Decision ID: 3c6e78c9-d2a2-5389-9386-e017875969a6
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
T._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a T._, geboren 1971, meldete sich am 19. Mai 2003 zum Bezug von IV-Leistungen
(Rente) an. Er gab an, dass er an einer Nervenkrankheit leide (act. G 3.1).
A.b Im Bericht vom 26. Mai 2003 führte Dr. med. A._, Fachärztin FMH für Neurologie,
aus, dass im Schädel MRI vom 5. Februar 2003 mehrere alte Mikroinfarkte frontal,
parietal und occipital beidseits hätten nachgewiesen werden können. Die Ursache
hierfür sei mit grösster Wahrscheinlichkeit der frühere Heroin- und Kokain-Abusus. Bei
der neuropsychologischen Untersuchung habe der Versicherte Mühe in der
Ideenproduktion und in der Konzeptfindung gezeigt, was als leichte frontale Störung
interpretiert worden sei. Die frontalen Läsionen seien aber nur sehr diskret; es sei
fraglich, ob sie die aktuelle Symptomatik überhaupt mit beeinflussten. Der Versicherte
wünsche vor allem eine Berentung. Aus neurologischer Sicht bestehe hierfür indes kein
Grund. Die heftigen Wut- und Aggressionsausbrüche bei vermutlich mangelnder
Impulskontrolle habe der Versicherte bereits seit der Kindheit; sie seien im
Erwachsenenalter schlimmer geworden. Dr. A._ empfahl die Durchführung einer
psychiatrischen Behandlung (act. G 3.9.7 f.).
A.c Der behandelnde Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, hielt im
Arztbericht vom 4. Juni 2003 fest, dass der Versicherte vom 21. September 1986 bis
20. Oktober 1992 und vom 1. Mai 1999 bis 30. Mai 2003 in seiner Behandlung
gestanden sei. Dieser habe am 7. Januar 2003 erstmals Wutausbrüche aus nichtigem
Anlass erwähnt. Zudem sei er seit 10 Monaten arbeitslos, leide an Schlafstörungen,
Gedankenkreisen und zeige wieder einmal eine Schnittwunde über den Fingern. Die
Wutausbrüche hätten zu Tätlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden und Vorgesetzten
geführt. Zuletzt habe er ein Restaurant geführt, wo ihm wieder wegen
Gewaltausbrüchen gekündigt worden sei. Die Tätigkeit als Gastwirt sei dem
Versicherten "arbeitsmässig" sicher zumutbar; aufgrund der Psychopathologie
(Wutausbrüche) sei die Zumutbarkeit hingegen eher zu verneinen. Dr. B._ erachtete
eine medizinische Abklärung und berufliche Massnahmen angezeigt; er könne die
Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen (act. G 3.9.1 ff.).
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A.d Der Versicherte wurde am 3. und 26. September 2003 durch Dr. med. C._,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Im psychiatrischen
Gutachten vom 30. Oktober 2003 berichtete Dr. C._, er könne keine eindeutige
psychiatrische Diagnose stellen. Es bestünden Anhaltspunkte, die für sowie gegen das
Vorliegen einer erworbenen leichten hirnorganischen Störung sprächen. Die
Beschwerden seien eher ein Ausdruck akzentuierter Persönlichkeitszüge einer
reizbaren Persönlichkeit mit eingeschränkter Fähigkeit zur Steuerung aggressiver
Impulse (ICD-10; Z73.1). Er beurteile die Leistungsfähigkeit des Versicherten als
Hilfsarbeiter für gegeben. Gleichwohl schränkten die Persönlichkeitszüge den
Versicherten ein, es komme wiederholt zu Konflikten am Arbeitsplatz und zu fristlosen
Entlassungen. Diese Tatsache lege den Schluss nahe, dass der Versicherte aufgrund
seiner körperlichen und psychischen Gesundheit zwar arbeitsfähig sei. Diese
vorhandene Leistungsfähigkeit könne jedoch durch die reizbare Persönlichkeit mit
eingeschränkter Fähigkeit zur Steuerung aggressiver Impulse auf Dauer nicht
umgesetzt werden, weshalb der Versicherte nicht arbeitsfähig sei. Dr. C._ empfahl
u.a. ein Arbeitstraining, wobei dieses zwingend durch eine psychiatrische/
psychotherapeutische Behandlung begleitet werden müsse (act. G 3.19.1 ff.).
A.e Gegenüber der Eingliederungsberaterin erklärte der Versicherte am 17. Dezember
2003, er sei vom Hausarzt bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. Er
sehe sich selbst auch als arbeitsunfähig und sehe keinen Sinn in der Vornahme von
beruflichen Massnahmen. Sein Hirn sei durch Drogenmissbrauch geschädigt. Er
reagiere auf Kleinigkeiten aggressiv. Es bestehe die Gefahr, dass er alles kurz und klein
schlage und auf Arbeitskollegen losgehen könnte. Er könne dafür aber keine
Verantwortung übernehmen, da die Ursache in der Hirnschädigung liege. Von Dr. C._
sei er nicht verstanden worden. Er sei mit dessen Beurteilung nicht einverstanden (act.
G 3.21). Darauf gelangte die Eingliederungsberaterin im Schlussbericht vom
18. Dezember 2003 zur Auffassung, dass der Versicherte wegen mangelnder
Impulskontrolle, die er bereits mehrfach unter Beweis gestellt habe, einer
berufsabklärenden Institution nicht zumutbar sei (act. G 3.22). Auf Rückfrage der IV-
Stelle führte Dr. C._ am 7. Januar 2004 aus, die fehlende Umsetzbarkeit der
Arbeitsfähigkeit liege in der Diagnose der akzentuierten Persönlichkeitszüge begründet.
