Decision ID: 1ba50a1b-0174-42ba-8f6b-8d1793849605
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Juli 1991 erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Im September 1991 berichtete Dr. med. B._, der
Versicherte leide an ausgeprägten Platt-, Spreiz- und Rückfüssen beidseits, er sei aber
uneingeschränkt arbeitsfähig (IV-act. 7). Nachdem der Versicherte zwei Termine für
eine medizinische Begutachtung unentschuldigt versäumt und sich in der Folge trotz
einer entsprechenden Mahnung auch nicht bei der Ausgleichskasse gemeldet hatte
(vgl. IV-act. 21), wies die Ausgleichskasse sein Leistungsbegehren mit einer Verfügung
vom 14. April 1992 ab (IV-act. 23). Im Dezember 2003 meldete sich der Versicherte
erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 25). Im Januar 2004 berichtete Dr. med. C._
(IV-act. 30), der Versicherte leide an einer chronischen belastungsabhängigen
Lumbago, habe per 1. Februar 2004 aber eine Anstellung mit körperlich leichter Arbeit
in Aussicht. Möglicherweise werde die IV-Stelle in diesem Fall also nichts weiter
unternehmen müssen. Im Juni 2004 zog der Versicherte sein Leistungsbegehren unter
Hinweis auf das am 1. Februar 2004 angetretene Arbeitsverhältnis zurück (IV-act. 34).
A.b Im Dezember 2011 meldete sich der Versicherte zum dritten Mal zum
Leistungsbezug an (IV-act. 45). Im März 2012 berichtete Dr. C._ (IV-act. 59), der
Versicherte leide an einer Adipositas bei einem Status nach einer Magenbypass-
Operation im Oktober 2011, an einem schwergradigen Schlafapnoesyndrom, an einer
chronischen Lumbago sowie an einer rezidivierenden depressiven Störung. Seit
September 2010 sei er – als „Allrounder“ – vollständig arbeitsunfähig. Die Psychiaterin
Dr. med. D._ gab im April 2012 an (IV-act. 63), aus psychiatrischer Sicht lägen eine
rezidivierende depressive Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode, ein
Verdacht auf eine akzentuierte Persönlichkeitsstörung, ein Status nach
Suizidversuchen im April 2011 sowie (differentialdiagnostisch) eine posttraumatische
Belastungsstörung vor. Sie wies auf belastende Umstände in der Kindheit des
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Versicherten (mehrere Jahre dauernde Trennung von den Eltern, körperliche
Züchtigungen, Herabsetzung durch die wesentlich älteren Brüder, fehlende
Unterstützung der Eltern in Bezug auf eine Berufsausbildung) hin und hielt fest, der
Versicherte leide an einer akzentuierten Persönlichkeitsstörung mit einem tief
eingewurzelten Fehlverhalten. Insbesondere sei seine Frustrationstoleranz in Bezug auf
zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte stark vermindert. Die verbliebene
Leistungsfähigkeit könnte allenfalls im Rahmen eines Wiedereingliederungsprogramms
beurteilt werden. Mit einer Mitteilung vom 17. September 2012 bewilligte die IV-Stelle
dem Versicherten ein dreimonatiges Belastungstraining (IV-act. 78). Der Einsatzbetrieb
berichtete im Dezember 2012 (IV-act. 90), der Versicherte habe den Einsatz motiviert
angetreten. Er habe sehr exakt gearbeitet. Der Verlauf sei aber schwankend gewesen.
Trotzdem könne nun ein Aufbautraining begonnen werden. Der Versicherte sehe seine
Zukunft in der Elektrobranche. Mit einer Mitteilung vom 19. Dezember 2012 bewilligte
die IV-Stelle dem Versicherten ein sechsmonatiges Aufbautraining (IV-act. 94). Im
Dezember 2012 berichtete Dr. D._ über einen teils schwankenden, im Wesentlichen
aber unverändert gebliebenen Gesundheitszustand mit einer Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 50 Prozent (IV-act. 96). Im Januar 2013 teilte der Einsatzbetrieb mit (IV-act.
112), eine Steigerung der Präsenzzeit von viermal vier Stunden pro Woche auf fünfmal
vier Stunden pro Woche habe vermehrte Absenzen und ein generelles Unwohlsein des
Versicherten zur Folge gehabt. Die Präsenzzeit sei deshalb wieder auf viermal vier
Stunden pro Woche reduziert worden, worauf es dem Versicherten wieder besser
gegangen sei. Da der Versicherte also seine Belastbarkeit nicht aufbauen respektive
weiter steigern konnte, wurde das Aufbautraining per 31. Januar 2013 abgebrochen
(IV-act. 114).
A.c Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle (medas)
Ostschweiz am 17. Juli 2013 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 128). Der
psychiatrische Sachverständige med. pract. E._ hielt fest, er könne die von Dr. D._
gestellten Diagnosen nicht nachvollziehen. Bei der persönlichen Untersuchung sei das
Verhalten des Versicherten weitgehend unauffällig gewesen. Die Akten enthielten keine
handfesten Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung oder auf eine posttraumatische
Belastungsstörung. Da bislang offenbar nur eine depressive Episode aufgetreten sei,
sei auch die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung formal falsch.
Aufgrund der Angaben in den Berichten von Dr. D._ sei allerdings die Diagnose einer
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mittelgradigen depressiven Episode nachvollziehbar. Bei der aktuellen Untersuchung
seien jedoch kaum mehr Symptome einer depressiven Episode nachweisbar gewesen,
weshalb die depressive Episode als remittiert qualifiziert werden müsse. Aus
psychiatrischer Sicht sei der Versicherte uneingeschränkt arbeitsfähig. Der
orthopädische Sachverständige Dr. med. F._ führte aus, der Versicherte leide an
einer Osteochondrose Th11/12 sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – an einer
Acromioplastik und einer AC-Gelenksresektion bei einer Arthrose. Leidensadaptierte
Tätigkeiten seien dem Versicherten uneingeschränkt zumutbar. Die internistische
Sachverständige Dr. med. G._ hielt fest, das Schlafapnoesyndrom befinde sich
wahrscheinlich in einer Remission. Aus internistischer Sicht könne keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Aus polydisziplinärer Sicht qualifizierten die
Sachverständigen den Versicherten als uneingeschränkt arbeitsfähig für
leidensadaptierte Tätigkeiten. In einer Stellungnahme vom 25. Oktober 2013 hielt Dr.
D._ fest (IV-act. 144), entgegen der Ansicht des psychiatrischen Sachverständigen
der medas Ostschweiz seien die Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung
und einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllt. Die depressive Störung sei
nicht remittiert, sondern schlimmer geworden. Aktuell liege eine schwergradige
Episode vor. In der freien Wirtschaft sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. Am 3.
Dezember 2013 hielt Dr. med. H._ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD)
fest, die Ausführungen des psychiatrischen Sachverständigen der medas Ostschweiz
seien überzeugender als jene von Dr. D._ (IV-act. 145). Bereits am 11. November
2013 hatte die IV-Stelle eine Verfügung erlassen, mit der sie das Begehren des
Versicherten um berufliche Massnahmen abgewiesen hatte (IV-act. 140). Am 12.
Februar 2014 erliess sie eine weitere Verfügung, mit der sie auch das Rentenbegehren
abwies (IV-act. 152).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 12. Februar 2014 erhob der Versicherte (nachfolgend:
der Beschwerdeführer) am 14. März 2014 eine Beschwerde. Das Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen hiess diese Beschwerde mit einem Entscheid vom 28. Juni
2017 teilweise gut (IV 2014/163). Es hielt fest, sowohl die Einschätzung des
psychiatrischen Sachverständigen E._ als auch jene der behandelnden Psychiaterin
Dr. D._ sei angesichts der jeweiligen Untersuchungsbefunde nachvollziehbar. Der
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diametrale Widerspruch zwischen den beiden Einschätzungen lasse sich deshalb nicht
auflösen; auch dem RAD sei eine Auflösung dieses Widerspruchs nicht gelungen.
Folglich müsse eine weitere psychiatrische Begutachtung durchgeführt werden. Hierfür
sei die Sache an die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen.
