Decision ID: e46a78c1-8ef6-55ac-a48f-91f5fd7306c2
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1954,
arbeitete seit dem 1
5.
November 2009 als Haus
wart bei der
Y._
und war in dieser Eigenschaft bei der AXA Versiche
rungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert
(
Urk.
14/1).
A
m
27. März 2010
erlitt er einen Verkehrsunfall, als
er mit seinem
Personenwagen des Typs „Renault Laguna“
hinter einer
Fahrzeuglenker
in
,
die
nach links abbiegen wollte, anhielt und das nachfolgende Fahrzeug auf
sein
Auto auffuhr
, wodurch Letzteres
nach vorne geschoben wurde und das Heck
des
vorderen Autos leicht berührte
(Urk. 14/1
, Urk. 14/36
S. 2
).
Am
3
0.
März 2011 suchte
d
er
Versicherte
Dr. med.
Z._
,
Facharzt FMH für Allge
mein
medizin, auf, welcher ein craniocervicales Beschleunigungstrauma nach Auf
fahrkollision diagnostizierte und ab 3
0.
März 2011 eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
attestierte (Urk. 14/M2).
Die AXA übernahm die Kosten der Heilbehand
lung und richtete für den infolge
der
attestierten Arbeitsunfähigkeit entstande
nen Erwerbsausfall Taggelder aus.
Am
15. Mai wurde eine MR-Unter
suchung der Halswirbelsäule (HWS)
[
Urk
. 14/M4] und am 6. Mai 2010 eine CT
Unter
su
chung des Schädels sowie bildgebende Untersuchungen der HWS, der Len
den
wirbelsäule (LWS) und der Schulter rechts (Urk. 14/M11)
durchgeführt
.
Dr.
med.
A._
,
Allge
meine Medizin, attestierte dem Beschwerdeführer ab dem
7.
Juni 2010 eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
bei persistierenden Beschwerden
(
Urk.
14/M12).
In der Folge konsultierte der Versicherte mehrmals
die Ärzte der
B._
(
Urk.
14/M14-15,
Urk.
14/M18-19) und wurde
– auf
Veran
lassung der involvierten Haftpflichtversicherung, der Vaud
o
ise Versicherung
–
am 22. September 2010
von den Ärzten des
C._
untersucht (
Urk.
14/M20). Wegen eines ischämischen Insults wurde er vom 1
3.
bis 1
7.
November 2010
im
D._
behan
delt (
Urk.
14/M21/2).
Dr.
A._
attestierte
dem Beschwer
deführer w
egen diesem Insult vom 1
3.
bis 2
1.
November 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
14/M21
S. 2
).
Der Versicherte wurde am 1. sowie 10./11. Februar 2011 im
E._
untersucht (Urk. 14/M24). Die AXA
tätigte Abklärungen zum medizinischen Sachver
halt
, wobei sie namentlich
die Stel
lungnahme ihres be
ratenden Arztes
,
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neuro
logie FHM, vom 2. Februar 2011 (Urk. 14/M22)
einholte.
X._
begab sich weiterhin
für
Unter
suchung
en
in die
B._
(
Urk.
14/M26-2
9
,
Urk.
14/M31-32,
Urk.
14/M34)
.
Dr.
F._
nahm am
1
9.
Oktober 201
1
ein wei
teres Mal Stellung
(
Urk.
14
/M35)
.
1.2
Mit Verfügung vom 2
7.
Oktober 2011
schloss
die AXA
den Fall ab und stellte ihre
Leistungen per 1
5.
September 2011
ein
(
Urk.
14/74).
Dagegen
erhob
X._
am
2
8.
November 2011
Einsprache (
Urk.
14/78)
. Mit Eingabe vom 27. Januar 2012 liess er der AXA den Bericht von Dr. med
.
G._
,
Fach
arzt FMH für Neurologie, vom
6.
Januar 2012
(
Urk.
14/M36)
zukommen
(Urk. 14/91),
welchen diese ihrem beratenden Arzt Dr. med.
H._
, Innere Medizin und Rheumato
logie FMH, zur Stellungnahme vorlegte
(
Stellung
nahme von Dr.
H._
vom 1. Juni 2012, Urk. 14/M37)
. Mit Einspracheentscheid vom 25. Juni 2012
wies die AXA
die Einsprache
von
X._
ab
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen
führte
X._
am 27. August 2012 Beschwerde und bean
tragt
e
, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 25. Juni 2012 sei die Be
schwerde
gegnerin
eventuell nach Einholung eines medizinischen Gutachtens
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch nach dem 15. September 2011 die Leistungen aus
der
Unfallversicherung (Heilbehandlung und Taggeld) auszu
richten. Ferner beantragte er, ihm sei für das Beschwerdeverfahren die unent
geltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen und in der Person von Rechtsan
walt Dr. André Largier ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (
Urk.
1 S.
2).
Die
AXA
beantragt
e
m
it Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2012 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
13, unter Beilage ihrer Akten
,
Urk.
14/1-106 und Urk. 14/M1-M37)
.
Mit Gerichtsverfügung vom 6. Dezember 2012 wurde das Gesuch um Be
willi
gung der unentgeltlichen Rechtsvertretung abgewiesen und ein zweiter Schrif
ten
wechsel angeordnet (
Urk.
15).
Die Parteien hielten replicando (
Urk.
18) und duplicando (
Urk.
25) an ihren Anträ
gen fest. Dem Beschwerdeführer wurde
mit Mitteilung vom
2
8.
Mai 2013
eine Kopie
der Duplik zugestellt (
Urk.
26).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG), so steht ihr ge
mäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine In
validenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzu
sammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusam
menhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise be
ziehungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
per
liche oder geistige Inte
grität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E.
4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/aa). Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S.
76).
1.2.3
Diese Beweisgrundsätze gelten auch in Fällen mit Schleuderverletzung der Hals
wirbelsäule, Schädelhirntraumata und äquivalenten Verletzungen. Ist ein Schleu
der
trauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Ver
letzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie dif
fuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ge
dächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3.3
Die
Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un
fall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtspre
chung des Bundesge
richts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Stö
rungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl.
BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Krite
rien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
desgericht in seiner Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurteilung des ad
äquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychi
schen Fehl
entwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzie
rung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwer
den medizinisch eher als orga
nischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109 ff.; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S.
409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/aa und 367 E. 6a).
1.4
1.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rück
sichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin wegen der Folgen des Unfalls vom
2
7.
März
2010
über den
1
5.
September 2011 hinaus
Leistungen zu er
bringen hat, mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfaller
eignis vom
2
7.
M
ärz
2010
stehen.
2.
2
D
ie Beschwerdegegnerin
erwog im angefochtenen Einspracheentscheid vom 25. Juni 2012
(
Urk.
2)
im Wesentlichen, dass keine
objektivierbaren
Befunde im Sinne von strukturellen Läsionen belegt seien
(
Urk.
2 S. 7)
.
Es sei der schlüs
si
gen Beurteilung von
Dr
.
F._
zu folgen, wonach die Beschwerden
des Beschwerdeführers
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf die massiven dege
nerativen Veränderungen zurück
zu
führen seien. Gestützt auf die einhellige Beurteilung der involvierten Ärzte sei davon auszugehen, dass es sich bei diesen Verletzungen um vorbestehende und damit krankheitsbedingte Befunde handle. Sofern
Dr.
G._
eine
andere Meinung vertrete, könne dieser in Anbetracht der klaren Aussage aller ander
en
Fachärzte nicht gefolgt werden
(
Urk.
2 S. 11).
Aus der Tatsache, dass der Vorzustand bis zum Unfall zu keinen Beschwerden geführt habe, lasse sich nichts in Bezug auf die Unfallkausalität ableiten (
Urk.
2 S. 12). Selbst wenn die
natürliche Kausalität zu bejahen wäre
, würde es an objektivierbaren Be
funden im Sinne von bildgebend darstellbaren und unfall
be
dingten struk
turellen Läsionen mangeln, weshalb der Prüfung des adäquaten Kausalzusam
menhangs
nicht
s
im Wege stehe
(
Urk.
2 S. 13). Es könne davon ausgegangen werden, dass weitere Behandlungen keine namhafte Ver
besserung des (unfallkausal ohnehin nicht beeinträchtigten) Gesundheits
zustands mehr be
wirken würden. Der medizinische Endzustand sei am 2
7.
März
2011, spätestens jedoch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1
5.
September 2011, erreicht gewesen.
Die nach dem 15. September 2011 geklagten Beschwerden stünden mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit nicht (mehr) in einem natürlichen Kau
salzusam
menhang mit dem Ereignis vom 27. März 2010.
Der Unfall vom 2
7.
März 2010 sei als Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Ereignissen einzustufen. Von den Adäquanzkriterien gemäss bundesgerichtli
cher Re
chtsprechung sei keines erfüllt
.
Auch der adäquate Kausal
zusammen
hang sei spätestens ab dem 15. September 2011 nicht mehr gegeben (
Urk.
2 S.
14). D
ie Beschwerdegegnerin
bringt
überdies vor, a
us all den medizinischen Unterlagen gehe hervor, dass die Behandlungen nach dem Unfall vom 27. März 2010 im Wesentliche
n aus Physiotherapie und Verord
nung von Medikamenten und Analgesie und in blossen ärztlichen Verlaufskontrollen und Abklärungs
massnahmen bestanden hätte
n
, was nicht die Qualität einer regelmässigen ziel
gerichteten Heilmetho
dik erreiche (Urk. 13 S. 8).
Durch den Unfall seien weder der Schädel noch das Gehirn des Beschwerdeführers be
troffen. Der cerebrovas
kuläre Insult könne alleine schon aus diesem Grunde nicht Folge des fraglichen Unfallereignisses sein. Der ischämische Insult sei eindeutig wegen der vorbeste
henden und erheblichen cardiovaskulären Risiko
faktoren, wie arterielle Hyper
tonie, Nikotinabusus und Adipositas einge
treten (
Urk.
25 S. 4). Die Kompression der Nerv
enwurzel im Bereich der HWS sei
durch den erheblichen und schweren degenerativen Vorzustand bedingt (
Urk.
25 S. 5).
2
.3
Der Beschwerdeführer vertritt d
emgegenüber den Standpunkt, dass sämtliche Berichte zu den medizinischen Abklärungen die Verursachung des bis heute an
haltenden Gesundheitsschaden
s
durch den Unfall vom 27. Mai 2010 belegen würden (Urk. 1 S. 12).
Die MRI-Aufnahmen vom 17. Mai 2010
dokumentierten beweiskräftig eine
Nervenwurzelkompression (
Urk.
1 S. 13
,
Urk.
18 S.
3
).
Durch die Untersuchungen im
C._
sei
en die beim Unfall traumatisch verursachten muskulären Schä
digungen im Bereich der rechten Schulter und die dadurch erklärte Be
schwerdesymptomatik detailliert und nachvollziehbar begründet
aufgezeigt
worden (Urk. 1 S. 13).
Die von den Ärzten
des
C._
er
h
obenen Befunde im Bereich des Nackens, der Hinterhauptschuppe, der parazervikalen rechtsseitigen Muskulatur, der rechten Schulter und des rechten Arms seien gemäss deren Erkenntnissen unfallbedingt und keine degenerative
n
Befunde. Für die ebenfalls erst nach dem Unfall aufgetretene Hypertonie falle der Unfall
zumindest als Teilursache in Betracht (schmerzbedingte Erhöhung des systolischen Blutdrucks [
Urk.
18 S. 6]
)
.
Die Neurologen
der
B._
würden auf
myofaszial verursachte Beschwerden schliessen und
Dr.
G._
z
eige auf, dass die objekti
vierte Be
schwerdesymptomatik nicht durch die HWS-Degeneration, sondern durch die traumatische Überdehnung der Muskulatur und der Muskelansätze verursacht werde (
Urk.
1 S. 14).
Ursache der Beschwer
den sei nicht der Zustand der HWS, sondern die traumatisch verursachte Überdehnung der Muskulatur und der Muskelansätze (
Urk.
1 S. 15).
Bezüglich des rund sieben
Monate nach dem Unfall aufgetretenen Insults vom November 2010 habe
Dr.
F._
festge
halten, dass ein zerebrovaskulärer Insult nach unfallbedingter Dissektion der hirnzu
führen
den Gefässe bis ein Jahr nach dem Unfall auftreten könne (
Urk.
1 S. 14).
Dr.
G._
zeige
in
seiner Beurteilung vom 6. Januar 2012 auf, dass mit einer gezielten Behandlung der geschädigten muskulären Partien die Besserung der meisten Beschwerden um mindestens 50 % erreicht werden könne. Demge
mäss liege kein Endzustand vor und
nach dem 15. September 2011 seien wei
terhin
Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 16).
3.
3.1
3.1.1
Der erstbehandelnde Arzt
Dr.
Z._
stellte in seinem Arztbericht vom 2
1.
April 2010 die Diagnosen craniocervicales Beschleunigungstrauma nach Auffahrkol
lision am 2
7.
März 2010 mit persistierender Cephalgie, Cervicobrachialgie und Müdigkeit
(
Urk.
14/M2).
In ihrem Arztbericht vom
5.
Juli 2010 diagnostizierte
Dr.
A._
sodann
post
traumatische Augenschmerzen/Mystagmus rechts.
Es bestünden Schmerzen in der p
aravertebralen Muskulatur, Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Arm-, Beinschmerzen rechts mit Sensibilitätsstörung, Kribbeln, Gefühls- sowie Schlaf
störung (
Urk.
14/M3).
Bei der MR-Untersuchung der HWS vom 1
7
.
Mai 2010
wurde
eine Fehlhaltung der HWS vorwiegen
d
bedingt
durch Unko
vertebralarthrosen, eine neurofor
a
mi
nale Einengung im Segment HW2/3 und HW3/4 links mit jeweils Kompression der C3- und C4-Wurzel links sowie im Segment HW4/5 und HW6/7 rechts mit Kompression der C5-Wurzel und weniger der C7-Wurzel rechts
neuroforaminal, eine ansonsten leichtgradige Tangierung vo
n Nervenwurzeln neuroforaminal, eine in Kombination von pro
minenten posterioren Spondylophyten und Band
scheibenmaterialprotrusionen relative Spinalkanaleinengung in den Segmenten HW3/4, HW4/5 und HW6/7 sowie Impression des Duralsacks und Myelontan
gierung
vor allem im Segment HW3/4 (linksbetont) und i
m Segment HW6/7 (rechtsbetont) sowie aktivierte degenerative Veränderung
en
in den Segmenten HW2-HW4 links poste
rior betont und in den Segmenten HW5-HW7 anterior betont
festgestellt
(
Urk.
14/M4)
.
Bei den am 6. Mai 2010 im
D._
durchgeführten
bildgebende
n
Untersuchungen zeigte sich ein normaler intercranieller Befund, kein Fraktur
nachweis am Schädel, eine intakte Schulter rechts, zum Teil stark ausgeprägte degenerative Veränderungen der HWS, dege
nerative Veränderungen der Len
denwirbelsäule (LWS), jedoch keine frischen Frakturen (Urk. 14/M11).
3.1.2
Gemäss
dem
Bericht
de
r
Ärzte
der
B._
vom
2
0.
Juli
2010
l
ag
beim Beschwerdeführer ein
zerviko
zephales und zerviko-brachiales Syndrom sowie klinisch
eine
armbetonte Hemihypästhesie im Rahmen eines myofascialen Syn
droms zerviko-brachial betont
mit/bei aktivierter, vorbestehender, degenerativer Veränderung der HWS und aktivierter, dekompensierter, latenter Hyper
o
pie/Presbiopie beidseits in Folge des Auffahrunfalls von hinten am 2
7.
März 2010 vor. Eine radikuläre oder spinale Symptomatik liege nicht vor. Der bis
he
rige Krankheitsverlauf sei gekennzeichnet durch eine Ausbreitung bzw. einen Übergang
der unmittelbar nach dem Unfall bestehenden rein holozephalen Kopfschmerzen in ein zerviko-zephales bzw. zer
v
iko-brachiales Syndrom und gemäss ophtalmologischem Kons
il
in eine
dekompensierte Hypero
pie/Pres
biopie, ohne dass es trotz ambulanter Physio- und Schmerztherapie zu einer Besserung gekommen sei
(
Urk.
14/M1
5 S. 2
).
Nach der Konsultation vom 1
0.
August 2010 hielten die Ärzte
der
B._
fest,
es bestehe weiter
hin ein zerviko-zephales und zerviko-brachiales Syndrom ohne Besserungsten
denz (Urk. 14/M14 S. 1).
3.1.3
D
ie Ärzte
des
C._
führten
im
ambulanten Assessment vom 22. Oktober 2010
in der Beurteilung
der physiotherapeutischen Abklärung aus, dass die markante Gelenksblockade in der oberen HWS rechts seit längerem zu einer Minderinnervation des rechten M. trapezius und einer konsekutiven Muskelatrophie zu führen scheine.
Durch die dadurch beein
träch
tigte Stabilisierung der oberen Thoraxapertur und vermehrte Kompression auf den Armplexus rechts könne die vor allem in stehender Position vom Be
schwerdeführer beklagte Symptomatik im rechten Arm (Schwäche und ziehende Schmerzen) erklärt werden (
Urk.
14/M20 S. 9). Die Ärzte des
C._
wiesen
in ihrer Beurteilung
auf die degenerativ stark ver
änderte HWS
hin
.
E
s müsse davon ausgegangen werden, dass diese bis zum Unfall klinisch stumm gewesen se
i. Zweifellos seien die im rönt
genolo
gischen resp. bildgebenden Verfahren festgestellten Veränderungen vorbestehend ge
wesen
. Seit etwa einem Monat
werde eine Hypertonie mit Medikamenten behandelt. Das Auftreten der Hypertonie etliche Monate nach dem Unfall könne diesem ursächlich nicht zugeteilt werden
(Urk. 14/M20 S. 10).
3.1.4
Dem Austrittsbericht des
D._
vom 1
6.
November 2010 über den stationären Aufe
nthalt des Beschwerdeführers in diesem Spital vom 13. bis 17. November 2010 sind die Diagnosen akuter bis subakuter ischämischer Insult im Stromgebiet der Arteria cerebri media links und Mikrohämaturie unklarer Aetiologie am 1
2.
No
vember 2010
zu entnehmen
.
Der Beschwerdeführer sei
dem
D._
erstmals
am 1
2.
November 2010 notfallmässig durch
Dr.
