Decision ID: 5f0f43ea-e207-5de4-ac59-adbc11c5817a
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer den Libanon eigenen Angaben zufolge am 1. September 2007 verliess und am 1. Oktober 2007 illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er bei der Empfangszentrumsbefragung, die am 19. Oktober 2007 in A._ stattfand, und der direkten Anhörung vom 31. Oktober 2007 im Wesentlichen geltend machte, er habe den Libanon vor dem 1. September 2007 noch nie verlassen,
dass sein Vater seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts Schwierigkeiten mit einem Mann gehabt habe, der für die  arbeite,
dass dieser Mann seinen Vater zu Unrecht wegen der Ermordung  Palästinensers habe verurteilen lassen wollen, weshalb sein Vater im Jahr 2000 bzw. 2002/2003 festgenommen worden sei,
dass die Ermittlungen gegen ihn aber eingestellt worden seien,
dass im Auftrag dieses Mannes seit April/Mai 2006 mehrfach Leute der AMAL zu ihm gekommen seien, die ihn beschimpft, misshandelt,  mitgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten hätten,
dass ihm dabei verschiedene Vorwürfe gemacht worden seien,
dass diese Leute von ihm Informationen über einen seiner , der in Israel lebe, hätten haben wollen, obwohl sie gewusst , dass er über diese Person nichts wisse,
dass er seinen Garagenbetrieb im März 2007 geschlossen habe, die Druckversuche aber nicht nachgelassen hätten,
dass die Leute ihm bei der letzten Begegnung 48 Stunden lang Zeit gegeben hätten, um ihnen die verlangten Informationen über den in  lebenden Verwandten zu beschaffen, ansonsten sie ihn töten ,
dass er vor seiner Ausreise aus dem Libanon zwei Monate lang bei seiner Tante gelebt habe,
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dass der Beschwerdeführer gemäss Akten des Schweizerischen Grenzwachtkorps (GWK) am 2. Juni 2006 unter den Personalien A._, geboren am _ im Libanon, brasilianischer Staatsangehöriger, in die Schweiz einzureisen versuchte,
dass er dabei im Besitz eines gefälschten bzw. verfälschten  Reisepasses war,
dass er gegenüber dem GWK angab, seinen Wohnsitz in Jordanien zu haben,
dass der Beschwerdeführer nach einer Überprüfung den italienischen Behörden übergeben wurde,
dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung vom 31. Oktober 2007 bestätigte, auf den vom GWK übermittelten Akten befinde sich seine Unterschrift, er könne sich aber nicht daran erinnern, je einer Kontrolle unterzogen und nach Italien zurückgeschafft worden zu sein,
dass das BFM mit Verfügung vom 21. November 2007 - eröffnet am selben Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht  und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug ,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei der vom Beschwerdeführer eingereichten beglaubigten Kopie eines  handle es sich nicht um ein rechtsgenügliches Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 1 Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311),
dass aufgrund der daktyloskopischen Abklärung feststehe, dass der Beschwerdeführer von den schweizerischen Behörden am 2. Juni 2006 festgenommen worden sei, als er von Italien her kommend in die Schweiz habe einreisen wollen,
dass der Umstand, wonach er nichts von dieser Begebenheit wissen wolle, zu gewichtigen Zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit führe,
dass davon auszugehen sei, er halte sich schon länger als von ihm  nicht mehr in seinem Heimatland auf,
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dass auf einem von ihm beim GWK unterzeichneten Dokument  sei, er habe letzten Wohnsitz in Jordanien gehabt,
dass die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach er bei seiner Reise in die Schweiz teilweise bewusstlos gewesen sei, realitätsfremd seien,
dass das BFM davon ausgehe, er versuche die wahren Umstände  Reise und seine Lebensumstände zu verschleiern,
dass somit keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren bestünden,
dass aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2006 vom GWK überprüft und den italienischen Behörden  worden sei, zu bezweifeln sei, dass er sich nachher nochmals im Libanon aufgehalten habe,
dass sich der Beschwerdeführer zudem widersprüchlich dazu  habe, wann sein Vater festgenommen worden sei, obwohl diese Begebenheit der Ursprung seiner eigenen Probleme gewesen sein ,
dass er abweichende Angaben zur Rolle des Feindes seines Vaters bei der AMAL gemacht habe (� dieser habe Kontakte zur AMAL gehabt� bzw. � sei bei der AMAL eine Führungsperson gewesen� ),
dass er zudem widersprüchliche Angaben zu seinem in Israel  Verwandten und zum Zeitpunkt der letzten gegen ihn gerichteten Drohung gemacht habe,
dass seine Vorbringen somit unglaubhaft seien, er die  nicht erfülle und es keiner weiteren Abklärungen zum  der Flüchtlingseigenschaft bzw. von  bedürfe,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe an das BFM vom 27.  2007 sinngemäss um die Überprüfung der Verfügung vom 21.  2007 ersuchte,
dass diese Eingabe vom BFM zuständigkeitshalber an das  überwiesen wurde (Eingang: 30. November 2007),
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dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Dezember 2007 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),
dass der Beschwerdeführer legitimiert ist weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit  beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die  Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden kann und der  lediglich summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG; vereinfachtes Verfahren),
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des
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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass als Reise- oder Identitätspapier gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG grundsätzlich nur Reisepapiere (-pässe) und Identitätskarten, nicht aber zu anderen Zwecken ausgestellte Dokumente wie , Berufs- und Schulausweise sowie Geburtsurkunden gelten (vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.),
dass das BFM demnach zu Recht feststellte, beim vom  eingereichten beglaubigten Registerauszug handle es sich nicht um ein rechtsgenügliches Papier,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von - oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde in Aussicht stellt, er werde die verlangten Dokumente Anfang Januar 2008 beibringen, da sein Dokument Anfang Dezember 2007 ablaufe und sein Vater dieses im Libanon so schnell wie möglich erneuern lassen werde,
dass er somit einräumt, nicht den Tatsachen entsprechende Angaben zum Besitz von Identitätspapieren gemacht zu haben,
dass er ebenso bestätigt, hinsichtlich des angeblichen Nichterinnerns an eine vom GWK am 2. Juni 2006 durchgeführte Personenkontrolle gelogen zu haben,
dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers und der Aktenlage davon ausgeht, er habe für die Reise authentische Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er
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jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner  Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den  Behörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend gemacht wird, das diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte,
dass sich an dieser Beurteilung selbst dann nichts ändern kann, wenn nachträglich Identitätspapiere eingereicht werden sollten, da es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die  neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c/aa S. 109 f.),
dass im Übrigen aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe  Dokumente und der eingestandenermassen  Angaben die persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers in Frage gestellt ist,
dass aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2006 vom GWK einer Kontrolle unterzogen wurde und er sich im  eines gefälschten bzw. verfälschten brasilianischen Reisepasses befand, feststeht, dass er den Libanon bereits zu einem früheren  als den schweizerischen Asylbehörden gegenüber vorgegeben, verliess,
dass seine Angabe, er habe den Libanon vor dem 1. September 2007 noch nie verlassen, ebenfalls wahrheitswidrig ist,
dass den Akten keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass der Beschwerdeführer nach dem Verlassen des Libanon - er verliess den Libanon vor Juni 2006 - nochmals in den Libanon zurückgekehrt ist,
dass aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem GWK seinen letzten Wohnsitz mit Jordanien bezeichnete,  Zweifel an seiner Darstellung, in den letzten Jahren im  gelebt zu haben, bestehen, und jedenfalls die angeblichen , die er im Juni 2006 bzw. zu einem späteren Zeitpunkt im Libanon erlitten haben soll, jeglicher Grundlage entbehren,
dass die vom BFM aufgezeigten Widersprüche in den Aussagen des Beschwerdeführers, die zentrale Elemente der Begründung seines
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Asylgesuchs beschlagen, diese Würdigung seiner Vorbringen ,
dass angesichts dieser Sachlage dem Antrag des Beschwerdeführers, es seien ihm ein paar Wochen Zeit zu geben, damit er seine Situation im Libanon klären könne, nicht stattzugeben ist,
dass das BFM somit zu Recht zum Schluss gelangte, die vom  geltend gemachten Vorkommnisse seien unglaubhaft und somit nicht geeignet für die Feststellung der ,
dass vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen das  der Flüchtlingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht notwendig erscheinen,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht und im Sinne der Praxis (vgl. BVGE 2007/8 insbesondere E. 2.1 S. 73) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf  einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im  mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der  entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den  des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) über die  Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  [EMRK, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfas-
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sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, weil angesichts der Vorbringen des  keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige  ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 ANAG), und die Flüchtlingseigenschaft  nicht besteht,
dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, der  würde bei einer Rückkehr in den Libanon aufgrund der allgemeinen Situation einer konkreten Gefährdung ausgesetzt,
dass auch nicht geschlossen werden kann, er geriete im Fall einer Rückkehr aus individuellen Gründen in eine existenzbedrohende , da er jung und gemäss Aktenlage bei guter Gesundheit ist sowie über ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfügt,
dass der Vollzug der Wegweisung demnach auch als zumutbar zu  ist (vgl. Art. 14a Abs. 4 ANAG),
dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das  technischer Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 ANAG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) dem  aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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