Decision ID: b4ecd7bb-fa6e-57ae-b1d0-6900047ee84c
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
war seit 1.
Juni 1989 als
Business Analyst
bei der
Y._
angestellt und bei der
Schweizerischen N
ational-Versicherungs-Gesellschaft AG
(nachfolgend
: National
)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 6. Februar 2010
infolge eines
Verhebe
trauma
s
eine
Wirbel
fraktur LWK 4
erlitt
(
Urk. 9/UM
und Urk. 9/GM1
). Die
National
kam für die Heilbehandlung auf
u
nd richtete
Taggelder aus
.
Am
8. März 2016
meldete der Versicherte einen Rückfall
(Urk. 9/K9).
Die
Rechts
nachfolgerin der National
,
die Helvetia
Schweizerische
Versicherungsgesellschaft AG
(nachfolgend: Helvetia)
,
teilte
dem
Versicherten
mit Schrei
ben vom 21. Juli 2016 mit, dass eine
bidisziplinäre
Begutachtung (Orthopädie/Rheumatologie) bei der
Z._
vorgesehen sei (Urk. 9/K17).
Aufgrund von Einwendungen des
Versicherte
n
(Urk. 9/K23)
ordnete
die Helvetia
sodann
am 20. Oktober 2016 eine monodisziplinäre Begutachtung (
O
rthopädie) bei der
Z._
bei
Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
an
(Urk. 9/K26).
Das Gutachten
des Prof.
A._
wurde am 24. März 2017 erstattet
(Urk. 9/M17)
. Am 1. Juni 2017 beauf
tragte die Helvetia
Dr.
med. B._
,
Facharzt für Allgemeinchirurgie
und
Traumatologie
,
mit einem Aktengutachten, da das
Z._
-Gutachten wider
sprüchlich sei (Urk. 9/K38).
Das Aktengutachten
des
Dr.
B._
wurde am 27. Jun
i 2017 erstattet (Urk. 9/M18).
Dagegen erhob der Versicherte am 25. Juli und 5. September 2017 diverse Einwendungen. Im Schreiben vom 5. September 2017 teilte er ausserdem mit, dass er die von Prof.
A._
empfohlenen ergänzenden Abklärungen (Knochenszintigraphie bzw. SPECT-CT) selber veranlassen werde (Urk. 9/K48 und Urk. 9/K50).
Mit Verfügung vom
25. April 2018
verneinte die Helvetia einen Leistungs
an
spr
u
ch des Versiche
r
ten
,
da
die erneuten Beschwerden und Behandlungen ab Ende
2014 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
in einem
Kausalzusammen
hang zum Unfall vom 6. Februar 2010
stünden
(Urk. 9/K54). Dag
egen erhob der
Versicherte mit E
ingaben vom 16. Mai
2018 und 4. Juli
2018 Einsprache (Urk. 9/K60
und Urk. 9/K62
,
unter Beilage der von ihm in Auftrag gegebenen
Beurteilung von Dr. med. C._
, Facharzt für Orthopädische Chirur
gie, vom 6. Dezember 2017 [Urk.
9/M20
]
).
In der Folge teilte die Helvetia dem Versicherten a
m 24. Oktober 2018 mit, dass sämtliche
vorliegenden
medizini
schen Einschätzungen
in sich
widersprüchlich und nicht nachvollziehbar seie
n und sie deshalb beabsichtige
ein neues
(
Akten
-)
gutachten in Auftrag zu geben (Urk. 9/K63).
Mit Schreiben vom 30. November schlug sie dem Versicherten drei mögliche Gutachter vor (Urk. 9/K65). Mit Eingabe vom 18. Januar 2019 bean
tragte der Versicherte, es sei kein neues Gutachten einzuholen (Urk. 9/K69). Am 24. Januar 2019
erliess
die Helvetia eine Zwischenverfügung
,
mit welcher s
ie an
der
erneuten
Einholung eines Aktengutachtens festhielt und
Dr.
med. D._
, Facharzt
für O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungs
apparates
,
als Gutachter
vorschlug
(Urk. 9/K70).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
mit Eingabe vom 29. Januar 2019
zuhanden
der Helvetia
Einwände und stellte diverse Anträge
betreffend den vorgeschlagenen Gutachter
Dr.
D._
(
Urk.
9/K71). Diese Eingabe leitete die Helvetia zuständig
keitshalber an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich weiter (Urk. 9
/K72
, UV.2019.0019 Urk. 1
), welches
dem Versicherte
n
mit Verfügung vom 18. Februar 2019 Frist zur Verbesserung der Beschwerdeschrift ansetzte (
Prozess Nr.
UV.2019.0019
in Sachen der Parteien
Urk. 4)
, woraufhin der Versicherte
mit Eingabe vom 1. März 2019
eine Rechtsverweigerungsbeschwerde einreichte (
Verfahren
UV.2019.0019 Urk. 5).
3.
Mit Eingabe vom 25. Febru
ar 2019 reichte der Versicherte
ausserdem
eine
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung vom
24. Januar 201
9 ein (Urk. 1) und beantragte
unter anderem
, es sei die
angefochtene Verfügung
aufzuheben und es sei festzustellen, dass
Dr.
D._
nicht als Gutachter zu beauftragen sei
(Ziffern 2 und 3 der Anträ
ge)
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
der Beschwerde
(Urk. 1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 4. April 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 8. April 2019 mitgeteilt wurde (Urk. 10).
4.
Die Rechtsverweigerungsbeschwerde vom 1. März 2019, welche Gegenstand des Verfahrens UV.2019.0019 bildet, wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen
, soweit darauf eingetreten wurde
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 24. Januar 2019, mit welcher die Beschwerdegegnerin an der Begutachtung des Beschwerdeführers in der Fach
richtung
orthopädische Chirurgie und Traumatologie
festgehalten und
Dr.
D._
als Gutachter
eingesetzt hat (Urk. 2). Hierbei handelt es sich um eine Zwischen
verfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
), welche bei Bejahung eines nicht
wieder gutzumachenden
Nachteils (Art. 46 Abs. 1
lit
. a
VwVG
) grundsätzlich selbständig mit Beschwerde angefochten werden kann.
1.2
Das Bundesgericht hat mit BGE 137 V 210 bei der Anordnung eines Gutachtens die Anfechtbarkeitsvoraussetzung eines nicht
wieder gutzumachenden
Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren bejaht, zumal die nicht sachge
rechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsäch
lichen Nachteil bewirke (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 mit Hinweisen). Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet auch im Bereich der Unfall
versicherung Anwendung (BGE 138 V 318 E. 6.1).
Insoweit
ist auf die vor
liegende Beschwerde einzutreten.
2.
Allfällige Ansprüche
auf
Heilbehandlung
und
Integritätsentschädigung
sind
von der angefochtenen Zwischenverfügung nicht umfasst, weshalb mangels Anfech
tungsobjekts auf
Ziffer 4 der
Anträge des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist.
3
.
3
.1
Wird eine Begutachtung veranlasst und mittels Verfügung angeordnet, so kann die versicherte Person mit Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht mate
rielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich (etwa mit dem Ein
wand, es handle sich um eine unnötige
second
opinion
, gegen Art und Umfang der Begutachtung (beispielsweise betreffend die Auswahl der m
edizinis
c
h
en Dis
zi
plinen) oder gegen bezeichnete Sachverständige
(etwa betreffend deren Fach
kompetenz) erheben. Weiter können formelle
Ausstandsgründe
gegen Gutachter
personen geltend gemacht werden (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.1).
3
.2
Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Ver
fahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein
grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweck
mässi
g
keit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu erm
itteln, dass über den Leistungs
anspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl.
Kieser
, ATSG-Komment
ar, 3. Auflage 2015, Art. 43 N
20). Die Unter
suchungen sind einzustellen, wenn die Akten vollständig sind, d.h. wenn die inhalt
lichen und beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Be
weismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt. Es besteht insoweit kein Anspruch darauf, zusätzliche
second
opinions
einzuholen, und zwar weder seitens der versicherten Person noch seitens des Versicherungsträ
gers (
Kieser
, a.a.O., Art. 43 N
27
; vgl. Urteil des Bundes
ge
richts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2 mit Hinweisen
).
3
.3
Die Notwendigkeit der Anordnung eines weiteren Gutachtens ergibt sich aus der Beantwortung der Frage, ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die inhalt
lichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Ex
per
tise erfüllen. Dies hängt davon ab, ob sie für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen der medizini
sc
hen Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
4
.
4
.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
der Beschwerde
füh
rer habe keine
Ausstandsgründe
substantiiert geltend gemacht. Vielmehr habe er pauschal darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagenen Gutachter ungeeignet seien, ohne dies näher zu begründen. Dies reiche zur Begründung einer Befan
gen
heit nicht aus.
Die Beurteilungen der
Dres
.
A._
und
C._
seien nicht nach
vollziehbar begründet.
Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens sei nur die Frage des Kausalzusammenhangs zu klären. Da es nur um die Beurteilung einer an sich feststehenden medizinischen Ausgangslage gehe,
sei
es
nicht erforderlich, dass der Versicherte vom Gutacht
er persönlich untersucht werde
(Urk. 2).
4
.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
da
keine Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Gutachten von
Dr.
A._
und Dr.
C._
vor
lägen, sei diesen Beurteilungen volle Beweiskraft zuzuerkennen
.
Die Voraussetzungen für eine Neubegutachtung seien nicht erfüllt. Die Beschwerde
gegnerin strebe keine Neubegutachtung an, sondern wolle vielmehr eine unzu
lässige
second
opinion
einholen.
D
a die Beschwerdegegnerin nicht
offengelegt habe, dass
Dr.
D._
bei der Suva St. Gallen als Kreisarzt tätig sei, bestehe der Anschein der Befangenheit.
Die Beschwerdegegnerin habe einzig ihre eigenen Fragen an die Gutachter berücksichtigt und seine Fragen vollständig unberück
sichtigt gelassen.
Falls das Gericht zum Schluss gelangen sollte, dass der
rechts
erhebliche Sachverhalt
nicht mittels der Gutachten von Prof.
A._
und
Dr.
C._
zu beurteilen
sei, sei
nicht bloss ein A
ktengutachten
,
sondern ein um
fas
sen
des Gutachten mit Untersuchung und Bef
ragung
,
anzuordnen (Urk. 1 S. 15 ff.).
5
.
5
.1
Streitig
und zu prüfen ist
, ob eine erneute
orthopädische
Begutachtung notwendig ist
, um die Rückfallkausalität beurteilen zu können
.
Dabei gilt es zu prüfen
, ob es sich bei der angeordneten Begutachtung um das Ein
holen einer unzulässigen
second
opinion
handelt
- wie dies der Beschwerde
führer geltend macht (Urk. 1 S. 18) -
,
bzw.
ob
die bereits vorliegenden Gutachten
die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen.
Um
diese Fr
age beantworten zu können, müss
en die vorliegenden medizinischen Akten
auf ihre Vollständigkeit und Schlüssigkeit hin überprüft werden. Eine eingehende Überprüfung der medizinischen Aktenlage würde aber dazu führen, dass der End
entscheid im Hinblick auf die Beurteilung der
medizinischen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Da die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungs
verfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt
,
und ihr deshalb im Rahmen der Ver
fahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Um
fang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die richterliche Prüfungspflicht bei einer summarischen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchs
kontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, welche die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung anführt, plausibel erscheinen.
5
.2
5
.2
.1
Im
Gutachten
der
Z._
vom
24. März 2017
nannte
Prof.
A._
als Diagnose
n
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit chronische Lumbalgien mit Ausstrahlung beidseits ins Gesäss bei
Segment-Degener
ation L2/3 respektive
L3/4,
L4/5 sowie einen
Status nach Berstu
ngsfraktur L3 respektive L4 am 6. Februar
2010 mit
Status nach
Vertebroplastie
von L4 im Februar 2010 sowie erneut im Mai 201
0.
Als
Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Osteoporose
(Urk. 9/M17 S. 13)
. Prof.
A._
führte aus,
i
m Sommer 2014 seien erneut ver
mehrte, dauernd vorhandene, persistierende Schmerzen und eine Limitierung der Leistungsfähigkeit aufgetreten. Daraufhin sei eine erneute Abklärung erfolgt und es sei zum ersten Mal von einer Osteoporose gesprochen worden, welche auch
durch die Knochendichtemessung entsprechend nachgewiesen worden sei. Im Rahmen
dieser erneuten Beschwerden sei
von einem
degenerative
n Segment L4/5
mi
t
leichtem
Bandscheibenbulging
und sogenannter «
Instabilität
»
gesprochen wor
den
.
Diese Instabilität sei nicht nachvollziehbar
, da keine messbaren Para
meter vorlägen, die eine solche Instabilität belegen würden. Ob man diese Insta
bilität anamnestisch aufgrund der Beschwerden annehme, sei letztlich
eine
Er
messensfr
age. D
as
s
der Beschwerdeführer bei vermehrter mechanischer Belastung vermehrt Schmerzen habe
,
sei relativ typisch auch für
osteoporotische
Frakturen
.
Laut
Beschreibung des
Unfallmechanismus sei
dieser
nur schwer mit einer ent
sprechenden Fraktur bei gesunden Knochen
zu korrelieren
. Daher müsse davon ausgegangen werden, dass dieses
Trauma auf eine vorbestehende nicht bekannte Osteoporose getroffen sei.
Die
heutigen Beschwerden
seien
vorderhand nicht dem deg
e
nerativen Segment L4/5 zuzuordnen, auch wenn dies sicherlich eine Diffe
r
e
n
zialdiagnose sei. Bis das Gege
nteil bewiesen sei, müsse
abgeklärt werden, ob der ehemals frakturierte Wirbel nicht
in sich instabil sei, das heisse
eine instabile Konstellation zwischen dem
osteoporotischen
Knochen und dem eingeführten Zement
bestehe. Aufgrund der bestehenden Bilder, insbesondere des zuletzt durch
geführten MRI, sei in der STIR-Sequenz ein vermehrter
Uptake
ersichtlich, was für eine entzündliche Komponente spreche. Diese könne allerdings auch im Rahmen einer
degenerativen Segmenterkrankung
auftreten.
Es brauche
eine Kno
chens
zintigraphie bzw. ein PET-CT
,
um eindeutig festzustellen, ob hier ein aktiver Knochenumbau stattgefunden habe, das heisst ob eine «chronische»
osteopo
ro
tische
Fraktur weiterhin bestehe und der Zement mit dem Knochen nicht voll
stän
dig verbunden sei. Die belastungsabhängigen Beschwerden sprächen für dies
e
Hypothese. Es sei bekannt, dass es im Kontext von Zement-
Augmentierungen
zu Knochennekrosen kommen könne und diese lediglich herdförmig um den Zement
en
tstü
nden
oder als Gesamtwirbelnekrose
erschienen
(Urk. 9/M17 S.
17
ff.).
Die Frage der Beschwerdegegnerin, ob die seit Ende 2014 und heute geltend gemachte
Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise
Folge des Ereignisses vom 6. Februar 2010 sei, bejahte
Prof.
A._
(Urk. 9/M17 S. 13
Ziff.
5.1). Auf die Frage nach dem Vorzustand, gab
er an, der Beschwerde
führer habe bis zum Ereignis keinerlei Rückenprobleme und auch keine Hinweise für eine Osteoporose gehabt (Urk. 9/M17 S. 14
Ziff.
5.2). Die Frage nach weiteren
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die das Beschwerdebild mitbestimmten
und
nicht als Folge des besagten Ereignisses anzusehen seien
, verneinte er (Urk. 9/M17
S.
14 Ziff. 5.3). Auch die Frage nach
unfallfremden Faktoren verneinte
er, wies aber darauf hin, dass der Beschwerdeführer
bildgeberisch
eine ihm nicht bekannte Osteoporose zeige.
Die unfallfremden Faktoren hätten primär keine Rolle gespielt.
Der komplizierte Verlauf der Frakturheilung könne
allerdings
teilweise oder zumindest retrospektiv der vorerst nicht behandelten (oder nicht erkannten) Osteo
porose angelastet werden (Urk.
9/M17 S. 14
Ziff.
5.4).
Auf die Frage, ob das Ereignis zu einer vorübergehenden oder richtungsgebenden Verschlimmerung der unfallfremden Faktoren geführt habe, gab er an, es habe zu einer Fraktur bei
letztlich
– für den Fall eines gesunden 49-jährigen Mannes -
inadäquatem
Trau
mamechanismus
geführt (Urk. 9/M17 S.14
Ziff.
5.5).
Auf die Frage nach dem S
t
atus quo ante bzw.
sine
führte er aus,
dieser sei bei gesunden
Knochen eines
49-jährigen Mann
es
etwa drei Monate nach dem Unfallereignis erreicht. Retro
spektiv müsse davon ausgegangen werden, dass die
Fraktur wegen der vorerst nicht erkannten Osteoporose in ihrem Heilungspotential beeinträchtigt
gewesen sei
. Die Verschlechterung im Jahr 2014 sei neu aufgetreten
, obgleich der Be
schwerdeführer se
i
t
dem Unfallereignis nie mehr ganz beschwerdefrei gewesen sei (Urk. 9/M17 S. 15 Ziff. 5.6 und
Ziff.
5.7).
5
.2
.2
In dem von der Beschwerdegegnerin in der Folge in Auftrag gegebenen
Akten
gutachten vom 27. Juni 2017
(Urk. 9/M18)
hielt
Dr.
B._
fest,
unter
Ziffer
5.1
habe
der Gutachter nach sieben Jahren die geltend gemachte Gesundheits
schä
digung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilw
eise als Unfallfolge des Ereign
is
s
es vom 6. Februar 2010
bejaht
. Unter 5.3
sei
er nicht nachvollziehbar dazu
gekommen
, dass keine Hinweise bestünden, dass die relevant vorbe
st
ehende Osteoporose
, die als high
risk
-
Stadium für Frakturen der LWS klassiert werde, nach dem 6. Februar 2010 gezielt fachärztlich beurteilt worden sei.
Auch die Beant
wortung der Frage 5.4 sei nicht nachvollziehbar. Es
hätten sehr wohl Fak
toren bestanden
, welche zu einer unfallkausalen Beeinflussung der Arbeitsun
fähigkeit beigetragen hätten
: die Osteoporose als
mulitfaktorielle
Äti
o
logie, die
Schmorlsche
Deformität gemäss Prof.
E._
, die
lumbosakrale
Übergangs
anomalie mit
Hemilumbalisation
und die
mulitsegmentalen
osteodegenerativen
Veränderungen der LWS.
Der u
nter 5.
5.
erwähnte inadäquate
Traumamecha
nis
mus
stehe
in seiner Gesamtbeurteilung
im Widerspruch
zu einem reinen bzw. teilweise vorliegenden unfallkausalen Zustand
.
Unter 5.6
habe
Prof
.
A._
die vor
übergehende Verschlimmerung infolge des Ereignisses vom 6. Februar 2010
bejah
t
. Bei einem gesunden Knochen eines 49-jährigen Mannes sei ein Status quo sine
mit drei Monaten als erreicht zu beurteilen. Unter 5.7 sei
Prof.
A._
der Ansicht, dass Frakturen bei Osteoporose in ihrem Heilungsprozess beeinträchtig würden, was in Fachkreisen höchst kontrovers diskutiert werde.
Die Anregung
von Prof
.
A._
,
die Abklärung sei noch nicht abgeschlossen und
eine Pseudoarthrose bzw. Knochennekrose sei mit einem SPECT-CT ergänzend abzuklären, widerspreche der Beurteilung von Prof.
F._
,
wonach
keine Instabilität vorliege
(Urk. 9/M18.2)
.
Dr.
B._
kam zum Schluss, es sei keine Frage, dass der Befund am LWK 4 durch das E
reignis vom 6.
Februar 2010 entstanden sei. Ebenso fraglos sei, dass ein solcher Befund nac
h den vorliegenden Akten am LWK
4 aufgrund der Ereig
nisschilderung bei einem knochengesunden 49-jährigen Mann so nicht entstan
den
wäre. Damit habe
der Befund nur an einem relevant vorgeschädigten LWK 4
(Osteoporose, Deformation,
Hemilumbalisation
) entstehen können. Es werde
korrekt
von einem
Verhebetrauma
gesprochen, was versicherungsmedizinisch
nicht einer unfallkausalen Ätiologie
entspreche. Damit sei von einem
krankheits
kausalen Befund einer pathologischen Fraktur bei vorbestehender Osteoporose der LWS
auszugehen
(Urk. 9/M18.3
).
5
.2
.3
Am 11. Oktober 2017 wurde im
G._
eine 2-Phasen-Skelettszinti
graphie
(SPECT/
CT, CT Thorax, Abdomen/Becken)
durchgeführt (Urk. 9/M19).
5
.2
.4
In der vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen Beurteilung
vom 6. Dezem
ber 2017 führte
Dr.
C._
aus,
das SPECT-CT zeige im Wesentlichen, dass die Verteilung des
Vertebroplastiematerials
im LWK
4 plus/minus regulär sei. Zwi
schen den zwei grossen ventralen
Vertebropla
s
tieanteilen
bestehe eine Dis
kontinuität im Sinne einer Fissur von maximal 3 mm. Der LWK 4 sei in seiner Gesamtheit aber erhalten
und nirgends nekrotisch oder eingebrochen. Ebenfalls bestehe hier keine Pseudoarthrose. Im Wesentlichen habe der LWK4 seine be
kannte Form gehalten, sei konsolidiert, auch wenn er eine Keilformation zeige
. Die vom Beschwerdeführer beschriebenen Beschwerden würden im Wesentlichen durch die
Osteochondrose
L4/5 bzw. durch die
Spondylarthrose
L4/5 bzw. durch die segmentale Instabilität von L4/5 generiert.
Die von Prof.
A._
gemachte Fest
stellung zur Frage, ob ein medizinischer Endzustand erreicht sei, könne nun dahingehend beantwortet werden, dass dem so sei. Es liege eine ausgeprägte
lum
bale
Segmentdegeneration nach LWK 4 Berstungsfraktur vom 6. Februar 2010 mit Status nach
Vertebroplastie
L4 im Februar
2010
sowie erneut im Mai 2010
vor. Eine aktive nicht abgeheilte Fraktur im LWK4 im Sinne einer Pseudoarthrose finde sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht.
Die heutige Beschwerdesymptomatik lasse sich auf die Segmentdegeneration L3/4 und L4/5 zurückführen
.
Prof
.
A._
habe in seinem Gutachten
als Schmerzursache ein
e
P
seudoar
throse zwischen Wirbel
körper und Zementplombe vermutet, dies sei aber nicht der Fall. Die Schmer
zen würden durch die ausgeprägte Degeneration der beiden Segmente generiert, insbesondere durch das Segment L4/5 (
Urk. 9/M20 S. 5 f.).
Dr.
C._
kam zum Schluss,
dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Pseu
doarthrose vorliege, sondern eine Segmentdegeneration L3/4 und vor allem L4/
5.
Der Unfall vom 6. Februar sei mi
t
überwiegender Wahrscheinlichkeit die einzige Mitursache für die heute festgestellten
gesundheitlichen Beschwerden. Wie Prof.
A._
ausführe, sei für ihn d
as Entstehen der Fraktur nur dadurch erklärbar, dass davon ausgegangen werden müsse, dass das Trauma auf eine vorbestehende nicht bekannte Osteoporose getroffen sei.
Durch den Unfall vom
6. Februar
2010 habe eine richtunggebende Verschlimmerung resultiert (Urk. 9/M20
S. 6 ff.).
5
.3
Aus den medizinischen Akten geht
übereinstimmend
hervor,
dass beim Be
schwer
deführer
eine
Segment-Degeneration (
L3/4 und
L4/5)
und
ein Status nach Bers
tungsfraktur L4 am 6. Februar 2010 mit Status nach
Vertebroplastie
von L4 im Februar 2010
und
im Mai 2010
sowie eine
Osteoporose vorliegen
.
Prof.
A._
hielt eine segmentale Instabilität als Beschwerdeursache für nicht nachvollziehbar, da eine solche nicht belegt sei. Gemäss
Dr.
C._
konnte m
it der am
11. Okto
ber 2017
durchgeführten 2-Phasen-Skelettszintigraphie die von
Prof.
A._
vermutete Pseudoarthrose
als Beschwerdeursache
nicht nachgewiesen wer
den.
Prof.
A._
bejahte
in seinem Gutachten vom 24. März 2017
einen
Kausal
zu
sammenhang der seit Ende 2014 geklagten Beschwerden zum Ereignis vom 6. Februar 2010
und verneinte einen Vorzustand und unfallfremde Faktoren
, ohne dies näher zu begründen
. Im Widerspruch dazu hielt er jedoch fest,
der komplizierte Verlauf der Frakturheilung könne teilweise oder zumindest retro
spektiv der vorerst nicht behandelten (oder nicht erkannten) Osteoporose ange
lastet werden
.
Obwohl er die Rückfallkausalität bejahte, führte er aus
,
dass die
Verschlechterung im Jahr 2014 neu aufgetreten
sei.
Weiter wies er darauf hin
,
dass der
beschriebene
Unfallmechanismus bei gesunden Knochen nur schwer mit der entsprechenden Fraktur zu korrelieren
sei
. Auch
Dr.
B._
führte
in seinem Aktengutachten vom 27. Juni 2017
aus, dass ein
Verhebetrauma
vorliegend
nicht einer unfallkausalen Ätiologie
entspreche.
Er
hielt
überdies
fest, dass der Befund nur an einem relevant vorgeschädigten LWK 4 (Osteoporose, Deformation,
Hemi
lumbalisation
) habe entstehen können und kam zum Schluss, dass von einem krankheitskausalen Befund einer pathologischen Fraktur bei vorbestehender Osteo
porose der LWS auszugehen sei.
Dr.
C._
führte
in seiner Beurtei
lung vom 6. Dezember 2017
ebenfalls
aus
, dass
das Entstehen der Fraktur nur dadurch erklärbar sei, dass das Trauma auf eine vorbestehende nicht bekannte Osteoporose getroffen sei.
Im Widerspruch dazu, stellte er
sich
jedoch
auf den Stand
punkt,
der Unfall vom 6. Februar 2010 sei die einzige
Mitu
rsache für die heute festgestellten gesundheitlichen Beschwerden.
Mit der abweichenden Kausa
litätsbeurteilung von
Dr.
B._
setzte er sich nicht auseinander.
Als Beschwer
deursache
betrachtete
er
die ausgeprägte Degeneration der beiden Segmente, ins
be
son
dere
des
Segment
es
L4/5
.
Zusammenfassend
ist
festzuhalten, dass
aufgrund der Bildgebung
kein
e
Hinweis
e auf
die von Prof.
A._
vermutete
Instabilität bestehen und keine
bleibende
n
Schä
den aufgrund der Fraktur oder ihrer Behandlung
ersichtlich sind. Nachgewiesen werden konnten hingegen degenerative Veränderungen sowie eine Osteoporose.
Insoweit steht der medizinische Sachverhalt fest. Die medizinischen Sachverstän
digen gelangen jedoch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Beschwerdeursachen und die
Kausalität
. Diesbezüglich sind ihre
Beurteilungen
widersprüchlich
und teilweise nicht nachvollziehbar
.
Aufgrund der diskrepanten medizinischen
Einschätzungen
, welche allesamt nicht überzeugen,
kann die Rückfallkausalität nicht abschliessend beurteilt werden
.
Insofern
erweist sich der
medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt.
Somit hat die Beschwerde
gegnerin zu Recht eine erneute Begutachtung angeordnet.
Der Vorwurf einer unzulässigen
second
opinion
erweist sich als unbegründet.
5
.4
Einem reinen Aktengutachten kommt voller Beweiswert zu, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, mithin die direkte ärzt
liche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 8
C_780/2016 vom 24. März 2017 E.
6.1 mit Hinweisen)
.
Akten
gutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde
mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch
bereits
erhoben worden sind
, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder
der Kausalzusammenhang
und das Aus
mass der Behinderung verschieden bewertet werden
.
In diesen Fällen kann in einem Aktengutachten
das Für und Wider der verschiedenen Meinungen
erwogen
und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deut
lich
gemacht werden (
vgl. Urteil des Bundesgerichts
8
C_540/2007 vom 27. März 2008
E. 3.2
)
.
Da vorliegend
die relevanten Befunde bereits erhoben worden sind und
lediglich die Frage der
Rückfallkausalität
zu erörtern ist
, kann ein Aktengutachten einge
holt werden.
6
.
6
.1
Der Beschwerdeführer macht geltend, für den von der Beschwerdegegnerin vor
geschlagenen Gutachter
Dr.
D._
bestehe der Anschein der
Befangenheit, da er bei der Suva
St. Gallen als Kreisarzt tätig sei (Urk. 1 S. 4).
Weshalb
Dr.
D._
aufgrun
d seiner Anstellung bei der Suva
St. Gallen
im vor
liegenden Verfahren befangen sein soll, ist n
icht ersichtlich, zumal die Suva
im vorliegenden Verfahren nicht Partei ist. Im vorl
iegenden Verfahren ist
Dr.
D._
eine sachverständige Drittperson, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse zur Aufklä
rung des Sachverhaltes beigezogen werden kann.
Ein
Ausstandsgrund
ist nicht
schon deshalb gegeben, weil jemand Aufgaben für eine Unfallversicherung erfüllt
, sondern erst bei persönlicher Befangenheit.
Auch der Umstand, dass ein Gut
ach
ter w
iederholt von einem Versiche
r
u
ngsträger für Begutachtungen herang
e
zogen wird oder
eine wirtschaftliche
Abhängigkeit
des Gutachters vom
Versicherung
s
träger
würde
für sich allein genommen
keinen
Ausstandsgrund
darstellen
(vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.3
, Urteil des Bundesgerichts 9C_304/2010 E. 2.2
, Urteil des Bundesgerichts 8C_474/2009 E.
8.6
).
Die Beschwerdegegnerin selbst gab in der Beschwerdeantwort im Übrigen an, sie habe Dr.
D._
- soweit zeitlich
eruierbar
– noch nie mit einem Gutachten beauftragt. Sie wies sodann zu Recht darauf hin, dass er als auf der Liste der SIM-Gutachter aufgeführter Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates für die zu beur
teilende Frage der Rückfallkausalität als quali
fiziert zu betrachten sei (Urk. 8 S.
4
Ziffer
6; vgl.
http://www.swiss-insurance-medic
ine.ch/de/Suche_Fachpersonen_
SIM.
html, woraus ausserdem hervorgeht, dass Dr.
D._
nicht nur als Kreisarzt amtet, sondern auch eine Orthopädische Privatpraxis betreibt). Es liegen demnach keine Anhaltspunkte vor,
welche die Fachkompetenz des
Dr.
D._
in Frage stellen würden.
6.2
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, d
ass die Besch
werdegegnerin Dr.
D._
als Gutachter vorsieht.
7.
Der
Beschwerdeführer
beantragt
,
seine Ergänzungsfragen
vom 18. Januar 2019 seien zuzulassen (Urk. 1 S. 23 ff
.
und Urk. 9/K69 S.
7 f.)
.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat d
ie versicherte Person einen Anspruch darauf, sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu äuss
ern (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9).
Der Versicherungsträger hat dabei über die Zulassung- bzw. Ab
lehnung von an den Gutachter gerichteten Ergänzungsfragen mittels Verfügung zu befinden (vgl. BGE 141 V 330 Regeste).
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht bemerkte, wurde mit der angefo
chtenen Verfügung vom 24.
Januar 2019 lediglich die Person
des Gutachters festgelegt (Urk. 8 S.
6 Ziffer 12). In diesem Punkt ist daher – mangels eines Anfechtungsobjektes – auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Anzufügen bleibt, dass die Mitwirkungsmöglichkeit der versicherten Person eine einzelfalladäquate Fragestellung bezweckt, welche zur Qualität des Gutachtens wesentlich beiträgt. Dies bedeutet umgekehrt, dass allfällige Fragen der vers
i
cherten Person nicht unbesehen ihrer Quantität und Qualität den Experten zur Beantwortung vorzulegen sind. Vielmehr darf sich der Versicherungsträger oder das kantonale Versicherungsgericht darauf beschränken, lediglich die für den Ein
zelfall erheblichen Fragen weiterzuleiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_595/
2018 vom 26. November 2018 E.
4.3.1 mit Hinweisen).
8
.
Nach dem Gesagten ist die von der Beschwerdegegnerin angeordnet
e Aktenb
e
gut
achtung durch
Dr.
D._
nicht zu beanstanden, womit sich die angefochtene Zwischenverfügung als rechtens erweist und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist
, soweit darauf einzutreten ist
.
9
.
Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das Gesuch
um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos
.