Decision ID: 5ebe1ebb-9c21-43a9-a49a-88baee3ffba3
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
J._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Heidi Koch-Amberg, Stauffacherstrasse 1,
6020 Emmenbrücke,
gegen
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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1968 geborene J._ war als Hilfsarbeiter bei der Bauunternehmung A._
tätig und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am
13. Dezember 2001 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall. Laut Unfallmeldung
klemmte er sich beim Anhängen von Vorlagsteinen den rechten Daumen zwischen der
Steinkette und einem Vorlagstein ein (UV-act. 1). Die Ärzte am kantonalen Spital Flawil
diagnostizierten eine Kontusion von Daumen und Handgelenk rechts sowie ein
subunguales Hämatom, das sie entlasteten. In der Röntgenkontrolle konnten keine
Knochenverletzungen festgestellt werden (UV-act. 2 und 7). Da dem Hausarzt, Dr. med.
B._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, auch anhaltende Schmerzen über dem
Handrücken geklagt wurden, veranlasste dieser eine weitere Röntgenkontrolle, die
ebenfalls keinen Befund ergab. Ursprünglich sah der Hausarzt eine Wiederaufnahme
der Arbeitstätigkeit per 23. Januar 2002 vor, verlängerte jedoch das
Arbeitsunfähigkeits-Attest und veranlasste eine Kontrolluntersuchung durch den
Kreisarzt (UV-act. 5). Gegenüber Dr. med. C._ klagte der Versicherte am 4. März
2002 über Schmerzen in der ganzen Hand, im Ellbogen und in der Schulter. Er sei der
Meinung, dass er nicht in der Lage sei, zu arbeiten. Der Kreisarzt stellte keine
Einschränkungen der passiven Beweglichkeit fest, aktiv waren nach massivem Zögern
ein vollständiger Faustschluss sowie das Zu- und Abspreizen der Finger möglich. Er
veranlasste die Verordnung von Physiotherapie durch den Hausarzt, ordnete eine
Röntgenkontrolle an und schrieb den Versicherten ab 11. März 2002 50% und ab
25. März 2002 100% arbeitsfähig (UV-act. 9). Der Betrieb wurde über die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten und die Tatsache informiert, dass er auch
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Physiotherapie-Termine habe (UV-act. 10). Am 14. Mai 2002 wiederholte die Suva die
Rückfrage beim Versicherten, ob die Behandlung abgeschlossen sei. Diese blieb
offenbar unbeantwortet (UV-act. 11), worauf die Suva die Akten formlos schloss.
A.b Mit Schreiben vom 7. September 2005 liess der Versicherte durch Rechtsanwältin
lic. iur. H. Koch-Amberg diverse Unterlagen einreichen und beantragen, auf den Unfall
sei zurückzukommen, er sei in der Schweiz medizinisch abzuklären und es sei revi
sionsweise die Rentenfrage zu prüfen (UV-act. 16). Nach Zustellung der Vollmacht be
stätigte die Suva am 21. September 2005 den Eingang der Unterlagen und gab wegen
der nötigen Übersetzungen dilatorisch Bescheid (UV-act. 12). Am 21. Mai 2007 forderte
die Rechtsvertreterin die Suva auf, sie über den Stand der Angelegenheit zu
informieren, und reichte weitere Unterlagen ein (UV-act. 21). Mit Verfügung vom 9. Juli
2007 verneinte die Suva einen sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall vom 13. Dezember 2001 und den gemeldeten Schulter-, Arm-,
Nacken- und Rückenbeschwerden sowie der psychischen Beeinträchtigungen und
lehnte eine weitere Leistungspflicht ab (UV-act. 23).
A.c Dagegen liess der Versicherte am 20. Juli 2007 Einsprache erheben, weitere
Unterlagen einreichen und beantragen, er sei in der Schweiz, eventuell durch einen
Vertrauensarzt in F._, fachärztlich bezüglich Kausalität, Arbeitsunfähigkeit und
Unfallfolgen (Rückfall) zu untersuchen; aufgrund der medizinischen Gutachten sei die
Rentenfrage zu prüfen und es sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung durch die
bisherige Rechtsvertreterin zu gewähren (UV-act. 24). Am 11. August 2007 liess er
aktuelle Arztzeugnisse nachreichen und den Antrag auf fachärztliche Untersuchung in
der Schweiz wiederholen (UV-act. 26). Am 17. Januar 2008 wurde der Versicherte von
Kreisarzt Dr. med. D._, Facharzt FMH für Chirurgie und Executive Master of Business
Administration untersucht. Dieser setzte sich detailliert mit den eingereichten
Unterlagen auseinander und empfahl eine Befragung der Zeugen über den
Unfallhergang (UV-act. 37). Im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung wurde der
Versicherte selbst ebenfalls befragt (UV-act. 38). Der Bericht des Kreisarztes vom
17. Januar 2008 und weitere Unterlagen wurden der Rechtsvertreterin am 12. März
2008 zur Stellungnahme unterbreitet (UV-act. 44). Mit Schreiben vom 8. April 2008
reichte sie verschiedene Unterlagen ein und hielt an der Einsprache fest (UV-act. 47).
Am 18. April 2008 nahm Kreisarzt Dr. D._ nochmals schriftlich Stellung (UV-act. 48).
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Mit Entscheid vom 15. Mai 2008 wies die Suva die Einsprache schliesslich ab und
bestätigte die angefochtene Verfügung (UV-act. 49).
B.
B.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 16. Juni 2008 mit den Anträgen, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Rente
zuzusprechen. Weiter beantragt die Rechtsvertreterin den Beizug der Vorakten und
eines zusätzlichen Arztberichts aus F._, die Befragung der Unfallzeugen in
Anwesenheit des Beschwerdeführers unter Einräumung der Möglichkeit, selbst Fragen
an die Zeugen zu richten, sowie die unentgeltliche Verbeiständung durch sie; unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führt die Rechtsvertreterin an,
Dr. D._ habe detaillierte und objektivierte Abklärungen gemacht, jedoch zu Unrecht
auf die Aussagen der Zeugen der Arbeitgeberfirma abgestellt und daher unzutreffende
Schlüsse gezogen. Der Zeuge R._ sei befangen, da er sich negativ zum
Leistungswillen seines ehemaligen Mitarbeiters geäussert habe, und der Zeuge Q._
schütze aus Loyalitätsgründen die Aussage des Zeugen R._, seines Vorgesetzten.
Weiter beantragt sie den Beizug eines Berichts von Dr. E._, dem erstbehandelnden
Arzt in F._ ab 2002, und macht geltend, die bereits am 4. März 2002 gegenüber
Dr. C._ geklagten Arm- und Schulterbeschwerden seien nicht abgeklärt worden,
weshalb nicht erwiesen sei, dass sie nicht schon damals bestanden hätten. - Am
6. August 2008 hat der Beschwerdeführer die Formulare betreffend unentgeltliche
Verbeiständung einreichen und Arztzeugnisse mit Übersetzungen beilegen lassen.
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 12. August 2008 beantragt die Suva die Abweisung
der Beschwerde vom 16. Juni 2008. Zur Begründung führt sie an, die Vorbringen in der
Beschwerde seien unbegründet und vermöchten ihren Standpunkt nicht zu ändern.
Insbesondere vermöchte die neue Schilderung des Hergangs, die den echtzeitlichen
Akten widerspreche, keinen Beweis für weitere Unfallfolgen und deren Kausalität zu
erbringen. Selbst wenn vom neu geschilderten Hergang ausgegangen werde, könnten
die neu geltend gemachten Gesundheitsprobleme aus medizinischer Sicht nicht
überwiegend wahrscheinlich als unfallkausal betrachtet werden.
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B.c Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat die Frist zur Einreichung einer
Replik unbenützt verstreichen lassen (act. G 9 und 10). Mit Schreiben vom 22. Oktober
2008 hat sie weitere Unterlagen eingereicht und betont, der Beschwerdeführer
beantrage seine persönliche Anwesenheit und Aussage bei Gericht (act. G 11). Der
Präsident des Versicherungsgerichts wies sie am 23. Oktober 2008 darauf hin, dass er
von Seiten des Gerichts keine Notwendigkeit sehe, den Beschwerdeführer zum
Unfallhergang persönlich zu befragen. Die Reise- und Aufenthaltskosten müsste er
deshalb selbst übernehmen und die Kosten für die gewünschte mündliche Verhandlung
könnten für die beantragte unentgeltliche Rechtsverbeiständung kaum berücksichtigt
werden (act. G 12). Mit Schreiben vom 11. November 2008 hielt die Rechtsvertreterin
fest, der Beschwerdeführer wünsche, persönlich angehört zu werden und an der
Verhandlung teilzunehmen (act. G 13). Das Festhalten an der Durchführung einer
mündlichen Verhandlung in Kenntnis der Kostenfolgen hat der Gerichtspräsident am
13. November 2008 bestätigt (act. G 14).
B.d Mit Schreiben vom 16. März 2009 wies der Gerichtspräsident die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers darauf hin, dass er nach vertiefter Prüfung
der Akten vorsehe, von einer mündlichen Verhandlung abzusehen (act. G 15). Die
Beurteilung des konkreten Falls hänge nicht vom persönlichen Eindruck der Partei,
sondern in erster Linie von den Akten ab. Es werde voraussichtlich sowohl von der
Befragung des Beschwerdeführers als auch von Zeugen, die er benannt habe,
abgesehen, da diese acht Jahre nach dem fraglichen Unfallereignis nichts mehr zur
Klärung beitragen könnten. Ohne einlässliche Begründung, weshalb dennoch eine
mündliche Verhandlung durchzuführen sei, gehe er vom Einverständnis mit dem in
Aussicht genommenen Verzicht auf eine solche aus. Auf dieses Schreiben erfolgte
keine Reaktion.
B.e Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die
Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
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Ist ausdrücklich eine mündliche Verhandlung beantragt worden, hat der Antragsteller
gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte
und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) grundsätzlich Anspruch auf deren Durchführung
(vgl. BGE 122 V 47). Ausnahmen von diesem Grundsatz sind u.a. zulässig, wenn die
Beurteilung im konkreten Fall nicht vom persönlichen Eindruck der Partei, sondern in
erster Linie von den Akten abhängt (Entscheide des Bundesgerichts 8C_453/2008 vom
12. Dezember 2008 E. 1.2.2 und 9C_555/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3.3.2). - Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auf das Schreiben des
Gerichtspräsidenten vom 16. März 2009 (act. G 15) nicht reagiert, mit dem der Verzicht
auf eine mündliche Verhandlung - entgegen der ursprünglichen Inaussichtnahme einer
solchen - angekündigt wurde. Es ist daher von ihrem bzw. vom Einverständnis des
Beschwerdeführers mit dem Verzicht auf eine mündliche Verhandlung auszugehen.
2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den
Kausalzusammenhang der ab September 2005 gemeldeten
Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Unfall vom 13. Dezember 2001 verneint und ihre
diesbezügliche Leistungspflicht abgelehnt hat.
2.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die
rechtlichen Voraussetzungen eines Unfalls, von Unfallfolgen und deren Nachweis als
Voraussetzung der Leistungspflicht der Unfallversicherung sowie über die Folgen der
Beweislosigkeit zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die ersten Aussagen, die noch
unter dem Eindruck des tatsächlichen Geschehens erfolgten, sowie für die
Glaubwürdigkeit von Aussagen (Erwägung 1). Ebenfalls zutreffend sind die
Ausführungen der Beschwerdegegnerin zur Leistungspflicht der Unfallversicherung für
Rückfälle und Spätfolgen, zum natürlichen Kausalzusammenhang sowie zum
Beweiswert von Arztberichten (Erwägung 3). Darauf kann verwiesen werden.
3.
3.1 Laut Unfallmeldung klemmte sich der Beschwerdeführer beim Anhängen von
Vorlagsteinen den rechten Daumen zwischen der Steinkette und einem Vorlagstein ein
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(UV-act. 1). Die Ärzte am Spital Flawil nahmen als Unfallhergang auf: "Während der
Arbeit am rechten Daumen von einem gröberen Stein getroffen worden. Danach
zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkung." Diese Schilderung weicht
zwar etwas von derjenigen in der Unfallmeldung ab, passt aber ebenfalls zu den
geklagten Beschwerden bzw. zum ärztlichen Befund "Schwellung und
Bewegungseinschränkung im distalen Interphalangealgelenk Dig I re, subunguales
Hämatom. Leichter Schmerz und Schwellung im Handgelenk rechts,
Bewegungsumfang voll. Keine Sensibilitätsstörung" (UV-act. 2). Weder beim Hausarzt
noch beim Kreisarzt wurde ein anderer Unfallhergang geltend gemacht (UV-act. 5 und
9). Zusätzlich zu den ursprünglich geklagten Beschwerden - das subunguale Hämatom
war zwischenzeitlich problemlos abgeheilt und verursachte keine Schmerzen mehr -,
hatte der Beschwerdeführer beim Hausarzt Schmerzen auf dem Handrücken bzw. am
Mittelfinger geltend gemacht. Diese waren am 7. Januar 2002 radiologisch abgeklärt
worden, wobei sich ein unauffälliger Befund ergab. Bei weiterer Schonung beschrieb
Dr. B._ einen Rückgang der Beschwerden, jedoch deren erneutes Auftreten nach
Aufnahme des Krafttrainings und bei alltäglichen Verrichtungen (UV-act. 5). Beim
Kreisarzt klagte der Beschwerdeführer am 4. März 2002 über Schmerzen in der ganzen
Hand, im Ellbogen und in der Schulter und führte aus, er könne diese nicht mehr recht
bewegen und auch nicht mehr gebrauchen. Die Beweglichkeit war in diesen Gelenken
normal, der Kreisarzt fand keine Hinweise auf Verletzungen, die als Ursache für die
geklagten Beschwerden in Frage kamen (UV-act. 9).
3.2 In der Schilderung des Unfallhergangs, die der Beschwerdeführer der Eingabe an
die Suva vom 7. September 2005 beilegen liess (UV-act. 14), führte er aus, er habe den
"HUKI" gefahren. Sie hätten Steine (bis zu einer Tonne schwer) umgeladen, um einen
Hof eines Hauses auszubauen. Beim Abladen eines Steins habe er die Kette am Stein
losgemacht und dabei habe ihn die Kette am rechten Arm gepackt und ihn
hochgezogen. Der Baggerfahrer habe ihn nicht gesehen, denn er sei unten gewesen
und habe ihn nicht sehen können. Beim Hochziehen sei der Arbeitshosengürtel am
"HUKI" an einem Haken stecken geblieben, und der Baggerfahrer habe weiter die Kette
nach oben gezogen, bis dann endlich der Gürtel kaputt gegangen sei und ihn
losgelassen habe. Er sei mit dem Rücken auf einen Stein gefallen und bewusstlos
geworden. Wie lange er da geblieben sei, wisse er nicht mehr. Erst als er aufgewacht
sei, habe er den Polier hupen gehört und sei auf die Strasse gelaufen. Den rechten Arm
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habe er mit dem linken gehalten und starke Schmerzen gehabt. Der Polierarbeiter habe
ihn erst dann gesehen und sei zu ihm auf die Strasse gelaufen und habe sich nach der
Lage erkundigt. Er habe ihn zum Hausarzt fahren wollen, er habe aber geantwortet,
dass er sich erholen möchte und Ruhe brauche. Danach sei auch Herr R._
gekommen und habe ihn gebeten, zum Arzt zu fahren. Er habe aber abgelehnt. Er habe
leider die letzten Tage bei der Firma gehabt und nicht auf diese Weise die Arbeit
beenden wollen. Als er nach Hause gefahren sei, habe er etwa um 11.00 Uhr in der
Nacht starke Schmerzen bekommen. Er habe einen Kollegen angerufen, der ihn dann
ins Krankenhaus in Flawil gefahren habe. Er habe dort den Unfall erklärt, über die
Schmerzen am Rücken aber nichts gesagt. - Seinem Hausarzt habe er die Schmerzen
genau geschildert, eine Untersuchung durch diesen habe aber zu keinem Erfolg
geführt. Er habe die Ursache der Schmerzen nur in der Hand gesucht und nicht am
Nacken, woher der Schmerz auch tatsächlich komme. -
Suva-Kreisarzt Dr. C._ habe sich ihm gegenüber auch nicht korrekt gezeigt. Er habe
ihm die starken Schmerzen genau erklärt, dieser habe ihm aber nicht geglaubt. Er habe
ihn sogar am Arm gepackt und ihm den Arm nach hinten verdreht. Er sei sofort darauf
auf den Boden gefallen und fast bewusstlos geworden.
3.3 Aus den echtzeitlichen Akten sprechen mehrere Tatsachen dagegen, dass der
Beschwerdeführer den Unfall den Ärzten am Spital Flawil so geschildert hatte, wie er es
im Sommer 2005 tat: Zunächst hätten die Ärzte selbst im Zeugnis vom 14. Februar
2002 den Unfallhergang anders wiedergegeben. Befund und Diagnose wären anders
ausgefallen und es hätten umfassendere Untersuchungen stattgefunden. Zudem gaben
sie als Zeitpunkt der Erstbehandlung 18.00 Uhr am 13. Dezember 2001 an (UV-act. 2),
was den Ausführungen des Beschwerdeführers, die Schmerzen seien nachts um 11.00
Uhr aufgetreten, klar widerspricht. - Hausarzt Dr. B._ führte mit den Schmerzen über
dem Handrücken bzw. am Mittelfinger weitere Beschwerden, als die ursprünglich
geklagten, an. Bereits deswegen veranlasste er eine weitere Röntgenkontrolle und
später eine Beurteilung durch den Kreisarzt (UV-act. 5). Es ist unwahrscheinlich, dass
ihm auch Schmerzen im Arm, in der Schulter und am Rücken geschildert worden
waren und er diese weder untersuchte, noch in irgendeiner Weise in seinem
Zwischenbericht an die Unfallversicherung erwähnte. Auch die Tatsache, dass
Dr. B._ im genannten Bericht Krafttraining durch den Versicherten knapp zwei
Monate nach dem Unfall erwähnte, spricht dagegen, dass der Beschwerdeführer dem
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Hausarzt Schmerzen im Arm, in der Schulter und am Rücken oder gar den
Unfallhergang in der Version vom Sommer 2005 geschildert haben könnte, ohne dass
dieser etwas davon erwähnte. - Dem Kreisarzt hatte der Beschwerdeführer am 4. März
2002 Schmerzen in der ganzen Hand, im Ellbogen und in der Schulter geschildert.
Hätte sich der Unfall gemäss seiner Version vom Sommer 2005 zugetragen, hätte er
jedes Interesse gehabt, den Hergang bereits bei dieser kreisärztlichen Untersuchung so
zu berichten, um damit die Glaubwürdigkeit seiner aktenkundig erstmals angeführten
Ellbogen- und Schulterbeschwerden zu unterstreichen, was offenbar nicht der Fall war
(UV-act. 9).
3.4
3.4.1 Weitere Details bzw. Hergangsversionen gab der Beschwerdeführer bei der
kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. D._ an, wo er von Erbrechen sprach,
nachdem er wieder zu sich gekommen sei. Als er die Werkzeuge zum Aufräumen habe
zusammennehmen wollen, habe er die Hand nicht mehr bewegen können. Ins Spital
Flawil sei er vom Notfallarzt geschickt worden, der ihn zuerst behandelt habe. - Eine
Konsultation beim Notfallarzt ist weder auf der Unfallmeldung noch in einem der beiden
Berichte des Spitals Flawil verzeichnet und somit nicht wahrscheinlich (UV-act. 1, 2
und 7).
3.4.2 Bei der Befragung durch den Suva-Mitarbeiter im Anschluss an die
kreisärztliche Untersuchung gab der Beschwerdeführer an, der Polier habe ihm nach
dem Unfall die rechte Schulter eingehängt. Zur Klärung dieser Version sowie des
Unfallhergangs wurden der Polier Q._ und der Firmeninhaber R._ am 29. Januar
2008 befragt (UV-act. 40). Das Protokoll unterzeichneten sie am 18. Februar 2008 (UV-
act. 43). Danach hat der Beschwerdeführer nach dem Vorfall um ca. 15.30 Uhr normal
bis Feierabend (ca. 17 Uhr) weitergearbeitet und sich beim zuständigen Polier nicht
über grosse Schmerzen beklagt oder ein Pflaster verlangt. Herrn R._ gegenüber habe
er wenig später erwähnt, dass er den Finger eingeklemmt habe. Dieser habe ihm
angeraten, einen Arzt aufzusuchen, was aber während der Arbeit nicht geschehen sei.
Sonstige Beschwerden seien nicht geäussert worden. Der Beschwerdeführer sei weder
bewusstlos gewesen, noch habe er sich übergeben müssen. Von einer Rücken- oder
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Schulterverletzung hätten sie keine Kenntnis und die Schulter hätte nicht eingerenkt
werden müssen. Sie verneinten auch sprachliche Probleme.
3.5 Mit Schreiben vom 8. April 2008 reichte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers neben weiteren Unterlagen auch dessen übersetzte Stellungnahme
vom 28. März 2008 zum Bericht von Dr. D._ sowie zu den Hergangsschilderungen
ein (UV-act. 47). Er beschrieb nochmals die Örtlichkeiten beim Unfall vom
13. Dezember 2001 und dessen Hergang und führte aus, der Baggerfahrer habe ihn
dabei nicht sehen können, da der "HUKI" dazwischen die Sicht verdeckt habe. Er
machte weitere Ausführungen zum Hergang und gab an, er habe nur die
Arbeitssprache gekonnt. Dem Gericht liess er auch eine bildliche Darstellung der
Örtlichkeiten beim Unfall vom 13. Dezember 2001 einreichen (act. G 11/8).
3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der echtzeitlichen Akten von
einem Einklemmen oder einer Quetschung des Daumens und von Schmerzen an
Daumen und Hand auszugehen ist. Der Beschwerdeführer vermochte durch seine
Ausführungen, die er erstmals im Sommer 2005, dreieinhalb Jahre nach dem Unfall,
und danach in immer wieder neuer Form machte, den neuen Hergang nicht
überwiegend wahrscheinlich zu schildern. Es ist ihm insbesondere nicht gelungen, die
in Erwägung 3.3 diskutierten Schlüsse aufgrund der echtzeitlichen Akten durch seine
neuen Darstellungen zu widerlegen. Weiter verstrickte er sich bei den neueren
Schilderungen selbst in Widersprüche. Es ist daher auf die spontanen Aussagen der
ersten Stunde abzustellen. Von weiteren Beweiserhebungen, insbesondere
Zeugenbefragungen, kann abgesehen werden, da diese nicht geeignet sind, nach so
langer Zeit den Hergang vom 13. Dezember 2001 weiter zu erhellen (antizipierte
Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, BGE 124 V 90 E. 4b S. 94 und
Entscheid des Bundesgerichts 8C_588/2007 vom 27. August 2008 E. 3.2).
4.
4.1 Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 4. März 2002 fand Dr. C._ einen
klinisch normalen Zustand 12 Wochen nach einer Kontusion resp. Einklemmung des
rechten Daumens mit subungualem Hämatom sowie nach distorsioneller Schädigung
des Daumennagelgelenks und wahrscheinlich auch des Handgelenks rechts und keine
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Funktionsdefizite. Auch Ellbogen- und Schultergelenk waren normal beweglich. Die
rechte Hand zeigte keine Hautfarbendifferenz, keinen Temperaturunterschied, keine
Kapselverdickungen oder synoviale Schwellungen und die Fältelungen waren
seitengleich. Es bestand somit eine sehr grosse Diskrepanz bzw. Inkongruenz zu den
Angaben des Beschwerdeführers, der die Schmerzhaftigkeit von rechter Hand, Arm
und Schulter durch deren Nichtgebrauch demonstrierte (UV-act. 9). Die
Röntgenaufnahmen des Handgelenks vom gleichen Tag zeigten keinerlei Auffälligkeiten
(UV-act. 8). Aus den echtzeitlichen Akten ergibt sich kein Hinweis, wonach die
kreisärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit (50% ab 11. März und voll ab 25. März 2002)
nicht hätte eingehalten werden können.
4.2 Der Beschwerdeführer reichte zahlreiche medizinische Berichte der
behandelnden Ärzte aus F._ ein. Daraus geht im wesentlichen hervor, dass bei ihm
eine posttraumatische Läsion des Plexus brachialis rechts, eine lumbale
Vertebralkontusion sowie Diskushernien C3/C4 und C5/C6 diagnostiziert wurden
(Berichte Dr. E._ vom 30. Juli 2005 [UV-act. 19], vom 21. Dezember 2006 [UV-act.
20], vom 23. Februar 2008 [UV-act. 47], vom 25. Juli 2007 [UV-act. 26] und vom 24. Juli
2008 [act. G 6.2]; Berichte Dr. G._ vom 1. Juni und 13. Juli 2005 [UV-act. 13], vom
11. Oktober 2006 [UV-act. 20 bzw. 24] und vom 2. Juli 2008 [act. G 6.3]; Berichte
Dr. H._ vom 20. Juli 2005 [UV-act. 13 bzw. 24] und vom 18. Juli 2007 [UV-act. 26];
Berichte Dr. I._ vom 1. Juni 2005 [UV-act. 13] und vom 26. März 2008 [UV-act. 47];
Bericht Dr. J._ vom 2. Dezember 2005 [UV-act. 19]; Bericht Dr. K._ vom 19. Juli
2007 [UV-act. 26]; Bericht der neurochirurgischen Kommission vom 20. Juli 2007 [UV-
act. 26]). Am 2. Juni 2005 war durch Dr. L._ eine Elektromyographie und am 11. Juni
2005 durch Dr. S._ eine Magnetresonanztomographie durchgeführt worden, die die
vorstehenden Diagnosen bestätigten (UV-act. 13). Dr. H._ erwähnte im Bericht vom
20. Juli 2005 zusätzlich einen Status nach Hüftkontusion sowie nach Fraktur L5 (UV-
act. 13 bzw. 24). Im Bericht vom 18. Juli 2007 diagnostizierte er erstmals eine Avulsion
der Wurzeln C3 bis C7 (UV-act. 26). Die erwähnten Berichte von Dr. E._ enthalten
auch eine Bestätigung, dass der Beschwerdeführer seit 20. Oktober 2002 in der Kartei
eingetragen sei. Der Bestätigung vom 24. Juli 2008 liegt eine Kopie der Kartei bei (act.
G 6.2). Zusätzlich zu den physischen Beeinträchtigungen diagnostiziert Dr. K._ im
Bericht vom 19. Juli 2007 erstmals auch eine depressive Angststörung (UV-act. 26). -
Wo in den genannten Arztberichten aus F._ der Arbeitsunfall (mit oder ohne
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Jahresangabe 2001) erwähnt wird, wird kein Unfallhergang angegeben, und werden
lediglich Diagnosen und zum Teil subjektive Beschwerden des Beschwerdeführers
festgehalten (UV-act. 13 und 26). Keiner dieser Arztberichte setzt sich mit der Frage
auseinander, inwiefern die erhobenen Diagnosen auf den Unfall vom 13. Dezember
2001 zurückzuführen seien. Ebenfalls in keinem Bericht wird aufgelistet, welche
(medizinischen) Vorakten den berichtenden Ärzten zur Verfügung standen.
4.3 Dr. D._ lagen die bis dahin eingereichten bzw. zusammengetragenen Akten vor,
als er den Beschwerdeführer am 17. Januar 2008 kreisärztlich untersuchte. In seinem
Bericht (UV-act. 37) hielt er fest, die Untersuchungsbefunde seiner
Standortbestimmung seien widersprüchlich. Es sei praktisch keine aktive Mobilität des
rechten Armes gegeben. Im Gegensatz dazu sei jedoch passiv der ROM (Range of
Motion) von Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Finger in keiner Art und Weise
beeinträchtigt. Aufgrund der allgemeinen Erfahrung müsse festgehalten werden, dass
nicht regelmässig, d.h. täglich, durchbewegte Gelenke in der Regel zu zunehmender
Einschränkung des ROM neigten, wobei vor allem Schulter und Ellenbogen von
solchen Entwicklungen betroffen seien. Nach allgemeiner Erfahrung genüge einmal
monatlich durchgeführte Physiotherapie, d.h. Elektrophysiotherapie, nicht, um den
vollen Bewegungsumfang dieser Gelenke zu erhalten, viel eher müsse in der Schweiz
jeweils praktisch täglich oder mindestens zwei- bis dreimal pro Woche eine intensive
Bewegungstherapie durchgeführt werden, um das Ziel der Erhaltung der vollen
Beweglichkeit während dieser Zeitdauer zu erreichen. Daran, dass die Hand rechts für
manuelle gröbere Arbeiten im Alltag nicht eingesetzt werde, sei aufgrund der
Beschaffenheit der Haut in der rechten Hand wie auch wegen der fehlenden
Beschwielung nicht zu zweifeln. Allerdings sprächen die fehlenden
Bewegungseinschränkungen in allen Gelenken, wie auch die fehlende Umfangdifferenz
zur Gegenseite für einen aktiven Einsatz von Hand und Arm im Alltag. Unstimmigkeiten
stellte der Kreisarzt auch für das rechte Bein fest. - In der Aktenbeurteilung vom
18. April (UV-act. 48) führte Dr. D._ aus, es müsse grundsätzlich festgehalten
werden, dass sich Avulsionsverletzungen der Nervenwurzeln, bzw. Läsionen des
Nervenplexus, in der Regel sofort deutlich manifestierten. Es sei deshalb
unverständlich, warum eine derart schwere Verletzung der Untersuchung beim
Hausarzt, im kantonalen Spital Flawil den behandelnden Kollegen bzw. dem
untersuchenden Kreisarzt Dr. C._ entgangen sein sollte. Dr. C._ beschreibe die
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Beweglichkeit im Arm, welche zwar schmerzhaft erfolgte, jedoch vorhanden gewesen
sei; eine Erscheinung, welche mit dem beschriebenen Muster der Verletzung, hätte
diese zum Zeitpunkt nach dem Trauma vorgelegen, nicht erklärbar sei. Er zweifle nicht
am Vorliegen der in F._ beschriebenen Läsionen. Er sehe sich jedoch ausserstande,
diese beschriebenen Läsionen in einen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem in
den zeitnahen Dokumenten geschilderten und durch Einvernahmen bestätigten
Traumamechanismus und den auf das Trauma folgenden Verlauf zu bringen. Er halte
deshalb in Bestätigung seiner Beurteilung im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung
fest, dass aufgrund der ihm vorliegenden Informationen und des dokumentierten
Krankheitsverlaufs in der Schweiz die in F._ festgestellten organischen
Verletzungsfolgen und das sich präsentierende klinische Bild aus ärztlicher Sicht nicht
in natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 13. Dezember 2001
gebracht werden könnten.
4.4 Zusätzlich zu den bereits erwähnten Berichten von Dr. E._ vom 24. Juli 2008
(act. G 6.2) und von Dr. G._ vom 2. Juli 2008 (act. G 6.3) liess der Beschwerdeführer
am 6. August 2008 auch einen "Antrag auf Gutachten mit dem Bericht und der
Meinung über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit" von Dr. M._ vom
15. Juli 2008 (act. G 6.4) sowie den fachärztlichen Bericht der Neurochirurgen
Prof. Dr. N._, Dr. O._ und Dr. P._ vom 11. Juli 2008 (act. G 6.5) einreichen. Diese
Berichte bestätigen die bereits bekannten Diagnosen. Aus letzterem geht zusätzlich
hervor, dass der Zustand nicht verbessert werden könne und als definitiv eingestuft
werde. Der Bericht von Dr. M._ hält ausserdem fest, dass der Beschwerdeführer auf
die Pflege und Fürsorge durch Drittpersonen angewiesen sei. Auch für diese
Arztberichte treffen die Ausführungen unter Erwägung 4.2 zu, dass sie keinen
Unfallhergang wiedergeben und nicht ausführen, inwiefern die Verletzungen auf den
Unfall vom 13. Dezember 2001 zurückzuführen sind.
4.5 Aus F._ liegt zusammengefasst kein Arztbericht vor, der einen natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 13. Dezember 2001, wie er mit
Einklemmung bzw. Quetschung des rechten Daumens ursprünglich geschildert wurde
und gemäss Erwägung 3 massgebend ist, und der posttraumatischen Läsion des
Plexus brachialis rechts, der lumbalen Vertebralkontusion, der Diskushernien C3/C4
und C5/C6 sowie der Avulsion der Wurzeln C3 bis C7 herstellen kann. Es kann von
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keinem dieser Berichte gesagt werden, er sei in Kenntnis der Vorakten erstellt worden,
leuchte in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
ein und die Schlussfolgerungen des Experten seien begründet, weshalb ihnen geringer
Beweiswert zukommt. Demgegenüber erfüllen die Berichte von Dr. D._ vom
17. Januar und 18. April 2008 (UV-act. 37 und 48) die Erfordernisse beweiskräftiger
Arztberichte. Auf diese Berichte ist daher abzustellen und der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen den Gesundheitsbeeinträchtigungen, die der
Beschwerdeführer seit seiner Rückkehr nach F._ im Juli 2002 klagt, und dem Unfall
vom 13. Dezember 2001 zu verneinen. - Selbst wenn von der Unfallversion mit
Anhängen des Armes und Sturz auf den Rücken ausgegangen würde, ist der natürliche
Kausalzusammenhang der ab Sommer 2005 geltend gemachten bzw. attestierten
Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Ereignis vom 13. Dezember 2001 nicht erstellt, da
in den Berichten aller initial behandelnden bzw. abklärenden Ärzte keinerlei Hinweis auf
eine Plexusläsion am rechten Arm oder eine Rückenverletzung zu finden ist, obwohl
diese nach einleuchtender Darstellung durch Dr. D._ unmittelbar nach dem Ereignis
hätten massive Beschwerden verursachen müssen.
5.
Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers kann der natürliche
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 13. Dezember 2001 offenbleiben, da es am
adäquaten Kausalzusammenhang fehlt. Wie die Beschwerdegegnerin in Erwägung 5
des Einspracheentscheids in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zutreffend ausführt,
ist das Quetschtrauma am rechten Daumen des Beschwerdeführers als leichter Unfall
zu qualifizieren und der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG; SR 830.1).
7.
Der Beschwerdeführer lässt die unentgeltliche Verbeiständung durch seine bisherige
Rechtsvertreterin beantragen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen (besonders act.
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G 11/7) kann ihm diese bewilligt werden. Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des
Beschwerdeführers gestatten, kann er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung
und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 des
st. gallischen Zivilprozessgesetzes, systematische Gesetzessammlung des Kantons
St. Gallen [sGS] 961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Der Staat ist zufolge unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des
Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem
unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl.
Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Mangels Kostennote ist
die Entschädigung vom Gericht ermessensweise festzusetzen. Ein Betrag von
Fr. 2'800.-- (80% von Fr. 3'500.--; inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) scheint
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG