Decision ID: 5ed5af0b-1a8a-584f-b401-4663383f4fa7
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1961 geborene B._ meldete sich am 19./30. Mai 2005 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Umschulung und
eine Rente. Sie gab an, sie habe im Ausland den Beruf einer Elektrotechnikerin erlernt.
Sie sei Mutter von vier Kindern (geboren 1982, 1985, 1988 und 1990). Im Jahr 1993 sei
sie in die Schweiz gekommen und sei hier als Betriebsangestellte in einem Spital tätig.
Seit 2002 leide sie an ständigen Schmerzen an Nacken und Schulter links mit
Ausstrahlung in den Arm, die bisher durch Therapien nicht beeinflussbar gewesen
seien.
A.b Die Arbeitgeberin bescheinigte am 15. Juni 2005 (act. 12), die Versicherte sei Elek
trotechnikerin und sei vom 13. Dezember 1993 bis 8. Mai 2005 (seit 1996 an vier Tagen
pro Woche) als Betriebsangestellte im Hausdienst angestellt gewesen. Der letzte
effektive Arbeitstag sei der 21. August 2004 gewesen. Das Arbeitsverhältnis sei im
gegenseitigen Einverständnis aufgelöst worden, weil aus gesundheitlichen Gründen
eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht möglich und der Anspruch auf Lohnfortzahlung
beendet sei. Bei 80 % würde sie gegenwärtig ohne Gesundheitsschaden einen
Monatslohn von Fr. 2'918.90 erzielen.
A.c Dr. med. A._, Innere Medizin FMH, gab in seinem Arztbericht vom 5. Juli 2005
(act. 14) als Hauptdiagnose bekannt, es liege seit Sommer 2004 eine Cerviko-
Brachialgie links vor, progredient, bei medio-links-lateraler Diskushernie C6/7. Im
Reinigungsdienst sei die Versicherte vom 26. August bis 12. Dezember 2004 zu 100 %
und anschliessend bis 16. Dezember 2004 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem
17. Dezember 2004 sei sie wiederum zu 100 % arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit
sei nicht mehr zumutbar, weil sich bei körperlicher Arbeit, insbesondere beim Heben,
Tragen und Stossen, die Beschwerden verstärkten. Körperlich leichte Hilfsarbeiten
seien der Versicherten an vier bis fünf Stunden pro Tag mit uneingeschränkter
Leistungsfähigkeit zumutbar. In der Beilage fanden sich Berichte der Klinik für
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Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom 12. November 2004 (konvulsive
Synkope bei orthostatischer Kreislaufreaktion am 23.10.2004, sekundäre
Angststörung), des Departements Innere Medizin, Rheumatologie und Rehabilitation,
am Kantonsspital St. Gallen, vom 26. Januar 2005 (Cervicalsyndrom links, St. n. alter
AC-Gelenksluxation links), eines Röntgeninstituts vom 18. und 24. März 2005 (u.a.
verschmälerte Bandscheibe C6/7 mit Spondylosis und Unkarthrosis; medio-links-
laterale Hernierung der Bandscheibe C6/7 leicht nach caudal luxierend und mit
recessaler Einengung; Discusprotrusion auch C5/6 geringen Ausmasses) und der Klinik
für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom 21. April 2005 (kleiner
Bandscheibenvorfall HW6/7 links, Zustand nach AC-Gelenks-Verletzung links).
A.d Weil eine zusätzliche psychiatrische Komorbidität zu den Beschwerden im Bereich
des linken Schultergürtels und Armes nicht ausgeschlossen sei, befürwortete der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung am 12. September 2005
eine bidisziplinäre Begutachtung. Diese wurde am 23. September 2005 in Auftrag
gegeben.
A.e Am 20. Februar 2006 fand eine Abklärung der Verhältnisse an Ort und Stelle statt
(act. 27). Die Versicherte sei zu 80 % mit einem Einkommen von Fr. 48'339.-- (wohl
gemäss IK-Auszug) beschäftigt gewesen. Ohne Gesundheitsschaden wäre sie
weiterhin zu 80 % als Betriebsangestellte an ihrem Arbeitsplatz tätig. Die
Sachbearbeiterin erhob eine Einschränkung im Haushaltbereich um 33 %, was
bezogen auf den Anteil von 20 % am gesamten Pensum einen Teilinvaliditätsgrad von
6.6 % ergebe.
A.f Das Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene (AEH) erstattete am
2. Juli 2007 (act. 36) sein Gutachten. Als Diagnose ist ihm Folgendes zu entnehmen:
Chronisches zervikospondylogenes Syndrom links, Lumbovertebralsyndrom bei/mit
- kleiner Bandscheibenprotrusion C6/C7
- Wirbelsäulenfehlhaltung
- muskulärer Insuffizienz
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Status nach AC-Gelenksluxation links (wahrscheinlich Residuum von früherem
Unfallereignis)
Anamnestisch leichte, bikuspide Aorteninsuffizienz
Kompletter Linksschenkelblock unklarer Ätiologie
Status nach konvulsiver Synkope bei anamnestisch orthostatischer Kreislaufreaktion
Exanthem/Petechien unklarer Ätiologie
Generalisierte Angststörung
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion.
Die bisherige Arbeit in der Reinigung im Spital entspreche einer leichten bis höchstens
knapp mittelschweren Tätigkeit. Rein somatisch-medizinisch gesehen sei diese
Tätigkeit der Versicherten voll zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht und im Ergebnis aus
interdisziplinärer Sicht bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 35 %. Dieselbe
Arbeitsfähigkeit sei auch in anderen adaptierten leichten bis knapp mittelschweren,
wechselbelastenden Tätigkeiten gegeben. Auch die Haushalttätigkeit sei der
Versicherten aus somatischer Sicht voll zumutbar. Das Ergebnis der Haushaltabklärung
beruhe auf den Angaben der Versicherten, sei aber aus medizinisch-körperlicher Sicht
nicht plausibel. Indessen sei die Einschränkung von 33 % unter psychiatrischem
Aspekt nachvollziehbar.
A.g Auf Ergänzungsfrage hin teilte der psychiatrische Gutachter am 17. September
2007 (act. 44) mit, die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 35 % sei ab November 2004
anzunehmen.
A.h Mit Vorbescheiden vom 21. Februar 2008 (act. 47 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten in
Aussicht, die Arbeitsvermittlung abzuschliessen, da diese angesichts der subjektiven
vollen Arbeitsunfähigkeit keinen Sinn mache, und bei einem Invaliditätsgrad von 35 %
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(nach gemischter Methode bei einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 %
Haushalttätigkeit) keine Rente auszurichten.
A.i Die Versicherte liess am 8. April 2008 (act. 54) beantragen, es sei ihr eine Rente bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % zuzusprechen und es seien weitere
medizinische Abklärungen in Auftrag zu geben. Angesichts der Diagnosen sei nicht
nachvollziehbar, dass aus somatischer Sicht gar keine Einschränkung im
Arbeitsfähigkeitsgrad vorliegen sollte. Erst recht nicht, da Dr. A._ einzig aus
somatischer Sicht von einer Einschränkung um 50 % ausgehe. Es sei nicht davon
auszugehen, dass eine Arbeitnehmerin, die während mehr als elf Jahren am gleichen
Arbeitsplatz tätig gewesen sei, diese Stelle ohne Beschwerden plötzlich aufgeben
würde. Insgesamt sei daher nicht nachvollziehbar, dass es sich bei der bisherigen
Tätigkeit der Versicherten um eine leichte bis höchstens knapp mittelschwere Arbeit
gehandelt habe, die ihr weiterhin zumutbar sei. Es seien ergänzende Abklärungen zu
treffen. Zur Festsetzung des Invalideneinkommens seien jedenfalls die Tabellenlöhne
anzuwenden und es sei ein Leidensabzug von 10 % zu machen. Selbst bei 65 %
Arbeitsfähigkeit ergäbe sich mit 44 % Invaliditätsgrad Anspruch auf eine Viertelsrente.
Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestünde Anspruch auf eine halbe Rente.
A.j Mit Verfügung vom 7. Juli 2008 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle den
Rentenanspruch unter Hinweis auf eine das Gutachten stützende Stellungnahme des
RAD ab.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann
für die Betroffene am 8. September 2008 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
der Beschwerdeführerin sei eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % zuzusprechen, eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu weiteren
medizinischen Abklärungen zum Leistungsfähigkeitsgrad zu verpflichten. Gegen die
Einstufung als teilerwerbstätige Hausfrau (80 %/20 %) sei grundsätzlich nichts
einzuwenden. Der psychiatrische Gutachter habe eine Verminderung der
Arbeitsfähigkeit um 30 bis 35 % seit November 2004 festgestellt. Die geeigneten
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Tätigkeiten dürften keine zu grossen Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit
stellen und eine verständnisvolle soziale Umgebung sei hilfreich. Für die gleiche Zeit
gehe Dr. A._ von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus. Die Beschwerdegegnerin
habe willkürlich gehandelt, da weder im Gutachten noch in der Verfügung
nachvollziehbar begründet sei, weshalb der einen Einschätzung gefolgt werde. Auch
die Schätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht sei nicht
nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin habe während elf Jahren dieselbe Arbeit
ausgeübt, habe diese aufgrund körperlicher Beschwerden aufgeben müssen und wäre
an sich gewillt, wieder in den Arbeitsprozess zurückzukehren. Dass im Gutachten
festgehalten worden sei, ihre Leistungsbereitschaft sei nicht zuverlässig gewesen,
überrasche daher. Es sei angesichts der Diagnosen vielmehr davon auszugehen, dass
sie nicht in der Lage gewesen sei, höhere Leistungen zu erbringen. Immerhin habe sich
auch im Haushaltbereich eine Einschränkung von einem Drittel ergeben. Deshalb
könne das Gutachten nicht als Verfügungsgrundlage dienen. Insgesamt drängten sich
weitere Abklärungen auf. Selbst wenn aber von einer 65-prozentigen Arbeitsfähigkeit
auszugehen wäre, sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin wohl kaum nach wie
vor als Reinigungsangestellte im Spital arbeiten könnte. Ausgehend von einem
Valideneinkommen von Fr. 55'551.-- und einem Tabellenlohn von Fr. 48'036.-- ergäbe
sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 65 % und einem Abzug von 10 % ein Invaliditätsgrad
von rund 44 %.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 11./13. November 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dass die Gutachter aus
somatischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert hätten, erscheine
plausibel, da sie doch lediglich leichtgradige somatische Beeinträchtigungen gefunden
hätten, die das Ausmass der geklagten Schmerzen nicht erklären könnten. Gemäss
dem psychiatrischen Gutachter sei es bei der Beschwerdeführerin zu einer engen
Verzahnung von depressiver Symptomatik, Angst und Schmerzsymptomatik
gekommen. Sie verfüge offenbar nicht über ausreichende innere Ressourcen, um der
dysfunktionalen Entwicklung entgegenzutreten. Auskünfte der behandelnden Ärzte
seien rechtsprechungsgemäss mit Vorbehalt zu würdigen. Dr. C._ (recte wohl:
Dr. A._) habe nicht über das nötige Spezialwissen verfügt, um den Zusammenhang
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der Beschwerden mit dem psychischen Leiden zuverlässig zu beurteilen. Dr. A._
gebe verständlicherweise die geklagte Schmerzsituation wieder. Der Beweiswert des
Gutachtens werde dadurch nicht erschüttert. Das Jahreseinkommen der
Beschwerdeführerin betrage gemäss der Arbeitgeberbescheinigung im Jahr 2005
Fr. 37'946.-- (13x Fr. 2'918.90), was das Valideneinkommen darstelle. Im Vergleich zum
Durchschnittslohn für Frauen in Hilfstätigkeiten von Fr. 49'120.-- sei das auf 100 %
aufgerechnete Einkommen (von Fr. 47'433.--) mit rund 3.5 % nicht deutlich
unterdurchschnittlich gewesen, so dass keine Parallelisierung zu erfolgen habe. Bei
einer Arbeitsfähigkeit von 65 % und einem Abzug von 10 %, der anzubringen sei, weil
mit dem rein medizinischen Arbeitsunfähigkeitsgrad nicht der gesamten zu
erwartenden leidensbedingten Verdiensteinbusse Rechnung getragen sei
(gesundheitlich bedingte Absenzen, Ruhepausen), ergebe sich ein Invalideneinkommen
von Fr. 28'735.--. Der Teilinvaliditätsgrad mache daher 24.27 % aus, gewichtet mit
80 % also 19.4 %. Eine Wechselwirkung vom Erwerbs- zum Aufgabenbereich könne
nicht berücksichtigt werden, da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit im
Erwerb nicht verwertet habe. Der psychiatrische Gutachter habe die bei der Abklärung
an Ort und Stelle festgestellte Einschränkung von 33 % als plausibel bezeichnet. Der
Teilinvaliditätsgrad im Haushalt betrage somit gewichtet 6.6 %.
D.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat am 3. Dezember 2008 an seinen
Anträgen festgehalten.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die Beschwerdegegnerin
hat die angefochtene Verfügung am 7. Juli 2008, also unter der Geltung des Rechts
dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in
eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf bestimmte Sachverhalte
nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das aufgehobene Recht massgebend
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bleiben, muss eine geltende Norm die Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für
bestimmte Sachverhalte anordnen. Die 5. IV-Revision enthält keine die Rente
betreffende übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für
Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl.
das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007). Die Definition der Sachverhalte,
auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte durch ein materiellrechtliches,
unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen der Zeitpunkt der Entstehung
des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des Versicherungsfalls, beide definiert
nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum Ganzen im Detail der Entscheid
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S M. vom 28. Oktober 2009, IV
2009/5). Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns sind deshalb vorliegend angesichts
der IV-Anmeldung von 2005 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im August 2004 die
bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung hat sich indessen keine Änderung der
Rechtslage ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin das
Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin um eine Rente abgelehnt. Die
Beschwerdeführerin lässt in diesem Verfahren einzig noch Rentenleistungen
beantragen. Streitig ist daher zunächst ihr Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings,
dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein solcher Anspruch in Frage steht, so gehörte
zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den
Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der
Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
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2.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Invalidität der Beschwerdeführerin anhand der
gemischten Methode mit einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt
bemessen. Der Punkt ist unstrittig geblieben. Die Qualifikation hatte darauf beruht,
dass die Beschwerdeführerin gemäss der Arbeitgeberbescheinigung zu 80 %
angestellt war und sie bei der Abklärung an Ort und Stelle erklärt hatte, sie wäre ohne
Gesundheitsschaden weiterhin zu 80 % als Betriebsangestellte in diesem Spital tätig.
Es lässt sich tatsächlich annehmen, dass sie, wie sie angibt, ohne Eintritt der
gesundheitlichen Beeinträchtigungen an dieser Stelle verblieben wäre. Indessen ist den
Lohnabrechnungen zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in den beiden Jahren
vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit tatsächlich im Durchschnitt ein Arbeitspensum von
über 90 % geleistet hat. Im Jahr 2002 waren es 94.33 % und im Jahr 2003 gar 97.7 %
(act. 12-10/16). Es rechtfertigt sich, auf das tatsächlich geleistete Pensum abzustellen
und, da es sich um ein langjähriges Anstellungsverhältnis handelte, davon auszugehen,
dass ein Pensum ungefähr des zuletzt tatsächlich geleisteten Ausmasses weitergeführt
worden wäre, wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht eingetreten wäre. Das ist überwiegend
wahrscheinlich. Es handelte sich offenbar nicht um eine lediglich einmalige
Ausweitung. Die Beschwerdeführerin hatte dieses Pensum vor Eintritt des
Gesundheitsschadens als Ehefrau und Mutter von vier Kindern tatsächlich geleistet.
Dass sie und ihr Rechtsvertreter von einem 80 %-Pensum ausgingen, vermag bei
dieser Sachlage hieran nichts zu ändern. Massgebend für die Bemessungsmethode ist
denn auch, was eine versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte,
wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Abgestellt wird dabei nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts - einzig - auf die hypothetischen
Erwerbsverhältnisse im Gesundheitsfall, ohne die Zumutbarkeit als zusätzliches
Kriterium zu betrachten (Bundesgerichtsentscheid i/S Y. vom 25. November 2008,
9C_650/2008), obwohl diese auszublenden im Licht von Art. 8 Abs. 3 ATSG und Art. 5
Abs. 1 IVG problematisch erscheint (vgl. Franz Schlauri, Das Rechnen mit der
Arbeitsunfähigkeit in Beruf und Haushalt in der gemischten Methode der
Invaliditätsbemessung in: Schaffhauser/Schlauri, Schmerz und Arbeitsunfähigkeit,
St. Gallen 2003, S. 343 f.; vgl. etwa die Entscheide des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen i/S M. vom 17. Februar 2009, IV 2007/425, und i/S S. vom 23. April
2009, IV 2008/86). Die erwähnte Annahme rechtfertigt sich auch im Bewusstsein, dass
die Arbeitseinteilung in der Vergangenheit für die massgebliche Hypothese allerdings
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nur ein Indiz darstellen kann (so der nicht veröffentlichte Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S V.L.-R. vom 2. Februar 2006). Der
Anteil der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin liegt nach dieser Würdigung so
nahe an einem Vollpensum, dass eine Aufteilung in einen Erwerbs- und einen
Haushaltteil und damit die Anwendung der gemischten Methode nicht mehr sinnvoll
erscheint (so etwa für 92 % der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen i/S B. vom 15. Februar 2007, IV 2006/51). Die Invalidität der
Beschwerdeführerin ist nach dem Einkommensvergleich zu bemessen.
3.
3.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in
der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch
tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046
des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt auf das Ergebnis einer Begutachtung ab, die eine
Abklärung unter physikalisch-medizinisch bzw. rehabilitativ fachärztlichem Aspekt und
eine psychiatrische Beurteilung durch eine auswärtige Stelle (Klinik Teufen) umfasste.
Bei der somatischen Begutachtung wurden die Akten und die Röntgenbilder
(namentlich eine Serie vom September 2006) zur Kenntnis genommen und die
Anamnese und die geklagten Beschwerden erfragt. Ausserdem wurde eine Evaluation
der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt. Infolge erheblicher
Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz waren die Resultate der
Belastbarkeitstests nur teilweise verwertbar. Die Leistungsbereitschaft wurde als nicht
zuverlässig und die Konsistenz bei den Tests als schlecht beurteilt. Die Tests seien
langsam, mit wiederholten Pausen, aber ohne demonstratives Schmerzverhalten
durchgeführt worden. Die Gutachter hielten fest, eine leichte bis knapp mittelschwere
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Arbeit in Wechselposition (wie unter anderem die bisherige Tätigkeit) sei der
Beschwerdeführerin ganztags ohne besondere Einschränkungen zumutbar. Dr. A._
dagegen hatte der Beschwerdeführerin im Juli 2005 eine Arbeitsfähigkeit für
angepasste Tätigkeiten an vier bis fünf Stunden pro Tag attestiert. Das Ergebnis der
somatischen gutachterlichen Abklärungen ist nachvollziehbar begründet. Es hätten sich
keine plausiblen funktionellen Einschränkungen finden lassen. Der rasche Pulsanstieg
beim Kniebeugen oder Treppensteigen sei als Dekonditionssymptom zu werten. Als
Untersuchung mit Würdigung der klinischen und radiologischen Befunde
einschliesslich einer Evaluation der Leistungsfähigkeit kommt dem (somatischen)
Gutachten bei der Beweiswürdigung ein hoher Beweiswert zu, gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb; Entscheid
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S G. vom 4. September 2006, I 713/05),
was hier nicht der Fall ist. Das Profil der bisherigen Erwerbstätigkeit wurde bei der
Evaluation der Leistungsfähigkeit erfragt und es wurde dazu festgehalten, nur das
Hantieren mit den Wäschesäcken könne nicht abschliessend beurteilt werden, im
Übrigen erfülle die Beschwerdeführerin theoretisch die Anforderungen. Dass die
Beschwerdeführerin ihre Arbeit aufgab, kann daher nicht auf eine somatische
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zurückgeführt werden. Nachvollziehbar
wird im Gutachten auch erläutert, die Hauptproblematik liege im psychischen Bereich.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von Dr. A._ vermag
deshalb insgesamt gegen die spezifisch fachärztliche Einschätzung im Beweiswert
nicht anzukommen.
3.3 Auch auf psychiatrischer Seite fand eine gutachterliche Abklärung - samt
testpsychologischen Untersuchungen - statt. Auch diese Abklärung erscheint
vollständig (hinsichtlich Aktenkenntnis, Aufnahme von Anamnese und geklagten
Beschwerden und Erhebung des Status). Infolge kognitiver Störungen, Antriebsarmut
und verminderter Stresstoleranz aufgrund einer Angststörung und einer zusätzlichen
depressiven Symptomatik liege eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin um etwa einen Drittel (30 bis 35 %) vor. Hinsichtlich des
Tätigkeitsprofils ergebe sich keine Einschränkung abgesehen davon, dass die Tätigkeit
keine zu grossen Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit stellen sollte und
eine wohlwollende, verständnisvolle soziale Umgebung hilfreich wäre.
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3.4 Zusammenfassend kann auf das Ergebnis der interdisziplinären Begutachtung
abgestellt werden.
4.
4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie
möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige
Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die
Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K.
vom 23. März 2009, 8C_515/2008).
4.2 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die
Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V
222), vorliegend somit, da die einjährige Wartezeit im August jenes Jahres ablief, auf
das Jahr 2005.
4.3 Die Beschwerdeführerin hat wie erwähnt im Jahr 2002 (bei dem Pensum von
94.33 %) Fr. 46'394.-- und im letzten Jahr vor Eintritt der gesundheitlichen
Beeinträchtigung, 2003, (mit 97.7 %) Fr. 48'339.-- erzielt. Es kann wie oben dargelegt
davon ausgegangen werden, dass das Jahreseinkommen ohne Eintritt der
Gesundheitsschädigung (abgesehen von der Nominallohnentwicklung) in der zuletzt
tatsächlich gemäss IK-Auszug erreichten Höhe geblieben wäre. Nach Berücksichtigung
der Nominallohnentwicklungen im Sektor Gesundheits- und Sozialwesen von 1.3 %
und 0.6 % ergibt sich aus dem Ansatz 2003 ein Betrag von Fr. 49'261.-- (Fr. 48'339.--
x 101.3 % x 100.6 %), der als Valideneinkommen betrachtet werden kann. An diesen
tatsächlichen Gegebenheiten vermag nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin
gemäss der Arbeitgeberbescheinigung damals bei einem Pensum von 80 %
Fr. 37'945.70 (13x Fr. 2'918.90) verdient hätte.
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4.4 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist
kein effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Die
Beschwerdeführerin hat ihre Anstellung krankheitshalber verloren. Auch wenn die
bisherige Tätigkeit medizinisch gesehen - im Rückblick gemäss dem Gutachten - zu
65 % zumutbar gewesen wäre, kann der Stellenverlust nicht ausser Acht gelassen
werden. Um als Invalideneinkommen zu gelten, ist ohnehin erforderlich, dass das
Einkommen nicht allein an einer einzigen Stelle erzielbar ist. Es ist daher angezeigt, die
statistischen Lohnerhebungen beizuziehen. Im Jahr 2004 machte das durchschnittliche
Einkommen (statistisches Mittel, Zentralwert; vgl. AHI 1999 S. 50) von Frauen für
einfache und repetitive Tätigkeiten Fr. 46'716.-- (12mal Fr. 3'893.--) aus, aufgewertet
(um 0.1 %) auf das Jahr 2005 Fr. 47'183.-- und korrigiert um die betriebsübliche
durchschnittliche Arbeitszeit von damals 41.6 Stunden pro Woche (vgl. T2.5.2; statt
40 Stunden, wie sie der Tabellengruppe A generell zugrunde liegt) Fr. 49'070.-- bzw.
Fr. 49'120.-- (gemäss Anhang 2 der Textausgabe IV, Gesetze und Verordnungen). Die
Beschwerdegegnerin hat aus nachvollziehbaren Gründen einen Abzug von 10 %
vorgenommen, was unbestritten geblieben ist. Es besteht kein Grund, in ihr Ermessen
einzugreifen. Bei einem Abzug dieser Höhe und einer Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von 65 % beläuft sich das Invalideneinkommen auf
Fr. 28'735.--.
4.5 Der Invaliditätsgrad beträgt somit rund 42 %.
4.6 Selbst bei Anwendung der gemischten Methode ergäbe sich wohl nichts anderes.
Denn auch diesfalls wäre im Erwerbsbereich (von 80 %) von einem auf der Grundlage
des tatsächlich erzielten Verdienstes, angepasst um die Nominallohnentwicklung,
errechneten Valideneinkommen auszugehen. Es ergäbe sich der gleiche Ausfall von
42 %, bezogen auf 80 % dann 33.6 %. Aus dem Haushaltteil kämen hierzu noch zu
Recht unbestrittene 6.6 % (0.2x 33 %), so dass wiederum ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad von 40 % vorläge.
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5.
5.1 Der Eintritt des Rentenfalls wird durch Art. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der
Rentenanspruch entsteht (abgesehen von der hier nicht anwendbaren lit. a) frühestens
in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6
ATSG) gewesen war (lit. b). Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b
IVG ist die durch den Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Im Rahmen des Art. 29 Abs. 1
IVG nicht anwendbar ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Grundsatz,
dass bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf - oder sobald klar
wird, dass die Wiederaufnahme der bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr in Frage
kommt - nach Ablauf einer gewissen Übergangsfrist auch zumutbare Tätigkeiten in
einem andern Beruf zu berücksichtigen sind. Bei der Anwendung dieser Bestimmung
ist ausschliesslich die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu betrachten
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 23. Oktober 2003,
I 392/02, vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2, bereits unter Hinweis auf den künftigen Art. 6
ATSG). Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der
Arbeitsfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens
30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV; Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S K. vom 26. März 2004, I 19/04). Auch vor
der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit sind zu berücksichtigen (ZAK
1966 S. 58; Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 238; BGE
117 V 26 E. 3b; BGE 121 V 264; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
i/S C. vom 2. März 2000 [I 307/99]).
5.2 Gemäss den hierfür massgeblichen Angaben von Dr. A._ trat die im oben
erwähnten Sinne ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin am
21. August 2004 ein. Im August 2005 erfüllte sie demnach das Wartejahr mit einer
ausreichenden durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit. Der Rentenanspruch entstand im
August 2005.
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5.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Arbeitsvermittlung abgeschlossen, weil sie
angesichts der subjektiv empfundenen vollen Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin keinen Sinn mache. Da aber mit einem Rentenanspruch zu
rechnen ist, kann sich die Frage der beruflichen Eingliederung nicht aus diesem Grund
allein erledigen. Das Absehen von beruflichen Massnahmen ist aber nicht zu
beanstanden, da doch nicht erwartet werden konnte, dass eine Massnahme zur
Verfügung gestanden hätte, mit der sich eine Senkung des Invaliditätsgrades hätte
erreichen lassen.
5.4 Ab August 2005 steht der Beschwerdeführerin demnach Anspruch auf eine
Viertelsrente zu.
6.
6.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2008 gutzuheissen und der Beschwerdeführerin
ist ab 1. August 2005 eine Viertelsrente zuzusprechen.
6.2 Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die
Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1
VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Der
Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.--
zurückzuerstatten.
6.3 Die Beschwerdeführerin hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem
Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG
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