Decision ID: a74acbff-9cad-4ddd-8bbc-598ee9dac9b5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Nach einer Meldung zur Früherfassung am
2.
Oktober 2012
durch
das
Y._
(
Y._
,
Urk.
8/2
)
meldete sich
X._
,
geboren 1963,
zuletzt in einem Personalverleihverhältnis als
Maurer
tätig
(Urk.
8/18
Ziff. 2.7
)
,
am 2
7.
November 2012 unter Hinweis auf eine Schwäche des linken Armes und des linken Beines sowie einen Zustand nach partielle
r
Thrombose der
Arteria
mesenterica
superior
am 1
9.
April 2012 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/9; vgl. auch die durch den Krankentaggeldversicherer
Visana
Services
AG
veranlasste An
meldung vom
3.
Dezember 2012,
Urk.
8/13).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle,
führte ein
Standortgespräch durch,
holte
er
werbliche Unterlagen ein
und verfügte a
m
7.
Mai 2013
, dass kein Anspruch auf berufli
che Massnahmen bestehe (
Urk.
8/28; vgl. auch die vorange
gang
ene Mittei
lung vom 1
2.
März 2013,
Urk.
8/21)
. Mit
ebenfalls am
7.
Mai 2013 datierter
Verfügung wies die IV-Stelle
auch
das Leistungsbegehren be
treffend Renten
anspruch ab, da die versicherungsmässigen Vorausset
zung
en nicht erfüllt seien (
Urk.
8/26).
Gegen
diese Verfügung
liess der Versicherte am 6.
Juni
2013 Beschwerde
beim hiesigen Gericht
erheben
(Urk.
8/34) und ein Wiederwägungsgesuch bei der IV-Stelle (
Urk.
8/35)
stellen
. Am 10.
September 2013 (
Urk.
8/47) teilte die IV-Stelle dem Gericht mit, dass für den
Versicherten zwei individuelle
Kon
ten
(IK)
geführt worden seien. Die beiden Konten seien nun unter der
Ver
sichertennummer
Z._
zusammengeführt
und die Verfügung vom
7.
Mai 2013
sei
wiedererwä
gungsweise
zwecks weitere
r
Abklärungen auf
ge
hoben worden (vgl.
die Ver
fügung vom
5. Sept
ember 2013,
Urk.
8/45)
.
Mit Verfügung vom 1
2.
September 2013 (
Urk.
8/49) schrieb das Gericht den Prozess mit der
Ver
fahrensnummer
IV.2013.000531 als gegenstandslos ge
worden ab.
1.2
Am 1
1.
Oktober 2013 nahm die IV-Stelle ein vom Krankentaggeldversicherer veranlasstes
bidisziplinäres
Gutachten der
A._
vom 2
0.
September 2013 zu den Akten (Urk.
8/51).
Sie
holte
weitere
medizinische Berichte ein
(Urk.
8
/60
und Urk.
8/62) und ver
anlasste eine
polydisziplinäre
Begutachtung beim
B._
(
B._
; vgl. das Gutachten vom
7.
April 2015, Urk.
8/72)
. Nach Rücksprache mit ihrem
R
egionalen Ärztlichen Dienst (RAD,
Urk.
8/74 S. 4 f.) auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten
a
m 1
5.
April 2015
,
sich
im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht
in eine mindestens vierwöchige stationäre
psychiatrischen Behandlung
zu begeben und danach die intensive, ambulante psychiatrische Therapie wei
terzuführen
(Urk. 8/75).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/78 ff.) sprach sie
X._
mit Verfügung vom 1
6.
Juli 2015 mit Wirkung ab 1. Dezember 2013 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
2
, bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
).
2.
Gegen die Verfügung vom
1
6
.
Juli
2015 liess
X._
am 1
4.
September 2015 Beschwerde (
Urk.
1) erheben mit den Anträgen, es sei festzustellen, dass der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nicht ab
1.
Dezember 2013 sondern ab
1.
April 2013 bestehe
,
und es sei festzustellen, dass das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen höher als
Fr. 33‘840.-- sei. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Höhe des mass
gebenden durchschnittlichen Einkommens und dann des Rentenan
spruchs neu zu berechnen (S. 2).
Die IV-Stelle
stellte in ihrer
Beschwerde
antwort
vom 2
3.
November 2015
(
Urk.
7) unter Beilage einer Stellungnahme der
Aus
gleichs
kasse
vom 1
7.
November 2015 betreffend Rentenberechnung (
Urk.
9) den Antrag
, die Beschwerde sei abzuweisen
. Am 1
6.
Dezember 2015 (
Urk.
14) und am 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
18 und
Beilag
e von
19/1
-2
) sowie am 2
2.
März (
Urk.
23
unter Beilage von
Urk.
24
)
und 30.
März 2016 (
Urk.
27 unter Beilage von
Urk.
28
und
Urk.
29/1-4
) reichten die Parteien weitere Stellungnahmen ein. Mit Mitteilung vom 1.
April 2016 (
Urk.
30) wurde dem
Beschwerdeführer
die
le
tzte
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin
samt Beilagen
zur
Kenntnis
nahme
zugestellt
(
Urk.
30).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit gilt die ein
jäh
rige Wartezeit in dem Zeitpunkt eröffnet, in dem eine dauernde und erheb
liche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist; erheblich kann sie bereits bei einem Grad von 20 % sein (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil
8C_174/2013,
8C_178/2013 vom 21. Oktober 2013
E. 2.
2 mit Hinweis auf AHI 1998 S. 124
, I 411/96 E. 3
c
; ferner Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Aufl. 2014
,
N 25 und N 32 zu Art. 28 IVG).
1.
3
1.3
.
1
Eine relevante Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG
bedarf in der Regel
einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die
or
dentlicherweise
echtzeitlicher Natur ist.
Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hin
weisen) nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nach
träg
liche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überle
gung
en er
setzt werden (
Urteil
des Bundesgerichts
8C_204/2012
E. 3.2 mit Hin
weisen).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Artikel 28
Abs.
1
lit
. b IVG liegt gemäss
Art.
29
ter
der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufei
nanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war.
1.3.2
Die IV-Stelle legt den Zeit
punkt des Versicherungsfalls besonders
sorgfältig fest. Sie
misst dieser Abklä
rung grosses
Gewicht zu, da der Eintritt de
s Ver
sicherungsfalls massge
bend
ist für die Erfüllung der versich
erungsmässigen Voraussetzungen,
den
Leis
tungsbe
ginn
im Allgemeinen, die
Bestimmung der Rentenberechtigung und die
Renten
berechnung
(
Rz
1030
des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invali
denversicherung
, gültig ab 1. Januar 2015
, KSIH
; vgl. auch
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Aufl. 2014, N 139 zu Art. 4 IVG
)
.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Nach Art. 36
Abs. 2 IVG sind für die Berechnung der ordentlichen Invaliden
renten die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinter
lassenenversicherung
(AHVG)
sinngemäss anwendbar (vgl.
dazu BGE 124 V 159). Der Bundesrat kann ergänzende Vorschriften erlassen. Damit ist ins
besondere die sinngemässe Anwendung von Art. 29 ff. und Art. 34 ff. AHVG sowie – was in Art. 32
Abs. 1
IVV
ausdrücklich festgehalten wird – von Art. 50 bis 53
bis
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenen
ver
sicherung
(AHVV)
vorgesehen.
Für die Rentenberechnung werden Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie
Erzie
hungs
- oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person zwi
schen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Rentenalter oder Tod) be
rücksichtigt (Art. 29
bis
Abs. 1 AHVG). Der Bundesrat regelt die Anrechnung der Beitragsmonate im Jahr der Entstehung des Rentenanspruches, der
Bei
tragszeiten
vor dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres sowie der Zusatzjahre (Art. 29
bis
Abs. 2 AHVG).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer rügte in seiner Beschwerde vom 1
4.
September 2015 (
Urk.
1) die (rechnerische) Rentenhöhe und den Beginn des Rentenanspruchs. Er beanstandete, der Beginn des Rentenanspruchs sei willkürlich auf den 1. Dezember 2013 angesetzt worden. Dies werde durch nichts in den Akten gestützt ausser allenfalls durch das Datum der ersten Hospitalisierung in einer
p
sychiatrischen Klinik. Die Depression habe bereits vor dem Dezember 2012 bestanden und sei eine direkte Folge der schweren Krankheitsbilder, die sich seit dem 1
9.
April 2012 entwickelt hätten. Zur Begründung verwies der Beschwerdeführer auf
Angaben in den aktenkundigen Arztberichten
und die zahlreichen Hospitalisierungen und Eingriffe in der Zeit zwi
schen April und Dezember 2012.
In seiner Stellungnahme vom 1
6.
Dezember 2015 (
Urk.
14) ergänzte der Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen mit dem Vorhalt, die Berechnung der
Caisse
AVS de la
Fédération
patronale
vaudoise
gehe fälsch
li
cherweise
davon aus, dass er im Jahr 1994 währe
nd dreier Monate Beiträge gelei
stet habe. Dies sei nicht möglich, da
er
erstmals im Jahr 2010 in die Schweiz eingereist sei und nie zuvor in der Schweiz gearbeitet und AHV-Beiträge bezahlt habe. Es sei nicht klar, aufgrund welchen Zusammenzugs mit welcher AHV-Nummer die
Caisse
AVS de la
Fédération
patronale
vaudoise
auf die Beiträge im Jahr 1994 komme. Es habe schon zu Beginn des IV-Verfahrens eine Verwechslung gegeben
und es müsse auf
den
IK-Auszug mit der AHV-Nummer
C._
abgestellt werden
. Er beanstandete zu
dem die Berechnungsweise
des massgebenden durchschnittlichen Ein
komm
ens
und ersuchte um Neuberechnung
des Rentenanspruchs
.
Mit
Eingabe vom 2
2.
März 2016 (
Urk.
23)
liess der Beschwerdeführer festhal
ten
, dass das
„Versicherungsereignis“
bereits am 1
9.
April 2012 eingetreten
sei. Bei der
Ermittlung des durchschnittlichen Verdienstes
seien
die
beitrags
losen
Monate Mai bis Dezember 2012 nicht
mitzuzählen
. Bei der Berechnung sei auf 20 Monate von August 2010 bis März 2012 abzustellen, was zu einem höheren durchschnittlichen Lohn führe
.
2.2
Die IV-Stelle gab in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
3.
November 2015 (Urk
. 7) an, es habe sich beim Beschwerdeführer im Laufe des Jahres 2012 nach einer
schweren körperlichen Erkrankung (
Mesenterialarterienverschluss
am 1
9.
April 2012) ein depressives Syndrom entwickelt. Seit Ende 2012 seien psychia
tri
sche und psychotherapeutische Behandlungsmassnahmen eingelei
tet worden. Gestützt auf die medizinische Aktenlage habe sich die psychiat
rische Beein
trächtigung ab der
1.
Hospitalisierung im Dezember 2012 dauer
haft auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt. Zusammen mit der
Beschwerdeant
wort
reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme vom 1
7.
November 2015 der
Caisse
AVS de la
Fédération
patronale
vaudoise
zur
Rentenberech
nung
ein.
Am
2
2.
Februar 2016 (
Urk.
18) reichte die Beschwerdegegnerin
eine
Stellung
nahme
der
Caisse
AVS de la
Fédération
patronale
vaudoise
vom 16.
Februar 2016
zu einer alternativen Berechnung des durchschnittlichen Jahresein
kommens ein
(
Urk.
19/1-2). Mit Eingabe vom 3
0.
März 2016 (
Urk.
27) legte die Beschwerdegegnerin ergänzende Angaben der
Caisse
AVS de la
Fédéra
tion
patronale
vaudoise
zu den verbuchten Beiträgen auf (
Urk.
28 und
Urk.
29/1-4).
2.3
Strittig
sind
der Beginn des Rentenanspruchs
und die Rentenberechnung
.
3.
Un
be
stritten und mit
dem
MEDAS-
Gutachten
des
B._
in den
Fachdiszipli
nen
Innere Medizin
(
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin FMH)
, Neurologie
(
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie FMH)
, Rheumatologie
(
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für Rheumatologie F
M
H
)
und Psychiatrie
(
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH)
vom
7.
April 2015 (
Urk.
8/72)
ausgewiesen ist
, dass
der
Beschwerdeführer
–
jedenfalls wie ver
fügt
seit
De
zember 2013
–
Anspruch auf
eine ganze Rente der Invaliden
versicherung ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 %
hat
.
Dr.
G._
diag
nosti
zierte eine
mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psy
cho
tisc
he Symptome (ICD-10 F32.2
;
S. 36,
vgl. auch die Angabe von
Dr.
D._
, der aus allgemein-internistischer Sicht von einem schwer de
pressi
ven Versicher
ten in deutlich reduziertem Allgemeinzustand
berichtet
e
, S. 43
).
Sie
gab im psychopathologischen Befund eine stark gedrückte Stimmungslage mit auf
gehobener Schwingungsfähigkeit und deutlich redu
ziertem Antrieb an. Es
seien keine circadianen Schwankungen
auszumachen
.
Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch gehemmt und
der Referentin fast
während des ganzen Gesprächsverlaufs mit
der gleichen Körperhaltung
gegen
über gesessen.
Dr.
G._
stellte eine ausgeprägte Freudlosigkeit und ein
en
Inte
ressenverlust
fest. Der Schlaf sei wechselnd mit häufigem nächtlichem
Erwachen und Grü
beln.
Der Beschwerdeführer leide unter
Scham- und Schul
d
gefühle
n
, nicht mehr erwerbstätig zu sein und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen zu können. Es bestünden seit zwei Jahren rezidivierende Suizidgedanken; auf explizites Nachfragen habe der Beschwerdeführer akute Suizidgedanken
plausibel
verneint (S. 35 f.). Aufgrund der
mittelgradigen bis schweren
de
pressiven Episode bestand nach Angabe der Gutachter im
Be
gutachtungs
zeitpunkt
beziehungsweise seit Sommer oder Herbst 2012
aus psychiatrischer Sicht
keine Arbeitsfähigkeit mehr
und
zwar
sowohl in der Tätigkeit als Bau
arbeiter als auch in einer Verweistätigkeit
(S.
36 f.
und S.
45
). Auf diese plausible Einschätzung, die mit
den Angaben
der
A._
-
Gutachter
(vgl. die psychiatrische Expertise vom 2
0.
September
2013,
Urk.
8/51
/3-13
S.
8 und 10)
und der behandelnden Ärzte
(
Urk.
8/60/5
-6
und
Urk.
8/62)
im Wesentli
chen
überein
stimmt,
ist abzustellen
(
vgl.
E.
1.
4
;
so
auch
der
RAD
in der Stellungnahme
vom 14. April 2015,
Urk.
8/74 S. 4 f.
).
4
.
4
.1
Strittig ist
,
ob dem Beschwerdeführer bereits
vor dem Dezember 2013 ein Rentenanspruch zusteht, mithin der Beginn des
Wartejahres
.
In
den vorhan
denen medizinischen Akten
finden sich praktisch
keine echtzeitlichen ärztli
chen Angaben
zu
den
Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit im Jahr 2012.
4.2
Am
2.
Oktober 2012 meldete das
Y.
_
,
Klinik für Innere Medizin, den Beschwerdeführer
bei der Invalidenversicherung
zur Früherfassung
an (Urk.
8/2)
, wobei nicht klar ist, wer dieses Formular
aus
gefüllt hat
, in dem
unter Hinweis auf
eine unklare zentrale Arm- und
Bein
parese
sowie eine partielle Thrombose der
Arteria
mesenterica
superior
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1
9.
April 2012
bescheinigt
w
u
rd
e
. In den vom Beschwerdeführer
anlässlich des Früherfassungsgesprächs einge
reich
ten
Arztberichten
aus dem
Y._
(Urk. 8/4)
gibt es keine Angaben mit Bezug auf die Ar
beitsfähigkeit.
Diesen ist indes zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 1
9.
April 2012
eine
p
artielle Thrombose der
Arteria
mesenterica
superior
er
litt
,
die nach notfallmässiger Zuweisung via Sanität
mit einer
interventio
nellen
radiologischen
Embolektomie
und
einer
lokale
n
Thrombolyse
mit
Urokinase
therapiert wurde. Der Beschwerdeführer war bis
zum 2
5.
April 2012
in der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie
hospitalisiert (vgl. den
Austrittsbericht vom 23.
April 2012,
Urk.
8/4/10-11)
.
Kurz darauf
wurde nach einer
Dissektion
der
Arteria
mesenterica
superior
und einem kompletten Versc
hluss des
2.
und
5.
Jejunalasts
erneut eine Intervention und Hospitali
sierung notwendig. Nach technisch erfolgreichem primärem
Stenting
ohne unmittelbare Komplikationen
am
1.
Mai 2012 und einer Hospitalisierung vom
3
0.
April bis
6.
Mai
2012
wurde der Beschwerde
führer in
gutem
Allge
meinzustand
mit Bitte um engmaschige klinische
Ver
lau
fskontrolle
nach Haus entlassen
(vgl.
Urk.
8/4/8-9)
.
Am 2
9.
Juni 2012 stellte sich der Be
schwerdeführer nach
Hämorrhoidal
blu
tung
bei Hämorrhoiden Grad II erneut bei der No
t
fallambulanz des
Y._
vor. Nach deutliche
m
Rückgang der
Be
schwerdesymptomatik
unter konservativer Therapie wurde er am
4.
Juli 2012
in die weitere ambulante Betreuung entlassen (
Urk.
8/4/6-7).
Vom
8.
bis 1
4.
August 2012 war der Beschwerdefüh
rer laut einem
im
B._
-
Gutachten erwähnten
(
aber nicht aktenkundigen
Bericht
)
erneut
notfall
mässig
im
Y._
hospitalisiert, nachdem es unter doppelter Blutverdünnung anam
nestisch zu einer relevanten
Hämatemesis
gekommen sei. Laut diesem Bericht habe der Beschwerdeführer seit April nicht mehr gearbeitet, gemäss Auskunft des
damaligen
Hausarztes vor allem wegen Müdigkeit
. Es wurde
ein 100%ige Arbeitsunfähig
keit bis 1
6.
August 2012 attestiert
(
Urk.
8/72/S. 5 f.)
.
Vom 22.
September bis
3.
Oktober 2012 war der Beschwerdeführer a
n
der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
des
Y._
hospitalisiert (
Urk.
8/4/1-5).
Aus dieser Zeit datiert auch die Anmeldung zur Früherfassung.
Laut der um
fang
reichen Diagnoseliste litt der
Beschwerdeführer
damals
unter anderem
unter einer unklaren, zentralen Armparese und Hyposensibilität rechts
seit August 2012, unter einer chronischen Müdigkeit unklarer Ätiologie und anamnes
tisch unter einer Depression. Er habe in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können.
Die IV-Stelle – die zunächst
davon ausging, es fehle an den
versicherungsmässigen Voraussetzungen für einen Rentenan
spruch (vgl. E. 1
.1
der Sachverhaltsschilderung) – holte beim
Y._
keine Be
richte ein.
4.
3
Bis zum 2
0.
September 2013 sind keine weiteren medizinischen Unterlagen
aktenkundig.
Der Krankentaggeldversicherer
richtet
e
vom
2
2.
April
2012 (
unter
Anrechnung von zwei
2 Wartetage
n
) bis zum
8.
April 2014 durchge
hend Taggelder aus (
Urk.
8/58).
Gestützt auf welche medizinische Aktenlage diese Auszahlungen erfolgten,
ist
nicht klar, da die IV-Stelle die Akten des
Krankentaggeldversicherers nicht beizog
en hat
.
Am
5.
September 2013 liess der Krankentaggeldversicherer den Beschwerdeführer bei der
A._
bidis
ziplinär
untersuchen
.
Dieses Dokument wurde der IV-Stelle zur Kenntnis ge
bracht (
Urk.
8/51/1).
Dr.
med.
H._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sowie Prof.
Dr.
med.
I._
, Neurologie FMH,
nannten im psychiatrischen Teilgutachten
vom 20.
September 2013
(
Urk.
8/51
/
3
-13
)
die Diagnose schwere depr
essive Epi
sode mit psychotischen
Symptomen
(ICD-10 F32.3) und gaben an, beim Be
schwerdeführer habe sich im Laufe des Jahres 2012 nach einer schweren körperlichen Erkrankung (operationspflichtiger
M
e
senterialarterien
verschluss
) ein depressives
Symptom entwickelt, das zum Untersuchungszeitpunkt die ICD-10-konformen Kriterien der schweren depressiven Episode zweifelsfrei erfüllt habe
(S. 8)
.
Im internistischen Teilgutachten vom
2
5.
September 2013
(
Urk.
8/51/14-25)
nannten
Dr.
med.
J._
, Innere Medizin FMH, und Prof
. Dr.
I._
die Diagnosen aktenku
ndige Hämorrhoiden
3.
Grades
und
eine
par
tielle
Thrombose der
Arteria
mesenterica
superior
am 1
9.
April 2012 mit sekundärer
Dissektion
am
1.
Mai 201
2.
Sie gaben an, die
aktenkundige Throm
bose der
Arteria
mesenterica
superior
am 1
9.
April 2012 und deren sekun
däre
Dissektion
am
1.
Mai 2012 seien als lege
artis
behandelt und ab
geheilt anzusehen. Es bestehe kein die Arbeitsfähigkeit minderndes
Defektre
si
duum
, ebenso nicht aufgrund der Hämorrhoiden. Auf internistischem Gebie
t sei keine Erkrankung mit einem die Arbeitsfähigkeit namhaft mindernden Effekt evident (weder anhand der hiesigen noch der aktenkundigen Befunde
, S.
9
f.
).
Die Fragestellung des Krankentaggeldve
rsicherers bezog sich indes auf eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im September 2013.
Dr.
med.
K._
, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete der IV-Stelle am
2
4.
April 2014 (
Urk.
8/60
/5
-6
)
. Er gab an, dass der Beschwerde
führer als Folge einer schweren, depressiven Episode nach schwerer, körperli
cher Erkrankung (
Mesenterialarterienverschluss
) zu 100
%
arbeits
un
fähig sei. Der Beschwerdeführer
war
indes erst seit dem 2
9.
Mai
2013 bei ihm in Behandlung.
Dr.
med.
L._
, Facharzt FMH Psy
chiatrie und Psychothe
ra
pie, bei dem der Beschwerdeführer seit dem 1
5.
Oktober 2013 in
ambulanter
Behandlung steht
,
nannte im Bericht vom
3.
Juli 2014 (
Urk.
8/62) die Diag
nose mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.11) seit April/
Ma
i 2012
.
4.
4
Mit Bezug auf den Beginn der Arbeits
un
fähigkeit
ist auch das Gutachten
des
B._
vom
7.
April 2015 nicht schlüss
ig. Zum einen fehlen Angaben zu
(allenfalls auch nur kurzfristigen)
somatisch bedingten
Arbeitsunfähigkeiten
, namentlich
nach den operativen Eingriffen
im April und Mai 2012
(vgl.
Urk.
8/72
S. 39 ff. zur
Darstellung des Beginns und Verlaufs der gesundheit
lichen Problematik
und die Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit auf S. 44 f.
)
; z
u
mindest während der
stati
onären Aufenthalte
im
Y._
muss von einer
Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Zum anderen sind die Angaben betreffend den Beginn der Arbeits
un
fähigkeit aus psychischen Gründen unprä
zis.
So wird
zunächst in
der versicherungspsychiatrischen Beurteilung
ange
geben
, es sei davon auszugehen, dass die Depression
„
bereits
“
im Herbst 2012 bestanden habe, da der Beschwerdeführer damals in der
M._
, in stationärer Behandlung ge
wesen sei (S.
36
; der im
A._
-Gutachten,
Urk.
8/51/
3
-13 S. 5,
erwähnte Bericht der
M._
ist nicht aktenkundig)
.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe da
her seit diesem Zeitpunkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Unter
der Über
schrift
„
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus versicherungspsychiatrischer Sicht
“
wird
demgegenüber
ausgeführt
, es sei davon aus
zugehen, dass seit Sommer 2012
keine Arbeitsfähigkeit mehr
bestanden hab
e
, da bereits zu diesem Zeitpunkt eine Depression beim Versicherten beschrieben worden sei (S. 37).
5.
5
.
1
Anhand der lückenhaften
medizinischen Aktenlage lässt
sich
nicht beurtei
len, ob der Beschwerdeführer
überwiegend wahrscheinlich bereits seit April 2012
z
u mindestens
2
0
%
arbeitsunfähig war. Unklar ist zum einen,
ab wann sich das depressive Leiden relevant auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hat. Zum anderen
fehlen auch Angaben zum
Umfang der soma
tisch
bedingten Arbeitsunfähigkeiten
. Nicht entscheidend ist,
ob diese kurz
zeitiger Natur waren oder dauerhafte Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit hatten (vgl. die Angabe
des
RAD
am 1
4.
April 2015
,
Urk.
8/72 S. 5). Hierzu ist festzuhalten, dass
einzig
die Definition des Inva
liditätsbegriffs in
Art.
8 ATSG
eine vor
aussicht
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganz
e
oder teilweis
e Er
werbsunfä
higkeit voraus
setzt
. Für die Erfüllung des Wartejahres genügt es
indes
,
dass
die versicherte Person
(sei es aus somatisch
en oder aus psy
chi
schen Gründen
)
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch
schnittlich
zu mindestens
40
%
arbeitsunfähig
war, wobei ein
wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit vor
liegt
, wenn die versicherte Person an
mindestens 30
aufeinanderfolgenden Tagen
wieder
voll arbeitsfähig war
(
E.
1.
3
.
1
).
5.
2
Wie es sich damit verhält, kann aufgrund der Aktenlage nicht bestimmt werden.
Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese
den medizinischen Sachverhalt
mit Bezug auf den Beginn des
Warte
jahres
vervollständige und
namentlich
die Akten des
Krankentaggeld
versi
cherers
Visana
Services AG
beiziehe. Der
im
A._
-Gutachten
er
wähn
te
Austrittsbericht
nach einem
stationären Aufenthalt in der
M._
im Dezember 2012 wird vermutlich auf diesem Weg erhältlich gemacht werden können.
Wenn nötig
,
sind zudem beim
Y._
Berichte
ein
zuholen. Aufschluss geben könnte allenfalls auch eine Auskunft
des
Haus
arzt
es, der den Beschwerdeführer im Jahr 2012 behandelte (vgl. der Hinweis auf einen früheren Hausarzt im Zusammenhang mit
Komplikationen
bei der
Marco
umar-Dosierung
im Bericht der behandelnden Psychiaters,
Urk.
8/62 S. 2)
.
6
.
6.1
Der Beschwerdeführer rügte in seiner Stellungnahme vom 1
6.
Dezember 2015 (
Urk.
14) mit Bezug auf die Rentenberechnung die Anrechnung von Beiträgen im Jahr 199
4.
Dies sei falsch, da er erstmals im Jahr 2010 in die Schweiz eingereist sei und nie zuvor in der Schweiz gearbeitet und AHV-Beiträge bezahlt habe. Er wies in diesem Zusammenhang auf
das
aktenkun
dige
Versehen bezüglich
zweier IK des Versicherten hin
.
6.
2
Gemäss
Art.
141
Abs.
1 AHVV hat der Versicherte das Recht, bei jeder
Aus
gleichskasse
, die für ihn ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu ver
langen. Der Kontoauszug wird unentgeltlich abgegeben.
Laut
Abs.
2 derselben Bestimmungen können Versicherte innert 30 Tagen seit Zustellung des Kontoauszuges bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen. Die Ausgleichskasse entscheidet mit Verfügung.
Wird kein Kontoauszug oder keine Berichtigung verlangt, oder wird das
Be
richtigungsbegehren
abgelehnt, so kann bei Eintritt des Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im individuellen Konto nur verlangt wer
den, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (
Art.
141
Abs.
3 AHVV).
6.
3
Mit
den
Vorbringen des Beschwerdeführers
kann
– mangels
angebotener Be
weismittel
– der Beweis, wonach der Eintrag im Jahr 1994 falsch sei, nicht
erbracht werden
.
Die Beschwerdegegnerin hat
aber
– nachdem der Beschwer
deführer in der Stellungnahme vom 1
6.
Dezember 2015
(
Urk.
14)
geltend
ge
macht
hatte
, es seien
unzutreffenderweise
Beiträge
für eine Erwerbs
tätig
keit im
Jahr 1994 angerechnet worden
– eine alternative Berechnungsweise der FPV
caisse
AVS aufgelegt (
Urk.
18 und
Urk.
19/1), die wie vom Beschwerdeführer verlangt, einzig die Einkommen der AHV-Nummer
C._
im Be
trag von
Fr.
78‘930.-- berücksichtigt (vgl.
auch
Urk.
24)
und ebenfalls zu ei
nem dur
chschnittlichen Jahreseinkommen zwischen
den
Bestimmungsgrös
sen
Fr.
32‘292.-- und
Fr.
33‘696.--
(vgl. die Rententabellen
des Bundesamtes für Sozialversicherungen,
Art.
53 AHVV
; beziehungsweise von gerundet
Fr.
33‘840.-- Stand 2015
)
bei Rentenskala 5
,
Stand 2013
,
führt
(
Urk.
19/2)
.
Der Beschwerdeführer wendet gegen diese B
erechnung
nur
mehr
ein, es sei falsch
,
bei der Ermittlung des durchschnittlichen Verdienstes auch die
bei
trags
losen
Monate Mai bi
s Dezember 2012 mitzuzählen.
Mit diesem Vor
bringen verkennt er die gesetzliche Regelung von Art. 30 Abs. 2 AHVG, wonach die Summe der aufgewerteten Erwerbseinkommen sowie die
Erzieh
ungs
- oder Betreuungsgutschriften durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt werden.
Der Divisor besteht in der Anzahl Beitragsjahre und nicht Erwerbsjahre. Der Beschwerdeführer war für das ganze Jahr 2012 beitrags
pflichtig und
verabgabte
die entsprechenden Beiträge, auch wenn das Ein
kommen nur bis April 2012 anfiel. Damit ist für den Divisor das ganze Jahr 2012 zu berücksichtigen (bis zum 31. Dezember vor Eintritt des Versi
che
rungsfalls, vgl. E. 1.5).
7
.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Zudem steht dem Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens eine Prozessentschädigung zu, die ge
mäss § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen ist. Unter Berücksichtigung dieser Bemessungskriterien ist sie ermessensweise auf Fr.
2
‘
2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.