Decision ID: 951c96d3-125c-4366-9689-ffd1c97d154e
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Die brasilianischen Behörden führen ein Strafverfahren gegen den  [...] von Rio de Janeiro, B., und weitere Personen unter anderem wegen des Verdachts der Bestechung, der Geldwäscherei und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation (Untersuchung «Eficiencia»). Diese  ist Teil einer umfangreichen und komplexen Untersuchung « Lava-Jato» im Zusammenhang mit der Gesellschaft C. SA. In diesem Zusammenhang gelangte die Generalstaatsanwaltschaft der Republik Rio de Janeiro mit Rechtshilfeersuchen vom 21. Juni 2018 an die Schweiz und ersuchte unter anderem um Herausgabe von Bankunterlagen zu darin  Konten und um deren Sperrung (act. 1.15).
B. Mit Eintretensverfügung vom 28. Januar 2019 entsprach die  (nachfolgend «BA») dem Ersuchen (act. 1.16). Mit Editionsverfügung vom 22. Februar 2019 forderte die BA die Bank D. auf, ihr Unterlagen zum Konto Nr. 1, lautend auf die A. Ltd., einzureichen. Am 13. Mai 2019 verfügte die BA nebst anderem die Sperrung des Kontos Nr. 1.
C. Am 4. November 2019 verweigerte die A. Ltd. gegenüber der BA ihre  zur vereinfachten Ausführung gemäss Art. 80c IRSG und nahm zur beabsichtigten Herausgabe der Unterlagen Stellung (act. 1.8).
D. Mit Schlussverfügung vom 13. November 2019 verfügte die BA die  der in der Verfügung genannten Unterlagen zum Konto Nr. 1 bei der Bank D. an die brasilianischen Behörden (act. 1.1).
E. Dagegen liess die A. Ltd. am 16. Dezember 2019 bei der  des Bundesstrafgerichts Beschwerde erheben. Sie beantragt im  die kostenfällige Aufhebung der Schlussverfügung sowie der  Vermögensbeschlagnahme (act. 1).
F. In ihren Schreiben vom 10. und 14. Januar 2020 nahmen die BA und das
Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») zur Beschwerde Stellung und  deren kostenfällige Abweisung, soweit darauf eingetreten werden könne (act. 7, 8). Die Beschwerdeantworten wurde der A. Ltd. am 15. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht (act. 10). Auf Anfrage hin replizierte die A. Ltd.
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zu den Beschwerdeantworten mit Eingabe vom 27. Januar 2020 (act. 13). Das BJ und die BA verzichteten auf die Einreichung einer Duplik (act. 15, 16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug .

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Brasilien ist primär der Vertrag
vom 12. Mai 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Republik Brasilien über Rechtshilfe in Strafsachen (SR 0.351.919.81; nachfolgend «RV-BRA») massgebend. Ausserdem  vorliegend, soweit direkt anwendbar, das Übereinkommen vom 17. Dezember 1997 über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr (SR 0.311.21) sowie die Art. 43 ff. des Übereinkommens vom 31. Oktober 2003 der Vereinten  gegen Korruption (UNCAC; SR 0.311.56) zur Anwendung.
Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere  an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 5. Aufl. 2019, N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige  vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1 Abs. 1 IRSG, Art. 32 Ziff. 1 RV-BRA; BGE 143 IV 91 E. 1.3; 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1; vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der  (BGE 139 II 65 E. 5.4 letzter Absatz; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 681 ff.).
1.2 Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 37 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [, StBOG; SR 173.71]; BGE 139 II 404 E. 6/8.2; Urteil des
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Bundesgerichts 1C_763/2013 vom 27. September 2013 E. 2.2; , a.a.O., N. 273).
2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss sich die Beschwerde-
kammer nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 16. Juli 2004 E. 5.2 m.w.H.).
3. 3.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen Behörde oder Bundes-
behörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden  der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (Art. 25 Abs. 1 und Art. 80e Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG). Die Beschwerdefrist gegen die Schlussverfügung beträgt 30 Tage ab der schriftlichen Mitteilung der Verfügung (Art. 80k IRSG). Zur  ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer  betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren  oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt  wird im Falle der Herausgabe von Kontoinformationen an den  Staat der jeweilige Kontoinhaber angesehen (Art. 9a lit. a IRSV; Übersicht über die Rechtsprechung in BGE 137 IV 134 E. 5; TPF 2010 47 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_126/2014 vom 16. Mai 2014 E. 1.3; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 524-535).
3.2 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen eine Schlussverfügung der ausführenden Bundesbehörde. Als Inhaberin des von der  betroffenen Kontos bei der Bank D. ist die Beschwerdeführerin . Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene  ist einzutreten.
4. 4.1 Gemäss Art. 24 Ziff. 1 RV-BRA haben Rechtshilfeersuchen nebst anderem
folgenden Angaben zu enthalten: die Behörde, von der es ausgeht, und  die im ersuchenden Staat für das Strafverfahren zuständige Behörde (lit. a); den Gegenstand und den Grund des Ersuchens (lit. b); so-
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weit möglich, den vollständigen Namen, Geburtsort und -datum, , den Namen der Eltern und die Adressen derjenigen Personen, gegen die sich das Strafverfahren im Zeitpunkt des Ersuchens richtet (lit. c); den Hauptgrund, warum die Beweismittel oder Auskünfte verlangt werden, sowie eine Darstellung des Sachverhalts (Zeitpunkt, Ort und Umstände der Tatbegehung), der im ersuchenden Staat Anlass zum Verfahren gibt, [...]. Art. 46 Abs. 15 UNCAC, Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG sowie Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_126/2014 vom 16. Mai 2014 E. 4.2). Der  Vertragsstaat kann ergänzende Angaben anfordern, wenn dies für die Erledigung des Ersuchens nach seinem innerstaatlichen Recht  erscheint oder die Erledigung erleichtern kann (Art. 25 Ziff. 1 RV-BRA).
Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im  keine hohen Anforderungen. Danach kann von den Behörden des ersuchenden Staates nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der Gegenstand der Strafuntersuchung bildet, lückenlos und völlig  darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des  unvereinbar, ersucht doch ein Staat einen anderen gerade  um Mithilfe, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen Punkte  von Unterlagen, die im Besitze des ersuchten Staates sind, klären kann. Die ersuchte Behörde hat sich beim Entscheid über ein  nicht dazu auszusprechen, ob die darin angeführten Tatsachen  oder nicht. Sie hat somit weder Tat- noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen. Sie ist vielmehr an die Darstellung des Sachverhaltes im Ersuchen und dessen allfälligen Ergänzungen gebunden, soweit diese nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet wird (BGE 139 II 451 E. 2.2.1; 136 IV 4 E. 4.1; 133 IV 76 E. 2.2; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196; TPF 2007 150 E. 3.2.4; ZIMMERMANN, a.a.O., N. 293, 302).
4.2 Dem brasilianischen Rechtshilfeersuchen vom 21. Juni 2018 lässt sich  folgender Sachverhalt entnehmen (act. 1.15):
B. soll während seiner Amtszeit als [...] von Rio de Janeiro (2007 - 2014) an der Spitze eines organisierten Netzwerkes gestanden haben, das unter  alle wichtigen öffentlichen Verträge zwecks Leistung von  mit 5 % überfakturiert habe. B. habe mehr als USD 100 Mio. an Bestechungsgeldern erhalten. Die erhaltenen Bestechungsgelder seien unter anderem ins Ausland, namentlich auf Konten von Offshore- geflossen und seien auf diese Weise gewaschen worden. Die  seien infolge der Kooperation der Brüder E. und F. ent-
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deckt worden, die als «operateurs financiers» von B. für die Verwaltung der Bestechungsgelder und für den Transfer ins Ausland verantwortlich  seien. Aufgrund der exorbitanten Summe der von B. erhaltenen  hätten die Brüder E. und F. auf die Dienstleistungen von in Uruguay wohnhaften G. und H. zurückgegriffen, die auf dem Schwarzmarkt als «I.» und «J.» bekannt gewesen seien. Nach ihrer Verhaftung in Uruguay hätten G. und H. eine Kollaborationsvereinbarung unterzeichnet und die ihnen vorgeworfenen kriminellen Handlungen gestanden. Namentlich hätten sie angegeben, die aus Korruption stammenden Mittel von B. ins Ausland transferiert und dabei auf ein weites Geldwäschereinetzwerk zurückgegriffen zu haben. Dieses Netzwerk bestehe aus dutzenden Finanzagenten, die es ermöglicht hätten, die Vermögenwerte in Banksystemen zu verschieben und behördlichen Kontrollen zu entgehen. B. sei nur einer der Staatsfunktionäre, der von den Geldwäschereipraktiken von G. und H. profitiert habe. Ferner hätten G. und H. zugegeben, dass sie während 25 Jahren der  der Gesellschaft K. im Bereich der Bestechungsgelder angehört hätten. Um Eingänge und Ausgänge der Geldflüsse von solch hohem  kontrollieren zu können, hätten G. und H. das computerisierte System namens «L.» kreiert. Darin seien alle Transaktionen von , die Begünstigten sowie die Empfängerbanken und –konten  worden. Das System weise ein Register mit über 3’000 Offshore- in 53 Ländern auf und die Transaktionssumme belaufe sich auf über USD 1'632’000'000.--. Davon seien rund USD 348 Mio. in die Schweiz  worden. Die Analyse des «L.» Systems habe ergeben, dass die M. Inc. eine der im System verzeichneten Gesellschaften gewesen sei.
4.3 Die Sachverhaltsdarstellung im Ersuchen vermag den oben erwähnten  Anforderungen sowie der diesbezüglichen Rechtsprechung zu  und ist weder mit offensichtlichen Fehlern noch mit Lücken behaftet. Insbesondere wird darin ausführlich dargelegt, in welchem Zeitraum und  Beteiligung welcher Personen die mutmasslich B. gehörenden  gewaschen worden seien. Ebenso sind im Ersuchen keine  Angaben zu erkennen. Namentlich geht aus dem Ersuchen ausreichend hervor, dass B. während seiner Zeit als [...] von Rio de Janeiro über USD 100 Mio. an Bestechungsgeldern im Zusammenhang mit  im öffentlichen Beschaffungswesen erhalten haben soll, die  mittels eines weiten Netzwerkes von natürlichen Personen und -Gesellschaften durch Überweisungen auf ausländische Bankkonten gewaschen worden seien. Als Vortat der Geldwäscherei nahm die  gestützt auf die Angaben im Ersuchen richtigerweise  Bestechung i.S.v. Art. 322ter StGB an. Hinweise, dass da Ersuchen zur Aufklärung von Widerhandlungen fiskalischer Natur gestellt worden sei, wie
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von der Beschwerdeführerin aufgeworfen wird, lassen sich dem Ersuchen nicht entnehmen. Die B. vorgeworfenen Handlungen, namentlich der in  gegebene Transfer von mutmasslich aus Bestechungshandlungen stammenden Gelder auf Schweizer Konten können prima facie als  i.S.v. Art. 305bis StGB qualifiziert werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_416/2019 vom 4. Juli 2019 E. 4).
4.4 Nach dem Gesagten ist der im brasilianischen Ersuchen dargestellte  für den Rechtshilferichter bindend und den nachfolgenden  zugrunde zu legen.
5. 5.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Verhältnismässigkeits-
grundsatzes. Sie bringt zusammenfassend vor, es bestünde kein  zwischen ihrem Konto und dem brasilianischen Strafverfahren.  seien die herauszugebenden Unterlagen der ersuchenden Behörde nicht von Nutzen (act. 1, S. 14 ff.; act. 13, S. 1 ff.).
5.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der  zu genügen (statt vieler vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die internationale Zusammenarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der  Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als  für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition»)  (BGE 142 II 161 E. 2.1.2 S. 166 f.; 139 II 404 E. 7.2.2 S. 424; 136 IV 82 E. 4.1 S. 85). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im  Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren  grundsätzlich dem Ermessen der Behörden dieses Staates  ist. Der ersuchte Staat ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle  Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur  Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit; BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 S. 163 m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweismittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfalls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.).
Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2Faza://04-07-2019-6B_416-2019&lang=de&zoom=&type=show_document
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E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der  Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle  für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens  werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 86; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.).
5.3 Die Beschwerdeführerin zeigt nicht konkret auf, welche in der  bezeichneten Bankunterlagen nicht an die ersuchende Behörde  sind. Sie beschränkt ihre Ausführungen auf die Bestreitung eines Zusammenhangs zwischen dem hier gegenständlichen Konto und dem brasilianischen Strafverfahren. Diese lediglich allgemein gehaltenen Ausführungen genügen den Begründungsanforderungen nicht, weshalb das Vorbringen bereits aus diesem Grund abzuweisen ist.
5.4 5.4.1 Im Übrigen wäre das Vorbringen auch inhaltlich unbegründet. Gemäss den
für den Rechtshilferichter verbindlichen Ausführungen im Ersuchen besteht der Verdacht, dass B. Bestechungsgelder erhalten hätte, die er unter Beizug der Brüder E. und F., G. und H. und dem ihnen zur Verfügung stehenden Netzwerk von natürlichen und Offshore-Gesellschaften gewaschen hätte. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass B. mithilfe des hier  Bankkontos der Beschwerdeführerin Gelder mutmasslich deliktischer Herkunft gewaschen haben könnte. Die Beschwerdegegnerin nennt in der angefochtenen Verfügung drei Transaktionen im Zusammenhang mit der M. Inc. Namentlich wurden vom Konto der Letzten auf das hier  Konto der Beschwerdeführerin am 13. Juni 2018 USD 700'000.--, am 25. Juni 2018 USD 1'650'000.-- und am 24. Oktober 2018 USD 58'500.-- überwiesen. Die M. Inc. wird im brasilianischen Ersuchen als eine der im «L.» System verzeichneten Gesellschaften erwähnt, mittels welcher  Bestechungsgelder von B. gewaschen worden sind. Somit wurde das Konto der Beschwerdeführerin mit Vermögenswerten der M. Inc. , was von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten wird. Damit ist ein Zusammenhang zwischen dem auf die Beschwerdeführerin lautenden Konto und der auf die M. Inc. lautenden Geschäftsbeziehung zu bejahen.
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Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Ersuchen nicht explizit  wird, vermag daran nichts zu ändern. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, ist das Ersuchen weit auszulegen, wenn so notwendige Ergänzungen des Ersuchens vermieden werden können. Auf eine weite  deuten auch die Ausführungen der brasilianischen Behörde hin, als sie die Schweizer Behörden anbegehrt, ihr auch im Ersuchen nicht  Informationen und Beweismittel zu übermitteln, die der in Brasilien  Untersuchung behilflich sein könnten. Aus diesem Grund greift der Einwand der Beschwerdeführerin nicht.
5.4.2 Zudem handelt es sich bei den von der Rechtshilfemassnahme betroffenen Unterlagen unter anderem um Kontoeröffnungsunterlagen sowie um  zu den Kontobewegungen. Als solche sind sie geeignet, der  Behörde zu ermöglichen, den Fluss von allfälligen  zu ermitteln. Die Beantwortung der Frage, mit welchen Mitteln das Konto der Beschwerdeführerin alimentiert wurde und ob diese legaler Herkunft seien, wie von ihr behauptet wird, obliegt dem ausländische Sachrichter. Dasselbe gilt sinngemäss in Bezug auf die Vorbringen der , soweit sie die Nutzung des hier gegenständlichen Kontos für allfällige deliktische Zwecke bestreitet. Den Hintergrund der oben genannten  der M. Inc. auf das Konto der Beschwerdeführerin sowie die Gründe, weshalb die M. Inc. auf die Dienstleistungen von G. und H.  hat, werden die brasilianischen Behörden zu prüfen haben. Die Prüfung der Tat- und Schuldfrage obliegt nicht dem Schweizer  (s. E. 4.1 hiervor).
5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die in der Schlussverfügung  Unterlagen für das ausländische Strafverfahren von Bedeutung sein können und der ersuchenden Behörde deshalb herauszugeben sind. Andere Hindernisse, welche der zu gewährenden Rechtshilfe entgegenstünden, werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich.
6. 6.1 Des Weiteren verlangt die Beschwerdeführerin die Aufhebung der angeord-
nete Vermögensbeschlagnahme, eventualiter sei die Beschlagnahme auf USD 2'350'000.-- zu reduzieren (act. 1, S. 14, 17 f.; act. 13, S. 2 f.).
6.2 Da das betreffende Kontovermögen bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Einziehungs- bzw. Rückerstattungsentscheids des  Staates bzw. bis zur Mitteilung seitens des ersuchenden Staates, dass ein solcher Entscheid nicht mehr erfolgen kann, grundsätzlich  bleibt (vgl. Art. 33a IRSV; Entscheide des Bundesstrafgerichts
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RR.2017.282 vom 16. Januar 2018 E. 4.1; RR.2017.241 vom 7. September 2017 E. 3.5), ist die Beschlagnahme weiterhin aufrecht zu erhalten. Aufgrund der verbindlichen Ausführungen im Rechtshilfeersuchen kann zum  Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei den  Vermögenswerten um Bestechungsgelder und damit um Erlös aus einer strafbaren Handlung bzw. um deren Ersatzwert und um einen  Vorteil im Sinne von Art. 74a Abs. 2 lit. b IRSG handeln könnte. Als solche haben sie grundsätzlich beschlagnahmt zu bleiben bis zum  eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Einziehungs- bzw.  bzw. bis der ersuchende Staat mitteilt, dass ein solcher Entscheid nicht mehr erfolgen kann (Art. 33a IRSV). Die brasilianischen  werden zeigen müssen, ob es sich bei den beschlagnahmten  um solche deliktischer Herkunft handelt. Bis dahin ist die  Beschlagnahme aufrechtzuerhalten. Da das Ersuchen weit  ist, führt auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin im  nicht erwähnt wird, nicht zur Aufhebung der angeordneten .
6.3 Angesichts der mutmasslichen im Ersuchen erwähnten Deliktshöhe von mehreren Milliarden US Dollar und der Dauer der am 13. Mai 2019  Beschlagnahme ist diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt als  zu werten. Aus diesem Grund ist der beschlagnahmte Betrag nicht zu beanstanden und der Eventualantrag der Beschwerdeführerin .
7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf insgesamt Fr. 7'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.
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