Decision ID: 3a51ff8b-de1b-4c69-b530-167ca321c4c1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1980
, war seit dem
3.
Mai 2001
bei
der
Y._
AG
als
Flachdachisoleur
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfall
versicherungsanstalt (SUVA) versichert, als ihm am 2
9.
Januar 2009 bei einem Jagdunfall
in
Z._
Bleischrotkugeln in die linke Hand geschossen wurden (Urk.
7/
210
).
Nach
getätigten
Abklärungen
stellte die SUVA die bis dahin erbrachten Leistun
gen
mit Verfügung vom
1
7.
Januar 2012
per
1.
Dezember 2011
ein
, verneinte einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung und
sprach ihm
ab dem
1.
Dezember 2011
eine
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 12
%
zu (
Urk.
7/158).
Gestützt auf die vom Versicherten am 1
7.
Februar 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
7/163)
zog die SUVA mit Schreiben vom 1
7.
April 2012 (
Urk.
7/169) die Ver
fügung vom 1
7.
Januar 2012 vollumfänglich zurück, da der medizinische End
zustand noch nicht erreicht sei und bat den Versicherten, sich umgehend zur Operation anzumelden.
1.2
Mit Schreiben vom
8.
Mai 2012 machte die SUVA den Versicherten nochmals darauf aufmerksam, dass aufgrund der medizinischen Beurteilung die Arbeits- beziehungsweise Erwerbsfähigkeit mit der Entfernung der Schrotkugel am Fin
gergelenk verbessert werden könnte und bat ihn erneut, sich um einen
Operati
onstermin
zu bemühen (
Urk.
7/175).
1.3
Am
9.
Juli 2012 setzte die SUVA dem Versicherten letztmals eine Frist bis zum 2
2.
Juli 2012 an, um den Operationstermin mitzuteilen. Unter dem Hinweis auf
Art.
61 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) machte sie ausser
dem darauf aufmerksam, dass ansonsten vom Endzustand ausgegangen werde und die Taggeldzahlungen per 3
1.
Juli 2012 eingestellt würden (
Urk.
7/185).
Mit Verfügung vom 3
0.
Juli 2012 (
Urk.
7/188) stellte die SUVA sodann die
Tag
geldleistungen
per
1.
August 2012 bis zur Operation ein und machte erneut darauf aufmerksam, dass ohne das Stattfinden einer Operation die Rentenfrage so geprüft werde, wie wenn der Eingriff stattgefunden hätte.
Die vom Versicherten am
3.
September 2012 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
7/190) wies die SUVA
am
3
1.
Okto
ber 2012 ab (
Urk.
7/195
).
1.4
Mit Verfügung vom
4.
April 2013 (
Urk.
7/204) verneinte die SUVA einen An
spruch auf eine Integritätsentschädigung und sprach dem Versicherten sodann ab dem
1.
August 2012 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
zu.
Die vom Versicherten dagegen am
7.
Mai 2013 erhobene Einsprache (
Urk.
7/213) wies die SUVA am 2
3.
Juli 2013 ab (
Urk.
7/219 =
Urk.
2).
2.
2.1
Der
Versicherte erhob am
1
6.
September 2013
Beschwerde (Urk. 1) gege
n den
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Juli 2013
(Urk. 2)
und beantragte, dieser sei auf
zuheben und ihm seien die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversiche
rung zu gewähren. Namentlich sei der Behandlungserfolg abzuwarten und danach über den Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung zu befinden (S. 2
Ziff.
1). Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und des Behandlungsbedarfs der Unfallfolgen beizu
ziehen (S. 2
Ziff.
2). Eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen nach Massgabe des Entscheides an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2
Ziff.
3). Eventuell sei eine angemessene Rente und Integritätsentschädigung zuzusprechen (S. 2
Ziff.
4).
2.2
Mit Beschwerdea
ntwort vom 1
8.
November 2013
(Urk.
6
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 1
6.
Dezember 2013
zur Kenntnis gebracht (Urk.
9
).
2.3
Mit Eingabe vom
8.
Januar 2014 hielt der Beschwerdeführer an seine
n
Anträgen fest (
Urk.
10) und reichte weitere Dokumente zu den Akten (
Urk.
11/1-3).
Mit Eingabe vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
14) reichte der Beschwerdeführer weitere Dokumente zu den Akten (
Urk.
15/1-4).
Mit Eingabe vom 1
3.
Februar 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest (
Urk.
19). Dies wurde dem Beschwerdeführer am 1
7.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
20).
3.
Im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren des Beschwerdeführers
Nr. IV.
2013.00640
erging das Urteil am heutigen Tag.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
mes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde er
hebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer
Kapitalleis
tung
gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicher
ten
Jahres
verdienstes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die
befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Ent
scheid davon aus (
Urk.
2), dass lediglich die Invalidenrente angefochten und die Verfügung bezüglich der Integritätsentschädigung in Rechtkraft erwachsen sei (S. 4
Ziff.
1).
Ausserdem seien die gesetzlichen Voraussetzungen
für die Entstehu
ng eines Rentenan
spruches
erfüllt.
Trotz des rechtskräftige
n
Einspracheentscheides
vom 3
1.
Oktober 2012, in welchem die Voraussetzungen
von
Art.
21
Abs.
4 ATSG für erfüllt und die Taggeldeinstellungen per
1.
August 2012
für rechtens
betrachtet worden seien
, habe
der Beschwerdeführer
keinen O
perations
-Termin bekannt gegeben. Auch nach dem Schreiben vom
7.
Januar 2013
sei kein
O
pe
rations
-Termin mitgeteilt worden.
Der m
ed
izinische
Endzustand sei daher am
1.
August 2012
faktisch erreicht gewesen.
Der Beschwerdeführer
habe
sich nicht der ihm zumutbaren Operation
unterzogen. In Anwendung von
Art.
61 UVV sei
sie
daher berechtigt gewesen,
die
Rentenleistungen so zu bemessen, wie wenn
die Operation
durchgeführt worden wäre. Sodann seien auch die Eingliede
rungsmassnahmen durch
die Invalidenversicherung
beendet gewesen.
Der
Ren
te
nanspruch sei
somit zu Recht geprüft und bejaht
worden
. Auf das durch den Kreisarzt am 1
6.
August 2011
nach eingehender Untersuchung erstellte
Zumut
barkeitsprofil
, wonach dem Beschwerdeführer
l
eichte körperliche Tätigkeiten mit einer
eingeschränkte
n
Gebrauchsfähigkeit der li
nken
Hand
zu
100
%
zumutbar
seien, könne
ab
gestellt werden.
Die f
unktionelle
n
Einschränkungen der li
nken
Hand lägen nur gering ausgeprägt vor.
Der
Kreisarzt habe
das Zumutbarkeitsprofil am
8.
Januar 2013
unter dem Hinweis
bestätigt,
dass dieses auch gälte,
wenn die S
chrotkugel entfernt worden wäre.
Auf
diese
Einschätzung durch
den
Kreisarzt sei abzustellen
(S. 7 ff.)
.
Daran
vermöge auch der
Bericht des
A._
vom
4.
Januar 2012
betr
effend das
Arbeitstraining im
B._
nichts
zu ändern
. Dass
d
er
Beschwerdeführer
nicht mehr als 50
%
habe arbeiten können, sei vor allem
auf die
körperlich schwere Arbeit
zurückzu
führen. Der
Kreisarzt spreche
jedoch
von
einer
leichte
n körperlichen
Arbeit. Dies
werde
auch
durch
den
Bericht
der
Klinik C._
vom 1
0.
Mai 2011 bestä
tigt (S. 9 f.).
Bei
der
Ermittlung des Invalideneinkommens
seien die
DAP
beigezogen worden
.
Diese
würden dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen und auch
die
schulische Qualifikation
des Beschwerdeführers
berücksichtigen
. B
esondere
Deutschkennt
nisse
seien entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht
gefordert
(S. 10 f.)
.
Die Beschwerdegegnerin e
rrechnet so
dann
ein
Invalideneinkommen von Fr.
58‘439.
-- (S. 11 unten)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (
Urk.
1), dass gemäss den Ärzten der
Klinik
D._
,
der
Klinik
E._
und
gemäss
dem
Kreisarzt
die Operation
nötig
sei
.
Er
habe sich ent
schieden, diese O
peration
durchzuführen und warte auf
eine
entsprechende Aufbietung.
Das Verwaltungsverfahren der Beschwerdegegnerin
sei daher nicht abschlussreif.
Zwar habe auch d
ie Invalidenversicherung das
Verfahren
mittels Verfügung vom
3.
Juni 20
13
abgesch
lossen,
doch
auch
dagegen
sei eine Beschwerde
hängig
(S. 4)
. Unklar, aber derzeit noch offen zu lassen
sei
die Frage nach
einer vollen Restarbeitsfähigkeit in
einer angepassten
Tätigkeit. Eine solche sei aber nach professionell begleiteten Arbeitsversuchen nicht anzu
nehmen
(S. 5 Mitte)
.
Falls
das
Gericht annehme,
die
Rentenfrage könne geprüft werden, so müsse ein interdisziplinäres
Gutachten beigezogen werden, das
die
Rest
arbeitsfähigkeit
und
die
Überwindbarkeit der Schmerzen prüfe
(S. 5 f.)
.
In erwerbl
icher
Hinsicht habe
er
als
Einhänder
mit Schmerzen, wenig gebildet und nur teilweise
deutschsprechend,
k
eine Chance auf
dem
ausgeglichene
n
Arbeitsmarkt. Alle DAP-Tätigkeiten der
Beschwerdegegnerin
seien ihm nicht zumutbar.
Er k
önne
die linke
Hand praktisch nicht mehr benützen.
Die DAP
Tätigkeiten e
ntspräc
hen
insbesondere auch nicht seiner Ausbildung und sprachlichen Fähigkeit. Sodann wäre mind
estens ein
Leidensabzug von 25
%
vor
zu
nehmen, womit der Invaliditätsgrad sicher
weit höher als 15
%
wäre
(S.
6
f.)
.
Weiter sei, sofern von einem Fallabschluss ausgegangen würde, mit der
Ren
tenfestlegung
auch der Anspruch auf Ausricht
ung
einer
Integritätsentschädi
gung
zu prüfen (S. 8 oben).
2.
3
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit sowie mit der Höhe des Invaliditätsgrades ver
hält und auf welche Einkommen diesbezüglich abzustellen ist.
Der Anspruch auf eine
Integritätsentschä
digung
wurde gestützt auf die Beurtei
lung des Kreisarztes verfügungsweise verneint (
Urk.
7/204). In der Einsprache vom
7.
Mai 2013 wurde nur die Rentenfestsetzung gerügt (
Urk.
7/213)
. Z
ur Integritätsentschädigung wurde
hingegen
nichts ausgeführt, weshalb
die Verfü
gung diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen ist
und in diesem Punkt nicht auf die Beschwerde einzutreten ist
.
3.
3.1
Gemäss Akten erlitt
der Beschwerdeführer am 2
9.
Januar 2009
in
Z._
einen Jagdunfall, bei welchem ihm eine Vielzahl von Bleischrotkugeln in die link
e
Hand geschossen wurden (
Urk.
7/210)
.
Nach der gleichentags erfolgten notfallmässigen Erstversorgung im Spital
F._
in
Z._
(
Urk.
7/1)
wurden dem Beschwerdeführer im Handzentrum der
Klinik G._
, ebenfalls in
Z._
, am 1
8.
März 2009, am 2
0.
Juli 2009 und am 2
0.
April 2010 rund 25
Schrotkugeln entfernt
, wobei etwa 20 Kugeln weiterhin in der Hand verblieben
. Danach wurde dem Versicherten Physiotherapie verschrieben
(
Urk.
7/
24,
Urk.
7/27,
Urk.
7/30,
Urk.
7/37,
Urk.
7/65).
3.2
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Reha
bi
litation, SUVA-Kreisarzt, berichtete am
1
8.
Mai 2010 (
Urk.
7/68) über die gleichentags durchgeführte kreisärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers. Er
führte aus, es bestehe eine verminderte Belastungstoleranz der linken Hand. Die heutige Untersuchung zeige einen ungefähr adäquaten Verlauf, wobei auf
falle, dass der Beschwerdeführer die linke Hand recht wenig einsetze. Eventuell komme es ja doch zu einer gewissen
Dekonditionierung
und zu einem aufgrund des entsprechend langen Verlaufs nicht rein funktionell verminderten Gebrauch der linken Hand, weswegen eine regelmässige Physiotherapie sinnvoll wäre
(S.
2 unten). Erfreulicherweise seien keine wichtigen Handstrukturen derart ver
letzt, dass allein aufgrund der direkten traumatischen Folgen invalidisierende blei
bende Schäden erwartet werden müssten. Dass nach mehrfachen operativen Eingriffen und diesen zahlreichen Bleischrotkugeln Vernarbungen und die mul
tiplen kleineren Gewebeschädigungen zu einer gewissen bleibenden Einschrän
kung der
Gebrauchsfähigkeit der li
nken
Hand
führen würden
,
sei zu erwarten. Eine
100%ige Rückkehr in
die berufliche Tätigkeit
als Hilfsdachdecker sei
nicht
realistisch
(S. 3 oben)
.
3.3
Die Ärzte der
Klinik E._
,
Handchirurgie,
berichteten am 1
4.
Februar 2011 (
Urk.
7/87) und führten aus,
die
Beschwerden seien glaubhaft
und es sei
nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
je wieder
zu
100
%
als
Isoleur
arbeiten könne. Als operative Massnahme könne eine Entfernung der Schrotkugeln im Bereich der Beugesehnen des
Dig
. II diskutiert werden.
Insge
samt werde der Beschwerdeführer jedoch auch bei Durchführung
diese
r
operati
ve
n
Massnahme
nicht
mehr
zu
100
%
als
Isoleur
arbeiten können. Es sei daher sinnvoll, eine
Um
schulung
zu ini
t
i
ieren, wo er nicht auf die volle Kraft und Belastbarkeit beider Hände angewiesen sei (S. 2).
3.4
Die
Fachpersonen
der
Klinik C._
berichteten am 1
0.
Mai
2011 über die
berufliche
Abklärung des Beschwerdeführers
(
Urk.
7/
104
)
, welche vom
4.
April bis
3.
Mai 2011 durchgeführt wurde. Sie führten aus, der Beschwerdeführer h
abe körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ausgeübt
. Er habe die
Arbeitszeit einhalten
können und
keine zusätzlichen Pausen
benötigt. Eine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit
sei
dann
beobachtbar gewesen
, wenn
d
er
Beschwerdeführer
oft mit der li
nken
Hand habe hantieren müssen.
Er h
abe
eine
echte Leistungsbereitschaft gezeigt
(S. 3)
.
Man sei zum
Ergebnis
gelangt, dass ein
Deutschkurs vordringlich
sei
.
3.5
Prof.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, SUVA, Kreisarzt, berichtete am 1
6.
August 2011 über die gleichentags durchgeführte kreisärztliche Untersuchung (
Urk.
7/116) und führte aus, es bestehe eine gewisse
Dekonditionierung
. I
m Vergleich zu
den
subj
ektiv
geklagten Beschwerden
lägen die
funktionell
en Einschränkungen der linken Hand nur
gering ausgeprägt
vor. Z
urzeit
seien
keine weiteren O
perationen
absehbar
.
Aus funktioneller Sicht seien die
Funktionsbeeinträchtigungen der li
nken
oberen Extremität
als
gering
einzuschätzen. Aufgrund der jetzt erhobenen funktionellen Einschränkungen und der vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten Schmerzen der linken Hand, erscheine die Rückkehr in den angestammten Beruf als
Flachdachisoleur
nahezu ausgeschlossen. Zur Verbesserung der beruflichen Zukunft erfolge ein intensiver Deutschkurs bis September 2011 (S. 4 f.). Aus medizinischer Sicht seien dem Beschwerdeführer aktuell
leichte körperl
iche
Tätigkeiten ganztags zumutbar. Tätigkeiten
,
die mit Heben und Tragen
über 10 kg
verbunden seien, seien ebenso wie Arbeiten, die eine uneingeschränkte Gebrauchsfähigkeit der linken Hand voraussetzen würden, auszuschliessen
.
Das
Zumutbarkeits
profil entspre
che demjenigen
der
Klinik C._
vom 1
0.
Mai 20
11
(S. 5)
.
3.6
SUVA-Kreisarzt Prof.
I._
nahm am 2
3.
September 2011 Stellung zur Frage eines Integritätsschadens (
Urk.
7/126) und führte aus, es hätten keine
Funkti
onsbeeinträchtigungen
der linken oberen Extremität festgestellt werden können. Die beschriebenen Funktionsbeeinträchtigungen lägen unterhalb der
Erheblich
keitsgrenze
, weshalb kein Integritätsschaden ausgewiesen sei.
3.7
Die Ärzte der Klinik
D._
, Handchirurgie, berichteten am 2
1.
November 20
11 (
Urk.
7/142) und führten aus, dass der Beschwerdeführer wahrscheinlich von einer Kugelentfernung im Bereich des Zeigefingers profitieren würde, funk
tionell dürfte sich dies jedoch nicht so weit auswirken, dass eine Arbeit in der angestammten Tätigkeit realistisch sei.
Bezüglich
der Arbeitsfähigkeit sei die ganze
Situation
schwierig
zu
interpretieren
. Rein medizinisch sei der Beschwer
deführer in einer angepassten Tätigkeit zu
100
%
arbeitsfähig (S. 2).
3.8
Dem Abschlussbericht
betreffend das
Arbeitstraining des Beschwerdeführers im
B._
vom
4.
Januar 2012 (
Urk.
7/163/17-19) ist zu entnehmen, dass das anfängliche Arbeitspensum von 50
%
nicht habe gesteigert werden können, da die Schmerzen bis in die Schultern ausstrahlten. Die auszuführenden
Arbeiten hätten viel Geschick und Feinmotorik verlangt
. Auch
Handbewegun
gen
mit
Drehungen und Streckungen
hätten dem Beschwerdeführer Schmerzen verliehen. Der Tätigkeitsbereich habe nich
t ausgewei
tet werden können, da es sich bei a
ndere
n Tätigkeiten um
körperlich schwere Tätigkeiten
g
ehandelt hätte. Der Beschwerdeführer sei
verlässlich,
immer pünktlich zur Arbeit erschie
nen und
lernfähig
.
3.9
SUVA-Kreisarzt Prof.
I._
nahm am 2
7.
Juli 2012 Stellung (
Urk.
7/187) und führte aus, die geplante Operation sei
grundsätzlich
zumutbar und eine
Zweit
meinung
sei nicht notwendig.
Am
8.
Januar 2013 nahm er wiederum Stellung (
Urk.
7/196) und führte aus, das
Zumutbarkeitsprofil vom 1
6.
August 20
11 und vom 1
5.
März 20
11 der
Klinik C._
hätte sich nicht wesentlich geändert, auch wenn
der
geplante
ope
rative Eingriff
durchgeführt worden wäre
.
4.
4.1
Gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG entsteht ein Rentenanspruch, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Zustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann, der medizinische Endzustand mithin erreicht ist, und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Die Frage nach einer Verbesserung beurteilt sich nach der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3).
Art.
61 UVV bestimmt, dass wenn sich ein Versicherter ohne zureichenden Grund weigert, sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmass
nahme zu unterziehen, ihm nur die Leistungen gewährt werden, die beim
erwarteten Erfolg dieser Massnahme wahrscheinlich hätten entrichtet werden müssen.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die ärztlichen Beurteilun
gen
durch
SUVA-Kreisarzt Prof.
I._
(vorstehend E. 3.5-3.6 und E.
3.9) für die Beantwortung der gestellten Frage umfassend sind. Die Beurteilungen berück
sichtigen die medizinischen
Vorakten
ebenso wie die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar be
gründet.
Sodann wurden die Beurteilungen in Kenntnis der und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte der Versicherungsmediziner darauf aufmerk
sam, dass
beim Beschwerdeführer nach der Schrotschussverletzung eine ver
minderte Belastungstoleranz der linken Hand bestehe und es aufgrund des lan
gen Verlaufs zu einer gewissen
Dekonditionierung
gekommen sei. Er legte aus
serdem plausibel dar, dass die funktionellen Einschränkungen der linken Hand im Vergleich zu den subjektiv geklagten Beschwerden nur gering ausgeprägt vorlägen.
Der Versicherungsmediziner zeigte zudem in nachvollziehbarer Weise auf, dass
aus funktioneller Sicht die Funktionsbeeinträchtigungen der linken obere
n
Extremität als gering einzuschätzen sei und sowohl der Faustschluss wie auch der Spitz- und Schlüsselgriff linksseitig im Vergleich nur eine
geringgra
dige
Einschränkung zeigten
.
Weiter bezog er ausdrücklich Stellung zu
noch zumutbaren Tätigkeiten und erstellte gestützt darauf ein medizinisches
Zumut
barkeitsprofil
.
Seine Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesund
heitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet.
So zeigte d
er Versicherungsmediziner in nachvollziehbarer Weise auf, dass sich die von ihm vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung auch unter Berücksichtigung einer erfolgten Schrotkugelentfernung nicht relevant verändern würde.
Schliesslich begründete er einlässlich und sorgfältig,
dass aufgrund der erhobenen funktio
nellen Einschränkungen und der vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten Beschwerden eine Rückkehr in den angestammten Beruf ausgeschlossen sei.
Die Berichte erfüllen
damit
die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.3 und E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurteilung vom Versicherungsmediziner
Prof.
I._
durch den Bericht der
Ärzte der Klinik
D._
(vgl. vorstehend E. 3.
7
) gestützt; so gin
g
en
auch diese
davon aus, dass der Beschwerdeführer von einer
Kugelentfer
nung
im Bereich des Zeigefingers profitieren würde, sich diese jedoch funktio
nell nicht so weit auswirken würde, dass eine Arbeit in der angestammten Tätigkeit reali
stisch sei.
Ausserdem
gingen sie auch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten
Tätigkeit aus.
4.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte,
dass er
gemäss
Abschlussbericht
betreffend das
Arbeitstraining im
B._
(vgl. vorstehend E. 3.8)
sein 50%iges Pensum aufgrund der Belastungseinschränkungen und Schmerzen nicht habe steigern können, vermag dies an der vorstehenden kreisärztlichen Beurteilung nichts zu ändern.
Gemäss
Ausführungen im Abschlussbericht war es dem Beschwerdeführer nämlich vor allem deshalb nicht möglich das Pensum auszuweiten, weil es sich bei den restlichen Arbeiten vorwiegend um körperlich schwere Arbeiten gehandelt hätte, welche ihm
gemäss
ärztlicher Beurteilung nicht mehr zumutbar sind. SUVA-Kreisarzt Prof.
I._
hat dem Beschwerde
führer indes auch nur leichte körperliche Tätigkeiten ganztags für zumutbar erklärt, womit die geleistete Tätigkeit beim
B._
nicht als leidensangepasste Arbeit beurteilt werden kann. Dies wird denn auch durch den Bericht der
Fachpersonen
der
Klinik C._
(vgl. vorstehend
E. 3.4) bestä
tigt, wonach der
Beschwerdeführer
bei den ihm zugewiesenen
leichte
n
körperli
che
n Tätigkeiten
die Arbeitszeit ohne zusätzliche Pausen gut
habe einhalten können.
4.4
Auch s
oweit
der Beschwerdeführer
geltend machte, der medizinische Sachver
halt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen, insbe
sondere ein unabhängiges Gutachten in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Der physische unfallkausale Gesundheitszustan
d sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers
wurden in den Beurteil
ungen gebührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer
vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreiche
nde medizinische Einschätzungen
abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet werden.
Die Einwände des
B
eschwerdeführers
in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere sub
stantiierte Einwände brachte er
nicht vor.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende, nachvollziehbare und ausführlich begründete Einschätzung von SUVA-Kreisarzt Prof.
I._
abzu
stellen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumutbar
keitsprofil
auszugehen ist.
Nach dem Gesagten kann ausserdem festgehalten werden, dass die Parteien zwar bei Durchführung der von der Klinik
D._
empfohlenen Operation
(vgl. vorstehend E. 3.7)
übereinstimmend von einer weiteren Verbesserung aus
gehen und dass ein solcher operativer Eingriff dem Beschwerdeführer auch zumutbar wäre. Gestützt auf sämt
liche
vorliegenden ärztlichen Beurteilungen steht jedoch fest, dass von diesem operativen Eingriff nicht eine derartig
e
nam
hafte Verbesserung
zu erwarten wäre
, dass der Beschwerdeführer wieder als
Isoleur
arbeitsfähig sein könnte.
Die Ärzte
gehen vielmehr davon aus, dass sich das Zumutbarkeitsprofil, wonach dem Beschwerdeführer bereits jetzt eine ange
passte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei, auch nach erfolgtem Eingriff nicht wesentlich verändern würde
(vgl. vorstehend E. 3.7 und E. 3.9)
.
Der medizini
sche Endzustand ist demnach vorliegend bereits jetzt und ohne den operativen Eingriff erreicht.
Die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin zur Prüfung der Rentenfrage ist somit nicht zu beanstanden.
Ausserdem war
auch die
zweite Voraussetzung von
Art.
19
Abs.
1 UVG
zu
r
Prüfung der Rentenfrage
erfüllt. So teilte die IV-Stelle Zürich den Parteien mit Schreiben vom
5.
Juli 2012 (
Urk.
7/183) mit, dass die Arbeitsvermittlung beendet sei.
5.
5.1
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens zog die
Beschwer
degeg
nerin
fünf DAP-Profile bei (Dokumentation über Arbeitsplätze;
Urk.
7/199)
und errechnete ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
58
‘
439
.-- (
Urk.
2 S. 11 unten,
Urk.
7/199 S. 1).
5.2
Der Beschwerdeführer rügte, die DAP-Profile erfüllten die Anforderungen der Zumutbarkeitsbeurteilung nicht (
Urk.
1 S. 6
f.
), weshalb das
Invaliden
einkom
men
aufgrund der LSE sowie unter Berücksichtigung eines
Leidensabzu
ges
von 25
%
festzusetzen sei.
Leichte körperliche, w
echselbelastende Tätigkeiten mit H
eben und Tragen von Lasten bis 10
kg ohne
eine uneingeschränkte Gebrauchsfähigkeit der linken Hand
sind dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar
(vgl. vorstehend E. 3.5, E.
4.2)
. Über diese Einschränkungen hinaus sind keine Funktionen und Körper
haltungen beeinträchtigt
.
Bei den verwendeten Profilen werden Tätigkeiten beschrieben, die diese Vorga
ben berücksichtigen (vgl.
Urk.
7
/1
99
). So müssten bei der Tätigkeit als
Produk
tionsmitarbeiter
gemäss DAP-Nr. 854294 eine Grundfeder mit zwei Biegefedern mittels Pedalen zusammen genietet werden und im Anschluss würden die Federn in das Aluminiumprofil eingesetzt.
Bei der
Tä
tigkeit als
Qualitätskon
trolleur
gemäss DAP
Nr.
9980 müsste optisch kontrolliert werden, ob die
Schin
k
en
gipfeli
richtig eingerollt worden
seien und wenn nicht, müssten die
Schinkengipfeli
vom Förderband entfernt werden.
Bei der Tätig
keit als
Archiv
ange
stellter
gemäss DAP-Nr.
361550
müssten
Krankengeschichten für die einzelnen Kliniken archiviert, verwaltet und herausgegeben sowie das Archiv in Ordnung gehalten und Ablagearbeiten durchgeführt werden.
Bei der Tätigkeit als Verpa
cker gemäss DAP-Nr. 4459 müssten Bestellungen nach Bestellschein zusam
mengestellt und eingepackt werden sowie eine Kontrolle der Verpackung eines Kollegen durchgeführt werden.
Bei der Tätigkeit als Hilfsarbeiter gemäss DAP-Nr. 410120 handelt es sich um eine reine Computertätigkeit, bei welcher die eingescannten Artikel mit der Maus zu erfassen beziehungsweise markieren, auszuschneiden und im entsprechenden Ordner abzulegen wären.
Die Einwände des Beschwerde
führers, die ausgewählten Arbeitsplätze seien ihm aufgrund seiner Ein
schränkungen nicht zumutbar, vermögen nach dem Gesag
ten nicht zu überzeugen. Die aufgezeigten Arbeitsplätze gemäss den aufgeleg
ten DAPs erweisen sich als den Einschränkungen des Beschwerdeführers ange
passt und somit zumutbar.
5.3
Nachdem die Profile weiter
e
Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe ent
halten
, erweist sich das Abstellen auf
die
DAP
Profile als rechtsprechungskonform (BGE 129 V 472). Das Vorgehen der
Beschwerde
gegnerin
zur Ermittlung des Invalideneinkommens erweist sich demnach als rechtens und ist nicht zu beanstanden, weshalb die Arbeitsplätze gemäss DAP als Berechnungsgrundlage geeignet sind.
Zum vom Beschwerde
führer verlangten leidensbedingten Abzug von 25
%
bleibt anzumerken,
dass bei der Festsetzung des Invalideneinkommens aufgrund von DAP-Profilen rechtsprechungsgemäss ein Abzug nicht zulässig ist (vgl. BGE 129 V 481 f. E.
4.2.3).
Eine Vergleichsrechnung für die Berechnung des
Invalidenein
kommens
nach den Löhnen gemäss LSE erübrigt sich demnach.
Der Vergleich mit dem
unbestritten gebliebenen
Valideneinkommen
von
Fr.
69‘095.-- (vgl.
Urk.
2 S. 11 unten,
Urk.
7/200)
ergibt eine
Einkommensein
busse
von
Fr.
10‘656.-- und damit einen
Invaliditätsgrad von
gerundet 1
5
%
.
5.4
Zu bemerken bleibt, dass die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf seine Herkunft, seine Ausbildung, seine Sprachkenntnisse (vgl. Urk. 1 S. 7 oben) fehl gehen und nicht gehört werden können.
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrak
ter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung
von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraus
setzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Mög
lichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein
renten
ausschliessendes
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E.
4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaus
sichten
sind praxisgemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen; diese hat viel
mehr nur
soweit
zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten
Arbeitsmarkt
verhältnissen
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr ver
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S.
290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I
273/04 vom 29. März 2005, I
591/02 vom 5.
Mai 2004, I 285/99
vom
1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000).
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte
Nischen
ar
beitsplätze
, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August 2007 E. 4.3 und
9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1
, je mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer war im massgebenden Zeitpunkt des
Einspracheentschei
des
erst 33 Jahre alt und daher leicht vermittelbar. Ausserdem bestehen für den Beschwerdeführer mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeits
markt genügend Möglichkeiten, eine geeignete Stelle zu finden. So ist der Beschwerdeführer nach wie vor im Rahmen eines vollzeitlichen Pensums arbeitsfähig, und die ihm zumutbaren Tätigkeiten unterliegen nicht derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung als nicht mehr realistisch zu bezeichnen wäre. Demnach ist auch unter diesen Umständen der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich nicht zu beanstan
den, vielmehr entspricht er den gesetzlichen und rechtsprechungsgemässen Vor
gaben.
6
.
Zusammenfassend erweist sich der
Einspracheentsch
eid
der Beschwerdegegnerin vom 23
.
Juli
201
3
in sämtlichen
Punkten als rechtens, weshalb die dage
gen erhobene Beschwerde abzuweisen ist
.