Decision ID: 0d025982-eada-4481-b6ba-993e1f8c220f
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
N._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
IV-Leistungen
Sachverhalt:
A.
N._ (Jg. 1946) meldete sich am 29. Januar 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an. Im
Anmeldeformular gab er u.a. an, er habe den Beruf eines Automechanikers erlernt. Seit
November 1986 sei er bei der A._ AG in diesem Beruf tätig. Die A._ AG teilte der
IV-Stelle am 11. Februar 2008 mit, der aktuelle Lohn des Versicherten als
Automechaniker betrage Fr. 5'065.- (x13). 2006 habe der Versicherte Fr. 69'935.-
verdient, 2007 Fr 68'845.-. Dr. med. B._ berichtete der IV-Stelle am 19. März 2008,
der Versicherte leide an einer chronisch aktivierten Fingerpolyarthrose insbesondere
der MCP-Gelenke II, III und IV bds., an beidseitiger Rhizarthrose und an leichten
Überdehnarthrosen. Als Automechaniker sei der Versicherte seit dem 22. Juni 2006 zu
100% arbeitsunfähig. Aufgrund der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen an
den Fingergelenken mit stets entzündlicher Komponente und chronischer Aktivierung
sei auch jede andere manuelle Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Eine erfolgreiche
Operation würde lediglich die Schmerzen lindern. Die Funktion könnte dadurch nicht
gross verbessert werden. Auch nach einer Operation könnte also nicht mehr an eine
manuelle, insbesondere handwerkliche Tätigkeit gedacht werden. Eine andere Tätigkeit
sei undenkbar. Dr. med. C._ vom RAD hielt am 4. April 2008 fest, in bezug auf die
Arbeit als Automechaniker sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100% nachvollziehbar. Die
Art einer adaptierten Erwerbstätigkeit und das Ausmass der Arbeitsfähigkeit in einer
solchen Tätigkeit seien durch ein rheumatologisches Gutachten zu klären.
B.
Der Rheumatologe Dr. med. D._ berichtete der IV-Stelle in seinem Gutachten vom
27. Juni 2008, er habe folgende Diagnosen erhoben: symptomatische
Fingerpolyarthrose, Symptomausweitung mit Tendenz zu einem chronischen diffusen
generalisierten Schmerzsyndrom (Fingerpolyarthrose mit fortgeschrittenen Arthrosen
MCP III rechtsbetont > MCP II, MCP IV rechts, Rhizarthrosen bds. und beginnende
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Heberden->Bouchardarthrosen), diffuses panvertebrales Schmerzsyndrom mit
lumbospondylogener Komponente links (thorakale Hyperkyphose, Skoliose,
anamnestisch Meralgia paraesthetica nocturna links) sowie – ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit - chronische Metatarsalgien und chronisches Schmerzsyndrom
Schulter links ohne fassbares adäquates organisches Substrat (DD: initiale AC-
Gelenksarthrose links), Kolonpolypektomie 10/04, anamnestisch Amaurosis fugax links
2002, Adipositas (BMI 31), multiple Verrucae seniles und Varicosis. In seiner
Beurteilung führte der rheumatologische Gutachter aus, der auffälligste Befund bei der
körperlichen Untersuchung seien aufgetriebene und deformierte MCP-Gelenke III > II
bds. mit leichter Begleitsynovitis gewesen. Der Versicherte habe jedoch Polyarthralgien
in sämtlichen Finger- und Zehengelenken, in den Handgelenken bds. und im AC-
Gelenk links angegeben. Ausserdem sei ein diffuses panvertebrales Schmerzsyndrom
mit linksseitiger lumbospondylogener Komponente bei anamnestisch Meralgia
paraesthetica nocturna links und Wirbelsäulenfehlstatik im Sinne einer thorakalen
Hyperkyphose und einer leichten Skoliose festzustellen gewesen. In den angefertigten
konventionellen Röntgenaufnahmen der Hände und der Füsse bds. dp seien
fortgeschrittene Fingerpolyarthrosen der MCP III rechtsbetont > MCP II bds., MCP IV
rechts, Rhizarthrosen bds. sowie beginnende Heberden- und Bouchardarthrosen bds.
dargestellt gewesen. Die konventionellen Röntgenaufnahmen der Füsse bds. dp und
der linken Schulter ap hätten keine Pathologie von klinischer Relevanz gezeigt. Eine
serologische Entzündungsaktivität sei nicht fassbar gewesen. Auch die erneut
bestimmten immunologischen Parameter seien negativ gewesen. Bereits die früheren
Laboruntersuchungen hätten eine Hämochromatose bzw. anderweitige
Stoffwechselerkrankungen ausgeschlossen. Das Ausmass der vom Versicherten
geschilderten Polyarthralgien und panvertebralen Druckdolenzen korreliere nicht mit
den objektivierbaren klinischen und radiologischen Befunden. Es gebe deutliche
Zeichen eines nicht-organischen Krankheitsverhaltens. Der ausgesprochen tiefe PACT-
Score deute auf eine Selbstlimitierung der körperlichen Leistungsbereitschaft hin und
sei aus somatischer Sicht nicht nachvollziehbar. Aufgrund der symptomatischen
Fingerpolyarthrose könne der Versicherte dauerhaft keine kraftanfordernden manuellen
Tätigkeiten mehr ausführen. Dazu gehöre auch die Arbeit als Automechaniker, weshalb
im bisherigen Beruf tatsächlich eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe. In körperlich
leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne kraftanfordernde oder monoton
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repetitive manuelle Arbeiten ohne Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg könne
hingegen keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Solche Tätigkeiten könne der
Versicherte in einem zeitlich uneingeschränkten Rahmen ausüben. Als
Verweistätigkeiten kämen Überwachungs- oder Betreuungsfunktionen in Betracht.
Auch nach einem handchirurgischen Eingriff mit Einsatz von MCP-Arthroseplastiken
könnte der Versicherte keine schweren manuellen Tätigkeiten mehr ausführen.
Aufgrund der Symptomausweitung und der festgestellten Chronifizierungstendenzen
seien berufliche Massnahmen wenig erfolgversprechend. Die vollständige
Arbeitsunfähigkeit im Beruf als Automechaniker bestehe seit Ende Dezember 2006.
C.
Mit einem Vorbescheid vom 23. Juli 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
sie beabsichtige, sein Leistungsbegehren abzuweisen. Es sei ihm zumutbar, einer
körperlich leichten Erwerbstätigkeit nachzugehen, weshalb der Invaliditätsgrad nur
23% betrage. Der Versicherte liess am 5. September 2008 einwenden, sein
Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Er leide unter einer schweren akuten
Arthrose mit starken Schmerzen in beiden Händen. Vor einem definitiven Entscheid
seien weitere Abklärungen vorzunehmen. Dr. med. C._ vom RAD hielt am 3. Oktober
2008 fest, das rheumatologische Gutachten sei in sich widerspruchsfrei und die
medizinischen Schlussfolgerungen seien nachvollziehbar. Weitere Abklärungen seien
nicht notwendig. Mit einer Verfügung vom 7. Oktober 2008 wies die IV-Stelle das
Leistungsbegehren ab.
D.
Der Versicherte erhob am 7. November 2008 Beschwerde gegen diese Verfügung. Sein
Rechtsvertreter beantragte die Gewährung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere
die Ausrichtung einer Invalidenrente. Zur Begründung führte er aus, die IV-Stelle habe
sich ausdrücklich auf das rheumatologische Gutachten abgestützt. Die Einschätzungen
des Hausarztes und der konsiliarisch beigezogenen Fachärzte seien nicht gewürdigt
worden. Dem Gutachten sei ohne kritische Prüfung implizit der volle Beweiswert
zuerkannt worden. Damit habe die IV-Stelle den Grundsatz der freien Beweiswürdigung
verletzt. Dies könne aber ausser Acht gelassen werden, da die korrekte
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Beweiswürdigung ergebe, dass eine vollständige Erwerbsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit sehr unwahrscheinlich sei und dass weitere Abklärungen
notwendig seien. Dr. med. C._ vom RAD habe aktenwidrig festgehalten, dass der
Gutachter die Berichte des Hausarztes, der Rheumatologin und des Handchirurgen
gewürdigt habe. Der Gutachter habe sich nämlich gar nicht mit den entsprechenden
Einschätzungen auseinandergesetzt. Zudem hätten dem Gutachter verschiedene
Berichte gar nicht vorgelegen. Deshalb sei das Gutachten beweisuntauglich.
Ausserdem fehle im Gutachten ein Lokalbefund der Hände, was zum Schluss zwinge,
dass der Gutachter die Hände gar nicht klinisch untersucht habe. Der Gutachter habe
die Beweglichkeit der Finger, die Möglichkeit des Faustschlusses, die Feinmotorik und
die Sensibilität in den Händen nicht überprüft. Gerade diese Parameter seien aber
entscheidend, um die funktionellen Auswirkungen der Polyarthritis feststellen zu
können. Der Gutachter habe auch keine EFL durchgeführt. Er hätte prüfen müssen, ob
der Versicherte kleine Gegenstände greifen, eine Tastatur bedienen oder
feinmotorische Tätigkeiten ausführen könne. Er hätte auch prüfen müssen, welche
Gewichte der Versicherte noch heben könne und ob der Versicherte dabei je nach
Form und Grösse des Gegenstandes eingeschränkt sei. Der Grip-Test habe einen
Druck von 0,0 bar ergeben, womit das Halten eines 15 kg schweren Gegenstandes
ausgeschlossen sei. Der Gutachter habe die früheren Röntgenbilder nicht beigezogen.
Deshalb habe er dem Fortschreiten der Erkrankung nicht Rechnung tragen können.
Weil das Gutachten nicht beweistauglich sei, müsse auf den aktuellen Bericht des
Hausarztes abgestellt werden, laut dem in einer optimalen, leidensangepassten
Tätigkeit nur eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe. Es sei zu berücksichtigen, dass
der Versicherte 2006 Fr. 69'935.- verdient habe, obwohl der Dezember- und der 13.
Monatslohn wegen Arbeitsunfähigkeit reduziert gewesen seien. Ausserdem sei ein
Leidensabzug von 20% zuzugestehen (Alter, Fremdsprachigkeit, diverse
Beschwerden). In bezug auf die Leistungsfähigkeit der linken Schulter habe der
Gutachter angesichts der unauffälligen Röntgenbefunde ein organisches Substrat
verneint. Dabei habe er nicht beachtet, dass allfällige Verletzungen von Sehnenbändern
und anderen Strukturen auf einem Röntgenbild nicht sichtbar seien. Die
Schulterproblematik wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Auch die
Wirbelsäulenfehlstatik sei vom Gutachter verharmlost worden. Ebenfalls nicht beachtet
habe der Gutachter die klinisch nachgewiesene Polyarthritis in den Füssen, die eine
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Arbeitsfähigkeit von mehr als 50% als unrealistisch erscheinen lasse. Es gebe im
Anforderungsniveau 4 gar keine Überwachungs- und Betreuungstätigkeiten. Zudem
wären auch mit derartigen Tätigkeiten gewisse feinmotorische Arbeiten verbunden. Es
sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. med. C._ die offensichtlichen Mängel des
rheumatologischen Gutachtens nicht erkannt habe. Gemäss einem mit der
Beschwerde eingereichten Bericht vom 29. August 2008 hatte Dr. med. B._
angegeben, die Grenze der Belastbarkeit sei bei 5-10 kg anzusetzen. Körperlich leichte
Tätigkeiten erforderten in aller Regel eine gewisse manuelle Geschicklichkeit. Die
entsprechenden feinmotorischen Fähigkeiten seien aber angesichts der
Fingerarthrosen und der aufgeschwollenen Hände nicht mehr vorhanden. Unter idealen
Bedingungen betrage das Leistungspensum bei vollzeitiger Beschäftigung nur 50%.
E.
Dr. med. C._ hielt in einer internen Stellungnahme vom 2. Februar 2009 fest, die
medizinische Dokumentation des aktuellen Zustandsbildes sei ausreichend gewesen.
Der Rechtsvertreter des Versicherten habe subjektive Schilderungen mit objektiven
Feststellungen vermischt. Da die angegebenen diffusen Schmerzen am ganzen
Bewegungsapparat in diesem Ausmass nicht durch objektiv erhobene Befunde erklärt
werden könnten, sei bei der Würdigung der Schilderung von lokalen Druckdolenzen
eine gewisse Zurückhaltung angebracht. Der Rechtsvertreter des Versicherten sei der
einzige, der immer von einer Polyarthritis spreche. Diese Diagnose sei zwar
differentialdiagnostisch in Betracht gezogen, aber nie bestätigt worden. Das gelte
insbesondere für die Füsse. Nur der Rechtsvertreter des Versicherten postuliere dort
polyarthritische Symptome. Das Resultat des PACT-Tests (10 Punkte) entspreche einer
mittelschwer pflegebedürftigen, bettlägerigen Person. Im Grip-Test habe der
Versicherte 0,0 bar erzielt, d.h. in der rechten Hand sei keine Kraft mehr vorhanden
gewesen. Das entspreche nicht dem vom Gutachter beschriebenen "normalen
Händedruck". Dabei habe es sich um eine Plausibilisierung des Grip-Tests in einer
Testsituation gehandelt, die nicht als solche erkennbar gewesen sei. Bei einem Grip-
Test von 0,0 bar könnte der Versicherte mit der entsprechenden Hand absolut keine
Kraft ausüben. Es sei sehr wohl ein Lokalbefund der Hände erhoben worden. Die
früheren Röntgenaufnahmen hätten dem Gutachter zwar tatsächlich nicht zur
Verfügung gestanden, aber der Gutachter habe über die Befundberichte anhand dieser
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früheren Röntgenaufnahmen verfügt. Ausserdem habe er eigene Röntgenaufnahmen
erstellt. Es sei darum gegangen, den aktuellen Zustand zu erheben. Verläufe seien zwar
medizinisch interessant, aber für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von
untergeordneter Bedeutung. Die fortgeschrittene Polyarthrose an den Fingern sei
radiologisch dokumentiert. Die Füsse und die linke Schulter hätten unauffällige ossäre
Verhältnisse gezeigt. Auf konventionellen Röntgenaufnahmen seien keine Weichteile
erkennbar. Dazu seien MRI-Aufnahmen da. Deren Erstellung setze aber eine
entsprechende Indikation voraus. Die linke Schulter sei in bezug auf Beweglichkeit und
Stabilität klinisch unauffällig gewesen. Eine MRI-Untersuchung hätte keine weitere
Klarheit gebracht. Eine EFL hätte angesichts der ausgesprochenen Selbstlimitierung
des Versicherten kein verwertbares Resultat geliefert.
F.
Die IV-Stelle beantragte am 23. Februar 2009 die Abweisung der Beschwerde. Sie
führte aus, die freie Beweiswürdigung müsse es erlauben, dem einen Beweismittel eine
höhere Beweiskraft beizumessen als dem anderen. Es liege auf der Hand, dass ein
neutrales fachärztliches Gutachten ein höheres Gewicht haben müsse als eine
Beurteilung durch einen behandelnden Arzt. Inhaltlich überzeuge das Gutachten, wie
die Stellungnahme von Dr. med. C._ zeige. Der Rechtsvertreter des Versicherten
habe nicht zu erklären vermocht, weshalb die Einschätzung des behandelnden Arztes
jene Anforderungen erfülle, deren Verletzung dem Gutachter vorgeworfen werde. Der
behandelnde Arzt habe im Übrigen auch keine EFL durchgeführt. Die im Gutachten
definierten Einschränkungen grenzten weder das Spektrum der möglichen Tätigkeiten
übermässig sein noch sei eine überproportionale Lohneinbusse zu erwarten. Die
breiten technischen Kenntnisse und die gute feinmotorische Erfahrung hätten für den
Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit überdurchschnittliche Lohnerwartungen zur
Folge. Deshalb bestehe kein Bedarf nach einem sogenannten Leidensabzug.
G.
Der Rechtsvertreter des Versicherten führte am 16. März 2009 aus, die Arbeit als
Automechaniker sei nicht mehr möglich, interne Umplatzierungsmöglichkeiten seien
geprüft und verneint worden. Der Bericht von Dr. med. D._ erfülle die von der
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bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausformulierten Anforderungen an ein
überzeugendes Gutachten nicht einmal im Ansatz. Dem Bericht des Hausarztes dürfe
nicht ohne Begründung die Glaubwürdigkeit abgesprochen werden. Dem 63-jährigen
Versicherten sei es selbst auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht möglich, sich in
eine neue Tätigkeit einzuarbeiten. Die technischen Kenntnisse und die feinmotorischen
Fähigkeiten nützten nichts, wenn die Hände nicht mehr feinmotorisch eingesetzt
werden könnten. Da auch in einer angepassten Tätigkeit nur ein Teilpensum möglich
sei, müsse ein "Teilzeitabzug" berücksichtigt werden.
H.
Die IV-Stelle verzichtete am 24. März 2009 auf eine Stellungnahme zur Replik.

Erwägungen:
1.
Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Die Ermittlung des Validen- und des zumutbaren
Invalideneinkommens setzt die vorgängige Definition der Validen- und der
Invalidenkarriere voraus. Im vorliegenden Fall lässt sich die Validenkarriere leicht
bestimmen: Ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung hätte der Beschwerdeführer die
Stelle als Automechaniker bei A._ AG bis zu seiner Pensionierung behalten. Das
Valideneinkommen bemisst sich also nach dem Lohn, den der Beschwerdeführer als
Automechaniker bei der A._ erzielt hätte, wenn er nicht erkrankt wäre. Als
Automechaniker ist der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig. Würde man diese
Erwerbstätigkeit als Invalidenkarriere betrachten, resultierte ein Invaliditätsgrad von
100%, d.h. der Beschwerdeführer hätte einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
In einer solchen Situation kommt grundsätzlich die IV-spezifische
Schadenminderungspflicht in der Form der beruflichen Eingliederungspflicht
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(sogenannter Grundsatz der "Eingliederung vor Rente", vgl. Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2.A., Vorbemerkungen N. 47) zur Anwendung. Das bedeutet, dass noch
keine Invalidenrente zugesprochen werden kann. Stattdessen wird versucht, durch eine
Umschulung oder durch eine andere berufliche Eingliederungsmassnahme eine neue
Invalidenkarriere zu schaffen, in welcher die versicherte Person die ihr verbliebene
Arbeitsfähigkeit besser als im früheren Beruf verwerten kann. Das gegenüber dem im
früheren Beruf noch erzielbaren Einkommen höhere zumutbare Invalideneinkommen in
der neuen Invalidenkarriere hat dann zur Folge, dass die behinderungsbedingte
Erwerbseinbusse entsprechend tiefer ausfällt, im Idealfall sogar weniger als 40% (Art.
28 Abs. 2 IVG) ausmacht. Ziel der beruflichen Eingliederung ist es also, durch eine
behinderungsadaptierte neue Invalidenkarriere die Entstehung einer
rentenbegründenden Invalidität zu verhindern bzw. die Invalidität – und damit den
Rentenanspruch – so tief wie möglich zu halten. Beim Beschwerdeführer ist eine
derartige berufliche Eingliederung unterblieben. Die angefochtene Verfügung enthält
keine ausdrückliche Begründung für diese Unterlassung. Indirekt kann die Begründung
aber daraus abgeleitet werden, dass die Beschwerdegegnerin das zumutbare
Invalideneinkommen anhand der Durchschnittslöhne von Hilfsarbeitern ermittelt hat.
Damit ist nämlich nur eine Begründung möglich: Aufgrund des Alters des
Beschwerdeführers ist keine wirksame berufliche Eingliederung mehr möglich
gewesen, weil nach dem Abschluss dieser Eingliederung keine oder nur noch eine sehr
kurze erwerbliche Aktivität im neuen Beruf möglich gewesen wäre. Das bedeutet, dass
die Eingliederungsmassnahme unverhältnismässig gewesen wäre. Sie hätte ihr Ziel, die
Erwerbsfähigkeit soweit als möglich zu erhalten, gar nicht erfüllen können. Diese
Begründung ist stichhaltig. Daraus folgt, dass sich die Invalidenkarriere des
Beschwerdeführers nicht nach einem durch eine berufliche Eingliederung zu
erlernenden Beruf richten kann. Grundsätzlich müsste es deshalb beim
Automechaniker als Invalidenkarriere bleiben. Nun ist die Beschwerdegegnerin aber
von einer anderen Invalidenkarriere, nämlich von einer behinderungsadaptierten
Hilfsarbeit ausgegangen. Damit hat die Beschwerdegegnerin sowohl die Klippe der
fehlenden beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten als auch die Klippe einer drohenden
vollständigen Invalidität des Beschwerdeführers umschifft. In einer adaptierten
Hilfsarbeit ist der Beschwerdeführer nämlich – zumindest nach den Angaben des
rheumatologischen Gutachters – noch zu 100% arbeitsfähig. Mit der Annahme einer
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Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter hat die Beschwerdegegnerin sinngemäss unterstellt,
dass es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, für die letzten Jahre bis zur
altersbedingten Pensionierung noch als Hilfsarbeiter tätig zu sein. Die
Beschwerdegegnerin hat also die Auffassung vertreten, dass der Erfüllung der IV-
spezifischen Schadenminderungspflicht mittels der Ausübung einer Hilfsarbeit mehr
Gewicht beizumessen sei als dem finanziellen und sozialen "Abstieg", der mit der
Ausübung einer unqualifizierten und schlechter entlöhnten Hilfsarbeit verbunden wäre.
Hätte sich der Beschwerdeführer einer beruflichen Eingliederungsmassnahme
unterzogen, so hätte er sich in einer sehr ähnlichen Situation befunden. Er wäre
nämlich während längerer Zeit wieder ein Auszubildender und anschliessend ein
Berufsanfänger gewesen. Sowohl in bezug auf den sozialen Status als auch in bezug
auf den Lohn hätte der Beschwerdeführer also eine Einbusse in Kauf nehmen müssen.
Unter diesen Umständen lässt sich ein Beharren auf einer Invalidenkarriere als
Automechaniker und damit die Anrufung der Solidarität der Versichertengemeinschaft
in der Form der Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente vor dem Interesse dieser
Versichertengemeinschaft, nur absolut notwendige Versicherungsleistungen
auszurichten, nicht rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer
also zu Recht zugemutet, bis zur altersbedingten Pensionierung einer
behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Invalidenkarriere, an der
das zumutbare Invalideneinkommen des Beschwerdeführers zu bemessen sein wird,
ist also diejenige eines Hilfsarbeiters.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass es im Anforderungsniveau 4, d.h. auf
dem Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten, gar keine Stellen gebe, an denen nicht entweder
grobmotorisch und unter Einsatz der Körperkraft oder feinmotorisch gearbeitet werden
müsse. Wenn das zutreffen würde, wäre die Restarbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers mangels eines adaptierten Arbeitsplatzes wohl nicht verwertbar, so
dass von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit und damit von einer Invalidität von
100% auszugehen wäre. Tatsächlich existieren aber erfahrungsgemäss
Hilfsarbeitsplätze, an denen weder ein grobmotorischer Einsatz der Arme und Hände
notwendig ist noch dauernd feinmotorisch gearbeitet werden muss. Stattdessen sind
beispielsweise bei Kontroll- oder Überwachungsarbeiten Eigenschaften wie
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Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit usw.
gefordert. Die gelegentlich notwendigen manuellen Arbeiten sind in aller Regel leicht
und von kurzer Dauer; sie stellen zudem keine Anforderungen an die Feinmotorik. Das
bedeutet, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit trotz der Hand- und
Fingerbeschwerden auf dem (ausgeglichenen) Markt für Hilfsarbeiten verwerten kann.
2.2 Zu prüfen bleibt, wie hoch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
adaptierten Hilfsarbeit ist. Die Beschwerdegegnerin hat sich zur Beantwortung dieser
Frage auf das rheumatologische Gutachten von Dr. med. D._ vom 27. Juni 2008
gestützt, in welchem eine Arbeitsfähigkeit von 100% angegeben worden ist. Der
Beschwerdeführer will diesem Gutachten den Beweiswert absprechen, da es eine
Reihe von ernsthaften Mängeln aufweise; an seiner Stelle sei auf die
Arbeitsfähigkeitsschätzung den behandelnden Arztes Dr. med. B._ (50%)
abzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf hingewiesen, dass der
Bericht von Dr. med. B._ die Anforderungen, die der Beschwerdeführer an ein
medizinisches Gutachten stellen will, erst recht nicht erfüllen kann. Hinzu kommt, dass
Dr. med. B._ – anders als Dr. med. D._ – seine Einschätzung nicht als
unabhängiger Sachverständiger abgegeben hat, da er zum Beschwerdeführer in einem
Auftrags- und Therapieverhältnis gestanden hat und immer noch steht. Seine Angaben
sind beweisrechtlich betrachtet diejenigen einer Auskunftsperson mit medizinischen
Fachkenntnissen. Diese beweisrechtliche Qualifikation bedeutet zwar nicht, dass die
Angaben behandelnder Ärzte zum vornherein als untauglich zur Beweisführung zu
qualifizieren wären. Die Angaben behandelnder Ärzte können durchaus einen
erheblichen Beweiswert aufweisen. Dies setzt allerdings voraus, dass die natürliche
Vermutung für eine Voreingenommenheit zugunsten des Patienten/Versicherten
widerlegt ist, d.h. dass die Angaben des behandelnden Arztes in bezug auf die
Objektivität der Abklärung und der Berichterstattung das Niveau erreichen, das bei
einem Gutachten eines unabhängigen medizinischen Sachverständigen vorausgesetzt
wird. Die Angaben von Dr. med. B._ erreichen das erforderliche Mass an
Unabhängigkeit eindeutig nicht. Zudem fehlt eine einlässliche Begründung der
angegebenen Arbeitsfähigkeit von lediglich 50%. Diese Angaben vermögen deshalb
das Gutachten von Dr. med. D._ nicht zu widerlegen. Sie sind auch nicht geeignet,
die Überzeugungskraft dieses Gutachtens herabzusetzen.
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2.3 Der Beschwerdeführer betrachtet das Gutachten von Dr. med. D._ als so
mangelhaft, dass es keine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten könne.
Er rügt zunächst das Unterlassen einer MRI-Abklärung und einer EFL. Er geht als
davon aus, dass eine rheumatologische Abklärung seines Gesundheitszustandes die
Anwendung dieser beiden Untersuchungsmethoden zwingend erfordere. Dr. med.
C._ vom RAD hat überzeugend dargelegt, dass die Röntgenaufnahmen genügten,
wenn keine Indikation für eine nur durch eine MRI-Abklärung nachweis- und
beurteilbare Schädigung bestehe. Im vorliegenden Fall habe keine derartige Indikation
bestanden, so dass die Röntgenaufnahmen ausgereicht hätten. In bezug auf die
behauptete Notwendigkeit einer EFL ist erfahrungsgemäss davon auszugehen, dass
Personen, die bei der klinischen Untersuchung aggravieren, auch die EFL nur dazu
nützen, ihre Beschwerden und damit die Einschränkungen in den einzelnen
Funktionstests zu verdeutlichen oder zu übertreiben, so dass das Resultat der EFL
keinen ausreichenden Beweiswert entfalten kann. Das trifft auch auf den vorliegenden
Fall zu, so dass das Gutachten von Dr. med. D._ auch ohne MRI-Abklärung und EFL
auf einer ausreichenden Abklärung beruht. Der Beschwerdeführer hat weiter behauptet,
es fehle ein Lokalbefund und damit eine klinische Untersuchung der Hände/Finger. Dr.
med. D._ hat eine derartige Untersuchung vorgenommen, wie sich seinem Gutachten
ohne weiteres entnehmen lässt, auch wenn in der Ziffer 2.1 des Gutachtens nur der
Titel "peripherer Gelenkstatus" und nicht wie vom Beschwerdeführer offenbar erwartet
"Hand- und Fingerstatus" oder ähnliches erscheint. Das groteske Ergebnis des Grip-
Tests (überhaupt keine Kraft mehr, obwohl zuvor beim Händedruck erkennbar Kraft
angewendet worden war) und des PACT-Tests (bettlägerig und mittelschwer
pflegebedürftig) haben eindeutig eine Aggravationstendenz aufgezeigt. Damit dürfte die
klinische Untersuchung bis zu einem gewissen Grad kompromittiert worden sein,
wobei aber zu beachten ist, dass Dr. med. D._ als erfahrener Gutachter durchaus in
der Lage gewesen ist, zwischen den übertriebenen und den objektiv bestehenden
Einschränkungen zu unterscheiden, zumal ihm ja die entsprechenden Röntgenbefunde
zur Verfügung gestanden haben. Hinweise darauf, dass die angegebenen Schulter-,
Rücken- und Fussbeschwerden ein die Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend
adaptierten Hilfsarbeit beeinträchtigendes Mass aufweisen würden, sind weder bei der
bildgebenden noch bei der klinischen Untersuchung aufgetaucht. Auch hier ist zu
beachten, dass der Beschwerdeführer aggraviert hat.
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2.4 Dr. med. D._ hat zwar nicht lückenlos über alle existierenden medizinischen
Vorakten verfügt, aber damit ist er in seiner Diagnosestellung und in seiner Bewertung
der Arbeitsfähigkeit nicht behindert gewesen, denn massgebend war für ihn der
aktuelle Zustand des Beschwerdeführers. Dazu hat er, wie Dr. med. C._ vom RAD
überzeugend dargelegt hat, keine vollständige Dokumentation des Krankheitsverlaufs
benötigt. Dass sich Dr. med. D._ in seinem Gutachten nicht mit abweichenden
Einschätzungen anderer Ärzte auseinandergesetzt hat, ist entgegen der Auffassung
des Beschwerdeführers kein Mangel des Gutachtens, denn der Auftrag an Dr. med.
D._ hat routinemässig keine solche Fragestellung enthalten. Die Abwägung der
Überzeugungskraft voneinander abweichender medizinischer Meinungsäusserungen ist
nämlich die Aufgabe desjenigen, der die Beweislage zu würdigen hat. Da das
Gutachten von Dr. med. D._ weder einen formellen noch einen materiellen Mangel
aufweist, da es sämtliche an ein Gutachten zu stellenden Anforderungen erfüllt, da es
stichhaltig begründet ist und da die abweichenden medizinischen Einschätzungen nicht
zu überzeugen vermögen, ist die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem
Arbeitsfähigkeitsgrad in einer adaptierten Hilfsarbeit von 100% ausgegangen.
3.
Die A._ AG hat in ihrem Bericht vom 11. Februar 2008 widersprüchliche Angaben
zum Lohn des Beschwerdeführers gemacht. In dieser Situation ist davon auszugehen,
dass der bis Oktober 2006 ausgerichtete Monatslohn von Fr. 5'255.- der Leistung des
Beschwerdeführers als gesunder Automechaniker entspricht. Das ergibt einen
Jahreslohn (x13) von Fr. 68'315.-. Da der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit
mehr nachgeht, ist das zumutbare Invalideneinkommen praxisgemäss anhand der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln. Gemäss der Tabelle
TA1 im Anhang zur Lohnstrukturerhebung 2006 belief sich der Zentralwert der
Hilfsarbeiterlöhne aller Branchen (der Beschwerdeführer könnte nicht nur in der
Autobranche, sondern in praktisch jeder Branche eingesetzt werden) auf Fr. 4'732.-.
Dabei handelt es sich aber um einen auf der Grundlage einer Wochenarbeitszeit von 40
Std. ermittelten Wert, der praxisgemäss auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im
Jahr 2006 von 41,6 Std. umzurechnen ist. Es resultiert ein Wert von Fr. 4921.28 bzw.
ein Jahreslohn von Fr. 59'055.-. Da grobmotorische und belastende Hilfsarbeiten
einerseits und die Feinmotorik fordernde leichte Hilfsarbeiten andererseits nicht
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nachweislich generell besser bezahlt werden als behinderungsadaptierte Hilfsarbeiten,
besteht keine Veranlassung, von einem unter dem (aufgerechneten) allgemeinen
Zentralwert von behinderungsadaptierten Hilfsarbeiten auszugehen und den Betrag
von Fr. 59'055.- entsprechend zu kürzen. Der Beschwerdeführer ist in der Lage,
vollzeitlich zu arbeiten, so dass auch kein Teilzeitnachteil besteht. Die
Fremdsprachigkeit ist kein Problem, einerseits weil der Beschwerdeführer schon lange
in der Schweiz wohnt und deshalb die deutsche Sprache zumindest gut versteht und
andererseits weil Personen, die Hilfsarbeitskräfte leiten, in aller Regel ausreichend
Italienisch sprechen, um den betrieblichen Kommunikationsbedarf zu decken. Der
Beschwerdeführer weist eine grosse Erfahrung im Umgang mit Technik auf, so dass er
bei der Bedienung der an einem adaptierten Arbeitsplatz zum Einsatz gelangenden
technischen Einrichtungen keine Probleme hätte. Seine Konkurrenznachteile
gegenüber gesunden Konkurrenten für eine adaptierte Arbeitsstelle bestehen also nur
in einer reduzierten Flexibilität, da er nicht (z.B. bei Krankheits- oder Ferienabsenz
eines anderen Mitarbeiters) an einem nicht-adaptierten Arbeitsplatz eingesetzt werden
kann, und in einem Dienstaltersverlust. Diese Konkurrenznachteile sind nicht
besonders ausgeprägt, so dass der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
zusätzliche Abzug von 10% im Ergebnis als angemessen qualifiziert werden kann. Das
zumutbare Invalideneinkommen des Beschwerdeführers beläuft sich demnach auf
Fr. 53'150.-. Die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 15'165.- entspricht
einem Invaliditätsgrad von 22%. Da erst ab 40% ein Rentenanspruch besteht (Art. 28
Abs. 2 IVG), hat die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren des
Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen.
4.
Die angefochtene Verfügung ist rechtmässig, weshalb die dagegen gerichtete
Beschwerde abgewiesen werden muss. Der vollumfänglich unterliegende
Beschwerdeführer hat für die Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen sich
nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Da das vorliegende Verfahren
einen durchschnittlichen Aufwand verursacht hat, ist die Gerichtsgebühr praxisgemäss
auf Fr. 600.- festzusetzen. Sie ist durch den vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe
geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Das Begehren um die Zusprache einer
Parteientschädigung ist abzuweisen.
bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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St.Galler Gerichte
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG