Decision ID: 5bcd699d-274b-5fcf-a4d9-2ec3e34d67e9
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1955
geborene
X._
bezog seit
1. Dezember 2001
eine ganze Invalidenrente (Urk.
10/25
). Im Rahmen eines im
September 2007
einge
leiteten Revisionsverfahrens
(Urk. 10/37)
hob die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Rente
m
it Verfügung vom 15. Juni 2009
auf
(Urk. 10/
76
)
, was
vom hiesigen Gericht mit
der substituierten Begründung
der Wiedererwägung
geschützt
wurde
(
Urteil
vom 20. Dezember 2010
,
Urk. 10/
103
).
1.2
Noch während
das damalige
Verfahren vor dem hiesigen Gericht
hängig
war,
meldete sich
der Versicherte
am 11. November 2009
unter Hinweis auf einen am 17. Oktober 2009 erlittenen Auffahrunfall
und
unter Beilage eines Berichts
der Notfallstation Unfallchirurgie des
S
pitals
Y._
vom 18. Oktober 2009 (Urk. 10/83)
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an
(Urk. 10/84).
Die IV
Stelle holte daraufhin Berichte von
Z._
, Praktischer Arzt (Urk. 10/93: Bericht vom 9. Februar 2010) und von Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie (Urk. 10/95: Bericht vom 25. Februar 2010) ein. Mit Vorbescheid vom 15. März 2011 stellte sie dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 10/106, 10/107). Nach
dem der Versicherte dagegen mit Eingabe vom 1. April 2011 Einwände vorge
bracht (Urk. 10/108), und diese mit weiteren Eingaben vom 3. Mai 2011 (Urk. 10/112) und 15. Juni 2011 (Urk. 10/114) ergänzt hatte, holte die IV
Stelle einen Berich
t der m
edizinischen
Einrichtung
B._
(Urk. 10/115: Bericht vom 14. Juli 2011) ein und veranlasste eine psychiatrische Untersuchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (Urk. 10/119: Bericht vom 27. September 2011). Am 31. Januar 2012 nahm der Versicherte zum Ergebnis der RAD-Untersuchung Stellung (Urk. 10/127). Mit Verfügung vom 23. August 2012 verneinte die IV
Stelle schliesslich einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= 10/141]).
1.3
Am 12. Dezember 2011 ging bei der IV
Stelle ein Kostenvoranschlag für ein von Dr.
A._
verordnetes Paar orthopädische Massschuhe ein (Urk. 10/122). Gestützt auf die in der Folge eingeholten Berichte des Dr.
A._
vom 8. Februar 2012 (Urk. 10/129) und vom 9. März 2012 (Urk. 10/134) sowie dessen telefonische Auskunft vom 13. März 2012 (Urk. 10/135) wurde dem Versicherten mit Schreiben vom 13. März 2012 mitgeteilt, dass die Invaliden
versicherung die Kosten für orthopädische Massschuhe nach ärztlicher Verord
nung vom 9. Dezember 2011 bis 31. Dezember 2016 übernehme, wobei für jedes Paar ein Selbstbehalt von Fr. 120.-- bestehe (Urk. 10/136).
2.
G
egen
die leistungsverweigernde Verfügung vom 2
3.
August 2012
erhob der Versicherte am 24. September 2012 Beschwerde und beantragte, die angefoch
tene Verfügung sei aufzuheben und
die Sache
an die IV-Stelle
zurückzuweisen, damit sie
eine
interdisziplinäre
Begutachtung in einer Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
veranlasse und danach erneut
über einen Rentenanspruch befinde
(Urk. 1 S. 2).
Mit
Verfügung vom
1. Oktober
2012 wurde dem Beschwerdeführer Frist ange
setzt, um bei der Gerichtskasse (wegen unbezahlt gebliebener Gerichtskosten) einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu leisten (Urk.
4
). Am
9. Oktober 2012
wurde die dem
Beschwerdeführer auferlegte Kaution
dem Postkonto des Gerichts gutgeschrieben
(Urk.
6
).
Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2012 beantragte die IV-Stelle A
bwei
sung der Beschwerde (Urk. 9
). Am 23. November 2012 wurde
dem Beschwerdeführer
das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11). Mit Eingabe vom 3. Dezember 2013 (Urk. 12) liess der Beschwerdeführer
einen Bericht der p
sychiatrischen
Klinik
C._
vom 1
5.
März 2013
aufle
gen (Urk. 13).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
(bis 3
1.
Dezember 2011: Abs. 4)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2
(bis 3
1.
Dezember 2011: Abs. 3)
dieser Bestim
mung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (
ATSG
)
vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000
S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die glei
che materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
])
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die
entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vor
aus
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
Diese im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rakters von
Fibromyalgien
(BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende),
Chronic
Fatigue
Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe
gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E.
3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer
Hypersomnie
(BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet, nicht hingegen,
wenn sich die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer
Cancer-related
Fatigue
stellt (
BGE
139 V 346
E. 3
mit Hinweisen
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, es liege keine gesundheitliche Ver
schlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
vor. Dem Versicherten sei weiterhin eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar.
Der
Einkommensvergleich
ergebe
nach wie vor ein
en
anspruchsausschliessende
n
Invaliditätsgrad von 15 %
(Urk.
2).
Demgegenüber brachte d
er Beschwerdeführer vor, sein Gesundheitszustand habe sich seit der Renten
einstellung
sowohl in psychischer al
s
auch in physischer Hinsicht
verschlechtert.
Die IV-Stelle sei zu verpflichten, eine interdisziplinäre Begutachtung zu veranlassen
, um
seinen
Gesundheitszustand und
seine
Arbeits
fähigkeit
genauer
abklären
zu lassen
(Urk. 1)
.
2.2
Zu prüfen ist, ob sich seit der Renteneinstellung im Juni 2009 der Gesund
heitszu
stand des Beschwerdeführers in
anspruchserheblicher Weise
ver
schlechtert
hat
.
3.
3.1
Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten
des Instituts D._
vom 8. September 2008
(internistisch/allgemeinmedizinisch, psychiatrisch, orthopädisch und kardiolo
gisch)
, welches im
Rahmen
des Revisionsverfahrens vo
n
der IV-Stelle veranlasst worden war,
kam das hiesige Gericht in seinem Urteil vom 20. Dezember 2010 zum Schluss, dass
der
Beschwerdeführer
im Zeitpunkt
des leistungseinstellenden Entscheides
in seiner angestammten Tätigkeit als Koch nicht mehr, in einer
leichte
n
, seinen orthopädischen und ka
rdiologischen Leiden angepassten
Tätig
keit
jedoch
zu 100 % arbeitsfähig
gewesen
sei
und die IV-Stelle zu Recht ein
en
rentenausschliessende
n
Invaliditätsgrad von 15 % errechnet habe
(Urt
eil
vom 20. Dezember 2010, E. 6.1.-
6.
3
, Urk. 10/
103
S
. 18+19
mit Verweis auf die Ver
fügung vom 15. Juni 2009, Urk. 10/76 S. 2
)
.
3.2
Die Gutachter
des Instituts D._
hatten
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit
gestellt
(Urk. 10/47/19+20)
:
Chronische Beschwerden am rechten Sprunggelenk (ICD-10 M79.67)
Verdacht auf
Impingement
Hüftgelenk rechts (ICD-10 M77.9)
Arterielle Hypertonie und
hypertensive
Herzkrankheit (ICD-10 I10)
Folgende Diagnosen erachteten sie als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/47/20)
:
Status nach leichter depressiver Episode (ICD-10 F32.0)
Somatisierungsstörung
(ICD
-10 F45.0)
Mittelschweres obstruktives Schlafapnoesyndrom (ICD-10
G
47.3)
Adipositas
(BMI 35 kg/m2)
(ICD-10 E66.0)
Leberhämangiome
Unklare Unterbauchbeschwerden
Status nach Osteosynthese bei distaler intraartikulärer Radiusfraktur links am 21. Mai 2001
(ICD-10 Z98.8)
.
Der psychiatrische Gutachter
führte aus
, aus psychiatrischer Sicht
bestehe
keine Einschränkun
g der Arbeitsfähigkeit. Es könne dem Beschwerdeführer zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzu
bringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, da keine psychi
atrische
Komorbidität
vorliege, sich kein ausgeprägter sozialer Rückzug fest
stellen
liesse
, sich keine schweren, lebensgeschichtlichen Belastungen finden liessen, kein primärer Krankheitsgewinn vorhanden sei und die komplexen Ich-Funktionen nicht eingeschränkt seien. Der Beschwerdeführer fühle sich jedoch selber nicht in der Lage zu arbeiten (Urk. 10/47/11).
Der orthopädische Gutachter führte aus, für körperlich leichte, überwiegend im Sitzen auszuübende Tätigkeiten unter Wechselbelastung bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, wobei das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg vermieden werden sollte (Urk. 10/47/16).
Der kardiologische Gutachter erachtete den Beschwerdeführer für eine körper
lich belastende Tätigkeit, welche den Blutdruck - den er als ungenügend kon
trolliert einstufte – weiter ansteigen lässt, nicht geeignet. Für eine Tätigkeit ohne körperliche Belastung,
die
sitzend mit gelegentlichem Laufen
ausgeführt werden kann
und
lediglich das
Tragen leichter Lasten
beinhaltet,
erachtete er die Arbeitsfähigkeit als gegeben (
Urk.
10/47/19).
3.3
In
der Neuanmeldung
vom 10. November 2009 gab
der Beschwerdeführer
an
, er habe am 17. Oktober 2009 einen Auffahrunfall erlitten, bei dem er sich ein Schleudertrauma der H
alswirbelsäule (HWS)
zugezogen habe.
Er trage seither einen Halskragen und es sei ihm ständig schwindelig. S
eit dem Unfall
sei er deshalb
vollständig arbeitsunfähig (Urk. 10/84).
Gemäss Bericht der Notfallstation des
Spitals Y._
war der Beschwerdeführer dort am 18. Oktober 2009 zur Konsul
tation (Bericht vom 18. Oktober 2009, Urk. 10/83).
Anamnestisch wird im Bericht
ausgeführt, beim Auffahrunfall sei der Kopf nicht angeprallt, und der Beschwerdeführer habe im Anschluss
an den Unfall
weder an Schmerzen noch an Nausea gelitten. Im Verlauf der darauffolgenden Nacht hätten sich jedoch Schmerzen
im Bereich der HWS und der rechten Schulter entwickelt und der Beschwerdeführer habe verschwommen gesehen, weshalb er zur Konsultation in das Spital gekommen sei.
Die Ärzte der Notfallstation
erhoben
hinsichtlich des Schädels
einen unauffälligen Befund, insbesondere gab es keine Prellmarken und keinen Anhalt für Frakturen des Gesichtsschädels.
Sie führten aus, e
s habe keine Blickfolgebewegungen gegeben, jedoch sei die Kooperation fraglich gewesen.
Die HWS,
die
Brust
wirbelsäule (BWS)
und
die
Lendenwirbelsäule (LWS) seien schmerzbedingt eingeschränkt beweglich gewesen. Bei der HWS berichteten sie ausserdem über Druck- und
Klopfdolenz
sowie bei der BWS und LWS über
Klopfdolenz
. An der rechten Schulter
stellten sie
weder Hämatome, Sc
hwellungen,
Fehlstellungen
noch Frakturen fest
.
Sie berichteten jedoch ü
ber
diffuse Schmerzen über dem
Trapezius
und
Deltoideus
. Die Abduktion ab 60° und die Elevation seien sodann schmerzhaft
eingeschränkt gewesen. D
ie gemachten Röntgenbilder der
HWS
und der Schulter
ergaben
keine Hinweise auf
ossäre
Läsionen. Auch das angefertigte CT der
HWS
, der BWS und der LWS
zeig
t
e keine frischen
traumatischen Läsionen.
Gestützt auf diese Befunde
diagnostizierten
die Ärzte des
Spitals Y._
eine Distorsion der
HWS
2°
sowie eine Kon
tusion der
BWS und LWS
.
Eine Arbeitsunfähigkeit
wurde nicht attestiert
.
3.4
Nachdem
die IV-Stelle mit
Vorbescheid
vom
15. März 2011
die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt hatte, da es durch den Auffahrunfall zu keiner gesundheitlichen Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit gekommen sei
(Urk. 10/107)
und
der Beschwerdeführer
in den
dagegen erhobenen
Einwänden
ausgeführt hatte
,
er leide
nun
an einer mittelgradigen depressiven Episode, ausserdem habe sich
die
Schmerzproblematik
verstärkt und eine Schmerzüberwindung sei ihm
aufgrund der psychischen
Komorbidität
, den chronischen Begleiterkrankungen sowie aufgrund des
ch
ronifizierten
Krank
heitsverlaufes
nicht zumutbar (Urk. 10/112+114),
ordnete die IV-Stelle eine psychiatrische Untersuchung beim RAD an (
Urk. 10/140/3). Dr. med. E._
, Fachar
zt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, untersuchte den Beschwerdeführer am 27. September 2011
(Bericht vom gleichen Tag, Urk. 10/119)
.
Dr.
E._
erhob einen weitgehend unauffälligen Psychostatus.
E
r
berichtete
, es sei während des Gesprächs keine Störung der Konzentrations
fähigkeit ersichtlich geworden. Der Beschwerdeführer sei affektiv beherrscht gewesen
. Gestik, Mimik und Gang hätten keine typischen depressiven psycho
motorischen Merkmale gezeigt
. Die Aufmerksa
mkeit sei nicht getrübt gewesen.
Gedächtnisstörungen würden nicht vorliegen
.
Denkstörung
en ergäben sich keine. Der Beschwerdeführer beschreibe, zu Hause unter ei
ner Affektinkontinenz zu leiden, welche vorübergehend sei. Er habe Affekte wie Nervosität, depressive Stimmung und Freudlosigkeit beschrieben.
Der Beschwerdeführer habe sodann in seiner Vitalität nicht deutlich eingeschränkt gewirkt, er habe sich lebhaft ausdrücken können. Die Energie werde jedoch vom Beschwerdeführer subjektiv
als
wegen seinen Schmerzen
schwer eingeschränkt beschrieben
(Urk. 10/119/4
-
5
)
.
Im Ray-15
item Test, welcher zur Prüfung der Merkfähigkeit durchgeführt worden sei, habe sich eine äusserst schlechte Merkfähigkeit gezeigt. Es bestehe diesbezüglich eine Inkonsistenz mit den klinischen Angaben
. So fahre der Beschwerdeführer beispielsweise noch Auto und sei in seiner Orientierung nicht auf dauerhafte Fremdhilfe angewiesen
. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lasse sich diese Selbstlimitierung nicht auf einen somatischen oder psychiatri
schen krankheitswertigen Prozess zurückführen
(Urk. 10/119/6)
.
Dr.
E._
führte
weiter
aus, es könne
keine
psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt werden
, die sich als
komorbide
Störung von der sich
ausgeweiteten
Schmerzsymptomatik abgrenzen
liess
e
.
D
as
Krankheitsbild
lasse sich
am Wahrscheinlichsten
mit der Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
umschreiben
(Urk. 10/119/6
-
7)
.
Es müsse von einer Symptomausweitung ausgegangen werden
,
welche sich auf die
undifferenzierte psychopathologische Symptombeschreibung, die Präsentation einer erheblichen psychischen Behinderung,
eine
mangelnde Leistungsbereitschaft sowie nachweisliche Inkonsistenzen bezüglich kognitiver Merkmale
beziehe
(Urk. 10/119/7)
.
Eine mitwirkende ausgewiesene depressive Störung von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer liege seit 2009 nicht vor. Eine chronisch
e
körperliche Begleiterkrankung bestehe in der schlecht ein
zustellenden Hypertonie. Der mehrjährige Krankheitsverlauf trotz ver
schiedensten somatischen Behandlungsversuchen zeige die
Chronifizierung
des
Schmerzleidens. Ein ausgewiesener sozialer Rückzug könne
er
nicht schlüssig nachweisen. Ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf im Sinne eines primären Krankheitsgewinns bestehe nicht. Unbe
friedigende Behandlungsergebnisse und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen lägen bezüglich Minderung der Schmerzen zwar vor, allerdings sei offen, von welcher konsequenten aktiven Behandlungsmotivation beim Beschwerde
führer auszugehen sei. Zusammenfassend hielt Dr.
E._
fest, dass
es aus psychiatrischer Sicht zu
k
e
ine
r
anhaltende
n
gesundheitliche
n
Ver
schlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gegenüber der letzten Rentenverfügung im Jahr 2009
gekommen sei
(Urk. 10/119/7, Urk. 10/140/3)
.
4.
4.1
4.1.1
Die Beurteilung der am
Spital Y._
tätigen Fachpersonen
(E. 3.3)
wie auch diejenige von Dr.
E._
(E. 3.4)
beruhen auf umfassenden und sorgfältigen medizi
nischen Untersuchungen und vermögen in ihren Schlussfolgerungen zu über
zeugen.
4.1.2
Der Beschwerdeführer führte an,
auf den psychiatrischen Untersuchungsbericht
von Dr.
E._
könne nicht
abgestellt werden.
Er
bemängelte
,
er
sei vom Übersetzer ständig unterbrochen worden
,
Dr.
E._
habe zu wenig nach Symptomen gefragt, es sei keine Fremdanamnese erhoben worden,
die Untersu
chung
habe
nur eine Stunde gedauert, ausserdem werde der Tagesablauf nur rudimentär wiedergegeben
(Urk. 1 S. 12
-
13
, Urk. 10/127
)
.
Entgegen der Ansicht von Dr.
E._
habe sich seine psychische Situation massgeblich ver
schlechtert. Er leide an einer depressiven Störung, es bestehe ein mehrjähriger
Krankheitsverlauf, der trotz Behandlungsversuchen keine längerfristige Re
mission zeige,
das
Schmerzleiden sei
chronifiziert
, er habe sich in den meisten Belangen des Lebens sozial zurückgezogen, die Behandlungsergebnisse seien unbefriedigend und die Rehabilitationsmassnahmen seien
trotz aktiver
Behandlungsmotivation
gescheitert (Urk. 1 S.
13).
4.1.3
Dr.
E._
klärte den
psychischen Gesundheitszustand des
Beschwerde
führer
s
umfassend ab und befragte ihn insbesondere eingehend
zu
seinen Beschwerden (Urk. 10/119/2
-
3, 5
-
6).
Dem Bericht sind keine Hinweise zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer vom Übersetzer unterbrochen worden wäre und es wir
d
vom Be
schwerdeführer auch nicht näher dargetan
, was für Aus
führungen er nicht
hätte machen können
.
Fremdanamnestische Abklärungen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sodann nicht unerlässlich (Urteil
e
des Bundesgerichts I 58/06 vom 1
3.
Juni 2006 E. 2.3
und
9C_482/2010 vom 2
1.
September 2010 E. 4.1, mit weiteren Hinweisen).
Zum Einwand, der Untersuchungszeitraum sei zu kurz gewesen, ist darauf hinzuweisen, dass sich nach der Rechtsprechung des Bundesgericht kein genereller Zeitrahmen für eine psychiatrische Untersuchung verbindlich angeben lässt
(Urteil des Bundesge
richts
I 58/06 vom 1
3.
Juni 2006 E
.
2.1
-
2.2
)
. Der Gutachter erhob einen aus
führlichen psychopathologischen Befund und klärte die Anamnese so weit als notwendig ab. Es ist nicht ersichtlich,
aus welchen Gründen weitere
Explo
rationen
notwendig gewesen wären.
Der Einwand, der Tagesablauf sei nicht genügend abgeklärt worden, zielt sodann ebenfalls ins Leere.
Im Bericht wurde der Tagesablauf
so weit als notwendig
geschildert (Urk. 10/119/3)
.
4.1.4
D
er
Schlussfolgerung
von Dr.
E._
,
die
somatoforme
Schmerzstörung habe keine Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit, kann
sodann
gefolgt werden, da d
ie gemäss Rechtsprechung erforderlichen
Kriterien für eine ausnahmsweise anzu
nehmende Unüberwindbarkeit der Schmerzstörung (E. 1.3) nicht in genügender Intensität und Konstanz vor
liegen
(
E. 3.4
)
.
Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers liegt keine
psychiat
rische
Komorbidität
vor. Auch
für
einen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens gibt es vorliegend keine ausrei
chenden Anhaltspunkte. Wie sich aus den Akten ergibt, geht
der Beschwerde
führer
mit
seiner
Tochter einkaufen
und hilft ihr im Haushalt (Urk. 10/113/3).
D
ie Beziehung zu seiner Ehefrau
wurde als gut beschrieben
(Urk. 10/111/
5) und
es werden
Reisen nach
F._
unternommen
(Urk. 10/113/3).
Sodann hat Dr.
E._
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers auch zu Recht in Frage gestellt,
ob von einer konsequenten aktiven Behandlungsmotivation beim Beschwerdeführer auszugehen sei. Aus den Akten ergibt sich beispielsweise, dass der Beschwerdeführer zur Einzelpsychotherapie anlässlich eine
r
tagesklinischen Rehabilitationsbehandlung
in der m
edizinischen
Einrichtung
B._
nur
sehr
unregelmässig erschienen sei (Urk. 10/111/6).
4.2
4.2.1
Aus
den
weiteren
in den
Akten liegenden
medizinischen
Berichte
ergeben sich sodann ebenfalls keine
Anhaltspunkte für eine
gesundheitliche
Verschlechte
rung
mit Ausw
irkung auf die Arbeitsfähigkeit:
4.2.2
Mit
Bericht vom 25. Februar 2010 (Urk.
10/95)
führte
der behandelnde Arzt
Dr
. med.
A._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie,
aus, der Beschwer
deführer leide unter einem
cervical
- und lumbalbetonten
Panvertebralsyndrom
mit posttraumatischem
cervico-cephale
m
Schmerzsyndrom bei Status nach Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule
vom 17. Oktober 200
9.
Ausserdem bestünden
Restbeschwerden im rechten oberen Sprunggelen
k
(OSG) bei Status nach
Supinationstrauma
des rechten OSG mit Kontusion des Fusses im Jahre 199
6.
Gestützt auf diese Diagnosen erachtete Dr.
A._
den Beschwerde
führer sowohl in
der angestammten
als auch in jeder angepassten Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig
(Urk. 10/95/2+5)
.
Dem kann nicht gefolgt werden.
Die Beschwerden im Sprung
g
elenk waren bereits
anlässlich
der Begutach
tung
des Instituts D._
im Jahr 2008
vorhanden und wurden
damals
entsprechend
beim Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt (Urk. 10/47/14-16). Eine Verschlechterung ergibt sich
diesbezüglich
aus dem Bericht von Dr.
A._
nicht.
Hinsichtlich der Folgen des Auffahrunfalls wurde
n
sodann
keine neuen
massgeblichen
objekti
vierbaren Befunde erhoben, sondern es wurde
lediglich eine andere Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit
als im Bericht des Spitals Y._
(E. 3.
3
)
vorgen
ommen,
ohne sich mit
jenem
auseinanderzusetzen
.
4.2.3
Es befinden sich
sodann
mehrere Berichte der
medizinischen
Einrichtung
B._
in den Akten (Berichte vom 30. November 2009 [Urk. 10/111/4-8], vom 1. Juni 2011 [Urk. 10/113], vom 14. Juli 2011 [Urk. 10/115] und vom 14. No
vember 2011 [Urk. 10/126]
).
Soweit in diesen Berichten
Ausführungen
zu
Ver
schlechterung
en
des physischen Gesundheitszustand
es
gemacht werden,
kann von vornherein nicht
auf sie
abgestellt werden,
stammen
sie
doch
ausschliess
lich von einem Psychiater und zwei Psychologen
.
Aus psychiatrischer Sicht wird im Wesentlichen
berichtet
,
der Beschwerdeführer leide unter einer mittel
gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) sowie einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4).
Die Ärzte der m
edizinischen
Einrichtung
B._
gehen von einer ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit seit 2001 aus (Urk. 10/111/5, 10/115/4) und führen aus, eine Depression bestehe seit Jahren (Urk. 10/111/6).
Im
rechtskräftigen
Urteil des hiesigen Gerichts vom 20. De
zember 2010 wurde jedoch erwogen, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerde
führers aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt und
der Beschwerdeführer insgesamt in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähi
g sei
(E. 3.1)
.
Mit diesem Wider
spruch setzen sich die Ärzte der m
edi
zinischen
Einrichtung
B._
nicht auseinander.
Es offenbart sich somit, dass sie keine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der damit verbunde
nen
Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers seit Juni 2009 dar
legen
, sondern lediglich
den
unv
erändert gebliebenen Sachverhalt anders
beurteilen
.
Wohl halten
sie
fest, dass sich die Depression infolge der Aberkennung der IV-Rente im Jahr 2009 und der daraus
entstandene
n
finanziellen Probleme verstärkt habe (
Urk.
10/111/6)
. Dabei han
delt es sich jedoch um einen psychosozialen Faktor, mit dem eine gesund
heit
liche
Verschlechterung nicht dargetan werden kann
.
Im Übrigen ist darauf hin
zu
weisen, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch die m
edizinische
Einrichtung
B._
offensichtlich auf den subjektiven Klagen des Beschwerde
führers beruht. So
w
u
rden
die geklagten Beschwerden
im Bericht vom 14. Juli 2011
unverändert
zur Begründung der Arbeitsunfähigkeit
übernommen (vgl. Urk. 10/115/1
-
2).
Es wur
de sodann noch ein Bericht der m
edizinischen
Einrichtung
G._
vom 30. Januar 2012 (Urk. 10/126/4-11) eingereicht, der zu weiten Teilen
den Bericht
von Dr.
A._
(E. 4.2.
2
) sowie die Berichte der m
edizinischen
Einrichtung B._
(siehe oben)
wiedergibt
, worauf verwiesen werden kann.
Ent
gegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift
ergibt sich aus
diesem Bericht keine gesundheitliche Verschlechterung.
In der Beschwerdeschrift w
urde
gelte
nd gemacht, die im Bericht der m
edizinischen
Einrichtung
G._
erhobenen Befunde würden auf eine deutliche Verschlechterung der Beschwer
den am oberen Sprunggelenk hinweisen (Urk. 1 S. 8).
Dem kann nicht gefolgt werden.
Beschwerden im Fussbereich waren
wie schon festgehalten
schon im Zeitpunkt der Begutachtung
durch das Institut D._
bekannt und wurden entsprechend im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt (Urk. 10/47/14
-
16).
Im
Bericht der m
edizinischen
Einrichtung
G._
wurde nicht dargelegt
, inwiefern sich etwas geändert hätte
.
Es
wurde
im Übrigen
nicht einmal angegeben, wann die Befunde erhoben wurden. U
nter dem Titel „Verschlechterung der Symptomatik“ wurde gar aus
geführt, der Beschwerdeführer habe angegeben, die Fussbeschwerden seien seit 2006 vorhanden (Urk. 10/126/10).
Eine Verschlechterung ist demnach nicht er
sichtlich.
In der Beschwerdeschrift wurde des Weiteren geltend gemacht
,
mi
t Blick auf das im Bericht der m
ed
i
zinischen
Einrichtung G._
genannte
MRI
der HWS
vom 17. Mai 2010
sei eine gesundheitliche Verschlechterung aus
gewiesen (Urk. 1 S. 6). Im Bericht wurde ausgeführt, gemäss einem MRI vom 17. Mai 2010 lägen
Protrusionen
und
Retrospondylophyten
besonders bei C5 und C6
vor
. Dies begründe eine
erheblich verminderte Belastbarkeit der oberen Extremitäten und erkläre teilweise die massive Steifigkeit für Kopfbewegung (Urk. 10/126/10). Eine gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ist
indes
nicht nachvollziehbar, wurde doch im gleichen Bericht ausgeführt, im Halswirbelsäulenbereich bestehe eine uneingeschränkte Beweglichkeit und der
Musculus
Trapezius
sei mässig verspannt (Urk. 10/126/9).
Zusammenfassend ergibt sich somit
auch
aus diesem Bericht keine Verschlech
terung des Gesundheitszustandes seit der
Renteneinstellung im Juni 2009.
4.2.4
Aus dem
Austrittsbericht
der
Klinik H._
vom 7. März 2011 (Urk. 10/111) geht hervor, dass der Beschwerdeführer vom 7. Februar 2011 bis am 7. März 2011 an einem Behandlungsprogramm für Patienten mit chroni
schen Schmerzen teilnahm. Im Austrittsbericht wurden zwar diverse Diagnosen aufgelistet, jedoch
wurden
weder neue pathologischen
Befunde aufgeführt
, noch wurde
eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen.
Mit diesem Bericht
kann
eine gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit demnach nicht schlüssig
belegt werden
.
4.2.5
Nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 23. August 2012 (
Urk.
2) wurde zuhanden des Gerichts mit Eingabe vom 3. Dezember 2013 (Urk. 12)
sodann noch
ein Bericht der p
sychiatrischen
Klinik
C._
, Klinik für Alterspsychiatrie, vom 15. März 2013
sowie ein weiterer Bericht von Dr.
A._
vom 15. Februar 2013
eingereicht
(Urk. 13)
.
Im Bericht der
Klinik C._
wurde aus psychiatrischer Sicht eine leichte kognitive Störung (ICD-F06.7), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht bis mit
telgradige Episode (ICD F33.1) sowie eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD F45.40) diagnostiziert (Urk. 13 S. 1).
Eine Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
wurde nicht vorgenommen
.
Die behandelnden Ärzte führten aus, die Anamnese und
der klinische psychische Befund
sprächen für eine leicht bis mittelgradige depressive Episode
(Urk. 13 S. 5)
.
Gemäss psychischem Befund war die Auffassung unauffällig
, die
Merkfähigkeit leicht reduziert.
Weiter wurde ausgeführt, e
s seien leichte akustische Halluzinationen vorhanden gewesen
und
der Beschwerdeführer sei im Affekt deprimiert gewesen sowie leicht gereizt und leicht hoffnungslos. Die Psychomotorik und der Antrieb seien bis auf eine leichte Antriebshemmung unauffällig gewesen (Urk. 13 S. 3). Inwiefern
dieser Befund sowie die festgestellte leichte kognitive Störung zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen
könnte
, ist
allerdings
fraglich.
Da der Erlass des angefochtenen Entscheides die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen),
kann jedoch vorliegend offen bleiben, ob mit dem Bericht eine gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
dar
getan
ist, da die Untersuchungen in der
Klinik C._
im Januar und Februar 2013 stattfanden und somit nach Verfügungserlass. Was den neu eingereichten Bericht von Dr.
A._
betrifft,
s
o wurden erneut keine neuen objektivierba
ren Befunde erhoben und eine relevanten Verschlechterung des Gesundheitszu
standes mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit nicht dargetan
.
4.2.6
Die in der Beschwerdeschrift
im Übrigen
geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterungen hinsichtlich der Beschwerden an den Hüften (Urk. 1 S. 7), der Herzbeschweren (Urk. 1 S. 8
-
9), sowie des Schlafapnoesyndroms (Urk. 1 S. 9) sind
schliesslich nicht
ausgewiesen.
5.
Es
ergibt sich
somit
, dass keine anspruchsbeeinflussende Veränderung der tatsäch
lichen Verhältnisse seit Juni
2009
ausgewiesen ist, so
dass nach wie vor kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung besteht. Die Be
schwerde ist daher abzuweisen
.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer - unter Verrechnung mit dem g
eleisteten Kostenvorschuss von
Fr.
1‘000.-- (
Urk.
6) - aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).