Decision ID: 3f0f6d5a-55b1-5752-8b0a-34a626b7237a
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Regierungsrat des Kantons Zürich (Vorinstanz) mit Beschluss
vom 13. März 2013 (RRB 278/2013) über die Genehmigung von Tarifver-
trägen von Zürcher Spitälern entschied und für Zürcher Spitäler, für welche
kein behördlich genehmigter Tarifvertrag vorlag, mit Wirkung ab 1. Ja-
nuar 2012 Tarife festsetzte,
dass die Vorinstanz in Dispositiv-Ziffer III des RRB 278/2013 für unbewer-
tete DRG gemäss Anlage 1 des Fallpauschalen-Katalogs SwissDRG – mit
Ausnahme von Leistungen, für die ein von der zuständigen Behörde ge-
nehmigter Tarifvertrag vorliegt – eine Tagespauschale von CHF 2'533.-
festsetzte,
dass die im Rubrum aufgeführten und durch die tarifsuisse ag vertretenen
47 Krankenversicherungen (Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse), vertreten
durch Rechtsanwalt Vincent Augustin, am 22. April 2013 Beschwerde ge-
gen 22 Zürcher Spitäler (darunter die Universitätsklinik Balgrist) erhoben
(Beschwerdeverfahren C-2259/2013),
dass die Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse in ihrer Beschwerde unter ande-
rem die Aufhebung der Dispositiv-Ziffer III des RRB 278/2013 (Festsetzung
der Tagespauschale) und die Festsetzung der Tagespauschale auf höchs-
tens CHF 2'006.- beantragte,
dass die Instruktionsrichterin das Beschwerdeverfahren der tarifsusisse
betreffend die Universitätsklinik Balgrist mit Zwischenverfügung vom 4. No-
vember 2014 vom Verfahren C-2259/2013 abtrennte und unter der Num-
mer C-6391/2014 weiterführte,
dass das Bundesverwaltungsgericht die zwischen der Einkaufsgemein-
schaft tarifsuisse und der Universitätsklinik Balgrist strittigen Anträge mit
Teilurteil C-6391/2014 vom 26. Februar 2015 beurteilte, mit Ausnahme des
Antrages der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse bezüglich der Tagespau-
schale,
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und zieht in Erwägung,
dass sich die Vorinstanz bei der Festsetzung der Tagespauschale an dem
für das Universitätsspital Zürich (USZ) festgesetzten Basisfallwert orien-
tierte, da die Behandlungen in diesen Bereichen hauptsächlich am USZ
erfolgen,
dass die Vorinstanz den Wert der Tagespauschale ausgehend vom Basis-
fallwert des USZ, der durchschnittlichen verrechenbaren Aufenthaltsdauer
der Patientinnen und Patienten am USZ und dem durchschnittlichen Kos-
tengewicht berechnete (CHF 11'300.- [für das USZ festgesetzter Basisfall-
wert] x 1.5240 [Kostengewicht des USZ] / 6.8 [durchschnittliche verrechen-
bare Aufenthaltsdauer; volle Tage] = CHF 2'533.-),
dass die Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse geltend machte, der für das USZ
festgesetzte Basisfallwert sei unwirtschaftlich, weshalb auch die davon ab-
geleitete Tagespauschale für unbewertete Fallgruppen unwirtschaftlich sei,
dass das Vorgehen der Vorinstanz, die Höhe der Tagespauschale mit der
gewählten Rechnungsmethode vom Basisfallwert des USZ abzuleiten,
plausibel erscheint und von der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse auch
nicht bestritten wird,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Entscheid über die Festsetzung
des Basisfallwertes des USZ mit Urteil C-2255/2013 vom 24. April 2015
aufgehoben und die Sache zur erneuten Durchführung des Festsetzungs-
verfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen hat,
dass als Konsequenz einer neuen Festsetzung des Basisfallwertes des
USZ durch die Vorinstanz auch der Wert der Tagespauschale anzupassen
ist,
dass daher auch Dispositiv-Ziffer III des angefochtenen RRB 278/2013
(Beschluss über die Tagespauschale der Universitätsklinik Balgrist) aufzu-
heben und die Sache zur erneuten Durchführung des Festsetzungsverfah-
rens an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass der Antrag der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse teilweise gutzuheis-
sen und im Übrigen abzuweisen ist,
dass für diesen Entscheid keine Verfahrenskosten erhoben werden (Art.
63 Abs. 1 VwVG und Art. 6 Abs. 1 Bst. b des Reglements über die Kosten
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und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht; VGKE, SR
173.320.2),
dass der Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 64 Abs. 2
VwVG), die Parteien in gleichem Umfang als obsiegend bzw. unterliegend
zu betrachten und die Parteikosten daher wettzuschlagen sind (Art. 64
Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 2 VGKE).
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das
Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Tariffestsetzung im
Bereich der sozialen Krankenversicherung unzulässig ist (Art. 83 Bst. r
BGG, Art. 33 Bst. I VGG i.V.m. Art. 53 KVG).
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