Decision ID: 1225502a-77b3-5ddc-b7e0-3ead00f9ab01
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
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A. A.Y. und B.Y. (Gesuchsteller) reichten am 7. Februar 2012 bei der
Fürsorgebehörde Z. (Fürsorgebehörde) einen Antrag auf Sozialhilfe ein. Im Nachgang
zu einer Besprechung zwischen dem Gesuchsteller und Vertretern der Gemeinde Z.
vom 16. Februar 2012 wurde der Sozialhilfeantrag sistiert. Am 28. Mai 2012 verlangte
der Gesuchsteller mit der Begründung, dass sein Gesuch bisher nicht bearbeitet
worden sei, eine anfechtbare Verfügung. Am 6. Juni 2012 gab ihm die
Fürsorgebehörde bekannt, dass er grundsätzlich über genügend Einkommen und
Vermögen verfüge, so dass keine Unterstützung notwendig sei. Es sei festgestellt
worden, dass im Antrag zu verschiedenen Fragen keine oder unrichtige Angaben
gemacht worden seien. Für den Fall, dass der Antrag aufrechterhalten werde, seien
weitere Unterlagen (im Schreiben angeführt) einzureichen bzw. Fragen zu beantworten
(act. G 6/6 Akten SOA [Sozialamt] 1, 2 und 7). Am 13. Juni 2012 äusserte sich der
Gesuchsteller hierzu und reichte weitere Unterlagen ein. Am 11. Juli 2012 gingen bei
der Fürsorgebehörde Vollmachten der Söhne des Gesuchstellers, K.Y. (geb. 1980) und
L.Y. (geb. 1978), zur Einsicht in ihre Steuerakten ein (act. G 6/6 Akten SOA 8-17). In
den Schreiben (rechtliches Gehör) vom 17. September 2012 wies die Fürsorgebehörde
die Gesuchsteller darauf hin, dass verschiedene Angaben im Antrag anhand der
eingereichten oder von der Fürsorgebehörde beschafften Unterlagen widerlegt werden
könnten. Nach wie vor seien viele Fragen offen und die Bedürftigkeit nicht
ausgewiesen. Dies betreffe insbesondere die Einkünfte und das Vermögen der
Gesuchsteller sowie die Mietzinszahlungen (act. G 6/6 Akten SOA 30 und 31). Hierzu
nahm der Gesuchsteller mit Schreiben vom 19. September 2012 Stellung (act. G 6/6
Akten SOA 32).
Mit Verfügung vom 2. Oktober 2012 wies die Fürsorgebehörde den Antrag der
Gesuchsteller auf Sozialhilfe ab, soweit aufgrund der fehlenden und widersprüchlichen
Unterlagen und Angaben überhaupt darauf eingetreten werden könne, und machte die
Gesuchsteller auf ihre Pflicht zur umfassenden und wahrheitsgetreuen
Auskunftserteilung bei einem allfälligen Neuantrag aufmerksam. Zur Begründung wurde
unter anderem festgehalten, der Gesuchsteller deklariere im Sozialhilfeantrag ein
jährliches Einkommen von Fr. 7'200.-- aus unselbständiger Tätigkeit bei der Q. AG,
wohingegen er in der Steuererklärung 2011 jährliche Einkünfte von Fr. 30'774.--
angegeben habe. Daneben habe er in der Zeit von Januar bis Mai 2012 Zahlungen von
seinen Söhnen erhalten. Das Bankkonto der Gesuchstellerin weise 2011 Gutschriften
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von Fr. 4'442.40 aus, obschon sie weder im Sozialhilfeantrag noch in der
Steuererklärung 2011 Einkünfte deklariert habe. Auch habe sie von den Söhnen des
Gesuchstellers am 22. September 2011 eine Gutschrift von Fr. 20'000.-- erhalten. Die
Gesuchsteller würden offensichtlich aus den laufenden Einkünften ihren
Lebensunterhalt bestreiten. In Bezug auf das Wertschriftendepot sei nicht davon
auszugehen, dass dieses bloss auf den Namen der Gesuchsteller laute, aber den
Söhnen des Gesuchstellers gehören solle. Es könne davon ausgegangen werden, dass
die Gesuchsteller nebst genügend Einkünften auch genügend Vermögen zur
Bestreitung des Lebensunterhaltes besitzen würden. Aufgrund der vorhandenen
Unterlagen sei nur eine rudimentäre Prüfung der Unterstützungsbedürftigkeit möglich.
Nachdem den Einnahmen von Januar bis Mai 2012 von Fr. 52'055.40 Ausgaben von
Fr. 16'950.50 (monatlicher Grundbedarf Fr. 1'495.--, Miete Fr. 1'500.-- monatlich,
Krankenkassenprämien Fr. 395.10 monatlich) gegenüberstehen würden, könne auf eine
detaillierte Prüfung von weiteren Unterlagen verzichtet werden. Aufgrund der klaren
Aktenlage und der vorhandenen Einkommens- und Vermögenswerte seien die
Gesuchsteller nicht bedürftig im Sinn des Sozialhilferechts (act. G 6/6 Akten SOA 36).
Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs der Gesuchsteller wies der
Gemeinderat Z. mit Beschluss vom 6. Dezember 2012 ab (act. G 6/6 Akten GR
[Gemeinderat] 2). Hiergegen liessen die Gesuchsteller durch Rechtsanwalt lic. iur. S.
Näscher am 21. Dezember 2012 Rekurs beim Departement des Innern des Kantons St.
