Decision ID: 6a96bf91-e5ea-5ef8-a0c6-347bf3285633
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin – syrische Staatsan-
gehörige kurdischer Ethnie – suchten mit ihrem erstgeborenen Kind am
24. November 2015 in der Schweiz um Asyl nach. Das hierzulande gebo-
rene zweite Kind wurde in das Asylverfahren einbezogen.
A.a Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, er stamme
aus E._ und habe von (...) bis (...) den Militärdienst absolviert. Im
Jahr 2011 habe er begonnen, an Demonstrationen gegen das syrische Re-
gime teilzunehmen, ohne einer Partei anzugehören. Er habe denn auch
keine Probleme mit den Behörden gehabt und sei nie festgenommen wor-
den. Im Verlauf des Jahres 2013 sei er von zwei Mitgliedern der regime-
treuen Schabiha-Miliz zweimal zur Mithilfe an ihrer Sache aufgefordert und
bedroht worden. Dies habe ihm Angst gemacht und er habe sich mit seiner
Frau und seinem Kind bei seiner Tante versteckt. Von dort aus seien sie
einige Monate später in den F._ geflohen. Wegen der schwierigen
Situation im F._ sei er schliesslich mit seiner Familie nach Syrien
zurückgekehrt. Sie hätten sich wieder bei seiner Tante versteckt, bis sie
wegen eines Termins bei der Schweizer Botschaft in der G._
zwecks Visumserteilung kontaktiert und am 10. November 2014 mit Hilfe
eines Schleppers in die G._ ausgereist seien. Nachdem das Vi-
sumsgesuch abgelehnt worden sei, hätten sie nicht wieder nach Syrien zu-
rückkehren wollen. Ausserdem sei zwischenzeitlich ein Reservistenaufge-
bot für ihn ergangen. Sein Vater habe dieses für ihn entgegengenommen
und es sei auch in den Medien zum Einrücken aufgerufen worden. Nach
einem etwa einjährigen Aufenthalt in der G._ seien sie über Grie-
chenland und die Balkanroute in die Schweiz gereist.
A.b Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie habe Syrien wegen der
Probleme ihres Mannes verlassen. Zudem habe sie sich aufgrund der all-
gemeinen Lage in Syrien auch Sorgen um ihr Kind gemacht.
A.c Die Beschwerdeführenden reichten ihre Identitätskarten, ihr Familien-
büchlein, Zivilregisterauszüge, ein Militärbüchlein, ein militärisches Aufge-
bot und einen (...)ausweis der Mutter des Beschwerdeführers zu den Ak-
ten.
B.
Mit Verfügung vom 20. März 2018 stellte das SEM fest, dass die Beschwer-
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deführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllten. Es lehnte die Asyl-
gesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an, wobei es
den Vollzug der Wegweisung als unzumutbar erachtete und die vorläufige
Aufnahme der Beschwerdeführenden verfügte.
Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, die Vorbringen der Be-
schwerdeführenden vermöchten den Anforderungen an die Flüchtlingsei-
genschaft gemäss Art. 3 AsylG (SR 142.31) nicht standzuhalten. Die oppo-
sitionelle Haltung des Beschwerdeführers vermöge keine Asylrelevanz zu
entfalten. Eigenen Angaben zufolge sei er nicht ins Visier der Behörden
geraten und keiner gegen ihn gerichteten staatlichen Verfolgungsmass-
nahme ausgesetzt gewesen. Für die Behörden wäre es ein Leichtes gewe-
sen, ihn trotz der Vermummung bei einer Demonstration festzunehmen.
Dass dies nicht geschehen sei, deute auf das geringe Interesse der Behör-
den an ihm hin. Dasselbe lasse sich bezüglich der Drohungen seitens
zweier regimetreuer Zivilpersonen sagen. Dass der Beschwerdeführer
trotz der Furcht, von den beiden Männern getötet zu werden, wegen der
schlechten Beschäftigungslage im F._ wieder nach Syrien zurück-
gekehrt sei, sei als weiteres Indiz dafür zu werten, dass er von behördlicher
Seite nichts zu befürchten gehabt habe. Den Militärdienst habe der Be-
schwerdeführer längst geleistet und er sei regulär entlassen worden. Die
Furcht, künftig in den Militärdienst eingezogen zu werden, sei nicht asylre-
levant.
C.
Mit Eingabe vom 13. April 2018 erhoben die Beschwerdeführenden beim
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des SEM
vom 20. März 2018.
Zur Begründung machten sie im Wesentlichen geltend, der Beschwerde-
führer sei zwar kein Mitglied der PDK-S, habe aber als Sympathisant an
deren Demonstrationen teilgenommen und dazu beigetraten, dass es nicht
zu Gewaltausbrüchen gekommen sei. Er habe daher ein politisches Profil,
das von den syrischen Behörden als oppositionell aufgefasst würde. Die
Aufforderung von Schabiha-Milizen, als Informant für das Regime zu arbei-
ten, zeige, dass er in den Augen der Behörden von grosser Bedeutung ge-
wesen sei. Da er dem Aufgebot für den Reservedienst nicht nachgekom-
men sei, gelte er als Wehrdienstverweigerer. Er habe mit einer drakoni-
schen Strafe zu rechnen, zumal die Beteiligung an regimekritischen De-
monstrationen erschwerend hinzukomme. Bei einer Rückkehr nach Syrien
würde ihm zudem eine Zwangsrekrutierung drohen.
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Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführenden einen Haftbefehl (Ori-
ginal) gegen den Beschwerdeführer vom (...) 2015 ein, wonach er wegen
Fernbleibens vom Reservedienst von den syrischen Behörden gesucht
werde.
D.
Mit Urteil D-2158/2018 vom 2. Mai 2018 wies das Bundesverwaltungsge-
richt die Beschwerde ab.
Das Gericht führte an, es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwer-
deführer vor dem Verlassen Syriens als regimefeindliche Person ins Blick-
feld der heimatlichen Behörden geraten sei. Von einer asylrechtlich rele-
vanten Verfolgung seitens der Schabiha-Miliz sei auch nicht auszugehen.
Die Befürchtung, als Reservist für den Militärdienst eingezogen zu werden,
sei nicht asylrelevant. Eine Wehrdienstverweigerung vermöge die Flücht-
lingseigenschaft nur zu begründen, wenn damit eine Verfolgung im Sinne
von Art. 3 Abs. 1 AsylG verbunden sei. Im syrischen Kontext werde dies
dann angenommen, wenn die Dienstverweigerung als Ausdruck der Re-
gimefeindlichkeit aufgefasst werde, das heisst, die drohende Strafe nicht
allein der Sicherstellung der Wehrpflicht dienen würde, sondern damit zu
rechnen sei, dass die betreffende Person als politischer Gegner qualifiziert
und als solcher unverhältnismässig schwer bestraft würde. Aufgrund des
eingereichten Militärbüchleins und des Reservistenaufgebots sei es – ohne
auf die Authentizität dieser Dokumente einzugehen – durchaus vorstellbar,
dass der Beschwerdeführer als Reservist aufgeboten worden sei. Indessen
fehle es an einem in Art. 3 AsylG umschriebenen Motiv und der erforderli-
chen Gezieltheit der Verfolgung, als dass diese als asylrechtlich relevant
anzusehen wäre. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer vom syrischen Regime als politischer Oppositioneller eingestuft wor-
den sei. Somit sei nicht anzunehmen, dass das missachtete Reservisten-
aufgebot asylrechtlich relevante Konsequenzen für ihn habe. Der einge-
reichte Haftbefehl vermöge daran nichts zu ändern. Solche Dokumente
seien, da sie leicht zu fälschen seien, ohne weiteres käuflich erhältlich. Zu-
dem würden bereits die spärlichen Angaben zur gesuchten Person gegen
die Authentizität des besagten Dokuments sprechen. Nicht ersichtlich sei
sodann, weshalb der Beschwerdeführer das angeblich im (...) 2015 aus-
gestellte Dokument erst jetzt hätte einreichen können.
E.
Mit als "Neues Asylgesuch, eventuell Wiedererwägungsgesuch" betiteltem
Schreiben vom 12. Oktober 2018 ersuchten die Beschwerdeführenden
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beim SEM um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und um Gewährung
des Asyls, eventualiter um Gewährung der vorläufigen Aufnahme als
Flüchtlinge.
Sie brachten vor, sie hätten Dokumente erhalten, die belegen würden, dass
der Beschwerdeführer in Abwesenheit wegen Reservedienstentzugs, De-
monstrierens und Hetze zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden sei und
deshalb behördlich gesucht werde. Der Beschwerdeführer habe sich im
Juni 2018 zum syrischen Konsulat in H._ begeben, um die Ausstel-
lung eines Reisepasses zu beantragen. Dort sei ihm gesagt worden, er
müsse zunächst nachweisen, dass er vom militärischen Reservedienst be-
freit sei. Beziehungsweise es sei ihm empfohlen worden, den Pass in Sy-
rien über Familienangehörige ausstellen zu lassen, da dies einfacher sei.
Er habe daher seine Familie in Syrien gebeten, den Pass über den Famili-
enanwalt zu beantragen. Am 25. September 2018 habe er aber von seiner
Familie erfahren, dass die Passausstellung nicht möglich sei, weil er in Sy-
rien zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden sei. Die Familie habe ihm
die beiliegenden Dokumente über einen in der Schweiz wohnhaften Kur-
den, der in Kurdistan zu Besuch gewesen sei und die Dokumente entge-
gengenommen habe, zukommen lassen. Die Dokumente würden belegen,
dass er in Syrien als Regimegegner registriert sei und ihm bei einer Rück-
kehr flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung drohe. Er verweise auf ähn-
lich gelagerte Fälle syrischer Gesuchsteller, bei denen die Flüchtlingsei-
genschaft bejaht worden sei.
Die Beschwerdeführenden reichten folgende Beweismittel (mit Überset-
zung) ein: Strafregisterauszug (Original) vom 20. Juni 2018, Anwaltsschrei-
ben vom 20. Juni 2018, Haftbefehl (Kopie) vom (...) 2015.
F.
Mit Verfügung vom 8. November 2018 – eröffnet am 9. November 2018 –
wies das SEM das Wiedererwägungsgesuch ab. Es erklärte die Verfügung
vom 21. März 2018 (recte: 20. März 2018) als rechtskräftig und vollstreck-
bar und erhob eine Gebühr von Fr. 600.–.
Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, die Eingabe vom 12. Okto-
ber 2018 sei als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch entgegenzuneh-
men, da der Strafregisterauszug und das Anwaltsschreiben erst nach dem
Beschwerdeurteil vom 2. Mai 2018 entstanden seien. Der Haftbefehl da-
tiere zwar vor dem 2. Mai 2018, aber da der Strafregisterauszug darauf
Bezug nehme, sei er in die Prüfung einzubeziehen. Mit den eingereichten
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Dokumenten solle ein Sachverhalt nachgewiesen werden, dem im Be-
schwerdeurteil vom 2. Mai 2018 indes die Asylrelevanz abgesprochen wor-
den sei. Den Dokumenten sei daher bereits aufgrund der Ausführungen
des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 2. Mai 2018 die wiedererwä-
gungsrechtliche Bedeutung abzuerkennen. Ferner würden die nachge-
reichten Dokumente keinerlei fälschungssichere Merkmale aufweisen. Es
sei allgemein bekannt, dass in Syrien praktisch jede Art von Dokumenten
käuflich erwerbbar sei. Als entsprechend gering sei die Beweiskraft solcher
Dokumente einzustufen. Im Wiedererwägungsgesuch werde der Haftbe-
fehl als Original bezeichnet, obwohl es sich offensichtlich um eine Kopie
handle. Zudem handle es sich dabei um ein internes, an die syrischen Be-
hörden gerichtetes Dokument, und es sei nicht nachvollziehbar, wie dieses
in die Hände einer flüchtigen Person hätte gelangen oder weshalb es ihrem
Anwalt hätte ausgehändigt werden sollen. Der Haftbefehl entspreche zu-
dem weder formal noch inhaltlich einem authentischen behördlichen Doku-
ment. Da der Haftbefehl beweisuntauglich sei, komme auch dem darauf
beruhenden Strafregistereintrag kein Beweiswert zu. Im Übrigen habe der
Beschwerdeführer zuvor nie von einer Verurteilung gesprochen und auch
jetzt kein Urteil beigebracht. Auch sein Verhalten, sich trotz des im Be-
schwerdeverfahren vorgelegten Haftbefehls aus dem Jahr 2015 und der
damit verbundenen vermeintlichen Gefahr im Juni 2018 an die heimatli-
chen Behörden gewendet zu haben, spreche gegen den Beweiswert des
Haftbefehls und des Strafregisterauszugs. Das Anwaltsschreiben vom
20. Juni 2018 äussere sich nur zu den Umständen der Dokumentenbe-
schaffung. Mangels wiedererwägungsrechtlicher Erheblichkeit der nach-
träglich eingereichten Dokumente lägen somit keine Gründe vor, welche
die Rechtskraft der Verfügung vom 20. März 2018 zu beseitigen vermöch-
ten.
G.
Mit Eingabe vom 6. Dezember 2018 erhoben die Beschwerdeführenden
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Sie ersuchten um Aufhe-
bung der vorinstanzlichen Verfügung vom 8. November 2018 und um Ge-
währung des Asyls, eventualiter um Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft und um Gewährung der vorläufigen Aufnahme als Flüchtlinge. In
verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgelt-
lichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses. Des Weiteren ersuchten sie um Einräumung einer Frist zur
Nachreichung eines weiteren Beweismittels.
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Zur Begründung brachten sie im Wesentlichen vor, es sei nicht als wider-
sprüchlich zu erachten, dass der Beschwerdeführer zwecks Passausstel-
lung beim syrischen Konsulat vorgesprochen habe. Es sei ihm nur so mög-
lich gewesen aufzuzeigen, dass er in Syrien gesucht werde und in Abwe-
senheit verurteilt worden sei. Er habe gewusst, dass es nicht in der Macht
des Konsulats stehe, gesuchte Personen festzunehmen und nach Syrien
auszuliefern. Der Haftbefehl liege in Form einer beglaubigten Kopie vor.
Anwälte seien in Syrien berechtigt, Akten einzusehen und Kopien zu erstel-
len. Der im Original vorliegende Strafregisterauszug sei echt. Sie würden
das darin vermerkte Urteil beschaffen und nachreichen. Der Beschwerde-
führer sei nicht nur wegen des Reservedienstentzugs, sondern auch we-
gen Hetze und Demonstrierens verurteilt worden, was zeige, dass er in
Syrien als politischer Gegner registriert sei. Die Verweigerung des Reser-
vediensts würde deshalb als regierungsfeindlich eingestuft. Die Furcht des
Beschwerdeführers vor harten Sanktionen sei daher begründet. Laut syri-
schem Militärstrafgesetzbuch werde die Wehrdienstverweigerung in Frie-
denszeiten mit einer Freiheitsstrafe von ein bis sechs Monaten bestraft. In
Kriegszeiten drohe eine Inhaftierung von bis zu fünf Jahren. Die Namen
einberufener Wehr- und Reservedienstpflichtiger würden den zuständigen
Behörden und Checkpoints elektronisch übermittelt, verbunden mit dem
Auftrag, die betreffenden Personen zu verhaften. Viele Dienstpflichtige hät-
ten gar nicht gewusst, dass sie einberufen worden seien, und seien an
Checkpoints oder bei Vorsprachen auf Amtsstellen angehalten und direkt
rekrutiert worden. Gegen den Beschwerdeführer sei nach Nichtbefolgung
des Aufgebots zum Reservedienst ein Haftbefehl erlassen worden. Bei ei-
ner Rückkehr nach Syrien würde er daher umgehend verhaftet werden und
ihm drohe eine unverhältnismässig hohe Bestrafung. Zu den im Wiederer-
wägungsgesuch erwähnten Fällen syrischer Gesuchsteller, bei denen die
Flüchtlingseigenschaft wegen illegaler Ausreise und Verstosses gegen be-
hördliche Ausreisebestimmungen anerkannt worden sei, habe sich das
SEM nicht geäussert. In Bezug auf die Rekrutierungspraxis der syrischen
Armee und die Gefährdung von Dienstverweigerern bei einer Rückkehr
nach Syrien würden sie auf die beiliegenden Berichte der Schweizerischen
Flüchtlingshilfe (SFH) "Zwangsrekrutierung, Wehrdienstentzug, Desertion"
und "Rückkehr" vom 23. März 2017 verweisen.
H.
Mit Zwischenverfügung vom 14. Dezember 2018 verzichtete die Instrukti-
onsrichterin einstweilen auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und
forderte die Beschwerdeführenden auf, bis zum 31. Dezember 2018 eine
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Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung einzureichen, verbunden mit dem Hin-
weis, dass über die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung und um (definitiven) Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses zu einem späteren Zeitpunkt befunden werde. Zudem räumte sie
den Beschwerdeführenden zur Nachreichung weiterer Beweismittel (inklu-
sive Übersetzung in eine Amtssprache) eine Frist von 30 Tagen ab Erhalt
der Verfügung ein, verbunden mit dem Hinweis, dass das Beschwerdever-
fahren bei ungenutztem Fristablauf aufgrund der Aktenlage weitergeführt
werde.
I.
Mit Eingabe vom 9. Januar 2019 reichten die Beschwerdeführenden eine
vom 20. Dezember 2018 datierende Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung
und ein Übermittlungsschreiben der ausstellenden Sozialarbeiterin glei-
chen Datums mit irrtümlich falscher Adressangabe ein. Zudem reichten sie
die Kopie eines Dokuments, bei dem es sich um ein syrisches Gerichtsur-
teil handle, zu den Akten (inklusive Übersetzung) und ersuchten hinsicht-
lich der Nachreichung des Originals um Verlängerung der Eingabefrist.
J.
Mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2019 hiess die Instruktionsrichterin
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut und
verzichtete definitiv auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Den An-
trag auf Verlängerung der Frist zur Beweismitteleinreichung wies sie – un-
ter Hinweis auf Art. 32 Abs. 2 VwVG – ab.
K.
Mit Eingabe vom 31. Januar 2019 reichten die Beschwerdeführenden das
Original des am 9. Januar 2019 in Kopie eingereichten Beweismittels zu
den Akten.
L.
Am 7. Februar 2019 lud die Instruktionsrichterin die Vorinstanz zur Ver-
nehmlassung zur Beschwerde ein.
M.
In seiner Vernehmlassung vom 13. Februar 2019 beantragte das SEM die
Abweisung der Beschwerde. Syrischen Gerichtsdokumenten komme kein
grosser Beweiswert zu, da in Syrien praktisch jede Art von Dokumenten
käuflich erworben werden könne. Zudem sei dem Sachverhalt, der dem
angeblichen Urteil des erstinstanzlichen Strafgerichts von I._ vom
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(...) 2015 zugrunde liege, bereits im Asylentscheid des SEM vom 20. März
2018 und dem Beschwerdeurteil vom 2. Mai 2018 die asylrechtliche Rele-
vanz aberkannt worden. Bei dem nun nachgereichten Urteil handle es sich
um ein Blankoformular, in das dann Einträge vorgenommen worden seien.
Ein auf diese Art zustande gekommenes Dokument biete die Möglichkeit
beliebiger Manipulationen. Zudem lasse sich der im Urteil vermerkte Ge-
setzesartikel 9523 nicht mit dem Tatbestand der Reservedienstverweige-
rung und den im syrischen Militärstrafgesetzbuch von 1950 vorgesehenen
Gesetzesartikeln und Strafmassen vereinbaren. Im Asylverfahren habe der
Beschwerdeführer nie geltend gemacht, verurteilt worden zu sein. Die An-
gaben zu den Umständen der Ausstellung der besagten Dokumente in Sy-
rien und der Übermittlung in die Schweiz seien wenig detailliert. Darüber
hinaus entspreche das Verhalten des Beschwerdeführers, trotz der angeb-
lichen Gefahr im Sommer 2018 zwecks einer Passausstellung mit den sy-
rischen Behörden Kontakt aufgenommen zu haben, in keiner Art und Weise
dem Verhalten einer tatsächlich verfolgten Person. Auch unter Berücksich-
tigung des nun vorgelegten Urteils vermöge der Beschwerdeführer keine
asylrelevante Verfolgung respektive Bestrafung seitens der heimatlichen
Behörden nachzuweisen. Die SFH-Berichte vom 23. März 2017 vermöch-
ten an dieser Einschätzung nichts zu ändern.
N.
Am 14. Februar 2019 stellte die Instruktionsrichterin den Beschwerdefüh-
renden die Vernehmlassung zu und räumte ihnen Gelegenheit ein, bis zum
1. März 2019 eine Replik einzureichen.
O.
In ihrer Replik vom 21. Februar 2019 entgegneten die Beschwerdeführen-
den im Wesentlichen, der Beschwerdeführer habe nicht gewusst, dass er
verurteilt worden sei. Er habe davon erst erfahren als er sich einen Pass
habe ausstellen lassen wollen. Hätte er früher davon Kenntnis gehabt,
hätte er es im Asylverfahren gesagt und das syrische Konsulat nicht kon-
taktiert. Da das Konsulat gesuchte Personen nicht einsperren und nach
Syrien ausliefern könne, sei sein Verhalten aber nicht als widersprüchlich
zu erachten. Sie hätten die Umstände der Beschaffung der Dokumente in
Syrien und der Übermittlung in die Schweiz dargelegt. Behördliche Formu-
lare würden in Syrien im Allgemeinen von Hand ausgefüllt und ergänzt. Die
im Urteil vermerkte Zahl "9523" sei kein Gesetzesartikel, sondern eine Re-
ferenznummer, die sich auf den Beschluss beziehe; daher sei in der Rubrik
Gesetzesartikel "9523 / Beschluss" vermerkt.
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Seite 10

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten
(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht
(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom
25. September 2015).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-
schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105
und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf
die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
3.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-
regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM
innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrunds schriftlich
und begründet einzureichen; im Übrigen richtet sich das Verfahren nach
den revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 66-68 VwVG (Art. 111b
Abs. 1 AsylG).
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Seite 11
3.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-
gungsgesuch die Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an
eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl.
BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Falls die abzuändernde Verfügung unange-
fochten blieb – oder ein eingeleitetes Beschwerdeverfahren mit einem
blossen Prozessentscheid abgeschlossen wurde – können auch Revisi-
onsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen (vgl. zum so-
genannten „qualifizierten Wiedererwägungsgesuch“ BVGE 2013/22 E. 5.4
m.w.H.). Darüber hinaus sind Revisionsgründe, welche sich auf Tatsachen
und Beweismittel abstützen, die erst nach Abschluss eines Beschwerde-
verfahrens entstanden sind, stets unter dem Titel der Wiedererwägung bei
der Vorinstanz einzubringen (vgl. Art. 45 VGG i.V.m. Art. 123 Abs. 2 Bst. a
[letzter Satz] BGG; BVGE 2013/22). Nach Art. 66 Abs. 2 VwVG liegen Re-
visionsgründe unter anderem dann vor, wenn eine Partei neue erhebliche
Tatsachen oder Beweismittel vorbringt (Bst. a). Neue Beweismittel im
Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG müssen entweder den Beweis für
neue erhebliche Tatsachen oder den Beweis für Tatsachen erbringen kön-
nen, deren Existenz oder Eigenschaften im Beschwerdeverfahren respek-
tive im Asylverfahren vor dem SEM zum Nachteil des Beschwerdeführers
unbewiesen geblieben sind.
3.3 Die Wiedererwägung ist nicht beliebig zulässig. Sie darf insbesondere
nicht dazu dienen, die Rechtskraft von Verwaltungsentscheiden immer wie-
der infrage zu stellen oder die Fristen für die Ergreifung von Rechtsmitteln
zu umgehen (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.1). Gründe, die bereits im Zeitpunkt
des ordentlichen Beschwerdeverfahrens bestanden haben, können nicht
als Wiedererwägungsgründe vorgebracht werden (Art. 66 Abs. 3 VwVG).
3.4 Das SEM hat den grundsätzlichen Anspruch der Beschwerdeführen-
den auf Behandlung ihres Wiedererwägungsgesuchs vom 12. Oktober
2018 nicht in Abrede gestellt. Die Beschwerdeführenden hatten geltend ge-
macht, erst am 25. September 2018 erfahren zu haben, dass der Be-
schwerdeführer in Syrien zu einer Haftstrafe verurteilt worden sei. Im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren ist deshalb zu prüfen, ob das SEM zu
Recht davon ausgegangen ist, dass keine Gründe vorliegen, welche die
Rechtskraft der Verfügung vom 20. März 2018 zu beseitigen vermögen.
4.
4.1 Im Rahmen des Asyl- und Beschwerdeverfahrens ist es den Beschwer-
deführenden nicht gelungen, eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung
des Beschwerdeführers wegen der Teilnahme an Demonstrationen oder
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der Nichtbefolgung eines militärischen Aufgebots als Reservist nachzuwei-
sen oder zumindest glaubhaft zu machen. Das Bundesverwaltungsgericht
hat im Beschwerdeurteil D-2158/2018 vom 2. Mai 2018 festgehalten, es
sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer vom syrischen
Regime als politischer Oppositioneller eingestuft worden sei, und daher sei
nicht anzunehmen, dass das missachtete Reservistenaufgebot asylrecht-
lich relevante Konsequenzen im Sinne von Art. 3 AsylG für ihn habe. Der
im damaligen Beschwerdeverfahren eingereichte Haftbefehl vom (...) 2015
vermöge an dieser Einschätzung nichts zu ändern.
Mit den nun im Wiedererwägungsverfahren eingereichten Beweismitteln
(Anwaltsschreiben vom 20. Juni 2018, Kopie des Haftbefehls vom
(...)2015, Strafregisterauszug vom 20. Juni 2018, Urteil vom (...)2015) ver-
mögen die Beschwerdeführenden nicht zu belegen, dass der Beschwerde-
führer bei einer Rückkehr nach Syrien seitens der heimatlichen Behörden
aufgrund eines in Art. 3 AsylG umschriebenen Motivs und in flüchtlings-
rechtlich relevantem Ausmass verfolgt würde. Der Haftbefehl vom
(...)2015, gemäss welchem der Beschwerdeführer von den syrischen Be-
hörden (einzig) wegen Fernbleibens vom Reservedienst gesucht werde,
war bereits Gegenstand des vorangegangenen Beschwerdeverfahrens.
Diesem Dokument fehlt es somit an der wiedererwägungsrechtlichen Neu-
heit. Im Beschwerdeurteil D-2158/2018 vom 2. Mai 2018 wurde festgehal-
ten, dass eine Wehrdienstverweigerung die Flüchtlingseigenschaft nur zu
begründen vermöge, wenn damit zu rechnen sei, dass die betreffende Per-
son als politischer Gegner des syrischen Regimes qualifiziert worden sei
und als solcher unverhältnismässig schwer bestraft würde, wovon beim
Beschwerdeführer nicht auszugehen sei. Das nun neu geltend gemachte
Vorbringen, der Beschwerdeführer sei in Syrien wegen Reservedienstent-
zugs sowie Demonstrierens und Hetze am (...)2015 zu einer fünfjährigen
Gefängnisstrafe verurteilt worden, vermögen die Beschwerdeführenden
mit den im Wiedererwägungs- und vorliegenden Beschwerdeverfahren ein-
gereichten Beweismitteln nicht zu belegen. Der syrische Anwalt, der sich
bei den syrischen Behörden nach der rechtlichen Stellung des Beschwer-
deführers erkundigt und in diesem Rahmen Akteneinsicht erhalten habe,
spricht in seinem Schreiben vom 20. Juni 2018 einzig von dem von den
Beschwerdeführenden bereits im vorangegangenen Beschwerdeverfahren
eingereichten Haftbefehl vom (...)2015; der Beschwerdeführer werde (nur)
wegen Fernbleibens vom Reservedienst gesucht und der Anwalt habe die-
sem (nur) den besagten – den Beschwerdeführenden bereits bekannten –
Haftbefehl – zukommen lassen. Eine Verurteilung hat die Einsicht des An-
walts in die behördlichen Akten offenbar nicht zu Tage gefördert. Wer wann
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Seite 13
und wie in den Besitz des später nachgereichten Urteils vom (...)2015 so-
wie des Strafregisterauszugs vom 20. Juni 2018 gelangt sein sollte, ist
nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführenden machten hierzu keinerlei An-
gaben und entsprechende Zustellungsnachweise liegen nicht vor. Für die
Echtheit der besagten Dokumente besteht denn auch keine Gewähr, zumal
sich hinsichtlich des dem Beschwerdeführer angeblich zur Last gelegten
Sachverhalts auch erhebliche Widersprüche zu seinen Angaben im Asyl-
verfahren ergeben, was die Zweifel an der Beweiskraft der Dokumente wei-
ter bestärkt. So wird im Urteil vom (...)2015 als Ort und Datum der Strafta-
ten "Hetze und Demonstrieren" E._ 2014/2015 genannt. Laut den
Aussagen des Beschwerdeführers sei er aber bereits 2013 nach der Dro-
hung zweier Angehöriger der Schabiha-Miliz zu seiner Tante in J._
und dann in den F._ geflohen und habe sich auch nach der zeitwei-
ligen Rückkehr nach Syrien nicht mehr in E._ aufgehalten, ge-
schweige denn dort noch an Demonstrationen teilgenommen. Die im Wie-
dererwägungsverfahren eingereichten Dokumente sind daher nicht geeig-
net, eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung des Beschwerdeführers
seitens der heimatlichen Behörden zu belegen. Die Beweismittel sind da-
mit nicht als beweistauglich und somit auch nicht als erheblich im Sinne
von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG zu erachten. Die vorgelegten SFH-Berichte
vom 23. März 2017 vermögen an dieser Einschätzung ebenso wenig etwas
zu ändern wie die Verweise der Beschwerdeführenden auf Verfahren an-
derer syrischer Gesuchsteller.
4.2 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die von den Beschwerdefüh-
renden im Wiedererwägungs- und vorliegenden Beschwerdeverfahren vor-
gelegten Dokumente und ihre diesbezüglichen Vorbringen nicht geeignet
sind, zu einer Anpassung der Verfügung des SEM vom 20. März 2018 zu
führen. Das SEM hat das Wiedererwägungsgesuch vom 12. Oktober 2018
zu Recht abgelehnt.
5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich den
Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihnen aber
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mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2019 die unentgeltliche Prozess-
führung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und trotz der Arbeits-
tätigkeit des Beschwerdeführers seit anfangs Dezember 2018 aufgrund der
Aktenlage (Hilfstätigkeit, Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung datierend vom
20. Dezember 2018) weiterhin von der prozessualen Bedürftigkeit der vier-
köpfigen Familie auszugehen ist, ist von der Kostenerhebung abzusehen.
(Dispositiv nächste Seite)
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