Decision ID: 1759e3c5-433d-4f66-ab84-588b455c8a04
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
,
gelernter Koch,
arbeitete von
Novem
ber
2001 bis
zur von der Arbeitgeberin per
3
1.
Januar 2013
ausgesprochenen Kündigung
bei der
A._
,
zuerst
im internen Postversand
und
hernach
in der Hauswartung
(
Urk.
7/
8/2 f.).
Nach einer Meldung zur Früherfassung im Dezember 2012 (
Urk.
7/4)
mit
Ab
schluss der Frühinterventionsmassnahmen im Januar 2013 (vgl.
Urk.
7/7) reichte
X._
am
1
7.
September 2015
(
Urk.
7/9)
die Anmeldung
zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen
Invalidenversicherung
ein
. Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in er
werblicher und medizinischer Hinsicht und
teilte
am
8.
Februar 2016
mit
(
Urk.
7/20)
, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht möglich
seien
und
über
de
n
Rentenanspruch nach Ablauf der W
artezeit separat verfügt werde
. In der Folge liess sie eine
psychiatrische
Begutachtung
im Sanatorium
B._
durchführen
(Gutachten vom 2
3.
August 2016
,
Urk.
7/34)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/36-37,
Urk.
7/40)
wies
die IV-Stelle
das Begehren um Leistungen der Invalidenversicherung
mit Verfügung vom
2
7.
Februar 2017
ab (
Urk.
2).
2.
Dag
egen erhob d
e
r
Versicherte am 3
0.
März 2017
Beschwerde mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es sei
mit Wirkung ab
1.
März 2016 eine ganze Rente zuzusprechen
. Ferner
ersuchte er um
u
nentgeltliche
Rechtspflege
(
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerde
antwort vom 1
5.
Mai 2017
(
Urk.
6) auf A
bweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
6.
Mai
201
7
zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8
).
Am
4.
Juli 2017 zog der
Beschwerdeführer das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Er
krankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so
ziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, be
stehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas
sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Be
lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psy
chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Ge
sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.2.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte In
-
dika
toren
, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen
einzu
-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete
versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet ihre Leistungsabweisung damit (
Urk.
2),
dass aus medizinischer Sicht
die Arbeitsfähigkeit aufgrund einer mittelgradigen de
pressiven Episode sowie einer Persönlichkeitsakzentuierung eingeschränkt
sei
. Bei depressiven Episoden sei nicht mit einer längerfristigen Einschränkung der Arb
eitsfähigkeit zu rechnen und das Leiden lasse
sich gut therapeutisch angehen und behandeln. Ebenfalls könn
ten die
Therapiemöglichkeiten
mit
einer Med
ika
mentenumstellung sowie einer
störungsspezifischen Behandlung im stationären oder teilstationären Bereich
erweitert werden.
Sodann handle es sich b
ei der
Per
sönlichkeitsakzentuierung
um eine
Z
-
Diagno
se,
welche bei der Invalidenv
ersi
cherung nicht versichert sei. Es
lägen auch
viele schwere Lebensumstände
(Ar
beitslosigkeit, finanzielle
Situation, kein
e Partnerschaft) vor.
Ferner sei der
Ta
gesablauf
nicht massiv gestört
und es seien Ressourcen vorhanden, wie mit dem Auto zum E
inkaufen
zu
fahren
,
den Haushalt zu erledigen, f
ern
zu
sehen
,
sich mit
einem Freund zum Tischtennisspielen
zu treffen
und
es
könn
t
e
n
Termine
ge
wissenhaft wa
h
r
genommen werden.
O
bwohl eine schwere und ausgeprägte Er
schöpfbarkeit sowohl in körperliche
n
Alltagsaktivitäten als auch bei geistigen Anstrengungen angegeben
w
ü
rden
, h
abe
die neuropsychologischen Untersu
chung keine
Hinweise für
eine
Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit
ergeben.
D
amit
bestehe
kein Anspruch auf IV-Leistungen
.
2.2
Dagegen brachte der Beschwerdeführer
vor (
Urk.
1 S.
5
f.),
das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten des Sanatoriums
B._
erfülle die an ein Gutachten ge
stellten Anforderungen und
dies
werde von
der
IV-Stelle nicht in Abrede gestellt.
D
ie Gutachter
schlössen
auf eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit
und
die IV-Stelle
habe
dem zu folgen, sofern nicht konkrete, fallgebundene Gesichtspunkte vorlä
gen, die im Vergleich zum medizinisch-psychiatrischen Sachverständigen
eine
abweichende Ermessensausübung geb
ö
te
n
.
Die IV-Stelle habe eine „Ressourcen
prüfung" vorgenommen, die jedoch nicht gee
ignet sei, die von den Gutachtern
vorgenommene Einschätzung
der
Arbeitsfähigkeit zu entkräften.
Er
sei aufgrund der Beeinträchtigungen in mehreren Fähigkeitsbereic
hen nur eingeschränkt im Stande
,
Einglieder
ungsmassnahmen zu absolvieren. A
ufgrund der schwer beein
trächtigten Durchhaltefähigkeit könne er gegenwärtig einer beruf
lichen Tätigkeit für höchstens zwei
Stunden pro Tag nachgehen.
Damit sei
ein IV-Grad von über 70
%
aus
gewiesen,
womit sich mit Wirkung ab
1.
März 2016 ein Anspruch auf eine ganze Rente ergebe
(S. 7)
.
2.3
Aufgrund der Anmeldung vom
1
7.
September 2015 (
Urk.
7/9)
fallen Rentenleis
tungen nach Ablauf des Wartejahrs frühestens nach sechs Monaten
und damit
ab März 2016 in Betracht (
Art.
28 in Verbindung mit
Art.
29
Abs.
1 IVG; E. 1.3 hier
vor), sodass für die vorliegende Streitsache die attestierten Arbeitsfähigkeiten in den medizinischen Berichten vor März 2015
von untergeordneter
Relevanz sind.
Die seither aufgelegten Ar
ztberichte wurden im Gutachten
des Sanatorium
s
B._
vom 2
3.
August 2016
(
Urk.
7/34 S. 2-5 und S. 11-13
)
zusammenge
fasst, weshalb sie vorliegend nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen jedoch darauf Bezug ge
nommen.
3.
3.1
Im Gutachten des Sanatorium
s
B._
vom 2
3.
August 2016 (
Urk.
7/34
S. 1-27),
führten
Dr.
C._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherap
ie,
und
Dr.
D._
di
e folgenden Diagnosen
mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
auf
(S. 21
):
-
Mittelgradi
ge depressive Episode (
ICD-
10
F32.1
)
-
Persönlichkeitsakzentuierung
mit zwan
gshaften und paranoiden Anteilen (ICD-10 Z
73.1)
3.2
Die Gutachter führten aus, d
er Beschwerdeführer berichte
(S. 5 ff.), seit seinem Arbeitsplatzverlust im Jahr 2012 sei es ihm nie mehr wirklich gut ergangen. Nach seiner langjährigen Anstellung als ungelernter Haustechniker bei
A._
habe er ca. 350 Bewerbungen abgeschickt und nur Absagen bekommen. Dies habe stark auf seine Stimmung geschlagen. Im Jahr 2010 oder 2011 habe sich seine langjährige Partnerin von ihm getrennt. Er sei 2014 durch das RAV ausgesteuert worden und lebe von der Sozialhilfe. Im August 2015 sei es aufgrund von Miet
schulden und Verwahrlosung zu einer Zwangsräumung der Wohnung gekom
men. Während dieser Zeit habe er vorübergehend in einem Übergangswohnheim gewohnt. Seit Februar 2016 habe er wieder eine eigene Wohnung.
Zum
typischen Tagesablauf
gebe er an
(S. 8 f.): U
m 09.00 Uhr stehe er auf und trinke einen Kaffee.
Seiner
Körperhygiene (Duschen, Zähneputzen) könne er problemlos nachgehen. Im Anschluss erledige er soweit möglich den Haushalt, wasche sein Geschirr und räume auf. Während 24 Stunden am Tag sei der Fern
seher in seiner Wohnung eingeschaltet. Er schaue vor allem die drei Lokalsender aus Deutschland (Markt- und Kochsendungen), sowie den „Kassensturz". Zusätz
lich beschäftige er sich viel mit seinem Computer. Er ernähre sich vor allem von kaltem Essen. Ein- bis zweimal pro Woche erledige er mit dem Auto den Einkauf.
Zwei- bis dreimal wöchentlich komme eine Mitarbeiterin vom Sozialdienst zur Unterstützung bei den häuslichen Tätigkeiten und helfe beim Aufräumen. Zwei
mal pro Woche treffe er einen ehemaligen Mitpatienten auf einen S
paziergang oder zum Tischtennis
spielen. Er könne 20 bis 30 Minuten spielen, dann müsse er sich für 30 Minuten erholen. Mit den Unterbrechungen könne er so drei bis vier Stunden Tischtennis spielen. Beim Spazierengehen sei es ähnlich. Er könne ca. eine Stunde spazieren gehen und müsse sich dann 15 Minuten erholen. I
nsgesamt sei er so bis maximal drei
Stunden mit seinem Kollegen unterwegs. Einmal pro Woche habe er eine Konsultation bei seinem ambulanten Psychiater und alle zwei Wochen habe er einen Termin bei seinem Beistand, welcher ihn seit Dezember 2015 betreue. Es handle sich um eine freiwillige Beistandschaft, welche zur Un
terstützung in finanziellen Angelegenheiten errichtet worden sei. Die vereinbar
ten Termine bei dem behandelnden Psychiater wie auch bei dem Beistand nehme er gewissenhaft wahr und erscheine dort pünktlich.
3.3
Im
Psychostatus
hielten
die Gutachter fest
(S. 14)
, d
er 59-jährige
Beschwerdefüh
rer
wirke
altersentspr
echend
,
erscheine
gepflegt und
sei
kooperativ. Er
sei
wach
, bewusstseinsklar und zu allen
Qualitäten orientiert. Im Gespräch
zeigten sich
keine Auffassungs-, Merkfähigk
eits- oder Gedächtnisstörungen. Z
um Ende des Gesprächs
gebe er
subjektiv leichte Kon
zentrationsstörungen an. Formale
Denk
störungen
seien nicht
eruierbar
und es bestehe
keine vermehrte
Grübelneigung
.
Er
berichte
über ein
leicht bis mittelgradig
ausgeprägtes
Misstrauen gegenüber Fremden
, ohne dass sich Hinweis
e
auf Hypochondrie,
spezifische
Phobien
,
Zwangsdenken, Zwangsimpulse
oder
–
h
andlungen
ergäben
.
Es bestünden k
eine Sinnes
täuschungen, k
ein
e
Wahn- und k
eine Ich-Störungen. Im Affekt
wirke er
leicht
affektarm, leicht deprimiert, leicht gereizt,
ohne Schuldgefühle.
Ängstlic
h
keit und Hoffnungslosigkeit gebe er als mittelgradig an und es be
stünden
eine schwere Störung der Vitalgefühle und eine mittelgradige Antriebsarmut. Ansons
ten ergäben sich
keine psychomotorischen
Störungen.
Es bestünden ein Morgen
tief, ein deutlicher sozialer Rückzug ohne Suizidgedanken,
keine
Einschlaf-
,
je
doch
Durchschlafstörungen bei einer leicht
verkürzten Schlafdauer von sechs bis acht Stunden unter
Angabe von unruh
igem Schlaf
und
vermehrtem Träumen und erhöhter Tagesmüdigkeit sowie v
egetative
n
Störungen im Sinne von vermehrtem Schwitzen und
Kopfschmerzen.
3.4
Weiter führten die Gutachter aus, d
er Beschwerdeführer erfülle
aktuell die Krite
rien einer mittelgradig
en depressiven Episode mit den drei
typischen Symptomen,
gedrückte Stimmung, Interessenverlust u
nd Freudlosigkeit, Verminderung
des Antriebs und erhöhter Ermüdbarkeit. Von den anderen häufigen
Sym
ptomen er
fülle er die Kriterien
Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pess
imistische Zu
kunftsperspektiven
und Schlafstör
ungen. Deutliche Müdigkeit trete
bereits nach nur k
leinen Anstrengungen auf und somit sei
das Hauptsymptom erhöhte
Ermü
d
-
barkeit
als besonders ausgeprägt einzustufen.
Er
könne
nur unter erheblichen Schwierigkeiten soziale, häusl
iche und berufliche Aktivitäten
fortsetzen
(S. 15)
.
Die in den Vorbefunden und
in der Untersuchung beobachteten
Merkmale wie das intensive un
d grundlegende Misstrauen
, sein Perfektionismus
und Ordn
ungs
sinn, seine Schwierigkeiten
Aufgaben z
u delegieren, sein ausgeprägtes
Verant
wortungsbewusstse
in und seine Kränkbarkeit wiesen
zw
ar auf paranoide und zwanghafte Persönlichkeitszüge hin. Diese hätten
jedoch das psychosoziale
Funk
tionsniveau
nicht in dem Ausmass be
einträchtigt, dass die Diagnose
einer Per
sönlic
hkeitsstörung gerechtfertigt sei
(S. 16).
Die Funktionseinschränkungen seien in erster Linie auf die Depression und in zweiter Linie auf persönlichkeitsbedingte interaktionelle Probleme, insbeson
dere
das ausgeprägte Misstrauen
,
zurückzuführen
(S. 17)
.
3.5
Zur
den
persönliche
n
Ressourcen
führten die
Gutachter
aus,
die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Rout
inen sei nicht beeinträchtigt.
Der Beschwerdefüh
rer schaffe es, die wöchentlich stattfindenden Termine (Beistand, Psychiater) pünktlich und regelmässig wahrzunehmen. Die Fähigkeit zur Planung und Struk
turierung von Aufgaben sei schwer beeinträchtigt.
So
benötige
er
für die Haus
haltsführung teilweise strukturierende Vorgaben durch die betreuende Sozialar
beiterin. Zumeist würden die Tage nicht zielführend verbracht und Vorhaben oft nicht wie geplant durchgeführt und beendet. Die Flexibilität und Umstellungsfä
higkeit sei mittelgradig beeinträch
tigt. A
ufgrund von Resignation, Misstrauen und Pessimismus, sozialer Isolation und Inaktivität
sei er
in seinem Denken und Verhalten eingeengt und könne sich wechselnden Situatio
nen schlecht anpassen. A
uf neue und
unvorhergesehene Alltagsbelastungen reagiere er mit Rückzug, Ge
reiztheit und Angst. Das Durchhaltevermögen sei schwer beeinträchtigt. Auf
grund seiner ausgeprägten Erschöpfbarkeit und Antriebsarmut könne er leichte körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge und Haushaltstätigkeiten nur für ein bis höchstens zwei Stunden durchführen. Unter Einschaltung häufiger Pausen könne die Gesamtdauer auf höchstens 4 Stunden erhöht werden. Dies habe zur Folge, dass er im Haushalt auf Unterstützung angewiesen sei. Das kognitive Durchhaltevermögen sei gemäss der neuropsychologischen Untersuchung vom Mai 20
16 hingegen nicht eingeschränkt, wobei die
Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdbeurteilung
des Konzentrationsvermögens
wahrscheinlich mit der de
pressiven Störung zu erklären
sei
.
Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei mittelgra
dig beeinträchtigt.
Er
sei leicht
kränkbar
und
reagiere auf Kritik gereizt und
ma
che seine Bedürfnisse oft auf dysfunktionale Weise geltend, indem er unange
messen fordernd oder provozierend auftrete. Die Kontaktfähigkeit s
ei mittelgradig beeinträchtigt, da es ihm a
ufgrund des Misstrauens unbekannten Menschen ge
genüber schwer
falle
, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Er benötige über
durchschnittlich viel Zeit, um Vertrauen aufzubauen, und verliere es rasch in Be
ziehungskrisen und er bevorzuge kleine Gruppen. Über seine persönlichkeitsbe
dingte Tendenz zum Einzelgängertum hinaus habe die depressive Störung zu einem schweren sozialen Rückzug geführt. Die Gruppenfähigkeit sei mittelgradig beeinträchtigt. Er könne sich in einem beruflichen Umfeld mit definierten Rol
lenzuschreibungen grundsätzlich gut integrieren. Gegenwärtig sei seine Gruppen
fähigkeit jedoch durch den depressionsbedingten sozialen Rückzug schwer beein
trächtigt. Für die berufliche Wiedereingliederung wäre er auf motivierende und beratende Unterstützung angewiesen
(S. 18 f.).
Als Ressourcen seien zu nennen (S. 19 f
.
): Die fachliche Kompetenz in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hauswart
,
sei
nicht beeinträchtigt. Er habe eine gute Auffassungsgabe und habe sich trotz seiner fehlenden Ausbildung stets weiter
gebildet und sich vieles selbständig beigebracht. Die Wegefähigkeit sei nicht ein
geschränkt. Er sei im Besitz eines Führerausweises, fahre selbständig Auto und mit dem öffentlichen Verkehr zu seinen Terminen und zum Einkaufen.
3.6
Zur Arbeitsfähigkeit hielten
die Gutachter
fest (S. 26), diese könne im Zeitraum von Oktober 2012 bis Januar 2015
retrospektiv nicht mehr
beurteilt werden. Spä
t
estens seit Februar 2015 bestehe
in der z
uletzt ausgeübten Tätigkeit als
Hauswart durchgehend eine 100%ige Arbe
itsunfähigkeit. Diese resultiere aus dem stark
ein
geschränkten Durchhaltevermögen des Exploranden, den E
inschränkungen zur Anpassung an
Regeln und Routinen, den Schwierigkeiten bei der Strukt
urierung von Aufgaben sowie der
deutlichen Beeinträchtigung von Selbstbehauptungs-, Kontakt- und Gruppenfähigkeit
. Einer angepassten Tätigkeit könne er ebenfalls nur in einem Umfang von zwei Stunden pro Tag nachgehen. Voraussetzungen seien körperlich leichte Tätigkeiten, regelmässige Arbeitszeiten ohne Nachtarbeit, ein kleines Team, fehlender Zeitdruck und die Möglichkeit vermehrter Pausen.
4.
4.1
Das
psychiatrische
Gutachten
des Sanatorium
s
B._
vom 2
3.
August 2016
setzt sich mit den Aspekten der gesundh
eitlichen Beeinträchtigungen des Be
schwerdeführers
aus
einander,
berücksichtigt
die medizinischen
Vorakten
und ist
hinsichtlich der Diagnosestellung nachvollziehbar.
B
egründet
sind
auch
die Ab
weichungen
gegenüber den behandelnden Ärzten
insofern
,
als
die
Gutachter die
Diagnose einer Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61)
verneinten
(
Urk.
7/34/16).
Was die B
eurteilung der Arbeitsfähigkeit anbelangt
,
stützen
sich
die postulierten Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit
einzig
auf d
ie
psychische Symptomatik
mit
der
Diagnose einer
mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) und einer Persönlichkeitsakzentuierung mit zwangshaften und paranoiden Anteilen (ICD-10 Z73.1)
ab.
Die Gutachter attes
tierten in diesem Zusammenhang
spätestens
seit Februar 2015
eine durchgehende
100%ige Arbeitsunfähigkeit
in
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hauswart
und
eine zumutbare Restarbeitsfähigkeit im
Umfang von zwei Stunden pro Tag
in e
iner angepassten Tätigkeit
(E. 3.6 hiervor)
.
4.2
Die
von den Gutachtern attestierte
100%ige
Arbeitsunfähigkeit in angestammter und die
fast vollständige
Arbeitsunfäh
igkeit in angepasster Tätigkeit
l
assen
sich
nicht
nachvollzieh
en.
Augenscheinlich würdigten die Gutachter
ausschliesslich
das
vom Beschwerdeführer beschriebene und
gezeigte negative Leistungsbild, wobei
ein stark eingeschränktes Durchhaltevermögen, Einschränkungen zur An
passung an Regeln und Routinen, Schwierigkeiten bei der Strukturierung von Aufgaben und Beeinträchtigung von Selbstbehauptungs-, Kontakt- und Grup
penfähigkeit
erwähnt
wurden.
Indes zeigten die Gutachter i
m Rahmen
ihrer Be
urteilung der Restarbeitsfähigkeit
ke
in positives Leistungsbild
auf.
So
erfolgte insbesondere keine Auseinandersetzung mit vorhanden
en
Ressourcen
des Be
schwerdeführers
,
obwohl
auf solche
im Gutachten hingewiesen
wurde
. So
wurden
etwa ein kognitives
Durchhaltevermögen
ohne Einschränkungen
,
fachliche Kom
petenzen
,
eine
gute Auffassungsgabe
,
selbständig
es
Autofahren und
Benützung des
öffentlichen Verkehr
s,
pünktlich
es
und zuverlässiges
Erscheinen
erwähnt
(
vgl.
Urk.
7/3
4/18 f.
)
.
Der Beschwerdeführer selber gab im Zusammenhang mit der Schilderung seines Tagesablaufs auch an, dass es ihm möglich sei, mit Unterbre
chungen bis zu vier Stunden Tischtennis zu spielen oder bis zu drei Stunden mit seinen Kollegen unterwegs zu sein (S. 9 oben).
Angesichts dessen erscheint die
attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit
,
ohne
dass eine weitergehende
medi
zinische Begründung
abgegeben wurde, nicht
als
nachvollziehbar
.
Auch
unterblieb eine Würdigung des
Aspekt
s
der
psychosoziale
n
Belastungsfak
toren
obschon
die
Gutachter feststellten,
dass die Erwerbslosigkeit, das Fehlen einer Partnerschaft und der Mangel an finanziellen Ressourcen zur Aufrechter
haltung der Depression beitragen (
Urk.
7/34/20)
. Im Weiteren ergibt
sich
a
uch aus der Anamnese, dass psychosoziale Belastungsfaktoren (Trennung durch die Part
nerin im Jahr 2011, Verlust der langjährigen Anstellung
aus wirtschaftlichen
Gründen
im Jahr 2012
,
zahlreiche erfolglose Bewerbungen, Aussteuerung durch das RAV, Sozialhilfeabhängigkeit, Zwangsräumung der Wohnung wegen Miet
schulden und Verwahrlosung und
die
vorübergehende
Unterbringung in einem Wohnheim
[
vgl.
Urk.
7/34/5ff.
]
)
das depressive Geschehen
auslösten und
dessen Aufrechterhaltung
massgeblich mitbestimmen.
In diesem Zusammenhang
gilt un
verändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gege
ben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psy
chiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom
5.
März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis
und E. 1.2
.2
hiervor
).
Eine solche Unterscheidung nahmen die Gutachter nicht vor.
4.3
Das Gutachten des Sanatoriums
B._
ist damit
in den F
olgerungen der Ex
perten
nicht schlüssig
und
für die streitigen Belange
nicht umfassend
,
weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.
Angesichts dessen, dass
keine fundierte ärzt
liche
Beurteilung
vorliegt und es
die
Beschwerdegegnerin
im Verwaltungsverfah
ren bei den bestehend
en Unklarheiten hinsichtlich der
medizinischen
Beurteilung
bewenden liess, rechtfertigt es sich im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4) nicht, bereits zu diesem Zeitpunkt der Abklä
rungen ein gerichtliches Gutachten einzuholen, was denn auch nicht beantragt wurde. Vielmehr ist die Sache unter Aufhebung de
r angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Februar 2017
(
Urk.
2) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
ein
medizinisches
Gutachten einhole, das die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
,
auch
im Ei
nklang mit der neuen Rechtslage
nach Massgabe der im Regelfall heranzuziehenden Standardindikatoren erlaubt
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4
und E. 1.
2.
3 hiervor
)
.
D
ie Sache
ist damit
zur umfassenden Abklärung an die Besch
werdegegnerin zu
rückzuweisen und in Gutheissung der Beschwerde
ist
die angefochtene Verfügung vom
2
7.
Februar 2017
aufzuheben.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos
ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemes
sen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
I
n Anwendung dieser Kriterien ist die Parteientschädi
gung vorliege
nd auf
Fr.
1'
8
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzu
setzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.