Decision ID: 85adc008-ee71-46c8-9cbe-62eeda066bd1
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1976 geborene
X._
war zuletzt
vom
1.
Juni 2011 bis 3
0.
Juni 2017 als Raumpflegerin bei der
Y._
AG angestellt. Am
2.
Februar 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf eine fortgeschrittene
Chondropathie
und
Meniskopathie
im rechten Knie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe
zug an (Urk. 7/5 und
Urk.
7/29/21). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen
und zog ins
besondere die Akten der Krankentaggeldversicherung, beinhaltend unter anderem das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, FMH für Physikalische Medizin und Reha
bilitation, vom 1
2.
April 2017 (Urk. 7/17/11-21), bei. Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(Urk.
7/19) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2
5.
September 2017 (Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
5.
Oktober 2017 Beschwerde (Urk. 1) und be
antragte, die Verfügung vom 2
5.
September 2017 sei aufzuheben und es sei ihr eine IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache für weitere Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dazu legte sie
verschiedene Berichte auf (Urk.
3/1-10). Am 2
9.
November 2017 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle, die Be
schwerde sei abzuweisen. Am 2
6.
Januar 2018 (
Urk.
9) reichte die Beschwerde
führerin eine Stellungnahme von Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädi
sche Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
vom 23. Januar 2018 (
Urk.
10) nach, welche der Beschwerdegegnerin am 1. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 2
5.
September 2017 (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei. Ihr sei es möglich, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine den Beschwerden angepasste Tätigkeit, welche keinen Berufsabschluss erfordere, aufzunehmen und ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (S. 1-2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
sie habe Knie- und Rückenbeschwerden und bereits mehrfach operiert werden müssen. Aufgrund ihrer ständigen Schmerzen sei sie auch psychisch erkrankt und stehe in entsprechender Behandlung (S. 2-3). Die Beschwerdegegnerin habe bei ihrem Entscheid auf den im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstellten Bericht von
Dr.
Z._
abgestellt. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer über
wiegend sitzenden körperlichen Tätigkeit sei
jedoch
nicht nachvollziehbar, sei sie doch aufgrund ihrer Wirbel- und Beckenschmerzen kaum in der Lage, länger als 20 Minuten zu sitzen. Sie sei am 2
3.
Mai 2017 im Beckenbereich operiert worden, was die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid nicht berücksichtigt habe. Ihre Schmerzen seien seith
er unerträglich, weshalb am 1.
November 2017 eine erneute
Operation vorgesehen sei (S. 3-4). Die Beschwerdegegnerin habe ihre Abklärungs
pflicht verletzt. Zudem sei die medizinische Behandlung noch nicht beendet und die Verfügung damit zu früh erlassen worden (S. 5).
3.
3.1
Der behandelnde
Dr.
med.
B._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, stellte in seinem Bericht vom 29. Dezember 2016 (
Urk.
7/13/6-7) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Knie-Arthroskopie rechts mit
Teilmeniskektomie
lateral bis zu ei
nem stabilen Restrandmeniskus, offener
Ganglio
-Exzision durch eine Inzision lateral und Knorpel-
Débridement
,
Microfracturing
medialer
Fe
murkondylus
am 2
4.
Oktober 2016 bei
-
f
ortgeschrittene
r
Chondropathie
Grad III
Trochlea
zentral
-
u
mschriebene
r
Chondropathie
medialer
Femurkondylus
Grad III bis Grad IV 5 x 10
mm
-
d
egenerative
r
Meniskopathie
lateral mit Ganglion-Rezidiv lateral
-
Status nach
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
lateral und offener Ganglion-Exzision, lateraler Meniskusnaht offen 2014
-
Verdacht auf
Lumbovertebralsyndrom
mit Schmerzausstrahlung in Becken
kamm links
Dazu führte er aus, im Vergleich zur letzten Knieoperation sei es diesmal für die Beschwerdeführerin viel schwieriger. Auch die soziale Situation mache
ihr zu schaffen. Sie habe mehr Schmerzen auch im Rückenbereich, vor allem ausstrah
lend in den linken Beckenkamm. Diesbezüglich sei beim Hausarzt ein Röntgenbild der Hüftregion durchgeführt worden, welches unauffällig gewesen sei. Das aus
wärtige Beckenübersichts-Röntgen zeige eine unauffällige Hüftkopfüberdachung, eine gut zentrierte Hüfte, einen weiten Gelenkspalt und praktisch keine
Arthro
sezeichen
(S. 1). Es sei zusätzlich Physiotherapie für die Probleme im Bereich des Beckenkamms, welche sehr wahrscheinlich von der Lendenwirbelsäule kämen, erforderlich. Zusammen mit der sozialen Problematik und der schweren Arbeit werde es schwierig sein, die Beschwerdeführerin rasch wieder in die Arbeit zu integrieren. Es mache möglicherweise Sinn, sie im Moment bei der
Beschwerde
gegnerin
anzumelden, allenfalls auch im Hinblick auf eine Unterstützung bezüg
lich einer Umschulung. Das Kniegelenk zeige doch eine beträchtliche Degenera
tion, welche für körperlich schwere Arbeiten ungeeignet sei (S. 2).
3.2
Dr.
Z._
hielt in ihrem zu Händen der Krankentaggeldversicherung
erstellten Gutachten vom 1
2.
April 2017 (
Urk.
7/17/11-21) folgende Diagnosen fest
(
S. 7-8):
-
l
umbospondylogenes
Schmerzsyndrom links mit/bei
-
Osteochondrose
L5/S1 mit bilateralen Facettengelenksarthrosen mit Erguss,
Bandscheibenprotrusion
mit Einengung der
Neuroforamina
beidseits ohne sichere Nervenwurze
l
kompression
-
Differentialdiagnose:
a
m ehesten multifaktoriell bedingt (
artiku
l
äre
Schmerzkomponente,
myofaszi
a
l
, zusätzlich zentrale Schmerzsensibilisie
rung)
-
k
linisch keine Hinweise f
ür ein
radikuläres
Reiz- oder sensomotorisches Ausfal
l
s
syndrom
-
Gonarthrose rechts
-
Status nach offener Naht des lateralen Meniskus rechts 2014
-
Status nach Kniearthroskopie rechts mit
Teilmeniskektomie
lateral
, offener Ganglien-Resektion,
Knorpel
dé
bridement
,
Microfracturing
medialer
Femur
kondylus
am 2
4.
Oktober 2016
-
a
ktuell:
-
leichter Kniegelenkserguss
-
b
elastungsabhängige Schmerzen
-
Übergewicht, BMI 28 kg/m
2
Dazu führte sie aus, die Beschwerdeführerin leide unter einem
lumbospondylo
genen
Schmerzsyndrom links auf dem Boden von degenerativen
Wirbelsäul
en
veränderungen. Radiologisch zeig
e
sich eine Segmentdegeneration L5/S1 mit
Osteochondrose
, bilateralen aktivierten Facettengelenksa
rthrosen und eine
Dis
kopathie
.
L
eichtgradigere
degenerative
Lendenwirbelsäulenv
eränderungen
be
stünden
auch in den kranialen Segmenten. Bei Angabe von ausgeprägten Nacht
schmerzen
hätten entzündliche
Veränderungen im Bereich der
Lendenwirbelsäule
ausgeschlossen werden
können
. Klinisch
beständen
keine Hinweise für eine
radi
kuläre
Reiz- oder sensomotorische Ausfallssymptomatik. Es besteh
e
eine gross
flächige
Druckdolenz
der
ossären
und paravertebralen Weichteilstrukturen lum
bal sowie eine
Allodynie
gluteal
links als Hinweis auf eine zentrale Schmerzsen
s
i
bilisierung, zudem zeige sich im Vierfüssler eine massiv verminderte lumbale muskuläre Stabilisationsfähigkeit
.
In der Gesamtschau
seien
die angegebenen Be
schwerden als multifaktoriell bedingt, einerseits degenerativ, andererseits
myofaszia
l
mit der zusätzlichen Komponente einer zentralen Schmerzsensibili
sierung
zu beurteilen.
Weiterhin besteh
e
eine aktivierte Gonarthrose rechts bei Status nach Operation mit
Teilmeniskektomie
lateral sowie
Knorpeld
é
bridement
,
Microfracturing
im medialen Kompartiment im Oktober 201
6.
Für die von wir
belsäulenchirurgischer Seite her diagnostizierte
Iliosakralgelenk
(
IS
G
)
-
Arthropathie
und beidseitige
C
oxarthrose
h
ab
e
sich weder anamnestisch noch klinisch ein Korrelat
gefunden
. Insgesamt
bestehe
ein hohes
Schmerz
chronifizie
rungspotential
, wie dies auch bereits von
Dr.
B._
in seinen Berichten angedeu
tet worden sei
. Aus
v
ersicherungs
med
i
zi
nischer Sicht
sei
aktuell sowohl die Be
lastbarkeit der Lendenwirbelsäule als auch des rechten Kniegelenkes einge
schränkt. Bei der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin hand
l
e es sich um eine Tätigkeit, welche rein stehend und gehend ausgeübt
werde und
häufige wirbelsäulenbelastende Arbeitspositionen
fordere
. Diese Tätigkeit
sei
aus medizi
nischer Sicht nicht mehr zumutbar.
Es werde
eine berufliche Umstellung in eine angepasste Arbeit
empfohlen
. Das akt
uelle Belastbarkeitsniveau liege
im Bereich einer leichten, überwiegend sitzenden Arbeit mit ausreichender Bewegungsfrei
heit für das rechte Kniegelenk. Die Möglichkeit zum selbständigen Einschalten von kurzen Pausen zum
Ei
nnehmen von Entlastungspositionen sowohl für das Kniegelenk als auch den R
ü
cken sollte gegeben sein. Für eine optimal a
d
aptierte Tätigkeit besteh
e
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(S. 9 f.)
.
3.3
Prof.
Dr.
A._ vom S
pital
C._
stellte im Austrittsbericht vom 29. Mai 2017 (
Urk.
7/20
/1
) die Diagnose einer Beckenringinstabilität mit ISG-
Arthropathie
links. Die Beschwerdeführerin sei vom 2
2.
bis 2
5.
Mai 2017 hospi
talisiert gewesen. Es sei
en
eine ISG-Fusion links, Endoskopie
lumbosakraler
Über
gang, partielle Facettengelenksteilresektion und
Denervation
im Bereich der Fa
cetten L4/L5 und L5/S1 links sowie eine ISG-
Denervation
durchgeführt worden.
3.4
Am 2
9.
September 2017 berichtete Prof.
Dr.
A._
, er sei nach wie vor der Mei
nung, dass es noch zu früh sei für einen Hüftgelenksersatz. Für Oktober 2017 sei eine Operation geplant, bei welcher versucht werde, mit einer erneuten
Denerva
tion
des linken
ISG
sowie der Facettengelenke L4/5 und L5/S1 beidseits zumindest die dorsalen Beschwerden zu lindern (
Urk.
3/8).
Der operative Eingriff wurde daraufhin auf den
2.
November 2017 angesetzt (vgl.
Urk.
3/10).
3.5
In seiner Stellungnahme vom 2
3.
Januar 2018 (
Urk.
10)
zu Händen der Beschwer
deführerin
führte Prof.
Dr.
A._
aus,
es handle sich um multiple Schmerzsyn
drome. Einzeln betrachtet gebe es keine Arbeitsunfähigkeit, in der Summe aller Leiden aber schon.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung auf das
von
Dr.
Z._
zu Händen der Krankentaggeldversicherung erstellte Gutachten vom 1
2.
April 2017 (E. 3.2
hievor
).
Dr.
Z._
ging aufgrund der
eingeschränkten Belastbarkeit
der Lendenwirbelsäule
und
des rechten Kniegelen
kes
von einer 100%igen Arbeits
un
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Reinigungsmitarbeiterin
aus. In
einer leichten, überwiegend sitzenden Arbeit mit ausreichender Bewegungsfreiheit für das rechte Kniegelenk
und der
Möglichkeit zum selbständigen Einschalten von kurzen Pausen zum
Ei
nnehmen von Entlas
tungspositionen sowohl für das Kniegelenk als auch
für
den R
ü
cken
erachtete sie die Beschwerdeführerin hingegen als zu 100
%
arbeitsfähig.
Der
en
Gesundheitszustand scheint sich jedoch anschliessend - zumindest vorübergehend - verschlechtert zu haben. So wurde sie
am 2
3.
Mai 2017 am Becken operiert
(E. 3.3
hievor
)
, was von der Beschwerdegegnerin in der ange
fochtenen Verfügung nicht berücksichtigt wurde
. Zwar berichtete Prof.
Dr.
A._
am 2
8.
Juli 2017
(Urk.
7
/21
/2-4
)
, der Verlauf sei regelrecht und eine Wieder
aufnahme der Arbeit ungefähr im Juli-August 2017 vorgesehen. Doch
konnte damit - bei einer gemäss
Dr.
Z._
bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit - nicht die Arbeit als Reinigungsangestellte ge
meint sein, auch äusserte er sich nicht
dazu
, in welchem Umfang die Arbeitsauf
nahme vorgesehen sei. Zudem hielt er
fest,
dass die Beschwerdeführerin bis auf weiteres in seiner Behandlung stehe und später allenfalls Hüftprothesen sowie eine Rückenoperation erforderlich würden.
Die Beschwerdegegnerin hätte
in Bezug auf die Beckenbeschwerden
vor Erlass der angefochtenen Verfügung weitere Abklärungen tätigen müssen
, zumal Prof.
Dr.
A._
nicht bekannt war, dass sich die Beschwerdeführerin bei ihr angemel
det hatte (
Urk.
7/21/4) und ihr über den Beschwerdeverlauf keinen Bericht erstat
ten konnte.
Seinem
vier Tage nach Erlass der
angefochtenen
Verfügung erstellten Bericht
(E. 3.4
hievor
)
lässt sich
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in einer Kur gewesen
war
, aber nach wie vor an Schmerzen im Bereich links
gluteal
und inguinal leide
t
, weshalb im Oktober 2017 eine weitere Operation am
ISG
vorge
sehen
war
.
Die geplante Arbeitsaufnahme im Juli-August 2017 dürfte
demzufolge
nicht möglich gewesen sein, vielmehr wird wohl bei Erlass der angefochtenen Verfügung e
ine
wenigstens
vorübergehende Arbeitsunfähigkeit auch in einer an
gepassten Tätigkeit
vorgelegen
haben
. D
ie Beschwerdegegnerin
hätte deshalb
- auch
mit Blick auf die auf den
2.
November 2017
vorgesehene
weitere Operation des Beckens
-
prüfen müssen,
ob diese einzig dem Wohlbefinden dienen sollte, oder ob nicht doch eine Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit vorlag.
Weiterer Abklärung bedarf zudem
aufgrund der geltend gemachten Becken
schmerzen (vgl.
Urk.
1 S. 4)
die
Arbeitsfähigkeit in
eine
r
-
wegen
der einge
schränkten
Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule
und
des rechten Kniegelenkes
er
forderlichen
-
überwiegend sitzende
n
körperliche
n
Tätigkeit
.
Der
entscheidrele
vante
medizinische Sachverhalt erweist sich in dieser Hinsicht als nicht ausrei
chend
abgeklärt
.
Dass keine von den behandelnden Ärzten ausgestellte Arbeits
unfähigkeitsbescheinigung in einer angepassten Tätigkeit vorliegt, ändert
daran
nichts, wurden diese doch von der Beschwerdegegnerin gar nicht aufgefordert, sich
diesbezüglich
zu äussern.
4.2
Die Beschwerdeführerin
machte
in ihrer Beschwerde erstmals geltend, zusätzlich psychisch erkrankt zu sein und bei einem
Dr.
med.
D._
in Behandlung zu stehen (
Urk.
1 S. 3). Die Beschwerdegegnerin wird
demzufolge
auch
in Bezug auf
eine
allfällige
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen weitere Abklärungen zu tätigen haben.
4.3
Die Beschwerde ist
somit
in dem Sinne
gutzuheissen
,
dass
die angefochtene Ver
fügung vom
25. September 2017
(Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur Ergän
zung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
ist
, damit sie, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den
Leistungsanspruch
de
r
Beschwerdeführer
in
neu verfüge.
5.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen
(BGE 137 V 57). Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind er
messensweise auf Fr.
6
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Der Beschwerdeführerin steht eine Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge
setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des
Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht,
GSVGer
). Entsprechend ist ihr eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘200.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.