Decision ID: 14d70cad-cdd9-5765-96b5-8c9a36495306
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin, eine Kurdin aus B._, reichte am (...) 2002 ein erstes Asylgesuch in der Schweiz ein. Zur Begründung machte sie geltend, sie habe sich bei der C._ engagiert und sei in diesem Zusammenhang von den türkischen Behörden mehrmals festgenommen und etwa ein bis zweimal pro Woche bedroht worden.
Mit Verfügung vom 3. November 2003 lehnte das BFM das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung und den Vollzug an. Zur Begründung führte das Bundesamt aus, die vorgebrachten Drohungen und kurzen Verhaftungen würden die zur Bejahung der Asylrelevanz erforderliche Intensität nicht aufweisen. Eine begründete Furcht vor zukünftiger  könne nicht ausgemacht werden. Die Beschwerdeführerin  sich einen auf ihren Namen lautenden Pass ausstellen lassen und die Türkei mit diesem legal verlassen, was sie bei begründeter Furcht vor Verfolgung nicht gemacht hätte. Ebenfalls gegen eine begründete Furcht vor Verfolgung spreche, dass sie nicht sofort nach der Einreise in die Schweiz ein Asylgesuch eingereicht, sondern den Ablauf des  abgewartet habe.
Die gegen diese Verfügung bei der vormals zuständigen  Asylrekurskommission (ARK) eingereichte Beschwerde wurde mit Urteil vom 23. Januar 2004 in Stützung der vorinstanzlichen  abgewiesen.
Am 1. Juli 2004 meldete das Amt für (...) des Kantons D._, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1. Juni 2004 verschwunden.
B. Am 27. April 2006 ersuchte die Beschwerdeführerin in der Schweiz ein zweites Mal um Asyl. Die summarische Erstbefragung und ein  zur Triage von Mehrfachgesuchen fanden am 15. Mai 2006 im E._ und die Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM gleichenorts am 15. Juni 2006 statt.
Zur Begründung ihres zweiten Asylgesuches führte die  aus, sie habe sich nach der Ablehnung ihres ersten  bei verschiedenen Freunden in der Schweiz aufgehalten und sei nicht in die Türkei zurückgekehrt. Sie habe sich für die kurdische Sa-
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che engagiert, im Internet recherchiert und Nachrichten verfasst, welche sie elektronisch der Zeitung F._ übermittelt habe; einige davon seien veröffentlicht worden. Über den türkischen Rechtsanwalt (G._) des Zeitungsunternehmens habe sie erfahren, dass die Staatsanwaltschaft H._ am (...) 2006 und (...) 2006 wegen zwei von ihr verfassten Artikeln Anklage gegen sie erhoben habe und sie bei einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Gefängnisstrafe rechnen müsse.
Als Beweismittel reichte die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren folgende Dokumente zu den Akten: zwei Anklageschriften der Staatsanwaltschaft H._ vom (...) und (...) 2006; zwei  des zweiten Amtsstrafgerichtes H._ vom (...) und (...) 2006 (Gutheissung der jeweiligen Anklageschriften) und je ein Protokoll desselben Datums mit der jeweiligen Ansetzung des ; ein Anhörungsprotokoll der Staatsanwaltschaft H._ vom (...) 2006 (in welchem der Chefredakteur der Zeitung F._ die Beschwerdeführerin als Verfasserin eines Artikels vom [...] 2006 angibt); zwei Original-Zeitungsberichte vom (...) und (...) 2006; ein Internet-Ausdruck betreffend die in der Anklageschrift  Strafbestimmungen; ein Schreiben des türkischen Anwaltes G._ vom 24. Mai 2006; zwei Überweisungsurteile vom (...) und (...) 2006 an das Gericht I._; Gerichtsvorladungen; ein Schreiben des türkischen Anwalts G._ vom 14. März 2007.
C. Mit Verfügung vom 16. Juni 2006 wurde die Beschwerdeführerin vom BFM für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton J._ .
D. Mit Verfügung vom 4. Juli 2007 – eröffnet am 5. Juli 2007 – stellte das Bundesamt fest, die Beschwerdeführerin erfülle die  nicht, lehnte ihr Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an. Auf die entsprechende  wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden  eingegangen.
E. Mit Eingabe an das BFM vom 18. Juli 2007 zeigte die  unter Beilage einer Vollmacht die Mandatsübernahme an und
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reichte als weitere Beweismittel ein Schreiben des türkischen Anwalts G._ vom 14. Juni 2007 samt französischer Übersetzung, ein Protokoll der Gerichtsverhandlung vom (...) Mai 2007, ein anlässlich dieser Verhandlung gegen die Beschwerdeführerin erlassener  und den für den Versand dieser Dokumente verwendeten Briefumschlag zu den Akten.
F. Am 3. August 2007 (Poststempel) reichte die Beschwerdeführerin durch ihre Rechtsvertreterin Beschwerde beim  ein. In materieller Hinsicht beantragte sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und die Zuerkennung der  sowie bei Nichtgewährung von Asyl die Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme. Als neue Beweismittel reichte sie zwei auf der Internet-Seite info-turk publizierte Artikel und je eine Mitgliedbestätigung der K._ vom 22. November 2003 in Kopie und der L._ vom 2. August 2007, ebenfalls in Kopie, samt französischer Übersetzung zu den Akten.
In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die  der unentgeltlichen Rechtspflege und reichte zur Stützung dieses Gesuches eine Fürsorgebestätigung der M._ vom 31. Juli 2007 ein.
G. Mit Eingabe vom 9. August 2007 (Poststempel) ergänzte die  ihre Beschwerde und reichte als weitere  eine Bestätigung der N._ vom 6. August 2007 in Kopie und eine Bestätigung der O._ vom 7. August 2007, ebenfalls in Kopie, samt französischer Übersetzung ein, welche sich zu ihren Aktivitäten im Rahmen dieser Organisationen äussern.
H. Mit Zwischenverfügung vom 15. August 2007 teilte der  des Bundesverwaltungsgerichts der Beschwerdeführerin mit, sie dürfe den Ausgang des Rechtsmittelverfahrens in der Schweiz abwarten, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und verschob den Entscheid über die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig forderte er die
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Beschwerdeführerin auf, die in Kopie eingereichten Beweismittel innert 7 Tagen ab Erhalt der Verfügung nachzureichen.
I. Mit Schreiben vom 16. August 2007 teilte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin dem Gericht mit, dass der Chefredakteur der türkischen Zeitung, welcher die Artikel ihrer Mandantin publiziert habe, nun ebenfalls in der Schweiz sei und ein Asylgesuch gestellt habe. Als Beilage reichte sie ein auf Türkisch verfasstes Schreiben des besagten Chefredakteurs vom 9. August 2007 in Kopie ein und stellte eine  Übersetzung dieses Schreibens in Aussicht.
J. Mit Eingaben vom 21. und 23. August 2007 reichte die  innert der angesetzten Frist die Originale der bereits (in Kopie) eingereichten Bestätigungen der O._, N._ und L._ ein und bemerkte bezüglich der Bestätigung der K._, dass diese im Original bereits anlässlich des ersten Asyl - verfahrens eingereicht worden sei.
K. Am 24. August 2007 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht das Original des Schreibens des Chefredakteurs der Zeitung F._ vom 9. August 2007 samt französischer Übersetzung zukommen. Gleichzeitig wurden ein türkischer Zeitungsartikel und verschiedene Fotos der Beschwerdeführerin eingereicht, welche anlässlich der Newroz-Feier im Jahre 2007 und einer Versammlung der N._ vom November 2005 aufgenommen worden seien.
L. Mit Eingabe vom 29. August 2007 reichte die Beschwerdeführerin ein Foto zu den Akten, auf welchem sie an der Newroz-Feier im Jahre 2005 zu sehen sei. Weiter stellte sie dem Gericht eine DVD mit Filmen zu, welche von ihr anlässlich der Newroz-Feiern im Jahre 2005 in P._ und D._ sowie derjenigen vom Jahre 2006 in D._ gedreht worden seien.
M. In der Vernehmlassung vom 3. Oktober 2007 hielt die Vorinstanz an ihren Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der .
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N. Mit Eingabe vom 18. Oktober 2007 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht ein nicht übersetztes Schreiben des türkischen Anwaltes G._ vom 26. September 2007 zusammen mit einem  vom (...) September 2007 samt Übersetzung und dem entsprechenden Versandkuvert zukommen.
O. Am 30. November 2007 wurde der Beschwerdeführerin die  der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht.
P. Mit vorab per Telefax übermittelter Eingabe vom 17. April 2008 reichte die Beschwerdeführerin ein weiteres Schreiben des türkischen  G._ vom 11. März 2008 samt französischer Übersetzung ein. In diesem wird ausgeführt, an der Gerichtsverhandlung vom (...) 2008 sei entschieden worden, das gegen die Beschwerdeführerin hängige Verfahren mit einem anderen zu vereinigen; weiter werde am Haftbefehl festgehalten. Das entsprechende Verhandlungsprotokoll wurde ebenfalls in Kopie samt französischer Übersetzung zu den Akten gegeben.
Q. Mit Verfügung vom 13. Mai 2008 gab der Instruktionsrichter der  aufgrund der neu eingereichten Beweismittel Gelegenheit, im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels eine weitere  einzureichen. Am 27. Mai 2008 ging die Stellungnahme des BFM beim Gericht ein; das Bundesamt verwies vollumfänglich auf die Er - wägungen in der angefochtenen Verfügung. Die Stellungnahme wurde der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2008 zur Kenntnis gebracht.
R. Mit vorab per Telefax übermitteltem Schreiben vom 24. Juli 2008  sich die Beschwerdeführerin nach dem Stand des Verfahrens und wies auf die schwierige Situation aufgrund ihres derzeitigen  hin. In der Beilage fand sich eine Bestätigung der Universität D._ vom 5. Juni 2007, wonach die Beschwerdeführerin ab 18. September 2007 als Vollzeitstudentin akzeptiert werde.
S. Am 5. August 2008 informierte der Instruktionsrichter die  der Beschwerdeführerin über den Verfahrensstand und er-
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suchte sie gleichzeitig um Mitteilung des Aufenthaltsortes ihrer Mandantin, da diese gemäss Schreiben des Kantons P._ vom 18. Juli 2008 seit 31. Mai 2008 unbekannten Aufenthaltes sei. Die  der Wohnadresse der Beschwerdeführerin erfolgte (vorab per Telefax) am 12. August 2008 und damit innert der vom Gericht  Frist.
T. Am 17. März 2010 ging beim Gericht ein weiteres Schreiben der  ein, in welchem sie um Mitteilung des  ersuchte. Mit Antwortschreiben vom 7. April 2010 setzte sie der Instruktionsrichter darüber in Kenntnis, dass ihr Verfahren –  einer nicht vorhersehbaren Entwicklung – bis Sommer 2010 erledigt sein sollte.
U. Mit Verfügung vom 29. April 2010 forderte der Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin auf, bis zum 14. Mai 2010 einen aktuellen Bericht zum Fortgang respektive Ausgang der geltend gemachten zwei türkischen Strafverfahren samt entsprechenden Beweismitteln (in eine Amtssprache übersetzt) einzureichen.
Am 17. Mai 2010 äusserte sich die Beschwerdeführerin dahingehend, dass gemäss Schreiben ihres türkischen Anwalts G._ immer noch ein Verfahren gegen sie hängig sei und sie von der Polizei  werde. Bei einer Rückkehr in die Türkei würde sie deswegen verhaftet werden. Der Prozess sei auf den (...) 2010 vertagt worden. Es existiere kein Abwesenheitsurteil, und es scheine, dass die Instruktion offenbleibe, bis sie vor Gericht erscheine. Als Beweismittel wurden zwei Verfügungen des türkischen Strafgerichts vom (...) (...) 2009 respektive (...) 2010, in welchen der Prozess mangels  der Angeklagten vertagt wird, eingereicht, zudem ein Such- und Haftbefehl vom (...) 2010 sowie ein Schreiben des türkischen Anwalts G._ vom 7. Mai 2010. Die entsprechenden französischen Übersetzungen wurden erst mit Eingabe vom 17. Juni 2010 nachgereicht.
V. Mit Telefax vom 13. Juli 2010 reichte die Rechtsvertreterin der  auf Hinweis des Gerichts eine Kostennote, eine  Fürsorgebestätigung und einen Beleg für entstandene Überset-
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zungskosten zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet im Bereich des Asyls endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die  hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie  wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft , wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3.3 Die Beschwerdeführerin macht als Begründung für ihr zweites Asylgesuch geltend, sie sei nach der Ablehnung ihres ersten  nicht in die Türkei zurückgekehrt und habe sich in der Schweiz weiter für die kurdische Sache engagiert. Die während dieser Zeit erfolgte Veröffentlichung von zwei von ihr verfassten, elektronisch an die türkische Zeitung F._ übermittelten Artikeln habe in der Türkei zur Einleitung von politischen Strafverfahren gegen sie geführt.
Die Beschwerdeführerin begründet ihre Gefährdungssituation  mit ihrem politischen Engagement nach der Ausreise aus dem Heimatstaat und macht damit subjektive Nachfluchtgründe geltend. Diese begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich oder nicht missbräuchlich gesetzt wurden. Das vom Gesetzgeber vorgesehene Konzept, wonach das Vorliegen von subjektiven Nachfluchtgründen die Gewährung von Asyl ausschliesst, verbietet auch ein Addieren solcher Gründe mit Fluchtgründen, welche vor der Ausreise aus dem Heimat- oder  entstanden sind und die für sich allein nicht zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asylgewährung ausreichen (BVGE 2009/28 E. 7.1). Massgebend ist, ob die heimatlichen Behörden das Verhalten der Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und sie  bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG befürchten müssen. Es bleiben damit die  an den Nachweis einer begründeten Furcht massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG).
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4. 4.1 Das BFM führte zur Begründung seines Entscheides aus, die im Rahmen des ersten Asylverfahrens geltend gemachten Vorbringen hätten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standgehalten, weshalb kein Anlass zur Annahme , die Beschwerdeführerin sei vor dem Verlassen des  als regimefeindliche Person ins Blickfeld der türkischen  geraten oder dort in irgendeiner Form als Regimegegnerin registriert worden. Demzufolge sei auch nicht davon auszugehen, dass sie nach ihrer Ankunft in der Schweiz unter spezieller Beobachtung seitens der türkischen Behörden gestanden habe. Die  sei denn auch in der Schweiz in keiner Weise als engagierte politische Aktivistin aufgetreten. So sei auch in der türkischen Zeitung F._ nie ein Artikel mit ihrem Namen erschienen, und die zwei angeblich von ihr verfassten Beiträge seien, wie aus den Titeln zu schliessen sei, nicht von politischer Brisanz. Ihre Aussagen zum  Engagement für die Kurden seien bezeichnenderweise wenig konkret, wenig detailliert und wenig differenziert ausgefallen.
Aus den zu den Akten gereichten Dokumenten gehe jedoch hervor, dass die Beschwerdeführerin in der Türkei in ein Strafverfahren in - volviert sei. Sie weise aber ein geringes persönliches Risikoprofil aus. Bis zu ihrem angeblichen Engagement für die Zeitung F._ sei sie in der Türkei in kein Strafverfahren involviert gewesen und habe daher bei einer Einreise in die Türkei praxisgemäss keine  zu erwarten. Falls sie wegen des Verfassens der Zeitungsartikel erstinstanzlich verurteilt werden sollte, hätte sie zudem voraussichtlich eine geringfügige Strafe zu erwarten und zudem die Möglichkeit, ein allfälliges Urteil beim Kassationsgericht anzufechten. Insbesondere würden auch in diesem Verfahrensstadium  weder eine Untersuchungshaft verfügt noch ein vorzeitiger Strafantritt angeordnet. Der Beschwerdeführerin sei es daher , den weiteren Verlauf der beiden Gerichtsverfahren in der  abzuwarten.
4.2 In der Beschwerde wird der Argumentation der Vorinstanz , die Beschwerdeführerin sei in der Schweiz sehr wohl politisch aktiv gewesen. Zwischen 2002 und 2007 habe sie inmitten von Mitgliedern der Q._ an vielen Demonstrationen für die kurdische Sache teilgenommen. So habe sie jedes Jahr am 15. Februar in D._ und J._ gegen die Rückführung von
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Abdullah Öcalan in die Türkei demonstriert und jeweils auch bei den Versammlungen im Rahmen des internationalen Frauentages vom 8. März in D._, J._ und R._ geholfen. Weiter habe sie an den Newroz-Feiern in D._, P._, S._, T._ und J._ teilgenommen und sich am 1. Mai jeweils auch den Arbeitern in D._ und S._ angeschlossen. Schliesslich habe sie jeweils die Geburtstage der Q._ in D._ und T._ gefeiert. Im (...) 2006 habe sie in D._ eine Vorführung des Filmes "(...)" mit anschliessender Diskussion über das Thema "(...)" organisiert und geleitet. Zudem sei sie in zahlreichen Organisationen wie der K._, der N._, der L._ und der O._ aktiv gewesen.
Was das Verfassen der Zeitungsartikel betreffe, weswegen  in der Türkei gegen die Beschwerdeführerin eröffnet worden seien, so werde beteuert, dass sie tatsächlich die Autorin sei und kein "Handel" mit dem Chefredakteur stattgefunden habe. Inhaltlich  sich die Artikel mit Menschenansammlungen von  der kurdischen Sache und von Abdullah Öcalan, weshalb sie sehr wohl von politischer Bedeutung seien, was im Übrigen auch die Anklage durch die türkischen Behörden beweise. Die in der Schweiz ausgeübte politische Aktivität sei schliesslich nichts anderes als die logische Fortführung der bereits in der Türkei ausgeübten pro- Aktivität. Die türkische Regierung verfolge regimekritische Journalisten systematisch und verurteile diese teilweise zu hohen Strafen, darunter auch Freiheitsstrafen. Aufgrund der in der türkischen Justiz herrschenden Willkür und Unvorhersehbarkeit könnten keine Aussagen zum Ausgang des Strafverfahrens gemacht werden. Die Furcht der Beschwerdeführerin vor zukünftiger Verfolgung sei vielmehr begründet. Auch nach Einführung des neuen Strafgesetzes würden kritische Meinungsäusserungen streng verfolgt. Die  laufe Gefahr, eine Mindestfreiheitsstrafe von vier Jahren und eine hohe Geldstrafe zu erhalten, wobei diese Strafandrohungen nicht nur fiktiv seien. Bei einer Rückkehr riskiere sie zudem aufgrund der  Umstände in Untersuchungshaft genommen zu werden. Sowohl dort als auch im Strafvollzug wäre sie der Folter und anderer unmenschlicher Behandlung ausgesetzt.
4.3 4.3.1 Aufgrund der Fülle der während des zweiten Asylverfahrens beim BFM und beim Bundesverwaltungsgericht in Kopie eingereichten
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Beweismittel, die gemäss der vom Bundesamt vorgenommenen  keine objektiven Fälschungsmerkmale aufweisen, ist als erstellt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin im Jahre 2006 in zwei , welche aufgrund ihrer Abwesenheit noch hängig sind, involviert wurde, und dass gegen sie ein Such- und Haftbefehl besteht. Die Anklage lautet auf Lob von Straftaten und Straftätern und wird damit begründet, dass in den betreffenden Zeitungsartikeln Abdullah Öcalan als Führer der Terrororganisation gelobt werde.
4.3.2 Ob die zwei Zeitungsartikel, welche zur Eröffnung von Verfahren gegen die Beschwerdeführerin führten, tatsächlich von ihr geschrieben wurden, steht nicht zweifelsfrei fest. Zwar wurde auf  ein Schreiben des (damaligen) Chefredakteurs der Zeitung F._ eingereicht, in welchem die Beschwerdeführerin als  der genannten Artikel bestätigt wird. Trotzdem bleibt schwer nachvollziehbar, weshalb eine türkische Zeitung Artikel einer im  wohnenden Türkin drucken sollte, welche sich darauf , im Internet aufgeschaltete Informationen  (Akten BFM B 20/16 S. 6). Kommt hinzu, dass die  angab, die von ihr verfassten Artikel dem  jeweils unentgeltlich und ohne jegliches Vertragsverhältnis geschickt und sich auch nicht darum gekümmert zu haben, ob diese jemals veröffentlicht worden sind (B 20/16 S. 6). Sie habe während eineinhalb Jahren für die Zeitung geschrieben und nie eine  zu ihren Artikeln erhalten (B 20/16 S. 10). Auffallend vage fielen denn auch die Angaben zu ihrer Schreibtätigkeit für die türkische Zeitung aus. So konnte die Beschwerdeführerin nicht einmal ungefähr angeben, wie viele Nachrichten sie an die Zeitung geschickt hatte, und sie begründete dies damit, dass sie nicht die Mittel gehabt habe, um diese zu archivieren und es ihr auch nicht darum gegangen sei, dieses oder jenes zu erreichen, sondern dass sie einfach das Bedürfnis  habe, das, was sie in Erfahrung habe bringen können, mit  Leuten zu teilen (B 20/16 S. 6). Auf den Einwand der Befragerin, wenn sie das Internet benützen könne, dann könne sie auch , führte sie wenig überzeugend aus, sie könne ohne weiteres sagen, dass sie sich im Internet beziehungsweise in Computer- nicht sehr gut auskenne.
4.3.3 Auch wenn nach dem Gesagten Zweifel bestehen, dass die  tatsächlich die Autorin der in der türkischen Zeitung erschienenen beiden Artikel ist, so ist die belegte Tatsache, dass in
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dieser Sache ein Strafverfahren gegen sie hängig und deswegen ein Such- und Haftbefehl ausgestellt worden ist, bei der Prüfung, ob eine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung vorliegt, zu .
4.3.4 Nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zum Ganzen BVGE E-7803/2007 vom 11. März 2010) wird in der Türkei – neben dem eigentlichen Strafregister ("Adli Sicil") – auf nationaler Ebene seit längerer Zeit ein zentrales, EDV-unterstütztes , das so genannte Allgemeine Informationssystem (" Bilgi Toplama Sistemi", GBTS), unterhalten. Diese Datenbank  Einträge über Einzelpersonen und wird nach den vorliegenden Berichten durch den Dienst für Auskünfte über Schmuggel und  der Nationalen Polizei verwaltet. Im GBTS werden Informationen erfasst, die von Polizei und Gendarmerie gesammelt und weitergeleitet werden; namentlich werden Fahndungs- und  von Personen registriert, die unter dem Verdacht des Begehens politischer Delikte stehen oder standen. Daneben sollen dem GBTS beispielsweise auch Angaben über Ausreiseverbote,  Delikte und gewisse Steuervergehen zu entnehmen sein. Das Anlegen eines Datensatzes im GBTS erfolgt offenbar nicht auf dem gesamten Staatsgebiet immer nach genau gleichen , gewisse Grundtendenzen sind jedoch klar erkennbar: So hat jedenfalls ein Strafverfahren wegen eines politischen Delikts – üblicherweise im Zeitpunkt des Abschlusses der staatsanwaltschaft - lichen Voruntersuchung, spätestens aber bei Verfahrensabschluss – das Anlegen eines politischen Datenblatts zur Folge. Zugang zum GBTS haben Polizei- und Gendarmeriestellen des ganzen , insbesondere auch die an den Landesgrenzen tätigen, für die Kontrolle von Ein- und Ausreisenden zuständigen Einheiten.
4.3.5 Nach dem Gesagten ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Behörden bei der mit einer Wiedereinreise verbundenen  auf das entsprechende Datenblatt stossen, was ein  Risiko staatlicher, in ihrer Intensität asylrechtlich potenziell relevanter Verfolgungsmassnahmen darstellt. Im Weiteren führt die landesweite und für sämtliche Polizeistellen der Türkei ohne grösseren Aufwand feststellbare Fichierung als politisch "unbequeme Person" üblicherweise zu einer – möglicherweise wenig intensiven, aber  andauernden – behördlichen Überwachung. Es muss auch davon ausgegangen werden, dass solche Personen bei politischen relevan-
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ten Zwischenfällen in ihrer Wohngegend häufig automatisch als  Tatverdächtige in Betracht gezogen und entsprechend behandelt werden. Zudem liegen zahlreiche Berichte über andere Behelligungen und Diskriminierungen fichierter Personen, etwa bei alltäglichen , vor.
4.3.6 Im vorliegenden Fall ist vom Bestehen eines politischen  auszugehen, da zwei türkische Strafverfahren gegen die  hängig sind und in diesem Zusammenhang, um sie zu der ihr zur Last gelegten Straftat der "Unterstützung für eine  Bande durch Propaganda in einem Pressemedium" zu , ein Such- und ein Haftbefehl ausgestellt wurde. Gemäss Schreiben ihres türkischen Anwalts G._ vom 7. Mai 2010 würde die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr in die Türkei  der hängigen Prozesse und des Haftbefehls in  genommen, wobei aufgrund des politischen Charakters des Prozesses und der von der Beschwerdeführerin vertretenen politischen Ansichten Repressalien und Misshandlungen durch die Polizei nicht ausgeschlossen werden könnten. Es bestehe zudem die Gefahr der Verurteilung zu einer Haftstrafe und der Vollstreckung des Urteils.
4.3.7 Das Verhalten der türkischen Behörden im konkreten Einzelfall lässt sich naturgemäss zwar nicht mit letzter Genauigkeit vorhersagen; aufgrund des ausgestellten Haft- und Suchbefehls muss aber davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei der Einreise in die Türkei (zwecks Befragung) festgenommen würde. Ob sie  wieder aus der Haft entlassen würde und, wie vom BFM ausgeführt, praxisgemäss die Urteile in Freiheit abwarten könnte, kann nicht mit genügender Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden. Dasselbe gilt für die Prognose der zu erwartenden Strafe, welche  türkischem Strafrecht mehrere Jahre Freiheitsstrafe betragen könnte. Da sich jedoch die mit dem Abstützen auf allgemeine  verbundene Unsicherheit nicht zulasten der  auswirken darf und eine legale Ausreise aus der Türkei bei einer Verurteilung nicht mehr möglich sein dürfte, teilt das Gericht die Auffassung der Vorinstanz nicht, wonach es der Beschwerdeführerin zumutbar sei, den weiteren Verlauf der beiden Gerichtsverfahren in der Türkei abzuwarten.
In Fortführung der Rechtsprechung der ARK und des Bundesverwal-
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tungsgerichts, wonach in der Regel bereits aus dem Vorliegen eines politischen Datenblattes auf begründete Furcht vor künftiger  relevanter staatlicher Verfolgung geschlossen werden kann, ist die Furcht vor künftiger Verfolgung im vorliegenden Fall als begründet . Dies umsomehr, als zwei politisch motivierte Strafverfahren gegen die Beschwerdeführerin hängig sind und in diesem  ein Such- und Haftbefehl ausgestellt wurde, welcher bei der  in die Türkei zu einer Festnahme führen würde.
Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die weiteren  und die auf Beschwerdeebene eingereichten, der  des politischen Engagements in der Schweiz dienenden  einzugehen.
4.3.8 Da der Beschwerdeführerin aufgrund des politischen  keine sichere landesinterne Fluchtalternative zur Verfügung steht, erfüllt sie nach dem Gesagten die Flüchtlingseigenschaft. Die Asylberechtigung bleibt der Beschwerdeführerin indessen aufgrund der Ausschlussklausel von Art. 54 AsylG, wonach subjektive  zwar zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, nicht jedoch zur Asylgewährung führen, verwehrt.
5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der  nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung, noch hat sie Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
5.3 Aufgrund der objektiv begründeten Furcht der , in der Türkei künftig im Sinne von Art. 3 AsylG verfolgt zu werden, erweist sich der Vollzug der Wegweisung wegen drohender Verletzung
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des flüchtlingsrechtlichen Gebots des Non-Refoulements als  (Art. 83 Abs. 3 AuG). Die Beschwerdeführerin ist somit in der Schweiz als Flüchtling vorläufig aufzunehmen (EMARK 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f.).
6. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Anordnung der  Aufnahme beantragt wird; im Übrigen ist sie abzuweisen. Die Ziffern 1 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft), 4 (Ausreisefrist) und 5 (Vollzug der Wegweisung) des Dispositivs der angefochtenen  vom 4. Juli 2007 sind aufzuheben und das Bundesamt ist , die Beschwerdeführerin als Flüchtling vorläufig .
7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die praxisgemäss um zwei Drittel reduzierten Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 200.– der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht als aussichtslos bezeichnet werden konnte und die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin durch die eingereichte Fürsorgebestätigung vom 17. Mai 2010 ausgewiesen ist, sind in Gutheissung des in der  vom 3. August 2007 gestellten, noch nicht  Gesuches um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.
7.2 Die vertretene Beschwerdeführerin hat teilweise obsiegt, indem sie mit ihrer Beschwerde bei der Frage der Flüchtlingseigenschaft durchgedrungen ist. Es ist ihr daher eine angemessene, praxisgemäss um ein Drittel zu kürzende, Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 ff. VGKE). In der am 13. Juli 2010 per Telefax eingereichten Kostennote weist die Rechtsvertreterin der  einen zeitlichen Vertretungsaufwand von 14 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 150.–, total also Fr. 2100.–, und  von insgesamt Fr. 1367.50.– (inklusive Übersetzungskosten) aus. Der geltend gemachte Zeitaufwand übersteigt den aufgrund des im Verwaltungsverfahren herrschenden Untersuchungsgrundsatzes üblichen Rahmen deutlich und erscheint trotz des überdurchschnitt -
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lichen Umfangs des Vertretungsaufwandes als nicht angemessen respektive notwendig im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG. Unter  der massgebenden Bemessungsfaktoren (Art. 9 - 13 VGKE) und der Entschädigungspraxis in Vergleichsfällen ist der  Vertretungsaufwand für das Beschwerdeverfahren auf insgesamt 11,5 Stunden festzusetzen. Was die geltend gemachten Auslagen in der Höhe von Fr. 1367.50.– betrifft, so sind diese mit den sehr  Besprechungen verbundenen Dolmetscherkosten entsprechend zu kürzen und auf Fr. 650.– festzusetzen. Die im Zusammenhang mit der Übersetzung von Dokumenten geltend gemachten  von Fr. 292.50.– werden nicht ersetzt, da die Übersetzungen nicht innert der angesetzten Frist eingingen und das Gericht daher die Beweismittel auf eigene Kosten übersetzen lassen musste.
Zusammenfassend ist der Beschwerdeführerin somit eine reduzierte Parteientschädigung im Betrag von Fr. 1650.– (Vertretungsaufwand von 11,5 Stunden zu Fr. 150.–, zuzüglich Auslagen von Fr. 500.–) zu entrichten.
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