Decision ID: b5bf645f-053d-5d84-8e5f-1de985ab5005
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Die im Jahr 1999 gegründete M Immobilien AG mit Sitz in W im Kanton Zürich
bezweckte unter anderem den Erwerb, die Verwaltung, Vermietung und Verpachtung
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sowie den Verkauf im Immobilienbereich. Am 20. Dezember 2006 verlegte sie den Sitz
nach R im Kanton St. Gallen und erwarb am 22. Dezember 2006 von ihrem Aktionär
und einzigen Mitglied des Verwaltungsrates M M das Grundstück Nr. 001, Z-Strasse, in
R, zum Preis von Fr. 760'000.--. Per 21. September 2007 verkaufte sie das Grundstück
für Fr. 1'280'000.-- weiter. Im März 2009 wurde die M Immobilien AG nach einer
erneuten Verlegung des Sitzes nach K im Handelsregister des Kantons Zürich unter der
neuen Firma X AG eingetragen und im Handelsregister des Kantons St. Gallen
gelöscht.
B.- Da die M Immobilien AG bzw. die X AG als deren Rechtsnachfolgerin für 2007 trotz
Mahnungen und Bussen keine Steuererklärung einreichten, legte das kantonale
Steueramt in einem Veranlagungsvorschlag am 24. Juni 2009 die Steuerfaktoren
ermessensweise fest. M M wandte sich am 20. Juli 2009 gegen diesen
Veranlagungsvorschlag, reichte jedoch innert der bis 31. August 2009 angesetzten Frist
weder den Rechnungsabschluss per 31. Dezember 2007 noch eine Deklaration ein.
Deshalb wurde die X AG als Rechtsnachfolgerin der M Immobilien AG am
7. September 2009 entsprechend dem Vorschlag vom 24. Juni 2009 für 2007 mit
einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 410'200.-- und einem steuerbaren Eigenkapital
von Fr. 534'000.-- veranlagt.
C.- Gegen diese Veranlagung erhob M M am 21. September 2009 für die – nicht mehr
existierende – M Immobilien AG unter Beilage des gleichentags erstellten
Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007, der einen Gewinn von Fr. 326'110.15
auswies, Einsprache. Die Veranlagungsbehörde forderte mehrfach detaillierte Angaben
insbesondere zu den verbuchten Aufwendungen für den Liegenschaftsunterhalt und
die Rechtsberatung sowie für Marketing und Verkauf ein. Sie erachtete die
geschäftsmässige Begründetheit von Aufwendungen von insgesamt Fr. 205'997.-- als
nicht nachgewiesen und rechnete sie – nach Berücksichtigung einer Steuerrückstellung
von Fr. 39'500.-- – zum ausgewiesenen Gewinn von Fr. 326'110.15 auf. Das kantonale
Steueramt wies die Einsprache am 12. Juli 2010 ab und setzte den steuerbaren
Reingewinn auf Fr. 492'600.-- und das steuerbare Eigenkapital auf Fr. 411'000.-- fest.
D.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 12. Juli 2010 erhob die X AG durch ihre
Vertreterin mit Eingabe vom 14. August 2010 (Postaufgabe: 16. August 2010) Rekurs
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bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, auf die Aufrechnung und auf die
Erhebung des Verzugszinses sei zu verzichten.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 30. September 2010 die
Abweisung des Rekurses. Die Rekurrentin hielt mit Stellungnahme vom 14. Oktober
2010 unter Einreichung zusätzlicher Beweismittel an ihren Anträgen fest. Die Vorinstanz
verzichtete am 9. November 2010 auf eine weitere Vernehmlassung und hielt ebenfalls
an ihrem Antrag fest.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die
Beschwerdeführerin ist die Rechtsnachfolgerin der im Jahr 2007 steuerpflichtigen M
Immobilien AG und tritt in deren Steuerrechtsverhältnis ein. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist deshalb gegeben. Der Rekurs vom 14. August 2010 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 78 und Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS
811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS
951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist grundsätzlich einzutreten. Hingegen kann
auf den Antrag, auf die Erhebung des Verzugszinses sei zu verzichten, mangels
Anfechtungsobjekts nicht eingetreten werden, denn gemäss Art. 211 Abs. 3 StG wird
die Schlussrechnung, mit der auch ein allfälliger Verzugszins erhoben wird (vgl. Art. 214
Abs. 2 StG), mit der Rekurserhebung aufgehoben.
2.- Im Rekurs ist umstritten, inwieweit die geschäftsmässige Begründetheit einzelner in
der Erfolgsrechnung der Rekurrentin im Geschäftsjahr 2007 verbuchter Aufwendungen
nachgewiesen ist.
a) Gemäss Art. 82 Abs. 1 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn aus dem Saldo der
Erfolgsrechnung (lit. a) und allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung
ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von
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geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden (lit. b), sowie den der
Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen (lit. c) und den Zinsen auf
verdecktem Eigenkapital (lit. d) zusammen. Die Bestimmung entspricht den Vorgaben
von Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkten Steuern der Kantone und
Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) und deckt sich inhaltlich mit Art. 58 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.12, abgekürzt: DBG).
Geldwerte Leistungen bzw. geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer
Kapitalgesellschaft an ihren Gesellschafter stellen Gewinnausschüttungen dar, wenn
sie nicht als Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende
Gegenleistung des Gesellschafters erfolgen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 88 zu Art. 58 DBG). Bei verdeckten
Gewinnausschüttungen handelt es sich um geldwerte Leistungen und Vorteile, die
ohne entsprechende Gegenleistung an Personen gewährt werden, die unmittelbar oder
mittelbar mit der juristischen Person beteiligungsrechtliche Beziehungen haben.
Verdeckt sind solche Leistungen insofern, als sie buchmässig nicht offen ausgewiesen
werden, sondern unter einem Aufwandtitel der Erfolgsrechnung belastet werden. Den
Beteiligten oder einer diesen nahestehenden Person werden Leistungen erbracht,
welche im normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht gewährt
würden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 95 zu Art. 58 DBG). Massgebend
ist das "arm's length"-Prinzip. Zu prüfen ist demnach, wie gegenüber einem
unbeteiligten Dritten gehandelt worden wäre. Dabei kommt es darauf an, was die für
das Unternehmen handelnden Organe in guten Treuen als betrieblich begründet
angesehen haben. Allein Ungeschicklichkeit der Unternehmensleitung führt nicht zur
Besteuerung der Leistung. Ein gewichtiges Indiz für eine verdeckte
Gewinnausschüttung liegt vor, wenn zwischen der Aktiengesellschaft und dem Aktionär
unübliche Rechtsgeschäfte vollzogen werden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 98 zu Art. 58 DBG).
Für die Beweislastverteilung ist im Zusammenhang mit verdeckten
Gewinnausschüttungen zu differenzieren: Ist streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft
überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten gegenüberstehe, trägt die Gesellschaft
die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung (Beweis der
geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung). Ist bei Vorhandensein einer
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Gegenleistung des Beteiligten an die Gesellschaft umstritten, ob zwischen den
gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und ob deshalb
auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen werden dürfe, so ist die
Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweisbelastet (natürliche
Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung; vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58 DBG).
b) Im Einzelnen ist zwischen den Verfahrensbeteiligten umstritten, ob die geschäfts
mässige Begründetheit verbuchter Aufwendungen von Fr. 18'349.-- für Rechts- und
Unternehmensberatung zugunsten der M Projekte AG, W/ZH (vgl. dazu nachfolgend
E. 2b/aa), von Fr. 22'000.-- für Verkaufsmanagement zugunsten der W AG, W/ZH (vgl.
dazu nachfolgend E. 2b/bb), von Fr. 33'000.--, Fr. 11'800.-- und Fr. 32'848.-- für
Marketing und Verkauf sowie Liegenschaftenunterhalt zugunsten der G
Generalbauunternehmung GmbH, Berlin (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/cc), Fr. 80'000.--
für diverse Erweiterungsbauten und bauliche Verbesserungen zugunsten der B GmbH,
M (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/dd) und Fr. 8'000.-- für Liegenschaftsunterhalt
zugunsten der J AG, M (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/ee), nachgewiesen ist. Vorab ist zu
den generellen Ausführungen im Rekurs, es handle sich bei der verkauften
Liegenschaft an der stark befahrenen und von vier Lichtsignalanlagen umgebenen Z-
Strasse in R um eine ungefähr im Jahr 1875 erbaute klassizistische Fabrikantenvilla mit
vielen historischen Details, deren Restaurierung und Sanierung viel Fingerspitzengefühl
und einen breiten Erfahrungsschatz und Know-how erforderte, anzumerken, dass
damit die geltend gemachten Aufwendungen nicht nachgewiesen werden können. Dies
gilt auch für den Hinweis auf die Höhe des Verkaufserlöses im Vergleich zum Kaufpreis.
aa) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 6530 Rechtsberatung und im
Konto 2000 als Kreditor verbuchte Aufwendung von Fr. 18'349.-- zugunsten der M
Projekte AG stützt sich auf eine von dieser am 4. Februar 2009 datierten Rechnung für
"Rechts- und Unternehmensberatung für das Geschäftsjahr 2008" (handschriftlich auf
2007 korrigiert; vgl. act. 10-III/02). Der Aufwand wurde zu Beginn des Jahres 2008 in
der Buchhaltung der M Immobilien AG storniert und am Ende des Jahres 2008 als
Transitorisches Passivum erneut als Aufwand verbucht (vgl. act. 10-IV/05). M M war im
Jahr 2007 sowohl bei der M Projekte AG als auch bei der M Immobilien AG einzige
zeichnungsberechtigte Person (vgl. Einträge im Handelsregister). An der M Projekte AG
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war er zu 100%, an der M Immobilien AG zu 20% direkt beteiligt (vgl. act. 10-III/01).
Wie sich die Verhältnisse bei der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Übrigen
präsentierten, insbesondere inwieweit M M über die direkte Beteiligung hinaus auch
indirekt an der Gesellschaft beteiligt war, ist nicht bekannt.
Im Rekurs wurde mit dem Hinweis auf den "stattlichen Verkaufsertrag" und die in R
noch geltende Regel, "von nichts kommt nicht" zunächst lediglich ausgeführt, die
Aufwendungen für die Rechts- und Unternehmensberatung seien notwendig gewesen.
Im Lauf des Rekursverfahrens reichte die M Projekte AG eine Bestätigung ein, nach
welcher sie im Sinn eines internen Controllings die Handwerkeraufträge kontrolliert,
Besprechungen mit Handwerkern koordiniert und abgehalten, Handwerker-
Regierapporte kontrolliert und mit der Bauleitung abgesprochen und
Vorbereitungsarbeiten für die Buchhaltung vorgenommen sowie die gesamte
Buchhaltung erfasst und Kaufverträge geprüft habe (vgl. act. 13/2). Der Beweiswert
dieser nachträglich eingereichten Bestätigung der Empfängerin zur Art der erbrachten
Gegenleistungen ist zumindest zweifelhaft, zumal Auftraggeberin und Beauftragte
wirtschaftlich und personell verflochten sind (vgl. dazu beispielsweise Urteil des
Bundesgerichts 2C_895/2010 vom 27. Mai 2011, E. 2.2.2). Hinzu kommt, dass
insbesondere die Angaben, es seien Aufträge und Regierapporte überprüft worden, im
Widerspruch zur Tatsache stehen, dass die M Immobilien AG im Zusammenhang mit
den geltend gemachten Aufwendungen für den Liegenschaftenunterhalt (vgl. dazu
nachfolgen E. 2b/cc-ee) trotz mehrfacher Aufforderung keine solchen Verträge und
Rapporte eingereicht hat.
Auch wenn die Beurteilung der Notwendigkeit eines Aufwandes der Unternehmung
überlassen bleibt, entbindet dies nicht vom Nachweis, dass der Aufwand auch
tatsächlich entstanden ist. Die nicht überprüfbaren konkreten Angaben zu den
erbrachten Arbeiten, die wirtschaftliche und personelle Verflechtung der M Immobilien
AG mit der beauftragten M Projekte AG, der Zeitpunkt der Rechnungstellung
ausserhalb des per 31. Dezember 2007 abgeschlossenen Geschäftsjahres - nämlich
erst am 4. Februar 2009 - und der Umstand, dass eine Bezahlung bisher nicht belegt
wurde, führen dazu, dass der geltend gemachte Aufwand von Fr. 18'349.-- nicht
nachgewiesen ist. Im Übrigen wäre die Leistung angesichts der gleichzeitigen
Beteiligung von M M an der Auftraggeberin und der Beauftragten, seine persönliche
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Stellung in den beiden Gesellschaften mit den damit verbundenen Interessenkonflikten
und die pauschale Rechnungstellung ohne schriftliche Verträge und Arbeitsrapporte an
eine nahestehende Person erbracht worden (zum Begriff der nahestehenden Person
vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 89 zu Art. 58 DBG).
bb) Der von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 6600 Marketing und Verkauf
und im Konto 2000 als Kreditor verbuchte Aufwand von Fr. 22'000.-- (vgl. act. 10-III/03)
zugunsten der W AG stützt sich auf eine von M M unterschriebene Rechnung für
"Verkaufsmanagement Liegenschaft Z-Strasse, R". Die dafür erbrachten Leistungen
werden nicht im Detail konkretisiert. Der Aufwand wurde zu Beginn des Jahres 2008 in
der Buchhaltung der M Immobilien AG storniert und am Ende des Jahres 2008 als
Transitorisches Passivum erneut als Aufwand verbucht (vgl. act. 10-IV/05). M M war an
der M Immobilien AG und an der W AG im Jahr 2007 Minderheitsbeteiligter und hatte
ihr gegenüber zudem eine Forderung von über Fr. 200'000.-- (vgl. act. 10-III/01). Ob er
an den beiden Gesellschaften darüber hinaus auch noch indirekt beteiligt war, ist nicht
bekannt.
Im Rekurs wird geltend gemacht, die W AG habe "einen langjährigen Erfahrungsschatz
im Umgang mit solchen Immobilien". Zur eigentlichen Dienstleistung könnten deren
Mitarbeiter befragt werden. Im Lauf des Rekursverfahrens wurde eine Bestätigung der
W AG eingereicht, nach welcher ein Verkaufskonzept erarbeitet wurde, das
verschiedene Verhandlungen mit den umliegenden Grundeigentümern und die
Integrierung der Nachbarparzelle (F-Garagenparkplatz) beinhaltet habe (vgl. act. 13/2).
Der Beweiswert dieser nachträglich erstellten Bestätigung erscheint angesichts der
wirtschaftlichen und personellen Verflechtung der Beteiligten als zweifelhaft. Ein
Vertrag über die von der W AG zu erbringenden Dienstleistungen liegt ebenso wenig
vor wie eine detaillierte Abrechnung im Zusammenhang mit der Rechnungsstellung. Für
denselben Zweck wurden sodann neben diesen Fr. 22'000.-- auch Fr. 33'000.--
zugunsten der G Generalbauunternehmung GmbH verbucht (vgl. dazu nachfolgend
E. 2b/cc). Es wurden – was bei der Ausarbeitung eines Verkaufskonzepts ohne
Weiteres möglich sein sollte – auch keine Arbeitsergebnisse eingereicht.
Auch dieser Aufwand erscheint angesichts der nicht nachgewiesenen tatsächlichen
Bezahlung, der wirtschaftlichen und personellen Verflechtung der Beteiligten und der
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nicht anhand von Arbeitsergebnissen überprüfbaren Leistungen als nicht
nachgewiesen. Auch diese Leistung wäre unter den dargelegten Umständen als an
eine nahestehende Person erbracht zu beurteilen (vgl. dazu oben E. 2b/aa).
cc) Die Aufwendungen zugunsten der G Generalbauunternehmung GmbH, Berlin,
verbuchte die M Immobilien AG im Jahr 2007 in den Konti 6600 Marketing und Verkauf
(Fr. 33'000.--; vgl. act. 10-III/04) und 7511 Liegenschaftenunterhalt (Fr. 11'800.-- und
Fr. 32'848.--; vgl. act. 10-III/05). Den Aufwendungen liegen Rechnungen der G
Generalbauunternehmung GmbH, Berlin, vom 12. Dezember 2007 für Marketing und
Projektmanagement-Costs (Fr. 33'000.--), vom 12. März 2007 für "Z-Strasse, R,
Neugestaltung der Umgebung, Vorplatz, Hauszufahrt, Neukiesung der Auffahrt/
Hauseingang, Montage von 4 Aussenleuchtkörpern, gem. Auswahl
Bauherr" (Fr. 11'800.--) und vom 23. November 2007 für "Renovationsaufwand
Dachgeschoss im MFH Z-Strasse, R" (Fr. 32'848.--) zugrunde. Die Vorinstanz hat den
Aufwand mangels Arbeitsrapporten, Offerten und Rechnungen von Unterakkordanten
nicht zum Abzug zugelassen. Die Rechnungen seien im Aufbau identisch mit jenen der
anderen Schwestergesellschaften der M Immobilien AG.
Im Rekurs wird dem entgegen gehalten, bei W G handle es sich um einen
"ausgewiesenen Facharchitekten und Umbauer für historische Villen und Anlagen". Die
deutsche Firma arbeite wesentlich günstiger als schweizerische Handwerker. Die G
Generalbauunternehmung habe eine Musterrechnung verlangt, so dass sie optisch den
anderen Rechnungen gleiche. Die Rechnungen seien bezahlt worden, was mit
Banküberweisungen belegt worden sei. Da es sich um eine Pauschalvergabe gehandelt
habe, seien keine Stundenrapporte erhältlich. Die Leistungen hätten auch die
Ausarbeitung eines Planes für die Sanierung der noch als Büro intensiv genutzten
Liegenschaft umfasst. Der erwähnte Handelsregisterauszug lag allerdings den Akten
nicht bei.
In personeller Hinsicht ist die G Generalbauunternehmung GmbH mit der M Immobilien
AG insoweit verflochten, als gemäss Eintragung im deutschen Handelsregister vom
14. August 2007 W G als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer durch M M
abgelöst wurde, wobei als allgemeine Vertretungsregelung galt, dass nur der – einzige
– Geschäftsführer die Gesellschaft vertreten kann (vgl. www.handelsregister.de,
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Veröffentlichungen). Aus dem Eintrag im Handelsregister ergibt sich deshalb, dass
jedenfalls die Rechnungen vom 23. November und 12. Dezember 2007 nicht von W G
gültig unterzeichnet werden konnten. Auch hier fehlt ein schriftlicher Vertrag, mit dem
die G Generalbauunternehmung GmbH mit dem Projektmanagement und Marketing
einerseits und Umbauten anderseits beauftragt wurde. Ebensowenig wurden – was
insbesondere im Zusammenhang mit Marketing und Projektmanagement ohne
Weiteres möglich sein müsste – Arbeitsergebnisse oder – im Zusammenhang mit den
Unterhaltsarbeiten – die in der Bestätigung der M Projekte AG erwähnten Handwerker-
Regierapporte eingereicht.
Angesichts der fehlenden konkreten Belege für die von der G
Generalbauunternehmung GmbH erbrachten Leistungen, den personellen
Verflechtungen und den nicht nachgewiesenen Zahlungen erscheinen auch diese
Aufwände als nicht nachgewiesen.
dd) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 7511 Liegenschaftenunterhalt
und im Konto 1021, das in der Bilanz per 31. Dezember 2007 nicht ausgewiesen wird,
mit dem Text "Barauszahlung" verbuchte Aufwendung von Fr. 80'000.-- stützt sich auf
eine am 21. September 2007 von der B GmbH, M, ausgestellte Rechnung mit der
Bezeichnung "Generalunternehmerabrechnung für diverse Erweiterungsbauten und
bauliche Verbesserungen für Ihre Liegenschaft an der Z-Strasse in R: Leitungen für
Wasserfluss ab Kantonsstrasse, gartengestalterische Abtrennung zur F-Garage zur
Verbesserung der Immissionen, Teerung und Setzen von Pflastersteinen". Am
Stammkapital der B GmbH von Fr. 20'000.-- waren die M Immobilien AG und die D SA,
T/BE, je zu 25% und die J Holding AG zu 50% beteiligt (vgl. Handelsregistereintrag).
Die Gesellschaft wurde am 1. Juni 2007 im Handelsregister eingetragen. M M war –
neben einer weiteren als Geschäftsführerin bezeichneten Person – Geschäftsführer mit
Einzelunterschrift. An den drei beteiligten Gesellschaften war M M seinerseits direkt mit
je 20% beteiligt (vgl. act. 10-III/01). Die weiteren Beteiligungen sind nicht bekannt. Bei
der am 27. Oktober 2010 gelöschten J Holding AG war M M ab November 1998
einziges Mitglied des Verwaltungsrates und einzige vertretungsbefugte Person. Auch
bei der D SA war M M einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrates.
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Die Rechnung wurde handschriftlich quittiert mit der nicht datierten Bestätigung, den
Betrag in bar erhalten zu haben (vgl. act. 10-III/06). Die Bezeichnung des Kontos 1021
ist nicht bekannt. Die Bezahlung eines Betrags von Fr. 80'000.-- in bar ist
ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich ist, dass für Aufwendungen in dieser
Grössenordnung keine detaillierten Abrechnungen, Arbeitsrapporte oder zumindest ein
Werkvertrag vorliegen. Im Rechnungsabschluss der B GmbH per 30. Juni 2008 ist in
der Erfolgsrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2007 bis 30. Juni 2008 kein
entsprechender Ertrag, insbesondere auch kein entsprechender Bareingang verbucht
(vgl. act. 10-IV/Steuererklärung der M Immobilien AG aufgrund des
Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007/Kontodetails zum
Rechnungsabschluss der B GmbH).
Da weder die Zahlung des Aufwandes noch die in der Bestätigung der M Projekte AG
erwähnten Handwerker-Regierapporte eingereicht wurden noch ein Werkvertrag, wie er
bei Umbauten in dieser Grössenordnung üblicherweise in schriftlicher Form
abgeschlossen würde, vorliegt und die Beteiligten wirtschaftlich und personell
verflochten sind, erscheint auch dieser Aufwand nicht als nachgewiesen.
ee) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 7511 Liegenschaftenunterhalt
und im Konto 1021 verbuchte Aufwendung von Fr. 8'000.-- zugunsten der J AG wird
durch eine am 5. Juli 2007 auf M M ausgestellte nicht unterzeichnete Rechnung mit der
Bezeichnung "Objekt Z-Strasse, R, div. Unterhaltsarbeiten am Garten, Ersatz
Dachwasserleitung, Hauswartsarbeiten 2007" belegt (vgl. act. 10-III/07). Im Jahr 2007
war M M gemäss Eintrag im Handelsregister ab März einziges Mitglied des
Verwaltungsrates und einzige zeichnungsberechtigte Person der Gesellschaft. Die
Bezeichnung des Kontos 1021 ist – wie bereits angeführt – nicht bekannt. Auch dieser
Aufwand kann aufgrund der dargelegten Umstände nicht als nachgewiesen betrachtet
werden.
c) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist,
dass die geschäftsmässige Begründetheit der von der M Immobilien AG verbuchten
Aufwendungen in der Höhe von Fr. 205'997.-- nicht nachgewiesen ist. Zwar liegen für
die einzelnen Aufwandpositionen wie dargelegt Rechnungen vor. Angesichts der Höhe
des Gesamtbetrages und der Einzelpositionen wären bei einer branchenüblichen
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Abwicklung allerdings schriftliche Vereinbarungen in Form von Werkverträgen oder
Aufträgen abgeschlossen und zudem die Rechnungen detaillierter, beispielsweise auf
der Grundlage von Arbeitsrapporten, erstellt worden. Für die Bezahlung der
Aufwendungen liegt einzig die Quittierung für die Leistung eines Barbetrags in der
Höhe von Fr. 80'000.-- vor, wobei die Zahlung nicht über das Konto Kasse verbucht
wurde. Bei den übrigen Beträgen ist eine Zahlung nicht nachgewiesen. Abgesehen
davon, dass Aufwendungen und insbesondere deren Grundlagen nur ungenügend
nachgewiesen werden, liegen zahlreiche Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich – sollten
die Auslagen tatsächlich angefallen sein – dabei um geldwerte Leistungen an einen
Aktionär der M Immobilien AG gehandelt hat. Dafür sprechen die dargelegten
wirtschaftlichen und persönlichen Verflechtungen zwischen den beteiligten
Unternehmungen, die durchwegs pauschale Rechnungstellung in einheitlicher
graphischer Darstellung und die Verbuchung der Beträge, welche auf die Verschiebung
finanzieller Mittel zwischen den verflochtenen Unternehmungen hindeuten.
Dementsprechend erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist zu verrechnen.