Decision ID: 3df1368c-0e7d-4a08-8141-03c98a1b2d6f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1980 geborene
X._
war als Detailhandelsverkäuferin bei der
Y._
tätig gewesen (in einem Pensum von ungefähr 85 %, Urk. 8/17/3), als sie als Autolenkerin am 14. April 2007 einen Auffahrunfall erlitt
. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) verneinte ihre diesbezügliche Leistungspflicht ab 30. November 2008 (Verfügung vom 30. Oktober 2008 [Urk. 8/29/2-4]) und Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2009 [Urk. 8/54]), was das hiesige Gericht mit Urteil
UV.2009.00386
vom 20. Dezember 2010
(
Urk.
30)
bestätigte.
1.2
Im Juni 2008 meldete sich
X._
unter Hinweis auf ein zervikoze
phales Schmerzsyndrom bei Status nach HWS-Distorsionstrauma, eine posttraumatische Belastungsstörung mit Migräneanfällen und Verstärkung vor
bestehender Rückenschmerzen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversi
cherung an (Urk. 8/2). Nach Abklärungen und Durchführung des Vorbescheid
verfahrens verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Dezember 2011 einen Rentenanspruch (Urk. 8/96 = 2).
2.
2.1
Dagegen liess
X._
, vertreten durch
Rechtsanwalt Justus H. Brun
ner,
mit Eingabe vom 20. Januar 2012 Beschwerde erheben und in der Sa
che selbst die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente und eventualiter die Durchführung von Leistungstests einschliesslich neuropsychologischen Abklä
rungen und/oder die Einholung eines polydisziplinären Gutachten
s
bei einer unabhängigen Gutachterstelle beantragen, alles unter Entschädigungsfolge (zu
züglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht liess die Besc
hwerdeführerin um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Justus H. Brunner nachsuchen (Urk. 1 S. 2). Dabei liess sie diverse medizinische Berichte einreichen (Urk. 3/2, 3/4-6, 3/10). Mit Beschwerdeantwort vom 21. März 2012 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.
Mit der Substantiierung ihrer Bedürftigkeit ersuchte die Beschwerdeführerin am 28. März 2012 sodann um unentgeltliche Prozessführung (
Urk.
10-12).
In Bewilligung de
r
Gesuch
e
vom 20. Januar
und vom 28. März
2012 wurde der Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom 13. April 2012
Rechtsanwalt Justus H. Brunner als unentgeltli
cher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt, und es wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt. Zudem wurde ein zweiter Schriften
wechsel angeordnet (Urk. 13). Replicando hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest (Urk. 18, mit weiteren medizinischen Berichten [Urk. 19/1-3]), während die Beschwerdegegnerin
am 24. September 2012
auf eine Duplik ver
zichtete (Urk. 22). Mit Stellungnahme vom 7. Februar 2013 (Urk. 24) liess die Beschwerdeführerin weitere medizinische Berichte einreichen (Urk.
25/1-5)
, zu denen sich die Beschwerdegegnerin gemäss Mitteilung vom 4. März 2013 (
Urk.
28) nicht äusserte
.
Am 26. September 2013 reichte Rechtsanwalt Brunner seinen Tätigkeitsnachweis ein (Urk. 29).
2.2
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
ein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2.2
Pathogenetisch-ätiologisch unklare syn
dromale Beschwerdebilder ohne nach
weis
bare organische Grundlage, wie etwa
eine HWS-Verletzung (Schleuder
trauma) ohne orga
nisch nachweisbare Funktionsfälle (vgl. BGE 136 V 279), be
gründen als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass diese oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstren
gung überwind
bar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung inten
siv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitspro
zess unzumut
bar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein sol
cher Aus
nahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progre
dienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beein
flussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zu
treffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willens
anstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem In
validitätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs. 1 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen ein
ander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen
beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psy
chischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157
E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.5
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozial
versicherungsgericht die Ge
setzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachver
halt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243; 121 V 362 E. 1b S. 366).
2.
2.1
Zu beurteilen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Rentenablehnung damit, dass bei der Beschwerdeführerin, welche seit dem Unfall vom 14. April 2007 in ihrer Arbeits- beziehungsweise Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei, gemäss dem beim
Z._
eingeholten interdisziplinären Gutachten vom 12. März 2009 (Urk. 8/35/1-35) in behinderungsangepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90 % bestehe. Dabei resultiere aufgrund der anwendbaren gemischten Methode der Invaliditätsbemessung (bei einem mit 85 % gewichteten erwerblichen Teil und bei einem mit 15 % gewichteten Haushaltbereich) insgesamt ein renten
ausschliessender Invaliditätsgrad von 0 % (Urk. 2).
2.3
Demgegenüber stellt
e
sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass nicht auf das
Z._
-Gutachten abgestellt werden könne.
Abzustellen sei auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte beziehungsweise es seien weitere medizi
nische Abklärungen erforderlich (Urk. 1 S. 9
f.,
Urk.
18 S. 2 f.
).
3.
3.1
Nach dem
Unfall
vom 14. April 2007 wurde die Beschwerdeführerin vom 5. November bis zum 3. Dezember 2007 stationär in der Rehaklinik
A._
be
handelt. Bei Austritt attestierten die Klinik-Ärzte
aus somatischer Sicht
eine „allenfalls“ geringe Arbeitsfähigkeit
,
aufgrund der immer noch vorliegenden posttraumatischen Belastungsstörung jedoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Austrittsbericht vom 14. Dezember 2007, Urk. 8/14/86-90).
3.2
Mit Bericht vom 26. Februar 2008 nannte die behandelnde Psychotherapeutin
J._
als weitere Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode nach ICD-10 F32.11 sowie eine posttraumatische Migräne. Sie berichtete über
eine Re-Trau
matisierung der Be
schwerdeführerin in der Rehaklinik
A._
(„schlimmere Schmerzen als zuvor“) und über einen respektlosen Umgang des Klinikpersonals (Urk. 8/14/
75-77
).
3.3
Nach einer neuropsychologischen Untersuchung vom 19. März 2008 beschrieb Dr. med.
B._
, Spezialärztin für Neurologie, speziell Verhaltensneurolo
gie/Neuropsychologie, eine neuropsychologische Funktionsstörung ohne struk
turelle Läsion. Sie empfahl vordergründig
eine psychiatrisch-psychothera
peuti
sche Behandlung sowie eine therapeutisch
e stundenweise berufliche Tätig
keit zur Aktivierung und Belastbarkeitssteigerung sowie zur Milieuänderung (Urk. 8/14/
51
-5
3
).
3.4
Der Suva-Kreisarzt Dr. med.
C._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, hielt in seinem Bericht vom 16. April 2008 über die kreisärztliche Untersuchung vom 15. April 2008
(
Urk. 8/14/43-
50
) fest, die Beschwerdeführerin habe über starke Migräne-Anfälle, welche einmal wöchentlich aufträten, geklagt. Daneben seien Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereiche der Scapula rechts und Vergesslichkeit angegeben worden. Dr.
C._
hielt fest, die klinischen und bildgebenden Ab
klärungen nach dem Unfall hätten keine Hinweise auf eine unfallbedingte strukturelle Läsion gegeben, weshalb somatische Unfallfolgen ausgeschlossen werden könnten. Die im Zentrum stehende Migräne sei nicht als gesicherte Un
fallfolge zu werten. Das Hauptproblem sei die psychische Entwicklung
.
3.5
Der behandelnde Dr. med.
D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabi
litation und Rheumatologie, hielt am 11. beziehungsweise 18. Juli 2008 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest:
Status nach Unfall vom 14. April 2007 mit Zervikozephalsyndrom bei
Weichteilkontusion rechts frontal, ohne Nachweis einer intrazerebra
len Blutung
Commotio cerebri und HWS-Schleudertrauma
persistierende
n
tempero-occipitale
n
Zephalgien und posttraumati
sch
er
Migräne
verminderte
r
kognitive
r
Belastbarkeit und posttraumatische
r
Belas
tungsstörung mit Angst und Schlafstörung
mittelgradige
r
depressive
r
Episode
Verstärkung vorbestehender Rücken- und Hüftschmerzen rechts
lumbospondylogenes Syndrom rechts bei
Bogenschlussanomalie im lumbosakralen Übergang
d
iffuse
n
Diskusprotrusionen median L4-S1
Anulus fibrosus Riss L5/S1 median
rezidivierende
n
ISG-
Blockaden rechts
Periarthropathia coxae
Tendenz zur Hüftdysplasie
Gestützt darauf attestierte Dr.
D._
der Beschwerdeführerin eine volle Arbeits
unfähigkeit als Verkäuferin seit 14. April 2007. Auch in einer angepassten Tä
tigkeit liege keine Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 8/12/1-10).
3.6
Die behandelnde Dr. med.
E._
, Fachärztin für Neurologie, hielt darauf als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Migräne, ein zerviko
zephales Schmerzsyndrom, verstärkte Rücken- und Hüftschmerzen sowie
eine
Konzentrationsstörung fest (bestehend seit 14. April 2007). Der Gesundheitszu
stand wurde als besserungsfähig und die Wiederaufnahme der bisherigen Tätig
keit mit einem Pensum von 20 bis 30 % aus neurologischer Sicht als zumutbar betrachtet, mit weiterer Steigerung je nach Verlauf (IV-Arztbericht vom 8. August 200
8,
Urk.
8/18/2-6
).
3.7
In dem auf medizinischen Vorakten
sowie eigenen Untersuchungen vom 17. und 20. Februar 2009 beruhenden
Z._
-Gutachten vom 12. März 2009 hielten Dr. med.
F._
, Spezialarzt für Neurologie und Psychiatrie, Geschäftsfüh
rer und Ärztlicher Leiter, und
Dr.
med.
G._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie,
sowie
Dr.
phil.
I._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 8/35/29):
chronische Hüftschmerzen rechts (ICD-10 M79.64)
beginnende degenerative Veränderungen bei kongenitaler Hüftdyspla
sie (ICD-10 Q65.8)
anamnestisch chronisches zervikovertebrales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts, auf orthopädischer Ebene ohne sicher fassbares Korrelat (ICD-10 M54.2)
Migräne (ICD-10 G43)
Verdacht auf beginnendes Nervus-UInaris-Syndrom rechts (ICD-10 G56.2)
spezifische Phobien, einerseits vorbestehend (Angst vor Liftfahrten), ande
rerseits als Residuum einer posttraumatischen Belastungsstörung nach dem Unfall vom 14. April 2007
In orthopädisch-traumatologischer Hinsicht erklärten die
Z._
-Gutachter (S. 25 f.), dass trotz den geklagten erheblichen Beschwerden im zervikalen Be
reich und an der rechten Schulter die vorliegende Begutachtung diesbezüglich einen weitestgehend unauffälligen Befund ergeben habe. Zudem habe wieder
holt eine gewisse Selbstlimitation beobachtet werden können. Eindeutig objek
tivierbare Hinweise auf ein rechtsseitiges Thoracic-Outlet-Syndrom hätten nicht vorgelegen. Für körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position, jedoch mehrheitlich im Sitzen, wo eine Hebe- und Trag
e
limite von 5 kg nur aus
nahmsweise überschritten werde und keine länger dauernden Zwangshaltungen der unteren Extremitäten oder repetitive Überkopfbewegungen der Arme vor
kommen würden, bestehe aus orthopädischer Sicht eine uneingeschränkte Ar
beits- und Leistungsfähigkeit von 100 %.
In neurologischer Hinsicht erklärten die
Z._
-Gutachter (S. 26 f.), dass die geklagte Visusminderung mit ständigem Verschwommensehen nicht habe ob
jektiviert werden können. Betreffend die Einschränkungen im Bereich der rech
ten Hüfte und Schulter würden sich aus neurologischer Sicht keine anderen Ge
sichtspunkte ergeben. An der rechten Hand seien diskrete Sensibilitätsstörungen angegeben worden. Falls sich daraus ein störendes Sulcus-Ulnaris-Syndrom entwickeln sollte, könnte dieses durch einen kleinen chirurgischen Eingriff be
hoben werden. Hinsichtlich der geklagten Kopfschmerzattacken sei - in Über
einstimmung mit der behandelnden Neurologin Dr.
E._
– von einer Migräne auszugehen. Seit der Beurteilung durch Dr.
E._
im Januar 2009 sei es zu ei
ner deutlichen Minderung der Krankheitswertigkeit der Migräne gekommen; aktuell klage die Beschwerdeführerin über einen Anfall alle
sieben
bis
neun
Tage, welcher medikamentös innerhalb von Minuten sehr effizient behandelt werden könne. Daraus würden sich nur sehr geringe Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit ableiten lassen. Die insgesamt eher leichten neurologischen Befunde und Beeinträchtigungen würden keine derart weitreichende Minderung der Leistungsfähigkeit rechtfertigen, wie sie im Januar 2009 von Dr.
E._
postuliert worden sei. Die von
ihr
genannten neuropsychologischen Beeinträch
tigungen, wie erhebliche, modalitätsunabhängige mnestische Defizite, konzep
tuelle Schwierigkeiten, eine eingeschränkte kognitive Flexibilität sowie ein er
heblich verlangsamtes Arbeitstempo, hätten in der
Z._
-Untersuchung nicht bestätigt werden können. Die Versicherte sei in den aktuellen psychometrischen Tests höchstens leichtgradig verlangsamt; sie habe keine modalitätsunspezifi
sche mnestische Störung mehr aufgewiesen und die im verbalen Gedächtnis festgestellten Leistungsminderungen hätten sich bei näherer Prüfung als wenig konsistent erwiesen. Insgesamt bestünden keine objektiven neuropsychologi
schen Befunde mehr, mit denen sich eine erheblich geminderte Leistungsfähig
keit begründen liesse; die Beschwerdeführerin sei in klinisch-kognitiver Hinsicht völlig unauffällig gewesen; sie habe in den Explorationen gute geistige Res
sourcen bewiesen.
In psychiatrischer Hinsicht (S. 27 f.) gaben die
Z._
-Gutachter spezifische Ängste an und führten aus, die Beschwerdeführerin sei als 12-Jährige längere Zeit in einem Lift stecken geblieben; seither habe sie grosse Angst vor ge
schlossenen Räumen und vermeide Lifte. Diese Erfahrung sei durch den Unfall reaktiviert worden, indem sie nach dem Unfall zunächst nicht aus dem Auto habe aussteigen können, was mit Gefühlen der Angst und Hilflosigkeit verbun
den gewesen sei. Im Anschluss an die erneute Erfahrung des Eingeschlos
senseins habe sich die vorbestehende Angstproblematik auch auf Autos ausge
weitet, indem die Beschwerdeführerin bis heute nicht in der Lage sei, in ein Auto zu steigen. Die Schilderung des Unfallhergangs sei begleitet gewesen von affektiven und psycho-vegetativen Reaktionen (Tränen und zitternde Stimme), die sich insbesondere auf die damalige Sorge um die in ihrem Auto sitzenden Kinder und den Ehemann bezogen hätten. Angaben über Flashbacks oder über nächtliche Angstzustände (Albträume) habe die Versicherte nicht gemacht, so
dass kein Vollbild einer post
traumatischen Belastungsstörung
– wie sie im Aus
trittsbericht der Rehaklinik
A._
vom 14. Dezember 2007 über den Aufent
halt vom 5. November bis 3. Dezember 2007
(
Urk. 8/12/16-20) angegeben wor
den waren und aufgrund welcher dort eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden war (vgl. Urk. 8/12/17) – nicht mehr postuliert werden könne. Soweit es sich beim fraglichen Ereignis um eine Situation mit aussergewöhnlicher Bedro
hung (gemäss ICD-10) gehandelt habe, könne jetzt allenfalls noch von einem Residuum einer PTBS gesprochen werden. Eine depressive Störung im Sinne der ICD-10-Kriterien habe hingegen nicht festgestellt werden können. Weder hätten Anhaltspunkte für eine unabhängig von äusseren Einflüssen bestehende De
pression im Sinne einer endogenen Depression bestanden, noch seien aktuell die Kriterien für eine depressive Episode oder eine rezidivierende depressive Stö
rung erfüllt. Es hätten auch keine Hinweise mehr auf Suizidgedanken oder Le
bensmüdigkeit bestanden.
In ihrer versicherungsmedizinischen Zusammenfassung hielten die
Z._
-Gut
achter fest (S. 29), im Vordergrund stünden eine Migräne und chronische Hüft
schmerzen rechts bei beginnenden degenerativen Veränderungen aufgrund ei
ner kongenitalen Hüftdysplasie. Eine Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin sei aufgrund der Hüftschmerzen nicht mehr möglich. Zu emp
fehlen sei eine Umschulung; die Beschwerdeführerin verfüge über die nötigen körperlichen und intellektuellen Ressourcen
,
um eine Umschulung erfolgreich abschliessen und im neuen Beruf bestehen zu können. Die mit der aktuellen Be
handlung recht gut kompensierte Migräne würde nur zu punktuellen Ausfällen führen. Eine krankheitswertige neuropsychologische Störung könne nicht pos
tuliert werden und im Bereich der übrigen Haltungs- und Bewegungsorgane bestünden nur geringe und für angepasste Tätigkeiten nicht relevante Ein
schränkungen. Dasselbe gelte auch für die neurologischen Befunde. Die andau
ernde spezifische Angststörung (Angst Auto zu fahren oder in einem Auto zu sitzen) lasse sich mittels einer gezielten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Be
handlung innerhalb eines übersehbaren zeitlichen Rahmens von
sechs
bis 12 Monaten behandeln und sei für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit nicht re
levant, da die Versicherte einen Arbeitsplatz auch mit öffentlichen Verkehrs
mitteln erreichen könne, was ihr keine Schwierigkeiten bereite. Die zuletzt von ärztlicher Seite abgegebenen, sehr niedrig ausgefallenen Einschätzungen der Leistungsfähigkeit seien auf dem Boden der objektivierbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht nachvollziehbar; möglicherweise spiele hier die noch offene versicherungsrechtliche Beurteilung eine nicht unerhebliche Rolle. Ins
gesamt sei eine angepasste Tätigkeit mit vollem Tagespensum an fünf Tagen der Woche möglich. Wegen der zu erwartenden, wiederkehrenden kurzen Ausfälle im Zusammenhang mit der Migräne sei die Leistungsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit auf 90 % einzuschätzen (vgl. Stellungnahme zur Arbeitsfähig
keit, S. 3
1
Ziff.
5.4; siehe auch darauffolgende Stellungnahme von Dr.
F._
vom 1. März 2010 [Urk. 8/57]).
3.8
Aus rheumatologischer Sicht kritisierte Dr.
D._
am 3. April 2009 die Nichtbe
rücksichtigung der Diagnose eines zervikospondylogenen Syndroms im
Z._
-Gutachten. Da bei der Untersuchung eine Selbstlimitierung festgestellt worden sei, sei nur auf die chronischen Hüftschmerzen rechts eingegangen worden. Aufgrund der Hüft- und Rückenproblematik der Beschwerdeführerin empfahl er eine wechselbelastende Tätigkeit initial mit 10- bis 20%igem Pen
sum (Urk. 8/43/6-8).
3.9
Aus psychotherapeutischer Sicht erklärte Psychotherapeutin
J._
am 6. April 2009
, die von den Gutachtern geschätzte Arbeitsfähigkeit sei zu hoch. Die Aus-wirkungen der Migräneattacken würden verharmlost; die Beschwerdeführerin sei Tage danach noch schlapp und keineswegs schmerzfrei. Von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit könne nicht die Rede sein, was die bis
herigen Arbeitsversuche klar zeigen würden. Die Beschwerdeführerin benötige noch einige Monate intensive Behandlung, bis sie für Umschulungsmassnahmen reif und eine 50%ige Arbeitsfähigkeit erreicht sei (Urk. 8/43/9-11).
3.10
Am 8. Juli 2009 erklärte Dr.
D._
, bei der Beschwerdeführerin sei es in den letzten Tagen erneut zu einer Verschlechterung der Beschwerden gekommen. Aus rheumatologischer Sicht bestehe somit weiterhin eine volle Arbeitsunfähig
keit für jede körperliche Tätigkeit (Urk. 8/4
9
/4).
3.11
Die Neurologin Dr.
E._
attestierte am 9. Juli 2009 eine Arbeitsfähigkeit von 40 bis 50 % aus neurologischer Sicht (Urk. 8/49/5).
3.12
In ihrer Stellungnahme vom 13. September 2009 hielt Dr.
E._
sodann fest,
b
ei Vergleich der Befunde der
Z._
-Abklärung sei
zu schliessen
, dass es im Verlauf zu einer leichten Befundverbesserung gekommen sei. Aus neurologi
scher Sicht sei die Beschwerdeführerin zu mindestens 50 % arbeitsfähig. Eine Migräne-Erkrankung mit zwei bis drei Migräne-Attacken pro Monat, welche gut auf die Anfallsmedikation anspreche, qualifiziere nicht für eine dauerhafte Ar
beitsunfähigkeit (Urk. 8/103/18-19).
3.13
In seinem Bericht vom 14. September 2010 führte der Rheumatologe Dr.
D._
, der in Bezug auf die Diagnose Periarthropathia coxae eine residuelle Hüftdys
plasie und Camkonfiguration des rechten Femurkopfes und Hüftabduktorenin
suffizienz festhielt, aus, die Behandlung der Schmerzen an der rechten Hüfte gestalte sich schwierig. Trotz einer gezielten Infiltration in das ISG rechts am
1
7.
August
2010 sei es zu keinem Abklingen der Beschwerden gekommen (Urk. 8/60/1-2).
3.14
Dr. med.
K._
, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Chefarzt der Frauen
klinik des Spitals
L._
, attestierte in seinem Bericht vom 25. Januar 2011 (Eingangsdatum, Urk. 8/65) eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % im Zeitraum vom 9. Oktober 2010 bis 14. Dezember 2010. Sodann ver
neinte er relevante somatische Einschränkungen.
3.15
Der RAD-Arzt Dr. med.
M._
, Facharzt für Innere Medizin, hielt in seiner Stellungnahme vom 19. Februar 2011 fest (Feststellungsblatt vom 19. Juli 2011 [Urk. 8/76/12-13]), die Beschwerdeführerin sei in angepasster Tätigkeit spätes
tens ab Begutachtungszeitpunkt zu 90 % arbeitsfähig, wobei folgendes Belas
tungsprofil bestehe: Beachtung kurzer Arbeitsausfälle bei Migräne-Attacken, körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position, überwiegend sitzend, Tragelimite 5 kg, Vermeidung von Zwangshaltungen und repetitiven Über-Kopf-Arbeiten.
Dr.
M._
gab sodann an, eine retrograde Beurteilung der Ar
beits(un)fähigkeit sei nicht möglich. Insbesondere sei die zuletzt ausgeübte Tä
tigkeit nicht mehr zumutbar, welche Einschätzung infolge eines hüftbedingten Arbeitsunfähigkeitsattests auf März 2007 zu terminieren sei
.
3.16
Prof.
Dr.
med.
N._
,
O._
, gab am 17. März 2011
(
Urk.
8/68)
an, bei der Beschwerdeführerin könne zur Zeit keine eindeutige psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden.
3.17
Der RAD-Arzt, Dr. med.
P._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie, bestätigte in seiner Stellungnahme vom 19. April 2011 eine Arbeitsfähigkeit von 90 % in angepasster Tätigkeit (Urk. 8/76/14).
3.18
Der behandelnde Dr. med.
Q._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. Dezember 2011
(
Urk. 2) in seinem Bericht vom 5. Januar 2012 (Urk. 8/103/1-11) den Ver
dacht auf eine undifferenzierte Schizophrenie, kontinuierlich mit schleichendem Beginn (ICD-10 F20.30). Differentialdiagnostisch erwähnte er eine schwere de
pressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3) sowie eine schi
zoaffektive Psychose, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1).
3.19
Die Neurologin Dr.
E._
hielt in ihrem Bericht vom 16. Januar 2012 fest, das neurologische Beschwerdebild bestehe aus Migräne-Attacken, welche in Ab
ständen von ungefähr
zehn
Tagen aufträten. Zudem klage die Beschwerdefüh
rerin über Konzentrationsschwierigkeiten. Ausserhalb des neurologischen Be
schwerdebildes würden eine affektive Störung und eine Hüftproblematik beste
hen. Als neurologische Diagnose nannte Dr.
E._
eine Migräne ohne Aura und als „nicht-neurologische“ Diagnosen eine affektive Störung mit assoziierter Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie eine Hüftgelenksdys
plasie. Die natürliche Unfallkausalität bezeichnete Dr.
E._
als „möglich“. Aufgrund des klinischen Eindrucks würde bei der Beschwerdeführerin nach wie vor eine schwere Ausprägung depressiver Symptome bestehen. In ihrer Stel
lungnahme zur Arbeitsfähigkeit erklärte Dr.
E._
, die frühere Arbeitsunfä
higkeit unmittelbar nach dem Unfall habe 0 % betragen. Die aktuelle Arbeitsfä
higkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (leichte Tätigkeiten in wechselnder Position, ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Über-Kopf-Arbeiten mit einem Tragelimit von 5 kg) betrage aus neurologischer Sicht min
destens 50 % (Urk. 8/103/23-24).
3.20
Der RAD-Psychiater Dr.
P._
führte in seiner Stellungnahme vom 21. März 2012 (Urk. 9) aus, der Bericht des behandelnden Psychiaters Dr.
Q._
vom 5. Januar 2012 weise nicht nachvollziehbar aus, dass ein psychotisches Zustandsbild beziehungsweise eine undifferenzierte Schizophrenie vorliege.
3.21
Dr.
D._
nannte in seinem Bericht vom 1. Juni 2012 (Urk. 19/2) die bekannten Diagnosen und hielt in Bezug auf die Diagnose Periarthropathia coxae eine Tendenz zur Hüftdysplasie fest. Dr.
D._
führte aus, die Situation von Seiten der Schmerzen gluteal habe sich nicht verbessert. Am 11. März 2010 sei die Beschwerdeführerin in der Hüftsprechstunde der
V._
evaluiert worden. Es sei zwar eine residuelle Hüftdysplasie rechts gefunden, aber keine Operation
empfohlen worden. Nun komme es immer wieder zu sehr starken Schmerzen gluteal rechts, so dass auch von dieser Seite her eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Er habe wiederholt, zuletzt am 29. März 2012, eine CT-gesteuerte ISG-Infiltration rechts veranlasst. Dabei sei es jeweils während einer begrenzten Zeit zu einer leichten Verbesserung der Situation gekommen. Insgesamt sei langfristig nicht von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus
zugehen. Die Arbeitsfähigkeit sei sowohl aufgrund der zervikozephalen Be
schwerden als auch aufgrund der ISG/Gluteal-Beschwerden rechts einge
schränkt.
3.22
Der behandelnde Psychiater Dr.
Q._
hielt in seiner Stellungnahme vom 3. August 2012 (Urk. 19/3) unter anderem fest, es g
e
be bei der Beschwerdeführe
rin in den letzten Wochen einige neue Befunde, die auch in Richtung Schizophrenie weisen würden (Urk. 19/3 S. 6 Mitte).
3.23
Im Austrittsbericht der
R._
vom 24. Januar 2013 (Urk. 25/4, vgl. auch Bericht über die Früherkennungssprech
stunde der
R._
vom 14. Dezember 2012 [Urk. 25/3]) diagnostizierten die Dres. med.
S._
, Oberärztin, und Prof.
T._
, Leitender Arzt, eine schwere Depression ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) und eine posttrauma
tische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Die
R._
-Ärzte verneinten Anhalts
punkte für eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis und erklärten, eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei retrospektiv in den letzten Jahren seit dem Unfall, aktuell und auch absehbar sicher nicht gegeben. Dazu seien die kognitiven Einschränkungen aktuell zu gross (Urk. 25/4 S. 5 am Ende).
3.24
Dr.
med.
U._
, Oberarzt
V._
, nannte am 29. November 2012 eine Hüftdysplasie rechts, eine Coxa profunda und eine kraniale Retroversion. Sicherlich liege bei der Beschwerdeführerin eine Symp
tomausweitung vor, jedoch habe sie bei der Infiltration gut angesprochen (Urk. 25/2).
3.25
Schliesslich hielt der behandelnde Psychiater Dr.
Q._
in seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2013 fest, obwohl Dr.
S._
anderslautende Diagnosen gestellt habe, so seien die in der
R._
erhobenen pathologischen Befunde doch im We
sentlichen die gleichen. Unabhängig von den gestellten Diagnosen verunmög
lichten die festgestellten schlimmen Befunde auch nach Dr.
S._
jegliche Ar
beitsfähigkeit (Urk. 25/5).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist unbestritten
, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit vollständig eingeschränkt ist. Umstritten ist ihre Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
Soweit die Beschwerdeführerin die Neutralität der
Z._
-Beurteilung vom 12. März 2009,
auf welche sich die Beschwerdegegnerin abstützte,
bemängelt, ist gemäss dem in BGE 137 V 210 publizierten höchstrichterlichen Leitentscheid 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 die Beauftragung einer MEDAS im Rahmen der Beurteilung von Leistungsansprüchen gegenüber der Invalidenversicherung verfassungskonform und auch mit der EMRK vereinbar. Sodann stellt eine aus
gedehnte Gutachtertätigkeit für die Sozialversicherungsträger keinen Befangen
heitsgrund dar (Urteil des Bundesgerichts
9C_304/2010
vom
12
.
Mai
2010 E.
2
.
2
zweitletzter Absatz). Zwar wurde vom Bundesgericht für künftige MEDAS-Ab
klärungen Korrektive verlangt, doch kommt das vorliegende, nach altem Ver
fahrensstandard eingeholte
Z._
-Gutachten für eine abschliessende Beurtei
lung immer noch in Frage
,
wenn sich ergibt, dass unter Berücksichtigung aller spezifischen Umstände und der erhobenen Rügen auf das Gutachten abgestellt werden darf
(BGE 137 V 266 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 8C_25/2013 vom 20. August 2013 E. 5.1)
.
Das
Z._
-Gutachten
ist nachvollziehbar, berücksichtigt die geklagten Beschwer
den und beruht auf eigenen
spezialärztlichen
Untersuchungen und wurde in Kenntnis
aller bis dahin aktenkundigen medizinischen und anderwei
tigen Vorakten
erstattet.
Insbesondere prüften die
Z._
-Gutachter die von der behandelnden Neurologin Dr.
E._
, welche die Arbeitsfähigkeit in angepass
ter Tätigkeit mehrfach zurückhaltender beurteilte, genannten Befunde und Di
agnosen
-
Migräne, affektive Störung, Beeinträchtigung der kognitiven Leis
tungsfähigkeit sowie Hüftgelenksdysplasie - sorgfältig. Daher wäre es entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin - nachdem das
Z._
-Gutachten
die
von der Rechtsprechung an medizinische Berichte gestellten Anforderungen erfüllt -
nicht
gerechtfertigt
, wenn
das vorliegende MEDAS-Gutachten (einzig) deshalb für eine abschliessende Beurteilung nicht in Frage käme, weil es einge
holt worden war, bevor dem
Z._
-Teilgutachter und Ärztlichen Leiter
Dr.
F._
die
Berufsausübungsbewilligung im Jahr 2011 erteilt wurde (vgl. Urk. 19/11). Insbesondere verfügte der neurologische und psychiatrische
Z._
-Teilgutachter Dr.
F._
, der
1978 Weiterbildungstitel in den Gebieten Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie erworben hatte (Anerkennung in der Schweiz
am 29. Juli 2011),
im Zeitpunkt der Begutachtung über die für die Vornahme einer Begutachtung notwendigen Fachkenntnisse.
4.2
In psychischer Hinsicht
bestehen bei der Beschwerdeführerin gemäss dem
Z._
-Gutachten spezifische Phobien (etwa in Form von Angst vor Liftfahrten) und ein Residuum einer posttraumatischen Belastungsstörung nach dem Unfall vom 14. April 2007, welche Beurteilung schlüssig ist. Dagegen handelt es sich bei der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten, zuletzt im Austrittsbe
richt der
R._
vom 24. Januar 2013 (Urk. 25/4) erwähnten, posttraumatischen Belastungsstörung gemäss der massgeblichen Klassifikation (ICD-10 F43.1) um eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastro
phenartigen Aus
masses, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde
; wie etwa Naturereignisse oder von Menschen verursachte Katastrophen, Kampfhandlung, Folterung, Terrorismus oder Vergewaltigung.
Dabei folgt die Störung dem Trauma mit einer Latenz, die Wochen bis Monate dauern kann (doch selten mehr als sechs Monate nach dem Trauma). Der Verlauf ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden (vgl. ICD-10 F43.1; vgl. Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], von der Weltgesundheitsorgani
sation [WHO] herausgegebene Internationale Klassifi
kation psychischer Störun
gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien,
7
. Aufl., Bern 20
10
, S. 1
83
f.).
Die
Z._
-Gutachter begründeten nachvollziehbar, weshalb keine weiterbestehende posttraumatische Belastungsstörung, sondern höchstens ein „Residuum einer PTBS“ vorliege. Auch im
unfallversicherungsrechtlichen Ver
fahren
wurde
die Kollision vom 14. April 2007, als die Beschwerdeführerin als Autolenkerin eine Heckkollision mit Folgefrontkollisionen erlitt
, nicht den schweren Unfällen zugeordnet (
Urteil des hiesigen Gerichts UV.2009.00386 vom 20. Dezember 2010
E. 5.1
,
Urk.
30
). Zudem wurde erwogen, dass sich die Kolli
sion nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet hat und nicht von besonderer Eindrücklichkeit gewesen ist (E. 5.2
Abs.
1),
auch wenn
die Fahrertüre klemmte
und die Beifahrertüre durch die Mauer blockiert war, sodass die Beschwerdeführerin, um sich und ihre Familienangehörigen aus der misslichen Lage zu befreien, mit den Füssen das Fenster der Fahrertüre zer
schlagen musste
.
Auch
eine Schwere oder besondere Art der erlittenen Verlet
zungen wurde verneint (E. 5.2
Abs.
2). Alles in allem kann im vorliegenden Verfahren ein genügend traumatisches Ereignis für die Annahme einer im Be
urteilungszeitpunkt (vgl. E. 1.5 hiervor) andauernden posttraumatischen Belas
tungsstörung
(mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit)
nicht bejaht werden.
In Bezug auf die ebenfalls geltend gemachte (Urk. 24 S. 6
Ziff.
4) und etwa vom behandelnden Psychiater Dr.
Q._
als Differentialdiagnose angegebene schwere depressive Episode (mit psychotischen Symptomen [ICD-10 F32.3]; be
ziehungsweise gemäss den
R._
-Ärzten: schwere Depression ohne psychotische Symptome [ICD-10 F32.2]) wird im
Z._
-Gutachten nachvollziehbar begrün
det, dass
keine relevante Depression besteh
t
(vgl. Urk. 8/35/28 am Ende)
.
Dies steht im Übrigen im Einklang mit der Einschätzung von Prof.
Dr.
N._
, der eine psychische Störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte (Urk. 8/68). Ebenso wenig liess sich die von
Dr.
Q._
als Verdachtsdiagnose erwähnte Schizophrenie anlässlich der Abklärungen durch die Ärzte der
R._
(Urk. 8/25/4 S. 5) bestätigen.
4.3
In Bezug auf die in den Vorakten diagnostizierten und im unfall
versicherungs
rechtlichen Verfahren anerkannten
Beschwerden
im Bereich der HWS (vgl. UV.2009.00386 E. 4.1) ohne nachweisbare organische Grundlage (vgl. etwa E. 3.4 hievor) besteht
somit
keine relevante psychische Komorbidität (vgl. dazu E. 1.2.2 hievor). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass leichte depressive Episoden (ICD-10 F32.0) von vornherein keine komorbiden psychischen Leiden von erheblicher Schwere und Ausprägung darstellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_285/2009 vom 7. August 2009 E. 3.3.2 und 9C_235/2007 vom 8. Mai 2008 E. 3.3) und auch mittelgradige (vgl. etwa erwähnt in E. 3.2 hiervor) depressive Episoden (ICD-10 F32.1) praxisgemäss noch keine von depressiven Verstim
mungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depressionen im Sinne eines verselbständigten krankheitswertigen Gesundheitsschadens bilden, welche es der betroffenen Person verunmöglichen, die Folgen von
pathogenetisch-ätiolo
gisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage
zu überwinden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_80/2011 vom 14. Juni 2011 E. 6.3.
2).
Demnach richtet sich die ausnahmsweise Unüberwind
barkeit der unbestrittenermassen vorhandenen Beschwerden aufgrund des
Schleudertraumas der HWS
nach den von der Praxis aufgestellten Alternativ
kriterien. Zwar liegen körperliche Begleiterkrankungen mit im Wesentlichen unveränderter Symptomatik vor (ohne längerdauernde Rückbildung), und es ist ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf zu gewärtigen, jedoch sind aufgrund der vorhandenen Restarbeitsfähigkeit von 90 %
in
angepasste
n
Tätig
keiten diese Merkmale nicht allzu stark zu gewichten. Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens ist bei der Beschwerdeführerin, welche mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn zusammenlebt (vgl.
Urk.
8/35/11 Mitte), ebenfalls nicht ausgewiesen
.
Nicht ersichtlich ist sodann ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten,
psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit") sowie das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem thera
peutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Die Be
schwerdeführerin absolvierte namentlich - nach derjenigen in der Rehaklinik
A._
nach dem Unfall im Jahr 1997 - keine stationären Therapien mehr.
Insgesamt ist nicht auf eine ausnahmsweise Unüberwindbarkeit der Beschwer
den aufgrund des
Schleudertraumas der HWS
zu schliessen.
4.4
Zusammenfassend steht damit der auf das
Z._
-Gutachten, welches auch durch die abweichenden Stellungnahmen der behandelnden Dr.
E._
nicht in Frage gestellt wird, gestützten medizinisch-theoretischen Annahme einer 90%igen Arbeits- beziehungsweise Leistungsfähigkeit in behinderungsange
passter Tätigkeit im Beurteilungszeitpunkt nichts entgegen.
5
.
In
zeitlicher Hinsicht
ist festzu
halten
, dass
die
Z._
-Gutachter angaben, dass sich der „retrograde Raum“ ihrer Einschätzung entziehe (vgl. etwa Gesprächsno
tiz vom 23. März 2009 [Urk. 8/76/7]), mithin die gutachterliche Ar
beits(un)
-
fähigkeit erst ab Begutachtung (vom 1
7.
und 20. Februar 2009) gilt (vgl. das entsprechende Vorbringen der Beschwerdeführerin in Urk. 1 S. 10 Mitte und S. 13 am Anfang sowie auch etwa die RAD-Stellungnahme von Dr.
M._
vom 9. April 2010 [Urk. 8/76/9]).
Indessen ergibt sich aus dem Be
richt von SUVA-Kreisarzt
Dr.
C._
, dass im April 2008 - mithin bei Ablauf des Wartejahres - keine Hinweise auf unfallbedingte Läsionen bestanden und sich die Problematik im psychischen Zustand erschöpfte. Die psychische Prob
lematik ist nun indes dergestalt, dass sie in sozialversicherungsrechtlicher Hin
sicht - aufgrund der Überwindbarkeit - nicht von Relevanz ist. Den ärztlichen Befundschilderungen sind denn auch keine wesentlichen Veränderungen zwi
schen April 2008 und dem Zeitpunkt der Begutachtung im Februar 2009 zu entnehmen, weshalb es mit der Feststellung sein Bewenden hat, dass eine recht
lich relevante Arbeitsunfähigkeit (über die Hüftproblematik hinaus) nicht erstellt ist.
6.
Gegen die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode, die einen renten
ausschliessenden Invaliditätsgrad von 0 % ergab, erhob die Beschwerde
führerin
zu Recht
keine Einwände. Es besteht vorliegend offensichtlich keine rentenbegründende Invalidität.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7
.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
,
auf Fr. 1'000.
--
anzusetzen
und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen, z
ufolge gewährte
r
unentgeltliche
r
Prozessführung
indes
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Der von Rechtsanwalt Brunner mit Eingabe vom 26. September 2013 geltend gemachte Aufwand von 51,24 Stunden und Fr. 153.-- Barauslagen (
Urk.
29) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht ange
messen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er die Beschwerdeführerin schon im Vorbescheidverfahren sowie auch im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren vertrat und die Akten somit bekannt waren. Namentlich erscheint ein Aufwand von je etwa 13 Stunden für die Beschwerdeschrift und für die Replik als überhöht.
Angesichts der zu studierenden Aktenstücke der Beschwerdegegnerin und den
(gerechtfertigten)
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um un
entgeltliche Rechts
pflege, der Rechtsschriften
sowie der in ähnlichen Fällen zu
gesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Brunner bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr. 5'000.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
Die Beschwerdeführerin ist auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.