Decision ID: e5e2ece9-c670-499c-9b74-5a7d54e182c7
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1959
,
war zuletzt bis
im Juni 2001
in einem Teilzeitpensum
als Heilpädagogin
für die
Stiftung
Y._
tätig. Diese Anstellung wurde
ihr
auf den
8.
Juni 2001
ge
kündigt (Urk.
7
/5
). Sie
leidet seit der Schwangerschaft und Geburt ihres Sohnes
Anfang
2000
(Urk. 7/1)
verstärkt an Unterbauch- und Rückenbeschwerden. Ausserdem leidet sie an psychischen Beschwerden (
Urk.
3/1-2, Urk.
7/7
).
1.2
Am
3. März 2003
meldete sich die Versicherte wegen
Unterleibsbeschwerden
bei der Eidge
nössischen Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV
Stelle), klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab
und sprach der Versicherten mit Verfügungen vom 23. Januar 2004 eine ganze Rente ab dem
1.
März 2002 und eine halbe Rente ab dem 1.
August 2002 zu (Urk. 7/28). In den darauffolgenden Rentenrevisionsverfahren (Urk. 7/35, Urk. 7/40, Urk. 7/49, Urk. 7/54, Urk. 7/65) wurde der Anspruch auf eine halbe Rente wie
der
holt bestätigt (Mitteilungen vom 1
3.
Dezember 2004
[
Urk. 7/38
]
, vom 16. April
2006
[
Urk. 7/48
]
und vom 1
3.
Oktober 2008 [
Urk. 7/53
]
,
Verfügung vom
30. März 2010 [Urk. 7/62
] und Mitteilung vom 6.
Juli 2011 [
Urk.
7/72]).
1.3
Anfang 2013 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren zur Rentenüberprüfung nach der
seit dem
1.
Januar 2012 gültigen
Schlussbestimmung a
de
r Ände
rung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG
) vom 18. März 2011 (
6.
IV-Revision, erstes
Massnahmepaket
) ein (Urk. 7/76
) und
holte dazu den Bericht von Dr.
med. Z._
, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, vom 4. Februar 2013 (Urk. 7/78
) ein.
Mit Vorbescheid vom
4. April 2013
kün
digte die IV-Stelle die
Einstellung der Invalidenrente an
(Urk.
7/85
), wogegen die Versicherte mit Schreiben vom
7. Mai 2013
Einwände erhob
(Urk. 7/89)
.
Mit
Ver
fügung vom
30. Mai 2013 hob die IV-Stelle
die halbe Rente
wie ange
kün
digt
auf Ende des der Verfügung folgenden Monats auf und entzog einer dage
gen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung
(Urk. 2).
2.
Die
Versicherte
erhob
mit Eingabe vom
3. Juli 2013
Beschwerde
gegen die Ver
fügung vom 30. Mai 2013 und
beantragte,
es seien die gesetzlichen Leistungen
zu erbringen, insbesondere sei ihr eine ganze, mindestens aber eine halbe Rente der Invalidenversicherung auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es sei der Beschwerde die auf
schiebende Wirkung zu erteilen (Urk. 2 S. 2).
Mit
der Beschwerde reichte sie die Berichte von Dr. med.
A._, Fach
ärztin für Allgemeine Medizin, vom 17. Juni 2013 (Urk. 3/1) und
von Dr. med. B
._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychologie, vom 22. Juni 2013 (Urk. 3/2) ein. D
ie Beschwerdegegnerin
stellte
in der Beschwerdeantwort vom
1
3.
August 2013
den Antrag, die Sache sei zu ergänzenden Abklärungen an sie zurückzuweisen
(Urk.
6
).
In der Stellungnahme vom
5.
September 2013 erklärte die Beschwerdeführerin dazu, es sei
antragsgemäss
aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden, eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen (Urk. 9).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 1
9.
November 2013 auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be
hand
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er
werbsmög
lich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Er
werbs
un
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung ver
einbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Ver
wer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
2
1.
2
.1
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf
ga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für die
se Tätigkeit nach
Art.
28a Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.2
.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
1.3
1.
3
.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände
rung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurtei
lung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 2
6.
März
2010 E.
1 mit Hinweisen).
1.3
.2
Gemäss Schlussbestimmung
a der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Än
derung des
IVG
vom 18.
März 2011
(IV-Revision 6a; AS 2011 5659
;
Schluss
be
stimmung a IVG
)
werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nach
weisbare orga
nische Grund
lage ge
sprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach In
kraft
treten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraus
setzungen nach
Art.
7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Revisionsvoraussetzungen von
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind.
Die
Rentenansprüche, die gestützt auf
solche Beschwerdebilder (vgl. dazu
BGE 136 V 279 E. 3; SVR 2008 Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2
)
gesprochen wur
den,
sind
zu über
prüfen und unter dem Gesichtspunkt der seit BG
E 130 V 352 verschärften Praxis
neu zu beurteilen (Thomas
Gächter
/Eva
Siki
, Sparen um je
den Preis?, in:
Jusletter
2
9.
November 2010, S. 2).
Sie sind
seit 1. Januar 2012 demnach auch dann revidierbar, wenn keine Änderung im Sachverhalt einge
treten ist. Bei der Überprüfung und Neubeurteilung von laufenden Renten ge
stützt auf Abs. 1 der
Schlussbestimmung a IVG
ist gleich vorzugehen wie dort, wo ein erstmaliges Leistungsgesuch zu beurteilen ist. Die der ursprünglichen
Rentenzusprache
zugrundeliegende Diagnose bildet dabei den Anknüpfungs
punkt für die Beantwortung der Frage, ob eine Rente überhaupt in den Anwen
dungs
bereich der
Schlussbestimmung a IVG
fällt. Die Frage, ob die bestehende Rente herab
zusetzen oder aufzuheben ist, beurteilt sich hingegen unabhängig vom Vor
liegen einer Sachverhaltsänderung nach dem Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt der Neubeurteilung beziehungs
weise des Erlasses der daraus resul
tierenden Verfügung entwickelt hat.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Ver
waltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt
liche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 1
25 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 m
it Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Im Rahmen des
im
Sozialversicherungsverfahren beherrschenden Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG) ist es die Pflicht der rechtsanwendenden Behörden, alle erforderlichen Auskünfte einzu
holen und die not
wen
digen Abklärungen vorzu
nehmen.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führt
e
zur Begründung der
A
ufhebung
der halben Rente der Beschwerdeführerin
im Wesentlichen an, die ursprüngliche
Rentenzusprache
sei aufgrund eines
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebilds ohne nachweisbare organische Grundlage
zu
gesprochen wor
den. Gestützt auf
die
Schlussbestimmung a IVG
sei die
Rente daher aufzu
heben (
Urk.
2
).
In der Beschwerdeantwort
b
ringt sie nunmehr vor, aus den -
von der Beschwerdeführerin
-
eingereichten Arztberichten würden neue medizi
nische Tatsachen hervorgehen, welche weitere Abklärungen bedürften, weshalb die Sache an sie zurückzuweisen sei (Urk. 6).
2.2
Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die
Rentenzusprache
allein
gestützt auf ein
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Beschwerdebild ohne nach
weisbare organische Grundlage erfolgt sei.
Weitere Hauptdiagnosen hätten
vorgelegen, und zwar
chronische Unterbauchschmerzen
, deren Ursache in Myomen der Gebärmutter vermutet worden seien,
und ein chronisch rezidi
vie
rendes
cerviko
- und
thorakovertebrales
Syndrom mit erheblichen bildgebenden und klinisch nachweisbaren Befund
en
.
Eine Rentenherabsetzung würde sich daher nur aufgrund eines verbesserten Gesundheitszustandes rechtfertigen. Ein solcher liege jedoch nicht vor.
Selbst wenn die
Rentenzusprache
allein
auf einem solchen Beschwerdebild
ohne nach
weisbare organische Grundlage
beruht hätte,
wäre eine Rentenreduktion
nicht gerechtfertigt.
Die Beschwerdegegnerin habe
unzulässigerweise
im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung unter Be
rufung auf die Foerster-Kriterien
respektive die entsprechende Bundesgerichtspraxis auf weitere Sachverhaltsabklärungen verzichtet und stütze
sich dabei auf eine Rechtspraxis
, welche die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verletze
. Aber selbst unter Anwendung dieser Rechtspraxis halte die Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht stand, denn
die mittlerweile durchgeführte psychiatrische Abklärung durch
Dr.
B._
und der Bericht von Dr.
A._
würden ergeben, dass die Foerster-Kriterien in hin
reichender Anzahl und Aus
geprägtheit erfüllt
seien und die anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung nicht willentlich über
windbar sei. Es bestehe eine Arbeits
unfähigkeit in jeglicher Tätigkeit von 70
%
, weshalb die Rente für die Zukunft nicht herab
zusetzen
, sondern
zu erhöhen
sei
(
Urk.
1
S. 4 ff.
).
2.3
Nachdem
zunächst
strittig war,
o
b die Beschwerdegegnerin die bisherige
halbe Rente
de
r
Beschwerdeführer
in
zu Recht ges
tützt auf die
Schlussbestimmung
a IVG
aufge
hoben hat
, sind
sich die Parteien nunmehr darin einig,
dass
in medi
zinischer Hinsicht ein neuer Sach
verhalt vorliegt. Es ist daher zu prüfen, ob
eine
Rente
nrevision nach
Art.
17
Abs.
1
ATSG
angezeigt ist
.
3.
3.1
Bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
mit Verfügungen vom
23. Januar 2004 (Urk. 7/18, Urk. 7/28)
stützte sich die Beschwerdege
gnerin
gemäss dem Feststellungsblatt vom
20.
November 2003 (Urk. 7/16)
in Bezug auf den 40%igen Aufgabenbereich auf den
Haushaltsabklärungsbericht vom 3
0.
September 2003
, der eine
Einschränkung von 25 %
(Urk. 7/13) und in Bezug auf den 60%igen Bereich der Erwerbstätigkeit
auf die Berichte von
Dr.
Z._
vom 7. April 2003 (Urk.
7/7
)
und vom
1
3
. Oktober 2003 (Urk. 7/
15
)
sowie
von
Dr.
med. C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom
28./30. März 2003
(Urk. 7/6, Urk. 7/7/6).
Dr.
C._
stellte
gemäss diesem Bericht
die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
,
nach
dem anam
nestisch für die abdominalen Schmerzen trotz wiederholt soma
tischer Abklä
rungen keine ein
deutigen somatischen Erklärungen hätten gefun
den werden können
. Die Ar
beitsfähigkeit sei
bis auf weiteres
zu 70 %
, prognostisch zu 50 %
einge
schränkt
(Urk. 7/
7/5-6
).
Die Gynäkologin
Dr.
Z._
hielt
mit Auswir
kung auf die Arbeits
fähigkeit
die Diagnosen
chro
nische Unterbauchschmerzen, an
hal
tende
somato
forme
Schmerz
störung
(ICD-10 F45.5) und chronisch re
zidi
vierende
cerviko
- und
thorako
vertebrales
Syndroms fest
. Die Arbeits
fähigkeit als Heilpädagogin sei vom
9.
Februar 2000 bis Mai 2002 zu 100 %, von Mai 2002 bis März 2003 zu 80
%
und ab April 2003 bis auf Wei
teres zu 70 % eingeschränkt
(Urk.
7/7/1).
Dem damals vorgelegenen Bericht der Ortho
pädie
K
linik
D._
vom
2.
April 2003 sind die Diagnosen eines chronisch re
zidi
vierenden
cerviko
- und
thorakovertebralen
Syndroms bei
Fehlstatik mit tiefgezogener Kyp
hose der
Brustwirbel
säul
e, Hyperlordose und rechtsko
nvexer Skoliose,
residueller
M.
