Decision ID: 577aa1df-5cc2-4141-b646-5a7ab0a7040b
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, meldete sich am
3. Dezember 2008
unter Hin
weis auf
dauernde Schmerzen bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbe
zug
an (Urk. 11/8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte n
ach
er
gangenem Vorbescheid
(
Urk. 11
/
21
) mit Verfügung vom
28. Mai
2009 den Anspruch de
r
Versicherten auf
Leistungen der Invalidenversi
cherung
(
Urk. 11
/
22
).
Am 10. Juni 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an (Urk. 11/24). Die IV-Stelle
klärte die medizi
ni
sche und erwerbliche Situation ab und zog Akten der
zuständi
gen
Kranken
tag
geldversicherung
bei (Urk.
11
/34).
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk.
11
/39-41) wies sie das erneute Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. November 2011 ab (Urk.
11
/44).
1.2
Am 1
4.
März 2013 meldete sich die Versicherte wiederum
bei
der Invalidenver
sicherung an (Urk.
11
/58).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
11
/60; Urk.
11
/64; Urk.
11
/68-69) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 auf das erneute Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
11
/74
).
Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk.
11
/
78
/3-
8
) hiess das hiesige Gericht im Verfahren Nr. IV.201
3
.010
56
mit Urteil vom
26
.
Febr
uar 201
4
in dem Sinne gut, als es die Sache an die IV-Stelle zurückwies
, damit sie auf die Neuanmel
dung vom 1
4.
März 2013 eintrete
(Urk.
11
/
85
).
1
.3
In der Folge holte die IV-Stelle bei
der
Y._
des Universitätsspitals
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
1
3.
Februar 2015
erstattet wurde (Urk.
11/101/1-3
8
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/103;
Urk.
11/106
)
verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom
8.
Juli 2015
einen
Anspruch de
r
Versicherten auf
Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
11/111 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
9.
September 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
8.
Juli 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr mit Wirkung ab
1.
April 2013 eine Invalidenrente in noch zu bestimmendem Grad auszurichten
.
In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2 Mitte).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Oktober 2015
(Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde der Beschwerdeführerin am
6.
November 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie
zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali
denrente,
wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich
ihr
Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert hat respektive sich die für die Invali
ditäts
bemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat.
Für die Beurtei
lung der Frage, ob eine anspruchserhebliche Änderung eingetreten ist, wird der
Sachverhalt zur Zeit der strittigen Verfügung
(Juli 2015) verglichen mit dem Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der letzten
anspruchsverneinenden
Verfügung vom 2. November 2011
(Urk.
11
/
44
) bestanden hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) auf den Standpunkt, dass
die Befunde im Vergleich zur Verfügung von 2011 weitgehend unverändert seien. Es habe nur eine vorübergehende Verschlechte
rung im November 2013 stattgefund
en, welche psychosozial bedingt
(Tod des Bruders) gewesen und daher
invalidenversicherungsrechtlich nicht
relevant sei (S. 1).
Im Rahmen der Beschwerdeantwort (
Urk.
10)
führte die Beschwerdegegnerin aus, die im
Y._
-Gutachten attestierten Einschränkungen beruhten stark auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und hätten während der Untersuchung nicht objektiviert werden können
. So seien insbesondere die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis während der ganzen Untersuchung nicht eingeschränkt gewesen
. Die erhobenen Befunde seien weitgehend unauffällig gewesen.
Gemäss dem psychiatrischen Teilgutachter sei der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin besserungsfähig (S. 1).
Insgesamt sei kein invalidisie
render Gesundheitsschaden ausgewiesen (S. 2).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte in der Beschwerde (Urk. 1) geltend,
dass heute ein zur Schmerzproblematik hinzutretendes
komorbides
eigenständiges und überdauerndes psychiatrisches Zustandsbild vorliege, nämlich eine anhaltende wenigstens mittelgradige Depression mit einer Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von mindestens 30 %
. Dem
nach
habe sich auch der
Gesundheitsscha
den
wesentlich verschlimmert
(S. 3 Mitte).
Das
Y._
-Gutachten und der Bericht des Psychiatriezentr
um
s
A._
würden von einer eigenständigen, mindes
tens mittelgradigen Depression ausgehen, wobei die Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit mit wenigstens 30% beurteilt werde. Es sei davon auszuge
hen, dass der Beschwerdeführerin im Ausmass ihrer Arbeitsunfähigkeit die psy
chischen Ressourcen zur Überwindung fehlten (S. 4 oben). Demzufolge sei ein Einkommensvergleich anzustellen, wobei ein Leidensabzug von mindestens 15 % zu erfolgen habe (S. 4 Mitte).
