Decision ID: 8741f252-8622-57f0-a383-8f0682c0cc72
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1954 geborene
X._
ist seit dem 1. Juni 2002 beim
Y._
als Verwaltungsangestellter
im Archiv
tätig und da
durch bei
der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA)
obligatorisch
gegen die
Folgen von Unfällen versichert. I
n der undatierten Unfallmeldung (
Eingan
g
bei der AXA am 8. August 2013)
berichtete
die Arbeitgeberin, der Versicherte sei
am 21. Juli 2013 gestürzt und habe sich dabei die Hand gebrochen (Urk. 7/A1). Im Bericht des
Z._
, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, vom 2. August 2013 über die gleichentags stattgefundene
Not
fallkonsultation
wurde eine
Schmerzexazerbation
des rechten
(dominanten)
Handgelenkes nach einem Sturz bei/mit SNAC-
Wrist
Grad 3 bei Status nach un
behandeltem Trauma circa 1980 diagnostiziert (Urk. 7/M3).
Die
AX
A kam für die Heilkosten auf u
nd erbrachte Taggeldleistungen. Gestützt auf die medizi
ni
schen Akten nahm
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chi
rurgie und
Stellvertretender Leiter des
versicherungsinternen
Medizinischen Dienstes
am
1. November 2013
Stellung
und ging von einer durch den Sturz vom 21. Juli 2013 verursachten vorübergehen
den Verschlimmerung aus, wobei gemäss Erfah
rung nach der Traumatisierung einer Handgelenksarthrose der Status quo sine nach 6-9
Monaten erreicht sei (Urk. 7/M9
).
Die AXA holte zusätzliche
Arzt
be
richte
ein und
legte
diese
Dr.
A._
vor
.
In
seiner Stellungnahme vom 7. Januar 2014 (Urk. 7/M12)
hielt Dr.
A._
an seiner Beurteilung vom 1. November 2013 fest.
Mit Verfügung vom 24. April 2014
stellte die AXA ihre Leistungen per
30. A
pril 2014 ein (Urk. 7/A11).
Dage
gen erhob der Versicherte am 22. Mai 2014
(Urk. 7/A15) Einsprache (Urk. 7/A16). Die AXA unterbreitete die Akten
ihre
m
beratenden Arzt
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, welcher seinen Bericht am 13. August 2014 erstattete (Urk. 7/M15). In der Folge wies die AXA die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 17. Oktober 2014 ab (Urk. 2 [= Urk. 7/A20]).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
17. November 2014
Beschwerde und bean
tragte
sinngemäss, der angefochtene Entscheid
sei
aufzuheben und es seien ihm weiterhin Leistungen der Unfallversicherung auszurichten
(Urk. 1 S.
1
). Mit
Be
schwerdeantwort
vom
12. Januar 2015 schloss
die Beschwerdegegnerin
auf
Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am
13. Januar 2015
angezeigt wurde (Urk. 9
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
dem Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (UVG) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfall
er
eig
nis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
li
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kau
sal
zu
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tre
tene
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungs
weise
nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sam
men
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zu
sam
men mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Per
son beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BG
E 129 V 177 E.
3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hin
weisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt
erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht pub
li
ziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheits
scha
dens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45;
BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur
säch
licher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine an
spruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zu
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfal
l
versicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S.
328 f. E.
3b, 1992 Nr. U 142 S.
76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und
Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bun
des
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und
Kos
tenvergütungen
zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) und der
Beweis
wür
digung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun
gen des
Experten begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den
Beweis
wert
ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den Berichten
versiche
rungs
in
terner
Ärztinnen und Ärzten kommt rechtsprechungsgemäss zwar nicht derselbe
Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut
ach
ten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtig
keit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 4.7).
1.5
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten,
welche ein Unfallversicherer im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus,
dass die Versicherung, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Pro
zess
par
tei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der Un
fallversicherung beauftragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergeb
nissen
gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gut
achten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch über den
30. April 2014 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihren
Einsprachee
ntscheid
vom 17. Oktober 2014
(Urk. 2)
zusammengefasst
damit
,
dass sich
der Beschwerdeführer am 21. Juli 2013 das rechte Handgelenk v
erletzt habe, es dabei jedoch
zu keiner frischen Läsion gekommen sei. Der Sturz habe
zu einer vorübergehenden Verschlim
me
rung eines vorbestehenden Zustands (
Status
nach Unfall circa
im Jahr
1980) ge
führt.
Spätestens 9 Monate nach dem Unfall sei der
status
quo sine erreicht, weshalb die Versicherungsleistungen per 30. April 2014 eingestellt würden.
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer am
17. November 2014 (Urk. 1)
beschwerde
weise
im We
sent
lichen en
tgegen, die Beurteilung von Dr.
C._
sei nicht be
rücksichtigt worden. Beim Sturz vom 21. Juli 2013 sei es zu einem neuen Bruch gekommen (Urk. 1
).
3.
3.1
Der am 2. August 2
013 erstbehandelnde Dr. med. D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte eine Mittelhandfraktur rechts und überwies den Beschwerdeführer an das
Z._
(Bericht vom 22. August 2013, Urk. 7/M1). Dort wurde gleichentags,
unter Berücksichti
gung de
s
e
rstellten Computertomo
graphie
-Bildes
(CT), eine
Schmerzexazerbation
des rechten Handgelenkes (domi
nant) nach einem Sturz bei/mit SNAC-
Wrist
Grad 3 bei Status nach unbe
han
deltem Trauma circa 1980 diagnostiziert (Urk. 7/M3). Es wurde folgender
Befund
des rechten Handgelenks beschrieben: Deformierung des
Carpus
und distalen Unter
armes; diffuse Schwellung Handgelenk (HG) dorsal; Extension HG unein
ge
schränkt, Flexion schmerzbedingt eingeschränkt; diffuse
Druckdolenz
dorsal über dem HG, leichte
Druckdolenz
über der Tabatiere.
In der Bildgebung erho
ben sie einen Status nach älterer, ni
chtkonsolidierter
Scaphoi
dquerfraktur
im mittleren Drittel mit
Pseudarthrosenbildung
und zusätzlichem Ausriss einer dor
salen Scholle sowie kleinsten
Flakes
angrenzend an den Frakturspalt, einen Sta
tus nach älterem, nicht adaptierten dorsalen
ossären
Bandausriss des Os
luna
tum
mit kleiner Scholle dorsal und einem maximalen Frakturspalt von ca. 2 mm, eine ältere
palmarbetonte
, teilkonsolidierte mehrfragmentäre Fraktur des Os
tri
que
trum
, eine ältere, leicht in Fehlstellung adaptierte Fraktur des
Processus
stylo
i
deus
radii
, eine ältere, nicht konsolidierte
Avulsionsfraktur
des
Processus
styloideus
ulnae
sowie degenerative Veränderung mit
subchondraler
Zysten
bildung und
Mehrsklerosierung
im Rahmen einer mittelgradigen RCG- und proximalen Carpal- sowie einer leichten DRUG-Arthrose.
Die Ärzte gelangten in ihrer Beurteilung zum Schluss, es zeige sich keine frische
ossäre
Läsion, sondern ein SNAC-
Wrist
Grad 3
nach einem unbehandelten Trauma vor 32 Jahren
.
Sie erachteten zur zuverlässigen Schmerzbehandlung eine Teil- oder je nach Gelenksituation
midcarpal
eine Total-
Arthrodese
des Handgelenkes für ange
zeigt (vgl. Sprechstundenbericht vom 20. August 2013, Urk. 7/M5), wozu sich der
Beschwerdeführer (vorerst) nicht entscheiden konnte, weshalb konservativ (
Gips
ruhigstellung
und Schmerzmedikation) behandelt wurde (Urk. 7/M6). Die
Haus
ärztin
Dr. med.
E._
, FMH Allgemeine Medizin Zürich, über
wies den Beschwerdeführer daraufhin an die
F._
(vgl. Urk. 7/M13-14).
3.2
Im Bericht der
F._
vom
16. Oktober 2013
über die gleichentags
erfolgte Konsultation
(Urk. 7/M7)
stellte
Dr. med.
C._
, Stellvertretende
Ober
ärztin
Handchirurgie,
die Diagnose ei
nes Status nach konservativ behan
delter Radiusfraktur rechts vom 21. Juli
2013, bei Verdacht auf
Scaphoid
pseud
arthrose
, ein
em
SNAC-
wrist
Stadium I-II und einer DISI-Fehlstellung. Sie hielt in der Beurteilung fest, zur genaueren Beurteilung der
Arthrosesituation
sei
noch eine Computertomographie des rechten Handgelenks durchzuführen. Leider
lägen auch die Vergleichsbilder vom Unfall nicht vor.
Nach Vorlage des in
ihrem Haus am 18. Oktober 2013 angefertigte
n
CT-Bildes
berichteten Dr.
C._
,
und Dr. med. G._
, Oberarzt Obere Extremitäten /
Handchirur
gie
, a
m 28. Okto
ber 2013 (Urk. 7/M8)
wie folgt:
Scaphoidpseudarthrose
; Status nach in
Fehlstellung konsolidierter distaler
Radi
usfraktur
mit Abkippen der distalen
Radius
gelenksfläche
nach volar und De
formation der distalen Radiusepiphyse;
mittel
schwere radiocarpale Arthrose mit
intrakartilaginären
Osteophyten
der
Fossa
lunata
radii
; leichte Arthrose am distalen
Radioulnargelenk
;
Pisotrique
tral
arthrose
; Zeichen einer generalisierten
Osteopenie
. Sie hielten
fest, ihres Er
ach
tens seien die Beschwerden weniger auf die Radiusfraktur vom Juli 2013 zurück
zuführen, sondern viel eher auf die seit Jahren bestehenden Verletzungen im rechten Handgelenk.
Auch sie empfahlen grundsätzlich eine
Panarthrodese
. Wegen gleichzeitig geklagten gelegentlichen Einschlafgefühle
n
der mittleren Finger rechts veranlassten die Ärzte der
F._
noch eine
elektro
phy
siologische
Untersuchung (Urk. 7/M8), welche rechts ein Carpaltunnelsyndrom bestätigte, wobei trotz fehlender Klinik auch linksseitig ein
Carpaltunnel
syn
drom
nachgewiesen werden konnte, weshalb mit gleichzeitiger
Panarthrodese
eine Carpaldachspaltung als indiziert erachtet wurde (Urk. 7/M10-11).
3.
4
Dr.
A._
hielt in seiner Stellungnahme vom 1. November 2013
(Urk. 7/M9)
fest, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege eine Aktivierung der
vorbestehen
den
Handgelenksarthrose durch den
Sturz vom 21. Juli 2013 vor. In der Com
puter
tomographie (
CT
)
vom 2. August 2013 würden sich keine frischen struk
turellen Verletzungen zeigen. Der Eintrag von
Dr.
C._
, es habe eine konser
vative Therapie nach einer distalen Radiusfraktur vom Juli 2013 stattgefunden, sei falsch. Die Feststellungen im Bericht des
Z._
seien nachvollziehbar. Den Akten sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem Handgelenksunfall vor 33 Jahren immer Beschwerden gehabt habe bei Belastung, welche erträglich gewesen seien. Eine Verschlimmerung der Handgelenksarthrose durch die Handgelenksdistorsion anlässlich des Sturzes vom 21. Juli 2013 sei medizinisch plausibel und überwiegend wahrscheinlich.
3.
5
In der Stellungnahme vom 7. Januar
2014 (Urk. 7/M12) führte Dr.
A._
zusam
mengefasst aus, es bestehe heute noch eine Teilkausalität der rechtsseitigen Handgelenksbeschwerden zum Unfall vom 21. Juli 201
3.
Zwischenzeitlich sei
ein b
eidseitiges Karpaltunnelsyndrom
elektrophysiologisch diagnostiziert wor
den
(vgl. auch Urk. 7/M10-11). Ein Zusammenhang mit dem Unfall sei dabei un
wahr
scheinlich, da der
Nervus
medianus
bereits eine massive Schädigung auf
weise,
zum Zeitpunkt des Unfalles keine Sensibilitätsstörungen vorhanden ge
we
sen seien und keine Verletzung entstanden sei, welche den
Nervus
media
nus
kompromittiert hätte.
Hinsichtlich der
CT vom 2. August 2013 sei nochmals darauf hinzuweisen, dass keine frischen Frakturen, insbesondere nicht am dis
ta
len Rad
ius, gezeigt würden; er habe die
CT nochmals gründlich durchgesehen. Er halte daran fest, dass angesichts der ausgeprägten Handgelenksarthrose der Sturz vom 21. Juli 2013 zu einer Verschlimmerung geführt habe. Es handle sich um eine vorübergehende Verschlimmerung. Der Status quo sine sei erfahrungs
gemäss nach 6-9 Monaten erreicht.
3.
6
Dr.
B._
schloss sich im Bericht vom 13. August 2014 der Beurteilung von
Dr.
A._
vollumfänglich an (Urk. 7/M15). In der CT vom 2. August 2013 sei bildgebend keine frische Fraktur
nachgewiesen worden
. Die Festsetzung eines Status quo sine circa 9 Monate nach dem Sturzereignis vom 21. Juli 2013
sei nach
vollziehbar.
Es gelte zu beachten, dass ein sehr schwerer Vorzustand mit weitgehender Destruktion des
Karpus
und Kollaps desselben vorliege, ein sol
cher über lange Zeit in erträglichem Ausmass Beschwerden verursachen könne und dann erstmals nach einer leichten Traumatisierung, einer ungewöhnlichen Belastung und zum Teil spontan aus eigener Dynamik heraus
exazerbiere
und akut behandlungsbedürftig werde.
Die CT der
F._
vom 18. Oktober 2013 sei von Dr.
A._
zwar nicht berücksichtigt worden, er (Dr.
B._
) komme nach deren Überprüfung aber zum Schluss, dass der Befund derselbe sei wie in der CT vom 2. August 201
3.
Es ändere sich also nichts an der bisherigen Beur
tei
lung der Kausalität oder des Status quo sine.
Das geklagte Beschwerdebild sei anhand des Vorzustandes vollumfänglich erklärbar und bedürfe einer
Handge
lenks
arthrodese
, wobei diese vollumfänglich dem Vorzustand anzulasten sei.
4.
4.1
Dass ein krankhafter Vorzustand im rechten Handgelenks-Bereich des Be
schwerdeführers bes
teht
, ist unbestritten und aufgrund der medizinischen
Akten
ausgewiesen.
Dass sich die Beschwerdegegne
rin im angefochtenen
Einsprache
e
nt
scheid
diesbezüglich
im Wesentlichen auf die Beurteilung der
Dres
.
A._
und
B._
abstützte
, ist nicht zu beanstanden.
Diese
be
gründeten nachvollziehbar
– und überdies in Übereinstimmung mit den Ärzten
des
Z._
–
, dass
bildgebend
aufgrund
des
CT
-Bildes
vom 2. August 2013
keine frische Läsion nachweisbar
ist.
Dr.
B._
berücksichtigte in seiner Beurteilung vom 13. August 2014
so
dann
zusätzlich
das am
18. Oktober 2013
angefertigte CT-Bild
, welche
s
den
selben Befund auf
w
eist
.
Dr.
C._
hingegen lag
bei ihrer Beurteilung vom 16. Oktober 2013
das
echtzeitliche CT-Bild
vom 2. August 2013 nicht vor; sie holte dies auch später nicht ein. Im Bericht vom 28. Oktober 2013 konnte sie dann schliesslich „bloss“ noch einen Status nach in Fehlstellung konsolidierter distaler Ra
diusfraktur feststellen und keine frische Fraktur.
Der
Beschwerde
gegnerin
ist daher beizu
pflichten, wenn sie in der Beschwerdeantwort vom 12. Janu
ar 2015 festhält, dass davon ausgegangen werden könne, die ursprüng
lich gestellte Diagnose sei in den Nachfolgeberichten ohne weitere Überprüfung und entsprechende Bestä
tigung übernommen worden (Urk. 6 S. 5). Im Sinne des Gesagten erscheint die Beurteilung der
Dres
.
A._
und
B._
schlüssig, n
icht zuletzt
auch
aufgrund
des von
Dr.
B._
festgestellten
identischen Befunds
der CT-Bilder vom 2. August und vom 18. Oktober 201
3 und liegen letztlich keine divergierenden
medizinischen Beurteilungen vor.
Auch
Dres
.
C._
und
G._
führten in ihrem Bericht vom 28. Oktober 2013 die Beschwer
den weniger auf
den Sturz vom Juli 2013, sondern vielmehr auf die seit Jahren bestehenden Ver
letzungen im rechten Handgelenk zurück und hielten somit ei
nen Kausal
zu
sammenhang für unwahrscheinlich.
4.2
Angesichts des bereits bestehenden krankhaften Vorzustands, der fehlenden strukturellen Schädigungen beim Sturz vom 21. Juli 2013 sowie der medizini
schen Erfahrungswerte erscheint es somit nachvollziehbar, dass die
Dres
.
A._
und
B._
von einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes ausgingen, wobei
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
der Status quo sine circa 9 Monate nach dem Sturzereign
is vom 21. Juli 2013 erreicht ist
.
5.
Nach dem Gesagten
erweist sich der Fallabschluss per 30. April 2014 als rech
tens, da zu diesem Zeitpunkt vom Erreichen des
status
quo sine auszugehen ist. Damit
ist die Beschwerde abzuweisen.