Decision ID: e08fb5ca-e459-59c8-bad4-cb308eb358ea
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Mit undatiertem Schreiben (Eingang: 14. August 2017) ersuchte
A._ bei der Gemeinsamen Einrichtung KVG um Befreiung von der
Krankenversicherungspflicht in der Schweiz (Beilage 2 zu Akten im Be-
schwerdeverfahren [BVGer act.] 7). Die Gemeinsame Einrichtung KVG
lehnte dieses Gesuch mit Verfügung vom 11. Oktober 2017 ab (Beilage 3
zu BVGer act. 7).
A.b In der Folge wurde A._ mit Schreiben vom 15. November 2017
aufgefordert, eine Kopie der Versicherungspolice ihres schweizerischen
Krankenversicherers vorzulegen. Für den Fall, dass sie über keine schwei-
zerische Krankenversicherung verfügen sollte, behielt sich die Gemein-
same Einrichtung KVG vor, sie einem Versicherer zuzuweisen (Beilage 4
zu BVGer act. 7).
A.c Mit Schreiben vom 28. November 2017 teilte A._ mit, sie ver-
füge über keine schweizerische Krankenversicherung. Zudem erklärte sie,
dass sie bis Ende Jahr bei der Krankenversicherung ihres Ehemannes mit-
versichert sei (Beilage 5 zu BVGer act. 7).
A.d Daraufhin wies die Gemeinsame Einrichtung KVG A._ mit Ver-
fügung vom 7. Dezember 2017 zwangsweise der B._ AG zu (Bei-
lage 6 zu BVGer act. 7).
A.e Mit Schreiben vom 15. Januar 2018 reichte A._ eine Bestäti-
gung des Einheitlichen Sozialversicherungsträgers (EFKA) in Griechen-
land ein, wonach sie für das Jahr 2018 als geschütztes Familienmitglied
über ihren Ehemann C._, Rentner, krankenversichert sei, und er-
hob sinngemäss Einsprache gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2017
(Beilage 7 zu BVGer act. 7; BVGer act. 5).
A.f Die Gemeinsame Einrichtung KVG wies mit Entscheid vom 9. Februar
2018 die Einsprache ab (BVGer act. 2).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 9. Februar 2018 der Gemeinsa-
men Einrichtung KVG (nachfolgend: Vorinstanz) erhob A._ (nach-
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folgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 21. Februar 2018 Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss,
dass der angefochtene Entscheid aufzuheben sei und sie aus der Zwangs-
versicherung zu entlassen sei (BVGer act. 1).
B.b Mit Vernehmlassung vom 9. April 2018 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde (BVGer act. 7).
B.c Auf entsprechendes Ersuchen gemäss Zwischenverfügung vom
10. Januar 2020 (BVGer act. 9) hin teilte die Beschwerdeführerin dem Bun-
desverwaltungsgericht mit, dass sie durch Heirat die griechische Staatsan-
gehörigkeit erworben habe. Sodann beziehe sie keine Rente aus Grie-
chenland, da sie nie in Griechenland gearbeitet habe. Nur aus der Schweiz
beziehe sie ihre kleine Rente. Sie reichte zudem eine Kopie ihres griechi-
schen Personalausweises sowie eine Kopie der Rentenverfügung der AHV
ein (BVGer act. 11).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 9. Februar
2018, mit welchem die Vorinstanz in Bestätigung ihrer Verfügung vom
7. Dezember 2017 die Beschwerdeführerin zwangsweise einem schweize-
rischen Krankenversicherer zugewiesen hat.
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden
Beschwerde zuständig (Art. 90a Abs. 1 KVG [SR 831.10] i.V.m. Art. 18
Abs. 2ter KVG; Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG). Die Beschwerdeführerin ist
als Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheides durch diesen
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde wurde frist- und formge-
recht eingereicht, sodass auf sie einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1, 52 Abs. 1
VwVG).
2.
Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdeführerin der Kranken-
versicherungspflicht gemäss KVG untersteht und damit die zwangsweise
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Zuweisung zu einem schweizerischen Krankenversicherer zu Recht erfolgt
ist.
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin ist griechische Staatsangehörige mit Wohnsitz
in Griechenland und bezieht eine Rente der schweizerischen Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHV; vgl. Beilage 2 zu BVGer act. 7, Beila-
gen zu BVGer act. 11). Es liegt demnach ein grenzüberschreitender Sach-
verhalt mit Bezug zur Europäischen Union vor, weshalb das am 1. Juni
2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-
meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit
(FZA; SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Im Rahmen des FZA ist auch die
Schweiz als «Mitgliedstaat» im Sinne der Koordinierungsverordnungen zu
betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II FZA).
3.2 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage von Art. 8 FZA ausgearbeite-
ten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II
FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertrags-
parteien untereinander insbesondere die Verordnungen (EWG)
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der
sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Fami-
lienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS
2004 121), und (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die
Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 (AS 2005 3909) oder
gleichwertige Vorschriften an. Mit Wirkung auf 1. April 2012 sind diese bei-
den Rechtsakte durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäi-
schen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der
Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: VO
Nr. 883/2004), und (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die
Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung
der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) abgelöst wor-
den (vgl. BGE 143 V 52 E. 6.1).
3.3 Titel II der VO Nr. 883/2004 (Art. 11–16) enthält allgemeine Kollisions-
regeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Dabei
legt Art. 11 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 den kollisionsrechtlichen Grundsatz der
Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften in dem Sinne fest,
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dass für jede betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitglied-
staats massgebend sind. Zweck ist die Vermeidung von Doppelversiche-
rung und Lücken im sozialen Schutz (vgl. HEINZ-DIETRICH STEINMEYER, in:
Maximilian Fuchs [Hrsg.], Europäisches Sozialrecht, 7. Aufl. 2018, Art. 11
N 1; GEBHARD EUGSTER, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerischen Bun-
desverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Bd. XIV, S. 435,
N 85). Bei Arbeitnehmern und Selbständigerwerbenden gelten in der Regel
die Rechtsvorschriften desjenigen Mitgliedstaats, in dem sie ihre Tätigkeit
ausüben (Art. 11 Abs. 3 VO Nr. 883/2004; [Beschäftigungsland- oder Er-
werbsortprinzip]). Nichterwerbstätige unterliegen nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e
VO Nr. 883/2004 den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats. Dabei
handelt es sich um einen eigenen Anspruch aufgrund des Wohnorts (vgl.
BGE 143 V 52 E. 6.2.2).
3.4 Die allgemeinen Vorschriften gemäss Titel II der VO Nr. 883/2004 gel-
ten jedoch nur insoweit, als die besonderen Bestimmungen über die ver-
schiedenen Arten von Leistungen gemäss Titel III der VO Nr. 883/2004
(Art. 17 ff.) nicht etwas Anderes bestimmen (vgl. BGE 144 V 127 E. 4.2.2
m.H.).
3.4.1 Titel III der VO Nr. 883/2004 beinhaltet Kollisionsnormen für beson-
dere Situationen im jeweiligen Zweig des Systems der sozialen Sicherheit.
Der Charakter als Kollisionsnorm ist dabei nicht immer bereits aus dem
Wortlaut klar erkennbar. Im Unterschied zu Titel II handelt es sich bei die-
sen Bestimmungen regelmässig nur um punktuelle Regelungen bezüglich
einzelner Zweige der sozialen Sicherheit oder einzelner Rechtsgebiete
(vgl. FRANK SCHREIBER, in: Schreiber/Wunder/Dern, VO [EG] Nr. 883/2004,
Vor Art. 11 N 11; BGE 144 V 127 E. 4.2.2.1).
3.4.2 Art. 23 ff. VO Nr. 883/2004 regeln im Sinne der beschriebenen ge-
meinschaftsrechtlichen Koordinationsbestimmungen den Sachleistungs-
anspruch der Rentner und ihrer Familienangehörigen bei Krankheit. Ge-
mäss Art. 23 VO Nr. 883/2004 ist allein der Träger des Wohnmitgliedstaa-
tes zuständig für Mehrfachrentner, die auch einen Rentenanspruch im
Wohnmitgliedstaat haben und die nach den Rechtsvorschriften dieses
Staates einen Sachleistungsanspruch haben. Aus Art. 24 Abs. 1 VO
Nr. 883/2004 ergibt sich sodann, dass eine Person, die eine Rente nach
den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats bezieht und die keinen An-
spruch auf Sachleistungen nach den Rechtsvorschriften des Wohnmit-
gliedstaats hat (Einfachrentner ohne Renten- und Sachleistungsanspruch
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im Wohnsitzstaat), dennoch Sachleistungen für sich und ihre Familienan-
gehörigen erhält, sofern nach den Rechtsvorschriften des für die Zahlung
ihrer Rente zuständigen Mitgliedstaats Anspruch auf Sachleistungen be-
stünde, wenn sie in diesem Mitgliedstaat wohnte. Hat die Rentnerin oder
der Rentner nur Anspruch auf Sachleistungen nach den Rechtsvorschriften
eines einzigen Mitgliedstaats, so übernimmt der zuständige Träger dieses
Mitgliedstaats die Kosten für die Sachleistungen (Art. 24 Abs. 2 Bst. a VO
Nr. 883/2004). Art. 24 VO Nr. 883/2004 umfasst den Fall, dass Rentner
mangels hinreichender Beziehungen zum Rentensystem des Wohnort-
staats keinen originären Anspruch auf Sachleistungen bei Krankheit im
Wohnortstaat haben. Beim Bezug nur einer Rente ist der Träger für Leis-
tungen bei Krankheit desjenigen Staats kostenpflichtig, der die Rente leis-
tet. Dem Rentner wird ein Anspruch auf Sachleistungsaushilfe gegenüber
dem Träger des Wohnortstaats gewährt (FRANK SCHREIBER, a.a.O., Art. 24
N 1 und 7). Anknüpfungspunkt ist ein tatsächlicher Rentenbezug, eine
blosse Rentenberechtigung reicht nicht aus (GEBHARD EUGSTER, a.a.O.,
S. 441, N 109; FRANK SCHREIBER, a.a.O., Art. 23 N 4).
3.4.3 Die Leistungsaushilferegeln und die Bestimmung des primär zustän-
digen Trägers in Art. 23 ff. VO Nr. 883/2004 definieren bei Rentnerinnen
und Rentnern inzident auch die für die Versicherungspflicht massgebenden
Rechtsvorschriften (GEBHARD EUGSTER, a.a.O., S. 441, N 109). Personen,
für die nach Art. 24, 25 und 26 VO Nr. 883/2004 die Schweiz die Kosten für
Leistungen trägt, unterliegen den schweizerischen Rechtsvorschriften über
die Krankenversicherungspflicht, auch wenn sie nicht in der Schweiz woh-
nen (Ziff. 3 Bst. a Anhang XI/Schweiz VO Nr. 883/2004). Für Einfachrent-
nerinnen und Einfachrentner mit Wohnort in einem Mitgliedstaat, nach des-
sen Vorschriften die Rente gewährt wird, gilt das Krankenversicherungs-
recht dieses Staates. Ein Angehöriger eines Mitgliedstaats, der aus-
schliesslich eine schweizerische Sozialversicherungsrente bezieht, unter-
steht damit grundsätzlich der Versicherungspflicht des KVG, auch wenn er
seinen Wohnsitz nicht in der Schweiz hat (vgl. GEBHARD EUGSTER, a.a.O.,
S. 442, N 110). Solche Personen können von der Versicherungspflicht in
der Schweiz nur befreit werden, wenn sie in Deutschland, Frankreich, Ita-
lien, Österreich oder Portugal wohnen (Ziff. 3 Bst. b Anhang XI/Schweiz VO
Nr. 883/2004).
3.5 Art. 32 VO Nr. 883/2004 regelt nicht nur die Anspruchskonkurrenz zwi-
schen eigenen und abgeleiteten Leistungsansprüchen des Familienange-
hörigen, sondern enthält auch eine Kollisionsnorm, die das anzuwendende
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Recht auch bezüglich des Statusverhältnisses (z.B. Versicherteneigen-
schaft) einschliesslich etwaiger Beitragspflichten umfassend und eindeutig
bestimmt (vgl. FRANK SCHREIBER, a.a.O., Art. 32 N 1; KARL-JÜRGEN BIE-
BACK, in: Maximilian Fuchs [Hrsg.], Europäisches Sozialrecht, 7. Aufl.
2018, Art. 32 N 2).
3.5.1 Nach Art. 32 Abs. 1 Satz 1 VO Nr. 883/2004 hat der eigenständige
Anspruch grundsätzlich Vorrang vor einem abgeleiteten Anspruch auf Leis-
tungen für Familienangehörige. Besteht jedoch der eigenständige An-
spruch unmittelbar und ausschliesslich aufgrund des Wohnorts der betref-
fenden Person in diesem Mitgliedstaat, so geht ausnahmsweise der abge-
leitete Anspruch als Familienangehöriger dem eigenständigen Anspruch
vor (Art. 32 Abs. 1 Satz 2 VO Nr. 883/2004). Hintergrund ist eine übermäs-
sige Kostenbelastung der Mitgliedstaaten zu vermeiden, deren Rechtsvor-
schriften einen Anspruch auf Sachleistungen allein aufgrund des Wohnsit-
zes im Gebiet dieser Mitgliedstaaten einräumen (FRANK SCHREIBER,
a.a.O., Art. 32 N 7). Von dieser Ausnahme sieht Art. 32 Abs. 2 VO
Nr. 883/2004 eine Rückausnahme vor: Unter bestimmten Voraussetzun-
gen geht der allein auf den Wohnsitz basierende eigenständige Anspruch
des Familienangehörigen seinem abgeleiteten Anspruch vor.
3.5.2 Das Bestehen des eigenständigen und abgeleiteten Sachleistungs-
anspruchs ist wie folgt zu prüfen: Zunächst ist das jeweils anwendbare
Recht gemäss Titel II und Titel III der VO Nr. 883/2004 zu ermitteln. Als-
dann ist aufgrund der anwendbaren nationalen Rechtsordnungen zu prü-
fen, ob ein Sachleistungsanspruch besteht, wobei auch die nationalen
Konkurrenznormen über die Vor- bzw. Nachrangigkeit von Ansprüchen aus
Erwerbstätigkeit und aus abgeleitetem Recht als Familienmitglied zu be-
achten sind. Erst wenn nach dieser Prüfung nach unterschiedlichen
Rechtsordnungen Leistungsansprüche bestehen, greifen die Kollisionsre-
geln von Art. 32 VO Nr. 883/2004 (vgl. KARL-JÜRGEN BIEBACK, a.a.O.,
Art. 32 N 6; FRANK SCHREIBER, a.a.O., Art. 32 N 5).
4.
4.1 Die VO Nr. 883/2004 in der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung ist
auf den hier zu beurteilenden Fall in zeitlicher, sachlicher und persönlicher
Hinsicht anwendbar.
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4.2 Die Beschwerdeführerin bezieht eine AHV-Rente aus der Schweiz. Ge-
mäss ihren eigenen Angaben bezieht sie keine weiteren Renten, insbeson-
dere auch keine Rente aus Griechenland, ihrem aktuellen Wohnsitzland.
Demnach ist die Beschwerdeführerin Einfachrentnerin mit einer Rente nur
aus der Schweiz, womit sie der schweizerischen Krankenversicherungs-
pflicht untersteht, auch wenn sie nicht in der Schweiz wohnt (vgl. Art. 24
Abs. 1 VO Nr. 883/2004; Ziff. 3 Bst. a Anhang XI/Schweiz VO
Nr. 883/2004). Die Möglichkeit einer Befreiung von der Versicherungs-
pflicht in der Schweiz ist für Personen mit Wohnsitz in Griechenland nicht
vorgesehen.
4.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei über die griechische
Versicherung ihres Ehemannes mitversichert und hat eine entsprechende
Bestätigung des Einheitlichen Sozialversicherungsträgers (EFKA) in Grie-
chenland vorgelegt. Soweit die griechischen Rechtsvorschriften über die
Krankenversicherung eine Mitversicherung der Beschwerdeführerin als
Familienangehörige vorsehen, handelt es sich dabei um einen abgeleiteten
Sachleistungsanspruch. Da die Beschwerdeführerin jedoch aufgrund ihres
Rentenbezugs aus der Schweiz einen eigenständigen Sachleistungsan-
spruch nach Art. 24 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 hat, tritt der abgeleitete Sach-
leistungsanspruch zurück (Art. 32 Abs. 1 Satz 1 VO Nr. 883/2004).
4.4 Nach dem Gesagten untersteht die Beschwerdeführerin der Kranken-
versicherungspflicht gemäss KVG. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
4.5 Im Rahmen der richterlichen Fürsorgepflicht wird die Beschwerdefüh-
rerin auf die Möglichkeit hingewiesen, bei der Gemeinsamen Einrichtung
KVG ein Gesuch um Prämienverbilligung zu stellen. Ferner wird sie darauf
aufmerksam gemacht, dass im Internet eine Übersicht über die bei den
verschiedenen Krankenversicherern aktuell geltenden EU/EFTA-Prämien
für die Grundversicherung abgerufen werden kann (www.priminfo.ch > Prä-
mien EU/EFTA > Download Prämienübersicht EU/EFTA). Im Übrigen wird
auf die Aufklärungs- und Beratungspflicht der Gemeinsamen Einrichtung
KVG im Sinne von Art. 27 ATSG verwiesen.
5.
5.1 Das Verfahren ist kostenlos (Art. 18 Abs. 8 KVG i.V.m. Art. 85bis Abs. 2
AHVG [SR 831.10]), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
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5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-
wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen
(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die obsiegende Vorinstanz hat als Behörde keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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