Decision ID: 3b13c8e0-4ec5-4735-9ae1-8812a6d9582a
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1969
, meldete sich am
2
8.
März 1990
bei der Invali
den
ver
sicherung zum Leistungsbezug an.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
wies das Leistungsbegehren mit
Verfügung vom
2
5.
Juni 1990
ab, unter Hinweis darauf, dass
keine Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres bestanden habe und es der Versicherten ab dem 1
5.
Mai 1990 wieder zumutbar gewesen sei, ihrer Erwerbstätigkeit vollzeitlich nachzugehen
(Urk.
8/1-2)
.
1.2
Am 1
7.
Juni 2013 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine starke Depression erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(Urk.
8/6
Ziff.
6.2
)
. Die
IV-Stelle liess die Ver
sicherte
durch den
r
egional
ärztlichen
Dienst
(RAD)
psychiatrisch untersuchen, welcher seinen Bericht am
9.
März 2015 erstattete
(Urk.
8/22
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/24
;
Urk.
8/27
)
wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
2.
Juni 2015 (
Urk.
8/
28
=
Urk.
5) ab.
2.
Die Versicherte erhob am
2
9.
Juni beziehungsweise am
1.
Juli 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
2.
Juni 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzu
heben
,
es sei ihr
eine Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen,
es sei der Bericht von
Dr.
Y._
zu berücksichtigen und es sei ihr Akteneinsicht
zu ge
währen
und Gelegenheit zu einer weiteren Stellungnahme einzuräumen
(
Urk.
1,
Urk.
4
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
4.
August 2015
(
Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde.
M
it Verfügung vom
6.
November 2015
wurde dies der Beschwerdeführerin
zur Kenntnis gebracht
, un
d sie wurde auf
die Mög
lichkeit der Akteneinsicht und der Einreichung weiterer Stellungnahmen
und Unterlagen
hinge
wiesen
(
Urk.
9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
in Verbindung mit Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgesetzes (
ATSG
)
bewirken.
Jede psychogene Störung, ob einfache oder neurotische Form, kann im Einzelfall Krankheitswert haben, weshalb jeder Einzelfall sorgfältig ge
prüft werden muss. Notwendig sind in jedem Fall ein ausführlicher ärztlicher Bericht oder ein entsprechendes fachärztliches Gutachten sowie die Abklärung der erwerblichen Umstände (AHI 1997 S. 43 E. 5c). Dabei müssen psychiatrische Berichte in der Regel auf einer persönlichen Untersuchung beruhen (RKUV 2001 Nr. U 438 S.
345, Urteile des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E.
5.3 und I 169/06 vom 8. August 2006 E.
4.4 mit Hinweisen). Für die verläss
liche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizu
ziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen
erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231
E. 5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärzt
liche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.
3
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen
Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des
Leistungsan
spruchs
. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini
schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes
amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärzt
lich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2;
Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hin
weis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere An
sicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte ge
hö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest, dass gemäss Aktenlage und psychiatrischer Untersuchung vom
3.
März 2015 kein invalidi
sierender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Die während der Untersuchung
geäusserten zahlreichen subjektiven Beschwerden hätten nicht objektiviert werde
n können. Nachdem die Beschwerdeführerin am 2
3.
April 2015 vorsorg
lich Einwand erhoben und mitgeteilt habe, dass die medizinische Begründung nach
gereicht werde, seien keine weiteren Unterlagen eingereicht worden (
Urk.
5 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie gemäss ihrem früheren Arzt,
Dr.
med.
Z._
, an einer psychischen Erkrankung leide (Schlafstörun
gen,
Angst, Rückzugstendenz, Müdigkeit, Erschöpfung, Isolationsgefühle, Ver
sagens- und Verlustängste
u.s.w
.), die sie in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Dieser Meinung sei auch
der neu behandelnde Arzt,
Dr.
med.
Y._
. Somit sei nachgewiesen, dass die Beurteilung des IV-Arztes nicht richtig sei
. Dies sei wohl damit zu erklären, dass der von der Beschwerdegegnerin
angestellte
Arzt keine unabhängige Beurteilung vorgenommen habe. Weiter habe die
Beschwer
dege
g
nerin
ihr Begehren ohne
Anm
ahnung de
s
von ihr
in Aussicht gestellten
Arztbe
richt
s
von
Dr.
Y._
abgewiesen
(
Urk.
4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin, wobei insbesondere die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht umstritten ist.
3.
3.1
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab mit Schreiben vom 1
0.
Mai 2013 die von der Beschwerdeführer
in
erstellte Auflis
tung der Anzahl Tage, an denen sie im Jahr 2012 arbeitsfähig gewesen war, und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit von 30
%
wieder. Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin sich sehr eingesetzt habe, um selbständig arbeiten zu können, und dass die aktuelle, helle Wohnung für sie eine stabilisierende Hilfe für Alltag und Arbeit darstelle (
Urk.
8/4).
3.2
Dr.
Z._
, bei welchem die Beschwerdeführerin seit 2006 in Behandlung stand,
hielt mit Bericht vom 2
3.
Juni 2014
(
Urk.
8/16/2-14)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest
(
Ziff.
1.1)
:
k
omplexe PTBS
emotional-instabile PS (F60.3)
dissoziative Störungen gemischt (F44.7)
somatoforme
Schmerzstörung (F45.4)
Bindungsstörung, ambivalent bis desorganisiert (F94)
Esstörung
, St. n. Anorexie (F50.4)
seasonal
affective
disorder
(
SAD
;
v. a. Herbst/Winter; F38.8)
Im Befund hielt
Dr.
Z._
fest, dass die Beschwerdeführerin bewusstseinsklar und allseitig orientiert
, und i
m Kontakt offen und präsent mit schneller Auf
fassungsgabe im konfliktfreien Bereich
sei
. Ihr Denken sei klar, gefühlsmässig rasch schwankend, je nach aktueller Thematik. Es bestünden chronische Schlaf
störungen, Angst vor Kränkungen, Entwertungen mit Rückzugstendenz bis Müdig
keit und Erschöpfung und dem Gefühl von Isolation sowie Ve
r
sagens- und
Verlustängste und Ohnmachtserleben, bei hohen inneren Erwartungen mit star
ken Vermeidungstendenzen im
Z
usammenhang mit Nähe und Leistung bei ent
sprechenden Beeinträchtigungen im Beziehungs- wie auch im Arbeitsbereich. Dies komme in der Therapie, wie auch im Mini-ICF-APP zum Ausdruck. Im
W
eiteren bestehe eine dissoziative Symptomatik, die vor allem durch inneren und
äusseren Konfliktstress ausgelöst werden könne
:
Absorption,
somatoforme
Be
schwer
den, Depersonalisation und
Derealisation
. Essstörungen zeigten sich noch
, abhängig von Befindlichkeit, durch
eine
phasenweis
e schwer kontrollier
bare G
e
wichtszunahme. Nach Angaben der Beschwerdeführerin habe sie früher unter einer stark
anorektischen
Symptomatik gelitten
. Die Prognose sei statio
när bis günstig, auch günstig, weil keine weitere Verschlechterung, sondern eine lang
same, leichte Verbesserung eingetreten sei (
Ziff.
1.4)
.
Die
Arbeits
un
fähigkeit
in angestammter Tätigkeit als Unternehmens- und
Marke
ting
beraterin
legte
Dr.
Z._
auf 70
%
fest (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tä
tigkeit sei im Rahmen der prozentualen Angaben durch die Beschwerdeführerin zu
mut
bar, doch es bestehe eine stark wechs
elnde Arbeitsleistungsfähigkeit.
In
einer
behinderungsangepasste
n, rein sitzenden
Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin
je nach psychischer Verfassung
pro Woche zu etwa 10 bis 15 Stunden arbeitsfähig (
Ziff.
1.7).
3.3
Med.
pract
.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte
aufgrund seiner Untersuchung vom
3.
März 2015 in seinem Bericht vom
9.
März 2015
(
Urk.
8/22) keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nach ICD-10 fest. Als psychiatrische Diagnose ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nach ICD-10 nannte er einen Zustand nach Anorexie und vermerkte, dass nach Aktenlage keine somatischen Diagnosen be
stünden (
Ziff.
9 S. 5
,
Ziff.
11 S. 6
).
In der Diskussion des Berichtes von
Dr.
Z._
hielt med.
pract
.
A._
fest, dass die darin gestellten Diagnosen bei der RAD-Untersuchung nicht hätten be
stätigt werden können. Bei der spontanen Schilderung des Todes von Vater und Grossvater habe die Beschwerdeführerin nachfühlbar zu weinen begonnen, an
sonsten hätten sich keine Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung gezeigt, was nach 20 Jahren Therapie auch nicht verwundere. Kurz
e
emotionale
Labilisierungen
bei der Schilderung von belastenden biografischen Ereignissen berechtigten nicht zur Diagnose einer emotional instabilen
Persönlichkeitsstö
rung
(
Ziff.
10 S.
5).
Dissoziative Symptome seien nicht aufgetreten, und
Schmerz
äusserungen
hätten nicht beobachtet werden können. Die Beschwerde
führerin
habe angegeben, dass sie einen Freund habe, aber nicht mit ihm zu
sammen lebe, zumal der Freund psychisch traumatisiert sei. Möglicherweise liege eine
Bin
dungsstörung
vor. Eine Gewichtszunahme um 20 kg bei nächtli
chen
Hun
ger
attacken
stelle keine gravierende Essstörung dar. Anhand der mit
gebrachten Liste (
Urk.
8/20) habe die Beschwerdeführerin viele Symptome einer saisonalen Depression vorgetragen, die jedoch objektiv nicht zu sehen gewesen seien. Er
staunlicherweise schweige
Dr.
Z._
über das erfreuliche positive
Funktions
niveau
. Monatelange Aufenthalte in
B._
,
C._
, in
D._
(und nächs
tens in
E._
) inklusive umfangreiche Planungen von der Schweiz aus sprä
chen für ein gutes Funktionsniveau, zumal die Beschwerde
führerin dort nicht nur gereist sei und sich erholt habe, sondern auch
M
arke
ting-Aufgaben für ein Projekt betrieben habe.
Dr.
Z._
würdige auch kaum, dass die Beschwerde
führerin erfolgreich und konsequent ihre umfangreichen Ausbildungen absol
viert habe (
Ziff.
10 S. 6).
Med.
pract
.
A._
führte aus, dass sich o
bjektiv bei der RAD-Untersuchung keine nennenswerte Einschränkung gezeigt
habe
. Entgegen ihrer Angabe, sich nur 20 Minuten konzentrieren zu können, sei die Beschwerdeführerin während der 105-minütigen Untersuchung stets konzentriert geblieben
. Trotz der ange
gebenen Schlafstörungen seien keine Anzeichen von Müdigkeit zu sehen ge
wesen. Entgegen ihrer Angabe, abends nur noch müde zu sein, habe sie beim Abschied einen abendlichen Kinobesuch angekündigt. In heftigem Kontrast zu ihrer geschilderten Schwäche und Leistungsunfähigkeit hätten ihre lebhaften Darstellungen monatelanger Auslandsaufenthalte gestanden
(
Ziff.
10 S. 6).
In der versicherungspsychiatrischen Beurteilung
legte
med.
pract
.
A._
dar
, dass die Beschwerdeführerin sich als eine Persönlichkeit zeige, die seit über 20 Jahren diverse Therapien mache und bei der Untersuchung subjektiv zahlreiche Beschwerden geäussert habe. Diese Beschwerden hätten weithin nicht objekti
viert werden können, und ihre früheren Ausbildungen und heutigen monate
langen Auslandsaufenthalte belegten ein erfreuliches Funktionsniveau (
Ziff.
11 S. 6).
Zur Arbeitsfähigkeit hielt med.
pract
.
A._
fest, dass in Bezug auf die bishe
rige Tätigkeit als
Selbständigerwerbende
mit Marketing-Firma keine Einschrän
kungen vorlägen und im Belastungsprofil keine Einschränkungen erkennbar seien.
Es bestehe weder in ihrer bisherigen noch in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
11 S. 6 f.)
.
4.
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass der von med.
pract
.
A._
er
stellte Arztbericht vom
9.
März 2015 (
Urk.
8/22) für die Beantwortung der
gestellten Fragen umfassend ist. E
r
beruht auf den erforderlic
hen allseitigen Untersuchungen
und
berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
(
Ziff.
3 S. 1 f.)
,
wobei er auch die von ihr erstellte Liste über ihre Symptome einbezieht (
Urk.
8/20). Sodann wurde er
in Kenntnis der und in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
(
Ziff.
1 S. 1
,
Ziff.
10 S. 5 f.
)
erstattet. Weiter leuchtet e
r
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein
, und d
ie vom
Arzt
vorgenommenen Schlussfolgerungen sind ausführlich und nachvoll
ziehbar begründet.
So liessen sich t
rotz gezielter Suche nach
entsprechenden Befunden
in der Untersuchung weder Anzeichen für Müdigkeit, dissoziative
Symp
tome, Schmerzäusserungen oder Symptome einer saisonalen Depression fest
stellen. Mangels objektivierbarer Befunde erscheint daher überzeugend, dass die Diagnosen insbesondere einer dissoziativen Störung, einer
somatoformen
Schmerzstörung sowie eines SAD nicht bestätigt werden konnten.
Ausserdem legte med.
pract
.
A._
plausibel dar, dass die zahlreichen Auslandaufenthalte mit den dazugehörigen Planungen und den vor Ort übernommenen
Projekta
uf
gaben
für ein gutes Funktionsniveau
sprächen.
Der Arztbericht genügt damit den praxisgemässen Anforderungen
vollumfänglich
, insbesondere fand auch die bei
der
Beurteilung eines psychischen Gesundheitszustandes erforderliche
per
sönliche Untersuchung durch einen psychiatrischen Facharzt statt (vgl. vorste
hend E. 1.1-1.2).
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
4) be
steht kein Zweifel an der Zuverlässigkeit des Berichts, und d
amit kommt ihm auch als RAD-Bericht der Beweiswert eines externen medizinischen Berichtes zu (vorstehend E. 1.3).
Demgegenüber vermögen
Dr.
Z._
Ausführungen nicht zu
überzeugen. Es fehlt an einer schlüssigen
, auf den erhobenen Befunden beruhenden
Begrün
dung für die diagnostizierten Leiden. Zudem stützt er sich - zumindest bezüg
lich Arbeitsfähigkeit - weitgehend auf die nicht objektivierten Angaben der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
8/4 und 8/16/11).
Wie
med.
pract
.
A._
zutref
fend vermerkt
e
,
würdigte
Dr.
Z._
auch
den flüssigen Ausbildungsverlauf und die Reiseaktivitäten der Beschwerdeführerin in keiner Weise
, weshalb sein Bericht nicht umfassend ist
.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
4
) ist sodann nicht zu beanstanden
, dass die Beschwerdegegnerin nach Ablauf der Frist für die
Ein
wanderhebung
den Bericht des
angeblich nun behandelnden
Dr.
Y._
nicht abwartete beziehungsweise diesen Bericht nicht selber einholte
.
Angesichts der medizinisch schlüssigen Aktenlage bestand dazu kein Anlass. Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
wäre es
vielmehr
Sache der Beschwerdeführerin gewe
sen, diesen Bericht fristgerecht einzureichen.
Zusammenfassend ist auf den Arztbericht
von med.
pract
.
A._
abzustellen und
davon auszugehen, dass
aus psychiatrischer Sicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt und
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin weder im angestammten Beruf noch in vergleichbaren Verweistätigkeiten ein
geschränkt ist
. Damit entfällt ei
n Anspruch auf eine Rente der Inva
lidenversi
cherung ohne weiteres,
und
es erübrigt
sich die Durchführung ein
es
Einkom
mensvergleichs
.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen
(
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
)
.
Angesichts des Aufwands für das vorliegende Verfahren sind sie auf Fr. 600.-- festzulegen
und
a
usgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.