Decision ID: 5e810bb8-d5fa-5241-a869-66b7688a3e24
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer reichte am (...) Oktober 2015 erstmals ein Asylge-
such in der Schweiz ein.
A.a Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, er sei irakischer
Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und stamme aus B._. Kurz
nach seiner Geburt sei er mit seiner Familie nach C._ (Autonome
Region Kurdistan im Nordirak; KRG-Gebiet) umgezogen. Ab 2003 hätten
sie gemeinsam in B._ gelebt. Seine Familie besitze in D._
(KRG-Gebiet) ein Haus. Seit (...) sei seine Familie in eine Familienfehde
verstrickt. Deshalb sei im Jahr (...) auf seinen Vater, welcher Kadermitglied
der (...) sei, geschossen worden. Der Beschwerdeführer habe in diesem
Zusammenhang im September 2015 gemeinsam mit seinem Cousin ein
Fahrzeug beschossen und dabei zwei Menschen verletzt. Nach diesem
Vorfall sei er aus Furcht vor Verfolgung seitens der Angehörigen der ver-
feindeten Familie aus Irak ausgereist.
A.b Mit Verfügung vom 11. Mai 2016 verneinte das SEM die Flüchtlingsei-
genschaft des Beschwerdeführers, lehnte dessen Asylgesuch ab und ver-
fügte die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug.
A.c Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Bundes-
verwaltungsgericht mit Urteil E-3354/2016 vom 23. Juni 2016 ab.
Dabei hielt das Gericht im Asylpunkt fest, die vorgebrachten Behelligungen
der Familie des Beschwerdeführers seien rein kriminelle Handlungen
durch private Drittpersonen und nicht asylrelevant. Es sei davon auszuge-
hen, dass er insbesondere aufgrund der Stellung seines Vaters als Kader-
funktionär der (...) über einen effektiven Zugang zur behördlichen Schutz-
gewährung in Nordirak verfüge. Er habe sich längere Zeit in D._
aufgehalten und seine Familie besitze dort ein Wohnhaus, weshalb er sich
den in der Region B._ allenfalls drohenden Nachteilen durch eine
Wohnsitznahme im KRG-Gebiet entziehen könne. Allenfalls drohende
Strafverfolgungsmassnahmen im Zusammenhang mit dem vom Beschwer-
deführer geschilderten Waffenangriff auf das Fahrzeug einer verfeindeten
Familie seien ebenfalls nicht asylrelevant. Es würde sich dabei um eine
rechtsstaatlich legitime Strafverfolgung handeln, welcher keine flüchtlings-
relevanten Verfolgungsmotive zugrunde lägen (vgl. a.a.O. E. 5).
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Der Wegweisungsvollzug in das KRG-Gebiet sei für den Beschwerdefüh-
rer, dessen Familie in D._ ein Haus besitze, aufgrund seines fami-
liären Hintergrundes und der guten finanziellen Lage als zumutbar zu er-
achten. Es sei davon auszugehen, dass er über ein tragfähiges soziales
Netz verfüge und gegebenenfalls mit dessen Unterstützung eine neue
Existenz im KRG-Gebiet werde aufbauen können (vgl. a.a.O. E. 7.4.2).
B.
Mit vom 20. März 2021 datierter Eingabe reichte der Beschwerdeführer
beim SEM ein mit «Antrag für ein Asylgesuch» betiteltes Schreiben ein.
Darin führte er aus, er sei seit dem 15. März 2021 in der Schweiz und bitte
«um einen Antrag für ein neues Asylgesuch». Als Kontaktadresse gab er
eine E-Mail-Adresse an.
C.
Am 20. April 2021 wandte sich das SEM per E-Mail an den Beschwerde-
führer und forderte ihn auf, bis zum 27. April 2021 seine Wohnadresse zu
melden, damit seine Eingabe vom 20. März 2021 auf dem Postweg beant-
wortet werden könne, dies unter Androhung der formlosen Abschreibung
des Verfahrens im Unterlassungsfall.
D.
Mit Schreiben vom 20. April 2021 teilte der Beschwerdeführer dem SEM
mit, er verfüge über keinen Wohnsitz, und gab die Adresse seiner Schwes-
ter in E._ an. Zudem bat er das SEM, ihn für weitere Auskünfte und
Informationen über die E-Mail-Adresse zu kontaktieren.
E.
Das SEM nahm die schriftliche Eingabe des Beschwerdeführers vom
20. März 2021 als Mehrfachgesuch entgegen. Mit Verfügung vom 7. Mai
2021 (eröffnet am 10. Mai 2021) trat es auf das Gesuch unter Kostenauf-
lage nicht ein, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den
Wegweisungsvollzug an.
F.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit vom 11. Mai 2021
datierter Eingabe Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-
tragte, auf die Beschwerde sei einzutreten und die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben. Es sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Un-
möglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihm die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
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Seite 4
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
sowie um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.
G.
Am 14. Mai 2021 bestätigte die zuständige Instruktionsrichterin den Ein-
gang der Beschwerde und hielt fest, dass der Beschwerdeführer den Aus-
gang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten dürfe.
H.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
17. Mai 2021 vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-
gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48
Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.4 Die Frist für formgerecht eingereichte Beschwerden gegen Nichteintre-
tensentscheide beträgt fünf Arbeitstage (Art. 105 und 108 Abs. 3 AsylG,
Art. 52 VwVG). Sie wurde vom Beschwerdeführer mit der vom 11. Mai 2021
datierten Eingabe gewahrt.
1.5 Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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Seite 5
2.
2.1
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die
Vorinstanz ablehnt, ein Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen, ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätz-
lich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Gesuch
nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5). Falls es den Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig qualifiziert, enthält sich das Bundesverwal-
tungsgericht deshalb einer selbständigen materiellen Prüfung; diesfalls
hebt das Gericht die angefochtene Verfügung auf und weist die Sache zur
neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1).
3.
Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-
lich begründet. Über die Beschwerde ist daher in einzelrichterlicher Zustän-
digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin
zu entscheiden (Art. 111 Bst. e AsylG). Aus demselben Grund ist auf einen
Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur summarisch zu be-
gründen (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
4.
4.1 Das SEM führt zur Begründung seines Nichteintretensentscheids aus,
der Beschwerdeführer habe sein zweites Asylgesuch nicht gehörig begrün-
det.
4.2 Hierzu bringt der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift vor, er
wolle dies nun nachholen. Die Lage im Nordirak habe sich seit seinem ers-
ten Asylgesuch verschlechtert. Durch die Pandemie des Coronavirus habe
sich die Situation weiter verschärft. Seine Eltern lebten in B._ und
hätten zum heutigen Zeitpunkt weder in D._ noch in C._
eine Unterkunft. In D._ oder C._ habe er niemanden mehr,
weshalb der Nordirak für ihn keine zumutbare Fluchtalternative darstelle.
Er selbst habe als Kind während einiger Jahre dort gelebt, sei seither aber
nie mehr dort gewesen.
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Seite 6
5.
5.1 Prüfungsgegenstand ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten
ist.
5.2 Gemäss dem seit dem 1. Februar 2014 zur Anwendung kommenden
Verfahren für Folgegesuche soll bei Wiedererwägungs- und Asylfolgege-
suchen (sog. Mehrfachgesuchen) Art. 29 AsylG (Anhörung zu den Asyl-
gründen) grundsätzlich nicht mehr zur Anwendung kommen. Dementspre-
chend wird über Folgegesuche, so auch das hier in Frage stehende Ge-
such, grundsätzlich in einem Aktenverfahren ohne weitere Anhörung der
gesuchstellenden Person entschieden. Mit den neuen Gesetzesbestim-
mungen von Art. 111b ff. AsylG wurden auch die formellen Anforderungen
an die Eingabe von Folgegesuchen geändert. Folgegesuche sollen nur
noch schriftlich und begründet eingereicht werden können. Dabei müssen
Folgegesuche mindestens insoweit begründet sein, dass sie die Behörde
in die Lage versetzen, über das Gesuch zu entscheiden, auch ohne dass
sie die gesuchstellende Person anhört. Die solchermassen vorgenom-
mene Beschleunigung darf allerdings nicht auf Kosten der Rechtsstaatlich-
keit der Verfahren erfolgen.
Das Bundesverwaltungsgericht hat in BVGE 2014/39 namentlich für Mehr-
fachgesuche festgehalten, dass – insbesondere bei erneuten Asylgesu-
chen von Personen, die zwischenzeitlich in ihr Heimatland zurückgekehrt
sind – tatsächlich neue beachtliche Gründe für eine Verfolgung geltend ge-
macht werden können, die in einer schriftlichen (Laien-)Eingabe nicht aus-
führlich genug dargelegt werden können. Dabei regelt das AsylG nicht, ob
beziehungsweise in welchen Fällen das SEM einer ein Wiedererwägungs-
oder Mehrfachgesuch stellenden Person Gelegenheit zur Verbesserung
oder Ergänzung des Gesuchs einzuräumen hat. Bei ungenügender Einhal-
tung der Formvorschriften ist daher in analoger Anwendung der Regeln
über die Verbesserung der Beschwerde eine Frist nach Art. 52 VwVG ein-
zuräumen. Ein solches Vorgehen ist auch dem Grundsatz des Verbots des
überspitzten Formalismus geschuldet und mit Rücksicht auf die hochran-
gigen Rechtsgüter, welche Gegenstand des Asylverfahrens sind, geboten
(a.a.O. E. 5.5).
5.3 Das SEM hat somit auch bei Wiedererwägungs- oder Mehrfachgesu-
chen die Pflicht, den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären, wenn die
schriftliche Eingabe nicht eine Begründungsdichte aufweist, welche den
Behörden erlaubt, die neuen wesentlichen Asylgründe sorgfältig zu prüfen
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Seite 7
(vgl. BVGE 2014/39 E. 5.5). Vorliegend stützte sich das SEM in seinem
Entscheid einzig auf die Laieneingabe des Beschwerdeführers, in welcher
dieser (auf weniger als einer A4-Seite) lediglich darlegte, er wolle ein neues
Asylgesuch einreichen. Das SEM verzichtete sowohl auf die Durchführung
einer Anhörung des Beschwerdeführers als auch auf andere Instruktions-
massnahmen, wie etwa die Unterbreitung schriftlicher Fragen oder die Auf-
forderung zur schriftlichen Gesuchsergänzung.
5.4 Mit Blick auf die rudimentär gehaltene Laieneingabe des Beschwerde-
führers vom 20. März 2021 erachtet das Bundesverwaltungsgericht den
Sachverhalt als nicht hinreichend erstellt, um eine allfällige Gefährdungs-
lage des Beschwerdeführers beziehungsweise Wegweisungsvollzugshin-
dernisse ausschliessen zu können. Dies gilt umso mehr, als der – mit den
Verfahrensabläufen offensichtlich nicht vertraute Beschwerdeführer, der
ohne Rechtsbeistand sein Gesuch einreichte – lediglich angab, ein neues
Asylgesuch stellen zu wollen, und damit zu verstehen gab, dass er seine
Vorbringen in der Eingabe vom 20. März 2021 nicht vollumfänglich geschil-
dert hat. Vor dem Hintergrund der zitierten Rechtsprechung (BVGE
2014/39 E. 5.5) wäre das SEM angehalten gewesen, den Beschwerdefüh-
rer darauf hinzuweisen, dass seine Eingabe den gesetzlichen Anforderun-
gen an die Begründung eines ausserordentlichen Rechtsmittels nicht ge-
nügt, und abzuklären, auf welche Gründe der Beschwerdeführer sein zwei-
tes Asylgesuch stützt.
Indem die Vorinstanz darauf verzichtete, dem Beschwerdeführer in analo-
ger Anwendung von Art. 52 VwVG zumindest die Möglichkeit zur Verbes-
serung seiner knappen Eingabe vom 20. März 2021 einzuräumen, han-
delte sie überspitzt formalistisch und verletzte damit die dem Beschwerde-
führer aus Art. 29 BV zustehenden Rechte.
Gleichzeitig ist der rechtserhebliche Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich
erstellt zu erachten. Im Sinne des Untersuchungsgrundsatzes hat die Be-
hörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwen-
digen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzu-
klären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen, was sie vorliegend
unterlassen hat (vgl. zum Ganzen auch Urteil des BVGer E-2968/2020 vom
22. Juli 2020 E. 4.3 ff.).
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6.
6.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-
richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen
Weisungen an die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an
die Vorinstanz ist insbesondere angezeigt, wenn weitere Tatsachen festge-
stellt werden müssen und ein umfassendes Beweisverfahren durchzufüh-
ren ist (vgl. BVGE 2012/21 E. 5).
6.2 Nach dem Gesagten erweist sich eine Kassation als angezeigt. Zwar
kann auch das Bundesverwaltungsgericht einzelne Untersuchungsmass-
nahmen veranlassen und selber durchführen. Da jedoch der Sachverhalt
nicht abschliessend geklärt erscheint und weitere Untersuchungsmass-
nahmen notwendig sind, ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Auf
diese Weise bleibt der Instanzenzug erhalten, was umso wichtiger ist, als
das Bundesverwaltungsgericht letztinstanzlich entscheidet.
Die Vorinstanz ist anzuweisen, in geeigneter Weise abzuklären, auf welche
Gründe der Beschwerdeführer sein zweites Asylgesuch stützt, und diese
entsprechend zu würdigen. Die Beschwerdeschrift wird der Vorinstanz in
Kopie zugestellt.
Bei dieser Sachlage erübrigt sich eine weitere Auseinandersetzung mit den
Vorbringen des Beschwerdeführers.
7.
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfügung
ist aufzuheben, und die Sache ist im Sinne der Erwägungen an die Vor-
instanz zurückzuweisen.
8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
8.2 Obsiegende oder teilweise obsiegende Parteien haben Anspruch auf
eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen und ver-
hältnismässigen hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Es ist nicht davon
auszugehen, dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführer aus dem vor-
liegenden Verfahren Kosten im Sinne der massgeblichen Bestimmungen
entstanden sind, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008
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über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]).
8.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung samt
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um amtliche
Verbeiständung ist damit gegenstandslos geworden.
(Dispositiv nächste Seite)
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