Decision ID: 3e909177-877a-46ad-9cdc-944dc0e86b6e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1973 geborene und als Betriebsmitarbeiterin tätig gewesene
X._
meldete sich am 29. August 2016 (Urk. 7/8) unter Hinweis
auf
Cervicobrachial
gien
mit Halswirbelsäulen
-
Bandscheibenvorfall Halswirbelkörper 5/6 links und Halswirbelkörper 6/7
,
un
ko
vertebral
arthrotis
ch
e
Veränderungen sowie
Lumboi
schi
al
gien
mit
Diskopathien
Lendenwirbelkörper 4/5 und 5/S1 bei der Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug an
(S. 5)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und teilte der Versicherten am 9. Januar 2017 (Urk. 7/21) mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnah
men angezeigt seien und stellte
ihr betreffen
d
Rente eine spätere, separate Verfügung in Aussicht (S. 1).
In der Folge liess die
IV-Stelle die Versicherte durch die
Z._
polydisziplinär begutachten (Expertise vom 14. Dez
ember 2017; Urk. 7/55) und wies – nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Urk. 7/57) – mit Verfügung vom 12. April 2018 (Urk. 2)
einen Anspruch
der Versicherten auf
Leistungen der Invalidenversicherung ab
.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 14. Mai 2018 (Urk. 1) Be
schwerde und beantragte, die Verfügung vom 12. April 2018 sei aufzuheben (1.), es seien ihr Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen und die Angelegenheit zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen an die Beschwerdegegnerin zu
rück
zuweisen (2.), eventualiter sei ihr für die Zeit ab Februar 2017 eine volle Invalidenrente zuzusprechen, für die Zeit ab Oktober 2017 minde
stens eine halbe Invalidenrente
und für die Zeit ab 1.
April 2018 sei ihr mindestens
ein
e
Viertel
s
rente
zuzusprechen (3.), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (4.; S.
2)
.
Die IV-Stelle schloss am 22. Juni 2018 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde,
was der Beschwerdeführerin am 3. Juli 2018 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wu
rde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinden Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein
kom
men zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
au
s (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8
Abs. 1
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be
ruf
liche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.5
Der Rent
enanspruch entsteht gemäss Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistung
sanspruchs nach Artikel 29 Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung d
es 18. Alters
jahres folgt (Abs.
1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem de
r Rentenanspruch entsteht (Abs.
3). Be
trägt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhn
li
chen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Voraussetzung ist
auch von Angehörigen zu erfüllen, für die eine Leistung beansprucht wird (Abs. 4).
1.6
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Inva
lidenversi
cherung [
IVV
]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwend
baren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bun
desgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 12. April
2018 (Urk. 2) zu
r
Hauptsache, die Abklärungen hätten ergeben, dass bei der Be
schwerdeführerin keine gesundheitliche Einschränkung vorliege, welche eine dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit begründen würde. Es bestehe daher kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
2.2
Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein,
sie
habe nach dem Grundsatz Eingliederung vor Rente Anspruch auf die Prüfung von Ein
gliederungsmassnahmen (S. 3).
Es sei unzulässig, für die Arbeitsvermittlung auf eine Zuständigkeit der Arbeitslosenkasse zu verweisen, wenn doch die Ursache für die Aufgabe der bisher
igen Stellen unbestrittenerm
assen gesundheitlich be
dingt sei (S. 4).
Zur Begründung des Eventualantrages
führt
sie zusammengefasst
weiter aus
,
die Beschwerdegegnerin greife in die medizinische Würdigung des Gesundheitszu
standes ein, da die medizinische, verbindliche Feststellung übergangen werde, dass unabhängig von den Auswirkungen der Arbeitslosigkeit eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe. Dies sei so unzulässig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben sei und die Beschwerdeführerin Anspruch auf
Zusprache
einer Invalidenrente habe (S. 7).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheits
schadens und der daraus abgeleitete
Anspruch de
r Beschwerdeführerin
auf Leistungen der Invalidenversicherung.
3.
3.1
Der behandelnde Arzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Neurochirurgie, Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie FM
H, attestierte mit
Schreiben vom 2
5
. Februar 2016 (Urk. 7/12/1) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zufolge einer Rückenproblematik ab dem 25.
Februar 2016 bis auf weiteres
(bzw. bis 30.
April 2016;
Urk. 7/12/3)
.
3.
2
Im Nachgang an die Rückenoperation
vom
2. September 2016 (Urk. 7/18) im Bereich C5/6 begab sich
die
Beschwerdeführerin zur Rehabilitation ins
B._
. Im Austrittsbericht vom 19. April 2017 (Urk. 7/39/1-5)
wurde
zum Status der
HWS
eine stark hypertone Schulter-Nackenmuskulatur lin
ks festgehalten
, e
ine Rotation
nach links und rechts 20-30
o
, dann mi
t
Schmerz
provokation linksseitig, Lateralflexion beidseits
2
0-30
o
mit ebenfalls Schmerz
pro
vokation linksseitig sowie Flexion 40
o
, die Extension sei unauffällig (S. 2). D
ie Beschwerdeführerin sei vom 15. März 2017 bis zum 25. April 2017 zu 100 % arbeitsunfähig. Zum Austrittszeitpunkt sei eine berufliche Wiedereingliederung subjektiv noch nicht zumutbar gewesen. Im stationären Setting seien leichte wechselbelastende Tätigkeiten von 60-90 Minuten gut umsetzbar gewesen (S.
4).
3.
3
3.3.1
Die für das polydisziplinäre Gutachten der
Z._
vom 14. Dezember 2017 (
Urk. 7/55) verantwortlich zeichnenden Ärzte diagnostizierten mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 23):
«-
Wegen
breitbasiger
Diskushernie C5/6 mit Kompression der C6-Wurzel
links wurde am 2. September 2016 eine ventrale Discektomie C5/6 mit
Cage-
Spondylodese
durchgeführt. Zusätzlich Dekompression und Fora
mino
tomie
-
In der Folgezeit
Cervicobrachialgie
mit sensiblem C6-Syndrom ohne funk
tionelle Behinderung
-
Chronisches Facettensyndrom L5/S1 links mit sensiblem L5-Syndrom links bei
Discusprotrusion
linksbetont mit Einengung der L5-Wurzel
-
Spondylarthrose
L4/5
-
Leichte bis mittelgradige ängstlich-depressive Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung (ICD-10
F32.0
1
/F32.
11
)
»
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 23):
«-
Nervenwurzelirritation C6 und L5 links
-
Weitere degenerative Veränderungen im Bereich der Hals- und Lenden
wirbelsäule ohne funktionelle Einschränkungen
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(ICD-10 F45.
41)»
3.3.2
Der neurologische
Teilgutachter
hielt in seiner Beurteilung
(Urk. 7/55/43-54)
fest, es fände sich eine Minderinnervation für alle Funktionen am linken Arm ohne sicheren
radikulären
Bezug, mit leichter Betonung
für die
Wurzel C6 links. Die angegebene Schmerzausstrahlung entspreche ebenfalls der Wurzel C6 links. Im Vordergrund stünden jedoch
cervico
- und
lumbospondylogene
Schmerzen, die im orthopädischen Teilg
utachten beurteilt würden. Aus rein neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung (
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
;
S. 11).
Im orthopädischen/rheumatologischen Teilgutachten
(Urk. 7/55/55-74)
führte der untersuchende Experte
aus, sowohl die Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm als auch die
lumbosacralen
links mit Ausstrahlung in den linken
Gro
s
szeh
seien aufgrund der degenerativen Veränderungen – wie sie auch in den aktuellen MRI-Befunden beschrieben würden – nachvollziehbar. Lediglich die Heftigkeit, mit der diese beschrieben würden, sei wahrscheinl
ich zu relativieren (S. 15). Be
treffend die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit gelangte er zum Schluss, diese sei zurzeit aufgrund der Lenden- und Halswirbelbeschwerden nicht denkbar. Es bestünde jedoch die Option, bei entsprechender Behandlung, dass zumindest eine Teilzeitbeschäftigung wieder möglich sein sollte. Tätigkeiten vor
wiegend im Sitzen, jedoch auch im Wechsel von Stehen, Gehen und
S
itzen ohne einseitige Belastung der Halswirbelsäule, wie
zum Beispiel Aufsicht führen und Telefondienste
,
sollten vollschichtig zumutbar sein
(S. 16)
.
In psychiatrischer Hinsicht (Urk. 7/55/75-90) schilderte der explorierende Teil
gut
achter, auf der psychisch-geistigen Ebene werde die Leistungsfähigkeit durch die dargestellten affektiven, psychomotorischen, formalgedanklichen und vegeta
tiven Symptome
mässiggradig
beeinträchtigt.
Auf der psychiatrisch-körperlichen Ebene bestehe eine Störung der Vitalgefühle, die die psychophysische Leistungs
fähigkeit der Beschwerdeführerin zum Untersuchungszeitpunkt leicht einschränke
. Im Hinblick auf die soziale Interaktion sei die Beschwerdeführerin durch eine leichte Antriebsminderung und eine leicht vermehrte Irritierbarkeit (schmerzbe
dingt) beeinträchtigt. Hinsichtlich der komplexen Ich-Funktionen seien die Reali
tätsprüfung und Urteilsbildung intakt, die Affekt- und Emotionsregulation seien leicht vermindert, der Antrieb sei leicht vermindert, der Selbstwert leicht vermin
dert. Auf der Fähigkeitsebene (ICF) würden sich Einschränkungen vor allem in Be
z
ug auf die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit sowie der Fähigkeit zu Spontanaktivitäten zeigen. Zur Arbeitsfähigkeit notierte er, aus psychiatrischer Sicht sei in jedweder den körperlichen Möglichkeiten und Fähig
keiten der Beschwerdeführerin angepassten Tätigkeit unter der Bedingung
der frei
e
n Wirtschaft von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (zeitliches Arbeits
pensum 100 %, Leistungsminderung 40 %; S. 15 f.).
3.4
PD Dr.
D._
, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und
Reha
bilitation, spe
ziell Rheumatologie
, (neu) behandelnder Rheumatologe der Beschwerdefüh
rerin, reichte mit Schreiben vom 5. Juni 2018 der IV-Stelle dive
rse Beilagen ein und teilte ihr
diese betreffend mit, es lägen keine Hinweise für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung vor. Die Beschwerdeführerin habe aber ein chronisches Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen und Status nach
Discusher
ni
en
operation
.
Z
um jetzigen Zeitpunkt sei sie bei ihren Schmerzen kaum inte
grierbar in eine regelmässige Tätigkeit (Urk. 8/1-7).
4.
4.1
Mit Blick auf die
vorliegende Aktenlage ist
grundsätzlich
unbestritten, dass
bei der
Beschwerdeführerin infolge des somatischen Geschehens
ab Zeitpunkt des
Z._
-Gutachtens
zumindest
in adaptierter Tätigkeit keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit
besteht
.
4.2
Hinsichtlich der
von der Beschwerdeführerin
behaupteten Leistungseinschrän
kungen ab dem 25. Februar 2016 (Urk. 1 S. 7)
ist festzustellen,
dass unter Be
rück
sichtigung
der
vom
behandelnde
n
Arzt
Dr.
A._
mit Schreiben vom
25. Febru
ar
2016 (E. 3.1
hievor
) erstmalig attestierten Arbeitsunfähigkeit (Umfang 100 %) sowie der Anmeldung der Beschwerdeführerin vom 29. August 2016 (Sachver
halt
1.) ein Rentenanspruch ab
Februar
2017 zu diskutieren ist
(
E. 1.5
hievor
). Diesbezüglich erachteten die begutachtenden Experten
sowohl die Bemessung der Arbeitsfähigkeit in den Berichten des behandelnden Arztes als auch im Bericht des
B._
(E. 3.2
hievor
) als nachvollziehbar (Urk. 7/55 S.
24, 25 und
33). Da
aktenbasiert
ebenso
keine objektiven Anhaltspunkte für eine abweichende Schlussfolgerung
wie für eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes bis zum Zeitpunkt der Begutachtung
zu ersehen sind,
ist auf diese Einschätzung ohne weiteres abzustellen.
4.3
Im Weiteren
befand der orthopädische Gutachter (Urk. 7/55/55-74), dass bei der aktuellen Untersuchung sämtliche Gelenke beider unteren Extremitäten seiten
gleich frei bewegbar waren (S. 12), ebenso die Arme (S. 13), Funktionsausfälle waren keine
eruierbar
. Selbiges trifft
auf die Wirbelsäule zu. So waren lediglich diskrete Einschränkungen im Bereich der
HWS
feststellbar, bei sehr guter Be
weglichkeit der restlichen Wirbelsäule (S. 13). Demzufolge ist die gutachterlich attestierte vollständige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aus somatischer
Sicht grundsätzlich nachvollziehbar – zumal auch die neurologische Untersu
chung
keine relevanten Einschränkungen ergab (E. 3.3.2
hievor
) – und eine
Änderung
(Verbesserung)
der tatsächlichen Verhältnisse
auch
angesichts
der noch im Aus
trittsbericht des
B._
vom 19. April 2017 (
E. 3.2
hievor
)
festgehaltenen Einschränkungen
erstellt.
4.4
Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführerin in Abänderung der Verfügung vom 12. April 2018 rückwirkend vom 1. Februar 2017 bis zum Zeitpunkt des Gut
ach
tens
vom 14
. Dezember 2017 zuzüglich der Umstellungsfrist von drei Mona
ten (
Art.
88a
Abs.
1 IVV), das heisst bis und mit März 2018, eine
ganz
e Rente zuzu
sprechen, basierend auf den festgestellten somatischen Einschrän
kungen der Leis
tungsfähigkeit.
5.
5.1
Uneinigkeit besteht
freilich bei der Beurteilung der Auswirkung der Diagnosen in psychiatrischer Hinsicht auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit. Während die Beschwerdegegnerin in Abweichung zum vorzitierten Gutachten der
Z._
gestützt auf eine durchgeführte Res
sourcen
prüfung eine relevante Beeinträchtigung verneint
e
(Urk. 7/56 S. 7 f.), erachtet die Beschwerdeführerin die gutachterliche Einschätzung als verbindlich und eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % als ausgewiesen (Urk. 1 S. 6 f.).
Anzumerken bleibt noch, dass der Bericht von PD Dr.
D._
keine neuen
Erkenntnisse bringt bezüglich Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbei
ts
fähigkeit (E. 3.4), weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist.
5
.2
Rechtsprechungsgemäss liegt es nicht allein in der Zuständigkeit der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich über die Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit zufolge eines medizinisch festgestellten Leidens
zu entscheiden (vgl. dazu etwa Urteil
des Bundesgerichts 9C_505/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 5.1).
5
.
3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE
141
V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe
grün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
Im
Sinne des Ausgeführten ist nachfolgend anhand der genannte
n
Standard
indi
katoren
zu beurteilen, ob aufgrund der
diagnostizierten l
eichte
n
bis mittelgra
dige
n
ängstlich-depressive
n
Episode im Rahmen einer depressiven Entwicklung
eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist.
5
.4
Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist in Bezug auf den Indikator Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin in einer gedrückten, nicht tief depressiven, klagsamen, leicht labilen
,
in der affek
tiven Modulationsfähigkeit leicht verminderten Stimmungslage zeigte. Weiter war der Antrieb leicht vermindert, Mimik und Gestik leicht eingebunden
. S
ie berichtete über ein Morgentief und paroxysmale Ängste.
Zudem zeigten sich form
al
gedanklich eine leichte Verlangsamung, eine leichte
Grübelneigung
und eine deutliche Einengung auf die körperlich erlebten Beschwerden und Insuffi
zienzgefühle (Urk. 7/55/75-90 S. 13). Demnach bestehen bei der Beschwerdefüh
rerin leichte psychische Beeinträchtigungen.
In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungser
folg oder –
resi
stenz
zeigt sich, dass die Beschwerdeführerin
sich seit circa
einem Jahr in psy
chiatrische Behandlung begibt bei c
irca
einem wöchentlichen Termin (Urk. 7/35, Urk. 7/55/75-90 S. 5) und pharmakologisch behandelt wird, wobei
in Anbetracht der Therapiedauer sowie niedrigdosierter Antidepressiva nicht von einer Behand
lungsresistenz ausgegangen werden kann. Eingliederungsmassnahmen
– durch die IV bislang nicht gewährt - sowie
ein Versuch der Selbsteingliederung fanden bisher nicht statt.
Als Komorbiditäten zu berücksichtigende krankheitswertige Störungen sind mit den somatischen Gesundheitsschäden (E. 3.1
hievor
) ausgewiesen. Allerdings
wur
den diesen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit zuerkannt.
Beim Komplex Persönlichkeit ergibt sich, dass bei der Beschwerdeführerin keine Persönlichkeitsstörung
en
erkannt wurden.
Sie
verfügt über eine gute Kommuni
kationsfähigkeit sowie Therapieadhärenz und ist motiviert, einer leidensange
passten Tätigkeit nachzugehen (Urk. 7/55 S. 28). Die Beschwerdeführerin verfügt demnach durchaus über persönliche Ressourcen.
Zum Komplex sozialer Kontext
ist festzuhalten,
dass die Beschwerdeführerin zwar getrennt von ihrem Ehemann lebt, aber ein sehr gutes Verhältnis zu ihm unter
hält. Sie selbst lebt
mit
den beiden Söhnen zus
ammen in einer 4-Zimmer-Woh
nung, welche sie bei der Haushaltsführung grosszügig unterstützen (Urk. 7/55 S. 16). Zudem verfügt die Beschwerdeführerin über einen wei
tgehend geregelten Tagesablauf und geht diversen Aktivitäten nach.
Am Morgen steht sie zwischen 6.00 Uhr und 7.00 Uhr auf
,
nimmt am
Vormittag jeweils ihre ärz
tlichen Termine war und bereitet
sich anschliessend etwas zum Mittagessen zu. Am Nachmittag bestreitet sie weitere Termine, meist Physiotherapie oder medizinische Trainings
therapie, teilweise auch Wassergymnastik.
Manchmal geht sie mit einer Kollegin am See spazieren.
Wenn die Söhne abends nach Hause kommen
,
essen sie ge
mein
sam zu Abend, wobei die Beschwerdeführerin das Essen zubereitet. Ins Bett
geht sie zwischen 24.00 Uhr und 1.00 Uhr
(vgl. Urk. 7/55 S. 16
f.
, Urk. 7/55/
43-54
S. 8, Urk. 7/55/75-90 S. 5). Damit verfügt die Beschwerdeführerin durchaus über soziale Ressourcen und ist fähig, einen Tagesablauf zu bewältigen. Es sind weder erheblich limitierende Persönlichkeitsmerkmale noch ein ausgeprägter sozialer Rückzug erkennbar.
Zu prüfen ist weiter die Konsistenz. Hinsichtlich des Gesichtspunkts des Aktivi
tätsniveaus in allen vergleich
bar
en Lebensbereichen fällt auf, dass sich die Be
schwerde
führerin
subjektiv im Haushalt zu 50 % und in einer Arbeitstätigkeit zu circa 60 % eingeschränkt fühlt (Urk. 7/55 S. 16 f.).
Angesichts des oben
geschil
derten Tagesablaufes ist dieser zwar in einem gewissen Umfang eingeschränkt. Dennoch ist die Beschwerdeführerin in der Lage, sämtliche Termine wahrzu
neh
men, zweimal wöchentlich Schwimmen zu gehen, einen längeren Urlaub (einen Monat) in Bosnien zu verbringen und regelmässig spazieren zu gehen. Die po
stu
lierte
60%ige Einschränkung in der Leistungsfähigkeit erscheint demnach nicht nachvollziehbar. Auch die selbst wahrgenommene Haushaltseinschränkung wirkt wenig konsistent, zumal die Beschwerdeführerin angibt, lediglich noch das Kochen, das Abstauben und das Waschen selbständig und ohne Hilfe ausführen zu können (Urk. 7/55 S. 16). Dies gilt umso mehr
, als sich die Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Einschränkungen vornehmlich auf organische Ursachen beruft (Urk. 7/55 S. 14), indes gerade aus somatischer Sicht – zumindest in angepasster Tätigkeit – keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht.
Im Rahmen des Indikators ausgewiesener Leiden
s
druck kann auf vorstehende Aus
führungen zur Therapie und Medikation verwiesen werden. In Anbetracht einer – ausschliesslich ambulant durchgeführten – Therapiedauer im Verfügungszeit
punkt von einem bis anderthalb Jahren sowie der
geringdosigen
pharmakolo
gi
schen Behandlung ist eingliederungsanamnestisch nicht von einem gestei
gerten Leidensdruck auszugehen.
5
.5
Die gesamthafte Betrachtung der rechtserheblichen Indikatoren führt somit zum Schluss, dass ein gewisser Leidensdruck besteht, jedoch insbesondere mit Blick auf die Kategorie Konsistenz nur wenig ausgeprägte Einschränkungen ausge
wiesen sind. Auch die Komplexe Persönlichkeit und sozialer Kontext, aus welchen sich durchaus mobilisierende Ressourcen ergeben, lassen nicht auf einen
rechts
genüglichen
Bezug zwischen den
gestellten Diagnosen
und
deren funktionellen Auswirkungen im Sinne einer erheblichen (
zu
40 %) eingeschränkten Arbeits
fähig
keit auch in adaptierter Tätigkeit schliessen.
5
.6
Im Sinne des Ausgeführten ist d
as Vorliegen eines invalidisierenden Gesund
heitsschadens
ab Gutachtenszeitpunkt
auch
aus psychischer Sicht zu verneinen.
5.7
Zusammenfassend ist
ab
Dezember 2017 (Zeitpunkt Gutachten
Z._
) wieder von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen.
Zu p
rüfen bleibt daher, wie sich das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6
.
6
.1
Nach der Rechtsprechung darf ausnahmsweise von der geschätzten Arbeits
fähig
keit ohne weiteres auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2010 vom 12. April 2011 E. 3.2.3). Dies trifft beispielswiese dann zu, wenn die beiden Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind, was vorliegend zu bejahen ist. Die Be
schwerdeführer
in
arbeitete in ihrem bisherigen Erwerbsleben bei verschiedenen Arbeitgebern, bildete sich verschiedentlich weiter und kündigte ihr letztes Arbeits
verhältnis selbst
(Urk. 7/17 [Auszüge aus dem individuellen Konto]
, Urk. 7/
19/8, Urk. 7/55 S. 16, Urk. 7/55/43-54 S. 7)
.
In Anbetracht dessen
drängt sich die Berücksichtigung der Löhne für Hilfsarbeitertätigkeiten auf, und es ist davon auszugehen, dass
sie
ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen
weiterhin solche Tätigkeiten ausführen würde. Da somit sowohl hinsichtlich des (hypothe
tischen)
Valideneinkommens
als auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Tätigkeitsbereich (Hilfsarbeitertätigkeiten) zugrunde gelegt werden kann, ist sowohl für die Ermittlung des
Valideneinkommens
als auch des Invalidenein
kommens auf die Tabellen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) abzustellen und von denselben Zentralwerten auszugehen. Sind die beiden Einkommen ausgehend vom selben Lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung und es rechtfertigt sich ein Prozentvergleich (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1).
Folglich entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, der höchstens 25 % betragen dar
f (BGE 135 V 297 E. 5.2). Da die
Beschwerdeführer
in
in einer leidens
angepassten T
ätigkeit voll arbeitsfähig ist
,
kann vor
liegend
offen bleiben
, ob de
r
Beschwerdeführer
in
ein Abzug gewährt werden müsste, da selbst bei der Gewäh
rung des maximalen Abzugs kein rentenbegründender Inva
liditäts
grad
mehr
resul
tieren würde.
Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin vorliegend keine Erwerbsein
busse erleidet,
besteht kein
invalidisierender Gesundheitsschaden und somit kein
Anspruch auf Leistu
ngen der Invalidenversicherung.
6
.2
Demzufolge erweist sich die Beschwerde insgesamt dahingehend begründet, als der Beschwerdeführerin rückwirkend von
Februar
2017 bis und mit März 2018 eine befristete ganze Rente zuzusprechen ist. Indes ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin nachfolgend von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit ausgegangen ist und gestützt darauf
einen weiteren Leistungsanspruch
ablehnte.
Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen.
7
.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss zu einem Drittel der Beschwer
deg
egnerin und zu zwei Dritteln der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.
7
.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht de
r
durch eine Rechtsschutz
versi
che
rung vertretene
Beschwerdeführer
in
eine um zwei Drittel reduzierte Prozessent
schä
di
gung zu,
die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 185.-- (zuzüglich Mehrwert
steuer) ermessensweise auf Fr.
60
0
.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer)
festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.