Decision ID: 9f56736a-34aa-455c-b766-995b9d3314ca
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- Am Sonntag, 18. Juli 2010, stellte die Kantonspolizei St. Gallen um 17.25 Uhr
mittels Lasermessung fest, dass X als Lenker des Motorrades "Harley-Davidson" mit
dem amtlichen Kennzeichen XX 0000 auf der Hauptstrasse in S in Fahrtrichtung B auf
der Höhe der C-Strasse die allgemeine Höchstgeschwindigkeit ausserorts von 80 km/h
um 36 km/h überschritt. Der Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen.
Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt entzog X den Führerausweis am 12. August
2010 für die Dauer von 16 Monaten.
B.- Gegen die Verfügung vom 12. August 2010 erhob X durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 13. August 2010 und Ergänzung vom 15. September 2010 Rekurs bei
der Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die
Entzugsdauer von der Administrativbehörde nach rechtskräftigem Abschluss des
Strafverfahrens neu festzusetzen, eventualiter ein Entzug von 12 Monaten anzusetzen.
Das Rekursverfahren wurde am 24. September 2010 sistiert und der Rechtsvertreter
des Rekurrenten gebeten, Strafentscheide umgehend mitzuteilen. Das Gericht wurde
während eines Jahres vom Rekurrenten nicht über die strafrechtliche Beurteilung des
Vorfalls vom 18. Juli 2010 unterrichtet. Eine telefonische Abklärung beim
Untersuchungsamt Z ergab am 22. September 2011, dass das Strafverfahren bereits
am 3. November 2010 mit einem rechtskräftig gewordenen Strafbescheid erledigt
worden war. X wurde wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Geldstrafe
von 20 Tagessätzen zu je Fr. 80.--, bedingt erlassen bei einer Probezeit von drei
Jahren, und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt. Der Rechtsvertreter des
Rekurrenten äusserte sich am 29. November 2011 zur vorgesehenen Aufhebung der
Sistierung, und das Rekursverfahren wurde am 30. November 2011 weitergeführt.
Der Vertreter des Rekurrenten ergänzte den Rekurs in der Sache am 3. Januar 2012
und beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei die angefochtene
Verfügung aufzuheben und die Dauer des Führerausweisentzugs auf 12 Monate
festzusetzen. Auf die Ausführungen zur Begründung der Rekursanträge wird, soweit

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine
Stellungnahme.
Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 13. August 2010 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt zusammen mit den Ergänzungen vom 15. September
2010 und vom 3. Januar 2012 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist,
der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das
Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG)
und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für
die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung
schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft
oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Von einer mittelschweren
Widerhandlung ist immer dann auszugehen, wenn nicht alle privilegierenden Elemente
einer leichten und nicht alle qualifizierenden einer schweren Widerhandlung erfüllt sind
(vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4487).
3.- Angesichts der Feststellungen im rechtskräftigen Strafbescheid des
Untersuchungsamtes Z vom 3. November 2010 bestreitet der Rekurrent zu Recht nicht,
am 18. Juli 2010 auf der Hauptstrasse in S in Fahrtrichtung B die allgemeine
Höchstgeschwindigkeit ausserorts von 80 km/h um 36 km/h überschritten zu haben. Er
hat die entsprechenden Signale missachtet und dadurch Art. 27 Abs. 1 SVG, wonach
Signale und Markierungen zu befolgen sind und diese den allgemeinen Regeln
vorgehen, und Art. 32 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 4a Abs. 1 lit. b der
Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11), wonach die allgemeine Höchstgeschwindigkeit
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für Fahrzeuge unter günstigen Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen ausserhalb
von Ortschaften, ausgenommen auf Autobahnen, 80 km/h beträgt, verletzt.
4.- Aus Gründen der Rechtsgleichheit hat das Bundesgericht für die Beurteilung von
Geschwindigkeitsüberschreitungen präzise Regeln aufgestellt. Unabhängig von den
konkreten Umständen liegt ein objektiv schwerer Fall etwa dann vor, wenn die
Geschwindigkeit jeweils mindestens um 25 km/h innerorts, 30 km/h ausserorts oder
35 km/h auf einer Autobahn überschritten wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts
1C_335/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 2.2 mit Hinweis auf 1C_83/2008 vom
16. Oktober 2008 E. 2). Nach dieser Rechtsprechung wiegt eine
Geschwindigkeitsüberschreitung von 36 km/h ausserorts, wie sie der Rekurrent am
18. Juli 2010 in S beging, schwer. Sie würde sogar auf einer Autobahn regelmässig als
schwere Widerhandlung geahndet. Im Rekurs wird deshalb zu Recht nicht geltend
gemacht, die Widerhandlung wiege hinsichtlich der Gefährdung wie auch des
Verschuldens nicht schwer.
5.- Die Vorinstanz hat den Führerausweis für die Dauer von 16 Monaten entzogen. Im
Rekurs wird die Anordnung einer über der für eine im Rückfall begangene schwere
Widerhandlung vorgeschriebenen gesetzlichen Mindestentzugsdauer von 12 Monaten
liegenden Entzugsdauer beanstandet.
a) Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die
Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der
Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die
berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf
jedoch nicht unterschritten werden. Der Führerausweis wird nach einer schweren
Widerhandlung für mindestens zwölf Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen
fünf Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal
wegen mittelschweren Widerhandlungen entzogen war (Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG). Der
Führerausweis war dem Rekurrenten wegen einer am 4. Juli 2009 begangenen
schweren Widerhandlung für die Dauer von fünf Monaten vom 18. Oktober 2009 bis
17. März 2010 entzogen. Die erneute schwere Widerhandlung beging der Rekurrent am
18. Juli 2010, mithin innerhalb der fünfjährigen Rückfallfrist von Art. 16c Abs. 2 lit. c
SVG.
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b) aa) Die Vorinstanz hat die gegenüber der gesetzlichen Mindestentzugsdauer von 12
Monaten gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG deutliche Erhöhung der Entzugsdauer damit
begründet, die Verkehrsregeln seien innert weniger Monate nach Ablauf eines längeren
Führerausweisentzugs, der ebenfalls wegen einer massiven
Geschwindigkeitsüberschreitung ausgesprochen worden sei, erneut verletzt worden.
Zudem hat sie das Ausmass der Geschwindigkeitsüberschreitung erhöhend
berücksichtigt.
bb) Wo sich die objektive Tatschwere, wie bei Überschreitungen der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit, zumindest teilweise in einem Messergebnis niederschlägt, ist
es grundsätzlich nicht zu beanstanden, für die Bemessung der Massnahme auf Tarife
abzustellen. Da ihnen aber lediglich eine Richtlinienfunktion zukommt, dürfen sie nicht
schematisch gehandhabt werden. Der Tarif dient deshalb lediglich als Ausgangspunkt,
von dem aus die Sanktion im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen
Zumessungsfaktoren des Einzelfalls festgesetzt werden muss (vgl. Ph. Weissenberger,
Die Zumessung des Warnungsentzugs von Führerausweisen, in: SJZ 95/1999, S. 461
mit Hinweis auf BGE 124 II 44). Nach den vorinstanzlichen Richtlinien vom 26. Oktober
2005 (unverändert in der Version vom 7. Januar/30. Juni 2009) hat eine Überschreitung
der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten von 36 km/h ausserorts ohne Anwendung von
Rückfallbestimmungen eine Erhöhung der Mindestentzugsdauer um einen Monat zur
Folge.
Im Rekurs wird geltend gemacht, die Geschwindigkeitsüberschreitung um 36 km/h
ausserorts sei bei einem Überholmanöver bzw. der damit verbundenen Beschleunigung
begangen worden und habe nur sehr kurz gedauert. Es seien keine anderen
Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet worden. Wäre die Gegenfahrbahn nicht frei
gewesen, hätte der Rekurrent nicht überholt. Von einer eigentlichen Raserfahrt könne
nicht die Rede sein. Das Verschulden sei nicht als allzu schwer zu qualifizieren. Die
Geldstrafe sei deshalb auch unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren
aufgeschoben worden.
Die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit ausserorts um 30 km/h oder mehr
bringt ohne Weiteres, d.h. unabhängig von weiteren, die Gefährlichkeit dieses
Verhaltens erhöhenden Umständen, eine erhöhte abstrakte Gefährdung mit sich. Bei
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einer derartigen Geschwindigkeit besteht insbesondere ein erhebliches Risiko, dass
der Lenker bei einem überraschenden Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer, wie etwa
dem Wechsel auf die Überholspur, oder bei Hindernissen nicht mehr sachgerecht
reagieren kann und es deshalb zu einem Unfall kommt, bei dem Fahrzeuge auf die
Gegenfahrbahn geraten. Ebenso kann bei einem solchen Tempo bereits eine
vorübergehende Unaufmerksamkeit für eine Kollision auch mit entgegenkommenden
Fahrzeugen genügen. Das Risiko einer Frontalkollision mit schweren Folgen ist dabei
auf einer nicht richtungsgetrennten Strasse wesentlich höher als auf
richtungsgetrennten Autobahnen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_263/2011 vom
22. August 2011 E. 2.5 mit Hinweis auf BGE 122 IV 173 E. 2d). Der Tarif für die
Erhöhung der Entzugsdauer in Abhängigkeit vom Ausmass der Überschreitung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit geht nicht von besonderen konkreten Umständen
aus. Vielmehr ist er – entsprechend den von der Rechtsprechung entwickelten Regeln
zur Beurteilung der Schwere von Geschwindigkeitsüberschreitungen – unabhängig von
den konkreten Umständen, unter denen die Überschreitung begangen wurde,
anwendbar. Mithin rechtfertigt die Überschreitung der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ausserorts um 36 km/h selbst bei günstigen
Umständen eine Erhöhung der Entzugsdauer um einen Monat. Dies muss umso mehr
gelten, wenn die Geschwindigkeit im Rahmen eines Überholmanövers begangen
wurde, bei dem mit dem überholten Fahrzeuglenker – zumindest – ein weiterer
Verkehrsteilnehmer konkret betroffen ist.
In subjektiver Hinsicht ist schweres Verschulden nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG
gegeben, wenn der Lenker mindestens grobfahrlässig handelt (BGE 126 II 206 E. 1a).
Nach der Rechtsprechung ist die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit bei
Vorliegen eines objektiv schweren Falls in der Regel mindestens grobfahrlässig, es sei
denn, es bestehe eine Ausnahmesituation (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_263/2011
vom 22. August 2011 E. 2.6 mit Hinweisen auf BGE 123 II 37 E. 1f und Urteil
1C_222/2008 vom 18. November 2008 E. 2.3). Eine solche Ausnahmesituation wird
nicht geltend gemacht. Der Beschwerdeführer musste sich angesichts des Ausmasses
der Geschwindigkeitsüberschreitung bei der Durchführung des Überholmanövers
bewusst sein, dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit ausserorts von 80 km/h
massiv überschritt.
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Insgesamt ist es deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Erhöhung der
gesetzlich vorgeschriebenen Mindestentzugsdauer von 12 Monaten unter anderem mit
dem Ausmass der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit begründet
hat.
cc) Der Leumund des Rekurrenten als Motorfahrzeuglenker ist getrübt. Gemäss Auszug
aus dem Eidgenössischen Administrativmassnahmen-Register (ADMAS) war ihm der
Führerausweis wegen einer schweren Widerhandlung vom 18. Oktober 2009 bis
17. März 2010 für die Dauer von fünf Monaten entzogen. Dieser Umstand zieht – wie
dargelegt – eine Mindestentzugsdauer von zwölf Monaten gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. c
SVG nach sich.
Die Frist, innert welcher die Mindestentzugsdauer nach einer früheren schweren
Widerhandlung zwölf Monate beträgt, ist in Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG auf fünf Jahre
angesetzt. Der Rekurrent hat die erneute schwere Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften am 18. Juli 2010 und damit bereits rund vier Monate nach
Ablauf der früheren Massnahme begangen. Dieser Umstand fällt bei der Bemessung
der Entzugsdauer zu Ungunsten des Rekurrenten ins Gewicht, ohne dass dadurch der
Rückfall in unzulässiger Weise zweimal berücksichtigt würde. Vielmehr wird die
konkrete zeitliche Nähe zur Vortat gewichtet. Vor dem Hintergrund des Zwecks der
Administrativmassnahmen, namentlich der Besserung und Erziehung eines fehlbaren
Lenkers, erscheint eine Massnahmeerhöhung bei Rückfällen innerhalb der ersten Hälfte
der Rückfallfrist als zulässig. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach unter
der Geltung des alten Rechts das Fahren in angetrunkenem Zustand sowie die
Tatsache des Rückfalls in der Mindestentzugsdauer des FiaZ-Rückfalls erfasst waren
und daher weder beim Verschulden noch beim Leumund zusätzlich zu Ungunsten des
Betroffenen berücksichtigt werden durften, ist nicht einschlägig. Einerseits erging der
Entscheid unter der Geltung des alten Rechts, anderseits ging es um die Beurteilung
eines Vorfalls, der sich nicht innerhalb, sondern nach Ablauf der Rückfallfrist ereignet
hatte. Zudem wurde auch auf Ausnahmefälle verwiesen (vgl. VRKE IV-2009/48 vom
29. Oktober 2009 E. 3b/cc mit Hinweis auf BGE 128 II 182 E. 3a). Eine Erhöhung der
Entzugsdauer um mehrere Monate erscheint unter dem Aspekt des getrübten
automobilistischen Leumundes als angemessen.
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Von einem ungetrübten, bei der Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigenden
automobilistische Leumund ist nach der Rechtsprechung dann auszugehen, wenn der
Lenker im ADMAS nicht verzeichnet ist und seit mindestens zehn Jahren über den
Führerausweis verfügt (vgl. VRKE IV-2010/89 vom 25. November 2010 E. 3b/cc,
veröffentlicht auf www.gerichte.sg.ch, Rechtsprechung/
Verwaltungsrekurskommission). Dementsprechend bleibt kein Raum, den gemäss den
Ausführungen des Rechtsvertreters "ansonsten ausgezeichneten und ungetrübten
automobilistischen Leumund" mit einer Reduktion der Entzugsdauer zu
berücksichtigen.
dd) Weder vor Vorinstanz noch im Rekursverfahren wird eine berufliche Angewiesenheit
des Rekurrenten auf den Führerausweis geltend gemacht. Eine solche Angewiesenheit
wird aus den Akten auch nicht ersichtlich.
c) Unter Berücksichtigung der Mindestentzugsdauer von zwölf Monaten, dem Ausmass
der Geschwindigkeitsüberschreitung vom 18. Juli 2010, des Rückfalls innerhalb von
lediglich rund vier Monaten und der fehlenden erhöhten Sanktionsempfindlichkeit
erscheint die von der Vorinstanz verfügte Entzugsdauer von 16 Monaten als
angemessen. Mit der Berücksichtigung der in Art. 16 Abs. 3 SVG genannten
Bemessungskriterien wurde auch dem in Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt: BV)
verankerten Grundsatz der Verhältnismässigkeit ausreichend Rechnung getragen.
6.- Zusammenfassend ist der Rekurs abzuweisen. Dem Verfahrensausgang
entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122
der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- ist
zu verrechnen.