Decision ID: e3358866-3b72-4a0a-bcd7-5e7391bd2075
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, GN Rechtsanwälte,
St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 7. Juli 2003 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (act. G 4.1/1). Nach zwei rheumatologisch-orthopädisch-
psychiatrischen Begutachtungen vom Februar 2005/Februar 2006 und vom Dezember
2007/April 2008 (Diagnosen gemäss letzterem Gutachten mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit: fortgeschrittene Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1 mit
mediolinksseitiger Diskushernie und linksforaminaler Enge mit Kompression der
Nervenwurzeln L5/S1 links und mässiger Spinalkanalstenose sowie mässiger
Diskushernie L4/5 ohne neurale Kompression, Adipositas, mittelgradige depressive
Episode mit somatischem Syndrom [F32.11]; Arbeitsfähigkeit adaptiert: 70 % ab
Oktober 2006 [act. G 4.1/76.6, 76.9f. und 76.16]) wies die IV-Stelle St. Gallen das
Gesuch bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 37 % mit Verfügung vom 12.
November 2008 ab (act. G 4.1/84; vgl. zum ganzen Sachverhalt auch Urteil des
Versicherungsgerichts vom 30. Juni 2010 [IV 2008/519]).
A.b Mit Urteil vom 30. Juni 2010 hiess das Versicherungsgericht die dagegen
gerichtete Beschwerde vom 17. Dezember 2008 teilweise gut und wies die Sache zur
weiteren Abklärung der Verwertbarkeit der Resterwerbsfähigkeit an die IV-Stelle
zurück. Dabei stellte das Gericht insbesondere die Existenz von Stellen, die den im
Gutachten erwähnten Anforderungen an eine adaptierte Arbeit entsprechen, in der
realen Wirtschaft in Frage (körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen ohne
regelmässig inklinierte, reklinierte oder rotierte Körperhaltungen, ohne Heben oder
Tragen von Gewichten über 10 kg, abwechselnd sitzend und stehend ausgeführt,
geistig einfache Tätigkeiten ohne erhöhten Zeitdruck und mit wenig Kunden- oder
Menschenkontakten, klare Arbeitsstrukturen im kleinen Team, klare Führung und
Anleitung, keine Schichtarbeit [act. G 4.1/99]).
B.
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B.a Am 12. Oktober 2011 führte die IV-Stelle ein Assessment durch. Im
entsprechenden Protokoll hielt die Eingliederungsverantwortliche fest, die Versicherte
fühle sich durch ihre Schmerzen nicht arbeitsfähig und wünsche eine IV-Rente. Nach
ihrer Einschätzung sei es zudem fraglich wie fast unmöglich, eine adaptierte
Arbeitsstelle mit allen Adaptationen gemäss Gutachten in der freien Wirtschaft zu
finden. Eine Arbeit sei wohl nur im geschützten Rahmen möglich (act. G 4.1/112.3). Am
21. Oktober 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es seien keine
Eingliederungsmassnahmen möglich (act. G 4.1/114).
B.b Am 1. Dezember 2011 hielt die IV-Stelle fest, die Eingliederungsberatung werde
nun gemäss Gerichtsentscheid Vorschläge für potentielle Arbeitsstellen und
Arbeitgeber in der freien Wirtschaft auflisten (act. G 4.1/116). Am 5. Dezember 2011
legte die Eingliederungsverantwortliche eine Liste mit vier Arbeitsstellen aus der Region
B._ vor (C._ AG, D._ GmbH, E._ GmbH und F._ AG + Co. KG). Dazu wurde
im Wesentlichen festgehalten, es handle sich um leichte oder sehr leichte Tätigkeiten.
Bei der ersten Stelle wurde zudem festgehalten, die Tätigkeit sei im Stehen und Sitzen
durchzuführen (act. G 4.1/118).
B.c Mit Feststellung vom 16. Januar 2012 errechnete die IV-Stelle einen
Invaliditätsgrad von 33.85 %. Dabei ging sie von einem auf das Jahr 2009
aufgerechneten (unterdurchschnittlichen) Valideneinkommen von Fr. 37'464.-- und
einem Invalideneinkommen von Fr. 24'783.-- aus. Dazu parallelisierte sie das
Valideneinkommen bis auf 5 % und gewährte einen Leidensabzug von 10 %
(Fr. 37'464.-- x 1.05 x 0.7 x 0.9 = Fr. 24'783.--). Gestützt auf die von der
Eingliederungsberatung gemachten Stellenvorschläge ging die IV-Stelle zudem davon
aus, die Versicherte könne ihre Resterwerbsfähigkeit zu durchschnittlichen Konditionen
verwerten (Tabellenlohn [act. G 4.1/120]).
B.d Mit Vorbescheid vom 21. Februar 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten erneut
die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht, da der Invaliditätsgrad nur 34 %
betrage (act. G 4.1/123). Mit Einwand vom 22. März 2012 machte der Rechtsvertreter
der Versicherten im Wesentlichen geltend, die IV-Stelle habe die vom Gericht verlangte
Neueinstufung der Arbeitsfähigkeit nicht vorgenommen (Berücksichtigung auch des
Schmerzsyndroms) und die Eignung der angegebenen Arbeitsplätze gehe aus der
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dürren Dokumentation nicht genügend hervor. Vielmehr seien nach dem Vorbild der
DAP differenzierte Arbeitsplatzbeschreibungen vorzulegen. Im Weiteren seien die
medizinischen Grundlagen nicht mehr aktuell, stamme doch das Gutachten Dres.
G._/ H._, das dem Gerichtsentscheid zu Grunde lag, aus dem Jahr 2008. Zudem
sei ein Leidensabzug unter 15 % nicht zu rechtfertigen. Schliesslich sei festzustellen,
dass das Verfahren ungewöhnlich lange dauere. Auch sei das Assessmentgespräch
vom 12. Oktober 2011 nicht im Beisein des Rechtsvertreters erfolgt, obwohl sich dieser
wiederholt nach dem Verfahrensstand erkundigt habe. Dies wirke sich umso
nachteiliger aus, als sich die Versicherte nicht für arbeitsunfähig erklärt habe. Vielmehr
wolle sie nichts lieber als arbeiten (act. G 4.1/125).
B.e In der Folge holte die IV-Stelle bei der (psychiatrischen) Klinik I._ und beim
Swica-Gesundheitszentrum J._ (Hausarzt) neue ärztliche Berichte ein. Dabei
diagnostizierte die Klinik Teufen (Dres. K._ und L._) im Bericht vom 23. Mai 2012
eine atypische Depression, mittelgradige Ausprägung mit organischem Syndrom
(F32.8). Der Versicherten seien leichte handwerkliche Arbeiten im Umfang von 60 %
möglich. Dabei seien Arbeiten im Akkord, in Schicht, in der Kälte, mit Maschinen oder
am Fliessband sowie mit scharfen Werkzeugen oder Gegenständen zu vermeiden (act.
G 4.1/128.4 und 8). Dr. med. M._, Praktische Ärztin, Gesundheitszentrum N._ AG,
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 22. Juni 2012 (Eingang Sozialversicherungsanstalt)
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine linksseitige medio-laterale Diskushernie
L5/S1, eine muskuläre Dysbalance, ein chronifiziertes Schmerzsyndrom sowie eine
depressive Entwicklung mit Somatisierungstendenz. Die Versicherte sei nicht
arbeitsfähig (act. G 4.1/130.1f.). Mit Stellungnahme vom 27. Juni 2012 hielt Dr. med.
O._, RAD Ostschweiz, fest, aus den neuen medizinischen Unterlagen ergäben sich
keine Hinweise auf eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands. Zudem
merkte sie an, dass das Gericht von der im Gutachten Dres. G._/ H._ festgestellten
Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgehe (act. G 4.1/132.2).
B.f Mit Stellungnahme vom 16. Juli 2012 hielt der Rechtsdienst der IV-Stelle dafür, die
Entscheidmotive in einem Urteil seien für die Verwaltung nur verbindlich, wenn im
Dispositiv eindeutig darauf verwiesen werde. Dies sei vorliegend (betreffend
Berücksichtigung auch des Schmerzsyndroms) nicht der Fall, weshalb weiterhin von
einer vollen Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen sei (act. G 4.1/134).
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Gestützt darauf ging die IV-Stelle in ihrer Feststellung vom 18. Juli 2012 von einer
lediglich 20 %-igen somatischen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus und
berechnete einen Invaliditätsgrad von 24.40 %. Dabei ging sie von einem auf das Jahr
2011 aufgerechneten Valideneinkommen von Fr. 38'722.-- und einem parallelisierten
und um 10 % reduzierten (Leidensabzug) Invalideneinkommen von Fr. 29'274.-- aus
(Fr. 38'722.-- x 1.05 x 0.8 x 0.9 [act. G 4.1/135f.]). Am 6. August 2012 erliess sie einen
neuen Vorbescheid und am 13. Dezember 2012 - trotz erneutem Einwand vom
10. August 2012 - eine entsprechende Verfügung (act. G 4.1/138 und 141).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 15. Januar
2013 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Der
Beschwerdeführerin sei sodann eine ganze Rente zuzusprechen. Der Rechtsvertreter
macht zunächst geltend, die Unüberwindbarkeit des Schmerzsyndroms sei gemäss
Gerichtsurteil vom 30. Juni 2010 ebenfalls zu berücksichtigen, womit grundsätzlich von
einer 30 %-igen Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen sei. Zudem
sei die medizinische Entwicklung zu berücksichtigen, habe doch gemäss Bericht der
Klinik I._ vom 23. Mai 2012 die Arbeitsfähigkeit allein aus psychiatrischer Sicht um
10 % auf 60 % abgenommen. Nach dem Bericht der Gesundheitszentrum N._ AG
vom Juni 2012 sei überhaupt keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Im Weiteren wird
ausgeführt, dass sich auf Grund der von der IV-Eingliederungsberatung am
5. Dezember 2011 in rudimentärer Weise aufgelisteten vier Stellen nicht nachvollziehen
lasse, ob die vom Gutachten Dres. G._/H._ spezifizierten Anforderungen an eine
adaptierte Tätigkeit erfüllt seien. Da der Versicherten eine zumutbare Tätigkeit nur noch
in äusserst eingeschränkter Form möglich sei, erscheine das Finden einer geeigneten
Arbeitsstelle von vornherein als ausgeschlossen. Die Beschwerdegegnerin habe
deshalb zu belegen, wo die Restarbeitsfähigkeit verwertet werden könne, was sie
jedoch nicht getan habe. Fehle es an einer wirtschaftlich verwertbaren
Resterwerbsfähigkeit, liege eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründe. Schliesslich rügt der Rechtsvertreter
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem die Beschwerdegegnerin das
Assessmentgespräch vom 12. Oktober 2011 ohne sein Wissen durchgeführt habe,
sowie eine überlange Verfahrensdauer (act. G 1).
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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2013 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie erneut vor, sie sei an die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch das Gericht nicht gebunden, da das Gericht die
Rückweisung diesbezüglich nicht näher spezifiziert habe. Das Gutachten von Dr. H._
sei korrekt, die Beschwerdeführerin bringe denn auch keine konkreten Rügen dagegen
vor. In diesem Umfang komme ihm volle Beweiskraft zu. Demgegenüber stehe die
gutachterlich festgesetzte Arbeitsfähigkeit von 70 % nicht im Einklang mit der
Rechtsprechung des Bundesgerichts. Die von Dr. H._ diagnostizierte mittelgradige
depressive Störung sei von vornherein nicht invalidisierend. Neben den psychosozialen
und soziokulturellen Faktoren bestehe keine davon abschichtbare ausgeprägte
psychische Störung. Dagegen beständen ausgeprägte Inkonsistenzen und
Motivationsmängel. Im Übrigen seien bis mittelschwere depressive Störungen gut
behandelbar. Somit beständen bei der Beschwerdeführerin einzig pathogenetisch-
ätiologisch unklare syndromale Leidenszustände, denen jedoch keine invalidisierende
Wirkung zukomme. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass bei der
Beschwerdeführerin eine Kompression der Nervenwurzeln im Bereich L5/S1 links
vorliege. Die daraus resultierende Hyposensibilität im Fuss- und Unterschenkelbereich
sei zu harmlos, um von einer körperlichen Begleiterkrankung auszugehen. Entgegen
der Ansicht der Beschwerdeführerin seien auch keine anderen Foerster-Kriterien
gegeben. Aus psychiatrischer Sicht sei somit von einer vollen, aus somatischer Sicht
von einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Da die
Beschwerdegegnerin nicht an die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gerichts gebunden
sei, seien auch die im psychiatrischen Gutachten genannten Einschränkungen nicht
massgebend. Rückenadaptierte Stellen, welche die von Dr. G._ genannten Kriterien
erfüllten, seien auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus vorhanden, weshalb
weitere Abklärungen dazu weder notwendig noch zielführend seien. Die hohe
Restarbeitsfähigkeit von 80 % sei auf dem Arbeitsmarkt ohne Weiteres verwertbar.
Ausserdem seien die aufgeführten vier Stellen genügend klar umschrieben. Schliesslich
wird ausgeführt, die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs im
Zusammenhang mit dem Assessmentgespräch sei nicht Gegenstand des vorliegenden
Verfahrens. Die Beschwerdeführerin hätte eine beschwerdefähige Verfügung verlangen
können (act. G 4).
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C.c In der Replik vom 8. April 2013 wird im Wesentlichen die in der Beschwerde
vorgebrachte Kritik wiederholt und geltend gemacht, die Rückweisung sei gerade nicht
in der Frage der Arbeitsfähigkeit erfolgt. Vielmehr habe das Gericht in dieser Frage
rechtskräftig entschieden (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik
(act. G 8).
C.d Mit Beweisbeschluss vom 14. Januar 2015 hat das Versicherungsgericht
entschieden, bei der Eingliederungsberatung der Beschwerdegegnerin weitere
Auskünfte betreffend die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit einzuholen.
Insbesondere wurde die Eingliederungsberatung aufgefordert, in Bezug auf die von ihr
angegebenen vier Stellen (Liste vom 5. Dezember 2011) detailliert zu sämtlichen
gutachterlich festgelegten Einschränkungen Stellung zu nehmen bzw. darzulegen,
inwiefern die genannten Kriterien erfüllt seien (act. G 10). Am 9. Februar 2015 reicht die
Beschwerdegegnerin eine Liste der Eingliederungsberatung vom 6. Februar 2015 ein.
Daraus geht eine präzisierte Darstellung der fraglichen Stellenbeschriebe hervor. Die
Eingliederungsberatung geht zudem implizit davon aus, dass die Adaptationskriterien
erfüllt seien (act. G 11).
C.e Dem widerspricht die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin mit
Stellungnahme vom 3. März 2015. Betreffend die Stelle bei der C._ sei augenfällig,
dass feinmotorische Arbeiten sowie Kontrollarbeiten durchgeführt werden müssten. Die
Beschwerdeführerin habe jedoch noch nie feinmotorisch gearbeitet. Auf Grund ihrer
kognitiven und psychischen Einschränkungen werde es für sie kaum möglich sein, sich
in eine neue Tätigkeit, die eine hohe Konzentration und feinmotorisches Geschick
erfordere, einzuarbeiten. Bei der D._ GmbH sei offensichtlich, dass alle
Mitarbeiterinnen an einem Tisch arbeiteten. Der Beschwerdeführerin sei jedoch nur ein
geringer Menschenkontakt zumutbar. Zudem sei nicht nachvollziehbar, wie diese
Tätigkeiten wechselbelastend ausgeübt werden könnten, da die Arbeitshöhe kaum
individuell verstellbar sei. Die E._ GmbH habe ihren Sitz im Kanton P._. Es sei nicht
ersichtlich, dass das Unternehmen in der Nähe des Wohnorts der Beschwerdeführerin
tätig sei. Bereits aus diesem Grund handle es sich nicht um eine geeignete Stelle. Die
auszuführenden Tätigkeiten seien zudem mehrheitlich Verpackungsarbeiten, die
offensichtlich auch Sortier- und Prüfarbeiten beinhalteten. Deren Zumutbarkeit für die
Beschwerdeführerin sei unklar. Bei der F._ sei anzunehmen, dass es sich erneut um
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feinmotorische Arbeiten handle. Des Weiteren sei nicht anzunehmen, dass die Montage
von Kleinteilen in wechselbelastender Haltung ausgeführt werden könne, sondern eher
stets die gleiche, vornüber gebeugte Körperhaltung eingenommen werden müsse (act.
G 13).

Erwägungen:
1.
Vorliegend ist der Rentenanspruch gemäss Verfügung vom 13. Dezember 2012 streitig
und damit, ob der ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Stellen bereit hält, welche die
Einschränkungen der Beschwerdeführerin, wie sie vom Versicherungsgericht im Urteil
vom 30. Juni 2010 gestützt auf das Gutachten Dres. G._/H._ definiert wurden (also
auch der psychischen Einschränkungen), berücksichtigen. Nicht Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens bildet demgegenüber die Frage des Anspruchs auf
Eingliederungsmassnahmen. Ein solcher Anspruch wurde von der
Beschwerdegegnerin nach dem Assessmentgespräch vom 12. Oktober 2011 verneint
mit der Begründung, die Beschwerdeführerin habe sich gegenüber der
Eingliederungsberaterin als subjektiv nicht arbeitsfähig bezeichnet (Mitteilung vom 21.
Oktober 2011 [act. G 4.1/114]). Zwar wurde das Assessmentgespräch
fälschlicherweise ohne Wissen und Beisein des Rechtsvertreters durchgeführt. Auf die
entsprechende Rüge der Gehörsverletzung ist aber nicht im vorliegenden Verfahren
einzugehen. Anzumerken bleibt indessen, dass sich die Beschwerdeführerin bei
tatsächlichem Interesse an Eingliederungsmassnahmen oder an einer beruflichen
Abklärung im geschützten Rahmen (vgl. Assessment-Protokoll [act. G 4.1/112.3])
jederzeit bei der Beschwerdegegnerin melden kann. Eine entsprechende - nicht nur
verbal geäusserte - Bereitschaft der Beschwerdeführerin ergibt sich jedoch weder aus
den Aufzeichnungen der Eingliederungsberaterin (act. G 4.1/112), bei denen im Übrigen
kein begründeter Anlass zu Zweifeln an deren Richtigkeit besteht, noch aus den
nachträglichen und bis heute ergangenen Eingaben des Rechtsvertreters. Darüber
hinaus hat auch der Rechtsvertreter nach Erhalt der ihm zugestellten Mitteilung vom
21. Oktober 2011 keine beschwerdefähige Verfügung oder gar die Wiederholung des
Assessmentgesprächs in seinem Beisein verlangt.
2.
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2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.2 Ein solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht
zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer
verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es
können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. Anderseits
sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine
übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; Urteil des
Bundesgerichts 9C_121/2008 vom 4. August 2008 E. 5.1; Urteil 9C_442/2008 vom
28. November 2008 E. 4.2 und Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 97/00 vom
29. August 2002 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
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3.1 Gemäss Urteil des Versicherungsgerichts vom 30. Juni 2010 ist das Gutachten
Dres. G._/H._ beweiskräftig und die darin festgelegten Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit (inkl. die psychiatrischen) sind zu berücksichtigen (E. 2.8.1; vgl. Urteil
des Bundesgerichts 8C_24/2014 vom 12. Juni 2014 E. 2.2 zur Bindungswirkung von
Rückweisungsentscheiden sowohl für die Parteien als auch für das Gericht). Die
Beschwerdeführerin verlangt nun die Berücksichtigung einer zwischenzeitlich
eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszustands. Dabei beruft sie sich im
Wesentlichen auf einen Bericht der (psychiatrischen) Klinik I._ vom 23. Mai 2012.
Darin diagnostizieren die Dres. K._ und L._ eine atypische Depression
mittelgradiger Ausprägung mit organischem Syndrom (F32.8). Sie gehen von einer
60 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit aus (leichte
handwerkliche Arbeit, keine Akkord- oder Schichtarbeit, keine Maschinen- oder
Fliessbandarbeit, keine Arbeit mit scharfen Werkzeugen oder Gegenständen [act.
G 4.1/128.4]). Mit dem RAD ist diesbezüglich jedoch davon auszugehen, dass sich
daraus keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands ableiten lässt
(vgl. act. G 4.1/132.1). Zudem halten die Dres. K._ und L._ die Leistungsfähigkeit
für steigerungsfähig und eine leidensadaptierte Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht
zumindest implizit für wünschenswert (act. G 4.1/128.3f.). Somit ist zumindest bis zum
Verfügungserlass vom 13. Dezember 2012 von einem grundsätzlich unveränderten
Gesundheitszustand auszugehen. Eine allfällige später eingetretene Verschlechterung
desselben ist daher nicht im vorliegenden Verfahren zu behandeln. Es bleibt damit
nach wie vor bei der gutachterlich festgestellten Arbeitsfähigkeit von 70 % adaptiert
(vgl. auch RAD vom 27. Juni 2012 [act. G 4.1/132.2]). Damit bleiben auch die
gutachterlich festgestellten Adaptationskriterien weiterhin gültig.
3.2 In Bezug auf die qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gingen die
Gutachter Dres. G._/H._ davon aus, dass aus orthopädischer Sicht von einer
körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen auszugehen sei, die
abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt werden könne, ohne dass dabei
regelmässig inklinierte, reklinierte oder rotierte Körperhaltungen eingenommen und
Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen werden müssten. Aus psychiatrischer
Sicht müsse es sich um eine geistig einfache Tätigkeit ohne erhöhten Zeitdruck, mit
wenig Kunden- oder Menschenkontakten, klaren Arbeitsstrukturen im kleinen Team,
klarer Führung und Anleitung und ohne Schichtarbeit handeln (act. G 4.1/76.8). Nicht
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wesentlich anders umschreiben auch die Dres. K._/L._ in ihrem Bericht vom 23.
Mai 2012 eine adaptierte Tätigkeit, indem sie von einer leichten handwerklichen Arbeit,
ohne Akkord, ohne Schichtarbeit, ohne Maschinen- oder Fliessbandarbeit und ohne
Arbeit mit scharfen Werkzeugen oder Gegenständen ausgehen (act. G 4.1/128.4).
Zusammengefasst darf die Tätigkeit somit körperlich nicht zu streng (rückenadaptiert),
nicht zu hektisch und nicht zu anspruchsvoll sein und muss in einem kleinem Team mit
klaren Strukturen und wenig Kontakten stattfinden.
3.3 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es vorliegend nicht um eine
Stellenvermittlung geht. Es ist deshalb unerheblich, ob die von der
Beschwerdegegnerin aufgeführten Stellen noch offen sind oder ob ein Unternehmen
seinen Sitz in der Zwischenzeit in den Kanton P._ verlegt hat. Im Weiteren geht es
bei der durchgeführten Abklärung nicht in erster Linie um die körperlichen
Adaptationskriterien, ist der erste Arbeitsmarkt doch dahingehend normiert, dass er
einen Fächer von Tätigkeiten umfasst (vgl. E. 2.2), die auch körperlich leichte (< 10kg),
wechselbelastende und solche Tätigkeiten aufweisen, die keine inklinierten, reklinierten
oder rotierten Körperhaltungen bedingen. Arbeit in temperierten Räumen stellt sodann
die Regel und nicht die Ausnahme dar. Die Abklärungen zielen somit vordringlich auf
die Klärung der Frage, ob die Beschwerdeführerin mit ihren psychischen
Einschränkungen auf dem ersten Arbeitsmarkt noch eine verwertbare Tätigkeit
erbringen kann oder ob sie nurmehr im geschützten Rahmen arbeiten kann. Die
nachfolgenden Stellenbeschriebe sind somit im Wesentlichen auf diese Frage hin zu
überprüfen.
3.4 Die Eingliederungsverantwortliche legte am 5. Dezember 2011 eine Liste mit vier
Stellen vor. Darauf waren die C._ AG, die D._ GmbH, die E._ GmbH, St. Gallen,
sowie die F._ AG + Co. KG, aufgeführt. Am 6. Februar 2015 erstellte die
Eingliederungsberatung sodann eine Liste mit präzisierter Umschreibung der
Anforderungsprofile. Bei der C._ AG wird aufgeführt, der Arbeitgeber biete für
ungelernte Personen im Bereich der Elektromesstechnik intellektuell einfache und
adaptierte Tätigkeiten an. Es handle sich um feinmotorische Arbeiten, die sitzend und
stehend durchführbar seien, auf Grund der Möglichkeit verschiedener Arbeitsstationen
sei auch Gehen möglich. Die Gewichtsbelastung liege bei wenigen Gramm. Es bestehe
ein angenehmes Teamklima bei sauberem Arbeitsplatz. Auf Wunsch bestehe die
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Möglichkeit eines Arbeitsplatzwechsels, denn es würden auch Tätigkeiten im Bereich
AVOR & Verpackung angeboten. Schichtarbeit sei nicht erforderlich (act. G 11.1). Die
Rechtsvertreterin macht dazu geltend, die Beschwerdeführerin habe noch nie
feinmotorisch gearbeitet. Auf Grund ihrer kognitiven und psychischen Einschränkungen
(langsames Denken, umständlich, abwesend) werde es für sie kaum möglich sein, sich
in eine neue Tätigkeit, die eine hohe Konzentration und feinmotorisches Geschick
erfordere, einzuarbeiten. Zudem werde bereits im Urteil vom 30. Juni 2010
festgehalten, dass es unklar sei, ob die Beschwerdeführerin Kontrollarbeiten ausführen
könne (act. G 13). Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass bei der Beschwerdeführerin
keine Restriktion für feinmotorische Tätigkeiten besteht. Von Kontrollarbeiten ist im
Stellenbeschrieb nicht die Rede. Vielmehr ist die beschriebene Stelle speziell für
ungelernte Personen geeignet und ist im kleinen Team auszuführen.
3.5 Bei der D._ GmbH wird ausgeführt, es seien Arbeiten im Bereich Verpackung
auszuführen. Durch ein kleines Team von 7 Personen würden verschieden Kartone zu
Schachteln und Verpackungen zusammengelegt und gefaltet. Es handle sich um
leichte, einfache motorische Arbeiten. Die Gewichtsbelastung betrage wenige 100
Gramm. Die Betriebsmitarbeiter seien an einem grossen Pult tätig. Die Arbeit könne
wahlweise sitzend oder stehend ausgeübt werden. Da auch das Material aus dem
Depot geholt werden müsse, bestehe die Möglichkeit sich zu bewegen. Die Arbeit
werde in einem temperierten Raum ausgeführt; Schichtarbeit falle nicht an. Dazu führt
die Rechtsvertreterin aus, es sei insbesondere offensichtlich, dass die Mitarbeiter an
einem Tisch arbeiteten. Der Beschwerdeführerin sei jedoch nur ein geringer
Menschenkontakt zumutbar. Dies sei nicht vereinbar mit einer ganztägigen Arbeit mit
allen Mitarbeitenden an einem Pult. Zudem sei nicht nachvollziehbar, wie diese
Tätigkeiten wechselbelastend ausgeübt werden könnten, wenn alle an einem Pult
arbeiteten. Die Arbeitshöhe sei kaum individuell verstellbar. Entgegen dieser Ansicht,
ist es der Beschwerdeführerin nach den gutachterlichen Vorgaben möglich, in einem
kleinen Team zu arbeiten. Der Umstand, dass noch ein paar weitere Personen im Raum
anwesend sind, steht dem gutachterlichen Erfordernis, wonach nur wenig Kunden- und
Menschenkontakte bestehen sollten, nicht entgegen.
3.6 Bei der E._ GmbH führt die Eingliederungsberatung der Beschwerdegegnerin
aus, handle es sich um einen Versandhandel für Babyartikel. Im Kleinbetrieb mit 7
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Mitarbeitern würden Packarbeiten nach Bestellung vorgenommen. Die Artikel lägen im
Minimalgewicht (gemeint wohl: Maximalgewicht) von wenigen 100 Gramm. Es seien
sämtliche Adaptationskriterien erfüllt. Es handle sich um eine körperlich leichte Arbeit,
die in wechselbelastender Weise durchgeführt werden könne. In der geistig einfachen
Tätigkeit müssten keine Zwangshaltungen eingenommen werden. Es bestehe auch
kein Zeitdruck; zudem fänden im kleinen Team keine Kundenkontakte statt. Es sei
keine Schichtarbeit zu leisten. Dazu führt die Rechtsvertreterin aus, die auszuführenden
Tätigkeiten seien mehrheitlich Verpackungsarbeiten, die nach Bestellung
vorgenommen würden. Dies beinhalte offensichtlich auch Sortier- und Prüfarbeiten,
deren Zumutbarkeit ebenfalls unklar sei. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, dass im
Versandhandel kein Zeitdruck bestehen soll. Zwar ist auf Grund der vorstehenden
Beschreibung nicht anzunehmen, dass die genannten Verpackungsarbeiten tatsächlich
Sortier- und Prüfarbeiten oder Arbeiten unter Zeitdruck beinhalten. Selbst wenn man
jedoch diese konkrete Stelle als ungeeignet für die Beschwerdeführerin ansehen
möchte, würde sich am Gesamtresultat nichts ändern.
3.7 Bei der F._ würden elektromechanische Haushaltsgeräte zusammengebaut. Die
Montagearbeiten seien mit wenig Gewicht verbunden. Es erfolgten keine
Schichtarbeiten. Die Tätigkeit sei stressfrei, wenig anspruchsvoll und könne im Sitzen
wie auch im Stehen bei normalen Temperaturen ausgeübt werden. Die Arbeit sei im
kleinen Team und ohne Zwangshaltungen auszuführen. Es handle sich um eine ein
fache Tätigkeit ohne Kundenkontakt. Dazu führt die Rechtsvertreterin aus, es sei wohl
erneut von feinmotorischen Tätigkeiten auszugehen. Zudem sei nicht anzunehmen,
dass die Montage von Kleinteilen in wechselbelastender Haltung ausgeführt werden
könne. Vielmehr sei anzunehmen, dass dabei stets die gleiche, vornüber gebeugte
Haltung eingenommen werden müsse. Wie bereits ausgeführt, besteht bei der
Beschwerdeführerin keine Restriktion für feinmotorische Tätigkeiten. Im Weiteren
handelt es sich um eine anspruchslose Tätigkeit im kleineren Team ohne Schichtarbeit.
3.8 Insgesamt ist somit auf Grund der von der Eingliederungsberatung der
Beschwerdegegnerin vorgelegten Stellenbeschriebe mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch auf dem ersten Arbeitsmarkt Stellen
existieren, die nicht nur die körperlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin
berücksichtigen, sondern auch mit den gutachterlich genannten psychischen
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Einschränkungen ausgeübt werden können. Namentlich ist auf Grund der aufgeführten
Stellenbeschriebe davon auszugehen, dass es Nischenarbeitsplätze gibt, die geistig
einfache Tätigkeiten beinhalten und ohne erhöhten Zeitdruck, mit wenig Kunden- und
Menschenkontakten, im kleinen Team mit klaren Strukturen sowie ohne Schichtarbeit
ausgeübt werden können. Auf Grund des Abklärungsergebnisses kann jedenfalls nicht
gesagt werden, die der Beschwerdeführerin noch offen stehenden
Betätigungsmöglichkeiten seien so eng, dass sie nur eine theoretische Möglichkeit
darstellten, in der Realität jedoch praktisch nicht vorkämen, mithin nicht Gegenstand
des ersten Arbeitsmarktes bildeten. Der Beschwerdeführerin ist somit die erwerbliche
Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit möglich und zumutbar.
3.9 Nachdem die Beschwerdeführerin auch als Gesunde weit unterdurchschnittlich
verdient hat, reicht ein bestätigter Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 % - bei einem
rechtsprechungsgemässen "Parallelisierungsselbstbehalt" von 5 % und einem
angemessenen Leidensabzug von 10 % (selbst ein Leidensabzug von 15 % würde am
Resultat nichts ändern) - für die Zusprache einer Rente nicht aus. Es resultiert immer,
d.h. unabhängig vom konkret eingesetzten Valideneinkommen, ein Invaliditätsgrad von
rund 34 % (Valideneinkommen Y - [105 % des Valideneinkommens Y x 70 % x 90 %] :
Valideneinkommen Y x 100). Die Beschwerdegegnerin ging zunächst von einem
Valideneinkommen von Fr. 37'464.-- bei einem durchschnittlichen Verdienst gemäss
Tabelle TA1 von Fr. 51'368.--, jeweils bezogen auf das Jahr 2009, aus (act.
G 4.1/120f.]). Bezogen auf das Jahr 2011 ging sie von einem - unbestritten gebliebenen
- Valideneinkommen von Fr. 38'722.-- bei einem Tabelleneinkommen von Fr. 53'255.--
aus (Feststellung vom 18. Juli 2012 [act. G 4.1/135f.]). Dies ergibt unter
Berücksichtigung einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit und eines Leidensabzugs von 10 %
einen Invaliditätsgrad von knapp 34 % (Fr. 38'722.-- - [Fr. 38'722.-- x 105 % x 70 % x
90 %] : Fr. 38'722.-- x 100).
3.10 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr richtet sich
nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Dieser erweist sich im
vorliegenden Fall als durchschnittlich. Die Gerichtsgebühr ist deshalb praxisgemäss auf
Fr. 600.-- festzusetzen. Die Gerichtsgebühr ist der unterliegenden Beschwerdeführerin
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aufzuerlegen. Sie ist durch den von der Beschwerdeführerin geleisteten
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht