Decision ID: 5d9835c5-d681-4521-afd7-6d7164fd66d8
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 26. November 1997 wegen einer abdominalen
Schussverletzung und einer posttraumatischen Belastungsstörung zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 5). Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische Abklärungen vor
(siehe u.a. das interdisziplinäre [internistische, neurologische, rheumatologische,
chirurgische und psychiatrische] Gutachten des Zentrums für Medizinische
Begutachtung ZMB vom 19. August 1999, IV-act. 52). Im interdisziplinären
(internistischen, chirurgischen, neurologischen und psychiatrischen) Verlaufsgutachten
der ZMB vom 12. Juli 2001 erwähnten die Experten als Diagnosen: eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (narzisstischer Mechanismus); einen Status nach
posttraumatischer Belastungsstörung; einen Status nach Diagnose einer andauernden
Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung 7/1999 (DD: Entwicklung körperlicher
Symptome aus psychischen Gründen); einen Status nach Schussverletzung am 4.
Februar 1996 mit Perforation des Sigma und des rechten Ureters, Status nach
mehreren operativen Eingriffen; einen Status nach Laparotomie am 17. Januar 2000 mit
Adhäsiolyse und Narbenhernienplastik; eine residuelle Neuropathie mehrerer inguinaler
Nerven und einen Status nach lumbaler Sympathikolyse LWK 1 und 2 rechts. Aus
somatischer Sicht hätten keine funktionellen Störungen gefunden werden können. Die
gesundheitliche Situation sei stabilisiert, der Allgemeinzustand gut, die Muskulatur sehr
gut entwickelt und die Laborbefunde unauffällig. Aufgrund des psychiatrischen
Krankheitsbilds sei der Versicherte zum aktuellen Zeitpunkt in seiner Arbeitsfähigkeit
erheblich beeinträchtigt (IV-act. 89). Im Rahmen eines vom Versicherungsgericht am 4.
Dezember 2001, UV 1999/29, genehmigten Vergleichs verpflichtete sich die für die
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Folgen der Schussverletzung leistungspflichtige Suva zur Zahlung einer 75%igen
Invalidenrente (IV-act. 98). Mit Verfügung vom 20. August 2002 sprach die IV-Stelle
dem Versicherten ebenfalls ausgehend von einem 75%igen Invaliditätsgrad mit
Wirkung ab 1. Februar 1997 eine ganze Rente samt Zusatzrenten zu (IV-act. 116).
A.b Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision stellte die IV-Stelle fest,
dass der Versicherte weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente habe
(Mitteilung vom 5. März 2007, IV-act. 124).
A.c Anlässlich einer weiteren von Amtes wegen eingeleiteten Revision gab der Ver-
sicherte im Fragebogen vom 11. April 2011 an, sein Gesundheitszustand sei seither
gleich geblieben (IV-act. 126). Der behandelnde Dr. med. B._, Facharzt FMH
Allgemeine Medizin, hielt den Versicherten nicht mehr für arbeitsfähig. Sein
Gesundheitszustand sei stationär bis verschlechtert (Verlaufsbericht vom 20. Mai 2011,
IV-act. 130). Die IV-Stelle erhielt am 16. Juni 2011 einen anonymen "internen" Hinweis,
wonach sich der Versicherte "bester Gesundheit" erfreue (Meldeblatt - Hinweis BVM
vom 16. Juni 2011, IV-act. 138). Im Nachgang zu einer Stellungnahme des Mitarbeiters
der IV-Stelle Dr. med. C._ vom 6. Juli 2011 (IV-act. 133) fand in deren Auftrag eine
Observation des Versicherten statt (zu den Ergebnissen der im Zeitraum vom 13.
September bis 19. November 2011 durchgeführten Überwachung siehe den
Überwachungsbericht vom 10. Dezember 2011 samt separater DVD, IV-act. 140). Am
7. Februar 2012 fand in der IV-Stelle ein Standortgespräch statt, an dem der
Versicherte mit den Observationsergebnissen konfrontiert wurde (IV-act. 146 ff.).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 21. und 22. August sowie am
20. September 2012 in der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär
(internistisch, psychiatrisch, neurologisch und chirurgisch) begutachtet. Die Experten
diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: einen Status nach
Durchschussverletzung von lumbodorsal rechts nach inguinal links am 4. Februar 1996
mit Durchtrennung des rechten Ureters und Perforation des Sigmoids; einen Verdacht
auf vorwiegend tendomyogene Schmerzen im Unterbauch und Inguinalbereich
rechtsbetont sowie im Bereich des rechten Beckens knapp unter dem Beckenkamm
(ICD-10: M77.9); eine Sensibilitätsstörung mit verminderter Berührungs- und
Schmerzempfindung links inguinal partiell im sensiblem Versorgungsgebiet des N.
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ilioinguinalis links (ICD-10: G62.9). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe
u.a. eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Für körperlich
leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten bescheinigten die Gutachter dem
Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Gutachten vom 17. September 2012, IV-
act. 162-2 ff.; zur Würdigung durch Dr. C._, siehe dessen Stellungnahme vom 14.
November 2012, IV-act. 162).
A.e Die IV-Stelle gelangte zur Auffassung, dass die Einstellung der Rente sowohl
gestützt auf eine Revision im Sinn einer Anpassung als auch auf eine Wiedererwägung
erfolgen könne (Stellungnahme des Juristen der IV-Stelle vom 24. Mai 2013, IV-act.
168). Mit Vorbescheid vom 6. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Einstellung der Rentenleistung in Aussicht (IV-act. 170). Dagegen erhob der Versicherte
am 16. September 2013 Einwand und reichte zwei Stellungnahmen von Dr. B._ vom
27. August und 9. September 2013 ein (IV-act. 181 f.). Die IV-Stelle leitete daraufhin
Abklärungen hinsichtlich einer beruflicher Eingliederung ein (vgl. zum Ganzen
Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung vom 23. Juni 2015, IV-act. 227, und zur
Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen die Mitteilung vom 25. Juni 2015,
IV-act. 229).
A.f Dr. B._ berichtete am 14. September 2015, der Versicherte sei seit Jahren und
bis auf Weiteres 100% arbeitsunfähig (IV-act. 237). Der den Versicherten seit 5.
September 2013 behandelnde Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, diagnostizierte eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10:
F43.1) und eine anhaltende depressive Herabgestimmtheit im Rahmen einer
misslungenen Traumaverarbeitung (ICD-10: F34.9). Dr. D._ hielt den Versicherten für
100% arbeitsunfähig (Bericht vom 20. September 2015, IV-act. 238). Die Mitarbeiterin
der IV-Stelle Dr. med. E._, Fachärztin für Neurologie, hielt nach einer Würdigung der
Berichte der behandelnden Ärzte eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung für indiziert
(Stellungnahme vom 1. Dezember 2015, IV-act. 239). Daraufhin teilte die IV-Stelle dem
Versicherten am 10. Dezember 2015 mit, sie übernehme die Kosten für eine
monodisziplinäre psychiatrische Untersuchung (IV-act. 240). Der Mitteilung legte sie
zwei Beilagen bei (Beilage 1: "Themenbereiche eines medizinischen Gutachtens";
Beilage 2: "Gliederung und versicherungsmedizinische Fragestellung des
monodisziplinären medizinischen Gutachtens"; IV-act. 242). Der Versicherte nahm am
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7. Januar 2016 Stellung zur in Aussicht gestellten psychiatrischen Begutachtung. Er
hielt mehrere Fragen der IV-Stelle für unzulässig und ersuchte um deren Streichung.
Des Weiteren stellte er zwei Zusatzfragen und kritisierte, dass das Verlaufsgutachten in
Ausblendung der somatischen Leiden erfolge (IV-act. 245). In der Zwischenverfügung
vom 1. Februar 2016 hielt die IV-Stelle an der vorgesehenen Begutachtung und den
angezeigten Fragestellungen unverändert fest. Sie zeigte sich bereit, die Zusatzfragen
des Versicherten dem Experten zu unterbreiten. Einen Bedarf, zusätzliche
Fachdisziplinen heranzuziehen, verneinte sie (IV-act. 246).
B.
B.a Gegen die Zwischenverfügung vom 1. Februar 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 3. März 2016. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten-
und Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Es sei die Beschwerdegegnerin
anzuweisen, den Fragekatalog anzupassen und zusätzlich zur psychiatrischen
Begutachtung auch eine somatische Begutachtung zu veranlassen (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2016
die Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten ist einerseits der Umfang der in der angefochtenen
Zwischenverfügung vom 1. Februar 2016 angeordneten medizinischen Abklärungen
und die Rechtmässigkeit der Fragestellungen in Ziff. 9.3.2 - 9.3.11 der "Gliederung und
versicherungsmedizinischen Fragestellung des monodisziplinären medizinischen
Gutachtens".
1.1 Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenverfügung
(Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG] in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Eine solche
kann unter anderem dann angefochten werden, wenn ein nicht wieder gutzumachender
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Nachteil droht (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April
2010, B 2009/197, E. 2.5; vgl. auch BGE 138 V 275 E. 1.2.1). Für die Beurteilung des
nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext des sozialversicherungsrechtlichen
Abklärungsverfahrens mit seinen spezifischen Gegebenheiten ist zu beachten, dass
das medizinische Administrativgutachten in der Regel die wichtigste medizinische
Entscheidgrundlage im Beschwerdeverfahren bildet. Die Mitwirkungsrechte der
versicherten Personen müssen daher bereits vor der Begutachtung durchgesetzt
werden können, bevor präjudizierende Effekte eintreten. Mit Blick auf das begrenzte
Überprüfungsvermögen der rechtsanwendenden Behörden genügt es daher nicht, die
Mitwirkungsrechte erst nachträglich, bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und
Beschwerdeverfahren, einzuräumen (vgl. BGE 138 V 276 E. 1.2.2).
1.2 Im Licht dieser Umstände ist hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin
getroffenen Auswahl der Fachdisziplinen ein durch die angefochtene
Zwischenverfügung drohender nicht wieder gutzumachender Nachteil zu bejahen, denn
sowohl der Einbezug einer medizinischen Fachdisziplin bzw. der Verzicht darauf
zeitigen präjudizierende Effekte. Betreffend die von der Verwaltung vorgesehenen
Gutachterfragen gilt es zu beachten, dass die versicherte Person gemäss BGE 137 V
258 E. 3.4.2.9 und 141 V 336 E. 4.1 einen Anspruch hat auf eine vorgängige
Unterbreitung und eine Stellungnahme. Die an den medizinischen Experten gerichteten
Fragen beziehen sich regelmässig auf die klinischen Grundlagen, deren Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen oder in einer angepassten Tätigkeit und zur
Eingliederungsfähigkeit. Dazu kommen allenfalls Spezialfragen, die einen Bezug zur
konkreten Situation der zu begutachtenden Person aufweisen, also auf den Einzelfall
zugeschnitten sind (BGE 141 V 336 E. 4.1). Durch die Fragen wird das Beweisthema
festgelegt (BGE 141 V 336 E. 4.2). Daraus kann indessen für sich allein nicht der
Schluss gezogen werden, ein drohender nicht wieder gutzumachender Nachteil sei bei
grundsätzlich jeder Fragestellung unabhängig des konkreten Inhalts zu bejahen. Eine
Zurückhaltung bei dessen Bejahung rechtfertigt sich schon deshalb, weil der
versicherten Person mit Blick auf eine fachgerechte Begutachtung die
Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung des Gutachtens an sich (bzw. der
Disziplinen) und gegen die Person der Experten offen steht (vgl. BGE 141 V 341 E.
7.2.1). Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil ist aber dann zu bejahen, wenn sich -
wie vorliegend (vgl. nachfolgende E. 3.1) - Anhaltspunkte ergeben, wonach die
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Fragestellung von vornherein untauglich angelegt ist oder sich der Versicherungsträger
von sachfremden Motiven leiten liess (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 17. Januar 2013 [725 12 109/6]).
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten, zumal auch die übrigen
Eintretensvoraussetzungen unbestrittenermassen erfüllt sind.
1.3 Bei der Beurteilung von Abklärungsvorkehren ist dem Umstand Rechnung zu
tragen, dass es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit
welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG zu erfolgen
hat, und dass ihm im Rahmen der Verfahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum
bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen
Erhebungen zukommt (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 10. Oktober 2011,
9C_1037/2010, E. 5.1). Bei der Beurteilung von Fragen, die in diesen
Ermessensspielraum fallen, auf-erlegt sich das Gericht Zurückhaltung (vgl. Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. August 2012, IV 2011/362,
E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. betreffend die Zulässigkeit von Zusatzfragen BGE 141 V 339
f. E. 6.1 ff.).
2.
Zunächst ist der disziplinäre Umfang der Begutachtung umstritten und zu prüfen. Die
Beschwerdegegnerin hält eine monodisziplinäre (psychiatrische) Begutachtung für
ausreichend (IV-act. 246), während dem der Beschwerdeführer zusätzlich eine
"somatische" Begutachtung für notwendig erachtet (act. G 1), ohne indessen eine
konkrete Fachdisziplin zu benennen. Zwischen den Parteien unbestritten ist das
Erfordernis einer psychiatrischen Begutachtung.
2.1 Es existieren keine festen Kriterien zur allgemeingültigen Abgrenzung der
Anwendungsfelder der verschiedenen Kategorien von Expertisen. Die grosse Vielfalt
von Begutachtungssituationen erfordert Flexibilität. In groben Zügen jedoch lassen sich
die jeweiligen Einsatzbereiche gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wie folgt
umreissen: Die umfassende administrative Erstbegutachtung wird regelmässig
polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine direkte Auftragserteilung
soll die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre Expertise ist auch dann einzuholen,
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wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als auf eine oder zwei medizinische
Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber
noch nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fällen kann von einer
polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre
durchgeführt werden, sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein
oder zwei Fachgebiete beschlägt; weder dürfen weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B.
internistischer Art) notwendig sein noch darf ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw.
eingliederungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese Voraussetzungen werden
vor allem bei Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein (BGE 139 V 352 E. 3.2).
2.2 Die vorliegend angeordnete medizinische Abklärungsmassnahme erfolgte im
Nachgang und gestützt auf die Beurteilung von Dr. E._ vom 1. Dezember 2015 (siehe
die Begründung in IV-act. 246-3 oben). Darin führte sie aus, den aktuellen ärztlichen
Berichten könnten keine grundlegend neuen Aspekte entnommen werden. Alle
wesentlichen Gesichtspunkte seien bereits in den Stellungnahmen von Dr. C._ vom
6. Juli 2011 (IV-act. 133) und vom 13. Dezember 2011 (IV-act. 141) ausführlich
diskutiert und in der Folge gutachterlich weiter gestützt worden. Trotzdem erscheine
aufgrund des Berichts des behandelnden Psychiaters (vom 20. September 2015, IV-
act. 238) gegenwärtig eine Verschlechterung des psychischen Zustands des
Beschwerdeführers möglich. Dieser habe im Gegensatz zum ABI-Gutachten vom 17.
September 2012 (IV-act. 161) neu eine depressive Symptomatik beschrieben. Aus
medizinischer Sicht sei eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung indiziert (IV-act. 239).
Die angeordnete medizinische Abklärungsmassnahme hat daher allein den Zweck, den
nach dem vom ABI-Gutachten erfassten Zeitraum eingetretenen psychischen
Gesundheitsverlauf zu beurteilen (vgl. IV-act. 246-3 oben und act. G 7, Rz 5 der
Begründung). Nicht Gegenstand der Zwischenverfügung bildet der von den ABI-
Experten eingeschätzte Sachverhalt. Damit ist die Beweiskraft des ABI-Gutachtens
nicht im vorliegenden Verfahren, sondern erst und nur im Rahmen einer allfälligen
späteren Beschwerde gegen den Leistungsentscheid der Beschwerdegegnerin zu
prüfen.
2.3 Wie Dr. E._ zutreffend ausgeführt hat (IV-act. 239), ergibt sich aus der seit der
ABI-Begutachtung ergangenen Aktenlage - insbesondere aus den Angaben von Dr.
B._ (IV-act. 182 und IV-act. 237) - kein Hinweis, der für die Möglichkeit einer
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somatischen Gesundheitsverschlechterung sprechen würde. Der Beschwerdeführer
benennt denn auch keine konkreten Anzeichen für eine somatische Verschlechterung
(vgl. IV-act. 245-5, Rz 3, und act. G 1, Rz 11.4). Es ist daher nicht zu beanstanden,
dass die Beschwerdegegnerin die Verlaufsbegutachtung vorerst auf die Fachdisziplin
Psychiatrie beschränkt hat. Eine spätere fachdisziplinäre Erweiterung kommt allenfalls
dann in Frage, wenn sich etwa im Rahmen der psychiatrischen Verlaufsbegutachtung
neue Gesichtspunkte ergeben oder der zu beauftragende psychiatrische Experte den
Bedarf eines Einbezugs weiterer Fachdisziplinen erkennen sollte. Der Antrag Ziff. 3 der
Beschwerde, zusätzlich zur psychiatrischen Begutachtung sei auch eine somatische
Begutachtung zu veranlassen, ist daher abzuweisen.
3.
Zu beurteilen bleibt damit noch der vom Beschwerdeführer gerügte Fragekatalog der
Beschwerdegegnerin, mithin insbesondere die Frage, ob dieser von vornherein
untauglich angelegt ist (vgl. vorne E. 1.2 a.E.).
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in der Beilage 1 "Themenbereiche eines
medizinischen Gutachtens" unter verschiedenen Gesichtspunkten insgesamt 30
Aspekte und Fragen genannt, die vom Experten zu beurteilen sind (IV-act. 242).
Zusätzlich enthält Beilage 2 "Gliederung und versicherungsmedizinische Fragestellung
des monodisziplinären medizinischen Gutachtens" nochmals weit über 50 Aspekte und
Fragen, um deren Beurteilung sie den Experten ersucht. Der Inhalt von Beilage 1
bezieht sich ausschliesslich auf eine erstmalige Begutachtung. Gleiches gilt im
Wesentlichen für Beilage 2 (bezeichnend etwa Ziff. 8.9 der Beilage 2: "Detaillierter
Vergleich mit dem Aktivitätsniveau vor Eintritt der Gesundheitsschädigung" [IV-act.
242-5], sowie Ziff. 9.3.13 der Beilage 2: "Ab wann [...] gilt eine Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 20% in der angestammten Tätigkeit als ausgewiesen?" [IV-act. 242-6]). Die
wenigen in der Beilage 2 enthaltenen Fragen bezüglich des Verlaufs beziehen sich auf
einen Referenzzeitpunkt vom 20. August 2002 (Ziff. 8.13 der Beilage 2, IV-act. 242-5;
Datum der ursprünglichen Rentenverfügung, IV-act. 116). Die beiden Fragekataloge
ignorieren damit vollständig den Abklärungszweck der angeordneten
Abklärungsmassnahme. Dieser besteht ausschliesslich in einer auf die von Dr. D._
beschriebenen depressiven Symptome bzw. der allenfalls damit einhergehenden
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psychischen Verschlechterung des Gesundheitszustands fokussierten Beurteilung für
den vom ABI-Gutachten nicht mehr erfassten späteren Zeitraum (vgl. vorstehende E.
2.2). Daran hat sich die Tauglichkeit und Zulässigkeit der von der Beschwerdegegnerin
gestellten Fragen zu messen. Fragen nach dem Verlauf im interessierenden Zeitraum
fehlen indessen gänzlich. Die Fragekataloge der Beschwerdegegnerin erweisen sich
damit als offensichtlich ungeeignet, das von der Beschwerdegegnerin
wahrgenommene Abklärungsdefizit zu beseitigen. Daran ändern die von der
Beschwerdegegnerin zugelassenen Fragen des Beschwerdeführers (IV-act. 246-2)
nichts, beziehen sich doch auch diese nicht auf das vorliegend interessierende
Beweisthema. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit
sie eine konkret auf das von ihr erkannte Abklärungsdefizit ausgerichtete Fragestellung
ausarbeite und hernach dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewähre.
4.
4.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene
Zwischenverfügung vom 1. Februar 2016 insoweit aufzuheben, als die Sache an die
Beschwerdegegnerin zur Ausarbeitung der auf den Abklärungsgegenstand
zugeschnittenen Fragestellung im Sinn der Erwägungen zurückzuweisen ist. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Bei Streitigkeiten betreffend die Anordnung für eine Begutachtung im
Verwaltungsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Da es
sich vorliegend nicht um eine Streitigkeit betreffend "IV-Leistungen" handelt, findet die
Kostenregelung von Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) keine Anwendung.
4.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint mit Blick auf die eingeschränkte Streitfrage und den
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einfachen Schriftenwechsel eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.