Decision ID: 94fdb7d5-8ae7-5211-868e-8cfe3a708008
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christof Steger, Kriessernstrasse 40,
9450 Altstätten,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war seit 1972 als Schleifer bei der B._ AG tätig und dadurch obligatorisch
bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 25.
Oktober 2011 liess er durch den Arbeitgeber melden, dass er sich am 6. Oktober 2011
während der Arbeit beim Treppensteigen das Knie verdreht und eine Knieverletzung
zugezogen habe (Suva-act. I 1).
A.b Zuvor war der Versicherte am 19. Oktober 2011 wegen eines Handschadens,
welchen er sich bei einem Arbeitsunfall am 3. September 2001 zugezogen hatte
(Schadenfall **, Suva-act. II 1), vom Suva-Mitarbeiter C._ befragt sowie vom Kreisarzt
der Suva Dr. med. D._, Facharzt für Chirurgie FMH, einer Abschlussuntersuchung
unterzogen worden (Suva-act. II 81 f.).
A.c Anlässlich der die Knieverletzung betreffenden Erstkonsultation vom 21. Oktober
2011 gab Dr. E._, prakt. Ärztin, die Hergangsschilderung des Patienten wie folgt
wieder: Er habe beim Gehen das linke Knie in Beugestellung abgedreht und ein
Knacken verspürt; vor Schmerz sei ihm schwarz vor den Augen geworden (Suva-act. I
6). Am 22. Oktober 2011 wurde durch Dr. med. F._, Facharzt medizinische
Radiologie FMH, eine Magnetresonanztomographie durchgeführt. Dabei wurden
folgende Befunde erhoben: Hypertrophie, Interposition des Hoffa'schen Fettkörpers
zentral sowie lateral mit mässiggradiger Hoffitis und kleinzystischen Ganglien ventral
vom Aussenmeniskusvorderhorn, leichtgradige Synovitis, leichtgradiges Iliotibiales
Bandsyndrom, eher ältere degenerative Veränderung am Aussenmeniskus Pars
intermedia sowie stärker ausgeprägt am Innenmeniskus Pars intermedia und
Hinterhorn, Verkalkungen/Chondrome ventral vom medialen Tibiaplateau sowie
ventromedial vom Patellaunterpol mit Umgebungsreaktion und leichter Bursitis
praepatellaris; ansonsten bestehe ein normales Kernspintomogramm des Kniegelenks
mit intakten Bändern (Suva-act. I 2, 7). Anlässlich der am 11. November 2011 erfolgten
Untersuchung durch Dr. med. G._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und
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Traumatologie, notierte der Arzt, der Versicherte sei beim Treppensteigen an einer
erhöhten Stufe hängengeblieben und habe sich dabei eine Kniegelenksdistorsion
zugezogen. Zum Ereigniszeitpunkt habe er einen Kanister getragen, welcher seine
Aufmerksamkeit auf die bekannt erhöhte Stufe genommen habe. Dr. G._ stellte zum
Untersuchungszeitpunkt am linken Kniegelenk etwas intraartikulären Erguss fest und
diagnostizierte eine traumatische Meniskusläsion mit Hoffitis sowie Verdacht auf
Hoffaimpingement. Magnetresonanztomografisch zeige sich eine Läsion des lateralen
Meniskus mit kleinem Ganglion ventral und eine zusätzlich ausgeprägte Hoffitis (diese
passend zum Impingement). Auch am medialen Meniskus sei eine degenerative,
intratendinöse Läsion ohne sicher durchgehende Ruptur erkennbar. Aufgrund der
typischen Beschwerden und der dazu passenden Bildgebung sei eine Indikation zur
Kniegelenksarthroskopie gestellt worden. Es sei mit einer Arbeitsunfähigkeit im
stehenden Beruf von etwa sechs Wochen zu rechnen (Suva-act. I 8).
A.d Der Versicherte führte im Rahmen der schriftlichen Befragung durch die Suva vom
16. November 2011 zum Hergang des geltend gemachten Vorfalls aus, er habe sich
beim Treppensteigen mit dem linken Fuss an der zweiten Stufe angestossen, sei
anschliessend zurückgerutscht und habe das angewinkelte Knie stark nach aussen
verdreht. Die Ursache dieses Ereignisses bilde wohl der Umstand, dass die erste Stufe
etwa zwei Zentimeter kleiner sei als die übrigen (Suva-act. I 9). Anlässlich einer
weiteren Befragung durch die Suva am 1. Dezember 2011 gab der Versicherte
Folgendes zu Protokoll: Im Zeitpunkt des geltend gemachten Vorfalls habe er mit dem
linken Fuss auf die zweite Stufe gelangen wollen, sei glaublich auf dem Absatz hängen
geblieben und dadurch etwas unglücklich mit dem linken Fuss aufgetreten. Er habe
sogleich einen stechenden Schmerz im linken Kniegelenk verspürt. Den genauen
Ablauf könne er allerdings nicht mehr mit Sicherheit wiedergeben. Nach diesem Vorfall
habe er seine geplanten Wanderferien zwar antreten können, jedoch habe er aufgrund
der Schmerzen – insbesondere bei längeren Wanderungen – das linke Knie
einbandagieren müssen. Nach der Rückkehr aus den Ferien habe er seine Hausärztin
E._ aufgesucht, welche, obzwar sie keine gravierende Verletzung vermutet habe, eine
Magnetresonanztomographie veranlasst habe. Auf seine Aussagen im Rahmen einer
Vorsprache aus dem Jahr 2009 angesprochen, gab der Versicherte an, dass die
damaligen Kniebeschwerden links nach einer kurzen Episode wieder gebessert hätten
und danach nicht mehr behandlungsbedürftig gewesen seien. Im Übrigen hielt er fest,
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ab dem 1. Oktober 2012 altersbedingt pensioniert zu werden (Suva-act. I 15). Des
Weiteren geht aus der Suva-Aktennotiz vom 7. Dezember 2011 hervor, dass der
Versicherte im Rahmen eines Telefongesprächs angegeben habe, am 8. Oktober 2011
erneut einen Schaden erlitten zu haben: Als er in seinen Wanderferien vor dem Hotel
einen Koffer habe aufheben wollen, habe er sich das Knie erneut verdreht und sei dabei
nach vorne gestürzt. Seine Frau sowie der Portier des Hotels könnten diesen Vorfall
bezeugen (Suva-act. I 14).
A.e Mit Verfügung vom 8. Dezember 2011 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht
gestützt auf den angeblich erheblichen krankhaften Vorzustand sowie das Fehlen
jeglicher frischer traumatischer Veränderungen beziehungsweise mangels
Kausalzusammenhangs zwischen dem geltend gemachten Vorfall und dem gemeldeten
Knieleiden ab (Suva-act. I 16).
A.f Am 12. Dezember 2011 meldete die Arbeitgeberin den seitens des Versicherten
anlässlich eines Telefongesprächs mit der Suva vom 7. Dezember 2011 erwähnten
Vorfall vom 8. Oktober 2011 als Schadenfall an, woraufhin die Suva St. Gallen erklärte,
dass sie für Kosten des linken Knies mangels Vorliegens eines Unfallereignisses nicht
aufkomme (Suva-act. I 17).
A.g Gegen die Verfügung vom 8. Dezember 2011 erhob die Progrès Versicherungen
AG (nachfolgend Progrès) als Krankenversicherer des Versicherten am 19. Dezember
2011 – ergänzt um die Einsprachebegründung vom 21. Dezember 2011 – Einsprache
(Suva-act. I 22). Am 20. Januar 2012 liess auch der Versicherte – unter Beilage seiner
Notizschreiben vom 13. Dezember 2011 und 12. Januar 2012 – Einsprache gegen die
obgenannte Vefügung erheben und die Erbringung der gesetzlichen Leistungen
beantragen (Suva-act. I 39).
A.h Im Rahmen einer Beurteilung vom 27. Januar 2012 kam Suva-Kreisarzt Dr. D._
zum Schluss, dass sich aufgrund des aktenmässigen Verlaufs lediglich degenerative
Veränderungen – ohne Anhalt für jedwede Traumatisierung – finden würden, weshalb
aus medizinischer Sicht kein Anhalt für eine unfallähnliche Körperschädigung bestehe.
