Decision ID: f4f9e2cd-9705-43bf-bce9-2604ff112b92
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2015 Bestehen nach einer Kollision zwischen Personenwagen und Velo gefolgt von einem eintägigen Spitalaufenthalt und konservativer medikamentöser Behandlung und kurzer Arbeitsunfähigkeit noch neuropsychologische Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten) ohne objektivierbare somatische Unfallfolgen, so ist die Adäquanz der Restbeschwerden nach der sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu prüfen und vorliegendenfalls zu verneinen. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. August 2015, UV 2014/50).Entscheid vom 20. August 2015BesetzungPräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Marilena GnesaGeschäftsnr.UV 2014/50ParteienA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas, Markusstrasse 10, 8006 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt
A.
A.a A._ war vom 5. Mai 2012 bis 14. August 2014 als Lehrling bei der B._ AG tätig
und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen
sowie Berufskrankheiten versichert. Am 9. Mai 2012 war der Versicherte mit seinem
Fahrrad unterwegs zum Lehrbetrieb. An einer Kreuzung kollidierte er mit einem aus der
Gegenrichtung nahenden Personenwagen, der im Begriff war, nach links abzubiegen.
Der Versicherte prallte in das Auto und wurde über die Motorhaube
hinweggeschleudert. An den Unfallhergang konnte er sich nicht erinnern, d.h. es
bestand eine Amnesie mit Bezug auf den Unfallhergang (Suva-act. 18, 20). Die
Erstbehandlung erfolgte noch am Unfalltag im Spital C._ (Suva-act. 2). Gemäss
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Austrittsbericht des Spitals C._ vom 10. Mai 2012 (Suva-act. 18) erfolgte die
stationäre Aufnahme zur 24-stündigen neurologischen Überwachung sowie zur
konservativen Therapie mit Analgesie. Bei der Kollision erlitt der Versicherte ein
Schädelhirntrauma Grad I (commotio cerebri), eine nicht dislozierte Claviculafraktur im
lateralen Drittel rechts, eine Kniekontusion beidseits sowie eine Handgelenkskontusion
links (Suva-act. 11, 18 und 20). Die 24-stündige neurologische Überwachung sei ohne
Komplikationen verlaufen. Am Tag nach dem Unfall habe der Patient nach Hause
entlassen werden können (Suva-act. 18). Die Suva nahm die Abklärungen auf, erteilte
Kostengutsprache für die Spitalbehandlung und richtete das Taggeld aus (Suva-act.
3,4 und 6). Am 10. Mai 2012 wurde der Versicherte aus dem Spital C._ entlassen.
Vom 9. Mai 2012 bis 24. Mai 2012 war er zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 25). Im
Arztzeugnis UVG des Spitals C._ vom 23. Mai 2012 wurde dem Versicherten ein
neurologisch unauffälliger Status bescheinigt. Die weitere Behandlung erfolge durch
den Hausarzt (Suva-act. 11). Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH,
Klinik E._, hielt im Behandlungseintrag vom 13. Juni 2012 fest, es handle sich um
einen neurologisch absolut unauffälligen Patienten, mit kognitiv einwandfreiem Befund.
Zunächst sei er beschwerdefrei gewesen, doch zurück im Alltag verspüre er raschere
Kopfschmerzen nuchal und es würden sich Konzentrationsstörungen und
Vergesslichkeit zeigen. Eine commotio bestehe sicher nicht mehr (Suva-act. 23).
A.b Am 2. September 2012 teilte der Versicherte der Suva schriftlich mit, die
Behandlung sei noch nicht abgeschlossen. Eine neue Konsultation beim behandelnden
Arzt Dr. med. F._, Facharzt für Neurologie FMH, sei derzeit nicht vereinbart. Er habe
noch Kopfschmerzen bei Sonnenschein und kopflastiger Arbeit (Suva-Fragebogen,
Suva-act. 29). Im Zwischenbericht vom 13. November 2012 berichtete Dr. med. G._,
Facharzt für Neurologie, über eine deutliche Besserung bis Juli 2012. Die Prognose sei
gut. Gegenwärtig erfolge keine spezifische Behandlung. Er schlage vor, den
Spontanverlauf abzuwarten unter Einhalten der Belastungsgrenze. Weitere
Konsultationen würden nach Bedarf stattfinden. Die Wiederaufnahme der Arbeit zu
100% sei für den 25. Juni 2012 vorgesehen. Ein bleibender Nachteil sei nicht zu
erwarten (Suva-act. 35). Gemäss telefonischer Mitteilung des Arbeitgebers konnte die
Wiederaufnahme der Arbeit ohne Probleme stattfinden (Suva-act. 25). Am 31. Januar
2013 teilte der Versicherte der Suva mit, dass die ärztliche Behandlung abgeschlossen
sei (Suva-act. 37). Dr. H._, Leitender Arzt der Abteilung für Pneumonologie, Spital
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I._, überwies den Versicherten zu einer allergologischen Standortbestimmung an Dr.
J._, Spezialarzt FMH Dermatologie und Venerologie. Dr. H._ stellte fest, dass der
Versicherte bei sportlicher Tätigkeit grundsätzlich keiner Einschränkung unterstellt sei
(Suva-act. 65). Der Verlauf sei - so Dr. H._ - seit der letzten Konsultation Ende August
2013 unproblematisch gewesen. Während der letzten Wochen habe - auch bei
maximaler sehr sportlicher Aktivität - eine subjektiv uneingeschränkte Belastbarkeit
ohne Atembeschwerden bestanden (Suva-act. 69).
A.c Am 14. Oktober 2013 teilte der Ergotherapeut K._ der Suva telefonisch einen
Rückfall mit; der Versicherte sei ihm von Dr. G._ für eine ergotherapeutische
Behandlung überwiesen worden, da er bei der Arbeit Konzentrationsprobleme
festgestellt habe (Suva-act. 38). Mit Schreiben vom gleichen Tag an den Versicherten
ersuchte die Suva um Zustellung einer Rückfallmeldung (Suva-act. 41). Laut
Rückfallmeldung vom 4. November 2013 (Rückfalldatum 5. September 2013) litt der
Versicherte an Kopfschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten (Schadenmeldung
UVG, Rückfall, Suva-act. 42). Mit Arztzeugnis UVG für Rückfall vom 12. November
2013 gab Dr. G._ an, dass der Versicherte seit dem Unfall vom 9. Mai 2012 kognitiv
reduziert belastbar sei. Es bestünden keine fokalen neurologischen Defizite, wobei die
neuropsychologische Untersuchung noch ausstehe. Der Patient werde
ergotherapeutisch behandelt (kognitives Training). Seit 25. Juni 2012 bestehe keine
Arbeitsunfähigkeit mehr. Der Behandlungsabschluss sei noch nicht absehbar
(Arztzeugnis UVG für Rückfall, Suva-act. 46).
A.d Die Suva legte das Dossier zur Beurteilung des Rückfalls ihrer Kreisärztin Dr. med.
L._ vor, welche die Durchführung eines MRI des Neurocraniums, die Einholung eines
Berichts von Dr. G._ sowie eines detaillierten Untersuchungsbefundes zeitnah zum
Unfall am 9. Mai 2012 empfahl (Suva-act. 47). Die MRI-Untersuchung vom 29.
November 2013 ergab ein altersentsprechend unauffälliges Schädel-MRT; es konnten
ausserdem keine posttraumatischen interzerebralen Veränderungen festgestellt werden
(MRI-Befund vom 29. November 2013, Suva-act. 52). Dr. G._ berichtete am 3. Januar
2014 über Verlaufskontrollen vom 5. Dezember 2013 sowie 31. Dezember 2013 und
hielt die Diagnose postcommotionelles Syndrom bei Status nach Commotio cerebri am
9. Mai 2012 mit leichten frontalen neuropsychologischen Defiziten (inhibitorische
Kontrolle, Interferenzunterdrückung) fest (Suva-act. 56). Die von Dr. G._ am 31.
