Decision ID: ba3ca9e0-29d6-40fe-adb3-26d70a3bf73a
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war seit März 1999 bei der C._ AG angestellt. Aufgrund dieser Tätigkeit
war er bei der Pensionskasse B._ berufsvorsorgeversichert (vgl. act. G 1.4, S. 1
unten). Mit Schreiben vom 19. Januar 2009 kündigte die Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis per 31. März 2009 (act. G 1, Rz 5, und act. G 1.6)
A.b Der Versicherte hatte sich bereits zuvor am 6. August 2008 wegen einer
Diskushernie bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen aus
der Invalidenversicherung (IV) angemeldet (IV-act. 1). Diese tätigte in der Folge
verschiedene medizinische Abklärungen und wies das Rentengesuch des Versicherten
mit Verfügung vom 19. April 2013 ab (IV-act. 169). Auf Beschwerde des Versicherten
hin hob das Versicherungsgericht - gestützt auf ein polydisziplinäres
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(allgemeininternistisches, rheumatologisches und psychiatrisches) Gerichtsgutachten
der MEDAS Zentralschweiz vom 1. Juni 2016 (IV-act. 188) - die Verfügung insoweit auf,
als es ihm für den Zeitraum vom 1. August 2013 bis 31. Mai 2016 eine ganze und ab 1.
Juni 2016 eine halbe Rente zusprach. In tatsächlicher Hinsicht stellte das
Versicherungsgericht unter Hinweis auf die gerichtsgutachterliche Beurteilung
bezüglich der Zeiträume vom 1. März bis 19. Juli 2009 und vom 11. August 2009 bis
Ende Juli 2013 fest, dass der Versicherte für leidensangepasste Tätigkeiten über eine
100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt habe (siehe hierzu sowie zum bis dahin eingetretenen
Sachverhalt den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 6. September 2016, IV
2013/259, IV-act. 194, insbesondere E. 3.2 und E. 4.3). Die vom Versicherten gegen
diese Rentenzusprechung erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten vom 11. Oktober 2016 (IV-act. 200) wies das Bundesgericht ab (Urteil
vom 2. Februar 2017, 9C_685/2016, IV-act. 223).
A.c Die Pensionskasse B._ teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 29. August
2017 mit, eine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit bestehe erst ab 1. August 2013. In
diesem Zeitpunkt sei er nicht mehr bei ihr berufsvorsorgeversichert gewesen. Deshalb
habe er ihr gegenüber keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (act. G 1.4).
B.
B.a Am 14. November 2017 erhob der Versicherte Klage gegen die Pensionskasse
B._ und beantragte: Die Beklagte sei entsprechend den reglementarischen
Bestimmungen zu verpflichten, ihm ab dem 1. August 2013 bis zum 31. Mai 2016 eine
ganze und ab dem 1. Juni 2016 eine halbe Rente auszurichten nebst Zins zu 5 Prozent
auf den bis zum Datum der Klageerhebung aufgelaufenen sowie auf den ab diesem
Datum bis zum Urteilsdatum neu entstehenden Ansprüchen; alles unter
Entschädigungsfolge. Des Weiteren ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung. Im Wesentlichen bringt er vor, dass er seit dem 15. April 2008
in wesentlichem Umfang ununterbrochen arbeitsunfähig gewesen sei. Die Ursache, die
zum invalidisierenden Gesundheits- und Erwerbsfähigkeitsschaden geführt habe, habe
sich bereits während des Arbeitsverhältnisses bei der Beklagten manifestiert. Sowohl
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der zeitliche als auch der sachliche Zusammenhang zwischen dieser Ursache und der
späteren Erwerbsunfähigkeit seien erfüllt. Die Beklagte sei nicht ins
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen worden, weshalb der IV-
Rentenzusprechung für das berufsvorsorgerechtliche Verfahren keine
"Rechtskraftwirkung" zukomme (act. G 1).
B.b Die Beklagte beantragt in der Klageantwort vom 22. Januar 2018 die
vollumfängliche Abweisung der Klage. Eventualiter sei dem Kläger frühestens per
August 2014 eine Invalidenrente zuzusprechen; alles unter Kostenfolge zu Lasten des
Klägers. Unter Hinweis auf die Erkenntnisse im invalidenversicherungsrechtlichen
Verfahren - an die sie bei der Leistungsbeurteilung gebunden sei - vertritt sie den
Standpunkt, dass der zeitliche Konnex zwischen der im März 2008 aufgetretenen
Arbeitsunfähigkeit im August 2013 längst unterbrochen gewesen sei, da der Kläger in
diesem Zeitraum über eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten verfügt habe (act. G 4).
