Decision ID: 63d712d4-b83c-5fc5-86e5-5f939db5b63b
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Rekurrentin,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons
St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Vorinstanz,
betreffend
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individuelle Prämienverbilligung
Sachverhalt:
A.
A._ meldete sich am 8. Februar 2012 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
St. Gallen (SVA) zum Bezug einer individuellen Prämienverbilligung für das Jahr 2012
an (act. G 6.1/1). Mit Verfügung vom 4. Mai 2012 (act. G 6.1/2) verneinte die SVA einen
Anspruch auf Prämienverbilligung. Dies auf der Grundlage eines anrechenbaren
Einkommens für das Jahr 2010 von Fr. 40'216.-- (= deklariertes Reineinkommen
gemäss Veranlagungsberechnung über die Staats- und Gemeindesteuern 2010 [act. G
6.1/6]).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 17. Mai 2012 Einsprache (act. G
6.1/3) und beantragte sinngemäss eine Neuberechnung der Prämienverbilligung
gestützt auf ein anrechenbares Einkommen von Fr. 30'300.-- (= steuerbares
Einkommen gemäss Veranlagungsberechnung über die Staats- und Gemeindesteuern
2010 [act. G 6.1/6]).
B.b Mit Entscheid vom 8. Juni 2012 (act. G 6.1/7) wies die SVA die Einsprache ab. Für
die Berechnung der Prämienverbilligung sei nicht das steuerbare Einkommen, sondern
das Reineinkommen massgebend. Der Anspruch auf Prämienverbilligung entfalle bei
alleinstehenden Personen in der Region 1 ab einem Reineinkommen von Fr. 26'977.--.
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Versicherten, damals
vertreten durch B._ am 26. Juni 2012 erhobene Beschwerde (richtig: Rekurs), womit
die Ausrichtung einer individuellen Prämienverbilligung, berechnet auf der Basis eines
steuerbaren Einkommens von Fr. 30'300.-- im Jahr 2010, beantragt wird. Die
Rekurrentin sei alleinerziehende Mutter einer Tochter, welche sich noch in der
Berufsausbildung als Köchin befinde. Die Rekurrentin komme zu einem grossen Teil für
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die Lebenskosten ihrer Tochter auf. Steuerrechtlich gelte sie als verheiratet und werde
auch nach dem Tarif für Verheiratete besteuert (act. G 1).
C.b In ihrer Vernehmlassung vom 30. Juli 2012 beantragt die Vorinstanz Abweisung
des Rekurses, wobei sie bei der Berechnung des Anspruchs auf Prämienverbilligung
von einem massgebenden Einkommen von Fr. 31'543.-- (Reineinkommen von
Fr. 40'543.-- abzüglich Kinderabzug von Fr. 9'000.--) ausgeht (act. G 6). Auf den
weiteren Inhalt der Vernehmlassung wird - soweit erforderlich - in den nachfolgenden
rechtlichen Erwägungen eingegangen.
C.c Die Rekurrentin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet.

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Gesuch der Rekurrentin um eine
Prämienverbilligung für das Jahr 2012 zu Recht abgelehnt hat.
2.
2.1 Nach Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR
832.10) gewähren die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen Prämienverbilligungen. Die Kantone sorgen dafür, dass bei der
Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere auf Antrag der versicherten
Person, die aktuellsten Einkommens- und Familienverhältnisse berücksichtigt werden
(Art. 65 Abs. 3 KVG). Die Kantone haben nach Art. 97 Abs. 1 KVG
Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG zu erlassen. Der Kanton St. Gallen ist dieser
Verpflichtung durch die Art. 9-16 des Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung
über die Krankenversicherung (EG-KVG; sGS 331.11) und die dazugehörigen
Vollzugsvorschriften in Art. 9-38 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundes
gesetzgebung über die Krankenversicherung (Vo-EG; sGS 331.111) nachgekommen.
2.2 Eine Prämienverbilligung wird nach Art. 10 Abs. 1 EG-KVG Personen gewährt, die
im Kanton St. Gallen steuerrechtlichen Wohnsitz haben (lit. a) und ein die
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Prämienverbilligung auslösendes Einkommen erzielen (lit. b). In Bezug auf die
einkommensmässigen Voraussetzungen bestimmt Art. 11 EG-KVG, dass das die
Prämienverbilligung auslösende Einkommen unter teilweiser Berücksichtigung des
steuerbaren Vermögens von der Regierung durch Verordnung festgesetzt wird (Abs. 1).
Grundlage des die Prämienverbilligung auslösenden Einkommens bildet in der Regel
die letzte definitive Steuerveranlagung (Abs. 2). Liegt bei der Anmeldung auf IPV bereits
die definitive Veranlagung des vorangehenden Jahres vor, so ist diese Veranlagung der
Anspruchsprüfung zu Grunde zu legen. Auf die Steuerdaten der vorletzten
Steuerperiode kann abgestellt werden, wenn die definitive Veranlagung des
vorangehenden Jahres im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung noch nicht vorliegt (vgl.
dazu Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2012, B
2011/233, E. 4.2). Entspricht das ermittelte Einkommen offensichtlich nicht der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wird auf diese abgestellt (Abs. 3). Das
massgebende Einkommen für die Berechnung der Prämienverbilligung für Personen
mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton entspricht gemäss Art. 12 Abs. 2 Vo-EG dem
Reineinkommen: zuzüglich einen Zehntel des steuerbaren Vermögens (Ziff. 1); die
Beiträge an die Gebundene Selbstvorsorge Säule 3a (Ziff. 2); die Leistungen und
Einkaufsbeiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, soweit diese den Betrag
von Fr. 25'000.-- übersteigen (Ziff. 3); den Liegenschaftsaufwand, soweit dieser den
Pauschalabzug von 20 Prozent der Mieteinnahmen übersteigt (Ziff. 4); den
Vorjahresverlusten nach Art. 42 des Steuergesetzes vom 9. April 1998 (Ziff. 5); 75
Prozent des im vereinfachten Verfahren nach Art. 3 des Bundesgesetzes über die
Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (Bundesgesetz gegen die
Schwarzarbeit, BGSA; SR 822.41) abgerechneten Bruttolohns (Ziff. 5bis); abzüglich
den Kinderabzug nach Art. 14 (Ziff. 6).
3.
3.1 Grundlage für die Berechnung der Prämienverbilligung bildet ausdrücklich das nach
kantonalem Steuerrecht ermittelte Reineinkommen (Art. 12 Abs. 2 Vo-EG). Die
Rekurrentin beantragt hingegen beschwerdeweise die Berechnung der
Prämienverbilligung auf der Basis des steuerbaren Einkommens von Fr. 30'300.-- (act.
G 1). Sind keine nennenswerten weiteren Zuschläge und Abzüge zum bzw. vom
Reineinkommen zu berücksichtigen, entspricht das Reineinkommen steuerrechtlich
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dem steuerbaren Einkommen und prämienverbilligungsrechtlich dem massgebenden
Einkommen. Bei der Rekurrentin wurde offensichtlich gestützt auf Art. 48 Abs. 1 lit. a
Ziff. 2 und 3 des Steuergesetzes (StG; sGS 811.1) vom Reineinkommen zusätzlich ein
Abzug für Kinder in Schule oder Ausbildung (Fr. 10'200.--) für ihre 1991 geborene
Tochter (act. G 6.2) vorgenommen (act. G 6.1/6), womit ihr steuerbares Einkommen
nicht dem Reineinkommen entspricht.
3.2 Die Vorinstanz ging in der Verfügung vom 4. Mai 2012 (act. G 6.1/2) für die
Prämienverbilligungsberechnung von dem in der Veranlagungsberechung der Kantons-
und Gemeindesteuer 2010 deklarierten Reineinkommen von Fr. 40'216.-- (act. G 6.1/6)
aus. Das Abstellen auf das selbstdeklarierte Reineinkommen bzw. die provisorische
Steuerveranlagung ist jedoch - unter ausdrücklichem Anpassungsvorbehalt (Art. 12
Abs. 5 Vo-EG) - lediglich bei noch nicht definitiv veranlagten Personen möglich (Art. 12
Abs. 1 lit. a Vo-EG). Anhaltspunkte dafür, dass im Zeitpunkt des Einspracheentscheids
(vgl. BGE 129 V 356 E. 1 mit Hinweisen) aktuellere Steuerdaten als diejenigen der
vorletzten Steuerperiode (2010) vorlagen, liegen sodann keine vor. Insbesondere wurde
von der Rekurrentin nichts Gegenteiliges geltend gemacht. Im angefochtenen
Einspracheentscheid (act. G 6.1/7) stellte die Vorinstanz mithin richtigerweise
entsprechend der in Erwägung 2.2 dargelegten Regelung auf die rechtskräftigen Zahlen
der definitiven Steuerveranlagung 2010 und damit auf ein Reineinkommen von
Fr. 40'543.-- (act. G 6.1/6) ab.
4.
4.1 Nach Art. 14 Abs. 1 Vo-EG vermindert sich das massgebende Einkommen um
Fr. 9'000.-- für jedes in der Schweiz wohnhafte Kind, für das ein Abzug nach Art. 48
StG gewährt wird. Aufgrund der in Erwägung 3.1 dargelegten Sachlage hat die
Vorinstanz somit ihm Rahmen der Berechnung der Prämienverbilligung einen
Kinderabzug vom steuerrechtlichen Reineinkommen von Fr. 40'543.-- gewährt.
Nachdem keine weiteren nennenswerten Zuschläge und Abzüge zu berücksichtigen
sind, ergibt sich damit ein massgebliches Einkommen von Fr. 31'543.-- (Fr. 40'543.-- ./.
Fr. 9'000.--). Dass dieses Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit der Rekurrentin entspricht (vgl. dazu Art. 11 Abs. 3 EG-KVG in
Verbindung mit Art. 12quater Vo-EG; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
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St. Gallen vom 11. Dezember 2012, B 2011/223, E. 4.2) ist weder aus den Akten
ersichtlich noch von der Rekurrentin dargetan. Im Folgenden ist damit auf dieses
Einkommen abzustellen. Die Belastungsgrenze für Alleinstehende ohne Kinder - bei der
Tochter der Rekurrentin handelt es sich um eine erwachsene Person, - liegt gemäss
Art. 4 des Regierungsbeschlusses über die Prämienverbilligung 2012 für Personen im
Kanton St. Gallen (sGS 331.538) bei einem massgebenden Einkommen ab Fr. 12'501.--
bei 13.1%. Für die Rekurrentin ergibt sich damit bei einem Einkommen von
Fr. 31'543.-- eine Belastungsgrenze bzw. ein Selbstbehalt von Fr. 4'132.15. Die
Referenzprämie, bei deren Nichterreichen ein Anspruch auf individuelle Prämienver
billigung besteht, beläuft sich im Jahr 2012 für die Region 1, in welcher die Rekurrentin
wohnhaft ist, auf Fr. 3'534.-- (Art. 3 lit. a des Regierungsbeschlusses über die
Prämienverbilligung 2012 für Personen im Kanton St. Gallen). Der Selbstbehalt
übersteigt diese Referenzprämie um Fr. 598.15, weshalb der Rekurrentin für das Jahr
2012 keine individuelle Prämienverbilligung zusteht.
4.2
4.2.1 Der von der Rekurrentin beschwerdeweise angeführte Einwand, ihre Tochter sei
noch in Berufsausbildung als Köchin und sie komme als alleinerziehende Mutter zu
einem grossen Teil für den Lebensunterhalt der Tochter auf, vermag an dieser
Beurteilung nichts zu ändern. Zwar müssen die Eltern für einen Steuerabzug nach
Art. 48 StG zur Hauptsache für den Unterhalt der Kinder aufkommen. Der Verweis auf
diese Bestimmung in Art. 14 Abs. 1 Vo EG-KVG ist dahingehend zu interpretieren, dass
auch im Rahmen der Prämienverbilligung nur denjenigen Eltern ein Kinderabzug
zusteht, welche zur Hauptsache für den Unterhalt des Kindes aufkommen (vgl. auch
Urteil Verwaltungsgericht vom 26. Januar 2011, B 2010/231, E. 2.6). Angesichts
dessen, dass der Rekurrentin sowohl nach StG als auch im Rahmen der
Prämienverbilligung ein Kinderabzug für ihre Tochter gewährt wurde, wäre mithin
davon auszugehen, dass die Rekurrentin zur Hauptsache für deren Unterhalt
aufkommt. Andererseits hat die Vorinstanz mit rechtskräftiger Verfügung vom 4. Mai
2012 (act. G 6.2/10) einen selbständigen Anspruch der Tochter der Rekurrentin
anerkannt bzw. ihr für das Jahr 2012 eine Prämienverbilligung von Fr. 2'256.55
zugesprochen. In Ausbildung stehenden Personen bis zum vollendeten 25. Altersjahr,
für deren Unterhalt die Eltern zur Hauptsache aufkommen, wird nach Art. 10 Abs. 2
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Ziff. 3 EG-KVG keine eigene Prämienverbilligung gewährt. Für diese Personen erhalten
nach Art. 21 Abs. 3 Vo-EG die Eltern die Prämienverbilligung, wenn ein Anspruch auf
Ausbildungszulage besteht (vgl. dazu act. G 6.2/1). Gleichzeitig wird den Eltern für
diese Personen eben ein Kinderabzug von Fr. 9'000.-- gewährt (Art. 14 Abs. 2 Vo-EG).
Indem die Vorinstanz die selbständige Anspruchsberechtigung der Tochter auf eine
Prämienverbilligung bejaht hat, ging sie offensichtlich davon aus, nicht die Rekurrentin,
sondern sie selbst würde zur Hauptsache für ihren Lebensunterhalt aufkommen.
Insofern besteht zwischen dem Inhalt der an die Rekurrentin gerichteten Verfügung
vom 4. Mai 2012 (act. G 6.1/2) bzw. des sie angehenden Einspracheentscheids vom
8. Juni 2012 (act. G 6.1/7) und der ihre Tochter betreffenden Verfügung vom 15. Mai
2012 (act. G 6.2/10) grundsätzlich eine Widersprüchlichkeit. Auf diesen Umstand bzw.
die Frage, ob der Rekurrentin im Rahmen der Anspruchsberechnung überhaupt ein
Kinderabzug nach Art. 14 Abs. 1 Vo-EG hätte gewährt werden dürfen, muss jedoch
letztlich nicht näher eingegangen werden. Den vorliegenden Fall gilt es einzig unter
dem Blickwinkel der Frage der einkommensmässigen Voraussetzungen der Rekurrentin
auf eine Prämienverbilligung und nicht unter dem Blickwinkel der Frage nach der
Anspruchsberechtigung auf Prämienverbilligung - Mutter oder Tochter - zu beurteilen.
Durch eine Verneinung des Anspruchs auf einen Kinderabzug würde sich am Ergebnis
nichts ändern, weil mit dessen Gewährung von dem für die Rekurrentin günstigeren
Sachverhalt ausgegangen wurde.
4.2.2 Der Vollständigkeit halber ist dennoch anzufügen, dass aufgrund der Aktenlage
als überwiegend wahrscheinlich erscheint, dass die Tochter zur Hauptsache für ihren
Lebensunterhalt aufkommt. Gemäss Veranlagungsberechnung der Kantons- und
Gemeindesteuer 2010 erzielte die Tochter im Jahr 2010 ein Einkommen aus
unselbständigem Haupterwerb von Fr. 17'626.-- bzw. monatlich Fr. 1'468.-- (act. G
6.2/7). In Anlehnung an die maximale volle Altersrente der AHV (vgl. Art. 1 Abs. 2 der
Familienzulagenverordnung [sGS 836.21, FamZV]; Fr. 2'280.-- [Rententabellen AHV/IV,
Skala 44, gültig ab 1. Januar 2009, Hrsg. Bundesamt für Sozialversicherungen BSV])
erreichte die Tochter damit ein Jahreseinkommen, welches das Bestreiten ihres
Lebensunterhalts zwar nicht in vollem Umfang, jedoch zur Hauptsache ermöglichte
(vgl. dazu Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. November
2008, KV-SG 2008/7, E. 4.4). Die Mutter kommt angeblich für die
Lebenshaltungskosten ihrer Tochter auf, indem sie ihr Kost und Logis gewährt (vgl.
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dazu act. G 6.2/3). Auch in Analogie zu den in Art. 11 der Verordnung über die Alters-
und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) festgelegten Ansätzen für
Verpflegung und Unterkunft ist jedoch diese Beurteilung als angemessen zu
betrachten.
4.3 Laut Akten ist die Rekurrentin seit 2004 geschieden (act. G 6.1/1). Der Einwand der
Rekurrentin, sie gelte steuerrechtlich als verheiratet und es werde für sie auch der Tarif
für Verheiratete angewendet, entspricht nur teilweise den Tatsachen. Zwar wird ihr - als
geschiedene Steuerpflichtige - der Steuerbetrag nach dem Steuersatz (Tarif) für
gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten berechnet (vgl. dazu Art. 50 Abs. 3 und 4 StG).
Der Steuerberechnung wird jedoch nur ihr - nicht das mit dem geschiedenen Ehegatten
gemeinsame - Einkommen und Vermögen, von welchem auch für die Berechnung der
Prämienverbilligung auszugehen ist, zugrunde gelegt. Dem Steuertarif kommt im
Rahmen der Prämienverbilligungsberechnung keine Relevanz zu.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Rekurs abzuweisen.
5.2 Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS
951.1) hat in Streitigkeiten grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder zum Teil abgewiesen werden. Beim vorliegenden
Verfahrensausgang hat demnach die Rekurrentin die Gerichtsgebühr zu bezahlen.
Diese ist in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS
941.12), die einen Rahmen von Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen
Fällen üblich, auf Fr. 500.-- festzusetzen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Rekurs wird abgewiesen.
2. Die Rekurrentin hat die Gerichtskosten von Fr. 500.-- zu bezahlen.
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