Decision ID: 31cce917-5c1a-440d-b460-585f06b886da
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1962
geborene X._
war seit dem
1.
Januar 2013 als
Lastwagenchauffeur bei der
Y._
AG angestellt und damit bei der Suva obligatorisch versichert. Mit Schadenmeldung UVG liess er am 17. Juni 2019
mitteilen,
am 1
3.
Juni 2019 sei
ein abgekuppelter
Anhänger
lang
sam auf ihn zugerollt. Beim Versuch, diesen zu stoppen, sei er gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen (
Urk.
8/1).
V
om 1
3.
bis 1
6.
Juni 2019
wurde er
stationär im Kantonsspital Z._
, Departement Chirurgie, behandelt. Die dort tätigen Ärzte diagnostizierten eine Commotio cerebri und eine Haut
ablederung
occipital
(
Urk.
8/18/2-3).
In der Folge erbrachte die Suva die gesetz
lichen Leistungen. Mit Verfügung vom
1
4.
Februar stellte sie diese – unter Hinweis darauf, dass die bestehenden somatischen Beschwerden nicht mehr unfall
bedingt seien und dass zwischen dem Unfallereignis und dem benignen paroxy
smalen Lagerungsschwindel kein sicherer oder
überwiegend
wahrschein
licher Kausalzusammenhang mehr bestehe
–
per
9.
Dezember 2019 ein (
Urk.
8/64,
8/
92-
93). Die dagegen erhobene Einsprache vom 1
2.
März respektive
1.
April 2020 (
Urk.
8/104 und
Urk.
8/107) wies sie mit Entscheid vom 1
1.
August 2020 ab (
Urk.
2).
2.
Mit Eingabe vom
7.
September 2020 erhob der Versicherte Beschwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
sei insoweit aufzuheben, als die Leistungen per
9.
Dezember 2019 eingestellt worden seien und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihm auch nach dem
9.
Dezember 2019 die gesetzlich geschul
deten Leistungen zu gewähren (insbesondere Taggelder und Heilbehandlungs
kosten, eventuell eine Rente und eine Integritätsentschädigung); eventuell sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
September 2020 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerde
führer mit Gerichtsverfügung vom 2
8.
September 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre weitere Leistungspflicht damit,
abgesehen von einer Hautablederung
occipital
hätten keine objektivierbaren Unfallfolgen im Sinne struktureller Veränderungen gefunden werden können. Die erlittene Hirn
erschütterung liege sodann nicht mindestens im Grenzbereich zu einer
Contusio
cerebri und es könne nicht von einem typischen Beschwerdebild nach einem Schä
delhirntrauma analog zu einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder einer dem Schleudertrauma äquivalenten Verletzung mit einer Vielzahl von Beschwerden gesprochen werden.
Eine analoge Anwendung der Schleuder
trau
ma-Praxis rechtfertige sich damit nicht und die Prüfung des adäquaten Kausalzu
sammenhangs zwischen den nicht objektivierbaren geklagten Beschwer
den respek
tive den Schwindelbeschwerden und dem Unfall vom 1
3.
Juni 2019 habe unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall
(BGE 115 V 133)
zu erfolgen
.
Aufgrund des Geschehensablaufs und der bundes
ge
richtlichen Praxis sei das Unfallereignis höchstens als mittelschwer im Grenz
be
reich zu den leichten Unfällen einzustufen.
Die daher zu prüfenden Zusatz
kri
te
rien seien indes zu verneinen. Der adäquate Kausalzusammenhang sei damit nicht gegeben und für die nicht objektivierbaren geklagten Beschwerden respek
tive die psychischen Beschwerden könnten keine weiteren Leistungen erbracht werden (
Urk.
2 S. 3 ff. und
Urk.
7).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Stand
punkt,
der
Einspracheentscheid
gehe entgegen der Beurteilung des Versiche
rungsmediziners der
Beschwerdegegnerin
Dr.
med. A._
,
Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
,
davon aus, dass nicht von einem vorbestehenden Schwindel auszugehen sei.
Da
mit fehle es
bereits
an einer genügenden Abklärung gemäss Untersuchungsgrundsatz.
Auch die Beurteilung durch die Kreisärztin
med.
pract
. B._
, Fachärztin für Anästhesiologie,
stelle keine genügende Abklä
rung dar.
Jene sei Anästhesistin und damit nicht fachkundig für die Beurteilung der Folgen von Hirnverletzungen. Eine Erfahrungsregel, wonach bei fehlenden strukturellen Läsionen Unfallfolgen nach circa vier Wochen keine Rollen mehr spielen würden, gebe es nicht. Ausserdem sei der Beschwerdeführer nie von einem mit den Folgen von Hirnverletzungen vertrauten Spezialarzt umfassend zu seinen Symptomen befragt worden
. Die Kreisärztin sei sodann nicht zur Beurteilung von Röntgenbildern mit der Schlussfolgerung, struk
turelle Läsionen würden fehlen
, befugt
(
Urk.
1 S. 6 ff.).
Der Beschwerdeführer brachte weiter vor, die Adäquanzprüfung sei mangels Erreichen des Endzustands verfrüht erfolgt.
Diesbezüglich sei zusätzlich zu beachten, dass im Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versicherungsgerichts
U
6/03 vom
6.
Mai 2003 zwar festgehalten werde, dass für die Anwendung der
Schleudertrauma-Praxis eine Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und
Contusio
cerebri liegen müsse. Ein solcher Grenzbereich sei aber weder rechtlich noch medizinisch definiert und begründet. Es handle sich auch nicht um eine Erfahrungsregel. Es gehe also um eine Fiktion einer «Über
windbarke
itsvermutung», wie sie z
eitweise auch bei der Invalidität angewendet worden sei. Es liege
zudem durchaus eine Häufung typ
i
s
cher Symptome vor, welche ohne Weiteres für die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis sprechen würden. Selbst die persistierenden Kopfschmerzen und der Schwindel würden als Prädikatoren für eine Persistenz von Symptomen gelten.
Die nach der Schleuder
trauma-Praxis durchgeführte Adäquanzprüfung ergebe, dass die Adäquanzkrite
rien gehäuft und teilweise auch ausgeprägt erfüllt
seien
, was dann zur Bejahung der Adäquanz führe (
Urk.
1 S. 10 ff.).
3.
3.1
In
formellrechtlicher
Hinsicht rügte der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (
Urk.
1 S. 4).
Gemäss
Art.
42
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG)
haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie nicht angehört werden müssen vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind.
Das rechtliche Gehör
– das neben der expliziten Regelung in
Art.
42 ATSG namentlich in Art.
29
Abs.
2
der Bundesverfassung (
BV
)
garantiert wird
–
dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlich
keitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich
vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Ver
let
zung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann
abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhö
rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderlichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).
3.2
Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, dass
der
im
Einsprache
ent
scheid
per
9.
Dezember 2019 festgehaltenen
Leistungseinstellung
eine im Ver
gleich zur Verfügung abw
eichende Begründung zugrunde liegt.
Soweit damit der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs
tangiert wäre, wäre ein solcher Mangel im Rahmen des vorliegenden Prozesses geheilt, da sich der Beschwerde
füh
rer im Rahmen der Beschwerde zur
Einsprachebegründung
äussern
konnte, die Beschwerdegegnerin hie
r
zu in ihrer Beschwerdeantwort Stellung nahm und d
em
hiesige
n
Gericht
in der streitigen Angelegenheit umfassende Kognition zusteht (
Art.
61
lit
. c ATSG).
Damit würde
sich auch unter dem Blickwinkel der Verfahrensökonomie k
eine Rückweisung der Sache auf
drängen
.
3.3
Zu ergänzen bleibt
einerseits, dass die
entscheidrelevanten
Abklärungen vor Erlass der Verfügung getätigt wurden; andererseits,
dass mit der Einsprache
eine Verfügung
– einem Rechtsmittel gleich –
angefochten
wird. Dabei
bleibt jedoch die nämliche Verwaltungsbehörde zuständig. Die Einsprache ist also kein
devo
lutives
Rechtsmittel, das die Entscheidungszuständigkeit an eine Rech
tsmittel
instanz übergehen lässt.
Vielmehr erhält die verfügende Stelle die Möglichkeit, die angefochtene Verfügung nochmals zu überprüfen und über die bestrittenen Punkte zu entscheiden, bevor allenfalls die Beschwerdeinstanz angerufen wird. Die Ver
waltung nimmt in diesem Rahmen – soweit nötig –
weitere Abklärungen vor und überprüft die eigenen Anordnungen aufgrund des vervollständigten Sachverhalts. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch den
Einspracheentscheid
abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfü
gung ersetzt. Für eine spätere richterliche Beurteilung sind denn auch grund
sätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen
Einspracheentscheids
massgebend (
BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 mit weiteren Hinweisen).
4
.
4
.1
Die am Kantonsspital Z._
tätigen Ärzte diagnostizierten in ihrem Austritts
bericht vom 1
6.
Juni 2019 über den vom 1
3.
Juni bis 1
6.
Juni 2019 stattgehabten stationären Aufenthalt ein unklares Sturzereignis am 1
3.
Juni 2019 mit Commo
tio cerebri und Hautablederung
occipital
. Der Beschwerdeführer sei auf
grund von
starken Kopfschmerzen und Schwindel bei der Kopfbewegung nach bereits erfolg
ter 24-stündiger Überwachung auf der Notfallstation zur weiteren neurolo
gischen Überwachung stationär aufgenommen worden. Im Verlauf habe sich eine deutliche klinische Besserung gezeigt, sodass der Versicherte am 16. Juni 2019
in gutem Allgemeinzustand
nach
Hause entlassen worden sei
. Sie würden um eine zügige ärztliche Wiedervorstellung bei neurologischen Symptomen, Erbrechen oder Allgemeinzustandsverschlechterung bitten (Urk.
8/18/2-3).
4
.2
Am Unfall
tag wurde im Kantonsspital Z._
ein CT des Schädels, der Halswir
belsäule, des Thorax und des Abdomens des Beschwerdeführers durchgeführt. Dieses zeigte bei Zustand nach Sturz keinen Anhalt für eine akute
Traumafolge
(
Urk.
8/28).
4
.3
Im MRI des Schädels vom 3
0.
Juli 2019
konnten keine Hinweise auf einen frischen Infarkt oder territoriale Infarktresiduen
festgestellt werden
(
Urk.
8/27/
3-4).
4
.4
Dem Bericht
vom 1
2.
August 2019
über die
gleichentags
am Kantonsspital Z._
durchgeführte Schwindelsprechst
unde (
Urk.
8
/25) können nachstehende Diagno
sen entnommen werden (S. 1):
-
Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel des linken
posterioren
Bogen
gangs, Erstmanifestation Juni 2019
-
Klinik: wenige Sekunden andauernde
Drehschwindelattacken insbe
son
dere
in Linksseitenlage, keine Ohr
symptome, keine neu aufge
tre
tenen, fokal neurologischen Defizite
-
Ätiologie: i.R.
Dg
. 2
-
Diagnostik:
-
Lagerung auf dem
Rotundum
inklusive Video-
Okulografie
: schnell erschöpflicher, geotroper
Up
-beat-Nystagmus bei Lageru
ng nach links mit Crescendo-/De
crescendo-Charakter
-
Therapie: zweimaliges
Repositionsmanöver auf dem
Rotundum
-
Unklares Sturzereignis am 1
3.
Juni 2019 mit
-
Klinik: Commotio cerebri, Hautablederung
occipital
-
Status nach Commotio cerebri am 1
3.
Juni 2019
-
cvRF
: persistierender Nikotinkonsum (
kum
. 40
py
)
-
Diagnostik:
-
CCT-Abdomen 1
3.
Juni 2019: Bei Zustand nach Sturz, kein Anhalt für eine akute
Traumafolge
. Nebenbefund: Bronchialwandver
di
ckungen, partielle Sekret-Obliteration und
dorsobasale
Minder
be
lüftungs
zonen beidseits bei akuter
Bronchiolitis
. Ausgedehntes
subpleurales
, rechts und apikal betontes Lungenemphysem, DD medi
ka
mentös bedingt? Partiell resezierter Nierenunterpol links mit reizlosen Verhältnissen. Deutliche zirkuläre Harnblasenwandver
dickung, DD Balkenblase,
DD entzündlich, DD neoplastisch. Leichte
Wandverdickung des Rektums. Subakute Pansinusitis mit akuten Anteilen im Sinus
maxillaris
links
-
cMRI
3
0.
Juli 2019: kein Hinweis auf frischen Infarkt oder territo
riale Infarktresiduen/intrakranielle Raumforderung.
Liquorzirkula
tionsstörung
oder Schrankenstörung. Kein Nachweis von mittel- oder
höhergradigen
Stenosen der hirn
versorgenden Gefässe. Unspezifische Marklagerveränderungen, diese sind unter Berück
sichtigung des Patientenalters am ehesten
chronisch-mikroangiopa
thisch
bedingt
-
Verdacht auf mittel- bis hochgradige,
sensorineurale
Schwerhörigkeit beid
seits Erstdiagnose Juni 2019
-
RTA erfolgte bei
Dr.
C._
Juni 2019
-
Hörgeräteversorgung empfohlen, vom Versicherten abgelehnt
Die behandelnden Ärzte gaben an, bei
einem benignen paroxysmalen
Lagerungs
schwindel des
posterioren
Bogengangs links sei ein Repositionsmanöver auf dem
Rotundum
erfolgt, worauf die Schwindelbeschwerden na
hezu komplett remittiert seien (S. 4).
4
.5
Die nämlichen Ärzte diagnostizierten
im Bericht über die acht Tage später statt
gefundene Schwindelsprechstunde zusätzlich einen noch bestehenden geotropen
Upbeat
-Nystagmus mit
torsionell
er
Komponente und Crescendo-/De
crescendo-Charakter in Dix-Hallpike-Lagerung links.
Im Rahmen ihrer Zwischenanamnese seit dem 1
2.
August 2019 berichteten sie, der Beschwerdeführer habe immer noch etwas Drehschwindelattacken für Sekunden ohne Nausea/
Vomitus
bei Einnahme der Linksseitenlage. Augen- oder Ohrensymptome oder fokal neurologische Defizite seien seither keine aufgetreten. Nach der erneuten
Rotundumlagerung
sei kein Nystagmus oder Schwindel mehr auslösbar gewesen. Auf dringenden Wunsch des Versicherten erfolge nächste Woche eine Abschlusskontrolle
(
Bericht vom 2
0.
August 2019 [
Urk.
8/39
]
).
4
.6
Anlässlich
jener präsentierte sich der Beschwerdeführer beschwerdefrei. Dies habe
–
so die behandelnden Ärzte in ihrem Bericht vom 2
6.
August 2019 – auf dem
Rotundum
inklusive Video-
Okulografie
bestätigt werden können, so dass derzeit keine weiteren Massnahmen mehr erforderlich seien. Aufgrund der bekann
ten Rezidive innert
eines Jahres
von circa 15-20
%
würden sie bei erneu
ten Beschwer
den um Wiedervorstellung bitten (Urk.
8/42/1-3).
4
.7
Der von
Dr.
med. A._
, Suva Arbeitsmedizin, am 2
8.
November 2019 abgege
benen Beurteilung kann entnommen werden, dass im Austritt
sbericht des Kantonsspitals Z._
vom 1
6.
Juni 2019 und dem Bericht der Schwindelsprech
stunde
des Kantonsspital
Z._
vom 1
2.
August 2019 eine vorbestehende Hör
ver
minderung beidseits und ein Tinnitus beschrieben
wurden
. Es werde fest
ge
halten, dass ein benigner proximaler Lagerungsschwindel seit 2017 bestehe. Angesichts dessen könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
gegangen werden, dass die benignen proximalen Lagerungsschwindelsymptome durch das Unfallereignis ausge
löst worden seien (
Urk.
8/64).
4
.8
Die Suva-
Ärztin med.
pract
. B._
verneinte am
2.
Dezember 2019 die Frage, ob der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen
struk
-
turellen
Läsionen, welche objektivierbar seien, geführt habe.
Zwei bis vier Wochen nach dem Unfallereignis würden die Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielen (
Urk.
8/69).
4
.9
In der Schwindelsprec
hstunde des Kantonsspitals Z._
vom 1
2.
Dezember 2019
erfolgte einerseits eine B
esprechung des
keine wegweisenden Befunde zeigenden
MRI
vom
5.
Dezember 2019
, andererseits
wurden
erneute Lagerungsmanöver auf dem
Rotundum
durchgeführt
. Dabei habe
– so der behandelnde Arzt
–
ein diskreter,
residueller
benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel des linken
poste
ri
oren
Bogenganges, einem erneuten Rezidiv entsprechend, festgestellt werden können. Dieser sei nach einem einmaligen Repositionsmanöver in der Kontrolllagerung nicht mehr nachweisbar gewesen.
Bezüglich des benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel
s
werde sich der Beschwerdeführer im Bedarfs
fall zur erneuten Lagerung melden (
Urk.
8/107/4-6 S. 3).
4
.10
Med.
pract
. B._
gab am 1
3.
Februar 2020 erneut an, sowohl im CT vom 1
3.
Juni 2019 als auch im MRI vom 3
0.
Juli 2019
seien
keine trauma
tischen Läsionen nachgewiesen worden
. Bei fehlenden zusätzlichen strukturellen Läsio
nen würden Unfallfolgen
nach dem Ereignis vom 1
3.
Juni 2019 nach circa vier Wochen keine Rolle mehr spielen (
Urk.
8/92 S. 5).
4
.11
Der in der Neuropraxis Wohlen tätige
Dr.
med. D._
, Facharzt FMH für Neuro
logie, stellte am 2
0.
Februar 2020 nachstehende Diagnose:
-
Dringender Verdacht auf aktuell funktionelle Hauptkomponen
te für das Schwindelerleben, Differentialdiagnose:
depressive Reaktion
-
rezidivierender benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel des linken Bogenganges mit mehrfacher B
ehandlung im Kantonsspital Z._
(PD
Dr.
med. E._
) nach Commotio Juni 2019
-
aktuell Empfehlung für eine Rehabilitationsbehandlung
Dr. D._
berichtete, der Beschwerdeführer beschreibe einen
Ohrdruck
, ein «Summen», eine Gehunsicherheit sowie Schlafstörungen. Drehschwindel habe er zurzeit nicht.
Die aktuell im Vordergrund stehende Beschwerdesymptomatik mute für ihn psychosomatisch an. Er halte einen entsprechenden stationären Klinik
aufenthalt
, zum B
eispiel in der Klinik F._
,
für sinnvoll. Da es sich bei der
Störung um eine Unfallfolge nach der Commo
tio im Sommer 2019 handle, könn
e gegebenenfalls auch ein Aufenthalt in der Suva-Klinik in
G._
infrage kommen
(
Urk.
8/99)
.
4
.12
Dr.
phil. H._
, Neuropsychologin/Psychologin FSP, und
Dr.
med. I._
, Ver
haltensneurologin schilderten am 1
6.
Juli 2020, die aktuelle verhaltensneuro
logisch-neuropsychologische Untersuchung habe beim präzise orientierten Beschwerdeführer mit unsicherem Gangbild insbesondere Auffälligkeiten auf der Verhaltensebene mit deutlicher affektiver Betroffenheit, depressiver Verstim
mung, Antriebsminderung, psychomotorischer Verlangsamung, spontansprach
lichen Auffälligkeiten (wortkarg, hohe Antwortlatenz, verlangsamte, stockende, gepresst wirkende und
dysprosodische
Spontansprache, Wortfindungsstörungen und Suchverhalten) sowie im Ver
lauf abnehmender Belastbarkeit gezeigt. Zum Ende der Untersuchung habe sich der Beschwerdeführer sichtlich erschöpft und dann auch affektlabil
präsentiert.
Akzentuiert durch die im Vordergrund stehende Antriebsstörung und psychomotorische Verlangsamung würde testpsychologisch eine schwer verminderte
visuo
-verbale Informationsverarbeitungsgeschwin
digkeit sowie eine schwer eingeschränkte einfache Reaktionsgeschwindigkeit imponieren. Hinzu würden leichte bis mittelgradige Einschränkungen frontal-exeku
tiver/
attentionaler
Teilfunktionen (semantische Ideenproduktion, abstrakt-logi
sches Konzeptdenken, fokussierte Aufmerksamkeit), deutliche konstruktiv-plane
rische Schwierigkeiten sowie ein fehleranfälliges Lesevermögen kommen.
Im Fragebogen würden sich zudem Hinweise auf eine leichte depressive Symp
to
matik ergeben. Die übrigen geprüften kognitiven Funktionsbereich
e
seien altersgerecht; dies gelte insbesondere auch für alle mnestischen Prozesse. Die kognitiven Befunde sowie die Befunde auf der Verhaltensebene würden
auf linkshemi
sphärisch-betonte, vordergründig frontale und
fronto
-subkortikale Funk
tions
einschränkungen hinweisen, welche quantitativ einer leicht- bis mittel
gradigen neurokognitiven Störung nach Frei et
al., 2016
entsprechen würden.
Ätiologisch seien die kognitiven Befunde mit vordergründiger psychomotorischer Verlang
samung und Antriebsstörung am ehesten als Folge einer unfallassozi
ierten affekt-pathologischen Komponente zu sehen (Differentialdiagnose Depres
sion, Differen
tialdiagnose Anpassungsstörung, Differentialdiagnose zusätzliche Somati
sierung). Gleichzeitig sei eine Akzentuierung vorbestehender Teilleis
tungs
schwächen (
Visuokonstruktion
, Lesen) möglich.
Aggravierend
dürften sich zudem altersbedingt abnehmende und im Rahmen des Unfalls wahrscheinlich zwischen
zeitlich erschöpfte Ressourcen auswirken (
Urk.
8/110 S. 4).
5
.
5.1
Umstritten und als Erstes zu prüfen ist, ob die über den
9.
Dezember 2019 hinaus geklagten
Beschwerden
organisch objektiv ausgewiesen sind mit der Folge, dass auf eine besondere Adäquanzprüfung verzichtet werden kann
(vgl.
hiezu
BGE 134 V 109 E. 2.1)
.
Die Rechtsprechung umschreibt den Begriff der organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge - als Differenzierungsmerkmal für das Erfordernis einer Adäquanz
prüfung - wie folgt:
Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reprodu
zierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit
appa
rativen/bild
gebenden Abklärungen
bestätigt wurden und die
hiebei
angewen
deten Untersu
chungs
methoden wi
ssenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
5.2
Dass
den noch geklagten Gesundheitsstörungen ein – unfallbedingtes - (hinrei
chend) objektivierbares organisches Substrat zugrunde läge, ist im Lichte der medizinischen Unterlagen nicht anzunehmen. So zeigte
die am
Unfalltag erstellte Computertomographie des Schädels, der HWS, des Thorax und des Ab
domens keinen Anhalt für eine akute
Traumafolge
(
Urk.
8/28) und das am 30. Juli 2019 durchgeführte MRI des Schädels lieferte keinen Hinweis auf einen frischen Infarkt oder territoriale Infarktresiduen (
Urk.
8/27)
. Entgegen den entsprechenden Aus
führungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 9
)
ist
auch aus
dem Bericht
vom 1
2.
August 2019 über die gleichentags durchgeführte
Schwindelsprechstunde
(
Urk.
8/25
)
auf
keine organisch-strukturellen Verletzungen zu schliessen.
Dr.
med. J._
, Assistenzärztin, und PD Dr.
med. E._
, Leitender Arzt,
gaben an,
dass der
neurootologische
Status
bis auf die pathologische Dix-Hall
pike-Lagerungsprüfung links unauffällig
war
. Bei der
Otoskopie
zeigte
sich beid
seits ein reizloses und intaktes Trommelfell (S. 4).
Der diagnostizierte Lagerungs
schwindel wie auch eine ihm
zugrunde liegende
organische Schädigung konnte auch nicht anlässlich der nachfolgend stattgefundenen Schwindelsprechstunden (
Urk.
8/39, 8/42 und 8/107) mit apparativen oder bildgebenden Abklärungen bestätigt werden. Auch aus dem bei
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, am 1
9.
Juni 2019 erstellten Reintonaudiogramm (
Urk.
8/59-60) sind keine organisch-strukturellen Verletzungen ersichtlich.
Im Einklang damit steht, dass auch für den
den
Beschwerdeführer behandelnden
Dr.
D._
die Beschwerdesymptomatik psychosomatisch anmutet
e
(Bericht vom
1
1.
Juni 2002 [
Urk.
8/109]).
Ein organisches Substrat der geklagten gesundheit
lichen Störungen im Sinne einer bildgebend oder sonst wie nachweisbaren struk
turellen Veränderung ist mithin klar auszuschliessen.
5.3
5.3.1
Entscheidend für die Frage der weiteren Leistungspflicht der Unfallversicherung ist demnach, ob diese in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehen. Wird dies verneint, erübrigt sich die Prüfung des natürlichen Kausalzu
sammenhanges. Uneinigkeit herrscht dabei, ob diese nach der sogenannten Psychopraxis (
BGE 115 V 133
) oder nach der Schleudertrauma-Praxis, welche bei Schleudertraumata der Halswirbelsäule und analog bei äquivalenten Verletzungs
mechanismen sowie Schädel-Hirntraumata mit entsprechenden Verletzungen zur Anwendung gelangt (
BGE 134 V 109
und 117 V 259), vorzunehmen ist.
Gemäss Rechtsprechung genügt ein Schädel-Hirntrauma, welches höchstens den Schweregrad einer Commotio cerebri
–
nicht im Grenzber
eich zu einer
Contusio
cerebri –
erreicht, grundsätzlich nicht für die Anwendu
ng der Schleudertrauma-Praxis.
Eine Commotio cerebri ist ein Zustand vorübergehender, schnell rever
sibler neurologischer Dysfunktion, der mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit kurz nach der Verletzung einhergeht. Der Verletzte hat oft eine Amnesie für die Zeit der Verletzung und/oder für die Zeit vor der Verletzung. Es bestehen aber keine neurologischen Auffälligkeiten. Die
Contusio
cerebri ist eine fokale Gewalt
anwendung auf das zerebrale Gewebe, die mit kleinen
parenchymatösen
Blutun
gen oder einem lokalen Ödem einhergeht (
Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 1
8.
April 2016 E. 4.1-2 mit weiteren Hinweisen).
5.3.2
Gemäss den
Ärzten des Kantonsspitals Z._
hat der Beschwerdeführer nebst einer Hautablederung
occipital
eine Commotio cerebri erlitten (
Urk.
8/18).
Weder die am Unfalltag angefertigte CT noch das am 3
0.
Juli 2019 durchgeführte MRI
zeigte
n
strukturelle Veränderungen oder Mikroblutungen im Gehirn des Beschwerdeführers (
Urk.
8/27-28). Es bestand
en
nach dem Unfallereignis zwar eine intermittierende Amnesie, aber keine Bewusstlosigkeit und kein Erbrechen (Urk. 8/50). Anlässlich der stationären Üb
erwachung im Kantonsspital Z._
war der Beschwerdeführer stets GCS
(Glasgow
Coma
Scale
)
-
stabil
; neurologische Auf
fälligkeiten konnten keine festgestellt werden (
Urk.
8/18).
Angesichts der medi
zinischen Aktenlage – für die Beurteilung der aufgeworfenen Frage der weiteren Leistungspflicht sind in erster Linie die von den Ärzten initial festgestellten Befunde und Schlussfolgerungen entscheidend – kann damit von einer Schädi
gung ausgegangen werden, die höchstens den Schweregrad einer Commotio
cerebri erreichte. D
er
vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorge
brachte
Einwand
,
wonach ein Grenzbereich einer Commotio zu einer
Contusio
cerebri weder rechtlich noch medizinisch definiert und begründet sei (
Urk.
1 S. 15),
braucht
damit von vornherein
nicht geprüft zu werden.
5.3.3
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, aus den medizinischen Erkenntnissen
ergebe
sich, dass auch leichte Hirnerschütterungen zu typischen Beschwerden führen könnten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfer
tig
t
en (
Urk.
1 S. 15).
In diesem Zusammenhang hielt das Bundesgericht im Ent
scheid 8C_417/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 3.2.1 fest:
Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss
BGE 115 V 133
E. 6c/
aa
zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen (vgl. dazu:
BGE 119 V 335
E. 1
) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in
BGE 115 V 133
E. 6c/
aa
für Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in
BGE 117 V 359
E. 6a
und 117 V 369 E. 4b
festgelegten, mit
BGE 134 V 109
E. 10.2 f. modifizierten Kriterien
.
Zu prüfen bleibt damit,
ob beim Beschwerdeführer ein Beschwerdebild mit einer Häufung
von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel,
Konzentra
tions
- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität,
Depression, Wesensveränderung usw. vorliegt
.
Entgegen den entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 16 ff.)
sind seine Beschwerden und deren Verlauf in den medizinischen Akten ausreichend dokumentiert. Im Rahmen des stationären Aufenthalts
im Kantons
spital Z._
vom 1
3.
– 1
6.
Juni 2019 klagte der Beschwerdeführer über starke Kopfschmerzen und Schwindel
(
Urk.
8/18).
Dem Eintrag von
Dr.
C._
vom 1
9.
Juni 2019 kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer unter Schwindel begleitet von Übelkeit
leidet (
Urk.
8/50 S. 2).
Anlässlich der Schwin
delsprechstunde vom 1
2.
August 2019 berichtete er von
seit dem Unfall auftre
tenden Drehschwindelattacken und einer sich zwischenzeitlich bessernden Gehunsicherheit
. Weitere Beschwerden – wie
Kopfschmerzen, Augensymptome,
Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Übelkeit, Erbrechen,
Dysarthrien, Wortfin
dungsstörungen – verneinte er allesamt.
Der
neurootologische
Status präsentierte sich dementsprechend – bis auf die pathologische linksseitige Dix-Hallpike-Lagerungsprüfung – als unauffällig (
Urk.
8/25).
Acht Tage später schilderte der Beschwerdeführer erneut das Auftreten von Drehschwindelattacken, ohne Übel
keit und Erbrechen. Neu aufgetretene Augen- und Ohrensymptome oder fokal neurolog
ische Defizite gab er keine an (
Urk.
8/39 S.
2
).
Am 2
6.
August 2019 teilte der Versicherte mit, er sei beschwerdefrei (
Urk.
8/42 S. 2). Di
e C
ase-Managerin berichtete am 25.
September 2019
wiederum einzig von Schwindel (
Urk.
8/41).
Auch die
Frage nach näheren Angaben zur Art der gesundheitlichen Beeinträch
tigung
beantwortete der Beschwerdeführer in der
Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung am 2
4.
Oktober 2019 dahingehend, dass Schwindelanfälle nach dem Unfallereignis vom 1
3.
Juni 2019 aufgetreten seien (
Urk.
8/48 S. 9).
Bis zum Erlass der leistungseinstellenden Verfügung vom 1
4.
Februar 2020 klagte der Beschwerdeführer daher hauptsächlich über Schwin
del
, womit
nicht gesagt werden kann, dass die zu einem Schädel-Hirntrauma gehörenden Beeinträchtigungen gehäuft aufgetreten sind.
Erst sechs Tage später, am 2
0.
Februar 2020, beschrieb der Beschwerdeführer erst
mals
gegenüber
Dr. D._
einen
Ohrdruck
, ein «Summen», eine Gehunsicherheit sowie Schlafstörungen
; Drehschwindel habe er zurzeit nicht
.
Diesbezüglich wies die Beschwerdegegnerin zu Recht
unter Hinweis auf eine Latenzzeit der neu geklagten Beschwerden von rund acht Monaten
darauf hin (
Urk.
7 S. 3),
dass spätere Darstellungen,
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder ande
rer Art beeinflusst sein können
.
Im Einklang damit steht, dass
Dr.
D._
die
entsprechende Beschwerdesymptomatik
als psy
chosomatisch beurteilte (
Urk.
8/99 S. 1). Auch den
anlässlich der am 1
6.
Juli 2020 – und damit mehr als
ein Jahr nach dem Vorfall
vom 1
3.
Juni 2019 – stattgefun
denen neuropsychologischen Standortbestimmung geklagten Beschwerden
, die gemäss den Angaben des
Versicherten
und seiner Partnerin
seit dem Unfall
beständen
(Urk.
8/110 S. 1
f.
),
kann nicht der gleiche Beweiswert zuerkannt werden wie den ersten, von rechtlichen Überlegungen unbeeinflussten Aussagen des
Beschwerdeführers, zumal in der wenige Wochen nach dem Unfallereignis durchgeführten Schwindelsprechstunde Schlaf-, Konzentrations- und Wortfin
dungsstörungen
verneint wurden
(
Urk.
8/25 S. 3).
D
ass
beim Beschwerdeführer innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden das typische bunte Beschwerdebild auftrat respektive sich Beschwerden in der Hals
region und der Halswirbelsäule innert dieser Frist
manifestierten
,
erscheint zusam
menfassend nicht als überwiegend wahrscheinlich. An besagter Latenzzeit
hielt das Bundesgericht auch nach der Präzisierung der Praxis in BGE 134 V 109 fest (Urteil des Bundesgerichts 8C_413/2008 vom
5.
Januar 2009 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).
6.
6.1
Nach dem Gesagten ist die
adäquate Unfallkausalität der gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten
nach der in BGE 115 V 133 für psychische Fehl
entwicklungen nach Unfall begründeten Rechtsprechung,
mithin einzig unter Berücksichtigung der physischen Komponenten des Gesundheitsschadens, zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_44/2017 vom 19. April 2017 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Diese Prüfung ist in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1
mit weiterem Hinweis, Urteil des Bundes
gerichts 8C_632/2018 vom 1
0.
Mai 2019 E. 7.2.2 mit weiteren Hinweisen).
6.2
Der Fallabschluss per
9.
Dezember 2019 erfolgte angesichts der Tatsache, dass die einzig in somatischer Hinsicht erlittene Hautablederung
occipital
– soweit akten
kundig –
zu diesem Zeitpunkt
abgeheilt
war, jedenfalls nicht verfrüht.
6.3
6.3.1
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraf
ten als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für
die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenom
men wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr.
10 E. 2).
6.3.2
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
6.3.3
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwür
digung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen,
wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwie
rigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite
rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenz
bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berück
sichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicher
weise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
6.3.4
Beim Ereignis vom 1
3.
Juni 2019 rollte ein abgekuppelter Anhänger langsam auf den Beschwerdeführer zu. Beim Versuch, diesen zu stoppen, stürzte er und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf (
Urk.
8/1).
Zwischen den Parteien ist unbe
stritten, dass der Unfall höchstens als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren ist. Angesichts des
augenfälligen
Gesche
hens
ablaufs sowie der sich dabei entwickelnden Kräfte und unter Berück
sichtigung der Einordnung vergleichbarer Geschehnisse
(vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts
8C_918/2008 vom
1.
Mai 2009 E. 4.3,
8C_798/2007 vom 3.
Juli 2008 E. 4.1 und 8C_402/2007 vom 2
3.
April 2008 E. 5.2
)
ist
die
vorgenommene Einstufung nicht zu beanstanden.
Von den rechtsprechungsgemäss zu
sätzlich zu beachtenden Kriterien müssten demnach mindestens vier in einfacher
Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden könnte (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_795/2012 vom 28. November 2012 E. 5.2 mit Hinweis).
6.3.5
Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens beziehungsweise des Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein
drücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_137/2014 vom
5.
Juni 2014 E. 7.1 mit Hinweisen).
Das Bundesgericht bejahte dieses Kriterium etwa bei
einer
Massenkarambolage auf einer Autobahn, bei einem Zusammenstoss zwischen einem Personenwagen und einem Lastwagen in einem Autobahntunnel
mit mehreren sich anschliessenden Kollisionen mit der Tunnelwand, bei einem Zusammenprall zwischen einem Sattelschlepper und einem Personenwagen, wobei der Fahrer des Sattelschleppers die Kollision zunächst nicht bemerkte und den Personenwagen der versicherten Person noch auf einer längeren Distanz vor sich herschob, und die Insassen des Personenwagens verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf sich aufmerksam zu machen, bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn, bei dem das Fahrzeug des Versicherten bei starkem Verkehr mehrmals über die Fahrbahn geschleudert wurde und sich dabei wiederholt überschlug, bei einem in der 2
9.
Woche schwangeren Unfallopfer oder bei einem Skifahrer, welcher kopfüber mit einem Baum kollidierte (Urteil
des Bundesgerichts 8C_9/2010 vom 1
1.
Juni 2010 E. 3.7.1 mit weiteren Hinweisen
).
Eine mit den erwähnten Beispielen vergleichbare Eindrücklichkeit liegt vorlie
gend nicht vor und es sind auch keine Umstände ersichtlich, die dem Unfallge
schehen eine solch besondere Dramatik verliehen hätte
n
. Dass der Beschwerde
führer einen Anhänger auf sich zurollen sah, den er nicht aufhalten konnte (
Urk.
1 S. 18)
,
genügt damit nicht.
Sodann zog sich der Beschwerdeführer mit der Hautablederung
occipital
keine schwere oder besonders geartete Verletzung zu, die sich erfahrungsgemäss eignete, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen.
Auch das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist ohne Weiteres zu verneinen. Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, und für einen schwierigen Hei
lungs
verlauf beziehungsweise erhebliche Komplikationen gibt es in den Akten keine. Das
Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung und das
jenige der körperlichen Dauerschmerzen – immer in Bezug auf die Hautable
derung
occipital
– sind ebenfalls nicht erfüllt.
Da die Kausalitätsprüfung einzig unter Berücksichtigung der physischen Kompo
nenten des Gesundheitsschadens zu erfolgen hat,
zielen die diesbezüg
lichen Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 19 f
.
) von vornherein ins Leere.
6.3.6
Nach dem Gesagte
n
ist keines der unfallbezogenen Merkmale erfüll
t
. Die Adäquanz
kann damit nicht bejaht und auf Weiterungen zur Frage der natür
lichen Kausalität verzichtet werden (BGE 135 V 465 E. 5.1). Damit erübrigen sich – wie vom Beschwerdeführer gefordert (
Urk.
1 S. 6) – allfällige weitere medizi
nische Abklärungen, da diese der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammen
hangs dienen würden, nicht jedoch der Beantwortung der Rechtsfrage der Adä
quanz (Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2013 vom 18. September 2013 E. 5.1 mit weiterem Hinweis). Vor diesem Hintergrund
braucht
auch
auf
die an den
ver
sicherungsinternen Beurteilung
en und der fachlichen Kompetenz der Versiche
rungsmediziner angebrachte Kritik (
Urk.
1 S.
6 ff.) nicht näher eingegangen zu werden, auch wenn – wie vom Beschwerdeführer richtig moniert – die Schwin
delproblematik nicht vorbestehend war.
7.
Damit ergibt sich, dass die über den
9.
Dezember 2019 hinaus persistierenden Beschwerden in keinem
rechtsgenüglichen
Zusammenhang
zum
Unfall vom 13.
Juni 2019 stehen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin
ihre Leistungen per
9.
Dezember 2019 einstellte, was zur Abweisung der Beschwerde führt.