Decision ID: e117c384-3b31-4fd3-8903-3226a64045c1
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
196
2
, meldete sich am
8. Juni 2012
unter Hinweis auf
eine seit Mai 2011 bestehende Atemnot bei Belastung, eine körperliche Schwäche, Atem
pausen in der Nacht, Rückenschmerzen sowie geschwollene, müde Beide
bei
der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
8/8 Ziff. 6.2-3
). Die Soz
ial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte
mit Verfü
gung vom
10. Juli 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
8/25
).
1.2
Am 13. November 2013 meldete sich der Versicherte erneut unter Hinweis auf einen
seit dem 10. Juni 2013 bestehenden
beidseitigen Tennisarm und eine Ten
do
vaginitis beider Ellbogen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(Urk. 8/27 Ziff. 6.2
-3
). Die IV-Stelle
sprach ihm mit Verfügung vom 15. Dezember 2015 (Urk. 8/87-89)
bei einem Invaliditätsgrad von
69 %
eine
Dreiviertelsrente
ab
Juni 2014
zu (Urk.
8/87-89
).
Der Versicherte zog die von ihm
am
1
. Februar 2016 erhob
ene
Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. Dezember 2015
am 26. April 2016 zurück (Urk. 8/102/4), nachdem
die IV-Stelle mit Beschwerdeantwort vom 9. März 2016 die teilweise Gut
heissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur Abklärung der Arbeits
fähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit beantragt hatte (vgl. Urk. 8/97)
, worauf das
Verfahren Nr. IV.2016.00168
mit Gerichtsverfügung vom 2. Mai 2016
als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben wurde (Urk. 8/102
/1-3
).
1.3
Die IV-Stelle
holte
in der Folge
unter anderem bei
der
Y._
MEDAS
(nachfolgend
:
Medas
-
Y._
)
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
12. Juni 2017
erstattet wurde
(Urk.
8/126
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8/129
;
Urk. 8/130
,
Urk.
8/132, Urk. 8/136
-137
)
hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. August 2018
die Verfügung vom 15. Dezember 2015 wiedererwägungsweise auf
und
stellte die bisher ausgerichtete
Dreiviertelsrente
ein
(Urk.
8/141
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
27. September 2018
Beschwerde gegen die Verfügung vom
27. August 2018
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
die Rente sei nicht einzustellen. Auf jeden Fall sei aber von einer
wiedererwägungsweisen Aufhebung
der Verfügung vom 15. Dezember 2015 abzusehen und die Rente sei erst auf Ende August 2018 einzustellen
(Urk. 1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5. November 2018
(Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 7. Januar 2019 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S.
1)
die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Be
schwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk.
12
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung; IVG
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (sogenannte mate
rielle Revision; Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Der Revisionsordnung nach Art. 17 ATSG geht der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Ver
fügungen oder
Einspracheentscheide
, welche nicht Gegenstand materieller rich
ter
licher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405
E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine
Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprüng
lichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schüt
zen (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die wiederer
wä
gungsweise Aufhebung der Verfügung vom 15. Dezember 2015 damit, dass im
damaligen
Verfahren die zumutbare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit nicht genügend abgeklärt
worden
sei.
Gemäss der
2017 erfolgten
polydisziplinäre
n
Abklärung
habe
sich die gesund
heitliche Situation des Beschwerdeführers wieder verbessert
,
und
seine
bisherige Tätigkeit als
Flachdachisoleur
sei ihm wieder zu 50 % zumutbar
. Eine
angepasste körperlich sehr leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit unter Vermeidung von kraftvollem Zupacken der Hände mit einer
Gewichtslimite
von 5 kg sei
ihm
seit jeher
zu 100 %
zumutbar.
Unter Berücksichtigung eines
leidensbedingten Abzu
ges von 10 %
resultiere ein
rentenanspruchsausschliessender Invaliditätsgrad von 29 %. Das veranlasste Gutachten sei beweiswertig (S. 2 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend,
dass
zu bezweifeln sei,
dass die Gutachter eine rückwirkende Einschätzung der Arb
eits
fähigkeit abgeben könnten, dies umso weniger, als bei den behandelnden Ärzten keine Berichte eingeholt worden seien. Immerhin sei es so, dass der
Regionale Ärzt
liche Dienst (
RAD
)
zur Überzeugung gelangt sei, dass er invalide sei
(S.
2 f.
Ziff.
3-
4)
.
Die Gutachter hätten dringende medizinische Massnahmen empfohlen und von einem geplanten chirurgischen Eingriff gesprochen. Zudem sei festge
halten worden, dass das Schlafapnoesyndrom über die Begutachtung nicht habe geklärt werden können.
Es
sei ihm am 22. Mai 2018 ein Herzschrittmacher im
plantiert worden.
Seine effektive künftige Arbeitsfähigkeit habe nur vermutet werden können (S. 3 f. Ziff. 5).
Das Gutachten sei keine verlässliche Grundlage für eine Renteneinstellung
,
und die Voraussetzungen für eine wiedererwä
gungs
weise Aufhebung der
Rentenzusprache
seien
für diese Zeit ohnehin nicht erfüllt (S. 4 f. Ziff. 6-7)
.
3.
Vorab ist zum Antrag des Beschwerdeführers, dass von einer wiedererwä
gungs
weisen Aufhebung der Verfügung vom 15. Dezember 2015 abzusehen und die Rente erst auf Ende August 2018 einzustellen sei (vgl. U
rk. 1 S. 1)
,
festzuhalten,
dass gemäss der
angefochtenen Verfügung vom 27. August 2018 (Urk. 2) die Re
nte
unter Beachtung von Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. a
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV)
erst
auf
Ende des nach der Zustellung der Verfügung folgenden Monats, mithin per Ende September 2018 aufgehoben wurde.
Zudem wurde in der Begründung der Verfügung ausgeführt, dass die bisherige
Dreiviertelsrente
wiedererwägungsweise für die Zukunft eingestellt werde.
Der diesbezügliche Antrag
des Beschwerdeführers
erweist sich demnach als gegenstandslos.
Strittig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom 15.
Dezember 2015
(Urk. 8/87-89)
zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben und die Rentenleistungen per Ende September 2018 eingestellt hat.
4.
4
.1
Im Zusammenhang mit der
mit
Verfügung vom 15. Dezember 2015 (Urk. 8/
87-89
) rückwirkend ab
Juni
2014
erfolgten
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
lagen die folgenden
medizinischen
Berichte
vor
:
4
.2
Dr. med.
Z._
, Leitender Oberarzt Orthopädie,
A._
, stellte in seinem Bericht vom
26. November 2013 (Urk. 8/35/3-4)
folgende Diagnose
n
(S. 1 Ziff. 3)
:
-
linksbetonte, bilaterale radiale
Epicondylitis
-
Status nach insgesamt viermaliger Kortison-Infiltration beidseits
Als Nebendiagnosen nannte Dr.
Z._
eine arter
ielle Hypertonie
, eine
Herz
insuffizienz sowie eine Adipositas (S.
1 Ziff.
3). Dr.
Z._
führte zur Ar
beits
fähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen Tätigkeit aus, der Patient sei aufgrund der geäusserten Beschwerden zu 100 % arbeitsunfähig. Die Dauer
der Arbeitsunfähigkeit und die Prognose seien schwierig dingfest zu machen (S. 2
Ziff. 6).
In einer leichten körperlichen Arbeit wäre
er
sicherlich arbeitsfähig.
Im Beruf als
Isoleur
sei er arbeitsunfähig. H
e
ben und
Tragen müss
ten bei 2 bis 3 kg limitiert werden
,
und Überkopftätigkeiten seien auch nicht möglich. Hantieren in Körperferne sei ebenfalls aus dem Anforderungsprofil zu streichen (S. 2 Ziff. 7).
4
.3
PD Dr. med. B._
, Stellvertretender Ch
efarzt, Klinik für Herzchirurgie,
C._
,
stellte in seinem Bericht vom 3. Juni 2014 (Urk. 8/49) folgende Diagnosen (S. 1):
-
dilatative
Kardiomyopathie, Erstdiagnose Mai 2011
-
chronic
obstructive
pulmonary
disease
(
COPD
)
-
schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom
-
Gyn
ä
komastie
-
Adipositas per magna
-
Vitamin D-Mangel
PD Dr.
B._
führte aus, er habe den Beschwerdeführer am 16. April 2014 in seiner ambulanten Sprechstunde zur Einholung einer Zweitmeinung empfangen (S.
1 Mitte).
Z
ur Arbeitsfähigkeit
hielt
PD Dr.
B._
fest
, dass der Patient an
ge
sichts der klinischen Symptomatik mit höchstens deutlich geri
ngerer
körper
licher Leistung eine Arbeit durchführen könne. Aus seiner Sicht sei die Arbeit als Dachdeck
er nicht zu befürworten, da bei
m Beschwerdeführer
eine potentielle Gefahr von Synkopen respektive Herzrhythmusstörungen nicht auszuschliessen sei (S. 2 oben).
4.4
Dr.
med.
D._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom
4. Dezember 2014 (Urk. 8/64/1-5)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
dilatative
Kardiomyopathie, bestehend seit dem Jahr 2011
-
COPD
-
schweres Schlafapnoesyndrom, bestehend seit dem Jahr 2013
-
bilaterale radiale
Epicondylit
is
, bestehend seit dem Jahr 2011
-
Adipositas
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr.
D._
einen Diabetes Mellitus Typ 2, bestehend seit dem Jahr 2013 (Ziff. 1.1). Dr.
D._
führte aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2013 bei ihr in Be
handlung und die letzte Kontrolle am 14. November 2014 erfolgt sei (Ziff. 1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Dachdecker bestehe seit dem 10. Juni 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Es bestehe eine eingeschränkte kardi
ale Belastbarkeit sowie eine eingesch
ränkte Belastbarkeit beider Arm
e. Aufgrund der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit sei die angestammte Tätigkeit nicht mehr möglich (Ziff. 1.7).
4.5
Dr.
med.
Dr.
rer
. pol. E._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
RAD,
stellte in seiner Stellungnahme vom
26. Juni 2015
(Urk. 8/76/6-7) folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
dilatative
Kardiomyopathie (Erstdiagnose Mai 2011)
-
COPD
-
schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
-
linksbetonte bilaterale radiale
Epicondylitis
mit einem Status nach vier
maliger Kortison-Infiltration beidseits ohne operative Konsequenzen
Als Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
E._
eine Gyn
ä
komastie, eine Adipositas per magna und einen Vitamin D-Mangel. Dr.
E._
führte aus,
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei gegenüber der RAD-Einschätzung vom 24.
Mai
2013 tendenziell etwas schlechter geworden, wobei keine Veränderung in de
r IV-Relevanz eingetreten sei.
A
ufgrund einer
Epikondylitis
und einer Herzproblemati
k seien Dachdecker
tätigkeiten (s
chwere Tätigkeiten
und Arbeiten in der Höhe) verunmöglicht. Kör
per
lich leichte Tätigkeiten, mit
auf
2
bis
3 kg limitiertem
Heben und Tragen, ohne
Überkopfarbeiten und ohne Hanti
eren in Körperferne, unter V
ermeidung von Höhentätigkeiten
und in Tagesschicht ohne Stresse
x
position
seien dem Beschwer
deführer
weiterhin zu 50 %
zumutbar.
5.
5
.1
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit - als Schranke für ein wiederer
wägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungszu
sprechung - ist
rechtsprechungsgemäss
so zu handhaben, dass die Wiederer
wä
gung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauer
leis
tung
en wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung entspricht, laufende An
sprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durchfüh
rungs
organe jeder
zeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (
Urteil
des Bundes
gerichts
8C_336/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 3.3 mit Hinweisen
).
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn
massgebende
Bestimmungen nicht oder unrichtig ange
wandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Be
reich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen
di
ger
weise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei
der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeits
unfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechts
kräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver
nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss
derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar
(Urteil
des Bundesgerichts
8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 4.2, BGE 138 V 324
E. 3.3
).
Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf keiner nachvoll
ziehbaren ärztlichen Einschätzung
der
massgeblichen
Arbeitsfähigkeit
beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil
des Bundes
gerichts
9C_362/2017 vom 8. August 2017 E. 2.1
).
5.2
Zu prüfen ist
demnach
,
ob die
gestützt auf die Stellungnahme von Dr.
E._
vom 26. Juni 2015 (vgl. vorstehend E. 4.
5
) erfolgte
Annahme einer Arbeitsun
fähigkeit
des Beschwerdeführers
von 50 % selbst in
einer
leidensangepassten Tätig
keit
und
die daraus
rückwirkend ab Juni 2014
folgende
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
mit Verfügung vom 15.
Dezember 2015
(Urk.
8/87-89
) als zwei
fel
los unrichtig einzustufen ist.
Qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung unter anderem, wenn ihr ein unvoll
ständiger Sachverhalt zugrunde liegt, so wenn - wie hier - eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dazu führte, dass die Invaliditätsbemessung nicht auf einer nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruht. So stellt d
ie Stellungnahme von Dr.
E._
vom 26
.
Juni
2015
(vgl. vorstehend E.
4.
5
)
aus den nachfolgend aufgeführten Gründen
keine taugliche Grundlage für die
Rentenzusprache
dar.
Dr.
E._
verwies in seiner Stellungnahme
vom 26. Juni 20
15
auf
seine letzte Einschätzung vom 24. Mai 2013
(
vgl.
Urk. 8/22
/4-5
)
und befand den Beschwerde
führer selbst in einer angepassten Tätigkeit «weiterhin» als zu 50 % arbeitsun
fähig.
Zu beachten ist, dass bereits die von Dr.
E._
in seiner Stellungnahme
vom 24. Mai 2013 festgelegte Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vo
n 50 %
als
nicht hinreichend begründet
zu qualifizieren ist
,
da
Dr.
E._
von fachärztlicher Seite
keine Angaben zur Arbeitsfähi
gkeit vorlagen (vgl. Urk. 8/18) und er sich damit lediglich auf die Einschätzung der Hausärztin Dr.
D._
stützte, wobei er ausser Acht liess, dass diese explizit sowohl in ihrem Bericht
vom 25. Januar 2013 (
vgl.
Urk. 8/14)
als auch in ihrem
Bericht vom
2. April 2013
(Urk. 8
/19)
eine 50%ige Einschränkung
lediglich
in der Tätigkeit des Beschwer
deführers als Dachdecker respektive Flachdachspezialist
von 50 %
bestätigte (vgl. Urk. 8
/19 Ziff. 1.6). Eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit erachtete
Dr.
D._
grundsätzlich
als
uneingeschränkt möglich (Urk. 8
/19 Ziff. 3).
Weshalb
nun Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom 24. Mai 2013
aus der von Dr.
D._
für
eine körperlich belastende Tätigkeit festgesetzten Einschränkung von 50 % auf dieselbe Einschränkung in einer adaptierte
n Tätigkeit schloss (
vgl.
Urk.
8/22
/4-5
),
erweist sich als nicht nachvollziehbar. Dass diese Einschätzung
auch materiell zweifellos unzutreffend
war,
wird weiter dadurch
bestätigt
,
dass, wie in der Verfügung vom 10. Juli 2013 (Urk. 8/25) dann festgehalten wurde,
es dem Beschwerdeführer
offensichtlich
möglich war,
seine ursprüngliche, körper
lich belastende Tätigkeit
weiterhin in einem Vollzeitpensum auszuüben, weshalb ein Anspruch auf eine Invalidenrente
ohne Berücksichtigung
der Ausführungen von Dr.
E._
verneint wurde.
D
en
seit der Neuanmeldung des Beschwerdeführers
im November 2013
(Urk. 8/27) ei
n
gegangen Arztberichte
n
(vgl. vorstehend E.
4.2-5
)
lässt sich entnehmen, dass Dr.
Z._
den Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 24. November 2013 (vgl. vorstehend E. 4.2) in einer angepassten Tätigkeit grundsätzlich für arbeits
fähig befand, ohne eine
Einschränkung des Pensums
zu nennen und weder PD Dr.
B._
in seinem Bericht vom 3. Juni 2014 (vgl. vorstehend E. 4.
3
) noch
D
r.
D._
in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2014 (vgl. vorstehend E. 4.4) sich
explizit zu einer b
ehinderungsangepassten Tätigkeit
äusserten
. Es lagen dem
nach
wiederum
keinerlei fachärztliche Bericht
e
vor,
welche
die von Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom
26. Juni 2015 (vgl. vorstehend E.
4.5
)
festgelegte
«weiterhin»
bestehende
50%ige Einschränkung
in einer angepassten Tätigkeit als plausibel erscheinen lassen würde
n
. Demnach
wurde die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
in Verletzun
g des Untersuchungsgrundsatzes
festgelegt
und erweist sich als offensichtlich falsch.
5.3
Aufgrund des Gesagten erfolgte die
rückwirkend ab Juni 2014 erfolgte
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
mit Verfügung vom
15
. Dezember 2015 (vgl. Urk. 8/87
-8
9)
in offenkundiger Verletzung des im Sozialversicherungsrecht allgemein gelten
den Untersuchungsgrundsatzes im Sinne mangelhafter Sachverhaltsabklärung
(vgl.
vorstehend E. 5.1
),
und ist
damit als zweifellos unrichtig einzustufen. Da deren
Berichtigung angesichts des geldwerten Charakters der Leistung von erheblicher Bedeutung ist, war die Verwaltung unter dem Blickwinkel der Wiedererwägung befugt, darauf zurück
zukommen (vgl. vorstehend E. 1.4
).
6
.
6
.1
Sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt, müssen die An
spruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs pro
futuro
geprüft werden. Wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invali
di
täts
grad zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 4.2
).
Nachdem mit Verfügung des hiesigen Gerichts vom 2. Mai 2016 (Urk. 8/102
/1-3
) der Prozess als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben wurde, nahm die Beschwerdegegnerin Abklärungen des medizinischen Sachverhalts vor und holte die folgenden Berichte ein:
6
.2
Dr.
D._
stellte in ihrem am
14. November 2016
bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht (Urk. 8/115) folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2):
-
dilatative
Kardiomyopathie, Erstdiagnose im Jahr 2011
-
arterielle Hypertonie, bestehend seit dem Jahr 2013
-
Diabetes mellitus Typ 2, bestehend seit dem Jahr 2011
-
COPD, bestehend seit dem Jahr 2011
-
schweres Schlafapnoes
yndrom, bestehend seit dem Jahr 2013
-
chronische
Epicondylitis
, bestehend seit dem Jahr 2013
-
Adipositas per magna, BMI 45
Dr.
D._
führte aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei
stationär
(Ziff. 1.1). Er sei seit dem Jahr 2011 bei ihr in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 2. November 2016 erfolgt (Ziff. 3.1). Für die bisherige Tätigkeit als Dachdecker sei er zu 100 % arbeitsunfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei ihm maximal zwei bis drei Stunden am Tag zumutbar (Ziff. 2.1).
6
.3
Am 12. Juni 2017 erstatteten
die Gutachter der
Medas
Y._
das von der Beschwerdegegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (Urk. 8/126). Sie stellten zusammenfassend
in der Hauptsache
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 38 III. Ziff. 1.1):
-
dilatative
Kardiomyopathie (Erstdiagnose Mai 2011), derzeit klinisch gut kompensiert
-
morbide Adipositas, aktuell BMI 46.7
-
Funktionsstörung der Arme bei behandlungsresistentem Reizsyndrom der Ellbogen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter ein chronisch obstruktives Schlafapn
oes
yndrom, einen Diabetes mellitus Typ 2 und eine geringe Funktionseinschränkung der Wirbelsäule bei Neigung zu Kreuz
schmerzen (S. 38 III. Ziff. 1.2).
Zur Arbeitsfähigkeit und deren zeitlichen Verlauf in der angestammten Tätigkeit führten die Gutachter aus, dass seit dem 26. Juni 2015 eine 50%ige Arbeits
fähig
keit als
Flachdachisoleur
bestehe.
Die Minderung der Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit resultiere gesamthaft aus den durch die
dilatative
Kar
dio
myo
pathie, die morbide Adipositas und die
Epicondylitis
humeri
radialis
beding
ten gesundheitlichen Einschränkungen (S. 40 f. Ziff. 3.1). In einer lei
dens
an
ge
passten, körperlich sehr leichten und überwiegend im Sitzen auszuübenden Tätigkeit ohne A
rbeiten mit häufigem kraftvollem
Zupacken der Hände, ohne Tra
gen von Lasten über 5
kg
und ohne monotone, häufig wiederkehrende Bewe
gungsabläufe
,
habe seit jeher eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden (S.
41 Ziff.
3.2).
Die Gutachter führten aus, auf kardiologischem Gebiet habe die
dilatative
Kardio
myopathie aktuell zu einer mittelgradigen Einschränkung der linksventrikulären Pumpfunktion geführt, die derzeit allerdings unter der bestehenden medika
men
tösen Therapie gut kompensiert sei. Dennoch seien Arbeiten, die schwere körper
liche Belastungen oder hohe körperliche Ausdauerleistungen erforderten
,
unge
eig
net und nicht zumutbar (S. 38 f. III. Ziff. 2.1).
Auf allgemeinmedizinisch-internistischem Gebiet stehe die morbide Adipositas im Vordergrund, die eine Minderung der allgemeinen körperlichen Leistungs
fähig
keit und Belastbarkeit
beding
e. Das in den Berichten als Diagnose auf
ge
f
ührte obstruktive Schlafapnoesyndrom sei grundsätzlich einer Behandlung mittel
s nächtlicher Maskenbeatmung gut zugänglich. Eine solche Behandlung sei jedoch vom Versicherten abgelehnt worden. In wieweit das berichtete Schlafapnoe
syn
drom derzeit zu einer Leistungseinschränkung beitrage, habe sich bei der aktu
ellen Abklärung nicht sicher eruieren lassen. Eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit sei vom Versicherten nicht berichtet worden (S. 39 oben).
Auf orthopädischem Gebiet bestehe als leistungseinschränkender Gesundheits
schaden beim Versicherten eine schmerzhafte Ellbogensymptomatik, die links deutlicher ausgeprägt
er
sei als rechts, mit chronischer Ansatzreizung der Sehnen
ursprünge von
Handgelenk- und Fingerstreckern, die dauerhaftes A
rbeiten mit häu
figem kraftvollem
Zupacken der Hände im Sinne von monotonen, häufig wie
derkehrenden Bewegungsabläufen nur eingeschränkt ermöglichten (S. 39 Mitte).
Zur Konsistenzprüfung führten
die
Gutachter aus, dass die Angaben des Ver
sicherten - insbesondere das Ausmass der körperlichen Einschränkungen in der angestammten oder einer leidensangepasst
en Tätigkeit betreffend - nicht
mit der aktuellen klinisch-kardiologischen Untersuchung und den Befunden der
Ergo
no
metrie
und Echokardiographie, die für eine derzeit trotz massiver Adipositas gut kompensierte Herzins
uffizienz sprächen, in Einklang zu bringen seien.
Auf ortho
pädischem Gebiet sei zu vermerken, dass bezüglich der Ellbogensymptomatik seit dem Jahr 2013 keinerlei fachärztliche Befunde mehr erhoben worden seien und seitdem auch keine entsprechende Therapie veranlasst worden sei. Zudem seien die vom Beschwerdeführer berichteten und präsentierten Symptome hinsichtlich der Ellbogen in sich nicht konsistent und in ihrem berichteten Ausmass nur schwer nachvollziehbar (S. 39 Ziff. 2.2).
6.
4
Dr.
E._
, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 7. Juli 2017 (Urk. 8/128/4-5)
aus,
das Gutachten der
Medas
Y._
stütze sich auf die Akten,
die
zur Verfügung gestellten Unterlagen und
die
Ergebnisse eigener Anamneseerhebung und Befunde. Es sei umfassend und schlüssig. Es sei daher von einer Verbesserung des Ge
sundheitszustandes auszugehen.
Das Belastungsprofil bestehe in körperlich sehr leichten und überwiegend sitzenden Tätigkeiten unter Vermeidung
von kraft
vollem Zupacken der Hände mit einem Gewichts
limit von 5 kg.
Demnach bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem Belastungsprofil seit jeher eine Arbeitsfähig
keit von 100 %. Der Gesundheitszustand werde sich am ehesten nicht wesentlich ändern.
6.
5
Dr. med. F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
G._
, führte in seinem Be
richt vom 4. Januar 2018 (Urk.
8/134) aus, dass sich anlässlich der heutigen Verlaufs
kon
trolle drei Monate nach Anlage des proximalen Magenbypasses
am 4. Oktober 2017
ei
ne Gewichtsabnahme von 24 kg zeige. Der Patient komme mit den körper
lichen Veränderungen sehr gut zurecht. Insgesamt zeige sich ein hervorragender postoperativer Verlauf mit hoher körperlicher Aktivität und Compliance des Patienten. Er wechs
le jetzt nach morgendlichem Walk
en auf Schwimmen (S. 1).
6.6
Dr. med.
H._
, Oberarzt Orthopädie,
A._
,
nannte in seinem Bericht vom 4. Mai 2018 (Urk. 3/2) als Diagnose beidseitige Ellbogenschmerzen linksbetont bei/mit chronischer
Epicondylopathia
humeri
radialis
beidseits, einem Status nach insgesamt etwa 15-maliger Steroidinfiltration beidseits und eine
m
Verdacht auf eine symptomatische
Plica
humero
radialis
beidseits. Als Neben
diag
nose nannte er
einen Diabetes mellitus Typ 2
und einen Status nach Implan
tation eines Herzschrittmachers am 22. Februar 2018 (S. 1).
Dr.
H._
führte aus, es sei eine Testinfiltration beider Ellbogengelenke mit
Rapidocain
erfolgt. Direkt im Anschluss seien die Beschwerden bereits
regredient
gewesen. Der Beschwerdeführer werde den Verlauf beobachten
,
und
es sei eine klinische Kontrolle in etwa zweieinhalb Wochen zur Festlegung des weiteren Procederes geplant (S. 2).
6.7
Dr. med.
I._
, Leitender Arzt, und Dr. med.
J._
, Assi
stenz
arzt, Klinik für Kardiologie,
C._
,
stellten
i
n ihrem Bericht vom 15.
Mai 2018
(Urk. 3/3)
in der Hauptsache folgende Diagnose
n
(S. 2):
-
dilatative
Kardiomyopathie mit leicht eingeschränkter
linksventrikulären Ejektionsfraktion
(
LVEF
)
unklarer Ätiologie
-
ausgeprägte
monomorphe
ventrikuläre
Extrasystolie
-
schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom, Unverträglichkeit für die CPAP-Maske
-
Gynäkomastie, möglicherweise
unerwünschte Arzneimittelwirkung (
UAW
;
Spironolacton
)
-
Status nach
Magenbypassoperation
bei Adipositas per magna im Oktober 2017
Die Ärzte führte
n
zur am 15. Mai 2018
erfolgten Nachkontrolle
des
Implant
able
Cardioverter
Defibrillator (ICD)
aus, der Patient habe
seit der letzten Kontrolle im März 2018
über einen zufriedenstellenden Verlauf mit stationärer Leistungs
fähig
keit und fehlender kardiopulmonaler
Limitatio
im Alltag berichtet.
Aufgrund einer gelegentlichen Schwindelsymptomatik
hätten sie
Rücksprache mit Prof.
B._
gehalten. Das im Vorfeld gesteigerte
Bisoprolol
sei reduziert worden mit der Folge der
Regredienz
der Symptomatik (S. 2 Mitte). Die Ärzte führten aus, zur Unterdrückung der
v
entrikuläre
n
Extrasystolen
(
VES
)
sei dem Beschwerdeführer nochmalig eine Steigerung des
Bisoprolols
empfohlen worden, sofern die
s
von Seiten der Schwindelsymptomatik möglich sei. Weitere Massnahmen seien an
sons
ten zum aktuellen Zeitpunkt nicht notwendig (S. 3)
.
7
.
7
.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das
Medas
Y._
-
Gutachten
vom
Juni 2017
(vgl. vorsteh
end. E. 6
.3) davon aus, dass dem
Beschwerdeführer
seine bisherige Tätigkeit als
Flachdachisoleur
wieder zu 50 % zumutbar sei und in einer
angepasste
n
körperlich sehr leichte
n
und überwiegend sitzende
n
Tätig
keit unter Vermeidung von kraftvollem Zupacken der Hände mit einer
Gewichts
limite
von 5 kg seit jeher
eine
Arbeitsfähigkeit
von 100 %
bestehe
(vgl. vorsteh
end E. 2.1).
7
.2
Das
M
edas
Y._
-
Gutachten vom
Juni 2017
berücksichtigt die vo
m
Be
schwerdeführer
geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen und auch mit
seinem
Verhalten umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wes
entlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situa
tion ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräft
ige Expertise (vorstehend E. 1.5
), sodass darauf abgestellt werden kann.
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2), la
gen den Gutachtern sehr wohl die Berichte der behandelnden Ärzte vor (vgl.
8/126 S.
2 ff.)
,
und der Beschwerdeführer
brachte
zur Begutachtung
noch weitere
medi
zinische
Berichte mit
, die
ebenfalls
berücksichtigt wurden
(vgl.
Urk. 8/126
S.
5 Mitte).
Auch die nach dem Gutachten eingegangen medizinischen Berichte (vgl. vor
steh
end E. 6.5-7) vermögen die Einschätzung
durch die
Medas
Y._
-Gutachter
nicht in Zweifel zu ziehen, zumal hinsichtlich der Ellbogenproblematik aus dem Bericht von Dr.
H._
vom 4. Mai 2018 (vgl. vorstehend E. 6.6) lediglich die bereits
bekannte Schmerzsymptomatik hervorgeht, welche jedoch auf eine vorgenom
m
ene Testinfiltrat
ion positiv reagierte. Die Ell
bogenproblematik wurde im von den Gutachtern der
Medas
Y._
formulierten Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt, indem nur noch leichte Tätigkeiten unter Vermeidung von kraft
vollem Zupacken der Hände und einem Gewichtslimit von 5 kg für zumutbar betrachtet wurden.
Zu beachten ist weiter, dass sich sowohl nach
der Schrittmacher-Implantation
vom Fe
bruar 2018 (vgl. vorstehend E. 6.7
) als auch nach der im Oktober 2017 durchgeführten
proximalen
Magenbypassoperation
(vgl. vorstehend E. 6.5)
ein erfreulicher Verlauf zeigte. So berichtete der Beschwerdeführer anlässlich der Sprechstunde vom 15. Mai 2019 in der Klinik für Kardiologie
von
fehlenden ka
r
dio
pul
monalen Einschränkungen
im Alltag. Selbst die Schwindelproblematik konn
te durch
eine Neudosierung eines Medikamentes verbessert werden.
Weiter
dokumentierte Dr.
F._
in seinem Bericht vom 4. Januar 2018 (vgl. vor
stehend E.
6.5
) einen hervorragenden Verlauf nach erfolgter proximale
r
Magen
bypassoperation
sowie einen bereits eingetretenen
Gewichtsverlust von 24 kg und berichtete von einem hohen Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers. Demzufolge hat sich die Situation hinsichtlich der Einschränkungen von der Adipositas her seit der Begutachtung bei der
Medas
Y._
im Mär
z 2017 noch deutlich verbessert.
Was die anderslautende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr.
D._
vom 14. November 2016 (vgl. vorstehend E. 6.2)
anbelangt,
ist zu beachten, dass das
Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfah
rungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Dr.
D._
hielt in ihrem Bericht vom 4. Dezember 2016 fest, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stationär sei. In ihrem Vorbericht vom 4. Dezember 2014
(vgl. vorstehend E. 4.4)
äusserte sich Dr.
D._
zwar nicht explizit zur Arbe
its
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, jedoch beschrieb sie lediglich Einschrän
kungen, welche Auswirkungen auf eine körperlich belastende Tätigkeit haben. Weshalb nun plötzlich bei unverändertem Gesundheitszustand selbst in einer leichten behinderungsangepassten Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von maximal zwei bis drei Stunden am Tag gegeben sein soll, erweist sich als nicht nachvollziehbar und wurde von Dr.
D._
auch nicht weiter begründet.
Es ist demnach
zusammenfassend seit der Begutachtung des Beschwerdeführers im März 2017
von einer
zusätzlich eingetretenen
Verbesserung des Gesund
heits
zustandes
infolge Gewichtsreduktion
auszugehen, w
elcher Umstand
die Einschät
z
ung
durch die
Gutachter
der
Medas
Y._
nur noch untermauert
, weshalb ohne weiteres darauf abgestellt werden kann.
7.3
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass spätestens ab
dem
Zeitpunkt der Begutachtung Mitte März 2017 davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit zu 50 % und in einer leichten behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.
8
.
8
.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
ge
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
8.2
Der Beschwerdeführer war vor Eintritt des Gesundheitsschadens vom 1. Oktober 2010 bis am 28. Februar 2014 als
Vorarbeiter
Flachdachisoleur
bei der
K._
in
L._
angestellt
(vgl. Urk. 8/45).
Die Beschwerdegegnerin
ging
in der vorliegend angefochtenen Verfügung (Urk. 2) von einem
Valideneinkommen
des Beschwerdeführers im Jahr 2017 von rund Fr. 85'510.-- aus. Diese
s
Einkommen übernahm sie gemäss Berechnungsblatt vom 6. November 2017 (Urk. 8/127) aus dem Einkommensver
g
leich vom 12. August 2015 (Urk. 8/75
), welcher auf
den
vom Beschwerdeführer eingereichten Lohnabrechnungen bei der
K._
für die Monate Januar bis März 2013 (Urk. 8/21)
und
dem dort angegebenen Bruttolohn von Fr. 6'435.
-- basierte. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und wurde vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten
.
8.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
8.4
Da der Beschwerdeführer
die
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit besteh
ende Arbeitsfähigkeit
von 100 %
(vgl. vorstehend E. 7.3)
nicht umsetzt, sind zur
Bestimmung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne
gemäss
der Schweizeri
schen Lohnstrukturerhebung (
LSE
) heranzuziehen
.
Im Jahr 2016 belief sich der Medianlohn von Männern, Kompetenzniveau 1, auf Fr. 5'340.-- pro Monat (
LSE
2016
, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41
.
7 Stunden (Betriebsübliche Arbeits
zeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www. bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und
Erwerb)
und unter Berücksichtigung
der Nominallohnentwicklung im Jahr
2017
von 0.4 %
(
vgl. Nominallohnindex, Männer, 2011-2018, Tabelle T1.1.10, Total
)
resultiert ein
hypothetischer
Jahres
lohn im Jahr
2017
von rund Fr. 6
7‘
071.-- (Fr. 5‘340.
-- :
40 x 41.7
x 12
x 1.004
).
8
.
5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
sch
nitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf
25 %
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-c
c). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Inva
lideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
Der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 10 % (vgl. vorstehend E. 2.1) trägt
den
konkreten Umständen
des Beschwerdeführers
ange
messen Rechnung und ist daher nicht zu beanstanden.
8.6
Bei einem
Valideneinkommen
von rund Fr. 85'510.-- resultiert bei einem unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %
errechneten Invali
den
einkommen
von Fr. 60'364.-- (
Fr. 6
7‘071.-- x 0.9) eine
Einkommenseinbusse von Fr. 25‘146.-- was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad
von
rund
29 % entspricht
.
Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
9.
9.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 9
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
füh
rer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
.
9.2
Der
unentgeltliche Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers
hat von der ihm mit
Gerichtsverfügung vom 7. Januar 2019 eingeräumten Möglichkeit,
seine
Hono
rar
note
ein
zu
reichen
(Urk. 12
S. 2 Ziff. 3 Abs. 2
)
, keine
n Gebrauch gemacht. Er ist somit
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie
rig
keit des Prozesses und beim
massgebenden
Stundenansatz von Fr. 220.
(zu
zügl
ich Mehrwertsteuer)
ermessensweise
mit Fr. 2'1
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.