Decision ID: 23f89478-7364-42a2-a62a-f4067fa7b6d5
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 5. August 2015 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er gab an, unter Gelenkschmerzen zu leiden. Er sei gelernter
Strassenbauer und habe einen eidgenössischen Fachausweis als Personalberater (IV-
act. 1). In den letzten drei Jahren habe er bei einer Reinigungsfirma und einem
Taxiunternehmen gearbeitet (IV-act. 8, 14, 25). Dr. med B._, Spezialarzt FMH für
Chirurgie, berichtete am 17. Mai 2016, der Versicherte leide seit 2014 unter einem
chronifizierten Schmerzsyndrom, Schulterschmerzen beidseits bei Arthrose des AC-
Gelenks, an einem subacrominalen Impingement und einer Bursitis subacromialis, an
schmerzhaften Händen und Handgelenken beidseits bei aktivierten Arthrosen im
Carpalbereich, an einer Rhizarthrose beidseits, rechts betont, und an einer
psychosozialen Konfliktsituation. Der Versicherte sei durch Schmerzen und funktionelle
Störungen an den oberen Extremitäten sowie durch das generalisierte
Schmerzsyndrom eingeschränkt. Es sei jedoch davon auszugehen, dass der
Versicherte als Car- oder Buschauffeur wieder voll arbeits- und erwerbsfähig werde,
weshalb eine berufliche Umschulung zu befürworten sei (IV-act. 28). Weiter hielt Dr.
B._ am 8. September 2016 fest, der Versicherte fahre oft im Freiwilligen-Dienst
längere Strecken für Personentransporte und bekunde dabei keine Probleme mit den
Armen und Händen (IV-act. 38). Am 14. Oktober 2016 stellte Dr. med. C._,
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom Regionalen ärztlichen Dienst (RAD), fest, aus
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somatischer Sicht seien alle Tätigkeiten ohne häufige grobmotorische Belastungen der
Hände und Fingergelenke, ohne häufiges Heben oder Tragen körperfern, Arbeiten über
der Horizontale, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, ohne häufige Exposition von Kälte,
Nässe, Zugluft in einem 100% Pensum ohne Leistungsminderung möglich.
Insbesondere in einer Tätigkeit als Personalberater FA bestehe ab sofort eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung mit sofortigem Eingliederungspotenzial. Aus
psychiatrischer Sicht könne die Arbeitsfähigkeit des Versicherten mangels Akten
jedoch noch nicht beurteilt werden (IV-act. 49).
A.b Einem am 4. November 2016 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht von med.
pract. D._, Oberarzt der Psychiatrischen Klinik E._, vom 4. August 2014 waren
folgende Diagnosen zu entnehmen: Anpassungsstörungen, kurze depressive Reaktion
(ICD-10: F43.20); Störungen durch Kokain, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F14.1); V.a.
kombinierte Persönlichkeitsstörungen mit narzisstischen und emotional instabilen
Anteilen (ICD-10: F61.0; IV-act. 52). Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, erklärte am 29. Dezember 2016, der Versicherte habe im Verlauf des
Jahres 2015 an zwölf und im Verlauf des Jahres 2016 an drei psychotherapeutische
Sitzungen teilgenommen. Anlässlich der letzten Sprechstunde am 26. April 2016 habe
sich eine Verbesserung der Stimmungslage sowie der allgemeinen psychischen
Belastbarkeit des Versicherten gezeigt. Zudem sei eine Angstlinderung eingetreten (IV-
act. 54).
A.c Am 16. März 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines
Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen mit. Zur Begründung führte sie aus,
sie habe keine gesundheitliche Beeinträchtigung festgestellt, welche zu anhaltenden
Funktionseinschränkungen führen und eine Arbeitsunfähigkeit begründen würde. In
einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 60).
A.d In einer internen Notiz hielt eine Mitarbeiterin der IV-Stelle am 29. März 2017 fest,
der Versicherte sei in seiner bisherigen Tätigkeit als Strassenbauer nicht mehr
arbeitsfähig. In den bisherigen Tätigkeiten als Personalberater FA, als
Qualitätskontrolleur Unterhaltsreinigung sowie in einer anderen adaptierten Tätigkeit sei
der Versicherte jedoch zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 61). Die IV-Stelle kündigte dem
Versicherten mit einem Vorbescheid vom 29. März 2017 die Abweisung seines
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Rentenanspruchs an. Sie erklärte, dass seit April 2016 wieder von einer vollen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne, sodass zu erwarten sei, dass er nach wie
vor ein Erwerbseinkommen von jährlich Fr. 45'908.-- erzielen könne (IV-act. 62). Gegen
diesen Vorbescheid wandte der Versicherte am 10. April 2017 ein, er sei aufgrund
heftiger Schmerzen in beiden Händen nach wie vor voll arbeitsunfähig geschrieben. Die
Begründung im Vorbescheid entspreche somit nicht der Realität (IV-act. 64).
A.e Ebenfalls am 10. April 2017 beantragte der Versicherte in Bezug auf die Mitteilung
vom 16. März 2017 betreffend die Ablehnung beruflicher Massnahmen eine
beschwerdefähige Verfügung. Zur Begründung führte er ergänzend zu seinen
Ausführungen im Einwand gegen den Rentenvorbescheid aus, er sehe ohne berufliche
Massnahmen auch im Nischenarbeitsmarkt keine Möglichkeit, wieder ins Berufsleben
zurückzukehren. Die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens betrage noch rund einen
Drittel der Gesamtdauer (IV-act. 65).
A.f Am 18. April 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten im Rahmen eines
Vorbescheids erneut die Abweisung seines Gesuchs um berufliche Massnahmen in
Aussicht (IV-act. 66). Dagegen erhob der Versicherte am 11. Mai 2017 einen Einwand
und wiederholte seine Ausführungen im Einwand gegen den IV-Vorbescheid vom 29.
März 2017 betreffend seinen IV-Rentenanspruch (IV-act. 67).
A.g In einem Telefongespräch vom 8. Juni 2017 zwischen Dr. C._ und dem
behandelnden Facharzt Dr. med. B._, Facharzt für Handchirurgie, berichtete Dr.
B._, der Versicherte leide seit 2015 an einer Polyarthrose der Hände. Die
Schultergelenke wiesen seit der Vornahme von Infiltrationen kaum mehr
Restbeschwerden auf und führten somit nicht zu Einschränkungen. Für die
angestammte Tätigkeit sei der Versicherte aus rein somatischen Gründen zu 100%
arbeitsunfähig. Er habe Schmerzen in den Fingergelenken, dies insbesondere auch bei
längeren Arbeiten am Computer. Der Versicherte strebe eine Ausbildung zum
Buschauffeur an. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei er ab sofort voll arbeitsfähig
(IV-act. 69). Daraufhin hielt Dr. C._ in einer Stellungnahme fest, der Versicherte sei als
Strassenbauer dauerhaft zu 100% arbeitsunfähig und in einer adaptierten Tätigkeit zu
100% arbeitsfähig. Passende Berufsfelder müssten möglicherweise sozialpraktisch
erprobt werden (IV-act. 70). Dies fasste eine Mitarbeiterin der IV-Stelle am 9. Juni 2017
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dahingehend zusammen, dass der Versicherte adaptiert voll arbeitsfähig und somit das
RAV für den "stellenlosen Hilfsarbeiter" zuständig sei (IV-act. 71).
A.h Am 26. Juni 2017 verfügte die IV-Stelle die Abweisung eines Anspruchs auf
berufliche Massnahmen und erklärte, im Einwand seien keine entscheidrelevanten
Fakten geltend gemacht worden (IV-act. 72). Am 28. Juni 2017 ging bei der IV-Stelle
die durch Dr. B._ unterzeichnete Telefonnotiz von Dr. C._ betreffend das Telefonat
vom 8. Juni 2017 ein. Ebenfalls erreichte die IV-Stelle ein Bericht der Ergotherapeutin
des Versicherten, G._, vom 16. Juni 2017 sowie ein Schreiben von Dr. B._ vom 27.
Juni 2017. In letzterem hatte Dr. B._ festgehalten, er habe zusammen mit der
Ergotherapeutin des Versicherten die Möglichkeiten des Versicherten auf dem
Arbeitsmarkt besprochen. Dabei seien sie zu dem Schluss gekommen, dass eine
Umschulung zum Buschauffeur uneingeschränkt zu befürworten sei (IV-act. 73).
A.i Am 29. Juni 2017 verfügte die IV-Stelle die Abweisung der IV-Rente (IV-act. 74).
A.j Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2017 betreffend berufliche Massnahmen liess
der Versicherte am 8. August 2017 durch seinen Rechtsvertreter und seine
Rechtsvertreterin eine Beschwerde erheben. Er liess u.a. ausführen, die von der IV-
Stelle als möglich betrachtete Tätigkeit als Personalberater könne er nicht mehr
ausführen, da er nicht dazu in der Lage sei, von Hand oder am Computer zu schreiben.
Administrative Arbeiten müsse er nach 5-10 Minuten abbrechen. Er könne weder eine
Tätigkeit mit administrativem Aufwand noch eine mit schweren Arbeiten verbundene
Tätigkeit ausführen. Die Tätigkeit eines Buschauffeurs sei ihm hingegen möglich,
weshalb er eine entsprechende Umschulung wünsche (IV-act. 78).
A.k Am 9. August 2017 liess der Versicherte gegen die IV-Verfügung vom 29. Juni
2017 Beschwerde erheben und geltend machen, er sei nach wie vor für alle bisher
ausgeübten Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig. Sollte seinem Eingliederungsbegehren
stattgegeben werden, werde er jedoch voraussichtlich nicht auf eine IV-Rente
angewiesen sein (IV-act. 82).
Am 4. Dezember 2017 sistierte das Versicherungsgericht das Beschwerdeverfahren
betreffend den Rentenanspruch des Versicherten (act. G 14 im Verfahren IV 2017/284).
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A.l Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (nachfolgend Gericht) hiess die
Beschwerde des Versicherten gegen die abweisende Verfügung der IV-Stelle vom 8.
August 2017 betreffend berufliche Massnahmen am 24. April 2018 teilweise gut und
wies die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die IV-Stelle zurück. Zur
Begründung führte es aus, Dr. B._ habe einzig anhand der gesundheitlichen
Beschwerden des Versicherten keine nachvollziehbare Arbeitsfähigkeitsschätzung in
Bezug auf die konkreten Tätigkeiten als Personalberater und als Chauffeur vornehmen
können. Dazu wäre vielmehr ein durch einen Berufsberater ausgearbeitetes
spezifisches Belastungsprofil betreffend den Einsatz der Hände in der jeweiligen
Tätigkeit notwendig gewesen. Deshalb habe die IV-Stelle zunächst einen Berufsberater
aufzufordern, ein konkretes Anforderungsprofil für die Tätigkeit als Personalberater zu
erstellen und anschliessend mittels einer medizinischen Abklärung, die durchaus auch
vom RAD durchgeführt werden könne, zu ermitteln, wie hoch der Arbeitsfähigkeitsgrad
des Beschwerdeführers im erlernten Beruf sei. Sollte der Versicherte als
Personalberater mindestens zu 20% arbeitsunfähig sein, wäre ein Anforderungsprofil
für die Tätigkeit als Buschauffeur zu erstellen. Anschliessend wäre gestützt darauf
medizinisch zu ermitteln, wie hoch der Arbeitsfähigkeitsgrad für jene Tätigkeit wäre
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2018, IV
2017/283).
B.
B.a Am 28. Juni 2018 stellte ein Mitarbeiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des
Volkswirtschaftsdepartementes des Kantons St. Gallen der IV-Stelle eine
Funktionsbeschreibung der Tätigkeit als Personalberater zu. In dieser waren Ziel und
Zweck der Funktion, Aufgaben, Kompetenzen, Qualitätsstandards, Anforderungen
sowie die Lohnbandbreite festgehalten (act. 3.1/3). Gemäss dem am 4. Juli 2018 über
das Gespräch zwischen dem Versicherten und der Eingliederungsverantwortlichen vom
27. Juni 2018 durch die Eingliederungsverantwortliche erstellten Assessment- und
Verlaufsprotokoll arbeite der Versicherte seit drei Jahren als freiwilliger Mitarbeiter u.a.
als Fahrer. Beim Autofahren halte er das Lenkrad nicht mit Kraft fest, weshalb er dabei
keine Probleme mit seinen schmerzenden vorderen Fingergliedern habe. Nachdem der
Versicherte gegenüber der Eingliederungsverantwortlichen die Vor- und Nachteile
verschiedener Tätigkeiten aufgeführt hatte, erklärte er, es komme einzig eine
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Umschulung zum Buschauffeur in Frage. Die Eingliederungsverantwortliche hielt fest,
die Erzählungen und Gedanken, die der Versicherte sich gemacht habe, erschienen
plausibel. Das Assessment sei vollumfänglich mit dem Versicherten besprochen und
dokumentiert worden (act. G 3.1/6).
B.b Am 6. August 2018 bat die IV-Stelle den RAD gestützt auf die Rückmeldungen der
Eingliederungsverantwortlichen um eine Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit
des Versicherten. Dr. C._ berücksichtigte abgesehen vom Assessment- und
Verlaufsprotokoll auch die vom Amt für Wirtschaft und Arbeit erstellte
Funktionsbeschreibung der Tätigkeit als Personalberater sowie den Bericht der
Ergotherapeutin des Versicherten vom 16. Juni 2017. Sie hielt fest, dass die
Forderungen des Gerichts bei der erneuten RAD-Anfrage nicht erfüllt seien. Es fehlten
nach wie vor ein Belastungsprofil für die Tätigkeit Personalberater und eine
Stellungnahme eines Berufsberaters. Deshalb habe die IV-Stelle den medizinischen
Sachverhalt weiter abzuklären. Insbesondere habe sie ein Belastungsprofil für eine
Tätigkeit als Personalberater einzuholen, das Dossier aus psychiatrischer,
rheumatologischer, orthopädischer und schmerztherapeutischer Sicht zu aktualisieren
und den Hausarzt Dr. med. H._, Innere Medizin FMH, formlos betreffend die
aktuellen Therapiemassnahmen zu befragen (act. G 3.1/7).
B.c Am 24. August 2018 beantragte die Rechtsvertreterin des Versicherten die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren. Zur Begründung führte
sie aus, der Versicherte werde von der Sozialhilfe unterstützt und verfüge nicht über die
nötigen Mittel, eigenständig die Rechtsverbeiständung für ein nicht aussichtsloses
Begehren zu finanzieren. Die anwaltliche Notwendigkeit liege gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann vor, wenn die Sache bei einer gerichtlich
erstrittenen Rückweisung wieder als Verwaltungsverfahren aufgenommen werde und
damit nicht mehr als "einfach zu beurteilender Fall" eingestuft werden könne. Hinzu
komme im konkreten Fall das Vorliegen einer besonderen Komplexität, da im
wiederaufgenommenen Administrativverfahren das rechtliche Gehör (Arztberichte,
RAD-Stellungnahmen) gewahrt werden müsse (act. G 3.1/8).
B.d Nachdem die IV-Stelle Dr. H._ einen Fragebogen zu den aktuellen
Behandlungen, Therapien und Kontrollen des Versicherten zugestellt hatte (act. G
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3.1/9), reichte dieser am 22. August 2018 den ausgefüllten Fragebogen ein und gab
lediglich an, dass er dem Versicherten bei Bedarf Irfen verschreibe (act. G 3.1/10).
B.e Am 5. Oktober 2018 lehnte die IV-Stelle das Gesuch des Versicherten um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren mangels sachlicher
Gebotenheit und wegen fehlender Notwendigkeit ab. Dazu führte sie aus, im
Verwaltungsverfahren gehe es überwiegend darum, am Abklärungsverfahren
teilzunehmen. Es seien keine Gründe bekannt, weshalb dem Versicherten eine
selbstständige Mitwirkung nicht möglich sein sollte. Stattdessen habe dieser in der
Vergangenheit eigens Einwände verfasst und somit gezeigt, dass er sehr wohl zur
Wahrung seiner Interessen in der Lage sei. Zudem stellten sich vorliegend weder
besonders schwierige Rechtsfragen noch stehe ein materieller Entscheid bevor,
weshalb sich der Versicherte, sollte er eine Unterstützung wünschen, mit dem Beizug
von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen bzw. unentgeltlicher
Rechtsberatungen behelfen könne. Die finanzielle Bedürftigkeit des Versicherten sei
hingegen in jedem Fall ausgewiesen. Ob ein Rechtsbegehren aussichtslos sei oder
nicht, könne im Verwaltungsverfahren vor dem Vorliegen eines Vorbescheids nicht
geprüft werden. Zusammenfassend seien die Voraussetzungen für die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung nicht erfüllt (act. G 3.1/11).
B.f Eine Mitarbeiterin der SVA hatte im Auftrag der IV-Stelle in Bezug auf ein
Belastungsprofil für die Tätigkeit als Personalberater das RAV I._ und J._ in K._
telefonisch befragt. Die Aussagen dieser Stellen fasste sie am 16. November 2018
sinngemäss dahingehend zusammen, dass die Schreibarbeit sowohl beim RAV als
auch bei privaten Arbeitsvermittlern einen deutlich überwiegenden Anteil einnehme
(act. G 3.1/13).
C.
C.a Am 5. November 2018 liess der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer) eine
Beschwerde erheben und die Aufhebung der Verfügung vom 5. Oktober 2018, die
Zusprache der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren sowie
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die Zusprache der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Beschwerdeverfahren
beantragen. Er liess ausführen, dass seine im Jahr 2017 vermutlich mithilfe der
Unterstützung der sozialen Dienste L._ verfassten Einwände lediglich eine
Begründung im Umfang von drei Sätzen enthalten hätten und inhaltlich identisch
gewesen seien. Ausserdem sei die auf das Telefonat zwischen Dr. C._ und Dr. B._
folgende Stellungnahme der Sachbearbeiter der IV-Stelle (nachfolgen
Beschwerdegegnerin), gemäss welcher für ihn als "stellenloser Hilfsarbeiter" das RAV
zuständig sei und gestützt auf welche unter anderem die abweisende IV-Verfügung
betreffend die beruflichen Massnahmen ergangen sei, nicht korrekt gewesen. Er selbst
habe nicht mitbekommen, was bis dahin mit seinem Fall passiert sei, weil er weder die
Telefonnotiz und die Stellungnahme von Dr. C._ noch die Einschätzung der IV-
Sachbearbeiter erhalten habe. Damit sei bereits zu diesem Zeitpunkt sein Anspruch auf
das rechtliche Gehör verletzt worden. Anschliessend habe das Gericht die Sache
aufgrund ungenügender Sachverhaltsabklärungen – die er trotz seiner Einwände nicht
habe verhindern können – an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.
Zusammenfassend sei daher festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bereits in der
Vergangenheit ihre Pflichten verletzt habe. Von einem "relativ einfach gelagerten"
Verwaltungsverfahren könne somit nicht mehr die Rede sein. Weil es der
Beschwerdegegnerin erfahrungsgemäss oftmals schwerfalle, einen Gerichtsentscheid
zugunsten eines Versicherten umzusetzen bzw. sie bei der Fallbearbeitung meist
kreativ sei, sei zu seinem Schutz vielmehr eine Überwachung und Kontrolle der
Beschwerdegegnerin erforderlich. Diese werde durch seine Rechtsvertreter
gewährleistet. Die Beschwerdegegnerin habe die Ergebnisse der beruflichen
Abklärungen vorzulegen. Das Ergebnis dieser Abklärung und damit die nötigen
weiteren Verfahrensschritte könnten noch nicht abgeschätzt werden. Deshalb sei,
obwohl noch kein materieller Entscheid vorliege, eine Vertretung ab dem Zeitpunkt der
Rückweisung der Sache notwendig. Des Weiteren müsse eine allfällige Umschulung so
schnell wie möglich begonnen werden, sodass die Zeit dränge. Gemäss neuerer
bundesgerichtlicher Rechtsprechung lägen zudem dann besondere Umstände vor,
wenn die Rückweisung an die Verwaltung zur mono- und bidsziplinären Begutachtung
erfolge, weil in diesem Kontext die zufallsbasierte Zuweisung einer Gutachterstelle
entfalle, sodass den übrigen Verfahrensgarantien umso grössere Bedeutung zukomme.
Ausserdem hätten seine Rechtsvertreter ihn bereits in den beiden
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Beschwerdeverfahren (gemeint sind wohl die Beschwerdeverfahren betreffend die IV-
Rente und die beruflichen Massnahmen) vertreten. Es liege also nahe, dass sie auch im
vorliegenden weiterführenden Verfahren seine Interessen vertreten. Fach- und
Vertrauensleute sozialer Institutionen hätten erfahrungsgemäss nicht die Zeit für eine
solch vollumfängliche Betreuung und hielten ihre Rechtsschriften zudem regelmässig
kurz (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 26. November 2018 die Abweisung der

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen in der angefochtenen
Verfügung (act. G 3).
C.c Am 30. November 2018 entsprach das Gericht dem Gesuch des
Beschwerdeführers um die unentgeltliche Rechtsverbeiständung im
Beschwerdeverfahren (act. G 4).
C.d In einer Stellungnahme zu den Verfahrensakten vom 3. Dezember 2018 liess der
Beschwerdeführer festhalten, die notwendigen Abklärungsergebnisse lägen immer
noch nicht vor, da bislang lediglich ein Gespräch mit einer
Eingliederungsverantwortlichen durchgeführt und anschliessend – erst auf die
Aufforderung von Dr. C._ hin – die Anforderungen für die Tätigkeit als
Personalberater telefonisch erfragt worden seien. Belastungsprofile für adaptierte
Tätigkeiten seien noch nicht erstellt worden, weswegen nach wie vor keine RAD-
Einschätzung habe vorgenommen werden können. Eine solche müsse jedoch in Bälde
erfolgen, da das Beschwerdeverfahren betreffend die IV-Rente nur bis Ende Dezember
2018 sistiert sei. Seine Rechtsvertreterin hätte deshalb mehrfach bei der
Beschwerdegegnerin angerufen und sich nach dem Verfahrensstand erkundigt,
woraufhin diese erklärt habe, dass derzeit noch das konkrete Anforderungsprofil für
den Beruf als Personalberater ausstehend sei und Mahnungen bereits erfolgt seien.
Diese Umstände verdeutlichten die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung (act. G
7).
C.e Am 14. Dezember 2018 reichten die Rechtsanwälte des Beschwerdeführers ihre
Honorarnote über insgesamt Fr. 1'764.15 inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer ein (act. G
9).
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Erwägungen
1.
1.1 Vorliegend ist zu prüfen, ob für das Verwaltungsverfahren betreffend den Anspruch
auf berufliche Massnahmen nach dem Rückweisungsentscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2018 in Sachen IV
2017/283 ein Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung besteht.
1.2 Ob eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung sachlich notwendig ist, beurteilt sich
nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Rechtsnatur des Verfahrens ist
ohne Belang. Grundsätzlich fällt die unentgeltliche Rechtsverbeiständung für jedes
staatliche Verfahren in Betracht, in das die gesuchstellende Person einbezogen wird
oder das zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist (BGE 128 I 227 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3 Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird in
der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich mit Blick darauf, dass
die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen
den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den
rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit
(BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht. Es
müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine
Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach-
und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201
E. 4.1 in fine; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2012,
9C_878/2012, E. 3.6 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 je mit Hinweis
darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen
haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und
darauf aufmerksam zu machen haben, bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu
stellen). Insbesondere vermag nach dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung selbst
die hohe Bedeutung medizinischer Gutachten für sich allein genommen die
Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen. Es bedarf vielmehr
weiterer Umstände, welche die Sache als nicht (mehr) einfach und eine anwaltliche
Vertretung als notwendig erscheinen lassen (Urteile des Bundesgerichts vom 16.
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Dezember 2013, 9C_692/2013, E. 4.2 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 5.2
mit Hinweisen). Von Bedeutung ist auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im
Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22.
Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer hat geltend machen lassen, eine anwaltliche Vertretung sein
im konkreten Fall notwendig. Das vorliegende Verwaltungsverfahren betreffend den
Anspruch auf berufliche Massnahmen könne nämlich nicht als "einfacher Fall" gelten,
da es sich dabei um ein durch die Beschwerdegegnerin aufgrund des
Rückweisungsentscheids des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24.
April 2018 in Sachen IV 2017/283 wieder aufgenommenes Verwaltungsverfahren
handle (act. G 3.1/8). Zudem hingen die weiteren Verfahrensschritte von den noch
ausstehenden Ergebnissen der beruflichen Abklärung ab, weswegen sie und auch der
künftig bestehende Handlungsbedarf für einen juristischen Laien nicht abschätzbar
seien (act. G 1).
2.2 Im vorliegenden Verwaltungsverfahren hat die Beschwerdegegnerin zu ermitteln,
ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf berufliche Massnahmen, insbesondere –
gemäss seinem eigenen Wunsch – einen Anspruch auf eine Umschulung zum
Buschauffeur hat. Die leistungsabweisende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
26. Juni 2017 (IV-act. 72) ist durch das Gericht aufgehoben worden, weil sie sich auf
einen ungenügend abgeklärten Sachverhalt gestützt hat. Nun hat die
Beschwerdegegnerin das Verwaltungsverfahren wieder aufzunehmen und den
Sachverhalt vollständig zu ermitteln, wobei das Gericht der Beschwerdegegnerin
diesbezüglich in einer für jedermann – und somit auch für den Beschwerdeführer –
verständlichen Sprache klare Handlungsanweisungen gegeben hat. So hat die
Beschwerdegegnerin ein konkretes Anforderungsprofil für die Tätigkeit als
Personalberater erstellen und anschliessend darauf gestützt aus medizinischer Sicht
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als Personalberater schätzen zu lassen.
Sofern sich dabei ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von mindestens 20% ergibt, ist ein
zweites Anforderungsprofil, diesmal für die Tätigkeit als Buschauffeur, einzuholen und
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mit Bezug darauf eine weitere Arbeitsfähigkeitsschätzung aus medizinischer Sicht
einzuholen. Eine Umschulung kommt nur in Frage, wenn der Beschwerdeführer als
Buschauffeur uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Andernfalls muss berufsberaterisch
abgeklärt werden, welche konkrete leidensadaptierte Tätigkeit sonst noch in Betracht
fällt. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung führt ein
Rückweisungsentscheid nur in Ausnahmefällen zu der Notwendigkeit einer
anwaltlichen Vertretung im daraufhin wieder aufgenommenen Verwaltungsverfahren.
So muss ein Fall juristische Besonderheiten aufweisen, die eine für einen juristischen
Laien undurchdringliche Komplexität entstehen lassen. Dies ist beispielsweise der Fall,
wenn "die Verwaltung nicht bloss einzelne rechtsverbindliche Anweisungen gemäss
Rückweisungsentscheid ohne eigenen Ermessensspielraum konkret umzusetzen
hat..." (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2017, 9C_436/2017 E.
3.6.1).
2.3 Das Gericht hat der Beschwerdegegnerin mit dem Rückweisungsentscheid vom
24. April 2017 in Sachen IV 2017/283 konkrete Handlungsanweisungen gegeben und
ihr damit kaum einen Ermessensspielraum gewährt. Allein aufgrund der Tatsache, dass
das vorliegende Verwaltungsverfahren infolge eines Rückweisungsentscheids des
Versicherungsgerichts wiederaufgenommen worden ist, kann deshalb nicht davon
ausgegangen werden, dass es sich hier um einen komplexen Fall handelt. Zwar hat der
Beschwerdeführer korrekt anmerken lassen, dass die durch das Gericht vorgesehenen
Handlungen der Beschwerdegegnerin von den gestützt auf den medizinischen
Sachverhalt und das jeweilige Anforderungsprofil erstellten medizinischen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen abhängig seien, doch kommen derartige Abhängigkeiten
auch in einem gewöhnlichen Verwaltungsverfahren vor. So hat die Verwaltung auch in
einem solchen Verfahren ständig aufs Neue zu entscheiden, ob allenfalls weitere
Sachverhaltsabklärungen nötig sind und wie diese auszusehen haben. Würde also die
Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung allein aus der Tatsache resultieren, dass
das weitere Vorgehen der Beschwerdegegnerin vom Ausgang medizinischer
Arbeitsfähigkeitsschätzungen abhängt, wäre eine solche in ausnahmslos jedem
Verwaltungsverfahren gegeben. Hinzu kommt, dass der medizinische Sachverhalt nach
einer erstmaligen Anmeldung bei der IV regelmässig noch gar nicht feststeht und somit
zunächst durch die Verwaltung zu eruieren ist. Zu diesem Zwecke hat sie neben der
Einholung von bestehenden medizinischen Akten nicht selten auch medizinische
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Untersuchungen in die Wege zu leiten. Im vorliegenden Fall steht der massgebliche
medizinische Sachverhalt jedoch bereits weitestgehend fest, sodass die medizinischen
Fachpersonen im wiederaufgenommenen Verwaltungsverfahren lediglich
Aktenbeurteilungen vorzunehmen haben. Weil eine anwaltliche Vertretung gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung selbst in einem Verwaltungsverfahren, in dem
eine medizinische Begutachtung von Nöten ist, nicht zwingend erforderlich ist (vgl.
Entscheid des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2017, 8C_557/2014, E 3.5 mit
Hinweisen), ist auch aus diesem Blickwinkel im vorliegenden Verwaltungsverfahren
keine besondere Komplexität erkennbar, die eine anwaltliche Vertretung des
Beschwerdeführers erforderlich machen würde.
3.
3.1 Weiter hat der Beschwerdeführer geltend machen lassen, die Beschwerdegegnerin
müsse im vorliegenden Verwaltungsverfahren besonders überwacht werden, damit sie
dieses Mal die ihr obliegende Untersuchungspflicht erfülle und die Anordnungen des
Gerichts nicht "kreativ" auslege. So halte die Beschwerdegegnerin die
Handlungsanweisungen des Gerichts nicht ein. Dies zeige sich u.a. daran, dass sie
zunächst keinen Berufsberater beigezogen habe und ein Belastungsprofil habe
erstellen lassen, sondern direkt nach einem Gespräch zwischen dem
Beschwerdeführer und der Eingliederungsverantwortlichen den RAD um eine
medizinische Einschätzung gebeten habe (act. G 1, 7).
3.2 In der Tat hat die Beschwerdegegnerin den RAD zunächst zu früh kontaktiert bzw.
Dr. C._ nicht die durch das Gericht als notwendig erachteten Unterlagen zukommen
lassen. Dr. C._ hat jedoch am 8. August 2018 auf die ungenügende Aktenlage
aufmerksam gemacht, in Bezug auf das weitere Vorgehen auf das Gerichtsurteil
verwiesen und die ihrer Meinung nach zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts
notwendigen Dokumente aufgeführt (act. G 5.1/7). Dies zeigt, dass zumindest der RAD
die Anfragen der Beschwerdegegnerin unabhängig, objektiv und kritisch bearbeitet hat
und ein Eingreifen des Beschwerdeführers im konkreten Fall höchstwahrscheinlich
nicht nötig sein wird, weil der RAD unter der Berücksichtigung der Ausführungen des
Gerichts im Rückweisungsentscheid keinen ungenügend abgeklärten Sachverhalt
medizinisch beurteilen wird. Zudem zeigt sich anhand der Akten, dass die
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Beschwerdegegnerin den Handlungsanweisungen des Gerichts bzw. den
Empfehlungen von Dr. C._ sehr wohl folgt. So hat sie zunächst immerhin eine
Funktionsbeschreibung der Tätigkeit als Personalberater eingeholt, ein
Assessmentgespräch mit dem Beschwerdeführer veranlasst und nach der zugegeben
verfrühten Anfrage an den RAD in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt
Bemühungen angestellt, diesen zu aktualisieren (act. G 3.1/9), und zuletzt ein
Belastungsprofil für die Tätigkeit als Personalberater eingeholt (act. G 3.1/13). Es ist
deshalb nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin bei der Erfüllung ihrer
Aufgaben einer Kontrolle durch einen Rechtvertreter des Beschwerdeführers bedürfte.
Insbesondere ist festzuhalten, dass die Befürchtung der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin könne ihre Abklärungen zuungunsten
des Beschwerdeführers ausgestalten, da sie sich "oftmals schwertue, einen Entscheid
des Gerichts zugunsten eines Versicherten zu interpretieren und sie kreativ in der
Fallbearbeitung sei, um doch noch zum Ziel zu kommen" (vgl. act. G 1), unbegründet
ist. Die Beschwerdegegnerin untersteht als staatlicher Akteur dem Legalitätsprinzip und
dem Untersuchungsgrundsatz, weshalb sie ihre Entscheide unabhängig und
gesetzeskonform trifft. Die Befürchtung der Rechtsvertreter ist deshalb unbegründet
und die darauf gestützte Argumentation unhaltbar. Soweit die Rechtsvertreterin im
Übrigen argumentiert, die Zeit laufe davon, ist anzumerken, dass die Zeit in dem
meisten IV-Verfahren drängt, sodass eine Bejahung der Notwendigkeit einer
anwaltlichen Vertretung allein aufgrund des Bedürfnisses, die Beschwerdegegnerin zur
Eile anzutreiben, der Zusprache der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung in jedem
Verwaltungsverfahren Tür und Tor öffnen würde. Deshalb und insbesondere auch
aufgrund der funktionierenden internen Kontrollmechanismen kann die Notwendigkeit
einer anwaltlichen Vertretung nicht infolge der Befürchtung des Beschwerdeführers, die
Beschwerdegegnerin könnte ihre Arbeit nicht korrekt ausführen, bejaht werden.
4.
4.1 Zuletzt ist zu prüfen, ob eine anwaltliche Vertretung möglicherweise aufgrund der
mangelnden persönlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers notwendig ist. So haben
die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend gemacht, dieser sei nicht dazu in
der Lage, seine Rechte zu wahren.
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4.2 Im vergangenen Verwaltungsverfahren betreffend den Anspruch auf berufliche
Massnahmen und auch in jenem betreffend den Anspruch auf eine IV-Rente hat der
Beschwerdeführer jedoch gezeigt, dass er Mitteilungen und Vorbescheide der
Beschwerdegegnerin verstehen sowie fristgerecht und angemessen darauf reagieren
kann, indem er eine anfechtungsfähige Verfügung verlangt bzw. korrekt Einwand
erhoben hat. Selbst wenn ihm, wie seine Rechtsvertreter vermuten, die Sozialen
Dienste L._ beim Verfassen seiner Rechtsschriften geholfen haben sollten, ändert
dies nichts an der Tatsache, dass sie im Verfahren betreffend den Anspruch auf
berufliche Massnahmen zur Eröffnung eines Vorbescheidverfahrens und zur Vornahme
weiterer Sachverhaltsabklärungen durch die Beschwerdegegnerin geführt haben (vgl.
IV-act. 60, 65 f., 70). Demzufolge hat die Zusammenarbeit zwischen dem nicht
rechtskundigen Beschwerdeführer und der unentgeltlich tätigen Institution in der
Vergangenheit offenbar so weit funktioniert, als der Beschwerdeführer sein
Nichteinverständnis mit der Mitteilung bzw. später dem Vorbescheid hat geltend
machen und weitere Abklärungen hat anstossen können.
4.3 Weiter hat der Beschwerdeführer sinngemäss geltend gemacht, die
Beschwerdegegnerin habe im vergangenen Verwaltungsverfahren das rechtliche Gehör
verletzt, weshalb ihm der Fehler der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die
Interpretation der Stellungnahme von Dr. C._ (vgl. IV-act. 70 f.) nicht bekannt
gewesen sei. Nur eine strenge Überwachung der Beschwerdegegnerin durch seine
anwaltliche Vertretung könne gewährleisten, dass sich so etwas nicht wiederhole (act.
G 1). Aus den aktuellen Akten geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin sehr bemüht
ist, die gerichtlichen Handlungsanweisungen im vorliegenden Verwaltungsverfahren
sorgfältig umzusetzen (vgl. E 3.2). Deshalb ist weder zu erwarten, dass der
Beschwerdegegnerin nochmals ein solcher Fehler wie jener in Bezug auf die
Interpretation der Stellungnahme von Dr. C._ unterläuft, noch dass sie das rechtliche
Gehör erneut verletzt. Die diesbezügliche Argumentation des Beschwerdeführers
erscheint deshalb als nicht stichhaltig. Ausserdem ist festzuhalten, dass es einer
versicherten Person grundsätzlich ohne Weiteres möglich ist, sich jederzeit nach dem
Stand des Verfahrens zu erkundigen und die eigenen Akten einzusehen. Dafür sind
weder besondere Rechtskenntnisse noch Fähigkeiten nötig, weshalb der
Beschwerdeführer dies auch selbstständig tun kann und hätte tun können. Abgesehen
davon ist es für den Beschwerdeführer vorliegend – anders als in einem neuen
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Verwaltungsverfahren – viel einfacher, die Handlungen der Beschwerdegegnerin
selbstständig durch Anrufe und Akteneinsichten zu kontrollieren, weil er dank des
Gerichtsentscheides das vorgesehene Vorgehen kennt.
4.4 Abschliessend ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer dazu
imstande ist, seine Rechte – wenn nötig mit Hilfe sozialer Institutionen – geltend zu
machen und am vorliegend einfachen Abklärungsverfahren der Beschwerdegegnerin
mitzuwirken, sofern dies überhaupt erforderlich sein sollte.
5.
Zusammenfassend stellen sich also keine besonders schwierigen (Rechts-)Fragen,
weshalb von einem "normalen Durchschnittsfall" im Sachgebiet der
Invalidenversicherung auszugehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18.
September 2009, 9C_315/2009, E. 2.1). Ausserdem ist es dem Beschwerdeführer
möglich, im vorliegenden Verwaltungsverfahren – wo nötig – selbstständig mitzuwirken
und seine Rechte zu wahren. Auch mit Blick auf die strengen Anforderungen an die
Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren hat die
Beschwerdegegnerin das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung also zu Recht
abgelehnt. Somit erübrigt sich eine Prüfung der weiteren Voraussetzungen.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 5. November 2018 abzuweisen.
6.2 Bei Streitigkeiten betreffend die unentgeltliche Verbeiständung im
Verwaltungsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Da es
sich vorliegend nicht um eine Streitigkeit betreffend "IV-Leistungen" handelt, findet die
Kostenregelung von Art. 69 Abs. 1bis IVG keine Anwendung (vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2012, IV 2010/270, E. 6.4).
6.3 Der Staat bezahlt zufolge der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung die Kosten
der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
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61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor dem
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr.
15'000.--. Die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers haben eine Kostennote in Höhe
von Fr. 1'764.15 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht. In Hinblick auf
den Verfahrensausgang hat der Staat zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers zu
bezahlen, wobei das Honorar um einen Fünftel zu kürzen ist (Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes). Die Entschädigung ist somit auf Fr. 1'411.30 festzusetzen (1'764.15
- [0,2 × Fr. 1'764.15]). Der Beschwerdeführer kann zur Rückerstattung der
Parteientschädigung von Fr. 1'411.30 verpflichtet werden, sobald er dazu in der Lage
ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs.
2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).