Decision ID: 7a7f8214-e372-4c88-9c3f-c23c8df7fbc1
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die brasilianischen Behörden gegen diverse Personen ein Strafverfahren wegen aktiver und passiver Bestechung, Geldwäscherei und krimineller  führen;
- sie in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfeersuchen vom 1. März 2019
um Herausgabe der Bankunterlagen betreffend ein genau bezeichnetes Konto der Groupe A. Ltd. bei der Bank B. ersuchten;
- mit Schlussverfügung vom 22. Januar 2020 die Bundesanwaltschaft die
rechtshilfeweise Herausgabe der Unterlagen betreffend das vorgenannte Konto der A. Ltd. anordnete (act. 1.1);
- mit Eingabe vom 24. Februar 2020 die A. Ltd. Beschwerde bei der Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts erheben lässt (act. 1);
- mit Schreiben vom 27. Februar 2020 die Beschwerdeführerin aufgefordert
wurde, bis 9. März 2020 Dokumente einzureichen, welche die Existenz der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerdefrist nachweisen (act. 3);
- sie mit gleichem Schreiben ebenfalls aufgefordert wurde Dokumente einzu-
reichen, die nachweisen, dass die Vollmachtunterzeichnerin (C.) berechtigt ist, die Beschwerdeführerin zu vertreten (act. 3);
- sie unter Hinweis auf Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG darauf aufmerksam ge-
macht wurde, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, wenn die obgenannten Dokumente innert Frist nicht eingereicht werden (act. 3);
- mit Schreiben vom 27. Februar 2020 (act. 4) die Beschwerdeführerin diverse
Dokumente einreichen lässt (act. 4.1 f.);
- das eingereichte Dokument, welches die Vollmachtunterzeichnerin C. als
neue «Director» der Beschwerdeführerin bezeichnet, vom 11. Mai 2018  (act. 4.1.4);
- das ins Recht gelegte «Certificate of Good Standing» betreffend die Be-
schwerdeführerin vom 3. Mai 2018 datiert (act. 4.1.5).
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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG; SR 172.021) anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12 Abs. 1 IRSG);
- die Verfügung der ausführenden kantonalen Behörde oder der ausführenden
Bundesbehörde, mit der das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird,  mit den vorangehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG);
- die Beschwerdeführerin mit den eingereichten Dokumenten weder den
Nachweis ihrer Existenz im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung noch die  Zeichnungsberechtigung der Vollmachtsunterzeichnerin erbracht hat, weshalb auf ihre Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist (vgl. Art. 52 Abs. 3 VwVG);
- unter diesen Umständen auf das Gesuch der Beschwerdeführerin um Akten-
einsicht nicht einzugehen ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten der Beschwerdefüh-
rerin aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG);
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 1'000.– festzusetzen ist (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG
i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter  des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.–; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, der  den Restbetrag von Fr. 3'000.– zurückzuerstatten;
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