Decision ID: 221fdec5-a82d-4492-b8bd-72e6d64d1bed
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Mit Gesuch vom 16. März 2007 beantragte A. beim Eidgenössischen  (nachfolgend „Untersuchungsrichteramt“) eine  nach Spanien für die Zeit vom 29. März 2007 bis 9. April 2007 (act. 1.3).
B. Mit Verfügung vom 22. März 2007 wies das Untersuchungsrichteramt  Antrag ab (act. 1.1).
C. Gegen diesen Entscheid reichte A. am 27. März 2007 bei der I. Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde ein und beantragt, die Verfügung des Untersuchungsrichteramtes vom 22. März 2007 sei  und es sei ihm nach Bezug des Reisepasses Nr. B. beim  für die Zeit vom 29. März 2007 bis und mit 9. April 2007 die Ausreise nach Spanien zu bewilligen. Der Entscheid betreffend die  Anträge sei superprovisorisch zu erlassen, unter Kosten- und . Er begründet die Anträge im Wesentlichen mit dem Besuch bei seiner kranken Mutter in Spanien. Dafür sei er auf seinen  angewiesen (act. 1).

Die Präsident der I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Der vorsorgliche Rechtsschutz im Beschwerdeverfahren ist im  über die Bundesstrafrechtspflege vom 15. Juni 1934 („BStP“) lediglich in dem Sinne geregelt, als Art. 218 BStP die Möglichkeit der Anordnung der aufschiebenden Wirkung vorsieht, um den Vollzug einer angefochtenen Verfügung zu hemmen. Die Erteilung der aufschiebenden Wirkung hat also den Zweck, den vor der angefochtenen Verfügung bestehenden sachlichen oder rechtlichen Zustand für die Dauer des Beschwerdeverfahrens zu  bzw. zu sichern. In der BStP nicht vorgesehen sind im  vorsorgliche Massnahmen im Sinne einer Veränderung des  Zustandes.
2. Art. 245 BStP erklärt im Bereiche der Verfahrenskosten die Vorschriften
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 („BGG“) für sinngemäss anwendbar, weshalb sich die Frage rechtfertigt, ob analog dazu eine sinn-
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gemässe Anwendung des BGG dort in Frage kommt, wo in der BStP  Bestimmungen über den vorsorglichen Rechtsschutz fehlen. Eine  Regelung ist in Art. 104 BGG enthalten. Gemäss Art. 104 BGG kann demnach im Beschwerdeverfahren von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei eine vorsorgliche Anordnung getroffen werden, um den  Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen einstweilen . Bei den bedrohten Interessen kann es sich nur um  Interessen, d. h. solche Interessen handeln, welche für das  von Bedeutung und deshalb rechtlich schützenswert sind, wie z. B. Anträge auf Beweissicherung etc..
3. Der Gesuchsteller führt aus, dass er vom 29. März 2007 bis und mit 9. April
2007 seine kranke Mutter in Spanien besuchen und mit seinen Töchtern Ferien machen möchte, persönlich sehr verständliche und wichtige , andererseits aber ausschliesslich familiär motiviert und ohne  mit dem Strafverfahren. Es handelt sich deshalb nicht um  Interessen im Sinne von Art. 104 BGG; es kann deshalb offen bleiben, ob Art. 104 BGG überhaupt im vorliegenden Beschwerdeverfahren Anwendung finden kann. Das Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Verfügung ist demnach abzuweisen.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Gesuchsteller als  Partei. Er hat somit in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 BGG die  zu tragen. Die Kosten des vorliegenden Entscheids bleiben bei der Hauptsache.
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