Decision ID: e2b5fcce-6a37-4002-9859-d65f5d8d67b0
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1953 geborene
X._
war
als Hilfsköchin im
Y._
tätig
, seit dem 1.
April 200
8 krankheitsbedingt in einem 50
%-Pen
sum
(
Urk.
7
/52
).
Sie bezog seit 1.
Juli 2007
eine halbe Invalidenrente (Urk.
7
/46
).
Ein im
Februar
2009
von Amtes wegen
eingeleitetes
Revisionsver
fahren
ergab keine Änd
erung des Rentenanspruchs (Urk.
7
/54).
Mit Verfügung vom 25.
Juni 2009 verneinte die Sozialversicherung
s
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zudem
einen Anspruch der Versicherten a
uf
Hilflosenentschädigung
(Urk.
7
/57).
Mit Vorbescheid vom 30. August 2010 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, auf
das
Gesuch
um Rentenerhöhung
vom 13. Juli 2010
nicht einzu
treten
(Urk.
7
/67)
, worauf
die
V
ersicherte, vertreten durch die CAP Rechts
schutz-Versicherungsgesellschaft AG, mit Eingabe vom 25.
Oktober 2010
Ein
wände
(Urk. 7
/73)
erhob
und einen medizinischen
Bericht
sowie ein
vertrauens
ärztliches
Gutachten
ein
reichte
(
Urk.
7
/86,
Urk.
7
/89)
.
Die IV-Stelle
trat in der Folge auf das Erhöhungsgesuch ein,
tätigte weitere medizinische Abklärungen
(Urk.
7/91,
Urk.
7
/95
) und
ordnete am 21.
September 2011 eine
polydisziplinäre
Begutachtung
bei
der
Z._
in
A._
an (Urk. 7
/97).
Das Gutachten wurde
am 2.
März 2012
erstattet (Urk.
7
/101). Ge
stützt auf die Schlussfolgerungen der Gutachter
stellte
die IV-Stelle mit Vorbe
sch
eid vom 28.
März 2012
in Aussicht,
das
Gesuch um Rentenerhöhung
ab
zu
weisen
(Urk.
7
/105). Dagegen erhob die Versicherte mi
t Eingabe vom 3.
April 2012
respektive 22. Mai 2012
Einwände
(Urk.
7/106,
Urk.
7
/108), worauf die IV-Stelle die Abklärungsstelle
Z._
zur Stellungnahme zum vertrauensärztli
chen Gutachten von
Dr.
med.
B._
aufforderte
(Urk.
7
/109)
, welche mit Ein
gabe vom 23.
Juli 2012
einging
(Urk.
7
/110).
Mit Verfügung vom 4.
Dezember 2012 wies die IV-Stelle das
Gesuch um Rentenerhöhung
der Versicherten ab (Urk. 7
/114 = Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
21.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2011 eine ganze Rente auszurichten (Urk.
1
). Die Beschwerdegegnerin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
14.
Februar 2013 die Abweisung der Be
schwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin am
19.
Februar 2013
mitge
teilt wurde (Urk.
8
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1
des Bun
desgesetztes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen
Ver
hältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch
zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheits
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine
Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009
vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003
E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkung
en
eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
an
spruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräf
tige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder
welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskon
for
me
r
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über
die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Die
seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten,
welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM
1989,
S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, gemäss den medizinischen Abklärungen könne von einem unveränderten Gesundheitszustand au
s
gegangen werden. Die angestammt
e
Tätigkei
t als Küchenhilfe sowie auch andere leichte Tätigkeiten in wechselnder, überwiegend sitzender Position ohne repetitives He
ben von Lasten über 5-10 Kilogramm sei
en
der Beschwerdeführerin nach wie vor
zu 50
% zumutbar.
Der Invaliditätsgrad von 50
% begründe weit
erhin An
spruch auf die bisher ausgerichtete halbe
In
validenrente (Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
der Ver
trauensarzt der
Vorsorgeeinrichtung
,
Dr.
B._
,
sei zum Schluss gekommen, dass
als
Haupt
problematik
in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit die fortgeschrittene
rechts
betonte
Gonarthrose
bezeichnet werden könne. D
ie Diagnose und die Pro
gre
dienz der Erkrankung seien durch die Berichte der behandelnden Fachärzte
und die Bild
gebung belegt.
Sie könne gegenwärtig wegen der
limitierenden Knie
schmerzen gar nicht arbeiten. Die konservativen Behandlungsmöglichkeiten seien
ausge
schöpft. Ohne die Durchführung
einer
Operation bleibe sie voraussichtlich
ar
beitsunfähig.
Dass die vorgebrachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes
lediglich auf subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin ber
uhe, sei nicht zu
treffend (Urk.
1).
3.
3.1
Zu prüfen ist, ob eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächli
chen Verhältnissen eingetreten ist, welche eine Rentenherabsetzun
g rechtfertigt (BGE 130 V 71
E. 3.2.3). Insbesondere ist zu untersuchen, ob eine Veränderung in medizinischer Hinsicht und
der sich daraus ergebenden Arbeitsunfähigkeit stattgefunden
hat.
3
.2
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
erfolgte mit Verfügung vom 1
1.
Juni 2008
(
Urk.
7/46) und beruhte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf
dem
Gut
achten von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Rheumatologie phy
si
kalische Medizin und Rehabilitation,
vom
18
.
Januar 2008
(Urk. 7/35 S.
9).
Darin
stellte
der Gutachter
folgende Diagnosen:
Gonarthrosen
beidseits
Lumbovertebrales
bis
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits bei
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule (Hohl-/Rundrücken,
Hal
tungsinsuffizienz
)
Dekonditionierung
Verdacht auf
Sarkoidose
mit
Arthralgien
(Hände, Füsse, Ellbogen, Schult
ern)
Beginnende sekundäre
Fibromyalgie
Verdacht auf
depressive Entwicklung
Senk-/Spreizfüsse beidseits
Substituierte Hypothyreose bei Status nach
Strumektomie
1991
Adipositas
Kontrollbedürftige Blutdruckwerte
Der Gutachter
führte aus,
es liege eine komplexe Beschwerdesymptomatik vor, welche praktisch den gesamten Bewegungsapparat betreffe. Im Vordergrund stün
den die Knieschmerzen beidseits, welche mit den festgestellten
Gonarthro
sen
erklärt werden könnten. Im Weiteren bestehe
ein
lumbovertebrales
bis
lum
bospon
d
ylogenes
Syndrom be
idseits bei
Fe
h
l
form
und Fehlhaltung der Wirbel
säule mit Hohl-/Rundrücken, Haltungsinsuffizienz und
Dekonditionierung
. Da
durch
könnten die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Aus
strah
lungen in beide Beine erklärt werden.
E
r erachte die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchen
-
mitarbeiterin zu 50 % arbeitsunfähig. Dies gelte ebenfalls für sämtliche leichten Tätigkeiten in Wechselbelastung. Längeres Stehen und Gehen, häufiges Heben von Lasten über 5-10 Kilogramm und repetitive monotone Tätigkeiten seien nicht möglich
(
Urk.
7/35 S. 8 f.
).
4.
4
.
1
Im Rahmen des
vorliegenden
Revisionsverfahrens erstattete
die medizinische
Ab
klärungsstelle
Z._
am 2. März 2012
ein polydisziplinäres Gutachten, wel
ches
sich auf die Akten, die Angaben der Beschwerdeführerin
,
die
internistische und
die neu
rologische Untersuchung vom 14.
November 2011 sowie die psy
choso
ma
tische und die rheumatologis
che Untersuchung vom 15.
November 2011 stützt (
Urk.
7/101).
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk.
7/101 S
. 26)
:
leichte depressive
Episode
ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.0)
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)
Gonarthrose
beidseits (ICD-10: M17.0)
c
hronisches
lumbospondylogenes
Syndrom rechts (ICD-10: M54.4)
m
it chronischer Hypästhesie
ventrolateraler
Ober- und Unterschenkel sowie
Fussrand
rechts
k
linisch Burs
itis
trochanterica
beiderseit
s
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
hig
keit
(
Urk.
7/101 S. 26)
:
arterielle Hypertonie
chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.0)
ohne Zeichen einer
radikulären
Reiz- oder sensomotorischen Ausfall
symptomatik
Adipositas (BMI 38,3 kg/m
2
)
Die Gutachter führten aus,
bei der psychosomatischen Untersuchung sei eine leichte depressive Episode nebst einer chronischen Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren festgestellt worden. Ein sozialer Rückzug sei nicht
explorierbar
gewesen. Aus psychosomatischer Sicht lasse sich mit den ge
nannten Diagnosen und den erfolglosen Behandlungsversuchen eine 50%ige Ar
beitsunfähigkeit im angestammten Beruf und in allfälligen Verweistätigkeiten begründen
(
Urk.
7/101 S. 29)
.
Bei der rheumatologischen Untersuchung habe die
Gonarthrose
beidseits bestä
tigt werden können. Eine Indikation zum prothetischen Gelenkersatz sei weiter
hin gegeben, wobei aufgrund der Adipositas und der
Schmerz
verarbeitungss
tö
rung
keine volle
Restitutio
ad
in
t
egr
um
postoperativ zu erwarten sei. L
ediglich die Ge
h
strecke könne sich verbessern und sich
positiv auf eine Gew
ichtsab
nahme auswirken. Insgesamt könne also von einer Knie-
Totalprothese
keine signifikante Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden, da viele
Kon
textfaktoren
für einen Operationserfolg erschwerend seien
.
Weiterhin habe sich bei der rheumatologischen Untersuchung eine Hypästhesie am
ventrolateralen
Ober- und Unterschenkel sowie am lateralen
Fussrand
rechts gefunden. Eine
ra
dikuläre
Symptomatik habe nicht objektiviert werden können, dies sei auch bei der neurologischen Untersuchung bestätigt worden. Bezüglich des chronischen
zervikozephalen
Schmerzsyndroms hätten sich ebenfalls keine Zeichen einer
ra
dikulären
Reiz- oder sensomotorischen Ausfallsymptomatik ergeben
(Urk. 7/101 S. 29
f.
)
.
Aus
rein
neurologischer Sicht liege keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit vor (
Urk.
7/101 S. 64)
.
Aus somatischer Sicht sei die Explorandin für schwere und mittelschwere
Arbei
ten zu 100
% arbeitsunfähig, für leichte Arbeiten bestehe eine 50%ige Arbeits
fähigkeit. Dies gelte auch für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsköchin, wenn eine Rückenergonomie
eingehalten werden könne, eine vornehmlich sit
zen
de Tätigkeit angeboten werden könne und repetitive Zwangshaltungen ver
mieden
werden könnten
,
nebst dem nicht
wiederholten Heben von Lasten von mehr als 5 bis 10 Kilogramm
(Urk.
7/101 S. 29
f.
).
G
esamtmedizinisch stehe die rechtsbetonte
Gonarthrose
im Vordergrund, deren Schmerzintensität sich anamnestisch sukzessive über die letzten
Jahre immer weiter intensiviert habe
. Hinzu komme die starke Adipositas, die sich ungünstig
auf die Knieproblematik auswirke. Beim
Lumbovertebral
-Syndrom seien schon alle
Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft worden und es sei zu keiner Bes
serung bei persistierender erheblicher Beschwerdesymptomatik gekommen. So habe sich die Explorandin in ein Schon- und Vermeidungsverhalten zurückge
zogen
.
Hinzu kämen
die schwierigen psychosozialen Faktoren wie der
Migrati
onshintergrund
, die schlechten Deutschkenntnisse, keine Berufsausbildung, das ungünstige Wiedereingliederungsalter und die jahrelang bestehende IV-Beren
tung des Ehemannes sowie ein ungenügendes Krankheitsverständnis. Im Ver
gleich zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
könne trotz subjektiver Verschlech
terung des Gesundheitszustandes objektiv nicht von einer wesentlichen Verän
derung ausgegangen werden. Aufgrund des bisherigen Verlaufs, der hohen subjektiven Invaliditätsüberzeugung und der IV-fremden Umgebungsfaktoren
sei eine Verbesserung auch unter Ausschöpfung zumutbarer medizinischer Mass
nahmen wenig aussichtsreich (
Urk.
7/101 S. 30
)
.
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsköchin s
ei eine Arbeitsfähigkeit von 50
% gegeben unter der Voraussetzung, dass eine vornehmend sitzende Tätig
keit angeboten werde und keine Lasten über 5-10 Kilogramm zu heben seien
. In dieser Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seien die psychosomatischen Diag
nosen berücksichtigt bei derzeit leichter depressiver Episode ohne
Rück
zugs
ten
denz
und der geschilderten Schmerzstörung mit somatischen
und psy
chischen Faktoren (Urk. 7/101 S.
31).
4
.2
In der Stellungnahme der medizinischen Abklärungsstelle
Z._
vom 2
3.
Juli 2012
wurde festgehalten,
Dr.
B._
empfehle
wegen der
Gonarthrose
beidseits
rechts
betont
als sinnvolle Massnahme den Einsatz von Knieprothesen. Ab
schliessend beschreibe er, dass eine bleibende Berufsunfähigkeit von 50
%
be
stehe
, was der Einschätzung der
Z._
entspreche
. Da sich keine Änderung der Arbeitsfähigkeit ergeben habe und die Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes subjektiv von der Explorandin angegeben worden sei, diese aber nicht regelmässig Schmerz
mittel einnehme, keine regelmässige Physiotherapie und keine regelmässige psy
chiatrische Behandlung mache, gelte die festgestellte Ar
beitsfähigkeit unver
än
dert seit Juli 2007
(Urk.
7/110).
5
.
5
.1
Der angefochtene Entscheid gründet in erster Linie auf dem polydiszipli
nären Gutachten
der
Z._
vom 2.
März 2012, welches für die Beurteilung des Gesund
heitszustandes der Beschwerdeführerin als umfassend zu qualifizieren ist. Das Gutachten beruht auf
sorg
f
ältigen und allseitigen
Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
sowie
– wenn die ergänzende Stellungnahme
vom 23. Juli 2012 berücksichtigt wird –
in
hinreichender
Auseinandersetzung mit
dem ver
trauensärztlichen Gutachten von
Dr.
B._
abgegeben. Es berücksichtigt
die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
und setzt sich mit diesen
ausei
nander
(Urk. 7/101 S. 14
ff.
). Die Darlegung der medizinischen Zustände
und Zusammenhänge
ist
einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind nach
voll
ziehbar und begründet. Das Gutachten erfüllt somit sämtliche von der Recht
sprechung aufg
estellten Kriterien (vgl. E.
1.5
), weshalb darauf abzustellen ist.
5
.2
Das vertrauensärztliche Gutachten von
Dr.
B._
vermag
das
Z._
-Gutachten
nicht in Frage zu stellen, da es nicht schlüssig ist und sich
im Wesentlichen
auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin stützt. Im Übrigen
handelt es sich dabei nicht um ein fachärztliches Gutachten,
da
Dr.
B._
kein rheuma
to
logi
scher Facharzt ist.
Dr.
B._
attestiert der Beschwerdeführerin
eine Arbeits
unfä
higkeit von 100 %. Dies
e
begründet er damit, dass die Diagnose und die Pro
gre
dienz der Erkrankung durch die Berichte der behandelnden Fachärzte und die Bildgebung belegt seien. Die Be
schwerdeführerin könne wegen der
limitie
ren
den Knieschmerzen gar nicht arbeiten
(Urk. 7/89 S.
12). Bei konservativer The
rapie bestehe eine
Arbeits
un
fähigkeit von 100
%. Nach erfolgreicher opera
tiver Therapie sei mit einer möglichen Arbeitsfähi
gkeit von 50 % zu rechnen (Urk. 7/89 S.
13). Die Diagnose und die Progredienz der
Gonarthrose
der Be
schwerdeführerin
sind
unbestritten
,
vermögen
jedoch nicht
ohne
weiteres eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit
zu begründen
.
Dr.
B._
legt nicht nachvollziehbar
dar,
weshalb
der
Beschwerdeführerin
eine Erwerbstätigkeit überhaupt nicht mehr
zumutbar
sein soll. Er hält lediglich fest,
dass sie wegen limitierender
Knie
schmerzen gar nicht arbeiten könne. Dabei stützt er sich
aber
hauptsächlich
auf
ihre
subjektiven Angaben.
Dass
aufgrund der
Schmerzen
nicht einmal mehr eine
Restarbeitsfähigkeit in einer leidangepassten Tätigkeit bestehen soll, überzeugt nicht.
Auch die Tatsache, dass die Beschwer
deführerin
– wie die
Z._
-Gutachter zu Recht festhalten –
nicht regelmässig Schmerzmittel einnimmt,
nicht regel
mässig
Physiotherapie
in Anspruch nimmt
, die
Ge
wichtsreduktion
nicht voran
treibt und
die Operation, welche gemäss ärztlicher Beurteilung zu einer Ver
besse
rung der Schmerzsituation führen würde
(
vgl.
Urk. 7/101 S.
22
)
, nicht in Be
tracht
zieht, deutet nicht auf einen derart grossen Le
idensdruck hin.
5.3
Die Einschätzung des rheumatologischen Facharztes
im Gutachten vom 2.
März 2012
, wonach
seit dem Gutachte
n von
Dr.
C._
vom 18. Januar 2008 (Urk.
7/31)
keine signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus
gewiesen sei
(Urk. 7/101 S.
31) und
für leichte Arbeiten
weiterhin
eine 50%ige
Arbei
tsfähigkeit
unter der Voraussetzung einer wechselbelastenden, vornehm
lich
sitzenden Tätigkeit
bestehe
(Urk. 7/101 S.
23)
,
ist
nachvollziehbar
.
Er hält dies
bezüglich fest, dass im Vergleich zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
trotz sub
jektiver Verschlechterung, objektiv nicht von einer wesentlichen Verände
rung
des Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne (Urk. 7/101 S. 30).
Die Gut
achter
führen
weiter
aus
, dass sich durch den prothetischen Gelenkersatz beider Kniegelenke die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
wahrscheinlich
nicht steigern lasse (Urk. 7/101 S. 31).
5
.4
Zusammenfassend ist gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten mit dem
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin in einer leichten
Verweistätigkeit
weiterhin 5
0
% be
trägt. Somit ist keine revisionsbegründende Veränderung der tatsächlichen Ver
hältnisse im Sinne von Art.
17 Abs.
1 ATSG gegeben
, weshalb die Be
schwerde abzuweisen ist
.
6
.
Die Kos
ten des Verfahrens sind auf Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Ar
t. 69 Abs.
1
bis
IVG).