Decision ID: 4c208d9e-ccb8-4862-950d-0f8e481897f3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Kollokation
Berufung gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 1. Dezember 2015 (FV150055-G)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 2)
" 1. Die Kollokationsverfügung Nr. 1 vom 30. Juli 2015 sei mit Ausnahme der bereits zugelassenen Forderung über CHF 7'567.60 zugunsten der Klägerin in der dritten Klasse und über CHF 26'351.35 zugunsten der C._ GmbH aufzuheben.
2. Die Forderung der Klägerin über CHF 22'506.– sei in der ersten Klasse zusätzlich zu kollozieren; eventualiter in der dritten Klasse.
3. Die Forderung der Klägerin über CHF 150'000.– sei in der dritten  zusätzlich zu kollozieren.
4. [...] 5. [...]
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten der Konkursmasse."
Prozessuale Anträge: (Urk. 1 S. 2; Urk. 19 S. 2 f. und Urk. 22, sinngemäss)
1. Es sei Dr. B._ i.S.v. Art. 69 ZPO ein Vertreter zu bestellen und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
2. Es sei der Klägerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. 3. Das vorliegende Verfahren sei bis zur Erledigung des bei der Staatsan-
waltschaft Schaffhausen gegen D._ hängigen Strafverfahrens  Betrug und Urkundenfälschung zu sistieren.
4. Es sei Dr. B._ zur Forderungserwahrung und damit zur  zu den Forderungseingaben der Kollokationsklägerin vorzuladen und zu befragen.
5. Beim Konkursamt Küsnacht sei die vollständige Forderungseingabe mit sämtlichen Beilagen im Original, wie sie am 12. September 2014 von der Kollokationsklägerin und der C._ GmbH eingereicht wurden, zu edieren.
Verfügung und Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am  Meilen vom 1. Dezember 2015
(Urk. 32 S. 29 f. = Urk. 48 S. 29 f.):
1. Auf den prozessualen Antrag der Klägerin gemäss Ziffer 1 wird nicht eingetreten.
2. Die prozessualen Anträge der Klägerin gemäss Ziffer 2–4 werden abgewiesen.
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3. Der prozessuale Antrag der Klägerin gemäss Ziffer 5 wird als gegenstandslos  abgeschrieben.
4. Auf die Klage wird mit Bezug auf Rechtsbegehren Ziffer 3 nicht eingetreten. Im  wird die Klage abgewiesen.
5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'350.–. Wird auf eine Begründung des Entscheides verzichtet, reduziert sich die  auf zwei Drittel.
6. Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt.
7. Die Gerichtskosten werden mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'350.– verrechnet.
8. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beklagte keine Parteientschädigung verlangt hat.
9. Schriftliche Mitteilung
10. Rechtsmittelbelehrung [Berufung, Frist 30 Tage; Beschwerde bzgl. Dispositivziffern 5-8, Frist 30 Tage]
Berufungsanträge:
der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 47 S. 2):
"1. Der Entscheid des Bezirksgerichts Meilen sei wegen unrichtiger Feststellung des
Sachverhalts und willkürlicher antizipierter Beweiswürdigung bzgl. Disp. Ziff. 5-8 der Kollokationsklage aufzuheben und in der Sache sei neu zu entscheiden.
2. Alle Forderungen gemäss der Forderungseingabe von A._ [Klägerin], Konkurs-
Nr. ... sind zu gewähren, insbesondere die im Folgenden aufgelisteten Ansprüche:
a. Die der Klägerin gemäss Kollokationsplan gutgeheissenen Forderungen von
insgesamt CHF 33'918.95 sowie die bisher nicht berücksichtigten Pflegekosten über CHF 90'000.– seien in der ersten Klasse zu kollozieren; eventualiter in der dritten Klasse.
b. Die Forderung der Klägerin über CHF 22'506.– sei in der ersten Klasse zusätz-
lich zu kollozieren; eventualiter in der dritten Klasse.
c. Die Forderung der Klägerin über CHF 150'000.– sei in der dritten Klasse zusätz-
lich zu kollozieren.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten der Konkurs-
masse."
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Erwägungen:
1.a) Über Dr. B._, Inhaber der Einzelfirma Dr. B._, wurde mit Urteil vom
2. Oktober 2013 der Konkurs eröffnet. Die von der Klägerin, Berufungsklägerin
und Ehefrau des Konkursiten (fortan Klägerin) im eigenen Namen sowie im Na-
men der C._ GmbH im Konkurs geltend gemachten Sammelforderungen im
Totalbetrag von Fr. 2'547'267.06 (Kapitel I: Fr. 243'239.72, Kapitel II:
Fr. 1'794'866.29, Kapitel III: Fr. 475'727.–, Kapitel IV: Fr. 33'434.05; Urk. 3/6)
wurden mit Verfügung des Konkursamtes Küsnacht vom 30. Juli 2015 im Umfang
von Fr. 7'567.60 zugunsten der Klägerin und von Fr. 26'351.35 zugunsten der
C._ GmbH in der dritten Klasse zugelassen. Im Mehrumfang wurde die For-
derung in Bestand, Höhe und Rang abgewiesen (Urk. 3/2). Mit Schreiben vom
13. August 2015 reichte die Klägerin dem Konkursamt Küsnacht eine nachträgli-
che Forderung über insgesamt Fr. 829'400.55 ein (Urk. 3/17).
b) Mit Eingabe vom 20. August 2015 machte die Klägerin bei der Vorinstanz ih-
re Kollokationsklage mit den eingangs aufgeführten Rechtsbegehren anhängig
(Urk. 1). Nach der Leistung des Kostenvorschusses (Urk. 6), dem Eingang der
schriftlichen Stellungnahme der Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan Be-
klagte, Urk. 10) und der Edition der vollständigen Forderungseingabe der Klägerin
durch die Beklagte (vgl. vorstehend Ziff. 5 erstinstanzlicher prozessualer Antrag
Klägerin, Urk. 11) wurde am 23. November 2015 die Hauptverhandlung durchge-
führt (Prot. Vi = Urk. 19). Mit Verfügung und Urteil vom 1. Dezember 2015 trat die
Vorinstanz auf das Rechtsbegehren betreffend Kollokation der Forderung über
Fr. 150'000.– nicht ein und wies die Klage im Übrigen ab (Disp.-Ziff. 4.). In pro-
zessualer Hinsicht wurde auf den klägerischen Antrag betreffend Erteilung der
unentgeltlichen Rechtspflege an den Konkursiten nicht eingetreten (Disp.-Ziff. 1)
und die Anträge betreffend Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege an die Klä-
gerin, Sistierung des Verfahrens sowie Befragung des Konkursiten abgewiesen
(Disp.-Ziff. 2). Den Editionsantrag schrieb die Vorinstanz zufolge Gegenstandslo-
sigkeit ab (Disp.-Ziff. 3, vgl. Urk. 32 S. 29 f. = Urk. 48 S. 29 f.).
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c) Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin mit Eingabe vom 29. Juni 2016
fristgerecht (Urk. 34/1, Briefumschlag zu Urk. 47) Berufung mit den eingangs auf-
geführten Anträgen (Urk. 47).
d) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung - wie
nachstehend gezeigt - sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einholung
einer Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
2. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid zunächst, nach Ausle-
gung der unklaren klägerischen Rechtsbegehren sei davon auszugehen, dass die
Klägerin an der ursprünglich mit Forderungseingabe vom 12. September 2014 im
Konkurs angemeldeten Forderung von insgesamt Fr. 2'547'267.06 (Urk. 3/17)
nicht mehr vollumfänglich festhalte, sondern einzig die Aufhebung der Kollokati-
onsverfügung vom 30. Juli 2015 (mit Ausnahme der zugelassenen Forderungen
über Fr. 7'567.60 zugunsten der Klägerin und über Fr. 26'351.35 zugunsten der
C._ GmbH, Urk. 3/2), die Kollokation der ursprünglich ebenfalls eingegebe-
nen Teilforderung von Fr. 22'506.– zugunsten der Klägerin (vgl. Kapitel I ur-
sprüngliche Forderungseingabe, Ziff. 2 Rechtsbegehren Klage) sowie die zusätz-
liche Kollokation der Forderung von Fr. 150'000.– (Ziff. 3 Rechtsbegehren Klage)
verlange. Zu den streitgegenständlichen Forderungen erwog sie im Wesentlichen,
die Forderung über Fr. 150'000.– sei erst mit nachträglicher Forderungseingabe
vom 13. August 2015 zur Kollokation angemeldet worden (Urk. 3/17, Prot. S. 4),
weshalb in diesem Umfang auf die Klage mangels Vorliegens einer Kollokations-
verfügung nicht einzutreten sei (Urk. 48 S. 11 f.). Die Kollokationsklage in Bezug
auf die Sammelforderung von Fr. 22'506.– betreffend Ansprüche aus familien-
rechtlicher Unterhalts- und Unterstützungspflicht wies die Vorinstanz vollumfäng-
lich ab. Die von der Klägerin dazu teilweise angerufene "persönliche Befragung"
des Konkursiten, welche als Beweismittel lediglich als offerierte Zeugeneinver-
nahme verstanden werden könne, erweise sich als objektiv zufolge des psychi-
schen Zustandes des Zeugen und subjektiv aufgrund dessen hohen Eigeninte-
resses am Prozessausgang als untauglich, weshalb sie nicht abzunehmen sei
(Urk. 48 S. 16 ff., S. 28 f.). Zu den einzelnen Positionen der Sammelforderung er-
wog sie gestützt auf die im Recht liegenden Unterlagen, bei der Forderung im
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Umfang von Fr. 5'100.– (Grundbetrag von Fr. 850.– für sechs Monate) sei die
Übernahme der Lebenshaltungskosten des Konkursiten durch die Klägerin nicht
belegt (Urk. 48 S. 14) und sie sei - sollte sie denn doch erfolgt sein - als definitive
Mehrleistung zu qualifizieren, wofür kein Anspruch auf Ausgleichung bestehe
(Urk. 48 S. 15 f.). Das Zurverfügungstellen der ehelichen Liegenschaft, woraus
die Klägerin eine Forderung von Fr. 8'400.– (Anteil Wohnkosten für das eheliche
Einfamilienhaus von monatlich Fr. 1'400.–, Dauer sechs Monate) ableitet, sei so-
dann nicht als wesentliche Mehrleistung zu betrachten und wenn doch, sei sie
ebenfalls als definitiv zu qualifizieren, weshalb auch insofern kein Anspruch auf
Ausgleichung bestehe (Urk. 48 S. 18 ff.). Die Konkursforderung von Fr. 1'410.–
(Anteil an Wohnnebenkosten für das eheliche Einfamilienhaus von monatlich
Fr. 235.–, Dauer sechs Monate) sowie diejenige über Fr. 7'596.– (Übernahme
Miete von Fr. 1'266.– Wohnung ... [Adresse], Dauer sechs Monate) seien nicht
hinreichend belegt resp. nicht erstellt (Urk. 48 S. 22 ff.). Den Antrag auf Verfah-
renssistierung bis zur Erledigung des bei der Staatsanwaltschaft Schaffhausen
gegen D._ hängigen Strafverfahrens wies die Vorinstanz ab mit der Begrün-
dung, es sei nicht ersichtlich, inwiefern sich aus diesem Verfahren Erkenntnisse
über Bestand, Höhe und Rang der zu beurteilenden Konkursforderung ergeben
würden (Urk. 48 S. 26 f.).
3.a) Mit ihrer Berufung beantragt die Klägerin, der angefochtene Entscheid sei
"bzgl. Disp. Ziff. 5-8 der Kollokationsklage" aufzuheben und in der Sache sei neu
zu entscheiden (Berufungsantrag Ziff. 1, Urk. 47 S. 2). Der Antrag ist auslegungs-
bedürftig. Die Dispositivziffern 5 bis 8 des angefochtenen Entscheids beschlagen
die Kosten- und Entschädigungsfolgen, welche allein mit Beschwerde anzufech-
ten wären (vgl. zutreffende Rechtsmittelbelehrung in Disp.-Ziff. 10 des angefoch-
tenen Entscheids, Urk. 48 S. 30). Mit Blick auf Berufungsantrag Ziffer 2 und die
Ausführungen in der Berufungsschrift wird deutlich, dass die Klägerin den Ent-
scheid in erster Linie in der Sache anficht, indem sie die Kollokation sämtlicher
von ihr mit Forderungseingabe vom 12. September 2014 (Urk. 11) geltend ge-
machten Forderungen verlangt. Die Berufung ist somit als zutreffendes Rechts-
mittel entgegenzunehmen und Berufungsantrag Ziff. 1 ist dahingehend auszule-
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gen, als die Klägerin die Aufhebung von Dispositivziffer 4 und der Dispositivziffern
5-8 des angefochtenen Entscheids sowie neue Entscheidung verlangt.
b) Mit Berufungsantrag Ziff. 2.a beantragt die Klägerin sodann, "die der Kläge-
rin gemäss Kollokationsplan gutgeheissenen Forderungen von insgesamt
Fr. 33'918.95" [...] "seien in der ersten Klasse zu kollozieren; eventualiter in der
dritten Klasse." (Urk. 47 S. 2). Die genannte Forderung setzt sich zusammen aus
einer solchen über Fr. 7'567.60 zugunsten der Klägerin und einer solchen über
Fr. 26'351.35 zugunsten der C._ GmbH, beide zugelassen in der dritten
Klasse (vgl. Urk. 3/1 S. 5; Urk. 3/2). In der Berufungsschrift führt die Klägerin im
Widerspruch zum Berufungsantrag aus, die Kollokation der Forderung von
Fr. 26'251.35 zugunsten der C._ GmbH werde nicht angefochten (Urk. 47
S. 3). Entsprechend ist auch mit Blick auf ihre diesbezüglich fehlende Aktivlegiti-
mation zu ihren Gunsten davon auszugehen, dass sie mit Berufungsantrag
Ziff. 2.a entgegen dessen Wortlaut lediglich die Kollokation der bereits zugelasse-
nen Forderung von Fr. 7'567.60 in der ersten statt der dritten Klasse verlangt.
c) Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist somit die Kollokation
aller gemäss Forderungseingabe der Klägerin vom 12. September 2014 geltend
gemachten Forderungen im Gesamtbetrag von Fr. 2'547'267.06 - mit Ausnahme
der mit Kollokationsverfügung zugelassenen Forderung von Fr. 26'351.35 -, die
Kollokation der Forderung von Fr. 150'000.– sowie die Beanspruchung der ersten
statt der dritten Klasse für die bereits zugelassene Forderung von Fr. 7'567.60.
Hinsichtlich der prozessualen Anträge wird von der Klägerin die Abweisung ihres
Sistierungsantrags beanstandet, während die übrigen prozessualen Anträge un-
angefochten blieben.
4. Prozessgegenstand erstinstanzliches Verfahren
a) Die Klägerin bringt mit ihrer Berufung zunächst vor, im angefochtenen Ent-
scheid sei zu Unrecht davon ausgegangen worden, sie wolle nicht mehr an der
ursprünglich im Konkurs geltend gemachten Forderung von Fr. 2'547'267.06 fest-
halten. Vielmehr sei genau dies der Fall. Die entsprechenden Anträge seien
schon bezüglich des Kollokationsplans gestellt worden. Zudem habe sie in
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Rechtsbegehren Ziffer 4 der Kollokationsklage die Edition der vollständigen For-
derungseingabe verlangt (Urk. 47 S. 7). Nach Ansicht der Klägerin hätte sich die
Vorinstanz insbesondere auch mit der Forderung bezüglich der Pflegekosten von
Fr. 90'000.– auseinandersetzen müssen. Diesbezüglich habe die Vorinstanz die
eingereichten klägerischen Urkunden (Urk. 3/7-12) nicht gewürdigt und dadurch
die Verfahrensvorschriften, insbesondere das Verbot der Rechtsverweigerung
und der willkürlichen antizipierten Beweiswürdigung, verletzt (Urk. 47 S. 9 ff).
b) Dem Einwand der Klägerin ist nicht zu folgen. In ihrer Klageschrift vom
20. August 2015 liess sie ausdrücklich festhalten, dass sich die Kollokationsklage
auf die Durchsetzung von nachvollziehbaren, gemäss der Lebenserfahrung not-
wendigerweise angefallene Kosten beschränke, welche von der Kollokationsklä-
gerin in den letzten sechs Monaten vor der Konkurseröffnung beglichen worden
seien. Im Anschluss an diesen Hinweis folgt in der Rechtsschrift die Bezifferung
und Begründung der behaupteten Ansprüche der Klägerin betreffend die Sammel-
forderung von Fr. 22'506.– und die Darlehensforderung von Fr. 150'000.– (Urk. 1
S. 7 ff.). Auf sämtliche übrigen Positionen der ursprünglichen Forderungseingabe
der Klägerin wird in der Klageschrift mit keinem Wort eingegangen, weshalb inso-
fern konkrete Behauptungen vollends fehlen. Zutreffend legte die Vorinstanz da-
her die Rechtsbegehren der Klägerin dahingehend aus, dass sie zum Einen die
Aufhebung der Kollokationsverfügung vom 30. Juli 2015 (mit Ausnahme der zuge-
lassenen Forderungen über Fr. 7'567.60 zugunsten der Klägerin und über
Fr. 26'351.35 zugunsten der C._ GmbH) verlangt und zum Anderen die Kol-
lokation der Teilforderung von Fr. 22'506.– in der ersten Klasse, eventualiter in
der dritten Klasse, und der Forderung von Fr. 150'000.– in der dritten Klasse zu
ihren Gunsten fordert. Ein darüber hinausgehendes Rechtsbegehren, namentlich
ein solches zur Kollokation der eingegebenen Gesamtforderung von
Fr. 2'547'267.06 (Urk. 3/2), wurde vor Vorinstanz weder gestellt noch begründet
und war somit erstinstanzlich nicht Prozessgegenstand. Daran ändert nichts, dass
die Klägerin mit ihrer Klage die Edition der vollständigen Forderungseingabe mit
sämtlichen Beilagen beantragte (Rechtsbegehren Ziffer 4, Urk. 1 S. 2), wie sie
nunmehr geltend macht (Urk. 47 S. 7). Dabei handelt es sich um einen pro-
zessualen Antrag zwecks Vervollständigung der Akten sowie zu Beweiszwecken
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der konkret behaupteten Forderungen. Ein materieller Antrag auf Kollokation der
Gesamtforderung über Fr. 2'547'267.06 oder Teilforderungen derselben lässt sich
daraus jedoch in keiner Weise ableiten. Sodann sind zu den Akten gereichte Ur-
kunden, zu welchen Behauptungen fehlen und aus welchen keine Ansprüche ab-
geleitet werden, nicht entscheidrelevant und daher im Entscheid nicht zu würdi-
gen.
c) Dies gilt insbesondere auch für die behaupteten Pflegekosten im Umfang
von Fr. 90'000.–, welche die Klägerin für den Konkursiten habe tragen müssen
(Urk. 47 S. 9). Sie waren Teil der unter dem Titel "Kapitel I" beim Notariat, Grund-
buch- und Konkursamt Küsnacht von der Klägerin eingereichten Forderungsein-
gabe vom 12. September 2014 (Urk. 11, Urk. 3/14). In der Forderungsaufstellung
der Klageschrift aber sind sie nicht mehr aufgeführt (Urk. 1 S. 7 f. Ziff. 12) und in
Urk. 3/14 auch nicht "handschriftlich eingekreist" (vgl. Hinweis zu BO: "Sepa-
rataufstellung der Forderungseingabe vom 12. September 2014 / Kapitel I mit
handschriftlichen Einkreisungen; Urk. 1 S. 8). In Ziffer 10 der Klageschrift wird so-
dann die gesundheitliche Situation des Konkursiten geschildert und mit verschie-
denen ärztlichen Zeugnissen und Berichten untermauert (Urk. 3/8-12). Die Kläge-
rin liess ausführen, es sei ersichtlich, dass der Konkursit krank gewesen und nur
von seiner Frau, der Klägerin, betreut worden sei (Urk. 1 S. 6). Daraus wird weiter
unten in der Klageschrift unter anderem abgeleitet, die Klägerin habe materielle
Beistandspflichten nach Art. 163 ZGB im Sinne einer Vorleistung getätigt, welche
zurückzuerstatten seien (Urk. 1 S. 12 f.), womit der klägerische Anspruch auf Kol-
lokation der Positionen 1 bis 4 der Forderung von insgesamt Fr. 22'506.00 in der
ersten Klasse begründet wird (Urk. 1 S. 7 f.). Behauptungen zu den Pflegekosten
von Fr. 90'000.– sind jedoch weder in Ziffer 10 der Klageschrift noch andernorts
ersichtlich. Entgegen der klägerischen Auffassung hat die Vorinstanz die entspre-
chenden Kosten denn auch nicht im angefochtenen Entscheid gewürdigt; die Aus-
führungen in Erwägung 7.2. des vorinstanzlichen Entscheids betreffen vielmehr
die Wohnkosten für das eheliche Einfamilienhaus (Urk. 48 S. 19 f.). Ob diesbe-
züglich die Klägerin mit ihrer Berufung auch die fehlende Zeugeneinvernahme
des Konkursiten rügen will, wird aus ihren Ausführungen nicht hinreichend deut-
lich (Urk. 47 S. 10). Die Rüge ginge ohnehin fehl, da ohne Behauptungen keine
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Beweise abzunehmen sind. Insgesamt liegt demnach in der Nichtbehandlung der
Pflegekosten, wie auch der übrigen Positionen der ursprünglichen Forderungs-
eingabe der Klägerin im angefochtenen Entscheid weder eine Rechtsverweige-
rung noch eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung durch die Vorinstanz
(Urk. 47 S. 10). Insofern ist die Berufung abzuweisen.
5. Klageänderung
a) War die Gesamtforderung von Fr. 2'547'267.06 gemäss ursprünglicher For-
derungseingabe vom 12. September 2014 nicht Gegenstand des erstinstanzli-
chen Verfahrens, macht die Klägerin mit ihrer Berufung einen weiteren Anspruch
zur Klage geltend. Zusätzlich zu den erstinstanzlichen Anträgen verlangt sie neu
die Kollokation der Forderungen über Fr. 220'733.72 in der ersten Klasse
(Fr. 243'239.72 ./. Fr. 22'506.–; vgl. Forderungseingabe Kapitel I; Urk. 11,
Urk. 3/14), der Forderungen von Fr. 1'794'866.29 (Forderungseingabe Kapitel II;
Urk. 11), davon Fr. 7'567.60 in der ersten Klasse, der Forderungen von
Fr. 475'727.00 (Forderungseingabe Kapitel III; Urk. 11) sowie von Fr. 33'434.05
zugunsten der C._ GmbH (Forderungseingabe Kapitel IV; Urk. 11).
b) Insofern liegt eine Klageänderung vor. Diese ist unter bestimmten Voraus-
setzung im Rahmen des Berufungsverfahrens zulässig (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO
i.V.m. Art. 227 Abs. 1 ZPO). Indes gilt auch hinsichtlich der neuen Anträge die
Begründungspflicht. In der Berufungsschrift sind die Behauptungen in analoger
Anwendung von Art. 221 ZPO bestimmt und vollständig aufzustellen und es ist
darzulegen, gestützt auf welche Sachverhaltselemente und Rechtsgrundlagen
sich die Anträge rechtfertigen (Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm.,
Art. 311 N 36).
c) Diese Begründung ist die Klägerin in ihrer Berufung vollends schuldig ge-
blieben. Sie beschränkt sich darauf zu rügen, dass die fraglichen Forderungen
von der Vorinstanz nicht beachtet worden seien, bringt aber materiell keine Be-
hauptungen zur Begründung der Ansprüche vor. Mit einem schlichten Verweis auf
ihre Forderungseingabe an das Konkursamt Küsnacht vom 12. September 2014
(Urk. 11, Urk. 47 S. 7, Urk. 50/3) vermag sie jedenfalls ihrer Begründungspflicht
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im Rahmen der Berufung nicht zu genügen. Dies gilt namentlich auch für die gel-
tend gemachten Pflegekosten im Umfang von Fr. 90'000.–, welche mit Hinweis
auf die schwere Erkrankung des Konkursiten und dessen dauerhafte Leistungsun-
fähigkeit (Urk. 3/7-12) sowie auf einen Zeitungsartikel zu Pflegekosten für medizi-
nisches Personal im Allgemeinen (Urk. 3/14 S. 5, Urk. 11 Kapitel I, Beilage 20)
weder betragsmässig noch hinsichtlich der Anspruchsbegründung auch nur an-
satzweise substantiiert dargelegt sind (Urk. 47 S. 9). Schliesslich begründet die
Klägerin in der Berufungsschrift mit keinem Wort, inwiefern die bereits zuerkannte
Forderung von Fr. 7'567.60 in der ersten statt in der dritten Klasse zu kollozieren
sei (Urk. 47). Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, auf die Frage der Zulässig-
keit der mit der Berufung vorgebrachten neuen Behauptungen (Noven; Art. 317
Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 227 Abs. 1 ZPO) einzugehen.
d) Mangels hinreichender Begründung der neuen Anträge (Berufungsantrag
Ziff. 2 Ingress und Ziff. 2.a) sind insofern die Anforderungen an eine rechtsgültige
Berufungsschrift nicht erfüllt, weshalb im Umfang der mit der Klageänderung er-
hobenen Rechtsbegehren auf die Berufung nicht einzutreten ist (Reetz/Theiler, in:
Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 311 N 38; BGer 5A_205/2015 vom 22. Ok-
tober 2015, E. 5.2.; BGer 5A_82/2013 vom 18. März 2013, E. 3.4.).
6. Kollokation Darlehensforderung von Fr. 150'000.–
a) Die Klägerin beanstandet mit ihrer Berufung sodann, entgegen der Feststel-
lung der Vorinstanz sei die Forderung von Fr. 150'000.– aus Darlehensvertrag -
wie bereits mit der Klage behauptet (Urk. 1 S. 9) - Bestandteil der Gesamtforde-
rung gewesen, welche mit Kollokationsverfügung des Konkursamtes Küsnacht
vom 30. Juli 2015 (Urk. 3/2) beurteilt worden sei (Urk. 47 S. 7 f.), und verlangt
entsprechend deren Kollokation. Es liege eine schriftliche Schuldanerkennung
des Konkursiten vor (Urk. 3/15+16, Urk. 1 S. 8 f., Urk. 47 S. 7 f.).
b) Die Klägerin bringt weder in der Klage- noch in der Berufungsschrift vor, un-
ter welchem Kapitel (I-IV) sie in ihrer Forderungseingabe vom 12. September
2014 (Urk. 3/6, Urk. 11) die Forderung von Fr. 150'000.– aus Darlehensvertrag
gegenüber dem Konkursamt geltend gemacht habe (Urk. 1 S. 9, Urk. 47 S. 7 f.).
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Diese geht denn auch weder aus der Aufstellung zu Kapitel II mit dem Titel "Di-
verse Schulden von 1973 - 2014 von B._ gegenüber seiner Ehefrau
A._" (Urk. 11 Register 2), noch aus derjenigen zu Kapitel III ("Zahlungen von
C._ GmbH und vom Privatdarlehen, bezahlt für B._ von 2010 bis August
2014"; Urk. 11 Register 3) hervor. Auch in Kapitel I ("Forderungen aus familien-
rechtlichen Unterhalts- und Unterstützungsansprüchen im ersten Rang";
Urk. 3/14, Urk. 11 Register 1) und Kapitel IV ("Kundenzahlungen von 2010 &
2011, die auf das Konto von B._ überwiesen wurden, anstatt auf das Konto
von C._ GmbH"; Urk. 11 Register 4) ist sie nicht aufgeführt. In den Akten er-
wähnt wird die Forderung erstmals im Schreiben der Klägerin an das Notariat,
Grundbuch- und Konkursamt Küsnacht vom 13. August 2015, mit welchem sie ih-
re nachträgliche Forderungseingabe mit den entsprechenden Belegen einreichte.
Unter Ziff. 6 "Bestätigung des Darlehens vom 23.2.2010 amtlich beglaubigt" sind
Fr. 150'000.– aufgeführt (Urk. 3/17, Urk. 50/4). Anlässlich der Hauptverhandlung
vom 23. November 2015 dazu befragt, ob sie die Forderung über Fr. 150'000.–
bereits ursprünglich eingegeben habe, verneinte die Klägerin dies (Prot. Vi S. 4 =
Urk. 19 S. 4). Ihre Behauptung, die Darlehensforderung von Fr. 150'000.– sei be-
reits in der Forderungseingabe über Fr. 2'547'267.06 (Urk. 3/6) enthalten (Urk. 1
S. 9, Urk. 47 S. 7 f), ist somit nicht erstellt. Gestützt auf die eingereichten Unterla-
gen ist vielmehr davon auszugehen, dass die Klägerin das Darlehen von
Fr. 150'000.– erst mit der nachträglichen Forderungseingabe vom 13. August
2015 zur Kollokation anmeldete (Urk. 48 S. 11/12). Folglich war diese nicht Ge-
genstand der Kollokationsverfügung vom 30. Juli 2015 (Urk. 3/2), weshalb es in
Bezug auf die nachträglich eingereichte Darlehensforderung an einer formellen
Voraussetzung zur Erhebung der Kollokationsklage fehlt. Zutreffend trat die Vo-
rinstanz in diesem Umfang auf die Klage nicht ein. Die Berufung ist in diesem
Punkt abzuweisen und das angefochtene Urteil zu bestätigen (Urk. 48 S. 12 f.,
30).
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7. Kollokation Sammelforderung von Fr. 22'506.–
a) Mit Berufungsantrag Ziff. 2.b. verlangt die Klägerin - wie bereits vor Vor-
instanz - die Kollokation ihrer Sammelforderung von Fr. 22'506.– in der ersten
Klasse, eventualiter in der dritten Klasse (Urk. 47 S. 2).
b) In der Berufungsschrift fehlt eine Begründung des fraglichen Antrags voll-
ends. Wie bereits vorstehend zur Klageänderung ausgeführt, ist im Rahmen der
Berufungsbegründung darzulegen, weshalb die in der Berufungsschrift aufgeführ-
ten Berufungsanträge gestellt werden und gestützt auf welche Sachverhaltsele-
mente und Rechtsgrundlagen sich diese Berufungsanträge rechtfertigen. Der Be-
rufungskläger hat sich mit der Begründung des erstinstanzlichen Entscheids aus-
einanderzusetzen; das Gericht muss den angefochtenen Entscheid nicht von sich
aus auf Mängel untersuchen, es sei denn, der Sachverhalt sei geradezu willkür-
lich festgestellt oder das Recht sei geradezu willkürlich angewandt worden
(Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 311 N 36). Die Berufung
ist insofern unzureichend, setzt sich die Klägerin doch mit keinem Wort mit der
einlässlichen Begründung im angefochtenen Entscheid zu den einzelnen Positio-
nen der fraglichen Sammelforderung auseinander (vgl. vorstehend E. 2 S. 5/6;
Urk. 48 S. 14 ff., E. 6-9; Urk. 47 S. 10). Willkür hinsichtlich der Sachverhaltsfest-
stellung und Rechtsanwendung durch die Vorinstanz liegt nicht vor. Mit der feh-
lenden Begründung des Antrags Ziff. 2.b fehlt es an einer Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
8. Sistierungsantrag
a) Ferner bringt die Klägerin berufungsweise vor, die Vorinstanz sei im ange-
fochtenen Entscheid fälschlicherweise davon ausgegangen, beim Grund für die
beantragte Sistierung handle es sich um ein Strafverfahren gegen D._. Es
gehe vielmehr um eine paulianische Anfechtungsklage in Bezug auf die Übertra-
gung der Liegenschaft an der E._-strasse ... in ... [Ortschaft] an die Klägerin.
Der Gläubiger, D._, habe sich diesen Anspruch fristgerecht abtreten lassen
(Urk. 3/3 Ziff. 7, 8). Ausserdem sei in Bezug auf den Schuldbrief zulasten dieser
Liegenschaft ein Prozess am Bezirksgericht Meilen (Kläger: D._) pendent.
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Es handle sich somit um eine nicht richtig abgewickelte Übertragung einer Lie-
genschaft, welche im Eigentum des Konkursiten liege (Urk. 47 S. 8 f.).
b) Die Klägerin stellte den entsprechenden Sistierungsantrag anlässlich der
Hauptverhandlung vom 23. November 2015. Zur Begründung verwies sie aus-
drücklich auf ein hängiges Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Schaffhau-
sen gegen D._ (Prot. Vi S. 3 = Urk. 19 S. 3). Inwiefern die Vorinstanz dies-
bezüglich den Sachverhalt unrichtig festgestellt habe, ist unerfindlich. In der Kla-
geschrift wird zwar auf den erwähnten paulianischen Anfechtungsanspruch von
D._ im Zusammenhang mit der Übertragung der Liegenschaft an der
E._-strasse ... an die Klägerin sowie auf einen beim Bezirksgericht Meilen
hängigen Prozess in Bezug auf einen Schuldbrief zulasten der fraglichen Liegen-
schaft hingewiesen. Dieser Hinweis erfolgte aber im Zusammenhang mit der an-
begehrten Kollokation der Darlehensforderung von Fr. 150'000.– (Urk. 1 S. 8 f.),
ein Rechtsbegehren, auf welches im angefochtenen Entscheid wie ausgeführt zu
Recht nicht eingetreten wurde. Folglich hätte eine Sistierung, selbst wenn sie mit
dem hängigen Anfechtungsprozess begründet worden wäre, den Verlauf des erst-
instanzlichen Prozesses nicht begünstigt. Auch in diesem Punkt ist der Berufung
somit kein Erfolg beschieden.
9. Zusammenfassend erweist sich die Berufung der Klägerin mit Bezug auf die
Berufungsanträge Ziff. 1 und Ziff. 2.c (Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 4 [Nichtein-
treten und Abweisung Klage], Neuregelung Kosten- und Entschädigungsfolgen)
sowie die Abweisung des Sistierungsantrages als unbegründet, weshalb sie ab-
zuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen ist. Hinsichtlich der übri-
gen Berufungsanträge (Ziff. 2 Ingress, Ziff. 2.a und 2.b) ist auf die Berufung nicht
einzutreten.
10. Die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden in Anwendung
von Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Klägerin auferlegt und der Verzicht
der Beklagten auf eine Prozessentschädigung vorgemerkt (vgl. Dispositiv-Ziffern
5-8, Urk. 48 S. 30). Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der vorinstanz-
liche Entscheid zu bestätigen. Entsprechend hat es mit der dort getroffenen Kos-
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ten- und Entschädigungsregelung sein Bewenden; die Berufung ist in diesem Um-
fang - wie vorstehend ausgeführt - abzuweisen.
11.a) Der Streitwert der Kollokationsklage entspricht der mutmasslichen Kon-
kursdividende (BSK SchKG II-Hierholzer, Art. 250 N 49). Die Gesamtschätzungs-
summe der Aktiven im prozessgegenständlichen Konkurs beläuft sich auf
Fr. 30'000.– (Urk. 3/3 S. 8). Der von der Klägerin erstinstanzlich bezifferte Streit-
wert von Fr. 22'506.– im Umfang der in der ersten Klasse anbegehrten Kollozie-
rung erweist sich angesichts des mutmasslichen Verwertungserlöses der Aktiven
von Fr. 30'000.–, abzüglich der mutmasslichen Verwertungs- und Konkursmasse-
kosten (Urk. 1 S. 4) als zutreffend. Die mit der Berufung erfolgte Klageänderung
hat entgegen der klägerischen Ansicht (Urk. 47 S. 4) auf den Streitwert keinen
Einfluss, entspricht die mutmassliche Konkursdividende doch derjenigen vor ers-
ter Instanz (Urk. 48 S. 29).
b) Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist in Anwendung der Gebührenver-
ordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG) auf Fr. 2'500.–
festzusetzen (§ 12 GebV OG i.V.m. § 4 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG) und
ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen. Für das Berufungsverfahren sind
keine Parteientschädigungen zuzusprechen, der Klägerin zufolge ihres Unterlie-
gens, der Beklagten mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 95
Abs. 3 ZPO).