Decision ID: 1dd6b7d0-2054-4c5b-aa6e-e3a13559750e
Year: 2018
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

L. Mit Schreiben vom 2. Mai 2017 erklärte A._, dass er sich nicht mehr erinnern , wie gewisse Schulden entstanden seien. Eine entsprechende Sachverhaltsabklärung hätte bereits durch das AfM vorgenommen werden können und müssen.
M. Gemäss Auszug aus dem Betreibungsregister D._ vom 30. Mai 2017 waren 58 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 157'802.70 und 48 Verlustscheine in der Höhe von Fr. 165'396.20 auf A._ registriert.
N. Mit Beschluss Nr. 0921 vom 27. Juni 2017 trat der Regierungsrat auf die Beschwerde nicht ein. Er ordnete an, dass A._ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Beschlusses zu verlassen habe. Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wurde nicht entsprochen und A._ wurden die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- auferlegt.
O. Mit Eingabe vom 10. Juli 2017 erhob A._, nach wie vor vertreten durch Advokat Nicolas Roulet, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verfassungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt die vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 27. Juni 2017. Es sei die Angelegenheit zur Frage des  und zur neuen Entscheidung an den Regierungsrat zurückzuweisen, eventualiter sei , dass er weiterhin über eine Niederlassungsbewilligung verfüge und subeventualiter sei von einer Wegweisung aus der Schweiz abzusehen und es sei ihm der weitere Aufenthalt im Kanton Basel-Landschaft zu bewilligen, alles unter o/e-Kostenfolge. Mit Eingabe vom 11. September 2017 reichte A._ seine Beschwerdebegründung ein.
P. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2017 reichte der Regierungsrat die Vernehmlassung ein und beantragt die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Im Wesentlichen hält er an seiner bisherigen Begründung fest.
Q. Mit Präsidialverfügung vom 31. Oktober 2017 wurde der Fall der Kammer zur  im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Der Beweisantrag auf Zeugenbefragung von E._ und F._ wurde abgewiesen. Zudem wurde festgelegt, dass über das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zusammen mit der Hauptsache entschieden werde.
R. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2017 reichte der Rechtsvertreter des  das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie eine Abrechnung der Sozialhilfebehörde D._ ein.
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Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g:
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und  (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des  die verwaltungsrechtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Zur  ist befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Da der Beschwerdeführer Adressat des angefochtenen Entscheids ist und ein  Interesse an dessen Aufhebung hat und die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden.
2. Der Regierungsrat ist auf die bei ihm erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil dieser seine Mitwirkungspflicht gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG) vom 16. Dezember 2005 verletzt habe. Wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, prüft das Kantonsgericht grundsätzlich nur die Rechtsfrage, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Es kann folglich auch nur geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen einer Eintretensvoraussetzung verneint. Damit bleibt der Streitgegenstand grundsätzlich auf die Eintretensfrage beschränkt (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; 125 V 503 E. 1). Die  Partei kann entsprechend nur die Anhandnahme beantragen; auf materielle Begehren kann nicht eingetreten werden (vgl. Urteil des Kantonsgerichtes, Abteilung Verfassungs- und  [KGE VV], vom 31. Mai 2017 [810 16 181] E. 3; KGE VV vom 27. August 2008 [810 08 56] E. 3). Folglich ist zu prüfen, ob der Regierungsrat zu Recht nicht auf die Beschwerde vom 23. November 2016 eingetreten ist.
3.1 Damit eine Rechtsmittelinstanz eine Beschwerde materiell beurteilt, müssen die  gegeben sein (auch Eintretensvoraussetzungen genannt). Die  Behörde oder das angerufene Gericht prüft sie von Amtes wegen (vgl. dazu allgemein RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, N 1035 ff., N 1136 ff.). Die konkreten Eintretensvoraussetzungen ergeben sich aus dem für die jeweilige Instanz anwendbaren Verfahrensrecht, vorliegend aus dem das  Beschwerdeverfahren regelnden Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Landschaft [VwVG BL] vom 13. Juni 1988. Gemäss § 37 Abs. 1 VwVG BL tritt die Beschwerdeinstanz auf die  ein, wenn die Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind. Diese werden in den §§ 27 ff. VwVG BL statuiert. Gemäss den §§ 27 und 29 VwVG BL müssen ein zulässiger  sowie die Zuständigkeit des Regierungsrats gegeben sein. Voraussetzung ist , dass der beschwerdeführenden Person die Beschwerdebefugnis zukommt (§ 31 VwVG BL). Weiter hat die rechtsmittelführende Partei zulässige Beschwerdegründe vorzubringen (§ 32 VwVG BL) sowie die Form- und Fristerfordernisse einzuhalten (§ 33 VwVG BL). Vorliegend hat der Beschwerdeführer diese Anforderungen mit der Beschwerdeeingabe an den Regierungsrat vom 23. November 2016 unbestrittenermassen erfüllt (KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 338] E. 3).
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3.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, Streitgegenstand sei die Frage, ob der Beschwerdeführer seine Schulden in der Höhe von Fr. 165'396.20 mutwillig angehäuft habe. Im Verwaltungsverfahren gelte in der Regel der Untersuchungsgrundsatz, dieser fände aber seine Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Parteien (§ 16 Abs. 1 VwVG BL). Im streitigen Verwaltungsverfahren werde der Untersuchungsgrundsatz weiter relativiert, indem sich die  mit der Überprüfung der Stichhaltigkeit der Parteivorbringen begnügen könnten. Im  gehe die Mitwirkungspflicht deutlich weiter als die allgemeine Mitwirkungspflicht nach § 16 Abs. 1 VwVG BL. So verpflichte Art. 90 AuG die Rechtsunterworfenen, an der  des für die Anwendung des Ausländergesetzes massgebenden Sachverhalts . Wenn eine Partei in einem Verfahren, das sie durch ihr eigenes Begehren eingeleitet oder in dem sie ein selbständiges Begehren gestellt habe, die zumutbare Mitwirkung verweigere, sei die Behörde gemäss § 16 Abs. 2 VwVG BL nicht verpflichtet, auf das Begehren einzutreten. Es stehe zwar fest, dass der Beschwerdeführer seinen finanziellen, öffentlich- wie auch  Verpflichtungen während Jahren nicht nachgekommen sei. Der Regierungsrat habe  ohne die zumutbare Mitwirkung des Beschwerdeführers nicht feststellen können, worin die Ursache der Verschuldung liege und ob diesbezüglich Mutwilligkeit vorliege. Die Mitwirkung des Beschwerdeführers habe sich in der Aussage erschöpft, dass es sich bei den Betreibungen der G._ SA, der H._ AG und der I._ um Inkassoschulden handle, deren Entstehen er nicht mehr nachvollziehen könne. Die Schulden bei den J._ seien teilweise durch das  ohne Fahrausweis entstanden, dasselbe gelte für diejenigen bei den K._. Die hohen Beträge der Verlustscheine könne er sich aber nicht erklären. Die geschuldeten  seien durch das Bezirksgericht L._ festgelegt und die dabei entstandenen  seien ihm auferlegt worden. Die Forderungen der Staatsanwaltschaft  und diejenigen des M._ könne er ebenfalls nicht mehr nachvollziehen. In der Folge habe sich der Rechtsdienst des Regierungsrats ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers veranlasst gesehen, von Amtes wegen Auskünfte einzufordern. Trotzdem bleibe vorliegend unklar, wofür die Schulden im Einzelnen entstanden seien, da die vom Regierungsrat  Informationen nur belegen würden, dass der Beschwerdeführer Schulden habe und  für gewisse Forderungen nicht mehrmals betrieben worden sei, jedoch die Frage der  Anhäufung nicht klärten (vgl. Vernehmlassung AfM vom 24. Februar 2017, S. 1).
3.3 Der Beschwerdeführer macht zusammenfassend geltend, dass gemäss Art. 90 AuG die betroffenen Personen zwar gehalten seien, bei der Feststellung des Sachverhaltes . Diese Mitwirkungspflicht gelte jedoch grundsätzlich für das unstrittige  Verfahren und nicht für das strittige Verwaltungsverfahren. Darüber hinaus ergebe sich aus dem Gesetz keine einschlägige Rechtsfolge. Mit Eingabe vom 2. Mai 2017 habe er zudem Stellung zur Anhäufung seiner Schulden genommen. Weiter führt er aus, dass sich der  die nötigen Informationen zur Entstehung der Schulden des Beschwerdeführers bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft und im N._ hätte beschaffen können. Aus seiner Sicht hätten diese Abklärungen aber bereits durch das AfM durchgeführt werden müssen. Soweit seine Schuldensituation für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung von Belang sei, läge die Beweislast für die Mutwilligkeit der Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher resp. privatrechtlicher Verpflichtungen beim Regierungsrat. Vor diesem Hintergrund könne eine Ver-
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letzung der Mitwirkungspflicht allerhöchstens die Abweisung der Beschwerde, aber nicht das Nichteintreten zur Folge haben.
3.4 In der Vernehmlassung vom 3. Oktober 2017 führt der Regierungsrat im Wesentlichen aus, dass aufgrund der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers nicht auf die Beschwerde habe eingetreten werden können. Dennoch habe der Rechtsdienst eine materielle Prüfung des Sachverhalts vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe sich sodann auch zu den  materiellen Erwägungen des Entscheids in seiner Beschwerde beim Kantonsgericht  und bringe dennoch keine neuen Argumente vor, weshalb die Abweisung der  beantragt werde.
4.1 Der allgemeine Untersuchungsgrundsatz, demgemäss die Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen ermittelt (vgl. § 9 VwVG BL), gilt auch im ausländerrechtlichen . Er besagt, dass die Behörde von sich aus für die richtige und vollständige  des entscheidwesentlichen Sachverhalts besorgt sein muss und sich nicht mit den  begnügen darf. Sie hat die für das Verfahren notwendigen Unterlagen zu , die rechtlich relevanten Umstände abzuklären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen (vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., N 991 f.). Die  und die Beweisanträge der Parteien binden die Behörde nicht. Sie kann und soll aus eigener Initiative fehlende Sachverhaltselemente ergänzen und die Beweismittel  (vgl. MICHAEL PFEIFER, Der Untersuchungsgrundsatz und die Offizialmaxime im Verwaltungsverfahren, Basel 1980, S. 82 ff.). Die Untersuchungsmaxime gilt jedoch nicht . Gemäss § 16 Abs. 1 VwVG BL sind die Parteien verpflichtet, an der Ermittlung des Sachverhalts aktiv mitzuwirken. Sie gilt namentlich für solche Tatsachen, welche eine  besser kennt als die Behörde, und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben kann (BGE 138 II 465 E. 8.6.4). Sie besteht besonders dort, wo die Parteien mit eigenen Begehren an den Staat herantreten und nicht umgekehrt der Staat an sie: Die Mitwirkungspflicht entspricht dann auch der tatsächlichen Interessenlage und sie entfällt auch nicht dadurch, dass sich die geschuldeten Auskünfte zum Nachteil des Gesuchstellers auswirken könnten (vgl. REGINA KIENER/BERNHARD RÜTSCHE/MATHIAS KUHN, Öffentliches , 2. Aufl., Zürich 2015, N 706 mit Verweis auf BGE 132 II 113 E. 3.2). Im  findet sich in Art. 90 AuG sodann eine besondere Mitwirkungspflicht der Parteien,  den Untersuchungsgrundsatz erheblich relativiert (vgl. KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 338] E. 5.1; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 7.273).
4.2 Die Verletzung oder Vernachlässigung der Mitwirkungspflicht führt dazu, dass der Sachverhalt nicht vollumfänglich eruiert werden kann. Der Behörde ist es deshalb gemäss § 16 Abs. 2 VwVG BL unbenommen einen Nichteintretensentscheid zu fällen bei Verfahren, welche durch ein eigenes Begehren der Parteien eingeleitet worden sind oder solchen, in denen die Parteien selbständige Begehren gestellt haben. Ein Begehren in diesem Sinne ist das Gesuch eines Privaten bei der erstinstanzlich zuständigen Behörde um Einleitung eines . Hat eine Partei ein Verfahren nicht selbst eingeleitet, so gelten Anträge, welche den Verfahrensgegenstand erweitern, als von § 16 Abs. 2 VwVG BL umfasste selbständige Begeh-
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ren. Weil die Behandlung dieser Anträge in erster Linie im Interesse der mitwirkungspflichtigen Partei steht, erscheint das Nichteintreten als Folge mangelnder notwendiger und zumutbarer Mitwirkung in diesen Fällen gerechtfertigt. Leitet die Behörde das erstinstanzliche Verfahren hingegen von Amtes wegen ein, so hat regelmässig nicht allein die mitwirkungspflichtige Partei ein Interesse an der sachgerechten Behandlung des Begehrens durch die Behörde. Vielmehr liegt solchen Verfahren ein öffentliches Interesse an der Regelung des Rechtsverhältnisses und an der materiellen Beurteilung des infrage stehenden Sachverhaltes zugrunde. Soweit nicht selbständige Begehren der Parteien betroffen sind, schliesst dieses öffentliche Interesse ein Nichteintreten wegen mangelhafter Mitwirkung aus (vgl. PATRICK KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER/FABIO BABEY, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar , 2. Aufl., Zürich 2016, N 73 ff. zu Art. 13; CHRISTOPH AUER, in: Auer/ Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, N 24 zu Art. 13). Wer ein Rechtsmittel einlegt, stellt entgegen der Auffassung des  kein Begehren im Sinne von § 16 Abs. 2 VwVG BL. Das Rechtsmittelverfahren setzt das Verwaltungsverfahren vor der hierarchisch vorgesetzten Verwaltungsinstanz fort und bildet (materiell) kein eigenständiges neues Verfahren (Devolutiveffekt, vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/ THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., N 684; KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 338] E. 5.2).
4.3 Die Eintretensvoraussetzungen für das Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat sind in den § 27 ff. VwVG BL abschliessend normiert, wobei die Einhaltung der  bei der Sachverhaltsermittlung nicht unter diesen Voraussetzungen figuriert. Die in dieser Hinsicht ungenügende Mitwirkung kann somit im regierungsrätlichen  nicht mit einem Nichteintretensentscheid sanktioniert werden. Die in Art. 90 AuG  spezialgesetzliche ausländerrechtliche Mitwirkungspflicht vermag daran nichts zu , denn diese Bestimmung regelt die Rechtsfolgen einer Pflichtverletzung nicht (TARKAN GÖKSU, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die  und Ausländer, Bern 2010, N 14 zu Art. 90). Auch wenn der Regierungsrat zum Schluss kommt, die ausländische Person habe nur ungenügend bei der Feststellung des  mitgewirkt, hat er gestützt auf die vorhandene Aktenlage eine materielle Entscheidung zu treffen. Dabei kann er die Pflichtverletzung im Rahmen der freien Beweiswürdigung  zu Ungunsten der nicht kooperativen Partei berücksichtigen (vgl. KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 338] E. 5.3; PATRICK KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER/FABIO BABEY, a.a.O., N 78 zu Art. 13; RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., N 1210; GÖKSU, a.a.O., N 14 zu Art. 90; BGE 130 II 482 E. 3.2).
5. Folglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdevoraussetzungen im regierungsrätlichen Verfahren erfüllt waren und der Regierungsrat zu Unrecht nicht auf die Beschwerde vom 23. November 2016 eingetreten ist (vgl. zum Ganzen: KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 338]). Indem der Regierungsrat einen Nichteintretensentscheid fällte, kann er nicht gleichzeitig eine materielle Beurteilung vornehmen und den Beschwerdeführer wegweisen. Daran ändert auch die summarische Eventualbegründung des Regierungsrats nichts. Somit beschränkt sich die richterliche Überprüfung einzig auf die Frage, ob der Regierungsrat zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Nach dem Gesagten ist die vorliegende Beschwerde im Haupt-
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punkt gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben sowie die Angelegenheit zur eingehenden materiellen Beurteilung an den Regierungsrat zurückzuweisen.
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsrechtliche Verfahren vor dem  kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die  und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass . Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO).  sind im vorliegenden Verwaltungsverfahren keine Verfahrenskosten zu erheben.
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den  eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten des Regierungsrats zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden  ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Regierungsrats . Der in der Honorarnote seines Rechtsvertreters vom 29. Januar 2018 geltend  Aufwand von 6 1⁄4 Stunden und die diesbezüglichen Auslagen sind nicht zu . Damit hat der Regierungsrat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von  Fr. 1'559.55 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) auszurichten.
6.3 Damit wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.
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