Decision ID: cbe3cbac-9bf5-4e12-ae7f-8043bacfe294
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im Juli 2015 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie studiere seit September 2011
Internationale Beziehungen an der Universität B._. Das Psychiatrische Zentrum C._
berichtete im August 2015 (IV-act. 8), die Versicherte leide an einer andauernden
Persönlichkeitsstörung nach einer Extrembelastung sowie an einer posttraumatischen
Belastungsstörung. Die „Vorbehandler“ hätten verschiedene Verdachtsdiagnosen –
bipolare affektive Störung, schizo-affektive Störung oder schizophrene Erkrankung –
geäussert, aufgrund der anamnestischen Angaben und der geschilderten Symptome
sei aber am ehesten von einer komplexen Traumafolgestörung auszugehen. Mit einer
Mitteilung vom 8. Oktober 2015 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine
Frühinterventionsmassnahme in der Form eines Coachings für die Erstellung der
Bachelor-Arbeit zu (IV-act. 15). Mit einer weiteren Mitteilung vom 17. Dezember 2015
erweiterte sie ihre Kostengutsprache um zusätzliche Coaching-Einheiten (IV-act. 18).
Die Versicherte konnte ihre Bachelor-Arbeit in der Folge termingerecht einreichen und
damit ihr Bachelor-Studium erfolgreich abschliessen (vgl. IV-act. 30). Mit einer
Mitteilung vom 15. Juli 2016 schloss die IV-Stelle das Verwaltungsverfahren mit der
Begründung ab (IV-act. 31), nach dem erfolgreichen Abschluss des Bachelor-Studiums
sei die Versicherte nicht auf berufliche Eingliederungsmassnahmen angewiesen. Ein
Rentenanspruch bestehe ebenfalls nicht, da sie die ursprünglich geplante berufliche
Karriere antreten könne.
A.a.
Im Juni 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 33). Sie gab an, sie befinde sich aktuell im Master-
Studium. Die psychiatrische Klinik D._ berichtete am 31. August 2017 (IV-act. 51), die
Versicherte leide an einer paranoiden Schizophrenie. Der Verlauf sei unklar; der
Beobachtungszeitraum betrage weniger als ein Jahr. Die psychiatrische Tagesklinik
E._ teilte der IV-Stelle am 15. Mai 2018 mit (IV-act. 58), die Versicherte leide an einer
paranoiden Schizophrenie. Sie habe ihr Studium abbrechen müssen. Zwischenzeitlich
A.b.
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sei es zu einer Realitätsverkennung gekommen; die Versicherte wolle wieder an ihren
alten Plänen festhalten. Die psychische Belastbarkeit sei aber nach wie vor deutlich
eingeschränkt. Auffallend seien eine niedrige Stresstoleranz und die Notwendigkeit
eines klaren Settings und einfacher Strukturen. Am 8. Juni 2018 hielt der Psychiater
med. pract. F._ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD) fest (IV-act. 62),
der gut dokumentierte Krankheitsverlauf mit einem typischen Auslöser, mehreren, teils
längeren Hospitalisationen, einer innert weniger Jahre zunehmenden psychotischen
Symptomatik, einem Ansprechen der psychotischen Symptome auf eine
medikamentöse Behandlung mit Antipsychotika und der Entwicklung einer
Negativsymptomatik sprächen eindeutig für das Vorliegen einer paranoiden
Schizophrenie. Dabei handle es sich um eine schwere psychische Erkrankung im Sinne
eines dauerhaften Gesundheitsschadens, die medikamentös behandelbar, aber nicht
heilbar sei. Selbst unter einer adäquaten integrierten psychiatrischen Behandlung
könne es unter Belastung zu einer Verschlechterung kommen. Auch nach einer
Remission der akuten psychotischen Episode werde die Versicherte sehr
wahrscheinlich noch eine längere Zeit benötigen, um wieder auf das frühere
Funktionsniveau zu kommen, da es bei jeder Episode zu einer schweren Störung des
Hirnstoffwechsels mit in der Folge längerer Beeinträchtigung der neurokognitiven
Funktionen komme. Gemäss dem aktuellen Bericht der psychiatrischen Tagesklinik
E._ sei es der Versicherten noch nicht möglich, regelmässig am Therapieprogramm
teilzunehmen. Aktuell liege damit keine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt vor. Sie
sei höchstens in der Lage, während zwei Stunden pro Tag und fünf Tagen pro Woche
an einer niederschwelligen Massnahme teilzunehmen.
Die Sozialen Dienste der Stadt G._ machten am 27. September 2018 einen
Verrechnungsanspruch bezüglich der zu erwartenden Leistungen der
Invalidenversicherung geltend (IV-act. 74). Die Versicherte hatte sich geweigert, den
Verrechnungsantrag und die Vollmacht zu unterzeichnen. Im Dezember 2018 einigten
sich eine Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle, die Versicherte und eine
Durchführungsstelle für Integrationsmassnahmen auf die Durchführung eines
dreimonatigen Belastbarkeitstrainings (IV-act. 78). Mit einer Mitteilung vom 10. Januar
2019 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für das dreimonatige
Belastbarkeitstraining (IV-act. 82). Mit einer Verfügung vom 18. Januar 2019 sprach sie
A.c.
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der Versicherten für die Zeit vom 4. Februar 2019 bis zum 5. Mai 2019 ein „kleines“
Taggeld von 122.10 Franken zu (IV-act. 84). Nachdem die Versicherte bemerkt hatte,
dass die Sozialen Dienste der Stadt G._ eine Kopie der Mitteilung betreffend das
Belastbarkeitstraining erhalten hatten (IV-act. 86), verlangte sie im März 2019, dass von
einer Verrechnung von IV-Leistungen und Sozialhilfeleistungen abgesehen werde (IV-
act. 91). Im April 2019 wurde die laufende Integrationsmassnahme um ein
dreimonatiges Aufbautraining verlängert (IV-act. 96). Am 7. Mai 2019 erging eine
entsprechende Mitteilung (IV-act. 100). Im Juli 2019 wurde das Aufbautraining um
sechs Monate verlängert (IV-act. 116). Mit einer Mitteilung vom 9. August 2019 erteilte
die IV-Stelle eine entsprechende Kostengutsprache (IV-act. 122). Mit einer weiteren
Mitteilung vom selben Tag übernahm sie die Kosten eines eintägigen
Ausbildungskurses zur „TRX“-Fitnesstrainerin (IV-act. 121). Im August 2019 wurde die
Versicherte in einem Pensum von unter acht Stunden pro Woche als „TRX“-
Fitnesstrainerin angestellt (IV-act. 131). In einem Gespräch mit der
Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle und dem zuständigen Betreuer des
Aufbautrainings gab die Versicherte Ende Oktober 2019 an (vgl. IV-act. 137–8), dass
sie den Anstellungsvertrag bereits wieder habe kündigen müssen, da sie damit
überfordert gewesen sei. Der Betreuer wies darauf hin, dass die Versicherte
krankheitsbedingt mittlerweile bereits mehr als 30 Tage nicht am Aufbautraining
teilgenommen habe und dass sie ihre Leistung nicht habe steigern können. Man einigte
sich auf den Abbruch des Aufbautrainings. Mit einer Mitteilung vom 12. November
2019 hob die IV-Stelle ihre Kostengutsprache für das Aufbautraining per 31. Oktober
2019 auf (IV-act. 139). Der Taggeldanspruch endete ebenfalls am 31. Oktober 2019 (IV-
act. 140).
Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Neuropsychologin Dr. phil. H._ am 8. Mai
2020 ein neuropsychologisches Gutachten (IV-act. 168). Sie hielt fest, während der
neuropsychologischen Begutachtung habe die Versicherte nicht übermässig ermüdbar
gewirkt. Anzeichen einer Ermüdung seien nicht zu erkennen gewesen. Die
Untersuchung habe vollständig durchgeführt werden können. Über die mehrstündige
Untersuchungsdauer hinweg habe die Leistung nicht abgenommen. Die
Symptomvalidierungsverfahren hätten keine Hinweise auf eine Aggravation oder
Simulation ergeben. Die Resultate seien mehrheitlich durchschnittlich gewesen. Nur im
A.d.
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Bereich der attentionalen Funktionen hätten sich isolierte leichte kognitive
Leistungseinbussen gezeigt. Die Reaktionsgeschwindigkeit in der tonischen Alertness
und die Geschwindigkeitsleistung in der selektiven Aufmerksamkeit seien
unterdurchschnittlich gewesen. Im Bereich der mnestischen Funktionen seien die
verbale Lern- und Abrufleistung unterdurchschnittlich gewesen. Insgesamt habe damit
eine leichte kognitive Störung objektiviert werden können. Diese sei ätiologisch-
pathogenetisch gut im Rahmen der unvollständig remittierten paranoiden
Schizophrenie erklärbar. Die leichte kognitive Störung schränke die Funktionsfähigkeit
im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen nicht wesentlich ein; bei
Aufgaben und Tätigkeiten mit hohen Anforderungen sei jedoch mit leichten
Einschränkungen zu rechnen. Für kognitiv eher anspruchsvollere Tätigkeiten, die dem
Ausbildungsniveau der Versicherten entsprächen, bestehe aus rein
neuropsychologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent. Der Psychiater Dr.
med. I._ erstattete im Auftrag der IV-Stelle am 8. Juni 2020 ein fachärztliches
Gutachten unter Berücksichtigung der Ergebnisse der neurologischen Testung durch
Dr. H._ (IV-act. 169). Er hielt fest, objektiv klinisch seien eine Müdigkeit, eine
Verlangsamung und ein indifferentes Auftreten aufgefallen. Die Versicherte habe sich
durchgängig sehr angestrengt und um Kooperation bemüht gezeigt. Klinisch seien die
Aufmerksamkeits- und die Konzentrationsleistung sowie die Durchhaltefähigkeit aber
deutlich reduziert gewesen. Die Versicherte habe wenig differenziert berichtet.
Psychomotorisch sei sie über weite Strecken starr, angespannt und verlangsamt
gewesen. Im Antrieb sei sie reduziert, in der Stimmungslage niedergestimmt, zum
depressiven Pol ausgerichtet und affektverflacht gewesen. Sie habe immer wieder
läppisch-inadäquat berichtet. Die Modulierbarkeit sei reduziert gewesen. Unter
zunehmender Belastung im Gesprächsverlauf sei eine vermehrte emotionale Instabilität
mit wiederholtem verzweifeltem Weinen bei einer deutlich reduzierten Stressresistenz
aufgefallen. In der Untersuchungssituation hätten sich keine Produktivsymptome im
Sinne von konkreten Wahnideen oder im Sinne eines halluzinatorischen Geschehens
gezeigt. Allerdings habe sich eine fortbestehende paranoide Verarbeitungstendenz bei
einer hohen Ich-strukturellen Grundvulnerabilität mit einer zeitweise noch bestehenden
Tendenz zu kurzzeitig übersteigerten Gedankeninhalten angedeutet. Die Laborbefunde
hätten die Angaben der Versicherten zur Medikamenteneinnahme bestätigt, aber auch
eine Einnahme von Kokain nachgewiesen. Da die Versicherte bezüglich des
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Drogenkonsums nur wenig präzise Angaben gemacht habe, deute sich im Kontext der
Vorgeschichte ein fortgesetzter Risikoaspekt an. Aufgrund der medizinischen
Aktenlage und der bei der aktuellen Begutachtung erhobenen Befunde sei eine
psychische Grunderkrankung im Rahmen einer paranoiden Schizophrenie
ausgewiesen. Unter der seit dem Jahr 2017 eingestellten Neuroleptika-Medikation
imponiere im Längsverlauf eine unvollständig remittierte, persistierende und auch
aktuell feststellbare Minus- respektive Negativsymptomatik: Die Versicherte sei
ermüdet, verlangsamt, klinisch kognitiv reduziert in der Leistungsfähigkeit und in der
Belastbarkeit, im Affekt depressiv ausgelenkt und verflacht, emotional instabil sowie
deutlich reduziert belastbar. Nach wie vor bestünden angedeutete paranoide
Verarbeitungstendenzen. Die Stressresistenz, die interpersonelle und die situative
Flexibilität seien im Rahmen einer sehr Ich-vulnerablen Persönlichkeitsstruktur deutlich
reduziert. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine ausreichende Stabilität für eine
Tätigkeit in der freien Wirtschaft. In einem geschützten Rahmen sei der Versicherten
eine Tätigkeit während zwei bis drei Stunden pro Tag an vier Tagen pro Woche
zumutbar. Der RAD-Arzt F._ qualifizierte das neuropsychologische und das
psychiatrische Gutachten als überzeugend (IV-act. 171).
Mit einem Vorbescheid vom 12. Juni 2020 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit
(IV-act. 175), dass sie die Zusprache einer ganzen Rente mit Wirkung ab dem 1.
Februar 2018 mit einem Unterbruch während des Taggeldbezuges vom 1. März 2019
bis zum 31. Oktober 2019 vorsehe. Zur Begründung führte sie an, gestützt auf das
Gutachten von Dr. I._ sei von einer vollständigen Invalidität mit einem Invaliditätsgrad
von 100 Prozent auszugehen. Mit einer Verfügung vom 30. Oktober 2020 sprach die IV-
Stelle der Versicherten für die Zeit ab dem 1. November 2019 eine monatliche Rente
von 1’185 Franken zu (IV-act. 185). Die Nachzahlung von 12 × 1’185 = 14’220 Franken
für die Monate November 2019 bis und mit Oktober 2020 verrechnete sie direkt mit
einer Forderung der Sozialen Dienste der Stadt G._. Mit einer zweiten Verfügung vom
selben Tag (IV-act. 186) sprach sie der Versicherten für die Zeit vom 1. Februar 2018
bis zum 28. Februar 2019 eine Rente von 1’175 Franken pro Monat (2018)
beziehungsweise von 1’185 Franken pro Monat (2019) zu; die Nachzahlung von 11 ×
1’175 + 2 × 1’185 = 15’295 Franken verrechnete sie im Umfang von 14’369 Franken mit
A.e.
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B.
einer Forderung der Sozialen Dienste der Stadt G._ und im Restbetrag von 926
Franken mit dem für den Monat Februar 2019 bereits ausbezahlten IV-Taggeld.
Am 27. November 2020 erhob die Versicherte (nachfolgend: die
Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen jene Verfügung vom 30. Oktober 2020,
die den Rentenanspruch für die Zeit von Februar 2018 bis und mit Februar 2019 betraf
(act. G 1.1). Sie beantragte die Zusprache der Rente per 1. Januar 2018, die
Verrechnung der Rentenleistungen erst ab April 2018 und die Auszahlung der drei
Monatsrenten für Januar, Februar und März 2018 an ihre Schwester. Zur Begründung
führte sie aus, sie habe sich im Juni 2018 (recte: Juni 2017) zum Rentenbezug
angemeldet, weshalb die im Art. 29 Abs. 1 IVG vorgesehene Sechsmonatsfrist bereits
im Dezember 2017 abgelaufen gewesen sei. Folglich habe sie bereits im Januar 2018
einen Rentenanspruch gehabt. Die Sozialen Dienste der Stadt G._ hätten sie, die
Beschwerdeführerin, erst ab April 2018 unterstützt, weshalb eine Verrechnung der
Rentenleistungen für die Zeit vor dem 1. April 2018 nicht in Frage komme.
B.a.
Mit einer zweiten Eingabe vom 27. November 2020 erhob die Beschwerdeführerin
auch gegen die zweite Verfügung vom 30. Oktober 2020 betreffend den
Rentenanspruch ab November 2019 eine Beschwerde (act. G 1.2). Sie beantragte,
dass die Nachzahlung erst für die Zeit ab dem 1. Dezember 2019 verrechnet werde
und dass die Nachzahlung für den Monat November 2019 an ihre Schwester erfolge.
Zur Begründung führte sie an, im Monat November 2019 sei sie nicht von den Sozialen
Diensten der Stadt G._ unterstützt worden, weshalb die entsprechende
Rentennachzahlung nicht verrechnet werden dürfe.
B.b.
Den beiden Beschwerdeschriften lagen drei Verfügungen der Sozialen Dienste der
Stadt G._ bei: Mit einer Verfügung vom 29. März 2018 hatten die Sozialen Dienste
die Sozialhilfeunterstützung per 1. Januar 2018 vollständig eingestellt (act. G 1.6); mit
einer Verfügung vom 1. Juni 2018 hatten sie der Beschwerdeführerin für die Zeit ab
dem 1. April 2018 wieder Unterstützungsleistungen zugesprochen (act. G 1.7); mit einer
Verfügung vom 20. November 2019 hatten sie der Beschwerdeführerin für die Zeit ab
dem 1. Dezember 2019 eine finanzielle Sozialhilfe zugesprochen (act. G 1.8).
B.c.
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Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) forderte am 4. Dezember
2020 von den Sozialen Diensten der Stadt G._ einen detaillierten Kontoauszug an (IV-
act. 196). Am 10. Dezember 2020 ging ihr dieser Kontoauszug zu (IV-act. 197). Diesem
liess sich entnehmen, dass die Sozialen Dienste der Stadt G._ der
Beschwerdeführerin für die Zeit von April 2018 bis und mit Februar 2019 sowie für die
Zeit von Dezember 2019 bis und mit Oktober 2020 Unterstützungsleistungen
ausgerichtet hatte. Erste Zahlungen für den Monat Dezember 2019 waren zwar bereits
im November 2019 getätigt, aber ausdrücklich als für den Monat Dezember 2019
gedacht bezeichnet worden. Am 21. März 2018 hatten die Sozialen Dienste eine
Zahlung geleistet, die allerdings Ausgaben aus dem Jahr 2017 betroffen hatten. Am 29.
Dezember 2020 forderte die Beschwerdegegnerin die Sozialen Dienste auf, sich zum
Verrechnungsanspruch für die Monate Februar und März 2018 sowie November 2019
zu äussern, für die gemäss den Kontoauszügen offenbar keine
Unterstützungsleistungen erbracht worden seien (IV-act. 198). Die Sozialen Dienste
machten am 5. Januar 2021 geltend (IV-act. 199), sie hätten der Beschwerdeführerin
am 19. März 2018 einen Grundbedarf von 60 Franken und eine Kostenbeteiligung der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung von 596.65 Franken finanziert. Bezüglich
des Zeitraums ab November 2019 spiele es keine Rolle, ob man den November 2019
berücksichtige, denn die Unterstützungsleistungen für die Zeit ab Dezember 2019
hätten ohnehin den Betrag der Nachzahlung für jene Zeit überstiegen. Der
Verrechnungsantrag sei korrekt.
B.d.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 10. Februar 2021 die teilweise
Gutheissung der Beschwerde: Die Renten für Februar 2018 und November 2019 seien
direkt an die Beschwerdeführerin auszubezahlen (act. G 7). Zur Begründung führte sie
an, gemäss dem Gutachten von Dr. I._ sei erst für die Zeit ab Februar 2017
(stationäre psychiatrische Behandlung) von einer Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin auszugehen, weshalb das sogenannte Wartejahr erst Ende Januar
2018 geendet habe. Folglich bestehe für den Monat Januar 2018 kein Rentenanspruch.
Die Sozialen Dienste der Stadt G._ hätten die Beschwerdeführerin im März 2018
unterstützt, weshalb die Rentennachzahlung für jenen Monat mit der Forderung der
Sozialen Dienste habe verrechnet werden können. In den Monaten Februar 2018 und
November 2019 hätten die Sozialen Dienste die Beschwerdeführerin dagegen nicht
B.e.
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Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin hat am 30. Oktober 2020 zwei Verfügungen erlassen, mit
denen sie über das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin vom Juni 2017
entschieden hat. Nach der bundesgerichtlichen Auffassung haben diese beiden
Verfügungen zusammen einen einheitlichen Gegenstand betroffen, nämlich den
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 131 V 164). Bei genauer
Betrachtung enthalten die beiden Verfügungen vom 30. Oktober 2020 allerdings
tatsächlich mehrere Streitgegenstände, nämlich die materielle Rentenzusprache (für
den ganzen Zeitraum bis und mit Oktober 2020), die nachträgliche Korrektur einer
früheren Taggeldverfügung, die Verrechnung der Rentennachzahlung mit einer
Taggeldrückforderung sowie die Verrechnung der Rentennachzahlung mit einer
Forderung der Sozialen Dienste der Stadt G._. Die Beschwerde richtet sich gegen
die Verrechnung der Rentennachzahlung mit der Forderung der sozialen Dienste der
Stadt G._. Sie betrifft aber auch den materiellen Teil, denn die Beschwerdeführerin
hat geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin habe den Zeitpunkt des Rentenbeginns
falsch festgelegt. Nicht beanstandet hat die Beschwerdeführerin dagegen die
rückwirkende Korrektur bezüglich des Taggeldanspruches und die Verrechnung der
Rentennachzahlung mit der aus dieser rückwirkenden Korrektur resultierenden
Rückforderung von Taggeldleistungen im Betrag von 926 Franken. Bezüglich dieser
beiden Gegenstände sind die Verfügungen vom 30. Oktober 2020 unangefochten in
formelle Rechtskraft erwachsen, was bedeutet, dass die Rechtmässigkeit der
rückwirkenden Korrektur des Taggeldes und die Verrechnung der Rentennachzahlung
mit der Taggeldrückforderung in diesem Beschwerdeverfahren nicht zu prüfen ist. Den
Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bilden also einerseits der materielle
Rentenanspruch und andererseits die Verrechnung der Rentennachzahlung mit einer
Forderung der Sozialen Dienste der Stadt G._.
unterstützt, weshalb die entsprechenden Rentennachzahlungen nicht hätten verrechnet
werden dürfen. Der Umstand, dass der Betrag der Forderung der Sozialen Dienste die
Nachzahlung der Rentenleistungen überstiegen habe, sei irrelevant, weil die
Verrechnung eine zeitliche Kongruenz voraussetze.
Die Beschwerdeführerin hielt am 28. Mai 2021 an ihrem Antrag fest, dass auch für
den Monat März 2018 von einer Verrechnung abzusehen sei (act. G 16). Die
Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 18).
B.f.
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2.
Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die
während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Nach Art. 28a Abs. 1 IVG in
Verbindung mit dem Art. 16 ATSG wird für die Bemessung der Invalidität das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu
jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben
wäre.
2.1.
Die Beschwerdeführerin hat ein Studium in der Fachrichtung Internationale
Beziehungen begonnen, das sie nach dem Eintritt ihrer Gesundheitsbeeinträchtigung
trotz der Unterstützung durch die Beschwerdegegnerin nur teilweise – mit einem
Bachelor- statt mit dem angestrebten Master-Abschluss – hat abschliessen können.
Ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung hätte sie auch den Master-Lehrgang absolviert;
die plausibelste Validenkarriere besteht folglich in einer Tätigkeit, für die ein Master-
Abschluss im Bereich Internationale Beziehungen erforderlich ist. Angesichts des
breiten Spektrums an Tätigkeiten, die Absolventen mit einem Master-Abschluss im
Bereich Internationale Beziehungen offen stehen (vgl. etwa <https://apsia.org/careers/
international-career-guide/>, abgerufen am 8. Dezember 2021), kann auf kein
spezifischeres statistisches Medianeinkommen als auf jenes über den gesamten
Dienstleistungssektor hinweg für Frauen mit dem Kompetenzniveau 4 abgestellt
werden. Massgebend muss entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin das
Kompetenzniveau 4 und nicht das Kompetenzniveau 3 sein, weil der Abschluss eines
Universitätsstudiums als höchste Ausbildungsstufe spezifisch darauf abzielt, eine
Erwerbstätigkeit auszuüben, die höchste Anforderungen stellt, also nicht nur komplexe
praktische Tätigkeiten beinhaltet, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet
voraussetzen, sondern die Lösung von komplexen Problemen und die
Entscheidfindung in komplexen Situationen erfordert sowie ein grosses Fakten- und
theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzt. Da ein wesentlicher Teil des
Spektrums der für Absolventen eines Studiengangs im Bereich Internationale
Beziehungen in Frage kommenden Tätigkeiten auf den öffentlichen Sektor entfällt, ist
2.2.
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nicht auf die Werte in der Tabelle A1 (privater Sektor), sondern auf jene in der Tabelle 1
(privater und öffentlicher Sektor) abzustellen. Der massgebende Medianwert hat sich
im Jahr 2018 (aktuellste Ergebnisse der Schweizer Lohnstrukturerhebung) auf 8’045
Franken bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche belaufen.
Das entspricht unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7
Stunden (Dienstleistungssektor; ab dem Jahr 2018) einem Jahreslohn von 100’643
Franken für das Jahr 2018. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2018–
2020 von 101,7 auf 103,7 Punkte (Frauen, Basis 2015 = 100 Punkte) entspricht das
einem Jahreslohn von 102’622 Franken im Jahr 2020.
Gestützt auf das überzeugend begründete und vom RAD-Arzt F._ in einer
umfassenden Würdigung als beweiskräftig qualifizierte Gutachten von Dr. med. I._
steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest,
dass die Beschwerdeführerin ab Februar 2017 nicht mehr in der Lage gewesen ist,
einer Erwerbstätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nachzugehen. Das bedeutet aber
entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin nicht, dass die Beschwerdeführerin
gar kein Erwerbseinkommen mehr erzielen könnte, denn auch in einem geschützten
Rahmen kann durchaus noch ein ökonomischer Mehrwert generiert werden, zumal die
Beschwerdeführerin im Rahmen des Belastbarkeits- und des Aufbautrainings qualitativ
einwandfreie Arbeit geleistet hat, wie aus den entsprechenden Berichten hervorgeht.
An sich müsste die Sache zur Ermittlung des zumutbarerweise erzielbaren
Invalideneinkommens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Nun ist es
aber zum Vorneherein ausgeschlossen, dass die Beschwerdeführerin in einem
geschützten Rahmen mit dem zumutbaren Pensum von maximal 12 Stunden pro
Woche respektive maximal 30 Prozent ein Erwerbseinkommen von mehr als 30 Prozent
des massgebenden Valideneinkommens erzielen könnte, sodass das zumutbarerweise
erzielbare Invalideneinkommen jedenfalls (deutlich) weniger als 30’193 Franken (=
100’643 Franken × 30%; Jahr 2018) respektive 30’787 Franken (= 102’622 Franken ×
30%; Jahr 2020) betragen muss. Der Invaliditätsgrad beläuft sich damit in jedem Fall
auf mehr als 70 Prozent. Gemäss dem Art. 28 Abs. 2 IVG besteht folglich unabhängig
vom genauen Betrag des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ein
Anspruch auf eine ganze Rente. Dieser Rentenanspruch besteht ab dem 1. Februar
2018, weil das sogenannte Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Februar 2017 zu
laufen begonnen und damit am 31. Januar 2018 geendet hat und weil die
Beschwerdeführerin sich mehr als sechs Monate vor dem 1. Februar 2018 zum
Rentenbezug angemeldet hatte (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).
2.3.
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3.
4.
Für die Berechnung des Rentenbetrages massgebend sind angesichts des
Jahrgangs der Beschwerdeführerin und des Eintrittes des Versicherungsfalles die Jahre
2011–2016. In diesen Jahren ist die Beschwerdeführerin durchgehend versichert
gewesen (vgl. AK-act. 34) und sie hat durchgehend Nichterwerbstätigenbeiträge
bezahlt (vgl. AK-act. 33–2). Damit hat sie einen Anspruch auf eine sogenannte
„Vollrente“, deren Betrag anhand der Rentenskala 44 zu bemessen ist. Da die
Beschwerdeführerin jeweils nur den Minimalbeitrag der Nichterwerbstätigenbeiträge
geleistet hat, ist ihr massgebendes durchschnittliches Jahreseinkommen deutlich tiefer
als der Schwellenwert für einen den Minimalbetrag einer Vollrente übersteigenden
Rentenanspruch (14’100 Franken) gewesen (vgl. AK-act. 33–4). Die
Beschwerdeführerin hat folglich einen Anspruch auf den Minimalbetrag der Vollrente.
Dieser hat sich im Jahr 2018 auf 1’175 Franken und ab dem Jahr 2019 auf 1’185
Franken belaufen.
3.1.
Da die Beschwerdeführerin vom 4. Februar 2019 bis zum 31. Oktober 2019 ein IV-
Taggeld bezogen hat, kann sie für die Monate März bis und mit Oktober 2019, die
„voll“ vom Taggeldanspruch abgedeckt gewesen sind, keinen Rentenanspruch haben
(vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG). Für den Monat Februar 2019 hat die Beschwerdeführerin
ursprünglich – bei einem Ansatz von 122.10 Franken pro Tag – Taggeldleistungen von
total 2’862.45 Franken erhalten (vgl. act. G 7.3.69). Diese Leistungen haben den Monat
Februar 2019 nicht „voll“ abgedeckt, da für die drei Tage vor dem 4. Februar 2019 kein
Taggeldanspruch bestanden hat. Folglich hat die Beschwerdeführerin für den Monat
Februar 2019 einen Rentenanspruch im Betrag von 1’185 Franken. Damit ergibt sich
für die Zeit vom 1. Februar 2018 bis zum 31. Oktober 2020 ein Anspruch auf eine
Rentennachzahlung im Betrag von 11 × 1’175 + 14 × 1’185 = 29’515 Franken (vgl. AK-
act. 30–4). Auf die Korrektur und die Rückforderung von Taggeldleistungen für den
Monat Februar 2019 ist nicht weiter einzugehen (vgl. E. 1 in fine).
3.2.
Die Sozialen Dienste der Stadt G._ haben die Beschwerdeführerin gemäss den
von dieser zur Beschwerde eingereichten Verfügungen in den Monaten ab April 2018
und ab Dezember 2019 finanziell unterstützt. Gemäss den von der
Beschwerdegegnerin eingeholten Kontoauszügen (IV-act. 197) hat die
Beschwerdeführerin in den Monaten März bis und mit November 2019 keine finanzielle
Unterstützung mehr erhalten, was mit der Tatsache übereinstimmt, dass die
Beschwerdeführerin erstmals anfangs März 2019 ein Taggeld (nämlich jenes für den
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Monat Februar 2019) ausbezahlt erhalten hat (vgl. act. G 7.3.69). Fraglich respektive
umstritten ist, ob die Beschwerdeführerin – unbesehen des Wortlautes der
Verfügungen der Sozialen Dienste der Stadt G._ vom 29. März 2018 (act. G 1.6) und
vom 1. Juni 2018 (act. G 1.7) – auch im März 2018 finanzielle Unterstützungsleistungen
der Sozialen Dienste der Stadt G._ erhalten hat. Die von der Beschwerdegegnerin
eingeholten Kontoauszüge sprechen gegen eine solche Unterstützung, denn im März
2018 hat die Beschwerdeführerin gemäss diesen Kontoauszügen nur eine
Kostenbeteiligung für das Jahr 2017 im Betrag von 1’294.30 Franken erhalten (vgl. IV-
act. 197–2). Ein nachgereichter „Detailauszug“ weist dagegen für den Monat März 2018
– ebenfalls mit Buchungsdatum 19. März 2018 – eine Beteiligung am Grundbedarf im
Betrag von 60 Franken und eine Kostenbeteiligung im Betrag von 596.65 Franken aus,
die beide den Vermerk „Prämien/Kostenbeteiligung 2017“ tragen (vgl. IV-act. 199–2).
Die von den Sozialen Diensten der Stadt G._ eingereichten Unterlagen erweisen sich
damit in mehrfacher Hinsicht als widersprüchlich: Die am 19. März 2018 geleistete
Überweisung könnte eine Nachzahlung für eine Kostenbeteiligung im Jahr 2017 oder
aber eine finanzielle Unterstützung für den Monat März 2018 gewesen sein; ihr Betrag
könnte sich auf 656.65 Franken oder aber auf 1’294.30 Franken belaufen haben; eine
Unterstützung für den Monat März 2018 hätte in einem eindeutigen Widerspruch zum
Dispositiv (und zur Begründung) der Verfügung vom 29. März 2018, wonach die
Beschwerdeführerin ab Januar 2018 keinen Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung
gehabt hat, und zur Verfügung vom 1. Juni 2018, wonach der Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine finanzielle Unterstützung erst am 1. April 2018 wieder
entstanden ist, gestanden. Der Beschwerdegegnerin ist es nicht gelungen, die
finanzielle Unterstützung der Beschwerdeführerin im Monat März 2018 mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.
Allerdings steht auch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin für den Monat März 2018 keine
Sozialhilfeleistungen erhalten hat. Der Sachverhalt erweist sich damit in diesem Punkt
als ungenügend abgeklärt. Eine objektive Beweislosigkeit liegt nicht vor, da davon
auszugehen ist, dass es den Sozialen Diensten der Stadt G._ gelingen wird, die oben
erwähnten Widersprüche auszuräumen. Die Sache ist deshalb zur Fortsetzung der
Sachverhaltsermittlung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die
Sozialen Dienste der Stadt G._ auffordern anzugeben, wie viel Geld der
Beschwerdeführerin im Monat März 2018 überwiesen worden ist (656.65 oder 1’294.30
Franken?), wofür diese Überweisung bestimmt gewesen ist (Kostenbeteiligung 2017
oder Unterstützung für den Monat März 2018?) und, sollte es sich um eine finanzielle
Unterstützung für den Monat März 2018 gehandelt haben, wie sich diese mit den
beiden Verfügungen vom 29. März 2018 und vom 1. Juni 2018 in Einklang bringen lässt
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5.
Die Rückweisung einer Sache gilt hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen
rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden
Partei. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind deshalb der unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin
hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.