Decision ID: 4776fc88-f46f-534c-a4d4-edd867167b34
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 12. Oktober 2012 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle St. Gallen an (IV-act.1). Sie gab an, sie leide
unter Depressionen, Angstzuständen, Kniearthrosen und Adipositas. Am 9. Januar
2013 berichteten Dr. Dipl.-Psych. B._ und Dr. med. C._, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH / Kinder-Jugendpsychiatrie FMH, die Versicherte leide an einer
mittelgradigen depressiven Episode, an einer Dysthymia, an einer Agoraphobie mit
Panikstörung sowie an einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung (IV-act.
13).
A.b Am 9. April 2015 notierte Dr. med. D._ vom regionalen ärztlichen Dienst der
Invalidenversicherung (RAD), für die Rentenprüfung sei eine bidisziplinäre
versicherungsmedizinische Begutachtung in den Fachrichtungen Psychiatrie und
Orthopädie notwendig (IV-act. 65). Am 10. April 2015 teilte die IV-Stelle dem
Rechtsvertreter der Versicherten mit, dass zur Klärung des Leistungsanspruches eine
umfassende medizinische Untersuchung notwendig sei (IV-act. 66). Die Begutachtung
werde durch das Medizinische Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG)
erfolgen und beinhalte folgende Abklärungen: Orthopädie durch Dr. med. E._,
Facharzt für Orthopädie, und Psychiatrie durch Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie. Ebenfalls am 10. April 2015 wurde dem MGSG der Auftrag für die
bidisziplinäre Abklärung im Bereich Orthopädie und Psychiatrie erteilt (IV-act. 67).
A.c Am 16. April 2015 wandte der Rechtsvertreter der Versicherten gegen die
beabsichtigte orthopädisch-psychiatrische Begutachtung durch Dres. E._ und F._
ein, die vorgeschlagenen Sachverständigen hätten sich im Rahmen eines anderen
Gutachtens sowohl gegenüber anderen Ärzten wie auch gegenüber dem Berufsstand
der Rechtsanwälte "sehr unflätig" geäussert. Angesichts der unsachlichen
Äusserungen müssten die beiden Gutachter zwingend in den Ausstand treten. Wer so
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etwas schreibe, sei zum Vornherein nicht in der Lage, ein objektives Gutachten zu
erstellen. Als Alternative werde die MEDAS Ostschweiz vorgeschlagen (IV-act. 71).
A.d Am 24. April 2015 teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter mit, dass die Einwände
gegen die Sachverständigen unbegründet seien, weshalb sich ein Einigungsverfahren
erübrige (IV-act. 73). Am 30. April 2015 verlangte der Rechtsvertreter der Versicherten
den Erlass einer Zwischenverfügung (IV-act. 74). Diesem Begehren kam die IV-Stelle
am 7. Mai 2015 nach. In der Verfügung führte sie aus, die vom Rechtsvertreter
gemachten Einwände seien nicht berechtigt (IV-act. 75). Die zitierten unsachlichen
Äusserungen der beiden Gutachter seien aus dem Zusammenhang gerissen und nicht
geeignet, einen relevanten Ausstandsgrund in diesem Verfahren zu begründen.
Deshalb werde an der Durchführung der bidisziplinären Begutachtung durch die Dres.
E._ und F._ festgehalten.
B.
B.a Am 4. Juni 2015 liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung der IV-Stelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) vom 7. Mai 2015 erheben (act. G 1). Sie beantragte, die
Zwischenverfügung der Beschwerdegegnerin betreffend die Begutachtung MGSG vom
7. Mai 2015 sei aufzuheben. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den
Auftrag zur Begutachtung anderweitig, z.B. an die Klinik Valens, zu erteilen. Zur
Begründung machte sie geltend, die Abfassung einer medizinischen Expertise in einem
beleidigenden Ton oder sonst auf unsachliche Art und Weise könne objektive Zweifel
an der Unvoreingenommenheit der sachverständigen Person wecken. Ein Auszug aus
einem bidisziplinären MGSG-Gutachten, welches ohne weiteres Dres. E._ und F._
zugeordnet werden könne, enthalte die folgende "Passage": "Gesamthaft muss man
festhalten, dass wir unsere Arbeit eindeutig qualifizierter verrichten als 'lic. jur.' XY, bei
dem man sich bei so viel Unfug, den er schriftlich festhält, ernsthaft fragen muss, wie
er ein im Vergleich zugegebenermassen nicht sehr anspruchsvolles Jurastudium
absolvieren konnte und trotz seines unqualifizierten Geschwafel immer noch Klienten
findet!?" und "die Femurfraktur rechts steht auch nicht in einem Zusammenhang mit
den geschilderten Beschwerden der Probandin und es muss an der Urteilsfähigkeit des
'Facharztes für Orthopädie und Traumatologie' Dr. XZ ernsthaft gezweifelt werden."
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Auch wenn die unpassenden Äusserungen nicht direkt gegenüber der
Beschwerdeführerin kundgetan worden seien, erwecke die im Rahmen eines
Gutachtens gegenüber einem Berufskollegen des Unterzeichnenden, der Juristerei als
solchen und einem Facharzt (und MEDAS-Gutachter) gemachten ausserordentlich
unsachlichen Äusserungen objektiv betrachtet den Anschein der Befangenheit und die
Gefahr der Voreingenommenheit gegenüber der ebenfalls anwaltlich vertretenen
Beschwerdeführerin. Zusätzlich entstehe der Eindruck, als bestehe bei den beiden
Gutachtern grundsätzlich eine Abneigung gegenüber dem Berufsstand der
Rechtsanwälte, was zwar zulässig sei. Indes würden solche polemischen Aussagen in
einem Gutachten den Eindruck von Befangenheit hinterlassen, weshalb eine neuerliche
Vergabe der Begutachtung, z.B. an die in geographischer Nähe zum Wohnsitz der
Beschwerdeführerin liegende Klinik Valens, beantragt werde. Anzumerken bleibe, dass
der hier zur Diskussion stehende Ablehnungsgrund betreffend das MGSG in anderen
Fällen von der Beschwerdegegnerin akzeptiert worden sei. Die Beschwerdegegnerin
habe des weiteren keine Prüfung der Einwendungen im Schreiben vom 16. April 2015
vorgenommen. Dies stelle eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Es wäre der
Beschwerdegegnerin beispielswiese problemlos möglich und zumutbar gewesen, ihre
Bedenken bezüglich Zusammenhang oder Einordnung der obigen Aussagen anhand
einer Rückfrage bei der Beschwerdeführerin zu klären. Dies habe sie unterlassen.
Gleichwohl anerkenne die Beschwerdegegnerin gemäss Wortlaut in der
Zwischenverfügung selbst, dass es sich bei den zitierten Aussagen um unsachliche
Äusserungen handle.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 3. Juli 2015 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 3). Sie machte geltend, dass gemäss Urteil des Bundesgerichts
9C_560/2013 vom 6. September 2013 nur dann eine Einigung gesucht werden müsse,
wenn ein zulässiger Einwand formeller (fallbezogenes formelles Ablehnungsbegehren)
oder materieller (fachbezogener) Natur im Raum stehe. Es sei festzuhalten, dass keine
Anhaltspunkte dafür beständen, dass sich die in jener Sache geübte Ausdrucksweise
der Experten irgendwie negativ auf die Beschwerdeführerin auswirken würde. Die
Vorbringen der Beschwerdeführerin würden ausstandsrechtlich nicht durchdringen. Ein
formeller Ausstandsgrund liege somit nicht vor. Es liege kein zulässiger, fallbezogener
Einwand vor, womit keine Einigung gesucht werden müsse und der Erlass der
Zwischenverfügung rechtmässig erfolgt sei.
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B.c Am 11. August 2015 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie auf eine Replik
verzichte und an den Ausführungen in der Beschwerde vom 4. Juni 2015 festhalte (act.
G 5). Damit wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen.

Erwägungen
1.
Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen eine sogenannte
Zwischenverfügung, also gegen eine Verfügung, mit der das Verfahren nicht
abgeschlossen, sondern vielmehr – verfahrensleitend – vorangetrieben werden soll.
Gemäss Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG sind
Zwischenverfügungen nur dann selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder
gutzumachenden Nachteil bewirken können. Eine Zwischenverfügung ist gemäss dem
Wortlaut und dem Sinn dieser Regelung nicht nur dann selbständig anfechtbar, wenn
sie tatsächlich einen solchen Nachteil zur Folge hat. Es genügt, dass ein solcher
Nachteil droht oder nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann (Martin Kayser,
in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG,
Zürich/St. Gallen 2008, Art. 46 N 10). Mit dieser Bestimmung soll nämlich verhindert
werden, dass in jenen Fällen, in denen einer versicherten Person aufgrund einer
Zwischenverfügung ein Nachteil droht, der durch den (späteren) Entscheid in der
Sache nicht mehr vollständig behoben oder rückgängig gemacht werden kann, kein
Mittel zur Verfügung steht, um sich gegen diesen drohenden Nachteil zu wehren. Wenn
eine Zwischenverfügung – ausnahmsweise – geeignet ist, einen solchen nicht
wiedergutzumachenden Nachteil zu bewirken, soll sich die versicherte Person gegen
diese Zwischenverfügung zur Wehr setzen können. Bei einem Beweisbeschluss droht
dann kein nicht wieder gutzumachender Nachteil, wenn nur ein ungenügendes
Beweisergebnis befürchtet wird, denn der Nachteil eines ungünstigen
Beweisergebnisses kann später mittels materieller Einwände im Rahmen der
Beweiswürdigung beseitigt werden. Wenn eine versicherte Person also beispielsweise
die Qualität des noch zu erstellenden Gutachtens anzweifelt, kann nicht von einem
nicht wieder gutzumachenden Nachteil ausgegangen werden. Sollte das Gutachten –
entgegen der Erwartung der IV-Stelle – tatsächlich keine überzeugende Antwort liefern,
kann dieser Nachteil nämlich noch mittels der Einholung eines weiteren Gutachtens bei
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einem fachlich geeigneteren Sachverständigen behoben werden. Der Eingriff in die
Persönlichkeit in der Form einer zum vornherein untauglichen medizinischen
Begutachtung stellt jedoch einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil dar. Folglich
muss sich die versicherte Person gegen die Anordnung wehren können, sich von einem
Gutachter untersuchen zu lassen, von dem sie befürchtet, er sei objektiv befangen und
deshalb zum Vornherein nicht in der Lage, ein beweiskräftiges Gurtachten zu erstellen.
Da die Beschwerdeführerin geltend macht, die mit der Begutachtung beauftragten
Sachverständigen seien voreingenommen, droht ein nicht wieder gutzumachender
Nachteil, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.
2.
2.1 Gemäss Art. 43 ATSG trifft die IV-Stelle die Pflicht, die notwendigen Abklärungen
von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Dabei
steht ihr grundsätzlich die Abklärungshoheit zu. Sie kann also im Einzelfall bestimmen,
durch wen sie eine allfällige Begutachtung vornehmen lassen will. In dieses
Abklärungsermessen der IV-Stelle greift das Gericht nur ein, wenn gewichtige Gründe
dafür vorliegen. Dies ist mit Blick auf Art. 43 Abs. 2 ATSG, wonach sich eine versicherte
Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen unterziehen muss, soweit diese für
die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, dann der Fall, wenn nachgewiesen ist,
dass eine konkrete Abklärung entweder nicht notwendig oder nicht zumutbar ist.
Gemäss Art. 44 ATSG kann die versicherte Person aus triftigen Gründen einen
Gutachter ablehnen und Gegenvorschläge unterbreiten. Ein solcher triftiger Grund kann
unter anderem in einer Voreingenommenheit bestehen, denn von einem
voreingenommenen Sachverständigen kann zum vornherein kein beweiskräftiges
Gutachten erwartet werden, weshalb eine persönliche Untersuchung durch einen
solchen Sachverständigen unzumutbar ist. Liegt kein solcher qualifizierter Grund vor
und wird nur befürchtet, das Gutachten könnte ungenügend ausfallen, kann nicht von
einer Unzumutbarkeit der Untersuchung ausgegangen werden. Allfällige materielle
Einwände sind daher erst im Rahmen der Beweiswürdigung zu prüfen.
2.2 Vorliegend ist die fachliche Kompetenz der beiden Gutachter nicht strittig. Es wäre
einzig zu überlegen, ob aufgrund des vorhandenen Diabetes mellitus und des
Adipositas permagna (vgl. IV-act. 54) zusätzlich ein internistischer Facharzt für eine
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umfassende Abklärung hinzugezogen werden müsste. Die Beschwerdeführerin macht
jedoch sinngemäss geltend, dass die ausgewählten Gutachter den Anschein der
Befangenheit und der Voreingenommenheit erwecken würden, weil sie sich in einem
früheren Gutachten unsachlich geäussert hätten. Bei der Aussage "Gesamthaft muss
man festhalten, dass wir unsere Arbeit eindeutig qualifizierter verrichten als 'lic. jur.' XY,
bei dem man sich bei so viel Unfug, den er schriftlich festhält, ernsthaft fragen muss,
wie er ein im Vergleich zugegebenermassen nicht sehr anspruchsvolles Jurastudium
absolvieren konnte und trotz seines unqualifizierten Geschwafel immer noch Klienten
findet!?" handelt es sich zweifelsohne um eine unsachliche Äusserung, die in einem
Gutachten nichts verloren hat. Damit wird nicht nur die Arbeit des angesprochenen
Juristen, sondern auch das Rechtsstudium als solches in Frage gestellt und folglich der
Berufsstand der Juristen herabgewürdigt. Die Wortwahl (z.B. "Geschwafel") und die
übertriebene Interpunktion ("!?") zeugen zusätzlich von fehlender Objektivität und
Professionalität. Weiter wird mit der Aussage "Die Femurfraktur rechts steht auch nicht
in einem Zusammenhang mit den geschilderten Beschwerden der Probandin und es
muss an der Urteilsfähigkeit des 'Facharztes für Orthopädie und Traumatologie' Dr. XZ
ernsthaft gezweifelt werden" ein Facharzt auf eine unangemessene Art und Weise
herabgewürdigt. Insgesamt lassen die Ausführungen im vorgebrachten Gutachten die
Objektivität und Distanz zu subjektiven Meinungen vermissen. Mit der Aussage über
Dr. XZ, dass an dessen Urteilsfähigkeit gezweifelt werden müsse, greifen die Gutachter
den Arzt auf einer persönlichen Ebene an. Solche Angriffe gehören nicht in eine
medizinische Begutachtung. Auffallend ist zudem, dass die Berufsbezeichnungen der
Personen mit Anführungs- und Schlusszeichen versehen sind. Diese speziellen
Hervorhebungen sind nicht nötig und zeigen ebenfalls die herablassende Art der
Gutachter gegenüber dem Arzt und dem Rechtsvertreter. Alleine aufgrund der Auszüge
aus dem Gutachten und ohne den gesamten Zusammenhang kann jedoch nicht
nachvollzogen werden, wie diese Aussagen zustande gekommen sind. Die Ausschnitte
aus dem Gutachten deuten darauf hin, dass nicht nur ein fachlicher, sondern auch ein
persönlicher Streit zwischen den Fachpersonen vorgelegen hat. Die erwähnten
Äusserungen und die gewählten Stilmittel sind zwar nicht gutzuheissen, sie sind aber
fallbezogen zu beurteilen. Es muss sich um einen Einzelfall handeln, denn von der
Beschwerdeführerin wurden diesbezüglich keine anderen Beispiele angeführt und
ähnliches disqualifizierendes Verhalten ist zumindest nicht gerichtsnotorisch. Daraus
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kann deshalb, selbst wenn sich gewisse diesbezügliche Zweifel einstellen mögen, nicht
ein allgemeiner Schluss auf die generelle Gutachtertätigkeit der Dres. E._ und F._
gezogen werden. Alleine auf der Grundlage dieser Äusserungen können das MGSG
respektive die Dres. E._ und F._ nicht als prinzipiell befangen bezeichnet werden.
Eine solche Pauschalisierung hätte zur Folge, dass das MGSG als Gutachterstelle für
alle Zukunft disqualifiziert wäre. Zu einer solch weitreichenden Konsequenz besteht
kein ausreichender Anlass und die Ausschaltung der MGSG als Gutachterstelle wäre
nicht verhältnismässig. Aus den zitierten Äusserungen der Dres. E._ und F._ kann
deshalb nicht geschlossen werden, dass diese beiden Fachärzte auch für den
vorliegend zu beurteilenden Fall voreingenommen wären. Die gemachten Aussagen
sind im Rahmen eines bestimmten Falles entstanden, weshalb sie nicht allgemein
qualifiziert werden können. Es besteht somit keine Veranlassung anzunehmen, dass
Dres. E._ und F._ bei allen Juristen bzw. allen Exploranden mit juristischer
Vertretung nicht objektiv begutachten würden. Somit bestehen keine triftigen Gründe
für die Ablehnung der gewählten Gutachter, da diese weder als fachlich inkompetent
noch als voreingenommen betrachtet werden können. Die bidisziplinäre Begutachtung
ist für die Beschwerdeführerin zumutbar und es bestehen keine triftigen Gründe gegen
die Wahl der Gutachter.
3.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtmässig, weshalb die
Beschwerde abzuweisen ist. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Praxisgemäss werden für dieses Verfahren
keine Gerichtskosten erhoben. Art. 69 Abs. 1 IVG schreibt zwar die
Kostenpflichtigkeit des Beschwerdeverfahrens vor, allerdings beschränkt auf
Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen. Nach der
Auffassung des Versicherungsgerichts St. Gallen ist diese Bestimmung eng zu
interpretieren: Gemeint sind nur Beschwerdeverfahren, die unmittelbar einen
Leistungsanspruch betreffen. Das ist bei Beschwerdeverfahren, die eine
Zwischenverfügung zum Anfechtungsgegenstand haben, nicht der Fall, da das
Prozessthema nicht der Leistungsanspruch selbst, sondern nur eine verfahrensleitende
Anordnung ist. Deshalb ist keine Gerichtsgebühr zu erheben (Entscheid des
Versicherungsgerichts St. Gallen vom 13. Mai 2014, IV 2013/533).
bis
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