Decision ID: 090aabb8-6152-405e-b082-8baff051cee8
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,
Postfach, 9410 Heiden,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision (wiedererwägungsweise Einstellung)
Sachverhalt:
A.a A._ meldete sich am 27. Oktober 2003 zum Bezug von Rentenleistungen bei der
IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
war die Versicherte von Dezember 1999 bis Dezember 2002 als Serviceangestellte mit
einem Pensum von 80% bei der B._ AG tätig gewesen (IV-act. 7). Im Auftrag der
zuständigen Krankentaggeldversicherung untersuchte Dr. med. C._ die Versicherte
am 1. April 2003. In seinem Bericht nannte er als Diagnose ein zur Chronifizierung
ansetzendes, lumbospondylogenes Schmerzsyndrom zurzeit ohne radikuläre oder
pseudoradikuläre Symptomatik bei computertomographisch nachgewiesener kleiner
Diskusprotrusion L5/S1 (ohne Beeinträchtigung des Spinalkanals oder der
Neuroforamina) sowie eine Anpassungs- und Verarbeitungsstörung im Sinne nicht
bewältigter Verluste; Somatisierung. Dr. C._ attestierte der Versicherten eine seit 18.
November 2002 bestehende und weiterandauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act.
10-12 ff.). Dr. med. D._ von der neurochirurgischen Abteilung des Kantonspitals St.
Gallen (KSSG) gab gestützt auf das CT der LWS vom 10. Januar 2003 ebenfalls ein
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom an (IV-act. 10-9 f.). Das nachfolgend in der
radiologischen Abteilung des Spitals E._ durchgeführte MRT der LWS vom 20. Mai
2003 ergab eine bis auf die vorbekannte und unverändert leicht generalisierte
Bandscheibenprotrusion LWK 5/S1 unauffällige Darstellung (IV-act. 10-8). Dr. D._
hielt diesbezüglich am 28. Mai 2003 fest, das MRT könne als altersentsprechend
normal beurteilt werden. Operative Massnahmen seien nicht angezeigt (IV-act. 10-7).
Am 16. Juni 2003 wurde die Versicherte in derKlinik Valens von Dr. med. F._,
Fachärztin FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, untersucht. Dr. F._ gab in
ihrem Bericht folgende Diagnosen an: ein chronisches therapierefraktäres
lumbospondylogenes Syndrom bei/mit leichter Bandscheibenprotrusion L5/S1,
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muskulärer Dysbalance und psychosozialer Belastungssituation mit Verdacht auf
Somatisierungstendenz sowie einen Erschöpfungszustand mit anamnestisch
rezidivierenden Angstzuständen und Verdacht auf rezidivierende Hyperventilationen.
Bei der Beurteilung hielt sie fest, dass der Versicherten zur Zeit eine Arbeitsfähigkeit
von 50% der bisherigen 60%igen Arbeitstätigkeit zumutbar sei, dies während vier
Wochen mit anschliessender Weiterbeurteilung nach Verlauf (10-5 ff.). In seinem
Arztbericht vom 21. November 2003 nannte der Hausarzt Dr. med. G._,
Allgemeinmedizin FMH, als arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnosen ein chronisches
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei leichter Bandscheibenprotrusion L5/S1
und muskulärer Dysbalance sowie ein reaktiver depressiver Erschöpfungszustand bei
psychosozialer Belastungssituation. Dr. G._ gab an, dass die Versicherte aus
psychischen Gründen in ihrer bisherigen Tätigkeit als Serviceangestellte seit dem 13.
Januar 2003 und bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig sei. In einer leichten
körperlichen Tätigkeit ohne Belastung des Rückens bestehe eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit, sofern die psychische Gesamtsituation dies erlaube Dr. G._
erwähnte zudem, dass die Versicherte zurzeit bei Dr. H._ in psychotherapeutischer
Behandlung stehe (IV-act. 10-1 ff.). Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in
einer leidensadaptierten Tätigkeit nahm die IV-Stelle einen Einkommensvergleich vor,
wobei ein Invaliditätsgrad von 55% resultierte (IV-act. 18-2). Mit einer Verfügung vom
25. August 2004, mit welcher offenbar die vorangehende Verfügung vom 15. Juni 2004
(IV-act. 34) wiedererwogen wurde, sprach die IV-Stelle der Versicherten
Rentenleistungen mit Wirkung ab 1. November 2003 zu. Da die Versicherte bereits
Empfängerin einer Witwenrente war, wurde ihr unabhängig vom Invaliditätsgrad eine
ganze Rente zugesprochen (IV-act. 35).
A.b Gegen die Verfügung vom 25. August 2004 erhob die CAP Rechtsschutz-Ver
sicherungsgesellschaft AG als Vertreterin der Versicherten Einsprache und beantragte
die Aufhebung der Verfügung sowie die Zusprache einer ganzen Rente gestützt
aufeinen Invaliditätsgrad von mindestens 70%. Eventualiter sei die Sache an die
Vorinstanz zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen. Zur Begründung wurde
ausgeführt, die Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht zu 100% arbeitsunfähig. Es
hätte ein Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. H._ eingeholt werden müssen,
welcher eine dauernde Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiere (IV-act. 36). Der
Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stelle (RAD) hielt diesbezüglich am 20. Dezember
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2004 fest, der Einwand, dass die psychiatrische Seite zu wenig oder nicht
berücksichtigt worden sei, sei richtig. Falls trotz dem vorliegenden "Mischrentenfall"
weitere Abklärungen notwendig erachtet würden, empfehle er eine MEDAS-
Begutachtung (IV-act. 40). Der Fachbereich entschied am 21. Dezember 2004, dass auf
weitere Abklärungen verzichtet werden könne. Als Witwe habe die Versicherte auch mit
einem Invaliditätsgrad von 55% Anspruch auf eine ganze Rente (IV-act. 41). In ihrem
Einspracheentscheid vom 22. März 2005 hielt die IV-Stelle fest, es werde auf die
Einsprache nicht eingetreten, da die Versicherte kein Feststellungsinteresse in Bezug
auf die Höhe des Invaliditätsgrades habe (IV-act. 42). Die von der Versicherten gegen
diesen Einspracheentscheid erhobene Beschwerde wurde vom Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 4. November 2005 gutgeheissen (IV-act. 60). Die
IV-Stelle führte daraufhin Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidgenössischen
Versicherungsgericht, welches mit Urteil vom 9. Juni 2006 die Beschwerde guthiess
und den Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 4. November 2005
aufhob (IV-act. 66).
A.c Im August 2006 eröffnete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren. Im entsprechenden
Fragebogen, gab die Versicherte an, dass sich sowohl ihr psychischer als auch
somatischer Zustand verschlimmert hätten (IV-act. 71). Der Hausarzt Dr. G._
berichtete am 21. September 2006, der Gesundheitszustand der Versicherten sei
stationär. Sie leide nach wie vor an einem chronischen lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom bei leichter Bandscheibenprotrusion L5/S1 sowie an der bekannten
Depression (IV-act. 74). Der behandelnde Psychiater Dr. med. H._, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, erstattete am 12. Februar 2007 einen Verlaufsbericht und nannte
als Diagnosen eine mittel- bis schwergradige depressive Störung mit somatischen
Symptomen sowie eine Panikstörung. Er hielt fest, die Versicherte sei seit
Behandlungsbeginn am 17. Juli 2003 und bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig (IV-
act. 80). Am 26. Februar 2007 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es bestehe
weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 55%
(IV-act. 82).
A.d Im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zwischen der Versicherten und deren Pen
sionskasse ordnete das Versicherungsgericht ein Gerichtsgutachten bei der MEDAS
Ostschweiz an. Die Versicherte wurde am 26. und 28. Oktober 2009 polydisziplinär
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untersucht. Im entsprechenden Gutachten der MEDAS vom 2. Februar 2010 wurden
insbesondere folgende Diagnosen genannt: Cerviko-lumbales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre Symptomatik bei seit dem Jahr 2003 kernspintomografisch nachgewiesener
leichter Bandscheibenprotrusion L5/S1, neurasthenische Entwicklung, leichte
depressive Störung mit somatischem Syndrom sowie eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung. Aus rein orthopädischer Sicht seien der Versicherten leichte
rückenadaptierte Tätigkeiten zumutbar. In einer solch adaptierten Tätigkeit liege
allenfalls ein vermindertes Rendement durch die Notwendigkeit vermehrter Pausen von
maximal 20% vor. Der Beginn der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit sei retrospektiv per
Ende 2003 anzunehmen. Der psychiatrische Gutachter hielt fest, unter
Berücksichtigung der Foerster-Kriterien bestehe bei der Versicherten seit April 2003
eine Arbeitsunfähigkeit von 20% und zwar wegen der Komorbidität mit den
chronischen Rückenschmerzen. Aus interdisziplinärer Sicht erachteten die Gutachter
körperlich adaptierte Tätigkeiten mit einem Rendement von 80% und einer Präsenz von
100% als zumutbar (Fremdakten G 4.2).
A.e Im August 2010 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein. Die Ver
sicherte gab am 12. August 2010 eine seit 6 Monaten bestehende Verschlechterung
ihres Gesundheitszustandes an (IV-act. 89). Auch Dr. G._ hielt in seinem Verlaufs
bericht vom 30. Mai 2010 fest, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe.
Die Versicherte klage über deutlich mehr Beschwerden im Zusammenhang mit dem
chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom und zusätzlich über
cervicothorakale Schmerzen. Zudem habe sich auch die depressive Stimmungslage
deutlich verschlechtert. Prognostisch sei mit einer Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit zu
rechnen (IV-act. 91). Dr. H._ berichtete am 26. November 2010 ebenfalls von einem
verschlechterten Gesundheitszustand. Er hielt fest, es gebe keine Änderung der
Diagnose, aber die Störung habe sich intensiviert. Die Versicherte sei aus
psychiatrischer Sicht voll arbeitsunfähig und es sei auch in Zukunft mit keiner
Besserung zu rechnen (IV-act. 95). Der RAD hielt am 26. August 2011 fest, dass die
von Dr. H._ genannten Gesundheitsstörungen auf den Angaben der Versicherten
beruhten. Aus RAD-Sicht hätten diese Gesundheitsstörungen im Wesentlichen schon
zum Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung vorgelegen und seien dort entsprechend
gewürdigt worden. Bei Abstellen auf das MEDAS-Gutachten vom 2. Februar 2010
könne damit weiter davon ausgegangen werden, dass sich der Gesundheitszustand im
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Vergleich zum Referenzzeitpunkt (Arztbericht Dr. G._ vom 1. Dezember 2003) in
erheblicher Weise geändert habe (IV-act. 97).
A.f Im Rahmen einer erneuten Überprüfung des medizinischen Sachverhalts im
Zusammenhang mit der Gesetzesrevision 6a holte die IV-Stelle nochmals Berichte der
behandelnden Ärzte ein (IV-act. 101). Neben den bereits im Vorbericht genannten
Diagnosen gab Dr. G._ an, dass die Versicherte neu auch an Schulterschmerzen
(links ausgeprägter als rechts) leide. Es sei diesbezüglich eine fachärztliche Beurteilung
vorgesehen (IV-act. 101-2 f.). Dr. H._ machte am 19. November 2012 die gleichen
Angaben wie in seinem Vorbericht. Zudem hielt er fest, dass die Versicherte bereits
zweimal in der Psychiatrischen Klinik I._ stationär behandelt worden sei (das erste
Mal vom 14. März bis 6. Mai 2006 und das zweite Mal vom 1. Mai bis 8. August 2012).
Zurzeit befinde sich die Versicherte weiter in Therapie in der Tagesklinik J._ (IV-act.
104-3). Die behandelnde Ärztin der Klinik I._ gab am 8. November 2012 an, dass sich
der Gesundheitszustand der Versicherten im Vergleich zum 28. November 2003 nicht
verändert habe. Als Diagnose aus psychiatrischer Sicht liege eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, vor. Somatisch bestünden
chronische Schmerzen im Bereich der Schultergelenke, der Wirbelsäule sowie
Kopfschmerzen. Die Versicherte sei auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig.
Eine Arbeitsfähigkeit sei – wenn überhaupt – nur an einem geschützten Arbeitsplatz
gegeben (IV-act. 105). Gemäss einem Austrittsbericht der Klinik I._ vom 13.
Dezember 2012 war die Versicherte vom 6. September 2012 bis 27. September 2012
erneut stationär behandelt worden (IV-act. 106). Der RAD hielt am 7. Januar 2013 fest,
es sei seit der Rentenfestsetzung bis zum MEDAS-Gutachten keine Veränderung des
Gesundheitszustandes festzustellen. Es handle sich lediglich um eine andere
Beurteilung des im Wesentlichen gleichen Gesundheitszustandes. Die erfolgten
Hospitalisationen in der Klinik I._ dokumentierten eine temporäre Verschlechterung
des psychischen Störungsbildes zumindest für die Behandlungsdauer im Zeitraum
05/2012 bis 09/2012. Jedoch sei keine wesentliche und dauerhafte Verschlechterung
des psychischen Gesundheitsschadens gegenüber dem bisher beschriebenen
Zustand, insbesondere gegenüber dem Zustand bei der Begutachtung durch die
MEDAS im Jahr 2010, plausibel nachvollziehbar (IV-act. 107).
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A.g Der Rechtsdienst erklärte am 21. Januar 2013, die Schlussbestimmungen der
Gesetzesrevision 6a seien im vorliegenden Fall nicht anwendbar, hingegen bestehe die
Möglichkeit einer Wiedererwägung. Vor dem Entscheid über die Rente wäre sowohl
aus somatischer als auch psychiatrischer Sicht nochmals eine eingehende Abklärung
des Gesundheitszustandes angezeigt gewesen. Insbesondere hätten Erkundungen
über Kontrolluntersuchungen durch Dr. F._ gemacht und vom behandelnden
Psychiater Dr. H._ hätte ein Bericht über die psychiatrische Behandlung eingeholt
werden müssen. Die Rentenzusprache sei auf keiner nachvollziehbaren fachärztlichen
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erfolgt. Die darauf beruhende Invaliditätsbemessung
sei somit von vornherein nicht rechtskonform und die entsprechenden Verfügungen
seien demzufolge zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn. Bei
Vorliegen der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung sei ein allfälliger
Rentenanspruch der Versicherten pro futuro zu prüfen. In Bezug auf den medizinischen
Sachverhalt sei auf das Gerichtsgutachten der MEDAS Ostschweiz vom 2. Februar
2010 abzustellen. Die gutachterlich attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
20% könne jedoch in rechtlicher Hinsicht nicht als invalidisierend anerkannt werden.
Weder sei das Vorliegen einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere,
Intensität, Ausprägung und Dauer zu bejahen, noch seien die übrigen
rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien hinreichend gehäuft und ausgeprägt
erfüllt. Insbesondere liege mit dem cerviko-lumbalen Schmerzsyndrom keine schwere
körperliche Begleiterkrankung vor. Im Übrigen sei auf die RAD-Stellungnahme vom 7.
Januar 2013 zu verweisen, wonach sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit
der MEDAS-Begutachtung nicht wesentlich unddauerhaft verändert habe. Somit sei für
die Bemessung des Invaliditätsgrades von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der
Versicherten in leidensangepassten Tätigkeiten auszugehen (IV-act. 108).
A.h Bei dem von der IV-Stelle durchgeführten Einkommensvergleich resultierte ein
Invaliditätsgrad von 8% (IV-act. 109-3). Mit einem Vorbescheid vom 5. Februar 2013
stellte die IV-Stelle der Versicherten die wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente
in Aussicht (vgl. IV-act. 111). Dagegen liess die Versicherte am 26. Februar 2013
einwenden, die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien nicht erfüllt. Der
Rechtsvertreter hielt fest, die Rentenzusprache basiere auf einer ausreichenden
Abklärung des medizinischen Sachverhalts, womit die IV-Stelle ihrer
Untersuchungspflicht nachgekommen sei. Selbst wenn ein Wiedererwägungsgrund
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gegeben wäre, könne bei der Beurteilung der Anspruchsberechtigung pro futuro nicht
auf ein MEDAS-Gutachten abgestellt werden, das mehr als drei Jahre alt sei. Die
Stellungnahme des RAD vom 17. Januar 2013, worauf sich die IV-Stelle im
Wesentlichen stütze, widerspreche einer früheren RAD-Stellungnahme. Während der
RAD damals (Stellungnahme vom 26. August 2011) zwischen dem Referenzzeitpunkt
im Jahr 2003 und dem MEDAS-Gutachten vom 22. Februar 2010 eine Veränderung des
Gesundheitszustandes in erheblicher Weise angenommen habe, sei er in der
Stellungnahme vom 17. Januar 2013 davon ausgegangen, dass keine Veränderung des
Gesundheitszustandes vorliege. Aus diesem Grund könne auf die Stellungnahme des
RAD nicht abgestellt werden. Weiter sei auch zu beanstanden, dass der RAD weder die
Einschätzung von Dr. H._ noch die weiteren seit der MEDAS-Begutachtung
vorliegenden ärztlichen Berichte, insbesondere den Bericht der Psychiatrischen Klinik
I._, ausreichend gewürdigt habe. Ausserdem werde übersehen, dass bei der
Versicherten seit der Begutachtung die somatischen Beschwerden erheblich
zugenommen hätten. (IV-act. 112). Der Rechtsvertreter verwies in diesem
Zusammenhang auf einen Bericht von Dr. med. K._, Orthopädie FMH, vom
11. Dezember 2012. In diesem wurde die Diagnose ausgeprägte
Impingementsymptomatik der Schulter links genannt. Dr. K._ hielt fest, die MRI-
Untersuchung (vom 3. Dezember 2012, IV-act. 112-6) zeige eine Höhenminderung des
Subacromialraums. Es sei kaum eine Bursitis subacromialis vorhanden. Es bestehe
eine interstitielle Teilruptur der ansatznahen Supraspinatussehne. Als Behandlung
werde am 14. Dezember 2012 eine subacromiale Infiltration durchgeführt (IV-act.
112-7).
A.i Der RAD nahm am 22. April 2013 zu den Einwänden der Versicherten Stellung. Er
hielt fest, dass der Grund der sich widersprechenden RAD-Stellungnahmen ein
redaktionelles Versehen gewesen sei. In der Stellungnahme vom 26. August 2011 hätte
es heissen sollen, dass sich der Gesundheitszustand im Vergleich zum
Referenzzeitpunkt "nicht" in erheblicher Weise geändert habe. Diese Konklusion
ergebe sich auch klar aus dem gesamten Text. Betreffend den Bericht von Dr. K._
führte der RAD aus, dass Dr. K._ vom MRI-Befund abweichende Angaben gemacht
habe. So habe er eine Teilruptur der Supraspinatussehne angegeben, während im MRI
nur ein diesbezüglicher Verdacht festgehalten worden sei. Weiter habe er angegeben,
dass kaum eine Bursitis vorhanden sei, während im MRI gar keine festgestellt worden
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sei. Gesichert sei, dass Schulterveränderungen vorlägen. Jedoch sei unklar, ob diese
mässigen Veränderungen sich auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit
der Versicherten auswirkten. Es müssten noch weitere Berichte eingeholt werden (IV-
act. 114). Auf Anfrage der IV-Stelle berichtete Dr. K._ am 24. Mai 2013, er habe die
Infiltration vorgenommen, sei aber über deren Wirkung nicht orientiert, da die weitere
Betreuung der Versicherten durch den Hausarzt erfolgt sei (IV-act. 117). Dr. G._ gab
am 12. Juni 2013 an, dass sich die Schulterschmerzen links seit seinem letzten Bericht
deutlich verschlechtert hätten. Die subacromiale Infiltration habe lediglich eine
kurzfristige Beschwerdelinderung gebracht. Er habe die Versicherte zur Beurteilung der
Situation im Hinblick auf einen operativen Eingriff an Dr. L._, Orthopädie FMH,
überwiesen (IV-act. 120). In seinem Bericht vom 12. September 2013 nannte Dr. med.
M._, Orthopädie FMH, als Diagnosen eine Zervikobrachialgie beidseits bei
Impingementsymptomatik Schulter links sowie eine kernspintomografisch
nachgewiesene Partialläsion der Supraspinatussehne links. Er hielt fest, dass der
Versicherten die bisherige Tätigkeit aufgrund der schmerzhaften Bewegungs- und
Belastungseinschränkung der linken hohen Extremität, teilweise auch rechts, nicht
mehr zumutbar sei. Ohne Berücksichtigung der psychiatrischen Diagnosen und der
Problematik der chronischen Rückenbeschwerden sei eine Tätigkeit ohne Belastung
der oberen Extremitäten grundsätzlich zu 100% möglich (IV-act. 124). Der RAD hielt am
25. September 2013 fest, durch die Schulterbeschwerden sei es zu einer andauernden
Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Jedoch hätten die
Beschwerden in einer leidensadaptierten Tätigkeit keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Es bleibe bei einer leidensadaptiert 100%igen Arbeitsfähigkeit (IV-act.
125). Mit einer Verfügung vom 13. Dezember 2013 hob die IV-Stelle die Rente
wiedererwägungsweise auf und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende
Wirkung (IV-act. 129).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, vom 10. Januar 2014. Sie beantragt
die Aufhebung der Verfügung vom 13. Dezember 2013 sowie die Weitergewährung der
bisherigen Rente. In verfahrensrechtlicher Hinsicht lautet der Antrag auf die
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Zur Begründung hält
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der Rechtsvertreter zunächst fest, die angefochtene Verfügung sei bereits aus formeller
Sicht aufzuheben, da die Beschwerdegegnerin darin die ersetzte und damit nicht mehr
existierende Verfügung vom 15. Juni 2004 aufgehoben habe. Selbst wenn die
Beschwerdegegnerin die richtige rentenbegründende Verfügung vom 25. August 2004
aufgehoben hätte, wäre der Entscheid aufzuheben, da die Voraussetzungen für eine
Wiedererwägung nicht gegeben seien. Die Beschwerdegegnerin habe den
Untersuchungsgrundsatz, dessen Ausmass eine Ermessensache sei, im Zeitpunkt der
Rentenzusprache ausreichend beachtet. Tatsächlich sei der damalige Rechtsvertreter
selbst zum damaligen Zeitpunkt der Ansicht gewesen, dass weitere Abklärungen
notwendig seien und habe dies in der Einsprache vom 24. September 2004 beantragt.
Obwohl der RAD die Notwendigkeit weiterer Abklärungen aus psychiatrischer Sicht
bejaht und eine MEDAS-Begutachtung empfohlen habe, habe die Beschwerdegegnerin
in Ausübung ihres Ermessens bewusst auf weitere Abklärungen verzichtet. Vor diesem
Hintergrund könne der damalige Entscheid sicher nicht als offensichtlich unrichtig
qualifiziert werden, nur weil eine später tatsächlich durchgeführte Begutachtung die
ursprüngliche Rentenzusprache nicht mehr stütze. Dies scheine auch die Auffassung
des Versicherungsgerichts St. Gallen im Urteil vom 31. Mai 2010 gewesen zu sein.
Selbst wenn ein Wiedererwägungsgrund gegeben wäre, könnte für die Beurteilung
einer Rentenanspruchsberechtigung pro futuro nicht auf das bereits mehr als drei
Jahre alte MEDAS-Gutachten abgestellt werden. Die Stellungnahme des RAD vom 17.
Januar 2013, worauf sich die Beschwerdegegnerin massgeblich stütze, sei nicht
nachvollziehbar, da sie einer früheren RAD-Stellungnahme widerspreche. Im
Gegensatz zu damals sei der RAD am 17. Januar 2013 davon ausgegangen, dass sich
seit der Rentenfestsetzung bis zum MEDAS-Gutachten keine Veränderung des
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ergeben habe. Die Feststellung,
wonach es sich beim MEDAS-Gutachten um eine andere Einschätzung des gleichen
medizinischen Sachverhalts handle, müsse sich die Beschwerdegegnerin nun
entgegen halten lassen, dies wiederum mit der Konsequenz, dass keine
Wiedererwägungsvoraussetzung gegeben sei. Schliesslich sei darauf hinzuweisen,
dass die Beschwerdegegnerin sämtliche Arztberichte seit der Begutachtung nicht
berücksichtigt habe (act. G 1).
B.b Am 25. Februar 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass der medizinische Sachverhalt
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zum Zeitpunkt der Rentenzusprache unvollständig festgestellt und die
Invaliditätsbemessung nicht rechtskonform gewesen sei. Die am 25. August 2004
verfügte Zusprache einer ganzen Rente bei einem Invaliditätsgrad von 55% habe sich
massgeblich auf die Berichte des Hausarztes Dr. G._ vom 21. November 2003 und
der Klinik Valens vom 26. Juni 2003 gestützt. Dr. F._ von der Klinik Valens habe eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert. Die Einschätzung habe jedoch nur für vier
Wochen gegolten. Dr. G._ habe am 21. November 2003 eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten attestiert und habe erwähnt, dass die
Beschwerdeführerin beim Psychiater Dr. H._ in Behandlung sei. Vor diesem
Hintergrund hätte der Gesundheitszustand vor dem Entscheid über die Rente sowohl
aus somatischer als auch psychiatrischer Sicht nochmals eingehend abgeklärt werden
müssen. Insbesondere hätten Erkundungen über Kontrolluntersuchungen durch Dr.
F._ gemacht und vom behandelnden Psychiater Dr. H._ hätte ein Bericht über die
psychiatrische Behandlung eingeholt werden müssen. Weiter sei nicht abgeklärt
worden, ob und in welchem Umfang die von den behandelnden Ärzten attestierte
Arbeitsunfähigkeit von 50% tatsächlich habe gesteigert werden können. Aufgrund der
klar unzulänglichen Unterlagen sei die Zusprache einer unbefristeten ganzen Rente als
zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn zu qualifizieren. Daran
änderten die von der Beschwerdeführerin erwähnten, im Anschluss an die Einsprache
vom 27. September 2004 getätigten Abklärungen nichts, da die Voraussetzungen der
Wiedererwägung nach der Aktenlage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu
beurteilen seien. Bei der Prüfung der Anspruchsberechtigung pro futuro sei in
medizinischer Hinsicht auf das MEDAS-Gutachten abzustellen. Bezüglich der nach der
Begutachtung eingeholten Berichte betreffend die Schulterbeschwerden der
Beschwerdeführerin sei der RAD nachvollziehbar zur Auffassung gelangt, dass die
Beschwerden zwar zusätzliche qualitative, jedoch keine quantitativen Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit bewirkten. Aufgrund der gestellten Diagnosen sei die
bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen
anwendbar, welche diesen sowie sämtlichen syndromalen Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Grundlage nur ausnahmsweise einen invalidisierenden
Charakter zuerkenne. Aufgrund der Feststellungen im MEDAS-Gutachten könne bei der
Beschwerdeführerin weder das Vorliegen einer psychischen Komorbidität von
erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer bejaht werden, noch seien die
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übrigen rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien hinreichend gehäuft und
ausgeprägt vorhanden. Insbesondere liege mit dem cerviko-lumbalen
Schmerzsyndrom keine schwere körperliche Begleiterkrankung vor. Somit bestehe kein
Raum für die Annahme einer mit dem psychischen Leiden begründeten Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit. In der RAD-Stellungnahme vom 7. Januar 2013 sei
nachvollziehbar eine wesentliche dauerhafte Veränderung des psychischen
Gesundheitszustandes seit der MEDAS-Begutachtung verneint worden. Auch ergebe
sich daraus, dass der Bericht von Dr. H._ vom 19. November 2012 keine Zweifel an
der Beurteilung der MEDAS zu erwecken vermöge. Diesbezüglich sei auf den
fundamentalen Unterschied zwischen Begutachtungs- und Behandlungsauftrag
hinzuweisen. Dem Unterschied sei auch Rechnung zu tragen, wenn – wie hier mit der
Klinik I._ – eine Spezialklinik involviert sei, welcher keine besondere Patientennähe
zugeschrieben werden könne. Bei einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in einer leidensadaptierten Tätigkeit entfalle ein Rentenanspruch (act. G 4).
B.c Mit Entscheid vom 25. März 2014 stellt die verfahrensleitende Präsidentin die
aufschiebende Wirkung der Beschwerde vom 10. Januar 2014 gegen die Verfügung
vom 13. Dezember 2013 wieder her (act. G 7).
B.d Mit einer Replik vom 3. April 2014 hält die Beschwerdeführerin an den
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter entgegnet den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin, dass diese versuche, mit der MEDAS-Begutachtung vom
Februar 2010 die Unrechtmässigkeit der ursprünglichen rentenbegründenden
Verfügung zu begründen. Dabei verkenne die Beschwerdegegnerin, dass sich im
MEDAS-Gutachten im Wesentlichen eine andere Würdigung des ursprünglichen
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Rentenzusprache
finde, ohne dass deswegen eine qualifizierte Verletzung der Untersuchungsmaxime
angenommen werden müsste (act. G 8).
B.e Mit einer Eingabe vom 22. April 2014 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf die
Einreichung einer Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
1.
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Der Rechtsvertreter macht zunächst geltend, die angefochtene Verfügung sei bereits
aus formeller Sicht unhaltbar, da die Beschwerdegegnerin die ersetzte und damit nicht
mehr existierende Verfügung vom 15. Juni 2004 statt jener vom 25. August 2004
aufgehoben habe. Dem ist zu entgegen, dass es sich dabei um einen offensichtlichen
redaktionellen Fehler der Beschwerdegegnerin handelt, welcher sich nicht auf den
Inhalt der angefochtenen Verfügung auswirkt. Die Verfügungen vom 15. Juni und 25.
August 2004 sind in materieller Hinsicht identisch und enthalten beide die Zusprache
einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. November 2003 (vgl. IV-act. 34, 35). Sie
unterscheiden sich lediglich in der Berechnung der Rentenbeträge. Gemäss Art. 55
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 69 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren
(VwVG; SR 172.021) kann der Sozialversicherungsträger Redaktions- oder
Rechnungsfehler oder Kanzleiversehen, die keinen Einfluss auf die
Entscheidungsformel oder auf den erheblichen Inhalt der Begründung ausüben,
jederzeit korrigieren. Die Berichtigung soll ohne zeitliche Verzögerung erfolgen, ist aber
– vorbehältlich des Vertrauensschutzes – grundsätzlich jederzeit möglich, also auch an
einer bereits rechtskräftigen oder an einer angefochtenen Verfügung (Zünd Christian,
Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
Zürich 1999, Vorbem. zu §§ 29-32, N. 13 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin
wäre demnach auch jetzt noch – nachdem sie im Beschwerdeverfahren Kenntnis
davon erlangt hat – berechtigt, den Fehler zu berichtigen, zumal sich durch den Fehler
für die Beschwerdeführerin auch kein Nachteil ergeben hat. Sie hat trotz der falschen
Bezeichnung der aufzuhebenden Verfügung in der Beschwerde die Wiedererwägung
der richtigen bzw. tatsächlich gemeinten Verfügung vom 25. August 2004 angefochten.
Der redaktionelle Fehler der Beschwerdegegnerin hat folglich keine Auswirkungen auf
den Bestand der angefochtenen Verfügung.
2.
2.1 In materieller Hinsicht ist umstritten und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin
die Rente der Beschwerdeführerin zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben hat.
2.2 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell
rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und
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wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellos unrichtig ist ein
Entscheid nach der Rechtsprechung, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist,
dass er unrichtig ist; es ist ein einziger Schluss – eben derjenige auf eine Unrichtigkeit –
möglich (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 16. August 2005,
U 127/05; vgl. BGE 125 V 393; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A. 2009, Art. 53 N 31).
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die
gesetzwidrige Leistungszusprechung aufgrund falscher oder unzutreffender
Rechtsregeln erlassen wurde oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder
unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund
im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf
gewisse Schritte und Elemente (z.B. Invaliditätsbemessung, Einschätzungen der
Arbeitsunfähigkeit, Beweiswürdigungen, Zumutbarkeitsfragen) notwendigerweise
Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung solcher Anspruchsvoraussetzungen
(einschliesslich ihrer Teilaspekte wie etwa die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor
dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der
rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme
zweifelloser Unrichtigkeit aus (Bundesgerichtsentscheid vom 10. Februar 2010,
9C_845/09). Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann auch
bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, darunter
insbesondere einer unvollständigen Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gegeben sein (Bundesgerichtsentscheid
vom 29. April 2008, 9C_19/08). Das Bundesgericht hat allerdings auch wiederholt
zusätzlich vorausgesetzt, dass, um eine zugesprochene Rente wiedererwägungsweise
aufheben zu können, erstellt sein müsse, dass eine – nach damaliger Sach- und
Rechtslage – korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu
einem anderen Ergebnis geführt hätte (vgl. etwa die Bundesgerichtsentscheide vom
30. Juni 2014, 8C_151/14, vom 1. Februar 2010, 8C_768/09, vom 7. August 2008,
8C_483/07, und vom 18. Oktober 2007, 9C_575/07, mit Hinweisen, u.a. auf den
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 28. Juli 2005, I 276/04).
2.3 Die Beschwerdegegnerin macht eine klare Verletzung des Untersuchungsgrund
satzes bei Erlass der rentenbegründenden Verfügung vom 25. August 2004 als Grund
für die Wiedererwägung geltend. Anlass für die Wiedererwägung hat das MEDAS-
Gutachten vom 2. Februar 2010 gegeben, womit der Beschwerdeführerin eine
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Arbeitsfähigkeit von 80% attestiert worden ist. Gemäss den Gutachtern hat sich der
Gesundheitszustand der Versicherten seit dem Bericht von Dr. G._ vom 21.
November 2003 nicht wesentlich verändert, weshalb sie den Beginn der 20%igen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit retrospektiv auf das Jahr 2003 festgelegt haben
(vgl. Fremdakten G 4.2, S. 24 f. des Gutachtens). Für die Beurteilung der Frage, ob die
ursprüngliche rentenbegründende Verfügung zweifellos unrichtig ist, ist es unerheblich,
ob die von früheren Arztberichten abweichende Einschätzung der Gutachter zutrifft
oder nicht. Massgebend ist allein die Aktenlage, wie sie sich der Beschwerdegegnerin
im Zeitpunkt der Rentenzusprache präsentiert hat. Die Beschwerdegegnerin hat sich
damals im Wesentlichen auf den Bericht der Klinik Valens vom 16. Juni 2003 sowie den
Bericht des Hausarztes Dr. G._ vom 21. November 2003 abgestützt (vgl. act. G 4). Im
Folgenden ist daher zu beurteilen, ob die Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit
gestützt auf die damals vorliegende Akten- und Rechtslage vertretbar ist.
2.4 Die Rheumatologin Dr. F._ von der Klinik Valens hat in ihrem Bericht vom
16. Juni 2003 die Diagnosen chronisches lumbospondylogenes Syndrom sowie
Erschöpfungszustand angegeben. Sie hat festgehalten, dass der Beschwerdeführerin
zurzeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% der bisherigen 60%igen Arbeitstätigkeit zumutbar
sei, dies während vier Wochen mit anschliessender Weiterbeurteilung nach Verlauf.
Bezüglich der Rückenschmerzen der Beschwerdeführerin hat sie erklärt, dass diese
stark durch eine psychosoziale Belastungssituation mit Verdacht auf
Somatisierungstendenz beeinflusst würden (vgl. IV-act. 10-6). Dr. G._ hat am 21.
November 2003 als Diagnosen ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
sowie einen reaktiven depressiven Erschöpfungszustand genannt. In seinem Bericht
hat er festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bereits seit 15 Jahren an lumbalen
Rückenschmerzen leide, welche im Verlauf der vergangenen 3 Jahre deutlich an
Intensität zugenommen hätten. Weder die ambulante physiotherapeutische
Behandlung noch der Aufenthalt in der Klinik Valens hätten eine Besserung des
Beschwerdebildes gebracht. Zurzeit stünden jedoch die psychosozialen Probleme mit
rezidivierenden Angst- und Hyperventilationszuständen im Vordergrund. In der
bisherigen Tätigkeit bestehe eine zurzeit 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen
Gründen. In einer nicht rückenbelastenden Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu
50% arbeitsfähig, sofern der psychische Gesundheitszustand dies erlaube (IV-act. 10-2
f.).
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2.5 Bei der Würdigung der Berichte ist zunächst festzuhalten, dass die Diagnosen von
Dr. F._ und Dr. G._ übereinstimmen und sie somit von einem im Wesentlichen
gleichen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ausgegangen sind. Weiter
haben beide insbesondere die psychischen Beschwerden als vordergründig
angesehen. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist von den Ärzten jedoch
unterschiedlich beurteilt worden. Dr. F._ von der Klinik Valens hat entgegen der
Ansicht der Beschwerdeführerin die 50%ige Arbeitsfähigkeit nicht bezogen auf ein
volles Arbeitspensum attestiert, sondern ausgehend von einem 60%igen
Arbeitspensum. Daraus ist zu folgern, dass sie die Beschwerdeführerin nur im Umfang
von 30% als arbeitsfähig erachtet hat. Unabhängig davon lässt sich die Annahme von
Dr. F._, wonach die Beschwerdeführerin bisher mit einem Pensum von 60% tätig
gewesen sei, nicht nachvollziehen. Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 4. November
2003 war die Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 80% tätig (4 Tage pro Woche
à 8,6 Stunden, vgl. IV-act. 7). Unklar ist, wie die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr.
F._ unter dieser Voraussetzung ausgefallen wäre (vgl. IV-act. 10-6). Dr. G._ hat der
Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit
attestiert, sofern der psychische Gesundheitszustand dies erlaube (IV-act. 10-2). Seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung ist unter Vorbehalt allfälliger psychischer Einschränkungen
erfolgt und kann demnach nicht als abschliessend betrachtet werden. Somit hat die
Beschwerdegegnerin zum Zeitpunkt der Rentenzusprache weder auf den Bericht der
Klinik Valens noch auf jenen des Hausarztes abstellen können, um den genauen
Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich
festzustellen.
2.6 Im vorliegenden Fall ist nun aber zu berücksichtigen, dass das Beweisthema ein
geschränkt gewesen ist. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen für eine
Witwenrente erfüllt. Gemäss Art. 43 Abs. 1 IVG hat sie somit bereits ab einem
Invaliditätsgrad von 40% Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wobei nur die höhere
der beiden Renten ausgerichtet wird. Bei der damaligen Abklärung ist demnach nur
relevant gewesen, ob die Beschwerdeführerin überwiegend wahrscheinlich einen
Invaliditätsgrad von mindestens 40% erreicht. Vor diesem Hintergrund sind an die
Untersuchungspflicht der Beschwerdegegnerin weniger hohe Anforderungen zu stellen
als in Fällen, in denen der genaue Invaliditätsgrad für die Bestimmung der Rentenhöhe
erforderlich ist. Die Abklärungen sind vorliegend als genügend anzusehen, wenn sich
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gestützt auf die Akten eine Mindestarbeitsunfähigkeit vertretbar begründen lässt, mit
welcher die Beschwerdeführerin einen mindestens 40%igen Invaliditätsgrad und damit
eine Anspruchsberechtigung auf eine Invalidenrente erreicht.
2.7 Dr. G._ hat festgehalten, die Beschwerdeführerin sei in einer adaptierten
Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig, sofern der psychische Gesundheitszustand dies erlaube.
Die Aussage ist so zu verstehen, dass er die Beschwerdeführerin in somatischer
Hinsicht als zu mindestens 50% arbeitsunfähig erachtet hat und dass aus psychischen
Gründen eine noch höhere Arbeitsunfähigkeit bestehen könnte (vgl. IV-act. 10-2 f.). Die
Beschwerdegegnerin macht geltend, es hätte ein Bericht des behandelnden
Psychiaters Dr. H._ eingeholt werden müssen, da Dr. G._ darauf hingewiesen
habe, dass die Beschwerdeführerin bei diesem in psychiatrischer Behandlung sei. Dem
ist jedoch zu entgegnen, dass Dr. G._ für adaptierte Tätigkeiten bereits aus
somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert hat. Die von Dr. H._
allfällig gestellten Diagnosen und die sich daraus ergebenden Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit wären also zu der von Dr. G._ attestierten Mindestarbeitsunfähigkeit
von 50% hinzugekommen. Es hätte sich mit anderen Worten nur eine noch höhere
Arbeitsunfähigkeit als die bereits attestierten 50% ergeben können. Da die
Beschwerdeführerin ausgehend von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit bereits einen
Invaliditätsgrad von 55%, d.h. über 40%, erreicht, haben sich weitere Abklärungen zur
Arbeitsfähigkeit erübrigt. Dem Bericht der Klinik Valens kann aufgrund dessen, dass Dr.
F._ von einem nicht nachvollziehbaren bisherigen Arbeitspensum der
Beschwerdeführerin ausgegangen ist, zwar keine genaue Arbeitsfähigkeitsschätzung
entnommen werden. Jedoch ergibt sich auch hier klar, dass der
Arbeitsunfähigkeitsgrad mindestens 50% oder mehr betragen hat. Die
Beschwerdegegnerin bringt vor, dass auf die Einschätzung von Dr. F._ nicht
abgestellt werden könne, da diese nur für vier Wochen Geltung gehabt habe. Es hätten
daher Erkundungen über Kontrolluntersuchungen bei Dr. F._ gemacht werden
müssen. Tatsächlich hat Dr. F._ gemäss ihrem Bericht eine erneute Beurteilung nach
vier Wochen vorgesehen. Jedoch ergibt sich aus dem rund fünf Monate späteren
Bericht von Dr. G._, dass sich die Befundlage im Vergleich zum Bericht der Klinik
Valens nicht wesentlich verändert hat. Der Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der
Klinik Valens hat gemäss Dr. G._ nicht zu einer Verbesserung des Beschwerdebildes
geführt. Aus diesem Grund ist nicht davon auszugehen, dass Dr. F._ von ihrer
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Arbeitsfähigkeitsschätzung abgewichen wäre, insbesondere nicht im Sinne einer
höheren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Nebst den Berichten der Klinik
Valens und von Dr. G._ findet sich in den Akten noch der Bericht von Dr. C._ vom
1. April 2003. Als Diagnosen hat er ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom und
eine Anpassungs- und Verarbeitungsstörung im Sinne nicht bewältigter Verluste und
Somatisierung angegeben. Die Diagnosen stimmen im Wesentlichen mit den späteren
Berichten der Klinik Valens und von Dr. G._ überein. Dr. C._ hat der
Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem 18. November 2002 und
weiterbestehend attestiert (vgl. IV-act. 10-13 f.). In den der Beschwerdegegnerin zum
Zeitpunkt der Rentenzusprache vorliegenden Akten liegt folglich kein Bericht vor,
gemäss welchem die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin höher als 50% geschätzt
wird.
2.8 Zusammengefasst zeigt sich, dass sich gestützt auf die Aktenlage zum Zeitpunkt
der Rentenzusprache die Annahme eines Arbeitsunfähigkeitsgrades der
Beschwerdeführerin von (mindestens) 50% durchaus vertreten lässt. Vor dem
Hintergrund des eingeschränkten Beweisthemas, aufgrund dessen nur ein
Invaliditätsgrad von mindestens 40% nachzuweisen gewesen ist, ist die Aktenlage
nicht offenkundig unvollständig oder unklar gewesen, sondern hat einen rechtlichen
Schluss nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zugelassen.
Dass sich weitere Abklärungen in einem solchen Fall erübrigen, ergibt sich auch aus
dem in der vorliegenden Angelegenheit ergangenen Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 9. Juni 2006. In den Erwägungen ist festgehalten worden,
dass von der IV-Stelle nicht verlangt werden könne, den Invaliditätsgrad genau
festzulegen, wenn für ihre Belange eine grobe Schätzung genüge und der versicherten
Person die höchstmögliche Leistung, nämlich eine ganze Rente, zustehe (E. 4.2, vgl.
IV-act. 66-5). Eine klare Verletzung der Untersuchungspflicht seitens der
Beschwerdegegnerin im Vorfeld der Rentenzusprache kann also nicht angenommen
werden. Im Übrigen ist auch nicht erstellt, dass es mit weiteren Abklärungen oder
einem Gutachten bei der damaligen Sach- und Rechtslage zu einem anderen Ergebnis
als der Zusprache einer ganzen Rente gekommen wäre. Folglich sind die
Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht erfüllt. Die
angefochtene Verfügung vom 13. Dezember 2013, mit welcher die
Beschwerdegegnerin die mit der Verfügung vom 25. August 2004 zugesprochene
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ganze Rente wiedererwägungsweise aufgehoben hat, erweist sich als unrechtmässig
und ist aufzuheben. Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf die Weiterausrichtung
einer ganzen Rente.
3.
3.1 Selbst wenn die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben wären, so
müsste aufgrund deren rechtsprechungsgemässen ex nunc et pro futuro-Wirkung (vgl.
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. August 2005, I 546/03, E. 2.2
zur Anwendbarkeit von Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV auf die Wiedererwägung) im Zeitpunkt
der angefochtenen, leistungseinstellenden Verfügung feststehen, dass die
Beschwerdeführerin keinen Rentenanspruch mehr hat bzw. dass ihr Invaliditätsgrad
unter 40% liegt. Andernfalls wäre eine Aufhebung der Rente nicht möglich.
3.2 Die Aktenlage zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung deutet
auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin hin. Der
behandelnde Psychiater Dr. H._ hat am 19. November 2012 berichtet, dass die
psychische Störung sich intensiviert habe und dass die Versicherte in der
Psychiatrischen Klinik I._ stationär behandelt worden sei (vgl. IV-act. 104-3). Aus den
Berichten der Klinik I._ geht hervor, dass die Beschwerdeführerin von Mai bis August
sowie im September 2012 in Behandlung gewesen ist (vgl. IV-act. 104-5, 106). Die
zuständige Ärztin hat der Beschwerdeführerin mit ihrem Bericht vom 8. November 2012
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert (vgl. IV-
act. 105-2). Der RAD hat die Berichte am 7. Januar 2013 dahingehend gewürdigt, dass
es bei der Beschwerdeführerin zu einer temporären Verschlechterung des psychischen
Zustands während der Behandlungsdauer von Mai bis September 2012 gekommen sei
(vgl. IV-act. 107). Ob es sich tatsächlich nur um eine vorübergehende Verschlechterung
gehandelt hat, lässt sich den Akten nicht entnehmen, da bis zum Verfügungszeitpunkt
keine weiteren Berichte vorliegen. Eine dauerhafte Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustandes kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Auch aus
somatischer Sicht gibt es Hinweise auf eine Verschlechterung. Zu den bereits
bestehenden Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin ist gemäss dem Bericht
von Dr. K._ vom 11. Dezember 2012 neu die Diagnose einer ausgeprägten
Impingementsymptomatik der Schulter links hinzugekommen (vgl. IV-act. 112-7). Der
bis
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Orthopäde Dr. M._ hat in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
festgehalten, dass ihr die bisherige Tätigkeit aufgrund der schmerzhaften Bewegungs-
und Belastungseinschränkung der linken hohen Extremität, teilweise auch rechts, nicht
mehr zumutbar sei. In einer adaptierten Tätigkeit ohne Belastung der oberen
Extremitäten hat Dr. G._ der Beschwerdeführerin eine grundsätzlich 100%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert. Bei seiner Beurteilung hat er jedoch ausdrücklich die
Problematik der chronischen Rückenbeschwerden sowie die psychiatrischen
Diagnosen ausgenommen und nur die Schulterbeschwerden berücksichtigt (vgl. IV-act.
124-9). Aus diesem Grund ist unklar, wie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
unter Einbezug sämtlicher somatischer Beschwerden zu beurteilen ist. Angesichts der
vorliegenden Berichte ist es zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 13. Dezember
2013 jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass bei der Beschwerdeführerin ein
Invaliditätsgrad von mindestens 40% vorgelegen hat und damit ein Anspruch auf eine
ganze Rente gegeben gewesen ist.
3.3 Aus diesem Grund könnte das Dispositiv der Verfügung vom 13. Dezember 2013,
namentlich die Aufhebung der Rente, auch nicht substitutionsweise unter dem Titel der
Revision gemäss Art. 17 ATSG bestätigt werden. Eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes ist nach der Aktenlage nicht ausgewiesen. Der
Beschwerdegegnerin ist es jedoch unbenommen ein Revisionsverfahren einzuleiten
bzw. ein bereits eingeleitetes Revisionsverfahren weiterzuführen.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung vom
13. Dezember 2013 aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist die bisherige ganze Rente
weiterhin auszurichten.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die
unterliegende Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
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Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr
zurückzuerstatten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs
gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).
In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Unter
Berücksichtigung vergleichbarer Fälle erscheint vorliegend eine Entschädigung von
Fr. 3'500.-- angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat somit der Beschwerdeführerin
eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP