Decision ID: 35df7e22-46b3-5432-8d30-9c34a6540478
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die Prüfungskommission Humanmedizin des Bundesamtes für Gesundheit
BAG (im Folgenden: Vorinstanz) teilte X._ mit Verfügung vom
25. September 2019 (Postversand: 8. Oktober 2019) mit, dass er die Ein-
zelprüfung 1 (MC-Prüfung) bestanden, die Einzelprüfung 2 (strukturierte
praktische Prüfung) nicht bestanden und im Ergebnis die eidgenössische
Prüfung in Humanmedizin nicht bestanden habe.
B.
B.a X._ ersuchte die Vorinstanz mit E-Mail vom 4. November 2019
um Einsicht in die Prüfungsunterlagen.
B.b Mit E-Mail vom 5. November 2019 teilte die Vorinstanz X._ mit,
dass die Akteneinsicht am 8. November 2019 stattfinden werde.
C.
Mit Eingabe vom 7. November 2019 erhob X._ (im Folgenden: Be-
schwerdeführer) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-
tragt, die Verfügung der Vorinstanz vom 25. September 2019 sei aufzuhe-
ben und die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin 2019 des Be-
schwerdeführers sei als bestanden zu erklären, die Vorinstanz sei anzu-
weisen, die vollständigen Akten der Teilprüfung 2 der eidgenössischen Prü-
fung in Humanmedizin 2019 (Clinical Skills [CS]-Prüfung) zu edieren und
es sei ihm eine angemessene Frist zur nachträglichen Ergänzung seiner
Beschwerde anzusetzen. Zur Begründung bemängelt der Beschwerdefüh-
rer eine fehlerhafte Sachverhaltsermittlung und die Unangemessenheit des
angefochtenen Entscheids. Bei acht Posten ("Bauchschmerzen" und "Un-
wohlsein mit Bewusstseinsverlust", "Fieber und Verschlechterung Allge-
meinzustand", "juckender Hautausschlag", "Knotentastbefund in linker
Brust", "Allgemeines Krankheitsgefühl", "Tochter mit Diabetes mellitus Typ
1" und "Müdigkeit") habe er nach den erforderlichen Begleitsymptomen der
Patienten gefragt und die erforderlichen Untersuchungsschritte inklusive
Anamnese durchgeführt. Zudem sei die Kommunikation in sämtlichen Fäl-
len adressatengerecht gewesen. Namentlich bei den Posten "Bauch-
schmerzen" und "Unwohlsein mit Bewusstseinsverlust" seien seine Leis-
tungen zweifellos genügend gewesen. Es sei daher nicht nachvollziehbar,
weshalb seine Leistung insgesamt ungenügend gewesen sein solle. Weil
er die erforderlichen Untersuchungen (Anamnese etc.) wie vorgeschrieben
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vorgenommen habe und auch seine Kommunikationsleistungen mindes-
tens genügend gewesen seien, sei der Sachverhalt von der Vorinstanz feh-
lerhaft beziehungsweise unvollständig oder unrichtig festgestellt worden.
Sollte sich anlässlich der Akteneinsicht ergeben, dass der Sachverhalt kor-
rekt festgestellt worden sei, müsse davon ausgegangen werden, dass die
Medizinalberufekommission (im Folgenden: MEBEKO) sachlich nicht rich-
tig und damit unangemessen entschieden habe oder die anwendbaren
Richtlinien missachtet habe.
D.
Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 7. Januar 2020, die Be-
schwerde sei abzuweisen, und reicht die nicht parteiöffentlichen Vorakten
ein. Sie erklärt, dass dem Beschwerdeführer am 8. November 2019 Akten-
einsicht gewährt worden sei.
In der CS-Prüfung habe der Beschwerdeführer in 7 von 12 Stationen ein
ungenügendes Resultat erzielt. Seine Leistungen in diesen Stationen hät-
ten den schlechtesten Leistungsgruppen 1 oder 2 entsprochen. Für das
Bestehen oder Nicht-Bestehen der CS-Prüfung sei nicht die Anzahl "be-
standener" Stationen ausschlaggebend, sondern die erreichte Gesamt-
punktzahl. Die Gesamtbestehensgrenze habe 1060 Punkte betragen, der
Beschwerdeführer habe 1052 Punkte erreicht. Das Prüfungsergebnis liege
8 Punkte unter der Gesamtbestehensgrenze. In vielen Stationen hätten
ihm fachliches Wissen respektive dessen konkrete Umsetzung gefehlt. Er
habe oft die entscheidenden anamnestischen Fragen nicht gestellt und un-
vollständig oder nicht korrekt untersucht und entsprechend keine adäquate
Verdachtsdiagnose nennen respektive das weitere therapeutische und di-
agnostische Vorgehen umreissen können. Wenn der Beschwerdeführer
pauschal behaupte, er habe die erforderlichen Leistungen erbracht, ver-
möge dies die Beurteilung der Experten nicht zu entkräften.
E.
Mit Replik vom 20. April 2020 erneuert der Beschwerdeführer seine
Rechtsbegehren, es seien die Verfügung vom 25. September 2019 aufzu-
heben und die Eidgenössische Prüfung in Humanmedizin 2019 des Be-
schwerdeführers als bestanden zu erklären. Neu beantragt er, eventualiter
sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung, Beurteilung und Neuent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei die CS-
Einzelprüfung für ungültig zu erklären und er sei zu einem erneuten ersten
Versuch der CS-Einzelprüfung zuzulassen. In prozessualer Hinsicht stellt
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der Beschwerdeführer neu den Verfahrensantrag, es sei die Vorinstanz an-
zuweisen, dem Gericht zu seinen Handen zu belegen, dass und wie der
anlässlich der CS-Prüfung verwendete Experten-Laptop/-Tablet technisch
geprüft worden sei (1), sowie, es sei die Vorinstanz anzuweisen, sämtliche
Unterlagen betreffend die technische Prüfung des Experten-Laptops/-Tab-
lets sowie der ordnungsgemässen Wartung desselben (Update-Stand des
Betriebssystems) einzureichen und dem Gericht zu Handen des Be-
schwerdeführers darzulegen, was, wie und mit welchem Ergebnis geprüft
worden sei (2).
Der Beschwerdeführer habe beim Posten "Bauchschmerzen" sowie "Un-
wohlsein mit Bewusstseinsverlust" entgegen der Vernehmlassung der Vor-
instanz entscheidende Fragestellungen fachlich kompetent geklärt, was
aber in der Bewertung und der Vernehmlassung fälschlicherweise nicht be-
rücksichtigt worden sei. Der Sachverhalt sei somit unrichtig und unvollstän-
dig festgestellt worden. Dem Beschwerdeführer fehlten für das Bestehen
der CS-Prüfung 8 Punkte (1060 Punkte minus 1052 Punkte). Überwiegend
wahrscheinlich seien 8 oder mehr Punkte nicht berücksichtigt worden. Die
Prüfung sei deshalb insgesamt als bestanden zu beurteilen. Im Weiteren
bestreite der Beschwerdeführer mit Nichtwissen, dass eine technische Prü-
fung durchgeführt worden sei. Falls ja, liege kein technisches Protokoll aus
dem Prüfungscomputer vor, aus welchem sich nachvollziehbar und plausi-
bel ergebe, dass anlässlich der CS-Prüfung kein technischer Fehler vorge-
kommen sei und das Betriebssystem sowie die verwendete Prüfungssoft-
ware auf dem aktuellsten Stand gewesen seien. Die angefochtene Verfü-
gung sei somit in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergan-
gen.
F.
Mit Duplik vom 14. Mai 2020 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der
Beschwerde und hält an ihrer bisherigen Stellungnahme fest. Der Be-
schwerdeführer habe nachgewiesenermassen eine ungenügende Punkt-
zahl aufgrund seiner fehlenden medizinisch-inhaltlichen und kommunikati-
ven Kompetenzen erzielt, die er nicht mit sehr guten Leistungen in andern
Posten habe kompensieren können. Einzig in 3 von 12 Stationen habe er
ein Resultat erzielt, das der Leistungsgruppe 5, 6 und 7 (also den oberen
Leistungsgruppen) entsprochen habe.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 25. September 2019 stellt eine Verfü-
gung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-
zember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist
gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen, welche von
eidgenössischen Kommissionen erlassen werden (Art. 33 Bst. f VGG), wo-
runter die Vorinstanz fällt. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen
Verfahren teilgenommen, ist als Adressat der angefochtenen Verfügung
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Ände-
rung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Eingabe-
frist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind
gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kostenvorschuss
wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachur-
teilsvoraussetzungen sind erfüllt (Art. 49 VwVG). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.
2.1 Im Bereich der universitären Medizinalberufe wird die Ausbildung mit
der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (Art. 14 Abs. 1 des Medizi-
nalberufegesetzes vom 23. Juni 2006 [MedBG, SR 811.11]). Mit der Prü-
fung wird abgeklärt, ob die Studierenden über die fachlichen Kenntnisse,
Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie über die Verhaltensweisen und die so-
ziale Kompetenz verfügen, die sie zur Ausübung des entsprechenden Me-
dizinalberufes benötigen und ob sie die Voraussetzungen für die erforder-
liche Weiterbildung erfüllen (Art. 14 Abs. 2 MedBG). Die eidgenössische
Prüfung kann aus einer oder mehreren Einzelprüfungen bestehen, wobei
Einzelprüfungen Teilprüfungen enthalten können (Art. 5 Abs. 1 der Verord-
nung vom 26. November 2008 über die eidgenössischen Prüfungen der
universitären Medizinalberufe [Prüfungsverordnung MedBG,
SR 811.113.3]). Jede Einzelprüfung wird mit "bestanden" oder "nicht be-
standen" bewertet. Die eidgenössische Prüfung ist bestanden, wenn jede
Einzelprüfung mit "bestanden" bewertet worden ist (Art. 5 Abs. 2 und 3 Prü-
fungsverordnung MedBG).
2.2 Die CS-Prüfung besteht aus mindestens zehn verschiedenen Statio-
nen, die in Form eines Parcours angelegt sind. Eine Station kann eine oder
mehrere praktische Aufgaben, beispielsweise mit echten oder standardi-
sierten Patienten oder Modellen, umfassen (Art. 12, Art. 13 Abs. 1 und
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Art. 14 Abs. 1 der Verordnung des EDI vom 1. Juni 2011 über die Form der
eidgenössischen Prüfung der universitären Medizinalberufe [Prüfungsfor-
menverordnung, SR 811.113.32]). An jeder Station beurteilt jeweils eine
examinierende Person die Leistung während oder nach der Prüfung des
Kandidaten anhand vorgegebener Beurteilungskriterien in Form einer
Checkliste. An jeder Station beurteilt eine andere examinierende Person
(Art. 14 Abs. 2 Prüfungsformenverordnung).
2.3 Die MEBEKO erlässt für jeden universitären Medizinalberuf auf Vor-
schlag der entsprechenden Prüfungskommission Vorgaben betreffend In-
halt, Form, Zeitpunkt sowie Aus- und Bewertung der eidgenössischen Prü-
fung (im Folgenden: Vorgaben MEBEKO) sowie Richtlinien über die Details
der Durchführung der eidgenössischen Prüfung (vgl. Art. 5a Bst. a und b
Prüfungsverordnung MedBG).
3.
In prozessualer Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer die Edition der
vollständigen Akten seiner Teilprüfung 2 (CS-Prüfung) sowie Einsicht in
diese Akten.
Die Vorinstanz hat diese Vorakten eingereicht, sie jedoch als nicht partei-
öffentlich bezeichnet.
3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer kurz vor der Beschwerde-
einreichung Einsicht in die Originalunterlagen der CS-Prüfung verlangt und
am Tag nach der Beschwerdeeinreichung erhalten hat, dies allerdings un-
ter inhaltlichen und zeitlichen Einschränkungen. Gemäss den Angaben der
Vorinstanz dauerte die Einsicht 36 Minuten.
3.2 Zur Sicherstellung der Geheimhaltung der Prüfungsfragen in Medizi-
nalprüfungen kann die Herausgabe der Prüfungsunterlagen verweigert, die
Herstellung von Kopien oder Abschriften verboten und die Dauer der Ein-
sichtnahme beschränkt werden (Art. 56 MedBG). Der Grundsatz der Ver-
hältnismässigkeit verlangt allerdings, dass sich die Einschränkung der Ak-
teneinsicht auf das Erforderliche zu beschränken hat (Art. 27 Abs. 2 VwVG;
vgl. ARIANE AYER, in: Medizinalberufegesetz [MedBG], Loi sur les professi-
ons médicales [LPMéd], Kommentar, Commentaire, 2009, N 1 ff., 20 ff. zu
Art. 56 S. 488 ff.; STEPHAN C. BRUNNER, in: Kommentar zum Bundesgesetz
über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Art. 27 N 4 ff. S. 402 ff.;
BERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Praxiskommentar Verwal-
tungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 27 N 4 ff. S. 586 f.).
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Nach ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts im Zusammenhang
mit Humanmedizinalprüfungen sind folgende Einschränkungen zulässig:
Keine Abgabe von Originalen oder Kopien, nur handschriftliche, zusam-
menfassende Notizen sind möglich; kein Abschreiben oder Aufzeichnen
von ganzen Fragen, Aufgabenstellungen oder Bewertungskriterien; zeitli-
che Beschränkung von drei Minuten pro Station; Verbot der Weitergabe der
im Rahmen der Akteneinsicht erlangten Kenntnisse an Dritte unter Andro-
hung von Strafe gemäss Art. 292 StGB (vgl. Urteile des BVGer
B-6837/2014 vom 24. September 2015 E. 4; B-6405/2016 vom 5. Dezem-
ber 2017 E. 4; B-6553/2013 vom 8. Juli 2014 E. 3.2; B-6727/2013 vom
8. Juli 2014 E. 5; B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 E. 4.5.2; Zwischen-
verfügungen des BVGer B-6464/2011 vom 22. Mai 2012; B-6463/2011 vom
22. Mai 2012).
3.3 Im vorliegenden Fall entsprach die Akteneinsicht offenbar diesen Krite-
rien. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf weitergehende Einsicht in
diese Vorakten besteht daher nicht.
4.
In materieller Hinsicht umstritten ist vorliegend, ob die Leistungen des Be-
schwerdeführers in den Stationen "Bauchschmerzen" und "Unwohlsein mit
Bewusstseinsverlust" der CS-Prüfung korrekt bewertet worden sind.
4.1 In Bezug auf die Station "Bauchschmerzen" bemängelt der Beschwer-
deführer, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig beziehungsweise
unvollständig festgestellt. Entweder seien Untersuchungen und Abklärun-
gen vom Experten nicht im Computer erwähnt worden oder falls doch, aus
technischen Gründen nicht in die Bewertung miteingeflossen. Der Be-
schwerdeführer habe deshalb zu wenig Punkte erhalten. Er habe zunächst
die Anamnese aufgenommen, nach Medikamenten gefragt, wobei die Frau
eines davon – Ibuprofen – ohne einen Magenschutz eingenommen habe,
und im Anschluss die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt. So-
dann habe er ihr das weitere Vorgehen erläutert. Er habe bei ihr eine Ei-
senmangelanämie erkannt und die nächsten Schritte erläutert, bevor er die
Diagnose eines Magenulkus gestellt habe. Unzutreffend sei, dass er nicht
nach pektanginösen Beschwerden, insbesondere nach Alkohol und Medi-
kamenten, gefragt haben solle, und daher nicht erfahren habe, dass die
Dosis erhöht worden sei. Ohne die Frage nach Noxen hätte er die richtige
Diagnose nicht stellen können. Die Diagnose Ulcus ventriculi (Magenulkus)
habe er nur durch die Kenntnis stellen können, dass die Patientin vermehrt
Ibuprofen einnehme und Noxen konsumiere. Unzutreffend sei ferner, dass
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der Beschwerdeführer keinen Therapievorschlag gemacht habe. Er habe
vielmehr als Therapie Magenschutz beziehungsweise Pantoprazol (Panto-
zol) vorgeschlagen, damit die Säureproduktion reduziert werde. Der Be-
schwerdeführer habe demnach die erforderlichen Untersuchungen vorge-
nommen. Seine Kommunikationsleistung sei mindestens genügend gewe-
sen.
Auch bei der Station "Unwohlsein mit Bewusstlosigkeit" müsse der Sach-
verhalt von der Vorinstanz unrichtig beziehungsweise unvollständig festge-
stellt worden sein. Entweder seien Untersuchungen und Abklärungen vom
Experten nicht im Computer erwähnt worden oder falls doch, aus techni-
schen Gründen nicht in die Bewertung miteingeflossen. Der Beschwerde-
führer habe deshalb zu wenig Punkte erhalten. Er habe die Anamnese auf-
genommen und erkannt, dass die Bewusstlosigkeit nach schnellem Aufste-
hen und bei längerem Stehen aufgetreten sei und ansonsten keine Be-
funde vorgelegen seien. Er habe die erforderlichen Untersuchungen durch-
geführt (kompletter Neurostatus, Abhören Herz und zusätzlich die Caroti-
den, Provokationsversuch). Sodann habe er Schellong- und EKG-Untersu-
chung beantragt und erhalten. Da diesbezüglich keine pathologischen Be-
funde vorgelegen hätten, habe er die Diagnose einer orthostatischen
Synkope gestellt. Sowohl das weitere Vorgehen als auch seine Diagnostik
seien vom Experten mündlich als richtig beurteilt worden.
4.2 Die Vorinstanz legt ihrerseits dar, bei der Station "Bauchschmerzen"
habe der Beschwerdeführer eine lückenhafte Anamnese erhoben und
keine vollständige körperliche Untersuchung durchgeführt. Beim Manage-
ment habe der Beschwerdeführer die unmittelbar notwendige Diagnostik
veranlasst und die Verdachtsdiagnose erstellt, jedoch keine Therapievor-
schläge gemacht und die Patientin an den Spezialisten verwiesen. Im Ein-
zelnen habe der Beschwerdeführer die verschiedenen Dimensionen der
Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Leistungsintoleranz, Übelkeit, die
B-Symptome und die persönliche Anamnese erfragt. Nur teilweise habe er
Refluxbeschwerden erfragt und gar nicht pektanginöse Beschwerden, die
Familienanamnese und den Konsum von Alkohol und Nikotin. Auch habe
er nicht nach Medikamenten gefragt. Bei der körperlichen Untersuchung
seien die Vitalparameter nicht gemessen worden. Der Beschwerdeführer
habe das Abdomen untersucht, den Loslass-Schmerz aber nicht (oder
falsch) durchgeführt, den Leberunterrand nicht untersucht und die rektale
Untersuchung nicht durchgeführt. Eine kardiologische Untersuchung sei
bei diesem Beschwerdebild nicht indiziert gewesen und entsprechend nicht
bewertet worden. Der Beschwerdeführer habe es unterlassen, rasch die
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Arbeitshypothese gastrointestinale Blutung (bei möglichem Ulcus) zu er-
kennen und nach Risikofaktoren zu suchen. Der Examinator dokumentiere,
dass entscheidende Fragen nach Risikofaktoren wie Einnahme von NSAR,
Alkohol und Nikotinkonsum nicht gestellt worden seien. Unzutreffend sei,
dass es sich hierbei um ein technisches Versehen oder eine Unaufmerk-
samkeit von Seiten des Examinators handle. Der Beschwerdeführer habe
schliesslich mit Blick auf das Therapieprozedere gegenüber dem Patienten
nicht erwähnt, dass der Verzicht auf NSAR geboten sei. Der Examinator
habe explizit vermerkt, dass der Kandidat nicht den Einsatz eines Proto-
nenpumpen Inhibitors, der in dieser Situation indiziert gewesen sei, in Be-
tracht ziehe. Hätte der Beschwerdeführer dieses Medikament erwähnt,
hätte der Examinator das entsprechende Item als erfüllt gewertet.
Bei der Station "Unwohlsein mit Bewusstlosigkeit" habe der Beschwerde-
führer die Anamnese nicht vollständig erhoben und eine unvollständige
körperliche Untersuchung durchgeführt. Auch habe er die Verdachtsdia-
gnose sehr allgemein formuliert und die Patientenaufklärung unterlassen.
Der Beschwerdeführer habe die Erholungsphase nach dem Bewusstseins-
verlust und allfällige Verletzungen, Begleitsymptome des Bewusstseinsver-
lusts wie Urin-/Stuhlabgang oder Zungenbiss, die persönliche Anamnese,
Drogenkonsum und Medikamente erfragt. Unvollständig erfragt habe er
Auslöser, Dauer, Umstände sowie Prodromi und kardiopulmonale Be-
schwerden, Kopfschmerzen und Schwindel sowie die Familienanamnese.
Bei der körperlichen Untersuchung habe er die Herzauskultation nicht kor-
rekt und die Lungenauskultation gar nicht durchgeführt. Er habe die Ver-
dachtsdiagnose nur allgemein geäussert, die Patientenaufklärung habe
gefehlt. Bei der Kommunikation habe der Beschwerdeführer nur gut die
Hälfte der möglichen Punkte erreicht.
4.3 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller
Kognition (Art. 49 VwVG). Indessen haben Prüfungen oftmals Spezialge-
biete zum Gegenstand, in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel
über keine genügenden, eigenen Fachkenntnisse verfügt. Zudem sind der
Rechtsmittelbehörde zumeist nicht alle massgebenden Faktoren der Be-
wertung bekannt und es ist ihr nicht immer möglich, sich ein zuverlässiges
Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer beschwerdeführenden Per-
son sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu machen. Es ist
auch nicht ihre Aufgabe, die Bewertung der Prüfungsleistungen einer be-
schwerdeführenden Person sozusagen zu wiederholen. Eine freie und um-
fassende Überprüfung der Prüfungsbewertung würde die Gefahr von Un-
gerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich
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bergen. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich daher eine gewisse
Zurückhaltung bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und weicht nicht
von der Beurteilung durch die Prüfungsexperten ab, nicht zuletzt solange
die Experten im Rahmen der Vernehmlassung der Prüfungskommission
Stellung zu den Rügen der beschwerdeführenden Person genommen ha-
ben und ihre Auffassung, insbesondere soweit sie von derjenigen der be-
schwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend ist
(vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 2010/11 E. 4.1-2; 2010/10 E. 4.1; 2008/14
E. 3.1; Urteil des BVGer B-6727/2013 vom 8. Juli 2014 E. 4, je mit weiteren
Hinweisen; kritisch dazu PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei Prü-
fungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, ZBl 112 10/2011, S. 555 f.).
Auf Rügen bezüglich der Bewertung von Prüfungsleistungen hat die
Rechtsmittelbehörde lediglich dann detailliert einzugehen, wenn die be-
schwerdeführende Person selbst substantiierte und überzeugende An-
haltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell
nicht vertretbar ist, dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die
Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden (vgl. BVGE
2010/21 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; 2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1;
Urteil B-6727/2013 E. 4). Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei
richtig und die Auffassung der Prüfungskommission oder eine vorgege-
bene Musterlösung sei falsch oder unvollständig, wird dieser Anforderung
nicht gerecht (vgl. Urteil des BVGer B-2229/2011 vom 13. Februar 2012
E. 6.1).
4.4 Umstritten ist im vorliegenden Fall primär der massgebende Sachver-
halt in Bezug auf die Prüfung des Beschwerdeführers in den Stationen
"Bauchschmerzen" und "Unwohlsein mit Bewusstseinsverlust". Unbestrit-
ten ist, dass keine Aufzeichnungen in Ton oder Bild vorliegen, welche den
Ablauf der Prüfung im Einzelnen darlegen und einen vollen, nachträglichen
Beweis ermöglichen würden.
4.5 Im Verwaltungsverfahren besteht zwar die Pflicht zur amtlichen Sach-
verhaltsfeststellung (Art. 12 VwVG). Dieser Untersuchungsgrundsatz, wel-
cher im Beschwerdeverfahren durch die Rüge- und Substantiierungspflicht
des Beschwerdeführers durchbrochen wird, ändert jedoch nichts an der
materiellen Beweislast (vgl. PATRICK KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEG-
GER/FABIO BABAY, in: Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 12 N. 50
und 59; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf recht-
liches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, 2000,
S. 261 ff.).
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Gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts richtet sich die
Beweislastverteilung auch im öffentlichen Recht nach der Beweislastregel
von Art. 8 ZGB, sofern das massgebliche Recht keine spezifische Beweis-
regel enthält (Urteile des BVGer B-7253/2015 vom 9. August 2016 E. 5.1;
B-6553/2013 E. 3.2; B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 E. 4.5.2;
B-7428/2010 vom 31. Mai 2011 E. 4.2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LO-
RENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht,
2. Aufl. 2013, Rz. 3.150). Danach hat derjenige die Folgen der Beweislo-
sigkeit zu tragen, der aus einer unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte
ableiten will (Urteile des BVGer B-7428/2010 E. 4.2; B-2213/2006 vom
2. Juli 2007 E. 5.2.2).
In Prüfungsfällen ist es daher Sache jedes Kandidaten, anlässlich der Prü-
fung zu zeigen, dass er in ausreichendem Ausmass über die verlangte
Kompetenz verfügt und im Rechtsmittelverfahren obliegt ihm die Beweis-
last dafür, dass er diese Prüfungsleistung erbracht hat und seine Leistung
unterbewertet worden ist, denn er möchte aus seiner Sachdarstellung
Rechte, nämlich ein erfolgreiches Prüfungsergebnis, ableiten. Bei einer
mündlichen oder praktischen Prüfung, bei der die Prüfungsexaminatoren
ihre Bewertung lediglich gestützt auf ihre eigenen Aufzeichnungen darle-
gen, ist dieser Nachweis naturgemäss schwer zu erbringen. Diese Schwie-
rigkeit führt indessen nicht zu einer Umkehr der Beweislast (vgl. Urteil
B-2213/2006 E. 5.2.2).
4.6 Der Beschwerdeführer rügt, es sei nicht ausgeschlossen, dass es tech-
nische Fehler beziehungsweise ein technisches Versagen des Prüfungs-
materials gegeben habe und damit ein technischer Fehler Schuld daran
gewesen sei, dass er die notwendigen 1060 Punkte nicht erreicht habe. Er
bestreite mit Nichtwissen, dass eine technische Prüfung durchgeführt wor-
den sei. Falls ja, liege kein technisches Protokoll aus dem Prüfungscom-
puter vor, aus welchem sich nachvollziehbar und plausibel ergebe, dass
anlässlich der CS-Prüfung kein technischer Fehler vorgekommen sei und
das Betriebssystem sowie die verwendete Prüfungssoftware auf dem ak-
tuellsten Stand gewesen seien. Er beantragt daher, dass die Vorinstanz
dem Gericht zu seinen Handen belege, dass und wie der anlässlich der
CS-Prüfung verwendete Experten-Laptop/-Tablet technisch geprüft wor-
den sei, sowie, dass die Vorinstanz dem Gericht sämtliche Unterlagen be-
treffend die technische Prüfung des Experten-Laptops/-Tablets sowie der
ordnungsgemässen Wartung desselben (Update-Stand des Betriebssys-
tems) einreiche und das Gericht zu Handen des Beschwerdeführers dar-
lege, was, wie und mit welchem Ergebnis geprüft worden sei.
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Die Vorinstanz legt dagegen dar, bei der technischen Überprüfung gemäss
den Vorgaben der MEBEKO (Ziff. 9.1 Bst. a-c) gehe es um eine Kontrolle,
ob die im Examen gewonnenen Rohdaten und die gestützt darauf erfolgte
Auswertung technisch korrekt erfolgt sei und dem Resultat entspreche, das
dem Kandidaten mitgeteilt worden sei. Werde Akteneinsicht verlangt,
werde die technische Kontrolle in jedem Fall automatisch durchgeführt. Im
Falle des Beschwerdeführers sei diese Kontrolle durchgeführt worden und
habe keine Unstimmigkeit ergeben. Sowohl die Durchführung als auch die
Aus- und Bewertung der CS-Prüfung des Beschwerdeführers sei korrekt
erfolgt und die Bewertung entspreche vollumfänglich seinen Leistungen.
Die Tablets seien während der Prüfung von den IT-Verantwortlichen fort-
laufend überwacht und daraufhin kontrolliert worden, ob der Ladezustand
der Batterien ausreichend gewesen sei und ob die Bewertungen erfolgt
seien. Die Daten seien lokal sowohl auf den Tablets als auch auf einem
Server gespeichert worden. Nach erfolgter Prüfung hätten die Prüfenden
die korrekte und vollständige Bewertung der Prüfungsleistungen der Kan-
didaten mit ihrer Unterschrift bezeugt. Unvollständig ausgefüllte Prüfungs-
protokolle könnten gar nicht signiert werden. Die Unterzeichnung der
Checklist könne vielmehr erst erfolgen, wenn darin alle Markierungen voll-
ständig enthalten seien.
Aus den nicht parteiöffentlichen Vorakten ergibt sich, dass die in Frage ste-
henden Checklisten zwar offensichtlich elektronisch erfasst, anschliessend
jedoch ausgedruckt und vom jeweiligen Examinator handschriftlich unter-
zeichnet wurden. Wie wahrscheinlich die – vorliegend rein hypothetische –
Möglichkeit ist, dass aufgrund eines technischen Fehlers die elektronische
Erfassung nicht korrekt erfolgte, kann daher im vorliegenden Fall offenge-
lassen werden, da die Examinatoren mit ihrer Unterschrift konkret bestätigt
haben, dass die jeweilige Checkliste inhaltlich korrekt war. Auf die vom Be-
schwerdeführer beantragte Edition der Unterlagen bezüglich der techni-
schen Prüfung und ordnungsgemässen Wartung der Expertentablets ist
daher in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten.
4.7 Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz korrekt wiedergegeben, welche
Untersuchungsschritte und Kommunikationsmassnahmen der Beschwer-
deführer gemäss den von den Examinatoren ausgefüllten Checklisten, die
sich in den nicht parteiöffentlichen Vorakten befinden, vorgenommen hat.
Soweit der Beschwerdeführer dagegen geltend macht, die Angaben in die-
sen Checklisten seien unzutreffend und er habe in Wirklichkeit die erfor-
derlichen Untersuchungen durchgeführt und korrekte Therapievorschläge
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Seite 13
gemacht, handelt es sich lediglich um Parteivorbringen, welche die er-
brachte Prüfungsleistung nicht belegen können. Damit hat der Beschwer-
deführer den ihm obliegenden Nachweis, dass er in Wirklichkeit eine an-
dere, korrektere Prüfungsleistung erbracht habe, nicht erbracht.
4.8 Der Beschwerdeführer rügt weiter, er habe in der Station "Unwohlsein
mit Bewusstlosigkeit" angesichts der von ihm erreichten Punktzahl ein ge-
nügendes Ergebnis erzielt. Er habe bei den insgesamt 17 Fragestellungen
17 Punkte von maximal 24 Punkten erreicht, was einem Anteil von 70,83%
des Punktemaximums entspreche.
Die Vorinstanz legt hierzu dar, die vom Beschwerdeführer genannte Maxi-
malpunktzahl von 24 Punkten sowie die von ihm bei diesem Posten als
erreicht behauptete Punktzahl von 17 Punkten seien unzutreffend. Er habe
in der Station "Unwohlsein mit Bewusstseinsverlust" vielmehr eine Punkt-
zahl erreicht, die unter der Bestehensgrenze an dieser Station liege, näm-
lich 46.23 von 75 im Bereich Anamnese, Status, Management (ASM) mög-
lichen Punkten beziehungsweise inklusive Kommunikation (KK) 60 von
100 möglichen Punkten.
4.8.1 Die Modalitäten der Bewertung der CS-Prüfung werden in den Vor-
gaben MEBOKO 2019, erlassen am 15. Februar 2019, wie folgt geregelt:
"5.2.2 Bewertung
- Der Bereich ASM wird mit 75 % gewichtet, der Bereich KK mit 25 %.
- Die Bestehensvoraussetzung wird mit dem Borderline-Verfahren ermittelt.
Dabei geben die Examinatoren / Examinatorinnen pro Station und Kandidat /
Kandidatin zwei Globalurteile ab; jeweils ein Globalurteil für den Bereich ASM
und ein Globalurteil für den Bereich KK. Diese Globalurteile bilden die Basis
für die Berechnung der Bestehensgrenze.
- Nach Auswertung der Prüfung unterbreitet das IML die Ergebnisse der Aus-
wertung der Prüfungskommission und schlägt ihr die gestützt auf die Auswer-
tung errechnete Bestehensgrenze vor. Diese entscheidet über die definitive
Bestehensvoraussetzung."
4.8.2 Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers geht hervor, dass er
bei der von ihm selbst vorgenommenen Berechnung der Maximalpunktzahl
und der von ihm erreichten Punktzahl weder einkalkuliert hat, dass die Be-
reiche ASM und KK unterschiedlich gewichtet werden, noch die für diese
Aufgabe festgelegte Bestehensgrenze berücksichtigt hat. Ein Fehler bei
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der Berücksichtigung der von ihm erzielten Punkte ist daher nicht ersicht-
lich.
4.9 Im Ergebnis erweisen sich somit die Rügen des Beschwerdeführers,
die Vorinstanz sei in Bezug auf die Stationen "Bauchschmerzen" und "Un-
wohlsein mit Bewusstseinsverlust" von einem unzutreffenden Sachverhalt
ausgegangen und habe seine Prüfungsleistungen nicht den erzielten
Punkten gemäss bewertet, als nicht begründet.
5.
Der Beschwerdeführer rügt auch in Bezug auf weitere sechs Posten ("Fie-
ber und Verschlechterung Allgemeinzustand", "juckender Hautausschlag",
"Knotentastbefund in linker Brust", "Allgemeines Krankheitsgefühl", "Toch-
ter mit Diabetes mellitus Typ 1" und "Müdigkeit"), seine Leistungen seien
nicht angemessen bewertet worden, doch begründet er diese pauschale
Behauptung nicht, weshalb auf diese weiteren Rügen nicht weiter einzuge-
hen ist.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-
halb sie abzuweisen ist.
7.
Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Ver-
fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrens-
kosten werden mit Blick auf den Verfahrensaufwand und die Schwierigkeit
der Streitsache auf Fr. 1'000.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2
Abs. 1 VGKE).
8.
Ausgangsgemäss ist ihm auch keine Parteientschädigung zuzusprechen
(Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).
9.
Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(BGG, SR 173.110) können Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen
nicht mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden, weshalb
das vorliegende Urteil endgültig ist.
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