Decision ID: 879e004d-a93a-45fa-8a9d-5f6aa032a425
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch die Sozialberatung A._,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 2/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1956 geborene G._ meldete sich am 11. Juni 1996 bei der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie gab an, in Italien
und Grossbritannien sieben Jahre die Schule besucht, jedoch keinen Beruf erlernt zu
haben. Im Jahr 1976 sei sie in die Schweiz gekommen, wo sie als Büglerin und als
Hilfsarbeiterin gearbeitet habe. Seit Februar 1993 erledige sie Reinigungsarbeiten im
Architekturbüro B._ sowie in Privathaushalten. Sie leide seit Langem an
Rückenschmerzen, die sich seit April 1993 so verschlimmert hätten, dass sie ihr
Arbeitspensum auf ca. die Hälfte habe reduzieren müssen (act. G 6.1/1). Die IV-Stelle
ordnete nach Einholung des Berichtes des Hausarztes am 5. Februar 1997 eine
medizinische Abklärung durch die MEDAS Zentralschweiz in Luzern an (act. G 6.1/14).
Diese Begutachtung fand im Februar 1998 statt. Dem Gutachten vom 12. März 1998
(act. G 6.1/17) ist zu entnehmen, dass die Versicherte an einem chronischen
Lumbovertebralsyndrom bei Spondylolyse L4 beidseits mit Spondylolisthesis L4/5,
reaktiver Osteochondrose mit kleiner Diskushernie L4/5, Fehlstatik, Adipositas (BMI
37), einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer leichten depressiven
Episode leide. Sie sei sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als Putzfrau und
Hausfrau wie auch in jeder anderen adaptierten und rückengerechten Tätigkeit zu 50%
arbeitsfähig. Gestützt auf dieses Gutachten verfügte die IV-Stelle am 9. November
1998 (act. G 6.1/32), dass der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 50% ab dem
1. Mai 1997 eine halbe IV-Rente zustehe.
A.b Im Jahr 2000 führte die IV-Stelle von Amtes wegen eine Rentenrevision durch. Im
Rahmen dieser Revision ordnete sie am 19. Januar 2001 eine erneute medizinische
Abklärung durch die MEDAS Zentralschweiz in Luzern an (act. 6.1/53). Diese
Begutachtung fand im Juli 2001 statt. Das Gutachten vom 12. Oktober 2001 (act. G
6.1/58) diagnostizierte bei der Versicherten einen symmetrischen, lumbo-sakralen,
ligamentären Irritationszustand bei beidseitiger Spondylolyse L4, Spondylolisthesis L4/
L5 (Meyerding I), stereotyper Oberkörperprotrusion nach vorne rechts, Verdacht auf
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
qualitative Instabilität und erosive Osteochondrose, eine wahrscheinliche chronische
Radikulopathie L5 und S1 rechts, eine lokalisierte Myotendinose des Beckengürtels
und des rechten Beines mit Schwerpunkt in den Musculi tibialis anterior und triceps
surae sowie eine leichte, andauernde, somatoforme Schmerzstörung mit Panikattacken
("Hyperventilationssyndrom"; anamnestisch). Die Versicherte sei in ihrer angestammten
Tätigkeit als Raumpflegerin/Haushälterin zu 100% arbeitsunfähig, für körperlich leichte,
mit häufigem Stellungswechsel verbundene und längere Zwischenpausen erlaubende
Tätigkeiten sei sie zu 40% arbeitsfähig. Gestützt auf dieses Gutachten verfügte die IV-
Stelle am 26. April 2002 (act. 6.1/67), dass die Versicherte bei einem Invaliditätsgrad
von 68% ab dem 1. April 2000 eine ganze IV-Rente erhält.
B.
B.a Im Jahr 2004 nahm die IV-Stelle erneut von Amtes wegen eine Revision vor. Im
Fragebogen für die Revision (act. G 6.1/80) gab die Versicherte am 3. März 2004 an, ihr
Gesundheitszustand habe sich seit ca. einem Jahr verschlimmert, die Schmerzen im
Rücken und im rechten Bein hätten zugenommen. Seit der letzten Revision habe sie
aufgrund der Schmerzen nicht mehr gearbeitet.
B.b Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C._ teilte mit Verlaufsbericht vom
16. März 2004 (act. G 6.1/82) mit, er kenne die Versicherte seit Juli 2001. Ihr
Gesundheitszustand sei seither stationär, sie leide an chronischen Rückenproblemen
bei Diskopathie, einem depressiven Syndrom und an rezidivierenden respiratorischen
Infekten (asthmoide Bronchitis, Nasennebenhöhlen). Berufliche Massnahmen und eine
ergänzende medizinische Abklärung seien nicht angezeigt. Die Versicherte könnte
halbtags in einem reduzierten Ausmass einer ihren Rückenbeschwerden angepassten
Arbeit nachgehen.
B.c Auf Anfrage hin hielt der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 22. März 2004
(act. G 6.1/83) fest, aufgrund des Verlaufsberichts von Dr. med. C._ könne nicht
beurteilt werden, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorliege, eine
solche sei möglich. Der RAD empfahl deshalb eine erneute medizinische Begutachtung
durch die MEDAS Zentralschweiz. Diese wurde von der IV-Stelle am 6. April 2004
angeordnet (act. G 6.1/85). Am 20. September 2004 (act. G 6.1/88) teilte Dr. med.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
D._, Spezialarzt FMH Gynäkologie/Geburtshilfe, mit, die Versicherte sei am
1. September 2004 wegen eines invasiv duktalen Mammakarzinoms links operiert
worden (Lumpektomie und axilläre Lymphonodektomie). Vorgesehen seien eine
Chemotherapie und anschliessend eine Radiotherapie, weshalb die auf den
9. November 2004 vorgesehene medizinische Abklärung durch die MEDAS
Zentralschweiz verschoben werden sollte. Im Arztbericht vom 24. November 2004
(act. G 6.1/96) führte Dr. med. C._ aus, der Versicherten sei zurzeit wegen der
Chemotherapie lediglich leichte Hausarbeit möglich, ausser Haus sei sie zu 100%
arbeitsunfähig. Ihr Gesundheitszustand habe sich im Jahr 2004 verschlechtert, da im
September ein Mammakarzinom links diagnostiziert und operiert worden sei. Die
Prognose betreffend des Mammakarzinoms sei wahrscheinlich gut, betreffend der
Rückenprobleme und des chronisch ängstlich depressiven Syndroms unverändert. Mit
Verlaufsbericht vom 18. April 2005 (act. G 6.1/97) teilte Dr. med. C._ mit, der
Gesundheitszustand der Versicherten sei seit Oktober 2004 stationär, die Versicherte
leide unter chronischen Schmerzen im Rücken und linken Brustbereich. Arbeit ausser
Haus sei ihr nicht möglich, sie könne lediglich leichte Hausarbeit erledigen, für
schwerere Arbeiten werde sie von ihrer Tochter unterstützt. Auf Anfrage hin hielt der
RAD am 13. Juni 2005 (act. G 6.1/100) für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ein
Verlaufsgutachten der MEDAS Zentralschweiz für notwendig. Am 17. Juni 2005
(act. G 6.1/103) ordnete die IV-Stelle daher eine medizinische Abklärung durch die
MEDAS Zentralschweiz an.
B.d Diese Begutachtung wurde im April 2006 durchgeführt. Gemäss Gutachten vom
6. Juli 2006 (act. G 6.1/109) leidet die Versicherte an einem chronischen
lumbospondylogenen Syndrom rechtsbetont bei Spondylolyse L4 beidseits mit
Spondylolisthesis L4/5, ausgepräger Osteochondrose und kleiner Diskushernie L4/5,
ausgeprägter Segmentdegeneration L5/S1 und Fehlstatik, einer Periarthropathia
humeroscapularis tendopathica und residuellen Axilla-Schmerzen links bei Status nach
Tumorexzision und Axilla-Ausräumung wegen Mammakarzinom links am 1. September
2004 und postoperativer Chemo- und Radiotherapie, einer anhaltenden leichtgradigen
depressiven Störung mit somatischem Syndrom und einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung bei chronischem Rückenschmerzsyndrom. Die Versicherte sei in ihrer
angestammten Tätigkeit als Putzfrau und Haushalthilfe bleibend nicht mehr
arbeitsfähig. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei die
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Versicherte zu 40% arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entspreche
derjenigen im Gutachten von 2001, vorübergehend habe wegend des Krebsleidens von
Mai 2004 bis ca. März 2005 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die
Prognose sei ungewiss und hänge vor allem vom Verlauf des Brustkrebsleidens ab.
B.e Gestützt auf das Gutachten der MEDAS-Zentralschweiz ermittelte die IV-Stelle
einen Invaliditätsgrad von 64% und verfügte am 28. September 2006 (act. G 6.1/120),
dass die bisherige ganze Rente der Versicherten ab dem 1. November 2006 auf eine
Dreiviertelsrente herabgesetzt werde.
C.
Gegen diese Verfügung erhebt die dipl. Sozialarbeiterin HFS E._, Sozialberatung
A._, für die Versicherte am 11. Oktober 2006 (act. G 1) Beschwerde mit dem Antrag,
G._ sei weiterhin eine ganze IV-Rente auszurichten. Der Hausarzt der
Beschwerdeführerin sowie der behandelnde Chiropraktiker seien der Meinung, dass
sich medizinisch nichts Grundlegendes verändert habe. Die Beschwerdeführerin leide
weiterhin unter starken Schmerzen und könne nur leichte Haushaltarbeiten verrichten,
schwerere Arbeiten würden von ihren Töchtern erledigt. Zudem leide die
Beschwerdeführerin unter psychischen Problemen, verstärkter seit dem Befund
Brustkrebs. Es sei somit erwiesen, dass die Beschwerdeführerin auch keine leichte
Arbeit verrichten könne und beim RAV sicher als nicht vermittelbar gelten werde.
D.
Der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen
beantragt in der Beschwerdeantwort vom 5. Dezember 2006 (act. G 6) Abweisung der
Beschwerde. Er hält fest, es sei der Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass sich ihr
Gesundheitszustand seit der Verfügung vom 26. April 2002 (act. G 6.1/67) mit
Ausnahme der vorübergehenden Verschlimmerung aufgrund des Brustkrebses ab Mai
2004 bis etwa März 2005 nicht wesentlich verändert habe. Ein Revisionsgrund aus
wirtschaftlichen Gründen sei nicht ersichtlich. Es könne jedoch offen bleiben, ob es
zulässig sei, dass der Invaliditätsgrad trotz des gleich gebliebenen relevanten
Sachverhalts von 68% auf 64% herabgesetzt worden sei, da die Beschwerdeführerin
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
auch bei einem Invaliditätsgrad von 68% gemäss lit. f der Schlussbestimmungen der
4. IV-Revision keinen Anspruch mehr auf eine ganze Rente hätte. Eine
Besitzstandswahrung der laufenden ganzen IV-Rente im Sinn der genannten
Gesetzesbestimmung hätten nur jene Versicherten, die beim Inkrafttreten der 4. IV-
Revision (1. Januar 2004) das 50. Altersjahr zurückgelegt hätten. Da die 1956 geborene
Beschwerdeführerin am 1. Januar 2004 erst 47 Jahre alt war, könne sie von dieser
Übergangsbestimmung nicht profitieren.

Erwägungen:
1.
1.1 Seit dem Inkrafttreten der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004 hat nach Art. 28 Abs. 1
IVG die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie
mindestens zu 70%, und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine
halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine
Viertelsrente.
1.2 Der Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 26. April 2002 bei einem
Invaliditätsgrad von 68% eine ganze IV-Rente ab 1. April 2000 zugesprochen. Im Jahr
2004 nahm die Beschwerdegegnerin eine Rentenrevision vor. Gestützt auf das
Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 6. Juli 2006, das der Beschwerdeführerin in
einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 40% attestiert, ermittelte die
Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 10% einen
Invaliditätsgrad von 64% und setzte mit Verfügung vom 28. September 2006 die ganze
Rente der Beschwerdeführerin ab 1. November 2006 auf eine Dreiviertelsrente herab.