Ob noch andere Gründe verantwortlich seien, könne er nicht abschliessend beurteilen.
Die soziale und familiäre Umgebung sei sicher mitverantwortlich für mangelnde
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Motivation, sich in der Arbeitswelt zu etablieren. Dr. C._ verwies nochmals auf die
Notwendigkeit der beruflichen Abklärung unter psychiatrischer Begleitung und
erachtete die Zumutbarkeit des Versicherten für eine Institution für gegeben (act.
G 3.25). Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hielt dennoch die Beurteilung der
Eingliederungsberaterin als nachvollziehbar, dass der Versicherte zurzeit einer
abklärenden Institution nicht zugemutet werden könne. Wie die Vorgeschichte gezeigt
habe, sei ein Arbeitstraining zur Zeit nicht erfolgversprechend. Der RAD schlug am
16. Januar 2004 die Durchführung einer Psychotherapie vor, da der
Gesundheitszustand des Versicherten seines Erachtens instabil sei (act. G 3.26).
A.f Die IV-Stelle ersuchte den Versicherten mit Schreiben vom 20. Januar 2004, sich in
Nachachtung seiner Schadenminderungspflicht einer Psychotherapie zu unterziehen
(act. G 3.27). Dr. med. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, teilte
ihr am 20. Februar 2004 mit, dass er bereit sei, den Versicherten bei den IV-
Eingliederungsversuchen zu begleiten. Voraussetzung hierfür sei, dass die fachärztliche
Behandlung bei/während den Eingliederungsversuchen stattfände, um deren Chancen
zu erhöhen, und nicht zur (vorgängigen) Verbesserung der Arbeitsfähigkeit (act.
G 3.29). Am 3. Mai 2004 gelangte D._ erneut an die IV-Stelle. Der Versicherte habe
ihm von der Mitteilung der IV-Stelle erzählt, wonach diese ihm gesagt habe, man
müsse vor der Durchführung von Rehabilitationsmassnahmen noch abwarten, ob durch
Psycho-(pharmako-)therapie die Arbeitsfähigkeit verbessert werden könne. Dies sei mit
seiner im Schreiben vom 20. Februar 2004 geäusserten Haltung nicht zu vereinbaren.
Er (D._) erachte eine psychiatrische Beratung nur unter der aktuellen Belastung durch
Eingliederungsmassnahmen für empfehlenswert. Das Sortiment an medikamentösen
Möglichkeiten sei bereits ordentlich ausgelotet. Der Versicherte selbst sei für eine
etwaige Psychogenese (und damit für ein psychotherapeutisches Bearbeiten) nicht
eben offen (act. G 3.30).
A.g Im Verlaufsbericht vom 2. August 2004 gab Dr. B._ an, der Gesundheitszustand
sei stationär. Medikamentöse Behandlungen seien alle mehr oder weniger erfolglos
verlaufen. Möglicherweise sei eine geschützte Arbeitsstelle mit psychologisch
geschulten Vorgesetzten anzustreben (act. G 3.32). In der Folge schlug der RAD eine
zweite Begutachtung vor, da die zumutbare Arbeitsfähigkeit des Versicherten in freier
Wirtschaft weiter unklar sei (act. G 3.33).
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A.h Am 14. Februar und 7. März 2005 wurde der Versicherte im Psychiatrischen
Zentrum Wil durch E._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht
und am 17. Juni 2005 noch telefonisch befragt. Die Psychiaterin diagnostizierte: eine
Opioid- und Kokainabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F11.20 / F14.20); eine
Opioid- und Kokainabhängigkeit, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F11.1 / F14.1;
Mikroinfarkte cerebral frontal, parietal und occipital) und eine Low-dose-
Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10: F13.8). Zu den problematischen
Aggressionsdurchbrüchen des Versicherten sei es nach dessen eigenen Angaben erst
nach seiner Drogenzeit, d.h. nach 1994 gekommen. Sie fänden in unspezifischen
Situationen statt. Aus psychiatrischer Sicht bestehe beim Versicherten ein
problematisches Mischbild einer zugrunde liegenden und teilweise noch existenten
Suchterkrankung mit einer hirnorganischen Komponente als Suchtfolgeerkrankung im
Sinn einer hirnorganisch bedingten Störung der Impulskontrolle sowie einer
hirnorganisch bedingten Persönlichkeitsveränderung und einer möglicherweise isoliert
bestehenden Störung der Impulskontrolle, wobei letztere wenig wahrscheinlich
erscheine. Da sämtliche Erkrankungen seit mindestens 10 Jahren bestünden und
mittlerweile zu einer dauerhaften Arbeitslosigkeit und sozialem Rückzug geführt hätten,
die Therapieversuche durch den Hausarzt oder den zwischenzeitlich behandelnden
Psychiater erfolglos gewesen seien, müsse bei einer mittlerweile chronifizierten
Symptomatik von einer entsprechend schlechten Prognose ausgegangen werden. Bis
1994 habe der Versicherte als Hilfsarbeiter an verschiedenen Arbeitsplätzen gearbeitet.
Es sei damals und in der Folge bei kurzfristigen Arbeitsverträgen aufgrund der
affektiven Durchbrüche immer wieder zu Kündigungen des jeweiligen
Arbeitsverhältnisses gekommen. Ein Versuch, sich selbstständig zu machen, sei
verständlicherweise gescheitert. Seither sei der Versicherte seit 3 Jahren arbeitslos. In
seinem jetzigen Zustand, vor allem im Hinblick auf die möglichen Affektdurchbrüche,
sei der Versicherte einem Arbeitgeber und anderen Kollegen nicht zumutbar. Da es
einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Benzodiazepineinnahme und
Affektkontrollstörungen gebe, sei der nächste Schritt eine Entzugsbehandlung unter
stationären Bedingungen (act. G 3.40).
A.i Die IV-Stelle teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 6. und 28. September 2005
mit, dass er im Rahmen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht gehalten sei,
zur Erhaltung und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit an einer Entzugsbehandlung mit
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parallel durchzuführenden psychotherapeutischen Massnahmen teilzunehmen (act.
G 3.43 und 3.46). Am 13. Oktober 2005 orientierte die Psychiaterin die IV-Stelle
darüber, dass der Versicherte an einer stationären Behandlung nicht interessiert sei
und diesbezüglich äusserst ungehalten reagiert habe (act. G 3.47). Sein damaliger
Rechtsvertreter brachte der IV-Stelle am 23. November 2005 zur Kenntnis, dass der
Versicherte bei Dr. B._ ein längerfristiges Drogenscreening auf unregelmässigen
Abruf einschliesslich allenfalls notwendiger begleitender Entzugsbehandlung beginne.
Anfangs Dezember 2005 werde er sich in begleitende psychotherapeutische
Behandlung begeben (act. G 3.51).
A.j Im Verlaufsbericht vom 10. März 2006 führte Dr. B._ erneut aus, der
Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär. Dieser habe aufgrund eines
Reizhustens Hustentropfen mit Codein eingenommen. Eine entsprechende Urinprobe
sei daher positiv ausgefallen. Die übrigen regelmässig durchgeführten Urinproben seien
stets negativ gewesen. Die Aufnahme einer Tätigkeit sei dem Versicherten zumutbar
(act. G 3.53).
A.k Der behandelnde Psychiater Dr. med. F._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, berichtete am 25. März 2006 über die aktuelle, alle 14 Tage
stattfindende, verhaltenstherapeutische Behandlung. Er diagnostizierte: eine emotional
instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10: F60.30); eine hirnorganische
affektive Störung (ICD-10: F06.3). Differentialdiagnostisch berichtete er über eine
organische Persönlichkeitsstörung aufgrund einer Schädigung des Gehirns (ICD-10:
F07.8). Eine eindeutige Diagnose sei schwierig. Aufgrund des Verlaufs seit dem letzten
Gutachten scheine die heutige Situation nicht mit einer Drogenabhängigkeit im
Zusammenhang zu stehen. Eine erneute Begutachtung sei angezeigt. Der
Gesundheitszustand sei besserungsfähig. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im
angestammten Beruf als Hilfsarbeiter sei unklar. Bei der bisherigen Tätigkeit als
Hilfsarbeiter habe es immer wieder Impulsdurchbrüche gegeben. Obwohl die letzte
Arbeitstätigkeit schon Jahre zurückliege, sei anzunehmen, dass der Versicherte heute
ähnlich reagieren und es zu massiven Auseinandersetzungen mit Mitarbeitenden
kommen könnte. Die bisherige sowie andere Tätigkeiten seien ihm zumutbar. Unklar
bleibe jedoch, ob der Versicherte einem Arbeitgeber zumutbar sei. Der Versicherte
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scheine mehr Angst vor seinen Impulsdurchbrüchen zu haben, als zum heutigen
Zeitpunk eine eigentliche Gefahr für andere bestehe (act. G 3.54).
A.l Nachdem die Psychiatrische Klinik Wil aus Kapazitätsgründen eine weitere
Begutachtung des Versicherten ablehnte (act. G 3.57), fand am 31. Mai 2007 eine
Verlaufsbeurteilung durch G._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
statt. Im psychiatrischen Gutachten vom 5. Juni 2007 stellte der Experte die Diagnose
einer organischen affektiven Störung (ICD-10: F06.3). Zur Arbeitsfähigkeit hielt der
Experte fest, diese müsse differenziert nach den jeweiligen Arbeitsrahmenbedingungen
beurteilt werden. Soweit anamnestisch bekannt, seien die Impulskontrollstörungen an
verschiedenen Arbeitsstellen jeweils im zwischenmenschlichen Bereich bei
vermeintlichen Differenzen mit Drittpersonen aufgetreten. Zudem seien gemäss
Angaben des Versicherten solche Impulsdurchbrüche auch noch im familiären Umfeld
aufgetreten. Hingegen scheine die Impulskontrollstörung für ihn kaum ein Problem zu
sein, wenn er alleine sei und Ruhe habe. Von daher müsse gesagt werden, dass in
einem Arbeitsumfeld, in dem er auf Teamarbeit angewiesen sei und der Kontrolle von
Vorgesetzten unterliege, diese Impulskontrollstörung als zu 100% arbeitslimitierend
einzustufen sei. Die Impulskontrollstörung des Versicherten bringe in einem
Arbeitsumfeld in Zusammenarbeit mit Drittpersonen unweigerlich die Gefahr mit sich,
bei geringen Anlässen (vermeintliche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten) zu
neuerlichen Impulsdurchbrüchen zu führen. Hingegen sei der Versicherte 100%
arbeitsfähig für ein Betätigungsfeld, in dem er mit einer vorgegebenen Aufgabe betraut
sei, ohne sich während der Beschäftigung mit dieser mit Kontrollen ob seiner
Arbeitsleistungen oder mit Diskussionen ob seiner Arbeitsweise auseinandersetzen zu
müssen. Im Fall einer solchen seinem Leiden adaptierten Tätigkeit sei unter
Berücksichtigung der leichten neuropsychologisch nachgewiesenen
Beeinträchtigungen von einer 20%igen Leistungsminderung auszugehen. Es stelle sich
indes die Frage nach der Realisierbarkeit solcher Rahmenbedingungen auf dem freien
Arbeitsmarkt. Rein prognostisch sei davon auszugehen, dass alleine schon anhand der
mannigfach durchgeführten medikamentösen und psychotherapeutischen
Interventionsversuche die Prognose betreffs Minimierung der Impulskontrollstörung als
ungünstig einzustufen sei. So habe der Versicherte bereits verschiedene
Antidepressiva, Benzodiazepine und Stimmungsstabilisatoren erhalten, ohne dass
diese einen nachhaltigen Effekt hätten zeitigen können. Vielmehr seien die
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medikamentösen Behandlungsversuche scheinbar primär von Unverträglichkeit
gezeichnet gewesen, nebst dem der Versicherte selbst angebe, dass diese seinen
Zustand eher noch verschlechtert hätten (act. G 3.68).
A.m Der Eingliederungsberater kam im Schlussbericht vom 6. November 2007 zum
Ergebnis, dass es schwer sei, in der freien Wirtschaft eine leidensangepasste Stelle zu
finden; es sei aber nicht unmöglich. Dem Versicherten seien einige angepasste Stellen
(Reinigungstätigkeit, Fliessbandarbeit, Platzanweiser im Kino, Parkplatz-Nachtwächter
oder Portier) aufgezählt worden. Dieser vertrete aber die Auffassung, dass ein
Stellenantritt aus subjektiver Sicht nicht möglich sei (act. G 3.79). Gegen den
Schlussbericht wandte der Versicherte am 26. November 2007 u.a. ein, dass er gerne
arbeiten möchte. Er sei sich aber sicher, dass sein Gesundheitszustand zurzeit keine
Arbeit zulasse, die einen Kontakt mit Vorgesetzten oder Mitarbeitern erfordere, die
Kritik, Druck oder Lärm mit sich bringen könnte. Er befürchte ernsthaft, dass er dabei in
verletzender Weise "ausrasten" könnte. Entgegen den Ausführungen des
Schlussberichts seien vom Eingliederungsberater insgesamt zwei Arbeitsplätze bei
H._ und ein Arbeitsplatz in einem Transportgeschäft angesprochen worden. Dabei
sei fraglich gewesen, ob bei H._ einer der beiden Arbeitsplätze überhaupt frei
gewesen wäre (act. G 3.83.3 f.).
A.n Am 10. Dezember 2007 erklärte die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung für
abgeschlossen, nachdem der Versicherte sich für eine adaptierte Tätigkeit für nicht
arbeitsfähig erachte und die Prüfung des Rentenanspruchs wünsche (act. G 3.87).
Gleichentags stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Dezember 2007 die
Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht (act. G 3.89).
B.
B.a Der Versicherte erhob am 9. Januar 2008 Einwand gegen den Vorbescheid vom
10. Dezember 2007 ("Invalidenrente sowie Mitteilung des Abschlusses der
Arbeitsvermittlung"). Er beantragte die Ausrichtung einer ganzen, eventualiter einer
Teilrente mit begleitender Unterstützung durch die Arbeitsvermittlung. Zur Begründung
führte der Versicherte aus, dass eine Arbeitsfähigkeit lediglich dort bestehe, wo er nicht
auf Teamarbeit angewiesen sei und nicht der Kontrolle von Vorgesetzten unterliege;
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ansonsten liege eine 100%ige arbeitslimitierende Störung vor. Es stehe damit fest,
dass er (der Versicherte) in einer adaptierten Tätigkeit, bei der er nicht der Kontrolle
eines Vorgesetzten unterliege, keinen Kundenkontakt habe und bei der er nicht an der
Seite von weiteren Mitarbeitern arbeite, zu 80% arbeitsfähig sei. Der
Eingliederungsberatung sei es nicht gelungen, eine angepasste Tätigkeit aufzuzeigen.
Dem Versicherten fehle es an der Vermittelbarkeit (act. G 3.91).
B.b Am 11. Januar 2008 verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids und lehnte die
Ausrichtung von Rentenleistungen aufgrund eines ermittelten Invaliditätsgrades von
20% ab. Im Hinblick auf eine angepasste Stelle gebe es folgende Rahmenbedingungen
zu beachten: möglichst selbstständiges Arbeiten bei einem verständnisvollen
Arbeitgeber, jedoch ohne Teamarbeit, ohne Kundenkontakt, ohne komplexe
Tätigkeiten sowie ohne Stress und Zeitdruck. Die Eingliederungsberatung sei zum
Schluss gelangt, dass solche angepassten Tätigkeiten in der freien Wirtschaft
ausreichend zur Verfügung stünden (act. G 3.92).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 14. Februar 2008. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt der Beschwerdeführer darin deren
Aufhebung, die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente, eventualiter die Ausrichtung
einer Teilrente mit begleitender Unterstützung durch die Arbeitsvermittlung. Ferner
seien ihm die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung zu
gewähren. In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der
Begründungspflicht. Die Beschwerdegegnerin sei nicht auf seine Einwände
eingegangen. Es stehe fest, dass seine im Rahmen einer Vollzeittätigkeit bestehende
Leistungsfähigkeit aufgrund der nachgewiesenen neuropsychologischen
Beeinträchtigung zu 20% vermindert sei. Hingegen sei das die Zumutbarkeit für einen
Arbeitgeber einschränkende Wesen des Beschwerdeführers dokumentiert. Jeder der
behandelnden Mediziner stelle die Frage, ob die Arbeitsfähigkeit in einem angepassten
Tätigkeitsbereich überhaupt umsetzbar sei. Die von der Beschwerdegegnerin
aufgezählten Einsatzmöglichkeiten liessen die medizinisch festgehaltenen
Anforderungen an einen Arbeitsplatz vollkommen ausser Acht. Die dem
Beschwerdeführer verbliebene Arbeitsfähigkeit sei auf dem freien Arbeitsmarkt nicht
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umsetzbar. Die Beschwerdegegnerin sei nicht einmal in der Lage gewesen, ein
Arbeitstraining bzw. einen Eingliederungsversuch zu starten. Was die Ermittlung des
Invalideneinkommens anbelange, so sei ein Leidensabzug von 25%, allenfalls 20%, zu
berücksichtigen (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. April 2008
die Beschwerdeabweisung. In formeller Hinsicht sei darauf hinzuweisen, dass ein
allfälliger Anspruch auf Arbeitsvermittlung nicht Gegenstand der angefochtenen
Verfügung sei. Der Beschwerdeführer habe nach dem Erlass der Mitteilung vom
10. Dezember 2007 darauf verzichtet, eine beschwerdefähige Verfügung zu verlangen.
Die angefochtene Verfügung sei hinreichend begründet. Eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs liege nicht vor. Aus den ärztlichen Unterlagen ergäben sich
folgende Anforderungen an eine angepasste Tätigkeit: ungestörtes Arbeiten,
Entflechtung von Arbeit und Kontrolle in zeitlicher Hinsicht sowie Beschränkung der
Kontrolle und Kritik auf ein notwendiges Minimum. Nicht zu den Erfordernissen gehöre,
dass keinerlei Kundenkontakt entstehen sollte. Dem Beschwerdeführer gelinge der
Nachweis nicht, dass er zu 100% arbeitsunfähig zu betrachten sei. Wenn überhaupt sei
beim Einkommensvergleich höchstens ein Leidensabzug von 5 bis 10% gerechtfertigt
(act. G 3).
C.c Am 19. Mai 2008 bewilligt die Abteilungspräsidentin die unentgeltliche
Prozessführung (Befreiung von Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung,
act. G 6).
C.d In der Replik vom 18. Juni 2008 bringt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht
vor, es sei unzutreffend, dass er auf eine beschwerdefähige Verfügung betreffend
Arbeitsvermittlung verzichtet habe. Er habe in der Einwandeingabe vom 9. Januar 2008
ausdrücklich verlangt, dass berufliche Massnahmen zu ergreifen seien. Nachdem die
Beschwerdegegnerin sich nach wie vor weigere, berufliche Massnahmen
zuzusprechen, widerspreche es dem Prinzip der Verfahrensökonomie, weiterhin auf
eine entsprechende Verfügung zu warten. Im Übrigen lautet die Begründung im
Wesentlichen gleich wie diejenige der Beschwerde (act. G 8).
C.e Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer begründeten Duplik
verzichtet (act. G 10).
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D.
D.a Die Verfahrensleitung des Gerichts ersucht das Amt für Arbeit des Kantons
St. Gallen am 13. Januar 2009 um Zustellung der vollständigen Akten der
Arbeitslosenversicherung (act. G 12). Diesbezüglich teilt der Beschwerdeführer mit
Schreiben vom 26. Januar 2009 mit, dass die Akten der Arbeitslosenversicherung
kaum neue Erkenntnisse bringen würden, da er vornehmlich über Temporärbüros
beschäftigt gewesen sei. Eine Vielzahl der durch die Temporärbüros vermittelten
Tätigkeiten seien fristlos beendet oder seien nach kurzem Einsatz nicht mehr verlängert
worden. Um dem Beschwerdeführer keine Steine für die weitere Vermittelbarkeit in den
Weg zu legen, sei diese Tatsache gegenüber der Arbeitslosenversicherung und oftmals
auch gegenüber den Temporärbüros verschwiegen worden. Eine kurze Nachfrage bei
den Temporärbüros habe ergeben, dass diese über keine Akten mehr verfügen würden
(act. G 13). Am 27. Januar 2009 reicht das Amt für Arbeit des Kantons St. Gallen die
Akten der Arbeitslosenkasse betreffend die Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom
16. März 2000 bis 15. März 2004 ein. Die Akten des RAV seien bereits vernichtet
worden (act. G 14).
D.b Die Verfahrensleitung des Gerichts räumt den Parteien mit Schreiben vom
28. Januar 2009 Gelegenheit für eine Stellungnahme zu den Akten der
Arbeitslosenkasse ein. Gleichzeitig ersucht sie den Beschwerdeführer um Einreichung
sämtlicher vorhandener Arbeitszeugnisse (act. G 15).
D.c Der Beschwerdeführer nimmt am 6. Februar 2009 Stellung zu den Akten der
Arbeitslosenkasse und reicht ein Arbeitszeugnis sowie eine Arbeitsbestätigung
bisheriger Arbeitgeber ein. Er bringt vor, dass sich aus den Akten der
Arbeitslosenkasse keine direkten Hinweise auf gesundheitliche Probleme ergäben.
Trotzdem würden sich hierfür Anhaltspunkte aus Arbeitszeugnissen und -
bestätigungen entnehmen lassen. Ferner sei allein die beeindruckende Anzahl
Temporärbüros, die eine noch beeindruckendere Anzahl Arbeitsmöglichkeiten
verschafft hätten, ein gewichtiges Indiz dafür, dass es dem Beschwerdeführer nicht an
Antrieb zur Bewältigung von Arbeit, wohl aber an der Fähigkeit zur Fortführung der
Arbeitsverhältnisse gemangelt habe. Dass sich die gesundheitlichen Probleme aus den
Akten der Arbeitslosenkasse nicht explizit ergäben, sei im Hinblick auf das Gebot des
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Wohlwollens des Arbeitgebers gemäss Arbeitsrecht nachvollziehbar (act. G 19). Die
Beschwerdegegnerin hat auf eine Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdeführerin lässt in formeller Hinsicht rügen, dass in der
angefochtenen Verfügung auf ihre im Einwand vorgetragenen Argumente nicht
genügend eingegangen worden sei. Dadurch sei das rechtliche Gehör verletzt worden.
1.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz
die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf
welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 118 V 58).
Eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann
dann als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei
überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl.
Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP;
sGS 951.1]). Mit Erlass von Art. 57a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), worin in der Invalidenversicherung das
Vorbescheidverfahren wieder eingeführt wurde, sind an die Begründungsdichte von
Verfügungen, die nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens gemäss Art. 57a
IVG ergehen, erhöhte Anforderungen zu stellen (vgl. hierzu eingehend Urteil des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Mai 2007, IV.2007.00436,
E. 1.8 ff.).
1.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (act. G 3.92) im
Wesentlichen mit dem Hinweis auf die rechtlichen Grundlagen der Zusprechung von
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Rentenleistungen und die Stellungnahme des RAD. Der restliche, überwiegende Teil
der Begründung besteht aus für den vorliegenden Fall nicht einschlägigen
Textbausteinen. Die Beschwerdegegnerin legte dar, auf welchen
Abklärungsergebnissen sie ihre Leistungsablehnung stützte. Sie zeigte damit die
Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in knapper Weise auf und setzte sich mit
den wesentlichen Gesichtspunkten – wenn auch nur äusserst kurz – auseinander. Ein
Begründungsmangel ist daher zu verneinen. Aber selbst wenn – wie der
Beschwerdeführer rügen lässt – von einer Verletzung der Begründungspflicht
auszugehen wäre, dürfte der Mangel im vorliegenden Verfahren als geheilt gelten,
zumal der Beschwerdeführer selbst auch keine Rückweisung aus formellen Gründen,
sondern eine materielle Beurteilung beantragt hat.
2.
Zwischen den Parteien ist in formeller Hinsicht ferner die Frage streitig, ob der
Anspruch auf Arbeitsvermittlung ausserhalb des für das vorliegende
Beschwerdeverfahren massgebenden Anfechtungsgegenstandes liegt. Über die vom
Beschwerdeführer beantragte Arbeitsvermittlung entschied die Beschwerdegegnerin in
der Mitteilung vom 10. Dezember 2007 (act. G 3.87). In der angefochtenen Verfügung
beurteilte die Beschwerdegegnerin jedoch lediglich die Frage des Rentenanspruchs
(act. G 3.92). Zur Frage des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung fehlt es mithin am
erforderlichen Anfechtungsgegenstand. Die Frage, ob der Anfechtungsgegenstand auf
das Begehren um Arbeitsvermittlung auszudehnen wäre, kann indessen vorliegend
offen gelassen werden, da ein allfälliger Anspruch noch nicht spruchreif ist, wie
nachfolgend zu zeigen sein wird.
3.
3.1 In materieller Hinsicht ist zwischen den Parteien vorab der Anspruch auf
Rentenleistungen streitig.
3.2 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
11. Januar 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage
zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des
Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber
der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die
seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.
3.3 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
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mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
3.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
4.
4.1 Zu prüfen ist vorab, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügliche
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. In den Akten liegen
das psychiatrische Gutachten von Dr. C._ vom 30. Oktober 2003 bzw. 7. Januar
2004 (act. G 3.19 und 3.25), des Psychiatrischen Zentrums Wil vom 29. Juni 2005 (act.
G 3.40) und vom psychiatrischen Facharzt G._ vom 5. Juni 2007 (act. G 3.68) sowie
diverse Stellungnahmen der behandelnden Ärzte (vgl. etwa act. G 3.9, 3.32 und 3.54).
4.2 Hauptgrundlage der medizinischen Beurteilung durch die Beschwerdegegnerin
bilden die psychiatrischen Gutachten, namentlich das zu letzt erstellte Gutachten des
Psychiaters G._ vom 5. Juni 2007 (act. G 3.68). Dieses schliesst sich der Beurteilung
der beiden vorherigen Gutachten im Wesentlichen an (act. G 3.68.13). Der Psychiater
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G._ ist wie Dr. C._ prinzipiell von einer vollen Leistungsfähigkeit ausgegangen (act.
G 3.19.4 und act. G 3.68.11). Der behandelnde Dr. F._ kam ebenfalls zum Schluss,
dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Hilfsarbeiter prinzipiell
zumutbar sei. Unklar bleibe jedoch, ob er einem Arbeitgeber zumutbar sei (act.
G 3.54.4). Soweit die Gutachten hiervon Einschränkungen beschrieben, stützten sie
sich aber praktisch einzig auf die vom Beschwerdeführer angegebenen – teilweise
tätlichen – Impulsdurchbrüche, Konflikte am Arbeitsplatz und fristlosen Entlassungen
(act. G 3.19.2, 3.19.4, 3.40.2, 3.40.6 f., 3.54.2, 3.68.6 und 3.68.11; vgl. auch die
Angaben der behandelnden Ärzte: act. G 3.53.3 und 3.54.4), ohne dass dazu eine
Fremdanamnese erhoben worden wäre und ohne dass bei einer Begutachtung bzw. im
Rahmen einer Behandlung ein solcher Ausbruch ärztlicherseits beobachtet worden
wäre. So führte Dr. C._ etwa aus, dass grundsätzlich eine volle Leistungsfähigkeit für
Hilfsarbeiten bestehe, gleichwohl es im Vollzug der Arbeit wiederholt zu Konflikten am
Arbeitsplatz und deswegen zu fristlosen Entlassungen gekommen sei (act. G 3.19.4).
Die medizinischen Fachpersonen gingen demnach grundsätzlich von einer vollen
Leistungsfähigkeit aus (act. G 3.19.4, 3.25.2, 3.54.4 und 3.68.11), zogen diese bzw.
deren Verwertbarkeit lediglich gestützt auf die Beschreibungen des Beschwerdeführers
– ohne entsprechende objektive Anhaltspunkte und entgegen einer grundsätzlich
unauffälligen Befunderhebung (act. G 3.19.3, G 3.54.2 und 3.68.8 ff.) – in Zweifel. Dem
Gericht erscheint es indessen wenig plausibel und nicht nachvollziehbar, dass
grundsätzlich eine Leistungsfähigkeit bestehen soll, diese indessen einzig aufgrund der
- ungeprüften – beschwerdeführerischen Angaben zum eigenen Verhalten im
beruflichen und familiären Umfeld in Frage gestellt bzw. verneint wird.
Dies hat vorliegend umso mehr zu gelten, als das vom Beschwerdeführer geltend
gemachte Verhalten im beruflichen Umfeld aktenkundig nicht zu Tage tritt. Vielmehr
vermochte er in den Jahren 1994 bis 1998, mithin gemäss Angaben des
Beschwerdeführers gegenüber der Psychiaterin E._ nach seiner Drogenzeit,
ununterbrochen für die gleiche Arbeitgeberin tätig zu sein (vgl. act. G 3.71). Ein
weiteres – wenn auch nur ungefähr 5 Monate dauerndes – Arbeitsverhältnis vom Mai
bis September 1998 wurde auf seinen eigenen Wunsch hin aufgelöst (act. G 19.1). In
der Arbeitsbestätigung vom 3. Juni 1997 betreffend ein Arbeitsverhältnis vom
November 1990 bis Oktober 1991 wurde ihm ausdrücklich ein untadeliges Verhalten
bescheinigt (act. G 19.2). Hinzu kommt, dass sich in den Akten der
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Arbeitslosenversicherung keine Anhaltspunkte für eine Einstellung in der
Taggeldberechtigung finden lassen, was mit den vom Beschwerdeführer ins Feld
geführten wiederholten fristlosen Entlassungen (act. G 3.19.4) kontrastiert. Es lassen
sich auch keine Hinweise für ein auffälliges Verhalten des Beschwerdeführers finden,
insbesondere auch nicht während der von ihm ausgeübten
Zwischenverdiensttätigkeiten oder anlässlich der Planung bzw. Ausführung der
selbstständigen Tätigkeit als Wirt (vgl. act. G 14). Im Rahmen seiner Anmeldung bei der
Arbeitslosenversicherung vom März 2000 wurde überdies ausdrücklich festgehalten,
dass den Beschwerdeführer kein Verschulden am Stellenverlust treffe (act. G 14,
Checkliste ALK 17 vom März 2000). Ob der Beschwerdeführer die selbstständige
Tätigkeit als Wirt im März 2002 aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen seines
Verhaltens aufgeben musste, ist aktenmässig nicht belegt.
Die Gutachten und übrigen medizinischen Stellungnahmen fussen somit lediglich auf
die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, die sich mit den Akten der
Arbeitslosenversicherung nicht vollständig vereinbaren lassen. Ins Gewicht fällt auch,
dass anlässlich der psychiatrischen Untersuchungen bzw. Befunderhebungen keine
Anzeichen für die geltend gemachten Wutausbrüche und Impulsdurchbrüche gefunden
werden konnten (vgl. act. G 3.19.3 act. G 3.54.2 und 3.68.8 ff.). Die Grundlage der
medizinischen Einschätzungen ist mithin als unzuverlässig zu bezeichnen, weshalb die
daraus gezogenen Schlüsse nicht plausibel erscheinen. Vor diesem Hintergrund
vermögen die in den Akten liegenden medizinischen Einschätzungen keine zuverlässige
medizinische Grundlage für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers zu bilden.
4.3 Gegen die Aussagekraft der Gutachten spricht weiter, dass sich die Gutachter und
Gutachterin – wie die übrigen beteiligten medizinischen Fachpersonen auch – mit einer
eindeutigen psychiatrischen Diagnosestellung oder der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
sehr schwer taten, mithin an ihren eigenen Einschätzungen erhebliche Zweifel
äusserten (vgl. act. G 3.17, 3.19.3, 3.25.1, 3.40.5 f., 3.54.2 und 3.68.11). Die Gutachter
und Gutachterin erhoben ferner je verschiedene Diagnosen (erworbene leichte
hirnorganische Störung bzw. akzentuierte Persönlichkeitszüge einer reizbaren
Persönlichkeit mit eingeschränkter Fähigkeit zur Steuerung aggressiver Impulse
[ICD-10: Z73.1]: act. G 3.19.3 f.; Opioid- und Kokainabhängigkeit, gegenwärtig
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abstinent [ICD-10: F11.20 / F14.20], Opioid- und Kokainabhängigkeit, schädlicher
Gebrauch [ICD-10: F11.1 / F14.1] und Low-dose-Benzodiazepinabhängigkeit [ICD-10:
F13.8]: act. G 3.40.5; organisch affektive Störung [ICD-10: F06.3]: act. G 3.68.10), ohne
dass dem Gericht eine davon im Vergleich zu den anderen als schlüssiger erscheint. Es
drängen sich somit auch aus diesem Grund weitere Abklärungen auf.
4.4 Nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers manifestiert sich das von ihm
geltend gemachte Leiden vornehmlich im familiären und beruflichen Umfeld (vgl. etwa
act. G 3.68.6). Die Kenntnis, wie er in seinem familiären und beruflichen Umfeld erlebt
wird, ist für die medizinische Beurteilung daher von grösster Bedeutung. Vor diesem
Hintergrund erscheint das Einholen von Fremdauskünften für die medizinische
Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit als wesentlich. Die bisher involvierten medizinischen
Fachpersonen haben indessen auf das Einholen von aussagekräftigen
Fremdauskünften aus dem beruflichen oder familiären Umfeld verzichtet, was
zusätzlich gegen deren Beurteilung spricht. Zwar holte der psychiatrische Facharzt
G._ bei der Mutter des Beschwerdeführers eine – nicht weiterführende –
Kurzauskunft ein und kontaktierte Dr. F._ und Dr. B._. Letzterer orientierte
indessen lediglich über die Urinprobeabgabe. Bezüglich des Wesens des
Beschwerdeführers vermochte er nichts zu sagen. Dr. F._ seinerseits hat im
Wesentlichen lediglich berichtet, dass er beim Beschwerdeführer in der Praxis die –
vom Beschwerdeführer glaubhaft geschilderten – Impulsdurchbrüche nicht habe
beobachten können (act. G 3.68.8 f.).
4.5 Die medizinischen Fachpersonen vermögen sich auch nicht auf eine eingehende
Verhaltensbeobachtung zu stützen. Eine mehr als nur ein paar Stunden dauernde,
stationäre Verhaltensbeobachtung des Beschwerdeführers wäre indessen nicht zuletzt
mit Blick auf das sporadische Auftreten seiner Beschwerden zumindest
wünschenswert gewesen. Dies gilt umso mehr, als sich aus den Akten keine objektiven
Informationen und aus dem familiären und beruflichen Umfeld keine
grundanamnestisch bestätigten Angaben für Impulsstörungen und (tätliche)
Gewaltausbrüche ergeben. Anlässlich der lediglich an einem Tag vorgenommenen
psychiatrischen Untersuchungen konnten denn auch keine Hinweise auf eine
mangelnde Impulskontrolle – auch nicht während der Beschwerdeführer von
entsprechenden Erlebnissen berichtet habe – festgestellt werden (act. G 3.19.3 und
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3.68.8). Selbst der ambulant behandelnde Psychiater vermochte – nebst den vom
Beschwerdeführer geschilderten Wutanfällen – keinen auffälligen Befund zu erheben
(act. G 3.54.2) und hat keine Impulsdurchbrüche beobachten können (act. G 3.68.9).
Der begutachtende Psychiater G._ berichtete, dass sich eine ausgeprägte
Impulskontrollstörung wie bereits auch zu früheren Untersuchungszeitpunkten während
der aktuellen Untersuchung psychopathologisch nicht habe fassen lassen (act.
G 3.68.10).
4.6 Die medizinische Aktenlage vermag nach dem Gesagten keine taugliche Grundlage
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu bilden. Vielmehr
drängen sich – wie bereits Dr. C._ zum Ausdruck brachte (vgl. act. G 3.17) – weitere
Abklärungen auf. Dabei wird eine eingehende Fremdanamnese zu erheben sein, sei es
bei Familienangehörigen, Gemeindebehörden oder auch Schulbehörden. Die Familie
des Beschwerdeführers wird seit August 2003 durch die Gemeinde unterstützt (act. G
3.16), weshalb hier regelmässige Kontakte stattfinden dürften. Die älteren beiden
Töchter besuchen die Schule, weshalb auch hier ein Fremdbild des Beschwerdeführers
gegeben werden könnte. Im Übrigen ist bei derartigen schwierig einzuschätzenden
Fällen von Rentenbegehren eine stationäre medizinische Begutachtung durchzuführen.
Erst im Rahmen einer längeren, von der zu beauftragenden Gutachterperson noch zu
bestimmenden Beobachtungszeit wird sich das ganze Verhalten und Beschwerdebild
beurteilen lassen (vgl. Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3., vollständig
überarbeitete Auflage, Bern 1994, S. 92).
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist daher in teilweiser Gutheissung die angefochtene
Verfügung vom 11. Januar 2008 aufzuheben. Die Sache ist zur Anordnung einer
stationären psychiatrischen Begutachtung unter Einholen von Fremdauskünften an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
bis
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volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin
vollumfänglich. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu
bezahlen. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurde aufgrund der Gewährung
der unentgeltlichen Rechtspflege verzichtet, weshalb eine entsprechende
Rückerstattung vorliegend entfällt.
5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG). Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der
Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von
Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei
diesem Prozessausgang erübrigt sich die Festlegung einer Entschädigung aus
unentgeltlicher Rechtsverbeiständung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht