Decision ID: b7f57309-c3d9-50ec-bfe6-75785b646e43
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.01.2015 Bau- und Planungsrecht, Erweiterung Allwetterauslauf / Reitplatz für Pferdepension, Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG (SR 700), Art. 16abis RPG in Verbindung mit Art. 34b RPV (SR 700.1), Art. 52 Abs. 2 RPV.Verfahrensrecht, Zeitpunkt der Einreichung des Kostenbegehrens im Rekursverfahren, Art. 98ter VRP (sGS 951.1) in Verbindung mit Ar. 105 Abs. 2 ZPO (SR 272).Berücksichtigung neuen Rechts im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren (E. 2.1.1.).Unmittelbarer Anschluss an den Stall als Voraussetzung für die Bewilligung eines Allwetterauslaufs (E. 2.1.3.).Bewilligungsvoraussetzungen für die Nutzung eines bestehenden Allwetterplatzes als befestigter Reitplatz: Schutz des hohen ökologischen Werts des Waldrandes als entgegenstehendes überwiegendes öffentliches Interesse; Erforderlichkeit eines Betriebskonzeptes für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Betriebs; fehlender Nachweis der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit (E. 2.1.3.).Praxisänderung: Zulässigkeit eines Antrags auf Zusprechung einer Parteientschädigung bis zum Abschluss des Rekursverfahrens (E. 3.), (Verwaltungsgericht, B 2013/97).Entscheid vom 23. Januar 2015BesetzungPräsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; Gerichtsschreiber BischofbergerVerfahrensbeteiligteX.Y., Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. David Brunner, Hinterlauben 12, 9001 St. Gallen,gegenBaudepartement des Kantons St. Gallen, Rechtsabteilung, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,Vorinstanz,undPolitische Gemeinde Schänis, vertreten durch den Gemeinderat, 8718 Schänis,Beschwerdegegnerin,GegenstandBaugesuch und Wiederherstellung rechtmässiger Zustand (Allwetterauslauf / Reitplatz für Pferdepension)Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
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X.Y. führt in der Gemeinde Schänis einen Landwirtschaftsbetrieb, auf dem er
Milchkühe, Rinder, Ziegen und Pferde hält. Sein Landwirtschaftsbetrieb umfasst eine
landwirtschaftliche Nutzfläche von 10.42 ha und einen Tierbesatz von 23 GVE. Sein
Betriebszentrum mitsamt Wohnhaus befindet sich auf dem 65'858 m grossen
Grundstück Nr. 00, Grundbuch Schänis, welches in seinem Eigentum steht. Nach dem
Zonenplan der Politischen Gemeinde Schänis ist dieses Grundstück grösstenteils der
Landwirtschaftszone zugewiesen. Der westliche Teil im Halte von 12'454 m ist Wald.
Einen Teil davon hat X.Y. illegal gerodet, weshalb das Kantonsforstamt am 26. August
1991 verfügt hat, dass die kahlgeschlagene Fläche weiterhin als Wald gelte und wieder
aufgeforstet bzw. natürlich bewachsen lassen werden müsse (act. 9/8/6/39). Der
entsprechenden Wiederherstellungsverfügung ist X.Y. bis dato nicht nachgekommen,
weil er die Pflicht zur Wiederaufforstung angeblich vergessen hat (act. 9/8/6/24).
B.
Am 28. März 2000 bewilligte die Politische Gemeinde Schänis nachträglich im
Meldeverfahren und ohne Zustimmung des Kantons den Abbruch des als Unterstand
und Abladetenn genutzten Vordachs der bestehenden Scheune Assek. Nr. 0001 sowie
den Ersatzbau eines geschlossenen Abladetenns inklusive zwei Pferdeboxen mit einem
Laufhof von rund 150 m Fläche auf dem der Landwirtschaftszone zugewiesenen Teil
des Grundstücks Nr. 00 (act. 9/8/5/9). Am 30. Januar 2009 reichte X.Y. ein Baugesuch
für den Anbau eines Pferdestalls an die Scheune mit fünf Pferdeboxen und einer
zugehörigen Auslauffläche von 97.50 m (6.50 m x 15 m) sowie für einen befestigten,
440 m (20 m x 22 m) grossen Allwetterauslauf für Pferde und Rinder westlich der
bestehenden Remise Assek. Nr. 0002 ein. Mit Verfügung vom 14. September 2009
bestätigte das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) die
Zonenkonformität des am 28. März 2000 bewilligten Bauvorhabens und stimmte
diesem nachträglich zu (act. 9/8/5/2). Gleichzeitig entschied es, dass das Baugesuch
von X.Y. vom 30. Januar 2009 zonenkonform sei und dafür eine Zustimmung erteilt
werden könne. Entsprechend dieser Zustimmungsverfügung des AREG bewilligte der
Gemeinderat am 8. Oktober 2009 das Baugesuch vom 30. Januar 2009 (act. 9/5/8).
Anlässlich der Bauabnahme vom 14. Juli 2011 stellte die Gemeinde fest, dass X.Y.
abweichend von der Baubewilligung eine sechste Pferdebox mit zugehörigem Auslauf
eingebaut sowie den Allwetterauslauf für die Pferde und Rinder westlich der Scheune
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auf eine Fläche von 800 m (20 m x 40 m) erweitert hatte. Mit Schreiben vom
21. September 2011 forderte sie X.Y. auf, ein Korrekturgesuch einzureichen (act. 9/5/7).
Dieser Aufforderung kam dieser am 14. November 2011 nach. Dabei räumte er ein,
dass der Stallgang verbreitert worden sei sowie der Auslauf westlich der Scheune als
Reitplatz genutzt und auch für betriebsfremde Pferde verwendet werde (act. 9/5/6).
Am 14. Juli 2012 bewilligte die Gemeinde nachträglich die Verbreiterung des
Durchgangs zwischen den Pferdeboxen und der Scheune sowie den Einbau einer
sechsten Pferdebox unter der Bedingung, die sechste Pferdebox erst nach dem
Teilrückbau des Reitplatzes zu nutzen (act. 9/5/1). Hingegen verweigerte sie gestützt
auf die raumplanungsrechtliche Teilverfügung des AREG vom 18. Mai 2012
(act. 9/8/6/8) die Baubewilligung sowie eine Ausnahmebewilligung für die
Unterschreitung des Waldabstandes für den Reitplatz und ordnete unter Androhung
der Ersatzvornahme dessen Rückbau auf die Grundmasse von 20 m x 19 m bis am
31. Oktober 2012 an.
C.
Gegen die Verfügung der Gemeinde vom 14. Juli 2012 erhob X.Y. am 27. Juli 2012
Rekurs beim Baudepartement. Er beantragte, in Gutheissung des Rekurses sei die
Verfügung der Gemeinde insofern abzuändern, als der Pferdeauslauf lediglich auf die
Grundmasse von 20 m x 30 m zurückzubauen sei (act. 9/1). Am 22. November 2012
führte das Baudepartement einen Augenschein durch (act. 9/13). Am 11. Januar 2013
reichte der nachträglich beigezogene Rechtsvertreter von X.Y. eine Stellungnahme
(act. 9/18) mit dem Rechtsbegehren ein, das Verfahren sei bis zum Inkrafttreten der
RPG-Revision "Darbellay" zu sistieren (Ziff. 1). Weiter seien die Verfügungen der
Gemeinde Schänis sowie des AREG bezüglich des Reit- und Allwetterplatzes sowie
des Nutzungsverbotes für die sechste Pferdebox unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen aufzuheben und der erweiterte Allwetterplatz sei zu bewilligen
(Ziff. 2 al. 1 und Ziff. 3). Eventualiter sei der erweiterte Platz zu bewilligen, soweit er
nicht in den Waldabstand hineinrage (Ziff. 2 al. 2). Subeventualiter seien die
angefochtenen Verfügungen insofern aufzuheben, als darin der Rückbau des
bestehenden Platzes über das Ausmass verfügt werde, für das er seinerzeit bewilligt
worden sei (Ziff. 2 al. 3). Mit Entscheid vom 17. April 2013 trat das Baudepartement auf
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die vom Rechtsvertreter des Rekurrenten nachträglich eingereichten Rechtsbegehren
nicht ein und hiess den Rekurs teilweise gut. Die Verfügungen der Politischen
Gemeinde Schänis bzw. des AREG änderte es dahingehend ab, als es den Rückbau
des Allwetterplatzes innert drei Monaten ab Rechtskraft des Rekursentscheides
nurmehr auf die bereits im Jahr 2009 bewilligten Masse von 20 m x 22 m anordnete.
D.
Mit Eingabe vom 2. Mai 2013 liess X.Y. (Beschwerdeführer) durch seinen
Rechtsvertreter Beschwerde gegen den Rekursentscheid des Baudepartements
(Vorinstanz) vom 17. April 2013 erheben (act. 1). Am 31. Mai 2013 ergänzte er die
Beschwerde (act. 6) mit einer Begründung sowie dem Rechtsbegehren, den
Rekursentscheid des Baudepartements unter Kosten- und Entschädigungsfolge
sowohl für das Rekurs- als auch für das Beschwerdeverfahren aufzuheben, soweit auf
den Rekurs nicht eingetreten und dieser nicht gutgeheissen worden sei, die
erstinstanzlichen Entscheide hinsichtlich des Reit- und Allwetterplatzes und des
Nutzungsverbots für die sechste Pferdebox aufzuheben und den erweiterten Reit- und
Allwetterplatz zu bewilligen (Ziff. 2a, 2b und 3). Eventualiter beantragte er, der
erweiterte Reit- und Allwetterplatz sei zu bewilligen, soweit er nicht in den Waldabstand
hineinrage (Ziff. 2c). Subeventualiter sei der Reit- und Allwetterplatz im Ausmass von
20 m x 30 m zu bewilligen und der Rückbau nur auf dieses Ausmass anzuordnen
(Ziff. 2d). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er überdies, das
Beschwerdeverfahren bis zum Inkrafttreten der Revision des Raumplanungsgesetzes
vom 22. März 2013 zu sistieren (Ziff. 1).
E.
Die Vorinstanz schloss mit Stellungnahme vom 13. Juni 2013 (act. 8) und die Politische
Gemeinde Schänis (Beschwerdegegnerin) mit Eingabe vom 3. Juli 2013 (act. 11) auf
Abweisung der Beschwerde (act. 8).
Mit Zwischenverfügung vom 12. Juli 2013 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch
des Beschwerdeführers um Sistierung des Beschwerdeverfahrens ab (act. 12). Am 13.
September 2013 liess sich der Beschwerdeführer abschliessend vernehmen (act. 13).
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In der Folge blieb das vorliegende Beschwerdeverfahren formlos sistiert, da das
Bundesgericht in einem ähnlich gelagerten Fall über die Anwendbarkeit der
Änderungen des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. März 2013 sowie der
am 2. April 2014 revidierten Bestimmungen der Raumplanungsverordnung zu befinden
hatte, welche am 1. Mai 2014 in Kraft traten. Mit Urteil vom 29. September 2014 (BGer
1C_144/2013) hiess das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 11.
Dezember 2012 (VerwGE B 2011/273, www.gerichte.sg.ch) unter anderem mit der
Begründung teilweise gut, dass die revidierten Bestimmungen der
Raumplanungsgesetzgebung des Bundes anwendbar seien.
Auf die Ausführungen der Parteien im Schriftenwechsel wird, soweit rechtserheblich, in
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Als Adressat
des Rekursentscheids ist der Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels
berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 2. Mai 2013 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit
der Ergänzung vom 31. Mai 2013 (act. 6) im Wesentlichen die formellen
Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf
die Anträge des Beschwerdeführers, soweit damit neben der Aufhebung des
vorinstanzlichen Entscheides zusätzlich die Aufhebung der Verfügung des
Gemeinderates Schänis vom 14. Juli 2012 und der Verfügung des AREG vom 18. Mai
2012 verlangt wird. Diese sind durch den angefochtenen Entscheid ersetzt worden
bzw. gelten inhaltlich als mitangefochten (sogenannter Devolutiveffekt, vgl. BGer
1C_85/2010 vom 4. Juni 2010 E. 1.2). Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die
Beschwerde, soweit damit das Nutzungsverbot für die sechste Pferdebox angefochten
wird. Der Beschwerdeführer hat innert der angesetzten Frist zur Ergänzung der
Beschwerde trotz entsprechender Androhung der Säumnisfolgen (act. 4) mit keinem
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Wort begründet, wieso dieses Nutzungsverbot unzulässig sein sollte (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 48 VRP).
2.
Hauptstreitpunkt bildet vorliegend der von der Vorinstanz angeordnete Rückbau des
erweiterten Allwetterplatzes.
Die zuständige Gemeindebehörde kann die Entfernung oder die Abänderung
rechtswidrig ausgeführter Bauten und Anlagen sowie die Wiederherstellung des
früheren Zustands verfügen, wenn die Ausführung den gesetzlichen Vorschriften oder
den genehmigten Plänen nicht entspricht oder sonst ein unrechtmässiger Zustand
geschaffen wird (Art. 130 Abs. 2 des Gesetzes über die Raumplanung und das
öffentliche Baurecht [Baugesetz; sGS 731.1, BauG]). Voraussetzung der Zulässigkeit
einer Abbruchverfügung ist in jedem Fall die formelle und materielle Rechtswidrigkeit
der Baute. Ist eine Baute formell illegal und somit ohne Vorliegen einer rechtskräftigen
Baubewilligung erstellt worden, vermag dies allein eine Abbruchverfügung noch nicht
zu rechtfertigen. Vielmehr ist in der Regel zu prüfen, ob aufgrund des geltenden
materiellen Baupolizeirechts eine ordentliche Baubewilligung (Art. 87 Abs. 1 BauG)
oder eine Ausnahmebewilligung (Art. 77 BauG) erteilt werden kann. Können Bauten und
Anlagen aufgrund materieller Rechtswidrigkeit auch nachträglich nicht bewilligt werden,
sind für einen allfälligen Abbruch die allgemeinen verfassungs- und
verwaltungsrechtlichen Prinzipien des Bundesrechts zu berücksichtigen, wozu
insbesondere der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) zu zählen ist
(VerwGE B 2008/184 vom 9. Juli 2009 E. 3.1, in: GVP 2009 Nr. 26).
Der Beschwerdeführer lässt hierzu vorbringen, die streitbetroffene Erweiterung des
Allwetterplatzes auf 800 m sei gemäss den revidierten Bestimmungen des
Raumplanungsgesetzes des Bundes bewilligungsfähig. Der angeordnete Rückbau sei
ohne Berücksichtigung dieser Gesetzesnovellen unverhältnismässig. Weiter handle es
sich bei dem von seiner Familie angebotenen therapeutischen Reiten um einen nicht
landwirtschaftlichen Nebenbetrieb mit engem sachlichen Zusammenhang zu seinem
landwirtschaftlichen Gewerbe. Für dieses Angebot würden nicht die Pensionspferde,
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sondern die betriebseigenen Pferde verwendet. Es sei logisch, dass das Reiten auf
diesen betriebseigenen Pferden auf dem Hofareal stattfinden solle und nicht auf einem
weit ab liegenden nichtlandwirtschaftlichen Pferdebetrieb. Ferner könne das
therapeutische Reiten nicht in den bestehenden Bauten und Anlagen des Betriebs des
Beschwerdeführers angeboten werden, wenn der bestehende Allwetterplatz
zurückgebaut werden müsse. Das Erweiterungspotential für das therapeutische Reiten
betrage bezogen auf den Aussenplatz gegenüber dem im Jahr 2009 bewilligten
Zustand mindestens 100 m . Schon gemäss altem Recht könne die vorgenommene
Platzerweiterung daher zumindest in einem erheblichen Ausmass bewilligt werden.
Darüber hinaus werde der Waldabstand höchstens an einer Ecke um 3.60 m
unterschritten. Dies ergebe eine Fläche von 10 m , die in den Waldabstandsbereich
hineinrage. Diese leichte Unterschreitung des Waldabstandes gefährde die
Waldfunktion nicht direkt. Dafür könne eine Ausnahmebewilligung erteilt werden, was
der Kreisoberförster bereits in Aussicht gestellt habe. Im Übrigen könne er im Notfall
damit leben, dass er die 10 m im Waldabstandsbereich zurückbauen müsse. Dieser
Rückbau sei indessen für das Landschaftsbild mitnichten positiv.
2.1.
Zunächst ist zu prüfen, ob die ohne Baubewilligung erstellte Erweiterung des
Allwetterplatzes, welcher auf seiner gesamten Fläche sowohl als Allwetterauslauf als
auch als Reitplatz genutzt wird, nachträglich legalisiert werden kann. Nicht umstritten
ist, dass es sich bei der Pferdehaltung des Beschwerdeführers um eine in der
Landwirtschaftszone zonenkonforme landwirtschaftliche Pferdepension handelt. Diese
Pferdehaltung umfasst sechs Pferdeboxen für die Pferdepension sowie zwei
Pferdeboxen für betriebseigene Pferde mitsamt dem zugehörigen, unmittelbar an den
Pferdestall angrenzenden Allwetterauslauf sowie dem bewilligten Auslauf westlich der
Scheune im Halte von 440 m . Näherer Betrachtung bedarf hingegen die Frage, ob die
strittige Erweiterung des Allwetterauslaufs und die Nutzung des erweiterten
Allwetterplatzes als Reitplatz zonenkonform sind.
2.1.1.
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Die Erteilung einer Baubewilligung setzt nach Art. 22 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes
über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) voraus, dass die Bauten
und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Der streitbetroffene
erweiterte Allwetterplatz befindet sich in der Landwirtschaftszone.
Landwirtschaftszonen dienen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des
Landes, der Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums oder dem
ökologischen Ausgleich und sollen entsprechend ihren verschiedenen Funktionen von
Überbauungen weitgehend freigehalten werden. Sie umfassen Land, das sich für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den produzierenden Gartenbau eignet und
zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft benötigt wird oder das im
Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet wird (Art. 16 Abs. 1 RPG).
Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung
oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a Abs. 1 erster Satz RPG).
Die Vorinstanz hat die Zonenkonformität der Erweiterung des Allwetterauslaufs und der
Nutzung des erweiterten Allwetterplatzes als Reitplatz nach dem im Zeitpunkt ihres
Rekursentscheides gültigen Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, RPV), nach der zu diesen Bestimmungen
ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie der Wegleitung "Pferd und
Raumplanung" des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, Bern 2011, (nachstehend:
Wegleitung) beurteilt. Am 1. Mai 2014 sind die neuen Art. 16a RPG und Art. 34b RPV
in Kraft getreten. Es stellt sich daher die Frage, welches Recht vorliegend anwendbar
ist.
Laut Art. 52 Abs. 2 RPV werden hängige Beschwerdeverfahren nach bisherigem Recht
zu Ende geführt, sofern das neue Recht für den Gesuchsteller nicht günstiger ist. Unter
den bundesrechtlichen Begriff "Beschwerde" im Sinne von Art. 52 Abs. 2 RPV fällt
auch die Beschwerde an das kantonale Verwaltungsgericht gemäss Art. 59 Abs. 1
VRP. Dies ergibt sich aus dem Zweck von Art. 52 Abs. 2 RPV. Damit kann der
Bauwillige sofort von den Möglichkeiten Gebrauch machen, die ihm das neue Recht
einräumt, ohne zuvor bei der erstinstanzlichen Behörde ein neues Baugesuch
einreichen zu müssen. Auch wenn die Rechtsprechung bei Fehlen einer
intertemporalrechtlichen Regelung eine solche Berücksichtigung des milderen Rechts
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nicht immer zuliess, dient diese Lösung offenkundig der Verfahrensökonomie (vgl. BGE
127 II 209 E. 2b).
Die am 1. Mai 2014 in Kraft getretenen Bestimmungen lassen die Pferdehaltung und -
nutzung in der Landwirtschaftszone in einem weiteren Umfang zu als das bisherige
Recht (vgl. dazu BGer 1C_144/2013 vom 29. September 2014 E. 2 und 3.1). Folglich
sind die vorliegende strittige Erweiterung des Allwetterauslaufs und die Nutzung des
erweiterten Allwetterauslaufs als Reitplatz nach dem neuen Recht zu beurteilen.
2.1.2.
Der am 1. Mai 2014 in Kraft getretene Art. 16a RPG trifft für Bauten und Anlagen, die
der Haltung und Nutzung von Pferden dienen, eine Sonderregelung zu deren
Zonenkonformität in der Landwirtschaftszone (vgl. BGer 1C_144/2013 vom 29.
September 2014 E. 3.1). Dies gilt ausdrücklich auch für Plätze für die Nutzung von
Pferden gemäss Art. 16a Abs. 2 RPG, welche für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung nicht unmittelbar notwendig sind und deshalb gemäss der Systematik
des geltenden Rechts an sich bei den Ausnahmen (Art. 24 ff. RPG) einzureihen
gewesen wären (vgl. hierzu BBl 2012 S. 6596). Nach Art. 16a Abs. 1 RPG werden
Bauten und Anlagen, die zur Haltung von Pferden nötig sind, auf einem bestehenden
landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über
das bäuerliche Bodenrecht (SR 211.412.11, BGBB) als zonenkonform bewilligt, wenn
dieses Gewerbe über eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und Weiden
für die Pferdehaltung verfügt. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung können für die
Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde Plätze mit befestigtem Boden bewilligt
werden. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten (Abs. 4).
In Art. 34b RPV hat der Bundesrat die Anforderungen an Allwetterausläufe für die
Pferdehaltung (Abs. 3) sowie an Plätze für die Nutzung der Pferde (Abs. 4) geregelt.
Nach Art. 34b Abs. 3 RPV muss das für den täglichen Auslauf wettertauglich
eingerichtete Gehege (Allwetterauslauf) nach Art. 2 Abs. 3 lit. f der
Tierschutzverordnung (TSchV; SR 455.1) folgende Voraussetzungen erfüllen: Der
Allwetterauslauf muss unmittelbar an den Stall angrenzen. Wo dies nicht möglich ist,
dient ein allfälliger Platz für die Nutzung der Pferde zugleich als Allwetterauslauf.
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Verlangt die Anzahl Pferde eine zusätzliche Auslauffläche, so darf diese vom Stall
abgesetzt sein (lit. a). Soweit der Allwetterauslauf die Mindestfläche gemäss
Tierschutzgesetzgebung überschreitet, muss die Bodenbefestigung ohne grossen
Aufwand wieder entfernt werden können. Der Allwetterauslauf darf jedoch die
empfohlene Fläche gemäss Tierschutzgesetzgebung nicht überschreiten (lit. b). Die
empfohlene Fläche pro Pferd beträgt nach Anhang 1 Tabelle 7 Ziff. 4 TSchV 150 m .
Für einen nicht an den Stall angrenzenden, reversibel wettertauglich eingerichteten
Auslaufplatz beträgt die Fläche maximal 800 m , auch wenn mehr als fünf Pferde
gehalten werden (vgl. N 8 zu Anhang 1 Tabelle 7 Ziff. 4 TSchV). Nach Art. 34b Abs. 4
RPV dürfen die Plätze für die Nutzung der Pferde wie beispielsweise Reitplätze,
Longierzirkel oder Führanlagen nur für die Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen
Pferde verwendet werden (lit. a). Sie können von mehreren Betrieben gemeinschaftlich
genutzt werden (lit. b). Auch dürfen solche Plätze eine Fläche von höchstens 800 m
umfassen, wobei Führanlagen nicht an die Fläche angerechnet werden (lit. c). Weiter
sind sie in unmittelbarer Nähe der betrieblichen Bauten und Anlagen zu errichten (lit. d).
Sodann dürfen sie - mit Ausnahme der überdachung der Laufbahn bei Führanlagen -
weder überdacht noch umwandet werden (lit. e). Sie können mit einer angemessenen
Beleuchtungsanlage (lit. f) und dürfen nicht mit Lautsprechern ausgestattet werden (lit.
g). Gleich wie die Allwetterausläufe müssen sie ohne grossen Aufwand wieder entfernt
werden können (lit. h). Im übrigen müssen sowohl Allwetterausläufe als auch Plätze zur
Nutzung von Pferden die Voraussetzungen von Art. 34 RPV erfüllen (Art. 34b Abs. 6
RPV). Im Vordergrund stehen die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV (vgl. den
erläuternden Bericht des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE zur Teilrevision der
Raumplanungsverordnung vom 2. April 2014, S. 24; nachstehend: Erläuterungen).
Danach darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage für die in
Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am
vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und
der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. c).
2.1.3.
