Decision ID: 5aa8fba9-25b8-5bca-940e-a61efa531f46
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1975 geborene
X._
war seit Oktober 2013 bei der Stadt Zürich,
Y._
, als Mitarbeiter Reini
gung/Verfahren
stechnik
angestellt und in diesem Rahmen bei der Suva obligato
risch gegen Unfälle versichert.
Gemäss Unfallmeldung vom 9. September 2015 wollte er am 29. August 2015 kontrollieren, ob sein Motorrad richtig fährt.
Das
Motorrad
sei
ausgerutscht und auf seinen rechten Fuss gefallen (Urk. 9/1).
Die Suva erbrachte daraufhin die gesetzlichen Leistungen (Urk. 9/4
-5
).
Die medizini
sche Erstvorstellung erfolgte
am Unfalltag
im Universitätsspital
Z._
, wo
bei eine 1.-gradig offene distale, intraartikuläre Unterschenkelfraktur rechts sowie eine lappenbildende
Rissquetschwunde (
RQW
)
plantar MTPG I rechts diagnostiziert wurde
n
(Urk. 9/2
, vgl. Urk. 9/17
). Am 30. August 2015
wurde
n
im
Z._
eine Wundnaht distaler Unterschenkel, eine Wundrevision und -naht plantar MTPG 1 rechts vorgenommen sowie ein OSG-überbrückender Fixateur externe rechts
angelegt
(Urk. 9/2). Der Fixateur externe wurde am 14. September 2015 entfernt und durch eine Plattenosteosynthese ersetzt (
Urk. 9/16
).
Vom 25. August bis am 22. September 2016
hielt sich
der Versicherte
zur stationären
Rehabilita
tion
in der Rehaklinik
A._
auf
(Austrittsber
icht vom 16. September 2016, Urk. 9/97). Im Oktober 2016 startete der Versicherte einen Arbeitsversuch in einer angepassten Tä
tigkeit bei der
Y._
in einem 50
%-Pensum (Urk. 9/113).
Ab
dem 5. Januar 2017
wurde der Versicherte durch die Invalidenversicherung im Rah
men des Programms Arbeitsvermittlung
plus
(
B._
) bei der Stellenvermitt
lung
unterstützt (Urk. 9
/120
, Urk. 9/126).
1.2
Am 21. Februar 2017 wurde der Versicherte von Dr.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie, kreisärztlich untersucht (Urk. 9/133).
Mit Schreiben vom 2. März 2017 teilt die Suva dem Versicherten mit, dass sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit dem 4. Juni 2017, auf Ende der von der IV
durchgeführten
Arbeitsvermittlung, ein
stellen und den Anspruch auf Dauerleistungen prüfen
würden
(Urk. 9/135). Am 6. März 2017
trat
der Versicherte einen Schnuppertag am
D._
an
, welchen er vorzeitig abbrach (Urk. 9/139).
Am 16. Ma
i 2017 startete der Versicherte
ein Arbeitstraining bei der
E._
AG (vgl. Urk. 9/160), welches er am 18. Mai 2017 vorzeitig abbrach (Urk. 9/174).
An
schliessend richtete die Suva erneut Taggelder aus
und wartete mit dem definiti
ven Fallabschluss noch zu (Urk. 9/175).
Am 4. Oktober 2017 wurde das Arbeits
verhältnis mit der
Y._
per 31. Oktober 2017 aufgehoben (Urk. 9/203).
Am 16. Oktober 2017 legte die Suva das Dossier erneut
ihrem Kreisarzt
vor (
Stellung
nahme
Dr.
C._
vom 20. Oktober 2017, Urk. 9/197). Mit Schreiben vom 16. Oktober 2017
stellte
die Suva
die
Einstellung der Heilkosten- und Taggeld
leistungen
per
30. November 2017
in Aussicht
(Urk. 9/198). Mit Verfügung vom 9. November 2017 verneinte die Suva einen Anspruch
auf
eine Invalidenrente
und auf
eine Integritätsentschädigung (Urk. 9/207).
Dagegen erhob der Versi
cherte am 16. November 2017 (Eingangsdatum
; Urk. 9/210
)
begründet
Einspra
che
und ergänzte diese mit Eingabe vom 1. März 2018 (Urk. 9/225). Mit
Ein
spracheentscheid
vom 15. Oktober 2018 wies die Suva die Einsprache ab (Urk. 2 = Urk. 9/246).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 14. November 2018 Beschwerde und bean
tragte, der
Einspracheentscheid
vom 15. Oktober 2018 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk. 1
S. 2
). Mit Beschwer
deantwort vom 13. Dezember 2018 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde
, wies aber darauf hin, dass dem
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 12. Dezember 2018 eine Integritätsentschädigung von 15 % zugesprochen
wor
den sei
(Urk. 7 S. 9-10, Urk. 8/1-3, unter Beilage ihrer Akten Urk. 9/1-257). Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeord
net (Urk. 10), woraufhin der
Beschwerdeführer
am 21. Januar 2019 seine Replik
(Urk. 11)
und die
Beschwerdegegnerin
am 29. Januar 2019 ihre Duplik
(Urk. 14)
erstattete.
Mit Verfügung vom 31. Januar 2019 wurde der Schriftenwechsel für geschlossen erklärt (Urk. 15).
3.
Zu ergänzen ist, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Begehren des Beschwerdeführers um Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung mit Verfügung vom
29. Oktober 2018
ab
ge
wiesen
hat. Die vom Beschwerdeführer
beim Sozialversicherungsgericht
dagegen
erhobene Beschwerde ist
Gegen
stand des Verfahrens Nr. IV.201
8.01034
und wurde mit Urteil heutigen Datums
teilweise gutgeheissen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Nach Absatz 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG werden jedoch Invalidenrenten und Komplementärrenten nach Art. 20 UVG nach dem neuen Recht (Art. 20 Abs. 2
ter
UVG) gekürzt, wenn der Bezüger einer solchen Rente das ordentliche Rentenalter zwölf Jahre oder mehr nach dem Inkrafttreten der vorliegenden Änderung erreicht. Absatz 2 der Über
gangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG gilt auch für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung ereignet haben, für die die Rente aber erst danach zu laufen beginnt (Art. 147b Abs. 2 UVV).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 2
9.
August 2015 ereignet, weshalb (mit Ausnahme der oben genannten Bestimmung zur Rentenberechnung) die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwen
dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss Art. 6
UVG
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistun
gen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zuge
fügt werden (Abs. 3).
1.
3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie
infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.
4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Un
fallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vor
liegen, dass durch allfällige
Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
messung der
Unfallversicherung
gestützt auf die medizinischen Abklärungen zu
grunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.5
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Zur Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchfüh
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Vali
deneinkommen
).
1.
6
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
Die Entschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Ren
tenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (
Art.
24
Abs.
2 UVG).
Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens ab
gestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
UVV
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchst
betrag des versicherten
Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Ver
schlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.7
1.7
.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.7
.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
7
.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Ge
sundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenom
men wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V
133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
Vorab ist der Umfang d
es Anfechtungsgegenstandes und –
im Hinblick auf die Integritätsentschädigung – des Streitgegenstandes zu prüfen.
2.1
Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach
Art.
56 ff. ATSG
Devolutiveffekt
zu. Eingeschränkt wird dieser Effekt indessen durch
Art.
53
Abs.
3 ATSG, wonach der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen
Ein
spracheentscheid
, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (BGE 136 V 5 E.
2.5). Diese Regelung entspricht derjenigen von
Art.
58
Abs.
1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
).
Aus
Art.
55
Abs.
1 ATSG ergibt sich, dass auch die weiteren Absätze der genannten Bestimmung massgebend sind. Gemäss
Art.
58
Abs.
3
VwVG
in Verbindung mit
Art.
55
Abs.
1 ATSG setzt die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch die Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Urteil 8C_ 526/2012 vom 1
9.
September 2012 E. 3.2). Es entspricht einem allgemeinen Ver
fahrensgrundsatz, dass die Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung wäh
rend eines hängigen Verfahrens nur dann zur Gegenstandslosigkeit führt, wenn damit den im Beschwerdeverfahren gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen worden ist; entspricht die nach Wiedererwägung erlassene Verfü
gung indessen nur teilweise den gestellten Begehren, darf die Beschwerde nicht insgesamt als gegenstandslos betrachtet werden; in diesem Fall ist das Beschwer
deverfahren weiterzuführen, soweit es durch die neue Verfügung nicht hinfällig geworden ist (BGE 127 V 228 E. 2b/
bb
S. 233;
Urteil des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 2
1.
Mai 2013 E. 3.3)
.
2.2
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
5.
Oktober 2018 verneinte die Beschwerdegegne
rin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung (vgl.
Urk.
2 S. 9f.), was beschwerdeweise angefochten wurde (vgl.
Urk.
1 S. 8 N 25). Der Entscheid
stützte sich auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 2
1.
Februar 2017, worin
Dr.
C._
ausführte, radiologisch (CT-Befund vom
9.
Dezember 2016) würden sich noch keine
arthrotischen
Veränderungen finden, welche die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung erreichten. Bei Zunahme
arthrotischer
Veränderungen müsste eine Neu-Evaluation erfolgen (
Urk.
9/133/6). Am 1
1.
Dezember 2018 sichtete
Dr.
C._
die nach seiner Beur
teilung ergangenen Arztberichte und insbesondere die CT-Befunde vom
7.
September 2017 und
1.
November 2018 sowie den
Radiologiebefund
vom 2
0.
September 2018 und erachtete nunmehr eine mässige Arthrose an der rechten unteren Extremität als ausgewiesen (
Urk.
8/1). Gestützt auf seine medizinische Einschätzung (
Urk.
8/2) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2018 (
Urk.
7) eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 15
%
zu (
Urk.
8/3).
2.3
Mit Beschwerde vom 1
4.
November 2018 wird die Integritätseinbusse und damit die Höhe der
anbegehrten
Integritätsentschädigung nicht beziffert (
Urk.
1 S. 8
Rz
. 25). Mit Replik vom 2
1.
Januar 2019 hält der Beschwerdeführer explizit an der Beschwerde und der Begründung fest, wonach der medizinische Sachverhalt zu komplex bleibe, um ihn ohne verwaltungsexternes Fachgutachten abschliessend beurteilen zu können (
Urk.
11). Damit kann nicht davon ausgegangen werden, dass mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2018 dem Beschwerdeantrag vollumfäng
lich entsprochen wurde, weshalb der Anspruch auf Integritätsentschädigung (in Bezug auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. der Bemessung und die Höhe) als Teil des Anfechtungsgegenstandes zu beurteilen bleibt (vgl. E.
2.1
). Die Beschwerde ist insoweit hinfällig geworden, als dem Beschwerdeführer mit Ver
fügung vom 1
2.
Dezember 2018 grundsätzlich eine Integritätsentschädigung (bei einer Einbusse von 15
%
) zugesprochen wurde, wovon
Vormerk
zu nehmen ist.
3.
3.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellte sich in ihrem abweisenden
Einspracheentscheid
im Wesentlichen auf den Standpunkt, das Ereignis vom 29. August 2015 stelle nach der Rechtsprechung einen mittelschweren Unfall mit Tendenz zu den leich
ten Unfällen
dar
.
Da d
ie rechtsprechungsgemäss verlangten Kriterien für den mit
telschweren Bereich vorliegend nicht erfüllt seien, sei der adäquate Kausalzusam
menhang zwischen den psychischen Beschwerden des
Beschwerdeführer
s
und dem
Unfallereignis vom 29. August 2015 zu verneinen (Urk. 2 S. 5-6).
Laut Zumutbarkeitsbeurteilung vom 21. Februar 2017 (bestätigt am 20. Oktober 2017) seien dem
Beschwerdeführer
angepasste Tätigkeiten ganztags zumutbar. Eine Gegenüberstellung des aufgrund
der
Stellenprofile der Dokumentation der Arbeits
plätze (DAP)
ermittelten
Valideneinkommens
mit dem gestützt auf die Angaben des Stammbetriebs
ermittelten Invalideneinkommen
s
ergebe einen rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von 1.6 %.
Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung sei keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ge
wesen, wie dies aus den Berichten der
Klinik
F._
vom 15. August 2018 und des
Z._
vom 25. September 2018 klar hervorgehe, womit die Rentenprüfung nicht verfrüht erfolgt sei (Urk. 2 S. 8).
3.2
Dahingegen
erachtet
e
der
Beschwerdeführer
den Fallabschluss als verfrüht er
folgt. Der Kreisarzt habe sich bei seiner Einschätzung vom 21. Februar 2017 auf veraltetes B
ildmaterial vom Dezember 2016
gestützt. Der
Einspracheentscheid
gehe daher von Prämissen aus, die im Zeitpunkt seines Erlasses überholt gewesen sei
en
. Angesichts der Schwere der multiplen Frakturen, die nachvollziehbar auch erhebliche Weichteilverletzungen verursacht
en
, welche die Heilung negativ be
einflussten, gehe es nicht an, den
Beschwerdeführer
einfach auf die «psychische Schiene» abzuschieben und dann nach bewährter Manier einen adäquat-kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis zu verneinen. Gemäss Beurteilung im Zürcher Stadtspital
G._
sei die Fraktur nicht vollständig geheilt, bildgebend
habe
vielmehr
nachgewiesen werden
können
, dass im Schienbein des
Beschwer
deführer
s
noch
ein Frakturspalt ventral und dorsal vorhanden sei
.
Bei organisch nachgewiesenen Unfallfolgen, aktuell zumindest teilweiser Arbeits- und vollstän
diger Berufsunfähigkeit, einem erst rund drei Jahre zurückliegenden schwersten Unfalltrauma und ärztliche
rseits definiertem weiterem Proz
edere sei Letzteres durchzuführen und dessen Resultat abzuwarten, bevor der Fallabschluss über
haupt in Erwägung gezogen werde
n könne
(Urk. 1 S.
5-6
).
4
.
4
.1
Im Bericht der Unfallchirurgie des
Z._
vom 14. Juli 2016
wurde ein insgesamt guter Heilungsverlauf knapp 1 Jahr nach
dem
Trauma festgehalten. Aus unfall
chirurgischer Sicht sei die Fraktur konsolidiert und die Vollbelastung des rechten Beines freigegeben. Die stufenweise Reintegration in den angestammten Arbeits
platz
,
gegebenenfalls temporär in leichterer Arbeitstätigkeit
,
sollte möglich sein
(Urk. 9/79).
Im Bericht über die Verlaufskontrolle vom 1
3.
Januar 2017 (
Urk.
9/124) hielten die behandelnden Ärzte aus unfallchirurgischer Sicht ein
schliesslich Bilddiagnostik einen unverändert zufriedenstellenden Heilverlauf fest. Die persistierenden Schmerzen würden eine Rückkehr in den angestammten Beruf eher unwahrscheinlich machen. Sie erachteten diesbezüglich eine vertrau
ensärztliche Beurteilung als angebracht. Am 1
3.
April 2017 sei die Abschlusskon
trolle anberaumt. Danach würden sie einen Endpunkt in der unfallchirurgischen Behandlung sehen.
4.2
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
1.
Februar 2017 erhob
Dr.
C._
eine praktisch seitengleiche Muskulatur der unteren Extremitäten, reiz
lose Narbenverhältnisse und eine Einschränkung der Sprunggelenksbeweglich
keit. Radiologisch finde sich noch keine
arthrotische
Veränderung in den Sprung
gelenken. Im CT (es lag ihm derjenige vom
9.
Dezember 2016 vor) finde sich jedoch eine kleine Stufenbildung an der medialen
Tibiagelenkfläche
, sodass lang
fristig
arthrotische
Veränderungen nicht auszuschliessen seien. Subjektiv würden Schmerzen mit Zunahme bei Belastung, morgendliche Anlaufbeschwerden und Taubheitsgefühl im Bereich der Fussoberfläche persistieren.
D
urch weitere medi
zinische Massnahmen
sei
keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten, die noch durchgeführte Physiotherapie werde auch nach Ansicht des
Beschwerde
führer
s keine wesentliche Besserung mehr bringen. Die intraartikulären Verände
rungen hätten auch Auswirkungen auf die zumutbare Arbeitstätigkeit, eine nur gehend/stehende Tätigkeit sei nicht zumutbar. Aus medizinischer Sicht möglich wäre eine körperlich leichte bis höchstens mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit mit im Wechsel gehend, stehend und sitzenden Anteilen ohne jeweils langes Gehen oder Stehen am Stück, ohne Begehen von unebenem Gelände, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne häufiges Treppengehen und ohne Tätigkeiten im
Hocksitz
. Unter Beachtung genannter Einschränkungen
sei
eine 100%ige Arbeitstätigkeit möglich (Urk. 9/133/
5-
6).
4
.3
Im Bericht der Unfallchirurgie des
Z._
vom 7. September 2017 wurden die bild
gebenden Befunde mit denjenigen vom 13. April 2017 verglichen. Dabei wurden stationäre nahezu anatomische Stellungsverhältnisse festgestellt. Die Frakturspal
ten seien konventionell-radiologisch nicht mehr sicher abgrenzbar. Es wurde
n
eine progressive
Konsilidierung
mit stationären
Kortikalisdefekten
des ventralen und dorsalen Frakturspaltes
in der Tibia sowie
Kortikalisdefekte
auf Höhe des Frakturspaltes mit ansonsten progredienter Konsolidierung in der Fibula festge
halten
.
Ferner wurde
n
eine
vollständige Konsolidierung d
es
Tuberculum
mediale und later
ale des
Processus
posterior
tali
fest
gestellt. Die berichtenden Ärzte zeig
ten sich mit dem
klinisch-radiologischen Heilungsverlauf zwei Jahre nach dem Unfall zufrieden. Die Beweglichkeit im rechten Sprunggelenk zeige sich adäquat, radiologisch seien die Frakturspalten nicht mehr sicher abgrenzbar (Urk. 9/194).
4
.4
Nach Einsicht in den Bericht der Unfallchirurgie
Z._
vom 7. September 2017 erachtete es der Kreisarzt Dr.
C._
– in Bestätigung seines Vorberichtes –
am 20. Oktober 2017 als nicht überwiegend wahrscheinlich, dass von weiteren medizinischen Behandlungsmassnahmen eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes erwartet werden k
önne
. Das am 21. Februar 2017 erstellte Zumutbarkeitsprofil habe weiterhin Gültigkeit
, da seither keine objektivierbare Befundänderung eingetreten sei
(Urk. 9/197).
4
.5
Im Bericht der Traumatologie des
Z._
vom 16. November 2017 wurden stationäre Verhältnisse im Vergleich zur Bildgebung vom 7. September 2017 festge
stellt. Aktuell sei keine weitere Intervention geplant, auch eine
Osteosynsthese
materialentfernung
würde keine Besserung der Beschwerden bringen.
Dies würde eher Risiken einer Infektion der Weichteile bei dem traumatischen Vorschaden mit sich führen, weshalb davon abzusehen sei (Urk. 9/211
, vgl. Urk. 9/213
).
4.6
Dr.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie,
stufte die Einschränkungen in seinem Bericht vom 20. November 2017 als ausschliesslich somatischer Art ein (Schmerzsyndrom ausgehend vom verletzten rechten Bein, nach zwei Stunden Arbeit auch bei leichter körperlicher Belastung überflutend).
Die osteosynthetisch versorgten Mehrfachfrakturen seien noch nicht definitiv verheilt, die nächste Beurteilung sei erst in einem Jahr angesetzt. Auch der Heilungsverlauf des ausgedehnten Weichteilschadens sei noch unabgeschlos
sen und mindestens für ein weiteres Jahr andauernd. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als unqualifizierter
Y._
-Mitarbeiter sei der
Beschwerdeführer
zum heutigen Zeitpunkt
zu 80
% arbeitsunfähig, die bisherige
Tätigkeit sei ihm wäh
rend 1-2 Stunden pro Tag zumutbar, wobei auch dabei eine eher verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, da der selbstgesetzte und von aussen kommende Leis
tungsdruck den
Beschwerdeführer
durch Stress beeinträchtige. Als konkreter Vor
schlag für eine behinderungsangepasste Tätigkeit könnte dem
Beschwerdeführer
als Fahrer eines
Y._
-Str
assenputzfahrzeuges während 2-3
Stunden pro Tag ein erster
reintegrativer
Schritt gelingen (Urk. 9/228/4-5).
5.
5.1
Zu klären ist, ob
die
Beschwerdegegnerin
den Fall – unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen –
korrekterweise per 30. November 2017
abge
schlossen hat
(vgl. Urk. 9/198).
5.2
Die
Beschwerdegegnerin
stützt
e
ihre
Einschätzung
, wonach mit medizinischen Massnahmen keine Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erreicht werden könne, insbesondere
auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht
von Dr.
C._
vom 21. Februar 201
7.
Der betreffende Untersuchungsbericht wurde
von einem Facharzt für Chirurgie
erstattet, beruht auf allseitigen Untersuchung
en des
Beschwerdeführer
s
(Urk. 9/133/4-5), berücksichtigt auch die
von ihm
geklagten Beschwerden (Urk. 9/133/4), wu
rde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamn
ese) abge
geben (Urk. 9/133/1-4), leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schluss
folgerungen des Experten
wurden
begründet (Urk. 9/133/5-6).
Damit erfüllt der kreisärztliche Untersuchungsbericht
vom 21. Februar 2017
die formellen Voraus
setzungen
an
eine beweiskräftige
Entscheid
grundlage
(vgl. E. 1.6
).
Mit Stellungnahme vom 20. Oktober 2017 bestätigte Dr.
C._
sodann,
dass seine Einschätzung vom 21. Februar 2017
auch unter Berücksichtigung der
neuen
medizinischen Akten
nach wie vor
gültig sei
(Urk. 9/197).
5.3
Bereits im Bericht des
Z._
vom
14. Juli 2016 wurde die Fraktur als aus unfall
chirurgischer Sicht konsolidiert bezeichnet und die Vollbelastung des rechten Beines freigegeben (E. 4.1).
Im Bericht des
Z._
vom 13. Januar 2017 wurde ein aus unfallchirurgischer Sicht und in Zusammenschau der Bilddiagnostik zufrie
denstellender Heilungsverlauf beschrieben. Nach Ablauf einer dreimonatigen 50%igen Arbeitsunfähigkeit werde ein Endpunkt in der unfallchirurgischen Be
handlung gesehen (Urk. 9/124/3).
Dr.
C._
stellte sich in seinem Bericht vom 21. Februar 2017 auf den Standpunkt, durch medizinische Massnahmen sei keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten, die durchgeführte Physiotherapie werde keine Besserung mehr bringen (E. 4.2)
, was er am 20. Oktober 2017 bestätigte (E. 4.4)
.
Der Untersuchungsbericht vom 21. Februar 2017 stützte sich insbeson
dere auf Bildmaterial vom 9. Dezember 201
6.
Die darauffolgenden radiologischen Untersuchungen brachten stationäre Verhältnisse zu Tage (vgl. Urk. 9/125
Januar 2017
, Urk. 9/150
April 2017
, Urk. 9/213
November 2017
) und auch dem am 7. September 2017 erstellten Bildmaterial lassen sich keine
massgebli
chen
Veränderungen entnehmen (vgl. Beurteilung Dr.
C._
vom 11. Dezember 2018, Urk. 8/1 S. 5; Urk. 9/116 und Urk. 9/194). Damit erweist sich das Vorbrin
gen des
Beschwerdeführer
s, wonach sich Dr.
C._
bei seiner Beurteilung auf
ver
altetes
Bildmaterial
gestützt habe
(vgl. E. 3.2), als haltlos. Dies hat insbesondere auch vor dem Hintergrund zu gelten, dass Dr.
C._
seine Beurteilung aus dem Februar 2017 vor Fallabschluss aufgrund des neuen Bildmaterials erneut über
prüfte und daran festhielt (E. 4.4).
Auch die Ärzte des
Z._
nahmen eine Konso
lidierung an und ersahen keine medizinische Massnahme als indiziert, welche den Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s v
erbessern könnt
e (E. 4.3 und E. 4.5).
In seinem vertrauensärztlichen Bericht
vom 1
5.
Mai 2017
zuhanden der Pensions
kasse
I._
befürwortete auch
Dr.
J._
,
Allgemeine Medizin
FMH, eine
Konsolidierung
. Neben der dazumal kollektiv ins Auge gefassten Metallentfernung erachtete auch er keine
zusätzlichen
medizini
schen Massnahmen als indiziert (Urk. 9/166/6).
Dr.
K._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erachtete in seinem Bericht vom 27. Juni 2017 weitere Therapien als schwierig
, wobei
er eine endgültige Beurteilung
bei liegendem
OS-Material als nicht möglich erachtete
. Behandlungsempfehlungen gab er keine ab
(Urk. 9/180).
Dr.
H._
, als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
fehlen von vornherein di
e fach
ärztlichen Qualifikationen im Bereich der Orthopädie
(vgl. E. 4.6).
Die dem Fallabschluss zugrunde
liegende
Einschätzung
der
Beschwerdegegnerin
, wonach
bereits
per 30. November 2017
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von weiteren
medizinischen Massnahmen
keine
namhafte Verbesserung des
unfallbedingten
Gesundheitszustandes
mehr erwartet werden konnte
,
bestätigt sich sodann
auch mit Blick auf die
nachherigen
medizinischen
Berichte
(
Urk. 9/224, Urk. 9/233,
Urk. 9/235-238,
Urk. 9/242).
So liegen auch seither keine medizinischen Berichte vor, welche auf die Möglichkeit einer gesundheitsverbessernden medizinischen Massnahme schliessen
liessen
. Auch die Einschätzung im Bericht des
Stadtspitals
G._
vom
9. November 2018
, wonach
die Fraktur nicht vol
lständig geheilt sei, vermag keine Zweifel an der Recht
zeitigkeit des Fallabschlusses aufkommen zu lassen.
A
us dem
ihr
zugrundelie
genden CT vom 1. November 2018
ergeben sich
keine neuen Befunde
.
Auf das Bestehen von
Frakturspalten
wurde
ärztlicherseits
bereits
vor Fallabschluss wiederholt
hingewiesen.
G
emäss nachvollziehbarer Begründung von Dr.
C._
in seiner
Beurteilung vom 11. Dezember 2018
bleiben diese aber ohne
Einfluss auf die geklagte Beschwerdesymptomatik (Urk. 8/1)
und stehen damit einem Fallab
schluss nicht
entgegen
.
In Würdigung der medizinischen Aktenlage kam Dr.
C._
in der betreffenden Beurteilung zum Schluss, dass als einzig noch mögliche operative Massnahme eine
Arthrodese
verbliebe. Jedoch habe die bereits durchgeführte Gelenks-Infiltration gezeigt, dass sich keine wesentliche Besserung erwarten liesse
. Bei zunehmenden
arthrotischen
Veränderungen wäre zukünftig gegebenenfalls eine
Sprunggelenksarthrodese
als
ultima
ratio
zu dis
kutieren. Auch eine
Implantatentfernung
sei nicht indiziert, da ein erhöhtes In
fektionsrisiko bestehe (Urk. 8/1).
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
die Heilbehandlung und Ausrichtung von Taggeldern
per 30. November 2017
abschloss (vgl. E. 1.4
).
Daran vermag auch nichts ändern, wenn der Beschwerdeführer weiterhin auf regelmässige ärztliche Betreuung sowie auf orthopädische Schuhversorgung ange
wiesen sein sollte (
Urk.
