Decision ID: fbe13957-efc6-5dc3-ab78-f18435f8506d
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964
, Mu
t
ter eines Sohnes (Jahrgang 2005
)
, war vom
1.
November
1991 bis
3
0.
September
2010 bei
Y._
,
Z._
,
als Betriebsmitarbeiterin
angestellt
, wo
bei der letzte Arbeitstag am 1
3.
April 2010
war (
Urk.
6/14
Ziff.
2.1-3
). Unter Hinweis auf
eine seit Oktober 2010 bestehende Depression meldete sich die Versicherte am 1
2.
April 2011
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an (
Urk.
6
/8
Ziff.
6.2-4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizini
sch
e und erwerbliche Situation ab
und holte beim
A._
in
B._
ein
interdisziplinäres Gutachten ein, das am 1
8.
Okto
ber 201
2
erstattet wurde (
Urk.
6
/25
).
Nach durchgeführt
em
Vorbescheidverfahre
n
(
Urk.
6
/29,
Urk.
6/30,
Urk.
6/33-34,
Urk.
6/36,
Urk.
6
/38
-39
) verneinte die
IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
Mai 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
6
/41
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
0.
Juni 2013 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
7.
Mai 2013 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und gestützt darauf
sei
über den Rentenanspruch neu zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
August 2013 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 17.
Oktober 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversi
cherung;
IVG)
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, gemäss dem
A._
-Gutachten
, auf welches abgestellt werden könne,
hätten keine Befunde erhoben werden können, welche eine schwere Beeinträchtigung der Arbei
tsfä
higkeit rechtfertigten
. Die bisherige Tätigkeit a
ls Betriebsmitarbeiterin sei der Beschwerdeführerin
auch weiterhin zumutbar. Aus medizinischer Sicht sei
sie
maximal zu 20
%
eingeschränkt, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
bereits während ihrer Kindheit habe sich ein ungewöhnliches und auffälliges Verhalten manifestiert. So habe sie wegen nervösen und aggressiven Verhaltens die Schule abbrechen müssen. Im Jahr 1991 habe sie eine Anstellung bei der
Y._
erhalten
. Auch wegen diversen Krankheitsabsenzen habe ihr die Arbeitgeberin die Anstellung per Ende September 2010 gekündigt (S. 2
Mitte
).
A
uf das
A._
-Gutachte
n könne nicht abgestellt werden
, da es sich in verschiedener
Hinsicht als mangelhaft erweise
. Im Übrigen sei der Gutach
tensauftrag direkt erteilt worden, ohne
dass
die höchstrichterlichen Vorgaben gemäss der Rechtsprechung beachtet
worden seien
(
S. 3
oben, S. 4
)
.
Es sei unverständlich, wie die
A._
-
Gutachter das Vorliegen einer Depression und einer aktuellen Panikstörung mit Auswirkun
g auf die Arbeitsfähigkeit hätten
verneinen können
und es sei unklar geblieben, in welchem Umfang die diag
nostizierte
Somatisierungsstörung
sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
(S.
3
Mitte). Vielmehr sei daher auf die Einschätzung des behandelnd
en Psychiaters abzustellen (S. 3
unten).
3.
3.1
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und für Psychotherapie
,
stellte in seinem Bericht vom
4.
Juli 2011
(
Urk.
6/15/5-6
=
Urk.
6/33/5-6)
fol
gende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
protrahierte schwere Depression, ICD-10 F33.2
Panikstörung, ICD-10 F41.0
abhängige Persönlichkeitsstörung, ICD-10 F60.7
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem
7.
Juni 2010 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle habe am
9.
Juni 2011 stattgefunden
(
Ziff.
1.2)
. Sie habe
lebenslang an einer Depressivität
gelitten und
sich min
des
tens vor acht Jahren erstmals wegen Depressionen zu einer Psychiaterin in Behandlung begeben.
Dr.
C._
führte
weiter
aus, die Beschwerdeführerin wirke äusserst nervös, ängst
lich und agitiert. Sie sei sehr schüchtern und wirke psychisch sehr wenig belastbar. Sie weine immer wieder, wirke verzweifelt, hoffnungslos und nieder
geschlagen. Das Denke
n
se
i sehr einfach und die Prognose
ungewiss
(Ziff.
1.4). Die psychiatrische Behandlung bei ihm habe mit anfangs wöchentlichen Kon
sultationen begonnen. Zurzeit fänden zwei bis dreiwöchentliche Konsultationen statt (
Ziff.
1.5). Ab dem
7.
Juni 2010 sei von einer generellen Arbeitsunfähigkeit von 100
%
auszugehen.
Diese sei begründet durch die depressive Agitation, die völlig fehlende psychische Belastbarkeit und die Konzentrationsstörungen.
Berufliche Massnahmen seien aufgrund des schwerwiegenden psychopatholo
gischen Zustandes zurzeit noch nicht mög
lich (
Ziff.
1.6).
3.2
Dr.
C._
führte in seinem Bericht
vom 2
5.
März 2012 (
Urk.
6/33/7)
aus, bei der Beschwerdeführerin sei die Prognose von Anfang an schlecht gewesen. Gleich mehrere typische
pathogenetische
Faktoren seien für die Entwicklung einer
Depression vorhanden gewesen: lebenslange
Dysthymie
, mehrfache psychische Traumata seit der Kindheit und die
Komorbidität
von Depression und
Angst
störung
(
Ziff.
1). Der psychische Zustand der Beschwerdeführerin sei von einer solchen Agitation, psychovegetativen Stresssympt
omatik und fehlender psychischer
Belastbarkeit gekennzeichnet, dass die Wiedererlangung der Arbeits
fä
higkeit undenkbar sei.
An dieser Stelle sei anzufügen, dass die Beschwerde
füh
rerin auch ihren Arbeitsplatz wegen der jahrelangen psychischen Störung ver
loren habe (
Ziff.
3).
3.3
Die Gutachter des
A._
erstatteten am 1
8.
Oktober 2012 das von der
Beschwer
de
gegnerin
veranlasste int
erdisziplinäre Gutachten (
Urk.
6
/25). Sie stellten zu
sammen
fassend folgende Diagnosen mit Auswirkung au
f die Arbeitsfähigkeit (S.
24
Ziff.
7):
Persönlichkeitsstörung mit
vorherrschend abhängigen Zügen, daneben infantil-
histrionische
Per
sönlichkeitszüge
undifferenzierte
Somatisierungsstörung
mit
vorherrschend Beschwerden des
muskuloskelettalen
Apparates
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie einen
gastroösophagealen
Reflux mit Status nach
Helicobacter-Eradikation
2012, einen Verdacht auf ein linksbetontes Karpaltunnelsyndrom, einen Status nach schwerer depressiver Episode, anamnestisch eine Panikstörung und einen Status nach
Nikotinabusus
(S. 25
Ziff.
8).
Die Gutachter führten aus, für die Beschwerdeführerin stünden Traurigkeit, Unzu
friedenheit, Vergesslichkeit sowie Schmerzen insbesondere im Bereich des
Nackens im Vordergrund.
Objektivierbar seien aus somatischer Sicht lediglich diskrete Befunde,
welche die Verdachtsdiagnose eines Karpaltunnelsyndrom
s
links nahe legen würden.
Nuchal
fänden sich weder wesentliche Muskelver
spannungen noch andere Hinweise für das Vorliegen einer relevanten somati
schen Pathologie, insbesondere keine neurologischen Befunde im Sinne
radiku
lärer
Reiz- und Ausfallsymptome.
Auch im internistischen Bereich seien keine pathologischen Befund
e
erhoben worden, welche die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin herabsetzte
n
(S. 25
Ziff.
9 Mitte).
Im
psychiatrischen Bereich
habe die Diagnose einer abhängig,
infantil-histrioni
schen
Persönlichkeitsstörung gestellt werden müssen, welche die multiplen Kla
gen und Beschwerden im Sinne eines psychoneurotischen Geschehens erklären liesse. Insbesondere sei auch die
Diagnose einer
Somatisierungsstörung
mit vor
herrschend Angaben von Schmerzen
diagnostiziert worden.
Die früher erhobenen Befunde im Sinne einer schweren protrahierten Depres
sion oder auch der früheren Panikstörung hätten sich heute nicht objektivieren lassen. Insbesondere
seien
phobische Störungen oder Panikstörungen
von der Beschwerdeführerin beschreiben worden.
Diese hätten aber ihres Erachtens keine die Arbeitsfähigkeit der Beschwe
rdeführerin andauernd herabsetz
ende Wirkung (S. 25
Ziff.
9 unten).
Die Beschwerdeführerin sei aufgrund ihrer Angaben erheblicher kognitiver Stö
rungen nicht nur klinisch sondern auch neuropsychologisch abgeklärt worden. Auch hier hätten sich keine Hinweise auf das Vorliegen wesentlicher kognitiver Defizite ergeben. Vielmehr fänden sich Hinweise für das Vorliegen einer neuro
tischen Genese (
histrionisches
Verhalten) der beklagen Beschwerden, ebenso Hinweise, welche eine Verdeutlichung, wenn nicht sogar ein
e Aggravation nahe legen würden
(S. 26
Ziff.
9).
Die Gutachter führten aus, in der bisherigen Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in einem grösseren Konzern, einer körperlich leichten bis höchstens mittel
schweren Tätigkeit entsprechend, bestehe heute eine Verminderung des Rende
ments aufgrund der durch das psychoneurotische Leiden (
Persönlichkeitsstö
rung
) bedingten vermehrten Absenzen und aufgrund des
vermehrten
Schmerz
erlebens
.
Diese Beeinträchtigung sei auf maximal 20
%
zu schätzen
und
gelte seit Abklingen der schwer protrahiert
verlaufenden
Depression, welche die Beschwerdeführerin nach
der Kündigung bei der
Y._
erlitt
en habe
, das heis
se mindestens seit Sommer 2011
(S. 26
Ziff.
10).
Die oben erwähnten Beeinträchtigungen des Rendements der Beschwerdeführe
rin hätten auch für eine adaptierte Tätigkeit Geltung (S. 26
Ziff.
11).
Indiziert sei die Fortführung der bereits etablierten psychotherapeutischen Behandlung, doch sei keine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, da motivationale Faktoren zur Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit bei der Beschwerdeführerin fehlten (S. 27
Ziff.
12). Die Prognose betreffend die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit sei aus nichtmedizinischen Gründen schlecht (S. 27
Ziff.
13).
Die vom behandelnden Psychiater
Dr.
C._
beschriebene schwere depressive Agitation
müsse heute nicht mehr konstatiert werden, vielmehr habe bei der Beschwerdeführerin ein
histrionisch
imponierendes agierendes Verhalten impo
niert.
Die von ihr auch anlässlich der Untersuchung monierten Konzentrations
störungen
liessen
sich neuropsych
ologisch nicht bestätigen
. Vielmehr sei der Eindruck einer wesentlichen Symptomverdeutlichung im Rahmen des
psycho
neurotischen
Leidens, wenn nicht einer Aggravation, entstanden.
Die Gutachter führten
ferner
aus, obwohl das psychiatrische Leiden durchaus eindrücklich imponiere, seien sie der Ansicht, dass aufgrund des gezeigten Ver
haltens, der sthenischen Komponente d
er Versicherten, eine
Überwindbarkeit des psychiatrischen Leidens bestehe, sodass der Beschwerdeführerin die von ihnen attestierte Arbeitsfähigkeit zumutbar sei (S. 27
Ziff.
14).
Die abhängigen Persönlichkeitszüge der Beschwerdeführerin bestünden seit Jahren
,
hätten sie aber an der Ausübung einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit bis zur Kündigung durch die Firma
Y._
im Jahr 2010 nicht gehindert. Die
histrionischen
Persönlichkeitszüge der Beschwerdeführerin führten zu einer verminderten psychischen Belastbarkeit
und insbesondere in anspruchsvollen Tätigkeiten könne die Beschwerdeführerin kaum eingesetzt werden. Dies sei bis
her ebenfalls nicht der Fall gewesen, da die Beschwerdeführerin eine ihrer Bil
dung entsp
rechende einfache, körperliche l
eichte bis höchstens mittelschwere Tätigkeit ausgeübt habe. Eine solche sei ihr, wie erwähnt
,
auch heute zu 80
%
zumutbar (S. 28
Ziff.
15.1-2).
3.4
Dr.
C._
führte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Januar 2013 (
Urk.
6/33/1-4) aus,
d
er Krankheitsverlauf sei bis heute stationär geblieben.
Der heutige psychi
atrische Befund und die psychiatrischen Diagnosen seien deshalb dieselben wie in den früheren Berichten (
Ziff.
2-3).
Daraus ergebe sich auch, dass die Arbeits
unfähigkeit aus psychischen Gründen seines Erachtens heute
generell 100
%
betrag
e
. Die psychischen Beschwerden de
r Beschwerdeführerin hätten ihre
psy
chische Belastbarkeit für jede Tätigkeit auf ein ungenügendes Mass herabge
setzt. Prognostisch könne auf längere Frist mit keiner wesentlichen Besserung
gerechnet werden (
Ziff.
4-5). Zum psychiatrischen Teilgutachten des
A._
vom 1
8.
Oktober 2010 führte
Dr.
C._
aus, im ganzen Gutachten werde in den Akten, in der Anamneseerhebung und in den eigenen Untersuchungen eine schwere
psychopathologische Symptomatik herausgehoben. Sie ziehe sich durch das ganze Leben der Beschwerdeführerin
. Sie werde
diagnostisch dennoch nicht ernst genommen, sondern als
histrionisch
und als Aggravation beiseitegescho
ben.
Für diese Einschätzung fehlten aber die Begründung und die genaue Bele
gung durch eigene Beobachtungen. Vielmehr werde ja gerade auch eine infan
til-
histrionische
Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert diagnostiziert, dem
nach auch gemäss den Gutachtern nicht ein absichtlich theatralisches, sondern ein krankhaftes Verhalten (S. 2
oben
Ziff.
6).
Dr.
C._
führte aus, es bleibe unverständlich, warum unter den psychiatrischen Diagnosen nur „anamnestische Panikstörung“ und „Status nach schwerer depressiver Episode
“
aufgeführt und die aktuellen Panik- respektive depressiven Störungen ausser Acht gelassen würden (S. 3 oben).
Die Diagnose der
Somatisierungsstörung
(
ICD-10 F 45.1) sei im Gutachten nicht erläutert, obwohl sie Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe
rin habe. Sie werde in den Zusammenhang mit der infantil-
histrionischen
Per
sönlichkeitsstörung
gestellt.
Dr.
C._
führte
weiter
aus, seinem Dafürhalten nach wäre eine solche
Somatisie
rungsstörung
im Zusammenhang mit der Kultur und mit der Bildung der Beschwerdeführerin zu sehen. Wie es in der Bevölkerung in östlichen Gegenden üblich sei, würden eigene Beschwerden auf einer oberflächlichen phänomenologischen Ebene gesehen un
d auch körperlich dargestellt. D
iese Art der
Somatisierung
habe nichts mit Aggravation in dem Sinne zu tun. Darüber hinaus verfüge die Beschwerdeführerin über eine geringe Schulbildung und ungenügende sprachliche Ausdrucksfähigkeiten und stelle demgemäss ihr Lei
den auch nonverbal gestikulierend dar (S. 3 Mitte).
Dr.
C._
machte geltend, seines Erachtens sei im Gutachten des
A._
die Beschwerdeführerin bezüglich ihrer psychischen Störungen in den letzten Jahren der Anstellung bei der
Y._
und von Mitte 2010 bis heute zu wenig genau respektive kaum exploriert worden. Eigentlich müsste der Verlauf der Depression und der Panikstörung lückenlos nachgezeichnet werden, bevor man eine psychiatrische Aussage über d
en heutigen Zustand machen könn
e. So seien Angst- und depressive Störungen im Rahmen einer psychiatrischen Untersuchung nicht immer manifest sichtbar, sondern
hingen
teilweise von den ä
usseren
, zum Beispiel von den familiären Umständen oder der
Untersuchungs
sit
uation
und eben davon ab, ob momentan eine stressvolle Erwerbstätigkeit ausgeübt werde oder nicht (S. 3 unten).
3.5
Der psychiatrische Teilgutachter des
A._
hielt
in seiner Stellungnahme vom
6.
März 2013 (
Urk.
6/36)
fest
,
der Beschwerdeführerin s
ei nirgends unterstellt worden,
dass ein theatralisches nicht auch ein krankhaftes Verhalten sein könnte, wie es regelhaft bei hysterischen Störungen angetroffen werden könne
(S. 2 oben)
.
Dr.
C._
habe beschrie
ben, dass die Beschwerdeführerin im
Psy
chostatus
äusserst nervös, ängstlich und agitiert und psychisch wenig belastbar sei. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit habe
Dr.
C._
durch die depressive Agita
tion, die völlig fehlende Belastbarkeit und die Konzentrationsstörungen begrün
det.
Diese
damals beschriebene psychopathologische Symptomatik habe aber in dem von
Dr.
C._
beschriebenen Ausmass anlässlich der Begutachtung nicht objektiviert werden können, übrigens auch nicht anlässlich der allgemein-inter
nistischen Untersuchung.
Tatsächlich habe die Beschwerdeführerin verschiedene Beschwerden angegeben, es hätten sich dann aber im Rahmen des Psychostatus doch verschiedene Dis
krepanzen ergeben. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Klagen über die kognitiven Störungen und ihre
s
Verhalten
s
neuropsychologisch abgeklärt wor
den, wo
rauf
doch eine deutliche Aggravationstendenz habe konstatiert werden müssen. Die Beschwerdeführerin habe weiter kindlich abhängig und beein
druckbar gewirkt, habe aber auch eine emotionale
Instabilität
gezeigt. Eine durchgehend schwere Depressivität habe sich neben dem
histrionisch
wirkenden Verhalten aber nicht gezeigt (S. 2 unten). Die
Diagnose der schweren depressi
ven Episode
habe deshalb nicht
gestellt werden können, die Kriterien nach ICD
10 seien anlässlich der Untersuchung nicht erfüllt gewesen (S. 2 f. unten).
Der psychiatrische Teilgutachter führte
weiter
aus, er sei mit
Dr.
C._
dahinge
hend einig, dass bei der Beschwerdeführerin eine Persönlichkeitsstörung bestehe
. Diese Diagnose begründe aber per se keine Arbeitsunfähigkeit und sei abhängig vom
syndromalen
Ausdruck der Persönlichkeitsstörung. Wie bereits im
Gutachten ausgeführt
,
habe die Beschwerdeführerin aber mit eben dieser Persönlichkeitsstörung, welche sich in der diagnostischen Wertung gegenüber dem Bericht von
Dr.
C._
auch nicht verschoben habe, jahrelang gearbeitet
. Zu einer Dekompensation sei es im Rahmen psychosozialer Belastungen bei invalidenversicherungsfremden Problemen einerseits und reaktiv im Rahmen der Kündigung der langjährigen Arbeitsstelle gekommen. Daraufhin habe die Beschwerdeführerin offensichtlich eine schwere depressive Episode durchge
macht, welche dann von
Dr.
C._
diagnostiziert worden sei (S. 3 oben).
Darüber hinaus
sei er im Wesentliche
n mit
Dr.
C._
einig,
wohl auch als Aus
druck des kulturellen Hintergrundes der Beschwerdeführerin zeigten sich Symp
tome im Sinne einer
Somatisierungsstörung
mit vorherrschend Beschwer
den des
muskuloskelettalen
Apparates (S. 3 Mitte).
Was die von
Dr.
C._
und
im Gutachten
erwähnte
Progredienz des psychi
schen Leidens
betreffe
, so müsse gesagt werden, dass sich diese Progredienz im Wesentlichen auf die Dekompensation im Sinne der diagnostizierten schweren depressiven Episode bezogen habe.
Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei im Rahmen der
Konsenskonfe
renz
einstimmig in dem Sinne beurteil
t
worden, dass die frühere depressive Dekompensation
zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht mehr vorhanden gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe nach wie vor eine verminderte Belastbarkeit gezeigt und auch eine
Somatisierungstendenz
, was in einer Ver
minderung der Arbeitsfähigkeit um 20
%
gewürdigt worden sei (S. 3 unten).
Da die Beschwerdeführerin durchaus auch sthenische Züge habe
,
sei ihr deswe
gen eine teilweise Überwindbarkeit des aktuellen psychischen Leidens als zumutbar attestiert worden.
Auf die Gefahr einer wesentlichen
Chronifizierung
sei hingewiesen worden. Sollte es zwischenzeitlich zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gekommen sein, so müsste diese
r
neu beurteil
t
werden (S. 4).
3.6
In seiner Stellungnahme vom 2
6.
März 2013 (
Urk.
6/39) führte
Dr.
C._
aus,
es sei nach seinem Dafürhalten nicht richtig, dass eine deutliche
Aggravationsten
denz
vorliege. Die Beschwerdeführerin sei, wie es auch im Gutachten des
A._
stehe, eine in einem pathologischen Grad abhängige, infantile, ängstliche Per
sönlichkeit mit Neigung zu Panik. Die Beschwerdeführerin habe
ihm nach der Beurteilung am
A._
erzählt, dass sie den einen Untersucher als wütend und barsch empfunden habe. Der andere Untersucher habe ihr nicht zug
ehört und ihr geradezu vorgeworf
en, dass sie ja 26 Jahre lang habe arbeiten können. Dadurch sei sie in panikartige Ängste geraten und sei geistig verwirrt und blo
ckiert worden. Sie habe im Einzelnen beschrieben, wie sie daraufhin bei der neuropsychologischen Testuntersuchung bei einigen an sich einfachen Aufga
ben versagt habe. Das Verhalten der Beschwerdeführerin damals deute deshalb nicht auf eine Aggravationstendenz hin, sondern auf nervöse Störungen ähnlich wie bei einer pathologischen Prüfungsangst
(S. 1 f.)
. Er habe schon einmal dar
gelegt, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine kulturelle
Soma
ti
sierungstendenz
handle, die nichts mit Aggravation zu tun habe.
Dr.
C._
führte
weiter
aus, zur Diagnose der depressiven Störung wolle er n
och
mals festhalten, dass es
bei der Beschwerdeführerin nicht um schwere depressive Episoden und d
epressive Dekompensationen gehe. Die Beschwerde
führerin leide seit ihrer Kindheit an einer kontinuierlichen pathologischen Depressivität, die im Laufe des Lebens geschwankt und insgesamt laufend zuge
nommen habe. Es gehe um eine chronische Depression
.
Wegen der Depression habe sie ja schon während der Anstellung bei Siemens in psychiatrischer Behandlung gestanden. Die depressiv bedingte psychovegetative Sympt
omatik habe schon damals zu Abs
enzen vom Arbeitsplatz geführt und es sei anzu
nehmen, dass auch die Kündigung deswegen ausgesprochen worden sei. Die psychosoziale Belastungssitu
ation sei in diesem Zusammenhang
nicht
invali
denversicherungsfremd
, sondern habe den lebenslang laufenden
Krankheitspro
zess
der depressiven Entwicklung weiter verschlimmert.
Abschliessend führte
Dr.
C._
aus, dass die Beschwerdeführerin während der drei Jahre der Behandlung bei ihm bis heute aus depressiven Gründen an chro
nischen Schlafstörungen leide, sich tagsüber vorwiegend im Bett aufhalte, apa
thisch sei, ständig über körperliche Beschwerden und Unruhe klage und stets innerlich agitiert sei und an viel
en Ängsten leide (S. 2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass ihrer Verfügung (
Urk.
2) auf
die Einschätzung der Gutachter
des
A._
(vorstehend E. 3.3 und E. 3.5)
ab, wonach
in der
bisherige
n
und jede
r
angepasste
n
Tä
tig
k
eit eine Einschränkung in der Ar
beitsfähigkeit von
maximal
20
%
bestehe. Dagegen machte die Beschwerdeführerin geltend, auf das
A._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden und es sei der Einschätzung ihres behandelnden Psychiaters
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4, E. 3.6)
zu folgen, wonach generell keine Arbeitsfä
higkeit mehr bestehe
(vorstehend E. 2.2)
.
4.2
In formeller Hinsicht
bemängelte die Beschwerdeführerin, die Vergabe des
Gut
achtensauftrages
am 1
1.
August 2011 (
Urk.
6/18)
zur polydisziplinären Begut
achtung hätte nach dem Zufallsprinzip gemäss
Art.
72
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
erfolgen sollen.
Zu beachten ist jedoch, dass der in Folge
der vom Bundesgericht in BGE 137 V 210 aufgestellten Forderungen
vom
Bundesrat
verabschiedete neue
Artikel 72
bis
IVV
erst ab
1.
März 2012
in Kraft
getreten ist, weshalb die Vergabe des vor
liegenden Gutachtensauftrages noch nicht nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen hatte.
4.3
In materieller Hinsicht
unters
chied sich die Einschätzung des behandelnden Psy
chiaters
Dr.
C._
un
d
von derjenigen
der
A._
-Gutachter
im Wesentlichen
dadurch
, dass Letztere
das
aktuelle
Vorliegen einer schweren Depression ver
neinte
n, eine psychische Belastbarkeit für wenig anspruchsvolle Tätigkeiten als gegeben erachteten
und auch eine gewisse Aggravation der Beschwerden
mit
berücksichtigten
.
Insbesondere konnten die
A._
-Gutachter
die von der Beschwerdeführerin angege
ben
en
Konzentrationsstörungen
nach erfolgter neuropsychologischer Abklärung nicht bestätigen.
Die
A._
-
Gutachter begründeten detailliert und plausibel, weshalb sie trotz un
be
stritte
ne
rmassen
vorliegender psychopathologischer Symptomatik zu einer anderen Einschätzung der Situation gelangten als der behandelnde Psychiater
Dr.
C._
.
Die
A._
-Gutachter nahmen
ihrerseits
die erforderlichen allseitigen Unter
suchun
gen vor und berücksichtigen die von der Beschwerdeführerin
g
eklagten Beschwerden und setzten sich auch mit ihrem Verhalten
anlässlich der Unter
suchung
auseinander. Das von ihnen erstellte Gutachten ist für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend, wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben,
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Experten sind begründet.
Es erfüllt daher die
praxisge
mäs
sen
Kriterien (vorstehend E. 1.4
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheid
findung
darauf abgestellt werden kann.
Dass die
A._
-Gutachter die psychopathologische
Symptomatik anders gewür
digt haben
als der behandelnde Psychiater
Dr.
C._
,
bedeutet nicht, dass sie diese nicht ernstgenommen hätten.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach die
A._
-Gutachter sich nicht dazu geäussert hätten, inwiefern sich die
Somatisierungsstörung
auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
(vorstehend E. 2.2)
, hielten
die Gutachter aus
drücklich fest, dass die Verminderung des Rendements von maximal 20
%
eine Folge
des durch die Persönlichkeitsstörung bedingten vermehrten
Schmerzerle
bens
sei
.
Auch betreffend die
histrionischen
Persönlichkeitszüge führten die Gutachter aus, dass diese zu einer verminderten psychischen Belastbarkeit führten, wes
halb die Beschwerdeführerin in anspruchsvollen Tätigkeiten nicht eingesetzt werden könne.
Dies im Gegensatz zu
Dr.
C._
, welcher in seiner Stellung
nahme vom Januar 2013 (vorstehend E. 3.4) aufgrund der verminderten psy
chischen Belastbarkeit in sämtlichen Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit mehr als gegeben betrachtete.
Dass gemäss
den Ausführungen von
Dr.
C._
im März 2013 (vorstehend E.
3.6)
die von den
A._
-Gutachter
n
insbesondere anlässlich der neuropsycho
logischen Untersuchung festgestellte
Aggravationstendenz
darauf zurückzu
führen sei, dass die Beschwerdeführerin durch den barschen Umgangston der Gutachter in panikartige Ängste geraten und geistig verwirrt und blockiert gewesen sei, mithin in eine Prüfungsangst geraten sei, weshalb sie auch bei einfachen Aufgaben versagt habe, erscheint wenig plausibel.
Die von der Beschwerdeführerin beschriebenen phobischen Störungen respek
tive Panikstörungen wurden gemäss den Gutachtern des
A._
als ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
qualifiziert
. Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung in Panik geriet, als sie
dachte
,
es werde ein CT
durchgeführt (vgl.
Urk.
1 S. 3 Mitte, Urk.
6/25 S. 20
Ziff.
4.3.3
) ändert daran nichts.
Weiter machten die Beschwerdeführerin und auch ihr behandelnd
er
Psychiater
Dr.
C._
geltend
, dass ihr aufgrund ihrer Krankheit durch die Arbeitgeberin gekündigt
worden sei
.
Wie die
A._
-Gutachter zu Recht
festhielten
(vorstehend E. 3.3, E. 3.5)
, ist die Beschwerdeführerin während Jahrzehnten mit ihrer
Per
sönlichkeitsproblematik
einer Arbeit nachgegangen.
Der d
em
Arbeitgeberbericht
der
Y._
angefügten
Absenzenliste
ist zu entnehmen,
dass die Beschwerdeführerin
im Jahr
vor erfolgter Kündigung durch die Arbeitgeberin
am 1
6.
September 2009 (
Urk.
6/
14
Ziff.
2.2) lediglich
während
drei Tage
n
vom 1
5.
bis 17
.
Ok
t
ober 2008,
während
vier Tage
n
vom 3
1.
März bis
3.
April 2009 und
während
1.37 Stunden am 2
6.
August 2009 krankheit
sbedingt fehlte.
Erst ab
Datum der Kündigung kam es zu massiven Fehlzeiten (vgl.
Urk.
6/14/15).
Die Arbeitgeberin führte
zudem
aus, die Kündigung
sei
infolge
eine
r
Restruktu
rierungsmassnahme
erfolgt
. Die Kündigungsfrist hätte sich gemäss Sozialplan um drei Monate und dann in Folge Krankheit der Beschwerdeführerin um 6
Monate verlängert (
Urk.
6/14
Ziff.
2.2
, vgl. auch
Urk.
6/14/20
).
Auch gab die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug selbst an, die Depression bestehe erst seit Oktober 2010 (vgl.
Urk.
6/8
Ziff.
6.2-3).
Diese Umstände sprechen
demnach
dagegen, dass die Kündigung aufgrund der krankheitsbedingten Fehlzeiten
respektive der Persönlichkeitsproblematik
erfolgt ist
,
und stützen
vielmehr
die Einschätzung der Gutachter des
A._
, das
s es
nach
der Kündigung
zur schweren
Depression gekommen war, welche
sich
jedoch anlässlich der Begutachtung am
A._
nicht mehr
bestätig
en liess
.
4.4
Aufgrund
des Gesagten kann somit auf das
A._
-Gutachten abgestellt werden und der medizinische Sachverhalt ist dahingehend
erstellt, dass
die Beschwer
deführerin in ihrer angestammten Tätigkeit wie auch in jeder angepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig ist.
Da
sie
als 100
%
Erwerbstätige zu
qualifizieren ist und sich ihre
Beschwerden auf die angestammte und jede angepasste Tätigkeit in gleichem Masse aus
wir
ken, ergibt sich der Invaliditätsgrad aus der Einschränkung des noch möglichen Arbeitspensums und ist damit auf
20
%
festzusetzen, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.
Demnach erweist sich die angefochtene Verfügung vom 1
7.
Mai 2013 (
Urk.
2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang de
s Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in aufzuerlegen.