Decision ID: e7000365-f1ba-5d8d-a9f3-da03144a770e
Year: 2019
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_004
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt
A. Am 29. Oktober 2013 erliessen die Sozialen Dienste B_ eine Verfügung, mit welcher sie
den Antrag von A_ auf Übernahme der Reinigungskosten abwiesen. Für die
Umzugskosten sprachen sie Fr. 3‘000.-- gut. Gegen diesen Entscheid erhob A_ mit
Eingabe vom 25. November 2013 Rekurs an den Gemeinderat B_, welcher diesen mit
Beschluss vom 12. August 2014 abschrieb, soweit er darauf eintrat.
B. Dagegen liess A_, vertreten durch Rechtsanwältin C_, mit Eingabe vom 8. September
2014 Rekurs an das damalige Departement Inneres und Kultur (heute: Departement
Gesundheit und Soziales) erheben u.a. mit dem Antrag, ihr unter Anrechnung des bereits
geleisteten Unterstützungsbeitrags von Fr. 7‘580.-- den Betrag von total Fr. 11‘932.50 für
die Umzugskosten zuzusprechen.
C. Nachdem bis zu diesem Zeitpunkt kein Rekursentscheid des Departements ergangen war,
liess A_ (im Folgenden: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin C_, mit
Eingabe vom 5. Januar 2017 Rechtsverweigerungsbeschwerde beim Obergericht mit den
eingangs erwähnten Rechtsbegehren erheben.
D. Mit Entscheid vom 13. März 2017 wies das Departement Gesundheit und Soziales (im
Folgenden: Beschwerdegegner) den Rekurs vom 8. September 2014 ab.
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E. Mit Schreiben vom 25. Juli 2017 teilte Rechtsanwältin C_ dem Obergericht mit, dass sie
die Beschwerdeführerin nicht mehr vertrete, da diese ihr das Mandat entzogen habe.
F. Wegen eines Ausstandsgesuchs der Beschwerdeführerin gegen den Einzelrichter des
Obergerichts wurde das Verfahren in der Folge bis zum Eintritt der Rechtskraft des das
Ausstandsbegehren abweisenden Beschlusses der 4. Abteilung des Obergerichts vom
30. August 2018 formlos sistiert.
G. Auf Eröffnung des Urteildispositivs hin verlangte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom
29. Mai 2019 eine Begründung des vorliegenden Urteils.
H. Auf die Begründung der gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
näher eingegangen.

Erwägungen
1.
1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS
143.1) kann gegen die Verweigerung oder ungebührliche Verzögerung einer Amtshandlung
Rechtsverweigerungsbeschwerde geführt werden, sofern kein ordentliches Rechtsmittel
gegeben ist. Die Beschwerde ist an die übergeordnete Verwaltungsbehörde im Sinne von
Art. 30 Abs. 1 zu richten (Art. 42 Abs. 3 VRPG). Darunter ist diejenige Behörde zu
verstehen, die zuständig wäre, wenn die Verfügung ordnungsgemäss ergangen wäre (AR
GVP 26/2014 Nr. 1533 E. 1; im gleichen Sinne im Rahmen des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]: UHLMANN/WÄLLE-BÄR, in: Waldmann/
Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N.
12 zu Art. 46a VwVG; Urteil des Bundesgerichts 2C_81/2009 vom 26. Mai 2009 E. 2.1;
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5605/2017 vom 17. Januar 2018 E. 1.1. Ebenso
die Praxis im Kanton Zürich: Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2015.00171 vom
13. Mai 2015 E. 1.1). Die sachliche bzw. funktionale Zuständigkeit des Obergerichts ergibt
sich daher aus Art. 54 Abs. 1 VRPG, wonach das Obergericht zur Behandlung von
Beschwerden gegen letztinstanzliche Verfügungen der Verwaltungsbehörden zuständig ist.
1.2. Die materielle Behandlung einer Rechtsverweigerungsbeschwerde setzt grundsätzlich ein
aktuelles praktisches Rechtschutzinteresse voraus. Dieses fällt in der Regel dahin, wenn -
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wie hier - der erwartete Sachentscheid im Verlaufe des Verfahrens ergangen ist.