Zunächst steht im vorliegenden Fall fest, dass die Erweiterung des Allwetterauslaufs
dem Betrieb der Pferdepension dient, die der Beschwerdeführer selber führt und die
damit eine Pferdehaltung gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG darstellt. Weiter ist
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unbestritten, dass der landwirtschaftliche Betrieb des Beschwerdeführers die
Gewerbeeigenschaft im Sinne von Art. 7 BGBB erfüllt und dieses bestehende
landwirtschaftliche Gewerbe gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG über eine überwiegend
betriebseigene Futtergrundlage und über Weiden für die Pferdehaltung verfügt. Für die
Haltung der insgesamt acht Pferde ergibt sich sodann gemäss Anhang 1 Tabelle 7
Ziff. 4 TSchV – unabhängig von der Widerristhöhe und der Zugänglichkeit des Auslaufs
- eine maximal zulässige Fläche für den Allwetterauslauf von 1200 m (8 x 150 m ).
Davon dürfen höchstens 800 m für einen nicht an den Stall angrenzenden Auslaufplatz
verwendet werden (vgl. N 8 zu Anhang 1 Tabelle 7 Ziff. 4 TSchV). Gemäss den
unbestrittenen Angaben in den Erwägungen des angefochtenen Rekursentscheides
(act. 2 E. 3.5.1 f.) wurden dem Beschwerdeführer 145.60 m befestigte Auslauffläche
unmittelbar bei den Pferdeboxen und gemäss der Baubewilligung vom 8. Oktober 2009
(act. 9/5/8) 440 m befestigte Auslauffläche auf dem westlich der Scheune gelegenen
Allwetterplatz bewilligt. Der Allwetterplatz wurde vom Beschwerdeführer eigenmächtig
um insgesamt 360 m auf 800 m erweitert. Damit beträgt die als Allwetterauslauf
genutzte Fläche insgesamt 945.60 m (145.60 m + 800 m ). Demzufolge ist die
maximal zulässige Fläche gemäss Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV von 1200 m trotz der
fraglichen Erweiterung nach wie vor eingehalten. Auch überschreitet der nicht an den
Pferdestall angrenzende Auslaufplatz das Höchstmass von 800 m nicht. Art. 34b
Abs. 3 lit. a RPV setzt jedoch zusätzlich voraus, dass der Allwetterauslauf unmittelbar
an den Stall angrenzt. Nur dort, wo ein unmittelbarer Anschluss aus zwingenden
Gründen (z.B. starke Hangneigung) nicht realisierbar ist, darf der Allwetterauslauf
abgesetzt vom Stall errichtet werden (vgl. Erläuterungen, S. 22). Vorliegend ist nicht
erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet, dass die
Topographie auf Parzelle Nr. 00 oder andere Gründe eine Erweiterung des
bestehenden, unmittelbar an den Pferdestall anschliessenden Allwetterauslaufs
zwingend ausschliessen würde. Die fragliche Erweiterung des vom Stall abgesetzten
Allwetterauslaufs hält demnach zwar die Höchstmasse gemäss Art. 34b Abs. 3 lit. a
RPV ein, erfüllt jedoch mangels unmittelbarem Anschluss an den Pferdestall nicht die
Anforderungen von Art. 34b Abs. 3 lit. a RPV. Er ist daher in der Landwirtschaftszone
nicht zonenkonform und kann nicht ordentlich nachträglich bewilligt werden.
Die Nutzung des auf 800 m erweiterten Allwetterplatzes als Reitplatz für das
landwirtschaftliche Gewerbe des Beschwerdeführers ist in der Landwirtschaftszone im
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Unterschied zum bisherigen Recht nicht von vorneherein zonenwidrig (vgl. dagegen
zum bisherigen Recht die Ausführungen in der Wegleitung, Ziff. 3.2.1 und 3.3).
Gemäss Art. 16a Abs. 2 RPG sollen befestigte Reitplätze für die Nutzung der auf
dem Betrieb gehaltenen Pferde bewilligt werden können. Der fragliche Reitplatz hält die
Anforderungen von Art. 34b Abs. 4 lit. c bis h RPV hinsichtlich Grösse, Lage,
Beleuchtung und Bodenbefestigung sowie dem Verzicht auf eine Überdachung oder
Umwandung und auf eine Lautsprecheranlage ohne weiteres ein. Auch schliesst der im
Jahr 2009 auf einer Fläche von 440 m bewilligte Allwetterauslauf die Nutzung des auf
800 m erweiterten Allwetterplatzes als Reitplatz nicht aus. Obwohl der Allwetterauslauf
und der Reitplatz unterschiedliche Funktionen erfüllen, sind aus Gründen der
haushälterischen Bodennutzung Synergien möglich und zu suchen (vgl. BBl 2012
6596). Darüber hinaus sind Reitplätze ausschliesslich den auf dem Betrieb gehaltenen
Pferden, einschliesslich der Pensionspferde, vorbehalten (vgl. Erläuterungen S. 23). In
seinem Schreiben vom 10. November 2011 (act. 9/5/6) hat der Beschwerdeführer
eingeräumt, dass er den Reitplatz auch für betriebsfremde Pferde verwende (Zitat:
"Einige Reiter aus der Umgebung kommen mit ihrem Pferd zu uns, um ihr Pferd zu
longieren oder zu arbeiten."). Demgegenüber lässt er in seiner Stellungnahme vom
13. September 2013 vortragen, der Reitplatz diene ausschliesslich der Nutzung der auf
dem Betrieb gehaltenen Pferde (act. 13). Dieser offensichtliche Widerspruch führt
indessen nicht dazu, dass der fragliche Reitplatz die Voraussetzung von Art. 34b Abs. 4
lit. a RPV - auf dem Betrieb gehaltene Pferde - nicht einhalten könnte. Vielmehr ist der
Beschwerdeführer auf seinen jüngsten Angaben zu behaften. Hierfür ist eine allfällige
nachträgliche Baubewilligung für den Reitplatz gestützt auf Art. 87 Abs. 2 BauG mit
einem Nutzungsverbot für betriebsfremde Pferde als Auflage zu verbinden. Damit
vermag der Reitplatz den Anforderungen von Art. 16a Abs. 2 RPG und Art. 34b
Abs. 4 RPV zu genügen. Vor diesem Hintergrund wäre ein Bauabschlag allein wegen
der widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers klar unverhältnismässig. Zu
prüfen bleibt gestützt auf Art. 34b Abs. 6 RPV, ob die Voraussetzungen von Art. 34
Abs. 4 RPV erfüllt sind.
Dem Bauvorhaben dürfen am vorgesehenen Standort keine überwiegenden
öffentlichen Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV). Soweit das positive
Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne Aspekte der entsprechenden
Interessenabwägung regelt, sind Bauvorhaben vorab anhand dieser Vorschriften auf
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ihre Zulässigkeit hin zu prüfen (Waldmann/Hänni, Handkommentar zum
Raumplanungsgesetz, Bern 2006, N 26 zu Art. 16a). Gemäss Art. 17 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Wald (Waldgesetz, SR 921.0, WaG) müssen die Kantone
einen angemessenen Mindestabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand
vorschreiben. Nach Art. 19 Abs. 3 des Baureglements der Politischen Gemeinde
Schänis in Verbindung mit Art. 58 Abs. 1 lit. b BauG gilt für Bauten und Anlagen –
ausgenommen Strassen – ein Waldabstand von mindestens 15 m. Mit einem Abstand
von lediglich 11.40 m zum äussersten Stock auf der Felsrippe unterschreitet der
Reitplatz unbestrittenermassen den massgeblichen Waldabstand. Durch diese zu enge
Nachbarschaft zum Wald wird die Qualität des Waldrandes beeinträchtigt (vgl. BGer
1A.293/2000 vom 10. April 2001 E. 2c). Folglich spricht der Schutz der Waldfunktionen,
insbesondere der Schutz des hohen ökologischen Werts des Waldrands (Art. 3 Abs. 2
lit. e RPG) gegen die Errichtung des Reitplatzes im Waldabstandsbereich, wenngleich
die Walderhaltung und -bewirtschaftung gemäss dem Amtsbericht des
Kantonsforstamtes vom 30. Januar 2013 (act. 9/20) vorliegend nicht gefährdet ist. Die
privaten Interessen des Beschwerdeführers sind vor allem finanzieller Natur und
vermögen das gewichtige öffentliche Interesse am Schutz der Waldfunktionen
zweifellos nicht zu überwiegen. Soweit der Reitplatz innerhalb des
Waldabstandsbereichs liegt, ist er demnach nicht zonenkonform und kann nicht
ordentlich nachträglich bewilligt werden.
Weiter stellt sich die Frage, ob derjenige Teil des Reitplatzes, welcher ausserhalb des
Waldabstandsbereichs liegt, zonenkonform ist. In diesem Bereich sind keine im Sinne
von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV überwiegenden öffentlichen Interessen ersichtlich, welche
gegen die Errichtung des Reitplatzes sprechen würden. Sodann schreibt Art. 34 Abs. 4
RPV vor, dass die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig
ist (lit. a) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. c). Was die
betriebliche Notwendigkeit anbelangt, muss nachgewiesen sein, dass der Reitplatz am
vorgesehenen Standort objektiv betrachtet betriebswirtschaftlich notwendig und nicht
überdimensioniert ist (Waldmann/Hänni, a.a.O., N 21 f. zu Art. 16a). Die
Wirtschaftlichkeit des Betriebs muss anhand eines Betriebskonzeptes vertieft geprüft
werden, welches Auskunft über die konkreten Bewirtschaftungsziele und die
Finanzierung ihrer Umsetzung gibt (vgl. BGE 133 II 370 E. 5). Weder ein solches
Betriebskonzept noch ein Nachweis der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit liegen
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in den Akten. Ein Entscheid darüber, ob der ausserhalb des Waldabstandsbereichs
liegende Teil des Reitplatzes die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 lit. a und c RPV
erfüllt, ist deshalb nicht möglich. Dies führt zur Aufhebung des angefochtenen
Entscheids und zur Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren
Klärung des Sachverhalts. Es ist Sache der Beschwerdegegnerin, gestützt auf Art. 80
Abs. 3 BauG vom Beschwerdeführer ein Betriebskonzept sowie den Nachweis der
betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit einzufordern, die damit ergänzten
Baugesuchsunterlagen dem AREG zu unterbreiten und gestützt auf eine
entsprechende Verfügung des AREG hinsichtlich des ausserhalb des
Waldabstandsbereichs liegenden Teils des Reitplatzes neu zu entscheiden.
2.1.4.
Weiter stellt sich die Frage, ob die strittige Erweiterung des Allwetterplatzes für das von
der Familie des Beschwerdeführers angebotene therapeutische Reiten ausnahmsweise
nachträglich bewilligt werden kann.
Laut Art. 24 RPG können abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG
Ausnahmebewilligungen für zonenwidrige Bauten und Anlagen ausserhalb der
Bauzonen erteilt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort
ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine überwiegenden Interessen
entgegenstehen (lit. b). Unabhängig der Standortgebundenheit nach Art. 24 lit. a RPG
können insbesondere Nebenbetriebe mit einem engen sachlichen Bezug zum
landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des BGBB bewilligt werden (sog.
kleingewerbliche Aufstockung). Für solche Nebenbetriebe können massvolle
Erweiterungen zugelassen werden, sofern in den bestehenden Bauten und Anlagen
kein oder zu wenig Raum zur Verfügung steht (vgl. Art. 24b Abs. 1 RPG). Art. 40 Abs.
3 RPV zählt nicht abschliessend auf, welche Nebenbetriebe einen engen sachlichen
Zusammenhang zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe aufweisen. Als Nebenbetriebe
mit engem sachlichen Zusammenhang zum landwirtschaftlichen Gewerbe gelten
danach neben Angeboten des Agrotourismus (lit. a) sozialtherapeutische und
pädagogische Angebote, bei denen das Leben und soweit möglich die Arbeit auf dem
Bauernhof einen wesentlichen Bestandteil der Betreuung ausmachen (lit. b). Steht für
die Einrichtung eines solchen Nebenbetriebs in den bestehenden Bauten und Anlagen
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kein oder zu wenig Raum zur Verfügung, so dürfen Anbauten oder Fahrnisbauten bis zu
einer Fläche von 100 m zugelassen werden (Art. 40 Abs. 4 RPV).
Im vorliegenden Fall geht aus dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 12.
August 2009 (act.
9/8/5/10) hervor, dass seine Ehefrau A.Y. eine Ausbildung zur heilpädagogischen
Reitlehrerin absolvierte und das therapeutische Reiten zu einem zweiten Betriebszweig
ausbauen möchte. Beim heilpädagogischen Reiten kann zwar von einem
"sozialtherapeutischen" oder "pädagogischen" Angebot gesprochen werden. Es ist
indessen nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch mittels des Schreibens
der Q. Tierärzte AG, T., vom 27. Juli 2012 (act. 9/1) nicht dargetan, inwiefern das Leben
und die Arbeit auf dem Bauernhof einen Bestandteil des therapeutischen Reitens
bilden würden. Der Beschwerdeführer baut seine Argumentation einzig auf der
Behauptung auf, es sei logisch, dass das Reiten auf betriebseigenen Pferden auf dem
Hofareal stattfinden solle. Hierbei verkennt er, dass die Verwendung von
betriebseigenen Pferden für die Beurteilung des engen sachlichen Konnexes gemäss
Art. 24b Abs. 1 RPG gerade nicht von Belang ist. Entscheidend ist vielmehr, dass die
pferdegestützte Therapie nicht nur von einem landwirtschaftlichen Gewerbe angeboten
werden kann, was die Vorinstanz in ihrem Entscheid zutreffend dargelegt hat (vgl. hiezu
auch C. Dupré, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Kommentar zum
Bundesgesetz über die Raumplanung, Bern 2010, Art. 24b N 15). Bei allem Verständnis
dafür, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers mit dem therapeutischen Reiten einen
zweiten Betriebszweig aufbauen möchte, bleiben die Möglichkeiten von
nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetrieben in der Landwirtschaftzone auf Aktivitäten mit
einem engen sachlichen Zusammenhang zum landwirtschaftlichen Gewerbe
beschränkt. Mangels eines solchen Zusammenhangs kann für das therapeutische
Reiten daher keine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24b Abs. 1 RPG erteilt
werden, weshalb der Beschwerdeführer daraus auch keinen Anspruch ableiten kann,
den Allwetterplatz massvoll erweitern zu dürfen.
2.1.5.
Zu klären ist im Weiteren die Frage, ob für die Unterschreitung des Waldabstandes eine
Ausnahmebewilligung erteilt werden kann.
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Wie bereits unter Erwägung 2.1.3 hiervor ausgeführt, unterschreitet der Reitplatz im
vorliegenden Fall den massgeblichen Waldabstand. Eine Ausnahmesituation, wie sie
Art. 77 Abs. 1 BauG beschreibt, liegt nicht vor. Insbesondere führt die Anwendung der
Waldabstandsvorschrift für den Beschwerdeführer objektiv betrachtet klarerweise zu
keiner offensichtlichen Härte, da die Erweiterung des Allwetterplatzes nicht
standortgebunden ist. Deshalb stösst auch der Einwand des Beschwerdeführers, die
Verweigerung der Ausnahmebewilligung sei unverhältnismässig, von vorneherein ins
Leere. überdies kann der Beschwerdeführer auch aus dem Vertrauensgrundsatz nichts
zu seinen Gunsten ableiten. Zuständig für die Erteilung einer Zustimmung gemäss
Art. 77 Abs. 2 BauG ist nicht der vom Beschwerdeführer zitierte Kreisoberförster, laut
dessen mutmasslicher Auskunft eine Ausnahmebewilligung erteilt werden könnte,
sondern das AREG (Art. 1 des Regierungsbeschlusses über den Vollzug von Art. 77
Abs. 2 und 87 des Baugesetzes [sGS 731.10]). Auch sprach sich das
Kantonsforstamt in seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2013 (act. 9/20) klar gegen
die Erteilung einer Ausnahmebewilligung aus. Bei dieser Sachlage ist die Beurteilung
der Vorinstanz, die Erteilung einer Ausnahmebewilligung sei nicht angezeigt, nicht zu
beanstanden.
2.2.
Da die Sache bezüglich des ausserhalb des Waldabstandsbereichs liegenden Teils des
Reitplatzes zur Ergänzung des Sachverhalts und zum Neuentscheid an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, erübrigt sich die Prüfung der
Verhältnismässigkeit des angeordneten Rückbaus. Lediglich der Vollständigkeit halber
ist hierzu festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeergänzung
vom 31. Mai 2013 (act. 6 S. 6) zugestanden hat, dass er mit dem Rückbau des
Reitplatzes im Waldabstandsbereich einverstanden wäre.
3.
Der Beschwerdeführer rügt ferner, Art. 19 VRP halte fest, dass die Beteiligten bis zum
Abschluss des Verfahrens neue Begehren stellen und sich auf neue Tatsachen,
Beweismittel und Vorschriften berufen könnten. Die Vorinstanz sei deshalb zu Unrecht
nicht auf die in der Sache am 11. Januar 2013 neu gestellten Rechtsbegehren
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eingetreten, welche auf echten Noven – die Annahme der Initiative "Darbellay" durch
den Ständerat am 13. Dezember 2012 – beruht hätten. Zudem habe der
Beschwerdeführer erst auf den Rekursaugenschein hin einen Anwalt beigezogen. Erst
in diesem Zeitpunkt habe für ihn Anlass bestanden, eine Parteientschädigung zu
beantragen. Dagegen hielt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid fest, dass die
Rechtsbegehren im Rekursverfahren innert der Rekursfrist selbst vorzubringen seien,
was mitunter auch für ein allfälliges Kostenbegehren gelte. Mit Eingabe vom 11. Januar
2013 seien die Rechtsbegehren klarerweise erst nach Ablauf der Rekursfrist und damit
verspätet ausgeweitet worden, weshalb auf den Rekurs hinsichtlich dieser Anträge
nicht habe eingetreten werden können.
Dieser Auffassung der Vorinstanz ist – vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen
zum Kostenbegehren - grundsätzlich zuzustimmen. Im Rekursverfahren sind zwar
gemäss Art. 46 Abs. 3 VRP neue Begehren zulässig, d.h. die Rechtsbegehren können
grundsätzlich erweitert bzw. geändert werden. Eine ausdehnende Änderung eines
Antrags ist jedoch – entgegen dem vom Beschwerdeführer zitierten Art. 19 VRP - nur
innerhalb der Rekursfrist bzw. der zur Antragstellung angesetzten Nachfrist zulässig
(vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, dargestellt an den
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Auflage 2003, N 640). Was der
Beschwerdeführer dagegen unter Berufung auf angeblich echte Noven vorbringen
lässt, vermag nicht zu überzeugen, da im Rekursverfahren die Möglichkeit nicht
eingeschränkt wird, die gestellten Anträge bis zum Zeitpunkt des Rekursentscheides
mit einer gegenüber dem erstinstanzlichen Verfahren geänderten rechtlichen
Begründung oder mit neuen Tatsachen zu versehen (vgl. M. Donatsch, in A.GRIFFEL
[Hrsg.]: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl.
2014, N 7 zu § 20a) und die Rekursinstanz nicht an die Begehren der Parteien
gebunden ist (Art. 56 Abs. 1 VRP). Im Weiteren wurden die mit Stellungnahme vom 11.
Januar 2013 gestellten Rechtsbegehren im vorangegangenen Rekursverfahren
offenkundig nach Ablauf der Rekursfrist eingereicht. Zudem sind die Ausführungen im
Rekursentscheid unbestritten geblieben, wonach es sich bei den Anträgen in der Sache
selbst (Ziff. 2) um ausdehnende Abänderungen des Rekursantrags vom 27. Juli 2012
handelt. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht nicht auf die Anträge Ziff. 2 eingetreten,
mit welchen um Aufhebung der erstinstanzlichen Verfügungen und um Erteilung der
Baubewilligung (al. 1), eventualiter um teilweise Erteilung der Baubewilligung für
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denjenigen Teil des Allwetterplatzes, welcher ausserhalb des Waldabstandsbereichs
liegt (al. 2) sowie um Rückbau auf das im Jahr 2009 bewilligte Ausmass (al. 3) ersucht
wurde. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht unbegründet.
Bezüglich des Zeitpunkts des Kostenbegehrens (Ziff. 3) kann der Auffassung der
Vorinstanz hingegen nicht gefolgt werden. Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 105
Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) schreibt einen
bestimmten Zeitpunkt für die Stellung des Entschädigungsantrags nicht vor. Die
Parteien können dem Gericht - resp. der Rekursinstanz – entweder beantragen,
Parteikosten in angemessener Höhe zuzusprechen, oder sie können eine bezifferte und
substantiierte Kostennote einreichen. Da eine Kostennote regelmässig erst unmittelbar
vor dem Verfahrensabschluss vollständig erstellt eingereicht werden kann, ergibt sich,
dass der rein prozessuale Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung bis zum
Schluss der Parteiverhandlung - und damit sachgemäss bis zum Abschluss des
Rekursverfahrens - gestellt werden kann (vgl. M. H. STERCHI in HAUSHEER/WALTER
[Hrsg.]: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N
7 f. zu Art. 105). Auch versteht es sich von selbst, dass ein Entschädigungsantrag erst
nach Beizug eines Rechtsanwalts gestellt werden kann. Die Vorinstanz ist folglich im
Rekursverfahren zu Unrecht nicht auf den in der Stellungnahme des nachträglich
beigezogenen Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 11. Januar 2013 (act.
9/18) vorgebrachten Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädigung eingetreten.
Diesbezüglich erweist sich die Beschwerde als begründet, weshalb nachfolgend über
die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung an den Beschwerdeführer für
das Rekursverfahren zu entscheiden ist.
4.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Erweiterung des Allwetterauslaufs und der
Reitplatz, soweit er innerhalb des Waldabstandsbereichs liegt, auch unter
Berücksichtigung der revidierten Raumplanungsgesetzgebung des Bundes weder
ordentlich nachträglich bewilligt noch dafür eine Ausnahmebewilligung erteilt werden
kann. Sodann kann die Bewilligungsfähigkeit des ausserhalb des
Waldabstandsbereichs liegenden Teils des Reitplatzes anhand der vorliegenden Akten
nicht abschliessend geklärt werden. Dies führt zur Aufhebung des angefochtenen
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Entscheides sowie zur Rückweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung
und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin im Sinne der Erwägung 2.1.3.
Dieses Verfahrensergebnis entspricht einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.1.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerde- und Rekursverfahrens zu einem Drittel zulasten des Beschwerdeführers
und zu zwei Dritteln zulasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die
Vorinstanz hat den Parteien für das Rekursverfahren amtlichen Kosten von Fr. 3600.--
auferlegt. Für das Beschwerdeverfahren erscheint eine Entscheidgebühr von
Fr. 3000.-- angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Die vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschüsse von Fr. 4500.-- werden mit
seinem Kostenanteil von Fr. 2200.-- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 2300.-- wird
ihm zurückerstattet. Auf die Erhebung des Kostenanteils der Beschwerdegegnerin wird
verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Mit Zwischenverfügung vom 12. Juli 2013 wurde das Sistierungsgesuch des
Beschwerdeführers abgewiesen. Dennoch wurde das Beschwerdeverfahren in der
Folge formlos sistiert, bis das Bundesgericht in einem ähnlich gelagerten Fall über die
Anwendbarkeit der revidierten Bundesgesetzgebung über die Raumplanung befand.
Unter diesen Umständen ist auf die Erhebung der dem Beschwerdeführer auferlegten
Kosten für die Zwischenverfügung von Fr. 500.-- zu verzichten (Art. 97 VRP).
4.2.
Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung
(Art. 98 VRP). Aufgrund seines nur teilweisen Obsiegens ist ihm jedoch nicht eine
volle, sondern nur eine um zwei Drittel reduzierte Entschädigung zuzusprechen (vgl. R.
HIRT, Die Regelung der Kosten nach St. Gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz,
Diss. St. Gallen 2003, S. 183). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine
Honorarnote eingereicht, weshalb die Entschädigung nach richterlichem Ermessen
festzulegen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS
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963.75, HonO). Eine (reduzierte) Entschädigung für das Rekurs- und
Beschwerdeverfahren von gesamthaft Fr. 1500.-- inklusive Barauslagen und zuzüglich
Mehrwertsteuer (Art. 22 Abs. 1 lit. a und b sowie Art. 29 HonO) ist angemessen. Die
ausseramtliche Entschädigung ist von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen.