Decision ID: 141114fb-094b-5ba0-84b4-3ed1ba1682c6
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Am 18. März 2009 sprach die IV-Stelle A._ eine Viertelsrente sowie vier
Kinderrenten zu (EL-act. D1, 64-11). Dieser meldete sich am 21. Januar 2010 zum
Bezug einer Ergänzungsleistung an (EL-act. D1, 63-1). Da die Rentenzusprache mehr
als sechs Monate zurücklag, war ein Anspruch auf eine Ergänzungsleistung nicht
rückwirkend ab der Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente bzw. ab dem Beginn
des Rentenanspruchs, sondern ab dem Monat der Anmeldung zum Bezug einer
Ergänzungsleistung zu prüfen. Im Anmeldeformular gab der Versicherte u.a. an, seine
Ehefrau erziele ein Erwerbseinkommen, ohne dieses aber zu beziffern. Er legte ein
Schreiben der B._ an seine Ehefrau vom 23. November 2009 bei, das als Betreffnis
eine Änderung der wöchentlichen Arbeitszeit angab. Gemäss diesem Schreiben sollte
die Ehefrau des Versicherten ab dem 1. Februar 2010 an neun Stunden wöchentlich
arbeiten, wofür ihr ein Bruttolohn von Fr. 795.-- monatlich ausgerichtet würde (EL-act.
D1, 64-9). Gemäss einer undatierten, elektronisch erstellten Notiz (EL-act. D1, 63-4)
ging die EL-Durchführungsstelle davon aus, dass die Ehefrau des Versicherten seit
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dem 1. Februar 2010 erwerbstätig war und dabei einen Bruttolohn von Fr. 795.-- bzw.
Fr. 9‘540.-- erzielte. Die EL-Durchführungsstelle sah gemäss dieser Notiz vor, dem
Versicherten selbst ein hypothetisches Nettoerwerbseinkommen von Fr. 24‘960.--
anzurechnen. Bei der Anspruchsberechnung ab dem 1. Januar 2010 rechnete sie diese
beiden Erwerbseinkommen an, ohne sie aber getrennt auszuweisen. Das
Berechnungsblatt wies ein gesamtes Erwerbseinkommen von Fr. 34‘500.-- aus, von
dem die Sozialversicherungsbeiträge und die Unkosten der Ehefrau abgezogen
wurden. Das anrechenbare Erwerbseinkommen belief sich auf Fr. 21‘225.--. Die
Leistungszusprache per 1. Januar 2010 wurde am 10. Juni 2010 verfügt (EL-act. D1,
52). Der monatliche Anspruch belief sich auf Fr. 3‘660.--. Bei der revisionsweisen
Anpassung der laufenden Ergänzungsleistung per 1. Januar 2011 blieb es bei der
Anrechnung eines Erwerbseinkommens von Fr. 21‘225.-- (EL-act. D1, 48). Der
monatliche Anspruch wurde auf Fr. 3‘795.-- erhöht (EL-act. D1, 49). Da der Versicherte
neu einen Teil seiner Liegenschaft erstmals vermieten konnte, sank der monatliche
Anspruch als Folge der Erhöhung der anrechenbaren Mietzinseinnahmen per
1. Dezember 2011 auf Fr. 3‘435.-- (EL-act. D1, 32). Auch diese Anspruchsberechnung
wies ein anrechenbares Erwerbseinkommen von Fr. 21‘225.-- aus. Die Erhöhung der
Pauschalen für die Krankenversicherungsbeiträge liess den monatlichen Anspruch per
1. Januar 2012 auf Fr. 3‘469.-- ansteigen (EL-act. D1, 29). Die Anspruchsberechnung
beinhaltete weiterhin ein anrechenbares Erwerbseinkommen von Fr. 21‘225.--. Die
entsprechende Revisionsverfügung erging am 28. Dezember 2011 (EL-act. D1, 31). Am
22. Februar 2012 verfügte die EL-Durchführungsstelle die Drittauszahlung der
Pauschalen für die Krankenversicherungsbeiträge an die Krankenkasse (EL-act. D1,
26). Per 1. Juli 2012 zog der Versicherte aus der eigenen Liegenschaft in eine
Mietwohnung um (EL-act. D1, 22). Er vermietete seine Liegenschaft.
A.b Am 31. August 2012 füllte der Versicherte im Rahmen einer periodischen Über
prüfung einen (dem Gesuchsformular entsprechenden) Fragebogen aus (EL-act. D1,
16). Dabei gab er an, seine Ehefrau erziele ein Nettoerwerbseinkommen von Fr. 800.--.
Seine Steuererklärung 2011 wies ein Erwerbseinkommen der Ehefrau von Fr. 19‘067.--
(EL-act. D1, 17-2), die Steuerveranlagung 2010 sogar ein Erwerbseinkommen von
Fr. 21‘001.-- aus (EL-act. D1, 17-12). Für das Jahr 2012 lag dem Fragebogen nur eine
Lohnabrechnung für Juni 2012 bei. Diese Abrechnung wies einen Bruttolohn von
Fr. 860.75 aus. Die EL-Durchführungsstelle nahm per 1. November 2012 eine
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korrigierte Anspruchsberechnung vor (EL-act. D1, 8). Diese wies gegenüber der bisher
massgebenden Anspruchsberechnung folgende Veränderungen aus: Auf der
Ausgabenseite war die Pauschale für die Gebäudeunterhaltskosten angestiegen; auf
der Einnahmenseite wurde ein Erwerbseinkommen der Ehefrau von Fr. 21‘001.--
berücksichtigt und das hypothetische Nettoerwerbseinkommen des Versicherten belief
sich nicht mehr auf Fr. 24‘960.--, sondern auf Fr. 25‘400.--, so dass das anrechenbare
Erwerbseinkommen von bisher Fr. 21‘225.-- auf Fr. 28‘005.-- anstieg. Diese
Veränderungen hatte eine Reduktion der monatlichen Ergänzungsleistung auf
Fr. 2‘915.-- (ordentliche Ergänzungsleistung Fr. 2‘498.--, ausserordentliche
Ergänzungsleistung Fr. 417.--) zur Folge. Mit einer Verfügung vom 5. Oktober 2012
setzte sie EL-Durchführungsstelle die laufende Ergänzungsleistung per 1. November
2012 auf diesen Betrag herab (EL-act. D1, 9). Anschliessend nahm sie auch für die
Vergangenheit, nämlich rückwirkend ab 1. Januar 2012, eine korrigierte
Anspruchsberechnung vor. Für die Periode Januar und Februar 2012 (EL-act. D1, 4)
wurde auf der Ausgabenseite der Hypothekarzins auf Fr. 6‘025.-- korrigiert (bisher
Fr. 6‘531.--). Auf der Einnahmenseite erfuhr das Erwerbseinkommen der Ehefrau eine
Korrektur. Angerechnet wurden auch hier Fr. 21‘001.-- (bisher Fr. 9‘540.--).
Entsprechend höher fielen die abzuziehenden Sozialversicherungsbeiträge aus. Die
Berufsauslagen fanden mit Fr. 1‘580.-- (bisher Fr. 585.--) Berücksichtigung. Das
hypothetische Nettoerwerbseinkommen des Versicherten blieb bei Fr. 24‘960.--. Das
anrechenbare Erwerbseinkommen machte somit Fr. 27‘712.-- aus (bisher Fr. 21‘225.--).
Das ergab eine monatliche Ergänzungsleistung (inklusive ausserordentliche
Ergänzungsleistung von Fr. 90.--) von Fr. 2‘888.--. Die korrigierte
Anspruchsberechnung für März bis Juni 2012 entsprach derjenigen ab Januar 2012
(EL-act. D1, 5). Die korrigierte Anspruchsberechnung für Juli 2012 entsprach bis auf
drei Positionen derjenigen für die Zeit ab Januar 2012. Bei den Ausgaben wurden ein
Gebäudeunterhalt von Fr. 6‘600.-- (bisher Fr. 5‘640.--) und ein erhöhter Mietzinsanteil
(AEL) von Fr. 5‘000.-- (bisher Fr. 1‘080.--) berücksichtigt. Bei den Einnahmen wurden
die Erträge aus der ab 1. Juli 2012 vermieteten Liegenschaft von bisher Fr. 28‘200.--
auf Fr. 33‘000.-- erhöht. Die Ergänzungsleistung betrug für Juli 2012 (inklusive
ausserordentliche Ergänzungsleistung von Fr. 417.--) Fr. 2‘895.-- (EL-act. D1, 3). Die
korrigierte Anspruchsberechnung für August bis Oktober 2012 entsprach mit
Ausnahme des Hypothekarzinses derjenigen für Juli 2012. Berücksichtigt wurde ein
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Hypothekarzins von Fr. 6‘561.-- (bisher 6‘531.--). Die Ergänzungsleistung belief sich
(inklusive ausserordentliche Ergänzungsleistung von Fr. 417.--) auf Fr. 2‘940.-- (EL-
act. D1, 6). Da die Neuberechnung rückwirkend ab Januar 2012 durchwegs tiefere
monatliche Ergänzungsleistungen ergab, forderte die EL-Durchführungsstelle zu
Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen von insgesamt Fr. 5‘647.-- zurück. Diese
Rückforderung umfasste nur ordentliche Ergänzungsleistungen, da von Januar bis
Oktober 2012 ausserordentliche Ergänzungsleistungen von Fr. 90.-- monatlich
ausgerichtet worden waren. Tatsächlich hatte die korrigierte Neuberechnung ab Juli
2012 eine höhere ausserordentliche Ergänzungsleistung von Fr. 417.-- ergeben, so
dass es zu einer Nachzahlung von Fr. 1‘308.-- kam, die im Ergebnis mit der
Rückforderung der ordentlichen Ergänzungsleistungen verrechnet wurde, m.a.W. die
Rückforderung ordentlicher Ergänzungsleistungen hätte ohne diese Verrechnung Fr.
6‘955.-- betragen. Die entsprechende Rückforderungsverfügung erging am 6.
November 2012 (EL-act. D1, 7).
A.c Gegen diese Rückforderungsverfügung liess der Versicherte am 6. Dezember
2012 Einsprache erheben (EL-act. D2, 9). Sein Rechtsvertreter stellte folgenden Antrag:
„Die Verfügung vom 06. November 2012 sei vollumfänglich aufzuheben“. Ausserdem
ersuchte er um die „unentgeltliche Prozessführung und Prozessvertretung“ im
Einspracheverfahren. Zur Begründung führte er sinngemäss aus, die einzigen
Veränderungen, die eingetreten seien, bestünden im Umzug in eine Mietwohnung und
in der Vermietung der eigenen Liegenschaft per 1. Juli 2012. Vor diesem Zeitpunkt
habe es keine Änderung gegeben. Für die Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens gebe es keinen Grund. Die Ehefrau habe gemäss dem
Lohnausweis nicht Fr. 21‘001.--, sondern Fr. 19‘796.-- verdient. Schliesslich sei nicht
ersichtlich, weshalb lediglich ein Mietzins von Fr. 15‘000.-- statt von Fr. 20‘000.--
berücksichtigt worden sei. Da keine Meldepflichtverletzung vorliege, sei die
Rückforderung bereits aus diesem Grund „abzuweisen“.
A.d Mit einer Revisionsverfügung vom 27. Dezember 2012 (EL-act. D2, 6) setzte die
EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2013 auf Fr. 2‘956.--
(inklusive ausserordentliche Ergänzungsleistungen Fr. 417.--) fest. Dabei trug sie den
folgenden Veränderungen Rechnung: Die Pauschale für die
Krankenversicherungsbeiträge war auf Fr. 13‘368.-- angestiegen, das hypothetische
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Erwerbseinkommen des Versicherten betrug neu Fr. 25‘613.-- (womit das
anrechenbare Erwerbseinkommen Fr. 28‘147.-- ausmachte) und die Invalidenrente
belief sich auf Fr. 12‘180.-- (EL-act. D2, 4).
A.e Im Zusammenhang mit dem hängigen Einspracheverfahren notierte die
zuständige Sachbearbeiterin der EL-Durchführungsstelle am 6. Februar 2013 u.a. (EL-
act. D2, 1), verändert worden seien das hypothetische Erwerbseinkommen des
Versicherten (Teuerungsanpassung), das Erwerbseinkommen der Ehefrau, die Miete,
die Mietzinseinnahmen und das Vermögen. Das hypothetische Erwerbseinkommen sei
von Anfang an berücksichtigt worden. In den Berechnungsblättern sei es nur nicht
getrennt vom Erwerbseinkommen der Tochter (richtig: Ehefrau) ausgewiesen worden.
Der Mietzins sei immer im Maximalbetrag von Fr. 20‘000.-- berücksichtigt worden,
auch wenn die korrigierte Berechnung ab 1. Januar 2012 nur den Betrag von Fr.
15‘000.-- anzeige. Es sei nämlich ein Anspruch auf eine „AEL“ bejaht worden.
Fälschlicherweise sei ab Januar 2012 das Erwerbseinkommen der Ehefrau im Jahr
2010 (statt 2011) berücksichtigt worden. Demnach habe die Ehefrau ab
Anspruchsbeginn mehr verdient, als sie angegeben habe. Die korrigierte Berechnung
müsste deshalb eigentlich rückwirkend ab 1. Januar 2010 erfolgen.
A.f Am 1. Februar 2013 hatte ein Kind des Versicherten ein Praktikum begonnen,
bei dem es einen Bruttolohn von Fr. 700.-- erzielt hatte (EL-act. D3, 36). Davon erhielt
die EL-Durchführungsstelle erst am 21. März 2013 Kenntnis. Die entsprechende
Neuberechnung musste deshalb rückwirkend erfolgen (EL-act. D3, 33). Das
anrechenbare Erwerbseinkommen betrug nun insgesamt Fr. 33‘397.-- (bisher Fr.
28‘147.-). Dadurch betrug die ordentliche Ergänzungsleistung seit dem 1. Februar 2013
nur Fr. 2‘519.-- monatlich (statt Fr. 2‘956.--). Die Rückforderung für die Periode Februar
bis April 2013 belief sich auf Fr. 1‘311.--. Die entsprechende Verfügung erging am 11.
April 2013 (EL-act. D3, 34).
A.g In dem gegen die Rückforderungsverfügung vom 6. November 2012 gerichteten
Einspracheverfahren reduzierte die EL-Durchführungsstelle die Rückforderung,
nachdem sie die Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2012 unter Berücksichtigung des
leicht tieferen Erwerbseinkommens der Ehefrau im Jahr 2011 (bisher 2010) neu
berechnet hatte: Die Ergänzungsleistung belief sich demnach ab Januar 2012 auf Fr.
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2‘898.-- (effektiv ausbezahlt Fr. 3‘469.--), ab Juli 2012 auf Fr. 2‘905.-- (effektiv
ausbezahlt Fr. 3‘469.--) und ab August 2012 (bis und mit Oktober 2012) auf Fr. 2‘949.--
(effektiv ausbezahlt Fr. 3‘469.--). Daraus ergab sich neu eine Rückforderung von
Fr. 5‘550.--. Dementsprechend hiess die EL-Durchführungsstelle die Einsprache
teilweise gut. Hingegen wies sie das Gesuch um die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren mangels sachlicher Gebotenheit des
Beizuges eines Rechtsanwalts ab (EL-act. D3, 29). In der Einsprachebegründung wies
sie darauf hin, dass die Ehefrau des Versicherten bereits ab dem Anspruchsbeginn
wesentlich mehr verdient habe, als bei der Anspruchsberechnung berücksichtigt
worden sei, weshalb auch für den „fehlenden Zeitraum“ noch eine rückwirkende
Neuberechnung vorgenommen werden müsse. Die entsprechende Verfügung werde
noch folgen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte am 22. Mai 2013
Beschwerde erheben (EL 2013/29, act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die
vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheides, eventualiter die
Rückweisung an die EL-Durchführungsstelle zur erneuten Beurteilung. Ausserdem
ersuchte der Rechtsvertreter um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
und Prozessvertretung. Zur Begründung des Hauptantrages führte er aus, die
Behauptung der EL-Durchführungsstelle, der EL-Anspruch ab 1. November 2012 sei
am 5. Oktober 2012 verfügt worden, sei falsch. Das Berechnungsblatt ab November
2012 sei nämlich erst mit der Verfügung vom 6. November 2012 zugestellt worden.
Somit gelte auch die Berechnung ab 1. November 2012 als angefochten. Entgegen der
Behauptung in der Verfügung vom 6. November 2012 hätten sich die
Berechnungsgrundlagen nicht geändert. Die EL-Durchführungsstelle habe selbst
bestätigt, dass das Erwerbseinkommen der Ehefrau von Anfang an höher gewesen sei
als angenommen. Wenn sich die Berechnungsgrundlagen nicht geändert hätten, könne
die Ergänzungsleistung nicht neu berechnet werden. Eine Wiedererwägung sei nicht
geltend gemacht worden. Im Übrigen hätte eine Leistungsanpassung nur für die
Zukunft erfolgen dürfen, womit der geltend gemachte Rückforderungsanspruch
dahinfalle. Fälschlicherweise sei nur ein Mietzins von Fr. 15‘000.-- statt von Fr.
20‘000.-- berücksichtigt worden. Die Erwerbseinkommen des Versicherten und der
Ehefrau seien in den früheren Berechnungsblättern nicht separat ausgewiesen worden.
Deshalb sei nicht erkennbar gewesen, von welchen Erwerbseinkommen der Ehefrau
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die EL-Durchführungsstelle ausgegangen sei. Somit habe der Versicherte die
Ergänzungsleistungen gutgläubig bezogen. Da eine grosse Härte gegeben sei, sei eine
Rückforderung ohnehin ausgeschlossen. Gemäss Art. 25 Abs. 4 ELV hätte dem
Versicherten erst ab dem 1. Juni 2013 ein hypothetisches Erwerbseinkommen
angerechnet werden dürfen. Da die EL-Durchführungsstelle die
Einkommensverhältnisse nicht genügend abgeklärt habe, sei die Rückforderung
verwirkt. Die EL-Durchführungsstelle beantragte am 20. August 2013 die Abweisung
der Beschwerde (EL 2013/29, act. G 7). Am 2. September 2013 bewilligte die
verfahrensleitende Richterin die unentgeltliche Rechtsverbeiständung im
Beschwerdeverfahren (EL 2013/29, act. G 8).
C.
C.a Am 18. April 2013 hatte die zuständige AHV-Zweigstelle der EL-
Durchführungsstelle den Lohnausweis der Ehefrau für 2010 übermittelt. Dieser wies
einen Bruttolohn von Fr. 22‘107.-- aus (EL-act. D3, 27 f.). Die EL-Durchführungsstelle
nahm eine Neuberechnung auch für die Periode Januar 2010 bis und mit Dezember
2011 vor. Die Anspruchsberechnung für Januar bis Dezember 2010 erfuhr nur in Bezug
auf das Erwerbseinkommen der Ehefrau eine Veränderung. Angerechnet wurde ein
Bruttoerwerbseinkommen von Fr. 22‘107.-- (bisher Fr. 9‘540.--). Dadurch stieg die
Summe der anrechenbaren Erwerbseinkommen von Fr. 21‘225.-- auf Fr. 29‘250.--.
Dies hatte zur Folge, dass die Ergänzungsleistung Fr. 2‘991.-- betrug (bisher Fr.
3‘660.--). Die darin enthaltene ausserordentliche Ergänzungsleistung von Fr. 90.--
erfuhr keine Veränderung (EL-act. D3, 22). Auch die Anspruchsberechnung für die
Periode Januar bis und mit November 2011 veränderte sich nur in Bezug auf das
Erwerbseinkommen der Ehefrau. Angerechnet wurden Fr. 19‘796.-- (bisher Fr.
9‘540.--). Die anrechenbaren Erwerbseinkommen machten damit statt Fr. 21‘225.--
korrekt Fr. 27‘724.-- aus. Die monatliche Ergänzungsleistung betrug damit Fr. 3‘254.--
(bisher Fr. 3‘795.--), wobei die darin enthaltene ausserordentliche Ergänzungsleistung
wiederum nicht tangiert war (EL-act. D3, 24). Auch die Korrektur der
Anspruchsberechnung für Dezember 2011 umfasste nur die Anrechnung des
Erwerbseinkommens der Ehefrau von Fr. 19‘796.-- (bisher Fr. 9‘540.--). Der Anstieg
des Betrages der anrechenbaren Erwerbseinkommen auf Fr. 27‘724.-- (bisher Fr.
21‘225.--) hatte zur Folge, dass sich die Ergänzungsleistung auf Fr. 2‘894.-- (bisher Fr.
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3‘435.--) belief (EL-act. D3, 23). Daraus resultierte eine Rückforderung für die Periode
Januar 2010 bis und mit Dezember 2011 von Fr. 14‘520.--. Die entsprechende
Verfügung erging am 23. April 2013 (EL-act. D3, 25).
C.b Dagegen liess der Versicherte am 22. Mai 2013 Einsprache erheben und
beantragen, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben (EL-act. D3,
11). Der Rechtsvertreter des Versicherten ersuchte auch in diesem Einspracheverfahren
um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und -vertretung. Zur
Begründung des Hauptbegehrens führte der Rechtsvertreter aus, der Versicherte habe
am 1. Juli 2012 mit seiner Familie eine neue Wohnung bezogen und die alte Wohnung
in der eigenen Liegenschaft vermietet. Vor dieser Änderung habe es keine Änderung
gegeben, die eine Anpassung der Ergänzungsleistung zuliesse. Da es für den
Versicherten nicht erkennbar gewesen sei, welches Erwerbseinkommen seiner Ehefrau
der Anspruchsberechnung zugrunde gelegt worden sei, habe er auch nicht erkennen
können, ob dieses Einkommen richtig oder falsch gewesen sei. Zudem hätte die EL-
Durchführungsstelle das Einkommen überprüfen müssen, was sie aber unterlassen
habe. Diese Pflichtverletzung dürfe nicht dem Versicherten angelastet werden, indem
die EL-Durchführungsstelle nun eine Rückforderung geltend mache. Weshalb dem
Versicherten selbst ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 24‘960.--
angerechnet werde, sei nicht ersichtlich. Für diese Anpassung gebe es keinen Grund.
Das Erwerbseinkommen der Ehefrau werde bestritten. Weil keine
Meldepflichtverletzung vorliege,
sei die Rückforderung bereits aus diesem Grund „abzuweisen“.
C.c Am 6. Juni 2013 liess der Versicherte auch gegen die Verfügung vom 11. April
2013 Einsprache erheben (EL-act. D3, 7). Mit dieser Verfügung hatte die EL-
Durchführungsstelle bekanntlich rückwirkend ab Februar 2013 dem Umstand
Rechnung getragen, dass ein Kind des Versicherten ab diesem Zeitpunkt einen
Praktikumslohn erzielt hatte. Die von Februar bis und mit April 2013 zuviel bezogenen
Ergänzungsleistungen waren damit zurückgefordert worden. Der Rechtsvertreter des
Versicherten beantragte die vollumfängliche Aufhebung der Verfügung vom 11. April
2013 sowie die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und -vertretung im
Einspracheverfahren. Er machte geltend, der Versicherte habe die angefochtene
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Verfügung erst am 29. Mai 2013 erhalten. Die Begründung des Hauptbegehrens
entsprach derjenigen in den beiden früheren Einsprachen. Insbesondere wurde geltend
gemacht, es liege keine Meldepflichtverletzung vor.
C.d Die EL-Durchführungsstelle trat auf beide Einsprachen ein und vereinigte sie. In
ihrem Entscheid vom 18. Juni 2013 wies sie beide Einsprachen ab (EL-act. D3, 4). Sie
verneinte ausserdem einen Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung
mangels sachlicher Gebotenheit des Beizuges eines Rechtsanwalts. In Bezug auf die
Verfügung vom 11. April 2013 führte sie zur Begründung an, der Praktikumsvertrag sei
erst im April 2013 eingereicht worden. Deshalb habe die Ergänzungsleistung
rückwirkend ab dem 1. Februar 2013 korrigiert werden müssen und die zu Unrecht
ausgerichteten Ergänzungsleistungen hätten zurückgefordert werden müssen. Das sei
rückwirkend eine Wiedererwägung und für die Zukunft eine Revision gewesen.
Betreffend die Verfügung vom 23. April 2013 machte die EL-Durchführungsstelle
geltend, sie habe bereits mit der Verfügung vom 6. November 2012 eine
Wiedererwägung vorgenommen und auch mit der Verfügung vom 23. April 2013 sei
wieder eine Wiedererwägung erfolgt. Das dem Versicherten gestützt auf Art. 14a Abs. 2
lit. a ELV anzurechnende hypothetische Erwerbseinkommen habe 2009/2010 Fr.
24‘960.--, 2011/2012 Fr. 25‘400.-- und 2013 Fr. 25‘613.-- betragen. Sobald diese
Beträge der Teuerung angepasst würden, erfolgten praxisgemäss Anpassungen der
laufenden Ergänzungsleistung, falls deren Berechnung ohnehin überprüft werden
müsse. Deshalb sei Art. 25 Abs. 4 ELV nicht anwendbar. Die mit der periodischen
Überprüfung im September 2012 eingereichten Unterlagen hätten gezeigt, dass die
Ehefrau mehr verdient habe, als in der Anspruchsberechnung berücksichtigt worden
sei. Die Anspruchsbemessung als solche sei nicht bestritten worden; sie sei korrekt.
Eine anwaltliche Vertretung in den Einspracheverfahren sei nicht notwendig gewesen,
denn der Versicherte hätte ohne weiteres selbst geltend machen können, dass der
Lohn seiner Ehefrau nicht korrekt in die Anspruchsberechnung übernommen worden
sei, und er hätte die Beträge seines hypothetischen Erwerbseinkommens telefonisch
erfragen können.
D.
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D.a Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) liess auch gegen den
Einspracheentscheid vom 18. Juni 2013 Beschwerde erheben. Sein Rechtsvertreter
beantragte die vollumfängliche Aufhebung dieses Einspracheentscheides, eventualiter
die Rückweisung an die EL-Durchführungsstelle zur erneuten Beurteilung (EL 2013/49,
act. G 1). Ausserdem ersuchte er um die unentgeltliche Prozessführung und -
vertretung. Zur Begründung seines materiellen Beschwerdebegehrens machte er
wieder geltend, in Anwendung von Art. 25 Abs. 4 ELV hätte frühestens ab Juni 2013 ein
hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet werden dürfen. Da sich der
Beschwerdeführer nie zur vorgesehenen Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens habe äussern können, liege eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs vor, welche die Anrechnung eines solchen Einkommens ausschliesse. Der
Beschwerdeführer habe den Berechnungsblättern nicht entnehmen können, dass ihm
ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet worden sei. Deshalb sei eine
Leistungsanpassung nur ex nunc möglich. Damit falle die Rückforderung dahin. Zudem
sei die Rückforderung verwirkt, weil die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) viel früher vom Erwerbseinkommen der Ehefrau hätte Kenntnis
haben müssen. Der Mietzinsabzug sei um Fr. 5‘000.-- zu tief ausgefallen. Dieser Betrag
sei auch bei der ausserordentlichen Ergänzungsleistung nicht berücksichtigt worden.
D.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 26. August 2013 die Abweisung der
Beschwerde (EL 2013/49, act. G 3).
D.c Am 2. September 2013 bewilligte die verfahrensleitende Richterin die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung in beiden Beschwerdeverfahren (EL-act. 2013/49,
act. G 4).

Erwägungen
1. Wie noch darzulegen sein wird, betrafen die beiden Verfügungen vom 6.
November 2012 und vom 23. April 2013 ein und denselben Entscheidgegenstand, so
dass an sich nur eine Verfügung hätte erlassen werden dürfen, um die Gefahr sich
widersprechender Entscheide zu verhindern. Dasselbe muss natürlich auch für die
beiden angefochtenen Einspracheentscheide gelten, soweit sie sich auf die
Rückforderung unrechtmässig bezogener ordentlicher Ergänzungsleistungen und die
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Überprüfung der Zusprache ausserordentlicher Ergänzungsleistungen beziehen. Die
entsprechenden Beschwerdeverfahren sind deshalb zu vereinigen. Der Gegenstand der
Verfügung vom 11. April 2013 liess zwar eine eigenständige Entscheidung zu. Da die
gegen diese Verfügung gerichtete Einsprache (die im Übrigen als rechtzeitig erhoben
betrachtet werden muss, weil eine frühere Eröffnung der Verfügung vom 11. April 2013
nicht nachgewiesen werden kann) aber mit der Einsprache gegen die Verfügung vom
23. April 2013 vereint wurde, da dieselben Akteure die entsprechenden Parteirollen
innehaben, da ein relevanter Sachzusammenhang besteht und insbesondere da ein
verfahrensökonomischer Vorteil zu erwarten ist, rechtfertigt es sich, auch die
Beschwerde betreffend den Gegenstand der Verfügung vom 11. April 2013 mit den
anderen beiden Beschwerden zu vereinigen. Für die in beiden Einspracheentscheiden
enthaltene Abweisung der Gesuche um die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung in den beiden Einspracheverfahren gilt, dass der jeweilige enge
sachverhaltliche und rechtliche Zusammenhang mit den materiellen Entscheidinhalten
und die Identität der Parteien die Vereinigung mit den bereits vereinigten materiellen
Einspracheentscheiden erfordern.
2.
2.1 Mit den Verfügungen vom 6. November 2012, 11. April 2013 und 23. April 2013
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ausbezahlte ordentliche
Ergänzungsleistungen zurückgefordert. Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind
unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Als unrechtmässig bezogen ist
eine Leistung zu betrachten, wenn die Verfügungsgrundlage (oder eine andere
Entscheidgrundlage) fehlt. Das bedeutet, dass erst dann von einem unrechtmässigen
Leistungsbezug als Voraussetzung einer Rückforderung ausgegangen werden kann,
wenn die Verfügung (oder die andere Entscheidgrundlage), auf die sich die Ausrichtung
der nun zurückzufordernden Leistung gestützt hatte, korrigiert, d.h. durch eine neue
Verfügung ersetzt worden ist und wenn diese neue Verfügung einen Rentenanspruch
verneint oder rückwirkend eine tiefere Leistung gewährt. Die Rückforderung setzt also
die vorgängige Korrektur der früheren Leistungszusprache zwingend voraus. In aller
Regel handelt es sich bei der neuen Verfügung um eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs.
2 ATSG) oder um eine rückwirkende Revision (Art. 17 ATSG). Keine der drei
Verfügungen der Beschwerdegegnerin enthält ausdrücklich die Anordnung einer
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Wiedererwägung oder einer rückwirkenden Revision einer früheren
Leistungsverfügung. Die Beschwerdegegnerin hat in diesen drei Verfügungen nur
geltend gemacht, dass sie die Ergänzungsleistung neu habe berechnen müssen bzw.
dass sie die Berechnung habe anpassen müssen. Das entspricht der ständigen Praxis
der Beschwerdegegnerin. Würden derartige Verfügungen der Beschwerdegegnerin als
reine Rückforderungsverfügungen interpretiert, die sich ausschliesslich auf Art. 25 Abs.
1 Satz 1 ATSG stützten, wären sie rechtswidrig, weil die früheren Verfügungen, mit
denen zu hohe Leistungen oder überhaupt zu Unrecht Leistungen zugesprochen
worden waren, für die Beschwerdegegnerin verbindlich blieben und deshalb eine
Rückforderung ausschlössen. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen geht
deshalb in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass die Beschwerdegegnerin
stillschweigend auch die jeweils zutreffende Korrektur (Wiedererwägung, rückwirkende
Revision, selten prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG) verfügt habe. Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen geht weiter davon aus, dass alle
Verfügungen der Beschwerdegegnerin das Ende des Kalenderjahres „überleben“, dass
die Verfügungen der Beschwerdegegnerin nicht auf das Ende des jeweiligen
Kalenderjahres befristet sind. Entgegen der vom Bundesgericht (ohne Grundlage im
Gesetzeswortlaut, in der Entstehungsgeschichte des ELG, in der Gesetzessystematik
oder im Sinn und Zweck der entsprechenden Artikel des ELG, vgl. dazu SBVR Bd. XIV,
2. A., S. 1654 ff.) behaupteten Kalenderjahrbefristung der Verfügungen sind demnach
jene Verfügungen, mit denen eine Ergänzungsleistung ab dem 1. Januar festgesetzt
wird, keine erstmalige Leistungszusprache, sondern eine Revision gemäss Art. 17 Abs.
2 ATSG, mit der eine laufende Ergänzungsleistung den Veränderungen in den
Ausgaben und/oder Einnahmenpositionen (zu denen beispielsweise auch eine
Erhöhung der Pauschalen für die Krankenkassenprämien oder des Lebensbedarfs
gehören) angepasst wird. Eine Rückforderungsverfügung kann aber nur dann eine
stillschweigende Korrektur einer früheren Leistungsverfügung enthalten, wenn im
Zeitpunkt, ab dem die Beschwerdegegnerin einen unrechtmässigen Leistungsbezug
annimmt, entweder eine entsprechende revisionsrechtlich relevante
Sachverhaltsveränderung eingetreten ist, so dass eine rückwirkende Revision auf
diesen Zeitpunkt erfolgen kann, oder wenn eine zweifellos unrichtige Verfügung mit
jenem Wirkungszeitpunkt zu korrigieren ist, mit dem die Rückforderung einsetzt.
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2.2 Die am 11. April 2013 verfügte Rückforderung setzt mit dem 1. Februar 2013
ein. An diesem Tag hat ein Kind des Beschwerdeführers ein entlöhntes Praktikum
angetreten. Die Verfügung vom 11. April 2013 kann deshalb eine stillschweigende,
rückwirkende revisionsweise Herabsetzung der laufenden Ergänzungsleistung
enthalten. Für die Verfügung vom 6. November 2012 trifft das nicht zu. Die darin
angeordnete Rückforderung setzt mit dem 1. Januar 2012 ein. Die ursprüngliche
Verfügung mit Wirkung ab 1. Januar 2012 vom 28. Dezember 2011 war zwar
grundsätzlich ebenfalls eine Revisionsverfügung, da sie den EL-Anspruch, der gemäss
einer Verfügung vom 5. Dezember 2011 Fr. 3‘435.-- betragen hatte, auf Fr. 3‘469.--
erhöhte. Diese Revision betraf aber weder die Ausgabenposition Hypothekarzinsen
noch die Einnahmenposition Erwerbseinkommen, die mit der Verfügung vom 6.
November 2012 rückwirkend ab 1. Januar 2012 korrigiert worden sind. Auf den ersten
Blick kann die Verfügung vom 6. November 2012 also nur eine stillschweigende
Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 28. Dezember 2011 beinhaltet haben,
die zweifellos unrichtig war, weil sie weder eine Reduktion des Hypothekarzinses noch
die Erhöhung der Summe der Erwerbseinkommen enthalten hatte. Insbesondere die
Einnahmenposition Erwerbseinkommen zeigt aber, dass diese Interpretation der
Rückforderungsverfügung vom 6. November 2012 dem Gesamtbild der
Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin nicht gerecht würde. Die Summe der
anrechenbaren Erwerbseinkommen ist nämlich nicht per 1. Januar 2012 von Fr.
21‘225.-- auf Fr. 27‘712.-- angestiegen. Die entsprechenden Einnahmen waren schon
vor dem 1. Januar 2012 deutlich höher als Fr. 21‘225.--. Das dürfte der
Beschwerdegegnerin am 6. November 2012 aber noch nicht bewusst gewesen sein,
weshalb sie wohl tatsächlich angenommen hat, sie ziehe die Revisionsverfügung vom
28. Dezember 2011 in Wiedererwägung. Vor dem Erlass des Einspracheentscheides
vom 19. April 2013 hat die Beschwerdegegnerin dann aber festgestellt, dass es nicht
um die Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 28. Dezember 2011 gehen
konnte, sondern dass der EL-Anspruch ab dem Beginn, d.h. ab dem 1. Januar 2010,
neu festgesetzt werden musste. Demnach musste die ursprüngliche Verfügung vom
10. Juni 2010 aufgehoben und durch eine korrekte Leistungszusprache ab 1. Januar
2010 ersetzt werden, womit alle späteren Revisionsverfügungen, also auch eine
allfällige Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 28. Dezember 2011, dahinfallen
würden, da sie sich auf die Verfügung vom 10. Juni 2010 gestützt und diese modifiziert
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hatten (bzw. noch modifizieren würden). Da eine Wiedererwägung der Verfügung vom
10. Juni 2010 bevorstand, machte es keinen Sinn mehr, im Einspracheentscheid vom
19. April 2013 eine Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 28. Dezember 2011
vorzunehmen. Dieser Einspracheentscheid hätte sich nämlich ebenfalls auf die
Verfügung vom 10. Juni 2010 stützen müssen, deren Wiedererwägung bevorstand, so
dass die Verfügungsgrundlage weggefallen wäre. Der Einspracheentscheid vom 19.
April 2013 kann deshalb nur so interpretiert werden, dass damit ausschliesslich über
die Rückforderung eines Teils der zu Unrecht ausgerichteten Ergänzungsleistungen
befunden wurde; die entsprechende Korrektur der früheren Verfügungen, mit denen zu
hohe Ergänzungsleistungen zugesprochen worden waren, sollten erst noch folgen, d.h.
später selbständig verfügt werden. Auch die Rückforderung der ab Februar 2013 zu
Unrecht ausgerichteten ordentlichen Ergänzungsleistungen kann angesichts der später
erfolgenden Korrektur der ursprünglichen Leistungszusprache vom 10. Juni 2010 nur
die Rückforderung der ab 1. Februar 2013 zu Unrecht ausgerichteten
Ergänzungsleistungen, aber keine rückwirkende Revision per 1. Februar 2013
beinhaltet haben. Die am 23. April 2013 schliesslich verfügte Wiedererwägung der
Verfügung vom 10. Juni 2010 hat verfahrensrechtlich eine Situation geschaffen, die
sich nicht von der (fiktiven) Situation unterschieden hat, die vorgelegen hätte, wenn
über das Leistungsbegehren vom Januar 2010 erst im Juni 2013 verfügt worden wäre,
m.a.W. der Einspracheentscheid vom 18. Juni 2013 beinhaltet im Ergebnis nichts
anderes als eine rückwirkende abgestufte erstmalige Zusprache einer
Ergänzungsleistung. Mit der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Verfügung vom
10. Juni 2010 sind nämlich notwendigerweise auch alle sich auf diese Verfügung
stützenden und sie modifizierenden Revisionsverfügungen aufgehoben worden. Das
bedeutet, dass im Beschwerdeverfahren ohne Bindung an irgendwelche Verfügungen
zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in ihrem Wiedererwägungsentscheid den EL-
Anspruch des Beschwerdeführers mit Wirkung ab 1. Januar 2010 rechtmässig
festgesetzt hat. Demnach ist auch die Rechtmässigkeit der in mehreren Teilschritten
geltend gemachten Rückforderung zu Unrecht ausgerichteter ordentlicher
Ergänzungsleistungen zu prüfen. Da die wiedererwägungsweise aufgehobene
Verfügung vom 10. Juni 2010 auch den Anspruch des Beschwerdeführers auf
ausserordentliche Ergänzungsleistungen geregelt hat, ist diesbezüglich frei zu prüfen,
ob die Leistungszusprache in den angefochtenen beiden Einspracheentscheiden
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den massgebenden Bestimmungen des kantonalen Rechts entspricht.
3.
3.1
3.1.1 Die Ausgabenpositionen pauschale Krankenversicherungsbeiträge und
Lebensbedarf sind gesetzlich vorgegeben. Ihre Höhe hängt von der Zahl der in die
Anspruchsberechnung einbezogenen Erwachsenen und Kinder ab. Die
Beschwerdegegnerin hat sowohl bei der ursprünglichen als auch bei der
wiedererwägungsweise korrigierten Anspruchsberechnung den Beschwerdeführer,
dessen Ehefrau und vier Kinder berücksichtigt. In Bezug auf diese beiden
Ausgabenpositionen ist die korrigierte Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2010
korrekt. Der von der Beschwerdegegnerin sowohl bei der ursprünglichen als auch bei
der korrigierten Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2010 berücksichtigte
Hypothekarzins von Fr. 6‘531.-- beruht auf der Zinsabrechnung der Bank für die
Periode 1. April bis 31. Dezember 2009. Gemäss dem Hypothekarvertrag (EL-act. D1,
18-6) hat der Beschwerdeführer Ende März 2009 eine Festhypothek über Fr. 317‘000.--
zu einem Zins von 1.65 % pro Jahr und eine Festhypothek über Fr. 50‘000.-- zu einem
Zins von 2.65 % aufgenommen. Die Amortisation betrug Fr. 1‘000.-- pro Quartal und
war erstmals per 30. Juni 2009 zahlbar. Gemäss der Steuerveranlagung betrug der
Schuldzins im Jahr 2010 denn auch weniger als im Vorjahr, nämlich Fr. 6‘449.-- (EL-
act. D1, 17-12). Auf diesen Betrag ist abzustellen. Im Jahr 2010 wohnte der
Beschwerdeführer in seiner eigenen Liegenschaft. In der ursprünglichen
Anspruchsberechnung beruhten die Ausgabenpositionen Liegenschaftsunterhalt und
Mietzins auf der amtlichen Grundstückschätzung vom 19. Februar 2010 (EL-act. D1,
60-3 f.). Laut dieser Schätzung belief sich der gesamte amtliche Mietwert auf Fr.
22‘800.--. Dieser Betrag setzte sich zusammen aus dem Mietwert der
Vierzimmerwohnung von Fr. 8‘400.--, dem Mietwert der Fünfzimmerwohnung von Fr.
10‘800.-- und dem Mietwert des Kiosks von Fr. 3‘600.--. Da der Beschwerdeführer in
der Fünfzimmerwohnung lebte, wurde der entsprechende Mietwert von Fr. 10‘800.--
sowohl in der ursprünglichen als auch in der korrigierten Anspruchsberechnung zu
Recht als Ausgabe berücksichtigt. Der Mietwert der Vierzimmerwohnung, die von nicht
in die EL-Anspruchsberechnung einbezogenen Personen genutzt wurde, blieb zu Recht
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sowohl in der ursprünglichen wie in der korrigierten Anspruchsberechnung auf der
Ausgabenseite unberücksichtigt. Der Mietwert des (zu diesem Zeitpunkt noch nicht
vermieteten) Kiosks hingegen wurde in der ursprünglichen wie in der korrigierten
Anspruchsberechnung berücksichtigt, d.h. es wurde eine Mietzinsausgabe in der
entsprechenden Höhe fingiert. Das lässt sich nur damit erklären, dass der
entsprechende Mietwert auch auf der Einnahmenseite als (fiktiver) Ertrag angerechnet
wurde. Die Anrechnung des Mietwerts des Kiosks war jedoch nicht korrekt, da als
Mietzinsausgabe lediglich der Mietwert jener Räume zu berücksichtigen ist, die vom
EL-Bezüger tatsächlich bewohnt werden. Damit reduziert sich der Mietzinsabzug auf
Fr. 10‘800.--, zusammen mit der gemäss Art. 16a Abs. 3 ELV zu berücksichtigenden
Nebenkostenpauschale von Fr. 1‘680.-- auf Fr. 12‘480.--. Damit ist der bundesrechtlich
vorgegebene Maximalabzug von Fr. 15‘000.-- nicht überschritten, so dass gemäss Art.
6 ELG/SG (sGS 351.5) ab 1. Januar 2010 kein Anspruch auf eine ausserordentliche
Ergänzungsleistung bestanden hat. Diesbezüglich erweist sich sowohl die
ursprüngliche als auch die korrigierte Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2010 als
gesetzwidrig. Zur Ermittlung des pauschalen Liegenschaftsunterhalts stellte die
Beschwerdegegnerin nicht auf den Mietwert der selbstgenutzten Fünfzimmerwohnung
von Fr. 10‘800.--, sondern auf den Gesamtmietwert von Fr. 22‘800.-- ab.
Dementsprechend berücksichtigte sie eine Pauschale von Fr. 4‘560.-- (20% gemäss
Art. 16 Abs. 1 ELV i.V.m. Art. 29 Abs. 1 StV/SG, sGS 811.11). Sie interpretierte die
steuerliche Regelung also so, dass vom gesamten Mietwert einer Liegenschaft
auszugehen sei. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in seinem
Entscheid vom 8. September 2015 (EL 2014/14) ausgeführt, dass die steuerlich
vorgesehene Pauschalierung des Liegenschaftsunterhalts nur der Vereinfachung der
Sachverhaltsabklärung dienen könne. Die Höhe des Unterhaltsaufwandes stehe
nämlich in keinem Zusammenhang mit dem Ertrag aus der Liegenschaft, so dass der
amtliche Mietwert nur deshalb gewählt worden sei, um auf eine vorgegebene Grösse
abstellen zu können, d.h. nicht immer die effektiv angefallenen Unterhaltskosten
erheben zu müssen. Wenn man mit dieser Vorgehensweise das Abklärungsverfahren
habe vereinfachen wollen, dann mache es keinen Sinn, auf den effektiv erzielten
Liegenschaftsertrag abzustellen, denn dieser müsste für jedes Jahr wieder erhoben
werden. An die Stelle der aufwendigen Ermittlung der effektiven Unterhaltskosten träte
dann die kaum weniger aufwendige Ermittlung des effektiven Liegenschaftsertrages.
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Das bedeutet für den vorliegenden Fall, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von
einem pauschalen Liegenschaftsunterhalt von Fr. 4‘560.-- ausgegangen ist. Das Total
der anerkannten Ausgaben beläuft sich somit auf Fr. 96‘121.--.
3.1.2 Dieser Betrag darf allerdings erst ab 1. März 2010 Berücksichtigung finden, denn
die Anspruchsberechnung für Januar und Februar 2010 muss sich noch auf die
amtliche Grundstückschätzung vom 12. April 2000 stützen, da die Neuschätzung erst
im Februar 2010 erfolgt ist. Gemäss dieser alten Schätzung beliefen sich der
Gesamtmietwert auf Fr. 16‘800.-- und der Mietwert der selbstgenutzten
Fünfzimmerwohnung auf Fr. 6‘000.--. Das entspricht einer Unterhaltskostenpauschale
von Fr. 3‘360.-- und Mietzinsausgaben (inklusive Nebenkostenpauschale) von Fr.
7‘680.--. Für Januar und Februar 2010 beträgt das Total der anerkannten Ausgaben
also Fr. 90‘121.--. Auch für diese beiden Monate gilt, dass kein Anspruch auf eine
ausserordentliche Ergänzungsleistung bestanden hat, weil der bundesrechtlich
vorgegebene Höchstbetrag des Mietzinses (Fr. 15‘000.--) nicht überschritten worden
ist.
3.1.3 Die Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2011 weist auch in ihrer
wiedererwägungsweise korrigierten Form nur Veränderungen des Lebensbedarfs und
der Pauschale für die Krankenversicherungsbeiträge auf. Die Hypothekarzinsen
wurden, wie im Vorjahr, mit Fr. 6‘531.-- veranschlagt. Diese haben jedoch gemäss der
Zins- und Kapitalbescheinigung der Darlehensgeberin im Jahr 2011 nur noch
(aufgerundet) Fr. 6‘025.-- betragen (EL-act. D1, 18-1). Bei (fiktiven) Mietzinsausgaben
von Fr. 12‘480.--, Hypothekarzinsen von Fr. 6‘025.-- und pauschalen
Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 4‘560.-- resultiert ein Ausgabentotal ab 1.
Januar 2011 von Fr. 97‘558.--. Ab 1. Dezember 2011 vermietete der Beschwerdeführer
seinen Kiosk. Die Miete belief sich auf Fr. 5‘400.--. Die Beschwerdegegnerin trug dem
sowohl in der ursprünglichen als auch in der wiedererwägungsweise korrigierten
Anspruchsberechnung Rechnung, indem sie den gesamten amtlichen Mietwert von Fr.
22‘800.-- (bestehend u.a. aus dem Mietwert des Kiosks von Fr. 3‘600.--) um den Ertrag
aus der Vermietung des Kiosks, also um Fr. 5‘400.--, auf Fr. 28‘200.-- erhöhte. Das war
rechtswidrig, denn der Kiosk konnte nicht zweimal einen Ertrag abwerfen, fiktiv Fr.
3‘600.-- und zusätzlich effektiv Fr. 5‘400.--. Wie in Erw. 3.1.1 erläutert, entspricht die
Unterhaltspauschale 20 % des amtlichen Mietwerts. Da sich dieser nicht verändert hat,
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betrugen die anrechenbaren Liegenschaftsunterhaltskosten ab 1. Dezember 2011
weiterhin Fr. 4‘560.--. Das Ausgabentotal hat sich per 1. Dezember 2011 somit nicht
verändert und weiterhin Fr. 97‘558.-- entsprochen. Der Beschwerdeführer hatte also für
die gesamte Zeit vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2011 keinen Anspruch auf
eine ausserordentliche Ergänzungsleistung.
3.1.4 Sowohl die ursprüngliche als auch die korrigierte Anspruchsberechnung ab 1.
Januar 2012 wiesen auf der Ausgabenseite erhöhte pauschale
Krankenversicherungsbeiträge von Fr. 13‘176.-- aus. Der Lebensbedarf hingegen blieb
unverändert bei Fr. 61‘725.--. Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte in der
ursprünglichen und in der korrigierten Anspruchsberechnung zu Unrecht einen
pauschalen Liegenschaftsunterhalt von Fr. 5‘640.-- und Mietzinsausgaben von Fr.
14‘400.-- bzw. Fr. 16‘080.--. Da sich diesbezüglich keinen Veränderung gegenüber der
Anspruchsberechnung bis Ende Dezember 2011 ergeben hatte, ist auch für die Zeit ab
1. Januar 2012 von einem pauschalen Liegenschaftsunterhalt von Fr. 4‘560.-- und von
(fiktiven) Mietzinsausgaben von Fr. 12‘480.-- auszugehen. Aufgrund der vertraglich
vereinbarten Amortisation ist davon auszugehen, dass der Hypothekarzins für das Jahr
2012 tiefer gewesen ist als im Jahr 2011. Da für das Jahr 2012 weder eine Zins- und
Kapitalbescheinigung (für das ganze Jahr) noch die Steuerveranlagung im Recht liegt,
kann der für das Jahr 2012 bezahlte und damit in der Anspruchsberechnung zu
berücksichtigende Hypothekarzins nicht festgesetzt werden. Demnach steht nicht fest,
wie hoch das Ausgabentotal ab 1. Januar 2012 gewesen ist. Die Beschwerdegegnerin
wird daher noch abklären müssen, wie hoch die Hypothekarzinsen im Jahr 2012
ausgefallen sind.
3.1.5 Am 1. Juli 2012 trat auf der Ausgabenseite der Anspruchsberechnung eine
Veränderung ein, die auf den Umstand zurückzuführen war, dass der
Beschwerdeführer an diesem Tag von der eigenen Liegenschaft in eine Mietwohnung
umgezogen war. Der Mietzins für die Mietwohnung belief sich auf Fr. 1‘900.--
monatlich. Hinzu kamen Nebenkosten à conto von Fr. 500.-- monatlich (EL-act. D1,
15-2). Der Beschwerdeführer hatte die bis dahin genutzte Fünfzimmerwohnung in der
eigenen Liegenschaft ab 1. Juli 2012 vermietet. Der Kiosk war weiterhin vermietet und
in der Vierzimmerwohnung lebte der Onkel des Beschwerdeführers, wobei sich den
Akten weder entnehmen lässt, wann der Wechsel von den Schwiegereltern zum Onkel
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stattgefunden hatte und ob der Onkel einen Mietzins bezahlte und gegebenenfalls wie
hoch dieser Mietzins war. Mit dem Wechsel des Beschwerdeführers in eine
Mietwohnung konnte der Eigenmietwert der eigenen Liegenschaft nicht mehr als
fiktiver Mietzins auf der Ausgabenseite und als fiktiver Mietertrag auf der
Einnahmenseite der Anspruchsberechnung berücksichtigt werden. Auf der
Ausgabenseite war deshalb − wie dies die Beschwerdegegnerin getan hat − der
effektiv bezahlte Mietzins für die neue Wohnung (ohne Radio-/TV-Anschlussgebühr von
Fr. 20.-- monatlich) von Fr. 2‘380.-- bzw. Fr. 28‘560.-- anzurechnen. Damit war das
bundesrechtliche Mietzinsmaximum von Fr. 15‘000.-- überschritten und auch das
Mietzinsmaximum gemäss Art. 6 ELG/SG von Fr. 5‘000.-- erreicht und die Anrechnung
einer Miete von Fr. 20‘000.-- korrekt. Bei der Bemessung des pauschalen
Liegenschaftsunterhalts ging die Beschwerdegegnerin von Mietzinseinnahmen aus der
eigenen Liegenschaft von insgesamt Fr. 33‘000.-- aus. Dieser Betrag setzte sich aus
dem Mietertrag des Kiosks von Fr. 5‘400.--, dem Nettomietertrag aus der
Fünfzimmerwohnung von Fr. 19‘200.-- (12 x Fr. 1‘600.--) und dem Mietwert der
Vierzimmerwohnung von Fr. 8‘400.-- zusammen. Die Unterhaltskostenpauschale hat
weiterhin Fr. 4‘560.-- betragen, da vom amtlichen Mietwert auszugehen ist und nicht
vom tatsächlichen Liegenschaftsertrag. Auch für die Zeit ab 1. Juli 2012 kann die Höhe
der Gesamtausgaben nicht festgelegt werden, da die Angaben zum Hypothekarzins
fehlen.
3.1.6 Ab 1. August 2012 berücksichtigte die Beschwerdegegnerin auf der
Ausgabenseite der Anspruchsberechnung neu einen Hypothekarzins von Fr. 6‘561.--.
Dies beruhte auf den Angaben des Beschwerdeführers im Beiblatt 1 zum Fragebogen,
laut denen sich die Summe der Hypotheken auf Fr. 414‘000.-- belief, auf denen ein
Hypothekarzins von Fr. 6‘561.-- zu bezahlen war (EL-act. D1, 16-8). Diese Auskunft des
Beschwerdeführers wird durch die Akten nur teilweise bestätigt, denn diese enthalten
nur einen Beleg für eine am 17. August 2012 gewährte Hypothek über Fr. 60‘000.-- zu
einem Zinssatz von 1.20%. Gemäss der Steuerveranlagung 2011 hatte die Hypothek
am 31. Dezember 2011 noch Fr. 356‘700.-- betragen. Die Entwicklung dieser Hypothek
nach dem 31. Dezember 2011 und die Höhe der Zinssätze der einzelnen Hypotheken
sind in den Akten nicht belegt. Damit kann nicht überprüft werden, ob die Angaben des
Beschwerdeführers betreffend den Hypothekarzins ab 1. August 2012 richtig sind.
Auch diesbezüglich wird die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt weiter
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abzuklären haben.
3.1.7 Per 1. Januar 2013 erfuhr die Ausgabenseite der Anspruchsberechnung die
übliche Veränderung als Folge der Anhebung der Pauschale für die
Krankenversicherungsprämien und des Lebensbedarfs. Akten, welche die Höhe der
hypothekarischen Belastung und insbesondere die Höhe des vom Beschwerdeführer
entrichteten Hypothekarzinses belegen würden, fehlen. Das Total der anerkannten
Ausgaben ab 1. Januar 2013 wird deshalb ebenfalls erst bestimmt werden können,
wenn die Beschwerdegegnerin die notwendigen Sachverhaltsabklärungen nachgeholt
haben wird. Der Umstand, dass ein Kind des Beschwerdeführers ab dem 1. Februar
2013 einen Praktikumslohn erzielt hat, hat sich auf der Ausgabenseite der
Anspruchsberechnung nicht ausgewirkt. Die Anspruchsberechnung ab 1. Februar 2013
entspricht deshalb auf der Ausgabenseite derjenigen ab 1. Januar 2013, so dass auch
hier das Ergebnis der Abklärungen zur Entwicklung der hypothekarischen Belastung
und damit zur Höhe des zu bezahlenden Hypothekarzinses massgebend sein wird.
3.2
3.2.1 Der Anmeldung zum Leistungsbezug lag eine Bestätigung des Arbeitgebers der
Ehefrau des Beschwerdeführers vom 23. November 2009 bei, laut der die Ehefrau ab
dem 1. Februar 2010 einen Monatslohn von Fr. 795.-- erzielen würde. Bei der
ursprünglichen Anspruchsberechnung, die weitgehend pro futuro erfolgte,
berücksichtigte die Beschwerdegegnerin diesen auf ein Jahr umgerechneten
Bruttolohn (Fr. 9‘540.--). Bei der korrigierten Anspruchsberechnung, die rückwirkend
erfolgte, verfügte die Beschwerdegegnerin bereits über den Lohnausweis für 2010 (EL-
act. D3, 28), d.h. sie wusste, wieviel die Ehefrau des Beschwerdeführers im ganzen
Jahr 2010 verdient hatte, nämlich Fr. 22‘107.-- brutto. Die Differenz zwischen dem
ursprünglich berücksichtigten Bruttojahreslohn von Fr. 9‘540.-- und dem effektiv
erzielten Bruttojahreslohn von Fr. 22‘107.-- beruht wohl auf einer nach dem 1. Februar
2010 erfolgten Erhöhung des Beschäftigungsgrades. Nach dem 1. Februar 2010 dürfte
also eine Erhöhung des Monatslohnes auf deutlich mehr als Fr. 795.-- erfolgt sein.
Dieser erhöhte Monatslohn kann aber nicht einen Zwölftel von Fr. 22‘107.-- betragen
haben, denn zumindest im Februar 2010 hatte der Monatslohn wohl noch Fr. 795.--
betragen, so dass der Lohn nach der Änderung mehr als einen Zwölftel von
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Fr. 22‘107.-- betragen haben muss. Bei der rückwirkenden korrigierten
Anspruchsberechnung hat die Beschwerdegegnerin also für die Zeit ab 1. Februar
2010 wohl einen zu hohen auf ein Jahr umgerechneten Lohn (Fr. 22‘107.--) und ab der
mutmasslichen Erhöhung des Beschäftigungsgrades einen zu tiefen auf ein Jahr
umgerechneten Lohn (Fr. 22‘107.--) berücksichtigt. Die Fiktion, dass der Lohn ab dem
1. Februar 2010 schon Fr. 22‘107.-- betragen habe und das Ignorieren des Umstandes,
dass der Lohn ab einem bestimmten Zeitpunkt nach dem 1. Februar 2010
umgerechnet auf ein Jahr mehr als Fr. 22‘107.-- betragen haben muss, hat zur Folge,
dass die rückwirkende korrigierte Anspruchsberechnung nicht richtig sein kann. Die
Anrechnung eines zu hohen Lohnes vor der mutmasslichen Erhöhung des
Beschäftigungsgrades wird nämlich nur teilweise (u.U. auch gar nicht) durch die
spätere Anrechnung eines zu tiefen Lohnes kompensiert. Bei rückwirkenden
Anspruchsberechnungen kann das Abstellen auf einen Lohnausweis sogar dazu
führen, dass für eine bestimmte Periode eine Ergänzungsleistung zugesprochen wird,
in der gar kein Anspruch auf eine Ergänzungsleistung bestanden hat: Ist der Lohn
während des Jahres erheblich angestiegen, so kann die Anrechnung des nach dem
Anstieg erzielten, auf ein Jahr umgerechneten Lohnes nämlich einen
Einnahmenüberschuss bewirkt haben, so dass die Ergänzungsleistung auf den
Zeitpunkt des Anstiegs hätte aufgehoben werden müssen; die Anrechnung des im
Lohnausweis deklarierten Jahreslohnes liefert aber einen (fiktiven) durchgehenden
Ausgabenüberschuss. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin somit zu
Unrecht eine analoge Anwendung des Art. 17 Abs. 2 ATSG auf den Eintritt der
Veränderung in der Höhe des Lohnes der Ehefrau unterlassen, weil sie ihre
Untersuchungspflicht nicht erfüllt hat. Sie hätte nämlich die Entwicklung des Lohnes
der Ehefrau des Beschwerdeführers im Lauf des Jahres 2010 erheben müssen. Erst
recht gilt das für den Lohn im Januar 2010, denn die Bestätigung des Arbeitgebers
vom 23. November 2009 hat sich nur auf die Zeit ab 1. Februar 2010 bezogen. Die
Beschwerdegegnerin wird die entsprechende Abklärung nachzuholen und dann
gestützt auf das Ergebnis dieser Abklärung gegebenenfalls Art. 17 Abs. 2 ATSG analog
anzuwenden und die Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2010 entsprechend festzusetzen
haben. Da die Beschwerdegegnerin auch bei der korrigierten Festsetzung der
Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2011 auf den Lohnausweis für das Jahr 2011
abgestellt hat, wird sie auch für dieses Jahr die Entwicklung des Lohnes der Ehefrau
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des Beschwerdeführers abzuklären haben. Die Akten enthalten zwar keinen Hinweis
darauf, dass im Laufe des Jahres 2011 eine relevante Änderung des
Erwerbseinkommens eingetreten wäre, aber bei einer teilerwerbstätigen Person ist
erfahrungsgemäss damit zu rechnen, dass sich der Beschäftigungsgrad häufiger
verändert. Für die korrigierte Anspruchsberechnung betreffend die Zeit ab 1. Januar
2012 ist die Beschwerdegegnerin von einem Bruttojahreslohn der Ehefrau des
Beschwerdeführers von Fr. 21‘001.-- ausgegangen. Hierbei handelt es sich um den im
Jahr 2010 erzielten Nettolohn (siehe EL-act. D3, 28). Auf diesen kann für die EL-
Berechnung ab 1. Januar 2012 nicht abgestellt werden. Zum einen handelt es sich bei
den Fr. 21‘001.-- nicht um den Bruttolohn 2010, sondern um den Nettolohn. Zweitens
hat die Ehefrau im Jahr 2011 nachweislich weniger verdient als im Jahr 2010, nämlich
brutto Fr. 19‘067.--. Die Beschwerdegegnerin wird deshalb auch die Entwicklung des
Lohnes im Jahr 2012 zu ermitteln bzw. zu belegen haben. Bei der ursprünglichen
Anspruchsberechnung für die Zeit ab dem 1. Januar 2013 hat die Beschwerdegegnerin
ebenfalls einen Bruttojahreslohn von Fr. 21‘001.-- berücksichtigt. Grundsätzlich war
dies zulässig, da der Beschwerdeführer in Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht bei der
Sachverhaltsabklärung den effektiven Monatslohn hätte melden müssen, wenn dieser –
umgerechnet auf ein Jahr – nicht den Betrag von Fr. 21‘001.-- ergeben hätte. Da der
Lohn von Fr. 21‘001.-- für das Jahr 2012 aber selbst nicht belegt war, muss auch für
das Jahr 2013 von einer Verletzung der Untersuchungspflicht ausgegangen werden,
weshalb die Beschwerdegegnerin auch für die Zeit ab 1. Januar 2013 weitere
Abklärungen zur Höhe des Lohnes der Ehefrau des Beschwerdeführers wird
vornehmen müssen.
3.2.2 Der Beschwerdeführer hat sich im massgeblichen Zeitraum nicht um eine
Arbeitsstelle bemüht. Daher kann er nicht belegen, dass er unverschuldet arbeitslos
gewesen ist. Deshalb hat die Beschwerdegegnerin sowohl in der ursprünglichen als
auch in der wiedererwägungsweise korrigierten Anspruchsberechnung zu Recht
gestützt auf Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV ein pauschaliertes hypothetisches
Erwerbseinkommen berücksichtigt. Da sich die Höhe dieses hypothetischen
Erwerbseinkommens nach der Höhe des ebenfalls pauschalierten Lebensbedarfs
richtet, erfährt es – parallel zu diesem Lebensbedarf – eine Erhöhung. Diese
Erhöhungen erfolgen regelmässig auf den Beginn eines Kalenderjahres. Da hinter der
Anrechnung eines solchen hypothetischen Erwerbseinkommens die Fiktion der
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Ausübung einer Erwerbstätigkeit steht, beruht die Erhöhung dieses hypothetischen
Erwerbseinkommens auf der Fiktion, dass der Lohn aus dieser Erwerbstätigkeit auf den
Beginn des Kalenderjahres erhöht worden sei. Die Beschwerdegegnerin passt
sämtliche laufenden Anspruchsberechnungen auf den Beginn des Kalenderjahres der
Erhöhung des pauschalen Lebensbedarfes an. Bei den gestützt auf Art. 14a Abs. 2 ELV
angerechneten hypothetischen Erwerbseinkommen unterbleibt diese Anpassung auf
den Beginn des Kalenderjahres. Die Beschwerdegegnerin nimmt die entsprechenden
Anpassungen erst im Rahmen einer periodischen Überprüfung oder auch im Rahmen
eines Revisionsverfahrens, das eine andere Einnahmen- oder aber eine
Ausgabenposition betrifft, vor. Damit schafft sie Ungleichheiten: Bei einem
Leistungsbezüger, bei dem längere Zeit keine periodische Überprüfung und auch keine
Revision erfolgt, bleibt es während dieser Zeit bei einem zu tiefen hypothetischen
Erwerbseinkommen und damit bei einer zu hohen Ergänzungsleistung, während es bei
anderen Leistungsbezügern längst zu einer Erhöhung des hypothetischen
Erwerbseinkommens und damit zu einer entsprechenden Revision der laufenden
Ergänzungsleistung gekommen ist. Diese Ungleichbehandlung lässt sich durch den
Verwaltungsaufwand, den die sofortige Anpassung der Anspruchsberechnungen an die
höheren hypothetischen Erwerbseinkommen unbestrittenermassen verursachen würde,
nicht rechtfertigen. Insbesondere im Rahmen einer wiedererwägungsweisen
rückwirkenden Neufestsetzung der Ergänzungsleistung besteht kein Grund, die
Erhöhung des hypothetischen Erwerbseinkommens gemäss Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV
nicht jeweils auf den Beginn des Kalenderjahres vorzunehmen. Die
Beschwerdegegnerin wird ihre Anspruchsberechnungen entsprechend zu berichtigen
haben.
3.2.3 Die ursprüngliche Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2010 wies einen Ertrag der
Liegenschaft von Fr. 22‘800.-- aus. Das entsprach der amtlichen Schätzung vom 19.
Februar 2010. Bei der wiedererwägungsweise korrigierten Anspruchsberechnung ab 1.
Januar 2010 hat die Beschwerdegegnerin wieder auf den amtlichen Mietwert von
insgesamt Fr. 22‘800.-- abgestellt. Zwar ist bei selbstbewohnten Liegenschaften der
amtliche Mietwert als Einnahme anzurechnen. Dies muss sich im vorliegenden Fall aber
auf die selbstbewohnte Fünfzimmerwohnung beschränken. Die von den
Schwiegereltern des Beschwerdeführers genutzte Vierzimmerwohnung hätte mit dem
effektiv bezahlten Mietzins oder, falls keine oder nur eine sehr tiefe Miete bezahlt
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wurde, in Anwendung von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG (Verzicht auf anrechenbare
Einnahmen) mit einem hypothetischen marktkonformen Mietzins als Einnahme in die
Anspruchsberechnung eingesetzt werden müssen. In Bezug auf den Kiosk hätte die
Beschwerdegegnerin prüfen müssen, ob sich der Beschwerdeführer bereits vor dem 1.
Januar 2010, aber auch danach ausreichend um eine Vermietung bemüht hatte. Sollte
das nicht der Fall gewesen sein, müsste gestützt auf Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG ein
hypothetischer Marktmietzins angerechnet werden, denn das Unterlassen derartiger
Bemühungen müsste als Verzicht auf Mieteinnahmen qualifiziert werden. Sollte der
Beschwerdeführer aber trotz ausreichender Bemühungen keinen Mieter gefunden
haben, liegt kein Verzicht vor, so dass es nicht zulässig ist, hypothetische
Mietzinseinnahmen anzurechnen. In diesem Fall dürfte auch kein Ertrag im Umfang des
amtlichen Mietwertes des Kiosks angerechnet werden, denn dabei würde es sich
notwendigerweise um einen hypothetischen Ertrag handeln, was gesetzwidrig wäre.
Die Beschwerdegegnerin wird die entsprechenden Abklärungen nachzuholen haben,
um dann über die Anrechnung von Einnahmen aus der – effektiven oder fiktiven –
Vermietung der Vierzimmerwohnung und des Kiosks zu befinden. In Bezug auf den
dem Beschwerdeführer angerechneten Mietwert der Fünfzimmerwohnung entspricht
die wiedererwägungsweise korrigierte Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2010 der
höchstrichterlichen Rechtsprechung. Für die wiedererwägungsweise korrigierte
Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2011 gilt in Bezug auf die Einnahmen aus der
Liegenschaft das bereits im Zusammenhang mit der korrigierten Anspruchsberechnung
für die Zeit von Januar bis Dezember 2010 Ausgeführte. Ab 1. Dezember 2011 hat die
Beschwerdegegnerin in der ursprünglichen wie in der wiedererwägungsweise
korrigierten Anspruchsberechnung den effektiven Mietertrag von Fr. 5‘400.-- und den
amtlichen Mietwert von 3‘600.-- des Kiosks berücksichtigt. Das kann offensichtlich
nicht richtig sein, denn der Kiosk kann nicht gleichzeitig tatsächlich und fiktiv vermietet
sein. Angesichts eines amtlichen Mietwertes von Fr. 3‘600.-- ist davon auszugehen,
dass der effektive Mietertrag von Fr. 5‘400.-- marktkonform gewesen ist, so dass in der
Vereinbarung eines Mietzinses in dieser Höhe kein Einnahmenverzicht erblickt werden
kann. Nur dieser Betrag ist als Einnahme anzurechnen. Für den Mietertrag der
Vierzimmerwohnung gilt das oben Ausgeführte: Die Beschwerdegegnerin wird den von
den Schwiegereltern des Beschwerdeführers bezahlten Mietzins noch zu ermitteln und
darauf zu prüfen haben, ob er marktkonform gewesen ist. Sollten die Abklärungen
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ergeben, dass die Schwiegereltern keinen oder einen unter dem Marktmietzins
liegenden Mietzins entrichtet haben, ist von einem Einnahmenverzicht gemäss Art. 11
Abs. 1 lit. g ELG auszugehen, d.h. dem Beschwerdeführer wäre ein hypothetischer
oder teilweise hypothetischer Marktmietertrag für die Vierzimmerwohnung
anzurechnen. Für die vom Beschwerdeführer selbst genutzte Fünfzimmerwohnung
bleibt es bei der Anrechnung des amtlichen Mietwertes. Diese Ausführungen gelten
auch für die wiedererwägungsweise korrigierten Anspruchsberechnungen ab 1. Januar
und ab 1. März 2012. Die Beschwerdegegnerin wird insbesondere auch zu klären
haben, bis wann die Schwiegereltern in der Vierzimmerwohnung lebten, wann dieses
Mietverhältnis endete, wann das neue Mietverhältnis mit dem Onkel begann und
welchen Mietzins der Onkel entrichtete. Den entsprechenden Veränderungen wird die
Beschwerdegegnerin in analoger Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ATSG Rechnung
tragen müssen. Ab 1. Juli 2012 hat die Beschwerdegegnerin einen Ertrag des
Beschwerdeführers aus der Liegenschaft von Fr. 33‘000.-- angerechnet. Der
Beschwerdeführer war in eine Mietwohnung umgezogen und er hatte seine
Fünfzimmerwohnung vermietet. Der Mietzins belief sich auf Fr. 1‘600.--, die
Nebenkostenpauschale auf Fr. 400.-- monatlich. Da davon auszugehen ist, dass diese
Pauschale den dem Beschwerdeführer als Eigentümer und Vermieter anfallenden
Kosten entsprach, kann nur der Betrag von Fr. 1‘600.-- bzw. Fr. 19‘200.-- als Ertrag
angerechnet werden. Hinzu kommt der Ertrag aus der Vermietung des Kiosks von
Fr. 5‘400.--. Die Beschwerdegegnerin hat auch in der wiedererwägungsweise
korrigierten Anspruchsberechnung wieder den amtlichen Mietwert der
Vierzimmerwohnung von Fr. 8‘400.-- als Einnahme berücksichtigt. Sie hat nicht
abgeklärt, ob der Onkel des Beschwerdeführers, der die Wohnung nun nutzte, einen
Mietzins entrichtete bzw. ob ein allfälliger Mietzins marktgerecht war. Da demnach
nicht feststeht, ob der Beschwerdeführer auf die Erzielung eines Mietertrages aus der
Vierzimmerwohnung verzichtet hat, kann der amtliche Mietwert der Wohnung nicht als
hypothetischer Ertrag qualifiziert werden, zumal die Höhe des hypothetischen
Mietertrages anhand eines marktgerechten Mietzinses für die Vierzimmerwohnung
hätte festgelegt werden müssen. Auch der anrechenbare Mietertrag ab 1. Juli 2012
steht somit nicht fest, so dass die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen wird
vornehmen müssen. Dasselbe gilt in Bezug auf den ab 1. November 2012, ab 1. Januar
2013 und ab 1. Februar 2013 angerechneten Ertrag aus der Liegenschaft.
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3.2.4 In der ursprünglichen Anspruchsberechnung wurden für die Zeit vom 1. Januar
bis 31. Oktober 2012 Vermögenserträge von Fr. 18.-- und ab dem 1. November 2012
keine Vermögenserträge mehr berücksichtigt. In der neuen Anspruchsberechnung
wurden bereits ab dem 1. Januar 2012 keine Vermögenserträge mehr angerechnet, in
der Zeit davor ebenfalls Fr. 18.--. Die bis 31. Dezember 2011 angerechneten
Vermögenserträge basieren auf den Bruttozinserträgen 2009 (siehe EL-act. D1, 68). Ab
dem 1. Januar 2012 wurden aufgrund vom am 4. September 2012 eingereichten
Bankbelegen (EL-act. D1, 18-4 f.) keine Vermögenserträge mehr angerechnet. Die
Beschwerdegegnerin hat dabei übersehen, dass der Beschwerdeführer am
4. September 2012 lediglich Zins- und Kapitalbescheinigungen für das Jahr 2011 für
ein auf ihn lautendes Konto sowie für ein auf seine Ehefrau lautendes Konto eingereicht
hat. Bezüglich der im Jahr 2011 erzielten Erträge aus den Konten der vier Kinder liegen
keine Belege in den Akten. Diese sind jedoch bei der Berechnung der
Ergänzungsleistungen zu berücksichtigen, da die Kinder in der Anspruchsberechnung
berücksichtigt sind. Die Beschwerdegegnerin wird somit noch abklären müssen, wie
hoch die Zinserträge aus den Konten der Kinder im Jahr 2011 gewesen sind. Für das
Jahr 2010 und ab Januar 2012 liegen ebenfalls keine Bankbelege im Recht, die
Aufschluss über die Zinserträge geben würden. Auch die Höhe der im Jahr 2010
erzielten Zinserträge wie auch jene ab Januar 2012 wird die Beschwerdegegnerin somit
noch zu ermitteln haben.
4. Gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. c und d ELV erfolgt die Herabsetzung einer laufenden
Ergänzungsleistung auf den Beginn des Monats, der auf die Verfügung folgt;
vorbehalten bleibt eine Rückforderung bei einer Verletzung der Meldepflicht. Hinter
einer Rückforderung kann nicht nur eine Revision einer laufenden Ergänzungsleistung
gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG, sondern auch eine Wiedererwägung der ursprünglichen
Leistungszusprache gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG stehen. Grundsätzlich könnten sich
die lit. c und d des Art. 25 Abs. 2 ELV also auch auf Fälle wie den vorliegenden
beziehen, in denen die Rückforderung auf der Wiedererwägung jener Verfügung beruht,
mit der damals erstmals eine Ergänzungsleistung zugesprochen worden war. Die
Formulierung „Herabsetzung einer laufenden Ergänzungsleistung“ deutet allerdings
stark darauf hin, dass sich die lit. c und d des Art. 25 Abs. 2 ELV nur auf eine
revisionsweise Herabsetzung der früher rechtskräftig zugesprochenen
Ergänzungsleistung beziehen. Darauf weist auch die Verwendung des Begriffes der
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„Meldepflicht“ hin, denn die Meldepflicht betrifft, wie der Art. 24 ELV klar zeigt, nur
nachträgliche und damit nur revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsveränderungen.
Der Wortlaut der lit. c und d des Art. 25 Abs. 2 ELV stimmen mit der systematischen
Einbettung von Art. 25 ELV überein. Dabei handelt es sich nämlich um eine
Ausführungsbestimmung zu Art. 17 Abs. 2 ATSG, d.h. zur Revision rechtskräftig
festgesetzter, laufender Leistungen. Der zweite (Halb-)Satz der lit. c und d des Art. 25
Abs. 2 ELV hat jeweils zum Zweck, für bestimmte Fälle die im ersten Halbsatz dieser
Verordnungsbestimmungen aufgestellte Regel, dass die Herabsetzung der laufenden
Ergänzungsleistung auf den Zeitpunkt des Erlasses der entsprechenden
Revisionsverfügung zu erfolgen habe, zu durchbrechen und die Herabsetzung
ausnahmsweise rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der nicht gemeldeten
Sachverhaltsveränderung vorzunehmen. Die lit. c und d des Art. 25 Abs. 2 ELV haben
also nur zum Zweck, den Wirkungszeitpunkt der Revision zu regeln. Sie können keine
Ausführungsbestimmungen zur Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sein,
denn diese beinhaltet (zur Vermeidung sich widersprechender Leistungsverfügungen)
zwingend die vorgängige Aufhebung der zweifellos unrichtigen Leistungsverfügung und
kann deshalb, die aufgehobene zweifellos unrichtige Leistungsverfügung ersetzend,
nur ex tunc, d.h. ab dem rechtmässigen Leistungsbeginn wirken. Da die
Beschwerdegegnerin die ursprüngliche Leistungszusprache vom 10. Juni 2010
wiedererwägungsweise aufgehoben hat, kommt Art. 25 Abs. 2 ELV nicht zur
Anwendung. Auf das Argument des Beschwerdeführers, er habe keine Meldepflicht
verletzt, ist deshalb nicht einzugehen. Das gilt auch für den vom Beschwerdeführer
angerufenen Art. 25 Abs. 4 ELV. Auch dabei handelt es sich nämlich ausschliesslich um
eine Ausführungsbestimmung zu Art. 17 Abs. 2 ATSG. Sie regelt die revisionsrechtliche
Behandlung der nachträglichen Sachverhaltsveränderung in der Form des während des
laufenden Leistungsbezuges neu auftretenden Verzichts auf die Erzielung eines
Erwerbseinkommens (Art. 14a Abs. 2 ELV). Auf die vorliegend zu beurteilende
Wiedererwägung der erstmaligen Leistungszusprache vom 10. Juni 2010 kommen die
Abs. 2 und 4 des Art. 25 ELV also nicht zur Anwendung.
5.
5.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG erlischt der Rückforderungsanspruch mit
dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis
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erhalten hat. Die höchstrichterliche Rechtsprechung weicht vom klaren
Gesetzeswortlaut ab und geht davon aus, dass der Fristenlauf bereits ausgelöst werde,
wenn die Versicherungseinrichtung bei gebotener und zumutbarer Aufmerksamkeit den
zur unrechtmässigen Leistungsausrichtung führenden Fehler und damit das Bestehen
der Voraussetzungen einer Rückforderung hätte erkennen können (vgl. etwa RBS,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, bearbeitet von Urs Müller, 3. A.,
S. 389). Damit verschiebt sich das fristauslösende Element: Massgebend ist nicht das
Wissen um die Existenz einer Rückforderung; vielmehr ist entscheidend, ob die
Versicherungseinrichtung bei gebotener und zumutbarer Aufmerksamkeit erkennen
muss, dass eine Korrektur eine früher erlassenen, formell rechtskräftigen und damit
verbindlichen Verfügung in Frage kommt, die, wenn sie dann vorgenommen wird, einen
Rückforderungsanspruch entstehen lässt. Ob diese Vorverlegung des Beginns des
Fristenlaufs durch Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG gedeckt ist, ist fraglich, entspricht aber
einer langjährigen höchstrichterlichen Rechtsprechung und ist deshalb trotz der Zweifel
an der Gesetzmässigkeit für das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen faktisch
massgebend. Die Regelung des Beginns des Fristenlaufs kann sich nicht auf den
ursprünglichen Fehler beziehen. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin bei der
erstmaligen Leistungszusprache am 10. Juni 2010 gehalten gewesen wäre, den
(allenfalls hypothetischen) Mietertrag für den Kiosk und die Vierzimmerwohnung
abzuklären bzw. dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf die beiden amtlichen
Mietwerte abstellte, war deshalb nicht geeignet, bereits den Lauf der relativen
einjährigen Verwirkungsfrist auszulösen. Erst recht gilt das für den Fehler in Bezug auf
die Höhe des Erwerbseinkommens der Ehefrau, denn damals deutete nichts darauf hin,
dass die Bestätigung des Arbeitgebers vom 21. November 2009 für die massgebende
Zeit nicht mehr zugetroffen hätte. Entgegen der vom Beschwerdeführer offenbar
vertretenen Auffassung beinhaltete die gebotene und zumutbare Aufmerksamkeit
nämlich nicht den generellen Verdacht, dass jede Auskunft des Beschwerdeführers
falsch sein könnte und deshalb, selbst wenn sie belegt war, überprüft werden musste,
dass die Beschwerdegegnerin also beim Arbeitgeber den aktuellen Lohn der Ehefrau
hätte erfragen müssen. In der Folge hat bis zum Eingang des ausgefüllten Formulars
zur periodischen Überprüfung am 4. November 2012 nichts darauf hingedeutet, dass
das angerechnete Erwerbseinkommen der Ehefrau zu tief sein könnte. Die
Beschwerdegegnerin hatte bis dahin auch keinen Anlass, die Höhe der angerechneten
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Mieterträge für den Kiosk und die Vierzimmerwohnung zu hinterfragen. Selbst wenn sie
am 4. September 2012 aufgrund der Angaben im Fragebogen den Verdacht hätte
hegen müssen, dass ihr bei der erstmaligen Leistungszusprache am 10. Juni 2010
verschiedene Fehler unterlaufen seien, lag noch kein den Lauf der relativen einjährigen
Verwirkungsfrist auslösendes „Kennenmüssen" vor, denn das Ergebnis des gegen die
Verfügung vom 10. Juni 2010 gerichteten Wiedererwägungsverfahrens war noch offen.
Dazu waren noch Sachverhaltsabklärungen für die Jahre 2010 und 2011 notwendig.
Die relative einjährige Verwirkungsfrist hat also frühestens in dem Zeitpunkt zu laufen
begonnen, in dem die Beschwerdegegnerin ihr Wiedererwägungsverfahren so weit
vorangetrieben hatte, dass sie die Höhe der Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2010
ermitteln konnte, denn erst in diesem Zeitpunkt musste sie bei der ihr gebotenen und
zumutbaren Sorgfalt auch die Summe der Rückforderung kennen. Die
Rückforderungsverfügungen vom 6. November 2012 und vom 23. April 2012 sind
deshalb rechtzeitig ergangen, denn das Wiedererwägungsverfahren kann auf jeden Fall
erst einige Zeit nach dem Eingang des Fragebogens ausreichend weit gediehen
gewesen sein. Auch für die vom 11. April 2013 datierende Rückforderungsverfügung
gilt, dass die relative einjährige Verwirkungsfrist gewahrt ist, denn zum Zeitpunkt der
Verfügungseröffnung lag die massgebende Sachverhaltsveränderung, der Beginn des
Praktikums, erst wenige Monate zurück.
5.2 Die Wiedererwägung der Verfügung vom 10. Juni 2010 hat auch im Hinblick auf
den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ausserordentliche Ergänzungsleistung
zu einer Neufestsetzung geführt, namentlich ist die ausserordentliche
Ergänzungsleistung per 1. Juli 2012 von monatlich Fr. 90.-- auf Fr. 417.-- erhöht
worden. Die Festsetzung der ausserordentlichen Ergänzungsleistung per 1. Juli 2012
auf Fr. 417.-- monatlich hat sich als korrekt erwiesen. Vom 1. Januar 2010 bis 30. Juni
2012 hätte der Beschwerdeführer jedoch gar keinen Anspruch auf eine
ausserordentliche Ergänzungsleistung gehabt. Die Beschwerdegegnerin hätte folglich −
neben der Rückforderung ordentlicher Ergänzungsleistungen − ausserordentliche
Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 2‘700.-- (30 Monate à Fr. 90.--)
zurückfordern müssen. Da die Beschwerdegegnerin jedoch keine Rückforderung
ausserordentlicher Ergänzungsleistungen verfügt hat, ist die einjährige Verwirkungsfrist
bezüglich der zu Unrecht bezahlten ausserordentlichen Ergänzungsleistungen nicht
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gewahrt worden. Die zu Unrecht vergüteten ausserordentlichen Ergänzungsleistungen
in der Höhe von Fr. 2‘700.-- können deshalb nicht mehr zurückgefordert werden.
6.
6.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der für die Ermittlung des Anspruchs
auf eine ordentliche Ergänzungsleistung massgebende Sachverhalt noch nicht
vollumfänglich mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit feststeht. Die Sache ist deshalb zur Vervollständigung der
Sachverhaltsabklärung im Rahmen der Wiedererwägung der Verfügung vom 10. Juni
2010 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird nach
Abschluss ihrer Abklärungen über die Wiedererwägung dieser Verfügung und über die
daraus resultierende Rückforderung ordentlicher Ergänzungsleistungen verfügen.
6.2 Mit Bezug auf die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen ist festzuhalten,
dass der Beschwerdeführer vom 1. Januar 2010 bis 30. Juni 2012 keinen Anspruch auf
eine ausserordentliche Ergänzungsleistung gehabt hat. Die zu Unrecht vergüteten
Leistungen können jedoch nicht zurückgefordert werden, da sie verwirkt sind.
Bezüglich des (sinngemässen) Antrags des Beschwerdeführers, ihm sei auch für die
Zeit vor dem 1. Juli 2012 ein maximal erhöhter Mietzinsanteil von Fr. 417.-- monatlich
zu bezahlen, sind die Beschwerden (gemäss Art. 42 Abs. 1 lit. a VRP [sGS 951.1]
eigentlich Rekurse) abzuweisen.
7. Gemäss Art. 37 Abs. 4 ATSG wird der gesuchstellenden Person für das
Sozialversicherungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo es die
Verhältnisse erfordern. Der Beschwerdeführer hat sich in seinen in den beiden
Einsprachen gestellten Begehren darauf beschränkt, eine unentgeltliche
Rechtsverbeiständung für die Einspracheverfahren zu verlangen. Dementsprechend hat
die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf die unentgeltliche Rechtsverbeiständung
nur in den beiden Einspracheverfahren geprüft und verneint. Daher ist auch der
entsprechende Streitgegenstand in den beiden vereinigten Beschwerdeverfahren
beschränkt. Ein Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung in einem
Einspracheverfahren besteht, wenn die gesuchstellende Person nicht über die
erforderlichen Mittel zur Bezahlung der Kosten der anwaltlichen Vertretung verfügt,
bis
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wenn die anwaltliche Vertretung zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist und wenn das
Rechtsbegehren in der Hauptsache nicht als aussichtslos erscheint (siehe z.B. Ueli
Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, N 23 zu Art. 37). Einsprachebegehren
sind als aussichtslos zu qualifizieren, wenn die Chance eines Obsiegens beträchtlich
geringer ist als die Gefahr des Unterliegens, wenn also eine Partei, die über die nötigen
finanziellen Mittel verfügt, bei vernünftiger Überlegung keine Einsprache erheben würde
(vgl. etwa BGE 129 I 129 E. 2.3.1 und BGE 128 I 225 E. 2.5.3). Im Einspracheverfahren
ist eine Rechtsverbeiständung insbesondere dann erforderlich, wenn sich schwierige
rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch
Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer
Institutionen ausser Betracht fällt (vgl. etwa BGE 132 V 200 E. 4.1), wobei allerdings zu
beachten ist, dass einem Verfügungsadressaten nur maximal dreissig Tage bleiben, um
bei einer solchen Institution eine ausreichend qualifizierte Person zu finden, die bereit
ist, ihn im Einspracheverfahren zu vertreten. Deshalb kann nicht unter Verweis auf eine
vorgebliche Lebenserfahrung unterstellt werden, dass praktisch jeder
Verfügungsadressat ohne weiteres eine derartige Vertretung hätte finden können (und
deshalb keinen Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung habe). Von
Bedeutung ist auch die Fähigkeit einer versicherten Person, sich im Verfahren
zurechtzufinden (BGE 125 V 32 E. 4b). Da das Einspracheverfahren vom
Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, die Beschwerdegegnerin den
rechtserheblichen Sachverhalt also von Amtes wegen (allenfalls unter Mitwirkung des
Beschwerdeführers) zu ermitteln hat, ist eine Rechtsverbeiständung wegen einer
Sachverhaltsfrage nur ausnahmsweise zu bewilligen (vgl. etwa BGE 132 V 200 E. 4.1).
In den beiden Einspracheverfahren haben keine besonders schwierigen
Sachverhaltsfragen beantwortet werden müssen. Damit lässt sich also kein Anspruch
auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung begründen. Auch in rechtlicher Hinsicht
hätte an sich keine überaus komplexe Situation vorgelegen, wenn die
Beschwerdegegnerin direkt die Verfügung vom 10. Juni 2010 wiedererwägungsweise
aufgehoben und dann den Anspruch ab 1. Januar 2010 neu berechnet hätte und wenn
sie in der entsprechenden Wiedererwägungsverfügung ihre Vorgehensweise zur
korrekten Ermittlung der Ergänzungsleistung ab dem 1. Januar 2010 im Detail erklärt
hätte. Diesen Anforderungen vermag nur die Verfügung vom 11. April 2013 zu
genügen, in der es um die auf den 1. Februar 2013 rückwirkende Reduktion der
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ordentlichen Ergänzungsleistung als Folge eines entlöhnten Praktikums eines Kindes
des Beschwerdeführers gegangen ist. Es muss nämlich davon ausgegangen werden,
dass der Beschwerdeführer ohne anwaltlichen Beistand sowohl die revisionsweise
Korrektur per 1. Februar 2013 als auch die daraus resultierende Rückforderung hat
nachvollziehen können. Für den diese rückwirkende Revision und die entsprechende
Rückforderung betreffenden Teil des einen Einspracheverfahrens besteht also kein
Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung. Für die beiden
Einspracheverfahren betreffend die am 6. November 2012 und am 23. April 2013
verfügte Wiedererwägung und Revision (sowie die Zusprache einer ausserordentlichen
Ergänzungsleistung) hingegen besteht ein Anspruch auf die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung, denn die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin (Aufteilung
auf zwei Verfügungen, Fehlen jeden Hinweises auf die Korrektur früherer rechtskräftiger
Leistungsverfügungen) hat eine für den Beschwerdeführer nicht durchschaubare
rechtliche Situation entstehen lassen, so dass er zur erfolgversprechenden
Einspracheerhebung auf eine anwaltliche Vertretung angewiesen gewesen ist. In Bezug
auf die Wiedererwägung der Verfügung vom 10. Juni 2010 und die daraus resultierende
Gesamtrückforderung ist das Begehren um die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung in den beiden Einspracheverfahren somit gutzuheissen. Die
Beschwerdegegnerin wird die Entschädigung noch festzusetzen haben.
8. Die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung des
Sachverhalts und zur anschliessenden neuen Verfügung über den Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine ordentliche Ergänzungsleistung ist im Zusammenhang mit
den Verfahrenskosten praxisgemäss als vollumfängliches Obsiegen des
Beschwerdeführers zu qualifizieren. Dieser hat deshalb einen Anspruch auf eine volle
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist ermessensweise festzusetzen,
wobei dem Vertretungsaufwand Rechnung zu tragen ist. Der Vertretungsaufwand für
das Beschwerdeverfahren EL 2013/29 ist als durchschnittlich zu werten, so dass die
Parteientschädigung auf Fr. 3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzusetzen ist. Das Beschwerdeverfahren EL 2013/49 ist in Bezug auf den
Sachverhalt und die sich stellenden Rechtsfragen weitgehend bereits mit der ersten
Beschwerde aufgearbeitet gewesen. Dies rechtfertigt es, die Parteientschädigung auf
Fr. 750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. In Bezug auf den
Anspruch auf ausserordentliche Ergänzungsleistungen unterliegt der
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Beschwerdeführer, so dass kein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht. Da
dem Beschwerdeführer aber die unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den beiden
Beschwerdeverfahren bewilligt worden ist, hat der Rechtsbeistand einen Anspruch auf
eine Entschädigung durch den Staat. Diese Entschädigung beträgt gemäss Art. 31
Abs. 3 des Anwaltsgesetzes des Kantons St. Gallen 80% des Honorars. Dieses ist,
dem Vertretungsaufwand entsprechend, auf Fr. 250.-- für das erste
Beschwerdeverfahren und auf Fr. 100.-- für das zweite Beschwerdeverfahren
festzusetzen. Der Staat hat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers also mit Fr.
280.-- zu entschädigen (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer). Sollte der
Beschwerdeführer in der Zukunft aufgrund einer Verbesserung seiner wirtschaftlichen
Situation in der Lage sein, selbst für die Kosten der Vertretung in den
Beschwerdeverfahren betreffend die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen
aufzukommen, kann er zur Rückerstattung verpflichtet werden (Art. 123 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP).