Decision ID: 7fd96a29-721e-4481-bb73-c4eda5bb7888
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung, vom 1. Februar 2017 (CG130038-L)
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Rechtsbegehren: (Urk. 2 S. 2)
"1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger vollumfänglich Einsicht in die für im Zusammenhang mit der  gemäss Managementvertrag vom 20. September 2005 massgeblichen Bücher und Belege (inkl. sämtliche Bankbelege C._ Bank und Bank D._ sowie privater  2005 - 2010 und sämtlicher Einkommensbelege) zu  und es sei der Beklagte entsprechend zu verpflichten,  Auskunft über sämtliche Einnahmen (insbesondere beim E._ im Jahr 2007/2008, F._ 2007 bis 2009, G._ 2008 bis und mit 2012, von H._ 2002 bis 2010, I._ 2006 bis 2008, J._ 2010, etc.) zu erteilen.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 100'000.00 zzgl. Zins zu 5% seit 1. Januar 2011 zu bezahlen (Nachklagerecht vorbehalten).
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des ."
Urteil des Bezirksgerichts Zürich (10. Abteilung) vom 1. Februar 2017: (Urk. 121 = Urk. 127)
1. In teilweiser Gutheissung der Teilklage wird der Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 51'000.– nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 2011 zu bezahlen.
Im Übrigen wird die Teilklage abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 8'880.00 ; die Barauslagen betragen:
Fr. 120.00 Zeugengeld
3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit den geleisteten Vorschüssen des Klägers verrechnet. Dem Kläger wird im  von Fr. 4'500.-- ein Rückgriffsrecht gegenüber dem Beklagten .
4. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen. 5. [Mitteilungen]
6. [Rechtsmittelbelehrung]
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Berufungsanträge zur Erstberufung des Beklagten:
des Beklagten, Erstberufungsklägers und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 126 S. 2):
Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Februar 2017 (CG130038-L) aufzuheben und die Klage abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erst- und  Verfahren (zzgl. MWSt) zulasten des Klägers.
des Klägers, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers (Urk. 135 S. 2):
1. Die Berufung des Erstberufungsklägers vom 29. März 2017 sei vollumfäng-
lich abzuweisen. 2. ... 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MWST) zu Lasten des
Erstberufungsklägers.
Berufungsanträge zur Zweitberufung des Klägers:
des Klägers, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers (Urk. 131/126 S. 2 f.):
1. In Gutheissung der Berufung sei Dispositiv-Ziffer 1 Absatz 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Februar 2017  und es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger  Einsicht in die für im Zusammenhang mit der  gemäss Managementvertrag vom 20. September 2005 massgeblichen Bücher und Belege (inkl. sämtliche  C._ Bank und Bank D._ sowie privater  2005 - 2010 und sämtlicher Einkommensbelege) zu  und es sei der Beklagte entsprechend zu verpflichten, vollumfänglich Auskunft über sämtliche Einnahmen (insbesondere beim E._ im Jahr 2007/2008, F._ 2007 bis 2009, G._ 2008 bis und mit 2012, von H._ 2002 bis 2010, I._ 2006 bis 2008, J._ 2002 bis 2010, etc.) zu erteilen.
2. In Gutheissung der Berufung sei Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Februar 2017 insofern abzuändern, als dass die Klage vollumfänglich gutgeheissen wird, und es sei
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der Beklagte entsprechend zu verpflichten, dem Kläger CHF 100'000.00 zzgl. Zins zu 5% seit 1. Januar 2011 zu bezahlen (Nachklagerecht vorbehalten).
3. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
4. Bei Gutheissung der Berufung seien die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Februar 2017  des Berufungsbeklagten neu festzusetzen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MWST) zu Lasten des Berufungsbeklagten.
des Beklagten, Erstberufungsklägers und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 134 S. 2):
Die Berufung des Klägers sei abzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zulasten des Klägers.

Erwägungen:
1. Sachverhalt
1.1. Der Kläger ist im Anwaltsregister des Kantons Zürich eingetragen; er be-
treibt in Zürich eine Anwaltskanzlei. Ferner betreibt er unter der Firma "K._
(K._); B._" ein nicht im Handelsregister eingetragenes Einzelunterneh-
men.
1.2. Der Beklagte ist – so wie sein ... [Verwandtschaftsverhältnis] L._ –
professioneller Fussballspieler. Er war in den Jahren 2002 bis 2014 aktiv
(Urk. 131/126 Rz 4; Urk. 134 Rz 47).
1.3. Die M._ GmbH war ein Vehikel, das während einer gewissen Zeit der
Vermögensanlage der beiden AL._-... [Verwandtschaftsgrad] diente. Aus
dem Handelsregister ergibt sich Folgendes (vgl. Urk. 136/1-5): Die Gesellschaft
wurde im Jahre 2003 unter der Firma "N._ GmbH" gegründet und hatte ihr
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erstes Domizil in ... (SZ). Sie verlegte alsdann ihren Sitz nach Zürich und firmierte
zunächst in "O._ GmbH" um. Im Mai 2006 wurde der Kläger einziger zeich-
nungsberechtigter Gesellschafter und Geschäftsführer; gleichzeitig firmierte die
Gesellschaft erneut um, und zwar in "M._ GmbH". Im September 2008 wurde
der Sitz der Gesellschaft unter Ausscheiden des Klägers als Geschäftsführer und
Gesellschafter nach Basel verlegt. Neue einzelzeichnungsberechtigte Gesell-
schafter wurden nacheinander P._ und Q._, wobei im Mai 2012
Dr. R._ in dieser Eigenschaft nachrückte. Das Domizil der Gesellschaft wur-
de im Januar 2009 nach ... (ZG) und im März 2010 nach Zug verlegt. Im Juni
2016 wurde die M._ GmbH im Handelsregister gelöscht, weil ihre Aktiven
und Passiven auf die S._ Holding AG übergingen. Diese ist in ... (SZ) beim
Beklagten domiziliert.
1.4. Die M._ GmbH bezweckte seit dem Jahre 2006 unter dieser Firma die
"Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Beratung und Betreuung
von VIP's und Sportlern sowie im Sponsoring-, Marketing- und Fashionbereich,
Akquisition und Beratung von Unternehmen und Institutionen im Sponsoring,
Marketingbereich und Fashionbereich". Nach der Darstellung des Beklagten er-
warb der Kläger die Gesellschaft am 10. Mai 2006 treuhänderisch für den Beklag-
ten und seinen ... [Verwandtschaftsverhältnis] L._ und war von diesem Zeit-
punkt an ebenfalls treuhänderisch als Geschäftsführer der Gesellschaft tätig
(Urk. 16 Rz 48 und 96 f.). Nach der Darstellung des Klägers hatte er allerdings
sämtliche Anteile der Gesellschaft auf die beiden ... [Verwandtschaftsverhältnis]
übertragen, weil diese Angst gehabt hätten, dass der Kläger sich die Gesellschaft
aneignen könnte. Durch die Übertragung der Gesellschaftsanteile auf die ...
A._ und L._ habe er vermeiden wollen, "dass diese sich mangels
Kenntnis und Sachverstand, irgendwelche Sorgen machen müssten" (Urk. 2
Rz 12).
1.5. Bei den Akten liegt der vom 20. September 2005 datierende "Vermark-
tungs- und Managementvertrag" der Parteien (Urk. 4/3; Original Urk. 78). In die-
sem Vertrag wird der Kläger als "K._ (K._); B._" bzw. abgekürzt
"K._" bezeichnet, während der Beklagte als "Sportler" bezeichnet wird. Der
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Kläger stützt sein Rechtsbegehren 1 auf Ziff. 4 dieses Vertrages (Urk. 131/126
Rz 5), während er sein Rechtsbegehren Ziff. 2 auf die Ziff. 6 und 7 des Vertrages
stützt. Mit seiner Zweitberufung stellt der Kläger sodann klar, dass seine Ansprü-
che nicht etwa auf dem bei den Akten liegenden "Representation Agreement"
vom 30. Juni 2008 zwischen der M._ GmbH und dem Kläger fussen
(Urk. 131/126 Rz 23 mit Hinweis auf Urk. 4/7).
1.6. Der Vertrag vom 20. September 2005 (Urk. 4/3; Original Urk. 78) enthält
nachträglich angebrachte handschriftliche Korrekturen, die jeweils mit der Para-
phe des Beklagten versehen wurden. Der Beklagte bestreitet allerdings, den Ver-
trag unterzeichnet und paraphiert zu haben.
Der bei den Akten liegende Vertrag hat den folgenden Wortlaut (wobei die
nachträglichen handschriftlichen Korrekturen graphisch gekennzeichnet werden):
"Präambel
Im Zusammenhang mit der Karriereplanung, Vermarktung, Sponsorensuche, Zeitmanagement, etc. anerbot die K._ dem Sportler ihre Dienste. Diese umfasste bislang sowohl die wirtschaftliche (Finanz-, Versicherungsplanung etc.) als auch persönliche, sportliche und juristische Betreuung und Beratung.  ist die K._ gemäss der vorgenannten Bemühungen bereits in grossem Umfang tätig geworden und mittlerweile wurden dem Sportler neben der umfangreichen Beratung und Betreuung aufgrund der Tätigkeit der K._ Sponsoren, Werbeauftritte, etc. vermittelt. Mit dieser Vereinbarung werden die weitere Zusammenarbeit und Modalitäten zwischen K._ und dem Sportler geregelt.
1. Die K._ verpflichtet sich, dem Sportler weiterhin umfassend als Beraterin
in persönlicher, sportlicher, wirtschaftlicher, juristischer und administrativer Hinsicht zur Verfügung zu stehen und für ihn tätig zu sein. Insbesondere  sich die K._ (ohne Garantie für die Erbringung von Einkünften) für die Beibringung von Werbepartnern, Sponsoren, Ausrüster, Terminplanung (Autogrammstunden, Werbetermine etc.), Administration; PR, etc. besorgt zu sein. In diesem Zusammenhang führt die K._ mit dem Sportler  in PR und Kommunikation durch, um den Sportler in der Öffentlichkeit und im Zusammenhang mit den Medien (Presse, TV etc.) bestmöglich zu  und in Erscheinung treten zu lassen.
Die K._ kennt die vertraglichen Verpflichtungen des Sportlers gegenüber seinem Arbeitgeber. Die K._ verpflichtet sich im Rahmen ihrer Tätigkeit diese vertraglichen Regelungen ebenfalls einzuhalten und allfällig, notwendige Bewilligungen beim Arbeitgeber direkt oder über den Sportler einzuholen.
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2. Die K._ führt für den Sportler alle vertraglichen Verhandlungen, welche in direktem und/oder indirektem Zusammenhang mit dessen Sportlertätigkeit und in der Funktion der K._ gemäss Ziff. 1 hiervor stehen, mit bestehenden und künftigen Vertragspartnern (Werbepartner, Ausrüster, Sponsoren etc.). Ausgenommen hiervon ist die Berechtigung des Sportlers einen lizenzierten Spielervermittler zwecks Clubsuche und Vertragsverhandlungen ( mit Profiverein) beizuziehen. Diesfalls verpflichtet sich der Sportler die K._ über den Beizug und die Vertragsverhandlungen laufend zu . Die K._ verpflichtet sich, den Sportler auf dessen Wunsch auch bei Vertragsverhandlungen mit dem bisherigen/neuen Arbeitgeber(n) zu vertreten und/oder dessen Dienste bei Drittvereinen anzubieten (Vermittlung).
3. Die K._ verpflichtet sich, dem Sportler vor Ablauf der Vertragsdauer in gemeinsamer Absprache eine Homepage zu erstellen.
4. Der Sportler verpflichtet sich, alles zu unternehmen, um der K._ die  einer erfolgreichen Tätigkeit zu ermöglichen. Hierzu informiert er die K._ und stellt ihr vor allem die notwendigen Unterlagen zur Verfügung.  Anfragen (z.B. betreffend Werbeauftritt, Sponsoring, etc.) an den Sportler leitet dieser allesamt und unverzüglich an die K._ zur Prüfung und  weiter. Der Entscheid über die Annahme bzw. Ausübung von , Werbeauftritten wird (möglichst) gemeinsam gefällt. Der Sportler  sich jedoch, generell Weisungen der K._, welche den definitiven  fällt, einzuhalten.
5. Der Sportler überträgt der K._ für die Vertragsdauer (von vier Jahren)  sämtliche Persönlichkeitsrechte (Recht am eigenen Bild; Recht am  sowie die Marke "A._") vollumfänglich und soweit im Zusammenhang mit vorliegendem Vermarktungs- und Managementvertrag stehend zur  ab. Die K._ ist berechtigt, als Rechtsinhaberin die Marke "A._" ins Markenregister eintragen zu lassen. Die Übertragung der  steht unter dem Vorbehalt des bestehenden, gültigen Arbeitsvertrages mit dem E._/Schweiz, von welchem die K._ Kenntnis hat, und welche die Verwertung durch die K._ vorläufig einschränken. Mit Beendigung des Arbeitsvertrages des Sportlers mit dem E._ gehen sämtliche  uneingeschränkt auf die K._ über.
6. Die Übertragung der Persönlichkeitsrechte gemäss Ziff. 4 erfolgt im Gegenzug zu den Bemühungen der K._ für die bisherige und künftige Tätigkeit  Ziff. 1f. hiervor und deren Risikotragung. Der Sportler schuldet der K._ unter Vorbehalt von Ziff. 7 weder ein Entgelt noch  für die Bemühungen der K._ aus vorliegendem Vertrag. Die K._ verzichtet zudem auf die Vereinnahmung (unter ihrer Vermittlung  gekommener bzw. ihr bekannter) sämtlicher generierter Honorare des Sportlers aus Sponsoring, Werbung etc. für die Dauer seines Vertrages mit dem E._. Mit Ablauf des Vertrages mit dem E._ hat die K._  auf 20% 100% sämtlicher unter diesen Vertrag fallenden und  Nettoeinnahmen des Sportlers (ausgenommen aus Einkünften des Sport-
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lers aus Profi-Fussball- Arbeitsvertrag [Lohn]), unabhängig von der Vermittlung durch die K._. Der Sportler überträgt der K._ das Inkasso. Die K._ hat dem Sportler die eingehenden Honorare abzüglich des eigenen Guthabens innert 10 Tagen nach Eingang bei der K._ weiterzuleiten.
7. Mit Ablauf des jeweiligen Arbeitsvertrages des Sportlers (heute: mit dem E._) hat der (neue) Arbeitgeber die Persönlichkeitsrechte bei der K._ zu erwerben. Die Rechtszugehörigkeit der Persönlichkeitsrechte gemäss  Vertrag zur K._ ist dem betroffenen Arbeitgeber vor dem Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages mit dem Sportler von Letzterem offen zu legen. Über die Abtretung der Rechte und das Entgelt der K._ einigen sich die K._ und der (neue) Arbeitgeber des Sportlers direkt. Die K._  sich gegenüber dem Sportler seinen Vertragsabschluss mit dem  nicht durch überhöhte Abgeltungsforderungen für die  zu verhindern. Als Richtwert für den Erwerb der  des Spielers durch den Arbeitgeber gilt eine jährliche Gebühr von 15 bis maximal 20% der Arbeitsvertragssumme. Legt der Spieler diesen  bzw. Abtretung seiner Rechte an K._ dem (künftigen) Arbeitgeber nicht offen, und/oder erhält die K._ keine Zahlung vom Arbeitgeber, so verpflichtet sich der Spieler 20% der ausgehandelten Lohnsumme der K._ zu bezahlen.
Über die Zahlungsmodalitäten einigen sich die K._ und der Arbeitgeber des Sportlers direkt.
8. Mit der Zahlung des gemäss Ziff. 5 bis 7 hiervor erwähnten Entgeltes  der K._ wird die K._ für sämtliche Bemühungen (inkl. Spesen) aus der vertraglichen Tätigkeit entschädigt. Die K._ hat unter Vorbehalt von Schadenersatzansprüchen aus Vertragsverletzung und unerlaubter  keinerlei finanzielle Ansprüche gegenüber dem Sportler - weder aus der bisherigen noch aus künftiger Tätigkeit. Die K._ trägt demnach das Risiko des unter Ziff. 5 bis 7 hiervor erwähnten Entgeltes.
9. Der Sportler versichert, dass für ihn keinerlei Bindungen und/oder  bestehen, die vorliegender Vereinbarung entgegenstehen könnten und dass er während der Laufzeit mit keiner Drittperson vertragliche Rechte und Pflichten begründet, die in den Geltungsbereich dieser Vereinbarung fallen. Vorbehalten bleibt der Erwerb der Persönlichkeitsrechte durch den  des Sportlers gemäss Ziff. 6f. hiervor.
10. Der Vertrag wird für eine feste Vertragsdauer von vier Jahren ab beidseitiger Unterzeichnung abgeschlossen.
11. Die K._ ist berechtigt vorliegenden Vertrag vollumfänglich auf eine (noch zu gründende und/oder Nachfolge-) Kapitalgesellschaft zu übertragen.  hierfür ist, dass die Personenidentität zwischen K._ und (-) Gesellschaft gewahrt bleibt, insbesondere dass der vorgenannte Vertreter
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der K._ (faktisch) alleiniger Inhaber der Kapitalgesellschaft ist. Die  der Rechte der K._ aus diesem Vertrag auf Dritte wird  (Abtretungsverbot).
12. Beide Parteien bewahren bezüglich dieser Vereinbarung Stillschweigen.  bleibt die Offenlegung gegenüber öffentlicher Verwaltungen/Behörden und (neuen) Arbeitgebern, sofern dies notwendig oder gesetzlich  ist.
13. Für die Gültigkeit von Änderungen und Zusätzen wird die Schriftform .
14. Sollten einzelne Teile des Vertrages ungültig bzw. nichtig sein oder künftig  bzw. nichtig werden, so wird die Gültigkeit dieses Vertrages hiervon nicht berührt. Der vom Teilmangel betroffene Vertrag bleibt mithin ohne den  Teil verbindlich. Für die nichtigen Vertragsteile tritt eine Ersatzregelung ein, welche von den Parteien nach objektiven Kriterien bei Kenntnis der  gewählt worden wäre und dem Sinn und Geist vorliegender  entspricht.
15. Für den vorliegenden Vertrag ist schweizerisches materielles und formelles Recht anwendbar. Als Gerichtsstand wird ausschliesslich das Bezirksgericht Zürich / ZH vereinbart."
Der Kläger trägt sodann vor, dass er im Jahre 2008 den Managementvertrag
fristlos gekündigt habe. Die Zusammenarbeit mit dem Beklagten sei unzumutbar
geworden, weil dieser bei seiner Hausbank, D._, sich zur Aussage habe hin-
reissen lassen, dass der Kläger ihn um Fr. 300'000.00 betrogen habe (Urk. 2
Rz 6). Der Beklagte bestätigt diesen Vorgang mit dem Hinweis, dass sich die Par-
teien Mitte August 2008 überworfen hätten (Urk. 16 Rz 111 und 163). Auf Grund
der Handelsregistereinträge steht fest, dass der Kläger im September 2008 als
Gesellschafter und Geschäftsführer der Gesellschaft ausgeschieden ist (vgl.
Urk. 136/3).
1.7. Der Kläger legte sodann eine "Abtretungs-Vereinbarung/Erklärung" vom
"Juni 06" vor, welche von beiden Parteien unterzeichnet worden sein soll
(Urk. 4/5; Original Urk. 79). Mit dieser Erklärung trat der Kläger "sämtliche Rechte
und Pflichten aus dem Vermarktungs- und Managementvertrag" an die M._
GmbH ab, wobei der Beklagte sein Einverständnis dazu erteilte. Der Beklagte be-
streitet die Echtheit der entsprechenden Urkunde (Urk. 16 Rz 33 ff.). Weiter legte
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der Kläger die folgende, von ihm am 8. August 2006 allein unterzeichnete "Bestä-
tigung/Zession" der M._ GmbH vor (Urk. 4/6). Sie hat den folgenden Wort-
laut: "Hiermit bestätigt die M._ GmbH, dass die von der K._, B._, ... [] abgetretenen Rechte aus dem Vertrag mit L._ sowie A._ auf die M._ GmbH nicht die Ansprüche aus Entgelt (Ziff. 5-8 der Vereinbarung vom 20. November 2002 bzw. 20. September 2005) für die nach wie vor zu  persönlichen Bemühungen von B._ (nunmehr gegen aussen als  von M._) betreffen, sondern B._ bzw. die K._ nach wie vor dieselben finanziellen Ansprüche daraus hat bzw. haben. Die Ansprüche  werden deshalb von der M._ GmbH an die K._, B._, ...-Gasse abgetreten."
1.8. Der Kläger geht davon aus, dass seine Gesamtansprüche gegenüber dem
Beklagten auf Grund des Managementvertrages "rund" Fr. 575'000.00 betragen
(Urk. 25 S. 6). Im Sinne einer Teilklage macht er mit seinem Rechtsbegehren
Ziff. 2 einen Teilbetrag der ihm nach seiner Auffassung zustehenden Ansprüche
geltend, d.h. einen Teilbetrag von Fr. 100'000.00. Die Teilklage betrifft gemäss
der Darstellung des Klägers in der Replik die folgenden Posten:
- Fr. 28'000.00 Einkünfte aus H._-Verträgen zwischen 2005 und 2008: 20% auf geschätzte Fr. 140'000.00 (Urk. 25 S. 6);
- Fr. 42'000.00 aus dem I._-Vertrag: 20% auf Fr. 260'000.00  der bereits erhaltenen Fr. 10'000.00 (Urk. 25 S. 6);
- Fr. 30'000.00: 20% des Bruttoeinkommens bei F._ 2006/2007: 20 % von geschätzten EUR 600'000.00. Davon zur Teilklage  Fr. 30'000.00, eventualiter auch ein höherer Betrag, maximal bis zum Betrag der Teilklage, wenn die Ansprüche aus den  nicht gutgeheissen oder in einem tieferen Betrag gutgeheissen werden (Urk. 25 S. 7); o wenn die vorstehenden Ansprüche nicht bis zum Betrag der Teilkla-
ge zugesprochen werden: 20% des Einkommens beim E._ 2007/2008; geschätzter Anteil des Klägers Fr. 60'000.00 (Urk. 25 S. 7);
o wenn die vorstehenden Ansprüche nicht bis zum Betrag der  zugesprochen werden: 20% des Einkommens bei G._ 2008 bis 2012; geschätzter Anteil des Klägers Fr. 300'000.00 (Urk. 25 S. 7).
1.9. Der Beklagte hat sich von der M._ GmbH am 17. September 2013
zwei Forderungen gegen den Kläger abtreten lassen, und zwar eine im Betrage
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von Fr. 24'299.70 und eine andere im Betrage von Fr. 40'000.00 (Urk. 17/37-38).
Diese Forderungen hält er dem Kläger verrechnungsweise entgegen.
2. Prozessverlauf
2.1. Mit Urteil vom 1. Februar 2017 trat die Vorinstanz auf das Rechtsbegehren
Ziff. 1 nicht ein. Die Teilklage gemäss Rechtsbegehren Ziff. 2 hiess sie sodann im
Umfange von Fr. 51'000.00 nebst Zins gut, und zwar im Umfange von
Fr. 9'000.00 hinsichtlich des H._-Vertrages sowie im Umfange von
Fr. 42'000.00 hinsichtlich des I._-Vertrages. Im Übrigen wurde die Klage ab-
gewiesen (Urk. 127 S. 20).
2.2. Hinsichtlich des Verlaufs des erstinstanzlichen Verfahrens sei auf das an-
gefochtene Urteil verwiesen (Urk. 127 S. 2-4). Bezüglich der Frage, ob die Replik-
schrift seitens des Klägers rechtzeitig eingereicht wurde oder nicht, wurde von der
Vorinstanz ein aufwendiges Beweisverfahren durchgeführt. Die Vorinstanz ist auf
Grund des Beweisergebnisses zum Schluss gekommen, dass die Replik rechtzei-
tig eingereicht wurde (vgl. Urk. 76). Das wird vor Obergericht nicht in Frage ge-
stellt. Mit der Vorinstanz ist daher von der Rechtzeitigkeit der Replikschrift auszu-
gehen.
2.3. Beide Parteien haben gegen das ihnen am 28. Februar 2017 zugestellte
vorinstanzliche Urteil (vgl. Urk. 123 und 124) rechtzeitig Berufung erhoben, näm-
lich der Beklagte die Erstberufung (Urk. 126) und der Kläger die Zweitberufung
(Urk. 131/126). Die beiden Berufungsverfahren wurden mit Beschluss vom
24. Mai 2017 vereinigt (Urk. 132), worauf die Erstberufung vom Kläger am 6. Juli
2017 (Urk. 135) und die Zweitberufung vom Beklagten am 5. Juli 2017 beantwor-
tet wurde (Urk. 134). Mit Verfügung vom 10. Juli 2017 wurde den Parteien eröff-
net, dass die Sache in die Phase der Urteilsberatung gehe (Urk. 137). In der Fol-
ge erstattete der Beklagte unterm 17. August 2017 eine unverlangte sog. "Repli-
keingabe" (Urk. 138). Diese wurde dem Kläger mit Verfügung vom 18. August
2017 zugestellt (Urk. 139), worauf keine weitere Reaktion erfolgte.
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3. Prozessuales
3.1. Aktenschluss. Die folgenden Parteivorträge des vorinstanzlichen Verfah-
rens sind bezüglich der von den Parteien aufgestellten Behauptungen und der
gestellten Beweisanträge (vgl. Art. 221 Abs. 1 lit. d und lit. e und Art. 222 Abs. 2
ZPO) von Belang:
- Klageschrift des Klägers vom 3. Mai 2013 (Urk. 2);
- Klageantwortschrift des Beklagten vom 24. September 2013 (Urk. 16); - Replikschrift gemäss Art. 225 ZPO des Klägers vom 3. März 2014
(Urk. 25);
- Duplikschrift gemäss Art. 225 ZPO des Beklagten vom 1. Juni 2015 (Urk. 87).
Mit dem zweiten Schriftenwechsel tritt der Aktenschluss ein. Neue Tatsa-
chen und Beweisanträge können nach diesem Zeitpunkt nur noch unter den Vo-
raussetzungen des Art. 229 Abs. 1 ZPO in den Prozess eingebracht werden (BGE
140 III 312), wobei einerseits solche Noven "ohne Verzug" in das Verfahren ein-
zuführen sind und anderseits diejenige Partei, die sich auf Noven beruft, darzutun
hat, dass die Voraussetzungen dazu gegeben sind. Wer sich auf sog. unechte
Noven beruft (vgl. Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO und Art. 317 Abs. 1 ZPO), hat detail-
liert darzulegen, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor-
her in den Prozess hat einbringen können (BGE 143 III 42 E. 4.1). Ob zulässige
Noven vorgetragen werden, entscheidet das Gericht von Amtes wegen. Liegen
zulässige Noven vor, so hat es daher ebenso von Amtes wegen der Gegenpartei
durch entsprechende Fristansetzung Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu
nehmen (BGE 142 III 48 E. 4.1.1. und 4.1.2.).
3.2. Berufungsverfahren. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Ver-
fahren. Es dient nicht etwa der Vervollständigung des vorinstanzlichen Verfah-
rens, sondern vielmehr der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen Ent-
scheides im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen (BGE 142 III
413 E. 2.2.1). In der Berufungsschrift sind die Behauptungen bestimmt und voll-
ständig aufzustellen. Zudem muss sie – im Gegensatz zur Klageschrift – nicht nur
eine tatsächliche, sondern auch eine rechtliche Begründung enthalten (ZK ZPO-
REETZ/THEILER, Art. 311 N 36). Der Berufungskläger hat mittels klarer und saube-
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rer Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo er die
massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden und wo
er die massgeblichen Beweisanträge gestellt hat. Es ist nicht Sache der Rechts-
mittelinstanz, die Akten und die Rechtsschriften der Vorinstanz zu durchforsten,
um festzustellen, was welche Partei wo ausgeführt hat. Damit ist gesagt, dass die
Berufungsschrift weder eine pauschale Verweisung auf die bei der Vorinstanz
eingereichten Rechtsschriften noch eine neuerliche Darstellung der Sach- oder
Rechtslage enthalten darf, welche nicht darauf eingeht, was vor der Vorinstanz
vorgebracht worden ist. Pauschale Verweisungen auf die vor der Vorinstanz ein-
gebrachten Rechtsschriften sind namentlich dann unzulässig, wenn sich die Vor-
instanz mit den Ausführungen des Berufungsklägers auseinandergesetzt hat.
Stützt sich der angefochtene Entscheid auf mehrere selbständige Begründungen,
muss sich der Berufungskläger in der Berufungsschrift mit allen Begründungen
auseinandersetzen. Aufgrund ihrer umfassenden Überprüfungsbefugnis ist die
Berufungsinstanz allerdings nicht an die mit den Rügen vorgebrachten Argumente
oder an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden, sie kann die Rügen auch mit
abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen (vgl. ZK ZPO-REETZ/THEI-
LER, Art. 310 N 6).
3.3. Offenkundige Tatsachen. Handelsregistereinträge, welche aus dem Inter-
net abgerufen werden können, sind offenkundige Tatsachen im Sinne von
Art. 151 ZPO, auf die das Gericht abzustellen hat, ohne dass sie behauptet oder
bewiesen werden müssen (BGE 138 III 557 E. 6.2; BGer 5A_731/2016 vom
20.12.2016 E. 4; LEU, DIKE-Komm.-ZPO, Art. 151 N 4). Die Berufungsinstanz
kann daher ohne weiteres auf die Eintragungen im Handelsregister abstellen.
4. Rechtsbegehren Ziff. 1: Nichteintretensentscheid der Vorinstanz
4.1. Mit seinem Rechtsbegehren Ziff. 1 verlangt der Kläger vom Beklagten
"vollumfänglich Einsicht in die für die im Zusammenhang mit der Provisionsab-
rechnung gemäss Managementvertrag massgeblichen Bücher und Belege", wo-
bei er mit dem weiteren Wortlaut dieses Rechtsbegehrens die vorzulegenden Be-
lege spezifiziert. Fest steht weiter, dass der Kläger seine Ansprüche aus dem
Managementvertrag einstweilen auf Fr. 575'000.00 schätzt (vgl. vorinstanzliches
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Urteil: Urk. 127 S. 5). Von diesem geschätzten Anspruch macht er alsdann mit
seinem Rechtsbegehren Ziff. 2 im Sinne einer Teilklage einen Betrag von
Fr. 100'000.00 geltend.
4.2. Die Vorinstanz ist auf das Rechtsbegehren Ziff. 1 des Klägers nicht einge-
treten. Der Kläger beanstandet das mit seiner Zweitberufung (Urk. 131/126 Rz 7,
27). Zunächst legt die Vorinstanz dar, dem Kläger stünden gemäss den vorgeleg-
ten Verträgen weder 20% aus den Fussball-Arbeitsverträgen zu noch "20% auf
80% der Einnahmen bei der M._ GmbH" (Urk. 127 S. 11). Unter der Voraus-
setzung, dass der sog. Managementvertrag als gültig anzusehen ist, lässt sich
das so nicht sagen. Vielmehr ergibt sich aus der abgeänderten Ziff. 7 des Vertra-
ges, dass der Beklagte dem Kläger letztlich für die Erstattung von 20% der von
ihm ausgehandelten Lohnsummen geradestehen soll. Und gemäss Ziff. 6 des
Vertrages hat der Kläger Anspruch auf 20% – in der handschriftlich abgeänderten
Form gar auf 100% – der weiteren "unter diesen Vertrag fallenden" Einnahmen
des Beklagten. Dass sich solche Ansprüche erst nach Vorlage der einschlägigen
Verträge und Belege berechnen lassen, versteht sich von selbst. In diesem Sinne
trägt der Kläger denn auch vor, dass mit der in Frage stehenden Vertragsklausel
"implizit" auch vereinbart worden sei, dass der Beklagte dem Kläger "die für die
Berechnung des Honoraranspruchs notwendigen Informationen ... zur Verfügung"
stellen müsse (Urk. 131/126 Rz 28). Das ist durchaus so zu sehen. Die Grundlage
für seinen Anspruch sieht der Kläger gemäss der Replik in Ziff. 4 des Manage-
mentvertrages, wonach der Beklagte gehalten ist, den Kläger zu informieren und
ihm die notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen (Urk. 25 S. 10). Das
vom Kläger gestellte Rechtsbegehren Ziff. 1 ist daher als materieller Antrag und –
entgegen der Meinung des Beklagten (vgl. Urk. 134 Rz 42) – nicht etwa als blos-
ser prozessualer Editionsantrag zu verstehen. Das ergibt sich nicht zuletzt aus
der Darstellung dieses Rechtsbegehrens in der Klageschrift, wo es gleichrangig
mit dem Leistungsbegehren gemäss Ziff. 2 aufgeführt wird. Es gibt in den erstin-
stanzlichen Parteivorträgen des Klägers keine Hinweise darauf, dass das Rechts-
begehren Ziff. 1 lediglich im Sinne eines Beweisantrages, d.h. als Editionsantrag
gemäss Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO, zu verstehen ist. Daran ändert namentlich auch
der Umstand nichts, dass darüber hinaus mit der Klageschrift und der Replik-
- 15 -
schrift – zusammen mit weiteren Beweisanträgen (Zeugnis, Parteibefragung usw.)
– auch prozessuale Editionsanträge gestellt werden (vgl. z.B. Urk. 2 S. 8, 12, 14
ff.; Urk. 25 S. 5).
4.3. In seiner Klageantwort trug der Beklagte vor, dass der Kläger "eine Art Stu-
fenklage" zu erheben scheine (Urk. 16 Rz 15). Dem hielt der Kläger mit der Replik
allerdings entgegen, es gehe hier um eine Teilklage, denn hätte er eine Stufen-
klage erheben wollen, dann hätte er das auch so gesagt (Urk. 25 S. 9). Daraus
schliesst der Beklagte, dass das Rechtsbegehren Ziff. 1 prozessualer Art sei
(Urk. 87 Rz 74 und Urk. 134 Rz 42).
4.3.1. Die Stufenklage wird von Art. 85 ZPO geregelt. Wenn die Bezifferbarkeit ei-
ner Forderung von einem materiellrechtlichen Anspruch auf Auskunftserteilung
abhängt, kann auf die Bezifferung des Hauptanspruchs (d.h. der Forderungskla-
ge) einstweilen verzichtet werden, wobei gleichzeitig ein materiellrechtlicher An-
trag auf Auskunftserteilung zu stellen ist. Dies ist ein sog. Hilfsanspruch. Nach
Gutheissung und Vollstreckung des Hilfsanspruchs wird der Hauptanspruch ge-
mäss Art. 85 Abs. 2 ZPO zu beziffern sein (vgl. dazu FÜLLEMANN, DIKE-Komm-
ZPO, Art. 85 N 4f.).
4.3.2. Im Sinne einer Stufenklage ist der Kläger im vorliegenden Verfahren in der
Tat nicht vorgegangen, hat er doch mit Rechtsbegehren Ziff. 2 eine bezifferte
Forderungsklage erhoben, wenn auch nur im Sinne einer Teilklage. Und soweit er
die Teilklage anhängig machte, war er mithin für deren Bezifferung nicht auf die
verlangte Auskunftserteilung angewiesen. Anders verhält es sich aber bezüglich
jener Ansprüche, die der Kläger noch nicht anhängig gemacht hat. In seinen
Rechtsschriften stellt er sich auf den Standpunkt, dass seine "Gesamtansprüche
aus dem Managementvertrag" "rund" Fr. 575'000.00 betragen sollen, wovon er
Fr. 100'000.00 mit der hier zu beurteilenden Teilklage gemäss Rechtsbegehren
Ziff. 2 geltend macht (Urk. 25 S. 6 f.; vgl. auch S. 46). Ein rechtliches Interesse an
dem Klagebegehren betreffend Auskunftserteilung hat der Kläger mithin einzig
hinsichtlich allfälliger künftiger Teilklagen, welche nach seiner Darstellung einen
Streitwert von "rund" Fr. 475'000.00 erreichen könnten. Das Rechtsbegehren
Ziff. 1 ist daher als materiellrechtlicher Hilfsanspruch im Hinblick auf diese künfti-
- 16 -
gen weiteren Teilklagen zu verstehen. In diesem Sinne muss es auch beurteilt
werden. Es ist daher unzulässig, wenn die Vorinstanz auf das "ausforschende
Rechtsbegehren" des Klägers nicht eintrat. Unterstellt man mit dem Kläger, dass
ihm auf Grund des Managementvertrages ein gewisser Prozentsatz der Lohn-
summen bzw. der Erlöse aus den Sponsoringverträgen des Beklagten zusteht,
dann hat der Beklagte dem Kläger auch die Unterlagen vorzulegen, die für die Be-
rechnung dieser Ansprüche erforderlich sind. Zu Recht sieht der Kläger in dieser
Hinsicht eine "implizite" Verpflichtung (Urk. 131/126 Rz 28). Die vorzulegenden
Unterlagen wurden im Rechtsbegehren Ziff. 1 so gut umschrieben, wie das eben
möglich ist. Von einem "ausforschenden Rechtsbegehren" kann keine Rede sein.
Das Rechtsbegehren Ziff. 1 ist daher entgegen dem Entscheid der Vorinstanz ma-
teriell zu beurteilen.
5. Die Frage der Echtheit von Managementvertrag (Urk. 4/3 bzw. Urk. 78) und "Abtretungs-Vereinbarung/Erklärung" (Urk. 4/5 bzw. Urk. 79)
5.1. Mit seiner Zweitberufung stellt der Kläger klar, dass seine sämtlichen An-
sprüche gemäss den Rechtsbegehren Ziff. 1 und Ziff. 2 auf dem Managementver-
trag vom 20. September 2005 (Urk. 4/3 bzw. Urk. 78) fussen (Urk. 131/126 Rz 6
und 28). Der Beklagte stellt allerdings in Abrede, diese Urkunden je unterzeichnet
und die Änderungen des Vertragstextes paraphiert zu haben (vgl. Urk. 126 Rz 9
mit den Hinweisen auf die erstinstanzlichen Vorträge). Die Vorinstanz hat nach
Vorlage der Originalurkunden deren Echtheit gleichsam selber begutachtet. Sie
kommt mit dem angefochtenen Urteil zum Schluss, dass der Managementvertrag
die Unterschrift des Beklagten trage, wogegen die handschriftlich ergänzten Ver-
tragsteile des Managementvertrages und die zugehörigen Paraphen nicht vom
Beklagten stammten (Urk. 127 S. 7f.). Diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststel-
lung wird vor Obergericht von beiden Parteien angefochten: Der Kläger wirft der
Vorinstanz mit seiner Zweitberufung vor, sie habe frist- und formgerechte Beweis-
anträge übergangen (Urk. 131/126 Rz 8-11). Die Annahme, dass die Vertragsän-
derungen nicht vom Beklagten paraphiert worden seien, sei willkürlich
(Urk. 131/126 Rz 12-19). Demgegenüber hält der Beklagte mit seiner Erstberu-
fung dafür, dass der Managementvertrag insgesamt unecht sei (Urk. 126 Rz 13-
17). Er verweist insbesondere darauf, dass er im vorinstanzlichen Verfahren die
- 17 -
Echtheit der Urkunde substantiiert bestritten habe und auch nach Vorlage des
Originals an seiner Bestreitung festgehalten habe (Urk. 126 Rz 9 f.). Die Vo-
rinstanz habe Art. 394 Abs. 3 OR und Art. 178 ZPO verletzt, als sie davon ausge-
gangen sei, dass der Managementvertrag, soweit er nicht handschriftlich abgeän-
dert wurde, echt sei (Urk. 126 Rz 14-17).
5.2. Gemäss Art. 180 Abs. 1 ZPO können Beweisurkunden dem Gericht in Ko-
pie eingereicht werden. In der Folge kann gemäss dieser Bestimmung das Ge-
richt oder eine Partei die Einreichung des Originals verlangen, wenn begründete
Zweifel an der Echtheit der Urkunde bestehen. Mit seiner Klageantwort hat der
Beklagte die Echtheit des vom Kläger vorgelegten Managementvertrages
(Urk. 4/3) sowie der "Abtretungs-Vereinbarung" (Urk. 4/5) erstmals bestritten
(Urk. 16 Rz 35-41). Demgegenüber hielt der Kläger mit seiner Replik an der Echt-
heit der vorgelegten Unterlagen fest, wobei er auch Beweisanträge stellte (Urk. 25
S. 11-14). Gestützt auf Art. 180 Abs. 1 ZPO hat die Vorinstanz in der Folge mit
Dispositiv-Ziff. 6 ihres Beschlusses vom 9. März 2015 (Urk. 76) die Vorlage der
Originale des Managementvertrages (Urk. 4/3) sowie der "Abtretungs-
Vereinbarung" (Urk. 4/5) verlangt. Die betreffenden Urkunden liegen mit Urk. 78
und Urk. 79 nun im Original bei den Akten. Dieses Vorgehen der Vorinstanz war
richtig. Werden nach Einreichung von kopierten Urkunden begründete Zweifel an
der Echtheit angebracht, kann gemäss Art. 180 Abs. 1 ZPO die Vorlage der Origi-
nale verlangt werden. Es sind keine hohen Anforderungen an die "begründeten
Zweifel" zu stellen, denn die Vorschrift bezweckt in erster Linie, ohne konkrete
Veranlassung gestellte missbräuchliche oder schikanöse Anträge als gegen-
standslos anzusehen (BSK ZPO-DOLGE, Art. 180 N 7; MÜLLER, DIKE-Komm-ZPO,
Art. 180 N 12).
5.2.1. Nachdem der Kläger mit Urk. 78 und Urk. 79 die Originale der Urk. 4/3 und
4/5 eingereicht hatte, hielt der Beklagte mit seiner Duplik unter Stellung von Be-
weisanträgen an seinem Einwand fest, die Originale seien nicht echt (Urk. 87
Rz 17-36). Im Wesentlichen machte er Folgendes geltend:
- Er könne sich nicht daran erinnern, die Papiere je unterzeichnet oder  zu haben. Für diese Behauptung berief er sich auf seine Partei-
- 18 -
aussage in der Form der Parteibefragung bzw. der Beweisaussage (Urk. 16 Rz 36; Urk. 87 Rz 20).
- Während der ganzen Vertragsdauer habe der Kläger, "ein im  eingetragener, rechenschafts- und ablieferungspflichtiger ", weder je eine Forderung erhoben noch eine Rechnung gestellt (Urk. 87 Rz 23), obwohl die massgeblichen Sponsoringverträge in den Jahren 2006 und 2007 abgeschlossen worden seien (Urk. 16 Rz 37 f.; Urk. 87 Rz 23 f.).
- Obwohl der Kläger in Urk. 2 Rz 3 und Urk. 25 "ad 6 und 7" behauptet , dass der Managementvertrag eine "Erneuerung des  aus dem Jahr 2002" gewesen sei, habe er diesen früheren Vertrag nicht ins Recht gelegt (Urk. 87 Rz 25).
- Am 28. Dezember 2011 habe der Kläger dem früheren Rechtsvertreter des Beklagten den Vorschlag gemacht, im Hinblick auf den  Prozess den Gerichtsstand Zürich zu vereinbaren. Diesen Vorschlag habe er gemacht, wiewohl der sog. Managementvertrag den  Zürich gerade vorsehe (Urk. 87 Rz 26 f.).
- Der Beklagte habe überdies auch die handschriftlichen Änderungen des Vertrages nicht paraphiert (Urk. 87 Rz 30). Der Beklagte paraphiere  nämlich ganz anders als sich dies aus dem vom Kläger vorgelegten Managementvertrag ergebe (Urk. 16 Rz 39; Urk. 87 Rz ).
- Die handschriftlichen Änderungen im Managementvertrag seien sodann allesamt zu Lasten des Beklagten ausgefallen. Namentlich werde in Ziff. 6 der Anspruch des Klägers auf die Nettoeinnahmen des Sportlers von 20% auf 100% erhöht (Urk. 87 Rz 34).
- Der Kläger erkläre nicht, weshalb der Beklagte nach Abschluss des  "den für ihn ausschliesslich nachteiligen Änderungen" hätte zustimmen sollen, denn die Vergütungsbestimmungen wichen " krass von den branchenüblichen Provisionsansätzen ab, dass nicht im Ansatz glaubhaft ist, dass ein Sportler sich diesen unterwerfen würde" (Urk. 87 Rz 35).
5.3. Wird im Prozess die Echtheit von Urkunden "ausreichend" bestritten, hat
gemäss Art. 178 ZPO die Echtheit dieser Urkunden diejenige Partei zu beweisen,
die sich auf diese Urkunden beruft. Ausreichend bestritten ist die Echtheit der Ur-
kunden, wenn die Bestreitung substantiiert ist und zumindest eine gewisse Plau-
sibilität für sich in Anspruch nehmen kann. Auch diese Vorschrift bezweckt, dass
schikanösen Echtheitsbestreitungen von vornherein der Wind aus den Segeln ge-
nommen wird (vgl. ZK ZPO-WEIBEL, Art. 178 N 6; MÜLLER, DIKE-Komm-ZPO,
Art. 178 N 5). Im vorliegenden Fall liegen klarerweise substantiierte und plausible
- 19 -
Echtheitsbestreitungen vor. Namentlich ist schwer verständlich, weshalb die Pro-
vision des Klägers gemäss Ziff. 6 des Managementvertrages von 20% auf ganze
100% hätte erhöht werden sollen. Ebenso ist nicht leicht einzusehen, weshalb der
Kläger bis in das Jahr 2013 zugewartet hat, um die Klage anzuheben. Schwer
verständlich ist schliesslich auch, weshalb der Kläger den Beklagten Ende 2011
um die Vereinbarung des Gerichtsstands Zürich nachsuchte, wiewohl der Ma-
nagementvertrag diesen Gerichtsstand gerade vorsah. Von einer schikanösen
Bestreitung der Echtheit kann daher keine Rede sein. Unter diesen Umständen
hat gemäss Art. 178 ZPO der Kläger, der aus Urk. 4/3 bzw. Urk. 78 und aus
Urk. 4/5 bzw. Urk. 79 Rechte ableitet und sich in diesem Sinne auf diese Urkun-
den beruft, die Echtheit dieser Urkunden zu beweisen. Das gilt für beide in Frage
stehenden Urkunden, stehen sie doch in engem Zusammenhang. Angemerkt sei
sodann noch Folgendes: Mit seiner Zweitberufung weist der Kläger darauf hin, er
habe in seiner Replik auf die Hintergründe der handschriftlichen Ergänzungen von
Ziff. 7 des Managementvertrages hingewiesen (Urk. 131/126 Rz 10 mit Hinweis
auf Urk. 25 S. 44). An der vom Kläger genannten Stelle der Replik wird auf diese
Hintergründe indessen nicht eingegangen. Dabei wäre dies im Zusammenhang
mit der vorzunehmenden Beweiswürdigung durchaus sehr hilfreich gewesen.
Statt dessen schweigt sich der Kläger darüber aus, wie es dazu gekommen sein
soll, dass die Parteien am 25. September 2005 den Managementvertrag unter-
schrieben haben; und erst recht wäre wichtig gewesen zu wissen, warum und un-
ter welchen Umständen es sodann zu den entscheidenden handschriftlichen Än-
derungen gekommen sein soll.
5.4. Unter diesen Umständen hätte die Vorinstanz über die Echtheit der Urk. 78
und Urk. 79 in Anwendung von Art. 154 ZPO ein Beweisverfahren eröffnen und
dabei die vor Aktenschluss gestellten einschlägigen Beweisanträge berücksichti-
gen müssen. In diesem Sinne wären namentlich die vor Aktenschluss beantragten
Parteibefragungen und Urkundenbeweise abzunehmen gewesen. Dazu gehört
der an und für sich naheliegende Gutachtensbeweis allerdings nicht, weil ent-
sprechende Beweisanträge fehlen. Der Kläger moniert mit seiner Zweitberufung,
dass der Beklagte während des ganzen Prozesses nie die Einholung eines
Schriftgutachtens verlangt habe (Urk. 131/126 Rz 17). Der Vorwurf fällt allerdings
- 20 -
auf den Kläger zurück, denn gemäss Art. 178 ZPO ist er beweispflichtig und nicht
etwa der Beklagte.
5.5. Die Vorinstanz hat allerdings auf die Durchführung eines Beweisverfahrens
verzichtet und ist – ausserhalb eines förmlichen Beweisverfahrens – in Würdigung
der Akten zum Schlusse gekommen, dass die Urk. 78 und Urk. 79 grundsätzlich
echt seien; einzig die handschriftlichen Änderungen des Managementvertrages
seien nicht echt (Urk. 127 S. 7 f.). Zu Recht beanstanden beide Parteien das mit
ihren Berufungen als Verletzung ihres Rechtes auf Beweis gemäss Art. 152 ZPO
(Urk. 126 Rz 13-17 und Urk. 131/126 Rz 8-12). Allerdings möchte der Beklagte
insoweit am vorinstanzlichen Urteil festhalten, als die Vorinstanz die handschriftli-
chen Änderungen des Managementvertrags als unecht einstufte (Urk. 134 Rz 11
ff.). Der Beklagte meint nämlich, die Vorinstanz habe darüber durchaus Beweis
abgenommen, weil der Managementvertrag in Urkundenform vorliege, und Ur-
kunden seien zulässige Beweismittel. Die Argumentation ist nicht haltbar. Ein Be-
weisverfahren wird stets durch eine Beweisverfügung gemäss Art. 154 ZPO ein-
geleitet. Dabei sind jene Beweismittel abzunehmen, welche von den Parteien zu
rechtserheblichen strittigen Tatsachen prozessrechtskonform ausdrücklich ge-
nannt wurden. Ein derartiges Beweisverfahren wurde von der Vorinstanz aber
nicht durchgeführt. Namentlich ersetzen die quasigutachterlichen Ausführungen
der Vorinstanz zur Echtheit der eingereichten Urkunden ein förmliches Beweisver-
fahren nicht. Gemäss Art. 318 Abs. 1 lit. 2 Ziff. 2 ZPO wäre die Sache daher an
und für sich an die Vorinstanz zur Durchführung eines Beweisverfahrens und Fäl-
lung eines neuen Entscheides zurückzuweisen. Dennoch kann darauf verzichtet
werden, weil – wie zu zeigen sein wird – die Klage selbst dann abzuweisen wäre,
wenn die Echtheit der vorgelegten Urkunden unterstellt wird.
5.6. Wäre entgegen dem Gesagten ein Beweisverfahren zu eröffnen gewesen,
dann hätten in der in diesem Zusammenhang zu erlassenden Beweisverfügung
gemäss Art. 154 ZPO die prozessrechtskonform gestellten Beweisanträge der
Parteien berücksichtigt werden müssen. Prozessrechtskonform sind nur diejeni-
gen Beweisanträge, die bis Aktenschluss gestellt und mit einer rechtserheblichen
streitigen Tatsache verknüpft wurden. Abwegig ist die Haltung des Klägers, er ha-
- 21 -
be keine Gelegenheit gehabt, nach der Einreichung seiner Replik Beweisanträge
zu stellen, weil die Vorinstanz erst nach der Erstattung der Replik die Originale
von Urk. 4/3 und 4/5 eingefordert habe (so in Urk. 135 Rz 10). Die Vorinstanz hat
das getan, weil der Beklagte bereits mit der Klageantwort im Sinne von Art. 180
Abs. 1 ZPO begründete Zweifel an der Echtheit dieser Urkunden geltend gemacht
hatte. Der Kläger hätte daher angesichts der Argumentation des Beklagten allen
Anlass gehabt, mit seiner Replik aus prozessualer Vorsicht taugliche Beweisan-
träge zu stellen. Nach Aktenschluss ist es dafür aber zu spät.
6. Die Gültigkeit der sog. "Bestätigung/Zession" vom 8. August 2006 (Urk. 4/6).
6.1. Unterstellt man im Sinne des Gesagten (vgl. dazu oben E. 5.5.), die
Urk. 78 (bzw. Urk. 4/3) und Urk.79 (bzw. Urk. 4/5) seien echt, dann
- stünden gemäss dem Managementvertrag vom 20. September 2005 (Urk. 78) die Provisionsansprüche aus diesem Vertrag und die damit  Auskunftsansprüche dem Kläger zu;
- wären gemäss der "Abtretungs-Vereinbarung / Erklärung" vom "Juni 06" (Urk. 79) die Provisionsansprüche aus dem Managementvertrag (Urk. 78) und die damit verbundenen Auskunftsansprüche vom Kläger auf die M._ GmbH übergegangen.
6.2. Der Kläger leitet seine Aktivlegitimation aus einer weiteren Erklärung her,
nämlich aus der "Bestätigung/Zession" vom 8. August 2006 (Urk. 4/6; Wortlaut:
vgl. oben E. 1.5.). Die Erklärung wurde auf dem Briefpapier der M._ GmbH
abgegeben und namens der M._ GmbH vom Kläger unterzeichnet. Die Er-
klärung ist allerdings sprachlich mangelhaft abgefasst und daher in besonderem
Masse auslegungsbedürftig. Mit der Erklärung wird zunächst auf "abgetretene
Rechte aus dem Vertrag zwischen L._ und A._" Bezug genommen. So-
dann werden die "Ansprüche aus Entgelt" gemäss "Ziff. 5-8 der Vereinbarung
vom 20. November 2002 bzw. 20. September 2005" erwähnt und alsdann wird
festgehalten, dass der Kläger bzw. die K._ "nach wie vor dieselben finanziel-
len Ansprüche daraus" habe. Aus diesem Grunde ("deshalb") würden diese An-
sprüche ("die Ansprüche hieraus") von der M._ GmbH "an die K._,
B._" abgetreten.
- 22 -
Welche Rolle der Vertrag mit L._ spielen soll, erörtert der Kläger nicht.
In den Prozess eingeführt wurde einzig der Managementvertrag mit dem Beklag-
ten. Zwar erwähnte der Kläger in seinen Vorträgen ganz beiläufig den Manage-
mentvertrag aus dem Jahre 2002 (Urk. 2 Rz 3, Urk. 25 S. 6), ohne aber auch nur
mit einem Wort dessen Inhalt darzustellen. Im Zentrum des vorliegenden Prozes-
ses steht dagegen der Managementvertrag vom 20. September 2005. Gemäss
dem Wortlaut im Sinne von Ziff. 5-8 dieses Vertrages stehen dem Kläger in der
Tat gewisse Ansprüche zu. Der Verfasser der Erklärung vom 8. August 2006 woll-
te mit ihr offensichtlich zum Ausdruck bringen, dass die frühere Abtretung zuguns-
ten der M._ GmbH zu weit ging und dass diese rückgängig gemacht werden
sollte. Nur dann gewinnt der letzte und klare Satz der Erklärung einen Sinn, dass
nämlich "die Ansprüche hieraus" von der M._ GmbH an den Kläger abgetre-
ten werden sollten. In seiner Klageschrift bezeichnet der Kläger denn auch diese
Erklärung nicht ohne Grund ausdrücklich als "Rückzession" (vgl. Urk. 2 S. 8, 11,
13, 15, 16, 18, 19, 20, 22, 24).
6.3. Der Beklagte erachtet die Rückzession als nichtig. Der Kläger habe die er-
wähnte Rückzession in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der M._
GmbH unterzeichnet. Da der Kläger als Geschäftsführer dieser Gesellschaft die
fraglichen Ansprüche sich selber abgetreten habe, liege ein verbotenes Insichge-
schäft vor, weshalb die Abtretungserklärung nichtig sei (Urk. 16 Rz 176). Der Klä-
ger bestreitet demgegenüber eine Interessenkollision, indem er auf seine Darstel-
lung in der Klageschrift verwies (Urk. 25 S. 47 "ad 174-177" mit Hinweis auf Urk. 2
Rz 12). Der Beklagte hält demgegenüber an seiner Haltung fest (Urk. 87 Rz 179),
und zwar auch vor Obergericht (Urk. 126 Rz 26-33).
6.4. Schliesst der Vertreter einer Gesellschaft ein Geschäft, das er für die Ge-
sellschaft bzw. für den Vertretenen vornimmt, mit sich selber ab, liegt ein Fall von
Selbstkontrahieren bzw. ein Insichgeschäft vor. Nach herrschender Lehre und
ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Kontrahieren eines Vertre-
ters mit sich selbst grundsätzlich unzulässig, weil es regelmässig zu Interessen-
kollisionen führt (BGE 138 III 755 E. 6.2; 127 III 332 E. 2a S. 333; 126 III E. 3a
S. 363). Selbstkontrahieren hat daher grundsätzlich die Ungültigkeit des betref-
- 23 -
fenden Rechtsgeschäfts zur Folge. Bei einem Interessenkonflikt besteht nämlich
eine negative Vermutung in dem Sinne, dass die Vollmacht des Vertreters ein
Selbstkontrahieren nicht abdeckt. Das Insichgeschäft gilt mangels Zurechenbar-
keit an den Vertretenen zunächst als schwebend unwirksam. Die Vermutung der
Ungültigkeit kann nach der Rechtsprechung entweder durch den Nachweis wider-
legt werden, dass die Gefahr einer Benachteiligung des Vertretenen nach der Na-
tur des Geschäfts ausgeschlossen ist, oder aber durch den Nachweis, dass der
Vertretene den Vertreter zum Vertragsschluss mit sich selbst besonders ermäch-
tigt oder das Geschäft nachträglich genehmigt hat. Nur wenn die negative Vermu-
tung widerlegt wird, ist das Insichgeschäft gültig zustande gekommen. Andernfalls
ist es als von Anfang an ungültig zu erachten (BGE 127 III 332 E. 2a; BGE 126 III
361 E. 3a; GAUCH/SCHLUEP et. al., Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemei-
ner Teil, 10. A., Rz 1438-1440; STRAESSLE / VON DER CRONE, Die Doppelvertretung
im Aktienrecht, SZW 2013 S. 342).
6.5. Fest steht, dass der Kläger am 8. August 2006, d.h. zur Zeit der Unter-
zeichnung der hier interessierenden Erklärung, einzelzeichnungsberechtigter Ge-
schäftsführer der M._ GmbH war und dass er deren Geschäfte fiduziarisch
für den Beklagten und seinen ... [Verwandtschaftsverhältnis] zu führen hatte, wel-
che die wirtschaftlich Berechtigten der Gesellschaft waren (vgl. Handelsregister-
auszüge, Urk. 17/32/1-3; vgl. oben E. 1.3. mit Hinweisen auf Urk. 16 Rz 48 und 96
f. und Urk. 2 Rz 12). Die in Frage stehende Rückzession steht daher im aus-
schliesslichen und eklatanten Interesse des Klägers und widerspricht gleichzeitig
den Interessen des Beklagten, der an der Gesellschaft wirtschaftlich berechtigt
war. Der Kläger macht nicht geltend, dass eine Vollmacht vorgelegen habe, die
ihn zum fraglichen Insichgeschäft ermächtigt hätte; ebenso wenig macht er gel-
tend, dass das Insichgeschäft im Nachhinein von den an der M._ GmbH
wirtschaftlich Berechtigten genehmigt worden sei. Und sein mit der Erstberu-
fungsantwort vorgetragenes Argument, die ... A._ und L._ seien selbst-
verständlich über alle Umständen dieser Transaktion aufgeklärt gewesen
(Urk. 135 Rz 14), ist neu und damit unzulässig. Solches hatte der Kläger nament-
lich auch nicht an der von ihm bezeichneten Stelle der Klageschrift (Urk. 2 Rz 12)
dargetan. Unter diesen Umständen liegt mit der hier in Frage stehenden Rück-
- 24 -
zession ein nichtiges Insichgeschäft vor. Da der Beklagte mit Urk. 4/5 seine An-
sprüche aus dem Managementvertrag durch eine frühere Zession an die M._
GmbH abgetreten hat, fehlt es ihm an der Aktivlegitimation sowohl hinsichtlich des
geltend gemachten Leistungsanspruches als auch hinsichtlich des geltend ge-
machten Informationsanspruches. Die Klage ist daher in Gutheissung der Erstbe-
rufung des Beklagten und in Abweisung der Zweitberufung des Klägers auf der
ganzen Linie abzuweisen, d.h. sowohl hinsichtlich des Auskunftsbegehrens ge-
mäss dem Rechtsbegehren Ziff. 1 als auch hinsichtlich der Teilklage gemäss dem
Rechtsbegehren gemäss Ziff. 2.
7. Gegenforderungen des Beklagten
7.1. Der Beklagte hat sich von der M._ GmbH am 17. September 2013
zwei Forderungen gegen den Kläger abtreten lassen, und zwar eine im Betrage
von Fr. 24'299.70 und eine andere im Betrage von Fr. 40'000.00 (Urk. 17/37-38).
Diese Forderungen hält er dem Kläger verrechnungsweise entgegen. Da die Kla-
ge abzuweisen ist, bräuchte auf die Gegenforderungen des Beklagten nicht näher
eingegangen zu werden. Die folgenden Erwägungen haben daher lediglich die
Bedeutung von Eventualerwägungen.
7.2. Die erste Forderung des Beklagten gründet darauf, dass der Kläger als
einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer der M._ GmbH im Jahre 2007
zu seinen Gunsten Zahlungen und Barbezüge im Betrage von Fr. 24'299.70 ver-
anlasst haben soll, ohne dass die wirtschaftlich Berechtigten, der Beklagte und
sein ..., damit einverstanden gewesen seien (Urk. 16 Rz 102 und 105). Demge-
genüber ist der Kläger der Meinung, dass er diese Zahlungen ausgeglichen habe,
denn in der Jahresrechnung 2008 seien "die angeblichen Verbindlichkeiten des
Klägers gegenüber der Firma nicht mehr erwähnt" (Urk. 25 S. 34 f.). Der Um-
stand, dass die Forderung in der Buchhaltung nicht mehr aufgeführt wurde, ent-
lastet den Kläger freilich nicht. Bestand aber eine Forderung zu seinen Lasten, so
hätte er deren allfällige Tilgung nachzuweisen. Mit der Erstberufungsantwort an-
erkennt der Kläger sodann ausdrücklich, dass er "die Bezüge tätigte und zu deren
Rückzahlung verpflichtet war". Einzig die Verrechnungsforderungen des Beklag-
ten seien bestritten (Urk. 135 Rz 18). Ergäbe sich aber – was nach dem Gesagten
- 25 -
allerdings nicht zutrifft –, dass dem Kläger im Sinne seines Rechtsbegehrens
Ziff. 2 ein Forderungsbetrag zusteht, so bestünde auf Grund der Abtretungserklä-
rung des einzelzeichnungsberechtigten Geschäftsführers der M._ GmbH,
Dr. R._, vom 17. September 2013 zugunsten des Beklagten (Urk. 17/37)
durchaus ein Verrechnungsanspruch des Beklagten. Da dem Kläger indessen
nach dem Gesagten ohnehin keine Forderung zusteht, ist dieser Anspruch hier
gegenstandslos.
7.3. Weiter wirft der Beklagte dem Kläger vor, dass dieser die Anschaffung ei-
nes Personenwagens Maserati dadurch finanziert habe, dass er eine Gutschrift
zulasten der M._ GmbH und zugunsten seines eigenen Kontos im Betrage
von Fr. 40'000.00 veranlasst habe (Urk. 16 Rz 104 f.). Der Kläger stellt sich auf
den Standpunkt, dass es sich bei diesem Betrag um ein Darlehen handle, das mit
dem Beklagten und seinem ... abgesprochen worden sei. Zwar sei das Darlehen
in der Jahresrechnung 2008 per 31. Dezember 2008 noch verbucht gewesen; es
sei aber zu diesem Zeitpunkt bereits zurückbezahlt gewesen (Urk. 25 S. 35 f.).
Die Vorinstanz ging davon aus, dass dem Kläger seitens der M._
GmbH durchaus ein Darlehen gewährt worden sei. "Gesamthaft betrachtet" habe
der Beklagte aber den ihm auferlegten "Beweis für den Bestand der von ihm gel-
tend gemachten Gegenforderungen" nicht erbracht. (Urk. 127 S. 17). Der Beklag-
te beanstandet das mit der Erstberufung (Urk. 126 Rz 46, 47, 50-53). Die Sicht-
weise der Vorinstanz ist verfehlt. Gemäss Art. 154 ZPO werden keine Beweise
auferlegt; es wird mit der Beweisverfügung vielmehr die Abnahme der zu rechts-
erheblichen streitigen Tatsachen prozessrechtskonform beantragten Beweise an-
geordnet. Mit der Erstberufung wies der Beklagte auf die einschlägigen Vorbrin-
gen des Klägers in der Replik hin (Urk. 126 Rz 46 und 47). Auch in dieser Hinsicht
gesteht der Kläger mit der Erstberufungsantwort zu, dass die Forderung von
Fr. 40'000.00 zu seinen Lasten und zu Gunsten der M._ GmbH zu Recht be-
stand (Urk. 135 Rz 22 mit Hinweis auf Rz 18). Unter diesen Umständen wäre es
Sache des Klägers, die Tilgung der Forderung zu beweisen. Der Kläger verweist
auf keine Beweismittel. Daher gilt auch hier: Ergäbe sich – was nach dem Gesag-
ten allerdings nicht zutrifft –, dass dem Kläger im Sinne seines Rechtsbegehrens
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Ziff. 2 ein Forderungsbetrag zusteht, so bestünde auf Grund der Abtretungserklä-
rung des einzelzeichnungsberechtigten Geschäftsführers der M._ GmbH,
Dr. R._, vom 17. September 2013 (Urk. 17/38) durchaus ein Verrechnungs-
anspruch des Beklagten im Betrage von Fr. 40'000.00.
8. Kosten- und Entschädigungsfolgen
8.1. Der Streitwert bezüglich des Rechtsbegehrens Ziff. 2 beträgt
Fr. 100'000.00. Das Rechtsbegehren Ziff. 1 lautet demgegenüber nicht auf eine
bestimmte Streitsumme, so dass in dieser Hinsicht gemäss Art. 91 Abs. 2 ZPO
vorzugehen ist. Die Parteien äussern sich zum Streitwert des Rechtsbegehrens
Ziff. 1 nicht. Der von der Vorinstanz genannte Streitwert von Fr. 100'000.00, der
ausschliesslich auf dem Rechtsbegehren Ziff. 2 beruht, ist nicht richtig.
8.2. Das Rechtsbegehren Ziff. 1 betrifft einen Nebenanspruch zum Hauptan-
spruch auf Geldleistung. Der Kläger geht von einem ihm zustehenden Gesamtan-
spruch von ca. Fr. 575'000.00 aus (vgl. Urk. 25 S. 6). Soweit mit Rechtsbegehren
Ziff. 2 ein Hauptanspruch eingeklagt ist, überschneiden sich die Rechtsbegehren
Ziff. 1 und 2 streitwertmässig. Demgegenüber betrifft das Rechtsbegehren Ziff. 1
im Umfange von Fr. 475'000.00 einen Nebenanspruch, der nicht gleichzeitig mit
einem Hauptanspruch verbunden wird. Es rechtfertigt sich im Sinne von Art. 91
Abs. 2 ZPO in dieser Hinsicht von einem Streitwert von Fr. 150'000.00 auszuge-
hen. Demgemäss ist bezüglich der beiden Rechtsbegehren Ziff. 1 und Ziff. 2 von
einem Gesamtstreitwert von Fr. 250'000.00 auszugehen.
8.3. Entsprechend dem Prozessausgang wird der Kläger für beide Instanzen
kosten- und entschädigungspflichtig. Die von der Vorinstanz zu tief angesetzte
Gerichtsgebühr für das erstinstanzliche Verfahren kann von der Berufungsinstanz
nicht korrigiert werden. Sie muss daher bestätigt werden.
8.3.1. Die erstinstanzliche Parteientschädigung zu Gunsten des Beklagten be-
rechnet sich wie folgt: Für die Grundgebühr gemäss § 4 AnwGebV ist ein Betrag
von Fr. 17'650.00 zu veranschlagen. Dazu kommen Zuschläge für die Duplik
(20%); Instruktionsverhandlung vom 23. November 2015 (Prot. I S. 22 f.; 5%);
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Beweisverhandlung vom 11. April 2016 (Prot. I S. 26-61: 15%); Schlussvortrag
(Urk. 118: 5%). Unter Berücksichtigung der verlangten Mehrwertsteuer (vgl.
Urk. 87 S. 2) berechnet sich die Parteientschädigung für die erste Instanz auf
Fr. 27'640.00. Für das Berufungsverfahren ist hinsichtlich der Erstberufung des
Beklagten eine um 60% reduzierte Parteientschädigung zu veranschlagen (§ 13
Abs. 2 AnwGebV). Dagegen ist ein Zuschlag von 20% für die Zweitberufungsant-
wort zu berechnen (§ 11 Abs. 2 AnwGebV). Unter Berücksichtigung der verlang-
ten Mehrwertsteuer (Urk. 126 S. 2 und Urk. 134 S. 2) ergibt das für das Beru-
fungsverfahren eine Entschädigung von Fr. 9'150.00. Für beide Instanzen ergibt
sich damit eine dem Kläger aufzuerlegende Parteientschädigung von (gerundet)
Fr. 36'800.00.