Decision ID: 25a47759-1be3-5a2c-a319-b5e5a00b448e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, Scheffel-
strasse 2, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, meldete sich am 19. September 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an (act.
G 6.1). Der Versicherte wurde am 21. Oktober 2008 von RAD-Arzt Dr. med. B._, u.a.
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zur Klärung der Eingliederungsfähigkeit
untersucht. Im Bericht vom 23. Oktober 2008 diagnostizierte dieser eine derzeit leichte
depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine akzentuierte Persönlichkeit mit
psychasthenisch-ängstlichen Zügen (ICD-10: Z73.1) und operierte
Bandscheibenvorfälle L4/L5 und L5/S1 im August 2003 mit Bandscheibenvorfall-
Rezidiv L5/S1 links im März 2004. Eine Arbeitsvermittlung an einen
wechselbelastenden Arbeitsplatz mit insgesamt leichten bis allenfalls vorübergehend
mittelschweren Tätigkeiten sei möglich (act. G 6.19). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 21. Oktober 2009, act. G 6.43) und nach
Abschluss der Arbeitsvermittlung (Mitteilung vom 23. Oktober 2009, act. G 6.44)
verfügte die IV-Stelle am 6. Dezember 2009 die Abweisung des Rentengesuchs, da der
Versicherte in der freien Wirtschaft zu 100% arbeitsfähig sei (act. G 6.49).
A.b Am 3. März 2010 meldete sich der Versicherte erneut zum IV-Leistungsbezug an
(act. G 6.50). Auf Aufforderung der IV-Stelle (Schreiben vom 5. März 2010, act. G 6.53)
hin berichtete der behandelnde Dr. med. C._, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, am
11. März 2010, der Versicherte leide neu an einem femoralen Aneurysma rechts
unklarer Ätiologie (vgl. auch den beigelegten Bericht der Klinik für Chirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 3. März 2010, in der sich der Versicherte vom
10. bis 18. Februar 2010 zur stationären Behandlung des Aneurysmas befunden hatte,
act. G 6.54-2 ff.) und an einer unklaren Kardiopathie (act. G 6.54). Die im
Psychiatrischen Zentrum D._ behandelnden Ärztinnen führten im Bericht vom
29. März 2010 (act. G 6.56) aus, der Versicherte leide an einer mittelgradigen bis
schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.11/F32.2)
und es bestehe Verdacht auf eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
(ICD-10: F60.6). Auf Empfehlung des RAD (act. G 6.57-2 und G 6.68-2) holte die IV-
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Stelle weitere Berichte der behandelnden medizinischen Fachpersonen ein (u.a.
[Verlaufs-]Berichte von Dr C._ vom 30. Juni 2010, act. G 6.59, der Abteilung Gefäss-,
Thorax- und Transplantations-Chirurgie der Klinik für Chirurgie des KSSG vom 7. Juli
2010, act. G 6.64, der im KSSG behandelnden Neurologen vom 2. November 2010,
act. G 6.69, der im Psychiatrischen Zentrum behandelnden Ärztinnen vom
29. November 2010, act. G 6.72, der Abteilung Rheumatologie/Rehabilitation des
Departements Innere Medizin des KSSG vom 9. Dezember 2010, act. G 6.74). Die IV-
Stelle teilte dem Versicherten am 10. Januar 2011 mit, berufliche Massnahmen seien
aufgrund seines Gesundheitszustands nicht möglich. Es werde der Anspruch auf
Rentenleistungen geprüft (act. G 6.76).
A.c RAD-Arzt Dr. B._ führte bezüglich der eingeholten Berichte aus, die
Rheumatologen würden zur Leistungseinschränkung ebenso wenig dezidiert Stellung
beziehen wie die Neurologen, die immerhin erwähnt hätten, dass sich die
neurologische Beschwerdesymptomatik nicht auf die Arbeitsfähigkeit relevant
auswirke. Bis auf die Neurologie seien in den übrigen Berichten die aktuellen Leiden
(Herz, Lunge) nicht festgehalten. Der psychiatrische Verlaufsbericht gehe ins andere
Extrem, indem hauptsächlich wegen der körperlichen Beschwerden eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werde. Dies sei alles nicht schlüssig, weshalb eine
umfassende Abklärung in einer MEDAS geboten sei (Stellungnahme vom 24. Januar
2011, act. G 6.77). Die behandelnden Ärzte der Abteilung Gefäss-, Thorax- und
Transplantations-Chirurgie des KSSG teilten dem RAD-Arzt am 24. Februar 2011 mit,
aktuell sei der Versicherte sicherlich nicht voll belastbar, insbesondere bei Tätigkeiten,
die eine hohe Belastung der unteren Extremität bedingen würden. Sitzende Tätigkeiten
oder leichte Wechseltätigkeiten seien sicherlich möglich (act. G 6.81).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte an mehreren Tagen im März 2011 in
der MEDAS Inselspital Bern polydisziplinär (internistisch, kardiologisch, psychiatrisch,
rheumatologisch und angiologisch) untersucht. Im Gesamtgutachten vom 29. April
2011 diagnostizierten die Experten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen
Morbus Behçet mit Aphthen oral und genital, vermuteten Vaskulitiden, mit möglicher
neurovaskulärer Beteiligung, aber ohne Augenbeteiligung und negativem Patherige-
Test; ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen
L4 - S1 und Status nach Bandscheibenoperation L4/5 und L5/S1 (2003 und 2004).
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Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. ein chronisches
Zervikalsyndrom ohne radikuläre Symptomatik, eine selbstunsichere ängstlich
vermeidende Persönlichkeit (ICD-10: F60.69) und eine Angststörung nicht näher
bezeichnet (ICD-10: F40.9). Aus der Sicht aller Gutachter sei die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt. Die bisherige
körperlich belastende Arbeit als Hilfsarbeiter (vgl. hierzu act. G 6.16) sei dem
Versicherten nicht mehr zumutbar (act. G 6.82). RAD-Arzt Dr. B._ schloss sich der
gutachterlichen Beurteilung an (Stellungnahme vom 3. Mai 2011, act. G 6.83).
A.e Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. G 6.92) verfügte die IV-Stelle am
4. November 2011 die Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen (act.
G 6.93).
A.f Dr. C._ gab im Verlaufsbericht vom 24. November 2011 an, der
Gesundheitszustand des Versicherten sei seit Juli 2010 stationär geblieben (act.
G 6.99). E._, Oberarzt am Psychiatrischen Zentrum D._, bezeichnete den
Gesundheitszustand seit dem letzten Verlaufsbericht vom 22. Oktober 2010 als
stationär (Verlaufsbericht vom 21. Dezember 2011, act. G 6.101). Die im KSSG
behandelnden Rheumatologinnen bezeichneten den Gesundheitszustand ebenfalls als
stationär (Verlaufsbericht vom 29. Dezember 2011, act. G 6.102-1 ff.). Nach der
Würdigung dieser Verlaufsberichte gelangte RAD-Arzt Dr. B._ zum Schluss, es könne
weiterhin auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden (act. G 6.103).
Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Februar 2012 in
Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen (act. G 6.106). Dagegen erhob der
Versicherte am 2. März 2012 Einwand (act. G 6.107), den er am 13. April 2012
ergänzend begründete (act. G 6.114). Hierzu nahm RAD-Arzt Dr. B._ am 30. April
2012 Stellung (act. G 6.117). Am 15. Mai 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentengesuchs (act. G 6.119).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 15. Mai 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 14. Juni 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
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Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer Rente. Im
Wesentlichen bringt er vor, das MEDAS-Gutachten und die RAD-Stellungnahmen
enthielten keine beweiskräftige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (act. G 1). Mit der
Beschwerde reicht der Beschwerdeführer einen Bericht der Abteilung Gefäss-, Thorax-
und Transplantations-Chirurgie, der Klinik für Chirurgie des KSSG vom 6. Juni 2012
ein, worin dem Beschwerdeführer in seinem erlernten Beruf als Coiffeur eine höchstens
50%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wird. Es liege eine extraanatomische
Bypasssituation vor, die bei stärkerer Belastung aufgrund der Tatsache, dass nur eine
eingeschränkte Blutmenge maximal transportiert werden könne, durchaus
Beschwerden verursachen könne (act. G 1.2).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 28. September
2012 die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass die
gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beweiskräftig sei und gestützt auf
diese medizinische Grundlage das Rentengesuch zu Recht abgewiesen worden sei
(act. G 6).
B.c In der Replik vom 7. Februar 2013 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 12).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 14).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der am 3. März 2010
(act. G 6.50) wieder angemeldete Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
1.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
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Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für
einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG
durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die
versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet
sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Wenn der
entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die
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Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser,
ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, N 62 zu Art. 61).
2.
Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenüg
liche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Die
Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf das MEDAS-
Gutachten vom 29. April 2011 (act. G 6.119). Der Beschwerdeführer hält dieses aus
verschiedenen Gründen für mangelhaft (act. G 1 und G 12).
2.1 Der Beschwerdeführer rügt, der bei den Untersuchungen beigezogene
Dolmetscher sei stets schon wieder entlassen worden, bevor die jeweilige
Untersuchung abgeschlossen gewesen sei (act. G 1, Rz 2).
2.1.1 Aus dem Gutachten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die das Vorbringen
des Beschwerdeführers bestätigen bzw. auf eine sachfremd abgekürzte oder sonstwie
ungenügende Übersetzungstätigkeit hinweisen. Vielmehr wird an verschiedenen Stellen
auf die Tätigkeit der anwesenden Übersetzerin verwiesen ("Er nimmt jedoch dankbar
die Hilfe der türkischsprachigen Übersetzerin in Anspruch", act. G 6.82-13; "Bei der
Untersuchung ist eine Übersetzerin anwesend", act. G 6.82-29; "Untersuchung [...],
welche in Anwesenheit einer unabhängigen Übersetzerin erfolgte", act. G 6.82-32).
2.1.2 Entscheidend ist weiter, dass die Anamneseerhebung sowohl im Gesamt-
sowie den Teilgutachten umfassend ist und insbesondere die geklagten Leiden des
Beschwerdeführers ausführlich wiedergegeben werden (act. G 6.89-1 ff.). Hinzu
kommt, dass der Beschwerdeführer keine Aspekte benennt, die aufgrund der von ihm
als verkürzt gerügten Übersetzungstätigkeit ausser Acht gelassen worden wären.
Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten. Ein den Beweiswert des Gutachtens
schmälernder Mangel in der Übersetzung ist daher zu verneinen.
2.2 Sodann führt der Beschwerdeführer die Berichte der behandelnden medizinischen
Fachpersonen gegen die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung ins Feld (act. G 1,
Rz 3 ff.).
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2.2.1 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein den
Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V
351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und Anlass zu weiteren
Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen
Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an
vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich
nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im
Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer
anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008,
9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der
Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden
psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum,
innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich,
zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).
2.2.2 Zunächst ist festzustellen, dass sich aus sämtlichen Berichten der
behandelnden medizinischen Fachpersonen keine objektiv wesentlichen
Gesichtspunkte mit Auswirkung auf eine leidensangepasste Tätigkeit ergeben, die in
der gutachterlichen Beurteilung unberücksichtigt geblieben wären, und solche vom
Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht werden. Vielmehr beruhen die vom
Beschwerdeführer ins Feld geführten Abweichungen in den Berichten der
behandelnden Mediziner im Wesentlichen auf unterschiedlicher ärztlicher
Interpretation.
2.2.3 Der Beschwerdeführer hält den psychiatrischen Teil des Gutachtens unter
Hinweis auf den Bericht des behandelnden Psychiaters E._ vom 21. Dezember 2011
für mangelhaft (act. G 1, Rz 3). Dem kann nicht gefolgt werden. Vorweg ist zu
bemerken, dass der behandelnde Psychiater angab, es sei seit dem Verlaufsbericht
vom 22. Oktober 2010 zu keinen Veränderungen der Befunde gekommen (act.
G 6.101-1), womit feststeht, dass er den gleichen Sachverhalt wie der psychiatrischer
Gutachter - wenn auch abweichend - beurteilt hat. Eine Verschlechterung seit der
Begutachtung und ein vom Beschwerdeführer geltend gemachtes "im Verlauf
wechselhaftes Geschehen" lassen sich weder dem Bericht des Psychiaters E._ noch
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den übrigen Akten entnehmen und sind damit zumindest seit 22. Oktober 2010
auszuschliessen. Zu berücksichtigen ist weiter, dass der behandelnde Psychiater bei
der knapp begründeten Beantwortung der Frage nach der Leistungsfähigkeit das
gesamte Beschwerdebild einbezog ("die psychischen wie auch physischen
Einschränkungen", act. G 6.101-4). Seine Befunde ("depressive Symptomatik mit
intermittierend auftretenden Panikattacken und Zukunftsängsten", gedrückte
Stimmung, Interessenverlust und Antriebsminderung und sozialer Rückzug, act.
G 6.101-1) entsprechen im Wesentlichen der Beurteilungsgrundlage des
psychiatrischen Gutachters ("wirkt der Versicherte streckenweise deprimiert", leicht
reserviert, gehemmt, ängstlich, zurückhaltend, besorgt und nachdenklich, jedoch nicht
stärker depressiv", act. G 6.82-31, vgl. auch act. G 6.82-30). Es wird nicht begründet,
weshalb der Beschwerdeführer für jegliche Tätigkeiten bloss noch über eine 25%ige
Arbeitsfähigkeit (4 Stunden mit um 50% verminderte Leistungsfähigkeit, act. G 6.101-5)
verfügen soll. Die Einschätzung des behandelnden Psychiaters ist ferner auch deshalb
nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen, als er jene selbst für
abklärungsbedürftig hielt und - offenbar in Unkenntnis der bereits getätigten MEDAS-
Beurteilung - ausdrücklich eine MEDAS-Abklärung empfohlen hat (act. G 6.101-5).
Weiter ist zu beachten, dass - behandelnde und begutachtende - Psychiater, mit der
gleichen Person in verschiedenen Zeitpunkten und Situationen konfrontiert, zu
unterschiedlichen Beurteilungen der psychischen Beeinträchtigungen und -
invalidenversicherungsrechtlich entscheidend - deren Schweregrades mitsamt den sich
daraus ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gelangen können. Diese in
der Natur der Sache begründete weitgehend fehlende Validierbarkeit ("Reliabilität")
psychiatrischer Diagnosen, namentlich im depressiven Formenkreis, kann nicht
automatisch zu Beweisweiterungen bei sich widersprechenden psychiatrischen
Berichten und Expertisen führen, wenn die gutachterliche Einschätzung die
Anforderungen an beweiskräftige Gutachten - wie vorliegend das psychiatrische
Teilgutachten - erfüllt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2009, 9C_661/09,
E. 3.2).
2.2.4 Am angiologischen Teilgutachten bemängelt der Beschwerdeführer in
formeller Hinsicht, dass es von einem Assistenzarzt stamme, der laut Recherchen von
Dr. C._ nicht mehr am Inselspital arbeite (act. G 1, Rz 4). Bei diesem Einwand
übersieht der Beschwerdeführer, dass das angiologische Teilgutachten von Prof.
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Dr. med. F._, Facharzt u.a. für Angiologie und Chefarzt beim Departement Herz und
Gefäss der Angiologisch-Gefässchirurgischen Poliklinik des Inselspitals,
mitunterzeichnet wurde, womit die fachärztliche angiologische Kompetenz ohne
weiteres ausgewiesen ist, weshalb sich Weiterungen zur formellen Rüge erübrigen,
zumal der Beschwerdeführer auch keine fachlichen Mängel benennt und solche sich
auch nicht aus den Akten ergeben.
2.2.5 Der Beschwerdeführer sieht den Beweiswert des angiologischen
Teilgutachtens sodann aufgrund des Berichts der Abteilung Gefäss-, Thorax- und
Transplantations-Chirurgie des KSSG vom 6. Juni 2012 (act. G 1.2) erschüttert (act.
G 1, Rz 4, und vgl. auch act. G 12, Rz 3). Bei dessen Würdigung fällt auf, dass die Ärzte
einzig die Tätigkeit als Coiffeur zu 50% eingeschränkt halten, während diese Ärzte im
Bericht vom 24. Februar 2011 angaben, eine Beurteilung der "Inalidität" sei ihnen nicht
möglich (act. G 6.81). Der Bericht vom 6. Juni 2012 ist des Weiteren knapp begründet
und es ist nicht ersichtlich, auf welchen Untersuchungen die Beurteilung beruht.
Demgegenüber stützt sich das angiologische Teilgutachten auf die Ergebnisse einer
arteriellen Ausmessung und Duplexsonographien vom 18. März 2011, die unauffällige
Ergebnisse zeitigten (act. G 6.82-42 ff.). Die Bescheinigung einer höchstens 50%igen
Arbeitsfähigkeit für den Beruf als Friseur erfolgte schliesslich "unter der
Gesamtzusammenschau seiner Erkrankung" und nicht bloss aus angiologischer Sicht,
weshalb der Bericht vom 6. Juni 2012 auch unter diesem Aspekt nicht geeignet ist,
Zweifel an der angiologisch-gutachterlichen Einschätzung zu wecken. Zudem kann
entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 4) nicht davon
ausgegangen werden, dass die Tätigkeit als Friseur einer leidensangepassten
entspricht, leidet der Beschwerdeführer doch an "Zittern der Hände" (act. G 6.82-13
und G 6.82-28) und rascher Ermüdung in den Armen (act. G 6.82-34; zum geklagten
zeitweisen Einschlafen beider Hände siehe act. G 6.82-35). Damit geht einher, dass Dr.
C._ im Bericht vom 24. November 2011 ausdrücklich darauf hingewiesen hat, gerade
die Tätigkeit als Coiffeur sei nicht möglich (act. G 6.99-3). Ergänzend ist zu bemerken,
dass die Zumutbarkeit der Friseurtätigkeit auch deshalb fraglich erscheint, weil eine
"Exposition zu inhalativen Noxen" und "Staub" vermieden werden soll (act. G 6.102-3)
und gerichtsnotorisch ist, dass bei der Tätigkeit als Friseur regelmässig Stoffe mit
chemischen Substanzen (etwa bei Färbemittel) zur Anwendung gelangen und der
Beschwerdeführer einer Umgebung mit abgeschnittenen Haarteilen ausgesetzt wäre.
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Im Licht dieser Umstände vermag der Bericht vom 6. Juni 2012 weder am
angiologischen Teilgutachten noch am Gesamtgutachten hinsichtlich der bescheinigten
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten Zweifel zu wecken.
2.3 Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, es bestehe ein multiples
Beschwerdebild, das ständiger Behandlung bedürfe. Die daraus resultierenden
Absenzen würden die Arbeitsfähigkeit einschränken (act. G 1, Rz 5). Die psychiatrische
Behandlung findet gemäss Angaben des Beschwerdeführers in dreiwöchentlichen
Abständen statt (act. G 1, Rz 5; gemäss Bericht des Psychiatrischen Zentrums vom
21. Dezember 2011 findet die ambulante Therapie monatlich statt, act. G 6.101-1).
Fraglich erscheint die nicht belegte Aussage des Beschwerdeführers, er suche seinen
Hausarzt Dr. C._ "jeden dritten bis fünften Tag" auf, gab doch Dr. C._ im Bericht
vom 24. November 2011 noch an, die letzte ärztliche Kontrolle habe am 14. November
2011 stattgefunden (act. G 6.99-1). Was die rheumatologischen Kontrollbesuche
anbelangt, so finden diese offenbar in mehrwöchigen Abständen statt (siehe Bericht
vom 29. Dezember 2011, worin als Datum der letzten ärztlichen Kontrolle der
21. November 2011 angegeben wurde, act. G 6.102-1; vgl. ferner den Bericht vom
10. Juni 2011, worin der nächste Kontrolltermin auf den 25. August 2011
vorgeschlagen wurde, act. G 6.102-19). Eine regelmässige überstündige wöchentliche
Beanspruchung für Arztbesuche ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu
verneinen (vgl. auch die entsprechenden Angaben des Beschwerdeführers anlässlich
der Begutachtung in act. G 6.82-11). Nichts anderes ergibt sich aus den vom
Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren eingereichten Unterlagen (vgl. hierzu act.
G 6.114-14 f.), zumal eine regelmässige, in kurzen Abständen wahrzunehmende
augenärztliche Behandlung nicht dargetan ist. Die Beschwerdegegnerin hat in diesem
Zusammenhang zutreffend ausgeführt, dass die vom Beschwerdeführer in Anspruch
genommenen Behandlungen ausserhalb der Arbeitszeit wahrgenommen werden
können. Zumindest ergeben sich keine Hinweise dafür, dass die in Anspruch
genommenen Behandlungen unter Berücksichtigung von Art. 329 Abs. 3 des
Obligationenrechts (OR; SR 220; der den Arbeitnehmenden u.a. das Recht auf
ausserordentliche Freizeit für dringende persönliche Angelegenheiten wie Arztbesuche
einräumt; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag,
Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Auflage, Zürich 2012, Rz 6 zu Art. 329) nicht
so organisiert werden können, dass letztlich keine regelmässige quantitative
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Leistungseinschränkung resultiert. Der im Vergleich zu vollständig gesunden
Arbeitnehmenden höheren Beanspruchung von ausserordentlicher Freizeit für
Arztbesuche durch den Beschwerdeführer ist allenfalls im Rahmen des
Tabellenlohnabzugs Rechnung zu tragen.
2.4 Der Vorwurf von Dr. C._, die Gutachter hätten das Lungenleiden ungenügend
berücksichtigt (Bericht vom 4. April 2012, act. G 6.114-11), ist nicht gerechtfertigt, da
die Gutachter Kenntnis von der in den Vorakten erwähnten "unklaren" Pneumopathie
hatten (siehe die auszugsweise wiedergegebenen Vorakten in act. G 6.82-6).
Diesbezüglich stellten sie keine auffälligen Befunde fest ("kein Husten, kein Auswurf,
kein Asthma", act. G 6.82-11; "Thorax: symmetrisch beweglich, Zwerchfelle
perkutorisch verschieblich, auskultatorisch normales Atemgeräusch, keine
Nebengeräusche", act. G 6.82-14; eine in der Klinik für Pneumologie des Inselspitals
durchgeführte Lungenfunktionsprüfung ergab normale statische und normale
dynamische Lungenvolumina. Sowohl Diffusionskapazität und arterielle Blutgasanalyse
seien normal. Es bestehe ein unauffälliger, normaler Befund; act. G 6.82-16). Damit ist
vereinbar, dass der Beschwerdeführer nicht über Beeinträchtigungen seitens der
Lungen klagte (zu den ausführlichen Angaben der versicherten Person zum
Gesundheitszustand siehe act. G 6.82-12 f.).
2.5 Bei der Würdigung des MEDAS-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf
eigenständigen polydisziplinären gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen
Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom
Beschwerdeführer geklagten Leiden berücksichtigt und gewürdigt. Die Attestierung
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Es ist daher mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im
Zeitpunkt der Begutachtung über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten verfügt hat.
2.6 Zu prüfen bleibt, ob die gutachterlich bescheinigte Arbeitsfähigkeit auch für den
zurückliegenden Zeitraum übernommen werden kann und ob sich seit der
Begutachtung die gesundheitliche Situation erheblich verändert hat.
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2.6.1 Was den zurückliegenden Zeitraum anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass
ein allfälliger Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 6 Monate nach der
am 3. März 2010 erfolgten Wiederanmeldung (act. G 6.50), das heisst per 1. September
2010, entsteht. Wie bereits vorstehend ausgeführt, ist der psychische
Gesundheitszustand seit 22. Oktober 2010 stationär (vgl. act. G 6.101-1 und
vorstehende E. 2.2.3). Dem Verlaufsbericht des Psychiatrischen Zentrums D._ vom
29. November 2010, der sich auf die damals letzte ärztliche Kontrolle vom 22. Oktober
2010 stützte, ist weiter zu entnehmen, dass der Gesundheitszustand seit dem letzten
Bericht vom 29. März 2010 stationär geblieben ist (act. G 6.72-1).
Dr. C._ gab im Verlaufsbericht vom 24. November 2011 an, der Gesundheitszustand
sei seit Juli 2010 stationär geblieben (act. G 6.99-1). Deshalb und weil sich aus den
übrigen medizinischen - insbesondere auch angiologischen - Akten keine
anderslautenden Hinweise für einen verschlechterten Gesundheitszustand ergeben, ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die gutachterliche
Beurteilung (100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten) für die bis
September 2010 zurückliegende Zeit übernommen werden kann.
2.6.2 Für die Zeit nach der Begutachtung im März 2011 ist eine relevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands zu verneinen, da in den bei den
behandelnden medizinischen Fachpersonen eingeholten Verlaufsberichten jeweils ein
stationärer Gesundheitszustand bestätigt wurde (Berichte des behandelnden
Psychiaters vom 21. Dezember 2011, act. G 6.101-1, der behandelnden
Rheumatologinnen vom 29. Dezember 2011, act. G 6.102-1), sich aus den übrigen
Berichten, namentlich dem angiologischen Bericht vom 6. Juni 2012 (act. G 1.2), keine
Anhaltspunkte für eine Verschlechterung entnehmen lassen und der Beschwerdeführer
im Übrigen eine nach der Begutachtung eingetretene leistungsrelevante
Verschlechterung nicht substanziiert geltend macht (act. G 1 und G 12). Daher ist auch
bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung auf die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung abzustellen (vgl. zum Ausschluss einer gesundheitlichen
Verschlechterung auch die ausführlich begründeten RAD-Stellung-nahmen vom
13. Februar und 30. April 2012, act. G 6.103 und G 6.117).
3.
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Nach dem Gesagten ist gestützt auf die beweiskräftige gutachterliche Beurteilung mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer für
eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Deshalb
und da keine Hinweise bestehen, die für ein im Vergleich zu den statistischen
Hilfsarbeiterlöhnen überdurchschnittliches Valideneinkommen sprechen (vgl. IK-
Auszug, act. G 6.11), kann auf die Vornahme eines Einkommensvergleichs verzichtet
werden, da selbst bei Gewährung eines 25%igen Tabellenlohnabzugs offensichtlich
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Die Beschwerdegegnerin wies
daher das Rentenbegehren zu Recht ab.
4.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange
legenheit angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie
vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP