Decision ID: 2bc2d084-d89c-4b0e-b2d5-05552d81b97d
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), war als Produktionsmitarbeiter der B._ AG bei
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert,
als er am 6. März 2013 einen Arbeitsunfall erlitt. Bei Reinigungsarbeiten geriet seine
linke Hand zwischen zwei mit Messern bestückte Walzen (vgl. Suva-act. 2; Suva-act.
13). Er erlitt dabei eine Weichteilverletzung palmarseitig des Zeigefingers bis in die
Hohlhand, eine Os Metacarpale 2 Köpfchen Fraktur, eine fissurale Fraktur der
proximalen Phalanx des Zeigefingers sowie Verletzungen verschiedener Bänder (Suva-
act. 10; Suva-act. 11). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Unfallfolgen.
Sie kam für die gesetzlich versicherten Heilbehandlungen auf und entrichtete
Taggeldzahlungen, da der Versicherte seit dem Unfallereignis seine bisherige Tätigkeit
aufgrund einer diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit von 100 % nicht mehr aufnehmen
konnte (vgl. Suva-act. 3 ff.). Mit Kündigung vom _ verlor der Versicherte per _ seine
Arbeitsstelle (Suva-act. 140). Trotz mehrerer Operationen sowie therapeutischer und
medikamentöser Behandlungen verblieben ihm gewisse Einschränkungen und
Beschwerden im Bereich des linken Zeigefingers (vgl. Suva-act. 203).
A.b Auf Veranlassung der Suva fand am 22. Juli 2015 durch Kreisärztin Dr. med. C._,
Fachärztin für Chirurgie FMH, eine Untersuchung des Versicherten statt. Anhand der
Akten sowie der eigenen Untersuchung diagnostizierte Dr. C._ beim Versicherten ein
chronisches Schmerzsyndrom am linken Zeigefinger mit Flexionseinschränkung. Unter
Berücksichtigung dieser physischen Restbeschwerden kam sie zum Schluss, dass der
Versicherte in einer mittelschweren manuellen Tätigkeit ganztags arbeitsfähig sei. Nicht
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zumutbar seien ihm jedoch starke Vibrationen, Schläge, Hämmern, Spitzen, Bohren mit
der linken Hand sowie kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen mit der linken
Hand. Überdies dürften die Einsätze mit der linken Hand nur selten repetitiv sein und
die Arbeit dürfe keine grossen Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen.
Im Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung wurde sodann festgehalten, dass weitere
Therapiemassnahmen aufgrund der Untersuchung nicht zu empfehlen seien. Der
Versicherte könne links keine schwere manuelle Tätigkeit mehr ausüben, weshalb
berufliche Massnahmen sinnvoll erscheinen würden (Suva-act. 203). Zudem schätzte
Dr. C._ die unfallbedingte Integritätseinbusse des Versicherten auf 5 % (Suva-act.
202).
A.c Mit Schreiben vom 27. Juli 2015 wurde der Versicherte von der Suva insbesondere
mit Verweis auf den kreisärztlichen Bericht vom 22. Juli 2015 darüber informiert, dass
die Taggeldleistungen sowie die Heilungskosten mit Ausnahme der verordneten
Schmerzmittel per 31. Oktober 2015 eingestellt würden. Ferner wurde der Versicherte
darüber in Kenntnis gesetzt, dass per 1. November 2015 geprüft werde, ob er
Anspruch auf längerfristige Leistungen der Unfallversicherung habe (Suva-act. 205).
A.d Mit Verfügung vom 24. September 2015 wurde dem Versicherten aufgrund einer
Integritätseinbusse von 5.00 % eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr.
6‘300.00 zugesprochen, während ein Anspruch auf Rentenleistungen in der Annahme
einer Restarbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit verneint wurde
(Suva-act. 215).
B.
Eine gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 21. Oktober 2015 erhobene Einsprache
(Suva-act. 220) wurde von der Suva mit Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016
abgewiesen (Suva-act. 227).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner, Vaduz,
mit Eingabe vom 1. Februar 2017 Beschwerde (act. G 1). Darin beantragt er
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sinngemäss, dass die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten sei,
ihm eine seinem Invaliditätsgrad entsprechende Invalidenrente auszurichten.
Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin
aufzuheben und die Rechtssache an diese zur erneuten Entscheidung über sein
Leistungsgesuch zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu
Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1 S. 2). Ferner stellte der Beschwerdeführer ein
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bzw. Rechtsverbeiständung (act. G 1 S. 8 f.;
act. G 1.3).
C.b Nach Eingang ergänzender Unterlagen (vgl. act. G 4) wurde dem Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 28. Februar 2017 für das Verfahren vor dem
Versicherungsgericht stattgegeben (act. G 5).
C.c Mit Eingabe vom 2. März 2017 reichte die Beschwerdegegnerin ihre
Beschwerdeantwort samt den Vorakten ein (act. G 6).
C.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Erstattung einer Replik (act. G 8).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden,
nachdem ein Unfallereignis aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer verfügt über keinen Wohnsitz in der Schweiz. Der Sitz des
letzten schweizerischen Arbeitgebers des Beschwerdeführers befindet sich aktuell in
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Z._ (act. G 6.1). Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ist demnach für die
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig (Art. 58 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]).
2.2 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 ist dem
Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben, die von der Beschwerdegegnerin
nicht bestritten werden, am 19. Dezember 2016 zugegangen (vgl. act. G 1 S. 2; act. G
1.2). Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes zwischen Weihnachten und
Neujahr (vgl. Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG) ist die vorliegende Beschwerde vom 1. Februar
2017 rechtzeitig beim Versicherungsgericht eingegangen, weshalb auf die Beschwerde
eingetreten werden kann.
3.
Gegenstand dieses Verfahrens ist die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund von
Restfolgen aus dem Unfallereignis vom 6. März 2013 einen Anspruch auf eine
Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat. Nicht bestritten wird im vorliegenden
Verfahren der per 31. Oktober 2015 von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Fallabschluss (vgl. Suva-act. 205) und der damit einhergehende Prüfungszeitpunkt des
Renten¬anspruchs bzw. der Integritätsentschädigung. Anders als im
Einspracheverfahren ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren auch die Höhe der
Integritätsentschädigung unangefochten geblieben (vgl. act. G 1; Suva-act. 220 S. 5).
4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde zunächst geltend, dass der
entscheidrelevante Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin nur ungenügend bzw.
mangelhaft abgeklärt worden sei. Den Akten sei zu entnehmen, dass die
Beschwerdegegnerin einzig eine kreisärztliche Untersuchung durchführen lassen habe,
welche für die rechtliche Beurteilung dieses Versicherungsfalls völlig ungenügend sei.
Es sei insbesondere zu verlangen, dass ein handchirurgisches Gutachten eingeholt
werde, welches über seine genauen Beeinträchtigungen und Einschränkungen
Auskunft zu geben habe. Es werde abzuklären sein, welche konkreten Funktionen er
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mit seiner linken Hand noch ausüben könne und ob er diese überhaupt noch
nutzbringend einsetzen könne. Solche tiefergehenden Abklärungen seien im Rahmen
der kreisärztlichen Untersuchung nicht vorgenommen worden. Die kreisärztliche
Untersuchung beschränke sich im Wesentlichen auf eine medizinisch-theoretische
Einschätzung, dass er in einer mittelschweren, manuellen Tätigkeit ganztags
arbeitsfähig sei. Entscheidend sei aber nicht die medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit, sondern inwiefern er in seinem funktionellen Leistungs¬vermögen
eingeschränkt sei bzw. in welchem Masse er nicht mehr nutzbringend tätig sein könne.
Er gehe davon aus, dass er im Vergleich zu einer gesunden Person in seinem
Leistungsvermögen zumindest um 40 % eingeschränkt sei (act. G 1 S. 3 ff.).
4.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die
Kreisärztin nach einer Untersuchung des Beschwerdeführers und in Kenntnis der
gesamten Aktenlage die bleibenden physischen Unfallfolgen des Beschwerdeführers
sachlich und seriös beurteilt habe. Die Befunde seien im kreisärztlichen Bericht vom
22. Juli 2015 detailliert beschrieben. Die kreisärztlichen Ausführungen seien schlüssig,
nachvollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Es gebe keine Zweifel an der
Zuverlässigkeit derselben, weshalb dem kreisärztlichen Bericht zweifelsohne volle
Beweiskraft zukomme. Ihre Kreisärzte seien nach ihrer Funktion und beruflichen
Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Ihnen komme eine spezialärztliche
Stellung zu, weshalb ihre medizinischen Beurteilungen beweismässig umso gewichtiger
seien. Hinzu komme, dass Dr. C._ Fachärztin für Chirurgie FMH sei (act. G 6 S. 4).
4.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Um den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das
Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es
dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden
können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach
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haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts
ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist es dem
Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die
versicherungsinterne Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4).
4.4 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bezüglich der medizinischen
Schlussfolgerungen im Wesentlichen auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. C._
vom 22. Juli 2015. Diese hält in ihrer Beurteilung zur Untersuchung vom gleichen Tag
fest, dass sich der Beschwerdeführer in einem guten Allgemeinzustand präsentiert
habe. Inspektorisch sei der linke Zeigefinger des Beschwerdeführers im Seitenvergleich
mässig geschwollen. Das Endglied sei eher atroph. Das Hautkolorit sei etwas blasser,
während es unter Belastung etwas livider sei. Bei der Hauttemperatur und der
Schweissigkeit sei keine Seitendifferenz zu erheben. Die Beweglichkeit im Bereich des
linken Zeigefingers sei eingeschränkt, im gesamten Ablauf sei der linke Zeigefinger
kaum in das Bewegungsmuster eingebunden, sondern eher geschont worden.
Entsprechend der erhobenen Umfangmasse zeige sich bei Rechtsdominanz keine
gravierende Seitendifferenz, sodass davon ausgegangen werden müsse, dass der
Beschwerdeführer beide Arme gleichmässig benutze. Bezüglich der Kraftmessung
mittels Handdynamometer zeige sich rechts eine Kraft von 30 kg und links von 15 kg.
Die anlässlich der Untersuchung erhobenen Befunde seien gut mit den erhobenen
Befunden der Universitätsklinik Y._ vergleichbar, sodass man insgesamt von einem
stationären Verlauf ausgehen könne. Ein Teil der beklagten subjektiven Beschwerden
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sowie der dokumentierten Veränderung des Weichteilmantels und die
Bewegungseinschränkung im Bereich des linken Zeigefingers sei aufgrund der
multiplen Operationen bei Status nach Metacarpaleköpfchenfraktur mit
Weichteilverletzung nachvollziehbar und unfallkausal. Aufgrund der Untersuchungen
schätzt Dr. C._ den Beschwerdeführer schliesslich in einer mittelschweren manuellen
Tätigkeit als ganztags arbeitsfähig ein. Nicht zumutbar seien ihm jedoch starke
Vibrationen, Schläge, Hämmern, Spitzen, Bohren mit der linken Hand sowie kraftvolle
Zug-, Stoss- und Drehbewegungen mit der linken Hand. Ferner dürften die Einsätze mit
der linken Hand nur selten repetitiv sein und es dürften keine grossen Ansprüche an die
Feinmotorik der linken Hand gestellt werden (Suva-act. 203 S. 4).
4.5 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers begnügt sich der kreisärztliche
Bericht nicht mit der Einschätzung, dass ihm eine manuelle mittelschwere Tätigkeit
ganztags zugemutet werden könne. Vielmehr spricht sich der Bericht detailliert darüber
aus, welche Arbeiten ihm noch möglich sind und welche Tätigkeiten für ihn aufgrund
der unfallbedingten physischen Einschränkungen nicht mehr zumutbar sind (vgl. Suva-
act. 203 S. 4). Der kreisärztliche Bericht beurteilt somit, welche Einschränkungen im
funktionellen Leistungsvermögen des Beschwerdeführers vorliegen. Sodann geht aus
dem Bericht hervor, dass Dr. C._ die Arbeitsfähigkeit nur in qualitativer, nicht jedoch
in quantitativer Hinsicht als eingeschränkt betrachtet, was unter den im Bericht
erwähnten limitierten Bedingungen gut nachvollziehbar ist. Die Ausführungen von Dr.
C._ sind in sich schlüssig. Der Bericht ist in Kenntnis und Würdigung der
umfangreichen Vorakten erstellt worden (vgl. Suva-act. 203 S. 1 f.). Er beruht ferner auf
einer umfassenden eigenen ärztlichen Untersuchung durch Dr. C._ (vgl. Suva-act.
203 S. 3 f). So ist dem Bericht beispielsweise zu entnehmen, dass eine Kraftmessung
durchgeführt worden ist (vgl. Suva-act. 203 S. 4). Dr. C._ berücksichtigt auch die
beklagten Beschwerden (Suva-act. 203 S. 2 ff.). Sodann sind keine Anhaltspunkte
dafür ersichtlich, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Untersuchung nicht
berücksichtigt worden wären und es gibt keine Indizien, welche gegen die
Zuverlässigkeit der Einschätzung von Dr. C._ sprechen. Folglich besteht kein weiterer
medizinischer Abklärungsbedarf. Es ist demnach von einer medizinischen
Restarbeitsfähigkeit von 100% auszugehen.
5.
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In einem nächsten Schritt ist unter Würdigung der Aussagen des ärztlichen Berichts die
Frage zu beantworten, inwiefern der Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretische
Restarbeitsfähigkeit von 100 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sozialpraktisch
noch verwerten kann.
5.1 Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter
Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des
ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und
abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134
V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem
Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen
Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen
offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und
intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE
110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E.
2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit
Hinweisen). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte
Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit einem
sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann (Urteil
des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf
Urteil vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann
allerdings nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so
eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch
nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden
Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts
vom 28. April 2010, 8C_1050/2009, E 3.3 mit weiteren Hinweisen).
5.2 Dem kreisärztlichen Bericht vom 22. Juli 2015 ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer seine linke Hand grundsätzlich noch einsetzen kann, wenn auch mit
gewissen Einschränkungen (vgl. Suva-act. 203). Auch ist laut kreisärztlicher Beurteilung
anzunehmen, dass er im Alltag beide Arme gleichmässig nutzt (Suva-act. 203 S. 4).
Ferner ist anzumerken, dass es sich bei der beeinträchtigten linken Hand um die
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adominante Hand des Beschwerdeführers handelt (vgl. Suva-act. 203 S. 3). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der
ausgeglichene Arbeitsmarkt sogar für Personen, welche funktionell als Einarmige zu
betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend
realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet (Urteil des Bundesgerichts vom 8.
September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit Hinweisen auf mögliche Berufsfelder).
Umso mehr muss das für Personen gelten, die weniger gravierende Einschränkungen
aufweisen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände und der zitierten
Rechtsprechung des Bundesgerichts ist somit davon auszugehen, dass die zweifellos
vorhandenen unfallbedingten Einschränkungen - bezogen auf den ausgeglichenen
Arbeitsmarkt - eine Verwertbarkeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht ausschliessen.
6.
Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invaliden¬einkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
6.1
6.1.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des
allfälligen Renten¬beginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei
ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten
ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V
349 E. 3.4.2; BGE 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom
18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).
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6.1.2 Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen
Valideneinkommens auf Fr. 59‘660.00 (vgl. Suva-act. 207 S. 1; Suva-act. 212 S. 3;
Suva-act. 215 S. 2; Suva-act. 227 S. 8), welches sich auf die Angaben der früheren
Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen Jahreslohnes des Beschwerdeführers im
Jahr 2015 stützt (Suva-act. 207), ist nicht zu beanstanden und es kann darauf
abgestellt werden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die Berechnung des
Validenlohns mit Ausnahme der Frage der Einkommensparallelisierung, worauf noch
zurückzukommen sein wird, grundsätzlich nichts ein (vgl. act. G 1).
6.2
6.2.1 Mit der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Berechnung des
Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er macht geltend,
dass die Beschwerdegegnerin ihm ein überhöhtes Invalideneinkommen anrechne. Er
kritisiert, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf die Tabellenlöhne gemäss der
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen
Lohnstruktur-erhebung (LSE) abgestellt habe. Das Invalideneinkommen sei unter
Verwendung von entsprechenden DAP‘s (von der Suva geführte Dokumentation von
Arbeitsplätzen) zu ermitteln. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach sich
aufgrund seines Wohnsitzes in den DAP-Daten keine rechtsgenügliche Auswahl an
zumutbaren Arbeitsplätzen finden lasse, sei unrichtig, wie die Ergebnisse der sich in
den Akten befindenden Suchergebnisse zeigen würden. Gerade im Bereich des X._
sei es üblich, grenzüberschreitende Tätigkeiten im W._ oder sonst irgendwo im
Kanton V._ auszuführen, wobei auch Anfahrtszeiten von ein bis zwei Stunden in Kauf
genommen würden (act. G 1 S. 5 f.).
6.2.2 Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass sich auf der
Grundlage der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung bei entsprechender DAP-
Abfrage keine genügend repräsentative Auswahl an Arbeitsplatz-Profilen mit
zumutbarem Arbeitsweg finden lasse. Praxisgemäss sei dem Beschwerdeführer ein
Arbeitsweg mit einem zeitlichen Aufwand von insgesamt maximal 2 Stunden pro Tag
zuzumuten. Wie Recherchen bei Google-Maps zeigen würden, seien die vom
Beschwerdeführer ins Feld geführten DAP-Arbeitsplätze nicht innert einer Stunde
erreichbar. Ferner ist die Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass ihr nicht
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vorgeschrieben werden könne, nach welcher Berechnungsmethode (DAP oder LSE)
vorzugehen sei. Überdies könne der Beschwerdeführer nicht verlangen, dass die
Ergebnisse aus beiden Methoden verglichen würden und auf das für ihn günstigere
Resultat abgestellt werde (act. G 6 S. 5 f.).
6.2.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-
Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 457 E. 4.2.1 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Wie
die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, kann ihr grundsätzlich nicht
vorgeschrieben werden, welche Berechnungsmethode sie heranzuziehen hat (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 6. Mai 2008, 8C_319/2007, E. 8.1). Beide
Berechnungsmethoden weisen Vor- und Nachteile auf (vgl. BGE 129 V 475 ff. E. 4.2.1).
Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar dargelegt, warum sie im
vorliegenden Fall nicht auf die DAP-Zahlen abgestellt hat (act. G 6 S. 5 f.; vgl. dazu
auch Suva-act. 213). Der Beizug der LSE-Tabellenlöhne zur Festsetzung des
Invalidenlohns des Beschwerdeführers ist demnach nicht zu beanstanden. Der von der
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 2014
unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerung per 2015 (vgl. LSE-Tabelle T1.10;
LSE-Tabelle T 39) ermittelte Medianlohn in der Höhe von Fr. 66‘719.00 für die mit
einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1)
beschäftigten Männer im privaten Sektor bei einer betriebsüblichen durchschnittlichen
wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden gibt sodann ebenfalls keinen Grund zur
Beanstandung (vgl. Suva-act. 227 S. 7 f.).
6.3
6.3.1 Der Beschwerdeführer beanstandet sodann, dass die Beschwerdegegnerin
dem von ihm zuletzt erzielten Einkommen von Fr. 59‘660.00 ein gestützt auf die LSE
Tabellen ermitteltes hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 66‘719.00
gegenüberstelle. Damit sei klar, dass das Valideneinkommen mehr als 10 Prozent unter
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dem branchenüblichen Durchschnittslohn liege, welches von der Beschwerdegegnerin
ermittelt worden sei. In solchen Fällen sei ein Tieflohnabzug zu gewähren (act. G 1 S. 7
f.).
6.3.2 Die Beschwerdegegnerin ist hingegen der Ansicht, dass die Parallelisierung
der Vergleichseinkommen nur dann zur Diskussion stehe, wenn der Beschwerdeführer
aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich unterdurchschnittliches
Valideneinkommen erzielt habe und keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass er sich
aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau habe begnügen
wollen. Vorliegend habe der Beschwerdeführer keine invaliditätsfremden Gründe
genannt. Überdies habe er laut Akten seit _ bei der B._ AG gearbeitet. Aus der
mehrjährigen Dauer des Anstellungsverhältnisses sei zu schliessen, dass sich der
Beschwerdeführer aus freien Stücken mit dem ausbezahlten Lohn begnügt habe,
ansonsten er die Stelle hätte wechseln können (act. G 6 S. 7 f.).
6.3.3 Wenn eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe
Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse) vor der
Gesundheitsschädigung ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat, ist
diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu
tragen, sofern keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass sie sich aus freien Stücken
mit einem bescheideneren Einkommensniveau hat begnügen wollen (BGE 135 V 59 E.
3.1). Denn wenn eine versicherte Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde
ausgeführt hat, aufgrund persönlicher Eigenschaften einen deutlich
unterdurchschnittlichen Lohn erzielt hat, ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung behaftet einen anteilmässig durchschnittlichen Lohn
erzielen könnte (BGE 141 V 3 E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). Praxisgemäss kann die
Einkommensparallelisierung entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine
entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten
des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des
hypothetischen Einkommens erfolgen (BGE 135 V 59 E. 3.1; BGE 134 V 325 f. E. 4.1
mit Hinweisen). Das Einkommen ist allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in
welchem es die prozentuale Abweichung von 5 % übersteigt (BGE 135 V 303 f. E. 6.1.3
mit Hinweis auf BGE 134 V 322).
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6.3.4 Vorliegend steht dem ermittelten Valideneinkommen des Beschwerdeführers
von Fr. 59‘660.00, ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 66‘719.00
gegenüber. Dies könnte die Vermutung aufdrängen, dass der Beschwerdeführer vor
Eintritt des Gesundheitsschadens ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat.
Entscheidende Vergleichsgrösse für die Beurteilung der Unterdurchschnittlichkeit des
Valideneinkommens ist jedoch nicht das errechnete hypothetische
Invalideneinkommen, sondern das branchenübliche Einkommen hinsichtlich derjenigen
Tätigkeit, welche der Beschwerdeführer vor Eintritt des Unfalls ausgeübt hat (vgl. BGE
141 V 4 E. 5.6). Vor dem Unfall ist der Beschwerdeführer als Produktionsmitarbeiter in
der Metallindustrie tätig gewesen (Suva-act. 13). Anlässlich des psychologischen
Assessments im Kantonsspital St. Gallen hat der Beschwerdeführer zwar erwähnt,
dass er gelernter Schlosser sei (Suva-act. 165; vgl. auch Suva-act. 203 S. 2). Allerdings
deutet weder der vor dem Unfall erzielte Lohn noch die Unfallmeldung, in welcher der
Beschwerdeführer als Produktionsmitarbeiter bezeichnet wird (Suva-act. 13), darauf
hin, dass er vor dem Unfall als gelernter Schlosser gearbeitet hat. Vielmehr ist der
Unfallmeldung (Suva-act. 13) sowie dem Tätigkeits¬beschrieb seines ehemaligen
Arbeitgebers (Suva-act. 114) zu entnehmen, dass seine Tätigkeiten dem
Kompetenzniveau 1 der LSE Tabellen zuzuordnen sind. Das branchenübliche
monatliche Einkommen im Bereich der Metallerzeugung für Männer im
Kompetenzniveau 1 beträgt gemäss Tabelle TA1 der LSE 2014 Fr. 5‘340.00. Demnach
ist von einem massgebenden branchenüblichen Jahreseinkommen (angepasst an die
wöchen¬tliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und im Umfang von 1.2 % auf das Jahr
2015 hoch¬indexiert, vgl. Bereich Metallerzeugung der Tabelle T1.10) von Fr. 67‘605.00
auszugehen. Demgegenüber beläuft sich das massgebende Valideneinkommen des
Beschwerdeführers lediglich auf Fr. 59‘660.00. Das Valideneinkommen des
Beschwerdeführers liegt somit 11.75 % unter der gemäss LSE branchenüblichen
Entlöhnung. Die zu berücksichtigende Unterdurchschnittlichkeit des Einkommens
beträgt demnach 6.75 % (11.75 % abzüglich 5 %). Entgegen dem Einwand der
Beschwerdegegnerin ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer freiwillig
darauf verzichtet hat, ein höheres Einkommen zu erzielen (vgl. act. G 6 S. 7 f.). Vielmehr
ist anzunehmen, dass invaliditätsfremde Faktoren wie sprachliche Schwierigkeiten, die
für einen Grenzgänger eingeschränkt möglichen Tätigkeitsorte oder die Nationalität des
Beschwerdeführers dazu beigetragen haben, dass es für ihn nicht möglich gewesen ist,
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ein höheres Einkommen zu erzielen. Das von der Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid aufgrund der LSE Daten errechnete Invalideneinkommen von Fr.
66‘719.00 ist demnach um 6.75 % zu reduzieren, weshalb ein massgebendes
reduziertes Invalideneinkommen von Fr. 62‘215.45 resultiert. Bei einer vollen
Parallelisierung um 11.5 % würde das massgebliche Invalideneinkommen Fr. 58‘879.50
betragen.
6.4
6.4.1 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, dass die Beschwerdegegnerin
ihm mit 5 % einen zu geringen Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe. Der Abzug
diene der Anpassung der statistischen Durchschnittslöhne an die individuell-konkreten
Verhältnisse, weshalb dabei sämtliche lohnwirksamen persönlichen und beruflichen
Merkmale des Einzelfalls zu berücksichtigen seien. Alleine aufgrund der anlässlich des
Unfalls erlittenen Verletzungen, welche umfangreiche Einschränkungen zur Folge
hätten, und des Umstandes, dass er keine Schwerarbeit mehr verrichten könne,
rechtfertige sich bereits ein Tabellenlohnabzug von mindestens 15 %. Hinzu komme,
dass er aufgrund seiner ausländischen Herkunft, seines Lebensalters und seines
Grenzgängerstatus nur erschwerten Zugang zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt habe.
Daher sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % vorzunehmen (act. G1 S. 6 f.).
6.4.2 Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber der Ansicht, dass der
Tabellenlohn-abzug im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens korrekt festgesetzt
worden sei. Dies ergebe sich insbesondere daraus, dass nur der linke Zeigefinger des
Beschwerdeführers bleibend beeinträchtigt sei, die linke Hand des Beschwerdeführers
adominant sei, die linke Hand trotz Beeinträchtigung des Fingers noch immer mit einer
Kraft von 15 kg eingesetzt werden könne und gemäss kreisärztlichem Bericht davon
auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer im Alltag beide Arme gleichmässig
benutze. Weitere Gründe für einen Tabellenlohnabzug würden nicht vorliegen. Der
Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt des Fallabschlusses erst _-jährig gewesen. Zudem
würden Hilfsarbeiten im relevanten Kompetenzniveau 1 auf dem hypothetischen
Arbeitsmarkt ohnehin altersunabhängig nachgefragt. Das Alter würde sich bei Männern
bei Hilfsarbeitertätigkeiten nicht lohnsenkend, sondern sogar lohnerhöhend auswirken.
Ein Tabellenlohnabzug aufgrund des Alters könne demnach nicht zur Diskussion
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stehen. Auch die Nationalität oder der Grenzgängerstatus seien für die Lohnhöhe nicht
massgebend (act. G 6 S. 6 f.).
6.4.3 In welchem Umfang ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist, hängt nach
der Rechtsprechung von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des
konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter und
Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische
Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b; BGE 129 V 481
E. 4.2.3 mit Hinweisen). Soweit invaliditätsfremde Faktoren bereits im Rahmen der
Parallelisierung der Einkommen berücksichtigt worden sind, vermögen dieselben
Faktoren nicht noch zusätzlich einen Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen. Nach
erfolgter Parallelisierung beschränkt sich der Tabellenlohnabzug daher in der Regel auf
leidensbedingte Faktoren, weshalb dann zumeist nicht der maximal zulässige Abzug
von 25 % ausgeschöpft werden kann (BGE 134 V 321 E. 6.2).
6.4.4 Der Beschwerdeführer leidet aufgrund des Unfalls vom 6. März 2013 am linken
Zeigefinger an einem chronischen Schmerzsyndrom mit Flexionseinschränkung (Suva-
act. 203 S. 3). Allerdings ist laut dem kreisärztlichen Bericht davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer im Alltag die Arme gleichmässig benutzt. Auch hat der
Beschwerdeführer entsprechend einer Messung mittels Handdynamometer links
immerhin noch eine Kraft von 15 kg. Schliesslich handelt es sich bei seiner linken Hand
um die adominante Hand. Es ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer auf
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt aufgrund der Einschränkungen eines Fingers im
Bereich seiner adominanten linken Hand immer noch genügend
Betätigungsmöglichkeiten offen stehen, wie z.B. Kontrolltätigkeiten. Demnach ist der
von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Tabellenlohnabzug grundsätzlich nicht
zu beanstanden, zumal invaliditätsfremde Faktoren wie das Alter oder sprachliche
Schwierigkeiten schon im Rahmen der vorgenommenen Einkommensparallelisierung
berücksichtigt worden sind. Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 5 %
(gerundet Fr. 3‘110.75) ergibt sich somit ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘104.70. Im
Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 59‘660.00 resultiert daraus lediglich eine
Erwerbseinbusse von Fr. 555.30 pro Jahr, was einem gerundeten Invaliditätsgrad von
0.93 % entspricht. Selbst bei Berücksichtigung des voll parallelisierten
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Invalideneinkommens von Fr. 58‘879.50 (vgl. E. 6.3.4) bestünde bei einem
Leidensabzug von 5 % (Fr. 2‘944.00) leidglich eine Erwerbseinbusse von Fr. 3‘724.50
pro Jahr und ein Invaliditätsgrad von 6.24 %. Demnach ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin zu verneinen.
6.5
6.5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.5.2 Dem Beschwerdeführer ist die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt
worden. Der Staat ist bei diesem Prozessausgang mithin zu verpflichten, für die Kosten
aus Rechtsvertretung aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungs-gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.00 bis Fr. 12'000.00. In der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle mit eher
unterdurchschnittlichem Aktendossier und bei lediglich einfachem Schriftenwechsel
eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘000.00 als angemessen. Diese ist um
einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit
hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘400.00
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
6.6 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt worden ist, ist
zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).