Decision ID: bdf88613-cd95-53fb-bed3-f5004ea3249a
Year: 2013
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die am 23. Dezember 1959 geborene, verheiratete Schweizerbürgerin
A._ (im Folgenden: Beschwerdeführerin) lebte und arbeitete in der
Schweiz, bis sie Ende Mai 2005 zusammen mit ihrem Ehemann nach Bo-
livien auswanderte, wo sie seither ununterbrochen lebt (vgl. vorinstanzli-
che Akten [im Folgenden: act.], act. 4, S. 2). In der Zeit vom 1. Juni 2005
bis 14. August 2006 war die Beschwerdeführerin nicht erwerbstätig (vgl.
act. 8). Vom 15. August 2006 bis 31. Dezember 2009 arbeitete sie in Boli-
vien. Arbeitgeberin war die Einzelunternehmung ihres Ehemanns mit Sitz
in X._, Schweiz. Von 1977 bis 2009 leistete sie (mit Unterbrüchen)
Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (AHV/IV; vgl. act. 8; Vernehmlassung der Vorinstanz vom
4. März 2011, S. 1). Mit Beitrittsgesuch vom 30. November 2009 ersuchte
sie bei der Schweizerischen Ausgleichskasse (SAK, im Folgenden auch:
Vorinstanz) um Aufnahme in die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (im Folgenden: freiwillige Versicherung; vgl. act. 4).
B.
Mit Verfügung vom 18. Januar 2010 hat die Vorinstanz das Beitritts-
gesuch der Beschwerdeführerin mit der Begründung abgewiesen, sie sei
unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung
nicht während mindestens fünf Jahren ununterbrochen der schweizeri-
schen AHV/IV angeschlossen gewesen. In der Zeit von Juni 2005 bis Juli
2007 (recte: 2006) habe sie weder Wohnsitz in der Schweiz gehabt noch
Beiträge an die obligatorische Versicherung bezahlt (vgl. act. 6).
C.
Gegen die Verfügung vom 18. Januar 2010 hat die Beschwerdeführerin
mit undatiertem Schreiben (bei der Vorinstanz eingegangen am 11. No-
vember 2010) Einsprache erhoben. Sie beantragte sinngemäss die Auf-
nahme in die freiwillige Versicherung. Zur Begründung führte sie im We-
sentlichen an, für jedes Kalenderjahr von 2005 bis 2009 AHV-Beiträge
entrichtet zu haben (vgl. act. 7).
D.
Mit Entscheid vom 19. Januar 2011 hat die Vorinstanz die Einsprache der
Beschwerdeführerin abgewiesen. Zur Begründung führte sie im Wesent-
lichen aus, in den Jahren 2005 und 2006 würden keine volljährigen Bei-
tragszeiten bestehen. Darüber hinaus könnten auch für das Jahr 2009
nicht 12 Monate angerechnet werden, weil die bezahlten Beiträge unter
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dem Mindestbeitrag (auf einem Einkommen von mindestens Fr. 4'181.–)
liegen würden. Mangels ununterbrochener fünfjähriger Versicherungszeit
könne der Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht bewilligt werden
(vgl. act. 9).
E.
Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Januar 2011 hat die Beschwer-
deführerin mit Eingabe vom 31. Januar 2011 Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragte sinngemäss die Aufnahme in
die freiwillige Versicherung. Zur Begründung führte sie aus, in den fünf
Jahren vor Einreichung des Beitrittsgesuchs mindestens eine Zahlung pro
Jahr an die zuständige AHV-Kasse in der Schweiz geleistet zu haben. Die
Entrichtung von monatlichen Beiträgen – wie die Vorinstanz dies ver-
lange – sei nicht möglich. Nach Auflösung des letzten Arbeitsverhältnis-
ses in der Schweiz per 31. Mai 2005 habe sie in Bolivien nicht bereits im
Juni 2005 einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz finden können.
F.
Mit Vernehmlassung vom 4. März 2011 beantragte die Vorinstanz die Ab-
weisung der Beschwerde. Sie begründete dies damit, dass die Be-
schwerdeführerin in den dem Beitrittsgesuch vorangehenden fünf Jahren
nicht ununterbrochen obligatorisch versichert gewesen sei. In den Jahren
2005 und 2006 seien je bloss fünf und im Jahr 2009 bloss zehn Bei-
tragsmonate anrechenbar.
G.
Mit Replik vom 17. März 2011 hielt die Beschwerdeführerin an ihren An-
trägen fest.
H.
Mit Duplik vom 5. Mai 2011 hielt die Vorinstanz ebenfalls an ihrem Antrag
fest.
I.
Mit Verfügung vom 12. Mai 2011 wurde den Parteien mitgeteilt, dass der
Schriftenwechsel abgeschlossen sei.
J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten
ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden
Erwägungen einzugehen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85 bis
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme
im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.
1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. d bis
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das
VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das
Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1
Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-
regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das
AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesver-
waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung
hat. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei
teilgenommen. Als Verfügungsadressatin ist sie durch die angefochtene
Verfügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Ände-
rung ein schutzwürdiges Interesse. Sie ist daher im Sinne von Art. 59
ATSG beschwerdelegitimiert.
1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1
ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.
1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung und des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Staatsbürgerin. Die Beurteilung
ihres Gesuchs um Beitritt in die freiwillige Versicherung richtet sich daher
in materiell- und verfahrensrechtlicher Hinsicht nach Schweizer Recht.
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2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestan-
des Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329 E. 2.3). Die Beurteilung des im
November 2009 gestellten Aufnahmegesuchs richtet sich demzufolge
nach Art. 2 Abs. 1 AHVG in der seit 1. Juni 2002 geltenden sowie Art. 7
und 8 der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, SR 831.111) in der seit
1. April 2001 gültigen Fassung.
3.
3.1 Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen,
ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in die freiwillige
Versicherung aufgenommen hat.
3.2 Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und Staatsan-
gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der
Europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der
Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassozia-
tion leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie un-
mittelbar vorher während mindestens fünf aufeinanderfolgenden Jahren
obligatorisch versichert waren.
Gemäss Art. 7 Abs. 1 VFV können Personen der freiwilligen Versicherung
beitreten, welche die Versicherungsvoraussetzungen nach Art. 2 Abs. 1
AHVG erfüllen, einschliesslich jener, die (nur) für einen Teil ihres Ein-
kommens der obligatorischen Versicherung unterstellt sind.
Gemäss Art. 8 Abs. 1 VFV muss die Beitrittserklärung schriftlich bei der
Ausgleichskasse oder subsidiär bei der zuständigen Auslandsvertretung
innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obli-
gatorischen Versicherung eingereicht werden. Nach Ablauf dieser Frist ist
der Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht mehr möglich. Nach Absatz
2 der genannten Bestimmung beginnt die freiwillige Versicherung mit dem
Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung.
4.
4.1 Umstritten ist vorliegend einzig, ob die Beschwerdeführerin unmittel-
bar vor dem beantragten Beitritt zur freiwilligen Versicherung während
mindestens fünf aufeinanderfolgenden Jahren obligatorisch versichert
gewesen ist. Unbestritten ist, dass das Beitrittsgesuch vom 30. November
2009 vor Ablauf eines Jahres seit dem Austritt aus der obligatorischen
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AHV/IV und somit rechtzeitig gestellt worden ist (vgl. Vernehmlassung der
Vorinstanz vom 4. März 2011, S. 1).
4.2 Ob eine ansprechende Person während der fünfjährigen Frist gemäss
Art. 2 Abs. 1 AHVG obligatorisch versichert war, beurteilt sich nach Art. 1a
AHVG (vgl. etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
[BVGer] C-6892/2007 vom 29. Juni 2009 E. 5.3.3, mit Hinweisen). Eine
ununterbrochene Versicherteneigenschaft während eines Jahres ist ge-
geben, wenn die versicherte Person insgesamt mehr als elf Monate obli-
gatorisch versichert war (vgl. Art. 50 der Verordnung vom 31. Oktober
1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR
831.101]; in analogiam). Gemäss Art. 1a AHVG ist insbesondere obligato-
risch versichert, wer in der Schweiz Wohnsitz hat und/oder hier erwerbs-
tätig ist (Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG); die obligatorische Versiche-
rung kann insbesondere weiterführen, wer nach fünfjähriger ununterbro-
chener obligatorischer Versicherungsdauer unmittelbar vor Aufnahme der
Tätigkeit im Ausland für einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz im Aus-
land tätig und von diesem entlöhnt wird, sofern dieser sein Einverständnis
erklärt (Art. 1a Abs. 3 Bst. a AHVG und Art. 5 AHVV); der obligatorischen
Versicherung kann insbesondere beitreten der im Ausland wohnhafte
nicht erwerbstätige Ehegatte von erwerbstätigen Personen, die nach
Art. 1a Abs. 3 Bst. a AHVG versichert sind (Art. 1a Abs. 4 Bst. c AHVG).
Entgegen der von der Vorinstanz im Laufe des Verfahrens zum Teil ver-
tretenen Ansicht beginnt die Frist von Art. 2 Abs. 1 AHVG nicht fünf Jahre
vor der Einreichung des Beitrittsgesuchs zu laufen, sondern fünf Jahre
vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung (vgl. BVGE
2009/47 E. 5.3.2). So spricht der französische Gesetzestext ausdrücklich
von Personen, "qui cessent d'être soumis à l'assurance obligatoire après
une période d'assurance ininterrompue d'au moins cinq ans" (vgl. das Ur-
teil des BVGer C-4907/2010 vom 6. Juni 2011 E. 5.1). Der bundesrätli-
chen Botschaft vom 28. April 1999 zur Revision der freiwilligen Versiche-
rung (BBl 1999 4983 ff.) ist zudem zu entnehmen, dass die freiwillige Ver-
sicherung lediglich jenen Personen offenstehen sollte, die aus der obliga-
torischen Versicherung austreten, nachdem sie dieser während mindes-
tens fünf aufeinander folgenden Jahren unmittelbar vor der Abreise ange-
hört haben (BBl 1999 5008 f.; vgl. BGE 136 V 161 E. 6.2.1).
4.3 Die Beschwerdeführerin war nach ihrem Wegzug aus der Schweiz in
der Zeit vom 1. Juni 2005 bis 14. August 2006 unbestrittenermassen nicht
erwerbstätig. Es wird nicht geltend gemacht und kann auch den Akten
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nicht entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin ein Gesuch um
Beitritt zur obligatorischen Versicherung gemäss Art. 1a Abs. 4 Bst. c
AHVG in Verbindung mit Art. 5j AHVV gestellt hätte. Damit ist offensicht-
lich, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. Juni 2005 bis zum
14. August 2006 nicht der obligatorischen Versicherung unterstellt war.
Die fehlende Versicherteneigenschaft in dieser Zeit wird durch ihren IK-
Auszug bestätigt, sind doch für die 14 Monate vom 1. Juni 2005 bis zum
31. Juli 2006 keine Beitragszahlungen vermerkt, was ein deutliches Indiz
für die fehlende Versicherteneigenschaft darstellt.
4.4 Zu beachten ist allerdings, dass die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Y._ (im Folgenden: SVA Y._) die Beschwerdefüh-
rerin vom 1. August 2006 bis zum 31. Oktober 2009 als obligatorisch Ver-
sicherte im Sinne von Art. 1a Abs. 3 Bst. a AHVG behandelt hat, was an
sich ebenfalls eine unmittelbar vorangehende, fünfjährige ununterbroche-
ne Versicherungsdauer voraussetzen würde (Art. 5 AHVV sowie E. 4.2
hiervor). Hieraus kann allerdings nicht geschlossen werden, dass die Be-
schwerdeführerin in der Zeit vom 1. Juni 2005 bis zum 31. Juli 2006 obli-
gatorisch versichert gewesen wäre. Vielmehr ist – wie dargestellt (vgl. E.
4.3 hiervor) – aufgrund der Aktenlage und der Ausführungen der Be-
schwerdeführerin von einem Unterbruch der obligatorischen Versicherung
auszugehen, wobei vorliegend offen bleiben kann, ob das Vorgehen der
SVA Y._ rechtmässig war.
Selbst wenn die SVA Y._ die Beschwerdeführerin zu Unrecht ab
dem 1. August 2006 als obligatorisch Versicherte behandelt und damit bei
der Beschwerdeführerin allenfalls das Vertrauen geschaffen hat, obligato-
risch versichert zu sein, kann diese gestützt auf den verfassungsmässi-
gen Grundsatz von Treu und Glauben keine vom materiellen Recht ab-
weichende Behandlung beanspruchen (Art. 5 und 9 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR
101]; vgl. etwa BGE 131 V 472 E. 5, BGE 127 I 31 E. 3a; RKUV 2000 KV
126 S. 223 E. 2, KV 133 S. 291 f. E. 2a; zur älteren Rechtsprechung BGE
121 V 65 E. 2a mit Hinweisen). Im Zeitpunkt, als bei der Beschwerdefüh-
rerin aufgrund des Vorgehens der SVA Y._ allenfalls eine Vertrau-
ensgrundlage geschaffen wurde (Sommer 2006), wies diese bereits eine
mindestens einjährige Lücke in der obligatorischen Versicherung auf, so
dass sie nicht mehr fristgerecht entweder den Beitritt zur freiwilligen Ver-
sicherung (Art. 8 Abs. 1 VFV), oder aber – um ununterbrochen weiter ob-
ligatorisch versichert zu sein – zur obligatorischen Versicherung (Art. 5j
Abs. 1 AHVV) hätte erklären können. Aufgrund des (allenfalls rechtswid-
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rigen) Vorgehens der SVA Y._ konnte die Beschwerdeführerin so-
mit keine – vorliegend relevanten – schadenskausalen Dispositionen
mehr treffen bzw. unterlassen (vgl. dazu etwa das Urteil des BVGer C-
4859/2007 vom 30. Januar 2008 E. 2.4).
5.
Damit ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. Juni
2005 bis zum 31. Juli 2006 eine Lücke in der obligatorischen Versiche-
rung aufweist. Unabhängig davon, ob als Austritt aus der obligatorischen
Versicherung der 31. Oktober 2009 (wie von der Vorinstanz angenom-
men) oder der 31. Dezember 2009 (wie von der Beschwerdeführerin dar-
gestellt) angenommen wird, erfüllt sie die Voraussetzung einer fünfjähri-
gen, ununterbrochenen Versicherungsdauer gemäss Art. 2 Abs. 1 AHVG
nicht, so dass sie keinen Anspruch auf die Aufnahme in die freiwilligen
Versicherung hat.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz mit dem die Ver-
fügung vom 18. Januar 2010 bestätigenden Einspracheentscheid vom
19. Januar 2011 die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in die freiwillige
Versicherung aufgenommen hat. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis
Abs. 2 AHVG).
6.2 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 Abs. 1
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten- und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e con-
trario). Auch der obsiegenden Vorinstanz steht nach Art. 7 Abs. 3 VGKE
keine Parteientschädigung zu.