Decision ID: 64a1e8b0-1cb0-5df9-8190-4e29c8c6ac98
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1970 geborene S._ war bei der A._ als Shop Assistant tätig gewesen und
dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 30. Juni endete
das Arbeitsverhältnis. Am 23. Juli 2002 erlitt sie einen Gleitschirmunfall, wobei ihr
Schirm zusammenklappte und sie aus rund 15 m Höhe abstürzte (Suva-act. 1, 8 S. 4).
Im Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur wurde eine LWK1-Impressionsfraktur,
eine LWK2-Berstungsfraktur sowie eine Pilon-tibiale-Fraktur rechts diagnostiziert
(Suva-act. 3). Nach Versorgung mit Fixateur interne LWK1-3 am 24. Juli 2002 sowie mit
Osteosynthese der tibia rechts am 30. Juli 2002 wurde die Versicherte zur stationären
Rehabilitation in die Rehaklinik Bellikon überwiesen. Hier diagnostizierten die
behandelnden Ärzte eine milde traumatische Hirnverletzung, die jedoch zu keinen
neuropsychologischen Einbussen geführt habe (Suva-act. 8). Die Suva anerkannte ihre
Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Ab 3. November 2003
bestand wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 46, 47). Mit Verfügung vom
30. Januar 2004 sprach die Suva der Versicherten auf Grund der verbliebenen
Beeinträchtigungen am Rücken und am rechten Fussgelenk eine
Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10% zu.
Demgegenüber wurde ein Anspruch auf Leistungen hinsichtlich der geklagten
Augenproblematik sowie auf Rentenleistungen verneint (Suva-act. 51).
A.b Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 11. Februar 2004 Einsprache.
Sie beantragte die Kostenübernahme für die Folgen ihrer Augenproblematik, die
übrigen Verfügungspunkte liess sie unangefochten (Suva-act. 57). Am 22. März 2005
beantragte der Rechtsvertreter der Versicherten, PD Dr. iur. Hardy Landolt, Glarus, die
Verfügung vom 30. Januar 2004 in Wiedererwägung zu ziehen und aufzuheben (Suva-
act. 96). Mit Einspracheentscheid vom 9. Mai 2005 lehnte die Suva eine
Leistungspflicht für die Augenproblematik wegen fehlender natürlicher Kausalität ab.
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Auf das Wiedererwägungsgesuch trat die Einspracheinstanz wegen fehlender
Zuständigkeit nicht ein (Suva-act. 97). In der Folge lehnte die Suva Bern mit Verfügung
vom 18. Mai 2005 ein Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch ab (Suva-act. 101).
A.c Am 28. Juni 2005 meldete die Versicherte der Suva einen Rückfall zum Unfall vom
23. Juli 2002 (Suva-act. 103). Sie machte insbesondere geltend, auf Grund der
unfallbedingten Rücken- und Fussbeschwerden lediglich ein 80%iges Arbeitspensum
ausüben zu können (Suva-act. 109).
A.d Mit Bericht vom 28. Juni 2005 diagnostizierte Dr. med. B._, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, bei der Versicherten eine Anpassungsstörung mit depressiver
Reaktion bei Persönlichkeit mit Borderline-Zügen (ICD-10 F 43.22, F 60.31; Suva-
act. 111).
A.e Nach verschiedenen medizinischen Abklärungen verfügte die Suva am 12. Juni
2007 eine zusätzliche Integritätsentschädigung gestützt auf eine Zunahme des
Integritätsschadens von 10%. Gleichzeitig verneinte sie den Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden und lehnte auch die
Übernahme der Hausarztrechnungen der Versicherten ab (Suva-act. 160).
A.f Mit Bericht vom 10. Juni 2007 hielt Dr. med. C._, Psychiater und
Psychotherapeut FMH, eine vegetative Dystonie nach schwerem Gleitschirmunfall fest.
Bisher habe er keine medikamentöse Behandlung eingeleitet (Suva-act. 163).
A.g Gegen die Verfügung vom 12. Juni 2007 erhob die Versicherte am 15. Juni 2007
Einsprache (Suva-act. 166). Am 17. Januar 2008 zog die Suva ihre Verfügung zurück
und kündigte eine erneute Überprüfung an (Suva-act. 188).
A.h Dr. C._ berichtete am 19. Februar 2008, dass die Versicherte aus
psychiatrischer Sicht im Vergleich zur Zeit vor dem Unfall auf Dauer in der
Arbeitsfähigkeit zu 40% reduziert sei. Seine Diagnose lautete auf eine Neurasthenie
(ICD-10 F 48.0) mit depressiven Einbrüchen nach schwerem Gleitschirmunfall (Suva-
act. 196). Am 19. Mai 2008 und 9. Juni 2009 fanden kreisärztliche Untersuchungen
durch Kreisarzt Dr. med. D._, Facharzt FMH orthopädische Chirurgie, statt, welcher
aus rein unfallkausaler, somatischer Sicht keine Änderung des Zumutbarkeitsprofils
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festhielt (Suva-act. 205, 225). Gestützt auf die Ergebnisse der von ihm veranlassten
Röntgenabklärung im Röntgeninstitut E._ vom 24. Juni 2009 (Suva-act. 229) befand
der Kreisarzt in seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2009, dass der radiologische
Deformitätsbefund des rechten OSG nur unwesentlich zugenommen habe (Suva-
act. 231).
A.i Mit Verfügung vom 28. Oktober 2009 sprach die Suva der Versicherten eine
Integritätsentschädigung gestützt auf eine Zunahme des Integritätsschadens von 10%
zu. Weiterhin zu Lasten der Suva würden auch die Behandlungen im Zusammenhang
mit den Rücken- und Fussbeschwerden rechts gehen. Demgegenüber sei die
Versicherte in erwerblicher Hinsicht nicht in erheblicher Weise eingeschränkt, weshalb
die Voraussetzungen zur Gewährung von Rentenleistungen nicht erfüllt seien. Für die
psychischen Beschwerden habe die Suva ebenfalls nicht aufzukommen (Suva-act.
238).
B.
Die gegen diese Verfügung am 4. November 2009 durch die Versicherte erhobene
Einsprache (Suva-act. 239) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 25. März 2010
ab (Suva-act. 249).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Versicherten
eingereichte Beschwerde vom 22. April 2010 mit den sinngemässen Anträgen, den
Einspracheentscheid vom 25. März 2010 aufzuheben und ihr eine Rente nach UVG, die
gesetzlichen Leistungen betreffend die psychischen Beschwerden und die
Augenproblematik sowie infolge der erheblichen Verschlechterung ihres
Gesundheitszustands eine höhere als die verfügte Integritätsentschädigung
auszurichten. Zur Begründung verwies sie auf Arztberichte in den Suva-Akten.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2010 beantragte die durch Rechtsanwalt
lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, vertretene Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur Begründung
verwies sie auf die Ausführungen im Einspracheentscheid und machte insbesondere
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geltend, dass die Erhöhung der Integritätsentschädigung um 10% angesichts der
ärztlichen Berichte von Dr. med. F._, Röntgeninstitut E._ und Kreisarzt Dr. D._
korrekt erfolgt und die Augenproblematik links gestützt auf die Beurteilung des
Ophthalmologen Dr. G._ nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal sei.
Hinsichtlich der psychischen Beschwerden fände sich erstmals im Bericht von Dr.
B._ vom 9. Mai 2005 ein fachärztlicher Hinweis auf eine psychische Krankheit. Ob die
natürliche Kausalität zwischen dem Gleitschirmunfall und diesen Beschwerden jedoch
gegeben sei, könne offen bleiben, da zumindest der adäquate Kausalzusammenhang
nach Prüfung der Kriterien gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 115 V
140 ff.) verneint werden müsse.
C.c Mit Replik vom 10. Juni 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Standpunkt
fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.
C.d Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen
Rechtsschriften und den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht (Heilbehandlung
und Taggelder) für die infolge des Gleitschirmunfalls vom 23. Juli 2002 erlittenen
Verletzungen im Rücken und rechten Fuss und erhöhte nach einer Verschlechterung
des Gesundheitszustands in diesen Bereichen den Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung von 10% auf 20%. Streitig und zu prüfen ist, ob gemäss
Rückfallmeldung vom 28. Juni 2005 eine Rente auf Grund einer dauernden erheblichen
Einschränkung der Erwerbsfähigkeit geschuldet, die geltend gemachte Sehstörung im
linken Auge sowie die psychischen Beschwerden unfallkausal sind und, ob eine höhere
Integritätsentschädigung als diejenige gestützt auf eine Integritätseinbusse von
insgesamt 20% auszurichten ist.
2.
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2.1 Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Voraussetzungen zur
Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und den Anspruch auf Versicherungsleistungen
bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung
[UVV; SR 832.202]) im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt.
Gleiches gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG
geltenden Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit
Hinweisen). Darauf ist zu verweisen (vgl. Erwägungen 1). Während es Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt
es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten
(BGE 123 III 110 und 112 V 30). Anzufügen bleibt, dass der Anspruch auf eine
Invalidenrente gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG dann entsteht, wenn die versicherte Person
infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) geworden ist.
2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit
Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die
Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten
natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende
Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich
greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im
Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich
nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
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ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 22. Februar 2007 i/S C. [U 445/06] E. 3.1). Hinsichtlich des
Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E.
3a mit Hinweis).
3.
3.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Objektiviert wird eine solche Läsion durch einen entsprechenden
radiologisch erhobenen Untersuchungsbefund. Die Röntgenaufnahmen nach dem
Unfallereignis zeigten eine LWK-2-Berstungsfraktur, eine LWK-1-Impressionsfraktur
sowie eine Pilon-tibiale Fraktur rechts (Suva-act. 3). Nach der Versorgung von LWK1-3
mit Fixateur interne konnte den Röntgenbildern der LWS vom 9. September 2002 eine
gute Stellung und normale Verhältnisse entnommen werden. Die gleichentags erstellten
Bilder nach Osteosyntheseoperation im rechten Fuss zeigten eine stabile Stellung mit
fortschreitender Konsolidierung (Suva-act. 8 S. 2). Nach Entfernung des Fixateur
interne im April 2003 hielt der operierende Arzt Dr. med. H._, stv. Leitender Arzt
Orthopädie des Rätischen Kantons- und Regionalspitals Chur, in Bezug auf die LWS
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ein radiologisch befriedigendes Resultat fest, wobei aber die
Wirbelsäulenbeweglichkeit funktionell trotz intensiver Physiotherapie noch deutlich
eingeschränkt sei (Suva-act. 28). Im Abschlussbericht vom 28. November 2003
bezeichnete Kreisarzt Dr. med. I._ nach der Metallentfernung im rechten Fussgelenk
vom September 2003 das Behandlungsresultat als hervorragend. Das Gangbild sei
ungestört und das Sprunggelenk reizlos, es zeige sich allerdings eine noch recht
deutliche Einschränkung der Extension. Der funktionelle Befund an der Wirbelsäule sei
ebenfalls günstig bis auf die zu erwartende segmentale Steifhaltung im Frakturgebiet
und im LWS-Bereich (Suva-act. 46). Nach erfolgter Rückfallmeldung durch die
Beschwerdeführerin hielt der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. J._ mit Bericht vom 8.
November 2005 bezüglich der somatischen Problematik fest, dass sowohl im Bereich
der LWS als auch des rechten OSG dauernde und erhebliche Unfallfolgen bestünden.
Der Zustand sei seit ca. einem Jahr stationär. Eine wesentliche Verbesserung werde
wahrscheinlich weder spontan erfolgen noch könne sie gegenwärtig durch zusätzliche
Behandlung herbeigeführt werden. Eine Prognose des weiteren Verlaufs sei nicht
voraussehbar (Suva-act. 116 S. 5). Nach kreisärztlicher Untersuchung vom 30. März
2007 (vgl. Suva-act. 147) und röntgenologischen Untersuchungen vom 5. April 2007
(Suva-act. 150) hielt Kreisarzt Dr. D._ eine ausgeprägte knöcherne Konsolidierung im
Bereich LWK1/LWK2 fest, allerdings ohne erkennbare komplette Fusion von LWK1/2.
Im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks bestehe eine zunehmende
Arthrosedeformität mit vermehrter Sklerosierung, Gelenksspaltinkongruenz und
beginnender Gelenksspaltverschmälerung (Suva-act. 151). In einer weiteren
Stellungnahme vom 14. Mai 2007 befand Kreisarzt Dr. D._, dass sich die Unfallfolgen
seit der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 26. November 2003 erheblich
verschlechtert hätten. Insbesondere hätten sich die Verletzungsfolgen am rechten
Unterschenkel im Sinn einer OSG-Arthrosedeformität progredient verschlechtert. Diese
Schadenszunahme sei radiologisch aktualisiert und strukturell fassbar. Im Bereich der
Wirbelsäulenverletzung bestehe ebenfalls eine strukturell fassbare und organisch
zuordnungsbare Verschlechterung sowie dies gestützt auf die Befundsangaben vom
26. November 2003 und 30. März 2007 einschätzbar sei (Suva-act. 154). Infolge der
Untersuchung vom 19. Mai 2008 beurteilte der Kreisarzt die Ergebnisse seit der letzten
Untersuchung vom 30. März 2007 als ohne wesentliche bzw. erhebliche Zunahme der
Schadensbefunde im Bereich des rechten Sprunggelenks und des Rückens. Die
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medizinische Behandlung im Rückenbereich sei abhängig von der
Beschwerdesymptomatik und den klinischen Befunden. Diesbezüglich seien
gegebenenfalls muskuläre lockernde und stabilitätsverbessernde Physiotherapie-
Serien medizinisch ausgewiesen und sinnvoll (Suva-act. 205).
3.2 In Bezug auf die Zumutbarkeitsbeurteilung befand Kreisarzt Dr. I._ am 28.
November 2003 das Behandlungsresultat für so gut, dass für den massgeblichen
Arbeitsmarkt der Beschwerdeführerin keine invalidisierenden Folgen resultierten (Suva-
act. 46 S. 2). Gemäss Dr. J._ war der Beschwerdeführerin auch im November 2005
eine vorwiegend sitzende Erwerbstätigkeit, abwechselnd mit stehender und gehender
Bewegung noch zumutbar. Sie könne keine länger dauernden Zwangshaltungen des
Körpers einnehmen und sollte auf ebener Unterlage nicht länger als eine Stunde am
Stück gehen. Sie sei in unebenem Gelände praktisch nicht einsetzbar, ebenso wenig
wie auch auf Leitern und Gerüsten. Auch sollte sie nicht regelmässig und häufig
Treppen steigen müssen. Knien und kauern könne sie, sich bücken jedoch nicht.
Regelmässiges Tragen von Lasten über 5kg sollte vermieden werden, Lasten von über
10kg seien ihr gänzlich unzumutbar. Hinsichtlich des zumutbaren Zeitpensums wollte
sich Dr. J._ nicht festlegen. Sofern am Arbeitsplatz keine häufigen oder
regelmässigen körperlich bedingten Begrenzungen festgestellt worden seien, sei
anzunehmen, dass das zumutbare Zeitpensum höher als 80%, möglicherweise sogar
bis 100% betrage (Suva-act. 116 S. 5). Kreisarzt Dr. D._ befand mit Stellungnahme
vom 14. Mai 2007 gestützt auf die Angaben anlässlich der Suva-Besprechung im
Betrieb der Beschwerdeführerin vom 4. April 2006 (vgl. Suva-act. 128) ganztägige
wechselbelastende Beschäftigungen in ausgeglichenem und angepasstem Rahmen
vorwiegend in sitzender Stellung für die Beschwerdeführerin zumutbar. Es bestehe eine
Hebe- und Tragelimite entsprechend den DOT-Kategorien hinsichtlich Arbeitsschwere
und für leichte Beschäftigungen von 5 – 10 kg. Arbeiten am Bildschirm-Arbeitsplatz,
vorwiegend sitzend, mit kurzstreckigen gehenden und kurzzeitig stehenden
Beschäftigungen, wie dies bei administrativen Verwaltungsaufgaben zutreffe, sei der
Beschwerdeführerin auf Grund der ausschliesslich unfallkausalen, strukturell
zuordnungsbaren Verletzungsbefunde weiterhin vollumfänglich zumutbar (Suva-
act. 154). Am 19. Mai 2008 hielt der Kreisarzt noch fest, dass die Beschwerdeführerin
ihre Beschäftigung im bekannten bisherigen Pensum weiterhin voll umsetze (Suva-
act. 205).
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3.3 Gestützt auf diese medizinischen Untersuchungsergebnisse und kreisärztlichen
Beurteilungen beurteilte die Beschwerdegegnerin die Einschränkungen der
Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht nicht als rentenauslösend im Sinn von Art.
18 Abs. 1 UVG. Dagegen machte die Beschwerdeführerin geltend, dass sie auf Grund
der Unfallrestfolgen in erheblicher Weise beeinträchtigt sei. Sie habe bereits während
der Anstellung als Versicherungssachbearbeiterin lediglich ein arbeitsvertragliches
Arbeitspensum von 80% angenommen, infolge des Arbeitsanfalls jedoch regelmässig
mehr gearbeitet und sei abends jeweils beschwerdebedingt nudelfertig gewesen (vgl.
Suva-act. 127, 128). Schliesslich habe sie die Stelle aus gesundheitlichen Gründen
gewechselt, da die sitzende Tätigkeit mit einem Anstellungsverhältnis von 80% für
ihren Gesundheitszustand unzumutbar geworden sei. Seit August 2008 sei sie im
Grand Hotel K._ als Rezeptionistin tätig mit einem Arbeitspensum von 70% (act.
G 1). Dass die Beschwerdeführerin ihre Stelle lediglich wegen körperlicher
Überforderung gewechselt habe, steht jedoch im Widerspruch zu ihren Angaben
anlässlich der Besprechung mit der Suva vom 6. April 2006. Denn bereits damals habe
sie sich nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil sie beispielsweise das
Gastgewerbe interessierte, nach einer Job-Alternative umgesehen, und dies, obgleich
sie ihren aktuellen (Büro-)Job für o.k. befand (Suva-act. 128 S. 2). Ebenfalls gegen den
Stellenwechsel aus rein somatischen Gründen sprechen die medizinischen Akten in
Bezug auf die psychischen Probleme der Beschwerdeführerin. So hielt bereits der
Psychiater Dr. C._ im Bericht vom 10. Juni 2007 fest, dass sie an ihrer Arbeit zweifle
und ihr der Kontakt zu Kunden fehle. Zudem würde sie gerne eine Zusatzausbildung
absolvieren, habe aber keinen Antrieb dazu; sie leide unter Konzentrationsstörungen
beim Arbeiten und habe Mühe mit dem Gedächtnis (Suva-act. 163). Am 19. Februar
2008 berichtete Dr. C._, dass Umstrukturierungen und ein Personalmangel am
Arbeitsplatz zusammen mit einem grippalen Infekt zur Weihnachtszeit 2007 bei der
Beschwerdeführerin zu einer Überlastung geführt hätten (Suva-act. 196). Vor diesem
Hintergrund, insbesondere gestützt auf die lückenlosen und in sich schlüssigen und
nachvollziehbaren Verlaufskontrollen, die Röntgenergebnisse und ärztlichen
Beurteilungen kann nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon ausgegangen werden, dass die Unfallrestfolgen im Bereich der LWS und des
rechten oberen Sprunggelenks bis zum vorliegend zu berücksichtigenden Zeitpunkt
des Einspracheentscheids (25. März 2010; vgl. BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen) zu
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einer erheblichen Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Damit
entfällt ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Invalidenrente.
4.
Die Beschwerdeführerin rügt weiter die Verneinung der Kausalität zwischen ihrer
Augenproblematik und dem Gleitschirmunfall. Im Austrittsbericht der Rehaklinik
Bellikon vom 15. Oktober 2002 wurde ein uneingeschränktes Gesichtsfeld, ein (seit
Kindheit) deutlich reduzierter Visus am rechten Auge, eine normale Optomotorik und
eine gute Pupillomotorik festgehalten (Suva-act. 8 S. 5). Erstmals mit Bericht vom 26.
Mai 2003 dokumentierte Dr. med. L._, Augenarzt FMH, eine rezidivierende
Sehstörung bei Verdacht auf eine posttraumatische Kreislaufregulationsstörung des
linken Auges. Der Verdacht auf eine hintere Glaskörperabhebung habe sich
demgegenüber nicht objektivieren lassen (Suva-act. 23). Der Suva-
Versicherungsmediziner Dr. med. G._, Facharzt FMH für Ophthalmologie und
Ophthalmochirurgie, beurteilte die Augenproblematik mit Stellungnahme vom 23.
Dezember 2003 dahingehend, dass die Diagnose der posttraumatischen
Kreislaufregulationsstörung bei einer 33jährigen sehr weit hergeholt erscheine. Es sei
vielmehr anzunehmen, dass das linke Auge ebenfalls einen Sehfehler habe und nicht
emmetrop sei. Im Bericht (von Dr. L._) fehlten sowohl skiaskopische Befunde sowie
eine Nahrefraktion. Es sei zu vermuten, dass links eine Hyperopie vorliege, allenfalls
auch ein hyperoper Astigmatismus, welcher nun dekompensiere. Insgesamt sei eher
nicht wahrscheinlich, dass die Sehstörungen links mit dem Unfall vom 23. Juli 2002
zusammenhängen würden (Suva-act. 50). Aus diesem Grund lehnte die
Beschwerdegegnerin eine Übernahme der augenärztlichen Untersuchungskosten
anfänglich ab und übernahm sie später lediglich unter dem Titel der
"Abklärungskosten", weil die Untersuchungen primär wegen Verdachts auf eine
unfallbedingte Affektion (Glaskörperabhebung) erfolgt waren (Suva-act. 67, 73). Soweit
die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei hinsichtlich des linken Auges bis zum
besagten Ereignis beschwerdefrei gewesen, ist festzuhalten, dass gemäss
Rechtsprechung eine gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch einen
Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur unzulässigen Formel
"post hoc ergo propter hoc": BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Daran vermag auch die
Beurteilung von Dr. med. M._, FMH Rheumatologie, Innere Medizin, - einer im
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Bereich der Augendiagnostik nicht spezialisierten Ärztin - vom 2. Oktober 2009 nichts
zu ändern, welche in ihrem Bericht (Suva-act. 236) zwar seit 2003 rezidivierende
Augenentzündungen links als wahrscheinliche Unfallfolge aufführte, diese
Schlussfolgerung jedoch nicht weiter begründete. Damit ist die Problematik im linken
Auge der Beschwerdeführerin zwar als mögliche, jedoch nicht - wie erforderlich - als
überwiegend wahrscheinliche Folge des Gleitschirmunfalls zu werten. Eine
diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin entfällt somit.
5.
5.1 Schliesslich ist die Kausalität zwischen den psychischen Beschwerden und dem
Gleitschirmunfall vom 23. Juli 2002 zu prüfen. Hausarzt Dr. N._ hielt im Bericht vom
31. Mai 2003 eine weitere Besserung des Allgemeinzustands auch in psychischer
Hinsicht fest. Die Beschwerdeführerin fühle sich aber immer noch schlecht, klage über
Schweissausbrüche, Frieren und allgemein über Schwäche. Immerhin würden sich
diese psychasthenischen Beschwerden aber allmählich bessern (Suva-act. 24). Der
nachfolgend behandelnde Hausarzt Dr. med. O._ diagnostizierte im Bericht vom 7.
Juni 2005 eine Depression, worunter die Beschwerdeführerin schon seit längerer Zeit
leide. Er verwies sie an den Psychiater Dr. B._, welcher im Bericht vom 28. Juni 2005
von einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion bei Persönlichkeit mit
Borderline-Zügen (ICD-10 F 43.22, F 60.31) ausging. Offensichtlich habe die
Beschwerdeführerin den Unfall noch nicht verarbeitet (Suva-act. 111). Psychiater
Dr. C._, der die Beschwerdeführerin seit dem 26. Januar 2007 behandelte, schätzte
die Höhe ihrer Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht und gestützt auf eine
diagnostizierte Neurasthenie (ICD-10 F 48.0) mit depressiven Einbrüchen nach
schwerem Gleitschirmunfall auf 60%. Die bisherige 80%ige Tätigkeit habe sie nur Dank
der Unterstützung durch Teamkolleginnen mit vielen Tagesabsenzen wegen
Schmerzen und Erschöpfung durchhalten können. Mit der Umstrukturierung im Betrieb
könne sie nun aber nicht mehr mithalten und suche sich ihrer Belastbarkeit
entsprechend eine Anstellung mit einem maximal 60%-Pensum (ausführlicher Bericht
vom 19. Februar 2008; Suva-act. 196).
5.2 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers für psychische Beeinträchtigungen
würde voraussetzen, dass zwischen dem Unfall und der eingetretenen
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Gesundheitsschädigung sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater
Kausalzusammenhang bestünde (BGE 122 V 416 E. 2a mit Hinweis). Nachdem Dr.
P._ vom Versicherungspsychiatrischen Dienst der Beschwerdegegnerin am 21.
Dezember 2005 die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall und den psychischen
Beschwerden zwar zumindest mit der nötigen Wahrscheinlichkeit für gegeben
erachtete, jegliche Begründung dazu aber vermissen liess (vgl. Suva-act. 122), braucht
die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang vorliegend nicht abschliessend
beantwortet zu werden, sondern kann offen bleiben, weil - wie nachfolgende
Ausführungen zeigen - ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den
psychischen Störungen und dem Unfallereignis ohnehin verneint werden muss (SVR
1995 UV Nr. 23 S. 67).
5.3 Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer
anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. E. 6,
bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom Unfallereignis auszugehen.
Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und
dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der
Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach
ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in
banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen
dazwischen liegenden mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle. Während die
Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht, in der Regel bei banalen Unfällen ohne weiteres
verneint und bei schweren Unfällen bejaht werden kann, lässt sie sich bei Unfällen im
mittleren Bereich nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr
sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im
Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 139 E. 6a-c). Dabei müssen
rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2,
2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder
in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als
wichtigste Kriterien gelten dabei: besonders dramatische Begleitumstände oder
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besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen, die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen
Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die
Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche
Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.
5.4 In seinem nicht veröffentlichten Urteil vom 28. Oktober 1994 i/S B. (U 60/94,
zitiert in RKUV 1995 Nr. U 215 S. 91) stufte das Eidgenössische Versicherungsgericht
zwar einmal einen Gleitschirmabsturz mit multiplen, schwersten und lebensgefährlichen
Verletzungen als schweren Unfall ein. Angesichts des vorliegenden
Geschehensablaufs, bei welchem die Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Start
zum Gleitschirmflug aus rund 15 m abstürzte (Suva-act. 1, 4, 8 S. 4), liegen jedoch
keine Umstände vor, welche eine solche Einstufung rechtfertigen würden. Zwar waren
die erlittenen Verletzungen doch von einer gewissen Erheblichkeit. Dies ist aber im
Rahmen des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzungen
zu berücksichtigen. Das Unfallereignis vom 23. Juli 2002 ist somit nicht als
ausserordentlich schweres, lebensbedrohendes Geschehen zu qualifizieren. Es besteht
aber auch kein Anlass das Ereignis wie die Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort geltend macht - im Grenzbereich zu den leichteren Fällen
einzuordnen. Vielmehr ist es im Sinn der Praxis als mittelschwerer Unfall einzustufen.
5.4.1 Das Ereignis vom 23. Juli 2002 hat sich nicht unter besonders
dramatischen Begleitumständen abgespielt. So erfolgte der Start bei guten Wind- und
Wetterbedingungen und wurde vom Fluglehrer der Beschwerdeführerin mittels Funk
überwacht. Dass die Möglichkeit des Zusammenklappens des Gleitschirms
grundsätzlich besteht (Suva-act. 4), ist als inhärentes Risiko beim Gleitschirmfliegen
bekannt (vgl. Abfrage vom 15. November 2010: http://de.wikipedia.org/wiki/
Gleitschirmfliegen). Zwar kann dem Ereignis eine gewisse Eindrücklichkeit nicht
abgesprochen werden, es kann aber nicht gesagt werden, der Unfall sei von
besonderer Eindrücklichkeit gewesen. Das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit
ist objektiv zu beurteilen und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw.
Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/
cc; Urteil vom 25. Januar 2008 i/S A. [U 56/07] E. 6.1). Denn nicht was im Betroffenen
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psychisch vorgeht, ist entscheidend, sondern die objektive Eignung der
Begleitumstände, psychische Fehlentwicklungen auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S.
209 E. 3b/cc). Zu beachten ist, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse
Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit allein noch nicht für eine Bejahung des
Kriteriums ausreicht (Urteil vom 11. Februar 2009 i/S S. [8C_799/2008] E. 3.2.3 mit
Hinweis). Vorliegend sind keine Begleitumstände ersichtlich, die objektiv geeignet
waren, zu einer psychischen Fehlentwicklung zu führen. Im Nachhinein konnte sich die
Beschwerdeführerin zwar daran erinnern, dass der Schirm kurz nach dem Start
zusammengeklappt und sie gestürzt war, in Bezug auf den Aufschlag fehlte ihr jedoch
die Erinnerung (Suva-act. 8 S. 4). Allein der Umstand, dass der Unfall zu relativ
schweren Verletzungen namentlich an der Wirbelsäule führte, genügt nicht zur
Annahme einer besonderen Eindrücklichkeit, sondern ist im Rahmen des Kriteriums der
Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzungen zu berücksichtigen.
5.4.2 Auf Grund der LWK-Frakturen, der Pilon-tibale Fraktur rechts und der
milden traumatischen Hirnverletzung muss mit der Beschwerdegegnerin von doch
erheblichen Verletzungen ausgegangen werden. Demzufolge ist das Kriterium der
Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre
erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, zu bejahen,
jedoch nicht in ausgeprägter Weise.
5.4.3 Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf
die kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des
somatischen Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt. Eine
Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des bestehenden Gesundheitszustands
und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht
relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die
Qualität iner regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts
vom 27. Februar 2008 i/S D. [U 11/07] E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin
war vom 23. Juli bis 14. August 2002 im Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur
hospitalisiert, wo sie sich einer Rücken- sowie einer Fussoperation rechts unterzog
(Suva-act. 9). Im Anschluss bis am 4. Oktober 2002 fand eine stationäre Rehabilitation
in der Rehaklinik Bellikon statt. Danach wurde die Weiterbehandlung durch den
Hausarzt sowie mit ambulanter Physiotherapie 2-3 Mal pro Woche durchgeführt (Suva-
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act. 8, 13). Anfang Jahr 2003 betrug der wöchentliche Therapierhythmus noch 1-2 Mal,
für den Knochenaufbau nahm die Beschwerdeführerin Medikamente ein (Suva-act. 14).
Am 23. April 2003 wurde infolge einer kompletten Konsolidation am Rätischen
Kantons- und Regionalspital Chur eine operative Metallentfernung USS-Fixateur
interne LWK1-3 (Suva-act. 21) und am 4. September 2003 eine Metallentfernung am
rechten Fuss durchgeführt (Suva-act. 30). In der Folge ging die Beschwerdeführerin
weiterhin zur Physiotherapie. Die Behandlung wurde Ende Oktober 2003
abgeschlossen (Suva-act. 37, vgl. auch Suva-act. 46 S. 2). Danach fanden lediglich
noch Physiotherapiesitzungen und Abklärungskontrollen statt (vgl. u.a. Suva-act. 50,
67, 91, 116, 135, 147, 150). Damit ist von einer rund 15 Monate dauernden Behandlung
auszugehen. Bei dieser Zeitspanne kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer
der ärztlichen Behandlung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) gesprochen werden. Zudem
beschränkte sich die Behandlung durch die Hausärzte auf Kontrollen, Verschreibung
von Physiotherapie und Medikamenten sowie auf die Anordnung weiterer
Abklärungsmassnahmen. Diese ärztliche Behandlung erfüllt die Anforderung an das
entsprechende Adäquanzkriterium nicht, weshalb es zu verneinen ist. Im gleichen Sinn
liegt auch keine ununterbrochene, konsequent fortgeführte Behandlungsfolge vor und
kann damit objektiv nicht von einer spezifischen, die Beschwerdeführerin speziell
belastenden ärztlichen Behandlung ausgegangen werden.
5.4.4 Schliesslich ist auch nicht von erheblichen Dauerschmerzen auszugehen
bzw. liegen Schmerzen nicht in besonders ausgeprägter Weise vor. Gemäss den
Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 8.
November 2005 sei der Fuss zwar oft druckdolent und das Gehen in unebenem
Gelände verursache sofortige Schmerzen im OSG, von einem Dauerschmerz ist dabei
jedoch nicht auszugehen. Auch bezüglich der Rückenschmerzen sei es mal besser mal
schlechter, am Morgen erwache sie meist mit einem Gefühl der Steife im Rücken, aber
nach Durchführung ihrer Rückenübungen gehe es relativ gut. Im Verlaufe des Tages
müsse sie jeweils Bewegungseinsätze und Stehpausen einlegen (Suva-act. 116). Diese
Beschwerden blieben laut den kreisärztlichen Berichten unverändert (vgl. Suva-act. 147
S. 2, 205 S. 2, 225 S. 2). Die weiter erwähnten Beschwerden im Zusammenhang mit
der psychischen Stressbewältigung sind demgegenüber für die vorliegende
Adäquanzprüfung unerheblich.
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5.4.5 Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert, eines schwierigen Heilungsverlaufs oder erheblicher
Komplikationen sind vorliegend nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend
gemacht.
5.4.6 Zu beachten ist, dass die Beschwerdeführerin ab dem Unfall bis Anfang
November 2003 von den behandelnden Ärzten zu 100% arbeitsunfähig geschrieben
wurde (Suva-act. 37, 46). Zwar deutete bereits Dr. N._ mit ärztlichem Zeugnis vom
31. Mai 2003 auf eine gesundheitliche Einschränkung in psychischer Hinsicht hin,
jedoch wurde die psychische Problematik durch die Diagnose einer Depression bzw.
eine Behandlungsaufnahme durch den Psychiater erst im Jahr 2005 offensichtlich
(Suva-act. 111). Damit ist während rund fünfzehn Monaten von einer vollen
Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht auszugehen, nach welcher dann jedoch
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit resultierte. Deshalb kann das Kriterium eines
erheblichen Grads und einer erheblichen Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit vorliegend nicht als erfüllt betrachtet werden (vgl. dazu Praxis des
EVG in: RKUV 2001 Nr. U 443 S. 544, insbesondere Bejahung des Kriteriums bei einer
vollen Arbeitsunfähigkeit während eineinhalb Jahren: BGE 123 V 141 E. 3d/MVG = Pra
87 195 E. 3d).
5.4.7 Da somit weder eines der für die Adäquanzbeurteilung massgebenden
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, noch die zu berücksichtigenden
Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Unfalladäquanz der
psychischen Beeinträchtigungen zu verneinen (BGE 115 V 139 E. 6c).
6.
6.1 Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf
eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt ein
Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in
gleichem Umfang bestehen wird, und als erheblich, wenn die körperliche oder geistige
Integrität unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist
(Art. 36 UVV); vgl. RKUV 1998 Nr. U 303 S. 354).
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6.2 Die Entschädigung ist nach der Schwere des Integritätsschadens abzustufen
(Art. 25 Abs. 1 UVG). Für ihre Bemessung gelten die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV
(Art. 36 Abs. 2 UVV). Der Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala der Integritätsschäden.
Dadurch, dass ein Integritätsschaden in der Liste steht, ist dessen Erheblichkeit bejaht,
nicht dagegen in jedem Fall die Dauer, d.h. der voraussichtlich lebenslange Charakter
(Gilg/Zollinger, Die Integritätsentschädigung, Bern 1984, S. 49 f.). Die Skala ist
verbindlich, als Grobraster indessen nicht abschliessend. Sie enthält lediglich
richtunggebende, in der Praxis häufig vorkommende Schäden mit den entsprechenden
Werten. Teilschäden, andere Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder
Teilschäden müssen mit den Listenfällen verglichen und nach der Schwere der
durchschnittlichen Auswirkungen taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der
Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine
ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3
zur UVV erlaubt es dem Arzt oder der Ärztin, grundsätzlich jeden Integritätsschaden
annähernd vergleichbaren Integritätsschäden in dieser Skala zuzuordnen. Trotzdem hat
sich in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der
Integritätsschäden manifestiert. Die Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten
Skala und unter Berücksichtigung dieser verbindlichen Werte, weitere
Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der
Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der
Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für
die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur
UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens
für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben
ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen
die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie
mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und
Nr. U 31 S. 438).
6.3 Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin
festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch
körperlich oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu
äussern, welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich
während des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei
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geringfügigen Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern,
ob die Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen
Listenpositionen als erheblich, d.h. augenfällig oder stark zu gelten hat. Gegebenenfalls
haben sie zudem auf voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen.
Anschliessend ist es Sache der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die
ärztlichen Schlussfolgerungen daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen
Anforderungen gerecht werden.
6.4 In der Beurteilung vom 28. November 2003 schätzte Kreisarzt Dr. I._ den
gesamtunfallbedingten Integritätsschaden auf 10%, wobei sich dieser gestützt auf die
Feinrastertabelle 7.2 aus einem Integritätsschaden von 5% hinsichtlich des Zustands
nach Wirbelfraktur und gestützt auf die Feinrastertabelle 5.2 aus einem solchen von 5%
bezüglich einer beginnenden Arthrose im rechten Sprunggelenk zusammensetzte
(Suva-act. 48). Bildgebende Abklärungen im Röntgeninstitut E._ vom 5. April 2007
zeigten sowohl eine beginnende Arthrose im OSG als auch arthrotische Veränderungen
leichten Grades im lumbo-sakralen Übergang (Suva-act. 150). Kreisarzt Dr. D._ hielt
als Befund seiner Integritätsschadensbeurteilung vom 14. Mai 2007 eine unfallkausale
OSG-Arthrosedeformitätszunahme mit entsprechender Beschwerdesymptomatik und
funktioneller Einschränkung fest. Am Rücken sei die Befundszunahme nach LWK1
Berstungsfraktur ebenfalls erheblich und progredient. Gestützt auf die Suva-Tabelle 5
mit mässig ausgeprägter OSG-Arthrose ergebe sich aktuell gesamthaft ein
Integritätsschaden von 10%. Die Wirbelsäulen-Affektion gestützt auf Tabelle 7 nach
erheblichem Frakturbefund von LWK1 und Spondylodese LWK1/LWK2 unter
Berücksichtigung der Schmerzfunktionsskala (geringe Dauerschmerzen, bei Belastung
verstärkt, auch in Ruhe) ergebe ebenfalls einen Integritätsschaden von 10% (Suva-
act. 155). Laut kreisärztlichem Untersuchungsbericht vom 19. Mai 2008 zeigte sich seit
der Untersuchung vom 30. März 2007 aus somatischer unfallkausaler Sicht keine
wesentliche bzw. erhebliche Zunahme der Schadensbefunde im Bereich des rechten
Sprunggelenks und des Rückens (Suva-act. 205 S. 4). Die infolge der kreisärztlichen
Untersuchung vom 9. Juni 2009 (Suva-act. 225 S. 4) veranlasste vergleichende
Röntgen- und CT-Untersuchung des rechten Sprunggelenks vom 23. Juni 2009 ergab
nach E._ gegenüber der Voruntersuchung im Jahr 2007 eine leicht progrediente
OSG-Arthrose rechts (Suva-act. 229). Gestützt darauf befand Kreisarzt Dr. D._ in
seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2009, dass sich im Vergleich zu den Aufnahmen des
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rechten OSG vom 5. April 2007 keine wesentliche bzw. keine erhebliche strukturelle
Befundänderung im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks bei Status nach Pilon-
tibial-Fraktur ergeben habe. Der radiologische Deformitätsbefund habe nur
unwesentlich zugenommen (Suva-act. 231). Angesichts dieser schlüssigen und
nachvollziehbaren Integritätsschadensbeurteilung von Kreisarzt Dr. D._, welche sich
auf lückenlose Verlaufsdokumentationen abstützt, besteht somit kein Grund für ein
Abweichen. Insbesondere liegen keine Berichte oder Röntgenbefunde mit
anderslautenden Ergebnissen vor. Damit ist die von der Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid vom 25. März 2010 bestätigte Zunahme des Integritätsschadens
um 10% nicht zu beanstanden.
7.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 25. März 2010 lässt sich somit nicht
beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist im Sinn der vorstehenden
Erwägungen abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG