Decision ID: b3c7048f-31ec-547a-afc3-a2be39a78e5b
Year: 2019
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der montenegrinische Staatsangehörige A._ wurde am ... 1990 geboren. Am 13. April 2001 reiste er im Familiennachzug in die Schweiz ein. Seit dem Jahr 2004 ist er im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Mit Urteil vom 11. August 2015 verurteilte ihn das Obergericht des Kantons Bern wegen Raubes, Nötigung (und Versuchs dazu), Diebstahls (Versuch), Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung unter Verursachung eines grossen Schadens, teilweise mengenmässig qualifiziert begangener Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und gegen das Strassenverkehrsgesetz (viele Straftaten mehrfach begangen) zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten und einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à Fr. 100.--. Es schob den Vollzug der Geldstrafe auf und setzte die  auf drei Jahre fest. Den bedingt gewährten Vollzug für zwei Geldstrafen aus dem Jahr 2009 von 90 Tagessätzen à Fr. 30.-- bzw. 20 Tagessätzen à Fr. 40.-- widerrief das Obergericht nicht, verlängerte aber die jeweilige  um ein Jahr. Am 1. März 2016 trat A._ den Strafvollzug an.
Mit Verfügung vom 17. Juli 2017 widerrief das Amt für Migration und  des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die  von A._ und wies ihn aus der Schweiz weg, wobei es anordnete, dass er das Land am Tag der Haftentlassung zu verlassen habe.
B.
Gegen diese Verfügung erhob A._ am 16. August 2017 Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit Entscheid vom 21. September 2018 wies die POM die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat, und setzte A._ eine neue Ausreisefrist auf den 2. November 2018. Während Hängigkeit des Verfahrens war
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.350U, Seite 3
A._ bedingt aus dem Strafvollzug entlassen worden (8.4.2018), wobei die Probezeit auf ein Jahr und zwei Monate festgelegt wurde.
C.
Gegen den Entscheid der POM hat A._ am 22. Oktober 2018 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er stellt folgende Anträge:
«1. Die Niederlassungsbewilligung sei nicht zu widerrufen.
2. Eventualiter sei die B-Bewilligung zu erteilen.
3. Subeventualiter sei von der Wegweisung abzusehen.
4. Ansonsten sei die Sache zurückzuweisen.
5. Die aufschiebende Wirkung sei zu erteilen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.»
Mit Verfügung vom 23. Oktober 2018 hat der (damalige)  A._ darauf hingewiesen, dass die  von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat.
Am 5./6. November 2018 hat A._ darum ersucht, ihm sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm sei sein Rechtsvertreter als amtlicher Anwalt beizuordnen.
Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 14. November 2018, die  sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (Nichteintreten auf Rechtsbegehren 2 und 3). Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege enthält sie sich eines Antrags.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.350U, Seite 4

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Inwiefern die  hinsichtlich des Rechtsbegehrens 2 nicht erfüllt sein könnten (vorne Bst. C), führt die POM nicht näher aus und ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde genügt zudem den gesetzlichen Begründungsanforderungen (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte  ist daher grundsätzlich einzutreten (vgl. zum Rechtsbegehren 3 betreffend vorläufige Aufnahme hinten E. 5.2).
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des  und dessen Wegweisung aus der Schweiz.
2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne  erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20]; vor dem 1.1.2019:  über die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG). Darunter ist eine solche von mehr als  Jahr zu verstehen (BGE 139 I 31 E. 2.1, 139 I 145 E. 2.1).  ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2015
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.350U, Seite 5
S. 391 E. 3.1, 2013 S. 543 E. 3.1). Der Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe ist auch bei Ausländerinnen und Ausländern mit  anwendbar, die sich seit mehr als 15 Jahren  und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten haben (Art. 63 Abs. 2 AuG in der Fassung vom 19. Juni 2015 [AS 2016 S. 1249, 1263]; BGer 2C_826/2018 vom 30.1.2019 E. 7.1).
2.2 Der Beschwerdeführer wurde am 11. August 2015 vom Obergericht des Kantons Bern wegen verschiedener Delikte rechtskräftig zu einer  von 42 Monaten verurteilt (vgl. vorne Bst. A). Damit hat er den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG gesetzt, was er nicht bestreitet ( Ziff. 3.1). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist damit trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz grundsätzlich zulässig (vgl. E. 2.1 hiervor). Der Beschwerdeführer erachtet die  jedoch als unverhältnismässig (Beschwerde Ziff. 3.1).
2.3 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie  der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als  erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AIG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen  an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen  und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu  ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hinweisen). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer  oder das Privatleben beeinträchtigt (Art. 8 Ziff. 1 der  Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (BGE 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1).
2.4 Wird eine Person weggewiesen, die ‒ wie hier ‒ zu einer  Freiheitsstrafe verurteilt wurde, muss die Frage der  des Wegweisungsvollzugs Teil der umfassenden  Interessenabwägung bilden (vgl. BGE 135 II 110 E. 4.2; BVR 2013
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.350U, Seite 6
S. 543 E. 4.1). In die Verhältnismässigkeitsprüfung einzubeziehen ist somit grundsätzlich auch das Vorbringen, der Vollzug der Wegweisung sei  (Beschwerde Ziff. 3.3).
3.
3.1 Die POM ist bei der umfassenden migrationsrechtlichen  von einem schweren Verschulden ausgegangen (vgl.  Entscheid E. 4a/cc). Sie hat in erster Linie auf die schwere Straffälligkeit des Beschwerdeführers aus finanziellen Motiven im sensiblen Bereich der Betäubungsmittel (Heroin) und das Strafmass von 42 Monaten verwiesen. Bereits aufgrund des schweren Verschuldens des  bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an der  seines Aufenthalts in der Schweiz (E. 4a/cc). Dieses Interesse erhält nach Ansicht der Vorinstanz durch das allgemeine Verhalten des  gegenüber der öffentlichen Sicherheit und Ordnung noch zusätzliches Gewicht: Bei ihm ergebe sich das Bild einer Person, die  Mühe bekunde, ihr Leben innerhalb der gesetzlichen Regeln des Zusammenlebens zu gestalten. Dies werde auch durch sein Vorleben . Weder die Verurteilungen zu (bedingten) Geldstrafen noch die Untersuchungshaft bzw. ein laufendes Strafverfahren hätten ihn von der Deliktsbegehung abhalten können (E. 4b/bb). Ein gewisses Risiko weiterer Straftaten lasse sich nicht von der Hand weisen, habe der  doch mehrfach und auch während laufender Probezeit bzw.  Strafverfahren und nach der Untersuchungshaft delinquiert. Ein  Verhalten lasse auf eine erhebliche kriminelle Energie und eine  Gleichgültigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung . Zudem sei beim Beschwerdeführer eine Steigerung der kriminellen Energie feststellbar. Angesichts der laufenden Probezeiten sowie  des drohenden Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung  das seit 2010 klaglose Verhalten kaum Rückschlüsse darauf, wie er sich bewähren werde, wenn der entsprechende Druck weggefallen sei. Die berufliche und familiäre Einbindung habe ihn schon früher nicht von  abzuhalten vermocht. Die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug sowie die günstige Legalprognose der Bewährungs- und Vollzugsdienste
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des Kantons Bern spielten ausländerrechtlich keine ausschlaggebende Rolle (E. 4c/bb f.). Insgesamt geht die Vorinstanz von einem erheblichen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des  und an dessen Entfernung aus der Schweiz aus (E. 4d).
3.2 Was die den öffentlichen Interessen entgegenzustellenden privaten Interessen angeht, kommt die POM zu folgenden Erkenntnissen: Der  halte sich schon lange in der Schweiz auf, womit  ein gewichtiges Bleibeinteresse korreliere. Er habe sich jedoch nicht in einem Grad zu integrieren vermocht, welcher mit der Dauer seines Aufenthalts Schritt halten würde. Bereits die erhebliche und nicht einmalige Straffälligkeit spreche gegen eine erfolgreiche Integration. Aus der  des Beschwerdeführers und seinen hohen Schulden schliesst sie, von einer wirklich gelungenen beruflich-wirtschaftlichen  könne nicht gesprochen werden. Der Beschwerdeführer sei ledig und kinderlos. Es sei nicht dokumentiert, dass er gefestigte soziale  und Freundschaften zur einheimischen Bevölkerung pflegen würde. Dass er die deutsche Sprache einigermassen beherrsche, könne nach  Aufenthalt von ca. 17 Jahren im Kanton Bern ohne weiteres erwartet werden. Gesamthaft betrachtet sei angesichts der langen Aufenthaltsdauer von einer eher unterdurchschnittlichen Integration auszugehen ( Entscheid E. 5b). Weiter sind die Chancen einer Reintegration in Montenegro nach Ansicht der POM intakt, zumal der Beschwerdeführer dort seine Kindheit verbracht habe, mit den kulturellen und  Gepflogenheiten vertraut sei und die serbische Sprache spreche. Als sprachkundiger, gesunder junger Mann mit einer Anlehre als  sollte es ihm möglich sein, in seinem Heimatland wirtschaftlich wieder Fuss zu fassen (E. 5c/aa). Die familiären Beziehungen zu seinen Eltern und Geschwistern fielen für die Interessenabwägung nicht  ins Gewicht; er könne sich diesbezüglich nicht auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens berufen (E. 5c/bb).
3.3 Zusammenfassend hält die Vorinstanz fest, die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz erreichten zwar ein nicht unbedeutendes Ausmass. Die lange Anwesenheitsdauer werde durch die erhebliche und wiederholte Straffälligkeit sowie die unterdurch-
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schnittliche Integration des Beschwerdeführers jedoch stark relativiert. Den privaten Interessen stehe folglich ein sehr bedeutendes öffentliches  an der Entfernungsmassnahme entgegen. Eine Verwarnung des  unter Androhung des Bewilligungswiderrufs (Art. 96 Abs. 2 AIG) sei bei dieser Sachlage nicht geeignet, die übergeordneten Sicherheitsinteressen der Schweiz zu wahren. Sie scheide deshalb als (mildere) Massnahme aus (angefochtener Entscheid E. 5d).
4.
4.1 Die Vorinstanz hat den entscheiderheblichen Sachverhalt zutreffend festgestellt. Der (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer setzt sich mit deren überzeugenden Erwägungen kaum auseinander. Er äussert sich weder zur Würdigung des Verschuldens noch des Verhaltens gegenüber der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Integration oder der . Vielmehr beschränkt er sich grösstenteils darauf, seine  Vorbringen wörtlich zu wiederholen. Obwohl er im April 2018  aus dem Strafvollzug entlassen wurde, fordert er in seiner  erneut, mit dem Bewilligungsentzug müsse  werden, bis er die Freiheitsstrafe verbüsst habe (Ziff. 4b).
4.2 In Bezug auf die Rückfallgefahr bringt der Beschwerdeführer  vor, für eine gute Prognose spreche, dass er seit Sommer 2018 als ... arbeite und damit die finanziellen Probleme gelöst seien, die früher Anlass zur Delinquenz gegeben hätten (Beschwerde Ziff. 3.1). Dem kann nicht gefolgt werden: Wie die Vorinstanz in ihrem Entscheid korrekt ausgeführt hat, war der Beschwerdeführer bis zu seiner Verhaftung in seinem ehemaligen Lehrbetrieb angestellt und hatte nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft diverse Temporärstellen inne. Seine deliktischen Tätigkeiten stehen nicht in direktem Zusammenhang mit einer  (vgl. angefochtener Entscheid E. 4c/bb S. 16). Auch im Urteil des Obergerichts vom 11. August 2015 werden die Taten nicht mit einer  Notlage in Verbindung gebracht. Die Vorinstanz ist insgesamt zu Recht davon ausgegangen, dass ein gewisses Rückfallrisiko besteht. Dieses Risiko ist angesichts der Schwere der verübten Delikte nicht hinzu-
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nehmen. Im Übrigen ist die Prognose über künftiges Wohlverhalten nicht ausschlaggebend bei der Interessenabwägung, wie sie im Rahmen  Nichtverlängerungs- oder Widerrufsverfahren geboten ist. Da es sich beim Beschwerdeführer um einen Drittstaatsangehörigen  und dieser überdies schwere Straftaten begangen hat, dürfen vielmehr generalpräventive Überlegungen miteinbezogen werden (vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2 [im Umkehrschluss]; jüngst etwa BGer 2C_864/2017 vom 15.6.2018 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen).
4.3 Angesichts der wiederholten und zuletzt schweren Delinquenz  der nicht hinzunehmenden Rückfallgefahr besteht auch aus Sicht des Verwaltungsgerichts ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse am  der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung des  aus der Schweiz. Es sind zudem mehrere Gründe erfüllt, die heute nach Art. 66a Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) zur obligatorischen Landesverweisung führen würden (Bst. c: Raub; Bst. o: qualifizierte Widerhandlung gegen das ). Dieser Wertung ist bei der ausländerrechtlichen Interessenabwägung Rechnung zu tragen (statt vieler BGE 141 II 297 E. 5.5.3).
4.4 Hinsichtlich seiner privaten Interessen macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 EMRK geltend (Beschwerde Ziff. 3.2).
4.4.1 Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, fällt das Verhältnis  Kinder zu ihren Eltern nur unter den Schutz des Familienlebens, wenn eine besondere Abhängigkeit besteht, die hier nicht gegeben ist (vgl. angefochtener Entscheid E. 3f). Das Recht auf Privatleben kann durch eine Entfernungsmassnahme verletzt werden, wenn die wegzuweisende Person in der Schweiz besonders intensive Beziehungen hat, die über eine  Integration beruflicher oder gesellschaftlicher Natur hinausgehen. Gemäss der jüngeren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren davon auszugehen, dass die sozialen Beziehungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf. Im Einzelfall kann es sich aber anders verhalten und die Integration auch bei einer über zehnjährigen Anwesenheit für die Aufrechterhaltung der Bewilligung (noch)
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nicht genügen (BGE 144 I 266 E. 3.9; VGE 2018/68 vom 15.2.2019 [zur Publ. bestimmt; bestätigt durch BGer 2C_292/2019 vom 8.4.2019] E. 5.2, je mit zahlreichen Hinweisen).
4.4.2 Der Beschwerdeführer kam mit elf Jahren in die Schweiz und ist folglich kein Ausländer der zweiten Generation. Er lebt seit über zehn  hier, ist jedoch entgegen seinen Vorbringen unterdurchschnittlich . Insbesondere hat er mehrfach delinquiert (vorne Bst. A), was bereits für sich gegen eine erfolgreiche Integration spricht. Zudem hat er diverse Verlustscheine und weitere Schulden (vgl. Betreibungsregisterauszug vom 9.8.2018 [act. 6A1]; angefochtener Entscheid E. 5b). Es ist weiter nicht , dass er gefestigte Kontakte und Freundschaften zu  und Schweizern pflegen würde (vgl. vorne E. 3.2). Positiv zu werten ist, dass der Beschwerdeführer nie Sozialhilfe bezogen und eine Anlehre abgeschlossen hat sowie über eine Arbeitsstelle verfügt. Eine besondere Integrationsleistung ist darin jedoch nicht zu sehen. Hinsichtlich der  einer Reintegration im Montenegro und der Zumutbarkeit des  kann auf die schlüssigen Erwägungen der POM  werden, mit denen sich der Beschwerdeführer in der Beschwerde  nicht auseinandersetzt (vgl. angefochtener Entscheid E. 5c; vorne E. 3.2). Es blieb insbesondere unbestritten, dass er mit den kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnissen in seiner Heimat nach wie vor vertraut ist, neben der albanischen die serbische bzw. serbokroatische Sprache  und es ihm als sprachkundigem, gesundem jungen Mann möglich sei, mit gewisser Anstrengung in Montenegro auch wirtschaftlich Fuss zu fassen. Das Verwaltungsgericht teilt die Auffassung der POM, dass dem Beschwerdeführer die Rückkehr in sein Heimatland zumutbar ist.
4.5 Zusammenfassend sind die privaten Interessen des  an einem Verbleib in der Schweiz angesichts der langen  zwar nicht unwesentlich. Sie vermögen das öffentliche Interesse an dessen Entfernung jedoch nicht aufzuwiegen, zumal der  unterdurchschnittlich integriert ist, die Wegweisung keinen Eingriff in dessen Familien- und Privatleben darstellt und ihm eine Rückkehr in sein Heimatland ohne weiteres zugemutet werden kann. Der Widerruf der  und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus
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der Schweiz erweisen sich somit auch mit Blick auf Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV als verhältnismässig. Hat der Beschwerdeführer – wie hier – den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG erfüllt und erweist sich der Bewilligungswiderruf als , kommt die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als mildere Massnahme gegenüber dem Entzug der Niederlassungsbewilligung nicht in Betracht (vgl. etwa BGer 2C_538/2017 vom 9.1.2018 E. 2.4; VGE 2017/256 vom 6.3.2018 E. 6.2 [bestätigt durch BGer 2C_338/2018 vom 23.8.2018]). Dem entsprechenden Eventualantrag (Rechtsbegehren 2, vgl. vorne Bst. C) kann deshalb ebenfalls nicht entsprochen werden.
5.
5.1 Im Subeventualstandpunkt beantragt der Beschwerdeführer  eine vorläufige Aufnahme nach Art. 83 AIG (Rechtsbegehren 3). Er macht vorab geltend, der Wegweisungsvollzug sei unzumutbar. Weiter ist er der Ansicht, dieser würde völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz verletzen, namentlich den Schutz des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK. Und schliesslich beanstandet er, die POM habe nicht geprüft, ob Vollzugshindernisse vorlägen, und damit eine Rechtsverweigerung .
5.2 Die vorläufige Aufnahme wird vom Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügt, wenn der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist (Art. 83 Abs. 1 AIG). Nach Art. 83 Abs. 6 AIG kann nur die kantonale Behörde einen entsprechenden Antrag beim SEM stellen, nicht aber die betroffene Ausländerin bzw. der  Ausländer (BGE 137 II 305 E. 3.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 7.1, 2015 S. 105 E. 4 und 5 [zusammengefasst]). Soweit der  beantragt, mit Blick auf eine vorläufige Aufnahme sei die  der Wegweisung verbindlich festzustellen (Beschwerde Ziff. 3.3), ist das Verwaltungsgericht sachlich nicht zuständig, weshalb der Antrag unzulässig ist (VGE 2018/56 vom 15.8.2018 E. 8). Gleichwohl  Vollzugshindernisse, die zu einer vorläufigen Aufnahme führen , vor jeder wegweisenden Behörde geltend gemacht werden. Diese prüft
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nach pflichtgemässem Ermessen, ob es die geltend gemachten Umstände rechtfertigen, eine Beurteilung der Vollzugssituation bzw. eine allfällige vorläufige Aufnahme beim sachlich zuständigen SEM zu beantragen (Art. 83 Abs. 6 AIG). Eine vorläufige Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs kommt im vorliegenden Fall allerdings nicht in , da der Beschwerdeführer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (vgl. Art. 83 Abs. 7 Bst. a i.V.m. Abs. 4 AIG). Im Übrigen hat das Verwaltungsgericht dargelegt, dass es die Rückkehr des  in sein Heimatland mit der POM als zumutbar erachtet. Gründe, welche den Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen , sind ebenfalls nicht ersichtlich.
5.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die POM die  der Rückkehr nach Montenegro im Rahmen der  geprüft (vgl. angefochtener Entscheid E. 5c). Weiter hat sie , es bestünden keine Anhaltspunkte für eine Unvereinbarkeit des Wegweisungsvollzugs mit völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz, weshalb kein Anlass bestehe, beim SEM die vorläufige Aufnahme zu  (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). Sie hat folglich keine  begangen, sondern im Gegenteil korrekt entschieden (vgl. vorne E. 4.4.2 und 5.2). Ebenso wenig ist ein Begründungsmangel , der zur Rückweisung der Angelegenheit führen könnte (vgl.  4 und Beschwerde Ziff. 3.4).
6.
Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in  (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die  der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da die vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen.
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7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indes für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines  als amtlicher Anwalt ersucht.
7.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei denen die  beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die  kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1, 2015 S. 487 E. 7.1; BGE 142 III 138 E. 5.1).
7.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache von  als aussichtslos bezeichnet werden: Die Vorinstanz hat einlässlich begründet, weshalb der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung rechtmässig sind. Dabei hat sie auf die massgebliche  des Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts Bezug . Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen Rechtspflege im oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt werden (BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat dagegen vor Ver-
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waltungsgericht kaum substanzielle Einwände erhoben. Dass der  unter diesen Umständen kein Erfolg beschieden sein konnte, musste auch für den Beschwerdeführer erkennbar sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen, ohne dass die  zu prüfen wäre.
7.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im  befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb keine  hatte, sein Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens  und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss im Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9).