Decision ID: 686386a7-f296-4136-87d1-f1fb2c99b59f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend banden- und gewerbsmässigen Diebstahl etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Strafgericht, vom 21. November 2013 (DG130014)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 3. Juli 2013
(Urk. 14/7) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
− des bandenmässigen und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von
Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB und Art. 139 Ziff. 3
Abs. 2 StGB;
− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1
StGB;
− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.
2. Vom Vorwurf des versuchten Diebstahls, der versuchten Sachbeschädigung
sowie des versuchten Hausfriedensbruchs zum Nachteil der B._ AG
und der C._ AG (Anklageziffer 2a) wird der Beschuldigte freigespro-
chen.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 Jahren und 4 Monaten Freiheitsstrafe
teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl des Amtsgerichts Bielefeld
vom 8. März 2010 (Geschäfts-Nr. Cs 46 Js 56/10) ausgefällten Strafe, wo-
von 255 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
4. Der mit Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz
vom 28. März 2013 beschlagnahmte (und mit Schreiben der Staatsanwalt-
schaft des Kantons Schwyz vom 22. April 2013 reduzierte) Betrag von
Fr. 1'054.95 (entsprechend Fr. 255.15 und € 650.–) wird eingezogen. Der
eingezogene Bargeldbetrag wird zur Verfahrenskostendeckung verwendet.
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5. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der
Privatklägerin 7 (C._ AG) im Betrag von Fr. 520.35 sowie diejenige der
D._ Versicherungsgesellschaft [Schaden Nr. ...] im Betrag von
Fr. 3'805.30 anerkannt hat.
6. Die E._ Genossenschaft (..., Schaden-Nr. ...) wird für ihre Schadener-
satzforderung auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
7. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-
Profiles des Beschuldigten im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes an-
geordnet. Die Kantonspolizei Zürich wird mit dem Vollzug beauftragt.
8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–. Die weiteren Kosten be-
tragen:
Fr. 1'000.– Gebühr Strafuntersuchung
Fr. 6'000.80 ausserkantonale Untersuchungskosten
9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem
Beschuldigten auferlegt.
10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Umfang von insgesamt
Fr. 9'324.55, die Rechtsanwalt lic.iur. Y._, ... [Adresse] bereits ausbe-
zahlt wurden, werden auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt
eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
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Berufungsanträge:
a) Der amtlichen Verteidigung:
(Urk. 73 S. 1)
1. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 21.11.2013 teilweise aus-
gefällte Zusatzstrafe zum Strafbefehl des Amtsgerichts Bielefeld vom
08.10.2010 von 40 Monaten Freiheitsstrafe sei auf 36 Monate Frei-
heitsstrafe zu reduzieren.
2. Im übrigen sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.
3. Die Kosten, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung seien
nach Obsiegen und Unterliegen zu verteilen, jedoch zufolge ausgewie-
sener Bedürftigkeit des Appellanten auf die Staatskasse zu nehmen.
b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft See/Oberland:
(Urk. 68 S. 1)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
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Erwägungen:
I. Verfahrensablauf und Prozessuales
1. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksge-
richts Uster vom 21. November 2013 liess der Beschuldigte mit Eingabe vom
24. November 2013 gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO rechtzeitig Berufung anmelden
(Urk. 54). Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde dem Verteidiger des Be-
schuldigten am 14. Januar 2014 zugestellt (Urk. 59). Innerhalb der gesetzlichen
Frist nach Art. 399 Abs. 3 StPO reichte der Verteidiger die Berufungserklärung
vom 28. Januar 2014 bei der hiesigen Berufungsinstanz ein (Urk. 62). Innert an-
gesetzter Frist gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO (Urk. 63 und 64/5) erhob die
Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 10. Februar 2014 Anschlussberufung
(Urk. 65), welche sie jedoch am 2. April 2014 (Datum Poststempel) zurückzog
(Urk. 68), was mittels Beschluss vorzumerken ist. Beweisanträge wurden von kei-
ner Partei gestellt, so dass in der Folge zur Berufungsverhandlung auf den
19. August 2014 vorgeladen wurde (Urk. 69), zu welcher der Beschuldigte (vorge-
führt aus dem vorzeitigen Strafvollzug) mit seinem amtlichen Verteidiger (Urk. 63)
erschien (Prot. II, S. 4).
2. In seiner schriftlichen Berufungserklärung schränkte der Verteidiger die Be-
rufung auf die Strafzumessung beziehungsweise auf das verhängte Strafmass ein
und beantragte, es sei das vorinstanzliche Urteil derart abzuändern, dass eine
Freiheitsstrafe von nicht mehr als 36 Monaten zu verhängen sei, wobei über eine
Aufsplittung des Strafvollzugs in einen teilbedingten und unbedingten Teil zu ent-
scheiden sei (Urk. 62, S. 2). Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte der
Verteidiger nur noch eine Reduktion der Freiheitsstrafe von 40 auf 36 Monate
(Urk. 73, S. 1; Prot. II, S. 4). Die Staatsanwaltschaft See / Oberland ihrerseits be-
antragte Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 68; Prot. II, S. 5).
3.1. Auf die Argumente der Verteidigung ist im Rahmen der nachstehenden Er-
wägungen einzugehen. Dabei muss sich das Gericht nicht ausdrücklich mit jeder
tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen;
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vielmehr kann es sich auf die für die Entscheidfindung wesentlichen Gesichts-
punkte beschränken (BGE 138 I 232, E. 5.1. mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-
richts 6B_484/2013, E. 3.2. vom 3. März 2014).
3.2. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-
schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dement-
sprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche
Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO), das heisst, die
Berufung wird entsprechend der Berufungserklärung des Beschuldigten im Sinne
von Art. 399 Abs. 4 lit. b StPO auf die Bemessung der Strafe beschränkt. Auch
wenn das Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es
am Ende ein insgesamt neues Urteil, worin die neu überprüften und die (teil-)
rechtskräftigen Punkte bezeichnet werden (vgl. hierzu Eugster in: Nig-
gli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, Basel 2011, Art. 402, N 2; Niklaus Schmid, Handbuch des schweizeri-
schen Strafprozessrechts, 2. A., Zürich/St. Gallen 2013, N 1547 und 1549).
4. Unangefochten sind entsprechend der Berufungserklärung des Beschuldig-
ten (Urk. 62) demnach die Dispositiv Ziffern 1 (Schuldspruch), 2 (Freispruch), 4
(Einziehung Bargeldbetrag), 5 und 6 (Zivilpunkt), 7 (DNA-Probe) sowie 8 bis 10
(Kosten- und Entschädigungsfolgen). Die Rechtskraft dieser Regelungen ist vorab
mit Beschluss festzustellen. Zusätzlich zum Urteil vom 21. November 2013 be-
schloss die Vorinstanz gleichentags, dass das Verfahren gegen den Beschuldig-
ten in Bezug auf verschiedene Delikte der Anklageziffern 1 und 1a infolge Verjäh-
rung einzustellen sei (Urk. 51). Da dieser Beschluss nicht angefochten wurde, ist
dessen Rechtskraft in Nachachtung des Urteils des Bundesgerichts 6B_991/2013
vom 24. April 2014 E. 2.5 ebenfalls mittels Beschluss festzustellen.
II. Strafzumessung
1. Betreffend die allgemeinen Regeln der Strafzumessung und die lex mitior
kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk.
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60, S. 9 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend bleibt lediglich darauf hinzuweisen,
dass das neue Recht in conreto insbesondere auch deshalb auf die Deliktsbege-
hung vom Oktober 2005 (Anklageziffer 1) Anwendung findet, weil nach dem neu-
en Recht der bedingte beziehungsweise teilbedingte Vollzug der Freiheitsstrafe
grundsätzlich möglich ist, auch wenn er im konkreten Fall infolge ungünstiger
Prognose, respektive dem Fehlen von besonders günstigen Umständen, nicht
gewährt werden kann (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichtes 6B_681/2012 vom
12. März 2012, E. 1.3. m.H. und Urteil des Bundesgerichts 6B_540/2007 vom 16.
Mai 2008, E. 3.5. und 4.1.). Im Einzelnen wird darauf bei der konkreten Strafzu-
messung zurückzukommen sein.
2. Die Vorinstanz hat ebenfalls einlässlich und sehr sorgfältig das Vorgehen
zur Bildung einer Gesamtstrafe dargelegt, worauf ebenfalls verwiesen werden
kann (Urk. 60, S. 11 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Gestützt auf die Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist bei der Bildung einer Gesamtstrafe im Falle teilweiser retro-
spektiver Konkurrenz nach Art. 47 ff. StGB sowie Art. 49 StGB danach zu unter-
scheiden, ob die vor dem ersten Entscheid oder die danach begangene Tat
schwerer wiegt. Wiegt die nach der ersten Verurteilung verübte Tat schwerer, so
ist im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zunächst eine hypothetische Gesamt-
strafe 1 für diejenige Tatgruppe zu bilden, die als Ganzes schwerer wiegt, und
alsdann eine Gesamtstrafe 2 für die andere Tatgruppe. Dabei ist die Zusatzstrafe
zum ausländischen Urteil aus der Differenz zwischen der hypothetischen Ge-
samtstrafe für diejenige Tatgruppe, zu der die Erstverurteilung gehört, und der be-
reits mit diesem Urteil ausgesprochenen Strafe zu ermitteln (Urteil des Bundesge-
richts 6B_446/2013 vom 17. Dezember 2013, E. 1.3.1.; Urteil des Bundesgerichts
6B_390/2012 vom 18. Februar 2013, E. 4.3.1. m.H. und E. 4.3.2. sowie BGE 132
IV 102, E. 8.3.).
Hierzu bleibt der Vollständigkeit halber lediglich anzumerken, dass ausländische
Urteile auch bei der Anwendung neuen Rechts weiterhin zu berücksichtigen sind,
wenn sie bezüglich Strafwürdigkeit des Verhaltens, Mass der verhängten Strafe
und Verfahrensgerechtigkeit den Grundsätzen des schweizerischen Rechts ent-
sprechen (Urteile des Bundesgerichts 6B_857/2010 vom 4. April 2011, E. 5.3. und
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6B_244/2010 vom 4. Juni 2010), so dass in Übereinstimmung mit der von der
Vorinstanz angeführten Lehre und gemäss ständiger Rechtsprechung des Bun-
desgerichts eine Zusatzstrafe auch zu einem ausländischen Urteil ausgefällt wer-
den kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_295/2012 vom 15. Februar 2012, E. 5.5.;
BGE 132 IV 102, E. 8.2. m.H.).
3. Die Vorinstanz hält fest, dass vorliegend vier Einbruchdiebstähle zu beurtei-
len sind, die teils vor (Anklageziffer 1) und teils nach dem Strafbefehl des Amtsge-
richts Bielefeld vom 8. März 2010 begangen wurden (Anklageziffern 2, 3 und 4).
Schematisch kann dies wie folgt dargestellt werden:
Urteil (8.3. 2010) I
Okt. 2005 6.12. 2009 Apr. 2011 - Okt. 2012 ... Bielefeld ... / ... / ... (Ankl. ziff. 1) (Ankl.ziff. 2, 3, 4)
Tatgruppe 2 Tatgruppe 1
Sie bewertete abstrakt alle je für sich alleine als gleich schwer, hielt jedoch dafür,
dass die Einbruchdiebstähle zwischen April 2011 und Oktober 2012 (Anklagezif-
fern 2, 3 und 4) als Tatgruppe schwerer wiegen als der Einbruchdiebstahl vom
Oktober 2005, weshalb sie zunächst eine Gesamtstrafe 1 für die Tatgruppe 1 (De-
likte nach der Erstverurteilung) bestimmte (Urk. 60, S. 11 f. E. 4.6.).
4.1. Gemäss den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich des
massgeblichen Strafrahmens für die Tatgruppe 1 bildet die in Art. 139 Ziff. 1 StGB
i.V.m. Art. 139 Ziff. 3 Abs. 2 StGB vorgesehene Bestrafung des bandenmässigen
Diebstahls mit einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter
180 Tagessätzen den vorliegend zu beachtenden Strafrahmen. Die zusätzliche
Qualifikation der Gewerbsmässigkeit wirkt sich auf den Strafrahmen nicht mehr
aus. Bei der Festlegung der konkret auszufällenden Strafe innerhalb des ordentli-
chen Strafrahmens kann die doppelte Qualifikation hingegen berücksichtigt wer-
den (Niggli/Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II,
3. A., Basel 2013, N 136 zu Art. 139, mit zahlreichen Nachweisen; vgl. ferner Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_112 2009 E 3.4. vom 16. Juli 2009). Obwohl der
Strafschärfungsgrund der Deliktsmehrheit auch aufgrund der mehrfachen Sach-
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beschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs gegeben ist, ist hier kein
Grund ersichtlich, den ordentlichen Strafrahmen zu verlassen. Ein solcher ist nur
dann gegeben, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die be-
treffende Tat angeordnete Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde er-
scheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8.), was für den heute zu beurteilenden Fall nicht zu-
trifft. Die Vorinstanz stellte in ihrem Urteil weiterhin die Strafzumessungskriterien
gemäss Art. 47 Abs. 1 und Abs. 2 StGB sowie die Strafschärfungs- bzw. Strafmil-
derungsgründe und die straferhöhenden Faktoren im Sinne von Art. 48 und 49
StGB sorgfältig dar (Urk. 60, S. 12, E. 4.7. und E. 4.8.), worauf zur Vermeidung
unnötiger Wiederholungen erneut verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO).
Ergänzend bleibt anzumerken, dass bei der Gewichtung der Tatkomponente beim
banden- und gewerbsmässigen Diebstahl das Doppelverwertungsverbot zu be-
achten ist und Umstände, welche Tatbestandsmerkmale des qualifizierten Delik-
tes darstellen, nicht bei der Strafzumessung innerhalb des Strafrahmens noch-
mals zulasten des Beschuldigten berücksichtigt werden dürfen (Wiprächti-
ger/Keller, in: Niggli/ Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. A.,
Basel 2013, N 102 zu Art. 47).
Zum objektiven Tatverschulden in Bezug auf die Tatgruppe 1 ist ergänzend zu
den Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 60, S. 13, E. 4.8.3.-4.8.5.) Folgendes
festzuhalten: Der Beschuldigte reiste als eigentlicher Kriminaltourist ohne nähere
Beziehung zum Land oder dessen Bewohnern (Urk. 10.2.02, S. 7; Urk. 10.2.03,
S. 11 f.; Urk. 10.2.08, S. 3 sowie Urk. 14/2, S. 6) in die Schweiz ein, um sich mit-
tels Einbruchdiebstählen schnell und leicht Geld erhältlich zu machen, wie er un-
umwunden zugab (Urk. 10.2.03, S. 3 f. und S. 9 f.; Urk. 10.2.04, S. 4; Urk. 14/2,
S. 6 und 11 sowie Urk. 48, S. 8). Das deckt sich auch mit dem vom Beschuldigten
eingestandenen Tatgeschehen: Der Beschuldigte und der jeweilige Mittäter bra-
chen mittels des mitgeführten Einbruchswerkzeuges und nach Abwarten des ge-
eigneten Momentes in einer höchst professionellen Art und Weise in die zuvor
ausgesuchten Geschäftslokale ein und räumten diese regelrecht aus. Dabei half
der Beschuldigte selbst tatkräftig mit, stand jedenfalls nicht "nur" Schmiere (Urk.
8.5.12, 8.5.16; Urk. 1.1.8a; Urk. 8.0.1). Sein Tatbeitrag kann daher nicht als un-
tergeordnet bezeichnet werden. Seine anlässlich der Berufungsverhandlung getä-
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tigten Ausführungen, er habe lediglich als Aufpasser fungiert (Urk. 73 S. 4; Prot. II
S. 12), ist als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. Dies gilt um so mehr, als
auch DNA Spuren des Beschuldigten in Tatobjekten und an Deliktsgut gefunden
wurden. Das Deliktsgut, hauptsächlich bestehend aus Kleidern, Körperpflege- und
Kosmetikartikeln, Brillen, optischen Instrumenten und Bargeld, verpackten sie in
Abfallsäcke, verbrachten es in ein mitgeführtes Auto und verliessen anschlies-
send den Tatort, wobei sich der Beschuldigte jeweils vom Mittäter trennte und auf
einem anderen Weg wieder zurück nach Serbien reiste, wo er schliesslich seinen
Anteil am mittlerweile durch andere Personen erzielten Verkaufserlös der gestoh-
lenen Ware erhielt (Urk. 48, S. 10 und 12). Dieses professionelle und arbeitsteili-
ge Vorgehen erschwerte das Auffinden des Diebesgutes und verringerte das Risi-
ko für die Täter, entdeckt zu werden, was eine hohe kriminelle Energie offenbart.
Zutreffend verwies die Vorinstanz darauf, dass es sich bei den vorliegenden De-
likten nicht um spontane Einbrüche, sondern um geplante und abgesprochene
Aktionen handelte. Das objektive Tatverschulden wiegt keineswegs mehr leicht
angesichts des Deliktsbetrages von über einer Million Franken (Urk. 14/7), was
sich schliesslich auch unter Berücksichtigung des Doppelverwertungsverbotes zu-
lasten des Beschuldigten auswirkt, da das erreichte Ausmass des vom Beschul-
digten mitverschuldeten Erfolges als beträchtlich eingestuft werden muss. Dabei
darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Verteidiger sogar von einem schweren
"[sic]" Tatverschulden ausgeht (Urk. 50, S. 6).
Bezüglich der subjektiven Tatkomponente fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte
mit direktem Vorsatz handelte. Als Tatmotiv kommt einzig die Erlangung finanziel-
ler Vorteile in Betracht. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass der Be-
schuldigte gemäss seinen eigenen Aussagen zusammen mit seiner Frau ohne
Weiteres seinen Lebensunterhalt auf legale Weise in seiner Heimat Serbien als
Kellner hätte verdienen können, ihm das aber nicht genügte (act. 14/2, S. 3 und
11), sich der Beschuldigte jedenfalls nicht in einer finanziellen Notlage befand
(Urk. 60, S. 14).
Der Gewichtung des Tatverschuldens durch die Vorinstanz als gerade noch im
unteren Drittel des Strafrahmens anzusetzen ist beizupflichten. Es erscheint da-
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her eine hypothetische Einsatzstrafe (Gesamtstrafe 1) von 3 Jahren und 6 Mona-
ten Freiheitsstrafe als der Tatkomponente angemessen.In Bezug auf seine per-
sönlichen Verhältnisse wiederholt der Beschuldigte an der Berufungsverhandlung
(Prot. II S. 6 ff.) seine bereits vor Vorinstanz getätigten Aussagen (Urk. 48 S. 1 ff.)
und bringt nichts Neues vor. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen
des Beschuldigten kann daher auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen
werden. Mit ihr ist zu schliessen, dass sich daraus keine strafzumessungsrelevan-
ten Faktoren ergeben (Urk. 60 S. 14). Aus seiner familiären Situation lässt sich im
Übrigen auch keine besondere Strafempfindlichkeit ableiten.
Straferhöhend zu berücksichtigen sind sodann wie erwähnt die zum Zwecke des
Diebstahls begangenen mehrfachen Sachbeschädigungen und mehrfachen
Hausfriedensbrüche, wobei ein nicht geringer Sachschaden in der Höhe von ca.
Fr. 6'125.65 angerichtet wurde (Urk. 14/7, S. 4 f.).
Der Beschuldigte hat eine einschlägige Vorstrafe in Deutschland erwirkt. Der Be-
schuldigte wurde daher mit Strafbefehl des Amtsgerichts Bielefeld vom 10. März
2010 wegen versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall mit einer
bedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten bestraft. Die Probezeit wurde auf 2 Jahre
festgelegt (Urk. 36/225). Noch während laufender Probezeit und offenbar unbe-
eindruckt vom drohenden Vollzug dieser Strafe delinquierte er rund ein Jahr nach
der Verurteilung erneut in der gleichen Weise, indem er zusammen mit einem Mit-
täter in ein Geschäftslokal einbrach und dieses leer räumte (Anklageziffer 2). Die-
se einschlägige Vorstrafe sowie die Delinquenz in der Probezeit wirken sich er-
heblich straferhöhend aus.
Die Vorinstanz hat ausgeführt, dass sich der Beschuldigte vollumfänglich gestän-
dig zeigte, was sich strafmindernd auswirke (Urk.60, S. 15). Indessen kann nicht
ausser Acht gelassen werden, dass der Beschuldigte im Laufe der Strafuntersu-
chung jeweils nur so viel zugab, wie ihm anhand sichergestellter Spuren an den
Tatorten nachgewiesen werden konnte (Urk. 10.2.02, S. 10 und 12), so dass die-
ses Geständnis jedenfalls nur leicht strafmindernd zu berücksichtigen ist. Entge-
gen der Ansicht der Verteidigung kann dem Beschuldigten wegen seinem Wohl-
verhalten während der Untersuchungshaft oder im vorzeitigen Strafvollzug keine
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zusätzliche Strafminderung zugebilligt werden, da ein korrektes Verhalten ganz
grundsätzlich vorausgesetzt werden kann (Urteil des Bundesgerichtes
6B_204/2013 vom 19. Juli 2013, E. 4.2.3.; Wiprächtiger/Keller, BSK-StGB I,
a.a.O., N 142 zu Art. 47 StGB, mit Hinweisen).
Insgesamt wiegen die strafmindernden die verschiedenen (teils erheblich) strafer-
höhend zu gewichtenden Faktoren nicht gänzlich auf, weshalb die hypothetische
Einsatzstrafe (Gesamtstrafe 1) entgegen der Ansicht der Vorinstanz zu erhöhen
ist. In Anbetracht von Tat- und Täterkomponente erscheint somit eine Gesamt-
strafe 1 von 4 Jahren Freiheitsstrafe als angemessen.
4.2 Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich des massgeblichen
Strafrahmens für die Tatgruppe 2 (banden- und gewerbsmässiger Diebstahl in
zwei Fällen) öffnet sich der vorliegend zu beachtende Strafrahmen (Freiheitsstrafe
bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen) infolge der teil-
weise versuchten Tatbegehung bezüglich der Erstverurteilung nicht automatisch
nach unten, da in concreto keine besonderen Umstände gegeben sind, bei wel-
chen die Festsetzung einer Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens dem
Rechtsempfinden widerspräche (BGE 136 IV 55, E. 5.8.).
In Bezug auf das vom Beschuldigten vor dem Strafbefehl des Amtsgerichts Biele-
feld vom 8. März 2010 begangene Delikt bildete die Vorinstanz korrekt zuerst eine
hypothetische Gesamtstrafe 2 für den Tatkomplex "erste Verurteilung plus Delikt
vor der Erstverurteilung" (Tatgruppe 2), um so die Zusatzstrafe zum Strafbefehl
des Amtsgerichts Bielefeld zu ermitteln (Urk. 60, S. 15 f., E. 4.9.).
Der Erstverurteilung lag das Tatgeschehen zugrunde, wonach der Beschuldigte
am 6. Dezember 2009 gegen 22.48 Uhr daran war, mit eigens dafür mitgebrach-
tem Werkzeug in ein Dessous-Geschäft in Bielefeld einzubrechen, um die Des-
sous zu behändigen, während ein Kollege Schmiere stand (Urk. 36/138). Der Be-
schuldigte gab den Vorsatz zu, dass er das Diebesgut anschliessend verkaufen
wollte (Urk. 36/140). Das Vorhaben scheiterte letztlich nur wegen der Alarmierung
der Polizei durch einen Zeugen (Urk. 36/142). Dem Sachverhalt gemäss Anklage-
ziffer 1 lag ein praktisch identisches Tatgeschehen bezüglich des Kleidergeschäf-
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tes F._ in ... zugrunde, wobei in diesem Fall der Einbruch zu Ende geführt
wurde, jedoch die gestohlene Ware teilweise zurückgelassen werden musste
(Urk. 14/7). Das objektive Tatverschulden bezüglich der Tatgruppe 2 wiegt eben-
falls nicht mehr leicht, namentlich auch weil der Beschuldigte beim Einbruchsver-
such in das Dessous-Geschäft "..." in Bielefeld den eigentlichen Einbruchsvor-
gang selbst vornahm und auch bezüglich des geplanten Verkaufs einen eigenen
Tatbeitrag einräumte (Urk. 36/142 und Urk. 36/140). Das Vorgehen war ebenfalls
professionell und die kriminelle Energie ist durchaus vergleichbar mit derjenigen
bezüglich der Tatgruppe 1. Subjektiv ist auch hier zu berücksichtigen, dass das
einzige Motiv des Beschuldigten darin bestand, mittels der Einbrüche Geld zu
verdienen, ohne dass eine Notlage gegeben gewesen wäre (Urk. 36/135). Mit der
Vorinstanz ist die hypothetische Einsatzstrafe für die Gesamtstrafe 2 (Tatgruppe
2) auf 16 Monate Freiheitsstrafe festzulegen.
Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse und dem Vorleben ist auf das bereits
vorstehend und durch die Vorinstanz Erwähnte zu verweisen (Urk. 60, S. 16 f.).
Zutreffend berücksichtigte diese auch den Umstand, dass der Beschuldigte be-
züglich der Tatgruppe 2 (noch) nicht vorbestraft war, weder in Deutschland noch
in der Schweiz, und dass er schliesslich geständig war. Diesbezüglich gilt es ein-
schränkend erneut zu bedenken, dass der Beschuldigte im aktuellen Untersu-
chungsverfahren lange eine deliktische Tätigkeit und Verurteilung vor dem Straf-
befehl des Amtsgerichts Bielefeld vom 10. März 2010 leugnete und die Tatbege-
hung in Uster vom Oktober 2005 (Anklageziffer 1) erst nach Vorhalt sichergestell-
ter Spuren zugab (Urk. 10.2.02, S. 10 und S. 12; Urk. 10.2.06, S. 2 ff. und S. 4).
Dass es in einem zu beurteilenden Tatgeschehen beim versuchten Einbruchdieb-
stahl blieb, ist jedoch nur leicht strafmindernd zu berücksichtigen, da es durch die
Alarmierung der Polizei in Bielefeld äusseren Umständen zuzuschreiben war,
dass der Erfolg nicht eintrat. Die Reduktion der hypothetischen Einsatzstrafe um 2
Monate ergibt für die Tatgruppe 2 eine Gesamtstrafe von 14 Monaten, wovon
auch die Vorinstanz zu Recht ausging (Urk. 60, S. 17).
Abweichend von der Vorinstanz ist jedoch an dieser Stelle zunächst die bereits
mit der Erstverurteilung ausgesprochene Strafe, mithin die mit Strafbefehl des
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Amtsgerichts Bielefeld vom 8. März 2010 ausgefällte Freiheitsstrafe von 8 Mona-
ten, von der Gesamtstrafe 2 abzuziehen (Urteil des Bundesgerichts 6B_390/2012
vom 18. Februar 2013, E. 4.3.1. m.H. und E. 4.3.2.), so dass für die Tatgruppe 2
eine - hypothetische - Zusatzstrafe von 6 Monaten auszufällen wäre.
4.3. Wie dargelegt ist jedoch in Nachachtung des Asperationsprinzips für die vor
und nach dem Strafbefehl des Amtsgerichts Bielefeld begangenen Delikte eine
sämtliche Straftaten umfassende Gesamtstrafe zu bilden, indem die Gesamtstrafe
1 angemessen erhöht wird. Dabei ist in Betracht zu ziehen, dass sämtliche Delikte
in gleicher Art und Weise und zum gleichen Zweck im Zeitraum von 8 Jahren und
trotz zwischenzeitlicher Verurteilung und erstandener Untersuchungshaft began-
gen wurden. Vorliegend verhält es sich demnach so, dass der Beschuldigte quasi
zwei Mal in den Genuss der in aller Regel vorteilhaften Zusatzstrafe kommt, näm-
lich ein erstes Mal durch die Bildung einer Gesamtstrafe hinsichtlich der Tatgrup-
pe 2, was eigentlich dem "Normalfall" einer retrospektiven Konkurrenz mit Zusatz-
strafenbildung entspricht, und ein zweites Mal durch die Bildung einer Gesamt-
strafe hinsichtlich der Tatgruppen 1 und 2. Im letzteren Fall jedoch entspreche es
nicht der ratio legis der Bestimmung von aArt. 68 Ziff. 2 StGB (sc. und damit von
Art. 49 StGB), dass derjenige Täter in den Genuss einer Zusatzstrafe kommen
solle, der erneut delinquiert, nachdem er wegen anderer Delikte erstinstanzlich
verurteilt und mithin eindringlich gewarnt worden sei, so das Bundesgericht in sei-
nem Entscheid vom 5. April 2012 (BGE 138 IV 113, E. 3.4.3. und E. 3.4.1.). Mithin
rechtfertigt es sich vorliegend entgegen der Vorinstanz, die reduzierte Gesamt-
strafe 2 stärker zu berücksichtigen und sie daher im Umfang von 4 Monaten an
die Gesamtstrafe 1 anzurechnen. Im Ergebnis wäre der Beschuldigte daher mit
einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten zu bestrafen.
5. Anzumerken bleibt, dass offenbar auch die Vorinstanz zunächst für die Ge-
samtstrafe 2 nach Berücksichtigung von Tat- und Täterkomponenten von 14 Mo-
naten Freiheitsstrafe ausging (Urk. 60, S. 17, E. 4.11.), danach jedoch die Ge-
samtstrafe 2 unter dem Aspekt des Asperationsprinzips um 8 Monate senkte, oh-
ne dass dies nachvollziehbar begründet wäre, da die versuchte Tatbegehung ja
bereits unter dem Titel Tat- und Täterkomponente zu berücksichtigen war. Es
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scheint, dass es sich dabei um ein Versehen handelt, zog die Vorinstanz doch
danach nochmals 8 Monate unter dem Titel Berücksichtigung der bereits ausge-
fällten Strafe durch das Amtsgericht Bielefeld ab (vgl. Urk. 60, S. 17, E. 4.9.7. -
4.11.). Das kann indes offen bleiben, da das Berufungsgericht in Nachachtung
des Schlechterstellungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO insgesamt keine
höhere Freiheitsstrafe ausfällen darf als die von der Vorinstanz verhängte, nach-
dem der Beschuldigte allein zu seinen Gunsten appellierte.
Damit ist der Beschuldigte unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungs-
gründe teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl des Amtsgerichts Biele-
feld vom 8. März 2010 ausgefällten Strafe mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren
und 4 Monaten zu bestrafen.
6. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 11. März 2013 in Haft (Urk. 4.1.19
und 4.1.28). Die bis zur Berufungsverhandlung erstandene Haft (Untersuchungs-
haft und vorzeitiger Strafantritt) von 527 Tagen ist dem Beschuldigten in Anwen-
dung von Art. 51 StGB an die Strafe anzurechnen.
III. Widerruf
Bezüglich des Widerrufs der vom Amtsgericht Bielefeld bedingt ausgesprochenen
Freiheitsstrafe von 8 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren in
Anwendung von Art. 46 StGB kann vollumfänglich auf die vollständigen und zu-
treffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 60, S. 18). Ein
Widerruf eines von einem ausländischen Richter gewährten bedingten Strafvoll-
zuges kommt nicht in Betracht (Schneider/Garré in: BSK-StGB I, a.a.O., N 61 zu
Art. 46 und Trechsel/Pieth in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafge-
setzbuch, Praxiskommentar, 2. A., Zürich/St. Gallen 2013, N 10 zu Art. 46).
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IV. Strafvollzug
Da der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von über drei Jahren zu bestrafen
ist, fällt eine teilbedingte Strafe (Art. 43 StGB) ausser Betracht.
VI. Kostenfolge
Dem im Berufungsverfahren unterliegenden Beschuldigten sind ausgangsgemäss
die Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Aus-
genommen davon sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche gemäss
Art. 426 Abs. 1 StPO auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. Entsprechend sei-
nem Antrag (Urk. 73 S. 1; Urk. 74; Prot. II S. 4) ist der amtliche Verteidiger mit
Fr. 7'271.60 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen,
unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht des Beschuldigten im Sinne von Art. 135
Abs. 4 StPO.