1 S. 7
Rz
22). Weder fortlaufende ärztliche Verlaufskon
trollen noch die Abgabe von Hilfsmitteln stellen Heilbehandlungen im Sinne des UVG dar. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Materialentfernung oder ein anderweitiger operativer Eingriff notwendig werden, steht das
Rückfallsrecht
offen (
Art.
11 UVV).
6.
6.1
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s im Zeitpunkt des Fallab
schlusses
ist vorweg darauf hinzuweisen, dass die medizinische Aktenlage nicht auf eine
relevante
Beeinträchtigung des
Beschwerdeführer
s
im Bereich
der Psy
chiatrie schliessen lässt. Der
Beschwerdeführer
befand sich ab dem 27. September 2016 in psychiatrischer Behandlung bei Dr.
H._
.
Im
Bericht vom 20. November 2017 – somit kurz vor Fallabschluss – bezeichnete Dr.
H._
die Einschränkungen als rein somatischer Natur. Die Schmerzproblematik halte er für real körperlich generiert und den derzeitigen Umfang der Arbeitsunfähig
keit bestimmend (Urk. 9/228/4). Sodann geht auch der
Beschwerdeführer
selber
nicht von Einschränkungen im Bereich der Psychiatrie aus, sondern weist den Schmerz
z
uständen ein objektivier
bares
organisches Korrelat zu
(Urk. 1 S. 7
Rz
19). Die Einschätzung, wonach beim
Beschwerdeführer
keine psychiatrischen Einschränkungen bestehen, deck
t
sich sodann auch mit den Ergebnissen des im Rahmen des IV-Verfahrens eingeholten psychiatrischen Konsiliums vom 1. Juni 2018, wo kein Anhalt für eine psychische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt wurde (Urk. 7/114/78 in
Verfahren
Nr.
IV.2018.01034).
Da demnach keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit ausge
wiesen ist,
erübrigt sich eine
Kausalitätsüberprüfung gemäss
BGE 115 V
133 (vgl. E. 1.
7
.3).
6.2
Auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die
Beschwerdegegne
rin
insbesondere
auf
die beweiskräftige (vgl. E. 5.2)
kreisärztliche Beurteilung vom 21. Februar 2017
und das darin definierte Zumutbarkeitsprofil
(vgl. Urk. 2 S. 8
,
E
. 4.2).
6.3
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr.
C._
vom 21. Februar 2017 ist anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die bestehenden Einschränkungen angemessen Rücksicht.
Die
Beur
teilung
von Dr.
C._
stimmt
insbesondere auch mit der prognostischen
Einschät
zung
im Austrittsbericht der Reha
klinik
A._
überein, wo – nach stationärem Aufenthalt des
Beschwerdeführer
s vom 25. August bis am 22. September 2016 –
sogleich nach Austritt eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten (leichten bis mittelschweren) Tätigkeit attestiert
und ein Wiedereinstieg am bisherigen Arbeitsplatz mit anfangs noch reduzierter Leistung empfohlen
wurde (Urk. 9/97/3). Auch Dr.
J._
erachtete den
Beschwerdeführer
in seinem vertrauensärztlichen Bericht zuhanden der
I._
vom 1
5
. November 2016 als in einer angepassten Tätigkeit (vorwiegend sitzend, im Wechsel mit leichter bis mit
telschwerer Tätigkeit im Stehen / Gehen [für gegenwärtig max. 1 bis 2 Stunden täglich]) zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 9/118/12).
Der
Beschwerdeführer
stellt sich gegen die im Bericht von Dr.
C._
attestierte Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
(vgl. Urk. 1 und Urk. 11)
,
in Anbetracht der medizinischen Aktenlage
erhellt sich
nicht, worauf
er eine gänzliche Arbeits
unfähigkeit
stützt
. So sind den vorliegenden Akten zwar Hinweise für eine zeitweise bestehende Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführer
s zu entnehmen,
diese
lassen jedoch
nicht auf eine
bei Fallabschluss bestehende dauernde Arbeitsunfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit schliessen. Dr.
J._
attestierte
dem
Beschwerdeführer
am 13. Mai 2017 zwar eine Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit, dies jedoch nur vorübergehend bis Oktober 2017 (Urk. 9/166/10). Als fachfremde Beurteilung vermag auch der Bericht von Dr.
H._
keine Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung von Dr.
C._
aufkommen zu lassen
, zumal auch Dr.
H._
ausschliesslich von Einschrän
kungen somatischer Art ausg
ing
(vgl. E. 4.6)
.
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr.
C._
stimmt im Übrigen auch mit dem im Rahmen des IV-Verfahrens erstellten
Medas
-Gutachten vom 1. Juni 2018 überein (Urk. 7/114/5 i
m
Verfahren
Nr. IV.2018.01034).
Dementsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Fallabschlusses in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem von Dr.
C._
definierten Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 4.2) zu 100 % arbeitsfähig war.
6.4
6.4.1
Die für den Einkommensvergleich
massgebenden
rechtlichen Grundlagen
wurden
im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S.
6-8
). Darauf wird verwiesen.
6
.4.2
Die
Beschwerdegegnerin ermittelte das
Valideneinkommen
gestützt auf die An
gaben der ehemaligen Arbeitgeberin
des
Beschwerdeführer
s
(
Urk. 2 S. 8, Urk. 9/140, Urk. 9/206/3
). Das auf diese Weise ermittelte
Valideneinkommen
von Fr.
66‘622.--
(Stand
2017
)
wurde zu
Recht nicht in
Frage gestellt.
6.4.3
Ebenso ist unbestritten, dass
beim
Beschwerdeführer
, welche
r
keine Erwerbs
tätigkeit mehr ausübt, zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens die Zahlen der DAP der Suva herangezogen werden können (vgl. Urk. 2 S.
8
). Dieses Vorgehen steht im Einklang mit der Rechtsprechung (
Urteil des Bundes
gerichts 8C_800/2017 vom 21. Juni 2018 E. 4.1 mit Hinweisen).
Den Akten sind fünf DAP-Arbeitsstellen zu entnehmen (Urk.
9/205
).
Der
Beschwerdeführer
wandte dagegen ein,
ein Teil der vorgelegten DAP-Stellenprofile
würde
entweder
seinen
Fähigkeiten
nicht gerecht (bspw. Mechani
ker, Qualitätsprüfer) oder
sei
nicht vereinbar mit dem limitierten Tätigkeitsprofil gemäss Kreisarzt (bspw. Montagearbeiten), womit
die ausgewählten Stellenprofile
von vornherein untauglich zur Ermittlung des Invalideneinkommens seien (Urk. 1 S. 8).
Sämtliche ausgewählten Stellenprofile
verlangen als Ausbildung
eine
Grund
schule
und interne
Anlehre
bzw. Einarbeitung
(Urk. 9/205
/5, Urk. 9/205/9, Urk. 9/205/13, Urk. 9/205/17 und Urk. 9/205/21), was den Fähigkeiten des
Beschwerdeführer
s gerecht wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2015 vom 17. November 2015 E. 4.7.2). Der
Beschwerdeführer
unterlässt es, nachvollzieh
bar
darzulegen
, inwiefern die ausgewählten Stellenprofile konkret nicht mit dem limitierten Tätigkeitsprofil gemäss Kreisarzt zu vereinbaren sein sollen.
Eine sol
che Unvereinbarkeit ist bei Gegenüberstellung des Zumutbarkeitsprofils mit den
körperlichen Anforderungen der
ausgewählten Stellen denn auch nicht auszu
machen (vgl. Urk. 9/205/6, Urk. 9/205/10, Urk. 9/205/14, Urk. 9/205/18 und Urk. 9/205/22).
Somit erweisen sich
die
Einwände
des
Beschwerdeführer
s
gegen die Bestimmung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin als
nicht
stichhaltig. Auch die übrigen formellen Anforderungen betreffend die Verwendung der DAP (BGE 139 V 592 E. 6) sind erfüllt. Da das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte
Valideneinkommen
ebenfalls
nicht
zu beanstanden ist (vorstehend
E.
6.4.2
), ist die Invaliditätsbemessung insgesamt zutreffend, das
heisst
es resultiert kein Ren
tenanspruch.
7.
Hinsichtlich der
Intergritätsentschädigung
bleibt festzuhalten, dass gestützt auf die in allen Teilen nachvollziehbare Beurteilung von
Dr.
C._
vom 1
1.
Dezember 2018 (
Urk.
8/1) eine im November 2018 radiologisch nachweisbare mässige Arthrose besteht, welche im Hinblick auf die Feinrastertabelle 5.2, welche für eine Panarthrose OSG/USG mässigen Ausmasses eine Integritätsentschädigung zwi
schen 10 bis 30
%
vorsieht, eine Integritätseinbusse von 15
%
rechtfertigt (
Urk.
8/2). Es besteht kein Anlass von dieser ärztlichen Einschätzung abzuwei
chen.
8.
Demzufolge ist die Beschwerde in allen Teilen abzuweisen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.
Hinsichtlich des Umfangs, in welchem die Beschwerde als gegenstandslos abzu
schreiben ist, steht dem Beschwerdeführer gestützt auf
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht in Verbindung mit
§
6
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht eine Parteientschädigung zu. Diese ist in Anbetracht des geringfügigen Aufwan
des in Bezug auf den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung auf
Fr.
400.-- (inklusive Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin auf
zuerlegen.