3.
3.1
Im U
rteil des hiesigen Gerichts
vom 26. Februar 2014 (Urk. 11/85)
wurden
die damals vorliegenden medizinischen Akten wie folgt gewürdigt (S.
9
f. E.
5.1
):
Aus dem Bericht des Psychiatriezentrums
B._
vom
9.
August 2011 (
...
) ergibt sich, dass ab Februar 2011 eine progrediente Verbesserung erfolgte (
...
). Anläss
lich der Kontrolle im Psychiatriezentrum
B._
vom
5.
Juli 2011 (
...
) war die depres
sive Symptomatik weitestgehend remittiert; so war nur noch von einem leichten Antriebsma
ngel und einer leichten affekti
ven Verstimmung die Rede (
...
). Die le
tzte anspruchsverneinende Verfü
gung vom
2.
November 2011 (
...
) stützte sich massgeblich auf diesen Bericht respektive die weitestgehend zurückgebildete depressive Symptomatik. Dementsprechend erfolgte die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit lediglich vor dem Hintergrund der Diagnose einer anha
ltenden
soma
toformen
Schmerzstö
rung (
...
), wobei im damaligen Zeitpunkt seitens der Ärzte erst der Verdacht auf eine solche Störung geäussert worden war. Die
Beschwer
degegnerin
hielt in der Verfügung vom
2.
November 2011 fest, dass keine Hin
weise auf somatische
oder psychische, zur
somatofor
men
Schmerzsymptomatik hinzutretende Begleiterkrankungen bestünden. Auch sei ein sozialer Rückzug nicht erkennbar (
...
).
Dem Bericht des Psychiatriezentrums
A._
vom
4.
Juni 2013 ist – neben der erwähnten Verbesserung der depressiven Symptomatik ab Anfang 2011 – im Verlauf eine anhaltende und deutliche Verschlechterung des
Gesundheitszu-stan
des
der Beschwerdeführerin zu entnehmen. Neu wurde eine Depression mit
telgradiger Schwere mit somatischem Syndrom diagnostiziert. Des Weiteren fin
den sich Hinweise auf Suizidalität und sozialen Rückzug. Falls nun tatsächlich eine mittelgradige Depression als eigenständige Erkrankung besteht, welche sich wesentlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, ist dies durchaus relevant für einen allfälligen Anspruch auf eine Invalidenr
ente respektive berufliche Mass
nahmen. Aufgrund des Berichts des Psychiatriezentrums
A._
vom
4.
Juni 2013 bestehen somit genügend Anhaltspunkte für eine rechtserhebliche
Sachver
halts
änderung
.
3.2
Im
Bericht der
C._
, Ambulatorium
A._
, vom
8.
November 2013 (
Urk.
11/77
)
– welcher im
U
rteil des hiesigen Gerichts
vom 26. Februar 2014
noch nicht berücksichtigt werden konnte – wurde festgehalten, dass die
Depression als eigenständige Erkrankung zu betrachten
sei
. T
eilweise fänden die psychischen Befunde der Depression und der Schmerzerkrankung eine hinrei
chende Erklärung in den psychosozialen Umständen (beispielsweise aktuell Zunahme der depressiven Symptomatik aufgrund
des
unerwartete
n
und plötzli
che
n
Tod
es
des 42jährigen Bruders vor drei Wochen), andererseits bestehe aber auch unabhängig von belastenden Lebensereignissen eine anhaltende gedrückte, wenig modulierte Affektlage mit vermindertem Antrieb
, Erschöpfung
und deut
lich eingeschränkter
Konzentration
. Der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin habe sich gegenüber 2011 deutlich verschlechtert (S. 1).
3.3
Zur weiteren Abklärung des
entscheidreleva
nten
Sachverhaltes holte die Be
schwerdegegnerin ein Gutachten der Ärzte der
Y._
ein. Das Gutachten vom
1
3.
Februar 2015 (Urk. 11/101/1-38) basiert auf einer internisti
schen, einer rheumatologischen und einer psychiatrischen
Untersuch
ung sowie den vorhan
denen Akten
(vgl. S. 2)
. Die begutachtenden Ärzte nannten
folgende Diagnose
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S.
31
Ziff.
6
.1):
rezidivierende depressive Störung
,
gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom
auf dem Boden einer Anpassungsstörung
bestehend seit 2012
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden im Wesentlichen folgende Diagnosen genannt (S. 31 f.
Ziff.
6.2):
myotendinotisch
bedingtes zervikal betontes panvertebrales
Schmerz
syndrom
myotendinotische
Verspannungen der Schultergürtelmuskulatur mit funk
tionellem
Impingement
der Schultern beidseits
Schmerzen in den Extremitäten ohne eindeutiges organisches Korrelat
I
m
zentralen
psychiatrischen Teilgutachten (
Urk.
11/101/48-64)
wurde zum Psychostatus festgehalten
, dass
sich die Beschwerdeführerin im Denken oft ver
lang
samt fühle und oft ein Gedankenkreisen bestehe. Sie schildere starke Prob
leme mit Gedächtnis, Konzentration, Multitasking und Tätigkeiten unter Zeit
druck. Während der Exploration, welche durch eine dichte Abfolge vieler Fragen gekennzeichnet sei, könne die Beschwerdeführerin über 160 Minuten aufmerksam folgen. Oft könne sie sich schnell an Details und auch Jahreszahlen erinnern (S. 8 Mitte).
Zur Grundstimmung habe die Beschwerdeführerin angege
ben, sie sei immer depressiv-bedrückt, vor allem bei Schmerzen, wobei kein Tag vergehe ohne Schmerzen. Oft bestünden Ratlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und
pessimistische Zukunftsgedanken,
o
ft auch Freudlosigkeit, wobei es aber immer wieder auch Momente der Freude gebe, zum Beispiel die Hochzeit ihres Sohnes, die Enkelkinder. Sie fühle sich innerlich oft unruhig, angespannt und sei leicht reizbar. Sie habe Schuldgefühle sowie Minderwertigkeits- und
Wertlosigkeits
gefühle
gegenüber anderen Menschen und ein vermindertes Selbstvertrauen (weil sie nicht arbeite).
Sie habe Mühe zu entscheiden und sei zu Hause oft wei
nerlich. Während der Exploration habe die Beschwerdeführerin nie geweint, sei einmalig kurz weinerlich gewesen, habe zwischendurch gelächelt und auch gelacht
(S. 9 Mitte).
Sie fühle sich antriebsgehemmt und antriebsarm, habe wenig Energie etwas zu tun. Die Libido sei vermindert, der Appetit nicht (S. 9
unten). Es werde kein relevanter sozialer Rückzug beschrieben. Aktuell bestün
den keine Anzeichen eines Lebensüberdrusses (S. 10 oben). Sie leide oft an Kopfdruck und Kopfschmerzen und es bestehe eine Lärmempfindlichkeit. Meist bestünden Einschlafstörungen und sie erwache in der Nacht mehrfach wegen Schmerzen (S. 10 Mitte)
.
Im Rahmen der Beurteilung wurde ausgeführt, die Gefühlslage der Beschwerde
führerin sei schwankend, es gebe Momente der Freude, die Weinerlichkeit habe nachgelassen, sie habe Lust auf das wöchentliche
Aquafit
. Die kognitiven Funktionseinbussen würden sie beim Autofahren
nur wenig beeinträchtigen
.
Es bestehe seit längerem keine Suizidalität, bei Nachlassen der Schmerzen kämen tageweise auch ausgeglichene Stimmungslagen vor, der soziale Rückzug sei objektiv betrachtet kaum vorhanden. Zusammenfassend sei von einem fluk
tuierenden Verlauf auszugehen, wobei sich der durchschnittlich
e Zustand
, abgesehen von mittelgradigen depressiven Einbrüchen und andererseits auch Remissionen, im Übergangsbereich zwischen leichter und mittelgradiger Depression bewege (S. 15 f.)
.
Aufgrund der aktuellen Symptomatik bestehe heute für eine Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Es bestehe eine reduzierte Fähigkeit, zielgerichtete Aktivitäten über län
gere Zeit aufrecht zu erhalten. Dies sei vor allem durch die
ausgeprägtere
Ermüd
barkeit, die subjektive Verlangsamung in ihren Tätigkeiten, ihre subjektiv einschränkenden kognitiven Beeinträchtigungen, Selbstwertstörungen und
eine erniedrigte
Frustrationstoleranz bedingt. Die Beschwerdeführerin fokussiere ausgesprochen stark auf die Schmerzen. Zudem bestehe eine Vulnerabilität
bezüglich depressiver Symptome;
Belastungen und subjektive Überforderung würden zur Eskalation der Symptome führen
(S. 16
Mitte
)
.
Für den Zeitraum 2012-2013 sei von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen mit Verbes
serung ab Anfang 2014 (S. 16 unten).
Es handle sich bereits um eine
chronifi
zierte
Erkrankung. Der Gesundheitszustand sei aus psychiatrischer Sicht den
noch
besserungsfähig (S.
17).
Im Hauptgutachten (Urk. 11/101/1-38) wurde schliesslich festgehalten, die
rezidi
vierende
depressive Störung
mit gegenwärtig mittelgradiger Episode
habe sich nach der Kündigung des Arbeitsplatzes im Rahmen einer
Anpassungs
störung
entwickelt. Allerdings sei der Schweregrad Richtung „
leichtgradig
“ zu werten, wenn man den Tagesablauf berücksichtige, wo sie selbst Auto fahre, sich mit Kolleginnen oder den Kindern oder Enkelkindern treffe und einmal im Jahr in den Urlaub fahre, wobei sie hier auch teilweise am Lenkrad sitze. Es sei von einer Schmerzfehlverarbeitung auszugehen. Ein Ursprungsschmerz im Rah
men des
Panvertebralsyndroms
sei wohl vorhanden, gleichzeitig müssten aber auch mehrere psychosoziale Probleme gesehen werden (berenteter Ehe
mann
nach Unfall, Probleme mit dem Sohn, plötzlicher Tod des 42jährigen Bru
ders aufgrund Herzinfarkts, stattgehabte Kündigung). Aus psychiatrischer Sicht sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % begründbar (S. 35 oben).
Zusammenfassend lasse sich feststellen, dass die leichten degenerativen Ver
än
de
rungen am Bewegungsapparat keinesfalls die ausgep
rägte
Schmerz
sympto
ma
tik
erklärten
oder damit korrelier
t
e
n
. Im Vordergrund stehe eine
Schmerzver
arbeitungsstörung
, diese führe zu einer Selbstlimitierung. Hierzu passe, dass die verordneten Analgetika nicht helfen würde
n und auch die vielen Therapien
langfristig keine Besserung gebracht hätten. Gesamtmedizinisch sei die Beschwerdeführerin nur aus psychiatrischer Sicht zu 30 % in der Arbeitsfä
hig
keit eingeschränkt (S. 35 f.).
Die Einschränkung ergebe sich durch die depressive Störung, die ihre Wurzel in einer maladaptiven psychischen
Fehlver
arbeitung
habe und eine erhöhte Pausenhäufigkeit nach sich ziehe (S. 36
Ziff.
7.2).
Eine Verschlechterung (ab 2011) sei insofern ausgewiesen, dass aus psychiatrischer Sicht zwischendurch eine nachvollziehbare mittelgradige
depressive
Episode mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe, die sich aber zum Zeit
punkt
d
er
aktuellen
Untersuchung wieder gebessert habe (S. 37
Ziff.
7.7).
3.4
Dem Bericht
der
Oberärztin der
C._
,
Psychiatriezentr
um
A._
, vom
2
3.
März 2015
zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin
(
Urk.
11/108
)
ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit November 2010
in ihrer Institution
in regelmässiger ambulanter psychiatrisch-psychothe
rapeutischer Behandlung steht. Wenngleich die depressive Symptomatik Schwankungen unterlegen
habe
und es kurzzeitig und kontextbezogen auch zur Stimmungsaufhellung gekommen sei, so habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin – wie bereits in den Berichten von Juni und November 2013 erwähnt – über den gesamten Zeitverlauf hinweg jedoch insgesamt ver
schlechtert.
Im vergangenen Jahr habe die Beschwerdeführerin einen Arbeits
versuch in einer Reinigungsfirma
unternommen, der jedoch aufgrund einer Zunahme der Schmerzen sowie der depressiven Symptomatik wieder eingestellt worden sei (S
.
1 Mitte).
Aufgrund des langen Zeitverlaufes und der weiterhin persistierenden, wenig therapeutisch zugänglichen depressiven Symptomatik sei die Depression als eigenständige Erkrankung im Sinne von ICD-10 F32.11 mit ungünstiger Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit zu betrachten
. Aktuell zeige sich eine Depression mittelgradiger bis schwerer Ausprägung mit deutlich ein
geschränkter Affektlage, vermindertem Antrieb, Störung der Vitalgefühle,
Ein
schlafstörungen
, Hoffnungslosigkeit und mit Lebensüberdruss-Gedanken sowie Schuldgefühlen und ausgeprägten Konzentrationsstörungen (S. 1 unten).
4.
4.1
Die ausführliche Expertise der Ärzte der
Y._
erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 1.
4
). Sie setzt sich mit allen Aspekten der gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus
einander und berücksichtigt insbesondere auch sämtliche bis dahin angefalle
nen ärztlichen Untersuchungsberichte. Im
Y._
-Gutachten wurde eine rezidi
vierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradiger Episode diagnostiziert, wobei wiederholt festgehalten wurde, dass sich diese nahe an der Grenze zur
leichtgradigen
Episode bewege.
4.2
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer Depres
sion und selbst mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet. Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bun
desgerichts 8C_104/2014 vom 2
6.
Juni 2014 E. 3.3.4 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 9C_856/2013 vom 8. Oktober 2014 E. 5.1.2).
Zwar ist eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung nicht schlechthin auszuschliessen, indes bedingt deren Annahme, dass es sich um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes de
pres
sives Leiden handelt und im Weiteren, dass eine konsequente
Depres
sions
therapie
befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 mit Hinwei
sen).
Praxisgemäss ist eine leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 1
0.
November 2014 E. 4.2). Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014 E. 3.6.1 mit Hinweisen). Bei mittelschweren depressiven Episoden (ICD-10 F32.1) verneint das Bundesgericht regelmässig deren invalidisierende Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
4.
3
Vor dem Hintergrund der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts erscheint die Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass kein
invalidisierende
r
Ge
sund
heitsschaden
ausgewiesen sei, vertretbar. S
o waren die im Rahmen des
Y._
-Gutachtens erhobenen Befunde weitgehend unauffällig. Im Bericht der C
._
, Psychiatriezentrum
A._
,
vom Juni 2013 – mit welchem eine rechtserhebliche Sach
verhaltsänderung
glaubhaft gemacht wurde – war unter
anderem von Konzentrationsschwierigkeiten, Suizidgedanken und sozialem Rückzug die Rede. Demgegenüber ergibt sich aus dem
Y._
-Gutachten vom Februar 2015, dass Aufmerksamkeit und Gedächtnis während der ganzen Untersuchung nicht eingeschränkt gewesen seien. Zudem bestehe seit längerem keine Suizidalität mehr und der soziale Rückzug sei objektiv betrachtet kaum vorhanden.
Schliesslich
wurde der Gesundheitszustand
im
Y._
-Gutachten
als
besserungsfähig
bezeichnet
.
4.4
Die
Y._
-Gutachter kamen
dennoch
zum Schluss, dass aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % begründbar sei.
Weitere aktu
elle Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit liegen nicht vor.
Würde man gestützt auf das
Y._
-Gutachten von einer 30%igen Arbeitsun
fähig
keit ausgehen, ergäbe sich
jedoch
ebenfalls kein rentenbegründender
Inva
liditätsgrad
, wie sich im Folgenden zeigt.
Aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in der Lage ist, ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Betriebsmitarbeit
erin im Umfang von
70
% auszuüben
und auch in einer angepassten Tätigkeit keine höhere Arbeitsfähigkeit besteht
, genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen (Prozentvergleich, BGE 114 V 313 E. 3a, 107 V 22, 104 V 136 E. 2a und b).
Entsprechend ergibt sich
ein
Invalidi
tätsgrad
von
30
% und damit
kein
Anspruch auf eine
Invalidenr
ente.
Da das Invalideneinkommen somit nicht auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt wird, stellt sich auch die Frage eines allfälligen
Lei
densabzuges
nicht.
Es ist jedoch festzuhalten, dass
d
en
dargelegten
psychischen
Beschwerden mit der attestierten 30%igen Arbeitsunfähigkeit
sicherlich
ausrei
chend Rechnung getragen
wird
.
4.
5
Nach dem Gesagten besteht nach wie vor
kein
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % und damit kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente
.
Damit erweist sich die anspruchsverneinende V
erfügung vom
8.
Juli 2015
(Urk.
2) als zutreffend, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Bedürftig ist eine Per
son, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Fa
milie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28
lit
. a
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
,
i.V.m
. Art. 119
der Zivilprozessordnung,
ZPO) eingereicht wird (BGE 120
Ia
179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der
Ent
scheid
findung
(BGE 108 V 265 E. 4). Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit ist das Einkommen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115
Ia
193 E. 3a, 108
Ia
9 E. 3).
5.2
Bei der Berechnung der Bedürftigkeit stützt sich das Sozialversicherungsgericht praxisgemäss auf das Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Oberge
richts des Kantons Zürich betreffend betreibungsrechtliches Existenzminimum und zählt zu dem so ermittelten Resultat personen- und
zivilstandsabhängige
Einkommens- und Vermögensfreibeträge hinzu (Christian Zünd/Brigitte Pfiffner
Rauber
, Hrsg., Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Auflage, Zürich/Luzern 2009, N 6 f. zu
§
16).
Lebt ein Gesuchsteller in einer Wohngemeinschaft mit andern Personen zusam
men, ist grundsätzlich nur sein Pro-Kopf-Anteil an den gemeinsamen
Woh
nungs
kosten
zu berücksichtigen (Alfred Bühler,
Die Prozessarmut, in: Gerichts
kosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001
, S. 163 Mitte).
Sodann haben die im gemeinsamen Haushalt lebenden volljähri
gen Kinder mit eigenem Erwerbseinkommen einen angemessenen Anteil an die Haushaltskosten (Mietzins, Heizung, Wäsche usw.) beizutragen,
wobei in
der Regel von einem Drittel des Nettoeinkommens ausgegangen wird
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_909/2014
vom
6.
Mai 2015 E. 3.3)
.
5.3
Die Beschwerdeführerin wohnt mit ihrem Ehemann, einem erwachsenen Sohn sowie
einer weiteren erwachsenen Person
in Haushaltgemeinschaft (vgl. Urk. 8
Ziff.
III.9 sowie
Ziff. IV.1 und 2).
Der Ehemann der Beschwerdeführerin erzielt Renteneinnahmen in der Höhe von insgesamt
Fr.
5‘243.-- monatlich (vgl.
Urk.
8
Ziff.
III.8).
Ausgabenseitig
ist ein
Grundbetrag für Ehepaare von
Fr.
1'700.-- anzurechnen.
Da die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann mit zwei weiteren erwachsenen Personen in einer Wohngemeinschaft leben, kann v
om Mietzins für die 3.5-Zimmer-Wohnung inklusive Autoabstellplatz von Fr. 1‘557.-- pro Monat
(vgl.
Urk.
5/1;
Urk.
5/2)
lediglich die Hälfte, mithin
Fr.
779.--,
berücksichtigt werden
.
Dies ist sicherlich gerechtfertigt,
zumal
der Sohn über ein monatliches Nettoein
kommen von
Fr.
3‘000.
--
verfügt
(
Urk.
8
Ziff.
III.9)
und die weitere Mitbewoh
nerin ein Einkommen v
on rund Fr.
3‘500.-- erzielt (vgl.
Anhang zu
Urk.
9
).
Des Weiteren ist den eingereichten Belegen zu entnehmen, dass
sich die
Kran
ken
versicherungsprämien
für die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann im Jahr 2014 auf gesamthaft
Fr.
9‘873.-- beliefen (vgl.
Beiblatt zur Steuererklä
rung, Versicherungsprämien 2014,
Anhang zu Urk.
9
), entsprechend Fr. 823.-- pro Monat. Die selbst getragenen Krankheits- und Unfallkosten betrugen im Jahr 2014
rund
Fr.
1‘469.-- für die Beschwerdeführerin und
Fr.
1‘845.-- für ihren Ehemann (vgl.
Urk.
5/5), somit monatlich insgesamt
Fr.
277.--.
Die Staats- und Gemeindesteuern beliefen sich im Jahr 2014 auf
rund
Fr.
3‘
400
.-- (
Urk.
5/6), mithin Fr. 284.-- pro Monat. Weitere Ausgaben sind aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht ausgewiesen und wurden auch nicht geltend gemacht.
Insgesamt
stehen den monatlichen Einnahmen von
Fr.
5‘243.--
so
mit Ausgaben in der Höhe von
Fr.
3‘863.--
(Grundbetrag 1‘700, Miete 779, Krankenkasse 823, Krankheitskosten 277, Steuern 284) gegenüber.
5.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin und ihrem Ehe
mann trotz grosszügiger Berücksichtigung der Auslagen ein monatlicher Über
schuss von
Fr.
1'
38
0
.-- verbleibt. Damit ist
d
ie
Beschwerdeführerin
in der Lage, allenfalls mittels Ratenzahlungen, ihre Anwaltskosten selber zu begleichen, ohne dass in ihr Existenzminimum eingegriffen wird.
Die Beschwerdeführerin ist somit nicht als prozessual bedürftig zu qualifizieren. Dies führt zur Abweisung ihres Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung.
6
.
Die Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
7
00
.-- fest
zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.