Gegebenenfalls ist die Beschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Unter
besonderen Umständen ist die Beschwerde aber auch zu behandeln, wenn der erwartete
Entscheid inzwischen ergangen ist. Ein solcher Umstand liegt etwa dann vor, wenn die
Beschwerdeführerin hinreichend substanziiert und in vertretbarer Weise eine Verletzung
ihres Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist nach Art. 6 Ziff. 1 der
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)
behauptet (Urteil des Bundesgerichts 4A_744/2011 vom 12. Juli 2012 E. 11). So hat nach
Art. 13 EMRK jede Person, die in ihren Konventionsrechten verletzt worden ist, Anspruch
darauf, bei einer innerstaatlichen Instanz eine wirksame Beschwerde zu erheben. Diesem
Anspruch ist unter anderem dann Genüge getan, wenn die nationalen Behörden die
gerügte Konventionsverletzung materiell behandeln. Dafür ist der betroffenen Person ein
wirksamer Rechtsbehelf zur Verfügung zu stellen. Das Recht auf wirksame Beschwerde
besteht unabhängig davon, ob die Betroffene in ihren Rechten nach wie vor beeinträchtigt
ist (vgl. Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 16 Dezember 1997,
Recueil CourEDH 1997-VIII S. 2880 §§ 51 ff.). Unter diesen Umständen darf die Aktualität
des Rechtschutzinteresses kein entscheidendes Kriterium für die materielle Beurteilung der
Beschwerde darstellen (Urteil des Bundesgerichts 1C_539/2013 vom 18. März 2014 E.
2.2).
1.3 Die Beschwerdeführerin lässt geltend machen, dass seit dem Abschluss des
Schriftenwechsels bereits mehr als zwei Jahre vergangen seien, ohne dass ein Entscheid
ergangen sei, womit ein Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot von Art. 3 Abs.1 VRPG
und auch ein Verstoss gegen das Rechtsverzögerungsverbot von Art. 29 Abs. 1 der
Schweizerischen Bundesverfassung (BV, SR 100) vorliege. Die Beschwerdeführerin rügt
die Dauer des verwaltungsinternen Rekursverfahrens. Wird dieses verschleppt, verzögert
sich dadurch auch die Überprüfung durch die nachfolgenden Gerichtsinstanzen. Der
Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist ergibt sich für sämtliche
Rechtsbereiche und alle Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden aus Art. 29
Abs. 1 BV (BGE 130 I 174 E. 2.2 S. 177 f.) sowie für zivilrechtliche Streitigkeiten und
Strafverfahren aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 130 269 E. 2 S. 271 ff.). Sozialhilferechtliche
Leistungen bilden gemäss der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte (EGMR) zivilrechtliche Ansprüche im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK,
soweit das anwendbare Recht darauf einen rechtlichen Anspruch verleiht (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 8C_119/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 3.1, 8C_124/2009 vom 3. April
2009 E. 3.3). Gemäss Art. 14 des Gesetzes über die öffentliche Sozialhilfe (SHG, bGS
851.1) besteht ein solcher Anspruch, soweit jemand für seinen Lebensunterhalt nicht
ausreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Die gerügte
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Rechtsverzögerung fällt demnach in den Schutzbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29
Abs. 1 BV. Die Beschwerdeführerin hat hinreichend und in vertretbarer Weise eine
Verletzung des Rechtsverzögerungsverbots gerügt. Zudem stand der Beschwerdeführerin
kein anderer Rechtsbehelf zur Verfügung, mit welchem sie die Verletzung des
Rechtsverzögerungsverbots beanstanden konnte. Damit ist auf das Rechtsbegehren 1
einzutreten. Da der Beschwerdegegner am 13. März 2017 einen Sachentscheid gefällt hat,
wird die Beschwerde hingegen in Bezug auf das Rechtsbegehren 2 gegenstandslos, womit
sie diesbezüglich abgeschrieben werden kann.
2. Der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist bezieht sich ausgehend von den
einzelnen Verfahrensschritten auf die gesamte Verfahrensdauer (BGE 135 I 265 E. 4.4).
Die jeweils angemessen Dauer entzieht sich starren Regeln. Es ist in jedem Einzelfall zu
prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Umständen als angemessen erweist. Der
Streitgegenstand und die damit verbundene Interessenslage können raschere Entscheide
erfordern oder längere Behandlungsperioden erlauben. Dabei gilt es die Komplexität des
Falles (Art des Verfahrens, Umfang und Komplexität der aufgeworfenen Sachverhalts und
Rechtsfragen), die Bedeutung der Angelegenheit für die Beteiligten und deren Verhalten
und die Behandlung des Falles durch die Behörden zu beurteilen (BGE 130 I 312 E. 5.2
S. 332 mit Hinweisen). Den Behörden ist eine Rechtsverzögerung insbesondere dann
vorzuwerfen, wenn sie ohne ersichtlichen Grund und ohne ausgleichende Aktivität während
längerer Perioden untätig geblieben sind (BGE 139 I 206 E. 2 S. 211 ff.).
2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr sei vom Beschwerdegegner mit Schreiben vom
28. November 2014 mitgeteilt worden, dass der Schriftenwechsel abgeschlossen sei und
die Sache dem Direktor des Departements „in nächster Zeit“ zur Entscheidung übergeben
werde. Trotz mehrfacher telefonischer und schriftlicher Nachfrage bei der zuständigen
Sachbearbeiterin sei bis dato in dieser Angelegenheit noch kein Entscheid gefällt worden.
Nachdem das Verschulden an der Rechtsverzögerung nicht massgeblich für die
Beurteilung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde sei, seien auch organisatorische
Schwierigkeiten keine ausreichende Begründung für die ungebührliche Verzögerung des
Rekursentscheids. Die Beschwerdeführerin habe eine äusserst bewegte Kindheit durchlebt
und leide infolgedessen unter erheblichen psychischen Problemen. Sie leide auch unter der
Ungewissheit über den Rekursentscheid.
Der Beschwerdegegner liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
2.2 Im vorliegenden Fall ergibt sich aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe
vom 8. September 2014 den Rekurs bei der Beschwerdegegnerin eingereicht hat und der
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Schriftenwechsel bereits am 28. November 2014 abgeschlossen wurde. Bis zum Entscheid
vom 13. März 2017 betrug die gesamte Verfahrensdauer damit rund 30 Monate seit
Anhängigmachung und rund 27 Monate seit Eintritt der Behandlungsreife. Gemäss Beilage
5 zur Beschwerdeschrift gab die stellvertretende Departementssekretärin mit E-Mail vom
20. Januar 2016 auf Anfrage der Beschwerdeführerin an, dass sich die Abschlüsse der
Entscheidverfahren aufgrund einer internen Reorganisation verzögern würden. Der
genannte Fall sei jedoch eine der nächsten auf der Prioritätenliste. Sie hoffe, den Entscheid
in den nächsten vier Wochen zustellen zu können. Nachdem der Entscheid in der Folge
ausgeblieben war, blieben weitere Anfragen der Beschwerdeführerin vom 21. September
2016 und 9. Dezember 2016 an den Beschwerdegegner offenbar unbeantwortet.
Vorab gilt es festzuhalten, dass eine vorübergehende Überbelastung oder strukturelle
Schwierigkeiten eine übermässige Verfahrensdauer nicht zu rechtfertigen vermögen.
Art. 29 Abs. 1 BV verpflichtet die zuständigen Behörden vielmehr, die rechtsanwenden
Organe mit personellen und sachlichen Mitteln auszustatten, die nicht nur in Zeiten eines
durchschnittlichen Geschäftsganges, sondern auch in Zeiten einer vorübergehenden
Überbelastung eine angemessene Entscheidungsfrist gewährleisten (BERNHARD
WALDMANN, Basler Kommentar zur Bundesverfassung, 2015, N. 29 zu Art. 29 BV; GEROLD
STEINMANN, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar
zur Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 25 zu Art. 29 BV). Die 30- monatige
Verfahrensdauer lässt sich daher nicht alleine durch die angesprochene Reorganisation
beschönigen. Zudem gilt es hervorzuheben, dass die Reorganisation der Verwaltung erst
am 1. Januar 2016, d. h. über ein Jahr nach Abschluss des Schriftenwechsels erfolgte,
womit zumindest für diese Zeitspanne kein triftiger Grund für die Untätigkeit des
Beschwerdegegners erkennbar ist.
Im Weiteren gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin durch den
Gebrauch von prozessualen Rechten mitverantwortlich für das Ruhen des Verfahrens war
bzw. dass diese dazu ihr Einverständnis gegeben hat. Vielmehr ergibt sich aus den Akten,
dass die Beschwerdeführerin nach Eintritt der Behandlungsreife (Abschluss des
Schriftenwechsels) mehrmals um Auskunft nach dem Stand des Verfahrens gebeten bzw.
um Beschleunigung des Verfahrens ersucht hat. Insofern ist die Verfahrensverzögerung
nicht der Beschwerdeführerin, sondern alleine dem Beschwerdegegner zuzurechnen. Auch
wenn der Einzelrichter des Obergerichts zwischenzeitlich eine Beschwerde gegen den
negativen Rekursentscheid rechtskräftig abgewiesen hat, war der Entscheid über die
Umzugskosten für die Beschwerdeführerin angesichts ihrer Sozialhilfeabhängigkeit zudem
zweifellos von grosser Bedeutung, was der 30-monatigen Verfahrensdauer ebenfalls
entgegensteht. Im Übrigen wies das Rekursverfahren im Vergleich zu anderen
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Sozialhilfeverfahren keine grosse Komplexität auf, ging es doch materiell nur darum, ob die
Gemeinde B_ über die geleisteten Zahlungen hinaus noch zusätzlich Umzugskosten von
Fr. 4‘353.50 zu übernehmen hatte oder nicht.
2.3 Damit ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner vom Zeitpunkt des Abschlusses des
Schriftenwechsels am 28. November 2014 bis zum Entscheiddatum vom 13. März 2017
ohne ersichtlichen Grund und ohne ausgleichende Aktivität im Rekursverfahren untätig
blieb und den Rekursentscheid damit ungebührlich verzögerte. Unter Berücksichtigung aller
Umstände erwies sich die Gesamtdauer des Rekursverfahrens von 30 Monaten damit als
unangemessen lang, was als Verletzung des Beschleunigungsverbots zu qualifizieren ist.
Die Beschwerde ist demzufolge insofern gutzuheissen, als das festzustellen ist, dass der
Beschwerdegegner seinen Entscheid im am 8. September 2014 anhängig gemachten
Rekursverfahren unrechtmässig verzögert hat.
3. Nach Art. 19 Abs. 3 i. V. m. Art. 53 Abs. 1 VRPG ist im Beschwerdeverfahren vor
Obergericht gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf
dessen Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Da die Beschwerdeführerin obsiegt, werden ihr
keine Kosten auferlegt. Bezüglich Beschwerdegegner wird in Anwendung von Art. 22
Abs. 1 VRPG auf eine Kostenerhebung verzichtet.
4.
4.1 Nach Art. 53 Abs. 3 VRPG hat die obsiegende Partei in der Regel Anspruch auf eine
Entschädigung für die notwendigen Kosten und Auslagen. Die Entschädigung setzt sich
zusammen aus einem Honorar und den Barauslagen; die Mehrwertsteuer wird als Zuschlag
in Rechnung gestellt (Art. 3 der Verordnung über den Anwaltstarif, AT, bGS 145.53). In
Verfahren vor dem Obergericht in Verwaltungssachen wird das Honorar pauschal
festgelegt (Art. 13 Abs. 1 lit. c AT) und beträgt Fr. 1‘000.-- bis Fr. 10‘000.-- (Art. 16 Abs. 1
AT). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens richtet sich das Honorar nach
den besonderen Umständen des Falles. In Betracht fallen namentlich Art und Umfang der
Bemühungen, die Schwierigkeiten des Falles sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse der
Beteiligten (Art. 17 AT). Grundsätzlich kann die mögliche Bandbreite der Honorare unterteilt
werden in
a) einfache, unterdurchschnittlich aufwändige Fälle, in denen ein Honorar von
Fr. 1‘000.-- bis zu Fr. 4‘000.-- zu sprechen ist;
b) mittlere Fälle, die durchschnittlich schwierige Rechts- und/oder
Sachverhaltsfragen betreffen und einen durchschnittlichen Aufwand benötigten,
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in denen ein Honorar in der Grössenordnung von Fr. 4‘000.-- bis Fr. 7‘000.--
angemessen erscheint; und
c) schwierige Fälle sowohl bezüglich Sachverhalts- und/oder Rechtsfragen, in
denen überdurchschnittlich umfangreiche Eingaben notwendig waren und
umfangreiche Akten zu studieren waren, was ein Honorar von Fr. 7‘000.-- bis
Fr. 10‘000.--, bzw. in aussergewöhnlichen Fällen bis zu Fr. 15‘000.-- rechtfertigt.
4.2 Rechtsanwältin C_, welche die Beschwerdeführerin bis zum 25. Juli 2017 im
vorliegenden Beschwerdeverfahren vertrat, hat eine Kostennote in der Höhe von
Fr. 3‘723.85 eingereicht. Vorliegend handelt es sich nach Erachten des Obergerichts um
einen einfachen Fall, bei welchem keine schwierigen Rechtsfragen zu beantworten und
aufgrund der Untätigkeit des Beschwerdegegners keine umfangreichen Akten zu studieren
waren. Zudem war aufgrund des Ausbleibens einer Vernehmlassung des
Beschwerdegegners keine Replik erforderlich. Dem Aufwand und den Anforderungen
angemessen erscheint daher ein Honorar in der Höhe von Fr. 2‘000.00. Hinzu kommen die
ausgewiesenen Barauslagen von Fr. 104.00 sowie die Mehrwertsteuer von 8%, was
insgesamt zu einer Entschädigung von Fr. 2‘272.30 zugunsten von Rechtsanwältin C_
führt. Diese ist ausgangsgemäss dem Beschwerdegegner aufzuerlegen.
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