Decision ID: c543d95a-8eea-596d-9e91-257609c1fd43
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1973 geborene A._ war als Abteilungsleiter Export East bei der B._ tätig
und dadurch bei der La Suisse, Unfall-Versicherungs-Gesellschaft, obligatorisch gegen
die Folgen von Unfällen versichert. Am 18. September 2002 rutschte er beim
Fussballspiel aus und fiel auf den Kopf (UV-act. K1 und M3). Auf der Unfallmeldung
wurde als Art der Schädigung Hirnerschütterung angegeben (UV-act. K1). Sein
Hausarzt, Dr. med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte im
Überweisungsschreiben vom 21. Januar 2003 ein Stauchungs- und zugleich
Schleudertrauma der HWS (UV-act. M3). Dr. med. D._, Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, bestätigte im
Bericht vom 12. Februar 2003 die Diagnose von Dr. C._ und erwähnte zusätzlich eine
leichte Commotio cerebri (UV-act. M4). Bei der vertebrospinalen Kernspintomographie
vom 2. Januar 2003 waren eine Fehlhaltung in Form einer flachbogigen Kyphosierung
der oberen bis mittleren Zervikalsegmente und geringgradige Chondrosen der
Intervertebralräume HWK 6/7 respektive HWK 7/BWK 1 mit geringgradiger
flachbogiger Protrusion des Diskus intervertebralis HWK 6/7 festgestellt worden (UV-
act. M2). Der Versicherte wurde medikamentös und physiotherapeutisch behandelt,
wozu Dr. D._ aufgrund der spezialärztlichen Untersuchung vom 11. Februar 2003
gezielte Anleitungen gab (UV-act. M4), nachdem Dr. C._ nach viermonatiger Therapie
am 21. Januar 2003 weiterhin über "invalidisierende Kopfschmerzen" berichtet hatte
(UV-act. M3). Die physiotherapeutische Behandlung wurde am 22. April 2003
abgeschlossen, die ärztliche Behandlung am 12. Mai 2003 (UV-act. M5 und M6). Die
La Suisse kam für die Heilungskosten auf; eine Arbeitsunfähigkeit bestand zu keinem
Zeitpunkt (UV-act. K6).
A.b Am 22. März 2007 meldete die E._ (Rechtsnachfolgerin der B._) der Helsana
Unfall AG (Helsana; Rechtsnachfolgerin der La Suisse, Unfall-Versicherungs-
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Gesellschaft) Folgen des Unfalls vom 18. September 2002 (UV-act. K2-K4). Als
betroffenen Körperteil gab sie "Hals unbestimmt", als Art der Schädigung
"Quetschung" an. Auf dem "Fragebogen für Rückfälle" gab der Versicherte am 11. April
2007 an (UV-act. K6), er leide unter Kopfschmerzen und Verspannungen. Die
Beschwerden seien immer da gewesen, auch nach Abschluss der Behandlungen 2003.
Leider seien die Symptome seit vier bis fünf Monaten - trotz selbst bezahlter Massagen
- immer schlimmer geworden, was zur täglichen Einnahme von Schmerzmitteln geführt
habe. Seit Anfang März 2007 gehe er zu F._ in die Atlaslogiebehandlung, anfangs
zweimal wöchentlich, jetzt einmal alle zwei Wochen, wobei die Zeitabstände zwischen
den Behandlungen laufend vergrössert worden seien. Es habe sich kein weiterer Unfall
ereignet. Am 10. April 2007 gab Dr. C._ an, er habe den Patienten seit 21. Juni 2006
nicht mehr behandelt (UV-act. M7); im Zeugnis vom 12. Juli 2007 (UV-act. M8) führte er
über dessen einmalige Konsultation vom 11. Juli 2007 an, dieser sei zur Zeit
beschwerdefrei, die Wirbelsäule sei von Kopf bis Gesäss im Lot und er stellte eine sehr
gute Beweglichkeit nach allen Seiten und gute muskuläre Ausstattung fest. Der
Hausarzt diagnostizierte "Restbeschwerden nach Wirbelsäulentrauma im Jahre 2002"
und hielt fest, der Patient besuche die Atlaslogie. Die Helsana befragte ihren
beratenden Arzt, Dr. med. G._, Facharzt FMH für Innere Medizin, zur Unfallkausalität.
Dieser hielt in der Stellungnahme vom 26. Juli 2002 fest (UV-act. M9), der
Unfallmechanismus sei aus medizinischer Sicht möglicherweise geeignet, die
erhobenen Befunde/Diagnosen auszulösen, und führte zur Begründung an, es handle
sich um unspezifische Kopfschmerzen mit vielen möglichen Ursachen; unfallbedingte
Reaktionen bei einem leichten Trauma sollten nach der allgemeinen Erfahrung innert
einem Jahr nach dem Ereignis abgeklungen sein. Mit Verfügung vom 10. August 2007
(UV-act. K13) lehnte die Helsana einen Anspruch des Versicherten auf
Versicherungsleistungen ab.
A.c Der Versicherte beauftragte Rechtsanwalt M. Bivetti, St. Gallen, mit der Wahrung
seiner Interessen und liess durch diesen Einsprache gegen die Verfügung vom
10. August 2007 erheben. Mit Schreiben vom 13. Mai 2008 legte die Helsana die
gesamten Akten Dr. med. H._, Facharzt FMH für Innere Medizin und für
Rheumatologie, zur Beurteilung vor (UV-act. K20). Sein Bericht vom 26. Mai 2008 (UV-
act. M10) wurde dem Rechtsvertreter des Versicherten unterbreitet und ihm die
Möglichkeit zur Einspracheergänzung eingeräumt (UV-act. K22). Mit
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Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 wies danach die Helsana die Einsprache ab (UV-
act. K26).
B.
B.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 8. September 2008 mit den Anträgen,
der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu
verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten für die Heilbehandlung weiterhin zu
erstatten. Eventuell sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die
Vorinstanz zurückzuweisen; unter Beizug der vollumfänglichen Akten der
Beschwerdegegnerin sowie unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung
führt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an, die Physiotherapie sei nach dem
23. April 2003 nicht wegen Beschwerdefreiheit eingestellt worden, sondern weil die
Heilung stagniert habe und sich die Restbeschwerden in einem annehmbaren Rahmen
bewegt hätten. Der Beschwerdeführer habe auch weiterhin und durchgehend
regelmässig (wöchentlich) Massagen benötigt, die er selbst finanziert habe. Ende 2006
habe sich die Situation verschlimmert, so dass er wieder vermehrt zu Schmerzmitteln
habe greifen müssen. Durch die Atlaslogietherapie, die er am 7. März 2007 auf
Anweisung seines Hausarztes begonnen habe, sei er in kurzer Zeit beschwerdefrei
geworden. Diese Tatsachen seien von der Beschwerdegegnerin verkannt worden und
insbesondere den beurteilenden Ärzten Dres. G._ und H._ nicht genügend bekannt
gewesen. Da der Fallabschluss 2003 nicht formell verfügt worden sei und er weiterhin
an Beschwerden aufgrund des Unfalls vom 18. September 2002 leide, liege die
Beweislast betreffend Wegfall des Kausalzusammenhangs beim Versicherer.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. Oktober
2008 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält an der Überzeugung fest, weder der
Grundfall habe angedauert, noch liege ein Rückfall vor. Dr. C._ habe die Behandlung
mittels Schlussrechnung vom 8. August 2003 (UV-act. M6) abgeschlossen, die
gegenteilige Argumentation des Beschwerdeführers sei nicht stichhaltig. Aufgrund der
festgestellten degenerativen Veränderungen könne nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf unfallkausale Brückensymptome geschlossen werden; weitere
Beweise seien dazu nicht zu erheben. Ihre Leistungspflicht sei mit dem Abschluss der
ärztlichen Behandlung am 12. Mai 2003 ausgeschöpft gewesen. Die Atlaslogietherapie
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gehöre im Übrigen nicht zu den Pflichtleistungen; für diese Behandlung bestehe kein
durchsetzbarer Rechtsanspruch.
B.c Replicando hält der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest. Er betont,
dass er beim Unfall vom 18. September 2002 eine Hirnerschütterung erlitten habe, was
durch die ärztlichen Diagnosen bestätigt werde. Die beantragten Zeugeneinvernahmen
würden beweisen, dass Brückensymptome über die ganze Zeit vorgelegen hätten.
Weiter unterstreicht er, der Sachverhalt sei durch die Beschwerdegegnerin
ungenügend abgeklärt worden, was zur Fehleinschätzung geführt habe, Dr. C._ hätte
die Behandlung am 12. Mai 2003 abgeschlossen und er hätte nicht unter
Brückensymptomen gelitten. Beides sei jedoch nicht der Fall gewesen. Mangelnde
Sachverhaltsabklärungen hätten auch zu den unzutreffenden Beurteilungen durch
Dr. G._ und Dr. H._ geführt. Der Erfolg der Atlaslogie sei bekannt und habe sich bei
ihm feststellbar eingestellt. Gemäss Empfehlung der Ad-Hoc-Kommission Schaden
UVG würden die Kosten dieser komplementärmedizinischen Behandlung in der Regel
übernommen.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 20. November 2008 auf
eine detaillierte Duplik. Darauf wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen (act. G 11).
C.
C.a Am 14. Mai 2009 stellte das Versicherungsgericht den Masseurinnen I._ und
J._ Fragen zur Behandlung des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen Mai 2003
und März 2007 (act. G 11). Ihre Antworten vom 5. bzw. 20. Juni 2009 wurden den
Parteien am 25. Juni 2009 zur Stellungnahme zugestellt (act. G 12 und G 15 f.).
C.b Die Beschwerdegegnerin holte dazu bei Dr. med. K._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, auch ein
Aktengutachten ein (Beilage M11 bzw. act. G 17.1). Gestützt darauf nahm sie am
12. August 2009 Stellung (act. G 17) und hielt insbesondere fest, der Status quo sine
sei mit dem Behandlungsabschluss beim Hausarzt am 12. Mai 2003 erreicht worden.
C.c Der Beschwerdeführer liess in der Stellungnahme vom 17. August 2009 (act.
G 18) festhalten, die Angaben der Masseurinnen belegten klar, dass die Haltung der
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Beschwerdegegnerin unzutreffend sei, wonach nach dem 12. Mai 2003 keine
Behandlung mehr stattgefunden habe. Demnach sei weder der natürliche noch der
adäquate Kausalzusammenhang unterbrochen worden.
C.d In einer weiteren Stellungnahme zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin
vom 12. August 2009 sowie zum Aktengutachten von Dr. K._ entgegnete der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Kritik an der Masseurin I._. Er
beanstandete das Aktengutachten von Dr. K._ und führte aus, dass keine
degenerative Erkrankung vorbestanden habe, sondern anlässlich der Behandlung nach
dem Unfall lediglich eine Fehlhaltung festgestellt worden sei (act. G 20).
C.e Die Beschwerdegegnerin bestritt in ihrer Stellungnahme vom 9. September 2009
die Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 17. August 2009
und verwies nochmals auf ihre frühere Argumentation in Einspracheentscheid und
Beschwerdeantwort (act. G 21).
D.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der weiteren
Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.
Gegenstand der vorliegenden Streitsache ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf
Vergütung weiterer Heilungskosten, wobei die Atlaslogietherapie im Vordergrund steht,
während keine eigentliche ärztliche Behandlung durchgeführt worden war (UV-act. M8).
Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht
für Behandlungen nach dem 12. Mai 2003, insbesondere für die Atlaslogietherapie, die
seit 7. März 2007 durchgeführt wurde, zu Recht verneint hat.
2.
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2.1 Versicherte haben gemäss Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der
Unfallfolgen. Gemäss lit. a dieser Gesetzesbestimmung erfolgt die ambulante
Behandlung durch einen Arzt (oder Zahnarzt) oder auf dessen Anordnung hin durch
eine medizinische Hilfsperson. Der Beschwerdeführer unterzog sich ab dem 7. März
2007 einer Atlaslogiebehandlung durch F._ (UV-act. K6). Eine ärztliche Verordnung
für diese Behandlung liegt nicht bei den Akten. Zwar führte der Beschwerdeführer im
E-Mail vom 7. Juni 2007 an die Beschwerdegegnerin aus (UV-act. K8), er habe die
Atlaslogiebehandlung bei Frau F._mit seinem Hausarzt abgesprochen und ihm liege
ein Arztzeugnis vor, das er der Versicherung bei Bedarf zustellen werde. Dennoch
reichten weder er noch sein Rechtsvertreter das erwähnte Zeugnis im bisherigen
Verfahren ein. Dr. C._ machte in den Berichten vom 10. April 2007 und vom 12. Juli
2007 (UV-act. M7 und M8) auch keinerlei Hinweis auf eine Verordnung von
Atlaslogietherapie. Vielmehr hielt er am 10. April 2007 fest: "Wir haben den Patienten
seit 21. Juni 2006 nicht mehr in unserer Sprechstunde behandelt." und führte im
Zeugnis vom 12. Juli 2007 auf die Frage nach den Therapien aus: "Der Patient besucht
die Atlaslogie". Von ihm veranlasste Therapien listete er keine auf. Das Zeugnis vom
12. Juli 2007 war nach einer einmaligen, unter "Erstbehandlung" aufgeführten
Konsultation am Vortag ausgestellt worden, anlässlich der Dr. C._ die
Beschwerdefreiheit seines Patienten feststellte. Es war von der Beschwerdegegnerin
mit der Bemerkung einverlangt worden: "Gemäss Angaben des Versicherten sind Sie
der behandelnde Arzt und haben auch die
Atlaslogiebehandlung verschrieben." Daraus ergibt sich, dass Dr. C._ die
Atlaslogiebehandlung offensichtlich nicht verschrieben hatte, womit es an einem
wesentlichen Element für eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für diese
Therapie fehlt.
2.2 Selbst wenn eine ärztliche Verordnung vorliegen würde, gehört Frau F._ nicht
zu den medizinischen Hilfspersonen, die gemäss Art. 53 Abs. 1 UVG und Art. 69 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) analog zu den
Physiotherapeuten zur selbständigen Tätigkeit für die Unfallversicherung zugelassen
sind. Bei der Atlaslogiebehandlung handelt es sich zudem weder um eine
wissenschaftlich anerkannte, noch um eine komplementär- oder alternativmedizinische
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Methode oder Heilpraktik, die im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR;
www.emindex.ch/) eingetragen ist.
2.3 In der Replik vom 17. November 2008 beruft sich der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers auf eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gemäss der
Empfehlung Nr. 1/2001 der Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG in der Fassung vom
27. August 2005 (bzw. richtig vom 29. März 2005; http://www.koordination.ch/de/
online-handbuch/uvg-ad-hoc/archiv/ [Zugang mit Partnerpasswort - →2001 →01/01
Version 03.05]). Er übersieht dabei, dass die Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG die
genannte Empfehlung am 12. März 2007 einer Totalrevision unterzogen hatte und in
dieser seither geltenden Fassung unter den Voraussetzungen für die Entschädigung
von Alternativtherapien durch die Unfallversicherung festhält, es bestehe kein
Rechtsanspruch auf die Bezahlung von Alternativtherapien. Im Rahmen des UVG
könne dies jedoch auf freiwilliger Basis im Sinn von Schadenminderungskosten
geschehen (vgl. http://www.svv.ch/index.cfm?id=6395 →2001 →01/01 Komplementär-
bzw. Alternativmedizin sowie →2002 →01/02 Empfehlung Nr. 1/2002 über den
zeitlichen Anwendungsbereich der Empfehlungen). - Die Beschwerdegegnerin beruft
sich unmissverständlich darauf, die Atlaslogie sei keine Pflichtleistung und es bestehe
kein Rechtsanspruch. Da keinerlei Anzeichen bestehen, dass die Beschwerdegegnerin
solche Therapien in vergleichbaren Fällen bezahlt hat, kann ein Rechtsanspruch auch
nicht aus dem Gleichbehandlungsgebot abgeleitet werden.
2.4 Zusammengefasst fehlt es somit unter den Aspekten des Leistungsrechts an
einem Anspruch des Beschwerdeführers auf Vergütung der Kosten für die Atlaslogie.
Weitere Heilungskosten sind nicht ausgewiesen.
3.
3.1 Bei dieser Ausgangslage kann offen bleiben, ob weitere Leistungen im Rahmen
des Grundfalls geschuldet wären oder ob ein Rückfall zu prüfen ist. Aufgrund der Akten
erachtet das Gericht das Andauern des Grundfalls lediglich als möglich oder
wahrscheinlich und die geltend gemachten Brückensymptome nicht mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
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3.2 Es trifft zu dass der Fallabschluss in Form einer Verfügung zu erfolgen hat; dies
jedoch nur wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur
Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Aus den Akten ist nicht
ersichtlich, dass bezüglich Behandlungsabschluss eine schriftliche Mitteilung im Sinn
von Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) oder eine schriftliche Verfügung ergangen
ist (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer hatte jedoch erst nach knapp vier
Jahren ohne ärztliche Behandlung im März 2007 durch seine Arbeitgeberin wieder mit
der Beschwerdegegnerin Kontakt aufnehmen lassen und weitere
Versicherungsleistungen verlangt (UV-act. K2 f. und K6). Standen zu einem bestimmten
Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, ohne dass der versicherten Person
mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein,
ist nach der Rechtsprechung für die Frage, ob ein Rückfall vorliege, entscheidend, ob
zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine
Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im
Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu
beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine
entscheidende Rolle zu. Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem
Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf
Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten
Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3,
8C_102/2008 vom 26. September 2008 E. 4.1 und 8C_433/2007 vom 26. August 2008
E. 2.3). Aus der ex-ante-Betrachtung von Frühjahr / Frühsommer 2003 durfte die
Beschwerdegegnerin angesichts der beschriebenen Verletzung des
Beschwerdeführers, der unfallnahen Abklärungsergebnisse (UV-act. M2 bis M4) sowie
der Tatsachen, dass der Unfall nie zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hatte und der
Hausarzt eine "Schlussrechnung" einreichte (UV-act. M6), vom Fallabschluss
ausgehen.
3.3 Auf weitere Abklärungen, besonders die Rückweisung an die
Beschwerdegegnerin zur Durchführung weiterer Abklärungen, besonders eines
Gutachtens kann ebenfalls verzichtet werden. Davon ist weder eine nähere Klärung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers in der Zeit, während der er sich nicht
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ärztlich behandeln liess, noch eine ärztliche Dokumentation seines
Gesundheitszustands unmittelbar vor Aufnahme der Atlaslogiebehandlung oder eine
ärztliche Verordnung für diese zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 131
I 153 E. 3 S. 157 und BGE 134 V 231 E. 5.3 S. 234 je mit Hinweisen).
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht