Decision ID: a9b30559-2e75-492a-a60f-dba4c356c594
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Das kantonale Steueramt Zürich meldete der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, am 17. Februar 2016 für das Steuerjahr 2011 ein Einkommen von X._ aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 50‘271.-- sowie ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von
Fr. 170‘618.-- (Urk. 7/6). Gestützt auf diese Meldung erhob die Ausgleichs
kasse mit Verfügung vom 11. März 2016 für das Jahr 2011 persönliche Bei
träge von Fr. 4‘304.40 und Verwaltungskosten von Fr. 172.20 (Urk. 7/7). Die dagegen von X._ am 1. Juni 2016 erhobene Einsprache (Urk. 7/18) wies die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 6. Oktober 2016 ab (Urk. 2
[= Urk. 7/36]).
2.
Dagegen erhob X._ mit Eingabe vom 7. November 2016 (Poststempel) Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1). Nach erstreckter Frist (Urk. 5) reichte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2017 ein und beantragte, die Beschwerde sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben (Urk. 6). Die Beschwerdegeg
nerin verwies auf die inzwischen erlassene Verfügung vom 3. Januar 2017, in welcher die persönlichen Beiträge des Beschwerdeführers für das Jahr 2011 gestützt auf die rektifizierte Steuermeldung für das Jahr 2011 vom 9. November 2016 festgesetzt worden seien. Daraufhin wurde dem Beschwer
deführer mit Verfügung vom 12. Januar 2017 Frist angesetzt, um allfällige Einwände gegen eine Abschreibung des vorliegenden Verfahrens vorzubrin
gen (Urk. 8). Der Beschwerdeführer liess sich innert Frist nicht vernehmen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach
Art.
53
Abs.
3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine
n
Einspracheentscheid,
gegen den
Beschwerde erhoben wurde, so lange wiederer
wägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt.
1.3
Ein Interesse ist in der Regel nur dann schutzwürdig, wenn es sich nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung als aktuell und praktisch erweist (BGE 123 II 285). Fällt das schutzwürdige Interesse im Laufe des Verfahrens dahin, ist die Beschwerde grundsätzlich als gegenstandslos abzuschreiben; fehlt es schon bei der Beschwerdeeinreichung, ist auf die Eingabe nicht einzutreten (BGE 118 Ib 1 E. 2).
2.
Den Akten lässt sich entnehmen, dass das
kantonale Steueramt Zürich
der Beschwerdegegnerin am 9. November 2016 für das Beitragsjahr 2011 neu ein Einkommen von X._
aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 2‘905.-- sowie ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von Fr. 0.-- (Urk. 7/31) meldete. Daraufhin hob die Beschwerdegegnerin mit Wiedererwägungsentscheid vom 3. Januar 2017 die Verfügung vom 11. März 2016 (richtig wohl: den Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2016) auf und setzte die persönlichen Beiträge für das Beitragsjahr 2011 neu auf Fr. 475.-- zuzüglich Verwaltungskosten fest (Urk. 7/41).
3.
Mit dem Erlass des Rektifikats vom 3. Januar 2017
entfällt der Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. Oktober 2016 bzw. der Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.
Für
den
vorliegenden Prozess besteht kein aktuelles Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers mehr,
zumal dieser auf Einwände gegen die Neuberech
nung der Beiträge verzichtete,
weshalb das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.
4.
Infolge geringfügigen Aufwandes sowie des Umstandes, dass angesichts des in masslicher Hinsicht nicht bezifferten Rechtsbegehrens der Umfang des Obsiegens nicht genau festgelegt werden kann, wird keine Parteientschädi
gung gesprochen (Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht sowie § 6 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozi
alversicherungsgericht).