Decision ID: 1fa137d7-face-4d1b-a3c3-ee05b91cffc9
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.%2
Die 1960
geborene
X._
, ohne Berufsausbildung, geschieden
und
Mutter
zweier 1993 un
d 1995
geborener Kinder,
arbeitete zuletzt im Jahre 2011
stundenweise
als Reinigungskraft
(vgl.
Urk.
9/11
,
Urk.
9/27/2
);
seit dem
1.
Juni 2015 bezog sie wirtschaftliche Sozialhilfe (
Urk.
9/46/4
,
Urk.
3/3
)
.
Aufgrund einer Anmeldung
zum Leistungsbezug im Mai
2014
(Urk. 9/5,
Urk.
9/9) tätigte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
medi
zinische Abklä
rungen
und zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto bei (
Urk.
9/11 ff.).
Im
Dezember 2014 teilte sie der Versicherten mit, aus gesundheitlichen Gründen seien derzeit keine beruflichen Massnahmen möglich
(Urk.
9/14
).
Im Hinblick auf die Rentenprüfung
beauftragte die IV-Stelle ihren Abklärungsdienst mit der Abklä
rung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit
im Haushalt (Abklärungsbericht vom 15. Dezember 2015,
Urk.
9
/
27
)
.
N
ach durchgeführtem
Vorbeschei
dverfah
ren
(
Urk.
9/30,
Urk.
9/34f.,
Urk.
9/39
)
wies
sie
einen Rentenanspruch
gestützt auf einen
nach Massgabe der gemischten Methode erui
erten Invaliditätsgrad von rund 16
%
mit Verfügung vom
2
5.
April 2016
ab
(
Urk.
9/44
).
2.%2
Mit Datum vom 2
7.
Januar 2017 meldete sich die Versicherte unt
er H
inweis auf ein neues
Herzleiden
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/46).
Nach medizinisch-erwerblichen Abklärung
en
sowie durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 9/56
,
Urk.
9/58
,
Urk.
9/64 f.
) wies die IV-Stelle
das Ren
tenbegehren
gestützt auf einen
aufgrund der
gemischten Methode
ermittelten
Invaliditätsgrad von 24
%
mit Verfügung vom 1
7.
Januar 2018 ab (
Urk.
2).
3
Dagegen erhob
X._
am 16. Februar
2018 Beschwerde und beantragte, es sei
die Verfügung vom 1
7.
Januar
2018
aufzuheben, zusätzliche Abklärungen durchzuführen und
ihr
eine Invalidenrente zuzusprechen.
In prozessualer Hin
sicht ersuchte die Beschwerdeführer
in
um
Gewährung der
unentgeltliche
n
Pro
zessführung (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
6. April
2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Be
schwer
de (Urk. 7
f.
)
.
Mit Verfügung vom
1
6.
April 2018
wurde ein zweiter Schriftenwechse
l angeordnet (Urk. 10
).
Innert angesetzter Frist ist keine Replik eingegangen
, was
den Parteien
am 25.
Mai 2018
zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
12
).
Mit Eingabe vom 1
9.
Juni 2018 (Eingangsdatum) gab die Beschwerdeführerin weitere
medizinische Unter
lagen
zu den Akten (
Urk.
13,
Urk.
14
/1-22
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 d
es Allgemeinen Teils des Sozial
ver
sicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenver
si
che
rung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geis
tigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröff
nete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Ände
rung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Fer
ner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Ände
rung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc)
.
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin,
im Rahmen der Neuanmeldung sei eine
eingeschränkte Herzfunktion
ausgewiesen. Ungeachtet dessen sei die Beschwerdeführerin
hinsichtlich einer angepassten Verweistätigk
eit zu
100
%
arbeitsfähig
. Aus der gemischten Berechnungsmethode resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 24
%
(
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin monierte die von der Beschwerdegegnerin vorgenom
mene Qualifikation. Ausserdem stamme die Haushaltsabklärung aus dem Jahre 2015, seither habe sich ihr Zustand verschlechtert
und im Haushalt
sei sie
stärker eingeschränkt
(
Urk.
1).
3.
3.1
Die IV-Stelle ist auf die Neuanmeldung vom
2
7.
Januar 2017
materiell eingetre
ten.
Aufgrund der
im Mai
2016
sowie
2017
neu diagnostizierten
koronaren
Drei
gefässerkrankung
,
Linksherzinsuffizienz mit Lungenödem
, chronischen Nierenin
suffizienz
sowie
kognitiven Störung
(
Urk.
9/64/6
,
Urk.
9/79/6
)
ist eine wesentli
che Veränderung
im Zeitraum zwischen
der
renten
abweisenden Verfügung vom 2
5.
April 2016
und der angefochtenen Verfügung vom
1
7.
Januar 2018
, welche die
zeitliche Grenze für den zu beur
teilenden Sachverhalt bildet,
eingetreten. Strittig und zu prüfen bleiben die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und die Invaliditätsbemessung.
4.
4.1
Am 2
0.
Februar 2017 wurde die Beschwerdeführerin
bei respiratorischem Versa
gen
notfallmässig durch die Ambulanz dem Spital
Y._
zugewiesen, wo sie bis am
1.
März 2017 hospitalisiert blieb.
Aufgrund der
persistierenden Sauerstoff
sättigung von 50
%
erfolgte die initiale Versorgung über den Schockraum. Die Ärzte diagnostizierten eine akut dekompensierte Linksherzinsuffizienz mit Lun
genödem. Im Austrittsbericht vom 2
9.
März 2017 wird ausserdem eine koronare Dreigefässerkrankung (Erstdiagnose Mai/
2016
) festgehalten (
Urk.
9/64/6).
4.2
Auf Vorhalt dieses Berichts (E. 4.1) kam RAD-Ärztin
Dr.
med.
Z._
, Fach
ärztin FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, zum Schluss
,
die Herzfunktion sei nur leichtgradig eingeschränkt. Im Juli 2016 sei ein Defibrillator implantiert worden. Es seien deshalb Tätigkeiten, bei denen elektromagnetische Strahlen auf den Körper einwirkten,
zusätzlich
aus dem
bereits am 2
3.
August 2014 im Rahmen der Erstanmeldung
[vgl.
Urk.
9/29/3]
definierten
Belastungs
profil auszuschliessen. Ansonsten
sei die Beschwerdeführerin für leichte
,
sitzende Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen von Lasten, nach wie vor arbeitsfähig. Mit
hin wirke sich die koronare Dreigefässerkrankung nur marginal auf
ihre
Arbeits
fähigkeit aus
(
Urk.
9/55/2).
4.3
Am 1
0.
März 2017
wurde die Beschwerdeführerin aufgrund einer
kardiale
n
De
kompensation (Herzinfarkt)
und
bei akuter
Dispnoe
via Schockraum
der Inten
sivstation des
Spital
s
A._
überwiesen, wo sie bis am
7.
April 2017 stationär
behandelt wurde.
Im Austrittsbericht des 1
1.
April 2017 hielten die behandelnden Ärzte zusätzlich eine
acute
on
chronic
Niereninsuffizienz fest (
Urk.
9/64/1).
4.4
Mi
t Bericht vom 2
9.
Mai 2017
attestierte
pract
.
med. B._
, Spital
A._
,
für
eine rein sitzende sowie
für eine
wechselbelastende Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
.
Mit Bezug auf das
Konzentrations- und Auffassungs
vermögen sowie
die
Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit sei die Beschwerde
führerin unbeeinträchtigt.
Es
bestehe allenfalls
eine
erheblich eingeschränkte kör
perliche Leistungs
fähigkeit aufgrund der ka
rdialen Grunderkrankung (
Urk.
9/68).
4.5
Vom 7.
April bis 2
2.
Juni 2017 hielt sich die Be
schwerdeführerin zur stationären
neurologischen
Rehabilitation in der Rehaklinik
C._
auf
.
Dabei habe sich das Bild einer leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung
gezeigt
mit Schwer
punkt im Bereich der Aufmerksamkeit (unter anderem deutlich verlangsamte und schwankende kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit, erhöhte Ablenk
barkeit),
der Exekutivfunktionen (verbale semantische und formallexikalische Ideenpro
duktion deutlich verlangsamt, Handlungsplanung/Problemlösung, schlussfol
gerndes Denken, kognitive Flexibilität und Umstellfäh
igkeit erschwert), mit
mnestischen Einschränkungen (Aufnahme und Abruf von verbaler Information sowie Kurzzeitspanne mässig eingeschränkt)
und
leichten Minderleistungen in der
visuospatialen
Wahrnehmung/Organisation
(räumliches Denken unterdurch
schnittlich). B
ei Austritt habe die Beschwerdeführerin selbständig am Rollator gehen können; kürzere Strecken könne sie als
freie Fussgängerin bewältigen (vgl. Austrittsbericht vom 1
2.
Juli 2017,
Urk.
9/79/4 ff.).
4.6
Mit Bericht vom 1
3.
September 2017 hielt der seit Juli 2017 behandelnde
Dr.
med. D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, fest, die Beschwerdeführerin sei für eine stehende, körperlich belastende Arbeit ungeeignet. Eine sitzende Tätig
keit, ohne grössere körperliche Belastung könne indes ausgeübt werden (
Urk.
9/94/4).
4.7
RAD-Arzt
pract
. med.
E._
, Facharzt FMH
für Arbeitsmedizin, hielt in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Oktober 2017 fest, im Zeitraum
von
Februar bis ca. August 2017 habe aufgrund einer vorübergehenden Verschlechterung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden
. Seither sei die Beschwerdeführerin gestützt auf die Einschätzun
g von
Dr.
D._
(vgl. E. 4.6
) hinsichtlich einer –
näher umschriebenen – angepassten Verweistätigkeit arbeitsfähig, ohne wesent
liche quantitative Einschränkung (
Urk.
9/99/4).
4.8
Am 1
1.
Dezember 2017 erlitt die Beschwerdeführerin eine schwere kardiale De
kompensation, weshalb sie durch den Rettungsdienst erneut notfallmässig via Schockraum
der
Intensivstation des Spitals
A._
zugewiesen wurde
(vgl. Austrittsbericht
vom 1
9.
Januar 2018,
Urk.
3/2/2
).
4.9
Am 1
9.
Dezember 2017 hielt sich die Beschwerdeführerin zur kardiovaskulären Rehabilitation im Rehazentrum
F._
auf, wo sie am
6.
Januar 2018 aus privaten Gründen vorzeitig in gebessertem Zustand in die häuslichen Verhältnisse
ent
lassen wurde (vgl. Austrittsbericht vom 1
6.
Januar 2018,
Urk.
3/2/3).
5.
Aus den angeführten ärztlichen Beurteilungen lässt sich
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und de
ss
en
Auswirkungen auf
ihre
Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Neuanmeldung
nicht hinreichend
beurteilen.
Zunächst lassen
die
genannten
Austrittsberichte
des Spitals
Y._
,
des
Spitals
A._
,
der
Rehaklinik
C._
und
Rehaklinik
F._
eine Arbeitsfähigkeitsbe
urteilung vermissen. Die von
pract
.
med.
B._
im
Mai 2017
-
nach einer schrittweisen Steigerung
-
postulierte 100%ige Arbeitsfähig
keit hinsichtlich einer rein sitzenden
oder wechselbelastenden
Tätigkeit
steht
so
dann
diskrepant zu der von ih
r
gleichzeitig festgehaltenen «allenfalls erheblich eingeschränkte
n
körperliche
n
Leistungsfähigkeit aufgrund der kardialen Grund
erkrankung»
.
Im Übrigen liess
sie
damit offen, ab wann konkret eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestand.
Kommt hinzu,
dass wenig später
(
zusätzlich
)
kognitive
Störungen
(ICD-10: F06.7)
, die sich bei Müdigkeit verstärkten,
dokumentiert wur
den
(vgl.
Austrittsbericht der Rehaklinik
C._
vom 1
2.
Juli 2017
,
Urk.
9/79/6)
.
Diese
l
iess
Dr.
D._
im Rahmen
seiner
Arbeitsfähigkeitsbeur
teilung
indes
unberücksichtigt.
Im Übrigen
hat er sich
nicht ausdrücklich
zum zumutbaren Pensum geäussert
(vgl. 9/94/4)
.
Selbstredend vermögen auch die Stellungnahmen durch den RAD vom
2
4.
März und 2
7.
Oktober 2017
(Urk.
9/55/2,
Urk.
9/99/4
, vgl. ausserdem das
am 2
3.
August 2014
definierte Belastungsprofil,
Urk.
9/29/5
3
, wel
che ohne eigene Untersuchung lediglich gestützt auf die (unzulängliche) Aktenlage erfolgten, den Anforderungen an ein
e ausreichende medizinische Ent
scheidungsgrundlage nicht zu genügen.
4.4
Zusammenfassend lag der angefochtenen Verfügung kein hinreichend abgeklär
ter medizinischer Sachverhalt zugrunde, welcher eine
abschliessende Beurtei
lung des Gesundheitszustandes sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit der Beschwerdeführerin erlaubt hätte.
In Anbetracht dieser Erwägungen ist eine sämtliche Aspekte des vorliegenden Falles umfassende medizinische Abklärung
anzuordnen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten
sind
auf Fr. 600.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsgemäss eben
falls als vollständiges Obsiegen geltenden R
ückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) ausgangsgemäss der
Be
schwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Gesu
ch um unentgeltliche Prozessfüh
rung
der Beschwerdeführerin
(vgl.
Urk.
1)
ist damit obsolet geworden.