Decision ID: f78909ae-7c45-439e-a4ce-8535fd303270
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, war seit April 2002 bei der
Y._
AG als Bauarbeiter angestellt, als er am 11. September 2006 bei der Arbeit von einer Leiter stürzte und auf die Beine sowie die Schulter fiel (
Urk.
7/8/90). Dabei zog er sich eine Ruptur der
Supraspinatussehne
rechts sowie eine Kontusion der Wirbelsäule zu (
Urk.
8/77 und
Urk.
8/75). Am 23. Februar 2007 erfolgte eine Schulter-Arthroskopie mit
Acromioplastik
und
arthroskopischer
Rotatoren
manschetten-Rekonstruktion
rechts (
Urk.
8/59). Nach einer
Reruptur
der
Sup
raspinatussehne
rechts (
Urk.
8/8/12) wurde am 2
2.
Februar 2008 erneut eine Schulter-Arthroskopie mit offener
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion und
transossärer
Reinsertion
der
Supraspinatussehne
vorgenommen (
Urk.
8/14/11). Bei Verdacht auf ein
Impingement
-Syndrom rechte Schulter sowie eine
Frozen
shoulder
erfolgte am 26. April 2010 (
Urk.
8/33/48) erneut eine Arthroskopie und am 9. Juni 2010 (
Urk.
8/33/40-44) eine kreisärztlich
e
Untersuchung. Nachdem die SUVA ein neuro-
otologisches
Gutachten beim
Z._
eingeholt (vom 5. Juli 2011,
Urk.
14/197) und weitere Abklärungen getä
tigt hatte, sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 30. März 2012 (
Urk.
8/43) mit Wirkung ab 1. November 2010 eine Invalidenrente basierend auf einer
Erwerbseinbusse
von 18 % und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integritätseinbusse
von 5 % zu. Dagegen erhob der Versicherte Ein
sprache (
Urk.
14/222 und
Urk.
14
/225).
1.2
Am 28. September 2007 (
Urk.
8/2) hatte sich der Versicherte unter Hinweis auf die Unfallfolgen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog wiederholt die Akten der SUVA bei, holte ergänzende ärztliche Berichte ein und klärte die er
werblichen Verhältnisse ab. Sodann veranlasste sie eine polydisziplinäre Begut
achtung des Versicherten (Expertise der
A._
vom 24. Juni 2013,
Urk.
8/76/2-37). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
8/82,
Urk.
8/84 und
Urk.
8/88) verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 8. Mai 2014 (
Urk.
2) den Anspruch auf eine Invalidenrente bei ei
nem errechneten Invaliditätsgrad von 26 %.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 3. Juni 2014 Beschwerde und beantragte die
Zusprache
einer Rente, eventualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle ersuchte am 11. Juli 2014 (
Urk.
7) um Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 14. Oktober 2015
(
Urk.
11) wurden die Akten der SUVA beigezogen (
Urk.
14/1-238), zu welchen sich nur der Versicherte vernehmen liess (
Urk.
17 und
Urk.
20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 29
Abs.
1 IVG (in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) entsteht der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person
a.
mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) gewor
den ist oder
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
begründete ihre leistungsabweisende Verfügung vom 8. Mai 2014 (
Urk.
2) damit, dem
Beschwerdeführer
sei
nurmehr
eine – näher be
zeichnete - behinderungsangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar. Damit erleide er eine Einkommenseinbusse von 26 %, wobei sich kein Abzug vom
Tabellen
lohn
rechtfertige.
2.2
Der
Beschwerdeführer
hielt dagegen, teilzeitlich beschäftigte Männer verdienten im Kanton Zürich 15 % weniger als Vollzeitarbeitende, weshalb unter Berück
sichtigung der Leiden ein Abzug vom Tabellenlohn von 20 % angezeigt sei. Weiter habe die Begutachtungsstelle nicht sämtliche Akten berücksichtigt, na
mentlich das neuro-
otologische
Gutachten des
Z._
vom 5. Juli 2011, weshalb die Expertise die praxisgemässen Anforderungen nicht erfülle. Die Fülle aller Diagnosen sei zu wenig gewürdigt worden, gehe doch aus vielen Arztberichten hervor, dass er die verschiedensten psychischen und somatischen Beschwerden aufweise (
Urk.
1).
3.
3.1
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, berichtete am
9. Juni 2010 (
Urk.
8/33/40-44) über seine Untersuchung vom selben Tag und rekapitulierte den letzten operativen Eingriff (Arthroskopie vom 27. April 2010,
Urk.
8/33/48). Dazu hielt er fest, es habe sich bis auf kleinere Verklebungen an der
Subskapularissehne
ein völlig unauffälli
ger Befund gezeigt, die Schulter sei bis 160° flektierbar und 140°
abduzierbar
gewesen, ohne dass die direkt einsehbaren Sehnen unter Spannungen gekom
men seien. Die zuvor diskutierte Fehladaption der
Supraspinatussehne
könne
somit durch eine direkte
arthroskopische
Kontrolle nicht bestätigt werden. Defi
nitiv seien mit diesem operativen Eingriff keine Befunde erhoben worden, wel
che in irgendeiner Form weiterhin einem therapeutischen Vorgehen zugänglich wären oder relevante Bewegungseinschränkungen oder eine
Belastungsintole
ranz
im Bereich des rechten Schultergelenkes erfordern würden (S. 4).
Die demonstrierten Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit sehe er
–
Dr.
B._
– am ehesten mit der vom
Beschwerdeführer
angegebenen de
pressiven Situation korrelierend. Die Situation, dass nach vierjähriger prakti
scher Gebrauchsunfähigkeit des rechten Armes, wie sie der
Beschwerdeführer
beschreibe, keine Muskelatrophien zu beobachten seien und die Beweglichkeit auch unter Narkose noch derart gut möglich sei, festigten diese Einschätzung. Die völlige Gefühllosigkeit
ausschliesslich
der Finger III-IV korreliere ebenfalls nicht mit einem typischen klinischen Bild, auch nicht mit einer eventuell mögli
chen
zervikogenen
Ursache (S. 4 f.).
Das Zumutbarkeitsprofil beschrieb
Dr.
B._
wie folgt: Keine Einschränkun
gen für den linken Arm, für den rechten Arm seien mittelschwere bis teils schwere Tätigkeiten ganztags zumutbar, dies ohne Gewichtsbelastungen über
10 kg über Schulterhöhe und ohne repetitive kraftvolle Tätigkeiten mit dem rech
ten Arm über Kopf (S. 5).
3.2
3.2.1
Das
A._
-Gutachten vom 24. Juni 2013 (
Urk.
8/76/2-37) wurde von
Dr.
med.
C._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
E._
, FMH orthopädische Chirurgie,
Dr.
med.
F._
, FMH Neurologie, und
Dr.
med.
G._
, FMH Otorhinolaryngologie, verfasst. Sie berichteten über die vom
Beschwerdeführer
geklagten Beschwer
den, wonach er Schmerzen in der rechten Schulter, im Nacken und im Rücken habe. Seit dem Unfall im Jahr 2006 habe er immer Schmerzen in der rechten Schulter. Seit etwa vier Jahren seien die Schmerzen im Nacken und im Rücken gleich geblieben. Er habe vor allem Mühe beim Schlafen in der Nacht. Die Schmerzen seien eigentlich immer vorhanden, beim Bewegen würden sie sich jedoch noch verstärken. E
r
habe auch oft Kopfschmerzen und Gefühlsstörungen in der rechten Hand. Er könne nicht lange Sitzen. Gehen könne er etwa 3 km
(S. 8).
3.2.2
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 32):
-
Chronische Schulterschmerzen rechts
-
klinischer Verdacht auf
leichtgradiges
subakromiales
Impingement
-
klinischer Verdacht auf diskrete Funktionseinschränkung von Supra- und
Infraspinatus
-
Status nach Arthroskopie mit
Akromioplastik
und
arthroskopischer
Supra
spinatus-Sehnenrekonstruktion
am 23. Februar 2007, nach Arthroskopie mit offener
transossärer
Supraspinatusrefixation
am 2
2.
Februar 2008 und nach Arthroskopie mit
geringgradigem
intraartikulärem
Débridement
und Mobilisation in Narkose am 26. April 2010
-
Anamnestisch chronisches zervikal und lumbal betontes panvertebrales Schmer
z
syndrom mit fraglichen Ausstrahlungen in den rechten Arm
-
konventionell-radiologisch weitgehend unauffälliger Befund an Hals- und Lendenwirbelsäule mit höchstens geringen degenerativen Alterationen
-
Beinverkürzung rechts von etwa 1.5 cm
-
nicht immer ganz adäquat wirkendes Schmerzverhalten mit
Symptomaus
weitung
und Selbstlimitation
-
Intermittierende Drehschwindelsymptomatik
-
bei Verdacht auf periphere
vestibulo-chochleäre
Funktionsstörung links
-
Überlagerung bei chronischer Schmerzstörung mit somatischen und psychi
schen Faktoren sowie funktionellem sensiblem Ausfall an der rech
ten Hand (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit)
-
Leichte bis mittelgradige depressive Episode
Einer Adipositas sowie einer
arteriellen
Hypertonie bei bisher fehlender medika
mentöser Behandlung massen sie – wie dem chronischen Schmerzsyndrom – keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei.
3.2.3
Die Ärzte verwiesen (S. 33 f.) auf den Arbeitsunfall vom 11. September 2006 mit Verletzung der rechten Schulter und vom
Beschwerdeführer
geklagte
vor
bestehende
Schmerzen in der rechten Schulter sowie auch im Nacken, kombi
niert mit Kopfschmerzen und Schwindel.
Sie führten aus, bei der orthopädischen Untersuchung sei ein chronisches
Schul
terschmerzsyndrom
rechts nach zweimaliger
arthroskopischer
Revision mit Verdacht auf
leichtgradiges
akromiales
Impingement
gestellt worden. Anam
nestisch bestehe auch ein chronisches zervikal- und lumbalbetontes
panverteb
rales
Schmerzsyndrom, wobei radiologisch keine wesentlichen pathologischen Veränderungen bestünden. Die klinische Untersuchung sei erschwert gewesen durch nicht adäquates Schmerzverhalten mit Symptomausweitung. Sie verwie
sen sodann auf neu angefertigte Röntgenbilder von Hals- und
Lendenwirbel
säule
, welche bis auf eine leichte Streckhaltung lumbal und eine Verkrümmung nach links (wegen Beinlängendifferenz) unauffällige Verhältnisse gezeigt hät
ten. Insbesondere sei es nicht zu einer Progredienz von degenerativen Verän
derungen im Vergleich zu ebenfalls vorliegenden Voraufnahmen von 2009 ge
kommen. Auch an der rechten Schulter zeige sich konventionell-radiologisch ein unauffälliges Bild, weshalb in Anbetracht des Umstandes, dass im April 2010 auch
arthroskopisch
ein schönes Zustandsbild habe vorgefunden werden können, auf weitere bildgebende Abklärungen verzichtet worden sei (S. 21). Insgesamt könnten aus orthopädischer Sicht die angegebenen Beschwerden nicht ausreichend mit den objektiven medizinischen Befunden erklärt werden. Die Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis mittelschwere,
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne Zwangshaltungen sei aus orthopädischer Sicht nicht ein
geschränkt. Die früher ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau wie alle anderen kör
perlich schwer belastenden Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar.
Bei der neurologischen Untersuchung seien keine Pathologien am zentralen oder peripheren Nervensystem festgestellt worden. Die Sensibilitätsstörung am rechten Arm lasse sich nicht einem Nerv zuordnen. Insgesamt hätten keine neurologischen Befunde erhoben werden können, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden.
Im Rahmen der
otorhinolaryngologischen
Untersuchung sei eine intermittie
rende Drehschwindelsymptomatik mit Verdacht auf periphere
vestibulocochle
äre
Funktionsstörung diagnostiziert worden. Wegen des Schwindels seien Tätig
keiten mit Absturzgefährdung und an gefährlichen Maschinen nicht möglich. Im Übrigen bestehe aus
otorhinolaryngologischer
Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Anlässlich der allgemeininternistischen Untersuchung seien eine Adipositas mit einem BMI von 33 sowie eine arterielle Hypertonie diagnostiziert worden. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht.
Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine leichte bis mittelgradige depres
sive Episode diagnostiziert worden. Zusätzlich bestehe eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Diese erklärten die Beschwerden, welche bei den somatischen Untersuchungen nicht ausreichend hätten objektiviert werden können. Durch die leichte bis mittelgradige depres
sive Symptomatik sei die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s um 20 % ein
geschränkt.
3.2.4
Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Experten fest, aus polydisziplinärer Sicht sei der
Beschwerdeführer
für eine körperlich leichte bis mittelschwere,
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne Arbeiten mit Absturzgefährdung und an gefährlichen Ma
schinen zu 80 % arbeits- und leistungsfähig. Diese Arbeitsfähigkeit könne in ei
nem ganztägigen Pensum mit vermehrten Pausen verwertet werden. Körperlich schwere Tätigkeiten, wie sie der
Beschwerdeführer
früher auf dem Bau ausgeübt habe, seien ihm nicht mehr zumutbar.
Zum zeitlichen Ablauf führten die Gutachter aus, aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten gingen sie davon aus, dass die Arbeits
unfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten sei
t
dem Unfall vom 11. Septem
ber 2006 bestehe. Die adaptierte Tätigkeit sei dem
Beschwerdeführer
aus ortho
pädischer Sicht sicher ab Sommer 2008 wieder ohne Einschränkung zumutbar gewesen. Die Einschränkung aus psychiatrischer Sicht könne nicht genau zu
rückdatiert werden. Sie bestehe aber schon sicher mehrere Jahre. Sie nähmen daher an, dass die Arbeitsfähigkeit, wie sie festgestellt worden sei, für adaptierte Tätigkeiten seit Mitte 2008 bestehe. Die qualitativen Einschränkungen des Schwindels bestünden seit dem Jahr 2009 (S. 34).
3.2.5
Zur Selbsteinschätzung des
Beschwerdeführer
s hielten die Ärzte
fest,
er fühle sich nicht mehr arbeitsfähig, welche Einschätzung lediglich für die bisherige Tätigkeit bestätig
t
werden könne. Bei einer angepassten Tätigkeit sei aus soma
tischer Sicht gegenüber den Alltagsaktivitäten nicht mit einer wesentlichen
Be
schwerdeexazerbation
zu rechnen. Der
Beschwerdeführer
nehme gemäss den getätigten Feststellungen auch die Schmerzmittel nicht in der von ihm angege
benen Dosierung ein. Einen negativen Einfluss auf die subjektive Einschätzung habe sicher die psychosoziale Situation mit fehlender Ausbildung. Dadurch sei es für den
Beschwerdeführer
schwieriger, sich eine andere Tätigkeit vorzustel
len. Da die Arbeitsfähigkeit aufgrund des psychischen Leidens nicht
höhergra
dig
eingeschränkt sei, könne es dem
Beschwerdeführer
zugemutet werden, die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um eine angepasste Tätigkeit aufzu
nehmen (S. 34).
3.2.6
In Bezug auf frühere ärztliche Einschätzungen verwiesen die Experten vorwe
g auf die von
Dr.
med.
H._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie,
angegebene voll
umfängliche Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit, was bestätigt werden könne. Die wesentlich einschränkenden Beurteilungen der angepassten Tätigkeit seien aufgrund der beschriebenen Befunde nicht nachvollziehbar (vgl. Bericht vom 21. Mai 2012 mit attestierter bloss 50%ige Arbeitsfähigkeit in an
gepasster Tätigkeit,
Urk.
8/50 S. 3).
Aus neurologischer Sicht sei im Jahr 2009 durch
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Neurologie,
eine Abklärung durchgeführt worden, wobei er ein
radi
kuläres
sensibles Ausfallsyndrom C8 diagnostiziert habe (vgl. Bericht vom
5. Mai 2009,
Urk.
8/33/68-70). Neurographisch seien die Befunde allerdings un
auffällig gewesen. Auch im MRI der Halswirbelsäule hätten die Befunde nicht mit der möglichen C8-Läsion korreliert, was bei der aktuellen Untersuchung habe bestätigt werden können.
Aus
otorhinolaryngologischer
Sicht hätten die Befunde des
Z._
bestätig
t
werden können. Die Verdachtsdiagnose eines gutartigen Lagerungsschwindels, welche
Dr.
I._
erhoben habe (
Urk.
8/33/68-70), könne dagegen nicht bestätigt werden.
Aus psychiatrischer Sicht werde durch das
J._
eine seit 2006 anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit angegeben (vgl. Bericht vom 20. September 2012,
Urk.
8/54/6-8). Diese hochgradige Arbeitsun
fähigkeit könne aufgrund der beschriebenen und der aktuell erhobenen Befunde nicht bestätigt werden. Der
Beschwerdeführer
sei durch das psychische Leiden auch im Alltag nicht
höhergradig
eingeschränkt (S. 34 f.).
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass das
A._
-Gutachten vom 24. Juni 2013 den
praxisge
mässen
Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise
(E. 1.4)
ent
spricht. So ist es für die streitigen
Belange umfassend, gibt es doch Auskunft über die Restarbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s unter Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge. Es beruht sodann auf den notwendigen Untersu
chungen in allgemeininternistischer, psychiatrischer, orthopädischer, neurolo
gischer und
otorhinolaryngologischer
Hinsicht. Weiter berücksichtigt es die ge
klagten Beschwerden.
J
eder Facharzt
erhob
selbständig das geklagte
Beschwer
debild
(
Urk.
8/76/2-37 S. 8, S. 10, S. 16, S. 24, S. 28 f.) und würdigte dieses im Rahmen der erhobenen Befunde, der Untersuchungsresultate und der
Vorakten
. Die Expertise berücksichtigt sodann – mit Ausnahme allenfalls des
neuro-otolo
gischen
Gutachtens des
Z._
vom 5. Juli 2011 (
Urk.
14/197, vgl. hierzu unten
E. 4.2) – die umfangreichen
Vorakten
und setzt sich mit diesen auseinander. An
gesichts des langjährigen Verlaufs bilden die
Vorakten
eine
massgebliche
Grundlage
der Beurteilung der Experten, namentlich in Bezug auf den Verlauf und den objektivierbaren organischen Zustand. Das Gutachten leuchtet
schliesslich
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen in der Expertise erscheinen als begründet.
In diesem Sinne zeigten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass in bildgebender Hinsicht weder an der Halswirbelsäule noch in der Schulter we
sentliche pathologische Veränderungen dokumentiert und die entsprechenden Verletzungen abgeheilt sind (E. 3.2.3 und
Urk.
8/76
/2-37 S. 20 f.)
sowie dass angesichts der diskreten Untersuchungsbefunde eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 20 % zumutbar ist. Zu fragen wäre in diesem Zusammenhang höchstens, ob die für die Leistungseinschränkung verantwortliche Diagnose ei
ner leichten bis mittelgradigen depressiven Episode
invalidenversicherungs
rechtlich
überhaupt von Bedeutung ist. Denn diese werden
praxisgemäss
regel
mässig
als keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression
en
betrachtet. Leichte bis höchstens mittelschwere psy
chische Störungen depressiver Natur gelten grundsätzlich als therapeutisch
an
gehbar
(Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 14. Mai 2013 E. 3.5 und 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.1, je mit Hinweisen).
4.2
Ob den
A._
-Gutachtern – wie der
Beschwerdeführer
vorbringt - das
neuro-otolo
gische
Gutachten des
Z._
vom 5. Juli 2011 (
Urk.
14/197) nicht vorgelegen hat, was einen qualitativen Mangel darstellen würde, lässt sich nicht schlüssig beantworten. Das Gutachten fehlt wohl in der Übersicht der vorbestehenden Akten der
Beschwerdegegnerin
(
Urk.
8/76/2-37 S. 3), Facharzt
Dr.
G._
er
wähnte indes Untersuchungsresultate der
Z._
-Ärzte (allerdings vom
K._
statt der begut
achtenden Klinik für Ohren-, Nasen-
,
Hals- und Gesichtschirurgie, Neuro-Otolo
gie) und wies darauf hin, dass auch diese keine eindeutigen objektivierbaren Befunde einer peripheren
vestibulären
Funktionsstörung gefunden hätten (
Urk.
8/76/2-37 S. 31). Wie es sich damit genau verhält, kann indes offen blei
ben.
Die
Z._
-Gutachter berichteten von geklagten Schwindelbeschwerden seit dem Sturz, welche diffus beschrieben würden. Die Spanne der Angaben erstrecke sich über ein Schwarzwerden vor Augen und Druckgefühl im Kopf bis zu Drehschwindel ohne Aussagemöglichkeit, in welche Richtung dieser
Dreh
schwindel
gehe. Die Ärzte berichteten über normal ausfallende
vestibuläre
Un
tersuchungen und sahen einen Zusammenhang mit der Schulter- und
Nacken
problematik
. Eine eigentliche Läsion des
vestibulären
Systems konnten sie nicht feststellen und einen gutartigen Lagerungsschwindel konnten sie nicht bestäti
gen. In der klinischen Untersuchung sei eine Fallneigung auf der Matte nach vorne und nach hinten beobachtet worden, welche vor dem Hintergrund der normalen
vestibulären
und übrigen
neurootologischen
Untersuchung als nicht
spezifisch beurteilt wurde. Die Gutachter attestierten eine vollumfängliche Ar
beitsfähigkeit aus HNO-Sicht (
Urk.
14/197 S. 9 f.).
Aufgrund dieser Schlussfolgerung ist nicht ersichtlich, inwiefern die
A._
-Gutach
ter – in Kenntnis des
Z._
-Gutachtens - zu einem abweichenden Ergeb
nis hätten kommen sollen. Im Gegenteil decken sich die Untersuchungsbefunde exakt und schlossen beide Begutachtungsstellen auf eine vollumfängliche Ar
beitsfähigkeit in dieser Disziplin, wobei der
A._
-Arzt in seiner Beurteilung gar weiterging und bei der gestellten Verdachtsdiagnose eine qualitative Einschrän
kung des Stellenprofils vermerkte.
In diesem Sinne tut dieser Umstand, welcher im Übrigen auch vom
Beschwerde
führer
durch nicht rechtzeitiges Auflegen des
Z._
-
Gutachtens mitverursacht wurde,
der Beweiswertigkeit der
A._
-Expertise
keinen Abbruch.
4.3
Im gleichen Sinne befand auch Kreisarzt
Dr.
B._
eine angepasste Tätigkeit als (vollzeitlich wegen mangelnder Berücksichtigung der psychischen Sympto
matik) zumutbar. Er begründete dies – ähnlich wie die
A._
-Ärzte – mit fehlen
den objektivierbaren Befunden, welche eine weitergehende Einschränkung rechtfertigen würden. Er verwies namentlich auf die unauffällige Arthroskopie vom April 2010 und legte unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage und d
er
eigenen Untersuchungen in nachvollziehbarer Weise seine Einschätzung dar (E. 3.1).
4.4
Die abweichenden Einschätzungen der
Dres
.
H._
und
I._
sowie des
J._
vermögen – aus den von den
A._
-Gutachtern dargelegten Gründen
(E. 3.2.6) – nicht zu überzeugen. Namentlich das Attest einer
bloss
50%igen Ar
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit durch
Dr.
H._
(
Urk.
8/50 S. 3) ist nicht nachvollziehbar, fehlt doch jegliche Begründung, weshalb eine Tätigkeit, welche ja gerade Rücksicht auf die verbleibenden Beeinträchtigungen nimmt, nicht ganztags zumutbar sein sollten. Dies kann nicht überzeugen. Nachdem bildgebend keine C8-Läsion gefunden werden konnte, erübrigen sich auch Weiterungen zu der von
Dr.
I._
thematisierten Problematik (
Urk.
8/33/
68-70).
Der von den Ärzten des
J._
attestierten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit seit 2006 (
Urk.
8/54/6-8) fehlt ebenfalls eine – auch
bloss
ansatzweise – psychi
atrische Begründung. Sie diagnostizierten aus ihrem Fachgebiet eine mittelgra
dige depressive Episode sowie eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(S. 1) und
liessen
es beim Hinweis auf Schmerzen bewenden (S. 3). Abgesehen da
von, dass keinem anderen Arzt Derartiges aufgefallen wäre, fehlt eine
nachvoll
ziehbare Begründung der Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung.
4.5
Der
Beschwerdeführer
kritisierte das Ergebnis der
A._
-Ärzte im Übrigen nicht substantiiert, sondern
liess
es beim pauschalen Vorhalt bewenden, er weise die verschiedensten psychischen und somatischen Beschwerden auf und sei ent
sprechend in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Nachdem das
A._
-Gutachten in umfassender Weise darauf eingegangen und die (wenigen) massiv abwei
chenden Stellungnahmen entkräftet hat, erübrigen sich Weiterungen. Insbeson
dere ist – bei fehlenden Angaben von weiteren als den bereits
rechtsgenüglich
abgeklärten Gesundheitsaspekten – nicht ersichtlich, welche weiteren Abklärun
gen noch getätigt werden sollten (
Urk.
1 S. 2). Davon sind jedenfalls keine wei
teren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
4.6
Damit ist der medizinische Sachverhalt als in dem Sinne erstellt zu erachten, dass der
Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist, dies vollzeitlich mit vermehrten Pausen.
5.
5.1
Der von der
Beschwerdegegnerin
dargelegte Einkommensvergleich wurde vom
Beschwerdeführer
– mit Ausnahme des unterbliebenen Abzuges vom
Tabllen
lohn
- zu Recht nicht bestritten. Die
Beschwerdegegnerin
berechnete das
Vali
deneinkommen
mit Fr. 67‘834.10 (
Urk.
2) und stützte sich auf die Angaben der Arbeitgeberin, welche einen Stundenlohn von Fr. 27.15 zuzüglich
Ferienent
schädigung
von Fr. 2.85 sowie Anteil 13. Monatslohn von Fr. 2.25 nannte (
Urk.
8/9/3). Abgesehen davon, dass die
Beschwerdegegnerin
diesen Lohn auf 52 Wochen hochrechnete (statt auf 47 bei fünf Wochen Ferien, deren Bezahlung bereits im Stundenlohn enthalten ist), was sich zugunsten des
Beschwerdefüh
rer
s auswirkt, ist die Berechnung nicht zu beanstanden.
5.2
Auch auf Seiten des Invalideneinkommens ergeben sich keine Bemerkungen, stehen doch dem
Beschwerdeführer
noch einfache und repetitive Tätigkeiten offen und hat die
Beschwerdegegnerin
den entsprechenden Tabellenwert korrekt hochgerechnet.
Zum beantragten Abzug vom Tabellenlohn ist festzuhalten, dass das kantonale Versicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf und
diesfalls
Gegebenheiten darlegen muss, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erschei
nen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen). Ein Abweichen ist grundsätzlich nur bei Unangemessenheit möglich (BGE 137 V 71 =
Pra
2011 Nr. 91 E. 5.2). Das reduzierte Rendement des
Beschwerdeführer
s beziehungsweise sein erhöhter Pausenbedarf führt, da
vollzeitlich einsatzfähig
, nach der Rechtsprechung nicht zu einem Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_419/2012 vom 21. September 2012 E. 3.1 f.). Weiter sind die
Einsatzmög
lichkeiten
des Beschwerdeführers zwar auch in Bezug auf eine angepasste Tä
tigkeit gewissen Einschränkungen unterworfen, indem er namentlich auf eine leichtere Tätigkeit angewiesen ist. Diesbezüglich ist zu bemerken, dass die ge
sundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin Schwerarbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes führt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4). Mithin darf beziehungsweise muss daher mit Blick darauf auch im Falle des Beschwerdeführers davon ausgegan
gen werden, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Stellen bereithält, die diesem Anforderungsprofil zu entsprechen vermögen.
5.3
Damit sind der Einkommensvergleich der
Beschwerdegegnerin
und der errech
nete Invaliditätsgrad von 26 % zu bestätigen. Bei diesem Ergebnis besteht kein Anrecht auf eine Rente der Invalidenversicherung.
6.
6.1
Von den Parteien nicht thematisiert wurden die Verhältnisse in der Zeitspanne nach dem Unfall bis zur Abheilung der Beschwerden, was
für den Beschwerde
führer
angesichts des Bezuges von Unfalltaggeld
indes
auch nur eine unterge
ordnete Rolle spielt.
Im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen hat das
Sozialversiche
-
rungs
gericht
auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden ansieht, und ihm auch die Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Das Gericht hat sich nicht darauf zu be
schränken, den Streitgegenstand bloss im Hinblick auf die von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen zu überprüfen. Es kann eine Beschwerde gutheis
sen oder abweisen aus anderen Gründen als von der Beschwerde führenden Partei vorgetragen oder von der Vorinstanz erwogen (BGE 122 V 34 E. 2b).
Aus diesen Gründen i
st die
genannte
Zeitspanne gleichwohl zu beleuchten.
6.2
Nach dem Unfall vom 11. September 2006 war der
Beschwerdeführer
aktenkun
dig in jeglicher Tätigkeit arbeitsunfähig. Die Heilung verzögerte sich in der Folge und der
Beschwerdeführer
musste zwei
m
al operiert werden. Die dritte Arthroskopie diente dann lediglich diagnostischen und therapeutischen (Mobi
lisation in Narkose) Zielen.
Die
A._
-Gutachter gingen von der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit im Sommer 2008 aus, womit sie für die vorangehende Zeitperiode implizit eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätig
keit attestierten (E. 3.2.5). Dies ist angesichts des Verlaufs plausibel und findet sich in den Akten des Unfallversicherers kein Arzt, welcher bereits vorher von einer Arbeitsfähigkeit ausging. Dies ist denn auch mit der Einschätzung von Kreisarzt
Dr.
B._
vom 8. Oktober 2008 (
Urk.
8/17/8-11) vereinbar, welcher damals von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging. Die Verzögerungen bis zum definitiven Rentenentscheid der SUVA la
gen in verschiedenen Abklärungen begründet, welche indes keine relevante Pathologie zu Tage förderten. Ein
Arthro
-MRI des
Schultergelenkes
vom
11. September 2008 (
Urk.
8/17/17) hatte einen unauffälligen Befund gezeigt und der Operateur
Dr.
med.
L._
, Leitender Arzt Orthopädie an der Kli
nik
M._
, hatte am 28. August 2008 von einem
frustranen
Verlauf sechs Monate nach der Operation berichtet mit nach wie vor geklagten Restbeschwerden.
Bei dieser Aktenlage ist von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit des
Be
schwerdeführer
s bis im August 2008 auszugehen, als
Dr.
L._
die erneute
bild
gebende
Untersuchung einleitete, welche ergebnislos blieb und zur nachvoll
ziehbaren Einschätzung des
Dr.
B._
führte (vollumfängliche Arbeitsfähig
keit in angepasster Tätigkeit).
6.3
Der
Beschwerdeführer
meldete sich am 28. September 2007 bei der
Beschwerde
gegnerin
zum Leistungsbezug an (Eingang bei der
Beschwerdegegnerin
am
3. Oktober 2007,
Urk.
8/2 S. 1). Nachdem das Wartejahr im September 2007 abge
laufen ist, hat der
Beschwerdeführer
ab 1. September 2007 Anrecht auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Nach der Verbesserung des Gesund
heitszustandes im August 2008
(Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG)
hat er nach Ablauf von drei Monaten (
Art.
88a
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV
) ab
1.
Dezember 2008 kein Anrecht mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Zusammenfassend steht dem
Beschwerdeführer
vom
1.
September 2007 bis 3
0.
November 2008 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu, was zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
8
00.-- fest
zu
le
gen und
ausgangsgemäss
de
m
überwiegend unterliegenden Beschwerdeführer
zu
vier Fünfteln
und der Beschwerdegegnerin
zu
einem
Fünftel
auf
zu
erlegen.
7
.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdegegnerin de
m
Beschwerdeführer eine redu
zierte Prozessentschädigung
zu
bezahlen, welche auf Fr.
6
00.-- (inkl.
Barausla
gen
und
MWSt
) fest
zu
setzen ist.