B.c In der Replik vom 29. Januar 2018 hält der Kläger unverändert an den
Klagebegehren fest. Er sei bereits während des Anstellungsverhältnisses bei der C._
AG krankheitsbedingt nicht mehr fähig gewesen, die angestammte Tätigkeit
auszuüben. Bereits damals habe "auch in einer Verweistätigkeit eine erhebliche
Erwerbsunfähigkeit" bzw. ein Invaliditätsgrad von 25% bestanden. Nach der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bis zur Zusprechung der IV-Rente sei die
Arbeitsfähigkeit stets im Umfang von mindestens 20% reduziert gewesen, weshalb der
zeitliche Zusammenhang zu bejahen sei. In prozessualer Hinsicht sei davon
auszugehen, dass den im IV-Verfahren ergangenen Entscheiden in Bezug auf die
Beklagte keine materielle Rechtskraft zukomme (act. G 7).
B.d Die Beklagte hat auf eine Duplik verzichtet (Schreiben vom 1. Februar 2018, act. G
9).

Erwägungen
1.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
berufsvorsorgerechtliche Anspruch des Klägers auf eine Invalidenrente.
1.1 Nach Art. 23 lit. a des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) haben Personen Anspruch auf
Invalidenleistungen, die im Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 40% invalid
sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat,
versichert waren. Entscheidend im Rahmen von Art. 23 BVG ist einzig der Eintritt der
relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in
welchem Mass daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die
Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein,
dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der
Verschlimmerung der Invalidität. Der Wegfall der Versicherteneigenschaft bildet keinen
Erlöschungsgrund. Umgekehrt entfällt im Anwendungsbereich von Art. 23 lit. a BVG die
Leistungspflicht einer Vorsorgeeinrichtung, wenn die massgebliche Arbeitsunfähigkeit
bereits vor der Entstehung des Versicherungsverhältnisses eingetreten ist (siehe zum
Ganzen das Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.2 mit
Hinweisen).
1.2 Für die Bestimmung der Leistungszuständigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich massgebend. Diese muss mindestens 20% betragen (Urteil des
Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.1 mit Hinweisen). Der Anspruch
auf Invalidenleistungen setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang
zwischen der während andauerndem Vorsorgeverhältnis (einschliesslich der
Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestehenden Arbeitsunfähigkeit und der
allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus. Der sachliche Konnex ist
gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im
Wesentlichen derselbe ist, wie er der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt. Die Annahme
eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die versicherte Person nach
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während
längerer Zeit wieder arbeitsfähig war (BGE 134 V 22 E. 3.2 und E. 3.2.1). Bei der
Prüfung dieser Fragen sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls zu
berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische
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Beurteilung durch die medizinische Fachperson sowie die Beweggründe, welche die
versicherte Person zur Wiederaufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit
veranlasst haben (siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018,
9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen). Zu den für die Beurteilung des zeitlichen
Konnexes relevanten Umständen zählen ausserdem die in der Arbeitswelt nach aussen
in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass eine versicherte
Person über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder
der Arbeitslosenversicherung bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche
Bedeutung beigemessen werden, wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit (Urteil des
Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 4.1.2 mit Hinweisen). Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bedarf es zum rechtsgenüglichen Nachweis einer
berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht
zwingend einer echtzeitlich attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine zuverlässige
Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung
gesamthaft betrachtet wird; wobei die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung
der Arbeitsfähigkeit möglich war, auch im Licht von erst später gewonnenen
Erkenntnissen zu beurteilen ist (siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 21.
Juni 2018, 9C_100/2018, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Eine Unterbrechung des zeitlichen
Konnexes ist dann anzunehmen, wenn während mehr als dreier Monate eine
Arbeitsfähigkeit von über 80% in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist (BGE
144 V 58, Urteile des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit
Hinweisen und vom 28. Mai 2018, 9C_533/2017, E. 2.1.2 und E. 4.2).
2.
Zunächst ist der zwischen den Parteien umstrittene zeitliche Zusammenhang zwischen
der während des Arbeitsverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der vom
Kläger geltend gemachten rentenwirksamen Erwerbsunfähigkeit zu beurteilen.
2.1 Im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren holte das Versicherungsgericht bei
der MEDAS Zentralschweiz eine polydisziplinäre (allgemeininternistische,
rheumatologische und psychiatrische) Beurteilung des Klägers ein. Die
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Gerichtsgutachter wurden insbesondere mit einer retrospektiven Verlaufsbeurteilung
der Arbeitsfähigkeit beauftragt. Sie bescheinigten im Gerichtsgutachten vom 1. Juni
2016 bezogen auf eine leidensangepasste Tätigkeit folgende Arbeitsunfähigkeiten:
100%ige Arbeitsunfähigkeit während der Hospitalisation in Valens vom 20. Juli bis 10.
Au¬gust 2009, anschliessend 100%ige Arbeitsfähigkeit, ab August 2013 100%ige
Arbeitsunfähigkeit, ab April/Mai 2015 70%ige Arbeitsunfähigkeit mit langsamer
zwischenzeitlicher Steigerung auf die im Zeitpunkt des Gutachtens attestierte 50%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 188-32 f.). Das Versicherungsgericht gelangte bei der
Würdigung des Beweiswerts der gerichtsgutachterlichen Beurteilung zum Schluss,
dass sie - namentlich mit Blick auf die retrospektive Verlaufsbeurteilung -
vollumfänglich beweiskräftig sei (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 6.
September 2015, IV 2013/259, E. 3.2 und E. 4.3, IV-act. 194). Das Bundesgericht
verwarf die vom Kläger gegen diese Beweiswürdigung vorgebrachten Einwände und
wies diesen insbesondere darauf hin, er blende aus, dass selbst der behandelnde Dr.
med. D._, Innere Medizin FMH, im November 2010 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in
einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert habe (Urteil des Bundesgerichts vom 2.
Februar 2017, 9C_685/2017, E. 4.1, IV-act. 223).
2.2 Im vorliegenden Verfahren kann bezüglich der Sachverhaltsfeststellung
vollumfänglich auf die Erkenntnisse sowohl des Gerichtsgutachtens als auch aus der
im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 6. September 2015, IV 2013/259, und im
Urteil des Bundesgerichts vom 2. Februar 2017, 9C_685/2017, vorgenommenen
Beweiswürdigung verwiesen werden. Der Kläger bringt im berufsvorsorgerechtlichen
Verfahren nichts Neues vor, das Zweifel daran entstehen lässt. Dies gilt insbesondere
für die von ihm eingereichten zahlreichen ärztlichen Zeugnisse der Dr. med. E._,
Facharzt für Innere Medizin, Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
und Dr. D._ (act. G 1.15). Diese enthalten weder eine Begründung noch eine
Differenzierung bezüglich der Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit bzw. für
leidensangepasste Tätigkeiten. Aus ihnen geht auch nicht hervor, ob die darin
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit lediglich in einer Übernahme der Selbsteinschätzung
des Klägers aufgeht oder auf einer davon unabhängigen objektiv-kritischen
Konsistenz- und Ressourcenprüfung beruht. Entscheidend ist des Weiteren, dass sich
die Gerichtsgutachter mit den Arbeitsfähigkeitsschätzungen dieser Ärzte (siehe etwa
den Aktenauszug in IV-act. 188-2 ff.; siehe auch IV-act. 188-28 ff. und 188-47 ff.) - wie
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im Übrigen auch mit sämtlichen früheren medizinischen Einschätzungen - schlüssig
auseinandersetzten. Gestützt auf die gerichtsgutachterliche Beurteilung ist bezüglich
der Zeiträume vom 1. März bis 19. Juli 2009 und vom 11. August 2009 bis Ende Juli
2013 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Versicherte
für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügte (IV-act.
188-30 und IV-act. 188-32 f.). Damit ist der zeitliche Zusammenhang zwischen der
während des Arbeitsverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren
Erwerbsunfähigkeit zu verneinen. Somit kann offen bleiben, ob der sachliche
Zusammenhang zwischen dem während des Arbeitsverhältnisses aufgetretenen
Gesundheitsschaden und der späteren Erwerbsunfähigkeit, die im invaliden-
versicherungsrechtlichen Verfahren zu einem Rentenanspruch führte, zu bejahen wäre.
2.3 Am fehlenden zeitlichen Zusammenhang vermögen die Ausführungen des Klägers
zur Erwerbsunfähigkeit bzw. zum Invaliditätsgrad (act. G 7, Rz 3) nichts zu ändern.
Einerseits ist für die Beurteilung des zeitlichen Zusammenhangs der
Arbeitsfähigkeitsgrad bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten massgebend (siehe
vorstehende E. 1.2 am Schluss) und nicht die Höhe des Invaliditätsgrads. Andererseits
erweist sich die Ermittlung der 25%igen Erwerbsunfähigkeit des Klägers für den
vorliegend fraglichen Zeitraum vor August 2013 als unzutreffend. Denn wie sich aus
dem Entscheid des Versicherungsgerichts vom 6. September 2016, IV 2013/259, E.
4.1, ergibt und worauf verwiesen wird, ist der Invaliditätsgrad des Klägers gestützt auf
einen Prozentvergleich zu ermitteln (IV-act. 194-10). Beim vom Kläger geltend
gemachten Tabellenlohnabzug resultierte somit ein Invaliditätsgrad von lediglich 10%.
Ob für die Zeit vor August 2013 überhaupt Umstände vorlagen, die einen
Tabellenlohnabzug rechtfertigen, erscheint fraglich. Zumindest sind bezüglich des
Tabellenlohnabzugs die Ausführungen des Versicherungsgerichts (siehe hierzu E. 4.2
des Entscheids vom 6. September 2016, IV 2013/259, IV-act. 194-11) nicht einschlägig,
bezog sich dieses doch beim für angemessen betrachteten Tabellenlohnabzug von 10
bis 15% (der u.a. einen Teilzeitabzug enthielt) auf den massiv verschlechterten
Gesundheitszustand ab August 2013 bzw. die durch die Verschlechterung erheblich
qualitativ und quantitativ reduzierte Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten.
2.4 Nach dem Gesagten besteht für die Sachverhaltsfeststellung im
berufsvorsorgerechtlichen Verfahren offensichtlich kein Anlass von der - sowohl vom
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Versicherungsgericht als auch vom Bundesgericht für beweiskräftig erachteten -
gerichtsgutachterlichen retrospektiven Verlaufsbeurteilung der Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten abzuweichen. Gestützt darauf ist der zeitliche
Zusammenhang zwischen der im Jahr 2008 aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit und der
ab August 2013 eingetretenen Erwerbsunfähigkeit zu verneinen.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Klage abzuweisen.
3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).
3.3 Ausgangsgemäss hat der Kläger keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
3.4 Zu prüfen bleibt das Gesuch des Klägers um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung für das Klageverfahren.
3.4.1 In den Klagefällen u.a. vor Versicherungsgericht sowie wenn das Bundesrecht
es vorschreibt werden die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung gewährt (Art. 99 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Die Vorschriften der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) über die unentgeltliche Rechtspflege finden
gemäss Art. 99 Abs. 2 VRP sachgemässe Anwendung. Nach Art. 117 ZPO hat eine
Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn: a. sie nicht über die
erforderlichen Mittel verfügt; und b. ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint.
3.4.2 Mit den eingereichten Unterlagen (act. G 16) ist die Bedürftigkeit des
Ergänzungsleistungen beziehenden und nicht über Vermögen verfügenden
Beschwerdeführers ausgewiesen. Das Klageverfahren kann ausserdem auch nicht
geradezu als aussichtslos bezeichnet werden, weshalb die unentgeltliche Rechtspflege
(Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) zu bewilligen ist. Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen spricht in BVG-Prozessen gestützt auf
Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO;
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sGS 963.75) regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung zwischen Fr.
2'500.-- und Fr. 4'500.-- zu (vgl. etwa den Entscheid des Versicherungsgerichts vom
10. Oktober 2017, BV 2015/7, E. 6.3). Das vorliegende Verfahren ist als durchschnittlich
aufwendig zu betrachten, sodass das Honorar unter Berücksichtigung der
Fünftelskürzung gemäss Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) auf Fr.
2'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer; Fr. 3'500.-- x 0,8) festzusetzen ist.
3.4.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99
Abs. 2 VRP).