Decision ID: d26d116d-5fda-4553-90a0-027356fc6f47
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die
1964
geborene
X._
,
Einzelunternehmerin
des
Y._
in Z._
,
ist der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als
Selbständigerwerbende
angeschlossen
. Aufgrund
einer im Februar 2021 getätigten Anmeldung
bei der Ausgleichskasse zum Bezug einer Erwerbsausfallentschädigung
(wesentliche
Umsatzeinbusse
)
gestützt auf die Verordnung über
Massnahmen
bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall,
Urk.
6/
88
) bezog die Ver
sicherte
vom
1.
bis 3
0.
November 2020
eine Erwerbsersatzentschädigung von
Fr.
33.60
pro Tag (
vgl. Abrechnung vom 1
0.
Februar 2021,
Urk.
6/89
).
Mit Verfügung vom 1
0.
Februar 2021
verneinte die Ausgleichskasse
einen Anspruch
auf Erwerbsersatzentschädigung
für die Monate September,
Oktober und Dezem
ber 2020
mangels
einer wesentlichen
Umsatzeinbusse
(vgl.
Urk.
6/90
; vgl. auch
Urk.
6/87
). Diese Verfügung verblieb unangefochten.
Im April,
Juni und
Septem
ber 2021
meldete
sich die Versicherte
erneut
bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsersatzentschädigung infolge einer wesentlichen
Umsatzein
busse
an (
Februar, März,
Mai,
Juli und
August 2021
,
Urk.
6/
95
f
.,
U
rk.
6/98,
Urk.
6/
107
f.
).
Daraufhin sprach
ihr
die Ausgleichskasse vom
1.
Februar bis 3
1.
März 2021, vom
1.
bis 3
1.
Mai sowie vom
1.
Juli bis 3
1.
August 2021 wiede
rum
eine Erwerbsersatzentschädigung von
Fr.
33.60 pro Tag
zu (vgl.
Abrechnun
gen vom 2
0.
April 2021
,
4.
Juni 2021
und 2
8.
September 2021
,
Urk.
6/97
,
Urk.
6/99,
Urk.
6/112
; vgl. dem
gegenüber die Verfügung vom 22.
September 2021, womit ein entsprechender
Anspruch
für den Monat August
2021
verneint wurde,
Urk.
6/111
).
Am
3.
Dezember 2021
meldete sich die Versicherte
abermals
bei der Ausgleichskasse für den Bezug einer Erwerbsersatzentschädigung
infolge einer wesentlichen
Umsatzeinbusse
für den Monat November 2021
an
(
Urk.
6/113). Mit Verfügung vom 2
2.
Dezember 2021 entschied die Ausgleichs
kasse abschlägig
und begründete dies damit, die geltend gemachte
Umsatzein
busse
sei nicht auf eine behördliche
Massnahme
im Zusammenhang mit der Pandemie zurückzuführen
(
Urk.
6/117).
Die von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache
(
Urk.
6/118
) wies die Ausgleichskasse mit
Einspracheent
scheid
vom
14
. Februar 2022 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
7.
März 2022
Beschw
erde und beantragte
, es sei ihr
für die Jahre 2020 und 2021
eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung
in Höhe
von insgesamt
Fr.
82‘705.-- auszurichten (
Urk.
1
). Mit Beschwerdeantwort vom
8. April
2022 schloss die Beschwerdegegneri
n auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5
), was der Beschwerdeführerin am
1
1.
April
2022 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verordnun
gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder
äusseren
Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2
lit
. a des Regierungs- und Verwal
tungsorganisationsgesetzes, RVOG).
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht
erliess
der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (
Epidemiengesetz
,
EpG
) stützen - am 20. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 17. März 2020 in Kraft gesetzt und erfuhr mehrere Änderungen. Mit dem Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewäl
tigung der Covid-19-Epidemie vom 25. September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 17. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen (Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 1 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) auf die Entschädigungen gemäss dieser Verordnung anwendbar, soweit die nach
stehenden Bestimmungen nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor
sehen.
1.2.2
Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger gemäss Art. 49 Abs. 1 ATSG schriftlich Verfügungen zu erlassen. Die Verfü
gun
gen werden mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen und sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 ATSG in einem formlosen Verfahren behandelt werden. Die betroffene Person kann nach Art. 51 Abs. 2 ATSG den Erlass einer Verfügung verlangen. Hiervon abweichend sieht die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall vor, dass auch erhebliche Entschädigungen im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG festgesetzt werden (Art. 8 Abs. 5 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall).
Wird ein – gemäss Art. 51 Abs. 1 ATSG oder einer betreffenden spezialgesetz
lichen Bestimmung – zulässigerweise formlos ergangener Verwaltungsakt von der betroffenen Person innert angemessener Frist (vgl. dazu BGE 134 V 145 E. 5.3.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 E. 3.1) nicht gerügt, wird er rechtsbeständig (BGE 132 V 412 E. 5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2020 vom 12. März 2021 E. 3.1
und 8C_554/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 3.4
,
je mit Hinweisen).
1.
3
1.
3
.1
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat
be
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hin
wei
sen).
Da vorliegend
der Anspruch auf eine Erw
erbsersatzentschädigung für
den Monat
November
2021 strittig ist, sind die in diesem Zeitraum gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.3.2
Nach Art. 2 Abs. 3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (Stand:
28.
Okto
ber 2021) sind
Selbständigerwerbende
im Sinne von Artikel 12 ATSG und Personen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c AVIG, die ihre Erwerbs
tätigkeit nicht aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen, unter der Voraus
setzung von Absatz 1
bis
Buchstabe c anspruchsberechtigt, wenn:
-
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist;
-
b.
sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; und
-
c.
sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen
von mindestens 10 000 Franken erzielt haben
; diese Voraussetzung gilt
sinn
gemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde;
wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt
diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer.
Die Erwerbstätigkeit gilt als massgeblich eingeschränkt, wenn pro Monat eine Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015–2019 vorliegt. Wurde die Tätigkeit nach 2015 und vor 2020 aufgenommen, so ist der Durchschnitt der entsprechenden Erwerbsdauer massgebend. Personen, die ihre Erwerbstätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen haben, müssen nachweisen, dass pro Monat eine Umsatz
ein
busse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Um
satz von mindestens drei Monaten vorliegt; massgebend ist der Durchschnitt der drei Monate mit den höchsten Umsätzen (Art. 2 Abs. 3
ter
).
1.3.3
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage) vom 2
3.
Juni 2021 (
in den vom
2
5.
Oktober
2021 bis
3
0.
November
2021
gültig gewesenen Fassungen
) muss
te
jede Person in öffentlich zugänglichen Innenräu
men von Einrichtungen und Betrieben eine Gesichtsmaske tragen. Von der Maskentragepflicht ausgenommen
waren
namentlich Personen,
die eine kosme
tische Dienstleistung im Gesicht in Anspruch nehmen
(
Art.
6
Abs.
2
lit
.
d
).
Nach
Art.
10
Abs.
1
m
u
ss
t
en d
ie Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrich
tungen und Betrieben
, einschliesslich Bildungseinrichtungen, sowie die Organi
satoren von Veranstaltungen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen
; wurde
der Zugang
für
Personen über 16 Jahren
nicht auf Personen mit einem
Zertifikat eingeschränkt, so ga
lten für das Schutzkonzept
die besonderen
Vorgaben
nach
Abs.
2 derselben Bestimmung.
Für
Restaurations-, Bar- und Clubbetriebe
war
den Zugang zu Innenbereichen
für
Personen ab 16 Jahren
auf Personen m
it einem Zertifikat beschränkt; in
den
Aussenbereichen mussten
für Personen ab 16 Jahren
zumindest
der erforderliche Abstand eingehalten oder wirksame
Abschrankungen
angebracht werden
(
Art.
12
Abs.
1
lit
. a und b).
In
Diskotheken und Tanzlokale
n
sowie öffentlich
zugängliche
n
Einrichtungen und Betriebe
n
in den Bereichen Kultur, Unterhaltung, Freizeit und Sport, in denen den Besucherinnen und Besuchern nicht ausschl
iesslich Aussenbereiche offen
standen, galt
für
Personen ab 16 Jahren
ebenfalls eine Zertifikationspflicht (Art 13
Abs.
1 und 2).
Nach
Art.
14a konnte für
Ver
anstaltungen in Innenräumen
mit maximal 30
Teilnehmer
(
lit
. a)
unter den in derselben Bestimmung genannten
Voraussetzun
gen
(
lit
. b-
e)
darauf verzichtet werden, den Zugang für Personen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat zu beschränken
.
Für Veranstaltungen im Freien galt bis zu einer Teilnehmerzahl von 1000 (S
itz
plä
tze) resp. 500 (Stehplätze) keine Zertifikationspflicht
, sofern die Einrichtung damit zu
höchstens zwei Drit
teln ihrer Kapazität besetzt war und es sich nicht um eine Tanzveranstaltung handelte
(
Art.
14
Abs.
1
).
Für Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis (private Veranstaltungen) mit höchstens 50 Personen, die im Freien, aber nicht in öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben
stattfa
nden, bestand einzig die Pflicht, die Empfeh
lungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu Hygiene und Verhalten in der Covid-19-Epidemie einzuhalten (
Art.
14
Abs.
2 i. V. m.
Art.
4).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, eine Umsatzbusse per se begründe keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Eine Umsatzeinbusse, die dadurch entstehe, dass die Kunden aus Angst fernblieben oder sich das ökonomische Umfeld aufgrund der Pandemie ändere (beispielsweise Digitalisierung) werde nicht durch die Corona-Erwerbsersatzentschädigung abgedeckt (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, sie habe (im Vergleich zum durch
schnittlichen Jahresumsatz in den Jahren 2015 bis 2019)
in den Jahren
2020
und 2021 e
ine Um
satzeinbusse von
Fr.
43'463.--
resp.
Fr.
39'242.-- erlitten. Es hätten keine
Hochzeiten und Weihnachtsessen in Restaurants
mehr stattgefunden, weshalb keine Make-ups
mehr gebucht worden seien. Die Leute seien wegen den Massnahmen aus Angst zu Hause geblieben. Zudem hätten die Leute im Home-Office gearbeitet; niemand habe gestylt zur Arbeit gehen müssen. Auch seien die Haare nicht mehr gefärbt worden.
Weiter
seien Gesichtspflegebehandlungen ausgefallen, weil dies «zu nahe an der Kundin» gewesen sei.
Alle dies
habe sehr wohl mit den Corona-
Massnahmen zu tun, weshalb
(sie)
die Beschwerdeführerin
für die Jahre 2020 und 2021
eine 100%ige Entschädigung
entsprechend ihrer
Umsatzeinbusse
von
insgesamt
Fr.
82'705.-- erwarte (
Urk.
1).
3.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens und damit Sachurteils
voraussetzung bildet der angefochtene Entscheid vom
1
4.
Februar 2022
, womit die Beschwerdegegnerin einen Anspruch
auf Erwerbsersatzentschädigung für den Monat November 2021
verneint
hat (
Urk.
2
, BGE 125 V 413 E. 1a
)
.
Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren
eine Corona-Erwerbs
ersatzentschädigung
für
das Jahre 2020 und -
über den November 2021 hinaus
-
für das gesamte Jahre
2021 beantragt, ist
in diesem Umfang
mangels Anfechtungsgegenstand auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Darauf
hin
zuweisen ist
auch
, dass
die Ausgleichskasse mit
unangefochten in Rechtskraft erwachsener
Verfügung vom 1
0.
Februar 2021 einen Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf Erwerbsersatzentschädigung für die Monate Septem
ber/Oktober und Dezember 2020 mangels einer wesentlichen
Umsatzeinbusse
bereits
rechtskräftig verneint
hat
(vgl.
Urk.
6/90)
. Zudem wurde der
Beschwerde
führerin
vom
1.
bis 3
0.
November 2020, vom
1.
Februar bis 31.
März 2021, vom
1.
bis 3
1.
Mai
und
vom
1.
Juli bis 3
1.
August 2021 eine Erwerbsersatzentschädi
gung
in Höhe
von
Fr.
33.60 pro Tag zu
gesprochen
(vgl.
Abrechnungen vom
2
0.
April 2021,
4.
Juni 20
21 und 2
8.
September 2021, Urk.
6/97,
Urk.
6/99,
Urk.
6/112
)
, wogegen diese – nach Lage der vorliegenden Akten – keine Einwände erhoben hat (vgl. E. 1.2.2).
4
.
4
.1
Die Beschwerdeführer
in tätigte ihr
Anmel
dung
vom
3.
Dezember 2021
unter Berufung auf eine erhebliche
Umsatzeinbusse
(
Urk.
6/113)
und machte damit
sinngemäss
einen Anspruch
gemäss
Art. 2 Abs. 3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (vgl. E. 1.
3
.2) geltend, was insoweit unbestritten ist.
4
.2
Unter Hinweis auf das unter E. 1.3.3 Gesagte
bestand
im vorliegend relevanten Zeitraum (November 2021)
weder für öffentliche noch private Anlässe ein irgend
wie geartetes Veranstaltungsverbot
aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie
. E
benso wenig bestand eine Pflicht zur Heimarbeit
.
Mit ih
rer Argumentation, wonach
sie
eine anspruchs
begründende Umsatzeinbusse
erlitten habe
, weil
die Kund
innen
mangels Events, Hochzeiten und Weihnachtsessen i
n Restaurants
resp. infolge Heimarbeit
keine kosmetischen Behandlungen
und
Coiffeurtermine
mehr gebucht
hätten
(
Urk.
1)
,
vermag die Beschwerdeführerin
mithin
nicht durchzudringen
. Der Vollständigkeit halber hervorzuheben ist auch, dass im Rahmen kosmetischer Gesichtsbehand
lungen keine Masken getragen werden mussten (vgl. E. 1.3.3) und die Beschwer
deführerin damit infolge der Maskenpflicht bei ihrer Tätigkeit nicht eingeschränkt war
.
Andere Gründe für einen
massnahme
bedingten
Erwerbsausfall im November 2021 sind nicht ersichtlich und hat die Beschwerdeführerin auch nicht genannt. Bei alle dem war e
ine allfällig im November 2021 erlittene Umsatzeinbusse nicht auf die zu jenem Zeitpunkt geltenden
behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie
zurückzuführen.
5
.
Nach dem Gesagten erweist es sich als rechtens, wenn die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschä
digung
für den Monat November 2021
verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist.