Decision ID: 3acdef3b-1da4-4c1d-8fec-dfc133a7492f
Year: 2007
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. N._, geboren 1974, arbeitete bis 1996 als angestellte Coiffeuse in verschiedenen Coiffeursalons. Im März 1998 machte sich die Versicherte selbständig und eröffnete einen Coiffeursalon in Z._ (Urk. 8/3 Ziff. 6.3.1). Am 31. August 1990 wurde sie von einem Auto angefahren und erlitt ein Schädel-Hirntrauma mit Commotio cerebri und Knieverletzungen (Urk. 8/5/58). Am 9. Juli 2001 meldete sie sich wegen Kniebeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (Urk. 8/3 Ziff. 7.8).
2. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (Urk. 8/17 und Urk. 8/39) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/33) ein und liess die Einschränkungen im Haushalt (Urk. 8/37 und Urk. 8/61 = Urk. 8/63) abklären.
Mit Verfügung vom 8. Juli 2003 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (Urk. 8/20). Die dagegen erhobene Einsprache vom 9. September 2003 (Urk. 8/25) wies sie mit Entscheid vom 12. Dezember 2006 (Urk. 8/74 = Urk. 2) ab.
3. Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2006 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 12. Januar 2007 Beschwerde und beantragte, ihr sei bis 30. November 2003 eine halbe Rente und ab 1. Dezember 2003 eine Viertelsrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2) Mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2007 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), worauf mit Verfügung vom 5. April 2007 der Schriftenwechsel geschlossen wurde (Urk. 9).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
1.2 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit (seit 1. Januar 2004) nach Art. 28 Absatz 2
bis
IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 27
bis
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung IVV), seit 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis zu Art. 27
bis
IVV (seit 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderm im Haushalt) bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beurteilt (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 25 S. 75 ff.). Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt. Von dieser Gerichts- und Verwaltungspraxis abzuweichen besteht auch mit In-Kraft-Treten des ATSG keine Veranlassung (BGE 130 V 393 ff. Erw. 3.3).
1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66
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/
3
Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind. In Härtefällen besteht gemäss Art. 28 Abs. 1
bis
IVG bereits bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung).
1.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004: in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
1.6 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; nicht publiziertes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen P. vom 6. April 2004, I 733/03, Erw. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 63 Erw. 6.2 und 128 V 93 f. Erw. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen G. vom 19. Juni 2006, I 236/06, Erw. 3.2).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegehrens im Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2006 damit, dass die Invalidität nach der allgemeinen Methode respektive ab 1. Dezember 2003 nach der gemischten Methode zu ermitteln sei (Urk. 2 Erw. 6). Es sei dabei auf das MEDAS-Gutachten vom 18. Juni 2003 (Urk. 8/17) abzustellen und von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer leidensangepassten Tätigkeit seit August 2001 auszugehen (Urk. 2 Erw. 7). Sie ging von einem Valideneinkommen von Fr. 48'593.-- aus (Urk. 2 Ziff. 8.1)
2.2 Die Beschwerdeführerin hingegen machte geltend, dass vorliegend das Valideneinkommen nicht gestützt auf die Angaben der Ausgleichskasse „Coiffure & Esthétik Suisse“ vom 19. Dezember 2005 (vgl. Urk. 3/2), sondern aufgrund der am 20. Dezember 2005 eingeholten Auskunft der paritätischen Landeskommission für das Coiffeurgewerbe zu bestimmen sei (vgl. Urk. 3/3). Weiter sei bei der Bestimmung des Invalideneinkommens von einer von Dr. med. A._, Chirurgie FMH, attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen (Urk. 1 S. 10).
3.
3.1 Strittig und zu prüfen ist die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit als Coiffeuse und die Höhe des Validen- und Invalideneinkommens und damit der Invaliditätsgrad.
Vorliegend ist die Statusfrage nicht strittig und aufgrund der Akten auch ausgewiesen. Die Beschwerdeführerin würde im Gesundheitsfall seit Dezember 2003 in einem Pensum von 60 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen und sich im Umfang der restlichen 40 % im Haushalt betätigen. Unbestritten blieb auch die Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich von 45,5 %, entsprechend einem Teilinvaliditätsgrad von 18,2 % (45,5 x 0.4; Urk. 8/61).
3.2 In seinem am 26. Juni 2000 erstatteten Gutachten stellte Dr. med. B._, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, aufgrund der Untersuchungen vom 9. Juni 2000, folgende Diagnose (Urk. 8/5/66 = 8/10 S. 6):
-
Kniegelenks-Instabilität rechts bei insuffizientem vorderen Kreuzband
- Zustand nach Meniskektomie medial und Stabilisierungsoperation des Seitenband-Komplexes medial
- Zustand nach Schädel-Hirn-Kontusion mit Commotio/Contusio cerebri sowie Hautverletzungen der Stirne, der Nase und der Oberlippe
Die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden seien glaubhaft und die vorliegende Gesundheitsstörung sei allein auf den Unfall des Jahres 1990 zurückzuführen. Er attestierte eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in der angestammten Tätigkeit als Coiffeuse (Urk. 8/5/67 Mitte).
3.3 Im von der Beschwerdeführerin in Auftrag gegebene Gutachten vom 5. Dezember 2001 führte Dr. med. C._, Neurologie FMH, aus, diagnostisch bestehe Status nach schwerem Unfall vor 11 Jahren, mit Anosmie, chronischer Cephalea von migräniformem Charakter, neurovegetativer und neuropsychologischer sowie mit cervicaler Symptomatik und posttraumatischer, behandelter Belastungsstörung, radiologisch mit Bandscheibenprotrusionen C4/5 und C5/6 und mit normalen anatomischen Verhältnissen am cervico-cranialen Übergang (Urk. 8/6 S. 9 unten). Die prozentuale Einschätzung der Behinderung im Haushalt sei sehr schwierig, dürfte sich jedoch im Rahmen von 30 bis 50 % bewegen (Urk. 8/6 S. 8 oben). Aus neuropsychologischer Sicht sei eine Einschränkung von 10 % attestiert (Urk. 8/6 S. 9 unten und Urk. 8/2 Ziff. 7.2). Gesamthaft sei die Beschwerdeführerin als selbständige Coiffeuse zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 8/6 S. 10 Frage 2).
3.4 Die Ärzte der medizinischen Abklärungsstelle der Universitätskliniken D._ (MEDAS) nannten in ihrem Gutachten vom 18. Juni 2003 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/17 S. 14):
-
Verkehrsunfall am 31. August 1990 mit
- Bewusstlosigkeit, Commotio cerebri und komplexer Bandverletzung des rechten Knies
konsekutiv:
-
Posttraumatische anteromediale Instabilität rechtes Kniegelenk bei/mit
- Status nach Innenbandraffung 25. September 1990
- Status nach medialer Teilmeniskektomie, Synovektomie und medialer Seitenbandplastik 16. Januar 1997
- anamnestisch rezidivierend Giving way
-
Chronisches zervikokephales sowie zervikospondylogenes Syndrom beidseits bei/mit
- degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule
- radiologisch Bandscheibenprotrusionen C4/5 und C5/6
- mehrsegmentalen Dysfunktionen
-
Anhaltende depressive Störung, gegenwärtig mittelschweren Grades
-
Leichte kognitive Störung
- Differenzialdiagnose: Interferenz mit depressiver Störung
-
Posttraumatischen Kopfschmerzen häufig von migräniformem Charakter
-
Intermittierendes lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom beidseits bei/mit
- Wirbelsäulenfehlhaltung
-
Status nach Schädelhirntrauma mit Commotio cerebri 30. August 1990
-
Anosmie
Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Coiffeuse und auch in anderen wechselbelastenden Tätigkeiten zu 70 % arbeitsfähig sei (Urk. 8/17 S. 21). Die aus psychiatrischer Sicht um 30-40 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/17 S. 13) interpretierten sie als einerseits teils situativ bedingt durch die ungeplante Schwangerschaft und damit einhergehende finanzielle und existenzielle Sorgen sowie Unklarheiten bezüglich der Zukunftsgestaltung, anderseits durch die aktuelle unbehandelte Situation mitunterhalten. Eine relevante depressive Störung sei daher eher zu relativieren (Urk. 8/17 S. 20 f).
3.5 Dr. A._ diagnostizierte in seinem Bericht vom 8. Juni 2005 nebst den bekannten Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode und eine leichte Gonarthrose mit Instabilität des rechten Kniegelenks bei Status nach Kreuzbandplastik (Urk. 8/39 lit. A). Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Coiffeuse zu 50 % arbeitsfähig seit 3. Juli 2004 (Urk. 8/39 lit. B).
4.
4.1 Die Vorinstanz legte den frühestmöglichen Rentenbeginn auf den 1. August 2002 fest (Urk. 2 S. 5 Erw. 8). Vorab ist zu prüfen, ob das Wartejahr im vorliegenden Fall abgelaufen ist, so dass ein Rentenanspruch hätte entstehen können.
4.2 In Würdigung der medizinischen Unterlagen ist festzuhalten, dass die die Beschwerdeführerin behandelnden beziehungsweise begutachtenden Ärzte im Wesentlichen von denselben Krankheitsbildern ausgehen.
Vor dem Hintergrund der übereinstimmenden Diagnose ist zunächst festzuhalten, dass das MEDAS-Gutachten mit rheumatologischem (Urk. 8/17 S. 32-37), neurologischem (Urk. 8/17 S. 38-42), neuropsychologischem (Urk. 8/17 S. 43-46) und psychiatrischem (Urk. 8/17 S. 47-54) Teilgutachten für die erheblichen Belange umfassend ist, diesbezüglich auf allseitigen Untersuchen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Anamnese und der Vorakten abgegeben worden ist und in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet sowie begründete Schlussfolgerungen enthält. Somit kommt ihm grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. vorstehend Erw. 1.5).
Daran vermag auch die Einschätzung von Dr. C._ nichts zu ändern. Er hat sein Gutachten im Auftrag der Beschwerdeführerin erstattet, wobei er offenbar dazu aufgefordert wurde, die Frage der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Coiffeuse und im Aufgabenbereich zu beantworten. Seine Feststellungen basieren zwar auf eigenen Untersuchungen, jedoch ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Coiffeuse nicht ohne weiteres nachvollziehbar, da er diese massgeblich auf die Darstellung der Beschwerdeführerin abstellte, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Weiter legte er nicht dar, welche Belastungen der Beschwerdeführerin im Einzelnen zumutbar wären. Ferner untermauert das Gutachten von Dr. B._ (Urk. 8/5/61-70), dem volle Beweiskraft zugesprochen werden kann (vorstehend Erw. 1.5), die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des MEDAS-Gutachtens.
4.3 Da vorliegend von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % als Coiffeuse bis Ende November 2003 auszugehen ist, ist in diesem Zeitpunkt keine über 12 Monate anhaltende Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % ausgewiesen (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG), und damit erübrigt sich für diesen Zeitraum eine Invaliditätsbemessung.
5.
5.1 Ab Dezember 2003 ist die Beschwerdeführerin bei der Invaliditätsbemessung als Teilerwerbstätige zu behandeln (Urk. 8/37/1 und 8/61/1). Damit ist nach der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung die Invalidität im erwerblichen Bereich zu prüfen. Nach der Rechtsprechung (vgl. vorstehend Erw. 1.3) ist die Einschränkung im erwerblichen Bereich nach der Methode des Einkommensvergleichs auf Grundlage der Teilerwerbstätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ohne Behinderung ausüben würde (hier: 60 %), zu ermitteln. Diese Einschränkung im erwerblichen Bereich ist anschliessend bei der Festsetzung der Gesamtinvalidität nicht voll in Anschlag zu bringen, sondern gewichtet mit dem einem hypothetischen Teilarbeitspensum entsprechenden Anteil (hier: 60 %) mit zu berücksichtigen (BGE 125 V 152 Erw. 4 mit Hinweisen).
5.2 Bei der Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hierfür hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen (Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums etc.), zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 26). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b) beziehungsweise das an die branchenspezifische Nominallohnentwicklung angepasste frühere Einkommen (AHI 2000 S. 305 ff. Erw. 2c).
5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 476 Erw. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden, seit 1999 von 41,8 Stunden, seit 2001 von 41,7 und seit 2004 von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 7/8-2007 S. 90 Tabelle B9.2; BGE 129 V 484 Erw. 4.3.2, 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).
5.4 Wenn vorliegend vorerst, ohne diese näher zu prüfen, von den Vorbringen der Beschwerdeführerin und damit von einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % in der angestammten Tätigkeit als Coiffeuse ausgegangen wird (Urk. 1 S. 10 und Urk. 8/39 lit. B), würde sich die Invaliditätsbemessung wie folgt darstellen:
Die Beschwerdeführerin ging gestützt auf die am 20. Dezember 2005 eingeholte Auskunft von einem Valideneinkommen von Fr. 54'504.-- bei einem Pensum von 100 % aus (Urk. 3/3). Die Beschwerdegegnerin ging von Fr. 48'593.-- aus und stützte sich dabei auf die Angaben der Ausgleichskasse „Coiffure & Esthétik Suisse“ (Urk. 3/2). Ginge man zugunsten der Beschwerdeführerin vom höheren Valideneinkommen aus, wäre vorliegend angesichts einer Aufrechnung auf das Jahr 2005 (hypothetischer Rentenbeginn) von einem Valideneinkommen von rund Fr. 55'049.-- (Fr. 54'504.-- x 1.01) auszugehen. Unter Berücksichtigung des Teilzeitpensums von 60 % ergäbe dies ein Valideneinkommen von Fr. 33'029.-- (Fr. 55'049.-- x 0.6).
Ausgehend von der von Dr. A._ attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit als Coiffeuse (Urk. 8/39 lit. B) wäre das Invalideneinkommen mit Fr. 27'525.-- (Fr. 55'049.-- x 0.5) einzusetzen.
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 33'029.-- mit dem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 27'525.-- ergäbe eine Einkommenseinbusse von Fr. 5'505.--, was eine Einschränkung von 16.67 % ergäbe. Bei einem Anteil des erwerblichen Bereichs von 60 % ergäbe dies anteilig einen Invaliditätsgrad von 10 % (16.67 x 0.6).
5.5 Addierte man nunmehr die Teilinvaliditätsgrade von 18.2 % im Aufgabenbereich (vorstehend Erw. 3.1) und von 10 % im Erwerbsbereich, so würde als Gesamtinvaliditätsgrad ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 28.2 % resultieren.
6. Selbst wenn also in den strittigen Punkten von den Vorbringen der Beschwerdeführerin ausgegangen würde, ergäbe sich keine rentenbegründender Invaliditätsgrad, so dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht und der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden ist, was zur Abweisung der Beschwerde führt.