Beschwerdeführers um
unentgeltliche Prozessführung im Sinne eines Verzichts auf amtliche Kosten fällt damit
dahin.
Eine ausseramtliche Entschädigung an den Beschwerdeführer fällt bei diesem
Verfahrensausgang ausser Betracht (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP).
Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, d.h. die Bestellung eines unentgeltlichen
Rechtsbeistandes, ist abzuweisen. Das von ihm angestrebte Verfahren muss
angesichts der fehlenden Beschwerdelegitimation zum Vornherein als aussichtslos
bezeichnet werden (vgl. Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 und 118 Abs. 1
lit. c ZPO und Art. 29 Abs. 3 BV sowie VerwGE B 2013/189 vom 19. August 2014 E. 3.2
mit Hinweisen sowie BGer 5D_183/2014 vom 17. November 2014).