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Dezember 2013 durchgeführte neuropsychologische Untersuchung ergab nur kleinere
Auffälligkeiten, die bei ansonsten durchwegs normalen bis sehr guten Befunden als
Folge des Schädelhirntraumas anzusehen seien und die die seither im Alltag erlebten
Probleme erklären würden (Suva-act. 56).
A.e Dr. med. M._, Versicherungsmedizin der Suva, empfahl in seiner Stellungnahme
vom 13. Januar 2014 die Beurteilung der Frage nach der Rückfallkausalität zum Unfall
vom 9. Mai 2012 durch die Kollegen der Neurologie (Suva-act. 57 und 58). Dr. med.
N._, Facharzt für Neurologie FMH, Abteilung für Versicherungsmedizin der Suva,
stellte in seiner neurologischen Beurteilung vom 16. Januar 2014 mit Bezug auf das
Ergebnis der MRT-Untersuchung sowie der neurologischen und neuropsychologischen
Untersuchungen fest, dass aus neurologischer und versicherungsmedizinischer
Perspektive eine unfallbedingte organische Grundlage der von Dr. G._ beschriebenen
Befunde nicht nachweisbar sei (Suva-act. 59).
A.f Mit Schreiben vom 21. Januar 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass ein
sicherer oder überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den als
Rückfall gemeldeten Beschwerden und der beim anerkannten Schadenfall vom 9. Mai
2012 erlittenen Gesundheitsschädigung zu verneinen sei. Demzufolge sei die
Leistungspflicht der Suva nicht gegeben (Ablehnung vom 21. Januar 2014, Suva-act.
60). Mit Schreiben vom gleichen Tag informierte die Suva die Arbeitgeberin des
Versicherten, die B._ AG (Suva-act. 61), sowie den Ergotherapeuten K._ (Suva-act.
62) darüber, dass sie die Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem
gemeldeten Rückfall abgelehnt habe. Mit Schreiben vom 31. Januar 2014 bat der
Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, St. Gallen, um
Zustellung der gesamten Akten sowie um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung
(Suva-act. 63). Die Akten wurden dem Rechtsvertreter am 10. Februar 2014 zugestellt
(Suva-act. 64). Die Suva hielt mit Verfügung vom 27. März 2013 an ihrer ablehnenden
Haltung fest (Suva-act. 68).
B.
B.a Mit Eingabe vom 10. April 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch lic. iur.
Peter Büchler (Advokatur Glavas AG), Einsprache gegen die Verfügung der Suva vom
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27. März 2014 (Suva-act. 70) und stellte die Anträge, es seien die im Oktober 2013
gemeldeten und andauernden Beschwerden als Rückfall anzuerkennen und es seien
die gesetzlichen UVG-Leistungen weiter zu erbringen, eventualiter sei die Frage der
natürlichen Kausalität durch ein neutrales Aktengutachten zu klären. Zur Begründung
führte der Rechtsvertreter aus, die Suva lehne ihre weitere Leistungspflicht ab, weil
zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der beim anerkannten
Schadenfall erlittenen Gesundheitsschädigung kein sicherer oder überwiegend
wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Diese Schlussfolgerung gehe auf die
neurologische Stellungnahme der Versicherungsmedizin der Suva vom 16. Januar 2014
zurück, die nach Konsultation der wissenschaftlich-medizinischen Literatur zum Thema
erfolgt sei. Die Berücksichtigung des nachgereichten Berichts von Dr. G._ vom 16.
Juli 2012 hätte zur Bejahung der Kausalität geführt. Die aktuell geklagten Beschwerden
seien demnach bereits kurz nach dem Unfall vom 9. Mai 2012 vorhanden gewesen; die
Diagnose eines postcommotionellen Syndroms sei bereits im Juli 2012 gestellt worden.
Ausserdem zeige der Bericht vom 16. Juli 2012 auf, dass nach dem Unfall eine
Erinnerungslücke von 2 Stunden vorgelegen habe, was die Diagnose einer leichten
traumatischen Hirnverletzung (LTHV; Erinnerungslücke von maximal 60 Min. nach
einem Aufsatz von Sönke Johannes und Rita Schassmann aus dem Jahr 2007, vgl. act.
G 1, S. 3) in Frage stelle. Folglich würden klare Brückensymptome zwischen dem Unfall
und den aktuell noch bestehenden Beschwerden vorliegen, denn das
postcommotionelle Syndrom sei kurz nach dem Unfall diagnostiziert worden und die
entsprechenden Beschwerden würden persistieren und seien trotz einem
vorübergehenden Unterbruch in der ärztlichen Behandlung bisher nie ganz
verschwunden. Aus den medizinischen Akten ergebe sich, dass die Wahrscheinlichkeit,
dass das postcommotionelle Syndrom auf eine Erkrankung oder einen anderen Unfall
zurückzuführen sei, mit Sicherheit nicht gegeben sei, sondern dass es im Anschluss an
einen Unfall mit LTHV entstanden sei. Es finde sich nirgends in den Akten ein Hinweis,
wonach der Versicherte unfallunabhängig an einem postcommotionellen Syndrom
leide, wie die Suva mit der Verneinung des Kausalzusammenhanges mit der LTHV
behaupte. Eine Klärung durch Einholen aller möglichen ärztlichen Berichte oder durch
Befragen des Versicherten selber hätte klar ergeben, dass mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen sei. Es genüge
nicht, den Kausalzusammenhang unter Hinweis auf die Literatur und dort beschriebene
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Schwierigkeiten bei der Kausalitätsprüfung abzulehnen. Die Suva habe ihre Meinung
primär auf Literatur und Studien abgestützt, ohne den Versicherten je gesehen oder
gesprochen zu haben. Im Gegensatz dazu habe der behandelnde Neurologe Dr. G._
unter genauester Klärung von Anamnese und Beschwerdebild und nach eingehenden
Gesprächen mit dem Versicherten die Kausalität eindeutig bejaht. Seiner
Stellungnahme sei bei der Frage der natürlichen Kausalität mehr Gewicht beizumessen
als den Spezialisten, die sich lediglich auf Literaturmeinungen und Studien berufen
würden.
B.b Mit Einspracheentscheid vom 30. Mai 2014 verneinte die Suva ihre
Leistungspflicht für die rückfallweise geltend gemachten neuropsychologischen
Beschwerden gestützt auf die versicherungsinterne neurologische Beurteilung von Dr.
N._ vom 16. Januar 2014 mangels unfallbedingter Schädigungen. Unter Hinweis auf
die bestehende Aktenlage sowie auf die einschlägige höchstrichterliche
Rechtsprechung insbesondere zur natürlichen Kausalität verneinte die Suva deren
Vorliegen erneut. Sie wies darauf hin, dass selbst die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht zur Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers
unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls zum Unfall vom 9. Mai 2012 führen würde.
Die commotio cerebri bzw. die leichte Schädelhirnverletzung könne gemäss Schädel-
MRI vom 29. November 2013 nicht bildgebend objektviert werden, womit
rechtsprechungsgemäss die Adäquanz nach der sog. Psycho-Praxis zu prüfen sei
(Suva-act. 73, E. 3).
C.
Gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 30. Mai 2014 richtet sich die beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erhobene Beschwerde vom 27. Juni
2014. Damit wird die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die
Zusprechung der gesetzlichen Leistungen für die im Oktober 2013 gemeldeten
Beschwerden beantragt. In der Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 beantragt
die Suva (Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Mit Replik
vom 17. September 2014 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (act. G 5).
Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet. Zu den in
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diesen Rechtsschriften ausgeführten Begründungen der Anträge wird, soweit

erforderlich, in den anschliessenden Erwägungen Stellung genommen.
Erwägungen:
1.
Die Beschwerde vom 27. Juni 2014 wurde innert der gesetzlich vorgesehenen Frist von
30 Tagen eingereicht und ist somit fristgerecht. Da auch die übrigen formellen
Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
Streitig und zu beurteilen ist die Frage, ob die mit Schadenmeldung UVG vom 4.
November 2013 gemeldeten Beschwerden (Kopfschmerzen,
Konzentrationsschwierigkeiten) kausal auf den Unfall vom 9. Mai 2012 zurückzuführen
sind. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich einen Rückfall zum genannten Unfall
geltend. In der Replik hält der Beschwerdeführer hingegen - unter Hinweis auf die
medizinischen Berichte - das Vorhandensein von Brückensymptomen für gesichert
(act. G 5, Ziff. 3) und entsprechend eine Leistungspflicht aus dem Grundfall für
gegeben.
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die plötzliche,
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat
die versicherte Person nach einem Unfall Anspruch auf die zweckmässige Behandlung
ihrer Unfallfolgen. Ist sie zufolge Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG),
so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu
mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente
(Art. 18 Abs. 1 UVG).
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2.2 Angesichts der in Erwägung 2.1 aufgeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet
die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3).
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, wenn das
schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 119 V 337 E. 1; BGE 127 V 177 E. 3). Ob
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung
bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 E. 1; BGE
129 V 181 E. 3.1 je mit Hinweisen).
2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges somit durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a, BGE 127 V 181 E.
3.2 je mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges
zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen
Schädigung auch der kumulativ erforderliche adäquate oder rechtserhebliche
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der
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Verwaltung und im Beschwerdefall dem Richter und nicht dem Arzt obliegt (BGE 125 V
461 E. 5a; BGE 129 V 181 E. 3.2 je mit Hinweisen).
2.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, sobald der Unfall nicht mehr
die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt. Der
Unfallversicherer hat somit in jenem Zeitpunkt seine Leistungen einzustellen, in
welchem der Unfall keine ursächliche Rolle mehr spielt. Dabei hat der Unfallversicherer
nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Gründe (etwa
Krankheit, degenerative Veränderungen, Geburtsgebrechen) für ein nach wie vor
geklagtes Leiden verantwortlich zu machen sind, ist an sich unerheblich und ohne
weitere Relevanz. Allein entscheidend ist die Frage, ob die unfallbedingten Ursachen
eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, d.h. dahingefallen
sind. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass
kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2007 vom 17. Juni 2008, E. 2.2 mit
Hinweisen).
2.5 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Beim
Rückfall handelt es sich um das Wiederaufleben einer vermeintlich geheilten
Schädigung. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im
Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu
einem andersgearteten Krankheitsbild führen können (BGE 123 V 138 E. 3a). Rückfälle
und Spätfolgen schliessen sich somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an.
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen,
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim
versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f.)
3.
Ein Grundsatz, wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel zugunsten der
versicherten Person entscheiden müsse, besteht im Sozialversicherungsrecht nicht.
Bleibt demnach eine behauptete Tatsache unbewiesen, fällt der Entscheid
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zuungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt
Rechte ableiten wollte (Art. 8 ZGB).
4.
Der vorliegende Fall wirft die Frage auf, ob die geltend gemachten Beschwerden als
Rückfall zum Unfall vom 9. Mai 2012 qualifiziert werden können. Der Beschwerdeführer
macht im Weiteren geltend, dass von einer geheilten Schädigung keine Rede sein
könne (act. G 1, Ziff. 9; act. G 5, Ziff. 4). Der Beschwerdeführer argumentiert damit im
Sinne eines fortdauernden Grundfalls und er bemängelt, dass die Beschwerdegegnerin
bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs auf unzutreffende Weise von einem
Rückfall ausgegangen sei. Die medizinische Dokumentation zeige, dass eine Heilung
nie eingetreten sei, da die neurologischen Beschwerden, unter welchen der
Beschwerdeführer leide, seit dem Unfall vom 9. Mai 2012 immer bestanden hätten. Der
Behandlungsabschluss per 31. Januar 2013 bedeute keinesfalls eine Heilung, sondern
könne heissen, dass man den Heilverlauf abwarten wolle oder Heilungschancen nicht
mehr bestehen würden. Wie es sich letztlich mit der Frage verhält, ob im vorliegenden
Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, kann im
Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. Denn die Frage, wer die
Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, stellt sich erst, wenn es sich
tatsächlich als unmöglich erweist, in Ausübung des Untersuchungsgrundsatzes auf
Grund der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, was vorliegend - wie
nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen ist entscheidend und hat als
unbestritten zu gelten, dass der Beschwerdeführer Versicherungsleistungen erst
(wieder) zu Beginn der Heilbehandlung der Kopfschmerzen und
Konzentrationsstörungen, d. h. ab Oktober 2013, geltend macht. Die Frage betreffend
Brückensymptome bildet sodann nochmals Thema im Rahmen der Frage der
Rückfallkausalität. Hinsichtlich der vorgebrachten Beschwerden müssen in die
Beurteilung der Frage nach deren natürlichem Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis vom 9. Mai 2012 weitere Umstände miteinbezogen werden. So bilden
Brückensymptome insofern ein mögliches Indiz für eine Kausalität, als sie das
Geschehene über das betreffende Intervall hinweg als Einheit zu kennzeichnen
vermögen.
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4.1 Beim Unfall vom 9. Mai 2012 zog sich der Beschwerdeführer eine commotio
cerebri Grad I, eine nicht dislozierte Claviculafraktur im lateralen Drittel rechts,
Kniekontusionen beidseits sowie eine Handgelenkskontusion links zu (Suva-act. 7). Der
medizinischen Dokumentation lässt sich entnehmen, dass die somatischen
Beschwerden folgenlos abgeheilt sind. Dr. H._ berichtet am 1. Oktober 2013 (Suva-
act. 65), dass der Beschwerdeführer bei sportlicher Tätigkeit grundsätzlich keiner
Einschränkung unterworfen war (vgl. auch act. 56 und 80). Der Patient klage über
vermehrte Müdigkeit nach der Arbeit. Aktuell sei die Lungenfunktion normal; auf Grund
verminderter körperlicher Belastbarkeit bei diesem Sportler sei die Situation klinisch
dennoch unbefriedigend, was eine Basistherapie mit einem inhalativen Steroid bis
Beschwerdefreiheit nach sich ziehe, zudem "wie üblich" eine medikamentöse Therapie
vor sportlicher Aktivität (Bricanyl oder Ventolin). Auf Grund der grossen Bedeutung
einer möglichst uneingeschränkten körperlichen Belastbarkeit für den Patienten sei
eine allergologische Standortbestimmung zur Detektion weiterer Auslöser von Asthma
oder rhinokonjunktivalen Beschwerden indiziert (Überweisungsschreiben des Spitals
I._ an Dr. J._, Suva-act. 65). Dr. H._ berichtete am 6. November 2013 über einen
seit der letzten Konsultation Ende August 2013 unproblematischen Verlauf. Der Patient
sei subjektiv uneingeschränkt belastbar, habe keine Atembeschwerden mehr, auch
nicht bei maximaler sportlicher Intensität. Den Wettkampf des Vortages habe er ohne
Probleme und mit zufriedenstellendem Ergebnis absolviert. Er habe keine
asthmatischen Beschwerden mehr. Eine regelmässige Basistherapie sei nicht
notwendig (Bericht des Spitals I._ vom 6.11.2013, Suva-act. 69).
4.2 Es ist vorliegend zu prüfen, ob die noch geklagten neuropsychologischen
Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Ablenkbarkeit)
überwiegend wahrscheinlich in einem natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. Mai 2012 bzw. der dabei erlittenen
commotio cerebri stehen. Der Beschwerdeführer bestreitet die von der
Beschwerdegegnerin eingenommene Position, die das Vorliegen der natürlichen
Kausalität zwischen Restbeschwerden und Unfall verneint.
4.3 Die Frage der natürlichen Kausalität der geklagten neuropsychologischen
Beschwerden gemäss Schadenmeldung (Suva-act. 42) ist anhand der medizinischen
Berichte zu prüfen und zu beantworten (BGE 118 V 289 E. 1b). Der Austrittsbericht vom
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10. Mai 2012 des Spitals C._ informiert über Diagnose (Schädelhirntrauma I, nicht
dislozierte Claviculafraktur im lateralen Drittel rechts, Handgelenkskontusion links) und
Therapie. Die 24-stündige neurologische Überwachung sei ohne Komplikationen
verlaufen, und der Patient sei am Folgetag, 10. Mai 2012, nach Hause entlassen
worden mit Analgesie bei Bedarf und der Empfehlung, starke visuelle Reize für 7 Tage
zu vermeiden und sich körperlich zu schonen. Die Arbeitsfähigkeit betrage 0 % vom 9.
bis 20. Mai 2012. Der behandelnde Allgemeinmediziner Dr. D._ berichtete am 13.
Juni 2012 über einen neurologisch absolut unauffälligen und kognitiv einwandfreien
Patienten. Eine commotio bestehe mit Sicherheit nicht mehr. Der Patient sei zunächst
beschwerdefrei gewesen. Zurück im Alltag habe er raschere Kopfschmerzen nuchal
verspürt, sowie Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit. Die Beschwerden seien
im Rahmen eines Nacken-Schultersyndroms bei Status nach Sturz, Commotio und
Schulterverletzung zu interpretieren, die mit Physiotherapie anzugehen seien. Es
bestehe volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 23). Am 25. Juni 2012 hat der
Beschwerdeführer seine Arbeit wieder aufgenommen (Suva-act. 25). Dem Bericht von
Dr. G._ vom 16. Juli 2012 (act. G 1.3; Dokument liegt nicht bei den Beilagen der
Suva, und ging bei der Beschwerdegegnerin erst am 24. März 2014 ein) lässt sich
entnehmen, dass sich der Patient am 12. Juli 2012 mit Beschwerden, die als
postcommotionelles Syndrom bezeichnet werden könnten, mit reduzierter
Belastbarkeit, erhöhter Irritierbarkeit durch äussere Reize, reduzierter
Konzentrationsfähigkeit und erhöhtem Schlafbedürfnis präsentierte. In den
vorangegangenen Wochen sei es zu einer deutlichen Besserung gekommen, sodass
von einem natürlichen Heilverlauf gesprochen werden könne. Vordringlich sei die
konsequente Beachtung der Belastungsgrenzen sowohl bezüglich der körperlichen als
auch der geistigen Belastung mit ausreichenden Erholungszeiten. Sollten sich
Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit bis August 2012 nur ungenügend bessern, sei
ein kognitives Training im Rahmen einer Ergotherapie indiziert. Sollten wieder
vermehrte und stärkere Kopfschmerzattacken auftreten, wäre eine konsequente
Kopfschmerztherapie indiziert; aus neurologischer Sicht bestünden keine weiteren
Therapieempfehlungen.
4.4 Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 2. September 2012 mit,
dass die ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei. Er verspüre noch
Kopfschmerzen bei Sonnenschein und kopflastiger Arbeit. Eine nächste Konsultation
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beim behandelnden Neurologen Dr. F._ sei nicht vereinbart (Suva-act. 29). Im
ärztlichen Zwischenbericht vom 13. November 2012 diagnostizierte Dr. G._ ein
postcommotionelles Syndrom bei commotio cerebri nach Velounfall am 9. Mai 2012. Er
berichtete von einer deutlichen Besserung bis Juli 2012 sowie einer guten Prognose.
Es finde keine spezifische Behandlung statt; es sei der Spontanverlauf abzuwarten
unter Einhalten der Belastungsgrenze. Weitere Konsultationen seien nicht geplant und
würden bei Bedarf stattfinden. Die Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % sei am 25.
Juni 2012 vorgesehen gewesen mit Zuweisung geeigneter Arbeit beim Betrieb je nach
Verlauf. Es sei nicht mit einem bleibenden Nachteil zu rechnen (Suva-act. 35). Am 31.
Januar 2013 teilte der Beschwerdeführer der Suva schriftlich mit, dass die ärztliche
Behandlung abgeschlossen sei (Suva-act. 37).
4.5 Der Ergotherapeut K._ teilte am 14. Oktober 2013 der Suva telefonisch mit,
dass Dr. G._ ihm den Beschwerdeführer wegen Konzentrationsproblemen zur
ergotherapeutischen Behandlung überwiesen habe (Suva-act. 38). Daraufhin verlangte
die Suva beim Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Oktober 2013 eine
Rückfallmeldung (Suva-act. 41). Die Schadenmeldung UVG bei Rückfall vom 4.
November 2013 mit Rückfalldatum 5. September 2013 erwähnt Kopfschmerzen und
Konzentrationsschwierigkeiten, die "gemäss Arzt" (gemeint ist wohl Dr. G._) auf den
Unfall vom 9. Mai 2012 zurückzuführen sein sollen (Suva-act. 42). Mit Schreiben vom 6.
November 2013 (Suva-act. 45) ersuchte die Suva Dr. G._ im Zusammenhang mit
dem Rückfall vom 5. September 2013 um ein Arztzeugnis. Mit Arztzeugnis UVG für
Rückfall vom 12. November 2013 (Suva-act. 46) hielt Dr. G._ fest, dass der
Beschwerdeführer seit dem Velounfall vom 9. Mai 2012 gemäss eigenen Angaben eine
reduzierte kognitive Belastbarkeit aufweise. Der Patient leide an einem
postcommotionellen Syndrom mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer.
Objektiv seien keine fokalen neurologischen Defekte festzustellen. Die
neuropsychologische Untersuchung sei noch ausstehend. Er habe dem Patienten
Ergotherapie (kognitives Training) verordnet. Der Patient sei seit 25. Juni 2012 nicht
mehr arbeitsunfähig. Es gebe keine besonderen Umstände, welche den Heilungsverlauf
ungünstig beeinflussen könnten. Der Behandlungsabschluss sei nicht absehbar. Die
neuropsychologischen Auffälligkeiten bezeichnete Dr. G._ als geringfügig (Suva-act.
56).
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4.6 Am 29. November 2013 wurde der Beschwerdeführer im Rahmen der
Abklärungen der Rückfallkausalität durch die Beschwerdegegnerin im Auftrag ihres
Versicherungsärztlichen Dienstes einer MRI-Untersuchung unterzogen (Suva-act. 47,
48 und 51). Das MRI des Schädels ergab einen altersentsprechend unauffälligen
Befund; es waren keine posttraumatischen interzerebralen Veränderungen abgrenzbar
(MRI-Befund des Spitals C._, Suva-act. 52). Dr. G._ berichtete in der Folge am 3.
