Decision ID: 3f94fcc7-5435-5e78-ba0f-98cebc4b6caa
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Ortsgemeinde Balgach ist Eigentümerin des in der Landwirtschaftszone der
Politischen Gemeinde Balgach gelegenen Grundstücks Nr. 430. Auf dem 12.5 Hektaren
grossen Grundstück befinden sich die Trattscheune, ein Unterstand, eine befestigte
Feuerstelle, eine befestigte Zufahrt zur Trattscheune sowie eine Einzäunung. Das
Grundstück ist vollständig von ebenfalls in der Landwirtschaftszone gelegenen
Grundstücken umgeben, liegt im südlichsten Gemeindegebiet von Balgach und rund
1.5 km von der nächstgelegenen Bauzone entfernt. Gegen Südosten grenzt das
Grundstück an den Rheintaler Rad- und Wanderweg sowie gegen Osten an den
renaturierten Rheintaler Binnenkanal.
Mit Verfügung vom 8. Januar 1997 erteilte das Planungsamt (heute Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation, abgekürzt AREG) die Zustimmung zum Umbau
der in der Trattscheune gelegenen Tratthirtenwohnung und des Gantlokals. Es
bewertete das Bauvorhaben als dem Zweck der Nutzungszone entsprechend und hielt
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fest, die Tratthirtenwohnung und das Gantlokal seien ausschliesslich für die
landwirtschaftliche Nutzung bestimmt. Jede Zweckänderung sei bewilligungspflichtig.
Am 29. Juli 2005 forderte das AREG die Ortsgemeinde Balgach zur näheren
Beschreibung der aktuellen Nutzung der Trattscheune und deren Umgebung auf. Die
Ortsgemeinde teilte am 19. September 2005 mit, der Ortsverwaltungsrat habe das
Gantlokal in der Vergangenheit für verschiedene Sitzungen und Besprechungen sowie
für Grasganten genutzt. Darüber hinaus werde das Gantlokal auch für private Zwecke
(Workshops von Firmen aus der Umgebung, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern)
verwendet. Bei schlechter Witterung hätten auch schon Feuerstellen-Benützer das
Gantlokal als geschützten Aufenthaltsort aufgesucht.
Am 23. Juni 2006 stellte die Politische Gemeinde Balgach beim AREG ein
Bauermittlungsgesuch im Zusammenhang mit der Nutzung des Gantlokals und der
Tratthirtenwohnung für jährlich maximal 50 zonenfremde Veranstaltungen mit
kommerziellem und nicht kommerziellem Charakter. Am 14. August 2006 hielt das
AREG fest, diese Zweckänderung überschreite den in Art. 24a des Bundesgesetzes
über die Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) gesteckten Rahmen, so dass die
Umnutzung dieser Räumlichkeit nicht bewilligungsfähig sei. Es führte im wesentlichen
aus, bei der Trattscheune handle es sich um ein landwirtschaftliches Objekt, deren
Nutzung in der von der Ortsgemeinde Balgach vorgebrachten Form nicht mehr mit der
zonenkonformen Nutzung vereinbar sei und nach der Rechtsprechung eine
Zweckänderung erfordere.
Mit Schreiben vom 25. April 2007 ersuchte die Politische Gemeinde Balgach das AREG
um eine Vorprüfung der geplanten Einzonung von 3'100 m des Grundstücks Nr. 430
von der Landwirtschafts- in die Intensiverholungszone (Teilzonenplan Tratthof). Das
AREG lehnte das Gesuch am 3. Mai 2007 mit der Begründung ab, das Grundstück
liege rund 1.5 km von der nächsten Bauzone entfernt. Eine derart weit abgelegene
Gebäudegruppe ohne eigene Siedlungsqualität gehöre grundsätzlich nicht in eine
Bauzone. Durch die Einzonung würde eine an sich bundesrechtswidrige Kleinbauzone
entstehen. Für die Zulässigkeit einer Zonenplanrevision fehle es beim Teilzonenplan
überdies am öffentlichen Interesse, da bei der Vermietung der Liegenschaft vorwiegend
private Gründe im Vordergrund ständen.
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Die Politische Gemeinde Balgach erliess am 27. August 2007 den Teilzonenplan
Tratthof mit der vorgesehenen Einzonung von 3'100 m des Grundstücks Nr. 430 in die
Intensiverholungszone, wobei die Trattscheune, der Unterstand, die Feuerstelle, der
Vorplatz und die Einzäunung der Bauzone zugewiesen werden sollten. Mit Verfügung
vom 4. Februar 2008 verweigerte das Baudepartement dem Teilzonenplan Tratthof die
Genehmigung mit der gleichen Begründung wie schon im Vorprüfungsverfahren durch
das AREG.
B./ Mit Eingaben vom 21. Februar und 18. März 2008 erhob die Ortsgemeinde Balgach
Rekurs bei der Regierung mit dem Begehren, die Verfügung des Baudepartements vom
4. Februar 2008 sei aufzuheben und der Teilzonenplan Tratthof zu genehmigen. Mit
Entscheid vom 19. August 2008 wies die Regierung den Rekurs der Ortsgemeinde
Balgach ab. Sie erwog, die unmittelbare Umgebung der einzuzonenden Bauten und
Anlagen bestehe aus ausgedehnten Weiden und Wiesen. Bei einer räumlichen Distanz
von bis zu 600 m zwischen den einzelnen im Balgacher Riet gelegenen Bauten könne
weder von örtlicher Nähe noch einem geschlossenen Siedlungsbereich gesprochen
werden. Auch aus dem Zonenplan ergebe sich, dass die neu vorgesehene Bauzone
nicht unmittelbar an die verschiedenen Gebäude anschliesse und die Distanz zu diesen
in jedem Fall mehrere hundert Meter betrage. Zudem fände in diesem Gebiet auch
keine Bautätigkeit statt. Die Beurteilung des Baudepartements, es läge eine
unzulässige isolierte Kleinbauzone vor, sei demnach begründet. Die Voraussetzungen
von Art. 15 RPG und Art. 32 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (sGS 731.1, abgekürzt BauG) erwiesen sich für die vorgesehene Einzonung
als nicht erfüllt, da bei den Bauten und Anlagen kein Siedlungszusammenhang und
damit auch kein öffentliches Interesse an deren Einzonung zu erkennen sei. Folglich sei
die Einzonung weder recht- noch zweckmässig.
C./ Die Ortsgemeinde Balgach erhob mit Eingabe vom 10. September 2008 und
Ergänzung vom 17. November 2008 beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit den
Begehren, der Entscheid der Regierung vom 19. August 2008 sowie die Verfügung des
Baudepartements vom 4. Februar 2008 seien aufzuheben und der Teilzonenplan
Tratthof sei zu genehmigen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im
Sinne der Erwägungen des Verwaltungsgerichts an die Regierung oder das
Baudepartement zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
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des Kantons St. Gallen. Zur Begründung führte die Ortsgemeinde im wesentlichen an,
das öffentliche Interesse an der fortgesetzten Nutzung der Balgacher Tratt als
vielfältigen Erholungsraum und Durchführungsort für Veranstaltungen sei sehr gross.
Mit dem Erlass des Teilzonenplans solle die Durchführung von Festanlässen an einem
Ort ermöglicht werden, wo die Infrastruktur bereits bestehe und niemand durch
übermässige Immissionen gestört werde. Regierung und Baudepartement hätten in
ihren Entscheiden den Sachverhalt unrichtig und unvollständig erhoben, willkürliche
Interessenabwägungen vorgenommen und damit Rechtsverletzungen begangen.
Überdies hätten sie in unzulässiger Weise ins Planungsermessen der Politischen
Gemeinde Balgach eingegriffen.
Mit Stellungnahme vom 3. Dezember 2008 beantragte die Regierung die Abweisung
der Beschwerde der Ortsgemeinde Balgach. Ergänzend fügte sie an, die Zulassung
von Kleinbauzonen entspreche entgegen der Behauptung der Ortsgemeinde Balgach
nicht der Praxis des Baudepartements. Auch sei es unzutreffend, dass Regierung und
Baudepartement den Ermessensspielraum der Politischen Gemeinde nicht respektiert
hätten.
Die Politische Gemeinde Balgach beantragte ihrerseits mit Stellungnahme vom 23.
Dezember 2008 die Gutheissung der Beschwerde mit der Begründung, die Lage des
Tratthofs erweise sich als geradezu ideal, da die Infrastruktur vorhanden sei und die
Nachbarn nicht mit störenden Immissionen belastet würden.
Am 12. Januar 2009 nahm die Ortsgemeinde Balgach Stellung zu den ihrer Ansicht
nach von der Regierung in der Eingabe vom 3. Dezember 2008 vorgebrachten neuen
tatsächlichen und rechtlichen Argumenten. Darauf, auf die weiteren Vorbringen der
Verfahrensbeteiligten und die Beweisanträge der Ortsgemeinde Balgach wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht am 14. Mai 2009 an Ort und Stelle
einen Augenschein durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen
und erhielten Gelegenheit, sich zu äussern.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).
1.1. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist grundsätzlich zur
Erhebung der Beschwerde legitimiert, wer an der Änderung oder Aufhebung eines
Entscheids ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Auch Gemeinden als
öffentlich-rechtliche Körperschaften können zum Kreis der beschwerdelegitimierten
Personen gehören (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 409). Die Ortsgemeinde Balgach wird durch den Entscheid der
Regierung vom 19. August 2008 betreffend Nichtgenehmigung des Teilzonenplans
Tratthof als Grundeigentümerin in ihren eigenen Interessen unmittelbar berührt. Sie ist
folglich zur Erhebung der Beschwerde legitimiert.
1.2. Die Beschwerdeeingabe vom 10. September 2008 sowie ihre Ergänzung vom
17. November 2008 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP).
1.3. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitgegenstand ist die Nichtgenehmigung des Teilzonenplans Tratthof durch das
Baudepartement.
2.1. Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, entgegen der Ansicht der Vorinstanz
hätten sich die massgeblichen Verhältnisse in bezug auf die Nutzung der Balgacher
Tratt seit der letzten Totalrevision des Zonenplans in der ersten Hälfte der 1990er-
Jahren wesentlich geändert. So habe insbesondere das Bedürfnis nach einer Nutzung
der Balgacher Tratt für die Durchführung von Festen und Feiern nach dem Einbau des
Gantlokals im Jahr 1997 sehr stark zugenommen. Durch den Teilzonenplan Tratthof
solle eine im öffentlichen Interesse liegende Zusatznutzung ermöglicht werden, die
aufgrund der damit verbundenen Lärmimmissionen nicht im Siedlungsgebiet
durchgeführt werden könne. Folglich lägen veränderte Verhältnisse im Sinne von Art.
21 Abs. 2 RPG vor, die im Rahmen der Raumplanung eine Ausscheidung geeigneter
Örtlichkeiten für solche Aktivitäten erforderten und eine Plananpassung rechtfertigten.
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Auch seien die Voraussetzungen für eine Einzonung in die Intensiverholungszone
gemäss Art. 15 RPG erfüllt, weil sich das Land für den vorgesehenen Zweck eigne,
bereits überbaut sei und sofort benötigt werde.
2.1.1. Gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG werden die Nutzungspläne überprüft und allenfalls
angepasst, wenn sich die Verhältnisse erheblich verändert haben. Als Verhältnisse,
deren Änderung eine Plananpassung rechtfertigen, kommen sowohl tatsächliche (z.B.
Bevölkerungswachstum, Wirtschaftsentwicklung) als auch rechtliche Umstände (z.B.
Änderung des Planungsrechts, Revision des Richtplans) in Betracht. Erheblich
verändert haben sich die Verhältnisse, wenn die der Planfestsetzung zugrunde
liegenden tatsächlichen und rechtlichen Umstände zu wesentlichen Teilen
dahingefallen oder seither neue bedeutende Bedürfnisse entstanden sind. Die
Verhältnisse müssen sich in einer Weise geändert haben, dass kein öffentliches
Interesse mehr an der Beibehaltung der bisherigen Ordnung besteht (Waldmann/Hänni,
Handkommentar RPG, Bern 2006, Art. 21 N 15 f. mit weiteren Hinweisen). Bauzonen
umfassen nach Art. 15 RPG Land, das sich für die Überbauung eignet und weitgehend
überbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird
(lit. b). Die private Nachfrage allein vermag keine Erweiterung einer Bauzone zu
rechtfertigen (BGE 117 Ia 432).
2.1.2. Grundsätzlich ist der Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass ein Interesse
gewisser Bevölkerungsteile an der Nutzung der Balgacher Tratt zur Freizeitgestaltung
besteht. Dies zeigt sich auch in der unbestrittenen Resonanz auf die im Jahr 1992 und
damit bereits vor der Totalrevision des Zonenplans erfolgte Errichtung der befestigten
Feuerstelle. Daraus schliesst die Beschwerdeführerin auf die Notwendigkeit einer
Zonenplanänderung. Sie vermag jedoch nicht darzulegen, inwiefern sich die
Verhältnisse derart erheblich verändert hätten, dass kein öffentliches Interesse mehr an
der Beibehaltung der bisherigen Zonenplanung bestände. Statt dessen äussert sie sich
bloss dahingehend, dass die Balgacher Tratt seit Erstellung des befestigten Grillplatzes
im Jahr 1992 und im verstärkten Mass seit dem Einbau des Gantlokals im Jahr 1997
als Erholungsraum, Spiel- und Grillplatz sowie als Durchführungsort für
Veranstaltungen diene. Diese Argumentation genügt für sich allein jedoch nicht, um
eine Änderung des Zonenplans zu rechtfertigen. So ist insbesondere nicht
nachvollziehbar, inwiefern die der Planfestsetzung zugrundeliegenden tatsächlichen
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oder rechtlichen Umstände zu wesentlichen Teilen dahingefallen oder seither neue
bedeutende Bedürfnisse entstanden sein sollen. Die Beschwerdeführerin bestreitet in
diesem Zusammenhang zu Recht nicht, dass die Balgacher Tratt immer noch wie zur
Zeit der Revision des Zonenplans von in der Landwirtschaftszone gelegenen
Grundstücken umgeben ist und die nächste Bauzone rund 1.5 km entfernt liegt. Auch
weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass es an einem wichtigen, nach der
Revision des Zonenplans entwickelten neuen Bedürfnis fehle, da die Feuerstelle und
ihre Umgebung bereits vor der Totalrevision des Zonenplans zonenfremd genutzt
worden seien. Auch die zonenwidrige Nutzung, die im übrigen auch gegen die
Angaben im Baubewilligungsgesuch erfolgt, lässt die gesteigerten Bedürfnisse nicht als
tatsächliche Änderungen rechtfertigen. Schliesslich ist festzuhalten, dass das Interesse
der Beschwerdeführerin an der Zonenplanänderung vorwiegend kommerzieller Natur
ist, beabsichtigt sie doch die Vermietung der Trattscheune und des Gantlokals
hauptsächlich für gesellschaftliche Anlässe. Eine solche Art der Nachfrage allein
vermag, wie bereits ausgeführt, eine Erweiterung der Bauzone nicht zu rechtfertigen.
Im vorliegenden Fall überwiegt somit das öffentliche Interesse am Verbleiben der
Balgacher Tratt in der Landwirtschaftszone. Entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin kann folglich nicht von veränderten Verhältnissen im Sinne von Art.
21 Abs. 2 RPG ausgegangen werden, weshalb eine Teilzonenplanänderung als nicht
gerechtfertigt erscheint. Unter diesen Umständen erübrigt es sich, auf die Vorbringen
der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit Art. 15 RPG näher einzugehen.
2.2. Im weiteren bestreitet die Beschwerdeführerin, dass es sich bei der einzuzonenden
Fläche um eine unzulässige Kleinbauzone handle. Im Kanton St. Gallen gebe es eine
Vielzahl von Kleinbauzonen, die in erster Linie dazu dienten, Erweiterungen und neue
Nutzungen für Areale ausserhalb der Hauptsiedlungsgebiete zu ermöglichen. Beim
Teilzonenplan Tratthof handle es sich um eine planerische Massnahme, die sich im
Rahmen des üblichen bewege. Entsprechend würden derartige Bauzonen vom
Baudepartement regelmässig genehmigt, weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass
dieses im vorliegenden Fall die Genehmigung verweigert habe. Werde überdies im
Hinblick auf die Realisierung eines konkreten Vorhabens ausserhalb der Bauzone der
Weg über eine Änderung der Nutzungsplanung beschritten, hätten die
Planungsbehörden wie bei der Anwendung von Art. 24 RPG die Standortgebundenheit
eingehend zu prüfen und eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen. Die
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Standortgebundenheit sei im vorliegenden Fall gegeben, weshalb die Schaffung der
Kleinbauzone keine Umgehung von Art. 24 RPG darstelle und somit rechtmässig sei.
2.2.1. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist es ein zentrales Anliegen der
Raumplanung, die Siedlungstätigkeit in Bauzonen zusammenzufassen und die
Streubauweise für nicht freilandgebundene Bauten zu verhindern. Im Hinblick auf diese
Zielsetzung erscheinen Kleinbauzonen nicht nur als unzweckmässig, sondern
grundsätzlich als gesetzeswidrig. Eine einzelfallweise Einzonung widerspricht überdies
dem Prinzip der gesamthaften Betrachtung der Ortsplanung. Ausnahmen sind nur bei
besonderen, überwiegenden Gründen gerechtfertigt, etwa aus Rücksichtnahme auf
eine traditionelle Siedlungsstruktur, so dass die Ausscheidung von Erhaltungszonen
grundsätzlich möglich ist (BGE 119 Ia 300 E. 3b; 116 Ia 343 E. 4; 113 Ia 452 E. db; 118
Ia 451 E. 2c; 107 Ia 242 E. 3a; vgl. M. Joos, Kommentar Raumplanungsgesetz, Zürich
2002, S. 146 f.).
2.2.2. Für die Beurteilung der im konkreten Fall streitigen Zulässigkeit der Kleinbauzone
ist auf den Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids abzustellen. Die Feststellungen
der Vorinstanz in bezug auf das Umfeld der Kleinbauzone sowie deren Distanz zur
Bauzone sind aufgrund des Augenscheins zu bestätigen. Die Beschwerdeführerin
nennt mittels einer Liste verschiedene Kleinbauzonen von unterschiedlicher Grösse im
Kanton St. Gallen, um deren angeblich häufiges Vorkommen zu belegen. Beim ersten
Teil der Liste fällt auf, dass sich diese Kleinbauzonen zumeist nahe der Bauzone
befinden. Nur einzelne Kleinbauzonen weisen demgegenüber eine zur Balgacher Tratt
vergleichbare Distanz zur Bauzone auf. Der zweite Teil der Liste bezieht sich auf
Weilerzonen sowie Zonen für Abwasserreinigungsanlagen und Wasserfassungen. Nur
ein untergeordneter Teil der aufgeführten Kleinbauzonen ist somit überhaupt mit der im
konkreten Fall streitigen Kleinbauzone vergleichbar. Auch ergibt sich aus der Liste
nicht, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen diejenigen Kleinbauzonen
bewilligt worden sind, die einem konkreten Vergleich grundsätzlich zugänglich sind.
Überdies ist nicht ersichtlich, inwiefern es nach Ansicht der Beschwerdeführerin nicht
nachvollziehbar sein sollte, dass das Baudepartement die Genehmigung im
vorliegenden Fall verweigert habe. Die Beschwerdeführerin behauptet in diesem
Zusammenhang lediglich, beim Teilzonenplan Tratt handle es sich um eine planerische
Massnahme, die sich im Rahmen des üblichen bewege. Weder aus den Vorbringen der
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Beschwerdeführerin noch aus der Liste ergeben sich indes konkrete Anhaltspunkte,
was unter dem Begriff "des üblichen" zu verstehen sei.
Die Beschwerdeführerin weist grundsätzlich zu Recht auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung (BGE 124 II 391) hin, wonach die Planungsbehörden im Hinblick auf
die Realisierung eines konkreten Vorhabens ausserhalb der Bauzone mittels
Nutzungsplanänderung zumindest die gleichen Anforderungen wie bei der Anwendung
von Art. 24 RPG zu beachten hätten. Dazu gehören insbesondere die eingehende
Prüfung der Standortgebundenheit und eine umfassende Interessenabwägung durch
die entsprechenden Behörden. Die Erweiterung der Bauzone durch Änderung des
Nutzungsplans ist nicht in jedem Fall unzulässig, wenn die Voraussetzungen von Art.
24 RPG nicht gegeben sind. Vielmehr ist zu prüfen, ob eine solche
Planungsmassnahme den Zielen und Grundsätzen der Nutzungsplanung im Sinne des
RPG entspricht. Ist dies der Fall, so ist sie rechtmässig und stellt keine Umgehung von
Art. 24 RPG dar, selbst wenn eine Ausnahmebewilligung für das Bauvorhaben mangels
Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 Abs. 1 lit. a RPG ausgeschlossen wäre
(BGE 124 II 391, E. 2c; Joos, a.a.O., S. 145). Das Erfordernis der Standortgebundenheit
verlangt, dass eine Baute oder Anlage auf eine bestimmte Lage ausserhalb der
Bauzone angewiesen ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich allein nach objektiven
Massstäben, ohne dass es auf die subjektiven Wünsche und Vorstellungen des
einzelnen oder die persönliche Zweckmässigkeit ankäme. Im allgemeinen sind strenge
Anforderungen an die Beurteilung der Standortgebundenheit eines Vorhabens zu
stellen, um der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken (Waldmann/Hänni,
a.a.O., Art. 24 N 8). Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrer Argumentation, wonach
die Standortgebundenheit für die Durchführung ungezwungener Anlässe in der
Balgacher Tratt gegeben sei, nicht zu überzeugen. Insbesondere gelingt es ihr nicht
darzulegen, weshalb die Durchführung dieser Anlässe im konkreten Fall auf einen
Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen sein sollte. Die blosse Behauptung, der
Standort der Balgacher Tratt sei für die besagten Anlässe ideal und vermeide
Störungen der Nachbarn, rechtfertigt die Annahme der Standortgebundenheit noch
nicht, können Feste und Feiern doch in der Regel ohne weiteres in der Bauzone
durchgeführt werden. Eine Standortgebundenheit ist offensichtlich nicht gegeben, und
eine allfällige Einzonung der Balgacher Tratt muss als Umgehung von Art. 24 Abs. 1 lit.
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a RPG qualifiziert werden. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin erweisen sich unter
den gegebenen Umständen als unbegründet.
2.3. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, Vorinstanz und AREG hätten eine
unvollständige und willkürliche Interessenabwägung vorgenommen und damit eine
Rechtsverletzung begangen, indem sie sich nicht mit dem öffentlichen Interesse
auseinandergesetzt hätten, der Bevölkerung einen Ort für private Feiern im Freien zur
Verfügung zu stellen. Auch habe das AREG den Sachverhalt unrichtig und
unvollständig erhoben, die für die vorzunehmende Interessenabwägung massgeblichen
Kriterien unvollständig ermittelt und falsch gewichtet und auch die Rechtssätze
unrichtig angewendet. Überdies hätten Vorinstanz und AREG mit ihren Entscheiden in
unzulässiger Weise ins Planungsermessen der Politischen Gemeinde Balgach
eingegriffen. Sinngemäss hätten sie dadurch Art. 4 des Gemeindegesetzes (sGS 151.2,
abgekürzt GG) verletzt, indem sie dem Teilzonenplan Tratthof, der das Grundstück
Tratthof aus sachgemässen und rechtlich zulässigen Gründen der
Intensiverholungszone zuweisen wollte, die Genehmigung versagten.
2.3.1. Das Verwaltungsgericht ist nach Art. 61 Abs. 1 VRP zur Rechtskontrolle befugt.
Es hat somit den der Vorinstanz und dem Baudepartement zustehenden
Ermessensspielraum zu respektieren. Auf dem Gebiet der Raumplanung darf das
Verwaltungsgericht in einen Genehmigungsentscheid der Vorinstanz nur eingreifen,
wenn Rechtsnormen und allgemeine Rechtsgrundsätze des RPG verletzt sind. Soweit
es um die Ausübung des pflichtgemässen Ermessens geht, ist dem Verwaltungsgericht
die Korrektur eines Entscheids verwehrt. Ein grosser Ermessensspielraum steht der
Verwaltung namentlich dort zu, wo es um die Abwägung und Gewichtung der einzelnen
Interessen geht. Die Interessenabwägung als solche gilt jedoch als Rechtsfrage.
Namentlich die Frage des vollständigen Einbezugs der massgeblichen Einzelaspekte in
die Abwägung und Wertung unterliegt daher der Rechtskontrolle (GVP 1996 Nr. 12;
VerwGE vom 17. November 1997 i.S. P.M. und andere, VerwGE vom 16. März 2000
i.S. M.W., VerwGE vom 25. Oktober 2004 i.S. F.S. und andere). Im weiteren kann die
Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorbringen, der dem
angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Sachverhalt sei unrichtig oder
unvollständig festgestellt worden (Art. 61 Abs. 2 VRP). Unrichtig ist ein Sachverhalt
festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige Schlüsse
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gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig
festgestellt wird oder Beweise unrichtig gewürdigt werden. Die Unvollständigkeit des
festzustellenden Sachverhalts knüpft dagegen beim Umfang der Beweiserhebung an.
Unvollständig ist die Sachverhaltsfestlegung, wenn entscheidrelevante Umstände nicht
oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 587).
2.3.2. Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen
Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Ein Entscheid ist nach bundesgerichtlicher
Rechtsprechung nicht schon dann willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls
vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er offensichtlich
unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder
einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 132 I 17 E. 5.1; 131 I 219 E. 2.1; 131 I 474
E. 3.1; C. Rohner, St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 2.
Aufl., St. Gallen/Lachen 2008, Art. 9 N 4).
2.3.3. Streitig ist im vorliegenden Fall die Abwägung zwischen unterschiedlichen
öffentlichen Interessen. Die Beschwerdeführerin legt den Schwerpunkt ihrer
Argumentation auf das von ihr vertretene Interesse der Bevölkerung an der Nutzung
der Balgacher Tratt für Freizeitzwecke. Demgegenüber wog die Vorinstanz
verschiedene öffentliche Interessen wie diejenigen der Vermeidung von Kleinbauzonen
und dem Erhalt von kulturfähigem Land in der Landwirtschaftszone einerseits sowie
dem Interesse des Gemeinwesens an Planänderungen andererseits ab. Bei der
Abwägung der öffentlichen Interessen ist im konkreten Fall überdies zu
berücksichtigen, dass die Einzonung der Balgacher Tratt zu erhöhten Infrastruktur- und
Immissionsbelastungen durch die Anlässe sowie den damit verbundenen
Fahrzeugverkehr führen würde, was gegen eine Einzonung spricht. Schliesslich wäre
eine Einzonung auch nicht mit dem Grundanliegen der Raumplanung, die Bautätigkeit
auf das Siedlungsgebiet zu konzentrieren und die Streubauweise zu verhindern,
vereinbar. Dies gilt um so mehr, als die Interessen der Beschwerdeführerin an der
Einzonung vorwiegend kommerzieller Natur sind und die zonenfremde Nutzung der
Balgacher Tratt von den zuständigen Behörden nie bewilligt worden ist.
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Die Beschwerdeführerin verkennt in diesem Zusammenhang, dass eine
Interessenabwägung, deren Resultat ihren Wünschen und Vorstellungen ganz oder
teilweise widerspricht, von sich aus noch nicht willkürlich ist. Auch bringt sie keine
überzeugenden Argumente vor, die auf eine willkürliche Interessenabwägung oder eine
unrichtige oder unvollständige Ermittlung des Sachverhalts hinwiesen. Zudem vermag
sie in bezug auf ihre Behauptung, Vorinstanz und AREG hätten sich nicht mit dem
öffentlichen Interesse der Bevölkerung an einem Ort für private Feiern im Freien
auseinandergesetzt, nicht darzulegen, weshalb die Entscheide der Vorinstanz und des
AREG offensichtlich unhaltbar oder zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch
stehend sein sollten. Den Akten ist vielmehr zu entnehmen, dass sich diese intensiv mit
dem Gegenstand des öffentlichen Interesses beschäftigt haben (vgl. E. 5 des
vorinstanzlichen Entscheids). Überdies ergibt sich aus den Vorbringen der
Beschwerdeführerin nicht, dass massgebliche Kriterien für die Interessenabwägung
unvollständig ermittelt und falsch gewichtet, Rechtssätze unrichtig angewendet und
der Sachverhalt unrichtig oder unvollständig ermittelt worden wären. Schliesslich kann
auch der Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach Vorinstanz und AREG in
unzulässiger Weise in das Planungsermessen der Beschwerdebeteiligten eingegriffen
und dadurch Art. 4 GG verletzt haben sollten, nicht gefolgt werden. Die bundes- und
kantonalrechtlichen Vorgaben des Zonenplanungsrechts gehen der
Gemeindeautonomie vor. Die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung
erweist sich somit als rechtmässig, weshalb die Vorbringen der Beschwerdeführerin
unbegründet sind.
2.4. Für die Durchführung von Festanlässen in der Balgacher Tratt steht mit dem
Rastplatz und insbesondere mit der Trattscheune eine geeignete Infrastruktur zur
Verfügung, die ohne bauliche Veränderungen genutzt werden kann. Es ist indessen
fraglich, ob ein vollständiges Nutzungsverbot für gesellschaftliche Veranstaltungen im
Sinne des Vorbescheids des AREG vom 14. August 2006 unter den gegebenen
Umständen mit Art. 24a RPG vereinbar wäre. Unter Berücksichtigung des öffentlichen
Interesses am Landschafts- und Immissionsschutz wäre durch die zuständige Behörde
deshalb zu prüfen, ob und unter welchen Umständen Ausnahmebewilligungen für die
Durchführung einer bestimmten Zahl von Festanlässen erteilt werden könnten. Die
Frage ist vorliegend nicht abschliessend zu prüfen, da sie nicht Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens ist.
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2.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 942.12).
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht