Decision ID: b0ff5d06-faf8-5e5b-b41f-9d7e887384f6
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Entscheid vom 13. Juli 2004 stellte die ETH-Beschwerdekommission fest, die von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) gegen A._ auf den 30. April 2004 ausgesprochene Kündigung des Arbeitsverhältnisses sei gültig. Mit Schreiben vom 2. November 2006  A._ um Revision dieses Entscheides, da ein Strafverfahren betreffend die Ereignisse, die zur Kündigung führten, eingestellt worden sei.
B. Mit Brief vom 19. Februar 2007 forderte A._ die ETHZ auf, ihm eine Abgangsentschädigung zu bezahlen. Dieses Begehren wies die ETHZ mit Schreiben vom 12. April 2007 ab. A._ erhob dagegen am 14. Mai 2007 Beschwerde an die ETH-Beschwerdekommission.
C. Mit Verfügung vom 4. Juni 2007 wurde das Verfahren vor der ETH- betreffend die Abgangsentschädigung sistiert.
D. Gegen diese Sistierungsverfügung erhebt A._ (in der Folge ) Rechtsverzögerungsbeschwerde an das  und beantragt, die Sistierung sei aufzuheben und die  sei anzuweisen, die Beschwerde unverzüglich zu behandeln. Der Beschwerdeführer stellt zudem ein Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten. Er macht geltend, die im vorliegenden Verfahren  Abgangsentschädigung massgebende Frage des Verschuldens sei nicht Gegenstand des Revisionsverfahrens.
E. Die ETH-Beschwerdekommission beantragt in ihrer Stellungnahme vom 12. Juli 2007 die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, bei der  des Revisionsgesuchs sei das Verschulden des  an der Kündigung ohne Zweifel erstellt. Das Revisionsverfahren sei deshalb für das vorliegende Verfahren von präjudizieller Bedeutung.
F. In seiner Eingabe vom 12. August 2007 hält der Beschwerdeführer  an seinen Ausführungen und Anträgen fest.
G. Mit Entscheid vom 21. August 2007 hat die ETH-Beschwerdekommission das Revisionsgesuch abgewiesen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 46a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) kann gegen das  Verweigern oder Verzögern einer anfechtbaren Verfügung  geführt werden. Der Beschwerdeführer verlangt in seiner  aber die Aufhebung einer Sistierungsverfügung und macht  nicht die unrechtmässige Verweigerung oder Verzögerung einer  geltend. Die Beschwerde ist damit ungeachtet ihrer Bezeichnung nicht als Rechtsverzögerungsbeschwerde im Sinne von Art. 46a VwVG, sondern als Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die  entgegen zu nehmen. Eine Rechtsverzögerungsbeschwerde wäre im
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Übrigen auch offensichtlich unbegründet, hat doch die Vorinstanz bereits drei Wochen nach Eingang der Beschwerde über die Sistierung befunden.
2. Gemäss Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Gesetz, SR 414.110) in Verbindung mit Art. 31 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) sind  der ETH-Beschwerdekommission beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar. Auf das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht findet das Verwaltungsgerichtsgesetz Anwendung. Im Übrigen richtet sich das Verfahren gemäss Art. 37 VGG grundsätzlich nach dem VwVG.
3. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der  am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene  besonders berührt ist und ein aktuelles, schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als formeller Adressat hat der  ohne weiteres ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der Sistierungsverfügung. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.
4. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Sistierungsgrundes und macht geltend, zwischen dem Verfahren betreffend die Revision des Kündigungsentscheides und dem Verfahren um Auszahlung einer  bestehe kein enger Zusammenhang. Gegenstand des vom Revisionsverfahren betroffenen Entscheides sei lediglich die  der Kündigung. Im Zusammenhang mit der Ausrichtung einer  sei dagegen die Frage des Verschuldens .
4.1 Die Vorinstanz bringt dagegen vor, der Ausgang des Revisionsverfahrens sei für die Beurteilung, ob eine Abgangsentschädigung geschuldet sei, präjudiziell. Werde das Revisionsbegehren abgewiesen, gelte das  des Beschwerdeführers als erstellt und eine  sei nicht geschuldet.
4.2 Eine Behörde kann auf Antrag oder von Amtes wegen ein bei ihr hängiges Beschwerdeverfahren bei Vorliegen besonderer Gründe bis auf weiteres bzw. bis zu einem bestimmten Termin oder Ereignis sistieren, dies  dann, wenn sich unter den gegebenen Umständen ein sofortiger Entscheid über die Beschwerde mit Blick auf die Prozessökonomie nicht rechtfertigen würde. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Entscheid massgeblich vom Ausgang eines anderen Verfahrens abhängt (BGE 123 II 1 E. 2b mit Hinweis, Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Mai 2007 A-842/2007). Der Verwaltungsbehörde kommt ein erheblicher Beurteilungsspielraum beim Entscheid über eine Sistierung zu (BGE 119 II 386 E. 1b mit Hinweisen).
Der Ausgang des Revisionsverfahrens ist zumindest geeignet, den  über eine Abgangsentschädigung zu präjudizieren. So wäre im  der Revision des Kündigungsentscheides das Vorliegen eines  gemäss Art. 12 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März
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2000 (BPG, SR 172.220.1) erneut zu prüfen. Diese Frage wäre auch für die Beurteilung des Verschuldens und damit für den Anspruch auf  einer Abgangsentschädigung massgebend. Zwar ist theoretisch , dass im Revisionsverfahren das Vorliegen eines Kündigungsgrundes bejaht würde, ohne ein Verschulden des Beschwerdeführers anzunehmen. Ein solcher unverschuldeter Kündigungsgrund wurde aber bisher von keiner Seite vorgebracht. Im Falle der Revision des Entscheides wird damit auch die Frage des Verschuldens zu prüfen sein. Eine  Wirkung des Revisionsverfahrens ist damit ohne weiteres zu . Die Vorinstanz hat demnach zu Recht einen Sistierungsgrund .
4.3 Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
5. Der Beschwerdeführer beantragt den Erlass der Verfahrenskosten für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht. Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG ist das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht, ausser im Falle von Mutwilligkeit, kostenlos. Vorliegend werden denn auch keine  erhoben. Auf das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten ist damit mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als  und hat damit gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.