Decision ID: f4ec07fe-8100-4f72-9fb4-ddc9f0e182cd
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
61
, war
vom 2. Mai 2003 bis 31. Oktober 2015 als Fassadenisoleur
bei der
Y._ AG
angestellt (
Urk. 8
/1
)
und über diese bei der Suva obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit
Schaden
meldung vom
18. Januar
20
16
teilte die
Y._
AG der
Suva
mit,
der
Versicherte sei wegen
Verdachts auf eine
Berufskrankheit
(Rückfall Ereignis 25. Februar 2015)
seit dem 1
0. August
20
15 arbeitsunfähig (Urk. 8/1 Ziff. 4, Ziff.
6
und 10
).
Mit Verfügung vom
27. Mai
20
16
lehnte die
Suva
Leistungen für die geltend gemachte Berufskrankheit ab (
Urk. 8
/
57
).
Ihre am 6. Juni 2016 erhobene Einsprache (Urk. 8/58) zog die Kolping Krankenkasse AG am 24. August 2016 wieder zurück (Urk. 8/65). Am 23. Juni 2016 (Urk. 8/59) erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 27. Mai 2016 ebenfalls Einsprache, welche die Suva mit Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 abwies (Urk. 8/70 = Urk. 2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
3. Januar 2017
(
Urk.
2) erhob d
er
Ver
sicherte
am
24. Januar 2017
Beschwerde mit den Rechtsbegehren, dieser sei aufzuheben und es sei die
Beschwerdegegnerin
zu verpflichten, die
gesetzlichen Leistungen aufgrund seiner Berufskrankheit zu erbringen, eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere Abklärungen sachverhaltlicher und medizinischer (pneumologischer) Natur
durchzuführen und hernach neu über die Leistungspflicht zu entscheiden (Urk. 1 S. 2 oben).
Mit Beschwerdeantwort vom
31. März 2017
beantragte die
Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 18. April
2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). D
er Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten (Art. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädi
gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkran
kungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädi
genden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Recht
sprechung ist eine „vorwiegende" Ver
ursachung von Krankheiten durch schädi
gende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursa
chen
spektrum mehr als 50 % ausmachen. „Ausschliessliche" Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimm
ten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis).
Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend
durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel be
zweckt
, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent
stehen könnten, dass die bundesrätliche Liste gemäss An
hang I zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE 119 V 200 E. 2b mit Hinweis). Nach der
Rechtsprechung ist die Voraussetzung des „ausschliesslichen oder stark über
wie
genden" Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufs
krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur
sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407).
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufs
krankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Be
handlung bedarf oder arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist.
1.3
Im Rahmen von Art. 9 Abs. 2 UVG ist grundsätzlich in jedem Einzelfall darüber Beweis zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b am Ende). Angesichts des empirischen Charakters der medizinischen Wissenschaft (BGE 126 V 183 E. 4c am Anfang) spielt es für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Aus
kunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Wenn aufgrund medi
zinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Entstehung eines bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst dies den (positiven) Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Einzelfall aus (Urteil des Bundesgerichts U 71/05 vom 9. August 2006 E. 4.3.1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialver
siche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid (
Urk.
2) damit, dass gestützt
auf die schlüssige und widerspruchsfreie Einschätzung von Dr. Z._ davon auszugehen sei, dass die Voraussetzungen für die Annahme einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG hinsichtlich der Atemwegserkrankung nicht erfüllt seien.
Der Sachverhalt sei - sowohl in tatsächlicher als auch in medi
z
inischer Hinsicht - genügend ab
geklärt. Eine Berufserkrankung im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 UVG liege nicht
vor. Die Atemwegsb
eschwerden hätten offenbar bereits
im
Jahr 2013 eingesetzt, den Beschwerdeführer aber nicht bei der Arbeit beeinträchtigt. Soweit der Beschwerdeführer nachträglich geltend mache, diese seien erstmals im November/Dezember 2014 aufgetreten, sei auf die Recht
sprechung zu den Aussagen der ersten Stunde zu verweisen (
Urk.
7 S. 4). Aus den vorliegenden Akten lasse sich nicht ableiten, dass mindestens 50
%
im Ursa
chenspektrum der Erkrankung beruflich bedingt wären. Auch die Voraus
setzungen gemäss
Art.
9
Abs.
2 UVG seien nicht erfüllt, da nicht davon auszugehen sei, dass in der Berufsgruppe von Fassadenbauern im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung eine viermal grössere Häufigkeit von solchen Atem
wegsbeschwerden auftrete (S. 6)
.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), d
ie Beschwerdegegnerin sei ihrer gesetzlichen Pflicht zur
vollständigen Abklä
rung des ent
scheidrelevanten Sachverhalts nur ungenügend nachgekommen. In
sbesondere habe sie es un
terlassen, nebst den medizinischen Berichten auch die Verhältnisse vor Ort nach Massgabe der für die heutigen Beschwerden ursächlichen Arbeitsorte, Ar
beitszeiten (Dauer der Expositi
on) und schliesslich der unter die Liste der Berufskrankhe
iten fallenden Diagnosen hinreich
end abzuklären (S. 5 Mitte).
Er gehe davon aus, dass - bei vorher fehlenden Anzei
chen -
das anhaltende schwergradige eo
sinophile Asthma bronchiale über die Jahreswende 2014/
2015 bei entsprechenden Isolati
onsarbeiten entstanden sei. Es liege daher entweder ein Fall von
Art.
9
Abs.
1 oder 2 UVG vor, wobei mit der festgestellten Listenkrankheit gemäss
Ziff.
2
b im Anhang 1 zur UVV Erkran
kun
gen der Atmungsorgane bei Arbeiten in Stäuben von Schimmelpilzen so
wohl direkt wie auch als Verschlimmerung einer vorbestandenen Krankheit (pulmonaler oder anderer Art) hierfür massgeblich seien
(S. 7 unten)
.
2.3
Strittig ist, ob die Voraussetzungen für eine Anerkennung der Beschwerden
des Beschwerdeführers
als Berufskrankheit erfüllt sind.
3.
3.1
Die Ärzte des A._, Klinik für Pneumologie, nannten im Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 8/25) als Diagnosen eine chronic obst
ructive pulnomal disease (COPD), E._ Stadium 2, Risikogruppe C, bei sistiertem
Nikotinabusus, eine arterielle Hypertonie sowie einen Diabteses mellitus Typ 2.
Dazu führten die Ärzte aus, die Zuweisung sei durch den Hausarzt zur weiteren Abklärung einer Dyspnoe erfolgt. Im Vordergrund stünden eine Anstreng
ungs
dyspnoe, mMRC I und bronchitische Beschwerden. Im letzten Jahr sei es zu zwei Atemwegsinfektionen gekommen, welche mit einer antibiotischen Therapie behandelt worden seien. In der Lungenauskultation finde sich bei forcierter Exspi
ration ein Giemen. Die periphere Sauerstoffsättigung liege bei 95 %. Lungen
funktionell zeige sich eine mittelschwere fixierte obstruktive Venti
la
tions
störung. Konventionell-radiologisch bestehe ein Normalbefund. Es bestehe eine COPD Stadium E._ 2 bei einer Risikogruppe C, was die leichte Anstren
gungsdyspnoe erklären könne (S. 2 unten).
3.2
Dr. med. B._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Pneumologie, Leitender Arzt, Spital C._, nannte im Bericht vom 24. März 2015 (Urk. 8/13) als Diagnosen einen Verdacht auf allergische bronchopul
monale Aspergillose (ABPA), einen Status nach Nikotinabusus, einen Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie, eine Steatosis hepatis und einen drei Millimeter weichteildichten Nodulus in der Lingula (S. 1). Dazu führte er aus, bei Anfang März gestellter Verdachtsdiagnose auf eine allergisch broncho-pulmonale Aspergillose sei der bisherige Verlauf unter Behandlung mit syste
mischen Steroiden äusserst erfreulich. Die Spirometrie habe sich normalisiert. Somit könne die Ende Januar aufgestellte Verdachtsdiagnose einer COPD E._ II verlassen werden. Da zwischenzeitlich nun auch die spezifische Aspergillen-Serologie aus dem Schweizerischen Institut für Allergieforschung aus Davos eingetroffen sei und diese die Verdachtsdiagnose für eine allergische bron
cho
pulmonale Aspergillose ebenfalls unterstütze, werde die Steroid-Reduktion nun entsprechend vorsichtig durchgeführt. Auf eine zusätzliche Behandlung mit Fungistatika (Itraconazol) werde bei dieser Erstmanifestation und bei bisher günstigem Verlauf vorderhand verzichtet (S. 2).
3.3
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2) führte im Bericht vom 17. Dezember 2015 (Urk
. 8/2) zuhanden der Suva aus, anfänglich habe sich der Verlauf unter dem Einsatz von systemischen Steroiden befriedigend gestaltet und der Beschwerde
führer habe auch seine Arbeit als Isolateur im Fassadenbau wiederaufnehmen können. Seit dem Sommer sei der Beschwerdeführer nun jedoch wieder wegen asthmatischen Beschwerden und wiederholt dokumentierter Bronchialobstruk
tion von variabel schwerem bis leichtem Grad anhaltend arbeitsunfähig. Dies trotz ausgebauter Inhalationstherapie, Behandlung mit systemischen Steroiden und antimykotischer Behandlung mit Itraconazol seit Ende September 2015. Aufgrund des weiterhin unbefriedigenden klinischen Verlaufs sei nun zusätzlich die Behandlung mit den Anti-IgE-Antikörper Omalizumab begonnen worden (S. 1).
Aufgrund der Spätmanifestation eines Asthma bronchiale mit dokumentierter Sensibilisierung beziehungsweise Allergisierung auf Aspergillus fumigatus und
der Befundkonstellation einer allergisch bronchopulmonalen Aspergillose, möchte
er den Beschwerdeführer mit der Frage zuweisen, ob hier Komponenten für ein Arbeitsplatz-assoziiertes Asthma bronchiale vorliegen würden (S. 2 oben).
3.4
Dr. med. D._, Facharzt für Pneumologie und für Allgemeine Innere Medizin, und Dr. med. E._, Fachärztin für Allgemeine Innere
Medizin, Zürcher Reha-Zentrum
F._
, berichteten am 10. März 2016 (Urk. 8/42
) über die Hospitalisation vom 8. bis 21. Februar 2016 und nannten als Dia
gno
sen ein schweres Asthma bronchiale mit Verdacht auf allergische bronchopul
monale Aspergillose (ABPA), einen Status nach Nikotinabusus bei chronischer Bronchitis und Status nach Exazerbation, einen Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie, eine Steatosis hepatis, eine Lymphozytose unklarer Ätiologie sowie einen Herpes simplex labial nach Beginn mit Omalizum (S. 1). Die Ärzte führten dazu aus, bei Eintritt habe sich der Beschwerdeführer kardio
pulmonal kompensiert präsentiert. Als belastend beschreibe er eine Anstren
gungsdyspnoe New York Heart Association (NYHA) II-III sowie persistierenden, vor allem morgendlichen Husten mit weisslichem Auswurf. Lungenfunktionell habe sich lediglich eine leichte Restriktion ohne Hinweise für eine obstruktive Ventilationsstörung gezeigt. Bei dem weiterhin symptomatischen Beschwerde
führer sei die bisherige inhalative Therapie mit Symbicort auf dreimal täglich gesteigert worden. Gemäss ATS-Guidelines bestehe beim Beschwerdeführer ein Impairment Klasse III. Somit sei er für schwere bis mittelschwere Arbeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Folglich wären nur sitzende Tätigkeiten mit weniger Botengängen zu 100 % möglich. Allerdings dürfe der Beschwerdeführer keinem Dampf, Staub, Rauch oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Somit sei der Beschwerdeführer in seinem aktuellen Beruf als Isolateur im Fassadenbau bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Laborchemisch auffällig
sei eine persistierende Eosinophilie trotz Steroid-Einnahme gewesen, welche auch
unter objektiv beobachtbarer Einnahme der Medikation bestehen geblieben sei. Die Ätiologie bleibe unklar beziehungsweise müsse am ehesten im Rahmen des Asthmas bronchiale und der ABPA gesehen werden (S. 2).
3.5
Dr. med. Z._, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Abteilung Arbeits
medizin, Suva, führte nach fachärztlicher Besprechung im Bericht vom 2. Mai 2016 (Urk. 8/50) aus, arbeitsmedizinisch sei zu beurteilen, ob die Atembeschwerden gemäss Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG überwiegend oder stark überwiegend durch die beruflichen Expositionen während der Tätigkeit als Fassadenisolateur verursacht oder erheblich verschlechtert worden seien.
Aus den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers in den vorliegenden Arztberichten, bei den Aussendienstabklärungen und den Angaben des Be
schwer
deführers im jetzigen Gespräch würden sich bis zur Hospitalisation im Februar 2015 keine Hinweise auf ein manifestes Asthma bronchiale ergeben. Es sei über morgendlichen Auswurf und gelegentliche Atembeschwerden in der kalten Jahreszeit und im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten berichtet worden. Dies sei als Manifestation einer vorbestehenden chronischen Bronchitis
nach Nikotinabusus mit infektbedingten Exazerbationen anzusehen. Eine erwäh
nenswerte arbeitsassoziierte Beschwerdesymptomatik habe auch bei den ver
schiedenen Tätigkeiten mit zeitweiligen inhalativen Expositionen zu Stäuben nicht bestanden. Insbesondere sei auch nicht über Beschwerden beim Anrühren des Zementmörtels, der im trockenen Zustand ein gewisses, die Atemwege reizendes Potential besitze, berichtet worden. Eine Atemschutzmaske sei vom Beschwerdeführer nicht getragen worden. Von einem überwiegend durch irri
tative, inhalative Reize am Arbeitsplatz verursachtes Asthma bronchiale sei somit nicht auszugehen.
Bei den pneumologischen Verlaufskontrollen ab März 2015 und insbesondere am 15. Juli 2015 habe sich nach adäquat durchgeführter systemischer und inha
lativer Therapie eine Besserung der Beschwerdesymptomatik mit normalen Lungenfunktionswerten gezeigt. Der Versicherte sei demgemäss bei der Arbeit als Fassadenisolateur beschwerdefrei gewesen. Dieser Verlauf spreche auch gegen ein durch Sensibilisierung auf einen Arbeitsstoff verursachtes allergisches Asthma bronchiale. Eine erhebliche klinische Verschlechterung der Atembe
schwerden sei erst in den Sommerferien wiederum im Rahmen eines Infektes auf
getreten.
Aufgrund der Befundkonstellation einer mittelschweren obstruktiven Ventila
tions
störung, von radiologisch nachgewiesenen geringgradig ausgeprägten Bron
chiektasen und Milchglasopazitäten sowie einer Eosinophilie von 33 % in der bronchoalveolären Lavage, einer Bluteosinophilie sowie einem erhöhten Ge
samt-IgE-Antikörpertiter und dem Nachweis von spezi
?
schen IgE
-
Antik
ö
r
per
titern gegen Aspergillus fumigatus-Allergenen sei die Diagnose einer aller
gischen bronchopulmonalen Aspergillose gestellt worden. Aspergillus fumigatus sei ein ubiquitär vorkommender Keim. Während vom Krankheitsbild einer exogen allergischen Alveolitis bedingt durch Aspergillus fumigatus das Vorkommen im beruflichen Umfeld - allerdings insbesondere bei Umgang mit feuchtem organischem Material in der Landwirtschaft oder dem Gartenbau - bekannt sei, trete eine allergische bronchopulmonale Aspergillose in der Regel in der Allgemeinbevölkerung bei vorgeschädigten Atemwegen und/oder verrin
g
erter Immunkompetenz auf. Ein gehäuftes Auftreten von allergischer bron
chopulmonaler Aspergillose im beruflichen Umfeld und insbesondere bei Fassa
denisolationsarbeiten werde in der Literatur nicht beschrieben. Ein kau
saler Zusammenhang mit den Renovierungsarbeiten am alten Bauernhaus im Herbst 2014 sei zudem aufgrund der langen Latenzzeit unwahrscheinlich (S. 5).
Zusammenfassend kam Dr. Z._ zum Schluss, dass die rechtlichen Bedingungen für die Anerkennung des Asthma bronchiale und/oder der allergischen bronchopulmonalen Aspergillose als Berufskrankheit nicht erfüllt seien (S. 6 oben).
3.6
Dr. med. G._, Facharzt für Pneumologie und für Allgemeine Innere Medizin, Lungenzentrum H._ , nannte im Bericht vom 10. Juni 2016 (Urk. 8/59/4-7) als Diagnosen ein schweres Asthma bronchiale, einen Herpes simplex labial nach Beginn Omalizumab, eine chronische H. pylori Gastritis, einen Vitamin-D-Mangel, einen Status nach Nikotinabusus, einen Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie, eine Steatosis hepatis, einen drei Millimeter weichteildichten Modulus in der Lincjula sowie eine Lympho
zytose unklarer Ätiologie. Dazu führte er unter anderem aus,
o
b das Asthma tatsachlich allergisch getriggert, respektive im Sinne einer allergisch broncho
pul
monalen Aspergillose zu erklären
sei
,
müsse
im Moment offengelassen werden. Offensichtliche Hinweise für eine zu Grunde liegende Allergie für die üblichen in diesen Breitengraden auftretende
n
häuslichen und Umgebung-Allergene
würden
nicht vor
liegen,
b
ei unauffälligen Pricktest erschein
e
dies auch
ä
usserst unwahrscheinlich. Bezüglich ABPA
seien
die normalen Kriterien nur teilweise erfüllt (positives aspergillisches IgE, grenzwertig erhöht), Präzipi
tine und Pricktest für Aspergillus seien negativ. Computertomographisch bestün
den
keine relevanten (zentralen) Bronchiektasen, keine offensichtlich zu Grunde liegende vorbestehende Atemwegserkrankung (Asthma bronchiale, zystische Fib
rose), kein Mucus Plugging (Fingerglose ect.). Anderweitige mögliche Ursa
chen
/
Differenzialdiagnostik für ein eosinophiles Asthma
seien
breit gesucht
worden (eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis, Parasitenerkrankung). Hin
weise für ein medikamentös toxisch induziertes eonosin
o
philes Geschehen
würden nicht
bestehen. Anhand des Schweregrades der peripheren Eosin
o
philie
sei
ein hypereosinophiles Syndrom formal nicht vorhanden. Erfreulicher
w
eise
sei
zu berichten, dass unter der initialen Therapie mit höher dosiert
em
Kortison, zweimalig eine vollständig normale Lungenfunktion (Ende März 2015, sowie Juli 2015) gemessen
worden sei
. Eine COPD bei
Status nach
Nikotinkonsum bis 2016
sei
somit sicher ausgeschlossen und am
V
orliegen eines Asthmas bron
chiale besteh
e
damit auch kein Zweifel. Aus
s
einer Sicht
sei
die ungenügende Krankheitskontrolle des Asthmas in erster Linie auf die zwischendurch von Patientenseite ungenü
gende Therapiekonsequenz (selb
ständiges Absetzen von Prednison und Symbicort im Verlauf, nicht wie vorgeschlagen vorgenommene Dosiserhöhung von 5 auf 10 mg) zurückzuführen. Immerhin
habe
sich offenbar seit Beginn der Xolair-Therapie eine Stabilisierung gezeigt. In Anbetracht der zwischenzeitlich normalen Lungenfunktion sollte eigentlich unter konsequenter Therapie
(
möglicherweise eine Frage der Kortiso
nd
osierung) eine Symptom
nor
ma
lisierung und normale
Lungenfunktion erzielbar sein (S. 3).
3.7
Dr. Z._ (vorstehend E. 3.5) führte in ihrer ergänzenden medizinischen Beurtei
lung vom 9. Dezember 2016 (Urk. 8/69) aus, i
n Ergänzung zu
r
medizinischen Beurteilung vom 2
1. April
2016
werde
um Beurteilung der Frage des allfälligen Vorliegens einer
Berufskrankheit
und insbesondere der Frage, o
b es einen berufsbedingten Kau
salzusammenhang zwischen dem Asthma bronchiale und den Renovationsarbeiten im Herbst 2014
gebe
, gebeten
. Neu vorliegend seien die vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte von Dr. G._ über eine pneumologische Zweitbeurteilung. Dr. G._ bestätige die zuvor gestellte Diag
nose eines schweren eosinophilen Asthma bronchiale. Differenzialdiagnostisch seien als Ursache ein nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma bronchiale, ein allergisches Asthma bronchiale oder eine allergische bronchopulmonale Asper
gillose in Betracht zu ziehen. Trotz der umfassenden pneumologischen und allergologischen Abklärungen müssten diese differenzialdiagnostischen Erwä-gungen noch offengelassen werden. Für eine Allergie auf aerogen übertragene Allergene würden sich allerdings weder anamnestisch noch in den Allergietests Hinweise ergeben. Bei nur teilweise erfüllten Diagnosekriterien bezüglich aller
gische bronchopulmonale Aspergillose werde diese Diagnose als möglich beur
teilt (S. 1).
Der Beschwerdeführer
werde
seit Frühjahr 2015 von
Dr. B._
engmaschig pneumologisch betreut,
sei
von
Dr. D._
im Rahmen der stationären pulmo
na
len Rehabilitation begleitet
worden
und
es sei
eine Konsultation zur „Zweit
meinung“ bei
Dr. G._ erfolgt
. Damit
würden umfassende
Untersuchungser
gebnisse
und sich weitgehend deckende Berichte von drei äusserst erfahrenen und versierten Pneumologen vor
liegen, die sich einzig in der Beurteilung der
Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer allergischen bronchopulmonalen Asper
gillose etwas unterscheiden würden. Von einer Begutachtung durch einen weiteren, vierten Pneumologen sei momentan kein zusätzlicher diagnostischer Erkenntnisgewinn zu erwarten (S. 2 oben).
In der vom Beschwerdeführer
beigefügten Publikation aus dem Spital
I._
werde
der Fall einer chronisch eosinophilen Pneumonie beschrieben, auch als exogen-allergische Alveolitis bezeichnet. Diese Diagnose
sei
beim
Beschwerde
führer
nicht gestellt
worden
und
sei
auch anhand der klinischen Symptomatik, des Verlaufs und der erhobenen Befunde differentialdiagnostisch nicht in Er
wägung zu ziehen. Es
handle
sich um eine Erkrankung des Lungeninter
stitiums und nicht um die beim
Beschwerdeführer
zur Diskussion stehende allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA), die primär die Atemwege
betreffe
. Von der ABPA — verursacht durch eine Sensibilisierung auf ubiquitär in der Umge
bung vorkommende Schimmelpilze, Aspergillus fumigatus -
sei
eine Assoziation mit vorgesch
ä
digten Atemwegen und einer Immunschwäche bekannt, aber in der Literatur
werde
kein gehäuftes Auftreten im beruflichen Umfeld beschrieben
(S. 2 Mitte)
.
Auch wenn die Diagnose einer ABPA beim Beschwerdeführer nicht mit Sicher
heit gestellt werden könne und eine berufliche Verursachung dieser Erkrankung nicht bekannt sei, sei sie noch einmal der im Gespr
ä
ch am 21. April 2016 ange
gebenen, möglichen inhalativen Schimmelpilzexposition nachgegangen. Es werde
vermutet, dass bei den im Herbst 2014 vom Beschwerdeführer ausgeführten Fassadenarbeiten an einem alten Bauernhaus durch zeitgleich dort am Dach
stuhl arbeitende Zimmerleute eine Schimmelpilzbelastung im entstehenden Staub
verursacht worden sei. In einem Telefonat am 19. Oktober 2016 könne sich der Arbeitgeber nicht an einen Auftrag an einem alten Bauernhaus in den Jahren 2014/2015 erinnern. Der Beschwerdeführer sei überwiegend für Fassadeniso
lationen an Neubauten und zweimal an älteren Mehrfamilienhäusern im Stadt
gebiet Zürich eingesetzt worden. Diese Aussagen würden durch die zur Verfügung gestellten Einsatzpläne belegt. Offensichtlich sei es trotz Beizug eines Dolmetschers zu einem Verständigungsproblem gekommen. Dachgeschosse von Altbauten würden in der Regel unter einer schlechten Isolierung und damit einer eher zu starken Durchlüftung leiden. In diesem Milieu würden sich Schimmelpilze nicht ansiedeln. Eine erhöhte Schimmelpilz-Exposition durch Staub bei diesen Dachstuhlarbeiten könne weitgehend ausgeschlossen werden.
Zusammenfassend lasse sich folgende arbeitsmedizinische Stellungnahme abge
ben: In Anbetracht der Tatsache, dass bis zum Winter 2014/2015 keine arbeits
assoziierten Atembeschwerden aufgetreten seien, die Atembeschwerden eine Assoziation mit Infekten und einer ungenügenden Compliance bei der Medika
menteneinnahme gezeigt hätten, die erhebliche und zu einer langanhaltenden Arbeitsunfähigkeit führende Verschlechterung der Atembeschwerden in den Ferien aufgetreten sei, kein enger zeitlicher Zusammenhang mit einer erheb
lichen beruflichen Exposition und dem ersten Auftreten des Asthma bronchiale bestanden habe, auch im weiteren Verlauf keine eindeutige Arbeitsassoziation der Atembeschwerden bestanden habe, der Beschwerdeführer zwischenzeitlich seine Tätigkeit ohne wesentliche arbeitsassoziierte Beschwerden habe ausführen können, keine berufsspezifische Sensibilisierung habe nachgewiesen werden können und die epidemiologische Datenlage kein gehäuftes Auftreten von Asthma bronchiale bei Fassadenisolateuren ausweise, lasse sich eine überwie
gend oder stark überwiegend berufliche Verursachung des eosinophilen Asthma bronchiale und auch einer möglichen allergischen bronchopulmonalen Asper
gillose nicht mit Wahrscheinlichkeit belegen (S. 2 unten f.).
4.
4.1
Aufgrund der medizinischen Aktenlage verneinte die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Berufskrankheit gemäss Art.
9 UVG gestützt auf
die
Beurteilung von
Dr. Z._
zu Recht.
Letztere legte die Gründe, weshalb die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, gestützt auf alle verfügbaren Akten sowie die von ihr zusätzlich eingeholten Einsatzpläne des Arbeitgebers sorgfältig, aus
führlich und nachvollziehbar dar und vermögen deshalb zu überzeugen. Auf ihre den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1.4-5) genügenden Berichte (vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7) kann damit abgestellt werden.
Dr. Z._ setzte sich in ihrer Beurteilung mit den Akten und den medizinischen Zusammenhängen zwischen Renovations- beziehungsweise Fassadenarbeiten und den beim Beschwerdeführer aufgetretenen Beschwerden auseinander (vgl. vor
stehend E. 3.5) und kam zum Schluss, dass die Bedingungen für die Aner
kennung der Atemwegsbeschwerden als überwiegend oder stark überwiegend berufsbedingt nicht erfüllt seien (vgl. Urk. 8/49). Hinsichtlich der Diagnose
ABPA, welche entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in keinem der vorlie
genden fachärztlichen Berichte mit Sicherheit diagnostiziert werden konnte, führte Dr. Z._ aus, selbst wenn die Diagnose eines ABPA zutreffen würde, wäre eine berufsbedingte Verursachung in Anbetracht der medizinischen Litera
tur zu dieser Thematik nicht wahrscheinlich. Von der ABPA - verursacht durch eine Sensibilisierung auf ubiquitär in der Umgebung vorkommende Schimmel
pilze, Aspergillus fumigatus - sei eine Assoziation mit vorgeschädigten Atem
wegen und einer Immunschwäche bekannt, aber in der Literatur werde kein gehäuftes Auftreten im beruflichen Umfeld beschrieben (vgl. vorstehend E. 3.7). Hinsichtlich der vorgebrachten Schimmelpilzexposition im Herbst/Winter 2014 führte Dr. Z._ - nach Rückfrage betreffend Einsatzplan beim Arbeitgeber - schliesslich plausibel aus, dass Dachgeschosse von Altbauten in der Regel unter einer schlechten Isolierung und damit einer eher zu starken Durchlüftung leiden und sich in diesem Milieu Schimmelpilze nicht ansiedeln würden. Eine erhöhte Schimmelexposition bei den Arbeiten des Beschwerdeführers könne daher weitgehend ausgeschlossen werden.
Zusammenfassend kam Dr. Z._ zum Ergebnis, dass sich eine überwiegend berufliche Verursachung des eosinophilen Asthma bronchiale und auch einer möglichen allergischen bronchopulmonalen Aspergillose nicht mit Wahrschein
lichkeit belegen lasse (vgl. vorstehend E. 3.7).
4.2
Dem stehen keine divergierenden ärztlichen Stellungnahmen gegenüber. Den
übrigen ärztlichen Stellungnahmen von Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2-3), Dr.
D._
(vorstehend E. 3.4) und Dr. G._ (vorstehend E. 3.6) lassen sich sodann keine Aussagen entnehmen, welche den Schluss auf ein
mindestens zu 50
%
berufs
bedingt
verursachtes Leiden erlauben würden. Auch dem vom Beschwerdeführer eingereichten Bericht von Dr. med. J._ (Urk. 3/7) lassen sich diesbezüglich keinerlei Anhaltspunkte entnehmen.
Was
vom Beschwerdeführer
beschwerdeweise vorgebracht wurde, sind Überle
gungen, die sich aus medizinischer Laiensicht anstellen lassen, denen jedoch die fachliche Überzeugungskraft einer ärztlichen Beurteilung abgeht.
Ins Leere stösst sodann die Kritik, dass sie Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht genügend nachgekommen sei (Urk. 1 S. 3 f.).
Die Beschwerdegegnerin holte nach eingegangener Schadenmeldung gezielt medizinische Unterlagen ein, tätigte umfassende Abklärungen zum Sachverhalt, holte Angaben zu am Arbeitsplatz vorhandenen Stoffen und schliesslich eine arbeitsmedizinische Beurteilung bei Dr. Z._ (vorstehend E. 3.5) ein. Dr. Z._ tätigte - insbesondere im Zusammenhang mit einer möglichen Schimmelpilzexposition (vgl. vorsteh
end E. 3.7) - ihrerseits weitere Abklärungen und holte beim Arbeitgeber weitere Informationen und Einsatzpläne ein (vgl. Urk. 8/67-68). Dass es sich beim frag
lichen Renovationsobjekt im Herbst/Winter 2014 um ein älteres Mehrfamilien
haus und nicht um ein Bauernhaus handelte, wurde von Dr. Z._ in ihrer Beurteilung berücksichtigt, ebenso die vom Arbeitgeber hierzu angegebenen Arbeitseinsätze (vgl. vorstehend E. 3.7). Dass sich die Beurteilung von Dr. Z._ auf einen ungenügend abgeklärten Sachverhalt stützt, ergibt sich nach dem Gesagten entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht.
4.3
Zusammenfassend ist die ärztliche Beurteilung durch Dr. Z._ nachvollziehbar und schlüssig begründet sowie in sich widerspruchsfrei. Ebenso liegen keine Angaben vor, welche die Zuverlässigkeit der Beurteilung durch Dr. Z._ in Frage stellen würden. Nachdem der Bericht von Dr. Z._ somit vollumfänglich überzeugt, kann ohne Weiteres darauf abgestellt werden.
Gestützt auf die ärztliche Beurteilung von Dr. Z._ ist demnach davon auszu
gehen, dass ein
qualifizierter Kausalzusammenhang im Sinne einer ausschliess
lichen oder vorwiegenden (mindestens 50
%
)
beruflichen
Verursachung zu verneinen
ist. Damit fällt auch eine Anerkennung als Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG ausser Betracht, da
die geltend gemachten Beschwerden
unter den gegebenen Umständen und gestützt auf die vorliegende medizinische Aktenlage
nicht einzig beziehungsweise mindestens zu 75
%
durch die beruf
liche Tätigkeit verursacht worden sind
(vgl. vorstehend E. 1.2-3)
.
4.4
Zusammenfassend ist nach Würdigung der medizinischen Akten der Sachver
halt als dahingehend erstellt zu erachten, dass die geltend gemachten Beschwer
den nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit durch die berufliche Tätig
keit verursacht worden sind. Soweit der Beschwerdeführer verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzuführen, kann darauf in antizipierter Beweiswürdi
gung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen). Von weiteren Unter
suchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (vgl. auch Urk. 8/69 S. 1 unten).
Insgesamt ist somit ein Kausalzusammenhang zwischen der Tätigkeit des Beschwerdeführers als
Fassadenisolateur
und den bestehenden gesundheitlichen B
eeinträchtigungen zu verneinen.
D
er
angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom
3. Januar 2017
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.