Decision ID: 5ce40132-f16c-5709-8668-afd24f2ff161
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Das Grundstück Nr. 0001, Grundbuch Y._, an der D._strasse 12 in Y._ steht im
Eigentum der Swisscom Immobilien AG, Bern. Gemäss dem geltenden Zonenplan der
Gemeinde Y._ vom 2. September 1985 liegt es in der Kernzone K3 und ist mit einem
eingeschossigen Technikgebäude (Vers.-Nr. 0002) der Swisscom überbaut.
Nordöstlich des Technikgebäudes befindet sich ein 19.8 m hoher Antennenmast, der
mit einer nicht mehr in Betrieb stehenden Richtstrahlantenne ausgestattet ist. Das
südlich angrenzende Grundstück Nr. 0003 steht im Eigentum von B._. Es ist mit einem
zweigeschossigen Wohnhaus (Vers.-Nr. 0004) überbaut und wird von A._, B._ und
C._ bewohnt. Östlich des Grundstücks Nr. 0001 verläuft das Bahntrassee der
Südostbahnen.
B.
Am 5. März 2018 stellte die Swisscom (Schweiz) AG, Bern, bei der Gemeinde Y._ ein
Baugesuch und beantragte die Baubewilligung für den Abbruch des bestehenden
Antennenmasts und den Neubau einer 24.63 m hohen Mobilfunkantenne am gleichen
Standort (act. 9/4/1). Der geplante Mobilfunkantennenmast soll mit insgesamt neun
Antennen mit einer Sendeleistung zwischen 150 und 900 Watt ausgestattet werden. Im
Standortdatenblatt vom 5. Februar 2018 (act. 9/4/2) wird insbesondere das Grundstück
Nr. 0003 von B._ als Ort mit empfindlicher Nutzung (nachfolgend: OMEN Nr. X)
ausgewiesen. Während der Auflagefrist vom 13. bis 26. April 2018 gingen bei der
Gemeinde Y._ insgesamt 30 Einsprachen gegen das Baugesuch ein. Zu den
Einsprechern gehörten auch A._, B._ und C._.
Das Amt für Umwelt prüfte die Baugesuchsunterlagen und hielt in seinem Bericht vom
16. Mai 2018 (act. 9/4/3) fest, die im Standortdatenblatt vom 5. Februar 2018 (act.
9/4/2) ausgewiesenen Berechnungen seien korrekt und vollständig. Die Immissions-
und Anlagegrenzwerte seien an allen massgebenden Orten eingehalten. Da der
Anlagegrenzwert insbesondere für den OMEN Nr. X den Berechnungen zufolge zu 80%
ausgeschöpft werde, könne eine Abnahmemessung verlangt werden.
In einer gegen die geplante Mobilfunkanlage lancierten Petition schlugen verschiedene
Einwohner des Dorfes Y._ als Alternativstandort eine ehemalige
Fernsehumsetzerstation oberhalb Z._ (Grundstück Nr. 0005) vor. Die Gemeinde Y._
bat die Swisscom (Schweiz) AG um Prüfung des genannten Standorts. Die Swisscom
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(Schweiz) AG wies zunächst darauf hin, dass sie grundsätzlich nicht verpflichtet sei,
einen Alternativstandort zu prüfen. Dennoch setzte sie sich mit dem vorgeschlagenen
Grundstück Nr. 0005 auseinander und hielt fest, der dem Baugesuch zugrunde
liegende Standort eigne sich wesentlich besser zur Versorgung des in Frage stehenden
Gebiets als der Alternativstandort. Letzterer befinde sich zudem ausserhalb der
Bauzonen, weshalb er nicht bewilligungsfähig sei (act. 9/4/22).
C.
Mit Beschluss vom 13. Dezember 2018 erteilte die Baukommission Y._ der Swisscom
(Schweiz) AG die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen und wies sämtliche
Einsprachen ab (act. 9/4/27). Dagegen erhoben unter anderem A._, B._ und C._
durch ihren Rechtsvertreter am 20. Dezember 2018 Rekurs beim Baudepartement. Sie
beantragten, der Beschluss der Baukommission Y._ sei aufzuheben und die erteilte
Baubewilligung sei zu verweigern. Das Baudepartement führte am 8. Oktober 2019 in
Anwesenheit der Verfahrensbeteiligten und ihrer Rechtsvertreter sowie eines Vertreters
des Amts für Umwelt einen Augenschein durch (act. 9/12). Mit Entscheid vom
24. Februar 2020 (act. 2) wies das Baudepartement den Rekurs ab (Dispositiv Ziff. 1)
und auferlegte den Rekurrenten die Verfahrenskosten (Dispositiv Ziff. 2 und Ziff. 3).
D.
Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 24. Februar 2020
erhoben A._, B._ und C._ (Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am
2. März 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Sie beantragten, der
vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben (Rechtsbegehren Ziff. 1) und die am
13. Dezember 2018 durch die Gemeinde Y._ (Beschwerdebeteiligte) erteilte
Baubewilligung zu Gunsten der Swisscom (Schweiz) AG (Beschwerdegegnerin) sei zu
verweigern (Rechtsbegehren Ziff. 2). Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu
Lasten der Vorinstanz beziehungsweise der Beschwerdegegnerin (Rechtsbegehren
Ziff. 3).
Die Vorinstanz schloss mit Vernehmlassung vom 21. April 2020 auf Abweisung der
Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen im angefochtenen
Entscheid (act. 8). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich durch ihren Rechtsvertreter
am 15. Mai 2020 und verlangte, die Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 11). Die
Beschwerdebeteiligte verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Am 8. Juni
2020 nahmen die Beschwerdeführer zur Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 15. Mai
2020 Stellung (act. 13). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich dazu am 26. Juni 2020
(act. 15). Die Beschwerdeführer verzichteten stillschweigend auf eine weitere
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Stellungnahme.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie
die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer
sind Adressaten des angefochtenen Entscheids und haben als Eigentümer des
unmittelbar an das Baugrundstück angrenzenden Grundstücks Nr. 0003 ein eigenes
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Sie sind zur Beschwerdeerhebung
befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den am
24. Februar 2020 versandten Entscheid wurde mit Eingabe vom 2. März 2020
(Poststempel: 3. März 2020) rechtzeitig erhoben und sie erfüllt in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist daher grundsätzlich
einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit die Verweigerung
beziehungsweise die Aufhebung der erteilten Baubewilligung beantragt wird
(Rechtsbegehren Ziff. 2). Als Folge des im ordentlichen Rechtsmittelverfahren
geltenden Devolutiveffekts hat der angefochtene Rekursentscheid die ihm
zugrundeliegende Baubewilligung vom 13. Dezember 2018 vorläufig ersetzt. Sie kann
deshalb nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein (BGE 125 II 29 E. 1c mit
Hinweisen, verlangt wurde die Aufhebung der Baubewilligung). Würde der
Rekursentscheid antragsgemäss aufgehoben, fiele damit auch die erteilte
Baubewilligung dahin. Bei Gutheissung der Beschwerde müsste mithin nicht erneut
über die Baubewilligung entschieden werden.
2.
Am 1. Oktober 2017 ist das Planungs- und Baugesetz vom 5. Juli 2016 (sGS 731.1,
PBG) in Kraft getreten. Das bisherige Gesetz über die Raumplanung und das
öffentliche Baurecht vom 6. Juni 1972 (nGS 2017-049, BauG) wurde per 30. September
2017 aufgehoben. Gemäss Art. 173 Abs. 1 PBG sind die bei Vollzugsbeginn hängigen
Baubewilligungsverfahren nach jenem Recht zu beurteilen, welches im Zeitpunkt des
erstinstanzlichen Entscheids der Baubewilligungsbehörde Gültigkeit hatte. Der
erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 13. Dezember 2018
bis
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und damit nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes. Auf das vorliegende
Verfahren sind daher grundsätzlich die Bestimmungen des PBG anwendbar.
Die Anwendung des "neuen Rechts" (vgl. Art. 173 Abs. 2 PBG) setzt gemäss der Praxis
im Kanton St. Gallen indes voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen
Rahmennutzungspläne in Kraft sind (vgl. Planungs- und Baugesetz, Botschaft und
Entwurf der Regierung vom 11. August 2015, in: ABl 2015 S. 2399 ff., S. 2531, sowie
Kreisschreiben "Übergangsrechtliche Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz
(PBG)" des Baudepartements vom 8. März 2017, Ziff. 1 [nachfolgend: Kreisschreiben]).
Das Baureglement der Beschwerdebeteiligten vom 5. November 2010 (nachfolgend:
BauR) mit dazugehörendem Zonenplan wurde noch nicht an das neue Recht
angepasst. Praxisgemäss kann von den neuen Regelungen deshalb vorerst nur
Gebrauch gemacht werden, sofern sie direkt anwendbar sind (vgl. dazu Anhang des
Kreisschreibens). Andernfalls ist das bis am 30. September 2017 gültig gewesene
BauG in der Fassung vom 1. Januar 2015 heranzuziehen.
3.
Die Beschwerde richtet sich gegen die am 13. Dezember 2018 erteilte Baubewilligung.
Vorab bestreiten die Beschwerdeführer die Zonenkonformität der geplanten
Mobilfunkanlage (dazu E. 4). Ferner rügen sie, die Anlage halte die massgebenden
Höhenvorschriften und Grenzabstände nicht ein (dazu E. 5) und beeinträchtige das
Ortsbild ganz erheblich (dazu E. 6). In Bezug auf die von der Mobilfunkanlage
ausgehende Strahlung machen die Beschwerdeführer sodann verschiedene Verstösse
gegen umweltschutzrechtliche Vorschriften geltend (dazu E. 7). Schliesslich
beanstanden sie, dass die Beschwerdegegnerin den Alternativstandort nicht in
Betracht gezogen habe (dazu E. 8).
4.
Nach den Ausführungen der Vorinstanz gehören Mobilfunkanlagen als
Infrastruktureinrichtungen vergleichbar mit Strassen und anderen Versorgungsanlagen
grundsätzlich in die Bauzone. Innerhalb der Bauzone seien sie nur zonenkonform,
wenn sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren Funktion zum
Ort stünden, an dem sie errichtet werden sollten, und im Wesentlichen Bauzonenland
abdeckten. Gemäss Stellungnahme der Beschwerdegegnerin könne die
Mobilfunkanlage neben dem Dorf Y._ auch die entsprechenden Verbindungsstrassen
sowie Teile der in Senderichtung liegenden Gemeinden mit Mobilfunkdiensten
versorgen. Inwiefern die Beschwerdeführer daraus ableiten könnten, mit der in Frage
4.1.
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stehenden Mobilfunkanlage werde vorwiegend Nichtbaugebiet abgedeckt, sei unklar
und werde auch nicht weiter dargelegt. Offensichtlich solle primär der Bedarf in der
Bauzone abgedeckt werden. Im Übrigen gehe auch das Bundesgericht davon aus, in
ländlichen Versorgungsgebieten sei es unumgänglich, dass Mobilfunkanlagen neben
Baugebieten oft auch verhältnismässig grosse Nichtbaugebiete erfassten. Soweit sie
sich im Baugebiet befänden, beanspruchten sie kein Nichtbaugebiet und stünden im
Einklang mit dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Aus diesem
Grundsatz könne daher nicht abgeleitet werden, Mobilfunkanlagen dürften in der
Bauzone nur der lokalen Versorgung des Baugebiets dienen.
Die Beschwerdeführer machen geltend, die Beschwerdegegnerin habe in ihrer
Stellungnahme im erstinstanzlichen Verfahren akribisch genau beschrieben, die
geplante Anlage solle vorwiegend (zu über 85%) Nichtbauzonenland versorgen.
Folglich seien die Voraussetzungen an die Zonenkonformität einer Mobilfunkanlage
innerhalb der Bauzone – die wesentliche Abdeckung von Bauzonenland und die
funktionelle Beziehung zum Antennenstandort – nicht erfüllt. Die Verbindungsstrassen
lägen in der Landwirtschaftszone und Nachbarorte hätten keine funktionelle Beziehung
zum Ort, an dem die Antenne stehe. Mithin entspreche die Anlage nicht dem Zweck
der Nutzungszone.
Für die Erteilung der Baubewilligung wird nach dem Bundesgesetz über die
Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) vorausgesetzt, dass die Bauten
und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG).
Grundsätzlich ist es Sache des kantonalen (beziehungsweise kommunalen) Rechts und
der Nutzungsplanung festzulegen, in welchen Zonen Infrastrukturbauten – zu denen
auch Mobilfunkanlagen gehören – generell zulässig sind beziehungsweise
ausnahmsweise zugelassen werden können (vgl. BGE 141 II 245 E. 2.1). Unabhängig
vom kantonalen Recht ergibt sich aus dem fundamentalen raumplanerischen
Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, dass Infrastrukturanlagen zur
Erschliessung oder Versorgung des Siedlungsgebiets grundsätzlich innerhalb und nicht
ausserhalb der Bauzonen errichtet werden müssen. Mobilfunkanlagen ausserhalb der
Bauzone sind nicht zonenkonform und erfordern daher eine Ausnahmebewilligung
nach Art. 24 RPG (vgl. BGer 1C_451/2017 vom 30. Mai 2018 E. 2.3). Innerhalb der
Bauzone gelten sie nur als zonenkonform, soweit sie hinsichtlich Standort und
Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem
sie errichtet werden sollen, und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken (vgl.
BGE 138 II 173 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 133 II 321). Indes erfassen die
4.2.
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Versorgungsgebiete von Mobilfunkanlagen im ländlichen Bereich neben Baugebieten
oft auch verhältnismässig grosse Nichtbaugebiete. Befinden sich diese Anlagen im
Baugebiet, beanspruchen sie kein Nichtbaugebiet und stehen im Einklang mit dem
Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Aus diesem Grundsatz kann
daher nicht abgeleitet werden, Mobilfunkanlagen in der Bauzone dürften nur der
lokalen Versorgung des Baugebiets dienen. Eine solche Beschränkung liesse für die
Versorgung der Nichtbauzonen mit Mobilfunkdiensten grundsätzlich nur
Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzone zu, was dem Grundsatz der Trennung von
Bau- und Nichtbaugebiet widersprechen würde. Das Bundesgericht hat demnach
erwogen, eine Mobilfunkanlage (in der Bauzone) verstosse nicht gegen
Bundesumweltrecht, weil ihr Versorgungsgebiet flächenmässig erheblich mehr Land in
der Nichtbauzone als in der Bauzone umfasse (BGE 141 II 245 E. 2.4 mit Hinweisen;
vgl. auch VerwGE B 2019/22 vom 16. August 2019 E. 3.4 mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführer stützen ihr Vorbringen auf die Stellungnahme der
Beschwerdegegnerin vom 14. Juni 2018 (act. 9/4/17), worin diese "akribisch genau"
ausführe, mit der geplanten Anlage solle zu über 85% Nichtbauzonenland versorgt
werden. Die Vorinstanz hält den Beschwerdeführern entgegen, es sei unklar und werde
auch nicht weiter dargelegt, wie sie zu diesem Schluss gelangten. Mit diesem Einwand
setzen sich die Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift nicht auseinander.
Insbesondere zeigen sie nicht auf, welche Überlegungen ihrer Annahme zugrunde
liegen und wie die 85% rechnerisch zustande kommen. Ihre Ausführungen in Bezug auf
die Beanstandung der Zonenkonformität sind vielmehr identisch mit den Vorbringen im
Rekursverfahren. In dieser Hinsicht ist zumindest fraglich, ob die Beschwerde den
Anforderungen an die Begründung im Sinne von Art. 64 in Verbindung mit Art. 48
Abs. 1 VRP genügt. Jedenfalls ist auch für das Verwaltungsgericht nicht
nachvollziehbar, auf welcher Grundlage die Schlussfolgerung der Beschwerdeführer
beruht. Letztlich braucht diese Frage nicht geklärt zu werden, denn selbst wenn die
Beschwerdeführer mit ihrer Behauptung Recht hätten, wäre ihr Einwand unbegründet.
Das Grundstück Nr. 0001, auf dem die geplante Mobilfunkanlage errichtet werden soll,
liegt in der Kernzone K3. Gemäss Art. 9 BauR handelt es sich dabei um Bauzonenland.
Wie erwähnt steht eine Mobilfunkanlage (in der Bauzone), die vorwiegend
Nichtbauzonenland abdeckt, nach aktueller bundesgerichtlicher Rechtsprechung dem
raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet nicht
entgegen und ist zonenkonform (vgl. E. 4.2). Abgesehen davon besteht mangels
hinreichend fundierter Argumente seitens der Beschwerdeführer kein Anlass, die
4.3.
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5.
überzeugenden Darlegungen der Beschwerdegegnerin, wonach die geplante Anlage
vorwiegend Bauzonenland abdecke, anzuzweifeln.
Die Vorinstanz beruft sich auf einen Entscheid des Verwaltungsgerichts aus dem Jahr
2004, wonach Mobilfunkantennenanlagen keine Gebäude darstellten, die den
Höhenbeschränkungen gemäss Art. 67 Abs. 1 BauG unterworfen seien. Bei einer
Antennenanlage, bestehend aus Mast und Gerätekabine, die fest mit dem Boden
verbunden ist, handle es sich um eine «eindimensionale», technische
Infrastruktureinrichtung beziehungsweise um eine Anlage, für die weder die
Vorschriften über die Gebäudehöhe noch über die Dachaufbauten massgebend seien.
Von einer feingliedrigen Antenne würden Belichtung und Fernsicht nicht wesentlich
tangiert. Daher rechtfertige sich eine analoge Anwendung von Vorschriften über die
Gebäudehöhe grundsätzlich nicht. Hinzu komme, dass Mobilfunkanlagen technisch
eine gewisse Höhe aufweisen beziehungsweise die umliegenden Gebäude überragen
müssten, damit sie ihre Funktion überhaupt erfüllen könnten.
Die Beschwerdeführer machen geltend, weder aus der Systematik noch aus dem
Wortlaut von Art. 10 BauR gehe hervor, dass die Regelbauvorschriften nur für Bauten
gelten würden. Daher seien die Höhenvorschriften und Grenzabstände auch bei
Anlagen einzuhalten. Indem die Vorinstanz selbstverständlich davon ausgegangen sei,
Art. 10 BauR komme vorliegend nicht zur Anwendung, habe sie klares Recht verletzt.
5.1.
Das Baureglement der Beschwerdebeteiligten wurde noch gestützt auf Art. 2 und Art. 7
BauG erlassen. Art. 10 BauR legt insbesondere die maximale Gebäude- und Firsthöhe
sowie die Grenzabstände fest. Die Vorschriften über die Gebäude- und Firsthöhe
können sich begriffsnotwendig nur auf Gebäude beziehen. Das Gebäude wird im Sinne
des direkt anwendbaren Art. 73 PBG als ortsfeste Baute definiert, die zum Schutz von
Menschen, Tieren oder Sachen eine feste Überdachung und in der Regel weitere
Abschlüsse aufweist. Dies trifft auf Mobilfunkantennen wie der geplanten offensichtlich
nicht zu. Die Beschwerdeführer machen denn auch zu Recht nicht geltend, eine
Mobilfunkantenne stelle ein Gebäude dar. Wie die Vorinstanz korrekt ausführt, hat das
Verwaltungsgericht bereits im Jahr 2004 entschieden, bei Mobilfunkantennen handle es
sich um Anlagen (vgl. E. 3.1 des angefochtenen Entscheids sowie B. Wittwer,
Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 95). Hinsichtlich der
Grenzabstände bringen die Beschwerdeführer lediglich allgemein vor, diese müssten
5.2.
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6.
auch beim Bau von Anlagen eingehalten werden. Dabei zeigen sie jedoch nicht auf,
inwiefern die massgeblichen Grenzabstände im vorliegenden Fall nicht eingehalten sein
sollten und solches ist aus den Akten auch nicht ersichtlich. In der Folge ist darauf
nicht weiter einzugehen.
Die Vorinstanz hält zunächst fest, die Beschwerdebeteiligte habe das in Art. 10 BauR
für die Kernzone K3 statuierte Einordnungsgebot übersehen und sei fälschlicherweise
davon ausgegangen, es bestünden keine über das Verunstaltungsverbot
hinausgehenden gestalterischen Anforderungen. In der Folge hat die Vorinstanz selbst
geprüft, ob die geplante Mobilfunkanlage mit dem Einordnungsgebot vereinbar ist.
Vorab macht sie Ausführungen zur Umgebung, in der sich das Grundstück Nr. 0001
befindet, wobei sie insbesondere erwähnt, an der östlichen Talseite, in erhöhter Lage,
verlaufe in Nord-Süd-Richtung das Bahntrassee der Südostbahnen (vgl. E. 5.4 des
angefochtenen Entscheids). Gestützt auf die Erkenntnisse und die Fotos des
Augenscheins vom 8. Oktober 2019 erwägt sie schliesslich, in der zu beurteilenden
Kernzone seien keine charakteristischen Gestaltungselemente wie Materialien und
Farben oder Formgebung und Proportionen auszumachen. Die Umgebung zeichne
sich vielmehr durch ihre heterogene Bebauung aus. Die Gebäude würden sich
hinsichtlich ihrer Setzung und Gestaltung massgeblich unterscheiden. Ferner werde die
Kernzone durch zwei grössere Freiflächen geprägt. Insgesamt seien weder das Orts-
noch das Landschaftsbild von besonderer Qualität. Nichtsdestotrotz könne die
geplante Antenne mit ihren fast 25 m Höhe isoliert betrachtet zwar als störend in
Erscheinung treten. Allerdings bestehe in Bezug auf deren Form kaum
Gestaltungsspielraum. Zudem müsse die Antenne ihre Umgebung überragen, damit sie
ihre Funktion erfüllen könne. Unter Berücksichtigung der beschränkten gestalterischen
Möglichkeiten und der heterogenen Bebauung der Kernzone dürften die Anforderungen
an die Einordnung nicht allzu hoch angesetzt werden. Im Übrigen stehe auf dem
Baugrundstück bereits ein Antennenmast, welcher das Landschafts- und Ortsbild
präge. Die Stärke des Gegensatzes zwischen einem etwas höheren Antennenmast und
der bestehenden Umgebung sei daher geringfügig.
Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, die geplante Antenne beeinträchtige das
Ortsbild ganz erheblich, zumal sie mitten in einem Einfamilienhausquartier mit ländlich
dörflichem Charakter erstellt werden solle. Entgegen der Behauptung der Vorinstanz
bestehe zwischen dem Trassee der Südostbahnen und dem vorgesehenen Standort
6.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 11/20
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der Anlage keinerlei Korrelation. Dem verwaltungsrechtlichen
Verhältnismässigkeitsprinzip entsprechend hätte die Beschwerdebeteiligte darauf
hinwirken müssen, dass die Beschwerdegegnerin den Alternativstandort in Betracht
ziehe.
Das im direkt anwendbaren Art. 99 Abs. 1 PBG statuierte Verunstaltungsverbot
entspricht im Wesentlichen dem vormaligen Art. 93 Abs. 1 BauG. Die Gemeinden
können in ihrem Baureglement insbesondere für Kern- und Schutzzonen
darüberhinausgehend ein Einordnungsgebot vorsehen, wonach Bauten und Anlagen so
gestaltet und eingeordnet werden, dass mit der Umgebung zusammen eine gute
Gesamtwirkung entsteht (Art. 99 Abs. 2 PBG). Das Einordnungsgebot stellt gegenüber
dem Verunstaltungsverbot höhere Anforderungen an die bauliche Gestaltung.
Dementsprechend muss das Bauvorhaben einerseits für sich allein und andererseits in
seinem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung beurteilt
werden. Besonders zu berücksichtigen sind charakteristische Gestaltungselemente, die
in der Umgebung vorkommen, wie etwa die Materialien und Farben oder die
Formgebung und Proportionen. Je heterogener sich die Umgebung in Bezug auf die
charakteristischen Merkmale präsentiert, umso weniger kann vom typischen
Charakteristischen gesprochen werden und umso weniger muss ein Bauvorhaben
ihnen Rechnung tragen (B. Zumstein, Die Anwendung der ästhetischen Generalklauseln
des kantonalen Baurechts, St. Gallen 2001, S. 144; vgl. auch VerwGE B 2017/243 vom
22. August 2019 E. 7.1.1). Gemäss dem für die Kernzone K3 geltenden
Einordnungsgebot haben sich zulässige Bauten und Anlagen "gut in das Orts- und
Strassenbild einzufügen" (vgl. Art. 10 BauR). Als Ästhetikvorschrift hat das
Einordnungsgebot eine eigenständige Bedeutung. Ästhetikvorschriften sind nicht von
vornherein eingehalten, wenn die Bauvorschriften respektiert werden, zumal sich die
Schutzbereiche der Normen nicht zwingend decken. Bei deren Anwendung steht den
kommunalen Behörden ein Ermessensspielraum zu, der im Rechtsmittelverfahren zu
beachten ist. Ist der Einordnungsentscheid einer kommunalen Behörde
nachvollziehbar, beruht er mithin auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden
Sachumstände, haben die Rechtsmittelinstanzen diesen zu respektieren und dürfen
das Ermessen der kommunalen Behörde nicht durch ihr eigenes ersetzen (vgl. BGer
1C_434/2012 vom 28. März 2013 E. 3.3 mit Hinweisen; 1C_265/2014 vom 22. April
2015 E. 5.3 [in BGE 141 II 245 nicht publizierte E.]). Soweit kommunale Bau- und
Zonenvorschriften Mobilfunkanlagen betreffen, müssen sie die sich aus dem
Bundesumwelt- und -fernmelderecht ergebenden Schranken beachten. In diesem
Rahmen sind kommunale ortsplanerische Bestimmungen, die zur Wahrung des
6.2.
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Charakters oder der Wohnqualität eines Quartiers die Errichtung von Mobilfunkanlagen
einschränken, grundsätzlich möglich. Auch ist nicht ausgeschlossen, allgemeine
Ästhetikklauseln auf solche Anlagen anzuwenden. Dabei ist indessen auf die
Zielsetzung der Fernmeldegesetzgebung des Bundes angemessen Rücksicht zu
nehmen. Die im Interesse des Ortsbildschutzes erlassenen ortsplanerischen
Bestimmungen dürfen daher die Wahrnehmung des Versorgungsauftrags der
Mobilfunkbetreiber gemäss der Fernmeldegesetzgebung nicht vereiteln oder über
Gebühr erschweren. Diese Gesetzgebung soll insbesondere eine zuverlässige und
erschwingliche Grundversorgung mit Fernmeldediensten für alle Bevölkerungskreise in
allen Landesteilen gewährleisten und einen wirksamen Wettbewerb beim Erbringen von
Fernmeldediensten ermöglichen. Die Mobilfunkversorgung aller Landesteile soll dabei
nicht nur die Bau-, sondern auch die Nichtbaugebiete und die dadurch führenden
Strassen und Bahnlinien erfassen (BGE 141 II 245 E. 7.1 mit Hinweisen).
Die Beschwerdebeteiligte hat bei der Beurteilung hinsichtlich Gestaltung des
Bauvorhabens einen zu tiefen Massstab angelegt, zumal sie dieses nur auf
Vereinbarkeit mit dem Verunstaltungsverbot hin geprüft hat. Da die Vorinstanz im
Rekursverfahren über volle Kognition verfügte, konnte (und durfte) sie die Prüfung auf
Vereinbarkeit mit dem Einordnungsgebot unbenommen selbst vornehmen. Wie erwähnt
muss sich die Anlage demnach gut in das Orts- und Strassenbild einfügen.
Es kann durchaus dafürgehalten werden, das in Frage stehende Gebiet zeichne sich
durch einen ländlich dörflichen Charakter aus. Indes scheint fraglich, ob sich der
Antennenstandort – wie die Beschwerdeführer vorbringen – mitten in einem
"Einfamilienhausquartier" befindet. Unbestritten gibt es in der näheren Umgebung zwar
zahlreiche Wohnhäuser. Darüber hinaus wird das Gebiet aber auch massgeblich von
unterschiedlichen Gewerbetrieben (u.a. ...) geprägt. Sodann steht auf dem Grundstück
Nr. 0001 schon jetzt ein Antennenmast mit Technikgebäude. Aus den Fotos zum
vorinstanzlichen Augenschein ergibt sich zudem, dass sich die Gestaltung der
umliegenden Bauten hinsichtlich Materialien, Farben, Formgebung und Proportionen
nicht durch einheitliche Elemente auszeichnet. Mithin lassen sich keine
charakteristischen Merkmale ausmachen, denen das vorliegende Bauvorhaben
Rechnung tragen müsste. Vielmehr weist die Umgebung eine – wie die Vorinstanz
zutreffend festhält – heterogene Bebauung auf. Nichts anderes ergibt sich aus der
Bewertung des Ortsbildes im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz
(www.sg.ch Kultur/Denkmalpflege/Ortsbildschutz/ISOS, Inventarblatt Y._.pdf),
wonach das Dorf Y._ keine besonderen räumlichen und lediglich bescheidene
6.3.
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7.
Die Beschwerdeführer beanstanden einerseits die Berechnung des Anlagegrenzwerts
für den OMEN Nr. X (dazu E. 7.1). Andererseits befürchten sie, die Sendeleistung der
Mobilfunkanlage werde später verdeckt hochgefahren, was zu massiven
Grenzwertüberschreitungen und damit verbunden zu schweren gesundheitlichen
Folgen führen würde (dazu E. 7.2).
architekturhistorische Qualitäten aufweise. Indes wird die neue Antenne durch ihre
beträchtliche Höhe unbestritten deutlicher in Erscheinung treten als die bisherige.
Diesem Umstand kann derweil durch eine geeignete Farbwahl Abhilfe geschaffen
werden. Die Beschwerdegegnerin will mit der Beschwerdebeteiligten denn auch
entsprechende Massnahmen treffen, um die optische Beeinträchtigung durch die
Antenne soweit möglich zu reduzieren (act. 9/4/17, Rz. 87).
Wenn die Beschwerdeführer vorbringen, es bestehe keinerlei Korrelation zwischen dem
Trassee der Südostbahnen und dem vorgesehenen Standort der
Mobilfunkantennenanlage, können sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie die
Vorinstanz korrekt ausführt, verläuft das Bahntrassee in erhöhter Lage östlich der
Talseite des Baugrundstücks. Aufgrund des davorstehenden Waldes ist es vom
Talkessel aus gar nicht zu erkennen. Mithin kann es gezwungenermassen keine
Korrelation zwischen Trassee und Mobilfunkanlage geben. Bei den vorinstanzlichen
Ausführungen handelt es sich denn auch um eine reine Beschreibung des Gebiets.
Dass sich das Trassee der Südostbahnen an besagter Lage befindet, ist eine Tatsache.
Anders als die Beschwerdegegnerin leitet die Vorinstanz daraus nicht ab, die
Mobilfunkanlage füge sich deswegen gut in das Orts- und Strassenbild ein. Vielmehr
stützt sie sich bei ihrer Beurteilung hinsichtlich Gestaltung auf das örtliche
Erscheinungsbild und begründet nachvollziehbar, weshalb das Einordnungsgebot der
geplanten Mobilfunkantennenanlage nicht entgegensteht.
Die Vorinstanz führt aus, es sei unbestritten, dass sich der OMEN Nr. X im zweiten
Obergeschoss befinde. Das Amt für Umwelt habe denn auch festgestellt, bei der
Bezeichnung des OMEN Nr. X mit "D._strasse 14, 1. OG" im Standortdatenblatt
(act. 9/4/2, S. 4) handle es sich offensichtlich um einen Schreibfehler. Im
Aufnahmedossier sei richtigerweise das zweite Obergeschoss angekreuzt worden. Im
Übrigen entspreche die Höhe, anhand derer die elektrische Feldstärke berechnet
wurde (5.90 m über Höhenkote 0 beziehungsweise 6.37 m über Boden), der üblichen
Höhe eines zweiten Obergeschosses. Nach den Berechnungen des Amts für Umwelt
7.1.
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könne der Anlagegrenzwert sogar bis zu einer Höhe von 6.6 m über Boden eingehalten
werden.
Die Beschwerdeführer bestreiten, dass sich die Berechnung des Anlagegrenzwerts auf
das zweite Obergeschoss beziehe, zumal die Höhe mit 5.90 m über Boden dafür viel zu
tief angesetzt worden sei. Deshalb müssten die Strahlungswerte im zweiten
Obergeschoss, das sich mehr als 7 m über Boden befinde, notgedrungen markant
höher sein und die umweltrechtlichen Vorschriften könnten daher offenkundig nicht
eingehalten werden.
Wenn die Beschwerdeführer geltend machen, die Beschwerdegegnerin habe bei ihrer
Berechnung die Höhe für das zweite Obergeschoss mit 5.90 m über Boden zu niedrig
angesetzt, gehen sie von falschen Tatsachen aus. Der OMEN Nr. X befindet sich
gemäss Standortdatenblatt 5.90 m über Höhenkote 0 beziehungsweise 6.37 m über
Boden. Der berechnete Anlagegrenzwert bezieht sich demnach nicht auf eine Höhe
von 5.90 m über Boden, sondern auf eine Höhe von 6.37 m über Boden. Derweil
schienen dem Amt für Umwelt 6.37 m über Boden für ein "normales" zweites
Obergeschoss etwas knapp. Gestützt auf weitergehende Berechnungen hielt es fest,
der Anlagegrenzwert könne rechnerisch bis zu einer Höhe von 6.6 m über Boden
eingehalten werden, was der üblichen Höhe eines zweiten Obergeschosses entspreche
(act. 9/9). Dem halten die Beschwerdeführer entgegen, das zweite Obergeschoss des
OMEN Nr. X befinde sich mehr als 7 m über Boden. Diese (unbelegte) Behauptung
allein genügt indes nicht, um die Berechnungen der Beschwerdegegnerin – und damit
auch die Kontrollberechnungen der Fachbehörde (Amt für Umwelt) – in Frage zu stellen
und ernsthafte Zweifel zu begründen. Vielmehr wäre im Sinne der den
Beschwerdeführern zukommenden Mitwirkungspflicht (Art. 12 Abs. 1 VRP, vgl. VerwGE
B 2012/237 vom 27. August 2012 E. 4.1 sowie Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelti
[Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen
2020, N 14 zu Art. 12-13 VRP) konkret darzulegen gewesen, weshalb im vorliegenden
Fall nicht von der üblichen Höhe eines zweiten Obergeschosses (6.6 m über Boden)
hätte ausgegangen werden dürfen. Diesbezüglich bringen die Beschwerdeführer nichts
vor. Die Annahme der Vorinstanz, wonach sich der ausgewiesene Anlagegrenzwert auf
das zweite Obergeschoss des OMEN Nr. X beziehe und eingehalten werde, ist deshalb
nicht zu beanstanden.
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7.2.
Die Vorinstanz erwägt, die Befürchtung der Beschwerdeführer hinsichtlich der
Überschreitung des Anlagegrenzwerts durch verdecktes Hochfahren der Sendeleistung
sei unbegründet, zumal die Beschwerdegegnerin über ein zertifiziertes
Qualitätssicherungssystem verfüge. Das Bundesgericht habe das
Qualitätssicherungssystem in verschiedenen Entscheiden als wirksames und
ausreichendes Instrument zur Kontrolle der Emissionsbegrenzungen bezeichnet.
Die Beschwerdeführer befürchten aufgrund der von der Antenne ausgehenden
Strahlung schwere negative Folgen für ihre Gesundheit. Sie berufen sich auf
verschiedene Berichte und Untersuchungen aus der Forschung, wonach bereits eine
schwache, noch nicht als schädlich oder lästig geltende Strahlung
gesundheitsschädigende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus habe. Es
sei absolut unverantwortlich und verstosse gegen das Recht auf körperliche
Unversehrtheit, eine solche Anlage in unmittelbarer Nähe von intensiv bewohntem
Gebiet zu bewilligen. Die festgestellte Strahlenbelastung am OMEN Nr. X beruhe
ausschliesslich auf theoretischen Berechnungen. Bei der geringsten Abweichung der
Sendeleistung werde der Anlagegrenzwert überschritten. Da sich mit der deklarierten
Sendeleistung kein vernünftiges Mobilfunknetz betreiben lasse, sei mit absoluter
Sicherheit damit zu rechnen, dass die Sendeleistung später verdeckt, ferngesteuert
hochgefahren werde, was zu massiven Grenzwertüberschreitungen führen müsse. Eine
Sicherheit, die dieses Szenario verhinderte, könne nicht geboten werden.
7.2.1.
Gemäss Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung
(SR 814.710, NISV) müssen Anlagen so erstellt und betrieben werden, dass sie die in
Anhang 1 festgelegten vorsorglichen Emissionsbegrenzungen einhalten. Die
Anlagegrenzwerte für Mobilfunkanlagen werden in Ziff. 64 Anhang 1 NISV definiert.
Nach Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2 NISV obliegt es der Behörde, die Einhaltung der
Emissionsbegrenzungen zu überwachen und sie anhand von Messungen oder
Berechnungen zu kontrollieren. Wie diese Kontrolle konkret zu erfolgen hat, schreibt
die Verordnung nicht vor.
Gestützt auf die Expertise des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) vom
30. September 2005 empfahl das Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit Rundschreiben
vom 16. Januar 2006 ein Qualitätssicherungssystem zur Anwendung, das täglich die
7.2.2.
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effektiv eingestellten ERP und Senderichtungen sämtlicher Antennen des betreffenden
Netzes mit den bewilligten Werten beziehungsweise Winkelbereichen vergleicht.
Festgestellte Überschreitungen müssen innerhalb von 24 Stunden behoben werden,
sofern dies durch Fernsteuerung möglich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche.
Stellt das Qualitätssicherungssystem Überschreitungen fest, wird automatisch ein
Fehlerprotokoll erzeugt. Die Fehlerprotokolle werden der Vollzugsbehörde alle zwei
Wochen zugestellt und mindestens zwölf Monate aufbewahrt. Die Netzbetreiber
gewähren den Vollzugsbehörden uneingeschränkte Einsicht in ihre
Qualitätssicherungsdatenbank. Das ordnungsgemässe Funktionieren dieses
Kontrollsystems muss durch eine unabhängige, externe Prüfstelle periodisch auditiert
werden. Diese formalisierte Selbstkontrolle der Netzbetreiber soll durch regelmässige
Rapporte an die Vollzugsbehörde ergänzt werden, die ihrerseits Stichproben durchführt
(Rundschreiben BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 3; vgl. auch BGer 1C_97/2018 vom
3. September 2019 E. 6.2 mit Hinweis auf 1A.57 und 1P.167/2006 vom 6. September
2006).
Die Qualitätssicherungssysteme dienen der Kontrolle, dass die bewilligten Parameter
(äquivalente Strahlungsleistung ERP, Senderichtung) der Mobilfunkantennen im Betrieb
eingehalten und die Grenzwerte der NISV nicht überschritten werden. Das
Bundesgericht hat mehrfach entschieden, das vom BAFU empfohlene
Qualitätssicherungssystem stelle eine zulässige Alternative zur Kontrolle durch bauliche
Vorkehrungen dar und genüge grundsätzlich den Anforderungen der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung an eine wirksame Kontrolle der
Emissionsbegrenzungen (BGer 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 3.3;
1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 6.1; 1A.6/2007 vom 6. September 2007 E. 5.1).
Das BAFU hat bestätigt, dass alle Daten, die von der Netzzentrale aus gesteuert
werden könnten (Sendeleistung und teilweise die Elevation), von dieser automatisch an
die Qualitätssicherungsdatenbank weitergegeben würden, weshalb insoweit fehlerhafte
Eingaben ausgeschlossen seien. Die unbemerkte Erhöhung von nicht bewilligten, aber
technisch möglichen Sendeleistungen ist von daher grundsätzlich verunmöglicht, da
eine solche im Nachhinein zu Tage tritt. Selbst wenn keine Online-Datenübertragung
stattfindet, hat als dargetan zu gelten, dass die Daten bei den Mobilfunkbetreibern
automatisch (elektronisch) erfasst und danach – ebenfalls automatisch – an die
Qualitätssicherungsdatenbank weitergeleitet werden (vgl. VerwGE B 2014/55 vom
27. Oktober 2015 E. 4.4.3; B 2013/134 vom 11. November 2014 E. 4.3.4 je mit Hinweis
auf BGer 1C_282/2008 vom 7. April 2009).
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Die Beschwerdeführer rügen im Grundsatz, die Einhaltung der Grenzwerte können
nicht gewährleistet werden und ein verdecktes Hochfahren der Sendeleistung bliebe
unbemerkt. Dabei lassen sie ausser Acht, dass beim Bau von Mobilfunkantennen die
Anforderungen an die Qualitätssicherung gemäss dem Rundschreiben des BAFU vom
16. Januar 2006 erfüllt sein müssen. Gemäss Standortdatenblatt ist dies vorliegend der
Fall (act. 9/4/2, S. 5, Ziff. 7). Die Vorinstanz verweist zutreffend auf das entsprechende
Zertifikat (vgl. E. 7.2 des angefochtenen Entscheids). Die Situationspläne und das
Standortdatenblatt bilden Bestandteil der Baubewilligung und die Umsetzung des
Bauvorhabens ist nur in deren Rahmen zulässig. Gemäss Schreiben vom 16. Mai 2018
verfügt das Amt für Umwelt sodann über den Zugang zur BAKOM-Datenbank und ist
somit in der Lage, Auskunft über die aktuellen Betriebsdaten zu erteilen (act. 9/4/3). Da
die effektiv eingestellten Werte mit den bewilligten Werten täglich verglichen werden,
würde eine Überschreitung der bewilligten Sendeleistung sofort registriert und ein
Fehlerprotokoll erzeugt, welches dem Amt für Umwelt zugestellt würde. Auch wenn
eine Überschreitung der bewilligten Sendeleistung rein technisch möglich ist und nicht
gänzlich verhindert werden kann, so würde sie im konkreten Fall dank des
Qualitätssicherungssystems doch rasch bemerkt und könnte umgehend behoben
werden. Die Beschwerdeführer bringen denn auch nichts vor, was Zweifel an der
Verlässlichkeit des Qualitätssicherungssystems begründen würde. Mithin stellt es ein
wirksames Kontrollinstrument dar und bietet genügend Sicherheit für die Einhaltung
der Grenzwerte.
Die Beschwerdeführer berufen sich auf Berichte, Untersuchungen und Beobachtungen
aus der Forschung, wonach nichtionisierende Strahlung – neben den von der NISV
berücksichtigten thermischen Auswirkungen – noch andere biologische Einflüsse auf
den menschlichen Organismus habe. In diesem Zusammenhang hat das
Bundesgericht unter Hinweis auf das Urteil 1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017
E. 3.5.2 bestätigt, die festgelegten Grenzwerte seien gemäss bisherigem Wissensstand
verfassungs- und gesetzeskonform und es bestehe kein Anlass, diese Rechtsprechung
grundlegend zu überprüfen (BGer 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 2.5). Es ist in
erster Linie Sache der zuständigen Fachbehörde (und nicht der Gerichte), die
internationale Forschung sowie die technische Entwicklung zu verfolgen und
gegebenenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen (vgl. BGer
1C_462/2007 vom 29. April 2008 E. 5.1 mit Hinweis). Da die Beschwerdeführer keine
neuen wissenschaftlichen Studien nennen, die zu einem anderen Ergebnis führen
könnten, besteht kein Anlass, von der Einschätzung des BAFU abzuweichen (vgl. BGer
7.2.3.
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8.
Grundsätzlich besteht innerhalb der Bauzone ein Anspruch auf Erteilung der
Baubewilligung, sofern das Bauvorhaben zonenkonform ist und die übrigen
gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Es besteht somit (vorbehältlich einer abweichenden
Regelung des kantonalen oder kommunalen Rechts) kein Raum für eine umfassende
Interessenabwägung unter Berücksichtigung von Alternativstandorten (vgl. BGer
1C_661/2012 vom 5. September 2013 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Beim Bau einer
Mobilfunkantenne innerhalb der Bauzone muss ohne entsprechende
planungsrechtliche Vorschriften des Kantons oder der Gemeinde nicht geprüft werden,
ob bessere Alternativstandorte vorhanden sind (vgl. VerwGE B 2019/22 vom
1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 5.5; zur kanzerogenen Wirkung BGer
1C_340/2013 vom 4. April 2014 E. 3.4). Solange die festgelegten Grenzwerte der NISV
eingehalten werden – was hier der Fall ist – steht der Gesundheitsschutz dem
vorliegenden Bauvorhaben somit nicht entgegen.
Die Vorinstanz führt in Bezug auf den vorgeschlagenen Alternativstandort unter Hinweis
auf Art. 146 PBG aus, es bestehe ein Anspruch auf Erteilung einer Baubewilligung,
wenn keine im öffentlichen Recht begründeten Hindernisse vorlägen. Solange die
gesetzlichen Vorschriften (insbesondere die Strahlengrenzwerte) eingehalten seien,
könne die Baubewilligung für eine Mobilfunkantennenanlage daher grundsätzlich nicht
verweigert werden. Alternativstandorte seien nur dann zu prüfen, wenn kantonale oder
kommunale planungsrechtliche Vorschriften dazu verpflichteten. Vorliegend existiere
keine Bestimmung, aus der sich ein klagbarer Anspruch auf einen Alternativstandort
ableiten liesse. Nichtsdestotrotz habe die Beschwerdegegnerin den vorgeschlagenen
Standort geprüft und mit Schreiben vom 17. Juli 2018 nachvollziehbar festgestellt,
dieser sei ungeeignet. Der Vorwurf der Beschwerdeführer erweise sich deshalb als
unbegründet.
Die Beschwerdeführer machen geltend, es leuchte nicht ein, weshalb der von ihnen
vorgeschlagene Standort ungeeignet sein solle. Schliesslich habe dort vor wenigen
Jahren schon einmal eine Antenne der Beschwerdegegnerin gestanden. Dieser
Umstand spreche dafür, dass das Grundstück Nr. 0005 für das geplante Bauvorhaben
sehr wohl in Frage käme. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin nicht explizit
dargelegt, weshalb der Alternativstandort nicht geeignet sein solle.
8.1.
8.2.
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16. August 2019 E. 3.3; B 2013/134 vom 11. November 2014 E. 2.3.1). Gemäss dem
direkt anwendbaren Art. 146 PBG ist die Baubewilligung zu erteilen, wenn keine im
öffentlichen Recht begründeten Hindernisse vorliegen. Bei der Baubewilligung handelt
es sich um eine Polizeierlaubnis. Sind die gesetzlich festgelegten Voraussetzungen
erfüllt, hat die darum ersuchende Person einen Anspruch auf Erteilung derselben. Die
Entscheidung darüber, ob die Bewilligung erteilt wird oder nicht, liegt deshalb
grundsätzlich nicht im Ermessen der Bewilligungsbehörde (vgl. BGer 1C_169/2008
vom 5. Dezember 2008 E. 12; Wittwer, a.a.O., S. 96).
Vorliegend befindet sich der ersuchte Standort innerhalb der Bauzone. Wie die
Vorinstanz korrekt ausführt, ist keine Bestimmung ersichtlich, die zur Prüfung eines
Alternativstandorts verpflichten würde (vgl. E. 2.2 des angefochtenen Entscheids). Dem
Bauvorhaben stehen nach den gemachten Ausführungen keine im öffentlichen Recht
begründeten Hindernisse entgegen. In der Folge hat die Beschwerdegegnerin
Anspruch auf Erteilung der Bewilligung und ist namentlich nicht gehalten,
Alternativstandorte zu prüfen. Dessen ungeachtet ist sie dem Ersuchen der
Beschwerdebeteiligten nachgekommen und hat in Bezug auf das Grundstück Nr. 0005
eine sorgfältige Beurteilung vorgenommen. Wenn die Beschwerdeführer rügen, die
Beschwerdegegnerin habe nicht explizit dargelegt, weshalb dieses ungeeignet sein
solle, kann ihnen schon deshalb nicht gefolgt werden, weil von Vornherein keine Pflicht
zur Prüfung eines Alternativstandorts bestand. Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin
in ihrem Schreiben vom 17. Juli 2018 (act. 9/4/22) ausführlich und nachvollziehbar
begründet, weshalb sich der ersuchte Standort für das in Frage stehende Bauvorhaben
besser eignet als die von den Beschwerdeführern vorgeschlagene Alternative, bei der
es sich zudem um einen Standort ausserhalb der Bauzone handelt.
9.
Da das vorliegende Bauvorhaben den gesetzlichen Vorschriften entspricht, hat die
Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung. Die Vorinstanz
hat den Rekurs der Beschwerdeführer daher zu Recht abgewiesen.
10.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
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CHF 4'000 scheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung;
sGS 941.12). Sie ist mit dem von den Beschwerdeführern in gleicher Höhe geleisteten
Kostenvorschuss zu verrechnen.
Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP). Der Rechtsvertreter
der Beschwerdegegnerin hat keine Kostennote eingereicht. Die Entschädigung ist nach
Ermessen festzulegen (Art. 30 lit. b Ziff. 1 und Art. 31 Abs. 1 und Abs. 2 des
Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, sowie Art. 6 und Art. 19 der Honorarordnung;
sGS 963.75; HonO). Eine Entschädigung von CHF 4'500 zuzüglich Barauslagen von
CHF 180 (vier Prozent von CHF 4'500 im Sinne von Art. 28 Abs. 1 HonO) scheint
angemessen. Die Beschwerdegegnerin ist selbst mehrwertsteuerpflichtig, weshalb sie
die in der Honorarrechnung ihres Anwalts belastete Mehrwertsteuer als Vorsteuer von
ihrer eigenen Steuerschuld wieder abziehen kann. Die Mehrwertsteuer muss bei der
Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung daher nicht zusätzlich berücksichtigt
werden (vgl. VerwGE B 2019/22 vom 16. August 2019 E. 5.2 sowie R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtpflegegesetz, St. Gallen
2004, S. 194).