Decision ID: cb560b0b-1746-4cdc-9dc9-4d1eed91b0b6
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1946, war seit dem 1
6.
März 1998 für die
Y._
AG als Einkäufer tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Un
fällen versichert. Am 1
5.
September 2006 klemmte er sich beim Beladen
eines
Autos den linken Daumen ein (
Schadenmeldung vom 2
5.
September 2006,
Urk.
10/27).
Der Versicherte begab sich zu
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, welcher eine schräge Fraktur des Endgliedes
des linken Daumens
mit leichter Dislokation, welche bis intraartikulär verlief, fest
stellte (
Urk.
10/2 S.
1). Eine Arbeitsunfähigkeit bestand nicht
,
Dr.
Z._
attestierte auf dem Unfallschein eine volle Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/1). Die Heilbehand
lung konnte am 1
2.
Dezember 2006 abgeschlossen werden (
Urk.
10/2 S. 1).
Die SUVA stellte den Fall formlos ein.
1.2
Mit Eingabe von
Dr.
Z._
vom 1
2.
September 2007 liess der Versicherte der SUVA einen Rückfall melden (
Urk.
10/2 S. 3).
Die SUVA legte die ihr im Zu
sammenhang mit der Rückfallmeldung zugegangene
n
Arztberichte und –
zeug
nis
se
(
Urk.
10/2-4,
Urk.
10/28-29) ihrem Kreisarzt zur Beurteilung vor (Urk.
10/5).
Mit
Schreiben vom 2
3.
Januar 2008 teilte die SUVA
X._
mit,
dass gemäss der medizinischen Beurteilung des Kreisarztes auf
grund der vorliegenden Akten keine Behandlungsbedürftigkeit bestehe. Sie über
nahm je
doch die Kosten der Abklärung bei zwei Ärzten
(
Urk. 10/8).
Im
Januar 2009 begab sich d
er Versicherte
zu
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Handchirurgie und Chirurgie
,
in Behandlung
, welche am 4. März 2009 vorerst abgeschlossen wurde
(
Urk.
10/32-3
4
).
Wegen Beschwerden im linken Daumen wurde der Versicherte ab 1
6.
Juli 2009 wieder durch Dr.
A._
behandelt (
Urk.
10/35).
Mit Schreiben vom 2
2.
Juli 2009 lehnte die SUVA die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung ab (Urk. 10/9).
Am 1
5.
April 2010 wurde die Behandlung bei
Dr.
A._
a
b
geschlossen (Urk. 10/11).
1.3
X._
meldete der SUVA am
2.
Oktober 2013 einen Rückfall bezüglich des Unfalls vom 1
5.
September 2006 (
Urk.
10/14).
Die SUVA
tätigte Abklärungen zum medizinischen Sachverhalt (
Urk.
10/13,
Urk.
10/19-20) und
holte
die Beurteilungen ihres Kreisarztes vom 7. November und 6. De
zember 2013 (Urk. 10/21,
Urk.
10/26)
ein
.
Gestützt auf die Beur
teilung des Kreisarztes vom
6.
Dezember 2013 (
Urk.
10/26) verneinte sie m
it Verfügung vom 10.
Dezember 2013
ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass kein Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. September 2006
und den geklag
ten
Fingerbe
schwerden
bestehe (
Urk.
10/37). Dagegen erhob d
ie Kranken
kasse von
X._
, die
Assura
, am 1
7.
Dezember 2013 Ein
spra
che
(
Urk.
10/38)
. Am 2
3.
Dezember 2013 erhob der Versicherte eben
falls Ein
sprache (
Urk.
10/40
). Die
Assura
zog ihre Einsprache am
6.
Januar 2014 wieder zurück (
Urk.
10/42
). Mit Entscheid vom 1
7.
Januar 2014 wies die SUVA die Einsprache des Ver
sicherten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
Februar 2014 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 17. Januar 2014
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (
Urk.
1
[Überweisung von der S
taatskanzlei des Kan
tons Zürich,
Urk.
4
])
.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Mai 2014
schloss
die Beschwerdegegnerin
auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
10/1-57]),
was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2
6.
Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die U
n
fallversicherung (UVG) werden –
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
–
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit
andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.
4
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
änderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheits
bild führen
kön
nen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schlies
sen sich begrifflich an ein
bestehendes
Unfall
er
eignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend ge
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.5
1.5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine In
dizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be
fragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Ver
sicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund der als Rückfall gemeldeten
B
eschwerden
am Daumen
leistungspflichtig ist, mithin, ob diese in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 15. September 2006 stehen.
2.2
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 17. Januar 2014
erwog
die
Be
schwer
degegnerin
, gemäss de
n
Beurteilungen ihres Kreisarztes vom 7. No
vem
ber und 6. Dezember 2013 seien die geklagten Daumenbeschwerden links nicht auf das Ereignis vom 1
5.
September 2006 zu
rückzuführen. F
ür die kreisärztliche Einschätzung spreche der Umstand, dass im
Z
eugnis vom 1
2.
September 2007 einzig eine Beteiligung des
Dau
menendgliedes
beschrieben sei. Wenn die
Dres
. med.
B._
und
A._
eine posttraumatische
Rhizarthrose
diag
nostiziert hätten, so handle es sich dabei um ein
e
rein zeitliche
Kausalattribu
tion
, welche für nichts
beweis
bildend
sei. Ein natürlicher Kausal
zusammenhang zwischen den gemeldeten Daumenbeschwerden links und dem Unfall vom 1
5.
September
2006 liesse sich nicht nachweisen, jedenfalls nicht mit der gefor
derten überwiegenden Wahr
scheinlichkeit (
Urk.
2 S. 4).
2.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass er nach dem Unfall vom 1
5.
September 2006 Schmerzen im unteren Daumenbereich
links
verspürt habe
(
Urk.
1 S. 1)
. Er habe sich anderntags zu
Dr.
Z._
be
geben, welcher eine Fraktur des oberen Daumengelenks festgestellt habe
(
Urk.
1 S. 1-2)
. Die Schmerzen im unteren Daumengelenk seien auch
bei mehrfacher Erwäh
nung nicht beachtet worden.
Der Kausalzusammenhang werde von der
Be
schwerdegegnerin
zu Unrecht verneint, zumal im rechten Daumenbereich keinerlei Beschwerden bestünden (
Urk.
1 S. 2).
3.
3.1
Dem
Bericht
von
Dr.
Z._
vom
3.
September 2007 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im September 2006 den linken Daumen in einer Türe ein
geklemmt habe. Die Untersuchung habe eine schräge Fraktur des Endglieds mit leichter Dislokation, welche bis intraartikulär verlief, gezeigt. Der
Heilungsver
lauf
unter vierwöchiger Ruhigstellung sei befriedigend gewesen. Der Unfall habe am 1
2.
Dezember 2006 abgeschlossen werden können. Der Be
schwerde
führer habe nur noch über leichte Schmerzen bei forcierter Flexion geklagt. Im Juli 2007 habe er über
Kribbelparästhesien
im linken Daumen, ungefähr auf Höhe des Handgelenks beginnend und an der radialen Seite gegen den Zeige
finger hin ausstrahlend
,
geklagt
(
Urk.
10/2 S. 1). Die Untersuchung habe eine eindeutige Hypästhesie im Bereich des linken Daumens sowie eine leichte Atro
phie der Muskulatur daselbst bei sonst normalen Verhältnissen im
Handbe
reich
gezeigt (
Urk.
10/2 S. 2).
3.2
Dr.
med.
C._
, Spezialarzt
für Neurologie FMH,
berichtete am 1
4.
August 2007
, das
s
ein
radikuläres
Syndrom bereits
neuro
logisch und auch bei den normalen somatisch evozierten Potenziale
n
(SEP) weitgehend ausge
schlos
sen werden könne. Ein Carpaltunnel-Syndrom liege nicht vor. Die subjek
tiven
Dysästhesien
der linken Körperhälfte seien unklar und könnten nicht objekti
viert werden. Für eine Systemerkrankung
,
zum Beispiel Multiple Sklerose (MS)
,
bestünde kein Anhalt, auch eine zervikale Kom
ponen
te liege nicht vor. Als ein
ziger
objektive
r
Befund bestehe die alte
Ulnarisparese
, sehr wahrschein
lich traumatischer Art, bei dem Zustand nach
Ell
bogenfraktur
mit operativer Versor
gung (Interruptio
nervi
vor 12 Jahren). Dem Beschwerdeführer sei mitge
teilt worden, dass keine nennenswerte Pathologie gefunden worden sei, und dass alles mit der alten
Ulnarisläsion
zusam
men
hänge. Eine funktionelle Über
lage
rung von Seiten der
regredienten
Hypästhesie nach
Endphalanxfraktur
links und im Zusammenhang mit der alten
Ulnaris
läsion
scheine nicht ausgeschlos
sen (
Urk.
10/3 S.
2
).
3.3
In seiner Stellungnahme vom 2
1.
November 2007 hielt SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili
t
ation, zu den Daumenbeschwerden fest, die geringfügige Dy
s
ästhesie am linken Daumen nach Frak
t
ur 2006
sei nicht behandlungsbedürftig. Dabei handle es sich nicht um einen Rückfall zu diesem Unfall, sondern um diskrete Restbeschwerden
. Die Dysästhesie der ge
samten linken Körperhälfte scheine
rein funktionell zu sein. Sie könne auf keinen Fall mit der
Ulnarisläsion
links bei Ellbogenfraktur 1971 oder der Fraktur des linken Daumes im September 2006 in irgendeinen Zusam
men
hang gebracht werden
(Urk. 10/5).
3.4
Dr.
A._
führte im Bericht vom 2
6.
Januar 2009 die folgenden Diagnosen auf (
Urk.
10/33 S. 1):
leichte Parästhesie im Daumengrundgelenksbereich links nach trauma
ti
scher Verletzung eines
Endastes
des
ramus
superficialis
nervi
radialis
nach Kontusionstrauma am 1
5.
September 2006 und einer
interartikulä
ren
Endphalanxfraktur
DIG I sowie Kontusion des Metacarpale
Verdacht auf
Rhizarthrose
Stadium I links
f
ortgeschrittene Ellbogenarthrose links bei Status nach Ellbogenfraktur 1971 mit Operation in
E._
und Revision in der
Klinik F._
mit alter
Ulnarisparese
(
i
nterruptio
nervi
) mit aktuell fehlenden Anhaltspunkten für
Ulnarisneuropathie
persistierende durchgehende
Kribbel
parästhesien
an der linken Kö
r
per
hälfte unklarer Ursache
Neben der fortgeschrittenen
Ellbogenarthrose und eine
r
für den Beschwerde
füh
rer störende
n
Irritation des
nervus
ulnaris
bestünden Sensibilitätsstörungen im Bereich
dorso
-radial
. Er (
Dr.
A._
) denke, dass es sich dabei um Folgen einer Kontusionsverletzung beim Unfall im September 2006 handle. Die Neuro
logen hätten eine leichte Neuropathie des
Endastes
des
ramus
superficialis
nervi
radialis
elektroneurographisch nachgewiesen (
Urk.
10/33 S. 2).
Im Bericht vom
4.
März 2009 schrieb
Dr.
A._
,
durch die Verwendung von
Neurodol
Tissugel
®-Pflaster und einer
Rhi
z
arthrosenmanschette
sei es zu einer deutlichen Besserung der
Dysästhesien
im Bereich des linken Daumenstrahles gekommen. Die Behandlung werde vorerst abgeschlossen (
Urk.
10/32).
Bei der radiologischen Untersuchung vom 1
6.
Juli 2009 zeigte
n
sich gemäss Bericht von Dr.
A._
vom 2
0.
Juli 2009 eine Subluxation des Metacarpale I und eine beginnende
Rhizarthrose
(
Urk.
10/35).
Am
3.
September 2009 hielt Dr.
A._
fest, dass es durch die konservative Therapie der posttrauma
tisch
aufgetretenen
Rhizarthrose
links „etwas“ zu einer Verbesserung gekom
men sei. Er
sei mit dem Beschwerdeführer so ver
blieben, dass vorerst zugewartet werde und sich dieser bei einer Verschlech
terung wieder melden werde (Urk.
10/34 S.
1).
Dem Bericht von
Dr.
A._
vom 1
9.
April 2010 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer auf die Handergotherapie gut angesprochen habe. Es be
stün
den kaum mehr Probleme bezüglich der posttraumatischen leichten
Rhizarth
rose
links (
Urk.
10/11 S. 2).
3.5
Dr.
B._
, leitender Arzt Chiru
r
gie
des
Spital
G._
, diagnosti
zierte im Be
richt vom 2
5.
September 2013
eine posttraumatische
Rhizarthrose
Stadium I
II links bei Status nach Trauma
am
1
5.
September 2006, eine fortgeschrittene
Ell
bogenarth
rose
links bei Status nach Ellbogenluxationsfraktur 1971 bei Verdacht auf Kompression
Nervus
ulnaris
im
Cubital
tunnel
sowie einen Ver
dacht auf Rei
zung
Ramus
superficialis
Nervus
radialis
nach Trauma vom 15. September 2006 (Urk.
10/13
S. 1
).
Am
2
3.
Oktober 2013
berichtete Dr.
B._
, dass es lokal zu keiner Nebenwirkung der Infiltration des CMC-I-Gelenks links vom 2
4.
Septem
ber 2013 (
vgl.
Urk.
10/13 S. 2
) gekommen sei, bei un
veränderter Konfiguration mit radialer
Thenaratrophie
und typischen Verän
derungen der
Rhizarthrose
. Auf
grund des guten Ansprechens auf die Infiltration werde nun zugewartet
(
Urk.
10/19).
3.
6
In seiner Beurteilung vom
7.
November 2013 führte SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie, Physika
li
sche Medizin und Rehabilitation,
aus, dass der Beschwerdeführer nach Lage der Akten – beim Unfall vom 1
5.
September 2006 – eine
Daumenend
glied
fraktur
mit Gelenkbeteiligung erlitten habe. Dieses Gelenk befinde sich zwei Ge
lenke weiter distal des Daumensattelgelenks. Mit Blick auf die Kausalkette könne bestenfalls eine mögliche Kausa
lität angenommen werden (
Urk.
10/21).
Am
6.
Dezember 2013
schrieb
Dr.
H._
, an der B
eurteilung vom 7. November 2013
könne
festgehalten werden, denn ein unmittelbarer
Zusam
menhang zwischen einer Daum
enendgliedfraktur mit Gelenksbeteiligung und einer
Rhizarthros
e
sei nicht zu sehen, zumal das gemeinsame Nachbargelenk nicht betroffen zu sein scheine. Dementsprechend sei auch eine Operation der
Rhizarthrose
nicht unfallkausal. Gemäss Bericht von
Dr.
B._
vom 23. Oktober 2013 sei der Beschwerdeführer nach der Infiltration des CMC I-Ge
lenks praktisch beschwerdefrei geworden, und er gebe die typischen Verände
rungen der
Rhizarthrose
an. Somit sei ganz klar das Daumensattelgelenk und nicht das
Daumen
endgelenk zu therapieren (
Urk.
10/26).
4.
4.1
Vorab ist auf das Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, wonach die Beschwerdegegnerin gemäss Bericht von
Dr.
A._
vom 3. September 2009 weitere Be
handlungen am Daumengelenk vergüten würde (
Urk.
1 S. 2).
Nach
der ersten Rückfallmeldung vom
12. September 2007 (
Urk.
10/2) hat die
Be
schwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2
3.
Januar 2008 mitgeteilt, dass keine Behandlungsbedürftigkeit bestehe (
Urk.
10/8). Sie
hat
sich lediglich bereit erklärt, für die Kosten zweier ärztlicher Abklärungen sowie für eine allfällige Untersuchung bei Dr.
I._
in der Klinik
J._
aufzu
kommen (
Urk.
10/8).
Am 1
9.
August 2009 sandte die Beschwerdegegnerin das Kostengutsprachegesuch der Ergo
therapie des Spitals
G._
vom 1
6.
Juli 2009 mit dem Hinweis, dass der Fall seit dem
6.
Februar 2008 abgeschlossen sei, dem
Spital
G._
zurück (Urk. 10/10).
Im besagten Bericht vom
3.
September 2009 (
Urk.
10/34)
gab
Dr.
A._
lediglich
die Aussagen des Beschwerdeführers
wieder
. Dass
die Beschwerdegegnerin
ihre Leistungspflicht bezüglich der als Rückfall gemeldeten Daumenbeschwerden anerkannt hätte,
geht aus den
Akten nicht
hervor
.
4.2
4.2.1
Zu prüfen bleibt,
ob die Beschwerdegegnerin ihre
Leistungspflicht zu Recht ver
neint hat, weil die geklagten Daumenbeschwerden nicht in einem natür
lichen Kausalzusammenhang
zum
Unfall vom 1
6.
September 2006 stehen.
4.2.2
Die Tatsache allein, dass es sich bei den Beurteilungen
von
Dr.
H._
vom 7. November und 6. Dezember 2013 (
Urk.
10/21, Urk. 10/26)
um
Akten
be
urteilung
en
handelt, spricht nicht gegen ihren Beweiswert (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_821/2014 vom 1
6.
Dezember 2014 E. 2
mit Hinweisen
). Dr.
H._
setzte sich mit den
Vorakten
hinreichend
auseinander und gab eine schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung ab.
Seine Begründung, wo
nach beim Unfall das Daumenendgelenk betroffen war, die nunmehr geklagten Beschwerden im Zusammenhang mit der
Rhizarthrose
sich aber auf das
Daumen
sattelgelenk
beziehen würden (
Urk.
10/21,
Urk.
10/26), ist einleuchtend.
Dem Bericht von Dr.
A._
vom 2
6.
Januar 2009 ist zu ent
nehmen, dass dieser
nur
annimmt, die Sensibilitätsstörung im Bereich des Dau
mens sei eine Folge des Unfalls vom September 2006 (Urk.
10/
33 S. 2)
.
In diesem Zusammen
hang weist er einzig
darauf hin, dass sich
– in Vorunter
suchungen durch Neu
rologen –
eine leichte Neuropathie
des
Endastes
des
ramus
superficialis
nervi
radialis
elektro
neurographisch habe nachweisen lassen (Urk.
10/33 S. 2). Dem ist entgegen
zuhalten, dass der Neurologe
Dr.
C._
bei seine
r
Untersuchung des Beschwerdeführers als objektivierbaren Befund einzig eine alte
Ulnaris
parese
erheben konnte (Urk. 10/3 S. 2) und die
Reizung
des
r
amus
superficialis
n
ervus
radialis
nach Trauma vom 15.
September 2006
von
Dr.
B._
in des
sen Berichten von 2
5.
September und 2
3.
Oktober 2013
nur als
Verdachtsdiag
nose
ge
stellt wurde
(
Urk.
10/13 S. 1
,
Urk.
10/19
).
Im Bericht vom 2
0.
Juli 2009 stellte
Dr.
A._
auf die subjektiven Angaben des Beschwerde
führers ab (Urk.
10/35).
A
uch
der Hinweis von
Dr.
A._
,
dass der Beschwerde
führer bezüglich der rechten Hand b
eschwerdefrei sei
(Urk.
10/35)
,
genügt nicht
,
um einen
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1
5.
September 2006 und den geklagten Beschwerden am linken Daumen zu bejahen.
Ferner
impliziert auch der von den
Dres
.
A._
und
B._
in ihrer Diagnosestellung ver
wendete Begriff „posttraumatisch“ keinen
rechts
genüglichen
Kausalzusam
men
hang (Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2013 vom 1
8.
Juni 2013 E. 3.2).
Die Rechtsfigur „
post
hoc
,
ergo
propter
hoc“, bei der eine Schädigung bereits des
halb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie nach diesem auf
getreten ist (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallver
siche
rungsrecht, 2.
Auflage
,
Bern 1989, S. 460, Anm. 1205), genügt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts für die Annahme eines Kausal
zu
sammen
hangs nicht (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
).
Im Übrigen setzt sich Dr.
B._
in seinen Berichten nicht im Einzelnen mit dem Kausalzusam
menhang zwischen
dem
Unfall vom 1
5.
Sep
tember 2006 und den geklagten Beschwerden auseinander.
Die Berichte der behandelnden Ärzte
Dr.
A._
und
B._
vermögen mithin keine Zweifel an den Beurteilungen von Dr.
H._
vom
7.
November und
6.
Dezember 2013 (
Urk.
10/21, Urk. 10/26) zu begründen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.6 mit Hinweisen).
In seiner Be
schwerde vom
3.
Februar 2014
führte der
Beschwerdeführer
aus, sein
linker
Daumen sei beim Unfall vom 1
5.
September 2006 auf den
Deckel
rand
eines Fasses ge
prallt (
Urk.
1 S. 2). Er habe nach
diesem Unfall
Schmerzen im unteren Daumenbereich gehabt, welche von Dr.
Z._
nicht beachtet wor
den seien (
Urk.
1 S. 2). Diese Vorbringen sind nicht belegt und stehen, was den Unfallhergang anbelangt,
zudem
im Widerspruch zu den echtzeitlichen
Akten
(Urk. 10/27). Sie
vermögen die
Beurteilungen von Dr.
H._
vom
7.
November und 6.
Dezember 2013 (
Urk.
10/21, Urk.
10/26)
nicht in Frage zu stellen
. Gestützt auf die
Einschätzung
von Dr.
H._
ist mithin davon auszugehen, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1
5.
Sep
tember 2006 und den geklagten
Daumen
beschwerden
höchstens möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist (
Urk.
10/21,
Urk.
10/26).
4.
2.3
Da der Nachweis eines Kausal
zusammenhanges zwischen den als Rückfall gemel
deten Beschwerden und
dem Unfall vom 1
5.
September
2006 nicht mit dem Beweisg
rad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit gelingt,
hat
de
r
Be
schwerde
führe
r
die Folgen der Beweislosigkeit
zu tr
agen
(BGE 115 V 133 E.
8a).
5.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
17. Januar 2014
(Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.