Januar 2014 (Suva-act. 56) nach den Verlaufskontrollen vom 5. Dezember 2013 sowie
31. Dezember 2013 von einer anamnestisch seit Frühjahr 2013 stagnierenden Situation.
Der Patient habe nur noch selten Kopfschmerzen, und dementsprechend habe er in
den letzten Monaten keine Schmerzmittel benötigt. Hauptproblem seien eine stark
störende Ablenkbarkeit bei der Arbeit, eine Unkonzentriertheit, eine Verlangsamung
beim Reden, Gedächtnisprobleme und Wortfindungsstörungen. Er fühle sich in der
Schule zwar müde, die Schulnoten hätten jedoch nicht darunter gelitten. Seit Sommer
2013 finde eine ergotherapeutische Behandlung statt. Die neuropsychologische
Untersuchung vom 31. Dezember 2013 habe eine leicht verlangsamte visuo-verbale
Interferenzunterdrückung und reduzierte inhibitorische Kontrolle (grenzwertiger Befund)
bei im Übrigen unauffälligem bis sehr gutem Ergebnis ergeben. Dr. G._ beurteilte
diese kleineren Auffälligkeiten bei ansonsten normalen bis sehr guten Befunden als
Folge des Schädelhirntraumas, welche die seither im Alltag erlebten Probleme erkläre.
Bei der Beurteilung und beim Vorschlag zum weiteren Vorgehen wies Dr. G._ darauf
hin, dass das Hauptproblem weiterhin eine erhöhte Ablenkbarkeit mit reduzierter
Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit sei. 1 1⁄2 Jahre nach dem Unfall müsse noch
nicht der Endzustand erreicht sein, sodass in den darauffolgenden 12 bis 18 Monaten
noch eine weitere Besserung möglich sei. Es sei deshalb zu empfehlen, die bereits
aufgenommene kognitive Therapie im Rahmen der Ergotherapie fortzuführen. Sollte
allerdings bis Ende 2014 oder spätestens Sommer 2015 keine signifikante Besserung
eintreten, wäre wohl von einem Residuum nach Schädelhirntrauma auszugehen und
dementsprechend auch die berufliche Zukunft zu planen (Umschulung auf eine
adäquate bzw. der Behinderung angepasste Tätigkeit; Suva-act. 56). Dr. M._,
Versicherungsmedizin der Suva, dem nach Durchführung des MRI sowie der
neuropsychologischen Untersuchung das Dossier zur Stellungnahme unterbreitet
wurde, hielt am 13. Januar 2014 fest, dass die Frage nach dem Rückfall von den
ärztlichen Kollegen der Neurologie zu beurteilen sei; seines Erachtens sei die
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Rückfallkausalität bei fehlenden traumatisch bedingten Läsionen im MRI mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben (Suva-act. 57).
5.
Die neurologische Beurteilung durch Dr. N._ vom 16. Januar 2014 (Suva-act. 59)
weist darauf hin, dass die reduzierte Konzentrationsfähigkeit sowie Ausdauer zur
Rückfallmeldung geführt haben. Diese Beschwerden seien mittels Schädel-MRI sowie
neurologischen und neuropsychologischen Untersuchungen abgeklärt worden. Das
MRI habe keine Hinweise auf unfallbedingte Veränderungen ergeben. Aus
neurologischer und versicherungsmedizinischer Perspektive sei festzustellen, dass eine
unfallbedingte organische Grundlage der geklagten Befunde nicht nachweisbar ist.
Ohne den Nachweis einer unfallbedingten substantiellen Hirnverletzung könnten die
zum "Rückfall" (wohl: zur Schadenmeldung) führenden und grundsätzlich
unspezifischen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit kausal auf den Unfall vom 9. Mai 2012
zurückgeführt werden; dies im Gegensatz zum Bericht vom 3. Januar 2014, in welchem
Dr. G._ zum Schluss gekommen sei, dass die verlangsamte visuo-verbale
Interferenzunterdrückung sowie die grenzwertig reduzierte inhibitorische Kontrolle und
die damit einhergehende Diagnose eines postcommotionellen Syndroms in kausalem
Zusammenhang zum Unfall vom 9. Mai 2012 stehen würden (Suva-act. 59).
6.
Der Beschwerdeführer rügt, dass sich die Verneinung des natürlichen
Kausalzusammenhangs durch die Beschwerdegegnerin ausschliesslich auf die
neurologische Beurteilung der Versicherungsmedizin der Suva vom 16. Januar 2014
(Suva-act. 59) stütze (act. G 1, Ziff. 3). Dieser sei jedoch der Beweiswert abzusprechen.
Abgestützt werden könne hingegen auf die Berichte des behandelnden Arztes Dr.
G._. Diese Rüge ist unbegründet, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen.
6.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen
sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
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Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Dem im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens durch die Beschwerdegegnerin eingeholten Aktengutachten,
welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach
Einsicht in die Akten erstellt werden und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen,
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In
Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache
Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125
V 352 E. 3).
6.2 Zunächst ist festzustellen, dass der neurologische Bericht von Dr. N._ vom 16.
Januar 2014 alle vorhandenen medizinischen Berichte und Stellungnahmen, somit
auch diejenigen von Dr. G._, berücksichtigt und auf einer von Letzterem in Auftrag
gegebenen und von O._ AG durchgeführten MRI-Untersuchung beruht. Der im
Einspracheverfahren eingereichte Bericht von Dr. G._ vom 16. Juli 2012 konnte die
Beschwerdegegnerin zwar erst im Rahmen der Einsprache würdigen. Wie die
nachfolgenden Ausführungen (Erw. 7.1) zeigen, führt jedoch die Berücksichtigung
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dieses Berichts dem medizinischen Sachverhalt keine neuen Elemente bei,
insbesondere keine solchen, die zu einer andersgearteten Schlussfolgerung führen
würden. Im Weiteren ist der Bericht vom 16. Januar 2014 umfassend, schlüssig und
nachvollziehbar; es lassen sich zudem keine Widersprüche und keine Befangenheit
erkennen. Führen die Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung das Gericht
zur Überzeugung, dass ein bestimmter Sachverhalt mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit zutreffe und weitere Beweismassnahmen an diesem Ergebnis
nichts mehr zu ändern vermögen, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu
verzichten. Darin ist kein Verstoss gegen die Gewährung des rechtlichen Gehörs
gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) und Art. 6 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (EMRK) zu erblicken (BGE 122 V 162 E. 1d, BGE 124 V 94
E. 4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 28. Juli 2011 E. 2.1). Dem
Eventualantrag des Beschwerdeführers, es sei die Frage nach der natürlichen
Kausalität durch ein neutrales Gutachten zu klären, wird demnach nicht entsprochen.
7.
Der Beschwerdeführer rügt die neurologische Beurteilung der Versicherungsmedizin
der Beschwerdegegnerin: Diese halte fest, die wissenschaftlich medizinische Literatur
liefere keine zuverlässige Evidenz, dass über 12 Monate nach einer leichten
traumatischen Hirnverletzung (LTHV) bestehende kognitive Beschwerden kausal auf die
LTHV zurückgeführt werden können. Als medizinische Literatur sei in erster Linie eine
Studie aufgeführt, bei welcher bei einer Gruppe von 350 Befragten mit und ohne LTHV
in der Vorgeschichte festgestellt worden sei, dass ein persistierendes
postcommotionelles Syndrom nicht spezifisch für eine LTHV sei. Die
Kausalitätsproblematik sei im Aufsatz Commotio cerebri – leichte traumatische
Hirnverletzung (2007) von Sönke Johannes, Rehaklinik Bellikon, und Rita Schassmann,
Leiterin Kompetenzzentrum VMG der Suva, behandelt. Danach werde das
postcommotionelle Syndrom kontrovers diskutiert, und seine Definition sei schwierig,
da die Symptome unspezifisch seien und auch in gesunden Populationen, bei
Traumapatienten ohne vorgängige Hirnverletzung sowie bei anderen akuten oder
chronischen Erkrankungen auftreten könnten. Der Beschwerdeführer weist darauf hin,
dass der Hinweis auf die erwähnten Schwierigkeiten und auf wissenschaftliche
Literatur und Studien die Beschwerdegegnerin nicht davor entbinde zu prüfen, ob im
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konkreten Fall eines Verunfallten mit LTHV eine überwiegende Wahrscheinlichkeit
bestehe, dass lange andauernde Beschwerden noch auf den Unfall zurückzuführen
seien und die anderen Möglichkeiten (postcommotionelles Syndrom bei Gesunden, als
Folge eines Unfalles ohne Hirnverletzung oder als Folge einer Krankheit) faktisch
ausgeschlossen werden könnten. Die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die
Wahrscheinlichkeiten der erwähnten Möglichkeiten zu klären, und habe damit die
entsprechende, sich aus der Offizialmaxime ergebende Pflicht verletzt. Die
Beschwerdegegnerin habe ihre Beurteilung allein auf die (nach Meinung des
Beschwerdeführers unvollständigen) medizinischen Berichte gestützt, ohne dass der
Beschwerdeführer von einem Kreisarzt der Beschwerdegegnerin befragt und
untersucht worden sei. Zudem habe die Beschwerdegegnerin vom behandelnden
Neurologen keinen ausführlichen Bericht über die damalige Behandlung unmittelbar
nach dem Unfall vom 9. Mai 2012 eingeholt, was der Beschwerdeführer nun mit dem
Bericht von Dr. G._ vom 16. Juli 2012 nachgeholt habe (act. G 3, Suva-act. 70).
7.1 Soweit der Beschwerdeführer die Meinung vertritt, dass die Beschwerdegegnerin
ihrer Pflicht, den Sachverhalt umfassend zu klären, nicht nachgekommen sei, ist dieser
Einwand nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer hält unter Hinweis auf den nicht in
den Suva-Akten vorhandenen medizinischen Bericht von Dr. G._ vom 16. Juli 2012
fest, dass der Neurologe Dr. N._ bei seiner Beurteilung nicht im Besitz aller
relevanten medizinischen Akten gewesen sei. Es fällt zunächst auf, dass der Bericht
vom 16. Juli 2012 den Eingangsstempel vom 24. März 2014 trägt. Es fragt sich, warum
Dr. G._, der von der Beschwerdegegnerin am 6. November 2013 (Suva-act. 45)
aufgefordert wurde, das Arztzeugnis UVG auszufüllen, den vorexistierenden, von ihm
stammenden Bericht vom 16. Juli 2012 unerwähnt lässt. Der Beschwerdegegnerin (act.
G 3, Ziff. 5.5) ist jedenfalls beizupflichten, dass die Berücksichtigung des erst im
Einspracheverfahren vom Beschwerdeführer eingereichten Berichtes vom 16. Juli 2012
im Rahmen der neurologischen Beurteilung durch Dr. N._ zu keinem anderen
Ergebnis geführt hätte. Gemäss Bericht vom 16. Juli 2012 hat Dr. G._ den
Beschwerdeführer erstmals am 12. Juli 2012 untersucht. Vor dieser Zeit wurde der
Beschwerdeführer in der Klinik E._, durch Dr. P._, Facharzt für orthopädische
Chirurgie FMH, sowie durch Dr. F._, Facharzt für Neurologie FMH, betreut. Ihre
Berichte wurden eingeholt und liegen in den Akten (Suva-act. 20, 22, 23, 34). Im
ärztlichen Zwischenbericht vom 13. November 2012 (Suva-act. 35) bescheinigt Dr.
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G._ dem Beschwerdeführer eine deutliche Besserung bis Juli 2012 und die
Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % seit 25. Juni 2012. Der Zwischenbericht erwähnt
den Bericht vom 16. Juli 2012 nicht. Darin berichtet Dr. G._, dass der Patient 3x
wöchentlich trainiere, wobei dies keine Kopfschmerzen provoziere. Der Neurostatus
präsentierte sich ohne Auffälligkeiten (Suva-act. 70). Vor der neurologischen
Beurteilung durch Dr. N._ hat die Beschwerdegegnerin ein MRI sowie das Einholen
eines Berichtes des behandelnden Neurologen Dr. G._ veranlasst (Suva-act. 48, 57
und 58). Eine Befragung oder Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. N._
ist zwar nicht erfolgt. Da jedoch bereits ein klarer Befund vorlag, ist nicht zu
beanstanden, dass es sich beim neurologischen Bericht von Dr. N._ um ein reines
Aktengutachten handelt (Urteil des Bundesgerichts U 181/06 vom 21. Juni 2007 E. 2.3).
7.2 Zusammenfassend und entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann der
Beschwerdegegnerin nicht der Vorwurf gemacht werden, sie habe den Sachverhalt
nicht umfassend abgeklärt. Es trifft zwar zu, dass die neurologische Beurteilung durch
Dr. N._ auf eine Studie zur Problematik des postcommotionellen Syndroms im
Zusammenhang mit einer LTHV verweist. Es ist jedoch nicht richtig, dass Dr. N._
seine Schlussfolgerungen "allein" auf die Ergebnisse dieser Studie (act. G 1, Ziff. 3)
bzw. seine Meinung "primär auf Literatur und Studien" (act. G 1, Ziff. 7) stützt. Vielmehr
hat Dr. N._ wie gesagt alle vorhandenen medizinischen Berichte sowie das gemäss
seiner Empfehlung veranlasste MRI herangezogen. In seiner Beurteilung erwähnt Dr.
N._ die Ergebnisse dieser Studie bloss als zusätzliches Argument zur Untermauerung
der Schlussfolgerungen. Würde man die Hinweise auf die Studie und auf die Literatur
weglassen, so würde sich am Ergebnis nichts ändern.
7.3 Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 31. Januar 2013 mit,
dass die Behandlung abgeschlossen sei (Suva-act. 37). Darauf basierend schloss die
Suva den Fall mit Wirkung per 31. Januar 2013. Ausserdem war der Beschwerdeführer
seit 25. Juni 2012 ununterbrochen 100 % arbeitsfähig. Ab Januar 2013 bis zur Meldung
des Rückfalls am 4. November 2013 fand keine weitere Behandlung mehr statt. Die
Schulnoten litten nicht unter Restbeschwerden des Unfalls, und der Beschwerdeführer
konnte im Sommer 2014 die Lehre erfolgreich abschliessen. Bereits im Jahre 2012
hatte der Beschwerdeführer das Training nach kurzem Unterbruch wieder
aufgenommen und mit gutem Erfolg an Wettbewerben teilgenommen. Von
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Brückensymptomen kann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. G 1 Ziff.
9) nicht die Rede sein.
7.4 Der Beschwerdegegnerin ist auch bezüglich der Annahme des Zeitpunkts des
Fallabschlusses beizupflichten. Zwar berichtet Dr. G._ im Bericht vom 3. Januar
2014, dass der Endzustand eineinhalb Jahre nach dem Unfall "nicht erreicht sein
müsse", so dass in den darauffolgenden 12-18 Monaten durchaus noch eine weitere
Besserung "möglich" sei. Die bereits aufgenommene kognitive Therapie im Rahmen
der Ergotherapie sei deshalb fortzuführen. Dr. G._ hält damit eine Besserung für
möglich, nicht aber für überwiegend wahrscheinlich. Wie das bisher Gesagte gezeigt
hat, wäre ausserdem die für möglich gehaltene Verbesserung der Restbeschwerden
nicht wie vom Bundesgericht gefordert von namhafter Natur. Die namhafte Besserung
beurteilt sich nämlich primär nach der zu erwartenden Steigerung oder
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Eine Besserung im vorliegend zu beurteilenden
Fall ist deshalb nicht mehr möglich, weil der Beschwerdeführer seit 25. Juni 2012 voll
arbeitsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_467/2008 vom 4. November 2008 E. 5.2;
BGE 134 V 109 E. 11). Gestützt auf die Aktenlage ist überwiegend wahrscheinlich
davon auszugehen, dass Ende Januar 2013 keine unfallbedingte
Behandlungsbedürftigkeit mit der Aussicht auf eine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit mehr vorlag und allfällige später
durchgeführte Behandlungsmassnahmen lediglich der Schmerzlinderung und
Aufrechterhalten des erreichten Zustands dienten. Der Abschluss des Falls durch den
Unfallversicherer im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt lediglich, dass von weiteren
medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands
mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger
erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_467/2008 vom 4. November 2008 E.
