Decision ID: 24e4830b-d646-5353-914b-1cf726510147
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1971
, war
letztmals vom Juni 2008 bis Juni 2009 beim
Restaurant Y._
(
Urk.
8/6/3) als Kellnerin (
Urk.
8/5 S. 1) erwerbstätig und anschliessend nichterwerbstätig, als sie sich am 2
3.
Juni 2015
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug anmel
dete
(
Urk.
8/1)
. Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, liess
die
Ver
si
chert
e
ärzt
lich begutachten (Gutachten vom
1
1.
Juli 2016
; Urk. 8/
22/1-37
).
Mit Schrei
ben vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
8/23) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass
sie
mit einem Alkoholentzug und einer längeren Entwöhnungsbehandlung
ihren Gesundheitszustand
wesentlich verbessern
könne, und forderte sie auf, ihr bis 1
2.
August 2016 bekannt zu geben, bei welchem Arzt oder Ärztin sie diese
Mass
nahme durchführen werde.
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 8/
32
und
Urk. 8/
34
)
stellte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
7.
August 2017
(Urk. 8/
36
= Urk. 2) einen Invaliditätsgrad von
10
%
fest und
verneinte einen Anspruch der
Versicherten
auf eine Invalidenrente
.
2.
2.1
Die
Versicherte erhob am
1
2.
September 2017
Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Ver
fü
gung vom
7.
August 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuhe
ben
und es sei
ihr eine Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen.
In prozessualer Hinsicht beantragte die Versicherte die Gewährung der unentgeltlichen Prozess
füh
rung (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
9.
Okto
ber 2017
(Urk.
7
) die Abweisun
g der Beschwerde.
2.2
Mit Zwischenentscheid vom 1
5.
Dezember 2017 (
Urk.
12) wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessfü
hrung abgewiesen und
es wurde
der Beschwerdeführerin
die Gelegenheit eingeräumt
, um
zur Statusfrage beziehungsweise zur Frage nach ihrer Qualifikation als Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige (ohne anerkann
ten Aufgabenbereich) im Rahmen der Invaliditätsbemessung ergänzend Stellung zu nehmen.
Mit Eingabe vom 3
0.
Januar 2018 (
Urk.
14) beantragte die Beschwerdeführerin in Ergänzung ihres beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehrens, ev
entuell
seien
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (S. 2). Am 1
4.
Februar 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine erneute Stellungnahme (
Urk.
19), wovon die Beschwerdeführerin am 2
3.
Februar 2018
in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
7.
August 2017
(Urk. 2)
davon aus,
dass
der
Beschwerdeführer
in, welche als Erwerbstätige zu qualifizieren sei, die Ausübung
angepasster Tätigkeiten vollzeit
lich zuzumuten sei
(S.
1), und dass beim Einkommensvergleich auf Grund des Um
standes, dass
die
Beschwerdeführerin zuletzt eine Tätigkeit im Service ausge
übt habe,
bei der Bemessung des
Valideneinkommens
auf Tabellenlöhne für
Ser
viceangestellte abzustellen sei. Da ein Invaliditätsgrad von 10
%
resultiere, sei ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu verneinen (S. 2).
2.2
D
i
e Beschwerdeführer
in
bringt
hiegegen
vor, dass
sie auf Grund einer erheblichen Intelligenzminderung keine vollwertige berufliche Ausbildung habe absolvieren können, weshalb das
Valideneinkommen
nach der Methode für Frühinvalide (Art. 26
Abs.
1
der Verordnung ü
ber die Invalidenversicherung,
IVV)
zu bemessen und auf
Fr.
81'500.-- festzusetzen sei (
Urk.
14 S. 7). Dabei resultiere
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
(
Urk.
14 S. 9).
3.
3.1
Vorerst
zu prüfen ist die
Statusfrage
beziehungsweise die Frage
, ob
die Be
schwer
deführerin
im Gesundheitsfall ganz, teilzeitlich oder überhaupt nicht erwerbstätig wäre
.
3.2
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
ten
revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts
bemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
stän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten
und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei
gungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Be
urteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen wer
den (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
3.3
Dem Auszug aus dem individuellen Konto der Beschwerdeführerin (
Urk.
8/6/3) ist zu entnehmen, dass die zuletzt vom
1.
Juni 2008 bis 3
0.
Juni 2009 beim Restau
rant Y._
erwerbstätig war. Seither hat
sie keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt.
3.4
Anlässlich des Standortgesprächs vom 2
1.
Juli 2015 gab die Beschwerdeführerin gegenüber der
Beschwerdegegnerin an, dass sie seit dem Jahre 2009 keine Erwerbs
tätigkeit ausgeübt habe, dass sie zuletzt im Service in einem Café bezieh
ungsweise Restaurant gearbeitet habe, und dass sie dieses Arbeitsverhältnis selbst gekündigt habe, weil sie von Gästen immer wieder auf ihr Äusseres angesprochen worden sei. Sie habe sich anschliessend
erneut
auf
offene
Stell
en im Verkauf und Service beworben. Aus
ästhetischen Gründen
hat sie
jedoch stets Absagen erhalten (
Urk.
8/5/1).
3.5
Gegenüber den Gutachtern
der MEDAS
Z._
gab die Beschwerdeführerin an, dass
es sich bei der Tätigkeit
, die sie in den Jahren 2008 und 2009 ausgeübt habe,
nicht ausschliesslich um eine Tätigkeit als Kellnerin gehandelt
habe
. Sie habe dabei auch beim Kochen mitgearbeitet, Getränke im Keller verstaut und die
Küche, die Fenster und die Böden gereinigt. Dieses Arbeitsverhältnis habe sie selbst
gekündigt, weil sie von Gästen wiederholt auf ihre Hauterscheinungen ange
sprochen worden sei. Dabei habe man sie gefragt, ob es sich bei ihrem Haut
leiden
um ein
e ansteckende Krankheit handle, was sie gestört habe (Urk. 8/22/1-37 S. 9).
3.6
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
7.
August 2017
(Urk. 2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit ab Juli 2009 nicht frei
willig auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit verzichtet habe, weshalb sie als vollzeitlich Erwerbstätige zu qualifizieren sei, und weshalb bei
der Bemes
sung des
Valideneinkommens
auf Tabellenlöhne
für Serviceangestellt
e
im Um
fang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensum
s
abzustellen
sei. Die Frage nach der Qualifikation der Beschwer
deführerin als Erwerbstätige oder als Nichterwerbs
tätige (ohne anerkannten Aufgabenbereich) kann vorliegend indes offengelassen werden, wenn ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin selbst bei einer Quali
fikation als Erwerbstätige (im vollzeitlichen Umfang) zu verneinen wäre.
4.
4.1
Im Folgenden gilt es
die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medi
zi
nische Aktenlage zu prüfen.
4
.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem
Bericht vom
2
3.
August 2015 (
Urk.
8/7/1-5) die folgenden
, sich auf die Arbeits
fähigkeit auswirkenden
Diagnosen (
Ziff.
1.1):
-
Verdacht auf Intelligenz-Minderung
-
Neurofibromatose
mit
/bei
:
-
zahllosen Neurofibrom-Knoten im Gesicht, Hals, Armen und überall
-
Nachteilen im Sozialkontakt
-
Zustand nach diversen Knoten-Entfernungen
-
depressive Krankheit nach jahrelangen Misserfolgen mit/bei:
-
Zustand nach
Suizidversuchen in den Jahren 1994 und 2011
-
überhöhter Alkoholkonsum
Der Arzt erwähnte, dass die knotige Hautveränderung und die dadurch erfolgte soziale Ausgrenzung eher schlimmer würden (
Ziff.
1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit dem Jahre 2010 stellenlos (
Ziff.
1.6). Der Beschwerdeführerin sei die Aus
übung von Hilfsarbeiten im Hintergrund zuzumuten. Solche Arbeitsstellen liessen sich aber nicht finden (
Ziff.
1.7). Allenfalls sei eine Alkohol-Entzugstherapie
zu empfehlen (
Ziff.
1.8).
4
.3
Die Ärzte der MEDAS
Z._
erwähnten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
8/22), dass die Beschwerde
führerin am 18., 2
5.
und 2
6.
Mai 2016 internisti
sch, psychiatrisch, neurologisch und neuropsychologisch untersucht worden sei (S. 1) und stellten die folgenden Diagnosen (S. 29 f.):
Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit:
-
Morbus Recklinghausen
Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende Spannungskopfschmerzen
-
Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom rezidiv beidseits
-
Raynaud-Syndrom linker Zeigefinger
-
Alkoholabhängigkeit, ständiger Substanzgebrauch
-
grenzwertige Intelligenz
-
Nikotionkonsum
-
Dyspepsie
Eine am 1
8.
Mai 2016 durchgeführte Haaranalyse habe einen Messwert von
Ethyl
glucoronid
ergeben, welcher für einen starken, chronischen Alkoholkonsum spreche (S. 18). Die neuropsychologische Untersuchung habe
teilweise
deutlich bis weit unterdurchschnittliche
Testresultate ergeben. Eine leichte Intelligenz
min
derung könne indes nicht diagnostiziert werden. Es sei vielmehr von einer grenz
wertigen Intelligenz auszugehen (S. 19).
Die psychiatrische Untersuchung habe keine Anhaltpunkte für affektive Stö
rungen, Angsterkrankungen, Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis oder Persönlichkeitsstörungen ergeben. Infolge der grenzwertigen Intelligenz ver
füge die Beschwerdeführerin nur über wenige Coping-Strategien und sei schnell überfordert. Sie brauche von aussen Hilfe, um ihr Leben adäquat zu führen und um im Beruf
eine genügende Leistung erbringen
zu können
(S.
21).
Sie
werde durch die Neurofibrome des Morbus Recklinghausen sowie die grenzwertige Intel
li
genz beeinträchtigt und habe
Mühe
auf dem Arbeitsmarkt, wo das Aussehen eine relevante Rolle spiele, Fuss zu fassen. In psychiatrischer Hinsicht bestehe indes
weder in der bisherigen noch in einer adaptierten Tätigkeit
eine relevante
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 22).
Auf Grund einer beginnenden Degeneration der Wirbelsäule und eines Rezidivs eines Karpaltunnelsyndroms beidseits sei der Beschwerdeführerin die Ausübung körperlich schwerer und andauernd mittelschwerer
Arbeiten
sowie Tätigkeiten, welche repetitive Handbelastungen erforderten, nicht mehr zuzumuten. Auf Grund des Morbus Recklinghausen sei
ihr zudem
die Ausübung von Tätigkeiten mit Sozialkontakt und
von solchen
, bei welchem das Aussehen eine Rolle spiele
,
nicht mehr zuzumuten (S.
33).
Auf Grund der durch den
Morbus Recklinghausen verursachten Hautveränderungen
bestehe in Bezug auf die bisherige Tätigkeit, welche teilweise Publikumskontakt beinhaltet habe,
eine Arbeits
unfähigkeit von 50
%
(S. 34)
seit der Aufgabe dieser Tätigkeit im Jahre 2009 (S. 36)
.
Die Beschwer
deführerin sei insbesondere in der Ausübung von Tätigkeiten, welche eine Kom
petenz- und
Wissensanwendung beinhalteten und welche die Planung und Struk
turierung von Aufgaben sowie Bewältigungsstrategien bei unerwarteten Prob
lem
situationen erforderten, beeinträchtigt.
Die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis gelegentlich mittelschwerer, geistig einfacher und leicht zu erlernender Tätigkeiten, ohne grössere soziale Kontakte
, ohne Zugang zu Alkohol, ohne thermische Belastung der Hände und ohne Vibrationen
sei der Beschwerde
führer
in
jedoch
ohne Leistungseinschränkung im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten
(S. 36).
4
.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt
des
Psychiatriezentrum
s
C._
,
stellte in seinem Bericht vom
7.
Novem
ber 2016 (
Urk.
8/29) die folgende, die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Diagnose (Ziff. 1.1):
-
Morbus Recklinghausen
Er erwähnte, dass es sich bei der Alkoholproblematik um eine Nebendiagnose handle, welcher für die Arbeitsfähigkeit keine Bedeutung zukomme. Auf Grund der Intelligenzminderung
sei eine
Entwöh
n
ungstherapie im Sinne einer psychia
trisch-psychotherapeutischen Intervention im engeren Sinne bei der Beschwerde
führerin
nur begrenzt möglich.
Da die Beschwerdeführerin einen stationären Alkoholentzug ablehne, sei vereinbart worden, dass
sie
eine Konsumreduktion in Eigenregie umsetze
(
Ziff.
1.4)
.
Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
werde auf die
Beurteilung durch die Gutachter der
Z._
verwiesen
(
Ziff.
1.6-1.7).
4
.5
PD
Dr.
med. univ.
D._
, Facharzt für Neurologie,
Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
8/31/3-4) aus, dass das Gutachten der Ärzte der
Z._
vom
1
1.
Juli 2016
detailliert auf die Aktenlage eingehe und umfassende Befunde enthalte, weshalb darauf abgestellt werden könne (S. 1).
Gestützt
dar
auf sei daher von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in behinderungsangepassten Tätigkeiten auszugehen. Es sei ein Alkoholentzug und eine längere Entwöhnungsbehandlung indiziert. Nach erfolgtem Entzug und gefestigter Abstinenz sei
vorgesehen,
in ungefähr einem Jahr im Rahmen einer Nachuntersuchung eine medizinische Neu
beurteilung vorzunehmen (S. 2).
5
.
5
.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Ärzte der
Z._
in ihrem Gutachten vom 1
1.
Juli 2016
(vorstehend E.
4.3
) und
Dr.
B._
in seinem Bericht vom
7.
November 2016 (
vorstehend E.
4.4
)
übereinstimmend
davon ausgingen, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich durch einen
Morbus
Recklinghausen
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde. Demgegenüber vertrat
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 2
3.
August 2015 (vorstehend E.
4.2
) die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin nicht nur durch den Morbus Reckling
hausen beziehungsweise durch eine
Neurofibromatose
,
sondern zusätzlich durch einen Verdacht auf Intelligenz-Minderung, durch eine depressive Krankheit und durch einen überhöhten Alkoholkonsum in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde.
In ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stimmten die beteiligten Ärzte
jedoch insoweit
überein
,
als
Dr.
A._
der Beschwerdeführerin die Ausübung von Hilfsarbeiten im Hintergrund (vorstehend E.
4.2
) und die Ärzte der
Z._
(vorstehend E.
4.3
) der Beschwerdeführerin die Ausübung
behinderungs
angepasster, körperlich leichter bis gelegentlich mittelschwerer, geistig einfacher und leicht zu erlernender Tätigkeiten, ohne grössere soziale Kontakte, ohne Zugang zu Alkohol, ohne thermische Belastung der Hände und ohne Vibrationen
im vollzeitlichen Umfang zumuten wollten. Damit übereinstimmend
gingen auch
PD
Dr.
D._
in seiner Stellungnahme vom
1
1.
Juli 2016 (
vorstehend E.
4.5
)
und
Dr.
B._
in seinem Bericht
vom
7.
November 2016 (
vorstehend E.
4.4)
davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung behinderungsangepasster Tätig
keiten im vollzeitlichen Umfang zuzumuten sei.
5
.2
5.2.1
In Bezug auf die Beurteilung durch
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 2
3.
August 2015 (vorstehend E.
4.2
) gilt es zu beachten, dass es sich bei diesem um einen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und nicht um einen solchen für Psy
chiatrie und Psychotherapie handelt. Insoweit dieser
eine
Depression
, eine
Intel
ligenz-Minderung
und einen
überhöhten Alkoholkonsum
diagnostizierte
, und
die
Ansicht vertrat, dass die Beschwerdeführerin
dadurch massgeblich in
ihre
Arbe
its
fähigkeit beeinträchtigt werde, kann
auf dessen Beurteilung
nicht abgestellt werden
. Denn
Dr.
A._
fehlt es an
einer dafür angezeigten fachärztlichen Weiterbildung im
Fachgebiet
Psychiatrie
und Psychotherapie
.
Demzufolge
kann auf die Beurteilung durch
Dr.
A._
vorliegend nicht abgestellt werden.
5.2.2
Ergänzend gilt es in Bezug auf die Beurteilung durch
Dr.
A._
zu berücksichtigen, dass es nach der Rechtsprechung wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fachärzte und Fachärztinnen und des Begutachtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung un
erkannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteile des Bundesgerichts 9C_252/2012 vom
7.
September 2012 E. 8.4
und 8C_784/2011 vom 1
5.
Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorlie
gend
nicht gegeben.
5.3
Demgegenüber erfüllt das Gutachten der Ärzte der
Z._
vom
1
1.
Juli 2016 (vorstehend E.
4.3
)
die praxisgemässen Anfor
derungen für eine beweis
kräf
tige medizinische Ent
schei
dung
sgrundlage (vgl. vor
ste
hend E.
1.3
). Denn die Gutachter verfügen als Fachärzte für Allgemeine Innere Medizin, für Psychiatrie und Psycho
therapie und für Neu
rologie
über die für die Beur
teilung des Gesundheitsschadens der Beschwer
de
führerin angezeigten fachärztlichen Aus- und Weiter
bildungen. Sie hatten zudem Kenntnis sämtlicher medi
zinischer Vor-ak
ten, setzten sich
mit
den geäusser
ten Beschwerden
aus
einan
der und begründeten
ihre Schlussfolge
rungen
in nachvoll
ziehbarer Weise
.
Insbesondere vermag zu über
zeugen, dass
die Gutachter
in Berücksichtigung der Ergebnisse der
von ihnen veranlassten
neuro
psychologischen Untersuchung davon ausgingen, dass eine leichte Intelligenz
min
derung nicht zu diagnostizieren sei, und dass lediglich eine grenzwertige Intelligenz ausgewiesen sei. Sodann vermag
deren Beurteilung auch insofern
zu überzeugen,
als sie davon ausgingen, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich durch einen Morbus Recklinghausen
und die damit verbundenen
Hautverän
de
rungen in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde
. Sodann vermag zu über
zeugen, dass sie der
Alkoholabhängigkeit
keinen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
beimassen,
dass
sie
eine
Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit
aus psychischen
ver
neinten
, und dass
sie
der Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungs
an
gepassten, dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit im vollzeitlichen
Umfang
zumuteten
.
Auf
die
nachvollzieh
bare und überzeugende Beurteilung durch
die
Gutachter
der
Z._
kann
vorliegend daher
abgestellt werden
.
6.
6.1
Demzufolge hat g
estützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte
der
Z._
(vorstehend E.
4.3
) und auf die grundsätzlich damit überein
stimmen
den Beurteilungen durch
Dr.
B._
(vorstehend E.
4.4
) und
PD
Dr.
D._
(vor
stehend E.
4.5
)
als erstellt zu gelten
, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich durch
den
Morbus Recklinghausen
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtig wurde, und dass ihr die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis
(
gele
gentlich
)
mittelschwerer, geistig einfacher, leicht zu erlernender Tätigkeiten, ohne grössere soziale Kontakte, ohne Zugang zu Alkohol, ohne thermische Belastung der Hände und ohne Vibrationen im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinschränkung zuzumuten war.
6.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änder
ten
, besteht - entgegen den
diesbezüglichen
V
orbringen
der
Be
schwer
deführerin
(
repli
cando
;
Urk.
1
4
S.
2) - für weitere Abklärungen keine Notwendig
keit und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
7.
7.1
Im Folgenden sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
7
.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
über
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog.
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7
.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des
hypotheti
schen
Renten
be
ginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidenti
scher Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der
Ver
gleichs
ein
kommen müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden
(BGE
129 V 222 E.
4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
7
.4
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1
IVV
festgehaltenen Abstellens auf die
AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kommen bei der Berechnung der IV-recht
lich mass
gebenden hypothetischen Vergleichseinkommen kann das
Vali
den
ein
kom
men
Selbständig- (Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 200
9 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch
Unselbständigerwerbender
(Urteil des Bundes
ge
richts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto bestimmt wer
den.
Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträch
tigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf
Erfah
rungs
- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne) abzustellen
, wie sie in der Schwei
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) enthalten sind (
Urteil des Bundesgerichts
8C_220/2018 vom 1
4.
November 2018
E. 5; AHI 1999 S. 237)
7
.
5
Da vorliegend ein Rentenanspruch frühestens sechs Monate nach der Anmel
dung zum Leistungsbezug vom
2
3.
Juni 2015
(Urk. 8/
1
) und
mithin frühes
tens im
Dezember 2015
entstehen k
ö
nnte (Art. 29 Abs. 1 IVG)
, sind beim Einkommens
ver
gleich die Verhältnisse
des
Jahres
2015
mass
ge
b
end.
Da gemäss der Beur
tei
lung durch die Gutachter der
Z._
seit dem Zeitpunkt de
s Verlustes der Tätigkeit beim
Y._
per Ende Juni 2009 (vgl.
Urk.
8/6) in Bezug auf diese Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestand (
Urk.
8/22/1-37 S.
36), ist davon aus
zugehen, dass der Gesundheitsscha
den zu diesem Zeitpunkt eintrat, und dass
die Beschwerde
führerin
das Arbeitsverhältnis mit dem
Y._
aus gesundheit
lichen Gründen selbst kündigte.
8.
8.1
Die
Beschwerdeführerin
verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung (
Urk.
8/5/1-4 S. 2) und war vor Eintritt des Gesundheitsschadens hauptsächlich im Detailhandel als Verkäuferin und in der Gastronomie als Kellnerin tätig (Urk. 8/6).
Replicando
macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sie auf Grund einer erheblichen Intelligenzminderung keine vollwertige Ausbildung habe absol
vieren können, weshalb das
Valideneinkommen
gemäss
Art.
26
Abs.
1 IVV zu bestimmen sei.
8.2
Zu prüfen ist daher
, ob die Beschwerdeführerin nach
Art.
26
Abs.
1 IVV als Früh
invalide zu betrachten ist, was im Einkommensvergleich eine Aufwertung des
Valideneinkommens
zur Folge hätte.
8.3
Für Versicherte ohne Ausbildung sieht
Art.
26
Abs.
1 IVV vor: Konnte die ver
sicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben, entspricht das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktuali
sierten Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Sta
tistik (LSE)
:
-
vor dem 2
1.
Geburtstag
:
70
%
-
ab dem 2
1.
bis zum 2
5.
Geburtstag
:
80
%
-
ab dem 2
5.
bis zum 3
0.
Geburtstag
:
90
%
-
ab dem 3
0.
Geburtstag
:
100
%
Gemäss
Ziff.
3035 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) des
Bundesamtes für Sozialversicherungen (
BSV
)
sind Frühinvalide Versicherte, die seit ihrer Kindheit einen Gesundheitsschaden aufweisen und deshalb keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten. Dazu gehören Versicherte, welche zwar eine Berufsausbildung beginnen und allenfalls auch abschliessen, zu Beginn der Ausbildung jedoch bereits invalid sind und mit dieser Ausbildung nicht dieselben Verdienstmöglichkeiten reali
sieren können wie eine nichtbehinderte Person mit derselben Ausbildung.
Steht dage
gen fest, dass nicht invaliditätsbedingte Gründe, wie
zum Beispiel
solche familiärer oder finanzieller Art
,
den Erwerb genügender beruflicher Kenntnisse verunmöglichten, liegt keine Geburts- oder Frühinvalidität vor (
Ziff.
3036 KSIH
).
Nach
Ziff.
3037 KSIH ist als
«
Erwerb von zurei
chenden beruflichen Kenntnissen»
die abgeschlossene Berufsausbildung zu betrachten. Dazu gehören auch
Anleh
ren
, wenn sie auf einem besonderen, der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse vermitteln wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche Ausbildung und den Versicherten in Bezug auf den späteren Ver
dienst praktisch die gleichen Möglichkeiten eröffnen.
8.4
Der jährlich aktualisierte Medianwert gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bun
desamtes für Statistik (LSE) wird den Versicherern mit IV-Rundschreiben des
BSV
mitgeteilt.
Gemäss dem IV-Rundschreiben Nr. 329 vom 1
8.
Dezember 2014 «Durc
h
schnittliches Einkommen der Arbeitnehmer zur Invaliditätsbemessung
auf Grund von Artikel 26 Absatz 1 IVV
»
betrug das
auf Grund von
Art.
26
Abs.
1
IVV zu berücksichtigende durchschnittliche Einkommen der Arbeitnehmer ab
1.
Januar
2015
Fr.
82'
500
.--
im Jahr. Daraus ergeben sich die folgenden nach Alter abgestuften
Teilbeträge:
-
vor dem 2
1.
Geburtstag
(
70
%
):
Fr.
57'750.--
-
ab dem 2
1.
bis zum 2
5.
Geburtstag
(8
0
%
):
Fr.
66'000.--
-
a
b dem 2
5.
bis zum 3
0.
Geburtstag (
90
%
):
Fr.
74'250.--
-
ab dem 3
0.
Geburtstag
(100
%
):
Fr.
82'500.--
8.5
Dem neuropsychologischen Teilgutachten zum Gutachten der Ärzte der
Z._
vom 1
1.
Juli 2016
(
Urk.
8/21/1-7)
ist zu entnehmen, dass die Beschwer
de
führerin bereits im Kindes- und Jugendalter an Auffälligkeiten bezüglich der kognitiven Leistungsfähigkeit litt, dass sie in der Schule Sonderklassen besuchte
,
und
dass sie
anschliessend keine Berufsausbildung absolvierte, sondern im Rahmen
von angelernten Tätigkeiten, insbesondere als Verkäuferin und Kellnerin
(vgl.
Urk.
8/6)
, erwerbstätig war. In der neuropsychologischen Untersuchung resul
tier
ten unterdurchschnittliche Ergebnisse und
kognitive
Auff
älligkeiten. Eine leichte Intelligenzminderung (ab einem Intelligenz
quotienten von 69) wurde indes nicht
festgestellt. Die Testresultate entsprachen vielmehr einer grenzwertigen Intelli
genz
(
Urk.
8/21/1-7 S. 5).
8.6
Als Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnissen im Sinne von
Art.
26
Abs.
1 IVV ist der Abschluss einer Berufsausbildung zu betrachten. Dazu gehören auch
Anlehren
, wenn sie auf einem besonderen, der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse vermitteln wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche Ausbildung und den Versicherten in Bezug auf den späteren Verdienst praktisch die
gleichen Möglichkeiten eröffnen
(Urteil des Bun
des
gerichts 9C_611/2014 E. 4.3)
.
Den Akten sind keine Hinweise zu entnehmen (vgl.
Urk.
8/5/2
Ziff.
3,
Urk.
8/21/1-7 S. 5), dass die Beschwerdeführerin eine
Anlehre
im eigentlichen Sinne, das heisst eine vereinfachte Berufsausbildung im Sinne einer
2-jährige Lehre
beziehungsweise
Anlehre
mit Berufsattest
absolviert hätte
. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin jeweils am Arbeitsplatz
vor Ort
mit den Anforderungen an die Arbeitsstellen vertraut ge
macht beziehungsweise «angelernt» wurde, ohne eine
Anlehre
mit Berufsattest absolviert zu haben. Zu prüfen ist im
Folgenden daher, aus welchen Gründen die
Beschwerdeführerin keine
Berufsausbildung
beziehungsweise
Berufslehre
absolvieren konnte
.
8.7
Bei der Beurteilung der Frage nach dem Vorliegen einer Frühinvalidität kommt es
nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 9C_611/2014 vom 1
9.
Februar 2015 E. 5.1)
nicht nur auf den Intelligenzquotienten an, welcher
bei der Beschwerdeführerin
nicht unterhalb von 70 Punkten (
Urk.
8/21/1-7 S. 5) und damit
knapp im Normbereich
zu liegen kommt
. Vielmehr ist die Gesamtheit der gesundheitlichen Beeinträchtigungen massgebend.
Die
Beschwerdeführerin
leidet gemäss dem
neuropsychologischen Teilgutachten zum Gutachten der Ärzte der
Z._
vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
8/21/1-7)
unter einer Vielzahl von
kogni
tiven Funktionsbeeinträchtigungen im Grenzbereich zwischen mittelschwer und leicht bis mittelschwer
(
Urk.
8/21/1-7 S. 3)
, wobei
verschiedene
Aufmerksam
keits
-, Gedächtnis- und Exekutivfunktionen sowie
die
Rechtsschreibung und
das
Grundrechnen betroffen sind (
Urk.
8/21
/1-7 S. 5). Auf Grund der grenzwertigen Intelligenz
ist der Beschwerdeführerin
gemäss der Beurteilung durch die Ärzte der
Z._
nur die Ausübung geistig einfacher, leicht zu erlernender Tätigkeiten
mit einem schablonenartigen Ablauf, ohne eigene Entscheidungsbefugnis, ohne besondere Verantwortung und ohne Zeitdruck zuzumuten (
Urk.
8/22/1-37 S. 35). Es ist daher davon auszugehen, dass die bisher ausgeübten, angelernten Tätig
keiten im Verkauf und Service keine behinderungsangepassten Tätigkeiten darstellten. Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass die kognitiven Defizite bereits in der Kindheit und Jugend und daher bereits bei Eintritt ins Erwerbsleigen beziehungsweise bei Aufnahme der angelernten Erwerbstätigkeiten durch die Beschwerdeführerin bestanden (Urk. 8/21/1-7 S. 5).
8.8
Nach Gesagtem ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, welche aus gesundheitlichen Gründen keine Berufs
ausbildung absolvieren beziehungsweise keine hinreichenden
beruflichen Kennt
nisse erwerben
konnte
,
als Frühinvalide zu betrachten
ist. Sie
hat
daher
Anrecht darauf, dass dem Einkommensvergleich der nach dem Alter abgestufte Tabellen
lohn nach
Art.
26
Abs.
1 IVV zugrunde gelegt wird.
Zum Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns im Dezember 2015
war die Beschwerdeführerin 44 Jahr
e alt und
hat demnach Anspruch auf Berücksichtigung des 100-prozentigen LSE-Erwerbseinkommens
gemäss dem
IV-Rundschreiben Nr. 329
vom
1
8.
Dezember 2014
im Betrag von
Fr.
82'000.-- (vorstehend E.
8.4
) als
Valideneinkommen
.
9.
9.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebe
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu ver
wenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reich
muth
,
IVG
, 3. Aufl. 2014, N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
9.2
In der LSE 2012 erfolgten vielfältige Anpassungen der erhobenen Daten an die entsprechenden Reglemente der Europäischen Union (EU). Neu wird darunter nun nach Berufen (
Skill
Levels) differenziert statt nach den bisherigen Anforde
rungs
niveaus 1 bis 4 der Stelle. Das Bundesgericht hat in BGE 142 V 178 E. 2.5.3 fest
ge
stellt, dass das statistische Einkommen nach TA1 Kompetenzniveau 1 der LSE 2012 bei den Männern gegenüber dem Tabellenlohn nach TA1 Anforderungs
niveau 4 der LSE 2010 ein Plus von 6,3 Prozent, bei den Frauen ein Minus von 2,7 Prozent und beim Total ein Plus von 5,4 Prozent zeige, was nicht mit der Lohnentwicklung von 2010 bis 2012 übereinstimmt (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_343/2016 vom 12. September 2016 E. 6). Es hat erkannt, dass die LSE 2012 im Rahmen einer erstmaligen Invaliditätsbemessung (Art. 28 ff. IVG) und im Neuanmeldungsverfahren nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie grundsätzlich auch im Revisions
verfahren (mit Entstehung des potentiellen oder Veränderung des laufenden Ren
ten
anspruchs im Jahr 2012 oder später) zur Festlegung der Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG dennoch grundsätzlich als Beweis geeignet ist (
BGE 142 V 178
E. 2.5.7 und E. 2.5.8.1;
vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2). Laufende, gestützt auf die LSE 2010 rechtskräftig zugesprochene Invalidenrenten dürfen aber nicht allein aufgrund der Tabellenlohnwerte gemäss LSE 2012 in Revision gezogen werden (BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1
)
.
Gemäss Bundesgericht dürfen für die Invaliditätsbemessung – zumindest bis auf Weiteres – nur die (unter anderem)
nach
dem Kompetenzniveau differenzierten TA1-
Tabellen der LSE 2012 verwendet werden, hingegen nicht die TA1 b-Tabel
len (BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.7).
Das Anfor
de
rungs
niveau 4 der
LSE
2010 ent
spricht dem Kompetenzniveau 1 der
LSE
2012
(IV-Rundschreiben Nr. 328 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 22. Okto
ber 2014).
9.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schni
tts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnit
t
lichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug
soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Inva
lideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leich
ter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurtei
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän
kungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
9.4
Die Rechtsprechung gewährt einen Abzug auf dem Invali
den
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiter
tätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (
BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein des
wegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerecht
fertigt, weil der Tabellenlohn im Kompetenz
niveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schwe
ren Tätigkeiten umfasst (Urteile des Bundesgerichts 9C_187/2011 vom 30. Mai 2011 E. 4.2.1 und 9C_72/2009 vom 30. März 2009 E. 3.4).
9.5
Ein Leidensabzug ist nach der Rechtsprechung auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen oder die eingeschränkte Leistungs
fähigkeit beziehungsweise das eingeschränkte Rendement vom medizinischen Experten in der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits berücksichtigt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2 und
3.3). Sodann rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeits
fähige versicherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leis
tungsfähig ist, nach der Rechtsprechung keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteile des Bundes
ge
richts 8C_827/2009 vom 26. April 2010 E. 4.2.1, 9C_980/2008 vom 4. März
2009 E. 3.1.2, 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 4.3.3, 9C_344/2008 vom 5. Juni 2008 E. 4 und I 69/07 vom 2. November 2007 E.
5.1).
9.
6
Vorliegend
ist der Beschwerdeführer
in
gemäss der
Beurteilung
durch die Ärzte der
Z._
(vorstehend E.
4.3
) die Ausübung behinderungsangepasster, körper
lich leichter bis mittelschwerer
Tätigkeiten im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils der Gutachter der
Z._
im Umfang
eines vollzeitlichen Arbeitspensums
zuzumuten
. Die leidensbedingten Einschränkungen, insbesondere auch die kogni
tiven Defizite und die grenzwertige Intelligenz, wodurch die Beschwerdeführerin auf geistig einfache und leicht zu erlernende Tätigkeiten angewiesen ist,
sind im Zumutbarkeitsprofil der Gutachter
der
Z._
bereits enthalten
, weshalb sie
im Rahmen eines allfälligen Abzugs nicht erneut berücksichtigt werden
dürfen
(vgl. Urteile
des Bundesgerichts
9C_802/2016 vom 3
0.
März 2017 E. 4.1
und
8C_12/2017 vom 2
8.
Februar 2017 E. 5.5.1). Sodann führt die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, nicht auto
ma
tisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis
(gelegentlich)
mittelschwere Arbei
ten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompe
tenz
niveau 1
der LSE 2012
bereits eine Vielzahl von
leichten und mittelschweren Tätigkeiten um
fasst (Urteil des Bundesgerichts
8C_805/2016
vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2).
Ein
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn erscheint
vorliegend
daher nicht als gerechtfertigt
.
9.7
Da das bei der Bemessung des
Valideneinkommens
zu berücksichtigende
LSE
-Erwerbseinkommens
gemäss dem
IV-Rundschreiben Nr. 329
vom
1
8.
Dezember 2014
ohne eine Unterscheidung nach dem Geschlecht auf Grundlage des von Frauen und Männern insgesamt erwirtschafteten Verdienstes bemessen wurde
(vor
stehend E.
8.8
)
, ist
vorliegend
auch das Invalideneinkommen
ohne Unter
schei
dung nach dem Geschlecht
anhand des
Totalwerts
für
Frauen und Männer
zu bemessen.
9.8
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts
der LSE 2012
für
einfache Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) für
Frauen
und Männer
(
Total;
Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 2012)
von Fr.
4’771
.--
,
bei einer betriebs
üblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 201
5
von ins
gesamt 41.7 Stunden (www.bfs.admin.ch;
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen
), bei einem zumutbaren Beschäftigungsgrad von
100
% und
einer durch
schnittlichen
Nomin
al
lohnentwick
lung
i
m Jahre 2013
von
0.
7
%
, im Jahre 2014 von 0.8
%
und im Jahre 2015 von 0.4
%
(
www.bfs.admin.ch;
T1.10 Nominallohnindex, 2011-2017
)
r
esultiert im Jahre 2015
ein Inv
aliden
einkommen von
(abgerundet)
Fr
.
60
’826
.
-- (Fr.
4’771
.-- x
12 Mo
nate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stunden
x
1.007
x 1.008
x 1.004
)
.
10.
Der
Vergleich des
Vali
deneinkommens
von
Fr.
82'000.--
mit dem
Invaliden
ein
kommen von
Fr.
60’826
.
-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr.
2
2
'
155
.
--. Da
raus resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet)
27
%. Damit wird ein für den An
spruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von min
des
tens 40 % nicht erreicht.
Mangels einer für den Rentenanspruch relevanten
Erwerbseinbusse aus
gesund
heitlichen
Gründen
erweist sich die angefochtene Verfügung vom
7.
August
2017 (Urk. 2) im Ergebnis daher als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwer
de abzuweisen ist.
11.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung
von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.--) auf
Fr.
8
00.-- fest
zusetzen und der
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.