Decision ID: 1476636f-58ec-4e8a-a92e-00bc809be4c0
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,
Beschwerdeführerin,
gegen
AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegnerin,
und
A._,
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Beigeladener,
betreffend
Versicherungsleistungen (i.S. A._)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war seit dem 1. November 2006 bei der B._ AG angestellt und dadurch bei
der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als er sich gemäss Unfallmeldung vom 19. Februar 2009 bei einem
Sturz beim Skifahren am linken Knie verletzte (UV-act. A1). Gemäss Bericht von Dr.
med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 18. Februar 2011 hatte
dieser den Versicherten am 2. Februar und am 11. Juni 2009 untersucht und als
Befund eine Druckdolenz im Hinterhorn im lateralen Gelenksspalt erhoben (UV-act.
M1). Am 2. Juli 2009 führte Dr. med. D._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere
Medizin, beim Versicherten eine Sonografie von Weichteilregionen durch (vgl. UV-act.
KK4, act. G 18.1). Die Kosten der Behandlungen wurden vom Krankenversicherer des
Versicherten, der SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend SWICA), übernommen
(vgl. UV-act. KK1-4).
A.b Am 4. Januar 2011 wurde der Versicherte erneut bei Dr. C._ wegen
Beschwerden am linken Knie vorstellig. Eine am 18. Februar 2011 durchgeführte
linksseitige Kniesonografie ergab eine 3cm grosse, liquide Formation über dem
lateralen Gelenkspalt bei Verdacht auf Meniskusläsion, einen Erguss im Recessus
suprapatellaris sowie eine 1cm grosse, an typischer Stelle gelegene Bakerzyste (vgl.
UV-act. M1, M2).
A.c Im Bericht vom 17. März 2011 stellte Dr. med. E._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, folgende
Diagnosen: Verdacht auf instabile laterale Meniskusläsion, traumatisch mit/bei
lateralem Meniskusganglion, beginnender trikompartimentaler Chondromalazie sowie
möglicher medialer Meniskusläsion (UV-act. M3). Am 28. März 2011 wurde der
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Versicherte in der Klinik F._ operiert (arthroskopische mediale und laterale
Teilmeniskektomie, laterale Restmeniskusnaht linkes Knie; UV-act. M4, M6).
A.d Am 8. April 2011 liess der Versicherte der AXA einen Rückfall zum Ereignis vom
25. Januar 2009 melden (UV-act. A2). Im Arztzeugnis vom 27. Juni 2011 bestätigte
Dr. C._ eine Erstbehandlung am 2. Februar 2009 und stellte die vorläufige Diagnose
mediale und laterale Meniskusläsion (UV-act. M8).
A.e Gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes, Dr. med. G._, Facharzt
FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
26. August 2011 (UV-act. M10), teilte die AXA dem Versicherten mit Schreiben vom 7.
September 2011 mit, die erneuten Beschwerden stünden nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Januar 2009. Es
bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (UV-
act. A3). Mit Verfügung vom 30. November 2011 lehnte die AXA eine Leistungspflicht
auch formell ab (UV-act. A8).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhoben die SWICA und der Versicherte mit Eingaben vom
6. und 9. Dezember 2011 (UV-act. A10, A11) Einsprachen. Zur Begründung führte die
SWICA im Wesentlichen an, aus den vorliegenden medizinischen Berichten müsse
geschlossen werden, dass die am 28. März 2011 operierte Meniskusläsion klar auf den
Unfall im Jahr 2009 zurückzuführen sei. Eine Brückensymptomatik sei gegeben. Der
Versicherte machte seinerseits geltend, zu Beginn habe sich der Meniskus je nach
Kniebeugung und -stellung zeitweise verklemmt. Da dies nicht sehr oft vorgekommen
sei, habe er auf einen operativen Eingriff verzichtet. Seit dem Skiunfall habe er sich
sportlich sehr zurückgehalten und es sei kein Ereignis eingetreten, welches die
Beschwerden hätte verursachen können.
B.b Auf Anfrage der SWICA nahm Dr. E._ am 14. Dezember 2011 dahingehend
Stellung, dass er das Ereignis vom 25. Januar 2009 als mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit zumindest teilursächlich für die Kniebeschwerden des Versicherten
bezeichnete (UV-act. A12).
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B.c Mit Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 wies die AXA die Einsprachen ab. Zur
Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, den Stellungnahmen der behandelnden
Ärzte fehle es an jeglicher Begründung. Es könne nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit aufgezeigt werden, dass zwischen den Kniebeschwerden links und
dem Skiunfall von 2009 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe (UV-act. A14).
B.d Ein am 31. August 2012 durchgeführtes MRI Knie links nativ ergab im
Wesentlichen einen Status nach konservierender Teilmeniskektomie medial und lateral,
einen nicht dislozierten longitudinalen Riss des Innenmeniskus, ein leichtes
Knochenmarködem des Tibiaplateaus sowie einen kleinvolumigen Kniegelenkserguss
(UV-act. M11). In der Stellungnahme vom 10. September 2012 hielt Dr. med. H._,
Facharzt FMH für Chirurgie, fest, aus seiner Sicht seien die heutigen Befunde mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal dem Unfallereignis zuzuschreiben (UV-act.
M12). Im Schreiben vom 28. Dezember 2012 gab Dr. med. I._, Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, als beratender Arzt der
AXA an, aufgrund der medizinischen Akten könne nicht in überzeugender Weise
dargelegt werden, dass das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu den im
Jahr 2011 operierten lateralen und medialen Meniskusrupturen hätte führen können. Es
könne keine eindeutige Brückensymptomatik festgestellt werden (UV-act. M13).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 erhob die SWICA mit Eingabe
vom 14. September 2012 Beschwerde mit den Anträgen, der Einspracheentscheid sei
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die Kniebeschwerden
des Versicherten weiterhin UVG-Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen auf die Beurteilung von
Dr. H._ vom 10. September 2012 (UV-act. M12) verwiesen und angeführt, diese sei
schlüssig und nachvollziehbar. Demgegenüber habe sich Dr. I._ in der
Stellungnahme vom 28. Dezember 2012 (UV-act. M13) nicht ausreichend mit den
Angaben des Versicherten, der zweifelsohne bestehenden Brückensymptomatik sowie
den bildgebenden Befunden auseinandergesetzt (act. G 1).
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C.b Das Versicherungsgericht lud den Versicherten mit Schreiben vom 19. September
2012 zum Verfahren bei (act. G 3). Der Beigeladene liess die ihm eingeräumte Frist zur
Stellungnahme unbenutzt verstreichen.
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf den
Einspracheentscheid und führte ergänzend an, die Schlussfolgerungen von Dr. H._
vom 10. September 2012 (UV-act. M12) seien nicht überzeugend und erschienen
spekulativ (act. G 9).
C.d Mit Replik vom 5. März 2013 (act. G 13) und Duplik vom 19. April 2013 (act. G 15)
bestätigten die Parteien ihre Standpunkte.
C.e Mit Schreiben vom 19. Juni 2013 forderte das Versicherungsgericht den
Beigeladenen auf, allfällige Arztberichte im Zusammenhang mit der am 2. Juli 2009
durchgeführten Sonografie vorzulegen (act. G 17). Mit Eingabe vom 25. Juni 2013
reichte der Beigeladene den Bericht zur Sonografie Weichteile Trochanterregion
beidseits vom 3. Juli 2009 von Dr. D._ ein, in welchem dieser den Befund einer
Insertionstendinose mit leichter Bursitis am Trochanter major rechts erhoben hatte (act.
G 18 f.). Am 11. Juli 2013 nahm die Beschwerdegegnerin zum Bericht vom 3. Juli 2009
dahingehend Stellung, dass die Sonografie für eine relevante Abnahme der
Knieprobleme links in der Periode Juni bis Juli 2009 spreche (act. G 20).
C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.
Erwägungen:
1.
Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für den von
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückfall zu Recht verneint hat.
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1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsun
fällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die
Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung
oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während es Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht,
die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III
111 E. 2). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem
natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V
291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung).
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1.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt.
Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer
vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es
erneut zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit
kommt, während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes
Leiden im Lauf längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem
andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen
begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an.
Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers
nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten Beschwerden und der
seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher
und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V
296 f. E. 2c).
1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten
natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende
Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich
greift die genannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und – im
Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich
nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
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entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U
206 S. 328 E. 3b).
1.4 Gemäss der vorliegenden Aktenlage war der Beigeladene im Anschluss an das
geltend gemachte Sturzereignis letztmals am 11. Juni 2009 wegen Beschwerden im
linken Knie bei Dr. C._ in Behandlung, wobei anlässlich der damaligen Untersuchung
keine Verschlechterung festgestellt worden war (vgl. UV-act. M1). Die am 2. Juli 2009
durchgeführte Sonografie (act. G 18.1), welche von Dr. C._ aufgrund von seit einigen
Wochen bestehenden Schmerzen am rechten Oberschenkel veranlasst worden war,
ergab eine Insertionstendinose mit leichter Bursitis am Trochanter major rechts. Im
Bericht wird insbesondere festgehalten, die Hüftbeweglichkeit sei beidseits
symmetrisch und frei ohne Schmerzauslösung. Probleme in Bezug auf das linke Knie
sind dem Bericht keine zu entnehmen. Erst im Januar 2011 wurde der Beigeladene
wegen Kniebeschwerden wieder bei Dr. C._ vorstellig (UV-act. M1). Da den Akten
keine Hinweise auf zwischenzeitlich erfolgte Behandlungen im Zusammenhang mit
dem linken Knie zu entnehmen sind und die Beschwerdegegnerin darüber hinaus keine
Versicherungsleistungen ausgerichtet hat, stellt sich, wie von der Beschwerdegegnerin
dargelegt (act. G 9), die Frage der Leistungspflicht im Rückfall. Entsprechend sind die
in der vorstehenden Erwägung 1.3 dargestellten Regeln zu Rückfällen und Spätfolgen
anwendbar. Somit fällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur in Betracht,
wenn der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute bestehenden Knie
beschwerden und dem geltend gemachten Skiunfall vom 25. Januar 2009 mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden kann.
2.
2.1 Unter den Parteien ist streitig, ob zwischen den Kniebeschwerden des
Beigeladenen, aufgrund welcher am 28. März 2011 eine Teilmeniskektomie des linken
Knies erfolgte, und dem Ereignis vom Januar 2009 ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneint diese Frage
insbesondere gestützt auf den Bericht ihres beratenden Arztes Dr. I._ vom 28.
Dezember 2012 (UV-act. M13). Die Beschwerdeführerin verweist ihrerseits im
Wesentlichen auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr. H._ vom 10.
September 2012 (UV-act. M13) und stellt sich auf den Standpunkt, dass auf die
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Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden
könne.
2.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen Herkunft noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert
beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen).
Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen – insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens
– abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen).
2.3 Dr. I._ führt in der Beurteilung vom 28. Dezember 2012 (UV-act. M13) aus,
aufgrund der echtzeitlichen Akten und der späteren Angaben könne keine eindeutige
Primärverletzung am linken Knie als überwiegend wahrscheinliche Folge eines am
25. Januar 2009 erlittenen Sturzes postuliert werden. In den medizinischen Akten sei
keine zeitnahe Schilderung des Unfallmechanismus festgehalten. Bei der Angabe der
Verletzung in der Unfallmeldung vom 19. Februar 2009 (UV-act. A1) handle es sich um
eine Verdachtsdiagnose; ein Meniskusanriss im linken Knie sei zu jenem Zeitpunkt
nicht im Sinn einer eindeutigen strukturellen Läsion objektiviert worden. Auch sei der
Verlauf mit keinem medizinischen Dokument festgehalten worden und eine klare
Brückensymptomatik lasse sich aus den medizinischen Unterlagen nicht ableiten, da
die Berichte retrospektiv verfasst und uneinheitlich seien. Darüber hinaus belege der
kernspintomografische Befund vom 31. Januar 2012 die zunehmend degenerative
Entwicklung des betroffenen Kniegelenks. Schliesslich sei der Beurteilung von Dr.
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G._ vom 26. August 2011 (UV-act. M10) zuzustimmen. Die über 18 Monate lange
Episode ohne medizinische Beurteilung und Behandlungsnotwendigkeit weise darauf
hin, dass der Beigeladene in dieser Zeit keine relevanten Einschränkungen gehabt
habe. Auf der anderen Seite bewerte Dr. H._ die medizinische Ausgangslage im
Bericht vom 10. September 2012 (UV-act. M12) ungenügend und diskutiere die nicht
gesicherte Brückensymptomatik (die widersprüchlichen retrospektiven Berichte) zu
wenig, als dass seine Schlussfolgerungen überzeugen könnten. Zusammenfassend sei
festzuhalten, dass aufgrund fehlender Klarheit über den Unfallmechanismus, fehlender
Dokumentation einer allenfalls durch das Ereignis von 2009 erlittenen Verletzung und
nicht gesicherter Brückensymptomatik ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen
den heutigen Beschwerden und dem Unfall von 2009 nicht überwiegend
wahrscheinlich sei.
2.4 Dr. H._ führt seinerseits im Bericht vom 10. September 2012 (UV-act. M12) aus,
aufgrund des Verlaufs und der angegebenen Befunde (Sonografie, MRI, Arthroskopie-
Befunde) sei anzunehmen, dass das Ereignis vom 25. Januar 2009 doch zu einer
initialen Verletzung des Kniegelenks links geführt habe mit Riss des lateralen Meniskus
und Bildung einer dorsalen Synovialzyste. Der weitere Verlauf habe gezeigt, dass die
Meniskusläsion instabil gewesen sei und dass es immer wieder zu kleinen
Dislokationen des partiellen Meniskusdissekates gekommen sei, welche der Patient
selber habe reponieren können. Da sich das damit verbundene Beschwerdebild in
erträglichen Grenzen gehalten habe, habe man sich zu abwartendem Verhalten
entschlossen. Die rezidivierenden kleinen Ereignisse (Brückensymptome) hätten aber
vermutlich dazu geführt, dass im Laufe der Zeit auch der mediale Meniskus sowie der
knorpelige Gelenküberzug in allen drei Kompartimenten Schaden genommen hätten
mit konsekutivem Akzentuieren des Beschwerdebildes. Schliesslich gab Dr. H._ an,
retrospektiv sei er doch der Ansicht, dass der Verlauf und die heutigen Befunde mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal dem Ereignis von 2009 zuzuschreiben seien.
2.5 Dr. I._ legt in seiner Beurteilung vom 28. Dezember 2012 in Würdigung der
gesamten Aktenlage umfassend und überzeugend dar, dass ein natürlicher Kausal
zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 25. Januar 2009 und den
Kniebeschwerden des Beigeladenen, aufgrund welcher am 28. März 2012 eine
Teilmeniskektomie des linken Knies durchgeführt wurde, nicht mit überwiegender
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Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Dr. I._ setzt sich mit den verschiedenen
Stellungnahmen der beratenden und behandelnden Ärzte auseinander und legt
schlüssig dar, dass die vorliegenden medizinischen Berichte sowohl in Bezug auf den
Unfallhergang als auch hinsichtlich der erlittenen Verletzung widersprüchliche
Äusserungen enthalten. Wie von Dr. I._ aufgezeigt, liegen keine echtzeitlichen
Unterlagen vor, welche die Diagnose einer medialen und lateralen Meniskusläsion als
Folge eines Sturzereignisses vom 25. Januar 2009 oder die in der Unfallmeldung vom
19. Februar 2009 (UV-act. A1) angegebene Verletzung "Meniskusanriss im linken Knie"
bestätigen würden. So gab Dr. C._ im Schreiben vom 18. Februar 2011 (UV-act. M1)
lediglich an, in der Untersuchung vom 2. Februar 2009 eine Druckdolenz im Hinterhorn
im lateralen Gelenksspalt erhoben zu haben. Es habe sich kein Gelenkserguss und
keine Instabilität gezeigt. Der Beigeladene habe keine heftigen Beschwerden gehabt,
weshalb man sich entschlossen habe, abzuwarten. Auch in der Untersuchung vom 11.
Juni 2009 sei es dem Beigeladenen nicht wesentlich schlechter gegangen. Den Befund
Druckdolenz im Hinterhorn im lateralen Gelenksspalt bestätigt Dr. C._ auch im
Arztzeugnis vom 27. Juni 2011 (UV-act. M8).
2.6 Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen auch die
Ausführungen Dr. H._s die nachvollziehbare Beurteilung von Dr. I._ nicht in Zweifel
zu ziehen. Dr. H._ beschränkt sich in seiner Beurteilung im Wesentlichen darauf,
gestützt auf die im Jahre 2011 erhobenen Befunde Annahmen hinsichtlich des
Ereignisses von 2009 zu treffen. Sodann stützt er sich bei der Beurteilung des Verlaufs
einzig auf die Angaben des Beigeladenen und setzt die von diesem geschilderten
rezidivierenden Blockaden (vgl. UV-act. M3, A11) mit Brückensymptomen gleich, ohne
dass solche durch die medizinische Aktenlage belegt wären. Er nimmt in keiner Weise
auf die fehlenden echtzeitlichen medizinischen Berichte Bezug, was die Beurteilung
unvollständig und wenig fundiert erscheinen lässt. Insgesamt kann gestützt auf die
nicht überzeugenden Ausführungen von Dr. H._ ein natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis von 2009 und dem heutigen
Beschwerdebild nicht als nachgewiesen erachtet werden. Dass der Beigeladene nach
dem Ereignis von 2009 nie beschwerdefrei gewesen sei, kann darüber hinaus entgegen
dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (act. G 1, Ziff. 3) auch durch die Ausführungen
von Dr. E._ im Bericht vom 17. März 2011 (UV-act. M3) nicht als bewiesen gelten, da
zwischenzeitlich keine Behandlungen im Zusammenhang mit Kniebeschwerden
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erfolgten bzw. keine Befunde betreffend das linke Knie erhoben wurden und Dr. E._
hinsichtlich des Verlaufs – analog zu Dr. H._ – lediglich die Angaben des
Beigeladenen wiedergibt. Schliesslich gilt es bezüglich der Argumentation der
Beschwerdeführerin, seit dem geltend gemachten Unfall sei nie Beschwerdefreiheit
eingetreten, festzuhalten, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als
durch einen Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist ("post hoc ergo
propter hoc"-Formel; vgl. BGE 119 V 342 E. 2b/bb).
3.
Zusammenfassend ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute
bestehenden Kniebeschwerden des Beigeladenen und dem Unfallereignis nicht mit
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit
hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und die
Beschwerdegegnerin hat eine Leistungspflicht zu Recht verneint.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom 17. Juli 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61
lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39