Gallen erheben (act. G 6/1). Mit Entscheid vom 12. August 2013 wies das Departement
des Innern den Rekurs unter Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses gut und
wies die Angelegenheit zur genauen Abklärung der Einkommens- und
Vermögensverhältnisse der Gesuchsteller im Sinn der Erwägungen an die politische
Gemeinde Z. zurück (act. G 2).
B. Gegen diesen Entscheid erhob die politische Gemeinde Z. am 21. August
2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben und der
Beschluss des Gemeinderates vom 6. Dezember 2012 zu bestätigen (act. G 1).
In der Beschwerdeantwort vom 10. September 2013 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid (act. G 6). Die Beschwerdegegner liessen mit Eingabe ihres
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Rechtsvertreters vom 24. September 2013 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge, beantragen. Im Weiteren stellten sie ein Gesuch um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G 9).
Mit Stellungnahme (Replik) vom 9. Oktober 2013 bestätigte die Beschwerdeführerin
ihren Standpunkt (act. 11).
Auf die Darlegungen der Parteien in den erwähnten Eingaben wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1; VRP). Die
Beschwerdeführerin ist in ihren eigenen finanziellen Interessen berührt und daher
gemäss Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP zur Beschwerde legitimiert:
Gemäss den unbestritten gebliebenen Darlegungen im vorinstanzlichen Entscheid (act.
G 2 S. 7 und 9) meldete sich der Beschwerdegegner per 31. Dezember 2012 in der
Gemeinde Z. nach Frankreich ab, wohingegen die Beschwerdegegnerin soweit
ersichtlich weiterhin dort wohnte. Nach dem Grundsatz der wohnörtlichen
Unterstützung (Art. 3 Abs. 1 SHG; Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., S.
51) bestand somit hinsichtlich des Beschwerdegegners vom 7. Februar bis 31.
Dezember 2012 eine örtliche Zuständigkeit der Beschwerdeführerin; hinsichtlich der
Beschwerdegegnerin bestand die örtliche Zuständigkeit (soweit ersichtlich) auch über
den 31. Dezember 2012 hinaus. Die Beschwerdeeingabe vom 11. Februar 2013 wurde
rechtzeitig eingereicht und entspricht inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist daher
einzutreten.
2. Nach Art. 9 des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1; SHG) hat Anspruch auf
finanzielle Sozialhilfe, wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht
rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Finanzielle Sozialhilfe umfasst
gemäss Art. 10 Abs. 2 SHG Geld- und Naturalleistungen sowie Kostengutsprachen. Sie
wird nach Art. 2 Abs. 1 SHG geleistet, soweit keine Hilfeleistung durch
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unterstützungspflichtige Verwandte, andere Private oder private Sozialhilfeinstitutionen
gewährt wird oder diese nicht rechtzeitig verfügbar ist und kein Anspruch auf
Sozialversicherungsleistungen oder auf Sozialhilfe nach der besonderen Gesetzgebung
besteht. Die Beschwerdeführerin erliess am 25. Oktober 2005 (mit Wirkung ab 1.
Januar 2006) und 7. Dezember 2010 (Ergänzung) gestützt auf die Richtlinien der
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) und die Praxishilfe der St.
Gallischen Konferenz der Sozialhilfe (KOS-Praxishilfe) eigene interne Richtlinien (act. G
6/6 Beilage).
Wer um finanzielle Sozialhilfe ersucht, hat nach Art. 16 Abs. 1 SHG wahrheitsgetreu
und vollständig Auskunft zu erteilen (lit. a) sowie Amtsstellen und Dritte zu ermächtigen,
Auskünfte zu erteilen (lit. b). Wer finanzielle Sozialhilfe bezieht, ist nach Art. 16 Abs. 2
SHG verpflichtet, Tatsachen umgehend zu melden, die Anspruch oder Berechnung
verändern. Dritte geben nach Art. 16bis SHG dem mit dem Vollzug dieses Gesetzes
betrauten Organ ohne Ermächtigung nach Art. 16 Abs. 1 lit. b dieses Gesetzes
Auskunft, wenn das mit dem Vollzug dieses Gesetzes betraute Organ begründete
Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der Auskunft der hilfesuchenden Person
hat und die Auskunft für die Feststellung oder Überprüfung des Anspruchs auf
finanzielle Sozialhilfe notwendig ist. Nach Art. 17 SHG wird finanzielle Sozialhilfe
verweigert, gekürzt oder eingestellt, wenn die hilfesuchende Person keine oder
unrichtige Auskünfte erteilt (lit. a), verlangte Unterlagen nicht einreicht (lit. b),
Bedingungen und Auflagen missachtet (lit. c) oder ihren Fähigkeiten entsprechende
Arbeit ablehnt (lit. d). Sodann können Leistungen gekürzt oder entzogen werden, wenn
sich die unterstützte Person rechtsmissbräuchlich verhält, indem sie beispielsweise
eine Erwerbstätigkeit nur deshalb nicht aufnimmt, um in den Genuss von
Sozialhilfeleistungen zu gelangen (GVP 2004 Nr. 12, 1998 Nr. 77 und 1996 Nr. 98).
Nach der Rechtsprechung ist selbst ohne gesetzliche Grundlage ein vollständiger
Leistungsentzug zulässig, wenn sich die unterstützte Person rechtsmissbräuchlich
verhält (BGE 122 II 198 mit Hinweisen). Nach Art. 17 VRP setzt die Behörde den
Beteiligten für die Mitwirkung angemessene Fristen an (Abs. 1). Werden die Fristen
nicht eingehalten, so kann die Behörde ohne Rücksicht auf die Säumigen verfügen,
wenn sie dies angedroht hat (Abs. 2).
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2.1. Vorliegend ist - wie im vorinstanzlichen Verfahren - streitig, welche Einnahmen
und Vermögenswerte für die Klärung des Anspruchs auf Sozialhilfe den
Beschwerdegegnern anzurechnen sind bzw. ob die im vorinstanzlichen Entscheid in
diesem Zusammenhang angeordnete Rückweisung der Angelegenheit an die
Beschwerdeführerin gerechtfertigt ist. - Das mit dem Vollzug des SHG betraute Organ
ermittelt den Sachverhalt zur Feststellung und Überprüfung des Anspruchs auf
persönliche Sozialhilfe und zur Bemessung der Höhe der finanziellen Sozialhilfe (Art.
4bis SHG, in Vollzug seit 1. Oktober 2013). Gemäss Art. 12 VRP ermittelt die Behörde
oder das von ihr beauftragte Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die
Beweise von Amtes wegen durch Befragen von Beteiligten, Auskunftspersonen und
Zeugen, durch Beizug von Urkunden, Amtsberichten und Sachverständigen, durch
Augenschein sowie auf andere geeignete Weise. Sind zur Wahrung des öffentlichen
Interesses keine besonderen Erhebungen nötig, so sind nur die von den Beteiligten
angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen
aufzunehmen (Art. 12 Abs. 1 und 2 VRP). Dieser Grundsatz gilt (mit Einschränkungen
hinsichtlich Behauptungs- und Beweisführungslast) auch im Rechtsmittelverfahren
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. A. 2003, N. 610).
Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert.
Diese Pflicht ist insofern gerechtfertigt, als die Beteiligten den Sachverhalt nicht nur
besser kennen, sondern oft auch ein eigenes Interesse daran haben, ihre Darstellung
des Sachverhalts beweismässig zu untermauern (Cavelti/Vögeli, a.a.O., N. 599). Sie
führt dazu, dass die Verfahrensbeteiligten vor allem dort, wo sie eine Bewilligung oder
eine staatliche Leistung beanspruchen, das tatsächliche Fundament ihres Begehrens
weitgehend selbst behaupten und die Beweise dafür anbieten müssen (Cavelti/Vögeli,
a.a.O., N. 605 mit Hinweis). Kann von den Privaten nach den Umständen eine
Handlung oder eine Äusserung erwartet werden und bleibt eine solche aus, so haben
die Behörden nicht nach Tatsachen zu forschen, die nicht aktenkundig sind. Eine
Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von Unterlagen, welche
nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von Tatsachen, welche eine
Partei besser kennt als die Behörde (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 1630 mit Hinweis auf BGE 130
II 499, 464 und 128 II 139, 142 f.).
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Wenn nach Abschluss des Beweisverfahrens (mit allfälligen weiteren Abklärungen) und
der Beweiswürdigung keine Überzeugung der Erstinstanz über die relevanten
Tatsachen zustande kommt, hat im Fall, in welchem - wie vorliegend - eine Verfügung
mit begünstigendem Charakter zur Diskussion steht, der zu Begünstigende die
Beweislast für die Voraussetzungen der Begünstigung bzw. die Folgen einer allfälligen
Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., N. 626-629).
2.2. Unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner aus der unselbständigen
Tätigkeit bei der Q. AG rund 600.-- Franken monatlich erzielte, wobei sich
Lohnabrechnungen nicht bei den Akten befinden. Die Kontoauszüge des auf den
Beschwerdegegner lautenden Raiffeisen-Privatkontos CH...01 weisen für den Zeitraum
vom 1. Januar 2011 bis 31. Januar 2012 Gutschriften von Fr. 198'772.75 und
Belastungen von Fr. 198'896.75 auf; der Kontosaldo per 31. Januar 2012 betrug Fr.
4'683.75. Die Gutschriften (Einzahlungen) stammen vorwiegend von den Söhnen des
Beschwerdegegners (act. G 6/1 Beilagen 5). Aus dem Kontoauszug des auf die
Beschwerdegegnerin lautenden Raiffeisen-Privatkontos CH...02 gehen für den
Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Januar 2012 Gutschriften von Fr. 160'341.60 und
Belastungen von Fr. 159'643.90 hervor; der Kontostand belief sich per 16. Januar 2012
auf Fr. 849.90. Die Gutschriften stammen aus Zahlungen der Söhne des
Beschwerdegegners, der STWEG M.-strasse sowie aus Wertschriftenerträgen und
Wertschriftenverkäufen (act. G 6/1 Beilage 7). Die Beschwerdegegnerin übte im
erwähnten Zeitraum keine Erwerbstätigkeit aus. Im Schreiben vom 17. September 2012
hielt die Fürsorgebehörde sodann fest, auf das Bankkonto des Beschwerdegegners
seien im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2012 Zahlungen von Fr. 47'613.--,
vorwiegend von seinen Söhnen stammend, eingegangen. Die Begründung, der
Beschwerdegegner zahle die Rechnungen für seine Söhne und erhalte darum das
Geld, könne nicht nachvollzogen werden. Vielmehr komme die Vermutung auf, dass
der Beschwerdegegner in irgendeiner Form für die Söhne tätig sei, beispielsweise in
der Verwaltung der diversen Immobilien, die er ihnen im Jahr 1999 überschrieben habe,
oder dass er freiwillig von ihnen unterstützt werde. Darauf lasse insbesondere eine
Zahlung der Stockwerkeigentümergemeinschaft (STWEG) M.-strasse (diese
Liegenschaft gehört den Söhnen des Beschwerdegegners) vom 23. Februar 2011 von
Fr. 54'808.-- schliessen. Sodann habe die Beschwerdegegnerin weder im
Sozialhilfeantrag noch in der Steuererklärung 2011 Einkünfte deklariert. Ihr
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Kontoauszug weise jedoch im gleichen Zeitraum Gutschriften von Fr. 4'442.40 aus,
überwiegend aus Wertschriftenerträgen. Auch habe sie von den Söhnen des
Beschwerdegegners am 22. September 2011 eine Gutschrift von Fr. 20'000.-- erhalten.
Das Wertschriftendepot ...03 (lautend auf die Beschwerdegegnerin) weise per 8.
Februar 2012 verschiedene Aktienanlagen im Betrag von Fr. 144'998.95 aus. Die
Erklärung der Beschwerdegegner, wonach diese Wertpapiere den Söhnen gehörten
und das Depot nur aus Kostengründen (nur einmalige Depotgebühr) auf die
Beschwerdegegnerin laute, werde mit keinerlei Unterlagen untermauert (act. G 6/6
Akten SOA 30). In der Stellungnahme vom 19. September 2012 teilte der
Beschwerdegegner unter anderem mit, die Zahlung von Fr. 54'808.-- stelle das Entgelt
für den Verkauf von Aktien an die STWEG dar; das Geld sei "nach Besitzständen"
aufgeteilt worden. Bei den Gutschriften für die Beschwerdegegnerin handle es sich um
Gutschriften aus dem Wertschriftendepotkonto; das Geld gehöre somit den Kindern.
Auf sein Konto (Einnahmen/Ausgaben) könne nicht abgestellt werden, da über jenes
Konto auch alle Zahlungen seiner Kinder laufen würden (act. G 6/6 Akten SOA 32).
2.3. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, aufgrund
mangelnder Mitwirkung der Beschwerdegegner seien die aus den Bankauszügen
ersichtlichen Einnahmen vollumfänglich als Einkommen angerechnet und ein deutlicher
Einnahmenüberschuss festgestellt worden. Eine - in der Praxis übliche -
Bedarfsrechnung (Berechnungsblatt Ziff. H.1 SKOS-Richtlinien; Hänzi, Die Richtlinien
der schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, Basel 2011, S. 168f.) sei weder von der
Fürsorgebehörde noch von der Vorinstanz gemacht worden mit der Begründung, dass
eine solche aufgrund der mangelnden Mitwirkung der Beschwerdegegner -
insbesondere wegen der Nichtdeklaration der Einnahmen auf den Bankkonti - bzw. der
fehlenden Zuordnung der Zahlungseingänge nicht möglich gewesen sei und die
Behauptung, wonach der Beschwerdegegner für seine Söhne das Budget mache und
ihre Zahlungen tätige, nicht nachvollziehbar sei. In welchem Namen (und damit auch
mit welchem Geld) die Zahlungen getätigt worden seien, bleibe offen. Es wäre an den
Beschwerdegegnern gelegen, die Banktransaktionen so darzulegen, dass ersichtlich
sei, welche Bankzahlungen mit welchem Geld getätigt worden seien. Erforderlich sei
eine Loslösung der Zahlungen der Rechnungen der Söhne des Beschwerdegegners.
Der hierzu nötige Aufwand sei den Beschwerdegegnern im Rahmen ihrer
Mitwirkungspflicht zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei dem
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Untersuchungsgrundsatz nachgekommen, habe der Leiter der Fürsorgebehörde doch
mehrfach auf die Unklarheiten hinsichtlich der eingereichten Bankauszüge
hingewiesen. Sie habe das Gesuch trotzdem materiell behandelt und wegen der
mangelhaften Mitwirkung der Beschwerdegegner sämtliche aus den Bankkonti
ersichtlichen Einnahmen als Einkommen angerechnet. Dieses Vorgehen sei fragwürdig.
Wenn auf das Gesuch eingetreten und es materiell behandelt werde, müsse auch eine
Berechnung vorgenommen werden, aus welcher anzurechnende Einnahmen und
Ausgaben ersichtlich seien. Hierfür werde praxisgemäss das Berechnungsblatt gemäss
Ziff. H.1 der SKOS-Richtlinien beigezogen. Unklar bleibe, mit welchen Zahlen/Beträgen
die Vorinstanz bei ihrer Einkommensberechnung gearbeitet habe. Deshalb könne nicht
überprüft werden, ob die Bedürftigkeit zu Recht verneint worden sei. Die Angelegenheit
sei daher an die Beschwerdeführerin zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Diese habe
die Beschwerdegegner zur Einreichung eines übersichtlichen und transparenten
Bankauszugs einschliesslich eines bereinigten Wertschriftendepots aufzufordern. Dabei
werde ein Vorgehen nach Ziff. A.8.3 der SKOS-Richtlinien empfohlen. Zusammen mit
der Aufforderung seien die Beschwerdegegner darauf hinzuweisen, dass bei
Nichteinreichung der gewünschten Unterlagen auf das Gesuch um Sozialhilfe nicht
eingetreten werden könne (act. G 2 S. 10-12).
Die Beschwerdeführerin wendet hiergegen ein, sie habe sehr wohl eine
Bedarfsberechnung (in absoluten Zahlen) vorgenommen. Sie habe in ihrem Entscheid
(Ziff. 4) ausdrücklich festgehalten, dass sämtliche aus den Kontoauszügen des
Ehepaars ersichtlichen Einnahmen zwischen Januar und Mai 2012 von Fr. 52'055.40
Ausgaben von Fr. 16'950.50 gegenüberstünden und somit ein erheblicher
Einnahmenüberschuss bestehe. Die Berechnung sei nicht in einer Darstellung analog
des Berechnungsblattes Ziff. H.1 der SKOS-Richtlinien erfolgt. Die Verwendung dieses
Formulars sei jedoch auch nicht vorgeschrieben. Es sei davon auszugehen, dass alle
Gutschriften und Guthaben auf den auf die Beschwerdegegner lautenden Bankkonti
und das gesamte in dem auf die Beschwerdegegnerin lautenden Bank-
Wertschriftendepot verwaltete Vermögen eigentumsmässig den Beschwerdegegnern
gehöre. Diese Einnahmen und das voll anrechenbare Vermögen würden im
massgeblichen Zeitraum eine Bedürftigkeit ausschliessen; dies stehe auch ohne
detaillierte Bedarfsrechnung zum vornherein fest. Die Vorinstanz verkenne sodann,
dass der Beschwerdegegner nur aus Rache aufgrund des gepfändeten Autos einen
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Sozialhilfeantrag stelle und er sich auch schon straffällig gemacht habe, indem er das
gepfändete Auto anschliessend wiederum seinem Sohn verkauft habe. Der
Verkaufserlös von Fr. 20'000.-- sei der Fürsorgebehörde im Übrigen auch nicht
deklariert worden. Nachdem von den Beschwerdegegnern trotz wiederholter
Aufforderung für ihre anderslautenden Behauptungen über das Eigentum an den auf
den Bankkonti gutgeschriebenen Einnahmen und dem im Wertschriftendepot
ausgewiesenen Vermögen keine Beweise vorgelegt worden seien, seien zu Recht
sämtliche Einnahmen und Guthaben sowie das gesamte Vermögen bei der Prüfung der
Bedürftigkeit berücksichtigt worden (act. G 1).
2.4.
2.4.1. Gestützt auf Art. 16 SHG hat die hilfesuchende Person der zuständigen
Behörde Einblick in Unterlagen zu gewähren, welche für die Feststellung der
Unterstützungsbedürftigkeit und die Budgetberechnung relevant sind; diese
Informationspflicht bezieht sich auf alle rechtserheblichen Tatsachen (vgl. Wolffers,
a.a.O., S. 106). Was vorab die Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid betrifft,
wonach die Gesuchsteller für den Fall der Nichteinreichung von weiteren Unterlagen
darauf hinzuweisen seien, dass bei Nichteinreichung der gewünschten Unterlagen auf
das Gesuch um Sozialhilfe nicht eingetreten werden könne (act. G 2 S. 12), ist
festzuhalten, dass in diesem Verfahrensstadium an eine unterlassene bzw.
unzureichende Mitwirkungspflicht grundsätzlich keine Nichteintretensfolge geknüpft
werden kann und diese in der Regel zu einer Abweisung des Gesuchs führt (vgl.
Cavelti/Vögeli, a.a.O., N. 608f.). Das Vorgehen der Beschwerdeführerin, welche die
Sache materiell prüfte und in der Folge einen (materiellen) Entscheid fällte, lässt sich
damit nicht beanstanden. Gestützt auf die von der Fürsorgebehörde getroffenen
Abklärungsmassnahmen (vgl. act. G 6/6 Akten SOA 7 und 30), welche als solche
unbestritten den Untersuchungsgrundsatz erfüllen (act. G 2 S. 11 unten), liessen sich
die von den Gesuchstellern behaupteten Umstände nicht belegen. Fest steht dabei,
dass die meisten der aus den Kontoauszügen ersichtlichen Zahlungen von den Söhnen
des Beschwerdegegners stammen (vgl. act. G 6/6 SOA 9 Beilagen 11), wobei
allerdings nicht dargetan ist, dass bzw. inwiefern damit - wie die Beschwerdegegner
geltend machen - effektiv auch Rechnungen der Söhne bezahlt wurden. Die
eingereichten Anmerkungen zu den Kontoauszügen (vgl. act. G 6/1 Beilagen 6 und 8)
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erweisen sich als nicht geeignet, dies zu belegen und damit einen klaren Überblick
über Einnahmen und Ausgaben der Beschwerdegegner zu geben. Selbst der Ersteller
der Anmerkungen (Beschwerdegegner) war offenbar nicht in der Lage, die einzelnen
Geldflüsse lückenlos einer Ursache zuzuordnen (Beispiele aus act. G 6/1 Beilage 6:
"31.01.2011 vermutlich SB-Krankenk.", "4.04.2011 KK-SB wer?", "30.05.2011 Vers.
Wer, Was?", "SB-KK L.Y. oder A.Y.", "26.08.2011 ? ?", "04.11.2011 wer?" usw.).
Aussenstehenden Personen wird mit diesem komplexen System von gegenseitigen
Zahlungen zwischen Familienmitgliedern (Beispiele aus act. G 6/1 Beilage 6:
"24.02.2011 für verk. Aktien B.Y.", "21.03.2011 Restz. Ferienhaus Frankr.",
"22.03.2011 Anzahlung Ferienh. Frankr."; "15.08.2011 von Lohnkonto L.Y. für entweder
Aktien oder Säule 3b L.Y., Aktien verspekuliert, Ausgleich für Kinder neu Aktien
gekauft", "03.01.2011 Fehlbuchung retour"; Beispiele aus act. G 6/1 Beilage 8:
"28.01.2011: Darlehen von Bekannter für Aktienkauf für L.Y.+ B.Y.", "16.01.2012 Anteil
depodg. Nasko", usw.) ein Einblick in die Vorgänge und eine zuverlässige Zuordnung
derselben verunmöglicht. Ein Nachvollzug der Vorgänge fällt jedenfalls dann ausser
Betracht, wenn dies mit zumutbarem Aufwand und innert nützlicher Frist soll
geschehen können. Auch bei dem auf die Beschwerdegegnerin lautenden
Wertschriftendepot ...03, dessen Wert per 8. Februar 2012 gemäss Angaben der
Beschwerdegegner Fr. 144'998.95 betrug (act. G 6/1 S. 6), wurde eine Entflechtung in
Sinn der Ausscheidung von nicht ihr selbst gehörenden Wertpapieren nicht
vorgenommen. Das von den Beschwerdegegnern behauptete Eigentum der Söhne an
Wertpapieren im Depot der Beschwerdegegnerin ist durch nichts belegt. Mangels
konkreter anderslautender Belege ist beispielsweise auch die am 23. Februar 2011 auf
dem Konto des Beschwerdegegners eingegangene Zahlung von Fr. 54'808.-- (aus dem
Verkauf von Aktien aus dem Depot der Beschwerdegegnerin an die STWEG M.-
strasse; act. G 6/1 Beilage 6 S. 3) dem Kontoinhaber zuzurechnen. Der Einwand allein,
dass auf die Kontozuflüsse nicht abgestellt werden könne, da über das Konto auch
Zahlungen der Kinder (Söhne) laufen würden (act. G 6/6 Akten SOA 32), belegt noch
kein Eigentum der Söhne am vorerwähnten Zahlungseingang.
2.4.2. Die Verflechtung der finanziellen Belange der Beschwerdegegner und der
Söhne des Beschwerdegegners verunmöglicht nach Lage der dem Gericht
vorliegenden Akten eine zuverlässige Zuordnung von Einnahmen und Ausgaben an die
jeweiligen Personen (Beschwerdegegner, Söhne). Die Organisation der finanziellen
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Belange innerhalb der Familie mit Aufstellung des Budgets und Abwicklung von
Zahlungen durch den Beschwerdegegner für seine erwachsenen Söhne, wie sie
vorliegend behauptet wird, erscheint ungewöhnlich und hat einen entsprechenden
Erklärungsbedarf zur Folge. Eine plausible und nachvollziehbare Darstellung der
Gegebenheiten obliegt den Beschwerdegegnern im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht.
Sie haben auch die Folgen einer daraus allenfalls resultierenden Beweislosigkeit von
Behauptungen zu tragen. Ohne belegte anderslautende Anhaltspunkte ist - wie die
Beschwerdeführerin zu Recht ausführt (act. G 1 S. 4) - bei einem Wertschriftendepot
von der Vermutung auszugehen, dass die darin befindlichen Vermögenswerte
derjenigen Person gehören, auf deren Namen das Depot lautet (vgl. W. Ernst, in: Basler
Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 4. A., N. 27-29 zu Art. 930 ZGB). Die Feststellung der
Beschwerdegegner, wonach die vorerwähnte (privatrechtliche) Vermutung im
(öffentlichen) Sozialhilferecht keine Rolle spiele (vgl. act G 9 S. 3 unten), ist
offensichtlich unzutreffend, zumal der Anspruch auf Sozialhilfe gerade an ihre
privatrechtlichen (finanziellen) Verhältnisse anknüpft. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdegegner ist es in Anbetracht ihrer Mitwirkungspflicht auch nicht Sache der
Beschwerdeführerin, weitere Abklärungen "bei den Kindern" vorzunehmen (act. G 9 S.
3f.), um Angaben überprüfen zu können: Die Untersuchungspflicht der
Beschwerdeführerin tritt in einer Konstellation wie der vorliegenden nicht an die Stelle
einer unzureichenden Mitwirkung der Beschwerdegegner (vgl. dazu vorstehende E.
2.1). Im Weiteren sind die aus den Auszügen der Privatkonti für 2012 ersichtlichen
Einnahmen für die Berechnung der Sozialhilfe anzurechnen, soweit von den
Beschwerdegegnern nicht belegt wurde, dass das zugeflossene Geld nicht ihnen
selbst zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts zur Verfügung stand, sondern für
Drittpersonen zu verwenden war. Blosse Behauptungen genügen hierfür nicht. Da die
Behauptung des Beschwerdegegners, dass er das Budget der Söhne erstellt und
deren Rechnungen bezahlt habe, aufgrund der Kontoauszüge oder anderer Unterlagen
(private Vereinbarungen, Aufstellungen) nicht belegt wurde, hat sie im Zusammenhang
mit der Prüfung des Sozialhilfeanspruchs als unbewiesen zu gelten.
2.4.3. Die Beschwerdeführerin bringt gegen den vorinstanzlichen Entscheid vor, dass
die Beschwerdegegner durch die vorinstanzliche Anordnung, "bereinigte" Konten- und
Depotauszüge einzureichen, zu einem Geldtransfer auf andere Konten aufgefordert
würden, was fragwürdig sei. Dadurch sei noch kein Beweis des Eigentums der Söhne
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am transferierten Geld erbracht. Es sei auch nicht plausibel, woher der 22jährige Sohn
der Beschwerdegegnerin, welcher in Bulgarien lebe, ein Vermögen von Fr. 26'900.--
haben solle, obwohl die Beschwerdegegner angeblich bedürftig sein sollen. Die
Aufforderung der Konten- und Depotbereinigung enthalte die Aufforderung der
Beschwerdegegner zur Verschleierung ihrer tatsächlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnisse (act. G 1 S. 3). Diese Vorbringen treffen insofern zu, als ein
nachträglicher Geldtransfer auf die Konten der Söhne der Beschwerdegegner für sich
allein selbstredend noch kein Eigentum der letzteren am transferierten Geld zu belegen
vermöchte. Eine Kontenbereinigung im Sinn des vorinstanzlichen Entscheids müsste
denn auch nicht in erster Linie einen (formellen) Geldtransfer auf andere Konten
beinhalten, sondern einen Beweis des Eigentums der Söhne an den Vermögenswerten
und - vor allem - auch eine nachvollziehbare Darlegung der Umstände, wie es zu
diesem Eigentum kam. Dabei wäre im Fall einer rechtsgrundlosen
Vermögensverschiebung von den Beschwerdegegnern zu den Söhnen das
verschobene Vermögen den Beschwerdegegnern anzurechnen. Die
Beschwerdegegner waren im Verlauf des gesamten bisherigen Verfahrens
einschliesslich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht in der Lage, einen
Beweis im erwähnten Sinn zu führen, obschon sie hierzu mehrfach Gelegenheit gehabt
hätten (vgl. dazu nachstehende E. 2.5). Unerklärt blieben in diesem Zusammenhang die
Hintergründe des Darlehensvertrages, aufgrund dessen offenbar zwei Liegenschaften
in Frankreich auf die Söhne umgeschrieben wurden (vgl. act. G 6/6 Akten SOA 8 und
9). Die Söhne des Beschwerdegegners versteuerten die Liegenschaften seit 2009 mit
einem Wertanteil von je Fr. 35'000.-- (act. G 6/6 Akten SOA 11-17). Soweit dies -
abgesehen vom Darlehensbetrag von Fr. 1'700.-- und des vom Beschwerdegegner
behaupteten Wohnrechtes ("Nutzniessungsrecht"; vgl. act. G 6/6 Akten SOA 32 S. 2) in
den übertragenen Liegenschaften - unentgeltlich geschah, wäre dies mit der nunmehr
geltend gemachten Bedürftigkeit der Beschwerdegegner nicht vereinbar. Dies gilt auch
mit Bezug auf den Betrag von Fr. 30'000.--, welche der Beschwerdegegner den
Söhnen nach seinen Angaben noch im November 2011 geschenkt hatte (vgl. act. G 6/6
Akten SOA 7 S. 2, SOA 9 S. 2 Ziff. 5, SOA 30 S. 3 und SOA 32 S. 2).
2.4.4. Unbestritten ist, dass die Verwendung des Berechnungsblattes Ziff. H.I. der
SKOS-Richtlinien für die Prüfung des Sozialhilfeanspruchs nicht obligatorisch ist und
es sich dabei um eine "Praxishilfe" handelt (vgl. Wolffers, a.a.O., S. 138f.). Zutreffend
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ist anderseits, dass die anrechenbaren Einnahmen und Ausgaben im Rahmen einer
Bedarfsrechnung einander gegenüberzustellen sind (vgl. Wolffers, S. 140ff. und 153ff.).
In der Verfügung vom 2. Oktober 2012 stützte sich die Fürsorgebehörde darauf ab,
dass aus den Kontoauszügen der Beschwerdegegner Einnahmen zwischen Januar und
Mai 2012 von Fr. 52'055.40 ersichtlich und diese den Ausgaben von Fr. 16'950.50
gegenüberzustellen seien (act. G 6/6 Akten SOA 9 Beilagen 11; act. G 6/6 Akten FB 1;
Erwägungen Ziff. 4). Den Bedarf des in Bulgarien studierenden Sohnes der
Beschwerdegegnerin liess sie, mangels schweizerischen Wohnsitzes, zu Recht ausser
Betracht (vgl. Wolffers, a.a.O., S. 52). Mit der Vorinstanz (act. G 6 S. 2) ist dabei
festzuhalten, dass Gutschriften zwischen den Beschwerdegegnern, wie sie aus dem
Kontoauszug des Beschwerdegegners für die Zeit von Januar bis Mai 2012 mehrfach
ersichtlich sind (act. G 6/6 SOA 9 Beilage 11), als Einnahmen ausser Betracht fallen.
Die Ausklammerung der Zahlungen im Innenverhältnis der Beschwerdegegner ändert
jedoch nichts daran, dass im fraglichen Zeitraum die Gutschriften auf dem Konto des
Beschwerdegegners (aufsummiert Fr. 42'386.--) die Ausgaben (5 x [monatlicher
Grundbedarf von Fr. 1'495.--, Miete von Fr. 1'500.-- und Krankenkassenprämien von
Fr. 395.10]) überstiegen, wobei überdies das auf die Beschwerdegegnerin lautende
Privatkonto und das Wertschriftendepot zur Verfügung standen. Die
Beschwerdegegner bestritten ab Januar 2012 - und dies erscheint hier entscheidend -
ihren Lebensunterhalt offensichtlich aus laufenden Einkünften. Nicht erheblich ist dabei
für die Anrechnung der Einnahmen, ob es sich um Lohn, Zinsertrag,
Versicherungsleistungen, Unterhaltsbeiträge oder auch freiwillige Leistungen der Söhne
des Beschwerdegegners handelt. Sozialhilfeleistungen sind subsidiär und kommen nur
zur Ausrichtung, wenn die betroffene Person sich nicht selbst helfen kann und Hilfe von
dritter Seite (unter anderem familienrechtliche Unterstützungsbeiträge von Verwandten
oder Ansprüche aus Verträgen) nicht erhältlich ist (Wolffers, a.a.O., S. 71f.; Art. 2 Abs. 1
SHG). Aufgrund des Subsidiaritätsprinzips entfällt der Anspruch auf finanzielle
Sozialhilfe, wenn die betroffene Person über existenzsichernde Mittel verfügt oder sich
solche verschaffen kann (BGE 130 I 71 E. 4). Im Weiteren geht - nach Berücksichtigung
eines Schonvermögens im Sinn der betreibungsrechtlichen Kompetenzgegenstände
und eines bescheidenen Barvermögens bzw. Bankguthabens - die Verwertung von
Guthaben, Wertschriften und Liegenschaften der Gewährung von Sozialhilfe vor
(Wolffers, a.a.O., S. 155).
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2.5. Im Schreiben vom 6. Juni 2012 war der Beschwerdegegner darauf
hingewiesen worden, dass im Fall des Ausbleibens von kompletten Unterlagen oder
unrichtigen Angaben auf den Antrag nicht eingetreten werde (act. G 6/6 Akten SOA 7).
Im Schreiben vom 17. September 2012 wurde sodann die Gesuchsabweisung in
Aussicht gestellt mit der Begründung, dass angesichts der konkreten Verhältnisse
(Vorliegen eines finanziellen Überschusses) auf eine detaillierte Prüfung von weiteren
Unterlagen verzichtet werden könne, wobei die Beschwerdegegner erneut Gelegenheit
erhielten, sich zu äussern und Beweise für ihren Standpunkt nachzureichen (act. G 6/6
Akten SOA 30f.). Wie dargelegt führten die von den Gesuchstellern in der Folge
gemachten Angaben (act. G 6/6 Akten SOA 8f. und 32) nicht zu einer Klärung der
Angelegenheit. In der geschilderten Situation erscheint es nicht zielführend und
angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bzw. die Fürsorgebehörde den
Untersuchungsgrundsatz wahrte (vorstehende E. 2.4.1), auch nicht gerechtfertigt,
letztere im Sinn des vorinstanzlichen Entscheids anzuweisen, den Gesuchstellern
erneut Gelegenheit einzuräumen, für die Zeit ab Januar 2012 eine Entflechtung ihrer
Bankkonti vorzunehmen. Aufgrund des Misslingens des Nachweises der von den
Beschwerdegegnern behaupteten Gegebenheiten (Beweislosigkeit; vgl. vorstehende E.
2.4) kommen die aus den Bankauszügen ersichtlichen Einnahmen und Vermögen bei
der Bedarfsrechnung uneingeschränkt zur Anrechnung. Im Ergebnis lässt sich damit
der vorinstanzliche Entscheid bzw. die Anordnung einer Rückweisung der
Angelegenheit an die Beschwerdeführerin nicht aufrechterhalten. Die Beschwerde ist
unter Aufhebung des Rekursentscheids vom 12. August 2013 gutzuheissen und der
Rekursentscheid der Beschwerdeführerin vom 6. Dezember 2012, und damit faktisch
auch - trotz Devolutiveffekt - der Entscheid der Fürsorgebehörde vom 2. Oktober 2012,
zu bestätigen.
3.
3.1. Die Beschwerdegegner lassen ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
stellen (act. G 9). Gemäss Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272) wird die unentgeltliche Rechtspflege
gewährt, wenn die Gesuchsteller nicht über die erforderlichen Mittel verfügen und wenn
das Verfahren nicht als aussichtslos erscheint. Als bedürftig gilt, wer die Kosten eines
Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne die Mittel anzugreifen, derer er zur
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Deckung des notwendigen Lebensunterhalts für sich und seine Familie bedarf. Die
prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten finanziellen Situation des
Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Entscheidfällung. Nebst den Einkünften ist auch die
Vermögenssituation einzubeziehen. Die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist nur
dann zu bewilligen, wenn dies zur Wahrung der im Streit liegenden Rechte notwendig
ist (BGE 135 I 1). Hierbei sind als Kriterien massgebend: Die Schwierigkeit der sich im
Prozess stellenden Fragen, die Rechtskundigkeit der ansprechenden Partei, die Pflicht
zur Herstellung der "Waffengleichheit" und die Tragweite des Entscheids (V. Rüegg, in:
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. A., N. 4 zu Art. 117 ZPO
mit Hinweisen). - Im vorliegenden, durch eine politische Gemeinde anhängig
gemachten Beschwerdeverfahren, in welchem der Untersuchungsgrundsatz gilt
(vorstehende E. 2.1), stellen sich keine komplexen Rechtsfragen. Daher spielt es auch
keine Rolle, wenn die Beschwerdegegner im schweizerischen Recht nicht bewandert
sind (act. G 9 S. 4). Vielmehr geht es vorderhand um die Einordnung und Entwirrung
eines komplexen Sachverhalts (als Voraussetzung der Prüfung des
Leistungsanspruchs), wobei die Komplexität bzw. Undurchsichtigkeit der
Gegebenheiten den Beschwerdegegnern selbst zuzuschreiben ist. Einer
Rechtsvertretung hätte es für die plausible Darlegung ihrer Verhältnisse (Organisation
der Finanzen) nicht bedurft, zumal sie diese selbst am besten kennen. Das Gesuch
betreffend unentgeltliche Rechtspflege ist unter diesen Umständen wegen fehlender
Notwendigkeit derselben, und zudem mangels Bedürftigkeit (vgl. vorstehende E. 2),
abzuweisen.
3.2. (...).
3.3. (...).