B.b Mit einem Urteil vom 9. Februar 2018 (8C_580/2017) hob das Bundesgericht den
Entscheid IV 2014/163 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 28. Juni 2017 auf. Es
verpflichtete das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, ein Gerichtsgutachten
einzuholen.
B.c Am 20. Dezember 2018 erstattete die Academy of Swiss Insurance Medicine
(asim) im Auftrag des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen ein
psychiatrisches Gutachten (act. G 8). Die psychiatrische Sachverständige Dr. med.
I._ hielt fest, in der persönlichen Untersuchung habe der Beschwerdeführer dysthym,
moros, missmutig, traurig beziehungsweise resigniert, phasenweise aber auch etwas
mitleidheischend und verdeutlichend gewirkt. Er habe einen durchgehend müden
Eindruck hinterlassen (mit tief herabhängenden Augenlidern, einem auffällig langsamen
Lidschlag, einer gebeugten Sitzposition und einer weitgehend sparsamen
Sprachproduktion). Im Verlauf der zweistündigen Exploration sei aber keine
zunehmende Ermüdung zu beobachten gewesen. Die Beschwerdepräsentation habe
etwas jammervoll, mitleidheischend respektive verdeutlichend gewirkt. Darüber hinaus
sei aber klinisch keine Aggravation oder Simulation feststellbar gewesen.
Formalgedanklich sei der Beschwerdeführer verlangsamt und sparsam gewesen; vieles
habe mehrfach nachgefragt werden müssen. Affektiv habe er deutlich und weitgehend
authentisch niedergestimmt gewirkt. Insuffizienzgefühle seien zwar nicht explizit
geäussert, sondern tendenziell grandios überspielt worden, aber doch spürbar
gewesen. Im Antrieb sei der Beschwerdeführer vermindert und reizbar gewesen. Der
Beschwerdeführer habe sich als perspektiv-, motivations- und ziellos beschrieben. Er
habe über Schlafstörungen mit einem häufigen Aufwachen und über eine weitgehende
– eventuell medikamentös (mit-) bedingte – Tagesmüdigkeit geklagt. Gemäss den
Angaben des Beschwerdeführers liege ein sozialer Rückzug praktisch in die eheliche
Beziehung und in die eigene Wohnung vor. Hinweise auf eine traumaassoziierte
Symptomatik hätten sich auch auf Nachfrage hin nicht eruieren lassen. Der Rey
Memory Test zur Detektion einer Aggravation oder Simulation habe ein positives
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Resultat geliefert. Der Beschwerdeführer habe nach dem ersten Versuch angegeben,
dass er die Instruktion falsch verstanden habe. Ihm sei deshalb ein zweiter Versuch
zugestanden worden, der nach einer nun zweifellos richtig verstandenen Instruktion mit
einem bizarren Bearbeitungsmuster wiederum eindeutig positiv ausgefallen sei. Im
Anschluss an die Exploration sei eine fremdanamnestische Befragung der Ehefrau in
Anwesenheit des Beschwerdeführers durchgeführt worden. Die Ehefrau habe einerseits
differenziert, andererseits aber auch deutlich belastet, leidend und hilflos gewirkt. Sie
habe insbesondere den sozialen Rückzug bestätigt. Diagnostisch liege beim
Beschwerdeführer eine double depression mit einer depressiven Episode
(differentialdiagnostisch chronifiziert oder im Rahmen einer rezidivierenden depressiven
Störung, derzeit am ehesten in einer leichten Ausprägung) und einer Dysthymia
(entsprechend einer depressiven Persönlichkeitsstörung im Sinne des DSM IV) vor.
Zudem leide der Beschwerdeführer an einer Persönlichkeitsstörung mit dysthymen,
paranoid-querulatorischen und differentialdiagnostisch narzisstischen Zügen. Der
Versicherte sei unter ungünstigen Verhältnissen aufgewachsen. Er habe als kleines
Kind ständig „seine Eltern gesucht“, sie vermisst und darauf gehofft, dass sie ihn
besuchen oder zu sich nehmen würden, aber diese Hoffnungen seien immer wieder
enttäuscht worden. Als äusserst kränkend und belastend habe er letztlich auch die
Ablehnung und die Gewalterfahrungen durch seine Mutter und durch die älteren Brüder
bezeichnet. Die Berufsbiographie des Beschwerdeführers müsse als wenig zielstrebig,
diskontinuierlich und von Abbrüchen sowie Frustrationen gekennzeichnet qualifiziert
werden. Die biographischen Angaben des Beschwerdeführers seien abgesehen von
kleineren Inkonsistenzen weitestgehend konsistent mit der Aktenlage gewesen.
Aufgefallen sei aber eine quasi durchgehend verdeutlichende, teils Mitleid erheischend
und jammervoll wirkende Darstellung der Kindheitsgeschichte, von der sich der
Beschwerdeführer in keiner Weise habe abgrenzen können. Das sei im Vergleich zu
anderen Exploranden ungewöhnlich gewesen. Es habe gewirkt, als würde diese
zweifellos leidvolle, aber inzwischen seit vielen Jahren vergangene Kindheitsgeschichte
sozusagen den Persönlichkeits-, Wesens- und Existenzkern des Beschwerdeführers
ausmachen. Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsstörung seien aber nicht
feststellbar und vom Beschwerdeführer auch explizit verneint worden. Allerdings sei
eine tiefgreifende Verbitterung über ein für ihn spürbar enttäuschend verlaufendes
Leben spürbar gewesen. Die im Zusammenhang mit dem Rey Memory Test
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aufgefallene deutlich negative Antwortverzerrung sei im Kontext der
Persönlichkeitsstörung einzuordnen. Trotz des auffälligen Resultates sei die depressive
und persönlichkeitsassoziierte Symptomatik sowohl im Querschnittsbefund als auch
unter Berücksichtigung der Anamnese aus allen Quellen als objektiv vorhanden zu
qualifizieren. Der regressiv-vermeidende Rückzug auf die Beschäftigung mit einer
fraglos in vielerlei Hinsicht ungünstig verlaufenen und unglücklichen Kindheit könnte
auch zu einem gewissen primären Krankheitsgewinn führen, indem verschiedene
Enttäuschungen und Misserfolge im Leben hierauf attribuiert und damit die eigene
Verantwortung für ein gelingendes Leben vermeintlich suspendiert werden könnten.
Diese psychodynamischen Überlegungen müssten allerdings nach einer einmaligen
gutachterlichen Untersuchung hypothetisch bleiben. Unter Berücksichtigung aller
Aspekte – auch der eingeschränkten Beschwerdevalidität und der
Persönlichkeitsaspekte – sei der Schweregrad der psychiatrischen Störung des
Beschwerdeführers aktuell als mittel- bis schwergradig einzuschätzen. Ihm sei es
allerdings zuzumuten, einen gewissen Anteil der resultierenden (vor allem der sozialen)
Funktionseinschränkungen zu überwinden. Durch die ungünstige Kombination der
depressiven Störung und der Persönlichkeitsstörung seien die Flexibilität, die
Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit und sämtliche interaktionsassoziierten
Partizipationsfähigkeiten etwa mittel- bis schwergradig eingeschränkt. Für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als „Allrounder“ könne dem Beschwerdeführer zunächst ein
Pensum von 50 Prozent zugemutet werden. Die quantitative Beschränkung der
Arbeitsfähigkeit solle dem krankheitsbedingten sozialen Rückzugsbedürfnis entgegen
kommen und darüber hinaus die Wahrnehmung einer deutlich ausgebauten
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ermöglichen. Eine retrospektive
Arbeitsfähigkeitsschätzung sei schwierig, da die Aktenlage eher dünn sei. In den letzten
wenigen Jahren sei es aber höchstwahrscheinlich nicht zu einer relevanten
wegweisenden Veränderung gekommen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei als
angepasst zu qualifizieren, denn die psychiatrische Sachverständige gehe davon aus,
dass die Tätigkeit am Tag für einen klar definierten Vorgesetzen mit wenig Teamwork
ausgeübt worden sei. Mit einer Intensivierung und Neuausrichtung der psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung könne mittelfristig durchaus eine relevante
Zustandsverbesserung und aus rein psychiatrischer Sicht konsekutiv noch eine
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Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Diesbezüglich empfehle sich eine
Verlaufsbegutachtung in ein bis zwei Jahren.
B.d Der Beschwerdeführer liess am 1. März 2019 geltend machen (act. G 13), die
behandelnde Psychiaterin Dr. D._ habe das Gutachten in einer Stellungnahme vom 7.
Februar 2019 (act. G 13.1) als nicht gänzlich überzeugend qualifiziert. Ihrer
Einschätzung zufolge liege nicht eine leichte, sondern eine mittel- bis schwergradige
depressive Erkrankung vor. Die pathologischen Merkmale einer andauernden
Persönlichkeitsstörung seien ausgewiesen. Auch eine posttraumatische
Belastungsstörung sei ausgewiesen. Der Beschwerdeführer sei in der freien Wirtschaft
nicht arbeitsfähig. Die Prognose sei ungünstig, denn die bisherigen
Wiedereingliederungsversuche seien allesamt gescheitert. Der Zustand habe sich
chronifiziert. Der Beschwerdeführer verfüge nicht über genügend Ressourcen für eine
Intensivierung der Therapie; der voraussichtliche Behandlungserfolg müsste ohnehin
als unwahrscheinlich qualifiziert werden. Selbst wenn auf das Gutachten abgestellt
würde, hätte der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, da ein
Tabellenlohnabzug von 15 Prozent berücksichtigt werden müsse.
B.e Die Beschwerdegegnerin liess sich weder zum Gerichtsgutachten noch zu den
Ausführungen der behandelnden Psychiaterin vernehmen.

Erwägungen
1.
Laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder
verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem
Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
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Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu
jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben
wäre.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer hat keine Berufsausbildung absolviert. Bis zum Verlust der
letzten Arbeitsstelle hat er verschiedene typische Hilfsarbeiten verrichtet. Folglich ist
seine Validenkarriere diejenige eines Hilfsarbeiters. Die Akten enthalten keine Hinweise
darauf, dass er ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung unterdurchschnittlich
leistungsfähig gewesen wäre. Die Berichte zum Belastbarkeits- und Aufbautraining
zeigen, dass der Beschwerdeführer sorgfältig und exakt arbeiten kann. Auf dem
massgebenden allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt hätte der
Beschwerdeführer deshalb bei einer vollständig erhaltenen Gesundheit ein
durchschnittliches Hilfsarbeitereinkommen erzielen können, was bedeutet, dass das
Valideneinkommen dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne entspricht.
2.2 Die medizinischen Akten belegen mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass dem Beschwerdeführer aus rein somatischer
Sicht ideal leidensadaptierte Tätigkeiten uneingeschränkt zumutbar sind. Die
zumutbare Invalidenkarriere besteht folglich in der Verrichtung einer leidensadaptierten
Hilfsarbeit. Da keine Statistik existiert, die belegen würde, dass körperlich leichte
Hilfsarbeiten signifikant tiefer als körperlich belastende Hilfsarbeiten entlöhnt würden,
muss der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens
ebenfalls dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne entsprechen. Der Betrag
des effektiven Invalideneinkommens hängt also massgebend davon ab, in welchem
Umfang dem Beschwerdeführer eine leidensadaptierte Hilfsarbeit aus psychiatrischer
Sicht zugemutet werden kann. Für die Beantwortung der Frage nach der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht kommt dem
Gerichtsgutachten von Dr. I._ eine entscheidende Bedeutung zu, denn aus den im
Entscheid IV 2014/163 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 28. Juni 2017 und im
Urteil des Bundesgerichtes 8C_580/2017 vom 9. Februar 2018 genannten Gründen
enthalten weder die Berichte von Dr. D._ noch das Gutachten der medas Ostschweiz
hinreichend zuverlässige Angaben, anhand derer der Arbeitsfähigkeitsgrad des
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Beschwerdeführers mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit geschätzt werden könnte. Die Sachverständige Dr. I._ hat die
medizinischen Vorakten eingehend gewürdigt, den Beschwerdeführer intensiv
persönlich befragt und zusätzlich noch ergänzende fremdanamnestische Auskünfte bei
der Ehefrau eingeholt. Die Ausführungen im Gerichtsgutachten zeigen deutlich, dass
Dr. I._ mit den massgebenden medizinischen Fakten bestens vertraut gewesen ist
beziehungsweise dass sie über eine umfassende Kenntnis des massgebenden
medizinischen Sachverhaltes verfügt hat. Mit Blick auf die gesamten übrigen Akten ist
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass Dr. I._ kein relevantes Sachverhaltselement übersehen hat. In
ihrem Gerichtsgutachten hat sie sich eingehend mit den subjektiven Klagen des
Beschwerdeführers, den von ihr selbst erhobenen klinischen Befunden und den
Angaben in den Vorakten auseinandergesetzt. Sie hat aus der Gesamtschau aller
relevanten Aspekte überzeugend begründete Schlussfolgerungen gezogen, die von
einem medizinischen Laien ohne Weiteres nachvollzogen werden können. Sie hat den
von ihr festgestellten verdeutlichenden respektive aggravatorischen Tendenzen des
Beschwerdeführers Rechnung getragen, wobei es ihr gelungen ist, überzeugend
aufzuzeigen, dass sie mögliche Verfälschungen durch eine Beschwerdeverdeutlichung
oder Aggravation bei ihren Schlussfolgerungen konsequent ausgeblendet hat. Die
Ausführungen zur eigenen Diagnosestellung und zu den teilweise abweichenden
Diagnosestellungen von Dr. D._ und des psychiatrischen Sachverständigen der
medas Ostschweiz sind in jeder Hinsicht überzeugend. Daran ändert auch die
nachträgliche Stellungnahme von Dr. D._ nichts. Deren Ausführungen zur
Persönlichkeitsstörung, wie sie von Dr. I._ diagnostiziert worden ist, enthalten keinen
Hinweis, der begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit der Diagnose von Dr. I._
wecken würde. Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern es für die vorliegend
entscheidende Frage nach der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers relevant sein
sollte, ob dieser an einer Persönlichkeitsstörung mit dysthymen und paranoid-
querulatorischen Zügen oder an einer andauernden (nicht näher bezeichneten)
Persönlichkeitsstörung leiden sollte. Der Hinweis von Dr. D._ auf ein „kumulatives
Trauma“ stellt keine überzeugende Begründung für die von ihr gestellte Diagnose einer
posttraumatischen Belastungsstörung dar. Diesbezüglich ist aber entscheidend, dass
Dr. I._ das Vorliegen der massgebenden Diagnosekriterien einer posttraumatischen
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Belastungsstörung überzeugend verneint und insbesondere auch darauf hingewiesen
hat, dass sogar der Beschwerdeführer selbst auf eine entsprechende Nachfrage hin
keine Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung geltend gemacht habe.
Den Ausführungen von Dr. D._ zur Diagnosestellung bezüglich der depressiven
Störung kommt keine erkennbare Relevanz zu; im Ergebnis hat sich Dr. D._ ja auch
mit den Ausführungen von Dr. I._ einverstanden erklärt. Auch die Ausführungen von
Dr. I._ zu den Auswirkungen der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung des
Beschwerdeführers auf dessen Arbeitsfähigkeit sind nachvollziehbar und überzeugend.
Angesichts der Schwere des von Dr. I._ eindrücklich umschriebenen
Gesundheitsschadens leuchtet es ohne Weiteres ein, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers massgeblich eingeschränkt ist: Er muss sein krankheitsbedingt
hohes soziales Rückzugsbedürfnis befriedigen können; seine Durchhaltefähigkeit ist
massgebend eingeschränkt. Diese Umstände rechtfertigen zusammengenommen das
Attest einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten. Zwar
hat Dr. D._ nachträglich eingewendet, dass der Beschwerdeführer in der freien
Wirtschaft gar nicht mehr tätig sein könne, aber sie hat keine überzeugenden Gründe
für ihre abweichende Einschätzung zur Schwere der Depression anführen können.
Gegen dieses sinngemässe Attest einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit spricht auch
der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht nur in der Lage gewesen ist, einer
Arbeit in einem Pensum von 40 Prozent nachzugehen, sondern dass er davon
psychisch auch noch profitiert hat. Auch wenn er die Arbeit in einem geschützten
Rahmen verrichtet hat, lassen sich daraus Rückschlüsse in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft ziehen. Den Berichten des Einsatzbetriebes
lässt sich nämlich entnehmen, dass man dem Beschwerdeführer dort durchaus eine
Tätigkeit in der freien Wirtschaft zugetraut hat. Zudem ist der Beschwerdeführer
offenbar nicht auf eine derart ausserordentliche Rücksichtnahme angewiesen gewesen,
dass ein geschützter Rahmen als zwingend erforderlich qualifiziert werden müsste.
Diesbezüglich dürfte Dr. D._ zu sehr auf die subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers und zu wenig auf die objektiven klinischen Befunde abgestellt
haben. Dieser Verdacht wird durch den Umstand verstärkt, dass Dr. D._ in ihrer
Stellungnahme keine konsequente Abgrenzung zwischen den objektiv fassbaren
Einschränkungen und den verdeutlichenden beziehungsweise aggravatorischen
Selbstangaben des Beschwerdeführers vorgenommen respektive sich gar nicht erst zu
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dieser Problematik geäussert hat. Zusammenfassend ist gestützt auf das
Gerichtsgutachten von Dr. I._ mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit belegt, dass der Beschwerdeführer seit Jahren zu 50 Prozent
arbeitsunfähig ist.
2.3 Nur bezüglich der – vage formulierten – prognostischen Angaben von Dr. I._
bestehen gewisse Zweifel an der Überzeugungskraft des Gerichtsgutachtens. Laut den
Akten war die psychotherapeutische Behandlung des Beschwerdeführers zu Beginn
wesentlich intensiver gewesen, ohne dass sich ein Erfolg eingestellt hätte. Nach
mehreren Jahren erfolgloser Behandlung dürfte der Beschwerdeführer – seiner von Dr.
I._ anschaulich beschriebenen Persönlichkeit entsprechend – resigniert haben,
worauf auch Dr. D._ hingewiesen hat. Dass diese tiefsitzende Resignation mit den
von Dr. I._ vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen noch aufgebrochen
werden könnte, erscheint als wenig plausibel. Wohl vor diesem Hintergrund hat Dr.
I._ auch keine detaillierten Angaben zum möglichen Verbesserungspotential
gemacht. Unter Berücksichtigung sämtlicher Akten erscheint es jedenfalls als eher
unwahrscheinlich, dass sich – selbst mit einer optimalen therapeutischen
Neuorientierung – in den nächsten Monaten oder Jahren eine wesentliche
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit einstellen wird. In diesem Sinne besteht zurzeit kein
verwertbares medizinisches Eingliederungspotential. Der Zustand des
Beschwerdeführers muss als stabil qualifiziert werden.
2.4 Da der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem
Valideneinkommen entspricht, kann der Betrag bei der Berechnung des
Invaliditätsgrades mathematisch keine Rolle spielen, was bedeutet, dass der
Invaliditätsgrad anhand eines sogenannten Prozentvergleichs zu berechnen ist. Er
entspricht also dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, korrigiert um einen allfälligen Abzug vom
Tabellenlohn. Ein solcher Abzug wird berücksichtigt, wenn eine Person mit einer
Gesundheitsbeeinträchtigung ihre verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht mit einem
durchschnittlichen wirtschaftlichen Erfolg verwerten kann. Für die Beantwortung der
Frage, ob im Einzelfall ein Tabellenlohnabzug zu berücksichtigen ist, muss folglich
geprüft werden, ob ein strikt betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender potentieller
Arbeitgeber, der selbst dem rauen Wind der freien Marktwirtschaft ausgesetzt ist, der
versicherten Person einen (dem zumutbaren Pensum entsprechenden)
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durchschnittlichen Lohn bezahlen könnte. Das ist der Fall, wenn die versicherte Person
ihre Restarbeitsfähigkeit so verwerten kann, dass der Wert ihrer Arbeitsleistung
betriebswirtschaftlich-ökonomisch betrachtet jenem einer gesunden, durchschnittlich
leistungsfähigen Person entspricht, die im selben Pensum angestellt ist. Unterliegt die
Arbeitsleistung der versicherten Person aber krankheits- oder unfallbedingt starken
Schwankungen, ist die versicherte Person nicht in der Lage, ihre Arbeitsleistung
konstant zuverlässig und damit im Voraus planbar zu erbringen, besteht das Risiko von
vermehrten unerwarteten krankheitsbedingten Absenzen oder liegen ähnliche Gründe
vor, die den betriebswirtschaftlich-ökonomischen Wert der Arbeitsleistung der
versicherten Person schmälern, muss ein Tabellenlohnabzug vorgenommen werden.
Beim Beschwerdeführer liegen solche Umstände vor, die einen Tabellenlohnabzug
rechtfertigen: Sein Gesundheitszustand unterliegt Schwankungen, was eine konstante
Leistungserbringung verunmöglicht. Aufgrund einer besonders ausgeprägten
Kränkbarkeit können bereits harmlose Zwischenfälle zu tagelangen Leistungseinbussen
führen, wie das Belastbarkeitstraining gezeigt hat. Ein potentieller Arbeitgeber muss
aus diesem Grund auch einen überdurchschnittlichen Betreuungsaufwand
einkalkulieren, der notwendig ist, um eine möglichst konstante und zuverlässige
Leistungserbringung zu sichern. Betriebswirtschaftlich-ökonomisch betrachtet muss
dieser Zusatzaufwand bei der Lohnfestsetzung zum Voraus einkalkuliert werden. Ein
betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender potentieller Arbeitgeber muss auch das
Risiko vermehrter krankheitsbedingter Absenzen als Minderwert vorweg einkalkulieren.
Praxisgemäss rechtfertigt sich deshalb ein Tabellenlohnabzug von 15 Prozent. Bei
einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent resultiert ein Invaliditätsgrad von 57,5
Prozent (= 100% – 85% × 50%).
2.5 Der Beschwerdeführer hat sich im Dezember 2011 zum Rentenbezug angemeldet.
Gemäss dem Art. 29 Abs. 1 IVG hat ein allfälliger Rentenanspruch folglich frühestens
am 1. Juni 2012 entstehen können. Retrospektiv betrachtet muss das sogenannte
Wartejahr im Sinne des Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG damals bereits erfüllt gewesen sein, da
Dr. I._ angegeben hat, dass die von ihr beschriebene Gesundheitsbeeinträchtigung
bereits unverändert seit Jahren bestehe. Das bedeutet, dass der Beschwerdeführer
rückwirkend ab dem 1. Juni 2012 einen Anspruch auf eine halbe Rente der
Invalidenversicherung hat. Da die Ermittlung des Rentenbetrages noch nicht
durchgeführt worden ist, kann das Versicherungsgericht keinen rechtsgestaltenden
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Rentenentscheid fällen. Es muss sich mit der Feststellung begnügen, dass der
Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 einen Anspruch auf eine halbe
Rente der Invalidenversicherung hat. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenbeträge
und eines allfälligen Verzugszinses an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
Dieser Verfahrensausgang gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen
des Beschwerdeführers. Die Gerichtskosten sind folglich der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen. Für das Beschwerdeverfahren IV 2014/163 sind keine Gerichtskosten zu
er¬heben, da der Entscheid IV 2014/163 vom Bundesgericht aufgehoben worden ist.
Im Beschwerdeverfahren IV 2018/82 ist ein überdurchschnittlich hoher
Verfahrensaufwand angefallen, da ein Gerichtsgutachten eingeholt werden musste. Die
Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren IV 2018/82 sind deshalb auf 1’000
Franken festzusetzen. Zudem hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für das
Gerichtsgutachten von 7’909.20 Franken zu bezahlen. Schliesslich hat die
Beschwerdegegnerin der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine
Parteientschädigung für den erforderlichen Vertretungsaufwand in den beiden
Beschwerdeverfahren IV 2014/163 und IV 2018/82 auszurichten. Der erforderliche
Vertretungsaufwand ist insgesamt als überdurchschnittlich hoch zu qualifizieren,
weshalb die Parteientschädigung auf 5’000 Franken (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festgesetzt wird.