Decision ID: 03304a01-7d52-5d3b-8aee-1bb741aabdaa
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 1963, meldete sich im August 2001 erstmals bei der
Invalidenversicherung an und beantragte berufliche Massnahmen und eine Rente. Er
gab an, unter Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen, einem Einschlafgefühl der Hände
sowie Atemproblemen zu leiden (IV-act. 6-1 ff.). Die IV-Stelle holte verschiedene
Arztberichte ein und veranlasste in der Folge eine rheumatologische und eine
psychiatrische Begutachtung. Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. B._,
Facharzt Innere Medizin FMH sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH,
vom 20. Juni 2003 (IV-act. 10), und von Dr. med. C._, Facharzt Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, vom 13. September 2003 (IV-act. 40) verneinte die IV-Stelle mit
Verfügung vom 22. Oktober 2003 einen Leistungsanspruch (IV-act. 45). Die dagegen
erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 6. Juli 2004 abgelehnt (IV-act. 81.). Die
dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
mit Entscheid IV 2004/80 vom 15. März 2005 ab (IV-act. 86); das Urteil erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
A.b Am 19. April 2006 meldete sich der Versicherte erneut bei der
Invalidenversicherung an und ersuchte um IV-Leistungen (IV-act. 90). Mit Verfügung
vom 26. Januar 2007 trat die IV-Stelle mangels Glaubhaftmachens erheblicher neuer
Tatsachen auf das Leistungsbegehren nicht ein (IV-act. 132). Dagegen erhob der
Versicherte am 1. März 2007 Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen (IV-act. 139-2 ff.), welches diese in der Folge mit Entscheid IV 2007/100 vom
18. Juli 2008 guthiess und die Sache zur materiellen Behandlung des
Leistungsgesuchs vom 19. April 2006 an die IV-Stelle zurückwies (IV-act. 154). Das
Urteil erwuchs ebenfalls unangefochten in Rechtskraft.
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A.c Auf Anfrage der IV-Stelle erstattete der Hausarzt Dr. med. D._, Facharzt
Allgemeine Innere Medizin FMH, am 16. März 2009 einen Bericht. Er diagnostizierte
eine Polyarthrose, eine reaktive Depression, eine chronische Bronchitis, eine
Osteopenie, eine Refluxoesophagitis bei Status nach Trippeltherapie bei positiv
nachgewiesenem H. pylori, einen Diabetes mellitus Typ II (Erstdiagnose September
2006), ein panvertebrales Schmerzsyndrom betont in der LWS mit Diskopathie L5/S1,
Spondylolyse L5 beidseits und Listhesis Grad I sowie eine Claudicatio-Symptomatik
beidseits bei foraminaler Einengung L5 beidseits; er attestierte eine seit dem 24. Januar
2006 bestehende 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 160-2 ff.).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS)
Ostschweiz am 17. September 2009 ein polydisziplinäres (neurologisches, rheuma-
orthopädisches und internistisches) Gutachten mit Untersuchungsdaten aufgrund eines
stationären Aufenthaltes vom 10. bis 12. August 2009. Die Gutachter stellten folgende
Hauptdiagnosen (mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit): eine atypische
depressive Störung chronifiziert in leichter bis zeitweilig mittelgradiger depressiver
Symptomatik (ICD-10: F32.8) sowie ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit
Beinbeschwerden rechts (ICD-10: M54.4) bei/mit pseudoradikulären Ausstrahlungen
mit Referred-Pain-Symptomatik ausgehend von gluteal rechts, funktioneller
Ausweitung und funktioneller Beinschwäche rechts, wahrscheinlicher lumboradikulärer
Komponente L5 rechts, abortivem M. Scheuermann thorakolumbaler Übergang,
anamnestisch Osteopenie bei Vitamin D-Mangel, klinisch wegen Symptomausweitung
nicht adäquat untersuchbar (Würgen, Brechreiz) und DD: unteres Quadrantensyndrom
rechts. Die Gutachter führten aus, in einer körperlich adaptierten Tätigkeit bestehe aus
somatischer Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit; aus psychiatrischer
Sicht bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von ca. 30 % (ganztags, reduzierte Leistung)
spätestens seit Januar 2009 für eine adaptierte Tätigkeit. Die Verwertung der Rest-
Arbeitsfähigkeit sei in der freien Wirtschaft realisierbar (IV-act. 169-1 ff.).
A.e Dr. E._ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle, hielt am
26. November 2009 in einer internen Stellungnahme fest, dass das MEDAS-Gutachten
umfassend, kohärent und widerspruchsfrei sei. Eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes seit Januar 2009 sei erwiesen; es bestehe eine
Arbeitsunfähigkeit von 30 % auf Grund einer psychiatrischen Störung. Die Abmahnung
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einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung erscheine nicht angebracht, da
sie höchstwahrscheinlich nicht geeignet sei, um die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in
absehbarer Zeit zu verbessern (IV-act. 170).
A.f Mit Eingang bei der IV-Stelle am 11. Januar 2010 erstattete der behandelnde Arzt
Dr. D._ einen Bericht. Darin wird ausgeführt, dass der Versicherte weiterhin
arbeitsunfähig sei. In der Zwischenzeit habe sich der Diabetes mellitus Typ II
verschlechtert (IV-act. 173).
A.g Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung der IV-Stelle stellte der
zuständige Eingliederungsverantwortliche am 18. Januar 2010 fest, dass sich der
Versicherte nach wie vor arbeitsunfähig und sehr schlecht fühle. Nach Ansicht des
Versicherten könne dieser nicht an einem Arbeitstraining teilnehmen (IV-act. 174). Mit
Vorbescheid vom 26. Januar 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten daher mit, dass
eine Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich sei (IV-act. 178).
A.h Zu Handen der IV-Stelle erstattete Dr. D._ am 2. Februar 2010 einen weiteren
Arztbericht (IV-act. 181). Er diagnostizierte eine atypische depressive Störung
chronifiziert in leichter bis zeitweilig mittelgradiger depressiver Symptomatik, ein
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit Beinbeschwerden rechts,
psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderorts klassifizierten
Krankheiten, anamnestisch Arthralgien der Hände mit Ausschluss einer entzündlichen
Genese sowie klinisch altersnormalem Befund und radiologisch beginnenden
Rhizarthrosen, ein anamnestisches Cervikalsyndrom, einen Nikotinabusus mit
chronischer Bronchitis, eine Diabetes mellitus Typ II bei familiärer Belastung sowie
einen Status nach Triple-Therapie bei H.pylori-positiver Refluxoesophagitis April 2006.
Dr. D._ verwies bezüglich Fragen zu Einschränkungen in der bisherigen Tätigkeit und
zu möglichen medizinischen Massnahmen auf das MEDAS-Gutachten vom
17. September 2009.
A.i Mit Vorbescheid vom 26. Februar 2010 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 185). Der Invaliditätsgrad betrage
36 % (Valideneinkommen: Fr. 65'615.--, Invalideneinkommen Fr. 41'985.--).
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A.j Der Versicherte liess am 13. April 2010 Einwand gegen den Vorbescheid erheben.
Er beantragte eine IV-Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens
60 %, eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten (IV-
act. 190). Dem Einwand wurde ein Bericht von Dr. D._ vom 11. März 2010 beigelegt
(IV-act. 191).
A.k In einem ärztlichen Bericht vom 23. April 2010 diagnostizierte Dr. med. F._,
Facharzt für Neurologie, ein leicht- bis mässiggradiges sensomotorisches
Karpaltunnelsyndrom rechts bei chronifiziertem zervico-cephalem sowie zervico-
brachialem Schmerzsyndrom mit ausstrahlenden Schulterarmschmerzen rechts mehr
als links und fehlendem Hinweis auf fokal neurologische Defizite (IV-act. 193). In
seinem Bericht an die IV-Stelle vom 28. Mai 2010 führte Dr. F._ aus, dass aufgrund
seiner Diagnosen von neurologischer Seite her keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bestehe, so dass der Versicherte von neurologischer Seite her 100 %
arbeitsfähig sei; allenfalls bestehe hier noch eine Einschränkung in qualitativer Hinsicht,
so dass der Versicherte lediglich für leichte Arbeiten arbeitsfähig sei (IV-act. 194-3).
A.l Der RAD (Dr. G._) hielt am 21. Juni 2010 in einer internen Stellungnahme fest,
dass sich auf Grund des Berichtes von Dr. F._ aus neurologischer Sicht keine
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ergeben würden. Ausserdem habe der Diabetes
durch Erhöhung der Medikation behandelt werden können. Gesamthaft ergäben sich
im Vergleich zum MEDAS-Gutachten keine neuen medizinischen Sachverhalte mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, so dass am MEDAS-Gutachten weiter festzuhalten
sei (IV-act. 195).
A.mMit Verfügung vom 24. August 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (IV-act. 196).
A.n Mit Verfügung vom 24. August 2010 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des
Versicherten bei einem errechneten Invaliditätsgrad vom 36 % ab (IV-act. 197).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die am 27. September 2010 erhobene
Beschwerde. Darin wird beantragt, es sei die Verfügung vom 24. August 2010
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aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zuzusprechen; das Verfahren sei bis zum
Vorliegen des Berichtes von Dr. F._ zu sistieren. Eventualiter sei die
Beschwerdegegnerin anzuweisen, weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu
leiten. In der Beschwerdebegründung wird im Wesentlichen ausgeführt,
zwischenzeitlich sei ein Bericht von Dr. med. H._ vom 7. September 2010
eingegangen (act. G 1.2), gemäss dem neu ein lumbo-radikuläres Schmerzsyndrom L5/
S1 rechts sowie klinisch Hüft- und rechtsseitige Beinschmerzen vorlägen. Insgesamt
sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer allein aus psychiatrischer Sicht
offensichtlich zu 30 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Hinzu kämen
allerdings Einschränkungen aus somatischer Sicht, die dazu führten, dass er lediglich
noch leichte wechselbelastende Arbeiten ausführen könne. Gemäss geltender
Rechtsprechung könne das Invalideneinkommen laut LSE-Tabelle um bis zu 25 %
gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die versicherte Person
mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche
Lohnniveau nicht erreiche bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der
Lage sei. Es sei hier vom Invalideneinkommen ein Abzug von mindestens 10 %
vorzunehmen, da der Beschwerdeführer nicht nur aufgrund seiner psychischen
Beschwerden, sondern vielmehr auch noch wegen seiner somatischen Beschwerden,
des vorliegenden Diabetes sowie der Rückenbeschwerden in seiner Arbeitsleistung
verlangsamt sei. Daher könne er nur ein geringes Einkommen erzielen. Damit ergäbe
sich bereits hier ein Invaliditätsgrad von mehr als 40 %, womit der Beschwerdeführer,
selbst ausgehend von einer Arbeitsunfähigkeit von "lediglich" 30 %, Anspruch auf eine
Viertelsrente der Invalidenversicherung habe (act. G 1).
B.b Am 28. September 2010 wurde dem Beschwerdeführer durch die
Verfahrensleitung mitgeteilt, dass das Verfahren bis zum Vorliegen des Berichtes des
Neurologen Dr. F._, längstens bis 31. Dezember 2010, sistiert würde (act. G 2).
B.c Mit Schreiben vom 30. Dezember 2010 (act. G 4) liess der Beschwerdeführer den
Bericht von Dr. F._ vom 21. Oktober 2010 (act. G 4.1) ins Recht legen. Darin führte
Dr. F._ aus, dass der Beschwerdeführer aus neurologischer Sicht für leichte Arbeiten
zumindest zu 80 % einsetzbar sei.
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B.d Mit Beschwerdeantwort vom 7. April 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, der
Hausarzt würde die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers überbewerten. Die
MEDAS-Gutachter hätten zu den anderen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit Stellung
genommen. Ihre Einschätzungen würden aus medizinischer Sicht nachvollziehbar
erscheinen. Der Gesundheitszustand habe sich seit der MEDAS-Begutachtung nicht
wesentlich verändert. Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit gemäss MEDAS-
Gutachten sei aus juristischer Sicht nicht zu übernehmen. Die Leistungsfähigkeit von
70 % der Norm sei nämlich ausschliesslich auf die psychische Diagnose
zurückzuführen. Leichte depressive Episoden vermöchten praxisgemäss keine
Invalidität im Rechtssinne zu begründen. Dasselbe gelte grundsätzlich auch bei
mittelgradigen depressiven Episoden. Es sei weder eine psychische Komorbidität im
notwendigen Schweregrad ersichtlich, noch seien andere mit einer Komorbidität
vergleichbare Faktoren in der notwendigen Intensität gegeben, welche eine
uneingeschränkte Leistungsfähigkeit in einer somatisch adaptierten Erwerbsfähigkeit
verhindern könnten. Es sei deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in
einer adaptierten Tätigkeit eine Leistung von 100 % der Norm erbringen könne.
Mangels Invalidität habe er keinen Rentenanspruch. Selbst wenn man eine psychisch
bedingte Arbeitsunfähigkeit aus juristischen Gründen anerkennen würde, bestünde kein
Rentenanspruch. Auch mit diesem Gesundheitsschaden könne der ungelernte
Beschwerdeführer einer Hilfsarbeit ganztags nachgehen. Die Arbeit müsse jedoch
adaptiert sein, d.h. es dürfe keine schwere oder ausschliesslich gehende und stehende
Arbeit sein. Ein Tabellenlohnabzug vom Invalideneinkommen dürfe aufgrund der für
den Beschwerdeführer ganztägig möglichen Arbeit nicht berücksichtigt werden. Zudem
könne er auch mittelschweren Hilfsarbeiten nachgehen. Durch die Adaptation der
Hilfstätigkeit werde der Beschwerdeführer keine wesentliche Erwerbseinbusse erleiden.
Der allfällige Minderverdienst wäre unter Annahme und mit der Berücksichtigung einer
Leistungsfähigkeit von 70 % der Norm vollständig abgegolten. Das
Invalideneinkommen würde Fr. 41'985.-- (70 % von Fr. 59'979.--) betragen. Als
Valideneinkommen sei der Tabellenlohn im Jahr 2008 für Hilfsarbeiten, d.h.
Fr. 59'979.-- zu berücksichtigen. Unter Annahme einer eingeschränkten
Leistungsfähigkeit aus psychischen Gründen würde bei einem Valideneinkommen von
Fr. 59'979.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 41'985.-- ein IV-Grad von 30 %
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resultieren. Grundsätzlich sei jedoch von einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit auszugehen und eine Invalidität grundsätzlich zu verneinen
(act. G 8).
B.e In der Replik vom 16. Mai 2011 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
(mit Ausnahme des beschwerdeweise gestellten Sistierungsgesuches) festhalten. Er
führte im Wesentlichen aus, es sei auf den Bericht von Dr. F._ vom 21. Oktober 2010
zu verweisen. Gemäss diesem Bericht sei der Beschwerdeführer allein aus
neurologischer Sicht zu 20 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Dr. F._ halte
allerdings ausdrücklich dafür, dass die Gesamtbeurteilung multidisziplinär zu erfolgen
habe und das grosse Problem die Chronifizierung des Schmerzsyndroms seit
10 Jahren sei. Selbst wenn man dem MEDAS-Gutachten folgen würde, läge aus
psychiatrischer Sicht eine 30 %ige Arbeitsunfähigkeit vor. Es sei deshalb festzuhalten,
dass der Beschwerdeführer insgesamt zu weit mehr als von der Beschwerdegegnerin
angenommen und weit mehr als "lediglich" 30 % in seiner Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt sein dürfte. Diesbezüglich sei festzuhalten, dass hier offensichtlich noch
weitere Abklärungen angezeigt seien. Dr. med. J._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie, werde den Beschwerdeführer noch einmal untersuchen (act. 10). Der Replik
wurde ein Bericht von Dr. D._ vom 4. Mai 2011 beigelegt (act. 10.1).
B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 12).
B.g Mit Schreiben vom 12. April 2012 (act. G 14) liess der Beschwerdeführer einen
Bericht von Dr. Morgenstern vom 9. Februar 2012 ins Recht legen (act. G 14.1).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2012 sind die im Zug des ersten Teils der 6. Revision revidierten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20)
und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten.
In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz, dass der
Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
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zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat die
angefochtene Verfügung am 24. August 2010 (IV-act. 197-1 f.) und somit vor
Inkrafttreten der 6. IV-Revision erlassen. Die übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen
im vorliegenden Fall keine materiell-rechtlichen Folgen, weshalb nachfolgend die zum
Zeitpunkt des Verfügungserlasses anwendbaren Bestimmungen wiedergegeben
werden. Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns rechtfertigt es sich vorliegend,
angesichts der (erneuten) Anmeldung zum Leistungsbezug im April 2006 die bis zum
31. Dezember 2007 (d.h. die Regelung vor der 5. IV-Revision) gültig gewesenen
Bestimmungen anzuwenden.
2.
2.1 Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder
länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat
die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %,
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn
sie mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 %
invalid ist.
2.2 Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die Arbeits
fähigkeitsschätzung. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist
(BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen
und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige
Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es
mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die
Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund
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eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
2.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird
eine neue Anmeldung nach Art. 87 Abs. 4 IVV nur geprüft, wenn die Voraussetzungen
gemäss Abs. 3 erfüllt sind (Verordnungsbestimmungen in der bis Ende 2011 gültig
gewesenen Fassung). Danach ist von der versicherten Person im Gesuch glaubhaft zu
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise
geändert hat. Die Frage, ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den
Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten sein könnte, beurteilt sich durch den
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ersten Ablehnungsverfügung bzw.
dem ersten Einspracheentscheid bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
neuen Verfügung (BGE 130 V 73 E. 3.1). Tritt die Verwaltung (nach erfolgter
Glaubhaftmachung) auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell
abzuklären und zu prüfen, ob nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu
bejahen sei (Entscheid des Bundesgerichts vom 3. April 2008, 9C_733/2007, E. 1).
3.
3.1 Vorliegend trat die Beschwerdegegnerin nach erneuter Anmeldung vom 19. April
2009 und Erlass des in Rechtskraft erwachsenen Urteils des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 18. Juli 2008 (IV 2007/100) auf das Leistungsgesuch des
Beschwerdeführers ein.
3.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf die
Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz. Diese hat nach der Untersuchung des
Beschwerdeführers im August 2009 am 17. September 2009 als Hauptdiagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine atypische depressive Störung chronifiziert in
leichter bis zeitweilig mittelgradiger depressiver Symptomatik (ICD-10: F 32.8) sowie
ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit Beinbeschwerden rechts
(ICD-10: M54.4) genannt. Aus somatischer Sicht (rheuma-orthopädisch, neurologisch,
internistisch) seien für eine adaptierte Tätigkeit lediglich wegen des Rückenleidens
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folgende qualitative Einschränkungen anzugeben: Keine körperlichen Schwerarbeiten
mit häufigem Heben und Tragen schwerer Gewichte und/oder stereotypen Tätigkeiten
in einer unergonomischen Rückenhaltung sowie ausschliesslich gehende und stehende
Arbeiten. Für solchermassen adaptierte Tätigkeiten bestehe aus somatischer Sicht
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
spätestens seit Januar 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von ca. 30 % (ganztags, reduzierte
Leistung) sowohl für die angestammte Tätigkeit als Hilfsarbeiter als auch für eine
körperlich adaptierte Tätigkeit, welche überdies keine erhöhten Anforderungen an die
Stress- und Frustrationstoleranz oder die emotionale Belastbarkeit sowie die sozialen
Kompetenzen stellen dürfte. Aus medizinisch-theoretischer Sicht sei diese
Restarbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft realisierbar. Dem stehe das subjektive
Krankheitsverständnis des Beschwerdeführers entgegen, der sich selber als schwer
krank erlebe und sich deswegen als nicht mehr arbeitsfähig erachte, womit er sich
selber in eine Clinch-Situation mit seiner ganzen Familie stelle und an den daraus
resultierenden Konsequenzen leide (IV-act. 169-31, 169-34).
3.2.1 Die neurologische Begutachtung im MEDAS-Gutachten vom 11. August
2009 ergab die Diagnose eines chronischen rechtsbetonten lumbospondylogenen
Syndroms bei Kyphoskoliose und degenerativen Wirbelsäulenveränderungen,
belastungsabhängige Beinschmerzen/-parästhesien rechts mit funktioneller
Ausweitung bis rechts-abdominal und subjektive schmerzreaktive und funktionelle
Beinschwäche rechts, wahrscheinlich dominierend pseudoradikulär-
lumbospondylogen, wahrscheinliche lumboradikuläre Komponente L5 rechts, ein
chronisches Cervicalsyndrom, Polyarthralgien ungeklärter Ursache (stationäre
Untersuchung Rheumatologie KSSG September 2006) sowie eine chronische
Bronchitits – Osteopenie – Refluxoesophagitis (IV-act. 169-41). Der Gutachter Dr. med.
I._, Neurologe FMH, führte aus, aus neurologischer Sicht bestehe eine
Arbeitsunfähigkeit nur für körperlich belastende Tätigkeiten und anhaltendem Stehen/
Gehen, hingegen keine für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten. Die
verschiedenen übrigen Beschwerden seien nicht neurologischer Natur (IV-act. 169-42).
3.2.2 In psychiatrischer Hinsicht erfolgte die Begutachtung durch Dr. med. Z._,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH (IV-act. 169-43 ff.). Dieser diagnostizierte mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine atypische depressive Störung, chronifiziert, in
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leichter bis zeitweilig mittelgradiger depressiver Symptomatik (ICD-10: F 32.8). Er führte
aus, die Schmerzsymptomatik sei wohl zum Teil somatisch erklärbar, so dass er eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung nicht in Betracht ziehe. Anhand der
Untersuchungsbefunde könne aus psychiatrischer Sicht festgehalten werden, dass
aufgrund der festgestellten psychischen Störung leicht- bis mittelgradige
Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestünden. Diese seien bedingt
durch Einschränkungen der emotionalen Belastbarkeit und der Stress- und
Frustrationstoleranz. In der Schilderung seines Tagesablaufs habe der 46-jährige
Explorand aber auch von noch vorhandenen Ressourcen berichtet. Der Explorand sei
in der Lage, Spaziergänge zu bewältigen, treffe sich mit Kollegen und pflege Hobbys
(TV schauen und lesen). Es bestehe somit kein vollständiger sozialer Rückzug. Eine
wesentliche Besserung des psychischen Zustandsbildes sei jedoch nicht mehr zu
erwarten (IV-act. 169-48).
3.3 Soweit in der Beschwerde geltend gemacht wird, die von den Sachverständigen
im MEDAS-Gutachten vom 17. September 2009 bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von
bloss 30 % lasse sich nicht halten, kann dem nicht beigepflichtet werden, bescheinigt
doch auch der Neurologe Dr. F._ in seinem Bericht vom 21. Oktober 2010, dass der
Beschwerdeführer für leichte Arbeiten zumindest zu 80 % einsetzbar sei. Dr. F._
verweist im Weiteren selber darauf, dass er mit seinen Aussagen zur Arbeitsfähigkeit
sicherlich nur den neurologischen Teilaspekt beleuchten könne, die Gesamtbeurteilung
müsse multidisziplinär erfolgen (act. G 4.1). Im Übrigen wurden sowohl das von Dr.
H._ in seinem Bericht vom 7. September 2010 (act. G 1.2) genannte lumboradikuläre
Schmerzsyndrom L5/S1 rechts als auch die rechtseitigen Beinschmerzen in der
Diagnosestellung durch Dr. I._ im neurologischen Konsiliar-Gutachten vom
12. August 2009 miterfasst (IV-act. 169-41). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass
der Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung entwickelt hat. Daher ist zumindest der Bericht von Dr. J._
vom 9. Februar 2012 (act. G 14.1) aufgrund des vorliegend bis am 24. August 2010 zu
beurteilenden Sachverhalts nicht mehr zu berücksichtigen. Im Licht der Diagnosen und
der Befunde, welche den zeitlichen Verlauf durchaus berücksichtigt haben, sind die
Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten begründet und nachvollziehbar und ist die
darin vorgenommene Arbeitsfähigkeitsschätzung von 70 % überzeugend.
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3.4 Ebenso wenig rechtfertigt es sich, von dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung in dem
Sinn abzuweichen, dass dem Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsfähigkeit zugemutet
werden könnte. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts genügt die (rein)
psychiatrische Erklärbarkeit einer Schmerzsymptomatik allein - bei weitgehendem
Fehlen eines somatischen Befundes - für eine sozialversicherungsrechtliche
Leistungsbegründung nicht (BGE 130 V 352 E. 2.2.4). Eine depressive Störung stellt
indessen keinen pathogenetisch (ätiologisch) unklaren syndromalen Zustand dar, bei
welchem die Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen zur
Anwendung gelangen würde (vgl. BGE 136 V 279 E. 3.2.1, BGE 137 V 64 E. 4.2;
Bundesgerichtsentscheid i/S M. vom 20. September 2011, 8C_302/2011 E. 2.4). Wie
erwähnt besteht beim Beschwerdeführer nebst der chronifizierten depressiven Störung
in leichter bis zeitweilig mittelschwerer Ausprägung auch ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom mit Beinbeschwerden rechts. Die geklagten Schmerzen
sind mithin teilweise somatisch erklärbar; im Übrigen aber steht die psychische
Beeinträchtigung, bedingt durch eingeschränkte emotionale Belastbarkeit und
reduzierte Stress- sowie Frustrationstoleranz, im Vordergrund. Die Gutachter haben
sich mit dem Einfluss sozialer Faktoren auseinandergesetzt und zwischen diesem und
den (aufgrund der gestellten Diagnosen) als krankheitsbedingt erkannten
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit unterschieden. Die ärztliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung ist auch diesbezüglich begründet.
3.5 Es ist zusammenfassend davon auszugehen, dass eine 30%ige Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. Auch die Frage nach den zumutbaren Tätigkeiten
wurde im MEDAS-Gutachten vom 17. September 2009 hinreichend beantwortet, wird
doch ausgeführt, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf das Rückenleiden
Tätigkeiten ohne ausschliessliches Stehen und Gehen, ohne häufiges Heben und
Tragen schwerer Gewichte sowie ohne langdauernde Tätigkeiten in unergonomischer
Rückenstellung auszuführen vermöge (IV-act. 169-30). In der psychiatrischen
Beurteilung wird ausgeführt, dass sämtliche angelernten Arbeiten ohne erhöhte
Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz oder die emotionale
Belastbarkeit sowie die sozialen Kompetenzen zumutbar seien (IV-act. 169-31).
Auszugehen ist gemäss dem MEDAS-Gutachten und dem RAD somit insgesamt von
einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 70 % in einer adaptierten körperlich
leichten Tätigkeit. Das nach dem Einspracheentscheid vom 6. Juli 2004 (IV-act. 81-1 ff.)
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erstellte MEDAS-Gutachten vom 17. September 2009 belegt mithin eine erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Zumindest bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 24. August 2010 ist folglich gemäss MEDAS-Gutachten
und RAD von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten Tätigkeit
auszugehen.
4.
4.1 Auf der Basis des gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrades für eine
leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen. Recht
sprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was
die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste
Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008). Es
rechtfertigt sich daher, von den Einkommensverhältnissen im letzten Jahr vor Eintritt
der gesundheitlichen Beeinträchtigung, nämlich 2000, auszugehen. Der
Beschwerdeführer erzielte im Jahr 2000 ein Einkommen von Fr. 59'036.-- (IV-act. 1-2,
vgl. auch Kumulativjournal der Arbeitgeberin, IV-act. 21-6, Bruttolohn abzüglich
Kinderzulagen), das als Valideneinkommen bezeichnet werden kann.
4.2 Nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung stehen dem
Beschwerdeführer gemäss dem Begutachtungsergebnis noch verschiedene
Hilfstätigkeiten offen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen (vgl. IV-act. 122-11), so können
nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE
129 V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
Im Jahr 2000 machte der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive
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Tätigkeiten von Männern Fr. 55'640.-- aus (Anhang 2 der vom Bundesamt für
Sozialversicherungen herausgegebenen Textausgabe 2006 IVG und ATSG).
4.3 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis
dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von
der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen. (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Die medizinisch bedingten Einschränkungen des
Beschwerdeführers sind bei der Festsetzung der (ganztägig zu verwertenden)
Arbeitsfähigkeit bereits berücksichtigt worden. Alter, Migrationshintergrund und
Ausbildungsstand bieten ebenfalls nicht Grund für einen Abzug, weil sie sich auf das
Validen- wie auf das Invalideneinkommen gleichermassen auswirken. Vorliegend ist
allerdings zu beachten, dass der Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter nur noch für
körperlich wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen schwerer Gewichte,
ohne Notwendigkeit zu unergonomischer Rückenhaltung oder ausschliesslich
gehender und stehender Arbeiten arbeitsfähig ist. Überdies ist er aufgrund seiner
psychischen Einschränkungen mit reduzierter emotionaler Belastbarkeit wie Stress-
und Frustrationstoleranz auf besonderes Verständnis seitens des Arbeitgebers und der
Arbeitskollegen angewiesen. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass der
Beschwerdeführer im Vergleich zu gesunden Mitbewerbern um eine entsprechende
Stelle auf dem Arbeitsmarkt ein geringeres Einkommen erzielen wird. Tabellenlöhne
werden bei gesunden Arbeitnehmern erhoben. In Würdigung der hier konkreten
Umstände erscheint ein Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. - Das
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Durchschnittseinkommen ist somit auf Fr. 50'076.-- herabzusetzen. Bei einer
Arbeitsfähigkeit von 70 % ergibt sich ein zumutbares Invalideneinkommen von
Fr. 35'053.--.
4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 59'036.-- und einem zumutbaren Invaliden
einkommen von Fr. 35'053.-- stellt sich der Invaliditätsgrad auf rund 41 %. Damit hat
der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.
4.5 Ist eine versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
zu durchschnittlich 40 % arbeitsunfähig gewesen, so entsteht ein Rentenanspruch (Art.
29 Abs. 1 lit. b IVG, in der vorliegend massgebenden, bis Ende 2007 gültig gewesenen
Fassung). Diese Bestimmung verweist auf Art. 6 ATSG. Demgemäss ist
Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art.
6 Satz 2 ATSG). Bei Hilfsarbeitern wird für die Ermittlung des Invaliditätsgrades bei
längerdauernder Arbeitsunfähigkeit auf die Leistungsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit abgestellt. Für die Festlegung des Rentenbeginns (und
Erfüllung des Wartejahrs) ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch
die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich relevant. (BGE 130 V
99 E. 3.2). Dies gilt auch für Hilfsarbeiter, auch wenn ihnen eine leichtere Arbeit als die
bisher ausgeübte Tätigkeit weiterhin zumutbar wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 23. Oktober 2003 i/S. S. [I 392/02] E. 4; vgl. auch die Entscheide des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. April 2010 [IV 2009/134] E. 4
und vom 16. August 2010 [IV 2008/482] E. 6.3.4). Die einjährige Wartezeit gilt als
eröffnet, sobald in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
% vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Für die Erfüllung des Wartejahrs genügt eine
durchschnittlich 40 %ige Arbeitsunfähigkeit. Bei längerdauernder Arbeitsunfähigkeit in
der bisherigen Tätigkeit entsteht ein Rentenanspruch nach Ablauf des Wartejahrs
jedoch erst bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % bezogen auf eine
adaptierte Tätigkeit (Art. 6 Satz 2 ATSG). Gemäss Einschätzung der begutachtenden
Ärzte ist dem Beschwerdeführer in rein somatischer Hinsicht die bisherige Tätigkeit als
Hilfsschlosser seit der Kündigung vom Juni 2001 nicht mehr zumutbar (IV-act. 169-33).
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Jedoch war ihm damals der Wechsel in eine adaptierte Tätigkeit ohne körperliche
Schwerarbeiten mit häufigem Heben und Tragen schwerer Gewichte sowie ohne
stereotype Arbeiten in einer unergonomischen Rückenhaltung und ohne ausschliesslich
gehende und stehende Arbeiten zu 100 % zumutbar (vgl. IV-act. 169-34), weshalb
damals kein Rentenanspruch entstehen konnte. Bei der nun spätestens seit Januar
2009 ausgewiesenen rentenrelevanten Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustandes (IV-act. 169-34 f.) ist das Wartejahr jedoch nicht erneut zu
erfüllen, da dieses aufgrund der Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit berechnet
wird. Das Wartejahr war somit bei einer nach wie vor vollen Arbeitsunfähigkeit als
Hilfsschlosser seit 2001 im Januar 2009 bereits erfüllt. Es ist nach der Rechtsprechung
hinreichend, dass die versicherte Person im Zeitpunkt der rechtsgenüglich erwiesenen
Verschlechterung des Gesundheitszustandes bzw. des festzusetzenden
Rentenbeginns das Wartejahr bestanden hat (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S S. vom 20. Juni 2003, I 285/02; vgl. auch 9C_684/07; eine
Änderung war mit der Anpassung des IVG an das ATSG wohl nicht beabsichtigt). Der
Beschwerdeführer hat deshalb ab 1. Januar 2009 Anspruch auf eine Viertelsrente der
Invalidenversicherung.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 24. August 2010 gutzuheissen. Dem Beschwerdeführer
ist mit Wirkung ab 1. Januar 2009 eine Viertelsrente zuzusprechen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt, sodass ihr die gesamte
Gerichtsgebühr aufzuerlegen ist. Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
5.3 Der Beschwerdeführer hat bei Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung,
die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl.
bis
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auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP