Decision ID: e07db202-4a14-5367-82e2-7b25461eea7c
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X besitzt den Führerausweis der Fahrzeugkategorien B, D1, BE und D1E seit
18. August 1998. Zudem ist er seit 21. Juni 2005 für die Kategorie A fahrberechtigt. Im
Administrativmassnahmen-Register ist er nicht verzeichnet.
B.- Am Sonntag, 12. Januar 2014, um 12.11 Uhr, lenkte X einen BMW M6 mit den
Kontrollschildern SG 000‘000 auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich. Im Bereich des
Autobahnkilometers 319.900 (Gemeindegebiet Winterthur) schloss er auf der zweiten
Überholspur auf einen vorausfahrenden Personenwagen auf und folgte diesem bis zu
dessen Spurwechsel über eine Distanz von einigen hundert Metern bei einer
durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120 km/h in einem Abstand von zeitweise rund
zehn Metern. Nachdem das vor ihm fahrende Fahrzeug auf den ersten Überholstreifen
gewechselt hatte, beschleunigte X seinen Personenwagen bis zum nächsten
vorausfahrenden Fahrzeug kurzzeitig auf mindestens 145 km/h. Bei der nachfolgenden
Polizeikontrolle wurde festgestellt, dass die beim BMW M6 angebrachten
Kontrollschilder für einen ebenfalls auf X eingelösten VW Passat bestimmt waren. Für
den BMW M6 und einen VW Polo hatte X die Wechselschilder SG 000‘000 gelöst. Auf
dem Rücksitz hatte er am 12. Januar 2014 zudem ein Kind von unter 12 Jahren
ungesichert mitgeführt.
Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. Juni 2014 wurde
X wegen des Vorfalls am 12. Januar 2014 der vorsätzlichen groben
Verkehrsregelverletzung (Nichteinhalten eines genügenden Abstandes beim
Hintereinanderfahren), der fahrlässigen missbräuchlichen Verwendung von Ausweisen
und Schildern sowie der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreiten
der Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h um mindestens 25 km/h und des Mitführens
eines nicht gesicherten Kindes unter 12 Jahren) schuldig gesprochen und zu einer
bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 180.– und einer Busse von
Fr. 1‘000.– verurteilt. Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C.- Nach Abschluss des Strafverfahrens gewährte das Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt X am 5. Mai 2015 das rechtliche Gehör. Dazu nahm X mit Schreiben
vom 13. Mai 2015 Stellung. Mit Verfügung vom 2. Juni 2015 entzog das
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Strassenverkehrsamt den Führerausweis wegen schwerer Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften für die Dauer von drei Monaten.
D.- Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamtes vom 2. Juni 2015 erhob X am
16. Juni 2015 (Datum der Postaufgabe: 17. Juni 2015) Einsprache beim
Strassenverkehrsamt. Die Eingabe wurde am 22. Juni 2015 zuständigkeitshalber an die
Verwaltungsrekurskommission übermittelt und als Rekurs ins Geschäftsverzeichnis
aufgenommen. Am 13. Juli 2015 (Datum der Postaufgabe) reichte X eine
Rekursergänzung ein und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung und die Herabsetzung der Entzugsdauer. Die Vorinstanz verzichtete mit
Schreiben vom 29. Juli 2015 auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen des Rekurrenten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs ist rechtzeitig bei der Vorinstanz
eingereicht und zuständigkeitshalber an die Verwaltungsrekurskommission überwiesen
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 11 Abs. 3, 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- In tatsächlicher Hinsicht ist angesichts der Feststellungen im Strafverfahren zu
Recht unbestritten, dass der Rekurrent am 12. Januar 2014 auf der Autobahn A1 auf
dem Gemeindegebiet Winterthur in Fahrtrichtung Zürich bei einer Geschwindigkeit von
durchschnittlich 120 km/h über eine Distanz von einigen hundert Metern einen konstant
zu geringen Abstand von zeitweise lediglich rund zehn Metern zu einem
vorausfahrenden Personenwagen einhielt. Auf den Beizug des sich nicht in den Akten
befindlichen polizeilichen Beweisvideos kann deshalb verzichtet werden. Durch sein
Verhalten verletzte der Rekurrent Art. 34 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetztes (SR
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741.01, abgekürzt: SVG) in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 der
Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11, abgekürzt: VRV), wonach der Lenker namentlich
beim Hintereinanderfahren einen ausreichenden Abstand zu wahren hat, so dass er
auch bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten
kann.
3.- a) Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die
Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem
Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder
Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz
unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und
schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht, wer
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für
die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung
schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer
durch Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft
oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Von einer mittelschweren
Widerhandlung ist immer dann auszugehen, wenn nicht alle privilegierenden Elemente
einer leichten und nicht alle qualifizierenden Bestandteile einer schweren
Widerhandlung erfüllt sind (vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4487).
b) Die Vorinstanz stufte die Verkehrsregelverletzung – in Übereinstimmung mit dem
Schuldspruch im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. Juni
2014 wegen grober Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG – als schwere
Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art. 16c Abs. 1
lit. a SVG ein. Zur Begründung führte sie aus, durch sein Verhalten habe der Rekurrent
grob schuldhaft Verkehrsregeln verletzt und dabei eine ernstliche Gefahr für die
Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen. Der Führerausweis müsse
deshalb entzogen werden. In Anbetracht aller Beurteilungskriterien könne die
Entzugsdauer auf das gesetzliche Minimum von drei Monaten beschränkt werden. Die
Mindestentzugsdauer dürfe indes auch bei Vorliegen einer beruflichen Angewiesenheit
auf den Führerausweis nicht unterschritten werden (vgl. act. 3).
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c) Der Rekurrent gibt im Wesentlichen an, sich seiner Verkehrsregelverletzung und
Schuld bewusst zu sein. Das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes sei strafbar und
grobfahrlässig. Ein Führerausweisentzug sei für seinen Arbeitsalltag jedoch sehr
beeinträchtigend. Dies wolle sein Arbeitgeber nicht akzeptieren. Er sei in seinem Beruf
auf Mobilität angewiesen und ohne Führerausweis könne er seiner Arbeit nicht
nachgehen. Darauf weise auch das Schreiben seines Arbeitgebers vom 24. Juni 2015
(act. 7/1) hin. Von seinem Recht zum Rekurs müsse er Gebrauch machen, da er
ansonsten seiner Arbeit für drei Monate nicht nachgehen könne (vgl. act. 2 und 6).
d) Die Regel von Art. 34 Abs. 4 SVG, wonach gegenüber allen Strassenbenützern ein
ausreichender Abstand zu wahren ist, ist von grundlegender Bedeutung. Viele Unfälle
sind auf ungenügenden Abstand zurückzuführen (BGE 131 IV 133 E. 3.2.1). Art. 34
Abs. 4 SVG wird durch Art. 12 Abs. 1 VRV konkretisiert. Danach hat der Fahrzeugführer
beim Hintereinanderfahren einen ausreichenden Abstand zu wahren, so dass er auch
bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig halten kann.
Was unter einem ʺausreichendenʺ Abstand im Sinne von Art. 34 Abs. 4 SVG zu
verstehen ist, hängt von den gesamten Umständen ab. Dazu gehören unter anderem
Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse sowie die Beschaffenheit der beteiligten
Fahrzeuge. Die Rechtsprechung hat – im Unterschied zur Kategorienbildung bei den
Geschwindigkeitsüberschreitungen – keine allgemeinen Grundsätze zur Frage
entwickelt, bei welchem Abstand in jedem Fall, d.h. auch bei günstigen Verhältnissen,
eine einfache Verkehrsregelverletzung anzunehmen ist. Im Sinne von Faustregeln wird
für Personenwagen auf die Regel ʺhalber Tachoʺ und die ʺZwei-Sekundenʺ-Regel
abgestellt (BGE 131 IV 133 E. 3.1). Diese Distanz entspricht ungefähr der
Anhaltestrecke bei plötzlichem ordnungsgemässem Bremsen und Anhalten des
vorausfahrenden Personenwagens (BGE 104 IV 192 E. 2b). Für die Beurteilung, ob eine
grobe Verkehrsregelverletzung anzunehmen ist, wird auf Autobahnen als Richtschnur
die Regel ʺ1/6-Tachoʺ bzw. Abstand von 0,6 Sekunden herangezogen (Urteil des
Bundesgerichts [BGer] 6B_92/2015 vom 27. Mai 2015 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
Der Abstand des Rekurrenten zum vorausfahrenden Personenwagen war gemäss
unbestrittener Sachverhaltsdarstellung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
und der Vorinstanz über eine Strecke von einigen hundert Metern konstant zu gering
und betrug zeitweise nur rund zehn Meter. Dies entspricht bei einer durchschnittlichen
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Geschwindigkeit von 120 km/h einem Abstand von 1/12-Tacho oder 0,3 Sekunden. Ein
derart geringer Abstand beim Hintereinanderfahren auf dem Überholstreifen der
Autobahn begründet jedenfalls eine erhöhte abstrakte Gefahr (vgl. BGer 6B_593/2013
vom 22. Oktober 2013 E. 2.2.3). Dass der Rekurrent den Abstand zum vorausfahrenden
Fahrzeug ʺlediglichʺ zeitweise bis auf etwa zehn Meter verkürzte, ändert nichts an der
Gefährlichkeit der Situation (vgl. BGer 6B_534/2008 vom 13. Januar 2009 E. 3.5).
Vielmehr erhöhte der Rekurrent die Gefahr eines Unfalls zusätzlich, indem er den
gebotenen Mindestabstand über eine Distanz von einigen hundert Metern durchwegs
missachtete. Dass der erforderliche Sicherheitsabstand dabei (jedenfalls über einen
längeren Streckenabschnitt) massiv unterschritten wurde, lässt sich auch dem
polizeilichen Beweisfoto im Verzeigungsrapport vom 11. Februar 2014 entnehmen,
woraus ein deutlich zu geringer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug von rund 1/7-
Tacho oder etwa 0.5 Sekunden resultiert (vgl. act. 11/11). Ohnehin aber ist die Dauer
des zu nahen Auffahrens nur ein Kriterium neben anderen – wie namentlich das
Verkehrsaufkommen und die gefahrene Geschwindigkeit – zur Beurteilung der erhöht
abstrakten oder allenfalls konkreten Gefährdung. So begeht gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung beispielsweise eine grobe
Verkehrsregelverletzung, wer auf der Autobahn mit einer Geschwindigkeit von 120 bis
125 km/h auf einer Strecke von 132 Metern (bzw. während fünf Sekunden) weniger als
18 Meter hinter einem vorausfahrenden Fahrzeug fährt (vgl. BGer 6B_20/2009 vom
14. April 2009 E. 2.3; Philippe Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl.,
Zürich/St.Gallen 2015, Art. 16c N 18). Die Strassen- und Sichtverhältnisse waren zwar
nicht beeinträchtigt. Dennoch wäre es dem Rekurrenten bei den von ihm eingehaltenen
Abstand klarerweise nicht mehr oder nur unter glücklichen Umständen möglich
gewesen, bei einem abrupten Bremsen des vor ihm fahrenden Fahrzeuges rechtzeitig
zu halten. Durch sein vorschriftswidriges Verhalten hat er demnach eine ernstliche
Gefahr für sich, das auf dem Rücksitz ungesichert mitgeführte Kind und die Sicherheit
der übrigen Verkehrsteilnehmer geschaffen. Seine Fahrweise ist damit objektiv als
grobe Verkehrsregelverletzung zu qualifizieren (vgl. Philippe Weissenberger, a.a.O.,
Art. 34 N 60 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
e) Subjektiv erfordert eine schwere Verkehrsregelverletzung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a
SVG ein rücksichtsloses oder sonst schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h.
ein schweres Verschulden, bei fahrlässigem Handeln mindestens eine grobe
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Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; VRKE IV-2010/113 vom 24. Februar 2011 E. 4b,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Davon ist unter anderem auszugehen, wenn sich
der Täter der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst
war. Grobe Fahrlässigkeit kann aber auch vorliegen, wenn der Täter die Gefährdung
anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht zog, also unbewusst
fahrlässig handelte (BGer 1C_169/2014 vom 18. Februar 2015 E. 5; BGE 130 IV 32
E. 5.1). In solchen Fällen ist grobe Fahrlässigkeit zu bejahen, wenn das Nichtbedenken
der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auf Rücksichtslosigkeit beruhte.
Rücksichtslos ist unter anderem ein bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden
Rechtsgütern. Dieses kann auch in einem blossen (momentanen) Nichtbedenken der
Gefährdung fremder Interessen bestehen (BGE 131 IV 133 E. 3.2; BGer 6B_660/2009
vom 3. November 2009 E. 4.3). Grundsätzlich ist von einer objektiv groben Verletzung
der Verkehrsregeln auf ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten zu schliessen. Die
Rücksichtslosigkeit ist ausnahmsweise zu verneinen, wenn besondere Umstände
vorliegen, die das Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen lassen (BGer
6B_33/2015 vom 5. Mai 2015 E. 1.1). Dies gilt auch bei groben
Verkehrsregelverletzungen durch ungenügenden Abstand (BGer 6B_593/2013 vom
22. Oktober 2013 E. 2.4).
Dass der vom Rekurrenten eingehaltene Abstand zum vorderen Fahrzeug konstant zu
gering war, zeitweise sogar lediglich rund zehn Meter betrug und somit deutlich
unzureichend war, ist offenkundig und vom Rekurrenten unbestritten. Er gibt selbst an,
dass der Abstand nicht genügend und sein Verhalten grobfahrlässig war (act. 6). Mithin
muss angenommen werden, dass ihm die besondere Gefährlichkeit seiner
verkehrswidrigen Fahrweise bekannt war. Sollte er allerdings die allgemeine
Gefährlichkeit seines verkehrswidrigen Verhaltens nicht bedacht haben, hat er sich
jedenfalls bedenkenlos über die Interessen der anderen Verkehrsteilnehmer
hinweggesetzt und in einem Ausmass gedankenlos gehandelt, das ihm als grobe
Fahrlässigkeit und damit als schweres Verschulden im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a
SVG anzulasten ist.
f) Zusammenfassend hat der Rekurrent den gebotenen Sicherheitsabstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug über eine Distanz von einigen hundert Metern nicht
eingehalten und zeitweise mit einem Abstand von lediglich zehn Metern sogar massiv
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unterschritten. Damit schuf er eine hohe Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer.
Gleichzeitig ist ihm ein schweres Verschulden anzulasten. Es handelt sich somit um
eine schwere Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG.
4.- Bei der Festsetzung der Dauer des Führerausweisentzuges sind gemäss
Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die
Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als
Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.
Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer
schweren Widerhandlung wird der Führerausweis für mindestens drei Monate entzogen
(Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG).
Die Vorinstanz setzte die Dauer der Massnahme auf drei Monate fest. Dies entspricht
der Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. a SVG. Das Gesetz schliesst eine
Unterschreitung dieser Mindestentzugsdauer aus (Art. 16 Abs. 3 SVG). Daher können
weder der bislang ungetrübte automobilistische Leumund des Rekurrenten noch seine
geltend gemachte – und vom Arbeitgeber mit Schreiben vom 24. Juni 2015 bestätigte
(act. 7/1) – berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis zusätzlich berücksichtigt
werden (vgl. BGE 132 II 234 E. 3.2 für einen selbständig erwerbenden Taxichauffeur).
Auch die seit dem Vorfall vom 12. Januar 2014 verstrichene Zeit vermag eine
Unterschreitung der Mindestentzugsdauer nicht zu rechtfertigen
(vgl. BGer 1C_309/2014 vom 21. Januar 2015 E. 4.2). Die angefochtene Verfügung ist
dementsprechend auch hinsichtlich der Entzugsdauer von drei Monaten nicht zu
beanstanden. Im Übrigen wären die Vorbringen gegenüber der Polizei, wonach er den
Abstandsregler des Fahrzeugs habe testen wollen und erst das dritte Mal mit dem
fraglichen Fahrzeug unterwegs gewesen sei, von vornherein nicht geeignet, eine
Reduktion der Entzugsdauer herbeizuführen. Der Rekurs ist folglich abzuweisen.
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1‘200.– erscheint
angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1‘200.– ist zu verrechnen.
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