Decision ID: 7b8be8ce-e7fb-5326-8544-77e11efde6c0
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1942, ist seit 2007 Bezüger einer
Altersrente der Alters-
und
Hinterlassenenversicherung
.
Er war und ist Alleinaktionär der
Y._
und weiterer Firmen
(vgl.
Urk.
6/132/1, 6/76/6)
.
Seine frühere Ehe wurde
per 2
3.
August 1999 geschieden (vgl.
Urk.
6/53/1;
vgl.
Urk.
6/87/1, 6/99).
Während des Sch
eidungsverfahrens war ihm
unter anderem untersagt
worden
, über Vermögenswerte der Gesellschaften für persönliche Zwecke zu verfügen respektive diese für persönliche Zwecke zu belasten
, welche Beschränkungen bis ins Jahr 2002 angedauert hätten
(vgl.
den auszugsweise vorliegenden Entscheid des Präsidenten des Kantonsgerichts Nidwalden vom 12. Mai 1989,
Urk.
6/132/3
; vgl. auch
Urk.
6/87/1
und
6/99
).
Im Jahr 1996
hatte
X._
für
einen Wechsel seines Sohnes
Z._
im Betrag von Fr. 200'000.-
gebürgt
, welcher zugunsten von
A._
ausgestellt und per 26. September 1998 gezogen war (
Urk.
6/148-149).
X._
wurde für die Forderung betrieben
(vgl.
Urk.
6/150/3
) und
die sich
in seinem
Eigentum befindenden Aktien
der
Y._
in Liquidation
wurden
am 1
7.
Dezember 2008
gepfändet (
Urk.
6/150/3
-6
).
Am
1
7.
Oktober 2005
war
die
Y._
in
Konkurs
gefallen
(vgl. die entsprechende SHAB-Meldung vom 2
6.
Oktober 2005)
.
X._
bezog in den Jahren 2007 bis 2009
Zusatz
leistungen (
vgl.
Urk.
6/
3
, 6/8/1
). Am 2
4.
Juli 2009 teilte er seiner Wohngemeinde mit, er habe einen grösseren Betrag aus dem Sicherheitsfonds seiner
Berufsvorsorge
erhalten, womit er nicht mehr zum Bezug von Zusatzleistungen berechtigt sei (
Urk.
6/7).
Dem
Versicherten
waren
am
9.
Juli 2009
auf sein Postcheckkonto Fr
.
297'348.70
überwiesen worden (
Urk.
6/7/2
).
Die Wohngemeinde stellte daraufhin die Ergänzungsleistungen ein und forderte die ausbezahlten Ergänzungsleistungen zurück (
Urk.
6/8/1-3).
Der ausstehende Rückforderungsbetrag wurde letztlich mit der AHV-Re
nte verrechnet (vgl. Urk. 6/24 und
6/48).
Der Konkurs
der
Y._
wurde
, da die Gläubiger für ihre Forderungen befriedigt werden konnten,
mit Verfügung der Einzelrichterin im summarischen Verfahren des Bezirkes
Bülach vom
2.
Juli 2010
widerrufen
(
Urk.
19/4
).
Die Forderung von
A._
wurde aus dem Verwertungsüberschuss des Konkurses
im Betrag von
Fr.
3'165'000.-
(vgl.
Urk.
19/4 E. 1.2 S. 3)
beglichen
, wobei sich die gesamte Forderung inklusive Zinsen
und Kosten
letztlich auf Fr.
444'542.80 belief
(
bezahlter Betrag:
Fr.
455'775.55;
Urk.
6/126/30,
6
/105
; vgl.
auch Urk.
6/152-154
).
1.2
Am 2
4.
November
2015 meldete sich
X._
erneut für den Bezug von Z
usatzleistungen an (
Urk.
6/53
, 6/60
). In der
dami
t eingereichten Steuererklärung
des Jahres 2013 führte er als Vermögenswerte Aktien der
Y._
,
ver
pfändete Aktien der
B._
und ver
pfändete Aktien der
C._
an; sodann bestanden
namhafte
(Kontokorrent-)
S
chulden unter anderem gegenüber den erwähnten Gesellschaften
(
Urk.
7/58/
6-
10).
Mit Schreiben vom 22.
Januar 2016 forderte die nunmehr zuständige Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, weitere Unterlagen an (
Urk.
7/68; vgl. die entsprechenden Unterlagen: Urk. 7/72-81) und tätigte weitere Abklärungen.
Am
7.
April 2016 teilte sie dem Versicherten mit,
er habe einmal über ein namhaftes Vermögen in der Form von Beteiligungen an Gesellschaften verfügt.
Dieses Vermögen habe sich insbesondere durch die Aufnahme von Darlehen
gegenüber den Gesellschaften
vermindert.
Es
müsste nun
abgeklärt werden
, ob ein anrechenbarer Vermögensverzicht vorliege (
Urk.
7/86/2). Der Ansprecher reichte
darauf
hin
am
4.
M
ai 2016 weitere Unterlagen ein (
Urk.
6/87-93).
Am
5.
Juli 2016 orientierte die Sozialversicherungsanstalt den Versicherten darüber, dass bei der Berechnung der Zusatzleistungen ein Vermögen
s
verzicht in der Höhe von mindestens
Fr.
1’292'604.- anzurechnen sei, da diese
gegenüber der
Y._
bestehende
Schuld und deren Verwendung nicht belegt sei (
Urk.
6/97). Der Ansprecher äusserte sich daraufhin mit Eingabe vom 2
3.
Juli 2016 und unter Beigabe weiterer Unterlagen (
Urk.
6/98-109).
Mit Verfügung vom 1
5.
September 2016 wies die Sozialversicherungsanstalt das Gesuch um
Zusatzleistungen
mit der Begründung ab,
es sei davon auszugehen, dass im Zeitpunkt des Konkurswiderrufs im Juli 2010 immer noch ein erhebliches Vermögen vorhanden gewesen sei. Die
danach eingetretene
Vermögens
verminderung sei nur teilweise belegt, sodass für das Jahr 2015 von einem anrechenbaren Vermögensverzicht von
Fr.
581'630.- beziehungsweise für 2016 von
Fr.
571'630.- auszugehen sei (
Urk.
6/115
/4
;
Urk.
6/117, 6/120
).
Mit der Einsprache vom 16.
Oktober 2016 reichte der Versicherte erneut weitere Unterlagen
ein (Urk.
6/124-126).
Am 2
4.
Oktober 2016 fand eine Besprechung bei der Sozialversicherungsanstalt statt anlässlich welcher die Einsprache mündl
ich ergänzt wurde (
Urk.
6/128) und in deren Folge erneut Belege
nach
ge
reicht wurden
(
Urk.
6/129
-139).
Gemäss dem Schreiben vom 1
1.
April 2017
(
Urk.
6/146)
ging die Sozialver
sicherungs
anstalt neu davon aus, dass
mindestens
hinsichtlich der von der Konkursmasse der
Y._
erfolgten Zahlung von
Fr.
455'775.55 an
A._
sowie hinsichtlich des aus
bezahlten BVG-Guthabens von Fr.
297'346.70
(richtig:
Fr.
297'348.70; vgl.
Urk.
6/7/2)
von Verzichtsvermögen auszugehen sei, was für das Bezugsjahr 2015 zu einem anrechenbaren
Verzichtsvermögen von
gerundet
Fr.
713'122
.- (
Fr.
753’122.- abzüglich Fr.
40'000.-)
führe. Die geltend gemachten Schulden könnten nicht vom anrechenbaren Vermögen in Abzug gebracht werden, da diese die wirtschaftliche Substanz
des
Vermögens nicht belasteten.
Selbst
wenn die Schulden
grundsätzlich
abzu
gs
fähig wären,
so würde dies nicht für alle Schuldbeträge gelten (
Urk.
6/146
S. 3 ff.
). Die
Sozial
versicherungsanstalt
gewährte
dem Versicherten das rechtliche Gehör
(
Urk.
6/146). Der Versicherte äusserte sich mit Eingabe vom 2
3.
April 2014 (richtig: 2017;
Urk.
6/147).
Im
Einspracheentscheid
vom
5.
Juli 2017
ging
die Sozialversicherungsanstalt
entsprechend
von einem Verzichtsvermögen
von
Fr.
71
3'122.-
für das Bezugsjahr 2015 und von Fr. 703'122.- für das Bezugsjahr 2016
aus und verneinte einen Zusatzleistungsanspruch
(
Urk.
2).
2.
Gegen diese
n
Einspracheentscheid
richtet sich die Beschwerde des
Ansprechers
vom 4. September 2017 mit dem Rechtsbegehren, der
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und die ihm zustehenden Zusatzlei
stungen seien zu gewähren (Urk.
1). In der Beschwerdeantwort vom 2
1.
September 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung (
Urk.
5). Davon wurde dem Ansprecher am 2
6.
September 2017 Kenntnis gegeben (
Urk.
7).
Auf entsprechende Nachfrage und Aufforderung des Sozialversicherungs
gerichts vom
8.
Januar 2019 hin
vervollständigte die Sozialversicherungsanstalt die
Akten (
Urk.
17
;
Urk.
18 und 19/1-7
).
Der Beschwerdeführer äusserte sich
zu den weiteren Akten
mit Eingabe vom
2
6.
Januar 2019 (Urk.
23). Diese Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis
nahme
zugestellt (vgl.
Urk.
20; vgl. auch Urk. 11 bis 14
).
Auf
die Vorbringen
in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht ge
mäss
Art.
9
Abs.
1 des Bundes
ge
setzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, H
interlassenen- und Invaliden
ver
sicherung (ELG) dem Betrag, um den die aner
kannten Ausgaben die anrechenba
ren Einnahmen übersteigen. Zu den anrechenbaren Einnahmen zählen namentlich Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und IV (
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG), Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. b ELG), das Reinvermögen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG) und insbesondere Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG).
1.2
Ein Verzichtsvermögen liegt vor, wenn der Anspruchsberechtigte sein Vermögen ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung ausgegeben hat (
BGE
134 I 65 E. 3.2; 131 V 329 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen zum inhaltlich gleichlautenden, bis zum 3
1.
Dezember 2007 in Kraft gestandenen
Art.
3c
Abs.
1
lit
. g ELG). Die beiden Voraussetz
ungen sind alternativ zu verste
hen (BGE 131 V 329 E. 4.3 f.).
1.3
Die Anlage eines Vermögens ist grundsätzlich kein Vermögensverzicht. Im Gegenteil ist es normal, dass Vermögen angelegt wird. Auch die Gewährung eines Darlehens ist für sich allein nicht eine Verzichtshandlung, da ein Anspruch auf Rückzahlung besteht. Ein Verzichtstatbestand ist jedoch anzunehmen, wenn bei einer Geldanlage oder einem Darlehen unter den konkreten Umständen von Anfang an damit gerechnet werden muss, dass das Geld nicht zurückbezahlt wird. So wurde ein Vermögensverzicht bejaht, als eine
EL-Ansprecherin
ohne Rechtspflicht, ohne jede Sicherheit und ohne adäquate Gegenleistung einer Privatperson ein grösseres Darlehen (
Fr.
240'000.-) gewährt hatte und dabei vollumfänglich zu Verlust kam; dies wurde namentlich mit Rücksicht auf die Tatsache, dass der Hauptbetrag des Darlehens zu einem Zeitpunkt ausgehändigt wurde, als der Rückzahlungstermin für den ersten Teil des Darlehens bereits verflossen war, als reines Vabanque-Spiel qualifiziert. Ebenso wurde ein Vermögens
verzicht bejaht, als der Geschäftsführer und faktische Allein
eigentümer einer Gesellschaft dieser kurz vor der Niederlegung der Geschäftsaktivitäten ein Darlehen gewährt hatte, um den Geschäftsverlust zu decken; denn dem über die Finanzen informierten Versicherten musste klar gewesen sein, dass die Darlehensgewährung einem Vabanque-Spiel gleichkam
. Dasselbe wurde angenom
men, als eine Rentnerin unter mehreren Malen insgesamt rund
Fr.
115'000.- an eine Privatperson in Sri Lanka angeblich zwecks Kaufs einer Teeplantage bezahlte, und Zahlungen auch noch tätigte, nachdem der Empfänger absprachewidrig das Geld weder vereinbarungsgemäss verwendet noch zurückbezahlt hatte. Ebenso wurde ein
Vermögensverzicht bejaht, als eine Vollmacht erteilt wurde, das Vermögen ohne jede Einschränkung zu verwalten, und der Bevollmächtigte gestützt darauf das ganze Vermögen in Schuldverschreibungen einer einzigen auf den British Virgin Islands registrierten, nicht börsenkotierten Gesellschaft investiert hatte, welche einen Zins von 12
%
versprach. Insbesondere aus diesem hohen Zins (angesichts des damaligen niedrigen Zinsniveaus) wurde geschlossen, dass das massiv erhöhte Risiko eines Verlusts bewusst gewesen sein musste, so dass von einem grobfahrlässigen Verhalten auszugehen sei. Ebenso lag eine Verzichtshandlung vor in einem Fall, in welchem der Anspruchsteller auf das Konto verschiedener Personen Geld einbezahlt hatte, um als Gegenleistung illegal einen Anteil an den Hinterlassenschaften von Personen ohne bekannte Erben zu erhalten. Kein Vermögensverzicht liegt demgegenüber vor, wenn eine erhaltene Erbschaft in die Einzelunternehmung des Ehemannes investiert und in der Folge auf diese Forderung verzichtet wird, soweit dies erforderlich ist, um die Firma zu sanieren.
Ebensowenig
kann eine auf strafbare Handlungen (z.B. Betrug) zurückzuführende Vermögensverminderung als Vermögensverzicht qualifiziert werden; denn einer
solchen Vermögensverminderung
ist gerade eigen, dass sich das Opfer der strafbaren Handlung des Ausmasses des Risikos der getätigten Investition nicht bewusst ist bzw. darüber arglistig getäuscht wird (Urteil des Bundesgerichts
9C_180/2010 vom 1
5.
Juni 2010 E
. 5.2
mit zahlreichen Hinweisen
).
1.4
Ob eine adäquate Gegenleistung vorliegt, beurteilt sich nach dem Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Zeitpunkt der Entäusserung (BGE
120 V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom
9.
August 2010 E. 3.1).
Die Anrechnung von Verzichtsvermögen richtet sich hingegen nicht nach dem geltenden Recht im Zeitpunkt des zur Diskussion stehenden Vermögensverzichts, sondern nach dem
im Moment der Anrechnung gelten
den Recht. Es handelt sich dabei um eine zulässige, sogenannte unechte Rückwirkung (ex
nunc
et pro
futuro
) auf einen Sachverhalt, der sich zwar vor Inkraf
ttreten der Neufassung von Art.
17
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (
[
ELV
]
in der ab
1.
Januar 1999 und ab
1.
Januar 2008 geltenden Fassung) verwirklicht hat, sich aber auch danach noch auswirkt, indem sich unter
der
Herrschaft des neuen Rechts die Frage der Bewertung des Verzichtsvermögens stellt (BGE 120
V 182 E. 4b; Urteile des Bundesge
richts 9C_198/2010 vom
9.
August 2010 E. 3.3 und 8C_849/2008 vom 1
6.
Jun
i 2009 E. 6.3.2 mit Hinweisen).
1.5
Wer Zusatzleistungen beantragt, ist für alle leistungsbegründenden Umstände beweispflichtig; dies bezieht sich mithin auch auf den Umstand, dass auf ehemals vorhanden gewesenes Vermögen nicht verzichtet worden ist (Müller, Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum ELG, 3.
Auflage, Zürich 2015,
S. 174 f.
Rz
484). Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt die leistungsbeanspruchende Person die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben wurde (Urteile des Bundesgerichts 9C_124/2014 vom
4.
August 2014 E. 5, 8C_1039/2008 vom 2
5.
Februar 2009 E. 2). In der Gerichtspraxis wird nicht Rechenschaft über jede einzelne Ausgabe verlangt,
sondern es werden durch
schnitt
liche Werte für den Lebensunterhalt aufgrund
der konkreten Verhältnisse ange
nom
men (Erich Gräub, Zusatzleistun
gen zur AHV und IV, in: Sabine Steiger-
Sackmann
/Hans-Jakob Mosimann, Hrsg., Handbücher für die Anwaltspraxis Ban
d XI, Recht der Sozialen Sicher
heit, Basel 2014,
Rz
26.96). Für darüber hinaus gehende Auslagen ist der Beweis (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 4.2.2.1).
1
.6
Der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG)
,
wird jährlich um Fr. 10'000.- vermindert.
Dabei ist der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichts unverändert auf den
1.
Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern. Für die Berechnung der Ergänzungsleistung ist der verminderte Betrag am
1.
Januar des
Bezugsjahres massge
blich (
Art.
17a
Abs.
1 und 2
ELV).
1.7
Nach der Rechtsprechung zu
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG können vom rohen Vermögen alle Schulden abgezogen werden, soweit sie im massgebenden Zeitpunkt tatsächlich und nicht bloss möglicherweise bestehen und ihr Rechts- und Entstehungsgrund erfüllt ist; Fälligkeit ist nicht vorausgesetzt. Es können jedoch lediglich Schulden berücksichtigt werden, welche die wirtschaftliche Substanz des Vermögens belasten. Das trifft zu, wenn der Schuldner ernsthaft damit zu rechnen hat, dass er sie begleichen muss. Diese Voraussetzung ist bei Schulden, für die ein Pfändungsverlustschein nach
Art.
149
Abs.
1 SchKG ausgestellt wurde, gegeben, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Gläubiger seine Forderung geltend macht, sobald der Schuldner über neues Vermögen verfügt
(Urteil des Bundesgerichts 9C_31/2018 vom 2
3.
Mai 2018 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 142 V 311 E. 3.3 S. 314
).
Ist der Vermögensverzicht der Hauptgrund dafür, dass aus Sicht der EL die Schulden die wirtschaftliche Substanz des Vermögens nicht belasten, ist die Abzugsfähigkeit der Schulden ausgeschlossen
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_31/2018 vom 2
3.
Mai 2018 E. 6.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im
Einspracheentscheid
vom
5.
Juli 2017 und in der darauf verweisenden Beschwerdeantwort
vom 2
1.
September 2017
davon aus,
nach Tilgung aller Konkursforderungen sei ein Betrag von
Fr.
3'165'000.- und nach Abzug der zurückbehaltenen Zinsforderungen von
Fr.
1'033'513.79 und der hinterlegten Gerichtskosten von
Fr.
167'526.25 sei ein
Verwertungsüberschuss von Fr.
1'963'959.-
ver
blieben (
Urk.
2
S. 4; vgl. auch
Urk.
19/4).
Es sei
davon aus
zu
gehen, dass dieser Betrag zur Begleichung der
persönlichen,
pfandgesicherten Forderungen des Beschwerdeführers
zur Verfügung gestanden habe. Da das Konkursamt der
Y._
nach Begleichung der
persönlichen Schulden des Beschwerdeführers
lediglich ein
en
Betrag von Fr. 230'848.- habe überweisen können,
seien
Fr.
1'733'111.-
zur Schuldentilgung eingesetzt worden
(
Urk.
2 S. 4). Diese Vermögensverminderung bei der
Y._
sei direkt dem Beschwerdeführer zuzuschreiben.
Angesichts der Höhe der bezahlten Schulden stelle sich die Frage, ob es sich dabei um
Verpflichtungen
gehandelt habe, die ohne adäquate Gegenleistung beziehungsweise ohne Rechtspflicht eingegangen worden seien
(
Urk.
1 S. 4)
.
Im Umfang von Fr. 821'511.05 sei die Verwendung des Geldes gar gänzlich unklar (vgl.
Urk.
2 S. 6).
Hinsichtlich der Bürgschaft für das Darlehen, das
A._
dem Sohn des Beschwerdeführers
gewährt
habe
, und der deswegen notwendig gewordenen Zahlung von
Fr.
455'775.55 (
Fr.
200'000.- zuzüglich Zinsen)
aus dem Verwer
tungs
überschuss
sei von einer Vermögenshingabe ohne adäquate Gegenleistung und ohne rechtliche Verpflichtung auszugehen (
Urk.
2 S. 4 f.).
Insbesondere aufgrund der fehlenden Rückzahlung des Darlehens seien die Zinsen übermässig angewachsen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Rück
zahlung nicht umgehend nach der
Scheidung am 2
3.
August 1999 getätigt worden sei (
Urk.
2 S. 5).
Die Verwendung d
er BVG-Geldes im Betrag von
Fr.
297'348.70
sei sodann nicht belegt (
Urk.
2 S. 5).
Angesichts dessen, dass bereits aus der Konkursmasse erhebliche private Schulden beglichen worden seien, könne nicht ohne Weiteres angenommen werden, dass zusätzlich noch das BVG-Guthaben zur Schuldentilgung verwendet
worden sei (
Urk.
2 S. 6).
Es sei n
amentlich unklar, wozu der
Restb
etrag von
Fr.
821'511.05
aus dem Verwertungsüberschuss
verwendet worden sei (
Urk.
2 S. 6).
Die geltend gemachten Schulden könnten zudem nicht berücksichtigt werden
(
Urk.
2 S. 6 f.)
.
Die
Zahlung
an
A._
und die Überweisung von
Fr.
297'346.70
auf das Konto des Beschwerdeführers hätten i
m Jahr 2010 stattgefunden.
Dies ergebe für das Bezugsjahr 2015 ein anrechenbares Verzichtsvermögen von
Fr.
713'122.- und für das Jahr 2016 von
Fr.
703'122.-. Damit erübrigten sich weitere Abklärungen und der Anspruch auf
Zusatz
leistungen für die Jahre 2015 und 2016 sei zu verneinen (
Urk.
2 S. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerde geltend machen,
entgegen den Angaben der Beschwerdegegnerin hätten
gegenüber der
Y._
nicht persönliche Schulden von Fr. 1'733'111.-, sondern von
Fr.
1'183'006.85
bestanden. Dieser Betrag
habe per
Bilanz 2014 der
Y._
auf Fr.
1'292'604.15 korrigiert werden müssen
(
Urk.
1 S. 3
und S. 5
).
Er habe dargelegt, wofür der Betrag von
Fr.
1'292'604.15 im Einzelnen verwendet worden sei.
Fr.
300'000.- zuzüglich
ein Anteil des BVG-Geldes
von circa Fr. 80'000.- sei seit dem Konkursbeginn 2005 für alle persönlichen Aufwendungen aufgebraucht worden (
Urk.
1 S. 5).
Hinsichtlich der Wechselb
ürgschaft für seinen
Sohn
liess er
im Verlauf und in der Beschwerde
geltend machen, der Sohn habe da
s Darlehen im Zusammenhang mit seiner Firma
,
der
D._
benötigt. Diese Firma sei bereits in die
Y._
integriert gewesen, das heisse alle Aktien seien der
Y._
verpfändet gewesen. Die
D._
habe ein Gerät entwickelt zur Problem
analyse bei Flugzeugmotoren. Es hätten Verkaufsgespräche mit etlichen Airlines angestanden; für die Verkaufsgespräche und die Demonstrationen habe dieses Darlehen aufgenommen werden müssen. Durch die bekannten Schwierigkeiten in der Flugzeugbranche (Swissair
Grounding
etc.) habe sich diese Idee nicht mehr rechtzeitig realisieren lassen. Da die Geldmittel in der
Y._
wegen der Scheidung gesperrt gewesen seien, habe er persönlich für dieses Darlehen die Solidarbürgschaft eingegangen (
Urk.
6/147
/1; vgl. demgegenüber noch:
Urk.
6/98 S. 3
, 6/145/2
). Die Darlehenszahlung sei der
Y._
zuzu
rechnen (
Urk.
6/147/2).
Die Darlehensgabe beziehungsweise die Bürgschaft sei er im Jahr 1996 eingegangen, also vor circa 20 Jahren. Zu jener Zeit seien die Firmen auf vollem Erfolgskurs gewesen
. D
ie Investition sei m
ehr als gerechtfertigt gewesen, d
a sie die Tätigkeit der
Y._
ergänzt habe. Eine Direktinvestition der
Y._
sei damals nicht möglich gewesen, da dafür die Zustimmung d
er Ex-Frau notwendig gewesen wäre
.
D
ie Aktien der
D._
seien
der
Y._
verpfändet gewesen. Aufgrund der Verpfändung seien die Aktiven der
D._
auf die
Y._
übergegangen. Dass darüber keine Belege
mehr vorhanden seien, liege dara
n, dass die Belege der
D._
vom Konkursamt eingezogen worden seien und seine Ex-Fr
au die Büros geräumt ha
b
e. Der Zusammenbruch der
Y._
sei zum damaligen Zeitpunkt nicht voraussehbar gewesen. Erst im Jahr 2001 sei das
Grounding
der Swissair gewesen und hätten die Schwierigkeiten bei den anderen Fluggesellschaften bestanden, sodass sich die
Y._
aus dem Flugzeuggeschäft habe zurückziehen müssen. Zum damaligen Zeitpunkt sei die Eingehung der Bürgschaft kein Ris
ikogeschäft gewesen (
Urk.
1 S. 3 f.
). Eine frühere Rückzahlung des Darlehens sei nicht möglich gewesen
; das Bundesgericht habe erst am 2
7.
Dezember 2000 das vermögensrechtliche Scheidungsurteil gefällt
(
Urk.
1 S. 4
).
Durch die Solidarbür
g
schaft sei eine adäquate Gegenleistung zu erwarten gewesen, hätte doch ein Erfolg des Testgeräts einen Synergieeffekt im Kundenkreis ergeben (
Urk.
1 S. 4
und S. 6
). Es sei ein absurder Vermögenverzic
ht abgeleitet worden, liege da
s
Rechtsgeschäft doch beinahe 20 Jahre zurück (
Urk.
1 S. 4).
Das ausbezahlte BVG-Guthaben sei zum grossen Teil, wie von ihm dargestellt, für die Begleichung der
Verslust
scheine und weiterer Schulden
verwendet worden (
Urk.
1 S. 5; vgl. auch
Urk.
6/126/4).
Die Schulden belasteten die wirtschaftliche Substanz seines Vermögens und seien alle zu berücksichtigen (
Urk.
1 S. 6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob ein hypothetisches Vermögen im Sinne eines Verzichtsvermögens anzurechnen ist. Namentlich ist strittig und zu prüfen, ob
hinsichtlich der zwei
Sachverhalte
– der Wechselb
ürgschaft für den Sohn und der Auszahlung des BVG-Geldes
-
ein Vermögensverzicht anzunehmen ist. Strittig ist sodann auch die Abzugsfähigkeit der bestehenden Schulden.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin führte erstmals am 1
1.
April 2017 an, hinsichtlich dieser Wechselschuld, welche am 1
8.
Oktober 2010 aus
dem Verwertungsüberschuss
bezahlt worden sei und welch
e sich inklusive Zinsen auf Fr.
455'775.55 belaufen habe, sei von einem Vermögensverzicht auszugehen (
Urk.
6/146
/3
). Daraufhin reichte der Beschwerdeführer den Darlehensvertrag vom 2
7.
September 1996 ein
(
Urk.
6/148)
.
Der eingereichte Vertrag
belegt, dass
A._
dem Sohn des Beschwerde
führers
,
Z._
,
ein Darlehen von
Fr.
200'000.- gewährte. Gemäss dem Darlehensvertrag hatte die
Rückzahlung bis spätestens 26.
Sep
tember 1998 zu erfolgen (
Urk.
6/148).
Als
Sicherstellu
ng für das Darlehen diente ein Eigenw
echsel über den Betrag von
Fr.
200'000.-, welcher per 26.
September 1998 gezogen war. Dieser Wechsel wurde durch den Beschwerdeführer verbürgt (
Urk.
6/148, 6/149;
vgl. zur Wechselbürgschaft Art.
1020 ff. des
Obligationen
recht
s
[OR
]
).
Der Sohn des Beschwerdeführers war im Zeitpunkt der Darlehensgewährung gemäss den Angaben des Beschwerdeführers
E
igentümer der
Aktien der
D._
(
Urk.
6/147/1). Gemäss den
Angaben
im
Handelsregister des Kantons Zürich
war
Z._
sodann
einziges Mitglie
d des Verwaltungsrats.
Zweck der
D._
war der Handel mit Luftfahrzeugen, Ersatzteilen und Zubehör. Am 23.
Oktober 1996 wurde über die AG der Konkurs eröffnet und am
7.
Januar 1997 mangels Aktiven eingestellt
(vgl.
die
Angaben im Handelsregister des Kantons Zürich zur
D._
in Liquidation)
.
Nach
den Angaben des Beschwerdeführers
habe
sich der Sohn ohne Bezahlung ins Ausland abgesetzt, sodass er für die Schuld habe einstehen müssen (vgl.
Urk.
6/145
/2
, 6/147/1
).
3.2
3.2.1
Nach
Art.
1020
Abs.
1 OR kann die Zahlung der Wechselsumme ganz oder teilweise durch Wechselbürgschaft gesichert werden. Der Wechselbürge haftet in der gleichen Weise wie derjenige, für den er sich verbürgt hat (
Art.
1022
Abs.
1 OR).
Er
kann
belangt werden, ohne dass vorher Leistung vom
Wechselschuldner, dem
Avalaten
verlangt wird (
Netzle
, in
:
Basler Kommentar zum Obligation
en
recht
II
,
3.
Auflage, Base
l 2008
,
Art.
1022
Rz
1
, S. 2386
).
Der Umstand, dass eine Wechselbürgschaft eingegangen wurde, stellt für sich
–
vergleichbar
wie bei einem Darlehen - keinen Vermögensverzicht dar.
Nach
Art.
1022
Abs.
3 OR erwirbt der Wechselbürge, der den Wechsel bezahlt, die Rechte aus dem Wechsel gegen denjenigen, für den er sich verbürgt hat, und gegen alle,
die diesem wechselmässig haften.
Der Wechselbürge kann somit das Geld beim Wechselschuldner zurückfordern.
Zu prüfen ist
, ob der Beschwerdeführer von
Anfang
an
damit
hatte rechnen müssen
,
für die Darlehensschuld seines Sohnes in Anspruch genommen zu werden
;
dies ohne reelle Chance auf eine Rückzahlung
durch seinen Sohn
und/
oder
ohne
sonstige adäquate Gegenleistung
. Massgeblich ist das Ausmass des Risikos, welches im Zeitpunkt der «Investition» eingegangen wird (Müller, a.a.O.,
Rz
618 S. 224).
3.2.2
Vorab ist festzuhalten, dass en
tgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers die Wechselbürgschaft nicht als «geschäftliche» Verpflichtung der
Y._
betrachtet werden
kann
.
Denn der Beschwerdeführer selber
übernahm
eine W
echselbürgschaft für seinen Sohn
, w
eshalb
er für die entsprechende Verpflichtung
auch persönlich einzustehen hatte.
Gemäss dem
vorgelegten Auszug aus dem Entscheid
des Präsidenten des Kantonsgerichts Nidwalden
vom 12. Mai 1989
war es dem Beschwerdeführer untersagt, über Vermögenswerte der Gesellschaften persönlich zu verfügen beziehungsweise für persönliche Zwecke zu Lasten der Gesellschaften Zahlungen
anzuweisen (
Urk.
6/132
/3
). Damit wäre
es jedoch – sofern es effektiv um eine geschäftliche Verpflichtung gegangen war - der
Y._
oder einer der anderen Gesellschaften
möglich gewesen,
die
Kosten
für die
vorgesehene Präsentation des
Gerät
s
zur Problem
analyse bei Flugzeugmotoren
zu übernehmen oder zu leihen.
Dass für eine entsprechende Investition die Zustimmung der Exfrau notwendig ge
wesen war,
wie der Beschwerdeführer geltend machte (vgl.
Urk.
1 S.
3),
ergibt sich aus dem eingereichten
Entscheidauszug
vom 1
2.
Mai 1989
demgegenüber nicht (vgl.
Urk.
6/132). Vielmehr war der Beschwerdeführer berechtigt
,
für die Geschäfts
führung mit Einzelunterschrift nach innen und aussen zu handeln (
Urk.
6/132/3).
3.2
.3
Aufgrund
der Sachlage
ist ohne Weiteres anzunehmen
, dass der Sohn des Beschwerdeführers
,
Z._
,
sich bereits vor der Darlehensgewährung in finanziellen Schwierigkeiten befand. Seine Aktien der
D._
waren gemäss den Angaben des Beschwerdeführers der
Y._
verpfändet. Sodann wurde das Darlehen
, das
A._
dem Sohn gewährte,
mit einem Wechsel und einer Wechselbürgschaft
doppelt
abgesichert
(vgl. Grüni
nger/Hunziker/Roth und
Netzle
,
in: Basler-Kommentar zum Obligationenrecht II,
3.
Auflage, Basel 2008, V
or Art.
990-1099
Rz
19, S. 2315, und
Art.
1020
Rz
1, S. 2383
)
. Die
D._
fiel
denn auch
nur gerade einen Monat nach der Darlehensgabe an den Sohn in Konkurs; dieser wurde mangels Aktiven eingestellt.
All dies spricht dafür, dass der Sohn des Beschwerdeführers sich in
erheblichen
fina
nziellen Schwierigkeiten befand.
Diese
Schwierigkeiten
waren dem Beschwerdeführer entweder
bekannt
oder sie hätten ihm bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit und Sorgfalt
-
gegebenenfalls
mit der Vornahme von entsprechenden Abklärungen vor Eingehung der Bürg
schaft
-
bekannt
sein können
.
Es bestand
somit
für den
Beschwerdeführer
erkennbar
eine hohe Wahrscheinlich
keit
,
für die Darlehensschuld seines Sohnes in Anspruch genommen zu werden
; sodann
musste dem Beschwerdeführer bewusst sein, dass eine Rückzahlung
mehr als
ungewiss war.
Dass der Beschwerdeführer
– nach der Bezahlung der Schuld im Jahr 2010 -
überhaupt
versucht hätte
,
von seinem Sohn eine Rückzahlung zu erhalten,
ist nicht ersichtlich und wurde auch nicht geltend gemacht
.
3.2.4
Der
Beschwerdeführer
machte
jedoch
geltend, er habe
von
der Entwicklung
des
Testgeräts zur Problemanalyse bei Flugzeugmotoren
«
Geschäftssynergien
» erwartet, die
eine Gegenleistung
für die Bürgschaft
darstellten (
Urk.
1 S. 4; vgl. auch
Urk.
6/147/1)
.
Eine
schriftliche
Abmachung zwischen dem Beschwerdeführer und
seinem
Sohn oder de
n beteiligten Firmen, etwa über die Rechte an einem entwickelten Test- oder Analysegerät
, beste
ht nicht.
Zudem
fehlt für das
vom Beschwerdeführer angeführte
«Test
- oder Analyse
gerät»
an sich
jeder
Beweis
,
w
ie auch
Belege
dafür
fehlen
, dass hinsichtlich dieser E
ntwicklung
vor und
nach der
Konkurs
eröffnung
über
die
D._
am
23.
Oktober 1996
bis zum Swissair-
Grounding
am
2.
Oktober 2001
Aktivitäten durchgeführt worden waren
(vgl.
Urk.
6/147/1)
.
Der Beschwerdeführer liess zudem nicht geltend machen, solche Beweise könnten noch erhältlich gemacht werden (vgl.
Urk.
1 S. 3 f.).
Dass
insbesondere
der Sohn des Beschwerdeführers
diesbezüglich
– nach dem Konkurs der
D._
bereits am 2
3.
Oktober 1996
-
für die
Y._
tätig geworden wäre, wurde
zudem
nicht geltend gemacht.
Vielmehr gab der Beschwerdeführer an,
sein Sohn habe sich ins Ausland abgesetzt
(vgl.
Urk.
6/145
/2
, 6/147/1
).
Auch
der
Zusammenhang zwischen der
Darlehensgabe und der
Bürgschaft und
allfällig durchgeführten
«
Verkaufsdemonstrationen und
–
gesprächen
für das Test- und Analysegerät
»
ist nicht erstellt.
Somit
fehlt der Beweis dafür, dass die Eingehung der Bürgschaft gegen eine
(
adäquate
)
Gegenleistung erfolgt ist
.
Die Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. E.
1.5
).
Ob Geschäftssynergien allein überhaupt eine bewertbare und damit adäquate Gegenleistung darstellen könn
t
en und ob zwischen d
er Wechselb
ürgschaft und den Synergien der geforderte direkte Zusammenhang b
estünde
, kann
damit
dahingestellt bleiben (vgl. Müller, a.a.O.,
Rz
496 f. S. 180).
3.2.5
Damit ist das Eingehen der Wechselbürgschaft als grobfahrlässige Handlungs
weise des Beschwerdeführers zu betrachten.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht,
zu diesem Zeitpunkt
– im Zeitpunkt der eingegangenen Bürgschaftsverpflichtung
-
seien seine Firmen
(und damit er selbst) gut aufgestellt gewesen und er habe sich d
ie entsprechende «Investition
» leisten können, vermag er sich nicht zu entlasten
(vgl.
Urk.
1 S.
3 f.
)
. Denn
entscheidend ist nicht,
ob ein Verlust verkraftbar ist oder nicht.
Vielmehr ist
massgeblich
, wie hoch das Risiko
eines Verlustes beziehungsweise dafür
ist, dass das investierte Geld unwiderruflich verloren ist
(vgl. Müller, a.a.O.,
Rz
618 S. 224)
.
Soweit er geltend
macht, es habe sich um seinen
Sohn gehandelt, der die Bürgschaft benötigt habe, so ist dieser Umstand ebenfalls nicht entlastend; denn auch bei Leistungen an Verwandte wie etwa bei Schenkungen oder Erbvorbezügen liegen regelmässig Verzichthandlungen vor (vgl.
Müller,
a.a.O.,
Rz
621
S. 225
).
Zusammenfassend ist
aufgrund des Eingehens der Wechselbürgschaft
von einem (bedingten) Verzicht
(vgl. BGE 127 V 3
68
E. 5b/
aa
S. 370 f.
)
i
m Betrag von jedenfalls Fr.
200’000.- auszugehen.
3.3
Im Zeitpunkt der
definitiven Abrechnung
belief sich die Forderung wegen der aufgelaufen
en Zinsen neu auf
Fr.
444’
542.80 (
vgl.
Urk.
6/105
). Zu prüfen ist, ob auch hinsichtlich des Zinsbetrages, der die Darlehensforderung beziehungsweise die Wechselschuld übersteigt, von einem Vermögensverzicht auszugehen ist.
Der Beschwerdeführer liess geltend machen, eine (frühere) Zahlung
der Wechsel
schuld -
etwa im Jahr 1999
-
sei nicht möglich gewesen (
Urk.
1 S. 4).
Bei Eingehung der Bürgschaft habe er ein baldiges Ende des Scheidungsverfahrens
und eine erneute umgehende Verfügungsfähigkeit über die Werte der Gesellschaften
erwartet (
Urk.
6/147/1).
Der Wechsel war per 2
6.
September
1998 gezogen
(vgl.
Urk.
6/149;
Art.
1023
Abs.
1 OR)
.
Nach den Angaben des Beschwerdeführers
zog
sich das Scheidungsverfahren von 1986 bis Ende 2000 hin und erst im Jahr 2002 sei er in seinem geschäftlichen Handeln wieder frei gewesen (
Urk.
6/99). Gemäss den Ausführungen im auszugsweise eingereichten Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 22. Dezember 1995 hatte die frühere Ehefrau Firmengelder von Fr. 4’600'000.- in bar an sich genommen; in der Folge fiel sie einem Betrug zum Opfer und verlor das ganze Geld (
Urk.
6/130/3, 6/131/1). Sodann bestanden gemäss den ent
sprechenden Ausführungen Hinweise
dafür, dass die Ehefrau den Beschwerde
führer und seinen Sohn hatte umbringen lassen wollen (
Urk.
6/130/4). Rentenansprüche wurden verneint (
Urk.
6/130/5). Die gesamten Umstände sprechen für eine höchst umstrittene Scheidung beziehungsweise für höchst umstrittene Scheidungsfolgen. Bei Eingehung der Wechselbürgschaft im Jahr 1996 konnte der Beschwerdeführer
somit
nicht hinreichend sicher sein, dass er am 26. September 1998 bezüglich der Vermögenswerte der
Y._
wieder frei verfügen kann und
die ihm
auferlegten Beschränkungen
gemäss Entscheid vom 1
2.
Mai 1989 (vgl.
Urk.
6/132/3) n
icht mehr zur Anwendung kämen (vgl.
Urk.
6/132/4).
Deshalb
durfte
der Beschwerdeführer
auch
nicht
annehmen, dass
das Bezahlen der
Wechselschuld
am 2
6.
September 1998
umgehend
erfolgen kann, und er ging somit das Risiko einer Zinsforderung ein. Damit ging
er auch das Risiko ein, dass im späteren Verlauf
weitere,
1996
noch
nicht vorhersehbare Umstände dazu
kommen, die zu einer Erhöhung der Zinsschuld beitragen können.
Auch
bezüglich der entstandenen Zinsforderung
ist von einer grobfahrlässigen Handlungsweise des Beschwerdeführers auszugehen.
Ob die bis in
s
Jahr 2000
erfolgten Lohnzahlungen von
Fr.
17'000.- (vgl.
Urk.
6/132/3) beziehungsweise von
Fr.
12'000.- (
Urk.
1 S. 4)
eine frühere Zahlung der Schuld in Teilschritten nicht erlaubt hätten, kann bei diesem
Ergebnis dahingestellt bleiben.
3.4
Zu prüfen ist, für welchen Zeitpunkt von einem Verzicht auszugehen ist und ab wann das Verzichtsvermögen nach
Art.
17a ELV um jährlich
Fr.
10'000.- zu vermindern ist. Die Beschwerdegegnerin erachtete den Zeitpunkt der effektiven Zahlung an
A._
im Jahr 2010 als massgeblich (
Urk.
2 S. 6). Der Beschwerdeführer machte geltend, die Angelegenheit liege sehr weit zurück
und die Annahme eines Verzichts sei deshalb nicht gerechtfertigt (
Urk.
1 S. 3
).
Der Beschwerdeführer ging mit der Wechselbürgschaft 1996 einen bedingten
Verzicht ein (vgl. BGE 127 V 368
E. 5b/
aa
S.
370
).
Der Wechsel war pe
r
26.
September 1998
gezogen.
Zu
diesem Zeitpunkt konnte
und musste
A._
von
Z._
oder dem Beschwerdeführer
die Zahlung verlangen
, was
offenbar
gegenüber
Z._
erfolgt war (
Art.
1028 OR; vgl.
Urk.
6/105/1)
.
Grundsätzlich ist somit anzunehmen, dass
der Beschwerdeführer
1998
die Verfügungsfreiheit über
die geschuldeten V
ermögenswerte im Betrag von Fr.
200'000.-
verloren
hatte
(vgl. BGE
127 V
368
E.
5
b/
aa
S. 371
).
Erstmals für das Jahr 2000 ist
entsprechend
das Verzichtsvermögen
nach
Art.
17a
Abs.
2 ELV
um Fr. 10'000.- zu vermindern.
Für das Bezugsjahr
2015
i
st das
Verzichtsvermögen um Fr.
16
0'000.- und
für das Bezugsjahr
2016
ist es
um
Fr.
17
0'000.- zu vermindern.
Gemäss der eingereichten Abrechnung
des Gemeindeammann- und Betreibungs
amtes
E._
belief sich die Schuld gegenüber
A._
auf insgesamt
Fr.
444'542.80 (
Urk.
6/105).
Im Jahr 2015 ist somit mindestens von ei
nem Verzichtsvermögen von Fr. 28
4’542.8
0 (
Fr.
444’542.80 abzüglich Fr.
16
0'000.-) und 2016 von einem Verzichtsvermögen von
mindestens
Fr.
27
4'542.80
(
Fr.
444’542.80 abzüglich
Fr.
17
0'000.-)
auszugehen.
3.5
Weiter z
u prüfen ist, ob von abzugsfähigen Schulden auszugehen ist.
Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer gehen
grundsätzlich
–
die Beschwerdegegnerin
bei der aktuellen Aktenlage -
übereinstimmend davon aus, dass den sich im Eigentum des Beschwerdeführers befindenden Aktien
gesellschaften, deren Alleinaktionär er ist, wirtschaftlich
kein
Wert mehr zukommt (
Urk.
2 S. 3 ff.,
Urk.
1 S. 2). Gemäss der Steuererklärung des Jahres 2014
standen dem wirtschaftlichen Wert der
sich im Eigentum des Beschwerdeführers befindenden
Aktien
erhebliche
Schulden des Beschwerde
führers
gegen die Gesellschaften
gegenüber
(vgl.
Urk.
6/76).
Der Beschwerdeführer
ging
sodann davon aus
, dass die
Y._
2008/2009
zu viel Steuern bezahlt hat
te
; er versucht
e
,
eine
Revision der Steuerveranlagung
zu erreichen
(
Urk.
6/100/2, 6/101, 6/142, 6/143). Nach seinen Angaben vom
4.
August 2018 sei dieser Streit vom Verwaltungsgericht zu seinen Ungunsten entschieden worden (vgl.
Urk.
11).
Damit ist nicht anzunehmen, dass
der Beschwerdeführer
, bei dem mittlerweile eine Einkommens
pfändung besteht, zu neuem Vermögen kommt
(vgl.
Urk.
24/3).
Der Beschwerdeführer hat Schulden gegenüber seiner Lebenspartner
in und seiner Tochter (vgl.
Urk.
6/129/1-2, 6/133). Bezüglich der Schuld von Fr.
280'805.- gegenüber der
F._
besteht ein Verlustschein (
Urk.
6/136/1, 6/136/5). Insoweit ist
zwar
anzunehmen, dass die Gläubiger bei neuem Vermögen tätig würden, jedoch ist nicht wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer zu neuem Vermögen kommt.
Da
in den Jahren 2015 und 2016
e
inzig Verzichtsvermögen
anrechenbar ist,
und zudem nicht wahrscheinlich ist, dass der Beschwerdeführer zu neuem Vermögen kommt,
können die
geltend gemachten
Schulden die wirtschaftliche Substanz des Vermögens nicht belasten, was dere
n Abzugsfähigkeit ausschliesst (Urteil des Bundesgerichts vom 2
3.
Mai 2018
9C_31/2018
E. 6.2).
3.6
Bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen
der Jahre 2015 und 2016
ist somit
nach
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG ein Zehntel dieses Verzichtsvermögens, soweit es
Fr.
37'500.- übersteigt, als Einnahme anzurechnen. Beim Beschwerdeführer sind dies 2015 mi
ndestens Fr. 24
'704.28
(
Fr.
28
4'542.80 abzüglich
Fr.
37'500.- / 10)
und 2016 mindestens Fr. 23
'704.28
(
Fr.
27
4'532.80 abzüglich
Fr.
37'500.- / 10)
.
Zusammen mit dem Renteneinkommen von
Fr.
28'200.- resultiert ein
Einkommen von mindestens
Fr.
52
'904.28 (2015) beziehungsweise
von
Fr.
51
'904.28 (2016). Daneben wären noch Erträge auf den Vermögensverzicht anrechenbar.
Die
anrechenbaren Einnahmen
übersteigen die anrechenbaren
Ausgaben
von
Fr.
37'062.-
deutlich
(vgl.
Urk.
6/117-118).
Damit wurde
für die Jahre 2015 und 2016
ein Anspruch auf Zusatzleistungen
(Ergänzungsleistungen, kantonale Beihilfen und
Gemeindeleistungen
)
zu Recht verneint (
vgl. auch
§
17 des
Gesetz
es
über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung [
ZLG
]
)
.
4.
4.1
Bei diesem Ergebnis kann
grundsätzlich
offen bleiben
, ob auch h
insichtlich
des ausbezahlt
en BVG-Guthabens von
Fr.
297'348
.70 von einem Vermögensverzicht auszugehen ist
, wie dies die Beschwerdegegnerin annahm
.
Dazu ist
noch
Folgendes festzuhalten:
Nach der Tilgung der Konkursforderungen
der
Y._
verblieb ein
Verwertungsü
berschuss von Fr.
3'165'000.-
(
Urk.
19/4 S. 3
, 19/4 S. 14
). Im Anschluss wurden durch die Gläubiger weite
re Zinsforderungen von rund Fr.
785'000.- angemeldet, wovon
Fr.
715'668.79 unbestritten waren und sicher
gestellt wurden (
Urk.
19/4 S. 3, S. 8 f.
und S. 14 f.
). Weiter konnte vom Verwertungsüberschuss ein Betrag von
Fr.
200'000.- für die Sicherstellung der Konkurs
verfahrenskosten zurückbehalten werden (
Urk.
19/4 S. 7
, S. 14
). Weiter wurde ein Betrag
von Fr.
117'845.- für eine Steuerschuld aus dem Verkauf einer Liegenschaft in
G._
sichergestellt (
Urk.
19/4 S. 8
,
S. 14
; gesamthaft Fr. 1’033'513.70
). Für eine bestrittene Zinsforderung
und mögliche Prozess- und Anwaltskosten wurden
Fr.
167'526.25 hinterlegt (
Urk.
19/4 S. 12-13
, S. 15
).
Damit resultierte aus dem widerrufenen Konkursverfahren ein frei verfügbarer Überschuss von
grundsätzlich
Fr. 1'963'960.05
(
Fr.
3'165'000.- abzüglich Fr. 1'033'513.70 abzüglich
Fr.
167'526.25)
.
Von diesem Geld
seien
vier
«private»
Forderungen
im Gesamtbetrag von Fr. 913'790.95
(gemäss den Berechnungen der Beschwerdegegnerin Fr. 911'599.95)
,
unter anderem der Betrag von
Fr.
455'775.55 für die Forderung von
A._
,
direkt vom Konkursamt
aus dem Verwertungsüberschuss
beglichen worden
(
Urk.
6/136/2).
Dass diese Zahlungen erfolgt sind, ist soweit unbestritten (vgl.
Urk.
2 S. 4).
Zum Abschluss
überwies das Konkursamt der
Y._
den Betrag von Fr. 230'848.16
(
Urk.
6/126/32-33
).
Die Beschwerdegegnerin führte aus, es sei unklar, was mit den verbleibenden
Fr.
821'511.05 aus dem Verwertungsüberschuss von
Fr.
3'165'000.- geschehen sei, insbesondere ob
die Beträge, die der Beschwerdeführer aus dem BVG-Guthaben bezahlt haben wolle, bereits durch das Konkursamt beglichen worden seien (
vgl. E. 2.1
).
Die Verwendung d
er BVG-Geldes im Betrag von Fr.
297'348.70 sei sodann nicht belegt (
Urk.
2 S. 5
; vgl. vorne E. 2.1
).
4.2
Nach
der Auskunft des Konkursamtes
H._
vom 2
2.
Februar 2017
habe die
Y._
im Nachgang zum Konkurs für die Jahre des Konkursverfahrens noch hohe Steuerforderungen
begleichen müssen (Urk.
6/157/2).
Gemäss dem
Einspracheentscheid
des kantonalen Steueramtes vom
2
5.
November 2016
waren
die
nachträglichen Steuerforderungen für die Jahre 2006 bis 2009 (Staats- und Gemeindesteuern) und die Direkte Bundessteuer 2009 am 3
0.
Juni 2011
vollständig bezahlt
worden
(vgl.
Urk.
6/143/3).
Der Beschwerdeführer gab sodann an, die nachträglich eingeforderten Steuern hätten sich auf über
Fr.
600'000.- belaufen (
Urk.
6/
99/2).
Der Kontoauszug der
Y._
beim Konkursamt
I._
belegt für den 3
0.
Juni 2011 eine Zahlung von
Fr.
669'578.35 (
Urk.
6/126/30).
Damit ist es
ohne
Weiteres
möglich, dass es sich bei dieser Zahlung
von
Fr.
669'578.35
um die Steuerschuld der
Y._
gehandelt hat
. Die Beschwerdegegnerin wird diesen Umstand gegebenenfalls weiter abzuklären
und zu prüfen
haben.
Damit wäre der
«
Verbleib
»
eines Teils der Fr. 821'511.05
geklärt, wobei
rund
Fr.
150'000.-
n
och
offen
blieben
.
Die
Fr.
150'000.- zuzüglich des zum Abschluss
des Konkurses
d
er
Y._
überwiesenen
Betrags von
Fr.
230'848.16
(E. 4.1
)
ergäben
Fr.
380'848.
16, welcher
Betrag
zusammen mit den aus dem Verwertungsüberschuss bezahlten «privaten» Forderungen von
Fr.
911'599.95
in etwa der vom Beschwerdeführer ausgewiesenen Schuld gegenüber der
Y._
von Fr. 1'292'604.
15 entspricht
(vgl.
Urk.
6/103
, 6/78
; vgl. auch
Urk.
1 S. 5
).
4.3
Der Beschwerdeführer gab im Verfahren
sodann
(wiederholt) an, wofür die
am 9. Juli 2009
ausbezahlten BVG-Gelder
von
Fr.
297'348.70
verwendet worden
seien
, nämlich
für die Bezahlung verschiedener Verlustscheine (
Urk.
6/126/4, 6/136/2): Fr.
110'489.90 für
die Schuld bei Rechtsanwalt
Dr.
Birgelen
, Fr. 26'440.80 für die Direkten Bundessteuern
1991/92,
Fr.
1'088.90 für die Werke
I._
,
Fr.
6'486.35 für die Direkt
en Bundessteuern 2003 bis 2005 und
Fr.
71'635.30 für die Gemeindesteuern
I._
_
1994-2000
(t
otal
Fr.
215'052.35;
vgl. die ent
sprechenden Verlustscheine,
Urk.
6/3-17).
Den Rest
von
circa
Fr.
80'000.-
habe er für
persönliche Aufwendungen aufgebraucht
(
Urk.
1
S. 5
).
Auch insoweit
wären
ergänzende Abklärungen darüber erforderlich, ob die betreffenden Zahlungen und wann sie erfolgt sind. Dabei
hätte
der Beschwerde
führer soweit als möglich mitzuwi
rken. Das BVG-Guthaben wurde
auf das PC-Konto Nr. 80-69938-6 ausbezahlt (
Urk.
6/7/2)
.
Damit würde gegebenenfalls ein
vom
Beschwerdeführer bei der Post
einzuholender
Zahlungsverlauf
genügen um
nachzuweisen, dass die
Verlustscheinforderungen
getilgt worden
sind
.
Sollten die geltend gemachten Zahlungen nachgewiesen sein, so hätte die Beschwerdegegnerin zu prüfen, ob
bei den
ab dem Jahr 2009 beziehungsweise ab 2010/2011 zur Verfügung gestandenen Gelder
n
von
Fr.
80’000.-
(aus dem ausbezahlten BVG-Guthaben)
und wohl mindestens rund
Fr.
380'848.16
(aus dem Verwertungsüberschuss der
Y._
)
ohne Weiteres angenommen werden kann, dass sie für den Lebensunterhalt verwendet wurden oder
ob weitere Abklärungen erforderlich sind.
Die Beschwerde ist abzuweisen.