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin lässt geltend machen, gemäss den behandelnden Ärzten
habe sich ihr Gesundheitszustand seit der letzten Kontrolle durch die
Beschwerdegegnerin nicht grundlegend verändert. Indessen ist vorliegend nicht strittig,
dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten amtlichen
Revision im Jahr 2001 nicht wesentlich verändert hat. Das neue Gutachten hält
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
ausdrücklich fest, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit derjenigen im Gutachten
von 2001 entspreche. Mit dem Gutachten vom 6. Juli 2006, das für die massgebenden
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtend und in den Schlussfolgerungen begründet ist (vgl.
BGE 122 V 160 E. 1c; BGE 125 V 352 E. 3a), ist von einer Restarbeitsfähigkeit von 40%
auszugehen.
2.2 Die Herabsetzung der ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente beruht vorliegend
nicht auf einer Änderung der Arbeitsfähigkeit oder der erwerblichen Verhältnisse,
sondern auf einer Gesetzesänderung. Mit der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen
4. IV-Revision wurde die Dreiviertelsrente eingeführt, auf die Anspruch besteht bei
einem Invaliditätsgrad zwischen 60% und 69%. Gemäss der Verfügung vom 26. April
2002 besteht bei der Beschwerdeführerin ein Invaliditätsgrad von 68%, gemäss der
Verfügung vom 28. September 2006 ein solcher von 64%. Es liegt somit in jedem Fall
ein Invaliditätsgrad zwischen 60% und 69% vor, der Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente gibt.
2.3 In Bezug auf den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass die
Beschwerdegegnerin im Rahmen des Revisionsverfahrens einen neuen
Einkommensvergleich angestellt und dabei einen Leidensabzug von 10%
vorgenommen hat mit der Begründung, die Beschwerdeführerin könne nur noch leichte
Tätigkeiten ausführen. Im Einkommensvergleich, welcher der Verfügung vom 26. April
2002 zugrunde liegt, ist noch ein Leidensabzug von 20% gemacht worden. Da gemäss
Gutachten vom 6. Juli 2006 die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in adaptierter
Tätigkeit gleich geblieben ist und auch keine erwerblichen Veränderungen eingetreten
sind, muss ein erneuter Einkommensvergleich im Revisionsverfahren zum gleichen
Ergebnis führen. Ansonsten hätte man eine teilweise Wiedererwägung praktiziert. Wo
mangels Änderungen in Arbeitsunfähigkeit und erwerblichen Verhältnissen eine
Rentenrevision nicht in Frage kommt, ist das Revisionsverfahren einzustellen, und es
darf kein Einkommensvergleich mehr angestellt werden (nicht veröffentlichtes Urteil
des Versicherungsgerichts i/S S.W. vom 25. April 2002, IV 2000/113). Es ist daher
weiterhin von einem Invaliditätsgrad von 68% auszugehen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
3.
3.1 Laufende ganze Renten bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 662⁄3% werden
nach dem Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung für alle jene Rentenbezügerinnen und
Rentenbezüger weitergeführt, welche zu diesem Zeitpunkt das 50. Altersjahr
zurückgelegt haben. Alle anderen ganzen Renten bei einem Invaliditätsgrad unter 70%
werden innerhalb eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung einer
Revision unterzogen (SchlBest. 21.03.2003, lit. f).
3.2 Diese Bestimmung kann nur so verstanden werden, dass alle ganzen Renten, die
auf einem Invaliditätsgrad von mehr als 662⁄3% und weniger als 70% beruhen und
deren Bezüger am 1. Januar 2004 das 50. Altersjahr noch nicht zurückgelegt hatten,
auf eine Dreiviertelsrente herabzusetzen sind. Für die Beschwerdeführerin wurde
gemäss Verfügung vom 26. April 2002 ein Invaliditätsgrad von 68% ermittelt. Am
1. Januar 2004 hatte die am 9. Juli 1956 geborene Beschwerdeführerin das
50. Altersjahr noch nicht zurückgelegt. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht die
Rente der Beschwerdeführerin auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt.
4.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Die
Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen. Dem Ausgang des Verfahrens gemäss
sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem von ihr geleisteten
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu verrechnen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG