Decision ID: 6c380436-d78b-48f5-9632-7f74f44e7f8b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975,
Mutter von zwei Kinder
n
(geboren 2003 und
2005)
,
absolvierte eine kaufmännische Lehre und war ab Januar 2002 als
Account-Managerin
für die
Y._
A
G
tätig (
Urk.
8/2/2,
Urk. 8/2/4
,
Urk.
8/
7
,
Urk.
8/62/1
). Am 11. Februar 2005 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Diskushernie und eine
Fibromyalgie
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Z
ürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (Urk. 8/2
, Aktenverzeichnis zu Urk. 8/1-116
). Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in beruflich-er
werblicher und medizinischer Hinsicht und wies das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 18. August 2005 ab (Urk. 8/17), wogegen
diese
am 5. September 2005 (Urk. 8/18) Ein
sprache erhob, welche sie am 5. Oktober 2005 ergänzend begründen liess (Urk. 8/22). Mit Entscheid vom 11. April 2006 wurde die Einsprache von
X._
gutgeheissen und die neue Prüfung des Anspruchs auf IV-Leistungen in Aussicht gestellt (Urk. 8/37). Die IV-Stelle veran
lasste be
i der MEDAS
Z._
das Gutachten vom 9. Januar 2007
(Urk. 9
/50). Nach Durchführung des
Vorbe
scheid
verfahrens
(Urk. 8/66-76)
sprach die IV
Stelle
X._
mit Ver
fügungen vom 18. Januar und 25. März 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 8
5
%
mit Wirkung
ab dem 1. Mai 2004 eine ganze Rente zu (Urk. 8/77-78, Urk. 8/83). Diese Verfügungen er
wuchsen unan
gefoch
ten in Rechtskraft.
1.2
Mit Fragebogen „Revision der Invalidenrente/
Hilflosenentschädigung
“ vom 27.
Ja
nuar
2010 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (Urk. 8/96).
Im Zuge ihrer Abklärungen gab sie
beim
Begutachtungsinstitut
A
._
das Gutachten vom 28. Februar 2011 in Auftrag (nach
folgend:
A._
-Gut
achten vom 28. Februar 2011, Urk.
8/115)
. Am 23. August 2011 erging der Vorbescheid, mit welchem der Versicherten die
Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine
Viertelsrente
mit dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung angezeigt wurde (Urk. 8/123). Dagegen liess
X._
am 16. September 2011 Einwand erheben (Urk. 8/126), welchen sie am 20. Oktober 2011 ergänzend begründen liess (Urk. 8/130). Die
A._
-Gut
achter nahmen am 21. November 2011 zum
Schreiben
des behandelnden Psy
chiaters Dr. med. B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. September 2011 (Urk. 8/129) Stellung (Urk. 8/134).
In der Folge prüfte die IV-Stelle den Renten
anspruch der Versicherten im Hinblick auf die am 1. Januar 2012 in Kraft getretene
n Schlussbestimmungen der
Änderung des Bundes
gesetzes über die In
vali
denversicherung (IVG)
vom 18. März 2011 (6. IV.-Revision, erstes
Massnahmepaket
; nachfolgend: Schlussbestimmungen IVG)
[Urk. 8/151/5-9]
und erliess am 29. November 2012 einen neuen Vor
be
scheid, womit sie
X._
die Aufhebung der Rente auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung ankündigte (Urk. 8/152). Dagegen erhob die Versichert
e
am 7. Januar 2013 Ein
wand (Urk. 8/155, mit ergänzender
Einwandbegründung
vom 7. Februar 2013, Urk. 8/158). Nach der Prüfung des Einwandes hob
die
IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 4. Oktober 2013 wie vorbeschieden auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 1. November 2013 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung der angefochtenen
Verfügung sei die Beschwerdegeg
nerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbes. die Invali
denrente weiterhin auszurichten, evtl. Eingliederungsmassnahmen durch
zu
führen (Urk. 1 S. 2). In prozessualer Hinsicht beantragte
sie
die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 5. Dezember 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Be
schwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-166). Am 9. Dezember 2013 verfügte die Referent
in, dass kein zweiter Schriften
wechsel durchgeführt werde. Der Beschwerdeführerin wurde das Doppel der Beschwerdeantwort vom 5. Dezember 2013 (Urk. 7)
zur Kenntnisnahme
zugestellt (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
In formeller Hinsicht
macht
die Beschwerdeführerin
geltend
, die Beschwerdegegnerin habe am 23. August 2011 einen Vorbescheid, mit welchem die Redu
zierung der Invalidenrente auf 40 % angezeigt worden sei, erlassen. Dieses
Vor
bescheids
verfahren
sei nicht abgeschlossen worden (Urk. 1 S. 6).
1.2
Entgegen der Ansich
t der Beschwerdeführerin ist es
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin
am 2
9.
November 2012 einen neuen Vorbescheid erlassen hat, denn einem Vorbescheid kommt nicht die verfahrensmässige Wir
kung einer Verfügung zu
und er
kann ohne die Voraussetzungen einer pro
zessualen Revision (Art. 53 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ab
ge
ändert werden (SVR 2008 IV Nr. 43 S. 145; Meyer, Bundes
gesetz über die Invalidenversicherung, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf, S. 475).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch nach dem 1. Dezem
ber 2
013
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2
In der angefochtenen Verfügung vom 4. Okt
ober 2013 führte die Beschwerde
gegnerin im Wesentlichen aus,
i
m
A._
-Gutachten vom 28. Februar 2011 wür
den die Diagnosen einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode, einer an
haltenden
soma
toformen
Schmerzstörung, eines chronischen
panvertrebralen
Schmerzsyndroms ohne fassbare
radikuläre
Symptomatik sowie von chro
ni
schen Leistenschmerzen gestellt
. Unter Berücksichtigung der im Gutachten der MEDAS
Z._
vom 9. Januar 2007 gestellten Diagnosen (anhaltende somatoforme Schmerzstörung, mittelschwere
depressive Episode,
lumbospondy
logenes
Schmerzsyndrom) sei keine wesentliche Veränderung des Gesund
heits
zustandes anzu
nehmen. Vielmehr sei bei der unterschiedlichen Be
urteilung der Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin in den beiden Gutachten von einer anderen Beurteilung eines im Wesentlichen gleichge
bliebenen Sachverhaltes auszugehen (Urk. 2 S. 3).
Es sei von einem
pathogenetisch
-ätiologisc
h unklaren
syndromalen
Beschwer
debild ohne nachweisbare organische Grundlage auszugehen, welches zur
Zusprache
der laufenden Rente geführt habe und heute noch unverändert vor
liege. Im Zeitpunkt der
Zusprache
sei die ausnahmsweise Überwindbarkeit dieser Leiden und damit die sogenannten Foerster
-
Kriterien als Rechtsfrage durch den Rechtsanwender nicht geprüft worden. Die
Zusprache
der Rente sei nach dem 1. Januar 2008 erfolgt. Weil jedoch mangels zweifelloser Unrichtigkeit des Ent
scheides kein Wiedererwägungsgrund vorliege, komme subsidiär die Schluss
be
stimmung
IVG
zur Anwendung
(Urk. 2
S. 3). Aus dem A
._
-Gutachten vom 28. Februar 2011 sei ersichtlich, dass bei der Beschwerdeführerin lediglich kör
perliche Begleiterkrankungen ohne Aus
wirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit und dem
nach auch ohne Auswirkung auf die Überwindbarkeit der
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebild
er
ohne nachweisbare or
ga
nische Grundlage hätten diagnos
tiziert werden können. Mit Blick auf die teil
z
eitliche Erwerbstätigkeit sowie die von ihr angegebenen sozialen Kontakte könne nicht von einem ausgewie
senen schwerwiegenden sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens ausge
gangen
werden. Für einen primären Krankheitsgewinn bestünden keine Hinweise (Urk. 2 S. 4).
2.3
Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die Voraussetzungen für die Anwendung der Schlussbestimmung IVG nicht erfüllt seien (Urk. 1 S. 4). Unter diese soll
t
e
n
gemäss der Botschaft des Bundes
rates nur Renten fallen, welche vor dem 1. Januar 2008 zugesprochen worden seien. Die Schlussbestimmungen
IVG
hätten
die Anwendung der Kriterien der jüngeren Praxis auf Rentenrechtsverhältnisse sicherstellen
wollen
, die damals noch nicht nach den Foerster-Kriterien hätten beurteilt werden können (Urk. 1 S. 5). Die Rente stütze sich auf das Gutachten der MEDAS
Z._
vom 9. Januar 2007. Der Beschwerdegegnerin
und
den Gutach
tern
sei die Recht
sprechung zur
somatoformen
Schmerzstörung bekannt gewesen
(Urk. 1 S. 4). Die Rechtspre
chung zur
somatoformen
Schmerz
störung, welche bereits angewendet worden sei, könne nicht zur Aufhebung der Rente unter der Schlussbestimmung IVG führen (Urk. 1 S. 5). Zusätzlich habe eine somatische Diagnose – das
lumbospondylogene
Syndrom (Urk. 1 S. 4) – zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im an
gestammten Beruf geführt (Urk. 1 S. 5).
Eine
rechtsgenügliche
Überprüfung der Foerste
r-Kriterien durch die Beschwer
degegnerin werde aus deren Feststellungsblatt vom 29. November 2012 nicht ersichtlich. Das Feststellungsblatt enthalte keinen Bezug zu den Gutachten 2007
und 2011. Selbst gemäss dem A._-
Gutachten vom 28. Februar 2011 bestehe aufgrund der diagnostizierten Depression mit Einschränkung der Arbeitsfähig
keit eine
Komorbidität
. Die
Komorbidität
sei im Gutachten der MEDAS
Z._
behandelt und bejaht worden. Das
A._
-Gutachten sei sowieso nicht beweiswertig, weil auch eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Persönlichkeitsdiagnostik fehle und hinsichtlich Depression ohne Auseinander
setzung mit den Akten eine geringere Verbesserung einfach behauptet werde (Urk. 1 S.
8).
3.
3.1
D
ie Überprüfung nach
lit
. a Abs. 1 Schlussbestimmung IVG
ist
gemäss der bun
desgerichtlichen Rechtsprechung nicht auf vor 1. Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche
Rentenzusprache
aber scho
n
in Beach
tung der jeweils relevanten Recht
sprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage
, bleibt kein Raum mehr für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbestimmung
IVG
(zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundes
gerichts 8C_33/2013 vom 13. Dezember 2013
E. 2.2.2). Die Schlussbestimmung
soll nicht Hand bieten für eine nochmalige Überprüfung unter denselben Vor
zei
chen. Eine solche ist einer allfälligen Wiedererwägung mit den Voraus
setzungen der zweifellosen Unrichtigkeit und der erheblichen Bedeutung der Berichtigung vor
be
halten (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2013 vom 1
3
. De
zember 2013 E. 2.2.1.3).
3.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che Begleiterkran
kungen; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem thera
peutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind
–
ausnahmsweise
–
die Voraus
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
3.3
Weder
in
der
Begründung der rentenzusprechenden Verfügung
en
vom 18. Januar
und 2
5.
März
2008
(Urk. 8/77-78, Urk. 8/83)
noch dem Feststellungsblatt
der Beschwerdegegnerin
vom 16. Juli (Urk.
8
/65) und 28. De
zember 2007 (Urk.
8/
74)
äusserte sich die Beschwerdegegnerin dazu, ob
der
Leistungsanspruch d
e
r Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Rechtsprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch un
klaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grund
lage
rechtsanwendend
geprüft wurde.
Die
Be
schwerdeführerin
stellte den
Gutachtern der MEDAS
Z._
allerdings auch Fragen, welche
auf die durch die
bundesgerichtliche Rechtspre
chung ent
wickelten Kriterien zur
somatoformen
Schmerzstörung
abzielen
(Fest
ste
l
lungsblatt für den Beschluss vom 16. Juli 2007, Urk.
8/
65/2).
Dazu
führten die
Gutachter der MEDAS
Z._
aus, dass neben der
somatoformen
Schmerzstörung eine schwerwiegende psychische Störung in der Form der mit
telgradigen Depression
bestehe
(Urk.
8/
50/30), und der Gutachter Dr.
C._
, Psychiatrie und Psycho
therapie FHM,
hielt ex
plizit fest, dass die Ein
schätzung des Regionalen Ärztlichen Dienst
es
(RAD) der Beschwerdegegnerin, wonach bei der Beschwerdeführerin nur
IV
-fremde Faktoren und keine somatoforme Schmerzstö
rung mit einer relevanten
Komor
bidität
vorliegen würde, auf
grund seiner Untersuchungsbefunde nicht geteilt werden könne (Urk.
8/
50/46-47). Der RAD stellte in der Folge auf das Gutachten der MEDAS
Z._
ab
und über
nahm die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
(Feststellungsblatt für den Beschluss vom 16. Juli 2007, Urk.
8/
65/4). Die Über
prüfung des Rentenanspru
ches gestützt auf
lit
. a Abs. 1 Schlussbestimmung IVG käme somit einer noch
maligen Überprüfung unter denselben Vorzeichen gleich, was nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allerdings nicht Sinn und Zweck d
i
e
se
r Schlussbestimmung
ist (E. 3
.1).
Nicht erfüllt sind ferner die Vor
aussetzungen für eine Wiedererwägung der ursprünglichen Rentenverfügungen vom 18. Januar und 25. März 2008 (Urk. 8/77-78, Urk. 8/83)
gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG
.
Wie ausgeführt, diagnostizierten die Gutachter der MEDAS
Z._
neben der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auch eine mittelschwere depressive Episode (Urk. 8/50/21).
Das Bundesgericht erwog in E. 3.3.1 des Urteils 9C_429/2012 vom 19. September 2012
,
das
s
es im Zeitpunkt des Er
lasses der Rentenverfügung vom 12. Februar 2008 aufgrund der bundesgerichtlichen Recht
sprechung nicht völlig klar gewesen sei, ob eine mittelgradige depressive Episo
de eine psy
chische
Komorbidiät
begründen könne.
Demnach kann auch im vorliegenden Fall nicht von einer
zweifellose
n
Unrichtigkeit
der ursprünglichen Rentenver
fügungen gesprochen werden
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_429/2012 vom 19. Septem
ber 2012 E. 3.4).
Zu prüfen bleibt, ob sich seit der rechtskräftigen Verfügung vom 18. Januar und 25. März 2008 (Urk. 8/77-78, Urk. 8/83), womit der Beschwerdeführerin
mit
Wir
kung ab 1. Mai 2004 eine ganze Invalidenrente zugesprochen wurde, und der jetzt angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2013 (Urk. 2) der
en
Gesund
heits
zustand und/oder dessen erwerbliche Auswirkungen derart wesentli
ch ver
ändert haben
, da
ss ihr ab 1. Dezember 2013 keine ganze
Invali
denrente mehr zusteht
, wie im Vorbescheid vom 23. August 2011 postuliert
.
4.
4.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die In
validität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
4.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
4.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung
und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
4.4
4.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erz
ielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog
.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (al
lgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
4.4.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
4.4.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere
Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
4.5
4.5.1
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
4.5.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und –
ärzte
, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan
gen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3 a/
bb
; Urteil des Bundesgerichts 8C_706/2009 vom 30. März 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
Grundlage für die
Zusprache
der ganzen Invalidenrente mit Verfügung
en
vom 18. Januar und 25. März 2008 (Urk. 8/77-78, Urk. 8/83) war das Gutachten der MEDAS
Z._
vom 9. Januar 2007 (Urk. 8/50):
5.2
5.2.1
Am Gutachten der MEDAS
Z._
vom 9. Januar 2007 (Urk
. 8/50) waren die
Dres
. med. D._
, Innere Med
izin FMH, Ärztlicher Leiter, E._
, Fach
arzt für Innere Medizin sowie Psycho
thera
peutische
Medizin und Reha
bilitationswesen,
C._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
sowie
F._
, Rheumatologie FMH, beteiligt (Urk. 8/50/33). Gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellten Akten (Urk. 8/50/2-9), die inter
nistische Untersuchung der Beschwerde
führerin vom 9. August 2006 sowie der fachärztlichen Untersuchun
gen vom 24. Oktober 200
6
durch
die
Dres
.
C._
und
F._
(Urk. 8/50/1) stellten die Gutachter der MEDAS
Z._
die folgenden Diagnosen mit Aus
wirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), mittelschwere de
pressive Episode (ICD-10: F32.11) sowie ein
lumbospondylogenes
Syndrom (ICD-10: M54.5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bezeichneten sie eine
Diskopathie
L4/5 mit medialer
Protrusi
on
(ICD-10: M51.2) und – MRI-
be
fundlich
– eine abgelaufene
Iliosak
ralgelenk
(ISG)-Arthritis, links
betont (ICD-10: M46.1) [Urk. 8/50/21].
5.2.2
Die Gutachter der MEDAS
Z._
führten in ihrer Beurteilung aus, bei der allgemein-internistischen Untersuchung sei
en
ausser den im rheumatologischen
Teilgutachten detailliert dargestellten Befunden am Bewegungsapparat keine Auffälligkeiten festzustellen gewesen. Pulmonal,
gastro
-intestinal, kardio-vas
kulär sei die Beschwerdeführerin ohne Befund gewesen. Bei der neuro
logischen Untersuchung sei eine Abschwächung des Patellarsehnenreflex (PSR) links bei einem
Pseudolasègue
beidseits aufgefallen (Urk. 8/50/23).
Bei der rheumatologischen Untersuchung sei, wie bei früheren Untersuchungen vorbeschrieben, ein
lumbospondylogenes
Syndrom festgestellt worden. Für eine
radikuläre
Symptomatik hätten sich dabei keine Hinweise gefunden. Die seit 2003 bekannte mediale
Diskusprotrusion
/-
herniation
auf dem Segment L4/5 sei asymptomatisch. Des Weiteren
sei
das bereits früher beschriebene generalisierte Weichteilschmerzsyndrom diagnostiziert worden, das isoliert gesehen auch einem
Fibromyalgiesyndrom
entspreche. Auffällig seien zusätzlich an beiden ISG, linksbetont, Veränderungen, die mit einer ISG-Arthritis vereinbar seien. Die entzündliche Aktivität zum Zeitpunkt der MRI-Untersuchung (2006) sei als gering einzuschätzen, so dass von abgelaufenen Arthritiden auszugehen sei. Die anamnestischen Angaben und die Einschätzung der klinischen Symptomatik würden eher auf eine Weichteilsymptomatik ohne kausalen Zusammenhang mit der postulierten entzündlichen Reaktion des Achsenskeletts hindeuten. Die Befunde am Bewegungsapparat würden, selbst wenn eine Spondylitis
ankylosans
vorliegen würde, eine zumutbare Arbeitsfähigkeit für die sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit der Wechselhaltung (z. B. administrative Büro
tätigkeit) von 6
8
Stun
den täglich
ergeben
, was mit dem beruflichen Bereich der
Beschwerde
führerin (kaufmännische Angestellte) vereinbar sei (Urk. 8/50/23-
24).
Das unabhängig von einer rheumatischen Systemerkrankung und auch von dem lokalen Lumbalsyndrom zu sehende Weichteilschmerzsyndrom sei auch verein
bar mit einer
anhaltenen
somatoformen
Schmerzstörung. Es bestehe eine Diver
genz der somatischen Befunde und der subjektiven Schmerzzustände. Aus psy
chiatrischer Sicht dürften die Veränderung
des Selbstverständnisses der Be
schwerdeführerin während und nach den Schwangerschaften und den damit verbundenen Veränderungen der Lebensumstände und der Rollenzuteilung seelische Konflikte entstanden sein, respektive sich aktualisiert haben. Die jähe Veränderung des Lebens der Beschwerdeführerin durch die Anforderung, die sie als Mutter und Hausfrau
habe
bewältigen
müssen
(bei disponierenden akzen
tuierten Persönlichkeitszügen), könnten zu eine
m
unlösbar scheinen
den
Konflikt zwischen äusserem Wunschdenken und innerer Abwehr der damit verbunden
en
Kon
sequenzen geführt haben. Dafür spreche der zeitliche Ablauf des Auftretens und des Persistierens der Beschwerden während und nach der ersten Schwan
ger
schaft, die Zunahme während und nach ihrer zweiten Schwanger
schaft (Urk. 8/50/24-25). Zudem bestehe eindeutig eine
Komorbidität
mit der chro
ni
schen Depression, die zeitweise schwere Ausmasse
gehabt habe
und aktuell als mittelschwer einzustufen sei. Daraus ergebe sich, dass die Be
schwerdeführerin neben der Beeinträchtigung durch die Schmerzsymptomatik in ihrem Antrieb, in ihrem Denken und weiteren kognitiven Funktionen und ihrer emotionalen Belastbarkeit stark reduziert sei und dadurch nicht nur berufliche
,
sondern auch familiäre und private Aktivitäten kaum mehr oder nur in geringem Umfang wahrnehmen k
önne
.
W
ährend die somatische
n
(rheuma
tolo
gischen) Befunde der Beschwerdeführerin eine Berufstätigkeit entsprechend ihrer Qualifikation und Berufserfahrung erlauben würden, sei dies aufgrund der psychischen Erkran
kung und des überwiegend
somatoformen
Charakters der Schmerzstörung nur sehr begrenzt möglich (Urk. 8/50/25).
5.2.3
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hielten die Gutachter der MEDAS
Z._
fest, diese könne aufgrund der jetzigen somatischen Unter
suchungsergebnisse nur noch körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, überwiegend sitzende Tätigkeiten (z.B. administrative Büroarbeit) ausüben. Auf
grund der psychiatrischen Befunde und Einschätzungen sei auch eine solche Tätigkeit nur auf etwa drei Stunden täglich begrenzt möglich und es müsse von einer Leistungsminderung von etwa 25 % ausgegangen werden (Urk. 8/50/26). Die Gutachter der MEDAS
Z._
beantworteten am 13. November 2007 Ergänzungsfragen der IV-Stelle (Urk. 8/72). Sie führten aus, dass die letzte Tätig
keit der Beschwerdeführerin im Inne
ndienst ihres früheren Betriebs
, so wie sie die Beschwerdeführerin beschrieben
habe
, au
s medizinischer Sicht als behin
derungsangepasst zu werten sei. Insofern gelte sowohl für die zuletzt ausgeübte, wie für jede andere behinderungsangepasste Tätigkeit eine Arbeits
fähigkeit von gesamthaft 30 % (Urk. 8/72/2).
5.3
Im Zuge des am 27. Oktober 2010 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens (Urk. 8/96) holte die IV-Stelle das
A._
-Gutachten vom 28. Februar 2011 (Urk. 8/115) ein.
5.4
5.4.1
Am
A._
-Gutachten vom 28. Februar 2011 wirkten die
Dres
. med. G._
, in
ternistische/allgemeinmedizinische Fallführung,
H._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, sowie
I._
, FMH Orthopädische Chirurgie, mit (Urk. 8/115/23). Grundlagen für dieses Gutachten waren das IV-Dossier und die nachträglich eingegangenen Unterlagen, d
ie internistische/allgemeinmedi
zinische, psychiatrische und orthopädische Untersuchung
der Beschwerde
füh
rerin durch die
A._
-Gutachter sowie die Schlussfolgerungen
ihres
multidisziplinären Konsensus (Urk. 8/115/2). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit diag
nostizierten
die
A._
-Gutachter
(1)
eine leichte bis mittelgradige
depressive Episode (ICD-10 F32.0/32.1),
(2)
eine an
haltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4),
(3)
ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare
radikuläre
Symptomatik (ICD-10: M54.80) sowie (4) chronische Leistenschmerzen links (ICD-10: M24.85). Als Diagnosen ohne Einfluss auf di
e Arbeitsfähigkeit werden im A._
-Gutachten
(1)
eine distale Kolitis
ulzerosa
(ICD-10: K51.9),
(2)
eine chronische Hepatitis B, gemäss
Unter
lagen (ICD-10: D16.9),
(3)
chronische
r
Nikotin
konsum, ca. 10
packyears
(ICD
10: F17.1) sowie
(4)
rezidivierende Migränekopfschmerzen genannt [Urk. 8/115/20].
5.4.2
Bei ihrer Untersuchung der Beschwerdefüh
rerin erhoben die A._
-Gutachter am 2. Feb
ruar 2011 einen
im Wesentlichen
unauffälligen internistischen/allgemeinmedizinischen Status (Urk. 8/115/9).
In seiner orthopädischen Beurteilung führte Dr.
I._
aus, dass sich die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden im Sinne der rechtsseitigen
Lumboischialgie
aufgrund des Ansprechens auf
periradikuläre
In
filtrationen L5 rechts vor wenigen Wochen nachvollziehen liessen, desgleichen die an der lin
ken Hüfte angegebenen Beschwerden. Die völlig diffusen Schmerzen in den übrigen Bereichen des Bewegungsapparates, deutliche Inkon
sistenzen sowie das fehlende Ansprechen auf noch vor wenigen Monaten durchgeführte konser
va
tive Therapiemassnahmen würden jedoch einen klaren Hinweis für eine nicht-organische Beschwerdekomponente darstellen (Urk. 8/115/18).
Der psychiatrischen Beurteilung
von
Dr.
H._
ist zu entnehmen, dass bei der Untersuchung eine ausgeweitete
Schmerzsyptomatik
im Bewegungsapparat sowie eine leichte bis mittelgradige depressive Symptomatik mit depressiven Ver
stimmungen, erhöhter E
rmüdbarkeit, subjektiven Konzentra
tionsstörungen, Antriebsstörung, Schlafstörungen mit Morgentiefs und ver
min
dertem Selbstwert bei erhaltener Selbstwertregulation bestanden
.
Die Schmer
zen würden sich durch die somatischen Befunde nicht hinreichend obje
ktivieren lassen, so dass eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Die psychosozialen und emotionalen Belastungsfaktoren seien deutlich ausgeprägt und würden sich durch den dadurch hervorgerufenen unangeneh
men Affekt, der abgewehrt werde, in den Schmerzen ausdrücken. Diagnostisch handle es sich um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Zusätzlich be
stehe diagnostisch eine leichte bis mittelgradige depressive Episode. Die Prog
nose sei aufgrund des Verlaufs bei einer d
eutlich ausgeprägten Krankheits
überzeugung ungünstig (Urk. 8/115/12).
5.4.3
Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit und in and
eren Tätigkeiten hielten die A._
-Gutachter in ihrer Gesamtbeurteilung
fest, aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der leichten bis mittelgradigen depressiven Episode und der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 %. Eine schwere psychische Störung bestehe nicht. Der Beschwerdeführerin könne es aus psychiatrischer Sicht zuge
mutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um einer ihrer körperlichen Einschränkungen angepassten Tätig
keit zu 60 % nachgehen zu können. Im idealsten Fall könnte es sich dabei auch um ein ganztätiges Pensum mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen handeln, aufgrund der durch
die
psychische Störung bedingten erhöhten Ermüd
barkeit (Urk. 8/115/21).
Für die angestammte Tätigkeit, ebenso wie für jede andere körperlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit und Wechselbelastung
,
bestehe aus orthopädi
scher Sicht eine zeitliche und leistungsmässige uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit. Das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, selten 15 kg, sollte dabei ver
mieden
werden
. Auch für Haushaltstätigkeiten könne
keine zeitliche oder leistungs
mässige Einschränkung attestiert werden. Aufgrund der Veränderungen der lumbalen Wirbelsäule und im linken Hüftgelenk seien lediglich körperlich schwere Tätigkeiten ungeeignet und sollten der Beschwerdeführerin nicht mehr zugemutet werden. Den allgemeininternistischen Diagnosen k
ämen
keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 8/115/21).
Aus polydisziplinärer Sicht könne somit eine Arbeits- respektive Leistungs
fähig
keit von 60 % in der angestammten Tätigkeit und in jeder anderen körper
lich leichten bis selten mittelschwer belastenden Tätigkeit festgestellt
werden
. Für körperlich schwere Tätigkeiten bestehe aufgrund der Einschränkungen am Be
wegungsapparat eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/115/21). Die Arbeits
fä
higkeit im Haushalt sei nicht
eingeschränkt (Urk. 8/115/22).
6.
6.1
Die A._
-Gutachter erstellten ihr Gutachten vom 28. Februar 2011 in Kenntnis der
Vorakten
(insbes. Urk. 8/115/4-7) und nahmen insbesondere zu den frühe
ren psychiatrischen Einschätzungen S
tellung (Urk. 8/115/13). Das A._
-Gutach
ten stützt sich weiter auf internistische/allgemeinmedizinische, psychia
trische und orthopädische Untersuchungen der Beschwerdeführerin (Urk. 8/115/2). Die
A._
-Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden (insbes.
Urk.
8/115/7
9,
Urk.
8/115/14-15) und setzen sich
namentlich in ihrer Stellung
nahme zur Selbsteinschätzung und zu Inkonsistenzen
mit dem Ver
halten der Beschwerdeführerin auseinander
(
Urk.
8/115/13).
Das A._
-
Gutachten erweist sich als für die Beantwortung der medizinischen Fragen als umfassend und ist schlüssig und überzeugend.
6.2
Gemäss den Gutachtern der MEDAS
Z._
war die Beschwerdeführerin auf
grund der somatisch
en
(rheumatologischen) Befunde in
ihrer
bisherigen Tätig
keit nicht e
ingeschränkt (E. 5.2.3). Dem A._
-Gutachten vom 28. Februar 2011 ist nicht
zu entnehmen, dass seither somatische
Beschwerden, welche eine
zusätzliche
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten, hinzuge
kom
men sind (E. 5.4.3, vgl. Urk. 8/115/19).
6.
3
Die Gutachter der MEDAS
Z._
diagnostizierten
neben der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
eine
mittel
schwere depressive Episode (E. 5.2.1), wobei
der
psychiatrische Gutachter Dr.
C._
diese als reaktiven
Pro
zess auf die ungelöste Konfliktlage – Dr.
C._
erhob einen tiefen, unlösbar scheinen
den, im Widerspruch zum äusserlichen Wunschdenken und der innerlichen Abwehr der damit verbundenen Konsequenzen, Mutter zu werden, stehende
n
seelische
n
Konflikt (Urk. 8/50/46) – einerseits und die zu
nehmende Überforderung (Erschöpfung) durch das Beschwerdebild anderseits
beurteilte
(Urk. 8/50/48). Aufgrund dieser Beurteilung von Dr.
C._
kann nicht gesagt werden, dass die mittelschwere depressive Episode im vor
liegenden Fall nur eine Begleiterschei
nung der
somatoformen
Schmerzstörung und nicht eine selbständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische
Komorbidität
war (vgl.
SVR 2008 IV Nr.
1 S. 1;
Urteil des Bundesgerichts 9C_214/2007 vom 29. Januar 2008 E. 4.2). Während die Gutachter der MEDAS
Z._
der Beschwerde
führerin aufgrund deren psychischen Einschrän
kungen noch eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit attest
ierten (E. 5.2.3), gehen die A._
-Gutachter nun
mehr von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit aus (E. 5.4.3).
Letztere
führten aus, dass es – in psychischer Hinsicht – seit der Begutachtung in der MEDAS
Z._
im Jahre 2007 zu Adaptionsvorgängen und einer Besserung der Depres
sion unter der Be
handlung und dem natürlichen Verlauf
gekommen sei
(
Urk.
8/115/13).
Bei einer stark ermessensgeprägten Einschätzung, die weniger auf Messung als auf interpretationsbedürftigen Befunden beruht, kann eine Auseinandersetzung mit der Genese des Gesundheitsschadens, den das Krankheitsgeschehen unter
halten
den Faktoren, für den Nachweis einer tat
sächlichen Veränderung besondere Be
deu
tung erlangen
(Urteile des Bundes
gericht 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E.
4.4 und 8C_74
7
/
2011 vom 9. Februar 2012 E. 4.2.2). Der psychia
trischen Beur
teilung von Dr.
C._
ist zu entnehmen, dass es mit der (zweiten) Schwanger
schaft, den körperlichen Veränderungen (Gewichtszunahme von 25
kg) und der klassischen Rollenverschiebung (Mutter, Hausfrau, Ehemann extern arbeitend
) zu einer jähen Veränderung
im Leben der Beschwerdeführerin gekommen sei, stark kontrastierend zu ihrer früheren Lebensführung und ihren
psychischen Grundstrukturen, woraus sich ein seelischer Konflikt entwickelt habe (Urk. 8/50/46). Es liegt nahe, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin mit zunehmen
dem zeitlichem Abstand zu diesen Ereignis
sen
– ihr zweites Kind ist im Jahre 2005 geboren (
Urk.
8/62) –
gebessert hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_74
7
/
2011 vom 9.
Februar 2012 E. 4.2.2). K
ommt hinzu, dass sich die Beschwerde
führerin laut den A._
-Gutachtern zwar in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behand
lung befindet, vor allem von medikamentöser Seite her die therapeutischen Möglichkeiten aber nicht ausge
schöpft würden (Urk. 8
/115/13, Urk. 8/115/23). Die A._
-Gutachter führten aus, dass die Beschwerdeführerin ange
ge
ben habe, unter Konzentrationsschwierigkeiten zu leiden, sich im Untersuchungsgespräch trotz der Schmerzen aber gut habe konzentrieren können. Sie habe auch Lebensdaten gut und richtig angeben können. Reisen seien ihr trotz subjektiv starken Beschwerden mit Schmerzen
möglich (Urk. 8/115/13). Die A._-
Gutachter stellten
zwar
einen deutlichen sozi
alen Rückzug fest
, d
ie Beschwerde
füh
rerin verfüge aber durchaus über einen kleinen Freund
eskreis (Urk. 8/115/13). Die A._
-Gutachter konnten sich
für ihre Beurteilung, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in psychi
scher Hinsicht gesteigert habe,
somit auf fassbare Befunde ab
stützen, die eine Zustandsverbesserung be
legten. Daran vermag auch das Schreiben des behan
delnden Psychiaters Dr.
B._
vom 26. September 2011 nichts zu ändern (Urk. 8/129).
6.
4
Damit ist nichts dargetan, was erheblic
he Zweifel am Beweiswert des A._
-Gut
achtens aufkommen lässt.
Es
ist auf das A._
-Gutachten
vom 28. Februar 2011
abzustellen
und
bei der Beschwerdeführerin
von einer 40%igen Arbeitsun
fähig
keit
auszugehen
(E. 5.2.3).
7.
7.1
In erwerblicher Hinsicht ist bezüglich des
Validen
ein
kommens
von demjenigen ge
mäss
der
Verfügung
en
vom 18. Januar
und 2
5.
März
2008 (Urk. 8/77-78
,
Urk.
8/83
), mithin von Fr. 100‘533.60, auszugehen, womit unter Berück
sich
ti
gung der Nominallohnentwicklung
für Frauenlöhne (
2006: 2417; 2012: 2630, Bundesamt für Statistik Tabelle T 39 Entwicklung de
r Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der Reallöhne, 1976-2012,
Die Volkswirtschaft 12-2013, Tabelle B10.3, S. 91)
ein
Valideneinkommen
2012 von Fr. 109‘393.
--
resultiert.
7.2
Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist auf die vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Die Beschwerdeführerin, welche eine Lehre als kauf
männische Ange
stellte absolvierte und sich zur Produkte-Managerin weiterbildete (Urk. 8/115/11), arbeitete
– vor Eintritt des Gesundheitsschadens –
für ihre frühere, in der Computerbranche tätige (Urk. 8/50/10) Arbeitgeberin als
Account-Managerin zu 10 % im In
nendienst und zu 90 % im
Aussendienst
(Urk. 8/
7
/
1, Urk. 8/
7
/
4). Zu ihren Aufgaben gehörten Arbeiten im Zusam
menhang mit Kundenevents, Kunden
betreuung, Produktepräsentationen, Ver
träge und Messen (Urk. 8/
7
/
4). Für diese Tätigkeit wurde ihr seit 1. Januar 2003 ein Lohn von Fr. 7‘500.-- pro Monat ausgerichtet (Urk. 8/
7
/
2)
.
Es rechtfertigt sich, von dem in der LSE 2010 (S. 27, Tabelle TA1) für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus 2 (Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten) im Sektor 3 Dienstleistungen/Infor
mation und Kom
mu
nikation Ziff. 58-63 angegebenen Bruttomonatslohn für Frauen von Fr. 7‘719.-- aus
zugehen (Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50 % aller Lohnangaben befinden [soge
nannter Zentralwert], unter
anteilsmässiger
Berück
sich
tigung des 13. Monats
lohnes und standardisiert auf 40 Wochenstun
den). Unter Berück
sichtigung der im Jahr 2010
(wie auch 2012)
im Sektor 3 Dienstleistun
gen/Information und Kommunikation geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits
zeit von 41 Stunden (Die Volkswirtschaft 12-2013, Tabelle
B9.2, S. 90) sowie der Nominal
lohnentwicklung für Frauenlöhne
(2010: 2579
; 201
2
:
2630,
Die Volkswirtschaft 12-2013, Tabelle B10.3, S. 91
)
ergibt sich ein
Einkommen von
Fr. 96‘821.-- im Jahr
201
2.
Bei einem 60%igen Pensum entspricht dies einem jähr
lichen
hypothetischen
Invalidene
inkommen von Fr. 58‘092.--
. Hin
weise
auf Umstände, die
einen
behinderungsbedingten Abzug
vom Tabellenlohn
(vgl. hierzu BGE 126 V 75)
zuliessen,
finden sich nicht.
7.3
Beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
: Fr
. 109‘393.--;
Invalidenein
komme
n
:
Fr.
58‘092.--) resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
51‘301.--, bzw. ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 (46,8) %, womit Anspruch auf eine
Viertelsrente
besteht (E. 4.2). Die Herabsetzung oder Aufhebung bei Re
vision einer Rente erfolgt frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zu
stellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88
bis
Abs.
2
lit
. a der
Verordnung ü
ber die Invaliden
versicherung [
IVV
]
), womit vorliegend
– die angefochtene Verfügung datiert vom 4. Oktober 2013 (Urk. 2) –
die bisherige ganze Rente der Beschwer
deführerin
mit Wirkung ab
1. Dezember 2013 auf eine
Vierte
lsrente
herabzu
setzen ist
.
Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung, welche auf
Fr.
1‘700.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen ist.