Decision ID: 7aca8a72-f262-582d-be63-fa9d2e6ba222
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführer am 2. Oktober 2005 in der Schweiz erstmals um Asyl ersuchten und dabei im Wesentlichen geltend , wegen der allgemein schwierigen Lebensumstände in ihrem Heimatstaat und wegen Schwierigkeiten mit der Familie des Beschwerdeführers ausgereist zu sein,
dass das BFM mit Verfügung vom 26. Oktober 2005 auf die  der Beschwerdeführer nicht eintrat, deren Wegweisung anordnete und den Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,
dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs,
dass die Beschwerdeführer am 10. April 2008 in der Schweiz ein  Asylgesuch stellten,
dass sie dabei im Rahmen der Erstbefragung vom 15. April 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel und der Anhörung nach Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) vom 28. April 2008 unter anderem angaben, nach Abschluss des  in der Schweiz in die Mongolei zurückgekehrt zu sein und einige Zeit in Nalaikh und danach in Khandgait gelebt zu haben,
dass die dortigen Lebensumstände weiterhin schwierig gewesen seien und die Probleme des Beschwerdeführers als Christ in einer  Familie auch nach ihrer Rückkehr angedauert hätten,
dass der Beschwerdeführer nach der Rückkehr in einer christlichen Kirche religiöse Zeitschriften und Bücher verteilt habe und Angehörige der moslemischen Gemeinde vermutet hätten, er verbreite gegen die islamische Religion gerichtete Informationen, und ihn unter Drohung dazu aufgefordert hätten, wieder den moslemischen Glauben ,
dass der Beschwerdeführer mehrere Male zusammengeschlagen und die Beschwerdeführerin zwei- oder dreimal durch zwei Männer auf der Strasse angegriffen worden sei, wobei die Männer versucht hätten, sie zu vergewaltigen,
dass es sich bei den Tätern vermutlich um Moslems gehandelt habe, da die Beschwerdeführer im Auftrag des Vaters und des Bruders des
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Beschwerdeführers immer wieder von Moslems verbal belästigt  seien,
dass die Beschwerdeführer die Polizei über einzelne Vorkommnisse  hätten, diese indessen abgesehen von der Aufnahme eines Protokolls untätig geblieben sei,
dass sie sich, nachdem sogar ihre Kinder mit dem Tod bedroht worden seien, zur Ausreise entschlossen hätten,
dass das BFM mit - gleichentags eröffneter - Verfügung vom 14. Mai 2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf die  der Beschwerdeführer nicht eintrat, deren Wegweisung anordnete und den Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,
dass die Beschwerdeführer mit auf den 18. Mai 2008 datierter,  der Schweizerischen Post am 19. Mai 2008 aufgegebener  an das Bundesverwaltungsgericht gegen diese Verfügung Beschwerde erhoben und dabei in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter anderem sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass die Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde  sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass das BFM den Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG getroffen hat,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, die gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG getroffen wurden, die  der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage  ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht  ist,
dass bei Begründetheit der Beschwerde, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz  ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission / EMARK 2004 Nr. 24 E. 2.1. S. 240 f.),
dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht  wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein  erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen  in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,
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dass unbestritten ist, dass die Beschwerdeführer das vorangegangene Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben,
dass sich die Prüfung von Verfolgungshinweisen im Sinne dieser  insbesondere von der Glaubhaftigkeitsprüfung im Rahmen einer materiellen Beurteilung unterscheidet und gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nur dann ein Nichteintretensentscheid auszufällen ist, wenn die Unglaubhaftigkeit der Verfolgungshinweise bereits auf den ersten Blick erkennbar ist (vgl. EMARK 2000 Nr. 14),
dass es sich, wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten, bei den Ereignissen, welche die Beschwerdeführer für den Zeitraum nach  des Verfahrens geltend machen, zwar um Vorfälle handelt, die sich erst nach der Rückkehr der Beschwerdeführer in ihre Heimat  haben sollen, deren Ursache indessen unmittelbar auf  zurückzuführen sind, die bereits Gegenstand des ersten Verfahrens waren,
dass die im ersten Asylverfahren geltend gemachten Vorbringen vom BFM in seinem rechtskräftigen Entscheid in Zweifel gezogen und als nicht asylrelevant erachtet wurden, was den Schluss nahelegt, bereits aus diesem Grund ergäben sich aus den aktuellen Vorbringen keine Hinweise auf in der Zwischenzeit eingetretene Ereignisse, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,
dass diese Einschätzung durch die offenkundig unsubstanziierten und realitätsfremden Aussagen der Beschwerdeführer zu ihren aktuellen Vorbringen erhärtet wird,
dass das BFM somit die Vorbringen der Beschwerdeführer, wegen der Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zum christlichen Glauben in- nerhalb einer muslimischen Familie Behelligungen durch -  muslimische - Unbekannte ausgesetzt gewesen zu sein, zutreffend als offensichtlich unglaubhaft erachtet hat und hinsichtlich näherer Begründung zur Vermeidung von Wiederholungen  auf die diesbezüglichen zutreffenden Erwägungen verwiesen  kann,
dass die Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift unter anderem darum ersuchen, die Einwände der Hilfswerkvertreterin zu beachten
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und damit deren Anmerkungen zum Gegenstand ihrer Beschwerde ,
dass die Hilfswerkvertreterin anlässlich der Anhörungen die Vornahme weiterer Abklärungen anregte mit der Begründung, zum Einen 'mache der Beschwerdeführer erlebte Nachteile geltend, weshalb das Fehlen der Flüchtlingseigenschaft nicht offenkundig und auf das Asylgesuch einzutreten sei' (vgl. B15, S. 14), zum Anderen 'sei die Vergesslichkeit der Beschwerdeführerin zwar auffällig, es sei jedoch zu beachten, dass diese erst vor zwei Monaten entbunden und zudem bei der  unter Vollnarkose gestanden habe, weshalb eine diesbezügliche ärztliche Untersuchung angezeigt erscheine' (vgl. B14, S. 12),
dass es hierzu zum Einen festzuhalten gilt, dass zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts eine wie von der Hilfswerkvertreterin angeregte ärztliche Untersuchung nicht notwendig erschien und die Vorinstanz daher zu Recht von der Vornahme einer solchen abgesehen hat, vermag doch auch eine möglicherweise bestehende Vergesslichkeit der Beschwerdeführerin als Folge einer Vollnarkose die offenkundig stereotyp und allgemein ausgefallenen Angaben zu den geltend gemachten Vorbringen ohnehin nicht zu erklären,
dass zum Anderen die Vorinstanz, wie obenstehend ausgeführt, in der angefochtenen Verfügung angesichts der offenkundig fehlenden  der geltend gemachten Vorbringen und des damit -  der Auffassung der Hilfswerkvertreterin - fehlenden Eindrucks von wirklich Erlebtem das Vorliegen von Hinweisen im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zutreffend ausgeschlossen hat und daher zu Recht auf die Asylgesuche nicht eingetreten ist,
dass sich die übrigen Argumente in der Beschwerdeschrift in einer Wiederholung der bereits im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens geltend gemachten Vorbringen und blossen Behauptungen erschöpfen,
dass diese allgemeinen Ausführungen und blossen Behauptungen nicht geeignet sind, die Argumentation der Vorinstanz in Zweifel zu ziehen,
dass sich somit aus den Vorbringen der Beschwerdeführer keine  im obenerwähnten Sinn ergeben und das BFM daher zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist,
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dass die Ablehnung eines Asylgesuches oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und die Beschwerdeführer zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen haben (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht  wurde,
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist (Art. 83 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die  und Ausländer (AuG, SR 142.20) ,
dass aufgrund der individuellen Situation der Beschwerdeführer keine Gründe ersichtlich sind, welche gegen die Zumutbarkeit des  im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG sprechen würden, verfügt die Beschwerdeführerin doch über eine gute Schulbildung und der Beschwerdeführer über berufliche Erfahrung sowie beide über ein bestehendes Beziehungsnetz in ihrer Heimat,
dass es in diesem Zusammenhang festzuhalten gilt, dass die von den Beschwerdeführern im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens , nicht näher substanziierten gesundheitlichen  ihrer Kinder, welche in der Beschwerdeschrift unerwähnt blieben, kein grundsätzliches Vollzugshindernis bilden, kann doch angesichts der Tatsache, dass in der Mongelei ein funktionierendes Gesundheitssystem besteht, davon ausgegangen werden, dass  gesundheitliche Schwierigkeiten auch im Heimatstaat behandelbar wären,
dass es den Beschwerdeführern obliegt, sich - sofern nicht bereits  - bei der zuständigen Vertretung um die Ausstellung von Reisepapiere zu bemühen, so dass der Vollzug der Wegweisung auch möglich im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG ist (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass der Wegweisungsvollzug somit als zulässig, zumutbar und möglich im Sinne von Art. 83 AuG zu erachten ist,
dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle
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oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass die Beschwerde als aussichtslos erschien, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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