A._
bei progredienter Hemi
parese rechts armbetont seit 3 Tagen zuge
wiesen
worden
. Ein durch
geführtes Schädel-CT sei unauffällig gewesen. Am 13. November 2013 habe der Sohn des Be
schwerdeführers bei Hemiparese rechts und Verwirrung die Ambulanz in
formiert. Nach einer Untersuchung
im
I._
sei
der Beschwerdeführer ins
D._
zurück
verlegt worden, wo ein Schädel MRI durchgeführt worden sei, welches sowohl eine akute als auch subakute Ischämie im Mediastromgebiet gezeigt habe. Die
Klinik
sei im Verlauf gänzlich regredient gewesen, so dass der Beschwerdeführer am 1
7.
November 2010 i
n
gute
m
Allgemeinzustand habe nach Hause entlassen werden können (Urk. 14/M21/2).
3.1.5
Dr
.
F._
vertrat in seiner Stellungnahme vom 2. Februar 2011 den Stand
punkt, dass es sich im
Fall des Beschwerdeführers diagnostisch um eine HWS-Distorsion mit einem Kraftgrad gemäss Quebec Task-Force II handeln dürfte. Eine solche Verletzung sollte innert 26 Wochen eine vollständige Ausheilung zeigen, eine längere Behandlungsbedürftigkeit müsste speziell begründet wer
den. Hier liege eine Vielzahl von degenerativen Verän
derungen der HWS vor, welche in derart vielen Segmenten nicht unfallkausal erklärt werden könne. Längerfristig sei davon auszugehen, dass diese dege
nerativen Veränderungen im Vergleich zu den unfallkausalen Veränderungen weit im Vordergrund stehen würden, d.h. keine unfallkausale Behandlung mehr recht
fertigen würden. Es müsse jedoch gesagt werden, dass die degenerativen Verän
derungen der HWS vor dem Unfallereignis vom 27. März 2010
klinisch stumm gewesen seien. Es sei durchaus möglich, dass sie durch das Unfallereignis vom 2
7.
März 2010
symptomatisch geworden seien, wo
mit von einer vorübergehenden Ver
schlech
terung auszugehen sei. In etwa einem Jahr nach dem Unfall, also am 27. März 2011
,
dürfte der Status quo sine erreicht sein, nicht aber der Status quo ante, da die degenerativen Verän
derun
gen aus eigener Dynamik heraus auch ohne jedes Unfallereignis ein Fort
schreiten zeigen würden (Urk. 14/M22 S.
3).
Am 1
2.
No
vember 2010, also rund 7 1⁄2 Monate nach dem Unfall sei eine ischämi
sche Läsion
i
m Mediastromgebiet links aufgetre
ten.
Auf den ersten Blick
scheine
dies
für eine unfallkausale Veränderung eine zu lange Latenz zu sein.
Ein cerebro
vaskulärer Insult nach Diss
ektion der hirnzuführen
den
Gefässe könne jedoch bis ein Jahr nach dem Unfall noch auftreten. Bei allen Patienten, welche er (
Dr.
F._
)
mit einer Dissektion gesehen habe, sei diese unfallbedingt oder nicht, habe sich die Dissektion jedoch nachweisen lassen. Im vorliegenden Fall würden sich keiner
lei Hinweise auf eine Dissektion zeigen. Weder im Doppler noch im MRI des Schädels hätten sich
Anhaltspunkte für eine trau
ma
tische Gefäss
schädigung er
geben. Dafür bestünden wesentliche kardio
vaskuläre Risiko
faktoren, in erster Linie die arterielle Hypertonie, den recht starken Niko
tinabusus wie auch die Adipostias. Der Insult sei auf dem Boden von unfall
fremden arteriosklerotischen Veränderungen auf
getreten, eine Unfallkausalität bestehe nicht. Die daraus entstandenen Beschwerden seien im Vergleich zu den unfallkausalen HWS-Beschwerden wesentlich grösser, die HWS-Beschwerden dürften weitgehend vernachlässigbar sein (
Urk.
14/M22 S.
3).
3.1.6
Nachdem sie den Beschwerdeführer am
1.
sowie 10./1
1.
Februar 2011 unter
sucht
hatten, stellten die Ärzte
des
E._
die schlafmedizinische Diagnose mässig ausgeprägte obstruktive Schlafapnoe mit ausgeprägter Tagesmüdigkeit (
Urk.
14/M24).
3.1.7
Im Arztbericht vom 2
9.
April
2011
hielten die
Ärzte
der
B._
fest,
dass s
owohl klinisch als auch kernspintomographisch keine Hinweise für eine primäre oder symptomatische Ursache der rechtsseitigen Kopfschmerzen
be
stünden
. Diese seien am ehesten dem zervikozephalen Syndrom infolge der dege
nerativen Veränderungen insbesondere der Segmente HW3/4, HW4/5 und HW6/7 oder differentialdiagnostisch einer rechts
seitigen Occipitalis
neuralgie zuzuord
nen (Urk. 14/M31 S. 2).
Sie führten im Arztbericht vom 29. August 2011 aus,
dass unverändert ein zervikozephales-rechtsseitiges Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung in die obere und untere Extremität bestehe
. Die rechtsseitigen periorbital beschriebenen Kopfschmerzen seien vermutlich am ehesten mit einem zerviko
genen Kopfschmerz und zusätzlicher Spannungs
kom
ponente ver
einbar. Diese könnten im Rahmen eines chronischen Analgetika
überabusus verstärkt auftreten. Differentialdiagnostisch sei für die Zerviko
brachialgien nach rechts ein radikuläres Reizsyndrom C7/8 bei vorliegenden mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen der HWS möglich. Für die Beinschmerzen nach rechts sei differentialdiagnostisch ein l
u
mbospondy
logenes-lumboradikuläres Reizsyndrom denkbar
(
Urk.
14/M34
S. 2
)
.
3.1.8
In seiner zweiten Stellungnahme vom 19. Oktober 2011 führte
Dr.
F._
aus
, dass beim Unfall (vom 27. März 2010) schon schwere degenerative Verän
de
rungen der HWS bestanden hätten, welche im MRI vom 17. Mai 2010 hätten nach
gewiesen werden können. Eine Latenz von 51 Tagen könne auf keinen Fall
aus
reichen, um diese Veränderungen entstehen zu lassen (Urk. 14/M35 S. 2). Eine or
ganische Schädigung in Form einer strukturellen Veränderung an der HWS, welche mit überwiegende
r
Wahrscheinlichkeit als unfallkausal zu be
trachten wäre, lasse sich nicht finden. Es bestünden schwere degenerative Ver
änderun
gen der HWS, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne
hin sympto
matisch geworden wäre
n
(Urk. 14/M35 S. 3).
3.1.9
Dr. med
.
G._
, Facharzt
FMH für Neurologie, schri
eb
in seinem Bericht vom 6. Januar 2012, dass sich das vor
wiegend einseitige Bild der Beschwerden mit der konstanten Rechtsseitigkeit cervico-occipital nicht durch die diversen degenerativen Veränderungen erklären lasse. Der Beschwerdeführer habe seine Beschwerden praktisch unmittelbar nach dem Unfall gehabt mit durchgehender Bestätigung der rechten Seite (cervico-occipital, cervico-brachial), was auf ein erhebliches Trauma mit Überdehnung der Muskulatur und der Muskelansätze zurückzuführen sei und nicht etwa auf eine degenerierte Etage C5/6 oder C3/4, welche schon Jahre vor dem Unfall bestanden und zu keinen Beschwerden geführt habe
(
Urk.
14/M36 S. 3
)
. Dr
.
G._
verneinte
einen Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 27. März 2010 und dem (ischämischen) Insult vom 12. November 201
0 (
Urk.
14/M36 S. 4).
In seiner Stellungnahme vom 31. Juli 2012 führte
Dr.
G._
aus, dass der Status der de
generativen Veränderungen wahrscheinlich – es lägen keine Kontrollbilder vor – vor dem Unfall der gleich
e
wie nach dem Unfall gewesen sei. Hinsichtlich der klinischen Situation sei der Status quo sine noch nicht erreicht (Urk. 3/4).
3.1.10
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr
. med.
H._
,
Innere Medi
zin und Rheumatologie FMH, nahm am 1. Juni 2012 Stellung. Er verw
ies
darauf, dass der Beschwerdeführer am 27. März 2010 ein cervicocephales Be
schleunigungstrauma erlitten habe. Organisch-strukturelle Veränderungen der HWS und des Schädels hätten nicht nachgewiesen werden können. Hingegen seien deutliche, für das Alter sogar eindrückliche degenerative Veränderungen im ganzen Bereich der HWS festgestellt worden. Bereits gut zwei Monate nach dem Unfallereignis sei neben den organischen Befunden eine depressive Stim
mungslage beschrieben worden, worauf Dr
.
A._
eine 50%ige Arbeitsunfä
higkeit attestiert habe. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei im November 2010 wegen einem cerebralen Insult im Gebiet der Arteria cerebri media links unterbrochen worden. Danach seien die HWS-Beschwerden (auf dem Boden des Vorzustandes vom Typ der dege
nerativen Veränderungen) weiterhin aktiv geblieben. Aus medizinischer Er
fahrung sei bekannt, dass derart intensive dege
nerative Veränderungen der HWS den üblichen Fallverlauf von mehreren Monaten bis zu einem Jahr oder anderthalb Jahren verlängern könnten. Was aber danach in Anbetracht dieses erheblichen Vorzustandes noch an HWS
Be
schwerden ange
ge
ben werde, könne aufgrund der heutigen Er
fahrun
gen nach HWS-Distorsionen aller Art nicht meh
r als unfallkausal eingeschätzt
werden. Solche Beschwerden könnten auch ohne äusseren Anlass von sich aus auftreten und wochen- oder monatelang manifest bleiben (Urk. 14/M37 S. 1).
Weiter h
ie
lt
Dr.
H._
fest, dass Dr.
G._
keine neuen Aspekte einbringen würde, welche spezifisch für unfallkausale Beschwerden der HWS gelten wür
den. Es bleibe unbestritten, dass schmerzhafte nuchale Muskelansätze und Ver
spannungen der subokzipitalen Muskulatur lokal und physiotherapeutisch, eventuell medikamentös behandelt werden sollten. Da die gleichen Beschwerden bei einem Zervikalsyndrom im Alter des Beschwerdeführers ohnehin sehr häufig seien und zudem auf dem Boden erheblicher degenerativer Veränderungen der ganzen HWS zu erwarten seien, könne diese Behandlung nicht mehr als unfall
kausal betrachtet werden. Die Unfallkausalität sei spätestens seit Herbst 2011 nur noch möglicherweise vorliegend. Die seit Frühjahr 2011 noch vor
liegenden Beschwerden des Beschwerdeführers seien qualitativ und quantitativ diejenigen eines Zervikalsyndroms. Der Status quo sine sei im Sommer oder spätestens im Herbst 2011 erreicht gewesen (Urk. 14/M37 S. 2).
3.
2
3.2.1
Zu prüfen ist vorab, ob die Beschwerdegegnerin mit der Leistungseinstellung ab 15. September 2011 den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen hat.
3.2.2
Die Dres.
Z._
und
A._
verschrieben dem Beschwerdeführer Analgesie und Physiotherapie (
Urk.
14/M2-3,
Urk.
14/M8).
Die Ärzte der
B._
berichteten am 2
0.
Juli 2010, dass es trotz
ambulanter
Physio- und Schmerz
therapie
zu keiner Besserung der Beschwerden gekommen sei (
Urk.
14/M
15 S.
2).
Sie empfahlen die Durchführung einer stationären Neuro
rehabilitation (
Urk.
14/M18). Eine solche Massnahme wurde vom beratenden Arzt der Beschwer
degegnerin
,
Dr.
med.
J._
, Leiter medizinischer Dienst, am 1
3.
September 2010 mit der überzeugenden Be
gründung, dass das Nerven
system des Beschwerdeführers nicht betroffen sei,
abgelehnt
(
Urk.
14/M17).
Anlässlich der Untersuchung
vom 2
2.
September 2010
stellten
die Ärzte
des
C._
fest
,
dass
in letzten drei Monaten
vor ihrer Untersuchung keine
Behandlungen mehr durchgeführt wor
den seien.
Sie
empfahlen eine zwei- bis dreimal wöchentlich durchzu
führende Physiotherapie, welche dazu dienen dürfte, die Arbeitsfähigkeit des
Beschwer
deführers
in Inter
vallen von zwei Monaten langsam (10-20 %) zu steigern (Urk. 14/M20 S. 11). Gemäss dem Arztbericht von
Dr
.
A._
kam
es durch die Physiotherapie (Nackenverspannungslockerung, Koordinations
training, Muskelaufbau) zu keiner Besserung. Durch den cerebralen Insult vom November 2010 sei es eher zu einer Verschlechterung gekommen (
Urk.
14/M21 S. 2).
Der medizinische Masseur
K._
berichtete am
1.
Mai 2011, dass eine Manualtherapie fast nicht möglich sei, da der Beschwer
deführer keine Be
rührungen ertrage (
Urk.
14/M30). Vom
3.
No
vember 2010 bis 2
4.
April 2011 besuchte der Beschwerdeführer zweimal
pro Woche
die
L._
, deren Bericht vom 10. Juni 2011 zu ent
nehmen ist, dass bei gleichbleibendem Setting mit einer langsamen Ver
besserung der Symptome zu rechnen sei. Ob Schmerzfreiheit erreicht werden könne, sei nicht
voraussehbar
(
Urk.
14/M33).
Nach der Konsultation
in
der
B._
vom 2
9.
August 2011
wurde die Weiterführung der regel
mässigen Phy
s
iotherapie und
eine symptomatische Schmerztherapie (mittels NSAR) vorgesehen (
Urk.
14/M34 S. 2).
Vor diesem Hintergrund vermag die Pro
gnose von
Dr.
G._
, dass sich die meisten Beschwerden des Beschwerdeführers zu 50
%
bessern wü
rde
n
, falls die
von ihm vorgeschlagene
Behandlung mit einem Chloräthylspray sowie allenfalls Lokalanästhetika
Erfolg habe (Urk. 14/M36 S. 3 und 4), nicht zu überzeugen
.
Beweismässig ist hierbei der Umstand
zu berücksichtigen, dass diese Be
urteilung von
Dr.
G._
kurze Zeit nach der leistungseinstellenden Verfügung
vom
27. Oktober 2011 (Urk. 14/74)
abgegeben wurde (Urteil des Bundes
gerichts I 92/06 vom 1
6.
August 2006, E. 5.3).
Als schlüssig und überzeugend erweist sich
hingegen
di
e Einschätzung
von Dr
.
F._
vo
m
1
9.
Oktober 2011,
wonach
unfall
kausal von einer weiteren Behandlung keine
namhafte
Besserung des Gesund
heits
zustandes zu erwarten sei.
Er ist vielmehr der Auffassung, dass
eine weitere Behand
lung
krankheits
halber
gerechtfertigt
sei, und verweist auf d
ie CPAP-Beatmung
wie
auch die Physiotherapie nach cerebro-vaskulären Insulten im Mediastromgebiet links.
Schliesslich empfiehlt er, dass a
usserdem eine medi
kamentöse anti
depressive Behandlung stattfinden
solle
(
Urk.
14/M35 S. 3).
Mit Ver
fügung vom 26. Juli 2011 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
X._
mit Wirkung ab dem 1. März 2011 eine halbe Invaliden
rente zu (Urk. 14/67, Urk. 14/69).
Da
somit auch keine
Eingliederungs
massnahmen
der Invalidenversicherung pendent sind
,
i
st der
Fallabschluss
per
15. September 2011
durch die Beschwerdegegnerin
nicht
zu beanstanden
(vgl.
etwa Urteil des Bundes
gerichts 8C_527/2008 vom 27. November 2008, E.
4.1). Weitere Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen waren somit nicht geschuldet.
3.3
3.3
.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung.
Bei der MR-Untersuchung
vom 1
7.
Mai 2010 wurden
keine traumatisch bedingten Läsi
onen, jedoch
die
von den
Dres.
F._
,
H._
und
G._
the
matisierten
dege
nerativen Veränderungen
der HWS sichtbar
(
Urk.
14/M4
)
.
Gemäss den
Ärzte
n
der
B._
sind die bildgebend fest
gestellten Veränderungen der HWS vorbestehend und nicht Folge des Unfalles
(
Urk.
14/M15 S. 2).
Wie die bera
tenden Ärzte der Be
schwer
degegnerin und die
be
han
delnden Ärzte der
B._
verweisen auch die
Ärzte
des
C._
in ihrem ambulanten Assessment vom 2
2.
Oktober 2010
auf die d
ege
nerativ stark veränderte HWS und führen aus, e
s müsse davon ausgegangen werden, dass diese bis zum Unfall
klinisch stumm gewesen sei. Zweifellos seien die im rönt
genologischen resp. bildgebenden Verfahren festgestellten Verände
rungen vorbestehend gewesen (Urk. 14/M20 S. 10).
Diese ärztliche Schlussfol
gerungen widersprechen dem Beschwerdeführer
,
welcher vor
bringt, dass durch di
e MR-Aufnahmen vom 15.
(richtig: 17.)
Mai 2010
–
durch den Unfall verur
sachte
–
strukturellen Schädigungen in der Form von mehrfachen Nervenwur
zel-Kompressionen bewiesen seien (Urk. 18 S. 3).
Auch die Auffassung von Dr.
G._
,
dass eine beim Unfall vom 27. März 2010 erlittene Überdehnung der Mus
ku
latur die Beschwerden des Beschwerdeführers verursache, ver
mag nach dem Gesagten keine Zweifel an der Einschätzung der beratenden Ärzte der Beschwerde
gegnerin zu begründen. Anders als diese kann er sich nicht auf objektiv feststellbare Befunde stützen. Es kommt hinzu, dass
n
ach der Recht
sprechung des Bundes
gerichts eine traumatische Verschlim
merung eines kli
nisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlos
sen zu betrachten
ist
(Urteile des Bundesgerichts 8C_563/2011 vom 29. August 2011 E. 3; U 354/04 vom 11. April 2005 E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen).
Es ist davon auszugehen,
dass die Beschwerden auch ohne unfall
bedingte organi
sche Befunde symptomatisch geworden wären.
Alle
involvierten
Ärzte sind sich einig, dass
der
ischämische Ins
ult von Mitte November 2010 nicht
auf das versicherte Unfallereignis zurückzuführen sei
(
insbes.
E. 3.
1.7 und E. 3.1.9
)
.
Ferner steht d
as Auf
treten
der
Hypertonie Monate nach dem Unfall
vom 2
7.
März 2010
gemäss den
Ärzten
des
C._
nicht in einem kausalen Zusam
menhang mit
diesem Unfallereignis
(
E. 3.1.3
).
S
chliesslich fanden die Ärzte der
B._
sowohl
klinisch
als auch kernspino
tomographisch
keine Hinweise für eine pri
märe oder symptomatische Ursache
der rechtsseitigen Kopfschmerzen. Diese seien am ehesten dem zervikozephalen Syndrom infolge der dege
nera
tiven Ver
än
derungen insbesondere der Segmente HW3/4, HW4/5 und HW6/7 oder diffe
rential
diagnostisch einer rechts
seitigen Occi
pitalisneuralgie zuzuord
nen (Urk. 14/M31 S. 2).
Aus den aktenkundigen medizinischen Unterlagen und den Berichten der be
handelnden Ärzte geht somit hervor, dass den geklagten Beschwerden kein hinreichendes unfallbedingtes organisches Substrat mehr zugrundeliegt. Schmerzen, Druckdolenzen, klinisch feststellbare Bewegungseinschränkungen, Mus
kulaturverhärtungen und Verspannungen vermögen aber für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts U 9/05 vom 3. August 2005, E. 4, U 354/06 vom 4. Juli 2007, E. 7.2, U 328/06 vom 25. Juli 2007, E. 5.2 sowie 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008, E. 3).
3.3.
2
Ob die noch geklagten Beeinträchtigungen, welchen nach den vorstehenden Ausführungen kein klar fassbares unfallbedingtes organisches Korrelat zugrun
deliegt, in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfaller
eignis stehen (was mit Blick auf die Ergebnisse des unfallanalytischen Gutach
tens vom 28. Februar 2011 [Urk. 10/36]
und die Stellungnahmen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin [E. 3.1.5, 3.1.8, 3.1.10]
wohl eher zu verneinen wäre), kann offen gelassen werden. Denn diesbezüglich ist
–
anders als bei Gesundheitsschädigungen mit einem klaren unfallbedingten organischen Sub
strat, bei welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/bb mit Hinweisen)
–
eine besondere Adäquanzprüfung vorzunehmen. Ob diese nach den in BGE 115 V
133 genannten Kriterien (Psycho-Praxis) oder nach den für die Folgen eines Schleudertraumas der HWS, eines Schädelhirntraumas oder einer dem Schleu
dertrauma ähnlichen Verletzung in BGE 117 V 359 entwickelten und in BGE 134 V 109 präzisierten Regeln zu erfolgen hat, kann offenbleiben, da auch die Beurteilung nach letz
terer Praxis
–
wie im
F
olgenden zu zeigen ist
–
zur Ver
neinung der Adäquanz führt.
3.3.3
Mit Verfügung vom 27. Oktober 2011 qualifizierte d
ie
Beschwerdegegnerin
das Unfallereignis vom 2
7.
März 2010 als mittelschweren Unfall an der Grenze zu den leichten Ereignissen (Urk. 14/74 S. 4)
.
Im angefochtenen Entscheid wurde dies bestätigt (
Urk.
2 S.
14).
Die Bestimmung des Schweregrades ei
nes Unfaller
eignisses erfolgt aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften, wobei eine objektivierte Betrach
tungs
weise anzu
wenden ist. Nicht massgebend sind die Folgen des Unfalles oder Be
gleitum
stände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden kön
nen. Der
artigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Fak
toren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die
–
ein eigenes Kriterium bildenden
–
Verletzungen, welche sich die versi
cherte Person zuzieht, aber auch für unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende
n
äussere
n
Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfall
zeitpunkt oder Verletzungs- respektive gar Todesfolgen, die der Unfall für an
dere Perso
nen nach sich
zieht (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 27
E. 5.3.1).
Vorliegend
hielt der Beschwerdeführer
mit seinem „Renault La
guna“
hinter einer Fahrzeuglenkerin an, welche mit ihrem „VW New Beetle“ links abbiegen wollte und kurz warten musste, weil ihr auf der Gegenfahrbahn ein Motor
rad
fahrer entgegen kam. Wenige Sekunden später prallte ein „Subaru Impreza“ ins Heck des Personenwagens des Beschwerdeführers, wo
durch sein Fahrzeug nach vorne geschoben wurde und das Heck
des
vorderen Autos leicht berührte (
Urk.
14/36 S. 2
, Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 2
3.
April 2010,
Urk.
3/3 S. 6
).
Aus den an den beteiligten Fahrzeugen ent
stand
enen Sachschä
den (vgl. die Scha
denbilder
[
Urk. 14/36 S. 1, S. 5
-8;
Urk. 3/3]
sowie die Scha
denkalkulationen der beteiligten Sachversicherer,
Urk. 14/36 S. 8-9
) ist zu schliessen, dass nicht allzu starke Kräfte gewirkt haben.
Laut unfallanalytischem Gutachten vom 28. Februar 2011 lag die kollisions
bedingte Geschwindig
keits
änderung (delta-v) des vom Beschwerde
führer ge
steuerten Fahrzeuges
,
als das folgende Auto auf dieses aufgefahren ist
,
zwischen 11,9 und 15,7 km/h und beim zweiten Anstoss des Autos des Beschwerdeführers beim vorderen Wagen zwischen 3,8 und 6,1 km/h (Urk. 14/36 S. 1 und 10).
Da Heckauffahrkolli
sionen mit vergleichbaren Schadenbildern von der Recht
sprechung regelmässig als
mittelschwere Unfälle an der Grenze zu den leichten qualifiziert werden (vgl. etwa Urteil des Bundes
gerichts
8C_655/2008
vom 9. Oktober 2008 E. 3 [Auf
fahrkollision vor einem Fussgängerstreifen mit einem delta-v von 10
15
km/h]; Urteil
8C_141/2007
vom 28. Juli 2008 E. 5.4.2; Urteil
U 419/06
vom 3. Juli 2007 E. 4.3; Urteil
U 408/05
vom 26. Januar 2007 E. 9 [Auf
fahrunfall auf Autobahn mit einem delta-v von 12-17 km/h]), erweist sich die im ange
fochte
nen Entscheid vor
genommene Qualifikation des Unfalls vom 2
7
.
März
2006 als zutreffend.
Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre somit nur dann zu bejahen, wenn von den weiteren massgeblichen Kriterien (vgl. E. 1.3.3) entweder ein ein
zelnes in ausgeprägter Weise oder aber mindestens vier in gehäufter oder auf
fallender Weise gegeben wären (Urteil des Bundesgerichts 8C_
487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_421/2009).
Der Beschwerdeführer legt nicht explizit dar, dass das Kriterium „
besonders dra
matische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falls
“
ge
geben sei.
Nach Lage der Akten wurde dies zu Recht nicht behauptet.
Bezüglich der „
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen
“ bringt der Be
schwer
deführer vor,
dass die HWS-Distorsion eine bereits erheblich vor
ge
schä
digte Wirbelsäule betroffen habe, wobei
er
auf die Degeneration an einer Vielzahl von HWS-Wirbelkörpern verweist (
Urk.
1 S. 17).
Zwar ist nach der bundesgerichtli
che
n
Rechtsprechung eine HWS-Distorsion, welche eine bereits durch einen früheren Unfall erheblich vorgeschädigte Wirbelsäule trifft, speziell geeignet, die „typischen“ Symptome hervorzurufen, weshalb sie als Verletzung besonde
rer Art qualifiziert werden kann. Indes wird damit einzig der durch einen früheren Unfall verursachten dauerhafte
n
Vorschädigung der HWS
und nicht degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule
Rechnung getragen (Urteile des Bundesgerichts 8C_563/2011 vom 2
9.
August 2011 E. 5.2.2, mit weiteren Hinweisen; 8C_321/2010 vom 2
9.
Juni 2010 E. 5.2.1).
In der Regel wird voraus
gesetzt,
dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung vor dem Unfall mindestens teilweise arbeitsunfähig war (Urteil des Bundesgerichts 8C_
277/2013 vom
7.
Juli 2013 E. 4.2.2, mit Hinweis).
Nachdem
der Be
schwerdeführer trotz vorbestehenden degenerativen Veränderungen der HWS
vor dem Unfall
be
schwer
defrei war (
Urk.
14/M15 S. 2)
und auch keine weiteren Hinweise für eine besondere Art der erlittenen Verletzung gegeben sind,
ist
dieses
Kriterium nicht erfüllt.
Einzig aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer seine Schmerzen seit dem Unfall bei verschiedenen Ärzten und Institutionen zu lin
dern ver
suchte, kann noch nicht auf ein
e
spezifische, belastende ärztliche Behandlung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_910/2009 vom
1
3.
Januar 2010 E. 4.4).
Nach der Rechtsprechung sind die Anforderungen an die Bejahung dieses Kriteriums
deutlich
höher. Durch die ärztliche Behandlung müsste eine erhebliche Mehr
belastung aussergewöhnlicher Natur resultieren (Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2008
vom
2.
Dezember 2008
E. 5.4)
.
Auch dieses Kriterium ist nicht gegeben.
Adäquanzrelevant können nur diejenigen Beschwerden sein, die in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehen, wobei sich deren Erheb
lichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung beur
teilt, welche die verunfallte Person in ihrem Lebensalltag erfährt (Urteil des Bundesgerichts
8C_768/2007
vom 4. August 2008 E. 4.2).
Dem Beschwerdeführer war es nach dem Unfall nach wie vor möglich, gewisse häusliche und ausserhäusliche Akti
vitäten auszuüben (Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 5.5). So war er etwa ab Juli 2010 wieder zu 50 % als Hauswart tätig (Urk. 14/M20 S. 3). Ferner müssen hier seine nicht unfallkausalen gesundheitli
chen Beschwerden im Zu
sammenhang mit dem ischämischen Insult vom November 2010 (Urk. 14/M21/2) und der mässig ausgeprägten obstruktive
n
Schlaf
apnoe (Urk. 14/M24) unberücksichtigt bleiben.
Das Kriterium
„
erhebliche Be
schwer
den
“
ist
daher
nicht erfüllt
.
Der Beschwerdeführer
behauptet, dass
auf
grund der nicht durchgeführten
stationären Neurorehabilitation eine Chroni
fi
zierung seiner Beschwerden einge
treten sei (Urk. 1 S. 18).
Eine
eigentliche
„
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen er
heblich verschlimmert
“
hätte,
wird von ihm allerdings
zu Recht nicht geltend
gemacht.
Der Beschwer
deführer beruft sich ferner darauf, dass ein „
schwieriger Heilungs
verlauf und erhebliche Komplikationen
“ vorgelegen hätten (Urk. 1 S. 18). Die diesbezügli
chen Vor
bringen vermögen nicht zu überzeugen. Auch der vom Beschwerde
führer beigezogene
Dr
.
G._
verneinte die
U
nfall
kausalität des ischämischen Insults (
Urk.
14/M36 S. 4). Die Abklärungen im
E._
vom
1.
und 10./1
1.
Februar
2011 wurden wegen der seit dem ischä
mischen Insult vom November 2010 vermehrt aufgetretenen Tages
müdig
keit und subjektiven Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten vorgenom
men (
Urk.
14/M24).
Schliesslich liegt ü
ber die angebliche Behandlung bei einer Psy
cho
therapeutin
(Urk. 1 S. 18)
kein Arztbericht vor.
Bei der Prüfung
des Kriteri
ums einer „erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewie
senen Anstrengungen“ ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei einem leichten bis mittelschwe
ren Schleudertrauma der HWS ein länger oder gar dau
ernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt
aus
als eher ungewöhnlich er
scheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher mass
gebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu über
winden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die
versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstren
gun
gen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitspro
zess einzugliedern, was schon der allgemeine
sozialversicherungsrechtliche Grundsatz der Schadenminderungspflicht
gebietet. Solche Anstrengungen der versicherten Personen können sich insbe
son
dere in ernsthaften Arbeitsversu
chen trotz allfälliger persönlicher Unanneh
m
lichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medi
zinischen Therapiemass
nahmen zu berücksichtigen
(Urteil des Bundesgericht 8C_987/2008 vom 3
1.
März 2009 E. 6.7.1)
.
Das
Kriterium
„
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz
aus
gewiesener Anstrengungen
“ ist
vorliegend
nicht erfüllt, mussten die
Ärzte
des
C._
bei ihrer Untersuchung des Beschwerde
führers vom 2
2.
September 20
10
doch
feststellen, dass seit etwa drei Monaten keine eigentliche Therapie durchgeführt und auch die Schmerzmittelverabrei
chung
„
etwas dem Zufall überlassen
“
worden war
(
Urk.
14/M20 S. 11)
.
3.4
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin für die vorliegenden Gesund
heits
beeinträchtigungen mangels adäquatem Kausalzusammenhang mit dem ver
sicherten Unfallereignis nicht über den 1
5.
September 2011 hinaus leistungs
pflichtig.
Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.