Decision ID: 51791a91-910a-5fd9-9dca-79622a689193
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, war seit
1.
Juli 2002 als Polier bei der
Y._
AG angestellt und damit bei der Schweizerischen
Unfallversicherungs
anstalt
(SUVA) gegen Unfälle versichert (
Urk.
8/145). Am 2
6.
August 2009 erlitt er einen Unfall, als er auf der linken Schulter ein ca. 20 kg schweres Paket vom Erdgeschoss in den zweiten Stock tragen wollte, auf einer runden Holztreppe mit dem linken Fuss auf einem Treppentritt ausglitt, sich beim anschliessenden Sturz das linke Knie verdrehte und mit dem Knie auf dem Treppentritt aufschlug (
Urk.
8/12 S. 1 und
Urk.
8/145). Dabei zog er sich eine Läsion des
Hinterhorns
des Meniskus zu (
Urk.
8/15), welche am 1
9.
Mai 2010 operativ angegangen wurde (
Urk.
8/6/3). Die SUVA trat auf den Schaden ein und gewährte Heilbe
handlung sowie Taggeld.
1.2
In der Folge zeigte sich ein protrahierter Verlauf und es stellte sich eine
Varusgon
arthrose
ein, weshalb der Versicherte seinen Beruf – nach verschiede
nen gescheiterten Arbeitsversuchen – nicht mehr aufnehmen konnte (
Urk.
8/92 und
Urk.
8/111). Am 3
0.
November 2011 (
Urk.
8/119/2) wurde eine
infrakon
dyläre
Valgisationsosteotomie
links durchgeführt. Anlässlich des ambulanten Ergonomie-Trainingsprogramms in der
Klinik Z._
vom 2
9.
Mai bis 2
6.
Juni 2012 konnte keine wesentliche Verbesserung der Schmerzproblematik erzielt werden und eine Rückkehr in den angestammten Beruf wurde ausge
schlossen, eine leichte bis mittelschwere, knieschonende Arbeit indes als voll
umfänglich zumutbar erachtet (
Urk.
8/196 S. 3 und S. 6). Diese Einschätzung wurde von SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chi
rurgie und Traumatologie FMH, bestätigt (
Urk.
8/190-191 und
Urk.
8/204). Die erlittene Integritätsschädigung schätzte er auf 10
%
(
Urk.
8/241).
1.3
Mit Verfügung vom 1
0.
April 2013 (
Urk.
8/262) sprach die SUVA dem Ver
sicher
ten mit Wirkung ab
1.
Dezember 2012 eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 36
%
sowie eine Entschädigung für eine
Integri
täts
einbusse
von 10
%
zu. Die am 1
5.
April 2013 (
Urk.
8/269) dagegen erhobene Ein
sprache wies sie mit Entscheid vom 2
0.
August 2013 (
Urk.
2) ab.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
8.
September 2013 (
Urk.
1) Beschwerde mit den Anträgen, es seien der
Einspracheentscheid
vom 2
0.
August 2013 und die Verfügung vom 1
0.
April 2013 aufzuheben und es seien ihm eine 50
%
über
steigende IV-Rente au
s
UVG sowie eine 10
%
übersteigende
Integritätsent
schädi
gung
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Die SUVA ersuchte am 2
3.
Oktober 2013
(
Urk.
7) um Abweisung der Beschwerde. Im Rahmen des zweiten
Schriften
wechsels
hielten die Parteien an den gestellten Rechtsbegehren fest (
Urk.
13 und
Urk.
17).
Am
3.
November 2014 (
Urk.
19) legte der Versicherte weitere
Arztbe
richte
(
Urk.
20/1-4) auf.
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfü
gung vom
7.
Juli 2014 einen Rentenanspruch des Versicherten. Die dage
gen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom heutigen Datum abgewiesen (Prozess Nr. IV.2014.00839).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung,
UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Der am 1
5.
September 2009 erstbehandelnde
Dr.
med.
B._
, Allgemeinmedizin FMH, verwies mit Bericht vom 2
1.
September 2010 (
Urk.
8/24) auf ein Stolpern und Einknicken auf einer Bautrepp
e mit 20 kg Last und seitherige
Knieschmer
zen links und stellte eine tanzende Patella fest.
2.2
Auf den durch
Dr.
B._
veranlassten MRI-Bildern vom 1
7.
September 2009 (
Urk.
8/15) erkannte der untersuchende
Dr.
med.
C._
von der
Klinik D._
, Neuroradiologie Schanze, ein
Reizknie
mit Baker-Zyste, eine Läsion des
Hinterhorns
des medialen Meniskus horizontal, leicht klaffend, eine leichte Knorpelausdünnung medial, eine diskrete knöcherne Reizung im Bereich des Seitenbandansatzes, eine leichte Zerrung des Seitenbandes sowie
nebenbe
fundlich
eine
Fabella
.
2.3
Am 1
9.
Mai 2010 (
Urk.
8/6/3) erfolgte bei der klinischen Diagnose eines
Innen
meniskusrisses
linkes Kniegelenk, einer
Gonarthrose
Grad III (medial betont linkes Kniegelenk), eines freien Gelenkkörpers linkes Kniegelenk, einer
Synovitis
linkes Kniegelenk sowie einer
retropatellären
Knorpelreduktion Grad II im
E._
eine
Kniearthroskopie
links mit Teilresektion des Innenmeniskus,
Knorpelshaving
und
Microfrac
t
uring
im Bereich der media
len Belastungszone, Entfernung eines freien Gelenkkörpers aus dem medialen Kompartiment, einer
Teilsynovektomie
, einem
retropatellären
Knorpelshaving
sowie Einlage einer
Redondrainage
.
2.4
Am 2
0.
Dezember 2010 (
Urk.
8/44) empfahl
Dr.
med.
F._
, Orthopädische Chirurgie FMH, bei fortbestehenden Knieschmerzen vorerst ein konservatives Vorgehen, welches in der Folge umgesetzt wurde (
Urk.
8/45,
Urk.
8/73 S. 2 und
Urk.
8/74). Nachdem der erhoffte Erfolg aber ausgeblieben war und ver
schiedene Arbeitsversuche gescheitert waren (Bericht von
Dr.
F._
vom
7.
Juli 2011,
Urk.
8/92), führte er am 3
0.
November 2011 (
Urk.
8/119/2) bei der klinischen Diagnose einer posttraumatischen medialen
Gonarthrose
links eine
infra
kondyläre
Valgisationsosteotomie
links durch.
Am 2
6.
Januar 2012 (
Urk.
8/126 S. 1) berichtete
Dr.
F._
über die Nachkon
trolle vom selben Tag und schilderte eine klinisch
blande
Situation mit
erguss
freiem
und frei beweglichem Kniegelenk sowie unauffälligen lokalen
Narben
verhältnissen
, die Osteotomie zeige sich im
Durchbau
.
Am
9.
März 2012 (
Urk.
8/140) bestätigte
Dr.
F._
das Vorliegen
blander
Ver
hältnisse und verwies auf ein
Kontrastieren
mit den multiplen Klagen des
Beschwerdeführer
s (Schmerzen auch nachts in beiden Kniegelenken,
Gehfähig
keit
von einer Stunde pro Tag, Kreuz-, Becken- und Rückenschmerzen). Eine Möglichkeit für eine Verbesserung der Belastbarkeit der Kniegelenke sah er nicht.
2.5
Am
9.
März 2012 (
Urk.
8/142 S. 1) wurden in der Neuroradiologie Schanze ver
schiedene Bilder angefertigt. Der untersuchende
Dr.
med.
G._
, Spezialarzt für Röntgendiagnostik, erwähnte eine
skoliotische
Fehlhaltung der
Lenden
wirbel
säule
(LWS) und
eine
lumbosakrale
Hyperlordose mit deutlichen dege
nerativen Veränderungen ohne Anhaltspunkte für eine Instabilität, eine beginnen
de
Coxarthrose
beidseits, eine diskrete
Femoropatellararthrose
beidseits sowie einen Zustand nach
Valgisationsosteotomie
links mit Material in situ und intakt bei partieller, fortgeschrittener Konsolidation.
2.6
Im Bericht vom 1
8.
April 2012 (
Urk.
8/158) über die Untersuchung vom selben Tag verwies Kreisarzt
Dr.
A._
auf die Angaben des
Beschwerdeführer
s: Trotz Verbesserung der Belastbarkeit innerhalb des letzten Monats habe dieser über dauernde Schmerzen im linken Knie, Tag und Nacht mit wechselnder Intensität geklagt. Besonders schmerzhaft seien hastige Bewegungen, Aufstehen aus dem Stuhl und Knien, ebenso Treppensteigen. Eine Verbesserung durch die
Val
gisationsosteotomie
verspüre er nicht, zusätzlich habe er gar Schmerzen durch das Metall lateral. Gehen könne er eine bis eineinhalb Stunden, dann bekomme er starke Schmerzen, könne diese Gehleistung auch nicht täglich erbringen, weil er noch einige Tag
e
nach längerem
G
ehen Schmerzen habe (S.
4).
Unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse sowie nach Einsichtnahme in die aufliegenden bildgebenden Resultate führte
Dr.
A._
aus, bei MR
tomographisch nachgewiesener beginnender
Varusgonarthrose
links mit
Menis
kusschädigung
medial sei am 1
9.
Mai 2010
arthroskopiert
und bereits eine mediale
Gonarthrose
Grad III-IV festgestellt worden. Nebst der medialen
Teil
meniskektomie
sei auch ein
Knorpeldébridement
gemacht worden. Der Verlauf sei ungünstig gewesen, eine
längerzeitige
und vollzeitige Arbeitsfähigkeit habe nicht resultiert, so dass man sich schliesslich anhand der Bildgebung mit guter Indikation zur
infrakondylären
Valgisationsosteotomie
links vom 3
0.
November 2011 entschlossen habe. Der
Beschwerdeführer
habe sich aktuell
mit
dem
Ope
rationsergebnis
nicht zufrieden gezeigt, er habe nicht nur Schmerzen medial wie vorher, sondern auch lateral. Allerdings sei im letzten Monat eine Besse
rung der Beschwerden eingetreten. Klinisch schilderte
Dr.
A._
einen günstigen Befund, die Knieachse links sei nach
valgisierender
Osteotomie gut, das Gelenk ergussfrei, gut beweglich und ohne
ligamentäre
Insuffizienzen. Der
Rehabilitati
onszustand
der Muskulatur am linken Oberschenkel sei zeitgemäss suboptimal. Vom Röntgenbild her sei die Osteotomie stabil durchgebaut. Er empfahl ein ambulantes
Ergonomietraining
(S. 8).
Betreffend die Beschwerden im Bereich der LWS, der Hüftgelenke und am rech
ten Knie inklusive Ober- und Unterschenkel ersah
Dr.
A._
keine
Unfall
kausalität
. Die vom
Beschwerdeführer
geltend gemachte Überlastung und Fehlhaltung sei zwar ein populärer, wissenschaftlich aber nicht haltbarer Erklä
rungsversuch. Als Korrelat zu den Beschwerden fänden sich erhebliche degene
rative Veränderungen von Brustwirbelsäule (BWS), LWS, leichte
Coxarthrosen
sowie ein
Varuskniegelenk
rechts mit beginnender degenerativer Veränderung medial (S. 7).
2.7
Im Austrittsbericht der Ärzte der
Klinik Z._
vom
9.
Juli 2012 (
Urk.
8/196) über das vom 2
9.
Mai bis 2
6.
Juni 2012 in 19 Sitzungen durchge
führte umfassende Ergonomie-Trainingsprogramm wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1 f.):
-
Unfall vom 2
6.
August 2009: Auf der Treppe Fuss verdreht und Stich im linken Knie verspürt
-
Läsion des
Hinterhorns
des medialen Meniskus horizontal,
Reizknie
mit Baker-Zyste, l
e
ichte Knorpelausdünnung medial, diskrete knöcherne Rei
zung des Seitenbandansatzes, leichte Zerrung des Seitenbandes,
neben
befundlich
Fabella
(MRI Knie links vom 1
7.
September 2009)
-
1
9.
Mai 2010 Arthroskopie Knie links bei progredienten
Kniebeschwer
den
: „
Radiodiskoider
“ Riss hintere zwei Drittel des medialen Meniskus mit schwerer
Chondromalazie
in der
femoralen
Belastungszone,
ent
sprechend
einer
Gonarthrose
Grad III-IV, mediale
Teilmeniskektomie
,
Knorpeldébridement
, Entfernung eines Gelenkkörpers, Glättung eines zentralen
retropatellären
Knorpeldefekts Grad II
-
3
0.
November 2011
i
nfrakondyläre
Valgisationsosteotomie
links (zuklap
pend)
-
medial betonte,
femoro-tibiale
und
femoro-patelläre
Gonarthrose
links
-
Ereignis vom 1
3.
Juni 2012: Beim
Rehatraining
plötzlich einschiessender Schmerz in der rechten Flankengegend, Differenzialdiagnose Zerrung des
Musculus
obliquus
externus
abdominis
rechtsseitig,
akutes
thorakolumbos
pondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
Femorotibiale
Gonarthrose
rechts (nicht SUVA-versichert), bei Austritt Knie
schmerzen rechts verstärkt
-
Schulterschmerzen rechts, Differenzialdiagnose im Rahmen einer
exazerbier
ten
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
rechts
-
Coxarthrose
beidseits
-
Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt
-
Adipositas Grad I
-
Schädlicher Gebrauch von Alkohol
Die Fachleute führten manuelle Weichteiltechniken (Massage Rücken) durch, erarbeiteten mit dem
Beschwerdeführer
Copingstrategien
(zum Beispiel Lage
rungen und Entlastungsstellungen, selbständige Wärme- und Kälteanwendung) und leiteten physikalische Massnahmen (Fango, TENS, Solewickel) ein. Weiter verwiesen sie auf die Teilnahme des
Beschwerdeführer
s an einem intensiven multimodalen Therapieprogramm mit medizinischer Trainingstherapie,
Was
sertherapie
, Ausdauertraining, Aquajogging und Arbeitssimulation. Ein
Heim
programm
zum selbständigen Training sei instruiert worden, zusätzlich sei ein Gummiband für aktive Übungen abgegeben worden (S. 5).
Als relevante subjektive Befunde bei Austritt schilderten die Ärzte Schmerzen im Bereich des linken Knies sowie auch an übrigen Lokalisationen (Knie rechts, Schulter rechts, LWS), welch
e
im Verlaufe des
Rehaprogramms
allmählich zuge
nommen hätten. Die Eisenplatte mache sich im linken Bein zudem verstärkt schmerzhaft bemerkbar. Im Bereich der rechten Flankengegend habe er durch die angediehenen Therapien einen leichten Schmerzrückgang verbuchen können (S. 18). Die verbleibenden Probleme wurden wie folgt zusammengefasst:
Bewe
gungs
- und belastungsabhängige verstärkte, teilweise im Tages- und
Wochen
verlauf
kumulierende Schmerzen im linken Kniegelenk, belastungs- und
bewe
gungsabhängige
Knie- und Flankenschmerzen rechts, positions- und
belas
tungsabhängige
Schulterschmerzen rechts, intermittierende belastungs- und positionsabhängige Kreuz- und Gesässschmerzen rechts, bewegungs- und
posi
tionsabhängige
Schulterschmerzen rechts, Magenbrennen (differenzial
diagnostisch medikamentös induziert), akzentuierte Persönlichkeitszüge (verletzlich, misstrauisch, zwanghaft), psychosoziale Belastungssituation mit chro
nischer Schmerzproblematik, unklarer beruflicher Zukunft sowie gesund
heitli
chen Problemen der Ehefrau (S. 13).
Die Ärzte hielten fest, die vom
Beschwerdeführer
geltend gemachten Beschwer
den seien insgesamt nachzuvollziehen. Es handle sich um ein buntes
Beschwer
debild
mit mehreren Problemkreisen an verschiedenen Lokalisationen des Bewegungsapparates, vor allem die rechte Körperhälfte betreffend. Was die Knieproblematik links betreffe, könne davon ausgegangen werden, dass die nachweisbaren Veränderungen zumindest zu einem gewissen Anteil
unfallbe
dingt
seien. Hier müsse davon ausgegangen werden, dass weitere therapeutische Massnahmen nicht-invasiver Art bestenfalls zu einer Stabilisierung führten, jedoch nicht mehr zu einer weiteren, namhaften Verbesserung (S. 5).
Die bisherige Tätigkeit als Polier
erachteten
die Ärzte aufgrund der ent
sprechen
den Anforderungen als nicht mehr zumutbar. Eine leichte bis mittel
schwere Arbeit befanden sie als ganztags möglich mit folgenden Ein
schränkungen: Knie links wechselbelastend (ungefähr 1/3 der Arbeitszeit in sitzender Position) ohne Tätigkeit in der Hocke, auf den Knien sowie wiederholtes Treppensteigen, aus Sicherheitsgründen ohne Tätigkeit auf Leitern (wegen Knieproblematik links erhöhte Sturzgefahr), ausnahmsweise seltenes Hantieren von Lasten bis maxi
mal 25 kg. Aufgrund der derzeit verstärkt manifesten Rückenproblematik seien Arbeiten in länger dauernd vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition aktuell zu vermeiden. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit empfahlen sie einen erleichterten Einstieg anfangs halbtags mit sukzessiver Steigerung auf ein
Voll
zeitpensum
innerhalb einer Zeitspanne von drei bis vier Monaten (S. 3).
2.8
Mit Bericht vom 1
8.
Oktober 2012 (
Urk.
8/231 S. 2) diagnostizierte der wegen
epigastrischen
und subkostal links gelegenen
Abdominalbeschwerden
aufge
suchte
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH Gastroenterologie und Innere Medi
zin, nach Durchführung einer
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie
eine Gastritis sowie eine insuffiziente
Kardia
. Eine grössere Ulzeration oder Pathologie im oberen
Gastrointestinaltrakt
fand er nicht.
2.9
Am 2
6.
Dezember 2012 (
Urk.
8/204) erklärte sich
Dr.
A._
implizit mit dem von den Ärzten der
Klinik Z._
formulierten Zumutbarkeitsprofil ein
verstanden und befand dieses auch nach einer allfälligen Materialentfernung als zutreffend.
Am 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
8/244) ergänzte er, nach dem Fallabschluss sei die analgetische Behandlung (wegen des linken Knies) ebenso zu übernehmen wie zwei- bis viermonatliche Kontrollen beim Hausarzt sowie in grösseren Abstän
den im
I._
. Aufgrund des Berichtes von
Dr.
H._
(E. 2.8) beruhe die gastrointestinale Hauptsymptomatik nicht auf einer medikamenten-bedingten Pathologie, sondern auf einem Reflux bei insuffizienter
Magenkardia
. Bei einem allfälligen Rückfall, beispielsweise nach der Implantation eines Kunstgelenks, müsste die Situation neu überdacht werden.
3.
3.1
Aufgrund der medizinischen Akten ist ausgewiesen, dass der
Beschwerdeführer
infolge der verbleibenden Beschwerden im verletzten linken Knie seiner bisheri
gen Arbeit auf dem Bau nicht mehr nachgehen kann. Unbestritten ist weiter das Zumutbarkeitsprofil in Bezug auf die Knieverletzung im Sinne einer
vollzeitli
chen
, im Wesentlichen wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren,
knie
schonenden
Tätigkeit (E. 2.7). Der
Beschwerdeführer
brachte hiergegen nichts vor und die Ärzte sind sich diesbezüglich einig.
3.2
3.2.1
Die Frage, ob die weiteren Symptomkomplexe durch den Unfall verursacht sind und mithin in kausalem Zusammenhang zu jenem stehen, verneinte Kreisarzt
Dr.
A._
unter dem Hinweis, dass sowohl die Veränderungen in der BWS und LWS wie auch jene im rechten Knie medial degenerativ bedingt seien (E. 2.6). Eine abweichende ärztliche Einschätzung hierzu findet sich nicht in den Akten.
3.2.2
Anlässlich der bildgebenden Untersuchungen vom
3.
Dezember 2013
(
Urk.
14/10) in der Klinik
D._
schilderte der untersuchende
Dr.
med.
G._
, Spezialarzt für Röntgendiagnostik, eine
skoliotische
Fehlhaltung der LWS sowie eine
lumbosakrale
Hyperlordose mit generalisierten degenerativen Veränderun
gen, eine aktivierte
Osteochondrose
L2/3, eine
breitbasige
Diskushernie L3/4 mit
epiduraler
Lipomatose,
Spondylarthrose
und infolgedessen konzentrisch spinale
r
Enge mit Beeinträchtigung der L4 Wurzel
rezessal
betont beidseits sowie eine
Bandscheibenprotrusion
.
Auch aus diesem nach Erlass des angefochtenen
Einspracheentscheids
ergange
nen Bericht lässt sich nichts Abweichendes folgern, zumal darin ausdrücklich auf generalisierte lumbale degenerative Veränderungen verwiesen wurde. Zur Diskushernie ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach
es einer medizi
nischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer
Bandscheibenver
änderungen
entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter beson
deren Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt (etwa Urteil
des Bundesgerichts
8C_735/20
09 vom
2.
November 2009 E. 5.1).
Ein derartiges
Unfallgeschehen
- so beispielsweise ein
röntgenologisch
nachgewiesenes
plötz
liches Zusammensinken der Wirbel nach dem Unfall
- ist
nicht erstellt (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichtes U 248/05 vom 2
8.
September 2005 E.
2.1 mit Hinweisen),
namentlich nicht im Rahmen
des im
Rehatraining
erlittene
n
einschiessende
n
Schmerz
es
in der rechten
Flankenge
gend
.
3.2.3
Betreffend die
arthrotischen
Veränderungen im rechten
Knie
fehlen medizini
sche Einschätzungen, welche auf eine Unfallkaus
a
lität schliessen liessen. Neben
Dr.
A._
befanden auch die Ärzte der
Klinik Z._
die
f
emorotibiale
Gonarthrose
rechts
als
nicht SUVA-versichert
und damit als nicht kausal (E.
2.7). Dass durch eine Fehlbelastung eine Pathologie am rechten Knie ent
standen ist, kann demgemäss - bei Fehlen entsprechender ärztlicher
Mei
nung
en
nicht als überwiegend wahrscheinlich bezeichnet werden.
3.2.
4
Eine Hüftpathologie ist sodann nicht ersichtlich und die
epiga
s
trischen
Beschwer
den wurden nicht auf die – unfallbedingt eingenommenen – Schmerz
tabletten zurückgeführt, sondern auf eine insuffiziente
Magenkardia
(E.
2.9); dies nachdem Untersuchungen einen entsprechenden Befund gezeigt hatten und auf den angefertigten Bildern keine Pathologie im oberen
Gastro
intestinaltrakt
gefunden worden war (E. 2.8).
3.2.
5
Was schliesslich die Schulterbeschwerden betrifft, zeigten sich auf den Rönt
gen
bildern vom 2
1.
Juni 2012 regelrechte knöcherne Strukturen der
gelenkbil
den
den
Skelettteile beider Schultergelenke ohne Anhaltspunkte für traumatisch oder degenerativ bedingte knöcherne Veränderungen (
Urk.
8/196 S.
18). Eine Sonographie des rechten Schultergelenkes vom
7.
Oktober 2014 ergab ebenfalls unauffällige Resultate ohne pathologische Befunde (Bericht von
Dr.
med.
J._
, leitender Arzt
Spital K._
, vom
8.
Oktober 2014,
Urk.
20/3).
3.3
Der
Beschwerdeführer
behauptete
replicando
denn auch keine unfallbedingte Ver
ursachung der (weiteren) Beschwerden mehr, sondern führte diese auf eine Berufskrankheit zurück.
Hierzu ist festzuhalten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich in Form einer Verfügung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Ein
spracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren
Anfechtungsgegen
stand
. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Der angefochtene
Einspracheentscheid
setzt sich nicht mit der Thematik von Berufs
krankheiten auseinander, sondern regelt die Leistungen betreffend die
erlitte
nen Verletzungen im Rahmen des Sturzes vom 2
6.
August
200
9.
Dem
gemäss liegt wohl – wie der
Beschwerdeführer
bemerkt (
Urk.
13 S. 5) – ein
Anfechtungs
objekt
vor, es mangelt aber am Streitgegengestand. Dieser besteht mithin nicht einfach in den Leistungen, welche die
Beschwerdegegnerin
zu erbringen hat, sondern auch in der rechtlichen Grundlage der entsprechen
den Leistungen. Es finden sich in den Verwaltungsakten denn auch keinerlei Abklärungen in dieser Richtung und
es
fehlen – da erst im
Beschwerdever
fahren
thematisiert – jegliche ärztliche Ausführungen diesbezüglich. Eine Aus
weitung des Streitgegenstandes ist bei dieser Aktenlage nicht angezeigt.
Demgemäss ist betreffend Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
aus Berufs
krankheit auf die Beschwerde nicht einzutreten.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die verbleibenden Unfallfolgen am linken Knie in erwerblicher Hinsicht auswirken.
4.2
Der für die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch massgebende
Ein
kommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 V 349 E. 3.4.2). Für die Ermitt
lung des
Valideneinkommens
, also des Einkommens, welches die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Ver
dienst angeknüpft.
4.3
Die Beschwerdegegnerin ging bei der Berechnung des Invaliditätsgrades von den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aus, wonach er im Jahr 2012 ein Einkommen von Fr. 98‘280.-- erzielt hätte (
Urk.
2 S. 12 und Urk. 8/
141
). Dagegen liess der Beschwerdeführer zu Recht nichts einwenden. Das
Valideneinkommen
ist durch die Akten ausgewiesen.
4.4
4.4.1
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin auf ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) und wies die zumutbaren Stellen aufgrund von fünf DAP-Arbeitsplätzen nach (DAP-Nr. 8837 [
Betriebsar
beiter
Bahn], 4439 [Metallbearbeiter], 2353 [Detailmonteur], 10047 [Prüfer] und 2587 [Mechaniker-Monteur], Urk. 8/249). Diese stimmen mit dem formulierten
Anforderungsprofil überein, was vom
Beschwerdeführer
zu Recht
nicht bestrit
ten wurde.
4.4.2
Zu beachten ist, dass gemäss Rechtsprechung das Abstellen auf DAP-Löhne voraussetzt, dass nebst der Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinde
rung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechen
den Gruppe (BGE 129 V 472).
4.4.
3
Der
Beschwerdeführer
rügte
vorweg
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da ihm die herangezogenen DAP-Profile nicht zur Stellungnahme eröffnet worden seien (
Urk.
1 S. 6).
Hierzu ist festzuhalten, dass in der Verfügung vom 1
0.
April 2013 (
Urk.
8/262 S.
2) das Invalideneinkommen mit
Fr.
65‘700.-- beziffert und der
Beschwerde
führer
darauf aufmerksam gemacht wurde, dass entsprechende Unterlagen vor
lägen. Dieser erkundigte sich im Rahmen des
Einsprachever
fahrens
nicht danach und bestritt auch den Einkommensvergleich nicht (
Urk.
8/269). Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern das rechtliche Gehör verletzt worden sein soll. Die Verwaltung ist nicht gehalten, in jedem Verfahren jedes einzelne Aktenstück jedem Versicherten zukommen zu lassen. Wenn Versi
cherte von ihrem Akteneinsichtsrecht keinen Gebrauch machen, resultiert hieraus nicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.
4.4.
4
Der Beschwerdeführer monierte weiter
,
nur eine der aufgelegten DAPs
beinhalte
einen Minimal- und Maximallohn, weshalb diese keine genügende Grundlage für die
Festsetzung
des Invalideneinkommens darstellten (
Urk.
13 S. 8
Ziff.
7.1).
Die von der Beschwerdegegnerin aufgelegten DAPs weisen jeweils einen
Min
dest
- und Maximallohn aus, welcher indes - bis auf eine Ausnahme - identisch ist. Hieraus kann indes nicht auf eine Unverwertbarkeit der Angaben geschlos
sen werden, sondern vielmehr darauf, dass bei den vier monierten Angaben betriebsintern ein einheitlicher Lohn ausgerichtet wird. Die angegebenen Löhne entsprechen mithin denjenigen, welche bei Ausübung dieser Stellen - auch ohne Betriebserfahrung - erzielt werden können.
4.4.5
Der Beschwerdeführer brachte sodann vor, es sei nicht vom ausgewiesenen Durchschnittslohn der verwendeten DAPs auszugehen, sondern vom Minimal
lohn (
1.
Dezil
von
Fr.
48‘087.--,
Urk.
8/249 S. 1). So sei er bereits in fortge
schrittenem Alter, habe 33 Dienstjahre bis zum Unfall absolviert und würde gemäss Gesamtarbeitsvertrag im Januar 2017 pensioniert. All dies wirke
lohn
mindernd
(
Urk.
1 S. 6 f.).
Dass auf das
1.
Dezil
abzustellen wäre, mithin auf jenen Wert, unter welchem sich 10
%
der Löhne befinden, ist mit der Rechtsprechung nicht vereinbar. Das
DAP-System
dient
dazu, aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten zu ermitteln, weshalb Abzüge von den gestützt darauf festgelegten
Erwerbsein
kommen
grundsätzlich nicht sachgerecht sind. Zum einen
wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bereits bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Zum andern ist bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE (Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik) zu einem Abzug führen können, darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur der Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann. In mehreren Urteilen hat das Bundesgericht festge
stellt, dass zur Festlegung des Invalideneinkommens grundsätzlich vom Mittel
wert der Durchschnittslöhne der fünf ausgewählten und im konkreten Fall repräsentativen DAP-Blätter auszugehen ist (
Urteil des Bundesgerichts 8C_161/2009 vom
6.
Oktober 2009 E. 3.2
).
Der Beschwerdeführer übersieht
sodann
, dass das Mittel der Durchschnittslöhne der fünf ausgewählten Arbeitsplätze von
Fr.
65‘719.--
unter demjenigen aller in Frage kommenden Arbeitsgelegenheiten (
Fr.
66‘360.--
) liegt, die
Beschwerde
gegnerin
mithin die geltend gemachten persönlichen Umstände zumindest teil
weise berücksichtigt hat. Angesichts der beruflichen
Qualifikation des Beschwerdeführers
ist ohne weiteres anzunehmen, dass
er
auch in Berücksichti
gung des fortgeschrittenen Alters sowie der eingeschränkten
Knie
belastbarkeit
dank jahrzehntelanger Berufserfahrung
eher qualifizierte Arbeiten zu verrichten vermag und jedenfalls auf dem für ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einem durchschnittlichen Lohn rechnen kann. Ergänzend mag darauf hinge
wiesen werden, dass für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Einkommen im mittleren Alter
massgebend
ist, wenn sich das vorgerückte Alter erheblich auf die Erwerbsfähigkeit auswirkt (
Art.
28
Abs.
4 UVV
,
vgl. hierzu
oben erwähntes
Urteil E. 3.3)
.
4.4.6
Nicht gefolgt werden kann dem
Beschwerdeführer schliesslich
,
soweit er
davon ausgeht, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Stelle mehr finden zu können (
Urk.
13 S. 9 ff.) beziehungsweise dass ihm eine solche nicht mehr zumutbar
sei. Die herangezogenen DAP-Profile weisen konkrete Stellen auf dem Arbeitsmarkt aus und es ist nicht ersichtlich, weshalb es dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar sein sollte, eine solche Tätigkeit aufzunehmen. Dass er
geplant hatte, mit 60 Jahren in Frühpension zu gehen und zeitlebens auf dem Bau tätig war (
Urk.
1
3.
S. 10), führt jedenfalls nicht zur Annahme einer Unzu
mutbarkeit einer neuen, angepassten Tätigkeit.
4.4.7
N
ach dem Gesagten ergibt sich, dass
auf die von der Beschwerdegegnerin herange
zogenen DAP-Profile abgestellt werden kann und damit von einem Invalideneinkommen von
Fr.
65‘719.-- auszugehen ist.
4.5
Bei einem Invalideneinkommen von Fr.
65‘719.--
resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr.
98‘280.--
eine Erwerbseinbusse von Fr.
32‘561.--
was einem Invaliditätsgrad von
33.1
%
entspricht
.
Die von der
Beschwerdegeg
nerin
gewährte Invalidenrente basierend auf einer Erwerbseinbusse von 36
%
ist damit - jedenfalls aus Sicht des Beschwerdeführers - nicht zu beanstanden.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer bemängelte schliesslich die Höhe der
Integritäts
ent
schädi
gung
von 10
%
unter dem Hinweis, dass sich Arthrosen mit zunehmen
dem Alter verschlimmerten, was nicht berücksichtigt worden sei. Sodann bestünden weitere unfallkausale Beschwerden (
Urk.
1 S. 5).
Replicando
nahm er diese Thematik - nach Studium der Akten - nicht mehr auf.
5.2
Dass lediglich die Problematik am linken Knie unfallkausal ist, wurde bereits hinreichen
d
beleuchtet. Damit verbleibt lediglich ein Anspruch aufgrund der verbleibenden mässigen medialen
Femorotibialarthrose
. Kreisarzt
Dr.
A.
_
legte dar, dass vorliegend nur die mediale Hälfte des
Femorotibialgelenks
betroffen und die laterale Seite kaum
arthrotisch
verändert sei. Demgemäss schloss
er
auf eine mittlere Schädigung im Rahmen des Bereichs von 5
%
bis 15
%
entsprechend den
e
inschlägigen Tabellen der Beschwerdegegnerin (Bericht vom
9.
Januar 2013,
Urk.
8/241).
Abweichende ärztliche Einschätzungen liegen nicht vor und eine maximale Ent
schädigung im Hinblick auf allfällige, sich noch nicht abzeichnende alters
be
dingte Veränderungen, rechtfertigt sich nicht.
6.
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als in allen Punkten rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.