Decision ID: 3b302fe6-52fa-5422-bff7-478dad8f22e2
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
D._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley Guidon, Blumenbergplatz 1,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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berufliche Massnahmen und Rente
Sachverhalt:
A.
D._, geboren 1956, erlitt am 23. Oktober 2002 einen Unfall und verletzte sich an der
rechten Schulter (Partialläsion der Supraspinatussehne; vgl. den kreisärztlichen
Abschlussbericht vom 15. Januar 2007, act. G 4.2/57 und die Unfallmeldung vom
5. Februar 2003, act. G 4.2/1). Am 25. November 2004 verletzte sich die Versicherte an
ihrem linken Kleinfinger (Strecksehnenausriss; vgl. Unfallmeldung vom 26. November
2006, act. G 4.2/2). In der kreisärztlichen Beurteilung vom 15. Januar 2007 gelangte
Dr. med. A._, Facharzt FMH für Orthopädie, zum Schluss, dass der Versicherten eine
geeignete Arbeit ganztags zumutbar sei (act. G 4.2/57). Aufgrund der verbliebenen
Schulterbeschwerden sprach die SUVA der Versicherten mit Verfügung vom
4. September 2007 ab 1. Juli 2007 eine Invalidenrente entsprechend einer 22%igen
Erwerbsunfähigkeit sowie eine 5%ige Integritätsentschädigung zu (act. G 4.2/3).
A.a Am 21. August 2007 meldete sich die Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen an.
Sie führte aus, an unfallbedingten Folgen an der Schulter und am Finger sowie an
Thrombosen und beidseitigen massiven Ellbogenentzündungen beidseits zu leiden. In
ihrem bisherigen Beruf als Flight Attendant sei sie seit Juni 2006 zu 100%
arbeitsunfähig und dürfe aus medizinischer Sicht ihren Beruf nicht mehr ausüben (act.
G 4.1/1).
A.b In der Stellungnahme vom 6. September 2007 gelangte der RAD-Arzt Dr. med.
B._, Facharzt FMH für Innere Medizin, Rheumatologie, Physikalische Medizin und
Rehabilitation, zur Auffassung, dass die bisherige Tätigkeit als Flight Attendant nicht
mehr zumutbar sei. In leidensadaptierten Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit
(act. G 4.1/9).
A.c Der behandelnde Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädie, diagnostizierte im vom
Krankentaggeldversicherer einverlangten Bericht vom 9. Mai 2007: ein chronisch
therapieresistentes cervicodorsales und dorsolumbales Schmerzsyndrom nach
Distorsionstrauma, Muskelzerrung und Infraktion der oberen BWS bei bestehender
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Osteoporose; eine ausgeprägte Dysbalance, periphere Hyperalgesien, eine
Epikondylitis beider Ellbogen; rezidivierende Beinvenenthrombose; einen Zustand nach
Schulteroperation bei Rotatorenmanschettendefekt und AC-Gelenksarthrose. In der
angestammten Tätigkeit bestehe seit 7. Mai 2007 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die
Frage, ob der Versicherten eine leichte, andersartige berufliche Tätigkeit zugemutet
werden könne, sei derzeit nicht zu beantworten bzw. "eher" zu verneinen. Die
Prognose sei schlecht (act. G 4.1/21.7 ff.).
A.d Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeine Medizin, der die Versicherte ebenfalls
medizinisch betreut, gab im (nicht unterzeichneten) Arztbericht vom 12. November
2007 (Datum Posteingang) an, dass im Rahmen einer leidensadaptierten Tätigkeit bei
einem 50%igen Pensum mit einer vollen Leistung zu rechnen sei (act. G 4.1/21.1 ff.).
A.e Der RAD-Arzt hielt nach Durchsicht des Berichts von Dr. E._ am 14. November
2007 an der Auffassung fest, dass die frühere Tätigkeit der Versicherten als
Sachbearbeiterin unter Beachtung gewisser Einschränkungen (keine Tätigkeit mit
abduziertem Arm rechts > 60°, kein längeres Stehen, Sitzen erlaubt; Umhergehen sei
günstig. Das Bedienen einer Tastatur sei mit dem linken Kleinfinger kaum möglich,
jedoch sei die übrige linke Hand für leichte Tätigkeiten, auch feinmotorische,
einsetzbar) voll zumutbar sei (act. G 4.1/22).
A.f Mit Vorbescheiden vom 1. Februar 2008 stellte die IV-Stelle der Versicherten in
Aussicht, einen Anspruch auf eine Invalidenrente sowie berufliche Massnahmen zu
verneinen. Die Ablehnung begründete sie damit, dass die Versicherte in einer
leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei und gestützt darauf ein
Invaliditätsgrad von 3% resultiere (act. G 4.1/31 und 33).
B.
B.a Gegen diese Vorbescheide erhob die Versicherte am 28. Februar 2008 Einwand.
Sie beantragte, dass ihr Massnahmen beruflicher Art, namentlich Berufsberatung,
Umschulung und Arbeitsvermittlung, zuzusprechen seien. Eventualiter sei ihr eine
Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung bringt sie vor, dass sich die
Beeinträchtigungen an Schulter und Ellbogen, die Thrombose sowie ferner der
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Sehnenabriss bzw. Malletfinger auch auf eine Bürotätigkeit auswirken würden.
Feinmotorische Arbeiten seien ihr mit der linken Hand nicht mehr möglich. Auch der
RAD anerkenne, dass mit dem linken Kleinfinger keine Tasten mehr angeschlagen
werden dürften. Dr. E._ attestiere in Würdigung sämtlicher Beschwerden lediglich
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Der Unfallversicherer habe einen Invaliditätsgrad von
22% ermittelt. Die für die Arbeitsunfähigkeit als ausschlaggebend beurteilte
Beinvenenthrombose sei dabei als unfallfremdes Element nicht berücksichtigt worden,
ebenso wenig die chronischen Ellbogenentzündungen. Die IV-Stelle müsse alle die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Beschwerden berücksichtigen. Dass sich hieraus
letztlich ein Invaliditätsgrad ergeben solle, der deutlich tiefer sei als der vom
Unfallversicherer ermittelte, sei nicht möglich. Die Versicherte könne aufgrund ihrer
gesundheitlichen Beschwerden höchstens beschränkt im kaufmännischen Bereich
eingesetzt werden. Ausserdem könne sie nur ein Teilzeitpensum von etwa 50%
erfüllen. Ferner könne die von ihr besuchte Handelsschule nicht mit einer eigentlichen
kaufmännischen Ausbildung gleichgesetzt werden. Zudem liege ihre letzte Tätigkeit als
Sachbearbeiterin inzwischen über sieben Jahre zurück. Ohne Hilfestellung seitens der
IV werde die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nicht gelingen. Um abklären zu
können, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten tatsächlich noch in Frage kommen,
sei sie medizinisch zu begutachten. Hernach habe sie einen Anspruch auf
Berufsberatung; nötigenfalls sei sie auf eine für sie in Frage kommende Tätigkeit
umzuschulen. Sie sei erwiesenermassen in ihrem bisherigen Beruf als Flight Attendant
zu 100% arbeitsunfähig. Damit habe sie Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Für den Fall,
dass der Antrag betreffend berufliche Massnahmen abgewiesen werde, beantrage sie
die Zusprache einer Invalidenrente. Bei der Berechnung des Valideneinkommens seien
zusätzlich der Verdienst aus Bordverkäufen (Fr. 60.-- pro Monat) zu berücksichtigen. Es
stehe fest, dass die Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit zu rund 50%
arbeitsfähig sei. Die leidensangepasste Tätigkeit könne nicht einfach mit einer
kaufmännischen Tätigkeit gleichgesetzt werden. Zur Berechnung des
Invalideneinkommens könne somit nicht auf das Durchschnittseinkommen des
Kaufmännischen Verbands Schweiz abgestellt werden, was der Unfallversicherer im
Übrigen auch erkannt habe. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens sei vorliegend auf
die Tabellenlöhne (TA1) der LSE 2006 abzustellen. Bei korrekter Vornahme des
Einkommensvergleichs resultiere unter Berücksichtigung eines vorliegend
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gerechtfertigten Leidensabzugs von 15% ein Invaliditätsgrad von 67.33% bzw. ein
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (act. G 4.1/39).
B.b Mit Verfügungen vom 7. März 2008 entschied die IV-Stelle im Sinn der
Vorbescheide. Zum Einwand betreffend berufliche Massnahmen führte sie aus, dass
nach Rücksprache mit dem RAD für eine leidensadaptierte Bürotätigkeit eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit bestehe. Der Anspruch auf Umschulung setze voraus, dass der
invaliditätsbedingte Minderverdienst ca. 20% betragen müsse. Nach den zur Verfügung
stehenden Unterlagen sei die Versicherte bei der Stellensuche nicht eingeschränkt.
Ferner bestehe auch kein invaliditätsbedingter Minderverdienst (act. G 4.1/41). Im
Zusammenhang mit der Rentenfrage entgegnete die IV-Stelle dem Einwand der
Versicherten, dass nach Rücksprache mit dem RAD für eine leidensadaptierte
Bürotätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 4.1/42).
C.
C.a Die Beschwerdeführerin erhebt gegen diese beiden Verfügungen am 18. April 2008
Beschwerde und beantragt darin unter Kosten- sowie Entschädigungsfolgen deren
Aufhebung und die Rückweisung der Streitsache zur Gewährung des rechtlichen
Gehörs, eventuell zur weiteren Abklärung. Eventualiter sei ihr eine Dreiviertelsrente,
subeventualiter seien berufliche Massnahmen zuzusprechen. Im Hauptbegehren bringt
die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, da die
Beschwerdegegnerin die ihr obliegende Begründungspflicht verletzt habe. Diese habe
sich offensichtlich nicht weiter mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin befasst: Die
Auswirkungen einiger gesundheitlicher Leiden (namentlich die Ellbogenentzündung) auf
die Arbeitsfähigkeit seien überhaupt nicht geprüft worden, andere (insbesondere die
Beinvenenthrombose) seien ohne jede Prüfung als nicht massgeblich bezeichnet
worden. Auf die entsprechenden Einwände sei nicht eingegangen worden. Die
Beschwerdegegnerin habe die Einwände allein mit Hinweis auf eine Stellungnahme des
RAD begründet, der sich ebenfalls nicht mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin
auseinandergesetzt habe. Die angefochtenen Verfügungen seien deshalb schon aus
formellen Gründen aufzuheben. Die Beschwerdeführerin werde per 26. Mai 2008 eine
Stelle als Hotelfachassistentin antreten. Ihr Arbeitspensum werde 40% betragen. Diese
Stelle entspreche ihren Beschwerden optimal. Zur Berechnung des
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Invalideneinkommens sei auf das Einkommen abzustellen, das sie nun unter optimaler
Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit erziele. Gemäss Anstellungsbestätigung werde
sie jährlich (brutto) Fr. 22'857.90 verdienen. Im Übrigen lautet die Begründung ähnlich
wie diejenige des Einwandes vom 28. Februar 2008 (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung bringt sie vor, dass die
Begründungspflicht als Bestandteil des rechtlichen Gehörs nicht bedeute, dass sich die
Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen
Einwand auseinandersetzen müsse. Vielmehr könne sie sich auf die für den Entscheid
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Die Beschwerdegegnerin habe die
Einwände dem RAD-Arzt vorgelegt. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass weiterhin
eine Arbeitsfähigkeit von 100% gelte. In der Verfügung habe sie sich auf den
wichtigsten Punkt der Stellungnahme des RAD-Arztes beschränkt, nämlich dass eine
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe. Sie sei damit
ihrer Begründungspflicht sehr wohl nachgekommen. Der RAD-Arzt habe angegeben,
dass die von Dr. E._ attestierte Arbeitsfähigkeit von 50% in einem adaptierten
Bereich nicht nachvollziehbar sei. Es könne nach seiner Ansicht weiterhin auf die
Beurteilung der adaptierten Arbeitsfähigkeit durch den Kreisarzt Dr. A._ abgestellt
werden. Das Beschwerdebild sei hinreichend bei der Beurteilung des RAD-Arztes
miteinbezogen worden. Seine Einschätzung, dass die Beschwerdeführerin für eine
leidensangepasste Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei, sei nachvollziehbar begründet.
Bei der Berechnung des Valideneinkommens seien die Bordverkäufe berücksichtigt
worden. Das Invalideneinkommen sei ebenfalls korrekt ermittelt worden. Die
Behinderung der Beschwerdeführerin sei "eher von geringer Bedeutung", und sie sei in
der Arbeitssuche kaum eingeschränkt. Folglich habe die Beschwerdeführerin keinen
Anspruch auf berufliche Massnahmen (act. G 4).
C.c Die Beschwerdeführerin wiederholt in der Replik vom 20. August 2008 die Rüge
der Gehörsverletzung unter Hinweis auf die Rechtsprechung des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich (Urteil vom 19. Februar 2007, IV.
2006.01126). In jenem Entscheid habe das kantonale Versicherungsgericht festgestellt,
dass die von der IV-Stelle abgegebene – und verglichen mit der hier zu beurteilenden
geradezu ausführlichen – Begründung nichts enthalte, was als Begründung im
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Rechtssinn erkennbar wäre. Es treffe nicht zu, dass sich der RAD zu den Einwänden
der Beschwerdeführerin geäussert habe. Im Übrigen sei bereits in der
Beschwerdeschrift ausführlich dargelegt worden, dass die Einschätzung des RAD
unzutreffend sei. Sie beruhe allein auf einem Aktenstudium, stehe im Widerspruch zu
den übrigen ärztlichen Feststellungen und sei nicht nachvollziehbar begründet (act.
G 7).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 9).

Erwägungen:
1.
In formeller Hinsicht ist die Rüge der Beschwerdeführerin zu prüfen, die
Beschwerdegegnerin habe sich nicht hinreichend mit den erhobenen Einwänden
auseinandergesetzt und somit die ihr obliegende Begründungspflicht und den
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.
1.1 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen, wie die
Beschwerdeführerin in der Beschwerde und Replik zu Recht ausführt. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben,
weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183
E. 2b). Mit Erlass von Art. 57a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(IVG; SR 831.20), worin in der Invalidenversicherung das Vorbescheidverfahren wieder
eingeführt wurde, sind an die Begründungsdichte von Verfügungen, die nach
Durchführung eines Vorbescheidverfahrens gemäss Art. 57a IVG ergehen, erhöhte
Anforderungen zu stellen (vgl. hierzu eingehend Urteil des Sozialversicherungsgerichts
des Kantons Zürich vom 30. Mai 2007, IV.2007.00436, E. 1.8 ff.). Eine – nicht
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besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann dann als geheilt
gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz
zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Diese
Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG
i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
1.2 Die in den angefochtenen Verfügungen enthaltene Auseinandersetzung mit den
Einwänden beschränkt sich – nach einer kurzen Rücksprache mit dem RAD (vgl. act.
G 4.1/40) – auf die allgemeine Feststellung, dass die Beschwerdeführerin in einer
leidensangepassten Tätigkeit keinen leistungsbegründenden Erwerbsausfall erleide.
Diese Begründung ist derart pauschal formuliert, dass sie in jedem beliebigen, das
Vorliegen einer Invalidität verneinenden Entscheid stehen könnte, ohne dass dies als
unstimmig auffallen würde. Es fehlen konkret-würdigende Ausführungen dazu,
aufgrund welcher tatsächlichen auf den Fall bezogenen Gegebenheiten und aufgrund
welcher Überlegungen die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt ist, die Einwände
der Beschwerdeführerin seien nicht stichhaltig. Dies gilt insbesondere für die
eingehend begründeten Einwände, dass nicht das gesamte Beschwerdebild in die
Beurteilung einbezogen worden sei, die Suva allein aufgrund der unfallbedingten
Leiden einen Invaliditätsgrad von 22% ermittelt habe (und die als für die
Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend beurteilte Beinvenenthrombose nicht
berücksichtigt worden sei, ebenso wenig die chronischen Ellbogenentzündungen),
dass gestützt auf die behandelnden Ärzte von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für
adaptierte Tätigkeiten auszugehen und bezüglich der Bestimmung des
Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen sei (act. G 4.1/39.1 ff.).
Die Beschwerdegegnerin ging ferner mit keinem Wort auf den geltend gemachten
sogenannten Leidensabzug ein. Es handelte sich bei den genannten Vorbringen im
Wesentlichen um neue, eine vertiefte Prüfung verlangende Elemente. Die
Beschwerdegegnerin begnügte sich indessen mit einer Rücksprache an den RAD.
Dieses Vorgehen ist für sich allein betrachtet schon deshalb unzureichend, weil sich die
erhobenen Einwände auch auf Rechtsfragen bezogen. Zu deren Beantwortung sind
medizinische Fachpersonen jedoch nicht berufen. Die Stellungnahme des RAD vom
6. März 2008 ist überdies knapp und pauschal ausgefallen ("Es gibt keine Gründe,
wegen des Einwandes des RV vom 28.2.08 von meinen bisherigen Stellungnahmen
abzuweichen."; act. G 4.1/40). Die pauschale und rein formelhafte Auseinandersetzung
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der Beschwerdegegnerin mit den erhobenen Vorbringen ohne jede konkrete, prüfend
nachvollziehbare inhaltliche Auseinandersetzung stellt eine Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör dar. Die Frage, ob diese Gehörsverletzung im vorliegenden
Verfahren einer Heilung zugänglich ist, kann indessen offen gelassen werden, da die
angefochtene Verfügung als Folge der Verletzung des rechtlichen Gehörs auch in
materieller Hinsicht aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen ist, wie sich aus nachfolgenden Erwägungen ergibt.
2.
2.1 In materieller Hinsicht ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der
Invalidenversicherung zu prüfen.
2.2 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des
ATSG in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine
übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu
legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt
gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt
verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die
angefochtenen Verfügungen sind am 7. März 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu
beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-
Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der
Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde,
ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis
31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt
auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130
V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese
übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die
5. IV-Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine
substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage
gebracht hat. Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des
ATSG, IVG und IVV wiedergegeben.
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2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Invalide oder von
einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG).
2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
2.5 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1
und Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der Versicherungsträger bzw. im
Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen
abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein.
Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben zusätzliche Abklärungen
stets vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53
E. 4a in fine).
3.
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3.1 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, berufliche Massnahmen
seien nicht zu gewähren, da die Beschwerdeführerin gemäss RAD für eine
leidensangepasste Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei und kein leistungsbegründender
Minderverdienst resultiere (act. G 4.1/41). Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen,
dass nicht auf die Beurteilungen des RAD abgestellt werden könne, sondern auf die
Einschätzung der behandelnden Ärzte. Gestützt darauf sei von einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen (act. G 1). Vorab stellt
sich somit die Frage, ob die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick auf die
von einander abweichenden medizinischen Akten überhaupt festgelegt werden kann
oder sich weitere Abklärungen aufdrängen.
3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte die Ablehnung beruflicher Massnahmen auf die
Stellungnahmen des RAD vom 6. September 2007 (act. G 4.1/9), vom 14. November
2007 (act. G 4.1/22) und vom 6. März 2008 (act. G 4.1/40). Darin wurde unter Bezug
auf die kreisärztliche Beurteilung vom 15. Januar 2007 (act. G 4.2/57) auf eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten geschlossen.
3.3 Bei den genannten Stellungnahmen des RAD handelt es sich weder um
medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG noch um Untersuchungsberichte
gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV. Vielmehr sind sie als beratende Auskünfte im Sinn von
Art. 49 Abs. 3 IVV ergangen. Die Funktion der fraglichen Stellungnahmen besteht somit
darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu
gehört allerdings auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen
oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Nach der Rechtsprechung
ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen
oder sogar ausschliesslich von einem Versicherungsträger intern eingeholte
medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei
auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteile des Bundesgerichts
vom 16. November 2007, 9C_341/2007, E. 4.1 mit Hinweisen und vom 20. November
2007, I 142/07, E. 3.4).
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3.4 Die RAD-Stellungnahmen und die darin formulierte Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
vermögen nicht zu überzeugen. Denn der RAD schätzte die Arbeitsfähigkeit ohne
eigene klinische Untersuchung. Die medizinische Beurteilung von Dr. E._, der für eine
leidensadaptierte Tätigkeit bei einem 50%igen Pensum von einer vollen Leistung
ausging bzw. angab, der zeitliche Rahmen sei direkt abhängig von der jeweiligen
Tätigkeit (Bericht vom 12. November 2007 [Datum Posteingang]; act. G 4.1/21.6),
wurde ohne fassbare Begründung damit abgetan, dass diese Einschätzung nicht
nachvollzogen werden könne (act. G 4.1/22). Wenn für die Beschwerdegegnerin die
Beurteilung von Dr. E._ als unklar erschien, wäre sie in Nachachtung des
Untersuchungsgrundsatzes vielmehr verpflichtet gewesen, die Unklarheiten durch
Rückfragen zu beseitigen. Ferner fand die abweichende medizinische Beurteilung von
Dr. C._, der die Zumutbarkeit einer leichten beruflichen Tätigkeit "eher" verneinte
bzw. noch weiteren Abklärungsbedarf erblickte (Bericht vom 9. Mai 2007; act.
G 4.1/21.7 f.), keinen Eingang in die RAD-Beurteilung. Unbeachtet blieb auch die
Epikondylitis beider Ellbogen (vgl. hierzu act. G 4.1/21.5 ff.). Weiter sind die
Stellungnahmen entsprechend ihrer Funktion als verwaltungsinterne Entscheidungshilfe
derart kurz ausgefallen, dass sie den von der Rechtsprechung entwickelten
Anforderungen an Gutachten nicht zu genügen vermögen (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a f.).
Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die RAD-Stellungnahmen für die Frage der
bei der Beschwerdeführerin verbliebenen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
nicht genügend aussagekräftig sind.
3.5 Es kann aber auch gestützt auf die übrigen in den Akten liegenden ärztlichen
Berichte nicht abschliessend darüber befunden werden, in welchem Ausmass die
Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist.
3.5.1 Der kreisärztliche Bericht vom 15. Januar 2007 (act. G 4.2/57) ist zur Bestimmung
der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht geeignet, da er lediglich die
unfallbedingten Leiden in die Beurteilung miteinbezog, sich auf eine
unfallversicherungsrechtliche Perspektive beschränkte und damit namentlich die
Beinvenenthrombose sowie die erst später eingetretenen Ellbogenbeschwerden nicht
berücksichtigte. Ferner erging der kreisärztliche Bericht nicht in Kenntnis und
Würdigung der – erst später ergangenen – Einschätzungen der Dres. E._ und C._.
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3.5.2 Dr. C._ äusserte sich nicht verbindlich zur Frage der verbliebenen
Restarbeitsfähigkeit, sondern erblickte diesbezüglich noch Abklärungsbedarf, verneinte
aber "eher" das Bestehen einer verbliebenen Restarbeitsfähigkeit (act. G 4.1/21.7 f.).
Was den Bericht von Dr. E._ anbelangt (act. G 4.1/21.1 ff.), so ist festzustellen, dass
dieser nicht die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche
medizinische Stellungnahmen zu erfüllen vermag. So geht aus dem Bericht nicht
hervor, welche klinischen Untersuchungen er vorgenommen hat und auf welche
Abklärungsergebnisse er seine Schlüsse stützt. Eine Auseinandersetzung mit den
Vorakten fehlt. In formeller Hinsicht ist zu beanstanden, dass der Bericht weder datiert
noch unterzeichnet wurde. Weiter verfügt Dr. E._ als Allgemeinmediziner nicht über
die vorliegend erforderliche fachspezifische Ausbildung.
3.6 Zusammenfassend kann gestützt auf die widersprüchliche und unvollständige
medizinische Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden, ob, inwiefern und in
welchem Umfang die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer
leidensangepassten Tätigkeit eingeschränkt ist. Für die Beurteilung des Anspruchs auf
berufliche Massnahmen sowie auf Rentenleistungen fehlt es damit an einer tauglichen
medizinischen Grundlage. Die angefochtenen Verfügungen vom 7. März 2008 sind
daher aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen,
damit sie eine Begutachtung zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer
adaptierten Tätigkeit einhole. Das Gutachten hat insbesondere Auskunft darüber zu
geben, welchen Anforderungen die leidensangepasste Tätigkeit genügen muss, welche
konkreten Tätigkeiten als behinderungsangepasst einzustufen sind und in welchem
Umfang und unter welchen Bedingungen der Beschwerdeführerin eine solche Tätigkeit
zumutbar ist. Hernach hat die Beschwerdegegnerin über die Leistungsansprüche der
Beschwerdeführerin erneut zu befinden.
4.
4.1 Nach dem Gesagten sind die Verfügungen vom 7. März 2008 aufzuheben und die
Sache ist zur Anordnung eines Gutachtens im Sinn der Erwägungen und zu
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die
gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr zurückerstattet.
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der
Bedeutung und Komplexität der Streitsache angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG