Decision ID: 27b180d0-3a5d-43d2-b3a7-9e2662d8ebe9
Year: 2016
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_005
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: civil_law

Sachverhalt:
A.
A._ (geb. 1956) und B._ (geb. 1946) hatten im Jahre 1979 geheiratet. Sie leben seit dem 23. Mai 2010 getrennt. Die Ehe blieb kinderlos.
B.
Mit Verfügung vom 22. März 2011 genehmigte die Eheschutzrichterin am Bezirksgericht U._ die Trennungsvereinbarung. Darin erklärte B._, ab März 2011 monatliche Frauenalimente von Fr. 6'000.-- zu bezahlen und die Hypothekarzinsen für die Liegenschaft C._, V._, unter Anrechnung an die Unterhaltsbeiträge zur alleinigen Bezahlung zu übernehmen. Die Eheschutzrichterin ordnete rückwirkend auf den 31. Dezember 2010 die Gütertrennung an.
C.
C.a. Am 23. Mai 2012 klagte B._ beim Bezirksgericht W._ gestützt auf Art. 114 ZGB auf Scheidung. Dasselbe Begehren stellte anlässlich der Einigungsverhandlung vom 28. November 2012 auch A._. Soweit vor Bundesgericht noch relevant, forderte sie "entsprechend den Festlegungen der Eheschutzrichterin" (s. Bst. B) Unterhalt bis zum Erreichen ihres ordentlichen Pensionsalters. Mit Bezug auf das Güterrecht sei "im Wesentlichen davon auszugehen", dass die Parteien an Aktiva und Passiva behalten, was sie besitzen bzw. auf ihren Namen lautet. In ihrer Duplik vom 27. März 2014 hielt sie an den Begehren fest, die sie in ihrer Klageantwort vom 27. Mai 2013 gestellte hatte. Demnach sei B._ zu angemessenen Unterhaltsbeiträgen bis 14. April 2020 zu verurteilen und die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen. B._ beantragte in seiner letzten Eingabe vor dem Bezirksgericht am 27. Februar 2015, keiner Partei nachehelichen Unterhalt zuzusprechen. Aus Güterrecht machte er eine Forderung von Fr. 819'563.50.-- geltend. Der Saldo des auf beide Parteien lautenden Kontos Nr. xxx bei der Bank D._ sei auf ein von ihm zu nennendes Konto zu überweisen. Weiter sei festzustellen, dass im (internen) Verhältnis zwischen den Parteien für die gegenüber der Bank D._ bestehende Hypothek von Fr. 885'000.--, die auf der Eigentumswohnung C._, V._, lastet, ausschliesslich A._ für Kapital und Zinsen haftet. Für sich forderte B._ das Recht des Rückgriffs auf die Beklagte, sofern er von der Bank aufgrund seiner im Aussenverhältnis weiterbestehenden solidarischen Haftbarkeit für Kapital- und/oder Zinszahlungen in Anspruch genommen werden sollte.
C.b. Mit Urteil vom 6. Mai 2015 schied der Einzelrichter am Bezirksgericht die Ehe. A._ sprach er keinen nachehelichen Unterhaltsbeitrag zu. Im Güterrechtsstreit wies er B._ das Konto Nr. xxx und das Wertschriftendepot Nr. yyy der Bank D._ zu Alleineigentum zu (Ziff. 4.1). Antragsgemäss räumte er dem Mann mit Blick auf eine allfällige Haftung für die Hypothek bei der Bank D._ auch das Rückgriffsrecht auf A._ ein (Ziff. 4.2). Ausserdem verpflichtete er die Frau, dem Mann im Übrigen unter allen güterrechtlichen Titeln binnen dreissig Tagen seit Rechtskraft den Betrag von Fr. 385'526.00 zu bezahlen (Ziff. 4.3). Im Übrigen entschied der Einzelrichter, dass jede Partei das zu Eigentum behalte, was sie derzeit besitze oder was auf ihren Namen laute oder angelegt sei. Die auf Fr. 45'000.-- bestimmten Gerichtskosten (exkl. Kosten für die gerichtliche Liegenschaftsexpertise) auferlegte der Einzelrichter zu einem Drittel dem Mann und zu zwei Dritteln der Frau. A._ wurde verurteilt, B._ aussergerichtlich mit Fr. 19'000.-- zu entschädigen.
D.
D.a. A._ legte beim Kantonsgericht Schwyz Berufung ein. Sie beantragte, B._ zu nachehelichem Unterhalt von monatlich Fr. 6'000.-- und in Abänderung von Ziff. 4.3 des erstinstanzlichen Urteils zu einer güterrechtlichen Zahlung von Fr. 246'974.-- zu verurteilen. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien dem Mann aufzuerlegen und er sei zu verpflichten, ihr eine Parteientschädigung von Fr. 54'000.-- zu bezahlen. B._ beantragte die Abweisung der Berufung und erhob zugleich Anschlussberufung. Darin stellte er das Begehren, A._ in Abänderung der besagten Ziff. 4.3 zu einer güterrechtlichen Zahlung von Fr. 774'026.-- zu verurteilen. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien der Frau allein zu überbinden und diese sei zu einer Parteientschädigung von Fr. 57'000.-- zu verurteilen.
D.b. Das Kantonsgericht Schwyz hiess A._s Berufung teilweise gut. Sie verurteilte B._, seiner früheren Ehefrau ab Rechtskraft der Scheidung bis zum Wegfall seines Einkommens von der E._ AG in der Höhe von Fr. 6'000.-- monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 4'000.-- zu bezahlen. Für die Zeit danach bis zum 14. April 2020 bestimmte es die monatlichen Frauenalimente auf Fr. 1'600.--. Zugleich stellte das Kantonsgericht fest, dass A._ in dieser Phase zur Deckung ihres gebührenden Bedarfs von Fr. 6'000.-- der Betrag von Fr. 2'400.-- fehlt. In seinen Urteilsspruch nahm das Kantonsgericht auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Parteien sowie eine Indexklausel auf. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten auferlegte es den Parteien je zur Hälfte, die erstinstanzlichen Parteikosten schlug es wett. Im Übrigen wies es die Berufung der Frau und die Anschlussberufung des Mannes ab. Die Kostenfolgen des Berufungsverfahrens regelte das Kantonsgericht auf gleiche Weise wie diejenigen des erstinstanzlichen Verfahrens.
E.
Mit Beschwerde vom 3. Februar 2016 wendet sich A._ (Beschwerdeführerin) an das Bundesgericht. Sie beantragt, B._ (Beschwerdegegner) zu verpflichten, ihr ab Rechtskraft des Scheidungsrentenurteils monatlich im Voraus Fr. 6'000.-- bis zum 14. April 2020 zu bezahlen, wobei diese Unterhaltsbeiträge auf einem Einkommen des Klägers von mindestens Fr. 14'475.-- pro Monat beruhen. Im Güterrechtsstreit hält sie am Begehren fest, das sie vor dem Kantonsgericht gestellt hat (Bst. D.a). Der Beschwerdegegner sei zu den gesamten kantonalen Gerichtskosten und zu einer vollen Prozessentschädigung für beide kantonalen Instanzen zu verurteilen. Mit Eingabe vom 17. August 2016 beantragt der Beschwerdegegner, das Rechtsmittel vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Kantonsgericht verzichtete auf eine Vernehmlassung (Schreiben vom 30. Juni 2016). Die Beschwerdeantwort wurde der Beschwerdeführerin zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt.

Erwägungen:
1.
Angefochten ist der Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz, die als Rechtsmittelbehörde entschieden hat (Art. 75 BGG). Streitig sind die wirtschaftlichen Nebenfolgen der Ehescheidung. Das ist eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) vermögensrechtlicher Natur. Die gesetzliche Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG) ist erreicht, die Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingehalten. Die Beschwerde in Zivilsachen ist zulässig.
2.
Im ordentlichen Beschwerdeverfahren sind in rechtlicher Hinsicht alle Rügen gemäss Art. 95 f. BGG zulässig. Das Bundesgericht wendet das Recht grundsätzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und prüft behauptete Rechtsverletzungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) mit freier Kognition. Soweit die Festsetzung von Unterhalt in Frage steht, ist zu beachten, dass der Sachrichter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141). Bei der Überprüfung solcher Entscheide auferlegt sich das Bundesgericht Zurückhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die kantonale Instanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99; 131 III 12 E. 4.2 S. 15; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162). Weiter ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt grundsätzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbezüglich kann die rechtsuchende Partei nur vorbringen, die vorinstanzlichen Feststellungen seien offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG), das heisst willkürlich (vgl. BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252), oder würden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) beruhen (Urteil 5A_374/2010 vom 9. Juli 2010 E. 1). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Behebung der erwähnten Mängel für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22).
3.
Bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalts ist - nebst anderen Elementen - das Ergebn is der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu berücksichtigen (s. BGE 129 III 7 E. 3.1.2 S. 9). Deshalb ist zuerst der Güterrechtsstreit letztinstanzlich zu erledigen. Anlass zur Beschwerde gibt die güterrechtliche Zuordnung der Eigentumswohnung C._ in V._ (im Folgenden: Eigentumswohnung).
3.1. Die Vorinstanz setzt als unbestritten voraus, dass der Beschwerdegegner die Eigentumswohnung im Jahre 2003 in die aus den beiden Ehegatten bestehende einfache Gesellschaft eingebracht habe. Das Grundstück sei das einzige Aktivum der einfachen Gesellschaft gewesen, an der beide Ehegatten je zur Hälfte beteiligt gewesen seien. Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 1. September 2006 hätten die Parteien vereinbart, die einfache Gesellschaft aufzulösen. Im Zuge der Liquidation sei der Beschwerdegegner aus der Gesellschaft ausgeschieden, womit das Grundstück durch Anwachsung in das Alleineigentum der Beschwerdeführerin übergegangen sei. Umstritten geblieben ist dem angefochtenen Entscheid zufolge, welcher Gütermasse der Beschwerdeführerin die Eigentumswohnung zuzuweisen ist. Dabei dreht sich die Auseinandersetzung um die Bedeutung der Saldoklausel im Vertrag vom 1. September 2006, deren Wortlaut die Vorinstanz wie folgt wiedergibt:
Mit der Bezahlung des Restbetrages von Fr. 207'500.-- erklären sich die Parteien per Saldo aller Ansprüche aus der einfachen Gesellschaft auseinandergesetzt. Damit ist die einfache Gesellschaft liquidiert.
Das Kantonsgericht kommt zum Schluss, nach ihrem klaren Wortlaut beziehe sich diese Klausel lediglich auf die gegenseitigen Ansprüche aus der einfachen Gesellschaft, ohne dabei in irgendeiner Weise das Güterrecht der Parteien anzusprechen. Die Beschwerdeführerin habe keine weiteren Umstände behauptet, die einen Willen der Parteien indizieren könnten, die güterrechtlichen Ansprüche des Beschwerdegegners auszuschliessen. Auch bei Anwendung des Vertrauensprinzips sei keine vom klaren Wortlaut der Saldoklausel abweichende Auslegung vorzunehmen. Dass der Beschwerdeführerin das Alleineigentum an der Liegenschaft zukommen soll, betreffe lediglich deren sachenrechtliche Zuteilung unter den Ehegatten. Daraus lasse sich keine Willenserklärung zur Massenzuteilung der Liegenschaft innerhalb des Vermögens der Beschwerdeführerin ableiten. Im Ergebnis seien die güterrechtlichen Ansprüche des Beschwerdegegners von der Saldoklausel nicht betroffen.
Weiter stellt das Kantonsgericht fest, gemäss dem Wortlaut des Vertrages vom 1. September 2006 habe die Beschwerdeführerin den Gesamthandanteil am Grundstück gegen Entgelt, das heisst durch Übernahme der hälftigen Grundpfandschuld von Fr. 417'500.-- und durch Bezahlung von Fr. 207'500.-- erworben. Die Übernahme der Hypothek sei unbestritten, weshalb "objektiv gesehen" ein entgeltliches Kaufvertragsgeschäft im Sinne von Art. 184 OR vorliege. Zwar mache der Beschwerdegegner geltend, der Restbetrag von Fr. 207'500.-- sei nie bezahlt worden. Er bestreite aber einen entsprechenden Schenkungswillen. Das Kantonsgericht kommt zur Erkenntnis, die Beschwerdeführerin habe keinerlei Beweis dafür erbringen können, dass ihr der Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses seinen Gesamthandanteil habe schenken, das heisst im Sinne von Art. 239 Abs. 1 OR unentgeltlich habe zukommen lassen wollen. Dass die Restschuld noch nicht bezahlt worden sei, ändere nichts an der vereinbarten Entgeltlichkeit des Rechtsgeschäfts. Die Beschwerdeführerin habe die Zuteilung der übrigen Vermögenswerte in ihre Errungenschaft nicht angefochten, sodass die Begleichung des Übernahmewertes nicht anders als aus ihrer Errungenschaft erfolgen könne. Die Eigentumswohnung sei folglich der Gütermasse der Errungenschaft der Beschwerdeführerin zuzuteilen.
3.2. Die Beschwerdeführerin besteht darauf, dass ihr die Eigentumswohnung im Sinne von Art. 198 Ziff. 2 ZGB unentgeltlich zugefallen und deshalb ihrem Eigengut zuzuweisen sei. Entsprechend habe sie eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von Fr. 246'974.-- zugute. Zur Begründung rekapituliert die Beschwerdeführerin zunächst ihre Ausführungen im Berufungsverfahren und die Erwägungen des Kantonsgerichts. Im Übrigen argumentiert sie im Wesentlichen, die Rechtsgeschäfte rund um die einfache Gesellschaft hätten den effektiven Tatbestand einer gemischten Schenkung "dissimuliert". Dies ergebe sich daraus, dass die Parteien im Liquidationsvertrag vom 1. September 2006 einen tiefen Übernahmewert des Anteils des Beschwerdegegners von Fr. 625'000.-- stipuliert hätten, der überdies allein durch die Übernahme des hälftigen Anteils der Grundpfandschuld "bewerkstelligt" worden sei, während die angeblich separat am 30. November 2006 bezahlten Fr. 207'500.-- "erlassen und geschenkt" worden seien. Die Beschwerdeführerin meint, die "wörtliche Vertragsauslegung" der Vorinstanz widerspreche dem Vertrauensprinzip, das unter Berücksichtigung aller massgeblichen Umstände den von den Parteien gewollten Vertragsinhalt zu ermitteln verhelfe. "Aufgrund der geltend gemachten Umstände [sei] offenkundig", worum es tatsächlich gegangen sei: Die Einbringung des Grundstücks in die einfache Gesellschaft und deren spätere Liquidation hätten dazu gedient, das Grundstück vor den Gläubigern der konkursiten F._ bzw. vor den Haftungsklagen zu schützen, welche die Konkursmasse gegen den Beschwerdegegner als Organ der F._ erhoben habe. Eine einfache Gesellschaft, die sich ausschliesslich auf das Innehaben von Eigentum an einem Vermögenswert beschränke und der es an einer "affectio societatis" gebreche, entspreche eben effektiv nicht den Voraussetzungen einer einfachen Gesellschaft gemäss Art. 530 Abs. 1 OR. Der Beschwerdegegner habe die Eigentumswohnung und alle ihm damit zustehenden Vermögensansprüche "aus der Schusslinie der Gläubiger bringen" wollen; dazu habe die Wohnung der Ehefrau zu Eigentum übertragen und mit der Saldoklausel sichergestellt werden müssen, dass ihm keinerlei Ansprüche zustünden. Ein "Saldosplitting" dergestalt, dass nur gesellschaftsrechtliche, nicht aber güterrechtliche Ansprüche von der Saldowirkung hätten erfasst werden sollen, widerspreche Sinn und Zweck des Vertrages und übersehe zudem, dass die Wohnung durch die Gesellschaftskonstruktion gerade ausserhalb des Güterrechts behandelt werden sollte, weshalb güterrechtliche Ansprüche zum vornherein nicht zur Diskussion gestanden hätten. Die vorinstanzliche Auslegung, wonach dem Beschwerdegegner trotz der fraglichen Saldoklausel "nichtsdestoweniger auf dem Umweg über das Güterrecht doch noch Ansprüche zustünden", verletze das Bundesrecht.
3.3. Ausgangspunkt für die bundesgerichtliche Beurteilung bleibt zum einen die vorinstanzliche Erkenntnis, dass der Beschwerdegegner bezüglich des Preisanteils von Fr. 207'500.-- einen Schenkungswillen bestreite. Das ist eine Feststellung über den Prozesssachverhalt, die für das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.). Zum andern kommt das Kantonsgericht zum Schluss, die Beschwerdeführerin habe nicht beweisen können, dass ihr der Beschwerdegegner seinen Gesamthandanteil an der Eigentumswohnung schenken wollte, als er mit ihr den Vertrag vom 1. September 2006 abschloss. Das ist ein negatives Beweisergebnis bezüglich der Frage des Schenkungswillens des Beschwerdegegners. Auch dieses Ergebnis der Beweiswürdigung ist für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Hinsichtlich beider Elemente müsste die Beschwerdeführerin nach Massgabe von Art. 97 Abs. 1 BGG den Nachweis erbringen, dass die vorinstanzlichen Erkenntnisse offensichtlich unrichtig sind (s. E. 2). Dies aber gelingt ihr nicht:
3.4. Dass der Beschwerdegegner seinen Schenkungswillen bestreitet, stellt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht in Abrede. Sinngemäss stellt sie sich mit ihrer These einer "dissimulierten" gemischten Schenkung aber auf den Standpunkt, dass das Kantonsgericht hinsichtlich des Schenkungswillens des Beschwerdegegners zu Unrecht von Beweislosigkeit ausgeht. Allein, sie vermag nicht zu erklären, weshalb die Vorinstanz bei der gegebenen Beweislage in tatsächlicher Hinsicht zwingend zum Schluss kommen musste, dass in Wirklichkeit (Art. 18 Abs. 1 OR) der Beschwerdegegner am 1. September 2006 einen Schenkungswillen äusserte und dass auch sie ihren Willen zur Annahme dieser (vermeintlich) unentgeltlichen Zuwendung erklärte (vgl. Urteil 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 133 III 421). Stattdessen gibt sich die Beschwerdeführerin damit zufrieden, den Sachverhalt und die daraus zu ziehenden Schlüsse aus ihrer eigenen Sicht darzustellen. Mit der vagen Behauptung, es sei ein tiefer Übernahmewert stipuliert und der Anteil an der Kaufpreisschuld von Fr. 207'500.-- "erlassen und geschenkt worden", kommt sie gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung aber nicht auf (zum Tatbestandsmerkmal des Schenkungswillens vgl. BGE 98 II 352 E. 3b S. 357 f.). Unbehelflich sind auch ihre Vorbringen zu den angeblichen Hintergründen der Grundstückgeschäfte, denn diese stehen den vorinstanzlichen Erkenntnissen betreffend den Schenkungswillen von vornherein nicht entgegen. Warum die Parteien die Eigentumswohnung zunächst einer einfachen Gesellschaft übertrugen, warum sie diese Gesellschaft später liquidierten und warum sie den Anteil des Beschwerdegegners der Beschwerdeführerin zu Alleineigentum zuwiesen - all diese Elemente beschlagen nicht die Frage, ob am 1. September 2006 über die wesentlichen Punkte des Vertrages eine übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung der Parteien (Art. 1 OR) vorlag, sondern allenfalls die Beweggründe einer oder beider Parteien zum Abschluss dieses Vertrages. Dass sie bei der Bildung ihres diesbezüglichen Geschäftswillens in irgendeiner Hinsicht einem Irrtum erlegen wäre und sich die Vorinstanz über diese Tatsache (BGE 118 II 58 E. 3a S. 62) bundesrechtswidrig hinweggesetzt hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Damit erübrigen sich weitere Erörterungen zu den gesetzlichen Voraussetzungen einer Anfechtung des Vertrages wegen qualifizierten Irrtums im Beweggrund (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR). Ebenso wenig braucht das Bundesgericht auf die Frage einzugehen, ob die Parteien bezüglich der einfachen Gesellschaft, die sie mit Vertrag vom 1. September 2006 liquidierten, überhaupt eine "affectio societatis" hatten. Bleibt es nach dem Gesagten beim negativen Beweisergebnis, so müsste die Beschwerdeführerin dartun, dass das Kantonsgericht ihr die Folgen dieser Beweislosigkeit zu Unrecht aufbürdet und damit Bundesrecht verletzt. Das aber tut sie nicht. Insbesondere macht sie auch nicht geltend, dass sie zum Nachweis der behaupteten gemischten Schenkung im kantonalen Verfahren taugliche Beweismittel prozessual gehörig angeboten hätte, diese aber nicht abgenommen worden wären (vgl. BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 f.).
3.5. Vergeblich wehrt sich die Beschwerdeführerin auch gegen die Erkenntnis des Kantonsgerichts, wonach sich aus der Saldoklausel im Vertrag vom 1. September 2006 keine Willenserklärung zur Massenzuteilung der Liegenschaft innerhalb des Vermögens der Ehefrau ableiten lässt. Denn sie geht nicht näher auf die Frage ein, weshalb sich die vorinstanzliche Beurteilung, wonach der Wortlaut der Saldoklausel klar ist und sich die darin enthaltene Vertragsabrede lediglich auf die gegenseitigen Ansprüche aus der einfachen Gesellschaft bezieht, nicht mit den bundesrechtlichen Vorgaben zur Ermittlung von Vertragsinhalten verträgt. Sie stellt dem angefochtenen Entscheid stattdessen einfach ihre eigene Lesart der Vertragsklausel gegenüber und pocht darauf, dass auch die güterrechtlichen Ansprüche des Beschwerdegegners von der "Saldowirkung" hätten erfasst werden sollen, weil die Parteien mit der Saldoklausel im Hinblick auf eine mögliche Haftung des Beschwerdegegners gegenüber der konkursiten F._ bzw. deren Gläubigern hätten sicherstellen wollen, dass dem Beschwerdegegner "keinerlei Ansprüche zustünden". Bei alledem vermag die Beschwerdeführerin aber nicht zu erklären, warum sie sich im Vertrag vom 1. September 2006 dann trotzdem verpflichtete, dem Beschwerdegegner für die Übernahme seines Gesamthandanteils ein Entgelt in Gestalt der Übernahme der Hypothek und der Bezahlung einer Geldsumme zu entrichten. Daran ändern auch die Beteuerungen der Beschwerdeführerin nichts, wonach güterrechtliche Ansprüche "zum vornherein nicht zur Diskussion" gestanden hätten, weil die Eigentumswohnung durch die "Gesellschaftskonstruktion gerade ausserhalb des Güterrechts behandelt werden sollte". Wiederum verstrickt sich die Beschwerdeführerin in Widersprüche, wenn sie güterrechtliche Aspekte vom Vertrag ausnehmen, die "Saldowirkung" im selben Atemzug aber doch wieder auf güterrechtliche Ansprüche ausdehnen will.
3.6. Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass die Beschwerdeführerin den Gesamthandanteil des Beschwerdegegners an der Eigentumswohnung während der Dauer des Güterstandes der Errungenschaftsbeteiligung entgeltlich und damit als Errungenschaft erworben hat (Art. 197 Abs. 1 ZGB). Die vorinstanzliche Aussage, dass sie die Kaufpreisschuld, soweit sie noch nicht getilgt wurde, nicht anders als aus ihrer Errungenschaft werde begleichen können, stellt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht in Frage, so dass sich diesbezügliche Erörterungen erübrigen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde bezüglich der güterrechtlichen Auseinandersetzung deshalb als unbegründet.
4.
Der Streit dreht sich auch um den nachehelichen Unterhalt für die Beschwerdeführerin. Anlass zur Beschwerde gibt zunächst die vorinstanzliche Ermittlung des gebührenden nachehelichen Unterhalts der Beschwerdeführerin.
4.1. Das Kantonsgericht stellt fest, weder die Parteien noch die Vorinstanz hätten sich zum gebührenden Unterhalt der Beschwerdeführerin ausdrücklich geäussert. Die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften seien aber dahingehend zu verstehen, dass sie ihren Berechnungen die im Eheschutzverfahren vereinbarte Regelung zugrunde legten, wonach der Berufungsführerin ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'000.-- zugesprochen wurde. Dieser Betrag sei daher "im Folgenden massgebend für den gebührenden Unterhalt" der Beschwerdeführerin, so die Schlussfolgerung des Kantonsgerichts.
4.2. Die Beschwerdeführerin tadelt die vorinstanzliche Annahme, dass sich ihr gebührender monatlicher Lebensbedarf gemäss dem während über dreissig Jahren praktizierten Lebensstandard auf Fr. 6'000.-- belaufe, als willkürlich. Sie beruft sich auf die eheschutzrichterliche Regelung, wonach erst unter Berücksichtigung ihrer eigenen monatlichen Einkünfte von Fr. 1'950.-- ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'000.-- als ausreichend erachtet, der gebührende Unterhalt mithin auf insgesamt Fr. 7'900.-- veranschlagt worden sei. Die Beschwerdeführerin verweist auf das erstinstanzliche Verfahren; dort sei "belegt und aktenkundig gemacht worden", dass der eheschutzgerichtlichen Unterhaltsfestlegung ein Bedarf von Fr. 6'896.50 und ein Einkommen aus Dividendenbezügen seitens der G._ AG zugrunde gelegen habe. Der Beschwerdegegner stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin es verpasst habe, ihren gebührenden Bedarf und die einzelnen Bedarfspositionen im kantonalen Verfahren rechtzeitig zu behaupten, zu substantiieren und zu belegen. Stattdessen habe sie sich mit unzulässigen Verweisen auf frühere Akten zufrieden gegeben.