Decision ID: 1c61ec30-a2ea-5a6d-be23-e92a6b67840c
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass X._ am 8. Juli 2014 beim Bundesverwaltungsgericht eine
Beschwerde eingereicht hat,
dass er darin eine monatliche Entschädigung in der Höhe von
CHF 42'000.--, rückwirkend ab dem 2. Februar 2011, seitens des Si-
cherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen fordert, bis die
Klagen/Strafklagen durch die Rechtsprüfungskommission und eine Ver-
antwortlichkeitsklage rechtskräftig entschieden seien,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf eine Beschwerde von X._
vom 15. Dezember 2012 (C-6546/2012) wegen "Nichteinhaltens der Ge-
waltentrennung" sowie auf eine Beschwerde vom 18. Dezember 2012
(C-6623/2012) wegen "Verleumdung auf Steuerhinterziehung" nicht ein-
getreten ist,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Juli 2014 im vorliegen-
den Verfahren den Ausstand des zuständigen Instruktionsrichters ver-
langt,

und zieht in Erwägung,
dass die Bestimmungen der Art. 34 ff. BGG über den Ausstand von Ge-
richtspersonen für Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sinnge-
mäss gelten (Art. 38 VGG),
dass eine Partei gemäss Art. 36 BGG den Ausstand einer Gerichtsperson
schriftlich verlangen kann, sobald sie von einem Ausstandsgrund nach
Art. 34 Abs. 1 BGG Kenntnis erhält,
dass der Gesuchsteller zur Begründung seines Begehrens vorbringt, der
Instruktionsrichter habe bereits zwei ähnliche Begehren bearbeitet und
beurteilt,
dass davon ausgehend allein der als allgemeiner Auffangtatbestand kon-
zipierte Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG in Betracht kommt,
dass nach dieser Bestimmung Gerichtspersonen in den Ausstand treten,
wenn sie aus anderen (als den unter Bst. a bis d genannten) Gründen,
insbesondere wegen besonderer Freundschaft oder persönlicher Feind-
schaft mit einer Partei oder ihrem Vertreter, befangen sein könnten,
C-4262/2014, C-6546/2012, C-6623/2012
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dass die Partei zur Ablehnung einer Gerichtsperson gestützt auf den Aus-
standsgrund des Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG nicht deren tatsächliche Be-
fangenheit nachweisen muss,
dass es vielmehr genügt, wenn die Partei Umstände glaubhaft macht, die
bei objektiver Betrachtungsweise den Anschein der Befangenheit be-
gründen können (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BGG, vgl. BGE 134 I 20 E. 4.2),
dass die Mitwirkung in einem früheren Verfahren für sich allein kraft aus-
drücklicher Gesetzesvorschrift keinen Ausstandsgrund bildet (Art. 34
Abs. 2 BGG),
dass der Beschwerdeführer weder dargetan noch in tatsächlicher Hinsicht
glaubhaft gemacht hat, inwiefern ein Ausstandsgrund gleichwohl vorlie-
gen könnte,
dass die Feststellung, es würden keine nach Massgabe des Gesetzes
geeigneten Ausstandsgründe geltend gemacht, mithin die Eintretensvor-
aussetzungen für ein Ausstandsverfahren fehlen, auch unter Mitwirkung
der Gerichtsperson getroffen werden kann, gegen die sich das unzulässi-
ge Ausstandsbegehren richtet (vgl. Urteil des BGer 5A_429/2014 vom
2. Juli 2014, E. 1),
dass auf das Ausstandsbegehren somit nicht einzutreten ist,
dass die Kosten des Verfahrens entsprechend seinem Ausgang dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 f.
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv nächste Seite)
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