Decision ID: 6feb4a4c-b4c9-5876-8ec1-563aa75e0c73
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 1. Dezember 2010 erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Per Ende Juni 2007 war der Versicherten wegen
der vielen Krankheitsabsenzen ihre Arbeitsstelle als Produktionsmitarbeiterin bei der
B._ AG gekündigt worden (vgl. IV-act. 10). Am 23. Oktober 2008 hatte sie sich
aufgrund eines massiven Impingements mit Bursitis bei Tendinitis calcarea im Bereich
der Subscapularis links einer Kalkentfernung mit Défilée-Erweiterung sowie LBS-
Tenotomie links unterzogen (IV-act. 14-5). Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine
Innere Medizin FMH, hatte sie seit dem 2. November 2010 zu 100% arbeitsunfähig
geschrieben wegen einer seropositiven, bisher anerosiven rheumatoiden Arthritis mit
einem sekundären Sicca-Syndrom sowie einer chronischen Bronchitis (IV-act. 2, 14).
A.a.
Wegen einer Blasenhebungsoperation (TVT-O-Einlage) am 30. März 2011
schrieben die Ärztinnen der Frauenklinik des Spitals D._ die Versicherte vom
29. März bis 12. April 2011 ebenfalls zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 14-14).
A.b.
Am 14. Juni 2011 wurde die Versicherte erneut an der linken Schulter operiert
(Schulterarthroskopie mit subacromialem Débridement und Rekonstruktion
Subscapularis sowie PASTA-Repair Supraspinatus). Die zuständigen Ärzte attestierten
ihr bis zum 23. Oktober 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 23-4 f., 29-6 f.,
44-70 f.). Dr. C._ befand am 2. Dezember 2011, die Versicherte sei weiterhin nicht
arbeitsfähig. Bestenfalls wäre eine adaptierte Tätigkeit zu ca. 20% zumutbar (IV-act.
29-1 ff.).
A.c.
Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 41) wurde die Versicherte im April und Mai
2012 durch Dr. med. E._, Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, sowie
A.d.
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Dr. med. F._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Klinik G._, abgeklärt. In ihrem
Gutachten vom 19. Juni 2012 listeten diese als Diagnosen mit lang andauernder
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Schulterschmerzen beidseits sowie eine
rheumatoide Arthritis in Remission auf. Bis längstens 20. Juni 2012 habe sich zudem
ein Status nach Luxation des linken Ellbogens am 20. März 2012 mit einer kleinen
knöchernen Aussprengung des Radiusköpfchens auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt.
Ihre angestammte Tätigkeit sei der Versicherten (aus somatischer Sicht) nicht mehr
zumutbar, für eine adaptierte Tätigkeit bestehe jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 100%
(IV-act. 44, vgl. IV-act. 46).
Die Versicherte teilte der IV-Stelle am 27. August 2012 mit, sie sei am 2. August
2012 am Ellbogen operiert worden. Weitere operative Eingriffe am Knie, den Schultern
und dem linken Ellbogen stünden bevor. Sie sei zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 49).
RAD-Arzt Dr. med. H._ erachtete das Gutachten von Dr. E._ und Dr. F._ am 13.
September 2012 für beweiskräftig, hielt jedoch fest, ohne weitere fachärztliche Berichte
könne nicht abgeschätzt werden, ob die geplanten Eingriffe einen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit hätten (IV-act. 50). Nach Eingang weiterer Arztberichte, unter anderem
bezüglich des erwähnten operativen Eingriffs am Ellbogen links (vgl. IV-act. 57, 60, 68),
hielt Dr. H._ an der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fest (vgl. IV-act.
62, 73).
A.e.
Die IV-Stelle wies das Begehren um berufliche Massnahmen mit Mitteilung vom 26.
April 2013 ab (IV-act. 71).
A.f.
Mit Vorbescheid vom 29. Mai 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten bei einem
Invaliditätsgrad von 26% die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 78).
Am 11. Juli 2013 verfügte sie entsprechend (IV-act. 79). Die dagegen von der
Versicherten erhobene Beschwerde (IV-act. 85) hiess das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 14. Oktober 2015 (IV 2013/380) teilweise gut und
wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen sowie neuer Verfügung an die IV-Stelle
zurück (IV-act. 104).
A.g.
Die Versicherte hatte sich im Juni 2014 einer Schulterarthroskopie rechts, einem
subacromialen Débridement, einer Bursektomie und einer AC-Resektion unterzogen
(IV-act. 96).
A.h.
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B.
Im Auftrag der IV-Stelle (IV-act. 123) wurde die Versicherte am 3. Juni 2016 durch
Dr. med. I._, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, abgeklärt. In seinem
Gutachten vom 10. Februar 2017 listete dieser als rheumatologische Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales bis
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, chronische Schulterschmerzen beidseits,
Pangonarthrosen beidseits linksbetont, eine rheumatoide Arthritis sowie
belastungsabhängige Ellbogengelenksschmerzen links auf. In der angestammten
Tätigkeit sei die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. Für eine adaptierte Tätigkeit
bestehe seit Januar 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 70% (IV-act. 134).
A.i.
Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht,
ab 1. März 2012 habe sie Anspruch auf eine ganze Rente. Diese werde per 28. Februar
2013 eingestellt und ab 1. Januar 2014 werde eine Viertelsrente ausgerichtet (IV-act.
152). Dagegen erhob die Versicherte am 10. Juli 2017 Einwand (IV-act. 162).
A.j.
Nach zwei Rückfragen bei RAD-Arzt Dr. med. J._, Facharzt für Innere Medizin,
Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, verfügte die IV-Stelle am 13.
November 2017 entsprechend ihrem Vorbescheid (IV-act. 163 f., 172, 177 f.).
A.k.
Gegen die Verfügung vom 13. November 2017 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 15. Dezember 2017. Die Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) beantragte, die Verfügungen seien teilweise in dem Sinne
aufzuheben, dass ihr ab 1. März 2012 durchgehend eine ganze Rente, eventualiter ab
1. März 2012 eine ganze und ab 1. März 2013 eine Dreiviertelsrente, subeventualiter ab
1. März 2012 eine ganze und ab 1. März 2013 eine halbe Rente zu gewähren sei.
Zudem sei ihr ab 1. Juni 2011 bis Ende Februar 2012 eine ganze Rente, eventualiter
eine Dreiviertelsrente, subeventualiter eine halbe Rente zuzusprechen. Alles unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie machte geltend, die Arbeitsfähigkeitsschätzung
des lediglich rheumatologischen Gutachtens von Dr. I._ sei nicht nachvollziehbar.
Bereits vor dem Unfallereignis vom 20. März 2012 und vom 1. März bis 31. Dezember
2013 sei sie gleichermassen in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen wie ab
dem 1. Januar 2014. Ihre Restarbeitsfähigkeit sei nicht verwertbar und der
B.a.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente gegenüber der Beschwerdegegnerin.
Gemäss Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten
nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Nachdem die Anmeldung der
Beschwerdeführerin zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung am 13.
Januar 2011 bei der Beschwerdegegnerin einging (vgl. IV-act. 1), ist vorliegend ein
Rentenanspruch frühestens ab 1. Juli 2011 zu prüfen. Im Zeitraum vom 1. März 2012
bis 28. Februar 2013 hatte sie unbestritten Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. IV-act.
134, 164). Bei den beiden Verfügungen vom 13. November 2017 (IV-act. 164, 177 f.)
handelt es sich um ein einheitliches Rechtsverhältnis (rückwirkende abgestufte
Invaliditätsgrad falsch berechnet worden (act. G1). Am 3. Januar 2018 reichte die
Beschwerdeführerin diverse medizinische Berichte ein (act. G4, G4.1 ff.).
Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 16. Februar 2018
die Abweisung der Beschwerde. Sie brachte vor, das Valideneinkommen sei zu
Gunsten der Beschwerdeführerin basierend auf dem Durchschnitt der von der
Arbeitgeberin angegebenen Löhne bestimmt worden. Ein Tabellenlohnabzug sei nicht
gerechtfertigt. Es könne nicht von einer relevanten psychischen Beeinträchtigung
ausgegangen werden, der Beschwerdeführerin sei eine adaptierte Tätigkeit
entsprechend dem rheumatologischen Gutachten mit einem Pensum von 70%
zumutbar (act. G6). Sie legte ihrer Beschwerdeantwort eine Stellungnahme von RAD-
Arzt Dr. J._ vom 11. Januar 2018 bei (act. G6.1).
B.b.
Mit Replik vom 21. März 2018 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest.
Sie beanstandete das rheumatologische Gutachten von Dr. I._ und hielt ein
polydisziplinäres Gerichtsgutachten für angebracht. Da das psychiatrische Gutachten
von Dr. F._ bereits 2012 erstellt worden sei, könne nicht davon ausgegangen
werden, dass aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Bezüglich
des Validenlohns sei vom zuletzt tatsächlich erzielten Lohn auszugehen (act. G10).
B.c.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G12).B.d.
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Rentenzusprache), das praxisgemäss als Ganzes als angefochten zu betrachten und
gerichtlich zu überprüfen ist.
Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.1.
Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht
und der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der
Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen
Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien
gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben
zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a am Schluss, BGE 117 V 282 E. 4.a).
1.2.
Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine
1.3.
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2.
Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Die angefochtene Verfügung
stützt sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. I._
vom 10. Februar 2017 (IV-act. 134). Die Beschwerdeführerin spricht diesem die
Beweiskraft bezüglich der Arbeitsfähigkeitsschätzung ab und hält weitere Abklärungen
für notwendig (act. G1, G10).
zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.1.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, die von Dr. I._ postulierte
Arbeitsfähigkeit von 70% in einer angepassten Tätigkeit entspreche nicht den von ihm
festgehaltenen Einschränkungen. Es treffe nicht zu, dass sich das definierte
Anforderungsprofil in leidensangepasster Tätigkeit nicht einschränkend auswirke (act.
G1, G10). Dr. I._ hielt zahlreiche Adaptionskriterien fest. Diese haben jedoch im
Wesentlichen qualitative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und sind bei der
Prüfung der Zumutbarkeit relevant (vgl. E. 3). In quantitativer Hinsicht führte Dr. I._
überzeugend aus, aufgrund der multilokulären weit ausgebreiteten
Beschwerdesymptomatik und des Alters der Beschwerdeführerin sei von einem
vermehrten Bedarf an Erholungspausen im Ausmass von 30% (bezogen auf ein
ganztägiges Arbeitspensum) zusätzlich zu den üblichen Pausen auszugehen (IV-act.
134-67).
2.1.1.
Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, das Gutachten von Dr. I._ sei
ungenügend, da ein Rheumatologe alleine nicht alle ihre Einschränkungen erfassen
könne. Insbesondere seien keine Abklärungen bezüglich der von Dr. K._ erwähnten
depressiven Stimmungslage veranlasst worden (act. G1). Die Beschwerdeführerin war
im Mai 2012 durch Dr. F._ begutachtet worden. Dieser hatte aus psychiatrischer
Sicht keine Diagnose gestellt (IV-act. 46-6). Die mit dem damaligen Psychotherapeuten
L._ übereinstimmende Einschätzung (vgl. IV-act. 39) war von den Parteien nicht
angezweifelt und auch im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 14. Oktober 2015
2.1.2.
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nicht in Frage gestellt worden (IV-act. 104). Sie ist damit als beweiskräftig zu erachten.
Konkrete Hinweise auf eine danach entstandene, mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
relevante psychische Beeinträchtigung bestehen nicht. Offenbar erachteten weder
Gutachter Dr. I._, der lediglich eine etwas klagende Grundstimmung erwähnte (IV-
act. 134-34), noch RAD-Arzt Dr. J._ psychiatrische Abklärungen für notwendig.
Jedenfalls ergeben sich aus ihren Beurteilungen keine Anhaltspunkte für psychische
Auffälligkeiten (vgl. IV-act. 134, 163, 172, act. G6.1). Dr. K._ erwähnte in seinem
Bericht vom 12. September 2017 als Diagnosen unter anderem ein sekundäres
myofasziales Schmerzsyndrom mit depressiver Stimmungslage (IV-act. 169). Als
Rheumatologe ist Dr. K._ grundsätzlich nicht dazu berufen, psychiatrische Diagnosen
zu stellen. Zudem hat er sich nicht weiter zu der seiner Ansicht nach bestehenden
depressiven Stimmungslage und allfälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
geäussert. Dasselbe gilt auch für Hausarzt Dr. C._, welcher am 3. Januar 2018 über
eine depressive Entwicklung berichtete (act. G4.1). Abgesehen von diesen Berichten
bringt die Beschwerdeführerin keine weiteren medizinischen Beurteilungen ihrer
psychischen Gesundheit vor. Es besteht damit kein Anlass für weitere diesbezügliche
Abklärungen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich die Beschwerdeführerin
aktenkundig nie in fachärztlicher psychiatrischer Behandlung befand.
Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das
Gutachten von Dr. I._ vom 10. Februar 2017 (IV-act. 134) auf umfassender
Aktenkenntnis sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte
Leidensbild der Beschwerdeführerin berücksichtigt und die auf dieser Grundlage
gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind. Aus den von der Beschwerdeführerin
vorgebrachten medizinischen Einschätzungen ergeben sich zudem keine objektiven
Gesichtspunkte, welche im Gutachten von Dr. I._ vom 10. Februar 2017 ausser Acht
gelassen worden wären (vgl. zu den im Beschwerdeverfahren neu eingereichten
Arztberichten [act. G4.1 ff.] die Beurteilung von Dr. J._ vom 11. Januar 2018 [act.
G6.1]). Sie sind nicht geeignet, das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Schliesslich wurden
auch zwischen dem Gutachten von Dr. I._ und der umstrittenen Verfügung vom 13.
November 2017 (IV-act. 164, 177 f.) eingetretene massgebliche Veränderungen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht substantiiert geltend gemacht und solche
ergeben sich auch nicht aus den Akten.
2.1.3.
Damit ist gestützt auf das Gutachten von Dr. I._ ab 1. Januar 2014 von einer
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 70% auszugehen (IV-act. 134-68).
Zur Zeit davor äusserte sich Dr. I._ nicht abschliessend. Das Versicherungsgericht
hat mit Entscheid vom 14. Oktober 2015 festgehalten, die Beschwerdeführerin sei
2.2.
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aufgrund der Einschränkungen am linken Arm vom Unfalltag des 20. März 2012 bis am
14. November 2012 arbeitsunfähig gewesen. Das Wartejahr gemäss Art. 28 IVG sei im
Unfallzeitpunkt bereits abgelaufen gewesen. In Anwendung von Art. 88a der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) dürfte der (befristete)
Rentenanspruch frühestens im Februar 2013 enden (IV-act. 104, E. 4.3). Die
Beschwerdegegnerin anerkannte die volle Arbeitsunfähigkeit im genannten Zeitraum
und sprach der Beschwerdeführerin in der Folge vom 1. März 2012 bis 28. Februar
2013 eine ganze Rente zu (IV-act. 152, 164, 177 f.). Vorliegend zu prüfen ist jedoch
weiter eine allfällige Arbeitsunfähigkeit vom frühestmöglichen Rentenbeginn vom 1. Juli
2011 bis 29. Februar 2012 sowie vom 1. März 2013 bis 31. Dezember 2013.
Dr. I._ hielt mit Verweis auf die Vorakten fest, der Beschwerdeführerin sei
erstmalig vom 2. bis 30. November 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert
worden. Es erscheine plausibel, dass spätestens ab dem 2. November 2010 eine
seither anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit oder eine
vergleichbare mittelschwere bis schwere Tätigkeit bestanden habe (IV-act. 134-68).
Demzufolge war das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) am 1. November 2011
abgelaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Beschwerdeführerin wiederholt
vorübergehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert (IV-act. 14-14, 23-4 f., 29-6
f., 44-70 f.). Aufgrund der am 14. Juni 2011 durchgeführten Schulteroperation links
hatten sie die zuständigen Ärzte der Klinik M._ bis zum 23. Oktober 2011 als
arbeitsunfähig erachtet (IV-act. 29-6 f.). Dr. C._ beurteilte am 2. Dezember 2011, der
Beschwerdeführerin sei weiterhin keine Arbeit zumutbar. Gleichzeitig hielt er jedoch
fest, allenfalls sei sie für eine wechselbelastende leichte Arbeit mit vielen Pausen zu ca.
20% arbeitsfähig (IV-act. 29-1 ff.). Er begründete aber nicht konkret, weshalb selbst
eine adaptierte Tätigkeit nur in einem derart geringen Pensum zumutbar sein sollte.
Danach ist bis zum Rentenbeginn am 1. März 2012 eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit nicht rechtsgenüglich belegt.
2.2.1.
Zwischen dem 15. November 2012 (vgl. IV-act. 104-12, Ziff. 4.2; IV-act. 68-6 f.)
und dem 31. Dezember 2013 ergeben sich aus den Akten keine Hinweise auf eine
relevante Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (vgl. IV-act. 134-68). Die
Beschwerdeführerin befand sich zwar in ärztlicher Behandlung bzw. nahm
Kontrolltermine wahr, die behandelnden Ärzte äusserten sich jedoch nicht zur
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit (IV-act. 90, 97, 134-18 f.).
2.2.2.
Eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit zwischen dem Ende des
Wartejahres am 1. November 2011 und dem Rentenbeginn am 1. März 2012 sowie
2.2.3.
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3.
Die Beschwerdeführerin bringt weiter sinngemäss vor, die Verwertbarkeit der von Dr.
I._ attestierten Restarbeitsfähigkeit von 70% in einer adaptierten Tätigkeit ab Januar
2014 sei zu verneinen (act. G1, G10).
zwischen der Einstellung der befristeten Rente am 1. März 2013 und dem 31.
Dezember 2013 (Beginn unbefristete Rente am 1. Januar 2014) ist damit nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Weitere diesbezügliche Abklärungen
erübrigen sich, da eine Beurteilung nur retrospektiv anhand der vorhandenen
Arztberichte möglich wäre und damit ohnehin nur eine beschränkte Beweiskraft hätte.
Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere
kann von einer Arbeitsgelegenheit (vgl. sinngemäss Art. 16 ATSG) dort nicht
gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen
Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot an und
der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von
seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als
auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt
sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche
Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu
erzielen vermag oder nicht. Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch
im Rahmen der den versicherten Personen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
offenstehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von
ihnen Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven
und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls nicht zumutbar sind (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit
Hinweisen).
3.1.
Das Bundesgericht verneint in der Regel die Verwertbarkeit der verbliebenen
Arbeitsfähigkeit höchstens bei über 60-jährigen versicherten Personen, welchen im
massgeblichen Zeitpunkt lediglich noch eine Aktivitätsdauer von weniger als fünf
Jahren verbleibt (Urteil vom 6. Juli 2016, 8C_113/2016, E. 4.3). Die Beschwerdeführerin
war im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung hingegen erst 57 Jahre alt. Ihr stehen
3.2.
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4.
Basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 70% ab Januar
2014 ist nachfolgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen.
grundsätzlich leichte wechselbelastende Hilfsarbeitertätigkeiten möglichst ohne
Tätigkeiten auf oder über Brusthöhe, ohne das Nutzen von Leitern und Gerüsten, ohne
Gewichtsbelastungen über 7.5kg, ohne häufiges Manipulieren von Gewichten über
2.5kg, mit höchstens seltenem und nicht repetitivem Strecken und Beugen im Ellbogen
links, ohne repetitiven kraftvollen Einsatz der Hände, ohne Arbeiten in Kälte und Nässe,
ohne unergonomische Zwangshaltungen des Rückens; ohne wiederholtes Knien oder
Kriechen, ohne wiederholtes Treppensteigen oder längere Gehstrecken und mit der
Möglichkeit zu vermehrten Erholungspausen offen (vgl. IV-act. 134-66 f.). Der
Beschwerdeführerin sind damit insbesondere noch Stellen als Hilfsarbeiterin im Bereich
von Überwachungs-, Administrativ- und Kontrolltätigkeiten wie auch leichtere
Verpackungs-, Maschinenbedienungs- und Sortierarbeiten zumutbar.
Die gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 70%
ist damit als auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar zu betrachten.
3.3.
Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird
grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28
E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015,
8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Die
Beschwerdeführerin war vor Eintritt ihrer gesundheitlichen Beschwerden zuletzt von
1995 bis 2007 als Produktionsmitarbeiterin bei der Firma B._ AG tätig (IV-act. 10).
Danach war sie nur temporär beschäftigt, bezog zeitweise Arbeitslosenentschädigung
und war sodann seit 2010 nichterwerbstätig (IV-act. 141). Massgeblich für die
Bestimmung des Valideneinkommens ist damit unbestritten der Verdienst bei der B._
AG. Die Parteien sind sich jedoch nicht einig, welche Lohnangaben ausschlaggebend
sein sollen (act. G1, G6, G10). Ein Abstellen auf die im IK-Auszug aufgeführten Werte
(vgl. IV-act. 141) rechtfertigt sich insofern nicht, als die Beschwerdeführerin in den
Jahren 2004 bis 2007 zahlreiche krankheitsbedingte Absenzen bzw. teilweise
Arbeitsunfähigkeiten aufwies (IV-act. 10-18 ff.) und die deklarierten Werte daher
allenfalls auch Krankentaggeldzahlungen enthalten. Die ehemalige Arbeitgeberin teilte
4.1.
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der Beschwerdegegnerin am 15. Mai 2013 mit, die Beschwerdeführerin könnte derzeit
als Produktionsmitarbeiterin im 3-Schichtbetrieb in einem 100% Pensum brutto ein
Einkommen zwischen Fr. 4'100.-- bis Fr. 5'540.-- mal 13 erzielen. Dazu kämen die
Schichtzulagen von monatlich Fr. 750.-- (IV-act. 74). Die Beschwerdegegnerin
berechnete das Valideneinkommen basierend auf dem Durchschnittswert der von der
Arbeitgeberin angegebenen monatlichen Einkommen von Fr. 4'820.-- ([Fr. 4'100.-- + Fr.
5'540.--] / 2). Unter Berücksichtigung der Schichtzulage und angepasst an die
Nominallohnentwicklung bis 2014 errechnete sie ein Valideneinkommen von Fr.
73'259.-- (IV-act. 164). Dies ist jedoch insofern zu beanstanden, als es sich dabei um
eine blosse Schätzung des Einkommens einer durchschnittlich verdienenden
Produktionsmitarbeiterin der B._ AG handelt und sich der Wert nicht konkret auf die
Beschwerdeführerin bezieht. Zudem ist mit dieser darauf hinzuweisen, dass sie laut
Angaben der Arbeitgeberin im Jahr 2007 zuletzt ein monatliches Einkommen von Fr.
4'622.-- erzielte (vgl. act. G1, IV-act. 10-9). Angepasst an die Nominallohnentwicklung
der Frauen bis ins Jahr 2013 (Zeitpunkt der Auskunft der Arbeitgeberin) ergäbe dies
einen Monatslohn von Fr. 4'987.-- (Index 2007: 2'454, 2013: 2'648), mithin mehr als der
angegebene Durchschnittslohn von Fr. 4'820.--. Es rechtfertigt sich damit, das
Valideneinkommen basierend auf den zuletzt monatlich erzielten Fr. 4'622.-- zu
berechnen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung der Frauen bis zum
Rentenbeginn im Jahr 2014 (Index 2007: 2'454, 2014: 2'673) ergibt sich ein Einkommen
von monatlich Fr. 5'034.48 bzw. jährlich Fr. 65'448.--. Zusätzlich sind die
Schichtzulagen von jährlich Fr. 9'000.-- (12 x Fr. 750.--) per 2013 (vgl. IV-act. 74), bzw.
aufgewertet auf das Jahr 2014 Fr. 9'085.-- zu berücksichtigen (Index 2013: 2'648),
womit insgesamt ein massgebliches Valideneinkommen von Fr. 74'533.-- resultiert.
Eine über der Veränderung des Nominallohnindexes liegende Lohnerhöhung - wie sie
die Beschwerdeführerin geltend macht (act. G1) - ist nicht rechtsgenüglich
nachgewiesen und damit nicht zu berücksichtigen.
Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen.
Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht der Beizug von
Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 4 N 46 ff.). Da der Beschwerdeführerin ab Januar
2014 wie im Validenfall Hilfsarbeitertätigkeiten zumutbar sind, rechtfertigt es sich, das
Invalideneinkommen ab dann gestützt auf die LSE, Total sämtlicher Wirtschaftszweige,
Kompetenzniveau 1, Frauen, zu bestimmen. Der entsprechende Lohn belief sich im
Jahr 2014 auf Fr. 4'300.-- pro Monat bzw. Fr. 51'600.-- jährlich. Aufgerechnet auf die
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (2014, total) ergibt sich ein
4.2.
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5.
massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 53'793.-- bzw. bei einem zumutbaren
Arbeitspensum von 70% ein solches von Fr. 37'655.--.
Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter)Tätigkeiten behindert
sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren
arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Wie Dr. I._
festhielt, hat die Beschwerdeführerin zahlreiche qualitative Einschränkungen (vgl. IV-
act. 134-66 f., E. 3.2). Sie ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmerinnen
damit lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen (vgl. zum Ganzen Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/
Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.). Es
rechtfertigt sich auch mit Blick auf ihr eher fortgeschrittenes Alter, den
Tabellenlohnabzug auf 10% festzusetzen. Folglich reduziert sich das massgebliche
Invalideneinkommen auf Fr. 33'890.--.
4.3.
Ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 74'533.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 33'890.-- ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von
rund 55%. Die Beschwerdeführerin hat somit ab 1. Januar 2014 einen Anspruch auf
eine halbe Invalidenrente.
4.4.
Nach dem Gesagten sind die Verfügungen vom 13. November 2017 in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin ist mit Wirkung
ab 1. März 2012 bis 28. Februar 2013 eine ganze sowie mit Wirkung ab 1. Januar 2014
eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistung
ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die
Beschwerde abzuweisen.
5.1.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Ausgangsgemäss
5.2.
bis
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