Decision ID: c73a8a8e-6c89-56e1-9046-075450065ed0
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) arbeitete als (Hilfs)-Schlosser über die B._ AG,
weshalb er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert
war, als ihm am 22. Juli 2013 (....) auf einer Baustelle bei Montagearbeiten eine Stange
auf die Hand fiel (Suva-act. 1). Er zog sich dabei eine Vorderarmkontusion links zu.
Sein Hausarzt, Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, konnte bei der
ersten Kontrolle am 23. Juli 2013 eine leichte Schwellung des Vorderarms links distal
dorsal und eine leichte Dysästhesie aller Finger feststellen, während eine durchgeführte
Röntgenuntersuchung keine ossären Läsionen zeigte (Suva-act. 7). Nachdem die
Ruhigstellung in einer Schiene, eine antiphlogistische Behandlung, eine kombinierte
Elektro/Ultraschalltherapie sowie die Applikation einer Ampulle Kenacort den
Schmerzzustand nicht verbessert hatten, überwies Dr. C._ den Versicherten an die
Orthopädie D._ (Suva-act. 7 und 14).
A.b Nach einer Untersuchung am 2. September 2013 diagnostizierte Dr. med. E._
von der Orthopädie D._ ein Karpaltunnelsyndrom links sowie eine Tenosynovitis
erstes Strecksehnenfach links, wobei er zur Objektivierung der Diagnose eine
elektromyographische Untersuchung in Auftrag gab (Suva-act. 14). In der im
Neurologischen Zentrum F._ durchgeführten elektrophysiologischen Untersuchung
vom 25. September 2013 konnte kein Hinweis auf ein sensibles oder motorisches
Karpaltunnelsyndrom festgestellt werden. Allerdings wurde ein hochgradiger Verdacht
auf eine leichtgradige axonale Teilläsion des Nervus radialis, Ramus profundus, links
ca. auf der Höhe des Abgangs des Musculus abductor pollicis longus/extensor
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digitorum geäussert. Hinweise auf eine sensible Nervenaffektion des Nervus radialis
oder des Nervus medianus links konnten jedoch nicht erkannt werden, was aber eine
Reizsymptomatik nicht ausschliesse (Suva-act. 28). Am 4. Dezember 2013 führte Dr.
E._ aufgrund der Diagnose einer Tenosynovitis des ersten Strecksehnenfachs links
eine operative Erweiterungsplastik durch, die allerdings nicht den gewünschten Erfolg
brachte, sondern dazu führte, dass auch die Folgen der Operation therapiert werden
mussten (Suva-act. 30, 35 und 52). Dr. E._ nahm in regelmässigen Abständen
Verlaufskontrollen vor (Suva-act. 35, 41 und 52).
A.c Am 1. April 2014 teilte die B._ AG der Suva mit, dass sie dem Versicherten die
Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 2. Mai 2014 zugestellt habe (Suva-act. 42).
A.d Aufgrund der Diagnose Schmerzzustand im Bereich des ersten Strecksehnenfachs
links bei Zustand nach schwerem Direkttrauma und Zustand nach Spaltung des ersten
Strecksehnenfachs links wurde nach längerem Abwarten in der Klinik G._ eine
operative Revision durchgeführt. Es erfolgte eine Neurolyse dreier Superficialisäste,
eine Tendolyse der Sehne des ersten Strecksehnenfachs und eine Rekonstruktion des
Retinaculums. Dem Operationsbericht kann entnommen werden, dass bei dem Eingriff
ausgedehnte Verwachsungen sichtbar waren und die Sehnen im Bereich des ersten
Strecksehnenfachs nackt ohne eigentliches Retinaculum dagelegen hatten. Zum
Schutz der Nerven wurde bei der Operation ein Periost-Läppchen aufgelegt (vgl. Suva-
act. 71). In einem Bericht vom 4. November 2014 stellte Dr. E._ die Diagnosen
Kontusions-Quetschtrauma Vorderarm links, Spaltung des ersten Strecksehnenfachs
links zweimal und CRPS. Er hielt fest, dass auch die zweite Operation keinen Erfolg
gebracht habe, es sei mittlerweile sogar schlechter geworden mit Entwicklung eines
CRPS. Die Hand sei überwärmt und die Beweglichkeit der Langfinger werde
schlechter. Aufgrund der erfolglosen Therapie mit Hydergin, Valium und Miacalcic
überwies Dr. E._ den Versicherten an die Klinik für Hand-, Plastische und
Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) (Suva-act. 92).
A.e Im Bericht vom 19. November 2014 über die ambulante Neuvorstellung des
Versicherten vom 6. November 2014 im KSSG wurden die Diagnosen chronisches
Schmerzsyndrom linke obere Extremität, beginnend CRPS, positive Budapestkriterien
jedoch nicht vollständige Ausprägung und Status nach Quetschverletzung gestellt. Es
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wurde mit dem Versicherten ein Stufenplan zur Therapie mit einer DMSO-Salbe und
Vitamin C besprochen. Ferner wurde Verbesserungspotenzial hinsichtlich der starken
Schmerzmedikation eruiert, zumal diese laut dem Versicherten Nebenwirkungen
zeitigte. Zur Beurteilung eines CRPS und gegebenenfalls zur Behandlung wurde der
Versicherte zu einem Schmerzkonsil aufgeboten (Suva-act. 96).
A.f Am 24. November 2014 erfolgte die Erstkonsultation im Schmerzzentrum des
KSSG. Im Bericht vom 18. Dezember 2014 zur ambulanten Behandlung vom 15.
Dezember 2014 wurde die Diagnose chronifiziertes neuropathisches Schmerzsyndrom
und differentialdiagnostisch ein CRPS gestellt. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der
Versicherte seine Situation psychisch als zunehmend angespannt erachte, da ihn die
Schmerzen sehr belasten würden und er auch den Anforderungen seiner Familie nicht
mehr gerecht werden könne. Er wurde an die Psychologin Dr. H._ vom
Schmerzzentrum verwiesen und wegen neu aufgetretener linksbetonter, vermutlich
aufgrund von Muskelverspannungen verursachter Kopfschmerzen wurde ihm eine
Triggerpunkttherapie verschrieben (Suva-act. 103). Einem Zwischenbericht der Klinik
für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 20. Dezember
2014 ist zu entnehmen, dass der Versicherte den Vorschlägen zur Verbesserung seines
Schmerzzustandes gegenüber offen sei und diesen gerne folge, um seine
Lebensqualität sowie seine Möglichkeit wiederum zur Arbeit zu gehen, zu verbessern
(Suva-act. 104). Die Umstellungen bei der Medikation konnten eine leichte
Verbesserung der Schmerzsymptomatik bewirken, jedoch klagte der Versicherte noch
immer über starke Schmerzen (vgl. Suva-act.103 und 105).
A.g Deshalb wurde am 7. April 2015 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
des KSSG am linken Unterarm des Versicherten eine Magnetresonanztomographie
(MRI; MRT) durchgeführt. In der Beurteilung des Berichts zur MRI-Untersuchung wurde
festgehalten, dass eine potenzielle Irritation des Ramus superficialis Nervi radialis im
subkutanen Verlauf der ulnarseitigen Narbe des distalen Unterarms vorliegen könnte,
wobei kein Nachweis einer Raumforderung oder Nervenkompression sichtbar sei. Es
bestehe eine leichtgradige Tendovaginitis der Abductor-pollicis-longus- und Extensor-
pollicis-brevis-Sehnen (Suva-act. 160). Anlässlich einer Sprechstunde in der Klinik für
Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 16. April 2015
zeigte sich ein weitestgehend unveränderter klinischer Untersuchungsbefund mit
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deutlichem Hoffmann-Tinel im Verlauf des Ramus superficialis Nervi radialis. Das MRT
zeige keinen wegweisenden Befund und der Versicherte sei mit der Situation sehr
unzufrieden. Er berichte von einer Beschwerdebesserung für etwa 8 Stunden nach
einer durchgeführten Infiltration mit Bupivacain. Dem Versicherten wurde daher die
Möglichkeit einer Neurotomie des Ramus superficialis Nervi radialis sowie des Astes
Cutaneus antebrachii lateralis erläutert, wodurch man sich eine eindeutige
Beschwerdebesserung versprach (Suva-act. 140).
A.h Der Versicherte entschloss sich zu der erneuten Operation, obschon er über den
bleibenden Gefühlsverlust sowie die nicht garantierte Schmerzfreiheit aufgeklärt
worden war. Bei dem am 29. Juni 2015 durchgeführten operativen Eingriff wurde
jeweils links eine Neurotomie des Ramus superficialias Nervus radialis, Nervus
cutaneus antebrachii lateralis und Nervus interosseus posterior durchgeführt (Suva-act.
156). Nach der Operation fanden Nachkontrollen in der Klinik für Hand-, Plastische-
und Wiederherstellungschirurgie des KSSG statt, bei welchen jeweils Schwellungen der
Hand sichtbar waren und der Versicherte weiterhin über Schmerzen und
Sensibilitätsstörungen klagte (Suva-act. 159, 164, 171 und 193). Zwischenzeitlich
meldete sich der Versicherte selbständig für einen neuen Konsultationstermin im
Schmerzzentrum des KSSG (Suva-act. 194).
A.i Nachdem sich der Versicherte damit einverstanden erklärt hatte, an einem
mehrwöchigen stationären arbeitsorientierten medizinischen Trainingsprogramm in der
Rehabilitationsklinik Z._ teilzunehmen (vgl. Suva-act. 188 und 189), wurde er mit
geplantem Eintritt auf den 12. Januar 2016 dafür angemeldet (Suva-act. 196). Aufgrund
eines Sturzes des Versicherten verzögerte sich der Eintritt bis zum 26. Januar 2016
(Suva-act. 196, 197, 198, 199 und 203). Dem Austrittsbericht der Klinik Z._ vom 18.
Februar 2016 sind die Diagnosen LWS-Kontusion und Handkontusion rechts aufgrund
des Unfalls vom 11. Januar 2016 und Kontusion Hand links aufgrund des Unfalls vom
22. Juli 2013 zu entnehmen. Ferner enthält der Bericht die psychiatrischen Diagnosen
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, belastende
Lebensumstände in der Familie und akzentuierte passiv-aggressive
Persönlichkeitszüge mit histrionischen Verhaltensauffälligkeiten mit wahrscheinlicher
Aggravationstendenz. Differentialdiagnostisch wurde eine leichte bis mittelgradige
depressive Episode erwähnt. Weiter wurde Adipositas Grad II diagnostiziert. Diese
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Diagnosen und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten im
Austrittsbericht der Klinik Z._ erfolgten unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines
während der Rehabilitation durchgeführten handchirurgischen Konsiliums bei Dr. med.
I._, handchirurgischer Konsiliar des Universitätsspitals Zürich (vgl. Suva-act. 208 S. 3
ff.) sowie eines psychosomatischen Konsiliums bei lic. phil. J._ (vgl. Suva-act. 209).
Dem Austrittsbericht ist zu entnehmen, dass eine erhebliche Symptomausweitung
hatte beobachtet werden können. Diese sei teilweise auf eine psychische Störung
zurückzuführen. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die
Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nicht verwertbar (Suva-act. 208
S. 3). Aufgrund des fehlenden therapeutischen Zugangs hatte man sich zur vorzeitigen
stationären Entlassung entschlossen (Suva-act. 208 S. 4). Das Ausmass der
demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren
pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung
sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit
stütze sich primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen unter Berücksichtigung
der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Aus
unfallkausaler Sicht ergebe sich demnach, dass keine Zumutbarkeit für die berufliche
Tätigkeit als Schlosser bestehe. Dem Versicherten sollte aber zumindest eine leichte
bis mittelschwere Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die vollständige Greiffunktion, einen
vollen Krafteinsatz oder Zwangshaltungen der linken Hand erforderten, ganztags
möglich sein, während die rechte, dominante Hand uneingeschränkt einsetzbar sei.
Diese Zumutbarkeitsbeurteilung für adaptierte Tätigkeiten sei aber noch nicht
abschliessend, da zur Objektivierung noch eine neurologische und
elektrophysiologische Untersuchung angezeigt sei. Von der Fortsetzung der
Behandlung könne keine namhafte Besserung mehr erwartet werden. Inwieweit eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch psychische Faktoren bei der chronischen
Schmerzstörung bestehe, müsse im weiteren Verlauf psychiatrisch/psychosomatisch
beurteilt werden. Ein schrittweiser Wiedereinstieg unter angepassten Bedingungen
könnte sich auf den Versicherten vermutlich sogar psychisch stabilisierend auswirken
(Suva-act. 208 S. 2 f.).
A.j In der neurologischen Konsultation mit elektrophysiologischer Untersuchung bei
Dr. med. K._, FMH Neurologie, Neurologisches Zentrum F._, vom 27. April 2016
ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine fortbestehende neuropathische Schädigung
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des Nervus radialis im Unterarmbereich, des Nervus ulnaris im Sulcusbereich oder des
Nervus medianus. Die vom Versicherten gefühlte Anästhesie im sensiblen
Medianusbereich konnte sich Dr. K._ somit nicht erklären, während sie die
ausgeprägten Hyp- respektive Anästhesiezonen im Ausbreitungsgebiet des Nervus
radialis, Ramus superficialis sowie Nervus cutaneus antebrachii lateralis aufgrund der
Neurotomien als erklärbar erachtete. Weiter hielt Dr. K._ in ihrem Bericht zur
Untersuchung vom 27. April 2016 fest, dass offenbar dennoch neuropathische
Phänomene im Sinne von Reizsyndromen, insbesondere im distalen sensiblen Nervus
radialis-Ausbreitungsgebiet fortbestehen würden. Aufgrund der Diskrepanz zwischen
den vom Versicherten beklagten erheblichen sensomotorischen Defiziten einerseits und
den unauffälligen bzw. nicht richtungsweisenden Neurographiebefunden wie auch den
unauffälligen, nicht chronisch neurogen veränderten nadelmyographischen Befunden
andererseits, schloss sich Dr. K._ im Bericht zu ihrer Untersuchung vom 27. April
2016 der Interpretation der Klinik Z._ an, dass psychiatrische Aspekte im Sinne einer
inzwischen deutlich etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und
psychischen Faktoren signifikant interferieren würden (Suva-act. 222).
A.k In der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG
wurde
anlässlich der Untersuchung vom 26. Mai 2016 ein unveränderter klinischer Befund
festgestellt. Aus handchirurgischer Sicht bestehe keine weitere Möglichkeit zur
Intervention, weshalb der Fallabschluss erfolge. Es werde die Fortsetzung und
Intensivierung der Schmerztherapie empfohlen (Suva-act. 229).
A.l Anlässlich einer Untersuchung vom 8. Juni 2016 im Schmerzzentrum des KSSG
berichtete der Versicherte davon, dass sich die Beweglichkeit der linken Hand deutlich
verbessert habe. Auffallend war bei dieser Untersuchung auch ein deutlicher Rückgang
der Schwellung. Im Untersuchungsbericht vom 9. Juni 2016 wurde ferner festgehalten,
dass neben der Ergotherapie und der psychologischen Betreuung aktuell eine
Medikation mit Novalgin, Neurontin, Saroten sowie Pantoprazol stattfinde. Wegen der
guten Fortschritte wurden keine weiteren Massnahmen unternommen (Suva-act. 234).
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A.m Am 28. Juni 2016 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. L._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. In
seinem Bericht vom 29. Juni 2016 kam er zum Schluss, dass hinsichtlich der
Beweglichkeit der Langfinger der linken Hand ein im Vergleich zum Bericht der Klinik
Z._ fast unveränderter Befund vorliege. Auch die Beweglichkeit im linken Handgelenk
sei vergleichbar mit den Befunden der Klinik Z._. Unterschiedlich sei jedoch, dass
aktuell keine Differenz in der Bemuskelung linker Unter- oder Oberarm bei
seitengleichem Ober- und Unterarmumfang bestehe. Er hielt fest, dass knapp drei
Jahre nach dem Unfallereignis bei schmerzbedingt scheinbar längerem
Mindergebrauch der linken Hand eine deutliche Atrophie der linken Hand- bzw.
Armmuskulatur links zu erwarten wäre, jedoch bestehe eine seitengleiche
Bemuskelung der Arme, was auf eine gewisse Symptomausweitung hindeute. Hinweise
für ein CRPS konnte er nicht erkennen. Allerdings stellte er eine Allodynie im Bereich
der radialseitigen Mittelhand fest. Als strukturell-objektivierbare Folge des Unfalls vom
22. Juli 2013 erachtete er die neurologisch festgehaltenen, fortbestehenden
neuropathischen Phänomene im Sinne von Reizsyndromen, insbesondere im distalen
sensiblen Nervus radialis-Ausbreitungsgebiet im Rahmen der Neurotomie. Das
Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den
objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung nur
ungenügend erklären. Unter Berücksichtigung der klinischen Untersuchung kam er zum
Schluss, dass eine ausgeprägte psychische Überlagerung vorliegen dürfte (Suva-act.
235). Nach Einholung des Verlaufsberichts des Schmerzzentrums des KSSG über die
Untersuchung vom 8. Juni 2016 kam Dr. L._ am 4. Juli 2016 in einer erneuten
Beurteilung zum Schluss, dass von weiteren Behandlungen der somatischen
Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes erwartet werden könne. Im Vergleich zum Befundbericht der
Klinik Z._ vom Februar 2016 habe sich bis zu seiner Untersuchung am 28. Juni 2016
keine wesentliche Verbesserung der Beweglichkeit der Finger 1 bis 3 der linken Hand
ergeben. Eine weitere Schmerztherapie sei aus unfallbedingter Sicht nicht indiziert,
jedoch könne bei Bedarf Neurontin 400 mg und zusätzlich ein Schmerzmittel von der
Unfallversicherung vergütet werden. Wie bereits im Behandlungsbericht der Klinik
Z._ festgehalten worden sei, sei dem Versicherten eine leichte bis mittelschwere
Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die vollständige Greiffunktion, einen vollen Krafteinsatz
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oder eine Zwangshaltung der linken Hand erforderten, ganztags möglich. Die rechte,
dominante Hand sei uneingeschränkt einsetzbar (Suva-act. 239). Aufgrund der
verbliebenen Belastungsinsuffizienz der linken Hand mit Bewegungseinschränkung der
Langfinger und des Handgelenks schätzte er die Integritätsentschädigung auf 7.5 %
(Suva-act. 238).
A.n Mit Schreiben vom 6. Juli 2016 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass die
Heilkosten- und Taggeldleistungen (mit Ausnahme von Schmerzmitteln und des
Medikaments Neurontin 400 mg) per 31. Juli 2016 eingestellt würden. Aus
unfallbedingter Sicht sei auch die Schmerztherapie im KSSG nicht mehr ausgewiesen
(Suva-act. 240).
A.o Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 wurde dem Versicherten von der Suva aufgrund
einer Integritätseinbusse von 7.5 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 9450.--
zugesprochen, während der Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde (Suva-
act. 241).
B.
Dagegen erhob der anwaltlich vertretene Versicherte mit Eingabe vom 26. August 2016
Einsprache, in welcher er im Wesentlichen geltend machte, dass die psychisch
bedingten Faktoren nicht oder nicht abschliessend geklärt seien, weshalb eine
zumutbare Erwerbstätigkeit nicht beurteilt und ein Invaliditätsgrad nicht berechnet
werden könne. Er beantragte eine polydisziplinäre Begutachtung (Suva-act. 253). Die
Suva wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2016 ab (Suva-
act. 277; act. G 1.7).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rolf Dätwyler, Winterthur, am
16. Januar 2017 Beschwerde (act. G 1). Darin beantragt er, dass der
Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 1. Dezember
2016 bzw. die Verfügung vom 19. Juli 2016 aufzuheben seien und über die Ausrichtung
der Invalidenrente per 1. August 2016 neu zu verfügen sei. Ferner beantragt er, dass
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ihm die Heilkosten- und Taggeldleistungen weiterhin auszurichten und die Kosten für
die Schmerztherapie im KSSG weiterhin zu übernehmen seien. Weiter stellt er den
Antrag, dass das Gutachten der Sozialversicherungsanstalt (SVA) St. Gallen
abzuwarten und ihm nach Eingang des Gutachtens eine Frist zur Ergänzung der
Beschwerdebegründung zu gewähren sei. Eventualiter sei ein weiteres Gutachten über
seinen Gesundheitszustand anzuordnen. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (act. G 1 S. 2).
C.b Mit Eingabe vom 21. Februar 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die Vorakten
sowie ihre Beschwerdeantwort ein (act. G 3; Suva-act. 1 ff.). Darin beantragt sie die
Abweisung der Beschwerde vom 16. Januar 2017, soweit darauf einzutreten sei, und
die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 1. Dezember 2016. Ferner beantragt
sie, dass das beschwerdeführerische Gesuch um Sistierung des vorliegenden
unfallversicherungsrechtlichen Prozesses bis zum Abschluss der von der SVA St.
Gallen in die Wege geleiteten medizinischen Begutachtung abzuweisen sei (act. G 3 S.
2).
C.c Am 14. März 2017 ordnete das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die
Fortsetzung des Schriftenwechsels an. Dabei wurde angemerkt, dass es zufolge der
Belastungssituation des Gerichts ohnehin noch längere Zeit dauern werde, bis die
Beschwerde konkret zur Beurteilung gelange, weshalb der Beschwerdeführer
voraussichtlich auch so Gelegenheit bekomme, das erwartete Gutachten im Prozess
nachzureichen (act. G 4).
C.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G 5).
Zur Nachreichung des erwarteten Gutachtens kam es nicht.
C.e Mit Schreiben vom 8. September 2018 teilte der Rechtsvertreter des Versicherten
mit, dass er das Mandat niedergelegt habe (act. G 6).

Erwägungen
1.
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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden,
nachdem ein Unfallereignis aus dem Jahr 2013 streitig ist, die bis 31. Dezember 2016
gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
2.1 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands im vorliegenden Verfahren ist zu
beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich
lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw.
eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt (vorliegend)
der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und
somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1).
2.2 Über die Einstellung der Heilbehandlungskosten und Taggeldleistungen hat die
Beschwerdegegnerin in der Mitteilung vom 6. Juli 2016 befunden (Einstellung der
Leistungen per 31. Juli 2016 mit Ausnahme der Kostenübernahme für Schmerzmittel
und für das Medikament Neurontin 400 mg, Suva-act. 240). Die Einstellung der
vorübergehenden Versicherungsleistungen ist formwidrig erfolgt, d.h. nicht wie im Fall
der Verweigerung von Versicherungsleistungen gefordert in Form einer Verfügung (vgl.
dazu Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; Art. 124 lit. b UVV). Leistungen,
Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in
einem formlosen Verfahren behandelt werden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG), wobei Art. 51
Abs. 2 ATSG der betroffenen Person in diesen Fällen die Möglichkeit gibt, eine
Verfügung zu verlangen. Hat ein Versicherungsträger formlos und nicht mittels
Verfügung in ablehnendem Sinn entschieden, kann Art. 51 ATSG, der sich nur auf das
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zulässige formlose Verfahren bezieht, hingegen keine direkte Anwendung finden. Das
Gesetz enthält somit für den vorgenannten Fall - Entscheid im formlosen Verfahren
nach Art. 51 ATSG, der laut Art. 49 Abs. 1 ATSG in Verfügungsform hätte ergehen
müssen - keine ausdrückliche Regelung. Damit das Verfahren in die gesetzlich
vorgesehenen Wege gelenkt und der versicherten Person der Rechtsweg geöffnet wird,
drängt sich allerdings die analoge Anwendung von Art. 51 Abs. 2 ATSG auf. Es wäre
dem Beschwerdeführer somit unbenommen gewesen, eine anfechtbare Verfügung
über die Leistungseinstellung zu verlangen oder der Beschwerdegegnerin auf andere
Weise mitzuteilen, dass er mit der Leistungseinstellung nicht einverstanden sei,
woraufhin diese eine Verfügung hätte erlassen müssen. Auch in seiner Einsprache hätte
der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer sein fehlendes Einverständnis hinsichtlich
der Leistungseinstellung noch zum Ausdruck bringen können, da es ihm nicht zum
Nachteil gereichen darf, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungseinstellung
formwidrig verfügt hat. Wie diese allerdings zu Recht einwendet (act. G 3 S. 4), hat sich
das Prozessthema des Einspracheverfahrens auf den Rentenpunkt beschränkt (vgl.
Suva-act. 253; act. G 1.7). Mit anderen Worten hat der Beschwerdeführer mit seiner
Einsprache die Rentenverfügung vom 19. Juli 2016 (vgl. Suva-act. 241) angefochten,
ohne die Leistungseinstellung, welche der Rentenverfügung vorausgegangen war (vgl.
Suva-act. 240), zu beanstanden. Vielmehr hat er in seiner Einsprache eine
polydisziplinäre Begutachtung beantragt, um seine Erwerbsfähigkeit und seinen
Invaliditätsgrad für die Rentenfestsetzung abzuklären (Suva-act. 253). Damit hat er
indirekt zum Ausdruck gebracht, dass er die Prüfung der Rente wünscht und somit
auch mit der Leistungseinstellung, welche einer Rentenprüfung vorhergeht,
einverstanden ist. Überdies ist auch die mit der Rentenverfügung vom 19. Juli 2016
zugesprochene Integritätsentschädigung, deren Prüfung ebenfalls einen Fallabschluss
voraussetzt (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG), unangefochten geblieben (vgl. Suva-act. 253).
Zudem geht aus der Einsprache nicht hervor, dass der Beschwerdeführer mit der
Leistungseinstellung oder dem Zeitpunkt der Rentenprüfung nicht einverstanden sei
(vgl. Suva-act. 253). Nachdem sich die Einsprache und der Einspracheentscheid nur
mit dem Rentenpunkt befassen (vgl. Suva-act. 253; act. G 1.7), kann
Anfechtungsgegenstand dieses Verfahrens ebenfalls nur der Rentenanspruch sein (vgl.
E.2.1). Soweit der Beschwerdeführer die Weiterausrichtung der Heilkosten- und
Taggeldleistungen (inklusive Weiterführung der Schmerztherapie) beantragt (vgl. act. G
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1 S. 2), kann darauf nicht eingetreten werden. Folglich ist der Beschwerdeführer nicht
zu hören, wenn er geltend macht, dass entsprechend neuerer Abklärungen der
medizinische Endzustand allenfalls noch nicht erreicht sei (vgl. act. G 1 S. 4; vgl. im
Übrigen BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Gegenstand des vorliegenden
Verfahrens ist somit lediglich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen
Anspruch auf eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente ab dem 1. August 2016
verneint hat.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde im Wesentlichen geltend, dass
aufgrund der lückenhaften medizinischen Ergebnisse vor einer weiteren Begutachtung
keine detaillierten Aussagen zu seinen Erwerbsmöglichkeiten und zu seinem
Invaliditätsgrad gemacht werden könnten (act. G 1 S. 7). Er bestreitet, dass ihm
aufgrund seines Zustandes eine ganztägige leichte bis mittelschwere Tätigkeit
zumutbar sei. Er trage ständig eine Schiene, um seine Hand ruhig zu stellen. Bei der
leichtesten Belastung, wie beispielsweise dem Schreiben am Computer schwelle seine
Hand an. Er nehme zudem Schmerzmittel, was ihn in seinen kognitiven Fähigkeiten
einschränke (act. G 1 S. 7). Aufgrund der ständigen Ruhighaltung der Hand sei zudem
von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen (Suva-act. 1 S. 7). Hinsichtlich der
medizinischen Abklärungen beanstandet er vor allem, dass die psychischen Umstände
durch die Beschwerdegegnerin nicht angemessen überprüft worden seien (act. G 1 S.
6). Er bestreitet, dass die psychischen Störungen keine arbeitsrelevante
Leistungsminderung zur Folge hätten. Dies sei durch eine interdisziplinäre
Untersuchung abzuklären (act. G 1 S. 7).
3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber insbesondere mit Verweis auf
den Bericht von Dr. K._ zur neurologischen Untersuchung vom 27. April 2016 und mit
Verweis auf den Bericht vom 30. Mai 2016 über die ambulante Untersuchung in der
Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 26. Mai
2016 auf den Standpunkt, dass sich für die anhaltenden Beschwerden kein
objektivierbares organisches Substrat habe finden lassen. Die vom Beschwerdeführer
weiterhin geltend gemachten Beschwerden seien von psychischen bzw. von
unfallfremden Faktoren geprägt (act. G 3 S. 4). Was die psychischen Probleme des
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Beschwerdeführers betreffe, so fehle es an der Leistungsvoraussetzung der adäquaten
Unfallkausalität (act. G 3 S. 6).
3.3 Anspruchsvoraussetzung für sämtliche Versicherungsleistungen der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (zum Ganzen
BGE 129 V 181 E. 3.1 f.). Für die Beantwortung der Frage nach dem Bestehen
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel
auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110
und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Im Bereich klar ausgewiesener organischer
Unfallfolgen im Sinne von nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches
Substrat, welches mit bildgebenden Untersuchungsmethoden [wie Röntgen, MRI, CT,
EEG] nachgewiesen werden konnte) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der
sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des
Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher
Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V
291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch
nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht
automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, sondern es bedarf der
Durchführung einer eigenen Adäquanzprüfung (vgl. BGE 115 V 139 E. 6). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend
für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen
Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.4 Entsprechend der Aktenlage können gewisse objektivierbare bzw. zumindest
nachvollziehbare unfallkausale Restfolgen ausgemacht werden. So hält Dr. K._ in
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ihrem Bericht zur neurologischen Konsultation mit elektrophysiologischer
Untersuchung vom 27. April 2016 fest, dass die bestätigten ausgeprägten Hyp-
respektive Anästhesiezonen im Ausbreitungsgebiet des Nervus radialis, Ramus
superficialis wie Nervus cutaneus antebrachii lateralis im Rahmen der Neurotomien
erklärbar seien. Dennoch bestünden neuropathische Phänomene im Sinne von
Reizsyndromen, insbesondere im distalen sensiblen Nervus radialis-
Ausbreitungsgebiet offenbar fort (Suva-act. 222). Dr. L._ bezeichnet in seinem
kreisärztlichen Bericht vom 28. Juni 2016 die neurologisch festgehaltenen,
fortbestehenden neuropathischen Phänomene im Sinne von Reizsyndromen,
insbesondere im distalen sensiblen Nervus radialis-Ausbreitungsgebiet im Rahmen der
Neurotomie, als strukturell-objektivierbare Unfallfolge (Suva-act. 235). Zudem sind dem
Beschwerdefüher gewisse Bewegungseinschränkungen und eine
Belastungsinsuffizienz im Bereich der linken Hand bzw. des Handgelenks geblieben
(vgl. Suva-act. 238).
3.5 Gemäss Dr. L._ lässt sich das Ausmass der physischen Einschränkungen mit
den objektivierbaren pathologischen Befunden allerdings nur ungenügend erklären,
weshalb er davon ausgeht, dass eine ausgeprägte psychische Überlagerung vorliegen
dürfte (Suva-act. 208). Er weist auch darauf hin, dass drei Jahre nach Unfallereignis bei
schmerzbedingt scheinbar längerem Mindergebrauch der linken Hand eine deutliche
Atrophie der linken Hand- bzw. Armmuskulatur zu erwarten wäre, jedoch bestehe eine
seitengleiche Bemuskelung der Arme, was auf eine gewisse Symptomausweitung
hindeute (Suva-act. 235 S. 7). Die kreisärztliche Einschätzung stimmt darin mit der
Beurteilung im Austrittsbericht der Klinik Z._ überein, in welcher es heisst, dass das
Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen sich mit den
objektvierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und
bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären lasse (Suva-
act. 208). Auch Dr. K._ kommt in ihrem Bericht zur neurologischen Konsultation vom
27. April 2016 zum Schluss, dass aufgrund der Diskrepanz zwischen den vom
Beschwerdeführer beklagten, erheblichen sensomotorischen Defiziten einerseits und
den unauffälligen, nicht chronisch neurogen veränderten nadelmyographischen
Befunden andererseits, psychiatrische Aspekte im Sinne einer inzwischen deutlich
etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
interferieren würden. Hinweise auf eine fortbestehende neuropathische Schädigung hat
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Dr. K._ in ihrer Untersuchung vom 27. April 2016 denn auch nicht mehr finden
können (Suva-act. 222). Eine zuvor durchgeführte MRT-Untersuchung hat ebenfalls
keinen wegweisenden Befund ergeben, insbesondere keinen Hinweis auf eine
Nervenkompression oder Raumforderung (Suva-act. 160). Schliesslich halten auch die
Ärzte von der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG in
ihrem Bericht vom 30. Mai 2016 fest, dass durch Dr. K._ kein Hinweis auf eine
Nervenschädigung sowohl in den peripheren Nerven als auch radikulär habe gefunden
werden können. Insgesamt könne auch sie die Diskrepanz zwischen dem
neurologischen Befund und den starken Schmerzen nicht erklären. Aus
handchirurgischer Sicht bestehe keinerlei weitere Möglichkeit einer Intervention (Suva-
act. 229). Eine bereits kurz nach dem Unfall durchgeführte Röntgenuntersuchung hat
auch keine ossären Läsionen gezeigt (Suva-act. 7). Aufgrund der umfassenden
medizinischen Abklärungen und der schlüssigen sowie übereinstimmenden ärztlichen
Berichte ist davon auszugehen, dass die beklagten Beschwerden nicht vollumfänglich
mit den objektivierbaren Befunden erklärbar sind, sondern psychische Faktoren
interferieren. Was die psychischen Probleme des Beschwerdeführers betrifft, ist die
Beschwerdegegnerin zu Recht von einem fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang
zum Unfallereignis ausgegangen, da mit Blick auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung dieses Unfallereignis an sich, ohne den damit einhergehenden
Komplikationen, gerade noch als leicht einzustufen ist, womit die Adäquanz entfällt
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007
sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2006, U 503/05, E.
3.1). Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen
Einspracheentscheid verwiesen werden (vgl. Suva-act. G 3 S. 7). Genauere
Abklärungen zu den psychischen Einschränkungen, wie sie der Beschwerdeführer
fordert (vgl. act. G 1 S. 6), erübrigen sich damit. Ferner ist anzumerken, dass aufgrund
der Aktenlage auch nicht von einem CRPS auszugehen ist. Die Entwicklung eines
CRPS ist zwar nach der zweiten Operation aufgrund einer Überwärmung der Hand und
einer Verschlechterung der Beweglichkeit der Langfinger von Dr. E._ angetönt
worden (Suva-act. 92), jedoch ist im Rahmen der ambulanten Neuvorstellung des
Beschwerdeführers im KSSG im November 2014 bereits festgestellt worden, dass
keine vollständige Ausprägung der Budapestkriterien vorliegen würde (Suva-act. 96).
Auch das Schmerzzentrum des KSSG hat die Diagnose CRPS in einem Bericht vom
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18. Dezember 2014 nur differentialdiagnostisch gestellt (Suva-act. 103). Im
Austrittsbericht der Klinik Z._ ist dann eine chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert worden (Suva-act. 208). Auch
Dr. K._ geht in ihrem Bericht vom 27. April 2016 von einer inzwischen deutlich
etablierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
aus (Suva-act. 222). Dr. L._ hat in seinem kreisärztlichen Bericht vom 28. Juni 2016
sodann ausdrücklich festgehalten, dass er keine Hinweise für ein CRPS hat erkennen
können (Suva-act. 239).
3.6 Unter Berücksichtigung der objektivierbaren Unfallfolgen sowie den
Beobachtungen bei den in der Rehabilitation durchgeführten physischen
Leistungstests haben die Ärzte der Klinik Z._, insbesondere gestützt auf medizinisch-
theoretische Überlegungen im Austrittsbericht vom 18. Februar 2016 eine
Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen (vgl. Suva-act. 208). Sie erachten für den
Beschwerdeführer eine Tätigkeit im bisherigen Beruf als Schlosser nicht mehr
zumutbar, da es sich dabei um eine sehr schwere Tätigkeit mit bimanuellem
Handeinsatz handle. Sie gehen in ihrer Beurteilung allerdings davon aus, dass ihm
zumindest eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne Tätigkeiten, welche die
vollständige Greiffunktion, einen vollen Krafteinsatz oder Zwangshaltungen der linken
Hand erfordern, ganztags möglich sei. Die rechte, dominante Hand sei
uneingeschränkt einsetzbar (Suva-act. 208 S. 3). Die Beurteilung ist in Kenntnis und in
Würdigung der umfassenden Vorakten erstellt worden (vgl. Suva-act. 208 S. 6 ff.). Sie
beruht ferner auf Beobachtungen bei realen Leistungstests im Rahmen eines
Rehabilitationsaufenthalts sowie auf den Ergebnissen eines bei Dr. I._
durchgeführten handchirurgischen (vgl. Suva-act. 208 S. 3) sowie eines bei lic. phil.
J._ durchgeführten psychosomatischen Konsiliums (vgl. Suva-act. 209). Es sind auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt worden. Sodann sind keine Anhaltspunkte
ersichtlich, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Beurteilung nicht berücksichtigt
worden wären und es gibt keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der
Einschätzung sprechen. Die Beurteilung ist noch unter dem Vorbehalt einer weiteren
neurologischen und elektrophysiologischen Untersuchung zur Objektivierung der
neurologischen Situation erfolgt (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Die entsprechende Abklärung
bei Dr. K._ hat sodann aber keinen Befund ergeben, welcher an der
Zumutbarkeitsbeurteilung etwas zu ändern vermag (vgl. Suva-act. 222). Ferner hat Dr.
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L._ in seiner ergänzenden ärztlichen Beurteilung vom 4. Juli 2016, nachdem er den
Beschwerdeführer am 28. Juni 2016 kreisärztlich untersucht hatte (Suva-act. 235), die
Zumutbarkeitsbeurteilung der Klinik Z._ geteilt (Suva-act. 239 S. 2). Auf die
Zumutbarkeitsbeurteilung kann demnach entgegen dem Einwand des
Beschwerdeführers (vgl. E. 3.1) abgestellt werden. Gerade angesichts der auch von der
Compliance her nur schwer durchführbaren physischen Leistungstests im Rahmen des
Rehabilitationsaufenthalts ist ohnehin nicht anzunehmen, dass von einer weiteren
medizinischen Beurteilung bessere Erkenntnisse hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit
erlangt werden könnten (vgl. BGE 136 I 236 f. E. 5.3 mit weiteren Hinweisen).
4.
In einem nächsten Schritt ist unter Würdigung der Aussagen der ärztlichen
Zumutbarkeitsbeurteilung die Frage zu beantworten, inwiefern der Beschwerdeführer
seine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 100 % in adaptierter Tätigkeit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sozialpraktisch noch verwerten kann. Der
Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, dass bei der Festlegung des
zumutbaren Arbeitsmarktes auf seine Verhältnisse abgestellt werden müsse (act. G 1
S. 6). Er habe zuletzt als Hilfsschlosser bei der B._ AG gearbeitet, habe den Jahrgang
19_ und spreche sehr schlecht Deutsch. Aus der abweisenden Rentenverfügung und
dem Einspracheentscheid sei nicht ersichtlich, welche Tätigkeiten ihm weiterhin
zumutbar sein sollten (act. G 1 S. 7).
4.1 Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter
Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des
ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und
abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134
V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem
Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen
Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen
offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und
intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE
110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E.
2.2; Urteil des EVG vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der
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ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also
Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen von
Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 28.
November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf Urteil vom 29. August 2007,
9C_95/2007, E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann allerdings nicht mehr
gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur
unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als
ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010,
8C_1050/2009, E 3.3 mit weiteren Hinweisen).
4.2 Der Zumutbarkeitsbeurteilung ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine
linke Hand grundsätzlich noch einsetzen kann, wenn auch mit gewissen
Einschränkungen. Ferner ist anzumerken, dass es sich bei der beeinträchtigten linken
Hand um die adominante Hand des Beschwerdeführers handelt. Die rechte, dominante
Hand ist uneingeschränkt einsetzbar (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der
ausgeglichene Arbeitsmarkt sogar für Personen, welche funktionell als Einarmige zu
betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend
realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet, wobei beispielsweise an einfache
Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten zu denken ist (Urteil des Bundesgerichts
vom 8. September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit Hinweisen auf mögliche
Berufsfelder). Umso mehr muss das für Personen gelten, die weniger gravierende
Einschränkungen aufweisen. Dass der Beschwerdeführer schlecht Deutsch spricht
oder bisher als Hilfsschlosser gearbeitet hat, wie er es geltend macht (vgl. act. G 1 S.
7), schliesst eine Arbeitsaufnahme auf dem ausgeglichenen theoretischen Arbeitsmarkt
nicht aus, da dieser entsprechend der obigen Definition eben gerade auch
verschiedenartige Stellen für Hilfsarbeiter bereithält. Unter Berücksichtigung sämtlicher
Umstände und der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist somit davon
auszugehen, dass die unfallbedingten Einschränkungen - bezogen auf den
ausgeglichenen Arbeitsmarkt - eine Verwertbarkeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht
ausschliessen.
5.
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Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG),
so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 16 ATSG
wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
5.1
5.1.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des
allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei
ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten
ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V
349 E. 3.4.2, 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18.
März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).
5.1.2 Die in der Verfügung vom 19. Juli 2016 durch die Beschwerdegegnerin
vorgenommene Festlegung des jährlichen Valideneinkommens auf Fr. 56'119.--,
welches sich auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen
Jahreslohns des Beschwerdeführers stützt (Suva-act. 215), ist nicht zu beanstanden
und es kann darauf abgestellt werden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die
Berechnung des Validenlohns nichts ein (vgl. act. G 1).
5.2
5.2.1 Mit der Berechnung des Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht
einverstanden. Es sei ihm nicht zumutbar, ein Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr.
56'995.-- zu erzielen. Die Beschwerdegegnerin habe zwar einen leidensbedingten
Abzug von 15 % berücksichtigt, jedoch sei dieser aufgrund der starken Schmerzen
eher auf 25 % zu erhöhen (act. G 1 S. 7).
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5.2.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-
Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 457 E. 4.2.1 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). In
welchem Umfang ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist, hängt nach der
Rechtsprechung von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des
konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter und
Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische
Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 129 V 481 E.
4.2.3 mit Hinweisen).
5.2.3 Wie bereits ausgeführt, ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer
auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt immer noch genügend
Betätigungsmöglichkeiten offenstehen. Seine linke Hand weist zwar
Beeinträchtigungen auf, jedoch ist sie laut Zumutbarkeitsbeurteilung nicht völlig
unbrauchbar, während die rechte dominante Hand noch uneingeschränkt eingesetzt
werden kann (vgl. Suva-act. 208 S. 3). Angesichts dieser Umstände erscheint der von
der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 19. Juli 2016 vorgenommene
Tabellenlohnabzug von 15 % als angemessen. Das in der gleichen Verfügung unter
Berücksichtigung dieses Abzugs und gestützt auf die Tabelle TA 1 der vom Bundesamt
für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2014
(LSE 2014) für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Männer (unter
Berücksichtigung einer Teuerung von 0.4/0.5 % und hochgerechnet auf eine
Arbeitswoche von 41.7 Stunden) ermittelte Invalideneinkommen von gerundet Fr.
56'995.-- ist ebenfalls nicht zu beanstanden (vgl. Suva-act. 241 S. 2).
5.3 Vorliegend steht dem ermittelten Valideneinkommen von Fr. 56'119.-- ein
ermitteltes Invalideneinkommen von Fr. 56'995.-- gegenüber. Demnach ist der
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin zu
verneinen.
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6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.