Scheuermann, musk
ulärer
Dysbalance
,
einer unklare
n
abdo
minale
n Schmerz
sympto
matik (Erstmanifestation 1999; Differential
diagnose
Colon
irri
tabile
) sowie des
Status nach sekundärer
Sectio
caesarea
am
9.
Februar 2000
und des
Status nach gastro
intestinalem Parasitenbefall mit Amöben, Lamblien und Wür
mern 1989
zu entnehmen
(Urk. 7/7/7).
3.2
In den darauffolgenden Revisionsverfahren
in den
Jahre
n
2004 (Urk. 7/35-39
),
2007 (Urk.
7/40-48
)
und 2008 (Urk. 7/51-53)
wurde
n
jeweils
unveränderte Ver
hält
nisse und insbesondere
ein unveränderter Ge
sund
heits
zustand
festgestellt
(Urk.
7/36/1,
Urk.
7/43,
Urk.
7/45
,
Urk.
7/51/7
)
. Am 5.
Dezember 2008 wurde bei der Be
schwerde
führerin
wegen der abdominalen Beschwerden
eine
suprazervikale Hysterektomie durchgeführt (Urk. 7/57/
6-8
), welche keine Bes
serung der Be
schwerde
n
, sondern eine Zunahme
der Schmerzen
bewirkte
(Urk. 7/54/2, Urk. 7/57/2-3
, Urk. 7/68/1-2
)
.
Die
Beschwerdegegnerin
schloss
mit Verfügung vom 30.
März 2010 auf eine nur vorüber
gehende Ver
schlechterung der Arbeits
fähigkeit von vier bis sechs Wochen und
auf einen unveränderten Anspruch auf eine halbe Rente
(Urk. 7/62).
Im
darauf
folgenden Revisionsverfahren des Jahres 2011
(Urk. 7/65-72) bestätigte
Dr.
Z._
im Bericht vom 28. März 2011 einen unveränderten Gesundheitszustand. Die Schmerzen hätten nach der Ope
ration deutlich zugenommen und sich seither langsam wieder bis auf das Sta
dium vor der Operation verbessert (Urk. 7/68/1-2).
Auch d
ie Haushaltsabklärung vom 10. Juni 2011 (Bericht vom
1.
Juli 2011)
ergab
im Vergleich zu jener vom 30. September 2003 (25 %; Urk. 7/13)
eine nahezu unveränderte Ein
schränkung von 26,5 % (Urk. 7/69/7).
3.3
3.3.1
Im
vorliegenden,
von der Beschwerdegegnerin eröffneten Verfahren zur Über
prüfung der Rente auf
grund der
Schlussbestimmung a IVG
(
Urk.
7/76) holte sie in medizi
nischer Hinsicht allein den Bericht
der Gynäkologin
Dr.
Z._
vom 4. Februar 2013 ein, wonach weiterhin ein chronisch invalidisierendes Schmerzsyndrom seit 2000 vorliege und die Schmerzen der Beschwerdeführerin seit der letzten Abklärung mehr oder weniger unver
ändert seien (Urk. 7/78).
Abklä
run
gen zum psychi
schen und
musculo-skeletalen
Gesundheitszustand traf sie keine.
Selbst wenn man davon ausginge, die ursprüngliche Rentenzusprechung sei allein aufgrund der Diagnose und deren
Folgen einer anhaltenden
somato
formen
Schmerzstörung oder eines entsprechenden Beschwerdebildes im Sinne der
Schlussbestimmung a IVG
erfolgt - was hier offen bleiben kann, wie sich aus dem Folgenden ergibt -, wären weitere
medizinische Abklärungen zu treffen gewesen. Denn auch be
i der Überprüfung und Neubeurteilung von laufenden Renten, welche gestützt auf ein
Beschwerdebild im Sinne der
Schlussbestimmung a IVG
gesprochen wurden, stellen sich die gleichen Fragen, wie wenn ein erstmaliges Leistungsgesuch zu beurteilen ist.
Es
ginge
dabei darum,
aus heu
ti
ger Sicht zu beurteilen, ob die Voraussetzungen für einen Rentenbezug im Zeit
punkt der Überprüfung - und nicht im Zeitpunkt der erstmaligen
Rentenzusprache
- erfüllt sind oder nicht, was insbesondere eine vollständige Abklä
rung des medizinischen,
das heisst
psychiatrischen und im vorliegenden Fall auch soma
tischen Sachverhalts erfordert. Die der ursprüng
lichen
Rentenzusprache
zugrun
deliegende Diagnose dient lediglich dazu festzu
stellen, ob ein Sachverhalt über
haupt in den Anwen
dungsbereich der
Schlussbestimmung a IVG
fällt und somit gestützt darauf eine Neubeurteilung des laufenden Renten
anspruchs erfolgen kann oder ob nur eine revisionsweise Überprüfung unter den (restrik
tiven) Voraussetzungen von Art.
17
Abs.
1 ATSG möglich ist.
3.3.2
Wie sich
nunmehr
aus dem von der Beschwerdeführe
rin eingereichten Bericht
der Allgemeinpraktikerin
Dr.
A._
vom 17. Juni 2013
ergibt, fanden seit 2009 aufgrund eines chronischen panvertebralen Schmerzsyndroms immer wie
der Konsultationen statt.
Zufolge
der schmerzbedingten Immobilisierung sei es in regelmässigen Abständen zu einer Zunahme der Fehlbelastung
und damit der Schmerzsymptomatik im ganzen Wirbelsäulenbereich gekommen. Zu
dem beste
he seit der Gebärmutteroperation eine Narbenhernie, die nur eine gewichtmässige Be
lastu
ng von 8
Kilogramm erlaube.
Es sei keine
Arbeits
fähig
keit in der ange
stammten Tätigkeit
als Heilpädagogin
mehr gegeben
.
Nicht er
klär
lich sei ihr
,
Dr.
A._
,
sodann,
dass der wiederholte Missbrauch der Be
schwerde
führerin im Alter von fünf bis acht Jahren durch den Grossvater in den Akten unerwähnt bleibe
. Da die Missbrauchserlebnisse immer wieder durch nicht kon
trollierbare Ereignisse
in Erinnerung gerufen
würden und die Beschwerdegegnerin immer wieder durch Erinnerungen/
flash
backs
gequält sei, scheine der Zusam
menhang mit den nicht behandelbaren Bauchschmerzen offensichtlich
(Urk.
3/1
).
3.3.3
Dem Bericht der
Psychiaterin
Dr.
B
._
vom 2
2.
Juni 2013
, welche die Be
schwer
deführerin vom 3
1.
Mai bis 2
1.
Juni 2013
im Zusammenhang mit
der am 30.
Mai 2013 verfügten Rentenaufhebung untersucht
hat
,
ist
zudem
zu ent
neh
men, die Beschwerdegegnerin sei von 2002 bis 2009 in psychotherapeutischer Behand
lung gewesen und habe das Antidepressivum
Seropram
ge
nom
men.
Dr.
B
._
stellte die Diagnosen einer nicht näher bezeichneten re
zidivie
renden depressiven Störung (ICD-10 F33.9) seit mehreren Jahren und einer an
haltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.5).
Dieser Diag
nose liege mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit der im Kindesalter statt
gefun
dene Miss
brauch durch den Grossvater zugrunde. Die Symptomatik sei durch die Schwan
ger
schaft reaktiviert worden und mittlerweile
chronifiziert
. Bei einem Wiederein
g
liederungsversuch respektive bei der Ausübung einer Erwer
bstätigkeit wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht nur mit der Zu
nahme der Schmerzsymptomatik zu rechnen, sondern auch mit einer depres
siven Dekompensation, welche zusätzlich auch die Schmerzsymptomatik nega
tiv beeinflussen würde.
Es bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 70
%
(
Urk.
3/2).
3.4
3.4.1
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend festhielt, liegen damit medizinische Beurteilungen im Recht, welche im Vergleich zu den massgeblichen medizinischen Grundlagen des Revisionsverfahren des Jahres 2011 (Urk. 7/65-72) auf neue medizinische Tatsachen schliessen lassen.
Insbe
sondere ist nicht auszuschliessen,
dass in psychischer Hinsicht nebst der bis anhin diagnostizierten anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung eine depres
sive Entwicklung hinzukam
und
in somatischer Hinsicht wird neu
eine Narben
hernie
sowie
eine Verschlechterung der Rückenbeschwerden erwähnt.
Bei gege
bener Aktenlage ist
indes
nicht abschliessend beurteilbar, ob
und inwiefern
eine
erhebliche
Veränderung des Ge
sundheitszustandes
mit
Aus
wirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
eingetreten ist
. Insbesondere fehlt es
in soma
ti
scher Hinsicht
an einer fachärztlichen rheumatologisch und/oder ortho
pädi
sche
n
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätig
keit. Der Bericht
der behandelnden Allgemeinpraktikerin
Dr.
A._
vom 17. Juni 2013 genügt dazu nicht
, zumal sie sich nicht
zur Arbeits
fähig
keit in einer
leidensangepassten Tätigkeit äussert.
In psychiatrischer Hinsicht hat sich
Dr.
B
._
zwar
sowohl diagnostisch als auch in Bezug auf die Arbeits
fähigkeit mit den Leiden der Beschwerdeführerin aus
einander
gesetzt
und sich zur Frage der Überwindbarkeit des
Schmerzsyn
droms geäussert
(Urk. 3/2
)
.
Jedoch
ist aus ihrem Bericht nicht ersichtlich, ob und welche medizinischen
Vorakten
zur Krankengeschichte der Beschwerdeführerin ihr vorlagen (zu den
rechtsprechungsgemäss er
forder
lichen Kriterien für beweis
kräftige ärztli
che Entscheidungsgrundlagen
vgl.
BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c
).
Auch fehlt es an einer interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit angesichts der psychisch und somatisch nicht eindeutig abgrenzbaren Beschwerden.
3.4.2
Insgesamt
erlaubt die Aktenlage
somit
keine schlüssige Beurteilung des Renten
anspruchs
.
Die Beschwerdegegnerin hat daher
eine
beweiskräftige
interdiszipli
näre
und insbesondere
rheumatologisch
-
orthopädisch
e
sowie
psychia
trisch
e
Entscheidungs
g
rundlage
einzuholen
, welche sich über die Ar
beitsfähigkeit in der angestammten und einer leidensangepas
sten Tätigkeit
aus
spricht.
Je nach
Ergebnis
der medizinischen Abklärung ist
ausserdem
eine Haushaltsabklärung
einzuholen
.
Die Einholung eines Gerichtsgutachtens, wie es die Beschwerdegegnerin bean
tragt (Urk. 9
), ist dagegen vor gegebenem Hintergrund nicht angezeigt. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist die Beweisführung über sozialver
sicherungsrechtliche Ansprüche schwergewichtig auf der Stufe des Administrativverfahrens zu führen und nicht im gerichtlichen Prozess. Diese Grundentscheidung hat der Gesetzgeber in
Art.
43
Abs.
1 ATSG getroffen und deren Abän
de
rung müsste in einem Gesetz im formellen Sinn vorgesehen sein (BGE 136 V 376 E. 4.2.1). Auch nach der neusten Rechtsprechung des Bundes
gerichts ist sodann eine Rückweisung an die Verwaltung vorzunehmen, wenn sie in der not
wendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist (
BGE 137 V 210
E. 4.4.1.4), was vorliegend der Fall ist.
Darüber hinaus steht der Beschwerdeführerin nach erfolgter Neubeurteilung durch die Beschwerdegegnerin wiederum der ganze Instanzenzug offen.
4.
4
.1
Zu prüfen bleibt der Antrag de
r
Beschwerdeführer
in
, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen
(Urk. 1 S. 12 f.,
Urk.
9 S. 2)
.
4
.2
Nach der Rechtsprechung dauert – unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchli
chen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Ver
waltung – der mit der revisionsweise verfügten Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente oder
Hilflosenentschädigung
verbundene Entzug der aufschieben
den Wirkung einer Beschwerde bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verwaltungsverfügung an (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_451/2010 vom 11.
November 2010
E. 2
und
8C_22/2013
vom
4.
Juli 2013
E. 3
mit Hinweisen auf BGE 106 V 18 und BGE 129 V 370). Über den Antrag de
r
Beschwerde
führe
r
in
auf Wiederherstellung der auf
schieben
den Wirkung ist daher ungeach
tet dessen zu entscheiden, dass die angefochtene Verfügung mit dem vorliegen
den Urteil aufgehoben wird.
4
.3
Die Beschwerdegegnerin hat nach dem vorstehend Ausgeführten die Rentenaufhebung unter Entzug der aufschiebenden Wirkung verfügt, ohne Abklärungen zum medizi
nischen Sach
verhalt
- mit Ausnahme einer wenig
aussagekräftigen kurzen Stellungnahme der Gynäkologin Dr.
Z._
vom 4. Februar 2013 (Urk. 7/78) -
getroffen
zu haben. S
elbst eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes
unterblieb
(RAD; Art. 59
Abs.
2
bis
IVG,
Art.
49
der
Verord
nung
über die Invalidenversicherung,
IVV
; Urk. 7/83 S. 3 f.
, Urk. 7/
93
)
.
Dieses Vorgehen läuft im Ergeb
nis – über den Umweg des dazwischen
geschalteten Gerichtsverfahrens – auf eine vorsorgliche Rentenaufhebung wäh
rend des noch laufenden Abklärungsverfahrens hinaus, die von der Recht
spre
chung nur mit Zurückhaltung gebilligt wird (vgl. Kobel, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, 2009, N 34 zu § 17
GSVGer
). Unter diesen Umständen liegt rein objektiv betrachtet eine miss
bräuchliche Provozierung eines möglichst frü
hen Revisionszeitpunktes
im Sinne der Recht
sprechung vor. Es kann dabei nicht darauf ankommen, ob die Organe der Inva
lidenversicherung sub
jektiv mit einer entsprechenden Ab
sicht gehandelt haben oder ob hinter ihrem Handeln beziehungsweise hinter ihrer Unterlassung Unwissen um das Ausmass der Abklärungspflicht in Rentenrevisionsfällen nach der
Schlussbestimmung a IVG
(oder
Art.
17
Abs.
1 ATSG)
steht.
Die aufschie
bende Wirkung der Beschwerde ist
folglich
wiederherzustellen.
5.
Nach dem Gesagten ist d
ie Beschwerde in dem Sinne gut
zu
heissen, dass die angefochtene Verfügung vom 30. Mai 2013 auf
zuheben
und die Sache an die
Beschwerdegegnerin
zurück
zu
wei
sen
ist
, damit diese unter Weiterausrichtung der bisherigen halben Rente die erforderlichen Abklärungen im Sinne der Erwä
gungen treffe und hernach gegebenenfalls über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.
6
.
Streitgegenstand des Verfahrens bildet die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die Beschwerdeführerin ist
für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit §
34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen
mit Fr.
2‘
5
00.--
(inkl. Mehrwert
steuer und Barauslagen
)
von der Beschwerdegegnerin zu entschädigen.
Das Gericht
beschliesst
:
Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wird wiederhergestellt.
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
30. Mai 2013
aufgehoben und
die Sache an die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zurück
gewie
sen
wird
, damit diese unter Weiterausrichtung der bisherigen halben Rente die erforderlichen
Abklärung
en
im Sinne der
E
rwägungen
treffe und hernach gegebenenfalls
über
den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
7
00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech
nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der
Beschwerdeführerin eine Prozess
entschädigung
von
Fr.
2‘
5
00
.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Barbara Laur
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse
(im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.