Decision ID: eb5f8a65-f949-59c8-af73-159bac659b7b
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
E._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, St. Galler Strasse 99, Postfach,
9201 Gossau SG,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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und
X._,
Beigeladene,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Wiget, Rosenbergstrasse 42b,
9000 St. Gallen,
betreffend
persönliche Beiträge und Lohnbeiträge 2001 – 2004; Verzugszinsen
Sachverhalt:
A.
A.a E._ arbeitete bis Ende 2000 als Mitarbeiter im Aussendienst der X._. Per
1. Januar 2001 schloss er mit der X._ einen Agenturvertrag für Versicherungsagenten
und leitete fortan die Hauptagentur in Z._. Im Februar 2004 meldete er sich zur
Erfassung als Selbstständigerwerbender bei der kantonalen Ausgleichskasse, der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: SVA), an (AK-act. 1).
Die SVA setzte daraufhin am 15. Juni 2004 mit vier Verfügungen seine persönlichen
Beiträge für 2001 bis 30. April 2004 fest (AK-act. 5 bis 8). Am 17. Juni 2004 erliess sie
drei Verzugszinsverfügungen betreffend die persönlichen Beiträge für 2001 bis 2003
(AK-act. 9). Gegen alle sieben Verfügungen liess der Versicherte am 14. Juli 2004
Einsprache erheben (AK-act. 12).
A.b Am 22. Juli 2004 erliess die SVA zwei Verzugszinsverfügungen betreffend Lohn-
Nachforderung 2001 und 2002 sowie eine Rechnung für Lohnbeiträge 2001 und 2002
(AK-act. 19). Dagegen liess der Versicherte am 30. Juli 2004 Einsprache erheben (AK-
act. 17). Die SVA stornierte am 13. August 2004 die beiden Verzugszinsverfügungen
vom 22. Juli 2004 (AK-act. 26). Am selben Tag erliess sie eine Veranlagungsverfügung
betreffend Lohnbeiträge 2001 und 2002 über Fr. 47'364.- (AK-act. 30). Eine
Verzugszinsverfügung betreffend Lohn-Ausgleich 2003 erging am 16. September 2004
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(AK-act. 49). Diese beiden Verfügungen wurden rechtskräftig. Am 20. Dezember 2005
erliess die SVA drei Nachtragsverfügungen zu den Verfügungen vom 15. Juni 2004
betreffend persönliche Beiträge 2001 bis 2003 (AK-act. 93).
A.c Mit Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2005 wies die SVA die Einsprachen
ab, soweit sie die persönlichen Beiträge 2001 bis 2004 und die Verzugszinsen betrafen.
Soweit sich die Einsprachen gegen die Rechnungen für Lohnbeiträge 2001 und 2002
vom 22. Juli 2004 richteten, trat sie darauf nicht ein. Weiter stellte sie fest, dass die
persönlichen Beiträge inklusive Verwaltungskosten sich für 2002 auf Fr. 6'095.40 und
für 2003 auf Fr. 4'288.80 sowie die entsprechenden Verzugszinsen auf Fr. 446.15
bzw. Fr. 99.50 belaufen würden. Damit bezog sie die Nachtragsverfügungen vom
20. Dezember 2005 in den Einspracheentscheid mit ein und bestätigte diese (AK-
act. 97).
A.d Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte am 31. Januar 2006 durch
Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür Beschwerde erheben. Mit Entscheid vom 19. Juni
2006 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen diese teilweise gut und
wies die Sache zur Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse und der Beurteilung des
Beitragsstatuts an die Beschwerdegegnerin zurück (Verfahren AHV 2006/4). Die
Beschwerdegegnerin holte daraufhin weitere Unterlagen ein. Am 7. September 2006
liess sie dem Versicherten mitteilen, dass sie die Ausgleichskasse Versicherung um
Äusserung zu dessen sozialversicherungsrechtlicher Stellung gebeten habe. Diese
habe durchblicken lassen, dass sie den Versicherten eher als
Unselbstständigerwerbenden qualifiziere. Eine Besprechung der Ausgleichskasse
Versicherung mit der X._ stehe noch aus (AK-act. 102). Die X._ erstattete der
Ausgleichskasse Versicherung am 26. Oktober 2006 eine Stellungnahme, in der sie ihre
Meinung äusserte, der Versicherte sei als selbstständigerwerbend zu qualifizieren
(Beilage zu AK-act. 105). Dieser Ansicht widersprach der Rechtsvertreter des
Versicherten in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2007 (AK-act. 112).
A.e Mit Verfügung vom 25. April 2007 legte SVA die Gesamtforderung gegenüber
dem Versicherten auf Fr. 151'426.85 fest, wobei sie persönliche Beiträge für die Zeit
vom 1. Januar 2001 bis 31. Juli 2004 in Höhe von total Fr. 33'121.20 (inkl.
Verwaltungskosten und Verzugszinsen) und paritätische Lohnbeiträge 2001 bis 2004 in
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der Höhe von total Fr. 118'305.65 (inkl. FAK-Beiträge, Verwaltungskosten und
Verzugszinsen) berechnete. Der Versicherte sei als Selbstständigerwerbender zu
qualifizieren (AK-act. 113).
A.f Eine gegen diese Verfügung am 21. Mai 2007 erhobene Einsprache wies die SVA
mit Entscheid vom 3. Juli 2007 ab. Der Einsprecher erfülle die drei Bedingungen der
erheblichen Investitionen, des eigenen Personals und der eigenen
Geschäftsräumlichkeiten, weshalb er als Selbstständigerwerbender zu qualifizieren sei.
Die Verhältnisse hätten sich mit der Übernahme der Agentur Buchs derart geändert,
dass ein Wechsel des Beitragsstatuts zwingend erscheine (act. G 1.2).
B.
B.a Gegen diesen Entscheid erhob der Rechtsvertreter des Versicherten für diesen
am 4. September 2007 Beschwerde. Er beantragt die Aufhebung des Entscheids. Die
rechtliche Begründung des Entscheids beschränke sich auf ein paar wenige Zeilen. Auf
die in der Einsprachebegründung vorgebrachten Argumente trete die
Beschwerdegegnerin mit keiner Silbe ein oder setze sich mit diesen auseinander. Mit
der blossen Feststellung, der Einsprecher habe keine neuen Fakten geliefert, erfülle sie
die Anforderungen an die Begründung eines Einspracheentscheids in keiner Weise.
Aus der Begründung gehe nicht einmal hervor, dass die Beschwerdegegnerin die
Vorbringen des Einsprechers überhaupt geprüft habe. Damit verletze sie den Anspruch
des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör. Der Entscheid sei bereits deshalb
aufzuheben. Seit dem Gerichtsentscheid vom 19. Juni 2006 hätten sich keine neuen
Erkenntnisse ergeben. Die weiteren "Abklärungen" der Beschwerdegegnerin würden
sich in der praktisch blinden Übernahme der Angaben der X._ erschöpfen. Der
Beschwerdeführer habe nie über eigene Geschäftsräumlichkeiten verfügt, er habe nie
einen entsprechenden Mietvertrag unterzeichnet. Er habe keinen Einfluss auf die
Auswahl oder die Gestaltung der Geschäftsräumlichkeiten der Agentur Buchs gehabt.
Auch eigenes Personal habe der Beschwerdeführer nicht beschäftigt. Das in der
Agentur Z._ beschäftigte Personal sei bereits vor der Beförderung des
Beschwerdeführers dort angestellt gewesen und sei es auch danach geblieben. Der
Beschwerdeführer sei in der Anstellung von Mitarbeitern nicht frei gewesen. Er habe
auch keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die mit den Mitarbeitern vereinbarten
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Konditionen gehabt. Erhebliche Investitionen habe der Beschwerdeführer auch nicht
getätigt. Er habe lediglich Mobiliar im Wert von Fr. 10'000.- übernommen, womit die
Schwelle der Erheblichkeit bei Weitem nicht erreicht werde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers nennt weitere Argumente, die seiner Ansicht nach gegen eine
selbstständige Erwerbstätigkeit sprechen, so etwa fehlende Inkassovollmacht,
Weisungsgebundenheit und fehlendes unternehmerisches Risiko (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt am 21. September 2007 die Abweisung der
Beschwerde und verweist zur Begründung auf die Erwägungen im
Einspracheentscheid (act. G 3).
B.c In seinem Schreiben vom 3. Dezember 2007 betont der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, dass die Umqualifikation einer Person von unselbstständiger in
selbstständige Tätigkeit nach der Rechtsprechung nicht vorgenommen werden dürfe,
wenn diese zumindest zweifelhaft sei (act. G 9).
B.d Die Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts lud die X._ mit Schreiben vom
6. Dezember 2007 dem Verfahren bei und eröffnete ihr eine Frist zur Stellungnahme
(act. G 10). Diese erstattete Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Wiget in Vertretung der
Beigeladenen am 11. Januar 2008. Er beantragt die Abweisung der Beschwerde. Der
Beschwerdeführer habe den Mietvertrag mit der F._ am 14. März 2001 rückwirkend
auf den 1. Januar 2001 übernommen. Weiter seien sämtliche Geschäftskosten zulasten
des Beschwerdeführers gegangen. Er habe neben dem Mietzins samt Nebenkosten für
das Geschäftslokal die Kosten gemäss Miet- und Lizenzvertrag für die Informatik und
die Lizenzgebühren für das Fotokopiergerät zu tragen gehabt. Vor allem aber habe er
die Lohnzahlungen für die Mitarbeiter ausgerichtet. Auch Büromaterial- oder
Autokosten seien nicht ersetzt worden. Der Beschwerdeführer sei nur noch freiwillig bei
der Pensionsversicherung angeschlossen gewesen und habe auch die
Arbeitgeberbeiträge selbst bezahlen müssen. Er habe auf Kosten seiner eigenen Kasse
Werbung gemacht. Betreffend eigenes Personal lässt die Beigeladene ausführen, die
Angestellten hätten den Beschwerdeführer klar als Arbeitgeber betrachtet. Von der
Beigeladenen habe der Beschwerdeführer jeweils die Bruttoprovisionen erhalten. Er
selbst habe die jeweiligen Sozialversicherungsbeiträge abgezogen und die Nettolöhne
ausgerichtet. Die Höhe der Lohnzahlungen habe er in eigener Kompetenz ohne
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Weisungen der Beigeladenen festgelegt. Der Rechtsvertreter nennt weitere Argumente,
die seiner Ansicht nach für eine selbstständige Erwerbstätigkeit sprechen. So bejaht er
ein Unternehmerrisiko und fehlende Weisungsgebundenheit. Zur Verfügung vom
13. August 2004 betreffend Lohnbeiträge 2001 und 2002 hält er fest, diese sei in
Rechtskraft erwachsen. Da die Voraussetzungen für einen Widerruf nicht gegeben
seien, könne die Beschwerde gar nicht gutgeheissen werden (act. G 13).
B.e Der Beschwerdeführer liess am 15. Februar 2008 eine Stellungnahme zur Eingabe
der Beigeladenen einreichen. Am Antrag auf Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids hält er vollumfänglich fest. Das Mietverhältnis sei auf die "X._,
Hauptagentur Z._" übertragen worden, nicht auf den Beschwerdeführer. Dieser habe
keine Einzelfirma geführt und sei dementsprechend auch nie im Handelsregister
eingetragen gewesen. Die Pensionskasse habe den Beschwerdeführer selbst als
unselbstständigerwerbend betrachtet. Er sei dort seit 1977 unverändert versichert
gewesen. Die Geschäftskosten seien über das Abwicklungskonto der Agentur bezahlt
worden. Rechnungsadressatin sei immer die X._ und nie der Beschwerdeführer
gewesen. Bei der Übernahme des Angestellten L._ aus der Agentur Y._ habe der
Beschwerdeführer faktisch keine Wahl gehabt. Gemäss Agenturvertrag sei es ihm
explizit untersagt gewesen, Personal in eigener Kompetenz anzustellen. Auch gegen
die Anstellung eines weiteren Mitarbeiters, B._, habe sich der Beschwerdeführer
erfolglos gewehrt. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer die Arbeitsverträge der
Mitarbeiter trotz seines Ausscheidens nie gekündigt. Das von der Beigeladenen
behauptete "unternehmerische Risiko" des Beschwerdeführers habe sich darauf
beschränkt, arbeitslos zu werden, wie dies auch jeden anderen "normalen"
Arbeitnehmer treffen könne. Im Falle des unternehmerischen Misserfolgs werde der
Agenturvertrag gekündigt, die Beigeladene übernehme Geschäftslokal und Mitarbeiter
und der Agent habe keine weiteren Unkosten zu tragen. Die Geschäftsakten befänden
sich bei der Beigeladenen und würden dem Beschwerdeführer nicht herausgegeben.
Als Selbstständigerwerbender hätte er jedoch unbestreitbar Anspruch auf seine
eigenen Geschäftsakten, ja er wäre sogar verpflichtet, diese aufzubewahren.
Schliesslich weist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf dessen letzten
Arbeitstag am 31. März 2004 hin, an den sich der Beschwerdeführer noch immer mit
Grauen erinnere. Die Herren P._ und C._ seien in der Agentur erschienen und
hätten ihn ab sofort freigestellt (act. G 18; 20).
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B.f Der Rechtsvertreter der Beigeladenen reichte am 6. März 2008 eine als Duplik
bezeichnete Eingabe ein. Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs sei diese weitere
Stellungnahme zuzulassen, nachdem die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom
15. Februar 2008 als Replik im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels zu betrachten
sei. Die Hauptagentur Buchs sei rechtlich von der Beigeladenen zu unterscheiden; sie
sei die Bezeichnung für die Einzelfirma des Beschwerdeführers. Es sei geradezu ein
Hohn, wenn der Beschwerdeführer behaupte, er hätte den Mietvertrag nie gekündigt.
Die ihm nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit von der Beigeladenen gewährte Hilfe
(Zahlung der Mietzinsen, der Löhne usw.) werde unter Missachtung von Treu und
Glauben als Argument dafür benutzt, ihn nicht als Mieter des Lokals zu betrachten.
Vom Beschwerdeführer sei damals nichts mehr zu erwarten gewesen, weshalb die
Vermieterin ohne weiteres bereit gewesen sei, den neuen Agenten S._ als neuen
Mieter zu akzeptieren. Betreffend Pensionskasse lässt die Beigeladene ausführen, der
Beschwerdeführer sei zwar bei derselben Kasse versichert geblieben, seine Situation
habe sich aber dennoch markant verändert. Weiter wird argumentiert, der
Beschwerdeführer habe es versäumt, mit einem Teil seiner Angestellten schriftliche
Arbeitsverträge abzuschliessen. Es gehe darum, dass die Angestellten ihn materiell als
ihren Arbeitgeber empfunden hätten. Der Beschwerdeführer wäre im Übrigen bei einem
Zusammenbruch der Agentur in verschiedener Hinsicht leistungspflichtig geblieben,
wenn die Beigeladene ihm nicht unter die Arme gegriffen hätte. Das unternehmerische
Risiko zeige sich auch darin, dass das Einkommen des Beschwerdeführers allein von
Provisionserträgen abhängig gewesen sei und er als Agent im Vergleich zum einfachen
Mitarbeiter kein Lohnfixum und keinen Auslagenersatz habe beanspruchen können.
Das unternehmerische Risiko sei nicht etwa dadurch geringer geworden, dass die
Beigeladene in die Verträge mit Mitarbeitern und dem Vermieter habe eintreten können,
denn dabei habe es sich um ein Recht und nicht um eine Pflicht gehandelt. Weiter wird
geltend gemacht, die Beigeladene befinde sich nicht im Besitz der Buchhaltung des
Beschwerdeführers. Zur Kündigung wird schliesslich festgehalten, diese sei nicht im
stillen Kämmerlein ausstudiert und dem Beschwerdeführer am 30. April (nicht 31. März)
2004 auf den Tisch geknallt worden, sondern sie sei vielmehr Ergebnis von
dreimonatigen, schliesslich erfolglosen Bemühungen um eine Lösung gewesen.
Abschliessend lässt die Beigeladene darauf hinweisen, strafrechtlich gesehen falle die
Beurteilung nicht schwer: Dem Beschwerdeführer seien von der Beigeladenen
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Provisionen seiner Mitarbeiter überwiesen worden, von denen nur die BVG-Beiträge
abgezogen worden seien, nicht aber die übrigen Sozialversicherungsbeiträge. Indem er
einen Teil der Gelder nicht bestimmungsgemäss an die Ausgleichskasse weitergeleitet,
sondern selber eingesteckt habe, sei ihm zumindest in objektiver Hinsicht der
Tatbestand der Veruntreuung vorzuwerfen (act. G 22).
B.g Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte innert verlängerter Frist am
2. Mai 2008 eine Stellungnahme zur Eingabe der Beigeladenen vom 6. März 2008 ein.
Am Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids hielt er fest.
Betreffend Mietvertrag sei davon auszugehen, dass die Parteien sich nicht im Klaren
gewesen seien, dass sie keine eigentliche Vertragsübertragung im rechtlich-
technischen Sinn unterzeichnet hätten, sondern es sich bei jenem "Geschäft" letztlich
nur um eine Änderung der (Rechnungs-)Adresse gehandelt habe. Der
Beschwerdeführer bezeichnet es als Hohn, dass die Beigeladene sich damit rühme, sie
hätte ihn unterstützt und ihm jede nur erdenkliche Hilfe zukommen lassen. Das
Gegenteil sei der Fall gewesen. In Folge einer Gebietsreorganisation im Zeitraum
2003/2004 sei niemand richtig für den Beschwerdeführer zuständig gewesen. Gemäss
Reglement der Pensionskasse sei sogar beim dem Leiter Hauptagentur hierarchisch
übergeordneten Generalagenten keine Rede von "Personalkosten, welche dem
Agenten anfallen". Die Beigeladene könne somit aus dem Reglement nichts zu ihren
Gunsten ableiten. Betreffend Arbeitsverträge betont der Beschwerdeführer erneut
seinen Standpunkt, dass er, wäre er Arbeitgeber gewesen, wenigstens die Verträge mit
denjenigen Mitarbeitern unterzeichnet hätte, die nach dem 1. Januar 2001 ihre Arbeit
aufgenommen hätten. Es spreche für sich, dass die Beigeladene die entsprechenden
Verträge nicht eingereicht habe, obwohl nur sie über diese Akten verfüge. Die Aussage
der Beigeladenen, ein interimistisch eingesetzter Mitarbeiter habe die Führung der
Agentur übernommen und "in Stellvertretung des Beschwerdeführers" die
Lohnzahlungen erfüllt, sei erstaunlich. Der Beschwerdeführer habe nie eine
Ermächtigung zur Vertretung erteilt bzw. nachträglich Vergütungen genehmigt. Den
Beschwerdeführer habe kein AHV-rechtlich relevantes unternehmerisches Risiko
getroffen, zumal er von seinen angeblichen Arbeitnehmern bis heute nicht für
ausstehende Lohnforderungen belangt worden sei. Zur Lohnzahlung nach seinem
Ausscheiden sei er weder berechtigt noch verpflichtet gewesen. Die Beigeladene
versuche freilich, die Kosten, für die sie eingesprungen sei, herunterzuspielen. Seien
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diese aber tatsächlich gering, so sei auch das unternehmerische Risiko des
Beschwerdeführers gering. Da ein Wechsel des Beitragsstatuts nicht angezeigt
gewesen sei und der Beschwerdeführer die Sozialversicherungsbeiträge nicht schulde,
werde der Vorwurf der Veruntreuung mit aller Schärfe zurückgewiesen (act. G 28).
B.h Die Beigeladene lässt sich mit Eingabe vom 20. Mai 2008 erneut vernehmen. Die
Behauptung des Beschwerdeführers, der Generalagent habe keine Personalkosten zu
tragen, sei nicht entscheidrelevant; es gehe nicht um dessen Strukturen, sondern um
jene des Beschwerdeführers als Hauptagent mit eigenem Personal. Nach Beendigung
des Agenturverhältnisses mit dem Beschwerdeführer hätte zwar eine Abrechnung des
Agenturkontos erfolgen müssen. Auf dem Konto seien aber kaum noch liquide Mittel
vorhanden gewesen und der Beschwerdeführer sei damit, dass seine ihm zustehenden
Provisionen ausbezahlt worden seien, gut bedient gewesen. Wenn der
Beschwerdeführer seine eigene Parteibefragung beantrage, so sei die Beigeladene
damit einverstanden, aber nur, wenn auch ihre Mitarbeiter als Zeugen vorgeladen
würden (act. G 30).
B.i Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hielt mit Schreiben vom 2. Juni 2008
fest, er lehne die Einvernahme der "Mitarbeiter" des Beschwerdeführers als Zeugen ab,
da diese die bereits aktenkundige schriftliche Erklärung, die von der Beigeladenen
aufgesetzt worden sei, "blind" unterzeichnet und damit bewiesen hätten, dass sie als
nach wie vor bei der Beigeladenen Beschäftigte in einer Abhängigkeit zu dieser stehen
würden und damit als (unabhängige) Zeugen nicht in Frage kämen (act. G 32).
B.j Auf diese und weitere Vorbringen der Parteien wird – sofern entscheidwesentlich –
im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs wegen mangelhafter Begründung des angefochtenen Einspracheentscheids.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der
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Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung bzw.
des angefochtenen Einspracheentscheids. Als geheilt kann die Verletzung gelten, wenn
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu
äussern, die sowohl Sachverhalt wie Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431
E. 3d/aa). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der
betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren
wären (BGE 132V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis). Richtet sich jedoch das Interesse der
betroffenen Partei nicht auf eine möglichst beförderliche Beurteilung ihres Anspruchs,
sondern auf die Durchsetzung eines in formeller Hinsicht korrekten Verfahrens, sind die
unter Verletzung des Gehörsanspruchs ergangenen Verfügungen und Entscheide
aufzuheben, ohne dass es darauf ankäme, ob Aussicht besteht, dass nach einem
richtig durchgeführten Beweisverfahren anders entschieden würde (BGE 119 V 208
E. 6).
1.2 Die Prüfungspflicht der entscheidenden Behörde erstreckt sich auf sämtliche für
den Entscheid erheblichen Tatbestandselemente, bedeutet jedoch nicht, dass sich die
Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen
Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/dd). Vorliegend ist die
Begründung im Einspracheentscheid in der Tat äusserst knapp. Ob die
Beschwerdegegnerin damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat,
kann letztlich aber offen bleiben, da dieser deutlich machte, grösseres Interesse an
einer materiellen Entscheidung als an einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids
und einer Rückweisung zu haben. Der Beschwerdeführer hat jedenfalls keinen
derartigen Antrag gestellt und sich im Beschwerdeverfahren umfassend äussern
können. Die Aufhebung aus formellen Gründen ist vorliegend also nicht gerechtfertigt.
2.
2.1 Die Verfügung vom 13. August 2004 betreffend Lohnbeiträge 2001 und 2002
sowie die Verfügung vom 16. September 2004 betreffend Verzugszins 2003 erwuchsen
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unangefochten in Rechtskraft. Die Verfügungen basierten auf der Qualifizierung des
Beschwerdeführers als selbstständigerwerbend bzw. als Arbeitgeber. Die
Beschwerdegegnerin traf zur Statusfrage schliesslich weitere Abklärungen und verfügte
am 25. April 2007 neu über sämtliche Forderungen gestützt auf die von ihr ermittelte
Selbstständigkeit des Beschwerdeführers. Die bereits rechtskräftig verfügten Perioden
und Bereiche gemäss den Verfügungen vom 13. August 2004 und 16. September 2004
nahm sie bei der neuen Beurteilung nicht aus. Vor Ende der weiteren Abklärungen war
die Beschwerdegegnerin der Ansicht gewesen, dass (auch) die rechtskräftigen
Verfügungen fehlerhaft sein könnten (vgl. auch die unverbindliche vorläufige
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 7. September 2006, AK-
act. 102). Sie eröffnete in einem ersten Schritt bezüglich den rechtskräftigen
Verfügungen also ein Wiedererwägungsverfahren. Die in einem zweiten Schritt
vorgenommenen Abklärungen ergaben ihrer Ansicht nach, dass der Beschwerdeführer
(doch) als Selbstständigerwerbender zu betrachten sei. Der dritte und letzte Schritt des
Wiedererwägungsverfahens musste mit dem Widerruf der früheren Verfügungen
verbunden mit dem neuen materiellen Entscheid enden. Dieser Entscheid kann auch in
der "Bestätigung" der früheren Verfügung bestehen (vgl. Ralph Jöhl, Zur Praxis der
substituierten Begründung der Wiedererwägung bei zu Unrecht ergangenen
Anpassungsverfügungen, in: AJP 8/2004, S. 1002 f.). Die Beschwerdegegnerin griff den
Inhalt der bereits rechtskräftigen Verfügungen vom 13. August 2004 und
16. September 2004 in der Verfügung vom 25. April 2007 auf und ersetzte die
Verfügungen durch die denselben Gegenstand betreffenden, inhaltlich bezüglich der
abrechnungspflichtigen Lohnsummen gleichlautenden Berechnungen. Die
ursprünglichen Verfügungen haben damit als widerrufen zu gelten. Im vorliegenden
Verfahren hat deshalb eine umfassende Prüfung ohne Schranken durch rechtskräftige
Verfügungen stattzufinden.
2.2 Streitig und im vorliegenden Verfahren materiell zu beurteilen ist demnach die
Qualifikation des Beschwerdeführers für die Dauer seiner Tätigkeit als Agent für die
Hauptagentur Z._ von 2001 bis zur Entlassung 2004.
3.
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3.1 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG
in Prozenten des Einkommens aus unselbstständiger und selbstständiger
Erwerbstätigkeit festgesetzt. Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht
Erwerbstätiger richtet sich somit unter anderem danach, ob in einem bestimmten
Zeitraum erzieltes Erwerbseinkommen als solches aus selbstständiger oder
unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und Art. 9 AHVG, Art. 6 ff.
AHVV). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in
unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Als
Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes
Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete
Arbeit darstellt.
3.2 Die Frage, ob im Einzelfall selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit
vorliegt, beurteilt sich nach der Rechtsprechung nicht auf Grund der Rechtsnatur des
Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die
wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei
allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu geben, ohne
jedoch entscheidend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu
betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw.
arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko
trägt. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt
dazu, die beitragsrechtliche Stellung eines Erwerbstätigen jeweils unter Würdigung der
gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale
beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche
dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 162 E. 1; BGE 122 V 171 E.
3a; BGE 119 V 162 E. 2 mit Hinweisen).
3.3 Rechtsprechungsgemäss gelten Agenten und Handelsvertreter normalerweise als
Arbeitnehmer, es sei denn, dass die Gesamtheit aller Umstände im Einzelfall für die
Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit spricht (EVGE vom 15. September
2000 [H 138/99], E. 4). Indizien dafür, die kumulativ gegeben sein müssen, sind die
Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten, die Beschäftigung eigenen Personals und
das im Wesentlichen selbstständige Tragen der Geschäftskosten (BGE 119 V 163 E. 3b
mit Hinweisen, bestätigt im Entscheid H 303/02 des Bundesgerichts vom
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18. Dezember 2003). Diese drei Kriterien dürfen aber nicht isoliert und streng
schematisch betrachtet werden. Prüft man die Rechtsprechung zur Frage des
Beitragsstatuts bei Agenten und Handelsreisenden genauer, so wird deutlich, dass
diese drei Faktoren der Geschäftsräumlichkeiten, des Personals und der
Geschäftskosten lediglich konkretisieren sollen, ob tatsächlich ein echtes
Unternehmerrisiko gegeben ist. In ZAK 1988, 377 wurde etwa festgehalten, dass der
Agent nur selten ein wirtschaftliches Risiko wie ein Unternehmer zu tragen habe. Sein
Risiko erschöpfe sich in der Abhängigkeit von seinem persönlichen Arbeitserfolg und
sei nur dann als solches eines Selbstständigerwerbenden zu werten, wenn etwa
beträchtliche Investitionen oder Angestelltenlöhne getragen werden müssten (E. 2b;
ebenso der höchstrichterliche Entscheid H 208/04 vom 15. April 2005, E. 1). Käser
umschrieb das spezifische Unternehmerrisiko allgemein mit der Gefahr, die der
Einzelne eingeht, wenn er als Folge beruflicher Fehleinschätzungen oder von
beruflichem Fehlverhalten in der Zukunft mit wirtschaftlichen Substanzverlusten beim
Geschäftsvermögen rechnen muss (Hanspeter Käser, Unterstellung und Beitragswesen
in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, S. 115 Rz 4.15). Als Hinweis auf ein
echtes Unternehmerrisiko ist das Verlustrisiko zu werten. Ein Verlustrisiko trägt, wer die
Folgen einer ungenügenden Ertragssituation bzw. die Folgen von Überkapazitäten im
Betrieb selber zu erdulden hat, wobei er im Falle des Misserfolgs nicht nur kein
Einkommen erzielt, sondern Substanzverluste riskiert (Käser, a.a.O., S. 117 Rz. 4.18).
Weitere Indizien für das Vorliegen von Unternehmerrisiko sind die Tragung des
Inkasso- und Delkredere-Risikos und das Handeln in eigenem Namen und auf eigene
Rechnung. Weiter spielen getätigte Investitionen und die Unkostentragung eine Rolle.
Die Beschäftigung von Personal ist dann ein Hinweis auf Unternehmerrisiko, wenn sie
mit bedeutenden finanziellen Aufwendungen verbunden ist, die bei ungünstiger
Ertragslage nicht ohne weiteres vermindert werden können (etwa wegen der Einhaltung
von Kündigungsfristen). Eigene Geschäftsräumlichkeiten weisen wie Investitionen oder
eigenes Personal dann auf ein Unternehmerrisiko hin, wenn sie mit Aufwendungen
verbunden sind, die nicht ohne weiteres und vor allem nicht sofort vermindert werden
können und daher geeignet sind, zu Substanzverlusten zu führen (Käser, a.a.O., S. 117
f., Rz 4.19-4.23; siehe auch Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,
3. Aufl., Bern 2003, § 22 Rz 21). Für sich allein genommen stellen die Benützung
eigener Räumlichkeiten oder etwa ein erfolgter Handelsregistereintrag keinen Beweis
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für eine selbstständige Tätigkeit dar, sondern können nur im Zusammenhang mit
anderen Tatsachen – wie dem Unternehmerrisiko – eine gewisse Bedeutung erlangen
(mit Hinweis Peter Forster, AHV-Beitragsrecht, Zürich 2007, S. 318 Rz 234).
3.4 Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass insbesondere die drei Faktoren der
eigenen Geschäftsräumlichkeiten, des eigenen Personals und der erheblichen
Investitionen nicht völlig isoliert und unabhängig, sondern stets vor dem Hintergrund
der Frage, ob sie geeignet sind, ein echtes Unternehmerrisiko zu begründen, geprüft
werden müssen.
3.4.1 Die Beigeladene legte einen Mietvertrag über Büroräumlichkeiten ins
Recht, der im August 1999 zwischen ihrer Direktion und der F._ per 3. Januar 2000
geschlossen worden war. Darin wurde eine feste Mietdauer von fünf Jahren vereinbart.
Der Beigeladenen wurde das Recht eingeräumt, "jederzeit anstelle des Mieters als
Vertragspartei mit allen Rechten und Pflichten in den Mietvertrag einzutreten oder einen
von ihr ernannten neuen Agenten eintreten zu lassen" (act. G 13.1 S. 3). Mit dem
Nachtrag Nr. 1 zum Mietvertrag hielt die M._ AG in Vertretung der Vermieterin fest,
der Mietvertrag werde übertragen auf die X._, Hauptagentur Z._. Der
Beschwerdeführer unterschrieb den Nachtrag, unter Vorbehalt betreffend Mietfläche
(act. G 13.2). Seit 1. Januar 2001 amtete er als Agent in der Hauptagentur Z._. Es
kann offen bleiben, ob die Agentur Z._ eine Einzelunternehmung des
Beschwerdeführers war. Selbst wenn er rechtlich als Mieter der
Geschäftsräumlichkeiten zu betrachten wäre, ging er mit der Übernahme des
Mietvertrags in tatsächlicher Hinsicht kein eigentliches echtes Unternehmerrisiko im
oben definierten Sinn ein. Im Agenturvertrag vom 30. September 2000 hatte er sich
verpflichtet, vertragliche Beziehungen zu seinen Mitarbeitern und dem Vermieter der
Geschäftsräume so zu gestalten, dass die Beigeladene oder ein von ihr bezeichneter
Nachfolger durch einseitige Erklärung an seine Stelle treten kann, sobald der
Agenturvertrag gekündigt ist (act. G 13.10 Ziff. 20). Da der Beschwerdeführer für die
nach der fristlosen Entlassung von ihm nicht mehr getätigten Mietzinszahlungen von
der Vermieterin nicht in die Pflicht genommen wurde, kann als erstellt betrachtet
werden, dass die Beigeladene von ihrem einseitigen Recht, sich selbst oder einen
anderen Agenten als neuen Mieter einzusetzen, Gebrauch gemacht hat. Es ist davon
auszugehen, dass die Beigeladene diese Vertragsklausel Ziff. 20 standardmässig in
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ihren Agenturverträgen benutzt. Ihr Agentursystem ist wohl aus Praktikabilitätsgründen
so ausgestaltet, ist sie doch darauf angewiesen, ihre Agenten ersetzen zu können,
ohne umfassende rechtliche Probleme am betreffenden Standort zu riskieren. Die
Beigeladene ist zweifelsohne stets daran interessiert, ihre Agentur unabhängig von
allfälligen personellen Problemen weiterführen zu können bzw. nötigenfalls
unkompliziert einen neuen Agenten einsetzen zu können. Dafür hat sie sich vertraglich
– wie das Beispiel des Mietvertrags zeigt – umfassende Rechte ausbedungen. Unter
diesen speziellen Voraussetzungen trug der Beschwerdeführer durch die - allfällige -
Übernahme des Mietvertrags kein echtes unternehmerisches Risiko, lief er doch kaum
Gefahr, nach der Kündigung des Agenturvertrags die Miete für die Büroräumlichkeiten
aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen.
Am Rande ist zu erwähnen, dass der Behauptung der Beigeladenen, der
Beschwerdeführer sei in der Wahl der Büroräumlichkeiten und der Ausgestaltung des
Mietverhältnisses völlig frei gewesen, kein Glauben geschenkt werden kann. Der von
der X._ abgeschlossene Mietvertrag war nämlich erstmals auf den 31. Januar 2005
kündbar, weshalb sie 2001 ein vitales Interesse daran hatte, die Agentur in diesen
Räumlichkeiten unterzubringen. Dass die Beigeladene nicht bereit war, jedenfalls die
faktische Kontrolle über das Mietverhältnis aus der Hand zu geben, verdeutlichen
zudem das Schreiben der die Vermieterin vertretenden M._ AG vom 26. Februar
2001, in dem diese dem Beschwerdeführer von Verhandlungen berichtete, sowie das
Schreiben der zuständigen Person der Direktion Ostschweiz an die M._ AG vom
17. Mai 2001, in dem eine erneute Überprüfung der Kosten aus dem Mietverhältnis
verlangt wurde, was schliesslich per 1. Oktober 2003 in einem neuen Nachtrag
mündete (act. G 13.3, 13.4).
3.4.2 Ob der Beschwerdeführer in rechtlicher Hinsicht eigenes Personal
beschäftigte, kann nach dem Gesagten offen bleiben. Ein echtes Unternehmerrisiko
traf ihn nämlich auch diesbezüglich nicht. Die bereits zitierte Ziff. 20 des
Agenturvertrags verpflichtete ihn, die vertraglichen Beziehungen zu seinen Mitarbeitern
in gleicher Weise zu gestalten wie solche zum Vermieter. Bei Kündigung des Vertrags
konnte die Beigeladene also auf einseitige Erklärung hin an die Stelle des
Beschwerdeführers treten, was sie offensichtlich getan hat (sollte das jeweilige
Arbeitsverhältnis zwischen Beschwerdeführer und Arbeitnehmer überhaupt bestanden
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haben). Denn auch aus Arbeitsrecht wurde der Beschwerdeführer nach seiner
Freistellung offensichtlich nicht belangt. Er musste sich weder um Lohnfortzahlung
noch um Kündigungsfristen kümmern; die durch die Beigeladene ausgesprochene
Kündigung des Agenturvertrags mit sofortiger Freistellung am 30. April 2004 (AK-act.
105 Beilage 13) unterschied sich denn auch kaum von einer "gewöhnlichen"
Entlassung. Selbst wenn man also davon ausgehen würde, der Beschwerdeführer habe
eigenes Personal beschäftigt, so begründete dies aufgrund der auch diesbezüglich
speziellen vertraglichen Situation mit der Beigeladenen für den Beschwerdeführer kein
echtes unternehmerisches Risiko, das mit demjenigen eines "gewöhnlichen"
Selbstständigerwerbenden vergleichbar gewesen wäre.
Auch in der Zeit vor der Kündigung durch die Beigeladene traf den Beschwerdeführer
übrigens nicht das übliche Lohnzahlungsrisiko eines Selbstständigerwerbenden. Er war
nämlich offenbar nicht darauf angewiesen, aus "eigener" Leistung der Agentur Buchs
die Lohnkosten zu bestreiten. Wie er in der Stellungnahme vom 15. Februar 2008
geltend macht, sei einer Agentur ein bestimmter Kundenkreis zugewiesen, für den sie
Bestandesprovisionen bekomme, ohne dass dafür eine eigentliche Leistung erbracht
werden müsse. Diese Bestandesprovisionen hätten sich auf jeweils ca. Fr. 5'000.- bis
Fr. 10'000.- belaufen. Damit seien u.a. die fixen Lohnbestandteile der Mitarbeiter
gedeckt gewesen (act. G 18, S. 11). Auch wenn für den Beschwerdeführer
möglicherweise eine gewisses Restrisiko bestehen blieb, spricht dies doch klar gegen
ein gewöhnliches, durchschnittliches Risiko eines Selbstständigerwerbenden.
Nebenbei bemerkt weisen die Akten darauf hin, dass die Beigeladene nicht bei jedem
Agentenwechsel neue Arbeitsverträge mit sämtlichen in der jeweiligen Agentur
Arbeitenden abschloss bzw. den jeweiligen Agenten nicht zum förmlichen Eintritt in die
Arbeitsverträge zwang. Die Beigeladene vermag nicht zu belegen, dass sie die
Arbeitsverträge der bereits vor dem 1. Januar 2001 in Z._ tätigen Mitarbeiter auf den
Beschwerdeführer übertrug. Gemäss Ziff. 11 des Agenturvertrags wird der Entscheid
über die Auswahl und Anstellungsbedingungen des Personals gemeinsam durch den
Agenten und die Gesellschaft getroffen. Wenn der Versicherungsbestand der Agentur
zudem eine bestimmte Grösse erreicht, kann die Gesellschaft den Agenten sogar
verpflichten, zu seinen Lasten hauptberufliche Aussendienst-Mitarbeiter anzustellen
(act. G 13.10). In Personalbelangen war der Beschwerdeführer also äusserst stark
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eingeschränkt. Doch selbst wenn man entgegen diesen Indizien zur Beurteilung
gelangen würde, der Beschwerdeführer habe "eigenes Personal" im Sinne der
Rechtsprechung beschäftigt, so belegt dies im konkreten Fall kein echtes
Unternehmerrisiko.
3.4.3 Auch das Kriterium der erheblichen Investitionen taugt vorliegend nicht als
Indiz für eine selbstständige Erwerbstätigkeit. Nicht jede Investition, die aus beruflichen
Gründen erfolgt ist, ist als Hinweis für das Vorliegen eines spezifischen
Unternehmerrisikos geeignet (Käser, a.a.O., S. 116 Rz 4.16). Eine gewisse Bedeutung
der Investition wird von der Rechtsprechung jedenfalls verlangt. Der Beschwerdeführer
übernahm für Fr. 10'000.- Mobiliar der Beigeladenen. Dies ist selbst für eine
Bürotätigkeit mit mehreren Mitarbeitern eher bescheiden. Dass der Beschwerdeführer
für Investitionen hätte Fremdkapital aufnehmen müssen und deswegen mit
bedeutenden Zinskosten belastet worden wäre, wird von den Parteien nicht behauptet
und lässt sich aufgrund der Akten auch nicht annehmen. Ebenso wenig riskierte der
Beschwerdeführer, namhafte Summen an Eigenkapital zu verlieren. Die Akten deuten
im Übrigen darauf hin, dass der Nachfolger des Beschwerdeführers, S._, das
Mobiliar schliesslich selbst übernahm, deklarierte er gegenüber der
Beschwerdegegnerin doch, Waren für Fr. 10'000.- und Einrichtungen für Fr. 40'000.-
erstanden zu haben (AK-act. 85). Auch in diesem Bereich traf den Beschwerdeführer
also kein echtes, spezifisches Unternehmerrisiko.
Hinweise auf sonstige namhafte Investitionen, die ein gewöhnliches Unternehmerrisiko
hätten auszulösen vermocht, liefern die Akten nicht. Auch betreffend den "Miet- und
Lizenzvertrag für den Einsatz des Informatiksystems der X._ für Agenturen", den der
Beschwerdeführer im Oktober 2000 unterzeichnete (AK-act. 105, Beilage 5 der X._),
traf ihn kein echtes unternehmerisches Risiko. Nach Art. 7 des Vertrags erlischt dieser
nämlich automatisch mit der Beendigung des Agenturvertrags. Mit der Kündigung
endeten somit auch jegliche finanziellen Verpflichtungen aus dem Vertrag betreffend
Informatiksystem. Die übrigen von der Beigeladenen ins Recht gelegten Belege über
Geschäftsunkosten des Beschwerdeführers weisen nur unbedeutende Beträge in zwei-
oder dreistelliger Höhe auf und sind auch in ihrer Gesamtheit nicht erheblich (act. G
13.5). Da diese nach Vertragsauflösung mit dem Beschwerdeführer zudem allesamt
von der Beigeladenen beglichen wurden, wie dies in solchen Fällen wohl üblich ist (act.
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G 13, S. 4 Ziff. b)aa)), traf den Beschwerdeführer auch diesbezüglich kein
nennenswertes Risiko.
3.5
3.5.1 Neben dem Unternehmerrisiko liefert grundsätzlich auch eine
arbeitsorganisatorische (Un-)Abhängigkeit Anhaltspunkte für das Beitragsstatut. Von
diesen beiden Kriterien steht gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung aber das
Unternehmerrisiko im Vordergrund (vgl. Forster, a.a.O., S. 426 Rz 25). Auch betreffend
Abhängigkeit sind verschiedene Indizien zu beachten. Das Vorliegen einer
Weisungsbefugnis hinsichtlich Arbeitsergebnis, -verfahren, -zeit, Verhalten am
Arbeitsplatz usw. deutet auf eine unselbstständige Tätigkeit hin (Locher, a.a.O., § 22
Rz 19). Das Vorhandensein eines Unterordnungsverhältnisses weist ebenfalls eher auf
unselbstständige Erwerbstätigkeit hin, ebenso die Pflicht zu persönlichen
Aufgabenerfüllung (mit weiteren Hinweisen Käser, a.a.O., S. 119 Rz 4.26 f.).
3.5.2 Beim Agentur- oder Handelsreisenden-Verhältnisses kommt der
Beurteilung des Unternehmerrisikos erhöhtes Gewicht zu. Geht die Unabhängigkeit
jedoch über das für die betreffende Tätigkeit übliche Mass hinaus (z.B. bei Fehlen von
Gebietszuweisungen oder bei Fehlen einer Konkurrenzklausel), so vermag sie als
wichtiger Hinweis auf das Beitragsstatut zu dienen (Käser, a.a.O., S. 136 Rz 4.72).
3.5.3 Vorliegend spricht auch eine Prüfung der arbeitsorganisatorischen
Unabhängigkeit des Beschwerdeführers gegen eine selbstständige Erwerbstätigkeit.
Dem Agenten war gemäss Agenturvertrag vom 30. September 2000 ein Gebiet klar
zugeteilt; sogar Gebietsänderungen behielt sich die Beigeladene vor. Anspruch auf
Ausschliesslichkeit in diesem Gebiet hatte der Agent explizit nicht. Sogar eine
Wohnsitznahme in diesem Gebiet konnte von der Beigeladenen verlangt werden
(Ziff. 3). Weiter behielt sich die Beigeladene Umteilungen von Versicherungsverträgen
vor (Ziff. 4). Wie bereits erwähnt, wurde dem Beschwerdeführer die Übernahme des
Informatiksystems vorgeschrieben (Ziff. 7). Auch in der Anstellung von Mitarbeitern war
er wie erläutert zumindest weisungsgebunden (Ziff. 11). Desgleichen machte die
Beigeladene zu Drucksachen und Werbeartikeln Vorschriften (Ziff. 13). Sie hatte zudem
für den Beschwerdeführer eine Kranken- und Unfalltaggeldversicherung auf ihre Kosten
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abgeschlossen (Ziff. 15). Insgesamt bestand zwischen der Beigeladenen und dem
Beschwerdeführer ein gewisses Unterordnungsverhältnis und die Beigeladene war in
verschiedenen Punkten relativ umfassend weisungsberechtigt. Auch wenn der
Beschwerdeführer über gewisse Freiheiten verfügte, so liegt dies eher in der Natur der
Tätigkeit als Agenturleiter und stellt kein gewichtiges Indiz für eine selbstständige
Erwerbstätigkeit dar.
4.
4.1 Unter Würdigung der gesamten Umstände des Falles überwiegen die Hinweise
auf das Vorliegen einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers.
Jedenfalls drängt sich anhand der vorgelegten Akten und wirtschaftlichen
Gegebenheiten eine Änderung des Beitragsstatuts des Beschwerdeführers per 1.
Januar 2001 nicht auf. Der angefochtene Einspracheentscheid ist demnach in
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch
auf eine Parteientschädigung, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Vor
Versicherungsgericht beträgt das Honorar pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.- (Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO/SG, sGS 963.75). Da das vorliegende Verfahren sich für den
Beschwerdeführer aufwändig gestaltete und sein Rechtsvertreter nicht zuletzt aufgrund
der Beiladung mehrere Eingaben ans Gericht verfassen musste, erscheint es als
gerechtfertigt, ihm eine Parteientschädigung von Fr. 6'000.- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
4.4 Sofern sich der Beigeladene am Verfahren aktiv beteiligt und Anträge stellt,
kommt ihm volle Beteiligtenstellung zu. Im Verwaltungsverfahren können ihm diesfalls
grundsätzlich Kosten auferlegt werden (Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt am Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, S. 188 Rz 352; Martin Bernet, Die
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Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986,
S. 127 Rz 222). Das kantonale Gerichtsverfahren im Sozialversicherungsrecht ist im
Bereich der AHV kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Aus Art. 61 lit. g ATSG ergibt sich, dass
die unterliegende beschwerdeführende Partei dem obsiegenden Versicherungsträger
keine Parteientschädigung bezahlen muss. Andernfalls würde der Grundsatz der
Kostenlosigkeit des Verfahrens unterlaufen. Die Parteientschädigung für die
obsiegende beigeladene Partei ist nach Ansicht von Kieser vom unterliegenden
Versicherungsträger zu übernehmen oder – wenn auch dieser obsiegt – aus der
Gerichtskasse zu leisten. Eine Auferlegung an die beschwerdeführende Partei falle
aufgrund von Art. 61 lit. g ATSG ausser Betracht (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich
2003, Art. 61 Rz 97). Das kantonale Gerichtsverfahren ist auch für die beigeladene
Partei grundsätzlich kostenlos (Christian Zünd, Die Beiladung im
Sozialversicherungsprozess, in: Schaffhauser/Schlauri [Hg.],
Sozialversicherungsrechtstagung 2004, St. Gallen 2004, S. 56). Daher erscheint es im
Falle ihres Unterliegens analog dem zur unterliegenden beschwerdeführenden Partei
Gesagten nicht als gerechtfertigt, sie zur Bezahlung der (anteiligen)
Parteientschädigung für die obsiegende beschwerdeführende Partei zu verpflichten. Im
vorliegenden Verfahren ist somit angezeigt, die Bezahlung der Parteientschädigung für
den Beschwerdeführer ganz der Beschwerdegegnerin zu überbinden.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht