Decision ID: cba29a2b-6dd6-485e-b456-7556a2a834c8
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1961
geborene X._
war seit
Mai 2017 bei
Y._
als Travel
Counselor
(Reiseberaterin)
angestellt und über den Arbeitgeber bei der
AXA Versicherungen AG
(AXA)
gegen die Folgen von Un
fällen v
ersichert. Mit «
Bagatell-
Unfallm
eldung UVG» l
iess die Versicherte am
2.
Februar
2018 der
AXA
mitteilen, dass sie
sich
am
2
8.
Januar 2018
beim Ski
fahren am rechten Knie verletzt habe
(
Urk.
13
/
A1
). Am 2
8.
Januar
2020
(
Urk.
13/M1
4)
wurde der
AXA
ein Kost
engutsprachegesuch für eine am 5
.
Februar 2020
stattfindende
Arthroskopie mit
Teilmeniskektomie
am Knie rechts
«ASK TME AM V
H + lateral ggf. Naht Knie rechts
»
eingereicht
.
Die
AXA
legte die Akten ihrem Vertrauensarzt
Dr.
med.
Z._
,
Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates
, zur Beurteilung vor.
Nach dessen Stellung
nahme vom 3
0.
Januar
2020 (
Urk.
13
/M15
) t
eilte sie der Versicherten am
4.
Februar 2020
(
Urk.
13/A9
) mit
, dass
sie die Leistungsübernahme ablehne, da die operative Versorgung nicht im Zusammenhang mit dem Ereignis
vom 28.
Januar
2018 stehe.
Auf E
inwand der Versicherten (
Urk.
13/A12
) hin
legte die
AXA
den Fall erneut
Dr.
Z._
vor. Na
ch dessen Stellungnahme vom 12.
Mai 2020 (
Urk.
13/M19)
verfügte sie
am 2
6.
Mai 2020 (
Urk.
13/A23
)
in ange
kündigtem Sinne
.
Die d
a
gegen am 2
0.
Juni
2020 erhobene Einsprache (
Urk.
13
/
A2
5)
wies die
AXA
mit
Entscheid vom 2
3.
Oktober 2020
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte
mit Eingab
e vom 2
0.
November
2020 (
Urk.
1) Be
schwerde mit dem sinngemässen Antrag
,
der
Einspracheentscheid
vom 23.
Okto
ber 2020 sei aufzuheben und die AXA
sei
zu verpflichten
,
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (
Urk.
1).
Die
AXA
schloss i
n ihrer Be
schwerdeantwort vom
3.
März
2
021 (
Urk.
12
) auf Abweisung der Beschwerde. Hier
von wurde der Beschwerdeführerin am
8.
März 2021 (
Urk.
14
) Kenntnis ge
geben
. Am 1
7.
März 2021 (
Urk.
15) reichte die
Beschwerdeführerin
weitere Unter
lagen ein. Diese wurden der Beschwerdegegnerin am 2
2.
März 2021 (
Urk.
17) zugestellt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen,
sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht pub
liziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits
schadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Un
fall
versicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrem
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Oktober 2020
fest (
Urk.
2 S. 2
),
die Beschwerdeführerin habe gemäss Unfallmeldung am 2
8.
Januar 2018 beim Skifahren eine Verletzung am rechten Knie erlitten.
Als Unfallversicherer habe sie
ohne nähere Deckungsprüfung die gesetzlichen Leis
tungen, namentlich die Kosten für
das erstellte MRI vom 1
5.
Febru
ar 2018 sowie die bezogenen Medikamente
,
vergütet. Die letzte dokumentierte unfallbedingte ärztliche Konsultation habe dabei am 1
6.
Mai 2018 bei
Dr.
med.
A._
statt
gefunden. Am 1
7.
Juli 2018 habe die Beschwerdeführerin zudem eine Ell
bogen
kontusion erlitten, für deren Folgen sie ebenfalls die gesetzlichen Leis
tungen ausrichte. Zwei Jahre nach dem Ereignis vom 2
8.
Januar
2018 am
29.
Janu
ar
2020
sei sie
über einen anstehenden Eingriff am rechten Knie infor
miert worden.
Aufgrund des
MRI vom 1
5.
Februar 2018
und der
erneute
n
Bildgebung
vom
15.
Januar 2020 (richtig 2019)
sei
festzustellen, dass die am 1
5.
Februar 2015
(richtig 2018)
objektivierte Innenbandruptur nicht mehr zur Darstellung gelange und folglich abgeheilt sei. Dafür spreche, dass über den 1
6.
Mai 2018 hinaus lediglich noch
Konsultationen zur
Behandlung der oberen Extremität
stattgefun
den hätten.
Folglich fehlten nach dem 1
6.
Mai 2018 jegliche Hinweise, welche eine weitere sturzbedingte Behandlungsbedürftigkeit belegen könnten, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden dürfe, dass die rein sturzbedingten Folgen zu jenem Zeitpunkt abgeklungen gewesen seien. Gemäss ihrem
beratenden Arzt
Dr.
Z._
zeigten sich in beiden MRIs vorbestehende, degenerative Veränderungen, welche nicht als durch das Ereignis vom 2
8.
Januar 2018 verursacht angesehen werden könnten. Die Beschwerde
führerin
habe
in diesem Zusammenhang auch
bestätigt
, dass der Knorpelschaden auf ein früheres Ereignis aus dem Jahr 1982 zurückzuführen sei. Damals sei sie
von einer Flugzeugtreppe gestürzt und habe sich die Kniescheibe gebrochen (S. 5
).
Zwischen der
anlässlich der Arthroskopie vom
5.
Februar 2020 behandelten Pathologie und dem Ereignis vom 2
8.
Januar 2018 beste
he kein Kausalzu
sam
menhang (S. 5
).
2.2
Dem hielt die Beschwerdef
ührerin entgegen (
Urk.
1
),
ihre Ärztin
Dr.
A._
habe ihr geraten
,
nicht gleich zu operieren.
Seit dem
Unfall
sei das Knie nicht mehr das Gleiche
gewesen
. Der Treppenstur
z
,
welcher sich
im Jahr
1980 ereignet
habe, habe sie in den letzten 30 bis
40 Jahre
nie gehindert
,
jeden Sport
ohne jegliche Schmerzen
ausüben
zu können. Erst seit dem Skiunfall habe sie Schmer
zen vor allem in der Nacht und diese seien nie weggegangen und das Knie habe seither auch nicht mehr gestreckt werden können, weil wahrscheinlich der Aussenmeniskus
gestört habe und
zerfranst und gerissen
sei. Es
sei
ihr
daher
keine andere Wahl
geblieben
,
als die Operation
durchzuführen
,
ansonsten sie keinen Sport mehr
hätte
betreiben könne
n
.
3.
3.1
Im Bericht de
r B._
über die Magnetresonanz
tomo
graf
ie (MRI) des
rechten Kniegelenks nativ vom 1
5.
Februar 2018 (
Urk.
13/M10
) führte der zuständige
Radiologe aus, die Indikation
zur Untersuchung
sei der Skiunfall am 2
8.
Januar 2018 mit Distorsion des rechten Knies, persistierenden Schmerzen und leichter Schwellung. Klinisch bestehe der Verdacht auf eine
Bakerzyste
und die Frage nach einer Kniebinnenverletzung.
Zum Befund hielt der
Radiologe
fest, es zeigten sich ein Ödem
im und um das
Innenband, passend zu einer leichten Partialruptur und d
arüber
hinaus
eine
Partialruptur
der
Popliteus
sehne
. Es bestünden
eine fokale Synovialitis zwischen Aussenmeniskus und dem Aussenband
und ein h
or
izontal verlaufender Riss im Auss
enmeniskus, der sich von der Pars intermedia bis in das Hinterhorn verfolgen lasse, mit Volumen
min
derung des
Hinterhorns
aber ohne Nachweis einer
Fragmentdislokation
.
Es zeigte
n sich
eine Chondropathie Grad III d
es lateralen
Femurkondylus
mit i
rregulärer Knorpel-Konturierung in der Hauptbelastungszone und ein normaler Knorpel
belag des lateralen
Tibiaplateaus
. Es
bestehe kein Kniegelenkserguss und
die
Darstellung des Hoffa-Fettkörpers
sei regelrecht
. Die Kreuzbänder seien in ihrer K
ontinuität erhalten und es
sei ein
e
b
ilobierte
Bakerzyste
ersichtlich
.
Der
Knor
pelbelag des medialen
Femurkond
ylus
des medi
alen
Tibiaplateaus
sei gut. D
ege
nerative
Signalstörungen
zeigten sich
im Hinterhorn des Innenmeniskus
, aber
ohne
Rissbildung.
Es
bestehe ein intaktes Innenband und
es sei
eine
Signal
störung
am
retropatellaren Knorpel am Patel
la First (Chondropathie Grad l)
ersichtlich und d
arüber
hinaus bestünden subkortikale Geröllzys
te
n entlang der medialen Patella-
F
acette mit ausgedünntem Knorpel (Chondropat
hie Grad II
).
Der
Knorpelbe
lag in d
er femoralen
Trochlea
sei gut
und a
ngrenzend an die
geröll
zystische
n
Veränderungen
,
entlang der medialen Facette der Patella
sei
eine winzige
Plica
mediopatell
aris
ersichtlich
,
die
mögliche
r
weise interponierend
sei
.
Unter Beurteilung führte der Radiologe aus, wahrscheinlich bestünden eine auf das vorangegangene Trauma zurückzuführende Partialruptur des Innenbandes und der
P
opliteussehne
sowie eine nicht d
islozierte Rissbildung im Hinterhorn des Aussenmeniskus mit angrenzend
er Synovialitis.
Die
Chondropathie Grad
III des lateralen
Femurkondylus
sei
differentiald
iagnostisch Trauma assoziiert
. Es sei ke
in Kniegelenkserguss
vorhanden
, a
llerdings bestehe der Nachweis einer kleinen bipolaren
Bakerzyste
und degenerative Veränderungen
bestünden
im Hinterhorn
des Innen
meniskus.
Degenerativ seien a
m ehesten
chronisch-degenerativ bedin
gte
Geröllzysten entlang der medialen Facette der Patella mit au
sgedünntem Knorpel (Grad II), die
möglicherweise im Rahmen einer Interposition der kleinen
Plica
mediopatellaris
zu sehen seien
.
3.2
Am 1
5.
Januar 2019 (
Urk.
13/M6) hielt der Radiologe
über die am gleichen Tag durchgeführ
te MRI Kniegelenk nativ rechts
fest
,
es best
ehe
ein Status nach Ski
unfall im Januar 2018 mit Partialruptur des Innenbands, nicht dislozi
erter Riss
bildung des lateralen Meniskus und einer Chondropathie Grad III bei p
ersistie
rende
n
S
chmerzen vor allem bei Flexion. Es stelle sich die Frage nach einer
Dis
lokation der Rissb
ildung des lateralen Meniskus und ob die
Seitenbänder
intakt seien.
Die Darstellung des Aussenbands sei regelrecht. Es bestehe eine
C
hondropathie Grad III in der Hauptbelastungszone des lateralen
Femurkondylus
und des late
ralen
Tibiaplateaus
, bislang noc
h ohne angrenzendes Knochenmark
ödem und dies sei gegenüber der Voruntersuchung weitgehend unverändert. Es
zeige sich
eine horizontal verlaufende Rissbildung des Aussenmeniskus, bereits in der
Vor
derhornwurzel beginnend, die
sich über das Vorderhorn und die Pars intermedia bis in das Hinterhorn und die Hinterhorn-Wurzel erstrecke
,
mit Kontakt zur Peri
pherie anterior, lateral und dorsal sowie
mit
Kontakt zur Oberfläche im Bereich des
Hinterhorns
, wobei in der Voruntersuchung die Rissbildung vor allem im Hinterhorn ersichtlich gewesen sei. Eine
Fragmentdislokation
sei nicht nach
weis
bar, allerdings bestehe nun eine leichte Meniskusextrusion. Ein Kniegelenks
erguss bestehe nicht und es zeige sich ein
e
leichte ödematöse
Imbibierung
des Hoffa-Fettkörpers. Die Kreuzbänder seien in ihrer Kontinuität erhalten und es bestehe wie in der Voruntersuchung eine kleine
bilobierte
Bakerzyste
und eine
Chondropathie
Grad II des medialen
Femurkondylus
und des medialen
Tibia
plateaus
. Der Innenmeniskus zeige leichte degenerativ bedingte Signalstörungen im Hinterhorn und zusätzlich eine winzige horizontal verlaufende Rissbildung ohne Kontakt zur Ober- oder Unterfläche, wie in der Voruntersuchung. Das Innenband s
ei intakt und nahe der Patella-
Basis falle im Übergang vom Patella-First zur me
dialen Facette eine ausgeprägte
osteochondrale
Defektzone auf
,
mit höhergradigem Knorpeldefekt Grad I
II und angrenzend
er
subkortikaler
Geröll
zyste
mit deutlichem Knochenmark
ödem, die
ausgedehnter
sei
als in der Vor
untersuchung
. Der
Knorpelbelag
sei
entlang der lateralen Patella-
Facette
kräftig, die Patella-
Retinacul
a
sei
intakt und es zeige sich eine s
chmale
Plica
medio
patellaris
. L
etztlich
könne
eine Interposition vorliegen und e
in N
achweis freier
Gelenkkörperchen
ergebe sich nicht.
Gegenüber der Voruntersuchung vom 1
5.
Februar
2018 bestehe eine ausge
dehntere Rissbildung im Aussenmeniskus, die sich jetzt von der Vorderhorn-Wurzel über das Vorderhorn, die Pars intermedia bis in das Hinterhorn und die Hinterhorn-Wurzel erstrecke und
sich
nun mit einer leichten Meniskusextrusion
zeige
, die weiterhin aber ohne Fragment-Dislokation sei. Im Wesentlichen sei die höhergradige Chondropathie im lateralen Kompartiment stationär un
d es zeige sich kein Kniegelenk
erguss. Wie in der Voruntersuchung sei eine winzige Riss
bildung im Hinterhorn des Innenmeniskus erkennbar und
die
osteochondrale
Läsionen im Übergang vom Patella-First zur medialen Facette
sei ausgeprägter. Differentialdiagnostisch sei diese trauma
assoziiert oder im Rahmen
eines
Impingements
zu sehen
, wobei sich eine etwas prominente
Plica
mediopatellaris
nachweisen lasse, die allerdings nicht signalalteriert und nicht verdickt erscheine. Stationär sei
en
die
bilobierte
kleine
Bakerzyste
sowie
eine
einzelne kleinere
perikapsuläre
Gangl
ionzyste
an der dorsalen Kapsel
medial und lateral auf Höhe
der
Femurkondylen
.
3.3
Der Operateur
Dr.
med.
C
._
, orthopädische Chirurgie FMH
,
führte im Bericht vom
5.
Februar 2020
(
Urk.
13/M
1
8) über die am gleichen
Tag durchgeführt
e
arthro
skopis
che Aussenmeniskusteilresektion
Kniegelenk
rechts
aus, als Diagnose bestehe eine komplexe Aussenmeniskusläsion am Kniegelenk rechts, ein solitärer grosser Knorpeldefekt am lateralen
Femurkondylus
und eine Synovitis. Mittels
Anlage des anterolateralen Portals
sei
bei der Inspektion des Recessus supra
patellaris eine ausgeprägte Synovitis, eine
Chondromalazie
G
rad II patellofemoral und beim U
mschwenken in das mediale Kompartiment eine kl
eine
Plica
medio
patellaris
ersichtlich
. Beim
weiteren
U
mschwenken in das
mediale Kompartiment zeige sich ein intakter Meniskus- und Knorpelbelag und bei
m
zusätzlichen
Um
schwenken in das zentrale Kompartiment ein intaktes vorderes und hinteres Kreuzband. Beim Umschwenken in das laterale Kompartiment und Anlage des
anteromedialen
Portals zeige sich vom Übergang des
Hinterhorns
zum Pars
interm
e
dius
eine komplexe Rissbildung mit grosser horizontaler Rissbildung bis in den Vorderhornbereich. Im Pars
intermedius
sei diese so aufgefasert, dass hier nur eine Teilresektion erfolgen könne. Eine kleine horizontale Komponente werde noch belassen, da ansonsten zu viel Meniskus reseziert werde. Auffällig sei ein grosser Knorpeldefekt von zwei mal zwei cm in der Hauptbelastungszone des lateralen
Femurkondylus
und wo der Knochen komplett freiliege. Hier gebe es auch kl
eine
intraläsionale
Osteophyten.
Es erfolge der Portalwechsel sowie die sparsame Resektion auch des unteren rupturierten Anteils des Aussenmeniskus, wobei hier kein einklemmender Anteil bestehe, sodass der Rest belassen werden könne.
3.4
3.4.1
Am 3
0.
Januar 2020
(
Urk.
13/M15)
hatte
Dr.
Z._
in seiner Aktenbe
ur
teilung zu Händen der Beschwerdegegnerin
aus
geführt
, am 2
8.
Januar 2018 hab
e
sich die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechten Knies beim Skifahren zugezogen. Das MRI am 1
5.
Februar 2018
habe
einen
Teilriss
des medialen Kol
lateralbandes, eine Zerrung der
Popliteussehne
, eine
dislozierte
Rissbildung im Hinterhorn des Aussenmeniskus,
eine
drittgra
dige
Chondropathie femoral lateral und einen deutlichen Knorpelschaden
retropatellär
und intakte Kreuzbänder
gezeigt
. Die Behandlung sei konservativ erfolgt
,
mit etwas persistierende
n
Be
schwerden. Das neue MRI
vom
1
5.
Januar 2019 zeige, dass sich die Rissbildung im Aussenmeniskus nun bis ins Vorderhorn ausgedehnt habe und der Knorpel
schaden lateral betreffe jetzt auch das
Tibiaplateau
. Medial ebenfalls femoral wie
tibial
bestehe eine
zweitgradige
Chondropathie und
retropatellär
weiterhin ein Knorpelschaden. Das mediale Kollateralband sei una
uffällig und es erfolge
wei
terhin eine
konservative Behandlung mit mässigem Erfolg. Im Januar 2020 sei nun doch eine operative Revision geplant worden, wobei sich erst intraoperativ
entscheiden l
a
sse
, wie weit eine
Refi
xati
on
des Meniskus noch möglich sei
.
Es
handle sich
dabei
um die weitere Entwicklung von degenerativen Veränderungen, wie sie schon im Februar 2018 zur Darstellung gekommen seien. Besonders die Knorpelschädigung im lateralen Kompartiment und die Ausdehnung der lateralen Men
is
kusläsion. Die mediale Bandläsion sei geheilt, ebenso die
Popliteussehne
. Die laterale Meniskusläsion sei
schon 2018 als degenerativ und nicht traumatisch bedingt einzustufen gewesen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen
der
geplan
ten Operation und
dem
gemeldeten
Ereignis bestehe nicht.
3.4.2 In einer weiteren Stellungnahme vom
1
2.
Mai
2020 (
Urk.
13/M19)
führte
Dr.
Z._
aus, es habe am
5.
Februar 2020 eine Kniearthroskopie rechts stattgefunden. Dabei sei eine
Synovitis, eine
zweitgrad
ige
femoropatella
re
Chon
dromalazie
bei intaktem
mediale
m
Kompartiment und
intakte
n
Kreuzbänder
n,
ein
tiefer
lateraler
Knorpe
lschaden am
Kondylus
von zwei mal zwei Zentimeter
Grö
sse und
ein mehrfach
auch horizontal
eingerissener
Aussenmeniskus
fest
ge
stellt worden und es habe kei
ne Naht
,
sondern nur eine Teilresektion durchgeführt werden können.
D
ie Befunde im Operationsbericht und
im
Austrittsbericht
ent
sprächen
dem Erwarteten. Die Knorpelschädigung am lateralen
Kondylus
sei schon
im ersten MRI vom 1
5.
Februar 2018 vorhanden gewesen, ebenso die hori
zontale Rissbildung, damals ohne Verschiebung im Aussenmeniskus. Dies seien degene
rative Elemente, die nicht durch eine Kniedistorsion am 2
8.
Januar 2018 erklärt werden könnten. Diese degenerativen Elemente hätten das Potential, sich weiter
zuentwickeln und symptomatisch zu werden.
3.5
Dr.
med.
A._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
führte im Bericht vom 14.
November
2020 (
Urk.
3) aus, d
ie Beschwerdeführerin
habe
am 1
8.
Januar 2018 einen Skiunfall mit Kniebinnenverletzungen erlitten. Dabei seien die Dia
gnosen Partialruptur Innenband recht
s, nicht dislozierte Rissbildung Hinterhorn Meniskus
lateralis
rechts, Chond
ro
pathie Grad
III des lateralen
Femurkondylus
und eine
bilobierte
Bakerzyste
gestellt
worden
und eine konservative Therapie erfolgt. Ein erneutes MRI im Januar 2019 habe eine ausgedehntere Rissbildung des Aussenmeniskus rechts und eine stationäre Chondropathie im lateralen Kom
partiment ergeben. Sie habe damals mit der Beschwerdeführerin besprochen, dass nicht jede Meniskusläsion sofort operiert werden müsse oder soll. Sie sei mit dem Vorgehen «
wait
and
see
» einverstanden gewesen und anfänglich sei es auch ordentlich gegangen. Doch später habe sich die Rissbildung ausgedehnt und die Operationsindikation sei gegeben gewesen. In erster Linie seien sicher die
Trau
mafolgen
die Ursache für die spätere Arthroskopie, die am
5.
Februar 2020 durch
geführt worden sei. Die degenerativen V
eränderungen, die im MRI beschr
i
e
ben seien
, seien vor dem Unfall nicht symptomatisch und deshalb kaum von Relevanz gewesen.
4.
4.1
Aus der vorliegenden
Aktenlage ergibt
sich
, dass sich die Beschwerdeführerin
am 2
8.
Januar 2018
beim Skifahren Verletzungen am rechten Knie zugezogen und sich deshalb in ärztliche Behandlung begeben hat.
Dabei zeigte das MRI vom 1
5.
Februar 2018 neben
einer
Partialruptur a
m
Innenband und
an der
Popliteus
sehne
unter anderem
eine fokale Synovialitis (Entzündung
der Gelenkinnenhaut)
zwischen
dem
Aussenmeniskus und dem Aussenband
sowie
ein
en
horizontal verlaufender Riss im Aussenmeniskus, ohne Nachweis einer
Fragmentdislokation
(
Fragmentverschiebung
)
.
Dabei erachtete es der Radiologe für wahrscheinlich, dass die
Partialruptur
a
m
Inne
nband
und
an
der
Popliteussehne
sowie
d
ie
Riss
bildung im Hinterhorn des Aussenmenisku
s
auf
das vorangegangene Trauma
zu
rückzuführen sei
e
n. Ebenso hielt
er auch die
Chondropathie Grad III des late
ralen
Femurkondylus
differentialdiagnostisch
für
trauma
assoziiert
, während
er
die
Ver
änderungen
im Hinterhorn des Innenmeniskus
und
die
Geröllzysten entlang der medialen Facette der Patella mit
ausgedünntem Knorpel (Grad II) als
chronisch-degenerativ bedingt
und möglicherweise
im Rahmen einer Interposition der kleinen
Plica
mediopatellaris
interpretierte
(E. 3.1 hiervor).
Knapp ein Jahr später im MRI vom
1
5.
Januar 2019
hielt
der gleiche Radiologe
fest, dass sich nun
eine ausgedehntere Rissbildung im Aussenmeniskus
zeige
, die sich von der Vorderhorn- bis in die
Hinterhorn
wu
rzel
erstreckt
aber
weiterhin
keine
Fragment-Dislokation zeigt
. Die
Chondropathie im lateralen Kompartiment
bezeichnete
er als
stationär
ohne Kniegelenkerguss und
betreffend
Innen
menis
kus
führte er
aus, dass
die nach wie vor bestehende
winzige Rissbildung im Hin
terhorn
und
die
osteochondrale
Läsionen
sich
im Übergang vom Patella-First zur medialen Facette
nun
etwas
ausgeprägter
präsentier
t
,
wobei er dies
d
ifferential
diagnostisch
als
traumaassoziiert oder im Rahmen eines
Impingements
inter
pretierte
(E. 3.2 hiervor)
.
Wiederum ein Jahr später, a
nlässlich des
arthroskopische
n Eingriffs
vom 5.
Februar 2020
,
bestätigte sich
dann
bei der intraoperativen Sichtung
die vom
Übergang des
Hinterhorns
bis in den Vorderhornbereich
reichende
horizontale
Rissbildung
im Aussenmeniskus
, die sich
so aufgefasert
zeigte
, dass
nur eine
Teilresektion
durchgeführt
werden konnte
. Dabei wurde e
ine
kleine horizontale Komponente belassen
und auch der untere
rupturierte Anteil
des Aussenmeniskus
spärlich
reseziert
, da
dort
kein
e einklemmenden
Anteil
e
bestand
en
(E. 3.3).
4.2
Ausweislich der medizinischen Akten ist damit erstellt, dass
zeitnah zum Unfall
ereignis
neben den Verletzungen am Bandapparat
auch der Riss am Aussen
me
nis
kus
als traumatisch
bedingt gesehen wurde.
Diese Einschätzung des Radio
logen ist
insofern nachvollziehbar, als es sich nicht um einen isolierten Menis
kus
scha
den
handelt, sondern auch die umliegenden Gewebestrukturen verletzt wurden. Der Aussenmeniskus
zeigte
sich da
nn im zweiten MRI ein Jahr später derart verschlimmert
, dass
bei persistierenden Beschwerden wiederum ein Jahr später
die Operationsindikation
gestellt und der arthroskopische Eingriff am Aussen
me
niskus durchgeführt wurde.
E
in Vorzustand am
Aussenmeniskus des rechten Knies
vor dem Ereignis vom 28. Januar 2018
kann nicht als gesichert gelten.
Insofern erscheinen die Ausführungen des
Dr.
Z._
als unbegründet, wonach der Meniskusriss nicht durch eine Kniedistorsion erklärt werden könne respektive bereits 2018 als degenerativ bedingt einzustufen gewesen sei.
Zwar erlitt die Beschwerdeführerin
ihren eigenen Angaben zufolge
offenbar
in den 80iger Jahren
bei einem Sturz
von einer Flugzeugtreppe
auch eine Verletzung
am rechten Knie (
Urk.
13/A21)
.
Akten dazu existieren aber keine mehr (
Urk.
13/
A19 und A20
). Jedenfalls ist ein allfälliger Vorschaden am
rechten Knie
nicht derart in Erscheinung getreten, dass dieser im Alltag oder bei sportlichen Aktivitäten Anlass für eine medizinische Behandlung gab.
Dabei schadet es der Beschwerdeführerin auch nicht, dass sie sich nach dem Unfallereignis vorerst konservativ behandeln
liess
und sich nicht sogleich, sondern erst als sich keine Besserung ab
ge
zeichnet
hatte
und die Symptomatik schlimmer w
o
rde
n war
,
zur
operativen Intervention entschied.
Fest steht damit, dass das als Unfall zu q
ua
li
fi
zierende Geschehnis vom 2
8.
Januar 2018
einen bis dahin allenfalls bestehen
den Vorzustand
insbesondere
am
Aussenmeniskus
zumindest aktiviert und be
hand
lungsbedürftig gemacht hat und damit zumindest teilkausal für den Gesund
heits
schaden ist.
4.3
Zusammenfassend
ist damit festzuhalten, dass die
Beschwerdeführer
in
am
28.
Januar
2018
einen Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG erlitten hat, der zu
mindest
als
teilkausal für die B
eschwerden am rechten Kni
e respektive
die Ver
letzungen
im Aussenmeniskus
zu sehen
ist. Die
Beschwerdegegnerin
hat daher die gesetzlichen Leistungen
insbesondere für den
arthroskopischen
Eingriff vom
5. Februar 2020
zu erbringen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.