Decision ID: 7391d888-c79e-4745-9ba2-0bfae7ef2d2b
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1934, ist der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich, Ausgleichskasse, als
S
elbständ
igerwerbender
angeschlossen. Mit Steuer
meldung
en
vom
2
5.
April 2018
meldete das Steueramt des Kantons Zürich der Aus
gleichskasse für das Jahr 201
3
ein Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tä
tigkeit in
der
Höhe von Fr.
952‘682
.-- sowie ein im Betrieb investiertes Eigen
ka
pital von Fr.
6‘685‘632
.--
(Urk. 7/28)
und für das Jahr 2014 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Umfang von
Fr.
1'057'526.--
sowie
ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von
Fr.
6'440'282.-- (
Urk.
7/29).
Am 2
5.
Mai 2018 erliess die Ausg
leichskasse
zwei
Beitragsverfügungen, mit welcher sie gestützt auf die Steuermeldungen vom 25. April 2015 von
X._
Beiträge für
Selbständigerwerbende
für das Jahr 2013 in Höhe von Fr. 91'984.20 (ein
schliesslich Verwaltungskosten; Urk. 7/36) und für das Jahr 2014 in Höhe von
Fr.
107‘008.20 (einschliesslich Verwaltungskosten;
Urk.
7/37)
forderte, wogegen
X._
am 1
3.
Juni 2018 Einsprache
erhob
(
Urk.
7/38)
. Auf Anfrage teilte das kantonale Steueramt am 2
0.
Juli 2018 mit, dass die Meldungen korrekt seien und die Liegenschaften aus Sicht der Steuerbehörde
sich
nicht im Privatvermögen
befinden
würden
(
Urk.
7/43). Mit Entscheid vom 6.
A
ugust 2018 wies die Aus
gleic
hskasse die Einsprache ab (Urk.
7/45 =
Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob
X._
mit Eingabe vom 1
3.
September 2018
mit folgenden Anträgen
Beschwerde
(
Urk.
1 S. 2)
:
«
1.
Die Beschwerde sei gutzuheissen und es sei die Beschwerdesache an die
Ausgleichskasse des Kantons Zürich zurückzuweisen, damit diese den
Ein
spracheentscheid
in rechtsgenügender Weise begründe.
2.
Eventualiter: Der
Einspracheentscheid
bzw. die Beitragsv
erfügungen vom
25.
Mai 2018 seien aufzuheben, die Akten seien an die Verwaltung
zurückzuweisen und es seien die Beiträge (ohne die Erträge aus den
Liegen
schaften
Y._
und
Z._
) neu zu
berechnen unter Zugrundelegung eines Einkommens von
Fr.
807'839.--
für das Jahr 2013 sowie eines Einkommens von
Fr.
906'683.
-- für das
Jahr
2014.
»
In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, dass wegen der äus
serst kurzfristigen Mandatierung, die eine vollständige Einsicht in die Steuerakten verunmöglicht habe, ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt werde und dass das
Gericht nach
Einverlangen
der Akten bzw. Zustellung derselben durch die Verwaltung dem Beschwerdeführer die Gelegenheit zur Stellungnahme erteile, damit dieser in Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs sich dazu äussern k
ö
nn
e
,
bzw. dass dieser im Rahmen der Replik Gelegenheit zur ausführlichen Stellung
nahme erhalte
(
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
Oktober 2018 bean
tragte die Beschwerdegegnerin teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rück
weisung an sie zu weiteren Abklärungen (
Urk.
6
, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
7/1-50]
).
Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3
0.
Okto
ber 2018 angezeigt und
es wurde
ihm mitgeteilt, dass das Gericht die Durch
führung eines weiteren Schriftenwechsels nicht für notwendig erachte
t
(
Urk.
8)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinter
lassen
en
ver
sicherung
(AHVG) schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit fliessenden Ein
kommen. Nach Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tä
tigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselb
ständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbständiges Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassen
en
versicherung
(AHVV) alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder ande
ren selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und Über
führungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Direkte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirt
schaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Nicht unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermögens. Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder
Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel-) Betrieben, Einkommen aus selb
ständiger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (
BGE 125 V 383
E. 2a mit Hinweisen).
Indizien für gewerbsmässigen Grundstückhandel sind namentlich das systema
ti
sche oder planmässige Vorgehen, insbesondere das Bemühen, die Entwicklung des Marktes zur Gewinnerzielung auszunutzen, ein enger Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen sowie ganz allgemein der Einsatz spezieller Fachkenntnisse, die Verwendung bedeutender fremder Mittel zur Finanzierung der Grundstückkäufe, die Wiederanlage der erzielten Gewinne in neuen Grundbesitz oder die Häufung von Grundstückkäufen und -verkäufen sowie eine kurze
Besitzesdauer
(vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Ver
si
cherungsgerichts H 36/03 vom 7. Juni 2004 E. 4.3 mit Hinweisen).
1.2
Gemäss der Rechtsprechung stellt die Vermietung von (unmöblierten) Wohnungen eines sogenannten Renditenhauses Vermögensverwaltung dar, wenn und soweit diese Tätigkeit sich auf die Erzielung der Erträgnisse des Vermögens
objekts an sich beschränkt und nicht betrieblichen Charakter hat (BGE 111 V 81 E. 2a, 110 V 83 E. 5a, je mit Hinweisen; ZAK 1987 S. 519 E. 3a mit Hinweisen). Gleich verhält es sich mit der Vermietung von Geschäfts
räumlich
keiten. Dagegen erhält die Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse Gebäudeverwaltung übersteigt (BGE 110 V 83 E. 5a; ZAK 1987 S.
519 E. 3a). Für die beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser (privater) Ver
mögensverwaltung und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung ist das in einer Liegenschaft inve
stierte Fremdkapital grundsätzlich nur massgebend, wenn der Versicherte eine Tätigkeit ausübt, die auch Kapitalinvestitionen verlangt, wie der Kauf und Ver
kauf von Grundstücken. Dagegen kommt diesem Kriterium keine entscheidende Bedeutung zu, wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer eigenen Liegenschaft Mietzinseinnahmen zu erzielen. In einem solchen Fall ist die Her
kunft der Mittel für den Erwerb des Vermögensobjektes – Darlehen oder eigene Gelder – von untergeordneter Bedeutung, wenn auch der Umstand, dass jemand ohne anlagebedürftiges eigenes Vermögen beziehungsweise unter Inanspruch
nahme fremder Gelder Häuser besitzt und bedeutendes Einkommen aus Ver
mietungen erzielt, gelegentlich doch ein Indiz gegen blosse Ver
mögens
verwal
tung sein kann (BGE 111 V 81 E. 2b; ZAK 1987 S. 202 E. 4b). Dies ist namentlich dann der Fall, wenn diese Einkommensquelle in einem wirt
schaftlichen Zusammenhang mit einer haupt- oder nebenberuflich ausgeübten erwerblichen Tätigkeit, wie beispielsweise
Liegenschaftshandel, steht und dem Besitz von Liegenschaften sowie deren Vermietung nicht eindeutig eine davon unab
hängige Funktion zukommt. Unter solchen Umständen erscheint die Vermietertätigkeit als wirtschaftliche Folge der haupt- oder nebenberuflich gewerbsmässig ausgeübten Tätigkeit in der Bau- oder Immobilienbranche und nicht als blosse Kapitalanlage in Immobilien (
Pra
. 1997 Nr. 80 S. 409 f. E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4).
1.3
Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und das im Betrieb ein
ge
setzte eigene Kapital wird von den kantonalen Steuerbehörden ermittelt und den Ausgleichskassen gemeldet (Art. 9 Abs. 3 AHVG). Die Angaben der kanto
nalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichs
kassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozial
ver
sicherungsge
richts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des mass
gebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens beziehungsweise Einkommensbezügers und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob der Ein
kommensbezüger beitrags
pflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermel
dung aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c, 114 V 72 E. 2, 110 V 83 E. 4 und 370 E. 2a, 102 V 27 E. 3b mit Hinweisen).
Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögens
bestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapital
ertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäfts
vermögen im Beitragsfest
setzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögensgewinn ist dem
gegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privat
vermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV
Be
hörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vor
nehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermel
dung ergeben (
BGE 134 V 250
E. 3.3 mit Hinweisen).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
rele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid unter Hinweis auf die Angaben des Steueramtes sowie dessen
Steuerm
eldungen aus, dass Letztere für sie verbindlich sei
en
und deshalb das gesamte gemeldete Einkommen der AHV-Beitragspflicht unter
stehe
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer
bringt dagegen im Wesentlichen vor,
die Beschwerde
gegnerin habe
zu Unrecht
sowohl die Einkünfte aus den Liegenschaften
A._
als auch die
jenigen aus der Liegenschaft Y._ und Z._
als Ein
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erachtet. Es sei für die Liege
n
schaft
Y._
und
auch für
Z._
davon auszugehen, dass diese Objekte nicht in der Absicht erworben worden seien, damit einen Geschäftszweck zu verfolgen. Auch würden diese beiden Objekte nicht dem Geschäft des Beschwerdeführ
ers dienen. Die Liegenschaft Y._
stamme aus der Erbschaft der Eltern des Beschwerdeführers. Seit dem Erbgang sei sie Privatvermögen geblieben. Anzeichen, wonach der Beschwerde
führer eine Tätigkeit entfaltet haben könn
t
e, welche über die private Vermögensverwaltung hinausgehe, seien keine erkennbar.
Z._
habe nie zur frühe
ren Geschäftstätigkeit des Beschwerdeführers gehört. Er besitze seinen Anteil a
n
Z._
vielmehr seit den 90er-Jahren, er habe
es
damals zusammen mit einem Kompagnon gekauft
(
Urk.
1).
3.
Dem angefochtenen Entscheid liegen im Wesentlichen die Steuermeldungen vom 2
5.
April 2018 (
Urk.
7/28-29) sowie die Stellungnahme des
kantonalen
Steuer
amtes
(Urk. 7/43)
zugrunde. Darin wurde ausgeführt, aus den Akten gehe hervor, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit in einer Vielzahl von Fällen als
Liegenschaftenhändler
taxier
t worden sei. Das Grundstück Y._
möge möglicherweise ursprünglich dem Privatver
mögen zugeordnet worden sein, spätestens jedoch mit dem Abriss und der Überbauung mit 13
Miet
wohnungen habe eine Überführung ins Geschäfts
vermögen stattge
funden. Eine
Rückü
berführung ins Privatvermögen habe gemäss Aktenlage zwischen
zeitlich nicht stattgefunden (
Urk.
7/43).
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass der Auffassung der Verwaltung, wonach sie an die Angaben der kantonalen Steuerbehörde gebunden sei, in dieser Form nicht gefolgt werden kann, wird doch die beitragsrechtliche Qualifikation eines Ein
kommens von der absoluten Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden (Steuermeldungen) nicht erfasst (
vgl.
E.
1.3
).
Da vorliegend
Vermögenserträge (
Liegen
schaftenerträge
) in Frage stehen
und der Beschwerdeführer
einsprache
weise
vorbrachte, es handle sich beim von der Steuerbehörde gemeldeten Ein
kommen teilweise um beitragsfreien Kapitalertrag auf Privatvermögen
, hätte die Beschwerdegegnerin die Qualifikation (als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privat
vermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Gesc
häftsvermögen) im Bei
tragsfest
setzungsverfahren selber vornehmen müssen.
4.2
Vorliegend sind den Akten kaum Unterlagen zur Geschäftstätigkeit des Beschwer
deführers
oder zu dessen Liegenschaften
zu entnehmen. Beschwerde
weise einge
reicht hat er diverse Steuerunterlagen, wie namentlich die Ein
schät
z
ungsent
scheide betreffend die Jahre 2013 und 2014, ein
Liegen
schaften
verzeichnis
mit Belastun
g
en, Mieteinnahmen und Unterhalts
kosten sowie eine Zusammen
stellung der steuerlichen Abzüge für die Ein
kommens
berechnung (Urk.
3/2-6).
Der Beschwerdeführer führte aus, früher als Gipser tätig gewesen zu sein und das
Gipsergeschäft
seines Vaters übernom
men und zu einem Betrieb mit 40
Ange
stellten ausgebaut zu haben, wobei Dämm- und Isolierarbeiten zur Haupt
tätigkeit gehört hätten (
Urk.
1 S. 3).
Die Liegenschaften
A._
würden denn auch zum Geschäftsvermögen aus der früheren Tätigkeit des Beschwerde
führers gehören (
Urk.
1 S. 4).
Aufgrund der in der Beschwerde gemachten Anga
ben sowie mangels ausführlicher Begründung im
Einsprache
ent
scheid
kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen wer
den, dass die Liegenschaften
Y._
und
Z._
dem Privatvermögen zuzu
ordnen
sind
.
S
elbst bei gegebene
m
Liegenschaftenhandel
kann
der Betroffene Liegenschaft
en im Privatvermögen halten
, soweit sie nicht als Vorratsimmobilien für
den Liegenschaftsbetrieb erworben wurden (vgl. [steuer
rechtliches] Urteil des Bundes
gerichts 2C_866/2016 vom 6. Juni 2017 E. 3.3) beziehungsweise soweit sie als Wohn- oder Ferienhaus klar privat genutzt werden (vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 4.3).
4.3
Aufgrund der mangelhaften Aktenlage fehlt es
an Indi
zien, anhand welcher beur
teilt werden könnte, ob ein Zu
sammenhang zu einer selbständigen Erwerbs
tätig
keit oder zum Privatvermögen des Beschwerde
führers besteht.
Dies gilt umso mehr, als
-
wie der Beschwerdeführer zutreffend aus
führte
dem
nur marginal begründeten
Einspracheentscheid
keine dahin
gehen
den Angaben
zu den Über
le
gungen der Beschwerdegegnerin vor
Entscheid
fassung
zu entnehmen sind.
So beantragte die Beschwerdegegn
erin mit Beschwerde
antwort vom 2
5.
Oktober 2018 denn auch die Rückweisung an sie zu weiteren Abklärungen (
Urk.
6).
4.4
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass aufgrund der vorliegenden Akten die Rechtmässigkeit des angefochtenen
Einspracheentscheids
nicht überprüft werden kann. Die Sache ist deshalb in Aufhebung des angefochtenen Entscheides an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
in geeigneter Form
den Sach
ver
halt beziehungsweise die für die Beurteilung der Beitragspflicht auf den gemel
deten Einkünften entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse abkläre und hernach nach Prüfung derselben im Lichte der massgebenden Kriterien (vgl.
E.
1
.1-1.3
) über die Beitragspflicht des Beschwerdeführers als
Selbständiger
werben
der
für die Jahre 2013 und 2014 neu
entscheide
.
Ob sich mit Blick auf die vom Beschwer
deführer in formeller Hinsicht gerügte Gehörsverletzung (Urk. 1 S.
2) eine Rück
weisung bereits aus formellen Gründen gerechtfertigt hätte, braucht bei diesem Verfahrensausgang nicht näher geprüft zu werden.
5.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
5.2
D
iese
wird
vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von Fr.
1’800
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.