Mit jeweiligem Schreiben vom 6. Februar 2012 nahmen die beiden Einsprecher hierzu
ergänzend Stellung (Suva-act. I 46 f.). Aufgrund der Zweifel, welche die kreisärztliche
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Abklärung wecke, beantragte die Progrès, eine versicherungsexterne Begutachtung
anzuordnen (Suva-act. I 46). Der Versicherte hingegen monierte, dass der
Operationsbericht vom 8. Dezember 2011, welchem zu entnehmen sei, dass er sich am
6. Dezember 2011 in der Klinik Stephanshorn einem Eingriff unterzogen habe
(Arthroskopie mit partieller medialer und ausgedehnter lateraler Meniskusresektion
sowie Hoffa-Reduktion/ partieller Synovektomie links), nicht in die Beurteilung des
Kreisarztes eingeflossen sei. Sodann beantragte er, eine Stellungnahme von Dr. G._
einzuholen bezüglich der Frage, ob die intraoperativ vorgefundenen Läsionen im linken
Knie überwiegend wahrscheinlich wenigstens teilweise unfallbedingt seien und zufolge
der unfallmässigen Traumatisierung hätten operiert werden müssen. Überdies solle
geklärt werden, ob der Operationsbefund allenfalls eine unfallähnliche
Körperschädigung darstelle.
A.i Im Arztbericht vom 6. Februar 2012 hielt Dr. G._ fest, dass der Versicherte acht
Wochen nach der Intervention beschwerdefrei und seit Mitte des Monats wieder zu
100% arbeitsfähig sei. Ferner fuhr er fort, zum Untersuchungszeitpunkt lägen am
Kniegelenk links reizlose, indolente Arthroskopieportale vor und es sei etwas Krepitie
ren (retropatellar, indolent) feststellbar. Der noch vorhandene Gelenkerguss werde in
den nächsten Wochen unter zunehmend normaler muskulärer Belastung weiter
rückläufig sein (Suva-act. I 48).
A.j Mit Einspracheentscheid vom 21. März 2012 wies die Suva die jeweiligen
Einsprachen ab (Suva-act. I 54).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur.
Christof Steger, Altstätten, für den Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde vom 3.
Mai 2012 (act. G 1) mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 21.
März 2011 sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, für das Ereignis vom 6. No
vember 2011 [richtig wohl: Oktober] die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen
vorgebracht, es komme einer Rechtsverweigerung gleich, dass die Suva es unterlassen
habe, durch eine persönliche Konfrontation des Kreisarztes mit dem Beschwerdeführer
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am Untersuchungsort dem Arzt in Erinnerung zu rufen, dass bei der
Handschadenuntersuchung vom 19. Oktober 2011 auch der strittige Knieschaden zur
Sprache und es zu einer summarischen Untersuchung gekommen sei. Dasselbe gelte
für die Unterlassung, den massgeblichen Operationsbericht von Dr. G._ beizuziehen
und dessen Stellungnahme zur Kausalität eines Unfalls in der Operationsindikation am
linken Knie einzuholen. Sodann sei – anders als von der Beschwerdegegnerin
behauptet – das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der Arbeitgeberin, den
Ärzten sowie der Beschwerdegegnerin selber gerade in seiner unprätentiösen
Unbefangenheit und sachgerechten Ungenauigkeit sehr wohl glaubwürdig und letztlich
ausreichend beweisend. Wenn es – wie vorliegend – nicht möglich sei, eine
punktgenaue, widerspruchsfreie Darstellung eines sekundenschnellen, unerwarteten
Unfallablaufs zu erhalten, sei nicht mit Betrugsverdacht zu operieren. Bereits die erste,
noch versicherungsferne Angabe spreche von Knieverdrehen mit starken Schmerzen.
Im Übrigen sei der Zwischenfall vom 8. Oktober 2011 – es dürfte sich hierbei um ein
Einknicken mit Hinfallen aufgrund der Vorschädigung gehandelt haben – allenfalls
näher abzuklären; bei Bedarf stehe hierzu ein Dritter als Zeuge zur Verfügung.
Schliesslich wurde festgehalten, für den Fall, dass die eingereichten mehrfachen
persönlichen Erklärungen des Beschwerdeführers einer Ergänzung bedürften, werde
eine Parteibefragung zum Unfallnachweis beantragt.
