Decision ID: 2722dc3a-7185-43ae-a2f5-fa1a9a8cb6e0
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967,
meldete sich am
2.
August 2007
unter Hinweis auf
eine
seit Geburt bestehende
partielle
Plexusparese
des linken Arm
e
s
sowie Schulterprobleme
bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1, Urk. 6/4, vgl. Urk. 6/8/7-8 S. 1 Mitte
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung
en vom 2
6.
September 2011
eine ganze
R
ente vo
n
April 2007 bis November 2008 bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 100 % (Urk. 6/72/1-2), eine halbe Rente vo
n
Dezember 2008 bis März 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 56 % (Urk. 6/72/3-4) und vo
n
April 2009 bis April 2011 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100 %
(Urk.
6/72/5-6) zu
.
Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 6/74/3-4) wies das hie
sige Gericht mit Urteil vom 15.
November 2012 ab (
Prozess Nr.
IV.2011.01140, Urk. 6/78). Das Bundesgericht trat mit Urteil
8C_1033/2012
vom 2
1.
Januar 2013
nicht a
uf die dagegen erhobene Beschwerde
(Urk. 6/79
/3
6) ein (Urk. 6/80).
1.2
Der Versicherte meldete sich am 1
8.
März 2013 unter Hinweis auf die Lä
hmung seines linken Armes sowie mehr
malige
Operationen seiner rechten Schulter erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/83 = Urk. 6/86).
Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten de
r
Unfallversicher
ung (Urk. 6/85) sowie das von der
Unfallversicher
ung
beim
Y._
in A
uftrag gegebene orthopädische
Gutachten vo
m 1
7.
Mai 2013 (Urk. 6/95) bei. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/107, Urk. 6/1
20, Urk. 6/148
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
8.
Oktober 2015 einen Rentenanspruch (Urk. 6/151 = Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am
2.
Dezember 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
8.
Oktober 2015 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
infolge seiner erneuten
Anmeldung zum Leistungsbezug wiederum eine Invalidenrente zuzusprechen; entsprechend sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
Januar 2016 (Urk. 4
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 2
7.
Januar 2016 zur Kennt
nis gebracht (Urk. 7
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärun
gen durch Nichteintreten. Tritt sie jedoch auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die vom Antrag
steller oder der Antragstellerin glaubhaft gemachte Veränderung des
Invalidi
tätsgrades
(vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2) auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG
(nachstehend E.1.5)
vorzugehen. Stellt sie fest, dass der
Invalidi
tätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellten Veränderungen genügen, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2a und b).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
be
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
säch
lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
Oktober 2015 (Urk. 2) fest, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügungen vom 26. September 2011 eine befristete Rente zugesprochen worden sei. Ab Februar 2011 habe bei einem Invaliditätsgrad von 11 % (Restarbeitsfähigkeit von 100 % in einer behinderungsangepassten Erwerbstätigkeit) kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente bestanden. Mit der erneuten Anmeldung werde eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht. Gemäss den medizi
nischen Unterlagen handle es sich bezüglich der somatischen Aspekte um einen bereits bekannten, stationären und versicherungsmedizinisch gewürdigten Sachverhalt. Die Diagnose einer sonstigen spezifischen Angststörung könne durch einen nichtpsychiatrischen Facharzt nicht gestellt werden und könne kei
nen eigenständigen dauerhaften Gesundheitsschaden begründen. Aus
versiche
rungsmedizinischer
Sicht würden sich somit keine neuen objektiven Befunde ergeben, welche eine andere Beurteilung des Gesundheitszustandes zulassen
würden
. Aus medizinischer Sicht liege die Restarbeitsfähigkeit in einer
behin
derungsangepassten
Erwerbstätigkeit nach wie vor bei 100 %. Eine Verschlech
terung sei nicht ausgewiesen. Auf aktive Arbeitsvermittlung bestehe zudem nur Anspruch, wenn eine gesundheitsbedingte Einschränkung bei der Stellensuche bestehe. Beim Beschwerdeführer bestehe keine gesundheitsbedingte Einschrän
kung bei der Stellensuche, weshalb das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig sei (S. 2).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort fest (Urk. 4) und reichte zudem eine ergänzende Stellungnahme des Regionales Ärztlichen Dienstes (RAD) ein (Urk. 5).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich hingegen auf den Standpunkt (Urk. 1), dass die letzte Rentenverfügung ungeachtet des Urteils des hiesigen Gerichts vom 15. November 2012 aufgrund ärztlicherseits neu festgestellter relevanter Tat
sachen aus objektiver Sicht falsch gewesen ist. Er sei infolge verschiedener notwendig gewordenen Operationen bis ins Jahr 2004 arbeitsunfähig gewesen. Die Beschwerdegegnerin hätte aufgrund des neu gestellten Leistungsbegehrens auf die Sache eintreten und den neu geltend gemachten Sachverhalt prüfen
müssen. Indem sie dies nicht gemacht habe, habe sie das rechtliche Gehör ver
weigert (S. 3 Ziff. 5, S. 4 f. Ziff. 7).
2.3
Streitig ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der befris
teten
Rentenzusprache
vom 2
6.
September 2011 anspruchserheblich ver
ändert hat.
3.
3.1
Der rechtskräftigen befristeten
Renten
zusprache
vom 2
6.
September 2011 (Urk. 6/72) lagen im Wesentlichen das Gutachten der Ärzte des
Y._
vom 1
1.
August 2010 (Urk. 6/34/2-18 = Urk. 6/85/178-194) sowie der Austrittsbericht der
Z._
vom 14. Februar 2011 (Urk. 6/41/2-8 = Urk. 6/85/121-127) zugrunde.
3.2
Dr.
med. A._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Y._
, erstattete ihr orthopädisch-
traumatologisches
Gutachten am 1
1.
August 2010 (
Urk. 6/34/2-18 = Urk. 6/85/178-194
) zuhanden der Unfallversicherung gestützt auf die Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 1
6.
Februar und 1
7.
Juni 2010 sowie gestützt auf die Akten (S. 1 unten). Sie nannte die folgenden Diagnosen (S. 12 oben):
eingeschränkte Schulterbeweglichkeit und chronische Schulterschmerzen mit leichter
Omarthrose
rechts bei
Status nach dreimaliger Schulterluxation rechts mit Reposition in ver
schiedenen Spitälern
Status nach diversen anamnestischen Teilluxationen mit
Selbstrepo
si
tion
Status nach viermaliger Stabilisierungsoperation mit
Limbusrefixa
tionen
(2
2.
Juli 1997, 3
0.
April 2008 und 1
2.
Dezember 2009) und Kapselplastik nach Neer (1
6.
Februar 2007)
spastische Teilparese linker Arm und verlangsamte Sprache (seit Geburt): unfallfremd
Die Gutachterin führte aus, es sei wichtig, dem Beschwerdeführer die Angst vor einer erneuten Luxation der Schulter zu nehmen und ihm eine Verbesserung der Kraft und Ausdauer anzubieten. In einer kurzen stationären Rehabilitation von 3 Wochen würden sich die klinischen Befunde durch Beobachtung des Beschwer
deführers über einen längeren Zeitraum objektivieren lassen und anhand einer Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
könne
ein
Zumut
barkeitsprofil
erstell
t werden
, woraus eine fundierte Beurteilung der Arbeitsf
ähigkeit abgeleitet werden könn
e (S. 15 Ziff. 9.1). Momentan bestehe wei
terhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer. Allerdings sollte sich aufgrund einer EFL in Zusammenhang
mit einer stationären Rehabilitation eine namhafte Verbesserung der Arbeitsfä
higkeit ergeben (S. 16 Ziff. 9.2). In welchen Tätigkeiten der Beschwerdeführer eingeschränkt sei beziehungsweise welche Tätigkeiten ihm noch zumutbar seien, solle anhand einer EFL beurteilt werden (S. 16 Ziff. 9.3-9.4).
3.3
Der Beschwerdeführer hielt sich vom 1
9.
Januar bis
8.
Februar 2011 stationär in der
Z._
auf (
Urk. 6/41
/2-8 = Urk. 6/85/121-127, S. 1 Mitte). Die Ärzte der
Z._
nannten die folgenden Diagnosen (S. 1 Mitte):
Unfall
vom 1
2.
(richtig: 9.) Januar 2009: auf Glatteis ausgerutscht und rechte Schulter ausgekugelt
vordere, untere Schulterluxation rechts bei Status nach mehrfachen Schulterluxationen (Februar 2008 und Mai 2008 Labrumplastik rechts), aktuell reduzierte Schulterstabilität rechts
1
5.
Januar 2009
Arthro
-MRI der Schulter rechts: kleiner Hill-Sachs-Defekt mit mässigem
Bone
bruise
an üblicher Lokalisation am
Humeruskopf
, kleiner Einriss der
Supraspinatussehne
(kleine Partialruptur am
posterioren
Anteil), leichte AC-Gelenksarthrose
1
0.
Dezember 2009 Arthroskopie am rechten Schultergelenk: keine neue anatomische Schädigung nach dem letzten Sturz. Ventrale Stabilisierung
angeborene Teilparese des linken Armes
Schlafapnoesyndrom (Erstdiagnose 2009),
Continuous
Positive
Airway
Pressure
(
CPAP
)
keine psychische Störung von Krankheitswert, aber ängstliche Verunsi
cherung in Bezug auf weitere Schulterluxationen (
kinesiophobe
Tenden
zen) und leichte psychische Auslenkung mit erhöhter Affekt- und
Stim
mungslabilität
sowie Besorgtheit infolge psychosozialer Belastung, in der ICD-10 als „psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten“ zu codieren (F54)
psychomotorische Verlangsamung infolge eines Geburtsschadens (Hypo
xie), durch Adaption seit Kindheit relativ gut kompensiert
Die Ärzte der
Z._
führten aus, beim Beschwerdeführer hätten beim Austritt Bewegungseinschränkungen des rechten Arms bei Bewegungen über der Horizontalen, ein Instabilitätsgefühl der rechten Schulter, Ruhe- und Belastungsschmerzen der rechten Schulter sowie eine Schmerzausstrahlung in das Schulterblatt und den Nacken rechts vorgelegen (S. 1 unten).
Die bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer beziehungsweise Clubmanager sowie eine andere, leichte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer ohne Tätigkeiten über Brusthöhe sowie lediglich gelegentliches Hantieren von Lasten ausnahmsweise bis
maximal 15 kg zu 100 % zumutbar (S. 2 Mitte).
3.4
Dr.
med. B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), füh
rte in seiner
Stellungnahme vom
1
9.
März 2011
(Urk. 6/57/7-8) aus, dass gestützt auf den Austrittsbericht der
Z._
vom Februar 2011 ab Austrittsdatum, mithin ab
8.
Februar 2011 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit ausgegangen werden könne. Es gelte das folgende Belastungsprofil: körperlich leichte Tätigkeiten ohne Tätigkeiten mit dem rechten Arm über Brusthöhe sowie Meidung von Lastenhantieren ab 15 kg. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Wesentli
che Veränderungen im Gesundheitszustand seien prognostisch nicht zu erwar
ten.
Der RAD-Arzt
Dr.
B._
hielt in seiner Stellungnahme vom
1
6.
Juni 2011
an seinen am 1
9.
März 2011 getätigten Ausführungen fest (Urk. 6/67/2).
3.5
Das hiesige Gericht hielt in sein
em rechtskräftigen Urteil vom 1
5.
November 2012 (
Urk.
6/78
) fest, dass die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in der strittigen Zeit ab Februar 2011 zu Recht auf den Austrittsbericht der
Z._
abgestellt habe. Denn der Bericht der Ärzte der
Z._
erfülle die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Berichts vollumfänglich, weshalb für die
Entscheidfindung
darauf abzustellen und damit ab Austritt aus der
Z._
im Februar 2011 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in ange
passten Tätigkeiten auszugehen sei (E. 4.1, E. 4.3).
4.
4.1
Nach Erlass der rechtskräftigen befristeten
Rentenzusprache
vom 26. September 2011 (Urk. 6/72) ergingen die nachfolgenden Berichte.
4.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 7. Dezember 2011 (Urk. 6/85/57-58) aus, dass ihm sämtliche Operations- und
Ver
laufs
unterlagen
sowie alle bildgebenden Dokumente fehlen würden. Der Beschwerdeführer sei viermal an der rechten Schulter wegen Instabilität operiert worden. Die erste Operation gehe auf das Jahr 2003 zurück. Seither sei er noch dreimal operiert worden, zweimal
arthroskopisch
und zweimal offen. Anschei
nend sei jedes Mal eine
Refixation
des Limbus und das letzte Mal eine
Kapsel
raffung
mit
Refixation
durchgeführt worden
(S. 1 Mitte)
. Der Beschwerdeführer zeige jedoch in der rechten Schulter eine hochgradige schmerzhafte
Bewe
gungseinschränkung
und nach wie vor eine beträchtliche Instabilität. Rotati
onsbewegungen, wie Aussen- oder Innenrotation mit Nackengriff oder
Schür
zengriff
, könne er deswegen nicht ausführen. Bereits bei der Abduktion bis 90° oder Elevation bis 90° verspüre er eine intensive Schmerzhaftigkeit in der rech
ten Schulter. Die Schmer
zhaftigkeit
sei
auch konstant
, unabhängig von Tätig
keiten (S. 1
unten
). Vor den Instabilitäts-Operationen sei der Beschwerdeführer vorwiegend Rechtshänder gewesen, da linksseitig seit Kindheit eine Lähmung bestehe, die vorwiegend den Handbereich betreffe. Es müsse sich um eine untere
Plexuslähmung
gehandelt haben, denn vorwiegend sei der
Ulnaris
und
Radialis
betroffen. Aus diesem Grund sei er vor der Instabilität zu 80 % mit der rechten Schulter und Hand tätig gewesen und die linke Seit
e
sei lediglich
assistiv
tätig gewesen. Nach den Instabilitätsoperationen sei das Problem jetzt dermassen gravierend geworden, da er rechtsseitig praktisch nichts ohne Schmerzen aus
führen und linksseitig nicht ausweichen könne (S. 2 oben).
4.3
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 1
3.
Februar 2012 (Urk. 6/85/55) aus, dass die
Arthro
-MRI-Untersuchung nicht nur die erneute hochgradige Instabilitäts-Insuffizienz nach
ventrokaudal
, sondern auch den Grund der starken Schmerz
haftigkeit bei allen Rotations-, Elevations- und Abduktions-Bewegungen gezeigt habe. Sowohl in den Computer-Tomographien als auch in den 3D-Dar
stellungen erkenne man mit dem weitgehenden Fehlen des
Limbus
glenoidalis
ventrokaudal
die zwei vorstehenden Metallanker
ventrokaudal
. Bei allen Rotati
onsbewegungen reibe der
humerale
Knorpel an den beiden Metallstücken, was notgedrungen sehr schmerzhaft sei. Die hochgradige Insuffizienz der Stabilität sei rein klinisch sehr eindeutig. Die starke Schmerzhaftigkeit bei allen Bewe
gungen sei jedoch nicht allein durch die Instabilität, sondern vor allem durch das Reiben der beiden Metallspitzen gegen den
Humeruskopf
erklärt. Dies bedeute auch, dass das Metall unbedingt entfernt werden und
die Schulter
gleichzeitig mit einer Triple
Verrouillage
-Rekonstruktion
stabilisiert
werden müsse. Dadurch könne sowohl die Schmerzhaftigkeit als auch die Stabilität wiederhergestellt werden.
4.4
Aus dem Operationsbericht vom 3
0.
August 2012 (Urk. 6/91/12-13) geht hervor, dass beim Beschwerdeführer am 2
8.
August 2012 eine
Bristow
Latarjet
-Rekon
struktion durchgeführt und ein vorstehender Sch
raubenanker entfernt wurden
.
4.5
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 1
2.
Oktober 2012 (Urk. 6/91/11) aus, dass der Beschwerdeführer sechs Wochen postoperativ einen guten Verlauf zeige. Er sei noch 100 % arbeitsunfähig.
4.6
Am
1
7.
Dezember 2012
berichtete
Dr.
C._
(Urk. 6/91/10), der Beschwerdeführer zeige etwas mehr als 2 Monate postoperativ Fortschritte in der Physiotherapie. Die Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit sei erst diskussionswürdig nach fort
geschrittener Rehabilitation der rechten Schulter. Dies werde mindestens zwi
schen 6 und 12 Monate in Anspruch nehmen. Er gehe davon aus, dass der Beschwer
deführer eine gute Prognose habe, eine gute strukturelle und dynami
sche Stabilität wiederzuerlangen. Dies allein werde
jedoch deutlich länger, nämlich zirka 6 Monate bis 1 Jahr dauern. Erst dann könne definitiv beurteilt werden, wie hoch die Arbeitsfähigkeit sein werde.
4.7
Dr.
C._
berichtete am 2
2.
Januar 2013 (Urk. 6/91/9), beim Beschwerdeführer würden sich die inneren Bremsen 5 Monate postoperativ etwas zu lösen
begin
nen
. An sich sei die rechte Schulter stabil
. Mental sei der Beschwerdeführer
jedoch noch unheimlich gehemmt, die Therapien und die selbständigen Übun
gen so auszuführen, wie sie verordnet
seien
. Er gebe sich Mühe, aber es bestehe immer eine Angst, die Schulter könnte bei irgendeiner Bewegung wieder luxie
ren oder er könnte stürzen und dabei eine Luxation erleiden. Der Beschwerde
führer sei noch zu 100% arbeitsunfähig.
4.8
In seinem Bericht vom
1.
März 2013 (Urk. 6/91/7-8) führte
Dr.
C._
aus, der Beschwerdeführer mache es ein halbes Jahr postoperativ an sich gut, mit einer guten Beweglichkeit der Horizontalen. Bei den Bewegungen oberhalb der Hori
zontalen, vor allem gleichzeitig mit Aussenrotation
,
sei er vollständig blockiert und zwar durch ein unspezifisches Angstgefühl. Dadurch, dass er die
artikuläre
Muskulatur noch nicht gut
auftrainiert
habe und deswegen die
gleno-humerale
Zentrierung noch nicht vollständig sei, schiebe er bei gewissen Bewegungen den
Humeruskopf
gegen den transferierten Knochenblock des
Coracoides
ventrokaudal
am
Glenoidalrand
. Dieser Kontakt verursache dem Beschwerde
führer dieselben Gefühle wie früher, als die Schulter luxierte. Er müsse nun in der folgenden Zeit lernen, dass die Schulter stabil sei und solche Bewegungen und Gefühle durchaus möglich seien, ohne dass eine Reluxationsgefahr bestehe (S. 1 Mitte). Der Beschwerdeführer sei noch zu 100
% arbeitsunfähig (S. 1 unten).
4.9
Am
8.
April 2013 (Urk. 6/91/6) berichtete
Dr.
C._
, der Beschwerdeführer mache 7 Monate postoperativ jetzt doch Fortschritte. Mit zunehmender Dauer der Therapie werde er auch spüren, dass die Schulter so stabil sei, dass sie nicht mehr luxieren könne. Dies sei ein Lernprozess von vielen Monaten. Die Fort
schritte seien jedoch langsam zunehmend grösser, weshalb auch die Zuversicht und positive Motivation des Beschwerdeführers steige. Auch schwinde zuneh
mend das Angstgefühl.
4.10
Am
1
7.
Mai 2013
erstattete
Dr.
A._
,
Y._
, ihr
orthopädisches Gutachten (Urk. 6/92/5-22 = Urk. 6/95) zuhanden der Unfallversicherung gestützt auf die Unter
suchungen des Beschwerdeführers vom
6.
Mai 2013 sowie gestützt auf die Akten (S. 1 unten). Die Gutachterin nannte die folgenden Diagnosen (S. 13 oben):
eingeschränkte Schulterbeweglichkeit und chronische Schulterschmerzen bei leichter
Omarthrose
rechts
Status nach dokumentierter dreimaliger Schulterluxation rechts mit Reposition in verschiedenen Spitälern
Status nach diversen anamnestischen Teilluxationen mit
Selbstreposi
tion
Status nach viermaliger Stabilisierungsoperation mit
Limbusrefixa
tionen
(2
2.
Juli 1997, 3
0.
April 2008, 1
2.
Dezember 2009) und
Kap
selplastik
nach Neer (1
6.
Februar 2007)
Status nach Triple
verouillage
rechts (Prozedere nach
Bristow
Latarjet
)
spastische Teilparese linker Arm und verlangsamte Sprache (seit Geburt): unfallfremd
Schlafapnoe: unfallfremd
Der Beschwerdeführer könne den rechten Arm nach eigenen Angaben bis auf Brusthöhe gut benutzen und zirka 5 kg heben. Gestreckt könne er zirka 5 kg tra
gen. Alle Bewegungen über Brusthöhe rechts seien ihm hingegen nicht mög
lich, beispielsweise die Haare kämmen (S. 10 oben). Die Gutachterin führte unter anderem aus, bei der aktuellen Untersuchung 9 Monate postoperativ hät
ten chronische belastungsabhängige Schmerzen in der rechten Schulter im Vor
dergrund gestanden. Zudem sei der Beschwerdeführer überzeugt, dass die rechte Schulter nicht halten würde, da er immer wieder das Gefühl von beginnenden Luxationen habe (S. 14 oben). Objektiv – auch radiologisch – könne von einem recht guten Resultat der Operation vor 9 Monaten gesprochen werden. Klinisch habe der Beschwerdeführer eine bessere Beweglichkeit als bei anderen Untersu
chungen, auch sei die Schulter klinisch stabil. Hinderlich sei das subjektive Gefühl, dass die Schulter weiterhin nicht stabil sei. Dies sei durch die langjäh
rige Geschichte zwar nachvollziehbar, entspreche aber nicht mehr der heute bestehenden Schultermechanik. Der
Rehaprozess
könne noch nicht als abge
schlossen betrachtet werden, sondern müsse im Gegenteil entsprechend dem Vorschlag von
Dr.
C._
intensiviert werden. Zurzeit sei noch kein medizinischer Endzustand erreicht (S. 14 Mitte). Der Beschwerdeführer sei gegenwärtig noch nicht arbeitsfähig. Er sei noch im Reha-Prozess, welcher intensiviert werden sollte. Entsprechend könne ein Zumutbarkeitsprofil nicht definitiv erstellt wer
den (S. 17 Ziff. 9.1-9.3).
4.11
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom
3.
Juni 2013 (Urk. 6/93) aus, dass das Schultergelenk des Beschwerdeführers durch die
Bristow
Latarjet
-Rekonstruk
tion stabil geworden sei und er weder Luxationen noch Reluxationen habe. Die Rehabilitation sei aber durch ein ausgesprochenes Angstgefühl gehemmt. Bei Aussenrotation und Abduktion schiebe er den
Humeruskopf
gegen den
Cora
coid-Kno
chenblock
am
ventrokaudalen
Glenoidalrand
, was zu einer
Berüh
rungs
empfindlichkeit
führe (S. 1 unten). Es sei wichtig, dass bezüglich der
Gesamt
situation
eine Rehabilitation erfolgen könne, dies beinhalte eine beglei
ten
de psychotherapeutische Behandlung, da er sehr von Angstgefühlen geprägt sei (S. 2 oben).
4.12
Vom 2
0.
August bis 2
5.
September 2013 weilte der Beschwerdeführer stationär in der
D._
, worüber am
1
4.
Oktober 2013
im Austrittsbericht berichtet wurde (Urk. 6/101/6-12). Die Ärzte der
D._
nannten die folgenden, für den Rehabilitationsaufenthalt relevanten Diagnosen (S. 1 Mitte):
Rezidiv-Instabilität im rechten Schultergelenk nach
ventrokaudal
bei
Status nach multiplen Luxationen und mehreren Instabilitäts-Opera
tionen
Zustand nach Triple
verouillage
rechts (
Bristow
Latarjet
Procedere) am 2
8.
August 2012
Hemiparese links bei Geburtstrauma (Hypoxie)
sonstige spezifische Angststörung (ICD-10 F41.8)
Als Nebendiagnose nannten sie eine obstruktive Schlafapnoe (S. 1 unten). Der Beschwerdeführer habe gute Fortschritte erzielen können. Die aktive
Schulter
beweglichkeit
habe sich verbessert und wenn er abgelenkt gewesen sei, sei die Beweglichkeit viel besser gewesen. Sobald er sich auf die Schulterbewegung konzentriert habe, habe er den Arm deutlich weniger weit flektieren, abduzieren sowie aussenrotieren können. Es habe noch eine starke Ausweichbewegung und ein sehr hoher Muskeltonus allgemein bestanden (S. 2 Mitte). Für die Dauer des stationären Aufenthaltes und bis auf weiteres bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit. Aufgrund der Komplexität der Beschwerden mit einerseits
Geburtsge
brechen
links und Einschränkungen des bisher kompensierenden rechten Armes sei für die genaue Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine interdisziplinäre gut
achterliche Untersuchung erforderlich. Weiterhin sollten Arbeiten auf Schulter
höhe beziehungsweise über Kopf grundsätzlich nicht vorkommen (S. 3 oben).
Im Bericht vom
2
8.
Oktober 2013
(Urk. 6/101/1-5) nannten die Ärzte der
D._
die gleichen Diagnosen wie im Austrittsbericht vom 1
4.
Oktober 2013 (Ziff. 1.1). Bis 2006 sei der Beschwerdeführer als Clubmanager in diversen Dis
kotheken tätig gewesen, wo er vorrangig im Servicebereich gearbeitet
habe. Aufgrund der
mult
iplen Schulterluxationen und der
darauffolgenden Opera
tionen sei er nicht mehr in der Lage gewesen, diese Tätigkeit auszuführen (Ziff. 1.6). Beidhändige Arbeiten, die zudem auch noch über Kopf ausgeübt wer
den sollen, seien dem Beschwerdeführer nur noch eingeschränkt zumutbar. Der bisher dominierende rechte Arm sei in der Funktion deutlich eingeschränkt und links bestehe ein Geburtsgebrechen. Somit seien viele Arbeiten nicht mehr möglich. Über das genaue Tätigkeitsprofil der bisherigen Tätigkeit seien sie nicht informiert, eine Servicetätigkeit sei jedoch sicherlich nicht mehr möglich (Ziff. 1.7). Durch die Weiterführung des instruierten Heimprogrammes, der regelmässigen
Physiotherapie, des Krafttrainings und der ambulanten psycho
somatischen Therapie sollte sich die physische Belastbarkeit des Beschwerde
führers derart steigern lassen, dass eine Wiedereingliederung in den Arbeitspro
zess denkbar sei (Ziff. 1.8).
4.13
Dr.
med. E._
, Facharzt für Chirurgie, nannte in seinem Bericht vom
11. November 2013
(Urk. 6/102/4-5) die folgende Diagnose (S. 1 Ziff. 2):
Status nach
Latarjet-Procedure
offen am 2
8.
August 2012 bei Status nach Rezidiv-Instabilität im rechten Schultergelenk nach 4 Voroperationen
Hemiparese links bei Geburtstrauma
Objektiv bestehe höchstens radiologisch eine fehlende Konsolidation und ver
mut
lich zu distale und zu laterale Lage des Knochenblockes. Da aber kein
Krepi
tie
ren
auftrete, was typisch für eine solche Situation wäre, scheine diese Proble
matik nicht relevant zu sein. Die beschriebenen subjektiven Instabilitäten könnten bei sämtlichen Tests nicht nachvollzogen werden; die Schulter scheine perfekt stabil zu sein (S. 1 Ziff. 2).
Aufgrund der Schultersituation scheine ihm eine Arbeitsfähigkeit in einem 60 %-Pensum als DJ voll gegeben zu sein. Die vom Beschwerdeführer beschrie
benen Beschwerden könnten bei einer Arbeit auf Tischhöhe eigentlich keine Verstärkung erfahren; die unspezifischen Verspannungen
nuchal
könne er nicht beurteilen (S. 2 Ziff. 5). Seines Erachtens habe der Beschwerdeführer - bei einem äusserst (ereignislosen, mithin) deprimierenden Tagesablauf - vor allem ein psy
chiatrisches oder soziales Problem, welches das Schulterproblem eindeutig überlagere (S. 2 unten).
4.14
Der RAD-Arzt
Dr.
B._
führte
in seiner Stellungnahme vom
12. Dezem
ber 2013
(Urk. 6/106/3) aus, dass es sich bezüglich der somatischen Aspekte um einen bereits bekannten, stationären und versicherungsmedizinisch gewürdigten Sachverhalt handle. Die von der
D._
fachfremd postu
lierte „sonstige spezifische Angststörung F41.8“ (dass sich die Schulter wieder ausrenken könnte) sollte nach Fachbesprechung mit
Dr.
med. F._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, im RAD keinen eigenständigen dauerhaften Arbeitsunfähigkeits-Wert besitzen. Der Gesundheitszustand des Beschwer
de
führers habe sich seit seiner Stellungnahme vom 16. Juni 2011 (vgl
. vorstehend E. 3.4) somit
objektiv nicht wesentlich verändert.
So hielt
Dr.
F._
am
1
2.
Dezember 2013
(Urk. 6/106/3) ergänzend fest, dass die Diagnose einer sonstigen spezifischen Angststörung (ICD-10 F41.8) nicht durch einen nichtpsychiatrischen Facharzt gestellt werden könne.
4.15
Am 2
1.
Januar 2014 berichtete
Dr.
C._
(Urk. 6/103), bei der MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule hätten keine wesentlichen pathologischen Befunde gefun
den werden können, welche die Muskelproblematik des Beschwerdeführers erklären könnten. Es handle sich auch um eine eigentlich
e
Muskelverspan
nungsschmerzhaftigkeit
cervico
-brachial, vor allem dorsal rechts. Der Beschwer
deführer weise unterhalb der Horizontale
n
eine praktisch normale Beweglichkeit auf und es entstehe langsam auch eine Beweglichkeit oberhalb der Horizontalen (S. 1 Mitte). Die Arbeitsfähigkeit sei sicher noch nicht gegeben (S. 1 unten).
4.16
Dr.
C._
äusserte sich in seinem Bericht vom
3
1.
März 2014
(Urk. 6/116) zur Versicherungssituation seines Patienten (S. 1 Mitte). Der Wiedereinstieg in einen Beruf sei zudem im Moment nicht möglich, da die Behinderung von Seiten des linken Armes schon einen Grossteil der Tätigkeiten ausschliesse und die posto
perative Behinderung des rechten Schultergelenkes ebenfalls noch signifikant sei (S. 1 unten). Ausserdem machte
Dr.
C._
Angaben darüber, welche Versi
cherung seiner Ansicht nach für welche Kosten aufzukommen habe (S. 2 oben).
4.17
Am 1
2.
August 2014 berichtete
Dr.
C._
(Urk. 6/131/6), der Beschwerdeführer zeige eine deutlich bessere Beweglichkeit und auch die Kraft sei besser. Er habe aber immer zeitweise eine bei bestimmten Bewegungen einschiessende Schmerz
haftigkeit, was durchaus vom Kontakt des
Humeruskopfes
mit der Schraube herrühren könnte. Es empfehle sich deshalb, die wohl verursachende Schraube zu entfernen, was am 2
6.
August 2014 stattfinden werde.
4.18
Dr.
C._
äusserte sich in seinem Bericht vom
2
4.
Februar 2015
an den Rechts
vertreter des Beschwerdeführers (Urk. 6/140) dahingehend, dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer linksseitig eine Geburtsschädigung mit einer
Teil
parese
des linken Armes und der Hand aufweise und daher mit dem linken Arm nicht voll funktionsfähig sei, in der Beurteilung des rechten Armes nie berück
sichtigt worden sei. Der Beschwerdeführer sei bei der Gesamtbeurteilung auf einen 100%igen funktionierenden Arm angewiesen, denn die linke Hand und der linke Arm seien nur Hilfsorgane. Es sei falsch, wenn einfach ein
Schulter
problem
rechts behandelt werde, ohne die Gesamtsituation zu berücksichtigen.
4.19
Der RAD-Arzt
Dr.
B._
hielt in seiner Stellungnahme vom 1
6.
April 2015 (Urk. 6/150/3) fest, dass keine neuen unberücksichtigten ärztlichen Fakten vor
gebracht worden seien, weshalb an der Beurteilung vom 1
2.
Dezember 2013
(vgl. vorstehend E. 4.14)
festgehalten werde.
4.20
In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1
8.
Januar 2016 (Urk. 5) führte
der
RAD-Arzt
Dr.
B._
aus, dass beim Vergleich der vom Operateur Dr.
C._
wiedergegebenen Funktionserhebungen am rechten Schulterbereich objektiv
von annähernd gleichen bis leicht gebesserten Verhältnissen ausgegangen wer
den könne. Auch die Teilparese im linken Arm sei vorbekannt gewesen und offenbar unverändert deklariert worden. Eine wesentliche funktionelle Verän
derung am rechten Schultergelenk und am linken Arm könne somit unter Berücksichtigung der zwei zwischenzeitlich weiteren Schulteroperationen am 2
8.
August 2012 sowie am 2
6.
August 2014 (Schraubenentfernung) nicht schlüssig nachvollzogen werden. Diesbezüglich sei objektiv funktionell seit 19. März 2011
(vgl. vorstehend E. 3.4)
von einem stationären Gesundheitszu
stand auszugehen (S. 2).
5.
5.1
Der rechtskräftigen befristeten
Rentenzusprache
vom
2
6.
September 2011 lagen im Wesentlichen das orthopädisch-
traumatologische
Y._
-Gutachten vom August 2010 sowie der Austrittsbericht der
Z._
vom Februar 2011 zugrunde (vorstehend E. 3.1). Die
Y._
Gutachterin
diagnostizierte eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit und chronische Schulterschmerzen mit leichter
Omarthrose
rechts sowie eine seit Geburt bestehende spastische
Teil
pa
rese
des linken Armes und eine verlangsamte Sprache. Sie attestierte dem Beschwerdeführer eine momentane 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit als Geschäftsführer. Allerdings sollte sich aufgrund einer EFL in Zusammenhang mit einer stationären Rehabilitation eine namhafte Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit ergeben. Welche Tätigkeiten dem Beschwerde
führer noch zumutbar seien, sollte ebenfalls anhand einer EFL beurteilt werden (vorstehend E. 3.2).
Die Ärzte der
Z._
diagnostizierten eine vordere, untere
Schul
ter
luxation
rechts bei Status nach mehrfachen Schulterluxationen, aktuell redu
zierte Schulterstabilität rechts, eine angeborene Teilparese des linken Armes, ein Schlafapnoesyndrom, psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten infolge einer ängstlichen Verunsicherung in Bezug auf weitere Schulterluxationen sowie eine psychomotorische Verlangsamung infolge eines Geburtsschadens (Hypoxie), das jedoch durch Adap
tion seit der Kindheit relativ gut kompensiert worden sei. Die Ärzte der
Z._
attestierten dem Beschwerdeführer sodann eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für seine angestammte Tätigkeit als Geschäftsführer bezie
hungsweise Clubmanager sowie für andere, leichte Tätigkeiten ohne Tätigkeiten über Brusthöhe sowie lediglich gelegentliches Hantieren von Lasten ausnahms
weise bis maximal 15 kg (vorstehend E. 3.3). Das hiesige Gericht bestätigte
mit Urteil vom 1
5.
November 2012
, dass die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu Recht auf den Austrittsbericht der
Z._
abgestellt hatte (vorstehend E. 3.5).
B
eim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
Oktober 2015 (Urk. 2)
stütz
te sich die Beschwerdegegnerin
auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes
Dr.
B._
vom Dezember 2013 und April 2015, wonach es sich bezüglich der somatischen Aspekte um einen bereits bekannten, stationären und
versi
che
rungsmedizinisch
gewürdigten Sachverhalt handle. Zudem besitze die von der
D._
fachfremd postulierte „sonstige spezifische Angststörung“ (
dass
sich die Schulter wieder ausrenken könnte) keinen eigenständigen dauer
haften Arbeitsunfähigkeits-Wert. Der Gesundheitszustand habe sich objektiv nicht wesentlich verändert (vorstehend E. 4.14, 4.19).
5.2
Vorab kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin – wie sie zu Recht vorgebracht hat
(
Urk. 4 S. 2 Ziff. 2) – auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers eingetreten ist und den Sachverhalt erneut geprüft hat. Sie hat zusätzliche ärztliche Berichte angefordert und die Sache mehrmals dem RAD zur Beurteilung vorgelegt. Schliesslich hat sie einen materiellen Entscheid erlassen. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör verweigert (vorstehend E. 2.2), erweist sich demnach als nicht stichhaltig.
5.3
Aus dem der rechtskräftigen befristeten
Rentenzusprache
vom September 2011 zugrunde liegenden orthopädisch-
traumatologischen
Y._
-Gutachten vom August 2010 (Urk. 6/34/2-18 = Urk. 6/85/178-194 S. 2 Mitte) und dem
Aus
trittsbericht
der
Z._
vom Februar 2011 (Urk. 6/41/2-8 = Urk. 6/85/121-127 S. 4 unten) geht hervor, dass den Ärzten die im Jahr 1997 durchgef
ührte
Limbusrefixation
mittels dreier Anker
bereits bekannt war. Das Gleiche gilt für die seit Geburt bestehende Teilparese des linken Armes (vorste
hend E. 3.2-3.3). Das
Y._
-Gutachten und der Austrittsbericht
der
Z._
basierten somit entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4 Ziff. 7) auf objektiv korrekten Tatsachen.
5.4
Die von
Dr.
C._
erstmals im Februar 2012 festgestellte Problematik bezüglich der zwei vorstehenden beschwerdeverursachenden Metallanker (vorstehend E. 4.3) trat erst nach der rechtskräftigen befristeten
Rentenzusprache
vom 26. September 2011 auf. Im Oktober 2012 wurde eine
Bristow
Latarjet
-Rekon
struktion durchgeführt und ein vorstehender Schraubenanker entfernt (vorste
hend E. 4.4). Im Zeitpunkt der erneuten Anmeldung im März 2013 (Urk. 6/83 = Urk. 6/86) war diese Problematik somit bereits wieder behoben. Dies ergibt sich insbesondere auch aus dem
orthopädischen
Y._
-Gutachten vom Mai 2013, aus welchem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer den rechten Arm bis auf
Brusthöhe gut benutzen und zirka 5 kg heben konnte. Gestreckt konnte er zirka 5 kg tragen (vorstehend E. 4.10).
Dr.
C._
berichtete im August 2014 wieder von Schmerzen, die von der anderen Schraube herrühren könnten, weshalb diese noch im gleichen Monat entfernt wurde (vorstehend E. 4.17).
Im orthopädischen
Y._
-Gutachten vom Mai 2013 wurde sodann festgehalten, dass 9 Monate postoperativ von einem recht guten Resultat der Operation gesprochen werden könne. Der Beschwerdeführer weise eine bessere Beweglich
keit aus und auch die Schulter sei stabil. Hinderlich sei jedoch sein subjektives Gefühl, dass die Schulter weiterhin nicht stabil sei (vorstehend E. 4.10). Im Austrittsbericht der
D._
vom Oktober 2013 wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer habe gute Fortschritte erzielen können und die aktive
Schul
terbeweglichkeit
habe sich verbessert, wobei die Beweglichkeit viel besser gewesen sei, wenn er abgelenkt
gewesen sei
(vorstehend E. 4.12).
Dr.
E._
führte im November 2013 aus, dass die Schulter perfekt stabil sei; die beschrie
benen subjektiven Instabilitäten hätten bei sämtlichen Tests nicht nachvoll
zogen werden können (vorstehend E. 4.13).
Auch
Dr.
C._
berichtete im Juni 2013, das Schultergelenk sei durch die
Bris
tow-Latarjet-Rekonstruktion
stabil geworden und der Beschwerdeführer habe weder Luxationen noch Reluxationen. Die Rehabilitation sei jedoch durch ein ausgesprochenes Angstgefühl gehemmt (vorstehend E. 4.11). Im Januar 2014 führte
Dr.
C._
aus, bei der MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule hätten keine wesentlichen pathologischen Befunde gefunden werden können, welche die Muskelproblematik des Beschwerdeführers erklären könnten. So handle es sich um eine eigentliche Muskelverspannungsschmerzhaftigkeit. Der Beschwerde
führer weise unterhalb der Horizontalen eine praktisch normale Beweglichkeit auf und es entstehe langsam auch eine Beweglichkeit oberhalb der Horizontalen (vorstehend E. 4.15).
Den obigen Ausführungen kann entnommen werden, dass bei der erneuten Anmeldung im März 2013 im Vergleich zum Zeitpunkt der befristeten
Renten
zusprache
im September 2011 hinsichtlich der rechten Schulter objektiv ein in etwa gleich gebliebener Gesundheitszustand vorlag.
5.5
Die im Austrittsbericht der
D._
vom Oktober 2013 diagnostizierte sons
tige spezifische Angststörung wu
rd
e
– wie von der Beschwerdegegnerin zu Recht vorgebracht wurde (vorstehend E. 2.1, Urk. 4 S. 2 Ziff. 4) – nicht anhand von objektiven Befunden begründet. Im Austrittsbericht der
D._
wurde lediglich erwähnt, dass sich der Beschwerdeführer angstbedingt eine Schonhaltung angewöhnt habe (Urk. 6/101/6-102 S. 2 oben, vgl. vorstehend
E. 4.12).
Die Diagnose einer Angststörung ist demnach nicht
hinreichend
begrün
det.
Ausserdem wurden die beschriebenen Ängste bereits im
Austrittsbe
richt
der
Z._
vom Februar 2011 festgestellt, in welchem festge
halten worden war, dass keine psychische Störung von Krankheitswert vorliege, aber eine ängstliche Verunsicherung in Bezug auf weitere Schulterluxationen und eine leichte psychische Auslenkung mit erhöhter Affekt- und
Stimmungs
labilität
sowie Besorgtheit infolge psychosozialer Belastung, die als „psycholo
gische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krank
heiten“ (ICD-10 F54) zu codieren sei (vorstehen
d E. 3.3)
. Diesbezüglich lag demnach bei der erneuten Anmeldung im März 2013 im Vergleich zum Zeit
punkt der befristeten
Rentenzusprache
im September 2011 ein unveränderter Gesundheitszustand vor.
5.6
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit ging die Beschwerdegegnerin bei der
Zusprache
der befristeten Rente im September 2011 davon aus, dass dem Beschwerdefüh
rer ab Austritt aus der
Z._
im Februar 2011 eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei, sofern es sich um leichte Tätigkeiten ohne Tätigkeiten mit dem rechten Arm über Brusthöhe handle und keine Lasten über 15 kg hantiert werden müssten
(vorstehend
E. 3.4).
Dr.
A._
äusserte sich in ihrem orthopädischen
Y._
-Gutachten vom Mai 2013 dahingehend, dass der Beschwerdeführer gegenwärtig noch nicht arbeitsfähig sei. Da er noch im Reha-Prozess sei, könne ein Zumutbarkeitsprofil noch nicht definitiv erstellt werden (vorstehend E. 4.10). Das
Y._
-Gutachten enthält somit keine verwertbaren Angaben bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Die Ärzte der
D._
attestierten dem Beschwerde
führer in ihrem Austrittsbericht vom Oktober 2013 sodann eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Diese begründeten sie jedoch nicht näher. Zwei Wochen später führten die Ärzte der
D._
aus, sie seien über das genaue
Tätig
keitsprofil
der bisherigen Tätigkeit nicht informiert, eine Servicetätigkeit sei jedoch sicherlich nicht mehr möglich (vorstehend E. 4.12). Die Ärzte der
D._
machten somit ebenfalls keine verwertbaren Angaben bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
Im November 2013 attestierte
Dr.
E._
dem Beschwerdeführer aufgrund der Schultersituation eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für seine bisherige Tätigkeit als DJ. Zudem führte er aus, dass der Beschwerdeführer vor allem ein psychiat
risches und soziales Problem habe, welches das Schulterproblem eindeutig überlagere (vorstehend E. 4.13).
Dr.
E._
begründete nicht näher, weshalb nur eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
n sollte
, stellte er doch fest, dass die Schulter perfekt stabil sei und die beschriebenen subjektiven Instabilitäten bei sämtlichen Tests nicht nachvollzogen werden könnten.
Auf diese Beurteilung kann demnach ebenfalls nicht
abgestellt werden.
Dr.
C._
attestierte dem Beschwerdeführer in seinen Berichten
jeweils
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 4.5, 4.7, 4.8, 4.15, 4.16). Er begrün
dete
diese Arbeitsunfähigkeit jedoch
nicht näher und legte auch nicht dar, warum sich
die Arbeitsfähigkeit
nach der ersten Schraubenentfernung im August 2012 trotz eines verbesserten Gesundheitszustandes und Fortschritten des Beschwerdeführers nicht
verbessert haben sollte
. In Bezug auf die Berichte von
Dr.
C._
ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Arztpersonen im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Auf seine Einschätzung bezüglich der Arbeitsfähigkeit kann demnach nicht abgestellt werden.
Folglich kann davon ausgegangen werden, dass sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der befristeten
Rentenzusprache
im September 2011 ebenfalls nicht verändert hat und
weiterhin
von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer dem Belastungsprofil entsprechenden, angepassten Tätigkeit auszugehen ist.
5.7
Es kann festgehalten werden, dass der Gesundheitszustand und die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers bei der erneuten Anmeldung im März 2013 im Vergleich zum Zeitpunkt der befristeten
Rentenzusprache
im September 2011 objektiv in etwa gleich geblieben ist und keine wesentliche Verschlechterung ausgewiesen ist.
Damit fehlt ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17 Abs. 1 ATSG, womit es bei der Feststellung gemäss der Verfügung von 2011 bleibt, dass (seit Mai 2009) kein Rentenanspruch besteht.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.