Decision ID: 3099643a-008e-46e1-a8c9-4abe5c8089d0
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y. war in den Jahren 2007 bis 2010 als Senior Financial Consultant einer
Versicherungsgesellschaft unselbständig erwerbstätig. Im Rahmen der Veranlagung
2006 rechnete die Steuerveranlagungsbehörde seinem steuerbaren Einkommen
Bareinzahlungen/Vergütungen von Fr. 131'400.-- (abzüglich 15% Gewinnungskosten)
als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit auf. In den anschliessenden
Rechtsmittelverfahren wurde diese Aufrechnung mit Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2012 (VRKE I/
1-2011/228) bestätigt; der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. In den Steuererklärungen
2007 bis 2010 deklarierte X.Y. steuerbare Einkommen von Fr. 96'573.--, Fr. 92'533.--,
Fr. 68'771.-- und Fr. 154'874.--. Mit Schreiben vom 18. September und 9. Oktober
2012 forderte ihn das Kantonale Steueramt auf, die vollständigen Auszüge seines
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Privatkontos bei der St. Galler Kantonalbank für die Jahre 2007 bis 2010 einzureichen.
Die Kontoauszüge gingen am 2. Oktober 2012 beim Steueramt ein. Am 11. Oktober
2012 liess X.Y. dem Steueramt weitere Unterlagen betreffend einzelne, im Jahr 2007
erfolgte Bareinzahlungen zugehen und begründete die Einzahlungen (act. G 9/8 II/b-e).
Am 7. November 2012 veranlagte die Steuerbehörde X.Y. für die direkte Bundessteuer
bzw. die Staats- und Gemeindesteuern 2007 bis 2010 mit steuerbaren Einkommen von
Fr. 154'400.-- bzw. Fr. 153'700.-- (2007), Fr. 126'300.-- bzw. Fr. 125'600.-- (2008),
Fr. 86'600.-- bzw. Fr. 85'900.-- (2009) und Fr. 166'800.-- bzw. Fr. 164'300.-- (2010). Sie
rechnete dabei Bareinzahlungen/Vergütungen von Fr. 46'577.-- (2007), Fr. 27'051.--
(2008), Fr. 10'115.-- (2009) und Fr. 1'870.-- (2010) dem steuerbaren Einkommen zu,
wobei sie jeweils ermessensweise einen Kostenanteil von 15% als Abzug
berücksichtigte (act. G 9/8 II/a, III/a, IV/a und V/a).
b. In den hiergegen erhobenen Einsprachen beantragte X.Y., auf die Aufrechnungen sei
zu verzichten. Im Weiteren verlangte er den Ausstand des für ihn zuständigen
Steuerkommissärs (act. G 9/8 I/c). Mit Entscheid vom 29. April 2013 wies der Leiter des
Steueramtes das Aussstandsbegehren ab (act. G 9/8 I/d). Am 13. Juni und 11. Juli
2013 räumte das Steueramt X.Y. Gelegenheit ein, seine Einsprachen zu ergänzen und
zusätzliche Informationen zu den Bareinzahlungen einzureichen (act. G 9/8 I/e und I/f).
Die in diesem Zusammenhang angesetzten Fristen liefen unbenützt ab. Mit
Entscheiden vom 2. September 2013 wies das Steueramt die Einsprachen ab mit der
Begründung, dass trotz mehrfacher Aufforderung ein Grund für die Bareinzahlungen
nicht nachgewiesen worden sei (act. G 9/8 I/a und I/b). Den hiergegen erhobenen
Rekurs (Kantons- und Gemeindesteuern; act. G 9/1 [B 2014/13]) und die Beschwerde
(direkte Bundessteuer; act. G 9/1 [B 2014/92]) wies die Verwaltungsrekurskommission
mit Entscheiden vom 10. April 2014 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diese Entscheide erhob Rechtsanwalt lic. iur. B. Lindegger, St. Gallen, für
X.Y. mit Eingaben vom 22. Mai (direkte Bundessteuer; B 2014/92) und 26. Juni 2014
(Kantons- und Gemeindesteuern; B 2014/131) Beschwerde mit den Anträgen, der
Rekurs- und der Beschwerdeentscheid, die Einspracheentscheide vom 2. September
2013 und die Veranlagungsberechnungen mit Veranlagungsverfügungen/
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Steuerrechnungen und Zinsrechnungen vom 2. und 4. September 2013 zur direkten
Bundessteuer 2007 bis 2010 (richtig wohl: 2009) und zur Staats- und Gemeindesteuer
2007 bis 2009 seien vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 1). In den
Veranlagungsberechnungen sei das "Total der Einkünfte" in Ziff. 7 und das "Steuerbare
Einkommen gesamt" in Ziff. 26 im Umfang der Aufrechnung der Einkünfte aus
selbständigem Nebenerwerb wie folgt zu reduzieren: 2007 um Fr. 28'119.--, 2008 um
Fr. 11'730.-- und 2009 um Fr. 7'650.-- (Ziff. 2). Die Veranlagungsverfügungen und
Steuerrechnungen seien entsprechend neu festzulegen (Ziff. 3). Unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (Ziff. 4; act. G 1). Im Verfahren betreffend direkte Bundessteuer
reichte der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 17. Juni 2014 drei schriftliche Auskünfte
vom 5. Juni 2014 nach (act. G 5 [B 2014/92]).
b. In den Vernehmlassungen vom 24. Juni und 8. August 2014 beantragte die
Vorinstanz Abweisung der Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die
Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids (act. G 8). Der Beschwerdegegner
verzichtete mit Eingaben vom 15. Juli und 26. August 2014 auf eine Vernehmlassung
und stellte den Antrag, die Beschwerden abzuweisen (act. G 11).
c. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in den Eingaben der vorliegenden
Verfahren wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Vorinstanz erliess separate Urteile für die direkte Bundessteuer und die
Kantons- und Gemeindesteuern. Nachdem die vorliegend zu entscheidenden Fragen
im Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht gleich geregelt sind und auf
demselben Sachverhalt (Vermögenszugänge in den Veranlagungsjahren 2007 bis 2009)
beruhen (BGE 135 II 260 E. 1.3.1), sind die Verfahren, für welche das
Verwaltungsgericht getrennte Dossiers anlegte (B 2014/92 und 2014/131), zu
vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 131 V 59 E. 1 mit
Hinweis).
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2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs.
1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 1 Abs. 3 und
Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS
815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der
Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Beschwerdeeingaben vom
22. Mai und 26. Juni 2014 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 229 in Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes [sGS
811.1; StG] in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung
mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit grundsätzlich
einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Begehren, die Veranlagungsberechnungen und
die Einspracheentscheide vom 2. September 2013 seien aufzuheben, da die
angefochtenen Rekursentscheide an deren Stelle getreten sind (Devolutiveffekt; vgl.
BGE 129 II 438 E. 1).
Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; der
Beschwerdeführer kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung
oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig
festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Nachdem das Verwaltungsgericht im
Steuerrecht nicht an die Begehren der Verfahrensbeteiligten gebunden ist (Art. 196
Abs. 2 StG) und das Novenverbot im Sinne von Art. 61 Abs. 3 VRP in diesem
Rechtsbereich nicht gilt (vgl. VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008, E. 2.1, B
2013/8+9 vom 12. Februar 2014, E. 4.1 sowie B 2012/266 vom 12. Februar 2014, E.
2.4.1; www.gerichte.sg.ch), sind die vom Beschwerdeführer nachgereichten
schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 (act. G 4 [B 2014/131], G 6.1 [B 2014/92] in
die Beweiswürdigung der vorliegenden Verfahren mit einzubeziehen.
3.
3.1. Nach der Reinvermögenszugangstheorie gelten als Einkünfte alle
Wirtschaftsgüter, die einem Individuum während bestimmten Zeitabschnitten zufliessen
und die es ohne Schmälerung seines Vermögens zur Befriedigung seiner persönlichen
Bedürfnisse und für seine laufende Wirtschaft verwenden kann (vgl. M. Reich, in:
Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Aufl., Basel
2008, Rz. 10 zu Art. 16 DBG). Dabei spielt es keine Rolle, ob die wirtschaftlichen
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Vorteile dem Steuerpflichtigen von aussen zugeflossen sind bzw. am Markt
erwirtschaftet wurden oder ob sie in seiner Vermögenssphäre entstanden. Nach dem
aus dem Prinzip der Gesamtreineinkommenssteuer abgeleiteten
Einkommenssteuerbegriff unterliegen alle einmaligen und wiederkehrenden Einkünfte
der Einkommenssteuer. Entsprechend erklären Art. 29 Abs. 1 StG und Art. 16 Abs. 1
DBG im Sinn von Generalklauseln jeden Einkommenszufluss a priori für steuerbar,
sofern keine begriffliche oder normative Ausnahme von der Steuerpflicht besteht. Die
(normativen) Ausnahmen werden dabei im kantonalen Steuergesetz in Art. 37 StG
abschliessend aufgezählt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7.
