Decision ID: 867269fc-1ec3-5f8a-8460-39cd2c72130e
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der [...] geborene X._ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwer-
deführer) ist italienischer Staatsangehöriger und wohnt in Deutschland. Er
arbeitete während über 33 Jahren in der Schweiz und entrichtete dem-
entsprechend die obligatorischen Beiträge an die Schweizerische Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zuletzt war der Ver-
sicherte als Grenzgänger im Rahmen eines 100 %-Pensums als Elektro-
monteur tätig. Seit dem 25. Oktober 2010 hat er aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr gearbeitet.
B.
Am 19. Mai 2011 ging bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nach-
folgend: Vorinstanz) die Anmeldung des Versicherten zum Bezug von IV-
Leistungen ein. Er führte aus, nach vorausgegangenem Herzinfarkt an
Luft- und Atemprobleme sowie Kniebeschwerden zu leiden (vgl. IV act. IV
act. 1, 9 und 10). Zur Prüfung des Rentenanspruchs wurde das Leis-
tungsgesuch an die zuständige IV-Stelle des Kantons Aargau (nachfol-
gend: IV-Stelle AG) überwiesen. Diese nahm in der Folge verschiedene
medizinische Unterlagen zu den Akten.
C.
Aus diesen Unterlagen geht zusammengefasst hervor, dass beim Versi-
cherten zum Einen im Jahr 2004 bei koronarer 3-Gefässerkrankung nach
Seitenwandinfarkt eine PTCA (Perkutante transluminale Koronarangi-
oplastie; Verfahren zur Erweiterung des Gefässes im Bereich der Steno-
se) durchgeführt und Stents (Gefässstützen) eingesetzt worden sind (vgl.
IV act. 16 S. 30). Zum Anderen leidet er aufgrund einer Sportverletzung
seit über 30 Jahren an Kniegelenksbeschwerden. Am linken Knie wurde
eine fortgeschrittene mediale und femoropatellare Gonarthrose und am
rechten Knie eine moderate mediale Gonarthrose diagnostiziert (vgl. IV
act. 16 S. 34). Aufgrund von zunehmenden Kniebeschwerden wurde am
19. November 2010 ein arthroskopisches Gelenkdebridement medial im
rechten und linken Knie mit Knorpelausglättung und vor allem Nachresek-
tion an den Restminisken medial und lateral sowie eine Plicaresektion
durchgeführt. Am 25. März 2011 erhielt der Versicherte eine Knie-
Totalendoprothese (TEP) links. Nach Anmeldung zum IV-Leistungsbezug
am 19. Mai 2011 erlitt der Versicherte am 17. August 2011 einen Schlag-
anfall mit einer hochgradigen sensomotorischen Hemiparese links und
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einer Dysarthrie. Seither hat er eine Halbseitenlähmung (vgl. IV act. 19 S.
7 und act. 34 S. 2).
D.
Mit Vorbescheid vom 12. Juni 2012 teilte die IV-Stelle AG dem Versicher-
ten mit, dass er seine bisherige Tätigkeit als Elektromonteur seit März
2011 nicht mehr ausüben könne. Im August 2011 habe sich sein Gesund-
heitszustand wesentlich verschlechtert, weshalb ihm ab diesem Zeitpunkt
auch keine angepasste Tätigkeit mehr zumutbar sei. Ab dem 1. März
2012 stehe ihm daher eine ganze Invalidenrente zu.
E.
Mit Verfügung vom 21. November 2012 bestätigte die Vorinstanz den
Vorbescheid vom 12. Juni 2012.
F.
Gegen diese Verfügung vom 21. November 2012 erhob der Versicherte
mit Eingabe vom 3. Dezember 2012 Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht und beantragt die Auszahlung der Invalidenrente bereits ab
1. Oktober 2011.
Im Rahmen einer Beschwerdeverbesserung reichte der Beschwerdefüh-
rer die angefochtene Verfügung vom 21. November 2012 nach.
G.
Mit Vernehmlassung vom 4. Februar 2013 beantragt die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Ver-
fügung. Sie stützt sich dabei auf die Stellungnahme der IV-Stelle AG vom
30. Januar 2013. Diese führt darin aus, dass die auf Dauer ausgerichtete
Arbeitsfähigkeitsbescheinigung sich erst ab dem OP-Termin vom 24.
März 2011 (recte: 25. März 2011; vgl. IV act. 13 S. 8) ergebe. Die bereits
früher festgehaltenen Arbeitsunfähigkeiten könnten nicht beachtet wer-
den, da diese einerseits nur zu kurzzeitigen Unterbrüchen geführt hätten
und keine Leiden ausgewiesen seien, welche die Arbeitsfähigkeit im Sin-
ne des IVG einzuschränken vermögen. Psychosoziale und psychoöko-
nomische Faktoren sowie sogenannte "syndromale Beschwerdebilder"
würden zu keinem Leistungsanspruch der IV führen.
H.
In seiner Replik vom 3. März 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen
Begehren fest und macht ergänzende Ausführungen.
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I.
Mit Duplik vom 10. April 2013 hält die Vorinstanz an ihrem Abweisungsan-
trag fest. Sie verweist diesbezüglich auf die Stellungnahme der IV-Stelle
AG vom 8. April 2013.
J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-
gen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in
Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die Vorinstanz,
die mit Verfügungen über Rentengesuche von Grenzgängerinnen und
Grenzgängern befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 IVG sowie
Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV, SR 831.201]).
1.2 Der Beschwerdeführer war Grenzgänger. Wie in der Zuständigkeits-
regelung des Art. 40 Abs. 2 IVV hierfür vorgesehen, hat die IV-Stelle AG,
in deren Tätigkeitsgebiet der Versicherte zuletzt in seiner Eigenschaft als
Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, in korrekter Weise die
Anmeldung für Leistungen der IV geprüft, während die Vorinstanz die an-
gefochtene Verfügung vom 21. November 2012 erlassen hat.
1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt.
Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst.
d bis
VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1
IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung
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(Art. 1a – 26 bis
und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrück-
lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.4 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-
gung der Vorinstanz vom 21. November 2012. Die Beschwerde wurde
frist- und formgerecht eingereicht (Art. 30 i.V.m. Art 60 ATSG). Als Adres-
sat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer besonders
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder
Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf die Beschwerde, nachdem auch
der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, einzutreten.
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be-
hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).
2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS
HÄBERLI, in: Praxiskommentar VwVG, 2008, Art. 62 N. 40). Es kann die
angefochtene Verfügung zugunsten einer Partei ändern (Art. 62 Abs. 1
VwVG).
2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen,
die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).
3.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur
Anwendung gelangen.
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3.1 Der Beschwerdeführer besitzt die italienische Staatsbürgerschaft und
wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft
getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und
ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR
0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend die Koordinie-
rung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG).
Gemäss Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs in der
am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss Nr.
1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung
des Anhangs II dieses Abkommens über die Koordinierung der Systeme
der sozialen Sicherheit [AS 2012 2345]) wenden die Vertragsparteien un-
tereinander namentlich – unter Vorbehalt vorliegend nicht relevanter An-
passungen – die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Par-
laments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Syste-
me der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; geändert durch die Ver-
ordnung [EG] Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 16. September 2009 [ABl. L 284 S. 43]) sowie die Verordnung (EG)
Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Sep-
tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der
Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.11) an.
Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der
erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2
Anhang II des FZA in der früher geltenden und in der am 1. April 2012 in
Kraft getretenen Fassung). Fallen Personen in den persönlichen Anwen-
dungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (vgl. Art. 2 Abs. 1 der
Verordnung), haben sie nach Art. 4 der Verordnung auf Grund der
Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten
wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach Art.
3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71. Soweit das FZA bezie-
hungsweise die auf dieser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrecht-
lichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet
sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchs-
voraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente damit grundsätz-
lich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4).
Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung
des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten
des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbe-
sondere dem IVG, der IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Ver-
ordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11).
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3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrens-
rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeit-
punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).
In materiellrechtlicher Hinsicht sind diejenigen Rechtssätze massgebend,
die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Gel-
tung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist
für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab die-
sem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl.
BGE 130 V 445). Damit finden im vorliegenden Verfahren grundsätzlich
jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 21. November 2012 in Kraft standen; wei-
ter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streiti-
gen Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind.
Da sich vorliegend der zu beurteilende Sachverhalt im Zeitraum von Ok-
tober 2010 bis November 2012 zugetragen hat, sind bis zum
31. Dezember 2011 die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Be-
stimmungen der 5. IV-Revision anwendbar (AS 2007 5129 bzw. AS 2007
5155), und ab dem 1. Januar 2012 die zu diesem Zeitpunkt in Kraft getre-
tenen Bestimmungen des ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision
(AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679).
3.3 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfä-
higkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Be-
stimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bun-
desgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) er-
kannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitio-
nen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-
Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt,
weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weiter-
geführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3).
4.
Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten
Grundsätze darzulegen.
4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-
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dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-
reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertels-
rente.
Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad
von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die
ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei-
chende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni
2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen
Gemeinschaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Eu-
ropäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3
und E. 3.1) – was vorliegend der Fall ist.
4.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG
Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit.
c).
Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf
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Seite 9
die Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Die Rente wird vom Beginn des
Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Art. 29 Abs.
3 IVG).
4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person
noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133
E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).
4.5 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi-
nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung –
wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen
Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben,
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-
stellt (vgl. Urteil Bundesgericht [BGer] 8C_787/2013 vom 14. Februar
2014 E. 3.1).
4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend,
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231
E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).
4.7 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versi-
cherten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
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Seite 10
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG;
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1,
BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).
5.
Vorliegend anerkennt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer grund-
sätzlich Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Strittig ist jedoch, ab
welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Inva-
lidenrente hat.
5.1 Die Vorinstanz begründet die Zusprache einer ganzen Invalidenrente
ab 1. März 2012 damit, dass der Beschwerdeführer seit der Implantation
der Knie-TEP links am 25. März 2011 seine angestammte Tätigkeit als
Elektromonteur nicht mehr ausüben könne und ihm ab August 2011 auch
keine angepasste Tätigkeit mehr zumutbar sei. Sie erachtet den Zeitpunkt
der Knie-TEP-Operation vom 25. März 2011 als Auslöser der einjährigen
Wartezeit und geht demnach davon aus, dass der Beschwerdeführer so-
mit nach deren Ablauf ab März 2012 einen Rentenanspruch hat.
5.2 Demgegenüber geht der Beschwerdeführer davon aus, dass er be-
reits ab 1. Oktober 2011 einen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, da
er seit Oktober 2010 vollständig arbeitsunfähig sei.
6.
Zu prüfen ist vorliegend der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls,
was kumulativ das Erfüllen der Wartezeit und danach einen rentenbe-
gründenden Invaliditätsgrad voraussetzt.
6.1 Die Wartezeit beginnt in jenem Zeitpunkt zu laufen, in welchem eine
deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheb-
lich gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (Urteil BGer
9C_757/2010 vom 24. November 2010 E. 4.1). Dabei ist nur die Arbeits-
unfähigkeit im Sinne des Gesetzes von Bedeutung, das heisst die als
Folge des Gesundheitsschadens bedingte Einbusse an funktionellem
Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Urteil
BGer 8C_652/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 2). Eine in der beruflichen
Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert
erbrachte Leistung ist für sich allein gesehen in aller Regel nicht ausrei-
chend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit. Zum rechtsgenüglichen
http://links.weblaw.ch/9C_757/2010 http://links.weblaw.ch/8C_652/2011
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Seite 11
Nachweis einer relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermö-
gen wird regelmässig – nicht aber in jedem Fall zwingend – ein echtzeitli-
ches (überzeugendes) ärztliches Attest verlangt (Urteile BGer
8C_195/2009 vom 2. September 2009 E. 5, 9C_96/2008 vom 11. Juni
2008 E. 3.2.2 und B 152/06 vom 11. Februar 2008 E. 6.3). Nachträgliche
Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jah-
ren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit,
vermögen dagegen den rechtsgenüglichen Nachweis nicht zu erbringen
(Urteil BGer 9C_368/2008 vom 11. September 2008 E. 2). Der Zeitpunkt
des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE
126 V 353 E. 5b) nachgewiesen sein.
6.2 Die Vorinstanz geht davon aus, dass sich erst mit der Knieoperation
vom 25. März 2011 eine auf Dauer ausgerichtete Arbeitsfähigkeitsein-
schränkung ergebe. Die bereits früher festgehaltenen Arbeitsunfähigkei-
ten könnten nicht beachtet werden, da diese einerseits nur zu kurzzeiti-
gen Unterbrüchen geführt hätten und/oder keine Leiden ausgewiesen
würden, welche die Arbeitsfähigkeit im Sinne des IVG einzuschränken
vermöge, wobei psychosoziale und psychoökonomische Faktoren sowie
sogenannte "syndromale Beschwerdebilder" zu keinem Leistungsan-
spruch bei der IV führten.
6.3 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem
25. Oktober 2010 aufgrund seiner Knieschmerzen nicht mehr gearbeitet
hat (vgl. IV act. 7.1). Dr. med. A._, Hausarzt, hat den Beschwerde-
führer ab diesem Zeitpunkt für seine Tätigkeit als Elektromonteur zu
100 % krankgeschrieben (vgl. IV act. 48 S. 5 und act. 16 S. 3) und ihn an
Dr. med. B._ für weitere Abklärungen zugewiesen. Dieser kam in
seinem Bericht vom 8. November 2010 zum Schluss, dass ein arthrosko-
pischer Eingriff notwendig sei. Der Beschwerdeführer sei augenblicklich
noch knapp an seinem Arbeitsplatz als Elektriker kompensiert (vgl. IV act.
16 S. 37). Am 19. November 2010 führte Dr. med. B._ sodann ein
arthroskopisches Gelenkdebridement medial am rechten und linken Knie
mit Knorpelausglättung und Nachresektion an den Restminisken medial
und lateral sowie eine Plicaresektion durch. Im Operationsbericht vom 19.
November 2010 wurde eine Arbeitsunfähigkeit von ca. zwei bis drei Wo-
chen festgehalten. Die Spitalentlassung erfolgte am 20. November 2011
(vgl. IV act. 16 S. 34). Am 20. Dezember 2010 berichtete Dr. med.
B._, dass bei exquisiten Schmerzen hauptsächlich im medialen
Gelenkspalt des linken Knies ein unicondylärer Gelenkersatz in Erwä-
http://links.weblaw.ch/8C_195/2009 http://links.weblaw.ch/9C_96/2008 http://links.weblaw.ch/ http://links.weblaw.ch/9C_368/2008 http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
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Seite 12
gung gezogen werden müsse (vgl. IV act. 16 S. 33, vgl. auch OP-Bericht
vom 19. November 2010, IV act. 16 S. 34). Da der Beschwerdeführer
weiterhin ausgeprägte Ruhe- und Belastungsschmerzen hatte, erfolgte
am 25. März 2011 die Implantation einer Knie-Totalendoprothese links
(vgl. Bericht des Krankenhauses R._ vom 4. April 2011 über den
stationären Spitalaufenthalt vom 24. März bis 3. April 2011, IV act. 13 S.
8). Der Beschwerdeführer wurde von Dr. med. A._ während der
gesamten Zeitspanne seit seiner Arbeitsaufgabe am 25. Oktober 2010 bis
zu der Knieoperation am 25. März 2011 als Elektromonteur zu 100 %
krankgeschrieben. Gemäss der Einschätzung des Arztes könne mit einer
Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit nicht gerechnet werden (vgl. IV
act. 16 S. 3 und act. 48 S. 3-5). Im Anschluss an die Knie-TEP-Operation
erfolgte vom 8. bis 29. April 2011 eine stationäre Rehabilitation in der Kli-
nik C._. Auch im Entlassungsbericht vom 2. Mai 2011 wurde aus-
geführt, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2010 durchgehend ar-
beitsunfähig und auch nach seinem stationären Aufenthalt vom 8. April
2011 bis 29. April 2011 arbeitsunfähig entlassen worden sei. Über Zeit-
punkt und Umfang eines beruflichen Wiedereinstiegs könne frühestens
ab der 12. postoperativen Woche gesprochen werden, einen weiteren
unauffälligen klinischen Verlauf vorausgesetzt (vgl. IV act. 16 S. 13). Im
Bericht von Dr. med. B._ vom 27. September 2011 führte dieser
aus, dass er dem Beschwerdeführer nach der letzten Konsultation am 20.
Dezember 2010 ab 3. Januar 2011 eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit attes-
tiert habe. Falls der Einstieg nicht gelingen sollte, müsse bei den augen-
blicklichen Schmerzen hauptsächlich ein unicondylärer Gelenkersatz in
Erwägung gezogen werden (vgl. IV act. 17 S. 3).
In der präoperativen kardialen Abklärung für die am 25. März 2011 durch-
geführte Knieoperation wurde beim Beschwerdeführer am 8. März 2011
zudem eine Thorakale Aortenenektasie, eine Steatosis hepatis und eine
Koronare 3-Gefässkrankung diagnostiziert (vgl. IV act. 16 S. 30). Am 17.
August 2011 erlitt der Beschwerdeführer einen Schlaganfall mit hochgra-
diger sensomotorischer Halbseitenlähmung links und Dysarthrie (vgl.
Hospitalisationsbericht der Klinik F._ vom 8. September 2011, IV
act. 19 S. 7). Alle behandelnden Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer
in der Folge aufgrund der verbleibenden Hemiparese eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (vgl. IV act. 37 S. 3 f. und IV
act. 34 S. 2).
6.4 Aus dem Dargelegten geht hervor, dass sowohl der Hausarzt Dr.
med. A._ als auch die Ärzte der Klinik C._ den Beschwer-
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deführer seit 25. Oktober 2010 als arbeitsunfähig erachteten. Lediglich
Dr. med. B._ führte am 8. November 2010, vor der Kniearthrosko-
pie vom 19. November 2010, aus, dass der Beschwerdeführer augen-
blicklich noch knapp an seinem Arbeitsplatz kompensiert sei (vgl. Bericht
zur Untersuchungen vom 8. November 2010 an den Hausarzt Dr. med.
A._, IV act. 16 S. 37) und beurteilte nach der letzten Konsultation
am 20. Dezember 2010 die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 3.
Januar 2011 als vollständig gegeben. Er hielt gleichzeitig fest, dass bei
Nichtgelingen des Berufseinstieges bei den augenblicklichen Schmerzen
hauptsächlich ein unicondylärer Gelenkersatz links in Erwägung gezogen
werden müsse. Zudem erachtete er prinzipiell eine weitgehend stehende,
gehende oder gar tragende Tätigkeit mit Treppensteigen oder gar Steigen
auf Leitern als kritisch (vgl. Bericht von Dr. med. B._ vom 27. Sep-
tember 2011, IV act. 17 S. 3).
Die Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit von Dr. med. B._ sind
aus Sicht des Bundesverwaltungsgericht nicht schlüssig. Im Bericht vom
8. November 2010 hat er seine Einschätzung nicht näher begründet. Ob
zu diesem Zeitpunkt die Arbeitsfähigkeit teilweise reduziert oder tatsäch-
lich vollständig gegeben war, geht aus der Formulierung von Dr. med.
B._, dass der Beschwerdeführer noch knapp an seinem Arbeits-
platz kompensiert sei, nicht hervor. Mit Blick auf die rund 10 Tage später
stattfindende Kniearthroskopie ist es überwiegend wahrscheinlich, dass
bereits zu diesem Zeitpunkt eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführer bestanden hat. Die Einschätzung der vollen Ar-
beitsfähigkeit ab 3. Januar 2011 ist in sich widersprüchlich und stimmt
nicht mit dem weiteren medizinischen Verlauf überein. So führte Dr. med.
B._ selbst aus, dass allenfalls ein unicondylärer Gelenkersatz
links in Erwägung gezogen werden müsse. Dies steht klar im Wieder-
spruch zu der attestierten vollständigen Arbeitsfähigkeit. Die von Dr. med.
B._ aufgeführten kritischen Tätigkeiten (weitgehend stehende, ge-
hende oder tragende Tätigkeiten mit Treppensteigen oder gar Steigen auf
Leitern) entsprechen zudem unter andern den Tätigkeiten, die der Beruf
als Elektriker mit sich bringt.
6.5 Vorliegend sind von weiteren Abklärungen bezüglich der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zwischen Oktober 2010 und
Februar 2011 keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwar-
ten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE
124 V 94 E. 4b, BGE 122 V 162 E. 1d). Mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die einjährige
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Wartezeit i.S.v. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 25. Oktober 2010 eröffnet wur-
de und der Anspruch des Beschwerdeführers am 25. Oktober 2011 ent-
standen ist (Eintritt des Versicherungsfalls). Da die Anmeldung zum Leis-
tungsbezug vorliegend am 19. Mai 2011 erfolgt ist, hat der Beschwerde-
führer erst nach Ablauf der sechsmonatigen Frist gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG, somit ab 1. November 2011 Anspruch auf Auszahlung der Rente.
Da die Vorinstanz den Rentenbeginn auf den 1. März 2012 festgesetzt
hat, ist die Beschwerde daher teilweise gutzuheissen und die angefoch-
tene Verfügung vom 21. November 2012 aufzuheben. Dem Beschwerde-
führer ist mit Wirkung ab 1. November 2011 eine ganze Invalidenrente
zuzusprechen. Die Akten sind in diesem Sinne nach Eintritt der Rechts-
kraft des vorliegenden Urteils der Vorinstanz zur Berechnung des Nach-
zahlungsbetrages zu retournieren.
7.
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis
und 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Ange-
sichts der gesamten Umstände und des überwiegenden Obsiegens des
Beschwerdeführers rechtfertigt es sich in Anwendung von Art. 63 Abs. 1
VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.
Der geleistete Kostenvorschuss ist daher dem Beschwerdeführer auf ein
von ihm anzugebendes Konto zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden
keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
7.2 Der obsiegenden Partei kann nach Massgabe ihres Erfolges von Am-
tes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene
notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden.
Obsiegt die Partei nur teilweise, so ist die Parteientschädigung entspre-
chend zu kürzen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE). Dem nicht
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind keine verhältnismässig ho-
hen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzu-
sprechen ist.
Als Bundesbehörde hat die Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf
Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
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