5.2.2.2). Es genügt für eine weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht,
dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für
eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer,
Unfallversicherungsrecht, 2. A. Bern 1989, 274). Von einer namhaften Besserung des
Gesundheitszustands kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine
therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus
einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte
Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, Nr. U 557, S. 388). Für die Bejahung des
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medizinischen Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl.
Rumo-Jungo, Bundesgesetzt über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Die
Beschwerdegegnerin nahm somit zu Recht den Fallabschluss im Sinne von Art. 19
Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109) - auf Ende
Januar 2013 an.
7.5 Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin
vorwirft, sie übersehe, dass er vom Unfalltag bis heute durchgehend an identischen
und persistierenden neurologischen Beschwerden leide; eine vollständige Heilung sei
nie eingetreten. Er sei prätraumatisch völlig gesund gewesen (act. G 1, Ziff. 5 f.). Es ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer an Kopfschmerzen und
Konzentrationsstörungen leidet, unabhängig davon, ob dieses Beschwerdebild dem
medizinisch umstrittenen Beschwerdebild eines postcommotionellen Syndroms
zuzuordnen ist. Massgebend ist die Frage, ob diese Beschwerden als in einem
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. Mai 2012
stehend angesehen werden können. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die
besagten Beschwerden nach seinen Angaben erst nach dem Unfall entwickelt hat,
lässt nicht den Schluss zu, dass diese überwiegend wahrscheinlich kausal auf den
Unfall zurückzuführen sind. Dies wäre im Lichte des Grundsatzes post hoc ergo
propter hoc ein unzulässiger Schluss auf die Unfallkausalität der geltend gemachten
Beschwerden (BGE 119 V 341 E. 2b/bb). Ebenso wenig lässt sich sagen, es sei völlig
undenkbar, dass der Beschwerdeführer auch ohne den Unfall vom 9. Mai 2012 an
neurologischen Beschwerden leiden würde (act. G 1, Ziff. 6). So lässt sich den
medizinischen Akten entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall
alle 2-3 Monate an Kopfschmerzen der Stärke 5-6/10 mit deutlicher
Lärmempfindlichkeit gelitten hatte. Ausserdem hatte er 2006 bis 2010 gehäuft an
Kopfschmerzen gelitten, mit Attacken bis zur Stärke 7/10 (Suva-act. 70; vgl. auch
Suva-act. 23, Eintrag vom 16. März 2012). Auch für das Vorliegen einer Teilursache im
Sinne von Art. 36 UVG besteht kein rechtsgenüglicher Beweis. Art. 36 Abs. 1 UVG setzt
nämlich voraus, dass die unfallbedingte Teilursache in einem natürlichen und
adäquaten Kausalzusammenhang mit der fraglichen Gesundheitsschädigung steht.
7.6 Der Beschwerdeführer hat zur Untermauerung des Standpunktes seiner
Beschwerde Berichte von ihm nahestehenden Personen beigelegt. Es ist der Suva
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beizupflichten, dass diesen Berichten mit Bezug auf die Unfallkausalität der geklagten
Beschwerden kein Beweiswert zukommt. Vielmehr handelt es sich um Beobachtungen,
Eindrücke und Schlussfolgerungen, die eher einer laienhaften Meinung entsprechen als
einer fundierten fachlichen Berichterstattung. Auf der Basis dieser Berichte lassen sich
keine Kausalitätsfragen beantworten.
8.
Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang
zwischen den vorgebrachten neuropsychologischen Beschwerden und dem Unfall vom
9. Mai 2012 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann
8.1 Der Prüfung der rechtserheblichen Kausalität zwischen einem Unfall und einem
Gesundheitsschaden kommt bei gesundheitlichen Beschwerden und damit
verbundener Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit, die sich durch organische Unfallfolgen
nicht oder nicht hinreichend oder höchstens teilweise erklären lassen, eine eigenstätige
Bedeutung zu (BGE 134 V 109 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17.
August 2009 E. 3.). Bei psychisch bedingten Schmerzsyndromen erfolgt die
Adäquanzprüfung unter Ausschluss psychischer Aspekte nach den in BGE 115 V 133
aufgestellten Kriterien (Urteile des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17. August 2009
E. 3, und 8C_806/2009 vom 15. Januar 2009 E. 2.). Vorliegend ist unbestritten, dass
der Beschwerdeführer durch den fraglichen Unfall ein Schädelhirntrauma (commotio
cerebri, d.h. milde traumatische Hirnverletzung) erlitten hat, das den Schweregrad einer
contusio cerebri nicht erreicht und bildgebend kein klar fassbares, unfallbedingtes
Korrelat findet, welches die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen
hinreichend zu erklären vermag. Demnach ist der adäquate Kausalzusammenhang
rechtsprechungsgemäss nicht nach den Regeln der Schleudertrauma- (BGE 134 V 209
E. 10 mit Hinweisen), sondern nach denjenigen der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu
beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 28. Juli 2011 E. 2; Urteil des
Bundesgerichts 8C_476/2007 vom 4. August 2008 E. 4).
8.2 . Das ist vorliegend der Fall, da bildgebend (MRI vom 29. November 2013) kein
klar fassbares, unfallbedingtes Korrelat für die vorgebrachten Beschwerden festgestellt
werden konnte. Inwiefern in diesem Zusammenhang von weiteren Abklärungen zum
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medizinischen Sachverhalt zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten sind, wird in der
Beschwerde nicht begründet und ist auch nicht ersichtlich, weshalb darauf zu
verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011
vom 28. Juli 2011 E. 2; BGE 124 V 90 E. 4b). Der Beschwerdeführer hält zwar die
Anwendung der Psycho-Praxis auf den vorliegenden Fall für nicht korrekt, da er nicht
unter psychischen Beschwerden leide und nicht in psychiatrischer Behandlung sei, und
plädiert für die Anwendung der allgemeinen Adäquanzformel. Dieser Ansicht kann
jedoch nicht gefolgt werden. Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas, worunter
sämtliche Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung
des Gehirns und seiner Hüllen, einschliesslich Gehirnschädel und Kopfschwarte,
subsumiert werden, rechtfertigt wie dargelegt die analoge Anwendung der
Schleudertrauma-Praxis, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im
Grenzbereich zwischen einer commotio und einer contusio cerebri liegt. Leichte
Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (Urteil des EVG U 6/03 vom 6.
Mai 2003). Die Schwere eines Schädelhirntraumas wird üblicherweise nach dem
Punktwert in der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt. In dieser Skala erhält der
Patient für bestimmte Reaktionen (wie Augenöffnung, Reaktion auf Schmerzreize und
sprachliche Äusserungen) eine Anzahl von Punkten, welche zum Schluss addiert
werden. Der schlechteste Wert beträgt 3, der beste 15. Von einem leichten
Schädelhirntrauma spricht man bei einem GCS-Wert von 13 bis 15 (mittelschwer: 9 bis
13, schwer: 3 bis 8; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262 Aufl. Berlin 2010, S.
260 zum Begriff "Bewusstseinsstörung", S. 1839 zu "Schädelhirntrauma"; Urteil des
EVG U 276/04 vom 13. Juni 2005 E. 2.2.1. f., mit Hinweisen auch auf einschlägige
medizinische Literatur). Der medizinischen Dokumentation lassen sich über einen GCS-
Wert zeitnah zum Unfall keine Informationen entnehmen. Da jedoch bei Eintritt im Spital
C._ am Unfalltag ein unauffälliger neurologischer Status festgehalten wurde und
zudem die 24-stündige neurologische Überwachung unauffällig war (Suva-act. 59, S.
4), lassen sich im Ergebnis keine Hinweise für einen reduzierten GSC-Wert feststellen.
Schliesslich ist anhand der medizinischen Berichte von einem Schädelhirntrauma Grad
1 auszugehen (Suva-act. 11, 18 und 47). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die
Adäquanzprüfung nach der sog. Psychopraxis (BGE 115 V 133) zu erfolgen hat.
8.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz ist zunächst ausgehend vom augenfälligen
Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften die Schwere des Unfalls
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zu bestimmen. Nicht massgebend sind hingegen die Folgen des Unfalles oder
Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können.
Derartigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuordenbaren Faktoren ist
gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Zu prüfen ist im
Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als
mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine
weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17. August 2009 E. 5.1).
8.3.1 Der Beschwerdeführer kollidierte als Lenker eines Rennvelos mit einem
entgegenkommenden linksabbiegenden Personenwagen. Die Geschwindigkeit des
Personenwagens soll gemäss Polizeiprotokoll ungefähr 20 km/h betragen haben. Der
Personenwagen wies Kratzspuren auf der Fahrzeugfront auf; er war noch fahrbar. Die
Lenkstange des Velos war verbogen und die Vordergabel gestaucht (Polizeirapport
vom 26. Juni 2012, Suva-act. 33, S. 2 f.). Auf Grund des augenfälligen
Unfallgeschehens ist dieser Unfall der Kategorie der mittelschweren Unfälle mit
Tendenz zu den leichten Unfallereignissen zuzuordnen. Zu beachten ist, dass es sich
nicht um eine Frontalkollision handelte und dass die Geschwindigkeit des
Personenwagens mit 20 km/h vergleichsweise gering war. Über die Geschwindigkeit
des Velos im Zeitpunkt des Aufpralls bestehen keine Angaben.
8.3.2 Bei den im mittleren Bereich zu situierenden Unfällen lässt sich die Frage, ob
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar
mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Solche unfallbezogenen
Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie ihrerseits nach dem
gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, in
Verbindung mit dem Unfall zu einer psychischen Erwerbsunfähigkeit zu führen oder
diese zu verstärken. Als wichtigste der abhängig von der Unfallschwere in die
Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien gelten nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung (BGE 115 V 140 E. 6c): Besonders dramatische Begleitumstände oder
besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen
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Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Zwar ist es nicht
erforderlich, sämtliche objektive Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen. Bei
einem Unfall im mittleren Bereich kann ein einziges Kriterium genügen, wenn es in
besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes
bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien
erfüllt sein, damit eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bejaht werden kann.
Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur
Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 115 V 140,
BGE 124 V 44 E. 5c, Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2009 vom 15. Januar 2010, E.
4.1.1.).
8.3.3 Keines der obenerwähnten Merkmale ist vorliegend erfüllt. Beim Kriterium
der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des
Unfalls geht es um Umstände, die von einem objektiven Standpunkt aus als geeignet
erscheinen, bei der betroffenen Person während dem Unfallgeschehen oder danach
psychische Abläufe zu bewirken, die an den darauffolgenden psychischen
Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können. Dem vorliegend zu beurteilenden
Geschehen kann eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden, kollidierte
doch der Beschwerdeführer als Velolenker mit einem Personenwagen. Es sind
gleichwohl keine Umstände erkennbar, die eine besondere Dramatik der
Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls rechtfertigen
würden. Betreffend Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen ist darauf
hinzuweisen, dass die erlittenen Verletzungen (commotio cerebri, Schlüsselbeinbruch,
Kniekontusion, Handgelenkkontusion) nicht von solcher Schwere sind, dass sie
geeignet wären, psychogene Störungen auszulösen. Auch das Kriterium der
ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist zu verneinen. Der
Beschwerdeführer wurde bereits am Tag nach dem Unfall nach Hause entlassen und
es folgte eine konservative Behandlung von relativ kurzer Dauer. Ebenfalls von kurzer
Dauer war die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit, die bis 24. Juni 2012 dauerte. Von
körperlichen Dauerschmerzen kann deshalb nicht die Rede sein, weil der
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Beschwerdeführer selber am 31. Januar 2013 der Suva mitteilte, dass die Behandlung
abgeschlossen sei; eine spezifische fortgesetzte ärztliche Behandlung der
Restbeschwerden vom Unfalldatum bis zur Rückfallmeldung hat nicht stattgefunden.
Dem Bericht von Dr. G._ vom 16. Juli 2012 lässt sich entnehmen, dass es bereits
nach dem Unfall zu einer deutlichen Besserung gekommen ist, so dass von einem
natürlichen Heilungsverlauf ausgegangen werden kann. Es ist nicht abwegig
anzunehmen, dass der natürliche Heilungsverlauf Ende Januar 2013 zum
Behandlungsabschluss geführt hat, wie dies die Beschwerdegegnerin getan hat.
Entsprechend finden sich in den medizinischen Berichten keine Anhaltspunkte für
einen schwierigen Heilungsverlauf bzw. Komplikationen. Dem Bericht von Dr. G._
vom 3. Januar 2014 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nur noch selten
Kopfschmerzen verspüre und dementsprechend in den vergangenen Monaten auf die
Einnahme von Schmerzmitteln verzichten konnte. Die Schulnoten hätten trotz der
geklagten Müdigkeit nicht gelitten, und die Lehrabschlussprüfung sei wie geplant im
Sommer 2014 vorgesehen. Den Akten lässt sich ausserdem entnehmen, dass der
Beschwerdeführer als Sportler gute Leistungen erbringt. Es finden sich
zusammenfassend keine Anhaltspunkte für die Erheblichkeit der geltend gemachten
Beschwerden. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann ebenfalls nicht die Rede sein,
und das Kriterium betreffend Arbeitsunfähigkeit ist ebenso wenig erfüllt, ist doch der
Beschwerdeführer seit 25. Juni 2012 wieder voll arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit
war demnach von bloss kurzer Dauer.
8.3.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass keines der erwähnten
Adäquanzkriterien erfüllt ist, womit die Adäquanz der geklagten Beschwerden mit dem
Unfall vom 9. Mai 2012 nicht gegeben ist. Da sowohl die natürliche als auch die
adäquate Kausalität nach dem Gesagten zu verneinen ist, erübrigt sich die Prüfung des
Anspruchs auf die gesetzlichen Leistungen (Art. 10 UVG, Art. 16 f. UVG, Art. 21 UVG).
Die Kosten einer allfälligen Heilbehandlung hat nach dem Gesagten die obligatorische
Krankenpflegeversicherung zu übernehmen, die vorliegend die Verfügung der Suva
nicht angefochten hat.
9. Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid der Suva nicht zu beanstanden
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Das Verfahren ist kostenlos (Art.
61 lit. a ATSG). Bei diesem Prozessausgang besteht kein Anspruch auf
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Parteientschädigung (Art. 98 bis des Verwaltungsverfahrensgesetzes [VRP; SGS
951.1]).