Aufl. 2014, II. Rz. 61 und 74).
3.2.
3.2.1. Laut den im Veranlagungsverfahren auf Aufforderung des Beschwerdegegners
(act. G 9/8 II/b) vom Beschwerdeführer eingereichten Kontoauszügen beliefen sich die
Zuflüsse - unter Ausklammerungen der Salärzahlungen - im Jahr 2007 auf Fr.
18'973.68 (Vergütungen) und Fr. 35'800.-- (Bareinzahlungen). Im 2008 lassen sich den
Kontoauszügen Bareinzahlungen von insgesamt Fr. 27'100.-- und Vergütungen
(Provisionszahlungen) von Fr. 7'425.-- entnehmen. Für 2009 weisen die Kontoauszüge
Bareinzahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 8'400.-- sowie eine Gutschrift von Fr.
3'500.-- aus. Für 2010 wurde eine Bareinzahlung von Fr. 2'200.-- verbucht (act. G 9/8
II/c). Mit Eingabe vom 11. Oktober 2012 begründete der Beschwerdeführer die
Zugänge für 2007 (insgesamt Fr 54'773.68) stichwortartig wie folgt: Fr. 9'400.-- diverse
Teilrückzahlungen Darlehen A.A., Fr. 3'500.-- Rückzahlung Bevorschussung B.B.,
Gewinn Casino, Fr. 10'000.-- und Fr. 2'473.68 Vergütung C.C. (zur Bezahlung ihrer
Rechnungen während ihres Auslandaufenthalts), Fr. 1'900.-- Bezahlung Fotokamera
durch D.D., Fr. 1'600.-- keine Begründung, Fr. 8'400.-- Teilrückzahlung diverser
Darlehen A.A., Fr. 2'800.-- Verkauf Omega Chronograph an E.E., Fr. 3'000.-- Vorschuss
Generalagent, Fr. 2'400.-- Gewinn Casino, Fr. 3'500.-- Rückzahlung Bevorschussung
B.B., Gewinn Casino, Fr. 2'800.-- Restrückzahlung Darlehen A.A., Fr. 3'000.--
Vorschuss Generalagent (act. G 9/8 II/e). A.A. bestätigte in einem E-Mail vom 17.
Oktober 2012 die Rückzahlung der Darlehen "in verschieden hohen Teilbeträgen
zwischen Januar und November 2007". Sodann bestätigte C.C. am 9. Oktober 2012,
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dem Beschwerdeführer im Jahr 2007 Fr. 12'500.-- zur Bezahlung diverser Rechnungen
überwiesen zu haben (act. G 9/8 II/e).
3.2.2. Der vorinstanzliche Entscheid bestätigte die Rechtmässigkeit der
Einkommensaufrechnungen (vor Abzug der pauschalen Gewinnungskosten) aufgrund
der in den Jahren 2007 bis 2010 auf dem Privatkonto des Beschwerdeführers
verbuchten Zugänge von Fr. 54'773.68 (2007), Fr. 31'825.-- (2008), Fr. 11'900.-- (2009)
und Fr. 2'200.-- (2010). Im vorliegenden Verfahren stehen demgegenüber lediglich
noch Einkommensaufrechnungen von Fr. 33'081.18 (2007), Fr. 13'800.-- (2008) und
Fr. 9'000.-- (2009) im Streit (vgl. act. G 1 S. 3 und 7). Soweit der vorinstanzliche
Entscheid darüber hinausgehend Aufrechnungen beinhaltet, blieben diese von Seiten
des Beschwerdeführers unbestritten; dies betrifft vorab die vom Beschwerdeführer in
den vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Uhren- und Kameraverkäufe, Ebay-
Geschäfte und Casino-Gewinne (vgl. act. G 2 S. 8 f.). Die Frage, ob - und wenn ja, in
welchem Umfang - die streitigen Vermögenszugänge als Einkünfte aus selbständigem
Nebenerwerb aufzurechnen sind, beantwortet sich nach Massgabe der im Steuerrecht
geltenden Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für
Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige
Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., VI. Rz. 15, VII. Rz. 23). Beweisbelastet für den Vermögenszugang ist
konkret somit der Beschwerdegegner. Nachdem sich die Vermögenszugänge
(Bareinzahlungen, Vergütungen) aus den bei den Akten liegenden Kontoauszügen
ergeben und der Beschwerdeführer die steuerfreie Herkunft der Zugänge geltend
macht, ist er hierfür beweisbelastet (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. A. 2009, Rz. 4 zu Art. 24 DBG).
3.2.3. Im Steuerverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art.
176 StG). Die Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten
Tatsachen von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19),
wobei sie die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen
und Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu
Art. 123 DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der
Parteien relativiert. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung
von Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von
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Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII.
Rz. 25). Die Mitwirkungspflicht besteht ungeachtet der Verteilung der objektiven
Beweislast. Die steuerpflichtige Person ist auch hinsichtlich steuererhöhender
Tatsachen mitwirkungspflichtig, obwohl hierfür die Veranlagungsbehörde die Folgen
einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., Rz. 5 zu Art. 126 DBG).
3.2.4. Nach Art. 166 StG werden die von der steuerpflichtigen Person angebotenen
Beweise abgenommen, soweit sie geeignet sind, die für die Veranlagung erheblichen
Tatsachen festzustellen (vgl. auch Art. 41 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und der Gemeinden [StHG]; SR
642.14). Der Steuerpflichtige hat Anspruch darauf, dass die Veranlagungsbehörde die
von ihm eingereichten Belege und Unterlagen auf ihre Richtigkeit und Aussagekraft
überprüft. Die Nichtabnahme eines angebotenen Beweises bedeutet grundsätzlich eine
Verweigerung des rechtlichen Gehörs (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 43 mit
Hinweis auf SGE 2009 Nr. 19 und 2004 Nr. 26). Hingegen kennt, abgesehen von
Ausnahmen im Steuerstrafrecht, das den Zeugenbeweis ausdrücklich vorsieht (vgl. Art.
188 Abs. 2 DBG und Art. 259 Abs. 1 StG), weder das Bundessteuerrecht noch das
kantonale Steuerverfahrensrecht eine Zeugnispflicht. Somit fehlt es an einer
gesetzlichen Grundlage für eine Befragung unter der Strafandrohung von Art. 307 des
Strafgesetzbuchs (SR 311.0). Während der Zeugenbeweis im Recht der direkten
Bundessteuer zugelassen ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 62 ff. zu Art.
123 DBG), bleibt nach der Rechtsprechung für eine Anwendung des im VRP
vorgesehenen Zeugenbeweises im kantonalen Steuerverfahren kein Raum, weshalb
dessen Nichtabnahme keine Gehörsverweigerung darstellt (VerwGE B 2011/243 vom
15. Oktober 2012, E. 2.1.1 mit Hinweis auf GVP 1993 Nr. 19; Zigerlig/Oertli/Hofmann,
a.a.O., VII. Rz. 43). Damit die notwendigen Beweismittel beschafft werden können,
auferlegt das Steuergesetz nicht nur dem Steuerpflichtigen, sondern auch
Drittpersonen und Behörden bestimmte Mitwirkungspflichten (Zigerlig/Oertli/Hofmann,
a.a.O., VII. Rz. 25 ff.).
3.3.
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3.3.1. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, der Verzicht auf
die Abnahme eines Zeugenbeweises stelle keine Gehörsverletzung dar. Hinzu komme,
dass sich die Pflicht der Steuerbehörde zur Abklärung des Sachverhalts auf die
(steuerbegründenden) Einkünfte erstrecke (Art. 12 Abs. 2 VRP). Um den Nachweis von
steuermindernden Tatsachen zu führen, habe sich der Beschwerdegegner auf die
Abnahme von leicht zugänglichen Beweisen beschränken dürfen. Er sei nicht
verpflichtet gewesen, selber aufwendige Abklärungen zum Nachweis von
steuermindernden Tatsachen vorzunehmen. Nachdem auch auf Aufforderung hin keine
entsprechenden Beweise beigebracht worden seien, habe sich die Vorinstanz nicht mit
jeder einzelnen Position auseinandersetzen müssen; dazu wäre sie aufgrund der
fehlenden Unterlagen auch nicht in der Lage gewesen. Dem Beschwerdeführer wäre es
zudem möglich gewesen, schriftliche Auskünfte der von ihm genannten Personen
vorzulegen (Bestätigung der Arbeitgeberin über die Handhabung des
Vorschusswesens, schriftliche Erläuterungen durch A.A. und C.C.). Dass der
Beschwerdegegner an der Beweiskraft der eingereichten Unterlagen gezweifelt habe,
sei nachvollziehbar, da diese die Umstände der Transaktionen nicht zu erhellen
vermocht hätten. So stimme beispielsweise die von C.C. bestätigte Summe (Fr.
12'500.--) nicht mit dem effektiven Überweisungsbetrag von Fr. 12'481.18, überwiesen
in Teilbeträgen von Fr. 10'000.-- und Fr. 2'481.18 an zwei aufeinanderfolgenden Tagen,
überein. Die Bestätigung von A.A. sei weder unterzeichnet gewesen noch sei sie von
ihm eingesandt worden; der Absendervermerk habe auf einen anderen Namen
gelautet. Auch seiner Erklärung seien keine Details über die Darlehenshöhe und die
Amortisationsraten zu entnehmen. Folglich sei die Rüge der Gehörsverletzung
unbegründet (act. G 2 S 5 f.).
Im vorliegenden Verfahren lässt der Beschwerdeführer beanstanden, die Vorinstanz
habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt und sich mit seinen Erklärungen überhaupt
nicht befasst. Die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör verletzt, indem sie sich
hinsichtlich seiner Erörterungen zu den Aufrechnungen einzig und in pauschaler Weise
zum Vorschusswesen bei der Arbeitgeberin geäussert habe. Im Weiteren sei das
rechtliche Gehör verletzt worden, weil die Vorinstanz sich mit seinem Antrag, bei A.A.,
C.C. und F.F. schriftliche Auskünfte einzuholen, nicht befasst habe (act. G 1 S. 4).
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3.3.2. Kann von einer Privatperson nach den Umständen eine Handlung oder eine
Äusserung über Umstände, die sie besser kennt als die Behörde, erwartet werden und
bleibt eine solche aus, so haben die Behörden nicht nach Tatsachen zu forschen, die
nicht aktenkundig sind (vgl. BGE 130 II 493, E. 3.2, und BGE 128 II 139, E. 2b).
Vorliegend hätte der - beweisbelastete (vgl. vorstehende E. 3.2.2) - Beschwerdeführer,
wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, ohne Weiteres bereits in den vorinstanzlichen
Verfahren aussagekräftige schriftliche Bestätigungen der von ihm angeführten
Personen beschaffen können, um seinen Standpunkt zu untermauern. Die
Untersuchungspflicht des Beschwerdegegners tritt in einer Konstellation wie der
vorliegenden nicht an die Stelle einer unzureichenden Mitwirkung des
Beschwerdeführers. Eine Pflicht des Beschwerdegegners und der Vorinstanz, bei den
vom Beschwerdeführer genannten Personen - zum Beweis von steuermindernden
Tatsachen - schriftliche Auskünfte einzuholen, bestand aufgrund der geschilderten
Gegebenheiten nicht, weshalb der Vorwurf der Gehörsverletzung nicht begründet ist.
Der Beschwerdeführer war denn auch im vorliegenden Verfahren nachträglich in der
Lage, Stellungnahmen der erwähnten Personen beizubringen (vgl. nachstehende E. 4).
3.4. Der Beschwerdeführer lässt sodann rügen, dass sich die Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid nicht zureichend mit seinen Darlegungen zu den
Aufrechnungen 2008 bis 2010 auseinandergesetzt habe. Dadurch sei das rechtliche
Gehör verletzt worden (act. G 1 S. 4). - Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren
Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei sind die
Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des
Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so
abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht
anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt
werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid
stützt. Je grösser der Spielraum der Behörde (unter anderem infolge Ermessen) und je
stärker der Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen
sind an dessen Begründung zu stellen (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 118
V 58). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre
Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den
Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben, weshalb
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sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 180 E. 2b und BGE
134 I 83 E. 4.1). - Die Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid im
Wesentlichen mit dem Hinweis auf die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und dem
massgebenden Sachverhalt. Sie zeigte die Überlegungen, von denen sie sich leiten
liess, in zureichender Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten
auseinander. Die Begründung für ihren Standpunkt bezüglich der Aufrechnungen für
die Jahre ab 2007 ergibt sich klar aus den angefochtenen Entscheiden (act. G 2 S. 7-9).
Eine Verpflichtung, sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung oder jedem Einwand zu
befassen, besteht nicht (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a und 134 I 83 E. 4.1). Ein
Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich.
4.
4.1. Die Vorinstanz kam hinsichtlich der streitigen Aufrechnungen zum Schluss,
den stichwortartigen Erklärungen des Beschwerdeführers zu einzelnen Positionen des
Jahres 2007 (act. G 9/8 II/e und vorstehende E. 3.2.1) habe es an Beweiskraft gefehlt.
Erklärungen zu den die Jahre 2008 bis 2010 betreffenden Positionen seien weder im
Veranlagungs- noch im Einspracheverfahren eingereicht worden, obwohl der
Beschwerdeführer dazu mit Schreiben vom 13. Juni und 11. Juli 2013 (act. G 9/8 I/e, I/
f) ausdrücklich aufgefordert worden sei. Auch im Verfahren vor der Vorinstanz sei dies
nicht nachgeholt worden, so dass die in den Jahren 2008 bis 2010 verbuchten
Gutschriften als nicht steuerfrei zu betrachten seien (act. G 2 S. 7 f.). Im vorliegenden
Verfahren lässt der Beschwerdeführer unter anderem ausführen, er nehme zur
Kenntnis, dass die Vorinstanz schriftliche Auskünfte als geeignete Beweismittel
erachte. Er habe deshalb solche Auskünfte angefordert und zur freien
Beweiswürdigung durch das angerufene Gericht eingereicht. Im Übrigen sei die
Beweiswürdigung durch die Vorinstanz rechtswidrig in Verletzung der Beweislastregeln
vorgenommen worden. Die Darlehensvergabe an A.A. entspringe einer Freundschaft
und keinem kaufmännischen Verständnis. Zahlreiche Darlehen würden im privaten
Bereich ohne irgendwelche Schriftlichkeiten gewährt. Für C.C. habe der
Beschwerdeführer Zahlungsaufträge mit eigenem Geld erledigt; sie habe diese Beträge
später an ihn zurückgeführt. Sodann habe das Vorschusswesen bei seiner
Arbeitgeberin (Versicherung) auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Es sei davon
auszugehen, dass F.F. (Generalagent der Versicherung) die Kompetenz besitze und um
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die Bedeutung seines Handelns wisse, soweit er gegenüber Mitarbeitern
Bartransaktionen vornehme (act. G 1 S. 5-7).
4.2.
4.2.1. Zu den in Teilbeträgen erfolgten Darlehensrückzahlungen A.A. betreffend das
Jahr 2007 von insgesamt Fr. 20'600.-- (vgl. vorstehende E. 3.2.1) vermerkte die
Vorinstanz, das zur Bestätigung der Rückzahlungen eingereichte E-Mail (act. G 9/8 II/e)
sei nicht von A.A., sondern von einer anderen Person versandt und nicht unterzeichnet
worden. Entsprechend sei seine Beweiskraft gering. Zudem erscheine es
unglaubwürdig, dass ein Darlehen in dieser Grössenordnung formlos ausbezahlt und
amortisiert worden sei. Unter kaufmännisch geschulten Personen sei es üblich,
zumindest eine Quittung auszustellen. Hinzu komme, dass A.A. weder die
Darlehensbeträge noch die Höhe der Amortisationsraten bestätigt habe, obwohl dies
mit geringem Aufwand möglich gewesen wäre (act. G 2 S. 8).
Im vorliegenden Verfahren lässt der Beschwerdeführer die erwähnten
Darlehensrückzahlungen 2007 (in Teilbeträgen von Fr. 9'400.--, Fr. 8'400.-- und Fr.
2'800.--) und 2008 (Fr. 4'800.--) durch A.A. bestätigen (act. G 1 S. 3 unten). In der
schriftlichen Auskunft vom 5. Juni 2014 erklärte A.A. unter anderem, er kenne den
Beschwerdeführer seit Jahren und sei mit ihm eng befreundet. Er habe ihm immer
wieder Geld zinslos zur Verfügung gestellt, welches möglichst zeitnah zurückbezahlt
worden sei. Im Jahr 2007 habe er Beträge in mehreren Tranchen zugeführt, total etwas
mehr als Fr. 20'000.--. Im Jahr 2008 seien es total ca. Fr. 5'000.-- gewesen. Der
Geldfluss sei stets ohne Schriftlichkeiten erfolgt, was aufgrund des
Vertrauensverhältnisses nicht ungewöhnlich sei. Sämtliche Zahlungen hätten zu keinem
Zeitpunkt Einkommenscharakter gehabt (act. G 4 Beilage 1 [B 2014/131]).
4.2.2. Zu der von C.C. am 9. Oktober 2012 (act. G 9/8 II/e Beilage und vorstehende
E. 3.2.1) im Betrag von Fr. 12'500.-- bestätigten Rückzahlung im Jahr 2007 hielt die
Vorinstanz fest, es seien tatsächlich nur Fr. 12'473.68 (in zwei Tranchen an zwei
aufeinanderfolgenden Tagen) überwiesen worden. Dem Kontoauszug lasse sich nicht
entnehmen, dass C.C. die Überweisungen getätigt habe; als Auftraggeber der
Zahlungen sei der Beschwerdeführer aufgeführt. Ob er die Beträge in bar erhalten und
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auf sein Konto überwiesen habe, bleibe offen. Aufgrund dieser Umstände bestünden
erhebliche Zweifel an seinen Angaben, zumal auf dem Kontoauszug auch keine
Vergütungen an Dritte in dieser Grössenordnung aufgeführt seien, welche Zahlungen
im Auftrag von C.C. bestätigen könnten (act. G 2 S. 8 f.).
In der Auskunft vom 5. Juni 2014 bescheinigt C.C. unter anderem, sie habe die vom
Beschwerdeführer als Hilfestellung erhaltenen Gelder von total etwas mehr als
12'000.-- Franken im Frühjahr 2007 zurückbezahlt. Sie habe das Geld in bar übergeben
oder bar überwiesen; sicher sei sie zur Zahlungsart aber nicht. Sie habe niemals für
irgendwelche Dienste bezahlt, sondern nur für das, was der Beschwerdeführer
freundschaftlich vorgeschossen habe (act. G 4 Beilage 2 [B 2014/131]).
4.2.3. Hinsichtlich der geltend gemachten Vorschussgewährung führte die Vorinstanz
im angefochtenen Entscheid aus, wenn der Beschwerdeführer einen Mitarbeiter seiner
Arbeitgeberin nenne, der die Gewährung von Vorschüssen im Betrieb in der von ihm
geschilderten Weise bestätigen könne, fordere er sie (die Vorinstanz) auf, diesen
Beweis abzunehmen. Eine solche Beweisabnahme könne jedoch nur mit gehöriger
Mitwirkung der steuerpflichtigen Person erfolgen und setze eine substantiierte
Sachdarstellung voraus. Der Beschwerdeführer mache jedoch zum Vorschusswesen
seiner Arbeitgeberin keine Angaben; insbesondere lege er nicht dar, weshalb
Vorschüsse (anders als Gehaltszahlungen) in bar ausbezahlt würden. Unter diesen
Umständen sei sie (die Vorinstanz) nicht gehalten, die dem Beschwerdeführer leicht
zugänglichen Firmenunterlagen selbst beschaffen. Sie sei nicht verpflichtet,
aufwändige Abklärungen zum Nachweis von steuermindernden Tatsachen
vorzunehmen. Der Beweis sei somit auch in diesem Punkt nicht erbracht (act. G 2 S.9).
In der im vorliegenden Verfahren nachgereichten schriftlichen Auskunft bestätigte F.F.,
dass das System "Lohnvorbezug" bei ihnen über eine Kasse mit Bargeld abgelaufen
sei, welche er persönlich verwaltet habe. Das Ganze sei stets legal gewesen. Konkret
habe der Beschwerdeführer immer zeitnah die ihm ausbezahlten Gelder in bar
zurückgeführt. Welche Beträge auf diese Weise geflossen seien, könne er heute nicht
mehr sagen. Der Beschwerdeführer habe eine Zahl von Fr. 9'000.-- jährlich genannt,
was seines Erachtens ohne Weiteres zutreffen könne. Es seien nie ausserhalb der
Lohnerfassung Provisionen etc. ausgerichtet worden (act. G 4 Beilage 3 [B 2014/131]).
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4.3. Die nachgereichten schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 wurden alle mit
demselben Datum sowie derselben Form und Schrift ausgefertigt, was darauf
hindeutet, dass die Niederschrift (durch eine der beteiligten Personen oder durch einen
Dritten) einheitlich für alle drei Personen erfolgt sein dürfte. Die Auskünfte wurden
durch die im Adressfeld angeführten Personen handschriftlich unterzeichnet. Eine
Salär-Bevorschussung erscheint aufgrund der von F.F. geschilderten Verhältnisse zwar
grundsätzlich dargetan. Jedoch erweist sich die Auskunft von F.F. - ohne deren Inhalt
als solchen in Frage stellen zu wollen - insofern nicht beweiskräftig, als die
Bevorschussung von den gewährten Beträgen her nicht belegt ist. Denn F.F.
bescheinigte lediglich, dass eine Bevorschussung von jährlich Fr. 9'000.-- "ohne
Weiteres zutreffen" könne. Welche Beträge geflossen seien, könne er heute nicht mehr
sagen (act. G 4 Beilage 3 [B 2014/131]). Damit können die geltend gemachten
Barbevorschussungen in den Jahren 2008 und 2009 nicht als zureichend bewiesen
gelten. Was sodann die in den nachträglichen Auskünften bescheinigten
Darlehensrückzahlungen in den Jahren 2007 und 2008 durch A.A. und C.C. betrifft, so
ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer die entsprechenden Darlehen im
Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärungen 2007 (vgl. act. G 9/8 II) nicht aufführte,
obschon er für das Folgejahr 2008 weitere Darlehensrückzahlungen durch A.A. geltend
macht. Auch A.A. selbst deklarierte die Darlehensschulden offenbar nicht in seinen
Steuererklärungen, denn er vermerkte in der Auskunft, dass keine Tatbestände
vorgelegen hätten, "die jemals in meinen Steuererklärungen auszuweisen" gewesen
seien (act. G 4 Beilage 1 [B 2014/131]); dies obschon Schulden im entsprechenden
Verzeichnis zu deklarieren gewesen wären. Sodann blieb mit Bezug auf sämtliche
nachträglich bestätigten Darlehensrückzahlungen unklar, zu welchem Zeitpunkt bzw. in
welchem Jahr und welcher Höhe die Darlehen gewährt wurden. Wenn sie an C.C. vor
2007 gewährt wurden, wären sie auch in ihren Steuererklärungen aufzuführen
gewesen; ob dies der Fall ist, lässt sich aufgrund der Akten nicht nachprüfen. C.C. ist
überdies nicht einmal mehr in der Lage, sich an die Zahlungsart (bar oder
Überweisung) zu erinnern, was den Eindruck des Vorliegens von insgesamt
unübersichtlichen, im Nachhinein nicht mehr zuverlässig eruierbaren Verhältnissen -
insbesondere mit Bezug auf Zeitpunkt und Höhe der Beträge - verstärkt. Soweit das
Vorbringen des Beschwerdeführers zutrifft, dass zahlreiche Darlehen im privaten
Bereich ohne irgendwelche Schriftlichkeiten gewährt würden, führt dies - wie
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vorliegend - zu Situationen mit Beweisproblemen. Insgesamt erscheinen die geltend
gemachten Darlehensrückzahlungen und Salärbevorschussungen zwar grundsätzlich
möglich. Ein zureichender Nachweis der im Einzelnen geflossenen Beträge kann jedoch
aufgrund der geschilderten Gegebenheiten nicht als erbracht gelten. Diese
Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen.
4.4. Damit lässt sich der vorinstanzliche Schluss, dass die Herkunft der auf den
Kontoauszügen verzeichneten Gutschriften nach wie vor nicht nachvollziehbar und es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei zu beweisen, dass es sich dabei um
steuerfreie Vermögenszuflüsse handle, auch nach Würdigung der nachgereichten
schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 nicht beanstanden. Anhaltspunkte, aufgrund
welcher die Berücksichtigung eines pauschalen Gewinnungskostenabzuges von 15%
in Zweifel zu ziehen wäre, werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den
Akten ersichtlich. Weitere Anhaltspunkte für sachverhaltsmässig unrichtige Annahmen
lassen sich ebenfalls nicht erkennen. Die vorinstanzliche Ermessensausübung
hinsichtlich der Aufrechnung von Geldzuflüssen hat das Verwaltungsgericht, das nach
Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur Rechtskontrolle befugt ist, zu respektieren. Eine
Ermessenskontrolle steht ihm nicht zu; im Fall der Ausübung pflichtgemässen
Ermessens ist ihm eine Korrektur verwehrt.
5.
5.1. (...).
5.2. (...).