B.b Nachdem am 13. Februar 2012 der Operationsbericht von Dr. G._ vom
8. Dezember 2011 bei der Suva eingegangen war, nahm Kreisarzt Dr. D._ am 23. Mai
2012 eine weitere ärztliche Beurteilung vor und stellte fest, durch den vorliegenden
Operationsbericht ergebe sich keine Änderung gegenüber der ärztlichen Beurteilung
vom 27. Januar 2012 (Suva-act. I 59). Insbesondere finde sich im Operationsbericht
kein eindeutiger Hinweis auf eine frische traumatisch bedingte Meniskusläsion, sondern
es würden lediglich die aus der Magnetresonanztomographie bekannten degenerativen
Veränderungen beschrieben. Eine histologische Untersuchung, anhand welcher sich
ein eindeutiger Nachweis einer frischen – im Gegensatz zu einer degenerativ bedingten
Meniskusläsion – erbringen liesse, sei unterblieben.
B.c In der Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2012 (act. G 3) beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 3. Mai 2012 und die
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 21. März 2012, da die in der
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Rechtsmitteleingabe vorgebrachten Einwände unbegründet seien und am Standpunkt
der Beschwerdegegnerin nichts zu ändern vermöchten. Die Angaben zum geltend
gemachten Ereignisablauf vom 6. Oktober 2011 würden derart divergieren (vgl. Unfall
meldung, Suva-act. I 1; Zeugnis des erstbehandelnden Arztes, Suva-act. I 6; Angaben
des Beschwerdeführers im Suva-Protokoll vom 1. Dezember 2011, Suva-act. I 15),
dass eine Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen
Körper oder ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger
Vorfall, welcher auf eine unfallähnliche Körperschädigung schliessen liesse, mit der
geschilderten Aktenlage keinesfalls rechtsgenüglich erstellt sei. Ferner würden die
Umstände, dass sich der Beschwerdeführer nach dem 6. Oktober 2011 in die Ferien
begeben, erst am 21. Oktober 2011 den Arzt konsultiert und das angebliche Ereignis
vom 6. Oktober 2011 zu keiner Arbeitsunfähigkeit geführt habe, gegen einen Unfall
oder einen unfallähnlichen Vorfall sprechen. Sodann gelte es zu beachten, dass der
Beschwerdeführer bereits vor dem 6. Oktober 2011 über Probleme im linken Knie
geklagt habe. Bemerkenswert sei zudem, dass auch am rechten Knie vergleichbare
degenerative Schäden aktenkundig seien. Weiter gehe aus der kreisärztlichen
Beurteilung vom 23. Mai 2012 hervor, dass selbst unter Berücksichtigung des
Operationsberichts vom 8. Dezember 2011 eine traumatisch bedingte Meniskusläsion
am linken Knie nicht als erstellt zu gelten habe. Im Übrigen sei die vom
Beschwerdeführer verlangte persönliche Konfrontation mit dem Kreisarzt infolge
fehlender Erinnerung des Arztes nicht zielführend und zum vornherein zwecklos.
Schliesslich wäre selbst im Falle, dass der Knieschaden im Rahmen dieser
Untersuchung erwähnt worden sei, weder ein leistungsbegründendes Ereignis vom 6.
Oktober 2011 noch ein Kausalzusammenhang zwischen diesem und der
Knieverletzung erstellt.
B.d In der Replik vom 26. Juni 2012 (act. G 8) wurde beantragt, es sei festzustellen,
dass die Beschwerdegegnerin das Abklärungsverfahren nach Einspracheerhebung des
Beschwerdeführers am 20. Januar 2012 (mit Ergänzung vom 6. Februar 2012) sowie
nach Abfassung der letzten medizinischen kreisärztlichen Stellungnahme am 27.
Januar 2012 fortgesetzt habe; folgende Dokumente seien bei der Beschwerdegegnerin
nach den erwähnten Daten eingegangen: am 10. Februar 2011 der Verlaufsbericht von
Dr. G._ vom 6. Februar 2011; am 13. Februar 2012 der Bericht von Dr. G._ vom
8. Dezember 2011 die Operation vom 6. Dezember 2011 betreffend; am 12. respektive
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15. März 2012 voroperative Röntgenaufnahmen vom 22. Oktober 2011, welche der
Beschwerdegegnerin bereits im Januar 2012 vorgelegen hätten. Da weder die neuen
medizinischen Akten noch die anbegehrte gutachterliche Beurteilung durch den
Operateur (gutachterliche Stellungnahme zur Kausalität des fraglichen Unfalls in der
Indikation zur Operation vom 6. Dezember 2011) als Grundlage für den Einsprache
entscheid beigezogen worden seien, beruhe dieser auf einer unvollständigen
Sachverhaltsabklärung und sei bereits deswegen aufzuheben. Zudem sei die nach
Eintritt der Rechtshängigkeit der Streitsache am Gericht angefertigte weitere
Stellungnahme von Dr. D._ formell nicht beweistauglich, denn nach
Beschwerdeerhebung obliege es einzig dem Gericht, Beweise zu erheben.
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.
B.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher
eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 6. Oktober
2011 – oder allenfalls den Vorfall vom 8. Oktober 2011 – zu Recht weder als Unfall
noch als unfallähnliche Körperschädigung qualifizierte und ihre Leistungspflicht aus der
obligatorischen Unfallversicherung verneinte.
1.2 Vorweg ist in formeller Hinsicht zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin mit den
nach der Beschwerdeerhebung getroffenen Abklärungen das Prinzip des
Devolutiveffekts verletzt hat.
2.
2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) prüft der Versicherungsträger die
Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die
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erforderlichen Auskünfte ein. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren –
wie im Übrigen auch das kantonale Beschwerdeverfahren vor Versicherungsgericht
(BGE 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen) – ist mithin vom Untersuchungsgrundsatz
beherrscht, d.h. Verwaltung und Versicherungsgericht haben von sich aus für die
richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen, ohne an die
Parteibegehren gebunden zu sein. Wurde der entscheidrelevante Sachverhalt
ungenügend abgeklärt, kann das Gericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an
die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009,
N 62 zu Art. 61).
2.2 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG
Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit
des kantonalen Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung
geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die Verwaltung die Herrschaft
über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen
Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich
verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen
vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige
Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die
gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem
Beschwerdeverfahren zur Folge. Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen
Regeln die lite pendente durch die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen
unterworfen sind und überhaupt wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im
Verfahren bestimmt. Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken,
weil damit allfällige Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen
Abklärungsauftrags korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine
Ersatzfunktion für die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde. Die von
der Verwaltung lite pendente vorgenommenen Abklärungen führen des Weiteren
regelmässig zu einer ungebührlichen Verlängerung der Vernehmlassungsfrist (BGE 127
V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen). Das Prinzip des Devolutiveffekts des Rechtsmittels
erleidet insofern eine Ausnahme, als gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG die
Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfügung bis zu ihrer Vernehmlassung in
Wiedererwägung ziehen kann. In diesem Rahmen sind Abklärungsmassnahmen der
Verwaltung lite pendente nicht schlechthin ausgeschlossen. Hinter dieser
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Ausnahmeregelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinn der
Vereinfachung des Verfahrens. So sind punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von
Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern
Auskunftspersonen) in der Regel zulässig, nicht aber eine medizinische Begutachtung
oder vergleichbare Beweismassnahmen wegen ihrer Tragweite für den verfügten und
richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden
Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden
Prozessökonomie gesprochen werden, dies namentlich nicht im Vergleich zu einem
rasch zu fällenden Rückweisungsentscheid, der verfahrensmässig klare Verhältnisse
schafft (BGE 127 V 232 f. E. 2b/bb). Zu beachten gilt schliesslich, dass von einem den
Devolutiveffekt der Beschwerde beschränkenden Verhalten der Verwaltung auch aus
weiteren Gründen zurückhaltend Gebrauch zu machen ist. Denn durch eine solche
Vorgehensweise besteht eine erhebliche Gefahr, dass Verfahrensrechte der
Beschwerde führenden Partei beeinträchtigt und ihr Anspruch auf eine
Parteientschädigung umgangen werden (vgl. BGE 127 V 234 E. 2b/bb mit Hinweisen;
Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2010, 8C_741/2009, E. 4.2.3).
2.3 Nach der Beschwerdeerhebung vom 3. Mai 2012 beauftragte die
Beschwerdegegnerin Dr. D._, zum Operationsbericht vom 8. Dezember 2011,
welcher ihr bereits am 13. Februar 2012 zugegangen war, Stellung zu nehmen. Seine
schriftliche versicherungsmedizinische Auskunft vom 23. Mai 2012 (SUVA-act. I 59)
wurde – wie der Beschwerdeführer zutreffend feststellte – während des laufenden
Beschwerdeverfahrens und damit lite pendente erteilt. Dr. D._ fasste in einer
zweiseitigen Stellungnahme seine ärztliche Beurteilung vom 27. Januar 2012
zusammen und äusserte sich überdies zum besagten Operationsbericht. Beim
vorliegend dargelegten Standpunkt handelt sich jedoch keineswegs um eine
umfassende ärztliche Stellungnahme, zumal Dr. D._ lediglich festhielt, dass sich
aufgrund des Operationsberichts keine Änderung gegenüber der ärztlichen Beurteilung
vom 27. Januar 2012 ergebe. Im Hinblick auf die bescheidene inhaltliche Bedeutung
der Sachverhaltsvervollständigung für die Streitsache respektive angesichts der aus
der Beurteilung resultierenden geringen Tragweite für den verfügten und richterlich zu
überprüfenden Standpunkt gehen die durch die Beschwerdegegnerin durchgeführten
Abklärungen nicht über das Mass punktueller zulässiger Abklärungen hinaus. Somit
erfolgte die Einholung der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vorderhand zur
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Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Im Übrigen
kann hinsichtlich der Vorgehensweise – insbesondere infolge der geringen zeitlichen
Intensität der Abklärung – vorliegend von einer richterlich zu fördernden
Prozessökonomie gesprochen werden. Die lite pendente vorgenommene Abklärung
führt schliesslich auch zu keiner Beeinträchtigung der verfahrensrechtlichen Stellung
des Beschwerdeführers, da er auf Beschwerdestufe (im Rahmen der Replik) vom
Ergebnis der ärztlichen Beurteilung Kenntnis sowie dazu Stellung nehmen konnte.
3.
3.1 Die Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung setzt voraus, dass ein
Unfallereignis oder eine unfallähnliche Körperschädigung glaubhaft gemacht wird.
Zudem muss der Unfall oder die unfallähnliche Körperschädigung die Ursache der
geklagten Beschwerden sein. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen
Einspracheentscheid die rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht der
obligatorischen Unfallversicherung zutreffend dargelegt (E. 1). Darauf kann verwiesen
werden.
3.2 Im Unfallversicherungsrecht herrscht – wie allgemein im Sozialversicherungsrecht –
der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben
den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die
leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die
Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach,
indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das
Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen,
besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem
Gericht, zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind.
Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen
Beweise zu erheben und kann zu diesem Zweck auch die Parteien heranziehen (RKUV
1990 Nr. U 86 S. 50). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn
einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Be
weislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese
Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes
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kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b). Wird
also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht
wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht
(Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, 3. Aufl., S. 451
f.) –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch
erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 140 E. 46; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
3.3 Über das Ereignis vom 6. Oktober 2011 liegen in den Akten mehrere Schilderungen
vor. Der Beschwerdegegnerin ist diesbezüglich insofern beizupflichten, dass die
jeweiligen Schilderungen – zumindest leicht – divergieren. Bei der Einschätzung von
abweichenden Aussagen ist allerdings massgeblich, ob es sich um nebensächliche
Einzelheiten oder wesentliche Punkte handelt. Allfällige Abweichungen bezüglich
Nebensächlichkeiten reichen nicht aus, um die Glaubhaftigkeit von Aussagen
gesamthaft zu beeinträchtigen. Die seitens der Beschwerdegegnerin angeführten
Abweichungen in den Aussagen sind nicht als wesentliche Punkte zu bezeichnen,
zumal die Kernaussage betreffend die echtzeitliche Ereignisschilderung, wonach sich
der Beschwerdeführer am 6. Oktober 2011 während der Arbeit beim Treppensteigen
das Knie verdreht habe, stets unverändert blieb (dabei ist davon auszugehen, dass es
sich in der Unfallmeldung der Arbeitgeberin lediglich um eine unbeabsichtigte
sprachliche Sinnwidrigkeit handelt, wenn sie von "Treppensteigen in den Keller"
spricht, Suva-act. I 1). Sodann sind die Ausführungen des Beschwerdeführers in seinen
handschriftlich verfassten Notizen vom 13. Dezember 2011 und 12. Januar 2012 (Suva-
act. I 39) von diversen Realitätskennzeichen (beispielsweise habe er am 7. Oktober
2011 und somit vor Antritt der Ferien unangemeldet seine Hausärztin aufgesucht und
bei deren langjährigen Arztgehilfin nach Schmerztabletten und einer Salbe verlangt)
geprägt, welche für die Richtigkeit der vorgetragenen Sachverhaltsdarstellung
sprechen. Der von Dr. D._ verfassten Telefonnotiz vom 11. Januar 2012 ist zu
entnehmen, dass er weder bestätigen noch bestreiten könne, ob der Beschwerdeführer
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchungen vom 19. Oktober 2011 betreffend den
Schadenfall ** seine Knieprobleme angezeigt habe oder nicht (Suva-act. I 35). Eine
Rekonstruktion der Situation mit dem Kreisarzt erübrigt sich somit. In Würdigung der
gesamten Aspekte sprechen somit wesentliche und überwiegende Umstände dafür,
dass sich der Vorfall vom 6. Oktober 2011 tatsächlich entsprechend der Darstellung
des Beschwerdeführers zugetragen hat, weshalb der Antrag, eine Parteibefragung
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durchzuführen, sofern das Gericht nicht bereits aufgrund der Aktenlage das geltend
gemachte Ereignis vom 6. Oktober 2011 als erwiesen betrachte, obsolet ist. Eine
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht indes nur, sofern die geltend
gemachten Beschwerden in einem natürlichen (und adäquaten) Kausalzusammenhang
zum Ereignis vom 6. Oktober 2011 stehen. Im Nachfolgenden ist demnach zu prüfen,
ob die im Rahmen der Arthroskopie behandelte Meniskusläsion auf das Ereignis vom 6.
Oktober 2011 zurückzuführen ist.
4.
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt gemäss Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) voraus, dass zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Bei physischen Unfallfolgen spielt die
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, indem die
Unfallversicherung auch für seltenste, schwerwiegendste Komplikationen haftet,
welche nach der unfallmedizinischen Erfahrung im allgemeinen gerade nicht
einzutreten pflegen (BGE 118 V 286, E. 3a; vgl. BGE 117 V 365, E. d/bb, unten, mit
Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang
gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177, E. 3.1 mit
Hinweisen).
4.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
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beziehungsweise der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V
351, E. 3a mit Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen
tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als
schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere ohne Anordnung
eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).
4.3 In der am 6. Dezember 2011 operativ behandelten Meniskusläsion ist eine
strukturelle Gesundheitsschädigung zu sehen. Dazu gilt es zu beachten, dass die
Kniegelenksmenisken zur Degeneration neigen und starker mechanischer
Beanspruchung ausgesetzt sind. Allerdings können Meniskusläsionen auch als Folge
eines Traumas auftreten, wenn die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen
ein- oder abreissen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische
Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 f., 1047 ff., 1056 ff.; Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch, 262. Auflage, Berlin/New York 2010, S. 1297; Alfred Bühler, Die
unfallähnliche Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 85 und 88). – Der Beschwerdeführer
wies im Rahmen einer schriftlichen Erklärung vom 10. April 2012 darauf hin, dass sein
linkes Knie vor seinem Unfall nie habe ärztlich behandelt werden müssen. Er erwähnte
lediglich gelegentliche, leichte Beschwerden im selbigen (Suva-act. I 56). Aus den
Akten geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2009 über
Kniebeschwerden links beklagt hatte (Suva-act. II 47, 57). Anlässlich einer Befragung
durch die Suva im August 2009 zu seiner damaligen Handgelenks-Problematik führte
er in Bezug auf sein Knie aus, unter Schleimbeutelbeschwerden zu leiden. Im Rahmen
einer weiteren Befragung im Dezember 2009 erklärte er aber, nach einem
Ferienaufenthalt im linken Knie wieder völlig beschwerdefrei zu sein. Ende Oktober
2009 sei er allerdings auf dem ersten Schnee leicht ausgerutscht und auf das linke
Kniegelenk gefallen, was zu den gleichen Beschwerden wie bereits zuvor geführt habe;
diese seien jedoch in der Zwischenzeit wieder abgeklungen. Aus den medizinischen
Unterlagen geht sodann hervor, dass Dr. F._ anlässlich der am 22. Oktober 2011
durchgeführten Magnetresonanztomographie zum Schluss kam, es liege eine eher
ältere degenerative Veränderung am Aussenmeniskus Pars intermedia sowie stärker
ausgeprägt am Innenmeniskus Pars intermedia und Hinterhorn vor (Suva-act. I 2, 7).
Auch Dr. G._ hielt im Operationsbericht vom 8. Dezember 2011 insbesondere fest, es
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liege eine veraltete mediale Meniskusläsion mit Hoffa-Impingement im linken Knie vor
(Suva-act. I 49). Dass gemäss Operationsbericht – wie seitens des Beschwerdeführers
behauptet – nicht nur degenerative, sondern auch frische Läsionen eruiert worden
seien, lässt sich diesem nicht entnehmen. Weshalb Dr. G._ im Übrigen anlässlich der
am 11. November 2011 erfolgten Untersuchung eine traumatische Meniskusläsion am
Knie links festgestellt haben will, wird nicht nachvollziehbar dargelegt, hält er doch im
selben Bericht fest, dass sich am 22. Oktober 2011 magnetresonanztomografisch eine
Läsion des lateralen Meniskus mit kleinem Ganglion ventral sowie eine zusätzlich
ausgeprägte Hoffitis (diese passend zum Impingement) gezeigt habe und auch am
medialen Meniskus eine degenerative, intratendinöse Läsion ohne sicher
durchgehende Ruptur erkennbar sei (Suva-act. I 8). Die von Dr. G._ gestellte
Diagnose einer traumatischen Meniskusläsion sagt überdies lediglich aus, dass das
Ereignis vom 6. Oktober 2011 am Beginn der Beschwerden stand, während über die
Unfallfolgen damit nichts Konkretes angegeben wird, so dass die Feststellung keinem
unfallkausalen organischen Korrelat zugeordnet werden kann. Entsprechend vermögen
auch die Vorbringen des Beschwerdeführers zu keiner anderen Betrachtungsweise zu
führen. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist festzuhalten, dass beim
Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer vorbestehenden
degenerativen Problematik im Kniebereich auszugehen ist und eine Unfallkausalität
nicht wahrscheinlicher ist als eine Krankheitsfolge. Eine klar ausgewiesene neue,
bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung kann
medizinisch jedenfalls nicht offenkundig auf eine traumatische Ursache zurückgeführt
werden. Im Zeitpunkt der Arthroskopie liess sich mithin keine unfallkausale strukturelle
Gesundheitsschädigung objektivieren, die als Ursache für die Beschwerden des
Beschwerdeführers zu benennen gewesen wäre. Somit ist mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass das Ereignis vom 6. Oktober
2011 die Meniskusläsion nicht erzeugte.
4.4 Auch beim geltend gemachten Vorfall vom 8. Oktober 2011, bei welchem der
Beschwerdeführer in seinen Ferien bei der Ankunft im Hotel eingeknickt und deshalb
gestürzt sei sowie in der Folge mit einer stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit die
Wanderferien verbracht habe, ist aus denselben Gründen nicht vom Vorliegen einer
Unfallkausalität auszugehen. Überdies fehlt es dem vorliegenden Ereignis ohnehin an
einem ungewöhnlichen äusseren Faktor bzw. an der Sinnfälligkeit, weshalb gar kein
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Unfall respektive unfallähnliches Ereignis vorliegt. Im Übrigen kann bei der vorliegenden
Sachlage darauf verzichtet werden, auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer erst
im Dezember 2011 im Rahmen eines Telefongesprächs dem Unfallversicherer angab,
am 8. Oktober 2011 erneut einen Schaden erlitten zu haben (Suva-act. I 14) und seine
Arbeitgeberin den Vorfall mit E-Mail vom 12. Dezember 2011 als Schadensfall beim
Unfallversicherer meldete (Suva-act. I 17), näher einzugehen. Schliesslich ist dem
Antrag des Beschwerdeführers, es sei eine gutachterlichen Stellungnahme des
Operateurs zur Kausalität des fraglichen Vorfalls einzuholen, nicht stattzugeben. Da
nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des
vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann in antizipierter
Beweiswürdigung darauf verzichtet werden (vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, E.
5.3).
4.5 Zusammenfassend ist somit folgendes festzuhalten: Es kann mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht als erstellt gelten, dass es sich bei der
Knieproblematik links um eine natürlich-kausale Folge des Vorfalls vom 6. oder
desjenigen vom 8. Oktober 2011 handelt. Demgemäss hat die SUVA einen Anspruch
des Beschwerdeführers auf diesbezügliche Leistungen zu Recht abgelehnt.
5.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 27.02.2013 Art. 6 UVG: Verneinung der überwiegend wahrscheinlichen Kausalität in Bezug auf eine Meniskusläsion mit nachfolgender Operation (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Februar 2013, UV 2012/39).
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2021-09-19T13:06:25+0200 "9001 St.Gallen" Publikationsplattform Kanton St.Gallen