Decision ID: a3b0b0a8-ec38-4533-997d-8758cc2c1c15
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Im Rahmen der gegen A. geführten Strafuntersuchung führte die  (nachfolgend «BA») am 30. Juli 2019 in den Wohnräumen von A. eine Hausdurchsuchung durch und stellte diverse Gegenstände sicher (act. 3.1). Mit Schreiben vom 31. Juli 2019 und 6. August 2019 liess A. die Siegelung der sichergestellten Gegenstände verlangen (act. 1.2, 1.3).
B. Am 9. August 2019 stellte die BA beim Kantonalen  in Bern einen Antrag auf Entsiegelung und Durchsuchung u.a. der  der Hausdurchsuchung sichergestellten schwarzen Festplatte «ICY BOX» (act. 1.4, Rechtsbegehren Ziffer 1). Zugleich führte die BA im Entsiegelungsgesuch aus, dass auf den Siegelungsantrag von A. in Bezug auf die Festplatte «ICY BOX» mangels einer rechtsgenüglichen Begründung nicht eingetreten werde und die Daten auf der Festplatte «ICY BOX»  werden dürften (act. 1.4, S. 3 f.). Der Gerichtspräsident des  Zwangsmassnahmengerichts orientierte die Parteien mit Schreiben vom 12. August 2019, dass das Gericht in Erwägung ziehe, auf den  betreffend die Festplatte «ICY BOX» nicht einzutreten. Zur  führte er aus, dass ein nicht versiegelter Gegenstand nicht entsiegelt werden könne (act. 1.5).
C. Mit Beschwerde vom 22. August 2019 gelangte A. an die  des Bundesstrafgerichts und beantragte, es sei unter Kosten- und  auf das Siegelungsgesuch vom 6. August 2019  und die beschlagnahmte Festplatte sei antragsgemäss zu versiegeln. Des Weiteren ersuchte A. um Einsetzung von Rechtsanwalt Samuel Droxler als amtlicher Verteidiger für das Beschwerdeverfahren (act. 1).
D. Mit Eingabe vom 28. August 2019 teilte die BA der Beschwerdekammer mit, dass sie gleichentags beim Kantonalen Zwangsmassnahmengericht  die Festplatte «ICY BOX» ein Entsiegelungsgesuch gestellt habe,  das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abzuschreiben sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten von A. (act. 3). Mit Schreiben vom 5. September 2019 liess sich A. zur Eingabe der BA vernehmen und ersuchte um Kostenauferlegung zulasten der BA (act. 5). Die BA verzichtete mit Schreiben vom 19. September 2019 auf die Einreichung einer  (act. 7).
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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Das Beschwerdeverfahren ist abzuschreiben, wenn die im Zeitpunkt der Be-
schwerdeeinreichung gegebene Beschwer im Verlauf des  dahinfällt und die Beschwerde gegenstandslos wird (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Diss. 2011, N. 554 m.w.H. in Fn 1959).
1.2 Das aktuelle Interesse des Beschwerdeführers am Beschwerdeverfahren ist nach der zwischenzeitlich erfolgten Siegelung der sichergestellten Festplatte «ICY BOX» weggefallen, weshalb das Beschwerdeverfahren zufolge  als erledigt abzuschreiben ist.
2. 2.1 Bei Eintritt der Gegenstandslosigkeit eines Beschwerdeverfahrens wird die-
jenige Partei kosten- und entschädigungspflichtig, welche die  des Rechtsmittels verursachte (TPF 2011 31 m.w.H.; vgl. u.a.  des Bundesstrafgerichts BB.2019.49 vom 3. Mai 2019; BB.2017.218, BP.2017.83 vom 15. Februar 2018; BB.2016.366 vom 6.  2016; BB.2016.284 vom 7. September 2016; BB.2016.274 vom 26. Juli 2016).
Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit zu  und wird damit grundsätzlich kosten- und entschädigungspflichtig.
2.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten auf die  zu nehmen (Art. 423 Abs. 1 StPO).
2.3 Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf Entschädigung seiner  für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im  Beschwerdeverfahren (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Im Beschwerdeverfahren besteht die Parteientschädigung zur Hauptsache aus den Anwaltskosten, welche das Honorar und die notwendigen Auslagen umfassen (vgl. Art. 11 ff. des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in  [BStKR; SR 173.713.162]). Das Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewiesenen Zeitaufwand der Anwältin oder des  für die Rechtsvertretung bemessen (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Wird mit der einzigen oder letzten Eingabe keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht das Honorar nach Ermessen fest (Art. 12 Abs. 2 BStKR).
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Nachdem der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Gericht keine Kostennote eingereicht hat, ist dem Beschwerdeführer eine  von Fr. 1‘000.-- (inkl. MwSt.) zuzusprechen (vgl. Art. 10 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 BStKR). Damit hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1‘000.-- auszurichten.
3. Bei diesem Ergebnis ist das Gesuch des Beschwerdeführers (RP.2019.67) um Einsetzung von Rechtsanwalt Samuel Droxler als amtlicher Verteidiger als gegenstandslos abzuschreiben.
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